Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
lmonatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annonen=Erpeditionen. — Bei
ffür Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibungoder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Freitag.
Das Wichtigſte vom Tage.
Prinz=Regent Ludwig von Bayern hat den
Wunſch ausgeſprochen, daß zurzeit von irgendwelchen
Maßnahmen zur Beendigung der Regentſchaft
ab=
geſehen werden möge.
Während des Einzuges des Vizekönigs in die
neue Hauptſtadt Delhi wurde von dem Dache eines
Hauſes eine Bombe gegen ihn geworfen, die einen
Diener tötete. Der Vizekönig wurde an der Schulter
verletzt.
Der Dampfer „Florence” von der Furneß=Linie
wurde bei Cap Race wrack. Der Kapitän und 21 Mann
ertranken.
In dem Kohlenbergwerk Uhari in Japan
wur=
den durch eine Exploſion gegen 200 Bergleute
ge=
tötet.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Weihnachten.
** Zur Weihnachtszeit erſchließt das Chriſtentum
ſei=
nes Segens Fülle Da erweiſen die Verheißungen, die
einſt den Hirten auf den Feldern von Bethlehem verkündet
wurden, immer wieder ihre unerſchöpflichen Kräfte. Wie
ſonſt nie im ganzen Jahre, waltet Weihnachten die Liebe
auf Erden. Bei denen kehrt ſie zuerſt ein, die ihrer
zu=
meiſt bedürfen, bei den Kindern und den Armen. Aber die
Allmacht der chriſtlichen Liebe, die mit des Heilandes
Ge=
burt auf Erden gekommen iſt, beſchränkt ſich nicht auf
die Kinder und die Armen: ſie zwingt alle in ihren
be=
glückenden Bann, die noch mit irgend einer Faſer ihres
Fühlens mit der Familie, dem Mutterboden der Liebe,
zuſammenhängen. Unter den chriſtlichen Feſten übt
Weih=
nachten auf das Gemüt die tiefſte Wirkung. Das
Weih=
nachtsfeſt löſt nicht nur Stimmungen aus, die im Glauben
an die ewige Liebe Gottes wurzeln, es ſetzt auch dieſe
Stimmungen in Taten der Liebe um. Die Selbſtſucht
ſchweigt, der Wille zur Liebe herrſcht. Wer das
Chriſten=
tum zu beſtreiten wagt und wähnt, ſich von ihm losgeſagt
zu haben, muß doch wenigſtens in der gnadenbringenden
Weihnachtszeit bekennen, daß er ihm untertan bleibt, wenn
auch nur inſofern, als er das chriſtliche Hauptfeſt mitfeiern
muß und ſeinen ſittlichen Einflüſſen ſich nicht zu entziehen
vermag.
Weihnachten mit ſeinem ſtrahlenden Lichterglanze
er=
hellt die Wahrheit, wieviel, das Beſte und Edelſte, wir
der ſtillen heiligen Nacht danken, in der Chriſtus geboren
wurde. Es tut gut, unſerem glaubensſchwachen,
glau=
bensarmen und doch ſo glaubensbedürftigen Geſchlecht den
unausſprechlichen Segen bewußt werden zu laſſen, den
das Chriſtentum bisher erſchloſſen hat und der noch ins
Unendliche fortwirken muß. Es gibt keine ſtärkere
Lebens=
macht auf Erden als das Chriſtentum. Sein Heil haben
unzählige Milliarden bald zwei Jahrtauſende hindurch
er=
fahren. Auf allen Gebieten hat es neue Bahnen eröffnet.
Jeder Art menſchlichen Arbeitens und Schaffens haben
chriſtliche Gedanken neuen Inhalt, neue Ziele gegeben.
Lebendiges Chriſtentum ſteckt weit mehr in unſerem Volks=
und Staatsleben, als ſeine Leugner zugeben wollen.
Das Chriſtentum hat der Familie neuen Boden
be=
reitet. Von ihm hat die Ehe erſt Weihe und Wert
empfan=
gen; von ihm iſt die Stellung der Frau und der Mutter
erhöht und geadelt worden. Allen Arbeitern, den
Ar=
beitgebern wie den Arbeitnehmern, weiſt es Rechte und
Pflichten zu, die, in ſeinem Geiſte geübt und erfüllt, die
volle Antwort auf das bieten, was die ſoziale Frage
ge=
nannt wird. Das unvergleichliche Rieſenwerk der ſozialen
Geſetzgebung im Deutſchen Reiche will und ſoll nichts
an=
deres ſein als ein Werk des praltiſchen Chriſtentums, der
chriſtlichen Menſchenliebe. Die Kaiſerliche Botſchaft vom
17. November 1831, woraus es hervorgegangen iſt, berief
ſich für die Aufgaben, die ſie dem Gemeinweſen ſtellte, auf
die ſittlichen Grundlagen des chriſtlichen Volkslebens.
Nicht zuletzt verleiht das Chriſtentum dem höchſten
Gute irdiſcher Gemeinſchaft, dem Vaterlande und dem
Volkstum, den rechten Gehalt und die ſittliche Hoheit.
Denn das Chriſtentum lehrt, daß der einzelne Menſch
nur durch die opferbereite Unterordnung ſeines
Eigen=
willens unter den Willen, der das Ganze lenkt, erlöſt
wer=
den kann. Für die Spanne des menſchlichen Wirkens
heißt das Ganze: Vaterland! In chriſtlicher Auffaſſung
wurzelt das Dichterwort: „Nuc wer den Blick aufs Ganze
hat gerichtet, dem iſt der Streit in ſeiner Bruſt geſchlichtet!”“
Chriſtliches Denken ſpricht der Dichter in den Worten aus:
„Und ſetzet Ihr nicht das Leben ein: Nie wird Euch das
Leben gewonnen ſein!” Chriſtus ſagt: „Wer ſein Leben
lieb hat, der wird es verlieren; wer aber ſein Leben in
dieſer Welt haſſet, der wird es erhalten zum ewigen
Leben!”
Chriſtliche Heilskraft wirkt fort und fort in unſerem
Deutſchtum. Mehr als einmal wurde in der deutſchen
Geſchichte der chriſtliche Glaube der Jungbrunnen der
Befreiung vom fremden Joche. Er hat von jeher unſere
Helden zu vaterländiſchem Opfermute begeiſtert. In
chriſt=
lichem Gottvertrauen haben vor hundert Jahren unſere
Väter zum Schwerte gegen Napoleon gegriffen. Im
„Katechismus des deutſchen Wehrmanns” ſchrieb damals
Ernſt Moritz Arndt: „Der Glaube an Gott tut noch täglich
Wunder, und die Zuverſicht auf den Himmel überwindet
die Hölle. Und den Menſchen hilft keine Kraft ohne Gott.”
In ſeinem Liede: „Der Gott, der Eiſen wachſen ließ, der
wollte keine Knechte” mahnte Arndt: „Hebt hoch die
Her=
zen himmelan und himmelan die Hände!‟ Das
Chriſten=
tum iſt die Religion der Liebe und der Treue, und da
dieſe chriſtlichen Tugenden zunächſt hinieden betätigt
wer=
den ſollen, ſo gelten Liebe und Treue auf Erden nicht am
wenigſten dem Vaterlande.
Ein deutſches Zeitungsarchiv.
* Die Gründung des Deutſchen
Zei=
tungs=Archivs in der Form eines gemeinnützigen
Vereins, der in das Vereinsregiſter eingetragen werden
ſoll, wurde durch die Konſtituierung des
Or=
ganiſationsausſchuſſes in Berlin in die
Wege geleitet. An der zahlreich beſuchten Verſammlung,
die im Reichstag tagte, waren neben Verlegern und
Re=
daktionen zahlreicher Tageszeitungen der verſchiedenſten
Richtungen, Vertreter der Großbanken, der Großinduſtrie,
ferner eine große Anzahl wirtſchaftlicher Intereſſen=
Ver=
bände, der Verein deutſcher Redakteure, die Königliche
Bibliothek u. a. m. vertreten. Das Deutſche Zeitungs=
Archiv will eine Zentralſtelle ſchaffen, die die Fülle
des in der Tagespreſſe enthaltenen Materials, ſoweit
ſeine Bedeutung über das Tagesintereſſe hinausgeht, den
Intereſſentenkreiſen nutzbar macht.
Zu dieſem Zwecke ſollen zunächſt die etwa 100
bedeu=
tendſten Tageszeitungen deutſcher Sprache von einem Stab
hauptberuflich tätiger Mitarbeiter täglich durchgeſehen
und erzerpiert werden. (9) Dieſe Auszüge ſollen
in einer täglich und einer monatlich erſcheinenden Ausgabe
abgedruckt und im Abonnement abgegeben werden.
Fer=
ner ſollen die bearbeiteten Zeitungen aufbewahrt werden,
damit man auch noch nach längerer Zeit auf die
Original=
artikel zurückgreifen oder ſich Abſchriften verſchaffen kann.
Von Bedeutung iſt hierbei, daß nicht nur der Inhalt der
100 Tageszeitungen auf dieſe Weiſe der Vergeſſenheit
ent=
riſſen werden ſoll, ſondern daß grundſätzlich jeder
Zei=
tungsartikel bei entſprechender Bedeutung Aufnahme
fin=
det. Die Verſammlung, die von Dr. Hermann Beck
ge=
leitet wurde. beſchloß in etwa dreiſtündiger Beratung, die
tägliche Ausgabe des Zeitungs=Archivs vom 2. Januar
1913 ab erſcheinen zu laſſen, und zwar zunächſt mit der
Beſchränkung auf die Gebiete Wirtſchaft,
Sozial=
volitikund Politik. Dieſe Gebiete ſind in ſechzehn
Unterabteilungen eingeteilt, die einzeln bezogen werden
können, und zwar auf Wunſch auch in einer nur einſeitig
bedruckten Ausgabe. Die letztere dient für Archiv= und
Nachdruckzwecke. Ihr Abonnementspreis iſt doppelt ſo
hoch als der der Monatsausgabe deren Jahrespreis
zwi=
ſchen 24 und 36 Mark für jede Abteilung ſchwankt. Für
die endgültige Redigierung der Satzungen, ſowie die
Wah=
len des Vorſtandes und Verwaltungsrates wurde eine
fünfgliedrige Kommiſſion eingeſetzt. Der Voranſchlag des
Unternehmens ſieht für das Jahr 1913 Ausgaben in Höhe
von etwa 50000 Mark vor, die bereits durch die
Vorſub=
ſkrintionen zu mehr als einem Drittel gedeckt ſind. Für den
Fall. daß in den erſten Fahren die
Abonnementseinnah=
men zur Beſtreitung der Auslagen nicht ausreichen, ſind
namhafte Subventionen hauptſächlich aus den Kreiſen der
Zeitungsverleger und der Bankwelt in Ausſicht geſtellt.
Deutſches Reich.
Der Reichskanzler und die
päpſt=
liche Enzyklika. Ueber die vielbeſprochenen
Aeuße=
rungen des Kanzlers zu einem Zentrumsabgeordneten hat
der Generaldirektor des katholiſchen Volksvereins in M.=
Gladbach, Abgeordneter Pieper, einem Korreſpondenten
italieniſcher Blätter folgende Mitteilung gemacht:
Die Wahrheit iſt, daß der Reichskanzler am 27.
No=
vember in einem gelegentlichen Geſpräch mit dem Abg.
Trimborn neben anderen Gegenſtänden auch die Enzyklika
des Papſtes über die Gewerkſchaftsfragen erwähnte. Der
Reichskanzler, der für ſeine Perſon ein Anhänger der
chriſtlichen Gewerkſchaften iſt, während der Handelsminiſter
Sydow und der Staatsſekretär Delbrück eher die gelben
Gewerkſchaften bevorzugen, bemerkte, daß eine ſicher
vor=
auszuſehende Folge der Gewerkſchaftsenzyklika die ſein
wird, die ohnehin ſchon ſehr ſtarke Strömung gegen die
Aufrechterhaltung der preußiſchen Geſandtſchaft am
päpſt=
lichen Stuhl zu verſtärken, was er lebhaft bedauere; denn
wenn die Schwierigkeiten in dieſem Maße von Jahr zu
Jahr ſteigen, wird endlich die Stimmenzahl für die
Ab=
ſchaffung die Mehrheit darſtellen.
— Eine Geſetzesvorlage zur Bekämpfung
der Schundliteratur. Obwohl infolge der vielfach
getroffenen Bekämpfungsmaßnahmen, die von
kommu=
nalen Körperſchaften. Vereinen und dergl. ausgehen, ein
Rückgang im Vertrieb der Schundliteratur feſtzuſtellen iſt,
ſo erachtet man doch eine reichsgeſetzliche Regelung der
Materie für notwendig. Die Reichsregierung hatte ſich,
um Grundlagen für geſetzgeberiſche Maßnahmen zu
er=
halten, an die Bundesregierungen gewandt, deren
Aeuße=
rungen in der Mehrheit dahin gingen, daß ein ſchärferes
Einſchreiten erwünſcht erſcheint, wenn man der
geſetz=
geberiſchen Schwierigkeiten Herr werden könnte. Dieſe
liegen namentlich in einer genauen Definition des
Be=
griffs „Schundliteratur” da die Grenzen zwiſchen dieſer
und anderer Literatur ſchwer zu ziehen ſind. Im
beſon=
deren wurde in den Antworten der Bundesregierungen
darauf hingewieſen, daß ein geſetzgeberiſches Vorgehen
durch eine Abänderung der Gewerbeordnung zu
be=
fürworten ſei, wonach die Kolportage derartiger
literariſcher Erzeugniſſe auch innerhalb des
Wohn=
ortes verboten wird. Ebenſo wurde die
Beſchlag=
nahme derartiger im Wege des Kolportagehandels
vertriebener Druckſachen für wünſchenswert erachtet, und
ferner ſollten die Strafbeſtimmungen für
Zuwiderhand=
lungen in dieſer Hinſicht eine Verſchärfung erfahren. Die
bisherigen Erörterungen zwiſchen den beteiligten
Reichs=
reſſorts haben ſich in dieſer Richtung bewegt, und wie
man hört, haben die Verhandlungen über ein
reichsgeſetz=
liches Vorgehen auf dieſem Gebiete in letzter Zeit
weſent=
liche Fortſchritte gemacht, ſo daß es nicht ausgeſchloſſen
erſcheint, daß dem Bundesrat noch während der jetzigen
Tagung des Parlaments ein entſprechender Geſetzentwurf
zur Durchberatung zugeht.
— Die Polizeikonferenz. Ueber die in
Ber=
lin zuſammengetretene Konferenz von Vertretern der
Bundesſtaaten zur Beſprechung polizeilicher Fragen
be=
richtet die Nordd. Allg. Ztg.:
Den Gegenſtand der Beratung bildeten folgende
Punkte: Verbeſſerung des Fahndungsverkehrs;
unmittel=
barer gegenſeitiger Verkehr zwiſchen den in= und
auslän=
diſchen Polizeibehörden; einheitliche Regelung des
polizei=
lichen Erkennungsdienſtes hinſichtlich der Anthropometrie
und Daktyloſkopie: Einführung einer einheitlichen
Per=
ſonenbeſchreibung bei den deutſchen Polizeibehörden:
Ein=
richtung eines einheitlichen ſtändigen Nachrichtendienſtes
zwiſchen den einzelnen deutſchen Kriminalpolizeibehörden;
Einheitlichkeit der ſonſtigen polizeitechniſchen Hilfsmittel,
In allen dieſen Fragen hat die Konſerenz verſucht,
den Weg für eine gleichmäßige Handhabung zu finden, die
Ausführung ihrer Beſchlüſſe wird einer beſonderen
Kom=
miſſion obliegen. Freitag abend folgten die Teilnehmer
an der Konferenz einer Einladung des Miniſters des
In=
nern, Samstag vormittag wurden die Beratungen
fort=
geſetzt und zu Ende geführt.
— Die Erledigung der bayriſchen
Kö=
nigsfrage. Die Frage, ob in Bayern demnächſt die
Königswürde auf den Regenten übertragen werden ſoll,
hat nunmehr die Löſung gefunden: es wird alles beim
Alten bleiben. Prinz=Regent Ludwig hat an den
Mi=
niſterpräſidenten ein Handſchreiben gerichtet mit dem
Auf=
trage, es zur Kenntnis des Landes zu bringen. In
die=
ſem dankt der Regent in herzlichen Worten für die vielen
Beweiſe der Teilnahme beim Hinſcheiden ſeines Vaters.
Das Handſchreiben ſchließt ſodann mit folgenden Worten:
Aus der Ueberzeugung von der Innigkeit dieſes
Ver=
hältniſſes ſchöpfe ich mit vertrauensvollem Aufblick zu
Gottes gnädiger Führung die Kraft, das Erbe des
Frie=
dens und der Gerechtigkeit, das mein in Gott ruhender Herr
Vater hinterlaſſen hat, in Treue zu verwalten. Ich handle
in dieſem Sinne, wenn ich im Hinblick auf die Bewegung.,
die wegen der Regentſchaftsfrage durch das ganze Land
geht, es als meinen Wunſch bezeichne, daß zurzeit von
irgendwelchen Maßnahmen zur Beendigung der
Regent=
ſchaft abgeſehen werden wolle. Es iſt mir jedoch ein Be=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303
dürfnis des Herzens, für die Beweiſe loyaler Geſinnung
und treuer Ergebenheit, wie ſie bei Erörterung dieſer
Frage allſeitig zutage getreten ſind, meinen innigen Dank
zu entbieten.
Der Entſchluß des Regenten dürfte zurückzuführen ſein
auf das Ergebnis, das die Verhandlungen der Fraktionen
des Landtags und des Reichsrats gehabt haben, nach denen
nicht darauf zu rechnen war, daß die Kammern die
Ueber=
tragung der Königswürde auf den Regenten einmütig
be=
ſchließen würden. Der Entſchluß iſt nicht nur aus
ſtaats=
rechtlichen Geſichtspunkten zu begrüßen, ſondern beugt auch
unliebſamen Erörterungen in der Kammer, die
unaus=
bleiblich geweſen wären, vor.
— Miniſterwechſel in Württemberg. Als
eine direkte Folge des Ergebniſſes der Landtagswahlen
iſt der gemeldete Rücktritt des württembergiſchen
Mi=
niſters des Innern v. Piſchek zu betrachten. Der Rücktritt
kommt allerdings inſofern überraſchend, als noch vor
kur=
zem in einer halboffiziöſen Mitteilung ausgeführt worden
war, daß die durch die Landtagswahlen herbeigeführte
neue Konſtellation der Fraktionen der Zweiten Kammer
für den Miniſter des Innern kein Anlaß zum Rücktritt
ſein könne. Tatſächlich iſt nun aber die Lage die, daß die
liberale Mehrheit der Kammer, der Miniſter Piſchek ſeine
Politik angepaßt hat, verſchwunden iſt, ohne freilich einer
anderen Mehrheit Platz zu machen. Zum Nachfolger
Pi=
ſcheks iſt der im 61. Lebensjahre ſtehende Kultusminiſter
v. Fleiſchhauer ernannt worden, der früher ſelbſt als
Mi=
niſterialdirektor dem Miniſterium des Innern angehört
hat. Eine konſervative Politik wird auch er nicht machen;
er iſt der Vater des liberalen Volksſchulgeſetzes vom Jahre
1909. Der zum Kultusminiſter ernannte Präſident des
Evangeliſchen Konſiſtoriums, v. Habermaas, ſteht im 57.
Lebensjahre, er gehörte bis 1910 dem Kultusminiſterium
an, wo er zuletzt Miniſterialdirektor war.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſche Wahlrechtsvorlage. Die
Blätter veröffentlichen den Inhalt des
Wahlreforment=
wurfs, der demnächſt dem Parlament vorgelegt werden
ſoll. Die Mitteilungen werden amtlich als richtig
bezeich=
net. Der Entwurf ſtellt ein verwickeltes Syſtem
verſchiede=
dener Wahlberechtigungen auf. Wer das Reifezeugnis
beſitzt, erhält das Wahlrecht ohne weitere Vorbedingung
mit 24 Jahren. Alle anderen werden erſt mit 30 Jahren
wahlberechtigt, und zwar erhalten das Wahlrecht die
Bür=
ger, die ſechs Volksſchulklaſſen durchgemacht haben, falls
ſie irgend eine noch ſo geringe Steuer entrichten oder im
Gewerbe und Handel bei demſelben Arbeitgeber ſeit drei
Jahren tätig waren oder ſelbſtändige Kaufleute oder
Ge=
werbetreibende ſind oder im Militärdienſt
Unteroffiziers=
rang erlangt haben. Wer dieſe Schulbildung nicht
auf=
weiſen kann, jedoch des Schreibens und Leſens mächtig
iſt, erhält das Wahlrecht, wenn er mindeſtens 20 Kronen
Steuer zahlt oder acht Joch Grundbeſitz hat oder als
Vor=
arbeiter in der Induſtrie oder Landwirtſchaft beſchäftigt
iſt. Analphabeten ſind wahlberechtigt, wenn ſie 20
Kro=
nen Steuer entrichten oder 16 Joch Grundbeſitz haben. Die
bisherigen Wahlberechtigten behalten das Wahlrecht in
dem bisherigen Wohnort. Die Abſtimmung wird im
all=
gemeinen öffentlich ſein, in den Städten mit ſelbſtändigem
Munizipalrecht geheim.
Frankreich.
Die Kammer verhandelte die Interpellation
be=
treffend den Fall des Finanziers Rochette. Nach längerer
Debatte legte Juſtizminiſter Briand die Maßnahmen dar,
die zum Schutz der kleinen Sparer getroffen worden ſind
und erklärte, daß der Gerechtigkeit Genüge geſchehen werde.
Die einfache Tagesordnung der Regierung wurde mit 411
gegen 83 Stimmen angenommen.
Bulgarien.
Die finanzielle Lage des Landes. Die
Regierung legte der Sobranje das proviſoriſche Budget
vor, das vom 15./28. Dezember bis Ende März läuft. Es
ſieht die notwendigen Kredite für die Organiſation und
Verwaltung der Finanzen, der Landwirtſchaft und des
Verkehrs in den befreiten Ländern vor. Die Kredite
ſtel=
len ſich auf insgeſamt 7 Millionen Francs. Die Sobranje
debattierte über die Bewilligung von drei Zwölftel des
proviſoriſchen Budgets.
Der Finanzminiſter gab ein kurzes Expoſé über die
finanzielle Lage des Landes: Infolge des Krieges
ver=
ringerten ſich die Einkünfte des Schatzes um etwa 25
Mil=
lionen. Auf der anderen Seite würde man durch die
Sus=
pendierung der laufenden Arbeiten und die Herabſetzung
des Verwaltungsperſonals Erſparniſſe von faſt ebenſolcher
Höhe erzielen, ſo daß das Budget ohne Defizit abſchließen
werde, was der guten Organiſation der bulgariſchen
Fi=
nanzen zuzuſchreiben ſei. Hinſichtlich der außerordentlichen
Kredite gab der Miniſter an, daß man außer den im
Sep=
tember bewilligten 84 Millionen und den jetzt geforderten
50 Millionen zur Bezahlung der Requiſitionen annähernd
150 Millionen benötigen werde. Alle dieſe Kredite würden
durch eine nach dem Kriege abzuſchließende Anleihe
ge=
deckt. Der Stand des Schatzes ſei nichtsdeſtoweniger
zu=
friedenſtellend, dank der wirtſchaftlichen Bedeutung des
Landes, das als ackerbautreibendes Land fähig ſei,
wäh=
rend des Krieges alles, was es für die Armee benötige,
ſelbſt zu liefern. Für den Bau der Eiſenbahnen und den
Ankauf von Wagenmaterial ſeien vorher 25 Millionen
Schatzſcheine ausgegeben worden. Unter ſehr günſtigen
Bedingungen habe die Regierung im Auslande für 65
Mil=
lionen Schatzſcheine untergebracht. Dank dieſem
befriedi=
genden Stand der Dinge ſei die Armee jetzt reichlich mit
Waffen und Munition verſehen. Sie könne den Krieg noch
ſechs Monate fortſetzen, falls es nötig ſei. Am Schluſſe
ſagte der Miniſter, die Sobranje könne darauf rechnen,
daß ſie der Regierung alles für die Verwaltung der
er=
berten Länder Notwendige gebe, ohne daß ein Zweig der
Verwaltung des Königreichs dadurch in Verlegenheit
ge=
bracht werde.
* Prinzeſſin Agnes zu Salm=Salm f.
Nach längerer Krankheit iſt in Karlsruhe Prinzeſſin Aanes
zu Salm=Salm im Alter von 67 Jahren geſtorben, eine der
intereſſanteſten Frauengeſtalten aus den bewegten Zeiten
des 19. Jahrhunderts. Im amerikaniſchen Bürgerkriege
und in der merikaniſchen Kaiſertragödie hat dieſe Frau, die
einſt von Kaiſern und Königen gefeiert wurde, eine große
Rolle geſpielt. Im Kriege 1870/71 war ſie eine der
eifrig=
ſten Organiſatoren zur Pflege der Verwundeten und
er=
hielt vom König von Preußen das Eiſerne Kreuz. Die
Verſtorbene war die Tochter eines amerikaniſchen Oberſten
und heiratete, noch nicht 17 Jahre alt. den zur Teilnahme
am amerikaniſchen Sezeſſionskriege 1862 nach Amerika
ge=
kommenen Prinzen Felix zu Salm=Salm, einen jungen,
deutſchen Fürſtenſohn, der als preußiſcher Offizier im
ſchleswig=holſteiniſchen Kriege ſo großen Heldenmut
ge=
zeigt hatte, daß ihm der Könia von Preußen perſönlich
einen Ehrenſäbel überreichte. Seine junge Gattin
wid=
nete ſich auch im amerikaniſchen Sezeſſionskriege in ganz
außerordentlicher Weiſe der Krankenpflege, ſo daß ſie von
der Bundesregierung mit dem Rang und Gehalt eines
Ka=
pitäns ausgezeichnet wurde.
* Streik auf der Germaniawerft.
Sams=
tag vormittag haben 3000 Arbeiter auf der
Germania=
werft in Kiel wegen Differenzen über die von der Werft=
Abteilung zur Wahrung der allgemeinen Sicherheit und
Ordnung getroffenen Kontroll=Einrichtungen die Arbeit
niedergelegt. Die Germaniawerft beſchäftigt gegenwärtig
6000 Arbeiter, ſo daß am Streik die Hälfte der Arbeiter
beteiligt iſt. Der Aufſichtsdienſt auf der Werft iſt
neuer=
dings der erſt kürzlich neu organiſierten Berufsfeuerwehr
übertragen worden, und zwar ſoll die Handhabung in der
gleichen Weiſe geſchehen, wie bei Krupp. Hierdurch iſt eine
Spannung zwiſchen den Arbeitern und den mit der
Auf=
ſicht betrauten Beamten der Feuerwehr entſtanden, die zur
Arbeitsniederlegung führte. Die ſtreikenden Arbeiter be=
ſchloſſen, vorläufig die Arbeit nicht wieder aufzunehmen,
Die Vertrauensleute ſollen mit der Werftdirektion
ver=
handeln.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. Dezember.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin begab ſich am Samstag nachmittag um
4½ Uhr im Auto zur Weihnachtsbeſcherung im
Eliſabethen=
ſtift nach Nieder=Ramſtadt. (Darmſt. Ztg.)
*Ernannt haben Se Kön gl. Hoheit der
Groß=
herzog den Regierungsaſſeſſor Dr. Guſtav Heß zu
Darmſtadt zum Kreisamtmann mit Wirkung vom
2. Januar 1913 an — den Regierungsaſſeſſor Otto
Linkenheld zu Darmſtadt zum Kreisamtmann bei
dem Kreisamt Groß=Gerau mit Wirkung vom 2.
Ja=
nuar 1913 an — den Stellenanwärter Karl Aderhold
zu Butzbach zum Pedellen an der Realſchule zu
Butz=
bach und den Stellenanwärter Jakob Reuſchling zu
Heppenheim a. d. B. zum Pedellen an der
Oberreal=
ſchule zu Heppenheim a. d. B., beide mit
Wirkung=
vom 1. Januar 1913 an — den
Hauptſteueramts=
aſſiſtenten Ludwig Meyer zu Bingen zum
Reviſor=
bei der Zentralſtelle für die Land esſtatiſtik mit Wirkung
vom 1. Januar 1913 an — den Bezirkskaſſier ohne
Dienſt=
bezirk Karl Marquardt zu Darmſtadt zum
Ober=
rechnungsreviſor bei der II. Juſtifikaturabteilung der=
Oberrechnungskammer, ferner wurde ernannt die
Schul=
amtsaſpirantin Elſa Morell aus Werther (Preußen)
zur Lehrerin an der Eleonorenſchule zu Darmſtadt unter
Belaſſung in der Kategorie der Volksſchullehrerinnen
mit Wirkung vom 1. Januar 1913 an.
*Beſtätigt wurde der von dem Herrn Fürſten zu
Iſenburg=Birſtein auf eine Reallehrerſtelle an der
Ober=
realſchule am Stadthaus zu Offenbach präſentierte
Lehrer Jakob Linn zu Offenbach für dieſe Stelle unter
B laſſung in der Kategorie der Volksſchullehrer mit
Wirkung vom 1. Januar 1913 an.
* Verſetzt wurde der Großh. Finanzamtsgehilfe
Ferdinand Schütz zu Oſthofen in gleicher
Dienſteigen=
ſchaft an das Großh. Finanzamt Alsfeld.
Entlaſſen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Groß=
Gerau Hugo Schneider auf ſein Nachſuchen mit
Wirkung vom 2. Januar 1913 aus dem Staatsdienſte.
* Erledigte Stellen. Die Stelle eines
Real=
lehrers an der Auguſtinerſchule (Gymnaſium und
Real=
ſchule) in Friedberg vom 1. Januar 1913 an. Der=
Stelleninhaber muß Schülerchor und Schülerorcheſter
leiten können. Meldungen ſind bis zum 15. Januar bei
der vorgeſetzten Kreisſchulkommiſſion oder Direktion
ein=
zureichen und von dieſer mit Würdigung der
Miniſterial=
abteilung für Schulangelegenheiten vorzulegen. — Eine
mit einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Groß=Rohrheim,
Kreis Bensheim. — Eine mit einem evangeliſchen
Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
zu Reichenbach, Kreis Bensheim. — Die Stelle des
Finanzamtsgehilfen bei Großh. Finanzamt Oſthofen.
* Militärdienſtnachrichten. Major Frhr. v. Hügel
(früher im Leibg.=Inf.=Regt. Nr. 115) beim Stabe des
1. Kurheſſ. Inf.=Regts. Nr. 81 (in Frankfurt a. M.)
dem Regiment aggregiert. — Hauptmann Ehrhardt
(früher im Inf.=Regt. Nr. 118) im 4. Badiſchen Inf.=
Regt. Nr. 112, unter Beförderung zum überzähligen
Major zum Stabe des Regiments übergetr ten (
Stand=
ort: Mülhauſen i. E.). — Hauptmann v. Herff
(früher im Großh. Artilleriekorps Nr. 25) beim Stabe
des Feldartillerie=Regiments Nr. 84 (Standort:
Straß=
burg i. E.) zum überzähligen Major befördert.
* Der Geſetzentwurf über den Bau einer
Ver=
bindungsbahn von Rüdesheim (Geiſenheim) nach
Sarmsheim (Ockenheim) iſt von den Ständen
ge=
nehmigt worden. Er wird in der Kürze im Großh.
Regierungsblatt erſcheinen.
D Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starken=
burg am Samstag, den 4. Januar, vormittags 9½ Uhr,
lautet: 1. Geſuch des Sebaſtian Mühlfeld in Darmſtadt
um Erlaubnis zum Betriebe einer Weinwirtſchaft im
Hauſe Wienersſtraße Nr. 74. 2. Klage des
Ortsarmen=
verbandes Doſſenheim gegen den Ortsarmenverband
Viernheim wegen Erſatz von Pflegekoſten für das Kind
Von Weihnachten.
Neue Forſchungen über die Geburtskirche
von Bethlehem.
Von Dr. Kurt Haack.
„Keiner hat die halbe Kraft noch Tapferkeit ſeines
Leibes mehr; ganz erſchrocken und ernſthaft wird einer
aus Kraft der Gegenwart der allerheiligſten Stätten.”
Mit ſolch ſchlichten Worten verſucht ein deutſcher Pilger
des 15. Jahrhunderts, der Ritter Grünemberg, die Tiefe
der Erſchütterung anzudeuten, die ihm und Millionen
vor und nach ihm an den erhabenſten Orten der
Chriſten=
heit im heiligen Lande die Seele aufgewühlt. Noch heute
wie vor einem halben Jahrtauſend ſind die Herzen nach
dem Oſten gerichtet, aus dem der Welt das Licht kam,
und vor allem an den hohen Feſttagen blicken wir im
Geiſte nach dieſen teuren, der Erinnerung geweihten
Flecken Erde, um die gleichſam noch die Stimmung der
großen Ereigniſſe zu ſchweben ſcheint. „Die Oertlichkeit”
ſagte Moltke, „iſt das von einer längſt vergangenen
Be=
gebenheit über gebliebene Stück Wirklichkeit.‟ Deshalb
iſt es nicht nur das Bedürfnis frommer Gemüter, ſonderh
auch das gute Recht der Wiſſenſchaft, ſich immer wieder
mit dieſen Denkmälern aus der Frühzeit der chriſtlichen
Kirche zu beſchäftigen. Während nun zur Oſterzeit die
Grabeskirche von Jeruſalem als das denkwürdigſte
hiſto=
riſche Monument erſcheint, dünkt uns zur Weihnachtszeit
die Geburtskirche von Bethlehem als das Heiligtum der
Heiligtümer. Mit dieſem Bau, einem der ehrwürdigſten
und älteſten, zugleich durch ſeine Architektur
bedeutſam=
ſten, die die chriſtliche Kunſt aufweiſt, hat ſich die
Forſch=
ung ſeit langem beſchäftigt; viele Probleme gab die Kirche
den Gelehrten auf; vor allem hat man über ihre
Entſteh=
ungszeit geſtritten und behauptet, ſie habe ihre endgültige
Ausführung erſt unter Juſtinian (etwa ums Jahr 530)
empfangen. Vor kurzem hat jedoch ein junger Gelehrter,
Edmund Weigand, der Geburtskirche eine eigene
Mono=
graphie gewidmet und überzeugend nachgewieſen, daß dieſe
eigentliche Stätte der Weihnacht in ihrer heutigen Geſtalt
ſchon zur Zeit Konſtantins entſtanden iſt und in unſere
Gegenwart hineinragt als der einzige noch ſtehende
monu=
mentale Zeuge jener glanzvollen Epoche, da das
Chriſten=
tum ſeinen Weltſieg errang und ſeinen Weltzug antrat.
Der Ort der Jeſu=Geburt hat die Gläubigen der erſten
Fohrhunderte viel beſchäftigt. In der Erzählung der
Evangelien war ja darüber nichts geſagt; es heißt nur:
„Marta und Joſeph fanden keinen Raum in der
Her=
berge‟ Die Phantaſie des Morgenlandes aber verlegte
die Geburt des Heilandes in eine Höhle, wohl deshalb,
weil Paläſtina mit ſeinem Kalkgebirge viele ſolcher
Fel=
ſenhöhlen beſaß, in denen Hirten und Herden bei
ſchlech=
ter Witterung Zuflucht ſuchten. Bald wird eine beſtimmte
Höhle in Bethlehem als die Stätte der Geburt bezeichnet,
und aus dem Anfange des dritten Jahrhunderts berichtet
Origenes, jeder in Bethlehem, ja ſelbſt die Heiden,
könn=
ten die Höhle zeigen, in der Chriſtus das Licht der Welt
erblickt habe, und die Krippe darin, in der er gelegen. Die
fromme Helena, die Mutter des Kaiſers Konſtantin,
ver=
wandelte dieſen von den Chriſten früh verehrten Ort, der
in einem Hain lag, und bis dahin dem Adonis geweiht
war, aus einer heidniſchen Kulturſtätte in ein chriſtliches
Pilgerziel. Wie Euſebius bezeugt, ſtiftete ſie über der
Höhle eine Kirche und ſchmückte die Geburtsgrotte mit
höchſter Pracht aus. Die alte einfache Krippe erſetzte ſie
durch eine aus koſtbarem Edelmetall und ſcheint auch
be=
reits die Krippe aus der eigentlichen Geburtsſtätte
ent=
fernt und zu einer beſonderen Station der Verehrung
ge=
macht zu haben. So mancher trauerte der alten, ſchlichten
Relique nach. „Köſtlicher iſt mir die Krippe, die beiſeite
geſchafft wurde” ſagt Chryſoſtomus, und ein Presbyter
ruft in einer Weihnachtspredigt aus: „O, wenn mir
ver=
ſtattet wäre, jene Krippe zu ſehen, darin der Herr gelegen!
Jetzt haben wir Chriſten, als ob wir ihn damit ehrten,
die irdene Krippe entfernt und ein ſilberne hingeſtellt.”
Nach dem Tode der Helena hat Konſtantin den Bau
voll=
endet und auch den Innenraum koſtbar geſchmückt. Daß
die Kirche um 334 fertig war, beweiſt der Bericht eines
aquitaniſchen Pilgers und Burdigala, der im Jahre 333
oder 334 die heiligen Stätten beſuchte und von Jeruſalem,
wie ſo viele nach ihm, auch nach Bethlehem wanderte, um
„die dort auf Geheiß des Konſtantin erbaute Baſilika” zu
bewundern. Da die großen Kirchenbauten des Kaiſers
in Paläſtina bald nach dem Konzil von Nicäa (325)
be=
gannen, ſo läßt ſich alſo die Bauzeit der Kirche auf etwa
acht Jahre (326—334) berechnen.
In glanzvoller Herrlichkeit bot ſich an den großen
Feſten das Innere des Baues dar, den Konſtantin im
Geiſte ſeiner Mutter pietätvoll zu Ende geführt hatte. Die
Schilderung einer galliſchen Pilgerin aus dem letzten
Jahrzehnt des vierten Jahrhunderts gibt davon Kunde:
„Da ſiehſt du aichts als Gold und Edelſteine und Seide;
denn die Vorhänge, die du ſiehſt, ſind mit goldenen Bor=
den verziert und ganz von Seide, und in gleicher Weiſe
ſind auch die Teppiche ganz von Seide und mit goldenen
Borten verziert. Das Kirchengerät aber, das zur
öffent=
lichen Verwendung kommt, iſt durchaus von Gold und
mit Edelſteinen beſetzt. Die Zahl und das Gewicht der
Kandelaber, Leuchter und Lampen und des
verſchieden=
artigen Kirchengeräts kann kaum geahnt oder beſchrieben
werden. Was ſoll ich gar ſagen von der Pracht des Baues
ſelbſt, den Konſtantin unter der Beihilfe ſeiner Mutter,
ſo gut es nur die Machtmittel ſeines Reiches zuließen,
mit Gold, Moſaik und koſtbarem Marmor ſchmückte?”—
Von ſpäteren Beſuchern hören wir, daß von den blanken
Marmorſäulen ein leuchtender Schimmer ausging und daß
dieſe Säulenreihen eine wie Sternenglanz ſtrahlende, in
ein Lichtmeer gehüllte Lakunariendecke trugen, die „die
Schönheit des Himmels in die Kirche zauberte.” Heute
hat die Kirche keine geſchloſſene Decke mehr, ſondern einen
offenen Dachſtuhl, der aus neuerer Zeit ſtammt und den
harmoniſchen Zuſammenklang des Inneren ſehr ſchädigt.
Die vielen Kandelaber und Lampen hüllten bei dem
beth=
lehemitiſchen Nachtgottesdienſte alles in ein myſtiſch
zeu=
bervolles Licht, und in ihrem Scheine flimmerten die
Moſaiken glühend auf, die das Wunder der Geburt
dar=
ſtellten, „den Zimmermann und die Krippe, das
Knäb=
lein und die jungfräuliche Mutter” wie Gregorios der
Wundertäter ſagt. An früheſte Myſterienſviele, wie Uſener
wollte, iſt dabei nicht zu denken. Die Geburtshöhle, die
einſtmalige Herberge der Maria, vor der die heilige
Paula die einzige Schönheit und Gnade der heiligen Nacht
ſo leidenſchaftlich durchlebt, konnte nur im ureigentlichen
Sinne noch als Höhle bezeichnet werden. Nach
Adam=
nans Ueberlieferung hatte der davor= und darübergeſetzte
Kirchenbau die urſprüngliche Grotte vorne vertikal und
oben horizontal durchſchnitten; außerdem war ſie ganz
mit Marmor inkruſtiert und wird daher nur noch „
Halb=
höhle” genannt.
Die Behauptung, daß die Geburtskirche in
frühbyzan=
tiniſcher Zeit umgebaut oder ſogar völlia neuerbaut
wor=
den ſei, geht auf einen Bericht des Eutychios von
Alexan=
drien in arabiſchen Annalen zurück, dem zufolge Juſtinian
die konſtantiniſche Kirche abreißen und eine neue, größere
erbauen ließ. Weigand hat dieſe Nachricht, eines vielfach
unwahrhaftigen Autors, von dem zudem der ernſter zu
nehmende Hiſtoriker Procop nichts weiß, als eine Fabelei
entlarvt, die nur Verwirrung in den Köpfen der
Gelehr=
ten angerichtet hat. Die Kirche, wie ſie noch heute in
Betblehem ſteht, iſt das urſprüngliche, einheit=
Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 3.
Georg Otto Kettner aus Doſſenheim. 3. Den
Wirt=
ſchaftsbetrieb der Johann Philipp Kreis Ehefrau
Eliſabetha geb. Lipps in Offenbach betr., hier Antrag des
Kreisamts Offenbach auf Entziehung der
Wirtſchafts=
konzeſſion. 4. Klage des Ortsarmenverbandes
Frank=
furt a. M. gegen den Ortsarmenverband Offenbach a. M.
wegen Erſatz von Unterſtützungskoſten für die Witwe
Amalie Müller.
g. Strafkammer. Wegen ſchweren
Rückfalls=
diebſtahls bezw. der Hehlerei hatten ſich geſtern
vor der Strafkammer ſechs Offenbacher Taglöhner zu
ver=
antworten, und zwar der 20jährige Rudolf Michel der
19jährige Heinrich Sebaſtian Wölfinger, der 18jährige
Philipp Steigerwald, der 16jährige Peter Franz
Vogel, der 20jährige Auguſt Wehner und der 17
jäh=
rige Peter Heinrich Herzog. Michel hatte im Juli 1911
wegen eines in den Schuhfabriken von Liebmann und
Steigerwald in Offenbach verübten Einbruchsdiebſtahls
eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahr 3 Monaten erhalten, die
er am 7. Oktober 1912 verbüßt hatte. Da es ihm in der
nun folgenden Zeit nicht möglich war, Arbeit zu finden,
faßte er den Entſchluß, ſich durch einen Einbruch weiter
Geld zu verſchaffen. In der Nacht zum 26. Oktober
klet=
terte er, nachdem er den Taglöhner Wölfinger zum
Schmiereſtehen veranlaßt hatte, in die Schuhfabrik von
Liebmann,, indem er durch ein drei Meter über dem
Erd=
boden befindliches Fenſter ſich einen Eingang verſchaffte.
Da es ihm nicht möglich war, in das Kontor einzudringen,
wie er beabſichtigt hatte, nahm er 15 Paar Stiefel, die er
in einen Sack ſteckte. Dieſen verbargen die beiden
Ange=
klagten bei den Militärſchießſtänden unter einem Buſch,
um die Stiefel gelegentlich zu veräußern. Die vier letzten
Angeklagten waren denn auch Abnehmer der Diebesbeute
und zwar bezahlten ſie für jedes Paar 3 Mark, den Reſt
übernahm Wehner zur Aufbewahrung und verbarg ihn
zunächſt in ſeiner Wohnung, ſpäter im Keller, wo dann
die Kriminalpolizei die Sachen entdeckte. Der Angeklagte
Herzog übergab die Schuhe, die er gekauft hatte, ſofort
der Polizei, als er hörte, daß bei Liebmann ein
Einbruchs=
diebſtahl verübt worden ſei. Durch ſeine Angaben
wur=
den dann die übrigen Angeklagten ermittelt. Sie gaben
an, ſie ſeien der Meinung geweſen, die Stiefel rührten
von dem erſten Diebſtahl bei Liebmann her, wegen dem
Michel bereits verurteilt war. Da er dieſe Strafe
ver=
büßt hatte, glaubten ſie, Michel dürfte die Stiefel
ver=
kaufen. Das Gericht verurteilte Michel wegen ſchweren
Diebſtahls im Rückfall zu 2 Jahren Zuchthaus und
5 Jahren Ehrverluſt, Wölfinger zu 6 Monaten
Gefängnis, Steigerwald zu 2 Monaten und
Vogel, Wehner und Herzog zu je 1 Monat
Ge=
fängnis. Allen Angeklagten wurde ein Monat der
Unterſuchungshaft angerechnet. Sie erkannten ſämtlich
die Strafen an.
Einen umfangreichen Beutezug durch die am
Main gelegenen Bootshäuſer unternahm im
Auguſt dieſes Jahres der 24jährige Taglöhner Max Arno
Blüher aus Werdau in Sachſen. Der Angeklagte iſt
ſchon wiederholt wegen Diebſtahls und Bettelns
vorbe=
ſtraft. Im Jahre 1909 wurde er wegen Landſtreicherei
in die Arbeitsanſtalt Moritzburg bei Zeitz überwieſen.
Es gelang ihm, 1910 aus der Anſtalt zu entweichen, und
um nun ſeine Aufgreifung zu verhindern, legte er ſich
einen falſchen Namen zu. Unter dem Namen Johann
Laſcher aus Groß=Neudeck in Böhmen arbeitete er dann
an verſchiedenen Stellen und erhielt dadurch auch eine
In=
validenkarte auf dieſen Namen. Im Auguſt kam er nach
Offenbach und beſchloß nun, da er die Verhältniſſe bereits
früher ausgekundſchaftet hatte die am Main gelegenen
Bootshäuſer der Rudergeſellſchaften zu plündern. In der
Nacht zum 11. Auguſt erbrach er mit einem Flacheiſen
das Tor des Bootshauſes der „Haſſia” in Hanau, wo er
dann 18 bis 20 Spinde gewaltſam öffnete. Er erbeutete
hier einen Sweater, ein Paar Chevreauxſtiefel und
Zigasren. In der folgenden Nacht kam er auf ähnliche
Weiſe in das Bootshaus der Rudergeſellſchaft
Fechen=
heim; hier fand er in einer Sparbüchſe 3,50 Mark in bar,
ferner 15 Handkäſe, Wurſt, Brot und Branntwein. Alles
nahm er mit. In den folgenden Nächten plünderte er
noch die Bootshäuſer des Rudervereins „Vorwärts” in
Offenbach, des Niederräder=Vereins und der „
Ger=
mania” in Offenbach. Ueberall hatte er es in erſter Linie
auf Lebensmittel abgeſehen, nahm jedoch alles mit, was
ihm irgendwie verwendbar ſchien. Am 18. Auguſt wurde
er dann verhaftet. Er iſt in allen Fällen durchaus
ge=
ſtindig und wird wegen der intelltktuellen
Urkunden=
fälſchung, begangen durch Verſchaffen einer auf einen
fremden Namen lautenden Invalidenkarte und Angabe
eines falſchen Namen beim Eintrag in das
Unterſuch=
ungsregiſter, ſowie wegen des ſchweren
Rückfallsdieb=
ſtahls in fortgeſetzter Begangenſchaft, zu einer
Geſamt=
ſtrafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis und
3 Jahre Ehrverluſt verurteilt. Vier Monate der
Unter=
ſuchungshaft werden ihm in Anrechnung gebracht. Er
er=
kannte die Strafe ſofort an.
Der 23jährige Eiſendreher Karl Friedrich Zunn aus
Frankenthal, der erſt am 2. September eine
Gefängnis=
ſtrafe von 4 Monaten verbüßt hatte, ſtand geſtern
aber=
mals wegen eines Diebſtahls vor der hieſigen
Strafkam=
mer. Er hatte am 4. November ein Zimmer gemietet,
wobei er in einem Zimmer, durch das er gehen mußte,
wenn er in ſein Zimmer wollte, einen Sackorock hängen
ſah. Er entwendete dieſen und außerdem noch eine
Nickel=
uhr mit Kette, beides einem Georg Bohrmann gehörend.
Die Uhr und Kette verkaufte er ſofort für eine Mark, den
Rock behielt er. Er gibt an, er habe aus Not gehandelt,
trotzdem er zugeben muß, daß ihm am Tag zuvor an
zwei Stellen Arbeit angeboten wurde, der Lohn war ihm
aber nicht hoch genug. Er wird wegen Rückfallsdiebſtahls
zu 8 Monaten Gefängnis, abzüglich 1 Monat der
Unterſuchungshaft, verurteilt.
Vom Großh. Hoftheater. „Rübezahl oder der Geiſt
der Berge”, von C. A. Görner, unter ſzeniſcher Leitung
von Oberregiſſeur Valdeck, wird am zweiten Feiertag zum
erſtenmal wiederholt. Am Abend dieſes Tages gelangt
Richard Wagners „Die Meiſterſinger von Nürnberg” zur
Aufführung. (83. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. A 22).
In das Weihnachtsrepertoire wurde auch eine
Wiederho=
lung von Rößlers erfolgreichem Luſtſpiel: „Die fünf
Frank=
furter” aufgenommen, die am Freitag, den 27. Dezember
ſtattfindet. (84. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. C. 21.) Die
Wiederyolung dieſer erfolgreichen Novität, die vorläufig
auf der Serie A noch ausſteht, wird in den nächſten Tagen
auch für dieſen Buchſtaben angeſetzt werden.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. In der
Diplom=Hauptprüfung im Hochbaufache,
an der 18 Kandidaten teilnahmen, haben 16 die Prüfung
beſtanden. Von dieſen haben 6 das Prädikat „mit
Auszeichnung beſtanden”, 4 „gut beſtanden” und 6 „
be=
ſtanden” erworben. — Während der
Weihnachts=
ferien ſind mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage
folgende Zeichenſäle bis 7 Uhr abends geöffnet: Für
den erſten Jahreskurſus Saal Nr. 355 im zweiten
Ober=
geſchoß, für den zweiten Jahreskurſus Nr. 274 im erſten
Obergeſchoß, für den dritten und vierten Jahreskurſus
der Architektur=Abteilung Nr. 317, der Abteilung für
Bau=
ingenieurweſen Nr. 127, der Maſchinenbau= und
Elektro=
techniſchen Abteilung die Zeichenſäle Nr. 216 und223. Das
Portal der Hochſchule wird während der Ferien um 7.15
Uhr geſchloſſen.
* Zur letzten Stadtverordnetenſitzung bittet uns Herr
Stadtverordneter Louis Lautz, ſeine Ausführungen zur
Fleiſchteuerungsdebatte im Wortlaut wiederzugeben, da
das, was er nach den Zeitungsberichten geſagt haben ſoll,
ihm in den einſchlägigen Geſchäftskreiſen übel ausgelegt
wird. Herr Lautz habe folgendes geſagt: Nicht als
Ange=
höriger einer verwandten Branche, ſondern als
Stadtver=
ordneter, möchte ich mich zu dieſer Frage hier äußern und
da möchte ich doch zuerſt mein Bedauern dahin ausſprechen,
daß der Vertreter des Metzgergewerbes heute nicht hier
anweſend iſt, derſelbe hätte am beſten Auskunft darüber
er=
teilen können, wie es mit der Sache eigentlich ſteht und was
die Gründe geweſen, warum die Metzger ſich weigerten,
die zweite Sendung Vieh abzunehmen. Meine
Informa=
tionen decken ſich mit den Ausführungen des Großh.
Bür=
germeiſters und ich muß anerkennen, daß er die Sache hier
vorgetragen, wie ſich dieſelbe in Wirklichkeit verhält.
Frei-
lich muß der Herr Bürgermeiſter ja ſelbſt zugeben, daß ſich
unter der zweiten Sendung Vieh minderwertige Stücke
befanden und dies wird wohl auch in der Hauptſache der
Grund der verweigerten Abnahme ſein; der Herr
Bürger=
meiſter hätte ſich auch vor der zweiten Beſtellung
erſt einmal mit den Metzgern ins Benehmen ſetzen
können, es wäre dann dieſer Vorfall vielleicht zu
vermeiden geweſen. — Ich glaube den Herrn
Kol=
legen Bender ſo verſtanden zu haben, daß er nicht dagegen
iſt, daß ſich die Verwaltung unſerer Stadt bemüht, für ihre
ärmere Bevölkerung billiges Fleiſch zu beſchaffen, ſondern
er hat nur den Weg, der hier zu dem Zwecke beſchritten
wurde, nicht für den richtigen anerkannt. Daß der Verkauf
von Fleiſch ein ſehr ſchwieriger iſt, wird man wohl aus
der ganzen Debatte entnommen haben. Wäre dies wirklich
ſo einfach und leicht, ſo hätten ſich die großen
Konſumver=
eine, wie ſie z. B. in Frankfurt a. M. und in vielen anderen
großen Städten beſtehen, ſchon längſt dieſes Artikels
be=
mächtigt, aber die Konſumvereine, die ſich damit befaßten,
ſtellten den Vertrieb nach kurzer Zeit wieder ein.
All=
gemein anerkannt wird ja auch hier, daß ſich das
Metzger=
gewerbe augenblicklich in einer ſehr mißlichen Lage
be=
findet und das wird wohl auch mit ein Grund wegen der
Nichtabnahme des ſtädtiſchen Viehes geweſen ſein. Die
Metzger, die zum Einkaufe ihres Viehes die Märkte von
Mannheim und Frankfurt beſuchen, reiſen nicht alle mit
ge=
füllten Geldſäcken dort hin, ſondern ſie ſind vielfach auf
den Kredit angewieſen, den ihnen der Händler eingeräumg
hat. Nun iſt es ganz natürlich, daß der Händler ſein Geld
haben will, wenn die ſeitherige Geſchäftsverbindung
abge-
brochen wird. Die Metzger ſind natürlich nicht in der Lage,
ihre Schuld auf einmal bei dem Händler zu bezahlen und
ſind alſo auch hierdurch gezwungen, die beſtehende
Verbin=
dung mit dem Händler wieder aufzunehmen. Die Herren
Kollegen, die Mitglieder der
Steuereinſchätzungskommiſ=
ſion ſind, werden es dieſes Jahr wohl ſchon gemerkt
haben, wie das Einkommen der Metzger zurückgeht und
dieſes Zurückgehen der Einkünfte wird im nächſten Jahre
wohl noch viel erheblicher ſein und wird auch die Finanzen
der Stadt in erheblicher Weiſe ungünſtig beeinfluſſen.
* Eine wertvolle Weihnachtsgabe. Ihre Königliche
Hoheit die Großherzogin hat dem Verein
„Walderholungsſtätten” eine Beihilfe von
1000 Mark aus dem ihr zur Verfügung ſtehenden
Fonds für bedürftige Lungenkranke überwieſen und
dem Vorſitzenden des Vereins, Herrn Bürgermeiſter
Mueller durch Herrn Oberhofmeiſter Frhrn. v. Leon=,
hardi perſönlich überreichen laſſen. Mit dieſer
hochherzi=
gen Spende hat Ihre Königliche Hoheit die ſegensreiche
Tätigkeit der Walderholungsſtätten auf dem Gebiete der
vorbeugenden Lungenkrankenfürſorge ausdrücklich
gewür=
digt und anerkannt, eine Tatſache, die um ſo mehr begrüßt
werden darf, als die ausgezeichneten Erfolge des Vereins
noch vielfach unterſchätzt werden. So iſt zu hoffen, daß
ihm viele neue Freunde zugeführt werden. Die große
Güte unſerer Landesherrin wird es nun ermöglichen, die
Wohltaten des Waldaufenthaltes einer größeren Anzahl
von Erholungsbedürftigen im nächſten Sommer zuteil
werden zu laſſen.
0 Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete. Zum
bevorſtehenden Vierteljahreswechſel wird nachſtehendes
Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis gebracht. Wenn nicht
anderes vereinbart iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen
Räumungsfriſten Mietzins an den bisherigen Vermieter
nicht zu entrichten: Auf Grund des Geſetzes vom 6.
Ja=
nuar 1906, betreffend die Räumungsfriſten bei der
Woh=
nungsmiete, wird auf Beſchluß der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach Anhörung
des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung
Großherzog=
lichen Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906
zu Nr. M. d. J. 37271 folgendes Ortsſtatut erlaſſen,
deſſen Beſtimmungen ſofort in Kraft treten. § 1. Endigt
das Mietverhältnis am Schluſſe eines
Kalendervierteljah=
res, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter: a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3
Zimmern und etwaigem Zubehör beſtehenden Wohnungen
am erſten Tage des folgenden Monats, ſpäteſtens 5 Uhr
nachmittags, b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern
und etwaigem Zubehör beſtehenden Wohnungen am
zweiten Tage des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mittags, e) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern=
und etwaigem Zubehör beſtehenden Wohnungen am
drit=
ten Tage des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, beendet ſein. § 2. Die im § 1 beſtimmten
Räum=
ungsfriſten werden nur mit der Beſchränkung gewährt,
daß a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und
etwaigem Zubehör beſtehen, ein Zimmer, b) bei
Wohn=
ungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, zwei Zimmer, ſchon am erſten Tag
des folgenden Monats ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
voll=
ſtändig geräumt ſind. § 3. Kann der Mieter ſchon mit der
Beendigung des Mietverhältniſſes ſeinen Ueberzug in die
neue Wohnung bewerkſtelligen, ſo finden die Vorſchriften der
§§ 1, 2 keine Anwendung. Hat der Vermieter auf Grund
eines ihm geſetzlich oder vertragsmäßig zuſtehenden Rechtes
das Mietverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfriſt
gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2 bezeichneten
Räu=
mungsfriſten dem Mieter nicht zu. § 4. Fällt der Tag,
an welchem nach den §§ 1, 2 die Räumung ganz
oder=
teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder einen
ſtaatlichen anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an
die Stelle des Sonntags oder des Feiertags der
nächſt=
folgende Werktag.
liche Werk, wie es Kaiſerin Helena ſtiftete und
Kon=
ſtantin vollendete. Der bündige Beweis dafür läßt ſich
beſſer, als aus der literariſchen Ueberlieferung, aus einer
„archäologiſchen Unterſuchung” aus der ſtilkritiſchen
Be=
trachtung des gegenwärtigen Baues erbringen, die in
ausgezeichneter Weiſe durchgeführt wird. Einige
Ver=
änderungen und Beſchädigungen, durch die die
Geburts=
kirche den 1600 Jahren ihrer Exiſtenz den Tribut
ent=
richtet hat, ſind freilich zu konſtatieren. Von dem Atrium,
das der Kirche einſt vorgelagert war und zu heiligen
Handlungen, wie Bußübungen und wahrſcheinlich dem
Taufvollzuge, diente, ſind nur noch wenige
Säulen=
ſtümpfe und Mauerreſte erhalten; im Innern iſt viel von
der reichen Dekoration und Einrichtung vernichtet, die
Decke ſehr ungünſtig verändert. Vor allem aber iſt eine
moderne Quermauer angebracht worden, die das
Mittel=
ſchiff abſchließt und den Blick, der in dem
lichtdurchflute=
ten Langhaus zwiſchen den vier prächtigen Säulenreihen
unaufhaltſam vorwärts drängt, roh zurückſtößt. Es iſt
ein barbariſcher Eingriff in den herrlichen Baugedanken
dieſer einzigartigen Baſilika, die eine großartige,
origi=
nale Leiſtung darſtellt und das Vorbild für die ſo
wich=
tige Entwickelung der Baſilika in den germaniſch=
roman=
iſchen Abendlanden geworden iſt.
Die Geburtskirche, die urſprünglich außerhalb der
Mauern Bethlehems auf einem ſteil abfallenden
Hügel=
plateau lag, wächſt heute aus einem bunten Gewirr von
Zugangsbauten, Schulen, Klöſtern uſw. empor. Die
ganze Breite der Weſtſeite nimmt eine in drei Kammern
geteilte Vorhalle ein, an die ſich der fünfſchiffige
Lang=
hausraum ſchließt. Das Querſchiff und der Chor der
kreuzförmigen Anlage galten lange als ein ſpäteres
An=
hängſel, weil man dieſe hochbedeutſame Form, die dann
ſo weithin gewirkt hat, in einer ſo frühen Zeit noch nicht
entwickelt glaubte. Weigand aber erweiſt die Entſtehung
der chriſtlichen Baſilika mit ihrer Kreuzesform ſchon in
dieſer Zeit als eines einheitlichen räumlichen Ausdruckes
verſchiedener Zwecke, wobei das Kreuz nicht nur
ſymbo=
liſche Geltung hat, ſondern auch aus liturgiſchen und
praktiſchen Bedürfniſſen zu erklären iſt. Die
gleichzei=
tige Ausführung von Langhaus und Chorbau geht aus
der ganz gleichmäßigen Struktur des Mauerwerks
her=
vor, das nirgends eine Spur von einem ſpäteren Anbau
verrät, dann aus der völligen Gleichheit der Säulenkapi=
telle, die beſſer als alles andere von der Einheitlichkeit
der ganzen Anlage zeugen. Die herrlichen Säulen aus
einheimiſchem Maljak=Stein, die man lange für geraubte
Glieder eines antiken Tempels gehalten hat, ſind mit
ihren wundervoll gearbeiteten korinthiſchen Kapitellen
Meiſterwerke jener „chriſtlichen Antike”, der der ganze Bau
ſein Daſein verdankt. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts,
da der bisher unterdrückten Religion die Sonne
kaiſer=
licher Huld aufging und gewaltige neue Kräfte zugeführt
wurden, bemächtigte ſich auch der chriſtlichen Baukunſt
ein großer ſchöpferiſcher Geiſt, als deſſen höchſtes
Zeug=
nis die Geburtskirche von Bethlehem erhalten geblieben
iſt. Sie ſtellt eine Verbindung von Verſammlungsraum
für die Gemeinde und Denkmalsbau über dem heiligen
Grab in Form der Baſilika dar und bedeutet mit ihrem
wundervoll belebten Chorbau ein epochales
Bauwerk, den Beginn einer neuen Aera der Architektur.
So iſt denn der Geburtskirche gleichſam eine
kunſt=
geſchichtliche Ehrenrettung zuteil geworden. Jenſeits
dieſer wiſſenſchaftlichen Würdigung aber iſt ſie ſtets als
das Heiligtum der Chriſtenheit verehrt worden und
Un=
zählige haben in ihr empfunden, was unſer Ritter
Grü=
nemberg im Jahre des Herrn 1489 erlebte und
demütig=
lich ſich aufzeichnete: Item da Gott geboren iſt, iſt gar
eine prächtige Kapelle, iſt faſt ganz überzogen und bedeckt
mit Marmorſteintafeln vielerlei Farbe, und mit
vergol=
detem Glas und andersfarbigem Glas beſetzt, gleich wie
Sant Marks Münſter zu Venedig, desgleichen der große
Tempel oben ganz und gar. Dieſer Tempel iſt über alle
Maßen mit hohen Koſten prachtvoll erbaut, desgleichen
ich keinen nie mehr geſehen habe, und ſtehen darin
vier=
undvierzig marmorſteinerne Säulen, und ſagt man jedem,
der König Sultan habe dieſes prachtvolle Bauwerk ſehr
bewundert und ſolche ſchöne Marmorſäulen mehr denn
einmal befohlen abzubrechen und ſie gen Babylon, was
man jetzo nennt Allokair, zu führen. Aber jedesmal ſo
verkrüppelten und wurden lahm die, die anhuben, den
Tempel zu zerſtören; deſſenthalben die Heiden den
Tem=
pel gar ſehr fürchten.”
Schiller unter dem Weihnachtsbaum.
C) Das perſönliche Verhältnis unſerer Klaſſiker zu
dem ſchönſten Feſt des Jahres erſcheint uns wohl, wenn
wir etwa an den weihnachtlichen Kult eines Hebbel und
Storm denken, nicht allzu innig, und doch beachten wir
da=
bei mit Recht, welche große Rolle dieſe deutſch’ſte Feier
im Leben unſeres deutſcheſten Dichters geſpielt hat. Wohl
hat ſich auch Goethe in ſeiner gütig weiſen Art am
Lichter=
glanz und am kindlichen Puppenſpiel des Chriſtabends
erfreut; für Schiller aber wurde das Feſt allmählich mit
großen innerlichen Eindrücken verknüpft; unter dem
Weih=
nachtsbaum hat er ſeine Verlobung gefeiert, von
ſeinem erſten Kind in eigener Kinderſeligkeit geträumt
und bei der letzten Chriſtfeier ſein jüngſtes freudig dem
Baum zujauchzen laſſen.
In Schillers Jugend ſcheint die uns geläufige Feier
des Chriſtfeſtes in ſeiner Heimat noch nicht üblich geweſen
zu ſein; wenigſtens hören wir aus ſeiner Kindheit nichts
von einer Feier mit Baum und Beſcherung. Erſt
wäh=
rend des Aufenthaltes bei ſeinem Freunde Körner in
Dresden trat der Dichter in einen Kreis, in dem das
feſt=
liche Begehen des Chriſtabends bereits eingebürgert war.
Beim Schwiegervater Körners, dem Kupferſtecher Stock,
hat Schiller unter dem Baum und der Krippe ein luſtiges
Weihnachtsfeſt gefeiert, und ſo mag die Tradition wohl
auch im Körnerſchen Hauſe erhalten geblieben ſein.
Frei=
lich waren die Körners zu Weihnachten meiſt in Leipzig,
und ſo beging denn Schiller das Feſt für ſich allein in
Dresden. 1786 mußte er ſich mit einem Chriſtſtollen und
einem guten Punſch begnügen. Die echte rechte
Weih=
nachtsfeier hatte er erſt in Weimau-Jena kennen
ge=
lernt, wo der Chriſtbaum damals ſchon lange eine
be=
kannte und liebe Sitte war. Beſonders ſehnſüchtig und
mit beſonders freudigen Gefühlen erwartete er
Weihnach=
ten 1789. Nach mancherlei Verwixrungen und
Hemm=
niſſen war ihm damals die Liebe zu Lotte wie ein
leuch=
tender Stern einer frohen Zukunft aufgegangen. Am 18.
Dezember hatte er an Frau v. Lengefeld, die „chére mère‟
den offiziellen Werbebrief geſchrieben und die Hand
Lott=
chens war ihm gewährt worden. Zwar war er zum Feſt
von der ihm befreundeten Familie des Konſiſtorialrats
Grießbach in Jena eingeladen worden, aber er hatte
ab=
geſagt; ihn lockte ein ſchöneres Weihnachten. „Auf den
Donnerstag komme ich nach Weimar,” ſchrieb er en Lotte
am Abend des 21. Dezember; „daß Ihr Euch ja nicht von
irgend einem heiligen Chriſt engagieren laßt! Ihr werdet
mir hoffentlich einen grünen Baum im Zimmer aufrichten,
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303.
— Das Landesmuſeum iſt am erſten
Weihnachts=
feiertag geſchloſſen, dagegen am zweiten
Weihnachts=
feiertag von 10—1 Uhr vormittags und von 2—4 Uhr
nachmittags, ſowie am ſogenannten dritten
Weihnachts=
feiertag von vormittags 10—1 Uhr unentgeltlich
geöffnet. Ferner iſt das Landesmuſeum am
Neu=
jahrstag vormittags von 10—1 Uhr und nachmittags
von 2—4 Uhr unentgeltlich geöffnet.
— Gewerbemuſeum. Die Puppenausſtellung
iſt am erſten Weihnachtstag, den 25. Dezember,
ge=
ſchloſſen, ebenſo am Neujahrstag. Dagegen iſt ſie
am zweiten Weihnachtstag, den 26. Dezember, und an
Silveſter von 11—1 Uhr geöffnet. Der Schluß der
Ausſtellung findet am Sonntag, den 5. Januar,
ſtatt. — Neu ausgeſtellt iſt bis Neujahr eine
Ar=
beit des Mitgliedes der Darmſtädter Künſtlerkolonie,
Herrn Profeſſor Riegel. Es iſt eine ewige Lampe aus
getriebenem Meſſing, die für die Synagoge in Beuthen
(Schleſien) beſtimmt iſt. Das Motiv ergab ſich aus dem
Spruch des Rabbi Simon: „Drei Kronen gibt es: die
Krone der Lehre, die Krone des Prieſtertums und die
Krone des Königtums, aber die Krone des guten Namens
übertrifft ſie alle‟. Es ſind deshalb im Reif in
Treibe=
arbeit drei Kronen dargeſtellt, darüber ſchwebt die vierte,
an der der Reif hängt. Die Arbeit iſt von künſtleriſchem
Gehalt wie der Ausführung nach eine gereifte Leiſtung,
die dem trefflichen Meiſter alle Ehre macht.
* Silberne Hochzeit. Die Eheleute Johann Jakob
Wolff aus Darmſtadt, zurzeit in Offenbach, begehen am
1. Weihnachtsfeiertag das Feſt der ſilbernen
Hoch=
zeit.
* Belohnungen für langjährige treue Tätigkeit
(10, 15 und 30 Jahre) erhielten auch dieſes Jahr an
Weihnachten wieder eine Anzahl Arbeiter der Firma
Konrad Appel durch Ueberreichung von Diplomen mit
namhaften Geldbeträgen infolge der von dem Inhaber,
Kommerzienrat Ludwig Heyn, vor einigen Jahren
ge=
troffenen Beſtimmungen, was wiederum einen Beweis
liefert für die Anerkennung, welche einesteils der Chef
ſeinen langjährigen Arbeitern zollt und andererſeits,
wie das Haus Appel durch ſeine humane und gut
or=
ganiſierte Geſchäftsführung auf einen guten Stamm
von bewährten alten Arbeitern zu blicken vermag.
* Treue Mieterin. Frau Friedr. Roller Witwe
wohnt über 25 Jahre in dem Hauſe des Herrn Adam
Anton, Eliſabethenſtraße 1. Der Darmſtädter
Haus=
beſitzerverein hat derſelben als Anerkennung eine
Blu=
menſpende überreichen laſſen.
nn. Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein. Der
Vor=
ſtand des Darmſtadter Hausbeſitzer=
Ver=
eins hielt am Samstag abend in der Reſtauration Sitte
eine Vorſtandsſitzung ab, die ſehr zahlreich
be=
ſucht war. Nach der Mitteilung des Geſchäftsführers ſind
ſeit der letzten Sitzung im Kovember 10 neue Mitglieder
dem Verein beigetreten, ſo daß der Verein zurzeit über
900 Mitglieder zählt. Zunächſt wurde über die
Räumungs=
friſt der Mietwohnungen, ſowie über die dreitägige
Karrenzzeit verhandelt, und dabei auf die ungleiche
Be=
handlung dieſer Frage in den verſchiedenen Städten des
Reichs hingewieſen. Zur Aufklärung der Mitglieder ſoll
gelegentlich der Hauptverſammlung hierüber ein Vortrag
ſtattfinden. Den Hauptberatungsgegenſtand bildete die
Gründung einer Darmſtädter
Hausbe=
ſitzer=Bank, über die Herr Speckhardt eingehend
referierte. An Hand eines reichhaltigen Materials
erläu=
terte dieſer die Organiſation und die Geſchäftsführung
einer ſolchen Bank, die auch für Darmſtadt ein dringendes
Bedürfnis geworden ſei und deren Zweck erleichterte und
billige Beſchaffung von Hypotheken und Darlehen für die
Mitglieder ſein ſoll. Zurzeit beſteht im Reiche ſchon eine
Reihe ſolcher Hausbeſitzerbanken, ſo in Berlin, Leipzig,
Potsdam, München, Gelſenkirchen, Frankfurt a. M., die
ſämtlich mit gutem Erfolg für den Hausbeſitzerſtand
wir=
ken. Der Vorſtand erklärte ſich im Prinzip mit der
Er=
richtung einer ſolchen Kaſſe in Darmſtadt
einverſtan=
den. Ein Aufruf zum Beitritt ſoll an die Mitglieder des
Hausbeſitzervereins demnächſt erfolgen. Die Vorarbeiten
werden ſo beſchleunigt, daß die Kaſſe im Laufe des
näch=
ſten Jahres in Tätigkeit treten kann. Die Geſchäftsführung
ſoll in beſcheidenem Rahmen und auf genoſſenſchaftlicher
Grundlage nur für die Bedürfniſſe des Hausbeſitzerſtandes
geleitet werden. Eine längere Beſprechung veranlaßte die
Anregung eines Mitgliedes, das Publikum vor Ankauf
von Auslandspapieren zu warnen und es zur Anlegung
flüſſiger Gelder zu veranlaſſen.
* Kirchenmuſikaliſche Abendfeier. Am ſogen. dritten
Weihnachtsfeiertag, Freitag, den 27. Dezember,
abends 8 Uhr, findet in der Stadtkirche wieder eine
kirchenmuſikaliſche Abendfeier unter Leitung
von Stadtorganiſten Lehrer W. Borngäſſer ſtatt. Das
Programm lautet folgendermaßen: 1. Orgel: Zwei
Sätze aus der „Weihnachtsſonate” von J. G. Herzog;
2. Zwei Lieder: a) „Chriſtkind” für Sopran von
Cornelius, b) Weihnachtslied, Duett für Sopran und
Ba=
riton von Alb. Becker; 3. Cello=Vortrag: Adagio
religioso von Guſt. Merkel; 4. Weihnachtslied, für
Bariton, von Wilhelm Berger; 5. Orgel: Improviſation
aus op. 34 von Siegfried Karg=Ehlert; 6. Wie genlied
aus „Die Geburt Chriſti” von H. v. Herzogenberg, für
So=
pran, Bariton, Cello und Orgel; 7. Orgel: Weihnachten,
op. 73, Nr. 1, von Max Gulbius. Die Mitwirkenden ſind:
Frau M. Joachim (Sopran), Herr M. Römer (Cello)
und Herr Emil Sulzmann (Bariton), alle von hier.
Der Eintritt iſt für jedermann frei; Programme
werden an den Kirchentüren verteilt.
* Martinskirche. Wie alljährlich, veranſtaltet der
Kirchengeſangverein am erſten Chriſttag, abends
½6 Uhr, eine liturgiſche Weihnachtsfeier. Außer dem
Chor: „Herbei, o ihr Gläubigen” (altböhmiſche
Weih=
nachtsweiſe) gelangt eine Weihnachts=Kantate von C.
Hirſch für Chor, Soli, Orgel und Streichinſtrumente zum
Vortrag.
* Bei der lirchenmuſikaliſchen Aufführung in der
Jo=
hanneskirche am 1. Feiertag, nachmittags 5 Uhr, werden
Frl. Anna Müller (Sopran) und die Herren Chr.
Moll (Tenor) und E. Sulzmann (Baß) die
Solo=
partien übernehmen. Die Orgel wird von Herrn
Muſik=
direktor M. Klaſſert geſpielt, der zur Einleitung eine
eigene Kompoſition: „Fröhliche Weihnachten” bieten
wird.
* Der katholiſche Kirchengeſangverein St. Ludwig
wird, wie in früheren Jahren, ſo auch dieſes Jahr
wäh=
rend der Chriſtmette unter Mitwirkung einer
Abteil=
ung der Kapelle Hauske einige wirkungsvolle Chöre
zum Vortrag bringen. Bei Beginn der Mette wird die
übliche Hirtenmuſik ertönen. Bei dem feierlichen
Hochamt gelangt eine 4ſtimmige Meſſe von Ebner, eine
4ſtimmige Motette von Haller, ſowie ein 8ſtimmiger
deut=
ſcher Chor, von Hirſch bearbeitet, zum Vortrag.
— Frau Cotta=Spiel. Nachdem das Lutherfeſtſpiel von
Otto Devrient vor einigen Wochen mit ſo großem Erfolge
hier aufgeführt wurde und ſomit das Leben und Wirken
des großen Reformators dem Publikum vor Augen
ge=
ſtellt wurde, wird es ſicher auch Viele intereſſieren, wie es
dem großen Manne während ſeiner Kindheit und Schulzeit
erging, bis es ihm ermöglicht wurde, das erreichen zu
können, was ihm heute die Nachwelt dankt. In dem „Frau
Cotta=Spiel” — von Profeſſor A. Thoma in Karlsruhe
das am Sonntag, den 29. Dezember, mit einer Nachmittags=
und einer Abendvorſtellung im Frauenverein der
Martins=
gemeinde zur Aufführung gelangt, wird in trefflicher
Weiſe in Wort und Bild uns vor Augen geführt, wie es
Martin Luther in ſeiner Lehr= und Schulzeit erging. Der
1. Akt dieſes Stückes bringt zur Vorführung, wie Martin
Luther nach Eiſenach zu ſeinen Verwandten, dem
Weber=
meiſter Lindemann, gebracht wurde und unter derZucht von
deſſen Frau, die einen böſen und zänkiſchen Charakter
beſaß, viel zu leiden hatte. Während der 2. Akt uns Luther
in der Schule des berühmten Magiſter Trebonius zeigt,
finden wir Martin Luther im 3. Akte unter den
Kurrende=
ſchülern, wie er mit denſelben nächtlich umherzieht, um
ſich ſeinen Unterhalt mit Singen zu verdienen. Im 4.
und letzten Akte wird dargeſtellt, wie die Bürgermeiſterin
Urſula Cotta am Weihnachtsabend, als die Kurrende vor
ihrem Hauſe ihre Weihnachtslieder ertönen läßt, den
Martin Luther aus jenen erwählt und denſelben ihrem
Gatten als Erſatz für ihren verſtorbenen Knaben zuführt.
Zu dieſer Aufführung haben ſich gut erprobte Kräfte des
Lutherfeſtſpiels bereit erklärt: Herr H. Zulauf als
Weber-
meiſter Lindemann und Frau E. Arnold als Barbara
Lindemann, ferner haben noch die im vergangenen Jahre
gut beſetzten Rollen der Urſula Cotta, (Frl. S. Weiſſe),
Kunz Cotta (Herr Lehrer Landzettel), Hans und Grete
Luther (Herr Jäger und Frl. Windiſch), Martin Luther
(Otto Dern), Magiſter Trebonius (Herr ſtud. Vollert),
Odius, Kantor (Herr ſtud. Wigand), ſowie noch die Damen
Stoll, Remelius, Schöner, Windiſch, Vaged und die
Herren Birkholz (Chriſtoph), Chriſt, Heuſel, Kern und
Sturmfels, wieder ihre Kräfte zur Verfügung geſtellt.
Außerdem hat Herr Hauptlehrer Ritz wieder die Leitung
der Kurrende, deren Geſänge das ganze Stück begleiten,
mit der Chorſchule der Martinsgemeinde in
liebenswür=
diger Weiſe übernommen. Es ſei daher jedermann ein
Beſuch dieſer Aufführungen, die beide im Gemeindehaus,
Mollerſtraße, ſtattfinden, beſtens empfohlen. Näheres über
die Verkaufsſtellen und Eintrittskarten wird noch bekannt
gegeben.
— Der Richard Wagner=Verein wird, altem Brauche
entſprechend, und um vielfach geäußerten Wünſchen
ent=
gegenzukommen, auch heuer wieder „zwiſchen den Jahren”
ein Konzert veranſtalten. Und zwar wird das
Darm=
ſtädter Vokalquartett, das in der Neunten Symphonie im
Mai d. J. ſo erfolgreich erſtmalig an die
Oeffentlichkeit=
trat, bei dieſer Gelegenheit zum erſten Male in
Darm=
ſtadt einen Liederabend geben, in deſſen Programm auch
dem Charakter der Weihnachtszeit Rechnung getragen iſte
Eine erhöhte Anziehungskraft wird dem Abend durch den
Umſtand verliehen, daß, wie in den beiden letzten Jahren,
auch diesmal wieder der Reinertrag des letzten
Vereins=
konzertes im zu Ende gehenden Vereinsjahre dem
Feſt=
hausfonds überwieſen werden ſoll. Der Vorverkauf bei
Heinrich Arnold und im Verkehrsbureau hat bereits
be=
gonnen.
Der Darmſtädter Schwimmklub Jung=
Deutſch=
land, vorwiegend aus Schülern hieſiger Lehranſtalten
beſtehend und an den großen Jung=Deutſchland=Bund
angeſchloſſen, hat in dem erſten Jahre ſeines
Beſtehens=
eine erfreuliche Entwicklung genommen. 2 ank auch der
Förderung durch Herrn Geh. Schulrat Münch konnte
der Klub ſchon das erſte halbe Hundert ausübender
Mitglieder überſchreiten. Er zählt bereits eine ſtattliche
Anzahl ihn unterſtützender Gönner und hatte in dem
vergangenen erſten Sommer ſeit ſeinem Beſtehen die
Freude, daß ſich zwei ſeiner ausübenden Mitglieder durch
Rettung von Menſchenleben im großen Woog
aus=
zeichnen konnten. Die Uebungsabende ſind fleißig
be=
ſucht und geben ein Bild von der körperlichen
Ertüch=
tigung unſerer Jugend. Um das zu zeigen und der
edlen Schwimmkunſt neue Anhänger zuzuführen, dem
Klub weitere Freunde zu gewinnen, veranſtaltet der=
Klub am Sonntag, den 5. Januar 1913,
nach=
mittags 4 Uhr, in unſerem herrlichen
Hallen=
ſchwimmbad ſein erſtes öffentliches
Schwimm=
feſt. Neben Reigen, Rettungsſchwimmen, Wettſpri gen,
=ſchwimmen und stauchen, Stafettenſchwimmen u. a
wird ein Waſſerballwettſpiel zwiſchen den Städten
Wiesbaden und Darmſtadt ſtattfinden. Die
Waſſerball=
mannſchaft des Klubs, die vor einigen Tagen die erſte
Mannſchaft der Schwimmriege der hieſigen
Turn=
gemeinde mit 4:0 ſchagen konnte, trifft hier auf die
ſpielſtarke Waſſerballmannſchaft des ſeit 8 Jahren
be=
ſtehenden Wiesbadener Gymnaſial=Schwimmvereins und
darf man auf den Ausgang dieſes Wettſpiels, das
all=
jährlich wiederholt werden ſoll, geſpannt ſein. Zum
Schauſpringen werden neben einheimiſchen Springern
eine Anzahl auswärtiger Schwimmer, darunter ſolche
internationalen Rufes, erwartet. Näheres hierüber, wie
über die Vorverkaufsſtellen (Plätze zu 2 Mk., 1 Mk. und
50 Pfg.) wird noch bekannt gegeben werden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog hat ſein Erſcheinen zum
Schwimm=
feſt zugeſagt, die Stadt Darmſtadt hat einen Ehrenpreis
geſtiftet. Auch an die Spitzen der Behörden, die
Leiter=
der Jung=Deutſchland=Bewegung werden Einladungen
ergehen. Auch Frauen und Mädchen haben zu dieſem
Feſt Zutritt.
* Die Generalverſammlung der Ortskrankenkaſſe
fin=
det, wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, am Montag, 30.
Dezember, im „Kaiſerſaal” ſtatt. Die diesmalige
Gene=
ralverſammlung bietet inſofern erhöhtes Intereſſe, als in
ihr die Frage der Umgeſtaltung der Kaſſe nach den neuen
Beſtimmungen der Reichsverſicherungsordnung erörtert
werden ſoll. Außerdem hält Herr Stadtv. Sames einen
kurzen Vortrag, in dem er die Untexſchiede zwiſchen den
Orts= und Landkrankenkaſſen beleuchten wird. Ein
Be=
ſuch dürfte ſich deshalb für alle Intereſſenten empfehlen.
* Orpheum. Das neue Weihnachtsprogramm kommt
bereits in der Nachmittagsvorſtellung am 2. Feiertag
(26. Dezember) ungekürzt zur Darſtellung. Aus dem
bun=
ten Reigen der Darbietungen, welche ohne Ausnahme als
erſtklaſſig bezeichnet werden müſſen, ragen insbeſondere
Herr Hans Fredy als Humoriſt am Flügel, bekannt von
ſeiner Zugehörigkeit zum ehemaligen Bunten Tbegter=
(Ueberbrettl), ſowie der vielſeitige Univerſalkünſtler
Cher=
ber und die in ihren Leiſtungen unübertrezflichen
Finrg=
gymnaſtiker 4 Rougbys hervor. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Wie auch aus dem Anzeigenteil
erſicht=
lich iſt, finden am 2. und 3. Weihnachtsfeiertage (
Donners=
tag und Freitag) von der Kapelle des Leibgarderegiments,
unter Herrn Hauskes Leitung feſtliche Konzerte ſtatt.
Jedes der beiden Programme bringt u. a. das immer
wie=
der gern gehörte Tongemälde „Fröhliche
Weihnach=
ten” von E. Ködel. Es ſei daher der Beſuch dieſer Konzerte
empfohlen.
* Britannia=Hotel. Am zweiten
Weihnachts=
feiertag findet, wie in den vergangenen Jahren, im
Britannia=Hotel großes Feſtkonzert ſtatt. Ein
exquiſites Menu iſt zuſammengeſtellt worden, das an
ein=
zelnen Tiſchen in den wundervollen unteren
Reſtaura=
tionslokalitäten, ſowie in den hinteren Sälen ſerviert
weil ich Euretwegen um den Grießbachiſchen komme.”
Am Nachmittag des 24. ging es nach Weimar, wo der
Chriſtabend mit den Schweſtern Lotte und Karoline, mit
Wilhelm v. Humboldt und Laroche gefeiert wurde: Unter
dem ſtrahlenden Baum ſtanden Schiller und Lotte als
glückliches Paar. Alles Schwanken, alle Ungewißheit und
alle Geheimnistuerei, ſie hatten nun ein Ende. . . Und
wieder finden wir Schiller in der Erwartung eines
gro=
ßen Ereigniſſes in ſeliger Vorfreude am
Weihnachts=
abend. Er war mit ſeiner Frau nach der Heimat gereiſt,
um die lange gemiedene Stätte ſeiner Kindheit wieder zu
ſehen. Nun ſollte auch bald Kinderſegen ſeiner Ehe
be=
ſchieden ſein. Da kam der 24. Dezember 1793 heran. „Er
freute ſich auf Weihnachten,” ſo berichtet ſein
Jugend=
freund Hoven, „als ob er ſchon ein Kind hätte, welchem
er den heiligen Chriſt beſcheren laſſen könne. Am
Weih=
nachtsabend kam ich zu ihm, und was ſah ich da? Einen
mächtig großen, von einer Menge kleiner Wachskerzen
be=
leuchteten und mit vergoldeten Nüſſen, Pfefferküchlein und
allerlei kleinem Zuckerwerk aufgeputzten Weihnachtsbaum.
Vor ihm ſaß Schiller ganz allein, den Baum mit
heiter=
lächelnder Miene anſchauend und von ſeinen Früchten
herunternaſchend. Verwundert über den unerwarteten
Anblick, fragte ich ihn, was er da mache? „Ich erinnere
mich meiner Kindheit,” erwiderte er, „und freue mich, die
Freude meines künftigen Sohnes zu antizipieren. Der
Menſch iſt nur einmal in ſeinem Leben Kind, und er muß
es bleiben, bis er ſeine Kindheit auf ein anderes
fort=
geerbt hat.”
Und noch einmal tritt uns Schillers Geſtalt in
rühren=
der Verklärung am Weihnachtsabend, an dem letzten,
den er erlebte, entgegen. Schon vom Tode gezeichnet,
ge=
nießt er noch alle Freuden dieſes Familienfeſtes im
trau=
ten Familienkreiſe. „Lebhaft erinnere ich mich des
Chriſt=
abends,” erzählt ſein Sohn Karl von dieſem Weihnachten
1804. „Mein ſeliger Vater war gerade eiwas wohler
und trennte ſich nicht vor Freude von der Beſcherung,
namentlich hatte er eine große Freude an meiner kleinen
Schweſter Emilie, die ein halbes Jahr alt war und, als
mein Vater, ſie auf den Arm nehmend, um den mit vielen
Lichtern brennenden Chriſtbaum herumtrug, durch ihre
ausgeſtreckten Aermchen und Jauchzen ihre Freude darüber
ausdrückte. Wer hätte damals daran gedacht, daß dies
des Vaters letzter Chriſttag wäre.”
Die Weihnachtsmenus der Dollarkönige.
** Nicht umſonſt iſt Weihnachten früher im Volke
der „Vollbuka=Abend” denn der „volle Bauch” hat von
jeher eine große Rolle bei der Feier geſpielt und Eſſen
und Trinken ſtanden obenan. Daher durfte man wohl
annehmen, daß die Dollarkönige Amerikas ſich zum
Weih=
nachtsmale alle Köſtlichkeiten der Welt verſchreiben; aber
dies iſt nicht der Fall. Ein Küchenchef, der im Dienſte
mehrerer bekannter Millionäre im Yankeelande
geſtan=
den hat, plaudert von den ſo verſchiedenartigen Menus,
mit denen dieſe modernen Kröſuſſe das Chriſtfeſt begehen.
Rockefellers Weihnachtseſſen beſteht jahraus
jahr=
ein aus einem Stück auf dem Grill bereiteter Seezunge,
einem Bratapfel, etwas Eis und einem Glas
Champag=
ner. Der Champagner ſtammt freilich aus einer Flaſche,
die 60 Mark koſtet; aber das iſt auch der einzige Luxus,
den ſich der reichſte Mann der Welt geſtattet. Pierpont
Morgan nimmt am erſten Weihnachtsfeiertag
gewöhn=
lich eine Diner ein, das nur aus Früchten bereitet
iſt. Der erſte Gang iſt eine Aepfelſuppe, allerdings nach
einem beſonderen, höchſt komplizierten Rezept bereitet,
die ſo eine beſondere Delikateſſe darſtellt, dann folgt ein
Fruchtſalat, deſſen Hauptbeſtandteil Edelpfirſiche, das
Stück zu 42 Mark, ſind. Daran ſchließen ſich noch einige
andere Fruchtgänge, deren Bereitung ein ſtreng gehütetes
Geheimnis des berühmten Kochs des Millionärs iſt. Der
Direktor eines großen New=Yorker Reſtaurants bot dem
Küchenchef Morgans mehrere tauſend Pfund, wenn er
ihm das Geheimnis dieſer Fruchtſpeiſen verraten würde
aber dieſer lehnte das lockende Angebot ab und
Mor=
gan wird weiter ein Weihnachtsdiner genießen, wie es
auf der Welt kein zweites gibt.
Weit entfernt von dieſem diskreten Luxus iſt das
Weihnachtsmenu eines anderen bekannten Dollarkönigs,
der ſich aus kleinen Anfängen zum Beſitz eines
Rieſenver=
mögens emporgeſchwungen hat. Setzt ſich dieſer
Millio=
när mit ſeiner Frau unter dem Lichterbaum zum Eſſen
nieder, dann wird unabänderlich aufgetragen: eine
ein=
fache Suppe, gebackene Kartoffeln und ein Reispudding.
Dieſe Gerichte bildeten vor etwa 60 Jahren an einem
Weihnachtsabend das ſelige Entzücken eines kleinen
hungrigen Straßenjungen in London, den die mildtätige
Frau eines Droſchkenkutſchers halb erfroren und weinend
von der Straße auflas und dem ſie dieſe Leckerbiſſen
vor=
ſetzte. Der arme Junge, der damals in gebackenen
Kar=
toffeln und Reispudding ſchwelgte, iſt heute der große
New=Yorker Millionär, und zur Erinnerung an dieſes
herrlichſte Weihnachten, das er in ſeiner
entbehrungs=
reichen Kindheit gefeiert, läßt er ſich jedes Jahr inmitten
des üppigen Prunks ſeiner Einrichtung dieſe einfachen
Gerichte auftiſchen.
Andere Dollarkönige ſind zu Weihnachten weniger
zurückhaltend. Berühmt ſind die Chriſttagsdiners eines
New=Yorker Großbankiers, der Junggeſelle iſt und zu
Weihnachten ſtets ſeine Freunde um ſich verſammelt.
Der erſte Gang, den er ihnen vorſetzt, beſteht in dem
feinſten ruſſiſchen Kaviar und koſtet mehrere hundert
Mark; dann kommt eine Schildkrötenſuppe, dann
Orto=
lanen und dann eine Menge anderer Gerichte, von denen
jedes eine beſondere Fineſſe enthält. Zu einer
Braten=
ſauce wird z. B. eine Flaſche alten Portwein verwendet,
die wenigſtens 100 Mark wert iſt, und der
Champagner=
punſch, der das Eſſen krönt, iſt nach dem berühmten
Re=
zept eines Londoner Diplomaten bereitet, der als einer
der feinſten Epikuräer der Gegenwart gilt. Eine
eigen=
artige Ueberraſchung bereitete jüngſt ihren
Weihnachts=
gäſten die wegen ihrer Extravaganz bekannte
Millionä=
rin Mrs. Fiſh. Als Deſſert wurde eine große ſilberne
Schüſſel von vier Dienern hereingetragen, auf der ſich eine
rieſige Weihnachtspaſtete befand. Als man ſie aber
än=
ſchneiden wollte, fiel ſie plötzlich zuſammen und ein
Weihnachtsbaum kam zum Vorſchein, an deſſen Zweigen
für jeden der Gäſte die koſtbarſten Geſchenke im Werte
von 2000 und mehr Mark das Stück hingen.
Das Weihnachtswetter im Sprichwort.
** Das Weihnachtsfeſt iſt im Volksglauben mit
einem ſo magiſchen Schimmer umgeben, daß es nur
natürlich erſcheint, wenn man ihm auch für die
Geſtal=
tung des Wetters eine wichtige Bedeutung zuſchreibt. Da
es überhaupt eine Feier des zunehmenden Lichtes iſt, ſo
konſtatiert man mit Genugtuung, daß nun wieder die Zeit
des wachſenden Sonne beginnt. Das Feſt der heiligen
Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 5.
wird. Natürlich iſt das Programm der Hauskapelle dem
hohen Feſt angepaßt und werden die Perlen unſerer
Opernliteratur in vollendeter Weiſe zu Gehör gebracht
werden. Vorausbeſtellung von Tiſchen und Soupers
dürfte angebracht ſein. Verraten ſoll auch hier ſchon
werden, daß für den Silveſterball ganz beſondere
Ueber=
raſchungen geplant ſind.
* Reſtaurant Rummelbräu. Am zweiten und dritten
Feiertag finden im Reſtaurant Rummelbräu
große Feſtkonzerte mit beſonders gewählten
Pro=
grammen ſtatt, ausgeführt von der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn Obermuſikmeiſter
Webers Leitung. Am zweiten Feiertag, Donnerstag,
nur Nachmittags=Konzert, Anfang 3½ Uhr;
am dritten Feiertag, Freitag, findet das Konzert abends
ſtatt, Anfang 8 Uhr. Das allgemein beliebte Ködelſche
Tongemälde „Fröhliche Weihnachten” gelangt beim
Abendkonzert am Freitag, den 27. Dezember, zur
Auf=
führung.
* Reſidenz=Theater. Wir machen beſonders darauf
aufmerkſam, daß das Reſidenz=Theater am
weißen Turm anläßlich der Feiertage ſein
Pro=
gramm zweimal wechſelt, und zwar kommen am erſten
Feiertag nur Films ernſten Inhalts zur Vorführung.
Reben dem Wild=Weſt=Drama „Mit Hilfe des Feindes”
kommt ein großes Weihnachtsmärchen, betitelt:
„Das Geſchenk des Weihnachtsmannes”, mit dem
Bru=
der des kleinen Fritzchens, dem neuen Kinoſtern Bubi,
in der Hauptrolle, zur Vorführung. Das Programm des
zweiten Feiertages ſteht ausſchließlich im Zeichen des
Humors. Die Krone der Darbietungen gebührt der
be=
kannten Komödie „Der Tauſendmarkſchein” während ſich
die reizende Humoreske von der Nordiſchen
Film=
kompagnie, „Die Probe”, würdig anſchließt. (Siehe
An=
zeige.)
Weihnachtsfeiern.
* Weihnachten in der Kinderſchule und Strickſchule des
Frauenvereins in der Martinsgemeinde. Die
Weihnachts=
beſcherung der Kleinkinderſchule des Frauenvereins der
Martinsgemeinde fand am Freitag nachmittag im
Ge=
meindehaus ſtatt und nahm einen äußerſt ſchönen Verlauf.
Schon beim Einzuge in den Saal ließen die freudig
er=
regten Geſichter der Kinder — 260 an der Zahl — erkennen,
mit welch hohen Erwartungen dieſelben der
Beſcherung des Chriſtkindes entgegen ſahen.
Dieſe Erwartungen ſollten auch nicht
ge=
täuſcht werden. Unter großen hellſtrahlenden
Weihnachts=
bäumen ſtanden zwei prächtige, weiß gedeckte Tafeln, auf
welchen die Gaben des Chriſtkindes aufgeſtellt waren. Da
waren Puppen, Schürzen und Geduldſpiele für die
Mäd=
chen, und Trompeten, Wagen, Strümpfe und Jäckchen für
die Knaben, ſowie für jedes Kind noch ein Säckchen mit
Konfekt, Lebkuchen und Aepfeln. Nachdem die Kinder mit
Geſang und Deklamationen die anweſenden Zuſchauer
er=
freuten, hielt Herr Pfarrer D. Waitz eine herzliche
An=
ſprache an die Kinder und deren Eltern. Hierauf erfolgte
die Verteilung der Gaben, womit die ſchöne Feier beendet
war und die große Schar der Kleinen reich beglückt mit
ihren Eltern von dannen zog. — In ähnlicher Weiſe verlief
am Samstag nachmittag die Weihnachtsbeſcherung der
Strickſchule des Frauenvereins, welche gegenwärtig von
152 Kindern beſucht wird. Die zahlreichen guten
Darbie=
tungen der Kinder fanden auch hier reichen Beifall und die
fröhlichen Geſichter ſämtlicher Kinder waren Zeugnis
auf=
richtiger Dankbarkeit für alle, welche durch Gaben und
Ge=
ſchenke zu den Beſcherungen beigetragen hatten.
*X* Der Frauenverein Caritas, der unter dem
Protek=
torat Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin
Eleonore ſeine ſegensreiche Tätigkeit entfaltet, hielt am
Sonntag nachmittag im großen Saal der Freimaurerloge
ſeine Weihnachtsbeſcherung ab. Es konnten
hier=
bei 40 Kinder mit Kleidungsſtücken, Stiefeln, Spielſachen
und Konfekt beſchenkt werden; außerdem hatten bereits
vorher 80 Familien Unterſtützung durch
Haushaltungs=
ſachen, Kleidungsſtücke und Kohlen erhalten. Nachdem ſich
die Kinder mit Schokolade und Brezeln geſtärkt hatten,
zogen ſie in den Feſtſaal; dort leuchtete ihnen ein
mäch=
tiger Chriſtbaum entgegen, die Wände entlang waren die
Gabentiſche, mit Tannenreiſern ſinnig geſchmückt,
aufge=
ſtellt. Die Kinder ſangen, nachdem ſie ihre Plätze
ein=
genommen hatten, „Stille Nacht” und wurden ſodann in
einer ſinnigen, auf das Kindergemüt abgeſtimmten
An=
ſprache durch Herrn Gerichtsaſſeſſor Gehm begrüßt.
An=
ſchließend trugen Frl. Martha Kichler (Violine) und
Frl. Emmi Wenar (Klavier) ein Muſikſtück vor, das zu
dem reizenden, von duftigem Humor durchwehten
Weih=
nachtsſpiel „Des Chriſtkinds Geburtstag” überleitete. Als
deſſen Schlußworte verklungen waren, ſchritt das
Chriſt=
kind, von den Engeln begleitet, von der Bühne herab an
die Gabentiſche, während des heiligen Nikolaus
impo=
nierende Geſtalt von der Bühne aus die Vorgänge
über=
wachte. Dieſe ganze Schlußſzene, während welcher die
Anweſenden „O du fröhliche, ob du ſelige” ſangen, wirkte
überaus ſtimmungsvoll. Danach nahmen dann die
Kin=
der ihre Gaben in Empfang. Die Begleitung der Geſänge
hatte Frl. Marga Schmidt freundlichſt übernommen.
Die Veranſtaltung, die ſehr gut beſucht war, bewies den
guten arbeits= und opferwilligen Geiſt, der unter den
Mit=
gliedern des Frauenvereins Caritas” waltet und auch
für die Zukunft eine gleich ſegensvolle Betätigung
ver=
ſpricht.
* Der Verein Deutſcher Waiſenpflege, Verband
Darmſtadt, hielt bei guter Beteiligung im „Fürſtenſaale‟
ſeine Weihnachtsfeier nebſt Beſcherung einer großen
An=
zahl Waiſen= und Halbweiſen von hier ab. Der
Weih=
nachtstiſch war ſehr reich mit Gaben: Kleidern, Stiefeln,
Hüten, Eßwaren uſw., gedeckt und es war eine Luſt, mit
zuzuſehen, wie unter hellem Lichterglanze die Geſichtchen
der Kleinen ſtrahlten und hochbefriedigt waren. — Mit
einer entſprechenden größeren Feierlichkeit und
Aufführun=
gen unter der Regie der Großh. Hofſchauſpielerin Frl.
Käthe Gothe wurde die Beſcherung ganz vortrefflich
ein=
geleitet, Herr Lehrer Hermann Schmidt und
Akademie=
ſchüler Ludwig hatten den muſikaliſchen Teil bereitwilligſt
übernommen. Es folgten abwechſelnd einige zur Feier
paſſende ganz reizende Vorträge von Friedel Baumann,
Marie Ulrich, Emilie Bernhardt, Dora Erlenbach, Guſti
Stilp und Elli Schmidt und zum Schluß ein prächtiges
Theaterſtück, betitelt: „Die Tannenfee”, ebenfalls ganz
vor=
trefflich geſpielt von Friedel Baumann, Guſtel Kling,
Marie Bach, Grethel Mütz, Lullu Kling, Marie Schmidt,
Greta Spieß, Leni Germann, Erna Müller und Toni
Ulrich. Reicher Applaus ehrte alle Mitwirkenden. — In
Anbetracht ſeiner Verdienſte um die Reichswaiſenhausſache
wurde Herr ſtud. elektr. L. Eichwald hier zum Fechtmeiſter
ernannt.
C. Der St. Eliſabeth=Verein veranſtaltete am Sonntag
abend im „Konkordiaſaal” eine Chriſtbeſcherung, bei der
gegen 200 arme Kinder mit reichlichen für Leib und Seele
nützlichen Gaben bedacht wurden. Die Feier wurde durch
ein hübſches Weihnachtsſpiel und Geſange des
Knaben=
chors St. Ludwig, unter Leitung des Herrn Lehrer
Hunecke, verſchönert. Eine Reihe lebender Bilder ſchloß
ſich an. Herr Kaplan Wilhelm hielt eine
wirkungs=
volle Anſprache an Eltern und Kinder.
Liederzweig. Die Weihnachtsfeier des
Lieder=
zweig, die ſich ſtets eines beſonders guten Beſuches zu
er=
freuen hat, findet am 1. Feiertag im Feſtſaal der
Turn=
gemeinde ſtatt. Es iſt auch diesmal ein äußerſt
reichhal=
tiges Programm aufgeſtellt. Außer verſchiedenen komiſchen
Szenen und Singſpielen gelangt das Luſtſpiel „Die
Brief=
taſche” von Rüthlein zur Aufführung. Chor und Soliſten
werden gleichfalls mit einigen wirkungsvollen Nummern
vertreten ſein.
Am 1. Weihnachtsfeiertag begeht der Geſangverein
„Liederkranz” in ſämtlichen Räumen des „Perkeo”
ſeine diesjährige Weihnachtsfeier. Unter der Leitung
ſei=
nes Dirigenten, Herrn Stetefeld, wird der Verein wieder
einige neue Chöre, ſowie heitere und ernſte Duette,
Couplets und zum Schluß ein der Weihnachtsfeier
ent=
ſprechendes Theaterſtück zur Aufführung bringen, ſo daß
allen Beſuchern der Veranſtaltung einige genußreiche
Stunden bereitet werden. (Siehe heutige Anzeige.)
Am 1. Feiertag hält der Geſangverein Teutonia
ſeine diesjährige Weihnachtsfeier im „Feierabend” ab.
Das reichhaltige, gut zuſammengeſetzte Programm
ver=
bürgt für einige genußreiche Stunden.
Auf die am zweiten Weihnachtsfeiertag, abends 7 Uhr,
beginnende Weihnachtsfeier der
Turnge=
meinde Darmſtadt werden die Mitglieder auch
hierdurch aufmerkſam gemacht. Außer der reichhaltigen
Vortragsordnung findet, wie alljährlich, eine
Ga=
ben=Verloſung ſtatt. Der Beſuch des Feſtes dürfte
um ſo mehr empfohlen werden, als es eine der ſchönſten
Veranſtaltungen der Turngemeinde iſt. Als Ausweis für
die Mitglieder diente die vierte Quartalskarte.
Auf die Weihnachtsfeier des Evangeliſchen
Ar=
beiter= und Handwerker=Vereins, welche
am 2. Weihnachtsfeiertage, abends 8 Uhr, im „Feierabend”
Stiftſtraße 51, ſtattfindet, ſei hiermit nochmals
hinge=
wieſen. Näheres ſiehe Anzeige in heutiger Nummer.
Der Darmſtädter Oberheſſen=Verein
veran=
ſtaltet am 28. Dezember im Saale der Brauerei „Zum
Schützenhof” eine Weihnachtsfeier zu der
Lands=
leute, Freunde und Gönner des Vereins höflichſt
einge=
laden ſind. Der Eintritt iſt frei.
Der unter dem Protektorat Sr. Königl. Hoheit des
Großherzogs ſtehende Gabelsberger
Steno=
graphenverein (gegründet 1861) mit Damenverein
feiert am Sonntag, den 29. Dezember, ſeine diesjährige
Weihnachtsfeier im Kaiſerſaal. Ein umfangreiches
Pro=
gramm bietet den Beſuchern auch diesmal wieder
Gelegen=
heit, in fröhlicher Weihnachtsſtimmung einige ſchöne
Stun=
den zu verleben. Der Orcheſterklub Darmſtadt, dem etwa
20 Herren angehören, wird den muſikaliſchen Teil des
Abends verſchönen helfen.
Geſangverein Frohſinn. Die
Weihnachts=
feier findet diesmal nicht am 2. Weihnachtsfeiertag,
ſon=
dern erſt am Sonntag, den 29. dieſes Monats, im
Schützen=
hof hier ſtatt.
* Arheilgen, 23. Dez. Demnächſt wird mit dem Bau
eines neuen Schulhauſes und einer Turnhalle
begonnen werden. In dem Schulgebäude ſollen 15
Klaſſen=
ſäle, 1 Zeichenſaal, 1 Phyſikſaal, 1 Lehrmittelzimmer,
1 Konferenzzimmer und ein Hauptlehrerzimmer
eingerich=
tet werden. Außerdem werden in dem Erdgeſchoß ein
Volksbad und eine Küche für Haushaltungsunterricht
untergebracht werden.
Offenbach, 23. Dez. Ein ſchwererUnfall ereignete
ſich heute früh im hieſigen Lokalbahnhof. Der 20jährige
Weißbinder Konrad Richter aus Homberg bei Kaſſel,
der hier in Arbeit ſteht und in der Mainkurſtraße in
Frankfurt wohnt, ſprang von dem in dem Bahnhof
ein=
fahrenden Zug ab. Er geriet unter die Räder.
Der Schwerverletzte, dem das linke Bein abgefahren
wurde, wurde in das Krankenhaus gebracht.
* Lindenfels, 22. Dez. Das Elektrizitätswerk von
Herrn Sanitätsrat Dr. Schmitt geht am 1. Januar an
die Heſſ. Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft in Darmſtadt über,
wodurch für Gemeinde und Private vorausſichtlich
bedeu=
tende Vorteile entſtehen. — Der Voranſchlag der
Ge=
meinde Lindenfels für 1913 ſchließt in Einnahmen und
Ausgaben mit 51925 Mark ab. An Umlagen werden
23 300 Mark erhoben werden. — Das frühere
Weimar=
ſche Anweſen (Penſion Schloßberg) wurde bei der
ge=
ſtrigen Zwangsverſteigerung zum Preiſe von 35000 Mk.
von der ſeitherigen Beſitzerin, die es gegen ein Hofgut in
Bayern eingetauſcht hatte, wieder geſteigert.
Mainz, 23. Dez. Geſtern vormittag hatte ſich in der
Urnenhalle des Krematoriums eine Trauergemeinde für
den im 55. Lebensjahre aus dem Leben geſchiedenen
Bür=
germeiſter Dr. Schmidt eingefunden. Pfarrer Vogt
hielt die Leichenrede. Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann
widmete dem allzufrüh Verſtorbenen einen ehrenden
Nach=
ruf. Die Arbeit von Dr. Schmidt auf dem Gebiete der
Fürſorge für Arme und Kranke werde unvergeſſen bleiben.
Dekan Jakob und Pfarrer Schuſter legten Kranzſpenden
nieder; ſie gedachten der Mitarbeit Schmidts im
Geſamt=
kirchenvorſtande und im Vorſtande der Chriſtusgemeinde.
Profeſſor Dr. Klumker=Frankfurt rief dem Freunde
und Mitarbeiter Worte des Abſchieds nach. Der Deutſche
Verein für Armenpflege und Wohltätigkeit und das Archiv
Deutſcher Berufsvormünder verlieren in dem Verſtorbenen
einen ſtets freudigen Mitarbeiter auf dem Gebiet der
Ar-
menfürſorge und des Vormundſchaftsweſens.
Worms, 23. Dez. In der Stadtverordneten=
Verſammlung ſtellte Prof. Dr. Decker ſolgenden
An=
trag: „Die Stadtverordnetenverſammlung wolle
be=
ſchließen, die Bürgermeiſterei zu erſuchen, ſie möge in
Verbindung mit dem Finanzausſchuß in Erwägungen
darüber eintreten, ob und wie es ſich ermöglichen läßt, im
nächſten Voranſchlag Mittel bereitzuſtellen, um im
An=
ſchluß an die kürzlich erfolgte zeitgemäße Umgeſtaltung
des Gehaltsregulativs der ſtädtiſchen Beamten und
Be=
dienſteten auch den derzeitigen Penſionäcen, ſowie Witwen
und Waiſen eine entſprechende Aufbeſſerung ihrer Bezüge
wenigſtens inſoweit zuteil werden zu laſſen, um
be=
ſtehende Härten zu mildern.”
Dalsheim, 23. Dez. Hier wurden ungefähr für
1200 Mark Wäſche geſtohlen. Ein Polizeihund
entdeckte zwar die Fährte, verlor ſie aber in dem
Wein=
keller eines Landwirts, in dem ſich die Diebe auch gütlich
getan hatten. Man nimmt an, daß die Wäſche vergraben
wurde, da auch Hausſuchungen nichts zutage förderten.
Gießen, 23. Dez. Die Lokomotive des D=Zuges
Frankfurt=Altona, der gegen 2 Uhr mittags hier eintrifft,
ſtreifte am Samstag beim Einfahren in unſere Station
eine zu nahe der Kreuzung ſtehende Lokomotive.
Dabei wurde der Zylinder der D=Zug=Lokomotive
zer=
trümmert, ſo daß ſie ausgewechſelt werden mußte,
wodurch der Zug 30 Minuten Verſpätung hatte. Die
be=
ſchädigte Lokomotive wurde notdürftig hergerichtet und
dampfte gegen 5 Uhr langſam nach Kaſſel zur Ausbeſſerung.
ucia (13. Dezember) gilt im Volksmund für den
kür=
ſten Tag: „Sankt Lucen ½ Macht den Tag ſtutzen” Von
St. Lucia bis Weihnachten nimmt der Tag nur um einen
ahnenſchritt” zu. „An Weihnachten um einen
Eſel=
rung, zu Neujahr um den Schritt eines Gerichtsdieners
nd an den Königen wird man’s gewahr,” ſagen die
tordfranzoſen. Ueberall behauptet man, daß Froſt und
Schnee vor Weihnachten nicht viel ſchaden können: „Bis
Weihnachten kann Kälte wenig tun; aber nach
Weihnach=
en verfolgt dich Kälte, Hunger und Schnee.‟ Deshalb
bünſcht man ſich weiße Weihnachten, weil dann ſchon das
Schlimmſte der Winterszeit vorüber iſt. Nichts
Uner=
wünſchteres kennt das Sprichwort als warme, grüne
Veihnachten: „Iſt das Wetter um Weihnacht gelinde,
ann dauert die Kälte bis ins Frühjahr hinein.” „
Win=
erts vor Weihnachten nicht, ſo winterts danach.” Oſtern
ringt dann Kälte und Elend, wie das allbekannte Wort
gt: „Grüne Weihnachten, weiße Oſtern.” Unzählig ſind
ie Varianten dieſer Wetterregel: „Zu Weihnachten Sonne,
zu Oſtern Kohlen.” — „Zu Weihnachten beim Spiel, zu
Oſtern am Feuer.” — „Weihnachten in der Sonne,
Palm=
ſonntag beim Feuerbrand.” — „Weihnachten im Klee,
Iſtern im Schnee.” — „Wenn man zu Weihnachten die
Mücken ſieht, ſieht man zu Oſtern die Eisſchollen,” heißt’s
n Frankreich. Die Serben warnen: „An warmer
Weih=
tacht und am Weihnachtsbrot des Freundes (d. h. wenn
nan kein eigenes zu backen im Stande iſt) darf man ſich
ticht freuen” und ſie ſetzen hinzu: „Lieber Weihnacht mit
er Peſt, als mit dem Südwind.” Auch feuchte
Weih=
achten ſind ſehr gefürchtet: „Iſt’s um Weihnachten feucht
ind naß, ſo gibt’s leere Speicher und Faß.” Helles
Weih=
tachtswetter gilt allenthalben als ein günſtiges Vorzeichen
ir die Ernte des nächſten Jahres. „Iſt die Chriſtnacht
hell und klar Folgt ein höchſt geſegnet Jahr.” „
Weih=
tachten klar, gutes Weinjahr.” „Lichte Metten, dunkle
euſtädel” heißt’s in Tirol, und ebenſo anderwärts:
Helle Weihnacht, dunkle Scheuer, dunkle Weihnacht, helle
ſcheuer.” Wenn die Chriſtnacht ſternenreich iſt, legen die
ühner reichlich und das junge Vieh gedeiht gut. „Iſt die
Thriſtnacht vor Mitternacht trübe, ſo gedeiht das vor der
hriſtnacht geborene Vieh nicht; iſt ſie nach Mitternacht
ell, gedeiht das nach dem Chriſttag geborene” und
um=
gekehrt. Dagegen ſoll Schnee in der Chriſtnacht
beſon=
ers gut für das Gedeihen des Hafers ſein.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Dez. Geſtern fand man
die Marmorbüſte Kaiſer Wilhelms I. auf der
Luiſeninſel ſtark beſchädigt auf dem Boden liegen. Die
Annahme, daß ein Denkmalfrevel vorliegt, hat ſich nicht
beſtätigt. Es liegt vielmehr, wie die genauen
Ermittelun=
gen und Unterſuchungen ergeben haben, lediglich ein
Naturſchaden vor. Die Beſchädigungen ſind jedenfalls
durch das Aufſchlagen auf den Sockel an der Büſte
ent=
ſtanden. — In der erſten Hälfte des Januar ſoll nunmehr
die öffentliche Ausſtellung der 68 Entwürfe erfolgen,
die für den Wettbewerb um das neue Berliner Kgl.
Opernhaus eingelaufen ſind. Und zwar ſoll das in
den Räumen des Anhalter Bahnhofes geſchehen. — Als
mehrere kaiſerliche Automobile geſtern
nachmit=
tag die Bismarckſtraße in Charlottenburg entlangfuhren,
wurde von dem dritten Automobil eine Dame, die den
Fahrdamm kreuzen wollte, überfahren. Die Verunglückte
kam glücklicherweiſe mit leichten Verletzungen davon, die
es ihr geſtatteten, ſich ſelbſt in privatärztliche Behandlung
zu begeben. Nach Ausſage aller beteiligten Perſonen
trifft den Chauffeur des Kraftwagens keine Schuld.
Frankfurt, 23. Dez. Zu den vielen neuen
Theaterplä=
nen, vie in der letzten Zeit aufgetaucht ſind, iſt ein neuer
ge=
kommen. Wie die Frankf. Ztg. hört, hat ſich eine
Ge=
ſellſchaft gebildet, welche die Abſicht hat, ein
Ope=
retten=Theater zu bauen. Als Ort für dieſen neuen
Theaterbau iſt der Starkeplatz an der Zeil, neben dem
Po-
lizeipräſidium, in Ausſicht genommen. Der moderne
Mo=
numentalbau wird drei Faſſaden mit einer Geſamtlänge
von 200 Metern aufweiſen. Die Bühne iſt als moderner
Rundbau vorgeſehen, der Zuſchauerraum wird 1200
Sitz=
plätze haben. Die Hauptfront mit dem Eingang liegt an
der Zeil, Bühne, Garderoben uſw. kehren ſich der
Heilig=
kreuzſtraße zu. Der an der Starkeſtraße liegende Nutzbau
wird geſchäftlichen Zwecken dienen.
Hanau, 23. Dez. Ueber die
Typhuserkrankun=
gen beim 1. Bataillon des Eiſenbahn=Regiments Nr. 3
iſt zu berichten, daß allem Anſchein nach die Epidemie
jetzt ihren Höhepunkt erreicht hat. Es iſt geſtern nur eine
neue Erkrankung hinzugekommen. In Lazarettbehandlung
befinden ſich zurzeit etwa 220 Mann. Einige davon
lie=
gen etwas ſchwerer darnieder, doch iſt im allgemeinen nach
wie vor der Verlauf der Epidemie als gutartig zu
be=
zeichnen. Von der ſtädtiſchen Verwaltung wurden geſtern
die Abflußkanäle der Eiſenbahnkaſerne gründlich
desinfi=
ziert, um auch nach djeſer Richtung hin vorbeugend zu
wirken.
München, 23. Dez. Die Bayeriſche
Gewerbe=
ſchau hat mit einem Barüberſchuß von 533500 M.
abgeſchloſſen, während man nur mit einer Viertel Million
Mark gerechnet hatte. Dabei wurden noch 250000 M.
Staatszuſchuß, 25000 M. Zuſchuß des Regenten, 85000
Mark Zuſchüſſe der Provinz und der Stadt München
zu=
rückgezahlt. Vom Ueberſchuß erhalten nach
Vorzugs=
zahlungen von 50000 M. an die Stadt München und die
Ausſtellungsparkgeſellſchaft und den Landwirtſchaftsrat,
ſowie 206000 M. Abſchreibungen: der Bayeriſche Verein
für Volkskunſt und Volkskunde, die Münchener
Vereini-
gung für angewandte Kunſt, der Ausſtellungspark je 63000
Mark vom Ueberſchuß. Im nächſten Jahre werden nur
kleinere Ausſtellungen in München abgehalten.
Pforzheim, 23. Dez. Das Automobil des
Archi=
tekten Ringer fuhr geſtern nachmittag bei Söllingen in
eine Gruppevon zwölf Kindern hinein. Drei
Kinder wurden überfahren und ſchwer verletzt. Das
vier=
jährige Töchterchen des Landwirts Kirchenbauer wurde
ſofort getötet.
Hannover, 21. Dez. Ein umfangreicher
Steuer=
hinterziehungsprozeß beſchäftigte die
hieſigeStraf=
kammer, vor der ſich die Viehhändler Herz Cohn, Simon
Cohn und Julius Weinberg, ſowie deren zwei
Buchhal=
ter zu verantworten hatten. Die drei erſtgenannten
Ange=
klagten betrieben einen umfangreichen
Viehkommiſſions=
handel. Das Geſchäft entwickelte ſich immer mehr, ſodaß
die Angeklagten ſchließlich mit einem Jahresumſatz von
einer Million Mark rechneten. Die Buchführung wurde
zwei Buchhaltern anvertraut und dieſe haben nun auf
Ver=
anlaſſung ihrer Arbeitgeber der Steuerbehörde unrichtige
Angaben über das Einkommen der Angeklagten gemacht,
ſodaß der Steuerfiskus um große Summen geſchädigt
wor=
den iſt. In den letzten zehn Jahren haben die
Angeklag=
ten auf dieſe Weiſe ein Geſamteinkommen von 3 25000
Mark zu wenig verſteuert. Die Sache wurde der Staats=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 308.
anwaltſchaft bekannt auf die Anzeige eines entlaſſenen
Buchhalters hin. Für eine Reihe von Jahren konnte
nicht mehr Anklage erhoben werden, da bereits
Verjäh=
rung eingetreten war. Dagegen wurde die Klage für die
letzten 5 Jahre in vollem Umfange aufrecht erhalten. Die
Angeklagten wurden zu einer Strafe vom achtfachen der
hinterzogenen Steuer verurteilt. Demgemäß erhielt Herz
Cohn 14300, Simon Cohn ebenfalls 14300, und
Wein-
berg 17300 Mark Geldſtrafe. Außerdem haben die
Ange=
klagten natürlich die hohen Koſten zu tragen und die
hin=
terzogenen Steuerbeträge nachzuzahlen. Die beiden
Buch=
halter erhielten Geldſtrafen von 1938 bzw. 1938,70 Mark.
Hamburg, 23. Dez. Der Reichstagsabgeordnete Dr.
Semler fuhr geſtern mit Frau, Tochter und Schwiegerſohn
von ſeinem Landgut nach Hamburg. Unterwegs verſagte
die Steuerung, das Autoüberſchlug ſich, wobei die
Inſaſſen herausgeſchleudert wurden und gegen ein
Eiſen=
gitter flogen. Alle vier erlitten Verletzungen, das Auto
wurde zertrümmert.
Dresden, 23. Dez. In Gegenwart des Königs und der
königlichen Familie wurde geſtern das Theater der
Fünftauſend in Dresden=Neuſtadt feierlich
er=
offnet.
Küſtrin, 23. Dez. Heute wurde hier ein ruſſiſcher
Offizier verhaftet, der ſich der Spionage verdächtig
machte, indem er Zeichnungen vom Gorgaſter Fort
an=
fertigte.
Paris, 23. Dez. Der hier zum Beſuch ſeiner
Ver=
wandten eingetroffene Profeſſor der franzöſiſchen Sprache
an einem Peſter Gymnaſium, Pichet, hatte ſich von
einem Univerſitätsfreunde namens Bourget, einem
Mor=
phiniſten, eine Morphiumeinſpritzung machen
laſſen. Dieſe war offenbar zu ſtark, denn Pichet ſtarb
wenige Minuten ſpäter. Bourget wurde verhaftet.
Paris, 23. Dez. Bisher iſt es der franzöſiſchen Polizei
nicht gelungen, irgendwelche zuverläſſige Mitteilungen über
die Flucht Rochettes zu erlangen. Die Polizei iſt
lediglich auf Vermutungen angewieſen, darunter auf die,
daß der flüchtige Grundſtücksſpekulant ſich am 19.
De=
zember in Liverpool nach Zentralamerika eingeſchifft habe.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
C Die internationale Lage iſt erheblich
klarer und günſtiger geworden,” denn die ſechs
Regie=
rungen der beteiligten Großmächte haben dem doppelten
Vorſchlage der Botſchafter=Vereinigung, daß Albanien
autonom werden und Serbien einen Handelszugang zum
Adriatiſchen Meere erhalten ſolle, im Prinzip zugeſtimmt.
Da auch Serbien nach einer allerdings nicht amtlichen
Meldung dem Vorſchlage der Botſchafter=Vereinigung
zu=
ſtimmte, iſt für die friedliche Löſung der öſterreichiſch=
ſer=
biſchen Streitfrage die Bahn freigemacht. Freilich ſind
die Einzelheiten der Art und Weiſe, wie der doppelte
Vor=
ſchlag durchzuführen ſei, noch nicht feſtgelegt, und da es
ſich hierbei vor allem um die Abgrenzung Albaniens
han=
delt, bleibt der Diplomatie noch ein gut Stück Arbeit
übrig. Aber der Entſchluß aller beteiligten Mächte, einen
friedlichen Ausgleich anzubahnen, bürgt wohl mit
Sicher=
heit dafür, daß auch die Einzelheiten durch friedliche
Ver=
einbarung geregelt werden.
Die Genugtuung, die über die Leiſtung der Botſchafter=
Konferenz laut wird, iſt daher nicht unberechtigt. Die
Ar=
beit der Diplomatie verdient jedoch hauptſächlich unter
dem Geſichtspunkte Anerkennung, daß ſie etwas Dauerndes
zu leiſten verſpricht. Sind doch mit der Schaffung eines
ſerbiſchen Handelszuganges zum Adriatiſchen Meere die
berechtigten Intereſſen Serbiens gewahrt. Weil dies der
Fall iſt, konnte Rußland trotz des Drängens ſeiner
Pan=
ſlawiſten nach einer ruſſiſchen Preſtigepolitik auf dem
friedlichen Standpunkte beharren, den es nach der
Verſiche=
rung ſeiner Diplomatie von Anfang an eingenommen hat.
Immerhin muß nach den letzten Dumaverhandlungen
an=
erkannt werden, daß die ruſſiſche Regierung gegenüber
dem panſlawiſtiſchen Draufgangertum keinen leichten
Stand hatte, und die große Rede des Premierminiſters
Kokowzow kann angeſichts der ruſſiſchen Zuſtimmung zu
den Vorſchlägen der Botſchafter=Konferenz keinen
Miß=
deutungen mehr unterliegen. Auf die Frage, ob die
gün=
ſtige Wendung auch erfolgt wäre, wenn Oeſterreich=
Un=
garn keine umfaſſenden militäriſchen Maßnahmen
getrof=
fen hätte, braucht man in dieſem Augenblick nicht näher
einzugehen. Die Tatſache, daß der Standpunkt des
Drei=
bundes allgemeine Geltung erlangt hat, nachdem die in
erſter Linie beteiligte Dreibundmacht Vorkehrungen
mili=
täriſcher Natur getroffen, wird in Paris ſchon jetzt ſehr
unangenehm empfunden. Bemüht ſich doch der „Matin”,
die Balkanſtaaten dadurch aufzubringen, daß er von einer
Unterwerfung der Triple=Entente unter das gerüſtete
Oeſterreich ſpricht. Ohne Zweifel wird in Paris dieſer
Faden weiter geſponnen werden, damit Frankreich auf dem
Balkan trotz ſeiner Zuſtimmung zu den Vorſchlägen der
Botſchafter=Vereinigung politiſche Nebengeſchäfte machen
kann.
Die Friedensverhandlungen.
* Konſtantinopel, 23. Dez. Amtliche türkiſche
Kreiſe erklären, daß die in London veröffentlichten
Meld=
ungen über die vorgeſtrige
Friedenskonferenz=
ſitzung unrichtig ſeien. Wahrheit ſei, daß die
ottoma=
niſchen Bevollmächtigten als Bedingung für die
Verhand=
lung auch mit den griechiſchen Delegierten die
Verprovian=
tierung Adrianopels und der anderen belagerten Plätze
forderten. Die Bevollmächtigten der Balkanſtaaten
erklär=
ten darauf, daß ihnen der Vorſchlag unerwartet komme
und ſie erſt Weiſungen bei ihren Regierungen einholen
müßten. Die Sitzung ſei nicht der Türken wegen, die
In=
ſtruktionen beſäßen, ſondern der Delegierten der
Balkan=
ſtaaten wegen vertagt worden. In der Montagsſitzung
werden die Türken auf die Bedingung der
Verproviantie=
rung beſtehen und ſehr wahrſcheinlicherweiſe erklären, daß
ſie nicht über den Frieden verhandeln wollen, ſo lange
dieſe Bedingung nicht angenommen iſt. Man befürchtet
für Montag den Abbruch der Verhandlungen.
* Paris 28. Dez. Bezüglich der Beſchlüſſe
der Londoner Botſchafterverſammlung
wird in der hieſigen Preſſe mehrfach der Gedanke
ausge=
ſprochen, daß man ſich, ſo lange das künftige autonome
Albanien nicht abgegrenzt ſei, vor allzu großem
Optimis=
mus hüten müſſe. Der Londoner Sonderberichterſtatter
des Matin meldet, in den Kreiſen der Balkanvertreter ſei
man der Anſicht, daß die Frage der Abgrenzung
Alba=
niens eine viel ernſtere Lage herbeiführen könnte, wie die
Frage von Adrianopel.
Die türkiſch=griechiſchen Kämpfe.
* Athen, 22. Dez. Wie der Gouverneur von
nedos meldet, veranſtalteten türkiſche Einwohner
wäh=
rend des Bombardements der Inſel durch die türkiſchen
Schiffe Kundgebungen zu Gunſten der Türken. Die
grie=
chiſche Beſatzung ſchoß auf die Manifeſtanten, von denen
drei getötet und zwölf verletzt wurden.
* Athen, 22. Dez. Nach Mitteilung des
Kriegs=
miniſters beſetzte ein Teil der griechiſchen Armee unter
dem Befehl des Generals Damianos am 19. Dez. nach
einem Kampfe Goritz a. Drei Diviſionen des
Ge=
nerals rückten auf drei Straßen vor und ſchlugen die
tür=
kiſche Armee nach dem Süden zurück.
* Athen, 22. Dez. Der Marineminiſter erhielt
geſtern aus Chios die drahtliche Mitteilung, daß ſich die
türkiſchen Truppen auf Mytilene den Griechen
ergeben haben und daß 1700 türkiſche Gefangene in dem
Hafen von Molivo eingeſchifft worden ſind.
Schiffsunfälle.
* Emden 22. Dez. Samstag nacht ertranken
im hieſigen Außenhafen vier Leute. Drei gehörten
der Mannſchaft des ſchwediſchen Dampfers „Nyland” an,
der vierte gehörte zur Beſatzung des ſchwediſchen
Dampfers „Nordland‟ Das Unglück ereignete ſich durch
Kentern des Bootes. Die Leichen ſind bereits geborgen.
* St. Johns (Neufundland), 22. Dez. Der
dampfer „Florence” von der Furneß=Linie, der
ſich mit allgemeiner Ladung auf der Fahrt von Halifax
nach St. Johns befand, wurde am Morgen des 20.
De=
zember bei Cap Race im Sturme vollſtändig wrack. Der
Kapitän und 21 Mann ertranken, der zweite
Offizier und vier Matroſen wurden gerettet, nachdem ſie
zwei Tage in einem Boot umhergetrieben waren. Das
Schiff iſt gänzlich verloren.
Panik in einem Kinotheater.
* Lille, 23. Dez. In der hart an der franzöſiſchen
Grenze gelegenen belgiſchen Ortſchaft Menin entſtand
während einer von etwa 700 Perſonen beſuchten
Kino=
vorſtellung infolge der Entzündung eines Films ein
Feuerlärm, der eine furchtbare Panik hervorrief.
Alle ſtürzten zum Ausgang. Männer, Frauen und Kinder
ſprangen von der Galerie auf die Zuſchauer im Parterre
herab. Zwölf Frauen und Kinder wurden im Gedränge
getötet, über 50 verwundet, darunter mehrere
lebens=
gefährlich. Unter den Verunglückten befinden ſich auch
mehrere Bewohner der franzöſiſchen Ortſchaft Halluin.
Die Unterſuchung ergab, daß eine wirkliche Gefahr
gar=
nicht beſtanden hatte, da der brennende Film ſofort
ge=
löſcht worden war und der Kinoapparat in einem aus
Eiſenbeton erbauten Raum untergebracht war.
Vermiſchtes.
Der „Deutſche Frauenverein vom
Roten Kreuz für die Kolonien” kann am 30.
April 1913 auf ein 25jähriges Beſtehen zurückblicken. Der
Verein gehört der weitverzweigten, mächtigen
Organiſa=
tion der „Deutſchen Vereine vom Roten Kreuz” an und
vereinigt in 5 Landesverbänden und 30 ſelbſtändigen
Ab=
teilungen, die über das ganze Reich und die Kolonien
verſtreut ſind, etwa 18000 Mitglieder. Von der im Laufe
der verfloſſenen 25 Jahre ſeines Beſtehens ausgeübten
ſegensreichen Wirkſamkeit auf dem Gebiete der
Kranken=
pflege und Förderung aller auf Wohlfahrts= und
Ge=
ſundheitspflege zielenden Beſtrebungen in den deutſchen
Kolonien ſei nur daran erinnert, daß der Verein erſt vor
kurzem das urſprünglich mit ſeiner Hilfe errichtete
Lien=
hardt=Erholungsheim in Wugiri — Weſt=Uſambara
(Deutſch=Oſtafrika) — vom dortigen Gouvernement
pacht=
weiſe zum eigenen Betrieb übernommen hat. Wie wohl
allſeitig bekannt, ſtellt der Verein dem Reichs=
Kolonial=
amt und dem Reichs=Marineamt ſämtliche für die dieſen
Behörden unterſtellten Regierungs=, Militär= und
Ma=
rine=Lazaretten in den Schutzgebieten, insgeſamt etwa 15
Krankenanſtalten, erforderlichen Schweſtern zur
Verfüg=
ung. Die Feier des 25jährigen Jubiläums ſoll in zwar
ſchlichter, aber würdiger Form anfangs des Monats Mai
nächſten Jahres in Berlin begangen werden. Bei dieſer
Gelegenheit wird gleichzeitig eine Tagung des
Geſamt=
vorſtandes und die alljährlich abzuhaltende
Hauptver=
ſammlung des Vereins ſtattfinden.
Literariſches.
Das Domgut, die Geſchichte einer Familie. von
ktarl Neurath=Gießen (Verlag der Literariſchen
Anſtalt Rütten und Loening, Frankfurt a. M.). Der
Autor iſt uns kein Fremder mehr. Seine Gedichtſammlung
zeigte ihn als kernhafte Poetennatur von ſtarkem
Empfin=
den, das auch die zarteſten Saiten auszuklingen imſtande
iſt. Nun tritt er als Erzähler in einem Heimatroman vor
uns, dem geſchichtlicher Hintergrund gerade jetzt ein
be=
ſonderes Intereſſe leiht. Wieder ſteht man bei der
Lek=
türe unter dem Eindruck eines Dichters, der inhaltlich
Großzügiges gibt, wenn auch die Form nicht immer den
berechtigten künſtleriſchen Anforderungen gerecht wird.
Sein friſcher, knapper und flotter Erzählerſtil, der weder
der pſychologiſchen Tiefe, noch dramatiſcher Geſtaltung
ent=
behrt. macht die Lektüre zum Genuß. Der Autor behandelt
in ſeinem Buche die Geſchichte eines kraftvollen
rheinheſſi=
ſchen Bauerngeſchlechts, das ſich von der Scholle löſen
möchte und, ſeinem Lebenselement entzogen. Schritt für
Schritt dem ſicheren Verfall entgegengeht. Der Held der
Geſchichte, der Beſitzer des ſtattlichen Domgutes, iſt in den
Wirren der Koalitionskriege als Untertan des Kurfürſten
geboren, verlebt ſeine Kindheit in der Franzoſenzeit und
erlebt dann, heſſiſch geworden, ſpäter noch die Anfänge
des Maſchinenzeitalters und das Jahr 1848. Aber die
Hauptſache iſt ſeiner und ſeiner beiden Söhne
Lebensge=
ſchichte. Dieſes wohlhabende Bauerngeſchlecht, das nur
noch in ſeinen Leidenſchaften ſtark iſt, hat ſich ſelbſt
ge=
ſchwächt und entwurzelt, weil ihm ſein Bauerntum
ver=
leidet iſt, weil es aus ihm herausſtrebt. Doch der
Ver=
ſuch des Vaters, die Söhne dem Studium zuzuführen,
mißlingt und verſchuldet ſchließlich jäh ausbrechenden
Bru=
derſtreit und den grauenvollen Untergang der das Dorf
beherrſchenden Familie. Nur eine Verwandte des Hauſes
überlebt den Zuſammenbruch; aber ſie, die kraftvollſte und
lebenstüchtiaſte von allen opfert die Friſche ihrer Jugend
und ihr Glück, um getreulich bei dem geiſtig toten letzten
Herrn des Domguts bis zu ſeinem Ende auszuharren. —
Noch weit mehr, ſo urteilt Prof. Dr. J. Collin, als
hier angedeutet werden konnte, iſt das Buch an Farben
und Klängen, an Geſtalten und Schickſalen, an innerem
und äußerem Leben reich. Ein Werk, das mit gleicher
Kraft Liebliches und Furchtbares, Krankes und Geſundes
darſtellt, das mit ſo ſtarker Teilnahme des Gemüts und
ſolcher Liebe zur Heimat ein Bild deutſchen Volkstums
und Menſchentums zeichnet, wird auch auf teilnehmende
Leſer rechnen dürfen.
Thomas Koſchat, der Sänger Kärntens, ſeine
Zeit und ſein Schaffen, von Karl Krobath (Leipzig,
Ver=
lag F. C. E. Leuckart). Nun gehört auch Thomas Koſchat
zu den Großen der Erde, denen ſchon bei Lebzeiten ein
Denkmal geſetzt wird. Zwar keins aus Erz und Stein
aber trotzdem eins, das Zeiten überdauern wird und das.
deß ſind wir gewiß, den ungezählten Freunden und
Ver=
ehrern des Sängers und Dichterkomponiſten ſehr
will=
kommen ſein wird. In geſchmackvollem Bande bieten
Verlag und Autor eine Koſchatbiographie, die eigentlich
viel mehr iſt, ein Roman zugleich und ein Dokument
unſerer Zeit. Wir lernen den Dichterkomponiſten kennen
als Menſch, wie er in der Jugend ringen und — hungern
mußte, ehe das Glück ihm lachte, und wie er dann ſeine
Kunſt über die halbe Erde trug und ſeinem Ruhmeskranz
Blatt um Blatt einflicht. Zahlreiche Bildniſſe ſchmücken
das ſchöne Werk.
— Fred T. Jane „Prinz Teerjacke” Aus
dem Engliſchen überſetzt von Felix Baumann. Voll und
Pickardt, Verlagsbuchhandlung, Berlin. Preis geb.
2,80 Mark. Dieſer Roman ſpielt auf einem modernen
engliſchen Kriegsſchiff. Der Autor ſchildert das Leben
und Treiben in der engliſchen Marine vortrefflich. Die
Darſtellung iſt äußerſt flott und munter, ein leichter
iro=
niſcher Ton verleiht dem Buche einen eigenen Charme.
Der Roman iſt vom Verlage mit vielen Vollbildern
eng=
liſcher Schiffstypen ausgeſtattet; dadurch wird den jungen=
Leſern die engliſche Marine auch im Bilde vor Augen
ge=
führt. So wird eine Verbindung von Roman und
mo=
derner Seewirklichkeit geſchaffen, welche dem Buche einen
beſonderen Wert verleiht.
Darmſtadt, 23. Dezember,
W-l. Großh. Hoftheater. Vor abermals ausverkauftem
Hauſe fand geſtern eine weitere Kindervorſtellung ſtatt,
bei der „Rübezahl, der Geiſt der Berge” eine
Ko=
mödie für große und kleine Kinder mit Geſang und
Tanz=
von C. A. Görner zur Aufführung gelangte. Das Stück
iſt lange Zeit hier nicht mehr aufgeführt worden und war
deshalb allen Kindern unbekannt. Es iſt in dem Stil
der Görnerſchen Märchenſpiele gehalten und handelt von
den guten und den böſen Taten des Berggeiſtes Rübezahl,
der die guten Menſchen belohnt und beglückt und die
ſchlechten beſtraft und heimſucht. Dem kindlichen
Ver=
ſtändnis angepaßt, iſt es draſtiſch in der Moral wie im
Humor und, da es außerdem reich an Geſchehniſſen iſt,
für eine Kindervorſtellung ſehr geeignet. Den Rübezahl in
ſeiner ſechsfachen Geſtalt ſtellte Herr Heinz mit
ge=
wandter und vielſeitiger Charakteriſtik dar. In größeren
Rollen waren noch beſchäftigt: Herr Jürgas als ſchwer
heimgeſuchter Schneider Benedix und Herr
Weſter=
mann als ſein Leidensgenoſſe Glaswarenhändler
Steffen. Frl. Berka als deſſen brave Gattin, über die
Rübezahl ſeinen Goldſegen ausſchüttet. ferner Herr
Jor=
dan als Handelsmann Aron, Herr Wagner als
Bür=
germeiſter Blaſius. Frl. Uttmann als Klärchen von
Liebenau, während die kleineren Rollen noch zahlreicher
ſind. Auch das große und kleine Ballettkorps wirkte
er=
folgreich mit, und alles klappte aut. Die Spielleitung
unterſtand Herrn Oberregiſſeur Valdek, der für das
Stück einen hübſchen ſzeniſchen Rahmen geſchaffen hatte,
die muſikaliſche Leitung Herrn Adolf Wach. Das kleine
und große Publikum ſpendete nach jedem Akte nicht
enden=
wollenden Beifall.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Dez. Heute früh 9 Uhr wurde von
einem jungen Burſchen in Britz die Frau eines
Zi=
garrenhändlers mit einem Hammer zu Boden
geſchlagen. Die Frau erlangte erſt nach einiger Zeit
das Bewußtſein wieder. Auf ihre Hilferufe eilten
Paſ=
ſanten herbei, die jedoch von dem Täter keine Spur mehr
fanden. Die Frau, die hochſchwanger iſt, liegt
hoff=
nungslos danieder. Ein junger Burſche wurde als
mut=
maßlicher Täter verhaftet.
* Hanau, 23. Dez. Die Typhus=Epidemie beim
Eiſenbahnregiment hat leider das erſte Opfer
gefor=
dert. Der Gefreite Zeller von der 4. Kompagnie iſt in
der letzten Nacht geſtorben. Gegenwärtig liegen noch 222
Soldaten krank, davon 12 ſchwer.
* Hanau, 23. Dez. In verfloſſener Nacht wurde in
der Goldwarenfabrik von Weishaupt Söhne ein
Einbruchsdiebſtahl verübt. Aus einem in der
Fabrik ſtehenden Muſterkoffer, eines Pforzheimer
Reiſen=
den wurden Goldwaren im Werte von 30000 Mark
ge=
raubt.
* Aſchaffenburg, 23. Dez. In dem Kohlenberawerk
bei Schippach ereignete ſich heute mittag eine
Schlag=
wetter=Exploſion. Fünf Bergleute
wur=
denverletzt.
* Kiel, 23. Dez. Der Ausſtand auf der
Ger=
maniawerft nimmt eine größere Ausdehnung
an. Die Zahl der Streikenden beläuft ſich gegenwärtig auf
5000 Mann.
* Norddeich, 23. Dez. Auf der hieſigen Funkenſpruch=
Station wurde in vergangener Nacht der Telegraphen=
Aſſiſtent Müller durch einen Kurzſchluß der
hochgeſpannten Ströme getötet.
* Wien, 23. Dez. Der Kaiſer empfing den neuen
ſerbiſchen Geſandten und nahm deſſen
Beglau=
bigungsſchreiben entaegen.
* Liſſabon, 23. Dez. Der Führer der
Revolu=
tionspartei, Almeida, iſt nach Liſſabon
zurückge=
kehrt und ſympathiſch empfangen worden. Er wurde von
einer großen Volksmenge bis in ſeine Wohnung geleitet.
Auf dem Dom=Pedro Platze ſammelten ſich dann
Grup=
pen, die Kundgebungen für und wider die
Revolutions=
partei veranſtalteten.
* Konſtantinopel, 23. Dez. Die Cholera iſt im
Abnehmen begriffen. Amtlich wurden vom 5. bis 20.
Dezember 2098 Erkrankungs= und 123 Todesfälle
ver=
zeichnet.
— Düſſeldorf, 23. Dez. In dem Röhrenwerk
Lieren=
feld erplodierte eine Luftdruckmaſchine.
Die Erſchütterung war ſo ſtark, daß das ganze Werk
be=
ſchädigt wurde. Drei Arbeiter wurden
lebens=
gefährlich verletzt.
H. B. Wien, 23. Dez. Heute vormittag fand die
Bür=
germeiſterwahl in Wien ſtatt. Von den 155
abge=
gebenen Stimmen fielen 126 auf Dr. Weißkirchner, 12 auf
den liberalen und 7 auf den ſozialdemokratiſchen
Kandi=
daten. 10 Stimmzettel waren leer.
Veränderungen im bayeriſchen Kabinett.
* München, 23. Dez. Prinz=Regent Ludwig
hat durch den Kriegsminiſter dem Generaladjutanten und
Chef der Geheimkanzlei General der Artillerie Freiherr
v. Wiedenmann ein Allerhöchſtes Handſchreiben
über=
reichen laſſen, in dem er unter Anerkennung ſeiner Treue
an den Allergnädigſten Herrn, ſeines raſtloſen
Pflicht=
eifers und ſeiner aufopfernden Hingebung ſein Ent=
Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 7.
ſaſungsgeſuch genehmigt, ihm von Herzen für die
mner=
ſchütterliche Anhänglichkeit an das königliche Haus dankt
und als Zeichen ſeiner perſönlichen Dankbarkeit ihm ſein
Porträbild in künſtleriſcher Ausführung widmet Feiner
hat Prinz=Regent Ludwig an das geſamte
Staats=
miniſterium ein Handſchreiben gerichtet,
dem=
zufolge die Geheimkanzlei weiland Sr. königlichen Hoheit
des Prinz=Regenten Luitpold von Bayern aufgehoben
wird und alle militäriſchen Angelegenheiten lünftig dem
vortragenden Abſutanten zu unterbreiten ſind und die
Beſorgung der übrigen Kanzleigeſchäfte ſeinem Kabinett
übertragen werden. Zum Ehef des Kabinetts wurde
Miniſterialdirektor im Staatsminiſterium der Juſtiz
Rit=
ter v. Dandl, der ſogleich Titel und Rang eines
Staats=
rates im außerordentlichen Dienſt erhält, beſtimmt.
Attentat auf den Vizekönig von Indien.
* Delhi, 23. Dez. Während des Einzuges des
Vizekönigs in die neue Hauptſtadt Delhi wurde von
dem Dache eines Hauſes eine Bombe geworfen, die den
Howdah auf dem Elefanten des Vize=Königs traf und
einen Diener tötete. Der Vizekönig wurde an
der Schulter verletzt ins Hoſpital gebracht. Lady
Har=
dinge die Gattin des Vizekönigs blieb unverletzt.
* Delhi, 23. Dez. Der Vizekönig ließ dem
Fi=
nanzminiſter Wilſon mitteilen, daß er nur leicht
ver=
letzt ſei. Als dies der verſammelten Geſellſchaft mitgeteilt
wurde, brachen die Anweſenden in lebhafte,
langanhal=
tende Hochrufe aus.
Schwere Grubenkataſtrophe.
* Tokio, 23. Dez. In dem Kohlenbergwerk Uhari bei
Sappode ereignete ſich eine folgenſchwere
Explo=
ſion. Von 200 Bergleuten wurden nur drei
ge=
rerreI.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 24. Dezember:
Meiſt trüb, vereinzelt Niederſchläge, etwas milder,
weſt=
liche Winde.
ahcſtcht.
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Dienstag, den 24. Dezbr. 1912 geschlossen.
In der Tiefe des Schachtes
Tiefergreifend aus dem Bergmannsleben.
in 3 Akten. — Schlagende Wetter-Explosionen.
Aun ehe in, den oit
Episode aus den sturmbewegten Tagen der
französischen Revolution. — Sehr spannend.
in Flagranti ertappt, Iumor.
Die Wasserschlacht, Humor.
Wir machen besonders darauf aufmerksam,
dass Sonntags u. Feiertags nicht sogen.
abge-
kürzte Programme laufen. Die Direktion.
Aus Bädern und Kurorten.
Aus dem Nordſeebad Büſum (Holſtein) wird
uns geſchrieben: Der Muſikdirektor der Heider Stadt=
und Theaterkapelle iſt wiederum für die einzelnen
Kur=
konzerte, die in der Saiſon 1913 wöchentlich 3 Mal
ſtatt=
finden werden, verpflichtet worden. Die Badeverwaltung
wird den Wünſchen vieler Badegäſte Rechnung tragen
und in der Saiſon 1913 die Veranſtaltung von
Reunions” in vornehmem Stile unter Leitung der
Badeverwaltung in die Hand nehmen.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Fenay Bridge‟ 19. Dez. 12 Uhr 30 Min.
mittags von Port Arthur über Norfolk nach Hamburg.
Kaiſerin Auguſte Viktoria”, von New=York kommend,
20. Dez. 9 Uhr morgens von Eherbourg. — Weſtindien,
Mexiko: „Corcovado” nach Mexiko, 19. Dez. in Havana.
.Grunewaldt 20. Dez, von Preogreſo. „Kronprinzeſin
Ceeilie” nach Havana und Mexiko, 20. Dez. 2 Uhr
nachm. von Santander. „Spreewald”, von Mexiko
kom=
mend, 21. Dez. 5 Uhr morgens in Hamburg. „Venetia”
von Weſtindien kommend, 21 Dez. 6 Uhr morgens auf
der Elbe. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Arabia‟
20. Dez. von Rio Grande do Sul nach Buenos Aires.
Artemiſia” nach der Weſtküſte Amerikas, 19. Dez. von
Teneriffa. „Blücher”, von: dem La Plata kommend,
20. Dez. 9 Uhr morgens von Vigo. „Habsburg”,
aus=
gehend, 19. Dez. 7 Uhr morgens in Rio de Janeiro.
„König Friedrich Auguſt”, von Buenos Aires kommend,
19. Dez. 11 Uhr abends von Montevideo.
ranitenachtihten.
Bella Frank
Heinrich Hartoch
VERLOBTE
Darmstadt
Düsseldorf
Weihnachten 1912
(26269
Ein Junge angekommen!
Louis Hess u. Frau
Elsa, geb. Becht.
Darmstadt, den 23. Dezember 1912.
(26317
Todes=Anzeige.
Geſtern abend 5½ Uhr verſchied ſanft mein
lieber Gatte, unſer treubeſorgter, guter Vater
und Großvater
Georg Schmidt
im 70. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Lina Schmidt, geb. Appfel,
und Kinder.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet am 25. Dezember 1912,
nachmittags 2 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.
(26305
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute verſchied nach langem ſchwerem Leiden
unſer unvergeßlicher lieber Sohn, Bruder und
Schwager
Herr Jakob Nold
Schriftsetzer
im Alter von 29 Jahren.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Wienersſtr. 50, 21. Dez. 1912.
Die Beerdigung findet am 1.
Weihnachtsfeier=
tag, nachmittags 3½ Uhr, vom Portale des
(26255
Friedhofes aus, ſtatt.
Für die Weihnachtsfeiertage!
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Rammeibrau 90
Vorzüglicher Feiertagstrunk.
Versand ab Donnerstag, den 19. Dezember ds. Js.
Bestellungen hierauf nehmen jetzt schon die bekannten Verkaufsstellen.
(25899msm
sowie die Brauerei selbst — Telephon 385 — entgegen.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Heute Nacht erlöſte der Tod meinen lieben
(26296
Mann
Herrn Landgerichtsdirektor
Richard Steohan
von ſeinen ſchweren Leiden.
Darmſtadt, den 22. Dezember 1912.
Hedwig Stephan
geb. Kaibel.
Beſuche und Kranzſpenden dankend abgelehnt.
Die Beerdigung findet in Oſthofen vom
Bahnhof aus am Donnerstag, nachmittags
3 Uhr, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute morgen ½10 Uhr verſchied ſanft
nach langem, ſchwerem Leiden unſere liebe
Tante und Schwägerin
(*14864
Soohie Kunze.
Darmſtadt, 23. Dezember 1912.
Geschwister Kempf,
Frau Gendarm i. P. Kunze Witwe.
Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch, den
25. Dezember, nachmittags 2 Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus.
Todes=Anzeige.
(Anſtatt beſonderer Anzeige.)
Heute Nachmittag gegen 2 Uhr verſchied
ſanft unſere vielgeliebte Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter und Urgroßmutter
Minia Feled
geb. Vulliemin
in ihrem 86. Lebensjahre.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
Emilie Fabrieius, geb. Trenca.
August Fabrieius,
Oberlandes=
gerichtsrat.
Dr. Wilhelm Fabricius,
Vize=
konſul in Kairo.
Ludwig Fabricius, Oberleutnant
zur See, S. M. S. Condor.
Mariette Fabrieius.
Alice Kraus, geb. Fabricius.
Hermann Kraus, Oberleutnant
zur See, S. M. S. Goeben
und eine Urenkelin.
Von Blumenſpenden und Kondolenzbeſuchen
bittet man abſehen zu wollen. (26315
Die Beerdigung findet in der Stille ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Heute nacht gegen 2 Uhr entſchlief
ſanft mein lieber Gatte, unſer treuer
Vater, Schwiegervater, Großvater,
Bru=
der und Schwager
(26283
Herr Rentner
Karr Refer
im 78. Lebensjahre.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Lilly Krämer,
geb. van der Emde.
Darmſtadt, den 22. Dez. 1912.
Dieburgerſtr. 28.
Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch,
den 25. Dezember, nachmittags 2 Uhr,
vom Portale des Friedhofes aus.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute verſchied nach langem, ſchwerem
Leiden mein treuer Gatte, unſer lieber Vater,
Schwiegervater und Großvater
Herr Philipp Klind
Grossh. Steuer-Aufseher i. P.
im 77. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Marie Kling, geb. Manck,
Luiſe Kling,
Amalie Plößer, geb. Kling,
Ludwig Plößer, Kreisſtraßenmeiſter,
Eliſabeth Kling, geb. Senßfelder,
Georg Kling, Lehrer,
und drei Enkelkinder.
Pfungſtadt, Groß=Gerau, Gießen, 22. Dez.
Die Beerdigung findet Dienstag, 24. Dez.,
nach-
mittags 3 Uhr, in Pfungſtadt ſtatt. (26231
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben, unvergeßlichen
Frau
Karoline Weber
geb. Breivogel
ſowie für die überaus zahlreichen Blumenſpenden
meinen innigſten Dank.
(26318
Heinrich Weber.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
Dankſagung.
We.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben, guten Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter
(B26311
Frau Anna wiarla-
sotmannW-
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Familie Hofmann.
Darmſtadt, Villingen, Brensbach i. O.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 11—1 und 2—4 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Tageskalender.
Mittwoch, den 25. Dezember.
Aufführung des Weihnachtsoratoriums Euch
iſt=
heute der Heiland geboren” um 5 Uhr in der
Johannes=
kirche.
Weihnachtsfeiern: Geſangverein „Sängerluſt” um
7 Uhr im „Mathildenhöhſaale. — Darmſtädter Männer=
Geſangverein um 7 Uhr im „Konkordiaſaal” —
Geſang=
verein „Liederkranz” um 8 Uhr im „Perkeo” —
Geſang=
verein „Liederzweig” um 8 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz. — Geſangverein „Teutonia” um 8 Uhr im
„Feierabendſaal”. — Telegraphenarbeiter=Verein im
Reſtaurant „Zur Sonne‟
Donnerstag, den 26. Dezember.
Großh. Hoftheater (außer Abonnement), Anfang
2 Uhr: „Rübezahl, der Geiſt der Berge‟ — Abends
6 Uhr (Ab. A): „Die Meiſterſinger von Nürnherg”.
Weihnachtsfeiern: Turngemeinde Darmſtadt um
8 Uhr im Turnhauſe. — Kaufmänniſche Stenographen=
Geſellſchaft „Gabelsberger” um 7½ Uhr im „
Rummel=
bräu” — Turngeſellſchaft um 7 Uhr im „
Mathildenhöh=
ſaale‟ — Geſangverein „Einigkeit” um 4 Uhr im
„Chauſſeehaus” — Evangel. Arbeiter= und
Handwer=
kerverein um 8 Uhr im „Feierabendſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 4 Uhr. — Rummelbräu um halb 4 Uhr und 8 Uhr.
Britannia=Hotel um halb 8 Uhr.
Verſteigerungslalender.
Freitag, den 27. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung des Wilh. Val.
Neu=
bauer (Große Ochſengaſſe 16) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſeg
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 23. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Ff.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 87,40
77,6)
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,6
3½ do. Conſols . . . 87,60
77,50
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,30
92,30
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,80
86,90
do.
3½
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,90
4 do. do. (unk. 1918) 99,00
86,70
3½ do.
3
75,60
do.
78,00
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 99,20
3½ do. v. 1875 93,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,00
1¾ Griechen v. 1887 53,75
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 87,10
4 do. Goldrente . . . 91,0)
4 do. einheitl. Rente 84,40
3 Portug. unif. Serie I 64,00
3 do. unif. Ser. III 66,10
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 99,10
4 do. v. 1890 . . 94,90
4 do. v. 1905 . . 87,40
4 Ruſſen v. 1880 .
4 do. v. 1902 .
89,00
4½ do. v. 1905 .
99,70
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895 79,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,8)
4 Türk. uniſiz. v. 1903 85,50
87,00
4 Ungar. Goldrente
4 do. Staatsrente. . . 83,90
InBrot.
5 Argentinier
.100,00
4
do.
85,25
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,00
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 92,40
5 Innere Mexikaner . . . 93,20
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 86,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,90
3 Buenos Aires Provinz 68,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 153,80
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,75
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 123,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 109,30
6 Baltimore und Ohio . 103,50
6 Schantungbahn . . . . 126,50
6½ Luxe nb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,70
6 Pennſylvania R. R. . 117,50
Leßzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 64,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 515,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
.245,00
30 Farbwerke Höchſt . . 625,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim .
10 Cement Heidelberg . . 145,00
30 Chem. Werke Albert 425,20
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 327,00
5 Lahmeyer . . . . . . . 118,00
In Prot.
rete
Tipid.
7½Schuchert, Nürnberg 148,30
12 Siemens & Halske .218,75
5 Beramann Electr. . . 119,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 156,10
25 Gummi Peter . . . . 75,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 87,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 566,50
10 Maſchinenf. Badenia 175,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 145,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 232,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 196,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 87,00
3 Südd. Immobilien . 52,60
Bergwerks=Aktien.
12 Aumeß=Friebe . . . . 171,75
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.. . 212½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
. 161,90
10 Gelſenkirchener . . . . 191,05
9 Harpener
. . . 182,25
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 257,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
82,25
6 Laurahütte . . . . . . 161,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 207,60
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
Sühd. Eiſenb.=Geſ. 88,60
½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie 91,80
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 86,00
3 Prag=Duxer . . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,60
4 Oeſterr. Staatsbahn . 91,8.)
do.
76,80
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
4
do.
75,60
B4
In Prot.
2¾/10 Oeſt. Sübb. (Lomb.) 51.60
3 Raab=Oedenburg
75,80
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,30
4 Ruſſ. Südweſt. .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
4 Wladichawchas .
85,60
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 73,00
85,50
do.
2¼/ Livorneſer
69,90
3 Salonique=Monaſtir 62,40
4 Baadadbahn .
81,40
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,40
4 Miſſouri=Paciſic.
70,60
4 Northern=Paciſic . . . 99,40
4 Southern=Paciſic
92,80
5 St. Louis und San
84,00
Francisco. .
5 Tehuantepec . . . . . . 97,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . .
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn.
. 145,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. .163,20
6½ Darmſtädter Bank 119,00
12½ Deutſche Bank . . . 250,75
6 Deutſche Vereinsbank . 120,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,00
10 Diskonto=Kommandit 184,40
8½ Dresdener Vank . . 150,25
9½ Frankf. Hypoth.=B. 209,80
6½ Mitteld. Kreditbank 116,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 119,30
7 Pfälziſche Bank . . . 126,00
5.86 Reichsbank . . . . .131,50
7 Rhein. Kreditbank. . . 132,00
½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,50
7½ Wiener Bankverein .128,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
98,50
In Proz.
3
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 87,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . . . . 98,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
3½
87,25
dy.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
87,30
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 98,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23₰
99,00
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
87,30
S. 3—5
87,10
S. 9—11
.87,20
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
do.
86,70
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,00
3½ do. (unk. 1914) . . 86,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
3½
do.
87,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . .
97,10
do.
89,00
4 Frankfurt.
98,00
3½
do.
95,00
4 Gießen .
. 96,80
3½ do.
4 Heidelberg
. 97,00
do.
87,20
Karlsruhe
do.
88,30
4 Magdeburg.
do.
Mainz
½ do.
88,10
4 Mannheim
97,50
do.
87,20
4 München:
98,30
3½ Nauheim
4 Nürnberg:
99,20
3½ do.
86,70
Offenbach
3
Zupraz.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
98,50
3½ do.
94,60
4 Worms .
97,00
3½ do.
87,00
4 Liſſaboner v. 1888 . 78,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 —
3½ Cöln=Mindner , 100 135,40
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100 71,80
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 134,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 172,00
3 Oldenburger . . . . . . 129,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 230,00
Freiburger .
. Fs. 15
Fs. 45 —
Mailänder .
do.
Fs. 10 33,50
Meininger . . . . . fl. 7 33,20
Oiſterreicher v. 1864 fl. 100 539,00
do. v. 1858fl. 100 450,50
Ungar. Staats . . fl. 100 386,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 153,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke .
16,20
Amerikaniſche Noten . .
Engliſche Noten . . . . . 20,42
Franzöſiſche Noten. . . . 81,15
Holländiſche Noten. . . . 169,00
Italieniſche Noten . . . . 79,95
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,50
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Nummer 303.
Vereinigte Gesellschaft.
Freitag, den 27. Dezember, abends 8 Uhr,
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 9.
Karten zu dem gemeinſchaftlichen Abendeſſen zum Preiſe von
2 Mk. werden bis zum 27. ds. Mts., mittags 1 Uhr, durch den
Ge=
ſellſchaftswirt ausgegeben. Für Teilnehmer ohne Karten erhöht ſich
der Preis auf 2.5) Mk. Im Intereſſe geordneten Servierens wird
gebeten, die Löſung von Tiſhkarten nicht zu verſäumen.
(26277
Kaufm. Stenograpben-Geselschaft Gabelsberger Darmstadt
Abteilung Geselligkeit.
Donnerstag, den 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag)
pünktlich abends 7½ Uhr
im Festsaal des „Rummelbräu‟, Allee 61
Weinnachfsteler
mit anschließendem
TANZ.
Für die Veranstaltung haben wir ein gewähltes Programm
zusammengestellt und laden wir unsere Mitglieder, sowie
Freunde und Gönner unserer Gesellschaft freundlichst ein.
Besondere Einladungen ergehen nicht.
(26069si
TurngeſellſchaftDarmſtac
Gegr. 1875. Juriſtiſche Perſon.
Donnerstag, den 26. Dezember 1912,
(2. Feiertag) abends 7 Uhr
im grossen Festsaale
unseres Turnhauses
Dieburgerſtraße 26,
Weinnächtereler Mt Tanz.
26152si)
Hierzu ladet höflichſt ein
Der Vorstand.
Geſangverein „Liederkranz‟ Darmſtad
Leitung; Herr Hofmuſiler M. Stetefeld.
Mittwoch, den 25. Dezember 1912 (I. Feiertag)
abends 8 Uhr:
Weihnachtsfeler
mit Theater
im Saale des „Perkeo” Aleranderſtr. 12.
Hierzu ladet freundlichſt ein
Der Vorstand.
26267)
Darmstadt
Gesang-Verein Einigkeit sessungen
gegr. 1892 Dirigent Otto Schrader
gegr. 1892
Donnerstag, den 26. Dezember 1912 (2. Feiertag),
nachmittags 4 Uhr, im Saale des Chausseehauses
Heidelbergerstrasse
Weihnachtsfeier mit Theater
und darauffolgendem Tanz.
B26286)
Der Vorstand.
Beſtiſcher Lechtverein Waiſenſchatz
Zweigverein Darmſtadt.
Mittwoch, den 1. Januar 1913 (Neujahrstag)
abends 7 Uhr
in sämtlichen Räumen des städtischen Saalbaus
Weihnachts=Feier
beſtehend in
Musik- und Gesangsvorträgen, Theater, Tombola, Tanz.
Eintritt für Mitalieder 20 Pfg., jede Perſon. Söhne über
18 Jahre werden als Fremde betrachtet. Kinder frei.
Eintritt für Nichtmitglieder Herren 1 Mk., Damen 50 Pfg.
Mitgliedskarten bittet man an der Kaſſe vorzuzeigen.
(26233io
Zu recht zahlreichem Beſuch ladet höflichſt ein
Der Vorstand.
NB. Etwaige Geschenke zur Verlosung werden bei den
Herren Gg. Burggraf, Kaſinoſtraße 28, Karl Köppler, Kaſino
ſtraße 28, Fr. Hohmeier, Eliſabethenſtraße 3, und Konrad Koch,
Markt 3, gerne in Empfang genommen.
Evang. Arbeiter= u. Handwerker=Verein
Am 2. Weihnachtsfeiertag, abends 8 Uhr,
im „Feierabend”, Stiftsſtraße 51:
8230
Weihnachtsfeie
n
beſtehend in Geſangsvorträgen, Anſprache, muſikal.
Dar=
bietungen, Theater ꝛc. Eintritt für Nichtmitglieder 30 Pfg.
Zu zahlreichem Beſuch ladet freundl. ein Der Vorstand.
im goldenen Faß
verbunden mit KONZERT
und Christbaumverlosung
am 1. Weihnachtsfeiertag
wozu freundlichſt einladet
14853)H. Bott.
Empfehle meine
Kalleestuve
per Taſſe prima Kaffee
15 Pfennig.
Ed. Türtmann
Grafenſtraße 19. (24167a
u.
Spezialität:
69
Baum-
Felix Hecker
Soderstrasse 2. Am Kapellplatz.
Telephon 122. (24188a
kuchen
Derjenige
welcher am Sonntag abend im
afé „Metropol” meinen Stock
mitgenommen hat, wird
auf=
gefordert, denſelben beim Wirt
ab=
zugeben, andernfalls Anzeige
er=
foigt da der Betreffende erkannt iſt.
Eltern hegen den Wunſch, ihren
Sohn alsbald glücklich verheiratet
zu ſehen. 30 Jahre, kerngeſund,
kleinere Statur, kräftig gebaut,
dunkelblond, evang., muſik= und
ſprack en undig, weltgereiſt,
durch=
aus ſolider, einfacher Kaufmann,
vermögend, mit gut. ſicherem
Ein=
kommen. Teilhaber (evt. alleiniger
Inhaber) eines bekannten
Export=
geſchäfts mit ſehr wertvollen, groß.
zukunftsreichen Liegenſchaften in
einer mittelrhein. ſchönen
Bade=
ſtadt. Eltern oder Vormünder
entſprechend paſſend. gut bürgerl.
einfach, ſolid und praktiſch
er=
zogener vermögender Damen mit
größerer baren Mitgift, wollen
vertrauensvollſt direkt adreſſieren
unter „Fröhliche Weihnachten”
P 97 an die Exped. des „
Darm=
tädter Tagblatt‟ Darmſtadt.
Abſolute Diskretion. Briefe ꝛc.
event. zurück.
(*14836
Heirat!
ganz diskret und ſtreng reell, nur
durch Réunion internationale
Ernst Gärtner, Dresden=A.,
Schulgutſtr. 2, I. Feinſte Verb. u.
Erfolge. Gegr. 1887. Proſp. verſchl.
geg. 30 Pfa. Mark. all. Länd.
Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau
in=
formiert ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII17968
Welt-Auskunftei,, Globus‟
Berlin W. 35.
Reelles Gesuch.
Witwer, ev., Privatier, geſund,
hoch 40er, des Alleinſein müde, ſucht
auf dieſ. Wege m. nur beſſ. vermög.
Dame Briefwechſel zwecks
Verehe=
ichung. Annäherung d. Verw. erw.
Strengſte Verſchwiegenheit verl.
u. zugeſichert. Off. mit Angabe d.
Verhältniſſe unt. R 4 Exp. (*14855
Ein Profeſſor, Dr.,
Gutsbe=
ſitzersſohn, 30 Jahre, kath.,
200 000 Mk. Verm., w. Dame zw.
Heirat kennen zu lernen. Anonym
zweckl. Off. u. P 93 Exp. (*14832
Reelles Helratsgesuch.
Ein Baron, Anf. 30. J., evang.
Gutsbeſ. aus hochadel. Fam., groß,
ſtattl., hellbl., w. Dame, zw. Heir.
k. z. lern. Anonym zwecklos. Off.
u. P 90 an die Exped. (*1484
EEin Bautechniker, anf. 30. Jahre,
evang., 3600 Mk. Geh. ſteigt b.
6000 Mk., penſionsber., w. zwecks
Heirat m. Dame bek. zu w. Anonym
zweckl. Off. u. P 91 Exp. (*14830
Ein Dr. pr. Arzt Spezialarzt m.
gut. Praxis in Großſtadt, Anf.
30. J., evang., wünſcht mit Dame
zwecks Heirat bek. zu werden. Off.
unt. P 92 an die Exp. (*14831
Damen
finden ſtreng diskrete liebevolle
Aufnahme bei deutſcher Hebamme
. D.; kein Heimbericht, kein
Vor=
mund erforderlich, was überall un=
(VII26023
umgänglich iſt.
Witwe L. Baer, Nancy
(rankreich), Rue Paſteur 36.
Unsere
Weihnachts-Feier
findet am 1. Felertag, abends 7 Uhr, im
Konkordia-Saale
33 Waldstrasse 33
statt, wozu wir unsere Mitglieder sowie Freunde des Vereins
freundlichst einladen
Der Vorstand.
26100soi)
Eintritt frei
Eintritt frei
gesungveren yeiederzweis
Protektorin: Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin.
58. Vereinsjahr. Dirigent: Herr Kammermuſiker Brückmann.
Am erſten Weihnachtsfeiertag, abends 8 Uhr:
Wemachts Teier Inr Meater
im Feſtſaale der Turngemeinde (Woogsplatz).
Zu dieſer Feier laden wir unſere verehrlichen Mitglieder, ſowie
werte Freunde und Gönner des Vereins ergebenſt ein.
Der Vorstand.
Am 3. Feiertag: Herrenſpaziergang nach Gundernhauſen,
Groß=Zimmern, Dieburg. Abmarſch: 8½ Uhr. Zuſammenkunft:
Ecke Dieburger= und Taunusſtraße.
(26239
Geſangverein „Frohſinn‟ Darmſtadt
Preisgekrönt.
Dirigent: G. Gims.
(28. Vereinsjahr.)
Sonntag, den 29. Dezember I. J., abends 8 Uhr,
im „Schützenhof” dahier
Weihachtsteler.
beſtehend in Konzert, Geſang, Theater u. Tanz.
Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins ſind hierzu
freundlichſt eingeladen.
Der Vorſtand.
Sebungverem Preutond Darmstauf
Dir. H. Becker.
(*14824
Mittwoch, den 25. Dezember (I. Feiertag),
abends 8 Uhr, im Feierabendſaal, Stiftſtr. 51:
Weinkachsteier
Hierzu ladet höfl. ein
Der Vorſtand.
Nachfeier am 1. Januar in Ober=Ramſtadt bei Ph. Fischer=
Telegraphen=Arbeiter=Verein Darmſtadt
begeht Mittwoch, den 25. Dezember (1. Feiertag)
im Vereinslokal „zur Sonne”, Luiſenſtraße 6, ſeine
Wenkauhsteler
mit Verlosung.
Um zahlreichen Beſuch der Mitglieder und deren Angehörigen bittet
Der Vorstand.
(*14844)
Darmstädter Oberhessen-Verein.
Weihnachtsfeier
am 28. Dezember im Saale der Brauerei „Zum Schützenhof”
Landsleute, Freunde und Gönner des Vereins ſind höflichſt
eingeladen. Schönes Programm mit Theaterſtück iſt vorbereitet.
Eintritt frei. Anfang ½9 Uhr
(26237
Der Vorstand.
Rirchengeſangverein der Johannesgemeinde.
Am 1. Weihnachtsfeiertage, abends 5 Uhr,
in der Johanneskirche:
Aufführung des volkstümlichen Weihnachtsoratoriums
„Euch iſt heute der Heiland geboren”
von E. Degen.
Die am Eingange zu 20 Pfg. verkäuflichen Texte berechtigen
zum freien Eintritt.
(26285
Bürger-Keller
Täglich Konzert
Salon-Damen-Orchester
Stets freier Eintritt. 26154a
DARM-
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303.
Gabelsbergerstenographenverein Darmstadt
Gegr. 1861 Schirmherr: Se. Kgl. Hoh. der Großherzog Gegr. 1861
Damen-Stenographenverein, Gabelsberger‟
Gegr. 1898
OOOn
Gegr. 1898
Weitäunsteler
am Sonntag, den 29. Dezember 1912, abends 6½ Uhr, im
„Kaisersaal‟, unt. güt. Mitwirkung des Orchesterklubs Darmstadt.
für Mitglieder frei für Angehörige der Mitglieder Karten
EInIIII zu 30 Pfg. (für 3 Personen gültig), nur im Verkehrsbüro
Für Fremde à Person 40 Pfg., nur an der Abendkasse. (26229if
Restaurant Rammelbrau
Donnerstag, den 26. Dezember, nachmittags 3½ Uhr
und Freitag, den 27. Dezember, abends 8 Uhr
2. und 3. Feiertag
Fesr Ronzerte
Streichmusik
Kapelle des Grossherz. Hess. Artill.-Regts. Nr. 61,
Leitung Obermusikmeister Weber.
Im Programm: II. Feiertag: Calif von Bagdad, Freischütz,
Bettelstudent, In der Christnacht (Horn-Solo Herr Block), Am
heiligen Abend, Tonbild u. s. w.
(26292
III. Feiertag: Lohengrin, Carmen, Zigeunerbaron, Violin-Solo Herr
Reuter, Zum Schluss auf vielseitigen Wunsch „Fröhliche
Weih-
nachten” Tongemälde v. E. Ködel (mit Benutzung von Kinder-
Eintrittspreis 25 Pfg.
instrumenten).
britannia-Hotel.
Am 2. Weihnachts-Feiertag
Großes Künſtler=Konzert
Anfang 7½ Uhr.
(26306
Ladwigscohe.
Donnerstag, den 26., und Freitag, den 27. Dezember,
am 2. und 3. Weihnachtsfeiertag:
Pestonzerte
ausgeführt vom Musikkorps des Gr. Leibgarderegiments.
Dirigent: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Aus den Vortragsordnungen.
a) 2. Feiertag. Auber: Ouvertüre z. „Feenſee‟. Wolff-Ferrari:
Intermezzo aus „Schmuck der Madonna” Schreiner: Von
Gluck bis Wagner. Bach: Meditation über das I. Präludium.
Ködel: „Fröhliche Weihnachten” Feſtfantaſie.
b. 3. Feiertag. Mozart: Ouvertüre z. „Figaros Hochzeit”.
Goldmark: Fragmente aus *Das Heimchen am Herd”. Kienzl:
Vorſpiel zum 2. Akt d. „Kuhreigen”. B. Ködel: „Fröhliche
Weihnachten” Feſtfantaſie.
(B26295
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
NB. Für Nichtkonzertbeſucher ſind die oberen Räume bereitgehalten.
Hur Hach Arlengen.
Gasthaus zum Löwen
2. Feiertag
(*14860
Grosses Tandvergnugen.
Von großen Sendungen
heute eintreffend empfehle:
Lebende
Schuppen-
Karpfen
reinschmeckend50 Pfg.
2—4 pfündig per Pfund
für norddeutsche Zubereitung,
auch Fisch-Lebkuchen,
Schwarz- und Weissbier
vorrätig.
von
Silber
1.20
Saim
Austern
holländische
u. englische
Natives
Ik. an, p. Pfund
Mk.an, p. Dtzd.
per Hundert
See-
Muschein 30 Pfg.
Lebende Bresem
in allen Größen
Alles weitere in nur
erst-
klassigen Qualitäten
billigst (26312
Nösinger
nur untere
Sehsarionene Artrantionen.
V. A.:
Zwergstadt
Eintritt
0 Pf.
nit ihren 50
ilipntanern
(26108H)
Samstags,
Sonntags
und an
Festtagen
50 Pf.
(nächst der Saalbaustr.)
367 Telephon 367.
Grössere Partie
Diplomat-
Schreibtische
freist., eichen, gewichst, m.
3 englischen Zügen, nebst
Schreibsessel
zusammen Mk. 94.−
dazu passend
eleg. Bücherschrank
Mk. 106.−
abzugeben bei (24313a
Georg Schmitt
Schlossgraben 13 a.
Gültig bis Weihnachten.
Weihnachts- und
Neujahrskarten
*14835) von 1 Pfg. an
f.
habe ich nicht, aber von 3 an
RiesigeAuswahl.
Erste Darmstädter Postkartenzentrale
Karl Beutke
Rheinstr. 2.
Rheinstr. 2.
Aeußerstvorteilhaft.
Fast neues 25990a
Flanino
Mk. 450.−
A. W. Zimmermann
Rheinstrasse 14.
EAEC
NGRAFENSTRN2ECKE RHEINSTR
wünscht seinen werten Besuchern ein
Fröhliches Weihnachts-Fest!
In unserem
Festtags-Programm
bringen wir ausser anderem den ganz hervorragenden
Schlager
Schauspiel in 3 Akten. Hauptdarstellerin Pina
Fabrie, die grosse italienische Tragödin in
bewun-
dernswertem Spiel.
Der Hornist der 3. Batterie
tiefergreifendes amerikanisches Drama
Schloss Chambord
eine Erinnerung manches alten Veteranen aus
den Jahren 1870/71.
Brüderchens Heldentat
zeigt die Tragödie eines Kindes während der
Ge-
fahr seines Schwesterchens.
Einlagen aller Art.
Voranzeige!
Ab Samstag, den 28. bis 31. Dezember
bringen wir die in allen Grosstädten mit wahrer
Bewunderung aufgenommene Tragödie aus dem
bayrischen Gebirge
Die Whakatz
mit der gefeierten Tragödin
Ein neuer Stern!
Ein neuer Stern!
Eiser Robdschka
in Darstellung gleichwertig Asta Nielsen, die zu
den Glanzrollen der jungen Künstlerin zählt, deren
Erfolg sich von Film zu Film steigert. *14845
Spanische Weine.
Für die Feiertage und sonstigen Bedarf empfehlen wir
unsere selbstgebauten Rot- und Weiss-Weine von 70 Pf. an
per Liter, bei Abnahme von 10 Liter Preisermässigung und frei
ins Haus gelieſert.
(24644a
Spezialität: Hochfeine Dessertweine.
Malaga, Muskatel, Portwein, Lacrimae Christi, Malvasier,
Garnacha, Vermouth, Sherry, Madeira, Samos.
Bitte, verlangen Sie Preisliste.
Prompte Bedienung.
J. Foix & Söhne, Inh.: Juan Prim
Darmstadt, Mathildenplatz 8 u. Nieder-Ramstädterstr. 45.
e Telephon 47
„Darmstädter Hof” oberramstadt.
Empfehle meine schönen separaten Säle den w.
Gesellschaften und Vereinen für Tanzausflüge, Katerbummel
usw. aufs Angelegenste und ersuche höflichst, bestimmte Tage
im Voraus belegen zu wollen. Klaviere und schöner
Wiener Flügel vorhanden.
Diner für die Feiertage sowie in den Wintermonaten bitte
im Voraus bestellen zu wollen. (Telephon wird vergütet).
Hochachtend
26305a)
Carl Behrens-Hufnagel.
Am 2. Weihnachtstage Tanzkränzchen.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§3 145.
Dienstag, 24. Dezember.
1912.
Bekanntmachung.
An Stelle des auf Samstag, den 21. d. Mts., anberaumten und ausgefallenen
Termins zur landespolizeilichen Abnahme der Erweiterung des Bahnhofs Kranichſtein
wird neuer Termin auf
Samstag, den 11. Januar 1913, vormittags 9.27 Uhr
beſtimmt. (Treffpunkt am Empfangsgebäude des Bahnhofs Kranichſtein.)
Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß etwaige
Einwendungen hinſichtlich der planmäßigen Ausführung des Projekts im Termin
vorzubringen ſind.
Darmſtadt den 21. Dezember 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(26281
Bekanntmachung.
Georg Benz XIV. in Arheilgen iſt zum Vertrauensmann der land= und
forſt=
wirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für den 7. Bezirk an Stelle des Beigeordneten
Benz in Arheilgen ernannt worden.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(26282
Bekanntmachung.
* Wir machen darauf aufmerkſam, daß nach der Verordnung vom 21. September
1905 (Reg.=Bl. 1905 S. 251) die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von welchen
ein Mißbrauch derſelben zu befürchten iſt, insbeſondere an Perſonen unter
16 Jahren, verboten iſt. Zu dieſen Sprengſtoffen ſind u. a. zu rechnen: Pulper,
Kartuſchen, Petarden, Feuerwerkskörper (Kanonenſchläge, Fröſche, Schwärmer
u. dergl), ſprengkräftige Zündungen (Sprengkapſeln, Zündplättchen).
Wer ſolche Sprengſtoffe feilhalten will, hat hiervon der Ortspolizeibehörde
Anzeige zu machen.
Wer mit Pulver (Sprengſalpeter, brennbarem Salpeter), Feuerwerkskörpern
und Zündplättchen Handel treibt, darf
1. im Kaufladen nicht mehr als 2½ Kilogramm,
2. im Hauſe außerdem nicht mehr als 10 Kilogramm verrätig halten.
mit keinem Schornſteinrohre in Verbindung ſlehenden abgeſonderien Raume erfolgen,
welcher beſtändig unter Verſchluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird.
Die Behälter, in denen dieſe Stoffe aufbewahrt werden, müſſen von geeigneter, in §6
Abſ. 1 und 3 der oben vermerkten Verordnung näher bezeichneten Beſchaffenheit und
mit ſtets feſtgeſchloſſenem Deckel verſehen ſein.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften ſind nach § 36 oben erwähnter
Verordnung mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haftſtrafe bedroht.
II. An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt das Abbrennen von
Feuerwerkskörpern verboten.
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziff. 8 des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit
Geldſtrafe bis 150 Mark oder mit Haft bis zu 6 Wochen beſtraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut Kinder unter
12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen anvertraut ſind, es an
der erforderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen und dieſe Perſonen während der
Zeit, wo ſie ohne ſolche Aufſicht waren, eine derartige Uebertretung begangen haben,
ſo werden nach Art. 44 des Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes die zur Beaufſichtigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Falle polizeilich verwarnt, im Wiederholungs
fall bis zu einem Dritteil der auf die Uebertretung ſelbſt geſetzten Strafe belegt.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
(26240is
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Ortspolizeibehörden der Landgemeinden und die Gendarmerie
des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie, den Befolg obiger Vorſchriften, ſowie überhaupt diejenigen
der Verordnung vom 21. September 1905 (Reg.=Bl. von 1905 S. 251) (vergl. auch die
Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 5. Auguſt 1904 im Reg.=Bl.
Nr. 62) zu überwachen.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Die dem Mechaniker Heinrich Schäfer in Darmſtadt am 9. Mai 1911 auf
Widerruf erteilte Erlaubnis zur Ausbildung von Führern für Kraftwagen iſt
zurück=
genommen worden.
(26238
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Kriegshund. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
um 10 Uhr, ſtatt.
(26254
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Mittwoch, den 25. Dez.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr., und Apotheke
am Zuſtizpalaſt, Bismarckſtraße. — Am Donnerstag den 26. Dez.,
haben die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=
Apotheke, Rheinſtraße und Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Vile
übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Angeſtelltenverſicherung.
Die nach dem am 1. Januar 1913 in Kraft tretenden
Verſiche=
rungsgeſetz für Angeſtellte verſicherungspflichtigen Perſonen, die ſich
ihre Verſicherungskarten noch nicht haben ausſtellen laſſen, werden
aufgefordert, dies ſpäteſtens bis zum Ende dieſes Jahres nachzuholen.
Wer die Ausſtellung der Karte nicht bis zu dieſem Zeitpunkt bei der
Ausgabeſtelle beantragt hat, kann in eine Geldſtrafe bis zu 10 Mk.
genommen werden. Ausgabeſtellen ſind
a) für Verſicherte, die nach dem vierten Buch der
Reichsverſiche=
rungsordnung verſichert ſind, diejenigen Stellen, die für die
Ausſtellung der Quittungskarten zuſtändig ſind (
Gemeinde=
krankenverſicherung, Orts=, Betriebs= und Innungskrankenkaſſen),
b) für alle übrigen Verſicherten die Großh. Bürgermeiſterei (
Wald=
ſtraße 6, Zimmer Nr. 1).
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
(26278ifo
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Zuchtviehmärkte in Darmſtadt.
Der nächſte Zuchtviehmarkt findet am 31. ds. Mts. ſtatt.
Gleichzeitig werden die im Jahre 1913 abzuhaltenden Zuchtviehmärkte
zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
1., 15. und 29. Juli,
14. und 28. Januar,
19. Auguſt,
11. „ 25. Februar,
2., 16. „ 30. September,
11. „ 25. März,
„ 28. Oktober,
14.
8. April,
11. „ 25. November,
„ 20. Mai,
„ 23. Dezember.
17. Juni,
Jeder Markt beginnt morgens 8 Uhr. Für das auf dem
Markt feilgebotene oder eingeſtellte Vieh wird bei deſſen Eintrieb
(26264is
folgendes Standgeld erhoben:
für Pferde, Ochſen, Bullen, Kühe und Rinder je 30 Pf.
„ Kälber, Schafe und Hämmel
. „ 10 „
Darmſtadt, den 20. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Die ſtädtiſchen Fleiſchverkaufsſtellen
im Schlachthof (Markthalle) und Kiesſtraße 21 ſind wieder eröffnet.
Es gelangt zum Verkauf beſtes holländiſches Rindfleiſch, alle
Stücke
zu 82 Pfg. das Pfung.
Weitere Verkaufsſtellen befinden ſich bei Herrn Karl Bauer,
Lauteſchlägerſtr. 13 und Beſſungerſtraße 92. Hier gelten die gleichen Preiſe.
Zungen, Nieren, Leber, Hirn und Fett werden zu beſonderen
(25470a
Preiſen verkauft.
Der Oberbürgermeiſter.
Pflaſterſteine u. Randſteine.
Die Lieferung von 2200 cbm
Normalpflaſterſteinen aus Baſalt
oder Melaphir, 7200 am Baſalt=
Kleinpflaſterſteinen, 4000 Ifd. m
Fußſteigrandſteinen aus
Baſalt=
lava ſoll verdungen werden.
Die Lieferungs=Bedingungen
liegen bei dem Tiefbauamte,
Hü=
gelſtraße 31, zur Einſicht offen.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 9. Januar 1913,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(26205oi
Darmſtadt, 20. Dezember 1912.
Tiefbauamt.
Keller.
Sibliſe Zhariaſt.
Freitag, den 27. und Montag, den
30. Dezember 1912
ſind die Kaſſen auch nachmittags von 3— 5 Uhr geöffnet.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1912.
Netz,
Direktor der ſtädtiſchen Sparkaſſe. (26189ol
Städtiſcher Fleiſchverkauf
Kiesſtraße 21 — Beſſungerſtraße 92
Schlachthof
Lauteſchlägerſtraße 13
Vom 21. I. Mts. ab bis auf weiteres (26126soi
Ochſenſteiſch, alle Stücke zu82₰
Bekanntmachung.
Das Städiſche Hallenſchwimmbad bleibt an den
beiden Weihnachtstagen und am Neujahrstag
(26299
geſchloſſen.
Die Badeverwaltung: Klein.
Die Erweſterung der in der
2 Stadtkaſſe vorgeſehenen
Zen=
tralheizungsanlage ſoll vergeben
werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Die Angebotsſcheine werden an
auswärtige Firmen nicht
abge=
geben.
Angebote ſind bis
Freitag, den 3. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
(26099si
einzureichen.
Darmſtadt, 19. Dezember 1912.
Stadtbauamt.
Buzbaum.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Kaufmanns
Wilhelm Sieberling in
Darm=
ſtadt iſt zur Abnahme der
Schluß=
rechnung des Verwalters der
Schlußtermin auf
(26266
Donnerstag, 2. Januar 1913,
vormittags 10½ Uhr
vor dem Großherzoglichen
Amts=
gerichte I hierſelbſt Neues
Ge=
richtsgebäude am Mathildenplatz,
Zimmer Nr. 219, beſtimmt.
Darmſtadt. 17 Dezember 1912.
Der Gerichtsſchreiber
des Großherzogl. Amtsgerichts I.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Frau
Magda=
lene Schmidt, geb. Matheis,
Inhaberin des Schuhwarenhauſes
Schillerplatz 5, und des
Schuh=
hauſes Alligator, Ludwiasplatz 3,
in Darmſtadt iſt zur Abnahme
der Schlußrechnung des
Verwal=
ters, ſowie zur Anhörung der
Gläubiger über die Erſtattung der
Auslagen und die Gewährung
einer Vergütung an die Mitglieder
des Gläubigerausſchuſſes der
(26265
Schlußtermin auf
Donnerstag, 9. Januar 1913,
vormittags 11 Uhr,
vor dem Großherzoglichen
Amts=
gerichte I hierſelbſt Neues
Ge=
richtsgebäude am Mathildenplatz,
Zimmer Nr. 219, beſtimmt.
Darmſtadt 17 Dezember 1912.
Der Gerichtsſchreiber
des Großherzogl. Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Fünf Hebregiſter über nachträglich ausgeſchlagene iſraelitiſche
Gemeindeſteuer pro 1912 liegen vom 24. ds. Mts. ab acht Tage
lang zur Einſicht der Intereſſenten bei dem Gemeinderechner, Herrn
Karl Flehinger, Alexanderſtraße 4, während der Dienſtſtunden von
8—12 Uhr vormittags offen.
Beſchwerden gegen die in den Hebregiſtern enthaltenen Anſätze
ſind binnen der erſten 4 Wochen nach Ablauf der Ofſenlegungsfriſt
entweder ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreisamt
Darmſtadt vorzubringen. Später vorgebrachte Beſchwerden können
keine Berückſichtigung finden.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
(26276
Der Vorſtand der iſra litiſchen Religionsgemeinde.
Für. die Unterhaltung der Kreisſtraßen ſoll die Anlieſerung von
Sand und Kies auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbs
vergeben werden, und zwar:
a) Die Anlieferung von 460 cbm gewöhnlichen bündigen
Sand zum Einwalzen neuer Decklagen auf den
Kreis=
ſtraßenſtrecken Wixhauſen-Gräfenhauſen und Darmſtadt-
Roßdorf.
b) Die Anlieferung von 890 cbm Kies zum Bekieſen von
Fußpfäden der Kreisſtraßen.
(26236
Die Bedingungen liegen in den Geſchäftsräumen des
Unter=
zeichneten (Neckarſtraße 3) an den Vormittagen offen, woſelbſt
ſchrift=
liche Angebote bis ſpäteſtens
Montag, den 6. Januar 1913, vormittags 10 Uhr,
entgegen genommen werden.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
Der Großherzog iche Kreisbauinſpektor.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912
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Gretchens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nachdruck verboten.)
15)
Margareta war faſt verwirrt von der ſo überaus
großen Liebenswürdigkeit der ihr doch ganz fremden
Dame, und ſie hätte ſich dieſelbe gar nicht erklären
kön=
nen, wenn ihr nicht Aſtas Worte von vorhin in den Sinn
gekommen wären.
Und Lionel Catlin ſaß neben ihr und ließ keinen
Blick von dem Mädchen, das ihn förmlich bezaubert hatte.
Seine dunklen Augen leuchteten faſt fieberhaft, und auf
ſeinen Wangen brannten zwei rote Flecke, was ſeine
Mutter mit heimlicher Beſorgnis ſah. Sie war die
Schweſter des Bankiers Scholz und befand ſich mit ihrem
Sohn auf der Durchreiſe in Z. Am übernächſten Tage
ſchon ging es weiter nach San Remo, damit die milde
Luft des Südens dem Leidenden volle Heilung ſeiner
durch eine ſchwere Influenza angegriffenen Lungen
brächte. Linoel war ihr einziges Kind, das ſie
wahr=
haft abgöttiſch liebte, und ſie war in größter Sorge um
ihn.
Und heute abend hatte ihn ſein Schickſal ereilt
Margareta von Löwen gefiel ihm wie nie ein Mädchen
zuvor, und mit dem Eigenſinn verwöhnter Kranker
be=
ſtand er darauf, ihre Bekanntſchaft zu machen, was ihm
auch geglückt war. Die Angebetete plauderte in ihrer
ſüßen, anmutsvollen Weiſe mit ſeiner Mutter und ihm,
und immer dringender wurde der Wunſch in ihm, ſie
ſein Weib zu nennen.
Da ſah Gretchen die Stiefmutter am Arme Eonſt
Brands vorübergehen. Claudia hatte es in der Tat
ver=
ſtanden, ſich endlich einige Minuten des Alleinſeins mit
ihm zu ſichern. Sie atmete auf, als ſie ihr Ziel erreicht.
Schweigſam ſchritt er neben ihr her; was wollte ſie von
ihm? Er merkte, wie ſie nach einer Einleitung ſuchte,
aber mit keinem Wort kam er ihr entgegen.
Endlich ſagte ſie, ſich auf einem Stuhl niederlaſſend,
— in Wahrheit, ich habe keine Luſt, zu tanzen —
Er ſtand vor ihr, blickte ſie verwundert an und
ent=
gegnete: Wozu dann aber, gnädige Frau, erſt die
Auf=
forderung?
Um endlich der Komödie auf den Grund zu kommen,
ſtieß ſie hervor.
Ihr Platz war ſicher vor Lauſcherohren; ſie ſaß
un=
beobachtet da, und Vorübergehende mochten denken, daß
man da über gleichgültige Dinge Unterhaltung pflog.
Welcher Komödie? fragte er kühl, ich verſtehe Sie
nicht.
Die Du mit mir ſpielſt — Du biſt grauſam, Ernſt,
Du marterſt mich — oder haſt Du ganz vergeſſen, wie
ſehr Du mich geliebt?
Abwehrend hob er die Hand.
Ah, ſoll es da hinaus? — Das weiß ich allerdings
nicht mehr. Die Vergangenheit iſt tot. — Unbewegt, faſt
ſteinern war ſein Geſicht, als er das ſagte.
Weich und ſchmachtend ſah ſie ihn da an mit ihren
verführeriſchen Odaliskenaugen. Wirklich, Ernſt — das
kann doch nicht Wahrheit ſein? fragte ſie leiſe — ſo heiße
Liebe —
Es iſt mein Ernſt, ſagte er kalt, und ich bitte Sie, die
Vergangenheit ruhen zu laſſen! — Niemals werde ich
ſa=
gen, daß ich Sie einſt gekannt, als Sie der Bühne von
A. angehörten, dafür fordere ich, daß Sie mich weder
durch Worte noch durch Blicke mehr an jene Zeit
er=
innern.
Ein unerſchütterlicher Ernſt und Wille lag auf ſeinen
edlen Zügen; aber noch einmal verſuchte Claudia ihn
umzuſtimmen.
Biſt Du ſo erzürnt auf mich noch immer, daß ich ſo
ganz aus Deinem Leben ausgelöſcht ſein ſoll? Wenn
Du Dir doch jetzt wenigſtens erklären ließeſt, wie alles
gekommen iſt! — Sieh, ich dachte, als ich Dich jetzt
wieder=
ſah, daß
Bitte, nicht weiter! Ich möchte lieber nicht wiſſen,
welche abenteuerlichen Gedanken in Ihnen bei meinem
zufälligen Engagement hier wach wurden! Sie
be=
gegneten mir als Frau Major von Löwen, für die es
doch beſſer iſt, nicht an vergangene Zeiten erinnert zu
werden! Ich denke, gnädige Frau, daß Sie jetzt wiſſen,
woran wir ſind — auch bei zukünftigen Begegnungen.
Feſt und beſtimmt hatte er geſprochen, daß es bez
ſeinen kalten Worten wie ein ſcharfes Meſſer durch ihre
Seele ging.
Ja, der Mann da war vollſtändig fertig mit ihr —
für alle Zeiten — ein Stein hätte wohl mehr Erbarmen
gehabt! Ihre Reize hatten keinen Einfluß mehr auf ihn
und waren doch früher ſo groß geweſen, daß er
liebe=
trunken zu ihren Füßen gelegen, keinen anderen Gedanken
als ſie
Seite 14,
Darmſtädter Tagbkatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303.
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tochter trug Schuld daran, daß er ſo hart und
erbar=
mungslos ſprach. Aber wollte er von ihr nichts mehr
wiſſen, dann ſollte er auch nimmer die andere haben,
nach der ſein Sinnen ſtand — die beiden ſollten nicht
glücklich miteinander werden, dafür wollte ſie ſchon
ſor=
gen — und dies Rachegefühl gab ihr eine gewiſſe
Be=
friedigung.
O wie ſie das blonde Geſchöpf mit den
Madonnen=
augen haßte — und an dieſes Mädchen hatte ſie den
ach ſo ſchmerzlich geliebten Mann verloren!
Ernſt ſah ſchweigend auf die Frau an ſeiner Seite.
Er hätte wer weiß was gegeben, wenn er jene Zeit aus
ſeinem Leben ſtreichen könnte, in der Claudia Maybach
ſeinem jugendlichen, ungeſtümen Herzen alles geweſen
war, wo er in der blinden, törichten Verliebtheit den
Kern ihres Weſens nicht erkannt hatte, bis ſie ſelbſt
offen=
bart, wie ſie eigentlich war — undankbar, heuchleriſch,
ſelbſtſüchtig und wortbrüchig!
Und jetzt mußte er ihr wieder in ſeinem Leben
be=
gegnen — als Stiefmutter des Mädchens, das er anbetete,
das er mit einer wahrhaft heiligen Liebe liebte — welch'
peinliche Lage für ihn! Aber er wollte die Augen offen
halten, daß ſie ihm nicht ſchaden konnte denn in ihr
wohnte ſicherlich nichts Gutes, nachdem er ſie ſo
unzwei=
deutig zurückgewieſen hatte.
Claudia hob die dunklen, flimmernden Augen zu ihm
empor. Der Major hat Dich aufgefordert, zu uns zu
kommen.
Unwillig zuckte es über ſein Geſicht. Hatte ſie ihn
denn noch immer nicht verſtanden?
Ich werde der Aufforderung gern folgen, und Sie,
gnädige Frau, bitte ich nochmals, zu vergeſſen, daß wir
uns einſt gekannt, ſagte er ſcharf die Anrede betonend.
Sie erhob ſich.
Ah, ich begreife, edler Sänger, und ich werde Ihnen
auch nicht länger läſtig fallen, kam es ſpöttiſch von ihren
Lippen, aber doch zuckte es um ihre Mundwinkel, wie von
verhaltenem Weinen. Aber das werden Sie doch
hoffent=
lich nicht verlangen, daß ich die Zeugen jener
Vergangen=
heit vernichte — Ihre Briefe ſind mir ein gar köſtlich
Dokument für Ihre Liebe zu mir — und ich glaube,
die=
ſelben ſind auch für andere Leute recht intereſſant. Feſt
heftete ſie ihre Augen mit einem boshaften Ausdruck auf
ihn, und er verſtand ſofort — dieſer Frau war alles
zu=
zutrauen.
Furchtlos und ein wenig lächelnd begegnete er ihrem
lauernden Blick.
Das glaube ich allerdings, entgegnete er ruhig, daß
Ihrem Herrn Gemahl nicht unintereſſant wäre, zu
er=
fahren, daß ſeine jetzige Gattin ehedem eine kleine,
un=
bedeutende Choriſtin am A. Theater geweſen iſt.
Nicht um alles in der Welt wäre er ſonſt ſo wenig
zartfühlend geweſen, eine Dame, wer es auch ſei, an
eine ſolche Vergangenheit zu erinnern — aber hier waren
alle Waffen erlaubt, ſogar geboten — und daß ſie mit
Erfolg gebraucht waren, ſah er; denn Claudia verfärbte
ſich bei ſeinen Worten. Daran hatte ſie nkcht gleich
ge=
dacht, als ſie jenen Trumpf gegen ihn ausſpielen wollte.
Und wenn er es wüßte — brachte ſie endlich zitternd
hervor, ich hab’s meinem Gatten geſagt!
Er fixierte ſie ſcharf.
Das glaube ich nicht, das iſt nicht wahr! Und wenn
es wirklich der Fall wäre, dann weiß aber ſicherlich die
Geſellſchaft nichts davon, in der Sie, meine Gnädige,
eine ſo bevorzugte Rolle ſpielten als Frau von Löwen.
Ob man Ihnen dann noch ebenſo liebenswürdig
begeg=
nete? — — Aber weshalb uns ſo um vergangene Dinge
erregen? Enden wir doch lieber dieſe Unterredung, die
für beide Teile ſo wenig erquicklich iſt — — darf ich
bitten?
Er verneigte ſich leicht und reichte ihr den Arm.
Ja, Herr Brand, führen Sie mich zu meinem Mann,
ich möchte nach Hauſe — brachte ſie wuterſtickt hervor.
Sie wollte fort —er ſollte nicht länger Gelegenheit haben,
mit der Stieftochter zuſammen zu ſein, nach der er ſich
umſah, wie ſie wohl bemerkte. Dort ſaß das junge
Mäd=
chen noch an der Seite des Amerikaners.
Ein unbeſtimmtes Gefühl hielt Claudia ab, dem
Manne zu verraten, daß ſie um ſeine Liebe zu Gretchen
wußte — ſie würde ihn ſchon treffen, tief und ſchwer, und
ihm dieſe Demütigung heimzahlen.
Als ſie an der Stieftochter vorüberging, neigte ſie
leicht den Kopf gegen die Fremden und ſagte:
Wir wollen nach Hauſe, Margareta.
Gehorſam ſtand dieſe auf und verabſchiedete ſich von
Mrs. Catlin und ihrem Sohn, beiden gute Reiſe
wünſchend.
Immer und immer wieder drückte und küßte Lionel
die zarte, weiße Hand des Mädchens er konnte ſich von
Gretchens Anblick nicht losreißen, ſo daß ſie ganz
be=
fangen von ſeinem auffallenden Benehmen wurde. —
Sie war froh, endlich wieder bei ihrem Vater zu ſein.
Biſt Du endlich da, Grete! Wir warten ſchon eine
Ewigkeit auf Dich. Du hörteſt doch, daß wir gehen
wol=
len. So kurz und unfreundlich kam das aus Claudias
Munde, daß die Angeredete betroffen aufblickte.
Verzeih, Claudia, ich mußte mich aber erſt
verab=
ſchieden —
Glaub’s ſchon! Haſt ja eine koloſſale Eroberung
an dem ſchwindſüchtigen Amerikaner gemacht — man kann
wohl gratulieren — und boshaft kicherte ſie auf.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
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Sport, Spiel und Turnen.
* Hockey. Zu dem am 1. Weihnachtsfeiertag auf dem
Sportplatz (Rennbahn) an der Heidelbergerſtraße ſtattfin=
denden Weiſpiel zwiſchen den Mamſchaſten des „ſ.=K.
Olympia” und des „Frankfurter Fußball=Verein” iſt zu
erwähnen, daß die Frankfurter Elf in dieſer Saiſon ſchon
recht ſchöne Erfolge zu verzeichnen hat. Vor kurzem erſt,
ſchlug ſie den Frankfurter Turnverein mit 710. Gegen
dieſen Verein konnte die Olympia=Mannſchaft in
Frank=
furt nur ein unentſchiedenes Reſultat 0:0 erzielen. Das
Spiel wurde ſeinerzeit allerdings ſtark durch die ſehr
ſchlechte Beſchaffenheit des Platzes beeinträchtigt. Für
das Spiel am 1. Feiertag muß man berückſichtigen, daß
die Olympia=Mannſchaft ſich inzwiſchen verbeſſert hat und
diesmal den Vorteil genießt, auf eigenem Platze zu
ſpielen.
* Fußballſport. Am Sonntag ſtand die 1.
Mann=
ſchaft des F.=K. Teutonia=Weiterſtadt der
1. Mannſchaft des Darmſtädter Fußballvereins
gegen=
über und konnte erſtere nach teilweiſem überlegenem Spiel
mit 5.2 Toren ſicher gewinnen (Vorſpiel 311 für erſtere).
Teutonia ſpielte zu Anfang des Spiels nur mit 8 Mann,
darunter 3 Erſatz. Fußballverein erzielte ſeine 2 Tore
vor Halbzeit, bis zu welcher der Torwächter des erſteren
nicht eintreten durſte.
* Radrennen. Das Brüſſeler Sechstage=
Rennen hat nach mehrfacher Verſchiebung nunmehr
ſeinen Anfang genommen. Das Feld mußte noch einige
Aenderungen erfahren, da Vandenhoeck erkrankte und Van
Leexberahe ſich bei ſeinem Sturze während des Trainings
einen Bruch des Schlüſſelbeines zuzog. Vom Starter
wurden dann folgende 12 Mannſchaften entlaſſen: Stol.-
Vanhouwaert, Goullet-Lawſon, Dupré-Lapize, Comés
—Petit Breton, Gebr. Eſſer, Vandenberghe-Leviennois,
Gebr. Vanderſtuyft, Vandervelde -Pearſyn, Goupy-
D’Awans, Debaets-Charron, Lamon-Verlinden, Salés
—Verſtraeten. Die erſten Stunden brachten die üblichen
Stürze, von denen beſonders der Amerikaner Lawſon
be=
troffen wurde. Nach drei Stunden waren 109,501
Kilo=
meter von dem geſamten Felde zurückgelegt
Literariſches.
— Kalenderliteratur. Im Verlag von
Tro=
witzſch u. Sohn, Berlin SW. 48, erſchienen:
Tro=
witzſchs (Volks=) Kalender 1913. Geb. 1 Mk.
86. Jahrgang. Er iſt’s wohl wert, daß man ihm das
altgewohnte Gaſtrecht gewährt, denn reich und vieleitig
iſt wiederum ſein Inhalt. Den Vaterlandsfreund verz
ſetzt er in die Not= und Siegesjahre von 1812 und 1813.
Der Neuzeit wird er durch Aufſätze verſchiedenſten
In=
halts gerecht. Auch für Erzählungen ernſter und heiterer
Art iſt geſorgt, und die ſie geſchrieben, haben
wohlklin=
gende Namen. Auf die Jahresgeſchichte möchten wir
diesmal ganz beſonders aufmerkſam machen. Sie läßt
das vergangene Jahr in intereſſantem Licht
vorüber=
gleiten. Reich und vorzüglich, wie immer, iſt der
Bilder=
ſchmuck dieſes alten und doch immer neuen
Familien=
freundes. — Trowitzſchs Verbeſſerter
Kalen=
der für 1913. 213. Jahrgang, Preis broſchiert 40 Pfg.,
kartoniert mit Schreibpapier durchſchoſſen 50 Pfg. Wie
es einem ſo altehrwürdigen preußiſchen Kalender
ge=
ziemt, ſteht dieſer Jahrgang vorwiegend im Zeichen der
glorreichen Zeit vor 100 Jahren. Allerhand Nützliches
und Wiſſenswertes fürs tägliche Leben gehört teils zum
eiſernen Beſtand des Kalenders, teils iſt es neu eingefügt.
— Im Verlage von Wilhelm Süſſcrott, Berlin W 30,
er=
ſchien: Jung=Deutſchland 1913 (Kalender des
Jung=Deutſchland=Bundes). Preis geb. 1 Mk. Ein Freund
der Jugend, Richard Nordhauſen, hat es unternommen,
der ſport= und wanderluſtigen Jugend einen Kalender
zu ſchaffen, der zu einem über 280 Seiten ſtarken Band
ausgewachſen iſt, denn zahlreiche Führer der Jugend=
Bewegung haben Beiträge geſandt; unterhaltend
beleh=
rend aneifernd ſind ihre Worte, um in unſerer Jugend
die Freude am Wandern, am Stählen des Körpers zu
wecken und zu erhalten. Es folgen viele, viele intereſſante
illuſtrierte Aufſätze, erzählend praktiſch, unterweiſend die
unſerer Jugend große Freude bereiten werden. — Unter
den in der vorderſten Linie ſtehenden Kalendern muß
ſeit vielen Jahren der Illuſtrierte Deutſche
Armee=Kalender (J. C. C. Bruns Verlag in
Min=
den i. Weſtf., Preis 50 Pfg.) genannt werden, der mit
ſeinem Jahrgang 1913 zum 34. Male erſchienen iſt und
das Verdienſt für ſich in Anſpruch nehmen kann, einer
der beſtausgeſtatteten Kalender unſerer Zeit zu ſein. Der
Armee=Kalender ſtellt ſich die Aufgabe, das deutſche Haus
in enger Verbindung mit unſeren großen nationalen
In=
ſtitutionen zu erhalten, die Liebe zu Kaiſer und Reich zu
pflegen und die Freude an dem zu wecken, was mit der
Geſchichte unſeres Vaterlandes zuſammenhängt.
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meine Hände von einer Art näſſenden Flechte nach 3 wöchigem
Gebrauch befreit hat nachdem ich über ½ Jahr mit allerhand
Salben vergebliche Verſuche gemacht hatte. Seit meinem Erfolge
habe ich auch bei jeder paſſenden Gelegenheit die Dun=Salbe
empfohlen und beſonders ein Kollege, der öfter riſſige Hände bekam,
hatte guten Erfolg. Die Salbe eines Spezialiſten, die recht teuer
war, hatte nichts geholfen.
O.=B. Lehrer Gg. E.
Zu haben in Apotheken oder durch Vermittlung der Fabrik
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Seite 16.
Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
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26185oi)
lvon heute abr
(246
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Programm für die erste Hälfte des Vereinsjahres 1913:
Quartetts. (Programm: Streichquartette D-dur op. 18. Nr. 3.
P-moll op. 95 und F-dur op. 135.)
207. Vereinsabend. Dienstag, 14. Januar 1913. Konzert des
Dessoffschen Frauenchors aus Frankfurt a. M. (95 Damen) unter
Leitung von Fräulein Greichen Dessoff.
208. Vereinsabend. Dienstag, 28. Januar 1913. Erster
Lieder-
unter Mitwirkung von Kapellmeister Fritz Rehbock (Klavier).
der Reininger Hofkapelle, unter Leitung von Dr. Max Reger.
210. Vereinsabend. Dienstag. 18. Februar 1913. Zweiter
Lieder-Abend (Arnold Mendelssohn-Abend) von Fräulein Tilly
Koenen (Alt), unter Mitwirkung des Komponisten (Klavier).
211. Vereinsabend. Dienstag, 25. Februar 1913. Konzert von
Professor Paul Grümmer (Violoncello) und Fräulein Elisabeth
Boke-
meyer (Klavier).
Berliner Madrigal-Vereinigung.
213. Vereinsabend. Donnerstag, 13. März 1913. Vierter Klavier-
Abend (Johann Sebastian Bach-Abend) von Wilhelm Backhaus,26313)
unter Mitwirkung des Instrumentalvereins Darmstadt.
214. Vereinsabend. Donnerstag, 3. April 1913. Konzert von
Professor Felix Berber (Violine) und Frau Lilly Hoffmann-Onégin
(Alt), unter Mitwirkung von Fräulein Marie Schwan (Klavier) und
Bugen Onégin (Klavier).
215. Vereinsabend. Donnerstag, 10. April 1913. Julius
Weiss-
mann-Abend von Fräulein Anna Hegner (Violine), Frl. Carola Hubert
(Sopran). Leanart von Zweygberg (Violoncello) und dem
Kompo-
nisten (Klavier).
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonnc,
Grüner Weg 99, zu richten. Der Jahresbeitrag beträgt 12 Mk.
für einen Sperrsitzplatz 20 Mk.
Der Vorstand.
26235)
IIIRNIERTINRE114!
nuanannunsannnnungnunaunsnannnnnnnanse
Am ersten und zweiten Weihnachts-Feiertag
bringe meine
Diners sowie reichhaltige Speisekarte
Soupers nach Wahl, 1.50 und 2 Mark,
in empfehlende Erinnerung.
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Münchener Art.
— Weine erster Firmen. —
26293)
Um geneigten Zuspruch bittet
Emil Ekey.
2s
22
2s
25
11
25
11
11
1
25
1
25
Int
anmannnannnannennnnannnuunnnunnaseunen
An die verehrl. Bevölkerung!
Das Metzgergewerbe leidet ſchon ſeit Jahren unter ſteigend
ungünſtigen Geſchäftsverhältniſſen. Iſt es nun an und für ſich die
Pflicht eines Geſchäftsmannes, an Betriebsausgaben ſo weit als
immer möglich zu ſparen, ſo gilt dieſe Pflicht derzeit für die Metzger
in erhöhtem Maße. Zu den Betriebsausgaben gehören nicht
zu=
letzt die ſeither — manchmal reichlich, ja überreichlich — gegebenen
Weihnachts= und Neujahrs=Trinkgelder und =Geſchenke.
Die Metzger haben nicht, wie es andere Korporationen ſchon
getan haben, beſchloſſen, dieſe Trinkgelder ganz abzuſchaffen, aber ſie
ſtehen vor der Notwendigkeit, dieſe Ausgaben ſo weit als möglich
zu beſchränken.
Wir erhoffen von der Einſicht unſerer Kundſchaft, daß ſie dieſe
notgedrungene Maßregel in richtigem Sinne auffaßt und hierdurch
unſer Gewerbe in ſeiner ſchweren wirtſchaftlichen Stellung unterſtützt.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1912.
(26232
Der Vorktand der Metzger=Innung Darmſtadt.
Flchumgeine
der am Montag, den 23. Dezember, in Böttingers Brauerei
Darmſtadt ſtattgehabten Kanarienverloſung des Kanarienzucht=
und Vogelſchutzvereins, ſowie des Kangrienklubs Darmſtadt.
Los.=
Nr.
1
Hauptbannhels Rostaurant Darmstadt.
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— Mässige Preise.
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26093a)
Hoflieferant.
EGENGEEEO
Heſſiſcher Fechtverein Waiſenſchutz
Zweigverein Darmſtadt.
Danksagung.
(26234
Allen edlen Gebern von Geldgeſchenken, ſowie von Geſchenken
anderer Art, die es uns ermöglichten, auch dieſes Jahr wieder 135
armen halbwaiſen Kindern einen reichen Weihnachtstiſch zu decken,
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank, und bitten wir
dieſelben, unſere edle Sache auch ferner unterſtützen zu wollen.
Der Vorstand.
54
74
151
152
157
165
253
301
407
458
568
652
695
828
921
944
1016.
1022
1023
1090
Gew.=
Nr.
43
81
55
29
91
40
71
19
22
34
23
15
73
30
39
Los=
Nr.
Gew.=
Nr.
1132
1266
1492
1559
1611
1815
1629
1640
1646
1670
1675
1676
1686
1703
1824
1834
1856
1954
2040
2071
52
14
60
54
59
24
26
69
98
47
48
42
20
37
Los=
Nr.
2093
2197
2268
2345
2363
2364
2385
2388
2583
2619
2643
2716
2740
2810
2821
2958
3072
3232
3269
3302
Gew.=
Nr.
49
70
12
58
16
31
51
44
87
13
37
80
94
45
95
46
53
32
Los=
Nr.
3428
3465
3646
3741
3764
3905
3945
3958
3966
4027
4171
4174
4188
4310
4420
4442
4553
4571
4576
66 1 4681 21
Gew.=
Nr.
33
35
76
93
25
5
63
85
17
67
61
56
89
83
82
Los=
Nr.
Gew.=
Nr.
4683.
4724
4734
4796
4873
5005
5013
5046
5080
5118
5162
5188
5228
5344
5352
5438
5454
5472
75
36
84
62
72
90
65
96
Gewinne können (jedoch nur gegen Rückgabe der Gewinnloſe)
bei unſerem Mitglied, Herrn Reſtaurateur Aug. Englert,
Ballon=
plat 4, Darmſtadt, bis längſtens am 27. Dezember 1912, abends
6 Uhr, abgeholt werden. Bis dahin nicht abgeholte Gewinne
ver=
fallen zugunſten unſerer Vogelſchutzkaſſen. Für die Käfige, welche
nicht zurückgenommen werden können, iſt der Selbſtkoſtenpreis von
30 Pfg. pro Stück zu zahlen.
26310)
Der Vorstand.
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Nichard Wasder-Vverem DarmstadeVerrinigie Orisnrankenkaße Darmſtabt.
Hierdurch laden wir die Herrn Delegierten und unſere Mit=vorkomm. Schreinerarbeiten (20359a
glieder zu der am
206. Vereinsabend. Donnerstag, 9. Januar 1913. Erster Montag, den 30. Dezember 1912, abends ½9 Uhr
Kammermusik-Abend (Beethoven-Abend) des Berliner Klingler- im „Kaiſerſaal” (Kaufmänniſcher Vereinsſaal) ſtattfindenden
ſordentlichen Generalverſammlung
Dochsten
höflichſt ein.
Tagesordnung:
1. Rechnungsanſtände aus dem Jahre 1910;
Abend (Novitäten-Abend) von Frau Maria Freund (Mezzosopran), 2. Vortrag des Herrn Stadtverordneten Sames über „Der Fians H
Unterſchied zwiſchen Ortskrankenkaſſe u. Landkrankenkaſſe‟;
209. Vereinsabend. Montag, 10. Februar 1913. Fünttes Konzert 3. Antrag auf Umgeſtaltung der Kaſſe zur allgemeinen Orts= gespielt 420 Mk.
krankenkaſſe;
Piano-Grosshandlung
4. Erſatzwahl des Vorſtandes.
Von den Arbeitgeber=Vorſtandsmitgliedern ſcheiden aus:
Karl Arnold
die Herren Architekt Schembs und Zimmermeiſter Haury;
Ecke Erbacherstrasse.
von den Arbeitnehmern die Herren Schriftſetzer Basler,
Bierbrauer Böhm, Schriftſetzer Knoblauch und
Geſchäfts=
führer Lumb.
Ein zahlreiches Erſcheinen ſowohl der Delegierten wie auch der! Brühtangſtanung
212. Vereinsabend. Dienstag, 4. März 1913. Konzert der Mitglieder wird angeſichts der reichhaltigen Tagesordnung erwartet. (noch nicht in Gebrauch geweſen),
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Der Vorſtand
der Vereinigten Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.zimmer, beſt in 2 ſchweren engl.
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Zönngs v.Sachen.
Briehinkels Sunndags=
Noochmitdags=Bedrachtunge.
Alſo, jetzt emol die Ohrn geſchbitzt un uffgebaßt, Ihr
große un klaane Kinner, ich will Eich emol Ebbes
ver=
tlickern. Nemlich — es Kriſtindche is mer begägend,
neilich awends. Gäll do guckt=derr?! — Ja, Ihr
hoch=
näſige Geſtecker, Ihr Dunnerwädder, Ihr glaabt valleicht,
es gebt gor kaans mehr, ſeitdem mer hier die große
Ge=
ſchäfte hawwe, wo mer als drinn krieje kann, mindeſtens
ſo ſchee un ſo gut un ſo billig, als wie wann mer’s vun
Auswärts kumme leßt. Awwer, wie geſagt, Ihr glgaßt
net mehr dro, an’s Kriſtkindche, Ihr maant, es dhet net
mehr eneibaſſe in unſer neimodig Zeit, un Ihr wollt’s
in Eierm Dinkel un in Eierm Hochmut zum alte Eiſe
ſchmeiße un ſagt, es weer an iwwerwundene
Stand=
punkt. Un ſeitdem Ihr des Buch geleſe habt vun wege
„Wie ſag ich’s meinem Kinde” ſeitdem maant Ihr
wun=
ners wie geſcheidt, als daß Ihr geworrn wehrd, un
werft Eich großmogelig in die Bruſt un dhut ſo „als
godderſprich, was krawwelt do‟.
Awwer ich kann’s Eich ſage, es hott ſich bidder iwwer
Eich beſchwert, indem weil Eich nir mehr recht zu mache
is un weil Eier A’forderungen iwwerſchbannt ſin, un
weil Ihr unzufriede un undankbar ſeid, un weil Ihr
gleich e Brutſch macht, wann emol ebbes net nooch Wunſch
geht.
Un wos hott’s for en ſchwere Beruf, des Kriſtkindche,
es is kaum noch ſeines Läwens ſicher vor lauter
Flug=
maſchine un Luftſchiffe. Neilich erſt hott’s vun ſo eme
Ooſebrobäller im Vorbeigeh, odder vielmehr =fliege, en
Stumber krickt, daß es en Borzzelbaam geſchlage hat un
an ſeine golderne Flichel is die ganz Goldbroos abgange
un der linkſe Flitſch hatt ſogar en Knicks krickt, ſo daß
ſich en des Kriſtkindche vum Nickeloos widder hott
zu=
ſammebabbe loſſe miſſe. Un dann muß es kolleſal uff=
M e
wickelt, ſo daß überall die lange Fawerilſchornſtaa
eraus=
rage un raache, daß mer vor Raach die Hand net vor de
Aage ſieht un wo ewe deshalb des Kriſtkindche ſehr leicht
driwwer ſtolwern kann, odder es bleibt im Newel an de
Dellegrafedrähd henke mit ſeim ſilwerne Engelshaar.
Un was muß es for Alſtrengunge mache, des
Kriſt=
kindche, um uff de Höh zu bleiwe. Ja, frieher do hott’s
aam die „Arche Noah” alle Johr hinnernanner gebracht,
un zwar ſo oft, bis der Tierbeſtand, der ſchun nooch de
erſte Weihnachte kaa Baa mehr hott, ſo detzimiert war,
daß er ſich nooch em biologiſche Brinzieb iwwerhaubt
net mehr vermehrn hett kenne, un die Arche, die war ſo
aus em Leim, daß de alt Noah ſeelig ſich un des annern
Rindvieh dere Kiſt gornet mehr avertraue konnt. Wie
mer älter worn, hann mer e Theater krickt, deß wo an
zehniſcher Etfachheit ſogar em Herr Dr. Eger ſei
Stiehl=
biehn bei weitem iwwerdroffe hott, un wann mer do e
„Schillerfeier” veraſtalt hawwe un hawwe als
Volksvor=
ſtellung de „Willäm Däll” gewe, do is es vorkumme daß
de Rübezahl de Geßler hott ſchbiele miſſe un de Jäger
hott em Rotkäbbche de Abbel vum Kobb geſchoſſe; un
wann mer de ganze Dag Theater geſchbielt hawwe, ſo
hawwe ſich unſer Schauſchbieler net beſchwert un worn
net bocksbaanig un ſo, dann ſie warn vun Babbedeckel
un hatte en Draht um de Hals, wo mer ſo dra hie un
her hott gobbeln kenne. Un die Bobbe, aach du liewer
Gott, die hatte de Bauch voll Sägmehl un druffgemolte
Hoorn am Kobb un es Kriſtkindche muß acht gewe, daß
ſe net ſchun kabudd gange ſin, eh ſe nor richdig unnerm
Baam gelege hawwe. Un mit de Alte hotts iwwerhaubt
kaan Laſt, des Kriſtkindche, die Mudder hott ihr Geſchenk
ſchun uff die Herbſtmeß „gebracht” krickt, un zwar net vum
Kriſtkindche, ſundern vun ere annere Fraa, un de Vadder,
der hott die Sigarrn unner de Weihnachtsbaam gelegt
krickt, die wo em die Mudder des Johr iwwer haamlich
aus em Kiſtche geſtribbt hott. (Ich will jo net ſtichele,
awwer, deß ſoll heit aach noch vorkumme!)
Wie geſagt, des Kriſtkindche hott’s heit net mehr ſo
bequem. De Kinner muß es Schbielzeig bringe wo mer
ertra en Maſchineinſchenjöhr un en Eläktrodäſchnicker,
odder en Affejadicker dezu brauch, der wols en erkleern
dhut. Mei Fritzche hott beiſchbielsmeßig en Flugabberad
krickt vun ſeim Petter; wie ich den neilich awends emol
uffgezoge hab, is er mer aus de Händ geſchwirrt, direkt
wedder meim Staarösche ihrn neigierige Kobb daß ſe jetzt
e Rösche dra hott an ihrm Wärrſching, des funkelt blau
un rot un grie, wie e Kriſtbaamglock. No ja, ſie muß aach
iwwerall ihr Nas vorne hawwe, die Hauwelerch.
Un erſt die Bobbe, die wo’s bringe muß, des
Kriſt=
kindche. Mit ächte Hoorn un bewegliche Aagedeckel
kann’s de Mädcher gornet mehr imboniern, naa
werk=
liche Saigling miſſe ’s ſei, aus Zelleleut, mit
Kinner=
krankheite, abgeſetzte Glidder un ſo. En „Karrakder”
miſſe ſe hawwe un e Karrikadur in de Fiſchur, daß mer
glaabt, ſie weern aus em Rarridhätekawinadd a
Awwer, wie geſagt, des Kriſtkindche is uff de Höh,
un kann aach die Winſche vun de große Kinner erfülle,
wann ſe net gor zu unbeſcheide ſin, un wann des
Kriſt=
kindche Eich große Mädercher, ſtatt e Bobb, endlich en
werkliche richtiggehende Braidiſchamm an de Baam henkt,
dann ſeit domit zufridde un glaabt net, daß Eich jetzt
alle Johr e neier dro gehenkt werd. Un Ihn große
Buwe, die wo Ihr die ganz Zeit mit Soldädcher geſchbielt
habt, un Ihr krickt jetzt emol e Bobb, die wo kag Sägſchbee
im Leib hott un kaa dragemolte Hoorn am Grollekebbche,
dhut ſe lieb un ſchonend behannele; un wanns aach ſunſt
haaßt „Umdauſch vorbehalte”, ſo macht dodevo kaan
Ge=
brauch, es ſieht net gut aus. — Aach vor Eich Annern
allmitnanner hott’s was, un wer ſeine Fraa en ganz
be=
ſunnere Schbaß mache will, der ſoll nor ruhig ſein
Zucker=
baam in de Hof ſtelle — valleicht legt em des Kriſtkindche
e Automobill unne drunne nunner. Ihr Ehemänner
awwer, die Ihr vor lauter Bezahle kaum an Eich ſelbſt
denke dhut, ſeid zufridde, wann Ihr am heilige Awend
im Kreis Eierer Familie ſteht und ſeht frohe Geſichter
um Eich erum; denkt dann an den arme Junggeſell, der
wo einſam in ſeine Stubb hockt, odder im Wertshaus,
und er hott niemand, der wo em en Schbaß macht, odder
den, wo er beglicke kann. Awwer aach vor den
Jung=
geſell hott des Kriſtkindche ebbes, un is es aach bloß der
ſieße Droſt: — — — es is im Johr bloß aamol
Weih=
nachtsawend, — verheirat is mer awwer im Dorchſchnitt
vor ſei Lebdag! —
Un ach Ihr derm Bamie, gebt Eich zufridde, de
heſſiſche Staat hott mit ſeine Finanze glenzend
abge=
ſchnitte un domit derft Ihr hoffe, daß Eich die Zulag net
nor erhalte bleibt, ſundern ſogor noch — vergreeßert
werd, — mit de Zeit nadierlich, mit de Zeit. — Aach Ihr
Geſchäftsleit beruhigt Eich, un wann Ihr gach grad kag
Schutzleit vor Eier Ladedier zu ſtelle habt brauche, die wo
den Verkehr uffrecht erhalte mußte un habt kaa Schild
an die Dier zu ſchreiwe brauche: „Man bittet, das Geld
abgezählt bereit zu halten!” — ſo kennt Ihr hoffentlich
doch froh ſei, daß Ihr diesjohr net ſoviel Gold eigenumme
habt, ſundern mehr Babierſchei, — do krickt Ihr
wenig=
ſtens aach kaa Schwiele an die Finger, beim Zehle,
und ſo. —
Alſo, wie geſagt, des Kriſtkindche dhut Eich alle
Winſche erfille awwe, die Haubtſach is — Ihr mißt
aach dro glaawe, un mißt heit widder Kinner
werrn un mißt Eich freie kenne, un wann des bißche Lieb,
deß wo Eich entgegegebracht werd, noch ſo beſcheide is.
1 mn —
Wann vum Torm die Weihnachtsglocke
Klinge, iwwer Stadt un Feld,
Geht in ſeine wärmſte Socke
Still des Kriſtkind dorch die Welt.
Un wo gude Menſche wohne,
Kehrt es leis un haamlich ei,
Um mit Liewe ſie zu lohne
Bei der Kerze heil’gem Schei.
Un es laaft mit flinkem Baache
Ohne Raſt vun Haus zu Haus,
Un es daalt an Groß un Klaache
Seine reiche Liewe aus.
Doch die derft Ihr net verſenke
Schee ins Herz zur ewige Ruh,
Naa, die mißt aach Ihr verſchenke,
Sie nimmt ab net — ſundern zui
Aach lenkt es net ſeine Schridde
Bleeslich zu de Reiche hie,
Naa, grad in de ärmſte Hidde
Gibt ſich’s ganz beſunners Mieh.
Wo noch Wunde friſch un offe,
Wo noch Kummer, Laad un Schmerz,
Legt es widder frohes Hoffe
In des ſchwergebriefte Herz.
Un wer’s fiehle dhut un ſehe,
Fiehlt un ſieht es ſchließlich aach,
Wos for Wunner ſtets geſchehe
Alle Johr grad an dem Dag.
Un mer dhut es ſelbſt kaum wiſſe,
Doch es is aam ſo zu Mud
Daß mer meegt die Menſche kiffe,
Die mer gornet kenne dhut!
Ja, deß macht der holde Zauwer
Vun dem allerſcheenſte Feſt,
Der ſelbſt Nörgeler un Glauwer
Ebbes Warmes fiehle leßt.
Mit de Kerch allaans, do hott es
Nir zu dhu, in Ewigkeit,
Weil die Liewe eines Gottes
Doch in alle Menſche leihd.
Un der Stern, der dorch die Wieſte
De drei Weiſe hott geleicht,
Armes Menſcheherz, den ſiehſt de
Heit noch, un biſt net entdeiſcht.
Er werd aach zu Ziel Dich bringe,
Deß Du ſelwert Dir gewehlt
Un der Sieg muß Dir gelinge
Wann — Dir net der Glaawe fehlt!
Deßhalb: wann die Weihnachtsglocke
Leide iwwer Stadt und Feld,
Geht in ſeine wärmſte Socke
Still des Kriſtkind dorch die Welt.
Aus dem Himmel kimmt es hoch her,
Drum loßt es nor ſchnell erei,
„Fröhliche Weihnacht” weren Eich noochher
Allerſeits beſchiede ſei!
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 2c5.
Anzeiger.
Debkahaf
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den=
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate
können=
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
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unſerer verehrlichen Abonnenten, die am
1. Januar 1913 ct. erfolgen, wollen uns
baldtunlichſt unter Benutzung nachſtehenden
Ausſchnittes bekanntgegeben werden,
damit eine Unterbrechung in der
Zu=
ſtellung unſeres Blattes vermieden bleibt.
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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 21.
Der Abend der Liebe.
Eine Weihnachtsgeſchichte von Lothar Brenkendocf.
(Nachdruck verboten.)
Die matte Sonne des Dezember=Nachmittags ſtand
tief, und das noch ungeſchmückte Tannenbäumchen auf dem
Tiſche des Wohnzimmers warf einen faſt unheimlich
langen Schatten durch das Gemach. In den Winkeln
be=
gann es bereits zu dunkeln; die ſanfteren Farben
ver=
blaßten zu einem eintönigen Grau, die kräftigeren aber
vurden kalt und hart. Ein trübe Dämmerſtimmung
be=
reitete ſich ſchwer und bedrückend über den Raum.
Mit in den Schoß gefalteten Händen hatte Frau Lona
vor dem Tiſche geſeſſen, auf deſſen weißer Decke die für
den Aufputz des Bäumchens beſtimmten Gegenſtände
aus=
gebreitet lagen. Es war, als ob es ihr an Mut gebräche,
mit der Arbeit zu beginnen. Da ließ ein Anſchlagen der
Wohnungsglocke ſie wie in heftigem Erſchrecken auffahren.
So war ſie heute noch jedesmal erſchrocken, wenn die
Klingel ertönte — ohne allen Grund, denn es gab ja
nichts, in deſſen Erwartung ſie hätte erzittern müſſen. Es
konnte ihr Vater ſein, oder die Kinder, die von ihrem
Spaziergang mit dem Mädchen zurückkehrten. Vielleicht
auch nur ein Bettler oder irgend eine gleichgiltige
Be=
ſtellung. Sie hatte ſo wenig etwas zu fürchten, wie ſie
etwas zu erhoffen hatte. Es war nichts als törichte,
krank=
hafte Nervoſität, wenn ihr das Herz bis zum Zerſpringen
klopfte.
Unmutig über die eigene Schwäche ging ſie zur Tür.
Draußen ſtand ein fremder junger Menſch mit zwei
großen Paketen.
„Bin ich recht bei Frau Lona Hertwig,” fragte er.
„Ich ſoll die Sachen hier abgeben. Und dieſen Brief.
Antwort wäre nicht nötig.”
Hier im Schein der Treppenlampe war es hell genug,
daß Frau Lona mit einem einzigen Blick die Handſchrift
auf dem Briefumſchlag erkennen konnte. Und über ihr
ſchönes junges Geſicht fiel ein Schatten, daß es plötzlich
um ein Jahrzehnt gealtert ſchien. Sie ſtreckte die Hand
nicht nach dem Briefe aus, und mit einer krockenen harten
Stimme — einer Stimme, die ihr ſelber an das Ohr klang
wie die einer Fremden, erwiderte ſie:
„Sagen Sie dem, von dem ſie geſchickt worden ſind,
daß hier nichts von ihm angenommen wird — weder ein
Brief noch irgend etwas anderes.”
Und ſie drückte die Tür ins Schloß, um dem
erſtaun=
ten Boten jeden Einwand und jede Bemenkung abzu=
ſchneiden. Erſt als ſie wieder vor dem Tiſch mit dem
Weihnachtsbäumchen ſtand, fühlte ſie, wie heftig ihre Knie
zitterten. Da wurden die ſcharf eingeſchnittenen Falten
zwiſchen ihren Brauen noch tiefer. Mit energiſchen,
bei=
nahe heftigen Bewegungen drehte ſie das elektriſche Licht
an und machte ſich ans Werk. Geſchickt befeſtigten ihre
ſchlanken Finger den glitzernden gläſernen Zierart, die
vergoldeten Nüſſe, die papierenen Sterne und die ſüßen
Leckerbiſſen an den Zweigen des harzduftenden
Bäum=
chens. Aber aus ihren Zügen leuchtete nichts von der
mütterlichen Freude an dieſem weihnachtlichen Tun; feſt
zuſammengepreßt blieben ihre Lippen, und mit der Haſt
einer tiefen, mühſam bekämpften Erregung atmete ihre
Bruſt.
Ein Weilchen noch, dann hörte ſie die hellen Stimmen
der heimkehrenden Kinder und das Kratzen kleiner,
un=
beholfener Finger an der Klinke der Zimmertür.
„Ihr dürft jetzt nicht hier herein,” rief ſie ihnen zu.
„Der Weihnachtsmann iſt ſchon da.”
Ein Rappeln und Flüſtern, dann ein Getrippel
win=
ziger Füßchen den Gang hinunter. Die junge Frau hatte
wieder Ruhe, ihr Werk zu vollenden. Sie beſeſtigte die
bunten Kerzen, und ganz zuletzt an der Spitze des
Baumes auch den wächſernen Engel, den ſie noch von der
Chriſtbeſcherung des vorigen Jahres her aufbewahrt hatte.
Nun ſtand ſie mit ſchlaff herabhängenden Armen, und
geſenktem Kopfe vor ihrer Schöpfung. Niemals glaubte
ſie einen häßlicheren und dürftigeren Weihnachtsbaum
ge=
ſehen zu haben, wie dieſen. Es war unmöglich, daß irgend
jemand Freude daran haben konnte — ganz unmöglich!
Aber das war eben ihr Unglück, daß ſie nicht die
Fähig=
keit beſaß, Freude um ſich zu verbreiten. Ihr Mann hatte
es ihr in bitterem Vorwurf zugerufen an dem Tage, da
alles zwiſchen ihnen zuſammenbrach. Und ſie glaubte es
ſeitdem täglich auf den ſtillen, ernſten, verſchüchterten
Ge=
ſichtern ihrer Kinder zu leſen — dieſer Kinder, die ſie
hundertmal mehr liebte als ihr eigenes Leben, und deren
junges Daſein ſie trotzdem nicht mit dem Sonnenſchein der
Freude zu vergolden vermochte. Gut denn! Mochte es
ſo ſein. Sie konnte ſich nicht anders machen, als die Natur
ſie geſchaffen. Und ſie hatte ein Recht, ſtreng zu ſein gegen
Andere, da ſie doch ihr Leben lang von unerbittlicher
Strenge geweſen war gegen ſich ſelbſt. Wie ſollte ſie bei
Anderen verzeihlich finden, was ſie ſich ſelber
nimmer=
mehr verziehen haben würde! Als ſie mit dem Manne,
den ſie liebte, vor den Altar getreten war, war ſie bereit
geweſen, ihm alles zu geben, was ſie zu geben hatte. Jeder
Schlag ihres Herzeuns war ſein geweſen und ieder hrer
Gedanken. Nicht den leiſeſten Wunſch hatte ſie in ihren
Seele geduldet, der nicht vereinbar geweſen wäre mit
ihren einmal übernommenen Pflichten. Und ſie hatte von
ihm gewiß nicht mehr gefordert, als ſie ſelber gern und
freudig gewährte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Denn wie ſie ausſchließlich ihm gehörte, ſo gehörte er
nach ihrem Empfinden ausſchließlich ihr. Sie räumte
niemandem ein Recht auf ihn ein, ſeiner Kunſt ſo wenig,
wie ſeinen Freunden oder ſeinen Liebhabereien aus der
Junggeſellenzeit. Auch ſie hatte gar vieles von ihren
Mädchenträumen zum Opfer gebracht, was ſich mit dem
hohen und ernſten Beruf der Gattin und Mutter nicht
vertrug, wo ſtand geſchrieben, daß ſie die gleichen Opfer
nicht auch von ihrem Manne verlangen dürfe! Daß ſie
ihn nicht täglich und ſtündlich aufs neue mit Worten,
Blicken und Liebkoſungen ihrer Liebe verſichert hatte
daß ihr die Ehe nicht ein fortwährendes Getändel mit
Küſſen und zärtlichen Scherzen, ſondern eine ernſte
Kame=
radſchaft zwiſchen zwei gleichgeſtimmten Menſchen geweſen
war, verdiente ſie darum einen Tadel? Und verdiente ſie
darum, verraten und betrogen zu werden, wie ſie
ver=
raten und betrogen worden war?
Ihr Mann hatte ihr ja nichts verheimlicht, er war
nicht ſo erbähmlich geweſen, der Schmach der
Pflichtver=
geſſenheit die Feigheit der Lüge hinzuzufügen. Und er
hatte ſeine Ehre dafür verpfändet, daß eine Stunde der
Selbſtvergeſſenheit, eine einzige flüchtige Wallung alles
geweſen war deſſen er ſich anzuklagen hatte. Für ſie aber
war mit dieſem Geſtändnis natürlich alles zu Ende
ge=
weſen — alles. Vor ihren Blicken hatte ſich ein Abgrund
aufgetan, über den es keine Brücke mehr gab und keine
Möglichkeit einer Verſtändigung. Sie war mit ihren
Kindern zu dem Vater zurückgekehrt und hatte die
Schei=
dungsklage eingereicht deren Entſcheidung in wenig
Wochen bevorſtand. Schroff und hart hatte ſte ihres
Mannes Bitte um Verzeihung zurückgewieſen. Was auch
immer in ihrem Herzen für ihn ſprechen und was auch
immer ſie in den Tiefen ihrer Seele an ſüßen,
unvergeß=
lichen Erinnerungen hegen mochte, er ſelber mußte doch
ausgelöſcht ſein aus ihrem Leben, und einzig ihren
Kin=
dern durfte hinfort dies verarmte Leben gehören. Daß
ihnen der allzeit fröhliche und zärtliche Vater abging, daß
ſie über dem Alleinſein mit der ernſten, verſchloſſenen
Mutter allgemach ebenſo ſtill und ſchüchtern geworden
waren, wie ſie vorher übermütig und ausgelaſſen geweſen
— es konnte Frau Lona zwar unmöglich verborgen blei=
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303.
bens aber es durſte ſie nicht beiren Wie ſie im Leden
noch immer nach beſtem Wiſſen ihre Pflicht getan hatte, ſo
tat ſie auch jetzt, was ſie für ihre Pflicht hielt. und ſie
ſuchte ſich mit der Freudloſigkeit um ſie her abzufinden,
in=
dem ſie ſich in ſchmerzlicher Reſignation immer aufs neue
wiederholte, daß ihr der Himmel nun einmal das
Gnaden=
geſchenk verſagt habe, Freude um ſich zu verbreiten. —
Ihr Vater kam nach Haus, mühſelig atmend unter der
Laſt ſeiner Jahre und der Weihnachtsgeſchenke für ſeine
beiden Enkel. Einen traurigen Blick warf er auf das
blaſſe, herbe Geſicht ſeiner Tochter, dann ſuchte er ſie
auf=
zuheitern, indem er ſich in Lobeserhebungen über das
Bäumchen erging, das ſie ſo reizend geſchmückt habe. Aber
Frau Lona ſchüttelte den Kopf.
„Ich weiß wohl, daß es abſcheulich und geſchmacklos
iſt”, ſagte ſie. „Aber ich verſtehe mich auf dieſe Künſte
nicht, wie mein Mann ſich darauf verſtand. Was er
be=
rührte, wurde unter ſeinen Händen gefällig und
be=
ſtechend. Aber ich denke, es iſt beſſer, das Leben meiner
Kinder rein und fleckenlos zu erhalten, als es mit bunten
Nichtigkeiten und leerem Flittertand zu ſchmücken.”
Der alte Mann ſeufzte und ſchwieg. Er hing noch
immer mit ganzem Herzen an dem ſchönen, ritterlichen
Schwiegerſohn, der ſo ganz unfähig geweſen war, irgend
einem Menſchen ein hartes Wort zu ſagen; aber er kannte
ſeine Tochter zu gut, als daß er noch einen hoffnungsloſen
Verſöhnungsverſuch gewagt hätte. Eifrig packte er ſeine
Geſchenke aus und Lona war ihm unter Hinzufügung der
ihrigen behilflich, alles unter dem Chriſtbäumchen zu
erd=
nen. Dann bat ſie ihn, die Kerzen anzuzünden und gab,
als alles bereit war, wie an früheren Weihnachtsabenden
mit einer kleinen Glocke das Zeichen, das die harrenden
Kinder hereinrief. Sie dachte daran, wie ſie bei der
letz=
ten Beſcherung mit Jubeln und Jauchzen hereingeſtürmt
waren, wie ihre Wangen geglüht und ihre Augen
geleuch=
tet hatten, und ſie lauſchte mit einer Regung freudiger
Er=
wartung auf eine Wiederholung der fröhlichen Szene.
Aber ſie hörte nur ein Getrippel kleiner zaghafter Scheitte
und ſah in der Türöffnung zwei blaſſe Geſichtchen
auf=
tauchen, in deren großen Augen ſich wohl Spannung und
Grregung, aber nicht die erhoffte ſtrahlende Seligkeit
ſpiegelten. Eng zuſammengeſchmiegt, ſchoben ſie ſich
her=
ein, ſtumm und ungewiß, mit einem ſcheuen Seitenblick auf
die Herrlichkeiten unter dem Chriſtbaum und einem
zwei=
ten auf das Geſicht der Mutter. Die eilte nun freilich auf
ſie zu, ſchlang ihre Arme um die zarten Geſtalten und
führte ſie mit Uiebevollen Worten an den Gabeniſch. Er
war reich genug beſtellt, um zwei Kinderherzen mit
Ent=
zücken zu erfüllen, und es war wohl auch kein Zweifel, daß
ſie ſich freuten. Aber es war nicht dieſelbe Freude, wie
an den Chriſtabenden der vergangenen Jahre. Sie
lächel=
ten nur, wo ſie damals gejauchzt hatten, und ſie fuhren mit
ſcheuen, behutſamen Fingern an den ſchönen Dingen hin,
mit denen ſie damals in tollem Jubel durch das Zimmer
geraſt waren.
„Nun — und wie gefällt euch das herrliche
Bäum=
chen, das die Mama für euch geſchmückt hat?” fragte der
Großvater, der ein ſonderbares Zucken in ſeiner Tochter
Geſicht wahrzunehmen glaubte. Die Augen der Kinder
wanderten an der geputzten Tanne in die Höhe, und
plötz=
lich kam es wie ein klingender Freudenſchrei aus dem
Munde des kleinen Herbert:
„Da iſt der Weihnachtsengel von Papa! Der, wovon
uns Papa die ſchöne Geſchichte erzählt hat. Und Papa
hat mich hochgehoben, damit ich dem Engel einen Kuß
geben konnte. Und dann bin ich auf Papas Schultern
durch die Stube geritten. Weißt du noch, Mizzie? Dich
hat ja der Papa auch reiten laſſen. O, es war ſo ſchön
2 ſo ſchön! Kommt denn der Papa garnicht wieder —
nicht einmal am heiligen Abend?”
Dem alten Manne ſtanden die Augen voll Tränen.
Aber er raffte ſich zuſammen und er ſuchte die Kinder die
Abweſenheit des Vaters vergeſſen zu machen, indem er
ſie zu dem wächſernen Engel emporhob, wie Jener es
ge=
tan und indem er ſie holpernden Schrittes auf ſeinen
mor=
ſchen Schultern durch das Zimmer reiten ließ. Aber ſie
krähten und kreiſchten nicht vor Luſt. Sie blieben ganz
ſtill dabei. Und als der Großvater keuchend inne halten
mußte, ſagte das kleine Mädchen:
„Und ſo ſchöne Weihnachtslieder hat der Papa
ge=
ſungen. Und auf dem Klavier hat er geſpielt
„Ja” fiel das Brüderchen ein. „Und ſolche
Ge=
ſichter hat er gemacht, daß wir immerzu lachen mußten —
und Schattenbilder an der Wand. Und Fuchs und Has
haben wir geſpielt. Und es war richtig Weihnachten —
und der Papa —
Es war, als hätte ein zauberhaftes Loſungswort
plötzlich alle verſchloſſenen Pforten in den Kinderherzen
aufgeſprengt. Sie dachten nicht mehr an ihre Geſchenke,
ſſe dachten nur noch an den Papa und an all die
ent=
ſchwundene Seligkeit, die in ihrer Vorſtellung unzertrenn=
lich mit ihm verbunden war. Totenbleichen Auflites
lehnte die junge Frau während dieſes Durcheinanders der
beiden hellen Stimmen an der Wand; dann ſchritt ſie
lang=
ſam in das Nebenzimmer, wo ihres Vaters Flügel ſtand.
Die Kinder ſollten doch ihre Weihnachtsfreude huben —
gewiß! Sie wollte ihnen alles geben, was der Papa
ihnen gegeben hatte. Mit bebenden Fingern griff ſie in
die Taſten und mit ſchöner dunkler Stimme begann ſie zu
ſingen:
„O du fröhliche, o du ſelige —
Aber ſie kam nicht weiter. Ihre Stimme brach, und
die unaufhaltſam quellenden heißen Tropfen verdunkelten
ihren Blick. Mit einem nur halb unterdrückten,
qual=
erpreßten Schrei ſprang ſie auf und eilte an das Fenſter.
Denn ihr war mit einem Mal, als müſſe ihr das Herz
zer=
ſpringen, als läge etwas Furchtbares, Erſtickendes
auf=
ihrer Bruſt. Aus den Tiefen ihrer Seele klagte und ſchrie
eine Sehnſucht ſo wild und ungeſtüm, wie ſie ſie nie
empfunden. Sie mußte die Fenſterflügel aufreißen und
mußte ihr brennendes Geſicht der kalten Winterluft
preis=
geben, damit die im Nebengemach nicht ihr verzweifeltes
Schluchzen hörten.
Die abgelegene Straße war menſchenleer; nur die
Silhouette einer einzigen einſamen Männergeſtalt hob ſich
von der Wand des gegenüberliegenden Hauſes ab. Der
Mann ſtand unbeweglich= und ſtarrte zu dem Fenſter
empor, hinter dem er die Lichter des
Weihnachtsbäum=
chens erblickte. Und er mochte ſchon lange ſo dageſtanden
haben — wer weiß, wie lange!
Aber er blieb nicht lange mehr an ſeinem Platz. Eine
Haustür ihm gegenüber ſprang auf, und eine dunkle
Frauengeſtalt flog auf ihn zu.
„Komm, Richard — komm herauf! Deine Kindeng
warten auf ihren Vater.”
Ungewiß hatte ſich das gramverdunkelte Antlitz des
einſamen Mannes ihr zugewendet.
„Meine Kinder — meine geliebten Kinder! Aber Du,=
Lona — aber du?”
Da ſtreckten ſich ihm unter dem Mantel hervor zwei
ſchlanke, weiße Hände entgegen und eine Stimme ſüß=
und weich wie in der Stunde der erſten Liebesſeligkeit,
klang ihm in Ohr und Herz:
„Komm! Auch ich warte ja ſeit langem auf dich.
Ich habe es nur bis zu dieſer Stunde ſelber nicht gewußt,
wie ſehnſüchtig ich auf dich gewartet.”
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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Seite 25.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Dienstag, den 24. Dezember
Hofkirche: Nachmittag um 4 Uhr: Chriſtvesper zum
heiligen Abend.
Stadtkirche: Nachm. 3½ Uhr: Weihnachtsfeier des
Kindergottesdienſtes. Pfarrer Velte.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Nachm. um 4 Uhr:
Liturgiſche Andacht.
Johannesgemeinde: Nachm. um ½4 Uhr:
Weihnachts=
feier des Kindergottesdienſtes. Pfarrer Marx.
Elilabethenſiſt: Nachm. um 4 Uhr: Chriſtvesper.
Pauluskirche: Nachm um 4 Uhr: Heiligabendfeier.
Pfarrer Rückert.
Weihnachten
1. Feiertag. Mittwoch, den 25. Dezember 1912
Hoſkirche: Vorm. um 6 Uhr: Chriſtmette. — Vorm.
um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. — Nachm. um 3 Uhr:
Vesper; danach Beichte.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Kollekte für den Samariterverein. — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Kleberger. Kollekte für den Samariterverein.
Stadtkapelke: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr.
Diehl. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Kollekte für den Samariterverein.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
Johanneskirche: Kollekte für die Armen. — Vorm. um
10 Uhr: Pfarrer Marx. — Abends um 5 Uhr:
Auf=
führung des volkstümlichen Weihnachtsoratoriums „Euch
iſt heute der Heiland geboren” von E. Degen durch den
Kirchengeſangverein. Eintritt frei.
Martinskirche: Vorm. um 7 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. — Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. Kollekte
für die Kleinkinderſchule. — Abends um ½6 Uhr:
Litur=
giſche Feier unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins.
Kollekte für die Chorſchule. — Nachmittags um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. Feier des hl. Abendmahls mit Beichte.
Anmeldung von ¾10 Uhr ab in der Sakriſtei. Kollekte
ffür die Kirche. — Ahends um 5 Uhr: Liturgiſche Feier
unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins und der
Chorſchule. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Kollekte
für die Pauluskirche. — Abends um 5 Uhr: Liturgiſche
Weihnachtsfeier. Pfarraſſiſtent Herpel.
2. Feiertag. Donnerstag, den 26. Dezember 1912
Hofkirche: Vorm. um ½ 10 Uhr: Beichte und
Anmel=
dung zur hl. Kommunion in der Sakriſtei. — Vorm. um
10 Uhr: Feier des heil. Abendmahls.
Stadtkirche: Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Abends um 6 Uhr: Weihnachtsfeier des
Kirchengeſang=
vereins. Kollekte für die Chorſchule. — Freitag, den
27. Dez., abends um 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Abendfeier. (Kollekte.)
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. 8½ Uhr. —
Nachm. um 4 Uhr: Weihnachtsfeier im Kindergottesdienſt,
Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Wid=
mann. Kollekte für die Kleinkinderſchule.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Nachm. um 4 Uhr:
Weih=
nachtsfeier des Kindergottesdienſtes.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Panluskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Herpel.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 2. Weihnachtsfeiertag, Donnerstag, den
26. Dez., vormittags um 10 Uhr, im „Feierabend”
Stift=
ſtraße 51: Gottesdienſt mit heil. Abendmahl (Beichte um
9½ Uhr). Pfarrer Müller.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Mittwoch, den 25. Dez. (1. Feiertag), vorm.
um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. — Nachm. um 4 Uhr:
Predigt. Prediger Höpfner.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Mittwoch
(1. Weihnachtsfeiertag), den 25. Dez., abends um 8 Uhr:
Predigt. — Freitag, den 27. Dez., abends um ½9 Uhr:
Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
Mittwoch, den 25. Dezember 1912
Weihnachten
St. Ludwigskirche: Dienstag, den 24. Dez.,
nachmit=
tags um 4 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Mittwoch, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: Chriſtmette und darauf heil.
Meſſe. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt mit Predigt. —
Um ½10 Uhr: Levitiertes Hochamt mit Predigt. — Um
11 Uhr: letzte hl. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr:
Vesper; darauf Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Barmherzigen Schwegern: Mittwoch, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Mittwoch, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Dienstag, den 24. Dez.,
nach=
mittags um 3 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Mittwoch, vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Um 6 Uhr: Chriſtmette. — Um ½7 Uhr:
Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe. — Um 9½ Uhr:
Hochamt und Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Vesper.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Dienstag, den
24. Dez., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Kollekte für den Kirchenbau
Mittwoch, vormittags um 6 Uhr: Chriſtmette ung
Predigt. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Hoch=
amt. — Nachm. um ½3 Uhr: Feierliche Vesper; darauf
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Kirche zu Eberſtadt: Dienstag, den 24. Dez., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Mittwoch, vormittags um 5 Uhr: Chriſtmette mit
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachm. um ½2 Uhr: Feierliche
Vesper; darauf Beichtgelegenheit.
Kapelle zu Pfungſtadt: Mittwoch, vorm. um 7 Uhr:
Chriſtmette mit hl. Kommunion und Predigt. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Andacht.
Donnerstag, den 26. Dezember 1912
Feſt des hl. Stephanus
St. Lndwigskirche: Vorm. von ½ 6 Uhr an:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte. — Um 6 Uhr; erſte heil. Meſſe. —
Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
8 Uhr: Militärgottesdienſt. — Um ½10 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte hl. Meſſe. — Nachm.
um 3 Uhr: Feſtandacht. — Freitag, vor der 9 Uhr=Meſſe
Weihe des Johannisweins.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Donnerstag,
vor=
mittags um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 6 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Jräulein: Donnerstag,
varmit=
tags um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Donnerstag, vormittags
um 9 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Donnerstag, vorm. von ¾6 Uhr
an: Gelegenheit zur heil. Beichte. — Um ½7 Uhr:
Früh=
meſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe mit Predigt. — Um
½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um 2 Uhr:
Andacht und Segen.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Donnerstag,
vor=
mittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. — Um
7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit Predigt. —
Nachmittags um ½3 Uhr: Feſtandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Donnerstag, vorm. um ½ 6 Uhr:
Beichte. — Um ½7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
— Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um ½ 2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht.
Werktags um ¾ 8 Uhr: Singmeſſe.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Donnerstag, vormittags um 8 Uhr: heil.
Meſſe mit Predigt.
Hapelle zu Pfungſtadt: Donnerstag, nachmittags um
½2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
The Service for Christmas will be held on Thursday,
z6th Dec., at 11,30 a. m. in the Hofkirche, followed by
Holv Communion.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Dezember 1912.
Nummer 303,
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Donnerstag, den 26. Dezember
ormittags 11½—12¼ Uhr auf dem
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des Großh. Art.=Korps.
Programm:
1. „In Wehr und Waffen”
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aus der Oper „Margarethe‟ (Fauſt
von Gounod. 3. „Lockenköpfchen”,
Intermezzo von Powell. 4.
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dienkranz aus der Oper „Der
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zugeben. J. Carl Schmidt, Ecke
Kirchſtr. u. Schuſtergaſſe i. Ld. (*14851
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Donnerstag, 26. Dezember 1912.
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Vierte Kindervorstellung
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der Geiſt der Berge.
Eine Komödie für große u. kleine
Kinder mit Geſang u. Tanz in
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Perſonen:
Erſte Abteilung. Erſtes Bild:
„Das luſtige Schneiderlein.”
Zweites Bild: „Bei Rübezahl”.
Rübezahl, erſcheint
als Köhler und
Schneider .
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Benedix,
Schneider, 2 . Richard Jürgas
Kunz,
Schuſter,
Paul Peterſen
Marten,
Weber, „ . Emil Kroczak
Hanna, Wirtin z.Minna Müller=
Bergſchenke . . Rudolph
Aron,
Handels=
mann
Adolf Jordan
Ilſe, eine Bäuerin Ilſe Berka
Friedel,
Hed. Jungkurth
Gretel, I deren Erna Steiger
Görgel, Kind. ErnaJungkurth
Liſel,
Zwerge. Gnomen.
Zweite Abteilung. Erſtes Bild:
„Das Schneiderlein in der Klemme
u. Kobolds Treiben”. — Zweites
Bild: „Der Glaswarenhändler”.
Rübezahl, erſcheint
als Mönch . . Johannes Heinz
Steffen,
Glas=
warenhändler . K. Weſtermann
Benedix, d. Schn. Richard Jürgas
Aron, Handelsm. Adolf Jordan
Blaſius, Bürgerm. Ludw. Wagner
Barbara,
Bürger=
meiſterin . . . Marie Hartig
Erſter 1 Rats= . Ludwig Wenzel
Zweiter) herr . Ad. Jungmann
Erſter A Rats= . Adolf Klotz
Zweiter diener . Ludwig Hinkel
Schlüffel, e. Bürg. C. Enzbrenner
Krempel, Schenkw. Frz. Herrmann
Jochem, Zech= . Kurt Schüppel
Lukas, 1 brüder . Fr. Jachimann
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Erſter
Zweiter/ Zwerg
Frieda Herbach
Nickel, 1 Gno= Käthe Gothe
Glimmer, men
Zwerge. Gnomen.
Schornſtein=
feger. Ein Invalide. Eine
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derfrau. Bürger u. Bürgerinnen.
Dritte Abteilung. Ein Bild:
„Ziegenfutter u. Hammelsbraten”.
Steffen
. K. Weſtermann
Ilſe, ſeine Frau . Ilſe Berka
Friedel, beider
Gretel, Kinder
Görgel,
Rebekka
Pater Euſebius
Hed. Jungkurth
Erna Steiger
Erna Jungkurth
Sofie Heumann
Auguſt Kräger
Zwerge. Gnomen. Rübezahls
Kapelle.
Vierte Abteilung. Erſtes Bild:
„Klärchen v. Liebenau”. —
Zwei=
tes Bild: „Kerker, Leiden und
Freuden”.
Rübezahl, erſcheint
als Bürger,
Bett=
ler u. Pater Joſef Johannes Heinz
Klärchen v. Liebe=
. Barb. Uttmann
nau
Benedix
. Richard Jürgas
. Guſtav Semler
Pater Joſef
Fünfte Abteilung. Erſtes Bild:
Zweites Bild:
„Heimkehr‟
„Dankbare Menſchen”
Rübezahl, erſcheint
als Bürger,
Bett=
ler und Herr des
. Johannes Heinz
Gebirges
Steffen
. K. Weſtermann
. Ilſe Berka
Ilſe.
.Hed. Jungkurth
Friedel
. Erna Steiger
Hretel .
Hörgel
Liſel .
Benedix .
Klärchen
Erna Jungkurth
. Richard Jürgas
. Barb. Uttmann
Zwerge. Gnomen. Kobolde.
Zeit: 1700.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ober=
inſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Nach der 2. Abteil. längere Pauſe.
Anfang 2 Uhr. — Ende 4 Uhr.
Volksvorſtellungspreiſe.
Donnerstag, 26. Dezember 1912.
83. Abonnem.=Vorſt. A 22.
Die Meiſterſinger
von Nürnberg.
Oper in 3 Aufzügen
von Rich. Wagner.
Perſonen:
Hans Sachs,
Schuſter . . . Georg Weber
Veit Pogner,
Goldſchmied . . AlfredStephani
KunzVogelgeſang,
Aug. Globerger
Kürſchner
Konrad
Nachti=
gall, Spengler . Adolf Klotz
Sixtus
Beck=
meſſer, Schreiber L. Schützendorf.
Fritz Kothner,
. Otto Semper
Bäcker
Balthaſar Zorn,
Zinngießer . . Fritz Lang
Ulrich Eißlinger,
Würzkrämer . . A. Fleiſchmann
Auguſtin Moſer,
. Br. Waigandt
Schneider .
Hermann Ortel,
Seifenſieder . . Franz Geibel
Hans Schwarz,
Strumpfwirker . Auguſt Kräger
Hans Foltz,
Kupferſchmied . Edm. Göllnitz
Walther v.
Stol=
zing, jung. Ritter Georg Becker
David, Sachſens
Lehrbube . . . Karl Bernhardt
Eva, Pogner’s
. G. Geyersbach
Tochter .
Magdalene, Eva’s
Amme
. . Anna Jakobs
Ein Nachtwächter Willy André
Nach d. 1. u. 2. Aufz. je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anf. 6 Uhr. — Ende gegen 11 Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 5 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Freitag, 27. Dez. 84. Ab.=Vſt.
C 21. „Die fünf
Trank=
furter.” Gewöhnl. Preiſe. Anz
fang 7½ Uhr.
Samstag, 28. Dez. 85. Ab.=Vſt.
B 22. „Die ſchöne Helena.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 29. Dez. Nachmittags
2½ Uhr: 13. Volksvorſtellung zu
ermäß. Preiſen. „ Der
Hoch=
touriſt.” Vorverkauf bis
ein=
ſchließlich Samstag, 28. Dez., nur
im Verkehrsbüro, Ernſt=
Ludwigs=
platz. Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten an der Tageskaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vor=
ſtellung, vormittags von 11 Uhr
ab. — Abends 7 Uhr: 86. Ab.=Vſt.
D 21. „Rienzi.” Gew. Preiſe.