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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Im Deutſchen Hof in Berlin wurde der mit einer
um=
fangreichen Ausſtellung verbundene erſte deutſche
Kino=Kongreß eröffnet.
In Hanau ſind beim 1. Bataillon des Eiſenbahn=
Regi=
ments 170 Erkrankungen an Typhus
vorge=
kommen.
Auf der Zeche „Miniſter Achenbach” bei Mengede
ereignete ſich geſtern morgen eine ſchwere
Schlag=
wetter=Exploſion. Acht Bergleute ſind tot und
mehrere ſchwer verletzt.
Der Abgeordnete Kovacs, der ſeinerzeit in einer Sitzung
auf den Präſidenten des ungariſchen Abgeordnetenhauſes
Tisza geſchoſſen hat, wurde vom Schwurgericht
in Peſt freigeſprochen.
Die ſpaniſche Kammer hat den
franzöſiſch=
ſpaniſchen Marokkovertrag mit 216 gegen
22 Stimmen angenommen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Der Halleſche Studenten=
Ausſtand.
* Der Ausſtand der mediziniſchen Studenten der
Univerſität Halle wird aller Vorausſicht nach noch nicht
ſo ſchnell beigelegt werden können; denn die Studenten
ſind feſt entſchloſſen, von ihren Bedingungen in keiner
Hinſicht abzugehen. Im Miniſterium erkennt man die
Motive des Vorgehens der Studenten an, wenn man
natürlich den Streik als ſolchen nicht billigen kann. Im
Jahre 1896, ſo wird erklärt, erging eine
Miniſterialver=
fügung, die für alle Univerſitäten gleichmäßig vorſchrieb,
daß nur diejenigen Studenten der Medizin zu den
klini=
ſchen und polikliniſchen Vorleſungen vorgelaſſen werden
dürfen, die das Zeugnis über das Phyſikum oder eine
dieſem gleichkommende Prüfung vorweiſen können. Das
gelte ſelbſtverſtändlich auch für die Ausländer. Das
Mi=
niſterium ſoll nun aus Anlaß des Falles in Halle ſofort.
allen Univerſitäten neuerdings die ſtrengen Vorſchriften
der erwähnten Miniſterialverordnung in Erinnerung
ge=
bracht und für die Zukunft deren wörtliche Beobachtung
verlangt haben. Gleichzeitig ſei auch allen Univerſitäten
erneut im allgemeinen eine gleichmäßige Behandlung der
ausländiſchen und der einheimiſchen Studentenſchaft
vor=
geſchrieben worden.
Die einzelnen deutſchen Univerſitäten
han=
deln in der Praxis nämlich ſehr verſchieden. Die
Univerſität Königsberg läßt wirklich Ausländer, die das
Phyſikum nicht gemacht haben, zu den kliniſchen
Se=
meſtern nicht zu. An der Univerſität Halle, für die
ſelbſt=
verſtändlich der Miniſterialerlaß genau ſo zu Recht
be=
ſteht wie für die Univerſität Königsberg, war es bisher
Brauch, daß die Profeſſoren auch Ausländer, die das
Phyſikum nicht gemacht haben zuließen. Schon ſeit
Jah=
ren erblicken die reichsdeutſchen Mediziner der
Univerſi=
tät Halle darin eine Ungerechtigkeit. Wenn jeder
reichs=
deutſche Student, um zum Beſuch der Kliniken zugelaſſen
zu werden, das Phyſikum beſtanden haben muß, ſo
ver=
langen ſie von den Ausländern dasſelbe. Sie denken
da=
bei weniger an die Zukunft als daran, daß ſie ſich durch
das Studium der Ausländer in Deutſchland in den
Kli=
niken in ihren Lernmöglichkeiten geſchmälert ſehen, da ſie
ſich in das vorliegende Krankenmaterial mit den
Aus=
ländern teilen müſſen. Verſchiedene Eingaben und
Rück=
ſprache mit den einzelnen Dekanen der mediziniſchen
Fa=
kultät in den vergangenen Jahren führten zu keinem
Er=
gebnis. Im Frühjahr 1912 aber entſchloß ſich die
medi=
ziniſche Fakultät, den Wünſchen der reichsdeutſchen
Medi=
ziner inſofern gerecht zu werden, als ſie es beim
Mini=
ſterium befürworten wollte, daß in Zukunft auch den
Aus=
ländern geſtattet werden ſolle, das Phyſikum an den
deutſchen Univerſitäten abzulegen. Im Mai dieſes
Jah=
res ging von der mediziniſchen Fakultät der Univerſität
dieſes Bittgeſuch an das Kultusminiſterium ab. Bis
heute iſt die Entſcheidung noch nicht
gefal=
len. Die Verhandlungen des Verbandes kliniſcher
Se=
meſter, der an allen Univerſitäten beſteht, mit der
Fakul=
tät führten natürlich zu keinem Ergebnis, da die Fakultät
immer wieder darauf hinwies, daß das Miniſterium
noch nicht entſchieden habe. Daraufhin beſchloſſen die
Mediziner in Halle einſtimmig den Ausſtand. Dieſer
Schritt war lange vorbereitet, und nicht ein einziger
Stu=
dent hat verſucht, ſich davon auszuſchließen. Die
Studen=
ten ſind feſt gewillt, auch dann auszuharren, wenn ihnen
dadurch etwa dieſes Semeſter verloren gehen ſollte. Sie
nehmen aber an, daß ſich die kliniſchen Mediziner faſt
aller deutſchen Univerſitäten ihnen anſchließen werden,
ſo daß das Miniſterium gezwungen ſein werde, die Sache
ſofort in die Hand zu nehmen. Der Ausſtand der
Stu=
denten richtet ſich alſo weniger gegen die mediziniſche
Fakultät der Halleſchen Univerſität, als gegen das
Mini=
ſterium. Die Profeſſoren erklären, daß es eine große
Un=
gerechtigkeit wäre, wollte man die Ausländer von dem
Beſuch der deutſchen Univerſitäten ausſchließen, die
medi=
ziniſche Wiſſenſchaft habe gerade in Deutſchland ſehr gute
Vertreter, ſo daß es von den Ausländern ſehr wohl zu
verſtehen ſei, wenn ſie deutſche Univerſitäten bevorzugen.
In Halle waren in der mediziniſchen Fakultät im
letz=
ten Semeſter 32 Prozent aller Studierenden
Ausländer, in dieſem Semeſter ſind es 28 Prozent.
An der Spitze des Streiks ſtehen ſehr ruhige Elemente.
Die Studenten haben nicht demonſtriert und werden es
auch nicht tun. Der größte Teil iſt jetzt ſchon abgereiſt,
und ſie werden erſt wieder kommen, wenn ſie vom
Ver=
band dahin verſtändigt werden, daß eine Einigung
er=
zielt worden ſei.
Eine offizielle Erklärung zu dem Ausſtand hat die
mediziniſche Fakultät der Univerſität Halle noch nicht
er=
laſſen. Die Herren, an der Spitze Geheimrat Bernſtein,
haben ſich mit dem Miniſterium in Berlin ins Benehmen
geſetzt. Selbſtändig können ſie nicht verfügen.
Es läßt ſich nicht leugnen, daß auch an der
Ber=
liner Univerſität innerhalb der Studentenſchaft
eine im Wachſen begriffene Mißſtimmung über das
Aus=
ländertum beſteht. Ein deutliches Symptom dafür iſt
wohl auch der Ausfall der Wahlen, die jüngſt für die
Leſehallenverwaltung ſtattfanden. Die „freie
Verwal=
tungspartei” führt ihre Niederlage zum Teil darauf zurück,
daß ſie ihren Prinzipien gemäß zur Ausländerfrage keine
Stellung nahm im Gegenſatz zur „nationalen Partei”, die
in dieſer Frage ſich deutlich ausgeſprochen und deshalb die
Majorität errungen hat. Die Berliner Kliniker ſind mit
ihren Wünſchen bis jetzt noch nicht an die Oeffentlichkeit
getreten. Zweifellos iſt auch in ihren Reihen eine
Ab=
neigung gegen die Ausländer vorhanden, die aber kaum
in ſo ſchroffen Formen wie in Halle ſich äußern wird.
Die mediziniſche Fakultät der Univerſität
Straßburg hat auf Betreiben des Straßburger
klini=
ſchen Verbandes beſchloſſen, nur ſolche Ausländer
zur kliniſchen Praxis zuzulaſſen, die das Phyſikum, wie
die Reichsdeutſchen, abgelegt haben. Dieſe Verordnung
tritt ſchon im nächſten Sommerſemeſter in Kraft.
Die Heidelberger Klinikerſchaft wird
heute abend in einer öffentlichen Verſammlung Stellung
zu dem Studentenſtreik in Halle nehmen. Die
Frei=
burgar Klinikerſchaft beſchloß in Sachen der
Ausländer an der Hochſchule eine Eingabe ähnlich der
Halleſchen. Die Eingabe wird dem Dekan überreicht
wer=
den. Nach Halle ging ein Zuſtimmungstelegramm. Der
Dekan der mediziniſchen Fakultät in Tübingen
ver=
wies darauf, daß er ſchon im April d. J. bekannt gegeben
habe, daß an der Univerſität nur Studierende mit
be=
ſtandenem Phyſikum kliniſche Vorleſungen und kliniſſche
Praxis beſuchen dürfen, was einer miniſteriellen
Ver=
ſügung vom Jahre 1897 entſpreche. Die Klinikerſchaft
er=
klärte ſich mit dieſer Behandlung der Angelegenheit
ein=
verſtanden.
* Halle a. S., 18. Dez. Da noch immer ke in e
Einigung zwiſchen der mediziniſchen Fakultät und
den ſtreikenden kliniſchen Studenten der Univerſität hat
erzielt werden können, fuhren heute mittag der Kurator
der Univerſität Halle, Geh. Oberregierungsrat Mayer,
und der Prodekan der mediziniſchen Fakultät, Profeſſor
v. Hippek, nach Berlin, um die Angelegenheit mit
dem Kultusminiſter zu beſprechen.
Hengſtliche Sparer,
die wegen Kriegsbefürchtungen
Sparkaſſengut=
haben abheben und keine Neuanlagen machen, ſind von
der Nordd. Allg. Ztg. jüngſt belehrt worden, daß
Spar=
kaſſengelder auch in Kriegszeiten der Beſchlagnahme von
Staats, wegen nicht ausgeſetzt ſind. Schärfer gehen mit
ſolchem „wirtſchaftlichen Unverſtand” die Grenzboten ins
Gericht, indem ſie ausführen:
Nur eine faſt kindliche Unerfahrenheit könne glauben.
daß im Ernſtfalle Gold und Silber, daheim
wohlver=
wahrt, ſicherer ſeien als im Treſor einer Bank oder
Spar=
kaſſe, oder daß bares Geld dem Beſitz von Staatspapieren
vorzuziehen ſei. Im Kriegsfalle ſeien die Beſtände
der Banken völkerrechtlich genau ſo geſchützt wie
jedes andere Privateigentum. Auch die Reichsbank ſei
immun, denn ſie iſt keine Staatsanſtalt. Man habe
ab=
ſichtlich, auch aus dieſem Grunde, ihr den Charakter eines
privaten Unternehmens gewahrt, den übrigens mit
Aus=
nahme der ruſſiſchen Staatsbank auch alle ſonſtigen
zen=
tralen Notenbanken haben. Man dürfe ſich dabei
er=
innern, daß im Jahre 1870 während der Invaſion durch
eine vorſchnelle Maßregel einer deutſchen Armeeleitung
die Beſtände der Bank von Frankreich bei einer
Nieder=
laſſung mit Beſchlag belegt wurden, aber ſelbſtverſtändlich
ſofort wieder freigegeben werden mußten. Es ſei alſo
nicht der geringſte Grund zu ſolchen Beſorgniſſen
vor=
handen. Und was den Beſitz von Effekten, insbeſondere
Staatspapieren anlangt, ſo werde im Kriegsfalle durch
Einrichtung von Kriegslombardkaſſen und ähnliche
Maß=
regeln dafür Sorge getragen, daß Staatsanleihen zu
Geld gemacht werden können. Deshalb ſei der Beſitz von
Staatspapieren eine vollkommene Bürgſchaft für die
Li=
quidität im Ernſtfall.
Hoffentlich laſſen ſich die Ueberängſtlichen von der
Verkehrtheit ihres Verfahrens überzeugen. Sie tragen
ſonſt dazu bei, finanzielle Kataſtrophen herbeizuführen,
denen ſie entgehen wollen.
Deutſches Reich.
Militäriſche Nachtragsforderungen.
Ueber die Nachtragsforderungen der Heeresverwaltung
war verbreitet worden, daß durch ſie gewiſſe Lücken in
unſeren Rüſtungen ausgefüllt werden ſollten, wozu u. a.
Mittel für die Erhöhung der Beſpannungsetats der
Feld=
artillerie, ſowie zur „Aufſtellung der Kriegsſtärken der
Kavalleriediviſionen” angefordert werden ſollten.
Be=
kanntlich ſind aber die Mittel zur Erhöhung des
Beſpan=
nungsetats bereits im laufenden Etat eingeſtellt worden.
Was die Forderungen für die Kavalleriediviſionen
an=
belangt, — gemeint iſt vermutlich ihre Formierung im
Frieden — ſo iſt dieſe Behauptung hinfällig. Lediglich
ein Nachtragsetat für den Ausbau unſerer Luftflotte iſt
zu erwarten, der ſich aber noch in Vorbereitung befindet
und an das Reichsſchatzamt noch nicht gelangt iſt. Weiter
war in der Preſſe die Rede von einer Abänderung des
Militärbrieftaubengbſetzes, wobei in Ausſicht geſtellt
wurde, daß Abhilfe gegen das Feldern der Tauben
ge=
ſchaffen werden ſollte, die den Saaten empfindlichen
Scha=
den zufügen. Aus dieſem Grunde ſollte beabſichtigt ſein,
die Brieftauben den Sperrvorſchriften zu unterwerfen.
Auch dieſe Nachricht entſpricht nicht den Tatſachen. Es
finden keinerlei Verhandlungen zwiſchen den beteiligten
Stellen über dieſe Frage ſtatt.
Eine Denkſchrift über die
Militär=
verwaltung. Wie verlautet, iſt im Kriegsminiſterium
eine Denkſchrift über die Militärverwaltung im
weſent=
lichen fertiggeſtellt worden, die in nächſter Zeit dem
Reichstage zugehen wird. Ferner wird eine Denkſchrift
über die Militäranwärter gleichfalls in nächſter Zeit dem
Parlament vorgelegt werden.
— Reichsverſicherungsanſtalt für
An=
geſtellte und
Lebensverſicherungsge=
ſellſchaften. Wie mitgeteilt wird, wird der
Bundes=
rat noch vor Inkrafttreten des Verſicherungsgeſetzes für
Angeſtellte am 1. Januar die Ausführungsbeſtimmungen
über die Beziehungen der Reichsverſicherungsanſtalt zu
den Lebensverſicherungsgeſellſchaften erlaſſen.
— Verhandlungen im Holzgewerbe. Der
Arbeitgeber=Schutzverband für das Deutſche Holzgewerbe
teilt uns mit:
Die am 30. November d. J. vertagten Verhandlungen
über Erneuerung der am 15. Februar 1913 ablaufenden
Verträge zwiſchen den Zentralvorſtänden des
Arbeitgeber=
ſchutzverbandes für das deutſch: Holzgewerbe, des
Deut=
ſchen und des Chriſtlichen Holzarbeiterverbandes und des
Gewerkvereins der Holzarbeiter H.=D. wurden am 13, und
14. Dezember fortgeſetzt Ueber die grundlegenden
Fra=
gen: Ablaufstermin und Arbeitszeit, konnte leider auch
hier keine Verſtändigung erzielt werden. Die Vertreter
der Arbeitgeber proponierten den Abſchluß eines
drei=
jährigen Vertrages, während die Vertreter der Arbeiter den
Abſchluß eines vierjährigen Vertrages forderten. Fernez
nahmen die Arbeitgeber die Stellung ein, daß an eine
Verkürzung der Arbeitszeit in den Städten, wo dieſelbe
wöchentlich 54 Stunden und weniger beträgt, für die
Dauer des abzuſchließenden Vertrages nicht gedacht
wer=
den könne, während die Arbeitnehmer eine Verkürzung
der Arbeitszeit auf der ganzen Linie forderten. Bei der
gegenſätzlichen Auffaſſung dieſer grundlegenden Fragen
mußte die Verhandlung ergebnislos verlaufen. Die
Ver=
treter der Arbeitgeber erklärten, um die Verhandlungen
nicht völlig ſcheitern zu laſſen, daß ſie bereit wären, ihren
Mandanten das negative Ergebnis in einer
einzuberufen=
den Städtevertreterverſammlung vorzutragen. Im
An=
ſchluß an dieſe Verſammlung ſollen die Verhandlungen
im Einverſtändnis der Zentralvorſtände Anfang Januar
fortgeſetzt werden.
— Die Entgleiſung Gröbers. Die
Behaup=
tung des Abg. Gröber im Reichstag über den verſtorbenen
Staatsſekretär Nieberding und die Jeſuiten wird der
Voſ=
ſiſchen Zeitung von einem der nächſten Anverwandten
Nieberdings als durchweg falſch bezeichnet. Nieberding
habe Beziehungen mit einem wiſſenſchaftlich
hervorragen=
den Jeſuitenpater gepflegt, der im Auslande weilte. Mit
einem anderen Jeſuitenpater, der ihm Grüße von dem
erſteren überbrachte, habe er ſich nach ſeiner Ueberführung
in ein Sanatorium ganze zehn Minuten unterhalten.
Ueber den Inhalt dieſer Unterredung hat der betreffende
Pater keine Mitteilungen gemacht, namentlich auch an
Herrn Gröber nicht. Es wird ausdrücklich erklärt, alle
näheren Verwandten Nieberdings, einerlei, wie ſie ſonſt
zu der Kirche und dem Jeſuitenorden ſtehen, mißbilligen
die Gröberſchen Mitteilungen.
— Aus der Vorgeſchichte des bayriſchen
Jeſuitenerlaſſes. Die Münchener N. Nachr.
ſchrei=
ben: Die Münchener Meldung der Kölniſchen Zeitung, daß
der verſtorbene Prinz=Regent Luitpold von demberüchtigten
Jeſuitenerlaß Hertlings erſt aus den Zeitungen Kenntnis
erhalten hat, können wir beſtätigen. Die Tatſache iſt uns
bereits ſeit einiger Zeit bekannt, wir hielten es aber für
richtig, ſie erſt zu erwähnen, wenn die Trauerfeierlichkeiten
für den verſtorbenen Regenten vorüber ſind. Dann wird
auch noch von manchen anderen Inkorrektheiten und
Ver=
ſtößen gegen den ordnungsmäßigen Geſchäftsgang zu
reden ſein, die bei der Entſtehung des Jeſuitenerlaſſes
vorgekommen ſind.
Ausland.
Frankreich.
Die Präſidentenwahl. Nach einer
Blätter=
meldung hat der Miniſter der öffentlichen Arbeiten und der
ſozialen Fürſorge Bourgeois trotz des Drängens ſeiner
Kabinettskollegen unter Hinweis auf ſeinen
Geſundheits=
zuſtand es von neuem abgelehnt, ſeine Kandidatur für die
Präſidentſchaft der Republik aufſtellen zu laſſen. Es
heißt, Miniſterpräſident Poincaré habe mit dem Arzt
Bourgeois, dem Profeſſor Gilbert, eine Beſprechung
ge=
habt. Das Ergebnis derſelben ſei aber, daß auf eine
Kandidatur Bourgeois in der Tat nicht mehr gerechnet
werden könnte. Doch heißt es, daß Bourgeois erſt im
Miniſterrat in amtlicher Weiſe ſeinen endgültigen Beſchluß
kundgeben werde. Dem Echo de Paris zufolge wird
dieſe Antwort allen umlaufenden Gerüchten entgegen
keine ablehnende ſein. Bourgeois wird erklären, er
nehme die Kandidatur ungern, aber aus Pflichtgefühl an.
In dieſem Falle würden Ribot und der Senatspräſident
Duboſt von ihrer Bewerbung um die Präſidentſchaft der
Revublik zurücktreten. Dagegen würde Kammerpräſident
Deschanel ſeine Kandidatur ſelbſt gegen Bourgeois
auf=
rechterhalten.
Errichtung von Flugſtationen. Einer
offi=
ziöſen Meldung zufolge hat das Marineminiſterium
be=
ſchloſſen, in Biſerta, Bonifacio, Nizza und Dünkirchen
Stationen für das Flugweſen der Kriegsflotte zu
errich=
ten. Zur Vervollkommnung dieſes Flugweſens ſtiftete das
Marineminiſterium einen Preis von 50000 Francs für
die beſten Waſſerflugzeuge. Der Wettbewerb wird von
dem Aeroklub im Laufe des nächſten Jahres in Dauville
veranſtaltet werden. Das Marineminiſterium hat ſich
erbötig gemacht, jenes Waſſerflugzeug, das den erſten
Preis gewinnt und gewiſſe von dem Marine=Generalſtab
und dem Aeroklub feſtgeſetzte Bedingungen erfüllen ſollte,
für 60 000 Frcs., und das mit dem zweiten Preiſe bedachte
Flugzeug für 50 000 Fres. anzukaufen.
Spanien.
Annahme des Marokkovertrags. Die
Kam=
mer hat geſtern den franzöſiſch=ſpaniſchen Marokkovertrag
mit 216 gegen 22 Stimmen angenommen. Die Liberalen
nd Konſervativen ſtimmten für den Vertrag, die
Republi=
kaner dagegen, während die Karliſten ſich der Stimme
enthielten. Der Führer der Karliſten Mella hielt eine
Rede, in der er die engliſche Politik einer ſcharfen Kritik
unterzog. Er erklärte u. a., England beſitze die Majeſtät
es alten Rom, aber auch die Untreue des alten Carthago.
Er ſprach in anerkennenden Worten von Frankreich, trat
aber für ein Bündnis zwiſchen Spanien und Deutſchland
ein.
England.
Die chineſiſche Anleihe. Wie Reuter erfährt,
ſind die Verhandlungen über die neue chineſiſche 25=
Mil=
lionen=Pfund=Anleihe ſo gut wie abgeſchloſſen. Die fünf
Banken, welche die engliſche Gruppe des
Sechsmächteſyn=
dikats bilden, einigten ſich über die Hauptpunkte. Die
Verhandlungen ruhen aber, bis die Verhältniſſe auf dem
Balkan geklärt ſind. Sobald die Friedenskonferenz zu
einer Verſtändigung gelangt, wird der endgültige
An=
leihevertrag abgeſchloſſen.
Schweden.
Bau einer Luftflotte. Man geht mit dem
Plane um, den Ertrag der ſogenannten Björkquiſtſche
Sammlung zur Selbſtverteidigung Schwedens als
Grund=
ſtock für eine nationale Sammlung zu verwenden, die der
Errichtung von Aviatikerſchulen und dem Bau einer
Luft=
flotte dienen ſoll. Die erwähnte Sammlung war
ur=
prünglich im Intereſſe der Kriegsflotte unternommen
und wurde dann durch den großartigen Ertrag der
Sammlung des Hanſabund=Vereins unnötig gemacht.
Rußland.
Die Selbſtverwaltung in Ruſſiſch=
Polen. Der Reichsrat begann heute mit der Beratung
der Geſetzesvorlage betr. Reorganiſation der
Städtever=
waltung im Zartum Polen. Es wurde beſchloſſen, die
Frage abermals an die Kommiſſion zu überweiſen. Die
Vorlage errichtet die Selbſtverwaltung in Ruſſiſch=Polen,
wobei das Wahlrecht alle Grundbeſitzer ſowie ein Teil
der Wohnungsmieter erhalten. Die Wähler bilden drei
Kategorien, von denen je eine aus Ruſſen, Juden und den
übrigen Wählern gebildet wird. Außer der ruſſiſchen
Sprache wird auch die polniſche als Geſchäftsſprache
zuge=
aſſen.
Griechenland.
Die griechiſchen Finanzen und der
Krieg. Die griechiſchen Monopoleinnahmen ergaben im
Oktober ca. 2310 300 Dr. oder gegen den Oktober des
Vorjahres 1120579 Dr. weniger, ſie ſind alſo ganz
be=
trächtlich zurückgegangen. Für die erſten 10 Monate ſtellt
ſich die Einnahme im ganzen auf 28 692555 Dr. (im
Vor=
jahre 28 641012 Dr.). Die Folgen des Krieges, die im
September erſt ſchwach zum Ausdruck kamen, treten in dem
Oktoberausweis bedeutend ſtärker in die Erſcheinung.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Dezember.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen geſtern den Generalmajor Riedel
v. Konsheim, Kommandeur der 26. Infanterie=Brigade
in Minden, den Hauptmann Schultze=Jena, Batteriechef
im 2. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiment Nr. 61, den
Landgerichtsrat Stigell, den Sanitätsrat Dr. Metzger,
die Juſtizräte Dr. Friedmann und Dr. Billhardt, letztere
vier von Mainz, den Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Siebeck
von Gießen, den Oberlandesgerichtsſekretär Dr. Bittel,
den Geh. Obermedizinalrat Dr. Lorenz, den Profeſſor
Martin von Gießen, den Marine=Baumeiſter Pfarr in
Kiel, den Bürgermeiſter Oekonomierat Keller von
Spies=
heim, den 1. Hauptſtaatskaſſendirektor Dexheimer, die
Oekonomieräte Stauffer von Wachenheim, Heil von
Habitzheim und Walter von Lengfeld, den Geh.
Medizinal=
rat Dr. Reiſinger, Direktor des Städt. Krankenhauſes in
Mainz, den Regierungs= und Baurat Kreſſin, Mitglied
der Eiſenbahndirektion in Mainz, den Kommerzienrat
Langenbach von Worms, den Lehrer Nicklas, den
Vor=
arbeiter Hafner, den Pfarrer Römheld von
Dreieichen=
hain, den Forſtmeiſter Schaefer von Mönchsbruch,
den Kommerzienrat Dr. W. Opel von Rüſſelsheim, den
Obereichmeiſter Schröder von Mainz, den Eichmeiſter
Schäfer von Bingen, den Schulrat Gunderloch und den
Rektor der höheren Bürgerſchule Profeſſor Diehl von
Dieburg, die Lehrer Plöſſer von Ginsheim a. Rh., Bertſch
von Dieburg, Schwörer von Schlierbach, Kreis Dieburg,
und Müller von Groß=Gerau, den Oekonomierat Heil
von Wickſtadt, den Kirchenrat Hainer von Hungen, den
Arreſthausverwalter Klingler von Gießen, den Direktor
der Duncanſchule Merz, den Kreisarzt Medizinalrat
Dr. W. Schäffer von Alzey, den Kreisſchulinſpektor Judith.
von Heppenheim a. d. Bergſtr., den Maler Pellar; zum
Vortrag den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat
Römheld.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den ordentlichen Profeſſor
in der pbiloſophiſchen Fakultät der Landesuniverſität
Gießen, Geheimen Hofrat Dr. Eugen Netto auf ſein
Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen, mit
Treue und Eifer geleiſteten ſehr erſprießlichen Dienſte,
mit Wirkung vom 1. April 1913.
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Fürſten zu
Löwenſtein=Wertheim=Roſenberg und dem Herrn Fürſten
und Grafen zu Erbach=Schönberg auf die erſte
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Lützel=Wiebelsbach, im
Kreiſe Erbach, präſentierte Schulamtsaſpirant Heinrich
Lutz aus Nieder=Klingen, Kreis Dieburg, für dieſe Stelle.
* Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin haben
Fräulein Anna Ethel in Anerkennung des von
ihr verfaßten Buches ihr Bild mit Allerhöchſter
eigen=
händiger Unterſchrift überreichen laſſen.
* Parlamentariſcher Abend. In Anweſenheit Sr.
Kgl. Hoheit des Großherzogs fand am Dienstag abend
bei Staatsminiſter Dr. Ewald ein
parlamen=
tariſcher Abend ſtatt. Erſchienen waren: 20
Mit=
glieder der Erſten Kammer und 46 Mitglieder der
Zweiten Kammer, darunter die Präſidenten;
außer=
dem die Miniſter und die Räte des Stagtsminiſteriums,
der Generaladjutant, der Vorſtand des Kabinetts und
andere.
* Aus Anlaß des Namenstages Sr. Maj. des
Kaiſers von Rußland findet heute vormittags 11 Uhr
in der Ruſſiſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe
Gottes=
dienſt mit anſchließendem feierlichen Te Deum ſtatt.
* Trauerfeier für den verſtorbenen Prinz=Regenten
von Bayern. In der St. Ludwigskirche fand geſtern
morgen ein vom hieſigen Bayernverein beſtelltes
Seelenamt für den verſtorbenen Prinz=
Regenten Luitpold von Bayern ſtatt, das von
Kaplan Moſer unter Aſſiſtenz der Herren Wilhelm und
Jung zelebriert wurde.
g. Strafkammer. Der 32jährige Maſchiniſt Adolf
Peter Wolf aus Offenbach ſtand wegen
Körperverletz=
ung mittels Revolvers geſtern vor der hieſigen
Straf=
kammer. Der Angeklagte und ſeine Ehefrau waren
am 6. Oktober mit den befreundeten Eheleuten Karl
Häcker im Wirtshaus zuſammen. Als der Angeklagte
ſeine Ehefrau im Verlauf eines Streites ſchlug, miſchten
ſich andere Gäſte dazwiſchen. Spät abends kam es
noch=
mals zwiſchen den beiden Eheleuten zu Tätlichkeiten und
Häcker erſuchte nun Wolf, dies zu unterlaſſen. Schließlich
gerieten ſie beide ins Handgemenge und Wolf zog ſeinen
Revolver. Der abgegebene Schuß, eine Platzpatrone,
brachte dem Häcker eine lebensgefährliche Wunde unter
dem linken Auge bei. Sie wurde jedoch nach
dreiwöchi=
gem Krankenlager geheilt, ohne daß nachteilige Folgen
entſtanden ſind. Der Angeklagte gibt an, er habe in
Not=
wehr gehandelt, da Häcker geäußert habe, wenn er ein
Meſſer hätte, würde er ihm die Kehle durchſchneiden.
Durch Zeugen wird aber feſtgeſtellt, daß dieſe Aeußerung
nach dem Schuß gefallen iſt. Auf keinen Fall war das
Schießen mit dem auch ſcharf geladenen Revolver
gerecht=
fertigt. Der als Nebenkläger auftretende Verletzte ver=
Vom Reich der Fixſterne.
Caſſiopeia.
Von Joſeph Lößer.
(Schluß.)
Wenn unſere Sterne auch zu einem ſog. Sternbild
zuſammengefaßt ſind, in dem ſie ihre gegenſeitige Lage
nicht oder kaum bemerkbar ändern, ſo ſind ſie natürlich
doch nicht gleich weit von uns entfernt. Von den das W.
bildenden Sternen ſteht 8 am wenigſten weit ab, obgleich
er etwa 4½ mal weiter iſt, als der ſchon erwähnte uns
nächſte Fixſtern (im Sternbild Centaur, für uns
un=
ſichtbar) und ſein Licht rund 20 Jahre braucht, um zur
Erde zu gelangen. Unſer Stern a mag wieder 4,6 und
gar 13,7mal ſo weit ſein, wie 3. Aber wie kommt man zu
dieſen fabelhaft rieſigen Ausmeſſungen, wie iſt es möglich,
ſo ungeheuer tief in das Weltall einzudringen? Die Sterne
ſtellen ſich doch nur als leuchtende Punkte auf dunkler
Kugelſchale dar, die das Auge kein Näher oder Weiter
un=
terſcheiden laſſen, ſo daß die Alten naiv meinten, ſie ſeien
auf der Himmelsſphäre befeſtigte goldene Nägel oder
Licht=
chen, nicht ahnend, daß auch dieſe von der Art unſeres
Zen=
tral= oder Tagesgeſtirnes ſind, Sonnen, die im Weltraum
die verſchiedenſten Richtungen und — bei unfaßbarer
Weite — auch die verſchiedenſten Entfernungen haben. Wir
wiſſen, daß die Erde ſich in einer von der Kreisbahn wenig
abweichenden Ellipſe jährlich um die Sonne dreht, daß
ſie ſich alſo halbjährlich an entgegengeſetzten Stellen ihrer
Bahn befindet. Der Abſtand dieſer Stellen iſt gleich dem
Durchmeſſer der Erdbahn, oder gleich der doppelten
Ent=
fernung der Erde von der Sonne. Die Entfernung der
Erde von der Sonne heißt abgekürzt „Sonnenweite‟
und beträgt rund 150000000 Kilometer (im Mittel
148672000 Kilometer). Bei den extremen, 2
Sonnen=
weiten von einander entfernten Lagen der Erde, alſo z. B.
von Sommer= bis Winteranfang, kommt demnach eine
Ent=
fernung von rund 2X150 — 300 Millionen Kilometer in
Betracht. Daher ſieht man nach einem halben Jahre —
natürlich nur bei feinſten Meſſungen, auch mit Hilfe der
Photographie — kei den einen oder anderen Sterne eine
geringe Verſchiebung am Himmel, die ſich natürlich um ſo
kleiner zeigt, je weiter er von uns entfernt iſt. Durch dieſe
m Winkelmaß feſtzuſtellende Verſchiebung erhält man auch
den Winkel, den die von dem Sterne nach den beiden
ex=
tremen Beobachtungsorten gezogen gedachten Geraden am
Sterne als Scheitelpunkt miteinander bilden. Es iſt ſich
dabei folgendes Bild vorzuſtellen: Vom Sterne zunächſt
nach der Sonne eine gerade Linie gezogen, zu dieſer durch
die Sonne in der Ebene der Erdbahn eine Senkrechte;
dieſe ſchneidet die Erdbahn in zwei gegenüber liegenden,
extremen Punkten. Von dieſen auch nach dem Sterne
ge=
rade Linien gezogen, erhält man ein gleichſchenkeliges
Dreieck, deſſen Baſis den Durchmeſſer der Erdbahn, deſſen
gleiche Seiten die Entfernung des Sternes von der Erde
darſtellen und deſſen Winkel an der Spitze nun als bekannt
vorauszuſetzen iſt. Die Hälfte desſelben, gebildet von
einer Seite des Dreiecks und der Linie vom Sterne nach
der Sonne, gehört zum Halbmeſſer der Erdbahn, zur
Son=
nenweite, der ganze Winkel zum Erdbahndurchmeſſer, zur
doppelten Sonnenweite. Die in Rede ſtehende Hälfte des
Winkels an der Dreieckſpitze heißt die Parallaxe des
Sternes. Man denke ſich nun weiter von dem Sterne als
Mittelpunkt aus einem Kreis ſo gezogen, daß er durch die
Endpunkte der Baſis des Dreiecks geht, dann nimmt er,
ein Kreis von ungeheuer großem Halbmeſſer, dieſe Baſis
in ſeiner Peripherie auf, da ein verhältnismäßig ſo
klei-
ner Teil derſelben als gerade gelten kann. Wir haben ſo
einen Kreisausſchnitt, deſſen Zentriwinkel der bekannte
Winkel an der Spitze des Dreiecks, den wir mit w
bezeich=
nen wollen, und deſſen (nur unmerklich gekrümmter) Bogen
gleich der doppelten Sonnenweite iſt. Nun gehört zum
Zentriwinkel von 360% der ganze Umfang des Kreiſes
2X3,1416Xx, worin x die geſuchte Entfernung des
Sternes von der Erde oder der Erdbahn=Ebene iſt. Dem
Zentriwinkel w gehört hiernach der Kreisbogen
W
2 X3,1416 XX an, welcher gleich 2 Sonnenweiten iſt.
360
360
Es ergibt ſich hieraus X—
2 X3,1416 Xv Sonnenweiten.
Daraus erkennt man auch, daß ſich die Entfernungen der
Sterne umgekehrt verhalten wie die Winkelgröße w, oder
ihre Parallaxen, welche halb ſo groß ſind. Für 3 in der
Caſſiopeia iſt die Parallaxe 0,164‟, w alſo gleich 0,3284
0,3280
360 X60 X60 X2—
ſeine Entfernung demnach
60267
2X3,1416X0,328
rund 1257710 Sonnenweiten; ſo viel mal weiter als die
Erde von der Sonne iſt, alſo Stern § der Caſſiopeia von
ns entfernt. Multipliziert man dieſe Zahl mit 150000 000,
ſo erhält man ſeinen Abſtand in Kilometern. Für a
be=
trägt die Parallaxe 0,036‟, für † 0,012‟; erſterer iſt alſo
O,164
— rund 4,6 mal weiter als 8,r wieder 3 mal ſo weit
(136
als a. Es ſcheint hiernach die Feſtſtellung der Entfernung
der Fixſterne nicht allzu ſchwierig und doch iſt ſie äußerſt
kritiſcher Art. Bei der außerordentlichen Kleinheit der
Parallaxe iſt ihre genaue Beſtimmung höchſt ſchwierig.
Die Parallaxen=Angaben ſind daher zum Teil auch noch
unſicher. Schon der kleinſte Fehler beeinträchtigt das
dar=
aus herzuleitende Reſultat der Stern=Entfernung ganz
erheblich. Wir haben geſehen, daß der Parallaxe von
0,164‟ an 1257710 Sonnenweiten entſprechen; unterläuft
nur der winzige Fehler von 0,05‟, ſo daß die Parallaxe
.0. 16
etwa 0,114” wäre, ſo entſprächen dieſer —24 X 1 257710
— rund 1809000 Sonnenweiten, alſo ſchon 551 290
Sonnen=
weiten mehr. Die meiſten Fixſterne ſind übrigens ſo
un=
geheuer weit, daß ſie keine Verſchiebung am Himmel von
der hier behandelten Art, alſo auch keine Parallaxe zeigen.
So weit ſolche bekannt ſind, hat ſich aber ergeben, daß die
hellen Sterne nicht immer die näheren ſind, daß vielmehr
ſolche weiter weg ſein können als lichtſchwache.
Kennt man die Parallaxe und damit die Entfernung
eines Sternes, ſo iſt folgendes klar: Viſiert man zu ihm
einen der Parallaxe gleichen Winkel am Himmel ab, ſo
entſpricht dieſem in der Entfernung des Sternes auch
eine Sonnenweite. Es gibt nun am Himmel eine Reihe
von ſogenannten Doppelſternen, Sterne, die inſofern
zueinander gehören, als der eine ſich als Begleiter des
anderen darſtellt, ſich nämlich um dieſen, den Hauptſtern,
ſo bewegt, wie etwa die Erde oder ein anderer Planet
um die Sonne. Hat man nun beiderſeits des
Haupt=
ſternes, deſſen Parallaxe als bekannt vorausgeſetzt wird,
den weiteſten Winkelabſtand des Begleiters gemeſſen, ſo
langt für entgangenen Arbeitsverdienſt etwa 60 Mark
und Schmerzensgeld in Höhe von 100 Mark. Der
Staats=
anwalt beantragte wegen vorſätzlicher Körperverletzung
1 Jahr 6 Monate Gefängnis; das Gericht erkannte jedoch
wegen fahrläſſiger Körperverletzung auf 150 Mk.
Geld=
ſtrafe und eine an den Privatkläger zu zahlende Buße
von 100 Mark.
In der Kunſthalle am Rheintor iſt zurzeit eine
Weihnachts=Ausſtellung heſſiſcher Künſtler. Auf der
hoch=
intereſſanten und des Beſuches dringend empfohlenen
Ausſtellung ſind u. a. vertreten die folgenden Künſtler:
Profeſſor Adolf Beyer, Frau Anna Beyer, Prof. Küſtner=
Guntersblum, Andreas Achenbach, Prof. Melchior Kern,
Prof. Eugen Bracht, Prof. H. R. Kröh, Prof. Ph. O.
Schäfer, Albert Hartmann, Willy K. Preetorius, Paul
Weber, Hanns Zernin, Georg Altheim, Jak. Weinheim,
Prof. W. Bader, Leo Kayſer, Prof. Rich. Hölſcher,
Au=
guſte Kichler, Prof. Bernhard Hoetger und Anthes. Wir
kommen auf die Ausſtellung zurück.
* Guyot=Stiftung für de Zwecke der
evan=
geliſchen Gemeindepflege im Großberzogtum Heſſen.
Nach dem 5. Bericht ſind an einmaligen Beiträgen
bis=
her eingegangen 3403,43 Mk.; an Jahresbeiträgen für
1911 388 Mk., für 1912 402,70 Mk., zuſammen 790,70 Mk.
Die Hauptmaſſe der Beiträge iſt in Darmſtadt, Gießen,
Heppenheim und Bensheim aufgebracht worden. Da
ſolche aus den Städten Mainz, Worms und Friedberg
noch ausſtehen, darf wohl mit weiteren namhaften
Eingängen gerechnet werden, die das Konto „Guyot=
Stiftung” bei der Bank für Handel und Induſtrie in
Darmſtadt entgegennimmt. Es iſt vorgeſorgt, daß die
Stiftung 1913 in Kraft treten kann. Näheres wird
mitgeteilt werden, ſobald die dazu erforderlichen
Ver=
handlungen zum Ziele gekommen ſind.
— Rentenauszahlung. Vom 1. Januar 1913 ab
werden zur Erleichterung des Zahlungsgeſchäftes bei
den Poſtämtern über die Empfänger von Alters=,
Invaliden= und Unfallrenten nicht mehr
Liſten, ſondern Stammkarten geführt, die fortlaufend
numeriert ſind. Jedem Rentenempfänger in
Darmſtadt iſt bereits eine Nummerkarte zugeſandt
worden. Dieſe Karte muß nebſt der Quittung am
Aus=
zahlungsſchalter jedesmal vorgelegt werden.
Andernfalls verzögert ſich die Auszahlung. Einem Teil
der Rentenempfänger konnte die Karte nicht behändigt
werden, weil deren jetzige Wohnung nicht bekannt iſt
und auch nicht zu ermitteln war. Für jeden
Renten=
empfänger in Darmſtadt, der bis jetzt eine Karte nicht
er=
halten hat, empfiehlt es ſich daher, daß er alsbald am
Poſtausgabeſchalter Nr. 7 des Poſtamts in der
Rhein=
ſtraße ſich meldet und ſeine Wohnung angibt oder dieſe
dem Poſtamt ſchriftlich mitteilt. Bei dieſer Gelegenheit
ſei darauf hingewieſen, daß vom 1. Januar 1913 ab
über Invalidenbezüge (Buchſtabe I) nur
Quit=
tungsformulare neuerer Art benutzt werden
dürfen. Wer neue Formulare noch nicht beſitzt, wird
gut tun, ſie ſich alsbald zu beſorgen.
* Im Britannia=Hotel ſind abgeſtiegen: Herr Baron
von Bioncourt, Kammerherr S. M. d. Kaiſers von
Ruß=
land; Herr Baron und Frau Baronin von Hobocken aus
dem Haag mit Begleitung; Graf Hennett von der
öſterreichiſch=ungariſchen Geſandtſchaft aus Bern;
Mon=
ſieur Givelet aus Reims; Se. Erlaucht Graf und
Gräfin zu Erbach=Erbach; Graf von Montefiore aus
London; Graf d’Avricourt aus Paris mit
Diener=
ſchaft; Herr Baron von Tengburg aus Scheveningen;
Herr Baron Lecg de Clerk aus Scheveningen; Herr Baron
und Frau Baronin Maydell aus St. Petersburg.
— Verkehrs=Verein. Der Vorſtand des Verkehrs=
Vereins hielt im Hotel „Darmſtädter Hof” eine gut
be=
ſuchte Sitzung ab. Neu aufgenommendin den Verein
wurde Herr Amtmann Kröll. Der Vorſitzende teilte mit,
daß auf das Glückwunſchtelegramm des Vereins anläßlich
des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs ein
Danktelegramm eingegangen ſei. Zu dem
Jubi=
läum der Opelwerke, deren Inhaber Ehrenmitglieder des
Vereins ſind, hat der Verein auch ſeine herzlichen
Glück=
wünſche ausgeſprochen, ebenſo zu dem Jubiläum des
hie=
ſigen Schlittſchuhklub=Sportvereins. — Erfreulicherweiſe
wurde einer Anzahl in der letzten Sitzung erfolgten
An=
regungen ſtattgegeben. So wurde von ſeiten der Großh.
Bürgermeiſterei die gewünſchte Aufſtellung von
Ruhebänken an folgenden Halteſtellen der elektriſchen
Straßenbahn in Ausſicht genommen: An der Halteſtelle
am Realgymnaſium, an der Infanteriekaſerne, an der
Odenwaldbahn, am Schloßgartenplatz, am Schlachthof, an
der Ecke Karlſtraße=Wilhelmſtraße, am
Hallenſchwimm=
bad, am Oſtbahnhof, an der Wartehalle auf dem Ernſt=
Ludwigsplatz und an der Ecke Bismarckſtraße=
Grafen=
ſtraße. — Bezüglich der Zulaſſung von Zirkus=
Unterneh=
mungen hat ſich das Großh. Polizeiamt der Anſicht des
Vereins angeſchloſſen, wonach ſolche Unternehmungen nur
während des Sommers zugelaſſen werden ſollen und
wurde dieſe Nachricht im Intereſſe hieſiger Inſtitute
be=
grüßt. Allgemeines Befremden erregt es jedoch, daß
hie-
ſige Geſchäftsinhaber die großen Plakate eines Zirkuſſes
der in Frankfurt gaſtierte, in ihren Schaufenſtern
aus=
hängen und dadurch nun Reklame für Frankfurt machen,
was umgekehrt niemals der Fall ſein dürfte. Da der Weg
von der Halteſtelle „Faſanerie” nach dem Oberwaldhaus,
beſonders nach Regentagen, faſt unpaſſierbar iſt, wurde
auf Anſuchen des Vereins das Erforderliche zur Herſtellung
von der Großh. Bürgermeiſterei angeordnet. — Die
ver=
ſchiedentlich gewünſchte Aufſtellung eines Hebekrans am
Oſtbahnhof wurde leider von der Eiſenbahndirektion
ab=
gelehnt. Verſchiedene Unſtimmigkeiten in den Preiſen der
Fahrkarten, die ſich bei der Eröffnung des Nordbahnhofes
ergaben, wurden auf eine bezügliche Eingabe des Vereins
beſeitigt. — Einer Anregung eines Mitgliedes, die die
An=
bringung von Briefkäſten an den Straßenbahnwagen
be=
zweckte, um die Briefe raſcher zur Poſt zu befördern, konnte
die Poſtbehörde leider nicht entſprechen. Bei dieſer
Ge=
legenheit wurde darauf aufmerkſam gemacht, daß es
ge=
ſtattet ſei, frankierte Telegramme zur Beförderung in die
Briefkaſten einzulegen, welche Annehmlichkeit wohl nicht
ſehr bekannt ſein dürfte. Von der von dem Großh.
Poli=
zeiamte verfügten früheren Schließung der Nacht=Cafés,
hat der Vorſtand Kenntnis genommen. Die für
Hinaus=
ſchiebung und Milderung dieſer Maßregel
unternomme=
nen Schritte blieben ohne Erfolg. — Von auswärtigen
Fir=
nen werden zur Herbeiſchaffung von Waren ſchwere
Laſt=
automobile mit Anhängewagen ohne Gummibereifung
ver=
wandt und verurſachen dieſe Wagen ſolche
Erſchütterun=
gen, daß wiederholt in Schaufenſtern ausgeſtellte Waren
herabfielen und beſchädigt wurden. Der Verein hat ſich
wegen Beſeitigung dieſes Mißſtandes an das Großh.
Polizeiamt gewandt und hofft man auf Erfolg. —
Die verſchiedentlich ſchon gewünſchte Einführung von
Blockkarten für die ſtädtiſche Straßenbahn hat der
Verein bei der Direktion der „Heag” angeregt und
hofft, daß dieſer Anregung ſtattgegeben wird. —
Bezüglich des Fahrplanbuches teilte der Vorſitzende mit,
daß die Fa. L. C. Wittich in entgegenkommender Weiſe den
Wünſchen des Vorſtandes um Befreiung des von dem
Ver=
ein zu leiſtenden Zuſchuſſes nunmehr entſprochen habe,
welches Entgegenkommen im Intereſſe der Finanzen des
Vereins ſehr zu begrüßen iſt. Die Ausſtellung „Der Menſch”
ſtellte dem Verein die übriggebliebenen Führer durch die
Ausſtellung unentgeltlich zur Verfügung. Der Vorſtand
überwies dieſe Führer der Großh. Bürgermeiſterei zur
Verteilung an die hieſigen Schulen. — Auch für dieſen
Winter hat der Verein wieder den Schneemeldedienſt für
den Odenwald übernommen. Die eingehenden
Schnee=
nachrichten werden am Verkehrsbureau zum Aushang
ge=
bracht und in den Zeitungen veröffentlicht. — Die
Volks=
vorſtellungen Sonntags nachmittags begrüßt der Verein
als Unterſtützung ſeiner Beſtrebungen ſehr. Die von dem
Vorſitzenden gmachten Vorſchläge, betreffend den Verkauf
von Abonnementskarten für das Großh. Hoftheater im
Verkehrsbureau, wurden von dem Vorſtande gutgeheißen.
— Die Beteiligung des Verkehrs=Vereins an der
Arbeits=
zentrale kam nicht zuſtande. Ein Antrag zur Ernennung
eines Ehrenmitgliedes wurde einſtimmig angenommen
und dann die Sitzung um ½1 Uhr geſchloſſen.
— Der Gemeindegeſangvcerein der evangeliſchen
Stadtgemeinde gab am verfloſſenen Sonntag in der
Stadt=
kapelle ein Kirchenkonzert, deſſen Erlös für die
Zwecke des Kindergottesdienſtes der Stadtkapelle beſtimmt
war. Das Konzert war auf den echten, rechten
Weih=
nachtston geſtimmt. Vom Altar verbreitete ein Chriſtbaum
Weihnachtsduft und Weihnachtsglanz. Eine zahlreiche
Gemeinde füllte den traulichen Kirchenraum und lauſchte
andächtig den weihevollen Tönen. Stadtorganiſt
Born=
gäſſer ſpielte zu Anfang ein entzückendes „
Weihnachts=
paſtorale” über den Choral Vom Himmel hoch” unter
Benutzung J. S Bachſcher Motive, bearbeitet von Albert
Hänlein. All die ſchönen feinen Klangfarben namentlich
der zarten Regiſter der von Sauer=Frankfurt a. O. vor
kurzem neuerbauten Orgel kamen zu reizvoller Geltung.
Dann kam unter Leitung des Kapellmeiſters Landwich
zur Aufführung „Die heilige Nacht” von Kurt Seiffert,
Op. 21. volkstümliche Weihnachtskantate für gemiſchten
Chor, Bariton und Sopran=Solo mit Begleitung von
Orgel, Klavier und Solo=Violine. Dem Komponiſten iſt
es vortrefflich gelungen, in dieſem Werk uns ein
Weih=
nachtsoratorium zu bieten, deſſen künſtleriſche Form, dem
Inhalt des Textes entſprechend, beides vereinigt: Tiefe
und Schlichtheit, Größe des Empfindens und
volkstüm=
liche Verſtändlichkeit. Nach einem duftigen Notturno für
Orgel über „Stille Nacht” und einem einleitenden
fünf=
ſtimmigen Vorſatze „Euch iſt heute der Heiland geboren”
wird die Weihnachtsgeſchichte nach dem Lukasevangelium
in rezitativer Form durch ein Solobariton erzählt,
unter=
brochen an den Höhepunkten von wirkungsvollen Chor=
und Sologeſängen, unter denen namentlich eine
Bear=
beitung von „Stille Nacht” für Chor, Baritonſolo und
Violine, das Wiegenlied Marias, der friſche Chor „Ehre
ſei Gott” mit Klavierbegleitung und die Hirtenſzene über
„Kommet, ihr Hirten” einen tiefen Eindruck hervorriefen.
Den Epilog bildet eine ſich mächtig ſteigernde Bearbeitung
von „O du fröhliche‟ Der Gemeindegeſangverein, der
über zahlreiche und gute Geſangskräfte verfügt, zeigte in
ſeinen vortrefflich vorgetragenen Chören Schwung und
feines muſikaliſches Empfinden. Ganz beſonders aber
trugen auch die übrigen Mitwirkenden ihr weſentliches
Teil zum Gelingen bei. Das Orgelſpiel lag bei Herrn
Stadtorganiſten Borngäſſer in beſter künſtleriſcher
Hand ebenſo wurde die Begleitung auf dem Klavier von
Frl. Weinmann in gewohnter Gewandtheit und mit
feinem künſtleriſchen Anpaſſungsvermögen ausgeführt.
Auch das Männerquartett der Herren Simon,
Kün=
zel, Penck und Gehbauer zeigte ſich beim Vortrag
der nicht leichten Choralfiguration über „Ich ſteh’ an
deiner Krippe hier” vollauf ſeiner Aufgabe gewachſen.
Frau Kammerſänger Weber interpretierte das zarte,
liebliche „Wiegenlied Marias” in feinſinnigem, tief
empfundenem Vortrag und entfaltete in einem Arioſo
prächtigen Glanz der Stimme. Fräulein R Grooß
zeigte ſich als eine überaus gewandte Violiniſtin. Eine
ganz beſonders ſtarke muſikaliſche Kraft aber lernten wir
in dem Sänger des Baritonſolos, Herrn Konzertſänger
Albert Seyberth aus Wiesbaden, kennen. Herr
Seyberth verfügt über eine umfangreiche, volltönende,
äußerſt ſympathiſche Baß=Baritonſtimme. Sein warmer,
ſeelenvoller Vortrag war von tiefgehender Wirkung, eine
künſtleriſche Prachtleiſtung. Er dürfte nicht zum letzten
Mal in unſerer Stadt geſungen haben.
— Fremdſprachliche Vorträge. Herr Herberti
Wright, Lektor in Würzburg, ſprach geſtern über
Bernard Shaw. Zunächſt ſchilderte der Vortragende den
Werdegang des Dichters. Shaw iſt im Jahre 1856 in
Dublin geboren. Im Alter von 20 Jahren kam er nach
London, wo er in den verſchiedenſten Berufen ſein Glück
verſuchte. Es ging ihm anfangs recht ſchlecht. Er wurde
dann Journaliſt und arbeitete für verſchiedene Blätter=
In dieſer Zeit verfaßte er auch Pomane, die ihm aber
weder Ruhm noch Verdienſt einbrachten. Erſt als er
Stücke für das Theater ſchrieb, lenkte er die Augen der
Mitwelt auf ſich. Herr Wright analyſierte nun den
Dra=
matiker Shaw. Seinem Puritanismus entſpringt die
ernſte Auffaſſung des Lebens, als Irländer beſitzt er den
glänzenden Witz, aber auch den kalten, ſcharfen Verſtand
ſeiner Raſſe. Dieſe Eigenſchaften ſpiegeln ſich in ſeinen
Stücken wider. Seine Helden ſind Menſchen ohne
romantiſche Ideen, die ohne Beben die harten Tatſachen
des wirklichen Lebens betrachten. Der Uebermenſch, der
ſeine Pläne kaltblütig entwirft und ſie, ohne andere zu
beachten, ausführt, iſt Shaws Ideal. Schon in ſeinem
früheſten Roman „The Jrrational knot” finden wir
es klar gezeichnet, und viele Sätze, die ſich in dieſem
Ro=
man finden, ſind für den Verfaſſer dauernd kennzeichnend
geblieben. Shaw iſt ein gewaltiger Kritiker der
Grund=
lagen unſerer heutigen Geſellſchaft. Den didaktiſchen
Zweck ſeiner Stücke verbirgt er unter Witz und Satire
und verwendet ſeinen ganzen Verſtand und ſatiriſche
Kraft dazu, die beſtehenden Mißſtände in England
bloß=
zulegen. Er will ſeine Landsleute dazu bringen, ihre
ſoziale Organiſation zu ändern und zu beſſern.
Leb=
hafter Beifall folgte den trefflichen Ausführungen des
Redners.
* Frauenverein der Martinsgemeinde. Die
Weih=
nachtsbeſcherung der Kleinkinderſchule des
Frauen=
vereins der Martinsgemeinde findet am Freitag, den 20.
Dezember, nachmittags 3 Uhr, und die der Strickſchule
am Samstag, den 21. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im
Gemeindehaus, Mollerſtraße, ſtatt. Zu beiden Feiern
ſind die Eltern der Kinder, die Helferinnen und
Mitglie=
der des Frauenvereins herzlichſt eingeladen.
ergibt ſich daraus auch die zugehörige Entfernung in
Sonnenweiten, denn ſo viel mal die Parallaxe in dem
betreffenden Winkelabſtand enthalten iſt, ſo viel
Sonnen=
weiten iſt der Begleiter vom Hauptſtern entfernt. Es ſei
z. B. die Parallaxe eines Sternes — der Begleiter habe
den weiteſten Abſtand von — ſo beträgt hier ſeine
Ent=
fernung von erſterem 6 Sonnenweiten — 6X150000 000
Kilometer. So mag es nun auch begreiflich ſein, wenn
man von Stern (Eta) in der Caſſiopeia (Rektaſzenſion
10% 45, Deklination — 57‟ 18½) als von einem
Doppel=
ſtern ſpricht, der mit einer Parallaxe von 0,26” an 793 330
Sonnenweiten von uns entfernt iſt, deſſen Begleiter in
195 Jahren eine Ellipſe um den Hauptſtern beſchreibt,
deren halbe große Achſe 8,639” mißt; letzterem Winkel=
8,639
— 33,2 Sonnenweiten. Der
betrag entſprechen
0,26
Hauptſtern iſt 4. Größe von gelbroter, ſein Begleiter
zwi=
ſchen 7. und 8. Größe von grüner Farbe. Auch Stern 2
(Sigma) — Rektaſzenſion 538‟ 30‟, Deklination —550
13'— verdient hier erwähnt zu werden; er gibt ſich ſchon
in kleinem Fernrohr als Doppelſtern zu erkennen; ſein
Hauptſtern 5. Größe iſt grünlichweiß, ſein Begleiter, etwa
7. Größe blau. Auch unſer Stern a iſt ein Doppelſtern,
der Begleiter etwa 9. Größe und in einem zweizölligen
Fernrohr leicht zu ſehen. Der Hauptſtern, gelblichrot,
gehört zu den „veränderlichen” Sternen, da ſeine
Hellig=
keit wechſelt; ſie ſchwankt in unregelmäßigen Perioden
zwiſchen 2. und 3. Größe. Die Caſſiopeia hat noch eine
Reihe anderer Doppelſterne, es ſind auch Sterne mit
mehreren Begleitern vorhanden. An 4 Stellen zeigt das
Fernrohr auch ſogen. Sternhaufen, dicht
zuſammen=
gedrängte Sternchen von 8. Größe bis zu den kleinſten
Pünktchen.
Daß auch die Fixſterne nicht unbeweglich ſind
ſon=
dern in längeren Zwiſchenräumen ihnen eigene nicht nur
ſcheinbare Verſchiebungen am Himmel wahrnehmen
laſſen, dazu gibt ein Beiſpiel, Stern u. (My) unſeres
Sternbildes, von 5. Größe, Parallaxe 0,13‟, ſo daß ſein
Licht etwa 25 Jahre braucht, um zu uns zu gelangen
Er zeigt jährlich eine Bewegung von 3,77” am Himmel
dabei nähert er ſich uns nach der Unterſuchung ſeines
Schtes (Spektralanalyſe) in der Sekunde um 97 Kilo=
meter; ſeine wahre Bewegung im Raum berechnet ſich
aus dieſen Angaben zu 178 Kilometer in der Sekunde.
Hier haben wir auch eine ganz unfaßbare
Geſchwindig=
keit, ein Raſen durch den Weltenraum und doch wie wenig
ändert dies das Landſchaftsbild der Sterne bei der
un=
geheueren Entfernung derſelben.
Ein hinſichtlich der phyſiſchen Beſchaffenheit
inter=
eſſanter Weltkörper iſt Stern; der übrigens auch einen
Begleiter hat; er gehört zu den weißen, im höchſten
Glut=
zuſtand befindlichen Sternen mit einer Temperatur von
vielleicht 10000%C, alſo etwa dreimal ſo hoch wie die
des elektriſchen Bogenlichtes. Neben ſonſtigen irdiſchen
Stoffen läßt die ſpektroſkopiſche Unterſuchung des Sternes
namentlich Waſſerſtoff und Helium erkennen. Das Helium,
ein gasförmiger Körper, hat ſeinen Namen nach der
Sonne (Helios), auf der es ebenfalls vorkommt. Es
wurde 1895 von dem engliſchen Chemiker William
Ram=
ſay auch in irdiſchem Material, dem ſeltenen Mineral
Cleveit, gefunden, in dem es ſich umſchloſſen, nicht etwa
in chemiſcher Verbindung, befindet und tritt ferner als
Umwandlungsprodukt des Radiums auf.
Im Jahre 1572 war das Sternbild Caſſiopeia die
Schaubühne einer großen Weltkataſtrophe, eines
Welt=
glühens auf einer bisher dunklen Stelle nahe dem Punkte,
wo ſich jetzt ein kleines Sternchen 11. Größe befindet.
Man erhält den ungefähren Platz, wenn man das Dreieck
der Sterne 8, a, 7 zu einem Parallelogramm ergänzt, in
dem dadurch in der Richtung zum Himmelspol ſich
er=
gebenden vierten Punkt, Rektaſzenſion 3‟ 20‟ Deklination
62 55‟. Dr. Otto Uhle ſchreibt über das Ereignis:
„Ein plötzlich aus der Himmelsnacht auflodernder
Stern war es, der dem bekannten däniſchen Aſtronomen
Tycho Brahe als er während eines Aufenthaltes bei
ſeinem Onkel Steno Bille im ehemaligen Kloſter
Harritz=
wald am Abend des 11. November 1572 aus ſeinem
chemi=
ſchen Laboratorium heimkehrte, nahe am Zenith in der
Caſſiopeia entgegenſtrahlte. Es iſt ihm ſchwerlich zu
ver=
argen, wenn er in der erſten Aufregung ſeinen Sinnen
nicht traute und Arbeiter herbeirief, um ſich durch ihr
Zeugnis dies Wunder beſtätigen zu laſſen. Da ſtand ein
Stern, deſſen blendend weißer Lichtglanz ſelbſt den Sirius
und Jupiter übertraf, der bei Nacht durch Wolken
hin=
durch ſchimmerte und bei Tage ſogar von ſcharfen Augen
erkannt wurde. Zu Ende des Jahres begann der
wun=
derbere Stern zu erbleichen, ſein Licht wurde rot, gleich
dem Mars; im April und Mai des nächſten Jahres kehrte
zwar ſeine weißliche Farbe zurück, aber er glich nur noch
einem Stern 2. Größe; im Dezember war er zu einem
Sterne 5. Größe herabgeſunken, und im März 1574
ver=
ſchwand er endlich, nachdem er 17 Monate geleuchtet,
ſpurlos für das unbewaffnete Auge.”
Es handelt ſich bei dieſem Stern, Tychoniſche Nova
genannt, auch als B=Caſſiopeia bezeichnet, wahrſcheinlich
um einen bisher unſichtbaren, vielleicht erkalteten, dunklen
Weltkörper, der in einen der im Weltall vielfach
verbrei=
teten kosmiſchen Nebel geraten iſt, ſich dabei erhitzte und
leuchtend wurde, ähnlich den Meteoren, die beim eiligen
Flug durch unſere Atmoſphäre durch Reibung an den
Luftteilchen erhitzt und leuchtend werden. Ein ſolcher
Nebel kann je nach ſeiner Dichte Lichtwechſel
hervorbrin=
gen, und hat ſich ein Stern wieder aus ſeinem Gebiet
ent=
fernt, ſo wird ſeine Hitze und Glut abnehmen und
ver=
ſchwinden. Ferne, ſonſt =dunkle Weltkörper können nach
längeren Zeitperioden auch wiederholt aufleuchten; in der
Erklärung dieſes Vechaltens gehen die Anſichten
aus=
einander. Nach Berichten iſt ſchon in den Jahren 1264
und 945 das Aufflammen eines Sternes in der Caſſiopeia
beobachtet worden, und hält man dieſe Zahlen mit dem
Jahr 1572 zuſammen, ſo kommt man auf eine Periode
von durchſchnittlich 314 Jahren, in der B=Caſſiopeige
wiederholt aufgeleuchtet haben könnte. Mit dieſem
Zeit=
raum weiter zurückrechnend, kommt man ungefähr auf
das Jahr von Chriſti Geburt und es gibt daher manche
Männer der Wiſſenſchaft, welche dieſen „Wunderſtern”
für denjenigen halten, welcher die Geburt des Heilandes
verkündete und die drei Könige (Weiſen) aus dem
Mor=
genlande über Jeruſalem nach Bethlehem zum
Jeſus=
kindlein führte.
Unſere Betrachtungen begannen mit dem Blick durch
die Nacht zu den Sternen. Sie durchſtrahlen das Dunkel
ind ſind ſo, in Verbindung mit dem, was wir über ſie
erfahren haben, ſo recht und unmittelbar ein Sinnbild
des Sieges des Lichtes über die Finſternis. Nur
müh=
ſame, harte Arbeit auf den verſchlungenſten Pfaden mit
beſten Inſtrumenten und feinſter Beobachtungsgabe unter
hervorragender Anwendung der verſchiedenſten
Wiſſen=
ſchaften, namentlich der Mathematik, Phyſik und Chemie,
führen zur Erſchließung der fernen Sternenwelt, ihrer
Ordnung und Art. — Per aspera ad astra!
— Weihnachtsfeier. Wie aus dem Anzeigenteil
erſicht=
lich, hält das Orthſche Männerquartett am 22
Dezember ſeine erſte Weihnachtsfeier in der
Beſ=
ſunger Turnhalle ab und ſteht, wie aus dem Programm
zu ſchließen iſt, ein ſehr genußreicher Abend bevor. Als
Glanznummern ſind wohl die beiden
Theateraufführun=
gen: „Stiefkinder=Weihnachten” und „Ich heirate nicht”
zu bezeichnen.
Fliegerabſturz. Geſtern nachmittag um ¾5 Uhr
ſind auf dem Truppenübungsplatz zwei Offiziere der
hie=
ſigen Fliegerſtation abgeſtürzt. Die Herren hatten auf
einem Euler=Doppeldecker einen Flug abſolviert und
waren im Begriff, zu landen, als der Apparat plötzlich
aus dem Gleichgewicht kam, ſtürzte und ſich auf dem
Erd=
boden überſchlug. Der Führer des Flugzeuges flog in
weitem Bogen in den Sand, blieb aber unverletzt. Der
Paſſagier kam direkt neben den Apparat zu liegen und
erlitt leichte Verletzungen, u. a. eine Kontuſion an der
Schulter. Der Apparat wurde zertrümmert.
* Städtiſcher Fleiſchverkauf. Wie bekannt, wird
das Fleiſch des hier geſchlachteten und hier tierärztlich
unterſuchten holländiſchen Viehes (Ochſen und
Rinder) in drei Verkaufsſtellen: Schachthof (neue
Markt=
halle), Kiesſtraße 21 und Lauteſchlägerſtraße 13 (Karl
Bauer) an das Publikum abgegeben. Es koſten alle
Stücke per Pfund 82 Pfg. Um den Bewohnern des
Beſſunger Stadtteils beſſere Gelegenheit zum Einkauf des
Fleiſches zu ſchaffen, wird eine weitere
Verkaufs=
ſtelle im Hauſe Beſſungerſtraße 92 eingerichtet.
Sie nimmt ihre Tätigkeit heute, Donnerstag, auf.
§ Adreßbuch. Das Adreßbuch der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt 1913 gelangt ſoeben zur
Aus=
gabe. Dasſelbe iſt in gleicher Weiſe ausgeſtattet, wie
die vorhergehenden und iſt 20 Seiten ſtärker als
das=
jenige für 1912.
§ Fahrraddiebſtahl. Am Dienstag nachmittag
gegen 1 Uhr iſt ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit
vor einem Hauſe in der Magdalenenſtraße aufgeſtellt
war, entwendet worden.
§ Hundefang. Während des Monats November
ſind durch den hieſigen Polizeihundeaufſeher 35 Hunde
eingefangen worden. Hiervon wurden 16 Hunde von
ihren Eigentümern wieder ausgelöſt, 2 Hunde ſind
ver=
kauft worden, 16 Hunde mußten getötet werden und
1 Hund iſt im Stall tot aufgefunden worden.
§ Zimmerbrand. Am Dienstag nachmittag gegen
5 Uhr iſt im Hauſe Bleichſtraße Nr. 40 in einem im
zweiten Stocke gelegenen Zimmer ein Brand
aus=
gebrochen, der durch die Hausbewohner alsbald
nach ſeinem Entſtehen abgelöſcht wurde. Die
herbei=
gerufene Feuerwehrwache brauchte nicht in Tätigkeit
zu treten.
* Arheilgen, 18. Dez. Man ſchreibt uns: Die
Ein=
gemeindung Arheilgens in Darmſtadt ſoll,
wie man hört, im Jahre 1913 ſtattfinden. Dann wird es
bald vollendete Tatſache ſein, daß ſich Darmſtadt zu den
Großſtädten rechnen darf. Die Einwohnerzahl
Darm=
ſtadts betrug 1905 83650, 1910 86975, gegenwärtig
un=
gefähr 90000. Die Einwohnerzahl Arheilgens betrug
1905 5389, 1910 6369, gegenwärtig ungefähr 7000. Bei
der Eingemeindung 1913 würde dann eine
Einwohner=
zahl von etwa 97000 entſtehen.
Bensheim, 18. Dez. In Mainz wurde ein
fahnen=
flüchtiger Artilleriſt verhaftet, der in
Bens=
heim einen Einbruch verübt hat und die Tat auch
bereits eingeſtanden hat. Den Einbruch will der
Verhaf=
tete mit einem Arbeiter aus Mannheim verübt haben.
Als dieſer die Verhaftung ſeines Kumpans vernahm,
iſt derſelbe flüchtig gegangen.
Michelſtadt, 18. Dez. Georg Abbe, ein Sohn
unſe=
rer Stadt, ſchreibt die M. Ztg., wurde im Juni d. J. in
Batum am Schwarzen Meer von ruſſiſchen Poliziſten
da=
bei erwiſcht, wie er, ſeiner Leidenſchaft folgend,
Zeich=
nungen der dortigen Gegend machte.
Ob=
wohl Abbe, der damals zur Beſatzung eines Schiffes der
Levantelinie gehörte, ſofort nachwies, daß er dieſe
Zeich=
nungen nur aus Liebhaberei angefertigt hatte, wurde er
doch der Spionage verdächtig verhaftet und
dem Gefängnis überliefert. Sofort nachdem die
Verhaft=
ung hier bekannt wurde, hatte Stadtpfarrer Heß alle
Hebel in Bewegung geſetzt, um die baldige Freilaſſung
zu bewirken; es hatte ſich aber alles in die Länge gezogen
und das Schlimmſte, langjährige Gefängnisſtrafe, ſtand
trotz der Unſchuld des A. in Ausſicht. Da wandte ſich
Graf Georg Albrecht zu Erbach=Erbach an den
Großher=
zog mit der Bitte, vermittelnd beim Kaiſer von Rußland
einzugreifen. Dieſer Schritt ſcheint nun die Wendung
in dem Geſchicke des A. herbeigeführt zu haben, denn am
11. Dezember wurde er nach fünfmonatiger
Gefangen=
ſchaft freigeſprochen und nach der Heimat entlaſſen.
Guſtavsburg, 18. Dez. Bei der Witwe Friedrich
Kolb an der Darmſtädter Landſtraße wurden zwei
Uhren, eine Damen= und eine Herrenuhr, geſtohlen.
Der Dieb iſt von hinten durch das offene Fenſter
ein=
geſtiegen. In der Kommode, in der die Uhren lagen,
befanden ſich in der oberen Schublade 300 Mark, die der
Dieb liegen ließ. Von dem Täter fehlt bis jetzt jede
Spur.
Jügesheim, 18. Dez. Wegen der varſchiedenen
Brände in letzter Zeit weilte als Beauftragter der
Staatsanwaltſchaft Kriminalkommiſſär Daniel aus
darmſtadt hier. Die Unterſuchung ergab, daß ſich kein
Anhalt bietet, um eine Brandſtiftung nachzuweiſen.
Mainz, 18. Dez. Die Meiſterprüfung der
Provinz Rheinheſſen, welche unter dem Vorſitz
des Architekten Ludwig Mertes in Mainz ſtattfand, wurde
vorgeſtern mit der mündlichen Prüfung beendet. An
ihr nahm die außergewöhnlich hohe Zahl von 107
Prüf=
lingen aus allen Gewerben und allen Teilen der
Pro=
vinz teil. 22 Damen aus dem Kleidermacher=, Weißnäh=
und Putzmacher=Gewerbe haben ſich gleichfalls der
Prüf=
ung unterzogen. Hierbei befanden ſich vier Lehrerinnen
der Mainzer Frauen Arbeitsſchule. Die Ueberreichung
der Meiſterbriefe findet demnächſt ſtatt. — Ein
vier=
jähriges Kind, das vor zwei Tagen in eine mit
hei=
ßem Waſſer gefüllte Badewanne fiel, iſt an den erlittenen
Brandwunden geſtorben. — Von einem am
Frauenlobtor vor Anker liegenden Schiffe wurden in
verfloſſener Nacht fünf Bleiblöckſe im Werte von
150 Mark geſtohlen.
Mainz, 18. Dez. In den hieſigen Häfen iſt der
Güterverkehr in den letzten Tagen wieder recht
lebhaft. Außer Kohlen, an denen es infolge des
Wa=
genmangels an der Ruhr immer noch mangelt, ſind
ins=
beſondere große Mengen von Getreide eingetroffen, zu
deren Bewältigung an Kranen und Elevator mit
ver=
mehrten Arbeitskräften und über die gewöhnliche
Arbeits=
zeit hinaus gearbeitet werden muß. Der Getreideſpeicher
iſt dadurch ſtark in Anſpruch genommen und ſchon jetzt im
Platz beengt. Am Gaswerk Ingelheimer=Aue auf der
Rheinſeite wurde eine moderne
Verladeeinrich=
tung fertiggeſtellt. — Das proviſoriſche Komitee, das
ſich mit der Frage der Abhaltung einer in dem Jahre 1915
in Mainz zu veranſtaltenden Kunſt=, Induſtrie=
und Gewerbeausſtellung befaßte, hat ſoeben an
eine große Anzahl, maßgebender Perſönlichkeiten ein
Rundſchreiben gerichtet mit der Anfrage, ob ſie ſich mit
der Abhaltung einer in dem Jahre 1915 hier
abzuhalten=
den Ausſtellung einverſtanden erklären würden, eventuell
welche Gründe gegen eine ſolche Ausſtellung ſprechen
würden. Auf die Ergebniſſe dieſes Rundſchreibens wird
es wohl ankommen, welche weiteren Schritte in der
Aus=
ſtellungsangelegenheit geſchehen.
Mainz, 18. Dez. Zu der Mainzer Nachricht wird uns
aus unſerem Leſerkreiſe mitgeteilt, daß ſich die
abge=
brannte Rettungsanſtalt Trautberg bei Caſtell
in Bayern (Unterfranken) befindet. Die 30 Kinder
derſel-
ben wurden gerettet. — Es lag alſo bei der Nachricht eine
Ortsverwechslung vor.
Eich, 18. Dez. Brandſtiftung ſoll die Urſache
des vor einigen Tagen hier entſtandenen Feuers ſein,
bei dem die gemeinſame Scheuer der Bürger Albrecht
und Schloſſer mit allen Vorräten niederbrannte. In
dieſer Sache findet durch die Staatsanwaltſchaft
Unter=
ſuchung und umfangreiche Zeugenvernehmung ſtatt.
Hochwaldhauſen, 18. Dez. Zur Verbeſſerung
der noch ſehr unzulänglichen Bahnverbindungen
im öſtlichen Vogelsberg hat ſich unter dem Vorſitze
des Beſitzers und Leiters der Dürerſchule, Herrn
Neuen=
dorff zu Hochwaldhauſen, ein Komitee gebildet und in
gemeinſamer Beſprechung ſeine Verbeſſerungsvorſchläge in
Geſtalt einer Petition an die Königl. Eiſenbahndirektion
Frankfurt a. M. vereinbart. Es handelt ſich in erſter=Linie
um eine durchgehends ſchnellere Beförderung der Perſonen=
züge auf der Strecke Fulda— (bzw. Gießen) Lauterbach-
Stockheim-Vilbel-Frankfurt durch Wegfall unnötig großer
Halte= und Wartezeiten, durch Herſtellung beſſerer
An=
ſchlüſſe und eventl. Einlegung neuer Züge für den
Tou=
riſtenverkehr. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß dieſe
Peti=
tion recht zahlreiche Unterſchriften fände. Intereſſenten
wird ſie vom Vorſitzenden gerne zur Einſicht und
Unter=
ſchrift zugeſandt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Dez. Den
Waren=
hausbeſitzern iſt ein polizeiliches Verbot
zuge=
gangen, wonach es fortan nicht mehr geſtattet iſt, zur
Unterhaltung der Beſucher Konzertaufführungen
zu veranſtalten. Dieſe Konzerte fanden in den
Nachmittags= und Abendſtunden in kleinerer oder
grö=
ßerer Beſetzung in den Erfriſchungsräumen oder in der
ſogenannten Muſikabteilung ſtatt und hatten naturgemäß
einen ganz enormen Andrang zur Folge. Hierdurch
er=
ſchien die Sicherheit der Zuhörer gefährdet. Durch das
Verbot ſoll der allzu große Andrang und die
Konzentrier=
ung größerer Menſchenmaſſen in einem geſchloſſenen
Raum vermieden werden. Mit einer derartigen
Waren=
hauskapelle dürfte es zum Prozeß kommen. Die Kapelle
war im Hinblick auf das Weihnachtsgeſchäft für den
Mo=
nat Dezember engagiert und will nun den
Warenhaus=
beſitzer für den durch das Konzertverbot erlittenen Ausfall
verantwortlich machen mit der Begründung, daß er ſich
vorher hätte vergewiſſern müſſen, ob den
Konzertveran=
ſtaltungen behördlicherſeits keine Schwierigkeiten bereitet
werden würden. — Auf dem Tempelhofer Felde trug ſich
heute ein ſchwerer Flugunfall zu. Der
Karuſſell=
beſitzer Reißig ſtürzte bei dem Verſuch eines Aufſtieges
von bemannten Drachen mit dem Apparat aus einer Höhe
von 100 Metern ab und blieb mit ſchweren Verletzungen
bewußtlos liegen. Er ſtarb nach ſeiner Einlieferung in
das Krankenhaus. — Im Süden und im Oſten in der
Umgebung von Berlin haben ſich geſtern faſt zu gleicher
Zeit zwei Automobilunfälle ereignet. Kurz vor
Königswuſterhauſen verſagte in einer Straßenbiegung
die Steuerung eines Privatautomobils. Der Chauffeur
wurde beim Anprall gegen einen Chauſſeeſtein ſo heftig
vom Sitz geſchleudert, daß er mit gebrochener Wirbelſäule
tot liegen blieb. Auf der Chauſſee Berlin-Alt=
Lands=
berg ſtürzten ein Chauffeur und ein ihn begleitender
In=
genieur beim Nehmen einer ſcharfen Kurve aus dem Auto=
und erlitten lebensgefährliche Verletzungen. — Seit
län=
gerer Zeit wurden in Moabit viele Hunde geſtohlen,
ohne daß es der Polizei bisher gelang, die Diebe zu
ver=
haften. Am Sonntag beobachteten Kriminalbeamte zwein
junge Leute, die einen Hund nach einer Laubenkolonie in
Plötzenſee ſchleppten. Die beiden Leute verſchwanden
mit dem Hunde in einer Laube, und als die Polizei
er=
ſchien, entdeckte ſie darin eine Hundeſchlächterei.
Die beiden jungen Leute wurden verhaftet und geſtandem
ein, über 100 geſtohlene Hunde geſchlachtet und das Fleiſch
an Reſtaurants verkauft zu haben.
Frankfurt, 18. Dez. Wie die Frankf. Ztg. hört, iſt.
die königliche Genehmigung der Frankfurter
Univerſität in abſehbarer Zeit zu erhoffen.
Da=
gegen wird ſich die Eröffnung wohl verzögern. Von
dem urſprünglich in Ausſicht genommenen Termin,
Früh=
jahr 1914, kann nicht mehr die Rede ſein, vor allem, da
die Bauten nicht ſo raſch fertiggeſtellt werden können.
Außerdem iſt Herr Adickes durch ſeinen immer noch nicht
befriedigenden Zuſtand verhindert, die abſchließenden
Vorbereitungen ſo ſchnell zu fördern, wie das erwartet
wurde.
Frankfurt,* 18. Dez. Der Elektromonteur Ernſt
Kurth wurde von der Strafkammer wegen
fahrläſ=
ſiger Tötung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Durch ſein Verſchulden wurde am 19. Mai in Oberurſell
im Transformatorenhäuschen ein Weißbinder, der dem
Kabel zu nahe kam, vom elektriſchen Strom
ge=
troffen und getötet. Strafmildernd kam in Betracht,
daß der Angeklagte von ſeinem Vorgeſetzten mangelhaft
inſtruiert war.
Hanau, 18. Dez. Wie der Hanauer Anzeiger meldel
ſind bei dem 1. Bataillon des Eiſenbahn=Regiments Nr.
bisher 170 Erkrankungen an Typhus
vorgekom=
men, die ſämtlich einen leichten Verlauf nahmen. Der
Seuchenherd iſt bisher nicht feſtzuſtellen geweſen. Zwer
Todesfälle, die ſich in der letzten Zeit ereignet haben, ſind
Feuilleton.
Eine Erklärung zugunſten der deutſchen
Schrift.
* Uns geht eine von 200—300 Profeſſoren im
Deut=
ſchen Reich, Oeſterreich=Ungarn und der Schweiz
unter=
zeichnete Erklärung des Schriftbundes
deut=
ſcher Hochſchullehrer zu, in der es heißt: Die
unterzeichneten Hochſchullehrer bekennen ſich zu der
An=
ſicht, daß die neuerdings von mancher Seite gewünſchte
Abſchaffung der deutſchen Schrift eine
unge=
rechtfertigte Verarmung des deutſchen Kulturbeſitzes wäre.
Die Fraktur iſt der deutſchen Sprache angemeſſen und nach
den Ergebniſſen ſämtlicher experimentalpſychologiſcher
Forſchungen des letzten Jahrzehnts augenſchonender und
leichter lesbar als die lateiniſche Schrift, da ſie
charak=
teriſtiſchere Wortbilder prägt. Sie iſt die künſtleriſche
Schöpfung der deutſchen Renaiſſance, insbeſondere Albrecht
Dürers, nach Goethes Ausſpruch eine
bewunderungs=
würdige „Offenbarung deutſchen Gemütes” und ſeit
die=
ſer Blütezeit die Volksſchrift geweſen und geblieben. Sie
iſt Wahrzeichen und einigendes Band für das Deutſchtum
auf der ganzen Welt. Die deutſche Weltletter iſt
auch der weiten Verbreitung unſeres Schrifttums
dien=
lich. Kenner des Weltmarkts, insbeſondere auch deutſche
Hochſchullehrer auf ausländiſchen Lehrſtühlen, betonen,
daß die Verwendung des Deutſchdrucks das Anſehen
unſeres Schriftweſens im Ausland ſtärke.
Endlich iſt die Erlernung zweier naheverwandter und
doch ſtilverſchiedener Schriften für die Schule keine
erheb=
liche Belaſtung, dafür ein Gewinn an Ausbildung von
Formenſinn und Augenmaß, der niemals hätte
unter=
ſchätzt werden ſollen. Die Schweizer Kantone, welche
(aus politiſchen Stimmungen) das Experiment der
Aus=
rottung der deutſchen Schrift gemacht haben, ſind, durch
ſchlechte Erfahrung belehrt, bis auf einen zur
Deutſch=
ſchrift zurückgekehrt.
Die Unterzeichneten, denen der Fanatismus fremd
iſt und die der lateiniſchen Schrift dort, wo ſie am Platze
iſt, ſelbſtverſtändlich nicht feind ſind, können die
Nivellie=
rungsbeſtrebungen nicht gutheißen, welche das
National=
gut der deutſchen Schrift zwangsweiſe vernichten wollen.
Sie lehnen den Kulturrückſchritt eines
Schriftzwang=
geſetzes ab und ſind überzeugt, daß ſich Schule und Schrift=
tum bei dem vierhundertjährigen bisherigen Zuſtand
auch weiter wohl befinden werden. Gerade jetzt, da die
Fraktur ſich neue große Gebiete erobert und ihre
Ueber=
legenheit über die Lateinſchrift von der experimentellen
Forſchung erwieſen iſt, erſcheint es Pflicht, künſtlichen
Eingriffen in die natürliche Lebenskraft unſerer
Dürer=
ſchrift zu wehren und ihr den überlieferten Ehrenplatz in
der Welt zu wahren.
Von Gelehrten aus dem Großherzogtum
Heſſen haben die Erklärung unterzeichnet: Prof. Dr.
A. E. Berger (Darmſtadt), Prof. Dr. M. Biermer (
Gie=
ßen), Prof. Dr. A. H. Fiſcher (Gießen), Prof. Dr. A.
Frhr. von Gall (Gießen), Geh. Kirchenrat D. G. Krüger
(Gießen), Prof. Dr. G. Roloff (Gießen), Prof. D. M.
Schian (Gießen), Geh. Hofrat Prof. Dr. H. Siebeck
(Gießen).
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Die Zweite
ſächſiſche Kammer hat für die Deutſche Bücherei
1750000 Mark bewilligt. — Zuverläſſig verlautet, daß
das Defizit der Neuen=Theater=A.=G in
Frankfurt a. M., die das Schauſpielhaus und das
Opernhaus verwaltet, für das abgelaufene Geſchäftsjahr
171000 Mark beträgt und zwar nach Aufzahlung der
ſtädtiſchen Subvention in Höhe von 262000 Mark. Wie
angenommen wird, will die Neue=Theater=
Aktiengeſell=
ſchaft einen Antrag beim Magiſtrate und den
Stadtver=
ordneten ſtellen, die ſtädtiſche Subvention auf eine halbe
Million Mark zu erhöhen. — Kienzls „Kuhreigen”
gelangt am 27. Dezember an der Berliner Kurfürſten=
Oper zur 100. Aufführung. Die erſte Aufführung fand am
7. September d. J. ſtatt. Es iſt wohl auf dem Gebiete
der Oper der erſte Fall, daß ein neues Opernwerk in
einem Zeitraum von 3½ Monaten an derſelben Bühne es
auf 100 Aufführungen bringen konnte.
C) Deutſche Studentenſtreiks. Der Streik der
Halleſchen Studenten kann ſich in der Geſchichte
der Univerſitäten auf berühmte Vorbilder berufen; ſchon
oft hat die ſtudierende Jugend auf mißliebige
Beſtim=
mungen oder Verfügungen der Behörden durch „
Studien=
niederlegung” geantwortet. Das klaſſiſche Beiſpiel war
der berühmte Auszug der deutſchen
Studen=
ten von der Prager Univerſität im Jahre 1409,
als ſich durch das Eingreifen von Huß, und durch die Hal=
tung des böhmiſchen Königs Wenzel der nationale Gegen
ſatz in der Studentenſchaft verſtärkte. Als dem deutſchen
Rektor und Dekan Siegel, Matrikel und Schlüſſel gewalt
ſam entriſſen wurden, beſchloſſen die deutſchen Studen
ten, Prag zu verlaſſen, und innerhalb acht Tagen war
von wenigen Juriſten abgeſehen, die Univerſität Prac
ihrer geſamten deutſchen Hörerſchaft beraubt. Das 18
Jahrhundert mit ſeinem Höhepunkt der ſtudentiſcher
Machtentfaltung weiſt eine ganze Reihe von Studenten
ſtreiks auf, die ſich regelmäßig in Auszügen der
Stu=
dentenſchaft äußerten. Am berühmteſten waren die Aus
züge von Göttingen und Jena, die die Univerſi
tätsbehörden einer ſchweren) wirtſchaftlichen Gefahr ge
genüberſtellten. Damals mußten, ſowohl in Jena wi
in Göttingen, die Behörden nachgeben, ja ſie holten ſoga
die Studenten feierlich wieder ein. Von ſpäteren Aus
zügen erregte wohl der vom Jahre 1846 das größte Auf
ſehen, der Auszug der Gießener Studenten
nach Staufenberg, von dem Dr. Friedrich Schulz
und Paul Sſymank in ihrer Geſchichte des deutſchen
Studententums eine ſo anſchauliche Schilderung geben
Der Anlaß war geringfügig, aber ein ſtrenger Eingrif
der Behörden erweckte den Zorn der akademiſchen Inz
gend, man brachte einem Profeſſor, der als der „gewal
tige Zenſor und Gedankenhalsabſchneider” angeſproches
wunrde, ein Pereat. Die Univerſität rief Militär zur Hilfe
blutige Konflikte drohten, und nun ſetzten die ſtudentiſchen
Führer entſchloſſen den Auszug ins Werk. Die
Stimmun=
kleidete bitteren Ernſt in ein fröhliches Gewand: vorgs
ſchritt ein Chemiker, gravitätiſch eine Knabentrommel um
gehängt; hinterdrein mit fliegenden Fahnen alle Korp=
und Verbindungen. Und fort aus Gießen! In dem kleinen
Staufenberg entſtand bald eine „Wohnungsnot”. man
mietete den Bauern Scheunen ab, eine Feuerwehr war
errichtet und ſogar von den Studenten eine „proviſoriſch
Regierung” eingeſetzt. Studenten mit gezogenem Schlä
ger verſahen Polizeidienſte; als Abgeſandte gingen zwei
der kühnſten Muſenſöhne nach Gießen, um
Friedensver=
handlungen einzuleiten, und der viertägige Auszug
hats=
auch den gewünſchten Erfolg: die akademiſchen Behörde
nahmen alle verhängten Strafen zurück. In feiſcher En
innerung iſt wohl noch der Generalſtreik, der in de
Februartagen 1905 bei der Hochſchule in Hannove
ſo viel Erregung hervorrief. Damals handelte es ſic)
auch um die Ausländerfrage, das preußiſche Kultusmin.i=
mit der Epidemie nicht in Zuſammenhang zu bringen; in
beiden Fällen handelt es ſich um Lungenentzündung.
Im 3. Bataillon iſt kein Typhusfall vorgekommen.
Düſſeldorf, 18. Dez. Die Städteausſtellung
ergab einen Ueberſchuß von 121000 Mark. Davon
ſollen 100 000 Mark für Ausſtellungszwecke angelegt werden.
Weimar, 18. Dez. Geſtern abend gegen 9½ Uhr
brach in der 3. Etage des Gewerbehauſes, das
un=
mittelbar neben dem Schillerhauſe liegt, Feuer aus.
Die ganze 3. Etage und der ſehr umfangreiche Dachſtuhl
wurden völlig eingeäſchert. Es gelang nur mit großer
Mühe, die Bewohner des Stockwerks zu retten.
Gotha, 18. Dez. Die Leiche des ſeit Oktober
flüch=
tigen Bankdirektors Völker iſt bei Weißenfels aus der
Saale geländet worden.
Havelberg, 17. Dez. Zu einer würdigen Feier
ge=
ſtaltete ſich heute die 500jährige Wiederkehr des
Einzuges des Burggrafen Friedrich von
Nürnberg in Havelberg. Im Auftrage des Kaiſers
nahm Prinz Eitel Friedrich an der Feier teil, dem von
ſeiten der Bevölkerung bei ſeinem Einzug ein äußerſt
herzlicher Empfang bereitet wurde. Nach einem
Feſt=
gottesdienſte im Dome fand die Enthüllung des
Burg=
grafenſteines, eines 160 Zentner ſchweren Havelberger
Findlings, auf dem Domberge durch den Prinzen ſtatt.
Krakau, 18. Dez. Auf dem hieſigen Bahnhof wurde
ein Gymnaſiaſt Kunke aus Jaroslaw
verhaf=
tet. In ſeinem Beſitz wurden Aktenſtücke über die
Re=
ſerviſteneinberufung und Truppenverſchiebung gefunden.
Kunke wollte im Auftrag zweier Beamten nach Rußland
fahren. Die beiden Beamten ſind verhaftet worden.
Wei=
tere Verhaftungen ſtehen bevor.
Peſt, 17. Dez. In dem Prozeß gegen den
Abgeord=
neten Kovacs der ſeinerzeit in einer Sitzung auf den
Präſidenten des Abgeordnetenhauſes Tisza geſchoſſen hat,
verneinten die Geſchworenen die Schuldfrage, worauf der
Gerichtshof den Angeklagten freiſprach. (!) Kovacs
wurde nach ſiebenmonatiger Unterſuchungshaft
freige=
laſſen.
Rom, 17. Dez. Unter den bei dem
Eiſenbahn=
unglück bei Mangano Getöteten iſt auch ein
Toter, deſſen Paletot die Firmenangabe eines Frankfurter
Schneidergeſchäfts trug. Man vermutet einen Deutſchen.
Giornale d’Italia zufolge ſollen ſich unter den
Verun=
glückten drei Deutſche befinden.
Paris, 18. Dez. Aus Ajaccio wird gemeldet, daß
der von den Gendarmen verfolgte Bandit Paoli und
deſſen Anhänger ſich in einer Grotte bei Borgo
verbar=
rikadiert haben und auf die Belagerer unausgeſetzt
Gewehrſalven abfeuern. Ein Gendarm wurde tödlich, ein
anderer ſchwer verletzt. Man glaubt, daß die Gendarmen
genötigt ſein werden, die Grotte mit Dynamit in die Luftt
zu ſprengen.
Mons, 17. Dez. Im hieſigen Gymnaſium brach
heute nachmittag während des Unterrichts Feuer aus.
Sämtliche Schüler wurden gerettet.
Karlskrona, 17. Dez. Auf dem Panzerſchiff
„Thule” ereignete ſich heute nachmittag bei der Abwehr
eines fingierten Angriffes durch plötzliches Losgehen eines
Schuſſes einer 15 Zentimeter=Kanone ein ſchweres
Unglück. Ein Mann wurde getötet, zwei Matroſen an
den Augen verletzt. Die im Turm ſich aufhaltenden
Mann=
ſchaften erlitten mehr oder weniger ſchwere Brandwunden.
London, 17. Dez. Ueber ein ergreifendes
Drama aus dem Leben wird einer engliſchen Zeitung
telegraphiſch aus Kalkutta in Indien berichtet. Kürzlich
traf aus Südafrika eine diſtinguiert ausſehende,
unge=
wöhnlich hübſche junge Dame in Kalkutta ein und begab
ſich, als ſie zu ihrem Befremden von dem Verlobten, der
um ihre Ankunft wußte, nicht erwartet wurde, in ein
HHotel. Dort erhielt ſie nach vielen Bemühungen den
Be=
ſcheid, daß ihr Bräutigam, der ſich ſofort mit ihr trauen
laſſen wollte, ſchwer erkrankt im Hoſpital läge. Schnell
eilte das junge Mädchen dorthin und durfte mit dem
Liebſten ein erſchütterndes Wiederſehen feiern. Bald aber
mußte die Braut den Kranken verlaſſen, da jede
Aufreg=
ung ihm ſchaden konnte. Das war aber bereits geſchehen.
Als die Dame am anderen Tage wieder im Krankenhaus
vorſprach, führte man ſie zu einem Toten.
Schmerz=
erſtarrt blickte die Braut einige Sekunden in das ſtille,
bleiche Geſicht des Geliebten, dann riß ſie mit einer
blitz=
ſchnellen Bewegung eine Nadel aus ihrem Hut und ſtach
ſich die ſeltſame Waffe in die Bruſt. Acht Zentimeter
tief drang die Nadelſpitze zwiſchen den Rippen hindurch
in den Körper und verfehlte das Herz nur um wenige
Millimeter. Man hofft, das unglückliche Mädchen am
Leben zu erhalten. Die Fremde iſt anſcheinend eine
Spa=
nierin und hat in Kalkutta keinen Menſchen, den ſie kennt,
doch nahm ſich die Hoſpitalleitung ihrer freundlich an.
Der Verſtorbene war ein Engländer namens Fraſer, der
als Geſchäftsführer einer großen Baumwollſpinnerei eine
einträgliche Stellung bekleidete.
Der Streik im Saarrevier.
* Saarbrücken, 18. Dez. Die Königliche
Bergwerks=Direktion gibt bekannt, daß die
Frühſchicht aller Gruben heute morgen ruhig eingefahren
iſt und Kündigungen nur von zwei Sicherheitsmännern
für ihre Steigerabteilungen eingereicht worden ſind
Be=
züglich der im Laufe des heutigen Tages zu erwartenden
Maſſenkündigungen durch Abordnungen gibt
die Königliche Bergwerks=Direktion bekannt, daß kein
Zweifel darüber herrſchen könne, daß die vor einiger Zeit
von Belegſchaftsmitgliedern abgegebenen ſchriftlichen
Er=
klärungen, etwa des Inhalts, daß die Unterzeichneten ſich
mit allen Schritten einverſtanden erklären, die der
Ge=
werkverein für Abwehrung der neuen Arbeitsordnung und
zur Erreichung beſſerer Löhne tun werde, nicht als
Voll=
machten zur Kündigung angeſehen werden können.
Kün=
digungen auf Grund dieſer Vollmachten müßten deshalb
als rechtsungültig zurückgewieſen werden. Aus den
be=
abſichtigten Eingaben werde ſich daher nicht erkennen
laſ=
ſen, ob und wie viel ernſt gemeinte Kündigungen
vor=
liegen.
Schlagwetter=Exploſion.
* Mengede, 18. Dez. Auf der Zeche „Miniſter
Achenbach” Schacht 1 und 2, ereignete ſich heute
mor=
gen auf der dritten Sohle in der weſtlichen Abteilung
ge=
gen 8 Uhr eine ſchwere Schlagwetter=
Explo=
ſion. Bis 11 Uhr waren drei Tote und ſechs zum
Teil ſchwer Verletzte geborgen.
* Mengede, 18. Dez. Bis 12 Uhr wurden von der
Zeche „Achenbach” weitere acht teils
lebensgefähr=
lich verletzte Bergleute zu Tage gefördert. Die
Rettungskolonnen der Zeche „Achenbach” und die
benach=
barten Gruben ſind eifrig mit den Bergungsarbeiten
be=
ſchäftigt. Der Berghauptmann Liebrecht und
Ober=
bergrat Höchſt begaben ſich an die Unfallſtelle.
* Dortmund, 18. Dez. Die Exploſion auf
der Zeche „Miniſter Achenbach” iſt lokaler
Natur. Sie ereignete ſich in einem Abbaubetrieb bei dem
18. Flöz über der dritten Sohle. Es ſind bis jetzt ſechs
Tote gefördert. 2 von den 15 Schwerverletzten
ſind inzwiſchen geſtorben. Ungefähr 25 Bergleute ſind
noch in der Grube. Der Betrieb iſt nicht geſtört.
H.B. Dortmund, 18. Dez. Zu der
Schlag=
wetter=Exploſion auf der Zeche „Miniſter
Achen=
bach” wird weiter berichtet: Die Kataſtrophe erfolgte um
9 Uhr vormittags auf der 3. Sohle im Revier Nr. 10,
doch wurde auch das Revier Nr. 11 in Mitleidenſchaft
gezogen. Infolge der heftigen Exploſion ging eine Strecke
zu Bruch, in der ſich 65 Mann befanden. Die Tätigkeit
der Rettungsmannſchaften beſchränkte ſich daher zunächſt
darauf, dieſe Strecke frei zu machen, was auch inzwiſchen
gelungen iſt. Bis 4 Uhr nachmittags waren nach
An=
gabe der Zechenverwaltung 25 Tote und 15
Schwerver=
letzte geborgen. Von dieſen, die meiſt ins Krankenhaus
gebracht werden mußten, ſtarb noch einer. In der Grube
befinden ſich noch 10, nach einer anderen Meldung 25
Bergleute, die wahrſcheinlich ebenfalls nicht mehr am
Leben ſind. Die Toten wurden vorläufig in der
Zechen=
ſchreinerei niedergelegt. Die Sanitätskolonne des Roten
Kreuzes in Dortmund iſt nach der Unfallſtelle abgerückt.
Die Rettungsarbeiten ſind in vollem Gange. Von den
benachbarten Zechen ſind ebenfalls Rettungsmannſchaften
herbeigeeilt. Zur Beförderung der Verletzten in die
be=
nachbarten Krankenhäuſer ſind zahlreiche Automobile zur
Stelle. Berghauptmann Liebrecht und Oberbergrat Höchſt
weilen an der Unglücksſtelle, um ſich über den Stand der
Kataſtrophe zu informieren. Das Schachtgebäude iſt von
einer großen Menſchenmenge umlagert, die in banger
Er=
wartung Nachricht von Angehörigen erwarten.
* Dortmund, 18. Dez. Bis 5½ Uhr abends
waren 37 Tote geborgen. Auf ein Telegramm
an den Kaiſer bat dieſer, den Hinterbliebenen und
den Verwundeten die wärmſte Teilnahme zum Ausdruck
zu bringen.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
* London, 18. Dez. Die Times ſchreibt: Die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung gab unſerer Meinung
nach der Auffaſſung Europas Ausdruck, als ſie vor
eini=
gen Tagen ſchrieb, daß man den Beſprechungen
der Botſchafter in London allgemein mit
Ver=
trauen entgegenſehe und daß die Beſprechungen eine
ausgeſprochen friedliche Tendenz hätten. Das
Empfinden aller Nationen iſt, daß es ihre Regierungen
im höchſten Maße diskreditieren würde, wenn ſie wegen
Fragen, die die Diplomatie löſen kann und löſen will,
in einen Krieg geſtürzt würden. Sie ſind überzeugt, daß
bloß guter Wille und der geſunde Menſchenverſtand
erfor=
derlich ſeien, um einen Ausgleich im Einklang mit den
wahren Intereſſen aller herbeizuführen, Intereſſen, deren
vitalſtes und allgemeinſtes die Erhaltung des europäiſchen
Friedens iſt.
Die Friedensverhandlungen.
* London, 17. Dez. Die
Friedenskonfe=
renz iſt heute vormittag 11 Uhr unter dem Vorſitz Dr.
Danews wieder zuſammengetreten. Es wurde beſchloſſen,
Grey zu bitten, der Konferenz einen engliſchen
Sekretär beizuordnen, der mit der Leitung des
Sekre=
tariats betraut werden ſoll. Nach einer Stunde bereits
vertagte ſich die Konferenz bis Donnerstag nachmittag
4 Uhr, damit die Vertreter der Türkei ſich mit
ihrer Regierung in Verbindung ſetzen können, da ihnen
ihre Inſtruktionen nur erlauben, mit den Delegierten der
drei Länder, die den Waffenſtillſtand bereits
unterzeich=
net haben, in Verhandlung zu treten. Die türkiſchen
Delegierten verließen den St. James=Palaſt gegen 1 Uhr;
die übrigen Delegierten blieben im Palaſt zurück, um
dort das Frühſtück einzunehmen, das um 2 Uhr beendet
war. Ein Verſuch, die Delegierten zu interviewen,
wurde von dieſen zurückgewieſen. Sie verweigerten jede
Auskunft.
Wie das Reuterſche Bureau erfährt, herrſchte in der
heutigen Sitzung der Friedensunterhändler
das beſte Einvernehmen, obwohl man überraſcht
war, daß die türkiſchen Delegierten es verabſäumt hatten,
angeſichts der offenkundigen Stellungnahme
Griechen=
lands zum Waffenſtillſtand rechtzeitig weitere
Inſtruk=
tionen einzuholen. Die türkiſchen Delegierten ſchlugen
vor, daß ihnen in der Zwiſchenzeit die von den
verbünde=
ten Balkanſtaaten zu machenden Friedensbedingungen
bekanntgegeben werden ſollten. Die Delegierten der
Balkanſtaaten lehnten dies als zwecklos ab.
* Paris, 18. Dez. Der Sonderberichterſtatter des
Matin meldet, Dr. Danew habe ihm auf die Frage,
was die Balkanverbündeten zu tun gedächten,
falls die türkiſchen Delegierten mit Griechenland nicht
verhandeln wollten, geantwortet: Wir haben den Krieg
gemeinſchaftlich geführt, wir werden gemeinſchaftlich den
Frieden ſchließen. Wenn die Türken auf ihrer
Weigerung beharren ſollten, dann werden wir uns bei
Tſchataldſcha wiederſehen. Aber ich glaube, daß die
tür=
kiſche Regierung die ihren Delegierten erteilten
Weiſun=
gen abändern wird.
* Konſtantinopel, 18. Dez. Der
Rechtsbei=
ſtand der Pforte, Herant Bei iſt nach London
ab=
gereiſt, um an den Friedensverhandlungen teilzunehmen.
Die türkiſch=griechiſchen Kämpfe,
* Konſtantinopel 18. Dez. Ein ausländiſcher
Marineoffizier, der an Bord des hier eingetroffenen
ru=
mäniſchen Dampfers „Imperator Trajan” den vorgeſtrigen
Seekampf bei den Dardanellen beobachtete,
erzählt: Gegen 8 Uhr früh lief die türkiſche Flotte in
ſterium griff ein, löſte den Studentenausſchuß auf, und
die Studierenden erwiderten in Göttingen mit Boykott
und in Hannover gleich mit dem Generalſtreik. Selbſt
Damen, Offiziere und ältere Herren folgten der
Auffor=
derung, die Collegs nicht mehr zu beſuchen und auch die
Ausländer blieben den Vorleſungen fern. Und dann kam
es am 22. Februar zu dem denkwürdigen Auszug nach
Hildesheim. In 30 Straßenbahnwagen verließen
die Studenten unter den Klängen des Liedes „Muß i
denn" die Stadt und zogen nach Hildesheim. Und
auf einem dortigen Kommerſe erregte ein
Spezialtele=
gramm der Bierzeitung beſondere Heiterkeit, in dem es
hieß, „der Streik an der Techniſchen Hochſchule zu
Han=
nover ſei vollkommen beigelegt. Es verlaute, die
Hoch=
ſchule habe noch nie ſo ſtill und friedlich dagelegen, wie
gerade jetzt” Und auch hier endete der Streik mit einem
Erfolge der Studentenſchaft: gegen die Neubildung der
aufgelöſten Ausſchüſſe wurden Einwendungen nicht
er=
hoben.
** Die Ehrenrettung der F=Beine. „Daß O=Beine
für den Schifferberuf eine größere Unzuträglichkeit
be=
deuten als T=Beine,” das war der kurioſe Drehvunkt
einer langatmigen Debatte, die mit ſteifleinener
Ernſt=
haftigkeit kürzlich im „National Preß Club” in
Waſhing=
ton geführt wurde, und die die Geiſter heftig
aufeinan=
derplatzen ließ. Mr. Gore, der blinde Senator von
Okla=
hama, bewies ebenſo umſtändlich wie ſcharfſinnig, daß
die Unabhängigkeit Amerikas in der Hauptſache mit
O=Beinen behafteten Männern zu danken ſei. Er fand
einen geimmen Gegner in dem Präſidenten des „
Auswär=
tigen Komitees” Sulzer, der Gores Behauptung als
halt=
loſe Hypotheſe bezeichnete und den für die O=Beine
plä=
dierenden Senator aufforderte, ihm auch nur eine einzige
hiſtoriſche Perſönlichkeit zu nennen, die mit ſolcher
Bein=
krümmung behaftet geweſen wäre. Er wies dagegen mit
Nachdruck darauf hin, daß beiſpielsweiſe Cäſar und
Socrates auf T=Beinen durchs Leben gegangen wären.
Mr. Sulzer ſah ſich in der Folge durch mehrere Redner
unterſtützt, die unter anderem der auffälligen Tatſache
ge=
dachten, daß vor den Eheſcheidungsgerichten ein xebeiniger
Mann eine unbekannte Erſcheinung ſei. Eine
Verſtän=
digung über die Streitfrage auf der mittleren Linie wutde
endlich von Mr. John Hays Hammons, der in der Sitzung
als Referent das Schlußwort erhielt, mit der Formel
gefunden, daß ein Mann mit T=Beinen, wenn er die
Beine übereinanderſchlägt, zum O=beinigen wird, und
daß dieſer in der gleichen Stellung T=Beine bekommt.
Alexander Koch.
Ein Gedenkblatt zu ſeinem 25 jährigen Berufs= und
Ver=
lagsjubiläum am 27. Dezember 1912.
Ein fünfundzwanzigjähriges Verlagsjubiläum gäbe
an ſich noch keinen Grund, die Leſer der Deutſchen Kunſt
und Dekoration” von der Perſon des Herausgebers zu
unterhalten. Das Werk ſpricht für ſich ſelbſt. Aber auch
Dichtungen, auch Kunſtwerke ſprechen für ſich ſelbſt. Da
ſie jedoch mit dem Leben und der Perſon des Schöpfers
auf das innigſte verbunden ſind, wecken ſie auch Intereſſe
am Biographiſchen. Worauf ich hinaus will, iſt das: Wenn
je zwiſchen einer Leiſtung und ihrem Urheber eine reſtlos
innige, perſönliche Verbindung beſtand, wenn je ein Werk
von der temperamentvoll und entſchloſſen eingeſetzten
Perſönlichkeit ſeines Schöpfers lebte, ſo iſt dies der
Fall bei dieſer Zeitſchrift, beim ganzen Lebenswerke ihres
Herausgebers. Da iſt alles höchſt perſönliches Dokument,
zugleich produktive Kulturarbeit und geſchäftliche
Unter=
nehmung; Dinge, die ſich gemeinhin gegenſeitig lebhaft
beeinträchtigen und die zu verbinden eben nur einer in ſich
ſehr ſicheren und glücklich organiſierten Begabung gelingen
konnte.
Dieſe Begabung hat Alexander Koch beſeſſen; und ihre
Früchte ſind, weit über den Kreis perſönlichen Wirkens
hinaus, der kulturellen Erneuerung Deutſchlands, wie ſie
ſich unter dem Zeichen einer zunächſt nur kunſtgewerblichen
Umwälzung jüngſthin vollzog, in reichem Maße zugute
gekommen.
Zwei Gruppen von Eigenſchaften ſind es, die ſich in
dieſer Begabung vereinigen; auf der einen Seite die
Lei=
denſchaft für das Schöne, ein empfindlicher und ſtets ſicher
reagierender Geſchmack; auf der anderen Seite der
prak=
tiſche Sinn, der dem Ideal zur Verwirklichung verhilft,
zur Durchſetzung gegenüber den oft ſo widerſpenſtigen
Mächten des realen Lebens.
Die Vereinigung dieſer Eigenſchaften charakteriſiert
nicht nur Alexander Kochs verlegeriſche Tätigkeit. Sie iſt
auch beſtimmend für die Art, wie er an dem großen Kampfe
um das neue Kunſtgewerbe teilgenommen hat. Auch hier
galt es ja, Ideelles in Tat umzuſetzen, gegen Widerſtände
von außen und von innen; ich meine mit letzteren den
etwas weltfremden Geiſt, der der neuen Bewegung im
Anfang anhaftete. Es muß meines Erachtens Alexander
Koch hoch angerechnet werden, daß er von Anfang an auf
die Gefahren dieſer Weltfremdheit, dieſes Hochmutes
auf=
merkſam gemacht und das Seinige dazu beigetragen hat,
die kunſtgewerbliche Produktion in die geſunden Bahnen zu
leiten, die ſie eingeſchlagen hat. Durch Wort und Bild,
durch Vorführung richtunggebender Leiſtungen, durch
un=
abläſſige Ermutigung geſunder Produktion, durch
Veran=
ſtaltung von Ausſtellungen, Konkurrenzen, durch tatkräftige
Förderung einer ſo wichtigen Sache, wie es die
Darm=
ſtädter Künſtlerkolonie iſt, hat Alexander Koch in jene
Ent=
wicklung deutſchen Geiſtes eingegriffen, die in Wahrheit
viel mehr war als eine Erneuerung unſerer
kunſtgewerb=
lichen Produktion. Zahlreichen Künſtlern war er der
er=
munternde, anſpornende Freund, der Wegbahner und
Herold. Immer in Fühlung mit den maßgebenden
Ten=
denzen der Zeit, immer geleitet von einem untrüglich
ſiche=
ren, vorbildlichen Geſchmack, ſo ſind ſeine Zeitſchriften
Tauſenden die Führer geworden, die nie verſagten.
Aber, wenn heute ein glänzender Weg hinter ihm liegt,
ſo iſt es ſchließlich doch nur die im letzten Grunde
ſelbſt=
loſe, ja aufopfernde und hingebende Arbeit geweſen, die
dieſen Weg gebahnt hat. Alexander Koch mag heute mit
Fug von ſich ſagen, daß er jeden Fußbreit Weges, den er
gegangen, erkämpft und aus eigener Kraft erkämpft
hat. Arbeit, Liebe zum Schönen, ein enger Kreis von
teil=
ehmenden Freunden, ein jederzeit gaſtliches Haus, deſſen
tätigkeitsreiche Stille nicht der Lärm „geſellſchaftlichen”
Lebens ſtören darf, Liebe und Anerkennung für jede Art
von Tüchtigkeit, Abneigung gegen alles, was Phraſe und
Schablone heißt. — Aus dieſen Dingen ſetzt ſich das Bild
ſeines Lebens und Weſens zuſammen. „Factis — non
verbis” iſt ſein Wahlſpruch. Und dieſes Wort iſt hier
wahrlich nicht eine pompöſe Fanfare, ſondern buchſtäbliche
Wahrheit: Taten — nicht Worte!
Wilhelm Michel.
Am 27. Dezember 1887 begründkte Aliexander
Koch ſeinen Verlag mit der Herausgabe der „Tapeten=
Zeitung” einem Fachblatte, deſſen Wert und Bedeutung
ſchnell erkannt wurde, und das ſich zum angeſehenſten
und verbreitetſten Organ der Tapeten=Induſtrie und des
=Handels entwickelt hat. Bereits im Januar 1890 erfolgte
dann die Gründung der Zeitſchrift „Innen=
Dekora=
tion” die alle auf den Ausbau des Hauſes und der
Woh=
nung hinzielenden künſtleriſchen Beſtrebungen
zuſammen=
faßte und zum anerkannten Maßſtabe neuzeitlicher
kunſt=
handwerklicher Produktion geworden iſt. Im Oktober 1897
erſchien das erſte Heft der „Deutſchen Kunſt und
Dekoration” 1904 folgte „Kind und Kunſt” 1906 das
Spezialorgan „Stickerei=Zeitung und Spitzen=
Revue” Zahlreiche Buch= und Mappenwerke auf den
Gebieten des Kunſtgewerbes, des Wohnungsweſens und
der Architektur ergänzen und erweitern die in den
Zeit=
ſchriften niedergelegten Beſtrebungen zur Verbreitung einer
künſtleriſchen Kultur.
vollkommener Ordnung aus und rückte bis auf ſechs oder
ſieben Meilen jenſeits des Forts Kumkaleh vor und
ſtellte dort Torpedobootszerſtörer und Torpedoboote in
Schlachtlinie auf. Die griechiſche Flotte kam
hin=
ter der Inſel Imbros hervor. Das Panzerſchiff „
Awe=
roff” fuhr an der Spitze, ihm folgten die Panzerſchiffe
„Hydra”, „Spetſai” und „Pfara”, ſowie neun
Torpedo=
bootszerſtörer. Das griechiſche Geſchwader ſtellte ſich
gegenüber dem türkiſchen in einer Entfernung von ſieben
oder acht Meilen auf. Die türkiſchen Schiffe eröffneten
das Feuer. Die im Vordertreffen ſtehenden griechiſchen
Schiffe erwiderten es nach zehn Minuten. Die Türken
zielten ſehr gut, ihre Ganaten fielen hageldicht auf die
griechiſchen Schiffe, während die Geſchoſſe der Griechen
bald vor, bald hinter den türkiſchen Schiffen einſchlugen.
Während der ganzen Dauer des Kampfes, der gegen 9 Uhr
begonnen hatte und um 10½ Uhr endete, änderte die
tür=
kiſche Flotte ihre Stellungen nicht, wohingegen eine
halbe Stunde nach Beginn des Kampfes die griechiſchen
Schiffe eines nach dem anderen hinter Imbros
verſchwan=
den. Nur der „Aweroff” blieb und erwiderte
fortwäh=
rend das ſehr lebhafte Feuer des Feindes. Die beiderſeits
gewechſelten Schüſſe werden auf tauſend geſchätzt.
Ge=
gen 10¼ Uhr ſtellte der „Aweroff” das Feuer ein, während
die Türken es noch eine Viertelſtunde fortſetzten, bis der
„Aweroff” außer Sicht gekommen war. Zwanzig
Minu=
ten vor Beendigung des Kampfes fiel anſcheinend eine
Granate auf den „Aweroff‟ Der Augenzeuge kann es
jedoch nicht mit Beſtimmtheit behaupten. Der „Aweroff”
fuhr ſo, daß auf eine Havarie nicht geſchloſſen werden
kann. Der „Imperator Trajan” bemerkte vor Beginn der
Schlacht 22 bis 25 griechiſche Schiffseinheiten, die vor
Tenedos konzentriert waren. Von den letztgenannten
griechiſchen Schiffen machte das Unterſeeboot „Delphin”
um den „Imperator Trajan” die Runde, während dieſer
von der Mannſchaft des griechiſchen
Torpedobootszer=
ſtörers durchſucht wurde.
* Konſtantinopel, 17. Dez. Wie verlautet,
er=
hielt der Kriegsminiſter ein Telegramm vom
Komman=
danten der Flotte, in dem es heißt: Heute morgen fand
ein neuer Kampf zwiſchen der türkiſchen
und der griechiſchen Flotte ſtatt. Nach einer
Stunde ſeien Flammen auf dem Deck des „Aweroff”
be=
merkt worden. Dieſer legte ſich alsbald auf die rechte
Seite und wurde von den übrigen griechiſchen
Schlacht=
ſchiffen umringt, die ſich dann, verfolgt von der türkiſchen
Flotte, zurückgezogen hätten. Wie weiter
ver=
kautet, ſchicken ſich türkiſche Transportſchiffe an, Truppen
mit unbekannter Beſtimmung an Bord zu nehmen.
* Konſtantinopel, 17. Dez. Wie ein
Tele=
gramm des Kommandanten des türkiſchen Detachements
auf Mytilene Abdul Ghani, meldet, erſchienen geſtern
früh zwei in Kriegsſchiffe verwandelte griechiſche Dampfer
vor Molivo und forderten die Schiffer auf, ſich aus dem
Hafen zu entfernen. Als dieſe ſich weigerten,
bombar=
dierten die Schiffe den Hafen. Das
Ge=
bäude der Dette publique, das Zollgebäude, zwei Läden,
eine Bäckerei, zwei Cafés und ein Hotel verbrannten.
Wei=
ter wurden einige Häuſer und Läden beſchädigt.
Men=
ſichenleben ſind nicht zu beklagen.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 18. Dez. Der Ausſchuß des
Deut=
ſchen Handelstages beſchäftigte ſich auf Grund
einer Anregung der Handelskammer zu Düſſeldorf mit den
Wirkungen des Balkankrieges auf die
wirt=
ſchaftlichen Beziehungen Deutſchlands zu den am Kriege
beteiligten Staaten. Er erörterte dabei insbeſondere auch
die Frage des Schutzes der deutſchen
Gläubi=
ger, da die Befürchtung ausgeſprochen worden ſei, daß
der in den Balkanſtaaten eingerichtete Zahlungsaufſchub
nach dem Kriege unter Umſtänden zu unangenehmen
Weiterungen führen könne. Der Ausſchuß beſchloß, der
Anregung der Düſſeldorfer Handelskammer zu
entſpre=
chen und eine von ihr an den Miniſter für Handel und
Gewerbe gerichtete Eingabe, in der auch in anderer
Be=
ziehung der Schutz der deutſchen Handelsintereſſen
er=
beten wird, zu unterſtützen.
* Konſtantinopel, 18. Dez. Einer
Blättermel=
dung zufolge verhandelt die Pforte mit elf franzöſiſchen
Banken wegen Aufnahme einer auf dem Ertrag der
Kriegsſteuer baſierten Anleihe von 500000 Pfund.
Der Vertrag ſoll demnächſt unterzeichnet werden.
Vermiſchtes.
Der Deutſche Brauer=Bund, E. V., in
Berlin, gibt der Preſſe Kenntnis von einem offenen
Brief an Herrn Profeſſor Dr. med. Roſenfeld
in Breslau, wonach dieſer in einer für die
Lehrer=
ſchaft von Breslau am 13. November d. J. veranſtalteten
ſtark beſuchten Verſammlung öffentlich die Behauptung
ausgeſprochen habe, „daß der Deutſche Brauer=Bund den
Alkoholgenuß für Kinder empfehle oder doch
dafür eintrete”. Als er daraufhin von einem
Diskuſſions=
redner aufgefordert worden ſei, dieſe Behauptung zu
widerlegen, habe er erwidert, „es ſei dies vom Deutſchen
Brauer=Bund zwar nicht wörtlich geſagt, aber aus den
Schriften und Flugblättern des Brauer=Bundes
heraus=
zuleſen”
Dieſe Behauptungen, ſo heißt es weiter in dem Brief,
die durch die Preſſe gegangen ſind, ohne einem
Wider=
ſpruche von Ihrer Seite zu begegnen, haben weit über
die Verſammlung hinaus Aufſehen und Anſtoß erregt,
auch in den Kreiſen der Lehrerſchaft, deren Mitglieder ſich
bisher mit wenigen Ausnahmen in anerkennenswerter
Objektivität von dem durch die Abſtinenzorganiſation
ent=
fachten Streit ferngehalten haben. Der Deutſche Brauer=
Bund, zu deſſen ſatzungsgemäßen Pflichten, in Wahrung
der Intereſſen des geſamten deutſchen Braugewerbes, die
Bekämpfung der Uebergriffe der Abſtinenzbewegung
ge=
hört, hat feſtzuſtellen, daß Ihre Behauptungen der
Wahrheit nicht entſprechen. Die Vertreter des
Deutſchen Brauer=Bundes ſind vielmehr jederzeit mit
mindeſtens derſelben Entſchiedenheit wie alle Abſtinenz=
und Mäßigkeitsvereine dafür eingetreten, daß der
Alkohol=
genuß der Kinder, der Unmündigen und gewiſſer
Kran=
ker zu mißbilligen und zu bekämpfen ſei. Da Sie als
Profeſſor der Medizin in jener Verſammlung öffentlich
die erwähnten unrichtigen Behauptungen aufgeſtellt
haben, fordern wir Sie hiermit in aller Oeffentlichkeit auf,
entweder zu erklären, daß Sie Ihre Behauptungen nicht
aufrechterhalten, oder ſie zu beweiſen.
Literariſches.
*Band 137 der „Fliegenden Blätter (
Ver=
lag von Braun und Schneider in München), der die
Num=
mern 3493—3518 umfaßt, iſt in hübſchem Einband
er=
ſchienen. Ihre Vergangenheit und ihre Geſchichte ſind die
beſte Empfehlung für die „Fliegenden” die ſich nimmer
erſchöpfen, deren Witze immer aktuell und deren
Illuſtra=
tionen hervorragende künſtleriſche Leiſtungen ſind. Sie
ſind ſo recht zur Unterhaltung und Erheiterung im
Fami=
lienkreiſe geeignet, denn ſie halten ſich im Gegenſatz zu
anderen Witzblättern von allen Frivolitäten in Wort und
Bild fern. Das Abonnement, das im nächſten Monat neu
beginnt, beträgt vierteljährlich 3,50 Mark.
— Die Zeitſchrift für Politik (Berlin, Karl
Heymanns Verlag) hat mit dem ſoeben erſchienenen Heft
ihren fünften Jahrgang würdig abgeſchloſſen. Aus dem
Inhalt dieſes Heftes iſt in erſter Linie zu nennen eine
Abhandlung des franzöſiſchen Syndikaliſten Hubert
La=
gardelle über die politiſchen Parteien in Frankreich von
1871—1902. Ein außerordentlich intereſſantes Thema hat
ſich der Heidelberger Privatdozent Dr. Emil Lederer
ge=
wählt; er ſchreibt über die wirtſchaftlichen und politiſchen
Prinzipien, die hinter den politiſchen Parteien ſtehen.
Sehr angenehm wird es dem deutſchen Publikum ſein, in
einem Aufſatz von Profeſſor Nagy von Eötteveny in
Ka=
ſchau eine zuſammenfaſſende Darſtellung der politiſchen
Gegenwartsfragen Ungarns zu erhalten. Aus dem
fer=
neren Inhalt des Heftes erwähnen wir noch eine
ausführ=
liche Ueberſicht über die neueſte ſyndikaliſtiſche und
demo=
kratiſche Literatur.
— Mathematik iſt bei unſerer Schuljugend ein
wenig beliebtes Fach. Eine dankbare Aufgabe iſt es
da=
her, wenn verſucht wird, gerade dieſes Fach der Jugend
etwas ſchmackhafter beizubringen. Dieſer Verſuch iſt
vor=
züglich gelungen in der ſoeben im Verlag von Otto Maier
in Ravensburg zur Herausgabe gelangten Sammlung
„Mathematiſche Unterhaltungen” wovon das
1 und 2. Bändchen (Preis je 80 Pfg.) vorliegt. In
unter=
haltender, amüſanter Weiſe wird hier Mathematik gelehrt
und es iſt geradezu ein Vergnügen, dieſe Bändchen
durch=
zuſtudieren.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 18. Dez. Der amerikaniſche Botſchafter
Leiſhmann drückte im Auftrage des Präſidenten Taft
dem hieſigen bayeriſchen Geſandten aus Anlaß des Todes
des Prinz=Regenten das Beileid des Präſidenten und
der amerikaniſchen Regierung aus.
* Mannheim, 18. Dez. Heute mittag 12 Uhr fand
aus Anlaß des Jubiläums des 50jährigen
Be=
ſtehens der Mannheimer Börſe im großen
Börſenſaal ein größerer Feſtakt ſtatt, an dem als
Ver=
treter der Großherzoglich badiſchen Regierung die
Staatsminiſter Frhr. v. Bodman und Rheinboldt, ſowie
die Spitzen der ſtaatlichen, ſtädtiſchen und
Militärbehör=
den und die Vertreter der Bank= und Induſtriewelt
Mannheims teilnahmen. Anweſend waren außerdem
Vertreter der Frankfurter, Stuttgarter, Mainzer und
Wormſer Börſe. Die Feſtrede hielt Geh. Kommerzienrat
Dr. Broſien. Staatsminiſter Frhr. v. Bodman
über=
brachte die Glückwünſche der Regierung. Der Feſtakt
ſchloß mit einem Feſteſſen im Roſengarten.
* Wien, 18. Dez. Im Abgeordnetenhauſe
beendete der Tſchechiſch=Radikale Fresl heute mittag ſeine
16ſtündige Rede. (Anhaltender, lebhafter Beifall bei den
Tſchechiſch=Radikalen.) Die 25 Stunden dauernde
Sitz=
ung wird fortgeſetzt.
* Paris, 18. Dez. Heute morgen wurde bei
Cour=
bevoie die Leiche des Verwalters von drei großen
Pariſer Hotels, Wetzel, aus der Seine gezogen. Wetzel
war ſeit dem 9. November verſchwunden. Die Leiche lag
einen Monat im Waſſer. In ſeiner Brieftaſche wurden
alle Papiere vorgefunden; ſein Portemonnaie enthielt
eine geringe Geldſumme. Nach ärztlichem Gutachten liegt
Selbſtmord vor, der auf ſchlechte Vermögensverhältniſſe
zurückgeführt wird. Wetzel war 55 Jahre alt und ſtammte
aus Alsheim in Heſſen.
* Bukareſt, 18. Dez. In der
Deputiertenkam=
mer teilte der Präſident den Entſchluß Carps, des
Führers der Konſervativen, mit, ſein
Deputierten=
mandat niederzulegen; er beantragte, dieſen
Verzicht nicht zur Kenntnis zu nehmen. Dieſer Antrag
wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Im
Laufe der Debatte erklärte der Miniſterpräſident, wir
wollen einen Mann von der überragenden Bedeutung
Carps nicht miſſen. Der Miniſter des Innern führte aus,
in dem gegenwärtigen ſchweren Augenblick müßten die
Volksvertreter vor dem Ausland ihre moraliſche
Einig=
keit beweiſen. Aehnlich ſprach Exminiſter Coſtinoscu,
ein Liberaler. Exminiſter Arion erklärte, ein
rumäni=
ſches, insbeſondere konſervatives Parlament ohne Carp
ſei eine Unmöglichkeit.
Berlin, 18. Dez. Bei einem Zuſammenſtoß
zwiſchen Straßenbahnwagen und Feuerwehrwagen
wur=
den die Feuerwehrleute Schmiedecke und Böhlmann vom
Kutſcherbock geſchleudert und erlitten ſchwere
Verletz=
ungen.
— Kaſſel, 18. Dez. Während dar Fahrt fiel bei
Wabern durch plötzliches Aufgehen der Wagentür der
fünfjährige Sohn eines Lokomotivführers aus
dem Eiſenbahnzuge. Das Kind ſtarb an dem
er=
littenen Schädelbruch kurz darauf.
— Mülheim a. R., 18. Dez. Auf der Zeche
„Humbold” wurde durch einen zu früh losgegangenen
Sprengſchuß ein Arbeiter getötet, zwei weitere ſchwer
verletzt.
Wien, 18. Dez. Im Südbezirk drangen drei
maskierte Räuber in das Bureau einer
Import=
firma und raubten den Inhabern, Vater und Sohn, Uhr
und Uhrketten und die Ladenkaſſe aus. Es gelang ihnen,
zu entkommen, da ſie vorher die Telephondrähte
zer=
ſchnitten hatten.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet iſt nach Oſten gezogen, während
das nördliche Tief ſtarke Randwirbel gebildet hat.
Nieder=
ſchläge ſind vielfach gefallen. Die Temperaturen liegen
in Norddeutſchland bei 4” und 5 im Süden nahe und
unter dem Gefrierpunkt. Es wehen wieder ſtärkere
ſüd=
weſtliche Winde. Vorläufig haben wir mit zunehmendem
Tiefdruckeinfluß zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den
19. Dezember: Stärkere Südweſtwinde, trüb, vielfach
leichte Niederſchläge, mild.
das so weiter geht, leg ich mich nieder
und laſſe einfach alles im Stich. So bös
er=
kältet bin ich noch nie geweſen, und der Tee, der
mir immer geholfen hat, verſagt total. — Aber
wer wird ſich dann hinlegen! Ich nehme in
ſolchen Fällen einfach Fays Sodener Mineral=
Paſtillen, die ich in irgend einer Apotheke oder
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Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute früh 7 Uhr verſchied im faſt
vollen=
deten 68. Lebensjahre nach kurzem
Kranken=
lager unſere liebe Mutter, Schwiegermutter
und Großmutter
(26000
Frau Valeska Saeger
geb. Hußgen
Witwe des Oberzahlmeiſters a. D.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, 18. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Freitag, 20. Dezember,
nachmittags 2¼ Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Danksagung.
Für die ehrenvolle Grabrede des
Herrn Pfarrer Waitz, dem Vorstand
und den Beamten des Tiefbauamtes
für die Niederlegung von Kranz-
Spenden und für die zahlreiche
Be-
teiligung von Freunden u. Bekannten
beim Heimgang des
(25983
Herrn Heinrich Luber
sage innigsten Dank.
I. V. der Hinterbliebenen:
Endner.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme=
bei dem Hinſcheiden unſeres guten Vaters,
Groß=
vaters und Schwiegervaters
(25971
Herrn
Joh. Karl Klenk
ſagen wir Allen herzlichen, innigen Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Marie Klenk.
Tagestalender.
Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 8 Uhr: „
Jeder=
mann”.
Tieck=Brahms=Abend von Hofopernſänger Jung
um 8 Uhr im „Mathildenhöhſaal” (Freie lit.=künſtl.
Ge=
ſellſchaft).
Konzert um 8 Uhr im „Rummelbräu”
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Vom verſtorbenen Prinz=Regenten Luitpold; der Prinz=
Regent Ludwig; der St. James=Palaſt in London, in
dem die Friedensverhandlungen zwiſchen der Türkei
und den Balkanſtaaten ſtattfinden; Blick auf das Lager
von Bachiſchilde mit dem Eiſendahnzug, in den der
Waffenſtillſtand abgeſchloſſen wurde.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 20. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung des Johann Adam
Huth (Bleichſtraße 51) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Bauplatz=Verſteigerung des Jean
Papatheo=
doros um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Druk und Verlag: z. G. Wilichſche Hoſtluchdrucherei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht.
zurückgeſandt.
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Kurſe vom 18. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,10
3½ Deutſche Reichsanl. . 86,90
76,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,50
87,20
3½ do. Conſols .
76,80
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,30
92,40
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,80
do.
86,70
*3½
77,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,40
4 do. do. (unk. 1918) 99,25
do.
13½
86,30
do.
75,60
3 Sächſiſche Rente.
78,10
4 Württemberger v. 1907 99,40
(3½
do. v. 1875 93,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 53,80
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,40
4 do. Goldrente . . . 90,80
4 do. einheitl. Rente 82,00
3 Portug. unif. Serie I 63,50
3 do. unif. Ser. III 66,30
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 99,70
do. v. 1890 . . 93,00
do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880 .
87,40
88,00
& do. v. 1902
.99,70
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden .
85,50
Serbier amort. v. 1895 76,10
Türk. Admin. v. 1903 77,80
Türk. unifiz. v. 1903 85,00
4 Ungar. Goldrente . . . 86,50
4 do. Staatsrente. . . 82,50
InProt.
Zf.
99,95
5 Argentinier
84,75
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 89,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,00
92,90
do.
4½
92,40
41½ Japaner . . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 92,90
59,00
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 86,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,60
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=Paket=
.150,75
fahrt .
5 Nordd. Lloyd . . . . . 117,60
6½ Südd. Eiſenb.=Geſ..
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,80
6 Baltimore und Ohio . 101‟)
6 Schantungbahn . . . . 124,40
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 16,40
6 Pennſylvania R. R. . 117,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
509,00
Fabrik
14 Chem. Fabrik Gries=
. .242,00
heim
30 Farbwerke Höchſt . . 623,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . .
10 Cement Heidelberg . . 143,00
30 Chem. Werke Albert 422,25
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 319,80
5 Lahmeyer . . . . . . . 117,50
IuProt.
Lete
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 144,80
12 Siemens & Halske .213,00
5 Bergmann Electr. . . 116,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 154,00
25 Gummi Peter . . . . 75,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 87,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 542,50
10 Maſchinenf Badenia 175,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 140,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 228,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 196,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 86,00
3 Südd. Immobilien.
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 166,90
12½Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 207,80
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 156,50
10 Gelſenkirchener . . . . 185,50
9 Harpener . . . . . . . 177,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 249,40
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . .
79,50
6 Laurahütte . . . . . . 159,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
11 „ Weſteregeln 205,00
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,40
4½½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,90
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Durer . . . . . . 74,30
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,20
do.
76,50
3.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,90
do.
4
Inßrat.
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.) 50,25
75,50
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,30
do.
4 Wladichawchas .
85,40
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 72,60
4½
do.
2¼/0 Livorneſer
70,00
3 Salonique=Monaſtir . 62,60
4 Bagdadbahn . . . . . . 81,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,50
4 Miſſouri=Paciſic. .
70,40
4 Northern=Paciſic . . . 99,40
4 Southern=Paciſic
93,00
5 St. Louis und San
84,00
Francisco. .
97,00
5 Tehuantepec . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
7 Bergiſch=Märkiſche
.145,50
Bahn . . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 160,90
6½ Darmſtädter Bank . 118,50
12½ Deutſche Bank . . . 247,70
6 Deutſche Vereinsbank . 120,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,50
10 Diskonto=Kommandit 180,30
8½ Dresdener Bank 148,80
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,00
6½ Mitteld. Kreditbank 115,90
7 Nationalb. für Deutſchl. 118,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,00
5.86 Reichsbank . . . . . 132,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 132,25
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,00
7½ Wiener Bankverein . 125,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
. 98,50
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 87,80
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52 . .
. 98,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
87,25
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
do.
87,30
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 98,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. 99,00
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
87,30
S. 3—5
S. 9—11
.97,20
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
31
do.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,20
3½ do. (unk. 1914) . . 86,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
. 97,00
3½ do.
88,30
4 Frankfurt.
97,50
3½ do.
95,00
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
. 97,00
3½
do.
87,00
4 Karlsruhe
do.
88,30
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
31
do.
4 Mannheim
. 96,00
3
do.
87,20
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
97,50
3½
do.
86,70
Offenbach .
Inpen
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden .
. 98,50
3½ do.
94,60
4 Worms .
97,00
do.
87,80
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 135,30
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,00
87,104 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,00
3 Oldenburger . . . . . . 130,40
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,10
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . fl. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
. Fs.15 —
87,00 Freiburger .
Mailänder .
Fs. 45 —
do.
Fs. 10 35,00
Meininger .
ſl. 7 34,40
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 448,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 385,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 153,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,44
20 Franks=Stücke .
16,20
-
Amerikaniſche Noten .
Engliſche Noten
20,46
Franzöſiſche Noten.
81,15
89,00 H lländiſche Noten.
169,15
Italieniſche Noten.
79,95
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,45
98,60Ruſſiſche Noten .
80,70
Schweizer Noten .
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
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Restaurant
Heute Donnerstag Künstler-Konzert!
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werden von uns für folgende Berufe bei ausreichender Beteiligung
im Monat Januar abgehalten:
für Schuhmacher im Schnittmuſterzeichnen und Herrichten
von Leiſten;
„ Schneider im Grundmodellzeichnen und im Zuſchneiden;
„ Sattler in der Herſtellung der verſchiedenen Kummeten;
„ Schreiner und Glaſer im Holzfärben und Holzbeizen;
Weißbinder und Lackierer tm Holzfärben, im Holz= und
Marmormalen und im Schriftenmalen.
Eine Reihe von Anmeldungen zu dieſen Kurſen liegt bereits
vor. Weitere Anmeldungen ſind alsbald an die unterzeichnete
Behörde zu richten, die auch zu jeder Auskunftserteilung gerne
bereit iſt.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1912.
Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe.
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Noack.
Deutscher u. Oesterreichischer Alpenverein
Sektion Darmstadt (E. V.) Gegr. 1870.
Freitag, 20. Dezember 1912, abds. 8½ Uhr,
im unteren Saale des Neubaues für
Naturwissen-
schaft des Großh. Realgymnasiums, Eing. Kirchstr.
Monats-Versammlung.
Vortrag des Herrn Direktors J. Mengeringhausen:
„Aus dem Gebiete der unteren Donau, mit
spezieller Berücksichtigung der Kataraktenstrecke
zEisernes Tor‟, mit Vorführung von Lichtbildern.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und eingeführte
Gäste sind willkommen. Nach dem Vortrag gesellige Vereinigung
in dem Vereinszimmer im Restaurant Sitte.
(25945
Donnerstag, den 26. Dezember 1912?
Ausflug nach Bensheim
Auerbach-Borsteine-Knoden-Bensheim (Deutsches Haus).
Abfahrt nach Bensheim 875 Uhr
Der Vorstand.
Glih ſches Manner=Glüarten Darmſtadt
Direktion Karl Grim.
Sonntag, den 22. Dezember 1912, abends 8 Uhr,
in der Beſſunger Turnhalle, Heidelbergerſtraße
Wintervergnügen
I. Teil:
II. Teil:
Weihnachtsfeier
Humoriſtiſch.
Es ladet zu dieſer Feier höflichſt ein und bittet um zahlreichen
Beſuch
(B25980
Der Vorstand.
Eintritt für Mitglieder frei, Nichtmitglieder à Perſon 30 Pfg.
Luftreklame „Ierkur
Fessel-Ballon-Aufstiege
Sonntag, den 8., 15. und 22. Dezember d. Jahres
Mainz, auf dem Messplatz, an der Stadthalle.
Aufstiege von 9—3 Uhr nachmittags.
Passagierkarten à Mk. 5.−
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Bei Vorausbestellung bis je Freitag abend Mk. 4.50.
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Während der Weihnachts-Feiertage kommt
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Kannen ab Donnerstag, den 19. Dezember cr.
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Großherzogl. Hoftheater
Donnerstag, 19. Dezember 1912
81. Abonnem.=Vorſt. B 21.
Zum erſten Male wiederholt:
Jedermann.
Das Spiel vom Sterben des
reichen Mannes, erneuert v. Hugo
von Hofmannsthal.
Spielleiter: Emil Valdek.
Muſikal. Leiter: Robert Preuß.
Dramatis personae:
Die Stimme Gottes des Herrn.
.Johannes Heinz
Tod .
Teufel . . . . Richard Jürgas
DerSpielanſager Franz Schneider
Jedermann . . . Kurt Ehrle
Jederm. Mutter . Minna Müller=
Jederm. guter Ge=
(Rudolph=
. Hs. Baumeiſter
ſell
Der Hausvogt . Paul Eisner
. Emil Kroczak
Der Koch
Der arme Nachbar Ludw. Wagner=
Der Schuldinecht Paul Peterſen
Des Schuldtnechts
. Sofie Heumann
Weib
Buhlſchaft
.Ilſe Berka
Der dicke Vetter . Adolf Jordan
Der dünne Veter Guſtav Semler
Vorſänger
. Aug. Globerger
. Olga Kallenſee
.Hede Schaub
.Käthe Gothe
. Anna Jacobs
Kt. Weſtermann
. Käthe Meißner
.Herta Alſen
Erſter
Franz Geibel
Knecht
Zweiter)
. Adolf Klotz
Es findet keine Pauſe ſtatt.
Nach Beginn des Spiels
kann=
der Eintritt nicht mehr geſtattet
werden.
Beurlaubt: Barbara Uttmann.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anf. 8 Uhr. — Ende nach 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½ —1½ u. v. 7 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Freitag, 20. Dez. Außer Ab=
Erſte Kindervorſtell. Neu einſtud.=
„Bonifacius” Anfang 5 Uhr.
(Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.)
Samstgg, 21. Dez. Außer Ab.
Zweite Kindervorſtell. zu
Volks=
vorſtellungspreiſen. „Hänſel u.
Gretel.‟ Märchenſpiel v.
Hum=
perdinck. Anfang 6 Uhr.
Sonntag, 22. Dez. Nachmittags
2½ Uhr: 12. Volksvorſtellung zu
ermäß. Preiſen. „Haſemanns
Töchter” Vorverkauf bis
ein=
ſchließlich Samstag 21. Dez., nur
im Verkehrsbüro, Ernſt=
Ludwigs=
platz). Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten an der Tageskaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vor=
ſtellung, vorm. von 11 Uhr ab. —
Abends 7 Uhr: 82. Ab.=Vſt. C20.
„Carmen.‟” Gewöhnliche Preiſe.
Anmeldungen auf
Neuabon=
nements, beginnend mit den
Vor=
ſtellungen A 23, B 23, C 23 und
D 23, werden von der Hoftheater=
Hauptkaſſe entgegengenommen.—
Kaſſeſtunden an allen
Wochen=
tagen, vormit. von 10—12½ Uhr.
Geſucht
von tüchtigen Wirtsleuten
gang=
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Gutenbergſtraße 2, part.
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O1 groß. Malzfaß, 1
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Kaſten= und 1 Paar neue
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Schmiedewerkzeug, 12 Hühner
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Seiden-Plüsch-
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billigst aufgedämpft
bei (25177a
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Ihre Durchlaucht die Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg,
Fräulein Bauer, Frau Korwan, Exz., Frau Profeſſor Beck, Herr
Cramer, Freifrau v. Stein und Töchter, Fräulein Paul. Leydhecker,
Herr Profeſſor Leydhecker, Fräulein A. v. Starck, Frau
Rechnungs=
rat Neuß, Fräulein L. und E. Davidſon, Herr Theodor Kalbfuß,
Herr Kaufmann Praſſel.
(25947
Um weitere Gaben bittet
Der Vorstand.
Hinder=Bockſchlitten zu verkauf.Schankelpferd zu verk. (*14525
15 14524) Alexanderſtr. 25, I.
Kranichſteinerſtr. 51, 2. St.
Bekanntmachung.
Der auf Samstag, den 21. d. Mts. feſtgeſetzte Termin zur landespolizeilichen
Abnahme der Erweiterung des Bahnhofs Kranichſtein fällt aus. Feſtſetzung eines
neuen Termins wird demnächſt erfolgten.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
(25986
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Eehlinge= und Lehrſelenermitſung in Darmſaht und in
übrigen Bezirke der Provinz Starkenburg.
Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
Lehrlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf
Darmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großh. Provinzialdirektion erſtreckt ſie
ſich auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Koſten entſtehen
durch die Inanſpruchnahme der Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den
Lehrlingen. Beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo
ganz beſonders auch den ländlichen Verhältniſſen und Intereſſen in weiteſtgehendem
Maße Rechnung getragen. Die Vermittlung erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen
örtlichen und Bezirks=Arbeitsnachweisſtellen unter ſtrenger Beobachtung des
Grund=
ſatzes, daß Angebote und Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und
Bezirken zugute kommen dürfen, wenu ſie am Orte der Herkunft und in der
nächſten Umgebung mit entſprechenden Nachfragen und Angeboten nicht
aus=
geglichen werden können. Sollte ausnahmsweiſe die Vermittelung einer außerhalb
der Provinz gelegenen Lehrſtelle gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben.
Gewerbetreibende und Eltern, ſowie Vormünder werden gebeten, Stellen und
Lehrlinge umgehend bei unſerer Geſchäftsſtelle, Grafenſtraße Nr. 30, Fernſprecher
Nr. 371, anzumelden. Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt die
Ueber=
ſendung einer Poſtkarte, auf der zu beantworten ſind, wenn anmelden:
a) Lehrherren: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner
Kon=
feſſion, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
7, ſonſtigen Bedingungen, über die
der Anmeldende im voraus keinen Zweiſel laſſen möchte:
b) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrlings
2. ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten
Schule, 6. dem gewählten Beruf und 7. ſolchen Bedingungen, die die
An=
meldenden im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob
Wohnung und Verköſtigung ſelbſt geſtelt werden können.
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz, an deren Spitze die unterzeichnete
An=
ſtalt, in Anſpruch zu nehmen, bevor ſie auswärts Umſchau halten. Die Anſtalt
wird ſich mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden bei ihrer
Vermitt=
lungstätigkeit in ſtetem Benehmen halten.
Darmſtadt, am 12. Dezember 1912.
Zeutralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.
Bekanntmachung.
Die vorſtehende Aufforderung der Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohnungs=
nachweis in Darmſtadt, welche auch die Lehrlings= und Lehrſtellen=Vermittelung
übernommen hat und in geeigneter Weiſe auszugeſtalten beſtrebt iſt, empfehlen wir
der Beachtung und Unterſtützung durch die gewerblichen Kreiſe, die Eltern,
Vormün=
der, Geiſtlichen und Lehrer und alle in Betracht kommenden Behörden
Es liegt ganz außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im
Intereſſe ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und
Lehrſtellenvermitte=
lung nicht zerſplittert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige
Einrichtung in der Provinz, wie ſie die vorgenannte Zentralanſtalt iſt, angeſchloſſen
und von dieſer, in Verbindung mit gewerblichen und Schulorganen, in den richtigen
Bahnen erhalten wird.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1912.
Großherzogliche Provinzialdirektion Starkenburg.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten bleibt
die Pallaswieſenſtraße zwiſchen der Gräfenhäuſer= und
Blumenthal=
ſtraße noch bis zum 24. Dezember 1fd. Js. für den
Fuhrwerks=
verkehr geſperrt.
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Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 19. Dezember 1912,
nach=
mittags 3 Uhr, verſteigere ich im Saale
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turmſtr. 16 öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung
a) für beſtimmt: 20 Paar Herren= und Knabenſtiefel
(Nr. 36—40), 20 Paar Damen=Schnürſtiefel, 20 Paar
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Haus=Pantoffel, 16 Paar braune Leder=Pantoffel,
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graphie=Album;
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2 Pianinos, 6 Sofas. 5 Diwans, 4 Schreibtiſche 2
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tiſche, 3 Spiegel=, 2 Kleider=, 3 Waren= und 2 Glasſchränke,
2 Fahrräder, 2 Nähmaſchinen, 1 Kaſſenſchrank, 120 Paar
Herren= und Damenſtiefel, 1 Studentenrock, 1 Ueberzieher,
1 Tennisſchläger, 1 Landauer, 1 Viktoriawagen uſw.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
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Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Verſteigerungs=Anzeige.
Samstag, 21. Dezember, vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag im Hauſe
Eliſabethenſtraße Nr. 26
folgende Möbel:
8 verſchiedene Sofas mit Stühlen, 2 Diwans, 1
Herren=
ſchreibtiſch (Diplomat mit Aufſatz) 1 zwetüriger
Kleider=
ſchrank (Biedermeier), 1 zweitüriger Mahagoni=Kleiderſchrank,
15 verſchiedene Kleiderſchränke, 7 Waſchkommoden, 2
Verti=
kos, 1 Weißzeugſchrank, 2 Spiegelſchränke, 2 Kommoden,
1 Ausziehtiſch mit Zügen, 9 verſchiedene andere Tiſche,
1 Elagere, 10 Spiegel, 26 Betten und 4 Nachttiſche und
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noch anderes.
Sämtliche Möbel ſind ſehr gut erhalten. Die Verſteigerung
findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Die ſtädtiſchen
Fleiſch=
verkaufsſtellen
im Schlachthof (Markthalle) und
Kiesſtraße 21 ſind wieder eröffnet.
Es gelangt zum Verkauf beſtes
holländiſches Rindfleiſch, alle Stücke
zu 82 Pfg. das Pfund.
Weitere Verkaufsſtellen befinden
ſich bei Herrn Karl Bauer,
Laute=
ſchlägerſtr. 13 u. Beſſungerſtraße 12.
Hier gelten die gleichen Preiſe.
Zungen, Nieren, Leber, Hirn u.
Feit werden zu beſonderen Preiſen
verkauft.
(25470a
Der Oberbürgermeiſter.
Fluchtlinienplan
für die Südſeite der
Schieß=
hausſtraße zwiſchen Nieder=
Ramſtädterſtraße und
Martin=
ſtraße.
Der von der Stadtverordneten=
Verſammlung angenommene Plan
liegt vom 20. ds. Mts. bis
ein=
ſchließlich 8. I. Mts. bei dem
Stadtbauamte, Grafenſtraße 30,
in den Dienſtſtunden offen.
Einwendungen gegen den Plon
ſind, bei Vermeidung des
Aus=
ſchluſſes, innerhalb der
Offen=
legungsfriſt bei dieſem Amte
an=
zubringen.
(25979a
Darmſtadt, 17. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 1. bis 15. Dezember 1912:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 22.— bis 23.—
18.—
18.50
Korn
Gerſte
„ „ 16.50 „ 22.—
18.50 „ 24.—
Hafer
Kilo Mk. 1.40
Butter
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 10 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.50
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.50
Heu per 50 Kilo Mk. 4.50
Darmſtadt, 18. Dezember 1912.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter, Abt. B,
iſt am 13. Dezember 1912
hinſicht=
lich der Firma Wartburg=
Buch=
handlung, Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung, zu
Darm=
ſtadt, folgendes eingetragen worden:
Der Geſchäftsführer Gerhard
Bohres iſt ausgeſchieden; an ſeiner
Stelle iſt der Buchhändler
Gott=
fried Meiſter in Darmſtadt zum
Geſchäftsführer beſtellt. (25964
Darmſtadt, 13. Dezember 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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HOFKUNSTHANDLUNG — 5 Elisabethenstrasse 5.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter, Abt. A,
iſt am 12. Dezember 1912
hinſicht=
llich der Firma Eduard Roether
zu Darmſtadt folgender Eintrag
vollzogen worden:
Hans Derlien, Buchdrucker in
Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten
(25963
beſtellt.
Darmſtadt, 12. Dezember 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Donnerstag, 23. Januar 1913,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die den Vereinigten
Kunſt=
druckereien, Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung, zu Darmſtadt
zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. am
VI 448 1692 Hofreite
Fran=
kenſteinſtraße
Nr. 33,
VI 4485/10 67 Hofreite daſelbſt
Nr. 33,
VI 449 313 Hofreite
Wein=
bergſtraße
Nr. 32,
VI 452 1041 Hofraum mit
Ab=
ort
Franken=
ſteinſtraße,
in unſerem Geſchäftszimmer
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Darmſtadt, 17. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (V125951
Kanalball (25836imi
Pallaswieſenſtraße
150 Stück neue Sprießen, für Balken
u. Pfoſten geeignet. 3 bis 3,50 m lg.
u. 18 bis 22 cm Durchmeſſer, zu
verkaufen. Näh. an der Bauſtelle
u. bei Gg. Möſer I., Stiftſtr. 19.
Annahme-Stelle
für Schleifereien an Raſiermeſſern
u. Scheeren, Haarſchneidemaſchinen,
Eßbeſtecken, Stanzen u.
Maſchinen=
meſſern, Wiegemeſſern,
Fleiſchhack=
maſchinenmeſſern u. Scheiben uſw.
Saalbaustr. 27, (25330a
Filiale Carl Ziegler.
großes Kinder=Theater für
1 40 Mk. zu verkaufen. (*14335imd
Näheres in der Expedition.
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Erſte Kammer der Stände.
9. Sitzung.
St. Darmſtadt, 18. Dez.
Am Regierungstiſche: Finanzminiſter Braun Exz.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Exz.,
Miniſterialrat Hölzinger, Geh. Oberfinanzrat Dr.
Rohde.
Präſident Graf Schlitz gen. von Görtz eröffnet
die Sitzung um 11¼ Uhr. Das Hohe Haus tritt alsbald
in die Tagesordnung ein und erledigt zuerſt die
Rückäußerungen der Zweiten Kammer
zum Artikel 6 des Geſetzentwurfs betr. die Ausführung der
landwirtſchaftlichen Unfallverſicherung.
Der zweite Ausſchuß des Hohen Hauſes hat ſich dem
heu=
tigen Beſchluß der Zweiten Kammer angeſchloſſen, weil der
neueingebrachte Antrag Beſt immerhin eine Vereinfachung
gegenüber dem erſten Beſchluß bedeutet. Der Ausſchuß
beantragt daher Beitritt zu dem heutigen
Beſchluß der Zweiten Kammer. Der Antrag
wird angenommen.
Es folgen
Wahlen.
Für den Grafen zu Solms=Braunfels, der aus
Geſund=
heitsrückſichten ſeine Mitgliedſchaft in dem erweiterten
erſten Ausſchuß und in der Kommiſion zur Veratung
über die Vereinfachung der Staatsverwaltung niedergelegt
hat, wird als ordentliches Mitglied in den erſten Ausſchuß
durch Zuruf Graf Kuno zu Stolberg=Roßla
ge=
wählt, der die Wahl dankend annimmt. Da der Gewählte
bereits Mitglied des erweiterten erſten Ausſchuſſes
war, iſt weiter notwendig geworden die Wahl eines
Mit=
gliedes in den erweiterten erſten Ausſchuß. Dieſe
Wahl entfällt auf den Fürſten Karl zu Solms=
Hohenſolms=Lich, der die Wahl ebenfalls mit Dank
ſannimmt. — In die Kommiſſion zur Beratung der Ver=
einſachung der Staatsberwalung wird Eraf Viktor zu
Erbach=Schönberg gewählt.
Das Hohe Haus tritt dann in die Beratung und
Ab=
ſtimmung über die verſchiedenen Geſetzentwürfe ein.
Ohne Debatte werden nach dem Ausſchußantrag in der
von der Zweiten Kammer beſchloſſenen Faſſung erledigt:
die Regierungsvorlage, Geſetzentwurf die
Ver=
einigung der Landgemeinde Koſtheim mit
der Stadt Mainz betreffend, ſowie die
Regierungs=
vorlage, Geſetzentwurf, die Heranziehung der
Grundſtückseigentümer im Gebiet der Süd=
und Südweſtfront zu Mainz zu den Koſten
des Straßengeländeerwerbs betreffend.
Zur Regierungsvorlage, Geſetzentwurf,
den Bau einer Verbindungsbahn
Rüdes=
heim (Geiſenheim) nach Sarmsheim (
Ocken=
heim) betreffend,
verbreitet ſich
Geheimerat Dr. Strecker als Ausſchußberichterſtatter
zunächſt im allgemeinen über die Vorlage, beſonders über
die Koſten. Der Bau der Brücke verfolge in erſter Linie
patriotiſche Zwecke, ſie werde unter allen Umſtänden
ge=
baut, mit oder ohne Beteiligung Heſſens. Außerdem fährt
aber Heſſen gar nicht ſchlecht dabei, denn das Kapital wird
ſich vorausſichtlich mit 5,1 Prozent verzinſen. Materiell
beſtehen alſo keine Bedenken gegen das Projekt. Aber auch
ideell kann man das Projekt nur warm befürworten.
Denn bei dem Bau wird doch zweifellos in der Geſtaltung
des Landſchaftsbildes auch Rückſicht genommen werden
auf das zu errichtende Bismarck=Denkmal auf der
Eliſenhöhe ſodaß das ganze Landſchaftsbild ſich dort
ein=
heitlich geſtalten wird. Es wird ſeitens des Ausſchuſſes
formell der Wunſch ausgeſprochen, auch in dieſer Richtung
tunlichſt dieſe Forderung vertreten zu wollen. Ich
bean=
trage in Uebereinſtimmung mit der Zweiten Kammer die
Vorlage anzunehmen.
Finanzminiſter Yraun Exz.: Meine Hohen Herren!
Der ſoeben ausgeſprochene Wunſch des Herrn
Bericht=
erſtatters des Ausſchuſſes iſt durchaus beachtenswert.
Ueber die Rebenhänge des Rheingaues bei Bingen und
Rüdesheim ſoll demnächſt das Bismarckdenkmal
herüber=
grüßen zum Niederwald. Das Bild des
Reichsbau=
meiſters ſoll herüberblicken nach dem Sinnbild ſeines
Werkes. In den grünen Wogen des vaterländiſchen
Stroms werden ſich die ſteinernen und ehernen Zeugniſſe
der Dankbarkeit des deutſchen Volkes ſpiegeln. Nach
unſerem Empfinden wird für dieſe Landſchaft das
Bibel=
wort gelten: „Ziehe Deine Schuhe aus, denn der Ort,
da Du aufſteheſt, iſt ein heiliger Ort”. Und wenn zum
verſtärkten Schutze des Errungenen an ſolcher Stelle von
Ufer zu Ufer des Rheins ein Schienenweg ſich ſchwingen
ſoll, dann iſt es ſelbſtverſtändlich, daß auch Schaubild und
Schmuck der Brücke künſtleriſch ſich einpaſſen in die
Um=
gebung und zugleich den Weg vermitteln in die
Ge=
dankenwelt, die dort in uns wach werden wird. In
die=
ſem Sinne bin ich gern bereit, den ausgeſprochenen
Wunſch weiter zu leiten. Faſt könnte ich ſagen, dieſes
Wunſches bedürfte es nicht einmal. Denn ſchon nach den
Beſtimmungen des Gemeinſchaftsvertrages iſt uns eine
Mitwirkung auf die Geſtaltung des Brückenprojektes
ge=
ſichert. Nach dem Artikel 20. Abſatz 2, des
Gemeinſchafts=
vertrages iſt beſtimmt, daß Bahnprojekte, ſoweit ſie auf
heſſiſches Gebiet zu liegen kommen, der heſſiſchen
Regie=
rung zur Prüfung vorgelegt werden müſſen. Hierbei
ſolln Wünſche der heſiſchen Regierung, ſoweit folche
über die landespolizeilichen Ausführungsbeſtimmungen
hinausgehend geltend gemacht werden, tunlichſt
Berück=
ſichtigung finden. Nun bin ich auch in der angenehmen
Lage mitteilen zu können, daß der Herr
Eiſenbahn=
präſident Laury=Mainz, der heute hier weilte, und
dem ich den geäußerten Wunſch, von dem ich ſchon vorher
Kenntnis erhalten habe, ſchon unterbreiten konnte, ſofort
erklärt hat, daß man gerne bereit ſei, den heſſiſchen
Wün=
ſchen zu entſprechen und heſſiſchen Vorſchlägen wegen der
Geſtaltung der Brücke in äſthetiſcher und landſchaftlicher
Beziehung zu entſprechen. Es wird alſo den Wünſchen,
die der Herr Ausſchußberichterſtatter geäußert, zweifellos
entſprochen werden.
Frhr. von Heyl zu Herrnsheim: Der Herr
Vorſitzende des Finanzausſchuſſes hat mich beauftragt,
dem Hohen Hauſe die dringende Bitte zu unterbreiten,
im Sinne des Herrn Berichterſtatters zu verfahren. Der
Ausſchuß war von dem Wunſche beſeelt, über die
Geſtal=
tung des Bauwerks einen eingehenden Bericht an das
Hohe Haus gelangen zu laſſen, was dem Ausſchuß umſo
leichter möglich geweſen wäre, als er in Herrn
Geheime=
rat Koch, eine hervorragend qualifizierte Perſönlichkeit
auf dem Gebiete in ſeiner Mitte hat Nur wegen der
Dringlichkeit der Lage hat der Ausſchuß von dieſem
Be=
richt Abſtand genommen. Doch hat ſich in dankenswerter
Weiſe der Herr Präſident Laury von Mainz bereit
er=
klärt, den Herrn Geheimerat Koch zu der Ausarbeitung
des Projektes hinzuzuziehen.
Die Vorlage wird darauf angenommen.
Der Reſt der Tagesordnung wird darnach
ohne Debatte im Sinne der Beſchlüſſe des anderen
Hauſes erledigt. Es ſind dies: Antrag der Abgg. von
Brentano und Genoſſen, die Bekämpfung der
Viehſeuchen und Rebſchädlinge betreffend, —
Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, die
Ge=
werbeinſpektion betreffend, — Antrag der Abgg.
Ulrich und Genoſſen, die Ar beit er un d
Hilfsangeſtellten in den
Staats=
betrieben betreffend, — Antrag der Abgg. Ulrich und
Genoſſen, Verhaftung betreffend, — Vorſtellung des
Vorſtandes des Vereins ſelbſtändiger Kaufleute und
Ge=
werbetreibender in Worms, Aufhebung des
Brückengeldes für die Benutzung der
Ernſt=Ludwigs=Brücke bei Worms betreffend,
— Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, den Bau
einer Nebenbahn durch das Modautal
be=
treffend, — Vorſtellung des Eiſenbahnunteraſſiſtenten
i. P. Ph. Müller in Darmſtadt, Erhöhung ſeinen
Penſion betreffend.
Damit iſt die Tagesordnung erledigt. Das Haus
wird auf unbeſtimmte Zeit vertagt.
kuftfahrt.
* Sonnenberg, 18. Dez. Geſtern gegen abend
landete in der Nähe von Bettelhecken der
Mili=
tärballon „Mainz 2” der vormittags 10 Uhr in
Frankfurt am Main aufgeſtiegen war. Führer des
Bal=
lons war Oberleutnant Meurer vom 87. Infanterie=
Regiment. Der Ballon wurde ſofort nach Frankfurt
zu=
rückbefördert. Auch die Offiziere, die ſich in dem Ballon
befunden hatten, kehrten per Bahn nach Frankfurt a. M.
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Erſter deutſcher Kino=Kongreß.
— Berlin, 17. Dez. Auf Einladung des
Schutz=
verbandes Deutſcher Lichtbildtheater trat heute vormittag
hier im „Deutſchen Hofe” der erſte deutſche
Kino=
kongreß zuſammen, zu dem die bedeutendſten
deut=
ſchen Kinematographentheater ihre Vertreter entſandt
hatten. Ebenſo war die beteiligte Filminduſtrie ſtark
vertreten. Mit dem Kongreß iſt eine Ausſtellung
ver=
bunden, welche die bisherigen Fortſchritte und den
gegen=
wärtigen Stand der Kinematographeninduſtrie und
ver=
wandter Zweige vor Angen führt.
Der Vorſitzende des Schutzverbandes, A.
Temp=
liner=Berlin, eröffnete den Kongreß mit einer
Be=
grüßung der Erſchienenen. Der Generalſekretär des
Schutzverbandes, Dr. Meſeritzer, referierte ſodann
über Zwecke und Ziele des Kongreſſes. Die
Veranſtalter des Kongreſſes wollten beweiſen, daß ſie
nicht nur der Not gehorchend infolge der heftigen
An=
griffe, ſondern aus eigenem Triebe daran gehen, die
durch die rieſige Entwickelung der Kinos gezeitigten
Schäden zu beſeitigen. Es gibt eine ganze Anzahl unter
den Lichtbilddirektoren, die ſich der hohen
Verantwort=
ung gegenüber dem Publikum wohl bewußt ſind. Der
Kampf gegen die Kinos genoß bisher die Sympathien
der gebildeten Kreiſe des Volkes. Der Kampf richtete
ſich vor allem gegen das Kinodrama, wegen deſſen
Ein=
fluß auf die Jugend. Darüber darf man aber
nicht vergeſſen, daß vor Einführung der Shakeſpeare=
Dramen auch die Sprechbühne ebenfalls nur Schund
brachte. Das gilt teilweiſe noch heute. Es iſt ungerecht,
zu behaupten, daß erſt die Kinotheater den Schund auf
die Bühne gebracht hätten. In kleinen Städten
bekom=
men die Leute auf der Sprechbühne überhaupt keine
klaſ=
ſiſchen und guten Sachen zu ſehen. Da tut ſich eine
un=
geheure Möglichkeit auf, die Maſſen durch Darbietung
von Gutem und Schönem zu heben und zu belehren. Die
Mengen, die angeblich dem Sprechtheater durch die Kinos
entzogen werden, ſtehen in gar keinem Verhältnis zu
denen, die überhaupt erſt durch das Kinotheater in eine
Schaubühne gebracht werden. Dieſe Leute ſind zum
größten Teil früher nie in irgend ein Theater gegangen,
ſie haben das Varieté und die Wirtshäuſer aufgeſuchk.
Das Kinotheater kann in ſeiner richtigen Entwickelung
genau ſo zum Volkstheater werden, wie das der Griechen
und Römer.
Hierauf ſprach Profeſſor Kemſies über: „Film
und Lichtbild im Dienſte der Wiſſenſchaft und höheren
Schulen‟ Der Redner betonte die Bedeutung des
Kine=
matographen namentlich für die Biologie und Hygiene.
Beſonders wichtig ſind die Vorgänge, die ſich im Innern
des Organismus abſpielen, und auf dieſem Gebiete habe
die Kinematographie Hervorragendes geleiſtet. Es müſſe
ein Weg gefunden werden, um Jugend und Volk mit
Hilfe des Kinematographen über Fragen der Hygiene
beſſer aufzuklären, als bisher. Der Polizeipräſident von
Berlin hat eigene Schülervorſtellungen gewünſcht. Wie
dieſe ermöglicht werden ſollen, darüber ſoll auf dem
Kon=
greß noch geſprochen werden.
Rektor Lemke behandelte die Lichtbildſchule im
Dienſte der Volksſchule und Volksbildung. —
Rechts=
anwalt Dr. Treitel ſprach über Konzeſſion und
Zenfur. Er ging davon aus, daß ſich das neue
Reichs=
theatergeſetz mit dieſer Frage zu befaſſen haben wird.
Der neue Entwurf enthält die Beſtimmung, daß die
Kinematographentheater konzeſſionspflichtig ſeien. Der
Entwurf paßt nur wenig für die
Kinematographen=
theater, es wird aber trotzdem eine entſprechende
Aen=
derung des Theatergeſetzes angenommen werden. Die
Zenſur iſt für die Entwickelung der Lichtbildkunſt von
ein=
ſchneidender Bedeutung. Das Gebiet iſt ſchwierig, weil
nur wenige Entſcheidungen vorliegen, da der Rechtsgang
ein langſamer und ſchleppender iſt. Durch die
Stellung=
nahme der Polizei hat ſich ein Zwieſpalt entwickelt, der
zunächſt unüberbrückbar erſcheint. Die Fabrikanten
kön=
nen mit Recht darauf hinweiſen, daß es hunderttauſend
Familien ſind, die bisher von dem Gewerbe gelebt haben.
Die geſetzliche Grundlage für die Polizei bildet die
Be=
ſtimmung des Landrechts, wonach die Polizei die
Maß=
nahmen zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit und
Sittlichkeit zu treffen hat. Kautſchukartiger könne eine
geſetzliche Beſtimmung wohl nicht ſein. Die
Schwierig=
keit für die Regelung dieſer Frage liegt darin, Regeln
zu finden, die ein= für allemal gültig ſind. Sache der
Pä=
dagogen und der Polizei wird es ſein, zu erwägen, ob
der Einſatz, der in dem Vorgehen gegen die Kinos liegt,
das Ziel lohnt, das man im Auge habe. Die öffentlichen
Intereſſen müſſen wahrgenommen werden ſoweit als
möglich, die Intereſſen einer ganzen Branche dürfen aber
nicht verkümmert werden.
Der Referent über das Kinematographenweſen beim
Königlichen Polizeipräſidium in Berlin, Profeſſor Dr.
Brunner, behandelte das Thema: „Zenſur‟ Er
be=
tonte, daß das Intereſſe der Polizeibehörden am
Kon=
greß ein außerordentlich lebhaftes ſei und durch die
Auf=
faſſung erwieſen werde, welche die Polizei von der
Zen=
ſur habe. Die Zenſur wird nur gegen die Fabrikanten,
nicht gegen die Kinobeſitzer gehandhabt. Das geſchieht
im Intereſſe der Induſtrie. Die Auswüchſe, welche die
Polizei bekämpft, ſieht ſie als verrohend und entſittlichend
n, und daß tatſächlich Vorgänge dieſer Art durch Films
gezeitigt werden, kann keinem Zweifel unterliegen. Die
Polizei nimmt keinen einſeitigen Standpunkt gegen die
Branche ein und denkt nicht daran, einen einzigen
Inter=
eſſenten zu ruinieren. Sie hält ſich für verpflichtet, von
der Jugend die ſchädigenden Einflüſſe fern zu halten im
Intereſſe der Zukunft unſeres Volkes. Die Zenſur muß
immer den ſtrengſten Standpunkt einnehmen, inſofern,
als man die Maſſe der Großſtadt und die leichte
Beein=
flußbarkeit der Jugend in Betracht ziehen muß. Es iſt
auch zu bedenken, daß die Wirkungen des
Kinemato=
graphen die denkbar tiefgehendſten ſind. Die
Beſtimmun=
gen der Münchener und der Wiener Zenſur ſind
bedeu=
tend ſchärfer, als jene der Berliner. Daß die Zenſur eine
vormärzliche Einrichtung iſt, iſt gleichfalls nicht richtig,
denn es haben ſich auch freiſinnige Kreiſe für die Zenſur
ausgeſprochen, ſo beſonders der frühere
Oberbürger=
meiſter von Stuttgart, Dr. von Gauß. Die Zenſur wird
kaum zu mildern ſein, ſchon weil die Halberwachſenen
über 16 Jahre nach gewiſſer Richtung hin überaus
empfänglich ſind. Das ganze Beſtreben der Zenſur geht
nicht auf eine Bekämpfung des Kinemaiograpbenweſens
hinaus, ſondern vielmehr auf eine Förderung desſelben.
Der Kinematograph iſt ein Kulturförderer erſten Ranges
und von verſchiedenen Seiten iſt ſeine Mitwirkung an
den großen Kulturaufgaben der Gegenwart eingehend
dargelegt worden. Dieſe Bedentung beſaß der
Kinemato=
graph von allem Anfang an. Da kamen aber gewiſſe
ge=
ſchäftliche Genies, die glaubten, dieſe Sache für ihre
Privatzwecke ausnützen zu können, und dieſe ſind es, die
den Kinematographen in Mißkredit gebracht haben; nicht
die Polizei iſt der Feind des Kinematographen, ſondern
jene, welche jenes unglückliche Ziel verfolgt haben. Die
Polizei hat ſtets das bekämpft, was für die
Kinemato=
graphen ſelbſt ſchädlich war, und nie und nirgends hat
ſie eine geſunde Entwickelung des
Kinematographen=
weſens gehindert. Die Polizei iſt jederzeit bereit, auch
or den einzelnen Vorführungen beratend einzugreifen.
Die Kinematographenbeſitzer ſind ſo gut daran intereſſiert,
wie wir, daß aus dem Kinematographen etwas beſſeres
wird, als er zurzeit iſt, und wenn die
Kinematographen=
beſitzer dasſelbe wollen, wie die Polizei, ſo können ſie
das leicht erreichen, wenn die Behörde und die Beſitzer
einander etwas vertrauensvoller ſich gegenüberſtellen.
Allerdings kann das Geſchäftsintereſſe nicht die alleinige
Direktive für die Behörde ſein; das Geſchäft der
Kino=
beſitzer iſt nicht ein beliebiges anderes Geſchäft, deſſen
Betrieb für die Oeffentlichkeit gleichgültig iſt, ſondern
ſie ſtehen in der Reihe der verantwortlichen
Volkserzieher, und hier ſind zahlreiche
Berühr=
ungspunkte, in welchen die Polizei und die Kinobeſitzer
Hand in Hand arbeiten können. Wenn der Kongreß die
Sachlage von dieſem Geſichtspunkt aus betrachtet, wird
er zum Segen des Berufes, der Branche und des
gan=
zen Volkes arbeiten.
Es folgte die Vorführung eines Films, der den
Be=
trieb der Reichspoſt zeigte. Dann wurde ein Rundgang
durch die Ausſtellung unternommen. In den
Nachmittags=
ſtunden wurden populäre Films gezeigt. Die
Beratun=
gen des Kongreſſes werden mehrere Tage in Anſpruch
nehmen.
Kunſtnotizen.
leber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Viele Beſucher des Neckartales wird es
intereſſie=
ren, daß zurzeit einige charakteriſtiſche Anſichten von
dort in Form von wohlgelungenen Radierungen —
aus=
geführt von Sophie Groſch — bei der Firma
Jo=
hannes Waitz, Eliſabethenſtraße, erhältlich ſind. Die
hübſchen Bildchen dürften ſich beſonders als Andenken
für alle eignen, denen das romantiſche alte Gemäuer von
Schloß Hornegg, dem früheren Deutſchherrenſitze,
in dem jetzt das weithin bekannte Sanatorium
unter=
gebracht iſt, oder die maleriſchen Schönheiten
Wimpfens durch eigene Anſchauung bekannt und lieb
geworden ſind.
Luftfahrt.
* Metz, 18. Dez. Geſtern vormittag hatte der
Oberleutnant Keller von der hieſigen Fliegertruppe
einen kleineren Flug in die nähere Umgebung
unternom=
men, bei deſſen Beendigung der Flieger auf dem
Flug=
platz ſehr hart landete, ſo daß der Apparat, eine
Rumplertaube, in Trümmer ging. Oberleutnant
Keller erlitt einen Oberſchenkelbruch und einen
Bruch des rechten Unterarmes. Lebensgefahr beſteht
nicht.
sr. Bei einem kühnen Flug verſchollen
ſind ein amerikaniſcher Flieger, Horace Kearney, und
ſein Paſſagier, Cheſter Lawrenco, ein amerikaniſcher
Journaliſt. Sie waren in Los Angeles (Kalifornien)
aufgeſtiegen in der Abſicht, nach dem zirka 500 Kilometer
entfernten San Franzisko zu fliegen. Seit dem Start
hat man weiter keine Nachricht von den Piloten
und iſt um das Schickſal derſelben ſehr beſorgt.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 17. Dez. Der Aufſichtsrat der
Bank für Handel und Induſtrie ernannte
anſtelle des am Jahresſchluß vom Vorſtand
ausſcheiden=
den Geheimen Kommerzienrats Hedderich den
bis=
herigen ſtellvertretenden Direktor Paul Bernhard zum
wirklichen Vorſtandsmitglied mit Wirkung vom 1.
Ja=
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wurde Prokura erteilt.
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Greichens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nachdruck verboten.)
11)
Der Künſtler begrüßte die Anweſenden mit einer
Ver=
neigung, worauf er auf die Generalin zueilte, die ihn
herzlich willkommen hieß. Ehrfurchtsvoll führte er die ihm
gereichte ſchmale Ariſtokratenhand an ſeine Lippen, ſich
nochmals wegen ſeiner Verſpätung entſchuldigend.
Er wurde mit den Anweſenden bekannt gemacht, und
ſein Benehmen war vollſtändig comme il kaut, wie
Regi=
nald Maltzahn bei ihm feſtſtellte, den eine eiferſüchtige
Regung wegen Hildegards auf den vielbewunderten
Künſtler beſeelte.
Dieſer verneigte ſich mit einem Aufleuchten ſeiner
klugen Augen tief vor Gretchen, neben der er Platz nahm.
Frau von Meiſenbach dankte ihm nochmals für ſeine Be=
Dreitwilligkeit zur guten Sache und fragte ihn, was er
vor=
zutragen gedächte.
Ich habe mich noch für nichts entſchieden, da ich dies
Exzellenz überlaſſen wollte zu beſtimmen, entgegnete er
höflich.
Aber ich bitte, Herr Brand, ich möchte doch nicht allein
maßgebend ſein
Nein, wirklich, ich füge mich den Wünſchen der
Herr=
ſchaften — mir iſt es gleich, da mein Repertoire ſehr groß
iſt, lächelte er ein wenig, was ſeinem Geſicht einen
hin=
reißenden Ausdruck verlieh.
Da rief Hildegard von der Oſten, deren hübſche Augen
unverwandt auf ihm ruhten mit einem Ausdruck großer
Schwirneh, die Rrgind zu ſehnen ünehegen
ſeſ=
ſtellte: Dann bitte Winterſtürme wichen dem
Wonne=
mond, die Walküre haben wir leider noch nicht
ge=
habt, oder Im fernen Land, unnahbar Euren Schritten —
Ein kleines Lächeln flog um ſeinen ausdrucksvollen
Mund. Wenn es den Herrſchaften recht iſt, ſinge ich auch
beides.
Hildegard klatſchte in die Hände.
Wie ſchön!
Mit oder ohne Koſtüm? fragte Reginald etwas
ſpöt=
tiſch und leiſe ſeine Nachbarin — er ſaß neben Hilde —
die ſilberne Rüſtung möchte am Ende doch etwas
unbe=
quem ſein —
Das junge Mädchen zog ein Mäulchen und wandte
ihm unmutig den Rücken.
Ich werde Dich doch zähmen, dachte Reginald, ſeinen
Bart durch die Finger ziehend.
Frau von Meiſenbach nahm da das Work und wandte
ſich an den Künſtler.
Sie ſind ſehr gütig, Herr Brand, natürlich ſind wir
ſehr erfreut — alſo, bitte, lieber Regierungsrat, notieren
Sie, ich denke, nach dem Prolog Fräulein von Kallbergs
Klaviervortrag und dann die Gralserzählung — ich denke,
daß wir mit einem ſolchen Programm Ehre einlegen
wer=
den! — Paßt es den Herrſchaften, Dienskag zu einer
Generalprobe nach dem Kaſinoſaal zu kommen?
Alle waren einverſtanden, und nach einigem Hin und
Her waren die Beratungen geſchloſſen.
Man blieb noch ein Stündchen im gemütlichen Plau=
den beiſanmen. Enſt Brand halte ſich biſhelden
eut=
fernen wollen, war aber in liebenswürdigſter Weiſe von
der Generalin zum Bleiben aufgefordert, die ſich
an=
ſcheinend ſehr gern mit dem beliebten Künſtler unterhielt;
denn ſie ſprach lange mit ihm und ließ ſich von ſeiner
Laufbahn erzählen, wie ihn ein unbezwinglicher Drang
nach der Bühne gezogen, ſo daß er entgegen dem Willen
ſeines Vaters das Studium der Rechte, das ihm zu trocken
war, aufgegeben, nachdem er drei Semeſter hinter ſich
hatte. Anfangs hatte ihm ſein Vater ſchwer gezürnt, der
dem einzigen Sohn ſo gern ſeine Praxis als Rechtsanwalt
hinterlaſſen hätte, aber ſchließlich war er doch mit der
Tatſache ausgeſöhnt nachdem er ſich von dem Talent und
den Erfolgen des Sohnes überzeugt hatte.
Mit Intereſſe lauſchte die alte Dame ſeinem Bericht,
und es war ihr gleichzeitig eine Genugtuung, einen Mann
von Welt, Bildung und Erziehung vor ſich zu haben.
Später gelang es ihm, noch mit Gretchen zu
plau=
dern, die mit Hildegard und Aſta und Reginald Maltzahn
einen fröhlichen Kreis bildete. Waren es auch nur
gleich=
gültige Worte, die jeder hören konnte, ſo ſchloſſen ſie für
die beiden jungen Menſchenkinder doch ſo viel Seligkeit in
ſich in dem Gefühl — endlich ſteht Ihr Euch gegenüber!
Aber auch dieſer ſchöne Abend ging vorüber und man
trennte ſich mit einem frohen Auf Wiederſehen.
Alle waren entzückt von dem Künſtler, und die
Gene=
ralin äußerte ſich ſpäter anerkennend und lobend über
ſeinen feinen Takt und ſein beſcheidenes und doch ſicheres
Auftreten. —
Tleh mehe gan be=
Vsonders darauf auf-
Vmerksam, dass ich
keine Bluse fertig
Vbeziehe, sond.
aus-
schliesslich meine
Ware im eigen.
Ate-
lier anfertigen lasse.
Durch guten Sitz,
saubere, solide
Ar-
beit und prima
Qua-
lität ist meine Ware
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E BESTET um
Slasen,
Sie Staunen
über die billigen Preise, sowie über die
kolossale Auswahl in allen möglichen
Farben und Grössen.
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Verwendung von nur
erstklassigem
Ma-
terial geben Ihnen
Gewähr für gute
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Waſchen des Haares mit Zuckers
kombiniertem Kräuter-
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poon (Pak. 20 ₰), daneben möglichſt
tägliches kräftiges Einreiben des
Haarbodens mit Zucker’s Orig.=
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Kräuter-Haarnährfett (Doſe
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8. Kapitel.
Trotz des hohen Eintrittspreiſes war der Kaſinoſaal,
in welchem das Konzert ſtattfinden ſollte, bis auf den
letz=
ten Platz gefüllt. Die Beſucher waren angenehm
über=
raſcht von der ganzen Ausſchmückung der Räumlichkeiten;
man hatte in der kurzen Zeit, über die man verfügen
konnte, alles mögliche getan.
Eine Fülle von Licht, aus farbigen Glühbirnen
kom=
mend, die ſich an der Decke durch dichte künſtliche
Laub=
gewinde hindurchzogen, ſtrahlte den Eintretenden
ent=
gegen. Rechts vom großen Saal befand ſich das Foyer
und der kleine Saal, in dem verſchiedene Verkaufsbuden
mit den verlockendſten Inſchriften aufgeſtellt waren.
Be=
ſonders fiel der Blumenverkaufsſtand auf, betitelt
Früh=
lingsluft. Der köſtliche Flieder, Maiglöckchen, Roſen,
Nel=
ken, Veilchen waren trotz des Winters in reichſter Fülle
vertreten — und die Spenderin dieſes Standes war
Mar=
gareta von Löwen, wie man erfahren, trotzdem ſie ſtrengſte
Diskretion anbefohlen hatte.
An der Galerie des großen Saales zogen ſich Gewinde
aus künſtlichen Roſen und Vergißmeinnicht hin,
abwech=
ſelnd mit Mandelblüten, täuſchend der Natur nachgeahmt
Eine feſtliche Stimmung hatte ſich bald dem Publikum
mitgeteilt und erwartungsvoll harrte man des Anfangs.
Es verlief alles programmgemäß. Mit reichem Beifall
wurde der meiſterhaft vorgetragene Prolog ausgezeichnet,
ebenſo wie der darauf folgende Klaviervortrag Erla
Kall=
bergs.
Als nächſte Nummer ſchon ſtand die Gralserzählung
Lohengeins auf dem Programm und eine Kirchenſtille
harrſchte, als Ernſt Brand auf dem Podium erſchien, ſich
verneigte und mit ſeiner wunderbaren Stimme anfing zu
ſingen. Nicht endenwollender Beifall lohnte ihm; man
jubelte dem Gefeierten, beliebten Sänger förmlich zu.
Nach ihm trat Gretchen vor. Wie eine
Märchen=
erſcheinung, ſo holdſelig und anmutig war ſie in ihrem
weien ülhe auuſchen, an diſen Resſcaut ein
ſeſe=
liche, halb erblühte La Franceroſe prangte. Ihr zartes
Antlitz, das von dem goldſchimmernden, prachtvollen Haar
wie von einem Heiligenſchein umrahmt wurde, war von
leichter Röte übergoſſen; jedoch war ſie frei von jeder
Be=
fangenheit. Einen Augenblick ſtand ſie da, die großen
Augen ſinnend in die Weite gerichtet — es war, als ob ſie
die vielen Menſchen vor ſich gar nicht ſah, die ſie ſo
neu=
gierig anſtarrten — dann begann ſie, das Nocturne zu
ſpielen mit edlem, keuſchem und doch nicht ſentimentalem
Ausdruck.
Ueberraſcht lauſchte man den ſüßen Klängen, die ihrer
koſtbaren Geige entſtrömten. Das war ja eine vollendete
Künſtlerin, die da ſo unbeſchreiblich hold in ihrer keuſchen
Mädchenhaftigkeit daſtand und mit anmutiger,
beſcheide=
ner Gebärde den Beifall entgegennahm, dar ihr in reichſtem
Maße geſpendet wurde.
Ehe ſie zurücktrat, nickte ſie lächelnd ihrem geliebten
Vater zu, der in der zweiten Reihe ſaß und neben ihm
Frau Claudia, in ihrer himbeerfarbenen Sammetrobe
ſchön und ſtolz anzuſehen. Die entblößten Schultern und
Arme wurden durch den ſatten Ton des Gewandes faſt
plaſtiſch gehoben, und der Beillantenanhänger ſtrahlte
wirklich auf ihrem Halſe.
Während Ernſt Brand ſang, hatte er ſie wohl bemerkt
und gefühlt, wie ihre Blicke an ihm hingen, wie ſie
leiden=
ſchaftlich forſchend in ſeinem Geſicht ſuchten — aber
gleich=
gültig ſah er über die ſchöne Frau hinweg — ſie war tot
für ihn! Sie hatte keine Macht mehr über ihn — die
Zei=
ten waren endgültig vorbei — ſein Sinnen galt einzig dem
holden, blonden Mädchen.
Und heute abend bot ſich ihm endlich die ſo lang
er=
ſehnte Gelegenheit, ihr näher zu treten, und mit Ungeduld
ſehnte er den Schluß des Programms herbei, damit er
Gretchen wenigſtens einen Augenblick unbeobachtet ſprechen
konnte. Sein junger Ruhm war ihm heute unwillkommen;
Ernt vnr den den danen der Gſäſcheft nig. Acht
hielt ſich in einem kleinen Zimmer hinter dem Orcheſter
auf und wartete, bis die Reihe des Auftretens an jeden
herankam, die mehr oder weniger große Aufregung durch
luſtiges Plaudern zu übertäuben ſuchend.
Beſonders war Hildegard von Oſten in ihrer etwas
urwüchſigen Weiſe um ihn bemüht, ſehr zum Mißfallen
Reginald Maltzahns, woraus ſie ſich aber nichts machte.
Ihr war der angeſchwärmte Sänger vor allem intereſſant!
Und die Gelegenheit kam ihr ſo leicht nicht wieder, mit
ihm zuſammen zu ſein.
Endlich war die Schlußnummer des Programms da.
Machtvoll jubelte Ernſt es heraus — Winterſtürme wichen
dem Wonnemond, bis zum letzten Ton das Publikum im
Banne haltend.
Die Generalin Meiſenbach begab ſich von ihrem Platz
in das Künſtlerzimmer und dankte allen Mitwirkenden
nochmals für ihre Selbſtloſigkeit. Auch Ernſt Brand wurde
durch einige beſonders liebenswürdige Worte und einen
Händedruck ausgezeichnet. Dann wandte ſie ſich an
Mar=
gareta, die ſie in die Arme ſchloß und wiederholt auf beide
Wangen küßte.
Wie haben Sie mich überraſcht, mein liebes Kind!
Sie ſind ja eine begnadete Künſtlerin — nein, nein,
wider=
ſprechen Sie nicht in unangebrachter Beſcheidenheit —
wie muß Ihr Herr Vater ſich freuen! Es iſt aber unrecht,
daß Sie ſo karg mit Ihrer Begabung umgehen, ſagte ſie
lebhaft, ich hoffe, Sie von jetzt an öfter bei mir zu ſehen;
Sie werden mir dadurch eine große Freude machen —
Neidlos erkannten auch die andern Gretchens Vorzüge
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Zweite Kammer der Stände.
43. Sitzung.
St. Darmſtadt, 18. Dezember.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Exz.,
Wirklicher Geheimer Staatsrat Krug von Nidda,
Miniſteriaktat H 5 Izinger, Oberegerungerat Graef,
Legationsrat Dr. Neidhart.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10 Uhr.
Das Haus berät zunächſt
Rückäußerungen der Erſten Kammer.
Berichterſtatter Abg. Reh: Zu dem Geſetzentwurf
betreffend die Ausführung der
Landwirtſchaft=
lichen Unfallverſicherung hat die Erſte Kammer
in drei Punkten den Beſchlüſſen der Zweiten Kammer
nicht zugeſtimmt. Von dieſen drei Punkten iſt aber nur
einer von Bedeutung, nämlich der zu Artikel 6, in dem die
Erſte Kammer die Regierungsvorlage wieder hergeſtellt
hat, nach der die Wahlen des Ausſchuſſes nach „Anhören”,
nicht nach „Zuſtimmung” der L.=K. zu erfolgen haben.
Die Regierung hat ſich auf den gleichen Standpunkt
ge=
ſtellt und erklärt, daß ſie eventuell die ganze Vorlage
ſcheitern laſſen müſſe, wenn die Zweite Kammer auf ihrem
Standpunkt beharrt. Der Ausſchuß der Zweiten Kammer
kann die Gründe der Regierung nicht anerkennen und
beantragt, dem Beſchluſſe der Erſten Kammer nicht
bei=
zutreten. Dagegen hat der Abg. Beſt heute einen
an=
deren Antrag, einen Vermittelungsvorſchlag, eingebracht,
nach dem die Ernennung des Vorſitzenden nicht mit
Zu=
ſtimmung der Genoſſenſchaftsverſammlung, ſondern nur
mit der Zuſtimmung des Genoſſenſchaftvorſtandes
erfolgen könne. Der betreffende Satz würde danach lauten:
„Der Vorſitzende und deſſen
Stellvertre=
ter werden mit Zuſtimmung des
Vorſtan=
des vom Miniſterium des Innernernannt.”
Dieſen Antrag beantragt der Ausſchuß anzunehmen. Zu
den beiden übrigen Diſſenſen zur Art. 13 und 16 (vergl.
geſtrigen Bericht), beantragt der Ausſchuß Beitritt zu den
Beſchlüſſen der Erſten Kammer.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz.: Nachdem der Herr Referent des Ausſchuſſes die
Stellung der Regierung einwandfrei dargelegt hat, habe
ich dem nichts hinzuzufügen. Ich möchte Sie nur bitten,
es bei dem beſtehenden Geſetz bewenden zu laſſen. Unſere
Abſicht war die, bei allen Verhandlungen einem eventl.
denkbaren Konflikt zwiſchen Regierung und
Genoſſen=
ſchaftsvorſtand bei der Ernennung des Vorſitzenden
tun=
lichſt vorzubeugen. Darum ſtehen wir nach wie vor auf
dem von dem Ausſchuß dieſes Hohen Hauſes früher
ein=
genommenen Standpunkt, und wir glauben auch nicht,
daß der neue Antrag Beſt geeignet iſt, einem Konflikt von
vornherein vorzubeugen.
Abg. Beſt habe ſeinen Antrag aus den gleichen
Gründen eingebracht, die die Regierung für ihren
Stand=
punkt darlegte. Sein Antrag ſcheine ihm aber mehr
ge=
eignet, die eventuellen Konflikte zu verhindern. Er bittet,
ſeinem Antrag zuzuſtimmen. — Abg. Bähr hält an dem
erſtgefaßten Antrag feſt. Der neue Antrag Beſt bedeute
gegen den erſteren eine Verſchlechterung. Er bittet daher,
auf dem Beſchluß des Hauſes zu beharren und den neuen
Antrag Beſt abzulehnen.
Die Anträge des Ausſchuſſes und damit der neue
Antrag Beſt werden angenommen; letzterer
gegen die Stimmen des Abg. Bähr und der
Sozialdemo=
kraten. — Es folgt die
Wahl zum Wahlprüfungsausſchuß
n Stelle des Abg. Grünewald, der bekanntlich ſeine
Mitgliedſchaft zu dieſem Ausſchuß niedergelegt hat. Die
Fortſchrittliche Volkspartei ſchlägt dafür den Abg.
Ur=
ſtadt vor, der durch Zuruf gewählt wird.
Das Haus ſetzt dann die Debatte über die Antrüge
Henrich und Ulrich zum
Wahlgeſetz
fort.
Abg. Uebel bezeichnet die Annahme des Antrags
Buſold betr. der Ausſchließungsmöglichkeit von gewiſſen
ſäumigen Steuerzahlern von der Wahl als unrichtig. —
Abg. Damm ſucht, als Vertreter von Friedberg, das
Verhalten ſeiner Partei bei der Beratung der
Wahlrechts=
vorlage von 1904 zu rechtfertigen (gegenüber dem Angriff
Wolfs).
Abg. Ulrich kann die Uebelſchen Ausführungen
nur teilweiſe für richtig halten. Die von den Gegnern der
Anträge beliebte Haltung folge aus ihrer Haltung zum
neuen Wahlgeſetz. Wenn man ſage, ohne
Pluralwahl=
recht ſei die Vorlage geſcheitert, ſo meine er, man hätte ſie
einfach ſcheitern laſſen ſollen. Das Pluralwahlrecht ſtehe
in Süddeutſchland einzig da und ſei obendrein aus der
Mitte einer Zweiten Kammer herausgekommen. Es ſei
eine direkte Verſchandelung des Wahlrechts. Abg. Dr.
Weber habe es ſich ſehr leicht gemacht, indem er die von
den Sozialdemokraten vorgebrachte Statiſtik einfach als
unzuverläſſig hingeſtellt habe. Tatſächlich kämen die
Ar=
beiter beim Pluralwahlrecht um 11—20 Prozent zu kurz.
Das wolle auch gerade der Bauernbund, um den
länd=
lichen Wählern das Uebergewicht über die induſtrielle
Bevölkerung zu geben. Er ſpricht dabei unter großer
Hei=
terkeit von Arterienverkalkung, die man in den Knochen
ſpüre. (Präſident Köhler: Die Arterienverkalkung ſteht
nicht auf der Tagesordnung. — Heiterkeit.) Redner fährt
fort: Abg. v. Brentano ſei vor ſeinem Antrag betr. direkte
Geſetzgebung durch das Volk geradezu zurückgeſchauert
und habe denſelben als Umſturz der Verfaſſung
bezeich=
net. Er für ſeinen Teil könne das nicht finden. Mit der
Zeit werde ſo manches durch die Bemühungen ſeiner
Partei ſich ändern, was man zur Zeit noch nicht zu denken
wage.
Staatsminiſter Ewald Exz.: Der Grund, der uns
dazu geführt hat, ſolche Perſonen von der Wahl
auszu=
ſchließen, die ihre Steuern nicht bezahlt haben, war doch
der, daß, wer ſeine Pflichten gegen den Staat nicht
er=
füllt, auch keine Rechte dem Staat gegenüber ausüben ſoll.
Schon in dem Geſetz vom Jahre 1872 hatte man die
Be=
ſtimmung, daß die Wahl nicht ausgeübt werden kann,
wenn der Wähler mit der Entrichtung der
Einkommenſteuer für das laufende Jahr im Rückſtande
iſt. Dieſe Beſtimmung ſpielt aber heute keine Rolle mehr.
Schon im Jahre 1885 hat man damit aufgeräumt, daß nur
das Rechnungsjahr dafür maßgebend ſein ſollte, weil in
der Praxis ſich Inkonſequenzen ergeben haben, denn die
mit den Steuern rückſtändigen Wähler waren zum Teil
wahlberechtigt, zum Teil nicht, je nachdem der Termin
der Wahl in den Anfang oder Schluß eines
Rechnungs=
jahres fiel, weil ja auf das vorausgegangene Jahr nicht
zurückgegriffen werden konnte. Auf die Tragweite der
neuen Beſtimmungen, über die man ſich im Hauſe wohl
klar war, iſt damals ausdrücklich aufmerkſam gemacht
worden, wie ſich aus den Protokollen von damals ergibt.
(Redner verlieſt einige Stellen.) Mit der neuen
Beſtim=
mung ſollte eben auch der des Wahlrechts verluſtig gehen,
der länger als zwei Monate vor der Wahl im Rückſtand
war. Nun kann es ja vorkommen, daß ein
Steuerrück=
ſtand zur Zeit der Wahl niedergeſchlagen iſt. Die
Nieder=
ſchlagung bedeutet aber keinen Erlaß der Steuern,
ſon=
dern nur eine Zurückſtellung der Beitreibung, die erſt aus=
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Ver=
jährung ergibt allein das Bürgerliche Geſetzbuch, das die
Friſt der Verjährung auf vier Jahre feſtſetzt. Es iſt alſo
zuläſſig, daß die niedergeſchlagene, aber noch nicht
ver=
jährte Steuer nachträglich eingefordert reſpektive
abge=
zogen wird. Es iſt doch klar, daß, wer nur das letzte Ziel
bezahlt, alle vorangegangenen aber nicht, ſeine Pflichten
gegen den Staat nicht erfüllt.
Abg. Adelung findet, daß die Gegner der Anträge
ſich eine große Reſerve auferlegt hätten, woraus er
ſchließt, daß ſie am Pluralwahlrecht wenig Freude hätten.
Nur Abg. Wolf habe jedoch ſeiner Partei wenig Freude
gemacht. Die Herren ſeien dabei nicht zum wenigſten
von dem Geſichtspunkte der Erhaltung ihrer Mandate
ausgegangen. Ein rheinheſſiſches Flugblatt (das Redner
verlieſt) beweiſe das offenſichtlich. Allerdings leiſte der
Freiſinn der Sozialdemokratie teilweiſe Vorſchub, am
meiſten geſchehe das aber ſeitens der Verfechter des
Plu=
ralſyſtems. Das Zentrum habe betreffs des Wahlrechts
früher andere Auffaſſungen als heute vertreten. — Abg.
Buſold iſt durch die Ausführungen des Miniſters noch
nicht völlig beruhigt, da nach wie vor die Gemeinderechner
zu viel Macht in der Ausſchließung von Wählern hätten
und Schikane immer noch möglich ſei.
Geheimerat Dr. Becker erlüutert nochmals den
Be=
griff der rückſtändigen Steuern, zu denen auch unter
Um=
ſtänden früher niedergeſchlagene Steuern gehören.
Abg. Reh verteidigt auch ſeinerſeits die Stellung
ſeiner Fraktion zur Wahlrechtsvorlage von 1904 und weiſt
darauf hin, daß ſeine Partei bei der letzten Landtagswahl
mehr Stimmen, aber weniger Mandate als der
Bauern=
bund erhalten habe. Seine Partei ſei entſchloſſen geweſen,
eventuell die Mandate der kleinen Städte preiszugeben,
was Abg. Wolf ganz vergeſſe. Man ſolle alſo das alte
Märchen jetzt endlich fallen laſſen. Es ſei nicht richtig,
daß die württembergiſche Demokratie ſo große
Nach=
gaben gemacht habe, wie Abg. von Brentano behauptet
habe. Dem Antrage Ulrich betr. direkte Geſetzgebung
durch das Volk könne ſeine Partei nicht zuſtimmen, da er
viel zu unklar ſei. — Abg. Wolf=Stadecken legt
noch=
mals die frühere Haltung ſeiner Partei zur
Wahlrechts=
vorlage dar. Er beſtreitet, daß er dem Freiſinn
Vor=
würfe wegen ſeiner Stellung zur Aufhebung der Mandate
der kleinen Städte gemacht habe. Er habe vielmehr
ledig=
lich einen Ausſpruch des ſozialdemokratiſchen
Abgeord=
neten Dr. David zitiert: An das Pluralwahlrecht habe
er 1911 nicht entfernt gedacht, ſondern erſt dann, als es
ſicher war, daß ohne dasſelbe die Vorlage überhaupt nicht
zuſtande komme. Habe doch ein Miniſter ausdrücklich
ge=
ſagt, daß er ſich, nachdem er vier Vorlagen vergeblich
ein=
gebracht habe, das fünfte Mal nicht mehr „uzen” laſſe.
Pfarrer Korell habe es nur vom Hörenſagen, daß er mit
ihm eine Partei habe gründen wollen. (Abg. Korell:
Schriftlich!)
Abg. Dr. Oſann bemerkt dem Abg. Wolf gegenüber,
daß doch unzweifelhaft das Pluralwahlrecht aus dem
Bauernbund hervorgegangen ſei. Die Nationalliberale
Partei habe demſelben lediglich deshalb zugeſtimmt,
um eine Mehrheit für die Vorlage zu erzielen. Seine
Partei ſei grundſätzliche Gegnerin dieſes Rechts. —
Nach einer Bemerkung des Abg. Rehwird der
Ausſchuß=
antrag auf Ablehnung der neun Anträge
gegen die Stimmen der Linken
ange=
nommen.
Winkler kontra Grünewald.
Nach der Pauſe gibt Abg. Dr. Winkler eine
per=
ſönliche Erklärung ab, in der er mitteilt, daß er das
Prä=
ſidium erſucht hat, den Abg. Grünewald für zwei
beleidigende Aeußerungen ihm, dem Redner, gegenüber
nachträglich zur Ordnung zu rufen.
Es wird dann in der Tagesordnung fortgefahren.
Zur Vorſtellung des Landesverbandes Deutſcher
Militär=
anwärter für das Großherzogtum Heſſen,
Beſetzung der Kanzleigehilfen bei den
Kollegialgerichten uſw.
betreffend, beantragt der Ausſchuß, der Vorſtellung
keine Folge zu geben.
Abg. Dr. Oſann ſchildert die mißliche Lage der=
Militäranwärter, beſonders deren
Anſtellungsverhält=
niſſe, die dringend der Beſſerung bedürfen. Er werde zu
gegebener Zeit nochmals auf dieſe Materie zurückkommen
und poſitive Vorſchläge zu machen haben. Mit der
An=
nahme des Ausſchußantrages dürfe die Angelegenheit
nicht erledigt ſein. — Abg. Henrich unterſtützt und
er=
gänzt die Ausführungen des Vorredners. — Abg.
Senß=
felder als Berichterſtatter verbreitet ſich nochmals über
die Vorſtellung ſelbſt und bittet um Annahme des
Aus=
ſchußantrages. Der Ausſchußantrag wird
an=
genommen.
Amtsniederlegung.
Präſident Köhler teilt ſodann mit, daß der Abg.
Dr. Heidenreich ſeine Mitgliedſchaft im Erſten
Aus=
ſchuß niedergelegt hat. Die Erſatzwahl wird auf
Don=
terstag nach der Pauſe angeſetzt.
Ein Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, betr.:
Rechtsmittelbelehrung,
autet: Wir beantragen, die Regierung zu erſuchen, zu
veranlaſſen, daß auf dem Wege der Reichsgeſetzgebung in
Form von Novellen zu den diesbezüglichen Geſetzen
be=
ſtimmt wird, daß alle ſeitens der Gerichte in Zivil= und
Strafſachen, ſowie in Sachen der freiwilligen
Gerichtsbar=
keit ergehenden ſchriftlichen Entſcheidungen (Urteile und
Beſchlüſſe) am Ende mit einer ſogenannten
Rechtsmittel=
belehrung zu verſehen ſind; die Regierung ferner zu
er=
ſuchen, inſoweit die Landesgeſetzgebung zuläſſig und
zu=
ſtändig iſt (z. B. Forſt= und Feldſtrafrecht), geſetzgeberiſch
zu veranlaſſen, daß gleichfalls eine diesbezügliche
Rechts=
nittelbelehrung ſtattfinde.
Der Ausſchuß beantragt hierzu, den Antrag der
Regierung als Material zur Berückſichtigung zu
überweiſen.
Abg. Dr. Fulda begründet nochmals eingehender
den Antrag ſeiner Partei, und bittet den Ausſchußantrag
bzulehnen und dem Antrag Ulrich zuzuſtimmen.
Abg. Stephan vertritt den Ausſchußantrag,
der nach weiteren kürzeren Ausführungen des Abg. Dr.
Fulda angenommen wird.
Ein Antrag der Abgg. Soherr und Genoſſen,
be=
reffend
Abänderung des Artikel 24 der
Rhein=
ſchiffahrtsordnung,
lautet: Die Unterzeichneten beantragen: die Regierung
zu erſuchen, im Intereſſe des am Rhein anſäſſigen
Stan=
des der Steuerleute und der Sicherheit der Schiffe und
er Paſſagiere dahin zu wirken, daß der § 24 der
Rhein=
chiffahrtsordnung eine entſprechende Abänderung erhält
(Lotſenzwang).
Der Ausſchuß beantragt unter Würdigung der
Gründe der ablehnenden Antwort der Regierung, den
ntrag abzulehnen, der Ausſchußantrag wird
de=
attelos angenommen.
Ein Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen,
be=
treffend:
Reviſion der Beſtimmungen über
Aufrecht=
erhaltung der Ordnung in den
Gerichts=
ſitzungen,
lautet: Wir beantragen: die Kammer wolle beſchließen,
die Großh. Regierung zu erſuchen, im Bundesrat
gelegent=
lich der mit der bevorſtehenden Reviſion der
Strafprozeß=
ordnung zuſammenhängenden Neuordnung des
Gerichts=
verfaſſungsgeſetzes auf eine Reviſion der zurzeit
hinſicht=
lich der Aufrechterhaltung der Ordnung in den Sitzungen
gültigen Beſtimmungen im Sinne eines erhöhten
geſetz=
lichen Schutzes, ſowohl der bei gerichtlichen
Verhand=
lungen beteiligten, wie nicht beteiligten zurzeit nahezu
rechtlos den Gerichten gegenüberſtehenden Perſonen
hin=
zuwirken.
Der Ausſchuß, zwecks Vermeidung von
Wieder=
holungen, nimmt Bezug auf den im XXXIV. Landtag
erſtatteten Bericht und ſchließt ſich einſtimmig den daſelbſt
niedergelegten Gründen an. Der Ausſchuß ſtellt jedoch
ausdrücklich feſt, daß im Falle des § 178 G. V. G. die
Be=
ſchwerde nur dann aufſchiebende Wirkung haben ſoll,
wenn der Beſchluß des Gerichts auf Haft lautet. Das
Recht des Richters, Ruheſtörer aus dem Sitzungsſaal
entfernen zu laſſen, ſoll nicht beeinträchtigt werden. Im
ibrigen beantragt der Ausſchuß mit Rückſicht
darauf, daß zurzeit eine Reviſion der Beſtimmungen des
G. V. G. ſeitens des Reichs nicht beabſichtigt iſt und die
Regierung die Prüfung der ihr durch die Kammern
ge=
gebenen Anregungen bei einer Reviſion des G. V. G.
zu=
geſagt hat: den Antrag der Großh. Regierung als
Material zur Berückſichtigung zu
über=
weiſen. Der Antrag wird angenommen.
Ein weiterer Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen,
betreffend!
Terminsvertagungen,
lautet: die Kammer wolle Großh. Regierung erſuchen,
zu veranlaſſen, daß auf dem Wege der Reichsgeſetzgebung,
inſoweit möglich auch auf dem Wege der
Landesgeſetz=
gebung, in Form von Novellen beſtimmt wird, daß bei
allen Vertagungen von Terminen, bei welchen zu dem
neuen Termin beſondere Ladung nicht erfolgt, den bei der
Verhandlung beteiligten Perſonen (Parteien,
Angeklag=
en, Zeugen und Sachverſtändigen) ein einfacher ſchrift=
licher Terminszettel, in welchem der neue Termin nach
Tag, Stunde und Ort, unter Beifügung, daß eine weitere
Ladung nicht erfolgt, enthalten ſein muß, ſofort zu
be=
händigen iſt.
Der Ausſchuß beantragt hierzu, mit allen
gegen eine Stimme: Die Kammer wolle die Regierung
erſuchen, die Gerichte einſchließlich der
Verwaltungs=
gerichte durch ein alljährlich zu Beginn des
Geſchäfts=
jahres zu erlaſſendes Ausſchreiben anzuweiſen, bei allen
Vertagungen von Terminen, bei welchen zu dem neuen
Termin eine beſondere Ladung nicht erfolgt, den bei der
Verhandlung beteiligten Perſonen (Parteien,
Angeklag=
ten, Zeugen, Sachverſtändigen) einen einfachen
Termins=
zettel, auf welchem der neue Termin unter Hinweis
darauf, daß keine weitere Ladung erfolgt, genau
ange=
geben ſein muß, ſofort zu behändigen, und von der
Aus=
händigung eines Terminzettels nur abzuſehen bei
Par=
teien, welche durch Rechtsanwälte oder andere
berufs=
mäßige Prozeßbevollmächtigte vertreten ſind, und bei an
deren Beteiligten nur dann, wenn dieſelben auf
beſonde=
res Befragen ausdrücklich auf die Aushändigung eines
Terminzettels verzichten.
Geheimerat Lor bacher führt aus, eine
Umfrage bei den Gerichten habe ergeben, daß keine
Notwendigkeit, den Antrag Ulrich anzunehmen, beſteht.
Hingegen habe ſich ſchon jetzt bei vielen Gerichten der
Brauch eingebürgert, daß Perſonen, die unerfahren, fehr
erregt, ſchwachſinnig, oder geiſtig zurückgeblieben ſind,
ein Zettel mit dem neuen Terminsdatum eingehändigt
wird. Neuerdings iſt ein Ausſchreiben an die Gerichte
ergangen, dieſen Brauch tunlichſt auszudehnen. Im
übrigen ſollte man ſchon darum den Antrag Ulrich
ableh=
nen, weil zweifellos die ohnehin ſo umfangreiche
Schreib=
arbeit bedeutend vermehrt wird, obwohl mit Recht ſonſt
Vereinfachung und Einſchränkung der Schreibarbeit
ge=
fordert wird. Redner bittet, es bei der ergangenen
Ver=
fügung zu belaſſen. Ueberdies beſteht die Gefahr, daß
durch die Terminszettel, die verloren und verlegt werden
können, mehr Unpünktlichkeit erſtehe, als wenn der
Rich=
ter recht deutlich und eindringlich den Zeugen den neuen
Termin einſchärft.
Abg. Dr. Fulda tritt dem Vorredner entgegen.
Es handle ſich keineswegs immer um kurze Vertagungen,
ſondern oft um ſolche von 2—3 Monaten. Es kommt auch
vor, daß die Leute den Richter oder den Vorſitzenden
garnicht oder falſch verſtehen. Jedenfalls verhindert der
Terminzettel aber auch ein Vergeſſen des Termins. Daß
die Regierung ſich an die Gerichte mit der Umfrage
wandte, iſt nicht der rechte Weg geweſen. Sie hätte ſich
an die ſtädtiſchen Rechtsauskunftsſtellen, an die
Arbeiter=
ſekretariate und dergleichen wenden ſollen. Eine
Ver=
mehrung der Schreibarbeit tritt wohl kaum ein, denn es
braucht ſich doch höchſtens darum zu handeln, gedruckte
Terminzettel auszufüllen.
Abg. Dr. Boxheimer ſtimmt mit dem Vorredner
damit überein, daß oftmals Termine vergeſſen oder falſch
verſtanden, oder überhört werden. Redner iſt aber der
Anſicht, daß der vom Ausſchuß vorgeſchlagene Weg
gang=
bar iſt und ebenſo zum Ziele führt. Bei größeren
Gerich=
ten würde tatſächlich die Anſtellung einer beſonderen
Schreibkraft zur Ausfüllung der Zettel notwendig
wer=
den. Nach kurzen Ausführungen des Berichterſtatters
wird der Ausſchußantrag angenommen.
Damit ſchließt die Sitzung. Nächſte Sitzung
Donnerstag 9 Uhr.
Sport, Spiel und Turnen.
* Weihnachtsturnen. Alljährlich um die
Weihnachts=
zeit veranſtaltet die Jugend=Abteilung der
Turngemeinde Darmſtadt ein
Schautur=
nen. Es findet in dieſem Jahre am Samstag, den
21. d. M., abends ½7 Uhr, mit folgender Turnordnung
ſtatt: Allgemeine Freiübungen, Freiübungen der
Schü=
lerinnen, Barrenturnen der Schüler, Freiübungen der
Schüler, Turnen der Schülerinnen am Doppelreck,
Frei=
übungen der Schüler; außerdem findet das Programm
durch Vorträge der Schülerinnen und durch ein
Weih=
nachtsſtück „Weihnachten in den Bergen” gediegene
Ab=
wechslung. Die Aufführungen ſtehen unter der Leitung
der Turnlehrerin Frl. Schmuck und des Vorturners
Lud=
wig Joſt und verſprechen, angenehme Stunden zu bereiten.
Zu recht zahlreichem Beſuch werden auch hierdurch die
Mitglieder der Turngemeinde Darmſtadt, die Eltern der
Schüler und Schülerinnen, ſowie alle Freunde der Jugend
und der deutſchen Turnſache freundlichſt eingeladen. (Siehe
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