Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Ber
für Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Sſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
In der Zweiten Kammer gab Finanzminiſter
Braun geſtern eine Ueberſicht über die Finanz=
Flage in Heſſen, die als günſtig bezeichnet wird.
Die Kliniker in Gießen beſchloſſen, mit Rückſicht
auf die Vorgänge in Halle a S., den Beſuch
der mediziniſchen Vorleſungen vorläufig
einzu=
ſtellen.
Der Köln. ZZtg, wird von beſtunterrichteter Seite, deren
Glaubwürdigkeit außer Lweifel ſtehe, verſichert, der
ver=
ſtorbene Prinz=Regent Luitpold habe von dem
bekann=
ten Jeſuitenerlaß Hertlings erſt aus den
Zeitungen Kenkitnis erhalten.
Die Botſchafterkonferenz in London iſt
geſtern nachmittag ½4 Uhr eröffnet worden.
Fürſt Katſura iſt zum japaniſchen Miniſter=
Lpräſidenten ernannt worden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Der Konflikt an der Univerſität
Halle.
Ein Kapikel zu der
Ausländerkalami=
tät an unſeren Hochſchulen.
* Der Streik der Studenten der Medizin in kliniſchen
Semeſtern an der Univerſität Halle hat bedenkliche Dimen=
Sſionen angenommen, und es ſteht zu befürchten, daß ſich
den Streikenden in Halle in wenigen Tagen die
reichs=
deutſchen Mediziner ſämtlicher deutſchen
Univerſitäten anſchließen werden. Nachdem am
erſten Tag der Streik ohne Erfolg war, reiſte ein großer
Teil der Studenten von Halle ab. Eine Reihe von Vor=
Ileſungen war gar nicht beſucht, eine andere nur von Aus=
Lländern. Da die Profeſſoren vor Ausländern allein nicht
leſen wollten, ſo wurden vorläufig ſämtliche medi=
Eziniſchen Vorleſungen und Praktika
ein=
geſtellt. Eine Abordnung des Verbandes der
klini=
ſchen Semeſter verhandelte mit dem Dekan der
medizini=
ſchen Fakultät, die Unterredung führte jedoch zu keinem
Reſultat, da ſich der Dekan weigerte, bindende
Erklärun=
igen für die Zukunft zu geben. Eine große öffentliche
Ver=
ſſammlung der Mediziner beſchloß einſtimmig, den Streik
Dunter allen Umſtänden ſo lange fortzuſetzen, bis das
Mi=
niſterium die Verfügung getroffen habe, daß auch die
AAusländer in Deutſchland das Phyſikum
machen müßten, und daß Studenten, die nicht das
Phyſikum beſtanden hätten, unter keinen Umſtänden zu
den kliniſchen Vorleſungen zugelaſſen würden.
Die Ausländer werden nämlich auf deutſchen
Univer=
ſitäten zum Phyſikum, der erſten mediziniſchen Prüfung,
nicht zugelaſſen, können aber gleichwohl an den kliniſchen
AUebungen teilnehmen, die den deutſchen Studenten erſt
nach dem Phyſikum zugänglich ſind. Die Folge davon
iſt eine Ueberſchwemmung der Univerſitätskliniken mit
Ausländern, die den deutſchen Studenten den Platz
weg=
nehmen und ſie ſtark zurückdrängen.
Durch Eilbriefe hat der Verband die Verbände
klini=
ſcher Semeſter ſämtlicher Univerſitäten
Deutſchlands aufgefordert, unverzüglich mit in den
Streik zu treten, falls die einzelnen mediziniſchen
Fakul=
täten binnen 24 Stunden nicht die Erklärung gegeben hät=
Oten, daß Ausländer ohne das Phyſikum nicht zu den
kli=
niſchen Semeſtern zugelaſſen würden. Die Mediziner von
Göttingen und Marburg ſandten telegraphiſch
Sympa=
thiekundgebungen. In der Verſammlung wurde
Verklärt, das Vorgehen der Studenten ſei keineswegs
rück=
ſichtslos. Ohne dieſen Streik würden ſich die
unhalt=
baren Zuſtände niemals beſſern. Die
kli=
niſchen Studenten ſind feſt entſchloſſen, nicht nachzugeben.
Gibt die mediziniſche Fakultät die Erklärung nicht ab,
dann werden die Studenten die Stadt nach Weihnachten
nicht betreten, ſo daß bis zum Ende des Semeſters keine
Vorleſungen abgehalten werden könnten.
Sachlich erſcheinen die Wünſche der Studenten
be=
rechtigt, und die Unterrichtsverwaltung hätte ſchon ſeit
langem mehr tun können, um den von den einheimiſchen
Studenten immer wieder vorgebrachten Klagen den Boden
zu entziehen. Es iſt doch wirklich nicht angängig, däß die
deutſchen Studenten, deren Familien das Ihrige zu den
Koſten unſerer Hochſchulen beitragen, durch mangelhaft
vorgebildete Ausländer in der Benutzung der vorhandenen
Unterrichts= und Bildungsmittel beeinträchtigt werden.
Die deutſchen Univerſitäten gehören in erſter Linie den
deutſchen Studenten und ihren Bedürfniſſen. Es iſt zu
hoffen, daß die Konferenz der Vertreter
me=
diziniſcher Fakultäten, die Anfang Januar zur
Beſprechung der Frage zuſammentreten ſoll, zu einem
Er=
gebnis gelangt, das dem Standpunkt der Studenten
mög=
lichſt gerecht wird, und nicht die Einigkeit zwiſchen
Schü=
lern und Lehrern zugunſten der Ausländer geſtört wird.
* Gießen, 17. Dez. Die hieſigen Kliniker
be=
ſchloſſen, mit Rückſicht auf die Vorgänge in Halle
an der Saale von heute ab den Beſuch der
medi=
ziniſchen Vorleſungen vorläufig
einzu=
ſtellen.
Die Eröffnung der Londoner
Friedenskonferenz.
* Bei Eröffnung der erſten Sitzung der
Friedenskonferenz ſagte Sir Edward Grey in
franzöſiſcher Sprache, der König habe ihn beauftragt,
den Delegierten die Gefühle ſeines Wohlwollens
auszu=
drücken. Der König hege die aufrichtigſten Wünſche für
den Erfolg ihrer Aufgabe. Grey hieß die Delegierten
ebenſo namens der Regierung willkommen. Da der König
wünſche, ihnen ihre Arbeiten mit allen möglichen
Mit=
teln zu erleichtern, habe er die Säle des St.=James=
Pa=
laſtes zur Verfügung geſtellt. Die Regierung werde ihr
möglichſtes tun, um den Delegierten das zu ſichern, was
für ſie nötig ſein könnte. Sie werden hier in
Eng=
land fuhr Grey fort, eine ruhige, unparteiiſche, Ihrer
Aufgabe günſtige Atmoſphäre finden, Sie
wer=
den in dieſen Sälen ſozuſagen auf wirklich neutralem
Boden weilen, wo es nur Ihre Politik gibt. Jede
Frie=
densverhandlung nach einem Kriege trägt Schwierigkeiten
in ſich. Es iſt nicht meine Sache, über die Natur dieſer
Schwierigkeiten im gegenwärtigen Falle zu ſprechen. Ich
glaube, daß dieſe Schwierigkeiten ſicherlich der
Gegen=
ſtand genauer Inſtruktionen ſeitens Ihrer Regierungen
geweſen ſind. Keine Aufgabe iſt edler, als die, welche
Ihnen übertragen worden iſt, dieſe Hinderniſſe zu
über=
winden und Ihre Bemühungen und Anſtrengungen mit
dem Werke des Friedens und der Verſöhnung glücklich zu
beenden. Auf dieſe Weiſe werden Sie dazu gelangen, den
Grund zu legen, auf dem es einer weiſen,
vorausſchauen=
den Politik gelingen wird, das wirtſchaftliche und
morali=
ſche Wohlergehen für Ihre Länder zu ſichern. Läßt die
Politik es an Weisheit und Mäßigung fehlen, ſo haben die
kriegeriſchen Gewinne keinen Wert für die künftigen
Ge=
nerationen, andernfalls aber können die Schäden, die der
Krieg verurſachte, wieder gut gemacht werden, und die
Bitterkeit macht den Wohltaten des Friedens Platz. Ich
habe Ihnen nun nur noch, meine Herren, Erfolg zu
wün=
ſchen für die Aufgabe, die Sie erwartet, und Ihnen zu
verſichern, daß Ihnen allen für den Zweck Ihrer
Ver=
einigung wohlwollende Sympathie geſichert iſt, und daß
der Friede, der ſich aus Ihren Beratungen ergeben
wird, Ihnen die Achtung ganz Europas gewinnk.
In ſeiner Antwort auf die Begrüßungsrede Greys
drückte Dr. Danew ſeinen tiefen Dank für den
gaſtfreund=
lichen Empfang aus und fuhr fort:, Als wir die engliſche
Hauptſtadt zum Sitz der Konferenz wählten, ließen wir
uns vor allem von der feſten Hoffnung leiten, daß die
friedliche Atmoſphäre, die unſere Arbeiten umgeben wird,
dem Erfolg unſerer Miſſion nur günſtig ſein kann. Der
vorherrſchende Gedanke aller unſerer Anſtrengungen wird
ſein, zu arbeiten für das Zuſtandekommen eines
Friedens=
inſtruments, das der Balkanhalbinſel, die die
Vergangen=
heit ſchwer erſchüttert hat, einen dauerhaften
Frie=
den ſichert und den Anfang einer Aera der Ruhe und
des Fortſchritts bildet.
Nach Dr. Danew ſprach Venizelos. Er dankte
für den wahrhaft königlichen Empfang, den die
Delegier=
ten in dem alten hiſtoriſchen Palaſt gefunden hätten. Er
hoffe, daß es in dieſer ſympathiſchen Umgebung und in
dieſer ruhigen Atmoſphäre gelingen werde, mit Hilfe des
Allmächtigen zu einem dauerhaften Frieden zu
gelangen, und er danke Sir Edward Grey herzlich für
die Worte, mit denen er die Delegierten willkommen
ge=
heißen habe und zur Löſung der wichtigſten Aufgabe
er=
mutigte.
Grey nahm das Anerbieten des Amtes eines
Ehrenvorſitzenden der Friedenskonferenz an. Die
Sitzung wurde ſodann aufgehoben. Die Delegierten
ha=
ben ſich geeinigt, daß der Vorſitz abwechſelnd nach dem
alphabetiſchen Namensverzeichnis der Staaten geführt
wird.
Vor dem Frühſtück, das nach der Zuſammenkunft der
Friedensdelegierten im St. James=Palaſt ſtattfand, bei
dem die Delegierten an vier Tiſchen ſaßen, hielten die
Füh=
rer der Miſſionen eine formloſe Konferenz ab. Unter
den Fragen, die dabei zur Erörterung gelangten, wurde
auch die Haltung beſprochen, die von den Türken den
Griechen gegenüber eingenommen werden würde. Es
iſt Grund zu der Annahme vorhanden, daß die
Schwierig=
keit dieſes Punktes überwunden werden und die Frage
der Friedensbedingungen dadurch nicht berührt wird. Auch
die offiziellen Vollmachten der Delegierten ſind noch nicht
ausgetauſcht worden.
Deutſches Reich.
Auslegung des Reichstags=Wahl=
Geſetzes. Auf eine Beſchwerde des ſozialdemokratiſchen
Abgeordneten Antrick gegen eine Entſcheidung des
Wahl=
kommiſſars für Reuß ältere Linie, wonach Wähler, die
ſeit der Aufſtellung der Wählerliſten für die
Reichstags=
wahlen im Januar dieſes Jahres verzogen ſind, nicht
wählen dürfen, iſt vom Reichskanzler, in Stellvertretung
Staatsſekretär Dr. Delbrück, folgende Antwort ergangen:
Auf Anfrage fürſtlicher Landesregierung vom 10.
Dezem=
ber iſt von hier unter dem 13. Dezember geantwortet
wor=
den, daß nach diesſeitiger Auffaſſung die Vorſchrift des
§ 7 Abſ. 3 des Wahlgeſetzes durch § 3 Abſ. 3 nicht
be=
rührt wird. Dieſe Auffaſſung entſpricht dem Beſchluſſe
der Wahlprüfungskommiſſion des Reichstags, wonach bei.
Erſatzwahlen die Aufgabe des Wohnſitzes in dem
Wahl=
bezirk zur Zeit der Wahl, abgeſehen von dem in § 7
vor=
geſehenen Ausnahmefall ein für allemal die Berechtigung
der Teilnahme an der Wahl ausſchließt. (Vergleiche
ſtenographiſcher Bericht von 1889, Seite 1439a, Sitzung
vom 9. April 1889.) Eine hiervon abweichende
Entſchei=
dung des Reichstages hat hier nicht ermittelt werden
können. Mit dieſem Beſchluß des Reichstages ſteht auch
eine Entſcheidung des Reichsgerichts in Strafſachen, Band
37, Seite 383, im Einklang.
Auskunftsſtelle für Heimarbeit.
Wie Berliner Blätter mitteilen, ſoll im Beginn des
näch=
ſten Jahres in Berlin eine Auskunftsſtelle für
Heimar=
beitreform ins Leben gerufen werden. Schon bei der
Be=
ratung des Hausarbeitsgeſetzes im Reichstag fand die
An=
regung, örtliche Heimarbeiterſchutzſtellen ins Leben zu
rufen, die Zuſtimmung aller bürgerlicher Parteien. Die
weſentlichſte Aufgabe der Auskunftsſtelle ſoll darin
be=
ſtehen, Stoff zu ſammeln über alle den Heimarbeiterſchutz
betreffenden Fragen, ſo daß nach allen Seiten hin
Aus=
kunft und Aufklärung über dies Gebiet erteilt werden
kann. Ferner ſollen in Bezirken mit ſtark entwickelter
Heimarbeit Vertrauensperſonen herangezogen werden,
welche die Bildung von örtlichen Hilfsausſchüſſen in die
Hand nehmen. Als ſolche kommen unabhängige, über
die örtlichen Verhältniſſe gut unterrichtete gebildete
Män=
ner und Frauen, Pfarrer, Lehrer uſw. in Betracht. Die
örtlichen Hilfsausſchüſſe ſollen den Heimarbeitern mit
Rat und Tat an die Hand gehen, damit ſie die Rechte und
Pflichten kennen lernen, die ihnen aus der neuen
Geſetz=
gebung erwachſen. Sie ſollen ferner den Polizeibehörden,
Gewerbeaufſichtsbeamten und den Zentralbehörden
be=
hilflich ſein, Schäden und Mißſtände zu beſeitigen und
die Vorſchriften im Geiſte des Geſetzes durchzuführen.
Bei der Bildung von Fachausſchüſſen ſollen ſie dafür
ſorgen, daß geeignete Vertreter der Heimarbeiter dazu
ge=
wählt werden. Wo bereits gewerkſchaftliche
Organiſa=
tionen der Heimarbeiter beſtehen, ſollen Hilfsausſchüſſe
nicht gebildet werden, da die Organiſationen in erſter
Linie als berufene Vertreter der Heimarbeiter anzuſehen
ſind.
— Zum Reichstheatergeſetz. Wie mitgeteilt,
ſoll den intereſſierten Theaterdirektoren und
Theaterange=
ſtellten Gelegenheit gegeben werden, zu dem jüngſt
ver=
öffentlichten Entwurf eines Reichstheatergeſetzes Stellung
zu nehmen. Die Beratungen hierüber werden im
Reichs=
amt des Innern am 3. Januar 1913 ſtattfinden. Der
Staatsſekretär des Innern hat die Einladungen hierzu an
zahlreiche Theaterdirektoren und Theaterangeſtellte in
Berlin und im Reiche nunmehr ergehen laſſen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298,
— Ein Beſcheid des Reichskanzlers
an den Deutſchen Veterinärrat. Wie
ge=
meldet wird, hatte im Frühjahr dieſes Jahres der
Deutſche Veterinärrat eine Eingabe an den Reichskanzler
gemacht in bezug auf die gleichmäßige Anerkennung des
in der Schweiz erworbenen tierärztlichen Doktortitels.
Die Antwort des Reichskanzlers iſt ablehnend ausgefallen.
Er erwidert, daß er ſich mit den preußiſchen
Reſſort=
miniſtern ins Benehmen geſetzt habe. „Die Herren
Mi=
niſter” ſo fährt der Beſcheid fort, „haben mir daraufhin
mitgeteilt, daß die Genehmigung zur Führung des im
Ausland erworbenen Titels eines Doktors der
Tierheil=
kunde von denſelben Vorausſetzungen abhängig gemacht
werden müſſe, wie ſie für die Erlangung der Doktorwürde
nach der Promotionsordnung für die tierärztlichen
Hoch=
ſchulen in Preußen beſtänden. Da die Verleihung oder
Anerkennung des Doktortitels ausſchließlich zur
Zuſtän=
digkeit der Bundesregierungen gehört, ſehe ich mich nicht
in der Lage, weiteres in der Angelegenheit zu
veran=
laſſen.”
Die bayeriſche Regentſchaftsfrage.
Von einer mit den Verhältniſſen vertrauten Seite wird
der Köln. Ztg. geſchrieben:
So populär zweifellos der Gedanke der Beendigung
der Regentſchaft in weiteſten Kreiſen iſt, ſo wenig dürfen
die Schwierigkeiten verkannt werden, die mit der Löſung
dieſer Frage zuſammenhängen. Insbeſondere iſt unter
keinen Umſtänden mit einer Uebereilung zu rechnen. Die
Einberufung des Landtages auf den 21. ds. Mts, iſt nur
zur Leiſtung des Verfaſſungseides durch den neuen
Re=
genten erfolgt. Die Kammern ſind, entgegen verſchieden
aufgetauchten irrigen Auffaſſungen, nicht in der Lage, eine
Sitzung abzuhalten oder eine Tagesordnung zu
be=
ſchließen. Der Grund für den rein zeremoniellen
Charak=
ter der diesmaligen Einberufung liegt darin, daß der
Wechſel in der Regentſchaft einer Zuſtimmung des
Land=
tages nicht bedarf., im Gegenſatz zu ihrer Einſetzung im
Jahre 1886. Sollte die Staatsregierung mit einer
Vor=
lage über eine etwaige Verfaſſungsänderung an den
Landtag herantreten, worüber ſicherem Vernehmen nach
eine endgültige Entſchließung noch nicht getroffen iſt, ſo
könnte dies früheſtens nicht vor dem 9. Januar geſchehen,
da inzwiſchen die Weihnachtsfeiertage ſowie Neujahr
fallen, und am 5., 6. und Januar ebenfalls Feiertage
ſind. (Sonntag, Hl. Dreikönige und Geburtstag des
Prinz=Regenten Ludwig.) Die ſtürmiſche Eile, die vielfach
für die Löſung der Regentſchaftsfrage gewünſcht zu
wer=
den ſcheint, iſt ſomit ſchon aus geſchäftsordnungsmäßigen
Gründen nicht zu ermöglichen. Aber auch ſonſt beſtehen
Umſtände, die eine reifliche Ueberlegung ſeitens der
be=
teiligten Faktoren begreiflich erſcheinen laſſen. Denn eine
Aenderung der Verfaſſung, die es dem derzeitigen
Re=
genten ermöglichen ſoll, die königliche Würde anzunehmen,
kann, wenn ihr nicht der Charakter einer
Augenblicksmaß=
regel anhaften ſoll, nur in einer Weiſe gefaßt ſein, daß ſie
auch für etwa in der Zukunft eintretende weitere Fälle
als endgültige Regelung anzuſehen iſt. Die Möglichkeiten,
die ſich für eine derartige Faſſung ergeben, ſind natürlich
ſehr verſchiedene, ſo daß von vornherein nicht geſagt
wer=
den kann, ob die Oeffentlichkeit ſich gerade für die
er=
wärmt, die etwa in der Regierungsvorlage gewählt
wer=
den ſollte. Man kann daher annehmen, daß vorher mit
maßgebenden parlamentariſchen Kreiſen Fühlung
genom=
men werden muß, denen bei Lebzeiten des verſtorbenen
Regenten Luitpold ſelbſtverſtändlich weder Denkſchriften
noch Verfaſſungsgeſetzentwürfe zugänglich gemacht werden
konnten. Nicht ganz in den Hintergrund tritt bei dieſen
Erwägungen die Regelung der finanziellen Seite der
Frage, die eine weſentlich ſchwierigere iſt, wenn die
Re=
gentſchaft durch geſetzliche Schritte beendigt wird, als
wenn die Königswürde durch Ableben des derzeitigen
Königs auf den Regenten übergeht. Aus dem Geſagten
ergibt ſich, daß immerhin noch einige Zeit dahingehen
wird, bis die Regierung mit der in der Oeffentlichkeit
vielfach erwarteten Vorlage an den Landtag herantreten
kann.
Ausland.
Italien.
Der Dankdes Königs. Der König hat an den
Miniſterpräſident Giolitti folgendes Handſchreiben
gerich=
tet: „Lieber Präſident! Ich habe ſoeben das Geſetz
unter=
zeichnet, welches dem Frieden von Lauſanne die
Zuſtim=
mung erteilt und welche den endgültigen Beſitz von
Li=
byen beſtätigt. Ich habe mit inniger Genugtnung als
Italiener und König die bewundernswerte Probe
ver=
folgt, die unſer Land einig in ſeinem Schaffen und un=
beirrt in ſeinem Glauben in dieſem denkwürdigen Jahre
abgelegt hat. Angeſichts einer ununterbrochenen Reihe
ſchwieriger Momente haben Sie als Chef der Regierung
Ihr Werk mit ſcharfem Geiſt und unermüdlicher Tatkraft
weitergeführt. Das dankbare Vaterland erweiſt Ihnen
die verdiente Ehre. Glücklich, Ihnen dieſe Gefühle
aus=
ſprechen zu können, drücke ich Ihnen von ganzem Herzen
die Hand. Ihr ſehr wohl geneigter Vetter. Viktor
Emanuel.
Schweiz.
Das Militärbudget wurde vom Nationalrat
angenommen. Es beläuft ſich auf 44 Millionen und iſt
um 150000 Francs niedriger als im letzten Jahre. Ein
ſozialdemokratiſcher Antrag auf Herabſetzung des Budgets
auf 40 Millionen, wurde mit allen gegen die Stimmen
der Sozialiſten abgelehnt.
Frankreich.
Die Präſidentenwahl. Trotz der Weigerung
Léon Bourgeois fahren mehrere radikale Blätter fort,
deſ=
ſen Kandidatur für die Präſidentſchaft der Republik eifrig
zu befürworten. Der unabhängige Sozialiſt Breton
for=
dert in dem Evenement Bourgeois auf, den Bitten
ſeiner zahlreichen Freunde nachzugeben, da nur durch ſeine
Kandidatur gegenwärtig das Einvernehmen aller
links=
republikaniſchen Parteien erzielt werden könnte.
Spanien.
Der Marokkovertrag in der Kammer.
Die Kammer nahm die Debatte über den franzöſiſch=
ſpani=
ſchen Vertrag wieder auf. Exminiſter Gaſſet (liberal)
kri=
tiſierte energiſch den Vertrag. Anſtatt Millionen nach
Marokko zu ſchicken, ſagte er, würde es beſſer ſein, neue
Schulen zu gründen, die Landwirtſchaft und ihre
wirt=
ſchaftliche Ausrüſtung zu verbeſſern und Straßen
anzu=
legen, mit welchen 4000 Ortſchaften noch nicht verſehen
ſind. Wird die Beſſerung der inneren Lage der
Gegen=
ſtand der gleichen Sorgfalt ſein, wie ſie die
Marokko=
aktion erfährt? Miniſterpräſident Graf Romanones
ant=
wortete bejahend. Der Exminiſter Urzaids beſprach den
Vertrag, den er von allen Geſichtspunkten aus für
ſchäd=
lich hielt. Die ſich alsdann entſpinnende Debatte
zwi=
ſchen Urzaiz und dem Miniſter des Aeußern, Garcic
Prieto, über den Vertrag war ſehr lebhaft. Die Sitzung
wurde aufgehoben.
Rußland.
Die Reichsduma lehnte einen
Dringlichkeitsan=
trag der Kadetten betreffend die Interpellation über die
geſetzwidrige Anwendung des Ausnahmezuſtandes ab und
nahm einen Antrag der Oktobriſten an, der die
Kommiſ=
ſion beauftragt, zwei Wochen nach der Wiederaufnahme
der Sitzungen nach Weihnachten einen Bericht über die
Interpellation vorzulegen.
Japan.
Miniſterpräſident Katſura. Durch ein
kaiſerliches Reſkript iſt Fürſt Katfura zum
Miniſterpräſi=
denten ernannt worden.
China.
Der ruſſiſch=chineſiſche Streitfall. Nach
Peking ſind einem Telegramm der Korreſpondenz des
Fernen Oſtens vom 14. Dezember zufolge vertrauliche
Mitteilungen über die Abſichten Rußlands in der
Mongolei gelangt. Danach will Rußland ſein
Protek=
toratsgebiet bis zur Wüſte Gobi, der bisherigen Grenze
zwiſchen der Aeußeren und der Inneren Mongolei,
aus=
dehnen. Wie Rußland ſchon vor Wochen die ſibiriſche
Zoll=
grenze von Kjachta nach Urga vorgeſchoben hat, will es
jetzt Urga an Stelle Kjachtas zum Mittelpunkt ſeiner
Ver=
waltung ſüdlich des Baikalſees machen. Zur Abwicklung
der Geldgeſchäfte will es eine ruſſiſche Bank in Urga
gründen, die ſeinen politiſchen und wirtſchaftlichen
Zwecken dienen und die Mongolen ganz in die
Abhängig=
keit von den Ruſſen bringen ſoll. Gegen die ruſſiſchen
Pläne vermehrt ſich der Widerſtand der Chineſen.
Wang=
tiengtſong, der Oberbefehlshaber in Honan, hat ſich
er=
boten, ſofort gegen den Hutuktu von Urga zu marſchieren.
Die Sammlung für einen Kriegsfonds, die er in ſeinem
Amtsbereich eröffnet hat, hat in kurzer Zeit über 80 0080
Taels (220000 Mk. )ergeben. Juanſchikai hat Wang am
gewieſen, die Befehle der Zentralregierung abzuwartem
Auch die Bemühungen um eine chineſiſch=japaniſche
Ver=
ſtändigung werden fortgeſetzt. Die Führer der drei Haupt:
parteien, der Komingtang oder Nationaliſten, Kunghotang
oder Republikaner und Mingtſchutang oder Demokratem
haben ſich insgeheim zur Gründung eines chineſiſch=jar
paniſchen Freundſchaftsbundes vereinigt, der in Beziehun= mit den in China umherreiſenden Sendlingen des
Tokioer Abgeordnetenhauſes getreten iſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 18. Dezember,
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem ſeitherigen zweiten Pfarrer an der
Epileptiſchenanſtalt zu Nieder=Ramſtadt Georg Glog
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Stumpertenrod.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Forſtaſſeſſor Otto Kratz zu Eichelsdori
zum Forſtaſſiſtenten.
* Verſetzt wurde der Großh. Pfandmeiſter Kar
Diehl zu Michelſtadt i. O. in gleicher Dienſteigenſchaft
in den Beitreibungsbezirk Darmſtadt I und der Großh.
Pfandmeiſter Heinrich Krämer zu Nidda in gleichen
Dienſteigenſchaft in den Beitreibungsbezirk Worms II
beide vom Tage des Dienſtantritts ihrer Nachfolger an
* Der Beiſetzung des Prinz=Regenten Luitpold
wird auch der Großherzog mit Gefolge
bei=
wohnen. Die Abreiſe nach München wird heute
nach=
mittag mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 2 Uhr 20 Min.
erfolgen.
Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 29.
vom 17. Dezember, hat folgenden Inhalt: 1.
Ordens=
verleihungen und Charaktererteilungen. 2. Ermächtigung
zur Annahme und zum Tragen fremder Orden
3. Namensveränderungen. 4. Dienſtenthebungen.
Provinzialansſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starken=
burg am Samstag, den 21. Dezember, vormittags
9½ Uhr, lautet: 1. Herſtellung des Wegs von Trebur
durch die Unterau und die Hohenau nach dem Rhein.
2. Klage des Ortsarmenverbandes Bürſtadt gegen dier
Ortskrankenkaſſe Bensheim. 3. Geſuch des Auguſt
Dreute aus Eiſer eld, wohnhaft in Offenbach, um
Er=
laubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe
Taunusſtraße Nr. 1.
g. Strafkammer. Der bisher unbeſtrafte 59jährige
Feldſchütz Chriſtian Gembs II. von Nieder=Roden hat
ſich als Vorſtandsmitglied der Frauen=Kranken= und
Sterbekaſſe in Nieder=Roden größere Veruntreuungen
zu=
ſchulden kommen laſſen. Der Angeklagte verſah bei jener
Kaſſe ſeit etwa ſechs Jahren bis zum Herbſt dieſes Jahres,
als ſie aufgelöſt wurde, die Geſchäfte des Rechners und hat
anſcheinend in den letzten zwei Jahren die Kaſſe durch
Unterſchlagungen um 410 Mark geſchädigt. Die
Unter=
ſchlagungen wußte er durch falſche Buchungen geſchickt zu
verdecken, vielleicht war auch das allzu große Vertrauen,
das man ihm entgegenbrachte, die Veranlaſſung, daß dier
Veruntreuungen nicht früher an den Tag kamen. Gembs,
der als Auszügler von ſeiner älteſten Tochter Koſt und
Wohnung erhielt und außerdem für ſeine Tätigkeit als
Feldſchütze täglich eine Mark bezog, iſt anſcheinend durch
allzu häufigen Wirtſchaftsbeſuch zu größeren Ausgaben
verleitet worden, als ihm ſeine Mittel geſtatteten. In der
Vorunterſuchung gab er die Verfehlungen unumwunden
zu, in der geſtrigen Verhandlung vor der Strafkammer
hingegen will er nicht wiſſen, wie die Fehlbeträge
entſtan=
den ſind. Er wird wegen Untreue und Unterſchlagung zu
1 Monat Gefängnis verurteilt. — Der als
Hilfs=
diener bei einer hieſigen Behörde beſchäftigt geweſene
23jährige Heinrich von der Aue hatte den Auftrag
erhal=
ten, einem hieſigen Rechtsanwalt eine Zahlungsanweiſung
über 48 Mark zu überbringen. Anſtatt dieſen Auftrag
aus=
zuführen, fälſchte er die Unterſchrift des Rechtsanwalts und
erhob die 48 Mark, die er für ſich verwendete. Wegen
Ur=
kundenfälſchung und Betrug erkennt das Gericht auf 5
Monate Gefängnis abzüglich einem Monat der
Un=
terſuchungshaft.
* Das Perſonalverzeichnis der Techniſchen Hochſchule
für das Winter=Semeſter 1912/13 iſt erſchienen und gibt
in der bekannten überſichtlichen Anordnung Aufſchluß
über den Perſonalbeſtand, Verwaltung, kleinen und
gro=
ßen Senat, Sekretariat, Kaſſe, Bibliothek, über die
ein=
zelnen Inſtitute und Laboratorien uſw. Als ordentliche
Profeſſoren wirken an der Hochſchule 31, als ordentliche
Honorarprofeſſoren 2, als außerordentliche Profeſſoren 6
etatsmäßige und 7 außeretatsmäßige Profeſſoren. Außer=
Vom Reich der Fixſterne.
Caſſiopeia.
Von Joſeph Lößer.
Die Winde ſauſen aus der fernſten Ferne,
Des Weltalls Boten flieh’n ſie hin und her,
Doch bringen ſie aus dem Bereich der Sterne
Nicht einen Ton, der uns vernehmbar wär.
Vergebens iſt des Ohrs geſpanntes Lauſchen,
Der Geiſt nur überwindet Raum und Zeit,
Und ihm ertönt im ſtummen Sphärenrauſchen
Der Donnerruf des Alls: Unendlichkeit.
Duboc (genannt Waldmüller).
Stiller, ſchweigender Sternenhimmel, ein
rätſelhaf=
tes, geheimnisvolles Walten läßt du ahnen bei
hingeben=
der Betrachtung der ungezählten Lichter, die ſo
mannig=
faltig an Glanz und Farbe, in der Milchſtraße zu einem
zarten, leichten Schleier zuſammenfließend, auf dunklem
Grunde an uns vorüberziehen. Der Gedanke, daß ſie
ferne Welten ſind, ähnlich unſerer Sonne, löſt den
Ein=
druck des Erhabenen und Wunderbaren aus und erklärt
den unſtillbaren Drang des menſchlichen Geiſtes, den
Flug nach jenen Sphären zu wagen, um die Räume und
Zeiten im Weltall zu durchmeſſen und ſeine
Erſcheinun=
gen zu erkunden und zu deuten.
In klarer Winternacht feſſelt das Himmelsgewölbe
beſonders unſeren Blick, weil dann ſeine Lichtlein mehr
Abſtufungen an Helligkeit und Farbe zeigen und eine
Reihe prächtiger, glänzender Sternbilder den Himmel
ſchmücken, die im Sommer uns verborgen blieben.
Be=
deutender iſt ja noch der Eindruck in den reinen Lüften
der Höhen ſüdlicher Länder, aber auch ſonſt wird der
geſtirnte Himmel in jedem fühlenden und denkenden
Menſchen den Antrieb wecken, nicht nur die
wiſſenſchaft=
lichen Löſunger ſeiner Rätſel, ſondern auch die zu ihren
Ermittelung angewendeten Beobachtungen, Schlüſſe und
Rechnungen kennen zu lernen. So wird ein geiſtiges
Band zwiſchen uns und jenen fernen Welten geſchaffen,
obgleich die Entfernung des nächſten Fixſternes etwa
271330 mal ſo groß iſt, als der Abſtand der Sonne von
der Erde. Ein unfaßbar weiter, luftleerer, kalter Raum
liegt zwiſchen unſerem Sonnenſyſtem und jener
näch=
ſten Sonne; darüber hinaus weiter, immer weiter und
in den verſchiedenſten Richtungen andere Sonnen,
wiederum durch ſolche öde, tote Räume getrennt, die
nur überbrückt werden von den „Schwingen” des Aethers,
den von den fernen Welten ausgehenden und von ihnen
Kunde gebenden Lichtſtrahlen.
Wir ſehen im Winter die ganze Nacht über einen
Teil der Sterne wieder, die den ſommerlichen
Nacht=
himmel erhellten; es ſind dies diejenigen, welche bei
ihrer ſcheinbaren täglichen Bewegung auch beim tiefſten
Stand noch über dem Horizont bleiben, alſo niemals
untergehen. Dieſe Bahnen an dem über unſerem
Hori=
zont ausgeſpannten Himmelsgewölbe erfolgen in
Krei=
ſen um denjenigen Punkt, in dem es von der verlängert
gedachten Erdachſe getroffen wird. Dieſe Stelle, nahe
dem Polarſtern, der nördliche Himmelspol, befindet ſich
ſo weit über dem Nordpunkt unſeres Horizontes, als
die geographiſche Breite von Darmſtadt beträgt, alſo
49 52‟, ſo daß nur die weiter von dieſem Himmelspol
abſtehenden Sterne für uns auf= und untergehen, ſofern
ſie nicht überhaupt unter dem Horizont verbleiben. Zu
den in jeder klaren Nacht ſichtbaren, alſo von dem
ge=
nannten Himmelspol riegsum nur bis zu 49‟ 52’
ab=
ſtehenden Sternen gehören namentlich der große und
der kleine Bär, Drache, Cepheus und Caſſiopeia. Uns
ſoll diesmal vorzugsweiſe das letztere Sternbild
beſchäf=
tigen, das auch in Schillers „Wallenſteins Tod” fünfter
Aufzug, dritter Auftritt, Erwähnung findet. Es hat die
Milchſtraße zum Hintergrund. zeigt in ſeinen 5
Haupt=
ſternen die Geſtalt eines W, iſt nicht beſonders auffällig
und nur von beſcheidener Ausdehnung, aber die Trä=
gerin ſeines Namens, die Gemahlin Caſſiopeia des
ſagenhaften äthiopiſchen Königs Cepheus, war ſtolz und
eitel, ſie hielt ſich für ſchöner als die holden, anmutigen
Nymphen des Meeres, die fünfzig Nereiden. Darüber
waren die Bewohner des Meeres ſehr erzürnt; Poſeidon
ſchickte daher ein Seeungeheuer an die Küſte Aethiopiens,
dem die ſchöne Tochter des königlichen Paares,
Andro=
meda, geopfert werden ſollte. Von ihrem Vater
des=
halb grauſam an einen Felſen am Strande gefeſſelt,
wurde ſie jedoch von dem Heldenjüngling Perſeus von
Argos und Mykenä (in Argolis) unter Erlegung des
Ungeheuers befreit und als ſeine Gemahlin heimgeführt.
Ein Marmorrelief herrlicher altgriechiſcher Kunſt mit den
Geſtalten Andromeda und Perſeus im Muſeum des Kapitols
zu Rom hat dieſe Befreiung verewigt und auch am
Him=
mel leben dieſe in den gleichnamigen Sternbildern,
un=
weit der Caſſiopeia, weiter. Zwiſchen letzterer und dem
Drachen hat auch noch Cepheus Platz gefunden, ſo daß
ſich dieſe ganze ſagenhafte Verwandtſchaft am Himmel
nahe beieinander niedergelaſſen hat.
Unſer Sternbild Caſſiopeia iſt als eine auf einem
Thronſeſſel ſitzende Frau zu denken, für ſehr gute Augen
etwa 126 Sterne umfaſſend. Die fünf Hauptſterne, welche
das nach dem Polarſtern hin offene W bilden, ſind
von=
verſchiedener Helligkeit und führen die griechiſchen
Buch=
ſtaben a, ß, r. 5, e. Der erſtere, hellſte Stern, etwa
2. Größe, von gelblich=roter Färbung, am Halſe der
Dame, ſteht am weiteſten vom Himmelspol ab und führt
aus der Zeit, als die Bezeichnung der Sterne mit
Buch=
ſtaben noch nicht eingeführt war, auch den arabiſchen
Namen Schedir. 8. der dem Himmelspol nächſtnähere
Stern, 2. bis 3. Größe, in der Seſſellehne, bildet den
einen Endpunkt des W. Von etwa gleicher Helligkeit
iſt r. mit dem vorgenannten das eine, mit den
Ster=
nen d (auf dem linken Knie) und e, von etwa dritter
Größe, das andere Dreieck des W darſtellend.
Die Lage der Sterne am Himmel wird in der Regel
durch deren „Rektaſzenſion” und „Deklination” beſtimmt.
Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 3.
dem ſind tätig 43 Lehrer und Privatdozenten und 53
Aſſiſtenten. Das Rektorat führt Geheimer Baurat
Pro=
feſſor Wickop, das Prorektorat Geheimer Hofrat
Pro=
feſſor Dr. Schenck. Vorſitzender der Diplomprüfungs=
Kommiſſion iſt Profeſſor Dr. Horn, der Prüfungs=
Kommiſſion für Feldbereinigungs=Geometer Profeſſor
Kayſer, der pharmazeutiſchen Prüfungs=Kommiſſion
Profeſſor Dr. Schenck. Das Studentenverzeichnis
ent=
hält 42 Vereinigungen. Eingeſchrieben ſind im
Winter=
ſemeſter 1912/13 834 ordentliche und 422 außerordentliche
Studierende, außerdem 54 Hörer und 358 Gäſte (darunter
175 Damen), insgeſamt 1668. Im Sommer=Semeſter
waren es insgeſamt 1405 Studierende, Hörer und Gäſte.
Im Winter=Semeſter 1911/12 waren die entſprechenden
Zahlen: 1248 Studierende, 81 Hörer und 401 Gäſte (
dar=
unter 194 Damen), insgeſamt 1730. Es ergibt ſich
mit=
hin ein Rückgang in der Geſamtzahl um 62, doch hat ſich
die Zahl der ordentlichen Studierenden um 45 erhöht,
die Zahl der Gäſte um 43 vermindert. Von den 1668
ſind 1258 Deutſche und 410 Ausländer. Von den 1730 im
vorhergehenden Winter=Semeſter waren 1261 deutſche
Staatsangehörige und 469 Ausländer. Die Zahl der
Deutſchen iſt alſo um nur 3, die der Ausländer dagegen um
59 zurückgegangen. Von den Deutſchen ſteht an erſter
Stelle Preußen mit 520; es folgen Heſſen mit 501, Bayern
mit 69, Sachſen mit 28, Baden mit 26, Hamburg mit 23,
Elſaß=Lothringen mit 25, Württemberg mit 14,
Mecklen=
burg=Schwerin mit 11, Sachſen=Koburg=Gotha mit 7,
Sachſen=Meiningen und Bremen mit je 6, Oldenburg
mit 15, Braunſchweig mit 4, Sachſen=Weimar und
Schwarzburg=Rudolſtadt mit je 3, Sachſen=Altenburg und
Schaumburg=Lippe mit je 2, Lippe=Detmold, Lübeck und
Waldeck mit je 1. Bei den Ausländern ſteht an erſter
Stelle Rußland mit 251, es folgen Norwegen und
Ver=
einigte Staaten von Amerika mit je 41, Oeſterreich=
Ungarn mit 26, Schweiz mit 11, Bulgarien mit 7,
Schwe=
den mit 6, Luxemburg mit 4, England, Türkei und
Nie=
derlande mit je 3, Frankreich, Rumänien, Spanien und
Italien mit je 2, Griechenland, Argentinien, Chile, Siam,
Kapland und Serbien mit je 1. — Am ſtärkſten beſucht iſt
die Abteilung für Maſchinenbau mit 395, es folgen
Archi=
tektur 286, Ingenieurweſen 254, Elektrotechnik 169, Chemie
423, Papierfabrikation 59, Allgemeine Abteilung 24.
Hierzu kommen 258 Gäſte, worunter 175 Damen.
Rh. Die Diplom=Hauptprüfung der Abteilung für
Bauingenieurweſen, die vom 9. bis 14. Dezember
abgehalten wurde, hat ein gutes Reſultat gezeitigt. Alle
Kandidaten haben die Prüfung beſtanden und 4 davon
das Prädikat „gut beſtanden” erworben.
D Vom Großh. Hoftheater. Die Generaldirektion
des Hoftheaters und der Hofmuſik bittet uns, folgendes
mitzuteilen: Infolge unvorhergeſehener Hinderniſſe kann
das Gaſtſpiel des Kammerſängers
Spe=
mann nicht ſtattfinden. Es wird am Sonntag
ſtatt „Siegfried” „Carmen” als 82.
Abonnementsvorſtel=
lung, Buchſtabe C 20, in Szene gehen.
Das Großherzogspaar hat auch die Vorſtellung der
„Fünf Frankfurter” beſucht. Das Stück fand, wie auch
bereits bei den früheren Aufführungen, lebhaften
Bei=
fall. — Heute geht zur Nachfeier von Beethovens
Ge=
burtstag „Fidelio” mit Franziska Callwey vom
Stadt=
theater in Aachen als Gaſt auf Engagement in der
Titel=
rolle in Szene (80. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe
21). Beginn der Vorſtellung 7½ Uhr. Nach der
Kerker=
ſzene im zweiten Akt wird die dritte Leonoren=
Ouver=
türe vorgetragen. Am Donnerstag wird Hofmannsthals
Myſterienſpiel „Jedermann” mit Kurt Ehrle in der
Titelrolle als 81. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe
B 21, erſtmalig wiederholt. Beginn der Vorſtellung
8 Uhr. Am Freitag findet die erſte Kindervorſtellung
ſtatt, zur Aufführung gelangt E. Manns
Weihnachts=
ſpiel „Bonifacius” mit der Muſik von Willem
de Haan. Ein Kartenverkauf zu dieſer Vorſtellung, die
um 5 Uhr beginnt, findet nicht ſtatt. Die zweite
Kinder=
vorſtellung bei aufgehobenem Abonnement zu
Volksvor=
ſtellungspreiſen iſt für Samstag angeſetzt. An dieſem
Tage geht Engelbert Humperdincks Märchenſpiel „
Hän=
ſel und Gretel” unter Leitung von Kapellmeiſter
Lert in Szene.
* Im Hotel „Zur Traube” ſind abgeſtiegen: Fürſt
zu Iſenburg=Birſtein, Fürſt zu Leiningen, Fürſt zu
Yſenburg=Büdingen, Fürſt zu Solms=Hohenſolms=Lich,
Graf zu Solms=Laubach, Graf von Görtz, Graf Kuno
Stolberg=Roßla, Graf Erbach=Fürſtenau, Graf Yſenburg=
Büdingen in Meerholz, Graf Solms=Rödelheim,
Frei=
herr Wambolt von Umſtadt, Erbmarſchall Freiherr
Lud=
wig Riedeſel zu Eiſenbach, Geheimerat Dr. Schmidt,
Geheimerat Gail, Geh. Kommerzienrat Valckenberg, Geh.
Kommerzienrat Dr. Strecker, Landgerichtspräſident Dr.
Hangen, Juſtizrat Grünewald, Oberbürgermeiſter Köhler=
Worms, Oberbürgermeiſter Göttelmann=Mainz.
* Todesfall. Der frühere Förſter vom „Einſiedel”
Herr Ernſt Vöglin, eine den vielen Einſiedelbeſuchern
beſtens bekannte Perſönlichkeit, iſt am Montag
geſtor=
ben. Erſt vor wen n Wochen war Herr Vöglin in den
Ruheſtand getreten, zu welcher Gelegenheit wir
eingehen=
der ſeiner gedacht haben. R. 1. p.
* Verein für Geflügel= und Vogelzucht Ornis.
Die Dezemberverſammlung des Vereins für
Ge=
flügel= und Vogelzucht Ornis eröffnete der
1. Vorſitzende, Herr Schömer, mit Begrüßung der
ſehr zahlreich erſchienenen Mitglieder. Nach
Bekannt=
gabe der Einläufe erſtattete der 2. Vorſitzende Bericht
über die VII. Starkenburger Verbands=
Ge=
flügel=Ausſtellung. Hieran ſchloß ſich eine
leb=
hafte Ausſprache. Allgemein wurde Klage geführt über
die mangelhafte Verpflegung der Tiere und die veraltete
Ausſtellungs= und Prämiierungsweiſe (paarweiſe). Für
paarweiſe Ausſtellung der Tiere wurden die Käfige
all=
ſeitig als viel zu klein bezeichnet. Der Bericht der
Delegierten über die diesjährige Hauptverſammlung des
Starkenburger Verbandes rief gleichfalls eine lebhafte
Debatte hervor, ſo daß nach der reichhaltigen Verloſung
erſt um Mitternacht die Verſammlung durch den 1.
Vor=
ſitzenden geſchloſſen werden konnte.
* Die Weihnachtsmeſſe findet in dieſem Jahre,
wie bekannt, auf dem Paradeplatz ſtatt. Es ſei hiermit
beſonders auf die in heutiger Nummer befindliche
An=
zeige hingewieſen.
* Der Poſtverkehr zur Weihnachtszeit. Aus
Anlaß des geſteigerten Poſtverkehrs zur Weihnachtszeit
werden am Sonntag, den 22. Dezember, in
Darmſtadt a) die Paketannahmeſchalter beiallen
Poſtämtern (auch bei 3 und 4) und der
Paketausgabe=
ſchalter von 8 Uhr vorm. bis 8 Uhr nachm., der Brie
faus=
gabeſchalter nur für die Ausgabevon Paketadreſſen
außergewöhnlich von 9 Uhr bis 12 Uhr vorm. und von
4 Uhr bis 6 Uhr nachm. geöffnet ſein; b)
Poſtan=
weiſungen und Zahlungsanweiſungen einmal vormittags,
Pakete und Wertbriefe vor= und nachmittags beſtellt
werden. Die Poſtzollabfertigungsſtelle (
Wil=
helminenſtraße 3) wird am 22. und 26. Dezember
von 9½ Uhr bis 12 Uhr vorm. zur Abfertigung von
Poſtſtücken für das Publikum offengehalten werden.
§ Selbſtmordverſuch. Ein 21 Jahre alter
Kauf=
mann von hier hat ſich am Moutag abend gegen 7 Uhr
in ſeiner Wohnung in ſelbſtmörderiſcher Abſicht einen
Schuß in die rechte Bruſtſeite beigebracht. Der
Verletzte wurde mittelſt Krankenautomobils in das
Städtiſche Krankenhaus verbracht.
§ Erbrochen. In der Nacht zum Dienstag wurde
eine an der Landgraf=Georgſtraße aufgeſtellte
Bau=
hütte erbrochen.
* Arheilgen, 17. Dez. Die am letzten Sonntag von
dem hieſigen Volksbildungsverein veranſtaltete
Richard=Wagner=Feier iſt in der ſchönſten
Weiſe verlaufen. Herr Hauptlehrer Haſfenzahl=
Arheilgen beleuchtete in einem volkstümlichen Vortrag
Richard Wagners Leben und Wirken. Viele geſangliche
und muſikaliſche Darbietungen illuſtrierten dieſen
inter=
eſſanten Vortrag. Die Muſikſtücke des Quartetts (Frau
Profeſſor Lettermann=Groß=Gerau, Herr Lehrer Schenck=
Weiterſtadt, Herr Lehrer Becker=Stockſtadt, Herr Lehrer
Kunkel=Groß=Gerau) waren künſtleriſch vollendet, ebenſo
die Solis von Herrn Schenck und Herrn Becker. Frau
Direktor Heckelmann=Darmſtadt zeigte ſich als vortreffliche
Konzertſängerin, Frl. Bohne=Darmſtadt als geſchickte
Klavierſpielerin. Die Chöre des Geſangvereins
Lieder=
zweig=Arheilgen wurden trotz der Schwere ſchön
vorge=
tragen. Herr Mayer=Darmſtadt, der rührige Dirigent des
Vereins, hat auch bewieſen, daß er ſelber über ein gutes
Organ verfügt.
Bensheim a. d. B., 17. Dez. Die umfangreichen und
ſchwierigen Vermeſſungs= und
Berechnungs=
arbeiten für den Bahnbau durch das Lautertal
ſind nun im großen und ganzen beendet und man
wird alsbald mit den ausführenden Arbeiten beginnen.
In der Lindenfelſer Gemarkung wird bereits der Wald
abgeforſtet. Die umfangreichen Erdarbeiten ſollen bei
Einteitt beſſeren Wetters ſofort in Angriff genommen
werden.
Rh. Neunkirchen i. O., 17. Dez. Unſere hieſige
Kran=
kenſchweſter Wilhelmine Buchmann gedenkt uns in
kurzer Zeit zu verlaſſen, um nach Bremen überzuſiedeln.
Nur vier Jahre war ſie in unſerer Gemeinde als
Kran=
kenſchweſter tätig.
Aus dem Odenwald, 17. Dez. Die Abſicht der
Schleifereiunternehmer im Odenwald, mit
Rückſicht auf die überaus ſchlechte Geſchäftslage auf dem
Diamantenmarkte Arbeitseinſchränkungen oder
den Mindeſſtlohnſtarif einzuführlen, iſt, der
Darmſt. Ztg. zufolge, bei den Diamantſchleifern auf
Widerſtand geſtoßen mit dem Ergebnis, daß in einem
Betrieb bereits geſtreikt, während in einem anderen
tur noch 6 Stunden gearbeitet wird. Wie es heißt, ſoll
dieſe Lohnbewegung im Odenwald auch auf die übrigen
Diamantſchleifereien im Reiche ausgedehnt werden.
Offenbach, 17. Dez. Das 28jährige Dienſtmädchen
Katharina Weidner hatte ſich am 5. Dezember aus ihrer
Stellung entfernt mit dem Bemerken, daß ſie den Tod im
Main ſuchen werde. Seit dieſer Zeit iſt ſie
verſchol=
len. — Die Mützenmacherin Eliſe Platt, die am 8.
De=
zember in der Waſchküche ſich ſchwere Brandwunden
zuge=
zogen hatte, iſt geſtern im Krankenhauſe ihren
Ver=
letzungen erlegen.
Mainz, 17. Dez. Zu der auch von uns
wiedergege=
benen Meldung ſchreibt das M. Tgbl.: Das Berliner
Tageblatt veröffentlichte geſtern folgende Meldung aus
Mainz: „Das Kinderaſyl der proteſtantiſchen
Rettungs=
anſtalt in Trautberg bei Kaſtel ſteht ſeit heute früh in
Flammen. Die in der Anſtalt befindlichen 30 Kinder
konnten gerettet werden. Die Urſache iſt unermittelt.”
Es iſt bekanntlich ſchon oft hervorgehoben worden,
wie unendlich überlegen die auswärtigen Zeitungen den
in Mainz erſcheinenden Blättern mit ihren
Meldungen=
aus Mainz ſind. Hier zeigt ſich dieſe Ueberlegenheit
wie=
der einmal aufs glänzendſte. Keine einzige Mainzer
Zeitung wußte geſtern etwas von dieſem geſtern früh
aus=
gebrochenen Brand zu melden. Wenn auch gerade das
Berl. Tagebl. und ſein Berichterſtatter in Mainz auch ſchon
oft ſich als „hervorragend gut unterrichtet” über
Vor=
gänge in und um Mainz gezeigt hat, ſo hat es mit dieſer
Meldung jedenfalls alle bisherigen Leiſtungen
über=
troffen. Eines nur iſt bei der ſchönen Geſchichte nicht
ganz in Ordnung: es gibt weder überhaupt eine
Kinder=
rettungsanſtalt bei Kaſtel, noch gibt es einen Ort
Traut=
berg bei Kaſtel oder ſonſtwo im Deutſchen Reiche, noch
hat es geſtern in oder bei Kaſtel irgendwo gebrannt.
Aber das tut alles nichts: Die Kinderrettungsanſtalt in
Trautberg bei Kaſtel hat nach der Mainzer Meldung des
Berliner Tageblatts ſeit geſtern früh in Flammen
ge=
ſtanden und 30 Kinder ſind dabei — gerettet worden. Es
geht nichts über eine zuverläſſige und ſchnelle
Bericht=
erſtattung.
Mainz, 17. Dez. Der 38jährige Heilgehilfe Eduard
Roth aus Gau=Algesheim genießt in Rheinheſſen den
Ruf eines Wunderdoktors. Roth will mit
ſei=
ner Wunderſalbe, die ihm ſein Vater als „Geheimnis”
hinterlaſſen hat, alles heilen, ſelbſt bei Knochenbrüchen
ſoll die Salbe Wunder wirken. Er wurde wegen
fahr=
läſſiger Körperverletzung ſchon mehrfach beſtraft, darunter
zweimal mit je 200 Mark Geldſtrafe. Geſtern hatte er
ſich wieder vor der Strafkammer in Mainz wegen
fahr=
läfſiger Körperverletzung zu verantworten. Der Land=
und Gaſtwirt Ph. W. aus Jugenheim (Rheinheſſen) war
vom Fahrrad geſtürzt und hatte ſich eine Verletzung an
der linken Schulter zugezogen. Auch er wandte ſich an
den Wunderdoktor Roth und dieſer ſtellte einen doppelten
Armbruch feſt. Außer einem Pflaſterverband erhielt der
Verletzte eine Doſe Wunderſalbe. Als nach Wochen die
Schmerzen immer ärger wurden und keine Heilung
ein=
trat, gab R. dem W. das gezahlte Honorar zurück und
bat ihn, er möge von einer Anzeige abſehen, ſonſt werder
er beſtraft. W. mußte ſchließlich in die Klinik nach
Gießen. Die Verletzung war durch die Behandlung des=
Wunderdoktors derart verſchlimmert worden, daß eine
Operation vorgenommen werden mußte. Es wurde
feſt=
geſtellt, daß anfänglich kein doppelter Armbruch, ſondern
nur eine Verrenkung der Schulter vorgelegen hatte. Durch
die unſachgemäße Behandlung war eine Verknorpelung
eingetreten. Nach dem Gutachten des Sachverſtändigen,
Medizinalrat Dr. Schäffer=Mainz, iſt bei W. eine
dau=
ernde Erwerbsunfähigkeit von 25 Prozent eingetreten.
Die Behandlung des Roth ſei Schuld an den Folgen.
Das Gericht verurteilte den Wunderdoktor zu 2
Mona=
ten Gefängnis.
Mainz, 17. Dez. Zur Beerdigung
freige=
geben hat die Staatsanwaltſchaft die Leiche der bei
einem Zahnarzt in der Narkoſe verſtorbenen Frau des
Buchdruckers Pätzer. Gegen den Zahnarzt und den
Arzt, der die Narkoſe ausgeführt hat, iſt ein
Ermittel=
ungsverfahren angeordnet worden. — Metzger
Nußhag hat für unſchuldig erlittene
Unter=
ſuchungshaft durch ſeinen Rechtsbeiſtand ſeine
Ent=
ſchädigungsanſprüche bei Gericht geltend machen
laſſen.
Worms, 17. Dez. Im Floßhafen wurde geſtern
nachmittag die Leiche des 19 Jahre alten Matroſen
Jakob Geerlings aus Amſterdam, der am 14.
No=
vember I. J. von dem Schiff „Eliſabeth Gertrude, St.
Goarshauſen” ins Waſſer gefallen und ertrunken war, in
unmittelbarer Nähe der Unglücksſtelle geländet.
Eich, 17. Dez. Die Vereinigung
rüben=
bauender Landwirte für Heſſen und die Pfalz
hielt hier eine gutbeſuchte Verſammlung ab, in der
Bür=
germeiſter Menger Zweck und Ziele der Vereinigung
er=
läuterte. Es wurde eine Ortsgruppe Eich
ge=
gründet, der ſofort 40 Mitglieder beitraten. — Der
vermißte Schiffer Strubmann, von dem befürchtet
wurde, daß ihm ein Unfall zugeſtoßen, iſt jetzt wieder bei
ſeinen Angehörigen eingetroffen.
Mettenheim, 17. Dez. Die 73jährige Witwe Seitz
trat beim Herabſteigen fehl und ſtürzte aus
beträcht=
licher Höhe von der Treppe herab. Sie erlitt
der=
artige Verletzungen, daß ſie nach kurzer Zeit ſtarb.
Dieſe Angaben ſind ganz den Ortsbeſtimmungen auf
der Erde, der Länge und Breite, nachgebildet. Man
denke ſich die Erdachſe bis zum Himmelsgewölbe, das
als kugelförmig anzunehmen iſt, verlängert, ſo erhält
man in den Treffpunkten den Nord= und Südpol des
Himmels. Der erweitert gedachte Erdäquator ſchneidet
das Himmelsgewölbe im Himmelsäquator. Die den
Erdmeridianen entſprechenden Kreiſe heißen an der
Himmelskugel Deklinationskreiſe, die ihrem Aequator
parallelen Kreiſe Parallelkreiſe. Als erſter oder
An=
fangs=Deklinationskreis — entſprechend dem Null=
Meri=
dian der Erde — gilt derjenige, welche durch den Punkt
des Himmelsäquators geht, den die Sonne, richtiger
ihr Mittelpunkt, zu Anfang des Frühlings einnimmt,
alſo z. B. am 20. März d. J., nachts 12 Uhr,
eingenom=
men hat. Wir werden ſehen, wie gerade das Sternbild
Caſſiopeia das Auffinden dieſes Punktes,
Frühlings=
punkt genannt, erleichtert. Die „Rektaſpenſion” (0‟ bis
360%) — entſprechend der Länge auf der Erde — wird
von dieſer Stelle in der Richtung von Weſt nach Oſt, die
„Deklination” (0 bis 90%) — entſprechend der Breite auf
der Erde — nördlich mit dem Zeichen — (plus), ſüdlich
mit dem Zeichen — (minus) angegeben. Hat z. B. ein
Stern die Rektaſzenſion 8‟ 45', die Deklination — 55% 59½,
ſo iſt er wie folgt zu ſuchen: man geht 8 45' vom
Früh=
lingspunkt an öſtlich auf dem Himmelsäquator vor, denkt
ſich durch den ſo erhaltenen Punkt und die Pole des
Him=
mels einen Kreis gelegt und nimmt auf dieſem, von
ſei=
nem Aequatorpunkt ab, in nördlicher Richtung 55% 59½;
an dieſer Stelle befindet ſich der in Rede ſtehende Stern.
Dieſe Angaben entſprechen in der Caſſiopeia; der
Stern? hat die Rektaſzenſion 1‟ Deklination — 58% 36?
die Rektaſzenſion 12‟ 45‟ Deklination — 60% 10‟.
Hiernach liegt 8 ſo, daß die vom Polarſtern nach ihm
gezogene Linie nach etwa 2mal ſo großer Verlängerung
gnnähernd den Frühlingspunkt trifft. Es iſt hiernach
leicht, jederzeit die ungefähre Lage dieſes wichtigen
Punk=
tes zu beurteilen. — Die fünf Sterne des W liegen
überhaupt zwiſchen 0 und 30‟ Rektaſzenſion, a mit
kleinſter Deklination liegt am weiteſten vom
Himmels=
pol ab,e mit größter Deklination ſteht ihm am nächſten.
Jenſeits desſelben ſtehen der Caſſiopeia auffällig die
3 Sterne des Schwanzes des großen Bären gegenüber.
Das ganze Sternbild mit allen ſeinen Sternen befindet
ſich innerhalb der Rektaſzenſionen 344 und 48” und den
Deklinationen — 46 bis 70
Nach Ablauf von 23 Stunden 56 Minuten 4
Sekun=
den kommt ein Ort der Erde immer wieder in die gleiche
Lage zu einem ins Auge gefaßten Fixſtern, denn ſo lange
braucht die Erde zu einer Umdrehung um ihre Achſe.
Geht z. B. ein ſolcher Stern abends 8 Uhr durch den
Himmelsmeridian von Darmſtadt, ſo wiederholt ſich
dies am nächſten Tag um 7 Uhr 56 Minuten 4 Sekunden
abends. Der Stern hat unterdeſſen einen Kreis um
den Himmelspol in der der Erdumdrehung
entgegen=
geſetzten Richtung beſchrieben, welcher ſich um ſo kleiner
darſtellt, je näher der Stern dem Pole ſteht, je größer
alſo ſeine Deklination iſt. Den kleinſten Bogen unter
den das W bildenden Sternen beſchreibt alſo, den
größten = und zwar verhalten ſich die in gleichen
Zei=
ten zurückgelegten Strecken, wie der Mathematiker leicht
herleiten kann, wie die Coſinus der zugehörigen
Dekli=
nationen.
Am 22. Dezember erreicht Stern 8 etwa 6 Uhr
abends ſeine größte Höhe, er ſteht alſo um dieſe Zeit im
Meridian von Darmſtadt, öſtlich davon ſtehen der Reihe
nach die Sterne a, †, 5, e. Wie ſchon erörtert, ſtehen ſie
nach Ablauf von rund 23 Stunden 56 Minuten, alſo nicht
erſt nach 24 Stunden, der bürgerlichen Tageslänge,
ſon=
dern 4 Minuten früher wieder an derſelben Stelle des
Himmels. Nach Ablauf eines Monats macht dies ſchon
4X30 Minuten — 2 Stunden aus, ſo daß z. B. Stern 8
am 21. Januar nächſten Jahres bereits um 4 Uhr
nach=
mittags in den Meridian von Darmſtadt tritt. Nach 12
Monaten beträgt das Vorauseilen 212 Stunden
— 1 Tag, ſo daß alſo die Fixſterne während eines
Jah=
res von 365 Tagen nicht 365, ſondern 366 Umläufe am
Himmel machen.
Stern a rückt nach Maßgabe ſeiner Rektaſzenſion
etwa ½ Stunde ſpäter in den Meridian als 8, alſo am
22. Dezember um die Zeit 6½ Uhr abends. Seine
Ent=
fernung vom Himmelspol beträgt 90% — 55% 59 — 34 17.
Das Zenith von Darmſtadt, welches in dieſen Meridian
fällt, iſt vom Himmelspol 90 — 49 52' (geographiſche
Breite von Darmſtadt) — 40‟ 8’ entfernt, alſo iſt am
22. Dezember abends 6½ Uhr der Abſtand des Sternes a
von unſerem Zenith 40% 8' — 34% 1½ — 6% 7, das ſind
etwa 12 Vollmondbreiten, da der Durchmeſſer des
Mon=
des unter einem Sehwinkel von etwa ½ erſcheint. Etwa
12 Stunden (Hälfte von 23 Stunden 56 Minuten)
ſpä=
ter, alſo um 6½ Uhr morgens, ſteht a jenſeits des
Him=
melspols im anderen Teil des Meridians; bildet man
die Differenz der uns bekannten Winkelgrößen 49 52‟
und 34‟ 1', ſo erhält man deſſen Höhe über dem
Nord=
punkt unſeres Horizonts um dieſe Zeit zu 15 517.
Den freundlichen Leſer mögen dieſe Berechnungen
nicht zurückſchrecken; ſie haben den Zweck, ihm gehörigen
Einblick in die am Sternenhimmel fortwährend vor ſich
gehenden Bewegungen, in die Ordnung des himmliſchen
„Hausrats” zu gewähren, ihm Vorausbeſtimmungen
hin=
ſichtlich ſeiner zeitlichen und örtlichen Einrichtung zu
er=
möglichen. Dadurch aber erhöht ſich das Intereſſe für
dieſe Vorgänge, wir werden heimiſch darin und müſſen
zugeben, daß es doch ziemlich elementare mathematiſche
Begriffe ſind, die uns dieſe Seite des Himmels
er=
ſchließen. Nun aber auch hinein in die Tiefen des
(Schluß folgt.)
Himmelsraumes!
Nummer 298.
Weſthofen, 17. Dez. Geſtern morgen gegen drei Uhe
entſtand an drei Orten in der Nähe des Fleckens
gleichzeitig Feuer. Größere Strohmengen und der
Schuppen einer Ziegelhütte brannten ab. Offenbar liegt
Brandſtiftung vor.
Bingen, 17. Dez. Der Polizei geſtellt hat ſich
der Kaſſierer der hieſigen Verwaltungsſtelle des
Bauarbeiterverbandes, weil er Mitgliederbeiträge in Höhe
von 275 Mark unterſchlagen hat.
(*) Gießen, 16. Dez. Die Mitglieder des Land
wirtſchaftlichen Provinzialvereins für
die Provinz Oberheſſen hatten ſich heute
zahl=
reich in Steins Garten verſammelt. Oekonomierat
Korell gedachte mit warmen Worten des verſtorbenen
erſten Präſidenten Oekonomierat Schlenke, und hob ſeine
hohen Verdienſte um den Verein und die oberheſſiſche
Landwirtſchaft hervor. Zur Wahl des Präſidenten hatte
der Ausſchuß den Grafen Wilhelm zu Solms=Laubach
zu Arnsburg vorgeſchlagen, die Verſammlung ſtimmte
einſtimmig zu. Der neue Präſident übernahm den
Vor=
ſitz. Zum Vizepräſidenten wurde Oekonomierat Korell
einſtimmig wiedergewählt. Ueber den Antrag des
land=
wirtſchaftlichen Inſtituts der Univerſität Gießen, be=
(treffend Stiftung eines Stipendienfonds
freferierte Profeſſor Giſevius. Der Antrag erſucht, den
Betrag von 100000 Mark für Stipendien und
Preis=
arbeiten für Studierende der Landwirtſchaft zu ſtiften.
Die Stiftung ſoll den Namen Stipendienſtiftung für
Stu=
dierende des landwirtſchaftlichen Inſtituts an der
Uni=
verſität Gießen erhalten. Um das Stipendium können
ſich bewerben Studierende, deren Eltern Oberheſſen ſind
ſoder waren oder in Oberheſſen wohnen. Wenn einmal
nicht das Stipendium vergeben wird, ſo ſoll ein
Preis=
bewerb ſtattfinden über ein Thema, das Bezug hat zur
Oberheſſiſchen Landwirtſchaft. Redner befürwortet die
Stiftung warm. Der Vorſitzende teilte mit, daß der
Aus=
ſſchuß ſich für die Stiftung ausgeſprochen habe; worauf
auch die Verſammlung die Stiftung ohne
Widerſpruch genehmigt. Es folgte dann ein
Vortrag über „Die Verſchuldung des landwirtſchaftlichen
Grundbeſitzers und Maßnahmen zur Entſchuldung‟
durch den Generalſekretär Oekonomierat Leithiger=
Darmſtadt und Direktor Regierungsrat Baſtian von
der Landeshypothekenbank. Auf Antrag des
Provinzial=
direktors Geheimerat Dr. Uſinger wurde beſchloſſen: die
beiden Referenten ſollen die höchſtwichtige Sache eingehend
prüfen und mit poſitiven Vorſchlägen vor die nächſte
Hauptverſammlung in Alsfeld treten, dann
ſſoll ſich der Verein mit der Landwirtſchaftskammer in
Verbindung ſetzen.
Gießen, 17. Dez. Auf der kürzlich hier abgehaltenen
flandwirtſchaftlichen Ausſtellung errang ſer
Werkführer Pfeiffer aus dem nahen Launſpach, der
bereits über ein Vierteljahrhundert dem Gießener
Bienen=
züchterverein angehört, u. a. einen Preis der
Land=
wirtſchaftskammer für das Großherzogtum Heſſen,
beſtehend in einem Geldbetrag. Nunmehr weigert die
Landwirtſchaftskammer die Auszahlung des
Prei=
ſes, da der Preisträger Pfeiffer preußiſcher
Staats=
fangehöriger iſt.
Gießen, 17. Dez. In der Hitze des Gefechtes paſſierte
dieſer Tage, dem G.=A. zufolge dem Kaſſierer einer
ſtaat=
ſlichen Kaſſeſtelle in Oberheſſen ein unliebſames
Miß=
geſchick. Eine Beamtenwitwe wollte die ihr zuſtehende
(Witwenpenſion abholen und verwahrte den ihr in
Papier=
ſcheinen verabreichten Betrag von 200 Mark in einem
ileeren Briefumſchlag. Während ſie den Empfang
quit=
ſtierte, legte ſie das Kuvert etwas abſeits auf den
Zahl=
ſtiſch und verließ darauf, ohne an die Rente zu denken,
idas Amtszimmer. Nach kurzer Zeit erſchien die Dame
wieder, um das vermißte Briefkuvert abzuholen. Es
wurde ihr bedeutet daß der Beamte ahnungslos den
Umſchlag nebſt Inhalt bereits in den
brennenden Ofen geworfen hatte wo es
in=
zwiſchen ein Opfer der Flammen geworden ſei. — Ein
gunger Mann aus einem Nachbarorte hatte am 5. März
1909 eine Anſichtskarte in Gießen zur Poſt
ge=
ggeben. Ihr Beſtimmungsort war Ettingshauſen.
Nunmehr bekam der Abſender die Nachricht, daß ſeine
Karte vom März 1909 am 2. Dezember 1912 glücklich
an=
gekommen ſei.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Dez. Der Kaiſer
hat ſich ſchon mehrfach für eine Vereinfachung des
Geſchäftsverfahrens in der Verwaltung, für
eine Verringerung des Schreibwerks und für Reformen
in den Verwaltungen ausgeſprochen. Er hat es aber
keineswegs mit dieſen Anregungen bewenden laſſen,
ſon=
dern auch den Wunſch geäußert, man möge ſich möglichſter
ſtürze befleißigen und überall, wo mündliche Ausſprachen
förderlich ſein können, dieſe dem ſchriftlichen Verkehr
vor=
ziehen. So hat der Kaiſer jetzt auch die
ſchrift=
lichen Neujahrsglückwünſche der Magiſtrate
und Stadtverordneten der Reſidenzen Berlin,
Charlot=
tenburg und Potsdam als fernerhin nicht mehr
er=
wünſcht bezeichnet. Es genüge, wenn die Vertreter
dieſer Reſidenzen beim Neujahrsempfang gratulieren und
der Kaiſer ſofort danke. Beſondere Glückwunſchſchreiben
ſeien überflüſſig. Dem kaiſerlichen Wunſche entſprechend,
werden nun die Gemeindebehörden von beſonderen
Glück=
wunſchſchreiben Abſtand nehmen. Vor etwa 20 Jahren
war es bei den hohen Behörden in Berlin noch üblich,
daß jeder Rat ſeinen Vorgeſetzten am Neujahrstage einen
perſönlichen Glückwunſchbeſuch abſtattete. Das war
na=
türlich für alle Beteiligten nichts weniger als ein
Ver=
gnügen. Wenn wir nicht irren, beſeitigte dieſen Brauch
zuerſt der Staatsſekretär v Stephan. Ihm folgten dann
allmählich wohl ſämtliche Miniſter und Präſidenten. Der
Kaiſer hat jetzt dem alten Zopf in dankenswerter Weiſe
den letzten Reſt abgeſchnitten. — Gerhart Hauptmann
iſt aus Schweden zurückgekehrt und nahm im Hotel „
Ad=
lon” Wohnung. Heute nachmittag ½3 Uhr veranſtalteten
ſtudentiſche Chargierte in etwa 50 Wagen eine Auffahrt
vor dem Hotel zu Ehren des Dichters. Heute nachmittag
wird Hauptmann einer Sondervorſtellung „Biberpelz” im
Leſſingtheater beiwohnen. Ein Teil der Studentenſchaft
wird darauf bei dem Dichter im Hotel zu Gaſt ſein. — Im
Landesverratsprozeß gegen den Sergeanten
Guſtav Wölferling vom Bezirkskommando in Thorn
wegen Landesverrats zugunſten Rußlands, der heute in
Berlin vor dem Kriegsgericht verhandelt wurde, wurde
in ſpäter Abendſtunde folgendes Urteil gefällt: Der
Ange=
klagte wird wegen Gefährdung der Sicherheit des
Deut=
ſchen Reiches durch Verrat militäriſcher und
diplomati=
ſcher Geheimniſſe zu fünfzehn Jahren
Zucht=
haus, Entfernung aus dem Heere, Verluſt der
bürger=
lichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren, Stellung
unter Polizeiaufſicht und 15000 Mk. Geldſtrafe, im
Nicht=
beitreibungsfalle zu weiteren 8 Monaten Zuchthaus
ver=
urteilt. Die 75 000 Mk., die der Angeklagte für ſeine
Ver=
räterdienſte erhalten hat, werden vom Staate eingezogen,
ſowie der photographiſche Apparat und mehrere Platten
beſchlagnahmt. Die Urteilsbegründung erfolgte unter
Ausſchluß der Oeffentlichkeit. — Der Dichter des
Gaſſenhauers Iſt denn kein Stuhl da” hat ſich
in der vergangenen Woche in Berlin erſchoſſen in
einem Hausflur der Möckernſtraße. Er hieß Wilhelm
Wolff, und der Mann, der ein ſo trauriges Ende fand,
hat in ſeinem Leben etwa 400 luſtige Schwänke
geſchrie=
ben. Zuletzt gaſtierte er mit einem kleinen Enſemble, den
Willi=Wolff=Sängern, in der Umgegend von Berlin. —
Ein Revolverkampf zwiſchen Schutzleuten und
Ver=
brechern hat ſich in der Nacht im Hauſe Skalitzerſtraße 101
abgeſpielt. Zwei Schutzleute wollten drei Einbrecher, die
dort überraſcht wurden, feſtnehmen. Sie wurden aber
mit Revolverſchüſſen empfangen. Die Schutzleute
erwider=
ten das Feuer und verletzten einen der Einbrecher
ziem=
lich ſchwer und nahmen den zweiten feſt. Dem dritten
gelang es zu entkommen — Vier Arbeiter aus der
Kreisſtadt Rathenow, die am Sonntag nachmittag bei
ſehr ſtürmiſchem Wetter mit einem Kahne über den großen
Semliner See fuhren, werden ſeitdem vermißt. Der
Kahn wurde ohne Inſaſſen am Seeufer angetrieben. Die
vier Männer, die ſämtlich verheiratet waren, ſind
zweifel=
los ertrunken.
Wiesbaden, 17. Dez. Ein fremder Hauſierer
drang heute in die Wohnung der Ehefrau Fiſcher in der
Blücherſtraße ein und riß, nachdem die Frau nichts
ab=
kaufte, ein Handtuch von der Wand, ſtopfte es ihr in den
Mund, feſſelte die Frau an Händen und Füßen und
ver=
ſetzte ihr mehrere Fauſthiebe auf den Kopf, um ſie zu
be=
täuben. Dann ſtahl er aus dem Küchenſchrank ein
Portemonnaie mit Inhalt und entfernte ſich. Die Frau
wurde erſt nach mehreren Stunden bewußtlos
aufge=
funden.
Stuttgart, 17. Dez. Während der Vorſtellung von
Schillers Räubern fiel geſtern im hieſigen Hoftheater
dem Schauſpieler Troſt eine Birne der großen
elektriſchen Hängelampe auf den Kopf und
zerſplitterte vollſtändig. Nach Anlegung eines
Notver=
bandes wurde der Verunglückte zu einem Arzt gebracht.
Köln, 17. Dez. Ein Bäckergeſelle hantierte mit einem
Revolver, wobei ſich die Waffe entlud. Die Kugel
drang dem Bäckermeiſter in den Kopf. Als der Geſelle
ſah, was er angerichtet hatte, brachte er ſich ſelbſt einen
lebensgefährlichen Schuß bei.
Krefeld, 17. Dez. Im Hofe des Gerichtsgefän
niſſes wurde heute der Hilfsarbeiter Bruyn, der aan
Oſterſamstag den Lehrling Engels ermordet und beraun
hatte, hingerichtet.
Innsbruck, 17. Dez. Auf der Reiſe von Neapel
kon=
mend, hatte Profeſſor Weilmann aus Halle an don
Saale einen Ausflug in die Meraner Berge unternom
men. Er wird ſeitdem vermißt.
Gent, 16. Dez. Einem hierher fahrenden
Arbeiter=
zug fuhr heute morgen bei dem Bahnhof Sottegem een
Güterzug in die Flanke. Mehrere Wagen wurdim
zertrümmert; zahlreiche Perſonen ſind verletzt worden..
Lyon, 17. Dez. Um 9 Uhr abends kam es zu einern
Zuſammenſtoß auf der Place du Pont und den an
liegenden, Straßen zwiſchen zuſammengerottetem Pölle
und einer Abteilung Infanterie, die die Demonſtrantin
auseinandertrieb. Der Pöbel bewarf die Soldaten mil
Steinen. Insgeſamt wurden etwa 50 Verhaftungen
vorgenommen. Sieben Polizeibeamte, ein Gendarm urn
zwei Demonſtranten wurden erheblich verletzt. Die Ladee
geſchäfte hatten geſchloſſen.
London, 16. Dez. Die ſchiffbrüchige Mann
ſchaft des deutſchen Schleppnetzfiſcherbootes „Els
fleth” iſt heute von Island in Leith eingetroffen. Das
Schiff war am vergangenen Montag an der Südoſtkü
von Island in Sturm und Regen geſcheitert. Die Man=
t=
ſchaft brachte 16 Stunden an Bord zu, ehe ſie durch Die
heldenmütigen Anſtrengungen der Isländer geretun
wurde. Die aus 12 Perſonen beſtehende Beſatzung
mit Ausnahme eines Heizers gerettet.
Petersburg, 17. Dez. In der Kaſerne der reitende
Artilleriebrigade brach ein Brand aus, der ſchnell ge
löſcht werden könnte. Als ein der Brandſtiftung verdäe
tiger Unteroffizier verhaftet werden ſollte, erſchoß er de
Stabskapitän Kologriwow, verwundete einen
Militäh=
ſchreiber und erſchoß ſich dann ſelbſt.
Die Verleihung von Ehren=
Urkunden durch die Handwerkskammer
zu Darmſtadt.
Nachdem die Handwerkskammer zu Darmſtadt
bi=
ſchloſſen hat. an unſelbſtändige Perſonen des
Handwerkei=
ſtandes, welche 25 Jahre in ein und demſelben Betriele
ununterbrochen tätig geweſen ſind, als Anerkennung für
die treue Arbeit. Ehren=Urkunden zu verleihen, haben
a=
eingereichte Anträge und nach Erfüllung der
ſatzungsg=
mäßen Verleihungsbeſtimmungen nachſtehende 34 gelern
Handwerker Ehren=Urkunden erhalten.
Provinz Starkenburg:
Freihaut, Friedr., Werkmeiſter zu Darmſtadt,ba
Firma Joſeph Deutſch zu Darmſtadt; Deckmann II.,,
Metallſchmelzer zu Ober=Roden bei Firma J.
Knaben=
ſchuh jr. zu Frankfurt a. M.: Rieth Franz Martin,
Stein=
metz zu Bieber bei Adam Münch Wwe, Steinmetzgeſchäftl
zu Offenbach; Leonhardt, Joh. Georg, Portefeuiller 61
Offenbach bei Ernſt Knipp, Fabrikant zu Offenbach; Ru
land, Adam. Schuhmacher zu Groß=Gerau bei Ludwä
Wiener, Schuhmachermeiſter zu Groß=Gerau; Noll, Hch
Schneider zu Darmſtadt bei Firma Thiele u. Boettingeh
Hoflieferanten zu Darmſtadt; Nöth, Alois Kaſpar. Mau
rerpolier zu Burghauſen bei Gebr. Haſenbach, Baug
ſchäft zu Offenbach: Schneider, Joh. Eberh., Schreiner 3
Ofſenbach bei Wilhelm Geiger. Schreiner zu Offenbach
Maith II., Hch., Schreiner zu Offenbach bei Firma Pet=
Lotz zu Offenbach=Bürgel; Lang. Peter, Zimmerer 80
Eberſtadt bei Philipv Dächert IV., Bauunternehmer (3u
Eberſtadt; Spiegel, Joſeph, Maurer zu Obertshauſen bd
Peter Maus, Maurermeiſter zu Offenbach: Stöſſel, Petei
Lackierer zu Darmſtadt bei Gebrüder Roeder, Erſte Darn
ſtädter Herdfabrik und Eiſengießerei zu Darmſtadt: Stein,
Konrad, Schreiner zu Offenbach bei Firma A. Wilzbache
Möbelinduſtrie zu Offenbach=Bürgel: Vogel, Ernſt, Mau
rer zu Fechenheim bei Gebrüder Beck, Baugeſchäft zu
Offenbach.
Provinz Oberheſſen:
Faatz, Karl. Weißbinder zu Aſſenheim bei Friedrich
Faulſtich I., Weißbindermeiſter zu Aſſenheim: Engel
hardt, Jak. Emil. Gerber zu Butzbach und Weber, Rudolh
Gerber zu Butzbach bei Heinrich Küchel II.. Gerbereibe
ſitzer zu Butzbach; Klingelhöfer, Ludwig, Weißbinder zu
Bad=Nauheim bei Heinrich Becker, vorm. Gg. Hieronimus,
Maler= und Weißbindergeſchäft zu Friedberg: Hofmann
Hch., Maurer zu Schwalheim und Schütz IX., Johs., Mauz
rer zu Ober=Wöllſtein bei Heinrich Reuß, Baugeſchäft zu
Friedberg; Wiegand, Wilh. H. K., Wagner zu Ober
rosbach bei Ludw. Hanſtein, Wagnermeiſter zu Friedberg
Keßler, Konrad, Maurerpolier zu Garbenteich bei Hoch=
Feuilleton.
— Wie der St. James=Palaſt für die
Friedenskon=
ferenz eingerichtet iſt. Im ehrwürdigen St. James=
Palaſt, dem „Heim und Haus von Königen” wie ihn
Spencer genannt hat, herrſchte in den letzten Tagen ein
lebhaftes Hin und Her, ein eifriges Treiben: man wollte
es den Delegierten der Friedenskonferenz, die hier eine
recht ungemütliche Aufgabe zu erledigen haben, recht
ge=
mütlich machen. Und Albion hat für die feierliche
Auf=
nahme ſeiner Gäſte nichts geſpart. Eine Flucht von ſieben
prachtvollen Gemächern iſt für die Sitzungen zur
Ver=
fügung geſtellt und koſtbar ausgeſtattet worden Für
gewöhnlich gähnen dieſe großen Räume in einer
unwirt=
lichen Leere und werden nur noch ſelten für
Empfangs=
zwecke verwendet. Nun haben ſie eine vollſtändige
Ein=
richtung erhalten; die Wände ſind mit werrvollen
Kunſt=
werken bedeckt und nichts iſt unterlaſſen, was zur
Be=
quemlichkeit der Herren Delegierten dienen könnte. Die
Mitglieder der Konferenz werden zu ihren Beratungen
den Palaſt durch das Portal in der Südweſtecke des
Colour Court betreten und ſteigen eine großartige
Trep=
penanlage hinan zu der „Rüſtkammer” die mit Waffen
der verſchiedenſten Zeiten, mit Dolchen, Schwertern und
alten Musketen, ausgeziert iſt.
Dieſer einſt ſo kriegeriſch geſtimmte Raum iſt jetzt
dazu beſtimmt, daß ſich die Diplomaten, die außerhalb
der allgemeinen Beratungen in einem Privatge
ſſpräch etwas verhandeln wollen, hierher zurückziehen
können. Man betritt dann das „Gobelinzimmer” das zu
den älteſten Teilen des Palaſtes gehört und in dem zur
(Zeit Karls II. die großen Audienzen ſtattfanden. Hier hat
ſman köſtliche Gobelins aufgehängt, die aus dem 17.
Jahr=
hhundert ſtammen. Um den Kamin ſchwebt noch der Geiſt
Heinrichs VIII., deſſen von einem Liebesknoten
um=
ſchlungenes Monogramm zuſammen mit dem der Anna
Boleyn zu ſehen iſt. Holbein ſoll den inneren Schmuck
dieſes Raumes entworfen haben: an ihn gemahnt der
herrliche Kamin. Aus dieſem hiſtoriſchen Zimmer treten
die Delegierten in den erſten der vier großen
Staatsſäle, die ſpeziell zu ihren Verſammlungen
be=
ſtimmt ſind. Der „Raum der Königin Anna” zeigt eine
prachtvolle Dekoration in Weiß und Gold; an den
rot=
ſeidenen Tapeten hängen Porträts engliſcher Könige und
Königinnen von Lely, Reynolds und anderen berühmten
Meiſtern. Die Sekretäre der Delegierten ſchlagen hier ihr
Lager auf; an entzückenden Tiſchen, die von den Meiſtern
der Möbelkunſt Shippendale und Sheraton ſtammen,
werden ſie die Verträge ausarbeiten und können ſich bei
dieſem langwierigen Geſchäft durch einen Blick aus den
hohen Fenſtern in den anmutigen Palaſtgarten erholen.
Daran ſtößt ein ebenfalls in Rot, Weiß und Gold
gehal=
tener Saal deſſen Hauptſchmuck die Porträts vier großer
engliſcher Seehelden, Nelſon, Jervis, Rodney und
Bar=
rington, zwei von Hopner und zwei von Reynolds, ſind.
Hier wird den Konferenzmitgliedern jeden Nachmittag
der Teeſerviert. Dann endlich gelangt man in die
„Gemäldegalerie” die eigentliche Stätte der
Frie=
denskonferenz, einen langgeſtreckten, mit Eiche getäfelten
Saal mit vorzüglichem Licht. An den grünſeidenen Wän
den hängen Bildniſſe der engliſchen Herrſcher von
Hein=
rich VIII. bis zur Königin Viktoria. Ein Porträt König
Eduards fehlt noch, ſoll aber ebenfalls noch hier ſeinen
Platz erhalten. An einem herrlichen Steinkamin aus der
Zeit der Königin Eliſabeth können ſich die Diplomaten
die Hände wärmen; durch die Fenſter blicken ſie auf einen
großen Hof. In der Mitte ſteht ein langer leuchtend
roter Mahagonitiſch, an dem die Herren Platz nehmen
werden. Ein ſchöner alter vergoldeter Kandelaber aus
der Epoche der Königin Anna wird reiches elektriſches
Licht über ſie ausgießen. Rotlederne Schreibmappen,
20 an der Zahl, laden zur Benutzung ein. Als eine
be=
ſondere Aufmerkſamkeit hat man auf den Tiſch ſechs
fein=
gearbeitete ſilberne Tintenfäſſer geſtellt, die
einſt Karl II. ſeinem Geheimen Ratskollegium verehrte.
Die Feder, die den Vertrag von London unterzeichnet
wird alſo in dasſelbe Behältnis getaucht, das Karl II
und viele ſeiner Nachfolger benutzten. An den Fenſtern
ſtehen kleinere Tiſche, an denen eventuell Stenographen
und Beamte Platz nehmen werden. Der letzte der für die
Friedenskonferenz eingerichteten Säle iſt die „Bankett=
halle” ein mit hiſtoriſchen Gemälden geſchmückter Raunh
in dem die Delegierten täglich ihren Lunch nehmen
werden, der ihnen aus ihren Hotels in den Palaſt gebrach
wird.
2 Die Züchterin der Polarhunde. Der Anſturm au
die Pole durch ſo zahlreiche Forſcher hat einen merkwür
digen Frauenberuf gezeitigt: Mrs. Johnes Scott in
Crove Pack, einer Londoner Vorſtadt, züchtet Eskimog
hunde zum Verkauf an die Polarfahrer. Sie geht dabe
mit derſelben Sorgfalt vor, wie nur die Hundezüchte‟
die die verwöhnten kleinen Lieblinge für die vornehmen
Damen der Geſellſchaft heranziehen. In ihren Hunde
hütten hat ſie eine Anzahl ſorgfältig ausgewählter
Es=
kimohunde von reinſtem Blute, deren Sprößlinge vom
erſten Tage an in jeder Kleinigkeit überwacht und für
ihren künftigen Beruf vorbereitet werden. Mrs. Scott
gibt ihren Hunden keine Fleiſchnahrung, außer Pemmie
can, dem harten Fleiſchkuchen aus den beſten Teilen der
Tiere, der für die Ernährung der Polarreiſenden eine ſo
große Rolle ſpielt, und getrocknetem Fiſch, den ſie aus
Norwegen kommen läßt. Ein großer Teil der Nahrung
beſteht ferner aus beſonders vorbereitetem Biskuit. Die
Tiere ſind ſchneller an neue Herren zu gewöhnen als die
Eskimohunde und ſind überhaupt gut gezogen, ſo daß ſie
nicht ſo leicht die Nahrungsvorräte der Expeditionen in
Gefahr bringen, wie die wild aufgewachſenen. So iſt es
verſtändlich, daß Mrs. Scott guten Abſatz findet und
ſchon für eine Reihe arktiſcher Expeditionen die Hunde
geliefert hat.
* Der Affen=Aeroplan abgeſtürzt. Im Zirkus Buſch
in Berlin wird augenblicklich ein Aeroplan vorgeführt,
in deſſen Korb ein Affe ſitzt. An einer Drahtſtrippe wird
die Maſchine ſeitlich feſtgehalten, damit ſie nicht in das
Publikum fliegen kann. Dieſer Flugapparat iſt nun in
einer Vorſtellung abgeſtürzt, indem er bei der Landung
umkippte. Die Maſchine ging vollſtändig in Trümmer,
dem Affen aber iſt nichts geſchehen, da er es beſſer alls
ein Menſch verſtand, im Augenblick des Sturzes mi
„affenartiger” Geſchwindigkeit aus dem Führerſitz zu end
kommen.
Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember
Seite 3.
1912.
und Tiefbau=Geſellſchaft, vorm. Hch. Winn u. Co., G. m.
b. H., zu Gießen.
Provinz Rheinheſſen:
Freydank, Johann, Dreher zu Dalsheim bei Philipp
Merkel, Möbelfabrikant zu Dalsheim; Zerbes Martin,
Metalldreher zu Kaſtel bei Gebrüder Krieghoff,
Arma=
turenfabrik und Metallgießerei zu Mainz=Kaſtel; Reder,
Jakob, Schreiner zu Kriegsheim, Höll, Joſeph, Spengler
zu Nieder=Flörsheim und Buſch, Peter, Anſtreicher zu
Pfeddersheim bei der Filter= und Brautechniſchen
Maſchi=
nen=Fabrik, A.=G., vorm. L. A. Enzinger zu Worms; Will,
Hch., Ober=Mälzer zu Budenheim bei Valentin
Unkelhäu=
ſer, Mälzereibeſitzer zu Budenheim; Becker, Karl Joſ.,
Monteur zu Worms und Reifenberg, Adam, Schloſſer zu
Worms bei Friedrich Horn, Maſchinenfabrik und
Eiſen=
gießerei zu Worms; Schraub Joſeph, Malergehilfe zu
Mainz bei Georg Klingelſchmidt, Maler= und
Tüncher=
meiſter zu Mainz; Krocker, Adam, Schreiner zu Kaſtel bei
Ludwig Berdelle, Bau= und Möbelſchreinerei zu Mainz;
Oeffner, Philipp, Maurer zu Biſchofsheim bei Adam
Aſt=
heimer VI. Wwe., Baugeſchäft zu Biſchofsheim; Kopp,
Paul, Küfer zu Mainz bei Jean Dienſt, Küfermeiſter zu
Mainz.
Anträge auf Verleihung an
Weih=
nachten 1913 ſind von der gewerblichen Korporation,
welcher der Arbeitgeber angehört, bei der
Handwerks=
kammer zu Darmſtadt bis ſpäteſtens 1. November
1913 einzureichen. Den Anträgen iſt ein ausführlicher
Lebenslauf des zur Auszeichnung Vorgeſchlagenen, ſowie
ein von dem Betriebsinhaber ausgeſtelltes, ortspolizeilich
beglaubigtes Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den
Nach=
weis der 25jährigen ununterbrochenen Tätigkeit in ein
und demſelben Betrieb enthalten muß, ſowie ein von der
Polizeibehörde ausgeſtelltes Leumundszeugnis
beizu=
ſchließen.
Zum Tode des Prinz=Regenten
Luitpold.
* München, 17. Dez. Prinz=Regent
Lud=
wig teilte dem Juſtizminiſter den Wunſch mit, anläßlich
der Uebernahme der Regentſchaft im Andenken an ſeinen
Vater Luitpold einer größeren Zahl von Verurteilten
Gnade zu erweiſen. Er beauftragte ihn, geeignete
Vor=
ſchläge zu unterbreiten. Der Prinz=Regent empfing im
kleinen Thronſaal der Reſidenz in feierlicher Form das
diplomatiſche Korps. Der päpſtliche Nuntius Monſignore
Frühwirth gab als Doyen des diplomatiſchen Korps
der tiefen Trauer über das Ableben des Prinz=Regenten
Luitpold Ausdruck und ſprach dem Prinz=Regenten
Lud=
wig die Wünſche des diplomatiſchen Korps für eine lange,
geſegnete und glückliche Regierung aus.
H.B. München, 17. Dez. Die Polizeidirek=
Ation München hat heute umfangreiche Anordnungen
für die Beiſetzungs=Feierlichkeiten am
Don=
nerstag erlaſſen. 19 Straßen und Plätze werden vollſtän=
Idig abgeſperrt und der Straßenbahnverkehr eingeſtellt.
Von 9 Uhr vormittags an wird das Militär zur Spalier=
Abildung und Abſperrung ausrücken. Der Trauerzug nimmt
um 11 Uhr ſeinen Anfang. An 24 Plätzen werden Sani=
Etäts=Stationen errichtet. Außerdem werden Sanitäts=
Mannſſchaften einen Patrouillendienſt unterhalten. An
einigen öffentlichen Anlagen werden Schulen und
Ver=
eine zur Beſichtigung des Leichenzuges aufgeſtellt.
H.B. München 17. Dez. Heute vormittag 11 Uhr
veranſtaltete die Münchener Handelskammer
Leine Trauerſitzung. Um die gleiche Zeit hat Prinz=
Regent Ludwig im kleinen Thronſaale der Reſidenz das
diplomatiſche Korps gemeinſam empfangen. Der Andrang
des Publikums zur Allerheiligen=Hofkirche dauert auch
heute ungeſchwächt an. 80 Vertretungen bayeriſcher Ge=
Emeinden werden am Trauerzuge teilnehmen.
* München, 17. Dez. Der Hauptvorſtand
des Landesverbandes der bayeriſchen
Preſſe hielt geſtern abend zum Gedächtnis des ver=
Iſtorbenen Prinz=Regenten eine außerordentliche Tagung,
Ein der der erſte Vorſitzende, Chefredakteur Dr. Mohr
(Münchener Neueſte Nachrichten), der Trauer um den
da=
hingegangenen Regenten Ausdruck gab und betonte, daß
die Zeit ſeiner Regierung auch für die bayeriſchen Publi=
Eziſten von großer Bedeutung geworden ſei. Das Werk
der bayeriſchen Publiziſtik, das der Landesverband zu
he=
ben und zu fördern berufen ſei, habe auch das warme und
herzliche Intereſſe des Regenten gefunden. Der
Haupt=
vorſtand des Landesverbandes beſchloß, an der Bahre
des verewigten Regenten einen Lorbeerkranz
niederzu=
legen.
Gerichtszeitung.
Ein neuer Prozeß Weber.
sh. Charlottenburg, 16. Dez. Vor dem
Schöffengericht Berlin=Charlottenburg ſtanden heute
vor=
mittag zwei Beleidigungsprozeſſe zur Verhandlung, die
ſich gegen den bekannten Schriftſteller A. O. Weber
rich=
teten. Den Vorſitz im Gerichtshof führte Amtsrichter
Schmidt, der ſich zu Beginn der Verhandlung die
an=
weſenden Zeitungsberichterſtatter nennen ließ und ſich
das Schreiben im Zuhörerraum verbat, da ein ſolches
ihn und die Schöffen ſtöre. Die erſte Sache betraf eine
von dem Feuilletonredakteur der Poſt, Dr. Ruſſack,
angeſtrengte Klage. Der Beklagte Weber hatte ſich in einem
ſeiner vielen Zivilprozeſſe dahin geäußert, er habe
zu=
nächſt einer Zeitung mit einer ſo kleinen Auflage, wie
die Poſt, während des Prozeſſes gegen ſeine Ehefrau
keine Inſerate geben wollen. Da habe er in Erfahrung
gebracht, daß die Zeitung einen Schmähartikel gegen ihn
ſchreiben wolle. Er habe daraufhin die Inſerate der Poſt
doch gegeben, und der Schmähartikel ſei unterblieben.
Auf Grund dieſer Auslaſſungen hat Dr. Ruſſack die Klage
angeſtrengt.
Die zweite Klage geht von dem Hauptmann
v. Schönebeck, einem Bruder des von dem
Haupt=
mann v. Goeben erſchoſſenen Majors v. Schönebeck, und
dem Schwager ſeiner Frau, dem Hauptmann Lüders,
aus. Die Genannten fühlen ſich beleidigt durch
verſchie=
dene Auslaſſungen des Beklagten in deſſen Broſchüre:
„Lieber ins Zuchthaus als entmündigt‟ Der Beklagte
war durch Rechtsanwalt Bahn vertreten, die gegneriſchen
Parteien durch die Rechtsanwälte Selten und Philipp.
Noch vor Verleſung des Eröffnungsbeſchluſſes lehnte der
Beklagte Weber den Vorſitzenden, Amtsrichter
Schmidt, wegen Befangenheit ab. Amtsrichter Schmidt
Shabe ſeinerzeit in einem Verfahren gegen ihn, Weber,
Dals Vorſitzender fungiert, in dem es ſich um Beleidigung
des Redakteurs Gerlach von der Allenſteiner Zeitung
handelte. Das Gericht habe gegen ihn eine
Gefängnis=
ſtrafe von 6 Wochen verhängt. In der
Urteilsbegründ=
ung habe der vorſitzende Amtsrichter beleidigende
Wend=
ungen gegen ihn gebraucht, weshalb er gegen Amtsrich=
ter Schmidt eine Beſchwerde an den Juſtizminiſter
ge=
richtet habe. Außerdem habe er den Herrn wegen
Belei=
digung verklagt. Es gehe doch nicht an, daß jemand
Rich=
ter gegen einen Beklagten ſei, der gegen denſelben Richter
eine Klage eingereicht habe, die zurzeit noch ſchwebe. Die
Vertreter der Kläger widerſprachen dem
Ablehnungs=
antrage, der lediglich eine Verſchleppung der ganzen
An=
gelegenheit bedeute. Amtsrichter Schmidt erklärte ſich
ſelbſt nicht als befangen, verkündete dann aber als
Ge=
richtsbeſchluß, daß dem Antrage auf Ablehnung
ſtattgege=
ben worden ſei. Der Antrag des Beklagten ſoll an das
Landgericht weitergegeben werden und dieſes ſoll
dar=
über Beſchluß faſſen, ob die Ablehnungsgründe Webers
berechtigt ſind.
Die beiden Sachen verfielen daher der Vertagung.
Der Streik im Saarrevier.
* Saarbrücken, 17. Dez. Die Ruhe im
Saar=
grubenrevier iſt während des geſtrigen Tages
nir=
gends geſtört worden. Die Entſcheidung über den
An=
fangdes Streiks wird an dem Tage der Kündigung
fallen. Die Königliche Bergwerksdirektion weiſt darauf
hin, daß die Einreichung der Kündigung für
eine größere Anzahl von Bergleuten durch einen
Vertre=
ter nach § 180 des Bürgerlichen Geſetzbuches unzuläſſig
ſei, ſofern ſich der betreffende Vertreter nicht im Beſitzelvon
Vollmachten deſſen befinde, für den er die Kündigung
einbringen ſoll. Es wird den Bergleuten, die die
Kün=
digung einreichen wollen, anheimgegeben, dieſe mündlich
oder ſchriftlich auf dem Bureau des zuſtändigen Steigers
zu vollziehen, anderenfalls ſei die Kündigung laut § 174
des Bürgerlichen Geſetzbuches ungültig. Die
Zurück=
ziehung einer erfolgten Kündigung ſei in das Ermeſſen
des Arbeitgebers geſtellt. Weiter macht die Direktion
darauf aufmerkſam, daß es unrichtig ſei, wenn behauptet
wurde, bei ordnungsmäßiger Kündigung könne die
Bergwerksdirektion die gewährten Bauprämien nicht
kündigen.
* Saarbrücken, 17. Dez. Nach Mitteilungen des
Chriſtlichen Gewerkvereins haben geſtern 30000 von
50000 Bergarbeitern ſich durch Unterſchrift
ver=
pflichtet, die Arbeit am 2. Januar
niederzu=
legen.
Hochwaſſer.
* Berlin, 17. Dez. Hochwaſſermeldungen
liegen beſonders vor aus Thüringen und Heſſen. An der
Saale ſind die Arbeiten am Neubau der Kamsdorfer
Brücke, die bereits mehrfach durch Hochwaſſer geſtört
wur=
den, abermals eingeſtellt worden. Die Fulda=Schiffahrt
mußte eingeſtellt werden; in Witzenhauſen wurden
meh=
rere am Ufer der Werra gelegene Fabriken geſchloſſen.
Im Groß=Semlin=See bei Rhinow im Havelland
ertran=
ken bei dem herrſchenden Sturm vier Männer.
— Köln, 17. Dez. Das Hochwaſſer der
Wup=
per hat arge Verwüſtungen angerichtet. Die Talſperren
laufen über und viele Schleifereien ſind überſchwemmt
worden.
Der Balkankrieg.
Gegen die Deutſchenhetze.
* Berlin, 16. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Dieſe Woche beginnen in London die
Beſprechungen der Botſchafter, denen im
all=
gemeinen mit Zuverſicht entgegengeſehen wird und die
eine ausgeſprochen friedliche Tendenz haben. Ihr
Gelin=
gen hängt weſentlich von dem Vertrauen ab, das die
Mächte einander entgegenbringen. Wir können daher nur
bedauern, daß angeſehene franzöſiſche Blätter,
voran der Temps, auch in dieſem Augenblicke die
Ver=
hetzung gegen Deutſchland fortſetzen, dem vor
allem die Anſtachelung der Türkei zur Fortſetzung des
Krieges untergeſchoben wird. So wurde in der Freitags=
Nummer des Temps behauptet, daß Deutſchland auf die
Wahl der türkiſchen Delegierten einen für den Frieden
nachteiligen Einfluß ausgeübt habe. Ferner wird die
Konzeſſionierung der Stadtbahn in Konſtantinopel an ein
deutſches Konſortium mit deutſchen Waffenlieferungen in
Zuſammenhang gebracht. Die hetzeriſche Tendenz der
Nachricht tritt beſonders deutlich darin hervor, da der
Temps wiſſen mußte, daß zu dem Konſortium auch die
franzöſiſche Ottoman=Bank gehört. Dieſes Gebaren iſt
jetzt, wo die Mächte zur friedlichen Erörtenung der Lage
ſich vereinigen, beſonders bedenklich. Wer in dieſem Falle
die Friedensſtörer ſind, ſieht jeder, der eine beliebige
Nummer dieſer Blätter in die Hand nimmt
Die Botſchafterlonferenz.
H.B. London, 17. Dez. Die Beſprechungen
der Botſchafter werden morgen im Auswärtigen
Amte begonnen. Die Verzögerung der erſten
Zuſammen=
kunft erfolgte, weil Graf Mensdorff, der öſterreichiſche
Bot=
ſchafter, abweſend iſt. Dieſer reiſte nach Wien, um bei
ſeiner Regierung Inſtruktionen einzuholen. Der
franzö=
ſiſche Botſchafter in Berlin, Cambon, iſt bereits aus Paris
in London eingetroffen. Bevor die Konferenz
zuſammen=
tritt, werden die Botſchafter des Dreibundes ihre
Mein=
ung mit denen von Rußland und Frankreich austauſchen.
H. B. Rom, 17. Dez. Allen anders lautenden
Mel=
dungen entgegen iſt, wie an maßgebender Stelle erklärt
wird, daran feſtzuhalten, daß auf der Londoner
Bot=
ſchafterkonferenz Oeſterreich und Italien ſowohl
in der Frage der albaniſchen Autonomie, wie in der des
ſerbiſchen Adriahafens den gleichen Standpunkt vertreten
werden. In den hieſigen politiſchen Kreiſen iſt man der
feſten Ueberzeugung, daß dieſer Standpunkt obſiegen und
daß die Konferenz die territorialen Anſprüche Serbiens
an der Adria für nicht erfüllbar erklären wird.
Oeſterreich=Ungarn und Serbien.
* Wien, 16. Dez. In einer Unterredung mit einem
Mitarbeiter der Neuen Freien Preſſe erklärte der hier
eingetroffene ſerbiſche Geſandte Dr. Jowanowitſch, daß
die Differenzen zwiſchen Oeſterreich=
Un=
garn und Serbien nicht derart ſeien, daß ſie nicht
ausgeglichen werden könnten. Er habe die Hoffnung, daß
ſie ausgeglichen würden.
Amtliche Erklärung in der Affäre Prohaska.
* Wien, 16. Dez. Das Wiener Korr.=Bureau
ver=
öffentlicht folgende Note: Die vom Miniſterium des
Aeu=
ßern in der Angelegenheit des Konſuls
Pro=
haska in Prizrend durch den von hier entſendeten
Delegierten gepflogene Unterſuchung, die ſich infolge
der großen Entfernungen und der durch die Kriegslage
geſchaffenen Verhältniſſe einigermaßen in die Länge zog,
iſt nunmehr abgeſchloſſen. Auf Grund des
Ergeb=
niſſes kann erfreulicherweiſe konſtatiert werden, daß die
im Umlauf geweſenen Gerüchte, wonach der Konſul
Pro=
haska von ſerbiſcher Seite auf ſeinem Poſten förmlich
ge=
fangen gehalten und ſogar mißhandelt worden ſei, jeder
Grundlage entbehren. Die ſeinerzeit von der ſerbiſchen
Regierung gegen den genannten Konſularfunktionär, mit
dem Erſuchen, um deſſen Verſetzung, erhobene amtliche
An=
ſchuldigung, daß bei dem Einzuge der ſerbiſchen Truppen
in Prizrend aus dem Konſulat auf dieſelben geſchoſſen
worden wäre, hat ſich als vollkommen grundlos
er=
wieſen. Dagegen haben ſich die ſerbiſchen
Militärbehör=
den in Prizrend allerdings unſerem dortigen Konſulat,
deſſen Leiter und dem Perſonal gegenüber vom
völker=
rechtlichen Standpunkte aus mehrfach in Unrecht geſetzt.
Die in dieſer Beziehung vorgekommenen Verſtöße werden
der ſerbiſchen Regierung mit dem Begehren um
ent=
ſprechende Genugtuung bekannt gegeben. Es iſt
kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß die ſerbiſche
Regierung, welche ſich der Miſſion des Delegierten des
Miniſteriums des Aeußern gegenüber durchaus
entgegen=
komhnend verhalten hat, die Genugtuung verweigern
wird.
Der Dank des Königs Ferdinand.
* Sofia, 16. Dez. In der Sobranje verlas der
Präſident ein Antworttelegramm des Königs
auf eine Depeſche, in welcher das Präſidium dem König,
dem Generaliſſimus, ſowie der Armee, die unbegrenzte
Dankbarkeit der Nation für die glänzende Erfüllung der
Pflicht gegenüber dem Vaterland ausſpricht. Das
Tele=
gramm des Königs lautet: „Ich entbiete Ihnen und den
Vertretern der Nation meine herzlichſte Dankbarkeit für
die Gefühle, die Sie in ſo herzlicher Weiſe zum Ausdruck
bringen. Ich freue mich außerordentlich, zu ſehen, daß
in dieſen für das Vaterland bedeutſamen Zeiten die
Na=
tionalvertretung ſtets ein aufmerkſames Auge für die
Armee hat. Die aufrichtige Wertſchätzung, welche die
Nation den für das Vaterland von ſeinen würdigen
Söh=
nen vollbrachten Taten entgegenbringt bietet ein
Unter=
pfand für ein ſtarkes und großes Bulgarien.”
Der Präſident verlas ſodann ein Telegramm der
Zentrumsgruppe der ruſſiſchen Reichsduma, in dem die
Gruppe den kriegführenden ſlawiſchen Völkern
brüder=
lichen Gruß entbietet und die beſte Zuverſicht ausſpricht,
daß das Land der Vorfahren, das die Slawen mit
Strö=
men von Blut wiedererobert hätten, nun in ihrem Beſitz
verbleiben werde. Die Verleſung der Depeſche wurde
mit lebhaftem Beifall aufgenommen und der Präſident
beauftragt, der Zentrumsgruppe telegraphiſch den Dank
für die zum Ausdruck gebrachten Sympathien
auszu=
ſprechen.
Die türkiſch=griechiſchen Kämpfe.
* Konſtantinopel, 17. Dez. Die Pforte
ver=
öffentlicht ein Telegramm des Kommandanten der
Flotte vom 16. Dezember an den Generaliſſimus:
Heute früh 8,20 Uhr verließ die türkiſche Flotte
die Dardanellen und nahm mit der feindlichen
Flotte Fühlung. Die beiden Geſchwader wechſelten
Schüſſe in einer Diſtanz von 3200 bis 7500 Meter.
Un=
ſere Offiziere und Mannſchaften waren außerordentlich
tapfer; der Kampf dauerte 1½ Stunden. Der griechiſche
Kreuzer „Averof” wurde von drei oder vier Projektilen
getroffen und ſeine 14zölligen Geſchütze am Vorderteil
und ſeine 19zölligen am Steuerbord zum Schweigen
ge=
bracht. Die übrigen feindlichen Schiffe zogen ſich auf die
hohe See zurück, nachdem ſie einige wirkungsloſe Schüſſe
abgegeben hatten. Der Kampf dauerte nur noch mit dem
„Averof” fort, der ſchließlich gleichfalls in der Richtung
nach dem Piräus flüchtete. Unſere Schiffe erlitten
keinen Schaden.
* Athen, 17. Dez. Der Kommandant der
griechiſchen Flotte, Kontre=Admiral
Coun=
touriotis meldet über den geſtrigen Kampf mit
der türkiſchen Flotte zwiſchen den Dardanellen
und der Inſel Imbros: Der Kampf begann um 9 Uhr
25 Minuten. Während der ganzen Dauer des Treffens
befand ſich die feindliche Flotte unter dem Schutz der
tür=
kiſchen Forts. Nach Verlauf einer Stunde zogen ſich
die türkiſchen Schiffe in Unordnung in die Dardanellen
zurück. Die griechiſche Flotte kreuzte mit allen Schiffen
und fünf Torpedobootszerſtörern in Schußweite der
Forts, die bis 3 Uhr nachmittags das Feuer ſortſetzten.
Um dieſe Zeit gewann die griechiſche Flotte die hohe See
Um 3 Uhr 40 Minuten verſuchten drei türkiſche
Torpedo=
bootszerſtörer, aus der Meerenge auszulaufen, zogen ſich
aber, als ſie von griechiſchen Torpedobootszerſtörern
ver=
folgt wurden, ſchnell wieder zurück. Die griechiſchen
Ver=
luſte ſind gering. Ein Fähnrich zur See und vier
Matro=
ſen ſind leicht verletzt.
Letzte Nachrichten.
* Wien, 17. Dez. Bei der Beſprechung der
Frie=
denskonferenz erklären die Blätter, die allgemeine
Hoffnung Europas ſei darauf gerichtet, daß die
Gegen=
ſätze nicht unüberbrückbar ſein werden. Ein baldiger
Friedensſchluß ſei nicht nur für beide Parteien von
gro=
ßem Vorteil, ſondern auch im allgemeinen Intereſſe
ge=
legen. Sämtliche Blätter ſprechen ihre lebhafte
Genug=
tuung aus, daß die urſprünglich wegen der Affäre
Pro=
haska gehegten Befürchtungen nach der amtlichen
Darſtel=
lung als unbegründet erſcheinen, und geben der Zuverſicht
Ausdruck, daß die Angelegenheit eine günſtige Erledigung
finden wird.
* London, 17. Dez. Das Reuterſche Bureau
er=
fährt, die Botſchafter hatten geſtern bei dem
Mini=
ſter des Auswärtigen, Grey, im Auswärtigen Amt eine
Beſprechung, wobei die allgemeinen Grundlagen der
bevorſtehenden Unterredungen beſchloſſen wurden. Wie
das Reuterſche Bureau aus diplomatiſcher Quelle
er=
fährt, wird jeder Beſchluß nur ad referendum gefaßt
werden. Die Verhandlungen ſollen geheim gehalten
wer=
den. Wahrſcheinlich werden zuerſt die heikleren Fragen,
die Störungen herbeiführen könnten, verhandelt. Man
hofft, daß der beſtändigere ſchnellere Meinungsaustauſch,
indem er die Mächte in engen Beziehungen hält, einen
wohltuenden Einfluß auf die europäiſche Meinung
aus=
üben und die Regierung inſtand ſetzen wird, ihren
Wunſch nach einer Löſung der ſchwebenden Fragen und
Aufrechterhaltung des europäiſchen Friedens in die
Wirk=
lichkeit umzuſetzen. Die Friedenskonferenz vertagte ſich
nach einer Stunde. Heute nachmittag iſt keine Sitzung.
* London, 17. Dez. Die Botſchafter=
Kon=
ferenz wurde heute nachmittaa ½4 Uhr im
Auswär=
tigen Amt eröffnet. Der ruſſiſche Botſchafter von
Brenckendorf erſchien zuerſt, dann folgte der deutſche
Botſchafter von Lichnowsky, der franzöſiſche
Bot=
ſchafter Cambon, der italieniſche Botſchafter Marquis
Imperiali und der Botſchafter Oeſterreich=Ungarns
Graf Mensdorff.
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298.
Luftfahrt.
* London 17. Dez. Das engliſche
Militär=
luftſchiff „Beta” iſt heute bei Farnborough=
Hill verunglückt. Nach dem Gefrieren des
Brenn=
ſtoffes war eine Maſchinenſtörung eingetreten. Das
Luft=
ſchiff wurde zwiſchen die Bäume des Parkes der Kaiſerin
Eugenie getrieben.
Vermiſchtes.
— Kauft die Weihnachtsgeſchenkezeitig!
Das iſt alljährlich zu Beginn des Dezembermonats ein
Ruf zu rechter Stunde, der nicht eindringlich genug
er=
ſchallen kann. Es iſt eine der ſchönſten Sitten, am heiligen
Abend all diejenigen, welche unſerem Herzen, unſerer
Liebe oder unſerem Mitleid naheſtehen, mit freundlichen
Gaben zu erfreuen. Aber dann ſollen wir auch darauf
achten, daß nicht unſer Geben und Schenken vielen
Tau=
ſenden harte Plagen bereiten kann, an denen wir
in=
folge unſerer Gedankenloſigkeit nicht ſchuldlos ſind. In
den Geſchäften, in denen wir Weihnachtsgeſchenke kaufen,
drängt ſich in den Wochen vor dem Feſte eine Füle von
Arbeit zuſammen, die für die beteiligten Kauſleute und
Angeſtellten immer beängſtigender wird, je näher die
eigentlichen Feſttage kommen. Namentlich ſind viele der
Angeſtellten ſchließlich ſo abgehetzt, daß ſie während des
ſchönſten Feſtes der Chriſtenheit völlig abgemattet und
nervös zuſammengebrochen erſcheinen und des
eigent=
lichen Weihnachtsſegens durchaus verluſtig gehen.
Dar=
um beherzige man den dringenden Rat: Kauft eure
Feſt=
geſchenke ſchon möglichſt in der erſten Hälfte des
Dezem=
ber ein! Und dann befolge man auch noch folgende
Nat=
ſchläge, die der „Deutſche Käuferbund” gerade jetzt der
Allgemeinheit in einem Flugblatt unterbreitet: „
Weih=
nachtseinkäufe wolle man noch von den Feiertagen,
jeden=
falls vor Neujahr bezahlen, denn die unſelige Sitte des
Borgkaufens bereitet vielen Kaufleuten bittere Sorgen.
Wer ſeinen Angeſtellten Weihnachtsgratifikationen gibt,
ſoll das rechtzeitig tun, daß die Empfänger noch zeitig
und in Ruhe ihre Weihnachtseinkäufe beſorgen können.
Den Dienſtboten und den Geſchäftsangeſtellten ſind Mitte
Dezember ein paar frühe Tagesſtunden freizugeben,
da=
mit ſie nicht darauf angewieſen ſind, die Einkäufe
wäh=
rend des abendlichen Gedränges oder am Sonntag zu
beſorgen.” Wer dieſe Ratſchläge befolgt, hat vielen ſchon
eine Weihnachtsfreude bereitet, reicher und freundlicher.
als manche gedankenlos eingekaufte Weihnachtsgabe!
Der für das Jahre 1911/12 berausgegebene
Tä=
itigkeitsbericht des Alkoholgegnerbundes
weiſt zunächſt an der Hand perſönlicher Erlebniſſe aus dem
täglichen Leben nach, wie jahraus, jahrein bei uns
zahl=
loſe, nicht beſonders zur Trunkſucht disponierte Menſchen
nur durch den Trinkzwang bei feſtlichen Gelegenheiten und
durch vermeintliche geſchäftliche Rückſichten zum Trinken
verleitet und dadurch in ihrer wirtſchaftlichen Eriſtenz,
ihrem ſittlichen Leben und ihrer Geſundheit ſchwer
geſchä=
digt werden. Da eine Aenderung der Trinkanſchauung
der Erwachſenen wenia ausſichtsvoll erſcheint, ſo waren
die Bemühungen des Bundes vor allen Dingen auf eine
alkoholfreie Jngenderziehung gerichtet, wobei dann
aller=
dings Vorausſetzung iſt, daß dieſe Alkoholfreiheit auch
in die ſpäteren Jahre mit hinübergenommen und nicht
ſofort nach dem Eintritt ins Leben abgeſchüttelt wird. So
muß eine Generation heranwachſen, welche die Trinkſitte
bricht, indem ſie ſich offen von ihr ausſchließt, im
Gegen=
ſatze zu vielfachen heutigen Bemühungen unter
Aufrecht=
erhaltung des allgemeinen Trinkens, die durch dasſelbe
verurſachten Schäden auszurotten. Die Alloholfreiheit
der Jugend ſuchte der Bund zu fördern durch eine große,
zuſammen mit dem Ortsverein gegen den Mißbrauch
geiſtiger Getränke veranſtaltete Ausſtellung, die durch
Ver=
mittelung der Kreisſchulinſpektion und der Direktoren der
Höheren Schulen vor allen Dingen den Schülern
zugäng=
lich gemacht wurde durch Bildung einer beſonderen
Ju=
gendgruppe des Alkoholgegnerbundes unter Leitung einer
Lehrerin, durch Propagierung der Abſtinenzidee an
höhe=
ren Schulen, durch einen Vortrag in der
Hoch=
ſchule uſw. Dankbar wird die wohlwollende
För=
derung dieſer Beſtrebungen durch zahlreiche Behörden und
öffentliche Inſtitutionen hervorgehoben, ſo durch die
Lan=
desverſicherungsanſtalt, die Schulbehörden, die
Stadter=
waltung uſwv. So beſtände begründete Hoffnung, daß die
Notwendigkeit eines energiſchen Kampfes gegen den
Alko=
holismus bald ebenſo unbeſtritten anerkannt werden
würde, wie die eines Kampfes gegen Tuberkuloſe,
Säug=
lingsſterblichkeit. Schundliteratur. Die Erfolge aber
wür=
den bei zweckmäßigem Vorgehen viel beſſere ſein als bei
jenen Schäden, da ſich die Urſache leichter beſeitigen ließe.
Der Tätiakeitsbericht ſteht auf Wunſch jedermann gerne
zur Verfügung.
Literariſches.
— Ein gutes Buch iſt immer das beſte
Weihnachtsgeſchenk! Unter dieſer Deviſe
ver=
ſenden die hieſigen Buchhandlungen ihren diesjährigen
gemeinſamen Weihnachtskatalog, der ſich wieder durch eine
reiche Ueberſicht aus allen Gebieten der Literatur
aus=
zeichnet. Die gemeinſame Verſendung iſt mit Freuden
zu begrüßen, da dieſelbe ſowohl ihre ideale, als auch
prakiſche Seite hat. Solle hierbei aber der eine oder
andere Bücherkäufer durch irgend ein Verſehen den
Kata=
log nicht zugeſandt erhalten haben, ſo möge er in ſeiner
Buchhandlung einen ſolchen reklamieren, derſelbe wird
ihm dann gewiß gern nachgeliefert werden.
— Das teuerſte Geſchenk kann einer Dame nicht ſo viel
Frende bereiten, wie ein Jahresabonnement der „
Wie=
ner Mode” denn ein Jahresabonnement der „Wiener
Mode” bringt jeder Familie Nutzen und Freude. Wer das
ſoeben erſchienene 6. Heft des 26 Jahrganges, das als
Weihnachtsheſt erſchienen iſt, durchſieht, wird die volle
Wahrheit dieſer Behauptung erkennen. Es bringt eine
Plauderei über den Weihnachtsmarkt, eine reiche Auswahl
einfacher und eleganter Toiletten, reizende Vorlagen für
Weihnachtshandarbeiten, Kinderkleider, eine überſichtliche
Weihnachtsbücherſchau, eine überaus reiche
Unterhaltungs=
beilage und einen ſehr intereſſanten Artikel über die
Für=
ſorge armer Kinder, der mit zahlreichen
Originalaufnah=
men illuſtriert iſt. Die „Wiener Modet befriedigt in
je=
dem Heft reſtlos alle Bedürfniſſe der Frau und erſpart
jeder Dame größere Auslagen.
— Richard Wagner und ſeine Werke. Ein
Volksbuch von Gerhard Schjelderup, mit vielem
Bilderſchmuck, 650 Seiten. Broſch. 5 Mark. F. E. C.
Leuckart, Leipzig. Der Verfaſſer, ſelbſt ein ſchaffender
Künſtler, hegte ſchon ſeit Jahren den Wunſch, zur Feier
des 100 jährigen Geburtstages Wagners durch ein
Volks=
buch weiteren Kreiſen ein tieferes Eindringen in den Geiſt
der Wagnerſchen Kunſt zu ermöglichen. Er wollte vor
allem eine unparteiiſche leicht faßliche und gleichzeitig
eingehende, alles wirklich Bedeutende berückſichtigende
Schilderung von Wagners Leben und Schaffen geben.
Da gerade in der letzten Zeit bedeutende Dokumente (vor
allem die Selbſtbiographie) veröffentlicht wurden, befand
ſich der Verfaſſer in der glücklichen Lage, über ein
voll=
ſtändiges Material verfügen zu können. Auch iſt er der
erſte Biograph, der Wagners Verhältnis zu Mathilde
Weſendonk unparteiiſch und ſachlich behandelt, und
ob=
gleich er der Perſönlichkeit und der Kunſt Wagners
be=
wundernd und liebevoll gegenüberſteht, gilt ihm die
Wahrheit höher als jede Rückſicht. Im allgemeinen aber
überläßt er ſo viel als möglich Wagner ſelbſt das Wort
und beſchäftigt ſich nicht nur mit deſſen perſönlichen
Er=
lebniſſen und muſtlaliſchen Werken, ſondern auch mit den
Schriften und allgemeinen Ideen des großen
Refor=
mators.
20000 Kilometer im Luftmeer, von
Hellmuth Hirth. (Verlag von Guſtav Braunbeck, G. m.
b. H., Berlin, Lützowſtraße 102/104). Preis 5 Mark.
Vielleicht das intereſſanteſte Buch, das in der letzten Zeit
erſchien, iſt das Werk des Oberingenieurs Hellmuth Hirth
über ſeine beiſpielloſen Siegesflüge in den Jahren 1911
und 1912. Kein Deutſcher ja überhaupt kein Flieger der
Welt, hat eine ſo große Reihe von Siegen aufzuweiſen,
wie Hellmuth Hirth, und man kann es ſich denken, welche
Erfahrungen und welche Erlebniſſe Hirth in ſeinem Büch
mitzuteilen vermag. Das Buch iſt voll des neuen Lebens,
das in den Lüſten über uns anhebt. Mit atemloſer
Span=
nung folgen wir dem Flieger und Sieger Hirth hinauf
in den Aether, ſehen ihn mit ſchwverem Weiter kämpfen
oder bezaubert durch die ſeltſamen atmoſphäriſchen
Er=
ſcheinungen, die Farbenpracht der Rebelgebilde, über den
Wolken ſeinen Weg einſam nach Sonne, Uhr und Kompaß
ſuchen. Noch nie hat ein Flieger ſolche Erlebniſſe in ſo
anregender Form mitgeteilt oder mitzuteilen gehabt. Für
die Jugend iſt es ein ſchönes Geſchenk, und auch jedes
andere Alter wird die Flüge Hellmuth Hirths mit großer
Begeiſterung leſen.
— „Lauter Lügen” von Rideamus. Mit
zahlreichen Illuſtrationen von Ernſt Deutſch.
Schle=
ſiſche Verlagsanſtatt (vormals Schottlaender) G. m. b H.
in Berlin W 35. In künſtleriſchem Umſchlag 2,50 Mk.,
in Leinen gebd. 3,50 Mk. Der luſtige Spötter, der ſich
hinter dem Pſeudonym Rideamus verbirgt, rückt uns die
Dinge dieſer Welt in einen Geſichtswinkel. von dem aus
betrachtet, auch das Unangenehme zum heiteren Ereignis
wird: ſo erklärt ſich der außerordentliche Erfolg, den die
Rideamus=Bücher haben, denn wer möchte in dieſen
ernſten Zeitläuften nicht auch einmal herzlich lachen Auch
das neue Buch, das den vielverſprechenden Titel „Lauter
Lügen” trägt, iſt ſeiner Vorgänger würdig. Man lacht
von der erſten bis zur letzten Seite über die luſtigen und
fein pointierten Verſe nicht minder als über Ernſt Deutſchs
drollige Bilder.
— Kriegs= und orientaliſche
Jugend=
literatur. Das allgemeine Intereſſe an den
Balkan=
ereigniſſen wird zweſſelsohne in unſerer Jugend die Luſt
an Kriegs= und orientaliſchem Leſeſtoff entfachen. Zu
leicht greiſt ſie aber da nach den markiſchreieriſch
ange=
botenen, literariſch wertloſen und ſittlich verderblichen
biutigen Tomahawkgeſchichten und abentenerlichen
Bu=
fallobillromanen. Da mag dann ein Hinweis am Platze
ſein, daß auch die gute literariſch wertwvolle, gemütbildende
Jugendliteratur nicht arm an Darſtellungen aus dem
Kriegerhandwerk und dem orientaliſchen Leben iſt. So
empfehlen wir die von den Vereinigten deutſchen
Prü=
fungsausſchüſſen für Jugendſchriften bezw. dem
Dürer=
bund im Verlage von Hermann Hillger, Berlin W. 9
und Leipzig, herausgegebene „Deutſche Jugende
bücherei”, von der bisher 81 mit vierfarbigem
Um=
ſchlag und künſtleriſcher Leichnung geſchmückte Hefte zum
Preiſe von je 10 Pfg. erſchienen ſind.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 17. Dez. Wie aus Neapel gemeldet wird,
ſtarb dort geſtern der Landtagsabgeordnete Cadau:
(Zentrum Wahlkreis Aichach in Ober=Bayern!) an Ma=.
* Mannheim, 17. Dez. Heute iſt die Pfälziſche=
Ueberlandzentrale gegründet worden. Beteiligti
ſind als Aktionäre zunächſt der Kreis, ſowie die Städtes
Ludwigshafen, Homburg (Pfalz),
Franken=
thal und Speyer und die Rheiniſche Schuckert=
Geſell=
ſchaft in Mannheim. Das Aktienkapital beträgt 7¼
Mil=
kionen Mark. Die beſtehenden Werke warden von der=
Geſellſchaft am 1. Januar übernommen und von der
hie-
ſigen Schuckert=Geſellſchaft verwaltet und betrieben.
* Breslau, 17. Dez. Zum Intendanten des
Breslauer Stadttheaters wurde Oberregiſſeun;
Waldemar Runge in Frankfurt a. M. gewählt.
* Wien, 17. Dez. Im Budgetausſchuß beendete:
der Abgeordnete Goſtincar heute früh ¾48 Uhr ſeiner
13½ſtündige ununterbrochene Rede, die
ohne die kleinſte Pauſe von ihm gehalten wurde. Der An= Goſtincears, die Sitzung zu ſchließen, wurde mit 301
gegen 2 Stimmen abgelehnt. Danach ſprach der Slovenei
Koroſec.
* Paris, 17. Dez. Im Miniſterrat unter Vorſitz vont
Präſident Fallieres teilte der Miniſter des Innern mit,
daß der geſtern vom Allgemeinen Arbeitsbundi
unternommene Verſuch des Generalſtreiks
voll=
ſtändig geſcheitert iſt. Gegen die Rädelsführer iſt
eine Unterſuchung eingeleitet.
— Berlin, 17. Dez. Wirkl. Geheimer Rat Herwig,
der Gründer des Deutſchen Seefiſcherei=Vereins, iſt in
Groß=Lichterfelde heute geſtorben.
HB. Halle a. d Scale, 17. Dez. Die
Profeſſo=
ren der mediziniſchen Fakultät der
Univer=
ſität Halle haben den ſtreikenden Studenten die
Verſicher=
ung gegeben, daß ſie mit ihnen in bezug auf die
Behand=
lung der ausländiſchen Studierenden prinzipiell
überein=
ſtimmen. Auch die Profeſſoren wollen es ermöglichen,
daß die Ausländer das Phyſikum in Deutſchland ablegen
dürfen, und haben eine entſprechende Eingabe an das
Kultusminiſterium gemacht. Der Streik dauert jedoch
fort.
HB. Amfens, 17. Dez. Mehrere Inhaber von
Fa=
briken, deren Arbeiter ſich an dem geſtrigen Generalſtreil
beteiligt haben, haben geſtern abend den Beſchluß gefaßt,
am heutigen Dienstag die Arbeiter
auszuſper=
ren. Die betreffenden Fabriken werden heute
ge=
ſchloſſen. Etwa 600 Arbeiter werden durch dieſe
Maßregel getroffen. Man macht ſich auf Zwiſchenfälle
gefaßt.
IIB. London, 17. Dez. Im Weſten von London, in
der Nähe des Belgrawe Square, wurde geſtern nacht eine
Spielhölle ausgehoben, die von Damen und
Herren der beſten Geſellſchaftskreife viel beſucht wurde.
In Autodroſchken wurden ſie nach der Polizei gebracht,
wo ſie nach Feſtſtellung der Perſonalien wieder entlaſſen
wurden. Der Inhaber der Spielhölle und ſein Croupier
wurden in Haft behalten. Im ganzen wurden 30 000
Mark Spielgelder beſchlagnahmt. Eine Dame der
Geſell=
ſchaft ſoll kürzlich eine halbe Million und ein Jocket
70 000 MMark verloren haben.
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Bestellungen hierauf nehmen jetzt schon die bekannten Verkaufsstellen,
Sowie die Brauerei selbst — Welephon 385 — entgegen.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 7.
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nungen etc. für Facaden und Innendekorationen.
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fähige Kostenanschläge und Gesamtübernahmen.
Revisionen aller Bauarbeiten u. Forderungen.
Sach-
verständ. Beratungen u. Berechnungen für
Kapital-
anlagen, Verkäufe u. Mieten nebst Bauprozessen
etc. Absolut sichere Beseitigung aller Baufehler u.
Hausschwammgefahren etc., nach langjähr. Praxis.
Aus dem Geſchäftsleben.
Kraft und Geſundheit ſind zwei Faktoren, nach
denen jeder Menſch ſich ſehnt. Ein ausgezeichnetes
Kräftigungs= und Stärkungsmittel iſt nun das
alt=
berühmte Köſtritzer Schwarzbier aus der
Fürſt=
lichen Brauere1 Köſtritz. Mit Recht kann es als flüſſiges
Brot bezeichnet werden, wenn man bedenkt, daß zur
Herſtellung eines halben Liters dieſes vortrefflichen
Nahrungsmittels rund 3000 Gerſtenkörner oder ½ Pſund
Malz gehört. Welch hoher Nährwert iſt alſo in einer
Flaſche Köſtritzer Schwarzbier enthalten! Von allen
Aerzten und vielen mediziniſchen Autoritäten iſt Köſtritzer
Schwarzbier glänzend begutachtet. Es iſt in vielen
Krankenhäuſern, Heilanſtalten und Geneſungsheimen
eingeführt. Bei Blutarmut, Bleichſucht, ſchwächlichen
Perſonen, Nervöſen, bei ſtillenden Müttern und
Rekon=
valeszenten wird es mit Erfolg verordnet. Köſtritzer
Schwarzbier iſt ein wohlbekömmliches Hausgetränk, ein
vortreffliches Tafelbier und ſollte in keinem Haushalte
feblen. Infolge ſeiner Billigkelt iſt es auch dem
Minder=
bemittelten möglich, ſich dieſes Kräftigungsmittels zu
bedienen.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika. „Kaiſerin Auguſte Victoria” 12. Dez.
11 Uhr 30 Min. morg. von New=York über Plymouth u.
Cherbourg nach Hamburg. „Pallanza”, von Kanada
kommend, 12. Dez. 12 Uhr 30 Min. mittags von
Rotterdam nach Hamburg. „Patricia”, von New=York
kommend, 13. Dez. 7 Uhr morgens auf der Elbe.
Saxonia” von Galveſton kommend, 12. Dez. 5 Uhr
30 Min. nachm. in Hamburg. „Barcelona” 13. Dez.
7 Uhr morgens von Norfolk. „Bethania” nach
New=
orleans, 13. Dez. 10 Uhr morgens in Philadelphia.
„Pallanza”, von Kanada kommend, 13. Dez. 2 Uhr
30 Min. nachm. in Hamburg. „Bosnia” 14. Dez. 12 Uhr
45 Min. mittags von Baltimore nach Hamburg.
„Cheruskia” von New=York kommend, 16. Dez. morgens
in Hamburg. „Pennſylvania” 15. Dez. 3 Uhr 15 Min.
nachm: in New=York, — Verſchiedene Fahrten: „
Cleve=
land, erſte Weltreiſe, 12. Dez. morgens in Singapore.
„Cleveland”, erſte Weltreiſe, 15. Dez. morgens in Batavia.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet über Südeuropa hat ſich wenig
verändert, ebenſo das nördliche Tief. Geſtern gingen in
Deutſchland vielfach, zum Teil ſtärkere, Regen nieder.
Heute morgen hat es aufgeheitert und die geſtern noch
böigen Winde haben etwas nachgelaſſen. Sie wehen
meiſt aus Weſt. Die Temperaturen ſind gegen die
Vor=
tage bedeutend geſunken. Wir werden wohl vorläufig
unter dem Hochdruckeinfluß bleiben.
Ausſichten für Mittwoch, den 18. Dezember:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, Temperatur wie heute
(Nachtfroſt). Weſtwinde.
Familiennachrichten.
Statt besonderer Anzelge.
Peter Castritius und Frau
Mary, geb. Ess
erlauben sich die Geburt eines gesunden
Jungen anzuzeigen.
Darmstadt, den 17. Dezember 1912.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Geſtern nachmittag 5 Uhr verſchied ſanft
nach kurzem Krankenlager unſere gute Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin u.
Tante
(B25921
Frau
we.
Magdalene wenz
W-
geb. Lang
im Alter von 75 Jahren.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Wilhelm Wenz.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag
11 Uhr, von der Leichenhalle des Beſſunger
Friedhofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Geſtern abend verſchied ſanft infolge
Alters=
ſchwäche meine liebe Mutter, unſere gute
Schwiegermutter, Groß= und Urgroßmutter
im 82. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Betz.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19.
De=
zember, nachmittags 3½ Uhr, vom Portale des
Friedhofes aus, ſtatt.
(*14439
Statt beſonderer Anzeige.
Heute vormittag entſchlief ſanft im 71.
Le=
bensjahre mein innigſtgeliebter Gatte, unſer
guter Vater, Schwiegervater, Großvater u. Onkel
Herr Ernst Vöglin
Großh. Förſter i. P.
Um ſtilles Beileid bitten:
Katharina Vöglin, geb. Ludwig,
Philipp Vöglin,
Margarete Vöglin, geb. Jäger,
Otto Adam,
Katharina Adam, geb. Vöglin,
Lina Vöglin,
Emilie Vöglin.
(B25881
Darmſtadt, den 16. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
19. Dezember, nachmittags 2½ Uhr, vom
Trauer=
hauſe Heidelbergerſtraße 108½ aus.
(*14500
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Unent=
geltliche Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½—9 Uhr.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
an dem ſchweren Verluſte, den wir durch den
Hingang meiner innigſtgeliebten Frau, meiner
guten Mutter
(25922
Frau Anna North
geb. Besand
erlitten haben, ſagen wir Allen, insbeſondere dem
Bezirksverein der Werkführer des Dir.=Bez. Mainz,
den Beamten und Arbeitern des Werkſtätten=
Amts I Darmſtadt und für die überaus zahlreichen
Blumenſpenden unſeren innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Peter North, Werkführer,
Carl North.
Darmſtadt, Niederlahnſtein, Caſſel u.
Waſhing=
ton, den 17. Dezember 1912.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7½ Uhr;
„Fidelio”.
Trauer=Gottesdienſt des Bayern=Vereins um
9 Uhr in der St. Ludwigskirche.
Fremdſprachlicher Vortrag von Herbert Wright
um 5 Uhr in der Liebigs=Oberrealſchule.
Krippenſpiel um 5½ Uhr im Kloſter der
Barm=
herzigen Schweſtern.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Vom verſtorbenen Prinz=Regenten Luitpold; der Prinz=
Regent Ludwig; der St. James=Palaſt in London, in
dem die Friedensverhandlungen zwiſchen der Türkei
und den Balkanſtaaten ſtattfinden; Blick auf das Lager
von Bachtſchiköe mit dem Eiſenbahnzug, in dem der
Waffenſtillſtand abgeſchloſſen wurde.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 19. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung des Heinrich Schäfer
(Große Kaplaneigaſſe 18 und 20) um 9 Uhr auf dem
Ortsgericht I.
Brennholz= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr im
Zeilharder Gemeindewald (Zuſammenkunft bei
Gaſt=
wirt Schneider, Station Meſſel).
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Man verlange,
wenn man die besten Fabrikate haben will, stets solche, die sich
seit Jahren bewährt haben. Nachahmungen, besonders in ähnlichen
Packungen, weise man im eigensten Interesse zurück, Fabrikate. die
sich infolge ihrer hervorragenden Qualität und ihrer unbedingten
Zuver-
ässigkeit lange Jahre bewährt und einen Weltruf erworben haben, sind:
Dr. Oetker’s Backpulver
Dr. Oetker’s Puddingpulver
Dr. Oetker’s Vanilin-Zucker
3 Stück 25 Pfg.
1 Päckchen 10 Pfg.
Ueberall zu haben!
G11281
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298.
Kurſe vom 17. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 87,30
77,20
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,50
87,30
3½ do. Conſols
77,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,30
92,40
do.
3½
0
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,60
86,70
do.
3½
3
77,20
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,75
4 do. do. (unk. 1918) 99,20
do.
38,60
3½
3
do.
75,10
3 Sächfiſche Rente.
78,00
4 Württemberger v. 1907 99,40
3½
do. v. 1875 93,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 53,80
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,50
4 do. Goldrente . . . 91,10
4 do. einheitl. Rente 81,80
3 Portug. unif. Serie I 63,50
3 do. unif. Ser. III 66,50
3 do. Spezial .
9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 99,70
4 do. v. 1890 . . 93,00
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880
87,80
4 do. v. 1902
. 88,20
14½ do. v. 1905 .
100,00
3½ Schweden
.85,75
4 Serbier amort. v. 1895 76,30
4 Türk. Admin. v. 1903 78,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,20
86,50
4 Ungar. Goldrente .
4 do. Staatsrente. . . 82,70
Zf.
InProt.
5 Argentinier
. 99,80
4
do.
84,25
4½ Chile Gold=Anleihe. 89,50
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,00
4½
do.
4½ Japaner . . . .
92,10
5 Innere Mexikaner . . . 92,95
3
do.
59,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 86,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,30
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 150,10
5 Nordd. Lloyd . . . . . 117,00
6½ Südd. Eiſenb.=Geſ..
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,80
6 Baltimore und Ohio . 102½
6 Schankungbahn . . . . 124½
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 15,80
6 Pennſylvania R. R. . 117,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 509,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.242,75
30 Farbwerke Höchſt . . 620,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 143,00
30 Chem. Werke Albert 417,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 319,00
5 Lahmeyer
Letzte
In Proz.
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 147,75
12 Siemens & Halske .214,50
5 Beramann Electr. . . 116,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 154,25
25 Gummi Peter . . . . 74,00
0 Kunſtſeibe Frankfurt 84,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 533,50
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 141,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 228,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 197,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 86,00
3 Südd. Immobilien . 57,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 166,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . .. . . . 207,20
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.158,00
10 Gelſenkirchener . . . . 186,60
9 Harpener . . . . . . . 177,10
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . 251,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . 81,00
6 Laurahütte . . . . . . 160,00
10 Kaliwerke Aſchersleben —
Weſteregeln 202,00
11
7½ South Weſt Africa 121,50
Prioritäts=
Obligationen.
31 Südd. Eiſenb.=Gef. 88,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,80
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,60
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . .
. 74,40
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,40
do.
75,70
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,10
4
do.
8.
Schme
2‟) Oeſt. Südb. (Lomb.) 50,40
3 Raab=Oedenburg
75,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,00
4 Ruſſ. Südweſt. .
85,60
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,30
do.
4 Wladichawchas
87,50
4 Rjäſan Koslow .
85,50
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 72,80
do.
2½ Livorneſer . .
70,00
3 Salonique=Monaſtir . 62,75
4 Baadadbahn .
81,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,60
4 Miſſouri=Paciſic.
70,40
4 Northern=Paciſic
99,40
4 Southern=Paciſic
. 93,20
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 84,00
5 Tehuantepec . . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 145,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 160,75
6½ Darmſtädter Bank . 118,70
12½ Deutſche Bank . . . 246,90
6 Deutſche Vereinsbank . 120,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,50
10 Diskonto=Kommandit 180,60
8½ Dresdener Bank . 149,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 118,75
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,00
5.86 Reichsbank . .
7 Rhein. Kreditbank. . . 132,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 113,90
7½ Wiener Bankverein . 125,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
98,70
Zf.
InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 87,80
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52 . . .
98,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
do.
87,25
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
87,30
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23₰
. 99,00
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
87,30
S. 3—5
.87,10
S. 9—11
.87,20
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
3½
do.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,20
3½ do. (unk. 1914) . . 86,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
3½
87,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
97,00
3½ do.
88,30
4 Frankfurt.
97,70
do.
95,00
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
97,00
3½ do.
87,00
4 Karlsruhe
½ do.
88,30
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
89,00
4 Mannheim
97,50
3½ do.
87,20
4 München
98,60
3½ Nauheim
4 Nürnberg
99,20
do.
86,70
4 Offenbach
3.
Zu Pros
4
3½ Offenbach
4 Wiesbaden
98,30
3½ do.
88,20
4 Worms .
97,30
3½ do.
87,80
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 —
3½ Cöln=Mindner , 100 135,30
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 134,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,00
3 Oldenburger . . . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
ſl. 7
Augsburger.
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger
.fl. 7 34,30
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 —
Ungar. Staats . . fl. 100 385,00
Venediger . . . . Fs. 30
.Fs. 400 152,00
Türkiſche .
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,44
20 Franks=Stücke
16,20
-
Amerikaniſche Noten.
Engliſche Noten
20,46
Franzöſiſche Noten.
81,15
Holländiſche Noten.
69,15
Italieniſche Noten .
79,95
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,45
Ruſſiſche Noten
Schweizer Noten .
80,70
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
In letzter Stunde
war es mir möglich, einen grossen Posten allerbeste Aachener
und Cotbuser
Herren-Anzageike
erstklassige Fabrikate —
weit unter Preis
einzukaufen, lch biete diesen Posten als besondere
Senhachts Geiogenfelt
Tur Vater und Cerfte
zu dem billigen
Einheitspreis vor 2100 Markan
(Der reguläre Wert ist Mk. 10.— bis 12.—).
Keine Muster!
Im Schaufenster ausgestellt!
Markt 10
(25931ms)
Am Rathaus.
für Backzwecke 10 Stück 68 Pfg.
extra
grosse 10 Stück 78 Pfg.
Faſt täglich eintreffende, garant. reinſchmeckende
Deinr=Gier
Friſcheſte Eier billigſt.
Süßrahm=Tafelbutter
per 1. Pfund nur 1.40 Mart
Allerfeinſte
Adlermarke u. Gudensberger 1.50
Margarine feinſte Pflanzenbutter
„Mello
beſter Erſatz für
per 1 Pfund 90 Pfgll
Butter
Beſte Pflanzen=Butter per 1 Pfund
nur 35 Pfel
(Cocosſpeiſebutter)
empfiehlt
(25944
Darmſtädter Eiergroßhande
Math. Rosenstock
Ludwigſtraße 18 — Karlſtraße 102 — Kaupſtraße 421
und neu eröffnet:
Landwehrſtraße 13.
antel, Schnürſchuhe für
14jähriges Mädchen, Jackett
u. ſchw. Gehrock für mittl. Figur,
Gaszuglüſter zu verkaufen (*14473
Zimmerſtr. 5, parterre.
Entlaufen
ein kl., ſchwarzer, glatthaariger
Pinſcher mit braunem Abzeichen.
Vor Ankauf wird gewarnt. Gegen
Belohnung abzugeben bei
25924)
Gresser
Taunusſtraße 12, II. Stock.
verlor am Sonn=
Arme Frau tag Nachm. auf
dem Marktplatz ein braunledernes
Portemonnaie m. ca. 35 Mk. Inh.
Wiederbringer gute Belohnung.
Näh. Alexanderſtr. 5, Hth. I. (*24386im
Zwiebeln!
geſunde, trock.
Ware 25 fid. Mk. 1.—
frei
Haus W. Nungesser,
Dieburgerſtraße.
(*14481mdf
Gutgehende Wirtſchaft
alsbald anderweitig an tüchtige
kautionsfähige Wirtsleute zu
ver=
mieten. Offert. unt. O. 92 a. d.
Exped. d. Bl.
(*14281om
Tüchtige Wirtsleute
als Zäpfer von Großbrauerei ſofort
geſucht. Anerb. unt. P 3 an die
Expedition d. Bl.
(B25833
Nummer 293.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 9.
ist die höchste Zeit zum Einkauf der Weihnachtsgeschenke. Unsere
Läger sind mit praktischen Geschenkartikeln reichlich ausgestattet und
verkaufen solche zu fabelhaft billigen Weihnachtspreisen.
Praktische Geschenke fürDamen:
Damen-Handschuhe, prima Fabrikat, tricot oder
gestrickt . . .
. . . . . . . . Paar
Damen-Strümpfe, reine Wolle, schwarz, gestrickt
Paar
Tuch-Unterröcke aus solidem Halbtuch, in vielen
Farben
.. *
Lama-Echarpes, hübsche, moderne Farben
Directoire-Beinkleider, tricot, in vielen modernen
Farben . . .
Ball-Shawls aus la Batist, mit modernen Zeichnungen
Damen-Gürtel aus Samt-Gummi oder Lack
0.58
0.95
3.50 2.95
1.80 1.15
1.25 0.95
1.20 0.95
0.95 0.60
Praktische GeschenkefürKinder:
Kinder-Schürzen aus guten waschechten
Baumwollstoffen
Stück
aus waschechten Stoffen
Knaben-Schürzen
Stück
Kinder-Strümpfe, reine Wolle, 1X1 gestrickt,
schwarz, engl., lang
Paar
Kinder-Handschuhe, gestrickt, reine Wolle
oder Trikot, in weiß u. buntfarbig
Paar
in allen modernen Farben
Kinder-Sweater 1
Stück
Leib- u. Seelhosen, offen .
. Paar
runde und Matrosenform
Kinder-Kragen,
Stück
Kinder-Garnituren, bestehend aus Muff und
Kragen oder aus Muff u. Käppchen, anfangend
1.20
1.50
1.—
1.35 0.95
0.45
0.95 0.75
0.45 0.20
1.35 0.95
0.85 0.70
0.95 0.50
1.95
Herren-Artikel
Weisse Herren-Hemden
in grosser Auswahl, alle
Weiten . . . .
4.50
Percal-Herrenhemd
in hübschen Mustern
3.90
Herren-Selbstbinder
neueste Farben und Muster,
in hervorragend schöner
Aus-
wahl . . . Stück 3.— bis 0.75
Regatts und Diplomats,
gut konfektioniert, farbig,
schwarz u. weiss St. 1.20 bis 0.50
Steh-Umleg- und Umlegekragen,
rein-
leinen, halbleinen und shirting, in grosser
Aus-
wahl . . ..
. . . . 0.65, 0.55, 0.45, 0.35
Manschetten in grosser Auswahl, verschied.
Grössen . . . . . . . Paar 0.70, 0.65, 0.55, 0,45
Garnituren, bestehend aus Serviteurs und
Manschetten, enorme Auswahl . . 1.70 bis 0.95
Kragenschoner aus Kunstseide und
Baum-
wolle
.. .. . . . . . 1.25 bis 0.55
Betten- Felle
Teppiche
(25923
Betten für Erwachsene
in großer Auswahl . . von
7.50 an
Kinderbetten
von . . . . .
25.00 bis 6.50
Tischdecken
Filztuch-Tichdecken
von .
Tuch-Tischdecken
von .
Leinen-Tischdecken
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Nummer 298.
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Zäer
Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarze Samthandtaſche mit gelbem Bügel.
1 kleines Portemonnaie mit einem Geldſtück. 1 ſchwarzer ſteifer
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hut. 1 braunes leeres Portemonnaie. 1 Schlüſſel. 1 Drucker.
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Damenuhr mit Goldrand. 1 Trauring, gez. G. Sch. 1 Stück
Wachs=
tuch. — Zugelaufen: 1 gelber Boxer.
(25902
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Pinſcher, 1 Boxer (zugelauf).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(25884
Bekanntmachung,
Betreffend: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im
Gewerbe=
betrieb der Bäckerei, Friſeure und Photographen
an den beiden Weihnachtsfeiertagen.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
auf die Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt
vom 27. Dezember 1307 veranlaßt, die für die kommenden Feſttage
auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriften über die
Sonn=
tagsruhe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
I. An beiden Weihnachtsfeiertagen darf im Handelsgewerbe
auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts vom 6. September 1907
weder eine Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern,
noch ein Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsſtellen ſtattfinden.
Ausnahmen auf Grund des § 105e der
Reichsverſicherungs=
ordnung ſind nur zugelaſſen:
A. Für den erſten Weihnachtsfeiertag:
1. für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5
bis 9 Uhr und 11 bis 12 Uhr;
2. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
6 bis 8 Uhr:
3. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
und von 11 bis 12 Uhr mittags;
4. für Verkäufer von Roheis von vormittags 7 Uhr bis 11 Uhr;
5. für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9 Uhr. (
Zei=
tungs= und Druckſchriftenverkauf an den Hauptbahnhöfen
ohne Zeitbeſchränkung.
B. Für den zweiten Weihnachtsfeiertag:
1. für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nachmit=
tags 1 Uhr;
2. für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nach=
mittags 3 Uhr;
3. für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von
vor=
mittags 7 Uhr bis 12 Uhr;
4. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
nachmittags;
5. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags;
6. für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
bis 9 Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an den
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
II. Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
von Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am erſten Weih=
Inachtsfeiertag geſtattet:
a) außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags;
b) innerhalb der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
mittags;
Am zweiten Weihnachtsfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb
einſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
An den beiden Weihnachtsfeiertagen iſt, wie an allen Sonn=
und Feſttagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die
Beſchäf=
tigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb der
Werkſtätte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der
Vor=
bereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und Schauſtellungen
geſtattet.
III. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Weihnachtsfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am zweiten
Weihnachtsfeiertag iſt die Ausübung des Gewerbebetriebes und
die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in den
photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich zum Zweck der
Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags.
IV. Wenn die Sonn= und Feſttagsardeiten länger als 3
Stun=
den dauern, ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des
Gottes=
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
Wir haben die Schutzmannſchaft mit ſtrengſter Ueberwachung
der richtigen Einhaltung der vorſtehend bekannt gegebenen
Beſchäf=
tigungs= und Verkaufszeiten beauftragt und werden Uebertretungen
unnachſichtlich zur Anzeige bringen laſſen.
(25870mfo
Darmſtadt, den 13. Dezember 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung
über den Verkehr mit Feuerwerkskörpern.
Wir ſehen uns veranlaßt, die über den Verkehr mit
Feuer=
werkskörpern beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen nachſtehend zur
Kenntnis der Intereſſenten zu bringen.
I. 1. Wer mit Feuerwerkskörpern — Kanonenſchlägen, Fröſchen,
Schwärmern, Zündplättchen uſw. — Handel treiben will,
hat, falls er im Kaufladen nicht mehr als 2½ kg und
im Hauſe außerdem nicht mehr als 10 kg vorrätig
hält, ſolches dem Polizeiamt anzuzeigen.
Auf Nachweis eines beſonderen Bedürfniſſes kann
ausnahmsweiſe im Hauſe zeitweilig eine Lagerung bis zu
15 kg geſtattet werden.
Die Aufbewahrung muß in einem auf dem
Dach=
boden (Speicher) belegenen, mit keinem Schornſteinrohr in
Verbindung ſtehenden abgeſonderten Raume erfolgen, welcher
beſtändig unter Verſchluß gehalten und mit Licht
nicht betreten wird. Die Behälter müſſen den
Beſtim=
mungen des § 6 Abſ. 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr
mit Sprengſtoffen betreffend, vom 21. September 1905
ent=
ſprechen und mit feſtgeſchloſſenen Deckeln verſehen ſein.
2. Größere als die unter I., 1. angegebenen Mengen ſind
außerhalb der Stadt in beſonderen Magazinen
aufzu=
bewahren, die der Genehmigung der Polizeibehörde bedürfen.
3. Die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von denen
ein Mißbrauch derſelben zu befürchten iſt, insbeſondere
an Perſonen unter 16 Jahren, iſt verboten. Dies gilt
insbeſondere auch von ſolchen Feuerwerkskörpern, mit
deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Perſonen
oder Eigentum verbunden iſt (Kanonenſchläge, Fröſche,
Schwärmer und dergl.). Dagegen findet dieſe Vorſchrift
keine Anwendung auf Spielwaren, die ganz geringe
Mengen von Sprengſtoffen enthalten.
Zündplättchen (Amorces), die mehr als 7,5 Gramm
Sprengmiſchung (Knallſalz auf 1000 Plättchen enthalten,
dürfen als Spielwaren nicht in den Verkehr gebracht werden.
Das Feilhalten von phosphorhaltigen
Spreng=
ſtoffen (Radaukörner, Krawallſteine, Kracher uſw.) iſt
nach § 3 Ziff. 5, b. genannter Verordnung verboten.
Hierbei bemerken wir ausdrücklich, daß wir im
Zuwider=
handlungsfalle gegen die erwähnten Vorſchriften nach
Feſt=
ſtellung der Uebertretung gegen die betreffenden
Geſchäfts=
inhaber unnachſichtlich auf Grund des § 35 der
Reichsge=
werbeordnung vorgehen werden. Hiernach kann auf unſeren
Antrag den Gewerbetreibenden ſeitens des
Provinzialaus=
ſchuſſes der fernere Handel mit Feuerwerkskörpern unterſagt
werden, wenn Tatſachen vorliegen, welche die
Unzuverläſſig=
keit des Geſchäftsinhabers in Bezug auf den beabſichtigten
Gewerbebetrieb dartun.
Abgeſehen von dieſem Vorgehen werden ſonſtige
Zu=
widerhandlungen gegen die Beſtimmungen nach § 367 Ziff.
des R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit
Haft beſtraft, ſoweit nicht höhere Strafen — Gefängnis
von 3 Monaten bis zu 2 Jahren — nach § 9 des
Reichs=
geſetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt ſind.
II. An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt
das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten.
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziff. 8 des
R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit
Haft bis zu 6 Wochen beſtraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen,
der Obhut Kinder unter 12 Jahren oder ſonſtige
unzu=
rechnungsfähige Perſonen anvertraut ſind, es an der
er=
forderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen und, wenn dieſe
Perſonen während der Zeit, in der ſie ohne ſolche Aufſicht
waren, die vorgenannten Beſtimmungen übertreten haben,
ſo werden nach Art. 44 des Heſſ. Polizeiſtrafgeſetzes die zur
Beaufſichtigung verpflichteten Perſonen beim erſten Falle
polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle mit der im
Geſetz vorgeſehenen Strafe belegt.
(25463dsi
Darmſtadt, den 7. Dezember 1912.
Großherzogliches Polizeiamt
Gennes.
Die nachſtehende Bekanntmachung des Herrn Polizei=Präſidenten
zu Berlin bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 13. Dezember 1912.
(25890
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Am 2. November 1912 ſind der Engländer Gérald=Joſeph
Macaura, der mit marktſchreieriſcher Reklame ſeinen „Pulſoconn=
Apparat” anpries, und ſeine Helfershelfer Frank Macaura, A. F.
lppelboom, Edgar Johnſton und M. Carthy=Barry wegen unlauteren
Wettbewerbs und Betrugsverſuchs aus dem preußiſchen Staatsgebiet
ausgewieſen worden. Der Vibrationsmaſſage=Apparat, den Macaura
für 50 Mk. verkauft, iſt ſeit langem bekannt und in jedem einſchlägigen
Geſchäft für ca. 12 bis 15 Mk. zu kaufen. Bevor Macaura hier ſein
Treiben begann, war er, wie auch Berliner Zeitungen bereits im Mai
1912 unter der Ueberſchrift „Der König der Kurpfuſcher” meldeten,
in Paris wegen Betruges und unbefugter Ausübung der Heilkunde
verhaftet und nach Hinterlegung von 50000 Francs Kaution vorläufig
wieder in Freiheit geſetzt worden. Macaura hat nunmehr den
Ver=
trieb der Pulſoconn=Apparate den Gebrüdern Haaſe in Berlin,
Lützowſtraße 106, übertragen.
Berlin, den 3. Dezember 1912.
Der Polizeipräſident.
In Vertretung: Friedheim.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der israelitiſchen Religionsgemeinde
Darm=
ſtadt für die Zeit vom 1. April 1913 bis Ende März 1914 liegt vom
18. d. Mts. ab acht Tage lang in dem Gemeindebureau,
Friedrich=
ſtraße Nr. 2, während der Amtsſtunden vormittags von 9—12 Uhr
zur Einſicht offen.
Etwaige Einwendungen ſind innerhalb der angegebenen Friſt
ſchriftlich bei dem unterzeichneten Vorſtande einzureichen.
Darmſtadt, 17. Dezember 1912.
(25900
Der Vorſtand
der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Die am 13. ds. Mts. abgehaltene Brennholz=Verſteigerung
Nr. 1 iſt genehmigt. Ueberweiſung und erſter Abfuhrtag wird auf
Montag, den 23. Dezember I. Js., feſtgeſetzt.
(25863
Darmſtadt, den 16. Dezember 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 2
(Stadtwald).
Freitag, den 20. Dezember I. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der „Turnhalle” (Woogsplatz 5) hier aus den
Abtei=
lungen 18 (Wildſcheuerteil), 22 und 23 (Holzſchlag) der Forſtwartei
Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert:
Scheiter: 303 rm Buchen, 20 rm Eichen,
Knüppel: 96 rm Buchen, 12 rm Eichen,
Reiſigwellen: 43,75 Hdt. Wellen Buchen, 3,50 Hdt. Wellen Eichen,
Stöcke: 117 rm Buchen (fein), 20 rm Eichen (fein), 6 rm
Fichten (grob).
Das Holz ſitzt an gut verſteinten Wegen und hat die
laufen=
den Nummern 275—517, 519 und 520.
Um vorherige Einſichtnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1912.
(25604sm
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holz-Verſteigerung.
Montag, 23. Dezember I. J., vormittags 9 Uhr,
werden in der Reſtauration zum Heiligen Kreuz (Halteſtelle der
elektriſchen Straßenbahn) zu Darmſtadt aus den Altholzſchlägen des
Diſtrikts Altes Jagen 13 und 14, Forſtwartei Kranichſtein, verſteigert:
Scheiter, rm: 144 Buchen I. Kl., 341 Buchen II. Kl.,
14 Eichen, 2 Kaſtanien, 2 Fichten; Knüppel, rm: 158 Buchen,
3 Eichen, 1 Kaſtanie, 4 Fichten; Knüppel=Reiſig, rm:
3 Eichen; Reiſig, Wellen: 2980 Buchen; Stöcke, rm:
196 Buchen, 18 Eichen, 1 Kaſtanie.
Das Holz trägt die laufende Nummer 1—416, ſitzt direkt am
Kranichſteiner Schloß, zwiſchen Kernſchneiſe und Meſſeler Chauſſee
und iſt auf beiden nach allen Richtungen ſehr bequem abzufahren.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft
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Darmſtadt, den 16. Dezember 1912.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
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25
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Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 13.
Sandel und Verkehr.
— Die zentrale Ausgeſtaltung der
Kreditorganiſation im ländlichen
Ge=
noſſenſchaftsweſen. Der Benecalanwalt des
„Reichsverbandes der deutſchen landwirtſchaftlichen
Ge=
noſſenſchaften” bittet um Veröffentlichung folgender
Er=
klärung:
Die vom Verwaltungsrat des Reichsverbandes am
14. Oktober 1912 beſchloſſene und durch den Generalanwalt
veranlaßte Veröffentlichung in der Tagespreſſe betreffend
die zentrale Ausgeſtaltung der Kreditorganiſation im
ländlichen Genoſſenſchaftsweſen hat zu Mißverſtändniſſen
geführt. Zur Beſeitigung dieſer Mißverſtändniſſe ertlärt
der Geſamtausſchuß des Reichsverbandes auf Vorſchlag
des Verwaltungsrates: 1. Für Einzel= und Zentralkaſſen
iſt die Bildung eines ſtarken Eigenkapitals in Form von
Reſerven und möglichſt hoher Geſchäftsguthaben
unent=
behrlich. 2. Der Reichsverband mit Ausnahme der
Ver=
bände, welche gleichzeitig der Raiffeiſenorganiſation
an=
gehören, hält an ſeinen ſeitherigen bewährten
Grund=
lſätzen der Dezentraliſation des Geldverkehrs in Form der
eingetragenen Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht
feſt und iſt der Anſicht, daß dieſe Landes= und
Provin=
zialzentralkaſſen den Anſchluß an den allgemeinen
Geld=
markt am beſten durch eine Geſchäftsverbindung mit einem,
auf gemeinwirtſchaftlicher Baſis aufgebauten
Geld=
inſtitut erreichen.
H. Frankfurt a. M., 17. Dez. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war der Verkehr ein ſehr
ſtiller, es machte ſich bereits Feiertagsſtimmung und
da=
mit verknüpfte Geſchäftsunluſt geltend. Landweizen und
Landroggen waren reichlich vorhanden, wobei aber
vor=
wiegend geringe Ware zum Angebot kam, welche
ver=
nachläſſigt blieb, während gute Sorten ſtärker geſucht
wurden. Ausländiſche Brotfrüchte ſind jetzt bedeutender
und williger offeriert. Hafer in beſſerer Qualität knapp
und geſucht, anderer nur für den äußerſten Bedarf
ab=
genommen. Mais abgeſchwächt. Futtermittel und Mehl
ſtetig.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſter.
Die Mühlen haben ihre Preiſe um 25 Pfg. pro 100
Kilo=
gramm erhöht. — An der Berliner
Produkten=
börſe war Weizen etwas höher auf die Berichte über
Wetterſchäden aus den Provinzen. Für Hafer zeigte ſich
einige Exportnachfrage, angeblich nach Belgien und Hol=
Nand. — Nach den letzten Kabelnachrichten von den
Jamerikaniſchen Getreidemärkten (New=York
und Chicago) war Weizen zu Beginn in matter Haltung
auf günſtiges Wetter in Argentinien; auch lautete der
monatliche Bericht der Regierung für die Baiſſepartei
an=
regend. Später konnte Beſſerung Platz greifen auf gutes
Exportgeſchäft, Nachfrage der Mühlen und auf Käufe der
Kommiſſionshäuſer. Mais im Einklang mit den
Weizen=
ſchwankungen und ſchließlich anziehend auf die
Ankündig=
ung naſſen Wetters. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind
Adort in dieſer Woche von 65.87 Millionen Buſhels auf
67.52 Millionen Buſhels und die Maisvorräte von 1.90
Millionen Buſhels auf 2.44 Millionen Buſhels geſtiegen.
In Kanada gingen jedoch die Weizenvorräte in dieſer
Woche von 13.92 Millionen Buſhels auf 12.50 Millionen
Buſhels zurück.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 20.75—21,
Nord=
deutſcher 20.65—20.75, Kurheſſiſcher 20.65—20.75, Ruſſiſcher
23.50. 24, Lapleia 22= 23, Rumäniſcher 230-2t,
Red=
winter 22.50—23.50, Manitoba 22—23.25, Kanſas 23.50—
24.00, Walla=Walla 22.25—23.25; Roggen, hieſiger
18—18.10, Bayeriſcher (Pfälzer) 18—18.20, Ruſſiſcher 19
bis 20, Rumäniſcher 19—20, Amerikaniſcher —; Gerſte,
Pfälzer 21.50—22, hieſige und Wetterauer 20.75—21.25,
Riedgerſte 21.25—21.75, Fränkiſcher 21.25—21.75,
Un=
gariſcher —; Hafer, hieſiger 18.75—20, Bayeriſcher 19
bis 20, Ruſſiſcher 20—21, Rumäniſcher 20—21,
Amerika=
niſcher 19.50——20; Mais mired 15.25—15.40, Ruſſiſcher
15.30—15.60, Donaumais 15.30—15.50, Rumäniſcher 15.30
bis 15.60, Laplata 15.20—15.40, Weißer Mais 15.40—15.50,
Weizenſchalen 10.50—10.75, Weizenkleie 10.50—10.75,
Roggenkleie 10.75—11, Futtermehl 14—16, Biertreber
ge=
trocknet 13.75—14.40, Futtergerſte 16.50—17;
Weizen=
mehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 30.75—31,
feinere Marken 31.25—31.50, Nr. 1 30—30.25, feinere
Mar=
ken 30.50—30.75, Nr. 2 28.50—28.75, feinere Marken 20—
29.25, Nr. 3 27—27.25, feinere Marken 27.50—27.75, Nr 4
24—24.25, feinere Marken 24.50—24.75; Roggenmehl,
hieſiges Nr. 0 27—27.25, Nr. 1 24.75—25, Nr. 2 21.75 bis
22.25.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 10. bis 16. Dezember.
Die Stimmung am Weltmarkte blieb auch in der
Be=
richtswoche im allgemeinen ziemlich ruhig, zumal da der
teuere Geldſtand und auch die Unſicherheit der politiſchen
Lage Zurückhaltung veranlaſſen. In Argentinien iſt die
Weizenernte im Gange, und wenn im Süden auch
ern=
ſtere Schäden entſtanden ſind, ſo rechnet man doch
immer=
hin mit einem weſentlich größeren Exportüberſchuß als
in der Vorſaiſon. Trotzdem ſind die Offerten vom La
Plata keineswegs dringlich, und da auch Rußland wenig
und nur geringes Material anbietet, ſo hielten die
Ameri=
kaner etwas mehr auf Preiſe. In Deutſchland war die
Geſchäftslage in den letzten Tagen etwas feſter. Zu
Be=
ginn der Berichtswoche machte der Rückgang zunächſt
weitene Fortſchritte, aber die ermäßigten Preiſe
veran=
laßten im Lieferungsgeſchäft mehrſeitig Deckungen und
Käufe, während Abgeber ſich um ſo vorſichtiger zeigten,
als das Warenangebot aus der Provinz etwas geringeren
Umfang annahm und hier und da wieder mehr Kaufluſt
hervortrat. Von einer ſonderlichen Belebung des
Waren=
abſatzes war jedoch nicht viel zu bemerken, zumal die
Qualitäten das Geſchäft erſchweren und die Nachfrage
zum Export aus dem gleichen Grunde viel zu wünſchen
übrig läßt. Im Lieferyngsgeſchäft ſchließt Weizen per
Dezember um 1 Mark, per Mai 2½ Mark höher als vor
8 Tagen, während Roggen für beide Termine einen
Preis=
fortſchritt von 3 Mank zeigt. Auf dem Hafermarkte hat
ſich die Situation bisher nicht gebeſſert, wenn auch
zeit=
weiſe zu Proviantamtszwecken geeignetes Material
eini=
ger Nachfrage begegnete. Im Gegenſatz zu dem ſehr
ſchwierigen Warenabſatz machte ſich für Lieferung Kauf=
und Deckungsbedürfnis geltend, ſo daß die Preiſe den
Tiefſtand der Woche um 3½—3¾4 Mark zu überſchreiten
vermochten. In Braugerſte ſtockt das Geſchäft faſt
voll=
ſtändig; ſelbſt beſſere Qualitäten finden nur zu ſtark
ge=
drückten Preiſen Aufnahme. Futtergerſte wurde von
Amerila brüngend angeboten, während Ruzland mur
ſpärlich im Markte war. Der Abſatz an den Konſum iſt
ſchleppend, und das bewirkte, daß die zweite Hand ſich
etwas entgegenkommender zeigte. Mais behielt ruhigen
Verkehr; das Angebot vom La Plata wie von
Nord=
amerika war reichlich, aber nicht billiger. Es ſtellten ſich
die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage
wie folgt:
Roggen
Hafer
Weizen
167½ (4
Königsberg.
165
. 196
174
Danzig
. 190
Stettin
) 162
169
160
160
Poſen
. 191
. 193
161
162
Breslau.
197
198
Berlin
169
167
Magdeburg . 195
187
. 193
190
Halle .
171
. 190
168
190
Leipzig
185
Dresden:
170
195 (*1
162
Roſtock
190
175
. 200
Hamburg
Hannoper
185
179
190
Düſſeldorf
184
. 208
186
195
181
Frankfurt a. M. 210
182½
190
Mannheim.:: 2½½
187½ (—
Straßburg . . 215
) 195
185
180
München . . 218
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Dez. 205,25 (- 1),
Mai 209,50 (* 2,25), Peſt April 199,45. (—2,35), Paris
Dez. 223,15 (40,40), Liverpool März 163,90 (3.0,70),
Chicago Dez. 130,60 (*0—40), Roggen: Berlin Dez. 174
(*3), Mai 175 (*3), Hafer: Berlin Dez. 173,75
(*2,50), Mai 174 (*3,75), Futtergerſte Südruſſ frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 135,50 (P11,50), Dez. 131,50
(4-2, Mais: La Plata ſchwim. 108 (—2), Mired Dez.=
März 107,50 (—1,50) Mark.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlet Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 bes
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Dem Vernehmen nach beabſichtigt die
Stadtverwal=
tung auf Antrag im Beſſunger Stadtteil die Hofreite
Forſt=
meiſterſtraße 14 zur Unterbringung des Faſelviehes
anzu=
kaufen. Abgeſehen davon, daß der Hofraum zu dieſem
Zweck zu klein iſt, verpeſtet der Miſtgeruch in der engen
Straße die ganze Umgegend, zumal in der dieſer Hofreite
gegenüberliegenden Nr. 11 5 Pferde in einer zu einem
Stalle eingerichteten früheren Wohnung untergebracht ſind.
In zwei angrenzenden Nachbarhäuſern wird
Schweine=
züchterei betrieben. In der warmen Jahreszeit
entſchwär=
men den Miſthaufen tauſende Mücken, die bei offenen
Fenſtern in die Wohnungen der Umgebung eindringen.
Aus Rückſicht auf die Geſundheit ſollte man doch von einer
ſolchen Anlage in der engen Straße abſehen, zumal die
Kinderkrippe ſich in nächſter Nähe befindet.
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Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
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(Nachdruck verboten.)
10)
Verwundert und etwas verſtändnislos blickte das
junge Mädchen auf die alte Dame, die in kurzen Worten
das wiederholte, was ſie der Majorin ſchon geſagt.
Jetzt begriff Gretchen; aus irgend welchen Gründen
wünſchte die Stiefmutter ihr Mitwirken nicht — gleichvicl,
ſie konnte darauf keine Rückſicht nehmen. Deshalb ſagte
ſie in herzlichem, einfachen Ton:
Exzellenz haben nur über mich zu beſtimmen. Mit
meinem geringen Können will ich der guten Sache gern
dienlich ſein —
O mein Kind, Sie dürfen nicht zu beſcheiden ſein!
Man ſpricht ja ſo bewundernd und anerkennend von
Ihrem Vortrag, daß ich wirklich begierig bin, Sie zu
hören! Ich danke Ihnen für Ihre Zuſage. Ihre
Freun=
dinnen, Fräulein von der Oſten und Frau von Lügern,
haben ſich auch ſchon zur Mitwirkung bereit erklärt,
eben=
ſo wie Fräulein Barth und Herr Brand vom Hoftheater,
die unſer Beſtreben gern unterſtützen wollen.
Bei Brands Erwähnung fühlte ſie ihr Herz klopfen
ſo würde ſie mit ihm zuſammenkommen — welch
un=
geahntes Glück! Und vorhin erſt war er ihr begegnet —
gesgalh ſtrahlten ihre Augen ſo.
Aſs, meit liche Kind, Iher Zſige dir ich min
gewiß! Zur näheren Beſtimmung des Programms uſw.
ſehe ich die Herrſchaften alle bei mir; ich werde Ihnen
das Nötige mitteilen — meine Empfehlung an Ihren
Herrn Vater
Sie küßte das junge Mädchen zum Abſchied auf die
Stirn und beglückte Frau Claudia, die ihr das Geleit gab,
mit einigen liebenswürdigen Worten.
Nun, Grete, haſt Du Dich ſchen entſchloſſen, was Du
vortragen willſt?
Der Angeredeten entging der leichte Spott in den
Worten der Stiefmutter nicht. Sie lächelte ein wenig und
entgegnete ruhig:
Darüber habe ich noch nicht nachgedacht! Uebrigens
werde ich in dieſer Angelegenheit mit Meiſter Böttge
Rück=
ſprache nehmen; er verſteht gut, mir zu raten
Ich muß wirklich ſagen, daß Du von einer
beneidens=
werten Konſequenz biſt. Vorgeſtern erſt haſt Du vor
Riedberg erklärt, daß Du nicht in der Oeffentlichkeit
auf=
treten willſt, und heute ſchon biſt Du andern Sinnes, fuhr
Claudia ſarkaſtiſch fort.
O, es kommt ſtets auf die Umſtände an. In dieſem
Fall ohne triftige Gründe abzulehnen, wäre ſogar
unge=
zogen, beleidigend gegen die verehrte Frau Generalin
ge=
weſen!
Claudia war wütend. Konnte man dem Mädchen gar
nicht beikommen? Nicht ein einzig Mal war ſie aus ihrer
Ruhe zu bringen — ſtets blieb ſie gelaſſen und
uner=
ſchütterlich!
Als der Major mittags nach Hauſe kam und ſeine
Tochter ihm von dem Beſuch und dem Wunſch der
Gene=
ralin Mitteilung machte, wtr er ſehr erfreut darüber.
Das iſt recht, Liebling, meinte er. Uebrigens ſehr
liebenswürdig von der Generalin, ſich ſelbſt zu bemühen!
Sie hat viel auf Deine Mama gehalten, hat ſie ſehr gernt
gehabt. Ihr Einfluß iſt nicht zu unterſchätzen; ſie war die
intimſte Freundin der verſtorbenen Herzogin —
Ob der Hof auch erſcheinen wird? fragte Claudia, die
im ſtillen ſchon erwog, was anziehen.
Der Major zuckte die Achſeln. Schwerlich, wie diet
Verhältniſſe jetzt liegen! Der Herzog iſt doch etwas
Son=
derling, hat kein Intereſſe, und der Erbprinz iſt nicht
da=
heim! Uebrigens hörte ich gerade vorhin erſt, daß die
letzten Nachrichten über ſein Befinden gut ſind, wenn er
auch im Mai erſt zurückkommen wird. Aeußerſte
Schon=
ung iſt ihm zur Bedingung gemacht. — Ja, ja, da wird es
in dieſem Jahre nichts mit den Bällen und Vergnügungen
bei Hofe —
Leider, ſeufzte Claudia, die ſich gerade auf die Hoffeſt;
lichkeiten ſo ſehr gefreut und von den Triumphen a
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
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träumt hatte, die ſie dort feiern würde. Im nächſten Jahre
würde es wohl anders ſein!
7. Kapitel.
Die eleganten Empfangsräume der Generalin
Meiſen=
bach waren hell erleuchtet. Dieſe hatte die betreffenden
Damen und Herren, die ihre Mitwirkung zu dem Konzert
zugeſagt, zu einer Beſprechung eingeladen. Es waren
Träger der vornehmſten Namen in der Stadt, die ſich hier
verſammelt hatten.
Plaudernd ſtand oder ſaß man umher. Ernſt Brand
fehlte noch; er käme ſpäter, da er den Turrido in der
Ca=
valleria zu ſingen hätte.
Weißt Du, Aſta, ſagte Hildegard von der Oſten zu
ihrer Freundin, der hübſchen, pikanten, jungen Frau von
Lügern, ich freue mich rieſig, daß man auf dieſe Weiſe mal
den kühnen Sänger kennen lernt! Ich ſchwärme doch ſo
ffür ihn — er iſt auch einzig! Haſt Du ihn als Siegfried
ſeſehen? Ich hätt ihn küſſen können, ſo gefiel er mir —
Du, du, laß das nur Reginald Maltzahn nicht hören,
meckte Aſta Lügern, er iſt ſonſt imſtande und bringt uns
mmit ſeiner Begleitung um die Ecke — und Du weißt, daß
iwir mit unſeren Duetten Ehre einlegen wollen!
Ach der! Um ihn iſt mir nicht bange, machte
Hilde=
ſard etwas geringſchätzig, — und Du kannſt ſagen, was
Dn wilt Drud ſ ſiſß ine Su mer nick ſo, wel
Du jetzt verheiratet biſt! Wie haſt Du im vorigen Jahre
z. B. für Niberg geſchwärmt, m’amie — das war ſchon
nicht mehr ſchön, und der kann überhaupt nicht ran an
Brand — Brand iſt einzig — wiederholte ſie mit Nachdruck
nicht wahr, Gretelein? wandte ſich Hildegard an dieſe,
die ganz in ihrer Nähe ſtand.
Ja, kam es zögernd von deren Lippen.
Na, das ſagſt Du ſo, ſo — nüchtern, chérie — aber
freilich, Du kennſt ja nichts weiter, haſt für nichts anderes
Intereſſe als für Deine Violine — ich glaube, Dein Ideal
iſt der alte Böttge, Dein Lehrer —
Die jungen Mädchen lachten.
Darf man den Grund Ihrer Heiterkeit erfahren, meine
Damen? Mit dieſen Worten trat ein Her zu den dreien,
dem man unſchwer den Offizier in Zivil anſah.
Gewiß, Herr von Maltzahn — ich ſagte, daß Herr
Brand, unſer Heldentenor, ein entzückender Menſch iſt
und etwas herausfordernd blitzten Hildegards kecke, graue,
Augen ihn an.
Die beiden ſtanden ſtets etwas auf dem Kriegsfuß;
trotzdem ſprach man von der vorausſichtlichen Verlobung
der beiden faſt wie von einer vollendeten Tatſache.
Die Anweſenden natürlich ausgenommen, entgegnete
Kenand, ſchſtewduſt ſen blandes Bürihen derdend unr
hatte damit die Lacher auf ſeiner Seite.
Auf die Aufforderung der Generalin nahm man
Platz, und die Erſchienenen teilten mit, was ſie vorzu
tragen gedächten.
Das Programm wurde feſtgeſetzt, und Herr
Regier=
ungsrat von der Oſten, Hildegards Vater notierte da
Nötigſte.
Mit ihrer klangvollen, tönenden Stimme las Fräu
lein Barth den formvollendeten Prolog vor, der tiefen
Eindruck auf die Anweſenden machte.
Margareta wollte eine Romanze von Beethoven, ſo
wie ein Chopinſches Nocturne darbieten.
Es wurde vereinbart, daß das Konzert ſchon
End=
der folgenden Woche ſtattfinden ſollte, damit es nicht 3!
nahe vor dem Feſie wäre.
Endlich wurde Herr Brand gemeldet.
Erwartungsvoll ſah Hildegard nach der Tür — ic
bin neugierig, wie er in Zivil ausſieht, ſagte ſie leiſe zu
Aſta, dann einen Augenblick ſpäter — famos, er hat
Haltung
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298.
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hys. Es heißt wohl, wenn man Paris von der
ſchlech=
ten Seite kennen lernen will, ſo braucht man nur in der
Regenzeit dort einzutreffen; nun davon merkten die
Teil=
nehmer an der „Reiſe durch Paris”, zu der Monſieur
le Profeſſeur Berryer vom Cercle Frangais die
Führ=
ung übernommen hatte, nichts. Sie konnten im warmen
Gartenſaal des Saalbaues am Montag abend, trotz dem
Regen, in beſter Stimmung alle jene Schönheiten an ſich
vorüberziehen laſſen, wie Louvre, Tuilerien, Arc de
Tri=
omphe, Madeleine= und Notre Damekirche, Champs
Ely=
ſées. Große Oper, Rue Rivoli, Place deſa Concorde, Place
la Baſtille, de la République, Trocadéro und wie ſie alle
heißen mögen. Neben den alten Meiſterwerken der
Archi=
tektur mit ihrer eigenen Geſchichte zeigten ſich auch die der
modernen Baukunſt, das Rathaus und der würdigſte
Re=
präſentant des Menſchengenies, der impoſante Eiffelturm.
Man ſah das monumentale Napoleonsgrab neben dem
maleriſchen Treiben auf und an der Seine und die typiſchen
Straßenverkäufer. Monſieur Berryer verſtand den toten
Bildern durch begleitende Worte Leben einzuflößen. Er
ſagte uns was wohl die Suppenverkäuferin an der
Markt=
halle zu erzählen wiſſe, daß bei einem Kriegsausbruch ihn
die Senatoren ausfechten könnten und noch ſo manches
an=
dere. Trotz ſeinen erſichtlichen Anſtrengungen langſam und
deutlich zu ſprechen, dürfte wohl das Publikum die
ſo=
genannte Pointe in den kleinen Erzählungen nicht immer
herausgefühlt haben, dazu gehört ſchon ein Aufenthalt
un=
ter den witzigen Franzoſen ſelbſt. Das Publikum folgte
mit großem Intereſſe den Ausführungen des Vortragenden
und den zahlreichen Lichtbildern und ſpendete am Schluß
lebhaften Beifall.
In der kurzen Spanne Zeit eines Vortrages kann
ſelbſt=
verſtändlich nur alles flüchtig geſtreift werden und in
un=
ſarer verwöhnten Zeit möchte man „Paris” lieber in
lebenden Photographien ſehen, denn das Gewoge der
Großen Boulevards und das Leben der Modewelt ſind
Hauptanziehungspunkte von Seinebabel. Auch vermißten
wir bei den Bildern die ſtattliche Sacré=Coeurkirche
und das in Deutſchland intereſſierende Grab unſeres
Heinrich Heine auf dem Montmartre=Friedhofe,
Luſtfahrt.
sr. Die Reſultate der Ballon=
Ziel=
fahrt, die der Berliner Verein für Luftſchiffahrt am
1. Dezember d. J. von Schmargendorf aus veranſtaltete,
werden jetzt vom Preisgericht bekannt gegeben. Die
Mitfahrer der fünf ſiegenden Ballone erhielten ſilberne
Erinnerungsbecher. Es wurden fünf Preiſe ausgeſetzt.
Dieſelben fielen der Reihe nach an Ballon „Anhalt”
(Führer Gebauer), Landungsort Groß=Mölln, 20,5
Kilo=
meter vom Ziel entfernt; „Magdebura” (Führer Dr.
Henoch), Groß=Mölln, 22,5 Kilometer; „Leipzig” (Führer
Apfel), Reetz, 30 Kilometer; „K. Ae.=K. IV‟ (Führer
Schu=
bert), Zuchoch, 31 Kilometer; „Lübeck” (Führer Meckel),
Nautikow bei Reetz, 32 Kilometer. — Die Fahrer der
übri=
gen geſtarteten acht Ballone gehen preislos aus. Sie
lan=
deten 33 bis 72 Kilometer vom Ziel entfernt.
Sport, Spiel und Turnen.
* Lawn=Tennis. Die engliſche Lawn=
Ten=
nis=Davis=Cup=Mannſchaft ſpielte in
Bris=
bane (Queensland) gegen eine repräſentative auſtraliſche
Mannſchaft und es gelang ihr, auch hier alle Spiele zu
gewinnen. Im Doppelſpiel ſiegten Beamiſh=Dixon über
Mac Lean=John, ſowie Parke=Lowe über Ratten=Exton.
Die beiden Einzelſpiele wurden von Dixon und Lowe
gegen Mac Lean bezw. Exton gewonnen.
* Pferdeſport. Züchter=Prämien. Die Liſte
der Züchter=Prämien wird jetzt fortgeſetzt. Da der Union=
Klub nicht weniger als 131047 Mark und der Berliner
Renn=Verein 37100 Mark verausgabten, ſo bedeuten dieſe
Ziffern unter Hinzuziehung der ſchon früher
veröffent=
lichten Züchter=Prämien recht anſehnliche Beträge für die
deutſchen Vollblutzüchter. Der Hauptanteil der Prämien
fiel an Freiherrn von Münchhauſen, der 11855 Mark
er=
hielt. Es folgen C. von Lang=Puchhof mit 8910 Mark,
Freiherr S. A. von Oppenheim mit 7840 Mark, Fr.
Be=
nary mit 6490 Mark, W. Sulzberger mit 6350 Mark, A.
und C. von Weinberg mit 6335 Mark, Major von Goßler
mit 5190 Mark, C. G. Moeller mit 5000 Mark, E. und W.
Biſchoff mit 4400 Mark, P. Pakheiſer mit 2420 Mark und
Graf Hermersberg mit 3280 Mark.
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Staats=
lebens, des Kriegs= und Verkehrsweſens, Architektur.
Malerei und des Kunſtgewerbes, der Erziehung und
Bildung, der Wiſſenſchaft und Technik. Es ſind
präch=
tige, meiſt ganz unbekannte oder wenig bekannte Bilder
aus den verſchiedenen Jahrhunderten des Mittelalters.
Ein überreiches Leben ſtaatlicher, wirtſchaftlicher und
gei=
ſtiger Betätigung flutet an uns vorüber, weitet unſeren
Blick für die Schönheiten unſerer Heimat und erſchließt
uns ein kulturelles Neuland. Ueberall greift der Text
erklärend ein und ergänzt das Bild dieſer hohen,
eigen=
artigen Kultur. Die Ausſtattung des Werkes iſt
muſter=
haft, der Einband prächtig, die Reproduktion
einwand=
frei. Kurz, man muß ſtaunen, wie etwas derartiges für
ſolch billigen Preis geboten werden kann.
— Soeben erſchienen: Hiſtoriſche Romane großer
Männer und Frauen, Band I: Die Gräfin von
Caſtiglione. Der Roman einer Favoritin nach ihren
unveröffentlichten Briefen und den Fürſtenbriefen (1840
bis 1900). Hiſtoriſcher Roman von Frédéric Loliée.
Preis 4 M., eleg. geb. 5 M., in echtem Pergamentband
7,50 M. Verlag von Otto Beckmann, Berlin=Wilmersdorf.
Das ſpannendſte, intereſſanteſte Buch, das jeder Gebildete
geleſen haben muß. Das Leben dieſer Freundin Napo=
leons, bisher in geheimnisvolles Dunkel gehüllt, iſt nicht
nur an ſich reich an ſpannenden und pikanten Erlebniſſen,
der Autor Frédérie Loliée, der Schriftſteller des zweiten
Kaiſerreichs, hat mit Bienenfleiß alle jene bisher
unbe=
kannten Erlebniſſe dieſer intereſſanten Frau zu einem
geiſt=
ſprühenden Roman von dramatiſcher Kraft
zuſammenge=
ſtellt, indem er nur die Wahrheit entdeckte, die ihm
glück=
liche Zufälle entſchleiern halfen. Roſe Auſterlitz, die
be=
kannte Ueberſetzerin, gab dem Buche in deutſcher Sprache
jene Formvollendung, die das Leſen dieſes feſſeinden
Buches zu einer berauſchenden Freude macht. In Paris
bedeutete das Erſcheinen dieſes Buches eine Senſation.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. Dez.: Dem Poſtſchaffner
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Kellner Friedrich Wilhelm vom Lehn, Mathildenpl. 2,
eine T. Eliſabeth Emma und ein S. Arthur. Am 14.:
dem Aushilfsſchaffner Ihs. Lortz, Dieburger Straße 18,
ein S. Karl. Am 10.: dem Schaffner und Wagenführer
bei der elektriſchen Straßenbahn Friedrich Fornoff,
Darmſtraße 27, ein S. Willi. Am 14.: dem Eiſendreher
Johannes Barth, Helfmannſtr. 58, ein S. Jean Joſef.
Am 11.: dem Kaufmann Alter Chiel Kupfer, Obergaſſe
Nr. 20, eine T. Roſa. Am 12.: dem Elektromonteur
Hein=
rich Peter Wilhelm Ackermann, Arheilger Straße 82,
eine T. Kath. Thereſe Elmene. Am 11.: dem Buchdrucker
Philipp Wießmann, Gartenſtraße 20, eine T. Hildegard
Margarete Olga Martha. Am 14.: dem Werkzeugſchloſſen
Ludwig Arndt, Grafenſtraße 15, eine T. Mary. Am
16.: dem Schreiner Johann Krämer, Neue Ireneſtr. 22,
eine T. Elſe. Am 15.: dem Schreiner Leo Niebling,
Feldbergſtraße 32½, eine T. Anna Berta. Am 13.: dem
Finanzaſpirant Johann Heinrich Erb, Parcusſtr. 3,
eine T. Eliſabetha.
Aufgebote. Am 13. Dez.: Dekorateur Franz Joſeph
Engels mit Anna Chriſtine Marg. Kremer beide in
Frankfurt a. M. Am 16.: Architekt Diplom=Ingenieur
Willy Cahn in Hagen i. Weſtf. mit Regina Martha=
Salomon, Wendelſtadtſtraße 38.
Eheſchließungen. Am 10. Dez.: Schuhmacher Joſeph
Wörtche mit Wilhelmine Klau geb. Andrees, beide
hier. Am 12.: Bäckermeiſter Johs. Schmidt in
Hoch=
ſpeyer mit Eliſab. Kollmannsperger in Wattenheim=
Kellner Adolf Stahl mit Marg. Bott, beide hier.
Kutſcher Johann Dippel mit Anna Fleiſchmann, beide:
hier. Am 14.: Fabrikarbeiter Alexander Schlagberger
mit Köchin Margareta Traunfelder, beide hier.
Ser=
geant Heinrich Dietrich mit Eliſabetha Lorz, beider
hier. Großh. Regierungsbaumeiſter Adolf
Mangold=
mit Eliſabeth Müller, beide hier. Schreiner Wilhelmt
Friederich mit Eliſab. Scheidler, beide hier.
Geſtorbene. Am 12. Dez.: Privatin Anna Croes,
73 Jahre, ev., Stiftſtraße 89. Schneider Chr. Walther,
34 Jahre, ev., Eliſabethenſtraße 58. Eliſabeth
Hölzel=
geb. Rothermel, Ehefrau des Landwirts, 61 Jahre, ev.,
Schwanheim. Anna Margarete Hönig, T. des
Loko=
motivheizers, 8 Mon., ev., Riedeſelſtraße 72. Klara
Dietrich, T. des Fuhrmanns, 1 Jahr, ev., Schloßgaſſe
Nr. 12. Am 13.: Anna North geb. Beſend, Ehefrau des
Werkführers, 54 Jahre, kath., Landwehrſtraße 8. Privatier
Friedrich Gröninger, 90 Jahre, kath., Kirchſtraße 27.
Am 14.: Güterbeſteller Johann Gerber, 44 Jahre, katha
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Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
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Ludwigsdorff. — Pfarrer Wilhelm Hoffmann: Hagelfeiertage.
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im 17. und 18. Jahrhundert. — Felix Freiherr von und zu Gilſa: Zur
Vorgeſchichte des Löwenſteiner Grundes. — Stadtpfarrer D. Dr. Wilhelm
Diehl: Speiſezettel eines Jubiläums=Feſteſſens vor 160 Jahren. — Kleinere
Mitteilungen: Schweizer im Odenwald.—Chriſtiane Albertina Lichthammer.
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Nummer 298.
Seite 28.
Erſte Kammer der Stände.
8. Sitzung.
St. Darmſtadt, 17. Dezember
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Exz.,
Geheimerat Dr. Becker, Miniſterialrat Hölzinger,
Oberregierungsrat Graef, Geh. Oberforſtrat Dr.
Walther.
Präſident Graf v. Schlitz gen. v. Görtz eröffnet die
Sitzung um 12¼ Uhr mit Verleſung mehrerer
Entſchul=
digungen: U. a. teilt Prinz zu Solms=Braunfels
mit, daß er krankheitshalber gezwungen iſt, ſeine
Mit=
gliedſchaft im Finanz= und Vereinfachungsausſchuß
nie=
derzulegen.
Staatsminiſter Ewald Exz. ſtellt dem Hohen Hauſe
als neuen Regierungskommiſſar den Herrn
Oberregier=
ungsrat Graef vor.
Danach wird in die Tagesordnung eingetreten.
Einige Wahlen werden zurückgeſtellt und das Haus berät
zuerſt die Regierungsvorlage, Entwurf eines Geſetzes,
die Ausführung der Landwirtſchaftlichen
Unfallverſicherung
betreffend, und in Verbindung damit den Antrag der
Ab=
geordneten Senßfelder und Gen., die Abführung der
Beiträge zur Land= und Forſtwirtſchaftlichen
Berufsge=
noſſenſchaft betreffend. — Geh. Juſtizrat Dr.
Klein=
ſchmidt erſtattet kurzen Bericht als Ausſchußreferent,
indem er in großen Zügen die Neuerungen erörtert, die
die Vorlage bringt. In der Einzelberatung werden die
Artikel 1, 2, 3, 4 nach den Ausſchußanträgen in der von
der Zweiten Kammer beſchloſſenen Faſſung angenommen.
Zu Artikel 5 wurde in der Zweiten Kammer
bekannt=
lich mit Zuſtimmung der Regierung eingefügt als Poſ. b):
„inſolange die Land= und Forſtwirtſchaftliche
Berufsge=
noſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen die
Gärtnerei=
betriebe umfaßt, einen Vertreter der ſelbſtändigen
Han=
delsgärtner Heſſens, den Unſer Miniſterium zu beſtellen
berechtigt iſt.”
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz.: Der Ausſchuß dieſes Hohen Hauſes hat angeregt,
nachdem die Zweite Kammer den Gärtnereibetrieben eine
Vertretung verſchafft, nunmehr auch den Waldbeſitzern
das Recht auf eine Vertretung im Ausſchuſſe einzuräumen.
Die Regierung glaubt, dieſer Anregung nicht ſtattgeben
zu ſollen, da die Intereſſen der Waldbeſitzer genügend
vertreten werden durch das Finanzminiſterium. Die
In=
tereſſen des ſtaatlichen Waldbeſitzes und die des privaten
Waldbeſitzes ſind gerade in Beziehung auf die
Berufs=
genoſſenſchaft ſo gleichartige, daß es wohl
ſelbſtverſtänd=
lich iſt, daß die vom Finanzminiſterium ernannten
Ver=
treter, die ja wohl Mitglieder der oberſten Forſtbehörde
ſein werden, folgerichtig auch die Intereſſen der
Privat=
waldbeſitzer vertreten werden. — Der Ausſchuß und das
Hohe Haus ſind damit einverſtanden und ſtimmen dem
Be=
ſchluß der Zweiten Kammer zu. Die Artikel 6 und 7
wer=
den in der Faſſung der Zweiten Kammer angenommen.
Zu Artikel 8 hatte bekanntlich die Zweite Kammer im
Abſatz 2 die Worte „nach Anhörung” in „mit
Zuſtim=
mung” abgeändert. Der Ausſchuß der Erſten Kammer
hält es für richtig, daß das Miniſterium des Innern vor
einer Ernennung des Vorſitzenden und des Stellvertreters
die Genoſſenſchaftsverſammlung anzuhören hat und
bil=
ligt deshalb die Faſſung, wie ſie urſprünglich vom
Aus=
ſchuß der Zweiten Kammer vorgeſchlagen war. Der
Aus=
ſchuß beantragt daher: Annahme des Artikels 8 in
der Faſſung Zweiter Kammer unter Abänderung der
Worte „mit Zuſtimmung” in die Worte „nach.
Anhör=
ung‟. — Ausſchußberichterſtatter Geh. Juſtizrat Dr.
Kleinſchmidt: Die Regierung hat erklärt, daß ſie
mit dem Beſchluß der Zweiten Kammer mit der Aenderung
in „mit Zuſtimmung” nicht einverſtanden ſein könne. Der
Zweite Ausſchuß des Hohen Hauſes hat ſich der
Auffaſ=
ſung angeſchloſſen und hält an der früheren Faſſung feſt.
Ich bitte, den Antrag anzunehmen.
Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Ebenſo in der Faſſung der Beſchlüſſe Zweiter Kammer
die Artikel 9—12.
Zu Artikel 13 führt Berichterſtatter Geh.
Juſtiz=
rat Dr. Kleinſchmidt aus: Der Ausſchuß hat ſich
mit der Anſicht, daß die Beiträge von den
Grundeigen=
tümern erhoben werden, nicht einverſtanden erklären
kön=
nen. Dagegen beantragt der Ausſchuß die Annahme des
Artikels 13 in der Faſſung der Regierungsvorlage unter
Beifüaung folgender Beſtimmung zu
Ab=
ſatz 1: „Wird indes der Betrieb ganz oder teiſweiſe für
Rechnung eines anderen geführt, ſo hat dieſer den
bezahl=
ten Beitrag an den Grundeigentümer zurückzuerſtatten.
Bei Streit über die Erſtattung finden die Vorſchriften des
Abſ. 3 des § 1009 R.=V.=O. Anwendung.”
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz.: Da der vom Zweiten Ausſchuß des Hohen Hauſes
beſchloſſene Zuſatz mit der Reichsgeſetzgebung im
Ein=
klang ſteht, hat die Regierung nichts dagegen zu erinnern,
wenn der Antrag angenommen wird.
Fürſt zu Leiningen weiſt als Vorſitzender des
Zweiten Ausſchuſſes darauf hin, daß dieſer zunächſt auf
dem Standpunkte ſtand, daß die Beiträge nicht von dem
Verpächter, ſondern vom Pächter zu erheben ſind. Die
Reichsverſicherungsordnung hat mit Recht den
Betriebs=
unternehmer als denjenigen bezeichnet, der die Beiträge
zu zahlen hat. Der Beſitzer, der ſeinen Beſitz verpachtet,
hat keine Vorteile von der Verſicherung, ſondern der
Päch=
ter, alſo hat dieſer rechtlich auch die Beiträge zu zahlen.
Die Regierung hat erklärt, daß ſie für die
Forſtverwalt=
ung, da die Erhebungskoſten uſw. unverhältnismäßig hohe
wären, ſpäter die Beiträge auf die Staatskaſſe übernehmen
will. Ich bin derMeinung, daß das nicht der richtigeWeg iſt.
wenn das Reichsgeſetz vorſchreibt, daß die Pächter die
Beiträge zu zahlen haben. Die der Staatskaſſe
erwach=
ſende Belaſtung läßt ſich wohl gut anderweit verwenden.
Den Privatunternehmern iſt es ſchwer, dem Beiſpiel des
Staates zu folgen. Der heute vorgeſchlagene Zuſatz
be=
deutet die Aufgabe vieler Wünſche; er bedeutet, daß dier
vom Verpächter vorgeſchoſſene Summe zurückzuzahlen iſt.
Redner bittet, den Antrag anzunehmen.
Domkapitular Dr. Bendix möchte darauf hinweiſen,
daß auch dieſe Beſtimmung wieder eine Belaſtung der
Beſoldungsgüter bedeutet. — Miniſter des Innern von
Hombergkzu Vach Exz.: Das Vorgeſchlagene iſt
be=
reits in dem Geſetz von 1902 vorgeſehen und bedeutet
da=
gegen keine Aenderung., — Der Ausſchußantrag
wird dann angenommen. Ebenſo nach der
Faſ=
ſung der Beſchlüſſe Zweiter Kammer die Artikel 14 und 15.
Zu Artikel 16 ſtellt Fürſt Karl zu Solms=
Hohenſolms=Lich den Antrag, dem Artikel am
Schluſſe folgenden Zuſatz zuzufügen: „Die Friſt der
Offen=
legung iſt den auswärts Wohnenden ſchriftlich mitzuteilen
oder im Kreisblatt bekannt zu machen.”
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach=
Exz.: Die Bedenken, die dieſem Antrag entgegenſtehen,
liegen ausſchließlich auf materiellem Gebiete. Da die
Summe aber wohl nicht hoch iſt, hat die Regierung nichts
dagegen einzuwenden. — Der Antrag wird dann
angenommen. Ebenſo ſämtliche übrigen
Artikel in der Faſſung der Beſchlüſſe der
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Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 29.
Zweiten Kammer und damit das ganze
Geſetz.
Hiernach hält Finanzminiſter Braun Exz. den
gleichen Vortrag über
den Hauptvoranſchlag für 1 913,
der im Bericht über die Verhandlungen Zweiter Kammer
tim Auszuge mitgeteilt wird. — Präſident Graf von
SSchlitz gen. von Görtz ſpricht dem Herrn
Finanz=
miniſter am Schluſſe herzlichſten Dank für ſeine
intereſſan=
ten und erfreulichen Darlegungen aus.
Das Hohe Haus berät dann den dringlichen Antrag
der Abgg. Adelung und Gen., den Geſetzentwurf über
die Abänderung des Geſetzes,
die Beſoldungen der Staatsbeamten
vom 9. Juni 1898 betreffend.
Fürſt zu Iſenburg=Birſtein verlieſt hierzu
eine längere Erklärung, an deren Schluß der
er=
weiterte Erſte Ausſchuß beantragt:
1. Die Erſte Kammer bedauert, daß dem Initiativantrag
der beiden Kammern in Druckſache Nr. 200 ſeitens der
Regierung keine Folge gegeben wurde.
2. Die Erſte Kammer nimmt die in dem Schreiben der
Regierung vom 5. Dezember 1912 enthaltenen
Erklär=
ungen an.
3. Die Erſte Kammer beharrt zunächſt auf ihrem
Initia=
tivantrag bis zu einer dieſe befriedigenden Löſung
der beſtehenden Differenzen.
4. Den Antrag der Abgg. Adelung und Gen. damit für
erledigt zu erklären.
Finanzminiſter Braun Exz.: Auf die vom Heorn
Referenten erwähnten Verhandlungen im Ausſchuß, über
die ja ein genaues Protokoll nicht geführt wird kann ich
mich heute nicht mehr genau erinnern. Ich kann aber
darauf hinweiſen, daß für mich kein Anlaß zu einer
Er=
klärung beſtand, nachdem die Regierung früher ſchon eine
ablehnende Erklärung ſchriftlich der Zweiten Kammer
ab=
gegeben hatte. Es iſt doch nicht angängig, daß ein Miniſter
eine Erklärung abgibt, die mit einer früheren wiederholten
Erklärung des Staatsminiſteriums als Ganzes in
Wider=
ſpruch geſtanden hätte.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz.: Ich kann mich den Worten des Herrn
Finanz=
miniſters anſchließen und möchte hinzufügen, daß ich bei
der Zuſage, die ich im Finanzausſchuß gegeben, mit
keinem Gedanken an den Initiativantrag gedacht habe.
Es iſt das wohl begreiflich, wenn die Herren in
Erwäg=
ung ziehen, daß ſich die Verhandlungen im
Finanzaus=
ſchuß ſchließlich doch im Weſentlichen dahin
zuſammen=
gezogen hatten, wie und ob die Wünſche der Lehrer
be=
rückſichtigt werden können oder nicht. Der Gedanke an die
Kammerbeamten hat mie begreiflicher Weiſe ferner
ge=
legen, als die anderen großen Fragen. Daß ich den
Initiativantrag als etwas ganz ſelbſtverſtändliches
be=
trachtet habe, geht auch daraus hervor, daß ich einem
Mit=
glied dieſes Hohen Hauſes auf die Frage, wie es mit dem
Initiativantrag werden würde, geantwortet habe,
„darüber werden wir uns wohl auch ſchon noch einigen.”
Ich glaube, man kann aus dem Schweigen der Regierung
wohl nicht die Folgerung ziehen, daß ſie, bewußt dem
Initiativantrage zugeſtimmt hat. Namentlich auch nicht,
wenn man die Erklärungen in Betracht zieht, die der
Herr Geheime Staatsrat Krug von Nidda ſeinerzeit für
den erkrankten Herrn Staatsminiſter in der Zweiten
Kammer abgegeben hat.
Fürſt zu Stol berg=Roßla kann ſich den
Dar=
legungen der Regierung nicht anſchließen. Im Ausſchuß
konnte man nicht im Zweifel darüber ſein, daß die
Regier=
ung dem Initiativantrag völlig zuſtimme.
Staatsminiſter Ewald Exz.: Ich kann im
Weſent=
lichen auf meine Ausführungen in der Zweiten Kammer
verweiſen, die ja wohl zur Kenntnis der Hohen Herren
gelangt ſind. Nur auf eines möchte ich hier noch
zurück=
kommen. Es iſt ausgeführt worden, daß es ſich in dem
Initiativantrage nur um ein Proviſorium handeln ſollte.
Das iſt aber aus dem Initiativantrage nicht
herauszu=
leſen. Daß der Initiativantrag vielmehr ein definitiver
Regelungsvorſchlag, iſt auch aus ſeinem Schlußſatz zu
erſehen, in dem gefordert wird, daß zu dieſen
Gehakts=
ſätzen noch die Gehaltsſätze hinzukommen, die bei den
Vorlagen der organiſchen Beſoldungsordnung beſchloſſen
werden. Es hat ſich alſo zweifellos nicht um ein
Provi=
ſorium gehandelt. Gerade dieſer Punkt hat bei uns
Be=
denken hervorgernfen. Ich habe ſchon geſagt, wenn der
Kammer ihre Beamten näher ſtehen, als die übrigen
Staatsbeamten, ſo iſt das begreiflich, aber es iſt ein
Standpunkt, den die Regierung nicht teilen kann.
So=
lange die Kammerbeamten in dem Verband der
Zivil=
ſtaatsdiener bleiben, müſſen ſie ſich den für dieſe
gelten=
den Beſtimmungen fügen, die übrigen Beamten würden
das ſonſt mit Recht als eine Zurückverſetzung anſehen.
Der zweite Grund liegt für uns in der Anſtellung der
Beamten. Das Recht der Anſtellung durch den
Kammer=
präſidenten kennt man wohl in anderen Staaten, aber
dieſe ziehen dann auch die Konſequenzen daraus. In
Preußen z. B. ſtehen dieſe Beamten ausſchließlich unter
der Verantwortung und der Diſziplin des Präſidenten.
Das wollte der Initiativantrag aber nicht, die
An=
ſtellung durch den Großherzog ſollte beibehalten werden.
Dieſer Regelung können wir nicht zuſtimmen. Es geht
doch nicht, daß man einen Beamten anſtellt eventuell
gegen den Willen eines Miniſters, dem gleichen Miniſter
aber die Verantwortung für ſeine Dienſtführung des
Beamten überläßt.
Es ſprechen noch weiter zu der Sache im Sinne der
Ausſchußerklärung die Herren Oberbürgermeiſter Göt
telmann, Frhr. von Heyl, Fürſt Iſenburg
Birſtein. — Dann wird der
Ausſchußan=
trag angenommen.
Wegen der vorgerückten Zeit wird die Sitzung um
½3 Uhr abgebrochen. — Nächſte Sitzung Mittwoch
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inichts anderes übrig blieb, als die Gallenblaſe herausnehmen zu
flaſſen. Leider war die Folge davon eine ſchreckliche. Nachdem die
Wunde vernarbt war, kamen die Koliken wie zuvor, ja noch
furcht=
barer. Nach jeder Mahlzeit bekam ich Magenkrämpfe und Erbrechen,
ſſo daß ich bis faſt zum Skelett abmagerte. Mein Zuſtand war ein
hoffnungsloſer und qualvoller, und als ich wieder operiert werden
ſollte, ließ ich es nicht zu und griff zu den Dunpillen.
Gleichzeitig legte ich mir ein etwa 20 cm breites Dunpflaſter wie
einen Gürtel um den Leib. Wie ein Wunder, verſpürte ich faſt
taugenblicklich Linderung, die Krämpfe und das Erbrechen ließen nach
jund ich konnte wieder beſſer eſſen. Nach 3—4 Wochen hatte ich
ibereits 10 Pfund zugenommen. Nach einigen Wochen bekam ich
moch einmal 2 Tage lang heftige Kolik, wobei der zurückgebliebene
Gallenſtein, der bei der Operation nicht gefunden worden war,
abging. Von dieſem Tage an, während ich Pillen und Salbe weiter
nehme, habe ich bereits 1 Jahr lang weder Koliken, noch Krämpfe,
noch Erbrechen uſw. gehabt und außerdem weitere 25 Pfund
zu=
genommen, ſo daß ich mein altes Gewicht wieder habe und alle
ſſchweren Hausarbeiten wie früher verrichten kann, ja daß ich mich
noch lebensfroher und geſünder fühle. — Im vergangenen Sommer
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 31.
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Mitwoch, 13. Dezenber.
1912.
Zweite Kammer der Stände.
4 2. Sitzung.
St. Darmſtadt, 17. Dezember.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Wirkl. Geheimerat Krug
v. Nidda, Miniſterialrat Dr. Kratz Geh.
Oberfinanz=
rat Dr Rohde, Legationsrat Dr. Neidhart.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10¼ Uhr
und gibt dem Hauſe Kenntnis von einem Schreiben des
bayriſchen Abgeordnetenhauſes, in dem dieſes der Zwei=
Iten Kammer offiziell Kenntnis gibt von dem Ableben des
Prinz=Regenten Luitpold von Bayern und für das dem
Abgeordnetenhauſe ausgeſprochene Beileid den
verbind=
lichſten und wärmſten Dank ausſpricht.
Vor Eintritt in die Tagesordnung erteilt der
Prä=
ſident dem Finanzminiſter Dr. Braun das Wort zu einem
Vortrag über den
Hau ptvoranſchlag
der Staatseinnahmen und=Ausgaben
für das Etatsjahr 1913.
Bei einer früheren Gelegenheit konnte mitgeteilt
wer=
den, daß Ihnen künftig wieder bei Vorlage neuer
Haupt=
voranſchläge mündlich über deren Abſchluß und Inhalt
und dabei auch über die Finanzlage im allgemeinen
Vor=
trag erſtattet werden ſolle. Das gleiche Verfahren war
bis zum Etatsjahr 1902/03 bei uns und iſt im Reich wie
in den anderen Bundesſtaaten üblich. Allerdings kann
Ihnen dabei heute nur die vorhin verteilte
Ueber=
ſicht über die für 1913 veranſchlagten
Staats=Einnahmen und=Ausgaben nebſt
Vergleich dieſer Zahlen mit denen des Vorjahres
vorge=
legt werden. Mit Ermächtigung Seiner Königlichen
Hoheit des Großherzogs kann Ihnen aber die Uebergabe
des vollſtändigen Hauptvoranſchlags=
Ent=
wurfs und des Finanzgeſetz=Entwurfs für
die allernächſten Tage zugeſichert werden; die Anlagen
zum neuen Budget ſind dem Finanzausſchuß bereits
zu=
gegangen.
Im Anſchluß an die Ueberſicht ſei es geſtattet, das
Folgende zu bemerken:
Die ſchon in den Denkſchriften zu den
Hauptvor=
anſchlägen 1911 und 1912 betonte Beſſerung der
wirt=
ſchaftlichen Verhältniſſe hat angedauert. Sie beeinflußt
entſprechend das gegenwärtige Bild unſerer Staats=
Efinanzen. Ziffermäßig bekunden dies der Abſchluß
Lder Verwaltungsrechnungen des
Ctats=
jahres 1911 und das vorausſichtliche Er=
Agebnis des Etatsjahres 1912. Der Ihnen
ſeinerzeit vorgelegte Entwurf eines Hauptvoranſchlags
für 1911 ſah Ausgleich der Verwaltungs=Einnahmen und
L=Ausgaben vor, indem er die Wirkungen eines zugleich
Emit ihm, übergebenen Vorſchlags zur Aenderung der
Vorſchriften über die Tilgung der Staatsſchuld und über
den Ausgleichsfonds in ſeinen Anſchlägen zum Ausdruck
brachte. Dieſer Vorſchlag wurde damals nicht weiter
be=
handelt; die erwähnten Vorſehungen des Etatsentwurfes
wurden nach dem für 1911 verabſchiedeten ſogenannten
Nottilgungsgeſetz und nach den Vorſchriften des alten
Ausgleichsfondsgeſetzes geändert. Dabei ergab ſich ein
Etatsüberſchuß von 2070 274 Mk. 41 Pfg., der einem
be=
iſonderen Fonds zur Verfügung der geſetzgebenden
Fak=
toren dem „Reſtefonds”, zugeführt wurde. Der Abſchluß
der Rechnung 1911 ergab nun außer dieſem Ueberſchuß
einen weiteren von 1836 702 Mk. 93 Pfg., der ebenfalls
dem Reſtefonds zufloß. Ueber den Unterſchied dieſes
Er=
gebniſſes gegen den Hauptvoranſchlag werden ſich die
Ihnen demnächſt zugehenden, in den Mitteilungen der
Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik erſcheinenden „
Ergeb=
niſſe des Staatshaushalts 1911 im Vergleich mit dem
Hauptvoranſchlag 1911 und dem Ergebnis 1910”
ein=
gehender verbreiten. Aehnlich wie 1911 werden ſich,
ſo=
weit überſehbar, auch die Verhältniſſe des Etatsjahres
1912 geſtalten. Hier wies der Entwurf des Hauptvor=
Hanſchlags einen Ueberſchuß von 429743 Mk. 10 Pfg. auf,
der ſich bei den Verhandlungen in den Kammern auf
451815 Mk. 10 Pfg. erhöhte. Der endgültige Hauptvor=
Danſchlag zeigt einen Ueberſchuß von 2 175673 Mk. 94 Pfg.,
Lindem — ebenſo wie in 1911 — die in dem Entwurf
vor=
ägeſehenen Wirkungen des neuen Entwurfes eines damals
Ineu vorgelegten Tilgungsgeſetzes ausgeſchaltet und zum
Erſatz die Tilgungsſummen, die nach dem Notgeſetz für
(4912 erforderlich waren, ſowie die Beträge eingeſtellt
wurden die nach den Vorſchriften des alten Ausgleichs=
Efondsgeſetzes berechnet waren. Auch hier wird die
Rech=
nung noch einen weiteren Ueberſchuß erbringen, der ſich
Vzurzeit auf etwa 930000 Mk. veranſchlagen läßt.
Auch der Ausgleichs= und Tilgungsfonds
zeigt ein ähnliches Bild. Bei Aufſtellung des
Hauptvor=
anſchlags 1911 mußte angenommen werden, der Fonds
würde in dieſem Jahre aufgezehrt werden. Die ſtark
an=
ſteigenden Eiſenbahneinnahmen brachten aber, trotzdem
Bihnen nach dem früheren Ausgleichsfondsgeſetz der hohe
Betrag von 3 500000 Mk. zur Deckung von
Verwaltungs=
ausgaben entnommen werden mußte, dem Fonds in 1911
einen Zufluß von rund 1938 300 Mk; in 1912 werden ſie
ihm vorausſichtlich mindeſtens 1432000 Mk. zuführen.
Der Fonds, deſſen Höchſtbetrag nach Artikel 9 des neuen
Tilgungsgeſetzes vom 17. Juni 1. Js. 800 000 Mk.
be=
ſträgt, wird dann Ende 1912 vermutlich einen Beſtand
auf=
weiſen von rd. 5 707800 Mk.
Nicht unbefriedigend dürfen auch unter den
obwalten=
den Verhältniſſen die Zahlen genannt werden, die der
neue Hauptvoranſchlag und insbeſondere deſſen
Verwaltungsteil enthält. Die Einnahmen
zeigen vielfach höhere Anſchläge. So weiſen die
direk=
ten Steuern ein Mehr auf von rund 373 400 Mk., der
Stempel ein Mehr von 370 000 Mk die
Holzgel=
der ein Mehr von über 40000 Mk. Die im Ausgleichs=
und Tilgungsfonds gebundenen
Eiſenbahnein=
nahmen konnten mit faſt 1 230 000 Mk. mehr vorgeſehen
werden. Bei den Ausgabeanſchlägen zeigen ſich
die Wirkungen der Vereinfachungsbeſtrebungen und
Er=
ſparnismaßnahmen. Das ſtarke Anſteigen der
Schuldzinſen hat für 1913 nachgelaſſen, ebenſo das
ſtarke Anſteigen der Gehalte und
Schreibhilfe=
koſten. Auch die Ergebniſſe der Beitreibung der
direk=
ten Steuern in den letzten Jahren laſſen hoffen, daß mit
dem bisherigen Kredit für Ausfälle uſw. ausgereicht
werden kann, trotz höherer Veranſchlagung der
Einnah=
men. Der neue Etat ſchließt mit einem in den
Reſte=
ffonds fließenden Ueberſchuß von 2071947 Mk.=ab.
Ver=
glichen mit dem vorher erwähnten Ueberſchuß des
lau=
fenden Etats von 2 175674 Mk. ergibt ſich, rein äußer=
lich betrachtet Es erſcheint
vielmehr rechneriſch eine Verſchlechterung um 103 727
Mark, und bei Berückſichtigung der ſchon in den neuen
Etat eingeſtellten, für die Gehaltsaufbeſſerung der
Beam=
ten uſw. bewilligten Einnahmen ſogar eine ſolche von
rund 500 00 Mk. Wohl aber zeigt ſich der Etat, und zwar
um rund 560 000 Mk., gebeſſert, ſobald in beiden
Haupt=
voranſchlägen die von dem neuen Tilgungsgeſetz
berühr=
ten Einnahmen und Ausgaben — alſo der alte
Aus=
gleichsfonds und der neuen Ausgleichs= und
Tilgungs=
fonds, ſowie die mit beiden Fonds zuſammenhängenden
Einnahmen und Ausgaben — ausgeſchieden werden. Der
neue Hauptvoranſchlag iſt auch dadurch innerlich
ge=
beſſert, daß er Forderungen enthält, deren Aufnahme in
den Vermögensteil man bisher notgedrungen für
angängig gehalten haben würde, aber vom Standpunkt
ſtreng ſolider Finanzgebarung nicht zu billigen wäre. Es
ſind das u. a. noch zu erwähnende Forderungen im
Bau=
weſen und die Reblausvertilgungskoſten, alſo teils
Aus=
gaben nichtwerbender Natur, teils zugleich Ausgaben, die
leider als ſtändig wiederkehrende bezeichnet werden
müſ=
ſen. Die Uebernahme ſolcher Beträge in den
Verwalt=
ungsteil iſt auch von den Landſtänden ſchon öfters für
wünſchenswert erklärt worden. Für das Verhältnis
zum Reich iſt angenommen, daß für die Bundesſtaaten
an die Reichskaſſe mehr als 80 Pfg. auf den Kopf der
Be=
völkerung auch ferner nicht zu leiſten ſind. Erleichternd
bei der Aufſtellung des neuen Staatsvoranſchlags wirkte
der Umſtand, daß nun durch das Geſetz vom 17. Juli 1912
feſte Verhältniſſe für die Tilgung der
Staatsſchuld und für den Ausgleichs= und
Tilgungsfonds geſchaffen wurden, die in ihm
ent=
ſprechenden Ausdruck fanden. Auf die Frage der
Erhöh=
ung der Dienſtbezüge der Staatsbeamten,
Volksſchul=
lehrer uſw. glaube ich in dieſem Zuſammenhange nicht
eingehen zu müſſen.
Insgeſamt ſtellen ſich die Einnahmen
wie die Ausgaben des Verwaltungsteils
auf 73 652661 Mk.
Durch die bereits erwähnte Herübernahme gewiſſer
Ausgaben in den Verwaltungsteil beſſert ſich auch der
Vermögensteil. Zwar wird für
Eiſenbahn=
zwecke diesmal mehr gefordert als 1912, und zwar
rund 6 163 700 Mk. gegen 5 179 900 Mk. im Vorjahre. Die
gerade für dieſe Zwecke aufzunehmenden Anleihen ſind
aber ja unter einem anderen Geſichtspunkt zu beträchten
als andere Anleihen, auch werden ihre Zinſen und die
Til=
gungsbeträge aus den Eiſenbahnreineinnahmen beſtritten.
Die übrigen, durch Anleihen zu deckenden Forderungen
beſchränken ſich dagegen auf den Betrag von 396500 Mk.
Der Stand des Vermögens im engeren Sinne des Wortes
wird ſich Ende 1913 auf 512119 Mk. ſtellen, während er
im Hauptvoranſchlag 1912 auf Ende des laufenden
Etats=
jahres zu 331172 Mk. ermittelt wurde. Einnahmen
und Ausgaben des Vermögensteils
hal=
ten ſich mit 12 414858 Mk. das
Gleich=
gewicht.
Der Geſamtetat ſchließt mit 86067 519
Mark in Einnahme und Ausgabe ab.
Aus den Einzelheiten des
Hauptvoran=
ſchlags ſeien nur die weſentlichſten Punkte und
insbe=
ſondere die erheblicheren Abweichungen vom
Hauptvor=
anſchlage des laufenden Jahres hervorgehoben.
Unter der Hauptabteilung I: Reſte aus
früheren Jahren, iſt der beim Abſchluß der
Staats=
rechnungen des Etatsjahres 1911 verbliebene Reſt von
424 188 Mk. Einnahmen und 2658 Mk. Ausgaben
einge=
ſtellt. An ſich beträgt der Einnahmereſt 1836702 Mark
93 Pfg. mehr. Dieſer Betrag wurde aber, wie ſchon
er=
wähnt, nach Vorſchrift des vorigen Hauptvoranſchlages,
noch vor Rechnungsabſchluß dem Reſtefonds zugeführt.
Dem Reſtefonds floſſen bisher zu: aus 1910 der
rechnungsfähige Ueberſchuß von 2060 080 Mk., aus 1911
der unter Kapitel 116b des Hauptvoranſchlages
veraus=
gabte etatsmäßige Ueberſchuß von 2070 274 Mk. und der
beim Abſchluß der Rechnungen weiter ſeſtgeſtellte
Ueber=
ſchuß von 1836 703 Mk.; ſonach Stand des Fonds
Ende 1911 = 5 967057 Mark.
Die Hauptabteilung II: Domänen des
Großherzoglichen Hauſes weiſt, bei 6633 534
Mark Einnahme und 5379407 Mk. Ausgabe, einen
Ueberſchuß auf von 1254127 Mk. Er iſt gegen 1912 um
53 271 Mk. gewachſen.
Die Hauptabteilung III:
Staatsdomä=
nen, ſchließt mit einem Ueberſchuß von 17410 467 Mk.
ab, oder 1349178 (Mk. mehr, als 1912 vorgeſehen. Die
Einnahmen ſind zu 19 983 072 Mk. veranſchlagt, die
Aus=
gaben zu 2572605 Mk. Der Ueberſchuß der
Eiſen=
bahngemeinſchaft iſt bis jetzt fortdauernd weiter
geſtiegen. Der heſſiſche Anteil am Betriebsüberſchuß
betrug 1908 — 10610 150 Mk., 1909 — 13 535 930 Mk.,
1910 = 15 526800 Mk. und 1911 — 17852320 Mk.
1912 wird er, nach den bis jetzt vorliegenden Ergebniſſen zu
ſchließen, nicht hinter dem 1911er Ueberſchußanteil
zurück=
bleiben. Für 1913 iſt von der Gemeinſchaftsleitung ein
etwas geringerer Ueberſchuß vorgeſehen, der aber noch
immer ſo groß iſt, daß ſich der heſſiſche Anteil daran auf
eingeſtellte 17443 000 Mk. berechnet, alſo gegen den 1912er
Voranſchlagsbetrag mit 16 215000 Mk., ein Mehr von
1228000 Mk. Als auf dem Ueberſchußanteil laſtende
Ausgaben ſind hier 480000 Mk für öffentliche Abgaben
vorgeſehen, wegen der Beträge für Zinſen und Tilgung,
ſowie ſonſtige Verwaltungsbedürfniſſe iſt auf die ſpäter
zu behandelnden Hauptabteilungen „Ausleihungen und
Staatsſchuld” und „Ausgleichs= und Tilgungsfonds” zu
verweiſen.
Vielfach hinter ſelbſt beſcheidenen Erwartungen
zurückbleibend ſind die Ergebniſſe unſerer Nebenbahnen.
Die Aufnahme neuer Linien, für die nachhaltig
genü=
gende Erträge nicht zweifelsfrei feſtſtehen, in die
Ge=
meinſchaft kann nicht verlangt werden. Auf der anderen
Seite iſt das Streben einzelner Gegenden nach beſſerem
Anſchluß an den Verkehr verſtändlich. Ebenſo kann
zu=
gegeben werden, daß ein ſolcher Anſchluß bis zu einem
gewiſſem Grade ſtets auch wieder verkehrsfördernd wirkt.
Es genügt daher auf die Dauer nicht, die Wünſche der
Bevölkerung nur abzulehnen, vielmehr wird zu prüſen
ſein, ob und inwieweit ihnen nach dem heutigen Stande
der Technik nicht auf einem für die Beteiligten,
ein=
ſchließlich des Staats, weniger koſtſpieligem Wege als
dem des Eiſenbahnbaus durch elektriſche Bahnen oder
gleisloſe Linien oder durch Kraftwagenverkehre für
Per=
ſonen und Güter entſprochen werden kann.
Vorausſetz=
ungen, Art und Umfang ſolcher Hilfen müßten hierbei
aber allgemein durch ein Normativgeſetz, ähnlich wie für
unſere Nebenbahnen, geregelt werden.
Kraſwer Zudwigshoffnung wird
noch im laufenden Jahre in Betrieb genommen. Seine
Einnahmen und Ausgaben ſind in dem nunmehr „
Braun=
kohlenbergwerk und Kraftwerk Ludwigshoffnung”
be=
titelten Etat des Kapitels 7a eingeſtellt worden. Es
ſchließt mit einem Ueberſchuß von 31374 Mk. ab,
wäh=
rend für 1912 ein Ueberſchuß überhaupt nicht hatte
vor=
geſehen werden können. Dem Erneuerungsfonds beider
Anlagen ſollen überdies 45000 Mk. und 35000 Mk.,
zu=
ſammen 50000 Mk., zugeführt werden, gegen 19606 Mk.
in 1912.
Der Etat von Bad Nauheim und Bad
Salz=
hauſen bringt der Staatskaſſe gemäß der Zuſage der
Regierung bei den landſtändiſchen Verhandlungen über
die Dienſtbezüge der Staatsbeamten uſw. einen gegen
1912 um 50 000 Mk. erhöhten Zuſchuß, ſonach jetzt 200000
Mark. Die Einnahmen von Bad Nauheim ſind weiter
geſtiegen und konnten deshalb um 149000 Mk., auf
1740 000 Mk., erhöht werden. Die Ausgaben ſind um
88 712 Mk. geſtiegen und ſtellen ſich nun bei einer
Ablie=
ferung an den Erneuerungsfonds Bad Nauheim von
468 770 Mk. auf 1502862 Mk., ſo daß das Bad einen
Ueberſchuß ergibt von 237138 Mk. Die Einnahmen für
Bad Salzhauſen ſind mit 22872 Mk. vorgeſehen, die
Ausgaben mit 60 010 Mk. Dieſes Bad verlangt alſo
einen Zuſchuß von 37138 Mk., den Bad Nauheim deckt.
Unter der Hauptabteilung IV: Lotterie,
wird als Anteil Heſſens an der von Preußen der
heſſiſch=
thüringiſchen Lotteriegemeinſchaft zu zahlenden Rente
der Betrag von 804 450 Mk. vorgeſehen.
Der Ueberſchuß der Hauptabteilung V:
Di=
rekte Steuern, Regalien, indirekte
Auf=
lagen und Einnahmen aus verſchiedenen
Quellen, iſt um 921186 Mk. geſtiegen.
Unter den Ausgaben iſt eine zweite Rate von 100000
Mark zur Deckung der Koſten der Vorarbeiten
für die Einführung des neuen
Gemeinde=
umlagengeſetzes und der erſtmaligen
Veranlag=
ung nach deſſen Vorſchriften hervorzuheben (die Koſten
der eigentlichen Veranlagung werden von den Gemeinden
ſpäter wieder erſetzt).
Der Zuſchuß der Hauptabteilung VI:
Land=
ſtände, vermindert ſich gegen 1912 durch Wegfall von
dort vorgeſehenen einmaligen Ausgaben baulicher Art
um 5290 Mk. auf 140 808 Mk.
Dagegen ſteigt der Zuſchußbedarf der
Haupt=
abteilung VII: Staatsminiſterium, um
14050 Mk. auf 307 168 Mk.
In der Hauptabteilung VIII:
Miniſte=
rium des Innern, ſind die Anforderungen um
392 176 Mk. gewachſen. Die Einnahmen ſtellen ſich jetzt
auf 7755 706 Mk., die Ausgaben auf 21003 568 Mk., der
Zuſchußbedarf ſonach auf 13 247862 Mk.
Der erhebliche Mehrbedarf in der
Zentralverwalt=
ung entfällt faſt ausſchließlich auf das
Zentralbau=
weſen und beruht hier auf der bereits geſtreiften
Her=
einnahme verſchiedener Poſten in den Verwaltungsteil
ſtatt in den Vermögensteil.
Der Etat der Landesuniverſität hält ſich in
den Grenzen der bisherigen Anſätze.
Bei der Techniſchen Hochſchule bleiben die
Einnahmen mit 346 715 Mk. ungefähr auf der bisherigen
Höhe — 347975 Mk. — die Ausgaben dagegen ſteigen
um 11 430 Mk. auf nun 782 730 Mk.
Bei den Gymnaſien, Realgymnaſien,
Oberreal= und Realſchulen ſowie
pädago=
giſchen Seminaren ſinkt die Einnahme an
Schul=
geld durch weiteren Rückgang der Schülerzahl um 38053
Mark. Der Staatszuſchuß ſteigt — hauptſächlich infolge
dieſes Umſtandes — von 996 306 Mk. in 1912 auf jetzt
1039 778 Mk.
Die Koſten der Volksſchulen ſteigen um 109640
Mark auf 2939870 Mk. Bei der ſich ſtändig
vermehren=
den Zahl der Schulſtellen muß mit einer erheblichen
Stei=
gerung des Bedarfs für die Dienſtzulagen an Lehrer und
Lehrerinnen und an Schul=Verwalter und =
Verwalterin=
nen gerechnet werden. Die Kredite wurden deshalb um
70 000 Mk. und 15 000 Mk. auf 2 200 000 Mk. und 60 000
Mark erhöht.
Die Hauptabteilung IX: Miniſterium
der Juſtiz, weiſt ein Anſteigen des Zuſchußbedarfs
um ca. 96 000 Mk. auf. Er beträgt, bei 2 556 801 Mk.
Ein=
nahme und 5 637848 Mk. Ausgabe, 3 081047 Mk. gegen
2 984853 Mk. in 1912.
Die Hauptabteilung X: Miniſterium
der Finanzen, erforderte 1912 einen Zuſchuß von
1916 708 Mk.; er beträgt jetzt 1632 734 Mk., alſo 283974
Mark weniger. Der Minderbedarf iſt aber in Höhe von
252248 Mk. nur ſcheinbar. Unter Kapitel 110 werden
nämlich, um das Rechnungsweſen zu vereinfachen, die
bisher hier in dieſer Höhe als eine Einnahme für die
Staatsſchuldenverwaltung in Ausgabe vorgeſehenen
ab=
gelöſten Staatsrenten abgeſetzt.
Zur Hauptabteilung Xl: Ausleihungen
und Staatsſchuld, wird zunächſt der
vorausſicht=
liche Stand der Staatsſchuld zu Beginn des
neuen Etatsjahres angegeben.
Ein Vergleich mit dem in der Denkſchrift zum
vor=
jährigen Hauptvoranſchlag auf den 1. April 1912
berech=
neten Stand der Staatsſchuld von 435 543834 Mk. ergibt
einen Unterſchied von 2 981 925 Mk.
Dieſer ſetzt ſich zuſammen aus einem Zugang von
4 231 250 Mk. bei der 4prozentigen Serie XV und einem
Abgang durch Tilgung aus 1910er Mitteln im Betrage
von 1 249000 Mk. Es ſind dann noch auf den 1911er
Tilgungsſoll 1738000 Mk. (nom. etwa 2172500 Mk.)
und auf das 1912er Soll 1 588900 Mk. (nom. etwa
1986 100 Mk.) zu tilgen. Andererſeits vermehrt ſich die
Schuld demnächſt auf Grund der Bewilligungen in den
Hauptvoranſchlägen 1911 und 1912, ſowie den
Nachträ=
gen dazu um 13 166889 Mk. Außerdem iſt im zweiten
Teil des neuen Hauptvoranſchlags die Ermächtigung zur
Aufnahme einer Anleihe von 6 560 194 Mk., und zwar
6 163 694 Mk. für Eiſenbahnzwecke und 396500 Mk. für
andere außerordentliche Bedürfniſſe, vorgeſehen.
Die Verzinſung der Staatsſchuld verlangt einen
Betrag von 14520823 Mk. 1912 waren dafür vorgeſehen
14 503 336 Mk.
Für Tilgung ſind eingeſtellt zuſammen 1450 664
Mark. Daneben ſollen an den Reſtefonds abgeführt
wer=
den 323 752 Mk.
Nach den Artikeln 1—3 des neuen Tilgungsgeſetzes
berechnet ſich das Tilgungsſoll aus Eiſenbahnüberſchüſſen
auf 1319572 Mk. und bei Anwendung des Artikels 13
Abſ. 1 auf 819572 Mk. Nach den früheren Vorſchriften
würde es ſich ſtellen auf 995.820 Mk. Es iſt daher nach
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298.
Artikel 13 jenes Geſetzes nur dieſer Betrag von 995820
Mark als Tilgung vorzuſehen und der Unterſchied gegen
jenes Soll im Betrage von 323 752 Mk. dem Reſtefonds
zuzuführen: dem iſt entſprochen.
Die Hauptabteilung XII: Penſionen,
bringt diesmal einen Mehrbedarf von 36 230 Mk.,
ver=
anlaßt in der Hauptſache durch die hier verrechneten
Aus=
gaben auf Grund der mit dem 1. Januar 1913 in Kraft
tretenden Reichsverſicherungsordnung für Angeſtellte.
Die=
ſes Geſetz belaſtet die Staatskaſſe vorausſichtlich mit rund
30000 Mk.
Aus den Einnahmen der Hauptabteilung XIII:
Verhältnis zum Reich, iſt, wie ſchon bemerkt, der
Anteil des Großherzogtums an der Einnahme des
Rei=
ches aus der Zuwachsſteuer ausgeſchieden worden und
er=
ſcheint jetzt bei den direkten Steuern in Hauptabteilung V.
Im ganzen ſchließt die Hauptabteilung XIII ab mit einer
Einnahme von 4378 281 Mk. und einer Ausgabe von
5696 798 Mk., alſo einem Zuſchußbedarf von 1 218517 M.
Hauptabteilung Xllla: Ausgleichs= und
Tilgungsfonds. Für dieſen Fonds kommt nach
den Vorſchriften des Geſetzes vom 17. Juli 1912 über die
Tilgung der Staatsſchuld nur noch die Reineinnahme des
Großherzogtums aus den Staatseiſenbahnen in Betracht.
Sie berechnet ſich aus einem Anteil am Ueberſchuß der
Eiſenbahngemeinſchaft von 17443000 Mk. nach Abzug von
480000 Mk. für öffentliche Abgaben (vergl
Hauptabtei=
lung III: Staatsdomänen) und 11583 967 Mk. für
Ver=
zinſung der tatſächlich bereits verausgabten Erlöſe aus
Eiſenbahnanleihen (vgl. Hauptabteilung XI:
Ausleihun=
gen und Staatsſchuld) auf 5379033 Mk. An ihr gehen
weiter ab 995 820 Mk. für Schuldentilgung und 323 752 Mk.
Ablieferung an den Reſtefonds (vgl. die letzterwähnte
Hauptabteilung). Der verbleibende Reſt von 4059 461 M.
hat dem Ausgleichs= und Tilgungsfonds zuzufließen, der
dagegen den feſten Betrag von 2000000 Mk. an die
lau=
fende Verwaltung abgibt. Demgemäß iſt hier jener
Be=
trag als Ausgabe und dieſer als Einnahme vorgeſehen.
Der alte Ausgleichsfonds
wirdEnde 1912 vorausſichtlich
einen Beſtand von .
. 5707796 Mk.
aufweiſen, der dem neuen
Ausgleichs= und
Tilgungs=
fonds zuzuführen iſt. Dieſer
erhält nach dem ſoeben Geſag=
4059 461 Mk.
ten in 1913 weiter
er hat aber zugleich zur
Deckung ordentlicher
Staats=
bedürfniſſe an die
Staats=
kaſſe abzuliefern . .
2000000 „
ſo daß ihm alſo rein nur
zu=
fließen
1 „ „ . . 2059461 „
Ende 1913 werden demnach
in ihm angeſammelt ſein — . . . . . 7767257 Mk.
Für den zweiten Teil des Hauptvoranſchlags:
Ein=
nahmen und Ausgaben des Vermögens
kommt zunächſt in Betracht der am Schluß des Etatsjahres
1911 verbliebene Reſt des Vermögens ſim engeren Sinne
des Wortes mit 5551 247 Mk. Er iſt unter der
Haupt=
abteilung I: Reſte aus früheren
Jah=
ren in Einnahme vorgeſehen. Aus ihm ſind diesmal
im weſentlichen nur die unter der Hauptabteilung
XIV: Indisponible und reſervierte
Be=
träge in Ausgabe geſtellten Summen zu beſtreiten, und
zwar:
1. 5000000 Mk. Betriebskapital der Hauptſtaatskaſſe,
2. 224680 „, die zur Vollendung früher genehmigter
Bauten uſw. noch erforderlich ſind
und Ende 1911 noch nicht verfallen
waren, und
3. 140000 „, über die bereits im Etatsjahr 1912 zu
Ausgaben verfügt wurde, in deſſen
Rechnung jener Reſt tatſächlich
über=
ging. Ihnen ſtehen 190 200 M.
Ein=
nahmen aus dieſem Jahre
gegen=
über.
Bei Hinzurechnung einiger ſonſt noch in Betracht
kom=
mender kleinerer Vermögensbeträge ergibt ein Vergleich
der Einnahme= und Ausgabeſumme einen Vermögensreſt
zu Ende des Etatsjahres 1913 in Höhe der einleitend
ge=
nannten 512119 Mk. Er wurde zum Ausgleich des
Ver=
mögensetats ebenfalls unter der Hauptabteilung XIV in
Ausgabe geſtellt.
Weiter ſind in dieſem zweiten Teil des
Hauptvoran=
ſchlags wieder verſchiedene Ausgaben vorgeſehen, die an
ſich durch Inanſpruchnahme des Staatskredits zu decken
ſind. Es ſind hauptſächlich Forderungen für
Eiſenbahn=
zwecke im ebenfalls bereits genannten Geſamtbetrag von
6 163 694 Mk.
Hiernach wird zwar der außerordentliche Etat mit
etwa 6½ Millionen Mark belaſtet. Es darf jedoch
ange=
nommen werden, daß der erforderliche Kapitalbedarf, wie
im laufenden Jahre, vorerſt aus den Geldbeſtänden der
Hauptſtaatskaſſe gedeckt werden kann. Eine neue
An=
leihe iſt alſo auch in 1913 vorausſichtlich
nicht zu begeben, was bei der Lage des
Geld=
marktes, ſoweit ſie im Augenblick und für die nähere
Zu=
kunft überſehbar iſt, als erfoeulich bezeichnet werden kann.
Die flüſſigen Mittel der Hauptſtaatskaſſe dürfen für das
Ende des laufenden Etatsjahres — nach Ausgleich der
noch zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben — auf
etwa 8 Millionen Mark geſchätzt werden. Der Aufwand,
den die außerordentlichen Ausgaben, insbeſondere
Eiſen=
bahnbedürfniſſe, ſowie die Schuldentilgung und die
Re=
form der Beſoldungsordnung erfordern, iſt in 1913 auf
höchſtens 11 Millionen Mark anzuſchlagen. Es wären
alſo noch etwa 3 Millionen Mark aus den Einnahmen
des Jahres 1913 zu decken. Hierzu reichen aber ſchon die
veranſchlagten Eiſenbahnüberſchüſſe dieſes Jahres hin.
Der Entwurf des Finanzgeſetzes für 1913
ent=
ſpricht materiell den Vorſchriften des Finanzgeſetzes
für das laufende Jahr.
Das mit dem Dargelegten gezeichnete Bild iſt im
Vergleich mit dem früherer Jahre freundlich. Es würde
aber eine große Verantwortung auf ſich nehmen
heißen, wenn nicht mit allem Ernſt und Nachdruck zugleich
davor gewarnt würde, unſere Lage zu
über=
ſchätzen. In allen wichtigeren Staatseinnahmen von
der Konjunktur abhängig, haben wir auf deren
Entwick=
lung oder Fortdauer keinen Einfluß. Sie mag zurzeit
noch günſtig ſcheinen oder ſein: an Zeichen, die zur
Vor=
ſicht mahnen, fehlt es nicht. Wann und wie ſich die
an=
dauernde Unſicherheit der politiſchen Lage
llöſen wird, vermögen wir nicht zu ſagen. Von dem
Herrn Stellvertreter des Reichskanzlers iſt Ende des
vorigen Monats die Notwendigkeit betont worden,
an=
geſichts der Vorgänge im Ruhrgebiet das
weſt=
liche Eiſenbahnnetz baulich auszugeſtalten und die
Be=
triebsmittel zu verſtärken. Daß dies unſere Anteile an
den Eiſenbahnüberſchüſſen beeinfluſſen kann, wurde ſchon
angedeutet. Der unbefriedigende Kursſtand unſerer
Staatspapiere iſt ja eine allgemeine und vielleicht
nicht einmal unnatürliche Erſcheinung. Er müßte aber
für ein kleineres Land ſich doppelt fühlbar machen, wenn
das unbedingte Vertrauen in die Strenge der Grundſätze
erſchüttert würde, die unſere Finanzgebarung ſtets
be=
herrſchen ſollte. Der Herr Staatsſekretär des
Reichsſchatz=
amts ließ neulich im Reichstag unter lebhaftem Beifall
von rechts und links ſeinen Vortrag des Entwurfs des
Reichshaushaltsetats für 1913 in den Worten ausklingen:
„Sorgliche Pflege der Einnahmen,
Ein=
ſchränkung ges Bedarfs, Zurückſtellung
aller Ausgaben, für die keine Deckung
vor=
handen iſt, auch wenn es ſich um an ſich
er=
wünſchte und dringliche Aufwendungen
handelt, das muß für alle Zeit unſer
Stre=
ben ſein.” Auch in Heſſen kann nur eine auf ſolchen
Untexlagen ruhende Finanzpolitik von Segen ſein. Die
Lob und Tadel insbeſondere für die Regierung
bedingen=
den Tatſachen ändern ſich raſch. Wie ſehr dies der Fall
iſt, dafür ſei nur erinnert an den glänzenden Anſtieg
un=
ſerer Eiſenbahneinnahmen in 1905/06 und den
Nieder=
gang in 1908/09, dem dann wieder ſeit 1910 ein neuer
Aufſchwung unſerer Finanzen gefolgt iſt. Die Lehren
aus der hinter uns liegenden Zeit haben den zähe
feſtge=
haltenen Gedanken eiter geſetzlich geordneten
Schuldentilgung zur Tat werden laſſen. Der
Vor=
anſchlag für 1913 will weitere Steine zu dem Neubau
unſeres Finanzweſens bringen. Dieſer kann nur vollendet
werden, wenn die Arbeit an dem Voranſchlag und an den
damſt in zeitlich und ſachlich engem Zuſammenhang
ſtehenden Aufgaben, namentlich der Reform der
Be=
amten= und Lehrerbeſoldung, von Regierung
und Ständen durchgeführt wird unter ſteter
ſorg=
ſamſter Vorſicht und Rückſicht auf die
nach=
haltige Finanzkraft des Landes.
Darauf wird nach kurzer Pauſe in die
Tagesord=
nung eingetreten. Die erſte Amtshandlung des
Vize=
präſidenten Dr. Schmitt der inzwiſchen die Leitung
übernommen hat, iſt die Erteilung eines
Ordnungs=
rufes an den Abg. Grünewald. Es iſt dem
Prä=
ſidenten nachträglich zur Kenntnis gekommen, daß der
Abg. Grünewald dem Abg. Winkler, als dieſer ſagte, er
erachte es als Feigheit, wenn hier unter dem Schutze der
Immunität Beleidigungen ausgeſprochen werden,
zu=
gerufen habe: „Ich ſchlage Ihnen hinter die
Ohren! (Auf der Journaliſtentribüne war dieſer
Zwiſchenruf nur von einem Herrn gehört worden, wir
haben deshalb keine Notiz davon genommen. Der
Zwiſchenruf iſt jedoch inzwiſchen von dem Abg.
Grüne=
wald ſelbſt beſtätigt worden. Der Ref.) Der Präſident
bittet im Anſchluß an den Ordnungsruf dringend, ſolche
Zwiſchenrufe im Intereſſe der Würde des Hauſes in
Zukunft zu unterlaſſen. (Beifall).
Es folgt die Beratung von 9 Anträgen
das Wahltrecht
betreffend. Es iſt dies folgender Antrag der Abgg.
Henrich und Gen.: Wir beantragen, die Regierung zu
erſuchen, alsbald eine Geſetzesvorlage einzubringen, durch
welche die Beſtimmungen des Wahlgeſetzes über das
Pluralwahlrecht und die das allgemeine
Wahl=
recht einſchränkenden Kautelen beſeitigt werden, ſowie
acht Anträge der Abgg. Ulrich und Gen., betreffend:
direkte Geſetzgebung durch das Volk; Einführung des
Ein=
kammerſyſtems; Beſeitigung des Pluralwahlrechts;
Be=
ſeitigung der Wahlrechtskautelen; Einführung des
Pro=
portionalwahlſyſtems; Einführung der Sonntagswahlen
und Ausdehnung der Wahlzeit; Geſamterneudrung der
Zweiten Kammer, und Bildung der Wahlkreiſe.
Der Ausſchuß beantragt Ablehnung der 9
An=
träge.
Abg. Reh begründet den Henrichſchen Antrag. Selbſt
Freiherr von Heyl habe in der Erſten Kammer lebhafte
Bedenken gegen das Pluralwahlrecht geäußert und auch
Abg. Molthan ſei urſprünglich gegen das Wahlrecht
ge=
weſen, das ſein Fraktionsgenoſſe Dr. Schmitt ſogar als
Schönheitsfehler bezeichnet habe. Eigentlich ſeien höch=
ſtens 4 Bauernbündler wahre Anhänger dieſes Syſtems,
nach deren Pfeife die ganze Kammer tanzen müßte. (
Hei=
terkeit.) Er meint, die Herren könnten ſeinem Antrag
ganz gut zuſtimmen, da es ſich hier tatſächlich um
Volks=
rechte handle.
Abg. Stephan ſtimmt mit ſeiner Partei für den
Ausſchußantrag. Seine Partei ſei keine Freundin des
Pluralwahlrechts an ſich, habe aber im Intereſſe des
Zu=
ſtandekommens der Vorlage ſeinerzeit dafür geſtimmt.
Zudem ſei das Geſetz in ſeinem ganzen Umfang noch nicht
in Kraft getreten.
Abg. Adelung verteidigt die Anträge, die wichtige
Volksrechte wahren wollten. Regierung und
Bericht=
erſtatter hätten es ſich ſehr leicht gemacht, indem ſie
ein=
fach auf ihrem alten Standpunkt beharrt hätten. Der
Bauernbund habe leider ſeit ſeiner neuen akademiſchen
Führung ſeine früheren demokratiſchen Neigungen
ein=
gebüßt. Man habe das Pluralwahlrecht namentlich
des=
halb geſchaffen, um der Sozialdemokratie zu ſchaden. Die
meiſten der auf die bürgerlichen Parteien gefallenen
Stimmen ſeien Pluralſtimmen. Den Abg. v. Brentano
erinnere er daran, daß ſein Fraktionsgenoſſe Waſſerburg
ſicher anders geſtimmt haben würde. Auch den
National=
liberalen macht er den Vorwurf der Schwenkung.
Abg. Wolf=Stadecken findet, daß wir ohne
Plural=
wahlrecht überhaupt kein neues Wahlgeſetz erhalten haben
würden. Dasſelbe ſei auch dem Freiſinn namentlich in
den Städten von Vorteil geweſen. Seine politiſche
Ueber=
zeugung habe ihn zum Pluralwahlrecht geführt, und die
vom Bauernbund vertretene Politik habe Erfolge gehabt.
Freilich könnten die Sozialdemokraten von ihrem
Stand=
punkt nicht anders. Im Jahre 1904, bei Beratung der
damaligen Wahlrechtsvorlage, habe der Freiſinn alle
Volksrechte preisgegeben als es ſich um Beſeitigung der
Städtewahlkreiſe Alsfeld und Friedberg gehandelt habe,
und heute ſpiele er ſich im Gegenſatz dazu als deren
Wahrer auf. Das ſpreche Bände. Dabei ergehe ſich der
Freiſinn in Rheinheſſen in den wunderlichſten
Behaup=
tungen. So habe z. B. neulich ein Redner behauptet,
daß der Freiſinn die Bauern aus der Leibeigenſchaft
be=
freit habe. (Heiterkeit.) Redner kommt dann auf die
Tätigkeit des Abg. Korell=Ingelheim zu ſprechen, der in
vollem Gegenſatz zum freiſinnigen Programm ſtehe. —
Abg. Dr. Weber bezweifelt die Beweiskraft der vom
Abg. Adelung beigebrachten, der Sozialdemokratie ſo
un=
günſtigen Zahlenmaterialien.
Abg. Buſold tritt für die Anträge ein, da die
Kautelen überaus ungünſtig für die Sozialdemokratie
ge=
wirkt hätten. Man habe die Kautelen ſogar ganz
ſchika=
nös angewendet, z. B. durch Beſchränkung des
Ein=
ſpruchs gegen die Liſte auf 14 Tage. Auch nur eine
kurze Abweſenheit aus Heſſen mache des Wahlrechts
ver=
luſtig, was namentlich den Lohnarbeiter treffe. Abg. von
Brentano habe zugegeben in ſeinem Bericht, daß man
nicht mit allen Beſtimmungen des Geſetzes einverſtanden
ſei, man möge alſo das Unrecht wieder gut machen.
Abg. Korell=Ingelheim antwortet auf die „
Apo=
ſtrophierung” ſeitens des Abg. Wolf, die er um ſo
weni=
ger verſtehe, als vor einiger Zeit dieſer Abgeordnete eine
Partei mit ihm habe gründen wollen. (Heiterkeit.) Die
Haltung des Freiſinns im Jahre 1904 ſucht er zu
recht=
fertigen mit dem Hinweis, daß die Wolfſche Behauptung
laut Protokoll unrichtig ſei. Eine Geſamtabſtimmung
habe damals gar nicht ſtattgefunden. Nie habe er das
freiſinnige Parteiprogramm für bankerott erklärt, halte
aber dasſelbe für abänderungsfähig. Die Herren ſollten
innerhalb des Bauernbundes doch bedenken, daß auch
ver=
ſchiedene Anſichten herrſchten. Das jetzige Wahlrecht
habe verſchiedene Schönheitsfehler, z. B. hinſichtlich der
Zuſammenſetzung des Wahlvorſtandes. Der einmal
ge=
brauchte Ausdruck „Brutal=Wahlrecht” ſei bezeichnend. Es
entſpreche unſeren heſſiſchen Anſchauungen nicht im
min=
deſten.
Geh. Staatsrat Krug von Nidda bittet im
Na=
men der Regierung, die Anträge mit Rückſicht darauf
ab=
zulehnen, als das Geſetz kaum ein Jahr in Kraft ſei. Die
Regierung könne auf Einzelheiten daher nicht eingehen.
Ge=
gen falſche Anwendung von wahlrechtlichen Beſtimmungen,
möge man den Beſchwerdeweg anrreten. Gegen die
Be=
hauptung von ſchikanöſer Anwendung lege er Verwahrung
ein.
Abg. v. Brentano wendet ſich gegen die
Darſtel=
lung Adelungs von der Haltung der preußiſchen
Zen=
trumsfraktion. Mit Waſſerburg habe er in vielen Punkten,
nicht übereingeſtimmt. Die Begründung der Anträge ſei
ausgeblieben, warum ſolle alſo der Ausſchuß ſeine
Ab=
lehnung des längeren begründen? Einer der Anträge
enthalte einen vollſtändigen Umſturz der Verfaſſung ohne
die mindeſte Begründung. Jeden perſönlichen Ton habe
der Ausſchuß vermieden. Es würde doch grotesk wirken,
wenn man jetzt ſchon, alſo vor völliger Wahl der
Abge=
ordneten nach dem neuen Wahlrecht, dieſes ändern würde.
Die Ausführungen Buſolds möchten ja richtig ſein, mit
dem Wahlrecht hätten ſie nichts zu tun. Auf deſſen Statiſtik
gebe er nicht viel. Bei jedem Geſetz ſei es unmöglich, allen
Wünſchen zu genügen. Dabei erinnere er nur an die
großartigen Nachgaben der württembergiſchen
Demokra=
ten. Die Fehler des Geſetzes gebe er gerne zu, allein
es wäre verfrüht, ſchon jetzt zu deren Beſeitigung zu
ſchreiten. In einigen Jahren würde er ſich dazu jedoch
eventuell verſtehen.
Da noch ſechs Redner zu dem Antrag gemeldet ſind.
wird die Debatte hier um 1¼ Uhr abgebrochen und die
Sitzung geſchloſſen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9½ Uhr.
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25925ms
[ ← ][ ][ → ]Nummer 298.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Seite 35.
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Programm für die erste Hälfte des Vereinsjahres 1913:
206. Vereinsabend. Donnerstag, 9. Januar 1913. Erster
Kammermusik-Abend (Beethoven-Abend) des Berliner Klingler-
Quartetts. (Programm: Streichquartette D-dur op. 18, Nr. 3,
F-moll op. 95 und F-dur op. 135.)
207. Vereinsabend. Dienstag, 14. Januar 1913. Konzert des
Dessoffschen Frauenchors aus Frankfurt a. M. (95 Damen) unter
Leitung von Fräulein Gretchen Dessoff.
208. Vereinsabend. Dienstag, 28. Januar 1913. Erster Lieder-
Abend (Novitäten-Abend) von Frau Maria Freund (Mezzosopran),
unter Mitwirkung von Kapellmeister Fritz Rehbock (Klavier).
209. Vereinsabend. Montag, 10. Februar 1913. Fünftes Konzert
der Meininger Hofkapelle, unter Leitung von Dr. Max Reger.
1210. Vereinsabend. Dienstag. 18. Februar 1913. Zweiter
Lieder-Abend (Arnold Mendelssohn-Abend) von Fräulein Tilly
Koenen (Alt), unter Mitwirkung des Komponisten (Klavier).
211. Vereinsabend. Dienstag, 25. Februar 1913. Konzert von
Professor Paul Grümmer (Violoncello) und Fräulein Elisabeth
Boke-
meyer (Klavier).
1212. Vereinsabend. Dienstag, 4. März 1913. Konzert der
Berliner Madrigal-Vereinigung.
213. Vereinsabend. Donnerstag, 13. März 1913. Vierter Klavier-
Abend (Johann Sebastian Bach-Abend) von Wilhelm Backhaus,
unter Mitwirkung des Instrumentalvereins Darmstadt.
214. Vereinsabend. Donnerstag, 3. April 1913. Konzert von
Professor Felix Berber (Violine) und Frau Lilly Hoffmann-Onégin
(Alt), unter Mitwirkung von Fräulein Marie Schwan (Klavier) und
Eugen Onégin (Klavier).
215. Vereinsabend. Donnerstag, 10. April 1913. Julius
Weiss-
mann-Abend von Fräulein Anna Hegner (Violine), Frl. Carola Hubert
(Sopran), Lennart von Zweygberg (Violoncello) und dem
Kompo-
nisten (Klavier).
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne,
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Zur Nachfeier von Beethoven’s
Geburtstag (geb. 16. Dezbr. 1770).
Neu inſzeniert:
Fidelio.
Große Oper in 2 Akten
von L. van Beethoven.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Don Fernando,
Miniſter . . . Otto Semper
Don Pizarro,
Gouverneur eines
Staatsgefängniſſ. Georg Weber
Floreſtan, Gefang. Georg Becker
Leonore, ſeine
Gat=
tin, unter dem
Namen Fidelio .
Rocco, Kerkermeiſt. AlfredStephani
Marzelline, ſeine
Tochter
.Kathar. Jüttner
Jaquino, Pförtner Karl Bernhardt
Erſter Ge= Karl Jahn
Zweiter fangener Auguſt Kräger
Nach der Kerkſſzene im 2. Akt:
Leonore=Ouvertüre Nr. 3 von
Beethoven.
Leonore: Franzisca Callwey,
vom Stadttheater in Aachen, a. G.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ober=
inſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
oge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anf. 7½ Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Kartenvk. v. 9½—1½ u. v. 6½ U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 19. Dez. 81. Ab.=
Vorſt. B 21. Zum erſten Male
wiederholt: „ Jedermann.”
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 8 Uhr.
Freitag, 20. Dez. Außer Ab.
Erſte Kindervorſtell. Neu einſtud.:
„Bonifacius” Anfang 5 Uhr.
(Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.)
Samstag, 21. Dez. Außer Ab.
Zweite Kindervorſtell. zu
Volks=
vorſtellungspreiſen. „Hänſel u.
Gretel.‟ Märchenſpiel v.
Hum=
perdinck. Anfang 6 Uhr.
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Dezember 1912.
Nummer 298.
Zentrale:
Frankfurta. M.
ca. 80 Filialen.
Ii
— Eigene
₰
Kallee-
Groß=Röſterei.
Eigene Fabrikation
von Marmeladen,
Gelees, Zucker=Honig
Anſicht unſerer Zentrale Frankfurt a. M., enthaltend ca. 10000 Meter Büro=, Fabrik= u. Lagerräume.
In Darmſtadt:
Eliſabethenſtr. 36
Telephon 2581.
Heinrichſtraße 70
Telephon 1710.
Kirchſtraße 10
Telephon 2581.
Liebigſtraße 4
Telephon 2582.
Roßdörferſtraße 12
Telephon 2582.
Magdalenenſtr. 23
Sandbergſtraße 49
Wenckſtraße 32
(25901
Das Beste
für Kuchen und
S.äF.
Magnet-Meh
::: Konfekt:::
Don
in Handtuch= 5 Pfd. 100
05
1op0. nos
ℳ A-und
ℳ A-und
Säckchen:
Nr. 9 6
Nr. 0
Feinſtes ſüddeutſches Blütenmehl Pfd. 19 ₰, Pfund 21 ₰
Roſinen Pfd. 38, 48, extragroße 60 ₰
Korinthen. . . . . Pfd. 38, 48 ₰
Sultaninen . . Pfd. 60, 70, 80 ₰
handgewählte
Bari,
Mandeln, Pfund 1.20, Pfund 1.40
. Pfd. 90 ₰
Haſelnußkerne
Backpulver „J. 8 F.‟ 3Päckch. 20 ₰
Zitronat Pfd. 90 ₰ Orangeat 80 ₰
Gemahlener Zucker . . Pfd. 22₰
Zitronen . . . . 49, große . 5 ₰
Moenus extra
feinſte Süßrahm=Margarine,
beſt. Erſatz
für friſche Butter Pfd. 38 ₰
im Karton, feinſte
„Spara: Süßr. Marg., Pfd. 75 ₰
Feinſte
Süſtrahm=Tafelbutter . . Pfd. ℳ 1.45
Cocosnußbutter loſe Pfd. 54 ₰, i. Tafeln 55 ₰ . Ainrten 25 ₰
Chriſtbaunſterzen
Walnüſſe, la franzöſiſche, Pfund 38 u. 46 ₰ Feinſte
Nürnb. Lebluchen Paket 0 u. 15 ₰ tn
Kruſen
Pfund 60 u. 80 ₰
Tafelfeigen Orangen große, füßte . . Stück 5, 6, 7 ₰ Dutergebäck, Ausgebäch, Wehnachts=
Bisquit, Pfeffernüſſe
Far den Wenlnachtstisch
echte
HäberleinsaurnbergerLebkuchen Pfeffernuß-Mischung gfs.1
weisse auf Oblaten, braune. Baseler
in Paketen, Nr. XVIII 28 ₰
Nr. III 38 ₰, Nr. IV 48 ₰
Lebkuchenherzen, Schokolade-
. Paket 25 ₰
Lebkuchen . .
Extrafeine Melange,
Ma-
kronen-, Elisen- und Karton 65 ₰
Schokolade-Lebkuchen
Extrafeine
Karton
Haselnuß-Makronen
Schokoladen-Elisenkuchen 50 ₰
Marke Baer
Grosse Honig-Lebkuchen P. m. 3 St. 30 ₰
Feine Nürnberg. Lebkuchen Pak. 8 u. 15 ₰
5. 9, 14 ₰
Lebkuchen-Nikolaus
Waffel-Nikolaus mit Schokolade=Guß 9
Spitzkuchen, feine Qualität, ¼ Pfd. 25 c
jWeihnachts-Biskuit, ſch. Miſch., ½ Pfd. 15
Ehriſtbaunkerzen
do, ſeinſte (Renaſſane)
Jat 25 g
32 ₰
Buttergebäck Pfd. 110 ₰
Anisgebäck
Speculatius, vorzügl. Gebäck
2
Kokos-Makronen
Co.
. große Stück
Tannenbaum-Konfekt
¼ Pfd.
9 garant. rein
Schokolade im Block Pfd.
Milch-Blockschokolade
Block
Haushalt=Schokolade
10 Gramn=Taſel
15 u. 4
Feine Speiſe=Schokolade
*100 Gramm=Taſel
Sprengels Cremosana
Tafel 25 ₰
Schokolade-Pralinés ¼ Pfd. 20 und 25 ₰
Fondant-Plätzchen
Pfd. 35 ₰
Lindt-, Gala-Peter-, Suchard-,
Mexiko-Schokolade
Katzenzungen, feine
Schmelz=Schololade
Karton 25 ₰
Croquettes, vorzügl. Qualität
1 Rolle
20
25₰
5,
Abtei=
lung Weilkelerer Faſche 5 Pfennig billiger.
es Pats ul zt, ſtrwiche
bei Rückgabe 10 Pf.
ver=
gütet wird. Bei Abnahme
von 6 Flaſchen in d.
Preis=
lage von 85 Pf. an die
Wir empfehlen die nachſtehenden gewählten und gehaltvollen Weine, die auch den Kenner
befriedigen dürften. — Spezialliſte in allen Filialen zu Dienſten.
Weißer Tiſchwein
Waldböckelheimer
Laubenheimer
Oppenheimer .
Nackenheimer . . .
Deidesheimer .
Nierſteiner . ½ Fl.
Johannisberger ½4
Nitteler (Moſel)
Lieſerer . . . . . .
Berncaſtler .
Pommerner ½ Fl.
½ 8l.
85 ₰
. 100 ₰
. 110 ₰
120 ₰
. 130 ₰
. 140 ₰
.90, 150 ₰
95, 160 ₰
). 100 ₰
..120 ₰
.130 ₰
80, 140 ₰
Roter Tiſchwein . 3. 75 ₰
Cötes du Rhöne C
naturrein Rotwein, Fl. 85 ₰
La Grange les corbieres
naturrein, ſüdfr. . Fl. 95 ₰
Ingelheimer, vor=1
zügl. deutſch. Rotwein110 ₰
Bordeaux=Weine
naturrein, direkt importiert.
½ Fl.
St. Seurin de Cadourne 100 ₰
St. Eſtephe .
. 120 ₰
St. Emilion ½ Fl. 90, 150 Z
Chät. Langoa ½ 115, 200 ₰
Preiswertel
vortreffliche Südweine
Malaga ½ Fl. 150, ½ 85 ₰
Portwein,
160, „ 90 „
Madeira
180, „ 95 „
Sherry
180, „ 95 „
Samos
Fl. ℳ
1.—
ſüßer ſpaniſch.
Valencia Rotwein:
Fl. ℳ1.
1908. Pommard
roter Burgunder
½ Fl. ℳ6 1.15, 2 Fl. ℳ2.—
Schaumweine: Kupferberg=Gold. :: Deinhard=Rot= und Weißlack.
Champagner Mereier & Co. — Sämtliche Weine ſind, ſoweit nicht als naturrein
bezeichnet, entſprechend dem deutſchen Weingeſetz gezuckert.
Feinste Import=
Hafermast=
Salise
von vortrefflicher
Qualität, zirka 9
bis 10 Pfd. ſchwer
Pfund
Am Donnerstag, 19. Dezember
trifft die erſte Sendung ein.
Beſtellungen bitten wir
jetzt ſchon unſeren Filialen
aufzugeben.
Reelle
Packung
Gemüse-
u. Obst-
Konserven
Garantie
für
jede Dose
Schnittspargel, Unterenden, lange
Abſchnitte
do. dünn mit Köpfen
do. mittelstark
do. ſtark ℳ 1.50, ext. ſtark
Stangenspargel, dünn, ℳ 1.20 u.
do. mittelſtark
do. ſehr ſtark .
ertra ſtark
Gemüse-Erbsen
Junge Erbsen .
do. mittelfein:
Schnittbohnen. junge
Ia ½ Doſe
extra, la ½ Doſe
Kohlrabi in Scheiben m. Grün
Erbsen mit Karotten in Würfeln
Spinat, feinſter, paſſiert .
Gemischte Gemüse
Karotten in Würfeln
Doſe zu
kgl½kg
Tomaten-Purée ½ Doſe 27 ₰
Kirschen mit Stein ſchwarz und
rot
Erdbeeren, naturell
Mirabellen .
do. Metzer
Pflaumen mit Stein.
Birnen, weiße, ½ Frucht
Reineklauden
Preisselbeeren, pörtreffliches
Kompot
loſe Pfd. 40 Pf.
10 Pfd.=Eimer . ℳ 3.70
Heid elbeeren
Pkgl½ kg 70 42 75 43 125 68 70 40 75 43 46 28 68 85 48 80 45 72 41
S. & F. Cigarren
Sumatra mit Felix=Braſil= a
Union Einlage
. Stück 6 ₰
100 Stück Mk. 5.50
vorzügl. Eigarre
Weiße Elefantenz Stüc
ſehr beliebte Marke 20 ₰
100 Stück ℳ 6.25
9 mittelkr. Sumatra
Don Rodrigo gefalFormat, St. 72
50 Stück ℳ 3.25
Sum.=Deckbl., mild
Troubadouf und pilant Stück 6₰
50 Stück ℳ 3.75
mittelkräftig, aromatiſch
Unſta
Stück 8 ₰
50 Stück Mk. 3.75
Feine Eigarren inelegantenPräſentkiſtchen
Weihnachts-Packungen
2 25 Stuk
41.50, 1.75, 2.—.2.50
in hübſchen Karton 10 Stück 70 ₰
Pfund Mark
Schade 8
Für die Feſttage bringen wir einige beſonders feine und
preiswürdige Miſchungen.
Füllgranes Kaffee 1.90, 1.70, 1.00
Schade 8 Jüllgrabe 8 portreſliche, preiswerie Sorien.
China=Miſchung — Pfund=Paket 50, 80 ₰ u. ℳ 1.—
(2
Cee
Ceylon=Miſchung
Dunch ausſe biedte Serige ud 1
ſorgfältige Auswahl bieten wir
½ Pfund=Paket 25, 40, 50 ₰
¼ Pfund=Paket
50, 70
3
Sehdus Crandkruse