Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtümter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Bundesrat hat geſtern über den Antrag Bayern
betreffend den Vollzug des Jeſuitengeſetzes
Beſchluß gefaßt.
Das Oberpräſidium in Königsberg erhielt
ein Telegramm des Reichskanzlers, in
welchem der Oberpräſident gebeten wird, der
anſchei=
nend in der Provinz herrſchenden
Kriegsaufre=
gung, die durch nichts gerechtfertigt ſei,
entgegenzütreten.
Nach einer Depeſche der Kölniſchen Zeitung aus Belgrad
berrſcht dort die Anſicht vor, daß es nicht zum
Kriege zwiſchen Oeſterreich und
Ser=
bien kommen werde. Man mache ſich mit dem
Ge=
danken vertraut, daß Serbien ſich in die Errichtung
eines unabhängigen Fürſtentums Albanien, wenn auch
notgedrungen, fügen werde.
Der franzöſiſch=ſpaniſche
Marokkover=
trag iſt am Mittwoch nachmittag unterzeichnet
worden.
Die vierte ruſſiſche Duma iſt geſtern eröffnet
worden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Italien.
— Das italieniſche Parlament hat jetzt ſeine
Sitzungen wieder aufgenommen, um Abrechnung übe: den
türkiſchen Krieg von der Regierung entgegenzu=
Inehmen. Hierbei befindet ſich das Kabinett in einer
glück=
lichen Lage, man kann mit einem Bombenerfolge
aufwar=
ten, obwohl niemand behaupten wird, daß ſich die
italie=
niſchen Streitkräfte zu Waſſer und zu Lande ſonderlich
mit Ruhm bedeckt hätten. Die Tückei wäre in der Lage
geweſen, den Krieg noch recht lange fortzuſetzen, denn die
Erfolge, die der italieniſche Gegner errungen hatte, waren
höchſt minimale, und wären nicht die Balkanwirren
hin=
zugetreten, ſo wäre dieſer ſeltſame Krieg vielleicht auch
heute noch nicht zu Ende.
Wie dem auch ſein möge, Italien hat eben Glück
ge=
habt und kann ſich jetzt ſeines neuen Kolonialbeſitzes
er=
ffreuen. Wäre man minder vom Schickſal begünſtigt
wor=
den, ſo hätte die jetzt in de Kammer begonnene Debatte
wohl ein etwas anderes Geſicht getragen, denn es hat
während der Kriegsperiode nicht an zahlreichen ſcharfen
Angriffen gegen die Armee und ihre Leitung gefehlt.
Nun aber kann man recht ſtolz tun und viel Lob
einheimſen. Laſſen wir die Italiener ſich des
Er=
reichten freuen, wenn dabei auch des
Ueber=
ſchwanges ein bißchen zuviel iſt und recht tönende Worte
gebraucht werden, um den Ruhm des Landes zu
verkün=
den. Der der Kammer vorgelegte Friedensvertrag von
Lauſanne bringt nichts Neues, nur daß der bisher geheim
gehaltene modus procedendi, der am 15. Oktober in
Lau=
ſanne unterzeichnet wurde, gleichfalls zur Verleſung
ge=
langte . Schließlich werden 50 Millionen Lire für das
Miniſterium der Kolonien zu öffentlichen Arbeiten und
für die Verwaltung Libyens gefordert.
Das neue Gebiet bedeutet für Italien eine nicht
un=
beträchtliche Erweiterung ſeines Länderbeſitzes und dürfte
namentlich in wirtſchaftlicher Beziehung von großer
Be=
deutung ſein. Man weiß, daß Italien ja ſchon ſeit
Jah=
ren ſehnſüchtig nach Tripolis hinüberſchaute, wo
tatſäch=
lich der italieniſche Handel dominierte. Unzweifelhaft
er=
fährt das Apenningnreich durch dieſe Erwerbung eine
ganz beſondere Stärkung, deren Früchte in nicht gar
ferner Zeit zutage treten werden; dieſe Erſtarkung kommt
indirekt auch dem Dreibunde zugute, an dem Italien
ganz entſchieden feſtzuhalten gewillt iſt. Ja, es heißt
ſo=
gar, daß Italien eine Ausdehnung dieſes Vertrages dahin
wünſcht, daß der neue Kolonialbeſitz in deſſen
Beſtim=
mungen mit hineingezogen wird, ein Beweis, welchen
hohen Wert man in Rom dieſem Vertragsverhältniſſe
bei=
mißt. Gerade in den letzten Wochen, gelegentlich der
Balkan=
wirren, hat das Apenninenreich gezeigt, daß es
keines=
wegs immer „Extratouren” wünſcht, ſondern daß es treu
den Verbündeten zur Seite ſehen kann, gerade zu einer
Zeit, wo man verſchiedentlich auf dem Balkan das
Gegen=
teil erwartet hatte. Die loyale Haltung Italiens gerade
während der Balkanwirren hat zweifellos viel dazu
bei=
getragen, daß der Konflikt nicht noch weitere Ausdehnung
Aefuhr.
Wirkungen der Regierungsmaßnahmen
gegen die Fleiſchteuerung.
* Nachdem nunmehr für den Monat Oktober der
Nachweis über unſeren aufswärrigen Handel vorliegt,
iſt es möglich, feſtzuſtellen, wie weit die Ende September
getroffenen Regierungsmaßnahmen gegen die Fleiſchnot
im Oktober Erfolg gehabt haben. Dabei iſt naturgemäß
zu berückſichtigen, daß die Wirkungen im erſten Monat
nur in beſchränktem Umfang in die Erſcheinung treten
konnten, weil zunächſt Verbindungen mit den betreffenden
Ausfuhrländern angeknüpft werden mußten. Durch den
Ausbruch des Balkankrieges iſt ein Teil der Maßnahmen,
der ſich auf die Einfuhr von friſchem Rind= und
Schweine=
fleiſch aus den Balkanſtaaten bezog, gegenſtandslos
ge=
worden; eine Einfuhr von dort iſt nicht gekommen.
Im übrigen aber zeigt die Geſamteinfuhr an friſchem
Fleiſch im Oktober doch eine weſentliche
Steige=
rung. Denn es iſt geſtiegen gegenüber demſelben
Mo=
nat des Vorjahres die Einfuhr von Rindfleiſch von
16076 auf 33682 Doppelzentner. Hieran ſind in erſter
Linie beteiligt Dänemark mit einer Steigerung von 5793
auf 16 257 Doppelzentner, die Niederlande von 2015 auf
12052 Doppelzentner, Frankreich von 290 auf 1587
Dop=
pelzentner und Rußland von nichts auf 1720
Doppel=
zentner. Dagegen iſt die Einfuhr aus Schweden
zurück=
gegangen und diejenige aus Oeſterreich nahezu in gleicher
Höhe geblieben. Die Zulaſſung von Rindfleiſch aus
Bel=
gien, deſſen Einfuhr früher verboten war, hat zunächſt
nur einen geringen Erfolg gehabt, nämlich 56
Doppel=
zentner. Dieſe Zahl dürfte jedoch in den nächſten
Mona=
ten eine erhebliche Steigerung erfahren, weil man damit
rechnet, daß aus Belgien Fleiſch argentiniſcher Rinder
zur Einfuhr gelangen wird. Weit beträchtlicher als beim
Rindfleiſch iſt die Steigerung der Einfuhr an friſchem
Schweinefleiſch geweſen, nämlich von 1506 auf
16800 Doppelzentner. Hiervon lieferten die größte
Menge die Niederlande, nämlich 9870 Doppelzentner
ge=
gen 106 im Vorjahre; aus Dänemark kamen 4206, aus
Rußland 1784, aus Schweden 673 und aus Frankreich
97 Doppelzentner. Schließlich wurde auch die Einfuhr
von Schlachtrindern aus den Niederlanden zue
Abſchlach=
tung in öffentlichen Schlachthöfen großer Städte unter
gewiſſen Bedingungen zugelaſſen. Der Erfolg war, daß
im Oktober aus den Niederlanden 1318 Stück Rinder
ein=
geführt wurden.
Von beſonderem Einfluß auf die Steigerung der
Einfuhr wird naturgemäß der Fleiſchbezug der Städte
ſein, deſſen Organiſation vielfach erſt im Beginn des
No=
vember geſchaffen werden mußte. Es wird mithin die
Statiſtik ſcheh des laufenden Monats eine waſentlich
größere Einfuhrſteigerung nachweiſen.
Deutſches Reich.
— Der Papſt und die Gewerkſchafts=
Enzyklika. Man ſchreibt uns: Papſt Pius X. hat
am 20. Oktober dieſes Jahres in einem an den
italieni=
ſchen Propſt Luigi Cicerin gerichteten Handſchreiben ſehr
nachdrücklich betont, daß er in der Regierung der Kirche
allerdings von zahlreichen Kardinälen liebevoll unterſtützt
werde, daß aber keiner der Kardinäle ſich erlaube, irgend
etwas im Namen des Papſtes zu tun, was nicht vorher
vom Papſte beſtimmt oder mit ihm vereinbart worden
wäre. Auf die Gewerkſchafts=Enzyklika des jetzigen
Papſtes angewandt, ſcheint dieſes Bekenntnis zum
per=
ſönlichen Regiment mit ſehr erheblichen Nachteilen
ver=
knüpft zu ſein. Denn wie der Verlauf des chriſtlichen
Ge=
werkſchaftskongreſſes in Eſſen beweiſt, mußten die
deut=
ſchen Biſchöfe eine authentiſche Interpretation jener
Enzyklika liefern, um der Beunruhigung zu ſteuern, die
in den Kreiſen der chriſtlichen Gewerkſchaftler durch die
Enzyklika hervorgerufen war. Die Interpretation der
deutſchen Biſchöfe betrifft daher höchſt einſchneidende
Fragen. Zu ihnen gehört im weſentlichen, daß die
kirch=
liche Obriakeit mit der praktiſchen Erledigung
gewerkſchaft=
licher Einzelfragen nicht befaßt werden will, daß eine
Aufteilung der deutſchen Diözeſen zwiſchen Gewerkſchaften
und Fachabteilungen nicht geplant iſt, daß die
Beobach=
tungspflicht der Biſchöfe ſich nicht auf die wirtſchaftliche
Tätigkeit der chriſtlichen Gewerkſchaften bezieht uſw.
Wenn die deutſchen Biſchöfe genötigt waren, über
der=
artige grundlegende Punkte Erklärungen abzugeben,
dann kann hieraus geſchloſſen werden, wie mangelhaft
oder wie zweideutig der Text der Enzyklika ſelbſt iſt.
Unter ſolchen Umſtänden iſt es doppelt begreiflich, daß die
preußiſche Staatsregierung ſchon vor der Abhaltung des
Eſſener Kongreſſes Wert auf die öffentliche Feſtſtellung
legte, den Text der Gewerkſchafts=Enzyklika vor ſeiner
Veröffentlichung nicht gekannt zu haben.
— Eine neue Reichstagserſatzwahl iſt
durch den Tod des reußiſchen ſozialdemokratiſchen
Abge=
ordneten Förſter nötig geworden. Bei den letzten
Reichs=
tagswahlen ſiegte Förſter mit 8542 Stimmen gegen 3804
nationalliberale und 3319 fortſchrittliche Stimmen im
erſten Wahlgange. Er eroberte damit den Wahlkreis
zurück, den 1907 bei den Blockwahlen der wildkonſervative
Amtsgerichtsrat Arnold gewann. Der Wahlkreis iſt bei
geſchloſſenem Vorgehen offenbar für die bürgerlichen
Par=
teilen zurückzuerobern.
— Die Stärke der liberalen Parteien
im Reichstag. Die Liberale Korreſpondenz ſchreibt:
Die Fortſchrittliche Volkspartei des Reichstags zählt jetzt
nach der Wahl des, Abgeordneten Sivkovich mit Einſchluß
des Abgeordneten Kaempf 42 Mitglieder und einen
Hoſpitanten, zuſammen 43 Abgeordnete. Die
national=
liberale Partei beſitzt 40 Mitglieder und 4 Hoſpitanten,
zuſammen 44, die konſervative Partei 42 Mitglieder und
2 Hoſpitanten, zuſammen alſo ebenfalls 44 Herren. Die
liberalen Parteien rangieren alſo zuſammengenommen
nach der Sozialdemokratie (110 Mitglieder) und nach dem
Zentrum (88 Mitglieder) an der dritten Stelle.
— Der Bau der neuen Kaiſerjacht
„Hohenzollern”, den der neue Marineetat fordert,
wird zehn Millionen Mark koſten, die ſich je zur Hälſte
auf 1913 und 1914 verteilen. Amtlich wird angegeben,
daß die jetzige „Hohenzollern” verbraucht und nicht mehr
hinreichend ſicher für die Perſon des Kaiſers iſt. Sie muß
durch einen den höchſten Anforderungen an die
Schiffs=
ſicherheit entſprechenden Neubau erſetzt werden. Die
Bauzeit, zwei Jahre, kommt der der alten „Hohenzollern”
gleich, die von 1891 bis 1893 auf der Stettiner
Vulkan=
werft gebaut wurde. Die neue „Hohenzollern” wird im
Frühjahr 1915 verwendungsbereit ſein und ſomit ihre
Tätigkeit mit der Beteiligung an der Eröffnung des
er=
weiterten Kaiſer=Wilhelm=Kanals bedeutſam einleiten
können.
— Das Petroleum=Monopol. Die Nordd.
Allg. Ztg. beſtreitet die Richtigkeit des gegen den
Geſetz=
entwurf über den Verkehr mit Leuchtöl erhobenen
Vor=
wurfs, daß darin eine unberechtigte Begünſtigung der an
der Vertriebsgeſellſchaft beteiligten Großbanken enthalten
ſei, und führt dabei aus: Die als übermäßig bezeichnete
Auffüllung des Reſervefonds ſei angemeſſen, da die
Bil=
dung ſtiller Reſerven kaum denkbar ſei und da die
Geſell=
ſchaft der Gefahr ausgeſetzt ſei, im Falle eines Rückganges
des Verbrauches an Leuchtöl mit Verluſt zu arbeiten.
Die Befürchtung, daß die Geſellſchaft durch mißbräuchliche
Benutzung des Preisausgleichsfonds eine Erhöhung der
regelmäßigen Dividende ohne Zuſtimmung des
Reichs=
kommiſſars herbeiführen könne, ſei hinfällig. Mit den
ebenfalls bemängelten Vorſchriften über die Liquidation
der Geſellſchaft ſei nach keiner Seite hin irgendeine
Be=
günſtigung beabſichtigt oder ausgeſprochen. Die
Bevor=
zugung der Inhaber von Namensaktien, d. h. der Banken,
gegenüber den gewöhnlichen Ationären, ſei mit Rückſicht
darauf vorgeſehen, daß ein etwaiger Ueberſchuß
haupt=
ſächlich durch die Arbeit der Vertreter der Banken zur
Anſammlung gelangt ſei und die Beſitzer von
Namens=
aktien deren Betrag auf ein Menſchenalter feſtlegen
müß=
ten, alſo die eigentlichen Träger des Riſikos ſeien.
Luftflotten geſetz. In der Täglichen
Rundſchau verſichert ein bekannter Mitarbeiter, der ſeit
längerer Zeit ein Luſtflottengeſetz, d. h. den Bau
mög=
lichſt vieler Zeppelin=Luftſchiffe, verlangt, daß nunmehr
von der Regierung ein ſolches Geſetz beſchloſſen ſei. Es
ſei ſchon vor einem Jahre ausgearbeitet geweſen, aber die
dringliche Forderung des Generalſtabes ſei am
Kriegs=
miniſterium, Reichsſchatzamt und der Reichskanzlei
ge=
ſcheitert.
Eiſenbahnkonferenz. Am Donnerstag
traten in Berlin unter dem Vorſitz des preußiſchen
Eiſenbahnminiſters die Präſidenten der 21 Direktionen
der Preußiſch=Heſſiſchen Staatseiſenbahn, des
Eiſenbahn=
zentralamtes und der Generaldirektion der Eiſenbahnen
Elſaß=Lothringens zu der alljährlich ſtattfindenden
ge=
meinſamen Beſprechung wichtiger Fragen des Betriebs,
des Verkehrs, der Wirtſchaftsführung und Organiſation
zuſammen.
— Das ſächſiſche Volksſchulgeſetz. In
der ſächſiſchen Zweiten Kammer wurde über die
grund=
legenden Paragraphen des Volksſchulgeſetzes abgeſtimmt.
Die meiſten Paragraphen wurden in der
Deputations=
faſſung angenommen, darunter Abſatz 3 des § 2, der den
Religionsunterricht betrifft. Der Kultusminiſter
bezeich=
nete den Abſatz in dieſer Faſſung als unannehmbar. Die
Annahme erfolgte mit 60 gegen 37 Stimmen. Dagegen
ſtimmten die Konſervativen und ein Nationalliberaler.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die politiſchen Verhältniſſe und die
Sicherheit der Geldinſtitute. Im
öſterreichi=
ſchen Abgeordnetenhauſe beantwortete der Miniſter des
Innern eine Interpellation Langenham betreffend die
Verbreitung falſcher Gerüchte über die Folgewirkung der
politiſchen Verhältniſſe auf die Sicherheit der
Geldinſti=
tute, namentlich von Sparkaſſen.
Der Miniſter wies darauf hin, daß bereits in der
Annektionskriſis im Jahre 1909 in unverantwortlicher
Weiſe und offenbar mit Vorbedacht, zum eigenen
Vor=
teil, falſche Gerüchte in Umlauf geſetzt wurden, durch
welche der Glaube an die Sicherheit der Einlagen bei
Sparkaſſen untergraben werden ſollte. Bereits damals
hat der Finanzminiſter jenen Gerüchten mit aller
Ent=
ſchiedenheit den Boden entzogen, welche glauben machen
wollten, daß der Staat für den Fall eines Krieges die
Sparkaſſeneinlagen für ſeine Zwecke verwenden wollte.
Auf die damaligen Ausführungen ſich beziehend, könnte
es der Miniſter nur mit Entrüſtung zurückweiſen, wenn
der Verwaltung eines geordneten Rechtsſtaates neuerlich
derartige rechtswidrige Eingriffe auf das Privateigentum
zugemutet würden. Es ſei ja nach dem Völkerrecht ſelbſt
dem Feinde nicht geſtattet, die Gelder von Geldinſtituten
anzugreifen. Der Miniſter ſprach die Hoffnung aus, daß
ſich bei einiger ruhiger Ueberlegung bei dem ſparenden
Publikum die Einſicht durchſetzen werde, daß ſeine
Ein=
lagen bli der erprobten Solidität der Sparkaſſen der
Monarchie bei der durch die Verwendung der Einlagen
in Aktivgeſchäften der Sparkaſſen ſchon von ſelbſt
gegebenen Unmöglichkeit eines unbefuaten Eingreifens
von außen ſicher angelegt ſeien. (Lebhafter Beifall.)
Der Polniſchen Korreſpondenz zufolge hat die
Bankkommiſſion des Polenklubs beſchloſſen, an die Polen
Galiziens eine Kundgebung zu richten, in der gegen die
Runs auf die galiziſchen Sparkaſſen und Bankinſtitute
entſchieden Stellung genommen wird. Auf Grund der
ihr von maßgebender Seite erteilten Aufklärungen gibt
die Bankkommiſſion des Polenklubs der Ueberzeugung
Ausdruck, daß in der politiſchen Lage Befürchtungen
we=
gen drohender Kriegsverwicklungen nicht nur nicht
be=
gründet, ſondern im Gegenteil eine ernſte politiſche
Ent=
ſpannung eingetreten ſei, und daß ſich mit jedem Tag die
Anzeichen mehren, die für die Erhaltung des Friedens
ſprechen.
Die Oppoſition des ungariſchen
Ab=
geordnetenhauſes drang ſeit einiger Zeit nicht
mehr ins Parlament ein. Deshalb war am Mittwoch
keine Polizeiſperrung vorhanden. Die Oppoſition
be=
nutzte die Gelegenheit und wollte im Hauſe erſcheinen,
doch wurde ſofort die in Bereitſchaft gehaltene Polizei
und Gendarmerie zuſammengezogen, ſo daß bei dem
An=
rücken der Oppoſition das Eindringen ins Haus
unmög=
lich war. Die Oppoſition ſuchte nun durch
Seitenein=
gänge einzudringen, gelangte auch bis zur Küche des
Par=
lamentsreſtaurants, wurde jedoch hier zurückgehalten.
Die Polizei erklärte, daß nur die nichtausgeſchloſſenen
Abgeordneten eingelaſſen würden, worauf die ganze
Oppoſition ſich entfernte.
Frankreich.
Der Schutz der einheimiſchen
Indu=
ſtrie. Anläßlich der von dem Verbande der franzöſiſchen
Induſtriellen und Kaufleute angeſtellten Umfrage über
geeignete Mittel zum Schutz der heimiſchen Induſtrie
er=
klärte der Handelsminiſter David einem Berichterſtatter
u. a., daß England feſtgeſtellt hätte, daß die den fremden
Waren auferlegten Urſprungsbezeichnungen im Grunde
genommen eine Reklame für dieſe Ware bildeten, und daß
England deshalb daran denke, das „made in Germany”
oder „Made in Austria” durch den Vermerk „not inglish”
zu erſetzen. Wenn aber Frankreich entſchloſſen iſt, etwas
ähnliches zu tun, ſo müßte man den Ausdruck „Preduit
non frangais” oder „Produit étranger” anwenden. Das
Urſprungsland der eingeführten Waren ausdrücklich zu
nennen, ſei unklug, da dann gegen Frankreich der
Vor=
wurf der Parteilichkeit erhoben werden könnte.
England.
Luftſchiffahrt. Marineminiſter Churchill teilte
im Unterhauſe Einzelheiten über die Schiffe mit, die von
den Kolonien der Marine geſchenkt worden ſind und
er=
klärte, keines dieſer Schiffe beeinfluſſe den Entwurf eines
Flottenbauplanes, den er dem Hauſe im letzten März
vor=
gelegt habe. Das jüngſt von den malaiiſchen Staaten
geſchenkte Schiff würde zu dieſem Plan hinzuzufügen ſein.
In Beantwortung der Anfrage über das Luftfahrzeug,
das kürzlich des Nachts bemerkt worden war, erklärte
Churchill, er wiſſe nicht, ob es ein Luftſchiff oder ein
Flugzeug geweſen ſei; jedenfalls ſei es kein britiſches
Fahrzeug geweſen. In Beantwortung einer weiteren
Anfrage über die Zahl der ſtarren Luftſchiffe in England
und Deutſchland erklärte der Miniſter, Deutſchland beſitze
ein Marine=, ein Militär=, ein Verſuchs= und zwei
Paſſa=
gierluftſchiffe. Es beſtehe kein Zweifel, daß Deutſchland
in dieſem Zweige der Luftſchiffahrt ein großes
Ueberge=
wicht gewonnen habe. Was den Wert ſolcher Luftſchiffe
anbetreffe, ſo ſeien die Anſchauungen darüber verſchieden.
Ueber die Politik der Admiralität in dieſer Beziehung
möchte er keine Erklärung abgeben. Dem ganzen
Gegen=
ſtande werde die Aufmerkſamkeit zugewandt, die ſeine
un=
zweifelhafte Bedeutung erfordere.
Spanien.
Die Neuordnung des Polizeiweſens
Der König unterzeichnete das Dekret, wodurch eine
allge=
meine Polizeidirektion als Abteilung des Miniſteriums
des Innern geſchaffen wird, der ſämtliche Polizei= und
Ueberwachungskörper Spaniens unterſtehen. Dieſe
Re=
organiſationsmaßnahme ſtellt die Verhältniſſe, die 1886
ſchon beſtanden, wieder her und bezweckt, ein zerſplittertes
Vorgehen der einzelnen Behörden zu vermeiden, um die
Verübung von Verbrechen wie den Anfall auf Canalejas
möglichſt zu erſchweren. Zum Vorbild der Neuordnung
haben franzöſiſche Verhältniſſe gedient. Zum Vorſteher
der neuen Abteilung wurde der Militäroberrichter
Men=
dez Alanis ernannt, der unter der konſervativen
Regie=
rung ſchon Polizeichef war und dem auch jetzt die
Madrider Polizei gleichzeitig unterſtellt bleibt.
Der franzöſiſch=ſpaniſche
Marokko=
vertrag, der am Mittwoch unterzeichnet worden iſt,
wird am 30. dieſes Monats veröffentlicht werden. Am
Montag wird er den Cortes zur Verhandlung vorgelegt
und zweifellos ohne Schwierigkeit genehmigt werden.
Bisher ſind nur zwei Redner gegen den Vertrag
einge=
ſchrieben worden, der konſervative Abgeordnete Gabriel
Maura, ein Sohn des früheren Miniſterpräſidenten, und
der Republikaner Rodos.
Vereinigte Staaten.
Gegen das deutſche Reichspetroleum=
Monopol. Der Sun berichtet, der Kongreß werde
ein Geſetz erlaſſen, das der Regierung
Vergeltungsmaß=
regeln ermögliche, falls Deutſchland die Standard Oil
Co, vertreiben wolle, wie es jetzt den Anſchein habe.
Se=
nator Curtis hat den Entwurf ausgearbeitet und
Staats=
ſekretär Knox hat an Curtis einen Brief geſchrieben des
Inhalts, daß nach Anſicht des Staatsdepartements dieſes
Problem gelöſt werden könne mittels eines Amendements
zu Sektion 2 des Geſetzes von 1909, das genügend
Dehn=
barkeit gewährt, um die Tarifſätze entſprechend zu
er=
höhen. Das mag die Auferlegung von Zuſchlagszöllen
von fünf bis fünfundzwanzig Prozent nötig machen für
einzelne Artikel oder auch für die ganze Ausfuhr nach den
Vereinigten Staaten. Auch die Verzollung der Artikel
auf der Freiliſte könnte als Vergeltung erſcheinen für
eine derartige beleidigende Behandlung. Selbſt ein
Einfuhrverbot könnte in ſchweren Fällen nötig werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. November.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Mittwoch den Generalmajor
Hildemann, Inſpekteur der 2. Pionier=Inſpektion in
Mainz, den Oberſtleutnant Zierold, Kommandeur des
Leib=Dragoner=Regiments (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den
Oberſtabsarzt Dr. Langheld, Regimentsarzt des Großh.;
Artillerie=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiment
Nr. 25, den Oberſtleutnant z. D. v. Bardeleben,
Komman=
deur des Landwehrbezirks Erbach, den Profeſſor Eſſelborn,
den Reviſionsgeometer Rechnungsrat Scheld, den
Rech=
nungsrat Schömer, den Hofbankier Hofrat Sander,
den Rechnungsrat Rotté, den Geheimen Regierungsrat
Dr. Melior, Vorſitzender der Brandverſicherungskammer.
den Geheimen Oberfinanzrat Dr. Knell, Vortragender
Rat im Finanzminiſterium, den Oberbürgermeiſter
Dr. Dullo von Offenbach, den Profeſſor Eberhardt, den
Hofkanzleiſekretär Bachert, den Baurat Dofflein, den
Kaufmann Schweitzer von König i. O., den Rechnungsrat
Paul, den Regierungsrat Krug v. Nidda, Vorſitzender
des Oberverſicherungsamtes; zum Vortrag den
Staats=
miniſter Ewald, den Miniſter des Innern v. Hombergk
zu Vach, den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Werliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs an Johann Geyer und
Georg Keil, beide zu Michelſtadt.
* Ernannt wurde Karl Schaffner zum
Schreib=
gehilfen bei der Zentralſtelle für die Gewerbe in
Darmſtadt.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Bureaubeamten Heinrich
Karl Huth zu Bad Nauheim die Erlaubnis zur
An=
nahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem
Deutſchen Kaiſer und König von Preußen verliehenen
Südafrika=Denkmünze in Stahl und der Goldenen Medaille
zum Kronen=Orden erteilt.
* Militärdienſtnachrichten. Collmann,
Major=
vom F.=R. Nr. 25, Brandenburg, Oberlt. vom F.=R.
Nr. 61, zur Feldartillerie=Schießſchule kommandiert.
g. Schwiurgericht. In der am Montag, den 2.
De=
zember, vormittags halb 10 Uhr, beginnenden 4.
Schwur=
gerichtsperiode unter dem Vorſitz des Großh.
Land=
gerichtsrats Dr. Lehr (Stellvertreter: Großh.
Land=
gerichtsrat Schulz) kommen folgende Fälle zur
Ver=
handlung: Montag, 2. Dezember, gegen den Taglöhner=
Peter Kraft II. aus Aſchaffenburg, zuletzt in Hahn, wegen
Notzuchtsverſuch; Anklagevertreter: Gerichtsaſſeſſor Dr.=
Fuchs, Verteidiger: Rechtsanwalt Kern. Dienstag, 3.
Dezember, gegen den Schmied Valentin Kiſſel aus
Auerbach wegen Meineid: Anklagevertreter: Staatsanwalt
Dr. Krug, Verteidiger: Rechtsanwalt Neuſchäffer.
Don=
nerstag, 5. Dezember, gegen den Taglöhner Johann Karli
Köhler aus Nieder=Wöllſtadt, zuletzt in Heppenheim,
wegen Brandſtiftung pp.; Anklagevertreter:
Gerichts=
aſſeſſor Dr. Callmann, Verteidiger: Rechtsanwalt
Land=
zettel. Freitag, 6. Dezember, gegen Keſſelſchmied Karl
Sponagel, Landwirt Georg Sponagel, Maurert
Anton Ebert, ſämtlich aus Heddesheim, wegen
Ver=
brechens gegen § 118 Str.=G.=B. pp. (Widerſtand und
Kör=
perverletzung gegen einen Forſt= oder Jagdbeamten);
Anklagevertreter: Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann,
Ver=
teidiger: Rechtsanwälte Bendheim und Langenbach.
— Vom Großh. Hoftheater. Heute, Freitag, eröffnet.
Baklanoff ſein mit Spannung erwartetes Gaſtſpiel
als Mephiſto in Gounods „Fauſt”. In dieſen Tagen hat
Baklanoff u. a. in Köln, Mannheim uſw. Triumphe
ge=
feiert, die ihresgleichen ſuchen. Die Häuſer, ſchon
Wochen=
vorher vollkommen ausverkauft, feierten den Künſtler in
ſelten erlebter Weiſe. Leute der vornehmſten Geſellſchaft,
die (trotz der faſt das Caruſo=Niveau erreichenden Höhe
der Preiſe) kein Billett mehr erhalten konnten, boten ſich
den Theaterleitungen als Statiſten an, nur um Baklanoff
zu hören. Auch bei uns iſt das Intereſſe äußerſt rege,
ſo daß heute ſchon die beiden Baklanoffabende faſt
aus=
verkauft ſind. Das Abonnement iſt aufgehoben, der
Vor=
verkauf findet ſowohl im Hoftheater als auch im
Ver=
kehrsbureau ſtatt. Es ſei nochmals darauf hingewieſen,
daß zu dieſem Gaſtſpiel die gewöhnlichen Preiſe
gelten. Am Samstag wird die Darſtellung der Trilogie
mit „Wallenſteins Tod” beſchloſſen. Zu dieſer
Vorſtellung, im Abonnement Buchſtabe A. 18, gelten die
kleinen Preiſe. Die neunte Volksvorſtellung zu
ermäßig=
ten Preiſen, „Der Raub der Sabin erinnen”
findet Sonntag nachmittag ſtatt. Der Vorverkauf findet
bis zum Tage der Vorſtellung im Verkehrsbureau ſtatt.
Sonntag abend verabſchiedet ſich Baklanoff bereits
wie=
der als Rigoletio in Verdis gleichnamiger Oper.
* Die Ausſtellung „Der Menſch” wird jetzt bereits
um 8 Uhr abends geſchloſſen, ſo daß die Beſuchszeit
demnach jetzt täglich von vormittags 9 Uhr bis abends
um 8 Uhr, auch Sonntag, iſt. Dabei ſei nochmals darauf
aufmerkſam gemacht, daß der Schluß der Ausſtellung
endgültig am Sonntag, den 1. Dezember, abends
8 Uhr erfolgt.
* 50jähriges Geſchäftsjubiläum. Man ſchreibt uns:
Die in beſtem Sinne in weiteſten Kreiſen bekannte
Deli=
kateſſſen= und Zigarrenhandlung Georg
Ludwig Kriegk Rheinſtraße 17 hier, konnte
Anfang dieſes Monats auf ihr 50jähriges Beſtehen
zurückblicken. Unter der zielbewußten tatkräftigen
Lei=
tung und dem regen Geſchäftsſinn der jeweiligen
In=
haber gelang es denſelben, die Firma ſo zu fördern, daß
ſie bald mit zu den Erſten am Platze zählte. Der
der=
zeitigen Beſitzerin der Firma möge der Erfola nicht
ver=
ſagt ſein, das Geſchäft in ſchönſter Blüte zu erhalten.
Die Eroberer in Saloniki.
** Auf die Dauer laſſen ſich die Ereigniſſe, die dem
Einzuge der Griechen in Saloniki folgten, nicht mehr
ver=
heimlichen. Der engliſche Kriegskorreſpondent Sinclair
Poclay der der griechiſchen Armee während des
Feld=
zuges in Theſſalien attachiert war und ihr nach Saloniki
folgte, gibt jetzt in einem Briefe eine ausführliche und an
tatſächlichen Einzelheiten reiche Schilderung jener
Vor=
gänge, die er beobachten mußte und über die er
telegra=
phiſch infolge der Zenſur nicht berichten konnte. Und er
beginnt ſeinen Bericht mit der Feſtſtellung, daß die
Er=
oberer auf Schritt und Tritt, unter dem Zeichen des
Kreu=
zes, plündern, rauben und morden und daß maßloſe
Aus=
ſchreitungen die Tage nach dem Einzug in Saloniki
be=
gleiteten. Das begann ſchon vorher, ſchon bei der
Ein=
nahme von Elaſſona, wo Haus um Haus jede türkiſche
Heimſtätte vollkommen ausgeraubt und ausgeplündert
wurde. Die griechiſchen und bulgariſchen Einwohner
ſchützten ſich, indem ſie ein Kreuz vor ihre Tür pflanzten.
Gnade Gott aber jenen, die das vergeſſen haben. Doch die
Sieger plündern nicht nur die Türken aus, ſie plündern
ſich auch gegenſeitig. Die griechiſche Soldateska raubt die
Häuſer der Bulgaren aus und die Bulgaren die der
Griechen. Als die Bulgaren nach dreitägigem Marſche
Janitza erreichten, wurden alle griechiſchen und türkiſchen
Häuſer völlig ausgeraubt. Aber all dieſe Greuel und
Ge=
walttaten, die oft von Mord und Blut begleitet ſind, ſind
nur ein Vorſpiel zu dem, was Saloniki durchleben mußte.
„Hier in Salaniki zogen Rotteg von griechiſchen und bul=
gariſchen Soldaten, von zweifelhaften Elementen geführt,
durch die Stadt und plünderten rechts und links die
Häu=
ſer. Zuerſt und am ſchwerſten litten die Juden. Es gibt
in Saloniki viele reiche Juden: alle ihre Villen wurden
von dieſen Horden erbrochen und ausgeraubt. Bei dem
geringſten Widerſtand, ja nur bei Widerſpruch, ſprachen
die Gewehrkolben und die Revolver: mit Gewalt riß man
die Ohrringe aus den Ohren wehrloſer Frauen und die
Ketten von dem Hals des Mädchens.
Es iſt völlig nutzlos, daß die griechiſchen Behörden
dieſe Tatſachen krampfhaft abzuleugnen verſuchen. Der
Oberrabbi hat den Präfekten aufgeſucht und ihm eine
genaue, Fall für Fall in allen Einzelheiten beweisbare
Liſte vorgelegt, in der einige der alltäglichen Fälle brutaler
Ausſchreitungen verzeichnet ſind. Die Liſte ſpricht Bände.
Ueberall iſt das Ziel der gewaltſame Raub oder die
Er=
preſſung der Juwelen und des Geldes. Mit
Waffen=
gewalt, mit Bajonettſtichen und Kolbenſchlägen werden
die hilfloſen Familien gezwungen, ihren koſtbarſten Beſitz,
ihren Familienſchmuck, ihre Ringe, ihr Geld
herauszu=
geben; die Uhren werden den Männern abgenommen, die
Uhrketten vom Leibe geriſſen, ja ſogar die Teppiche und
die Wäſche werden von dieſen Soldaten davongeſchleppt.
Ich ſelbſt” ſo fährt der Engländer fort, „war Zeuge, wie
ein armer alter Mann, ein Jude, von einem griechiſchen
Kavalleriepoſten im Baſar einfach mit dem Säbel
nieder=
gehauen wurde. Das ganze Tſchamekidi iſt vollkommen
ausgeraubt und ausgeplündert, und jedes Fenſter in
die=
ſem Stadtteile iſt eingeſchlagen. Ja ſogar vor
Leichen=
ſchändung und Störung der Totenbeſtattung ſcheuen dieſe
Räuber nicht zurück. Ich wurde Zeuge, wie in der Rue
Sainte Sophie von griechiſchen Soldaten ein Leichenzug
aufgehalten wurde. Den Sarg ſchleuderte man auf die
Straße, der Geiſtliche wurde mißhandelt. Die
Leichenträ=
ger wurden gezwungen, den geborſtenen Sarg mitten in
der Straße liegen zu laſſen; erſt ſpäter ſchleppten
ver=
ſchüchterte Anwohner heimlich den Sarg und die Leiche in
ein Haus. Als in Karanburun die türkiſchen Soldaten
entwaffnet wurden, raubte man ihnen aus den Taſchen
jeden Heller, den ſie bei ſich trugen.”
Es war nur ſelbſtverſtändlich, daß unter dieſen
trau=
rigen Vorgängen, die ſich auf europäiſchem Boden
ab=
ſpielten, das berüchtigte und gefürchtete mazedoniſche
Komitee, das 15 Jahre hindurch Saloniki terroriſierte,
mit Dolch und Piſtole ſeine Tätigkeit aufnahm und
ver=
oppelte. „Dieſer bulgariſchen Organiſation macht es
nichts, auch Griechen zu ermorden; ihr Ziel iſt die
Er=
richtung der bulgariſchen Herrſchaft von der Adria bis
zum Schwarzen Meer. Ihr Werk, das mit Dolch und
Bomben verrichtet wird, richtet ſich jetzt noch mehr gegen
die Griechen als gegen die Türken. Und die Griechen
an=
dererſeits fürchten ſich, mit den Bulgaren allzu viel zu
ſchaffen zu bekommen. Sie brauchen die Bulgaren, weil
ſie ohne ſie nicht ſiegen können; aber Liebe beſteht nicht
zwiſchen ihnen. Kein Reformſyſtem der Welt wird dieſe
beiden Todfeinde ausſöhnen. und eines Tages werden
die führenden chriſtlichen Mächte der heiligen
Balkan=
allianz zwiſchen ſich doch noch auf Leben oder Tod den
Kampf ausfechten, in dem entſchieden wird, wer in
Maze=
donien herrſchen ſoll: der Grieche oder der Slave.
In=
zwiſchen iſt Saloniki das Opfer.”
— Bekämpfung der Tuberkuloſe im Mittelſtande.
Auf Einladung des Vorſitzenden der
Landesverſicherungs=
anſtalt Großherzogtum Heſſen, Herrn Geh.
Regierungs=
rat Dr. Dietz, traten am 21. November einige Vertreter
mittelſtändleriſcher Vereinigungen zu einer Beſprechung
über das Thema „Bekämpfung der Tuberkuloſe im
Mittelſtand” und insbeſondere über die Frage der
Be=
ſchaffung der Mittel zuſammen. Die Abſicht, auch dem
Mittelſtande in dieſer hochwichtigen Frage zu helfen,
wurde ſehr ſympatiſch begrüßt, doch war man ſich nicht
darüber im Zweifel, daß die Mittelfrage nicht leicht zu
löſen iſt. Eine Kopfſteuer in den einzelnen Verbänden
einzuführen, wurde als nicht empfehlenswert bezeichnet.
Die meiſten Vertreter hielten es vielmehr für angezeigt,
nach und nach Fonds anzuſammeln, aus denen ihren
tuberkulös erkrankten Mitgliedern Beihilfen zu den
Kurkoſten gewährt werden könnten und ferner dem
Heilſtättenverein als Mitglied beizutreten. An
dieſen müßten auch die etwaigen Ueberſchüſſe der
be=
treffenden Fonds abgeliefert und Mitglieder für
den=
ſelben geworben werden, damit er mehr wie bisher ſich
des Mutelſtandes annehmen kann.
* Kunſtverein. Die Kollektivausſtellung Carl Felber=
Dachau, ſowie die Ausſtellung der kleineren Kollektionen
von Waldemar Coſte, Walther Bertelsmann, Ferdinand
Herwig, Franz Türcke, Ludwig Ziegler iſt noch bis
ein=
ſchließlich Sonntag, den 1. Dezember, geöffnet. Die
Kunſthalle bleibt dann einige Tage geſchloſſen.
— Deutſch=Evangeliſcher Frauenbund,
Orts=
gruppe Darmſtadt. Der Teeabend für Blinde aller
Konfeſſionen, Freitag, den 29. November, nachmittags
4 Uhr, Freimaurerloge, Sandſtraße 18, findet, wie der
Verkauf der Teekarten und die eingelaufenen Gewinne
zur Verloſung beweiſen, auch dieſes Jahr wieder
An=
klang. Teekarten zu 50 Pfg. ſind in beſchränkter Anzahl
an der Kaſſe der Freimaurerloge noch zu haben.
C. Die Sektion Darmſtadt des Volksvereins für das
katholiſche Deutſchland hielt am Mittwoch im
Konkordia=
ſaale eine ſehr ſtark beſuchte, von Herrn Dr. med Kocks
geleitete Verſammlung ab, über deren Verlauf uns
geſchrieben wird: Herr Kaplan Moſer=Darmſtadt ſprach
zunächſt über den ſtillen Kulturkampf, worunter er die
Beibehaltung des ſogen. Kanzelparagraphen im
Straf=
geſetzbuch, die dem katholiſchen Element ungünſtige
Oſt=
markenpolitik, die Zurückſetzung der Katholiken im Reichs=
und Staatsdienſt, die beſchränkenden Beſtimmungen gegen
die Orden und die Imparität in Sachſen, Braunſchweig
uſw. verſteht. Er verlangte die endliche Herſtellung der
religiöſen Gleichheit im Intereſſe des religiöſen Friedens
Herr Rechtsanwalt Nuß=Seligenſtadt ging von der
ſozialen und kulturellen Bedeutung des katholiſchen
Or=
densweſens aus, und beklagte hinſichtlich des
Jeſuiten=
ordens daß Tauſende denſelben verurteilen, ohne ihn zu
kennen. Das ſog. Jeſuitengeſetz, von dem Artikel 2
be=
reits gefallen iſt, habe, wie kein anderes, fortwährende
Korrekturen erfahren, ſo daß man ſchon deshalb an ſeiner
Güte zweifeln müſſe. Dazu komme die verſchiedene
Aus=
legung des Begriffs „Ordenstätigkeit”, bei der hoffentlich
die mildere bayeriſche Auslegung zum Siege gelangen
werde. Beſſer wäre aber die völlige Aufhebung dieſes
Ausnahmegeſetzes, von dem das proteſtantiſche England
und Nordamerika nichts wiſſe. Es handle ſich auch um
die Ehre der katholiſchen Kirche, die den Orden hoch ſchätze.
Der Schmerzensſchrei des katholiſchen Volkes dürfe nicht
ungehört verhallen. Zum Schluſſe verlas Herr Dr. Kocks
zwei Reſolutionen, die einſtimmig angenommen wurden.
Die erſte geht an den Bundesrat und verlangt völlige
Aufhebung des Jeſuitengeſetzes, während die andere der
Zentrumsfraktion des deutſchen Reichstags zugeſandt wird.
Die Fraktion wird darin erſucht, alles zu tun, um die
völlige Beſeitigung des Geſetzes zu erwirken.
* Experimental=Vortrag. Am Dienstag, den 3.
De=
zember, abends 8¼ Uhr, veranſtaltet der Verein für
Ver=
breitung von Volksbildung in Gemeinſchaft mit dem
All=
gemeinen deutſchen Frauenverein, Ortsgruppe Darmſtadt,
im „Kaiſerſaal” einen öffentlichen Experimental=Vortrag:
„Praktiſches aus Naturwiſſenſchaft und
Technik für den Haushalt und das tägliche
Leben” von Diplom=Ingenieur Dr. Kaufmann=
München. Der äußerſt reichhaltige Vortrag, deſſen
Ka=
pitel zur jetzigen Teuerungszeit im Mittelpunkt des
Tagesintereſſes ſtehen, beſpricht in leicht verſtändlicher
Weiſe und rein praktiſch die Grundzüge einer
zweckmäßi=
gen und billigen Ernährung, die Metalle im täglichen
Leben, die Reinigungsmittel, Licht und Wärme, nach
Maßgabe der Zeit, auch andere einſchlägige Gebiete, ſo
das Wiſſenswerteſte aus der Toilette=Chemie.
Experi=
mente und Demonſtrationen werden den Vortrag noch
feſſelnder geſtalten. Dr. Kaufmann hat mit dieſen, ſo
ganz aus dem vollen Leben geſchöpften Vorträgen in
allen Städten, in denen er ſprach, einen durchſchlagenden
Erfolg erzielt. Der Redner erteilt nicht nur praktiſche
Winke, u. a. auch durch Vorſchriften zur Selbſtbereitung
von Produkten für die Hauswirtſchaft und das tägliche
Leben, ſondern tritt auch dem Geheimmittel= und Re=
klame=Unweſen entgegen, iſt weiter auch bereit, alle zum
Thema gehörigen Fragen nach dem Vortrag zu
beant=
worten. Der Vortrag iſt für Herren und Damen geeignet,
und in Anbetracht der Wichtigkeit der behandelten
Ge=
biete für unſer tägliches Leben kann der Beſuch des ebenſo
unterhaltenden wie belehrenden Vortrages allen
Be=
völkerungskreiſen dringend angeraten werden. (Siehe
Anzeige.)
Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Der letzte der drei Vorträge von Profeſſor Dr.
Berg=
hoff=Iſing über „Deutſchland in der Weltwirtſchaft,
ins=
beſonoere neben England” wird heute Freitag, abends
8¼ Uhr (Techniſche Hochſchule), ſtattfinden.
* Deutſcher Frauen=Verein vom Roten Kreuz für die
Kolonien. Der geplante Tee=Abend mit dem bereits
an=
gekündigten Vortrag der Afrikareiſenden Margarethe
von Eckenbrecher findet nun endgültig am 12. Dezember,
nachmittags, pünktlich ½5 Uhr, im Saale der Vereinigten
Geſellſchaft ſtatt. (Näheres demnächſt im Anzeigenteil.)
* Verein für Vogel= und Geflügelzucht. Wie
alljähr=
lich, findet am kommenden Samstag und Sonntag in den
Räumen des Mathildenhöhſaales die diesjährige
Ver=
einsausſtellung ſtatt. Dieſelbe gibt, den eingelaufenen
Anmeldungen nach, ein ſchönes Bild regen Zuchtfleißes
und hat trotz der für die Zucht dieſes Jahres ſo
ungün=
ſtigen Witterung alle Erwartungen übertroffen. In uber
400 Nummern ſieht der Beſchauer die meiſten Raſſen von
Hühnern, Waſſergeflügel und Tauben; auch die bei dem
im Auguſt für die Mitglieder des Vereins veranſtalteten
Preisflug prämiierten Tiere ſind unter Angabe der
Flug=
zeiten ausgeſtellt. Die im vorigen Jahre mit Beifall
aufgenommene Verkaufsklaſſe, die dem Liebhaber, der
gerade nicht auf erſtklaſſiges Material reflektiert,
Gelegen=
heit gibt, ſich für einen billigen Preis etwas
verhältnis=
mäßig Gutes anzulegen, iſt auch in dieſem Jahre wieder
eingerichtet. Mit der Ausſtellung iſt eine Verloſung
ver=
bunden, bei welcher nur lebendes Geflügel verloſt wird,
und kann man hierbei für 50 Pfg. einen Stamm Hühner,
Entenſtämme, Gänſe und verſchiedenes anderes Geflügel
gewinnen; außerdem bietet ſich bei der 10 Pfg.=Tombola
jedem Gelegenheit, ſich unter Umſtänden eine Gans. Ente
oder einen Hahn für den Topf zu ſichern. Alles Nähere
beſagen die Plakate und Anzeigen.
* Zitherklub „Edelweiß”. Wie aus dem Anzeigenteil
erſichtlich, feiert morgen der Zitherklub „Edelweiß” ſein
5. Stiftungsfeſt im Kaiſerſaal. Neben den anerkannt
guten Leiſtungen des Vereins werden die Darbietungen
des Geſangvereins „Teutonia”, ſowie des Celliſten
Roſe=
mann den Abend zu einem genußreichen geſtalten. Die
Zithervereine geben ſich die größte Mühe, dieſe ſchöne
Muſik als gute und edle Volksmuſik in weitere Kreiſe und
in die Familie zu tragen, deshalb iſt ihnen auch jede
Un=
terſtützung zu wünſchen.
Im Falle Weiſer nimmt die Unterſuchung ihren
Fortgang und wird zur Zeit von dem Unterſuchungsrichter
des hieſigen Landgerichts geführt. Der Student Bahr,
der ſich noch in Haft befindet, ſoll über den unglücklichen
Ausgang des nächtlichen Zuſammenſtoßes ſehr deprimiert
ſein. Dem Vernehmen nach erklärt er jedoch nach wie vor,
daß er nur in Notwehr gehandelt habe. Die Studenten
Weiſer und Allſtädt ſollen auf der Rheinſtraße bereits
handgemein geweſen ſein, als Bahr in ſtark beteunkenem
Zuſtande hinzukam. Erſt als Weiſer Schüſſe mit ſeinem
Revolver abgab, und als Allſtädt ſeinen Freund Bahr
um Hilfe anrief, will Bahr herbeigeſprungen ſein, um
ſeinen Freund vor weiteren Schüſſen Weiſers zu retten.
Die Behauptung von Bahr, daß er nicht aus feindlicher
Geſinnung gegen Weiſer, ſondern nur im Intereſſe von
Allſtädt gehandelt hat, gewinnt dadurch an
Glaubwüldig=
keit, daß er, wie ſich jetzt herausgeſtellt hat, Weiſer
per=
ſönlich überhaupt nicht gekannt hat. Die Vorunterſuchung
wird vorausſichtlich demnächſt ihren Abſchluß nehmen.
Die Akten gehen dann an die Staatsanwaltſchaft, welche
die Ergebniſſe der Vorunterſuchung vrüfen und hiernach
ihre weiteren Entſchließungen treffen wird.
* Schulgeld bezahlen! Es ſei nochmals darauf
auf=
merkſam gemacht, daß das Schulgeld, zweite Rate, in
dieſen Tagen bezahlt werden muß. Sonſt winken
Mahn=
koſten und Beitreibungsverfahren.
* Der Fermatſche Satz. Herr Ludwig Beſt in
Darm=
ſtadt hat in H. L. Schlapps Hofbuchhandlung einen „
Ele=
mentaren Beweis des Fermatſchen Satzes”
herausgege=
ben und ſichert 100 Mark Belohnung dem zu, „der zuerſt
nachweiſt, daß dieſer Beweis falſch oder ungenügend iſt”
Für den Beweis des Fermatſchen Satzes iſt von dem
verſtorbenen Herrn Dr. Wolfskehl bekanntlich ein Preis
von 100000 Mark ausgeſetzt worden.
* Ein Flieger über Darmſtadt. Der Eulerpilot
Leut=
tant Sommer und Leutnant von Beers als
Paſſa=
zier, welche auf der Fliegerſtation Darmſtadt
ſtatio=
niert ſind, ſtatteten heute den Eulerwerken durch die Luft
einen Beſuch ab. Die 27 Kilometer lange Strecke
Darm=
ſtadt-Frankfurt wurde in der kurzen Zeit von 17 Minuten
zurückgelegt und beide Städte in beträchtlicher
Höhe überflogen.
* Parlophon=Konzert. Man ſchreibt uns: Das in der
„Stadt Pfungſtadt” von Herrn Valentin Bund
abgehal=
tene Parlophon=Konzert erfreute ſich eines ſehr guten
Beſuches. Das Konzert verlief vor einem lauſchenden
Publikum in ſehr muſtergültiger, abwechſelungsreicher
Weiſe und kamen nur erſtklaſſige Piecen zum Vortrag.
Am beſten gefielen Franz Steiner=Wien, Caruſo, Jörn,
Luria, Frieda Hempel, Miß Bell Fields (genannt die
ſchwarze Nachtigall). Die Vorträge waren ſo gut
wieder=
gegeben, daß man bei geſchloſſenen Augen glauben
konnte, die Sänger in Perſon vor ſich zu hören.
* Im Bürgerkeller hält das Salon=Damen=Orcheſter
Langbardel am 1. Dezember ſeinen Einzug. Der Kapelle
geht ein ſehr guter Ruf voraus, denn ſie iſt ſchon mit
gutem Erfolg in der Alhambra (London) und Drocodero
(in Mailand) aufgetreten. (S. Anz.)
-h- Von der Bergſtraße, 28. Nov. Das anhaltende
gelinde Wetter iſt für die Arbeiter von größtem Werte.
Im Baugewerbe kann faſt ohne Unterbrechung
ge=
arbeitet werden und draußen im Felde kann ſo mancherlei
Arbeit ausgeführt werden, was bei Kälte unmöglich iſt.
Auch für den Landwirt iſt das Wetter von Vorteil. Er
kann ſein Feld vollſtändig beſtellen und an ſeinen
Futter=
vorräten zurückhalten, denn bei geringer Kälte erfordert
die Fütterung des Viehes weniger Mittel, als bei intenſiv
kalter Witterung.
h- Bensheim, 27. Nov. Am Geburtstage Sr. Königk.
Hoheit des Großherzogs wurde zur Erinnerung an die in
dieſem Jahre zur Durchführung gebrachte Einführung
des ſechsklaſſigen Seminars und der Errichtung der
Se=
minarſchule auf der Weſtſeite des neuen Seminars eine
Eiche gepflanzt, die den Namen Ernſt
Lud=
wigs=Eiche erhielt. Weiter wurde zum ehrenden
Gedächtnis des heſſiſchen Schulmannes Dr. Eiſenhuth
eine Buche geplanzt, der man den Namen Eiſenhuth=
Buche beilegte. Die Pflanzung geſchah bei
entſprechen=
der Feierlichkeit in Anweſenheit der Seminariſten und der
Kinder der Seminarſchule.
Offenbach, 28. Nov. Die hieſige Handelskammer.
hat zu der Frage des Schutzes der
Arbeitswil=
ligen bei Streiks in ihrer Geſamtſitzung einſtimmig eine
Entſchließung gefaßt, worin darauf hingewieſen wird,
daß es bei den von der Handelskammer Offenbach
feſt=
geſtellten Ausſchreitungen gegen Arbeitswillige an dem
ausreichenden Schutz gefehlt hat. — Die Stadti
beabſichtigt die Errichtung einer
Preſſevermitte=
lungsſtelle. Es handelt ſich hierbei namentlich um
die Veröffentlichung von Preſſenachrichten über die
Aus=
ſchußſitzungen, die in Zukunft die hieſigen und
auswärti=
gen Preſſevertreter von Amtswegen erhalten ſollen. Es
ſoll zunächſt hierüber eine Ausſprache mit den Vertretern
der Preſſe herbeigeführt werden.
— Neu=Iſenburg, 28. Nov. Der Starkenburger
Geflügelzüchterverband veranſtaltet in den Tagen
vom 7—9. Dezember in der Turnhalle des Turnvereins
in Neu=Iſenburg ſeine diesjährige
Verbandsaus=
ſtellung. Ein Ehrenausſchuß, mit dem Kreisrat Herrn
Geheimerat Lochmann=Offenbach an der Spitze, hat
ſich gebildet und es ſteht zu erwarten, daß die Ausſtellung
eine reichhaltige Beſchickung aufweiſen wird. Der Land=,
wirtſchaftskammer=Ausſchuß hat für die von ihm als
leiſtungsfähig anerkannten Nutzgeflügelraſſen einen
nam=
haften Geldbetrag zur Prämiierung zur Verfügung
ge=
ſtellt und die dem Verbande angeſchloſſenen Vereine
be=
teiligen ſich durch Stiftung von Ehrenpreiſen. Die
Aus=
ſtellung dürfte in jeder Hinſicht ein zutreffendes Bild vom
Stande der Geflügelzucht in der Provinz Starkenburg
ab=
geben. Meldeſchluß iſt auf Sonntag, den 1. Dezember,
feſtgeſetzt.
Höchſt i. O., 28. Nov. Nachdem bei der amtlichen
techniſchen Probefahrt auf der neuen Linie
Aſchaffen=
burg-Höchſt am 26. November den vielfachen
Ein=
ladungswünſchen nicht entſprochen werden konnte, hat ſich
die Königl. Eiſenbahndirektion Würzburg bereit erklärt,
am Samstag, 30. November, zwei Zugspaare für je 300
Perſonen für die unentgeltliche Benutzung zur
Beſich=
tigung der Strecke zur Verfügung zu ſtellen. Es
wurde die Ordnung getroffen, daß die Eingeladenen der
Gemeinden Höchſt i. O., Sandbach, Neuſtadt, Hainſtadt
und Mömlingen die Bahnfahrt nach Aſchaffenburg machen
(Höchſt ab 8,00 vorm., Aſchaffenburg Hauptbahnhof an
10,10 vorm., Aſchaffenburg Hauptbahnhof ab 6,15 abends,
Höchſt i. O. an 8,20 abends), während die Geladenen der
Stadt Aſchaffenburg die Fahrt nach Höchſt i. O. machen
(Aſchaffenburg Hauptbahnhof ab 10,40 vorm., Höchſt i. O.
an 12,50, Höchſt i. O. ab 3,15 nachm., Aſchaffenburg
Haupt=
bahnhof an 5,25 nachm.). Die Einladungen werden durch
die Gemeindeverwaltungen ausgegeben entſprechend den
ihnen zugeteilten Ausweiſen, welche als Legitimation
gegenüber der Bahnbehörde gelten. Beſondere
Feſtlich=
keiten wurden für dieſe Gelegenheit nicht vereinbart, die
Teilnehmer werden für ihre Verpflegung ſelber zu
ſor=
gen haben. Dagegen fand der Vorſchlag ungeteilte
Zu=
ſtimmung, die durch die neue Bahnverbindung geſchaffe=
Konzerte.
* Der Mozart=Verein veranſtaltete am
Mitt=
woch abend im Saalbau unter Leitung ſeines
Dirigen=
ten, Herrn Kapellmeiſters Rehbock, ſein erſtes
Winter=
konzert, das reich an Genüſſen und künſtleriſchen
Erfol=
gen war. Zu dieſen trugen in erſter Linie die
hervor=
ragenden Leiſtungen des Chors bei, der hinſichtlich der
ſtimmlichen Qualität, Vortragskunſt und künſtleriſchen
Diſziplin höchſten Anforderungen entſpricht. Nach einer
einleitenden ſtimmungsvollen Hymne von Gluck
gelang=
ten zum erſten Male zwei nordiſche Chöre „Olaf
Trygvaſon” von Reißiger und „Eine Bauernhochzeit” von
Södermann zum Vortrag, deren geſangliche
Schwierig=
keiten der Chor wie ſpielend überwand und deren ſcharf
ausgeprägter Eigenart er mit verſtändnisvoller
Charak=
teriſtik und Feinheit der Tonnuancierung in meiſterhafter
Weiſe gerecht wurde. Der rhythmiſch bewegte, effektvolle
zweite Chor erntete ſo ſtürmiſchen Beifall, daß er
wieder=
holt werden mußte. Von den beiden weiter geſungenen
Chören „Schlummerlied” von Ferd. Büchler und „Mädel,
der Mai iſt da!” von Franziskus Nagler gefiel beſonders
der letztere, eine geſund empfundene, friſche und
kraft=
volle Kompoſition. Zum Schluß ſang der Chor noch
zwei deutſche Volkslieder „Ich habe den Frühling
ge=
ſehen” und „Der Jäger aus Kurpfalz” in der Bearbeitung
von Othegraven. Der Chor und ſein tüchtiger Dirigent
Herr Kapellmeiſter Rehbock, haben ſich mit ihren
treff=
lichen Leiſtungen ſelbſt das beſte Zeugnis ausgeſtellt, das
uns nur zu atteſtieren übrig bleibt.
Als Geſangsſoliſt wirkte Herr Opernſänger Robert
Hutt mit, der bei ſeinem diesjährigen Gaſtſpiel im
hie=
ſigen Hoftheater einen Aufſehen erregenden Erfolg
er=
zielte. Er ſang die Arie aus der Zauberflöte „Dies
Bild=
nis iſt bezaubernd ſchön” zwei Lieder von Hartl und
Hugo Wold und aus den „Meiſterſingern” die Geſänge
„Am ſtillen Herd” und das Preislied. Iſt der Eindruck,
den Herr Hutt im Konzertſaal erzielt, demjenigen auf der
Bühne auch nicht gleichzuſtellen, eine Erfahrung, die man
bekanntlich bei Bühnenſängern häufig macht, ſo erweckte
er doch durch die Friſche und die Pracht ſeiner ſtimmlichen
Mittel, die in der Höhenlage geradezu glänzend ſind, helle
Begeiſterung. An ſeeliſchem Empfinden ließ der Vortrag
manchmal, namentlich in dem wundervollen Lied „
Heim=
weh” von Hugo Wolf, deſſen tiefer Gehalt nicht erſchöpft
wurde, zu wünſchen übrig, in ſtimmlicher und
geſangs=
techniſcher Hinſicht war dagegen der Vortrag des
Preis=
liedes eine Glanzleiſtung. Auch das als Zugabe
geſun=
gene Lied „Frühlingsfeier” von Weingartner lag wegen
ſeiner dramatiſchen Akzente dem Sänger beſonders gut.
Er wurde vom Publikum ſehr gefeiert.
Eine Ueberraſchung bereitete die Pianiſtin Frl.
Fanny Weiland aus Leipzig dem Publikum, als ſie
im kurzen Kleide das Podium betrat. Die junge, kaum
der noch nicht dem ſog. Backfiſchalter entwachſene Dame
ſpielte zunächſt drei kleinere Stücke, Capriccio von
Scar=
atti, Bergeuſe von Chopin und Scherzo von d’Albert,
ind ſpäter zwei Liſztſche Kompoſitionen, Conſolation
und Rhapſodie Nr. XII. Letztere bezeichnet einſtweilen
noch die Grenze ihres Könnens, obwohl es ſtaunenswert
iſt, wie die junge Künſtlerin ihre Aufgabe bewältigte.
Ihre elegante und ſaubere Technik und ihr pianiſtiſches
Können überhaupt kennzeichnen ſie als eine jener
Aus=
nahmeerſcheinungen, die hin und wieder auftauchen und
das Staunen der Mitmenſchen erregen. Die noch fehlende
Energie des Tones und das Ueberwiegen des techniſch
Korrekten über die charakteriſtiſche Ausgeſtaltung des
Vortrages erinnern indeſſen daran, daß ein 15jähriges
Mädchen noch nicht vollkommen ſein kann. Das
Publi=
kum überſchüttete die junge Künſtlerin mit Beifall, ſo daß
ſie noch zwei Stückchen als Zugabe ſpielte.
Feuilleton.
* Das Stadion vor dem Völkerſchlachtdenkmal. Wie
aus Leipzig berichtet wird, hat der Rat den
Stadtverord=
neten jetzt die Vorlage über die Errichtung eines
Sta=
dions vor dem Völkerſchlachtdenkmal unterbreitet. Das
Stadion ſoll verſchiedenen Zwecken dienen; es ſoll eine
Stätte für Leibesübungen ſein, aber auch als Spielplatz
dienen, es ſoll ferner zur Vorführung turneriſcher und
ſportlicher Uebungen in großem Maßſtab dienen, endlich
wird damit ein Raum geſchaffen, der große Volksmengen
zu patriotiſchen Feiern vereinigen kann. Das Stadion
bildet ein Rechteck von 270 Metern Länge und 70 Metern
Breite. Es ſoll etwa drei Meter vertieft werden. Der
Uebergang zur Geländehöhe wird durch amphitheatraliſch
angelegte Stufen vermittelt, die zugleich als Sitze für die
Zuſchauer dienen ſollen. Ein ſechs Meter breiter Streifen
ſoll als Stehplatz dienen. Die Mittel zum Bau ſind
be=
reits vorhanden, da ungenannte Gönner dem Deutſchen
Patriotenbund große Summen zur Verfügung geſtellt
haben. Die Stadt Leipzig wird 173000 Mark zur
Ver=
legung der Straßen um das Völkerſchlachtdenkmal
auf=
wenden müſſen. Dieſe Summe wird ihr indeſſen aus den
Betriebseinnahmen zurückgezahlt werden.
* Die Hebung eines Hauſes. In Chicago hat
jüngſt ein merkwürdiger Hausumbau ſtattgefunden: ein
dreiſtöckiges Haus mit einer Front von einigen 30
Me=
tern ſollte zu einem ſiebenſtöckigen Haus gemacht
wer=
den, aber es lag dem Beſitzer daran, die fehlenden vier
Geſchoſſe nicht oben aufzuſetzen, ſondern ſie ſollten unten
angeſetzt werden. Es fand ſich auch ein Baumeiſter, der
dieſe heille Aufgabe übernahm. Es iſt ihm tatſächlich
gelungen, ſie zu bewältigen, und zwar ſo, daß das übrige
Haus inzwiſchen bewohnt bleiben konnte. Der ganze
obere Teil des Hauſes wurde auf einen aroßen metalle=
nen näheren Verkehrsbeziehungen zwiſchen Bayern und
Heſſen im Mai 1913 mit einem Feſte auf dem
Breu=
berg im Freien zu feiern, zu welchem die beteiligten
Gemeindebehörden und Touriſtenvereine die nötigen
Vor=
bereitungen treffen werden.
Mainz, 28. Nov. Zur Eingemeindung von
Weiſenau nahm eine zahlreich beſuchte Verſammlung
im „Schwarzen Bären” in Weiſenau folgende En
t=
ſchließung ein: Die heute abend tagende
Intereſſen=
ten=Verſammlung Weiſenauer Gewerbetreibender,
Ge=
ſchäftsleute und Landwirte ſpricht entſchieden ihre
Miß=
billigung gegen die beabſichtigte
Eingemein=
dung von Weiſenau mit Mainz aus, da von einer
ſol=
ichen in geſchäftlicher, ſowie landwirtſchaftlicher Beziehung
keine Beſſerung, ſondern im Gegenteil eine bedeutende
Verſchlechterung zu erwarten iſt. Eine Urſache zur
Ver=
ſchmelzung mit der Stadt Mainz liegt für unſeren Ort
keineswegs vor, da die Verhältniſſe der Gemeinde mit
denjenigen Nachbargemeinden, die infolge ihrer
ungünſti=
gen finanziellen und wirtſchaftlichen Lage zur
Einge=
meindung geradezu gezwungen waren, nicht zu vergleichen
ſind. Im Gegenteil iſt bei uns in den letzten Jahren eine
anhaltende Beſſerung der Verhältniſſe zu verzeichnen, die
wohl in Hinſicht auf das im nächſten Jahre in Kraft
tre=
tende neue Gemeindeumlagengeſetz noch weiter günſtige
Wirkungen zeitigen wird. Wir erwarten vom
Gemeinde=
vorſtand, ſowie den geſetzgebenden Körperſchaften, daß ſie
der Eingemeindung unſerer Gemeinde ſo lange nicht
zu=
ſtimmen, als nicht tatſächlich wirtſchaftliche Verhältniſſe zu
einer ſolchen zwingen.
Worms, 27. Nov. Das 50jährige Jubiläum
des Herrn Reallehrers Philipp Schüler iſt heute
vor=
mittag in der Oberrealſchule würdig, erhebend,
herz=
bewegend gefeiert worden. Kurz vor 11 Uhr begann die
Feier in Gegenwart des Herrn Geh. Oberſchulrats
Nod=
nagel, des Herrn Oberbürgermeiſters Köhler, des Heren
Geh. Schulrats Dr. Löbell und mehrerer Profeſſoren vom
Gymnaſium, des geſamten Lehrkörpers der
Oberreal=
ſchule, der Schüler und zahlreicher ehemaliger Schüler des
Jubilars. Herr Geh. Oberſchulrat Nodnagel wies hin
auf den außerordentlich ſeltenen Anlaß zur Feier: 50 Jahre
treuer Pflichterfüllung. Seit dem Dienſtantritt des
Jubi=
lars in Klein=Biberau haben ſich auf politiſchem,
wiſſen=
ſchaftlichem, techniſchem und kommerziellem Gebiete
unge=
heuer wichtige Wandlungen vollzogen. Innerhalb der
86 Dienſtjahre in Worms hat Herr Schüler das Wachſen
der Anſtalt, ihre Ueberſiedelung und ſpätere Trennung
erlebt, unter einer großen Zahl Direktoren, mit vielen
anderen Lehrern zuſammengearbeitet, eine zahlreiche
Schü=
lerzahl erzogen. In ſeinem erhabenen Beruf hat er, ohne
irdiſche Schätze und äußere Ehren anzuhäufen, in oft
mühe=
voller, aber liebevoller Arbeit die jugendlichen Kelche
er=
ſchloſſen, ſie mit würdigem Inhalt, mit dem Schönen,
Guten, Wahren erfüllt und ſo ſich ein Kapital der
innig=
ſten Verehrung und Dankbarkeit von Schülern und Kol=
„legen erworben. Selbſtverſtändlich habe auch die oberſte
(Schulbehörde die ſegensreiche Arbeit des Jubilars ſtets
mit Anerkennung beobachtet und ihn, den Redner,
beauf=
tragt, ihre herzlichen Glückwünſche auszudrücken. Der
Dürektor der Oberrealſchule, Herr Geh. Schulrat Dr.
Lahm, hielt eine tiefdurchdachte Anſprache. Herr Geh.
Schulrat Dr. Löbell drückte die aufrichtige Anteilnahme
des Gymnaſiums aus, das ſich beſonders bei dieſer
Feſtes=
freude mit ihrer jüngeren Schweſteranſtalt eins fühle.
Herr Reallehrer Schüler war im Herzen bewegt von
der ihm bereiteten Feier. Er ſprach ſeine Ueberraſchung
aus über die unerwartete Ehrung; er nehme ſie mit
Dank=
barkeit hin. Beſcheiden ſchreibt er den größten Teil ſeiner
Verdienſte dem Wohlwollen, das ihm ſtets allſeits erwieſen
wurde, zu. Dann dankte er bewegt dem Landesherrn für
die Auszeichnung, dem Vertreter der Schulbehörde für
ſeine Anweſenheit und die guten Worte der Anerkennung,
dem Heren Oberbürgermeiſter für ſeine Teilnahme, dem
Gymnaſium für ſein Erſcheinen, all den Herren, die mit
ihm in gleichem Beruf an der Anſtalt wirken für den
Be=
weis der Wertſchätzung. Mit einem zweiſtimmigen
Cho=
ral von Teſchner: „Iſt Gott für mich” ſchloß die
unver=
geßliche Feier, der um ½2 Uhr ein Feſteſſen im Kaſino.
folgte.
Nierſtein, 28. Nov. Die mit der Betriebseinſtellung
der Rheiniſchen Bierbrauerei in Mainz ebenfalls
ein=
gegangene Malzfabrik hier iſt jetzt nach großen
baulichen und techniſchen Umbauten unter neuer Leitung
wieder in vollen Betrieb geſtellt worden. Die
hoch=
moderne Maſchinenanlage gilt weithin als die größte und
beſte dieſer Art.
Neder=Ingelheim, 28. Nov. Bei der Sektion der
Leiche des verſtorbenen Kindes des Arbeiters
Volks=
heimer, deſſen Frau kürzlich mit einem Spengler aus
Ober=Ingelheim durchgebrannt iſt, wurde Tod durch
Erſticken feſtgeſtellt.
Nieder=Saulheim, 28. Nov. Bei der
Bürger=
meiſterwahl erhielt Herr Jean Oehler, Rechner
der Spar= und Darlehenskaſſe, 270 Stimmen, Herr Wein=
händler Ludwig Schlamp 249 Stimmen. Oehler iſt
ſo=
nach gewählt. Die Wahlbeteiligung war etwas
gerin=
ger als bei der vorigen Wahl.
(*) Gießen, 27. Nov. Schwer verletzt wurde der
Heizer Storz aus Klein=Linden. Er fuhr mit einer
Maſchine nach Wetzlar; bei Dorlar ſchlugen ihm die
Flam=
men der Maſchine ins Geſicht, er taumelte zurück und
ſtürzte von der Maſchine auf den Bahnkörper.
Er erlitt einen doppelten Schädelbruch und erhebliche
äußerliche Verletzungen. In der Klinik mußte er ſofort
operiert werden.
i. Gießen, 28. Nov. Im Kaufmänniſchen Verein hielt
der Prokuriſt der Heſſiſchen Landes=Hypothekenbank, Herr
Seipp=Darmſtadt, einen Vortragüber die Börſe
der in leicht verſtändlicher Form Organiſation und Zweck,
ſowie den Börſenverkehr in ſeinen verſchiedenen Arten
ſchilderte und eine recht beifällige Aufnahme fand. In
nächſter Zeit ſoll ein zweiter Vortrag über die
Reichs=
bank und ihre Diskontpolitik folgen.
Friedberg, 28. Nov. Im Anſchluß an die neue
Blin=
denanſtalt für das Großherzogtum Heſſen, die geſtern
eingeweiht wurde, plant man noch den Bau einer
Be=
ſchäftigungsanſtalt für ſchulentlaſſene
bedürftige Blinde. Aus freiwilligen Spenden
ſind für dieſen Bau bereits 200000 Mark aufgebracht. —
Die Zufuhr von Zuckerrüben nach dem hieſigen
Bahnhofe iſt bereits zu einer Kalamität ausgewachſen
deren die Fabrik nicht mehr Herr werden kann.
Infolge=
deſſen hat die Fabrikleitung die Einſtellung der
Rüben=
lieferung bis Ende nächſter Woche angeordnet, um
zu=
nächſt wieder einmal geregelte Zuſtände in dem ganzen
Betriebe herbeizuführen.
(*) Lumda bei Grünberg, 27. Nov. Ein ſchweres
Unglück trug ſich geſtern abend auf dem hieſigen
Bahn=
hof zu. Der von Grünberg eintreffende Güterzug mußte
auf dem Bahnhof rangieren. Dabei wurde nach
Zuſam=
menſetzung des Zuges der dienſttuende zweite
Stations=
vorſteher vermißt. Als man nun im Bahnhof nachſuchte,
fand man ihn leblos im Rangiergleis liegen
Er war jedenfalls beim Anhängen zwiſchen die
Puf=
fer geraten, die ihm die Bruſt eindrückten, dann iſt
er zwiſchen die Wagen gefallen, die ihm beide Beine
ab=
quetſchten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Nov. Heute mittag
ſtarb der Generalleutnant z. D. Wilhelm v. Holleben
zuletzt Kommandeur der 27. Infanterie=Brigade in
Düſſel=
dorf. — Nach faſt ſechzehnſtündiger Verhandlung
verkün=
dete der Vorſitzende des Ehrengerichts, Geheimer
Juſtizrat Dr. Kraus nachts um 2 Uhr 15 Min. das Urteil
im Ehrengerichtsverfahren gegen die
Rechtsan=
wälte Dr. Jaffe und Alsberg. Rechtsanwalt Dr.
Jaffe wird wegen Verletzung der Anwaltsſtändeſitten zu
einem Verweis und 1000 Mark Geldſtrafe für drei Fälle
verurteilt. In den übrigen Fällen erfolgt die
Freiſprech=
ung. Rechtsanwalt Alsberg wird zu einem Verweis
ver=
urteilt. Die Koſten des Verfahrens ſallen den
Angeklag=
ten zu Laſten. Die Verurteilung des Rechtsanwalts Dr.
Jaffe erfolgte wegen Ablehnung der Richter im
Metter=
nich=Prozeß und wegen des Vorwurfs gegen den deutſchen
Juſtizminiſter, daß er die Richter beeinflußt habe. — Im
Kinderhort der 41. Gemeindeſchule wurden heute
nachmittag fünf Mädchen im Altar von 10 bis 12 Jahren
während des Kaffeetrinkens plötzlich bewußtlos,
offenbar infolge Einatmens nicht genügend verbrannten
Kochgaſes. Eines der Kinder, die ſämtlich ſogleich mit
Sauerſtoffapparaten behandelt wurden, mußte ins
Kran=
kenhaus gebracht werden, die übrigen wurden in ihre
Wohnungen übergeführt. Direkte Lebensgefahr beſteht
bei keinem der Mädchen. Die Urſache der Gasvergiftungen
dürfte ſein, daß ein Gasrohr undicht geweſen iſt, und das
Gas längere Zeit ausſtrömen konnte. Die Schulbehörde
hat die Unterſuchung des Vorfalls eingeleitet. — Die
heu=
tige Mitgliederverſammllung ſämtlicher
Bran=
chen des Schneiderverbandes gab einſtimmig ihre
Zuſtimmung zu der von den Herrenkonfektionsſchneidern
und den Koſtümſchneidern= und Schneiderinnen geplanten
Lohnbewegung. Gefordert wird von den
Konfektions=
ſchneidern hauptſächlich ein einheitlicher Tarif für alle in
Frage kommenden Geſchäfte, ſowie eine durchſchnittliche
Lohnerhöhung von zehn Prozent, für die Koſtümſchneider
die Verkürzung der Arbeitszeit von 9 auf 8½ Stunden
ſowie ebenfalls Lohnzulagen. In Frage kommen
zuſam=
men gegen 6000 Arbeitnehmer. — Ihres Kindes
ent=
ledigte ſich bei einem Auflauf am Alexanderplatz eine
Unbekannte. Sie übergab einex Frau ein Kind
weib=
lichen. Geſchlechts im Alter von etwa 14 Tagen mit der
Bitte, es einige Augenblicke zu halten, da ſie ſich die
Schuhe zubinden wolle. Die Perſon verſtand es ſodann,
in dem Gedränge zu verſchwinden. Das Kind, das in
ein ganz neues weißes Steckkiſſen gebettet und in ein
grauwollenes Umſchlagetuch gehüllt war, wurde dem
nen Rahmen geſetzt und dann mit zahlreichen Winden,
ganz vorſichtig, millimeterweiſe, an allen Seiten
gleich=
zeitig gehoben. Dies gelang ſo gut, daß nicht einmal der
Kalkbewurf der Mauern Riſſe bekam. Darauf wurde der
untere Neubau ausgeführt, hierauf das alte Haus auf
das neue um einen geringen Abſtand geſenkt, und,
nach=
dem noch die nötigen Verbindungen hergeſtellt waren,
war die Aufgabe beendet. Während des ganzen
Um=
baues war das Haus von 12 Parteien bewohnt.
— Der Kinematognaph im eigenen Heim. Die
Lon=
doner werden ſich demnächſt der Annehmlichkeit erfreuen,
ſich kinematographiſche Vorführungen in der Wohnung
leiſten zu können. Paris und Brüſſel ſind bereits in der
glücklichen Lage, dank eines ſinnreich konſtruierten
Appa=
rates, der ſo leicht und bequem wie eine kleine
Hand=
nähmaſchine von einem Haus zum anderen und von einem
Zimmer ins andere transportiert werden kann. Man
braucht nur einen Handgriff zu betätigen, um eine in dem
Apparat angebrachte kleine Dynamomaſchine in Gang zu
ſetzen und durch ſie ein ſechskerzenſtarkes elektriſches Licht
aufleuchten zu laſſen, um auf den 3½ Meter großen
Schirm eine wechſelnde Folge von ſcharf projizierten
Bil=
dern vorüberziehen zu ſehen. Die Films ſind feuerſicher
imprägniert, und auch ſonſt iſt der Feuerſicherheit
weit=
gehend Rechnung getragen, da eine Drehung des
Hand=
griffes das Licht ſofort erlöſchen läßt. Die Bilder, die
der Apparat vorführt, unterſcheiden ſich in nichts von
jenen, die man in den Kinematographentheatern zu ſehen
bekommt.
* Das vortreffliche Dienſtmädchen. Der Frau eines
Advokaten, der ſeinen Wohnſitz von Amſterdam nach
Hil=
verſum verlegt hatte, war es, wie das Blatt Het
Nieuws=
blad van Nederland berichtet, nach vielfachen gründlichen
Enttäuſchungen gelungen, endlich einen Dienſtboten nach
ihrem Sinn zu finden. Ihren Bekannten gegenüber
rühmte die Frau bei jeder Gelegenheit die Vorzüge ihres
tenſtmädchens, deſſen Auftreten darauf ſchließen ließ,
Waiſenhauſe in der Alten Jakobſtraße übergeben. An
dem Steckkiſſen hatte die Mutter einen neuen
Gummi=
ſauger befeſtigt.
Groß=Auheim, 28. Nov. Hier hat heute die
Kunſt=
ſeidefabrik ihren ſämtlichen Arbeitern
ge=
kündigt. Das Werk kämpft ſchon ſeit längerer Zeit
mit Zahlungsſchwierigkeiten.
Düſſeldorf, 28. Nov. Im Alter von 102 Jahren
verſtarb geſtern die älteſte Einwohnerin, eine Witwe
Röder.
Gablonz, 28. Nov. In dem benachbarten Wieſenthal
wurden ein Gaſtwirt, ſeine Frau, drei eigene Kinder und
ein Pflegekind durch Gas vergiftet tot
aufge=
funden. Es ſteht noch nicht feſt, ob die ſechs Perſonen
einem Unglücksfall oder einem Verbrechen zum Opfee
ge=
fallen ſind.
Hamburg, 27. Nov. Anläßlich des
Gefchäfts=
jubiläums der Firma Wörmann hat dieſe der
Adolf Wörmann=Stiſtung 100600 Mark zugunſten der
Angeſtellten überwieſen.
Paris, 27. Nov. Von einem hieſigen Gericht wurde
geſtern die Prinzeſſin Luiſe von Belgien zur
Zahlung von 300 Francs Schadenerſatz an den
Empfangschef eines Pariſer Hotels verurteilt. Dieſer,
der von der Bulldogge der Prinzeſſin in die Wade
ge=
biſſen worden war, hatte die Prinzeſſin auf 5000 Francs
Schadenerſatz verklagt, „weil der Wert ſeiner Perſon
durch=
den Biß ſehr verringert worden ſei‟ Das Gericht konnte
ſich jedoch dieſer Anſicht nicht anſchließen und hielt eine
Sühne in Höhe von 300 Francs für ausreichend.
Paris, 28. Nov. Wie aus Lons le Saunier gemeldet
wird, wurde auf dem Gleiſe der Paris=Lyon=
Mittelmeer=
bahn bei Mouchard die furchtbar verſtümmelte Leiche
des Pariſel: Kunſthändlers Chardon aufgefunden
Bisher konnte nicht feſtgeſtellt werden, ob er einem
Ver=
brechen zum Opfer gefallen iſt oder ob Selbſtmord vorliegt
London, 28. Nov. Sir Eduard Henry, der
Präſi=
dent der Metropolitan=Polizei, war geſtern
abend gerade aus ſeinem Auto vor ſeiner Wohnung
aus=
geſtiegen, als ein gut gekleideter junger Mann wortlos
drei Schüſſe auf ihn abgab. Der erſte Schuß traf den
Präſidenten in die Leiſtengegend der zweite ſtreifte den
Unterleib und der dritte durchlöcherte ſeinen Rock. Sin
Eduard Henry brach ſofort zuſammen. Der Chauffen
ſtürzte ſich auf den Täter und nahm ihn feſt. Der Zuſtand
Henrys iſt bedenklich. Der Attentäter iſt ein Autoführen
dem von der Polizei die Lizenz zur Führung eines Autos
nicht gegeben wurde.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 28. Nov. Der Geſetzgebe
ungsausſchuß der Zweiten Kammer hielt
heute vormittag eine Sitzung ab, in welcher mehrere, von
den Ausſchußreferenten verleſene Berichte über früher
gefaßte Ausſchußbeſchlüſſe genehmigt wurden. Die
Be=
ratung über den Geſetzentwurf betr. die Abänderung des
Geſetzes über die Handelskammern wurde nicht zu Ende
geführt. Der Ausſchuß nimmt beſonders Anſtoß an der
Beſtimmung des Artikels 1 Abſatz 3, wonach es der
Re=
gierung überlaſſen bleiben ſoll, die Grenze für die
Heran=
ziehung zur Beitragspflicht für die Detailliſten uſw. zu
beſtimmen. Es ſoll in einer morgen nachmittag
gemein=
ſam mit der Regierung ſtattfindenden Sitzung näher
dar=
über beraten werden.
*X* Darmſtadt 28. Nov. Der 4. (Petitions=
Ausſchuß der Zweiten Kammer beſchäftigte ſich heute
in Gegenwart der Regierungsvertreter Geh. Rat Beſt
und Regierungsrat Pfeiffer noch ausführlich mit der
Vorſtellung des Gaſtwirtes Rotenhäuſer wegen
Verwei=
gerung der Wirtſchaftskonzeſſion. Die Verhandlungen
darüber wurden auch heute noch nicht zu Ende geführt.
Die vom Abg. Raab verfaßten Berichte über die
Aus=
ſchußverhandlungen in betreff der Vorſtellungen mehrerer
Zündholzſchachtelmacher aus dem Odenwald wurde
ge=
nehmigt, desgleichen der Bericht über den Antrag Ulrich,
betreffend die ſtaatliche Mobiliarverſicherung, und eine
Reihe anderer Anträge Ulrich, ſowie über die Vorſtellung
der Geometer zweiter Klaſſe. Zuletzt wurde über die
Vor=
ſtellung einer Anzahl Mainzer Steueraufſeher beraten,
worin dieſe erſuchen, die ihnen irrtümlich für das Jahr=
1910 zu viel gezahlten Vergütungen für
Schiffsbegleitun=
gen nicht zurückzuverlangen. Der Ausſchuß beſchloß, zu
beantragen, daß die ſtrittige Summe von zirka 900 Mark
auf die Staatskaſſe übernommen wird.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 28. Nov. Am Bundesratstiſche:
Frei=
herr v. Schorlemer, Kühn. Präſident Dr. Kaempf eröffnet
11 Uhr 15 Min. die Sitzung. Die Beſprechung der
Teuerungsinterpellation
in Verbindung mit der erſten Leſung der Vorlage,
be=
treffend vorübergehende Zollerleichterung bei der
Ein=
fuhr von Fleiſch wird fortgeſetzt. — Abg. Wendorf
(Fortſchrittl. Volksp.): Die Tatſache, daß wir wieder
einmal eine Teuerungsdebatte haben, iſt darin
begrün=
det, daß ſich die wirtſchaftliche Lage außerordentlich
zu=
geſpitzt hat. Angeſichts der ernſten Zuſtände iſt es Pflicht
des Reichstages, ſeine Anſicht zu äußern, und es iſt
be=
dauerlich, daß der Reichstag nicht ſchon früher zur
Er=
örterung dieſer ſchwerwiegenden Frage zuſammenberufen
worden iſt. (Große Unruhe. Präſident Dr. Kaempf
bittet wiederholt um Ruhe.) Man ſollte erwägen, ob
nicht eine Ergänzung der Reichsverfaſſung geboten iſt,
durch die es dem Reichstag ermöglicht wird, eine
Ein=
berufung zu fordern. Bezüglich der Teuerung glaubt
niemand mehr an die vorübergehende Erſcheinung. Der
Landwirtſchaftsminiſter ſollte ſich einmal darüber äußern,
wie der gegenwärtige Stand der Viehſeuchen iſt. Die
Behauptung, daß die Fleiſchteuerung durch den
Zwiſchen=
handel hervorgerufen iſt, entſpricht nicht den Tatſachen,
und ich begrüße es deshalb, daß die Regierung die
En=
quetekommiſſion einberufen hat, die auch über dieſe Frage
Klarheit ſchaffen wird. Die wahren Urſachen der
Fleiſch=
teuerung liegen in unſerer Wirtſchaftspolitik, die nur
für die deutſche Landwirtſchaft zugeſchnitten iſt. Wenn
man wirklich für die Landwirtſchaft etwas tun will, dann
darf man die Futtermittel nicht durch Zölle verteuern.
(Lachen und Unruhe rechts.) Sie (nach rechts) werden
mich durch Ihr Lachen nicht hindern, das zu ſagen, was
ch im Intereſſe des deutſchen Volkes zu ſagen habe.
(Schallendes Gelächter rechts. Sehr gut bei den
Frei=
innigen.) Die Abhilfemaßnahmen dürfen ſich nicht
be=
ſchränken auf die großen Städte. Die kleinen Städte
ſind noch ſchlechter geſtellt, da der dortige Viehbeſtand
in die großen Städte abgetrieben wird. Gegen den
vor=
liegenden Geſetzentwurf haben wir mancherlei
Beden=
ken. Die Kollerleichterung für Vieh bevorzuat das
aus=
ländiſche Vieh. das unter günſtigeren
Produktionsbedin=
gungen gezüchtet wird (hört, hört! rechts), da das Aus=
daß ſie den ſogenannten beſſeren Geſellſchaftsklaſſen
anzu=
gehören ſchien; es waren namentlich die
Aufmerkſamkei=
ten gegen die Frau des Hauſes und deren 18jährige
Toch=
er, in dem ſich dieſes Mädchen für alles nicht genug tun
konnte. Aber ſchon nach einer Woche kündigte ſie den
Dienſt, die Frau bot ihr umſonſt einen höheren Lohn an,
alle Vorſtellungen waren umſonſt, bis das Dienſtmädchen
endlich mit dem Bekenntnis herausrückte, daß ſie kein
Mädchen, ſondern ein Junge ſei. Er hatte mit
eini=
gen Freunden um eine ziemlich hohe Summe gewettet,
daß er mit Leichtigkeit eine Stelle als Dienſtmädchen
be=
kommen und dieſe Rolle eine Woche lang ſpielen könne.
Man kann ſich den Schrecken der Frau und der Tochter
denken, denen das Dienſtmädchen bei der Toilette Tag
für Tag die herkömmlichen Dienſte geleiſtet hatte, und der
empörte Herr des Hauſes ſoll, wie behauptet wird, wegen
Vorſpiegelung ſalſcher Tatſachen eine Klage beim
zuſtän=
igen Gericht eingereicht haben.
* Ein ſchlagender Beweis. Der kürzlich zum
Präſi=
denten der Royal Society gewählte Sir Archibald Geikie
erzählt von ſeinem Verwalter eine luſtige Geſchichte.
Der alte Mann war ein Gegner der Schulen und
beſon=
ders der humaniſtiſchen Bildung; zwar ſchickte er ſeinen
Jungen aufs Gymnaſium, aber von all dem „Zeug” das
man dort lernte, hielt er nicht viel. Und er bewies ſeine
Anſchauung. Eines Tages erſcheint er bei dem
Klaſſen=
lehrer, und beſchwert ſich: „Sie bringen meinem Jungen
nichts Vernünftiges und Praktiſches bei! Ich habe ihn
gefragt, was er lerne, und darauf ſagte er mir, beſonders
Lateiniſch, Griechiſch und Algebra. Ich machte gleich
eine Probe. Ich fragte den Jungen nur, wie „geröſtete
Kartoffeln auf Algebra heißen. Und ſelbſt das wußte
der Bengel nicht.
** Seine Anſicht. Junggeſelle: „Nein, dieſe
Türken, lauter Niederlagen! Sind doch ſonſt ſo mutige
Leute —: manche ſollen gegen fünfzig Frauen haben!“
land nicht unter Futtermittelzöllen leidet. Die Aufhebung
der Futtermittelzolle iſt im Intereſſe der tleinen
Land=
wirte eine notwendige Forderung. Wir können dem
Geſetz nicht ohne weiteres zuſtimmen und beantragen
Be=
ratung in einer Kommiſſion von 21 Mitgliedern. Die
Zulaſſung ausländiſchen Gefrierfleiſches würde
keines=
wegs den Konſum des inländiſchen Fleiſches
beeinträch=
tigen. Das jetzige Einfuhrſcheinſyſtem, das eigentlich
eine Ausfuhrprämie darſtellt, muß dahin geändert
wer=
den, daß es nur Gültigkeit behält für dieſelbe
Getreide=
art und für dieſelben landwirtſchaftlichen Produkte. Die
heutige Wirtſchaftspolitik ſteht einer wirkſamen inneren
Koloniſation entgegen. Zuerſt muß ein Abbau der
Ge=
treidezölle erfolgen. Wir hoffen, daß dieſe Debatte den
Anſtoß gibt zur Inangriffnahme der nötigen
Maßnah=
men für die Landwirtſchaft und für die kleinen
viehzüch=
tenden Landwirte. Stadt und Land Hand in Hand!
(Lebhafter Beifall bei den Freiſinnigen.)
Preußiſcher Landwirtſchaftsminiſter
Freiherr v. Schorlemer: Ich bin der Anſicht,
daß die vorjährige Dürre und die Maul= und Klauenſeuche
einen erheblichen Rückſchlag in unſere Viehhaltung und
eine anhaltende Teuerung nicht verurſachen wird. In
Preußen iſt ein Fortſchreiten des Beſtandes bei allen
Tiergattungen feſtzuſtellen geweſen. Bei den
Schlach=
tungen haben die Ochſen 16 Prozent, Bullen 19 Prozent,
Kühe 6 Prozent, Jungrinder 23 Prozent und Kälber 23
Prozent zugenommen, bei den Schweinen iſt ein Plus
von 2 Prozent zu verzeichnen geweſen. Dazu kommt,
daß der Fleiſchkonſum in der Bevölkerung erheblich
zu=
genommen hat. Ich glaube, daß es nicht nachgewieſen
werden kann, daß die deutſche Landwirtſchaft in Zukunft
nicht imſtande ſein würde, dem Fleiſchbedarf
in bezug auf Quantität und Qualität nachzukommen.
In Preußen iſt die Maul= und Klauenſeuche nunmehr
faſt vollſtändig erloſchen. Nur in einem Regierungsbezirk
iſt die Seuche wieder eingeſchleppt worden. Es iſt zu
hoffen, daß wir im Laufe des Winters der Maul= und
Klauenſeuche vollſtändig Here werden, da wir nunmehr
zur ſofortigen Abſchlachtung ſchreiten können. Die
Zu=
nahme der Pferdeſchlachtungen iſt auf den vergrößerten
Pferdebeſtand und auf die Zunahme der Vorliebe für
Pferdefleiſch zurückzuführen. (Unruhe und Zurufe links.)
Ueber die Frage, in wieweit das Fleiſch durch den
jZwiſchenhandel verteuert wird, wird die von uns
einge=
ſſetzte Kommiſſion weitere Klarheit ſchaffen. Aber ſchon
jetzt kann geſagt werden, daß gerade bei den Großſtädten
lund die dorthin gelangten Viehtransporte durch die am
Verkauf intereſſierten Inſtanzen eine erhebliche
Veeteuer=
ung eintreten muß. Wenn es einzelnen
Stadtverwalt=
ungen gelungen iſt, billiges einheimiſches Fleiſch zu
lie=
fern, dann kommt das daher, daß es gelungen iſt, den
Zwiſchenhandel auszuſchalten. (Widerſpruch links.)
Ueber die Forderung der Beſeitigung der
Futtermittel=
zölle will ich nicht eingehen, nachdem ich inich bereits im
vorigen Jahre darüber ausgeſprochen habe Die
Behaup=
tung, die Zölle hätten auf die Tuttermittel verteuernd
ein=
gewirkt, iſt hinfällig. (Lebhafter Widerſpruch und Lärm
links.) Das wichtigſte Argument gegen die Ermäßigung
dieſer Zölle auf Mais, Hafer und Futtergerſte liegt darin,
daß dieſe Ermäßigung nicht den Verk auchern, ſondern
dem Handel zugute kommt. (Sehr richtig und
Zuſtimm=
ung rechts, Widerſpruch links.) Das iſt erwieſen, noch im
vorigen Frühjahr, wo ſich der Reichstag mit der
Erweiter=
ung der Subvention der Kartoffelzölle einverſtanden
er=
klärte. (Sehr richtig rechts.) Die Frage, wie viel
preu=
ßiſche Domänen keine Viehzucht treiben, gehört nicht vor
dieſes Haus (Aha! links), aber es dürfte Sie doch
intereſ=
ſieren, daß es nur drei Domänen gibt, bei denen kein Vieh
gehalten wird. Auf den anderen preußiſchen Domänen
ſind zuſammen über 130000 Stück Rindvieh und über
88000 Schweine vorhanden.
Die Behauptung, daß nur die Großgrundbeſitzer ein
Intereſſe an der Aufrechterhaltung der Zölle haben, iſt
eine objektive Unwahrheit. Gerade die kleinen Beſitzer
haben im Intereſſe ihrer Viehwirtſchaft ein großes
Inter=
eſſe daran, und das haben auch die Freiſinnigen auf ihrem
letzten Parteitage erklärt. (Sehr gut rechts.) Auch in
einer ſozialdemokratiſchen Zeitung war derſelbe
Stand=
punkt vertreten, man dürfe bei der Agitation auf dem
platten Lande nicht zu ſehr für Aufhebung der Zölle
ein=
treten, da der kleine Landwirt ſie gebrauche, um lohnende
Preiſe für Vieh und Getreide zu erhalten. (Hört, hört!
Sehr richtig rechts.) Aus den Kolonien Vieh einzufüh en.
iſt aus manchen Gründen nicht möglich. Das Fleiſch
könnte nur in geſchlachtetem Zuſtande herüberkommen
und dazu wären koſtſpielige Einrichtungen auf den
Schiffen nötig, die ſich wegen der geringen Menge der
Einfuhr nicht verlohnen würden. Meines Erachtens hat
die Preußiſche Landwirtſchaftsverwaltung alles getan,
um die Domänen in den Dienſt da: inneren
Koloni=
ſation zu ſtellen. Die Auffaſſung des Abg. Scheidemann,
daß die Maßnahmen der Regierung unzulänglich ſeien,
iſt nicht zutreffend. In weiten Kreiſen wird das
Ein=
greifen der Regierung anerkannt, durch das ein
Regu=
lieren der Fleiſchpreiſe möglich würde
Das erfreuliche Mitwirken bei der Linderung der
Not=
lage läßt erkennen, daß die Städte die Verpflichtung
er=
kannten, in weiteſtem Maße auch ihrerſeits einzugreifen.
Die Städte, die direkt regulierend eingreifen wollen,
mögen ſich mit den landwirtſchaftlichen
Abſatzgenoſſen=
ſchaften verſtändigen. Ein Uebereinkommen dürfte wohl
zu erzielen ſein auf Grund langjähriger Verträge. Eine
möglichſte Kultivierung der Moore und Oedländereien
und die ſchnelle Förderung der inneren Koloniſation
wer=
den das ihre tun. Mittel dazu werden in dem weiteſten
Maße angefordert werden. Als ich im
Abgeordneten=
hauſe auf die ſonſtigen Nahrungsmittel hinwies, wollte
ich eine Verhöhnung der ärmeßen Bevölkerung in
keiner Weiſe. (Lärm bei den Sozialdemokraten
Es muß rechtzeitig dafür geſorgt werden, daß auch auf
den Fiſch= Gemüſe= und Milchkonſum hingewieſen wird.
Die Einfuhr argentiniſchen Gefrierfleiſches würde in erſter
Linie den Schweinefleiſchkonſum einſchränken und damit
den bäuerlichen Landwirt und Landarbeiter in ſeiner
Exiſtenz gefährden. (Bravo!) Wir müſſen die Produktion
in Landwirtſchaft und Induſtrie ſchützen, damit die
Zu=
kunft des deutſchen Vaterlandes geſichert iſt. (Toſender,
ſich wiederholender Beifall bei der Mehrheit. Ziſchen
links.)
Abg. Löſcher (Reichspartei): Das Syſtem der
Ein=
fuhrſcheine liegt in erſter Linie im Intereſſe der kleinen
Viehzüchter. Insbeſondere würde die Einſchränkung der
Einfuhrſcheine bei den kleinen Produzenten von Nachteil
ſein. Auch die Zunahme der Sparkaſſeneinlagen iſt ein
Beweis für die günſtige Wirkung unſerer
Wirtſchafts=
politik. Eine Aufhebung des § 12 des
Fleiſchbeſchauge=
ſetzes lehnen wir ab da dadurch unſere heimiſche
Vieh=
produktion geſchädigt würde. (Sehr richtig! rechts.) Eine
Abhilfe des Notſtandes wäre nur zu erwarten von der
Schaffung einer Reichsviehverſicherung und einer Reform
des Realkredits auf dem Lande. Zu bedauern iſt, daß der
Bauernſtand in der Enquete=Kommiſſion nicht vertreten
iſt. Wir halten feſt an unſerer bewährten
Wirtſchafts=
politik. (Bravo! rechts.)
Abg. Molkenbuhr (Soz.): Mit der Forderung,
daß auch die Bauern in die Enquete=Kommiſſion entſandt
werden, erkannte der Vorredner an, daß die großen
Grundbeſitzer des Bundes der Landwirte nicht die
be=
rufenen Vertreter der Bauern ſind. (Sehr gut! bei den
Soz.) Der hohe Seuchenſtand iſt erſt nach der Sperrung
der Grenzen in die Erſcheinung getreten. Die Grenzſperre
iſt ein untaugliches Mittel geweſen; wenn man eine
brot=
verteuernde Politik treibt, muß man auch dafür ſorgen,
daß auch die Löhne entſprechend ſteigen. Aber gerade
die=
jenigen, die die Zölle aufrecht erhalten wiſſen wollen, ſind
dieſelben Leute, die die Arbeitslöhne herabdrücken
möch=
ten. Es iſt ausgeſchloſſen, daß die deutſche Landwirtſchaft
ſo viel Vieh produziert, wie die Bevölkerung zur
Ernähr=
ung nötig hat. Man ſollte bei Zeiten daran denken, daß
es nicht Aufgabe des Staates iſt, die Beſitzenden zu
ſchützen, ſondern in erſter Linie, unſerer Bevölkerung eine
geſunde Nahrung zukommen zu laſſen. (Beifall bei den
Sozialdemokraten.)
Abg. Dr. Matzinger (Zentr.): Ein Abbau oder
eine Beſeitigung der landwirtſchaftlichen und induſtriellen
Zölle wird bei uns keine Unterſtützung finden. Wir
hal=
ten an unſeren Beſtrebungen feſt, unſere Landwirtſchaft in
ihrer Produktion unter allen Umſtänden zu ſchützen. Ein
Beweis dafür, daß die Fleiſchnot nur eine
vorüber=
gehende Erſcheinung iſt, liegt darin, daß die deutſche
Viehzucht ſich regelmäßig von Jahr zu Jahr geſteigert
hat, ſobald nicht eine Mißernte oder eine andere
Kala=
mität eintrat. Das aus dem Ausland bei uns eingeführte
Kühlfleiſch iſt oft geringwertiger, als unſer einheimiſches
Fleiſch und es iſt deshalb mehrfach abgelehnt worden.
Gute Ware iſt auch im Auslande teuer.
Präſident des Reichsgeſundheitsamtes Geheimer
Regierungsrat Dr. Bumm: Es iſt mehrfach auf das
Reichsgeſundheitsamt und ſeine Denkſchrift Bezug
ge=
nommen worden, in der geſagt wurde, es ſei die Aufgabe
und ſogar die Pflicht der Reichsregierung, dafür zu
ſor=
gen, daß dem Volk zur Erhaltung ſeiner Lebenskraft auch
jederzeit Fleiſch in ausreichendem Maße und zu
erſchwing=
lichen Preiſen zur Verfügung ſteht. Dieſen Grundſatz
vertreten wir natürlich auch heute noch. Aber der
Eiweiß=
bedarf in der Nahrung ſtellt ſich ſehr verſchieden nach
Raſſe, Arbeit und Lebensweiſe. Deshalb, iſt es verfehlt,
wenn man den Fleiſchbedarf für das ganze Volk
einheit=
lich beſtimmen will. Sehr viel Eiweiß enthalten auch
Fiſch, Gemüſe und Milch. Allerdings kann man nicht
ver=
langen, daß ein an Fleiſchgenuß gewöhntes Volk ſich
plötzlich zu einer anderen Lebensweiſe entſchließt.
Des=
halb muß auch dafür geſorgt werden, daß die Preiſe für
Fleiſch billiger zu ſtehen kommen, als dies heute der Fall
iſt. Bekannt iſt, daß ies eine Zeit gab, wo man dachte,
geſund zu leben, wenn man möglichſt viel Alkohol zu ſich
nahm. Dies iſt vorbei; Gott ſei Dank. Vielleicht kommt
auch einmal die Zeit, wo man nicht mehr die Mahlzeit für
die beſte hält, bei der möglichſt viel Fleiſch verzehrt wird.
Das ſoll nicht nur ein wohlwollender Rat ſein, ſondern
das ſtützt ſich auf die Ernährungsphyſiologie der ganzen
Welt. Daß das deutſche Volk an Unterernährung leidet,
iſt nicht erwieſen. Auch das Wohnungsweſen ſpielt in
dieſer Hinſicht eine große Rolle. Die Tatſache, daß die
Maul= und Klauenſeuche trotz der
Fleiſchbeſchaubeſtim=
mungen und der Grenzſperre einen ſo großen Umfang
an=
genommen habe, beweiſt doch nur, daß auch das
Einfuhr=
verbot allein nicht den gewünſchten Erfolg erzielen kann.
Aber es ſteht auch feſt, daß ſeitdem die chroniſchen
Seu=
chen erheblich zurückgegangen ſind. Es iſt nicht richtig
wenn geſagt wird, der § 12 des Fleiſchbeſchaugeſetzes ſei
nur aus wirtſchaftlichen Gründen erlaſſen.
Hierauf vertagt ſich das Haus. Nächſte Sitzung
Frei=
tag 1 Uhr pünktlich. Tagesordnung: Kurze Anfragen,
Fortſetzung der heutigen Debatte, Interpellation der
Sozialdemokraten über den Wagenmangel, kleine
Vor=
lagen, darunter die Vorlage betr. Schiffszuſammenſtöße
und=bergungen. — Schluß 5¼ Uhr.
* Berlin, 28. Nov. Der Seniorenkonvent
des Reichstages trat vor Beginn des Plenums
zu=
ſammen, um über die Geſchäftslage zu beraten.
Man einigte ſich, nach Beendigung der Debatten über die
in Angriff genommenen Interpellationen, die am Freitag
erwartet werden, in die Beratung kleinerer Vorlagen
ein=
zutreten. Auf die nächſte Tagesordnung ſollen geſetzt
werden: Der Entwurf eines Geſetzes über den
Zuſam=
menſtoß von Schiffen und über Bergung und Hilfeleiſtung
in Seenot, der Entwurf eines Geſetzes über
Kinderſaug=
flaſchen, der Entwurf eines Poſtſcheckgeſetzes, der
Geſetz=
entwurf betr. die vorübergehende Zollerleichterung der
Fleiſcheinfuhr und eventuell die dritte Leſung, der Bericht
der Reichsſchuldenkommiſſion vom 23. März 1912. Am
Montag iſt beabſichtigt, in die erſte Leſung des Etats
ein=
zutreten, falls der Reichskanzler alsdann in der Lage
iſt, ſich über die auswärtige Politik zu äußern. Nach
Schluß der Etatsberatung ſoll der Geſetzentwurf über den
Verkehr mit Leuchtöl beraten werden. Der Beginn der
Weihnachtsferien iſt einſtweilen auf den 13. Dezember
feſt=
geſetzt. Am 8. Januar ſollen die Beratungen wieder
auf=
genommen werden. Wenn es möglich iſt, wird vor
Ferien=
beginn noch ein Schwerinstag eingeſchaltet.
Eine franzöſiſche Probemobilmachung
an der Oſtgrenze.
* Paris 27. Nov Frankreich hat ſeine Truppen
an der Oſtgrenze mobil gemacht! So hieß es heute
nachmittag plötzlich. Glücklicherweiſe war es nur ein
Schreckſchuß, blinder Lärm, wenn auch in der Tat ſchon
nobil gemacht war zur Probe und aus Irrtum. Das
Kriegsminiſterium verfügte geſtern abend eine
Probe=
mobilmachung, die ſich nach den bisher vorliegenden
Nach=
richten auf die Garniſon Naney und drei in Belfort
ſtehende Regimenter erſtreckte. Ueber ihren Verlauf in
Nancy bringt das Journal des Debats von dort
folgen=
den Bericht: „Am Dienstag fand um Mitternacht eine
Probemobilmachung der Truppen des XX. Korps ſtatt.
In weniger als einer halben Stunde waren alle Stafetten
zu Fuß und zu Pferde nach allen Richtungen
aus=
marſchiert und benachrichtigten nicht nur alle Offiziere,
ſondern auch alle andern ſonſtigen Perſonen,
die in irgendwelcher Verbindung an der
Mobilmachung teilnehmen müſſen. Um
1 Uhr beſetzte eine Truppenabteilung die Hauptpoſt und
ließ ſie durch Poſten bewachen. Alle Wegekunſtbauten
ſo=
wie der Bahnhof wurden ebenfalls beſetzt. Eine Anzahl
Hauptwachen zogen ab, um ihne Poſten einzunehmen. Die
ganze Nacht war ein unaufhörliches Gehen und Kommen
von eifrig beſchäftigten Militärperſonen, die ihren Vorge
ſetzten Meldungen überbrachten oder Beſehle
entgegen=
nahmen. Während der Nacht beſetzte ein Regiment
außer=
halb der Stadt die Eiſenbahnlinie von Amance. Auf dem
Bahnhof jagte ein Telegramm das andere und die
Be=
amten reichten nicht mehr aus, um ſie zu befördern. Um
4 Uhr morgens nahmen die Stationsvorſteher und alle
mobil zu machenden Beamten ihre Poſten ein. Um 5 Uhr
var die Mobilmachung vollſtändig.” Soweit über die
Probemobilmachung in Nancy. Daß ſie gleichwohl nicht
gewöhnlichen Zieles war, beweiſt die probeweiſe
Mobil=
machung der im Ernſtfalle an ihr beteiligten
Zivil=
perſonen, namentlich der Beamten der Bahnverwaltung
und die Beſetzung auch des Poſi= und Telegraphenamts
durch das Militär. In dieſem Punkte ergänzt ein
Bericht=
erſtattel des Temps den Sachverhalt noch durch die
Meld=
ung, daß die Truppen auch namentlich noch die
Bahn=
ſtrecken beſetzten und Streifwachen von Gendarmen und
Zollbeamten die ihnen für den Ernſtfall angewieſenen
Poſten einnahmen. Nach den jüngſten Kundgebungen des
Allgemeinen Arbeitsbundes, die ſämtlich die Sabotage der
Eiſenbahn= und Telegraphenlinien ankündigten, wird in der
Tat auch wohl im Ernſtfalle die erſte Sorge der
Regier=
ung ſich darauf richten müſſen, den Bahn= und
Tele=
graphendienſt zu ſichern. Dafür dürfte ſie dann aber wohl
kaum die aktive Armee, ſondern die Landwehr verwenden,
die — in Paris wenigſtens — wie es ſchien, auch ſchon
entſprechende Weiſungen erhalten hat, um ſofort hierfür
bereit zu ſein.
Von der Probemobilmachung in Belfort meldet
man, daß ſie nur eine einfache Alarmierung der drei
Re=
gimenter von der Art geweſen ſei, wie ſie um dieſe
Jahres=
zeit regelmäßig ſtattfinden, um die neu eingetretenen
Mannſchaften und ihre Ausbildung zu erproben. Ganz
anders verlief aber die Probemobilmachung in dem hart
an der deutſchen Grenze zwiſchen ihr und Luneville
ge=
legenen Bezirk Arracourt. Hier erhielt der
Gendar=
meriewachtmeiſter des kleinen Bezirksortes ein
Tele=
gramm, das er für den Befehl zur Mobilmachung ſelbſt
auslegte. Er öffnete deshalb ſofort auch die geheimen,
f4: dieſen Fall bereitliegenden Dienſtanweiſungen und
handelte danach. Er alarmierte den Bürgermeiſter, der
ſeinerſeits auch die Vorſteher aller übrigen acht Gemeinden
ſeines Bezirks alarmierte, und bald hallte durch die Nacht
von allen Türmen dieſer Gemeinden das
Sturm=
geläute und Trommelwinbel holte die
geſtell=
ungspflichtigen Männer bis zu 45 Jahren aus den Betten.
Die ganze Bevölkerung dieſes Bezirks kam auf die Beine.
Die Männer nahmen ihre Habſeligkeiten unter den Arm
und begaben ſich auf den Weg nach ihrer Garniſon. Die
Frauen und Kinder weinten. Ihre Tränen floſſen indes
nicht lange. Bei Tagesanbruch ſchon erfuhren ſie, daß es
für dieſes Mal noch nicht losgehe. Ein Teil der
ab=
marſchierten Männer, Brüder und Söhne kehrten mit der
Nachricht heim, daß ein Irrtum vorliege. Andere
er=
fuhren dies aber erſt bei ihrer Ankunft in Luneville, Nancy
und Toul, wohin ſie bereits den Zug genommen, ehe der
hinter ihnen hergeſchickte Gegenbefehl ſie erreicht hatte.
Man hat den Wachtmeiſter von Arracourt wegen ſeines
Irrtums oder blinden Uebereifers verhaftet. Er
behaup=
tet aber nach der Meldung des Gewährmannes des
Jour=
nal des Debats, daß er das erhaltene Telegramm
keines=
wegs mißverſtanden habe; dies ſei klar und deutlich
ge=
weſen. Die nächſte Frage zur Aufklärung der Sache muß.
allerdings auch wohl nicht dahin gehen, wie der
Wacht=
meiſter des garniſonloſen kleinen Bezirksortes das
Tele=
gramm über die Probemobilmachung mißverſtehen konnte,
ſondern wie es kam, daß er für dieſen Ort und die
zuge=
hörigen Gemeinden überhaupt mitten in der Nacht ein
ſolches Telegramm zur Probemobilmachung der
fried=
lichen Bürger und Dorfbewohner erhielt. Darüber gibt
die amtliche Mitteilung des Kriegsminiſteriums keine
Auskunft; ſie erklärt nur, daß kein Reſerviſt einen
Ge=
ſtellungsbefehl erhalten habe.
* Paris, 28. Nov. Die in der Angelegenheit der
irrtümlichen Mobiliſierung angeordnete
Unterſuchung hat ergeben, daß die Schuld an dem
Irrtum den Poſtmeiſter von Arracourt Defaut trifft.
Dieſer erhielt in der vergangenen Nacht ein amtliches
Telegramm, in dem er beauftragt wurde, den Gendarmen
und Zollbeamten gewiſſe Weiſungen betreffs der
Mobili=
ſierung zu übermitteln. Infolge eines Mißver
ſtänd=
niſſes teilte jedoch der Poſtleiter den Gendarmen und
Zollbeamten jene Weiſungen mit, denen zufolge eine
tat=
ſächliche Mobiliſierung vorgenommen wurde. Defaut,
gegen den eine Diſziplinarunterſuchung eingeleitet wurde,
iſt vorläufig ſeines Amtes enthoben worden.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
Eine offiziöſe Erklärung der
öſter=
reichiſchen Regierung.
* Wien, 28. Nov. Das Fremdenblatt ſchreibt: In
der öffentlichen Meinung machen ſich ſeit einiger Zeit die
Zeichen einer immer ſteigenden Bewegung
bemertbar. Die intranſigenten Erklärungen des ſerbiſchen
Miniſterpräſidenten, die an aufregenden Zwiſchenfällen
ſo reiche Angelegenheit Prohaska, die aufreizende und
gehäſſige Sprache der nationaliſtiſchen Preſſe Serbiens
gegen Oeſterreich=Ungarn verurſachten, daß ein Gefühl
lebhafteſten Unwillens in der Monarchie zutage tritt. So
begreiflich und ſo verſtändlich dieſer Unmut weiter Kreiſe
der Bevökerung iſt, ſo darf ſich aber die Regierung eines
Großſtaates nicht allein von den Impulſen der
öffent=
lichen Meinung leiten laſſen und darf ſich nicht von den
feſt vorgezeichneten Richtlinien ihrer Politik abdrängen
laſſen. Oeſterreich=Ungarn, das nirgends ſtörend
in die kriegeriſchen Operationen eingegriffen hat,
wünſcht ein gedeihliches Ende der
Frie=
densverhandlungen. Das Blatt bezeichnet die
Behauptung eines Teiles der ausländiſchen Preſſe von
einer Ermunterung der Türkei zur Fortſetzung des
Krie=
ges ſeitens Oeſterreich=Ungarns als leichtfertige und
bös=
willige Erfindung. Oeſterreich=Ungarn bewies den
Bal=
kanſtaaten ſtets wohlwollendes Entgegenkommen,
wel=
ches gewiß auch vollauf anerkannt und gewürdigt wurde.
Dieſe Haltung der Monarchie berechtigt zu der Annahme,
daß die Bemühungen Oeſterreich=Ungarns, mit den
Bal=
kanſtaaten in die freundſchaftlichſten und beſten
Bezie=
hungen zu treten, nur dann von Erfolg begleitet ſein
können, wenn dieſe Bemühungen nicht einſeitige bleiben,
ſondern auch ſeitens der Balkanſtaaten in demſelben
Sinne Oeſterreich=Ungarn gegenüber gehandelt wird.
* Wien 27. Nov. Die Politiſche Korreſpondenz
veröfſentlicht folgende Note: In den Erörterungen der
öffentlichen Meinung über den Standpunkt Oeſterreich=
Ungarns gegenüber den Anſprüchen, die Serbien
in bezug auf die Neuregelung der territorialen
Beſitz=
ſtände am Balkan erhebt, kehrt vielfach die Annahme
wie=
der, als ob das Wiener Kabinett ſeine Auffaſſung der
ſerbiſchen Regierung mit der Aufforderung zu einer
Ant=
wort hätte mitteilen laſſen. Es ſei nun feſtgeſtellt, daß
dieſe Vorausſetzung den wirklichen Vorgängen nicht
ent=
ſpricht, ſondern der Verlauf der gegenſeitigen
Aeußerun=
gen vielmehr folgender war: Die ſerbiſche Regierung hat
die Initiative ergriffen und verſucht, durch ihren Geſandten
in Wien, Simitſch, der öſterreichiſch=ungariſchen
Regie=
rung die Rechtmäßigkeit ihrer Anſprüche zu begründen.
Das Wiener Kabinett ſah ſich dadurch veranlaßt, durch
ſeinen Geſandten in Belgrad, v. Ugron, der ſerbiſchen
Regierung ſeinen Standpunkt darlegen zu laſſen, ohne
jedoch daran die Aufforderung zu einer
Gegen=
äußerung zu knüpfen. Es kann ſomit nicht nur von
einer kurzen Friſt die dem Belgrader Kabinett für
die Beantwortung geſtellt worden wäre, keine Rede
ſein, ſondern es iſt überhaupt die unzutreffende Anſicht
ſallen zu laſſen, als ob aus dem Ausbleiben einer
Ant=
wort, die bisher nicht verlangt worden iſt, Schlüſſe auf
den Stand dieſes Teils der Balkanfragen gezogen werden
könnten.
* Paris 27. Nov. Die Abendblätter ſtellen den
günſtigen Eindruck feſt, der durch die
Veröffent=
lichung der Norddeutſchen Allgemeinen
Zeitung hervorgebracht worden iſt. „Man muß in
der Tat,” ſo ſagt der Temps, „anerkennen, daß
Deutſch=
land ſich in wirkſamer Weiſe den Friedensbemühungen
der Großmächte beigeſellt. Die Note der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung hat das Reſultat gehabt, in der
Meinung Europas eine Detente herbeizuführen und eine
optimiſtiſche Auffaſſung zu erzeugen, welche über die
bis=
herigen Wünſche hinaus gegangen zu ſein ſcheint. Die
Ratſchläge, welche indirekt in Berlin der öſterreichiſchen
Regierung durch das Organ des Reichskanzlers gegeben
worden ſind, werden, wie man hoffen muß, dazu
beitra=
gen, daß ſich Oeſterreich nunmehr ohne Vorbehalt dem
Standpunkt der anderen Großmächte anſchließt, welche
ſich für eine Beſeitigung des öſterreichiſch=ſerbiſchen
Kon=
flikts und der übrigen Balkanfragen bemühen.” — Auch
das Journal des Debats beglückwünſcht die Diplomatie
dazu, daß es ihr gelungen ſei, einig zu bleiben und alle
beſonderen Fragen zu vertagen bis zur Prüfung der aus
den Ereigniſſen ſich ergebenden Geſamtſituation. Wenn
dieſe kluge Ueberlegung fortdauere, ſo werde die Gefahr
eines allgemeinen Konfliktes abgewendet.
* London, 27 Nov. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, wird in amtlichen engliſchen Kreiſen die ſtändige,
ſelbſtloſe Mitwirkung ſehr gewürdigt, welche der
eng=
liſchen Regierung von den Mächten in ihrem
Bemühen zuteil wird, eine friedliche Löſung der
verſchiedenen Fragen zu finden, die ſich aus dem
gegen=
wärtigen Krieg ergeben. Die Anſichten, die man in
amt=
lichen Kreiſen hegt, zeigen keinen Peſſimismus. Es
herrſcht im Gegenteil ſtark der Eindruck vor, daß unter
den Großmächten keine ſo abweichenden Anſichten
ent=
ſtehen werden, die die Befürchtung rechtfertigen, daß es
zu ernſten Schwierigkeiten unter ihnen kommen könnte,
Die letzten Berichte beſtätigen dieſen Eindruck. Alle
Gründe ſprechen für die Annahme, daß bald ein Weg
ge=
ffunden werden wird, um alle Fragen zu regeln, die
An=
laß zu Meinungsverſchiedenheiten unter den am
unmit=
telbarſten betroffenen Großmächten geben könnten.
Die Friedensverhandlungen.
* Konſtantinopel, 27. Nov. Die türkiſchen
und bulgariſchen Delegierten ſind heute
zu=
ſammengekommen. Bis zum Abend hatte die Pforte, die
mit dem Hauptquartier in telephoniſcher Verbindung
ſteht, noch keine Nachricht über das Ergebnis der
Beſprech=
ung. Die türkiſchen Delegierten ſind noch nicht in das
Hauptquartier zurückgekehrt.
* Sofia, 27. Nov. Hier beſteht der Eindruck, als
ob die Türken die Verhandlungen über den Friedensſchluß
möglichſt zu verſchleppen ſuchen. Man iſt jedoch auf
bulgariſcher Seite entſchloſſen, dies nicht zuzugeben und
nötigenfalls energiſch Entſcheidung zu fordern.
* Konſtantinopel, 28. Nov. Nach Mitteilungen
aus amtlicher Quelle haben die Beſprechungen der
Bepollmächtigten der Türkei und
Bul=
gariens geſtern zu keinem Ergebnis geführt und
wer=
den heute fortgeſetzt. Da die Gründe, die zur Landung
der fremden Seeleute geführt haben, größtenteils
hin=
fällig geworden ſind, wurden die Matroſen Oeſterreich=
Ungarns, Deutſchlands und einiger anderen Mächte
wie=
der eingeſchifft.
* Konſtantinopel 27. Nov. Osman
Ni=
ſami Paſcha traf heute hier ein und ſuchte ſofort den
Großweſir auf. Er ſchien ſehr befriedigt von den
Reſul=
taten ſeines rumäniſchen Beſuchs. Von autoritativer
tür=
kiſcher Seite wird dem Vertreter des Wolff=Bureaus
ver=
ſichert, die Grundbedingung für den Frieden ſei das
Ver=
bleiben Adrianopels in türkiſchen Händen.
Die Beſetzung Durazzos durch die Serben.
* London, 28. Nov. Der Daily Telegraph meldet
aus Durazzo vom 27. d. M.: Die türkiſche Regierung
von Durazzo hat tatſächlich aufgehört zu beſtehen. Der
Gouverneur rüſtet ſich zur Abreiſe. Das Gericht iſt
auf=
gelöſt und das Bataillon der Reſerviſten entlaſſen worden.
In den großen Städten Albaniens wird allgemein die
Autonomie proklamiert und man ruft den Schutz
Oeſterreichs, Frankreichs und Italiens an. — Eine ſpätere
Depeſche des Daily Telegraph aus Durazzo beſagt, die
albaniſche Nationalflagge, ein ſchwarzer Adler auf rotem
Grunde, wurde auf den Regierungsgebäuden ohne
Zere=
monie gehißt. Die Beamten ſind auf friedlichem Wege
überredet worden, entweder das neue Regime
anzuer=
kennen oder die Stadt zu verlaſſen. Flüchtlinge drängen
ſich in die Stadt. Alle türkiſchen Flaggen im Hafen ſind
eingeholt worden.
— Durazzo 28. Nov. Heute iſt hier die
otto=
maniſche Flagge eingezogen und die Fahne des
unabhängigen Albaniens gehißt worden. Der türkiſche
Muteſſarif hat Durazzo verlaſſen und Aſſad Bey iſt zum
proviſoriſchen Gouverneur im Namen des unabhängigen
Albaniens ernannt worden. Die Serben ſtehen noch in
Croja, etwa 30 Kilometer von hier entfernt.
* Wien, 27. Nov. Man nimmt hier an, daß die
Serben heute in Durazzo eingezogen ſind,
wenn auch authentiſche Meldungen über die Beſetzung
Durazos noch ausſtehen.
HB. Wien 28. Nov. Aus Durazzo wird das
Eintreffen ſerbiſcher Beſatzungstruppen
beſtätigt. Dieſer Tatſache gegenüber hält man an
maß=
gebender Stelle in Wien an der Haltung feſt, die man
von vornherein für eine ſolche Eventualität bekannt
ge=
geben hat. Man betrachtet dieſe Maßnahme Serbiens als
eine rein militäriſche, deren Verhinderung ein Akt der
Unfreundlichkeit gegenüber dem ſerbiſchen Staate wäre,
den man vermeiden will. Es kann aber nicht oft genug
wiederholt werden, daß hieraus keine ſtichhaltigen
For=
derungen auf die künftigen definitiven Beſitzverhältniſſe
gezogen werden können.
Sonſtige Meldungen.
* Sofia, 28. Nov. Die Agence Bulgare dementiert
die Meldungen auswärtiger Blätter, wonach die Bul=
garen mehr als 90000 Mann verloren hätten
und die Vervollſtändigung der Munition mangelhaft ſei.
Es ſei unnötig, zu erklären, daß die bulgariſche Armee,
deren Macht ſich Tag für Tag auf dem Kampfplatz feſtige,
mit allem Nötigen, insbeſondere mit Munition, gut
ver=
ſehen ſei und daß ſie mit derſelben Begeiſterung, die ſie
bisher bewieſen habe, bereit ſei, den Krieg fortzuſetzen.
* Sofia, 27. Nov. Die Rekruten des
Jahr=
ganges 1914 ſind für den 3. Dezember zu den Fahnen
einberufen. — Wie das Blatt Mir erfährt, erbeuteten die
Bulgaren bis jetzt ſechs Lokomotiven und 350 Waggons.
* Belgrad, 27. Nov. Durch Kundmachung des
iebenten Belgrader Ergänzungsbezirkskommandos
wer=
den die bisher zum Militärdienſt nicht herangezogenen
Reſerveoffiziere und Militärbeamten
auf=
gefordert, ſich binnen 24 Stunden bei den Kommandos
zu melden.
Letzte Nachrichten.
* Königsberg i. Pr., 28. Nov. Das hieſige
Oberpräſidium erhielt ein Telegramm des
Reichskanzlers, in welchem der Oberpräſident
ge=
beten wird, der anſcheinend in der Provinz herrſchenden
Kriegsaufregung, die durchnichts
gerecht=
fertigt ſei, entgegenzutreten. Die alarmierenden
Nach=
ichten über angebliche Kriegsvorbereitungen diesſeits
ind jenſeits der preußiſch=ruſſiſchen Grenze entbehrten
eder Grundlage. Deutſcherſeits ſeien keinerlei beſondere
militäriſche Maßregeln ergriffen worden. Auch ſeien hier
keine Nachrichten über ruſſiſche militäriſche Maßnahmen
ingegangen, die deutſche Gegenmaßregeln veranlaßten.
HB. Berlin, 28. Nov. Der Lok.=Anz. berichtet:
Die in letzter Zeit wiederholt aufgetretene Idee der
Ein=
berufung einer Botſchafter=Konferenz zur
Löſ=
ungder Balkanfrage hat jetzt endlich feſte Geſtalt
ingenommen. Sir Edward Grey, der britiſche Miniſter
des Auswärtigen, hat den Großmächten einen
dahin=
gehenden Vorſchlag unterbreitet, und da möchte er die
folgenden drei Fragen auf einer in einer europäiſchen
Hauptſtadt abzuhaltenden Botſchafter=Konferenz zur
Be=
ratung geſtellt haben: 1. die albaniſche Frage; 2. die
Frage der Aegäiſchen Inſeln, und 3. die Meerengenfrage.
* Konſtantinopel, 28. Nov. Es verlautet: Bei
der geſtrigen Sitzung verharrten die ottomaniſchen
Bevollmächtigten bei ihrer Forderung nach
einer Grenzlinie die der Türkei das Gebiet hinter
er Linie Saloniki-Kirk=Kiliſſe, beide Städte inbegriffen,
läßt. Die verbündeten Balkanſtaaten beſtanden auf der
Grenzlinie Enos-Saraj-Midia.
HB. Konſtantinopel 28. Nov. Den letzten
Nachrichten von der Front zufolge haben die Bulgaren
am Sonntag die Verteidigungslinie von
Tſchatald=
ſcha angegriffen, jedoch ohne Erfolg. Die Zahl der
Tür=
ken bei Tſchataldſcha belief ſich anfangs auf 70000.
In=
zwiſchen iſt ihre Zahl auf etwa über 100000 geſtiegen und
in wenigen Tagen werden ſie nach Eintreffen weiterer
Verſtärkungen 130000 zählen.
* Sofia, 28. Nov. Angeſichts der in der letzten Zeit
vielfach bemerkten Tendenzen, die definitive
Entſcheid=
ing des Balkankrieges einer europäiſchen
Konferenz zu unterbreiten, ſteht die bulgariſche
Re=
gierung entſchieden auf dem Standpunkte, daß die Löſung
der Balkanfrage keiner Konferenz bedürfe. Die bulgariſche
Regierung würde nur dann einer Konferenz=Idee
zu=
ſtimmen, wenn das Konferenzprogramm von vornherein
feſtgeſetzt würde und bloß die Sanktionierung oder
An=
erkennung enthielte.
— Wien, 28. Nov. In der heutigen Sitzung des
Seniorenkonvents des Abgeordneienhauſes teilte
der Miniſterpräſident mit, daß er dem Hauſe in den
näch=
ſten Tagen drei Geſetzentwürfe vorlegen werde:
1. einen über die Pferde=Stellung; 2. ein Geſetz betreffend
die Unterſtützung der Familienangehörigen, und 3. ein
Geſetz über Leiſtung von Einquartierungen und
Trans=
portmittel Privater und Gemeinden im
Mobilmachungs=
falle. Der Miniſterpräſident betonte die Dringlichkeit der
geſamten Vorlagen und erſuchte die verbündeten Senioren,
ſich mit ihren Parteien über die ſchnellſte Verabſchiedung
dieſer Vorlagen ins Einvernehmen zu ſetzen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Donaueſchingen, 28. Nov. Der Kaiſer, der Fürſt
zu Fürſtenberg und die Jagdgeſellſchaft begaben ſich heute
vormittag zur Jagd nach der Brugger Halde. Das
Früh=
tück wurde im Freien eingenommen.
* München, 28. Nov. Geſtern abend iſt infolge des
eftigen Sturmes das in Reichenau bei Innsbruck
gelegene Materialdepot der Haubitzendiviſion bis auf die
Grundmauern eingeſtürzt. Ueber die Hälfte des eine
Fläche von 700 Quadratmetern bedeckenden zweiſtöckigen
Gebäudes fiel wie ein Kartenhaus zuſammen. In dem
Depot war Kriegsmaterial im Werte von über 1 Million
Kronen aufgeſpeichert. Menſchen ſind nicht verunglückt.
* Dresden, 28. Nov. Die Zweite Kammer nahm
bei der fortgeſetzten Beratung des
Volksſchulgeſetz=
entwurfes den § 8 in der von der Kommiſſion
ge=
gebenen Faſſung im Gegenſatz zu der Faſſung der
Regie=
rungsvorlage gegen die Stimmen der Konſervativen an.
Der § 8 führt nach der Kommiſſionsfaſſung für die
all=
zemeinen Volksſchulen die Schulgeldfreiheit ein.
* Wien, 28. Nov. Das Abgeordnetenhaus
begann heute die erſte Leſung des Budgetproviſoriums.
Der Seniorenkonvent beſchloß mit Rückſicht auf die
An=
kündigung des Miniſterpräſidenten, von der Beratung
über die Geſchäftsordnungsreform, die urſprünglich nach
der Erledigung des Budgetproviſoriums auf die
Tages=
rdnung geſetzt werden ſollte, abzuſehen.
* Paris, 28. Nov. Das Kriegsminiſterium
hatte infolge einer Blättermeldung, daß die ſtaatlichen
Waffenfabriken von Puteaux und Chatterault für
Rech=
nung einer privaten Waffenfabrik mehrere von Italien
be=
ſtellte Kanonen erzeugt hätten, eine Unterſuchung
an=
geordnet. Wie nun offiziös gemeldet wird hat dieſe
er=
geben, daß die genannten ſtaatlichen Waffenfabriken in
der Tat vier für Italien beſtimmte Kanonen hergeſtellt
haben; daß es ſich aber durchaus nicht um einen
außerge=
wöhnlichen Vorfall handle.
H. B. Berlin, 28. Nov. Der Führer der chineſiſchen
Reformbewegung. Dr. Sunyatſen wird Ende
De=
zember in Berlin eintreffen, um ſich über alle Verhältniſſe
des öffentlichen Lebens eingehend zu informieren und mit
den maßgebenden Militärbehörden zwecks Ueberlaſſung
von Inſtruktions=Offizieren zu verhandeln.
HB. Berlin, 28. Nov. Als Zentrale für das
ge=
ſamte Marineflugweſen errichtet das Reichs=
Marineamt, wie das Herold=Depeſchenbureau erfährt, ein
beſonderes Dezernat für Luftſchiff= und
Flug=
weſen. Bisher war letzteres dem Dezernat für Schiffbau=
Ausrüſtung unterſtellt, das dem Werft=Dezernat
reſſor=
tierte. Nun iſt das Luftſchiff=Flugweſen von dem
ge=
nannten Dezernat getrennt und direkt dem Werft=Dezernat
untorſtellt worden.
— Hildesheim, 28. Nov. Auf der Gewerkſchaft
Hohe=
feld bei Wohmingen trug ein Bergmann eine Kiſte
Dyna=
mit auf ſeinem Rücken nach der Arbeitsſtelle. Plötzlich
explodierte das Dynamit und der Mann wurde
buchſtäblich in Stücke zerriſſen.
HB. Schneidemühl, 28. Nov. Ein ſchweres
Eiſen=
bahnattentat wurde geſtern in Schneidemühl
auf=
gedeckt. Als ein Streckenwärter gegen 10 Uhr nachts die
Strecke Berlin-Schneidemühl abging, machte er auf der
Strecke die Entdeckung, daß eine Schiene gelöſt war. Der
Wärter benachrichtigte ſofort die Station, die dann den
bald darauf fälligen Eilzug noch im letzten Augenblick
zu=
rückhalten ließ. Der Eilzug und die beiden nachfolgenden
Züge erlitten Verſpätung. Man nimmt an, daß es ſich
um einen verbrecheriſchen Anſchlag handelt, da das
Kronprinzenpaar urſprünglich beabſichtigte, auf dieſem
Wege von Danzig nach Berlin zu fahren. Die Reiſe
wurde aber erſt heute vormittag mit dem Nord=
Expreß=
zug ausgeführt.
H. B. Graudenz, 28. Nop. Zwei ruſſiſche Spione,
darunter ein ruſſiſcher Major, ſind in Mariendorf
ver=
aftet und in das hieſige Unterſuchungsgefängnis
einge=
liefert worden.
H. B. London, 28. Nov. Lord Roberts erklärte
geſtern in einer Rede in London, daß er in Mancheſter
anläßlich ſeiner Anſprache, die ſo großes Aufſehen
erregte und ſogar zu einer Interpellation im
Abgeord=
netenhauſe führte, weder die Offiziere noch die
Mann=
ſchaften der Armee angegriffen habe. Er hielt jedoch ſeine
Behauptung aufrecht, daß das Heer keinen großen
Er=
lolg, was Diſziplin, Truppenanzahl, Ausrüſtung und
Exerzitien anlange, darſtelle. Nach der Birmingham
Poſt habe Lord Roberts weiter geſagt, daß kein Schema
für die Verteidigung einer Nation mit ſo geringem Fleiß
ausgearbeitet worden ſei, wie das britiſche. Wenn erſti
einmal der Ernſt der Lage ans Tageslicht komme,
wür=
den die Engländer den Fehler einſehen, ihre Verteidigungt
einem unzulänglichen Heere anzuvertrauen und es würdet
dann die Forderung zu einem obligatoriſchen
Militär=
dienſt geſtellt werden.
— London, 28. Nov. Infolge des anhaltenden
Stur=
mes der letzten Tage ſind in der Nordſee und im Kanalſ
mehrere Schiffsunfälle paſſiert. Viele
Fahr=
euge treiben führerlos und als Gefahr für die Schiffel
umher.
H.B. London, 28. Nov. Nach einem New=Yorker
Telegramm ſollen bei einem Unfall auf der
Penn=
ſylvania=Eiſenbahn 28 Perſonen getötet worden
ſein.
— New=York. 28. Nov. Der Gouverneut bes
gnadigte den Anwalt Patrick, der wegen
Ermord=
ung des Millionärs Rios in New=York im April 1900
zum Tode verurteilt aber zu lebenslänglichem Gefängnis
begnadigt wurde.
lies der Bichentstche
Der Erweiterungsneubau der Firma Frank
& Baer Frankfurt a. M. iſt vollendet und bietet durch
ſeine formvollendete und impoſante Geſtalt eine wirkliche
Zierde unſerer Zeil. In der außerordentlich kurzen Zeit
von 7½ Monaten hat die Firma durch die bekannten
Architekten Rindsfüſſer & Kühn ein Wunderwerk erſtehen
laſſen. Wer noch vor kaum fünf Wochen die Zeil
paſſierte und die frühere Eiſenfaſſade neben dem neuen
Erweiterungsbau ſah, hätte es kaum für möglich
ge=
halten, daß in dieſer kurzen Zeit der ganze Neubau
fertig geſtellt ſein könnte. Ohne weſentliche
Betriebs=
ſtörung iſt dieſe Umwandlung vor ſich gegangen, auch
ein Dokument für die großen Fortſchritte der modernen
Bautechnik. Die inneren Lokalitäten, welche ohnehin
bereits gewaltige Dimenſionen aufwieſen, ſind an
Um=
fang und Größe nunmehr verdoppelt und werden durch
zwei rieſige Lichthöfe mit reichem Licht verſorgt. Das
Haus wurde in allen ſeinen Teilen neu ausgeſtattet und
viele neuzeitigen Errungenſchaften verwertet. Der
Werde=
gang der Firma Frank & Baer aus kleinen Anfängen
bis zur heutigen Größe iſt ein Beweis dafür, daß die
Firma es verſtanden hat, ſich das Vertrauen des
kaufen=
den Publikums in ſtets wachſendem Maße zu erwerben.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Ableben unſeres lieben Gatten, Vaters,
Schwagers und Onkels, des Herrn
(24488
Reallehrer Römer
ſagen aufrichtigen Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Dankſagung.
Für die aufrichtigen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme während der ſchweren Krankheit wie auch
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen Vaters
und Bruders
(24487
Johann Aavel Scherter
Bildhauer
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Geſangverein
Liederzweig” für die ſchöne Kranzſpende, ſowie
für die zahlreichen Blumenſpenden unſeren
tief=
gefühlten, innigſten Dank.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Ernſt Scherrer, Bildhauer.
Darmſtadt, den 28. November 1912.
Nieder=Ramſtädterſtraße 59.
Dankſagung.
Für die freundlichen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden meines innigſtgeliebten
Mannes, unſeres lieben Bruders und Onkels
Herln Friodrich Nelning
ſagen herzlichen Dank.
(B24490
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Reining,
Marie Eck,
Chriſtine Reining,
Sofie Eck.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute verſchied nach langem, ſchwerem,
mit: Geduld getragenem Leiden unſere liebe
Schweſter, Schwägerin und Tante (24547
Frau Luise Molter
geb. Dörner
im 64. Lebensjahre.
Für die trauernd Hinterbliebenen:
Lina Dörner, Darmſtadt.
Dora Meyer, geb. Dörner, Charlottenburg.
Lolo Weſp, geb. Dörner, Darmſtadt.
Darmſtadt, Charlottenburg, 28. Nov. 1912.
Die Beerdigung findet Samstag, den 30. ds. Mts.,
nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des
Friedhofes in Eberſtadt b. D. aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und Beerdigung meines
lieben, guten Gatten, unſeres Vaters, Großvaters
und Schwiegervaters
(24458
Herrn Jacob Niederauer
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Lauten=
ſchläger für ſeine troſtreiche Grabrede, dem
Eiſen=
bahn=Arbeiter=Verein, ſowie für die zahlreichen
Blumenſpenden auf dieſem Wege unſeren
herz=
lichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Dorothea Niederauer Wwe.,
Familie Adolf Grabe.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die nördliche Depreſſion wandert oſtwärts, während
von Südweſten her der Druck ſteigt. Doch ſchon wieder
deutet ſich weſtlich von Irland eine neue Zyklone an.
Bei weſtlichen Winden herrſcht bei uns trübes, regneriſches
Wetter. Die Morgentemperaturen liegen zwiſchen 2 und
5% C. Wir haben zunächſt langſames Aufklaren und
Sinken der Temperatur zu erwarten. Später dürfte die
neue von Weſten her vordringende Depreſſion Einfluß
auf unſer Wetter gewinnen.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 29.
No=
vember: Vorübergehend Aufklaren, trocken, kühl,
Nacht=
froſt, ſpäter wieder trüb und regneriſch.
Getiesdienſt der israelitiſchen Religiousgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 29. November:
Korabendgottesdienſt 4 Uhr 30 Min.
Samstag, den 30. November:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 45 Min. Sabbatausgang
5 Uhr 20 Min.
Mittwoch, den 4. Dezember:
Beginn des Chanukkafeſtes. 4 Uhr: Chanukkafeier,
Jugendgottesdienſt und Predigt.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 30. November:
Vorabend 4 Uhr. Morgens 8 Uhr. Nachmittags
3 Uhr 30 Min. Sabbatausgang 5 Uhr 20 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 1. Dezember, an:
Morgens 7 Uhr Nachmittags 4 Uhr.
NB. Mittwoch abend, den 4. Dezember:
Beginn des Chanukkoh=Feſtes.
Tageskalender.
Broßh. Hoftheater (Außar Abonnement), Anfang
7 Uhr: „Fauſt”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Oepheum.
Vortrag von Profeſſor Dr. Berghoff=Iſing um 8¼ Uhr
im Hörſaal 330 der Techniſchen Hochſchule (
Volksbild=
ungsverein).
Vortrag von Realſchuldirektor Dr. Schnell um 8½ Uhe
im „Fürſtenſaal”
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends).
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23): Die
Wartburg, von einem Zeppelitz=Luftſchiff aus aufge=,
nommen; vom Balkankriege; türkiſche Flüchtlinge bei
ihrer Ankunft in Konſtantinopel; türkiſche Gefangene
werden unter Bewachung durch die Straßen Belgrads
transportiert; die Türken auf der Flucht nach der
Schlacht von Tſchorlu.
Verſteigerungskalender.
Samstag, 30. November.
Hofreite=Verſteigerung der Heinrich Butterfaß
Witwe (Pallaswieſenſtraße 32) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht I.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 11—1 und 2—4 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
ertei
Abitnrient erfolgr. Nachhilfe
in allen Fächern, ausgenommen
Latein und Griechiſch. Beſte
Refe=
renzen, mäßiges Honorar. Gefl.
Anfragen u. L 45 Exp. (*12909fs
Wer erteilt
Machem. Unterriche
in Abendſtunden? Off. m. Pr. unt.
K 78 an die Exv. (*12693mdf
-Stunden erteilt zu
jed. Tageszeit (24411a
Phil. Scholl, Tanzlehrer,
Tan2 Mühlſtraße 26, 2. St.
Freunde der italienischen Sprache
machen wir aufmerksam, dass Anfang Dezember ein
Literaturkursus
eröffnet wird. Der Unterricht wird von Herrn Simoncelli
2 mal in der Woche erteilt. (24502fs
Honorar Mk. 15.−
4
Anmeldungen von 8—1 und 3—10 Uhr in der
Berlitz School, Wilhelminenstr. 19, II.
Telephon 613.
Bügel-Unterricht
erteilt gründl. nach leicht. Methode.
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Luisenstr. 6, 2. Etage.
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Heinheimerſtr. 20, 3.Stock. (827a
des Lobes, wenn Sie einen Verſuch mit
Apo=
theker Ehrecke’s Lebertran gemacht haben:
jetzt iſt es Zeit zur Kur für Kinder und
Er=
wachſene. Flaſche 30, 50, 85 Pfg. (21805a
Pankratius-
Martinsdrogerie, strasse 41.
Kurſe vom 28. November 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,70
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,30
77,25
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,40
88,20
3½ do. Conſols
77,40
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,75
93,00
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,40
86,65
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,25
4 do. do. (unk. 1918) 99,60
do.
86,80
3½
76,20
do.
3
78,10
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 99,70
do. v. 1875 93,70
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887
53,25
3¾ Italiener Rente
3½ Oeſterr. Silberrente 86,80
4 do. Goldrente . . . 92,00
4 do. einheitl. Rente 83,20
4 Portug. unif. Serie I 62,25
3 do. unif. Ser. III
3 do. Spezial
10,00
5 Rumänier v. 1903 99,20
4 do. v. 1890 . . 92,50
4 do. v. 1905 . . 87,40
4 Ruſſen v. 1880 .
88,70
4 do. v. 1902 .
88,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
89,80
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 79,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,30
4 Türk. unifiz. v. 1903 84,50
4 Ungar. Goldrente . . . 87,20
4 do. Staatsrente. . . 83,70
In Prot=
.100,00
5 Argentinier
85,10
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,75
5 Chinef. Staatsanleihe. 99,30
92,90
do.
4½
92,90
4½ Japaner . .
94,00
5 Innere Mexikaner.
do.
59,00
3
4 Gold=Mexikanerv. 1904 87,70
99,40
5 Gold=Mexikaner . .
3 Buenos Aires Provinz 68½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=Paket=
.152,90
fahrt . . .
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,70
6½ Südd. Eiſenb.=Gef. . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 110,30
6 Baltimore und Ohio . 105,00
6 Schantungbahn . . . . 125,50
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,50
6 Pennſylvania R. R. . 120,70
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
65,00
3 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. . 516,25
Fabrik .
14 Chem. Fabrik Gries=
.246,50
heim
30 Farbwerke Höchſt 621,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 346,50
10 Cement Heidelberg . . 151,75
30 Chem. Werke Albert 453,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 324,00
5 Lahmeyer . . . . . . . 120,50
Türid.
7½ Schuchert, Nürnberg 148,00
12 Siemens & Halske .221,00
5 Beramann Electr. . . 118,00
10Deutſch. Ueberſee Electr. 157,00
25 Gummi Peter . . . . 90,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 90,25
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 562,00
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 144,25
15 Zellſtoff Waldhof . 230,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
. . . 199,90
häuſel.
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 92,50
3 Südd. Immobilien 56,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumeß=Friede . . . . 171½
12½Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
..213,25
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.165,70
10 Gelſenkirchener .
. 191,60
9 Harpener
183,80
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 260,20
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
84,00
6 Laurahütte.
. . 163,10
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 212,25
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,30
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,50
4 Franz=Jofefs=Bahn
3 Prag=Durer .
74,50
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
do.
4
76,50
InPren=
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.) 50,80
3 Raab=Oedenburg
76,20
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,70
4 Ruſſ. Südweſt.
85,90
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,30
do.
4 Wladichawchas .
88,00
86,70
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,50
do.
69,50
2¼ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 62,60
80,60
4 Baadadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,75
4 Miſſouri=Paciſic.
72,50
4 Northern=Pacific . . . 99,50
4 Southern=Pacific . . . 93,80
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,00
5 Tehuantepec . . . . . . 97,75
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich 183,25
7 Bergiſch=Märkiſche
.146,70
Bahn .
½ Berlin. Handelsgef. . 163,00
6½ Darmſtädter Bank 119,10
12½ Deutſche Bank . 2487
6 Deutſche Vereinsbank 121,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . 114,50
10 Diskonto=Kommandit 183,20
8½ Dresbener Bank 1 150,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 209,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,90
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,40
7 Pfälziſche Bank. . . . 126,25
..132,10
5.86 Reichsbank
7 Rhein. Kreditbank. . 133,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein 115,50
7½ Wiener Bankverein . 126,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98,70
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 .
98,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
do.
87,25
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
do.
87,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23₰
99,40
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2,
87,80
S. 3—5
87,60
S. 9—11
87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
31
do.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,50
3½ do. (unk. 1914) . . 86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
3½
do.
87,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt.
do.
4 Frankfurt.
99,20
3½ do.
94,30
4 Gießen .
97,30
do.
Heidelberg
97,00
do.
87,00
4 Karlsruhe
97,30
do.
88,30
4 Magdeburg.
3½ do.
Mainz
do.
88,70
4 Mannheim
98,50
do.
86,80
4 München
.99,30
Nauheim
4 Nürnberg.
98,80
do.
87,00
4 Offenbach .
Zu Pro.
8½ Offenbach
99,50
4 Wiesbaden
89,10
8½ do.
97,30
4 Worms
87,50
3½ do.
4 Ziſſaboner u. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 171,50
8½ Cöln=Mindner 100 134,90
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 70,50
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 140,20
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 174,80
3 Oldenburger . . . . . . 130,50
3½ Raab=Grazer fl. 159 110,10
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . ſl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 203,00
Freiburger
Fs. 15
Mailünder
Fs. 45
do.
Fu. 10 36,00
Meininger .
.fl. 7 34,30
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 527,00
do. v. 1858 fl. 100
Ungar. Staats . . ſl. 100 382,00
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400
Gold, Silber und
Bankaoten.
Engl. Govereigns .
20,46
20 Franks=Stücke
16,24
Amerikaniſche Noten . . (. 4,20½
Engliſche Noten .
20,48
Franzöſiſche Noten.
81,30
Holländiſche Noten.
169,25
Italieniſche Noten . . . . 80,20
Oeſterr.=Ungariſche Notes 84,40
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Roten . . . . . 89,70
Reichsbank=Diskonto
Reichsbanl=Bombarb 464 7
Neue Messina-Zitronen 5 Pf
10 Stück 40 Pfg., 100 Stück 3.50 Mk.
Phönix-Extra
von H. Hildebrand & Söhne, ist anerkannt teinstes
Konfekt- und Kuchenmehl
Original-
Säckchen von 2½ Kilo 1.05 5 kilo 2.00 12½ Kio 4.80
auf Bestellung liefere auch Original-Säcke von 25, 50 und 100 Kilo.
Hildebrand’s Weizenmehl O
in Original-Säcken von 50 Kilo 18.50 Mk.
lose per Pfund 20 Pfg. 5 Pfund 95 Pfg.
„Nr. I „ 18 Pfg. 5 „ 85 Pfg.
feinste Pflanzen-Butter-Margarine
per Pfund 90 Pfg.
Palmona,
Kienstr.1
Eillunderruld
Kfrenstr.1
Elllanderrald
Frankenthaler Zucker
anerkannt feinster
Konfekt- und Backzucker
Gem. Frankenthaler Zucker 22₰
Gries, Puder, Farin etc., lose und in Original-Säcken von
25, 50 und 100 Kilo billigst.
Auserlesene neue handgew. Bari-Mandeln, Sultaninen
per Pfund 38 ₰
und Rosinen, Korinthen .
per Pfund 85 ₰
Neue Haseinusskerne .
Citronat, Orangeat, Ceylon-Zimt, Nelken,
Carda-
momen, Streuzucker, Oblaten, Wachs.
Oetkers Backpulver u. Vanille-Zucker.
Echte Bourbon- Vanille.
Haselnüsse, Feigen, Walnüsse, Lebkuchen,
(24501fi
Weihnachtslichte.
Von Brot
enthält, im Gegenſatz zu dem
gewöhnlichen Brot, alle
wert=
vollen Beſtandteile der
Korn=
frucht, die durch eine lange
Backzeit zu vollſter
Aus=
nützung erſchloſſen werden.
Voll=Brot
wird von zahlreichen Aerzten
u. Hygienikern gegen
Darm=
trägheit,
Verdauungsſtörun=
gen, Blinddarmentzündung,
Zuckerkrankheit, Fettleibigkeit,
Bleichſucht, Zahnkrankheiten
u. a. empfohlen.
Nachſtehend Auswahl
her=
vorragender Erzeugniſſe,
Ab=
wechslung iſt wichtig, man
ſoll nicht immer dieſelbe Sorte
Brot eſſen.
Pfg.
Eiſen=Kraftbrot
ungeſäuert
30
Wird vom ſchwächſten
Magen vertragen.
Nußſchrotbrot
35
Bananenbrot 35
35
Früchtebrot
Delikateß=
Früchtebrot 25 u. 50
Sanitasbrot
(Roggen) 32 u. 62
Sanitasbrot
(Weizen) 32 u. 62
Simonsbrot
(Roggen) 30 u.60
Grahambrot 30
Rheiniſches
Schwarzbrot 40
Weſtfäliſches
Bauernbrot . 60
Steinmetzbrot 35
Weizenſchrotbrot
hefefrei
60
Molkenbrot
hell
18 u. 60
Molkenſchrotbrot 18 u. 60
Reformgeschäft
AriStu
gesundheitliche Nahrungs-
und Genussmittel
Anton Braunwarth
Ernst Ludwigstr. 3
Fernſpr. 971. (23164a
Brautausſtattung
(noch nicht in Gebrauch geweſen),
als: echt nußb. pol. engl.
Schlaf=
zimmer, beſt. in 2 ſchweren engl.
Betten mit beſt. Inh., groß 2tür.
Spiegelſchrank, ſchöner Waſchkom.
mit weißem Marmor u. Toilette,
2 Nachtſchr. mit Marmor,
Hand=
tuchhalter; Wohnzimmer, beſteh.
aus fein. Diwan, eleg. Vertiko m.
3 Spieg., groß. Auszugtiſch, 4 beſſ.
Stühlen, ſowie der hochf.
Küchen=
einrichtung, als: Schrank, Anrichte
m. Meſſingverglaſ., Tiſch, 2 Stühle,
Ablaufbrett, alles zuſammen f. nur
1650 Mk. abzugeben (*12865
Heidelbergerſtraße 85, 2. St.
2 C.
Scharrocke
10.50- 16.- 22.- 26.- 36.
Hausjoppen
15.- 18.- 22.- 30.- 34.-
Samt=Smokings
Fhlipr Hen Darmstadf
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Luftfahrt.
* Der Deutſche Ueberlandflug=
Rekord der bisher ſeit dem 12. Juni dieſes Jahres
von Helmut Hirth mit einem Ueberlandfluge
Bres=
lau-Wien von 320 Kilometer gehalten wurde, iſt von
dem bekannten Flieger Lt. Joly verbeſſert
wor=
den. Es gelang Joly die Strecke Jüterbog-Rogowo
die 350 Kilometer beträgt, ohne Zwiſchenlandung
zurück=
zulegen und zwar in der vorzüglichen Zeit von 2 Stunden
50 Minuten.
Sr. Der Britiſche Michelin=Preis der
Aviatiker in Höhe von 10000 Mark, der für den
läng=
ſten Flug ausgeſetzt war, wurde dem Aviatiker Hawker
zuerkannt, der zu Brooklands mit einem Doppeldecker
8 Stunden 23 Min. in der Luft geblieben war.
Sport.
* Pferdeſport. Eine ausgezeichnete
Leiſt=
ung vollbrachte am Mittwoch bei den Rennen in
Vin=
cennes=Paris die fünfjährige Halbblutſtute
Har=
monie III des Herrn Olry=Roederer. Die von dem
be=
kannten Traberhengſt Trinqueur ſtammende Stute, die
ſchon am vergangenen Samstag in Vincennes die
unge=
wöhnlich hohe Bürde von 98½ Kilo zu einem ſpielenden
Siege getragen hatte, ſchleppte diesmal 101½ Kilogramm,
alſo mehr als zwei Zentner und ſiegte trotzdem
mit Jackei W. Ferres im Sattel im Prir Ereteil im
Handgalopp mit 30 Längen gegen die 40 Pfund weniger
tragende Excelſa. Es iſt dies das höchſte Gewicht, unter
welchem jemals ein Rennpferd in einem Hindernisrennen
gelaufen iſt. — Eine ähnliche gute Leiſtung iſt vor langer
Zeit auch in Deutſchland vollbracht worden. In den 80er
Jahren endete die 101 Kilogramm tragende Moderowna
in Charlottenburg in einem Hunters=Flachrennen mit
Leutnant v. Schlüter, dem jetzigen preußiſchen
Landſtall=
meiſter a. D., im Sattel als Zweite. Der Sieger Moritz
war mit 88½ Kilogramm belaſtet und wurde von
Leut=
nant v. Schmidt=Pauli, dem jetzigen Präſidenten des
Ver=
eins für Hindernis=Rennen, Generalmajor z. D. von
Schmidt=Pauli, geritten.
*: Das Lawn=Tennis=Match Paris-Bremen wurd
am zweiten Tage mit vier Einzelſpielen und zwei
Doppel=
ſpielen beendet. Die deutſchen Vertreter wurden
aber=
mals geſchlagen. Die Niederlage gegen Paris iſt eine
noch größere als gegen London, denn in den 12 Kämpfen
vermochten die Bremer Spieler nur einen Sieg zu er
ringen. Dieſer entfällt auf das Konto von Heyden=
Grimm, die im Doppelſpiel gegen Chelly=Gault nach
intereſſantem Kampfe 622, 4:6, 6:4 ſiegreich blieben. Die
übrigen Spieler brachten den Franzoſen durchweg ſchöne,
wenn auch teilweiſe knappe Siege.
* Der Deutſche Eislauf=Verband hat eine Neu=Aus
gabe ſeiner Wettlaufordnung veranſtaltet. Die Wettlauf
Ordnung enthält die Beſtimmungen über Vorbereitung
Ausſchreibung und Abwicklung von Kunſt= und
Schnell=
laufen, ſowie die Vorſchriften über das Kunſtlaufen in
ſeinen beiden Teilen, dem Laufen der Pflichtübungen und
dem Laufen nach freier Wähl (Kürlaufen). In einem
An=
hange ſind die ſämtlichen Eislauf=Figuren bildlich dar
geſtellt, aus denen die Pflicht=Uebungen im Kunſtlaufen
entnommen werden, beginnend mit dem einfachen Bogen=
Achter und aufſteigend zu den ſchwierigſten
Kombinatio=
nen. Das Heft wird auch für ſolche Freunde des
Schlitt=
ſchuhlaufens nützlich ſein, die ſich an ſportlichen
Wett=
bewerben nicht beteiligen wollen; es bietet mannigfache
Anregungen und reichen Uebungsſtoff. Es iſt zum Preiſe
von 50 Pfg. durch die Geſchäftsſtelle des Deutſchen
Eis=
lauf=Verbandes Berlin SW. 47, Katzbachſtraße 7, zu
be=
ziehen.
Handel und Verkehr.
Weihnachtsſendungen betreffend.
Die Reichs=Poſtverwaltung richtet auch in dieſem
Jahre an das Publikum das Erſuchen, mit den
Weih=
nachtsſendungen bald zu beginnen, damit die
Paketmaſſen ſich nicht in den letzten Tagen vor dem Feſte
zu ſehr zuſammendrängen. Bei dem außerordentlichen
Anſchwellen des Verkehrs iſt es nicht tunlich, die
gewöhn=
lichen Beförderungsfriſten einzuhalten und namentlich auf
weite Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige
Zu=
ſtellung vor dem Weihnachtsfeſte zu übernehmen, wenn die
Pakete erſt am 22. Dezember oder noch ſpäter eingelieſert
werden.
Die Pakete ſind dauerhaft zu verpacken.
Etwaige auf dem Verpackungsſtoff vorhandene ältere
Auf=
ſchriften und Beklebezettel müſſen beſeitigt oder
unkennt=
lich gemacht werden. Die Beziutzung von dünnen
Papp=
kaſten, ſchwachen Schachteln, Zigarrenkiſten uſw. iſt im
eigenen Intereſſe der Abſender zu vermeiden. Die
Auf=
ſchrift der Pakete muß deutlich, vollſtändig und
halt=
bar hergeſtellt ſein. Kann die Aufſchrift nicht in deutlicher
Weiſe auf das Paket ſelbſt geſetzt werden, ſo empfiehlt
ſich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers,
das der ganzen Fläche nach feſt aufgeklebt
werden muß. Am zweckmäßigten ſind gedruckte
Auf=
ſchriften auf weißem Papier, dagegen dürfen Formulare
zu Poſtpaketadreſſen für Paketaufſchriften nicht verwandt
werden. Bei in Leinwand verpackten Sendungen mit
Fleiſch und anderen Gegenſtänden, die Feuchtigkeit, Fett,
Blut uſw. abſetzen, darf die Aufſchrift nicht auf die
Um=
hüllung geklebt werden. Der Name des
Beſtimm=
ungsorts muß recht groß und kräftig gedruckt oder
geſchrieben ſein. Die Paketaufſchrift muß ſämtliche
An=
gaben der Poſtpaketadreſſe enthalten, alſo auch den
Franko=
vermerk, bei Paketen mit Poſtnachnahme den Betrag der
Nachnahme, ſowie den Namen und die Wohnung des
Ab=
ſenders, bei Eilpaketen den Vermerk durch Eilboten uſw
damit im Falle des Verluſtes der Poſtpaketadreſſe das
Paket doch dem Empfänger ausgehändigt werden kann.
Auf Paketen nach großen Orten iſt die Wohnung des
Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch der Poſtbezirk
(C., W., SO. uſw.) anzugeben. Empfehlenswert iſt die
Anbringung einer zweiten Aufſchrift innerhalb der
Ver=
packung. Zur Beſchleunigung des Betriebs trägt es
weſenlich bei, wenn die Pakete frankiert aufgeliefert,
d. h. die zur Frankierung erforderlichen Marken ſchon vom
Abſender auf die Poſtpaketadreſſe aufgeklebt werden.
Die Verſendung mehrerer Pakete mittels
einer Poſtpaketadreſſe iſt für die Zeit vom 12. bis
ein=
ſchließlich 24. Dezember weder im inneren deutſchen Verkehr,
noch im Verkehr mit dem Ausland — ausgenommen
Argen=
tinien — geſtattet. Nach Argentinien können auch in
die=
ſer Zeit mehrere, jedoch höchſtens drei Pakete, mit einer
Poſtpaketadreſſe verſandt werden. Gemeinſchaftliche
Ein=
lieferungsbeſcheinigungen über mehrere gewöhnliche
Pa=
kete werden — abgeſehen von Sendungen nach
Argen=
tinien — in der bezeichneten Zeit nicht ausgeſtellt.
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Schwimmen, Fechten bemüht man ſich,
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Kör-
pers zu erreichen und bedenkt nicht, daß
zur Erzielung eines wirklichen Erfolges
eine rationelle Ernährung des Körpers
mit ſeiner äußeren Pflege aufs Innigſte
Hand in Hand gehen muß. Das ideale,
Wohlgeſchmack mit höchſter
Nahrhaftig-
keit vereinende Frühſtücksgetränk, das
uns eine gütige Natur in dem Kakao
ſchenkte, hat zwar in den letzten Jahren
ſo an Verbreitung gewonnen, daß
ſich ſein Verbrauch mehr als
ver=
doppelt hat. Aber trotzdem nimmt
es in der Volksernährung längſt
nicht den Platz ein, der ihm zukommt.
Güekenet.
=Kakao iſt wegen ſeiner vollendeten
Qualität und ſeiner Wirtſchaftlichkeit im
Gebrauch beſonders geeignet, dieſem
Idealgetränk neue Freunde zu werben.
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finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Kriegshund. 2 Pinſcher (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(24485
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
die Pankratiusſtraße zwiſchen der Müller= und Schloßgartenſtraße
vom 28. November bis zum 14. Dezember ds. Js. für den
Fuhrwerks=
verkehr geſverrt.
(24484
Verioſung von Schuldverſchreibungen der
Stadt Darmſtadt.
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt
Darm=
ſtadt ſind heute nachſtehende 3½prozentige Schuldverſchreibungen auf
den Inhaber durch Verloſung zur Rückzahlung berufen worden,
nämlich:
1. Rückzahlbar am 1. Februar 1913.
Buchſt. H Abt. I über 2000 Mk. Nr. 104, 108, 231, 331, 431,
486, 662, 752, 891.
„ H „ II über 1000 Mk. Nr. 88, 91, 226, 234, 249, 293,
373, 461, 516.
H „ III über 500 Mk. Nr. 57, 191, 197, 450, 452, 588,
797, 862.
H „ IV über 200 Mk. Nr. 120, 133, 174, 215, 373,
603, 681, 709, 859.
2. Rückzahlbar am 1. Juni 1913.
Buchſt. U Abt. I über 1000 Mk. Nr. 18, 44, 72, 88, 144, 169,
274, 306, 352, 388, 446, 611, 654, 701,
719, 840, 903.
U „ II über 500 Mk. Nr. 134, 335, 345, 478, 637,
664, 665, 670, 699, 777, 901, 919, 941,
966, 971, 977.
½ U „ III über 200 Mk. Nr. 1, 53, 67, 80, 138, 140,
168, 213, 269, 286, 349, 381, 421, 449,
532, 531, 604, 613, 729, 321, 973.
3. Rückzahlbar am 1. Juli 1913.
Buchſt. K Abt. I über 2000 Mk. Nr. 5, 57, 138, 187, 193, 264,
303, 380, 394, 463, 492. 570, 644.
K „ II über 1000 Mk. Nr. 24, 152, 351, 370, 447,
480, 484, 509, 630, 646, 770, 825, 840,
892, 894, 1037, 1065, 1187, 1197, 1279,
1308, 1345, 1379, 1498, 1500, 1546, 1571,
1784, 1905, 1995.
„ K „ III über 500 Mk. Nr. 122, 139, 204, 330, 345,
368, 543, 714, 728, 771, 929, 966, 989,
1035, 1141, 1296, 1356, 1411, 1439, 1444,
1449, 1492, 1506, 1523, 1539, 1051, 1748,
1904, 1950, 1951.
K „ IV über 200 Mk. Nr. 301, 475, 483, 499, 512,
668, 797, 897, 924, 954.
4. Rückzahlbar am 1. Oktober 1913.
Gaswerksſchuldverſchreibungen Buchſt. A über 200 Mk. Nr. 107,
205, 215, 334, 355, 398, 412, 539, 598, 605, 692, 711, 823, 840, 905, 929,
1052, 1061, 1117, 1159, 1186, 1206.
Die Einlöſung aller Stücke geſchieht bei der Stadtkaſſe
Darm=
ſtadt, außerdem erfolgt die Rückzahlung der Schuldverſchreibungen:
des Anlehens Buchſt. H bei der Dresdener Bank in Berlin
und deren Niederlaſſung zu Frankfurt a. M., bei der
Oldenburgiſchen Spar= und Leihbank zu Oldenburg
und bei dem Bankhauſe Ephraim Meyer & Sohn zu
Hannover;
des Anlehens Buchſt. U bei der Bank für Handel und
In=
duſtrie zu Darmſtadt und Berlin und deren übrigen
Niederlaſſungen;
des Anlehens Buchſt. K bei der Bank für Handel und
In=
duſtrie zu Darmſtadt und Berlin und deren übrigen
Niederlaſſungen, bei den Bankhäuſern Delbrück, Schickler
& Cie. zu Berlin, Ferdinand Sander zu Darmſtadt
und Frankfurt a. M. und bei der Deutſchen
Vereins=
bank, Filiale Darmſtadt, vormals Ed. G. Gerſt zu
Darmſtadt;
des Gaswerksanlehens Buchſt. A bei dem Bankhauſe
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nand Sander zu Darmſtadt und Frankfurt a. M.
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25)
Herr von Roßdorff, ich komme in ernſter
Angelegen=
heit.
Bitte, nehmen Sie Platz, Herr von Wullnow.
Danke! — Er ſetzte ſich und fuhr ſogleich fort: Warum
meiden Sie eigentlich mein Haus ſo auffällig?
Weil mich Umſtände dazu zwingen!
Wollen Sie ſich nicht offen ausſprechen? Vielleicht
laſſen ſich dadurch manche Bedenken aus der Welt ſchaffen.
Daß Sie Herrn v. Plattangens Freund ſind, weiß ich, aber
das iſt doch ſchließlich kein ſchwerwiegender Grund!
Wenigſtens haben Sie ſich anfangs uns gegenüber viel
freundſchaftlicher geſtellt!
Roßdorff wurde die Antwort nicht leicht, es galt eine
Dame zu ſchützen.
Sie haben recht, eine offene Ausſprache wird die
Situation klären. — Ich bin auf meiner Heimreiſe einige
Tage in Plattangen geweſen, auch bei Ihren Verwandten
in Tampiſchkehnen war ich eingeladen. Ich erkundigte
mich bei Ihrer Frau Gemahlin, ob ſich die Herrſchaften
wohl und munter befänden, das war mir
Herzensbedürf=
nis. Jawohl! — Die gnädige Frau fragte mich, wie ſich
Plattangen in der Heimat fühle und ließ durchblicken,
aß er aus pekuniären Gründen ſeinen Abſchied habe
ein=
eichen müſſen. Ich war wie aus den Wolken gefallen,
enn Plattangen hatte mir niemals geſagt, daß der
Schul=
den habe. Wir ſtanden uns im Regiment ſo gut, keiner
hatte vor dem anderen Geheimniſſe, ſo daß ich natürlich
ber dieſe Eröffnung ſprachlos war. Ich wollte wiſſen
wer das Gerücht in die Welt geſetzt hatte. Leider
ver=
weigerte mir Ihre Frau Gemahlin eine erſchöpfende
Ant=
wort auf meine Frage. Ich zog daher bei Herrn von
Sol=
enſtern Erkundigungen ein. Man hatte mal wieder aus
einer Mücke einen Elefanten gemacht. Um Ihre junge
Ehe nicht zu ſtören, habe ich mir bis heute die
weiteſt=
gehende Reſerve auferlegt. — Sind Sie nun mit meinen
Er=
ffnungen zufrieden, Herr von Wullnow?
Doch noch nicht ganz, Heer von Roßdorff!
Da zog der junge Offizier die Augenbrauen hoch.
So bitte ich, erſchöpfende Fragen zu ſtellen!
Wiſſen Sie, wer meiner Frau dieſes — Gerücht
mit=
geteilt hat?
Allerdings, Herr von Wullnow — Sie!
Der Legationsſekretär zuckte leicht die Achſeln. Ich
habe es meiner Frau mitgeteilt, ſo nebenbei, wie ich es
ehört habe!
Und dafür habe ich eben kein Verſtändnis. Ich gebe
zu, ich bin Partei, und deshalb wird es das beſte ſein,
Herr von Wullnow, unſer Verkehr beſchränkt ſich auf das
Minimum, welches nötig iſt, um Klatſchereien zu
ver=
meiden!
Man klatſcht ſchon!
Das tut mir leid, ich kanns aber nicht ändern. Mögen
ie Herrſchaften ruhig annehmen, daß wir uns nicht
ſym=
pathiſch ſind.
Wullnow zog die Oberlippe zwiſchen die Zähne. Wie
geſchickt ihn dieſer harmloſe Offizier abfing!
Und während er noch überlegte, wie er am beſten den
Kopf aus der Schlinge ziehen könnte, fragte Roßdorff
ruch noch im eiſigſten Tone der Welt: Haben Sie ſonſt
noch Fragen, Herr von Wullnow?
Er ſtand auf. Nein, Herr von Roßdorff!
Dann darf ich wohl um meine ergebenſten
Empfehlun=
gen an die gnädige Frau bitten! Ich werde mir in den
nächſten Tagen erlauben, mich perſönlich für die
liebens=
würdige Einladung zu bedanken.
Der kluge Wullnow war einfach ſprachlos. Ihn ſelbſt
varf dieſer Roßdorff hinaus, und Gunild wollte er
be=
ſuchen! Er verzog die Mundwinkel und machte eine kurze
Verbeugung, desgleichen der Offizier.
Die Tür fiel ins Schloß.
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oben!
Als Wullnow in der miſerabelſten Stimmung heim
kam, empfing ihn Gunild mit verweinten Augen. Haſt
Du mit Roßdorff geſprochen? fragte ſie erregt.
Natürlich, er läßt ſich ſchönſtens empfehlen, wird Dir
nächſtens ſeine Aufwartung machen, das hab ich ihm
bei=
gebracht. Du wirſt ihn aber nicht empfangen!
Sie hörte aus allem nur heraus, daß es zu keinem
heftigen Zuſammenſtoß gekommen war.
Und künftighin trage Dein Herz nicht ſo auf der
Zunge! Ich rede keine Unwahrheiten!
Da verließ ſie das Zimmer.
Und als am Ende der Woche Roßdorff gemeldet
wurde, — nahm ſie ihn an.
Gnädige Frau, ich habe nicht damit gerechnet, von
Ihnen empfangen zu werden. Leider habe ich das
Tiſch=
tuch zwiſchen Ihrem Herrn Gemahl und mir zerſchneiden
müſſen, es ging beim beſten Willen nicht anders. Nach
außen hin werden wir beide das Dekorum aber
jeden=
falls zu wahren wiſſen!
Ja, aber
Verzeihung! Bitte, forſchen Sie nicht nach
Einzel=
heiten! Im übrigen hat Plattangen wirklich einmal hoch
geſpielt, auch bedeutend verloren. Ich habe es erſt vor
kurzem erfahren, Aber in irgend welcher pekuniärer
Be=
drängnis hat er ſich nicht einen einzigen Tag befunden!
Sie haben mir das Herz erleichtert — dafür danke
ich Ihnen!
Roßdorff zieht ihre Hand an die Lippen. Ich muß
nun gehen und bitten, gnädige Frau, daß Sie mir ein
gutes Andenken bewahren. Und wenn ich Ihnen in den
Geſellſchaften begegne, dann werde ich nie verſäumen,
mich Ihnen zu nähern!
Ganz Maſurenland arbeitete mit Hochdruck. Es gab
viel nachzuholen, denn zur rechten Zeit mußten die
Fel=
der beſtellt ſein, ſonſt reiften die Saaten auf dem Halme
nicht, wenn wieder der Herbſt frühzeitig mit ſtarken
Regen=
güſſen und bitterkalten Nächten einſetzen ſollte.
Plattangen war den ganzen Tag draußen bei ſeinen
Arbeitern, er lernte die einfachen, ſtillen Leute bald mit
anderen Augen anſehen. Treue herrſcht im Maſurenland.
Wenn es not tat, ſchafften ſie, ſo lange die Kräfte
aus=
hielten, ohne Murren. Ihre Fehler haben ſie freilich
auch, ſie lieben die Schnapsflaſche über Gebühr, und ab
und zu ſtellen ſie auch einmal ein Schlingchen. Dann fährt
wohl mal ein Donnerwetter herunter vom Inſpektor oder
Förſter, aber das nimmt der Maſur nicht weiter übel.
Er tröſtet ſich mit ſeinem Fläſchchen.
Der alte Agrameit war auf dem Poſten wie der
jüng=
ſten einer.
Nun ſchonen Sie ſich aber! ſagte Plattangen zu ihm,
als die ſchlimmſte Arbeit vorüber war.
Aber da hatte der Inſpektor mit ſeinen ſtahlgrauen,
energiſchen Augen ſeinen Herrn angeſehen. Jetzt heißt
es, die Wälder in Ordnung bringen, denn unſer
Winter=
ſchlaf war lang genug!
Mannchen fing das Gewiſſen zu ſchlagen an. An ſo
viel Treue und Arbeit war er die beſten Jahre ſeines
Le=
bens vorbeigegangen ohne das geringſte Verſtändnis. Er
meinte, Tüchtiges habe er geleiſtet, wenn er als Offizier
ſeinen Dienſt getan und nebenbei auf den Rennplätzen
herumgejagt war um Ehrenpreiſe, um Geld, um den
Bei=
fall einer Menge, die ſich zum guten Teile aus Tagdieben
zuſammenſetzte. Da lernte er endlich ſeine Heimat, ſeinen
Grund und Boden, der mit ſo vielem Schweiße gedüngt
wurde, über alles lieben.
Ueber alles? Ja und nein! Er fand Zufriedenheit in
ſeiner Arbeit, er lernte ſie ſchätzen als das köſtlichſte Gut
auf Erden. Wenn ſich aber die Abendſchatten auf ſein
einſames Haus ſenkten, dann trat Gunild immer wieder
lautlos über die Schwelle, und er ſaß, den heißen Kopf
in die Hände geſtützt, am Tiſche. Wie er ſich auch mühte,
die Gedanken ließen ſich nicht bannen, das Herz ſchlug
ſchneller, und jeder Schlag trieb ihm heftiger das Blut
ins Hirn, er wähnte, eine innere Stimme ſchrie ihm im
Takte zu: Gu-nild — Gu-nild — Gu—nild!
Eines Tages kam wieder einmal Sollenſtern
ange=
fahren.
Mannchen, nächſten Sonntag biſt Du mein Gaſt, die
Tampiſchkehner kommen auch! ſchrie er ihm gentgegen.
Laß mich in Ruhe, Onkelchen, mir tun die Menſchen
weh!
So gehſt Du kaput, — nimm Vernunft an!
Plattangen wehrte energiſch mit der Hand ab und
blieb ſtumm.
Agathchen fährt nämlich auf vierzehn Tage nach
Pe=
tersburg am Dienstag, und Du wirſt doch wohl
wenig=
ſtens Grüße an Roßdorff mitgeben wollen?
Erſtaunt ſah Plattangen ſeinen Onkel an.: Ich denke,
Roßdorff kommt ſo gut wie gar nicht mehr mit Wullnows
zuſammen?
Mag der Himmel wiſſen, was vorgefallen iſt! Am
Donnerstag erhielten die Tampiſchkehner ein Telegramm
von Gunild, Agathe möge ſofort kommen. — Du kannſt
Dir denken, wie die Kleine gebettelt hat. Da gab der
gute Dittmark klugerweiſe nach.
Dann werde ich allerdings morgen den Gehrock aus
dem Schranke nehmen müſſen.
Adjüs, Mannchen, hab gar keine Zeit, ſo in
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uns: Nachdem in den letzten Jahren meiſt akademiſche
Theologen in der Vereinigung geſprochen haben, ſind es
in dieſem Winter im praktiſchen Amte ſtehende Geiſtliche,
welche die Vorträge über vier Grundfragen religiöſer
Weltanſchauung übeenommen haben. Als erſter unter
ſihnen redete am Montag abend Pfarrer Freundlieb=
Vilbel, bei vielen Darmſtädtern von ſeiner
Pfarraſſiſten=
tenzeit her noch in beſter Erinnerung ſtehend. Zur
Be=
antwortung der Frage: Warum glauben wir an einen
perſönlichen Gott? führte ee zunächſt mit einer Darlegung
über die Entſtehung des Glaubens überhaupt einen
brei=
ten Unterbau auf. Glauben iſt keine Sache des Intellekts,
ſondern des Gefühls und des Willens. Das zeigt ſchon
ein Blick auf das Heidentum, in welchem die erſte Regung
menſchlichen Geiſteslebens, die Angſt um die Erhaltung
des Daſeins, allmählich durch die Ueberwindung der
Ge=
fahren aufgrund von Denken, Wiſſen und Können
ſchwin=
det und damit auch das Gefühlsleben umgeſtaltet wird:
es entſteht die Frage nach dem Sinn des Lebens, und die
Angſt vor dem Endlichen wandelt ſich in Ehrfurcht und
Vertrauen zu dem Allmächtigen. Auch im Chriſtentum
findet ſich dieſe Entwicklung in etwas veränderter Form:
im Mittelpunkt ſteht die Frage nach dem ewigen Leben,
die Furcht vor dem Unergründlichen wandelt ſich in
Ver=
trauen zu dem Vatergott. Wenn auch die ſteigende
Kul=
tur dieſe Veränderung bewirkt, ſo iſt es doch nicht ſo, als
ob die Religion abhängig ſei von der wiſſenſchaftlichen
Eckenntnis. Dieſe iſt Sache des Intellekts, beim Glauben
aber handelt es ſich um die Frage: wo fühle ich mich
innerhalb der ſo oder ſo erkannten Schöpfung, alſo nicht
um Intellekt, ſondern um Gefühl. Alſo auch nicht um
eine Lehre; durch korrekte Lehre wird keiner religiöſer,
durch inkorrekte braucht keiner irreligiös zu werden. So
kann auch naturwiſſenſchaftliche Erkenntnis die geiſtige
Provenienz der Religion im Menſchenleben nicht erſchüttren,
ſondern höchſtens noch intenſiver zu der Frage anregen:
wie ſtehe ich nun dem veränderten Weltbild gegenüber?
Und andererſeits wird eine am alten Weltbild hängende,
ſich alſo an etwas Intellektuelles klammernde Theologie
auf Irrwege geraten: ſie vergißt, daß es ſich um die innere
Stellung zu Gott handelt. Nux da, wo irrtümlich der
Glaube als Sache des Intellekts gefaßt wird, kann man
die Frage nach einem perſönlichen Gott mit dem einfachen
Hinweis auf Schrift und Bekenntniſſe löſen. Sie ſind
un=
entbehrliche wertvolle Zeugniſſe für das Weſen des
Chriſtentums, aber ſie ſind es nicht allein, und ſie machen
das eigene Gewiſſen nicht überflüſſig. Sie fördern uns
in dem Glauben an Gott, der ſich uns geradezu aufdrängt
in der Fülle der Tatſachen die uns umgeben. Um deren
Wertung für unſer Leben handelt es ſichs in der Religion.
Wiſſenſchaft kann den Glauben ſo wenig widerlegen, wie
ie ihn beweiſen kann; hier gilt lediglich die eigene innere
Ueberzeugung. Wo dieſer das Daſein eines waltenden
Geiſtes, der hinter dem geordneten Ganzen ſteht, als
unwiderlegliche Wahrheit aufgegangen iſt, da wird
ſie ihn mit Jeſus Chriſtus als den Gott der Liebe faſſen,
wie ja auch in unſerem kleinen Menſchenleben nicht Wiſſen
und Verſtand, ſondern Liebe und Güte das Höchſte iſt,
worauf das Menſchenleben beruht.
Der Redner mutete ſeinen Zuhöreten mit dieſen hier
nur andeutungsweiſe wiedprgegebenen Ausführungen
etwas zu, entſchädigte ſie aber auch durch den Eindruck des
tiefſten religiöſen Ernſtes, den ſeine Darlegungen machten,
und hat gewiß manchem unter den zahlreichen Anweſenden
neue Wege zum Glauben gezeigt, wie denn auch reicher
Beifall ſeinen Worten folgte. — Auf den zweiten Vortrag
am 4. Dezember, in welchem Pfarrer Lie. Fuchs=
Rüſſelsheim über die Frage: Gibt es ein ewiges Leben?,
ſprechen wird, ſei jetzt ſchon aufmerkſam gemacht.
Literariſches.
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poeten Auguſt Trinius (Nr. 732) ſind ebenfalls auf einen
lebensfrohen Ton geſtimmt. R. Kohlrauſchs Novelle
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Italien iſt der Hauptſchauplatz des Spiels (733/734).
Höher ſtehen die drei Novellen Paul Quenſels in den
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in den beiden Abteilungen 1 und II.
(lachbruck verdoten)
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 108488
4 Gewinne zu 10000 Mk. 15187 82419
4 Gewinne zu 5000 Mk. 116802 122376
68 Gewinne zu 3000 Mk. 10924 17472 22848 24327
28794 30359 31120 37382 45164 45391 47705 65851
59695 63299 63374 73934 84928 114508 118107
121969 125374 136632 140187 144478 145984 146046
146906 149069 152173 153538 168736 176652 186363
186581
122 Gewinne zu 1000 Mk. 4937 8102 10986 13530
16264 20990 29575 34310 35656 36432 40051 47800
48945 51388 52006 53066 55868 58289 66090 66815
67412 70454 72134 76065 78408 87540 88964 89152
90250 90755 101130 102249 102507 106644 106787.
108100 109581. 112690 112789 114162 114801 117816
118522 124852 127872 135430 136371 140131 140754
153200 159032 162077 166008 173841 183613 185323
185818 192996 197636 203362 205367
214 Gewinne zu 500 Mk. 6526 5885 6357 8619
10230 11301 16526 23592 25667 27017 30517 31584
33009 33875 34109 34660 34959 40446 40561 41588
42057 743197 44400 44785 47282 50000 51085 52138
55175 58807 59516 61809 62378 63743 64255 64804
64854 65047 65578 66131 69027 70603 70751 71250
75335 75348 77162 78323 80241 80489 82397 84183
90142 90876 91437 98020 99182 101039 110856
111365 112792 114662 117078 117980 119341 120112.
120539 122069 125273 126721 127592 130397 182664.
135699 135784 139377 142281 143787 146851 151277
152033 154902 166203 157380 153812 162807 162984
163981 165456 166912 168272 170580 170706 171831
172203 179636 181645 183769 186733 192692 196540
197831 197432 198611 201843 204878 207875
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 10000 Mk. 160057 170484
10 Gewinne zu 5000 Mk. 40239 49933 69097
85515 110569
64 Gewinne zu 3000 Mk. 6923 7147 27453 29416
30865 57862 66102 69643 71184 77704 77781 88636
92683 95486 97832 101648 106535 110514 117952
120320 123684 128422 129281 145247 156684 161661f
162505 190600 196780 200221. 203394 204312
104 Gewinne zu 1000 Mk. 8364 16267 19275 21685
22178 25058 26591 30152 34781 39489 40349 43982,
44022 44729 47741 55188 55401 56788 56836 65990)
67862 81776 87648 94378 96413 98291 98681 100687
102447 116198 124750 126141 127468 133779 135222
136716 143169 151928 156567 158905 162225 168569
174029 181589 184387 185143 194561 195883 201265
201389 202961 202994
170 Gewinne zu 500 Mk. 2639 7539 3891 16799
24924 25272 26250 33025 35988 39564 40265 49629.
60089 51249 62470 52888 56237 57796 60907 66692)
68790 69042 69959 70177 71543 73268 78500 73888
73690 76602 78790 81582 81675 84382 89329 90382
91999 95179 95592 97920 102917 110815 113918
116012 119635 121235 121636 126458 128093 129979
130268 130359 135438 137367 139798 143427 143480.
144100 144531 148704 152290 152605 154054 155366
158927 159683 160625 162189 169521 170710 171130
179086 181475 184549 185060 186137 186814 187339
189660 191929 196731 196980 197621 200244 203130
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