Inſerate
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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 35 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der öſterreichiſche Thronfolger Erzherzog Franz
Ferdinand iſt geſtern vormittag in Berlin
ein=
getroffen.
Der Kaiſer iſt geſtern mit dem Erzherzog Franz
Ferdinand zur Hofjagd nach Springe, abgereiſt.
Der König von Italien unterzeichnete ein Dekret,
durch das ein Miniſterium für die Kolonien
eingerichtet wird.
Die Türkei erklärte die Bedingungen der
Bal=
kanſtaaten für unannehmbar und erteilte die
An=
weiſung, den Krieg fortzuſetzen.
Der Flieger Frey iſt bei Reims mit ſeinem Eindecker
abgeſtürzt und war ſofort tot. Der franzöſiſche
Unter=
offizier=Flieger Laurent iſt bei Etampes
abge=
ſtürzt und nach einigen Stunden verſchieden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Politiſche Wochenſchau.
— Bulgarien hatte namens der Verbündeten in dieſer
Woche ſeine Bereitwilligkeit erklärt, auf Erſuchen der
Pforte, in Verhandlungen wegen eines
Waffenſtill=
ſtandes einzutreten. Die Balkanſtaaten ſtellten als
Be=
dingungen für den Waſſenſtillſtand und den
Friedens=
ſchluß den Verzicht auf die ganze europäiſche Türkei mit
Ausnahme von Konſtantinopel. Da die Türkei
ſelbſtver=
ſtändlich auf dieſe Bedingungen nicht eingehen kann,
er=
teilte ſie die Weiſung, den Krieg fortzuſetzen, bis
annehmbarere Bedingungen geſtellt würden. Vielleicht
haben die Balkanſtgaten die Bedingungen vorläufig etwas
höher bemeſſen, um dann einiges abhandeln laſſen zu
kön=
nen; man könnte es freudig begrüßen, wenn dem ſo wäre.
(Es iſt an der Zeit, daß dieſem Ringen ein Ende gemacht
wird, denn je länger der Kriegszuſtand dauert, um ſo
leichter können Komplikationen eintreten. Schon das
übermütige Verhalten Serbiens zeigt zur Genüge.
wie jeicht der Balkankrieg ſchwere Verwickelungen nach
ſich ziehen kann, wenn nicht der redliche Wille vorhanden
iſt, ſolche zu vermeiden. Es ſcheint aber jetzt, als ob die
ſerbiſchen Machthaber einlenken wollen, da ſie ſehen
müſ=
ſen, daß ihnen von keiner Seite Unterſtützung zuteil wird.
Auch von Petersburg aus hat man ſehr deutlich
abge=
winkt, und ſo wird ſich Serbien mit einigen Konzeſſionen
begnügen, zumal Albanien unter der Oberhoheit des
Sultans ein autonomer Staat werden ſoll. Wie die
Ser=
ben mit dem Feuer ſpielen, hat ihr Auftreten in Prizrend
bewieſen, wo dem öſterreichiſchen Konſul wider alles
Völkerrecht übel mitgeſpielt wurde In Wien ſtieg die
Ertegung auf den Siedegrad. Graf Verchtold war aber
ſo klug, nicht auf den Leim zu gehen; er hielt in der
Dele=
gation eine Rede die einen durchaus friedlichen Geiſt
ſatmete. Das war die vornehmſte Antwort, die den
ſerbi=
iſchen Maulhelden erteilt werden konnte, und die
Herr=
ſchaften in Belgrad gaben ſchließlich klein bei. Der
Vor=
fall zeiat aber, wie leicht ein Funke in das balkaniſche
Pulverfaß fliegen und es zur Exploſion bringen kann.
Die Dreibundmächte, und namentlich Italien, haben eine
lloyale Politik bewieſen, die am Tiber nicht immer
wahr=
zunehmen geweſen iſt; und gerade auf Italien hatten
wohl die Balkanſtgaten gerechnet. In dieſen Tagen trifft
der öſterreichiſche Thronfolger mit dem deutſchen Kaiſer
zuſammen; es liegt auf der Hand, daß bei dieſer
Gelegen=
heit wichtige Beſprechungen über die geſamte Weltlage
ſtattfinden.
In den verſchiedenſten Städten des In= und
Aus=
landes waren am Sonntag von der Sozialdemokratie
Demrnſtrationsverſammlungen gegen den Balkankrieg
einberufen worden. Daß derartige Verſammlungen mit
ihren langen Reden irgend welchen Einfluß auf die
Ge=
ſtaltung der Dinge haben können, wird niemand
behaup=
ten wollen, und ſie ſind am letzten Ende wohl auch gar
nicht zu dem Zwecke unternommen; ſie ſollen in der
Haupt=
ſache agitatoriſchen Wert für die Welt beſitzen. So hatten
ſich die Berliner Sozialiſten den Genoſſen Jaures und
andere Redner aus dem Auslande verſchrieben. In Paris
ſprach der ehemalige ſozialdemokratiſche Vizepräſident
des Reichstages, Herr Scheidemann, der nach Berichten
von dort in ſeiner Rede geſagt haben ſoll. die deutſchen
Sozialiſten würden auf ihre Franzoſenbrüder nicht
ſchießen. Dieſe Worte haben in Deutſchland das
lebhaf=
teſte Befremden erregt. zumal andere ſozialiſtiſche Führer
ausdrücklich erklärt haben, daß auch der Sozialdemokrat
bei einem eventuellen Krieg die Flinte auf den Buckel
nehmen und ſeine Pflicht tun würde. Verſchiedentlich
werden die Vorte Scheidemanns als Hochverrat
hinge=
ſtellt, und man verlangt in heftigen Artikeln, den Genoſſen
deswegen vor Gericht zu ſtellen. Ob dem entſprochen
werden wird, ſteht dahin. Im übrigen tragen die
bürger=
lichen Mitläufer, die bei den Reichstagswahlen den
So=
zialdemokraten den Rücken geſtärkt und 110 Abgeordnete
in den Reichstag geſchickt haben, viel mehr Schuld daran,
wenn die Sozialdemokratie jetzt auf ihren Einfluß und
auf ihre Macht pocht und ſich überhebt. Der deutſche Phi=
liſter wird auch nicht eher klug werden, als bis es ihm
ſelbſt an den Kragen geht.
Der Reichstag wird ſich in der nächſten Woche
nach mehrmonatiger Pauſe wieder verſammeln. Große
Vorlagen ſtehen diesmal nicht an, außer dem Etat, der
der Volksvertretung bald vorgelegt werden wird. Man
wird wohl auch die erſte Gelegenheit ergreifen, um eine
Debatte über die Weltlage herbeizuführen, wobei man
wohl von Herrn von Bethmann Hollweg Einiges hören
wird. Es iſt an der Zeit, daß unſere leitenden Stellen
in einer ſo ſchweren Zeit das Wort ergreifen, um die
Stel=
lung Deutſchlands nach außen hin kund zu tun.
Die europäiſchen Staaten werden faſt
gänz=
lich von den Balkanwirren in Anſpruch genommen; man
hat ſelbſt für wichtige innervolitiſche Vorgänge wenig
übrig. Die Miniſterkriſe in England iſt beute ſchon
völlig wieder in Vergeſſenheit geraten, während ſonſt der
Vorfall im Parlament den Sturz des Kabinetts
herbei=
geführt hätte. Herr Asquith hat ein die erſte Abſtimmung
korrigierendes Vertrauensvotum erhalten. Am wenigſten
berührt werden von der internationalen Kriſis die
Ver=
einigten Staaten von Nordamerika, wo man
freilich Aufregung genug hinter ſich hat. Der Wahlkampf
hat ausgetobt und Herr Wilſon bereitet ſich vor, ſein
ſchweres und verantwortungsvolles Amt anzutreten. Nach
den mehrfach gemachten Erfahrungen kann mit
ziem=
licher Sicherheit angenommen werden, daß ſein
Amtsan=
tritt wichtige Veränderungen der geſamten
Wirtſchafts=
politik Nordamerikas bringen wird. Wahrſcheinlich wird
der Kongreß zu einer außerordentlichen Seſſion
einbe=
ruſen werden, um eine Tarifreform entgegenzunehmen.
Eine derartige Wendung kann von uns in Deutſchland nür
begrüßt werden, denn ſicherlich wird ſie uns manches
bringen, wenn der bedentende Hochſchutzoll mit allen
ſeinen Repreſſalien für deutſche Erzeugniſſe eine
Ermäßig=
ung erfahren wird. Vielleicht wird Herr Wilſon auch
daran denken, endlich den Handelsbeziehungen zwiſchen
Deutſchland und Nordamerika eine Geſtaltung zu geben,
die für beide Seiten ſegensreich wirken würde.
Die Vergrößerung der franzöſiſchen Flotte.
** Aus Paris, 20. November, wird uns
geſchrie=
ben: Nach dem Flottenprogramm der
Regie=
rung ſoll der Beſtand an Kriegsſchiffen nicht eine
Ver=
mehrung, ſondern eine Verminderung erfahren, wobei
allerdings die Stärke der verſchiedenen Einheiten
ver=
größert, d. h. den heutigen Anforderungen mehr angepaßt
werden ſoll. Das erregt in fachmänniſchen Kreiſen große
Entrüſtung, die in einem Antrage zum Ausdruck kam,
den der frühere Marineminiſter, der Abgeordnete de
La=
neſſan, eingebracht hat. Nach ſeinen Ausführungen
wurde in 1899 die Zahl der Linienſchiffe auf 28 und die
der Panzerkreuzer auf 24 beſtimmt, ein Programm, an
deſſen Ausführung er ſelbſt als Marineminiſter tätigen
Anteil nahm. Im Jahre 1906 entſchied der Oberſte
Marinerat, daß die Flotte 38 Linienſchiffe und 36
Panzer=
kreuzer haben ſoll, ja ſchon zwei Jahre ſpäter kam
die=
ſelbe Behörde zu dem Entſchluß, die Zahl der
Linien=
ſchiffe auf 45 zu erhöhen. Nach dem vorliegenden Plan
für 1912 ſind jedoch nur 28 Linienſchiffe und 10 ſchnelle
Kreuzer vorgeſehen. Der Antragſteller führt dann weiter
aus, daß das zweifellos ein weſentlicher Rückgang ſei, der
um ſo bedeutungsvoller wäre, als alle anderen Nationen
ihre Flotte vermehrt hätten. Deutſchland habe ſeinen
Schiffsbeſtand ſeit jener Zeit (1899?) um das vierfache
vergrößert, Italien und Oeſterreich arbeiten mit voller
Kraft an der Stärkung ihrer Seemacht, ſodaß ſie zuſammen
der franzöſiſchen überlegen ſind, reſp. in Kürze ſein werden.
Was indes Deutſchland betreffe, ſo kann Frankreich gar
nicht daran denken, ſich mit ihm auf einen Kampf zur
See einzulaſſen. Nach den Ermittelungen von de Laneſſan
ſoll die franzöſiſche Flotte am 1. Januar 1917 11 Ueber=
und 9 Dreadnoughts beſitzen, denen dann Deutſchland
32 Linienſchiffe, unter denen ſich 17 Dreadnoughts
befin=
den werden, entgegenſetzen kann, und Italien und
Oeſter=
reich werden dann vereint über 12 Dreadnoughts und 15
Linienſchiffe verfügen. Die Republik müſſe daher bis 1920
mindeſtens 8 Schiffe fertig haben, die den ſtärkſten und
modernſten Typen, wenn auch nicht überlegen, ſo doch
min=
deſtens gleichwertig ſind. Dazu wären Frankreichs
Werf=
ten wohl in der Lage, wie denn überhaupt eigentlich zwei
ſtarke Flotten herzuſtellen wären, was der ſtrategiſchen
Lage entſpräche.
Die Preſſe aller Schattierungen iſt in ihrem Lobe
des Antrages einig, wozu wohl am meiſten der Hinweis
auf Deutſchland beigetragen hat. Man kann daher auch
mit Beſtimmtheit annehmen, daß der Plan, die
fran=
zöſiſche Flotte erheblich zu verſtärken, Annahme finden
wird.
Deutſches Reich.
Der Bundesrat will noch einmal am
Sams=
tag und allenfalls am Dienstag nächſter Woche Sitzungen
abhalten, um vor dem Zuſammentritt des Reichstages
verſchiedene Angelegenheiten zu erledigen.
— Die Beſitzſteuerfrage. In der
Plenar=
ſitzung des Bundesrates wurde der Reſt des Etats und
das Etatsgeſetz verabſchiedet. Der Etat wird jetzt in
Druck gelegt. Die Denkſchrift des Reichsſchatzamtes zur
Beſitzſteuerfrage iſt fertiggeſtellt und wird jetzt den
ver=
bündeten Regierungen übermittelt. Die Denkſchrift iſt
ſehr umfangreich und erörtert alle Möglichkeiten, die zu
einer Löſung der Beſitzſteuerfrage führen könnten. Das
Reichsſchatzamt ſelbſt nimmt zu keiner der beſprochenen
Löſungsmöglichkeiten Stellung, beſchränkt ſich vielmehr
darauf, den verbündeten Regierungen die verſchiedenen
Wege zu bezeichnen, die in der Beſitzſteuerfrage gangbar
ſind. U. a. finden auch die bekannten Vorſchläge des Abg.
v. Dewitz eingehende Würdigung. Die Denkſchrift wird
im preußiſchen Staatsminiſterium zur Beſprechung
ge=
langen und erſt dann wird der Reichskanzler mit dem
An=
trage Preußens vor den Bundesrat treten. Die
Beſpre=
chungen der leitenden Miniſter der Bundesſtaaten über die
Beſitzſteuerfrage dürften vorausſichtlich erſt kurz vor
Weih=
nachten erfolgen.
— Die chriſtlichen Gewerkſchaften zur
päpſtlichen Enzyklika. Am Donnerstag tagte in
Köln in achtſtündiger Sitzung der Ausſchuß des
Geſamt=
verbandes der chriſtlichen Gewerkſchaften Deutſchlands, um
zu der Lage, wie ſie durch diespäpſtliche Enzyklika
gewor=
den iſt, Stellung zu nehmen. Der Ausſchuß beſchloß,
zur Klärung und zum Abſchluß der Angelegenheit einen
außerordentlichen Gewerkſchaftskongreß einzuberufen,
und zwar für Dienstag, den 26. November, vormittags
10 Uhr, nach Eſſen im Städtiſchen Saalbau. Der
Aus=
ſchuß des Geſamtverbandes der chriſtlichen Gewerkſchaften
iſt ein aus etwa 40 Arbeiterführern beſtehendes Gremium,
in dem alle angeſchloſſenen Verbände durch ihre
Vor=
ſitzenden und Redakteure vertreten ſind. Im Ausſchuß
herrſchte über die Abſicht, einen Kongreß abzuhalten, wie
auch über die Beurteilung der Lage vollkommene
Ueber=
einſtimmung.
— Die elſaß=lothringiſche
Beſoldungs=
ordnung. Zu Beginn der Sitzung der
Budgetkom=
miſſion am Donnerstag gab Staatsſekretär Zorn v.
Bu=
lach zu der jüngſt in der Kommiſſion erfolgten, zum Teil
bedeutenden, Herabſetzung der Gehälter der oberſten
Regie=
rungsſtellen im Namen der Regierung folgende „
Erklä=
rung ab:
Zu den von der Budgetkommiſſion in der letzten
Sitzung gefaßten Beſchlüſſen über den Entwurf ſeiner
Beſoldungsordnung erklärt die Regierung, daß ſie die
wohlwollende Abſicht, die die Kommiſſion bei der
Er=
höhung der Gehälter eines Teils der unteren und
mitt=
leren Beamten, ſowie der Lehrer geleitet hat, nicht nur
anerkennt, ſondern auch teilt. Sie iſt daher bereit, die
gegen dieſe Erhöhung beſtehenden Bedenken, die
eines=
teils finanzieller Natur ſind, andernteils das gegenſeitige
Verhältnis der einzelnen Beamtenklaſſen und deren
Ab=
ſtufungen berühren, vorbehaltlich einzelner, noch
beſon=
ders zu erörternder Punkte zurücktreten zu laſſen Wenn
aber die Regierung dieſe Bedenken fallen läßt, und wenn
ſie ferner bereit iſt, der in der Kommiſſion angeregten
Auf=
beſſerung der Gehälter der Geiſtlichen ſchon jetzt näher zu
treten, ſo muß ſie darauf beſtehen, daß auch eine
ange=
meſſene Erhöhung in den Gehältern der höheren Beamten
eintritt, die von den Teuerungsverhältniſſen der
Gegen=
wart nicht weniger betroffen worden wie die obigen
Be=
amtenklaſſen. Die Regierung hält deshalb die Vorſchläge
der ein zuſammenhängendes Ganze bildenden Vorlage
auch hinſichtlich der höheren Beamten nach wie vor für
nerechtfertigt und voll bearündet. Um aber das
Zuſtande=
kommen der neuen Beſoldungsordnung, auf das die
Re=
gierung ſowohl im ſtaatlichen Intereſſe wie in dem aller
daran beteiligten Beamtenklaſſen den größten Wert legt.
nicht durch einſeitiges Feſthalten an allen ihren
Vor=
ſchlägen zu gefährden, glaubt ſie der Kommiſſion die
äußerſte Grenze derienigen Gehaltsſätze bezeichnen zu
ſollen, auf die ſie zur Erzielung einer Verſtändigung
allen=
falls noch herabgeben könnte ohne die Erhaltung eines
tüchtigen Beamtenſtandes in Frage zu ſtellen. Eine
Min=
derung von Gehältern der Beamten gegenüber ihren
heu=
tigen Bezügen muß die Regierung ablehnen: ſie muß dies
auch bei den Gehältern der oberſten Regierungsſtellen
ohne Rückſicht darauf, daß deren gegenwärtige Inhaber
von einer Kürzung nicht betroken werden würden. An
dieſer Stellungnahme muß ſie aus grundſätzlichen Erwäs
gungen feſthalten, weil eine ſolche Kürzung eine ſoziale.
Hergbſetzung der hohen Beamten des Landes bedeuten
und dadurch mittelbar auch zu einer Beeinträchtigung
des Anſehens der Staatsverwaltung führen würde.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
— Landtagsſchluß in Baden. Nach dem
üblichen Austauſch von Dankesbezeugungen zwiſchen
Präſidenten und Fraktionen des badiſchen Landtags
trennten ſich die Mitglieder ſang= und klanglos, ohne
Thronrede und ohne den ſonſt üblichen Dank des
Landes=
herrn für die vierjährige treu geleiſtete Arbeit.
Anfäng=
lich war man geneigt, die auf dem Verordnungsweg
er=
folgende Schließung des Landtags in Verbindung mit
der Erkrankung des Großherzogs zu bringen. Da aber
der Großherzog völlig hergeſtellt und nach Karlsruhe
zurückgekehe iſt, dürfte dieſe Vermutung unzutreffend
ſein. In eingeweihten Kreiſen glaubt man vielmehr, daß
die formloſe Verabſchiedung der Volksvertreter auf die
immer noch nachwirkende Verſtimmung der Regierung
über einzelne Vorkommniſſe der letzten Monate, beſonders
über die Ablehnung der im Voranſchlag angeforderten
Mittel für die Münchener Geſandtſchaft, zurückzuführen
iſt. Anſcheinend will der Staatsminiſter v. Duſch noch
deutlicher als bisher zum Ausdruck bringen, daß er mit
dem Großblock in der Zweiten Kammer und damit auch
mit den Nationalliberalen, die vielleicht bei den
nächſt=
jährigen Landtagswahlen wiederum das
Stichwahl=
abkommen mit den Sozialdemokraten wiederholen, nicht
das geringſte zu tun haben will.
— Die württembergiſchen
Landtags=
ſtichwahlen. Die der Deutſchen Partei naheſtehende
Württembergiſche Preſſekorreſpondenz gibt folgende
Mel=
dung aus: „Bei den Nachwahlen zum württembergiſchen
Landtag zeigt ſich, daß die Fortſchrittliche Volkspartei
geneigt ſcheint, mit der Sozialdemokratie
zuſammenzu=
gehen. Die nationalliberale Partei wird dagegen an
ihrem früheren Standpunkt der Ablehnung einer Groß= unbedingt feſthalten.”
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Eine Kundgebung in der ungariſchen
Delegation zugunſten des Dreibundes.
Die ungariſche Delegation nahm das Marine= und
Heeres=
budget an. Im Laufe der Debatte erklärte Delegierter
Okolicsanyi:
Die Ausgeſtaltung unſerer Flotte iſt nicht nur
not=
wendig im Intereſſe unſerer eigenen Machtſtellung,
ſon=
dern weil auch unſere Bundesgenoſſen, auf deren
Unter=
ſtützung wir bei der Verteidigung unſerer Intereſſen
rech=
nen können, gleiches von uns erwarten. Das
Bundes=
verhältnis zwiſchen uns und Italien iſt ein jedes
Miß=
trauen ausſchließendes, freundſchaftliches Verhältnis, das
rht nur auf der Harmonie der Intereſſen, ſondern auch.
auf der gegenſeitigen Sympathie der Nationen baſiert,
ſo daß Italien keinerlei Grund hat, eiferſüchtig oder
miß=
trauiſch zu ſein, wenn wir für die Entwicklung unſerer
Flotte das tun, was wir unſerer Großmachtſtellung und
den Intereſſen unſerer Verbündeten ſchuldig ſind. Der
Dreibund iſt eine ſichere Grundlage der Ruhe und des
Friedens für Europa. An dieſem Bündniſſe halten wir
Ungarn mit einer durch Erfahrungen gekräftigten
Ueber=
zeugung, mit Wärme und Hingebung feſt. Eben deshalb
können wir auch die in der öſterreichiſchen Delegation
gegen den Dreibund, insbeſondere gegen unſeren
mäch=
tigſten, verläßlichſten und langerprobten Bundesgenoſſen,
gegen das Deutſche Reich, erhobenen Vorwürfe nicht
un=
berührt laſſen. Jedermann weiß, daß dieſe Ausfälle weder
in Oeſterreich noch in Ungarn Widerhall finden. Da ſie
aber erklungen ſind, muß man in der ungariſchen
Dele=
gation dem offen Ausdruck verleihen, daß wir Ungarn
mit jener Auffaſſung in keiner Weiſe ſympathiſieren, weil
wir unerſchütterliche und entſchiedene Anhänger des
Drei=
bundes ſind. Eben darum müſſen wir in jeder Weiſe
be=
müht ſein, unſere Machtſtellung zu erhöhen und die
nötigen Opfer bringen, welche in der internationalen
Poſition der Monarchie erhöhtes Anſehen in der
Gegen=
wart finden.
Italien.
Wechfel auf dem deutſchen
Botſchafter=
poſten. Dem italieniſchen Botſchafter in Berlin, Panſa
iſt, wie gemeldet, nach amtlicher Meldung aus Rom auf
ſein Erſuchen der Abſchied bewilligt worden. Die
Regie=
rung drückte ihm bei dieſem Anlaß ihre höchſte
Zufrieden=
heit für ſeine langjährigen ehrenvollen Dienſte aus. Der
Generalſekretär des Miniſteriums des Aeußern, Bollati,
iſt zum Botſchafter in Berlin ernannt worden. Der
Be=
vollmächtigte Geſandte de Martino wurde zum
General=
ſekretär im Miniſterium des Aeußern ernannt.
Die Nachricht, daß der italieniſche Botſchafter Panſa
von ſeinem Poſten, den er ſeit Anfang 1907 innehatte,
zurücktritt, bringt inſofern keine Neuigkeit, als der
ver=
diente Diplomat bereits im letzten Frühjahre die Abſicht
des Rücktritts geäußert hat. Der ſcheidende Staatsmann,
der im 68. Lebensjahre ſteht, und ſeit 1865 dem
diplo=
matiſchen Dienſte ſeines Landes angehört, hat ſich mit
Hingebung und Erfolg der Pflege der guten Beziehungen
innerhalb des Dreibundes gewidmet, und man darf wohl
ſagen, daß er viel dazu beigetragen hat, daß von jenen
Verſtimmungen, wie ſie zu Beginn des Tripoliskrieges
manchmal in der Preſſe Ausdruck fanden, nichts mehr
wahrzunehmen iſt. Der Botſchafter gedenkt, ſich nach
ſeinem Rücktritt der Bewirtſchaftung ſeiner Güter zu
wid=
men. Der neue Berliner Vertreter Italiens, der bisherige
Generalſekretär im Miniſterium des Auswärtigen, Bollati,
iſt 1858 in Novara geboren, arbeitete ſeit 1880, erſt als
Geſandtſchaftsattaché dann als Botſchaftsrat, in Paris,
Berlin, Bukareſt, Liſſabon und Konſtantinopel, wo er 1895
die Geſchäfte der Botſchaft führte, war von 1896 bis 1898
Geſchäftsträger in Belgrad, bis 1901 Geſandter in Cetinje,
bis 1904 Geſandter in Athen, wurde darauf zunächſt
pro=
viſoriſch Kabinettschef Tittonis und 1907 endgültig
Ge=
neralſekretär im Auswärtigen Amt.
Miniſterium der Kolonien. Der König
unterzeichnete ein Dekret, durch das ein Miniſterium für
die Kolonien eingerichtet wird. Der Deputierte Pietro
Bertolini iſt zum Kolonialminiſter ernannt worden. Dem
Kolonialminiſterium werden Tripolis, die Cyrenaika,
Erythräa, Italieniſch=Somaliland und die Protektorate
von Nord=Somaliland unterſtehen.
Frankreich.
Der Wahlreform=Entwurf.
Miniſter=
präſident Poincaré gab vor dem Wahlreformausſchuß des
Senats über den von der Kammer angenommenen
Ver=
hältniswahlgeſetzentwurf eine längere Darlegung, welche
in folgender Erklärung gipfelte: Wenn der Ausſchuß an
dem Regierungsentwurf allzu einſchneidende
Veränderun=
gen vornehmen ſollte, dann werde das Plenum des Senats
das entſcheidende Wort zu ſprechen haben. Die Regierung
werde die weſentlichen Grundſätze des Entwurfs
ver=
teidigen und ſich bemühen, für dieſelben eine möglichſt
große Zahl von republikaniſchen Senatoren zu gewinnen.
Wenn dies jedoch entgegen ihrer Hoffnung nicht gelingen
ſollte, dann werde ſie die vor dem Parlament
eingegan=
genen Verpflichtungen zu halten wiſſen.
England.
Das rätſelhafte Luftſchiff. Der Unioniſt
W. Jonyſon Hicks wiederholte im Unterhauſe ſeine Frage
ob am Abend des 14. Oktober ein Zeppelin=Luftſchiff über
Sheerneß geflogen iſt. Der Marineminiſter Churchill
erwiderte, er habe Nachforſchungen anſtellen laſſen und in
Erfahrung gebracht, daß am 14. Oktober, ungefähr um
7 Uhr abends, ein unbekanntes Luftfahrzeug über
Sheer=
neß gehört worden ſei. Man habe nahe bei Eaſtchurch
ein Leuchtfeuer aufflammen laſſen, doch ſei das Fahrzeug
nicht dort gelandet. Es waren keinerlei Merkmale
vor=
handen, die auf die Nationalität des Fahrzeuges hätten
ſchließen laſſen können.
Spanien.
Die Ermordung Canalejas? und die
Kammer. In der Kammer begründete der
Traditio=
naliſt Sonanto die Interpellation über die Ermordung
des Miniſterpräſidenten Canalejas und forderte die
Re=
gierung auf, die anarchiſtiſchen Verbrechen energiſch zu
unterdrücken, Er glaube, der Mord ſei auf einen
politi=
ſchen Feldzug zurückzuführen, in dem ein Ausländer der
Anführer war. Hier im Parlament ſeien Abgeordnete, die
von der öffentlichen Meinung als moraliſch
verantwort=
lich für die Tat bezeichnet werden. Miniſterpräſident
Romanones erwiderte, die Regierung werde alle gefetzlichen
Mittel anwenden, um die Wiederkehr ſolcher Mordtaten
zu verhüten. Es ſei unnötig, zu Ausnahmemaßregeln zu
greifen. — Der Deputierte Sonanto verlangte darauf
Maßnahmen gegen die Deputierten, die ſolche
Mordan=
ſchläge billigten. Die Anarchiſten ſeien offenſichtlich
organi=
ſiert. Romanones antwortete, die Regierung werde nicht
ungeſetzlich handeln. Alsdann erhob ſich unter großer
Bewegung des Hauſes Pablo Igleſias, auf den die
Be=
ſchuldigungen Sonantos perſönlich gemünzt waren. Er
erklärte, die Konſervativen ſuchten die Tat, für die er nicht
verantwortlich ſei, zu einer politiſchen Waffe
umzuſchmie=
den. Er habe das Attentat gegen politiſche
Perſönlich=
keiten nie gelehrt. Sonanto zitierte darauf eine Stelle, die
dieſe Behauptung widerlegen ſollte. Pablo Igleſias
ver=
urteilte darauf den Mordanſchlag gegen Canalejas, der
ein Opfer ſeines Ehrgeizes geworden ſei. Er habe
nie=
mals einen Anſchlag gegen Canalejas oder ſeine
Partei=
gänger inſpiriert. Azkarate, der Führer der Republikaner,
erklärte, ſeine Partei verdamme den politiſchen Mord.
Miniſterpräſident Romanones ſtellte feſt, daß alle
Parteien=
einig ſeien in der Abſcheu vor der Mordtat. Die
Regie=
rung werde die Geſetze mit Nachdruck anwenden.
Rumänien.
Hebung der Geldknappheit. Die
rumä=
niſche Nationalbank hat beſchloſſen, den größeren Kreditl
inſtituten des Landes Vorſchüſſe zu bewilligen, um der
ſeit Wochen herrſchenden Geldknappheit einigermaßen
zu ſteuern. Die vorläufig in Betracht kommende Summe
wird auf 30 Millionen Francs beziffert, doch ſoll im
Be=
darfsfall für die Erhöhung des Betrages geſorgt werden.
Das Bukareſter Tageblatt fordert die ausländiſchen
Gläubiger der rumäniſchen Geſchäftswelt auf, Einſicht und
Geduld zu haben, um nicht die eigenen Intereſſen für die
Zukunft zu ſchädigen. Die Urſachen der hieſigen
Geld=
knappheit ſeien auf die Einſtellung der Getreideausfuhr
zurückzuführen. In Galatz, Braila und Konſtanza ſtehen
heute allein 60 000 Waggons zurückgebliebenen Getreides.
Der Grund der großen Aufſtapelung liegt in der
verfehl=
ten Spekulation der rumäniſchen Landwirte, die es
ver=
ſäumten, die Ware rechtzeitig abzuſtoßen, da ſie erwarteten,
durch den tripolitaniſchen Feldzug und den Balkankrieg
höhere Preiſe zu erzielen, indes wandte ſich der Konſum
infolge der guten Ernte nach Amerika.
Kanada.
Eröffnung des Parlaments. Der
Herzog=
von Connaught eröffnete am Donnerstag das kanadiſche
Parlament. Die wichtigſte Stelle der Thronrede nimmt
Bezug auf den Beſuch der kanadiſchen Miniſter in
Lon=
don. Die Verhältniſſe, die ihnen in den dortigen
Bera=
tungen erſchloſſen worden ſeien, drängten ihm die
Ueber=
zeugung auf, daß es notwendig ſei, die Seeſtreitkräfte des
Reiches ohne Verzögerung zu verſtärken. Die Regierung
hielt es für die Pflicht Kanadas, eine entſprechend
not=
wendige Beihilfe zu dieſem Schritt zu leiſten. Eine Bill
werde demgemäß eingebracht werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. November.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften folgten am Donnerstag abend 8 Uhr einer
Einladung des Generalleutnants v. Plüskow Exzellenz
zum Abendeſſen. (Darmſt. Zta.)
Prinz Heinrich von Preußen folgt heute abend
8 Uhr einer Einladung des Offizierkorps des Großh.
Ar=
tilleriekorps zum Liebesmahl im Offizierkaſino des
Re=
giments.
* Empfänge. Am Mittwoch wurde vom
Großher=
zog empfangen der Kreisvollziehungsbeamte Kammen
(nicht Dammer).
* Ordensverleihungen. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Königlich Preußiſchen
Landrat des Kreiſes Kreuznach v. Naſſe das
Ritter=
kreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen verliehen, ferner dem Kaiſerlichen Rechnungsrat
Georg Bickel in Windhuk, Deutſch=Südweſt=Afrika, die
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von
Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von Preußen,
verliehenen Kronen=Ordens 4. Klaſſe und dem Archie
tekten Franz Gebhard in München die Erlaubnis zur
Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Mai dem
König Wilhelm II. von Württemberg verliehenen
Ritter=
kreuzes 2. Klaſſe des Friedrichs=Ordens erteilt.
Die Schönheitspredigt der Infantin
Eulalia.
** Unter dem Pſeudonym einer Gräfin d’Avila
wird die ſpaniſche Infantin Eulalia in den nächſten Tagen
ein Werk erſcheinen laſſen, das den Titel führt „Für
die Frau” und ſeinem Ideengehalt nach eine
Ergänz=
ung der vor einigen Monaten erſchienenen philiſophiſchen
Betrachtungen bildet. Man erinnert ſich noch des
Kon=
fliktes, der damals zwiſchen der freigeiſtigen
Prin=
zeſſin und dem König Alfons ausbrach; der König verbot
ſeiner Tante telegraphiſch die Veröffentlichung ihres
Werkes, die Infantin Eulalia aber wies dieſes Anſinnen
zurück und ließ das Buch erſcheinen. Der Konflikt wurde
dann beigelegt, und die wiederhergeſtellten
freundſchaft=
lichen Beziehungen zwiſchen dem König und der Infantin
werden bei dem neuen Buch eine Wiederholung des
Kon=
fliktes ausſchließen.
Die Prinzeſſin predigt in ihrer Arbeit der Frau das
Evangelium der Schönheit, die Schönheit gilt ihr als
eines der erhabenſten Symbole, und damit wird es für
die Frau zu einer ſtrengen ethiſchen Pflicht, den Wunſch
zur Schönheit in ſich zu entwickeln, zu pflegen und zu
ſtärken In den Gedankengängen der Prinzeſſin
repräſen=
tiert ſich der Begriff der Schönheit als ein Spiegel der
Seele, als die naturnotwendige Aeußerung eines
harmo=
niſchen Gemütes, die aber gehegt und gepflegt werden
muß. So entwickelt ſich aus ethiſchen Betrachtungen ein
Aufruf zur Körperkultur der Frauen. „Eine häßliche,
eine ungepflegte Frau iſt ein ſchmerzvoller und
bedrücken=
der Anblick; aber das Antlitz einer ſchönen Frau weckt
Freude und ſteigert den Adel aller menſchlichen
Empfind=
ungen. Eine Frau, die der Gatte nicht freudig anblicken
kann eine Frau, die den Augen der Kinder kein
Wohl=
gefallen iſt. kurz eine Frau, die die von der Natur ihr
an=
vertraute Körperlichkeit nicht pflegt und zu verſchönern
ſucht, verletzt eine Pflicht ihres Daſeins und verzichtet auf
eine der ſchönſten Aufgaben des Geſchlechtes: einen Mit=
telpunkt der Harmonie und ein Spiegel der Schönheit zu
ſein.‟ Die Prinzeſſin führt dann aus, daß im
oberfläch=
lichen Sinne vielleicht nicht viele Frauen ſchön ſeien, aber
im tieferen ſind auch nur ſehr wenige häßlich.” „Seitdem
wir die alten Vorurteile abgeſtreift haben, die uns unſere
körperliche Hülle als etwas Staubgeborenes und
Unwich=
tiges darſtellten, haben alle echten Frauen es ſtets bewußt
oder inſtinktiv als Pflicht und Notwendigkeit betrachtet,
ihren Körper zu pflegen und ihre Schönheit zu hüten.
Das Reich der Häßlichkeit iſt kleiner geworden. Die Frau
von heute kann, welcher Geſellſchaftsſchicht ſie auch
ange=
hört, durch körperliche Bewegung eine freie und
harmo=
niſche Entwicklung ihres Körpers ermöglichen, kann durch
Hygiene die Friſche ihres Ausſehens erhalten, kann die
Schmiegſamkeit ihrer Muskeln ſteigern und kann durch
Pflege ihrer Hände, ihres Haares und ihrer Zähne die
Häßlichkeiten in die Flucht ſchlagen.‟ Denn Häßlichkeit
iſt im Grunde nur eine Trägheit, wie die Schönheit im
Gegenſatz dazu nichts rein Aeußerliches iſt, ſondern nur
ein Produkt und eine Ausſtrahlung innerer Harmonie
Eine Frau iſt nicht an ſich ſchön, ſie wird erſt durch den
har=
moniſchen Ausdruck ihres Weſens ſchön. Schönheit iſt ein
Symbol und zugleich ein Symptom. „Der harte
Mund=
winkel der neidiſchen Frau, die herben Stirnfalten der
Eiferſüchtigen, die zuſammengeballten Brauen der
Miß=
launigen, die zuſammengepreßten Lippen der Ungütigen,
die Grimaſſen der Launiſchen und Nervöſen, das künſtliche
Lächeln der Kokette, der lauernde Blick der Unaufrichtigen,
die tieriſche Entſtellung des ſchönſten Geſichts durch Haß
oder Zorn: das alles ſind Symptome, wie das friſche
Lächeln der geiſtreichen Frau. Schönheit iſt nur die
Aus=
ſtrahlung einer Seele, die gut und tief iſt.”
Die Infantin wendet ſich gegen Nietzſche, der
In=
telligenz als ein Privileg der häßlichen Frau anſprach,
und ſtellt dieſer „Läſterung” den Glauben entgegen:
„Wahre Schönheit entſpringt aus den tiefſten Wurzeln
des Seins und iſt ſo natürlich Eigentum des Beſitzers, wie
die Farbe zu einer Blume gehört.”
Puppen=Ansſtellung im Gewerbemuſeum.
Die angekündigte Puppen=Ausſtellung wird nun am
nächſten Sonntag, den 24. November, vormittags 11 Uhr,
für den allgemeinen Beſuch eröffnet werden. Die
Aus=
ſtellung gibt eine Gegenüberſtellung der neueren Verſuche,
die Puppe und das Kinderſpielzeug künſtleriſch zu
be=
leben, mit einer großen Zahl alter Puppen und
Spiel=
ſachen aller Art, vom 16. bis in die Mitte des 19.
Jahr=
hunderts. Das Zuſtandekommen dieſer hiſtoriſchen
Gruppe verdanken wir den Kunſt= und hiſtoriſchen
Samm=
lungen des Großh. Landesmuſeums dem Städtiſchen.
hiſtoriſchen Muſeum zu Frankfurt a. M., vor allem aber
den zahlreichen Privaten Darmſtadts, die in Kiſten und
Kammern nach altem Spielzeug ſuchten und ihren Beſitz
in liebenswürdigſter Weiſe der Ausſtellung zur Verfügung
ſtellten. Auf dieſe Weiſe konnte im Gewerbemuſeum eine
Sammlung alter Spielſachen vereinigt werden, die nach
manchen Seiten hin Anregung zu bieten vermag — und
zwar nicht nur Kindern. — Es handelt ſich bei dieſen alten
Spielſachen durchaus nicht immer um Kunſtwerke;
aber=
wir finden bei ihnen das, was wir an allem ſchätzen, das
uns frühere Zeiten hinterlaſſen haben, an Hausrat,
Möbeln, Geſchirr uſw.: die Gediegenheit der Arbeit, die
Güte des Materials, den ſicheren Geſchmack. Da ſind
Puppengeſchirre aus Zinn, aus Fayence, aus
Steingut, aus Porzellan, die in derſelben Technik und in
demſelben Material wie die im Haushalt gebräuchlichen
Gegenſtände hergeſtellt ſind; und bei den Fayencekrügen
und — Terrinen vermag der Kenner aus der Art der
Glaſur und der Dekoration zu erkennen, ob ſie
Nürn=
herger oder Hanauer oder anderes Fabrikat ſind. Es gibt
Kuchenformen Keſſel und Kannen aus
Kup=
fer und Meſſina, die vom Kupferſchmied getrieben, kleine
Rechauds Pfannenhalter und Roſte, die vom
Schmied in Eifen geſchmiedet, Möbel die vom Schreiner
als genaue Verkleinerungen großer Möbel angefertigt
ſind. Es ſcheint, als ob damals der moderne Grundſatz
ganz allgemein anerkannt geweſen ſei, daß für has Hind
* Danktelegramm des Großherzogspaares. Auf die
Ihren Königl. Hoheiten dem Großherzog und der
Groß=
herzogin zum Geburtstage des Prinzen Ludwig von
dem Oberbürgermeiſter namens der Stadt Darmſtadt
übermittelten Glückwünſche iſt nachſtehendes
Danktele=
gramm eingetroffen: „Der Stadt Darmſtadt ſagen die
Großherzogin und ich für die treuen Glückwünſche zum
Geburtstag des Prinzen Ludwig herzlichen Dank.”
* Erteilt wurde durch Entſchliezung Großh.
Mi=
niſteriums des Innern dem mit Wirkung vom 1. Oktober
1912 an wieder in den Dienſt der
Landesverſicherungs=
anſtalt zurückgekehrten Schiedsgerichtsſekretär Philipp
Scherf in Darmſtadt auf Grund des § 22 der
Bekannt=
machung vom 21. Dezember 1911 (Reg.=Bl. S. 595) die
Genehmigung, die amtliche Benennung „Reviſor” zu
führen.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Otto Koch aus Rodheim, Kreis Gießen, eine
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Gras=Ellenbach, Kreis
Heppenheim.
* In den Ruheſtand verſetzt wurden in der
Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft der
Bahnſteig=
ſchaffner Johannes Winter zu Darmſtadt, ſowie die
Weichenſteller Jakob Freund zu Kranichſtein und
Johann Zolle zu Mainz, ſämtlich vom 1. Januar
1913 an.
Kommandos zur Kriegsakademie. Von der
Großh. Heſſ. (25.) Diviſion ſind zurzeit nachſtehende
Oberleutnants und Leutnants zu den verſchiedenen
Lehrſtufen der Kriegsakademie in Berlin
kom=
mandiert: Zur Lehrſtufe III vom 1. Oktober 1910 bis
Ende Juli 1913: die Oberleutnants Sander vom Inf.=
Regt. Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Oertel und Kutzel
vom Inf.=Leib=Regt. Großherzogin Nr. 117 und von
Küchler vom Großh. Artilleriekorps Nr. 25; zur
Lehrſtufe II vom 1. Oktober 1911 bis Ende Juli 1914:
Leutnant von Stülpnagel vom Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115, ſowie die Oberleutnants Herſing vom
Inf.=Regt. Nr. 117 und v. Ilſemann vom
Artillerie=
korps Nr. 25; zur Lehrſtufe I vom 1. Oktober 1912
bis Ende Juli 1915: die Leutnants Hartmann
igen. Schulte vom Inf.=Regt. Nr. 117, Gall
vom Inf.=Regt. Prinz Carl Nr. 118 und von
Boetticher vom Leib=Dragoner=Regt. Nr. 24, ſowie
die Oberleutnants von Kleinſchmit vom
Artillerie=
korps Nr. 25, Freſenius und Baur=Betaz vom
Inf.=Regt. Nr. 118.
g. Strafkammer. Der Oberlehrer Profeſſor
Woll=
weber von Gernsheim verfolgt Berufung gegen einen
Strafbefehl von 2 Mark, den er wegen Nichtimpfenlaſſen
ſeiner Kinder erhalten hatte. Der Angeklagte beſitzt drei
Kinder, von denen das älteſte bereits 12 Jahre alt iſt.
Alle drei ſind mehrmals auf Grund privatärztlicher
Zeug=
niſſe von der Impfung befreit worden. Der Angeklagte
ſtand bereits 1911 zur Verantwortung wegen dieſer
Unter=
laſſung vor dem Gericht, wurde aber damals freigeſprochen,
da die erforderliche Friſt ſeit der letzten Aufforderung nicht
eingehalten war. In dieſem Jahre legte W. wiederum
ärztliche Zeugniſſe vor, nach denen ſeine Kinder nicht ohne
Gefahr für ihre Geſundheit geimpft werden könnten. Das
Kreisgeſundheitsamt Groß=Gerau ſah jedoch die
Zeug=
niſſe als nicht genügend an und ordnete deshalb die
Vor=
führung der Kinder beim Kreisarzt an. Dieſer
Auffor=
derung kam W. nicht nach und erhielt deshalb den
Straf=
befehl von 2 Mark. Das Amtsgericht hatte die Berufung
verworfen, ebenſo geſtern die hieſige Strafkammer. Nach
den heſſiſchen Inſtruktionen zum Reichsimpfgeſetz ſteht dem
Impfarzt die Entſcheidung über eine weitere Befreiung
vom Impfzwang zu, wenn das Kind mehr als zweimal
befreit wurde.
C In der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtver=
ordneten=Verſammlung wurde die Oberwaldhaus=
Wirtſchaft an die ſeitherige Pächterin, Frau Hohlfeld,
auf 6 Jahre weiter verpachtet.
D Großh. Hoftheater. Heute wird als dritte
Sonder=
vorſtellung bei aufgehobenem Abonnement Leſſings
Luſt=
ſpiel „Minna von Barnhelm oder das
Soldaten=
glück” zur Aufführung gelangen. Morgen, Sonntag, geht
als achte Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen „Des
Meeres und der Liebe Wellen” von
Grill=
parzer in Szene. Beginn 2½ Uhr. Der Vorverkauf findet
bis heute abend im Verkehrsbureau ſtatt. Am Tage der
Vorſtellung ſind eventuell noch vorhandene Plätze an der
Kaſſe des Hoftheaters erhältlich. Am Sonntag abend
dirigiert Wilhelm Kienzl ſeine Oper „Der
Evangeli=
mann‟ Dieſe Vorſtellung findet im Abonnement für
die Serie D 18 ſtatt. Am Montag iſt zur Feier des
Ge=
burtsfeſtes Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs die
Erſt=
aufführung von Webers komiſcher Oper „Die drei
Pintos” angeſetzt. Das Werk, das ſich im Nachlaß des
Freiſchütz=Komponiſten als Fragment fand, hat Guſtav
Mahler zum Bearbeiter, deſſen Vollendung der Oper das
kongeniale Erfaſſen der Intentionen des Meiſters beredt
ausſpricht. Bei uns wird das entzückende Werk unter
der muſikaliſchen Leitung von Willem de Haan, von Emil
Valdek ſzeniſch geleitet, zur Aufführung gelangen. Die
erſte Wiederholung von Gerhart Hauptmanns Drama
„Gabriel Schillings Flucht” iſt für Dienstag
vorgeſehen. Auf mehrfache Anfragen teilt die
Hoftheater=
kanzlei mit, daß zu dem bevorſtehenden Gaſtſpiel
George Baklanoffs eine Erhöhung der Preiſe nicht
eintritt, daß vielmehr die gewöhnlichen Preiſe gelten.
Lehrſtellenvermittlung im Großherzogtum Heſſen
und in der Provinz Heſſen=Naſſau. Auch in dieſem
Jahre gibt der Mitteldeutſche Arbeitsnachweisverband
ein im Monat 2—3 mal erſcheinendes
Lehrſtellenvakanzen=
blatt heraus, das die offenen Lehrſtellen und
Lehrſtellen=
ſuchenden mit genauer Adreſſe enthält und an ca. 1200
Adreſſen (Arbeitsnachweiſe, Innungen, Gewerbevereine,
Amtsgerichte, Schulen, Erziebungsanſtalten, Pfarrer)
koſtenlos verſandt wird. Adreſſen der offenen Stellen
und Lehrſtellenſuchenden ſind bei den öffentlichen
Arbeits=
nachweiſen, ſowie den Vorſitzenden der Innungen und
Gewerbevereine einzuſehen.
Ausſtellung. Man ſchreibt uns: Im Erker der
Firma Müller & Rühle iſt zurzeit eine Anzahl
Arbeiten des Berliner Radierers Erich F. Hübner
ausgeſtellt, die allgemeine Beachtung finden. Was den
Beſchauer verblüfft, iſt die Vielſeitigkeit des Künſtlers,
der wohl alle Techniken, deren es bei der Radierung
eine ganze Anzahl gibt, mit erſtaunlicher Sicherheit
be=
herrſcht, von der zarten Kaltnadelradierung angefangen
bis zum kräftig hingeſtrichenen vernis moux. Und wie
meiſterhaft ſind ſeine Akte gezeichnet! Wie wenig
iſt an den Sachen nur gezeichnet und doch welche
famoſe Körperlichkeit! Es ſind wirklich „Akte” nicht nur
„Figuren” Auch in ſeinen anderen Arbeiten faſt immer
nur Andeutungen, wenige Linien, die aber trotzdem die
Darſtellung voll erſchöpfen. Durch den flott und
ver=
blüffend ſicher hingeſetzten Strich und die raſſige Aetzung
erzielt Hübner Wirkungen, wie man ſie bei Radierungen
gewöhnt iſt; es iſt dieſelbe Wucht, der wir bei Frank
Brangwyn begegnen. Sehr reizvoll ſind auch die
farbigen Radierungen „Lampion” und „Schleierſchwänze‟,
in der weiſen Farbenbeſchränkung an japaniſche
Holz=
ſchnitte gemahnend. Gut iſt das gebrauchsgraphiſche
Werk Hübners vertreten: Exlibris, Menus und
Beſuchs=
karten liegen aus. Ueber ſeine Exlibris zu ſprechen, hieße
Eulen nach Athen tragen, ſeine Arbeiten ſind in den
Kreiſen, die ſich dafür intereſſieren, allgemein bekannt
und geſchätzt.
* Das Luftſchiff „Schütte=Lanz” ſtattete geſtern
nach=
mittag Darmſtadt einen Beſuch ab. Gegen 3 Uhr erſchien
das Luftſchiff über Darmſtadt, überflog dieſes in der
Richtung nach Frankfurt und paſſierte es abermals etwa
eine halbe Stunde ſpäter auf der Rückfahrt nach
Mann=
heim. Beim Ueberfliegen des Reſidenzſchloſſes
wurde eine Luftpoſt ausgeworfen, die in den
Schloßgraben fiel, wo ſie von der Schloßwache
aufgefun=
den und zur Weiterbeförderung gebracht wurde. Am
Hoftheater wurde eine ebenfalls vom Luftſchiff
ausgewor=
fene Rolle mit einem Gruß an den Großherzog
aufgefunden, die bei der General=Adjutantur abgeliefert
wurde. — Das Luftſchiff „Schütte=Lanz” war mittags
1,50 Uhr zu ſeiner 50. Fernfahrt, einer Fahrt nach
Darmſtadt, aufgeſtiegen. Es fuhr über Mannheim,
wo es in etwa 200 Meter Höhe mehrere elegante
Schlei=
fen ausführte, welche die Manövrierfähigkeit des „S. L. 1"
von neuem aufs glänzendſte bewieſen. An Bord des
Luftſchiffes befanden ſich Geh. Hofrat Dr. von
Oechel=
häuſer=Karlsruhe, Hauptmann von Wittich vom Speyerer
Pionier=Bataillon und als offizieller Vertreter der
preu=
ßiſchen Heeresverwaltung Hauptmann von Jena. Von
Mannheim wandte ſich das Luftſchiff nach Worms, von
wo es ſpäter die Richtung nach Darmſtadt einſchlug. Das
Luftſchiff kam gegen 4 Uhr über Mannheim wieder in
Sicht. Die Landung erfolgte um 4,45 Uhr glatt vor
der Luftſchiffhalle.
— Schülervortragsabend. Man ſchreibt uns: Am
Mittwoch, 20. November, fand, wie alljährlich, ein
Schü=
lervortragsabend der Klavierſchule Frau E.
Hoch=
ſtätter ſtatt der, wie gewöhnlich, aufs beſte verlief. Die
Zahl der Schüler hat ſich, wie aus dem reichhaltigen
Pro=
gramm erſichtlich, wieder um ein Beträchtliches vermehrt,
ein Beweis, daß die vorzügliche Lehrmethode der Frau
Hochſtätter die verdiente Anerkennung findet. Wenn man
die Mühe und Geduld in Erwägung zieht, welche die gute
Vorbereitung einer ſo ſtattlichen Schülerſchar erfordert,
muß man der verdienſtvollen Lehrerin über ihren Erfolg
vollſtes Lob zollen. Es kann nicht jeder Schüler ein Ta=
lent ſein, und doch löſten ſie alle recht gut die ihnen
ge=
ſtellte Aufgabe. Die Stücke waren nßt erleſenem
Ge=
ſchmack und muſikaliſcher Intelligenz, die für jeden das
Paſſende fand, gewählt. Frau Hochſtätter erhielt von
ihren dankbaren Schülern ein ſchönes Bild, mit Lorbeer
umwunden.
— Zu dem heutigen Burmeſter=Konzert haben der
Großherzog, die Großherzogin und Prinzeſſin Heinrich
von Preußen ihr Erſcheinen zugeſagt.
Vortrage uver Fragen religiöſer
Weltan=
ſchauung. Der erſte Vortrag: „Warum glauben wir
an einen perſönlichen Gott?” findet Dienstag, den
26. November, abends 8¼ Uhr, im Kaiſerſaal
ſtatt. Redner iſt Pfarrer Freundlieb von Vilbel.
Das Nähere iſt aus den Anzeigen zu erſehen.
Auch an dieſer Stelle ſei auf den
populär=
wiſſenſchaftlichen Vortrag hingewieſen, der
am 25. November in der St. Eliſabethkirche gehalten
wird. Herr Prof. Schwarz wird über das Thema
„Die göttliche Vorſehung” ſprechen. Die kath. Männer
und Frauen mögen zahlreich erſcheinen.
— Akademiſche Volksunterrichtskurſe (A. V. D.) Der
neueingerichtete Lichtbilderkurſus bringt als
beſon=
ders intereſſante Veranſtaltung heute abend um ½9 Uhr
in der „Stadt Pfungſtadt” Ludwigsplatz, die
Erſtvorfüh=
rung einer Aufnahmeſerie aus dem Zeppelin=
Luftſchiff „Viktoria Luiſe” auf ihrer Fahrt von
Frank=
furt bis Düſſeldorf. Um auch den Angehörigen der Hörer
dieſes Kurſes und anderen Intereſſenten die Beteiligung
an dieſem Vortrag zu ermöglichen, werden Einzelkarten
zu 10 Pfg. heute abend ausgegeben. Gleichzeitig weiſen
wir auf den 2 Leſeabend der A. V. D. hin, der
kommen=
den Montag im Reſtaurant „Treffpunkt” Gutenbergſtr. 2,
abends um ½9 Uhr, ſtattfindet.
* Johannesgemeinde. In dem liturgiſchen
Abend=
gottesdienſt, der am Sonntag um 5 Uhr in der
Jo=
hanneskirche ſtattfindet, werden u. a. folgende Chöre vom
Kirchengeſangverein der Johannesgemeinde geſungen
werden: „Der Menſch lebt und beſtehet nur eine kleine
Zeit” von Joh. Friedr Reichardt, „Es iſt nun aus mit
meinem Leben” von Joh. Seb. Bach, „Wenn ich in
Todes=
ängſten bin” von Melchior Frank, „Nicht ſo traurig, nicht
ſo ſehr” von Joh. Seb. Bach und „Unter Lilien jener
Freuden” von Friedrich Mergner.
— Deutſch=Evangeliſcher Frauenbund, Ortsgruppe
Darmſtadt. Die letzte Woche des dunklen November bringt
für die Blinden unſeres Großherzogtums zwei wichtige
Tage. Montag, 25. November, wird zur Feier des
Ge=
burtstages des Großherzogs der Neubau der
Blinden=
anſtalt in Friedberg eingeweiht und Freitag, den 29.
November, nachmittags 4 Uhr, in der Freimaurerloge,
Sandſtraße 18, veranſtaltet die Blindenfürſorge der
Orts=
gruppe einen Verkaufstag für die erwerbsfähigen Blinden
aus Darmſtadt und Umgebung. Körbe aller Art,
Puppen=
möbel, Waſchſeile, Bürſten, Strickereien, ſind ſeit
Mo=
naten von den Blinden angefertigt und harren der
Käu=
fer, auch iſt durch einen Modelltiſch Gelegenheit zu
Be=
ſtellungen gegeben. Die Freunde der Blinden werden bei
dem angeſchloſſenen Teeabend gute Muſik und auch von
den Beſtrebungen hören, welche für 64 Blinde getroffen
ſind, das Leben dieſer Lichtloſen ein wenig zu erhellen.
Eine kleine Verloſung iſt vorbereitet. Teekarten zu 50 Pfg.
ſind an der Kaſſe der Freimaurerloge zu haben.
* Frauenverein der Martinsgemeinde. Das
dies=
jährige Winterprogramm des Frauenvereins der
Martins=
gemeinde wird wiederum drei Vortragsabende umfaſſen,
von welchen der erſte Vortragsabend am Montag, den
25. November abends 8 Uhr, Im Gemeindehaus
(Mollerſtraße 23) ſtattfinden wird. Der erſte Vorſitzende
des Frauenvereins, Herr Pfarrer D. Waitz, wird hierbei
einen Vortrag mit Lichtbildern halten, über: „Das
Evangelium in Oeſterreich” (Steiermark). An dieſen
Vortrag, zu welchem auch Nichtmitglieder willkommen
ſind, ſchließt ſich die Generalverſammlung des
Frauen=
vereins mit. Jahresbericht des Vorſitzenden,
Rech=
nungsablage, Vorſtandswahl, Ausloſung von
Anteil=
ſcheinen und Anträgen.
— Der Kirchenchor St. Eliſabeth ſingt am Sonntag,
den 24. ds. Mts., gelegentlich des Patronsfeſtes
im Hochamt eine vierſtimmige Meſſe für gemiſchten Chor
(Herren und Knaben) von Piel; zum Segen Tantum ergo
von A. Grim; zum Introitus: Loquebar für Männer=
und gemiſchten Chor mit Orgel von A. Grim, und als
Offertorium: O sacrum convivium von Groiß.
* Das Doppel=Quartett Rheingold hält am morgigen
Sonntag, den 24. d. M., im Kaiſerſaale ſeine Herbſt=
Abendunterhaltung, beſtehend aus Geſangsvorträgen,
Couplets, Duetten, Theaterſtück uſw ab. Da von
ge=
nanntem Verein ſtets nur Vorzügliches geleiſtet wird,
iſt ihm ein gut beſetztes Haus zu wünſchen. (S. Anz.)
nur das Beſte gut genug ſei und man ihm nur Echtes und
Gediegenes in die Hand geben dürfe. So ſieht man, wie
die Krambuden und Putzläden aufs ſorgfältigſte hergeſtellt
ſind; beſonders der Putzladen aus Darmſtädter
Pri=
vatbeſitz iſt angefüllt mit hunderten von kleinen Sächelchen,
die im Material und in der Ausführung genaue
Ver=
kleinerungen ſind, ſodaß das Ganze, auf das eine uns ganz
fremd gewordene Geduld und Liebe verwendet iſt, das
Modell für ein Modegeſchäft der Biedermeierzeit darſtellt
und geradezu den Wert eines Dokumentes beſitzt.
Das große Puppenhaus das das Frankfurter
Städtiſche Muſeum hergeliehen hat, iſt nichts anderes als
eine Verkleinerung eines Frankfurter Patrizierhauſes:
leider fehlen die zugehörigen Zimmereinrichtungen. Das
gleiche gilt von den Puppen deren Kleider und Schuhe
mit derſelben Sorgfalt, wie die der Erwachſenen,
herge=
ſtellt wurden und bei denen der Vergleich mit den
Mode=
bildern der Zeit genau auf das Jahr ihrer Entſtehung
ſchließen läßt. Eine beſonders reiche, und liebevoll
her=
geſtellte Puppengarderobe ſtammt aus demſelben
Beſitz, wie das Puppenlädchen. Ein Paar der
Bieder=
meierzeit ſtellen die beiden kleinen, liebenswürdigen
Püppchen dar, die den damaligen Erbprinzen Ludwig
und ſeine Gemahlin vorſtellen ſollen.
Jene traurige Periode, die uns im Hausbau, in den
Möbeln und in allem Gebrauchsgerät den Verfall des
Ge=
ſſchmacks und des Sinnes für Gediegenheit gebracht hat,
macht ſich in genau derſelben Weiſe auch beim
Kinderſpiel=
zeug geltend Das Kind bekommt nichts Echtes mehr in
die Hände: das Surrogat und die Talmiware beherrſchen
auch das Spielzeug.
Mit dem Aufſchwung der gewerblichen Tätigkeit ſetzt
auch auf dieſem Gebiet langſam eine Beſſerung ein. Es
ſind, wie auf dem Gebiet des Kunſtgewerbes, Künſtler und
Künſtlerinnen, die an Altes anknüpfen und den neuen Stil
im Kinderſpielzeug bringen. Ein heſſiſcher Künſtler=
Herr Profeſſor Sutter auf Burg Breuberg, ſchnitzt
Figuren und Tiere, bemalt ſie, übt alte beinahe vergeſſene
handwerkliche Fähigkeiten und ſucht mit ſeiner Tätigkeit eine
ausgeſtorbene, einſt im Odenwald heimiſche Hausinduſtrie
wieder zum Leben zu erwecken. Einige Frauen, ſo Frau
Profeſſor Max Kruſe, deren köſtliche Puppen überall
eine Hauptanziehungspracht bilden, wo ſie ausgeſtellt
wer=
den, läßt die Kleidchen ihrer Puppen nähen und ſtricken,
wie das in früheren Zeiten geſchehen iſt, und ebenſo
ge=
ſchieht das bei den Puppen von Marion Kaulitz und
von Elſe Rehm=Vietor u. a. Die Modelle zu den
Köpfen dieſer Puppen, ja zum Teil auch die Körper, ſind
von Künſtlern modelliert. Ueberall wird das Geleckte und
Süßliche, das der meiſten Fabrikware auch heute noch
an=
haftet, vermieden. Daß dieſe Puppen verhältnismäßig
teuer ſind, iſt aus der Güte ihrer Herſtellung erklärlich; es
iſt aber auch da wie überall: das Teuere iſt ſchließlich doch
das Billige, weil es das Gute iſt.
Nicht eigentliches Kinderſpielzeug ſind die
wunder=
vollen Trachtenfiguren von Frau Betty Krieger,
deren Köpfe und Hände aus Holz geſchnitzt, und deren
Kleider genau nach den verloren gegangenen Trachten aus
echten, zum Teil alten Stoffen hergeſtellt ſind.
So ſoll die Puppen=Ausſtellung für das Gute und
Ge=
diegene wirken und zeigen, wie auch auf dieſem Gebiet
die Beſtrebungen, die das Handwerk und das
Kunſt=
gewerbe wieder belebt haben, einſetzten. Möge nun ein
reicher Beſuch und ſchließlich auch ein guter finanzieller
Erfolg zeigen, daß die Anregungen, die hier angeſtrebt
werden, auch ihre Würdigung finden.
Konzerte.
mm. Zwei bedeutende Künſtlerinnen traten am
Donnerstag abend im Richard Wagner=Verein
hier zum erſten Male vor das Konzertpublikum. Die
Violinkünſtlerin Frau Renée Chemet aus Paris und
Fräulein Germaine Schnitzer aus Wien, eine
viel=
verſprechende Pianiſtin, hatten es verſtanden, in einem
vielſeitigen und gewählten Programm ihre zahlreiche
Zu=
hörerſchaft in hohem Maße zu feſſeln. Die als
Eröff=
nungsnummer von beiden Damen geſpielte Sonate in
As-dur von Ceſar Franck, iſt ein Werk von gediegener
Arbeit, von dem man eigentlich nicht vermuten ſollte, daß
die Zeit ſeiner Entſtehung ſchon einige Jahrzehnte
zurück=
liegt; denn ganz modern klingen die geiſtvollen Wendungen
der Harmonien in der Fantaſie und neuartig die
melo=
diſchen Phraſen in dem vorausgehenden Rezitativ. ſodaß
der Wunſch wohl berechtigt wäre, die Sonate (wie
über=
haupt Werke von Céſar Franck) möchte öfter gehört
wer=
den, denn erſt bei genauerer Bekanntſchaft mit dem
Kunſt=
werk wird auch ſeine Wertſchätzung ſich immer mehr
ſteigern Doch auch diesmal ſchon war die Aufnahme eine
ſehr erfreuliche, obgleich die Sonate an einer günſtigeren
Stelle im Programm, als gerade zu Anfang des Abends,
weit beſſer hätte wirken müſſen.
In der Wiedergabe durch die beiden Künſtlerinnen
fiel der zarte weiche Ton, den Frau Chemet ihrem
In=
ſtrument zu entlocken verſteht und die großzügige
Auf=
faſſung der Perioden und ihrer eigenartigen Modulation
auf, ſowie in den bewegten Sätzen die reine und
durch=
ſichtige Wiedergabe auch der verwickeltſten Figuren. Eine
eigentliche Bravourleiſtung, in dem ihr echt franzöſiſches
Temperament ſich voll zeigte und die Zuhörer hinriß, war
die Fantasia appassionata von Henri Vieuxtemps. Die
Leichtigkeit und Eleganz der Bogenführung, zumal im
Saltarella des Finale, nötigte Staunen ab. Den
Variatio=
nenſatz ſpielte ſie mit beſeeltem, einſchmeichelndem Ton.
Die Klavierbegleitung des Herrn Muſikdirektor Stahl
aus Mannheim ließ auch ein längeres Zuſammenſpiel
er=
kennen, das ihm das Eingehen auf alle Freiheiten im
Vortrag möglich machte und der Geigerin völlig freie
Be=
wegung ſicherte. Von den Solovorträgen der Pianiſtin
war das intereſſanteſte Stück der Karneval für Klavier
von Robert Schumann. In bunter Reihenfolge ließ
Fräulein Schnitzer die Geſtalten lebendig werden und
im einzelnen ſehr gut charakteriſiert vorüberziehen;
be=
ſonders genannt ſeien daraus: Pierrot — Papillons,
Chopin und der kraftvolle Davidsbündlermarſch. Drei
weitere Stücke: Paſtorale mit Variationen von W. A.
Mozart, waren muſikaliſch fein empfunden, die Chopin=
Etüde und Militärmarſch von Schubert=Tauſig ließen eine
bedeutende Technik und Anſchlagskraft vorteilhaft
hervor=
treten. Für den ehrenden Hervorruf dankte die Pianiſtin
durch eine längere Zugabe. Den Schluß bildeten drei
Stücke für Violine von Friedemann Bach, Gabriel Fauré
und eine glänzende Caprice von Ernſt Guiraud, dem
Frau Chemet als Dank für die endloſen
Beifallsbezeug=
ungen noch eine Soloſonate für Violine allein folgen ließ.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mit=
gliederſtand betrug am 16. Nov. I. Js.: männlich 9708,
weiblich 6811, zuſammen 16519, in Prozent 58,77, 41,23.
Der Krankenſtand betrug am 16. Nov. I. Js.: männlich
357, weiblich 255, in Prozent 3,67, 3,74. An Krankengeld
wurde ausgezahlt in der Woche vom 11. Nov. bis 16. Nov.
5931,59 Mark, 1911: 4763,97 Mark. An Wöchnerinnen
waren vorhanden: am 16. Nov. 34, am 9. Nov. 37.
Sterbe=
fälle kamen vor in der Woche vom 11. Nov bis 16. Nov. 3.
* Orpheum. Die für heute Samstag nachmittag
angeſetzte Jugendvorſtellung beginnt erſt um
½5 Uhr und wird in bezug auf Reichhaltigkeit keine
Wünſche unbefriedigt laſſen und der Kinderwelt ſicherlich
ein lieber Erinnerungspunkt bleiben. Morgen,
Sonn=
tag, 24. November, findet in 2 Vorſtellungen das letzte
Sonntagsauftreten des derzeitigen Programms ſtatt. Die
Spielfolge iſt nachmittags ungekürzt dieſelbe wie in der
Abendvorſtellung. Außer der großartigen Liliputaner=
Schau wirken bekanntlich noch eine ganze Reihe erſtklaſſiger
Varietskräfte in den Vorſtellungen mit, wovon ganz
be=
ſonders der ſtaunenerregende Taucher=Akt der Aegirs in
einem rieſigen Glasbaſſin Erwähnung verdient. (S. Anz.)
* Parlophon=Konzert. Auf das von Valentin
Bund, Schuchardſtr. 11, am Dienstag, 26. November,
abends in der „Stadt Pfungſtadt” veranſtaltete
Par=
lophon=Konzert wird nochmals aufmerkſam gemacht.
(Siehe Anzeige.)
— Ludwigshöhe. Beſonderer Beachtung ſei das
morgige Konzert unter Leitung des Herrn
Ober=
muſikmeiſters Weber empfohlen. Das Programm ſieht,
der Bedeutung des Tages angepaßt, meiſt Stücke ernſten
Inhalts vor, wobei unſere Klaſſiker nicht fehlen werden.
Außer der ſelten gehörten „Peer Gynt=Suite Nr. 1” von
E. Grieg gelangen noch zur Aufführung: Beethovens
Egmont=Ouvertüre, Bellings Norma, Händels berühmtes
Largo (Violin=Solo, Herr Reuter), „Das Grab auf der
Haide” (Poſaune=Solo, Herr Niemeyer), „Ein
Immor=
tellenkranz auf das Grab Albert Lortzings”, Fantaſie von
Roſenkranz. (Siehe Anzeige.)
* Rummelbräu=Konzerte. Die bisherigen Konzerte
erfreuten ſich eines ſtetig ſteigenden Zuſpruches und bilden
dieſe Veranſtaltungen ſich als wirkliche beſſere
Fami=
lienkonzerte heraus. Die Programme bieten eine
reiche Fülle guter und gehaltvoller Tonwerke und ſind die
Vortragsfolgen für die beiden nächſtſonntägigen
Kon=
zerte von ganz beſonders gewählter Aufſtellung.
* Hotel Britannia. Das morgige Künſtler=
Konzert bringt im Programm: Opern und Operetten,
wie Carmen, Margarete (Fauſt), Cavalleria rusticana,
Zigeunerbaron, Walzertraum, Prima Ballerina,
Brüder=
lein fein u. a.; weiter Violin=Soli von Herrn Apfel,
Cello=Soli von Herrn Hebbel u. a. m. (S. Anz.)
— Reſidenztheater. Man ſchreibt uns: Aus dem
neuen Programm ſei zuerſt das große dreiaktige Drama
„Der Stahlkönig” genannt. Das Stück ſpielt in Amerika
und iſt, geſtützt auf ſeine feſſelnde Handlung und
erſt=
klaſſiges Spiel, eines der beſten ſeiner Zeit. Ein weiteres
Drama „Die ſchwarze Maske” iſt eine geſchickt
aufge=
baute Schmugglergeſchichte. In das Gebiet des Humors
führen die reizenden Komödien. Zum Schluß ſei noch
der hochintereſſante Wochenbericht mit den Ereigniſſen
vom Balkan, Sport und Literatur genannt. — Am
Montag, den 25. Nov., finden im Reſidenztheater von
morgens 10 Uhr bis nachmittags 5 Uhr
Schüler=
vorſtellungen ſtatt. Das Programm iſt vom
Vor=
ſtand des Volksbildungsvereins gewählt worden und iſt
hochintereſſant und lehrreich. (S. Anz.)
§ Fahrraddiebſtahl. Vorgeſtern iſt ein Fahrrad,
welches in einer Hofreite in der Erbacherſtraße auf kurze
Zeit aufgeſtellt war, entwendet worden.
§ Selbſtmordverſuch. In vorvergangener Nacht
hat ſich ein mittellos durchreiſender Arbeiter aus Leipzig=
Lindenau an den Hirſchköpfen mittelſt eines
Taſchen=
meſſers in ſelbſtmörderiſcher Abſicht die linke Pulsader
zu durchſchneiden verſucht. Er kam auf die Revierwahe
in der Alexanderſtraße und wurde von da mittelſt
Krankenautomobil in das Städtiſche Krankenhaus
verbracht.
-g. Schadenfeuer. Ein Zimmerbrand entſtand
geſtern nachmittag gegen 5 Uhr im zweiten Stock des
Hauſes Neckarſtraße 10. Vom Waſchtiſch aus geriet
an=
ſcheinend beim Toilettemachen der Fenſtervorhang
in Brand, worauf das Feuer auf ein Bett übergriff. Der
ſofort mit der Automobilſpritze und zwei Wagen
herbei=
geeilten Feuerwehr gelang es, einer Weiterverbreitung
des Feuers auf die anderen Betten durch gründliches
Waſſergeben vorzubeugen. Nach kurzer Arbeit konnte die
Feuerwehr die Brandſtätte wieder verlaſſen.
-h- Auerbach, 22. Nov. Der hieſige
Verſchöner=
ungs= und Kurverein veranſtaltet anläßlich
Großherzogs Geburtstag im Hotel „Zur
Krone” ein Feſteſſen. Großherzog Ernſt Ludwig iſt
bekanntlich der Protektor dieſes Vereins.
-h- Balkhauſen, 22. Nov. Im alten Forſthauſe
auf dem Felsberg hat ein Sohn des penſionierten
Förſters Simon wieder Reſtauration eröffnet. Das
Hotel=Reſtaurant Felsberg, das ſeither von einem
Schwiegerſohn des Förſters Simon geführt wurde, iſt
be=
kanntlich geſchloſſen worden.
-h- Von der Bergſtraße, 22. Nov. Große
Obſt=
vorräte liegen noch in den nahen Odenwaldorten zum
Verkauf bereit. Viele Landwirte haben ihr Obſt
einge=
bracht, um im Spätherbſt und Winter höhere Preiſe zu
erzielen. Es ſcheint aber, daß man ſich getäuſcht, denn die
Preiſe ſind eher geſunken, als in die Höhe gegangen.
Weiſenau, 22. Nov. Am 25. ds. Mts. ſind es 50
Jahre, daß die hieſigen Portland=
Zement=
werke gegründet und der Fabrikbetrieb eröffnet
wur=
den. Gleichzeitig ſind es 25 Jahre, daß die hieſige Firma
Portland=Zementwerke Heidelberg und Mannheim, A.=G.,
den Geſchäftsbetrieb übernommen hat. Begründer der
Fabrik war der Bauunternehmer Chriſtian Lothary
aus Mainz. Aus dieſem Anlaß findet im Saalbau der
Zementwerke Jubiläumsfeier und Ehrung derjenigen
Ar=
beiter, die 25 Jahre im Dienſte der Zementwerke ſtehen,
ſtatt.
Oppenheim, 22. Nov. Ein bedeutendes
In=
duſtrie=Unternehmen wird jetzt hier in Betrieb
genommen. Vor einiger Zeit kaufte ein weſtfäliſches
Konſortium große Geländekomplexe hier an, um einen
Kalkſteinbruch größeren Stils zu errichten. Jetzt
iſt eine Kolonne mit den nötigen Vor= und
Aufräumungs=
arbeiten beſchäftigt. Bis zum Frühjahr ſoll dann der
Betrieb vollſtändig im Gange ſein und über 100 Arbeiter
beſchäftigt werden.
— Butzbach, 22. Nov. Im Alter von 86 Jahren iſt
hier der Großh. heſſiſche Gendarmerieoberwachtmeiſter
Joh. Lepper an Altersſchwäche geſtorben. Mit ihm iſt
einer der älteſten Veteranen (1848/66) dahingegangen.
L. war zirka 30 Jahre lang Diſtriktswachtmeiſter des
Kreiſes Friedberg, wo jetzt auch ſeine Beiſetzung
ſtatt=
findet, und erfreute ſich bei Vorgeſetzten und
Untergebe=
nen hoher Achtung. Noch im vorigen Jahre konnte er
in Butzbach unter allgemeiner Anteilnahme der
Bevöl=
kerung, beſonders auch der Offiziere und der
Gendar=
merie, ſeine goldene Hochzeit feiern. Herr L. gehörte von
1848 ab dem 1. Großh. heſſiſchen Chevauleger=Regiment
an und hatte mit ſeinem im Jahre 1891 erfolgten
Rück=
tritt nahezu 45 Jahre im Sattel geſeſſen. Er ruhe in
Frieden!
Blödesheim, 22. Nov. Gutem Vernehmen nach wird
die hieſige evangeliſche Pfarrei, die ſeit dem
Jahre 1884 erledigt iſt und bisher von Hangen=Weisheim
aus verſehen wurde, mit kommendem Frühjahr
wieder beſetzt werden. Damit dürfte nahezu die
letzte derjenigen Pfarreien, die im Gefolge der
frei=
proteſtantiſchen Bewegung wegen der geringen Zahl der
bei der Landeskirche verbliebenen Gemeindeglieder ohne
eigenen Seelſorger waren, wieder zu geregelten
kirch=
lichen Zuſtänden zurückkehren. Das alte Pfarrhaus iſt
allerdings in der Zwiſchenzeit verkauft worden, dafür
aber ein Kapital angeſammelt und ein ſchöner,
geräu=
miger Platz für den Neubau erworben, der jetzt wohl nicht
mehr lange auf ſich warten laſſen wird. Der Pfarrei ſoll
der nahegelegene Ort Monzernheim als Filiale gegeben
werden. Beide Ortſchaften haben in kirchlicher
Bezieh=
ung wechſelvolle Schickſale gehabt. Im Mittelalter hatten
beide eigene Pfarreien, Monzernheim ſogar mit
mehre=
ren Geiſtlichen, und auch nach der Reformation war in
jedem ein eigener reformierter Pfarrer anſäſſig, den ſie
beide jedoch ziemlich gleichzeitig im 30jährigen Kriege
verloren. Von 1652 an gehörten beide zur Pfarrei
Weſt=
hofen. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts ward die
Pfarrei Blödesheim aufs neue errichtet und ihr Heppen=
heim im Loch, das jetzige Gau=Heppenheim, zugeteilt;
letzteres kam aber nach Einführung der Union im Jahre
1824 zu der bis dahin lutheriſchen Pfarrei Framersheim
und Blödesheim blieb bis 1884 allein, eine kleine Pfarrei,
die dann infolge der zahlreichen Austritte ihre
Selbſtän=
digkeit ganz aufgeben mußte. Die ſchon länger geplante
Herſtellung der Monzernheimer Kirche iſt bis nach der
Neuordnung verſchoben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 21. Nov. Die Vöſſiſche
Zeitung berichtet, daß Profeſſor Iſrael, der vor einigen
Tagen zu einer Operation nach Petersburg gereiſt war,
nicht zum Zarewitſch berufen worden war. Auf Grund
der Gerüchte, daß es ſich bei dem Zarewitſch um
Nieren=
blutungen handle, und weil Profeſſor Iſrael zu den erſten
Nierenchtrurgen zählt, hatten einige Blätter des In= und
Auslandes einen etwas voreiligen Schluß gezogen.
Ein Treſorbeamter der Diskonto=
Geſell=
ſchaft Unter den Linden, der 30 Jahre alte Heinrich
Schürmann, iſt geſtern flüchtig geworden, nachdem
man entdeckt hatte, daß Schürmann etwa 20000 M. in
preußiſchen Konſols unterſchlagen hat. Schürmann
begab ſich, während die unvermutete Reviſion
vorgenom=
men wurde, aus dem Bankgebäude nach Tempelhof, hobl
dort bei der Filiale einer anderen Bank ſein Guthaben
von 7000 M. ab und verſchwand damit. Die Diskonto=
Geſellſchaft hat auf ſeine Ergreifung eine Belohnung von
1000 M. ausgeſetzt. Schürmanns Frau wußte von den
Verfehlungen ihres Mannes nichts. Bis jetzt hat man
noch keine Spur von dem Defraudanten. — Die hieſiger
Kriminalpolizei hat heute in Steglitz einen gefährlichen
Tip=Schwindler verhaftet, den angeblichen
Buch=
händler Wilhelm Bluhme, der früher als Harald Watſon
und Thomas Heady aufgetreten iſt und Leichtgläubige
um viele Tauſende betrog. Bluhme hat verſchiedentlich
an einem einzigen Tage 15000 M. erſchwindelt.
Frankfurt, 22. Nov. Kleine Preſſe, Frankfurter Ges
neralanzeiger und Frankfurter Volksblatt veröffentlichen
Erklärungen, aus denen hervorgeht, daß auch ſie nung
mehr, nachdem ſich der Frankfurter Journas
liſten= und Schriftſteller=Verein zu der
Sache geäußert hat, bis zur Beilegung des Konflikts von
einer Berichterſtattung über die Konzerte
des Cäcilien=Vereins abſehen. — Der Zirkus
Sarraſani gibt Samstag und Sonntag in der
Feſt=
halle je zwei Vorſtellungen, nachmittag 3 Uhr und abends
7½ Uhr. Nachmittags wird das vollkommen komplette
ungekürzte Abendprogramm gegeben, obwohl Kinder auf
allen Plätzen nur halbe Preiſe zahlen.
München, 21. Nov. Das Vorkommnis im
Hauſe der Wittelsbacher wird wegen der
eigen=
artigen juriſtiſchen Streitfrage, um die es ſich dabei
han=
delt, von der bayeriſchen Preſſe und mehr noch vom
Publikum trotz aller Ablenkung des Intereſſes durch den
Balkankrieg ebenſo andauernd als lebhaft erörtert. Daß
eine junge öſterreichiſche Erzherzogin, die ein bayeriſcher
Prinz im Frühling unter ungewöhnlichem Pomp als
Gattin heimgeführt hatte, vor Sommersende, alſo nach
weniger als einem halben Jahr, mißvergnügt ins
Eltern=
haus zurückgekehrt, iſt an ſich ſchon etwas Sonderbares.
Weit ſonderbarer aber iſt jener Widerſtreit der
Anſchau=
ungen, der darin hervortritt, daß Prinz Georg auf
Scheid=
ung der Ehe beſtehen zu wollen ſcheint, Prinzeſſin Iſabella
und ihre Eltern dagegen auf Ungültigkeitserklärung
Wenn die Münchener Neueſten Nachrichten, deren
Mit=
eilungen mit andern Zeitungsnachrichten übereinſtimmen,
gut unterrichtet ſind, begründet die Prinzeſſin ihren
An=
trag auf Nichtigkeit der Ehe mit amtsärztlichen
Zeug=
niſſen, und die Sache werde vor dem bayeriſchen Oberſten
Landesgericht zum Austrag kommen. Demgegenüber
hatte das Hofmarſchallamt des Vaters des Prinzen bloß
von einer tiefgehenden Mißſtimmung zu berichten gewußt,
die in der Verſchiedenheit der Charaktere begründet ſei
uind durch die das eheliche Verhältnis zwiſchen den
Ehe=
gatten zerrüttet worden ſei. Der durch ſeine in etwas
eigentümlichem Ton gehaltene Reichsratsrede für die
Jeſuiten bekannte Prinz hatte von Anfang an weder in
Oeſterreich noch in Bayern eine gute Preſſe, wozu nicht
unweſentlich beitrug, daß ein überaus ungeſchickter
Ver=
gleich, den eine Zeitung mit den Abenteuern der Frau
Feuilleton.
* Die Idee der Nationalbühne, für deren
Verwirk=
lichung Paul Schulze=Berghof ſeit Jahren durch
Vor=
träge und Publikationen gewirkt hat, ſoll nun in Kürze
Tat werden. In Potsdam hat ſich unter dem
Oberbürger=
meiſter Vosberg ein Ausſchuß gebildet, dem eine Reihe
führender Perſönlichkeiten aus Groß=Berlin angehören,
der die Errichtung der Nationalbühne auf einem ſchön
ge=
legenen Gelände bei Potsdam betreiben will. Nach dem
von Schulze=Berghof entworfenen Plan ſollen für das
Werk Sammlungen in ganz Deutſchland veranſtaltet
wer=
den, die als eine ideelle Gratulationsgabe zum
Regier=
ungsjubiläum des Kaiſers gedacht ſind.
* Das Stuttgarter Hoftheater gegen Max Reinhardt.
Der Dramaturg des Stuttgarter Hoftheaters Dr. Walter
Bloem hat in einer Stuttgarter Zeitung einen Artikel
ver=
öffentlicht unter dem Titel: „Max Reinhardt und wir”
worin er den Nachweis zu führen ſucht, warum die
ein=
heitliche Stuttgarter Theaterkunſt nicht hinter den
Leiſt=
ungen Reinhardts und ſeiner Mitarbeiter zurückgeſtellt
werden darf. Dc. Bloem ſchreibt: . . . „Höchſte
Indivi=
dualiſierung und originellſte Durchbildung des Entwurfs
und Zuſchnitts bei tunlichſter Billigkeit, ja
Schleuderhaftig=
keit des Materials, das iſt der Leitgedanke jeder Berliner
Neuinſzenierung. Dieſer Grundzug tritt auch bei den
Dekorationen und Koſtümen zu „Ariadne” aufs deutlichſte
in Erſcheinung. In welchem Stück, außer eben dem
Bür=
ger als Edelmann” könnte man wohl den ſcheußlichen,
graugetünchten Saal mit den närriſchen Rieſenſtühlen des
erſten Aktes, das groteske Theater auf dem Theater” mit
ſeinen bombaſtiſchen Palmwedeldekorationen je noch
ein=
mal gebrauchen? Oder die grünen Perücken der Sängerinnen,
das ulkige Staatsgewand des Bürgers Jourdain? Oder den
wahnſinnigen Aufzugſſeines Küchenperſonals?.. Faſt alles,
was von auswärts bezogen wied, läßt eben an
Material=
güte erheblich zu wünſchen übrig. Dagegen iſt
natur=
gemäß, daß jene letzte Individualiſierung, jene kraſſe
Originalität der Reinhardtſchen Inſzenierungen an eine
Repertoirebühne nicht einmal angeſtrebt werden darf.
Was aber vollends die ſchauſpieleriſchen Leiſtungen
anbe=
trifft, ſo nennen wir ein Enſemble unſer eigen, das ſich
kecklich an die Seite jedes deutſchen Schauſpiels ſtellen
kann — das Reinhardtſche nicht ausgenommen”
— Was moderne Kriege koſten. In den letzten 37
Jahren hat Europa für ſeinen bewaffneten Frieden die
hübſche Summe von rund 444 Milliarden Mark angelegt:
wie verhalten ſich dazu die Koſten moderner Kriege? Eine
engliſche Zeitſchrift, die ſich mit dieſer Frage beſchäftigt,
gibt einen intereſſanten Ueberblick über die Koſten der
letzten Kriege. Der japaniſch=ruſſiſche Krieg, der vom
Februar 1904 bis September 1905 dauerte, hat nach den
jetzt vorliegenden Angaben nicht weniger als neun
Mil=
liarden Mark gekoſtet, von denen 5 Milliarden auf
Ruß=
land entfallen. Allein die japaniſche Kriegs= und
Handels=
marine hatte Verluſte zu beklagen, die 1 Milliarde
er=
reichen. Das war der vierte Feldzug den Rußland im
Verlauf von 75 Jahren führte. Im erſten Kriege gegen
die Türken, im Jahre 1828 gab Rußland 400 Millionen
Mark für den Krieg aus und opferte 120000 Menſchen.
Der Krimkrieg, an dem außer Rußland Frankreich und
England die Koſten trugen, endete mit einer
Geſamtaus=
gabe von 6010 Millionen und mit einem Verluſt von
485000 Menſchen. Im letzten ruſſiſch=türkiſchen Kriege
1876/77 hatte Rußland rund 3800 Millionen Mark
aus=
zugeben und opferte 180000 Soldaten. England war an
den Koſten des Krimkrieges mit etwa 1560 Millionen Mark
beteiligt, aber dieſe ſtolze Summe erſcheint faſt
gering=
fügig, wenn man ſie mit den Koſten des Burenkrieges
vergleicht. Der Feldzug in Südafrika, der mit der
An=
nexion des Oranjefreiſtaates und Transvaals endete,
koſtete dem engliſchen Staatsſchatze 4238960000 Mark,
die wöchentlichen Ausgaben erreichten die hübſche Summe
von 30 Millionen Mark. Etwas mehr noch, rund 32
Mil=
lionen Mark in der Woche forderte Amerika während ſeines
Unabhängigkeitskrieges vom engliſchen Kriegsſchatze; das
Mutterland opferte für die Kriegsführung, die mit dem
Verluſte der großen Kolonie endete, nicht weniger els
2420 Millionen Mark. Aber all dieſe gewaltigen Summen
bleiben weit zurück hinter den Milliarden, die das
deutſch=franzöſiſche Ringen von 1870/71 verſchlang. Der
Krieg koſtete den Franzoſen 6320 Millionen Mark, was auf
die Woche mehr als 140 Millionen Mark ausmacht.
Da=
gegen waren die napoleoniſchen Kriege für Frankreich
verhältnismäßig billig. Die Feldzüge, die bei Waterloo
ihr Ende fanden, koſteten der franzöſiſchen Nation an
Kriegsausgaben 5100 Millionen Mark. Freilich wurde
ein großer Teil der Koſten von den Verbündeten getragen.
Viel größer waren die Ausgaben, die England in ſeinem
Kampfe gegen Napoleon zu beſtreiten hatte, denn das
reiche Albion mußte viele kleinere Länder in ihrem Kampfe
gegen den großen Korſen finanziell ſtützen. Als endlich
Napoleon beſiegt war, hatte Großbritannien alles in allem
16 620 Millionen Mark für dieſes Ziel geopfert. Bei der
Beurteilung dieſer Zahlen wird man, vielleicht von
Eng=
land abgeſehen, im Auge behalten müſſen, daß die Aus=
gaben zum überwältigend großen Teil nur durch
Land=
heere und Kämpfe auf dem Lande verurſacht wurden.
In=
künftigen Kriegen würden die Seeſtreitkräfte und die
un=
ausbleibliche Vernichtung des koſtbaren Materials die
Verluſtziffer noch gewaltig emporſchnellen laſſen. In
welchem Maß das geſchehen müßte, zeigen die rieſenhaft
anſchwellenden Marineausgaben der Großmächte in
Frie=
denszeiten. Iſt doch das engliſche Marinebudget in den
letzten zehn Jahren von rund 680 Millionen Mark auf über
900 Millionen Mark gewachſen! Und in den Vereinigten
Staaten ſtiegen im gleichen Zeitraum die
Marineaus=
gaben in Friedenszeiten von 320 Millionen Mark auf weit
über 520 Millionen Mark.
— Das größte Tier=Hoſpital der Welt In New=York
iſt gegenwärtig das größte und am beſten eingerichtete
Tierkrankenhaus im Erſtehen. Die nötigen Mittel ſind
durch den New=Yorker Frauen=Tierſchutzverein und
Freunde des Tierſchutzes aufgebracht worden. Ein
ſtatt=
licher Bauplatz iſt für 66500 Dollar erworben; mit dem
Bau des Hauſes, das die denkbar beſten Einrichtungen
haben wird, iſt begonnen. Schon in dieſem Sommer iſt
die Präſidentin des Vereins, Mrs. James Speyer, zum
Studium der wichtigſten Tierkrankenhäuſer in Europa
herumgereiſt und die von ihr geſammelten Erfahrungen
werden in weitgehendem Maße Verwendung finden. In
dem Bau, deſſen Koſtenanſchlag 50000 Dollac vorſieht,
be=
findet ſich ein großer Operationsſaal. Bequeme
Einrich=
tungen ſind für 25 Pferde und ebenſoviel Hunde als
Pa=
tienten getroffen worden; doch kann die Zahl derer, dier
hier Behandlung und Heilung ſinden, viel größer ſein.
Tag und Nacht iſt im Krankenhaus ein Arzt mit
zahl=
reichen Wärtern bereit, um kranke Tiere zu behandeln und
ihnen erſte Hilfe angedeihen zu laſſen. Der Verein forgt
dafür, daß Unglücksfälle von Tieren möglichſt raſch
nach=
der Station gemeldet werden. Auch ſonſt iſt der New=
Yorker Tierſchutzverein ſehr tätig; er hat jetzt durchgeſetzt,
daß „des Pferdes Bitte” eine volkstümlich gehaltene
Er=
mahnung zu guter Behandlung der Tiere, in ſämtliche
Leſebücher der ſüdamerikaniſchen Schulen eingerückt wird=
und zugleich in 2500 Zeitungen erſcheint. Mehr als 5000
Eremplare der „Bitte” ſind in Ställen und Hufſchmieden
in und um New=Yock angebracht.
* Mißverſtanden. Ein Mann, der als Zeuge geladen
iſt, tritt vor den Richtertiſch mit ganz in Watte und
Bin=
den eingehülltem Kopf. Richter: „Sind Sie verheiratet?
Zeuge: „Nein — ich bin bloß von der Straßenbahn
überfahren worden.”
Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 5
Toſelli zog, ſofort allerſeits mit Entrüſtung als völlig
un=
begrunder zurudkgewieſen wurde. So turz ihr
Aufent=
haut in Munchen war, ſo harte die friſche, anmutige
Prin=
zeſſin, die, nebender bemertt, eine der reichſten Erbin
Weſterreichs ſein ſou, ſich hier doch ſchon Sympathien
er=
worven. (Koln. Zig.)
Metz, 21. Nov. Das Schwurgericht verurteilte
den 27jahrigen Berginann Johann Berresheim aus
Algringen wegen Mordes an dem Bergmann Neuſchäffer
und wegen Totſchlags an dem Bahnwart Schmitz, beide
aus Algringen, z um Tode und acht Jahren Zuchthaus,
ſowie zur Abertennung der bürgerlichen Ehrenrechte.
Mulheim a. d. Ruhr, 22. Nov. In der
Gießereian=
lage einer Hütte kippte eine mit flüſſigem Eiſen
ge=
füute Pfanne um. Durch den umherſpritzenden
glü=
henden Stahl wurde das Geväude in Brand geſetzt. Ein
in dem Fahrhauſe befindlicher 21jähriger Arbeiter wurde
von den Flammen ergriffen und verbrannte ſo ſchwer,
daß er alsvald im Krankenhauſe verſtarb.
Eiſenach, 21. Nov. Gegenwärtig wird eifrig an der
Erbauung einer elektriſchen Drahtſeilbahn
gearbeitet, die von dem großen Lagerplatz unterhalb der
Wartburg nach der Bauſtelle für das neue
Wartburg=
hotel führen ſoll. Dieſe Drahtſeilbahn, die ganz durch
den Wald führt und die 25000 bis 30000 M. erfordert,
ſoll hauptſächlich verhindern, daß der ſo ſtarke
Fremden=
verkehr nach der Wartburg durch die bedeutenden
Ma=
terialtransporte eine Störung erfährt. Durch die ganz
unauffällige Beförderung des Baumaterials wird man ſo
gut wie nichts von den Bauarbeiten merken. Der Abbruch
der alten Gebäude der Burgwirtſchaft iſt nunmehr
be=
endet, und es werden gegenwärtig umfangreiche
Spreng=
arbeiten zur Tieſerlegung des Baugeländes vorgenommen.
Eiſenach, 22. Nov. Der Proturiſt Six, Mitſchuldiger
an dem Bankkrach der Firma Strauß u. Eberlein,
hat ſich in Amſterdam erſchoſſen.
Eckernförde, 22. Nov. Um ein Heim für
ehe=
malige Angehörige der Marine zu errichten,
will der Deutſche Flotten=Verein ein großes Gelände
ankaufen, das teils für die Gebäude, teils für einen Park
Verwendung finden ſoll.
Wien, 21. Nov. Ein geheimnisvoller
Gold=
diebſtahl auf einem öſterreichiſchen Dampfer der
Route Trieſt-Alerandrien wird aus Trieſt gemeldet. Der
Dampfer „Heluan” hatte 40 Kiſten Gold an Bord, die von
engliſchen Banken an ägyptiſche Banken geſandt wurden.
AAls man in Alexandrien die Kiſten öffnete. fand man,
ob=
gleich die Siegel unverletzt waren, in zweien ſtatt des
Goldes Blei. Die beiden mit Blei gefüllten Kiſten
hätten Gold für 200000 M. enthalten ſollen. Der
Vor=
fall konnte noch nicht aufgeklärt werden; doch trifft den
Oeſterreichiſchen Lloyd keine Schuld, da nachweisbar der
Diebſtahl ſchon vor dem Verladen auf die Heluan”
er=
ffolgt ſein muß.
Punta Arenas, 22. Nov Der Dampfer „Huancha‟
iſt mit einem Teil der Paſſagiere des Dampfers „Oravia‟,
welcher am 12. November, abends, an einen Felſen
ge=
fahren war und dabei in zwei Teile geſchnitten
wurde, hier eingetroffen. Die Ladung iſt gänzlich
ver=
loren.
Der öſterreichiſche Thronfolger in Berlin.
* Berlin, 22. Nov. Erzherzog Franz
Fer=
dinand iſt heute vormittag um 10 Uhr 15 Minuten auf
dem Anhalter Bahnhof eingetroffen. In ſeiner
Begleit=
ung befand ſich Oberſthofmeiſter Freiherr von
Rumers=
kirch. Der Kaiſer, der vom Neuen Palais kam, hatte
ſſich zum Empfang auf dem Bahnhof eingefunden, ferner
die Herren des Hauptquartiers, der Gouverneur von
Berlin, Generaloberſt von Keſſel, Reichskanzler von
Beth=
mann Hollweg, Staatsſekretär von Kiderlen=Wächter, der
öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter Graf von Szögyeny=
Marich, die Herren der Botſchaft und Polizeipräſident
von Jagow. Eine Kompagnie des Kaiſer Franz=Garde=
Regiments Nr. 2 erwies die militäriſchen Ehren; ſie war
mit Fahne und Muſik aufmarſchiert. Die direkten
Vor=
geſetzten waren bis zum kommandierenden General von
Löwenſeld anweſend. Der Kaiſer trug öſterreichiſche
Ge=
neralsuniform, der Erzherzog die Uniform ſeines Ulanen=
Regiments. Die Begrüßung war überaus herzlich. Nach
dem Vorbeimarſch der Ehrenkompagnie geleitete der
Kaiſer ſeinen Gaſt im Automobil nach dem Königlichen
Schloß, wo dieſer die polniſchen Kammern bewohnt.
Unterwegs wurde der Kaiſer und ſein Gaſt herzlich
begrüßt.
* Berlin, 22. Nov. Um 12 Uhr fand zu Ehren des
Erzherzogs Franz Ferdinand Frühſtückstafel
bei den Majeſtäten im Königlichen Schloſſe ſtatt. Nach
der Tafel erfolgte die Abreiſe des Kaiſers und des
Erz=
herzogs zur Hofjagd in den Saupark Springe.
Ge=
laden ſind Oberſthofmeiſter Rumerskirch, Botſchafter von
Szögyeny, der Militärattaché Major Bienerth, Fürſt zu
Schaumburg=Lippe, Prinz Adolf zu Schaumburg=Lippe,
der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg. Fürſt zu Solms=
Baruth, Landwirtſchaftsminiſter von Schorlemer,
Staats=
ſekretär von Tirpitz, Generaladjutant von Moltke. Fürſt
zu Innhauſen und Knyphauſen und Fürſt zu Münſter.
* Berlin, 22. Nov. Nach der Frühſtückstafel
be=
gaben ſich der Kaiſer und der Erzherzog im
Auto=
mobil zum Lehrter Bahnhof, wo um 2,10 Uhr die
Ab=
fahrt nach Springe erfolgte.
* Wien, 22. Nov. Die Blätter beſprechen die Reiſe
des Erzherzogs Franz Ferdinand nach
Berlin. Das Fremdenblatt führt aus: Die aufrichtige
und treue Freundſchaft, welche die beiden Kaiſerfamilien
eint, ſteht in glücklicher Harmonie mit dem
Freundſchafts=
bunde, den Kaiſer Wilhelm und Erzherzog Franz
Fer=
dinand miteinander geſchloſſen, und ſteht in voller
Ueber=
einſtimmung mit der ſtarken, bewährten Allianz der
bei=
den Staaten. Dieſes feſte Bündnis, das von den
Herr=
ſchern, ihren Familien wie von den Völkern der beiden
Reiche nicht nur als politiſche Notwendigkeit, ſondern
auch als Herzensſache empfunden wird, macht es
begreif=
lich, daß alle Gelegenheiten, wo dieſes Verhältnis des
gegenſeitigen Vertrauens zum Ausdruck kommt,
beider=
ſeits mit Freude und Genugtuung begrüßt werden. Wenn
Kaiſer Wilhelm in dem gewinnenden Zauber ſeiner
Per=
ſönlichkeit ſeinem erlauchten Gaſte einen glänzenden
Empfang bereitet, erkennt darin die Bevölkgrung eine neue
Beſtätigung und Bekräftigung des bereits zur Tradition
gewordenen Verhältniſſes gegenſeitiger unerſchütterlicher
Freundſchaft, welche längſt als eine der unverrückbaren
Leitlinien in dem Syſtem der europäiſchen Politik und in
dem öffentlichen Bewußtſein feſtgelegt iſt, einer
Freund=
ſchaft, die ihre Kraft und ihren Wert ſchon oft bewieſen
hat. In dieſem Gedanken werden die Begegnungen, wie
ſie in den nächſten Tagen Erzherzog Franz Ferdinand
mit dem deutſchen Kaiſer hat nicht als etwas Neues,
Un=
gewohntes und Auffälliges betrachtet. Gewiß iſt die
jetzige Begegnung von erhöhter Bedeutung wegen der
gegenwärtigen politiſchen Lage, da der Krieg auf dem
Balkan die allgemeine Aufmerkſamkeit in Anſpruch nimmt
und da die Neugeſtaltung der Verhältniſſe im nahen Oſten
die Intereſſen Oeſterreich=Ungarns in bedeutendem Maße
tangiert. Die Ausſprache der beiden hohen Freunde
er=
hält unter ſolchen Verhältniſſen eine beſondere
Wichtia=
keit wegen der weitreichenden Bedeutung der Ereigniſſe
in der Gegenwart und wegen der Schwere der Intereſſen,
die in Frage kommen können.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
Abbruch der Friedensverhandlungen.
* Konſtantinopel, 21. Nov. Der
Miniſter=
rat beriet ſeit heute früh über die Bedingungen für den
Waffenſtillſtand und den Frieden, wie ſie von dem
bul=
gariſchen Miniſterpräſidenten übermittelt und von dem
ruſſiſchen Botſchafter der Pforte mitgeteilt worden waren.
Nach dem Miniſterrat veröffentlichte die Pforte ein
Com=
munigué, das folgendes beſagt: „In Anbetracht deſſen,
daß die vorgeſchlagenen Bedingungen als
unannehmbar befunden worden ſind, und daß
der türkiſche Generaliſſimus beauftragt iſt, über die
Be=
dingungen eines Waffenſtillſtandes zu verhandeln, iſt dem
Genannten die Weiſung erteilt worden, daß er, wenn die
Deleaierten der kriegführenden Staaten ermächtigt ſind,
die Bedingungen abzuändern, mit ihnen verhandelt, um
annehmbare Bedingungen feſtzuſetzen und dieſe dann
hier=
her mitzuteilen. Bis zur Vorlegung entgegenkommender
und annehmbarer Bedingungen wird der Krieg
fortgeſetzt werden müſſen.”
Oeſterreich=Ungarn und Serbien.
* Belgrad, 21. Nov. Der öſterreichiſche
Ge=
ſandte Ugron hatte in den letzten Tagen wiederholt
Gelegenheit, mit dem Miniſterpräſidenten zu
konferieren. Der Gegenſtand der Beſprechungen war
in=
deſſen ſeit dem 10. November nicht mehr der Standpunkt
Oeſterreichs in der albaneſiſchen und in der Frage des
Adria=Hafens, auf die die ſerbiſche Regierung bisher noch
keine Antwort gegeben hat. Der öſterreichiſche Geſandte
intervenierte vielmehr ausſchließlich im Intereſſe der
öſterreichiſchen Konſulate, welche in den von ſerbiſchen
Truppen beſetzten Gebieten retabliert ſind. Die
Ausführ=
ungen des öſterreichiſchen Miniſters des Aeußern in den
Delegationen fanden in ſerbiſchen Kreiſen ernſteſte
Be=
achtung und haben in hohem Maße zur Verſtärkung des
Eindrucks beigetragen, daß in der albaniſchen Frage nicht
nur unter den Mächten des Dreibundes vollſte
Ein=
mütigkeit herrſche, ſondern daß auch die Teipel=
Entente ernſtlich gewillt iſt, dieſe Frage unter keinen
Umſtänden zu einem europäiſchen Konflikt
aus=
arten zu laſſen. Dieſe Erkenntnis beginnt eine beruhigende
Wirkung auf die ſerbiſche öffentliche Meinung auszuüben.
Selbſt in leitenden ſerbiſchen Kreiſen gewinnt langſam
die Auffaſſung an Boden, daß das ſtarre Feſthalten an
der urſprünglich von ſerbiſcher Seite ins Auge gefaßten
Löſungsform der Hafenfrage unter dem obwaltenden,
immer offener zutage tretenden Meinungsumſchwung in
der europäiſchen Oeffentlichkeit keine zuverläſſige Gewähr
für die Befriedigung der ſerbiſchen Wünſche und
Inter=
eſſen biete. Allerdings muß hierbei feſtgeſtellt werden,
daß das Schwergewicht der Staatsgewalt augenblicklich
nicht in Belgrad, ſondern im Hauptquartier des
Oberkom=
mandos liegt und ein gründlicher Meinungsumſchwung
wohl erſt nach der Beendigung der militäriſchen
Opera=
tionen in Ausſicht geſtellt werden kann.
* Paris, 22. Nov. Der Sonderberichterſtatter des
Matin telegraphiert aus Belgrad, daß trotz der
zahl=
reichen Abmachungen, die die verbündeten Balkanſtaaten
untereinander getroffen haben, die von ihnen
beanſpruch=
ten Gebietsteile nicht feſtgelegt ſeien. Es werde
beträcht=
licher Geſchicklichkeit bedürfen, damit unter ihnen keine
Mißhelligkeiten hervorgerufen würden. Derſelbe
Bericht=
erſtatter meldet, daß die Serben den
öſterreichi=
ſchen Forderungen gegenüber eine ſehr
beunruhi=
gende Gleichgültigkeit zur Schau trügen. Dieſe,
haupt=
ſächlich auf einem unbegrenzten Selbſtvertrauen beruhende
Stimmung bilde einen ſehr wichtigen Faktor für die
Löſung der überaus ſchwerwiegenden Probleme, die der
Krieg hervorrufen werde. Dieſe Stimmung werde noch
genährt durch die Ueberzeugung, daß Oeſterreich=Ungarn
angeſichts der Sympathie der ſlawiſchen Bevölkerung für
die Serben keinen Krieg mit den Balkanſtaaten beginnen
könnte, ohne für ſich die ſchwerſten Gefahren
heraufzuhe=
ſchwören. Dazu komme noch, daß täglich hunderte von
Serben, Kroaten und anderen Slawen aus Oeſterreich=
Ungarn in Belgrad ankommen, um ſich als Freiwillige
anwerben zu laſſen, und daß die öffentliche Meinung an
die Legende glaube, daß Rußland, ja, die geſamte Tripel=
Entente Serbien diplomatiſch und ſogar militäriſch
unter=
ſtützen würde, damit es einen Teil Albaniens erhalte —
eine Legende, die allerdings in gut unterrichteten Kreiſen
keinerlei Glauben findet.
Die anderen Mächte.
* London, 21. Nov. Im Unterhauſe fragte
Sir Carlile den Staatsſekretär Grey, ob, falls eine
euro=
päiſche Konferenz zur Regelung der
türki=
ſchen Angelegenheiten nach Einſtellung der
Feindſeligkeiten zuſammenberufen würde, ſich dieſe auf
die unmittelbar aus dem Kriege ſich ergebenden Fragen
beſchränken, oder auch die beſonderen Beziehungen der
Türkei zu den anderen Staaten umfaſſen würde. Grey
antwortete, die Frage, ob eine Konferenz abgehalten
werde oder nicht, ſei von den Mächten noch nicht
end=
gültig entſchieden. Er ſei daher nicht in der Lage, über
die mögliche Ausdehnung oder ihr Programm eine
Er=
klärung zu geben.
Der Liberale King fragte an, ob die Großmächte
bei Stellung der Forderungen an die verbündeten
Balkan=
ſtaaten oder an Serbien mit Bezug auf
Gebietserweiter=
ungen an irgend einem Teile der adriatiſchen Küſte
ge=
meinſam vorgehen oder ob Oeſterreich=Ungarn ſelbſtändig
Forderungen Serbien aufdränge. Sir Edward Grey
antwortete, daß, ſoweit er unterrichtet ſei, er nicht ein
genaues Bild der Lage geben würde, wenn er ſage, daß
irgend eine der Großmächte ſchon Forderungen an die
verbündeten Staaten formuliert hätte. Ein
Meinungs=
austauſch beſtehe zwiſchen den Mächten ſeit Beginn des
Krieges. Die Anſicht der britiſchen Regierung, die die
anderen Mächte teilten, ſei, daß es nicht wünſchenswert
ſei, wenn bei einer eventuellen Regelung ein Teil durch
verfrühte Verhandlungen von dem Ganzen abgetrennt
werde.
* Paris, 21. Nov. Nach einer Meldung des
Temps hat Miniſterpräſident Poincaré infolge der
Nachrichten über die Möglichkeit von Niedermetzelungen
in verſchiedenen Gegenden der Türkei den hieſigen
tür=
kiſchen Botſchafter Rifaat Paſcha daran erinnert, daß
Frankreich als Schutzherr der
orientali=
ſchen Chriſten gezwungen wäre, die ottomaniſche
Regierung für alle gegen orientaliſche Chriſten verübten
Gewalttätigkeiten verantwortlich zu machen.
Poin=
caré erſuchte den türkiſchen Botſchafter deshalb in
drin=
gender Weiſe, daß den Walis beſtimmte Befehle erteilt
werden, damit eine derartige Eventualität
hintangehal=
ten werde. Poincaré hat den franzöſiſchen Botſchafter in
Konſtantinopel, Bompard, beauftragt, Kiamil Paſcha die
gleiche Mitteilung zu machen.
In diplomatiſchen Kreiſen wird der Beſchluß des
franzöſiſchen Kabinettsrats, das
Chriſtenprotekto=
rat Frankreichs zu betonen, als Zeichen dafür
angeſehen, daß Frankreich ſeine ſyriſchen
Sonder=
intereſſen als Programmpunkt für die europäiſche
Konferenz von San Stefano anerkenne, wenn
öſtlich der Linie Midia-rechtes Ergen=Ufer-Maritza=
Mündung den Türken der Beſitzſtand geſichert und auf den
Einmarſch in Konſtantinopel verzichtet würde. Auch die
Autonomie Albaniens wäre eine der Hauptbedingungen.
Auf eine Kontribution dürkte ſich die Türkei kaum
ein=
laſſen und die Tſchataldſchalinie nur räumen, wenn der
Feind keine übertriebenen Forderungen ſtellt. Jedenfalls
müßte Konſtantinovel den Türken bleiben. Rußland
habe in Sofia zur Mäßigung geraten und es ſei ein
bal=
diger Friedensſchluß zu erhoffen.
Türkiſche Anleihe.
* Konſtantinopel, 21. Nov. Einem hieſigen
Blatte zufolge beabſichtigt die türkiſche Regieruna die
Aufnahme einer inneren Anleihe von drei
Millio=
nen Pfund in Form von ſechsprozentigen
„Die Königlichen Hoftheater in Stuttgart”.
Zur Einweihung der neuen Theater in Stuttgart
erſchien, wie ſeinerzeit mitgeteilt, eine Mon
o=
graphie in Geſtalt eines Prachtwerks, das
in ſeiner künſtleriſch vornehmen typographiſchen
Ausſtattung in Fachkreiſen geradezu Aufſehen
erregte. Als ein beſonderer Erfolg Dar
m=
ſt ä d ter Kunſtgewerbes darf es wohl
be=
zeichnet werden, daß das vornehme und hochbedeutſame
Werk nicht nur der Darmſtädter Verlagsanſtalt
Alexander Koch überwieſen wurde, einem Verlag,
der ja allerdings Weltruf genießt, ſondern daß es auch
in Darmſtadt gedruckt wurde, obwohl gerade
Stuttgart ſelbſt mehrere ungewöhnlich hoch entwickelte
Buchdruckereien beſitzt.
Die L. C. Wittichſche Hofbuchdruckerei,
die das Werk herſtellte, hat zurzeit in ihrer Auslage,
Rheinſtraße 23, eine Anzahl der prachtvollen Illuſtrationen
zu einer Ausſtellung vereinigt, die wohl allgemeines
Intereſſe beanſpruchen darf. Die Ausſtellung gibt
einer=
ſeits intereſſante Einblicke in die ja nicht jedermann
zu=
gänglichen prächtigen Innenräume der muſterhaften
Theaterbauten, und ſie zeigt andererſeits, in welcher Blüte
die Kunſtdruckerei in Darmſtadt ſteht.
Es dürfte überdies intereſſieren, welche Urteile
die maßgebende Preſſe über das Werk: „Die
önigl. Hoftheater in Stuttgart” von Prof.
Mar Littmann fällt. Nachſtehend eine Blütenlef
te präd
Neues Tageblatt Stuttgart:
tig ausgeſtattete, wahrhaft majeſtätiſche Mon
Ein exquiſiter Genuß iſt es vollends, die Fülle der mit
meiſterlicher Technik ausgeführten Abbildungen all des
Herrlichen in ſich aufzunehmen. Die zahlreichen
ganz=
ſeitigen Reproduktionen auf matt Kunſtdruckpapier ſind
von einer Schönheik, die faſt die aparten Reize von
Ra=
dierungen erreichen. Prof. Littmann hat in den
Stutt=
garter Hoftheatern einen Muſterbühnenapparat geſchaffen,
deſſen durchweg geradezu ideale Einrichtungen vorbildlich
ſein werden für die geſamte deutſche Theaterbaukunſt der
Zukunft.”
Württemberger Zeitung: „Dieſes
Pracht=
werk. in dem Prof. Littmann die großen Ideen ſeines
Werkes und ſein ganzes Werden darſtellt, wird auf lange
Zeiten hinaus arundlegend ſein. Seinen großen Wert auch
für den Nichtfachmann erhält es durch die techniſch
voll=
kommenen, alle inneren und äußeren Schönheiten
ent=
hüllenden Bildbeigaben und die Grund= und Aufriſſe
großen Formats. Die Verlagsanſtalt Alexander Koch hat
damit wohl das typographiſch bedeutendſte
Kunſtwerk auf den Büchermarkt dieſes
Jahres gebracht.”
Hannoverſcher Courier: Das Werk bildet
in ſeiner prächtigen Ausſtattung für ſich wiederum ein
Kunſt= und Kulturdokument von bleibendem Werte.”
Dresdener Anzeiger: „In dieſem
Pracht=
werk hat Littmann auch für den Fernſtehenden die Bilder
des Baues aufs glänzendſte vereinigt.”
Münchener Neueſte Nachrichten: „Dieſe
Denkſchrift, die mit vielen alänzenden Reproduktionen
ausgeſtattet iſt. wird überall das größte Intereſſe finden,
wo man ſich mit dem Problem des modernen
Theater=
baues beſchäftigt
Schwäbiſcher Merkur: „ . Einige der
köſt=
lichen Blätter haben geradezu künſtleriſchen Bildniswert.
Beim Betrachten dieſer Blätter kann man ſich erſt ſo recht
in die mannigfachen Schönheiten der Außenarchitektur
wie der Innenausſtattung verſenken.”
Hamburgiſcher Correſpondent: Ein
wundervolles Prachtwerk. Eine Fülle von Plänen und
Abbildungen illuſtrieren das ebenſo ſchöne wie belehrende
Werk.”
Fränkiſcher Kurier: „ . . Ein
Standard=
werk auf dem Gebiete des modernen Theaters, deſſen
Bedeutung weit über die lokalen Grenzen hinausgeht und
das das Intereſſe der Fachwelt wie des gebildeten
Publi=
kums in hohem Grade in Anſpruch nehmen darf.”
Kaſſeler Allgemeine Zeitung: „Die
Stuttgarter Theater werden in dieſem luxuriös
ausgeſtat=
teten Prachtwerke in Bild und Wort gleich künſtleriſch
wertvoll behandelt. Das Werk, das in wahrhaft
voll=
endeter Weiſe in die Bauten einführt. verdient der
Biblio=
thek eines jeden Theater= und Architekturfreundes
einver=
leibt zu werden.”
Bühne und Welt: „Der mit zahlreichen,
vor=
trefflich ausgeführten Bildertafeln und überſichtlichen
Architekturplänen geſchmückte ſtattliche Folioband verdient
weit über die Fachkreiſe hinaus die Beachtung aller
Theaterfreunde.”
Süddeutſche Bauzeitung: „Ein Werk. das
ſich durch gediegene Ausſtattung, vor allem aber durch
prächtige zablreiche Illuſtrationen auszeichnet und, im
Verein mit ſeinem geiſtigen Inhalt, gewiß ein wertvolles
Kleinod jeder Fachbibliothek bilden wird. insbeſondere
eine Quelle des Studium für ſolche, die ſich mit
Theater=
fragen techniſcher wie künſtleriſcher Art zu befaſſen haben.”
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
Schatzſcheinen, die im ganzen Reiche zur
Subſkrip=
ſtion aufgelegt werden ſollen. Die Schatzſcheine ſollen
durch die Einnahmen aus den Kriegsſteuern (in der
Hauptſache Zuſchläge zu der Salz=, Seide= und
Alkohol=
ſteuer) garantiert werden.
Vom Kriegsſchauplatz.
* Paris, 21. Nov. Der Konſtantinopeler
Sonder=
berichterſtatter des Temps meldet über die
Verteidi=
gung der Tſchataldſcha=Linie, die türkiſche
Artillerie habe in den letzten Kämpfen den Eindruck
her=
vorgerufen, daß ſie beſſer ſchieße als die bulgariſche. Auch
der im bulgariſchen Lager in Jeniköj befindliche
Sonder=
berichterſtatter desſelben Blattes meldet über die Kämpfe
in der Tſchataldſcha=Linie, daß die türkiſche Artillerie jetzt
beſſer mit Munition verſehen ſei und auch
beſſer ziele. Es ſei dies das erſtemal ſeit Beginn des
Krieges, daß ſie ſich als wirkſam erwieſen und die
An=
greifer aufgehalten habe.
* Konſtantinopel, 22. Nov. Türkiſche
Offi=
ziere, die geſtern mit dienſtlichen Aufträgen vorübergehend
hierher zurückkehrten, ſchildern übereinſtimmend die
Si=
tuation an der Tſchataldſcha=Linie als
ſehr hoffnungsvoll. Der Adjutant Izzet Paſchas,
des Chefs des großen Generalſtabs, gab dem Vertreter
des Wolff=Bureaus folgenden Ueberblick über die
Kampf=
tage ſeit Sonntag: Am Sonntag rückten die Bulgaren
über Lazarkoeij, um durch Werfen des rechten türkiſchen
Flügels die türkiſche Geſamtſtellung aufzurollen; ſie
wur=
den zurückgeworfen. Es gelang ſogar einer türkiſchen
Abteilung, in der Nacht zum Dienstag bis Lazarkoeij
vorzuſtoßen und dem Feinde zwei Maſchinengewehre
wegzunehmen. Bei dieſem Nachtgefecht allein verloren
die Bulgaren 800 Tote, darunter 20 Offiziere. Sonſt
ha=
ben Montags nur unbedeutende Kämpfe auf der ganzen
Linie ſtattgefunden. Am Dienstag verſuchten die
Bul=
garen, nachdem ſie anſcheinend vom linken Flügel ſtarke
Verſtärkungen herangezogen hatten, das türkiſche Zentrum
zu durchbrechen. Der Verſuch ſcheiterte, obgleich die
Bul=
garen bis auf 600 Meter an die Infanterie=Stellungen
vor den Forts Hamidie und Mahmudie herankamen.
Gleich nach Einbruch der Nacht wurden die Bulgaren
wie=
der aus den 600=Meter=Stellungen durch einen
Bajonett=
anariff herausgeworfen und verfolgt. Sie verloren 250
Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Am Mittwoch
fan=
den unbedeutende Artilleriekämpfe ſtatt. An dieſem und
am folgenden Tage gelang es einem ſelbſtändigen
De=
tachement, ein Regiment unter dem deutſchen
Komman=
deur v. Loſſow, 10 Kilometer von Derkos, in die
Flanke der Bulaaren vorzudringen und dieſe zu werfen.
Die Bulgaren ſtehen jetzt anſcheinend auf der Linie
Tſchiftikkoei=Kalfakioi=Subaſchi=Jodſchegiz=Tſchataldſchaund
den Höhen nach Kadikoei. Die bulgariſchen Gefangenen
erzählen von ſchweren Verluſten auf bulaariſcher Seite.
Dort berrſche die Ruhr. die Cholera und Mangel an
Le=
bensmitteln. Bei den Türken ſei die Cholera in den
letz=
ten Tagen zurückgegangen. Die Verpfleauna und der
Munitionserſatz ſeien aut. Die Moral ſei durch das
Ein=
treffen vorzüglicher Truvpen und Korps aus Erſingjan
ſehr geboben. Jzzet Paſchas’ Einfluß dominiert.
* Belgrad, 21. Nov. Nach der Schlacht bei
Monaſtir flüchtete ein großer Teil der türkiſchen
Truppen unter Preisgabe von Waffen und Munition ins
Gebirge. Es heißt, daß auch der Oberkommandant
Dſchavid Paſcha mit ſeinem Stabe ſich bei den
Geflüch=
beten befindet. Viele Türken, die im Gebirge keine
Zu=
flucht finden konnten, ſind nach Monaſtir zurückgekehrt und
haben ſich ergeben. Bisher wurden 5000 Türken
gefan=
gen. 12000 Verwundete wurden auf dem Schlachtfelde
gefunden. Die ſerbiſchen Truppen haben die Verfolgung
energiſch aufgenommen.
* Athen 21. Nov. Der Kronprinz
telegra=
phierte am 20. November aus Danitza: Nachdem meine
Armee die Päſſe Gornitſchevo und
Kirlider=
bend überſchritten hatte, entwickelte ſich auf der Linie
Zaerdani=Florina ein Kampf. Ich beſetzte
Flo=
rina. Die türkiſche Armee, die bei Monaſtir von den
Ser=
ben angegriffen worden war, und von der Verbindung
mit Resna abgeſchnitten wurde, zog ſich in Unordnung
auf Florina zurück. Ich fing heute diejenigen ab, die
nicht mehr Zeit hatten, ſich zurückzuziehen. Eine große
Menge Munition und Kriegsmaterial fiel in unſere
Hände. Die Zahl der Türken, die ſich auf Florina
zurück=
zogen, beläuft ſich auf 30000.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 22. Nov. Der Kreuzer
„Hamedie” der auf der Höhe von Derkoz von ſechs
bulgariſchen Torpedobooten angegriffen und am
Vorder=
teil beſchädigt worden iſt, ſoll bereits in den Bosporus
eingelaufen ſein. Ein offizielles Telegramm des
Kom=
mandanten des Kreuzers beſagt: Nach dem Bericht unſerer
Batterieoffiziere wurden zwei bulgariſche Torpedoboote
durch Artilleriefeuer zum Sinken gebracht, ein
drittes beſchädigt. Es konnte entfliehen und ſchoß etwa
zwei Meilen entfernt zwei Torpedos auf uns ab. —
Amt=
lich wurden geſtern 46 Cholerafälle gemeldet, davon ſind
17 tödlich verlaufen.
* Konſtantinopel, 22. Nov. Zwei ruſſiſche
Kreuzer ſind in Songudlak am Schwarzen Meer
ein=
getroffen.
* Belgrad, 22. Nov. Der öſterreichiſch=
un=
gariſche Konſul, Edl, der geſtern nachmittag hier
eingetroffen iſt, hatte unmittelbar nach ſeine Ankunft ein:
lange Konferenz mit dem Geſandten Ugron. Der Konſul
reiſt heute nach Uesküb von wo aus er ſich nach Prizrend
und Mitrowitza begibt. Um dem Konſul ſeine Miſſion
zu erleichtern und damit ihm auf der Reiſe keine
Schwie=
riakeiten bereitet werden, begleitet ihn ein höherer
ſer=
biſcher Beamter vom Miniſterium des Aeußern.
* Athen, 22. Nov. Das Marineminiſterium
teilt mit: Ein griechiſches Geſchwader erſchien
geſtern nachmittag vor Mytilene. Admiral Countouriotis
forderte die Stadt zur ſofortigen Uebergabe auf. Die
fremden Konſuln rieten, um unnötiges Blutvergießen zu
vermeiden, zur Räumung der Stadt durch die 700 Mann
ſtarke türkiſche Garniſon. Der Admiral ließ 1500 Mann
landen, von denen 400 die Stadt beſetzten und 1100 die
Verfolgung des Feindes aufnahmen. Die Landung fand
unter dem Schutze des griechiſchen Geſchwaders ſtatt, das
hierauf nach Lemnos weiterfuhr.
* Köln, 22. Nov. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Athen: Der deutſche Dampfer „Enos”, der
vorige Woche mit klaren Papieren vom Piräus
abgefah=
ren iſt, wurde bei Lemnos von einem griechiſchen
Tor=
ppedoboot angehalten und in den Hafen von Mudros
geſchleppt. Die Schiffspapiere wurden beſchlagnahmt und
der Kapitän aufgefordert, die deutſche Flagge einzuholen.
Auf die Weigerung des Kapitäns hin wurde ſie durch
griechiſche Matroſen eingezogen und am nächſten Morgen
iunter der Flaggenparade die griechiſche Kriegsflagge ge=
hißt. Der Kapitän und die Mannſchaften lehnten es ab,
unter fremder Flagge Dienſt zu tun. Infolgedeſſen wurde
das Schiff durch Maſchiniſten der griechiſchen
Kriegs=
marine in den Piräus gebracht, wo nach einiger Zeit die
Hiſſung der deutſchen Flagge wieder erlaubt wurde. Das
Schiff erlitt auf der Fahrt Maſchinenſchaden, und die
Ge=
ſellſchaft verlangt nun Genugtuung und Schadenerſatz.
* London 22. Nov. Das Reuterſche Bureau
mel=
det aus Sofia: Der Miniſterrat hält eine beſondere
Sitz=
ung ab, um die türkiſche Mitteilung zu beraten. Es iſt
wenig wahrſcheinlich, daß die
Feindſelig=
keiten ſofort wieder aufgenommen werden.
Nach gewiſſen Andeutungen wird Bulgarien eine
verſöhn=
liche Haltung einntehmen und die urſprünglichen
Waffen=
ſtillſtandsbedingungen abändern.
Vermiſchtes.
— Ueber die Emilie=Rudolf Moſſe=
Stiftung in Berlin=Wilmersdorf verſendet der
Direk=
tor der Anſtalt einen die Jahre 1909 bis 1912 umfaſſenden
Bericht. Die im Jahre 1895 begründete, vom Direktor
Dr. Heinitz geleitete Anſtalt hat bekanntlich die
Beſtim=
mung, 100 Kinder, Knaben und Mädchen, vom 6. bis 16.
Lebensjahre unentgeltlich aufzunehmen, zu kleiden, zu
verpflegen und zu erziehen. Die Stiftung bildet eine
Er=
gänzung der auf dieſem Gebiete beſtehenden ähnlichen
Anſtalten. Sie will im Gegenſatz zu den öffentlichen
Waiſenhäuſern nur gebildete, in ihren Verhältniſſen
zu=
rückgekommene Familien unterſtützen und gewährt deshalb
höhere Schulbildung. Im übrigen ſind alle einſchränkenden
Bedingungen aufgehoben, die die Unterbringung
bedürf=
tiger Kinder häufig erſchweren. Es werden hier nämlich
Kinder aus ganz Deutſchland, ohne Unterſchied der
Reli=
gion, aufgenommen; es brauchen nicht unbedingt Waiſen
zu ſein, auch Kinder, deren Väter leben, aber
erwerbsun=
fähig ſind, können Aufnahme finden. Die Stiftungsſumme
betrug 3 100000 Mark. Nach Abzug der Koſten für Grund
und Boden, Gebäude und Einrichtung bleibt der Anſtalt
noch ein Barvermögen von 25 Millionen Mark, aus deſſen
Zinſen die jährlichen Ausgaben in Höhe von ungefähr
80000 Mark beſtritten werden. — Die nächſten Aufnahmen
finden Oſtern 1913 ſtatt; vorzugsweiſe werden 6jährige
Kinder, deren Schulunterricht beginnt, berückſichtigt.
Ge=
ſuche ſind ſchriftlich an die Privatadreſſe des Herrn Rudolf
Moſſe, Berlin W., Leipziger Platz 15, zu richten.
Literariſches.
C Die Kunſt unſerer Heimat. (Verlag und
Redaktion Dr. Daniel Greiner=Jugenheim.) Heft 10 des
6. Jahrganges dieſer heſſiſchen Heimatszeitſchrift iſt im
illuſtrierten Teil vornehmlich dem intereſſanten Bildhauer
und Plaſtiker Georg Buſch gewidmet. Das Heft enthält
an Bildern außer Reproduktionen dieſes Künſtlers ein
Bildnis Helene Chriſtallers von Elſe Wohlſtätter,
eine Anzahl Wohnhäuſer von Willi Lutz. Im Text ſind
vertreten Dr. D. Greiner mit einem Aufſatz über
Buſch, Helene Chriſtaller und Viktor Zobel mit
Feuilletonbeiträgen, Chriſtian Rauch mit einem Aufſatz
über den oberheſſiſchen Kunſttöpfer Ludwig Keßler und
Fritz Gräntz mit einer Anzahl Gedichten.
— Nationalökonomie in der Ehe iſt ein Schlagwort,
das ſehr gelehrt klingt. Wenn man aber „Hoffmanns
Haushaltungsbuch” zur Hand nimmt, dann wird
man erkennen, daß es ſich hier nicht um weiſe Theorien,
ſondern um eine ſehr geſunde Praxis handelt, darum
nämlich, daß die Hausfrau ein wenig Buchführung treibt,
und namentlich in jenen Fällen, wo es ſich für den Gatten
darum handelt, mit einem beſtimmten Gehalt
auszukom=
men. Das Buch iſt ſo eingeteilt, daß die Ausgaben für
jeden Tag des Jahres überſichtlich zuſammengeſtellt
wer=
den können, und da Nahrung Kleidung, Heizung uſw.
getrennt gebucht werden, erſcheinen die Monats= und
Jahresausgaben in den einzelnen Rubriken klar und
überſichtlich. Außerdem iſt noch eine Anweiſung für die
Schlußabrechnung gegeben; ein Küchenkalender und eine
Waſchtabelle ſind beigefügt, und Beiſpielstabellen für die
Bedürfniſſe eine größeren und kleineren Familie werden
mitgeteilt. Die Ausgabe für 1913 von Hoffmanns
Haus=
haltungsbuch iſt erſchienen (Verlag von Jul. Hoffmann,
Stuttgart) und kann durch alle Buchhandlungen zum Preis
von 2 Mk. bezogen werden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 22. Nov. Heute vormittag wurden im
Luſtgarten die Rekruten der Garniſon
Ber=
lin und der Umgebung vereidigt. Der Kaiſer, der nach
ſeinem Eintreffen mit dem Erzherzog Franz Ferdinand
im Schloſſe, in den Gemächern ſeines hohen Gaſtes
län=
gere Zeit verweilt hatte, erſchien bald nach 11 Uhr zu
Pferde im Luſtgarten und ritt die Fronten der Rekruten
ab. Mit dem Kaiſer waren erſchienen die Prinzen Eitel
Friedrich. Auguſt Wilhelm und Oskar. Nachdem die
Fah=
nen aus dem Schloß gebracht worden waren und am
Al=
tare Aufſtellung genommen hatten, hielten Geiſtliche beider
Bekenntniſſe Anſprachen. Die Vereidigung wurde
ſo=
dann brigadeweiſe vorgenommen.
* Altona, 22. Nov. In der Bahrenfelder Straße ſind
während der Abweſenheit der Mutter drei Kinder im
Al=
ter von drei bis ſieben Jahren verbrannt. Der
Brand iſt, wie es ſcheint, durch das Spielen mit
Streich=
hölzern entſtanden.
* Glauchau, 22. Nov. Ueber die hieſige Firma
Firn=
krantz u. Co, wurde wegen Differenzen über die
Ueber=
ſtundenlohnzahlung durch den Deutſchen
Tertilarbeiter=
verband die Sperre verhängt. Daraufhin
be=
ſchloß der Verband der ſächſiſch=thürinaiſchen Färbereien,
am Dienstag ſämtliche Betriebe zu ſchließen, wenn nicht
bis Montaa die Sperre aufgehoben iſt und die
Ausſtändi=
gen die Arbeit wieder aufgenommen haben.
* Bukareſt, 22. Nov. Geſtern fanden im erſten
Wahl=
kolleaium die allgemeinen Kammerwahlen ſtatt.
Gewählt wurden 33 Konſervative. 25 konſervative
Demo=
kraten, 19 Liberale und 1 Unabhänaiger. 2 Stichwahlen
ſind erforderlich. Unter den Gewählten befinden ſich die
Miniſter Take Jonescu. Marahi Loman, Michu
Cantacu=
zene, Filipescu. Diſſescu und der Führer der
Konſerva=
tiven Carp. Die Wahlen ſind im ganzen Lande ruhig
verlaufen.
* New=York, 22. Nov. Die Carneaie=Korvoration,
welche Carnegies
Wohltätiakeitsſtiftun=
gen verwaltet, gibt ihre Abſicht bekannt, eine jährliche
Penſion von 25000 Dollars früheren amerikaniſchen
Prä=
ſidenten oder deren Witwen zu gewähren bis ſie ſich
wie=
der verheirgteten oder ſolange der Staat ihnen keine
Penſion gewährt.
— München, 22. Nov. In einer ſehr gut beſuchten
Verſammlung von Künſtlern aller Richtungen wurde
geſtern der Zuſammenſchluß der bildenden
Künſtler, namentlich auch auf wirtſchaftlichem Ge=
biet beſchloſſen. Man will unter anderem eine
Kranken=
unterſtützungskaſſe bilden.
H. B. Trier, 22. Nov. Wie aus Saarlouis gemeldet
wird, rännte im Saarſellinger Walde ein Automobil,
in dem ſich vier franzöſiſche Beamte befanden, gegen einen
Baum. Zwei Inſaſſen wurden ſo ſchwer verletzt, daß ſie
im Spital in Saarlouis, wohin ſie gebracht wurden, nach
kurzer Zeit ſtarben. Die beiden anderen Inſaſſen und
der Chauffeur kamen mit leichteren Verletzungen davon.
— Solingen, 22. Nov. Zu den
Unterſchlagun=
gen in der hieſigen Ortskrankenkaſſe wird noch
gemeldet, daß auch der ſtellvertretende Vorſitzende,
Fa=
brikant Diesmann, verhaftet wurde. Die
unter=
ſchlagene Summe beträgt über 100000 Mark.
H. B. Peſt, 22. Nov. Kaiſer Franz Joſef hat
heute nachmittag ¾2 Uhr Peſt nach nahezu
dreiwöchent=
lichem Aufenthalt verlaſſen und ſich nach Wien begeben,
nachdem beide Delegationen heute ihre Arbeiten
vollkom=
men beendet hatten. Mit demſelben Hof=Sonderzug war
auch der Miniſter des Aeußern, Graf Berchtold, nach Wien
zurückgereiſt. Der Miniſter hatte ſich verſpätet und der
Kaiſer wartete auf dem Perron des Weſtbahnhofes
ſicht=
lich ungeduldig der Ankunft des Miniſters des Aeußern,
der knapp eine Minute vor dem Abgang des Zuges
er=
ſchien. Der Kaiſer bekundete lebhaftes Intereſſe für die
aus Berlin über die Ankunft des Erzherzogs=Thronfolgers
Franz Ferdinand angelangten erſten Depeſchen, die ihm
bereits hier zugegangen ſind.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber dem Kontinent hat ſich hoher Druck ausges
breitet, unter deſſen Einfluß Aufklären eingetreten iſte
Ueber Island liegt ein ſtarkes Tief, das ſich oſtwärts
be=
wegen dürfte. Bei weſtlichen Winden liegen die
Morgen=
temperaturen in Deutſchland zwiſchen 2 Grad und 6 Grad
Celſius. Niederſchläge fielen nur in geringer Menge,
Wir werden morgen unter dem Einfluß des
kontinen=
talen Hochs ſtehen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, 23. November:
Wechſelnd bewölkt, trocken, kühler, Nachtfroſt.
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Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 7.
RICHARD PAUL
ATELIER FUR GRABMALKUNST
DARMSTADT, ORAFENSTR. 4 II
KUNSTL. GRABDENKMALE, EIN-
IFASSUNGEN U. S. W. IN ALLEN
MATERIALIEN UND PRFISLAGEN.
1ln.
Geſchäftliches.
Man ſchreibt uns: Bei der gegenwärtigen politiſchen
Spannung in Europa wird die Frage der
Kriegsver=
ſicher ung wieder bedeutſam. Dieſe iſt im Jahre 1888,
kalſo vor nahezu einem Vierteljahrhundert, von der
Gothaer Lebensverſicherungsbank” in neue
Bahnen gelenkt durch die koſtenloſe Uebernahme der
Kriegsgefahr für Wehrpflichtige, die von beſonderen
Leiſtungen für eine Gefahr, der ſich der Einzelne nicht
entziehen kann, ganz befreit wurden. Die Einrichtung
hatte zur Folge, daß auch von den anderen Anſtalten
die Kriegsverſicherungsbedingungen neugeregelt wurden.
Während aber hier faſt durchweg irgendwelche
Be=
ſchränkungen eintraten — wie Antragserfordernis,
Warte=
zeit, Aufſchub der Auszahlung im Todesfall mit etwaiger
Kürzung der Verſicherungsſumme — iſt bei der Gothaer
Bank die Gefahrübernahme vollkommen durchgreifend:
die Kriegsverſicherung wird ohne beſonderen Antrag
vom Tage der Polizeneinlöſung an für jeden
Kriegs=
ſchauplatz mit ſofortiger Vollzahlung der
Lebensver=
ſicherungsſumme im Todesfall gewährt. Die
unentgelt=
liche Uebernahme kommt auch allen Offizieren des
Be=
urlaubtenſtandes, ſowie den Militärärzten und
Militär=
beamten zugute. Nur aktive Offiziere und Unteroffiziere
leiſten einen mäßigen einmaligen oder laufenden, jedoch
zeitlich begrenzten Zuſchlag. Der außerordentliche
Vor=
teil einer alsbaldigen vollen Sicherung im
Kriegs=
fall wird von den eine Lebensverſicheruug
eingehen=
den Kriegspflichtigen zweifellos gewürdigt werden. —
Hauptgeſchäftsſtelle der Bank in Darmſtadt:
Sebaſtian Eckler, Rheinſtraße 9, Telephon 243.
eDie Mitglieder der ſchon ſeit mehreren Jahren
be=
ſtehenden Darmſtädter Flugſport=Vereinigung
(die ſeit zwei Jahren auch in der Rhön ihre Verſuche
ausgeführt hat) erklären hiermit ausdrücklich, daß ſie
mit der in der letzten Zeit neugegründeten „
Darm=
ſtädter Flugſport=Vereinigung 1912” in keinerlei
Beziehung ſtehen. Da der Name der Neugründung,
bis auf die nachgeſetzte Jahreszahl 1912, mit dem
unſeren gleichlautend iſt, ſind ſchon verſchiedentlich
Ver=
wechſelungen vorgekommen, denen wir hiermit für die
Zukunft vorbeugen wollen.
(24189
AUssrELLUNG V. ZEICHNUNGEN U. MO.
DEt LEN IM SCHAUKASTEN GRAFENSTR. 4.
Der Stadtauflage heutiger Ausgabe liegt ein
Proſpekt bei von der Großwäſcherei Weſt,
Frankfurt a. M.=B., Filiale Darmſtadt,
Luiſen=
platz 1, worauf hiermit hingewieſen wird.
(24168
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Batavia” 17. Nov. 2 Uhr 45 Min. nachm.
von Baltimore nach Hamburg. „Cincinnati” 20. Nov.
11 Uhr 30 Min. morgens von Genua über Neapel nach
New=York. „Corcovada”, von New=York kommend,
20. Nov. 10 Uhr morgens in Hamburg. „Graf
Walder=
ſee” 20. Nov. 11 Uhr morgens von Philadelphia nach
Hamburg. „Moltke” von New=York nach Genua,
20. Nov. 7 Uhr abends von Funchal. „Preſident
Lincoln” 19. Nov. 7 Uhr abends von New=York über
Plymouth und Cherboura nach Hamburg.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 17. Nov. nachm. in New=York
einge=
troffen. „Nieuw. Amſterdam” 14. Nov. nachm. in
Rotterdam eingetroffen. „Noordam” 12. Nov. vorm.
von New=York abgegangen. „Ryndam” 19. Nov.
vorm. von New=York abgegangen.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, unſere liebe Tochter,
Schweſter und Schwägerin
(*12523
Emmi Eaner
plötzlich und unerwartet infolge eines
Gehirn=
ſchlages heute vormittag in ein beſſeres
Jen=
ſeits abzurufen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 22. November 1912.
Taunusſtraße 21.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, den
24. November, nachmittags 2 Uhr, vom Portale
des ſtädtiſchen Friedhofes aus.
Tageskalender.
Samstag, 23. November.
Großh. Hoftheater (Sondervorſtellung), Anfang
8 Uhr: „Minna von Barnhelm”
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert von Geh. Hofrat Profeſſor Burmeſter um
8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Lichtbilder=Vortrag zum Beſten der Freiwilligen
Sanitätskolonne vom Roten Kreuz um 8 Uhr im „
Kon=
kordiaſaal”.
Hauptverſammlung der Turngemeinde Darmſtadt
um 9 Uhr.
Herren=Abend des Bürgervereins und Darmſtädter
Fechtklubs um 8¾ Uhr, Saalbauſtraße 67.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtr. 23): Von der
Hofjagd in Letzlingen; die Präſidentenwahl in den
Ver=
einigten Staaten; Montenegriner bei dem Laden eines
modernen Belagerungsgeſchützes; König Peter von
Ser=
bien in Uesküb.
Sonntag, 24. November.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang 2½
Uhr: „Des Meeres und der Liebe Wellen‟ — Abends
7 Uhr (Ab. D): „Der Evangelimann”
Vorſtellung um 4 Uhr und 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Privatdozent Dr. Wirth um 8 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Hauptverſammlung des Heſſ. Landesvereins für
Frauenſtimmrecht im Hotel Heß (um 10½ Uhr geſchloſſene
Sitzung, 3 Uhr öffentliche Sitzung).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr — Hotel Heß um
3 Uhr. — „Perkeo” um 4 und 8 Uhr. — Bürgerkeller
um 4 Uhr. — Münchner Kindl um 4 Uhr. — Kölniſcher
Hof um 4 Uhr. — Britannia=Hotel.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends).
Puppen=Ausſtellung im Gewerbemuſeum,
Neckar=
ſtraße 3 (geöffnet von 11—1 und 3—5 Uhr, Mittwochs
von 3—7 Uhr).
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u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
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M. 95, 1silb. Uhrenarmband 800 gest.
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gest., à M. 25, 30, 45, 60, 80, 3 gold.
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Damen-Uhren v. M. 28 an, 2 silberne
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[ ← ][ ][ → ]Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 goldener Siegelring mit violettblauem Stein.
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1 ſeid. Damenregenſchirm mit gebogenem Griff. 1 geſticktes
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portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilberner Anhänger in Buchform mit
2 Photographien. 1 großer Schlüſſel. 1 Kinderfrühückskörbchen.
1 grauer Herrenglacéhandſchuh.
(24115
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(24137
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 24. Nov.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Veraufspreiſe dir Sleiſch-u. Wurſtwaren t. d. Haupt= u. Keſden kadt Harmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
Ochſenfleiſch
100 Pfg.
Rindfleiſch
94
Fett, roh
70
80
Fett, ausgelaſſen .
Leber
80 „
100 „
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
100 „
Bruſt . . 70 „
Schweinefleiſch
.100
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per !
Speck, geräuchert
120 Pfg.
Dörrfleiſch
120 „
Schinken m. Bein .
120
Rollſchinken
. 140
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
96
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt
96
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
Die Fleiſchverdingung für den Standort und den
Truppenübungs=
platz Darmſtadt für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1913
findet am 3. Dezember 1912, 9 Uhr vormittags, im
Geſchäfts=
zimmer des Provlantamts — Eſchollbrückerſtraße 25 — ſtatt.
Die Lieferungsbedingungen liegen in der Garniſon=
Fleiſch=
ausgabeſtelle — Blumenthalſtraße 111 — aus, können auch gegen
Bezahlung der Selbſtkoſten bezogen werden.
Verſiegelte Angebote mit der Aufſchrift: „Angebote auf
Fleiſch=
lieferung” ſind im Geſchäftszimmer des Proviantamts vor Beginn
des Termins abzugeben.
Die Lieferung für den Trnppenübungsplatz erfolgt zuſammen
mit dem Bedarf für die Garniſon Darmſtadt nach den für die
Gar=
niſon gültigen Bedingungen durch die Fleiſchausgabeſtelle. (24030ss
Proviantamt Darmſtadt.
Empfehle für meine Abteilung in
Bäckereis u. Konditoreiwaren:
Prima garantierten Odenwälder Honigiebkuchen, Metzer
Lebkucken in Paketen verſchiedener Sorten, Anis- u.
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gebackenes, Pfeffernüsse, ſowie paſſende Geſchenke in prima
Schokoladen u. Pralinés.
(24166a
Telephon
Ed. Türtmann, Grafenſtr. 19.
1425.
Miorteen
heilt (22262a
Dir. F. Baum
Wilhelminenſtr. 35 (Ecke Hügelſtr.)
I der VErnst-Ladwis Hehunstatt
(Dr. Lossen’s Klinik)
ist ein Radiumemanatorium
eröffnet worden.
Inhalationszeit: 10—12 Vorm. (15727a
4—6 Nachm.
an Wochentagen. Sonntags nur Vormittags.
Günstig beeinflusst werden:
Gicht in allen Formen, ehronischer
Rheuma-
tismus der Muskeln u. Gelenke, Zuckerkrankheit,
Störungen des Stoffwechsels, Blutkrankheiten,
sowie eine Reihe von Haut- und Nervenleiden.
In unſer Handets=Regiſter,
Ab=
teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Hinſichtlich der Firmen:
Am 11. November 1912.
1. Sophie Herrmann,
Darm=
ſtadt.
Die Firma iſt erloſchen.
Am 16. November 1912.
2. Rudolf Seligmann,
Darm=
ſtadt.
Geſchäft und Firma ſind
auf Otto Seligmann,
Kauf=
mann in Darmſtadt,
überge=
gangen.
(24122
3. A. Roſenthal & Cie.,
Darm=
ſtadt.
Der Firmeninhaber Franz
Ullmann in Offenbach am
Main hat ſeinen Wohnſitz nach
Darmſtadt verlegt.
Darmſtadt, 21. November 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Nie wiederkehrender
Gelegenheitskauf.
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ohne Betten u. Bezügen, zu
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(*12534
Näh. Expedition.
Holzgeld.
Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für im Holzerntejah=
1911/12 erſteigertes Holz aus den
Waldungen der Stadt Darmſtadt
hat bei Vermeidung des Mahn=
und Pfändungs=Verfahrens bis
längſtens Ende November 1912
an den Werktagen, vormittags
von 8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
erfolgen
(23811a
Darmſtadt, 15. November 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Abhanden gekommene
Sparkaſſenbücher.
Die vermißten Einlagenbücher
Nr. lautend auf den Namen
Hübner, Karl
70588
70611
Böttinger, Eliſabeth
72256 Heiß, Wilhelm
75535
Schneider, Wilhelm
78325
Wenner, Ludwig
78713
Meinhardt, Sergeant
Schönig, Jakob
122785
128465
Kottler, Karl
163669
Goretzka, Auguſt
Kremer, Margarete
172303
Michel, Karl.
184808
der ſtädtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt
werden nach deren Satzung § 20
für kraftlos erklärt, wenn ſie nicht
innerhalb drei Monaten
bei dieſer Kaſſe vorgezeigt werden.
Darmſtadt, 20. November 1912.
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende.
Wagner. (24092a
Bekanntmachung.
Montag, 9. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Förſter i. P. Jakob
Simon Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 853¾10 193 Hofreite Nied.=
Ramſtädter=
ſtraße 14,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K67/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 15. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V23701
Freiwillige
Immobiligr=Verſteigerung.
Donnerstag, 28. November I. Js.
vormittags 9 Uhr,
ſoll das Anweſen des Privatiers
Johann Philipp Vetter dahier,
Heinheimerſtraße Nr. 22,
Flur Nr. qm
IV 2291/10 459 Hofreite
Hein=
heimerſtraße,
IV 229¾/10 32 Grasgarten
da=
ſelbſt,
IV 234 178 Grabgarten da
ſelbſt,
in unſerem Bureau öffentlich
verſteigert werden. (V24104
Darmſtadt, 19. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
Bekanntmachung.
Freitag, 27. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Wilhelm Valentin
Neubauer Eheleuten dahier
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 891/10 108 Hofreite Große
Ochſengaſſe
Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K52/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 13. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V24103
Bekanntmachung.
Samstag, 7. Dezember 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Gärtner Hermann
Geyer II. zu Eberſtadt, im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 246 31 Hofreite
Schloßgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K79/12
Darmſtadt, 23. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V22288
Apfelwein
(24173a
zapft
J. M. Wolf, „zum Deutschen Hof‟,
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Goldreinetten 10 Pfd. „ 1,60
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wünſcht ſich m. kl. Beamten oder
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zu verheiraten. Offert. unt. K 12
an die Exped. ds. Bl. erb. (*12485
Heirat. Häusl. erz. Dame, anf. Wer.
ev, ſch. Erſch., m. gr. Verm., a. gut.
Fam. w. m. beſſ. Herrn, Akadem. od.
Fabrik., n. üb. 32 J., zw. Heirat bek.
z. werden. Anonym zwecklos. Off
A. M. 77 hauntpostl. Darmstadt. (*1
Glektriſier=Apparat u. alte Geige
Obill. Pallaswiesenstr. 12, II. I. (*12407
Weihnachtswunſch.
Tücht. Geſchäftsmann, 26 Jahre
alt, vermög., w. m. Dame oder
Witwe bel. zu w. z. Heirat. Off.
u. J 92 a. d. Exped. (*12479fso
Tücht. Geſchäftsm., ſelbſt., Ende
d. 20., ſtattl. Erſch., wünſcht wieder
paſſende Heirat. Aelteres, ſolides
Dienſtm. bevorzugt. Off. u. K31
an die Exped. d. Bl. (*12541
Derane
wird eingeſchnitten
(24171
Heinrich Papst,
Hausſchlach=
ter, Liebfrauenſtraße 31, parterre,
Telephon 2042.
Heirat!
ganz diskret und ſtreng reell, nur
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Buchhalter
27 J., ev., in Lebensſtellg., w. mit
häusl. erzog., vermög. Dame zw.
Heirat in Verkehr zu treten.
An=
onym zweckl., nur ernſtgem. Off.
erb., zu richten an F N 202
haupt-
postlagernd Darmstadt. (*12419
eb. Frl., anf.30, ev., ſchöne Erſch,
ſehr häusl., w. m. geb. ev. Herrn
in Lebensſtellung zwecks Heirat in
Verk. zu tret. Diskr. zugeſ. Off. erb.
u. D. W.hauptpoſtlagernd. (*12426
G.e.ioef
Warum keine Antwort. (*1
Zum Dekorieren v. Schaufenſtern
O Edeltannenzweige und
Christbäumchen, ohne
Wur=
zeln und mit Wurzeln, zum
An=
pflanzen auf Friedhöfen und
Gärten billig
(*12516
Mühlstrasse 5.
Mädchenkleider
ſowie Knabenanzüge werden gut
und billig angefertigt. Daſelbſt
auch Sachen zum Sticken
an=
genommen
(*12479
Gutenbergſtr. 5 (Manſarde).
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Bantam, billig abzugeben
Kranichſteinerſtr. 3, II. (*12508
ſchöner, zahmer Papagei mit
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Liebfrauenſtr. 78, 1. St. I.
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(*12510si
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23, November 1912.
Nummer 277.
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u. I 96 an die Exped. (*12391soi
Alleinſtehende Frau ſucht als
Spülfrau Arbeit
(*12467
Schloßgaſſe 33, Frau Werner.
Mädchen, welches kochen kann,
ſucht Aushilfsſtelle auf ſofort.
Mehrere nette Landmädchen,
dar=
unter Oberheſſinnen, eine
Lehrers=
tochter, welche nähen und bügeln
kann, ſuchen Stellen zum 2. und
(*12504so
15. Januar.
Frau Berta Neßling
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtraße 8.
Junge Frau ſucht Laufdienſt
Karlſtr. 40, Hinterh., part. (*12518
Junge Frau ſucht täglich ein
paar Stund. Beſchäftigung (*12532
Magdalenenſtr. 7, Hth., 1. Stock.
Emn fleiß. Mädchen ſucht
Lauf=
dienſt für den ganzen Tag; nimmt
auch Aushilfe an
(*12492
Langegaſſe 41, Hinterbau.
Kuniien
Kim. Volontärſtelle wird für
einen jung. Mann b. Std. geſucht.
Off. unt. J 57 a. d. Exv. (*12275dfs
Zuverl. Weſtenmacher nimmt
noch einige Weſten an. Näheres
Rundeturmſtraße 7.
(*12171ms
Gebildet., jg. Franzose,
über 4 J. in Engl. u. Deutſchl.,
mit gut. Kenntn. in Deutſch
u. Engl., ſ. ab 1. Jan. Stelle
als Korreſpondent. Off. unt.
J 98 an die Exped. (*12421
Junger Mann
24 Jahre, in Amerika längere Zeit
tätig, Engliſch perfekt, in Fahrrad=
und Automobilbranche erfahren,
ſucht, geſtützt auf beſte Zeugniſſe,
Stellung irgendwelcher Art.
Zu=
ſchrift erbeten unter A. K. 410
postlagernd Auerbach (
Berg=
ſtraße).
(*12405fs
weiblich
Fraulein
tücht. im Maſchinenſchreiben u. in
Büroarb., geſ. Selbſtgeſchriebenes
Ang. unt. I 49 Exped. (*12248ds
Tücht. Buchhalterin ſ. oauernd
geſucht. Oppenheimer & Co.,
Knaben-
kleiderfahrik, Schulſtraße 2. (*12431
Tüchtige Arbeiterin
Modes, für feines Putzgeſchäft
geſucht. Offert. unt. K 9 an die
(*12438
Ixpedition ds. Bl.
Einfache Stutze
zum 15. Dez. od. ſpät. nach Metz
in ruhig. Haushalt geſucht. Nähen
u. Bügeln Bedingung, auch zwei
ſchulpflichtige Mädchen zu
beauf=
ſichtigen. Näheres über Gehalt u.
(B23955
Leiſtungen erteilt
Frau Major Machenhauer
Wilhelmſtraße 23.
Geſucht ein fleiniges, ſauberes
Mädchen für Hausarbeit zu kleiner
Familie (3 Perſonen) nach
Heppen=
heim a. d. Bergſtr. Frau H. Fingado,
(*4174
Villa Starkenburg.
Iu kes Röchw, Lauz- u. Al umsdchen in
Privit- u. Geschä tsh u ern zinna
Dingel-
dein, gewerbsmäßige Stellenvermitt erin,
Elisabethenstr. 5. Teief. 531. (*12522
Mädchen, welches bürgerl.
Sulche: kocht, zu 2 Leuten.
Herr=
ſchaft, kleinere Familie, ſucht wegen
Verheiratung des Mädchens braves
Dienſtmädchen. Dame ſucht
Mäd=
chen, welches etwas kochen und
(*12507so
nähen kann.
Frau Berta Neßling
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtraße 8.
Ordentl. Dienſtmädchen neſucht
Ludwigsplatz 2, 2. Stock. (*12525
tansüber ge=
Saub. Mädchen ſucht (*12506
Grafenſtraße 35, 1. Stock, rechts.
Suche Herrſchalts= und Reſtaur.=
Köchin, Alleinmädch. m. g. Zeugn.
Johannette Weißmantel, gewerbsmätig
Stellenvermittlerin, Kasinostr. 17. (*12519
Geſucht ſaubere Lauffrau für
2 Std. vormittags Grüner Weg 35.
Vorzuſtellen von 8 Uhr ab. (*12478
Ein Mädchen von 12 Uhr ab
mittags geſucht Reſtaurant „Zum
Landgrafen” Grafenſtr. *7. (*12451
Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
(22 12a
Marktplatz 12.
Männte
19 Jahre alt,
Junger Mann, ſucht Stelle als
Verkäufer od. Kontoriſt,
gleich=
viel welcher Branche, auch
aus=
hilfsweiſe bis Weihnachten, bei
beſcheidenen Anſprüchen. Anerbiet.
unter J 38 Exped. (*12214ms
ſucht f. nachm. ein.
Jg. Schreiber
StundenSchreib=
beſchäft. (Maſchinenſchreibarb.
be=
vorz.). Off. u. K 26 a. d. Exp. (*12514
Einſacher, ehrlicher, fleißiger
Mann, verheiratet, Ende 30 er,
gedient, vom Lande, aus beſter
Familie, ſucht Stelle als
Lager=
diener, Verwalter, Pförtner
oder dergl. Kaution kann geſtellt
werden. Gefl. Zuſchriften erbeten
unter K 6 an die Exped. (24125a
Suche für einen Jungen
kaufm. Lehrſtelle in ein. Drogen=
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Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 13.
Vorträge.
nn. Im Zweigverein Darmſtadt des
Deut=
ſchen Techniker=Verbandes ſprach Freitag
abend im großen Saale des „Perkeo” Herr Händler=
Berlin, Redakteur der Deutſchen Techniler=Zeitung, an
Stelle von Direktor Rich. Schubert, vor einer zahlreichen
Zuhörerſchaft über „Selbſthilfe und Staatshilfe‟.
In ſeiner Einleitung beleuchtete der Redner zunächſt
die als erſte Etappe der Selbſthilfe geſchaffenen
Wohl=
fahrtseinrichtungen des zirka 30000 Mitglieder zählenden
Deutſchen Techniker=Verbandes, wie Krankenkaſſe,
Sterbe=
kaſſe und Unterſtützungskaſſe uſw., und legte die beiden
Grundmomente jeder Organiſationsarbeit, Selbſthilfe und
Staatshilfe, im einzelnen dar. Nach und nach war es
auch nötig, den Arbeitsvertrag, das Gehalt, die
Arbeits=
zeit und die rechtlichen Normen zu beeinfluſſen. Durch
ſeine Stellenloſenunterſtützung und Stellenvermittelung
ſucht er auf den Arbeitsmarkt einzuwirken und die
ſchlimm=
ſten Auswüchſe in der Entlohnung techniſcher Arbeit zu
beſeitigen. Weiter verfolgt der Verband das Ziel, ducch
direkte Verhandlungen mit den Unternehmern den
Ar=
beitsmarkt zu regeln und wo es not tut, auch mit geſetzlich
zuläſſigen Mitteln ſein Ziel durchzuſetzen. Von einem
Streik im landläufigen Sinne könne keine Rede ſein; hier
könne nur die Frage einer gemeinſamen Kündigung in
Betracht kommen. Eine Kündigung der Gemeinde= und
Staatsbeamten ſei hierbei völlig ausgeſchloſſen, weil der
Staat die Verpflichtung habe, ſeine Betriebe im Gang
zu halten. Der Staat ſei aber auch verpflichtet, für ſeine
Beamten geſunde und gerechte Arbeitsbedingungen zu
ſtellen. Deshalb ſei hier die Selbſthilfe in erſter Linie
zu fordern. Eine Neuregelung und Vereinheitlichung des
Beamtenrechts, Beſeitigung noch vieler Mißſtände, volle
Vereinsfreiheit, Beamtenausſchüſſe, Beſeitigung der
ge=
heimen Perſonaſakten, Reformen des Disziplinarrechts,
das ſeien die Forderungen des Verbandes für ſeine
Be=
amten. Redner forderte ferner, daß auch für die Techniker,
die bisher als Stiefkinder des Staates behandelt wurden,
endlich einmal etwas geſchehe, daß auch ihnen die
Vor=
teile des Handelsgeſetzes zu gut kommen und ſie bei der
Regelung der Konkurrenzklauſel nicht leer ausgehen. In
dieſen Zeiten müßten die Techniker des Staates und der
Induſtrie Hand in Hand gehen. Jeder Einzelne müſſe von
dem Gedanken durchdrungen ſein, was die
Vaterlands=
liebe für das Volk, müſſe auch die Standesorganiſation für
den Technikerſtand ſein. An den mit reichem Beifall
be=
gleiteten Vortrag ſchloß ſich noch eine rege Beſprechung.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
pehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion iyr Urteil vor.)
M.-V. Das am nächſten Mittwoch den 27. Nov.,
ſtattfindende erſte Winterkonzert des Mozart=
Vereins trägt den Charakter eines Liederabends,
a capella-Chöre wechſeln mit den Vorträgen des lyriſchen
Tenors der Frankfurter Opernbühne, Herrn Robert Hutt.
Die erſteren, dem Kunſt= und Volksliede gleichermaßen
Rechnung tragend, ſind durchweg muſikaliſch wertvolle
Kompoſitionen und mit Ausnahme der Gluckſchen Hymne
hier noch nicht zur Aufführung gekommen. Vielen wird
es eine beſondere Freude ſein, daß ſich darunter auch
wie=
der einmal ein Stück des allen älteren muſikaliſchen
Darm=
ſtädtern unvergeßlichen Ferd. Büchler, und zwar deſſen
inniges und tonſchönes „Schlummerlied” befindet. Einer
beſonderen Empfehlung des Herrn Hutt bedarf es wohl
nicht; der mit einer ſo ſelten glänzenden Tenorſtimme
und mit trefflichſter Geſangskunſt ausgerüſtete Künſtler
erntet auch als begeiſternder Liederſänger allſeitig die
gewohnten Lorbeeren; hier ſingt er die Bildnisarie aus
der Zauberflöte, eine Anzahl Lieder, ſowie „Am ſtillen
Herd” und Preislied” aus den Meiſterſingern. Eine
weitere Anziehung erhält der Abend durch die
Mitwirk=
ung der jugendlichen Pianiſtin Fanny Weiland aus
Leipzig. Einige einführende Perſonalnotizen über
die=
ſelbe werden willkommen ſein. Sie iſt 1898 in Odeſſa
geboren und gab dort ſchon im Alter von 9 Jahren ihr
erſtes Konzert mit außerordentlichem Erfolge. Sie kam
dann an das Königliche Konſervatorium nach Leipzig,
wo ſie Oſtern 1911 die Prüfung mit Auszeichnung
be=
ſtand und auch die Prämie erhielt. Private Studien bei
Profeſſor Teichmüller blieben fortbeſtehen. Ihr öffent=
liches Auftreten beſchränkte ſich einſtweilen noch auf
be=
ſondere Gelegenheiten; zwei Klavierabende jedoch in
Leip=
zig und Berlin machten ſie dann mit einem Schlage in
weiteſten Kreiſen bekannt und die geſamte Preſſe pries
ſie nun einhellig als eine ganz hervorragende Künſtlerin.
(Eingehendes Programm im Anzeigenteil.)
Sport.
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905.
Die erſte Mannſchaft des Sportklubs trifft morgen
Sonn=
tag in der erſten Mannſchaft der „Germania”=Pfungſtadt
auf einen ihrer ſpielſtärkſten und gefährlichſten Gegner. Die
zweite Mannſchaft fährt nach Pfungſtadt, um dort der
gleichen Mannſchaft obengenannten Vereins
gegenüber=
zutreten.
Luftfahrt.
HB. Berlin, 22. Nov. Auf dem Flugplatz
Johan=
nisthal verunglückte heute der Leutnant zur See
v. Winterfeld mit ſeinem Doppeldecker bei
Flugver=
ſuchen. Bei der Landung kam er auf ungünſtiges Terrain,
wo ſich der Apparat überſchlug. Der Offizier wurde von
ſeinem Sitz geſchleudert und erlitt verſchiedene
Quetſch=
ungen.
* Reims, 22. Nov. Der Flieger Frey iſt mit
ſeinem Eindecker abgeſtürzt. Er war ſofort tot.
* Etampes, 22. Nov. Der Unteroffizier=Flieger
Laurent iſt aus 100 Metern Höhe abgeſtürzt. Er
ſtarb bald darauf. Der ihn begleitende Fluggaſt iſt nur
leicht verletzt worden.
* London, 22. Nov. Zwei Herren fuhren geſtern
in dem Ballon „Meteor” mit der Abſicht von hier
ab, in Frankreich zu landen. Infolge Windmangels und
unter dem Einfluß des Regens auf die Ballonhülle fiel
der „Meteor” in der Nähe der Küſte ins Meer. Die
In=
ſaſſen wurden nachts durch ein Fiſcherboot gerettet, das
zufällig die Hilferufe hörte.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Das Ausländertum an der Darmſtädter Hochſchule.
Die in den letzten Tagen durch die Preſſe
veröffent=
lichten Berichte über die bekannten Vorfälle in der
Rhein=
ſtraße haben einigen Tageszeitungen und der
Bürger=
ſchaft Anlaß gegeben, die alleinige Schuld an den
Vor=
gängen der Geſamtheit der deutſchen Studenten
beizu=
meſſen.
Es kann uns nicht darauf ankommen, die
bedauer=
lichen Ausſchreitungen zu entſchuldigen, richtig zu ſtellen,
oder endgültig zu beurteilen, ſondern wir wollen einige
Ausführungen über das Ausländertum an den
Hoch=
ſchulen, beſonders an der hieſigen, bringen, die doch zu
denken geben werden.
Die Tatſache, daß ſchon längſt ein geſpanntes
Ver=
hältnis zwiſchen Deutſchen und Ausländern — Slawen
an unſerer Hochſchule herrſcht, iſt nicht wegzuleugnen
und auch ganz erklärlich, wenn man ſieht, wie ſich die
Mehrzahl dieſer Ausländer aufführt.
Es ſind uns eine ganze Reihe von Tatſachen bekannt,
die von vornherein den Frieden ausſchließen müſſen und
an einer deutſchen Hochſchule unerhört ſind. Den Gipfel
der Anmaßung bildet vor allem wohl die Tatſache, daß
ſich die ausländiſchen Studenten nicht ſcheuen, in
öffent=
lichen Lokalen ihre Nationalhymne abzuſingen. Wie
würde ſich der Ausländer dabei verhalten, wenn der
Deutſche derartige Kundgebungen im Auslande wagen
würde ?
Die Ruſſen treiben Politik, und damit beſchäftigt man
ſich nicht an deutſchen Hochſchulen. Sie verſuchen das
ver=
derbliche Weſen der ruſſiſchen Radikalen zu uns zu
brin=
gen. Angefangem vom Aeußeren und ſchließend mit
ihrem ganzen Betragen, ſchaffen viele von dieſen Ruſſen
einen Kreis, der den Traditionen, Rechten und Begriffen
unſerer Stulſentenſchaft abſolut widerſpricht.
Bezeich=
nend iſt es, daß manche der hieſigen Ruſſen ganz
ener=
giſch gegen das Treiben einiger ihrer Landsleute
prote=
ſtieren, wohl auch ein Beweis dafür, daß unſere
Be=
ſchwerden nicht ungerechtfertigt ſind. Charakteriſtiſch für
dieſe Ausländer iſt es, daß mehrere von ihnen Waffen bei
ſich führen. Wir leben in einem geordneten Staate, wo
ſolche Vorſichtsmaßregeln überflüſſig ſind und dieſen
Herren nur verhängnisvoll werden können.
Weitere Einzelheiten, die wir durch Beweiſe erhärten
können, vor der Oeffentlichkeit zu beſprechen, halten wir
nicht für angebracht.
Es iſt wohl jedem klar, daß das Gebaren der
ſlawi=
ſchen Ausländer bei uns keinesfalls noch weiter um ſich
greifen darf. Wir leben hier in Deutſchland, und die
Fremden als Gäſte haben ſich nach unſeren Gewohnheiten
zu richten.
Allerdings iſt auch ein gewiſſer Teil der
Studenten=
ſchaft ſelbſt nicht ohne Schuld, daß ſich die Ausländer in
ſo unliebſamer Weiſe bei uns breit machen. Beſonders
wird die „Freie Studentenſchaft” durch ihr „
Toleranz=
prinzip” gar leicht dazu verführt, eine Betätigung von
Ausländern zu verteidigen, die einen Mißbrauch des
Gaſt=
rechtes darſtellt, und dieſer Mißbrauch liegt ſtets vor,
wenn ſich Ausländer auf deutſchem Boden politiſch
be=
tätigen. Das geſchah in Leipzig und Berlin bei den
letz=
ten Reichstagswahlen und wurde von den Wortführern
der Wildenſchaft in öffentlichen Verſammlungen
vertei=
digt und gebilligt. Auch hier in Darmſtadt finden ſich,
wie die Studentenverſammlung vom 20. November 1912
zeigte, die Wortführer der „Freien Studentenſchaft”
be=
reit, ſich als Vormund der Ausländer aufzuſpielen. Die
Gründe hierfür mögen unerörtert bleiben.
Hervorgehoben ſei auch, daß die deutſchen Studenten
im Auslande bei weitem nicht unter gleichen Bedingungen
an den dortigen Hochſchulen aufgenommen werden
kön=
nen als die Ausländer hier. Und warum ſoll der Deutſche
ſeine techniſche Wiſſenſchaft dem Auslande preisgeben
zu ſeinem eigenen Schaden? Was man auf Univerſitäten
lehrt, mag Allgemeingut der Menſchheit werden, nicht
aber die Geheimniſſe der Technik.
Mit beſonderem Nachdruck muß aber verlangt werden,
daß durch die Hochſchulbehörden keinerlei Bevorzugung der
Ausländer den Deutſchen gegenüber ſtattfindet. Wir
ver=
weiſen hier auf die Artikel, die in der letzten Zeit über
unſere Hochſchule in großen Tageszeitungen erſchienen
ſind. Mag man auch jetzt von amtlicher Seite eine
Be=
vorzugung der Ausländer in Abrede ſtellen, ſo ſteht doch
folgendes feſt: Als ſeinerzeit auf der hieſigen Hochſchule
zur Diplomvorprüfung das Maturum verlangt wurde,
da wurde das entſprechende gleichwertige Zeugnis von
den Ruſſen nicht gefordert. Die Folge dieſer damaligen
Bevorzugung iſt, daß jetzt noch ruſſiſche Studierende zur
Diplomhauptprüfung zugelaſſen werden, die in der
Be=
vorzugungsperiode die Vorprüfung ablegten.
Nur ſo konnte es dahin kommen, daß das
Ausländer=
tum hier einen ſo hohen Prozentſatz erreicht, den höchſten
aller deutſchen Techniſchen Hochſchulen. Folgende Statiſtik,
die auf Grund amtlichen Materials aufgeſtellt iſt, dient
hierfür als Beweis:
Davon Proz
Deutſche: Ausl.: Ruſſen: Ausl:
Winter=Semeſter 08/9: 1186 . 353 253 23,5
Sommer=Semeſter 09: 1067 299 212
Winter=Semeſter 09/10: 1192 490 335
Sommer=Semeſter 10: 1052 375 283
Winter=Semeſter10/11: 1294 509 327
Sommer=Semeſter 11: 1078 388 282
Winter=Semeſter11/12: 1273 479 319
Sommer=Semeſter 12: 1037 347 247 25.
Die anderen Hochſchulen haben es beſſer verſtanden,
die ſo gefährliche Hochflut von Ausländern fern zu halten.
In München darf die Ausländerzahl 10 Prozent der
Stu=
dierenden nicht überſchreiten. In Danzig iſt die
Zu=
laſſung der Ausländer von miniſterieller Genehmigung
abhängig, und dieſe iſt bisher Ruſſen ſtets verſagt
wor=
den. Karlsruhe macht die Aufnahme von einer Prüfung
in der deutſchen Sprache abhängig. Stuttgart hat folgende
vorzügliche Beſtimmung: „Abiturienten ruſſiſcher
Schu=
len werden bis auf weiteres nicht unter die ordentlichen
Studierenden aufgenommen. Die Anerkennung der
ruſ=
ſiſchen Reifezeugniſſe iſt vorläufig und jedenfalls ſolange
ausgeſetzt, als die für deutſche Reifezeugniſſe geforderte
Gegenſeitigkeit von Rußland nicht zugeſagt iſt.”
Die anderen preußiſchen Hochſchulen, Berlin. Aachen
und Hannover, ferner Karlsruhe, Braunſchweig und
Dresden, verlangen wenigſtens den Nachweis des
vor=
herigen Beſuchs einer ruſſiſchen Hochſchule. Bei allen,
außer Karlsruhe, iſt die Ausländerzahl prozentual
ver=
ſchwindend klein.
Nur hier in Darmſtadt wagt man nicht die
Aus=
länderzahl genügend zu beſchränken, vielleicht aus der
falſchen Furcht, eine beträchtliche Hörerzahl zu verlieren,
oder aus anderen, hier nicht näher zu erörternden
Grün=
den. Darmſtadt iſt geradezu als ruſſiſche Hochſchulſtadt
bekannt.
Wir ſtellen daher die Forderung auf: „Die
Aus=
länderzahl iſt nach dem Muſter der anderen Hochſchulen
auch bei uns zu reduzieren, um endlich einmal
einiger=
maßen geſunde Verhältniſſe auf dieſem Gebiete
herbeizu=
führen.
Mögen dieſe Ausführungen in weiteren Kreiſen
Verſtändnis für dieſe unſere berechtigte Forderung
er=
wecken!
Die geſamten Korporationen (25) an der
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Nov.: Dem Maſchinenwärter beim
Städtiſchen Gaswerk Johannes Spieß, Schloßgaſſe 29,
ein S. Anton. Am 13.: dem Maurer Chriſtoph Bärenz,
Ballonplatz 9, eine T. Käthe. Am 16.: dem Schneider
Schmul L. Mandel Giller, Obergaſſe 20, eine T. Maria.
Am 19.: dem Fuhrmann Nikolaus Baumann, Große
Kaplaneigaſſe 36, eine T. Eliſabeth. Dem Lehrer Phil.
Unger, Lichtenbergſtraße 71, eine T. Hildegard Eliſabeth.
Am 21.: dem Weißbinder Karl Konrad Reininger,
Ar=
heilger Straße 77, ein S. Karl. Am 19.: dem
Hilfsweichen=
ſteller A. Friedrich Heudorf, Hinkelsgaſſe 9, ein S.
Hein=
rich Auguſt. Am 18.: dem Schieferdecker Jakob Friedrich
Eckart, Arheilger Straße 37, ein S. Wilhelm.
Aufgebote. Am 19. Nov.: Straßenreiniger Ewald
Becker mit Wilhelmine Eliſe Schiller, beide
Gardiſten=
ſtraße 8. Großh. Regierungsbaumeiſter Adolf Ludwig
Otto Mangold, Karlſtraße 2, mit Eliſab. Auguſte
Eleo=
nore Müller, Kiesſtraße 80. Landwirt Heinrich
Ste=
phan in Wörrſtadt mit Maria Muſſel, hier.
Bau=
ſchloſſergehilfe Ernſt Richard Jochmann in Dresden mit
Arbeiterin Anna Frieda Sauermann, ebenda. Poſtbote
Peter Becker in Klein=Gerau mit Dienſtmädchen Roſina
Schneller, hier. Schreiner Adolf Henkel,
Kaplanei=
gaſſe 42, mit Marie Rühl in Arheilgen. Am 20.:
Schuh=
macher Johann Enk in Aſpisheim mit Maria Karolina
Parthenſchlager, ebenda. Zahlmeiſteraſpirant
Vize=
wachtmeiſter Friedr. Wilh. Adolf Röttinger, hier mit
Marie Noll in Gedern. Fabrikarbeiter Ludw
Fär=
ber mit Schneiderin Eliſabeth Marg. Tilly, beide
Land=
graf=Georg=Straße 7. Bauglaſer Johann Gg. Bönſel
mit Fabrikarbeiterin Marg. Weber, beide in Arheilgen.
Dachdecker Georg Schmidt, Pankratiusſtraße 61, mit
Dorothea Johanna Reinhold, Mathildenplatz 5.
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mann Otto Wilhelm Horſt in Goddelau mit Chriſtina
Auguſte Marie Becker, Frankfurter Straße 7. Am 21.:
Schloſſer Wilhelm Klöß mit Kathar. Nothnagel, beide
in Griesheim. Lokomotivhilfsheizer Bernhard
Baden=
ſchneider in Biſchofsheim mit Anna Kraft in
Bleichen=
bach. Lehrer Auguſt Niebergall, Karlſtraße 104, mit
Lehrerin Anna Ella Gertrud=Scheffler in Thorn.
Geſtorbene. Am 19. Nov.: Luiſe Habermehl geb.
Geyer, Witwe des Weißbinders, 82 Jahre, ev., Große
Kaplaneigaſſe 11. Am 20.: Forſtaſſeſſor Wilhelm Leopold
Hermann Wilbrand 35 J., kath., Heinrichſtraße 110.
Am 19.: Marie Kathar. Nickel, T. des Taglöhners,
8 Mon., ev., Zwingenberg. Am 20.: Kunigunde
Fil=
ſinger geb. Buchert, Witwe des Kaufmanns, 49 Jahre,
kath., Schwanenſtraße 41. Eliſab. Bank geb. Fiſcher,
Witwe des Maurers, 63 Jahre, ev., Geiſtberg 2.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Nov.: dem Schneidermeiſter Peter
Döring, Neue Niederſtraße 5, eine T. Maria. Am 8.:
dem Schloſſer Philipp Berſch, Frankenſteinſtraße 47,
eine T. Am 3.: dem Kaminfeger Joſeph Fauſer,
Aha=
ſtraße 22, eine T. Johanna. Am 7.: dem Weißbinder
Heinrich Hemmerling, Ludwigshöhſtr. 9, ein S. Georg.
Am 12.: dem Lehrer Hermann Schmidt, Orangerieſtr. 8,
eine T. Elfriede Iſolde. Am 11.: dem Buchhändler
Gott=
fried Guſtav Wilhelm Kleinſchmidt, Am Erlenberg 6,
ein Sohn. Am 15.: dem Elektromonteur Ludw.
Speng=
ler, Tannenſtraße 5, ein S. Johannes. Am 17.: dem
Schloſſer Wilhelm Kaiſer, Forſtmeiſterſtraße 2, ein S.
Georg. Am 19.: dem Hausburſchen Wilhelm Heinrich
Ludwig Traum, Weinbergſtraße 27, ein S. Johann.
Am 17.: dem Forſtwartaſpirant Wilhelm Aßmus,
Fran=
kenſteinſtraße 42, eine T. Erna Eliſabeth. Am 16.: dem
Glaſer Karl Robert Hake, Forſtmeiſterſtraße 2, eine T.
Emma Anna.
Aufgebotene. Am 12. Nov.: Briefträger Johannes
Horſt, Witwer, zu Gießen und Anna Luiſe Adelberger,
Martinſtraße 56. Am 19.: Lohnkutſcher Heinrich
Winge=
feld Karlſtraße 96, und Anna Roſine Marg. Ahl,
Karl=
ſtraße 99.
Eheſchließungen. Am 14. Nov.: Schloſſer Anton
Behringer, Moosbergſtraße 50, und Eliſab. Beſt,
Lud=
wigshöhſtraße 60. Am 16.: Stuckateur Heinrich Bauer,
Ahaſtraße 22, und Eliſabeth Winkel Liebigſtraße 38.
Sterbefälle. Am 15. Nov.: Franziska Brockhoff geb.
Leimgardt, Witwe des Gutsbeſitzers, 74 Jahre, kath.,
Herderſtraße 24. Am 17.: Privatin Marie Eitzenberger,
75 Jahre, kath., Saalbauſtraße 79, ledig. Am 16.: Karl
Pohlmann, Sohn des Schneiders, 12 Jahre, kath.,
Nie=
der=Ramſtädter Straße 177. Am 20.: Manfred Maria
Bever, Sohn des Fabrikdirektors, 1 Jahr, kath.,
Heidel=
berger Straße 79.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
25. Sonntag nach Trinitatis, den 24. November 1912
Totenfeſt
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Nachm. um 3 Uhr: Vesper. — Mittwoch, den 27. Nov.,
abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Kollekte für die evangeliſche Krankenpflege. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte. —
Abends um 6 Uhr: Feier zum Gedächtnis der
Ent=
ſchlafenen unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins.
Pfarrer Velte. Kollekte für die evang. Krankenpflege.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer D. Dr.
Diehl. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Kollekte für die evang. Krankenpflege. — Vormittags um
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Friedhofsfeier nachm. um 3 Uhr:
Pfarraſſi=
ſtent Lautenſchläger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
29. Nov., abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtcke. — Der Kindergottesdienſt
fällt aus. — Nachmittags um 4 Uhr in der
Stadt=
kapelle: Abendmahl für Familien mit vorangehender
Beichte. — Montag, den 25. Nov., vorm. um 10½ Uhr,
findet zur Feier des Geburtstags Sr. Königl. Hoheit
des Großherzogs gemeinſamer Gottesdienſt der Militär=
und Zivilgemeinde ſtatt.
Johanneskirche: Kollekte für arme Kranke. — Vorm.
um 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends um 5 Uhr:
Liturgiſcher Gottesdienſt unter Mitwirkung des
Kirchen=
geſangvereins. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
— Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer D. Waitz. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Widmann. Kollekte für die Chorſchule. — Nachmittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. —
Nach=
mittags um 3 Uhr: Gedächtnisfeier auf dem Beſſunger
Friedhof. Pfarrer Wagner. — Mittwoch, den 27. Nov.,
abends um 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Wagner.
Panluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
— Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert. — Abends um 5 Uhr: Liturgiſcher Gottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 24. Nov.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Zweig der
Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonntag,
den 24. Nov., vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Gettesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntaa, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläudig getauſter Chriſten (Paptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 24. Nov., vorm. um 9½ Uhr:
Gebetsverſammlung. — Vormittags um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 24. Nov., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Abends um 8 Uhr: Predigt.
Prediger Schubert aus Frankfurt a. M.
Katholiſche Gemeinden
26. Sonntag nach Pfingſten, den 24. November 1912
Feſt der hl. Eliſabeth
Kollekte für die Armen des St. Eliſabethen=Vereins
St. Ludwigskirche: Samstag, den 23. Nov.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher
Gottes=
dienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für
die Abgeſtorbenen der Gemeinde. — Abends um 6 Uhr:
Herz=Mariä=Bruderſchaftsandacht mit Predigt. —
Mon=
tag, vorm. um 10 Uhr: Zur Feier des Geburtstages Sr.
Königl. Hoheit des Großherzogs levitiertes Hochamt mit
Predigt und Te Deum.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fränlein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabelhenkirche: Samstag, den 23. Nov.,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt
mit Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
23. Nov., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt
mit Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr:
Armenſeelen=
andacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 23. Nov., nachm
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. —
Werktags um ¾8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: Beichte. — Vorm. um ½8 Uhr: Amt und
Pre=
digt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
25th Sunday after Trinity, 24th Nov. 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche, Residenz.
schloss, at 4,15 p. m.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at Heidel.
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Heerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Nov.: Dem Hilfsrang.
Hein=
rich Späth S. Heinrich Friedrich, geb. 25. Sept. 17. Nov;:
Dem Friſeur Jakob Auracher T. Elfriede, geb. 22. Sept.
15. Nov.: Ein unehelicher S. Ludwig, geb. 7. November.
17. Nov.: Dem Taglöhner Konrad Lautenſchläger T.
Anna, geb. 8. Okt. Dem Inſtallationsarbeiter Georg
Wilhelm Marquard S. Wilhelm, geb. 29. April. Dem
Schutzmann Valentin Lortz S. Hermann, geb. 21. Okt.
21. Nov.: Dem Gärtner Ludwig Theodor Läpple S. Karl.
Eugen, geb. 9. Aug.
Johannesgemeinde: 17. Nov.: Dem Diplom=
Ingenieur Jacob Herbert T. Elfriede Katharine, geh.
5. Okt. Dem Diplom=Ingenieur Gottfried Ferdinand
Hinkel S. Franz Friedrich Wilhelm, geb. 1. Juli. Dem
Magazinier Meent Brunken T. Margarete Chriſtine, gebg
17. Sept. Dem Oberbahnaſſiſtent Karl Zimmermann
Eliſabeth, geb. 24. Okt. Dem Reſervelokomotivführer
Guſtav Hätſcher S. Albert Guſtav, geb. 20. Sept.
Martinsgemeinde: 12. Nov.: Dem Kolporteur
Karl Jährling S. Hans, geb. 16. Okt. Dem Bäcker Adam
Meiſter S. Ludwig, geb. 3. Okt. 13. Nov.: Dem
Tape=
zierer Johann Chriſtian Klöß T. Anna Auguſte und
T. Minna Konſtanze, geb. 21. Juli. 15. Nov.: Dem
Dentiſt Albert Boſch S Edgar Adam Heinrich Guſtav=
Albert, geb. 28. Sept. 17. Nov.: Dem Schmied Georg
Lorz S. Georg, geb. 5. Sept. Dem Lohnkutſcher Ludw.
Schmelz T. Karoline, geb. 13. Okt. Dem Schreiner Joſef=
Fuchs T. Kreszentia, geb. 31. Okt. Dem Poſtſekretär
Konrad Philipp Creter T. Gertrud Eliſabeth Lucie Helene,
geb. 21. Sept.
Petrusgemeinde: 24. Okt.: Eine unehel. Tochter
Berta, geb. 21. Okt. 31. Okt.: Eine unehel. Tochter
Eugenie, geb. 26. Okt. 10. Nov.: Dem Schuhmacher
Johannes Müller S. Johannes, geb. 31. Okt. Ein
un=
ehel. Sohn Adolf Willi, geb. 14. Okt. 17. Nov.: Dem
Hilfsarbeiter Karl Auguſt Preiß T. Friederike Elſe, geb.
4. Sept. Dem Schreiner Wilhelm Maximilian Eckers
S. Wilhelm Maximilian, geb. 16. Okt. 19. Nov.: Dem
Amtsrichter Karl Chriſtian Pückel T. Eliſabeth Hedwig
Minna Maria.
Paulusgemeinde: 16. Nov.: Dem
Oberbahn=
aſſiſtenten Friedrich Ludwig Stürtz S. Walter Alexander,
geb. 17. Nov. 1911. Dem Kaufmann Karl Eſſelborn
S. Werner, geb. 4. Nov. 17. Nov.: Dem Bäckermeiſter
Wilhelm Trautmann T. Erna Marie Margarete, geb.
25. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 18. Nov.: Former Konrad
Heid und Johanna Marie Lehr. 16. Nov.: Schloſſer
Adam Volk und Marie Stoll. Tylograph Friedrich
Lud=
wig Vöglin aus Meſſel und Anna Wirſing. 21. Nov.:
Finanzaſpirant Philipp Batz und Eliſabethe Margarethe
Mangold.
Johannesgemeinde: 16. Nov.: Dreher Balth.
Kimpel von hier und Anna Bauer zu Bonsweiher.
17. Nov.: Heizer Louis Knörzer zu Biſchofsheim und
Emilie Gottmann von hier.
Martinsgemeinde: 17. Nov.: Schneider Leonh.
Grönig und Helene Wilhelm, beide hier. 16. Nov.:
Tech=
niker Karl Böhm und Marie Daab.
Petrusgemeinde: 10. Nov.: Bahnſchaffner Otto
Friedrich Bauer in Aſchaffenburg und Maria Helene
Grimm zu Mainflingen. 16. Nov.: Stuckateur Heinrich
Bauer und Eliſabeth Winkel.
Brerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. Nov.: Privatin Eliſe Pfeiff,
69 J., ſtarb 12. Nov. 18. Nov.: Parrer i. P. Johannes
Schneider, 75 J., ſtarb 15. Nov. Ludwig Haun, S. des
Eiſendrehers, 11 Mon., ſtarb 16. Nov. 15. Nov.: Bertha
Reibold, T. des verſt. Taglöhners, 5 J., ſtarb 12. Nov.:
21. Nov.: Luiſe Habermehl, geb. Geyer, Witwe d.
Weiß=
binders, 82 J., ſtarb 19. Nov.
Martinsgemeinde: 14. Nov.: Eliſabeth Becker,
geb. Vetter, Ehefrau des Weichenſtellers 1. Kl., 46 J.,
ſtarb 11. Nov. 18. Nov.: Zimmermann Ludw. Schmidt,
63 J., ſtarb 16. Nov. 14. Nov.: Eliſabeth Trietſch, Witwe
des Schneidermeiſters, 66 J., ſtarb 12. Nov. 15. Nov.:
Fabrikarbeiter i. P. Ernſt Volk, 65 J., ſtarb 13. Nov.
19. Nov.: Eva Katharina Zahn, Witwe des Landwirts,
78 J., ſtarb 16. Nov.
Petrusgemeinde: 14. Nov.: Maria Magdalene
Geyer, geb. Horlebein, Ehefrau des Hochbauaufſehers,
40 J., ſtarb 12. Nov.
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Roman aus Maſuren von Horſt Bodemer.
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20)
Roßdorff hatte ſich in Waſſili Oſtrow eingemietet.
Bit=
tere Kälte lag über Petersburg. Aus ſeinen Fenſtern
ſah er hinab auf die mit einer dicken Eisſchicht bedeckte
Newa. In der kraftloſen Winterſonne funkelte die große
goldene Kuppel der Jſaakkathedrale, linker Hand den Kai
hinab lagen maſſige, braunrote Gebäude — das
Winter=
palais des Zaren.
Er war herzlich in der deutſchen Botſchaft
aufgenom=
men. Arbeit gab’s nicht viel, ſeine Karte hatte er bei den
Großwürdenträgern, dem Kommandeur des Regiments,
deſſen Chef der Deutſche Kaiſer iſt, bei einigen Botſchaften
und Geſandtſchaften anderer Staaten und den Spitzen der
deutſchen Geſellſchaft abgegeben.
Petersburg iſt eine Stadt, in der man zu leben weiß.
Neben rieſigem Reichtum gibt es fürchterliche Armut, mit
der hatte er gar nichts zu tun. Selbſt die Deutſchen, die
in Bedrängnis gerieten, verſchuldet oder unverſchuldet,
hatten ſich an das deutſche Generalkonſulat zu wenden,
nicht an die Botſchaft.
Drei Stunden ſollte er auf dem Bureau des
Militär=
attachés arbeiten. Meiſtens waren nur Kleinigkeiten zu
erledigen, Erſatz= und Meldeangelegenheiten der
Reſer=
viſten und der ſich zur Aushebung Stellenden unter den
deutſchen Reichsangehörigen,
Es bich ihn geungend Zeit ſch mt anſtnen.
Das geſellſchaftliche Leben begann hier vor neun Uhr
abends nicht, die Theater ſchloſſen erſt nach Mitternacht,
und dann ſpeiſte man in einem eleganten Reſtaurant auf
dem Newskyproſpekt, oder ſprach bei einer befreundeten
Familie vor, trank dort ſeinen Tee. Hatte man noch nicht
genug, fuhr man um zwei, drei Uhr früh nach den Inſeln,
die außerhalb der Stadt liegen, und vergnügte ſich dort
bis früh um ſechs in den verſchiedenſten Lokalen. Neben
den eleganten Paläſten mit guten Darbietungen ſtehen
ſchmutzige Buden für das Volk.
Roßdorff verlernte das Wundern.
Hier mußte man einen ganz anderen Maßſtab anlegen
als im lieben deutſchen Vaterlande. Die Auffaſſungen
waren weit laxer, über ein Skandälchen zuckte man die
Achſeln und drückte den Helden mit einem nachſichtigen
Lächeln die Hand. Die Zeitungen traten es ja nicht breit
— alſo!
Am Geburtstag des Deutſchen Kaiſers wurde er mit
dem Botſchaftsperſonal zum Frühſtück beim Zaren
be=
fohlen und den allerhöchſten Herrſchaften vorgeſtellt. Er
bekam einen Händedruck und den Stanislausorden dritter
Klaſſe. Abends feierte man den Tag im deutſchen Klub.
Dort lernte er eine Menge charmanter Menſchen kennen.
Die Reichsangehörigen hatten befreundete Familien
ein=
geladen, beſonders ſtark waren Ruſſen und Oeſterreicher
vertreten. Er fing bald an, warm im kalten Petersburg
zu werden. Aus dem leichtfertigen Leben machte er ſich
nichts. Ein friſches deutſches Mädchen wartete in der
maſtriſden de au in. Sehr en ſehie er ſch an feien
Schreibtiſch und ſchüttete Mannchen ſein Herz aus, und
weil der wenig nach Tampiſchkehnen kam, erzählte
Sollen=
ſtern, was in dem letzten Briefe Roßdorffs geſtanden
hatte, und das war dem Verliebten ganz recht! Onkelchen
nahm ſicherlich kein Blatt vor den Mund.
Eines Tages, im Monat Februar, war er bei der
Gemahlin des Botſchafters zu einem) Plauderſtündchen.
Exzellenz betrat den Salon, einen offenen Brief in der
Hand tragend.
Eine Neuigkeit, angenehm für Dich, liebe Frau, wie
für uns, Herr von Roßdorff. Wir bekommen einen jung
verheirateten Legationsſekretär, einen Herrn von
Wull=
now.
Wullnow?
Kennen Sie ihn?
Gewiß. Auch ſeine Frau kenne ich. Ich habe im
Hauſe ſeiner Eltern verkehrt — eine bildhübſche
Erſchein=
ung. Sie iſt die Tochter des Wirklichen Geheimen
Ober=
regierungsrats von Dittmark.
Das iſt ja herrlich! Ich habe ſo gern Jugend um
mich, beteuerte Exzellenz.
Natürlich mußte Roßdorff ſofort ausführlich
er=
zählen. Und während er das haſtig und verlegen tat,
be=
obachtete ihn der Botſchafter ſcharf.
Als Roßdorff gegangen war, ſagte er zu ſeiner Frau:
Mir ſcheint, Dein Schützling hat mit dieſer jungen Frau
von Wullnow eine Herzensaffäre durchgemacht,
Das wollen wir nicht hoffer.
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2
Roßdorff rief einen Schlitten heran, fuhr geraden
Weges nach Hauſe und ſchrieb einen langen Brief an
Herrn von Sollenſtern.
Schon nach wenigen Tagen lief die Antwort ein.
Mannchen habe ich nichts davon geſagt, erwähnen
Sie auch in Ihren Briefen an ihn Wullnows vorläufig
nicht, es hilft doch nun nichts mehr, und ſattelfeſt iſt der
gute Junge noch lange nicht wieder. Die Nerven gehen
alle Augenblicke mit ihm durch, aus ſeinem Bau iſt er
überhaupt nicht mehr herauszubekommen, direkt
menſchen=
ſcheu ſcheint er zu ſein. Hoffentlich macht der Frühling
mit ſeiner Arbeit den Schaden nach Möglichkeit wieder
gut!
Auf ſein Zuſammentreffen mit Wullnows war
Roß=
dorff ſehr geſpannt. War es eine Fügung des Schickſals,
daß ſie gerade hierher geſchickt wurden? Er wollte die
Augen aufmachen und ihre junge Ehe ſcharf beobachten,
denn nach ſeiner Anſicht war der ſarkaſtiſche Wullnow
nicht der Mann, der eine Frau auf die Dauer glücklich
machen konnte. Und in abſehbarer Zeit wurde deſſen
Frau ſeine Baſe. Wenn er im Herbſte zu Sollenſtern fuhr,
wollte er klar ſehen, wie es mit Gunild ſtand. Hatte er
erſt um Agathe Dittmarks Hand in aller Form angehalten,
dann ließ ſich vielleicht doch noch etwas für Mannchen tun.
Schließlich wußte er über ſeine Grübeleien ſelbſt
lachen. Mar heiratet dach nicht, um ſich zu trennen, und
Wullnow war ſicherlich der allerletzte, der ſich an den
Wagen fahren ließ.
Capri — Ende Februar!
Die Veilchen blühen und erfüllen die Luft mit ihrem
feinen Duft. Das Meer liegt ſtill zu Füßen des Felſens,
der tiefblaue Himmel ſpiegelt ſich im Waſſer, einzelne
Fiſcherbarken kreuzen hie und da. Nordöſtlich in violette
Schleier gehüllt, ruht noch traumverloren das Feſtland,
nur der Veſuv reckt trotzig ſeine Glieder der jungen
Sonne entgegen, dünner Rauch ſteigt ſenkrecht aus dem
Krater und legt ſich breit wie ein Hut auf den Gipfel.
Im Hafen von Neapel, deſſen Häuſermaſſen deutlich
ſichtbar werden, je höher die Sonne ſteigt, fängt das Leben
an ſich zu regen, kleine Dampfboote ſchießen wie Pfeile
aus dem Maſtenwald, vor dem ein paar mächtige, trotzige
Kriegsſchiffe liegen, die dicke dunkle Rauchſchwaden in den
Frühlingstag ſchleudern. Drohend türmen ſich die
ſchwarzbraunen Wolken übereinander.
Auf der Terraſſe des Hotels ſitzt im baftſeibenen
An=
zug Wullnow, ein Stoß Briefe liegt auf dem Tiſche. Er
blättert in einer deutſchen Zeitung. Der Kellner bringt
das Frühſtück. Ungeduldig ſieht der junge Ehemann
nach der Uhr, ſeine Stirn legt ſich in Falten, Lautlos
verſchwindet der dienſtbare Geiſt wieder,
Es war noch früh am Tage, und Gunild wird
Aufſtehen ſchwer.
Capri iſt am ſchönſten frühmorgens und bei Sone
untergang. Bitte, richte Dich danach!
In einem Tone, der keinen Widerſpruch duldet,at
er es geſtern abend zu ſeiner Frau geſagt, und ſie erfüll
ſeine Wünſche. Eben trat ſie in elegantem Gewand übe
die Schwelle, friſch und roſig wie dieſer Frühlingsta
ſelbſt.
Ein befriedigtes Lächeln um den Mund, nickte ihr de
junge Gatte zu. Komm, das Frühſtück wird kalt!
Einen Augenblick Friedrich Karl.
In tiefen Zügen atmete ſie die milde Lurt ein, ihles
Augen weiteten ſich, ſie legte ihrem Manne di Hand auft
die Schulter.
Und er hatte ſeine Freude an ihrer Begeiſterung.
Als ſie ſich aber nicht losreißen konnte von dem Bilde,
wurde er doch ungehalten.
Nun iſt’s aber genug, ich habe einen Bärenhunger!
Ohne ein weiteres Wort nahm ſie ihm gegenüben
Platz. Er ſtellte dies mit Befriedigung feſt. Die ſchönes
Gunild war wirklich ein Weib nach ſeinem Herzen gewore
den; ein paarmal hatte ſie opponieren wollen, in Floren
und Rom, aber ihr Widerſtand war ſchnell
zuſammen=
gebrochen,
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 21.
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Beſtand Ende 1911: 6437 Mitglieder mit 12645 Einlagen.
Die Anſtalt, die Ende 1911 eine Jahresgeſellſchaft für die Verſicherung ſteigender Renten
geſchloſſen hat, ladet hiermit zum Beitritt der mit Beginn dieſes Jahres neu eröffneten
Jahres=
geſelſchaft ein.
Die auf Gegenſeitigkeit und Erbverbrüderung beruhende Verſicherungsart bezweckt, ihren
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nehmern gegen unwiderrufliche Kapitaleinlagen jährliche Renten zu gewähren, welche mit zunehmendem
Lebensalter des Verſicherten wachſen.
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Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
Staubrgeluffe
* iſt das Merkmal der Bureaux und
Fabrik=
ſäle und den Atmungsorganen in hohem
Maße ſchädlich. Darum neigen ſo viele
Beamke und Arbeiter bei rauhem Wetter
un zu Huſten und Heiſerkeik. Den meiſten ſind
die Wybert=Tablekten zur Linderung des Huſtens und Befreiung des
Rachens von der Verſchleimung ſchon bekannt. Bitten Sie Ihren
Kol=
legen darum, wenn Sie keine haben. Sonſt erhalten Sie in allen
Apo=
äheken und Drogerien die Schachtel zu 1 Mark.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Im „Tannhaiſer” odder wie des bekannte
Trauer=
ſchbiel haaße dhut, wo der beriehmte Freiſchütz eme
Babbedeckelſchwan en Kohlabbel vum Kobb ſchieße dhut
— — ich waaß net mehr ganz genau, awwer ich maan,
es weer im „Tannhaiſer” odder is es in de „
Affrigane=
rin”, odder im „Lehar” — es kennt aach im
Verwun=
ſchene Schloß” vorkumme, — no in „Gabriel Schlingels
Flucht” kommt’s net drinn vor, dann des is jo vum
Guſtav Blumenthal, un deß wo ich maan, des is vum
Wolfgang von Schiller. Wiſſe Se vun dem bekannte
Schiller do, der wo lauter ſo Sache geſchriwwe hott, wo
bloß Schbrichwerder drinn vorkumme un Ziedhade un ſo.
Iwwerhaubt maan ich, braicht mer mit dem Schiller gor
ſo kaa groß Gedees zu mache, dann deß weer mer
nem=
lich, newebei bemerkt un ſchließlich un iwwerhaubt, aach
e Kunſt, mit ſo Schbrichwerder un Ziedhate um ſich zu
ſchmeiße, wann mer mit lauter ſo Leid verkehrn dhut, die
wo ſo wie ſo blos im Riddmuß ſchwäzze un in de
Vers=
fieß erum marſchiern, un die wo die geflichelte Werter
zentnerweis nor ſo aus em Aermel ſchiddele, wie
beiſchbielsmeßig de Wallenſtaa, un de Tell, und die
Jung=
frau vun Orlemann, un die Maria Schuchard un wie die
Pappenheimer all gehaaße hawwe, mit dene wo der
Schiller erumgefloge is un mit dene er ſo zu ſage uff em
Dutzfuß geſtanne hott.
Der Schiller hett emol mit meine Bekannte
ver=
kehrn ſolle! — Ich maan derr Ihne awwer! — Do hett
ſer net ſo klotzig mit geflichelte Schbrichwerder um ſich
werfe kenne un mit Tendenze un ſo. Do hett er net zu
eme ganze gewehnliche Steiermahnzeddelmann, der wo
domols zu em kumme is, weil deß 4. Ziel ſchun verfalle
war, do hett er net zu dem ſage kenne, großmogelig mit
ſeim ſchwäwige Dialäkt: „Das Läbe iſcht der Gieder
heechſchtes niſcht, jedoch der Ibel greeſchtes iſcht die
Schuld!‟ — Ja deß Ziedädche is em ſelwigs mol grad
noch zu rechter Zeit eigefalle un domit hott er dem
Steier=
mahnzeddelmann imboniert, ſo daß der arm Deiwel
ſafange hatt zu greine wie e Schloßhund un hott zu em
geſagt: „Ja, Herr Brofeſſer, Sie hawwe ganz recht,
awwer wann Se net bezahle, muß ich Ihne penne!”
Un dodemit kemt ich nu eigentlich zu dem, wos ich
ſchun gleich vun allem A’fang a hab ſage wolle. Nemlich
der Schiller hott alſo aach emol ſchbrichwerdlich in aam
vun ſeine Theaterſchticker geſagt: „Es gibt im
Menſchen=
läben Aageblicke, wo er dem Weltgeiſt näher ſteht als
ſunſt, un eine Frage frei hatt an das Schickſahl!” — Alſo
nehmlich in Bezugnahme dodruff, do muß ich ſchun ſage,
daß derardige Aageblicke ſozuſage net alle Aageblick
vor=
kumme, indem daß ſe nemlich recht ſelte ſin. Un wos mich
perſenlich bedrifft, wann ich emol ſo en Aageblick gehatt
hatt, wo ich dere zuſtendige Stell emol e Frag vorlege
hett kenne, do hott’s immer gehaaße: „Beſetzt! — Bitte
ſpäter anrufen!” Un uff die Art hab ich eigentlich noch nie
die Verbindung verwiſcht, un deſtowege hab ich aach bis
heit noch kaa Antwort uff mei Frage, die mer eigentlich
geſetzlich zuſteht.
Doherngege hab ich awwer als annern Aageblicke, die
wo mer bis heit noch e Frag worn, un die wo ganze Däg
lang dauern, un iwwer die ich mer ſchun xmol de Kobb
verbroche hab. Nemlich es gibt als mitunner ſo Dage,
wann mer do de Morjend aus em Pooſch krawwelt, do
mecht mer am liebſte mit ſich ſelbſt Schbeckdackel afange
un mecht ſich ſelwert erumhaage. Es hott aam noch kaa
Menſch wos gedho, awwer es liggt am im Geblied: „heit
is wos net im Schuß” un mer geht erum un macht e
Faſaad wie die dragiſche Muſe, wann ’re aaner uff des
linke Hiehneraag gedrete hatt.
Wann mer an ſo eme Morjend an de Waſſerſtaa
kimmt un will e Bad nemme, dann kann mer mit
Be=
ſtimmtheit druff rechne, daß aach die Waſſerleitung die
Gelbſucht hott un aus em Krehnche laift wie driewer
Ebbelwei. Nadierlich hott des Waſſerwerk aus purer
Schawwernäckigkeit ausgerechent in dere Nacht geſchbielt.
De Haustirran nadierlich, der leihd de ganze Dag uff
e Lauer un horcht un gibt Acht, ob net unneediger Weis
des deire Waſſer verbembelt werd. Leßt mer nu e paar
Ahmer voll fortlaafe — dann es kann aam doch niemand
zumute, in Lahmebrieh zu bade —, ſo kimmt dann der
Hausmorro gleich geſterzt wie e Blutvergießer no, un der
ſcheene Krach is do, der aam ſchun beim Uffſteige in de
Knoche gelege hott. Is nu ſoe Hausherr eiſichtig, dann
dhut er aam net gleich enausſchmeiße, ſundern er ſteht
aam bei un hilft aam uff’s Waſſerwerk ſchenne un
reſſe=
niern; e Middel, wo mehrſtendaals ſehr beruhigend uff
die Nerve werke dhut, un abſelud ungefehrlich is. Wann
eß net hilft, dann kann mer ſei Wud aach ſchterreliſiern,
indem mer hergeht un geht hie und ſchreibt e Eigeſandt
in die Zeidung enei, recht unhöflich un ſaubohneſtrohgrob;
ja, je gröwer als mer’s abfaſſe dhut, deſto beruhigender
wirkt’s uff die Gall un deſto weniger hott’s Ausſicht,
ab=
gedruckt zu werrn. Freilich, mit em Waſſerwerk direkt
azubinne, is net zu rade, dann do zieht mer mehrſtens de
Kerzere.
Daß mer awwer an ſo eme Unglicksdag for lauter
Aerjer vergißt, ſich iwwerhaubt zu weſche, des macht faſt
gor nix; die Hauptſach is, daß mer vor lauter Zorn ſein
Kaffee ſteh leßt un vergißt, ſei Friehſtick mitzunemme. Im
Geſchäft macht aam nadierlich an ſo eme Dag die ſcheenſt
Arweit kaan Spaß; wos mer afengt, geht ſchebb un es is,
als hett ſich Dood un Deiwel gege aam verſchworn. Mer
kimmt zuletzt derardig aus ſeim ſeelige Kondrakt, daß
mer ſich ſelwert im Wähk is un ſich ſo iwwerfliſſig
vor=
kimmt uff de Welt, daß mer ſich am liebſte ſelbſt
verkrim=
mele kennt. Des ganze Univerſum mit allem, wo dro= un
drumerum bambelt, is aam vollſtendig worſchtegal, odder,
wie der Englenner ſeegt, duttmemſchoos.
Wie geſagt, deß ſin ſo Stimmunge, un wos dro ſchuld
is — waaß mer’s?! — Die Middel, wo mer dodegege hat,
ſin aach ſehr verſchiede. Wann die Weiwer
beiſchbiels=
meßig vun ſo eme Afall befalle werrn, dann fange ſe wege
jedem Dreck a zu greine, daß de ganze Haushalt in de
Brieh erum ſchwimmt un des Waſſer de Drebb enunner
laaft; un ſie greine ſo lang, bis daß mer’n ergend wos
verſpreche dhut, un dann rutſche ſe langſam widder ins
ſeelige Gleichgewicht enei. Bei de Menner is des jedoch
ſchwieriger; do ſin die Reibfläche greeßer un des beſt is,
wann ſe e paar uff die Lamb gieße; deß dhut in de meiſte
Fäll den ſeelige Kondrakt widder herſtelle.
Allerdings, wann an ſo eme verwunſchene Dag aach
noch Ziehung is vun ere Lodderie, vun dere, wo mer
diß=
mol ganz beſcheide gehofft hatt, daß mer wenigſtens de
zweide Preis kriege dhet; un wo mer ſich awwer ſchun
im Stille ausgemolt hott, wos mer all afange dhet,
wann’s des Unglick wollt, daß mer ſogor mit em erſte
eraus kumme dhet un ſo. Un wann mer an ſo eme
Un=
glicksdag aach noch mit ſeim Loos newenaus ritſcht, dann
kennt aam ſei Weltſchmerz gor kaa Grenze mehr. Un ſo
is es mir gange. Um aa Hoor hett mer’s nemlich gelangt,
zwaaunſibbzigdauſendfimſhunnerdvierunſechzig hott
ge=
wunne, un
vierunzwanßigdauſendſiwwehunnnertſechsun=
fuffzig hatt ich! — Zwar, es gibt iwwer die Fordunah
jae Schbrichwort, deß, wo ausnahmsweis net vum
Schiller is, un uff des mer ſtolz ſei kann — wann mer net
gewinnt. (Ich for mei Daal dhets recht gern uff mich zur
Awendung bringe loſſe!) Awwer dißmol hott’s net
geſtimmt, deeß ſcheene Schbrichwort. — Wie kann mer
awwer aach ſooo dumm ſei un kann de erſte Preis um=
R. Sch.
dauſche. Ja, des Glick . . . . .
Literariſches.
— Majorvon Schill und der Müller von
Gieſelheim. Vaterländiſche Erzählung für
Deutſch=
lands Jugend und Volk. Von Herm. Müller=Bohn.
Mit zahlreichen Bildern von Kunſtmaler Arno Grimm.
Verlag von Guſtav Gräbner, Crimmitſchau. Preis eleg.
gebunden 2 Mk. Der durch ſeine biographiſchen und
hiſto=
riſchen Schriften, insbeſondere durch ſein großes Werk
über die Befreiungskriege wohlbekannte Verfaſſer gibt in
dieſem ſeinem neueſten Buche eine feſſelnde Erzählung
aus den Unglückstagen Deutſchlands und der
darauffol=
genden Zeit der Erhebung und Befreiung. Unter all den
Helden aus der ſchweren Zeit, die vergeblich an den
Ketten der Fremdherrſchaft rüttelten, lebt die Geſtalt des
kühnen Reitermajors Ferdinand von Schill am
lebendig=
ſten im Bewußtſein des deutſchen Volkes und der Jugend
fort. In der Perſon dieſes trefflich gezeichneten deutſchen
Mannes iſt die ſchwere Zeit der Fremdherrſchaft in
glücklichſter Weiſe verknüpft mit den ſiegreichen Tagen der
Befreiungskriege. Das vornehm ausgeſtattete und ſchön
illuſtrierte Buch wird ſich unter den zahlreich erſchienenen
Weihnachtsſchriften ſicher einen ehrenvollen Platz erobern
— Luſtige Zoologie (Zoologica comica). Das
iſt eine genaue Beſchreibung aller in dieſem Buche vor=
kommenden lebendigen Tiere der Welt mit faſt 100
natur=
getreuen Abbildungen von Wilhelm Buſch.
Heraus=
gegeben von Rudolf Will. Gebunden 2 Mk. Verlag von
Walther Fiedler, Leipzig. Dieſe Luſtige Zoologie iſt
un=
zweifelhaft eins der ſpaßigſten Bücher, die es gibt.
Unſagbar komiſch ſind auch die Bilder; man kann noch
immer nichts Beſſeres ſagen, als lauter echte Buſch,
un=
widerſtehlich in ihrem ſchlagenden Humor und treffſicher
in jedem Strich. Indem der um Wilhelm Buſch verdiente
Herausgeber dieſe Zoologie zum erſtenmal als Buſch=
Werk herausgibt, iſt für die ungezählten Buſch=Verehren
eine ſeiner intereſſanteſten humoriſtiſchen Schöpfungen
wieder hergeſtellt.
Gewinnauszug
der
1. Drenßiſch=Küddentſchen
(227. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
5. Klaſſe 11. Ziehungstag 21. November 1912
auf fede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewiane
gefallen, aud zwar je einer auf die Loſe gleicher Rummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten)
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 61698
6 Gewinne zu 5000 Mk. 119469 144030 167178
62 Gewinne zu 3000 Mk. 1404 6129 7008 7723
12076 13203 18047 24865 54987 64406 68839 72006
75430 77149 101739 109268 118506 121430 138973
147818 162789 159125 160144 164783 177867 161461
169358 191392 194762 199718 206984
148 Gewinne zu 1000 Mk. 1233 2535 5413 7016
2090 9545 9691 11983 13960 16213 28536 30989
81160 35558 36050 38456 39867 43770 44668 45456
45519 46401 59362 61633 62492 68604 70744 72676m
72761 82592 82928 65185 87372 66852 90672 94130%
110069 112393 118875 119433 121340 123752 125410
126334 126851 127216 134763 140031 141673 148683
150570 151264 166065 156010 158244 160117 172117
173420 174877 177682 178513 185469 185707 186914
189194 189991 190350 192320 193682 194282 194479
196441 207092 207912
192 Gewinne zu 500 Mk. 4708 6092 7105 7112.
9500 12634 14557 26543 27512 29642 33804 36566
41293 45449 45696 46408 51420 54677 56186 56304
57698 59450 60044 60202 61271 65199 67174 67615
68616 71129 72655 73859 75557 76165 76676 77761
78835 60350 83213 83644 84515 85571 87693 69161
91533 92665 94135 97276 98232 101707 102182.
102571 106376 109921 111423 117682 116738 120004
120514 121965 123602 132315 134367 140634 145371
145509 146752 151052 152058 152086 154286 154966
166192 159797 168950 169639 170101 173347 175101
177742 182316 184484 185760 187366 187665 191761
192735 193498 196063 197463 196267 198770 199489
199599 204523 207986
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 66255
4 Gewinne zu 5000 Mk. 30944 150746
76 Gewinne zu 3000 Mk. 3127 12852 22618 24002
24519 37059 39226 39269 40188 44645 63409 69443
78718 62721 83345 91560 96087 99164 104455 115634
118446 121392 126403 127156 128845 1348422 144706
152495 155173 156871 169387 170698 184176 195236
200197 201309 203417 207539
140 Gewinne zu 1000 Mk. 883 1662 2236 3472
3725 6727 10537 17128 24070 26645 28173 29624
80910 34067 36346 39470 42201 43648 46380 49297
61027 62763 63426 54709 64975 56336 66864 57866
58272 60479 65874 67080 67201 74674 76774 79389
79891 62748 84767 88090 90062 91313 91782 92494
100413 103117 103123 115637 117211 131490 182997
133983 138717 151037 163729 154884 160283 161674
162927 167144 170268 174862 176410 176110 176231
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190 Gewinne zu 600 Mk. 454. 1425 1810 3703
9287 11534 12240 12667 14261 19164 21686 29242
33596 45297 45760 46300 47617 47831 51890 53536
54103 58818 64759 70577 71016 71270 74222 74446
76028 76782 78716 80526 81662 87165 87468 67807
86904 93508 101287 105848 106835 106851 112448
113358 117035 118529 119620 125139 127715 132085
132448 133648 184129 134757 136065 137187 137353
138127 138355 144479 148220 149028 149117 149263
149889 152402 152567 152777 153031 165333 155458
156670 157665 158177 160373 165537 171332 173421
174759 175934 177601 179169 179369 181337 162541
184651 192543 194603 194902 197755 198673 196961
199262 200138 201549 202034 206363
Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 3a.
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Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 27.
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Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Krieg dem Kriege! — Volksverſammlungen. — Monſieur
Jaurés in Berlin. — Der Nobelpreis für Gerhart
Haupt=
mann. — Vorträge. — Berlin vor 1880. — Allerhand von
Weinſtuben. — Alt= und Neu=Berlin. — Umwandlungen.
— Die neuen Hotels. — Erweiterung des Eſplanade=
Hotels. — Theater Groß=Berlin.
Auch in Berlin ging’s kürzlich recht kriegeriſch zu,
wenn auch nur in den Sälen der Haſenheide und in jenen
anderer großer Reſtaurants an verſchiedenen Punkten der
Stadt. Krieg wurde dem Kriege erklärt, unter
dem ſtürmiſchen Beifall der dichtgedrängten Maſſen, welche
die weiten Räume überall bis zum letzten Plätzchen füllten.
Als beſondere Anziehungskraft hatte ſich die
ſozialdemo=
kratiſche Parteileitung den franzöſiſchen Parteiführer
Jau=
rés verſchrieben, dem diesmal bei ſeinem öffentlichen
Auftreten nicht ſolche Schwierigkeiten gemacht wurden, wie
vor ſieben Jahren. Der Genannte iſt fraglos eine
inter=
eſſante Perſönlichkeit, voll Temperament und
Schlagfertig=
leit, in der zeitgenöſſiſchen Politik gut bewandert;
die=
jenigen unſerer Landsleute, denen ein Handinhandgehen
Deutſchlands mit Frankreich in bedeutſamen politiſchen
und wirtſchaftlichen Fragen ſympathiſch iſt, werden es
Herrn Jaurés Dank wiſſen, daß er ſtets für ein friedliches
Zuſammengehen der beiden ſtarken Nachbarn eingetreten
iſt und darob in ſeiner Heimat mancherlei Anfeindungen
ausgeſetzt war. Wenn er zum Schluß ſeiner langen, des
näheren auch den gegenwärtigen Krieg am Balkan
behan=
delnden Rede unter minutenlangem Beifall verkündete:
„Friede für die Völker, Krieg gegen den
Krieg!” ſo wird er dafür auch außerhalb ſeiner
Partei=
genoſſen das zuſtimmende Verſtändnis finden. Aber durch
Reden und Verſammlungen ſind noch nie große
inter=
nationale Konflikte und Raſſengegenſätze gelöſt worden,
und es iſt gut, wenn Deutſchland ſein Schwert fortgeſetzt
ſcharf hält, denn, wie es nun einmal auf dieſem mancher
Verbeſſerung nötigen Erdball der Fall iſt, genießt auch
heute noch nur der Starke Anſehen und Einfluß.
Als ſchönes Zeichen internationaler Anerkennung
deut=
ſchen geiſtigen Strebens und Webens wurde hier die
Zu=
erkennung des literariſchen Nobelpreiſes
an Gerhart Hauptmann anläßlich des 50.
Ge=
burtstages des Dichters betrachtet und mit warmer
Sym=
pathie begrüßt. Der Dichter darf mit dem Ergebnis ſeiner
Geburtstagsſeler in jeder Beziehung zufrieden ſein, dem
in inniger Weiſe zeigte man ihm aufs hundertfachſte, wie
freudig und tief in vielen Kreiſen das Dankgefühl für all
das iſt, was er uns in ernſter und reger Schaffensluſt
ge=
geben. Welch feſtgegründete Stellung er in unſerer
Lite=
ratur eingenommen hat, beweiſt wohl am beſten, daß ſeit
längerer Zeit ſeine neuen Gaben nicht mehr umhallt ſind
von literariſchem Parteigezänk, wie es früher oft ſo
lär=
mend und unerquicklich der Fall geweſen, ſondern daß ſie
einzig auf ihren eigentlichen Wert hin geprüft und
gewür=
digt werden. Dieſen Standpunkt der Kritik und des
Pu=
blikums ſchien leider nicht das Komitee des zu Ehren des
Dichters gegebenen Banketts zu teilen, denn es hatte die
Zahl der Teilnehmer nicht nur eng begrenzt, ſondern hatte
ſeine Aufforderung zur Betelligung bloß an ganz
be=
ſtimmte Kreiſe, die früher oft genug Gerhart Hauptmunn
durch ihren übertriebenen Kultus geſchadet, ergehen laſſen.
Nachher las man dann in den Berichten über jenes Feſt
die Klage, daß ſich demſelben die überwiegende Mehrzahl
der hier lebenden Schriftſteller ferngehalten, ein ganz
un=
berechtigter Vorwurf, da jene, die gewiß mit Freuden
teil=
genommen, ja gar keine Mitteilung darüber erhalten
hatten. Ein Papſttum in der Literatur taugt eben nichts,
es iſt von größerem Nachteil, als von Nutzen.
Dem 50jährigen Dichter hatte einen Teil ſeines
Pro=
gramms auch Hermann Böttcher, der zu den tüch
tigſten und beliebteſten Darſtellern unſeres Königlichen
Schauſpielhauſes gehört, gewidmet, gelegentlich ſeines
Vortragsabends im Bechſteinſaal, der eine große und
bei=
fallsfrohe Zuhörerſchar angelockt hatte. Auch die
Dich=
tungen anderer Poeten die in dieſem Jahre ihr fünftes
Lebensjahrzehnt abgeſchloſſen, gelangten eindrucksvoll zu
Gehör, in großer Vielſeitigkeit des Gebotenen und auch
in der anmutigen Form des Gebens. Derartige
Vor=
tragsabende haben ſich bei uns in den letzten Wintern
mehr und mehr eingebürgert und verhältnismäßig ſchnel
ein feſtes und dankbares Publikum erworben. So traten
in jüngſter Zeit als Vortragende Moiſſi,
Baſſer=
mann und Clewing auf, die ſämtlich ihre beſtimmte
Anhängerſchar von Verehrern und noch mehr
Verehrerin=
nen haben, daneben fehlt’s nicht an Vorträgen aus den
Gebieten der Kunſt, der Wiſſenſchaft und Literatur, und
wer auch nur einem Teil derſelben beiwohnen möchte,
müßte ſchon ſeine winterlichen Abende verdreifachen. Im
„Verein zur Förderung der Kunſt” ſprach vor kurzem
Guſtav Manz in ſeiner warmblütigen und
verſtänd=
nisreichen, liebenswürdigen Weiſe über Hanns
Fech=
ner, den hochbegabten Maler=Dichter, dem leider ein
ſchweres Augenleiden den Pinſel aus der Hand
genom=
men und der ſich ſeitdem mehr und mehr dem literariſchen
Schaffen widmet, zumal er ſich aus dem lärmenden
Ber=
liner Trubel nach einem landſchaftlichen Idyll des
Rie=
ſengebirges zurückgezogen. In charakteriſtiſcher und feiner
Stimmungsmalerei zeichnet uns Hanns Fechner mit Vor
liebe originelle Perſönlichkeiten, auch bedeutende
Men=
ſchen und humorerfüllte Ereigniſſe aus ſeiner Jugend=
und Künſtlerzeit, wie in den „Angelbrüdern” und im
„Spreehans” uns eine Fülle von echtem Humor durch
wehter Schilderungen aus dem Berlin vor 1880 gebend;
verlebte doch der jetzt Zweiundfünfzigjährige ſeine
Ju=
gend und erſte Akademiezeit in der Stadt an der Spree.
Berlinvor 1880 — etwas mehr wie dreißig Jahre
iſt’s her, eine an ſich nur kurze Spanne in der Entwicklung
einer Stadt, und doch mutet es uns grad’ in dieſem Falle
an, als ob ſchon eine ganze Reihe von Dezennien ver=
ſioſſn. Das pricht am beutlichſten für die gewaligen
Umwandlungen, welche die deutſche Kaiſerreſidenz
durch=
gemacht hat und fortgeſetzt durchmacht. So oft man
da=
von ſpricht ſo oft man darüber lieſt, iſt die Verwunderung
ſtets dieſelbe. Auch an zwei Stammburgen des
Altber=
linertums wird mehr und mehr die zerſtörende oder
um=
geſtaltende Hand gelegt: an die altüberlieferten
und gemütlichen Weinſtuben und
Bier=
lokale, die ſich verhältnismäßig lange ihr
patriarchali=
ſches Weſen zu bewahren gewußt hatten, wie gleichzeitig
ihre Stammgeſellſchaften, die oft von feſſelnder
Zuſammen=
ſetzung waren. Weniger die Fremden als die
Einheimi=
ſchen fanden den Weg hierher, da ſie wußten, daß ſie für
verhältnismäßig billigen Preis einen edlen Tropfen und
guten „Happen=Pappen” erhielten) Verſchiedene diefer
Firmen und Lokale beanſpruchen ein kulturhiſtoriſches
Intereſſe und ſind eng mit Berlins Geſchichte und
Ent=
wickelung verknüpft. So hat oft genug in dem Maurer
u. Brachtſchen Weinkeller in der Brüderſtraße
Leſſing geſeſſen, in froher Zecherrunde oder auch in ernſtem
Geſpräche mit Mendelsſohn, Nicolai und Rammler. In
der Nähe, in der Heiligen Geiſtſtraße, wohnte er ja, und
wenn er zu ſeinem Fenſter ein rotes Fähnlein
hinaus=
ſteckte, ſo war dies für ſein Gegenüber, Rammler, das
Zeichen, die Bücher, Papier und Federn beiſeite zu
ſchie=
ben und den traulichen Weinkeller unter dem Erdboden
aufzuſuchen. Eines Tages las dort Mendelsſohn, der
be=
rühmte Philoſoph, den Genoſſen ſeinen „Phaedon über
die Unſterblichkeit der Seele” vor. Ein Berliner Bürger,
der am Nebentiſche ſeinen Wein trank, hörte
zufälliger=
weiſe zu und trat nach der Vorleſung an den Tiſch, an
welchem Leſſing, Mendelsſohn und Nicolai ſaßen. „Ick
jloobe nich an ihn!” meinte er. — „Woran glauben Sie
nicht?” fragte Leſſing. — „Nu, an der Unſterblichkeit.” —
„Warum denn nicht?‟ — „Ja, ſehn Se, wenn ick dran
floobte und ſe kommt nich, denn ärgerte ick mir. Wenn
ick nich dran jloobe und ſe kommt doch nich, ſo finde ick
weiter niſcht dabei” wenn ick aber nich dran jloobe und
ſe kommt, ſo freie ick mir: merken Se wat? Drum jloobe
ick nich an der Unſterblichkeit!” Sprach’s und verließ das
berühmte Dreigeſtirn.
Wieviel ließe ſich von den Weinſtuben von Lutter
u. Wegner, in der die „Serapionsbrüder”
zuſammen=
kamen, von Habel, Unter den Linden, von
Hauß=
mann in der Jägerſtraße, von Huth in der
Pots=
damerſtraße, von Frederich, jetzt Eichhornſtraße,
er=
zählen, die, wenn ſie zum Teil auch moderniſiert wurden,
doch ſich ſehr viel von ihrer Behaglichkeit und manch
be=
deutſamen künſtleriſchen und literariſchen Ueberlieferungen
zu bewahren gewußt haben, wie man auch in ihnen noch
heute auf viele Berühmtheiten aus allen Schichten des
öffentlichen Berliner Lebens trifft. Dreſſels
Wein=
lokal freilich, das gleichfalls durch verſchiedene
Dezen=
nien ſeine Rolle geſpielt, iſt verſchwunden, das Haus fiel
der Bauſpekulation zum Opfer, und wo einſt dem Bacchus
gehuldigt ward, wird nun Merkur ſein Szepter führen.
Noch größer ſind die Veränderungen, die in unſerem
Hotelweſen zu verzeichnen ſind. Fortgewiſcht vom
Erdboden ſind jene Unter den Linden gelegen geweſenen
kleineren und gemütlichen Gaſthöfe — um beim deutſchen
Namen zu bleiben — die man in beſtimmter Hinſicht als
Wahrzeichen des früheren Berlin betrachten konnte und
die in der Provinz ihr treues Publikum beſaßen. Portier
und Oberkellner wußten genau die Wünſche der
eintreffen=
den Gäſte, ſowie deren Vorliebe für dies und jenes Zim=
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
mer, kannten oft genau die perſönlichen Angelegenheiten
und halfen, wenn es verlangt ward, gern mit Rat und
Tat aus. Oft wurde ihnen großes Vertrauen geſchenkt,
das ſie meiſt rechtfertigten. Welch eine bezeichnende
Szene, daß Moltke, der Chef des preußiſchen
General=
ſtabes, an einem ſchwülen Julitage des Jahres 1870 ruhig
ſeinen Platz an der gewohnten Mittagstafel des auch
ſchon längſt verſchwundenen Meinhardtſchen Hotels
ein=
nahm, wie alle Tage zuvor, und erſt nach Aufhebung der
Tafel den benachbart ſitzenden Herren mitteilte: „Der
Krieg iſt heute erklärt worden!“
Derartiges iſt heute kaum mehr möglich. Die Hotels
haben völlig ihre frühere Intimität verloren, ſie wurden
immer größer und luxuriöſer, nach vielen Tauſenden
zählen die Fremden, welche die beliebteſten und
hervor=
ragendſten von ihnen jahraus jahrein beſuchen. Anſtelle
der einſt ſo beſcheidenen Speiſeſäle in Gold und Weiß
mit Vervielfältigungen einiger bekannter Gemälde in
Oeldruck oder Photographie, ſind glanzvoll ausgeſtattete
Hallen und Säle getreten, ergänzt durch weitere Räume,
die feſtlichen Zwecken dienen. Die Hotels verſtanden es
ſehr gut, dem wachſenden Vergnügungsbedürfnis und
der Ausdehnung der Gaſtlichkeit über die
Privatwohnun=
gen hinaus entgegenzukommen und ſchufen den
ſchönheits=
freudigen Rahmen für feſtliche Veranſtaltungen aller Art,
vom Fünfuhr=Nachmittagstee und
Wohltätigkeitskränz=
chen angefangen, bis zu den größten Bällen und
Hoch=
zeiten. Eine letztere, zu der 250 Einladungen ergangen
— es handelte ſich um die Vermählung der Tochter einer
hieſigen wohlhabenden Dame, die auch durch die
Sym=
pathien des Kaiſers ausgezeichnet wird — fand am
letz=
ten Sonntag in den neuen Feſträumen des Eſplanade=
Hotels ſtatt, die gerade einen Tag zuvor, mit
Aufwend=
ung der äußerſten Energie und Einſtellung vieler Hilfs=
kräfte, fertig geworden waren. Jene Feſträume
bil=
den den unteren Teil eines gewaltigen
Erweiterungs=
baues und paſſen ſich im Stil und Charakter
— Louis XIV. und XVI. — dem alten Bau an; ſie
wur=
den durchweg auf das vornehmſte ausgeſtattet und in
echtem Material ausgeführt. Bereits die Eingänge und
Vorräume in ihrer gewählten Architektur mit den
Wän=
den aus weißem Marmor und polierten weißen
Holzver=
kleidungen, dem Marmorfußboden und der lichten
Decken=
teilung in zarter Ornamentierung, ſind von frohſinnigem
und apartem Eindruck. Hoheitsvoll, dabei anheimelnd
und behaglich, wirkt der große Marmorſaal in ſeiner
reichen Gliederung mit Wandpilaſtern aus Sienna=
Mar=
mor, mit ſeiner kaſſetierten Decke, mit dem großen
Kron=
leuchter und vielen Wandarmen in Goldbronze, das ganze
Bild von mächtigen Spiegeln reflektiert; rote,
goldeinge=
wirkte Seidenvorhänge ſchließen die hohen Fenſter ein.
Der kleine Feſtſaal, deſſen Wände völlig mit Holz getäfelt
ſind, kann durch Oeffnung einer 8 Meter breiten
Schiebe=
tür zu dem großen Feſtſaal zugezogen werden und bildet
mit dieſem eine Raumflucht und Perſpektive von
groß=
zügiger Wirkung. Auch die Architektur des
Winter=
gartens, deſſen Abmeſſungen 14 X20 Meter bei einer
Höhe von 9 Metern betragen, zeigt mit ihren leichten
Bogenſtellungen und dem Gewölbe mit reicher, farbiger
Glasdecke feſtliche Stimmung, während in den kleineren
Räumen, den Reſtaurants, der Konverſations= und
Leſe=
halle mehr aufgintimere Wirkungen Gewicht gelegt wird.
Die Vergrößerung des Hotels umfaßte auch die
Neu=
ſchaffung vieler Salons und Schlafzimmer; letztere
ſämt=
lich mit benachbarten Bädern. Beachtenswert iſt, daß
nicht nur für die Gäſte, ſondern auch für die Angeſtellten
des umfaſſenden Betriebes auf das aufmerkſamſte geſorgt
wurde, und zwar durch die Errichtung eines für 80 Per=
ſonen berechneten Perſonalgebäudes. Es enthält
16 Bäder, jedes Zimmer hat Warm= und Kaltwaſſer,
Zen=
tralheizung und elektriſches Licht. Unter dem
Perſonal=
gebäude nebſt den anſchließenden Höfen liegt der zirka
2000 Quadratmeter große, mit allen neuzeitlichen
Ein=
richtungen verſehene Weinkeller der Weingroßhandlung
Eſplanade.
Mit der Vermehrung der Hotels hält jene der Theater
gleichen Schritt. Trotz der bekannten üblen Erfahrungen
der letzten Monate auf dem Theatergebiet werden wir
noch vor Ablauf dieſer Woche ein neues Theater erhalten,
das „Theater Groß=Berlin”. Dasſelbe hat
ſei=
nen Platz an den Ausſtellungshallen des Zoologiſchen
Gartens mit teilweiſer Benutzung derſelben erhalten,
direkt dem Bahnhof gegenüber, und kann an 2000
Be=
ſucher faſſen. Dem Erbauer, Baumeiſter Arthur
Biber=
feld, der die „Komiſche Oper” errichtet, war eine
ſchwie=
rige Aufgabe geſtellt, denn es iſt bekanntlich leichter, etwas
ganz Neues zu ſchaffen, als Vorhandenes zu Neuem
um=
zugeſtalten. Aber der tüchtige Architekt ſchuf auch hier
Hervorragendes und wußte die praktiſchen
Anforderun=
gen mit den künſtleriſchen zu vereinen. Von ſehr
gefälli=
gem Eindruck iſt der Theaterraum, den breite Gänge und
Korridore mit ausgiebigen Garderoben umziehen; trotz
der Größe wird es erreicht, daß man nirgends das
Ge=
fühl der Leere und des Kalten hat, was durch das
vor=
herrſchende dekorative Element vermieden ward. Das
neue Theater wird eine Verbindung herſtellen zwiſchen
Varieté und Ausſtattungsſtück, und will nur das beſte auf
beiden Gebieten geben. Bei dem wachſenden Hang nach
leichterer Unterhaltung — Ibſen gilt ſelbſt im
Tiergarten=
viertel ſchon als unmodern! — und der günſtigen Lage
des Theaters darf man wohl einen Erfolg erwarten.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. November 1912.
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Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Seite 31.
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* Hockey. Sonntag vormittag ſpielt auf dem
Sport=
platz (Rennbahn) an der Heidelberger Straße die erſte
Mannſchaft der Hockey=Abteilung des F.=K. „Olympia”=
Darmſtadt gegen die gleiche Mannſchaft des Hockeyklubs
Heidelberg, dem Meiſter des Oberrheiniſchen
Hockeyver=
bandes.
— Fußball. Fußballklub „Olympia” Wie
bereits mitgeteilt, hat der F.=K. Olympia morgen
Sonn=
tag die Ludwigshafener Fußballgeſellſchaft von 1903 zu
Gaſte. Die Olymvia=Mannſchaft wird in der Aufſtellung,
in welcher ſie vorausſichtlich antritt, einen
beachtenswer=
ten Gegner abgeben. Da die Mannſchaft durch einen neu
hinzu gekommenen finnländiſchen Repräſentativ=Spieler
verſtärkt iſt, wird man wohl nicht fehlgehen, wenn man
mit einem Sieg der Einheimiſchen rechnet. Auf jeden Fall
wird den Sportplatzbeſuchern ein recht intereſſantes Spiel
geboten werden.
Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes in
Heſſen und Heſſen=Naſſau im Oktober.
— In der Metallinduſtrie war die Lage des
Arbeitsmarktes gut. Nach dem Bericht der Frankfurter
Arbeitsvermittelungsſtelle fehlten hauptſächlich gute
Bau=
ſchloſſer, Spengler, Inſtallateure und Elektromonteure.
In der Gelbmetallbranche war jedoch gar keine Nachfrage.
In der Portefeuilleinduſtrie trat eine Konjunk=
turverbeſſerung gegenüber dem Vormonat des Vorjahres
infolge Hebung des Exports nach England zutage. Der
außergewöhnlich hohe Arbeitermangel bedingte
Ueber=
ſtunden in größerem Maßſtabe. Für Tapezierer auf
Kundſchaftsarbeit war in Frankfurt reichlich
Arbeits=
gelegenheit vorhanden. Im Sattlergewerbe war
die Beſchäftigungsmöglichkeit ungünſtig; nur einige junge
Leute wurden für Treibriemen und teilweiſe für
Geſchirr=
arbeit verlangt. In Wiesbaden ſind viele Tapezierer
nach Beendigung der Saiſon arbeitslos. In Worms war
bei den Sattlern und Tapezierern die Geſchäftslage
ziem=
lich gleichbleibend. In der Induſtrie der Holz= und
Schnitzſtoffe wurden nach dem Bericht der
Arbeits=
vermittelungsſtelle Frankfurt a. M. Neueinſtellungen in
größeren Betrieben nicht vorgenommen, dagegen wurden
Schreiner für Kundſchafts= und Reparaturarbeiten
ver=
langt. Die meiſten Arbeitſuchenden konnten untergebracht
werden. In Mainz war Nachfrage nach Schreinern, jedoch
meiſtens für kleinere Betriebe, bei den Bildhauern war
der Geſchäftsgang gut. In Darmſtadt war die
Möbel=
induſtrie voll beſchäftigt. Arbeiter auf feine polierte
Möbel wurden geſucht. Für Bauſchreiner war dagegen
der Berichtsmonat nach dem Bericht des Deutſchen
Holz=
arbeiterverbandes in Darmſtadt auffallend ſchlecht. In
der Tabakinduſtrie iſt nach dem Bericht des
Deut=
ſchen Tabakarbeiterverbandes in Gießen eine weſentliche
Veränderung des Arbeitsmarktes gegen den Vormonat
nicht eingetreten. In Mainz war die Nachfrage nach
Arbeitskräften in der Bekleidungsinduſtrie ſtärker als im
Vormonat. Die Offenbacher Schuhfabriken waren
ziem=
lich gut beſchäftigt. In Worms hat für Schneider und
Schuhmacher die Arbeitsgelegenheit zugenommen. Die
Lage im Baugewerbe war auch in dieſem Monate
nicht überall die gleiche. In Mainz war ein Rückgang in
der Nachfrage nach Arbeitskräften zu verzeichnen. In
Wiesbaden war es im Bauhandwerk nach wie vor ſtill. In
Offenbach war die Bautätigkeit gering, ebenſo in
Darm=
ſtadt. Dagegen war in Worms die Geſchäftslage recht
gut. Im graphiſchen Gewerbe fanden nach dem
Bericht des Verbandes der Deutſchen Buchdrucker in
Frankfurt a. M. durch die Inangriffnahme der
Adreßbuch=
arbeiten eine große Anzahl von Gehilfen Stellung. Durch
den Abgang von Rekruten fand eine weitere
Verminder=
ung der Arbeitsloſen ſtatt. Es verblieben 86 Arbeitsloſe
gegen 131 im Vormonat. In Mainz hat ſich die
Arbeits=
gelegenheit im Berichtsmonat etwas gehoben, immerhin
blieb ſie noch gegen das Vorjahr zurück. In der
Land=
wirtſchaft war nach dem Bericht der
Arbeitsvermit=
telungsſtelle Frankfurt a. M. der Geſchäftsgang im
Be=
richtsmonat noch ſehr rege, wenn auch die Beſchäftigung,
hauptſächlich der Taglöhner durch die ungünſtigen
Wit=
terungsverhältniſſe manche Unterbrechung erfahren mußte.
Es wird auch in dem Bericht darüber geklagt, daß
haupt=
ſächlich die kleineren Landwirte bei
Witterungsumſchlä=
gen aus Sparſamkeitsrückſichten gleich die Leute entlaſſen.
Der Bericht verſpricht ſich von der geplanten Einführung
von Gebühren eine größere Stabilität der
Arbeitsverhält=
niſſe. In Darmſtadt wurden Ackerknechte nach dem Ried
und Odenwald viel geſucht, jedoch meiſt nur jüngere Leute
bis 30 Jahre. Arbeitſuchende in dieſem Alter waren
jedoch wenig vorhanden. Auch Arbeiter zum Ausmachen
von Kartoffeln, Dickwurz und Zuckerrüben wurden viel
geſucht, konnten aber ſchwer beſchafft werden. In Worms
war ſehr ſtarke Nachfrage nach Knechten,
landwirtſchaft=
lichen Arbeitern und Taglöhnern. Der Bedarf konnte
nicht gedeckt werden. Auf dem weiblichen
Dienſt=
botenmarkt war nach einem Bericht des Arbeitsamtes
Mainz die Nachfrage nach häuslichen Dienſtboten etwas
geringer als im Vormonat. Da aber auch die geringere
Nachfrage mangels genügenden Angebots nicht gedeckt
werden konnte, wurde eine größere Zahl von Monats=
und Stundenfrauen eingeſtellt. In Wiesbaden machte ſich
in der Abteilung für weibliche Dienſtboten ein ſtärkerer
Andrang von Stellenſuchenden bemerkbar. Auffallend
war die Nachfrage von Perſonal aus Hotelbetrieben, das
ſich wegen Mangel an paſſender Arbeitsgelegenheit für
Stellen im Privathaushalte meldete. Bei dem weiblichen
Hotelperſonal war ein ſtarker Zuzug von auswärts zu
verzeichnen, ſo daß teilweiſe ein Ueberfluß von Mädchen
vorhanden war.
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[ ← ][ ][ → ]N 27.
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H. Frankfurt a. M., 22. Nov. (
Börſenwochen=
bericht.) So hoffnungsvoll die vorhergehende Woche
geſchloſſen hat, ſo gedrückt und verſtimmt verkehrte man
in den erſten Tagen unſerer Berichtswoche, und zwar
auf=
arund der Diſſerenzen zwiſchen Oeſterreich und Serbien.
Die ſchnellen Siege haben die kleineren Balkanſtaaten
übermütig gemacht und ſie glauben auch den
Groß=
mächten, wier Oeſterreich, Vorſchriften machen zu
können. Der weiſe Entſchluß Bulgariens, auf nähere
Verhandlungen und Einſtellung der Feindſeligkeiten
einzugehen (wohl auf die Choleragefahr und
end=
liche Erfolge der Türken hin), hat die
poli=
tiſche Lage wieder weſentlich geklärt und damit der
Börſe neue Spekulationsluſt gegeben. Man muß dabei
aber eindringlich wiederholen, daß Eventualitäten und
damit Schwankungen nicht ausbleiben, obwohl die
Kon=
ferenz des Großweſirs mit dem ruſſiſchen Geſandten von
Giers eine Perſpektive des baldigen Friedens in Ausſicht
ſtellt. Mit der Gewißheit der Verſtändigung zwiſchen
Rußland und der Türkei ſind alle Befürchtungen und
Be=
ängſtigungen wegen eines Weltkrieges geſchwunden.
In=
betreff des Geldmarktes iſt ein erheblicher Rückgang der
Deviſenkurſe bemerkenswert. Die letzte Diskonterhöhung
der Reichsbank hat ſofort Gelder nach Deutſchland geleitet;
auch von Paris ſind Penſionen angeboten worden. Es
iſt zu erwarten, daß nunmehr auch die erhöhte Rate der
Reichsbank auf deren Status wirkſam ſein wird. Wenn
der letzte Ausweis noch eine erhebliche Verſchlechterung
im Vergleich zum Vorjahre aufwies, ſo iſt das darauf
zurückzuführen, daß in den Tagen vor der erwarteten
Diskonterhöhung noch zahlreiche Einreichungen von
Wech=
ſeln, insbeſondere aus der Provinz, erfolgten. In der
nächſten Zeit werden ſich dieſe Einreichungen nicht mehr
wiederholen. Tägliches Geld bleibt ſtark gefragt, zeitweiſe
bis 5 Prozent, und der Privatdiskont erhöhte ſich auf
eeeeteren
der große Geldiberſtuß nunmehr vorüber iſt. Die
nach=
ſten Wochen werden im Zeichen der Ultimoanſprüche
ſtehen, die diesmal, dem lebhafteren Börſengeſchäft
ent=
ſprechend, größer als im Vormonat ſein werden. Wenn
der Ultimo vorbei iſt, beginnen die Dispoſitionen zum
Jahreswechſel. Die Anſprüche hierfür dürften nicht
un=
erheblich ſein, zumal auch die Induſtrie weiter viel Geld
benötigt und durch die Friedenshoffnungen wieder eine
neue Erſtarkung der Konſunktur erwartet wird. Unſere
Staatsinſtitute disponieren in Anbetracht der
Geldver=
ſteifung vorſichtig und die Seehandlung gibt nur noch
Geld auf ganz kurze Termine ab. Die Preußenkaſſe, die
von Landwirtſchaftskreiſen ſtark in Anſpruch genommen
wird, iſt gar nicht im Markte; ebenſo ſind die
Hypotheken=
banken zurückhaltend und kaum am Diskontmarkt tätig,
hauptſächlich beshalb um für eventuelles Angebot von
Pfandbriefen zur Aufnahme gerüſtet zu ſein. Die Kurſe
dieſer Papiere ſind auch im ganzen gut behauptet, da das
offerierte Material ſchlank genommen wird.
Zu den Einzelheiten übergehend, ſchließen deutſche
Renten bei kleinen Umſätzen faſt zu den Notierungen der
Vorwoche. Ausländiſche Staatsfonds ſind ebenfalls
ruhi=
ger geweſen; nur einzelne Türken, türkiſche Loſe, ſowie
Rumänier und Mexikaner konnten anſehnlich profitieren.
Der Bahnenmarkt war feſt, beſonders Schantung, während
Hamburger Paketfahrt, Norddeutſcher Lloyd infolge von
Realiſationen etwa 1 Prozent verloren. Orientbahnen
ſchließen 150, Anatolier 112, Raab=Oedenburger gaben
bis 40 nach.
Von Banken beſtand für die Aktien der
tonangeben=
den deutſchen Inſtitute größere Nachfrage, wogegen
öſter=
reichiſche Kreditaktien auf Wiener Abgaben, beeinflußt
durch den auſtro=ſerbiſchen Zwieſpalt, weſentlich
einbüß=
ten. Mittelbanken ſehr ſtill und unverändert. Größeres
Geſchäft entwickelte ſich am Montangebiet, doch blieben
die Schwankungen dieſe Woche nur mäßig und ſind
ſchließ=
lich kleine Kursabſchwächungen eingetreten. Petroleum=
Werte andauernd geſucht: Steama= Romana bis 14774,
und Naphtha bis 325½ ſteigend; bei letzteren zirkulierten
noch unkontrollierbare Gerüchte, es würden 20 Prozent
Dividende zur Verteilung gelangen. Am
Kaſſainduſtrie=
markte war die Tendenz nicht einheitlich und im Einklang
mit der allgemeinen ſchwachen Haltung teilweiſe niedriger,
Deutſche Gold= und Silberſcheideanſtalt ſind eine der
wenigen Aktien, die bei 663½ höher ſchließen. Gut
be=
hauptet waren Höchſter Farbwerke (634½) und Brown
Boveri (147); dieſe letztere ſchweizeriſche Elektrizitäts=
Geſellſchaft zeitweiſe bevorzugt auf die Annäherung an
den Konzern der Allgemeinen Elektrizitäts=Geſellſchaft.
Zement= und Kaliaktien teilweiſe billiger auf die
Meldun=
gen von dem Scheitern der Verhandlungen zur Bildung
eines allgemeinen Zement= und Kaliſyndikats. Es dürfte
alſo vorausſichtlich ab 1. Januar nächſten Jahres für die
Zement= und Kali=Induſtrie eine ſyndikatsloſe Zeit
ein=
treten. Stark ſchwankend (99—73—91½—85½) waren
Kunſtſeide=Aktien auf ungünſtige Beurteilung dieſes
Unternehmens. Es iſt in den Kreiſen der Verbraucher
eine ſeit Jahren hinlänglich bekannte Tatſache, daß der
Rückgang des Unternehmens in erſter Linie durch die
fortgeſetzten Schwankungen in der Herſtellung und damit
in der Beſchaſſnheit verſchuldet iſt. Die Uündigte
Aenderung in der Leitung wird daher in Fachtreiſen für
die einzig richtige und ſchon längſt erwartete Maßnahme
angeſehen, um wieder einen günſtigen Aufſchwung
herbei=
zuführen, weil einzig und allein ein nach allen Richtungen
einwandfreies Erzeugnis der Geſellſchaft
hel=
fen und ihr unter den Reihen ihrer
Wettbewerbsunter=
nehmer den Platz einräumen kann, den ſie in früheren
Jahren beſeſſen hat.
Bei Wochenſchluß wurde die Börſe wieder nervöſer
geſtimmt, anſcheinend auf die neuerdings wieder
unge=
klärte politiſche Situation, ferner auf die Abſicht der
Tür=
ken, den Kampf fortzuſetzen. Die Kurſe waren zeitweiſe
matter, ſpäter wieder etwas erholt.
Rheiniſche Automobilfabrik Mannheim, ein
Tochter=
inſtitut der Benz=Geſellſchaft, gibt eine erhöhte Dividende
von 15 Prozent, deren Kurs war zuletzt 258 genannt;
auch Benz=Aktien daraufhin höher, bis 240, nachdem ſie
bereits 242 notierten. Pfälziſche Nähmaſchinen= und
Fahr=
radfabrik vormals Gebrüder Kayſer, Kaiſerslautern, iſt in
der Lage, wieder 12 Prozent auszuſchütten. Die Brauerei
zum Storchen (Speyer) kann für das abgelaufene
Ge=
ſchäftsjahr keine Divivende verteilen, gegen 3 Prozent
im Vorjahre.
Von Loſen notieren: Augsburger 34.30,
Braunſchwei=
ger 203.90, Pappenheimer 55, Freiburger 70, Türkiſche
157.40, Ungariſche 376.50, Mailänder 45 Fr.=Loſe 145,
Mailänder 10 Fr.=Loſe 33.50, Venediger 45, Meininger
34.20, Raab=Grazer Anrechtsſcheine 36.30, Genua 210, in
Reichsmark; Gothaer Präm. II 116.25, Madrider 71.20.
Donau=Regulierung 152, in Prozent; ferner ſchließen:
4proz. Reichs. (rückzahlbar bis 1918) 100.30, 3½proz.
Reichs. 88.35, 3proz. Reichs. 77.90, 4proz. Heſſen von 1899
99.25, 4proz. Heſſen von 1906 99.40, 4proz. Heſſen von 1908=
1909 99.70, 4proz. Heſſen (rückzahlbar bis 1921) 100.40,
3½proz. Heſſen 87.05, 3proz. Heſſen 76.50, 4proz. Heſſiſche
Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 18—23) 99.60 G., 4proz. Heſſiſche
Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 24—25) 99.70, 3½proz. Heſſiſche
Land.=Hyp.=Pfödbr. (S. 3—5) 87.60 G., 3½proz. Heſſiſche
Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9—11) 87.70 G., 4proz. Heſſiſche
Kom.=Pfdbr. (S. 10—12) 99.60 G., 4proz. Heſſiſche Kom.=
Pfdbr. (S. 13—14) 99.70 G., 3½proz. Heſſiſche Kom.=
Pfdbr. (S. 1—3) 87.80 G., 3½proz. Heſſiſche Kom.=
Pfdbr. (Serie 4) 87.70 G. 4proz. Darmſtädter 98, 3½proz.
Darmſtädter 88.50 G., Darmſtädter Bank 119.90, Südd.
Immobilien=Geſellſchaft (Mainz) 58 B., Südd.
Eiſen=
bahn=Geſellſchaft 125.50 B., Lederwerke vorm. Spicharz
(Offenbach a. M.) 80 P Schramms Lack= und Farben=
Fabriken (Offenbach a. M.) 262 G., Chemiſche Mühlheim
am Main 63.60, Schantungbahn 128, South=Weſt=Afrika
131.25, Otavi=Anteile 109. Otavi=Genußſcheine 78.50, 4
½=
prozentige Ruſſen 100.20, 4proz. 1880er Ruſſen 89.50,
4proz. 1902er Ruſſen 89, 3¼aproz. Ruſſen 86 G., 3½proz.
Ruſſen 8050, Sproz. Ruſſen 15.75, Aproz. Unifiz. Türten
85 80, 4proz. Adminiſtr.=Türken 78.25, 4proz. Bagdad=
Türken 81.40, 4proz. Convert. Türken 1905/11 77.50, 5proz.
Bulgaren 99.30, 4proz. Serben 88.90, 4proz. Serben
80.90, Griechen von 1887 54.20, Griechen von 1890 56.50,
5proz. Chineſen 99.30, 4½proz. Chineſen 92.80, 5proz.
Chineſen (Tientſin=Pukow) 96.30, 4½proz. Japaner 93.05,
4proz Japaner 83.40, 3proz. Buenos=Aires 68.75.
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. November 1912.
Nummer 277.
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Sonntag, den 24. November 1912, Anfang nachmittags 4 und abends 8 Uhr:
2Wer Strerer-Konzerte
unter Leitung des Herrn H. HA USKE.
.MOZART: Motive aus Figaro’s Hochzeit; HANDEL.:
Aus den Programmen:
Berühmtes Largo; Soli für Violoncell; BALFE:
Ouvertüre z. „Maritana‟, WACNER: Chor der Friedensboten; CHOPIN: Präludium;
BERNER: Serenade für Streichinstrumente; LORTZING: Fragmente aus „Undine‟.
Eintritt 25 Pfennig.
Eintritt 25 Pfennig.
Für Nichtkonzertbesucher sind die vorderen Restaurationsräume reserviert.
NB. Jeden Donnerstag abend 8 Uhr: KUNSTLER-KONZERT bei freiem Eintritt.
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veranſtaltet von der Darmſtädter Ortsgruppe der Freien
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lichen Vereinigung einſchl. des ehemaligen Darmſtädter
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vereins im Kaisersaal, Grafenſtraße 18.
Dienstag, den 26. November 1912 8½ Uhr:
„Warum glauben wir an einen perſönlichen Gott?”
Redner: Pfarrer Freundlieb von Vilbel.
Mittwoch, den 4. Dezember 1912, 8¼ Uhr:
„Gibt es ein ewiges Leben 2‟
Redner: Pfarrer Fuchs von Rüſſelsheim.
(24136
Dienstag, den 10. Dezember 1912, 8¼ Uhr:
„Wie verträgt ſich die ewige Liebe und Gerechtigkeit mit
dem Daſein des Uebels?”
Redner: Pfarrer Heſſelbacher von Karlsruhe.
Dienstag, den 17. Dezember 1912, 8¼ Uhr:
„Die Ethik Jeſu und das moderne Berufsleben.”
Eintrittskarten für alle 4 Abende zu 1 Mk. (numerierter Platz
2 Mk.) in A. Bergſtraeßers Hofbuchhandlung (Rheinſtraße 6) und
abends an der Kaſſe. Karte für den Einzelvortrag 30 Pfg.
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I. Vortragsabend
am Montag, den 25. November 1912 abends 8 Uhr
(im Gemeindehaus Mollerſtraße 23)
Vortrag mit Lichtbildern über:
„Das Evangelium in Oeſterreich (Steiermark)”
von Herrn Pfarrer D. Waitz hier.
Darauf Generalverſammlung.
Jahresbericht des Vorſitzenden, Rechnungsablage,
Vorſtands=
wahl, Ausloſung von Anteilſcheinen und Anträge.
Eintritt: für Mitglieder und deren Angehörige frei, für
Nichtmitglieder 30 Pfennig.
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Leitung: Obermuſikmeiſter M. Weber.
Im Programm u. a.: Beethoven: Ouvertüre zum
Trauer=
ſpiel „Egmont”. Bellini: Ouvertüre „Norma”. E. Grieg: „Per=
Gynt Suite Nr. 1‟ Mozart: „Zauberflöte‟ Händel: „Largo”
(das berühmte). O. Cremieux: „Quand T'amour meurt” und
„Quand Tamour refleurit” Rosenkranz: „Ein Immortellenkranz
auf das Grab Lortzing’s” uſw. — Eintritt 25 Pfg.
NB. Obere Räume Eintritt frei. Der Weg nach dem
Böllenfalltor iſt beleuchtet.
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3—5 Uhr, Mittwoch nachmittags von 3—7 Uhr.
Sonntag nachmittags geschlossen. Eintritt frei.
Die Preise der verkäuflichen Gegenstände sind beim
Aufseher zu erfahren.
Am Verkauf sind die Firmen D. Faix & Söhns,
H. Sonnthal und Johs. Waitz beteiligt.
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Doppel-Quartett „Rheingolde
Dirig. Franz Daum.
Sonntag, en 24. Novbr., abends 8 Uhr, im Kaiſerſaal:
Aben- unterhaltung mit Theater
unter Mitwirkung einer Abteilung der Kapelle des
Großh. Leibg.=Inf.=Regts. Nr. 115. (24180
Zu zahlreichem Beſuche ladet erg. ein
Der Vorstand.
Eintritt 30 Pfg.
Parlophon-Konzert.
Dienſtag, den 26. November 1912, abends ½9 Uhr
„Stadt Pfungstadte: Eliſabethenſtraße 2.
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Anfang nachmittags a Uhr und abends 8 Uhr
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den verehrlichen Besuchern einige genußreiche Stunden
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Amerikaniſcher Film.
Tiefergreifendes,
erſchüttern=
des Drama zweier Freunde,
zeigt, daß man, obwohl man
Verdacht hegt, ſich erſt gründ=
Alich überzeugen ſoll, ehe man
zur Tat ſchreitet.
Moritz und der anonyme
Brief. Köſtlicher Humor.
Mut u. Ehre.
Drama aus dem
nordameri=
kaniſchen Bürgerkriege.
Die Blüten.
Wiſſenſchaft=
liche, kolorierte Naturauf.
nahme. Das Entſtehen der
Blüten von der Knospe
bis zur vollſtändigen
Ent=
wickelung zeigend.
Derfierrscher.
Tiefergreifendes, koloriert.
Drama.
Escamillo u. der Wurm.
Guter Humor.
Barcelong. Wundervolles
Städtebild.
Wie Emma ſich einen
Mann verſchafft.
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Mittwoch, den 27. November 1912, abends 8 Uhr
I. Winter-Konzert im Saalbau.
Mitwirkende:
Fräulein Fanny Weiland aus Leipzig, Herr Robert
Hutt vom Opernhaus in Frankfurt a. M.
Leitung: Herr Grossh. Kapellmeister F. Rehbock.
Vortragsordnung:
1. Hymne für Männerchor (Gluck). 2. Bildniss-Arie aus
„Die Zauberflöte‟(Mozart) 3. 3 Klavierstücke: ,Capriecio‟ (
Scar-
latti), „Berceuse” (Chopin), „Scherzo‟ (d'Albert). 4. 2 nordische
Chöre: „Olaf Trygoason‟ (Reissiger), „Eine Bauernhochzeite
(Södermann). 5. 2 Lieder für Tenor: „Dämmerung‟ (B. Harti),
„Heimweh‟ (Hugo Wolf). 6. 2 Lieder für Chor: „
Schlummer-
lied‟ (Ferd. Büchler), „Mädel, der Mai ist da‟ (Franziskus Nagler).
7. 2 Klavierstücke von Liszt: „Consolation‟, Rhapsodie Nr. XII.
8. 2 Gesänge für Tenor aus „Die Meistersinger‟ (R. Wagner),
„Am stillen Herd” „Preislied‟. 9. 2 Volkslieder für Chor:
„Ich habe den Frühling gesehen‟, „Der Jäger aus Kurpfalz‟.
Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der
Mit=
glieds- oder Gastkarten gestattet.
Für Nichtmitglieder sind numerierte Plätze für
Mk. 3.—: für Vereinsmitglieder ebensolche unter Vorlegung
ihrer Jahreskarten und gegen eine Aufzahlung von 50 Pf. kür
jede Karte in der Hofbuch- u. Kunsthandlung von Müller &
Rühle, Elisabethenstrasse 5, zu haben.
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Neues Programm
unter anderem:
Der Stahlkönie
Ein amerikanisches Drama aus dem Leben
in 3 Akten.
Am Montag, den 25. d. Mts.,
ab morgens 10 Uhr:
Schüler-Vorstellungen
unter dem Protektorat des Volksbildungsvereins.
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vorzüglich erhalten: Pfeilerſpiegel,
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Sonntags-Vorsfellungen n
(nachmittags und abends):
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Mittwoch, 27. November:
Jugendvorstellung
im Circus Liliput.
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zu dem am Samstag, den
23. Nov., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps.
1. „Der Kleine Woog, der Große
Woog, Marſch v. Mickley. 2.
Fan=
taſie aus „La Bohéme” von
Puccini. 3. Intermezzo und Bar
carole aus „Hoffmanns
Erzählun=
gen” von Offenbach. 4. „Oranien=
Friesland” und „Oranien=
Gelder=
land”, 2 altniederländiſche Märſche
von Grawert. 5. Tanz=Suite von
Waldteufel. 6. Altheſſiſcher
Parade=
marſch von Landgraf Ludwig IV.
Leute überzengt Euch
geht, lauft
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Großherzogl. Hofthearer
Samstag, den 23. November 1912.
III. Sonder-Vorstellung.
Minna von Barnhelm.
Ein Luſtſpiel in 5 Aufzügen
von Leſſing.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Major von
Tell=
heim, verabſch. . Hs. Baumeiſter
Minna von Barn=
. Ilſe Berka
helm .
Franziska, ihr
Mädchen . . Käthe Gothe
Paul Werner,
ge=
weſener
Wacht=
meiſter d. Majors Johannes Heinz
Juſt, Bedienter d.
Majors. . . . Ludw. Wagner
Der Wirt
Eine Dame in
Trauer .
Riccaut de la
Mar=
liniöre
. . Herm. Knispel
Ein Feldjäger . . Adolf Klotz
Erſter Diener d. Ad. Jungmann
ZweiterFräuleins Ludwig Indorf
Nach dem 3. Aufz. längere Pauſe
Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.
Anf. 8 Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 24. Nov. Nachmirtags
2½ Uhr. (Achte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.) „ Des
Meeres und der Lieb
Wellen.‟ Vorverkauf bis einſchl.
Samstag, 23. Nov., nur im
Ver=
kehrsbüro (Ernſt=Ludwigsplatz).
Verkauf der noch vorhandenen
Karten an der Tageskaſſe im
Hof=
theater am Tage der Vorſtellung,
vormittags von 11 Uhr ab. —
Abends 7 Uhr: 65. Ab.=Vſt. D 18.
„Der Evangelimann.” (
Un=
ter perſönl. Leitung des Dichter=
Komponiſten.) Gewöhnl. Preiſe.
Montag, 25. Nov. 66. Ab.=Vſt.
B 16. Feſtvorſtellung zur
Feier des Allerhöchſten
Geburts=
feſtes Sr. Kgl. Hoh. des
Groß=
herzogs. Zum erſten Male: „Die
drei Pintos.” Komiſche Oper
in 3 Aufz. von C. M. v. Weber.
Gewöhnl. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Sonntaa, den 24. November 1912.
Achte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Des Meeres
und der Liebe Wellen.
Trauerſpiel in 5 Aufzügen
von Franz Grillparzer.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Hero
. Barb. Uttmann
Der Oberprieſter,
ihr Oheim . . JohannesHeinz
Leander .
. Kurt Ehrle
Naukleros
. Hs. Baumeiſter
Janthe
. Käte Meißner
Der Hüter des
Tempels
Guſtav Semler
Vater Herm. Knispel
Hero’s
Mutter . Sofie Heumann
Diener
Emil Kroczak
Nach dem 3. Aufz. längere Pauſe.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M.,
Mittel=
loge 2.05 M., Balkonloge 2.05 M.,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.,
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
II. Galerie 0.35 M.
Der Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten erfolgt an der
Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtellung,
vormit=
tags von 11 Uhr ab.
Anfang 2½ Uhr. — Ende 5¾ Uhr.
Sonntag, den 24. November 1912.
65. Ab.=Vorſtellung D 18.
Unter perſönlicher Leitung des
Dichter=Komponiſten.
Der Evangelimann.
Muſikal. Schauſpiel in 3 Aufzügen
von Wilhelm Kienzl.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Friedrich Engel,
Juſtiztär (
Pfle=
ger) im Kloſter
St. Othmar . . L. Schützendorl
Martha, d. Nichte
und Mündel . . Gt. Geyersbach
Magdalene, deren
Freundin . . . Anna Jacobs
Johannes
Freud=
hofer, Schullehr.
zu St. Othmar. Georg Weber
Mathias
Freud=
hofer, deſſ. jüng.
Brud., Aktuarius
(Amtsſchreiber)
im Kloſter . . . Georg Becker
Taver Zitterbart,
Schneider . . K. Bernhardt
Ant. Schnappauf,
Büchſenmacher . Auguſt Kräger
Aibler, ein älterer
Bürger .
. Adolf Klotz
Deſſen Frau . . JohannaKaſten
Frau Huber . . Käthe Müller.
Hans, ein junger
Bauernburſch . Karl Jahn
Die Stimme des
Kegelbuben . . Anna Guerdan
Die Stimme des
Nachtwächters . Willi André
Eine
Lumpen=
ſammlerin . . . Marie Hartig
. Aennchen Dörr
Ein Knabe.
Nach d. 1 u. 2. Aufz. je läng. Pauſe
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterré:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anfang 7 Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 25. Nov. 66. Ab.=Vſt.
B 16. Feſtvorſtellung zur
Feier des Allerhöchſten
Geburts=
feſtes Sr. Kgl. Hoh. des
Groß=
herzogs. Zum erſten Male: „Die
drei Pintos. Komiſche Oper
in 3 Aufz. von C. M. p. Weber.
Gewöhnl. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Dienstag, 26. Nov. 67. Ab.=Vſt.
C 17. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Gabriel Schillings
Flucht.‟ Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 27. Nov. 68. Ab.=Vſt.
A 17. „Der liebe Auguſtin.”
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 28. Nov. 69. Ab.=
Vorſt. B 17. „Wallenſtein’s
Lager.” Hierauf: „Die
Pic=
colomini.” Kleine Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Außer Abonnem. Gew. Preiſe.
Zweimaliges Gaſtſpiel
George Baklanoff’s
vom Kaiſerl. Königl.
Hofopern=
theater in Wien.
Freitag, den 29. November 1912,
abends 7 Uhr.
Fauſt.
Große romant. Oper mit Ballett
in 5 Akten von Ch. Gounod.
Mephiſtopheles: George Baklanoff.
Sonntag, den 1. Dezember 1912,
abends 7 Uhr.
Rigoletto.
Oper in 4 Akten von J. Verdi.
Rigoletto: George Baklanoff.
Preiſe der Plätze für jede
einzelne Vorſtellung
M. 6.10
Proſzeniumsloge .
M. 6.10
Mittelloge . . .
M. 5.10
Balkonloge . . . .
M. 4.60
I. Rang .
II. Rang (1.—6. Reihe) M. 2.60
M. 2.05
II.
(7. u. 8.
Sperrſitz (1.—13. Reihe) M. 4.10
(14.—20. Reihe) M. 3.30
Parterre (1.—5. Reihe) M. 2.80
(6.—8. Reihe) . M. 2.25
M. 1.25
I. Galerie . .
M. 0.65
.
II.
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Montag, 25. Nov.,
von 3½—5 Uhr, gegen Vorzeigung
ihrer Abonnementskarten, f. beide
Vorſtellungen entſprechende Plätze
an der Tageskaſſe ſichern können.
(Die Plätze der Ganz=Abonnenten
bleiben am 25. Nov. bis
nachmit=
tags 5 Uhr aufbewahrt.)
Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
Dienstag, 26. Nop., ſowie an
den darauffolgenden Tagen,
vor=
mittags von 11—1 Uhr, an der
Tageskaſſe ſtatt. Auch im
Ver=
kehrsbüro werden an den gleichen
Tagen Karten ausgegeben u. zwar
von 8—1 Uhr vormittags u. von
2½—8 Uhr nachmittags.