Abonnementspreis
Inſerafe
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bet
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Dus preußiſche Abgeordnetenhaus nahm
geſtern unter dem Vorſitz des Vizepräſidenten Dr.
Porſch ſeine Tagung wieder auf.
In Berlin hat ſich ein Ausſchuß zur
Unterſtüt=
zung der Verwundeten und Kranken im
Orientkriege gebildet, dem eine Reihe
hervor=
ragender Perſönlichkeiten beigetreten iſt.,
Die Herbſtſeſſion des öſterreichiſchen
Abgeord=
netenhauſes wurde geſtern eröffnet.
Der ruſſiſche Thronfolger, Großfürſt Alexej, iſt
ernſtlich erkrankt.
Großfürſt Peter Nikolajewitſch und Prinz
Franz Joſef von Battenberg,
Schwieger=
ſöhne des Königs von Montenegro ſind geſtern
vor=
mittag im Hauptquartier Kruſebatz angelangt.
Ein türkiſcher Truppenzug, der 800 Soldaten
enthielt, ſtieß bei Epheſus, etwa 55 Kilometer von
Smyrna entfernt, mit einem entgegenkommenden
Gü=
terzug zuſammen. 250 Soldaten wurden
ge=
tötet oder verwundet.
Die Türken bombardierten die bulgariſchen Städte
Warna und Burgas am Schwarzen Meer. Die
Stadt Podugevo iſt von den Serben beſetzt
worden. Griechenland blockierte die Häfen der
Inſel Lemnos.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Italien.
— Infolge der Kriegswirren auf dem Balkan hat
man dem Friedensſchluſſe von Ouchy im
all=
gemeinen wohl nicht die Beachtung geſchenkt, die ihm mit
ſeinen Folgeerſcheinungen von rechtswegen gebührte.
Man darf nicht vergeſſen, daß Italien durch den
Er=
werb von Tripolis und der Cyrenaika einen
bedeu=
tenden Machtzufluß gewonnen hat, indem es ihm
dadurch gelungen iſt, an der ſüdlichen Mittelmeerküſte
und in Afrika feſten Fuß zu faſſen; Hand in Hand mit
dieſer politiſchen Bedeutung geht die wirtſchaftliche Lage,
da der Handelsverkehr, der ohnehin ſchon ganz beträchtlich
iſt, jetzt noch in hohem Maße ſteigen wird. Da iſt es
denn kein Wunder, wenn nach einer Meldung des Petit
Pariſien in Rom Gerüchte gehen, daß König Viktor
Emanuel ſich mit der Abſicht trage, nächſtens den Titel
eines „römiſchen Kaiſers” anzunehmen. Man ſagt, daß
dieſer Plan von gewiſſen italieniſchen Staatsmännern
ſchon ſeit Beginn des türkiſch=italieniſchen Krieges
ge=
nährt wird, und daß man nur auf einen großen Sieg
wartete, um ihn zur Ausführung zu bringen. Die
ita=
lieniſche Regierung glaube, daß das Anſehen Italiens
bedeutend gehoben würde, wenn die Kaiſerwürde wieder
hergeſtellt und König Viktor Emanuel einen Titel
an=
nehmen würde, der dem der Herrſcher der beiden
ver=
bündeten Nationen gleichkommt. Mag nun die Nachricht
den Tatſachen entſprechen oder nicht, zweifellos iſt der
Wunſch an und für ſich in Rom in weiten Kreiſen rege
geworden, da die Annahme der Kaiſerwürde der
Groß=
machtſtellung Italiens entſprechen würde; freilich kann
auch ein König über ein großes Reich herrſchen, wie ja
auch in England nur dieſer Titel geführt wird, während
der indiſche Kaiſertitel nur ſelten einmal in Erſcheinung
tritt, und zwiſchen einem König von Italien und einem
ſolchen von Montenegro bleibt immerhin noch ein großer
Unterſchied.
Derartige Aeußerlichkeiten ſpielen in der großen
Po=
litik keine beſondere Rolle. Italien freut ſich jetzt ſeines
neuen Beſitzes und die übrigen Mächte haben ſich beeilt,
ſeine Oberhoheit über die afrikaniſchen Beſitzungen
an=
zuerkennen; insbeſondere hat man es in Rom angenehm
empfunden, daß Deutſchland und Oeſterreich unter den
erſten waren. Nur ein Staat hält ſich fern, und das iſt
Frankreich, das mit ſeiner Anerkennung zögert. In Rom
iſt man darüber nicht ſehr erbaut, und eine lebhafte
Ver=
ſtimmung macht ſich darum in den leitenden Kreiſen
gel=
tend. Warum die franzöſiſche Regierung zögert, iſt
frei=
lich kein Geheimnis, ſie möchte die Anerkennung von einer
Regulierung ſtrittiger Grenzfragen im Hinterlande von
Tripolitanien abhängig machen. Seit Jahren bemüht
man ſich bekanntlich, Italien vom Dreibunde abzubrin=
gen und für die Entente zu gewinnen. Wenn es aber das
eigene Intereſſe erheiſcht, iſt dieſes Liebeswerben
ver=
geſſen, und man zieht dann andere Saiten auf.
Sehr zu gelegener Zeit kommt jetzt Graf Berchtold
nach Piſa, um ſich dort mit ſeinem Kollegen San
Giu=
liano auszuſprechen. Bei dieſer Gelegenheit wird man
zweifellos auch die Frage der Erneuerung des
Dreibun=
des berühren, und es ſteht wohl jetzt außer Zweifel, daß
Italien ſich hüten wird, aus dieſem Bündnis
auszuſchei=
den, das ihm weſentliche Vorteile gebracht und ſich ſtets
bewährt hat; ebenſo dürfte man in Rom die Gewißheit
haben, daß man auch weiterhin auf die tatkräftige
Unter=
ſtützung ſeitens der beiden Verbündeten rechnen könne,
wenn es die Not erheiſcht. Heißt es doch, daß die Baſis
des Friedensvertrages auf Vorſchlägen des Herrn von
Kiderlen=Wächter beruhe, der damit beiden Staaten
trefflichen Dienſt erwieſen hat. Hoffentlich haben die
Italiener für dieſen Dienſt ein gutes Gedächtnis.
Adrianopel und die bevorſtehende
Entſcheidungsſchlacht.
(* Um Adrianopel als um den wichtigſten
ſtrategiſchen Mittelpunkt ballen ſich die düſteren
Wollen des Kriegsungewitters zuſammen; hier
wird die erſte große Entſcheidung fallen, Als
der Knotenpunkt der wichtigſten über den Balkan
führen=
den Verbindungen, durch ſeine Lage am Zuſammenfluß
dreier großer Flüſſe, da ſich hier die Tunſcha und die
Arda in die Maritza ergießen, iſt die alte Stadt, einſt die
prunkvolle Reſidenz der Sultane, für die Türkei von
höchſter militäriſcher Bedeutung. Ihre Jahrtauſende alte
Geſchichte beweiſt, daß ſie ſtets im Zentrum der
politi=
ſchen Begebenheiten geſtanden und der Schauplatz
zahlrei=
cher wichtiger Ereigniſſe geweſen iſt.
Früher erhob ſich an der Stelle des heutigen
Adria=
nopel die Hauptſtadt des thrakiſchen Volkes der Beſſier
mit dem Namen Uſeudama. Kaiſer Hadrian ſoll die
zer=
fallene alte Feſte wieder aufgebaut und ihr ſeinen Namen
gegeben haben. Große Schlachten haben in den
Ebenen ſtattgefunden, die Adrianopel umgeben. 323 n.
Chr. ſchlug hier Konſtantin der Große den Licinius; 373
erlag der Kaiſer Valens dem Anſturm der Gothen; 551
errangen die Slavonier einen Sieg über den Kaiſer von
Konſtantinopel: 586 wurde die Stadt von den Avaren
belagert, 922 von den Bulgaren genommen. Am 22. Nov.
180 ziehen die deutſchen Kreuzfahrer in die türkiſche
Stadt ein und erſt 1361 erobert der Sultan Murat I. die
Stadt zurück, die er 1366 zu ſeiner Reſidenz erhebt. Auch
als nach der Eroberung Konſtantinopels die Stadt
Ha=
drians zur zweiten Hauptſtadk des türkiſchen Reiches
herabſank, hat ſie immer wieder große hiſtoriſche
Schau=
ſpiele und geſchichtliche Perſönlichkeiten geſehen. So
weilte in der heutigen Ruine Demir=Taſch 1713 Karl XII.
von Schweden. In den Kriegen des 19. Jahrhunderts
war die machtlos gewordene Türkei nicht mehr im ſtande,
Adrignopel, die eigentliche Pforte des Reiches, zu halten
1829 fiel es ohne Widerſtand der ruſſiſchen Armee unter
Diebitſch in die Hände. Doch es war, als ob die
ver=
fallene Feſte Rachegeiſter in ſich bärge, die die Schmach
vergalten. Die Ruſſen erlitten in Adrianopel einen ſo
großen Verluſt an Leuten, wie ihnen die glänzendſte
Ver=
teidigung keinen größeren hätte zufügen können. Aus
den ſumpfigen Tälern der Maritza ſtiegen die
Krankheits=
keime auf, die die Truppen dezimierten. In Adrianopel
wurde dann der Friede zwiſchen dem Zaren
und dem Sultan unterzeichnet. Im
Krim=
kriege wurde die Stadt von 15000 Franzoſen unter
dem General Bosquet beſetzt; man trug ſich damals in
den Kreiſen der Verbündeten mit dem Gedanken, durch
die Anlage eines verſchanzten Lagers die Lage
Adria=
nopels zu verſtärken, um das Vorrücken einer vom
Bal=
kan anrückenden Armee aufzuhalten
Nachdem im ruſſiſch=türkiſchen Kriege 1878
die Stadt wiederum in die Hände der Feinde gefallen
war und hier der Waffenſtillſtand geſchloſſen wurde, ging
man dann dem Problem einer ſtarken Befeſtigung dieſer
wichtigen Stadt energiſcher nach: Befeſtigungswerke
wur=
den angelegt, die einen großen Bogen am linken
Maritza=
ufer bildeten, und dieſe Fortifikationen ſollen ſeit 1900
ſo verſtärkt worden ſein, daß Adrianopel heute von
tür=
kiſcher Seite als uneinnehmbar bezeichnet wird.
Adria=
nopel breitet ſich auf mehreren, ſich etwa 30 bis 40 Meter
über dem Waſſerſpiegel der Maritza erhebenden Hügelr
aus. In ſüdlicher Richtung flachen ſich dieſe Erhöhun
gen immer mehr zur Ebene ab; im Weſten der Stadt
ſteigt das Terrain zu einem ſanft gewölbten Hügellande
empor, deſſen Kuppen durch kaum merkliche,
wellenför=
mige Einſattelungen von einander getrennt ſind. Von
fern bieten dieſe mit Häuſern badeckten Hügel einen
wundervollen Anblick; ſie ſcheinen eingebettet in blühende
Gärten, die ſich wie bunte Oaſen in die einförmige, zum
Teil ſumpfige Ebene der großen Flüſſe hinabziehen. Das
Innere bietet freilich den gewöhnlichen Anblick einer
tür=
kiſchen Stadt mit ſchmutzigen engen und winkeligen
Gaſ=
ſen. Einige herrliche Bauwerke erinnern an die Größe
der Vergangenheit, ſo vor allem die Selim=Moſchee, deren
Kuppel ſich 20 Fuß höher wölbt als die der Hagia Sofia
und die die Türken für die ſchönſte Moſchee der Erde
er=
klären; ihre Porphyrſäulen leuchten im Sonnenlicht.
Ueber die ſäulentragenden Galerien der Murats=Moſchee
heben ſich neun Kuppeln in die Luft, und um dieſe
ragen=
den Wahrzeichen des Iſlams entfaltet ſich ein reges
Han=
delstreiben in den rieſigen Bazaren, die von der auch heut
noch blühenden Induſtrie der Stadt Zeugnis ablegen.
Ebenſo groß wie die militäriſche iſt ja auch ſtets die
kommerzielle Bedeutung Adrianopels
ge=
weſen, denn hier vereinigen ſich faſt alle
Hauptverkehrs=
ſtraßen, die von den Päſſen des Balkans und Boſporus,
dem Marmarameer, den Dardanellen und dem
Mün=
dungsgebiet der Maritza führen. Es wird ein
entſchei=
dender Faktor in der ganzen weiteren Entwickelung des
Krieges ſein, ob die Türken aus den traurigen
Erfahrun=
gen des 19. Jahrhunderts gelernt haben und Adrianopel
durch die neuen Befeſtigungen wirklich wieder zu dem
ge=
worden iſt, was dereinſt ſeinen Ruhm und ſeine Größe
ausmachte, zu dem feſten Bollwerk der Türkei, das dem
Eindringen der Eroberer einen ſtarken Riegel vorſchiebt.
Die Bulgaren rücken mit aller Macht gegen
Adrianopel hor, das für ſie das bedeutſamſte
Hin=
dernis auf dem Wege nach der türkiſchen Hauptſtadt
dar=
ſtellt und den Schlüſſel zu den Toren Konſtantinopels,
bildet. Jede Stunde kann die Meldung über die zu
erwartende große Entſcheidungsſchlacht
brin=
gen. Sind die Bulgaren imſtande, die Türken nach
Adrianopel hineinzuwerfen, könnte unter Umſtänden
da=
mit der Fall des Osmaneſtreichs in Europa beſiegelt
werden, da die dort eingeſchloſſenen Menſchenmaſſen bald
durch den Hunger zur Uebergabe gezwungen werden.
Die nächſten Wochen werden die Entſcheidung bringen.
Deutſches Reich.
— Die Präſidentenwahl im
Reichs=
tag. Das neue Deutſchland, Wochenſchrift für
konſer=
vativen Fortſchritt, ſchreibt: Durch die
Mandatsnieder=
legung des Abgeordneten Kaempf wird auch für den Fall
ſeiner Wiederwahl vor Wiederzuſammentritt des
Reichs=
tages eine Neuwahl des Präſidenten notwendig, da mit
der Niederlegung des Mandats auch die Niederlegung
der Präſidentenſtelle erfolgt iſt und mithin eine Neuwahl
nötig wird, bei der natürlich im Falle der Wiederwahl
Herr Kaempf aufs neue gewählt werden kann.
Bekannt=
lich ſiegte Herr Kaempf bei der Präſidentenwahl mit
einer Stimme Mehrheit — inzwiſchen hat die Rechte ein
Mandat an die Linke verloren, ſo daß eine Mehrheit von
drei Stimmen denkbar wäre, allein bei der entſcheidenden
Abſtimmung fehlten damals mehr Mitglieder der
Rech=
ten als der Linken, ſo daß die Präſidentenwahl auf des
Meſſers Schneide ſteht und ihr Ergebnis unberechenbar
erſcheint. Unter ſolchen Umſtänden ſollte doch erwogen
werden, ob eine Verſtändigung unter den Parteien nicht
möglich wäre. Unter Ausſchaltung der
Sozialdemo=
kratie iſt dieſe ſofort herzuſtellen. Die Nationalliberalen
aber haben doch wohl den ſchweren Fehler ihrer
Stimm=
abgabe für Lebel und Scheidemann in wiſchen erkannt.
Zentrum und Rechte werden vielleicht der Linken das
erſte Präſidium überlaſſen, gleichviel ob ein
Fortſchritt=
ler oder Verionelliberaler präſentiert wird — eine
Wiederwahl Kaempfs iſt alſo dann ohne Kampf
erreich=
bar — wenn dem Zentrum der erſte Vizepräſident und
den Konſervativen der zweite Vizepräſident überlaſſen
wird. Dann hätte der Reichstag ein Präſidium ſeiner
Arbeitsmehrheit, wie ſie beſonders bei den Heeres= und
Flottenvorlagen zutage trat. Der Würde des
Reichs=
tages entſpricht es nicht, wenn die Präſidentenwahl auf
einer Zufallsabſtimmung beruht und zwei Parteien, die
zuſammen kaum mehr als ein Viertel des Reichstags
ausmachen, die Präſidialgeſchäfte allein führen. Es wäre
deshalb dringend zu wünſchen, daß jetzt, wo die
Er=
regung des Wahlkampfes ihr Ende gefunden, eine
Ver=
ſtändigung unter den Parteien angebahnt und erreicht
wird.
Penſionsverſicherung für
Ange=
ſtellte. Die Durchführung des Geſetzes bietet infolge
der vielen Unklarheiten des Geſetzes, namentlich über die
Ausdehnung der Verſicherungspflicht, ſo außerordentliche
Schwierigkeiten, daß von den verſchiedenen Verbänden
Auskunftsſtellen errichtet wurden, um nur einigermaßen
die Intereſſenten zu unterrichten, was als feſtſtehend
an=
geſehen werden kann. Wie der „Verband Deutſcher
Waren= und Kaufhäuſer, E. V.‟, ſchreibt, lann dieſe
Un=
ſicherheit außerordentliche Nachteile für die Beteiligten
zur Folge haben. Bei vielen Firmen werden eine ganze
Reihe der Angeſtellten nicht zur Anmeldung kommen,
deren Verſicherungspflicht ſich bei einer ſpäteren Re=
viſion eventuell herausſtellen wird. Die
Reichsverſiche=
rungsanſtalt wird dann eine Nachzahlung der nicht
ge=
leiſteten Beiträge verlangen. Da die Firmen aber
rück=
ſtändige Beiträge von den Angeſtellten nur einen Monat nach
Fälligkeit der Prämien zurückverlangen können, werden
ſie möglicherweiſe nicht nur ihre eigenen Beiträge,
ſon=
dern auch die der Angeſtellten ſelbſt nachzahlen müſſen.
Es wäre dringend notwendig, daß eine verbindliche
Aeu=
ßerung der Reichsverſicherungsanſtalt darüber erfolgte,
daß bei unterlaſſener Anmeldung infolge zweifelhafter
Verſicherungspflicht eine Nacherhebung der Beiträge
unterbleiben ſoll, oder eventuell ein geſetzlicher Schutz
gegen eine ſolche Nachzahlung im Wege einer Novelle
oder in einer ſonſt geeigneten Weiſe den beteiligten
Krei=
ſen geboten würde.
— Die deutſch=britiſche Vereinigung
teilte der Voſſiſchen Zeitung mit, daß eine Abordnung,
beſtehend aus mehreren hervorragenden Mitgliedern
des engliſchen Oberhauſes, ſich im April nach Berlin
be=
geben werke, um mit den maßgebenden Perſönlichkeiten
zu konferieren und einen Vorſchlag zu unterbreiten, wie
die freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen Deutſchland
und England ſich über den wirtſchaftlichen und
geſell=
ſchaftlichen Weg verwirklichen laſſen.
— Ein Säuglingsgeſetz. Die Geſetzgebung
fängt jetzt ſchon bei den Säuglingen an. Der Entwurf
eines Geſetzes über Kinderſaugflaſchen, der dem
Reichs=
tage demnächſt zugehen ſoll, iſt amtlich veröffentlicht
wor=
den. Er verbietet bei Strafe bis zu 150 M. oder Haft,
Kinderſaugflaſchen mit Röhren oder Schlauch
gewerbs=
mäßig herzuſtellen.
— Preußiſches Abgeordnetenhaus. Am
Dienstag nahm das preußiſche Abgeordnetenhaus ſeine
Tagung wieder auf. Am Vormittag hatten die Parteien
Fraktionsſitzungen abgehalten und als um 12½ Uhr
Vize=
präſident Dr. Porſch die Sitzung eröffnete, zeigte der Saal
das Bild eines großen Tages, ſo zahlreich waren die
Abgeordneten erſchienen. Dr. Porſch widmete zunächſt
dem verſtorbenen Präſidenten von Erffa einen warmen
Nachruf und gedachte auch des Ablebens des
Alterspräſi=
denten, Exzellenz von Hobrecht und weiterer dreier
Mit=
glieder des Hauſes. Zu Ehren der Verſtorbenen erhoben
ſich die Abgeordneten von ihren Plätzen. Nach
Verle=
ſung einiger Eingänge trat das Haus in die
Tagesord=
nung ein.
Ausland.
Frankreich.
Die Anerkennung der Souveränität
Italiens über Libyen ſeitens Frankreichs ſteht,
einer offiziöſen Mitteilung zufolge, unmittelbar bevor,
Die franzöſiſche Regierung habe aus Freundſchaft für
Italien mit dieſer Anerkennung nicht bis zur Regelung
der verſchiedenen tuneſiſch=tripolitaniſchen Fragen
war=
ten wollen. Das Journal des Débats meint allerdings,
die franzöſiſche Regierung habe ſich bei ihrem Entſchluß
vielleicht doch durch die tendenziöſen Erörterungen der
ruſſiſchen Preſſe beeinfluſſen laſſen.
Zu dem bevorſtehenden Abſchluß der
franzöſiſch=ſpaniſchen Marokko=
Ver=
handlungen wird aus Madrid bezüglich der
Zollfrage gemeldet, dieſelbe ſei endgültig dahin geregelt
worden, daß die ſpaniſche Zollverwaltung in Marokko
im ganzen alljährlich 500000 Peſetas an den Maghzen
abzuführen haben werde, und zwar 300000 Peſetas für
die Häfen der Atlantiſchen und 200000 Peſetas für die
Häfen der Mittelländiſchen Küſte.
Spanien.
Der Geſetzentwurf über die
Eiſen=
bahnangeſtellten wurde in der Kammer
ver=
handelt. Der Führer der konſervativen Partei, Maura,
bekämpfte den Geſetzentwurf und bezeichnet ihn als
un=
gerecht, unzweckmäßig, unwirkſam und gefährlich. Da er
auch nicht durch Amendements verbeſſert werden könne,
ſo müſſe der Geſetzentwurf zurückgezogen werden. Mi
niſterpräſident Canalejas verteidigte die
Regierungsvor=
lage und erklärte, daß ſie unentbehrlich ſei, um den
öffentlichen Eiſenbahndienſt ſicherzuſtellen, in
unpar=
teiiſcher Weiſe die Intereſſen von Arbeit und Kapital
durch ein obligatoriſches Schiedsgericht zu wahren und
ie entſchieden der Ueberfüllung der Gefängniſſe oder
blutigen Straßenkämpfen vorzuziehen ſei.
Rußland.
Keine Anleihe. Die Meldung, daß zur Deckung
der außerordentlichen Ausgaben des Budgets für 1913
eine Anleihe geplant ſei, iſt irrig. Zur Deckung der
außerordentlichen Ausgaben von 220622756 Rubel ſind
vorhanden der Ueberſchuß aus den ordentlichen
Ein=
nahmen über die ordentlichen Ausgaben im Betrage von
81 358 623 Rubel, ferner die außerordentlichen
Ein=
nahmen im Betrage von 10 Millionen. Der Fehlbetrag
von ca. 30 Millionen Rubel ſoll aus dem freien Beſtand
er Reichsrentei entnommen werden.
Der Zar und Saſonow. Der Zar erklärte
ich beim Empfang Saſonows mit dem
öſterreichiſch=
ruſſiſchen Zuſammengehen in der Balkanfrage ſehr
zu=
frieden. Saſonows Stellung iſt feſter denn je. Seine
Gegner ſind übrigens nicht in Hofkreiſen, ſondern unter
den Panſlawiſten und Progreſſiſten zu ſuchen. Laut
einer Petersburger Meldung ſteht eine
Vertrauenskund=
gebung des Zaren für Saſonow bevor. Der Zar will
den Miniſter gegen die Strömungen ſchützen, die ſeine
Politik zu durchkreuzen ſuchen.
Marokko.
General Liautey und der neue Sultan.
Die Agence Havas meldet aus Rabat vom 20. Oktober:
General Liautey beſuchte vormittags den Sultan Mulay
Juſſuf und überbrachte ihm die Glückwünſche zu ſeiner
Thronbeſteigung und wünſchte ihm eine glückliche
Regie=
rung. Der Generalreſident betonte, daß die Urheber der
Unruhen in abſchreckender Weiſe beſtraft wurden und daß
ille Städte Marokkos ihn als Sultan anerkennen.
Liau=
tey ſicherte ſeine Ergebenheit und ſeine Mitwirkung bei
dem Friedenswerk zu. Mulay Juſſuf ſprach der
fran=
zöſiſchen Republik ſeinen Dank für die ihm zugeſicherte
wertvolle Mitarbeit Liauteys und ſeiner Mitarbeiter aus.
* Die Arbeiterverſicherung in Europa.
Das Reichsverſicherungsamt hat eine neue Ueberſicht
über die Arbeiterverſicherung in Europa ausgearbeitet.
Anlaß hierzu gaben die durch die
Reichsverſicherungs=
ordnung bedingte Neugeſtaltung der deutſchen
Arbeiter=
verſicherung und die weiteren Fortſchritte, die die ſoziale
Verſicherungsgeſetzgebung neuerdings in mehreren
aus=
wärtigen Staaten, namentlich in Großbritannien,
Luxem=
burg und in der Schweiz gemacht hat. Nach dieſer
neue=
ſten Ueberſicht gibt es
Zwangskrankenverſiche=
rungen außer in Deutſchland in Oeſterreich=Ungarn,
in Italien, in Frankreich, in Großbritannien, in
Nor=
wegen, in Luxemburg und in Serbien. Die
Zwangs=
krankenverſicherung in Deutſchland iſt aber, abgeſehen von
Großbritannien, weiter ausgedehnt als in jedem anderen
Lande. In Italien ſind nur zwangsverſichert
Arbeite=
rinnen im Alter von 15 bis 20 Jahren, in Frankreich
Bergleute bis 2000 M. Jahresverdienſt. Eine
Zwangs=
unfallverſicherung haben außer Deutſchland Oeſterreich=
Ungarn, Italien, Norwegen, Dänemark, Finnland, die
Niederlande, Luxemburg, die Schweiz, Serbien,
Frank=
reich. Die Zwangsverſicherung in Frankreich bezieht ſich
nur auf die Seeleute. Auch in den meiſten übrigen
Staa=
ten iſt die Zwangsverſicherung bei weitem nicht ſo
um=
faſſend wie in Deutſchland. Auch die Invaliden=,
Alters= und
Hinterbliebenenverſiche=
rung iſt in Deutſchland beſonders weitgehend. In
Oeſterreich iſt die Zwangsverſicherung nur für Bergleute
und Angeſtellte in privaten Dienſten eingeführt, in
Frank=
reich für Lohnarbeiter und Angeſtellte mit Jahresverdienſt
bis 2400 M., für Seeleute, Bergleute und Eiſenbahner,
in Großbritannien für alle Arbeiter und Angeſtellte,
letz=
tere mit Jahresgehalt bis 2364 M.
* Piſa, 21. Okt. Der öſterreichiſche Miniſter des
Aeußern Graf Berchtold nebſt Gemahlin ſind um
6 Uhr 35 Minuten abends hier eingetroffen. Sie
wur=
den auf dem Bahnhof von di San Giuliano und dem
öſterreichiſchen Botſchafter Merey v. Kaposmere
empfan=
gen. Marquis di San Giuliano gab zu Ehren des
Grafen und der Gräfin Berchtold ein Diner, an dem auch
Unterſtaatsſekretär di Scalea, der italieniſche Botſchafter
in Wien, der öſterreich=ungariſche Botſchafter in Rom, der
Kabinettschef des Grafen Berchtold Graf Hoyas und der
Kabinettschef des Marquis di San Giuliano, Graf San
Matino teilnahmen. Die Blätter begrüßen ſympathiſch
den Beſuch des Grafen Berchtold. Corriere d’Italia hebt
hervor, daß die Zuſammenkunft in Piſa eine
bemerkens=
werte politiſche Bedeutung habe, beſonders in den
gegen=
wärtigen Umſtänden. Niemand könne die Anſichten
ken=
nen, welche die beiden Miniſter austauſchen würdenz.
Italien jedoch, das während des Konfliktes mit der
Tür=
kei im Intereſſe des europäiſchen Friedens ſich eine
be=
deutende Mäßigung auferlegte, werde ſich nur für eine
durchaus friedliche Politik ausſprechen können und die
Möglichkeit betonen, den Krieg auf dem Balkan zu
lokali=
ſieren.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. Oktober.
* Vom Hofe. Gräfin Fünfkirchen nebſt Gräfin=
Toch=
ter ſind am Montag mittag 12 Uhr 50 Min, zum Beſuch
n Jagdſchloß Wolfsgarten eingetroffen. (Darmſt. Ztg.)
Miliigrdienſtnachrichten. Befördert: Zu Oberlts.
der Lt. der Reſ.: Meyer (Lüneburg) des Inf.=Regts.
Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116; die Lts.:
Weil (I Darmſtadt) der Landw.=Inf. 1. Aufgebots,
Engelmann (I Darmſtadt) der Landw.=Feldart.
1. Aufgebots; zu Lts. der Reſ.; die Vizefeldwebel:
Weiſe (Hanau) des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Minthe (Mainz) des
2. Naſſau. Pion.=Bats. Nr. 25; Dr. Peters (Mainz),
Oberveterinär der Landw. 1. Aufgebots, zum
Stabs=
veterinär. Verſetzt: Rath (I Darmſtadt), Lt. der Landw.=
Inf. 1. Aufgebots, zu den Reſ.=Offizieren des 9. Rhein.
Inf.=Regts. Nr. 160. Der Abſchied bewilligt: Waaner
(IV Berlin), Lt. der Reſ. des Großh. Heſſ. Train=
Bats. Nr. 18. — Major v. Lindeiner gen. v. Wildau,
beim Stabe, des Magdeburg. Jäger=Bats. Nr. 4) in
Naumburg a. S. (früher im Leibgarde=Inf.=Regt.
Nr. 115), erhält vom 1. November d. J. ab die
Stabs=
offiziergebührniſſe. Hauptmann Jochim, zugeteilt dem
Großen Generalſtab (früher im Inf.=Regt. Nr. 168), unter
Belaſſung bei demſelben zum Major befördert und in
den Generalſtab der Armee verſetzt. Hauptm.
Ganden=
berger v. Moiſy (geb. Heſſen=Darmſtädter), im
Grenadier=Regt. Kaiſer Wilhelm I. Nr. 110 in
Heidel=
berg, zum überzähligen Major befördert und zum Stabe
des Regiments in Mannheim übergetreten. Hauptm.
Stamm, Komp.=Chef im Inf.=Regt. Graf Barfuß
Nr. 17 in Mörchingen (früher im Inf.=Leibregt.
Groß=
herzogin Nr. 117), der Abſchied mit der geſetzlichen
Penſion bewilligt. Rittm. Schroeder, im Lothring.
Train=Bat. Nr. 16 in Forbach (früher im Train=Bat.
Nr. 18), ein Patent ſeines Dienſtgrades verliehen.
Aſſiſtenzarzt v. Holly und Ponientzitz, im Königin
Auguſta Garde=Gren.=Regt. Nr. 4 in Berlin (zuvor im
Leib=Drag=Regt. Nr. 241, zum Oherarzt. befördert.
sk. Schiebungen bei der Reichstagswahl. (Urteil des
Reichsgerichts.) Gelegentlich der letzten
Reichstagshaupt=
wahl am 12. Januar 1912 war im Orte Klein=Auheim
der Steindruckergehilfe Peter Joſeph Sturm als
Wahl=
ſchlepper tätig: Da ein gewiſſer Ackerknecht Rohmann
trotz vorgerückter Stunde noch nicht zur Wahlurne
gegan=
gen war, überredete Sturm den Arbeiter Haas, der nicht
in die Wahlliſte mit eingetragen war, ſich in ſeiner Bes
gleitung ins Wahllokal zu begeben und dort als „
Roh=
mann” das Wahlrecht auszuuben. Dem Wahlvorſteher
gegenüber bezeugte Sturm durch einzelne Angaben, daß
Haas der angebliche Rohmann ſei. Als nun ſpäter der
richtige Rohmann kam, wurde der Wahlbetrug entdeckt.
Sturm ſuchte nunmehr alle Schuld auf Haas zu ſchieben,
der ſich angeblich ihm ſelbſt gegenüber als „Rohmann”
ausgegeben habe. Er konnte jedoch überführt werden,
den wahren Sachverhalt gekannt zu haben und wurde
am 5. Juni 1912 vom Landgericht Darmſtadt
wegen Vergehens gegen §§ 108. Abſ. 2 und 47 des
Straf=
geſetzbuches (gemeinſchaftliche Verfälſchung der Ergebniſſe
einer öffentlichen Wahl) zu drei Monaten Gefängnis
ver=
urteilt. Haas erhielt wegen des gleichen Deliktes eine
Gefängnisſtrafe von drei Wochen. Sturm legte nun
gegen das Urteil Reviſion beim Reichsgericht ein;
der höchſte Gerichtshof verwarf ſie indes als unbegründet
und beſtätigte das Urteil des Landgerichts Darmſtadt.
sk. Mißbrauch der „Maggi”flaſche. (Urteil des
Reichsgerichts vom 21. Oktober 1912.) Der Maggi=
Geſell=
ſchaft zu Berlin, die die bekannte Suppenwürze,
fer=
ner Suppen= und Bouillonwürfel vertreibt, ſind als
Warenzeichen das Wort „Maggi”, der Kreuzſtern und
zwei Etiketten geſchützt, die den Fläſchchen des
Fleiſch=
extraktes aufgeklebt ſind. Wegen Verletzung des erſten
Mit dem Motor ins innerſte Afrika.
Von Oberleutnant Paul Graetz.
VII.
(Nachdruck verboten.)
Der Schiffbruch der „Hygiama”.
Molundu, den 12. Auguſt 1912.
Mit dem letzten Tageslicht des 11. Auguſt ſauſt die
„Hygiama” durch die Carnap=Schnellen, die letzte
gefähr=
liche Paſſage bis Molundu, das wir 7 Uhr abends zu
erreichen hoffen. Ein Wetter zieht hoch. Plötzlich ſitzen
wir feſt. Eine Sandbank. Wir verfluchen das Fehlen des
Rückwärtsganges, das wir den Grade=Motorenwerken
ver=
danken. Alle Boys über Bord! Vorwärts!” Wir greifen
zu den Staakſtangen. Der Motor arbeitet mit ganzer
Kraft. Der Propeller ſchleudert den Sand hoch. Die erſten
Regentropfen fallen. Raſcher folgen die Blitze.
Lang=
ſam, ſehr langſam rutſchen wir vorwärts. Plötzlich wird
der Kiel frei. Wir haben Fahrwaſſer. Die „Hygiama”
ſchießt vorwärts in die Nacht. Die Boys hängen zappelnd
am Bootsrand. Einen nach dem anderen hebe ich am
Gürtel herein. Der Blitz zeigt uns ſteuerbord eine Inſel.
Wir ſehen kein Fahrwaſſer vor uns. Ich ſtelle den Motor
auf halbe Kraft. Die Strömung iſt hart hinter uns her.
Zinko ſchreit von achter: „Ganze Kraft! Sonſt kann ich
nicht ſteuern.” Wieder ein Blitz. Gottlob, vor uns dehnt
ſich der Fluß — alſo vorwärts. Plötzlich ein furchtbarer
Stoß, das Boot in allen Fugen erſchütternd, ein
entſetz=
liches markerſchütterndes Krachen. Ich ſtürze vorn über
auf die glühend heiße Schutzhaube des Motors —
Men=
ſchen, Koffer und Sachen fliegen wild durcheinander.
Schreien und Rufen. Stockfinſtere Nacht. Ich ſpringe
zurück und reiße den Kuppelungshebel zurück. Einen
Mo=
ment durchzuckt mich die Angſt, der Kiel ſei gebrochen, wir
ſeien auf einem Steinwall aufgerannt. Ich laſſe den
Motor weiter leer laufen, er ſcheint unverſehrt: der Kiel
muß heil geblieben ſein. Da wirft das Schwungrad das
Waſſer empor — wie einſt droben im Luapula, als die
Sarotti” den Baumſtumpf rammte. Ich weiß Beſcheid.
Im Nu habe ich die furchtbare Wahrheit erkannt. Ich
ſtoppe den Motor. Mit dem nächſten Griff erhaſche ich die
lange Staakſtange, die noch neben mir liegt, und ſuche
Grund. Ich vermute das Boot auf einem Steinwehr
ſitzend. „Anker klar! Laß’ gehen!” Zinko wiederholt laut,
mechaniſch das Kommando, nach vorn ſpringend. Im Nu
ſauſt der Anker nieder. Ich ſuche vergeblich nach Grund
Jeſus, Maria und Joſeph! Wie tief iſt denn das Meer
hier? Zinko brüllt: „Wir ſinken!” Offenbar ſind wir
an einer Klippe geſcheitert! Ich ſtehe bis an die Waden
im Waſſer, das in Maſſen hereinſtrömt. Das Leck muß
klotzig ſein. Das Boot ſchwoit langſam am Anker. „Eimer
und Kochgefäße her! Schöpfen! Alle Mann ſchöpfen!“
Mit der Wut der Verzweiflung werfen wir das Waſſer
über Bord. Esgeht ums Leben! Die Gefahr unſerer
Lage mit ihrer ganzen erdrückenden Schwere legt ſich mir
aufs Herz. Zinko ſchreit: „Wir müſſen verſuchen, ans
Ufer zu kommen. Das Waſſer ſtrömt übers Kaſtell
her=
ein!” — „Anker hoch!” Mit der Kraft der
Selbſterhal=
tung holt Zinko den Anker ein — vergebens. Der Anker
ſitzt feſt. Wild entſchloſſen kappt Zinko mit einigen
wuch=
tigen Hieben ſeines Standhauers das dicke Ankertau. Wir
treiben ſtromab, unheimlich ſchnell. Das Waſſer im Boot
ſteigt. Wir werden alle in dieſen Strudeln verſaufen —
oder die Krokodile „Europäer paddeln, Boys weiter
ſchöpfen!” Wir begrüßen die Blitze, die uns das Ufer
zeigen. „Joſeph, tupa maji ao tutakufa!” Schöpft Waſſer,
oder wir ſterben! Die Jungens begreifen. Aus
Leibes=
kräften drückten wir drei Männer das Boot näher und
näher gegen die ſchwarze Uferwand. „Gnädige Frau,
ruhig bleiben, es iſt keine Gefahr mehr,” lüge ich laut.
Zinko in ſeiner Ehrlichkeit ſchreit dagegen: „Gefahr iſt
ſchon!“ — „Feſte, feſte, Boys, was das Zeug hält!” Wir
hören das Rauſchen des Fluſſes im Geäſt. Es wird Zeit.
Das Waſſer im Boot ſteigt beänſtigend. Da ſtreifen wir
das Laub. Ich greife in die Zweige, doch die Stwmung
eißt uns mächtig weiter ſtromab. Plötzlich lautes Krachen
— wir treiben an einem toten, im Waſſer liegenden Baum
entlang. Ein überſtehender Aſt hat den Maſt gebrochen.
Die obere Hälfte mit dem Klubwimpel geht über Bord —
ein böſes Omen! — Ehe wirs uns verſehen, iſt Zinko mit
einem tollkühnen Satz in den verdorrten Baumrieſen
ge=
ſprungen und ſchlingt das rettende Tau um einen Aſt.
Gott ſei’s gedankt, er hält! Die Menſchenleben ſcheinen
wenigſtens gerettet. Päng! Stettens erſter Signalſchuß
kracht über das Waſſer, der zweite miſcht ſich mit dem Echo
des Erſten —päng-päng-päng. — Wir wagen nicht auf
die Antwort zu lauſchen — wir müßten das Schöpfen
unterbrechen. Wir können höchſtens 4 Kilometer Luftlinie
von Molundu entfernt ſein. Man muß die Schüſſe hören.
Ich habe den größten Eimer ergriffen und ſchöpfe auf
Teufel komm raus. Die Boys müſſen mit dem Schöpfen
mein Tempo halten. Der Schweiß fließt. Stetten
durch=
ſucht das Durcheinander im Boot nach Patronen. „Macht
Licht!‟ Die Finſternis iſt ſchrecklich. Wir hatten während
der Fahrt kein Licht unterhalten, um die Augen nicht zu
blenden. Hols der Böſe! Alle Streichhölzer naß!
Stet=
ten holte aus ſeiner Bruſttaſche die einzige noch trockene
Schachtel. Wie entſetzlich! Ein letztes einſames
Streich=
holz findet ſich darin! Frau von Stetten hält die Lampe,
ſie zittert um das letzte Streichholz — ein kurzes
Auf=
flackern, und es iſt erloſchen, es war unſer letzter
Hoff=
nungsſchimmer, der da aufflammte und erſtarb. Weiter
im Dunkel! Zinko vertoit den Bug an dem trockenen
Baumſtamme. Die Menſchenleben ſind wohl jetzt außer
Gefahr. Das Boot ſcheint verloren. Höher und höher
ſteigt das Waſſer trotz unſerer wahnſinnigen
Anſtreng=
ungen. Die Stimme verſagt mir. Die Kehle iſt wie
aus=
gedörrt. Da reicht mir Frau von Stetten den Waſſerſack
— welches Labſal! Dieſe tapfere Frau hat keinen
Augen=
blick die Haltung verloren — eine Heldin im hehrſten
Sinne des Wortes! Ruhig und umſichtig ſchaltet und
waltet ſie, die Gefahr nicht achtend. Im Waſſer ſtehend
bis über die Schuhe zwiſchen Koffern und allerhand wüßt
und der letztgenannten Warenzeichen war der Kaufmann
Peter Kreß in Niederſteinach vom Landgericht
Darmſtadt am 23. April 1912 zu einer Geldſtrafe von 150
Mark verurteilt worden. Kreß hatte im Sommer 1911
mehreren Kunden, die ſich die Maggiwürze in ein hierzu
mitgebrachtes Maggifläſchchen einfüllen laſſen wollten,
aus einer großen Maggiflaſche eine Flüſſigteit gegeben,
die mit der Maggiwürze zwar Aehnlichkeit zeigte, jedoch,
wie die chemiſche Unterſuchung im Laboratorium der
Maggi=Geſellſchaft ergab, ſpezifiſch leichter war. Es
wurde dies zurückgeführt auf eine Verdünnung der echten
Maggiwürze mit Waſſer oder auf eine Miſchung mit dem
ſpezifiſch leichteren Konkurrenzfabrikat „Knorr Sos”
Schließlich nahm man auch an, daß es ſich um „Knorr
Sos” allein handelte. Die Verteidigung behauptete zwar,
es ſei echte Maggiwürze, die durch langes Lagern ihre
chemiſche Zuſammenſetzung verändert hätte, konnte jedoch
nicht widerlegen, daß Kreß die Maggiſchen Warenzeichen
dazu verwandt hatte, um eine Subſtanz von anderen
Eigenſchaften (ſpezifiſche Gewichtsdifferenz) mit ihrer
Hilfe zu verkaufen. Es erfolgte daher die Verurteilung auf
Grund des§ 14 Abſatz 2 des Warenzeichengeſetzes vom 12.
Mai 1894. Ferner wurde der geſchädigten
Maggigeſell=
ſchaft Publikationsbefugnis in der Darmſtädter Zeitung
zugeſprochen. — Kreß legte dagegen Reviſion bei dem
Reichsgericht ein, die aber vom höchſten Gerichtshof
im Anſchluß an den Antrag des Reichsanwalts als
un=
begründet verworfen wurde, da als erwieſen anzuſehen
war, daß der Angeklagte verfälſchte Maggiwürze aus
einer mit einem Maggi=Etikett verſehenen Flaſche
ver=
kauft hatte, und der Tatbeſtand des § 14 Abſatz 2 des
Warenzeichengeſetzes ſich ſomit lückenlos erfüllte.
Vom Großh. Hoftheater. Heute Mittwoch, den 23.
Oktober, wird Hermann Bahrs neueſtes Luſtſpiel „Das
Prinzip”, das bei der Uraufführung an unſerem
Hof=
theater einen durchſchlagenden Erfolg erzielt hat, der ihm
auch in allen anderen Städten, in welchen das amüſante
Werk bislang zur Aufführung gelangt iſt, treu blieb, zum
erſtenmal wiederholt. Dieſe Vorſtellung (im Abonnement
für die Serie D10) beginnt um 7½ Uhr. Morgen
Don=
nerstag wird Offenbachs übermütige Parodie=Operette
„Die ſchöne Helena” als 40. Abonnementsvorſtellung,
Buchſt. A 10, zur Wiederholung gelangen. Am Freitag
bleibt das Hoftheater im Hinblick auf die am ſelben Abend
ſtattfindenden Lutherfeſtſpiele geſchloſſen. Samstag wird
nach längerer Pauſe Adams Märchenoper „Wenn ich
König wäre” zu kleinen Preiſen wiederholt werden.
Für Sonntag nachmittag iſt als dritte Volksvorſtellung
Leſſings „Nathan der Weiſe” mit Guido Lehrmann,
dem hier noch in glänzender Erinnerung ſtehenden
Cha=
rakterſpieler des Wiesbadener Hoftheaters, als Gaſt in der
Titelrolle, angeſetzt. Am Sonntag abend iſt Premiere der
Operette „Der liebe Auguſtin” Leo Falls neueſtes
Opus hat in Berlin viele hundert Aufführungen erlebt
und iſt hier mit den erſten Kräften des Enſembles, unter
der muſikaliſchen Leitung Kapellmeiſter Kleibers, beſetzt.
* Die Ausſtellung „Der Menſch” nicht nach
Frankfurt. Aus zahlreichen Anfragen und Mitteilungen
an die Leitung der Ausſtellung „Der Menſch”
in Darmſtadt geht hervor, daß die Meinung
ver=
breitet iſt, die Ausſtellung werde nach November nach
Frankfurt a. M. übergeführt werden, um dort für einige
Monate gezeigt zu werden. Die Leitung der Ausſtellung
„Der Menſch” in Darmſtadt teilt uns mit, daz dieſe Anſicht
unrichtig iſt. Der Stadtrat von Dresden hat die
Genehmi=
igung zu einer nochmaligen öffentlichen Vorführung der
AAusſtellung in Frankfurt a. M. nicht erteilt, ſo daß die
Ausſtellung nach Schluß von Darmſtadt aus nach
Dresden übergeführt wird. Hauptſächlich aus dieſen
Gründen iſt die Ausſtellung, die urſprünglich nur bis
Oktober geöffnet ſein ſollte, noch einmal verlängert
worden und, wie bereits mitgeteilt, noch bis Mitte
November geöffnet, damit den vielen Vereinen und
Schulen, die im Oktober nicht kommen konnten und
ihren Beſuch für ſpäter angemeldet haben, noch
Gelegen=
heit zur Beſichtigung gegeben wird.
X Hanſabund und Mittelſtand. Am Montag abend
hat die auf Veranlaſſung der neu geſchaffenen Ausſchüſſe
für Handwerk und Kleinhandel der Ortsgruppe
Darm=
ſtadt des Hanſabundes einberufene erſte Sitzung der
verſchiedenen kaufmänniſchen und gewerblichen
Korpora=
itionen, Innungsvorſtände uſw. zur Beratung der
Fra=
igen des Borgunweſens und der
kaufmänni=
iſchen Buchführung, welche den Mittelſtand
außer=
ordentlich intereſſieren, ſtattgefunden. In der zahlreich
beſuchten Verſammlung fand zunächſt eine lebhafte
Er=
örterung aller Fragen ſtatt, welche mit dem Borgunweſen
zuſammenhängen. Feſtgeſtellt wurde, daß der Mittelſtand
ſicherlich eine weitere Kräftigung ſeiner Lage erzielen
würde, wenn durchgreifende Maßnahmen zur Beſeitigung
der allzulangen Kreditinanſpruchnahmen ſeitens des
kaufenden Publikums gefunden werden können. Die
ver=
ſchiedenen hier in Frage kommenden Schritte wurden
ein=
gehend beſprochen, wobei die Verſammlung einhellig zu
der Erkenntnis kam, daß zur Erzielung des gewünſchten
Erfolges vor allen Dingen eine rechtzeitige und zweck=
mäßige Zuſtellung der Rechnungen ſeitens der
Gewerbe=
treibenden nötig ſei. Dies kann nach Anſicht der
Ver=
ſammlung nur dann erreicht werden, wenn für jeden
Ge=
werbetreibenden die Möglichkeit einer durchaus
geord=
neten Buchführung geſchaffen wird. Im Anſchluß an
ein Referat des Herrn Glaſermeiſters Werner über die
verſchiedenen, dem Hanſabunde gegenwärtig zur
Ver=
fügung ſtehenden Buchführungs=Syſteme wurde eine aus
5 Herren beſtehende Kommiſſion eingeſetzt, welche
dem=
nächſt Buchführungs=Syſteme, wie ſie für die
Ausdeh=
nung der in Darmſtadt beſtehenden gewerblichen Betriebe
in Betracht kommen können, durchberaten und
ausarbei=
ten ſoll. Das Ergebnis der Beratungen ſoll einer
grö=
ßeren Verſammlung zur endgültigen Begutachtung
vorge=
legt werden. Inzwiſchen werden die einzelnen
Innungs=
vorſtände ihre Innungen von den ſtattgehabten
Ver=
handlungen über die Frage des Borgunweſens
unter=
richten, ſich über die Stimmung in weiteren Kreiſen des
Mittelſtandes bezüglich der einzelnen aufgeworfenen
Fra=
gen informieren, um dann in einer weiteren gemeinſamen
Verſammlung der verſchiedenen kaufmänniſchen und
ge=
werblichen Korporationen an der Schaffung und
Durchfüh=
rung erfolgverſprechender Maßnahmen zur möglichſten
Beſeitigung des Borgunweſens in Darmſtadt mitarbeiten
zu können.
— Gewerbemuſeum. Im Gewerbemuſeum,
Neckar=
ſtraße 3, ſind neu ausgeſtellt: Ein großer
Beleuch=
tungskörper aus Meſſing, ausgeführt von der
Rhei=
niſchen Bronzewarenfabrik Schüz u. Beringer in
Mainz. Im Reif ein Schmuckfries in Ausſägearbeit,
eine Hirſchjagd darſtellend, von Hermann Pfeiffer,
Maler Kammerhof bei Leeheim i. Ried. Von
demſelben Künſtler ſind auch einige graphiſche Arbeiten
(Silhouetten) ausgeſtellt. Ferner: Korbmöbel aus
der Werkſtatt für moderne Rohrmöbel von Valentin
Elſeſſer=Hamm i. Rheinheſſen. (Die
Gegen=
ſtände ſind verkäuflich.) Die Ausſtellung
hinderindi=
ſcher und indoneſiſcher Kunſt aus den
Samm=
lungen des Forſchungsreiſenden Th. H. Thomann=
Bens=
heim a. d. B. iſt noch für einige Tage dem Publikum
zugänglich.
A Handelskammerwahl. Auf Grund des
Handels=
kammergeſetzes haben für den Wahlbezirk Darmſtadt
Er=
gänzungs= und Erſatzwahlen ſtattzufinden. Vor
Vornahme dieſer Wahlen werden die Liſten der
Wahlbe=
rechtigten in den Erwerbsgruppen Induſtrie, Großhandel
und Kleinhandel in der Zeit vom Donnerstag, den 24a
Oktober, bis Montag, den 4. November d. J. auf dem
Bureau der Großh. Handelskammer während der
Ge=
ſchäftsſtunden, vormittags von 9—1 Uhr und nachmittags
von 4—6 Uhr offen liegen. — Einwendungen gegen den
Inhalt der Liſten ſind innerhalb der erwähnten 10 tägigen
Friſt bei der Handelskammer ſchriftlich vorzubringen.
C Buchdruckereibeſitzer Eduard Roether P.
Ver=
gangene Nacht iſt im Alter von 38 Jahren Herr
Buch=
druckereibeſitzer Eduard Ro=ther hierſelbſt
uner=
wartet geſtorben. Der frühe Tod riß den Verſtorbenen
mitten aus einer emſigen und vielſeitigen Berufstätigkeit.
Er war Verleger des Rheinheſſiſchen Beobachters in
Ingelheim, der evangeliſchen Wochenſchrift Der Sonntag
und mehrerer anderer Verlagswerke und Drucker der
Liberalen Wochenſchrift. Perſönlich erfreute ſich Herr
Roether, ein Mann von idealer Geſinnung, vermöge ſeines
offenen und liebenswürdigen Charakters weit über den
Kreis ſeiner perſönlichen Freunde hinaus größter
Beliebt=
heit und Wertſchätzung. Beſonderes Intereſſe brachte er
den Fragen der Organiſation ſeines Standes entgegen,
und war ein eifriges und tätiges Mitglied des
Bezirks=
vereins Darmſtadt des Deutſchen Buchdruckervereins,
deſſen 2. Vorſitzender er auch war. R. i. p.
* Freie Vereinigung Heſſiſcher Nationalliberaler. Die
der Freien Vereinigung Heſſiſcher Nationalliberaler
an=
geſchloſſenen Reichstagswahlkreiſe und
nationallibe=
ralen Vereine, alſo Mainz, Offenbach, Gießen,
Alsfeld, Erbach, haben Dr. Otto Linſe als
Partei=
ſekretär angeſtellt. Herr Dr. Linſe wird ſeine
Tätigkeit im Dezember aufnehmen. Er iſt geborener
Aachener, Doktor der Staatswiſſenſchaft und als
natio=
nalliberaler Parteiſekretär in Reichenbach i. V. und in
Krefeld tätig geweſen.
— K. C.=Tag und 10. Stiftungsfeſt der Verbindung
im K. C. „Viadrina” Man ſchreibt uns: Vom 17.—21.
Oktober fand in unſerer Stadt der 17. ordentliche
K. C.=Tag, verbunden mit dem 10. Stiftungsfeſt der
Verbindung im K. C. „Viadrina” ſtatt. Die Verbindung
im K. C. — 9 an der Zahl und ein akademiſcher
Stamm=
tiſch — ſtehen auf dem Boden
deutſchvaterländi=
ſcher Geſinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf
gegen den Antiſemitismus in der deutſchen
Studenten=
ſchaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu
ſelbſtbewuß=
ten Juden, die im Bewußtſein, daß die deutſchen Juden
einen durch Geſchichte, Kultur= und Rechtsgemeinſchaft
mit dem deutſchen Vaterlande unlöslich verbundenen
Volksteil bilden, jederzeit bereit und imſtande ſind, für
die politiſche und geſellſchaftliche Gleichberechtigung der
Juden einzutreten. Nach den 2 Tage umfaſſenden
Ver=
handlungen des Verbandstages fand ſich eine ſtattliche
Korona am Samstag abend im großen Saale des
Städ=
tiſchen Saalbaues zu einem Feſtkommers zuſammen, der
ſich zu einer impoſanten Kundgebung im Sinne der
Ten=
denz des K. C. geſtaltete. Am Sonntag abend vereinigte
man ſich nach einer Reihe von Veranſtaltungen im Laufe
des Tages zu Bowle und Tanz auf „Heilig=Kreuz”.
Eine interne Feier am Montag bildete den Schluß des
Feſtes, das bei allen Beteiligten einen nachhaltigen
Ein=
druck zurückgelaſſen hat.
* Vortrag von Paſtor v. Wicht. Man ſchreibt uns:
Der angekündigte offene Abend des Alkoholgegnerbundes
im „Saalbau” erhielt ein beſonders feſtliches Gepräge
durch einen Vortrag des bekannten Vorkämpfers für die
Guttemplerſache, des Paſtors v. Wicht aus Garſtedt.
Redner erzählte erſchütternde Beiſpiele von Alkoholelend
aus ſeiner früheren Praxis als Seemannspaſtor in
Mar=
ſeille und Buenos=Aires. Kaum weniger ſchlimm ſei der
Jammer in ſeinem jetzigen Wirkungskreiſe. Von einfacher
Ermahnung und Aufklärung ſei nach allen bisherigen
Er=
fahrungen nichts zu erhoffen, ſondern es komme vor allen
Dingen darauf an, die überall noch herrſchende
Verführ=
ung und den Trinkzwang zu beſeitigen. Das tatſächliche
Vorhandenſein eines Trinkzwanges laſſe ſich am beſten
im öffentlichen Leben konſtatieren, denn vielfach ſei unter
Beamten und Geſchäftsleuten noch die Furcht verbreitet,
eine entſchiedene Stellungnahme gegen den Alkohol könne
ihrer beruflichen Arbeit, ihrem Avancement oder ihrem
Geſchäfte ſchaden. Während es ſich ſonſt jeder zur Ehre
anrechne, bei patriotiſchen und ſozialen Beſtrebungen an
erſter Stelle zu ſtehen, hielte man ſich bei Bekämpfung des
Alkoholismus, unſeres größten ſozialen Schadens,
angſt=
lich zurück. Redner wies derartige Befürchtungen als
un=
begründet nach, und führte zahlreiche Beiſpiele eigener
Beobachtung an, in denen ein entſchiedenes Auftreten für
die Abſtinenzbewegung weit davon entfernt, geſchäftlichen
Schaden zu bringen, den Betreffenden die Hochachtung
weiter Kreiſe, und ſelbſt ſolcher, welche am Alkoholhandel
intereſſiert ſind, errungen hätten. Noch viel zu wenig
beachtet ſei der Wert der Abſtinenzbewegung für den
Aus=
gleich ſozialer Gegenſätze. In einer Zeit, in der ſo viel
von Klaſſenhaß und ſeiner Beſeitigung die Rede ſei, hätten
die Abſtinenzorganiſationen mehr praktiſche Arbeit
ge=
leiſtet als alle Kongreſſe, indem gemeinſames Wirken für
eine große Sache eine Brücke geſchlagen hätte zwiſchen
Arbeitern und Gebildeten.
* Darmſtädter Hausbeſitzerverein. Es ſei auf die
heute abend im Fürſtenſaal ſtattfindende
Verſamm=
lung des Darmſtädter Hausbeſitzer=
Ver=
eins betr. die 2. Hypothek nochmals aufmerkſam
gemacht.
r. Die Mitglieder des Evangeliſchen Bundes
ſeien nochmals darauf hingewieſen, daß ſie vom 22. bis
30. Oktober gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte im
Verkehrsbureau am Ernſt=Ludwigsplatz Eintrittskarten
für die Ausſtellung „Der Menſch” zum ermäßigten Preiſe
von 50 Pfg. erhalten können.
* Franzöſiſcher Cirele. Damen und Herren, die
ſich in der franzöſiſchen Sprache zu vervollkommnen
wünſchen, werden darauf aufmerkſam gemacht, daß der
bekannte franzöſiſche Circle von Profeſſor Berryer
ſeinen Anfang genommen hat. (Siehe Anzeige.)
* Der Verband für Jugendwohlfahrt und
Jugend=
fürſorge in der Stadt Darmſtadt lädt zur Mitglieder=
Verſammlung im Herrſchaftsſaal des Städtiſchen
Saalbaues am Freitag, den 15. November, nachmittags
5 Uhr, ein. Auf der Tagesordnung ſtehen: Mitteilungen;
Armenpflege und Arbeitszwang (Referent: Herr
Amt=
mann Krapp) und Ausſprache.
* Ueber die Bedeutung des Eiſenbetons im heutigen
Bauweſen wird am Freitag abend im
Ortsgewerbe=
verein Herr Dr.=Ing. Kleinlogel ſprechen. (S.
Anz.)
* Hohes Alter. Man ſchreibt uns: Herr Privatier
Windhaus, Soderſtraße, legte letzter Tage ſeinen
93. Geburtstag in körperlicher und geiſtiger Friſche
zurück; ſeine Konſtitution läßt erwarten, daß er auch
noch das 100. Lebensjahr erreichen wird. In derſelben
Straße wohnt, auch noch rüſtig, eine Frau, die 95 Jahre
alt iſt, und weiter zwei Männer, welche das 90.
Lebens=
jahr überſchritten haben; einer im Alter von 92 Jahren
und einer von 82 Jahren ſind kürzlich geſtorben.
Zu dem furchtbaren Ballonunglück am Sonntag,
ei dem zwei unſerer beſten Luftpiloten den Tod fanden,
wird uns mitgeteilt, daß der mitverunglückte Leutnant
Stieler ein Darmſtädter iſt und der Sohn eines
Darmſtädters, nämlich des Herrn Oberſt Stieler.
Leut=
nant Stieler ſtand im Feldart.=Regt. Nr. 13 und befand
ſich in dienſtlichem Auftrage in dem Ballon, der
bekannt=
lich ſeinen Abnahmeflug machen ſollte. — Herr
Inge=
tieur Hans Gericke ſtudierte im Jahre 1893 auf
der Hochſchule zu Darmſtadt und war „Alter
Herr” des hieſigen Korps „Haſſia”.
durcheinander liegenden Gerätſchaften meldet ſie den
zu=
nehmenden Waſſerſtand im hinteren Bootsraum, türmt ſie
die photographiſchen Artikel auf die oberſten Koffer
reicht ſie ihrem Gatten die Patronen. — Acht Streifen
Pa=
tronen donnerten ſchon durch die Nacht und noch keine
Antwort! Schockſchwerenot — man muß uns doch hören
Warum antwortet man nicht?! Es gibt doch altgediente
Soldaten auf der Faktorei und dann auf dem
Regierungs=
poſten! — Zinko taucht jetzt unter das Boot, um das Leck
zu ſuchen. „Stetten funken Sie ins Waſſer gegen die
Kro=
kodile!”
Endlich hat Zinko das Leck gefunden, backbord neben
dem Motor. Er reißt das Lateinſegel vom Maſtſtumpf
Die Rahe wird am Auspuffrohr innen befeſtigt, um das
Segel unter dem Boot hindurch und ſteuerbord
hochzu=
ziehen. Dann ſchmiegt ſich das waſſerdichte Segeltuch
unter dem Druck des Waſſers gegen die Bootswand.
Währenddeſſen ſchöpfen wir andern mit letzter Kraft
Das Leckſegel läßt ſich nicht unter dem Kiel
hindurch=
legen. Die Aeſte des alten Baumes ſperren den
Durch=
gang. Zinko wäre um ein Haar ertrunken, als er ſich unter
dem Boot befand, ohne daß wir die leiſeſte Ahnung
hatten, daß da unter uns einer mit dem Tode ringt. Seine
Hoſen, von dem zackigen Geäſt erfaßt laſſen ihn nicht
wie=
der hochkommen. Mit letzter Kraft zieht er ſich am Baum
empor. Auf allen=Vieren klettert ec auf dem Baum ans
Ufer. „Wir müſſen verſuchen von dem Baum los und an
Land zu kommen! Vorher muß das Loch von innen
pro=
viſoriſch verſtopft werden, um den Waſſerzufluß etwas
abzuſchwächen. Vier Stunden ſchöpften wir bereits. Wir
fühlen unſere Arme nicht mehr. Das Brett des
Boden=
belags unmittelbar an der Bootswand iſt feſtgenagelt.
Mit übermenſchlicher Kraft reißt Zinko das Brett hoch,
dann werden alle Decken, Kleider, Wäſcheſtücke auf das
Leck geworfen und mit den Füßen feſtgeſtrampelt —
trotz=
dem vermögen wir des einſtrömenden Waſſers nicht Herc
zu werden. Immer und immer wieder krachen die Sig=
nalſchüſſe hinaus Ein zweites Tau wird am Boot
be=
feſtigt und am Ufer um einen Baum geſchlungen, ehe wir
das andere Tau löſen und uns von dem rettenden
Baum=
kadaver fortwagen. Das haushohe Ufer, mit
Waſſer=
pflanzen, Wurzeln, Lianen, Bäumen und Sträuchern
be=
kleidet, ragt ſenkrecht hos). Zinko hat ſich an das
Strauch=
werk feſtgeklammert. Das Waſſer iſt hart am Ufer nur
etwa 1 Meter tief. Dort ſoll die „Hygiama” auf Grund
gelegt werden. Wir ſchöpfen ohne Unterlaß weiter. Bald
ſind wir am Ende unſerer Kräfte. Die Boys hält nur
noch die Angſt ums Leben aufrecht. Jetzt löſt Zinko das
Tau vom Stamm. — Durch all die Aufregungen, die
Dunkelheit und die dadurch hervorgerufene Ungewißheit,
durch das fortwährende Geſchrei, das Fragen und
Be=
raten, die Angſt um die wackere Frau und all die
Men=
ſchenleben, das ſcheinbar nutzloſe Geſchieße, der
ohren=
betäubende Lärm der klirrenden und klappernden Schöpf
gefäße und das fortwährende Plumpſen der Waſſermaſſen
haben mich ganz benommen. Jetzt treiben wir ab. Wirk
das Ufertau funktionieren? Es ſtrafft ſich. Die äußerſten
Aeſte des toten Baumes trennen uns noch immer vom
Ufer — endlich haben wirs geſchafft. Wir ziehen uns am
Tau näher ans Ufer. Aeſte knacken. Zinko hat ſich
ent=
kleidet und ſteht bis zum Hals im Waſſer, das Boot näher
an Land ziehend. Noch einige Schüſſe ſchlagen ins
Waſſer. Die Gefahr des Sinkens iſt noch nicht
verſchwun=
den. Alſo näher ans Ufer! Doch das Boot weicht keinen
Zoll. Das überhängende Wachstum oder Krikwurzeln
unter Waſſer halten uns feſt. Wir müſſen um jeden Preis
verſuchen, Feuer zu machen. Eine Schrotpatrone wird
ent=
leert und auf petroleumgetränkte Watte abgefeuert
voll banger Spannung ſind die Augen in das Dunkel
ge=
richtet wo wir Zinko an der Uferwand vermuten.
Knallend flammt der Feuerſchein aus dem Flintencohr —
einige glühende Punkte, die ſofort wieder erlöſchen Hätte
ich jetzt einen meiner Avembajungen hier, die droben am
Luapula meiner harren, in fünf Minuten hätte er aus
trockenem Holz das Feuer gerieben. Das Waſſer im Boot
ſteigt zuſehends. Wir müſſen ans Ufer. Zinko meint
Stimmen zu hören. Taucht da ſtromauf nicht ein Licht
auf? Totenſtille. — Ein Leuchtkäfer hat uns genarrt.
Noch einmal wird der Kampf gegen das zähe Wachstum
aufgenommen, das uns, dem rettenden Ufer ſo nahe,
ge=
fangen hält. Zwei Boys beginnen jetzt, das Boot zu
ent=
laden, wir andern ſchöpfen. Zelt und Koffer werden auf
einem ſchmalen ſchiefen Abſatz des Ufers zwiſchen
Kletter=
wurzeln geſtaut. Vorwärts — Vorwärts!! Halt! Da!
Das waren doch menſchliche Stimnei! Wir wollen es
alle gehört haben. Oder ſind wir ale verrückt geworden?
Wir lauſchen alle auf den Fluß hinaus. Nur das Spiel
des Waſſers läßt ſich vernehmen. Stetten donnert mit dem
98er los. Friedhofsſtille. Aufs neue enttäuſcht und
ent=
mutigt geht es wieder ans Werk. Da! — das war keine
Täuſchung — nein, das war wirklich keine Täuſchung
tiefes Schweigen. — „Halloooh” langgezogen ſchallt es
den Fluß herauf — ein Licht!!!!! zwei Lichter!!
„Hurra!” — „Hilfe!‟ Die Boys johlen laut. Schon
hören wir Stimmengewirr. Die kleine Frau, ganz oben
auf dem Wäſcheſack hockend, wohin ſie vor dem ſteigenden
Waſſer geflüchtet, klatſcht überglücklich in die Hände.
Der Eindruck der nahenden Rettung hält uns derart
gefangen, daß wir das Schöpfen vergeſſen. „Heia Boys!”
Das Waſſer iſt faſt bis zu den Sitzbrettern geſtiegen.
Vorwärts Boys! Schöpfen!” Auf daß wir nicht noch im
letzten Augenblick vor den Augen der Retter verſinks),
Zinko!” deutlich ſchallt der Ruf zu uns. Das iſt KuOr=
Schon hören wir den Schlag der Riemen. „Macht genie
zum Donnerwetter!” — „Kein Licht!” „Schon erholt,
kommt es zurück. Jetzt hören wir trotz des Schas die
deutlich, wie Kunze die Schwarzen anfeuert. Strotz der
liches Fluchen tönt uns wie Kirchenmuſik in die Schritt
Das Licht verſchwindet plötzlich, dann kommt es am
Er=
den Zweigen ganz nahe wieder zum Vorſchein. M. St.
mit dem langen Stahlboot. Er ſteht vorn und t
— Schauſchwimmen. Man ſchreibt uns: Am
kommenden Sonntag, den 27. Oktober, nachmittags,
wird die Schwimmabteilung der Turngemeinde
Darm=
ſtadt im Städtiſchen Hallenſchwimmbad ihr diesjähriges
Schauſchwimmen abhalten. Außer einem Schwimmer=
Reigen, Waſſerpyramiden, Waſſerballſpielen, Schnell= und
Stafettenſchwimmen wird das Waſſerſpringen viel
Intereſſe bieten. Verfügt doch die Turngemeinde über
ſeine Anzahl guter Springer, welche bei dem jüngſten
Kreis=Wettſchwimmen mit erſten Preiſen ausgezeichnet
wurden. Die Eintrittspreiſe ſind billigſt geſtellt, ſo daß
es einem jeden ermöglicht iſt, das Schwimmfeſt zu
beſuchen. Alles weitere iſt aus dem Anzeigenteil
er=
ſſichtlich.
* Das Reſidenztheater am Weißen Turm bringt
unter dem Aſta Nielſen=Film als Einlage ab heute ein
tiefergreifendes Trauerſpiel, betitelt: „Die Tragödie einer
Mutter” zur Vorführung. Verfaſſer iſt die berühmte
nordiſche Film=Comp. Der Film iſt einer der beſten,
welche in der letzten Zeit von der genannten Firma
ge=
bracht worden ſind. Die Hauptrollen kreierten der große
deutſche Schauſpieler Ferdinand Storm und die berühmte
Tragödin Frau Ragna Wettergreen vom
National=
theater in Kriſtiania. Neben dem ſpannenden Drama:
„Geld und Herz” von Gaumont iſt noch die köſtliche
amerikaniſche Humoreske: „Eine fatale Situation” und
die Komödie: „Herr und Diener” zu erwähnen. Mit
einem Wort, ein Programm, ſo reichhaltig und fein
zu=
ſammengeſtellt, wie es ſelten geboten wird.
=gs. Schadenfener, Geſtern mittag gegen 1 Uhr
ent=
ſtand in einem Hauſe der Rückertſtraße ein
Schaden=
feuer. Hierbei erlitt eine im Hauſe wohnende Frau
Brandwunden an Geſicht, Bruſt und Hals. Die
Verletzte wurde von der Rettungswache nach Anlegung
von Notverbänden mittels Krankenkraftwagens in das
Städtiſche Krankenhaus gebracht.
-h- Von der Bergſtraße, 22. Okt. Die hohen Obſt=
und Weinpreiſe veranlaßten die Landwirte wieder
zu vermehrter Anpflanzung von Obſtbäumen und Reben.
Der Obſtverwertungsverein in Zwingenberg erhält
dem=
nächſt einige tauſend junger Obſtbäume für ſeine 2
glieder.
Vensheim, 22. Okt. Für den Bahnbau
Bens=
heim-Lindenfels liegen die Pläne und
Koſten=
voranſchläge der erſten 4 Kilometer von Bensheim nach
Schönberg zur Baugenehmigung in Darmſtadt. Zu den
veranſchlagten Baukoſten von 3,5 Millionen Mark ſteuert
der Kreis Bensheim 1,25 Millionen bei, der Staat 30
PProzent und den Reſt die Kontinentale Eiſenbahnbau=
Geſellſchaft in Berlin. Man erwartet jetzt, daß das
Mi=
niſterium die Genehmigung ſo zeitig erteilt, daß mit
Beginn des nächſten Jahres die Arbeiten begonnen
wer=
den können.
-h- Bensheim, 22. Okt. Herr Bürgermeiſter
Fre=
nay wird ſeine Dienſtgeſchäfte ſobald noch nicht wieder
übernehmen können, da ſeine Krankheit ſich
ver=
ſchlimmert hat. — Die Darmſtädter Straße, ſowohl
die Fahrbahn wie die Fußſteige, erhält Kleinplaſter.
-h- Auerbach, 22. Okt. Der Weg nachdem
Auer=
bacher Schloß am weſtlichen Gebirge und das Schloß
iſelbſt ſollen demnächſt durch elektriſches Licht
be=
leuchtet werden. — Der neue Wein wird das
Viertel=
liter in den Wirtſchaften für 20 Pfg. verzapft. Für dieſen
Preis wird wieder mehr Wein getrunken, denn 30 Pfg.
für das Viertelliter hat bisher manchen abgehalten Wein
zu trinken. — Die Wahl des Herrn Ph. Gölz zum
Bür=
ggermeiſter von Auerbach hat die behördliche Genehmigung
erhalten.
Hofheim, 21. Okt. Bei den
Dammverlegungsarbei=
ten fanden beim Abgraben der Chauſſee vor der alten
Wohnung des Gutsbeſitzers Herrn Germann die dort
be=
ſchäftigten Arbeiter im Beiſein des Unternehmers, Herrn
Vetter, und des die Aufſicht vertretenden Dammwärkers,
Herrn März, in der Tiefe von zwei Metern ein noch gut
erhaltenes menſchliches Skelett nebſt einem hübſch
gravierten wertvollen Säbel und verſchiedenen
Mün=
izen, die ſämtlich die Jahreszahl 1600 tragen. Säbel und
Münzen wurden ſofort nach Auffinden an das
Waſſer=
bauamt Worms abgeliefert.
A Beerfelden, 21. Okt. Geſtern nachmittag ſprach
vor zahlreichen Intereſſenten Herr Rudler aus
Eber=
ſſtadt im Hirſch hier über: „Die Kaninchenzucht
und ihre Bedeutung‟. Dieſes Thema fand um
ſſo eher willige Hörer, als hier ſchon einige Zeit eine
grö=
ißere Anzahl von Züchtern ſich der Aufzucht dieſer Tiere
befleißigt und dabei recht gute Reſultate erzielt. Der
Vortragende wurde ſeiner Aufgabe in ſehr
anerkennens=
twerter Weiſe gerecht, und als er am Schluſſe ſeines
Vor=
ſtrags die Anweſenden aufforderte, ſich zu einem
Kanin=
ſchenzuchtverein zuſammenzuſchließen, waren ſofort
15 Herren bereit, ſolches zu tun. Es wird nun in den
näch=
iſten Tagen eine konſtituierende Verſammlung ſtattfinden,
Dem Verein wünſcht man bei den herrſchenden hohen
Fleiſchpreiſen fröhliches Gedeihen.
Offenbach a. M., 22. Okt. Das
Abholungs=
ſyſtem von Spargeldern durch die ſtädtiſche
Sparkaſſe hat während der kurzen Zeit ſeines Beſtehens
eine große Anzahl Anhänger gefunden, die heute auf über
2000 Einleger geſtiegen iſt. Im kommenden Jahre ſollen
die Spargelder bereits halbjährlich den Sparkonten
gut=
geſchrieben werden und demgemäß die 3½prozentige
Verzinſung vom 1. Juli bezw. 1. Januar an eintreten.
Mainz, 22. Okt. Der verſtorbene katholiſche Pfarrer
Heyder hat ſeine ſämtlichen Liegenſchaften im
Geſamt=
werte von rund 233 000 Mark der katholiſchen St.
Peter=
kirche zum Geſchenk gemacht. — Lehrer Joſeph
Niko=
lai tritt am 1. November ds. Js. nach 50jähriger
Dienſt=
zeit in den wohlverdienten Ruheſtand, nachdem er im
Sommer ds. Js. ſein goldenes Lehrerjubiläum in aller
Stille gefeiert hatte.
Mainz, 22. Okt. Die Schießaffäre in der
Ertal=
ſtraße vom Juli d. J. ſtand heute zur gerichtlichen
Ver=
handlung vor der Strafkammer. Wie erinnerlich, hatte
ſeinerzeit der Buchdrucker Geiſt in der Wohnung
ſei=
ner Schwiegereltern, des Schreiners Nordhof, ſeine
Schwiegermutter, ſeine von ihm getrennt lebende Frau
und den zu Hilfe eilenden Poſtboten Schäfer durch
Re=
volverſchüſſe zum Teil ſchwer verletzt. Sämtliche
Ver=
letzten ſind wieder hergeſtellt. Zur heutigen Verhandlung
ſind 20 Zeugen geladen. Der Angeklagte Geiſt wurde
von der heutigen Strafkammer zu zwei Jahren
Gefäng=
nis, abzüglich drei Monaten Unterſuchungshaft, ferner
zu Bußen von 500 Mark an die Frau Nordhof und von
50 Mark an ſeine eigene Frau verurteilt.
Amöneburg, 22. Okt. Der 53jährige verheiratete
Ar=
beiter Dittmann von hier kam geſtern in der
chemi=
ſchen Fabrik zu lebensgefährlichen
Verletz=
ungen. Die Bruſt wurde ihm gequetſcht und ihm
außer=
dem mehrere Rippen zerbrochen. Der lebensgefährlich
Verletzte wurde in das Rochushoſpital nach Mainz
ge=
bracht.
Oppenheim, 22. Okt. Die Flurſchäden im
Kreiſe Oppenheim während der diesjährigen
Ma=
növer ſind durch zwei Kommiſſionen, die etwa drei
Wochen tätig waren, feſtgeſtellt worden und betragen
über 14000 Mark. Die größten Summen für
Flur=
ſchaden kommen in Wörrſtadt mit 4673 Mark, in
Gabs=
heim mit 4600 Mark und in Sulzheim mit 2000 Mark zur
Auszahlung.
Nackenheim, 22. Okt. Einen leichten Fiſchfang
gab es dieſer Tage im diesſeitigen Stromarm. Auf der
Oberfläche des Waſſers ſchwammen Fiſche aller Art.
Teil=
weiſe lagen ſie auf der Seite und ſchnappten nach Luft
Bewohner der Rheinſtraße fuhren ihnen im Nachen nach
und fingen ſie mit der Hand in großer Menge. Man
nimmt an, daß die Fiſche durch eine im Waſſer
entzün=
dete Dynamitpatrone betäubt worden waren.
Wallertheim, 21. Okt. Ein gräßlicher
Unglücks=
fall ereignete ſich in der hieſigen Kunſtmühle. Der in
den 40er Jahren ſtehende Müller M. Felſch aus Gau=
Weinheim wollte während des Ganges der Maſchinen
einen Riemen löſen, wurde aber dabei von der
Trans=
miſſion erfaßt und mit furchtbarer Wucht mehrmals
herumgeſchleudert, ſo daß ihm der Kopf zerſchmettert und
ein Bein ausgeriſſen wurde. Nach zwei Stunden
qual=
vollen Leidens ſtarb der Unglückliche. Felſch hinterläßt
eine Frau mit 8 zum Teil noch unverſorgten Kindern.
Heuchelheim, 22. Okt. Deutſchlands jüngſten
Bürgermeiſter dürfte die hieſige Gemeinde beſitzen.
Bei der Bürgermeiſterwahl wurde der Sohn des
verſtor=
benen Bürgermeiſters, Georg Schmitt, gewählt, der
gegenwärtig im Alter von 22 Jahren ſteht.
Lauterbach, 22. Okt. Frau Julie Calmberg geb.
Fink hat der Heilanſtalt für Kranke zu Lauterbach
5000 Mark, der Stadt Lauterbach für gemeinnützige
Zwecke 50000 Mark vermacht.
Langenbergheim, 22. Okt. An einer Häckſelmaſchine
die an einer abſchüſſigen Stelle beiſeite geſtellt worden
war, machten ſich mehrere Kinder, darunter ein 7jähriger
Junge, zu ſchaffen. Plötzlich ſchlug dieſe um und
be=
grub den Jungeen unſer ſich. Ohnmächtig
wurde das Kind hervorgezogen. Die Unterſuchung
er=
gab, daß das Bein von dem ſchweren Schwungrad an
wei Stellen entzweigeſchlagen war.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 21. Okt. Fünf
Wagen=
ladungen ruſſiſches, von der Stadt Berlin in Ruſſiſch=
Polen für die Gemeinden Groß=Berlins aufgekauftes
fri=
ſches Rindfleiſch ſind letzte Nacht in Berlin
ange=
kommen, im ganzen etwa 1000 Zentner, die morgen
ſor=
tiert und an die Fleiſcher verteilt werden ſollen. Mit dem
Verkauf an das Publikum ſoll nächſten Mittwoch begonnen
werden. Später ſollen wöchentlich 3000 Zentner auf den
Markt kommen. Wie wir ſchon meldeten, ſoll das Fleiſch
nur an Privatleute und nur in Mengen von ½ Pfund bis
höchſtens 5 Pfund abgegeben werden. Gaſtwirte und
Wiederverkäufer ſollen nichts davon erhalten. Der Preis
von Suppenfleiſch wird vorausſichtlich 55 Pfg. für das
Pfund mittlerer Güte betragen. Die Fleiſcher, die den
Verkauf in den ſtädtiſchen Markthallen übernehmen,
be=
kommen dort die Stände und alles ſonſt Nötige faſt
um=
ſonſt. — Nachmittags während der Beſuchszeit haben es
drei Inſaſſen der Abteilung für geiſteskranke
Verbrecher in Buch verſtanden, aus dem „feſten
Haus” zu entfliehen, der 1868 geborene Einbrecher Max
Gorski, ein Arbeiter Wilhelm Meyer aus Bremen und ein
Arbeiter Rudolf Schohr aus Lichtenberg. Der
gefähr=
lichſte iſt Gorski. Er iſt ſchon bekannt von den Streifzügen
der „Spreepiraten” her, die an der Oberſpree die
Sommer=
wirtſchaften vom Waſſer aus heimſuchten und ſich vor
keiner Gewalttat ſcheuten. Gorski gehörte ferner auch zu
der berüchtigten „Kolonne Kirſch”. Mit einem Teil dieſer
Verbrecher drang er u. a. in Amſterdam, wie damals
be=
richtet wurde, in Bankräume ein und öffnete mit einem
Sauerſtoffgebläſe den Geldſchrank. Bei ſeiner ſpäteren
Verhaftung ſpielte Gorski den „wilden Mann” und kam
auch nicht ins Zuchthaus, ſondern nach Herzberge, von wo
er nach längerer Zeit als gebeſſert entlaſſen wurde. Bald
wurde dann bekannt, daß er ſich wieder an Einbrüchen
be=
teiligte. So gehörte er auch zu den Verbrechern, die bei
einem Einbruch in der Müllerſtraße ertappt wurden,
wo=
bei es zu einem Feuergefecht zwiſchen Verbrechern und
Kriminalbeamten kam. Endlich ward er zuſammen mit
einem anderen ſchweren Verbrecher, dem früheren
Haus=
diener Koch, wieder verhaftet. Gorski und Koch ſpielten
eiligſt wieder mit Erfolg den „wilden Mann” und
erreich=
ten, daß ſie abermals in einer Irrenanſtalt untergebracht
wurden. (!) Gorski kam jetzt nach Buch und ward hier
mit Meyer und Schohr in einem beſonderen Gewahrſam
untergebracht. Allem Anſchein nach haben Verbrecher, die
ſich auf freiem Fuße befinden, den dreien bei dem
Aus=
bruch geholfen. Hoffentlich wird Gorski, wenn man ſeiner
wieder habhaft geworden, nicht zum drittenmal in eine
Irrenanſtalt gebracht, ſondern in ein Zuchthaus, aus dem
die Flucht doch naturgemäß viel ſchwerer iſt. — Die ſeit
drei Jahren von ihrem Manne, einem Trinker, getrennt
lebende junge Frau Jumniſch ſtürzte ſich und ihr
ſiebenjähriges Söhnchen bei Begsdorf in den Berlin=
Stettiner Schiffahrtskanal. Beide ectranken. Ihre
Leichen konnten geborgen werden.
Konſtanz, 21. Okt. Am Freitag wurde hier ein
Bis=
marckturm eingeweiht. Bei der Einweihung hielt
namens des Denkmalausſchuſſes der Erbauer des
Turmes, Geheimer Baurat Profeſſor Wickop (
Darm=
ſtadt) die Weiherede. Nach Schluß ſeiner Rede, die auf
alle Hörer einen tiefen Eindruck machte, übergab Geh.
Rat Wickop den Schlüſſel zur Vorhalle an
Oberbürger=
meiſter Dr. Weber. Dieſer vollzog darauf die Uebernahme
des Turmes in den Beſitz der Stadt. Er dankte Herrn
Profeſſor Wickop, der den Entwurf zu dieſem Denkmal
geſchaffen, das wohl eines der ſchönſten
Bismarckdenk=
mäler ſei, wenn nicht das ſchönſte, das überhaupt für die
Bismarckidee errichtet iſt. Hier an der Südweſtecke des
Reiches, auf dem „neuentdeckten” Raitheberg, blicke der
Turm hinaus über die Gaue am Bodenſee und Rhein,
grüße hinüber zu unſeren Nachbarn in der Schweiz,
ge=
widmet dem großen mächtigen Kanzler, ein Wahrzeichen
für unſere Nachkommen, ein Zeichen des Dankes der
Zeit=
genoſſen. Abends fand ein Feſtbankett ſtatt. Die
Feſt=
rede hielt Bürgermeiſter Haulick. Geh. Rat Wickop ſprach
nochmals den Dank allen ſeinen Mitarbeitern aus. Noch
nie habe er ein Werk mit ſo viel Begeiſterung geſchaffen,
wie dieſen Bismarckturm. Es ſei ein großer Gedanke,
jährlich am Sonnwendtage den Gründer des Reiches zu
ehren, indem die Fanale hinausleuchten in die Lande. Wil
ſtänden an einem Wendepunkte des deutſchen Volkes; es
ſei eine Kräftigung der Kultur eingetreten und eine
Ver=
innerlichung des deutſchen Weſens. Der Jugend gehöre
die Zukunft. Dieſe Worte Profeſſor Wickops fanden bei
den Anweſenden ein lebhaftes Echo. Beſonderen Jubel
rief folgendes, an Oberbürgermeiſter Dr. Weber
gerichte=
tes und von Bürgermeiſter Haulick verleſenes Telegramm
des Grafen Zeppelin aus Stuttgart hervor: „Vorfinde
hier bei Rückkehr aus Berlin Einladung zur Einweihung
des Bismarckturmes. Bedauere, der für meine
Vater=
ſtadt ſo bedeutſamen Feſtlichkeit nicht anwohnen zu
kön=
nen. Der feſtgegründete und feſtgefügte Turm möge
all=
zeit ein Wahrzeichen ſein für das unwandelbare, treue,
ſtets opferbereite und tatenfrohe Feſthalten am deutſchen
Vaterlande.”
Erfurt, 22. Okt. Die Erfurter mechaniſche
Schuh=
fabrik wurde geſtern von einem großen
Schaden=
feuer heimgeſucht. Ein Maſchinenſaal iſt ausgebrannt
und alle Vorräte wurden vernichtet. Der durch
Verſicher=
ung gedeckte Schaden wird auf mehrere hunderttauſend
Mark geſchätzt.
Breslau 21. Okt. Heute nachmittag fand zu Ehren
des Kardinals Kopp ein Feſteſſen im großen Saal des
Konzerthauſes ſtatt, an dem u. a. teilnahmen: der
Kul=
tusminiſter, Oberpräſident Dr. v. Günther, der
Landes=
präſident von Oeſterreichiſch=Schleſien, Graf v.
Couden=
hove, der Herzog von Ratibor, Oberbürgermeiſter Mat=
den Armen die überhängenden Zweige eines quer über
den Fluß gewachſenen Baumes. „Teufel iſt das hier ein
Strom.” Beinahe hätte es Kunze über Bord geriſſen.
Von der Mitte des Stromes ſchwankt ein zweites Licht
cheran, ein Canoe, vier Schwarze paddeln ſtehend wie
wahnſinnig darauf los. „Schöpfen Boys, feſte ſchöpfen!”
Jetzt kommt Kunze mit ſeiner vom Schweiß triefenden
Mannſchaft längsſeit. Sofort iſt er im Boot mit einigen
Jungens. Jetzt erfolgt die Entſpannung der Nerven
wie im Veitstanz lachen wir alle laut auf.
Von Dank und Rührung überwältigt, drücken wir
unſerm Retter die Hand. Dann beginnen ſofort die
Berg=
ungsarbeiten. Frau von Stetten wird in das Rettungs
boot gehoben und ſinkt von der Aufregung erſchöpft auf
einen Feldſtuhl nieder. Während jetzt alles, was nicht
niet= und nagelfeſt iſt, in das eiſerne Boot fliegt, gehts
ans Fragen: „Warum habt ihr nicht geſchoſſen?” „Was?!
Ganz Molundu hat geböllert! Ich habe noch während
der Rauffahrt fortwährend geknallt, bis die letzte
Pa=
trone verſchoſſen war. Wir hörten den Motor in der
Ferne knattern und plötzlich verſtummen. Dann fielen die
erſten Notſchüſſe Wieder Schüſſe und immer wieder! Da
iſt ein Unglück paſſiert — ich kratze alle Boys zuſammen
auf der Faktorei — zum Unglück haben wir Sonntag
und dann los, was die Riemen halten. An der Mündung
des Bumba ſtießen wir auf de Cuvrys Kanoe. Vier
SStunden haben wir gerudert wie toll — das war ein
licherom! Eine Zeitlang hörte das Schießen auf. Ich
ver=
auf difelte daran, Sie zu finden und machte Kehrt, als es
ſchen, ich noch mal kracht. Alſo wieder ſtromauf — und
Schreieind wir!“ — „Ja, was iſt denn eigentlich die Zeit?
zurück uben jede Schätzung verloren.” „Mitternacht
ment durs eiſerne Boot mit Stettens an Bord, von 6 Boys
ſeien auf ſtößt ab: Glückliche Heimfahrt!” Zinko redet
Motor w ich ſollte doch mit nach Molundu fahren.
muß heilort wird ein mächtiges Feuer angemacht, an dem
das Waſſer für einen Schlummerpunſch brodelt.
Wir klappern vor Kälte. Wir haben keinen trockenen
Faden am Leibe. . . Wie wohltuend jetzt Licht und Feuer
auf uns wirken trotz der unwirtlichen Umgebung und
unſerer erſchütternden Lage. Mein armes Boot! Doch
wir haben keine Zeit zu Betrachtungen. Sechs Boys
ſchöpfen im Waſſer das auf Grund gelegte Boot leer.
Jetzt rückt das entlaſtete Wrack von kräftigen Armen auf
Kunzes Kommando gehoben — ruckweiſe nahe ans Ufer
heran. Schier übermenſchliche Kraft weckt die Energie
dieſes Mannes in ſeinen Boys — unwillkürlich fliegen
meine Gedanken zwölf Jahre zurück nach dem
Falken=
ſteiner Fort bei Kiel — ich ſehe im Geiſte dieſen Kunze
vor mir unter den friſchen, offenen Geſichtern meiner
Leichtmatroſen, der deutſchen Wehrkraft auserleſenſter
Er=
ſatz, an Anſtand, Ehrgeiz und Können einer dem andern
gleich — Lieb Vaterland, — magſt ruhig ſein — „
Vai=
boys! Vorwärts! Faßt zu! Wir hängen den Kahn an
dieſem Baum auf! — Und ſo geſchiehts! Zinko legt das
Tau über den mächtigen Stamm, der lianenumſchlungen
winklings vom Ufer über den Fluß ragt. Wie unter der
Kraft eines Flaſchenzuges hebt ſich jetzt der Bug der „
Hy=
giama” bis das Leck aus dem Waſſer taucht.
Potzdonner=
wetter — iſt das ein Loch! Sieben Spanten ſind
einge=
drückt. Das Zufuhrrohr der Waſſerpumpe am Motor iſt
durch den Stoß beim Auffahren auf die Klippe gebrochen
und ſendet einen dicken Waſſerſtrahl ins Boot. Der
Ver=
ſchluß wird abgedreht. Dann geht es an das Verbinden der
Wunde. Eine unſerer Kameelhaardecken wird von außen
achtfach über das Leck gelegt. Das ſogenannte Leckſegel
backbord am Auspuffrohr befeſtigt wird unter Kiel nach
ſteuerbord durchgezogen und mittels eines um den
Mo=
tor geſchlungenen Taues geſtrafft.
Das Werk iſt vollendet. 3 Uhr nachts. Einige
Sekt=
pfropfen knallen. Freudenſalut, James ſerviert ein
Kon=
ſervennachtmahl. Bei Zinko, der geradezu fabelhaftes
ge=
leiſtet hat, macht ſich die Abſpannung der Nerven und
Kräfte fühlbar, er ſinkt vom Schlaf übermannt auf Kunzes
Kniee. Die Boys haben ein zweites Feuer am Ufer
an=
gefacht. Der grelle Schein greift durch das wirre
Wachs=
tum, das uns rings umgittert, belebt von tauſenderlei
Gewürm, allerhand kleinen kriechenden und flatternden
Tierchen — Spinnen und Käfern. In der Regenzeit
reichen die Waſſermaſſen an all dieſen Wurzeln, Zweigen,
Winden und Büſchen bis hinauf zum hohen Uferrand.
Die glühende Aſche der niedergehenden Feuer erblaßt vor
dem Schein des erwachenden Tages. „Auf Vaiboys!
Auf nach Molundu! — „Das Kanoe wird längsſeit
ge=
nommen. Die Schlinge am Baum wird gelöſt. Schwer
legt ſich der bandagierte Leib der „Hygiama” auf das
Waſſer. Das Leckſegel hält dicht. Im Augenblick erfaßt
uns die Strömung und wirft das Boot mit ſolcher
Ge=
walt gegen das Geäſt eines überſtehenden Baumes, daß
das Verdeck wegraſiert wird. Alle Mann an die Riemen!
Auch Kunze und Zinko ſtellen ihren Mann. Ich nehme
das Steuer. Ein Leichenzug! Da kommt ein zweites
Stahlboot den Fluß herauf. Welche Fahrt gegen den
Strom! Sechzehn Vaiboys ſtehen im Boot, eine ſtattliche
Bugwelle vor ſich hertreibend — dann noch ein Kande mit
den Tiſchlern der G.S.K. Das nennt man deutſche Hilfe!
Herr Direktor Pfützner hat ſeinen Apparat gut im Zug,
das muß man ſagen.
An der Dampferwerkſtatt der G.S. K. wird die „
Hy=
ziama” an Land gezogen. Kunze gibt ſofort für die
Aus=
führung der Flickarbeiten die nötigen Anweiſungen an
die Handwerker, eiſerne Spanten zu formen und Planken
aus afrikaniſchem Mahagoniholz zu ſchneiden. Dann
gehts hinauf zur Faktorei, wo man die armen
Schiff=
brüchigen mit wohltuender Teilnahme empfängt. Unſere
Schickſalsgenoſſen, Herr von Stetten und Frau ſind
wohl=
auf. Den braven Zinko, der körperlich und ſeeliſch wohl
am meiſten mitgenommen iſt, wirft ein heftiges Fieber
auf das Krankenlager.
ting, die übrigen Spitzen der Staats= und Zivilbehörden,
die Geiſtlichen der Diozeſe und eine große Anzahl Laien
aus allen Ständen. Den erſten Trinkſpruch brachte der
Jubilar auf Kaiſer Wilhelm, Kaiſer Franz Joſef und den
Papſt aus. Kultusminiſter v. Trott zu Solz gedachte
in ſeiner erwähnten Rede der Tätigkeit des Jubilars als
Biſchof von Fulda und ſpäter als Fürſtbiſchof von
Bres=
lau. Das Hoch des Kultusminiſters galt dem
Kirchen=
fürſten und Friedensfreund, dem noch ein recht langer und
reichgeſegneter Lebensabend beſchieden ſein möge. Im
Namen der öſterreichiſchen Regierung ſprach Graf von
Coudenhove. Domprobſt Prälat König brachte die
Gefühle des Klerus der Diözeſe und der übrigen
Diöze=
ſanen zum Ausdruck und ſchloß mit einem Hoch auf den
oberſten Hirten der Diözeſe. Zum Schluß dankte
Kar=
dinal Kopp für alle dargebrachten Ovationen. Er habe
immer den Grundſatz vertreten, daß auf dem
Zuſammen=
wirken von Kirche und Staat die Wohlfahrt der Nation
beruhe. Er werde auch ferner dieſen Grundſatz vertreten
und ſich von ihm leiten laſſen. Sein Hoch galt dem
Kul=
tusminiſter und dem Landespräſidenten Grafen v.
Cou=
denhove
Wien, 22. Okt. Wie aus wohlinformierter Quelle
verlautet, wird Hugo Thimig, der gegenwärtig
provi=
ſoriſch die Direktionsgeſchäfte des Burgtheaters führt,
Weihnachten zum definitiven Burgtheater=
Direk=
tor ernannt werden.
Paris, 22. Okt. Wie den Blättern aus Petersburg
gemeldet wird, ſoll der ruſſiſche Thronfolger
Alexej Nikolajewitſch in Spala erkrankt ſein. Der
Petersburger Chirurg Dr. Feodorow ſei telegraphiſch
nach Spala berufen worden.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behäle ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
Mazdaznan=Vortrag. Fräulein Lucia
Ammann aus Leipzig wird am Donnerstag abend
im Fürſtenſaal einen öffentlichen Vortrag halten über den
„Atem als Grundlage des Lebens und der Geſundheit”
Die Rednerin ſtützt ihre Ausführungen auf „Mazdaznan”,
die Lehre vom Meiſtergedanken, welche ſchon vor
Jahr=
tauſenden von Zarathuſtra, dem großen Weiſen und
Lehrer der ariſchen Raſſe, als die Quelle alles Lebens,
aller Entwicklung und allen Fortſchrittes begründet
wor=
den iſt. Mazdaznan lehrt den Weg, wie Gehirnfähigkeiten
und Nervenkraft, Geiſtesgegenwart und Gemütsruhe im
beſonderen und vornehmlich durch eine geordnete
Atem=
pflege, welche ſich von Alters her bewährt hat, zu
er=
reichen ſind. — An weiteren vier Abenden, welche in den
Inſeraten und Plakaten bekannt gegeben ſind, wird ein
praktiſcher Kurſus über Atmungslehre ſich anſchließen.
Der Kurſus iſt wichtig für jedermann, im beſonderen für
ſolche Perſonen, welche auf Gehirn= und Nervenkraft, auf
Geiſtesgegenwart und Ausdauer bei ihren Berufspflichten
angewieſen ſind, und überhaupt alle, welche nach
Entwick=
lung der Geiſteskräfte ſtreben. Die Kenntnis der
Atem=
lehre fördert alle Menſchen ohne Ausnahme, namentlich
Redner Lehrer, Sänger, Offiziere, Studierende aller
Wiſſenszweige und Künſte.
Luftfahrt.
* München, 21. Okt. Heute nachmittag erfolgte die
Preisverteilung für die Teilnehmer am
Süddeut=
ſchen Flug. Von den Fliegeroffizieren, die geſtern das
Ziel erreichten, erhielt Leutn. Vierling den 1. Preis,
Lt. Hailer den 2. Preis und Lt. v. Buttler den
3. Preis. Von den Zivilfliegern erhielt wieder Hirth
den 1. Preis im Geſamtwerte von 12500 Mark,
Lind=
paintner den 2. Preis (8500 Mark). Die übrigen
Teilnehmer wurden in folgender Reihenfolge mit
Prei=
ſen bedacht: von den Offiziersfliegern die Leutnants
Joly, Beißbarth, Reinhardt, Pohl und Engwer, von den
Zivilfliegern Baierlein, Dick, Krüger und Caſpar.
* Friedrichshafen, 22. Okt. Zu Ehren der
200. Fahrt des Luſtſchiffes „Viktoria Luiſe”
veran=
ſtalteten die Führer und die Beſatzung des Luftſchiffes
eine Jubiläumsfeier, bei der ſie an die Prinzeſſin Viktoria
Luiſe in Berlin ein Huldigungstelegramm ſandten. Hierauf
iſt nun von der Prinzeſſin folgendes Antworttelegramm
ein=
getroffen: „Dem Führer und der Beſatzung meines
Paten=
ſchiffes danke ich aufrichtig für den mir geſandten Gruß
von der 200. Fahrt und wünſche von Herzen, daß alle
nachfolgenden Fahrten glücklich verlaufen mögen. Viktoria
Luiſe.”
* Berlin, 22. Okt. Der mit dem Freiballon
„Berlin II” verunglückte Leutnant Stieler gehörte
dem 13. Fußartillerie=Regiment in Breiſach an und war
zu Flugverſuchen nach Döberitz abkommandiert. (Siehe
auch „Stadt und Land”.)
Ueber den verunglückten Ingenieur Hans Gericke
teilt der Berliner Lokal=Anzeiger folgendes mit: Der
Verunglückte war der Sohn des Hofbäckermeiſters Rudolf
Gericke in Potsdam. Seine erſte Ballonfahrt machte
er im Jahre 1908 unter Führung des Architekten Otto
Müller, mit dem er 525 Kilometer weit über die Oſtſee
und die Inſel Fünen in ſieben Stunden nach
Nordjüt=
land flog. Nach dieſer erſten, an Eindrücken reichen
Fahrt widmete ſich Gericke mit großem Eifer dem
Bal=
lonſport und führte in kurzer Folge 22 Fahrten aus.
Die zweite ging unter Führung des ſpäter verunglückten
Dr. Brinckmann bei ſtarkem Schneeſturm nach Böhmen,
und die dritte nach Rußland. Im Jahre 1909 wurde er
mit dem verſtorbenen Dr. Delbrück von Heringsdorf aus
auf die Oſtſee hinausgetrieben, wo die beiden Luftſchiffer
mit ihrem Ballon „Ernſt” dann noch glücklich von einem
Motorboot aufgenommen wurden. Nachdem Gericke vom
Berliner Verein für Luftſchiffahrt die Führerqualifikation
erhalten hatte, machte er gleich im erſten Jahre noch
15 zum Teil recht beachtenswerte Fahrten. Bei der
Ja=
nuarwettfahrt des Berliner Vereins im Jahre 1909 kam
er bis Wien und errang damit den zweiten Preis. Im
folgenden Jahre flog er von Schmargendorf nach ſeiner
Beſitzung bei Koſerow auf Uſedom. Dieſen weiten und
ſchnellen Fahrten ſtehen zwei andere aus demſelben
Jahre eigenartig gegenüber, bei denen er das eine Mal
in ſieben Stunden nur von Schmargendorf nach Britz
und einige Tage ſpäter in derſelben Zeit ſogar nur lis
Charlottenburg gelangte, wo er mitten in der Seeſtraße
niederging. Einige Monate ſpäter fuhr er zum zweiten
Male nach Rußland, wo die Luftſchiffer, wie noch
er=
innerlich ſein wird, bei ihrer Landung verhaftet wurden.
Bei der verunglückten Eſſener Ausſcheidungsfahrt wurde
Gerickes Ballon auf den Kanal hinausgetrieben, erreichte
England und flog wieder über den Kanal nach
Frank=
reich zurück, eine Fahrt, die in Luftſchifferkreiſen großes
Aufſehen erregte, weil die Rückfahrt unfreiwillig
zurück=
gelegt worden war. Aus dem Bordbuch ging hervor
daß Gericke, nachdem England erreicht war, ſich zu einem
Schlummerſtündchen hatte verleiten laſſen, und ſeinem
Mitfahrer die Führung des Ballons anvertraut hatte.
Als er dann ſpäter das Rauſchen des Meeres aus dem
Nebel vernahm und zur Orientierung herabging, ſah er
gerade noch die engliſche Küſte verſchwinden. Die
Wind=
verhältniſſe trieben ihn dann an die franzöſiſche Küſte
Trotz ſeiner Jugend hatte Gericke auf ſeinen Fahrten
eine ſo große Anzahl intereſſanter und lehrreicher
Er=
lebniſſe gehabt, daß die Sportkommiſſion ihn ſchon im
Jahre 1910 mit der Vertretung der deutſchen Farben im
Gordon=Bennett=Wettflug in Amerika betraute, und in
der Tat gelang es ihm auch. mit dem Ballon „Düſſeldorf”
den zweiten Preis zu erobern. Im folgenden Jahre
konnte er dann den Triumph feiern, mit dem Ballon
„Berlin II‟ in demſelben Wettflug den Sieg zu erringen.
Der Balkankrieg.
* Paris, 21. Okt. Nach von mehreren Blättern
aus Athen veröffentlichten Meldungen, hätten die
Kon=
ſuln der drei Schutzmächte der Nationalverſammlung
von Samos folgende Reform vorgeſchlagen: die
Wahl des Fürſten für fünf Jahre, nach deren Ablauf er
nicht wieder wählbar ſein würde, die Ernennung des
Fürſten, welcher Chriſt und nicht ottomaniſcher Untertan
ſein ſoll, würde durch die Großmächte erfolgen; ferner
ſoll der obligatoriſche Militärdienſt eingeführt werden.
* Belgrad, 21. Okt. Die Zeitungen bemühen ſich
jetzt allgemein, nur richtige Meldungen vom
Kriegsſchauplatz zu bringen, und regen ſogar ſelbſt
Be=
ſtrafung für die Verbreitung von falſchen
Siegesnach=
richten an, da dies einen ſchlechten Eindruck im Ausland
hervorrufe. Aus ſolchen Gerüchten iſt auch die Sorge um
die Angehörigen im Kriege entſtanden, und da faſt keine
Privatnachrichten eintreffen und niemand den
Aufenthalts=
ort ſeiner Verwandten kennt, ſo wird das
Kriegsmini=
ſterium allgemein beſtürmt, eine Liſte der Toten und
Ver=
wundeten herauszugeben, was auch geſchehen ſoll. Von
den zahlreichen hier anweſenden fremden Journaliſten
ſtammt die Mehrheit aus Deutſchland und Frankreich.
Die Zeitung Straza meldet Kämpfe während des ganzen
geſtrigen Tages.
* Bukareſt, 21. Okt. Der hieſige ſerbiſche
Geſandte hat einem Ausfrager erklärt, ſeine Regierung
habe gemeinſam mit jener Bulgariens und Griechenlands
bei der rumäniſchen Regierung Schritte getan, damit
Rumänien neutral bleibe. Dafür habe Rumänien
die Zuſicherung erhalten, zu der nach dem Kriege
einzu=
berufenden Konferenz zugelaſſen zu werden, ſowie im
Falle des Sieges der Balkanſtaaten territoriale
Kompenſationen zu erhalten. Die ſerbiſche
Regie=
rung habe auch dem Wiener Kabinett die Zuſicherung
ge=
geben, die ſerbiſche Arme werde bloß das Sandſchak
paſ=
ſieren, um nach Koſſowo und Mitrowitza zu gelangen;
Serbien habe keine Abſichten, Novibazar zu beſetzen.
Vom Kriegsſchauplatz.
* Wien, 21. Okt. Nach einem Bericht der
Poli=
tiſchen Korreſpondenz aus Konſtantinopel, iſt die
Kon=
zentrierung der türkiſchen Truppen
entlang der bulgariſchen Grenze vom
Schwarzen Meer bis zum Endpunkt nächſt der ſerbiſchen
Grenze ſchon vor mehreren Tagen beendet worden.
Unter anderem wurden auch in Iniada am Schwarzen
Meer (Wilajet Adrianopel) Truppen gelandet. Von
San Stefano bis Adrianopel lagert ein ſehr ſtarkes
Kontingent von Streitkräften. Seit
un=
gefähr 14 Tagen war es auch möglich, Truppen zur See
aus Smyrna nach Rodoſto und anderen rumeliſchen
Küſtenpunkten zu befördern. Unterbrochene Zuzüge aus
Kleinaſien werden ungeſäumt nach dem rumeliſchen
Kriegsſchauplatz entſandt.
* Konſtantinopel 21. Okt. Meldungen
vom Kriegsſchauplatze beſagen, daß am
Sams=
tag an der montenegriniſchen Grenze bei den Höhen von
Grevitza, Kirtſchiska und Ograkime heftige Gefechte
ſtattfanden. Die Montenegriner flohen und ließen
Muni=
tion und Zelte im Stich. Auch bei Berane und Bjelopolje
dauern die Kämpfe mit den Montenegrinern fort, die hier
große Verluſte haben ſollen. Die türkiſchen Truppen
be=
ſetzten die Höhen von Kronitza, Takmanli und Tretitſche
an der montenegriniſchen Grenze und erbeuteten
Muni=
tion und Vieh. — An der bulgariſchen Grenze
begannen die Kämpfe bei Osmaine und Tſcharowa.
Den Blättern zufolge gab die Pforte durch Vermittelung
ihres Botſchafters in Petersburg der ruſſiſchen Regierung
befriedigende Erklärungen über die an der türkiſch=
ruſſi=
ſchen Grenze ergriffenen militäriſchen Maßregeln.
Mehrere muſelmaniſche Familien aus der Gegend von
Adrianovel und Kirkiliſſe ſind geſtern hier angekommen.
Die Blätter melden, Prinz Abdul Halim ſei in
Kirki=
iſſe eingetroffen.
* Konſtantinopel, 21. Okt. Nachrichten aus
türkiſcher Quelle zufolge überſchritt vorgeſtern ein
Regi=
ment bulgariſcher Kavallerie bei Balkuchl (Bezirk
Kirkiliſſe) die Grenze und begann einige verlaſſene
Dör=
er zu zerſtören. Den türkiſchen Truppen iſt es gelungen,
die Bulgaren zurückzudrängen, die unter Zurücklaſſung
zahlreicher Toten flohen.
* Belgrad, 21. Okt. Aus Kurſchumlje wird
amtlich gemeldet: Am Samstag abend erſtürmten
mehrere ſerbiſche Banden im Schutze des Nebels die
Schanzen um Podujewo. In der darauffolgenden
Nacht verließen die türkiſchen Truppen die dortigen
Po=
ſitionen. Podujewo iſt geſtern von den ſerbiſchen
Trup=
pen beſetzt worden, wobei eine türkiſche
Bataillons=
fahne, 80 große Feldzelte, 10000 Kilogramm Zwieback,
mehrere Kiſten Munition, 80 Ochſen und Kriegsmaterial
beſchlagnahmt wurden. Kriegsgefangene erzählen, daß
an den bisherigen Kämpfen an der Grenze zwei
Nizam=
regimenter, ſechs Abteilungen Albaneſen und drei
Bat=
terien teilnahmen.
* Kartaro, 21. Okt. Die
montenegrini=
ſchen Verluſte ſeit Beginn des Krieges betragen
be=
reits faſt 4000 Mann. Da die Armee höchſtens 35000
Konzerte.
mm. In ſeinem erſten Winterkonzert, das am
Mon=
tag, den 21. Oktober, im Saalbau ſtattfand, brachte unter
der außerordentlich umſichtigen und die Ausführenden
begeiſternden Leitung von Herrn Hofkapellmeiſter Hofrat
W. de Haan der Muſikverein nach einem
Zeit=
raum von 17 Jahren das Oratorium „Franziskus”
von Edgar Tinel zu einer abermaligen, im ganzen
wohlgelungenen Aufführung. Die Schwierigkeiten, eine
Legende, die an dramatiſchen Momenten ſehr reich iſt,
nur muſikaliſch und geſanglich auszumalen, dürfen nicht
unterſchätzt werden. Außerordentlich hohe
Anforderun=
gen an die Ausdauer und Aufmerkſamkeit der Soliſten,
wie beſonders auch an den Chor ſind hierdurch gegeben.
Auch für den Komponiſten bot das etwas zu ausgedehnte
Textbuch gerade keine der leichteſten Arbeiten, und es
darf aus dieſem Grunde auch nicht allzu ſehr befremden
daß einzelne Stücke des Werkes muſikaliſch etwas
ungleich=
mäßig verfaßt ſind. Dies zeigt ſich beſonders in dem
gan=
zen erſten Teil (Franz von Aſſiſis Leben in der Welt
und Entſagung), deſſen Behandlung der orcheſtralen
Ein=
kleidung — gegenüber der gewandten Arbeit in den Soli=
und Chorpartien — eine gewiſſe Flüchtigkeit im
Inſtru=
mentieren verrät, die in den beiden folgenden Teilen nicht
mehr empfunden wird. Nicht gerade ſehr ſorgfältig
aus=
gewählte Klangbilder begleiten deshalb auch die
muſi=
kaliſche Schilderung der Jugend des heiligen Franziskus,
deſſen lebensfroher Sinn ſich ſchon bald einer ernſteren
und edleren Lebensaufgabe zuzuwenden ſtrebt; während
bei der Vertonung des Reigens und Tanzes der „Ritter,
Jünglinge und Jungfrauen” die allzu ausgiebige
An=
wendung der Pikkoloflöte ohne andere hervortretende
Momente der Inſtrumentation zuletzt ermüden muß,
ſind dagegen ihre gellenden Hohnklänge, die den Spott
ſeiner früheren Gefährten über des H. Franziskus'
Ent=
ſagung aller Weltfreuden (zu Anfang des zweiten Teiles)
begleiten, ein meiſterhafter Zug.
Aus dem erſten Teil, deſſen bewegte Szenen im
allge=
meinen eine um weniges belebtere Temponahme
vertra=
gen hätten, nennen wir als beſonders anſprechende
Stel=
len die Worte des Gaſtherrn und das ſehr dankbare
Nacht=
lied des Turmwächters, die von Herrn Konzertſänger
Heinrich Reinhardt von hier mit entſprechender
inner=
licher Vertiefung wirkungsvoll vorgetragen wurden;
ſeine wohlklingende, aut ausgebildete Stimme und ſein
ſicherer Vortrag berührten ungemein ſympathiſch. Auch
die, in der beabſichtigten hiſtoriſchen Anlehnung an alt=
vlämiſche Meiſter der Tonkunſt ſo glücklich erfundene
Ballade des H. Franziskus (das Lob der Armut), ſoll
nicht unerwähnt bleiben. — Die weitaus dankbareren
Geſangsſtellen für die beiden weiteren Soliſten boten
in=
des die folgenden Teile. Das „Lied der Armut” (die
Franziskus jetzt angenommen hat), der prächtige „
Sonnen=
geſang” und das innig empfundene „Lied der Liebe” (zu
ſeinen Mitmenſchen), ſind Geſänge von ungemeiner
Schönheit, gehoben von einer gewählten,
farbenprächti=
gen Orcheſterbegleitung, die die entſchieden größere
Be=
gabung Tinels auf dem gehaltvolleren ernſten Gebiet der
Muſik beweiſen. Von gleich einnehmender Wirkung ſind
die zwar etwas weniger ausgedehnten, aber recht
ver=
antwortungsvollen Sopran=Soloſtellen (Geiſt der
Hoff=
nung und des Sieges und Himmelsſtimme), die von Frau
Mintje Lauprecht=von Lammen von
Frank=
furt a. M. mit ſehr wohlklingender Stimme und
beſeel=
tem Vortrag anſprechend geſungen wurden; ihre
geſang=
lichen Vorzüge ſind bereits hier öfter eingehend gewürdigt
worden Der Vertreter der Tenorpartie (Franziskus),
Herr Dr. Robert Stark aus Karlsuhe, löſte ſeine
phyſiſch wie äſthetiſch gleich große Aufgabe mit
bewun=
derungswürdiger Energie. Die gleichmäßige
Durchbild=
ung aller Regiſter ſeiner wohlklingenden Tenorſtimme iſt
wohl auch der gründlichen Kenntnis der
Stimmphyſio=
logie zu danken und die Kunſt, einer anfänglichen leichten
Indispoſition trotzdem im Laufe des Abends völlig
Herr zu werden, verdient als Beweis vorzüglich
diszipli=
nierten Studiums ſogar eine beſondere Anerkennung.
Orcheſter und Chor fanden große, aber wirkſame
Auf=
gaben im dritten Teile (deſſen „Angelus” an Sebaſtian
Bachs Schreibweiſe ſehr erinnert); die Ausführung der
großen Fuge am Schluß war eine tadelloſe Leiſtung.
Herbſtkonzert der „Liedertafel‟. Die
„Liedertafel” hatte ſich zur Mitwirkung in ihrem
dies=
jährigen Herbſtkonzert, das Montag abend im Kaiſerſaal
ſtattfand und ſehr zahlreich beſucht war, zwei neue Kräfte
unſerer Hofoper verſchrieben und damit einen
durchſchla=
genden Erfolg erzielt. Die Leitung der Chöre unterſtand
Herrn Hoftheaterkapellmeiſter Erich Kleiber, der
ſich als ein Dirigent erwies von faſt ſuggeſtivem Einfluß
auf Chor und Orcheſter. Sobald man ſich mit der
Eigen=
art ſeiner Erſcheinung am Dirigentenpult und ſeines
Diri=
gierens überhaupt vertraut gemacht, läßt man ſich willig
in den Bann ſeiner überzeugend künſtleriſchen
Perſönlich=
keit ziehen und muß dann konſtatieren, daß ſeiner mit=
reißenden Lebendigkeit, die nach dem eigenen Erfaſſen des
muſikaliſchen Gehalts der Kompoſition förmlich nach
Mit=
teilung von innen heraus drängt, Sänger und Orcheſter
willig Gefolgſchaft leiſten und unter allen Umſtänden eine
künſtleriſche Beeinfluſſung ihrer Leiſtungen offenbaren.
Dem Temperament des neuen Dirigenten entſprechend
gelangen das Landsknechtlied von Fr. Lachner (Text von
Hofſchauſpieler L. Wagner), und mehr noch „Dideldum”
von F. Stotz am beſten, wenigſtens äußerlich. Aber auch
die gehaltvolle Rhapſodie für eine Altſtimme („Aber
ab=
ſeits, wer iſt’s uſw.”), Männerchor und Orcheſter von J.
Brahms, fanden eine ihren muſikaliſchen und geſanglichen
Feingehalt faſt reſtlos erſchöpfende Wiedergabe und löſten
ſtarken Beifall aus.
Die Rhapſodie gab auch der Soliſtin des Abends,
Fräulein A. Jacobs, Großh. Hofopernſängerin,
Ge=
legenheit, ſich nach ihren Erfolgen auf der Hofbuhne auch
im Konzertſaal recht vorteilhaft einzuführen. Ihr
ſchö=
nes, volles, weniger in der Tiefe, dafür aber deſto mehr
in den mittleren und höheren Lagen wunderbar ergiebiges
Organ von prächtigem, klangvollem metalliſchen Glanz,
und ihre vortreffliche Schule im Verein mit ſicherem
künſt=
leriſchen Verſtändnis ließen die Solopartie zu beſtem
Vollbringen gedeihen. Auch die Liedergeſänge, ebenfalls
Brahmsſche Kompoſitionen (Schweſterlein, Feinsliebchen,
du ſollſt, Wie komm ich denn zur Tür herein), die Herr
Kleiber verſtändnisvoll am Flügel begleitete, gelangen
gut, wenn auch hier die Kunſt des eindrucksvollen
Vor=
trages dem geſanglichen Können nicht ganz Schritt hielt.
Das Publikum ſpendete der Künſtlerin dankbar
rauſchen=
den Beifall.
Im übrigen oblag der orcheſtrale Teil des Konzerts
der Kapelle unſeres Leibgarde=Regiments Nr. 115, die
unter der Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Hauske
Hocherfreuliches leiſtete. Sowohl die Hebriden=
Ouver=
türe (Fingalshöhle) von J. Mendelsſohn=Bartholdy, aber
ganz beſonders die „Ballett=Suite” aus Glucks Werken
von F. Mottl: a) Introduktion” (Don Juan), „Air gai”
(Iphigenie in Aulis), „Lento” (Iphigenie in Aulis),
„Air gai” wiederholt; b) „Reigen ſeliger Geiſter” (
Or=
pheus), e) „Muſette” (Armide), d) „Air gai” (Iphigenie
in Aulis), „Sicilienne” (Armide), „Air gai” wiederholt,
zeugten von dem großen künſtleriſchen Wollen, das die
Kapelle und ihren Dirigenten beherrſcht, und dem trotz der
oft ſehr hoch geſteckten Ziele das Können tapfer Schritt
hielt. So darf die Kapelle einen erheblichen Teil am
Er=
folge des ſchönen Abends auf ihr Konto ſetzen. M. St.
Mann ſtark iſt, ſo iſt ſie bereits in den erſten drei Wochen
dezimiert worden.
* Belgrad, 22. Okt. Nach einem geſtern abend
eingelaufenen amtlichen Bericht befinden ſich die Serben
auf dem erfolgreichen Vormarſch gegen Kumanowo
und Priſtina. Ferner nahmen die Serben geſtern früh
Zarevo Selo, die wichtige Poſition Sultan Tepe auf dem
Gebirge Oſigovo Planina und gehen gegen Egripalanka
vor. Die Türken wurden vom Berge Rujan und von
Stratza gegen Tabanovce zurückgedrängt.
* Sofia, 21. Okt. Die bulgariſchen
Trup=
pen ſetzten ihren Vormarſch nach allen
Rich=
tungen fort. Die türkiſche Bevölkerung verließ
zahl=
reiche Ortſchaften an der Grenze. Die bulgariſchen
Vor=
poſten wurden bis in die unmittelbare Umgebung von
Kirkiliſſe vorgeſchoben, ſie berühren die Linie der Forts
von Adrianopel.
* Sofia, 21. Okt. Sicherem Vernehmen nach fand
geſtern und heute vor der Feſtung Kirkiliſſe, in deren
Umgebung ſich die türkiſche Hauptkraft befinden ſoll, äußerſt
harte Kämpfe ſtatt, welche bisher unentſchieden blieben.
Mazedoniſche Flüchtlinge ſind in den Grenzſtädten
Kiſten=
dil und Dubnitza eingetroffen und in das Innere des
Landes gezogen. Einige türkiſche Gefangene ſind heute
in Sofia eingetroffen.
* Athen, 21. Okt. Das von Admiral
Coundo=
urio befehligte Geſchwader im Aegäiſchen Meer
kam geſtern vor Kaſtro, der Hauptſtadt von Lemnos
an und forderte die Behörden auf, ſich zu ergeben. Das
Geſchwader warf heute an dem Hafen von Mudras Anker
und ſetzte dort Truppen ans Land, die zur Beſetzung der
Stadt vorrücken. Der Kommandant der Flotte verkündete
die Effektivblockade über die Häfen der Inſel von
heute ab und forderte neutrale Schiffe auf, binnen 24
Stun=
den die Häfen von Lemnos zu verlaſſen.
Das Bombardement der bulgariſchen Küſte.
* Sofia, 21. Okt. Heute vormittag begannen
zwei türkiſche Kreuzer die Beſchießung
von Warna. Die türkiſchen Granaten richteten
vor=
zugsweiſe in dem am Meer liegenden Stadtteil Schaden
an. Beſchädigt wurde u. a. die Kaſerne, das
Hafenzoll=
amt, zwei Lebensmitteldepots, das Wachtgebäude, eine
Mühle, ein Kloſter und andere Gebäude, die in Flammen
aufgingen. Beſonders ſchweren Schaden richtete das
türkiſche Feuer an der Landungsbrücke und mehreren am
Ufer liegenden Speichern an. Die Türken ließen zwei
Boote ins Waſſer und verſuchten eine Landung. Sie
mußten jedoch infolge des unausgeſetzten Gewehrfeuers
der Bulgaren unverrichteter Sache mit mehreren
Ver=
wundeten wieder umkehren. Nach der Beſchießung fuhr
ein türkiſcher Kreuzer in der Richtung nach Baltſchik,
während ſich der zweite mit drei anderen Kriegsſchiffen
vereinigte und nunmehr zwiſchen Kawarna und Kap
Kakiakra kreuzt und die Küſte beſchießt.
* Konſtantinopel 21. Okt., 8 Uhr abends.
Eine von dem Kommandanten der Flotte im
Schwarzen Meere eingetroffene Depeſche meldet,
daß während des Bombardements von Warna
drei bukgariſche Torpedoboote auslaufen wollten, jedoch
unter dem kombinierten Feuer der türkiſchen Flotte
be=
ſchädigt in den Hafen zurückkehren mußten. Das
Bom=
bardement dauert fort. Die Ankunft von 200 bei den
Kämpfen in der Gegend von Kirkiliſſe gefangenen
Bul=
gären wird noch heute abend erwartet. Der Kriegsminiſter
teilte mit, daß das Gros der ſerbiſchen und türkiſchen
Armee noch nicht Fühlung genommen haben.
Der Konſtantinopeler Sabah erklärt, die türkiſche
Flotte brachte die Küſtenbatterien bei Warna zum
Schwei=
gen. Die Stadt ſoll durch die Beſchießung ſtark gelitten
haben. Die dort befindlichen Torpedoboote wurden
außer Gefecht geſetzt. Dieſe Nachrichten ſind zwar nicht
amtlich beſtätigt, doch klingen ſie nicht unwahrſcheinlich,
weil Bulgarien der türkiſchen Flotte im Schwarzen
Meere nichts gleichwertiges entgegenzuſtellen vermag.
Auf jeden Fall iſt die ganze bulgariſche Küſte
blockiert, ſo daß auch der Handel Bulgariens ſchweren
Schaden erleidet. Die Pforte ſetzte die Mächte amtlich
von der Blockade von Warna und Burgas
in Kenntnis. Die im Schwarzen Meere befindliche
tür=
kiſche Flotte zählt ein Panzerſchiff, zwei Kreuzer, vier
Panzerkorvetten, mehrere Torpedobootszerſtörer und
Torpedoboote, insgeſamt achtzehn Fahrzeuge.
* Sofia, 21. Okt. Einige türkiſche
Kriegs=
ſchiffe bombardier ten, ohne die Ortsbehörde
vorher zu benachrichtigen, den bulgariſchen Hafen
Ka=
warna, der ausſchließlich Handelshafen iſt und gar
icht verteidigt wird. Sie zerſtörten das Gebäude der
Zollbehörde und beſchädigten mehrere Magazine und
Privathäuſer. — Die bulgariſche Regierung
proteſtiert gegen dieſen Angriff, der eine
handgreif=
liche Verletzung der Grundſätze des Uternattionalen
Rechts darſtellt, die von der Haager Konferenz aufgeſtellt
ſind und allen ziviliſierten Ländern als geheiligt gelten.
Das inhumane Vorgehen verſtößt gegen die elementarſte
Regel, daß der Krieg ein Kampf zwiſchen Heeren, aber
keine Gewalttätigkeit gegen eine friedliche Bevölkerung iſt.
* Konſtantinopel, 22. Okt. Bei dem
Bom=
bardement von Warna ſanken zwei
bulgari=
ſche Torpedoboote.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 22. Okt. Amtlich wird
ge=
meldet: Der Befehlshaber der türkiſchen Detachements
ſtellte feſt, daß die bulgariſchen Streitkräfte
bei Hanlar im Bezirk Dospat an der bulgariſchen Grenze
zuſammengezogen waren. Da an die bulgariſche Stellung
wvegen der Unzulänglichkeit des Geländes nicht
heranzu=
kommen war, täuſchte der türkiſche Befehlshaber den
Feind, indem er einen ſcheinbaren Rückzug unternahm.
So zog er den Feind auf türkiſches Gebiet und griff dann
plötzlich ſeinen linken Flügel an, der nun völlig
aufge=
rieben wurde. Die Türken nahmen zwei Geſchütze.
Die bulgariſchen Verluſte ſind beträchtlich. Die türkiſche
Heeresabteilung ſetzt die Verfolgung des Feindes fort.
H.B. Saloniki, 22. Okt. Nachrichten türkiſcher
Blätter zufolge ſind alle Vorbereitungen getroffen, um
die Montenegriner, die vor Skutari ſtehen,
mit ſtarken Truppen, verſtärkt durch Freiwillige,
anzugrei=
fen und zu vertreiben. Die von Elaſſona, etwa 110
Kilometer ſüdlich Skutari, abgegangenen Verſtärkungen
ſind in Skutari eingetroffen.
* Sofia, 22. Okt. Ueber die geſtrige
Beſchieß=
ung Kawarnas meldet die Agence Bulgare folgende
Einzelheiten: Das Bombardement begann um 7 Uhr früh
und dauerte drei Stunden. Ein Landungsverſuch der
Türken wurde durch das Gewehrfeuer der kleinen
Gar=
niſon, die aus kaum 11 Mann beſtand, vereitelt. Um
½11 Uhr dampften die beiden Kreuzer ab. Einer, der
ſich mit dem übrigen Geſchwader vereinigte, erſchien mit
demſelben gegen 11 Uhr vor Warna und feuerte ſofort.
Es iſt nachzutragen, daß die Kinderheilanſtalt, über
wel=
cher die Flagge des Roten Kreuzes wehte, von den
Tür=
ken beſchoſſen wurde. Das Bombardement dauerte mit
einigen Unterbrechungen bis 4 Uhr nachmittags und
rich=
tete in Warna keinen Schaden an.
* Sofia, 22. Okt. Die Schlacht bei
Kirki=
liſſe iſt im vollen Gange. Die türkiſche
Verteidigungs=
lime ſoll durchbrochen ſein. Das Kresna=Defilée iſt
ge=
nommen worden. Drei Geſchütze und ein
Maſchinen=
gewehr wurden erbeutet.
* Cetinje, 22. Okt. (Amtlich.) Die Nachrichten
über einen Sieg der türkiſchen Truppen bei
Podgoritza ſind unbegründet. Die
montene=
griniſche Armee hatte bis jetzt nur Erfolge zu
verzeich=
nen. Der Sieg der Montenegriner war
ſelbſtver=
ſtändlich mit bedeutenden Verluſten verbunden,
deren Zahl der Oeffentlichkeit mitgeteilt wurde. Die
Verluſtziffern ſind erklärlich durch die Zahl der türkiſchen
Truppen, von denen über 6000 in Montenegro
kriegs=
gefangen ſind.
* Berlin, 22. Okt. Das Zentralkomitee
der deutſchen Vereine vom Roten Kreuz
entſendet je eine Expedition nach der Türkei, Griechenland
und Bulgarien. Außerdem wird der deutſche
Wohlfahrts=
verein (Deutſches Krankenhaus) in Konſtantinopel,
ſo=
weit ſeine Einrichtungen und die vom Kaiſer zur
Verfüg=
ung geſtellten Räume in der deutſchen Botſchaft
ausrei=
chen, den Verwundeten und Kranken Aufnahme, Pflege
und ärztliche Behandlung gewähren. Die für die
Durch=
führung der Hilfsaktion erforderlichen erheblichen Mittel
erſcheinen durch anſehnliche Zuwendungen geſichert; eine
öffentliche Sammlung iſt nicht beabſichtigt.
H. B. Paris, 22. Okt. Aus Sofia wird mitgeteilt,
daß die Bulgaren zwei äußere Forts von
Adriano=
pel durch einen Bajonett=Angriff genommen haben,
ob=
wohl die Türken heldenhaften Widerſtand leiſteten. Man
erwartet für heute, daß die Bulgaren einen allgemeinen
Angriff auf Adrianopel ausführen.
H. B. London, 22. Okt. Nach den neueſten
Nach=
ichten befindet ſich die Hauptmacht der Griechen
bereits 50 Kilometer jenſeits der Grenze. Durch den
Auf=
klärungsdienſt der Aeroplane und Vorpoſten iſt feſtgeſtellt
worden, daß die türkiſchen Streitkräfte im Engpaß von
Patras=Coſta konzentriert ſind, in einer ſtarken
natür=
lichen Stellung auf dem Wege zwiſchen Elaſſona und
Servia. Der König wird mit dem Premierminiſter
bal=
igſt zur Front gehen.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Nordbahnhof. Auf den Fahrſcheinen der
Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft iſt als Teilſtrecke
die Verbindungsbahn angegeben, während dieſelbe doch
nur Güterverkehr hat und für Perſonen=Ab= und=Zugang
ohne jede Bedeutung iſt. Sollte der Verwaltung noch
nicht bekannt ſein, daß an dieſer Stelle der Nordbahnhof
bereits am 15. Mai eröffnet wurde und deſſen
Erricht=
ung ſchon lange vor Druck der Fahrſcheine bekannt war?
In letztere iſt doch ſchon der Oſtbahnhöf aufgenommen,
obwohl deſſen Verbindung mit der Straßenbahn noch
gar nicht hergeſtellt iſt. Dieſes gefliſſentliche Ueberſehen
des Stiefkindes „Darmſtadt=Nord” dürfte wohl nicht zur
Entwickelung des Verkehrs beitragen.
Wäre es nicht möglich geweſen, das nun am Markt
im Entſtehen begriffene Geſchäftshaus etwas beſſer in
den beſtehenden Rahmen einzufügen? Nachdem nun das
Baugerüſt gefallen iſt, wirkt das Haus doch dort recht
wunderbar. Da nun auch nächſtes Jahr das Rathaus
renoviert werden ſoll, wäre demſelben eine andere
Um=
gebung doch beſſer zuſtatten gekommen.
T. F.
Daß die Raumverhältniſſe an der hieſigen
Stadt=
kaſſe dringend einer durchgreifenden Aenderung bedürfen,
iſt hinreichend bekannt. Befremdend mutet aber der
ge=
faßte Stadtverordnetenbeſchluß an, mit dem rieſigen
Auf=
wand von 83000 Mark eine Schalterhalle zu erbauen.
Für dieſen Preis iſt die Aenderung ſteuer erkauft, zudem
doch nur interimsweiſe dieſe Kaſſe dort bleiben kann. Da
in einigen Jahren doch durchgreifende Aenderungen
bezw. Neubauten kommen werden, ſo ließe ſich doch für
ieſe Zeit auch für viel weniger Geld ein Ausweg ſchaffen,
Etwa, um einen weiteren Vorſchlag zu machen, durch
Hinzunahme der Räume im Erdgeſchoß des Eckgebäudes.
Hierzu würden aber noch nicht 8300 Mark benötigt.
Wo=
hin dieſe fortwährende, wenig weitausſchauende
Vergrö=
ßerung ſtädtiſcher Betriebe führt, erſieht man am beſten
an dem alten Elektrizitätswerk. Es wäre daher zu
be=
dauern, wenn dieſer Plan zur Ausführung käme. S. S.
Literariſches.
In der gegenwärtigen Zeit tut ein guter Führer
not, der es möglich macht, die kriegerſchen Vorgänge auf
dem Balkan im Einzelnen zu verfolgen. Die „
Kriegs=
karte der Balkanhalbinſel”, die der Verlag von
Velhagen u. Klaſing darbietet, gibt uns die Möglichkeit.
Neben einer ſchönen und klaren Ueberſicht in großem
Maßſtab über das geſamte Kriegstheater, von der Donau
bis über das Aegäiſche Meer nach Kreta hinunter, mit
ſauberſter Gebirgszeichnung nach den neueſten Quellen,
mit allen fertigen und geplanten Eiſenbahnen und vielen.
anderen Einzelheiten, zeigt ſie uns die Verbreitung
det=
verſchiedenen Völkerſchaften auf der Balkanhalbinſel. Deſ
Preis von 80 Pfg. ermöglicht jedermann, der mit offenen
Augen die Zeitereigniſſe verfolgen will, ihre Anſchaffung,
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Regensburg, 22. Okt. Heute nacht ſtieß auf der
Strecke Regensburg-Neumarkt der Poſtzug 450 mit
dem Güterzug 1964 zuſammen. Neun Perſonen
wvurden leicht verletzt; ein Poſtſchaffner erlitt eine ſchwere
Kopfwunde. Der Materialſchaden iſt bedeutend.
* Hamburg, 22. Okt. Der Gärtner Werth begab
ſich heute vormittag zu ſeiner von ihm getrennt lebenden,
in der Rendburgerſtraße wohnhaften Frau und verlangte
gegenüber der Mitbewohnerin Müller ſeine Frau zu
ſprechen, was dieſe ihm verweigerte. Darauf zog Werth
einen Revolver und ſchoß der Frau Müller in den
Unterleib; ſich ſelbſt tötete er durch einen Schuß in
das Herz. Frau Müller ſprang nach dem Schuß aus dem
Fenſter und brach den Arm. Sie wurde ſchwer verletzt
ins Krankenhaus gebracht.
* Wien, 22. Okt. Abgeordnetenhaus.
Mini=
ſterpräſident Graf Stürgkh ſtellte den neuen
Handels=
miniſter Schuſter und den neuen Ackerbauminiſter
Zen=
er vor. Finanzminiſter Zaleski unterbreitete ſodann
den Staatsvoranſchlag für 1913, der in den
Ge=
ſamtausgaben von rund 3137,2 Millionen, gegenüber dem
Vorjahre ein Plus von 87,8 Millionen und in den
Ge=
ſamteinnahmen von 3137,5 Millionen gegenüber dem
Vor=
jahre ein Plus von 152,4 Millionen aufweiſt. Aus dem
Staatsvoranſchlag ergibt ſich deutlich, daß die an die
Finanzen herantretenden Anſprüche die Ergiebigkeit der
vochandenen Einnahmezweige überſteigt. Der
Finanz=
miniſter erklärte: Bei der Feſtſtellung des Voranſchlages
war die Finanzverwaltung von dem Beſtreben geleitet,
die Notwendigkeit der Kreditoperationen möglichſt
einzu=
ſchränken. Die günſtige und ſtetige Fortentwickelung der
Staatseinnahmen in den letzten Jahren verſetzt die
Fi=
nanzverwaltung in die Lage, bei aller gebotenen Vorſicht
die Einnahmen des Budgets höher zu präliminieren.
Gegenüber der Einwendung, daß die unruhigen
Verhält=
niſſe im Südoſten einen Strich durch die Rechnung machen
könnten, erklärte der Miniſter: Wir alle hoffen
zuverſicht=
lich — ich ſage dies mit allem Nachdruck, auf Grund
wohl=
begründeter Wahrnehmungen — daß es gelingen wird,
die Ereigniſſe auf dem Balkan auf den
gegen=
wärtigen Schauplatz zu beſchränken.
* Paris, 22. Okt. Im heutigen Miniſterrat
er=
örterte Miniſterpräſident Poincaré die äußere Lage.
* Petersburg, 22. Okt. Ueber die Erkrankung
des Thronfolgers wird mitgeteilt: Nach der
zu=
fälligen Verketzung der linken Weichengegend trat beim
Thronfolger am 15. Oktober ein Bluterguß ein,
infolge=
deſſen die Temperatur allmählig ſtieg und geſtern morgen
38,1 Grad, am Tage 38,5 Grad, am Abend 39,4 Grad
be=
trug. Der Puls iſt gut, tagsüber 130 bis 140, abends
144. Der Atem iſt normal. Das heute morgen über das
Befinden des Thronfolgers ausgegebene Bulletin
lautet: Geſtern abend klagte der Patient über Schmerzen
in dem Geſchwulſt, die nachts aufhörten. Im allgemeinen
verbrachte er die Nacht ruhiger als die vorhergegangene.
Die Temperatur betrug heute früh 39,1, der Puls 138.
H. B. Frankfurt a. M., 22. Okt. Die
Kriminal=
polizei hob geſtern in einer Wirtſchaft in der
Moſel=
traße ein Wettbureau auf und beſchlagnahmte Wettzettel
und Wettgeldex.
Feuilleton.
— Kriegsnachrichten . . . Wir leſen im Journal des
Débats und müſſen dieſen Ausführungen durchaus
zu=
ſtimmen: Die bei den verſchiedenen Balkanmächten
akkre=
ditierten Kriegsberichterſtatter ſind nun zu den
Armeen zugelaſſen. Bald werden wir vielleicht erfahren,
was ſich im Oſten zuträgt. Zurzeit iſt dies noch recht
ſchwierig. Ja, man wundert ſich, daß in einer Zeit, da
Wiſſenſchaft und Technik alle Entfernungen überwinden
und in Sekundenſchnelle Gedanken über Meere und Berge
ſenden; daß in Zeiten, da wir ſofort den Sieg eines
Boxers oder eines Rennpferdes erfahren, eine Woche
da=
hingehen kann, ohne daß wir über gewiſſe Ereigniſſe am
Balkan Gewiſſeres erfahren. Seit einer Woche findet der
Leſer, der voll Intereſſe ſeine Zeitung entfaltet,
regel=
mäßig höchſt zwei ſymmetriſche Telegramme. Das eine,
aus türkiſcher Quelle, proklamiert einen
türki=
ſſchen Erfolg; das andere, aus bulgariſcher
Quelle, verkündet einen bulgariſchen ſerbiſchen
oder monetenegriniſchen Triumph. Von
die=
ſem kleinen Unterſchied abgeſehen, melden beide Depeſchen
die gleiche Waffentat; ſie ereignete ſich am gleichen Ort,
am gleichen Tage, zur gleichen Stunde; eine Truppe hat
die Grenze überſchritten, einen Ort erobert, 3000
Gefan=
gene gemacht und dann einen Dankgottesdienſt
abgehal=
ten. Aber ſchwierig iſt die Beſtimmung, in welcher
Richt=
ung, welche Grenze überſchritten wurde, und ob man nach
dem Kampfe zum Heiland oder zu Allah Dankgebete
emporſandte. Dazu furchtbare Einzelheiten; Greiſe und
Kinder wurden maſſakriert, Frauen mißhandelt. Die
Sieger haben einem Gefangenen den Kopf abgeſchlagen,
dem zweiten eine Hand abgeſchnitten, den dritten
aufge=
ſpießt; was nebenbei die Mäßigung beweiſt, da ſie ja
ebenſo gut alles zuſammen gleich hätten tun können. Doch
wie dem auch ſei: Stambul entſchleiert die Grauſamkeit
der Bulgaren, und Sofia enthüllt die Barbarei der
Tür=
ken. Die Depeſchenbureaus, denen ein boshafter Gott
authentiſche Nachrichten vorenthält, nehmen in der Not
der Verzweiflung dieſe unwahrſcheinlichſten
Nachrichten auf, um auf jeden Preis das Publikum
zu bedienen. Denn das Publikum will Nachrichten haben
und ſeien ſie auch ungenau. Wir würden auch die
Schil=
derungen einer Seeſchlacht leſen, bei dem auf dem
Sku=
riſee türkiſche Aviſos von den montenegriniſchen
Dread=
hts in den Grund gebohrt wurden. Schon kam aus
Athen eine ſeltſame Botſchaft. Es geht das Gerücht, daß
on Konſtantinopel Aerzte abgereiſt ſind, die in Phiolen
Cholerabazillen, Peſtbazillen und Typhusbazillen
mitfüh=
ren, um dieſe Krankheiten im Heere der Achäer zu
ver=
breiten. Wenn das geſchieht, konnte die Türkei ſich
rüh=
nen, eine wirkliche moderne Kriegsführung eingeführt zu
haben. Seit Homer haben ſich die Zeiten gewandelt .
Wir ſtellten uns den Militärarzt gerne vor, wie er auf
einem friedlichen Schimmel hinter der Armee einherritt.
In ſeiner Satteltaſche trug er nur Medizinen, die heilten,
ind Meſſer, die ſchnitten, um zu retten. Nun ſieht man
ihn an der Spitze der Avantgarde, auf wildem Kriegsroß
wie der Sturmwind gegen den Feind ſtürzen und rings
umher die Phiolen ausſtreuen, die Tod ausſäen und
Ver=
derben bringen. Es wird Zeit, daß die
Kriegsbericht=
erſtatter auf dem Kriegsſchauplatz eintreffen, und es wird
Zeit, daß ſie damit beginnen, zu berichten . . .
* Neue belgiſche Briefmarken. Wie aus Brüſſel
be=
richtet wird, werden die erſt vor kurzer Zeit in Belgien
in Verkehr gebrachten Briefmarken mit dem Bildniſſe
König Alberts ſchon in nächſter Zeit nicht mehr
ausge=
geben. Der Verkehrsminiſter hat ſich der Meinung der
Poſtverwaltung angeſchloſſen, daß die 25=Centimes=Marke,
die ein größeres Bild des Königs zeigt, bedeutend beſſer
ausſieht, als die übrigen Marken, die nur ein ſehr kleines
Bild zeigen. Es ſollen daher in Zukunft ſämtliche
Mar=
ken dieſes größere Bildnis tragen. Der Druck der neuen
Marken hat ſchon begonnen. Durch dieſe Aenderung
wer=
den die bisherigen Marken mit dem kleinen Bildniſſe des
Königs für die Markenſammler bald Wert erhalten.
* Mark Twain als Muſiker. Folgendes Geſchichtchen
erſcheint in der Londoner Daily News and Leader in
deutſcher Sprache: „Mark Twain lernte einſt in einer
Geſellſchaft einen berühmten Pianiſten kennen: „Freut
mich ſehr, Sie zu ſehen,” ſagte Mark Twain, „ich habe viel
für Muſik übrig. Ich ſpiele ſelbſt ein bißchen, und Muſik
hat mir ſogar einmal das Leben gerettet.” — „Erzählen=
Sie doch,” bat man den Humoriſten. „Als ich ein kleiner
Junge war, gab es in meiner Vaterſtadt eine große
Ueber=
ſchwemmung. Als das Waſſer unſer Haus erreichte,
nahm=
mein Vater eine Bettſtelle, ſetzte ſie ins Waſſer und
ſchwamm auf ihr den Fluß hinunter, bis er gerettet
wurde.‟ — „Na und Sie?” fragte der Muſiker
erwart=
ungsvoll. — „Ich.” lächelte Mark Twain, „ich begleitete
ihn — auf dem Klavier!”
Mb. Zirich, 20. Ot. In der Stadt Chur (Kanton
Graubünden) brach ein Brand aus, der ein Wohnhaus
zerſtörte, in dem ſich vier Kinder im Alter von 1½—6
Jahren befanden. Die Kinder kamen ſämtlich in den
Flammen um. Die Eltern waren ausgegangen und
hatten die Kinder eingeſchloſſen. Wie das Feuer
ausge=
brochen iſt, konnte noch nicht feſtgeſtellt werden.
Uppiges-
langes und
weiches Haar
Freu benute eit lahten
(6 Ihr Javol und habe
da-
durch solohe Haarfülle
er-
zieit , daß sie algemein be
wundert wird. Mein Haar
eine Länge
Meter
Kastanienrc
1. Fraul.
& Originalflasche 2 M., Doppelflasche
Ie 3.50 M. Ueberall zu haben.
S
Kolberger Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Kolberg.
Die drohende Erkältung
bleibk aus oder verläufk harmloſer, wenn bei Beginn der Verſchleimung
im Halſe rechtzeitig ein paar Wybert=Tabletten genommen werden.
Sie bringen die Heiſerkeit zum Schwinden und erhalken die Stimme
klar und friſch. Sie ſind ein ſo unentbehrliches Hausmikkel, daß
die=
jenigen, die ihre überraſchende Wirkung kennen, ſie im Hauſe nie
aus=
gehenlaſſen. Die Schachkel koſtet in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark.
Cm höheren Lebensalter wird oſt über das
Nach=
laſſen der Verdauungskräfte geklagt, und man muß
bemüht ſein, ſolchen Perſonen eine abwechslungsreiche,
leicht verdauliche und doch nahrhafte Kraft zuzuführen.
Man mache dann einmal einen Verſuch mit „Kufeke‟,
welches dieſe Elgenſchaften mit einem angenehmen
Ge=
ſchmack vereint, und das ſchon in manchen Fällen zur
ausſchließlichen Ernährung von älteren Leuten mit
ſchwacher Verdauung gedient hat.
(22028fl
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. D), Anfang 7½ Uhr: „Das
Prinzip”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Rezitationen von Dr. Milan um 8 Uhr im „
Mathil=
denhöhſaal” (Freie lit.=künſtl. Geſellſchaft).
Verſammlung des Darmſtädter Hausbeſitzervereins
um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 24. Oktober.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Weißzeug=, Fahrräder= uſw Verſteigerung
um 9 und 2 Uhr im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Train=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr am
alten Bahnhof.
Todes-Anzeige.
Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass Montag Nacht 2 Uhr mein
lieber Mann, unser Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel
Kerr Zauafd Roccher
nach schwerem Leiden im 39. Lebensjahre sanft entschlafen ist.
Darmstadt, Bernau, Berlin, 22. Oktober 1912.
In tiefster Trauer:
Frau Bertha Roether.
Die Einsegnung findet heute Mittwoch nachmittag um 6 Uhr im Krankenhaus statt.
Die Einäscherung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr im Krematorium zu Mainz statt.
Von Kondolenzbesuchen wird gebeten abzusehen.
(22123
Nachruf.
Montag Nacht verschied nach schwerem Krankenlager unser
hochver-
ehrter Chef
(22116
Herr Buchdruckereibesitzer Eduard Roether.
Durch sein vornehmes Wesen hat er sich unsere Liebe und Treue in
hohem Masse erworben; wir werden ihm diese auch im Tod bewahren und
seinen unermüdlichen Fleiss uns auch in Zukunft als Vorbild dienen lassen.
Das Büro-Personal der Firma Eduard Roether.
Nachruf.
Heute Nacht verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser
ver-
ehrter Chef
(22125
Herr Buchdruckereibesitzer Eduard Roether.
Wir verlieren in dem Verstorbenen einen humanen Arbeitgeber, der
jederzeit bestrebt war, unseren Wünschen nach Möglichkeit gerecht zu werden.
Sein loyales Wesen sichert ihm ein dauerndes Andenken.
Darmstadt, den 22. Oktober 1912.
Das Personal der Buchdruckerei Eduard Roether.
Unterfertigter C. C. erfüllt hiermit die
traurige Pflicht, ſ. I. A. H. A. H., ja. C. B.
ja. C. B. und Bekannte von dem am 20.
Ok=
tober 1912 bei Spansberg infolge eines
Un=
glücksfalles erfolgten Ableben ſ. I. A. H., des
Ingenieurs Herrn
Hans Gericke
(1893) (XXXX, 2
Oberlt. d. R. d. Cleveſchen Feld=Art.=Rgt.
Nr. 43
geziemend in Kenntnis zu ſetzen. (22094
J. A.: Der C. C. der „Hassia‟
E. Poräk
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute morgen 6 Uhr entſchlief nach längerem
Leiden unſere liebe Mutter, Großmutter,
Schwiegermutter, Schweſter und Tante
Frau
Henriette Markwort Wu.
geb. Leissler
im Alter von 78 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Viernheim, Bergedorf bei
Ham=
burg, den 22. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag,
nachmit=
tags 4 Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
Einſegnung ¼ Stunde vorher. (B22130
Todes=Anzeige.
Heute morgen 9 Uhr verſchied nach langem
ſchwerem, mit Geduld getragenem Leiden mein
lieber Gatte, unſer kieber Vater, Großvater,
Schwager und Onkel
(22135
Herr Karl Herrmann
im 58. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Philippine Herrmann.
Karl Herrmann.
Familie Conr. Krichbaum.
Darmſtadt, den 22. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
½5 Uhr, vom Portale des Friedhofs aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Mutter, ſage
(22093
ich innigſten Dank.
Darmſtadt, 22. Oktober 1912.
Georg Schleidt.
Wetter.
Ausſichten für Mittwoch, den 23. Oktober:
Wolkig, nur vorübergehend Nachlaſſen der
Regen=
fälle, kühl.
Drnic und Beliagt z. g. Milichſche Heſtucherackaet=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Rheumatische Schmerzen, Reißen,
Hexenschuß. in Apotheken Fl. M 1.30.
Alle Künfiler von Rang u. Namen
erkennen die Vielleifigkeif u.unerreichfe Qualitäf des lones an.
Wer ein Gramola Förf, wircht es zu beltzen.
Wer ein Gramola belitzf, will es
nichf mehr ertbehren
Vrführung chne Kauffzwang
Offizielle Verkaufsstellen:
Karl Jäger, Georgenstrasse 11
Fernsprecher 2579.
J. Techel, Schillerplatz 3
Telephon 2589
Was man hören muss!
Gramola-Grammophon
mit der weltbekannten Schutzmarke
Die Stimme seines Herrn!
im Spezialgeschäft K. Jäger
Telefon 2579.
Georgenstrasse 11
Gramola-Apparate und-Platten
Separate Vorspielräume
(22066
— Reparatur-Werkstätte.
Verlangen Sie Kataloge umsonst.
Tiag 5
Tag
u.
Uem
echt
u.
Nacht
Nacht
LUbwigs Pl. ATZ. 2, I. Srock.
(21962a
geöffnot. AB 11 UHR NACcHrs FRlScHEs WiENER GULAScH. geöffnet.
Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
Familien-Arrangements
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: AlfredSchmitz.
rort Eins.
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Nahnstation: Messel (20 Min.)
fügien friene hauebastens Huehen, forien,
Kranz etc. (10391a)
Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-München.
Passende Züge ab Darmstadt:
7u0 gr5 100 11
etc.
Ab Mesel: 110 320 52 6" 7 etc.
SerieEiDEk RelStsALUN
Frankfurt a. M. — 23 Rossmarkt
Monticelli — Guigou.
(203800I
Einzelwerke:
BöcKLIN— COURBET—DAUMIER-GERICAULT— ISRAELS-
LIEBERMIANNTHOMA — TRUBNER — ZUGEL u. a. m.
Selbst gekelterten
Restauration Rehberge!
Wein- und Apfelwein-Kelterei mit Motorbetrieb
Kiesstrasse 69, Ecke Nieder-Ramstädterstrasse.
NB. Süsser Apfelmost stets frisch von der Kelter. (21684;
Soraignera Hötel Hesperid blſchriebent, Terzett aus d. Operette
an Strada Romana.
Besitzer: J. Albrecht. (20470a aus dem 30jährigen Kriege.
(Sommerhaus Mathildenbad Wimpfen o. d. Neckar.) Tafelklavier abzugeben
Neckarſtraße 26, 2. St. (*9823mms
GEHHEHSHunS93
3 Grosses Schauschommen
Sonntag, 27. Oktober, nachmittags 4 Uhr
im
45 Städtischen Hallen-Schwimmbad
veranstaltet von der
Schwimm-Abteilung der Turngemeinde Darmstadt.
Herrenreigen, Wasserpyramiden, Wasserballspiele, Schnell-
und Staffettenschwimmen, Wasserspringen.
Eintrittspreis 50 Pfg. für die Person.
Karten an der Kasse des Städt. Hallenschwimmbades,
sowie im Verkehrsbureau. (22031ms
Für Mitglieder der Turngemeinde
Darm-
stadt sind Karten zum ermässigten Preis
von 30 Pfg. für die Person nur beim
Hausmeister erhältlich.
NB. Anschliessend an die obige Veranstaltung findet
ine Nachfeier mit Tanz in der Turnhalle (Woogsplatz) statt.
§9
Ca
H
r Hausbeſitzer=Verein, E. V.
Da
Wilhelminenſtraße 19, I.
Mittwoch, den 23. Oktober 1912,
abends 8½ Uhr,
im „Fürstensaal‟, Grafenstrasse 20.
1. Vortrag des Herrn Lehrer Speckhardt über:
Die 2. nypomen
und Beſprechung darüber, und
2. Allerlei Fragen, die den Hausbeſitz betreffen.
Zu dieſer Verſammlung ſind alle Hausbeſitzer freundlichſt
eingeladen. Unſere Mitglieder, Damen und Herren, bitten wir,
recht zahlreich zu erſcheinen.
(21770fom
Der Vorſtand.
fsgenerbvereinWarmsfadf.
Orph
Progrann
zu dem am Mittwoch, den
23. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Erſter Preismarſch der „Woche‟
„Wir präſentieren” von Hans
Ailbout. 2. Auf Wunſch:
Ouver=
ture zur Oper „Fidelio” von L.
van Beethoven. 3. Spinnerlied
und Ballade aus der Oper „Der
fliegende Holländer” von Richard
Wagner. 4. „Geſchichten aus dem
Wiener Wald” Walzer von Joh.
Strauß. 5. „Wo ſteht es denn ge=
„Der liebe Auguſtin” von Leo Fall.
Eröffnet 1906. 6. Marſch d. finnländiſchen Reiterei
R. Lipp) billig
Freitag, den 25. Oktober 1912, abends 8½ Uhr,
im Reſtaurant Sitte (gelber Saal), Karlſtraße
I. Winter=Verſammlung.
Vortrag
des Herrn Dr. ing. A. Kleinlogel,
Privatdozent an der Techniſchen Hochſchule,
über:
Die Bedentung des Eiſenbetons im heutigen Bauweſen.
Wir laden hierzu unſere Mitglieder ergebenſt ein. Gäſte gern
willkommen.
(22073mf
Der Vorstand.
Peter Irle . . . Zt. Weſtermann
Thomas Kreger,
Weinhändler . . Ludw. Wagner
Everbuſch,
Ober=
kellner im Rieſen Richard Jürgas
II 389
Lene Kuk
. Käthe Gothe
Suſe Schebitz . . Sofie Heumann
M Nur noch einige Abende Grafin Aggern . Minna Müller=
Rudolph
die orientalischen Tänze Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Krank: Auguſt Kräger.
der schönen
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
Törtola
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
Valencia
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Jubelnder Beifalle
Anf. 7½ Uhr. Ende nach 10 Uhr.
über das gesamte vorzüg-
Kartenvk. v. 9½ —1½ u. v. 6½ U. an.
liche Oktober-Programm. Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 24. Okt. 40. Ab=
Fum. Parke. bei Ango ds Wat Porſtell. 4. 10. „Die ſchöne
Rheinstraße 14. (22032Helena”. Gew. Pr. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 25. Okt. (Keine Vorſt.)
Wertrk. u. relge wiche
Samstag, 26. Okt. 41. Ab.=Vſt.
C 11. „Wenn ich König
Großherzogl. Hoftheate
wäre!” Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Mittwoch, den 23. Oktober 1912. Sonntag, 27. Okt. 42. Ab.=Vſt.
39. Ab.=Vorſtellung. D 10. 1A 11. Zum erſten Male: „Der
Zum erſten Male wiederholt: lliebe Auguſtin”. Operette in
3 Akten von Rudolf Bernauer u.
Das Prinzip.
Ernſt Weliſch. Muſik von Leo
Luſtſpiel in 3 Akten
Fall. Gew. Preiſe Anf. 7 Uhr.
von Hermann Bahr.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Dr. Friedrich Eſch Hs. Baumeiſter
Gertrud, ſ. Frau Ilſe Berka
. Frz. Schneider
Hans . .
Tüchtige Friseuse
empfiehlt ſich in u. auß. dem Hauſe,
aſelbſt auch Kopfwaſchen und
=Trockneu mit dem neueſt.
Trocken=
apparat Mauerstr. 4, part. (20587a
DaRM-AsMon
GRAEENSTR-I2ECKE RHEINSTN
Größte, ſchönſte und hellſte Lichtbildbühne
Darm=
ſtadts. Vollſtändig neu renoviert und mit den
neueſten Apparaten für Lichtbild, Luftzirkulation,
Feuer= und Panikſicherheit ausgeſtattetes
Lichtbild=
theater mit der größten Projektionskläche Darmſtadts.
Schlager-Programm.
Als Hauptſchlager bringen wir den außerordentlich
ſpannenden, vielſeitig bedachten Film, betitelt:
Die Ereberung
Ges- Gachs
Schlager!
Schlager!
Aeußerſt feſſelndes, ſpannendes Drama mit
wunder=
vollen Momenten.
1e Simme der Giochen
Schlager!
Schlager!
Tiefergreifendes Drama einer Braut.
Dus Verhangiisoche Bllu
Gutgeſpieltes Drama.
Frau Mulikens Bluse. Ergötzlicher Humor.
Krustentiere. Belehrende Naturaufnahme.
Eine originelle Wette. Guter Humor.
Das Schwentiner-Tal in der holsteinischen
Schweiz. Herrliche Naturaufnahme.
Die Vorführungen finden bei beleuchtetem
Theater=
ſaal ſtatt.
*9877
Vorzügliche Heizung und Ventilation.
mI
weissen Turm
Ab heute, unter anderem:
Frag
eiter-Hatter.
Verfasser: Nordische Filmkompagnie.
Ein tiefergreifendes Trauerspiel in 3 Akten.
Der große deutsche Schauspieler Herr Ferdinand Bonn
und die berühmte norwegische Tragödin Frau Ragna
Wettergreen vom Nationaltheater in Christiania in
(22033
der Hauptrolle.
Fatale Sttuation Geld und Herz
Amerikanische Humoreske 1 Spannendes Drama von Gaumont
und das andere Schlager-Programm!
Eichene Diplomaten
mit englischen Zügen
Größere Partie zu Mk. 85.—
pro Stück abzugeben.
Geolg Schmlte
Schlossgraben 13a.
Heute
Büdesheimer
Federweissen
im richtigen Stadium!
empfiehlt
(*9897
Ludwig Härting
Heinheimerstrasse 38
Weinstube — Weinhandlung.
Traubenmoſt
per Glas 25 Pfg.
Rheinische Weinstube
Saalbauſtraße 26
*9069oms) Max Münch.
Vorzügl. echten
Malagawein
per Flaſche nur Mk. 1.55
Div. Südweine,
Kognac, Rum etc.
in allen Preislagen
SGeorg Aumüller
Karlſtraße 3.
21mos
fäglich frisch gekelfert
Marfin Jahn
Pallaswiesenstr. 30
Vorzügl. Spanische Weine
(weiß und rot) der Liter v. 70 Pf.
an, bei Abnahme von 10 Litern
5 Pf. billiger, frei ins Haus
ge=
liefert empfiehlt
(20004a
Weinhandlung
Mathildenplatz 8 und
Nieder=Ramſtädterſtraße 45.
Für Metzger!
Elektro-Motor mit Zubehör,
Theke mit Marmorplatte billig
abzugeben Heidelbergerſtraße 40.
(*9891
Näh. daſelbſt, Rau.
Von der Reise zurück
jetzt Mühlstr. 12
(Ecke Erbacherstr.)
Tel. 2020. (K21955
beim Bismarckdenkmal.
Ab
HEUTE u. A.
Der Wochenbericht des American Bio
zeigt uns die neuesten Weltereignisse.
Inr Bochzenstat
Ergreifendes Drama.
4 —*
Ler eodesring
sehr spannendes Drama in 3 Abteilungen.
Der Todesring
ein Drama, welches durch scharf durchgeführte,
psychologisch vertiefte Handlung, spannende
Szenen-
folge und wirksame, überaus glänzende Darstellung
alles bis jetzt Dagewesene übertrifft. Der Film
Der Codesring
erinnert uns an die Zeit des gewaltigen Siegeszuges
des grossen Korsen Napoleon I. Vor den Pyramiden
Aegyptens beginnend, führt uns der Film
Ler Codesring
in einen Zeitraum von 120 Jahren zurück bis zum
heutigen Tage und zeigt in spannendster Handlung
die wechselvollsten Schicksale eines altägyptischen
Kleinods, das, vor 1000 von Jahren mit einer Mumie
versenkt, entwendet worden war u. auf das Schicksal
des jeweiligen Besitzers einen unheilvollen Einfluss
ausübte. Es sollte niemand versäumen, dieses
glänzende Drama
Der Todesrin
g
zu besichtigen.
Dazu eine stimmungsvolle Piano- und
Harmonium-
begleitung von Friedrich von Harscher.
Ausserdem
Die Nichte aus Amerika
köstlicher amerikanischer Humor.
Husch Husch!
tolle Humoreske.
Port Said
interessantes Naturbild.
(22109
Von der Kelile
zurück! (2193
Dr. Schmer!
II 500 Mark!!
zahle Ibnen, wenn Ihre
Hühner=
augen, Warzen, Hornhaut meine
Wurzelvertilger „Riasalbe” in
3 Tagen nicht ſchmerzlos entfernt.
Preis 1 Tiegels ſamt
Garantie=
brief 1 Mark.
(22058)
Kemeny, Kaschau I.
Poſtfach 12/248, Ungarn.
ut erh. ſchw. Herrenanzug, mittl.
Fig., bunte u. weiße Herrenhemd.
verk. Frankfurterſtr. 84, I. (*9787
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod& Witwitzkv, Spez. f.
Hant-u. Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver-
Jahren ohne Quecksilber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 11—1 und 4—8
Uhr, Sonnt. u. Feiort. 10— 1 Uhr.
(14412a)
Für Rosenfreunde!
Niedere veredelte Roſen in feinſt
Sorten wie Kaiserin Aug., Testout,
Niel, Perle de Jardin, Graf Zeppelin,
Grimson u. dergl. (10 St. 2.50 M.
25 St. 5 M.) Jetzt beſte Pflanzzeit!
Heidenreichſtr. 17, pt. (22037mds
Dachshund, ſchwarz, mit gelben
Abzeichen, Hundemarke „Berlin
Nr. 527‟. Abzuholen Forſthaus
Kranichſtein, Karn. (22020imd
Entlaufen
junger Brauntiger=Jagdhund
mit Marke 3646. Vor Ankauf
wird gewarnt, abzugehen gegen
Belohnung
(22
Wilhelminenplatz 12.
Erhalten! Dtvisionspfarramt. (*9836
Verloren
Montag Vormittag im Mittelpunkt
der Stadt ein Medaillon aus Glas
mit Gold eingefaßt u. Haar
ent=
haltend. Der Ueberbringer erhält
eine gute Belohnung
(*9821
Ringſtraße 108.
Verloren
kleine ſchwarze Handtaſche,
glänzend, mit ſilbernem Beſchlag,
enthaltend: 1 Handſpiegel u.
Por=
temonnaie mit 5—7 Mk. Inhalt u.
1 Schlüſſel nebſt Viſitenkarten. —
Wiederbringer Belohnung
Alexan=
draweg 31.
(*9819md
Verloren
Damenuhr Montag auf d. Weg
Bismarckſtr. 21 bis Alicekochſchul
Friedrichſtr. Geg. gute Bel. abzug
Niederramſtädterſtr. 34, II. (*983
Verloren
(*9879
Samstag, 19. Oktober, Spauge,
Toledoarbeit, Wilhelminen=,
Eliſa=
bethen=, Schulſtraße, Kapellplatz,
Mühlſtraße, Meßplatz, Stift= und
Erbacherſtraße. Abzugeben gegen
hohe Belohn. Seitersweg 14, II.
Ganz Beusdtend
unter Preis!
Duseneelde
Ein Restposten
Blusenseide
den wir bedeutend unter
Preiserworben haben,
ver-
kaufen wir, um unserer
Kundschaft
etwas Besonderes
zu bieten, zu nebenstehend
horrend billigen Preisen
solide haltbare Qualität, in
Surah,
feinen Streifen
weiche Seide, solid im
Mesaline,
Tragen
Ia Qualität, vorzüglich im
Foulard, Tragen, hübsche Muster
in hübschen Streifen u. Karos
Taffet,
hell und dunkle Muster
(22092
eingeteilt in 3 Serien
Serie
Serie
Serie
1.20 N 1.50 M 1.70
Ausgestellt in unseren Schaufenstern!
Mlanzer Waremlaus
Markt 7 Guggenheim & Marx Markt 7.
O
Einheitspreis 128
1650
Aus-Ausführung
saiamunder
Enropas grösste Rahmenschuhfabrik
Modern:
Knopfschuhe, Schnürschuhe
mit Lederriemen
braun Kalbleder mit gelben
Messingösen
Herren-Halbschuhe
dieses Jahr viel begehrt.
SALAMANDER
EAUL-ATEAS Z. C2
Lidwigsstrasseln
Aleganter und
Antertigung einfacher
Damengarderobe
Damenkonfektion E. Wirth,
Riedeſelſtr. 74, I. (21713a
ut erhaltene Anzüge
Ueberzieher, ſowie
Uni=
formſtücke zu verkaufen (21862a
Soderſtraße 14, I.
Dobermamnweibch, zut br. Iilli
Wamboldt b. Trautheim. (*9853
moderne Muſter, w.
Steppaeckell von 3 Mk. a. gef.
Karlſtraße 41, Seitenb. (14531a
Eneumntil=
Gelegenheitskäufe all. Dimenſ. Für
Motorräder v. M. 10 an. (22059M
Wulfert, München, Gabelsbergerstr. 28.
Nette Witwe
n den 40er Jahren möchte mit,
einem braven Mann bekannt
wer=
den zwecks baldiger glücklicher
Heirat.
(*9854
Ernſtgemeinte Offert. bitte unt.
C 11 in der Exp. niederzulegen.
heiraten Sie nieht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau
in=
formiert ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII17968
Welt-Auskunftei, Globus‟
Berlin W. 35.
Heirat.
Solider, ſelbſt. Handw. m. kl.,
jed. gutgeh. Geſchäft, Witwer m.
Kinder, 42 J., evang., wünſcht.
paſſ. Heirat m. brav., fl.
Dienſt=
mädchen nicht unt. 35 J. Gefl.
Off. unter 4232 P. W.
haupt=
poſtlagernd Mannheim. (*9901
Anonym zwecklos.
Hochf. Pianind
kreuzſaitig, wird unt. 6 jähr. Garanz
tie billig abgegeben. Teilzahlung
geſtattet Nieder=Ramſtädterſtr. 31,
1. Stock rechts.
(*9845mm
Kurſe vom 22. Oktober 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Sf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,50
78,20
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
3½ do. Conſols . . . 88,50
78,30
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,30
93,00
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,80
87,10
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,50
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,50
14. do. do. (unk. 1918) 99,60
85,00
do.
3½
3
75,70
do.
13 Sächſiſche Rente.
78,90
4 Württemberger v. 1907 99,60
3½
do. v. 1875 94,50
15 Bulgaren=Tabak=Anl. 93,00
†1‟ Griechen v. 1887 . . 49,00
3¾ Italiener Rente
4¼ Oeſterr. Silberrente 88,00
4 do. Goldrente . . . 92,00
4 do. einheitl. Rente . 84,25
3 Portug. unif. Serie I 62,30
3 do. unif. Ser. III 66,10
3 do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903 . . 98,70
4 do. v. 1890 . . 92,00
4 do. v. 1905 . . 88,50
4 Ruſſen v. 1880 .
86,75
4 do. v. 1902
86,70
4½ do. v. 1905 .
100,00
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 69,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,50
4 Türk. unifiz. v. 1903 80,80
87,50
4 Ungar. Goldrente .
85,00
14 do. Staatsrente.
Jf.
In Prot.
5 Argentinier
. 100,50
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,70
do.
4½
4½ Japaner . . . . .
92,90
5 Innere Mexikaner . . . 90,50
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,00
3 Buenos Aires Provinz 68,30
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 148,70
5 Nordd. Lloyd . . . . . 118,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,90
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . .
8 Baltimore und Ohio . 105,50
6½ Schantungbahn . . . 125,50
6½ Luxemb. Prince Henri
O Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18½
6 Pennſylvania R. R. .
Leßzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 66,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 514,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.246,75
30 Farbwerke Höchſt . . 614,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 342,90
10 Cement Heidelberg . . 148,00
30 Chem. Werke Albert 453,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz .
. 319,25
4 Lahmeyer .
.119,00
Letzte
IuProt.
Divid.
7½Schuchert, Nürnberg 147,75
12 Siemens & Halske .224,00
5 Bergmann Electr. . . 123,50
10Deutſch. Ueberſee Electr. 157,00
0 Gummi Peter . . . 101,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 103,20
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 580,25
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 203,50
8 Steana Romana Petr. 142,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 232,10
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 108,00
3 Südd. Immobilien . 60,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 180,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 226,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 170,00
10 Gelſenkirchener . . . . 189,50
185,90
8 Harpener .
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 268,70
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . .
81,20
4 Laurahütte . . . . . . 166,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 211,00
11
7½ South Weſt Africa 128,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,00
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 87,70
74,80
3 Prag=Duxer .
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,10
76,70
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,75
do.
4
Snprer
3.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,50
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,20
4 Ruſſ. Südweſt.
85,75
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
87,10
4 Wladichawchas . . . . 86,00
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb.
70,50
do.
69,00
2¼/1 Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 60,75
4 Bagdadbahn .
80,40
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 95,10
4 Miſſouri=Paciſic.
73,00
4 Northern=Paciſic . . . 99,50
4 Southern=Paciſic
94,00
5 St. Louis und San
Francisco.
. 85,10
5 Tehuantepec . . .
96,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 182,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . .
9½ Berlin. Handelsgef. . 163,40
6½ Darmſtädter Bank . 119,50
12½ Deutſche Bank . . . 245,70
6 Deutſche Vereinsbank . 122,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,80
10 Diskonto=Kommandit 181,40
8½ Dresdener Bank . . 150,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,70
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,50
5.86 Reichsbank . . . . . 134,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 133,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 117,50
7½ Wiener Bankverein . 125,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
. 99,20
3.
Iufra
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
. 98,80
S.52 . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
do.
3½
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,50
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
88,00
. 87,80
S. 3—5
S. 9—11
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
3½
87,30
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,80
3½ do. (unk. 1914) . . 87,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
3½
87,30
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt .
. 98,00
3½ do.
88,50
4 Frankfurt.
. 99,70
do.
94,50
4 Gießen .
3½ do.
88,50
97,60
1 Heidelberg
88,00
do.
4 Karlsruhe
97,50
do.
88,10
Magdeburg
do.
4 Mainz
do.
89,00
4 Mannheim
97,30
do.
München
. 100,20
3 Nauheim
. 99,90
Nürnberg.
do.
87,60
4 Offenbach.
InProt.
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . .4 . 99,80
3½ do.
4 Worms .
44 —
3½ do.
Liſſaboner v. 18886₰ 75,50
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche . . . Tlr. 109 170,50
3½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,00
3 Oldenburger . . .
127,00
2½ Raab=Brazer fl. 156
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger .
. fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 202,05
Freiburger .
Fs. 15
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10
Meininger
fl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 517,00
do. v. 1858 fl. 100 438,00
Ungar. Staats . . fl. 100
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 154,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,47
20 Franks=Stücke .
16,22
Amerikaniſche Noten.
4,20
Engliſche Noten .
20,48
Franzöfiſche Noten.
81,25
Holländiſche Noten.
169,60
Italieniſche Noten .
80,40
Oeſterr.=Ungariſche Notes 84,70
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Bomhard 344 5½
StaunendbilligeGelesenheitskäufe
bietet das
Darmstadt
Schuhhaus 1orfosendler Elisabethenstr.7
(22120
35 eigene
35 eigene
Geschäfte Grosstes und leistungslangstes Schunwarenhaus Shlddentsschlands.
Geschäfte
Autliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzer Damenpelz. 1 braunes Portemonnaie
mit Inhalt (auf der Meſſe gefunden). 4 ſchwarze Vorhemden mit
Stickereien. 1 Broſche mit weißem Frauenkopf. 1 kleiner Roſenkranz
mit weißen Perlen. 1 ſchwarze Straußfeder. 1 kleines gelbes
Kinder=
portemonnaie mit Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit 1 Pfennig
und 1 kleinen Schlüſſel. 1 kleines Seehundleder=Portemonnaie.
1 Aktenmappe mit Inhalt. 1 Notizbuch. 1 Päckchen, enthalt. Satin
und Seidenrölchen. 1 filberne Nadel mit gelbem viereckigen Stein.
1 dunkles Portemonnaie mit Inhalt. 1 Taſchentuch. 1 Schlüſſel. —
Zugelaufen: 1 braun und weißgefleckter Jagdhund. — Zugeflogen:
1 weiße Taube mit Klubring.
(22077
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Hofhund, 1 Rehpinſcher. 1 Dachshund,
1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigen=
tümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittaas um 10 Uhr, ſtatt.
(22069
Großherzogliches Hoftheater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen
über Leiſtungen und Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater
und die Hofmuſik wird bis zum 4. November 1912 erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung
einzu=
reichenden Koſtenrechnungen getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen
Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können
erſt bei der nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
Darmſtadt, den 20. Oktober 1912.
(22053ms
Die Generaldirektion
des Großh. Hoftheaters und der Hofmuſik.
Grossterzogliches Hertneater.
Abonnement für 1912/13.
Es wird nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß mit den
Vorſtellungen A 12 — B 12 — C12 und D 12 neue Abonnenten für
den Reſt der Spielzeit hinzutreten können, wenn die betreffenden
Intereſſenten ſich ſpäteſtens
bis zum Samstag, den 26. Oktober 1912,
bei der Hauptkaſſe angemeldet haben.
Für die neu hinzugetretenen Abonnenten findet die Abgabe
der Abonnementskarten von Montag, den 28. Oktober an, in den
Vormittagsſtunden von 10—12½ Uhr bei der Hauptkaſſe ſtatt. Zur
Erhebung kommt hierbei die 2. Rate des Abonnementsgeldes.
Darmſtadt, den 22. Oktober 1912.
(22086
Die Generaldirektion
des Großh. Hoftheaters und der Hofmuſik.
Vergebung von Küchenlieferungen.
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren Gemüſe, Milch,
Molkereiprodukten und Kartoffeln, ſowie die Abnahme der
Küchen=
abfälle (Spülicht) ſoll für die Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober
1913 verdungen werden.
Die allgemeinen Lieferungsbedingungen liegen im
Geſchäfts=
zimmer der Kommandantur, in Baracke 111, Zimmer Nr. 7, zur
Ein=
ſicht und Anerkennung aus.
Die Angebote ſind in verſiegeltem Umſchlag mit der Aufſchrift:
„Angebot auf Küchenlieferungen für die Zeit vom 1. Nov. 1912 bis
31. Okt 1913‟ an die unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Letzter Einreichungstermin iſt der 28. Oktober 1912.
Formulare zu den Angeboten können bei der Kommandantur
unentgeltlich bezogen werden.
Tr.=Uebungspl. Darmſtadt, den 22. Oktober 1912. (22115md
Die Küchenverwaltung
der Kommandantur des Truppenübungsplatzes.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 23. Oktober 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle‟ (
Ober=
gaſſe) zwangsweiſe meiſtbietend gegen Barzah ung:
1 Schreibtiſch, 1 Schreibmaſchine, 1 Regulator, 1
Laden=
einrichtung, beſtehend in 2 Warenſchränken, 1 Theke,
1 Wage und 1 Geſtell, 1 Partie Schuhwaren u. a. m.
Ferner:
Donnerstag, den 24. Oktober 1912, vorm. 10 Uhr,
auf freiwilligen Antrag am alten Bahnhof:
zirka 50 Haufen Brennholz.
3
Darmſtadt, den 22. Oktober 1912.
(22099
Stellvertreter des Großh. Gerichts=
Bauer, vollziehers Kapp in Darmſtadt. 2tür. Kleiderſchrank, mod. Küche,
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 24. Oktober 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend folgende Pfänder:
2 Schreibtiſche, 3 Kleiderſchränke, 1 Sofa, 1 Tiſch, 1 Spiegel,
1 Zeichentiſch, 1 Seſſel, 1 Regulator, 1 Kommode, 1 Klavier,
1 Nähmaſchine, 1 Schreibſekretär, 1 Opernglas, 2 Fahr=
(22101
räder, 2 Landauer 1 Pferd u. a.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Bleichſtraße 28.
Zahnarzt Fritz Witt
Neckarstrasse 10
Sprechstunden von 9—1 Uhr, nachmittags von 3—6 Uhr.
Telephon 2134.
(21393a
Bekanntmachung.
Georg Breitwieſer VII. in
Ober=Ramſtadt iſt jheute aus der
Firma „Breitwieſer & Keller”
da=
ſelbſt ausgetreten und ſeine in
Gütern getrennte Ehefrau Anna,
geb. Freund, daſelbſt, iſt in die
Firma eingetreten. Zur Zeichnung
und Vertretung der Firma iſt der
Geſellſchafter Paul Krienitz allein
berechtigt. Dem vorgenannten
Georg Breitwieſer VII. iſt von der
Firma Prokura erteilt. (22076
Eintrag in das Handelsregiſter
iſt heute erfolgt.
Darmſtadt, 18. Oktober 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.
WhrER
DARMSTADT
Kirchsta 19
an der Stadtkieche.
(20415a)
Rundſchiff=
Kayser Nähmaſchine
für Schneider, wenig gebraucht
ſehr billig zu verkaufen
Grofenſtraße 36.
(20639a
Geschmied. Bügelstähle
flache und halbrunde
Bügeleiſen, Plätteiſen,
Bügel=
kohlen empfiehlt (18592a
L. N ofnagel, Waldſtraße
Zu verk: Baumletter, 17 Spr.
D Waſſerbehälter 75.50.70, 1 Paar
lange Stiefel, Gr. 43,
Elektriſier=
appar, gute Einr 2 Teleſonapp.
Sandſtr. 20, Htbs. l. v. 12—1. (*983!
Günſtig für
Brautleute!
Büfett, Umbau, 2 Nachtſchränke,
alles faſt neu, billig zu verkaufen
Landwehrſtraße 5, III. (*9820
Tabakspfeifen
aller Art und Preislagen
nur erſtklaſſige Fabrikate.
Sämtl. Crſatzteile u. Rauchartikel
Pfeifen=Spezialiſt
Fr. Marguth, Darmstadt,
Ecke Große Ochſengaſſe
Filiale: Marktſtr. 3. (22114a
Haarzöpfe
in gr. Auswahl von Mk. 1.50 an.
Anfertigung aller
Haararbeiten
in bek. vorzügl. Ausführung.
A. Daniel, Friseur
*9862mfo) Ludwigspl. 8.
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Mueller.
Städt. Fleiſch=Verkauf
Aeue Markthalle im Schlachthof
ſund im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
alle Wochentage von vormittags 7 Uhr an
Rindfleiſch (alle Stücke) p. Pfund 822 Pfg.
Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke. . per Pfund 90 Pfg.
Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
(18475a
Kurse: Anf. jed. Viertelj. — Einzelunt.: jederzeit.
Lehrbetrieb für Gartnerinnen
an der „Orbishöhe” Zwingenberg, Bergſtraße (Heſſen).
Eröffnung April 1913.
Prakt. u. theoret. Ausbildung von Gärtnerinnen in 1= u. 2jährigen
Kurſen. — Vorbereitung für den Beſuch der ſtaatl. Gärtnerlehranſtalten.
Extrakurſe in Obſtſchnitt und Obſtverſand. — Aufnahme: Januar,
April, Juli und Oktober. Hoſpitantinnen jederzeit.
H. u. M. Würzler=Erdmann.
21533msm)
Gebrüder Deutsch
Telefon 560 Mainz Kaiserstr. 1
Manufakturwaren-Grosshandlung
gegr. 1848
unterhalten grosses, gut sortiertes Lager.
Abgabe nur an Wiederverkäufer.
Künstl. Zähne von 1.50 Mk. an
Zahnziehen in den meist.
Fällen schmerzlos
— Plomben billig! —
Umarbeiten u. Reparaturen
in einigen Stunden. (*9894
Joseph’s Zahn-Atelier, Soderstr. 7.
Mrete nen
in allen Preislagen
J. Donges & Wiest
miera
Missbetfeneht
E
Locken u. hübſch erzielt
Dr. Kuhn’s Sadulin=
Lok=
kenerzeug. Als Waſſer
1.—, 0.80, 0.60, als
Po=
made 1.50, 1.— von
Frz. Kuhn, Kronen=
Part Nürnderg. Hier F.
B. Grodhaus, Seifenf. a.
weiß. Turmu.b. Friſeuren. (F.a
Weiehe
Steindruckerei
übernimmt Arbeiten im Lohndruck?
Off. u. C7 an die Exp. (22070md
Fremdenpension
Haus Holthusen
Darmstadt, Orangerie-Allee 10
empfiehlt (B22052
Zimmer mit u. ohne Penſion
für jede Zeitdauer. — Teleph. 973.
Elektr. Bahn bis Hermannſtraße.
Brenntannäpfel
Hektoliter 65 Pf., bei 10 Hl. 60 Pf.
Fichtenzapfen
Hektoliter 45 Pf., bei 10 Hl. 40 Pf.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerstrasse 28.
Tel. 101. (B22125
Eleg. Winterſportanzug (Samt),
faſt neu, billig zu verkaufen
*9813) Pfründnerhausſtr. 18, I.
1
1!
Wer dort ? (21378a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 1
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett. ſtets die höch t.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Mkaufe
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets
kon=
kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 29,
Telefon 2097.
(21772a
getk. Herren=u.
Damenkleider
en kaufe u. Schuhe. Zahle
höchſte Preiſe. Poſtkarte genügt.
Große Bachgaſſe 19,
J. Blum, Laden.
(*9689om
Altes Gold
(2007oa
Brillanten, Perlen, Platin und
Silber kauft zum höchſten Wert
A. Kurtz, Juwelengeſchäft
Telefon 1202
Pädagogſtr. 2.
S. Rabi
Kaupstrasse 46,
kauft zu höchſten Preiſen (da
eiligen Bedarf)
(21368a
alte Flaschen.
Eine gebrauchte, gut erhaltene
Hobelbank
zu kaufen geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
C 6 an die Exp. ds. Bl. (22071
gut erhaltener Plattofen zu
kaufen geſucht. Offerten unter
C 18 an die Exped. d. Bl. (*9864
Gut erhaltene
Schreibmaſchine
zu kaufen geſucht. Offerten unter
C 24 an die Exped. d. Bl. (*9880
Achtung!
Ich kaufe getr. Herren= u. Damen
Kleider, auch Stiefel, Zahngebiſſe.
Zahleſtets höchſte Preiſe. Poſtkarte
genügt.
M. Lemler,
*9896mds) Obergaſſe 15, Laden.
opier=Maſchine, neu oder gebr.
geſucht. Offerten unt. C 27
an die Expedition.
(*9909
Illein. IIann, Kal einen. sckwuchen Nagen-
Und. Kann nur besles Zeil vertragen-!
Sed ich Z
Ce
Und. bei. den dohen. äuferpreigen
Möch ichnch a
mond weisen.
Die stent deu ures 30
&éKlch Froch
Katt Butternun noch.
au dem. Jsch!
M
Gehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock.
(18320a
elles, ſtarkes Fabrikgebäude
mit Keller oder Räume, die
ſich zu Fabrikationszwecken eignen,
ſofort zu mieten oder zu kaufen
geſucht. Offerten unter A 76 an
(21603ms
die Exped. d. Bl.
des neuen Güterbahn=
In Nähe hofes wird (*9848ds
Stallung
für 6 Pferde, Remiſe, Hof= und
Futterraum geſucht. Offert. unter
C 12 an die Exp. ds. Bl.
Zimmerwohnung, möglichſt
parterre, geſucht. Offert. mit
Preis unt. C 21 Exped. (*9883
ſucht möbl. Zimmer
Student (Johannesviert. od.
Martinsviertel. Off. mit Preis
unter C 8 an die Exv. (22079
Zu Bürozwecken
sofort zu mieten gesucht: 1 oder 2 sehr grosse
Wohnungen, ev. ganzes Haus, mindestens 15—20
möglichst grosse Zimmer oder sonstige entsprechende
Räume. Anerbieten mit näheren Angaben umgehend
unter B 97 an die Exped. ds. Bl. erbeten. (22012im
Grösstes Sprachinstitut
Wilhelminenstrasse 19, II.
Telephon 613.
Englisch
Französisch.
Tages- und Abend-Kurse
Damen-Klassen
für
Anfänger und Konversation.
4 Jahr-Kurse 20 Mk.
35 „
60 „
zahlbar in Monatsraten
à 7 Mk.
Anmeldungen im Büro
9—1 und 3—9.
Cerele Trangais
de Darmstadt (*9827
pour dames et messieurs.
Réunion jeudile 24octobre
à 8½ heures du soir au
Palais-Restaurant, Hügelstrasse
22009imd) In
Spanischen Zirkel
für Anfänger
können noch
2 Teilnehmer
eintreten.
Unterricht abends v. 8—9.
Berlitz School
Wilhelminenstr. 19, II.
Mathematik
d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
für Einj.=, Finanz=, Geom. I. u. II.,
Matur.= u. Vorexamen. Nachhilfe.
Sorgfält. ſchnelle Förderg. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B21028
Obertertianer ſucht
Nachhilfe=
unterricht in Engliſch und
Franzöſiſch. Offert. unt. C 20
an die Exp. erbeten. (*9885md
Kaufmann ſucht per 1. Nov.
möbl. Zim. m. ſep. Eing. Off. mit
Preisang. u. C 25 a. d. Exp. (*9900
Zwei ſchön möbl. Zimm.
in der Nähe der Gasfabrik
von ruhigem Kaufmann per
1. November zu mieten geſ.
Offerten unter C 28 an die
Expedition ds. Bl. (*9908mdf
Ein Student
ſucht 1 od. 2 möbl. Zimmer mit
ſeparatem Eingang. Offert. unter
C 13 an die Exp. ds. Bl. (*9847
Penſion. Beamter ſucht z. 1. Dez
2 möbl. u. 1 unmöbl. Zimmer
in Mitte der Stadt mit Frühſtück
u. Bedienung. Off. m. Preis an
die Exped. u. B 52. (*9567sm
deur fois
Francaise distingne, par
se-
maine à D. cherche lecons dans
bonnes familles. Ref. de 1r Ordre.
Me B. chez Dr. Bachfeld,
Frankfurt a. M., Staufenstr. 6. (22061m
Name erteilt erfolgr. Nachhilfe in
Sprachen, auch Latein; überwacht
Schularb. Vorzügl. Ref. Stundenpr.
50 Pfg. Elisabethenstr. 44. (21562a
ſucht Unterricht
Student in der
franzö=
iſchen Sprache. Offerten mit
Preisangabe unter C 4 an die
Expedition ds. Bl.
(*9834
An einem geſchloſſenen (*9811mf
Canzkurs
können noch 4 Herren aus guter
Familie teilnehmen. Näheres
Pen=
ſionat Wagner, Neckarſtraße 10.
Tunger Mann ſucht Geſangs=
J unterricht. Offerten mit
Preisangabe unter C 3 an die
Expedition ds. Bl.
(*9824
Kngliech, fran., Honrers, Gran., Iterat r
u wird erteilt (im Ausland erlernt)
21140a) Grüner Weg 17, part.
Moderne
ariter Ferarttote
Bozener Mäntel,
Pelerinen und
Anzüge
von den einfachſten bis zu den
hoch=
feinſten finden Sie in enormer
Aus=
wahl zu außergewöhnlich billigen
Preiſen im
Konfektions=Raus
Wilhelm
Deuster=
marktſtraße 2 Darmſtadt marktſtraße 2
wegen Umbau und
Erweiterung meiner
verkaufsräume
10—20 Prozent
Preisermäßigung.
die ermäßigten Preiſe ſind an jedem Stück mit
Blauſtift unter den ſeitherigen deutlich
aus=
gezeichnet.
Melzhaus Carr hau
Telephon 1532 nur Wilhelminenstraße 7 Telephon 1588
empfiehlt sich zu
Umarbeitungen und Reparaturen
jeder Art unter Verwendung
:: von la Material.
Billigste Berechnung.
(21950a)
Zum Abonnement empf
Das Duch tur Vit.
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
48. Jahrgang erſcheinende
: illuſtrierte Jamilienzeitſchrift:
Große Reichhaltigkeit,
Beſondere Vorzüge:
ſorgfältig gewählter
intereſſanter Inhalt :: :: :: viele prachtvolle Illuſtrationen,
außerordentliche Billigkeit.
Jährlich 28 Hefte. Preis für das Heft
nur 30 Pfennig.
Das über die ganze Welt verbreitete „Buch für Alle” iſt, getreu
ſeinem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und
Künſtlern, jederzeit beſtrebt, ein
echtes deutſches Jamilienbuch
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden
gern intereſſanter Lektüre widmet und Freude hat an echt
tünſtleriſchen Illuſtrationen.
(V21678
Beſtellungen bittet man an die nächſtaelegene Buchhandlung zu
richten: der Bezug. auf Hindernille ſtäht., wolle man lich trekt.
au unterzeichnete Verlagsbuchhandlung in Stuttaart. wenden.
Anion Deukſche Verlagsgeſellſchaft
in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
Set
Lassen Sie sich nicht Beirren nehmen
Sie das Beste, was es gibt, nämlich
„Kornfranck‟.
Nur echt in den Krünan Paketen=
Jamilie Seerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
53)
Es ſangen die Geigen, es wirbelten die Paare im
Tanze, Lachen und Frohſinn erklang überall. Still, ernſt,
gleich einer im Traume Wandelnden, ſchritt Chriſta
Leer=
ſen durch die Menge. Ungehört verrauſchten an ihrem
Ohr die luſtigen Worte, die man ihr zurief. Die beiden
Erlebniſſe der letzten Stunde hatten ſich wie eine ſchwere
bleierne Laſt auf ſie gelegt. Oh, wäre ſie doch gar nicht
auf dieſes Feſt gegangen! Wieviel Häßliches, ihre Seele
zu Boden Drückendes hatte ſie inmitten dieſes bunten,
leuchtenden Rahmens in ſich aufnehmen müſſen! Wo war
Joachim, wo Ada? Sie wollte ſie ſuchen und ihnen ſagen,
daß ſie heimfahren wollte, da ihr der Kopf ſchmerzte.
Nein, es war keine Lüge, das Blut hämmerte ihr in den
Schläfen und ihre Augen waren verſchleiert und brannten
von den Tränen, die ſie jetzt nicht weinen durfte. Sie
würde die Geſchwiſter, die ſicher die Fröhlichſten der
Fröh=
lichen waren, bitten, hierzubleiben und ſie allein wollte
heimfahren, allein ſich ausweinen! Ach, wenn ſie jetzt
jemand zur Seite gehabt hätte, dem ſie ihr übervolles
Herz ausſchütten konnte. Sie fühlte ſich ſo grenzenlos
ein=
ſam und verlaſſen.
Chriſta hatte es nicht gemerkt, wie ihr ſeit einer
klei=
nen Weile ein hochgewachſener, blonder, breitſchultriger
Mann in grauem Touriſtenanzug folgte, ſah nicht, wie er,
als er ſie erblickte, zuſammenzuckte und wie in freudigem
Schreck ſich ſein braungebranntes Geſicht mit einer dunklen
Glut überzog.
Jetzt ſtand er vor ihr. Zwei Hände ſtreckten ſich ihr
grüßend entgegen und ſie blickte in die blauen,
leuchten=
den Augen — Peter Geißlers!
Ein deihe Ginckeanſcht durchbebie ſc, in den ſehes
andere Empfinden des Schmerzes und der Bitterkeit, das
ſie eben zu überwältigen gedroht hatte, unterging.
Wortlos legte ſie ihre beiden zitternden Hände in die
ſeinen. Und lange ſtanden ſie ſo, keines Wortes mächtig.
19. Kapitel.
Unzählige Male vergegenwärtigte ſich in den nächſten
Tagen Chriſta dieſes unverhoffte Wiederſehen mit Peter
Geißler. Wie ein Wunder, wie eine Fügung des
Him=
mels erſchien es ihr, daß er gerade in dem Momſent
ge=
kommen war, als ihre Seele in qualvollem Alleinſein
ver=
langend nach einer gleichgeſtimmten gerufen hatte. Wie
geborgen hatte ſie ſich gefühlt, als ſeine Hände ſo feſt die
ihren umſchloſſen! Hinter ihr verſank in nebelgrauher
Ferne alles, was ſie vor wenigen Augenblicken noch
ge=
quält, gepeinigt und zu Boden gedrückt hatte. Von
die=
ſem Augenblicke an hatte ſie ſich wieder frei und ſtark
gefühlt!
Arm in Arm hatten ſie ſich, nachdem ihr ſtummes
Freuen auf beiden Seiten warme Worte der Begrüßung
gefunden hatte, aufgemacht, um Joachim und Ada in dem
Menſchengewühl, das ſie umgab, zu ſuchen. Als ſie ſie
endlich gefunden hatten und Chriſta erwartet, daß ſie
gleich ihr, ſtarr vor Staunen ſein würden, den Freund
plötzlich vor ſich zu ſehen, erfuhr ſie, daß die Geſchwiſter
„Miverbündete” von Peter Geißler waren und gewußt
hatten, daß er heute nacht mit dem Schnellzug von
Mün=
chen eintreffen und das Schlaraffenfeſt beſuchen wollte.
Nun freute man ſich der wohlgelungenen Ueberraſchung.
Warm und herzlich war die Begrüßung Joachims und
Adas mit dem alten Freund. Es erging ihnen, wie es
immer Menſchen ergeht, die ſich innerlich naheſtehen. Sie
hatten das Gefühl, als hätten ſie ſich erſt geſtern getrennt,
ſein Mitewverden der Eaſthung, lehe Gniſtanwnig
hatte die jahrelange Entfernung voneinander gezeitigt.
Das ſtarke Gefühl ihrer Freundſchaft hatte nicht darunter
gelitten, daß wechſelvolle Ereigniſſe, an denen ſie
gegen=
ſeitig nicht hatten teilnehmen können, durch eines jeden
einzelnen Leben gegangen waren.
Noch lange Stunden blieb man zuſammen. Was gaß
es da alles zu erzählen, zu fragen und zu berichten! Ein
fröhliches, zwangloſes Geben ſeiner ſelbſt waren dieſe
Stunden, kein ängſtliches Zurückhalten, kein ſcheues Taſten
und Suchen nach einem Widerhall in der Seele des
an=
deren.
Peter Geißler, der Heimgekehrte, ihm wandten ſich alle
ihre Gedanken zu. Er war der alte geblieben in ſeinen
ſonnigen, fröhlichen Laune und ſeinem alles mit
fortrei=
ßenden Humor. Vielleicht ein klein wenig ruhiger,
be=
ſonnener ſchien er geworden zu ſein, da, wo es ſich um
die Verurteilung von Manſchen und Menſchenſchwäche
handelte. Die urwüchſigen, oft etwas derben Worte und
Ausdrücke, mit denen er früher oft ſeinem Zorn und
Aer=
ger Luft gemacht hatte, ſchien er in der Fremde beinahe
verlernt zu haben. Selten noch kamen ſie über ſeine
Lip=
pen, und fielen ſie wirklich einmal, ſo wurden ſie nicht
mit rückhaltloſem Ungeſtüm hervorgepoltert, ſondern ſie
trugen das artige Mäntelchen irgend eines Witzes oder
kleinen Scherzes und wirkten darum nicht mehr ſo draſtiſch
wie früher.
Aeußerlich war eine große Wandlung mit Peter
Geißler vorgegangen. Sein Anzug zeigte nicht mehr
jene geniale Liederlichkeit und Unordnung, durch die er
ſich einſt ausgezeichnet hatte. Tadellos ſauber waren.
Wäſche und Kleidung, und der lange blonde Bart und
die üppige Haarmähne, bei der ſich an den Schläfen ſchon
LKtla-Angebot.
vorzugl. Qualitat
3000 hioter olotist
(22082a
zu sehr billigen Preisen.
Cheviot reine Wolle, 90 cm breit, Meter 1.10
Cheviot reine Wolle, 107 cm breit, Meter 1.20
Cheviot reine Wolle, 108/1o cm brt., Meter 1.4.0
Cheviot reine Wolle, 108/10 cm brt., Meter 1.60
Cheviot reine Wolle, 108/10 cm brt., Meter 2,10
Cheviot reine Wolle, 130 cm breit, Meter 2.50
Markt-Ecke
Ernst-
Ludwigepat Theodor SchwaD feleton254.
Adoh Killig
Installationsgeschäft
gegenüber dem (*9673omf
Hotel Darmstädter Hof
Grafenstrasse 35.
Ausführung von
Gas-, Wasser- und
Kanal-Anlagen
Elektr. Klingel-Anlagen.
Damenbinden
empfiehlt Rosine Federlin.
Watten-
geschäft, Schuchardſtr. 10, I. (14504a
Dachziegel
Verkaufe, ſolange Vorrat habe,
zwei Poſten Doppelfalzziegel,
naturrot, pro Tauſend zu M. 48.—
und M. 36.— Beſtes Fabrikat.
Gustav Schwarz, Ems,
Römerstraße 78. (21565fl
Kognak
Arrak-Rum
feinste deutsche und
ausländische Marken
in größter Auswahl bei
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Ecke Schul= u. Kirchſtr.
und Wilhelminenſtr. 11.
Schwarz-weile Rabattmarken.
(21253a)
Neu aufgenommen:
Dr. Lamhahhe Unterwasche!
Rabattmarken!
Verkauf zu Originalpreisen!
Gichkbeue SNachlolgen
29 Obere Wilhelminenstrasse 29.
(22019md
Andre Hofer” allein
macht den Raſſee ſo ſein!
Auch als Zuſatz
zu Malz= und Rornkaffee iſt der echte
(Andre Hofer Feigenkaffee ganz vorzüglich
(2026f
Seetetete
Pianinos
mit modernen Nußbaumgehäuſen
weliche im verfloſſenen Jahre nur
als Muſter dienten, werden unter
10 jähr. Garantie ſehr billig
ab=
gegeben (21863a
Pianoforte-Fabrik
Wilhelm Arnold
kgl. bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg.
Kraus
Dampf-Waschnaschinen
solange Vorrat
statt Mk. 39.— nur Mk. 28.−
Garantie für jedes Stück.
J. Donges & Wiest
Grafenstrasse 26 u. Elisabethen-
2068a
strasse 25½
Schonnen
verleiht ein roſiges, jugendfriſches
Antlitz, weiße, ſammetweiche Haut
und ein reiner, zarter, ſchöner Teint.
Alles dies erzeugt die allein echte
Steckenpferd=Lilienmilch=Seife
3 St. 50 Pf., ferner macht der
Dada=Cream
rote und riſſige Haut in einer Nacht
weißu. ſammetweich. Tube50 Pf. b.;
F. B, Grochaus, am weißen Turm.
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße 8,
Georg Frank, Eliſabethenſtraße 9,
Anton Logel, Eliſabethenſtraße 30,
Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger Viktoria=Drogerie,
Gebr. Verheller Schuſtergaſſe 17
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatz 1
Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46,
Fhll. Köbler, Wenckſtraße, (74575
Eui Ehrecke, Pankratiusſtraße 14.
ein par ſühene Streſen zeigten, bericlen, dans die
ge=
übten Hände des Friſeurs ſich jetzt häufiger damit
be=
faßten, als es ſonſt der Fall geweſen war.
Fräulein Chriſta, warum gucken Sie mich ſo erſtaunt
an? fragte Peter Geißler, als er am Tage nach dem Feſte,
wie ausgemacht worden war, in der Würzburger Straße
ſich zum Nachmittagskaffee einſtellte. Ich ſehe es Ihren
Augen an, Sie denken ſicher, daß ein eitler Aff’ aus dem
liederlichen Peter geworden iſt! Würde macht Bürde!
hier ſeufzte er mit einer Art verzweifeltem
Augenauf=
ſchlag — und nun ich gar Profeſſor an der Akademie
ge=
worden bin, hab’ ich halt, ſo ſauer es mir wurde,
Kom=
promiſſe machen und den elenden Balg in eine anſtändige
Kledaſche ſtecken müſſen.
Das war wieder der Peter Geißler von früher, und
alle lachten.
Nein, nein! Aber innerlich bin ich der alte geblieben.
Können’s glauben, Herrſchaften, verwahrte er ſich. Schad‟,
daß man ſich nicht aufſchneiden und wenden kann wie ’nen
alten Pelz! Gäb’ das ein Gaudi, wenn an Stelle des
ge=
ſitteten Profeſſors dann der verrückte Peter wieder
raus=
kröch!!
Lächelnd proteſtierte man und Chriſta verſicherte:
Machen Sie ſich nur nicht ſchlechter als Sie ſind. Ich weiß
ganz genau, daß der innerliche Peter Geißler ganz anders
ausſieht als er ſpricht.
Da wurde Peter Geißler rot, ſchwieg einen
Augen=
blick und ſagte dann ernſt: Nun, hoffenteich hat ſich der
innere Peter aber doch etwas gewandelt. Das Leben,
Fräulein Chriſta, iſt wohl der beſte Erzieher für den
Men=
ſchen, und je härter es mit uns verfährt, um ſo beſſere
Reſultate erzielt es meiſt. Mich hat’s wenigſtens arg
rumgezauſt da draußen.
Das bleibt wohl niemandem erſpart, langſam ſagte
es Chriſta, indem zie ernſt vor ſich niederblickte. Sie mußte
malt des Schuere dentet der ſieſeltſtetich und
durch=
gemacht hatte. Und Peter Geißler verwandte kein Auge
von ihr. Wie ſchön ſie geworden war! Ihre Züge hatten
zwar das Kindliche von einſt verloren, aber ſie hatten ſich
vergeiſtigt und veredelt. Ein reifes, ernſtes Weib war ſie
geworden, ſeit er ſie verlaſſen hatte. Es war überhaupt,
als ſähe und hörte Peter Geißler nur Chriſta. An ſie
rich=
tete er all ſeine Fragen und Antworten, aber weder Ada
noch Joachim nahmen es übel.
Bitte, macht mal ſtopp, Ihr beiden! miſchte ſich Joachim
ins Geſpräch Ich dächte doch, Ihr hättet nicht Grund
zum Klagen! Hier der gottbegnadete Maler, dort die
ge=
feierte Künſtlerin! — Bitte, bitte, ich zitiere nur Stellen
aus Euren Kritiken, verteidigte er ſich, als ſie ihn nicht
ausreden laſſen wollten.
Na, und Du, Beneidenswerter, den Muſen und ſchöne
Frauen küſſen? neckte Peter Geißler.
Ich habe ja auch gar nicht auf das Leben räſoniert!
Im Gegenteil, ich finde es wunderſchön und bin ſtolz
auf . . .
Am ſtolzeſten aber bin ich, rief Ada, die in ſtrahlendem
Mutterglück Dolf und Marie dem neuen Onkel
entgegen=
führte.
Donnerwetter ja, dazu haben Sie auch alle Urſache,
Frau Ada! Jawohl, Sie ſind die Reichſte von uns!
Peter Geißler hob die beiden reizenden, weißgekleideten
Menſchlein, die etwas ſcheu zu der Rieſengeſtalt des
frem=
den Mannes aufblickten, in die Höhe und küßte ſie. Das
ſind ja reizende Fratzen. Ich gratuliere Ihnen.
Bitte, mir auch! Die Hälfte gehört mir! forderte
ge=
bieteriſch Joachim. Weſſen Lieblinge ſeid Ihr? fragte er
in väterlicher Würde die beiden Kleinen.
Tante Tiſtas! klang es doppelſtimmig zurück.
Solch undankbares Volk! Was ſeid Ihr denn da von
Eurem Vater?
Iinſen und iſchwang, oiden die deien Stungn
prompt zurück.
Elefant und Affenſchwanz, überſetzte Ada lachend die
Worte.
Sehr poetiſche Namen für Dichterkinder, ſagte Peter
Geißler trocken. Sie gefallen mir aber ſehr gut. Ich werde
Euch auch ſo nennen.
Nun verlangte Peter Geißler, überall herumgeführt
zu werden im Leerſenſchen Heim. Es machte den dreien
wirklich Spaß, ihm alles zu zeigen. Bei allem, was ihm
gefiel, zeigte er ſeine Freude ſo warm und unbeſchränkt,
und fand ſo liebe Worte, ſie auszudrücken! Auch Chriſtas
kleines Reich bekam er zu ſehen, und ſonderbar, hier
ver=
ſtummte ſein ſonſt ſo beredter Mund, der eben noch von
kleinen Scherzen und anzüglichen Neckereien übergeſprudelt
war. Er wurde mit einemmal ſtill und befangen, und
ſein Atem ging ſeltſam ſchwer.
Chriſta, die in ihrer munteren Weiſe die „Führung”
der beiden Herren übernommen hatte — Ada braute
in=
zwiſchen im Eßzimmer den Kaffee — wußte gar nicht
recht, was ſie zu dem veränderten Benehmen ſagen ſollte.
Sie fühlte ſich durch ſein Schweigen bedrückt und etwas
gekränkt. Nun ſagen Sie endlich aber einmal ein Wort,
Sie ſteinerner Gaſt! Loben Sie doch auch mal hier etwas!
All die Schätze ſind von ſelbſtverdientem Gelde erſtanden!
Auch das? Peter Geißler wies langſam mit der Hand,
die etwas zu zittern ſchien, nach dem Bilde, das über
Chriſtas Schreibtiſch hing. Es war die Repfroduktion
eines ſeiner Gemälde.
Ja!
Da traf ein Blick Chriſta ſo groß, ſo leuchtend, ſo voll
heißer Freube, daß ſie verwirrt den ihren ſenkte. Eine
dunkle Blutwelle ſiieg ihr ins Geſicht.
(Fortſetzung folgt.)
NEV AVFGENONNEN
C5 UIEL GEI UNV VERIANGr.
FERTiGE
TAMEnwärce
WiR BRINGEN NUREINEr
COupEN GEDIEGENEN GENRET
GAN2 NEVE. EAlTCE WanRE
TAbELCOVER VERARBEITVNG.
aVg AWERERCTEN GEzvay-
GVEGEN UNO CN AEMUHT
ovhd AUGVERGEwöRRLiG
Bitridé PREiCEF Un& Mir
DIEGEN NEUEN ARTiKEEEE
TENC UNVVAVERNOEiN-
ZUFUHREN.
TAGHEMVEN. NACHTHEMVEN
BENKEiVERIUNTERTAIU-EN
UNTERROCKE, NHCHTIACKEN
GARNITUREN
GEBR. HOTEEIN
Weicce
Saseräten
WowiscPtrz
VELEFon79o
(22112
Für den.
Winterbedarf
empfehle (21627a
Prima Speisekartoffel
22038a)
Reit-u. Fahr-nstin
Pensions-Stallung
Hügelstrasse 85:: Telephon 114
Reitpferde u. Unterricht
für Damen und Herren
Equipagen
ein- und zweispännig, jeder Art
und zu allen Gelegenheiten.
Rudolf Reimann.
per 2 Zentner 5,50 Mk.
5,00 Mk.
Tafeläpfel, auserleſene
Ware, per Ztr. v. Mk. 10.50 an.
Vorzügliche Eßbirnen:
Butter=Birnen 10 Pfd. 1.30 Mk.
Hofrats 10 1,15
Mollebuſch 10 „ 1.40
10 1.00
Paſtoren
10 „ —.90
Koch
Jakoh Schellhaas
Saalbaustr. 63½ Telef. 1697.
Prima
Winterkartorter
Wetterauer Iadustrie
vorzügl. i. Geſchm. p. 50 kg 3 Mk.
Ueberrheiner Bisquitt
beſte Siedkartoff. p. 50 kg 3.50 Mk.
Gelbe Mäuschen-
Salat-Kartoffeln
per 50 kg 7 Mk. (21881a
Gg. Korbus
Telefon 1693.
Luisenstr. 36.
UNTERE voRRATE
MORGENKLEIDER C.
MarINEE
NOVERNE REIZENDE FORMEN
NVR NEVE FRIVGE wRRRE,
IN TTADELLOSER UERARBETVNG.
EEiGTE WARMENDE GTOFFE,
IN AUEN FARBEN VERKAVFEN
Win ZV AVNERORVENruch
BlEiGEN PREITEN.
FlANEu-
EypEEVaVn
VECoVR
NORGENKLEIDER
M. 5,50 . M. 6,75. M.10,50.
90.19,50 B18 S. M.65.-.
MATINEE
M.2,75. M.5,50 M.k..
M.6,75. .818
M.50,%.
GEBR.HOCLEIN
Coowigpurz
TECEFON 79o
Ich habe mich hier, Rheinstrasse 141, als
Zahnarzt
niedergelassen.
Sprechzeit.
vorm. 9—
nachm. 3—6
nur an Werktagen.
*9547som)
Fritz Heuß
prakt. Zahnarzt.
Holl. Goldgelbe,
fſt. Tafelkartoffel,
Bad. Magnum bonum,
Ueberrh. Induſtrie,
Mäuschen, gelbfleiſchig,
empfiehlt in gut ſortierter Ware
W. Nungesser
21624a) Dieburgerſtr. 10.
Schreibmaſchinen=Arbeiten
Diſſertationen, Gutachten, Zeugnis=Abſchriften
Vervielfältigungen (21020a
Soderſtraße 12, parterre, am Kapellplatz.
Operngläser
in allen Ausführungen, beste Fabrikate,
vor-
zügliche Optik, größte Auswahl,
von 6.50—60 Mk., mit Stiel von 20—75 Mk.
L. Borné, Hof-Uhrmacher und Optiker
25 Ernst-Ludwigstrasse 25. (18519a
(21564f
pas Richtige gefunden
haben Sie, wenn Sie zum
Heizen und Kochen nur
Sllretr Brlkots
verwenden!
Erhältlich in den Kohlenhandlungen!
für den Winterbedarf liefert zu
Tagespreiſen frei Keller (20108a
Bernhard Appel
Schleifmühle bei Kranichstein.
Telephon 1776.
5—6 Waggon
Gelbe-
rüben, sowie 200 Ztr.
Industrie-Kartoffeln
hat abzugeben
(21748fom
Ludwig Becker XII.
Backſteinfabrik
Pfungſtadt.
in Kiefern=Brennholz
5
prima trocken, 15 cm lang geſchnitten
per Zentner Mk. 1.40
frei Keller inkl. Oktroi
Karl Schimmer,
(20596a
Heinheimerstr. 76
Telefon 212.
la handverleſene
Winterkartoffeln
gelbfleiſch., auf Lehmbod. gewachſ.,
per 100 kg 6 Mk. fr. Keller (20636a
Gottfried Bundschuh,
Gutsbeſitzer, Lengfeld, Heſſen.
Wanderer-Hotorrad
neueſtes Modell, wenig gebraucht,
ſehr billig
(3e5a
Grafenſtraße 26.
erer
S eatd
Kierr Uinges Herbetd
Soweit Vorrat!
Soweit Vorrat!
in der Abtellung Haushaltungs-Artikel.
Sreinigar
Steingut-Speiseteller
6.
tief oder flach .
Steingut-Suppenschüsseln
ss, 18, 38₰
mit Henkel .
Steingut-Gemüseschüsseln
eckig, 5 Größen . . 48, 42, 33. 24, 18
große runde Steingutschüsseln
Ein Posten
mit Deckel, weiss . . jetzt Stück 35,
Gemüse-Tonnen
groß, v. teuren Garnit. herrührend, Stück 28₰
Steingut-Platten
42. 25, 28, 20 ₰
oval, 4 Größen
Steingut-Kumpen
14, 10, 5
auf Fuß, diverse Größen
3
Ein großer
Posten einz. Waschkrüge
gross, von teuren Garnituren Stück 60 ₰
Wusch Garmaren
ganz besonders billig!
Garnitur „Lilly‟
2.25
4teilig.
Garnitur „Elbing‟
2.95
verschiedene Dekore, 5teilig
Garnitur „Danzig‟
mitteigroß, m. schönen Mustern, Stell. 3.25
Garnitur „Elly
mod. Form, mit Gold-Deker., Stelle, 3.75
Garnitur „Sassnitz‟
groß, Garnit. mit apart. Mustern, Stellg 4.25
Garnitur „Linz‟
feine Garnt., in versch. Ausführ., Stel 4,95
1 grosser
Posten
Waschgarnituren
5teilig, extra groß, m. Goldrand od.
aparten Dekor, jede Garnitur jetzt 1.
Forzenan
Echt Porzellan-Schüsseln.
fein dekoriert, 4 Grössen . . 45, 28, 18. 3 ₰
Echt Porzellan-Speiseteller
15 ₰
massiv und ½ stark
ht Porzellan-Platten
oval
.. . 55. 12, 35, 22₰
Echt Porzellan-Kaffeetassen
mit Untertassen, gross, mit moderner Gold-
Kante .
(
2
Echt Porzellan-Dessertteller
zt 28₰
fein dekoriert
Echt Porzellan-Kaffeekannen
konische Form, 4 Grössen 68, 55, 45. 28 ₰
Echt Porzellan-Milchkannen
konische Form, 5 Grössen 28, 20, 15, 12.3₰
en Proster
schön dekoriert, Satz —6 Stück
Posten Milchkannen
besteh. aus 6 groß.
Ein grosser
Posten Küchen-Gärnituren Tonnen, 6 kleinen
Tonnen, 1 Salz- und 1 Mehl-Metze, 1 Essig- und 1 Oelkrug,
moderne Form, in ganz neuen Mustern Garnitur komplett
3.5
Ein grosser
Posten Kaffee-Service, 9teilig
für 6 Personen, echt Porzellan, mit hübschen, modernen
Dekors
. 4.25, 3.75, 2.95,
1.75
Wirischaris Ainter
rund, schwere Qualität
Kohlenfüller
1.30, 96, 85 ₰
eckig, schwere Qualität
Kohlenfüller
135, 1.10
Guss-Kohlenkasten . . . 1.45, 1.20, 95 ₰
ffein lackiert ur
Engl. Kohlenkasten aekor., 3.50, 2.25, 1.35
Ofenschirme frein lackiert . . . 2.95, 1.35
Feuerhaken
. 18, 8 ₰
Wärmflaschen prima Qualit., 1.85, 1.50, 1.25
Holzkaffeemühlen gutes Werk . . . 1.25
Putz- und Wichskasten . . 65, 32 ₰
Hackbretter Buchenholz
Tablettes Buchenholz, geschraubt
Tonnen-Etageren Hartholz
ffein lackiert, gute
Petroleumkannen qualtäten, 75. 60, 48 ₰
. . 55, 45, 33₰
1.50
325, 1.75
Brotkapseln
ffein lackiert
1.10
ffein
Sand-Seif-Soda-Gestell Jackiert 1.10
Gas-Zylinder Dutzend 95 Pfg. . Stück 10 ₰
Glühstrümpfe
45, 35, 28 ₰
Lampen
Wandlampen Sternbrenner . . . . 28, 25 ₰
Küchenlampen Flachbrenner.
43₰
mit gut. Brenner u. Mes-
Küchenlampen singblende
. 85, 75, 60 ₰
komplett, mit Glocke und
1.95
Tischlampen Zunder
14‟ Gussfuss, mit Glas-
Tischlampen bassin und gutem Brenner 2.25
Messingfuss m. Glasbassin
2.95
Tischlampen und gutem Brenner
Sternbrenner m. Cylinder und
65 ₰
Wandarme Glasglocke
6" mit Zylinder und eleganter
1.45
Wandarme Glasglocke
22098
hlammelleischin bekannter Güte liefert billigſt
Geor
Appfel
Ochsen-, Kalbs- und Hammelsmetzger
Ecke der Ober= u. Schloßgaſſe.
Tel. 929.
zum Kochen der Wäſche ver=
wendet. Ohne einzuſeifen, ohne
ohne
zu reiben, Raſenbleiche
nur ½ Stunde mit Giotil gekocht,
iſt die Wäſche nach dem Aus=
ſpülen rein und ſchneeweiß. Per
½ Packet 30 Pfg. Fabrikanten
Hanauer Seifenfabrik J. Gioth,
G. m. b. H. Niederlagen:
Carl Steinhäuser, Germania=
Drogerie, Carl Dreste, Karl=
(VI11630
ſtraße 81. heute waſchen, wenn ſie GietiSpedition, Möbeltransport und Lagerung.
Au- und Abfuhr von Frachtgütern und Reisegepäck.
Täglich zweimaliger Rollfuhr-Verkehr nach d. neuen Bahnhof.
Konkurrenzlos billige Preise. (*9491sm) Bei Bestellung genügt Postkarte.
Auf Möbel, die mir zur Lagerung übergeben, gebe ertl. Vorschuss.
L. Eberhardt, Sandbergstr. 49. Kayſer Nähmaſchine
wenig gebraucht, bill. zu verkaufen
(20690a
Grafenſtraße 26. Kanarien,
gute Vorſänger, Stamm Seifert.
Lederhandlung
20607a) Gg. Weden, Schusterg. 7. [ ← ][ ][ → ]
oonund
nzeic
C
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
5=Zimmer=
Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
4 Zimme
Hochſtr. 30
Wohnung, Klappacherstr. 16, I.
1 Zimme
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Heidelbergerstr. 105
2½ ſtöckig mit 14 Zimmern,
Bodenkammern Dampfheiz., P
Veranden, Obſtgarten, Gas
ꝛc., vollſtändig neu hergericht.,
zu vermieten. Auch zu verk.
od. getrennt z. verm. 21015ms
Haus Martinstr. 35
10 ſehr große Zimmer, herrliche
Diele, vollſt. Bad, Zentralheizung,
Gas, elektr. Licht, ſchöner Garten,
Veranda, Loggia, große Küche
m. Nebenräumen, Speiſe=Aufzug,
Keller, großer Speicher, ſofort zu
vermieten. Näheres
Eliſabethen=
ſtraße 53, Kontor, Tel. 547. (21263ms
Rhein=
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (21010ms
Grüner Weg 83
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad. nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof.
bezieh=
bar, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
parterre.
(B17976ms
Ohlyſtraße 34.
herrſchaftlich eingerichtete Villa,
9 Zimmer, Diele und reichl.
Zu=
behör, Zentralheizung, Garten, zu
verkaufen eventl. zu vermieten.
Näh. Erbacherſtaße 4, Baubureau,
Tel.=Nr. 260.
(18888a
Berrichalts=
Wohnung
Eliſabethenſtraße 51, nächſt d.
Neckarſtraße, im früheren von
Willich’ſchem Hauſe
Bel=
etage, 9 Zimmer m. Balkon
und Garten, mit oder ohne
Stallung für 6 Pferde,
2 Burſchenzimmer, Heuboden
und Remiſe, neuzeitlich
her=
gerichtet, p. ſofort od. ſpäter z. v.
Näheres Eliſabethenſtraße 59,
im Comptoir.
(19781ms
Artilleriestrasse 9
Zſehr große Herrſchaftsräume,
(Ker, Veranda mit ſchöner
Fern=
ſicht, Badezim., gr. Küche, ſep.
Fremdenz 2 Mädchenz., 1
Schrank=
zim., gr. Bodenraum u. Kammer.
Garten mit Wäſchetrockenraum
Näh. daſelbſt parterre bei W. Holtz
und Büro Nr. 15 nebenan. Auf
Wunſch ganzes Haus mit 14
Zimmern.
(B20507ms
Haus
zum Alleinbewohnen
Ecke Landskron= und
Franken=
ſteinſtraße 70, 9 Zimmer, Bad,
Balkon, Veranda, Vorgarten und
reichl. Zubehör per ſofort. Näh.
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 1031.
(21543ms
Herrschaftswohnung
Viktoriaſtr. 42, 2. Et., 8 gr. Zim.,
Badez., 3 Manſ., 2 gr. Kell., Gas,
elektr. Licht, neu herg., ſof. z. vm.
Näh. Kahlertſtr. 13, 1. St. (21234ms
Herrſch. 8=Zimmerwohnung
in 2 Etagen, durch Innentreppe
verbunden, m. reichlichem Zubehör,
Garten, evtl. Stallung, in ſüdlicher
feiner Lage mit freier Ausſicht,
per ſofort. Näh. Heinrich Funk,
Soderſtraße 76, Tel. 1031. (21319ms
(B18464
Karlstr. 83 ms
Wohnung von 8 Zimmern (in
zwei Stockwerken) mit Bad und
reichl. Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. Arch. Münch,
Ludwigs=
platz 8. Telephon 1693.
entetet. 6 1 .
geräumige 7=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör, Gas= und
Bade=
einrichtung, per ſofort zu vermiet.
Näheres nur auf dem Kontor der
Brauerei Bummel.
(21825ms
II. St.,
Rheinstr. 12¾7 gr. Z.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (18799ms
Riedeselstr. 21, II.
hochherrſchaftliche 7 Zim.=Wohn.
mit Zentralheizung, reichl. Zubeh.
und Gartenanteil per ſofort zu
verm. Anfragen ſind zu richten
an Paul Wolf & Co. G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
(19977ms
Schützenstrasse 5, I.
geräumige 7 Zimmerwohn. mit all.
Zubehör, Gas, elektr. Licht,
Bal=
kon u. Badezimmer, per 1. Jan.
oder 1. April zu verm. Näheres
daſelbſt im 1. Stock. (21235ms
Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeil, Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (18468ms
Steinstrasse 5, I. St.
6 Zimmerwohnung mit Zubehör,
ſofort oder ſpäter.
(20468ms
51
nächſt der Neckarſtraße,
Wohnung mt Balkon,
Beletage, 6 Zimmer m.
Zubehör u. Garten, mit
oder ohne Stallung für
6 Pferde, Burſchenzim.,
Heubod. u. Remiſe,
neu=
zeitlich hergerichtet, per
ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 59 i.
Compt.
(19692ms
Wendelstadtstr. 32, I.
6 Zimmer mit Balkon u. Zubeh.,
per ſofort. Näh. Seitenb. (18179ms
Wendelſtadtſtr. 23, Loupre,
iſt das Parterre, beſteh. aus 6 gr.
ſchön. Räum., als Büro od. Wohn.
zu verm. Näh. 3. St. (20487ms
Roßdörferſtraße 86
3. St. 6=Zimmerwohnung in freier
Lage mit Balkon, Veranda, Bad
u. ſonſt. Zubehör zu verm. Näh.
Heidenreichſtr. 31.
(0724ms
Eichbergstr. 11, part.
6 Zimmerwohnung ſofort zu
ver=
mieten.
(B21531ms
an: Aleſraßte 16. 2g
iſt die neu hergericht. Parterre=
Wohn., 6 Zim., darunt. 2
Entre=
ſols, alsb. weiter z. verm. Näh.
dortſelbſt II. od.
Rechtsanwalts=
bureau Kaſinoſtr. 8. (17054ms
Wendelſtadtſtraße 28
ger. 6 Zimmerwohnung, 1. oder
2. Etage, m. allen Bequemlichkeiten
per ſofort zu verm. Alles Nähere
Wendeſtadtſtr. 23, 2. St. (20716ms
Ohlvstrasse 31
wegen Verſetzung ſchöne 6 Zimm.=
Wohnung mit reichl. Zubehör, Gas
u. elektr. Licht und
Entſtaubungs=
anlage, ſofort zu vermieten.
Näheres Baubüro,
Wittmann=
ſtraße 36, Tel. 291. (B20475ms
Moſerſtraße 11, 1. St., eleg.
6 Zimmerwohn. nebſt 2 Zimmern
und 2 Kammern im 3. Stock per
ſofort oder ſpäter. (B20474ms
Mauerstrasse 11, 2. St.
6 Zimmerwohn. mit Loggia und
Balkon, ſonſtigem Zubehör ſofort
oder ſpäter zu verm. (21786a
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz=u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part. (B21520ms
(am Ludwigsplatz) 6 Zim.,
Küche, 1 tapez. Manſarden=
zimmer, kompl. Bad, 2 Keller,
Waſchküche, Trockenboden, f.
ſofort zu verm. Die Woh=
nung, äußerſt bequem und
angenehm, iſt vollſtändig neu
hergerichtet, Gas und elektr.
Licht vorhanden. Näh. daſelbſt
1. Etage, lean Stichel. (20740ms Neubau
Heinrichſtraße 136, Ecke der Beck=
ſtraße, herrſchaftl. 6 Zimmerwohn.
im 1. Stock, mit Zubehör, ſofor=
oder ſpäter zu vermieten. Einzu=
ſehen v. 10—12 Uhr vorm. (20995ms Herrſchaftswohnung
Heidelbergerſtraße 81½0
II. Etage, 6 ſchöne große
Zimmer mit Balkon u. Ver.,
kompl. Bad, 1—4 ſchön. groß.
Manſardenz. u. ſonſt. Zubeh.,
alsbald beziehbar, zu verm.
Näheres daſelbſt. (B20473ms Mathildenplatz 7,
ohne Gegenüber, per ſofort ſchöne
6=Zimmerwohnung überall Gas
Waſchküche, Bleichplatz u. Trocken=
boden. Näheres part. (20804ms Herrſchaftliche
6-Zimmerwohnungen
mit reichl. Zubehör, Garten. evtl.
Stallung, in ſüdlicher feiner Wohn=
lage mit freier Ausſicht, per ſofort.
Näheres Heinrich Funk. Soder=
ſtraße 76, Telefon 1031. (21320ms Landskronstrasse 83
Haus z. Alleinbewohnen, 6 Zimmer,
Bad und Zubehör, per 1. Januar
oder ſpäter. Näh. Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (21321ms Hoftheaterplatz 2 6=Zimmer=
Wohnung, II. Stock. (21548ms Beckſtraße 68 ſchöne 6 Zimmer=
wohnungpart, m Bad, Veranda,
Garten u. Nebenräumen wegzugs=
halber ſof. od. für 1. Januar z. vm.
Näheres 1. Stock.
(21432a 3 Zimmer Karlſtraße 20 eine 5= Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör ſof.
zu verm. Preis 550 Mk. (21831ms Viktoriastr. 30, II.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (21011ms Palaswieſenſtraße 25, ſchöne
5= Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (19545ms Frankfurterſtr. 11, am Herrn=
garten, 1. St., 5 Zimmer nebſt
Zubehör per ſofort an eine ruh.
Familie zu verm.
(18703ms Mestr. 3, Iachaltaere
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (21832ms Ecke Roßdörfer= u. Stiftſtr.
3. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunft erteilt Herr Leißler,
Stiftſtraße 62. (17047ms Waldſtraße 15, 1. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung, Balkon, Bad,
Manſarde und allem Zubehör per
ſofort. Näheres part. (20466ms
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., in ruhigem Hauſe
per ſofort zu verm. Preis 650 Mk.
Näheres 1. Stock. (B21522ms
Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
1. St., 5ſch. Zim., Bad, Gas, neu
her=
gericht., Balk., ev. elektr. Licht. (21264ms
Georgenſtr. 5, part., 5 Zimmer
mit allem Zubehör, per ſofort
an ruhige Familie. — Näheres
erſte Etage.
(21013ms
Riedeſelſtr. 66 im 1. St. eine
5 Zimmerw. per ſofort zu
ver=
mieten. Näheres part. (21014ms
Roßdörferſtr. 20 ſchöne 5
Zim=
merwohn., 1. St., m. ſämtl. Zub. p.
ſofort. Näh. part.
(21008ms
Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Alles Näh.
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (21262ms
½ II. St.,
Rheinstr. 12¾ 5 Zim.
m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(18822ms
Hofmannſtr. 21, part., 5 Z.=
Wohnung mit Gas, Veranda und
Zubehör und Gartenbenutzung per
ſofort.
(B21519ms
Stiftſtraße 67, Ecke
Linden=
hofſtraße, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem
Vor=
platz, komplettem Bad, Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
ſofort. Näheres parterre bei
Philipp Spieß, ir.
(VII20539
Bleichstr. 32, I. St.,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör per ſofort an
ruhige Mieter zu verm. Näh.
J. Glückert, Hofmöbelfabrik,
Bleichſtr. 31.
(20720ms
Martinstr. 74
iſt eine herrſchaftl. 5=Zim.=Wohn.,
1. St., m. all. Comfort ausgeſtatt.
und ſchönem Garten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (B16677ms
Viktoriaſtr. 24, I.
5 Zimmer mit Badekabinett, mod.
eingerichtet, mit Zubehör, per ſof.
zu verm. Zu erfr. part. (21012ms
frdl.
Heidelbergerſtr. 92, I., 5= Z.=
Wohn. p. ſofort od. ſpäter. (18178ms
Mühlſtraße 5, II., Wohnung,
5 Zimmer mit Gas, neu
herge=
richtet, ſofort o. ſpäter, bill. (21245a
Mathildenstr. 11
Ecke Moſerſtraße, herrſchaftl.
5 Zimmerwohn. mit
Küchen=
balkon, Bad, Fremdenzimmer
u. reichl. Zubeh., per ſofort.
Näh. durch Hch. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (20737ms
Frankfurterstr. 24, II.
gegenüber dem Herrngarten, ger.
3 Zimmerwohn. mit2 Kammern p.
ſofort. Näh. i. Seitenbau. (21558ms
5=Zimmer=Wohnung mit großer
Veranda, freiem Ausblick, Gas,
elektr. Licht, Bad, großem
Bleich=
platz alsbald zu verm (B19464ms
Heidelbergerstr. 105
im Parterre und 1. Stock je eine
5=Zimmerwohnung ſofort zu
ver=
mieten. Vollſtändig neu
herge=
richtet. Dampfheiz., Gas ꝛc.
Dort=
ſelbſt e. Manſarde m. 3 Z. u. Küche.
Näh. Roßdörferſtr. 9, I. (20725ms
Auf 1. April 1913.
Herderstr. 18, part.
ſonnige, komfort. Parterrewohn.,
5 Zimmer nebſt allem Zubehör,
nahe Wald u. Elektr. Bei
mehr=
jähr. Kontrakt billigſt. (B19747ms
Viktoriaplatz 10
1 Wohnung, 5 Zimmer mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. nebenan im Metzgerladen u.
Kranichſteinerſtr. 13, Lad. (20155ms
Herderstrasse 13 u. 15
5=Zimmerwohnungen, Mk. 600.—,
700.—, 800.—, per ſof. Näh.
Herder=
ſtr. 15, II., u. bei Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (21323ms
Herrſchaftliche
5-Zimmer-Wohnung
mit reichl. Zubehör, Garten, evtl.
Stallung, in ſüdlicher feiner
Wohn=
age mit freier Ausſicht, per ſofort.
Näh. Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76, Telefon 1031. (21322ms
Zimmer
Landskronſtraße 67
2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör,
per ſofort. Näh. daſ. (19440ms
Mamarcdstrase 45
1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per ſofort zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 10—12 und 3—5 Uhr.
Näheres daſelbſt parterre. (20721ms
Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (B21521ms
Eliſabethenſtr. 47, parterre,
4 Zimmerwohn. mit Gas u. elektr.
Licht, per ſofort für 650 Mk.
(19439ms
zu vermieten.
Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, p. ſof. zu
ver=
mieten. Näh. Max Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(17992ms
Ecke Rhein= u. Georgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.=
Wohn. mit Zub. per ſof. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 33, I. (21830ms
Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör
als=
bald billig zu vermieten. Näheres
Griesheimerweg 19, Kontor. (20606t
Oſtviertel, I. Stock, große
5=Zimmerwohnung in kinderloſem
Hauſe an ruhige Familie, für
ſo=
fort beziehbar, preiswert zu
ver=
mieten. Näheres Exped. (16197ms
Wienersſtr. 70, 2. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung mit Bad und
ſonſt. Zubehör, ſowie gr.
Bleich=
platz nebſt Trockenhalle, mit oder
ohne Garten ſof. preisw. (16801ms
Wienersstr. 56, I.
große 5 Zim.=Wohn. mit Zubehör
a. ruh. Fam., ſof. beziehb. (17063ms
Bleichstr. 35, II.
5 Zimmer nebſt Zubehör ſofort zu.
vermieten und beziehbar. Näher.
1. Stock oder parterre. (17793ms
Heinrichsstr. 160, I. St.
ſchöne 5=Zimmerwohnung m. allem
Zubehör für 1. April 1913 zu verm.
Näh. Mathildenſtr. 41, II. (B21557ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½
1. St neuzeit. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. per ſofort zu verm.
Näh. daſ. 2. Stock. (17448ms
Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näh. Rhönring 81, part. (17746ms
Viktoriaſtraße 63 eine ſchöne
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh.p.ſofort.Näh.part. (207150ms
Ludwigspl. 2, 3. St., ſchöne 4. Z.=
Wohn., Zentralheizung, Leucht= u.
Heizgas. Zu erfr. i. Laden. (18705ms
Lichtenbergstrasse 80
1. Stock, 2 neu hergericht. 4=
Zim=
merwohnungen mit Zubeh. ſofort
zu vermieten. Preis 500 Mk.
daſelbſt bei Bauführer Dauber,
(18945ms
3. Stock.
Kaupstrasse 32, 2. St.
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näh. b. M. Schad, 1. St. (B21526ms
Ernſt=Ludwigſtr. 21, 2. Stock,
4 ſchöne Zim., Küche, Gas, od. 1. St.
ſch. 6 Z.=Wohn., Gas u. reichl. Zub. p.
ſofort. Näh. 1. Stock. (21561ms
ſchöne 4=
Sandbergſtraße 66
Zimmer=
wohnung, Badezimmer mit kompl.
Bad freie Lage, Preis 60 Mk.,
per ſofort zu vm. (B21525ms
Hoffmannſtr. 5, 1. St., iſt pr.
ſofort eine ſchöne 4 Zimmerw.
an ruh. Leute z. v. N. daſ. (1691ms
Blumenthalstr. 11
iſt in der 1. Etage links eine hübſche
Zimmerwohnung per ſofort
zu verm. Näh. Max Guckenheimer.
Große Ochſengaſſe. (16472
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Rheinstrasse 17
(Ecke d. Grafenſtr.), 8 Zimmerwohn.,g
Bad u. Zubehör, für einen
Zahn=
arzt, Rechtsanwalt, Arzt ſehr
ge=
eignet, per 1. April. Näheres imſt
Zigarrenladen.
(21064ms
Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal, glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.n
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,2
v. ſofort od. ſpäter. (22097ms
ſchöne 5 Zim=
Heidelbergerſtr. 73, part., Grüner wes merwohnung,
freie Lage, große ſch. 5 Zimmerw.,
nit Vorgarten, reichlich. Zubehör,
Waſſer, Bad, Gas, ev. n. 1 Zimm.
mehr, per ſofort.
(18514ms
Manſardenz., Gas, Garten. Näh.
Grüner Weg 31, II. (22105ms
beſtehend aus je 7 Zimmern Bad, Näh. part.
Gas, elektr. Licht, Kalt= u.
Warm=
waſſerleitung, Trockenboden, reichl. Saalbaustraße 78
Zubehör, per ſofort. Näheres
4. Stock daſelbſt.
Riedeselstr. 19, 2. St.s
prachtvolle, ſchöne neuzeitliche
Viktoriastr. 70, 2. St.
6 Zimmerwohn., 1 Manſardenz.
elektr. Licht, Bad, Veranda uſw. geräumige ſchöne 5=Zimmerwohn.
p. 15. Okt. od. ſpät. Näh. Bergmann, mit Zubehör, ſofort beziehbar.
(17491ms
Wilhelminenſtr. 19, Laden. 18775ms Näheres 1. Stock.
Vismarckſtraße 78, 1.
Stochſ=
ſchöne 6 Zimmerwohnung, Gas u.
Karlstr. 66, I. u. 2. St. ſelektr. Licht, eventl. Stallung.herrſchaftliche 5=Zim.=Wohnung,
(20519ms
(21063ms5 Zimmerwohn., Bad, Gas, Bal=
18kon, Loggia, alles neuzeitlich. Näh.
(19981ms
Soderſtr. 102, I.
Frankfurterstr. 10, II.
elegante 6 Zimmerwohn. m. kompl.
eingerichtet. Badezimmer, Veranda,
Gas, elektr. Licht, reichlichem
Zu=
behör, Telephonanſchluß im Hauſe,
nur an ruhige Familie p. 1. Nov.
(19496ms
oder ſpäter.
Martinſtr. 64, I., wegzugshalbl
Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk.,
Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,
Loggia mit prachtvoller Ausſicht,
Gartenanteil, per ſofort, 1200 Mk.
Näheres Fuchsſtraße 16, 3. Stock.
Telephon 247.
(22096ms
Hochstrasse 57 1. St.
Bad, Gas, elektr. Licht, Vor= und
Hintergarten viele Nebenräume.
(17825ms
Näheres 1. Stock.
Wendelstadtstr. 36
ſpart., ſchöne 5=Zimmerwohn., reichl.
Zubehör, Bleichplatz, p. 1. Januar
od. früher. Näh. 1. St. (18260ms
Georgenſtr. 5, part. 5
Zimmer=
wohnung, Veranda, Gas, reichl.
Zubehör. Näh. 1. Stock. (21335ms
Rossdörferstr. 41, 1. St.
ſſchöne 5 Zimmerw., Gas, reichl.
Zubehör, per ſofort, 630 Mk. pro
Jahr. Näheres part. (19753ms
Heinrichſtr. 118, 2. St., geräum.
5 Z.=Wohn. mit Zubehör, Veranda,
Balkon ꝛc., per ſofort. (21336ms
Teichhausſtraße 51 4=Zimmer=
Wohn., Gas, per ſofort. Preisl.
550 Mk. Näh. 1. Stock. (17459ms
Schöne Manſ. in gutem Haufeli
2 grade u. 2 ſchräge Zim., Küche,
.gr. Veranda, Gas, Glasabſchluß
uſw., nur an ruhige Mieter. Näh.
Hügelſtraße 11, 1. St. (18513ms
Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim.,
Gas, Veranda u. all. Bequemlichk.
p. ſofort. Pr. 460 M. p. J. (18511ms
Oberer Herdweg 3=Zimmer=
Wohnung und Zubehör. Näh.=
Grünerweg 31, II
(20518ms
Htb. ſchöne
Eliſabethenſtr. 29, 3=
Zimmer=
woh. Näheres Laden. (21237msk
Viktoriastrasse 54
frdl. 3 Zimmerwohn. (Manſarde)
ſp. 15. November. Näh.
Roßdörfer=
ſtraße 59, pt. Preis 320 M. (21590ms
Tannenſtraße 23, III., 3 Zim.=
Wohn., Manſardenz., Bleichplatz,
Trockenboden und Zubehör per
1. November.
(22104ms
Hochſtr. 26, Htb., part., 3 Zim=
Wohn. m. all. Zub., ſofort. 260 M.
p. Jahr. Anzuſ. v. 10.-1 Uhr. (20259ms
Kiesstrasse 47 ms
21065
Manſarde, 3ſchräge Zimmer, Küche,
Gas, Keller, Trockenboden,
Waſch=
küche u. Bleichplatz per 1. Nov. zu
20 Mk. monatl. Vorm. anſehen.
Grafenſtr. 31, Stb., Manſarde,
2=Zim.=Wohn. per 1. Nov. (20824ms
Ludwigsplatz 3 Laden nebſt Zub.
per ſofort.
(17824ms
Ernſt Ludwigsſtr. 16, 3. St.
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u.
Leucht=
gas, an ruhige Leute. Preis 400
Mark.
(20260ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Kont. per ſofort.
(21338ms
Fuchsſtr. 14 Stall f. 2 Pferde,
Heuboden, Burſchenſtube. (22095ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Roßdörferſtraße 26 4 Zm.=
Wohnung, II. Stock. (21552ms
zunächſt d. Artilleriekaſerne, I. Et.,
4 Zimmer mit allem Zubehör.
Alles nähere bei J. Konr. Mahr,
Heidelhergerſtraße 43. (B19508ms eherntente 15, 1. Stegt.
ſchöne 4 Zimmerwohn., Bad,
Speiſekammer, Veranda, per=
ſofort zu vermieten. Néh=
part. bei Reis u. Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (*265ms Pallaswiesenstr. 21
ſchöne kl. 4 Zimmerwohn. im 2. St.
nebſt Zubehör per ſofort Näh.
(21016ms
im Laden. Rerderstr. 20
2 ſchöne 4=Zimmerwohng. m. all.
Zubeh. per ſofort zu vermieten.
Preis 600 und 500 Mk. Näheres
Moosbergſtr. 53, part. (B21525ms Schöne 4 Zimmerwohnung
mit Balkon, per ſofort zu ver=
miet. Gutenbergſtr. 39. (22049ms
Näheres Mülerſtr. 14, parterre. Schöne 4 Zimmerwohnung
per ſofort zu vermieten.
Näheres Bäcker Wenner, Nieder=
(16180ms
Ramſtädterſtr. 31. Ecke Landskron=
Kiesbergſtr. 64, part., 4 Zim. ꝛc.
per ſofort zu verm. (21829ms Blumenthalstr. 89
Ecke Liebigſtraße
erſter Stock, neu hergerichtete
4 Zimmerwohnung, nach der
Liebigſtraße gelegen, ſofort zu
verm. Näh. daſelbſt parterre
(16060ms
rechts. Schuchardstr. 18,
Ecke Luiſenſtraße, ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, 3. Stock, per ſofort
zu vermieten.
(16427ms Mee eee e
mod. 4 Zimmerwohnungen zu
vermieten. Näh. Heidenreich=
ſtraße 31, part. (17301ms Ernst-Ludwigstr. 11
3. Stock, ſchöne 4 Zimmerwohn.
perſofort oder ſpäter an ruh. Leute.
(20170ms
Näheres 1. Stock. Beſſungerſtraße 116, I., 4 gr.
Zimmer mit allem Zubehör, weg.
Verſetzung per ſofort zu verm.
Näh. park.
(B18283ms Mathildenpl. 9, Ausſicht Garten=
ſtraße, 4=Zim.=Wohn. mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. Mathildenpl. 9, I. St. (18701ms Kirchſtraße 1 4 Zimmerwoh=
nung nebſt Zubehör, 3. St., Vorder=
haus, per ſofort zu vermieten.
Näheres Laden.
(20281ms Teue Darmstr. 67, 1. 8t.
— Herrschaftliche —
4 Zimmer-Wohnung
in idyllischer Lage, Neubau
alsbald zu verm. (20161ms
Näh. Soderstr. 110, part.
Wenckſtraße 1 ſchöne 4=Zim.=
Wohn. per 1. Jan., evtl. auch früher,
ruh. Leute zu verm. (20133ms
ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Jan.
1913 ev. a. früher. Näheres Karl=
ſtraße 10, parterre. (2975m Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113.(21009m Kirchſtraße 1 4= Zimmerwoh=
nung nebſt Zubehör, Seitenbau,
billigſt per ſofort zu vermieten.
Näheres Laden.
(20282ms 274 Zimmerwohnungen mit
Zubehör, 2. und 3. Stock, zu ver=
mieten. — Näheres Heinheimer=
ſtraße 94, part.
(21006ms
Annaſtraße 8, II., moderne
Wohnung von 4 Zimmern, Küche,
Badezimmer, Boden m. Linoleum= belag, gr. Veranda u. reichl. Zubeh.
ſofort zu vermieten. (B20476ms
Wendelſtadtſtr. 31, Hth. II.,
4=Zimmerwohnung ſofort zu verm. Näh. Vorderh. 1. Stock. (B20754ms
Luiſenſtraße 34, Mittelbau,
große 4 Zimmerwohnung. Näh.
Luiſenſtr. 36, Laden. (20523ms
Wienersſtr. 47, III., ſchöne 4=Zim.=Wohnung mit Veranda,
Bad u. allem Zubehör per ſofort,
eventuell ſpäter. Näheres part. u. Kiesſtr. 68, I. Stock. (20574ms
Kranichſteinerſtr. 44, pt., 4 Z.=
Wohn., Veranda, Gas und allem
Zub. per ſof. oder ſpät. zu verm.
(20745ms
Näh. 1. im unteren Herdwog
4 Zimmerwohnung mit Bad und Küche, ebendaſ. 2 Zimmerwohn.
mit Küche; Stallung f. 2—3 Pferde,
verſchiedene Lagerräume u. Hallen zuſammen oder getrennt, per ſof.
zu vermieten.
(B20734ms
Näh. Büro Wittmannſtraße 36.
Telephon 291.
Gutenbergſtr. 19, II., ſchöne
4 Zimmerw. mit all. Zubehör
Aper 1. Januar 1913, evtl. auch
ſofort zu verm. Näh. daſ. und Gervinusſtr. 55, pt. (21054ms
Frankensteinstr. 62, part., ſchöne 4=Zimmer=Wohnung
mit Zubehör, per ſofort. Näheres
daſelbſt und bei Heinrich Funk,
Loderſtrade 76. Teſ. 1031 (21354ms Heidelbergerſtraße 122,
ſchöne 4=Zimmerw. (3 größ.,
1 Kabinett) mit allen Be=
auemlichkeiten, Gas, Balkon, Vorgarten, in gutem Hauſe
per ſofort od. ſpäter zu ver=
mieten. Näheres daſelbſt bei
Engelhardt, Manſarde, oder
Riedeſelſtr. 56, pt. (B21535ms
Abolf. Sbieſt. Straſte 23, eliter
Stock, mod. 4=Z.=Wohnung m.
allem Zubehör, gr. Veranda v.
Küche u. Schlafz., p. Jan., ev. früher. 650 Mk. (21629ms
Schöne Wohnung
4 Zimmer, 1. Stock., Südſ., Balkon, Bad, Gas, 2 Kam. ꝛc. Prächt. Lage,
dicht a. Ztr., ab 1. Dez. bill. zu v.
Anfr. u. B 23 a. d. Exp. (*9489sms
Grafenſtr. 21, I., geräumige 4=Zimmerwohnung per ſofort aiche ſe e etr e
Soderſtraße 40 3 Zimmerw.,
1. Stock, per ſofort. Näh. Roß= zu vermieten. Näheres Brauerei
Wagner, Gr. Ochſeng. 26. (21835omds
e ehen e
Zimmer, zu vermieten. (432 Bms Karlſtr. 60 3= Zim.=Wohnung p.
1. Jan. ev. früh. Pr. 280 M (B19458ms Ecke Pankratius= u. Irene=
ſtraße 1, I., große 3 Zimmerw.
ſofort zu beziehen.
Näheres part. im Lad. (20735ms Karlſtraße 49, Manſ., 3 Zim.
mit Gas per ſof.
(21358ms Karlſtraße 47 Seitenbau, Drei=
zimmerw. pr. 1. Januar. (21359ms Fuhrmannſtr. 2 billige 3 Zim.=
Wohnung per alsbald. Näheres
Eckladen daſelbſt
(20157ms Htb.,ſchöne
Eliſabethenſtr. 29.
Zimmer=
wohnung. Näh. Laden. (20231ms
Tanaustr. 45, part. ſchöne 3 Zimmerw. z. v. (20533ms
Schöne 3 Zimmerwohnung für alsbald. Näh. bei Müller, Neue
Ireneſtraße 66.
(20489ms 622
Ahaſtraße 2e 3 Zimmerwohnung, 23 Mk.
per Monat, zu verm. Näh. bei
G Eisemann, Vorderh. II. (20727ms eine ſchöne Wienersſtr. 82 3= Zimmer=
wohnung per ſof. z. verm. (20730ms
Ecke Grafen= u. Eliſabethenſtr.
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung. Zu
erfragen bei Donges & Wiest,
Eliſabethenſtraße 25½
(21653t
Prachtv. ger. 3 Zim.=Wohn.
mit allem Komfort der Neuzeit,
wie elektr. Licht, Bad. Gaskochein= richtung, Waſchküche beim Trocken=
boden, Manſarde, 2 Keller, Boden= kammer, in neuem Hauſe wegen
Wegzug des derzeitigen Mieters
an nur ſolide, ruhige Leute zu ver= mieten. Einzuſ. zw. 12 u. ½ 3 Uhr
Pankratiusſtr. 2, 2. St. r. (*9723im Stiſtſtr. 52, Garth., umſtändeh.
hübſche 3 Zim.=Wohn. per ſof zu
verm., event. mit Nachlaß. Näh.
Liebfrauenſtr. 81, Laden. (*9717im Schöne mittlere
3 Zimmerwohn. mit Küche, Keller, Gas, umſtände=
halber preiswert zu vermieten
*9306im) Karlſtr. 27, 2. St. Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3.
Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. St.
daſelbſt.
(21924ms
Wittmannstrasse 43
im Gartenhaus parterre, ſchöne
3=Zimmerwohn. an ruhige Leute
per alsbald zu verm. (B20802ms
Sederstrase 1, 3. St.
ſchöne 3 Zimmerw. per 1. Januar
1913 zu verm. Näheres daſelbſt bei
Leiderer, Färberei. (*3759sms Wittmannstrasse 31
I. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnung
mit Küche und Veranda ſowie
2 Manſardenzimmer per 1. Jan. eventl. früher zu vermieten, Preis
Mk. 700.—. Näheres in der Man=
ſarde 9—12 vorm. (B21260ms
Magdalen nſtr. 9, Vorderhaus, Manſarde, eine hübſche 3=Zimmer=
Wohnung mit Küche zum 1. Nov.B zu vermieten. Einzuſehen von
19—2 Uhr.
(21292ms
Große 3= Zimmerwohnung ſofort.
Zu erſr. Ludwigsplatz 4, I. (21367a Herrngartenſtraße 9, part.,
Herderſtraße 5, 1. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnungen mit
Zubehör per ſofort. Näheres da= ſelbſt und bei Heinrich Funk,
Soderſtraße 76. Tel. 1031. (21325ms [ ← ][ ][ → ]
Roſpörferſtr. 51½), I. Manſ,
2 Zim. u. Küche ſof. z. v. (20775ms
Müllerſtr. 5 eine 2= Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (21270a
Ballonplatz 9 ſchöne 2
Zimmer=
wohnung mit Zubehör per 1. Nov.
zu vm. Näh. Beckſtr. 54. (21232ms
Mühlſtraße 5, II., ſ. ſchöne 2= Zi.=
Wohn. mit Gasb. billigſt. (21244a
Martins=
Pankratiusstr. 41, Drogerie
kleine Wohnung (3. Etage), beſt.ſofort zu vermieten.
aus 2 Zimmern, Küche u. Keller,
per 1. Nov. zu verm. (21583ms
Landwehrſtr. 26 2= Zimmer=
Wohnung, II. Stock. (21551ms
Wohnung, III. Stock. (215 9ms Gas, Kalt= und Warmwaſſer=
Roßpörferſtr. 27, Manſ., 2= Zim=
wohnung zu vermieten. (21577a
Sankgaſſe 7½, 2. Zim.=Wohn.
zu vermieten. Näh. A. Bertſch,
Kahlertſtraße 1.
(21545ms
Erbacherſtraße 16, 2=Zimmer=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Preis 13.— Mk. Näheres
Stifts=
ſtraße 19, parterre. (21544ms
Kranichsteinerstr. 42
wegzugsh. 2 Zim.=Wohn., Gas u.
allem Zubehör, per ſof. (21792ms
2 Zimmerwohnung zu verm.
Näheres Bleichſtr. 15. (*9498sm
Heidelbergerſtraße 36, Manſ.,
zwei evtl. drei Zimmer ſof. od. ſpät.
bill. zu verm. Näh. 1. St. (*9574sm
Mathildenplatz 5, 1. St.,
ver=
ſchied. neu hergericht. 2 u. 3 Zim.=
Wohn. bis 1. November, evtl. auch Muſterlager uſw.
ſpäter zu vermieten. (21231t
Wendelſtadtſtraße 49 ſchöne
Manſ., 2 Zimmer, ſofort. (22027a
Kiesſtraße 16
ein 2 Zimmerw. zu verm. Näheres
Karlſtraße 20, 1. Stock. (22044ms
2 Z.=W.,
Landwenrstr. 1 n. Zubeh.
ſofort zu v. Rückert. (*9843ms
Löffelgaſſe 19 kl. 2=Zimmer=
Wohnung, Preis 12 Mk. (*9869
Fuhrmannſtr. 2 kleine Wihn.
Stube, Kammer u. Küche, per alsb.
Näh. Eckladen daſelbſt. (20158ms
Roßdörferſtr. 42 Manſardenz.,
Küche, Waſſ., Gas u. Kloſ. (18019ms
Waldſtraße 34, Seitenbau, zu
vermieten Zimmer, Kammer und
Küche mit Zubehör an einzelne
Perſon oder ält. Ehepaar.
Monat=
lich Mk. 12.—
(18940ms
Kiesſtr. 30, part., groß., unmöbl.
Zim. mit ſep. Eingang. (20197ms
Roßdörferſtraße 40
Man=
ſardenzimmer mit Küche per ſofort
zu vermieten.
(21000ms
Karlſtr. 94 ſchön. unmöbl. Z.
m. Nordlicht zu verm. (20463ms
Arheigerſtr. 78 ſchönes
un=
möbliertes Zimmer mit Kochofen
u. Waſſerleitung zu vm. (21230ms
Forſtmeiſterplatz 3 1 Zimmer,
Küche und Zubehör. (B21233ms
Ahaſtraße 12, Hinth. 1 Zim.=
Wohnung, parterre. (21546ms
Karlſtr. 94, gr. Zim. m Küche
gleich beziehbar.
(21586ms
Karlſtr. 40, Hth., ein Parterre=
Zimmer m. o. ohne Küche, Keller uſw.
a. einz. Perſ. ſof. z. verm. (21598a
Waldſtraße 25, Stb., 1 Zim.
mit Küche an einz. Perſ. (21824ms
Kaplaneigaſſe 35, 1 u. 2 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (*9531sm
Soderſtraße 14, II., großes,
unmöbl. Zim. zu verm. (20593t
1—2 Zimmer=
Viktoriaplatz 4 wohnung mit
Zubehör ſofort= zu verm. (22046ms
Darmſtr. 10 Manſ. an ruhige
Leute p. 15. Okt. z. vm. (18185ms
Inſelſtraße 21, Hinterhaus,
ſchöne Manſarden=Wohnung per
ſofort billig zu vermieten.
Näh. daſ. Vorderh., 1. St., oder
Rheinſtraße 32, part. (18540ms
Heidelbergerſtr. 111, ſchöne
Manſardenw. a. ruh. L. ſof. (B18787ms
Kiesſtraße 25, kl. Manſ.=W.
zu vermieten.
(VII20762
Gervinusſtr. 45 kl. Manſarde
per ſofort an ruhige Leute. Näh.
daſelbſt oder Landgraf Philipp=
Anlage 4.
(21291oms
Loffelgaſſe 9 kl. Logie, monat.
10 Mark, zu vermieten. (22039ms
Wilhelminenſtraße 18, iſt eine
Manſardenwohnung nebſt Küche u.
Zubehör v. 1. Januar k. J. ab, an
ruhige Dame zu vermieten. Näh.
im oberen Stock. (21541ms
Kaupstrasse 7, III.
ſchöne Wohnung, monatl. 23 Mk.,
ſofort zu vermieten. Zu erfragen
Schuchardſtraße 13, I., Allgemeiner
Hausbeſitzer=Verein. (21610ms
Uersue
Mmer
Eberstadt, Wilhelmstr.
Nähe Dampfſtraßenbahn, 6 Zim.=
Haus mit Zubehör, Garten ꝛc.,
alshald zu verm. Mietpr. 400 Mk.
Näh. bei Emil Werner, Darm=
eine 3 und 5 Zimmerwohnun
(20841 EVerstaut D. D.
Heinheimerſtraße 42 2=Zim.= Moderne 5 Zim.=Wohnung,
leitung, Veranda, in nächſter
merwohn. an einz. Leute. (21618ms Nähe der Straßenbahn, per
Schillerplatz 2 Zweizimmer IAſofort zu verm. (21293ms
Darmſtädterſtr. 35.
Seenräue Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau
Keller und Magazin, a. als Wer
ſtatt geeignet, können dazu gegeber
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (19983m Hotel Frinz Gaf
Ecke Schul= u. Karlſtraße, iſ
am 1. Januar 1913 al
ſolches oder zu anderen
Zwecken — für Büroräume,
änßerſt preiswert zu
vermieten.
Stallungen vorhanden. Näheres
durch C. W. Braun, Martin
ſtraße.
(21311ms Große Räume
für Bureau ſehr geeignet, nächſter
Nähe der Gerichte, alsbald zu verm
19233ms)
Mathildenplatz 8. Schulstrasse 3, Hiuterbau
zwei größere Räume für ruhigen
Bürobetrieb ꝛc. zu verm. (16617ms Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte Ge
ſchäftslage, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(15639ms Forſtmeiſterplatz 4 Laden mit
3 Zim.=Wohn., für jedes Geſchäft
geeignet, ſof. zu verm. (B18272ms Der ſeither von Herrn
Zigarrenhändler Klein
innegehabte Laden nebſt
Wohn., Elisabethenstr. 26,
iſt ſof. anderweitig billigſt
zu verm. Näh. durch den
Eigentümer Joseph Trier,
Wilhelminenstrasse 25. (19427ms 6 Ludwigſtr. 6
mittelgroßer heller Laden
zwei Schaufenſter
per 1. Juli 1913, event. früher zu
verm. Näh. Ausk. 2 Et. (21582m Ecke Rhein= und Grafenſtraße
(18711
Laden oms
nebſt Lagerräumen zu vermieten.
Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtraße 17. Brust-Ludwigstr. 1
der Marktpaſſage gegenüb., mod.
durchgeb. Laden
(z. Zt. Schneiderutenſil.) per April
1913 zu verm. Näh. 1. St. (20492ms m. Ladenzim.
Grosser Ladel Eliſabethen=
ſtraße 2 (Stadt Pfungſtadt)
per ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (19930ms Schlossgartenstr. 43
Eckladen an 3 Straßen, mit
Wohnung zu vermieten. Näheres
Schloßgartenſtr. 41, part. (19475ms Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 Mtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
OttoWolff. Wilhelminenſt. 26. (19923ms Ecke Schützen= u. Hügelſtr. 21,
mit Zimmer ſofort zu
Laden v. Pr. 480 M. (19970ms
Ernst-Ludwigstrasse 1
iſt das Hinterhaus als Geſellſchaftshaus oder für! Kiesſtr. 66, II., möbl. Wohr
Geſchäftsräume ſof. a. längere Jahre bill. z. verm. (*9850 tiſch zu verm.
Vermetung.
Die ſeither von der Frma J. Hachenburger jr. inne= Manſardenzimmer für Fräulein
gehabten Räumlichkeiten im Merck’ſchen Hauſe,
Rhein=
ſtraße 7, ſind ab 1. Januar 1913 anderweitig Schlafzim., ſchön möbl. (19978ms
zu vermieten und beſtehen aus:
1. dem Verkaufsladen im Parterre mit vier Karlſtr. 49, III., ſchönes möbl.
großen Schaufenſtern mit Laden= und Schau= Zim., Woche 3.50 Mk. (20155ms
fenſter=Einrichtung und Beleuchtungskörpern nebſt an= Neue Niederſtr. 3, I., m.
Wohn=
ſtoßendem Bureau.
2. einem dreiſtöckigen Seitenbau mit Keller, ſeither als Neckarſtr. 9 I. I., möbl. Zim
Magazin benützt.
3. der Wohnung im 1. Stock, enthaltend fünf Zimmer,
Küche nebſt Manſarde, Keller und Bodenraum.
4. der ſeither ebenfalls zu Lagerräumen benützten Man=evtl. m. Penſ. ſofort z. v. (20726ms
ſarden=Wohnung, beſtehend aus ſechs Zimmern, Küche.! Eliſabethenſtr. 49 ſchönelogler-
Keller und Bodenraum.
(20097m
Ernſte Reflektanten wollen ſich wegen weiterem Aufſchluß! Kiesſtr. 40, part., möbl. Zim.
und Beſichtigung der Räume nur wenden an die Firma Se= zu vermieten.
bastian Eckler, Rheinſtraße 9, Telephon 243.
Ein ſchöner Laden mit
Ladenzimmer im Zentrum
der Stadt per ſof. z. v. Näh.
b. Beuster, Marktſtr. 2. (20164ms
Schöner geräumiger Laden mit
verm. Näheres bei Dintelmann,
Kleine Ochſengaſſe 2. (20488ms
Laden der Landwehrſtraße, mit
2 Zimmerwohnung, ev. 3 Zimmer.
Näh. 1. Stock bei Limbach. (20491a
nebſt Zub. Ludwigs=
Laden platz 3 anderweit zu Obergaſſe 16 Stalung, Heu
vermieten.
Näheres im Laden nebenan.
Willeimienstr. 35
mit 2 gr. Doppelſchaufenſtern und
3 Nebenräumen per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. Alicebazar Nr. 21
Saalbauſtr. 13, nächſt der
Rheinſtraße, großer heller Laden
mit Hinterräumen und Keller ſof.
(21045ms
zu vermieten.
Aumittelbar Rheinſtraße
2 große Läden
nebſt Wohnung zu vermieten.
Näheres Expedition. (*9107ism
Foier zu vermieten
20592t)
Soderſtraße 14, II.
Pankratiusſtraße 26½ Laden
zu vermieten.
(21555ms
Für Metzger!
Der ſeit Jahren mit veſtem Erfolg
betriebene Metzgerladen (21789ms
Kranichſteinerſtraße 28,
für Rinds= und Kalbsmetzgerei
eſ. geeign., iſt auf 1. Dez. 1912
anderw. bill. zu verm., evtl. kann
d. Haus u. d. günſt. Bedingung.
käuflich erworben werden. Näh.
Hoffris. Gelflus, Ernst-Ludwigstr. 21.
zu vermieten.
(21556ms
Nieder-Ramstädterstr. 53
Laden ſofort oder ſpäter zu verm.
Näh. Konditorei Frey. (22040ms
Heidelbergerſtraße 1,
am Marienplatz, ſchöner
Laden
mit Zimmer, ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Für Friſeure
iſt elegante Einrichtung
vor=
handen. Näh. I. Et. (22089m
Mathildenplatz 8
Hinterbau, als Lager od.
Werk=
ſtätten geeignet, per ſof. zu verm.
Näh. daſ. zw. 11—12 Uhr. (19234ms
Ernſt=Ludwigſtr. 11, Seitenb.,
ebener Erde, ſchönes Lokal als
Lagerraum oder Werkſtätte mit
ruh. Betrieb. Näh. 1. St. (20493ms
für Möbel
Großes Lager oder ſonſt.
Gegenſtände ſofort zu verm. Näh.
Mühlſtraße 18 (Laden). (*9674ms
Mechan. Werkstatt
evtl. mit Maſchinen zu vermieten
(21698t
Frankfurterſtraße 36.
Grafenstrasse 25, I.
großer Lagerkeller zu vm. (16615ms
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für Biernie=
Blumenthalſtr. 47, Ecke l1 derlage, Kutſcher od. Fahrunter=
nehmer, im nördlichen Stadt=
teil ſofort zu vermieten durch
Heinrich Fnnk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(16814ms (20744msboden, Lagerraum, Hof, mit und
ohne Wohnung per ſofort z. verm
Näh. Heinrich Funk, Sode=
ſtraße 76, Tel. 1031. (18268ms Stallung nebſt Zubehör zu vm.
ſchöner großer Laden 48 qm Näheres Sandſtr. 34, I. (19148ms Loffelgaſſe 9,
Stallung, Wagenremiſe u. Heu=
und Herdweg 91, I. (B20791ms boden per ſofort zu verm. Näh.
Frankfurterstr. 100, Bangert. (17818m Martinstrasse 72
iſt eine ſchöne Stallung f. 3 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer u. Heu=
boden, p. ſofort zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B19200ms Stallung
Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde,
Heuboden und Remiſe, ſofort zu
vermieten.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt,
Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun,
Martinsſtraße 74.
(22048ms Heinrichstrasse 66
Stallung zu vermieten. (21106ms — Bismarckſtraße 74 ſchöner
Stall für 3 Pferde, Burſchenzim.,
per ſofort zu vermieten. (21581ms Rundeturmstr. 1
Stall mit Heuboden alsbald zu
vermieten.
21869sm Geräum. Stall
nebſt Burſchenſtube per ſofort
billig. Heidelbergerſtr. 65 (B21528m für 3 Pferde, Burſchen=
Stallung zimmer, nebſt Zubehör
zu vermieten. Zu erfragen Ried=
eſelſtraße 35.
(21236oms Miere Zimmer Moſerſtraße 5 (Pension Weidig)
2—3 gut möblierte Zimmer ſofort
(B21529ms
zu vermieten. Heinrichſtraße 69 kl. frdl. möbl.
Zimmer mit g. Penſion. (21004ms Rückertſtr. 27 2frdl. möbl. Zim.,
jedes für ſich, zu verm. (B21524ms Eckhardtſtr. 21, I., ſchön möbl.
Zimmer ohne vis-ä-vis, auch mit
Penſion, zu vermieten. (21833ms Wienersſtr. 62, I., gut möbl.
2fenſtr. Zim. z. vermieten. (18016ms Waldſtr. 44 möbl. Zimmer zu
verm. Näheres parterre. (18181ms Kahlertstrasse 11
möbl. Zim. ſofort zu vm. (17475ms Kiesſtraße 71, 2. Stock, möbl.
Zimmer zu vermieten. (19151ms Bleichstr. 35, I. St.
ein gut möbliertes Zimmer ſof.
oder ſpäter zu verm. (20257ms Schießhausſtraße 27, freundl.
möbl. Zimmer zu verm. (19429ms
Higelſtraße 85 3 Zimmer u.
Burſchenzim., möbliert. (19684ms
platz, gr. freundl. möbl. Schlaf= u.
Wohnz. m. Schreibtiſch an ſolid.
Herrn zn vermieten. (19438ms
Frankfurterſtr. 58, p., frdl. Z.
m. od. o. Penſ. a. ruh. Miet. (19587ms
Hügelſtraße 85 2 möblierte
Zimmer, ſeparat, billig. (19726ms
möbl. Zim. zu vm. (20163m Schlafzimmer mit Gas, Schreil
(20194m Ecke Wilhelm= u. Karlſtr. 93
2. Stock, großes, gut möbl. Zim.
in ruhigem Hauſe. (B20235m Karlſtraße 93 freundl. ſchöne=
oder Schülerin.
(B20236ms Aliceſtr. 14, part, Wohn= un Heinheimerſtr. 81, III., ſchön.
möbl. Zimmer zu verm. (20457ms u. Schlafz., auch einz. (B20739ms m. Kaff. p. Woche 3.80 Mk. (20812ms Hochſtr. 13, I., gut möbl. Zim., räume ſof. auf einige Mte. (21333ms (VII21612 Kiesſtraße 58 in ruhig feinen
Hauſe großes ſchön möbl. ſehr
ruhig geleg. Zimmer mit Bücher=
ſchrank u. Schreibtiſch per 1. Nov.
zu vermieten.
(21609ms
Landwehrſtr. 1 groß. eleg. möbl.
Wohn= und Schlafzimmer. Aus=
ſicht Herrngarten. (*9499sm Schützenſtraße 10½, 2. Stock,
möbl. Zimmer ſowie möbl. Man=
ſardenzimmer.
(21791ms Schloßgartenſtraße 21, part.,
möbl. Zimmer mit ſeparat. Eing.,
per 1. November zu vm. (*9292sm III., ſchön
Eliſabethenſtr. 22, mbl. Zim.,
.heizb., n. d. Str., ſep. E., bill. (21787a Heidelbergerſtr. 4, II., möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer m. Bad u.
Telef., ſofort zu verm. (*9578sm Grafenſtr. 27, III. rechts, gr.
gut möbl. Zim. p. 1. Nov. (21870ms Sandſtraße 34, I., 2 gut möbl.
Zim. (Wohn= u. Schlafzim.) (21596t Mathildenpl. 3, Stb., II., einf.
m. Z. pr. 15. Okt., Preis 3 Mk. (21290t Landwehrſtr. 3, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer z. v. (21340a Wienersſtraße 66, I. (Albert
Weicker) ſchön möbl. Wohn= u.
Schlafzimmer mit ſeparatem Ein=
gang, event. auch einzeln als Schlaf=
zimmer, ſofort zu vermieten. Preis
nach Uebereinkunft. Ein= u. Aus=
gang ungeniert.
(21605t
Rheinſtraße 8, III., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (21657t Waldſtr. 2, hübſch möbl. Zim.,
evtl. zwei, zu verm. (21752t Ludwigstr. 17, II., möbl. irdl. 2.
an solid. H. billig zu verm. (21876a Markt 1, II., ſchön möbliert.
2 Fenſterzimm. p. ſof. z. vm. (21923t
Kaupſtr. 37, 1. St., gut möbl.
Zimmer m. Schreibtiſch, Gas, freie
Ausſicht nach d. Riegerplatz. (21966t Grafenſtr. 4, I., ſch.möbl. Zim.
mit Gas u. ſep. Eing. (*9716imd Wendelſtadtſtr. 31, part., ein
ſchön möbl. Zimmer mit ſepar.
Eingang zu vermieten. (*9730im Lauteſchlägerſtr. 4, I., nächſt
der Hochſchule, Wohn= u. Schlafz.,
nur zuſ. an 1 od. 2 Herrn. (*9733im 2 hübſch
Wenckſtr. 7, 2. Sl., möbl. Z.,
(*9798imd
1 mit ſep. Eingang. Landgraf Georgſtr. 62 ſchön
möbliertes Zimmer, ſep. Eingang,
(*9792imf
parterre, zu verm. Grafenſtr. 18, 3. St., gut möbl.
Zimmer mit Schreibt ſch. (*9784im Bleichſtraße 36, II., ſchön möb.
Zimmer zu verm. (*9775im Bleichſtr. 39, III., e. frdl. möbl.
Zim. zu verm. Anzuſ. nachm. (*9142im
Waldſtr. 50, part., möbl. Zim.
per ſofort zu verm. (*9759im Pankratiusſtr. 2½, II. St.r.,
2 hübſche möbliert. Zimmer, eines
ſeparat, eventuell als Wohn= und
Schlafzimm. zu vermiet. (21919a Orangerieſtr. 15 ein gut möbl.,
freundl. Zim. für 1 anſt. Herren od.
Dame p. 1. Novemb. 1912. (*9592sm Hochstr. 53, II.
ein großes, gut und bequem möbl.
Zimmer zu verm. (B21126oms Loubre, Aliceſtr. 23, II., 2 g.
möbl. Zim., auch Wohn= u. Schlafz.,
Schreibtiſch, Gas, z. verm. A. W.
Penſion.
(21288omds Wohn= u. Schlafzimmer, evtl.
2 Betten in beſſerem Hauſe zu
verm. Näh. Expedition. (21823oms
Eliſabethenſtr. 29, I., 2 ſein
möbl. Z., Wohn= u. Schlafz. (21866a
Gut möbl. Zim. m. ſep. Eing. f.
16 M. monatl. Näh. Exped. (21750a
N. Schwanenſtr. 72, II., fein
möbl. Zim. an ſol. Herrn. (*9700om
Saalbauſtr. 29, I., gut möbl.
Zimmer an ſolid. Fräulein oder
Schülerin, mit oder ohne Penſion,
per ſof. zu vermieten.
Familien=
anſchluß angenehm. (21736omf
Näheres Saalbauſtr. 29, I.
Riegerplatz 7, part., Reſtaur.
zum Riegereck, Nähe Hochſchule,
gut möbl. Zimmer an Studenten
oder Kaufmann zu verm. (*9808
Kranichſteinerſtraße 54, part.,
möbl. Zimmer an ſolid. Fräulein
bei einzelner Dame. (*9810ms
Aliceſtraße 8, I., freundl. möbl.
Zimmer mit Penſion. (*9828
Grafenſtraße 8, pt., ſchön möbl.
grades Manſardenz. mit oder ohne
Penſion ſofort zu verm. (*9830ms
Riedlingerſtraße 39, I., in
gutem Hauſe, findet ſolide Dame
oder Herr ſchönes Heim in freundl.
möbl. groß. Verandazim. (*9837
Wilhelminenplatz 12, 2. St.,
möbl. Zimmer in freier Lage billig
zu vermieten.
(*9838ms
Kahlertſtr. 42, II., ſchön möbl.
Zim. mit ſep. Eing. ſof. (21931a
Viktoriaplatz 4 2—3 Schlafft.
mit oder ohne Koſt. (22047ms
Saalbauſtraße 38 ſchön möbl.
geſundes Zimmer. Zu erfragen
(22043t
im Schuhladen.
Grafenſtraße 31, 1. St., möbl.
Zimmer zu vermieten. (22042ms
Liebfrauenſtraße 112, 1. St.,
möbl. Zim. billig zu verm. (22041t
Mollerſtr. 37, 2. St., 2 ſchön
möbl. Zimmer (Wohn= u.
Schlaf=
zimmer) zu vm.
(22074a
Stb., I. r.
Kasinostr. 17, möbl. Manſ.=
Zim. m. gut. Bett bill. z. v. (*9840
Eliſabethenſtr. 62, II., frdl
Zim. ſof. zu vm.
(*9846mds
Oths, I., ein
Waldstr. 16, möbliert. Zim.
zu vermieten.
(*9842mds
Landwehrſtr. 15 ſchön möbl.
Zimmer mit Schreibtiſch. (2211it
Kaſinoſtr. 27 hübſch., gemütl.
Zimmer per ſofort. (*9876
Waldſtr. 30, Hths., 3. Stock,
Schlafſtelle zu vermieten. (*9863md
Karlſtr. 46 möbliert. Zimmer
per 1. Nov. zu verm.
(*9868
Mathildenstr. 9, II.
ſchön. möbl. Zim. zu verm. (B22107
gut möbl.
Aliceſtr. 22, 1. St., Wohn= u.
Eichen=Scheitholz „ 1.—
Buchen=Scheitholz „ 1.25
Tannen=Klötzchen „ 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (19932a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billiger
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei
Pallaswiesenstr. 30. — Tel. 305.
Schlafzim. ſof. od. 1. Nov. an nur
ſol. Herrn zu vermieten. (*9875
Ludwigsplatz 4, II. Et., groß.,
gut möbl. Zimmer.
(*9856md
rechts, frdl.
Grafenstr. 20, II. möbl. Zim.,
ſeparat, mit Gas, zu verm. (*9855
Ein ſchönes Kneiplokal zu
ver=
mieten Mühlſtraße Nr. 5
*9648sms)
„Reichskrone‟
Sämtliche
4 Schaufenſter
in dem ehemaligen
Oktroiaufſichts=
häuschen an der Bleichſtraße ſind
ſofort anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft: Stadthaus,
Zimmer 64.
(16840a
Speiſekartoffel
für den Winterbedarf:
Induſtrie . 100 kg 5,50 Mk.
Mag. bonum 100 kg 6,00 Mk.
Salat=Kartoffeln
gelbe Mäuschen Ztr. 8,00 Mk.
gelbe Nieren . Ztr. 6,00 Mk.
offeriert (21921a
Joh. Walther
Ecke Roßdörfer= u. Wienersſtr.
Telephon 1598.
ochbirnen 10 Pfd. 80 Pfg.,
Tafeläpfel 10 Pfd. Mk. 1.20
Obſt, Gemüſe und Südfrüchte
O. Debus,
Nieder=Ramſtädt erſtraße 57a
Telephon 1737. (*9907
2 weißlack. Reformbetten
mit Matratzen, 1 Diwan,
Klub=
ſofa, ſowie ein Stoßkarren billig
abzugeben
(*9774im
Pädagogſtraße 2, parterre.
Abteilung für mittlere und bessere Preislagen:
Neue Formen
Horserten
Directoire Form
aus geblumtem Stoff .
dieselbe Form
kürzer in hellblau und lila
Direktoire
extra lang
dieselbe Form
nach oben Miederform
Direktoire
kräftiger Drell
sehr chice Form
M.
in lila Batist
M.
eleganteleichte Form
für Ballzwecke geeignet
10 M.
vornehme Frackform 8400
beige Damassée
M.
sehr lange
Frackform
Satin gemustert
I1 M.
Frackform, Ia Stoff, elegante
Ausstattung, 3 Paar Strumpfhalter
Gebr. Rotſsc
Fernsprecher 2551. Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
Einige Spezial-Artikel:
Blusenformer . . . 2.25 M.
Büstenhalter . . . 2.25 M.
Häftenhalter . . . 1.90 M.
Reformkorsetten . . 2.60gr.
Hygienische Binden pak. 70 Pf.
waschbar . . Karton 1.25 M.
Binden-Gürtel . . . 80pf.
Untertaillen
von 75 Pf. an
amerikanische Form 2.70 M.
dieselbe mit Büsten-
4.00 M.
former
(22087
Markt 2.
G.
Eile Cmwalzun
bringt Rentschler’s
Warmwassergasherd
D. R. G. M. D. R. Pa. Auf Ausstellung prämiiert. 40% Gasersparnis.
Von grösster Wichtigkeit für die Hausfrau!
Donnerstag 24. Oktbr., ab 9 Uhr vor-
Vortrag u. Vorführung:
mittags im Kaisersaal (Grafenstrasse).
Vertreter werden gesucht.
(22029
H. Rentschler & Cie., Feuerbach-Stuttgart.
Aus Dankbarken
teile ich jedermann mit, was mich
in kurzer Zeit von einem heftigen
Haarausfall befreit hat. (22063M
Frau Paula Hoffmann,
Spandau b. Berlin, Brüderſtr. 47, I.
Feller Mantel, M. 12, ſchwarz.
Mantel, M. 5, Gr. 44, zu
verk. Wienersſtr. 91, I. (*9903
Solange Vorrat reicht,
offerieren:
Hexe Dampf-
Waschmaschinen
ſtatt 28 Mk. — zu 15 Mk.
Garantie für jedes Stück.
J. Donges & Wiest
Grafenſtraße 26 und
Eliſabethenſtr. 25½
(20686a
Wo bekommen Sie
noch einen ſoliden, ſauberen, fein faſſonierten handgenähten Maßſtiefel ?
Spezialität in Uniform= und Reitſtiefeln.
Reparaturen werden unter Verwendung nur guten Materials
ſauber und zu ſoliden Preiſen angefertigt, auch von ſolchen Stiefeln,
welche in meinem Maßgeſchäft nicht.angefertigt ſind. Bitte, betrachten
Sie mein Schaufenſter.
(*9871
Joh. Gerbig, Schuhmachermeiſter,
26 Neckarſtraße 26.
Nur a. beſſ. Familie wird Garten i. f. Geg.
verpachtet. Brunnen u. G.=Hütte vorh.
Näheres Mühlſtraße 50, parterre.
(22030
Hauplatze für Lanahauser
zwiſchen Dieburgerſtraße und Hohlerweg —
Höhen=
lage — Gas, Waſſerleitung und elektr. Licht iſt
vor=
handen, von 500 D an, in beliebiger Größe zu
verk. Gefl. Anfragen erb. u. A19 an die Exped. (21365a
per Dut. 60 Pfg.
Damenbinden Geſchw.
Sauer=
born, Ludwigſtr. 10. (*9852
Sehr gut rentierendes
aus
in beſter Lage der Altſtadt,
in dem ſeit 33 Jahren ein
Spezereigeſchäft betrieben
wird, für 18000 Mark
unter günſtigſten
Beding=
ungen wegen Krankheit des
Beſitzers zu verkaufen.
Näheres Steinſtraße 10, II.
Hofreite=
Verkauf.
Sterbefallhalb. iſt die in
Weiter=
ſtadt in der Kirchſtraße gelegene
Hofreite beſtehend aus einem
1ſtöck. Wohnhauſe, einer maſſiven
Scheuer und maſſivem Stall, ſowie
mit den anſchließenden Gärten,
unter günſtigen
Zahlungsbeding=
ungen zu verkaufen. (Hofreite mit
Garten ca. 900 qm.) Die
Beſichti=
gung des Anweſens kann unter
vorheriger Anmeldung bei Herrn
Adam Vetter II. zu Weiter=
(22054ms
ſtadt erfolgen.
Angebote ſind verſchloſſen an
Herrn H. Koch in Darmſtadt,
Kranichſteinerſtraße Nr. 59, bis
zum 29. ds. Mts. einzureichen,
woſelbſt auch weitere Auskunft ꝛc.
erteilt wird.
Kaufe
ſchuldenfreie Villa
venn mein ſchuldenfreies Terrain,
21000 am, an 2 Straßen in
Eber=
ſtadt in Zahlung genommen wird,
event. zahle bar zu. Offert. unter
Lagerk. 67, Postamt 4, Berlin. (22062h
Schönes 2X3 Zimmerhaus
nebſt Garten, in ruh. Lage, für
15 Mille zu verkaufen durch Fr.
Hoth, Martinſtr. 101. (B22131
mein kl. Darmſt. Haus,
Tauſche vermietet, auf Wiesbad!
Haus, Bauplatz od. Hyp. Offert
ausführlich unter (21945oim
Postlagerkarte 47, Wiesbaden.
Arheilgen.
Ein neuerbautes Haus, zunächſt
Halteſtelle der Straßenbahn, 2X3
Zimmer, Küche, Gas= und
Waſſer=
leitung, Vor= und Grabgarten, iſt
unter günſt. Bedingungen zu
ver=
kaufen. Näh. Franz Traser. (21343a
Villenkolonie Eberſtadt
Neuerbaute Villa zum
Alleinbe=
wohnen, 9 Wohnräume, mit
reich=
lichem Zubehör, Zentralheizung,
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per 1. Oktober zu beziehen.
(17435a
Auskunft erteilen
Paul Wolf & Co., G.m. b. H.
Rheinſtraße 51.
Eckbauplatz
ſo lang wie breit, 620 qm, für
10000 Mark zu verkaufen durch
Fr. Hoth, Martinſtr. 101. (B22132
II. Hypothek
15000 Mk. zu 5½ hieſ.
prima Objekt zu cedieren geſucht.
Off. u. W 46 a. d. Exp. (21085a
Darlehen
erhalten Private, Geſchäftsleute u.
Beamte in Höhe bis 3000 Mk. auf
Möbel, Schuldſchein und Wechſel
von reellem Bankhaus. Strengſte
Verſchwiegenheit. Es wollen ſich
nur Leute melden, die genügend
Sicherheit ſtellen und Ausſicht auf
Darlehnsgewährung vorhanden iſt.
Offerten unter B 35 an die
Expedition ds. Bl. (*9493sm
ohne Bürg., Ver
Geld-Darlehellſicher. zu.
Mitglied=
zwang auf Wechſel oder Schuldſch
an ſich. grundreelle Leute vorſchuſt
los. Ratenrückzahl. F. P. Milliinger
Berlin, Mittenwalderstr. 56. (21653a
Darlehensvermittler
ſucht (22960M
Selbstgeber.
Off. unt. P. A. H. 1970 an
Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.
te
Burenubenmtin,
26 J., lange Zeit im Bankfach tätig
geweſ., mit all. Bureauarb.,
Steno=
gpaphie u. Schreibmaſch. vertraut,
ſucht entſprechende Stellung. Gefl.
Off. u. C 23 a. d. Exped. erb. (*9881
Fräulein mit ſchöner Handſchrift
ſucht ſchriftl. Nebenbeſchäftigung.
Gefl. Off. u. C19 an die Exp. (B22108
perſeit in Steno=
Fräulein, graph. u.
Maſchinen=
ſchreiben, ſucht Stellung. Offert
unt. A 90 an die Exped. (9326
Jung. Mädchen aus gut. Fam.
ſucht Stelle als Kontoriſtin.
Die=
ſelbe hat die Handelsſchule beſucht
u. iſt in allen Büroarbeit. kundig.
Offerten unt. C 17 an die
Expe=
dition ds. Bl. erbeten. (*9367
Alleinſtehendejunge
Hausdame. Frau, in Führung
beſſeren Haushalts perfekt und in
ſchriftl. Arbeiten, Buchführung uſw.
bewandert, ſucht hier od. außerhalb
geeignete Stellung. Gefl. Ang. unt.
C 22 an die Exped erbet. (*9887
Durchaus, zuverläſſige
Pflegerin
empfiehlt ſich in Krankenpflege,
übernimmt auch etw. Hausarbeit.
Näh. Kirchſtr. 1, Seitenbau. (*9866
Weisszeugnäherin im
Aus=
beſſern von Kleidern u.
Weiß=
zeug, ſowie im Stopfen geübt, p.
Tag 1.50 M. — L. Schmidt,
Ludwigshöhſtr. 13½, II. (B22110
Fräulein, welch. i. Schneidern u.
Aendern bew., ſ. Beſchäft. in u. auß.
d. Hauſe Wienersſtr. 44, part. (*9815
Schneiderin empf. ſich per Tag
2.50 Mk. Liebfrauenſtr. 89, p.(* mdt
Perfekte,
hier
erfahrene Schnelderin
zu=
gezog., empf. ſich, nur nachmittags.
Offert. unt. & 2 Erv. (*9517
perfett im Flicken u. Weiß=
Frau nähen, hat Tage frei
Karlſtr. 26I., r. Poſtk. genügt. (*9829
Schneiderin empfiehlt ſich in u.
außer dem Hauſe.
(*9597sm
Näheres in der Expedition.
Tücht., ält., erfahr. Schneiderin,
lauch ſehr perf. in Jackenkleid. nach
Schneiderart, empf. ſich, da fremd,
in u. außer d. Hauſe. Offert. unt.
C 26 an die Expedition. (*9899
Erf. Kindergärtnerin 1. Kl.
m. beſten Empfehl. ſucht Beſchäftig.
Zu erfr. in der Expedition. (*9241mm
In.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fähren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe Näh. in der Exped. (18745a
ſucht in kleinem
Mädchen Haushalt Stell.
wo Gelegenheit zur weiteren
Aus=
bildung geboten iſt. Anerb. poſtl.
Klein-Hausen bei Lorsch. (*9605sms
Junge Frau, tüchtig in allen
Zweigen d. Haush., ſow. d. franzöſ.
Sprache mächtig, ſucht Stelle als
Stütze od. Erzieherin. Offerten u.
B 51 an die Expedition. (B21811
Witwe, unabh., 30er J., perf.
i. Haush. repräſ. Erſch. ſucht Stelle
als Haushälterin. Offerten unt.
B 92 an die Exped. (*9776im
Kindermädch., Kindergärtnerin,
Mädch., welchekoch. u. alle Hausarb.
können und gute Zeugniſſe beſitzen,
Aushilfsköchinnen, Stundenmädch.
einfache Landmädch. ſuchen Stellen.
Prau Berta Nebling, gewerbsmäßige
Stellen-
vermittlerin, Ludwigstr. 8. (*9860md
Frau
ſucht Laufdienſt morgens
2—3 Stunden
(3826
Stiftſtraße 41, Htb.
Kamonscher
Mädchenschutzverein
empfiehlt eine Haushälterin m.
guten, langjährigen Zeugniſſen.
Nieder=Ramſtädterſtraße 30.
Täglich von 3 bis 5 Uhr. (22118
Jung., kräft. Mädchen ſucht für
den ganzen Tag Beſchäftigung wo
es zu Hauſe ſchlafen kann. (*9882
Näheres Arheilgerſtr. 25.
Junge Frau mit Kind, im Nähen
u. Hausarb. bew, ſucht Stellung
mit kl. Wohnung. Off. unt. C 15
an die Expedition d. Bl. (*9874
Junge Frau ſucht morg. 2 Std.
Laufſtelle Kiesſtr. 16, I. (VII22126
11
Gesellschafts-Schuhe
annununnnannaunnn
Abend-Schuhe
Strassen-Stiefel
(22102
Schuhwarenhaus
Speier’s
Ludwigstr. 16.
Iah. Paul Wildau.
Leistungsfähigstes Spezialgeschäft für elegante und solide Schuhwaren.
Innin
Aelt. Köchin, die ſehr gut u. ſparſ.kocht, u. leichte Hausarb. übern. ſ.
tagsu. Aush. Viktoriaſtr. 98, III.(* Gute Herrſchaftsköchin und eine
bürgerl. Köch., auch tücht. in Haus=
arb. ſucht Stell. z. 1. Nov., ein 17jähr. Grafenſtraße 8, 3. Stock. (*9844
Alleinm. in Hausarb. gut erf. ſow.) Suche bis 1. November beſſeres,
eine 15jähr. kräft. Waiſ. ſucht Stelle,ev. zuverläſſiges
wo noch ein Mädch. vorh. iſt, würde
gerne all. arb., ſieht nicht auf Lohn,
mehr auf gute Behandlung. Näh.
Gertrude Hartmann, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Nieder=Ram= Hotel „Halber Mond‟,
ſtädterſtraße 31.
(22128 Mäuntien Junger MannKonditorei.
mit ſchöner Handſchr., Stenogr. u.
Maſchinenſchr. ſucht Stellung auf
Büro. Gefl. Offerten u. B 85
an die Expedit erbeten. (21979im gleichviel
Vertrauenspostell, welcher
Branche, ſucht gewiſſenhafter, reprä=
ſentationsfähiger Herr, der lange
Jahre in verantwortl., leitender
Stellung tätig war und tadelloſe
Referenzen beſitzt. Gärtner übernimmt Zentral=
heizung.
Näh. Liebfrauenſtr. 36, 2. St. Kaufm. Lehrſtelle f. j. Mann
von ausw., 16 Jahre alt., mit beſſ.
Schulbildung, geſucht. Off. unter
B 73 an die Exp. (*3670omf Hausarbeiten geſucht Ofene Stellen e Verkäuferin
geſucht für meinen Molkerei=Ladentücht., durchaus zuverläſſiges
und Milchtrinkhalle. Dampf=
molkerei Heinrich Wolf, Woogs=
(22006ims
platz 3. Jüngere Mädchen
für die Kiſtchenmacherei ſofort ausw. ſowie mehr Alleinm. welch.
geſucht.
(22036md
S. Laudenheimer, Zigarren=
fabrik, Waldſtraße 38. Enrſüclie Shen
geſucht Rückertſtr. 14. (B21974 Nicht mehr ſchulpflicht. Mädch.
3 kleinen Kindern geſucht Kaup=
ſtraße 30, II
(*9765im Meternent, lchaeres em
tagsüber ſofort geſucht. Näh. b.
Möller, Mühlſtr. 11, part. (*9804im Stellnloſe Mädchen ſinden
Unterkunſt bei Frau Bauer,
Marktplatz 12. Allgemeiner
Ausk.-Stelle für Berufsberatung
ſucht: Kindergärtn. I. Kl. nach:
u. nach Leipzig, ſp. Zentr.=Amerika
ſow. Bochum; einf. Stütze n. Brüſſel.
Off. Mittwoch 4—5 Uhr, Altes
(22084
Theater od. ſchriftl. ein zuverl., ſauberes
Ich ſuche Mädchen, das nicht
mehr ſchulpflichtig iſt, z. Beſorgung
meines kleinen Kindes. Gallus,
Wendelſtadtſtraße 7. (*9859md für vor= und
Tüch=
tige Lauffrau nachm. geſucht
Heinrichſtr. 109, part. (*9835md
Mädchen
allein, das etwas kochen kann und
Hausarbeit gründlich verſteht, als=
(2700ms
bald geſucht.
Frau Professor Wienkoop,
Eberſtädter Villenkolonie.
Enähen kann u. Hausarb. über=
nimmt, zu zwei Kind., 9 u. 11 J.,
geſ. Eliſabethenſtr. 14, II. (*9816 Junges Laufmädchen geſucht Kindermädchen
nicht unter 20 Jahren. (22051
Frau L. Seibert,
Heppenheim a. d. B. Tüchtiges Mädchen für Haus=
arbeit u. Kochen per 1. Novemb.
geſucht. Näheres Schulſtraße 4,
(*3841ms Nach Brüssel
wird ein brav. Mädchen zu deutſch.
Familie geſucht. Zu erfr. Liebig=
ſtraße 44, 3. Stock.
(*9676 Ein ſauberes Mädchen bis nach
dem Spülen geſucht Nieder= Ram=
ſtädterſtraße 43, 1. Stock. (*9812 Tüchtige Köchin
Off. unt. B 77 Exp. (*9684om baldmöglichſt geſucht für feinen
ev. Haushalt nach Bonn. Guter
(*9870 Lohn, leichte Stellung. Zeugniſſe,
Gehaltsanſpr., Phot. erw. (22127mf
Frau Bergaſſeſſor Gottſchau,
Schloß Illesheim, Mittelfranken. d. zu Hauſe
Kräftig. Mädchen, ſchläft, für
B21740) Moſerſtraße 3, part. Junges, ſauberes Laufmädchen
für 2 Stunden morgens geſucht.
Näh. Waldſtr. 30, III. links. (*9870 Hofort geſucht
Mädchen,
das Liebe zu Kindern hat
*9872) Taunusſtr. 1, part. Eine fein bürgerl. Köchin nach
kochen könn., erh. gut. u. paſſ. Stell.
Gertrude Hartmann, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Nieder=Ram=
(22129
ſtädterſtraße 31. Wegen Verheiratung meiner
ſeitherigen, ſuche gut empfohlene
Köchin
die etwas Hausarbeit übernimmt,
von ½ 1 Uhr bis ½8 Uhr zu zum 1. oder 15. November. Näh.
vormittags v. 9—11 od. nachm. v.
6—7 Uhr Heinrichſtr. 43. (22078mf Reinliches williges
Madchen
vom Lande, im Alter v. 15 bis
17 Jahren, in einfach. bürgerl.
(12385a Haushalt z. 1. Novemb. geſucht.
Gutenbergſtr. 11, pt. 1(*9893mdfs Suche beſſeres Hausmädchen,
Deutscher FrauenvereinBeiköchin und ein Spülmädchen,
zuſammen in ein beſſeres Haus
Frau Hartmann, gewerbsmäßige
Rouen (Frankr.), St. Avold i. Lothr. Stellenvermittlerin, Nieder=Ram=
(22133md
ſtädterſtraße 31.
Unabhäng. Lauffrau od. Mädch.
für 2—3 Stunden vorm. geſucht
Pallaswieſenſtraße 28, II. (*9888
Mädchen, das bürgerlich kochen
kann, in kleinen Haushalt geſucht.
Näh. Viktoriaſtr. 61, prt. (*9892mdf
Männlich
Rells Unternehmen ſucht für
Kl. Reiselouren
intelligenten, redegewandten Herrn,
nicht unt. 23 Jahre, ſof. zu
enga=
gieren. Feſte Anſtellung. Fixum
und Speſen nach vierwöchentlicher
Probezeit. Offerten unter B 65
an die Expedition ds. Bl. (*9634sm
Tüchtiger Reiſevertreter für
erſtil. Artikel per ſofort geſucht.
Koll. iſt leicht, handlich u. hringt
fleißig. Herrn hoh. Verd. Offert.
unter B 44 an die Exv. (21861a
Strebſamer Mann
zur Uebernahme einer Verſandſtelle
in jed. Bezirk für dauernd geſucht.
Beruf und Wohnort gleich, ohne
Kapital=Bedarf, kein Riſiko, a. als
Nebenerw. geeig. Einkom. 350 Mk.
monatl. Nur arbeitsfr., ſtrebſame
Leute werd. angeſt. Anfrag. unter
Nr. G. 355 an Danbe & C0., Köln. (220570
Kautionsfähige Leute in
geord=
neten Verhältniſſen zur
Ueber=
nahme einer Vertretung (einige
Stunden des Tages) ſofort geſucht.
Offerten mit Angabe des
Stan=
des uſw. erbeten unter C 16 an
die Expedition d. Bl. (*9873
Eine größere Bonbonfabrik
ſucht für den hieſigen Platz einen
tüchtigen, beſtens eingeführten
Vertreter.
Gefl Offerten Nordhauſen,
Harz, Poſtſchließfach 70 erb. (22065
Schreibgehilfe
mit ſchöner Handſchrift, ſowie
Lehrling
geſucht. Schriftl. Offerten unter
C 14 an die Exp. ds. Bl. (22100
Cchneidergehilfe a. Werkſtatt
2 geſucht
(*9687oim
Gg. Schmeck Mathildenplatz 3.
Tuchtiger Kernmacher
22id
geſucht.
W. Gg. Otto,
Halteſtelle Neues Schießhaus.
Sauberer Junge, täglich 2 Std.
(*9825
geſucht.
Buchbinderei Mauer,
Luiſenplatz 7.
Jüng. Magazinarbeiter
geſucht. Näh. Magazin=Kontor,
Rheinſtraße Nr. 25. (22134mdf
Existenz-Gründung.
Für ein mit nachweislich größten Erfolgen
durchge-
führtes, großzügiges Unternehmen suchen wir für
Darmstadt, evtl. Provinz Starkenburg
eine tatkräftige, intelligente Persönlichkeit als
General-Vertreter.
Die Vertretung gewährt ein bedeutendes Einkommen
bei absolut unabhängiger Position und vornehmer
Tätig-
keit und sind Branchekenntnisse nicht erforderlich, da
wir dem Vertreter instruktiv zur Seite stehen.
Seriöse Interessenten, die über 1 bis 2 Mille
Bar-
kapital und beste Referenzen verfügen, erhalten nähere
Auskunft auf Offerten unter F. St. 5397 an
(22056)f
Rudolf Mosse, Straßburg-
Tüchtige Kolporteure und
Hauſierer auf Zeitſchriften geſucht.
Zu melden vormittags zwiſchen
9 u. 11 Uhr u. nachmittags zwiſchen
3 und 6 Uhr. Wilh. Didzuhn,
Darmstadt, Kranichsteinerstr. 7. (220
Zeichnungen
des Bau=Ingenieurfaches werden
ſauber u. ſchnellſtens angefertigt.
Gefl. Offerten unter A. 79 an
die Expedition ds. Bl. (21623a
Finanzaspirant I. Klasse
fertigt Steuererklärungen
fach=
gemäß an. Gefl. Offerten unter
B 87 an die Exved. (*9726im
Nähmaſchinen repar. aut. u. bill.
N Zubehör a. Lager. Rep.=
Werk=
ſtätte Chr. Debus, N.=
Ramſtädter=
ſtraße 57a, Tel. 1737.
(*9906
Waſchen u. Reparieren
von Korſetts
bei billiger Berechnung und
ſchnellſter Lieferung,
Auf Wunſch werden dieſelben
abgeholt.
(*9851
Geschw. Sauerborn
Ludwigsſtraße 10, I.
Kinderkleider, ſpez. Knabenanz.,
Z werden ſchön u. billig angef.
21503a) Neckarſtr. 24, 3. St. r.
Damenkoſtüme u. Mäntel
werden angefertigt einf. u. eleg. bei
Ludwig Getrost, Damenſchneider
Heinheimerſtr. 20. (20984a
Bügeln u. Glanzbügeln wird
angenommen
(*9865
Licht enbergſtr. 23, I. St., links.
Groß. Muff wird von alt. Pelz,
G Plüſch, Samt, Seide bill. angef.
21457a) Ludwigsplatz 8, Vdhs. III.
werd. jed. Geſchmack enſpr.
Hüte chick u. fein angef., älter. Sach.
w. verwendet, in u. auß. d. Hauſe.
Ludwigsplatz 8, Vordh. III. (22081a
rau Schäfer empf. ſich i. Kraut
Weinſchneiden Ahaſtr. 20, Manſ.
Poſtkarte genügt. (B21352
3.
Graut wird eingeſchnitten Frau
Fink, Kiesſtr. 12, Htb. (21298a
Wer poliert auf und beizt
Möbel billigſt? Off unter
C 9 an die Exp. ds. Bl. (B22075
Aut. groß. Schrank, gesein. Senel, Trum.
A meaur (gold) Oelbild, Diw., Spiegel u. Bilder:
rahm. bill. z. verk. Soderstr. 79.II. (*9890md
wirtschaft
mit Metzgerei
in Darmſtabt oder Umgegend von
tüchtigem Fachmann zu pachten
geſucht. Offerten unter C 5 an
die Expedition ds. Bl. (*9832mf
„ auf gute zweite
Hypothek auf ein
7000 Iiiie vornehmes,
ren=
tables Wohnhaus von prima
Zins=
zahler zu leihen geſucht. Of. unt.
C 10 an die Expedition. (22085a
Kahlertſtraße 32,
Sei=
tenbau, 3 Räume für
Werk=
ſtätte, Lager ꝛe. billig zu
vermieten. Näheres Wilhelm
Castan, Kirchſtr. 5. (22124ms
Wittmannstrasse 3
ſchöne 4=Zimmerw. nebſt Manſ.=
Zimmer ſofort zu verm. (*9902
Mauerſtr. 27, 1. St., ſchöne 3=
Zimmer=Eckwohng., p. 1. Nov. Näh.
1. Stock bei Gieg. (*9884ms
Schloßgaſſe 23, zwei Zim. ſof.
zu verm., monatl. 11 Mk. (9686mds
Luiſenſtr. 34, I., 2 eleg. Wohn= u.
oes
Schl.=Z. m. Schreibt. u. B.=Schr. (*4
Dieburgerſtr., Ecke Mauerſtr. 1, I.
3möbl. Zimm., 1Wohn= u. 2Schlafz.,
zuſammen od. getrennt z. v. (22136t
Riedeſelſtr. 70, II., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (*9904ms
Soderſtr. 4, II. (Kapellpl) ſch.
möbl. Zim. in freier Lage. (22121a
Gutenbergſtr. 50, II., ſchön
möbl. Zim. zu verm. (*9905ms
Soderſtr. 14, I. (Kapelplatz),
1 gut möbl. Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu vermieten. (22119t
Luiſenſttaße 8, III., ein möbl.
Zimmer zu vermieten. (22105a
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Hoppegarten.
Danilo=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn
Haniels Leiſetreter (Ted Rice), 2. Diamant (F. Bullock),
3. Markus (Schläfke). Tot. 59110. — Preis von Rixdorf;
6200 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn Nettes Thereſe
(Nitzſche), 2. Ordner (Gagelmann), 3. Joſeph I (
Bleu=
ler). Tot. 16:10. — Okzident=Rennen; 5000 Mark. Diſtanz
1600 Meter: 1. Herrn C. Fröhlichs Labrador (Schläfke),
2. Sans Atout (Ted Rice), 3. Marzipan (F. Bullock).
Tot. 85.10. — Flieger=Rennen; 15000 Mark, Diſtanz 1200
Meter: 1. Herren A. und C. v. Weinbergs Emperador (F.
Bullock), 2. Turmfalke (Ted Rice) 3. Lord Dunlin
(Shurgold). Tot. 16110. — Steher=Handikap; 15000 Mk.,
Diſtanz 3000 Meter: 1. Fürſt Hohenlohe=Oehringens
Ka=
lif (Ted Rice), 2. Sigismund (Schläfke), 3. Savoy the
Firſt (F. Bullock). Tot. 29110. — Force Majeure=Rennen;
7300 Mark Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn Friedheims
Caſa (O. Müller), 2. Chutbeh (Cleminſon), 3.
Maximi=
lian (Shadwell). Tot. 39:10. — Preis vom Orient; 5000
Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn A. Bleichröders
Ba=
jazzo (H. Teichmann), 2. Atina (Weatherdon), 3. Sekret
(Shadwell). Tot. 20110.
* Berſuche mit einem fliegenden Fahrrade wurden
in Paris neuerdings unternommen. Nachdem es dem
bekannten Franzoſen G. Poulain im Sommer
gelun=
gen war, mit der ſogenannten „Aviette” den 1000 Francs=
Michelin=Preis zu gewinnen debütierte kürzlich der in
Paris lebende deutſche Rennfahrer Rettich mit einem
von ihm ſelbſt konſtruierten fliegenden Rade. Es gelang
dem Deutſchen, die an den Prir Dubos von 500 Francs
geknüpften Bedingungen zu erfüllen, indem er auf der
Pariſer Prinzenparkbahn 30 Zentimeter über dem Boden
einen Sprung von 3,5 Meter Länge ausführte.
* Die engliſchen Liga=Fußballſpiele der erſten Klaſſe
brachten am letzten Spieltage die bemerkenswerte
Nieder=
lage des vorjährigen Ligameiſters Blackburn Rovers
durch Liverpool von 114. Gleichfalls überraſchend war
das Unterliegen von Everton gegen Sheffield United mit
denſelben Torziffern. Die übrigen Treffen nahmen den
erwarteten Ausgang. Mancheſter United ſpielte gegen
Tottenham Horfpur 230, Middlesbrough gegen Notis
County 31, Bradford Eity gegen Ehelſea 3.0, Oldham
Athletiks gegen Mancheſter Eity 231, Aſton Villa gegen
Derby Counta 5.1, Sunderland gegen Woolwich Arſenal
3:1, Bolton Wanderers gegen Sheffield Wednesday 3:0.
Unentſchieden 111 endete die Begegnung von Newcaſtle
United mit Weſt Borwich Albion.
Handel und Verkehr.
— Patent=Erteilungen (mitgeteilt von
Dipl.=Ing. Klemens Herszberg u. Ko., Patent= und
Inge=
nieur=Bureau, Darmſtadt).! 42b. 253 521. Fühlhebel für
Feinmeſſungen. Dr.=Ing. Ernſt Preuß, Darmſtadt,
Stift=
ſtraße 25. 26. 4. 12. P. 28 730. 42f. 253 454.
Vorricht=
ung an ſelbſttätigen Laufgewichtswagen, welche nur
Wägungen zuſtande kommen läßt, wenn die zu
wiegen=
den Laſten innerhalb beſtimmter Gewichtsgrenzen liegen;
Zuſ. z. P. 252 466. Karl Schenck, Eiſengießerei und
Ma=
ſchinenfabrik, Darmſtadt, G. m. b. H., Darmſtadt. 30. 5. 11.
Sch. 40 679. — Patent=Anmeldungen. 8d. 12770.
Aus einem Stück Draht gebogene Wäſcheklammer mit
Handhaben zum Oeffnen der Schenkei durch
Zuſammen=
drücken. Georg Friedrich Nau, Biebesheim, Heſſen.
30. 9. 11. 80 b. L. 33 030. Verfahren zur Herſtellung eines
dichten, mattglänzenden rötlichen Ueberzuges auf
Ton=
waren. Dr. Ferdinand Loſſen, Worms. 31. 8. 11. 44b
B. 66 067. Streichholzbehälter zur Einzelausgabe
bren=
nender Streichhölzer. Reinhardt Willy Beckert Alsfeld
(Heſſen). 31. 1. 12. Priorität aus der Anmeldung in
Franreich vom 1. 4. 1 anerkannt. He. Sch. 4142.
Vor=
richtung zur Beſeitigung von Fremdkörpern aus
Flüſſig=
keiten, z. B. aus Abwäſſern oder aus Luft, beſtehend aus
einem oder mehreren über Trommeln geführten
Sieb=
bändern. Adolf Schumann, Worms, Huttenſtr. 13.
8. 7. 12. — Gebrauchsmuſter=Erteilungen.
2a. 525 542. Backofenſchalter für ſelbſttätige Ein= und
Ausſchaltung der Backofenlampe beim Oeffnen und
Schließen der Backofentüre. Wilhelm Wilk, Darmſtadt,
Schuchardſtraße 12. 6. 9. 12. W. 37740. 23e. 526 166.
Seifenſtück mit einer Aushöhlung in der Mitte der
Ober=
fläche, welche zur Aufnahme einer Parfümerietube dient.
Fa. M. Kappus, Offenbach a. M. 7. 9. 12 K. 34 756.
33 b. 525 358. Damentaſche mit Uhr. Fa. D. Heymann,
Offenbach a. M. 12. 6. 12. H. 56 394. 37a. 525 949,
Hols=
eiſenbetonwand, die zur Iſolierung, Feuerſicherheit und
gegen Hellhörigkeit mit Sternblech und Röhrenpappe
be=
kleidet iſt. Hubert Hütten, Buchſchlag, Heſſen. 31. 7. 12.
H. 56 944. 374. 525 484. Halle mit Falltoren und dergl.,
deren Torebene um mindeſtens die halbe Flügelbreite vor
die Binderſtiele gelegt iſt. Paul Meltzer, Darmſtadt,
Karlſtraße 66. 21. 9. 12. M. 43533. 44 a. 525 710.
Hand=
gelenk=Uhrhalter. Gebräges u. Stern, Offenbach a. M.
18. 9. 12. G. 31473. 63 g. 525813.
Fahrradlaternen=
halter mit beſonders aufgeſetztem Zahnklemmſtück für die
Laterne. Fa. P. Schleſinger, Offenbach a. M. 26. 9. 12.
Sch. 45525. 63 g. 525814. Fahradlaternenhalter mit der
Stärke des Lenkſtangenſchaftes entſprechend einſtellbarer
Rohrſchelle. Fa. P. Schleſinger, Offenbach a. M. 26. 9. 12.
Sch. 45 526. 63 g. 525 986. Leicht lösbare
Kettenkaſten=
befeſtigung für Fahrräder. Fa. P. Schleſinger,
Offen=
bach a. M. 22. 12. 11. Sch. 42 468.
Literariſches.
Weiteren Kreiſen müßten Wilbrandts Werke
noch leichter zugängig gemacht werden. Einen guten
An=
fang hierfür machte die Deutſche Dichter=
Gedächt=
nis=Stiftung in Hamburg=Großborſtel,
indem ſie zum Andenken an Wilbrandt vor kurzem die
Novelle „Der Mitſchuldige” in ihren Volksbüchern
zu dem billigen Preiſe von 30 Pfg. herausgab (gebunden
70 Pfg.). Dieſe kurze Erzählung iſt beſonders geeignet,
die Bekanntſchaft mit dem Dichter zu vermitteln. Das
neue Volksbuch iſt wieder ein gutes Zeichen für die emſige
Tätigkeit der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung, die
planmäßig danach ſtrebt, hervorragenden Dichtern ein
Denkmal im Herzen des deutſchen Volkes zu ſetzen.
Schleker Klara. Die Frau und der
Haushalt. Leipzig, C. F. Amelangs Verlag. In
Leinen geb. 5 M. (Der Kulturaufgaben der Frau”
6. Band.) Bücher über Wirtſchafts= und
Haushaltungs=
kunde gibt es in Menge, und man könnte ſich fragen, ob
eine Notwendigkeit beſtand, dieſes Literaturgebiet um ein
weiteres Buch zu vermehren. Doch werden die, die einen
Blick in dieſes Werk tun, bald zu der Ueberzeugung
kom=
men, daß die Verfaſſerin hier etwas ganz Beſonderes
ſchaffen wollte, ein Buch, das nicht in ausgetretenen
Ge=
leiſen weiter führt, ſondern, den modernen Anforderungen
unſerer Zeit Rechnung tragend, ſeine Aufgabe zu löſen
beſtrebt iſt, ohne dabei das rein Praktiſche aus dem Auge
zu verlieren. Aus einem langen, an Erfahrungen
rei=
chen Leben heraus geſchrieben, ſoll dieſes Buch unſeren
Hausfrauen und heranwachſenden Töchtern Führer und
Berater ſein in den verſchlungenen Pfaden des
Haus=
weſens. Die ganze an und für ſich trockene Materie iſt
von der Verfaſſerin ſprachlich wie ſtofflich in meiſterhafter
Weiſe behandelt. Die Verfaſſerin iſt auf literariſchem
Gebiete keine Unbekannte mehr, denn ſie veröffentlichte
bereits im Vorjahre ein Werk unter dem Titel „Die
Kul=
tur der Wohnung” (Band IV der „Kulturaufgaben der
Frau”), das allſeitige Anerkennung gefunden hat.
Machichen de Sindeiane Deanſeanr.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene, Am 16. Okt.: dem Kolporteur Karl
Jähr=
ling, Neue Ireneſtraße 4, ein S. Hans. Am 18.: dem
Kaufmann Maier Katzauer, Wienersſtraße 44, ein S.
Salomon. Am 13.: dem Lohnkutſcher Ludwig Schmelz,
Dieburgerſtraße 13, eine T. Karoline. Am 16.: dem
Fuhr=
mann Georg Kabey, Rhönring 31, ein S. Karl
Wil=
helm. Dem Lithographen Auguſt Heinrich Wilhelm,
Arheilgerſtraße 50, eine T. Babette. Am 18.: dem Schmied
Georg Wilhelm Kunkel, Nieder=Ramſtädterſtraße 51,
ein S. Am 19.: dem Schloſſer Georg Adam Rühl,
Aliceſtraße 39, ein S. Karl. Am 14.: dem Kanalarbeiter
Philipp Hill Große Kaplaneigaſſe 13, ein S. Wilhelm.
Am 15.: dem Gärtnereibeſitzer Johann Peter Waltber:
Arheilgerſtraße 130, eine T. Maria Emmi Greta. Am 20.:
dem Former Philipp Anton Karl Heinrich Lehr,
Liebig=
ſtraße 71, ein S. Heinrich.
Aufgebotene. Am 17. Okt.: Schuhmacher Richard
Ju=
lius Rupp in Heidemühl jmit Köchin Alwine
Wilhel=
mine Nitz in Heidemühl. Wiſſenſchaftl. Lehrer Karl
Aug. Adolf Tentſcher in Ziegenhain mit Hulda Frieda
Emma Borchert in Harburg. Bureauvorſteher Wilh.
Leonh. Bergmann in Duisburg=Meiderich mit Amalie
Anna Dreher in Mülheim a. d. R. Weißbinder Friedr.
Weingärtner in Pfungſtadt mit Barbara Hetzel in
Pfungſtadt. Vohrer Eduard e Schäfer in Offenbach mit
Eliſabetha Huck in Offenbach.
Eheſchließungen. Am 15. Okt.: Reichsbankaſſiſtent
Martin o ter Vehn mit Helene Börſt, beide hier. Am
17.: Photograßh Philip. Schneider in Aalen mit
Mar=
garetet Schäfer hier. Kellner Joſeph Reuß mit
Büfettfräulein Mathilde Münzer, beide hier: Glas:
ſchleifer Philipp Nickels in Zwingenberg mit Eliſabethe
2 Heiſer in Auerbach. Am 18.: Kaufmann: Simon
Knoller in Berlin mit Nanette Bodenheimer hier.
Am 19.: Muſikinſtrumentenmacher Hubertus Stegmaier
mit Weißzeugnäherin Thereſe Roſetzky, beide hier.
Bahnarbeiter Leonhard Schleucher mit Köchin
Eliſa=
betha Kratz beide hier. Oelhändler Michael Eiſele
mit Anna Balk, beide hier. Lageriſt Kurto Kretſchmar
mit Buchhalterin Katharina o Müller, beide hier.
Speng=
ler Heinrich Luft mit Friederike Hemſchemaier beide
hier. Schneider Hermann 3 Appel, hier, mit Katharina
Spieß in Pfungſtadt. Krankenpfleger Georg Knecht
mit Wilhelmine o Hörr, beide hier. Fabrikarbeiter
Sel=
mar Güntherodt in Höchſt a. M. mit Haushälterin
Ju=
ljane Menges, hier. Vergolder Jakob Schneider, hier,
mit Eliſabetha Schwinn in Nieder=Kainsbach. Sattler=
Wilhelm Falter, hier, mit Marie Hoffmann in
Affolterbach.
Geſtorbene. Am 17. Okt.: Eliſabethe Burkhardt,
geb. Ganſer, Ehefrau des Weißbinders, 26 J., ev.,
See=
heim. Am 18.: Student, z. Zt. Unteroffizier im
Grena=
dier=Regiment Nr. 109, Karl Kiefer, 22 J. ev.,
Alexan=
derſtraße 27. Kunkel, S. des Schmieds, ½ Min. alt,
Nie=
der=Ramſtädterſtraße 51. Am 19.: Wilhelmine Schleidt,
geb. Preuſch, Wwe. des Landw., 68 J., ev., Schloßgaſſe 20.
Am 18.: Kaufmann Philipp Edmund Peter Joſeph
Gerber 39 J., kath., Luiſenplatz 7. Fuhrmann
Hein=
rich Hafner, 22 J., ev., Kiesſtraße 15. Frieda Martha
Neurohr, T. des Kaufmanns, 1 J., kath., Wenckſtraße 2.
Emil Franz Ries, genannt Gremm, S. des Kutſchers.
1 J., ev., Schlachthausplatz 7. Auguſte Eliſabethi
Kröll, geb. Dankmann, Witwe des Majors, 68 J., ev.)
Karlſtraße 53½. Am 20.: Elektrotechniker Johann
Sie=
benkäs, 51 J., ev., Frankfurterſtraße. 250. Privatin
An=
tonie Pappert, 70 J., kath., Ruthsſtraße 13.
Weit unter Preis kaufte ich einen Posten 140 bis 150 cm breite
Hohehelonsstohe
Rest-Kupons in den Längen von 1 bis 8 Meter
geeignet für Jackenkleider, Ulster für Damen und Knaben, Sport-Röcke, Knaben-Anzüge usw.
Der Posten ist eingeteilt in 2 Serien:
Serie I
Serie II-
140 bis 1.50 cm breit
140 bis 150 cm breit
Meter 19
Meter 2100
(X22022)
Meine Spezialmarke:
reine Seide,
Germania-Seide in 40
Par-
ben vorrätig, kostet per Meter
Versand von Muster findet nicht statt.
1
Zeimann
An der Markthalle 6, erste Ltage, Frankfurt a. M.
Feste Wurzeln
hat Dr. Chompſon’s
Seifen=
pulver in Millionen von
Haus=
haltungen gefaßt. In Derbindung
mit dem modernen Bleichmittel
„Seilix” iſt es das beſte
ſelbſt=
tätige Waſchmittel!
br ei) Oefen billigſt abzug.
Th. Ploch. Karlſtr. 23. (21749a
Eiſerne Geldkiſte. Antik., billig.
EKranichſteinerſtr. 54, p. (*9809ms
Oferde-Naet
empfiehlt waggon= und
fuhren=
weiſe zu den billigſten Preiſen
Vogler I., Pfungſtadt.
Telephon 47. (21961a
Gas-Glühstrümpfe billigst
Wilhelm Caſtan, Kirchst. 5. (20712a
„Haben Sie
(10620n
offene Beine,
Krampfadergeſchwüre,
Hautent=
zündungen, dann bringt Ihnen
Zucker’s „Saluderma” raſch
Er=
leichterung.; Aeratl. warm empf.
Doſe 50 Pf. u. 1M. (ſtärtſte Form)
Bei F. Schaefer, Ludwigsplatz 7,
Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8,
A. Logel, Eliſabethenſtraße und
Gg. Frz. Frank, Parfümerie.
Geeheit 35 . S.at g t. 2. r. . . .
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hautausschlag, Hals- und
Lungen-
krankheiten, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der
Ent-
wiellung zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige
Kur mit meinem
(19446a
Lahusen’s „Jodella‟-Lebertran.
Durch seinen Jod-Eisen-Zusatz der wirksamste und meist
ge-
brauchte Lebertran. Gern genommen und leicht zu vertragen.
Nur echt in Originalflaschen à M. 2.30 u. 4.60 mit dem
Schutz-
wort =Jodellas und dem Namen des Fabrikanten Apotheker
Wilh. Labusen in Bremen. Frisch zu haben in allen
Apo-
theken in Darmstadt und Umgebung.
ene e ee
Veruana ger Daehm oi. vorh. Lastr.
Beste Rasiermesser
Ges. gesch.
3 jähr. Garantie.
Kronen-Diamantstaht N0. 3.25 Maarseineidemasching Periekt- u. 4.25.
Kronen Siberstaht —— M. 2.25 Kekelohts lnstr. in 80 vergehtel.
Kasiermeser, Weihneit Mſt. 1.20
ratse und kranid.
Dnabenang., Knabenkap, f. 12
K Jung., Damenjacke, Koſtümrock,
Bluſ., ſchw. Kl., all. gut erh., bill.
zu vk. Ludwigsplatz 2, II. (*9818
Wegen Platzmangel ein 3flam.
Gasherd m. Bratofen preisw.
abzug. Viktoriaſtr. 45, III. (*9706im
Adler-Räder
einige zurückgeſetzte, ſehr billig
abzugeben Müller & Ober.
Karlſtraße 30.
(21394a
Eine Vogelhecke zu verk.
Rhön=
ring 57, parterre.
(*9712