Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. —
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Das Kaiſerpaar, die Prinzeſſin Viktoria Luiſe und
Prinz Joachim ſind geſtern früh vom Bahnhof
Groß=Rominten nach Königsberg abgereiſt.
Geſtern trat auf Einladung der kaiſerlichen Regierung im
Reichstagsgebäude die internationale
Konferenz zur Regelung des
Ausſtel=
lungsweſens zuſammen.
Der ruſſiſche Miniſter Saſonow iſt am Dienstag
morgen in Berlin eingetroffen.
Reuters Bureau meldet aus Cetinje: Der
montene=
griniſche Geſchäftsträger hat am Dienstag vormittag
in Konſtantinopel die
Kriegserklä=
rung überreicht.
Die Einigkeit der Mächte.
— Inmitten der Zuſpitzung der Dinge auf dem
Bal=
kan hat ſich eine erfreuliche Erſcheinung gezeigt, wie man
ſie vor wenigen Monaten kaumxerwarten konnte. Seit
langem bietet ſich wieder einmal ein Bild einer
völli=
gen Einigkeit der Mächte und eines
gemein=
ſamen Vorgehens zur Erhaltung des
Welt=
friedens. Mögen hierbei auch egoiſtiſche Motive mit
unterlaufen, weil man heutzutage in den Staatskanzleien
einen Kriegsausbruch ſcheut, ſo iſt die Sache an ſich doch
als ein recht günſtiges Symptom anzuſehen, weil es
einen Rückſchluß auf die friedliche Geſinnung der
maß=
gebenden Großmächte zuläßt. Es traf ſich ſehr glücklich,
daß in einem ſo kritiſchen Momente Herr Saſonow
zu=
fällig in Weſt=Europa weilte, und es ſteht außer
„Frage, daß durch die perſönlichen Beſprechungen, die auf
ſolche Weiſe ſtattfinden konnten, die Intervention
unge=
mein beſchleunigt werden konnte.
Die Führung in dieſer diplomatiſchen Aktion hatte
Herr Poincaré übernommen. Es war taktiſch klug,
daß der franzöſiſche Kabinettschef es ſich dabei angelegen
ſein ließ, in allererſter Linie mit Deutſchland Hand in
Hand zu gehen, das ſeinerſeits die Vermittelung mit
Wien übernahm. Sehr bemerkenswert iſt dabei, daß
England anfänglich ähnliche Einwendungen machte wie
Oeſterreich=Ungarn, ein Beweis, daß es unter den
Entente=Mächten nicht immer ſo ſtimmt und daß, wenn
die eigenen Intereſſen einmal auf dem Spiele ſtehen,
man ſich nicht ſcheut, ſeinen eigenen Weg zu gehen.
Dar=
laus ergibt ſich, daß die Triple=Entente keineswegs auf
übermäßigem feſten Fuße ſteht und daß man es eines
Tages möglicherweiſe erleben wird, wie der eine rechts,
der andere links marſchiert. In Wien mag man
anfäng=
lich etwas verſchnupft geweſen ſein, daß Poincaré die
Sache in die Hand genommen hatte, nachdem Graf
Berchtold mit ſeinen bekannten Vorſchlägen nur einen ſehr
geringen Erfolg erzielen konnte. Man wollte ſich nicht
ſo ohne weiteres unter die Führung des franzöſiſchen
Premierminiſters ſtellen, und man hatte auch gegen die
Faſſung der von ihm vorgeſchlagenen Note einiges
Be=
denken. Da dürfte denn Deutſchland eingeſetzt haben, um
ſeine Verſtändigung herbeizuführen, die dann tatſächlich
auch gelang. Am Sonntag hatte Herr von Kiderlen=
Wächter mit dem franzöſiſchen Botſchafter Herrn Cambon
eine eingehende Beſprechung, als deren Reſultat ſchließlich
nach Paris gedrahtet werden konnte, daß die
Zuſtim=
mung Oeſterreichs unter Schaffung einer etwas
abgeän=
derten Formel in beſtimmter Ausſicht ſtehe.
In Paris iſt man über dieſen Dienſt Deutſchlands
ſehr erfreut und an der Seine rühmt man die
Unpartei=
lichkeit und Objektivität, mit der man in Berlin an die
Vorſchläge Poincarés herangetreten iſt und die
Vermitt=
lung mit Oeſterreich=Ungarn übernommen hatte. Deutſch=
Aland iſt ja nicht zum erſten Male der „ehrliche Makler”
Ageweſen, wünſchenswert wäre nur, daß dieſe Anerkennung
luneigennütziger Dienſtleiſtung jenſeits der Vogeſen nicht
ſo ſchnell in Vergeſſenheit geriete. Man hat dieſe
AVermittlung deutſcherſeits übernommen, wenngleich man
nſich ſagen mußte, daß man damit in Konſtantinopel viel=
leicht Anſtoß erregen könnte. Dieſes letztere Moment iſt
zweifellos für England maßgebend geweſen, wo man aus
ſehr durchſichtigen Gründen ſich mit einem Male überaus
türkenfreundlich zeigt in der zweifelloſen Abſicht, den
deutſchen Einfluß am Goldenen Horn zu verdrängen.
Ganz abgeſehen von dieſer Begleiterſcheinung iſt das
Zuſammengehen der Mächte durchaus zu begrüßen und
es wäre zu hoffen, daß dieſe Einmütigkeit auch weiter
anhielte, namentlich, wenn jetzt die Intervention zur
Tat=
ſache wird. Wie dieſe auch ausſchllen möge, eines ſteht
feſt, daß bei einer derartigen Stimmung der Mächte die
Kriſis im Orient nicht unbeträchtlich an Schärfe verloren
hat.
* Die Agence Havas veröffentlicht folgende Note:
Miniſterpräſident Poincaré hatte Montag vormittag mit
dem ruſſiſchen Miniſter des Aeußern Saſonow eine
Unterredung, in der er die Antwort
Großbritan=
niens mitteilte, aus der hervorgeht, daß das
Ein=
vernehmen zwiſchen den Mächten über die
Bedingungen hiergeſtellt iſt und daß unterdeſſen
ſo=
wohl bei den Balkanländern als in Konſtantinopel
Schritte unternommen werden ſollen. Saſonow
tele=
graphierte den Vertretern Rußlands bei den
Balkanſtaa=
ten, ſie möchten ſich mit ihren öſterreichiſch=ungariſchen
Kollegen ins Einvernehmen ſetzen, um gemeinſam, und
ſoballd wie möglich, den verabredeten Schritt zu
unter=
nehmen. Bei der Pforte werden die Vertreter der fünf
Mächte in Konſtantinopel den verabredeten identiſchen
Schritt tun.
Aus Paris wird weiter offiziell berichtet: Rußland
und Oeſterreich haben in Konſtantinopel im Namen aller
Mächte Vorſtellungen zu Gunſten von Reformen erhoben
und der Pforte dabei eröffnet, daß ſie im Falle der
Ablehnung die Durchführung der Reformen
ſelbſt in die Hand nehmen würden.
Im engliſchen Unterhauſe erklärte
Staats=
ſekretär Grey:
Die Großmächte tun, was ſie können, um einen
Friedensbruch zu verhindern. Die beiden Punkte, worauf
ſie ihre Arfmerkſamkeit hauptſächlich richteten ſind der
Ausdruck ernſter Mißbilligung eines Friedensbruches auf
dem Balkan und die Notwendigkeit Reformen in der
europäiſchen Türkei wirklich durchzuführen. Die
Notwen=
digkeit iſt bereits von der türkiſchen Regierung zugegeben
worden. Die Einführung wirkſamer Reformen ſollte der
Türkei den friedlichen Beſitz ihrer europäiſchen Provinzen
ſichern. Die Schwierigkeit auf der einen Seite für die
Türkei ſei, ſie angeſichts der Mobiliſierungen der
Balkan=
ſtaaten davon zu überzeugen, daß die verſprochenen
Re=
formen das Wohlergehen der mazedoniſchen Bevölkerung
wirkſam ſichern werden. Nunmehr ſind endgültige
Vorſchläge für gemeinfame Schritte
ge=
macht worden, die durch die Großmächte oder in ihrem
Namen unternommen werden ſollen, um die
Schwierig=
keiten durch Vorſtellungen bei den Balkanſtaaten und in
Konſtantinopel zu überwinden. Wir haben ihnen
zugeſtimmt. Unter den europäiſchen Großmächten,
die auf dem unmittelbarſten Balkan intereſſiert ſind und
deren Grenzen durch den Krieg in jener Gegend am
mei=
ſten in Mitleidenſchaft gezogen würden, herrſcht der
eif=
rigſte Wuſiſch, den Frieden aufrechterhalten zu ſehhn.
Dies iſt meiner feſten Ueberzeugung nach eine Bürgſchaft,
daß, wenn der Friede auf dem Balkan gebrochen wird,
keine der europäiſchen Großmächte in den Krieg
hinein=
gezogen wird.
Der Unterſtaatsſekretär für auswärtige
Angelegen=
heiten Acland erklärte in einer Rede in Neuport auf der
Inſel Wight die Annahme für unbegründet,
daß England gegen ein Zuſammengehen.
mit den anderen Mächten ſich geſträubt hätte. Der
engliſchen Regierung ſei es nur darum zu tun geweſen,
daß die Punkte, auf die ſich alle Mächte geeinigt hätten,
in ſolcher Weiſe vorgeſtellt würden, daß es ſowohl der
Türkei wie den Balkanſtaaten möglichſt leicht gemacht
werde, in Ehren den Frieden zu bewahren.
Die meiſten Pariſer Blätter ſprechen ihre
Bekriedi=
gung über die von den Großmächten in der
Balkanange=
legenheit erzielte Solidarität aus, wenn ſie auch einige
Zweifel an der Wirkſamkeit der beſchloſſenen Schritte
nicht unterdrücken können.
Deutſches Reich.
— Ueber die Zuſammenkunft zwiſchen
dem Reichskanzler und dem bayeriſchen
Miniſterpräſidentein Freiherrn v.
Hert=
ling will die Münch. Ztg. folgendes erfahren haben:
Die Angelegenheit des Jeſuitengeſetzes wurde nur ganz
kurz geſtreift. Den Hauptgegenſtand der Unterredung
bildete ein Meinungsaustauſch über den derzeitigen
Stand der auswärtigen Angelegenheiten und die etwaige
Einberufung des Bundesratsausſchuſſes für auswärtige
Angelegenheiten, in dem Bayern bekanntlich den Vorſitz
führt. Man dürfte wohl nicht in der Annahme fehlgehen,
wenn in nächſter Zeit, d. h. ſobald ſich das Ergebnis des
gemeinſamen Vorgehens der Mächte bei den
Balkan=
ſtaaten erkennen läßt, die Zuſammenberufung des
Aus=
ſchuſſes erfolgen wird. Auch die Fragen, die mit dem
demnächſtigen Wiederzuſammentritt des Reichstages in
Verbindung ſtehen, wurden geſtreift.
Internationale Konferenz zur
Regelung des Ausſtellungsweſens. Der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung zufolge trat auf
Ein=
ladung der kaiſerlichen Regierung am Dienstag im
Reichstagsgebäude die Internationalle Konferenz zur
Regelung des Ausſtellungsweſens zuſammen, an der
außer den Vertretern der deutſchen Regierung Vertreter
Belgiens, Dänemarks, Frankreichs, Großbritanniens,
Italiens, Japans, der Niederlande, Norwegens,
Oeſter=
reich=Ungarns, Rußlands, Schwedens, der Schweiz,
Spaniens und der Vereinigten Staaten teilnehmen. Der
Konferenz ſtehen bedeutſame Aufgaben bevor; ſie ſoll
ihren Beratungen verſchiedene deutſcherſeits aufgeſtellte
Theſen und den Vertragsentwurf, den die kaiſerliche
Re=
gierung den eingeladenen Staaten zugehen ließ,
zu=
grunde legen, und dabei den Verſuch machen, gewiſſe
Fragen auf dem wichtigen und weiten Gebiet des
Aus=
ſtellungsweſens international zu regeln. Insbeſondere
ſoll eine Aufſtellung von Formen angeſtrebt werden,
welche eine allzu ſchnelle Aufeinanderfolge großer
inter=
nationaler Ausſtellungen zukünftig verhindern. Die
Kon=
ferennzteilnehmer waren Gäſte der Regierung bei dem
Empfangsabend im Reichstagsgebäude.
— Ein Reichsgeſetz zur Regelung der
Wandererfürſorge. Bei den beteiligten Neichs=
und preußiſchen Stellen wird ein Reichsgeſetzentwurf zur
Regelung der Wandererfürforge vorbereitet, der die
Ein=
führung von Fürſorgeeinrichtungen für mittelloſe
Wan=
derer für alle Bundesſtaaten bewirkt. Das
württember=
giſche Syſtem, das ſich außerordentlich bewährt hat, ſoll
dabei beſondere Berückſichtigung finden.
Dort wurden die 37 Arbeitsſtätten im letzten Jahre
von über 74900 Wanderern in Anſpruch genommen, die
Verpflegungskoſten für ſie betrugen etwa 74000 M., ſo
daß auf den Wanderer 1 M. entfallen würde. Durch die
Arbeitsnachweiſe, die mit den Stätten in Verbindung
ſtanden, konnten über 1400 Wunderarme in Stellung
ge=
bracht werden. Außerdem iſt ein weſentlicher Rückgang
der Strafrechtspflege feſtgeſtellt worden. Die
Haftvoll=
ſtreckungskoſten z. B. ſanlen von 108 000 M. im Jahre
1908/1909 auf 33900 M im Jahre 1910/1911, und die
Transportkoſten für die Gefangenen ſogar um ein Viertel.
— Der Vorſtand des Deutſchen
Städte=
tages und die Fleiſchteuerung. Der
Vorſtand des Deutſchen Städtetages trat am
Montag im Rathauſe zu Köln zu einer Sitzung
zuſammen. Zum Vorſitzenden wurde der
Ober=
bürgermeiſter von Berlin, Exzellenz Wermuth, gewählt.
Der wichtigſte Punkt der Tagesordnung war die
Fleiſch=
teuerungsfrage. Der Vorſtand nahm zu den Maßnahmen
der Regierungen Stellung und faßte folgenden Beſchluß:
1 Der Vorſtand kann es nicht als die Aufgabe der
deutſchen Städte anſehen, dauernd in die Preisgeſtaltung
der Nahrungsmittel einzugreifen und Mängel der
Wirt=
ſchaftspolitik durch kommunale Maßregeln auszugleichen;
2, der Vorſtand nimmt an, daß die deutſchen Städte unter
Wahrung des vorſtehend ausgedrückten grundſätzlichen
Standpunktes und in Würdigung der vielerorts
herrſchen=
den Notlage geneigt ſein werden, auf dem Boden der
in=
zwiſchen von der preußiſchen Staatsregierung
beſchloſſe=
nen und von den anderen Bundesregierungen
voraus=
ſichtlich gleichartig zu treffenden Maßnahmen eine
Ab=
ſchwächung der zurzeit herrſchenden Fleiſchtenerung zu
verſuchen. Nach den bisher vorliegenden Erfahrungen
und Informationen glaubt der Vorſtand allerdings, einen
durchſchlagenden Erfolg dieſer Verſuche bezweifeln zu
müſſen; 3. unter Hinweis auf dieſe Befürchtungen
be=
ſchließt der Vorſtand, in einer erneuten Petition an den
Herrn Reichskanzler darauf hinzuweiſen, daß nach
An=
ſicht des Vorſtandes die notwendige dauernde Entlaſtung
des Fleiſchmarktes nur von der Einführung von
Gefrier=
ſleiſch und damit von einer Aufhebung oder Milderung
des Paragraphen 12 des Fleiſchbeſchaugeſetzes zu erhoffen
ſteht; 4. der Vorſtand wird in Kürze nochmals
zuſam=
mentreten, um über den Erfolg der bisherigen Maßregeln
und etwaige weitere Maßnahnen zu beraten.
Freie Vereinigung der
fortſchritt=
lichen Preſſe. Bei Gelegenheit des Parteitages der
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
Fortſchrittlichen Volkspartei fand, wie ſchon gemeldet, in
Mannheim eine Konferenz der Vertreter der
fortſchritt=
lichen Preſſe ſtatt, zu der ein Berliner Komitee eingeladen
hatte. Redakteur Wenck (Berliner Börſen=Courier)
emp=
fahl in ſeinem Referat die Begründung einer loſen
Orga=
niſation der fortſchrittlichen Preſſe unter dem Namen
„Freie Vereinigung der fortſchrittlichen Preſſe‟. Ihre
Aufgabe ſoll es ſein, gute Beziehungen der Preſſe zur
Parteileitung und zu den parlamentariſchen Fraktionen
zu pflegen und die gemeinſamen Intereſſen der
fortſchritt=
lichen Preſſe zu fördern. Die Vereinigung ſoll keine
Standesorganiſation und kein neuer Machtfaktor in der
Partei ſein, andererſeits ſoll die Unabhängigkeit der
Preſſe voll gewahrt bleiben. In der Verſammlung, an
der verſchiedene Reichstagsabgeordnete teilnahmen,
herrſchte Einmütigkeit über die Notwendigkeit eines
ſol=
chen Zuſammenſchluſſes der fortſchrittlichen Preſſe; die
„Freie Vereinigung” wurde beſchloſſen und alle
Anweſen=
den trugen ſich als Mitglieder ein. Der Berliner
Aus=
ſchuß wurde mit der vorläufigen Wahrnehmung der
weiteren Geſchäfte beauftragt.
— Die Mainkanaliſation von Hanau
bis Aſchaffenburg. In einem Nachtrag zum
Bud=
get für 1912/13 ſind in der Sitzung der bayeriſchen
Kam=
mer der Abgeordneten für die Kanaliſierung des Mains
von Hanau bis Aſchaffenburg und für die Errichtung
einer Umſchlaganlage bei Leider als ierſte Rate drei
Millionen Mark angefordert. Die Mittel für die erſte
Rate von drei Millionen Mark ſollen auf allgemeine
Staatsanleihen übernommen werden, ſo daß ſich dieſe
um den genannten Betrag auf 46338 430 Mark erhöhen.
Ein Antrag Dr. Caſſelmann (Liberal) und Genoſſen
erſucht die Regierung, die Fragen der Mainkanaliſation
über Aſchaffenburg hinaus auf das Energiſchſte zu
för=
dern. Die Handelskammer Würzburg petitioniert im
Namen mehrerer intereſſierter Städte und Gemeinden im
gleichen Sinne. Dem Antrage Caſſelmann hat der
Aus=
ſchuß zugeſtimmt. Die Petition war der Regierung zur
Kenntnisnahme überwieſen worden. Abg. Hübſch
(Liberal) begrüßt es, daß mit der Vorlage endlich ein
Schritt weiter gemacht werde in der Mainkanaliſation.
Er erklärt namens ſeiner Partei die Zuſtimmung zu der
Nachtragsforderung. Redner verlangt dann, daß alle
Zugeſtändniſſe, die Preußen Bayern jetzt gemacht habe,
feſtgelegt werden ſollen durch Geſetz, damit Bayern keinen
Schaden erleide für den Fall, daß Artikel 2 des
Schiff=
fahrtsabgabengeſetzes nicht zur Durchführung komme.
Wenn Bayern ſich nach dieſer Richtung hin nicht ſichere,
könne Preußen Bayern ganz empfindlich ſchädigen
da=
durch, daß es auf dem Untermain Abgaben einführe, die
die Vorteile für den kanaliſierten Obermain vollkommen
aufreiben würden. Redner würde es für einen großen
Fehler halten, wenn bei Kreuzwertheim der Endpunkt
für die zukünftige Mainkanaliſation feſtgelegt werde. Man
ſolle das Projekt großzügig ausgeſtalten und die
Kanali=
ſierung bis Bamberg im Auge behalten, für die auch
Prinz Ludwig eingetreten ſei.
Ausland.
England.
Die Homerulebill. Die Regierung hat im
Unterhauſe den Antrag über den Zeitplan, nach dem
die Homerulebill beraten werden ſoll, unterbreitet. Für
die Kommiſſionsberatung ſind 25 Tage, für die Debatte
über den Kommiſſionsbericht 5 Tage und für die dritte
Leſung zwei Sitzungstage angeſetzt. Der Vorſitzende der
Kommiſſion hat das Recht, die Amendements
auszu=
wählen, die an den einzelnen Sitzungstagen zur
Dis=
kuſſion kommen ſollen.
Spanien.
Die Beilegung des
Eiſenbahneraus=
ſtandes. Der normale Dienſt iſt auf allen
Eiſenbahn=
netzen wiederhergeſtellt, mit Ausnahme des Südnetzes, wo
die Ausſtändigen die Forderung betreffend die Aufhebung
der Verſetzung eines Werkmeiſters und die Forderung
höherer Löhne aufrechterhalten, denen ſich die Geſellſchaft
aus Gründen der Diſziplin und aus finanziellen
Rückſich=
ten widerſetzt.
Perſien.
Neue Maßnahmen der Regierung.
Nach dem jetzt veröffentlichten Regierungsprogramm
beabſichtigt die Regierung das Parlament wieder zu
er=
öffnen, einen Punkt am Kaſpiſchen Meer oder in der
Pro=
vinz Aſerbeidſchan mit dem Perſiſchen Golf durch eine
mit internationalem Kapital zu bauende Eiſenbahnlinie
zu verbinden, ein Heer zu 28000 Mann zu organiſieren
und an Rußland und England um einen Vorſchuß von
200000 Pfund heranzutreten.
* Valparaiſo, 8. Okt. Der Präſident der
Republik übergab in Gegenwart zahlreicher
Mit=
glieder beider Kammern, des diplomatiſchen Korps und
der Spitzen der Behörden unter großen Feierlichkeiten
die neuen Hafenanlagen dem Verkehr.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. Oktober.
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrer Friedrich Schuſter zu
Hering i. O. eine evangeliſche Pfarrſtelle an der
Chriſtus=
gemeinde zu Mainz; dem Lehrer Konrad Wetzel zu
Crumſtadt, Kreis Groß=Gerau, und den
Schulamts=
aſpiranten Heinrich Heſſinger aus Wörrſtadt, Kreis
Oppenheim, und Otto Keitzer aus Ilbeshauſen, Kreis
Lauterbach, Lehrerſtellen an der Gemeindeſchule zu
Nauheim, Kreis Groß=Gerau.
* Ernannt wurde der Lehrer Karl Back zu
Bens=
heim zum Lehrer an der Seminarſchule daſelbſt mit
Wirkung vom 1. November 1912 an unter Belaſſung in
der Kategorie der Volksſchullehrer.
* Ordensverleihungen. Verliehen wurde der Stern
zum Königlichen Kronenorden zweiter Klaſſe dem
Gene=
ralmajor Hahn General=Adjutanten des Großherzogs
von Heſſen; der Königliche Kronenorden zweiter Klaſſe
dem Oberſten Herhudt von Rohden, Kommandeur
des Infanterie=Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.)
Nr. 117; der Rote Adlerorden dritter Klaſſe mit der
Schleife den Oberſten v. Gabain, Kommandeur des
1. Naſſauiſchen Infanterie=Regts. Nr. 87, v. Trotta
gen. Treyden, Kommandeur des Infanterie=Regts. Kaiſer
Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116; der Rote Adlerorden
vierter Klaſſe den Hauptleuten Soldan und
Haeh=
ling v. Lanzenaluer imk Infanterie=Regt. Kaiſer
Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, dem Rittmeiſter von
Harnier im Garde=Dragoner=Regt. (1. Großh. Heſſ.)
Rc. 23.
C Der Großherzog von Heſſen in der „Viktoria
Luiſe‟? Das Mainz. Tagbl. weiß zu melden: Heute früh
9 Uhr ſtieg das Luftſchiff „Viktoria Luiſe” von
Frankfurt a. M. aus zu einer Geſellſchaftsfahrt auf, an
der die Familien des Großherzogs von Heſſen
und des Prinzen Friedrich Karl von Heſſen
teil=
nahmen. Wie wir auf Erkundigung an zuſtändiger
Stelle erfahren, iſt die Meldung falſch. Die
Groß=
herzogliche Familie iſt nicht mit der „Viktoria Luiſe‟
gefahren und war überhaupt nicht in
Frank=
furt. Das Prinzenpaar Friedrich Karl machte die
Fahrt mit.
sk. Die Preisfeſtſetzung ausgetauſchter Tahakfabrikate
zum Zwecke der Verſteuerung. Urteil des
R eichs ger ich t s. (Nachdr. verb.) Um einen
Poſten minderwertig gewordener Zigarren und Zigarillos
abzuſtoßen, waren die „Mitteldeutſchen
Zigar=
renfabriken” in Darmſtadt mit der Tabakfirma
Müller in Mannheim in Verbindung. Als nun der
Chef der Mannheimer Firma ſeinen Beſuch in Darmſtadt
ankündigte, machte der Geſchäftsführer der „
Mitteldeut=
ſchen Zigarrenfabriken”, der Kaufmann Auguſt
Kel=
ler eine Aufſtellung über den Wert dieſes Lagerſyſtems,
wobei er auf den an und für ſich ſehr hohen
Inventur=
preis noch bis 40 Prozent aufſchlug. Als Müller die
Ware ſah, wollte er nicht mehr kaufen, vielmehr nur gegen
48 Ballen Tabak zu je 150 Pfund eintauſchen. Beide
nannten dabei für ihre Ware den Vergleichspreis von
15000 Mark. Als nun alles abgemacht war, ſahen ſich die
Kontrahenten der Tabakſteuer wegen genötigt, den wahren
Wert feſtzuſetzen, der jetzt von beiden Seiten auf 7500 Mk.
beſtimmt wurde. Der Vertrag gab an, Müller habe zirka
500 Mille Zigarren und Zigarillos im Preiſe von 7500
Mark gekauft, mit 48 Ballen Tabak bezahlt. Die
münd=
lichen Abmachungen ſollten ungültig ſein. Am 20. Auguſt
1910 bewirkte dann Keller die Verſteuerung des
einge=
tauſchten Tabaks beim Großherzoglich heſſiſchen
Haupt=
zollamte in Darmſtadt. Bald darauf trat Keller wieder
an Müller heran mit der Bitte, einen neuen Vertrag mit
einer höheren Wertangabe abzuſchließen, da er dem Auf=
ſichtsrat der Mitteldeutſchen Tabakfabriken ein möglichſt
günſtiges Reſultat des Geſchäfts vorlegen müſſe. Müller
gab dem Verlangen nach und ſchloß einen Vertrag mit
höherem Wert ab, worauf Keller die Differenz zur
Nach=
verzollung anmeldete. Da nun die Zollbehörde daraufhin
annahm, daß Keller bei der erſten Anmeldung einen zu
geringen Wert angegeben habe, ſtellte ſie gegen Keller und
und Müller Strafantrag wegen Tabakſteuerhinterziehung.
Am 21. März 1912 wurden die beiden Vertragskontrahenten
vom Landgericht Darmſtadt von der Anklage
freigeſprochen. Die Staatsanwaltſchaft legte
hier=
gegen Reviſion beim Reichsgericht ein. Der
höchſte Gerichtshof verwarf ſie jedoch gemäß dem
An=
trag des Reichsanwalts als unbegründet, und zwar aus
folgenden Gründen: Der Preis des Tabaks, in Zigarren
und Zigarillos bezahlt, belaufe ſich in der Tat nur auf
6000—6500 Mark. Bei der erſten Verſteuerung ſei der
Wert mit 7500 Mark ſchon weit zu hoch angegeben worden.
Es handle ſich um durchaus minderwertiges Material. Die
hohen Preiſe bei der mündlichen Vertragsſchließung ſeien
nur als relative Zahlen zu betrachten. Nach § 2 der
Aus=
führungsbeſtimmungen des Bundesrats zum
Tabakſteuer=
geſetz richte ſich die Verſteuerung des eingetauſchten
Ta=
baks nach dem Gegenwert; da dieſer aber, lege man den
volkswirtſchaftlichen, den Marktwert, zu Grunde, nur
ge=
ring ſei, erfülle ſich nicht der relative Tatbeſtand der
Steuerhinterziehung. Auch in ſubjektiver Hinſicht ſei den
Angeklagten nichts nachzuweiſen, da ſie von der
Richtig=
keit ihres Handelns überzeugt waren und nicht etwa aus
Furcht vor Strafe die Steuernachzahlung bewirkten.
g. Schwurgericht. Wegen Körperverletzung mit
töt=
lichem Erfolg bezw. Raufhandels hatten ſich geſtern
zu verantworten: der 26jährige Maurer
Fried=
rich Koch aus Neuſtadt i. O., der 23jährige Schmied
Johann Jakob Jayme und der 20jährige Maurer Georg
Heuſel aus Sandbach. Vertreter der Anklage iſt
Staats=
anwalt Schreiber, Verteidiger ſind die Rechtsanwälte
Neuſchäffer und Dr. Bopp. Der Angeklagte Koch
iſt beſchuldigt, in der Nacht zum 24. Juni den Tod des
Arbeiters Kaſpar Lautenbach aus Fulda verurſacht
zu haben. Die Sache ſtand bereits am 7. September vor
der Strafkammer als Teilnahme an einem gemeinſamen
Raufhandel zur Aburteilung. Die Strafkammer erachtete
jedoch Körperverletzung mit tötlichem Erfolg als
vor=
liegend und urteilte nur über die anderen Delikte ab. Die
Hauptanklage gegen Koch wurde an das Schwurgericht
ver=
wieſen und ebenſo die gegen Jayme und Heuſel, da die
drei Anklagen nicht zu trennen ſind. Koch wurde von der
Strafkammer wegen Widerſtand und Beamtenbeleidigung
zu fünf Wochen Gefängnis, die durch die erſten
fünf Wochen der Unterſuchungshaft als verbüßt gelten.
verurteilt. Der ganze Sachverhalt iſt kurz folgender: Am
23. Juni waren die Angeklagten in Sandbach auf einer
Tanzmuſik in der Wirtſchaft Theodor Heyl. Hierbei
ent=
ſtand aus Gründen, die nicht aufgeklärt werden konnten,
Streit. Bei dieſem Streit verſetzte der Angeklagte Koch
dem Zeugen Philipp Friedrich aus Sandbach eine
Ohr=
feige. Um dem Streit ein Ende zu bereiten, ließ der Wirt
die Wirtſchaft räumen. Die Sandbacher blieben noch etwa
eine Stunde in dem Lokal zurück. Die Burſchen aus
Neu=
ſtadt zegen nun randalierend durch das Dorf, weshalb ſie
von dem Polizeidiener Karg zur Ruhe gewieſen wurden,
wobei ſich die Angeklagten die bereits abgeurteilten
Straf=
taten zu ſchulden kommen ließen. Schließlich gingen die
Neuſtädter nach Hauſe. Als ſie jedoch ſchon in Neuſtadt
angekommen waren, kehrten Koch und Friedrich abermals
nach Sandbach zurück; vorher ließ ſich Koch noch von
Adam Friedrich deſſen feſtſtehendes Meſſer geben. In
Sand=
bach angekommen, zogen ſie wieder im Dorf herum und
be=
ſchimpften die Sandbacher als Streitbrecher, Halunken
uſw. Dieſe gingen nun gegen die Provokateure vor,
wo=
rauf Friedrich ausrückte. Der Angeklagte Koch wurde von
Lautenbach zu Boden geriſſen und nun bearbeiteten
Lautenbach, Jayme und Heuſel den am Boden Liegenden
mit langen Bohnenſtangen. Als ſich dieſer jedoch wieder
etwas aufrichten konnte, nahmen Jayme und Heuſel
Reiß=
aus, Lautenbach jedoch drang nochmals auf Koch ein. Jetzt
gelang es Koch, ſein Meſſer zu ziehen, das er dem
Lauten=
bach in den Leib ſtieß. Der Geſtochene mußte noch in der
Nacht im Darmſtädter Krankenhaus einer Operation
unter=
zogen werden, die ihm jedoch nicht das Leben retten konnte;
er erlag am 28. Juni der gefährlichen Verletzung. Der
Meſſerſtecher nahm nach der Tat Reißaus, worauf ihm
einige Revolverſchüſſe nachgeſandt wurden, von einem
Revolverſchuß wurde er am linken Arm getroffen. Wer die
Schüſſe abgegeben hatte, konnte nicht feſtgeſtellt werden.
Die Angeklagten geben die ihnen zur Laſt gelegten
Taten in vollem Umfange zu. Die Geſchworenen
er=
kannten den Angeklagten Koch der Körperverletzung mit
tötlichem Erfolg ſchuldig, die beiden anderen Angeklagten
des Verbrechens nach § 223a Str.=G.=B. Das Gericht
verurteilte Koch zu 3 Jahren Gefängnis und
Jayme und Heuſel zu je 2 Wochen Gefängnis.
Mit dem Motor ins innerſte Afrika,
Von Oberleutnant Paul Graetz.
V. (Schluß.)
Den Sſanga aufwärts durch Neu=Kamerun.
Der erwachende Tag findet uns bereits eine Stunde
in Fahrt. Auf hohem Uferrand ſtehen die Sſanga=Sſanga
von Pikunda in den Strahlen der Morgenſonne des 24.
Juli vor den viereckigen ſchwärzlichen Hütlen. Die erſte
deutſche Faktorei! Der Deutſche iſt im Kanoe
fluß=
aufwärts gefahren, um ſeine Magazine in Buſſinde und
Ikelemba zu beſichtigen. Ich verſuche hier, einen
Boots=
boy zu heuern, doch es gelingt mir nicht, da die
franzö=
ſiſchen Verwaltungsbeamten die Eingeborenen
vor den Deutſchen gewarnt, die nun bald
kom=
men würden, um die Neger zu verprügeln und
totzuſchie=
ßen. Vor einigen Monaten iſt der deutſche
Flußdampfer=
kapitän Dodenhof im Sſangadoef Ikelemba von den durch
den Chef du poſte aufgehetzten farbigen Soldaten
ange=
griffen und ſchwer verwundet worden, ſo daß er infolge
der erlittenen Verletzungen nach Europa zurückkehren
mußte. Von einer Sühne für dieſes Vorkommnis und
der darin liegenden Schädigung des deutſchen Anſehens
iſt bisher noch nichts bekannt geworden. Es wird ſich
empfehlen, unſeren leider erſt im Herbſt hier zu
erwarten=
den Beamten genügend Soldaten zur Verfügung zu
ſtellen, um die deutſche Macht gleich von vornherein mit
dem nötigen Nachdruck zu entfalten. Jetzt erklärt ſich auch
das meiner Expedition gegenüber an den Tag gelegte
argwöhniſche und unfreundliche Verhalten der Schwarzen.
Mein kleines Boot erweckt großes Intereſſe unter den
Eingeborenen. Die Gewehre ſind verſtaut. Durch
takt=
volles ſicheres Auftreten, ſowie durch Geſchenke an Stoffen
und Perlen iſt es mir bereits gelungen, das Vertrauen
zu den Deutſchen bei den Sſanga=Sſanga zu wecken, die
ſich nach der Schilderung der Franzoſen die neuen Herren
nicht anders als mit der Nilpferdpeitſche und bis an die
Zähne bewaffnet vorgeſtellt haben. Angeſichts des völker=
rechtswidrigen Vorgehens der Franzoſen und der
Ver=
letzung des Preſtiges der weißen Raſſe kann ich nicht
um=
hin, unſeren neuen Untertanen zu erkläcen, daß die
Fran=
zoſen es nicht verſchmerzen könnten, daß ſie den Fluß an
die Deutſchen abtreten mußten.
In Buſſinde, das wir am Nachmittag des 25. Juli
anlaufen, flüchten ſich die Eingeborenen vor uns in ihre
Hütten. Es bedarf der Ueberredungskunſt unſerer Boys,
die Gemüter zu beruhigen. Zaghaft kommt das Volk zu
meinem unterhalb des Docfes gewählten Lagerplatz;
Einige Männer ſind am ganzen Leibe rot angemalt. Von
den Hüften bis an die Knie fällt, den Unterkörper völlig
umſchließend, eine ſich breit ſpreizende Grasgarbe nach
der Sitte der Bangalla. Ich frage nach dem Anlaß dieſer
Koſtümierung. Man feiert das alljährliche Feſt der
Be=
ſchneidung des Nachwuchſes. Die Haaxtracht der
Ein=
geborenen von Buſſinde iſt auffallend und abweichend von
der bisher beobachteten Sitte. Die Haare ſind bei
Män=
neyn und Frauen in verſchiedener Richtung geſcheitelt,
Figuren bildend und in dünne Zöpfchen geflochten, die ſich
feſt an die Kopfhaut anſchmiegen. Die Frauen tragen
einen runden Gurt um die Hüften. von dem aus ein
Strei=
fen hanfartiger Stoff über den Bauch nach hinten durch die
Beine läuft. Die untere Hälfte des Geſäßes bedeckt von
den Hüften loſe herabhängend ein Latz ſelbſtgefertigten
Faſergewebes. Um die Fußgelenke liegen mehrere
Meſ=
ſingſpangen. Ueber die Ohren fällt ein Gehänge aus
Per=
len. Die ſchlechthin Sſanga=Sſanga genannten
Einge=
borenen am unteren Sſanga ſind die Ueberreſte einſtmals
ſtarker durch die Schlafkrankheit aufgeriebener
Volks=
ſtämme. Der Stamm einer ganzen Landſchaft iſt auf ein
einziges Dorf zuſammengeſchrumpft. Die eigentlichen
Sſanga=Sſanga ſitzen am mittleren und oberen Sſanga. —
Der Takt der Goma, der Tanztrommel und die eintönige
Sangweiſe der Eingeborenen ſchallen die ganze Nacht vom
Dorfe zu unſerem Zelt herüber, Gern würde ich den Tanz
beſehen, doch fürchte ich durch mein Erſcheinen die
Tanz=
zeremonie zu ſtören und Mißſtimmung unter den
Schwar=
zw zu erregen.
Wir befinden uns jetzt bereits in den
Jagdgrün=
den des Sſanga. Im Morgentau führten die
Büffel=
ſpuren geſtern bis dicht an die Hütten von Pikunda, am
linken Ufer wechſeln die Elephanten zur Tränke. Doch
unſer Intereſſe gilt jetzt Land und Leuten unſerer neuen
Kolonie, unſer Kurs weiſt ſtromaufwärts. Das heutige
Ziel heißt Ikelemba, wo wir mit dem juſt von der
Elephantenjagd zurückkehrenden Chef du poſte gleichzeitig
eintreffen. Von unſerm Landsmann Graf, der hier eine
Faktorei beſitzt und dem Agenten der Kompagnie foreſtiere=
Shanga=Oubangui gaſtlich aufgenommen, werden wir mit
Fragen beſtürmt, wann endlich die deutſche Verwaltung
käme. Ich vertröſtete auf den Herbſt. „Dann werden die
Deutſchen keinen Neger mehr in ihrer neuen Kolonie
fin=
den.” — „Wieſo” — „Die Franzoſen ſind von Dorf zu
Dorf gezogen mit der Loſung: „Sſanga=Sſanaa!
Ihr=
ſeid Franzoſen! Ihr liebt die Franzoſen und wollt
Fran=
zoſen bleiben alſo wandert hin nach Queſſo! Queſſo
bleibt franzöſiſch. Wißt, die Deutſchen kommen mit Knuten
und Flinten!” — Die Deutſchen kommen! — das iſt der
Schreckensruf, der ſich fortpflanzt von Hütte zu Hütte, wie
es einſtmals durch die deutſchen Gaue hallte: „Die
Hunnen kommen” und im alten Rom: „Hannibal anfe
portas!” Ikelemba war noch vor kurzem ein Dorf von 170
Familien, jetzt ſind noch ſieben Köpfe übrig geblieben. Alle
andern zogen nach Queſſo: Der Reſt wird noch folgen.
Die Deutſchen kommen! Fortgeſetzt treffen Auswanderer
ein aus den Dörfern fernab vom Fluß. Während meines
halstägigen Hierſeins ziehen die Sſanga=Sſanga in
langer Reihe mit Kind und Kegel aus dem Buſch hinab
zum Sſanga. Hab und Gut werden in den großen
bereit=
liegenden Kanoes verſtaut. Die Deutſchen kommen!
Sauve qui peut! Les Allemands! Voila! Da ſind ſie
ſchon!!! Staunend ſtehe ich auf dem hohen Uferrand=
Wie ein Ameiſenvolk ziehen die bepackten Sſanga=Sſanga
hinab zum Fluß. Iſt das Fug und Recht? Müſſen wir
uns das gefallen laſſen? Drei Kameruner Kompagnien
ſollen in Jaunde ſtehen, des Befehles gewärtig, nach dem
Sſanga abzurücken. Michel, paß auf! Der Welſchmann
Nummer 238.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Seite 3.
Koch erkannte die Strafe nicht an, die beiden anderen
Ver=
urteilten gaben ſich aber mit dem Urteil zufrieden.
g. Strafkammer. Der Müller Peter Jäger von
Haſſenrod und der Taglöhner Abraham Fiſcher von
Aſchbach waren auf eine etwas ungewöhnliche Weiſe zu
einer Anklage wegen Jagdvergehens gekommen. Der
An=
geklagte Fiſcher bemerkte in einem Waſſergraben ein ihm
unbekanntes Tier. Er nahm ſofort mit dem Angeklagten
Jäger die Verfolgung auf, und beide ſchlugen es mit
Stöcken tot. Es ſtellte ſich heraus, daß das erbeutete Wild
ein Dachs war, der dem Jagdpächter übergeben wurde.
Da der Dachs als jagdbares Wild im Sinne des
Jagd=
geſetzes gilt, hatten ſich die beiden Angeklagten wegen
Jagdvergehens vor dem Schöffengericht zu verantworten.
Dieſes überwies die Sache der Strafkammer, da eine
gemeinſchaftliche Handlung vorlag. Die Strafkammer
ſprach die Angeklagten frei, da zur unberechtigten
Ausübung der Jagd gehöre, daß man ſich das Tier
an=
eignen wolle. Auch hätten die Angeklagten nicht gewußt,
daß der Dachs unter das Jagdgeſetz falle. — Der 34
jäh=
rige Taglöhner Philipp G. und der 24jährige Friedrich
Wilhelm Gerhard, beide von hier, hatten am 22.
Auguſt der Eiſenbahnbehörde gehörigen Kupferdraht im
Werte von etwa 35 Mark geſtohlen. Der Angeklagte G.
war außerdem dabei erwiſcht worden, als er hinterm
Woog eine Dachtraufe abriß. Er wird wegen zweier
Diebſtähle im Rückfall zu einer Geſamtſtrafe von 1 Jahr
6 Monaten Zuchthaus verurteilt; der Angeklagte
G., der eine mehr paſſive Rolle ſpielte, erhielt eine
Woche Gefängnis. — Der 27jährige Fenſterreiniger
Ernſt Hübner aus München=Gladbach hatte ſich wegen
Urkundenfälſchung und Betrugs zu verantworten. Er war
bei einem hieſigen Inſtitut beſchäftigt und hatte eines
Tages blau gemacht. Er kam dann auf den Gedanken,
mittels einer gefälſchten Quittung 2.60 Mk. zu
erſchwin=
deln, was ihm auch gelang, obwohl er gar nicht zur
Geld=
annahme berechtigt war. Das Gericht verurteilte ihn zu
3 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Wochen der
Unterſuchungshaft. — Der Urkundenfälſchung in zwei
Fällen ſollte ſich der Kaufmann Mandel Lilienfeld
aus Gießen ſchuldig gemacht haben. Er hatte einem
hie=
ſigen Standesbeamten zweimal Legitimationspapiere
vorgelegt, auf denen zwiſchen Vor= und Zunamen die
Worte gen. Emil eingefügt waren. Das Gericht kann
jedoch eine ſtrafbare Handlung hierin nicht erblicken, da
im erſten Falle der Angeklagte den Standesbeamten nicht
dienſtlich gefragt, ſondern nur um Auskunft gebeten
habe, und im zweiten Falle konnte der Beamte aus den
ſanderen Papieren leicht den rechtmäßigen Namen
feſt=
ſſtellen. Es ſprach deshalb den Angeklagten frei. — Der
31jährige Taglöhner Friedrich Walter von hier hatte
ſſich geſtern wegen Diebſtahls vor der Strafkammer zu
verantworten. Er war beſchuldigt, in einer hieſigen
Fa=
brik Metallteile mitgenommen zu haben. Der
Ange=
klagte hatte ſich ſchon des öfteren derartige Diebſtähle
zuſchulden kommen laſſen. Immer ſchützte er vor, daß
er ſich der Vorgänge nicht mehr entſinnen könne. Auch
diesmal will er von dem ganzen Vorfall nichts mehr
wiſſen. Der Sachverſtändige erklärte, daß davon wohl
nicht die Rede ſein könne. Das Gericht war im
Zwei=
fel, ob Zurechnungsfähigkeit vorliegt oder nicht und
ſprach deshalb den Angeklagten frei.
D Nachdem das Großh. Landesverſicherungsamt mit
Wirkung vom 1. ds. Mts. aufgehoben worden, iſt der
Präſident des Reichsverſicherungsamtes,
Herr Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Dr.
Kaufmann, in Begleitung des Kaiſerlichen
Regierungs=
rates Fritz hier eingetroffen, um das Perſonal und
den Betrieb der nunmehr der Aufſicht des
Reichsverſiche=
rungsamts unterſtehenden Verſicherungsträger, d. ſ. die
Landesverſicherungsanſtalt und die land= und
forſtwirt=
ſchaftliche Berufsgenoſſenſchaft, genauer kennen zu lernen.
Geſtern vormittag wurde die Landesverſicherungsanſtalt
ſelbſt und geſtern nachmittag, in Begleitung des Herrn Geh.
Regierungsrates Dr. Dietz die Ernſt=Ludwig=Heilſtätte
bei Sandbach eingehend beſichtigt. Der Herr Präſident,
der ſich in leutſeliger Weiſe mit einer großen Anzahl von
Patienten unterhielt, war von allem, was er geſehen, hoch
befriedigt und insbeſondere auch darüber erfreut, daß die
Patienten immer mehr die Vorteile der ſozialen
Verſiche=
rung, und ganz beſonders des Heilverfahrens, einſehen,
daß ſie immer mehr ſelbſt zur Ueberzeugung kommen, daß
vorbeugen beſſer als heilen, und heilen beſſer als Rente
bewilligen iſt. Ganz beſondere Anerkennung fand auch,
daß die Patienten in der Ernſt=Ludwig=Heilſtätte ſeit
es ihr Zuſtand erlaubt, mit leichten Arbeiten, hauptſächlich
im Freien, beſchäftigt werden. In den nächſten Tagen
werden noch weitere Beſichtigungen im Lande folgen.
* Die Ausſtellung „Der Menſch” wurde am Sonntag
von 6461 Perſonen beſucht. Die Beſucher ſetzten ſich
größ=
tenteils aus Vereinsmitgliedern zuſammen, die gemeinſam
die Ausſtellung beſichtigten, und zwar waren es Vereine
aus Heidelberg, Wetzlar, Heddernheim, Frankfurt a. M.,
Mannheim, Wiesbaden, Mainz, Neuſtadt, Kreuznach und
anderen Orten. Hauptſächlich waren es Vereine von
Eiſenbahnbeamten, die für den Sonntag Urlaub zum
Be=
ſichtigen der Ausſtellung erhielten.
Die Ausſtellung „Der Menſch” enthält bekanntlich in
einem ihrer Säle auch einen Kinematographen, der
gewiſſermaßen als Ergänzung zu den Vorführungen in der
Ausſtellung gelten kann. Die Vorführungen ſind
größten=
teils wiſſenſchaftlicher Natur und bringen unter
anderem auch hochintereſſante Einzelheiten aus dem
Innenleben der Tier= und Pflanzenwelt. Täglich finden
mehrere Vorſtellungen mit wechſelndem Programm ſtatt,
das fortwährend erneuert wird. Das neue Programm
zeigt unter anderem folgende Darbietungen: Die Ernte
des Zuckerrohrs; Volvox, ein niederes Lebewefen, eine
Alge des Süßwaſſers; das Pantoffeltierchen, ein
ein=
zelliges Tier, ſogenanntes Infuſorium, das ſich durch
Schlagen ſeiner Wimpern fortbewegt; den Erreger der
Schlafkrankheit (Tripanosoma gambiense), und den
Zwiſchenträger der Krankheit, die Tſetſefliege; ferner
Turnen im frühen Kindesalter; Schwediſche Gymnaſtik;
Schwimmübungen; Daphnien, kleine Krebstiere des
Süß=
waſſers und vieles andere. Der Beginn der
Vorführun=
gen wird jedesmal durch Aufruf in den Räumen der
Ausſtellung bekannt gegeben. Die Darſtellungen des
Kinematographen ſioßen beim Publikum auf großes
Intereſſe, da ſie Gebiete behandeln, die in anderen
Kine=
matographen=Theatern kaum zu ſehen ſind. Bis jetzt
haben zirka 15000 Perſonen den Kinematographen beſucht.
Der Eintrittspreis beträgt 20 und 30 Pfg. An Sonntagen
iſt der Kinematograph wegen des zu ſtarken Verkehrs
geſchloſſen.
* Kunſt=Verein. Die ſtädtiſche Verwaltung hat das
bisher in der Kunſthalle ausgeſtellte Gemälde „Eichen
im Kranichſteiner Park” von Johannes Lippmann
angekauft. Ein zweites Gemälde des Künſtlers, „
Heim=
ziehender Schäfer”, ging in Privatbeſitz über.
* Die Kammermuſik=Vereinigung de Haan,
Schmidt, Gims, Schnurrbuſch, Andrä hat, einer
An=
regung von ſehr geſchätzter Seite folgend, für den
kommenden Winter eine Ermäßigung des
Eintritts=
preiſes inſofern eintreten laſſen, als neben dem bisherigen
Sperrſitz zu 4 Mk. ein II. Sperrſitz zu 3 Mk.
ein=
gefügt wurde. Die Saal= und Galeriekarten ermäßigen
ſich demgemäß auf 2, bez. 1 Mk. Durch dieſes
Entgegen=
kommen ſoll auch weiteren Kreiſen die Möglichkeit
ge=
boten werden, ſtändige Beſucher der Martineen zu
werden, denen ſeit Jahren das vornehmſte
muſikver=
ſtändige Publikum Darmſtadts angehört. Beſtellungen
auf Abonnements werden ſchon jetzt bei L. Schutter
entgegengenommen.
* Das Darmſtädter Vokalquartett (Sophie
Schmidt=Illing, Elſe Diefenthäler, Franz Müller, Alfred
Stephani) hat ſich bereits in einigen Konzerten ſehr gut
eingeführt und iſt u. a. auch für ein Konzert der
Sing=
akademie nach Leipzig verpflichtet. Die künſtleriſche
Leitung liegt in Händen von Herrn Hofkonzertmeiſter
Schmidt.
* Profeſſor Ph. Schmittſche Akademie für
Ton=
kunſt. Fr den Unterricht in den Ausbildungs= und
Dilettantenklaſſen der Geſangſchule wurde mit Beginn
des Winterſemeſters — neben der Konzertſängerin
Fräulein Elſe Diefenthäler — Herr Konzertſänger
Franz Müller von hier gewonnen.
* Cerele francais. Damen und Herren, welche
wünſchen, ſich in der franzöſiſchen Sprache zu
vervoll=
kommnen, werden darauf aufmerkſam gemacht, daß die
erſte Verſammlung Donnerstag, den 10. Oktober, abends,
im Palais=Reſtaurant, Hügelſtraße, ſtattfindet. (Siehe
Anzeige.)
nn. Der Grenzgang der Stadtverordneten findet in
dieſem Jahre am Samstag, den 19. Oktober, ſtatt.
Das Programm hierzu wurde wie folgt feſtgeſetzt:
Sams=
tag, 19. Oktober: Treffpunkt vormittags 11 Uhr an den
Hirſchköpfen. Gang unter Führung des Herrn
Oberforſt=
meiſters Kullmann über Jagdſchloß Kranichſtein nach
dem Georgenbrunnen; daſelbſt Frühſtück bei Muſik und
Geſang. Bei günſtiger Witterung Aufenthalt 1 Stunde.
Sodann Gang nach dem Hotel=Reſtaurant Einſiedel,
wo=
ſelbſt das übliche Hirſch=Eſſen ſtattfindet. Während
dem Eſſen erfolgen Darbietungen verſchiedener Art und
gemeinſchaftliche Geſänge. Wie alljährlich, wird auch zu
dem diesjährigen Hirſch=Eſſen Se. Königl. Hoheit der
Großherzog den Hirſch ſtiften.
* Heimarbeit. Man ſchreibt uns: Mit den fallenden
Blättern und dem erſten Froſt werden die Gedanken
auf Weihnachten gelenkt. Da möchten wir alle
die=
jenigen, die größere Gaben zu dieſem Feſte der Liebe
vorbereiten, Private ſowohl, als auch beſonders
Wohl=
tätigkeitsvereine, Anſtalten und größere Betriebe, herzlich
bitten, der Heimarbeiterinnen unſerer Stadt
recht eitig und recht reichlich Aufträge zukommen
zu laſſen! Die ſeit zwei Jahren beſtehende
Arbeits=
vermittlung des Gewerbevereins (Eliſabethenſtr. 25 ½,
I. St.) hat ſich ſehr bewährt und nimmt alle Arten von
Beſtellungen an. Außerdem iſt die 1. Vorſitzende, Frau
E. Bierau, Wittmannſtr. 33 I., zu jeder näheren
Aus=
kunft gern bereit. Sprechſtunden (Montag und Freitag
von 2—½4 Uhr.) Der Verein zählt eine große Zahl von
tüchtigen Wäſchenäherinnen, =Stickerinnen, Schneiderinnen,
Flickerinnen und Stickerinnen zu ſeinen Mitgliedern. Die
beſtellten Arbeiten werden ſorgfältig ausgeführt. Auf
Wunſch wird auch die Beſorgung von Stoffen,
Zu=
taten ꝛc. vom Vorſtand übernommen. In dieſer Zeit
der Not und Teuerung möchten wir allen
Menſchen=
freunden die Unterſtützung der Heimarbeiterinnen
be=
ſonders ans Herz legen — müſſen doch viele von ihnen
mit ihrer Hände Arbeit nicht nur ſich, ſondern eine
ganze Familie ernähren. Helfen wir deshalb allen dieſen
Arbeitswilligen durch Zuwendung von angemeſſen
be=
zahlter Arbeit, ſo werden wir ihnen auf die beſte und
würdigſte Art helfen. (Siehe auch Anzeige.)
* Der geplagte Familievadder. Wer kennt nicht das
gemüt= und humorvolle Volksſtück unſeres Mitbürgers
Georg Büchner, wenigſtens dem Namen nach; iſt doch
der Titel in Darmſtadt zum geflügelten Wort geworden.
Sind auch ſchon viele Jahre ſeit der letzten Aufführung
des „Geplagten” verfloſſen, ſo erinnern ſich doch Viele
noch der vorzüglichen Darſtellung durch die „
Narr=
halla”. Um nun den vielen Freunden unſerer
Lokal=
muſe wieder einmal eine Freude zu machen, hat die
Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla” beſchloſſen,
den „Geplagte Familievadder” während der kommenden
Karnevalſaiſon erneut zur Aufführung zu bringen. Da
die „Premiere” des außerordentlich reizvollen und immer
noch aktuellen, jugendfriſchen Werkes nunmehr gerade 25
Jahre zurückliegt, wird es ſich um eine
Jubiläums=
gabe handeln die die Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla”
ihren vielen alten und neuen Freunden bietet. Dieſe
Jubiläumsaufführung wird einen beſonderen Reiz
da=
durch erhalten, daß ſich ſchon jetzt die meiſten der alten
Darſteller von damals bereit erklärt haben,
ihre Rollen wieder zu übernehmen.
Die=
jenigen Damen und Herren, die ſich noch an der
Aufführ=
ung beteiligen wollen, werden gebeten, ſich bei Herrn
Max Anſpach, Ernſt=Ludwigsplatz 1, vorzuſtellen.
* Odenwald=Klub, Ortsgruppe Darmſtadt. „Friſch
auf!” Es gilt der Ruf der Führer zu der nächſten
Wande=
rung am kommenden Sonntag, den 13. Oktober, der
ſiebten in dieſem Jahre. Keine Mahnung, nur ein Zeichen
ſolls ſein, denn welcher Klubgenoſſe wird dieſe
Herbſt=
wanderung verſäumen, in der es doch gilt, Abſchied zu
nehmen von den herrlichen Laubwäldern. Nur zu raſch
ſchwindet die Pracht und alle die herrlichen Farben am
Waldrand ſollen uns die letzten Grüße vermitteln zum
Abſchied für den Winter und Wiederſehen im kommenden
Frühjahr. Die Wanderung führt diesmal in die vordere
Bergſtraße. Der Triebwagen früh 6 Uhr 53 Min.
Haupt=
bahnhof, 6 Uhr 58 Min. Süd, wird die Teilnehmer nach
Zwingenberg bringen. Die Abfahrt iſt nicht ſo früh
ge=
wählt, damit erſt jeder nach ſeiner Art ſich ſo ſtärken kann,
daß er bis zum Frühſtück, das etwas ſpät ſtattfindet,
aus=
halten kann. Von Zwingenberg führt die Wanderung
durch die Weinberge und dann gut aufwärts nach dem
Auerbacher Schloß, nach kurzer Raſt und Rundblick geht
es dann weiter durch das Hochſtädter Tal an der
Kalkge=
winnung vorbei zur Eremitage (am Waldrand herrlicher
Blick über Schönberg nach den Ruinen der Hems= und
Starkenburg) weiter durch Wilmshauſen nach Gronau. Wie
wird hier bei Klubgenoſſe Hebenſtreit (Gaſthaus „Zur
grünen Au”) das nun wirklich verdiente Frühſtück
ſchmek=
ken! Nach genügender Raſt und nachdem wir uns friſch,
geſtärkt an Leib und Seele, wird von nun an unſer
hoch=
verehrter Freund und Klubgenoſſe Herr Forſtmeiſter
Gun=
trum=Heppenheim die Führung übernehmen. Der Weg
führt nun hinauf zur Eulerhütte, an Oberhambach vorbei
bis zur Jägerraſt und von hier durch den Heppenheimer
Stadtwald nach Heppenheim. Herrliche Ausblicke werden
das Auge ergötzen und, vertraut mit ſeinen Wäldern, wird
uns unſer liebenswürdiger Führer jedes ſchöne Plätzchen,
ſoweit es die Zeit erlaubt, vor Augen führen. Das
Mit=
tageſſen findet im neuerbauten Hotel „Zum halben Mond”
ſtatt und wird Herr Seibert, der Beſitzer dieſes
altbe=
rühmten Hauſes, alles daran ſetzen, um uns in jeder Weiſe
zufrieden zu ſtellen. Nach dem Eſſen findet dann
gemüt=
liches Beiſammenſein ſtatt und werden alle Talente jetzt
ſchon aufgefordert, ſich vorzuſehen, um mitzuhelfen bei
würzigen Reden, frohem Lied und Becherklang uns ein
paar ſchöne Stunden zu bereiten. Liederbücher nicht
ver=
geſſen! Hoffentlich bleibt uns der Himmel hold und
be=
gleitet uns eine herrliche Klubſonne auch auf dieſer
Wan=
derung. Drum „Friſch auf” am kommenden Sonntag!
(Näheres in den Anzeigen.)
ſtiehlt dir die Butter vom Brot! — Jetzt wird es klar,
weshalb die Franzoſen die Verhandlungen in
Europa ſo lange hinausſchoben weshalb ſie
darauf beſtanden Queſſo zu behalten! Sie brauchten Zeit
um das an ſich ſchon arm bevölkerte an Deutſchland
abge=
tretene Land völlig zu entvölkern und damit noch mehr zu
entwerten. Die Franzoſen lachen ſich ins Fäuſtchen.
Unſer Landsmann hat ſich vor ſechs Monaten hier
nieder=
gelaſſen und ſchweres Geld für die Konzeſſion der drei
Faktoreien in Pikunda, Buſſinde und Ikelemba an die
franzöſiſche Regierung bezahlt. Ein Kaufmann kann ohne
Kunden nicht beſtehen. Seine an den Gouverneur
gerich=
ltete Beſchwerde über das ſyſtematiſche Vorgehen der Ver
waltungsbeamten hatte nicht den geringſten Erfolg. Die
deutſchen Aktionäre der Compagnie foreſtiere werden den
Wandel ebenfalls ſpüren, der hier vor ſich geht.
In Queſſo, das wir nach neunſtündiger Fahrt am
Abend des 27. Juli erreichen, ſtehen Hunderte von
Schwarzen am Ufer? „Les Allemands!” Kein Europäer
ſläßt ſich blicken. Ich gehe an Land, um den Chef du poſte
zu ſehen. Er liegt mit Fieber zu Bett. Sein
Stellver=
ſtreter ſitzt mit ſechs anderen Franzoſen beim Abſynth.
Man bietet mir einen Whisky=Soda an und fragt nach
europäiſchen Neuigkeiten. Die mit meinem
Europa=
dampfer, der „Bruxellesville” gekommene Poſt iſt noch
licht hier eingetroffen. Auf meinen langjährigen Reiſen
in Afrika in aller Herren Länder iſt es mir noch nicht
widerfahren, daß mir nach weiter Tagesreiſe vom
Euro=
bäer weder Imbiß noch Unterſchlupf für die Nacht
ange=
boten wurde. Die Höflichkeit dieſer Queſſofranzoſen iſt
bezeichnend. Wir ſpeiſen und nächtigen in unſerem Boot,
ſim am folgenden Morgen in aller Herrgottsfrühe die
Fahrt fortzuſetzen. Wenig obechalb von Queſſo das ſich
nit ſeinen Regierungsgebäuden und Faktoreien längs des
Fluſſes hinzieht. biegen wir in den 200 Meter breiten
dſcha den Grenzfluß zwiſchen Kamerun und dem
Pranzöſiſchen Kongo. Der Dſcha iſt tief und für größere
ampfer fahrbar. In engen Windungen gen Nord=
Aveſten, ſtill und verlaſſen breitet ſich bei jeder Biegung
über Dſcha zwiſchen hohen Waldwänden vor uns hin
Nach mehr als ſechsſtündiger Fahrt das erſte Dorf! Dann
ſteigt die Landſchaft an. Grüne Berge türmen ſich über
der Liſiére des Urwalds. Ein mächtiger Einbaum wird
überholt. Ganz vorn kauert ein alter Neger, hinter ihm
ſtehen ſeine ſieben halbnackten rudernden Weiber, ſich
tacktmäßig in den Hüften wiegend. Am Spätnachmittag
läuft unterhalb einer bewaldeten Inſel unter der
Waſſer=
fläche ein breiter Steinwall quer über den Fluß, am
rech=
ten Ufer eine ſchmale tiefe Durchfahrt laſſend. Zinko
er=
kennt ſofort die Gefahr. Sein Seemannsblick hat ſich ſchon
gewöhnt, Sandbänke, Steine und Untiefen unter Waſſer zu
erſpähen. Der feurig rot niedergehende Sonnenball
überflutet mit ſeinem magiſchen Licht ein herrliches
Land=
ſchaftsbild: Tibundi. Umſpült von den Fluten des
Dſcha, der hier ein Doppelknie bildet, liegen inmitten
hochragender kompakter grüner Gebirgsmaſſe auf halber
Höhe mehrere bambusgedeckte Europäerhäuſer, hart am
Fluß reihen ſich die viereckigen, niedrigen Hütten der
Ein=
geborenen aneinander. Zwei Deutſche ſtrecken uns die
Hand zum Willkommen entgegen. Von lauer Nachtluft
umkoſt ſchauen wir in das ſtille, mondhelle Flußtal
hin=
ab, über dem ſich die dunklen Waldberge gegen das
ſtahl=
blaue Himmelszelt abheben — — da überkommt es uns
wie Heimatsgefühl. Zinko ſteht vorn auf dem kleinen
Vorplatz des Häuschens am Rande der Tiefe und jodelt
aus voller Bruſt eine ſteiriſche Weiſe in die afrikaniſche
Tropennacht.
Als nach einem Raſttag das kleine Paradies Tibundi,
das uns ſo vaterländiſch angemutet, bereits hinter der
Bergwand verſchwunden, die der nach Norden
um=
biegende Dſcha umbrandet, ſpritzt plötzlich das
Waſſer=
zufuhrrohr der Kühlpumpe das Waſſer hoch empor: Das
Nohr iſt hart am Jerſchluß gebrochen. Zurück nach
Ti=
bundi! Europäer und Schwarze ſtehen erſtaunt an dem
Ufer, als wir plötzlich wieder den Fluß herabkommen.
Das Rohr iſt mit Meſſing gelötet, die Reparatur mit dem
verfügbaren Lötzeug unausführbar. Als wir nach
miß=
glückten Verſuchen in einer Hütte im Dorf eben ins Freie
treten, kommen uns mehrere blutüberſtrömte junge
Wei=
ber entgegen. Kör vormuten ein Verbrechen, doch werden
wir ſofort beruhigt: Die Weiber haben ſich tätowieren
laſſen. Ueber die ſchwarzen vollen Brüſte rinnt das
Blut: Die Göttin „Mode” ſchwingt alſo auch hier das
Szepter! Schöne Leſerin, Hand aufs Herz! Wenn
plötz=
lich dieſe grauſamſte der Herrſcherinnen in ihrer tückiſchen
unberechenbaren Laune dieſen Tribut von Dir fordern
würde — würdeſt Du Deinen Alabaſterbuſen dem
ver=
heerenden Meſſer darbieten?
Die Not macht erfinderiſch, wir dichten das Rohr mit
dicken Klumpen friſchen Baumharzes ab Die „Hygiama”
gleitet weiter ſtromaufwärts an Holzpoſten und kleineren
Dörfern vorüber, die Neger ans Ufer lockend, wo ſie
ſtau=
nend wie feſtgebannt ſtehen. Der Plehnfelſen hart am
rechten Ufer aus dem Waſſer hochragend, weckt die
Er=
innerung an den verdienſtvollen Mann, der in Kamerun
den Heldentod fand. Noch einige Inſeln — und die
Hütten von Molundu kommen in Sicht — unſer Ziel:
zwei kleinere Faktoreien, von denen die ſchwarz=
weiß=
roten Fahnen wehen — der Regierungspoſten, aus
eini=
gen anſpruchsloſen, ja ärmlichen Lehmbauten beſtehend —
vom hohen Maſt ſenkt ſich die Flagge zum Gruß. An der
durch einige Flachstaue geſperrten Mündung des
Lupi=
flüßchens vorüber biegen wir in den breiten Bumbafluß
ein und gleichzeitig taucht wie eine Fata morgana in
die=
ſer Urwaldeinſamkeit die Niederlaſſung der Geſellſchaft
„Südkamerur” vor uns auf. Glänzend weiß heben ſich
die Froniten und Giebel der Wohnhäuſer und Magazine
gegen den grünen Hintergrund ab, ſich im Waſſer des
Fluſſes ſpiegelnd. Wir ſehen die Europäer auf die
Veranden heraustreten und die Feldſtecher an die Augen
führen. Die Flaggen grüßen ſich und wir legen an der
zum Fluß herabführenden Holztreppe an. Droben
be=
grüßen uns die Deutſchen: Die Herren der Direktion
Pfützner und v. Stetten mit ſeiner liebenswürdigen
Gat=
tin, und vier Beamte der G.S.K. — „Welche
Ueberraſch=
ung!” „Wo kommen Sie her — wo wollen Sie hin!“
„Herzlich willkommen!“ — Wir erhalten ein fürſtliches
Quartier und nehmen die Einladung unſerer
Lands=
leute, hier einige Tage zu verweilen, mit Freuden an,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
* Kaninchenausſtellung. Der Kaninchenzucht=Klub
Darmſtadt veranſtaltet am Sonntag, den 13. Oktober, in
der Reſtauration Schmitt (gegenüber den alten
Haupt=
bahnhöfen) ſeine diesjährige große Herbſtausſtellung.
Dieſelbe wird von über 100 Nummern aus faſt allen
Kaninchenraſſen beſchickt, und iſt deshalb die beſte
Ge=
legenheit geboten, gute Tiere für die Zucht zu erwerben.
Auch werden verſchiedene Pelzſachen und Schuhe von
Kaninchenfellen und Leder dem Beſucher gezeigt. Für
eine mit guten Gewinnen ausgeſtattete
Tombolaver=
loſung iſt geſorgt.
2 Poſtbriefbeſtellung. (Ausſchneiden und aufheben.)
Bei dem hieſigen Poſtamt 1 werden die eingehenden
Briefſendungen werktäglich in folgender Weiſe
be=
ſtellt: Bei der 1. Beſtellung um 6,40 vorm.: die mit den
Poſten von 7,45 n. bis 5,40 vorm. eingegangenen
Briefſendungen; bei der 2. Beſtellung um 9,10 vorm.: die
mit den Poſten von 6,03 vorm. bis 8,45 vorm.
einge=
gangenen Briefſendungen; bei der 3. Beſtellung um
1,00 nachm.: die mit den Poſten von 9,50 vorm. bis 12,20
nachm. eingegangenen Briefſendungen; bei der 4.
Be=
ſtellung um 4,15 nachm.: die mit den Poſten von 1,35
nachm. bis 3,50 nachm. eingegangenen Briefſendungen;
bei der 5. Beſtellung um 6,40 nachm.: die mit den Poſten
von 5,55 nachm. bis 6,10 nachm. eingegangenen
Brief=
ſendungen. Bei der 5. Beſtellung um 6,40 nachm.
wer=
den Einſchreibbriefe nicht abgegeben. An Sonn=
und Feiertagen findet nur eine Briefbeſtellung
um 8,00 vorm. ſtatt, die alle bis 7,30 vorm.
eingegange=
nen Briefſendungen mit Ausnahme der nicht eiligen
Druckſachen umfaßt. Die ſpäter eingehenden
Briefſend=
ungen und die nicht eiligen Druckſachen werden
Mon=
tags bei der 1. Beſtellung abgetragen. Die näheren
An=
gaben ſind aus dem im Schalteraum aushängenden
Poſt=
berichte erſichtlich, der auch für 25 Pfg. an den
Poſtſchal=
tern und durch die Briefträger zu beziehen iſt.
Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats September
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 151
Ochſen, 9 Bullen, 223 Kühe, 9 Jungrinder, 854 Kälber,
2456 Schweine, 207 Schafe, 3 Ziegen und 16 Pferde. —
Beanſtandet wurden: 58 Ochſen, 2 Bullen, 139 Kühe,
5 Jungrinder, 10 Kälber, 532 Schweine, 21 Schafe und
3 Pferde. — Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch
von: 9 Kühen, 1 Jungrind und 11¼ Schweinen. —
Bedingt tauglich war das Fleiſch von: ¼ Ochſen,
Kühen und 2¼ Schweinen. — Untauglich waren:
1 Kuh, 1 Schwein, 1 Pferd, 1306 Organe, 113 kg Fett
und 58½ kg Fleiſch von 770 Tieren. — Auf Trichinen
wurden unterſucht: 2456 im Schlachthaus geſchlachtete
Schweine, ſowie 2315,5 kg für hieſige Metzger
einge=
führtes friſches Fleiſch von 116 Schweinen. — Der
Nachunter ſuchung wurden unterzogen: 592 Sendungen
eingeführtes Fleiſch, enthaltend: 13093 kg Rindfleiſch,
2397 kg Schweinefleiſch, 730 kg Kalbfleiſch, 337 kg
Hammelfleiſch, 136 kg Ziegenfleiſch und 241 kg
Pferde=
fleiſch.
Das Reſidenztheater am Weißen Turm hat in
ſeinem heutigen neuen Programm u. a. kein Drama,
be=
titelt: „Schuld und Sühne”, ein Film von ungeheurer
realiſtiſcher Wickung. Von der Schiffswerft bis zum
Todesſturz ziehen am Auge des Beſchauers Bilder von
packender Spannung vorüber. Hier iſt ein heimatlicher
Film, welcher die ſpannendſten „Wild=Weſt=” und
Detektivgeſchichten in jeder Weiſe übertrifft, ſoweit
Schauſpielkunſt, Szenerie und photographiſche Qualität
in Frage kommen, geſchaffen worden. (Siehe Anzeige.)
Der erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
öffnet am Mittwoch mit wunderbarem Programm ſeine
Pforten wieder. Das Theater iſt vollſtändig renoviert
und mit den neueſten Apparaten der Lichtbildkunſt
aus=
geſtattet. Die Heizung wie Ventilation iſt eine
muſter=
gültige und wurde ein Apparat angebracht, der ſofort beim
Entſtehen eines Filmbrandes das Theater von dem
Apparatenraum feuerſicher abſchließt. (Siehe Anzeige.)
Ch. Jugenheim, 8. Okt. Man ſchreibt uns: Der
Friedensbrunnen von Daniel Greiner, der mit
ſeinem formſchönen Waſſerbecken aus rotem Sandſtein
und dem friſchen Wanderburſch die Augen aller Beſucher
auf ſich zieht, wird nun auch mit etlicher Veränderung
und als Brunnenfigur die Geſtalt eines Schmieds in der
ſächſiſchen Stadt Regis als Marktbrunnen ſtehen.
Zu=
gleich hat das ſtädtiſche Muſeum in Halle eine Anzahl
ſeiner Plaketten und Medaillen erworben. Auch das
Albert=Muſeum in Dresden beſitzt ſolche, wie das
ſtädtiſche Muſeum in Leipzig und Köln. Wir freuen
uns, wenn auswärtige Städte den ernſten Künſtler
ſchätzen, der in ſeiner eigenen Heimat noch ſchwer mit
all=
gemeiner Anerkennung zu kämpfen hat.
h- Von der Bergſtraße, 8. Okt. Der Weinherbſt
nimmt am Donnerstag in Bensheim und Zwingenberg
und am Montag in Auerbach ſeinen Anfang. Leider iſt
der Ertrag der Weinberge gering und auch die Qualität
iſt nicht die beſte. Das Wetter in den Monaten Auguſt
und September hat die Weinernte ſehr beeinträchtigt.
Dagegen iſt die Kartoffelernte eine ſo reiche, wie
ſchon ſeit vielen Jahren nicht mehr. Selbſt die kleinſten
Leute legen Jungſchweine ein, um auf dieſe Weiſe den
reichen Kartoffelſegen zu verwerten.
Groß=Gerau, 8. Okt. Hier fand der
Kreisfeuer=
wehrtag (3. Verbandstag) ſtatt. Eröffnet wurde die
Feier mit einer Delegiertenverſammlung, der auch
Kreis=
rat Geh. Regierungsrat Dr. Wallau und Kreisamtmann
Schneider beiwohnten. Kreisfeuerwehrinſpektor Medikus=
Gernsheim leitete die Verhandlungen mit einem Hoch auf
den Landesfürſten ein, Beigeordneter Urban hielt die
Be=
grüßungsanſprache. Ein Vortrag des 2. Vorſitzenden H.
Münker=Guſtavsburg über die Gefahren der elektriſchen
Leitungen gegenüber den Feuerwehren wurde mit großem
Intereſſe entgegengenommen. Der 4. Verbandstag ſoll in
Kelſterbach abgehalten und zugleich das 20jährige
Jubi=
läum der dortigen Freiwilligen Feuerwehr begangen
wer=
den. Im Gaſthaus „Zur Krone” wurde dann das
Feſt=
eſſen, an dem ſich 35 Herren beteiligten, eingenommen.
Mittags 3 Uhr wurden Uebungen durch die Groß=Gerauer
Wehren vorgeführt. Nach der Verteilung von
Ehrenprei=
ſen an die Mitglieder mit 20, 15 und 10jähriger Dienſtzeit
fand in der Turnhalle ein Kommers ſtatt, wobei
Bürger=
meiſter Arnold und Beigeordneter Urban Anſprachen
hielten.
Offenbach, 8. Okt. Am 1. November ſcheidet
Poſtdirek=
tor Emil Henricy nach 49jähriger Tätigkeit aus dem
Staatsdienſt, um in den Ruheſtand überzutreten. Die
letz=
ten 14 Jahre ſeiner amtlichen Laufbahn hat Direktor
Hen=
ricy als Chef des Offenbacher Poſtweſens zugebracht und
ſich in dieſen langen Jahren große Verdienſte um die
He=
bung des Poſtverkehrs in Offenbach erworben. — Als
der Vorarbeiter Hecker und der Maſchiniſt Wolf mit ihren
Frauen aus dem Wirtshaus heimkehrten, gerieten die
Ehe=
leute Wolf wegen eines geringfügigen Anlaſſes in einen
Wortwechſel. Der dadurch entfachte eheliche Streit nahm
ſo erregte Formen an, daß Wolf ſeine Frau ſchlagen wollte.
Hecker verſuchte den aufgebrachten Ehemann von ſeiner
Frau abzuwehren. Aufgebracht hierüber zog Wolf einen
Revolver aus der Taſche und feuerte kurzerhand auf
Hecker einen Schuß ab. Die Kugel drang dem
unglück=
lichen Vermittler in die linke Geſichtshälfte unterhalb des
Auges. Der Verletzte konnte ſich noch zur Sanitätswache
auf dem Wilhelmsplatz und von da aus, nachdem ihm ein
Verband angelegt worden war, nach dem Krankenhaus
begeben, wo er in bedenklichem Zuſtande
danie=
derliegt. Der Täter wurde verhaftet.
Offenbach, 8. Okt. Ein blutiges
Familien=
drama ſpielte ſich heute vormittag gegen ½11 Uhr in
der Querſtraße ab. In der Querſtraße 10 wohnte ſeit
einiger Zeit der 27 Jahre alte Mechaniker Adam Zipp
mit ſeiner Frau und einer elf Monate alten Tochter.
Während die Frau auf ihrer Arbeitsſtätte weilte, hat ſich
der Mann durch einen Revolverſchuß in die
rechte Schläfe getötet. Vorher brachte e ſeinem
Töchterchen ebenfalls einen tödlichen
Kopf=
ſchuß bei. Nachbarn, die durch die Schüſſe aufgeſchreckt
wurden, alarmierten ſofort die Polizei und die
Sani=
tätswache. Die letztere konnte bei dem Lebensmüden nur
noch den Tod feſtſtellen und die Ueberführung ſeiner Leiche
nach dem Friedhofe anordnen. Das Kind lebte noch, ſtarb
jedoch bald danach im Krankenhaus. Die Urſache des
blutigen Dramas iſt nicht feſtgeſtellt. Es ſcheint ſich um
ein Familienzerwürfnis zu handeln.
Hirſchhorn, 8. Okt. Heute nachmittag 3,30 Uhr
ereig=
nete ſich im hieſigen Städtchen ein
beklagenswer=
ter Unglücksfall, dem ein Menſchenleben zum
Opfer fiel. Ein mit zwei jungen Pferden beſpanntes
Fuhrwerk aus Finkenbach hielt an der Bahnhofsſtraße
unweit der Güterhalle, während der Fuhrmann mit dem
Verladen von Gütern beſchäftigt war. Durch irgend
welche Urſache wurden die Pferde ſcheu und raſten mit
dem Wagen die etwas abſchüſſige Bahnhofsſtraße hinab.
Um etwaiges Unheil auf der belebten Straße zu
ver=
meiden, ſtellte ſich der gerade des Weges kommende
Alt=
bürgermeiſter Schwinn aus dem nahen Rothenberg
den Pferden entgegen, wurde jedoch von den
heißblüti=
gen Tieren niedergeriſſen, ſodaß die Räder über ihn
hinweggingen. Die Bruſt wurde ihm eingedrückt und
der raſch herbeieilende Arzt konnte nur noch den Tod
feſt=
ſtellen. Das Gericht war alsbald zur Stelle. Die
Unter=
ſuchung wird ergeben, ob den Fuhrmann eine Schuld
trifft. Der jähe Tod des opferfreudigen Mannes wird
allgemein ſehr bedauert.
Mainz, 8. Okt. Das zweijährige Mädchen
des Wirtes Willmann auf der Auguſtinerſtraße kam geſtern
nachmittag in der Küche dem Herd zu nahe und warf
einen Topf mit kochendem Waſſer um. Das Kind wurde
derart verbrüht, daß es bald ſtarb.
Gonſenheim bei Mainz, 8. Okt. Für den in Penſion
getretenen langjährigen Bürgermeiſter Becken
ſollte heute abend eine von Gemeinderat und
Bürger=
ſchaft veranſtaltete Abſchiedsfeier ſtattfinden.
Bürger=
meiſter Becker wurde geſtern abend in einer Wirtſchaft
vom Blutſturz betroffen und in bewußtloſem
Zuſtande nach Hauſe gebracht. Er ſtarb heute früh
½7 Uhr im 73. Lebensjahre. Siebenundzwanzig Jahre
warin geſtern verfloſſen, ſeit Herr Bürgermeiſter Becker
durch das Vertrauen ſeiner Mitbürger an die Spitze der
Gemeindeverwaltung berufen ward. Welche große
An=
erkennung ſeine uneigennützige, gedeihliche Wirkſamkeit
fand, welch hohe Achtung er ſich durch ſeinen lauteren
Charakter, ſeine unwandelbare Pflichttreue und ſeinen
unerſchütterlichen Gerechtigkeitsſinn in allen Kreiſen der
Bevölkerung zu erwerben wußte: das zeigte die Tatſache,
daß er zweimal wiedergewählt wurde. Die Amtszeit
des jetzt verſtorbenen Bürgermeiſters fiel in eine ſehr
wichtige Entwicklungsphaſe Gonſenheims. Unter der
Amtsführung Beckers hat Gonſenheim einen großen
Aufſchwung genommen. Neue prächtige Ortsteile ſind
entſtanden, darunter Villen= und Gartenſtraßen, ſo ſchmuck
und freundlich, wie ſie nur wenig Vororte aufzuweiſen
haben. Man hat neue Straßen angelegt, eine Gasfabrik
errichtet, Gaslaternen mit Fernzündung in den Straßen
aufgeſtellt, eine neue Waſſerleitung geſchaffen u. a. m.
Dadurch aber hat Gonſenheim ſo viel gewonnen, daß es
die Aufwendungen wahrlich nicht zu beklagen braucht,
die es zur Verſtärkung ſeiner Anziehungskraft gemacht
hat.
Worms, 8. Okt. Ein Großh. heſſiſcher
Ver=
band für Flugweſen hat ſich unter dem Protektorat
des Großherzogs gebildet, der ſich die Schaffung von
Flugplätzen und Flugzeugen, die Förderung von Flügen
und Ausſtellungen, ſowie überhaupt die Belehrung der
Bevölkerung auf dieſem Gebiete zur Aufgabe macht.
Da=
von den größeren Städten des Landes in Worms allein
noch keine Ortsgruppe beſteht, hat der Großherzog Herrn
Oberſt von Behr beauftragt, die Gründung einer
ſol=
chen in die Wege zu leiten. Zu dieſem Zweck wird am
Freitag nächſter Woche im Feſthaus eine Verſammlung
abgehalten.
Volxheim, 8. Okt. Ein gräßlicher Unglücksfall
ereignete ſich geſtern beim Dreſchen in der Hofraite des
Landwirts Göttelmann von hier. Der an der
Dreſch=
maſchine beſchäftigte Arbeiter Surerus aus Frei=
Laubersheim rutſchte bei der Arbeit ab und ſtürzte
kopf=
über in die Trommel, die ihm den Kopf total zer
malmte. Der Bedauernswerte wurde als Leiche aus
der Maſchine herausgezogen.
Friedberg, 7. Okt. Die plötzlich eingetretene kalte
Witterung hat, wie ſich jetzt mehr und mehr
heraus=
ſtellt, den noch im Felde ſtehenden Früchten ſchweren
Schaden zugefügt, vor allem den Kohlarten und der
Dickwurz. Infolgedeſſen hat die Ernte eine
Beſchleunig=
ung erfahren, wie man ſie in der ganzen Wetterau noch
nicht erlebt hat. Arbeiten, die ſich ſonſt auf mehrere
Wochen verteilen ließen, werden jetzt in einigen Tagen
erledigt. Um die noch draußen ſtehenden Früchte ſobald
wie möglich einzuheimſen, hat man allerorten die ſchm
begonnene Zuckerrübenernte wieder eingeſtellt. Die hieſige
Fabrik Wetterau hat deshalb ihren Betrieb wieder ein
geſtellt, und alle Bitten und Drohungen der Fabrikleitung
um pünktliche Lieferung der vorgeſchriebenen Rübenmengs
bleiben erfolglos.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Okt. Der ehemalige
Leibſtallmeiſter Kaiſer Wilhelms I., Generalmajor Max
Eugen v. Meyer, der erſt hannoverſcher, dann
ſäch=
ſiſcher Offizier war und 1873 in preußiſche Dienſte trat,
iſt geſtern in Hamburg, wo er zu Beſuch weilte, geſtorben.
— Der Deutſche Pfadfinderbund hielt geſtern
im Grunewald eine große Heerſchau über zahlreiche aus
allen Teilen des Reiches nach Berlin
zuſammengekom=
mene Kompagnien ab Generalfeldmarſchall Freihern
von der Goltz hielt an die 1200 jugendlichen Streiter eing
herzhafte, an die ernſten Ziele des Bundes mahnende
Anſprache. Dann folgte ein großes Kriegsſpiel, dem
zahlreiche Damen und Herren, darunter der
Polizeipräſi=
dent v. Jagow und Staatsſekretär Dernburg, als Zu
ſchauer beiwohnten. — Der Leutnaknt Kindler von
brandenburgiſchen Feldartillerie=Regiment Nr. 18, der von
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 7. Oktober.
Zum erſten Male:
„Großmama”
Junggeſellenſchwank in 4 Aufzügen von Max Dreyer.
W-l. Zur Feier von Max Dreyers 50. Geburtstag
king heute deſſen ſog. Junggeſellenſchwank „
Groß=
mama” in Szene. Es war lobenswert, daß man zu
dieſem Tage ein neues, hier noch unbekanntes Stück
ein=
ſtudiert hatte, aber, wenn Max Dreyer keine beſſeren
Stücke geſchrieben und ſich durch ſie einen Namen gemacht
hätte, würde dieſes wohl unbekannt geblieben ſein. Das
Thema von dem durch den Treuebruch ſeiner Braut zum
Weiberhaſſer und Junggeſellen mit „erkaufter
Lebens=
anſchauung” gewordenen pommerſchen Gutsbeſitzer iſt
in den beiden erſten Akten ganz ulkig behandelt und
„man lacht”; die beiden letzten Akte aber, insbeſondere
die Umwandlung des Weiberhaſſers zum Weiberverehrer
und die Rückverſetzung der Großmama in den
Braut=
ſtand, ſind doch recht ſchwach, und das Intereſſe an der
Handlung wird hier nur noch durch die amüſanten
Dienſt=
boten=Epiſoden wach gehalten.
Mit der Rolle des miſogynen Freiherrn, die in ihrem
erſten Teile doch nur poſſenhaft iſt — wir wüßten
wenig=
ſtens nicht, wie man ſie anders auffaſſen könnte — fand
ſich Herr Jürgas gut ab Daß ſeine ſonſt glücklich
charakteriſierte innere und äußere Umwandlung wenig
überzeugend war, iſt nicht ſeine Schuld. Sein
Ver=
trauensmann und Faktotum, der dämliche Diener
Fried=
rich, wurde von Herrn Peterſen mit der ihm eigenen
trockenen Komik dargeſtellt. Den Küchentyrannen
Fehl=
haber, der den Zugang zum Herzen und Portemonnaie
feines Herrn durch deſſen Magen findet, verkörperte Herr
Schneider ſtilvoll. Das männliche Perſonal des
Freiherrn wurde durch den mehrere Poſten verſehenden
Arbeitsmann Duſel des Herrn Herrmann in beſter
Weiſe vervollſtändigt.
Das Ewig=Weibliche in erſter Generation verkörperte
die jugendliche Großmama der Frau Müller=
Ru=
dolph mit Energie und weiblicher Liebenswürdigkeit, für
die Rolle ihrer beiden noch jugendlicheren Töchter waren die
Damen Uttmann und Gothe charmante
Vertrete=
rinnen. Humorvoll und mit volkstümlicher Derbheit
ſpielten die Damen Artl und Mühlpfort die Rollen
der „geprüften Jungfer” und des Kindermädchens. Die
beiden kleinen Leutnantsrollen waren durch die Herren
Semler und Kroczak, die des Inſpektors durch
Herrn Knispel gut vertreten. Die Regie führte Herr
Hacker.
Das Publikum ſchien ſich gut zu amüſieren und
ſpendete lebhaften Beifall.
Konzerte.
mm. Das Wohltätigkeits= Konzert zum
Beſten der Barmherzigen Schweſtern, für deſſen
Zuſtande=
kommen ſeit langen Jahren Herr Hofkapellmeiſter Hofrat
W. de Haan unermüdlich tätig iſt, fand am Montag im
großen Saalbau=Saale unter ſtarker Beteiligung ſtatt. In
die Ausführung des unter der kundigen Leitung immer
ſorgfältig und intereſſant zuſammengeſtellten Programms
teilten ſich mehrere hieſige Künſtler, die ſich zum Teil
einem größeren Zuhörerkreis im Konzertſaal zum erſten
Male hier vorſtellten. Mit L. van Beethovens
geſang=
voller Romanze in G=dur wurde der Abend eröffnet und
gab dem jugendlichen Violiniſten Herrn Bruno
Stumpf von hier Gelegenheit, guten Vortrag mit
ruhi=
ger Sicherheit des Spieles zu verbinden; die gegen Schluß
des Abends weiterhin von ihm geſpielte ſchwierige
Fan=
taſie von Wieniawski über Motive aus Gounods Fauſt
ließ ſeine bereits weit vorgeſchrittene Technik und ſchöne
Bogenführung in Verbindung mit klangvoller Tongebung
erkennen. An Inſtrumentalſätzen, und zwar ebenfalls
von Beethoven, enthielt das Programm nur noch zwei
Sätze (Adagio und Allegro) aus einem Trio für zwei
Oboen und Engliſchhorn, einer damals häufiger
gebrauch=
ten Klangkombination von etwas herbem Charakter, aber
ganz unvergleichlicher Wirkung im Crescendo, den
akuſti=
ſchen Verhältniſſen des hohen Saales beſonders gut
ent=
ſprechend. Reizvoll tritt der etwas vollere Ton des
Eng=
liſchhorn unter der zarteren Begleitung der beiden ande
ren Inſtrumente in der Kantilene hervor; die Ausführung
durch die Herren Hofmuſiker Georg Kreß, Adam
Lang und Johann Saggau verdient volles Lob.
Die zwiſchen den, ſelbſtverſtändlich der allgemeinſten
warmen Aufnahme begegnenden Liedern vorgetragene
Ballade „Jung=Olaf” von Ernſt von Wildenbruch, mit
begleitender Muſik von Max Schillings, wurde, in ihrem
poetiſchen Gehalt großzügig aufgefaßt, mit belebtem
Vol=
trag von Herrn Rezitator Fredy Wiener geſprochen
Die feinſinnige und eigenartige Muſikbegleitung führte
Herr Hofrat de Haan muſtergültig am Flügel aus.
Der geſangliche Teil des Abends wurde von den
bei=
den Mitgliedern des Großh. Hoftheaters Frau Olga
Kallenſee und Herrn Auguſt Globerger
hervor=
ragend ſchön ausgeführt. In den erſten beiden Lieder
für Tenor von Schubert (Der blinde Knabe und
Gehei=
mes) führte Herr Globerger ſich auf das beſte ein
Eine klare und überall gut verſtändliche Ausſprache und
warmer Ton zeichnete den Vortrag aus. Glänzende
Stimmittel und eine leicht anſprechende Höhe traten iſ
den Liedern „Sonntag” von J. Brahms und „O komm
im Traum” von Fr. Liſzt hervor und ließen dem Sängel
mehrfachen Hervorruf zuteil werden, für den er durchdie
Zugabe von Brahms Salamander dankte. Die Lieder
für Sopran fanden ebenfalls eine beſonders warme
Auf=
nahme. Frau Olga Kallenſee gewann dem lieblichen
Mozartſchen Lied „Das Veilchen” und R. Schumann
„Aufträge” neue Reize ab, und der edle Wohlklang ihre
modulationsfähigen, weichen Sopranſtimme verband ſich
mit der Gemütstiefe, die ihren Vortrag erwärmt. Eink
glänzende Leiſtung war auch das ſprachlich meiſterhaff
gelungene und in franzöſiſcher Sprache geſungene
Chau=
ſon eſpagnole von L. Délibes, eine zündende Kompoſi
tion. Das von F. Weingartner ſehr hübſch vertonte nai
Schuhmacherlied von Carmen Sylva ſteht dem vorhel
gehenden an Wert kaum nach. Für den lebhaften Beifa
der dem Vortrage dieſer beiden Lieder folgte, dankte Fräu
Kallenſ= mit einem innig geſungenen Wiegenliedchen,
Nummer 238.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Seite 5.
14 Jahren deſertiert war, und ſeine Braut, die Tochter
eines Hofbuchdruckereibeſitzers in Frankfurt a. O.
ent=
führt hatte, weil der Vater der Braut die Ehe nicht
zu=
ließ, war im Frühjahr dieſes Jahres nach Deutſchland
zurückgekehrt und hatte ſich der Militärbehörde geſtellt.
Seine Angabe, daß er wegen Krankheit nicht früher habe
izurückkehren können, erwies ſich als falſch. Er wurde im
Mai wegen Fahnenflucht zu 9 Monaten Gefängnis und
Entfernung aus dem Heere verurteilt. Gegen dieſes
Ur=
teil legte er Berufung ein. Zu der heutigen Verhandlung
vor dem Oberkriegsgericht ſind zahlreiche ärztliche
Sach=
verſtändige und die entführte Braut, jetzige Gattin des
Angeklagten, als Zeugen geladen. Die Oeffentlichkeit iſt
wegen Gefährdung militärdienſtlicher Intereſſen für die
ganze Dauer der Verhandlung ausgeſchloſſen. — Die
Un=
ſtimmigkeiten zwiſchen dem Verein Berliner
Feuer=
wehrmänner und der Leitung der
Feuer=
wehr haben ſich verſchärft. Heute wurde den
Mann=
ſchaften der Feuerwehr die Aufforderung zugeſtellt,
bin=
nen drei Tagen aus dem Verein auszutreten. Der
Ver=
ein hatte ſeine Satzungen auf Veranlaſſung des
Polizei=
präſidiums kürzlich geändert, der Aenderung wurde die
Genehmigung verſagt. Der Verein nahm geſtern abend
eine Reſolution an, in der erklärt wird, daß die
Mitglie=
der ihrem Verein treu bleiben. — Im Grunewald geriet
heute aus noch nicht feſtgeſtellter Urſache der
Petro=
leumwagen eines Verſandgeſchäftes in Brand.
Die benachrichtigte Feuerwehr löſchte den Brand bald,
konnte aber nicht verhindern, daß das Fahrzeug völlig
zerſtört wurde. Der Kutſcher erlitt leichte Brandwunden.
Frankfurt, 8. Okt. Die Verhandlungen zwiſchen der
Stadtverwaltung Bad Orb und dem Militärfiskus über
den Walderwerb für den neuen
Truppenübungs=
platz des 18. Armeekorps haben ihren Anfang
ge=
nommen. Die Schätzung des von der Militärverwaltung
beſtimmten Sachverſtändigen, Kgl. Oberförſters Dreßler,
beläuft ſich auf 2054 176 Mark, wobei die in dem
Wald=
gelände befindlichen Quellen und Steinbrüche mit
berech=
net ſind. Der ſtädtiſche Sachverſtändige, Oberförſter
Schuſter, berechnet dagegen den Wert des Geländes ohne
Quellen und Steinbrüche auf 3345360 Mark. Somit
gehen die Schätzungen weit auseinander.
Wiesbaden, 7. Okt. Geſtern nachmittag ſtarb in
ſeiner Wohnung, Kleine Wilhelmſtraße, der
Generalleut=
mant z. D. Hermann v. Berger im 84. Lebensjahre.
E Lützelſachſen (Amt Weinheim), 7. Okt. Im
Gaſt=
chauſe des Wirtes und Metzgers Karl Bitzel „Zum Stern”
hier kehrte geſtern abend ein faſt 60 Jahre alter armer
Mann ein, der ſich auf der Wanderſchaft befand und hier
nächtigen wollte. Kurze Zeit, nachdem ſich der alte Mann
in dem im 3. Stock gelegenen Schlafzimmer zur Ruhe
be=
geben hatte, entſtand anſcheinend dadurch, daß der Fremde
unvorſichtig mit der brennenden Kerze umgegangen war,
ein Brand der den ganzen Dachſtuhl einäſcherte. Der
alte Mann, deſſen Perſonalien nicht bekannt ſind, hatte
ſich nicht mehr retten können. Heute früh wurde
ſeine verkohlte Leiche unter den Brandtrümmern
aufgefunden.
Metz, 7. Okt. Wie aus Hayingen mitgeteilt wird,
dürften die 9 bei der Gasexploſion bei der Firma de
Wendel Verwundeten, von denen keiner in Lebensgefahr
ſcchwebt, in einigen Wochen wiederhergeſtellt ſein. Der
Materialſchaden iſt weniger bedeutend, als man erſt
an=
nahm. Die drei Hochöfen ſind bereits wieder in Betrieb,
ie beiden anderen werden heute abend bzw. in einigen
Tagen wieder betriebsfähig ſein.
Trier, 7. Okt. Trierer Blättern zufolge hat der Froſt
int der letzten Nacht, der 6 Grad Kälte erreichte, die
Wein=
ernte an der Moſel, Saar und Ruwer zum Teil völlig
vernichtet. Nach der Trieriſchen Zeitung beziffert ſich der
Schaden auf Millionen.
Nebra a. d. Unſtrut, 7. Okt. Durch Entzündung von
Gaſen wurden auf dem Kaliſchacht zehn Arbeiter an
Hän=
den und Füßen verbrannt. Sie wurden ſämtlich in das
alleſche Krankenhaus „Bergmannstroſt” gebracht. Nach
Auskunft der Verwaltung beſteht für keinen der
Verun=
nglückten Lebensgefahr.
Nordhauſen, 8. Okt. Bei der Halteſtelle
Nieder=
gebra der Strecke Nordhauſen-Leinefelde ſind geſtern
lvon dem um 9 Uhr abends in der Richtung nach Nord=
Phauſen verkehrenden Güterzuge mehrere Wagen
ntgleiſt und mit ſolcher Wucht ineinander gefahren,
daß die Wagen ſich auf einander türmten und die Gleiſe
Atundenlang nach beiden Richtungen geſperrt waren. Von
Mordhauſen mußte ein Hilfszug mit Arbeitern nach der
Uinfallſtelle abgeſandt werden. Nach angeſtrengter
fünf=
ſtündiger Tätigkeit konnten die Züge wieder langſam
Waſſieren. Die Züge in der Richtung Halle-Kaſſel und
Maſſel-Halle erlitten durch den Unfall mehrſtündige
Ver=
ſpätungen und auf den Uebergangsſtationen war
keiner=
ei Anſchluß mehr zu erreichen. Der Materialſchaden iſt
Jedeutend.
Madrid, 8. Okt. Stürme und
Ueberſchwem=
mungen verheerten die Oſtküſte Spaniens. In Alicante
drangen die Fluten bis in die Häuſer. Ein Kind in der
Wiege wurde von den Fluten fortgetrieben und ertrank.
Der Schaden iſt bedeutend.
New=York, 7. Okt. Im Prozeß gegen den
Po=
lizeileutnant Becker begann heute die Auswahl
der Geſchworenen. Der vorſitzende Richter drohte dem
Hauptanwalt Beckers, Mac Intyre, er werde ihn aus dem
Saal entfernen laſſen, wenn er nicht ſeine beleidigenden
Angriffe gegen den Diſtriktsanwalt einſtelle. Das
Ge=
richtsgebäude iſt von einer großen Menſchenmenge
umge=
ben. Der Gerichtsſaal wird ſcharf bewacht, um das
Ein=
dringen von Perſonen mit verborgenen Waffen zu
ver=
hindern.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 8. Okt. In der Zweiten
Kammer traten heute zwei Ausſchüſſe zu Beratungen
zuſammen, der zweite (Geſetzgebungs=) und der vierte
(Petitions=)Ausſchuß. Der zweite Ausſchuß hatte ſich
mit nicht weniger als elf Anträgen des Abg.
Ulrich zu beſchäftigen, über die der Ausſchuß zur
Tagesordnung überging. Ein weiterer Antrag Ulrich
geht dahin, zu veranlaſſen, daß auf dem Wege der
Geſetz=
gebung beſtimmt wird, daß bei allen Vertagungen von
Terminen, bei welchen zu dem neuen Termin beſondere
Ladung nicht erfolgt, den bei der Verhandlung beteiligten
Perſonen ein einfacher ſchriftlicher Terminzettel, in
wel=
chem der neue Termin feſtgeſetzt iſt, ſofort ausgehändigt
werden ſoll. Der Ausſchuß iſt nur dafür, das
Miniſte=
rium zu erſuchen, im Wege der Inſtruktion anzuordnen,
daß gegebenenfalls ein ſogen. Terminvertagungszettel
eingehändigt wird. Der Antrag Henrich, die
Regier=
ung um Vorlage eines Geſetzentwurfs zu erſuchen, durch
welchen die Beſtimmungen des Wahlgeſetzes über das
Pluralwahlrecht und die das allgemeine Wahlrecht
ein=
ſchränkenden Kautelen beſeitigt werden, wurde gegen 2
Stimmen abgelehnt. Mehrere weitere
Beratungs=
gegenſtände wurden für eine ſpätere Sitzung
zurück=
geſtellt.
Der vierte Ausſchuß der Zweiten
Kam=
mer hatte ſich ebenfalls mit mehreren alten Anträgen
des Abg. Ulrich zu beſchäftigen, die gleichfalls abgelehnt
wurden. Betreffs des Antrags Molthan über die
Durchführung der Sonntagsruhe der
Eiſen=
bahnbedienſteten wurde beſchloſſen, die
Regier=
ung zu erſuchen, nähere Feſtſtellungen darüber zu
veran=
laſſen, in welcher Weiſe bei den anderen
Eiſenbahn=
direktionen dieſe Frage geregelt worden iſt. Der
An=
trag Diehl auf Abänderung des Weingeſetzes in dem
Sinne, daß bei Verſchnitt von ausländiſchem Wein mit
einem deutſchen Wein eine Kenntlichmachung dieſes
Ver=
ſchnitts unbedingt gefordert wird und damit die
Inter=
eſſen des deutſchen Weinbaues in gebührender Weiſe
ge=
ſchützt werden, wurde wegen Behinderung des
Antrag=
ſtellers zurückgeſtellt. Die Vorſtellung des
Landesver=
bandes deutſcher Militäranwärter, betr. die Beſetzung der
Kanzleigehilfenſtellen bei den Kollegialgerichten durch
Militäranwärter, wurde vom Ausſchuß einſtimmig als
undurchführbar abgelehnt. Der Antrag Soherr, betr.
die Abänderung des Art. 24 der Rheinſchiffahrtsordnung,
(Einführung des Lotſenzwangs uſw.) wurde abgelehnt,
weil ſeine Durchführung geſetzlich nicht möglich ſei.
Mehrere Vorſtellungen wurden von der Tagesordnung
abgeſetzt.
Angeſtelltenverſicherung und
Vertrauens=
männerwahlen.
* Die erſten Vertrauensmännerwahlen für die
Pen=
ſionsverſicherung der Privatangeſtellten ſtehen
unmittel=
bar vor der Tür. Als erſter unter den Angeſtellten=
Ver=
einen gab der Verein für Handlungskommis
von 1858, der für die Wahlen die Liſte A in Vorſchlag
gebracht hat, weiteren Kreiſen der Angeſtellten noch
ein=
mal Gelegenheit, ſich über die grundlegenden Prinzipien
der Penſionsverſicherung zu informieren. Für das
Refe=
rat der gut beſuchten Verſammlung war das Mitglied der
Siebener=Kommiſſion des Hauptausſchuſſes, Herr O.
Klopfer=Hamburg, gewonnen worden, der, nachdem
der zweite Vorſitzende des Vereins, Herr Krauſch, die
Erſchienenen kurz begrüßt hatte, ſich zunächſt über die
Or=
ganiſation der Angeſtelltenverſicherung verbreitete. Er
erörterte die Fragen: Wer iſt verſicherungspflichtig? Wer
kann ſich freiwillig weiter verſichern? Welchen Anſpruch
an Renten hat der Verſicherte für ſich und ſeine
Hinter=
bliebenen? uſw. Der Redner betonte dann die
Wichtig=
keit der Frage der Berufsinvalidität. Gerade der
Haupt=
ausſchuß habe ſich bemüht, den Begriff Berufsunfähigkeit
feſtzulegen. Leider ſeien die Wünſche der Siebener=
Kom=
miſſion in dieſer Beziehung nicht voll und ganz erfüllt
worden, aber glücklicherweiſe würde man wohl für ſpä=
ter mit einer anderweitigen Begrenzung des Begriffs
rechnen können. Der Redner hob ferner die ſegensreichen
Beſtimmungen eines eventl. vorbeugenden Heilverfahrens
bei den häufig auftretenden Berufskrankheiten der
An=
geſtellten hervor und gab Beiſpiele von
Rentenanſprü=
chen, die dem Verſicherten und ſeinen Hinterbliebenen je
nach der Anzahl der Beitragsjahre erwachſen. Auf das
Entſtehen des Geſetzes, als Frucht eines gemeinſamen
Zu=
ſammenarbeitens von Regierung und der dem
Haupt=
ausſchuß angehörenden Verbände eingehend, pries er
den Erfolg dieſer gemeinſamen Arbeit, deren Wert vor
allem in der Durchführung des
Selbſtverwaltungsprin=
zips beſtände. Den Angeſtellten ſei ein genügender
Ein=
fluß durch das Recht, die Hälfte der Vertrauensmänner
zu wählen, denen dann die Wahl der oberen Inſtanzen
obliegt. geſichert. Durch die Beſtellung des Herrn Dr.
Thiſſen als Referenten ſei der Verwaltung eine
durch=
aus unterrichtete Kraft zum Segen der Angeſtellten
bei=
gegeben worden. Der Redner drückte dann ſeine Freude
darüber aus, daß die dem Hauptausſchuß angehörenden
Verbände Einigkeit bei der Aufſtellung der Liſten gezeigt
hätten und ſich nicht in gegenſeitiger Eiferſucht
zer=
fleiſchten. Denn wertvoll ſei es doch für den
Angeſtell=
ten, daß endlich die allgemeine Zwangsverſicherung
er=
reicht worden wäre. Er ſchloß: Wenn wir einen Rückblick
auf das Zuſtandekommen der Verſicherung werfen, dann
werden wir finden, daß ſie von Arbeitgebern und
Ange=
ſtellten gleich ſympathiſch und freudig aufgenommen
wurde. Trotzdem ſind ihr Gegner entſtanden. Im Lager
gewiſſer Unternehmerkreiſe machten ſich Bedenken
gel=
tend und die Freie Vereinigung erhob ihre Forderung
des Ausbaues der Invalidenverſicherung, die
nament=
lich den Nachteil haben würde, daß der Begriff der
Berufsinvalidität hinfällig werden würde und daß die
Herunterſetzung der Altersgrenze unmöglich gemacht
wor=
den wäre. Man dürfe doch wohl ſagen, daß, wenn das
Geſetz auch nicht allen ſozialpolitiſchen Anſprüchen
ge=
nüge, es doch zu begrüßen ſei, wie die das Geſetz
gefähr=
denden Klippen glücklich umſchifft wurden.
Beklagens=
wert ſei es deshalb, daß von einer Anzahl von
Angeſtell=
ten der Verſuch gemacht wurde, das Geſetz zum Scheitern
zu bringen. Wer Kirchturmspolitik triebe, wer nur
Selbſtintereſſe vertrete, der habe kein Recht, ſich zu
er=
heben gegen das, was ſo große Verbände glücklich
er=
reicht hätten. Jeder Angeſtellte muß ſich darüber klar
ſein, daß Opfer gebracht werden müßten, ſollte etwas
erreicht werden. Das Geſetz würde ſegensreich wirken
trotz ſeiner Mängel, die Hauptſache ſei, daß erſt einmal
die Grundlage geſchaffen ſei, und mancher würde ſich
ſicherlich ſpäter mit ihm ausſöhnen, der jetzt nur ſeine
Mängel ſähe. Man ſollte die Vorteile betrachten und ſich
dementſprechend als Freund des Geſetzes bei den
Ver=
trauensmännerwahlen betätigen.
Die anſchließende lebhafte Diskuſſion zeitigte
einige unerfreuliche Momente, da in ſie durch die
auf=
tretenden Berufsvertreter der techniſchen
Angeſtelltenver=
bände der alte Zwiſt zwiſchen dieſen Verbänden
hinein=
getragen wurde. Als erſter Redner der Freien
Vereinig=
ung, die in drei Berufsvertretern des Bundes
techniſch=
induſtrieller Beamten zu Worte kam, nahm Herr Kramp
das Wort. Er wandte ſich gegen die geringe Höhe der
Renten und gegen die mangelhafte Feſtſetzung des
Be=
griffs: Privatangeſtellter und der Berufsinvalidität. Der
Hauptausſchuß habe nur für die Intereſſen einer
Ober=
ſchicht der Angeſtellten geſorgt. Dieſen Ausführungen
rat das Mitglied der Siebener=Kommiſſion, Herr
Archi=
tekt Kauffmann, vom deutſchen Techniker=Verband
ent=
gegen. Er warf unter teilweiſe erregten Zwiſchenrufen
vor, daß die Freie Vereinigung ſich zu Unrecht als
Ver=
treter des Fortſchritts aufſtelle, die Vereinigung treibe
vielmehr einen Keil in die Angeſtelltenſchar. Sei auch
das Geſetz nicht vollkommen, ſo ſei doch etwas erreicht,
was ausgebaut werden könne. Der Bund techniſch=
indu=
ſtrieller Beamten würde mit ſeinen Forderungen das
Geſetz vereitelt haben. Einen Ausbau der
Invaliden=
verſicherung zu erreichen, würde ein Ding der
Unmög=
lichkeit ſein. Als Realpolitiker muß man von ſolchen
Forderungen abſehen, weil ſie undurchführbar ſind.
End=
lich wies der Redner noch darauf hin, daß der Begriff:
„Angeſtellter” ſich aus der Praxis heraus ergeben wurde,
ſo ſchwierig es auch ſei, ihn in der Theorie feſtzulegen.
Die Hauptausſchußverbände, die das Geſetz zuſtande
ge=
bracht hätten, würden ſicherlich auch die Kraft haben, das
Geſetz durchzuführen. Einſtimmig ſei das Geſetz
ange=
nommen und es würde ſicherlich auch bahnbrechend
wir=
ken für einen weiteren Ausbau der
Invaliditätsverſicher=
ung. Das gemeinſame Ziel einige alle Verbände des
Hauptausſchuſſes trotz aller ihrer ſonſtigen Unterſchiede
und ihre gemeinſame Arbeit würde zum Erfolg führen.
Die weiteren Redner der Freien Vereinigung, die
Her=
ren Coén und Timb, wandten ſich hauptſächlich gegen die
niedrigen Rentenleiſtungen; auch Herr Kramp
polemi=
ſierte noch einmal heftig gegen den Hauptausſchuß. Die
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Waldemar v.
Baußners 3. Sinfonie „Leben” mit Schlußchor
anymed von Goethe) wurde von Profeſſor Arthur
Rikiſch für die philharmoniſchen Konzerte in Berlin
uigenommen; ihre Uraufführung hat in dieſem Jahr
nter Dr. Max von Schillings in Stuttgart ſtattgefunden.
Univerſitätsprofeſſor Hofrat Jakob Minor der
Pkannte Germaniſt und Literarhiſtoriker, ſpeziell
Goethe=
rſcher, iſt in Wien im 58. Lebensjahre geſtorben. Er
ver=
fentlichte u. a. „Chriſtian Felix Weiße und ſeine
Be=
ehungen zur deutſchen Literatur des 18. Jahrhunderts”
Studien zur Goethe=Philologie‟, „Johann Georg
amann in ſeiner Bedeutung für die Sturm= und
Drang=
priode” „Die Leiche und Lieder des Schenken Ulrich von
Winterſtetten‟. Die Schickſalstragödie in ihren
Haupt=
ürtretern”, „Schiller. Sein Leben und ſeine Werke‟
Alus dem Schiller=Archiv” „Neuhochdeutſche Metrik”,
Ferdinand von Saar”. „Goethes Fauſt.
Entſtehungs=
ſchichte und Erklärung”, „Goethes Fragmente vom
Alvigen Juden”.
— Die Folgen des politiſchen Siegs der Frau. Sehr
ſerkwürdig und wenig günſtige Eindrücke von den
Fol=
an, die die Beteiligung der Frauen am politiſchen Leben
ſwohl als Wählerinnen wie als Abgeordnete in
Finn=
lnd zur Folge gehabt hat, teilt die Engländerin Mrs.
Gith Solers mit, die früher etwa zehn Jahre im Lande
Uglebt hat und jetzt wieder zum Beſuch dorthin gekommen
i Die Veränderung, die ſich im Leben der finniſchen
auen vollzogen hat, ſcheint der engliſchen Beurteilerin
ihem Reiz als Frau und ihrem Nutzen für das
Volks=
llden nicht ſehr vorteilhaft geweſen zu ſein. Die
politi=
ſchn Frauen, ſo verſichert ſie, verlaſſen ihr Heim und
ver=
mhläſſigen ihre Kinder, wenn ſie ſolche haben, und ihre
ſtürlichen Aufgaben. Sie denken nur noch an ihre
Müchte und vergeſſen darüber oft ihre Pflichten. Sie
ſtinen nur noch wirklich glücklich zu ſein, wenn ſie in
öffentlicher Verſammlung eine Rede halten können, und
kein Problem ſcheint ihnen Schwierigkeiten zu bieten,
ſie wiſſen für alles eine Löſung oder glauben dies
wenig=
ſtens. Ein anderer charakteriſtiſcher Zug bei vielen
Frauen, die ſich dem politiſchen Leben ergeben haben,
iſt die Abneigung gegen das häusliche Daſein. Sie
arbeiten lieber den ganzen Tag in einem Bureau als
zwei Stunden in ihrem Hauſe. Kinder erfreuen ſich bei
ihnen augenſcheinlich keiner beſonderen Beliebtheit, und
wenn ſie vorhanden ſind, ſo halten es dieſe Frauen
mehr für eine Pflicht des Staates, ſich darum zu kümmern.
Jede Pflicht außerhalb des Hauſes, im Bureau oder
in irgend einer Verwaltung, gibt ihnen ſtärkere
Be=
friedigung als das Wirken einer Familienmutter. Man
braucht danach nicht erſt zu ſagen, daß die Dienſtboten in
dieſen Verhältniſſen ganz unumgänglich ſind; ſie wollen
weder das Mittagsmahl bereiten, noch ſonſt den
Haus=
halt verſehen, wenn im Parlamente eine intereſſante
De=
batte angekündigt wird. Es mag ſein, daß es ſich um
Begleiterſcheinungen eines erſt ſeit kurzem eroberten
Rechtes handelt, und auch die engliſche Beurteilerin
hebt hervor, daß die Frau in ihrer politiſchen Betätigung
ſchon ausgezeichnetes geleiſtet habe, in erſter Linie
in=
dem ſie faſt ganz den Alkoholismus unterdrückt hat.
* Eine Berufung an das Burgtheater. Das Wiener
Extrablatt bringt in ſeiner ſtets wohlgepflegten Rubrik
„Theatergeſſchichten” u. a. folgenden Scherz: Der Direktor
des Johann Strauß=Theaters erhielt dieſer Tage
folgen=
den Brief: „Sehr geehrter Herr Direktor! Verzeihen Sie
vielmals, wenn ich um meine Entlaſſung aus Ihrem
Theater ergebenſt bitte. Ich habe eine Berufung in das
Burgtheatſer bekommeſt. Ich bitte, überzeugt zu
ſein, daß ich meine Stellung in Ihrem Hauſe nicht
ver=
laſſen hätte, aber im Burgtheater iſt mehr Einkommen
und bei den teueren Zeiten ſpielt das eine große Rolle.
Nochmals erſuche ich, nicht ungehalten zu ſein. Mit
Hand=
kuß und Empfehlung Eliſabeth N.‟ Der Direktor drehte
das Papier hin und her, dann blätterte er in den
Perſo=
nalſtandsausweiſen ſeines Hauſes — eine Eliſabeth N.
war nicht zu finden. Der Regiſſeur wurde geholt, auch
ihm klang der Name nicht bekannt. Endlich kam
Auf=
klärung vom Hausinſpektor: Eliſabeth N. war
Aus=
hilfstoilettefrau! Während die Herren über den
ſonderbaren „Fall” lachten, klopfte es und herein trat ein
ſauber gekleidetes Mütterchen, das ſich als Eliſabeth N.
vorſtellte. „Aha”, rief der Direktor aus, „Sie wollen
uns verlaſſen, weil Sie im Burgtheater mehr
Einkom=
men erwarten. Alſo, meinetwegen. Obwohl es mir leid
tut, eine verläßliche Frau zu verlieren. Leben Sie wohl
und viel Glück!” Mit vielen Verbeugungen nahm die
Matrone die freundlichen Worte des einſtigen Prinzipals
entgegen. Man merkte ihr aber an, daß ſie noch etwas
auf dem Herzen trug: „Nicht wahr, Herr Direktor,” kam
es zögernd von den Lippen der Frau, „wenn Sie einmal
in das Burgtheater kommen, werdens an meiner Tür
nicht vorübergehen?!” Mit einem zuſtimmenden Beſcheide
humpelte ſie zur Tür hinaus.
C. K. Der Schutz der Hummer. Die einſt blühenden
Hummerfiſchereien bei Neufundland ſind heute nahezu
erſchöpft, ſo daß die Regierung der Inſel einen Kredit
zu ihrem Schutze bewilligt hat. Noch im Jahre 1889
er=
gab der Hummernfiſchfang über 76000 Kiſten; 1900 waren
es nur noch 29000. Der Verluſt beträgt alſo etwa 1 Mill.
im Jahre. Um nun die Hummern zu ſchützen, wird
man in den geeignetſten Buchten acht Gehege anlegen,
die durch Eiſengitteyabgeſchloſſen werden, und etwa. 20 000
weiblliche Hummern einſetzen. Mit Motorbooten ſoll den
Hummern die Nahrung zugeführt werden, die in
Ueber=
reſten vom Hering beſteht. Wenn alle Eier entwickelt ſind,
werden die Gitter entfernt und die Hummern wieder in
Freiheit geſetzt. Kann man auch den übermäßigen
Fiſch=
fang nicht verhindern, ſo hofft man doch durch dieſe
Maßregeln eine ſehr ſtarke Vermehrung der Tiere zu
erzielen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
Herren Kaufmann und Klopfer wieſen dann in einem
Schlußwort die erhobenen Angriffe zurück. Die
Ver=
ſammlung fand erſt gegen 1 Uhr ihr Ende.
Kongreſſe und Verbandstage.
Achter Chriſtlicher Gewerkſchaftskongreß.
II.
— Dresden, 7. Okt. Die Verhandlungen des achten
Chriſtlichen Gewerkſchaftskongreſſes leitete, wie ſchon
ge=
meldet, eine Begrüßungsverſammlung im
Zoologiſchen Garten ein, zu der Vertreter der Regierung,
der Stadt, ſowie verſchiedene Abgeordnete und die Führer
der chriſtlichen Gewertſchaftsbewegung nahezu vollſtändig
erſchienen waren. Außerdem hatte auch die ſächſiſche
Staatsregierung, die Generaldirektion der
Staatseiſen=
bahnen, das ſächſiſche Konſiſtorium und andere Behörden
Vertreter entſandt. — Nach einer längeren Anſprache des
Reichstagsabgeordn. Behrens wurde ein
Begrüßungs=
ſchreiben des Reichskanzlers bekannt gegeben,
wor=
auf der Vorſitzende Reichstagsabgeordneter Schiffer
einen Rückblick auf den von vornherein verpfuſchten
Berg=
arbeiterſtreik gab, an dem ſich die chriſtlichen Bergarbeiter
nicht beteiligt haben, und in welchem er hervorhob, daß
die Ausſichten der chriſtlichen Gewerkſchaften durchaus
gute zu nennen ſeien, da ſie heute bereits eine halbe
Mil=
lion Mitglieder zählen. — Biſchof Schäfer= Dresden
hob hervor, daß tatſächlich ein geſundes
Zuſammenarbei=
ten innerhalb der chriſtlichen Gewerkſchaften möglich iſt,
wenn mit wahrer Liebe gearbeitet werde. — Nachdem
vom Generalſekretär Stegerwald bekannt gegebenen
Jahresbericht beträgt die Mitgliederzahl rd. 350 000.
Der Bericht behandelt weiter die Reichsfinanzreform die
Reichsverſicherungsordnung und ganz beſonders die
Stel=
lung zu den freien Gewerkſchaften. Der Referent fügte
ſeinen Ausführungen noch an, daß die chriſtlichen
Ge=
werkſchaften weitergehende Beſtimmungen zum Schutze
der Arbeitswilligen ablehnen, da die jetzigen
Beſtimmun=
gen vollſtändig ausreichen. — In der Diskuſſion
wurde ein entſchiedeneres Vorgehen der Reichsregierung
gegen die Fleiſchteuerung, ſowie die Forderung nach
Auf=
hebung bezw. Ermäßigung der Zölle und endlich auch das
Verhalten der gelben Gewerkſchaften beim letzten Streik
im Ruhrrevier beſprochen. Die vorliegenden Anträge
wurden zum Teil angenommen, zum Teil dem Ausſchuß
zur Beratung überwieſen.
Im Anſchluß hieran erſtattete Generalſekretär
Ste=
gerwald=Köln einen Vortrag über „Die Stellung
der chriſtlichen Gewerkſchaften zu den
politiſchen und geiſtigen Kämpfen der
Gegenwart‟ Er hob einleitend das ſtarke Wachstum
der chriſtlichen Gewerkſchaften hervor und ſtreifte die
ver=
ſchiedenen Arten der Gegner, die offen oder verſteckt gegen
die chriſtlichen Gewerkſchaften arbeiten. Er kam dann auf
den Gewerkſchaftsſtreit im katholiſchen Lager zu ſprechen
und lehnte namens der chriſtlichen Gewerkſchaften für die
berufswirtſchaftliche Tätigkeit der Arbeiter die
konfeſſio=
nelle Organiſationsform ab. Der Redner betonte, daß
heute ſämtliche Biſchöfe auf dem Standpunkte der
chriſt=
lichen Gewerkſchaften ſtehen, daß im Lager der katholiſchen
Fachabteilungen eine große Enttäuſchung herrſche und
die chriſtlichen Gewerkſchaften in der Zukunft bleiben
werden, was ſie in der Vergangenheit waren. Es wurde
ſodann folgende Reſolution vorgelegt: „Die
chriſt=
lichen Gewerkſchaften ſind aus den ſozialen und
wirt=
ſchaftlichen Verhältniſſen Deutſchlands und aus dem
Werdegang der deutſchen Arbeiterbewegung andererſeits
hervorgewachſen. Sie verkörpern nicht die
Emanzipa=
tionsbewegung der Lohnarbeiterklaſſen nach allen
Richt=
ungen, ſondern haben gleich bei ihrer Gründung ihre
Aufgaben und Beſtrebungen auf ein Teilgebiet begrenzt:
die Wahrung der Arbeiterintereſſen gegenüber den
Ar=
beitgebern bei der Geſtaltung und Fortentwicklung des
Arbeitsverhältniſſes und was damit zuſammenhängt. Die
ſozialdemokratiſche Arbeiter= und gewerkſchaftliche
Bevöl=
kerung ſteckt ihre Ziele weiter. Eine Arbeiterbewegung, die
in Deutſchland ſich auf die Dauer neben der
ſozialdemo=
kratiſchen behaupten will, muß der ſozialdemokratiſchen
Gedankenwelt eine andere entgegenſtellen. Alſo bedarf die
chriſtliche Gewerkſchaftsbewegung einer Ergänzung. Dieſe
iſt in Berückſichtigung der deutſchen Verhältniſſe nur
mög=
llich dadurch, daß ſich die Arbeiter zur Pflege ihrer
ſtaats=
bürgerlichen und geiſtig=ſittlichen Ideale ohne Unterſchied
des Berufes in konfeſſionelle Arbeitervereine
zuſammen=
ſchließen, während die wirkſame Geltendmachung von
wirtſchaftlichen Intereſſen der Arbeiter deren umfaſſenden
Zuſammenſchluß auf beruflicher Grundlage erfordert, was
eine Trennung nach Konfeſſionen ausſchließt. Soll in
Deutſchland eine nicht ſozialdemokratiſche
Gewerkſchafts=
bewegung ein bedeutſamer Faktor ſein, und ſich
gegen=
über dem Standpunkte neutraler Arbeitgeberverbände
durchſetzen, ſo kann ſie ſich nicht auf die Anhänger einer
Partei oder Konfeſſion beſchränken. Der Kongreß tritt
daher in Sachen des Gewerkſchaftsſtreites den früheren
Erklärungen des Vorſtandes in allen Punkten bei:
Orga=
niſationsform und Charakter der chriſtlichen
Gewerkſchaf=
ten haben ſich in faſt 15jähriger Praxis bewährt. Die
chriſtlichen. Gewerkſchaften bleiben daher auch in Zukunft
in den bisher bewährten Bahnen.”
Die Reſolution wurde einſtimmig angenommen.
Internationale Ausſtellungskonferenz.
* Berlin, 8. Okt. Die Internationale
Aus=
ſtellungskonferenz wurde heute von
Staats=
ſekretär v. Kiderlen=Wächter mit einer Rede in
franzöſiſcher Sprache eröffnet, die in der Ueberſetzung wie
folgt lautet: Meine Herren! Im Namen Seiner Majeſtät
des Kaiſers und der kaiſerlichen Regierung habe ich die
Ehre, Sie willkommen zu heißen. Gleichzeitig darf ich
der lebhaften Genugtuung darüber Ausdruck geben, daß
unſere Einladung eine ſo freundliche Aufnahme bei Ihren
Regierungen gefunden hat. Ich brauche Sie nicht an den
Zweck zu erinnern, zu dem wir uns verſammelt haben.
Es handelt ſich um den erſten Verſuch, eine Reihe von
Problemen international zu regeln, die ſich auf dem
Ge=
biete des Ausſtellungsweſens darbieten. Die erſte
An=
regung zu einer ſolchen Regelung iſt von dem Comité
Permanent d’Expoſition ausgegangen, deren angeſehenen
Vertreter wir heute hier zu begrüßen die Ehre haben.
Die erſte Konferenz dieſes Komitees, die im November
1907 in Paris eine Reſolution gefaßt, in der eine
inter=
nationale Regelung gewiſſer auf das Ausſtellungsweſen
bezüglicher Fragen als wünſchenswert bezeichnet wurde.
Die ſtändige Ausſtellungskommiſſion für die deutſche
In=
duſtrie, der die bedeutendſten Mitglieder des deutſchen
Gewerbefleißes angehören, hat ſeinerzeit der kaiſerlichen
Regierung von dieſer Reſolution Kenntnis gegeben und
die Einberufung einer diplomatiſchen Konferenz angeregt.
Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Wichtigkeit
der Fragen, die dieſes weite Gebiet des Wirtſchaftslebens
umfaſſen, eine internationale Verſtändigung erwünſcht
er=
ſcheinen läßt, hat die kaiſerliche Regierung geglaubt, der
Einberufung einer ſolchen Konferenz nähertreten zu ſollen,
und das kann ich mit Genugtuung feſtſtellen, daß Sie
hierbei die Zuſtimmung der Regierungen, an die Sie ſich
wandten, gefunden hat.
Wenn ſie in dieſem Fall die Initiative ergriff, ſo hat
ſie dies, wenn ich mich ſo ausdrücken darf, als neutraler
Staat getan. Das Deutſche Reich hat bisher
Weltaus=
ſtellungen nicht veranſtaltet. Meine Herren! Wir wiſſen
alle, daß bei internationalen Ausſtellungen auf der einen
Seite die wirtſchaftlichen Kräfte der Völker eine große
Rolle ſpielen, daß ſie ein beſonders geeignetes Kampffeld
für den friedlichen Wettſtreit der Nationen auf allen
Ge=
bieten des wirtſchaftlichen Lebens bilden und daß ſie
ge=
eignet ſind, die Nationen wixtſchaftlich und politiſch
einander näher zu bringen, und daß ſie ſich dabei beſſer
kennen lernen. Auf der anderen Seite iſt nicht zu
ver=
kennen, daß die Zahl der Ausſtellungen von Jahr zu Jahr
zunimmt und daß infolge der Häufigkeit dieſer
Veranſtal=
tungen eine gewiſſe Ausſtellungsmüdigkeit in induſtriellen
Kreiſen zu bemerken iſt. Dieſer Zuſtand birgt ohne
Zweifel Gefahren in ſich. Sie werden zu prüfen haben,
ob es nicht möglich iſt, internationale Normen zu ſchaffen,
die einer zu ſchnellen Aufeinanderfolge der Ausſtellungen
vorbeugen. Ich verkenne zwar nicht, daß es eine
ſchwie=
rige Aufgabe ſein wird, die verſchiedenen hierbei in
Be=
tracht kommenden Intereſſen gegeneinander abzuwägen.
Auf der anderen Seite würde es von großem Nutzen für
alle Beteiligten ſein, wenn es gelänge, dieſe Intereſſen
auf einer mittleren Linie zu vereinigen. Sie werden ſich
ferner mit der Klaſſifizierung der Ausſtellungen und mit
verſchiedemen ſonſtigen Oyganiſaſtionsfragen zu
beſchäf=
tigen haben. Auch werden Sie zu erörtern haben, ob
nicht gewiſſen Mißſtänden, die ſich in das Gebiet des
Aus=
ſtellungsweſens eingeſchlichen haben, ein Riegel
vorge=
ſchoben werden kann. Ein weites Feld harrt ſonach Ihrer
Tätigkeit. Ich hoffe und wünſche, daß Ihre Arbeiten von
Erfolg gekrönt ſein mögen, daß ſie von Nutzen ſeien für
alle Staaten, deren Vertreter uns die Ehre erwieſen haben,
unſerer Einladung zu entſprechen. Seien Sie überzeugt,
daß die kaiſerliche Regierung alles aufbieten wird, um
Ihre Arbeiten zu erleichtern und Ihnen den Aufenthalt
in Berlin ſo angenehm als möglich zu geſtalten. Hiermit
erkläre ich die Internationale Ausſtellungskonferenz für
eröffnet.
Nach dem Staatsſekretär ergriff zunächſt der
franzöſiſche Botſchafter Cambon das Wort,
in=
dem er verſicherte, daß alle Teilnehmer der
Kon=
ferenz guten Willen und Eifer mitbrächten, die alle
Schwierigkeiten überwinden würden. Er warf dann
einen Rückblick auf die bisherigen Weltausſtellungen und
auf die Vorgeſchichte der Konferenz. Alle Regierungen
hätten ſich beeilt, auf die deutſche Anregung einzugehen,
alle hegten den lebhaften Wunſch, eine Verbeſſerung und
Geſundung der Regeln für die großen induſtriellen
Wett=
bewerbe herbeizuführen, wo alle Nationen mit Waffen
kämpften, welche Reichtum, Wiſſenſchaft, Kunſt und
menſchlicher Erfindungsgeiſt ihren Arbeitern an die Hand
gegeben habe. Es werde aber auf den internationalen
Ausſtellungen nicht nur gekämpft; man lerne von
einan=
der und erhalte Anregungen zu neuen Fortſchritten. Die
Ausſtellungen ſeien daher ein machtvolles Werkzeug der
Ziviliſation, ſeien aber zugleich ein Friedenswerkzeug,
denn das Schauſpiel, welches ſie bieten, führe die
Natio=
nen dazu, ſich beſſer zu verſtehen und ſchätzen zu lernen.
Deutſchland, ſo groß im Reiche der Gedanken, ſei heute
eine gleiche Macht auf wirtſchaftlichem Gebiet. Die
Ent=
wickelung ſeiner Induſtrie und ſeines Handels werde
ein Kennzeichen unſerer Zeit bilden und werde in der
Ge=
ſchichte ein Ehrentitel für die Regierungszeit des
Herr=
ſchers ſein, welcher die Geſchicke dieſes Reiches lenkt.
Anſchließend an dieſe Worte richtete der Botſchafter an
den Staatsſekretär die Bitte, dem Kaiſer den Dank aller
Teilnehmer an der Konferenz für den ihr ſeitens der
deutſchen Regierung gewordenen Empfang auszuſprechen
und Seiner Majeſtät die Huldigung der Verſammlung
zu übermitteln.
Hierauf übergab Staatsſekretär v. Kiderlen=
Wächter den Vorſitz dem Führer der deutſchen
Delegier=
ten, Unterſtaatsſekretär im Reichsamt des Innern
Rich=
ter, welcher ſein Amt mit einer längeren Anſprache
übernahm. Er erinnerte auch ſeinerſeits an die
bisheri=
gen Weltausſtellungen, insbeſondere an die unvergeßliche
Pariſer Ausſtellung im Jahre 1900, und charakteriſierte
im Anſchluß daran die ungeheure innere Entwickelung
und Bereicherung des Ausſtellungsweſens. Die Eigenart
einer Ausſtellung ſei aufs engſte verknüpft mit dem
all=
gemeinen geiſtigen und wirtſchaftlichen Leben der Nation,
welche ſie veranſtalte, und werde durch eine Anzahl
wich=
tiger Faktoren beſtimmt, ſo die wirtſchaftliche Kraft
der Nation, die Innigkeit der Beziehungen zwiſchen
Re=
gierung und Induſtrie, die geographiſche Lage uſw. Es
ſei alſo nicht zu verwundern, daß es ſo ſchwierig ſei, eine
zuverläſſige Grundlage für ein Urteil über die
Nützlich=
keit und über die Nachteile der Ausſtellung zu gewinnen,
da die Geſichtspunkte, unter denen ſie betrachtet würden,
zu verſchieden ſeien. Das gelte ebenſo für die
Ausſtel=
lungen ſelber, wie für ihre Organiſation, die ſo viele
Fragen des Rechts und der Geſetzgebung berühre, welche
angeſichts der Vielgeſtaltigkeit nur auf dem Wege der
internationalen Verſtändigung gelöſt werden, die ſich
langſam aus der Reihe der Ausſtellungen entwickele. Der
Redner wies dann ebenfalls auf die Bedenken hin, welche
auch aus inneren Gründen gegen die zu häufige
Wieder=
holung der Ausſtellungen ſich erheben, insbeſondere der
großen Weltausſtellungen. Bei den Spezialausſtellungen
werde das Bedürfnis der Einſchränkung minder dringend
ſein. Exzellenz Richter machte ſodann noch eine Anzahl
von Fragen namhaft, mit denen ſich die Konferenz zu
beſchäftigen haben werde, ſo die Frage der Klaſſifikation
der Ausſtellungen, die zollamtliche Behandlung der
Aus=
ſtellungsgegenſtände, den Eiſenbahntransport, die
Orga=
niſation der Jury, die Herſtellung allgemeiner
Grund=
lagen für die Preisverteilung uſw. Eine gewiſſe
Zurück=
haltung werde ſich die Konferenz in Sachen des Urheber=
und Erfinderrechts aufzuerlegen haben, da dieſe Fragen
in ſo engem Zuſammenhang mit der inneren Geſetzgebung
der verſchiedenen Länder ſtehen. Die deutſche Regierung
werde mit größter Unparteilichkeit alle Geſichtspunkte
diskutieren, welche von dem ihrigen abweichen ſollten
und jeden Gegenvorſchlag anhören, welcher geeignet ſei,
die Konferenz dem erſehnten Ziele näher zu bringen und
eine internationale Regelung des Ausſtellungsweſens
herbeizuführen, welche alle Staaten befriedige. — Die
Konferenz ging ſodann zur Beratung ihrer
Geſchäfts=
ordnung über. Durch die Annahme der Geſchäftsordnung
wurde der Vorſitz Deutſchland übertragen. Die
Verhand=
lungen der Konferenz ſollen vertraulich ſein; es ſollen
keine Mitteilungen darüber an die Preſſe gelangen.
Luftfahrt.
* Frankfurt, 8. Okt. Das Luftſchiff „Viktoria
Luiſe” unternahm heute vormittag eine Fahrt in die
Umgebung Frankfurts, an der folgende Perſönlichkeiten
teilnahmen: Prinz und Prinzeſſin Friedrich Karl
von Heſſen, Erbprinzeſſin Eliſabeth=Leopold von
An=
halt, Prinz Friedrich Wilhelm von Heſſen, fernen die
Prinzen Maximilian, Philipp, Chriſtoph, Wolfgang und
Richard von Heſſen, ſowie der Konſul von Baſſermann.
Für heute nachmittag iſt das Luftſchiff von dem Inhaber
der bekannten Wiesbadener Sektfirma Henkell gechartert.
* Friedrichshafen, 8. Okt. Bei der geſtrigen
Abendfahrt des Marineluftſchiffes hat ſich
die Funkentelegraphie vorzuglich bewährt. Heute werden
die Probefahrten zur Erprobung der Eigengeſchwindigkeit
und der Höhenſteigung fortgeſetzt. Am Mittwoch iſt
Ruhe=
tag. Für Donnerstag iſt eine 50ſtündige Fernfahrt nach
Berlin geplant.
* Friedrichshafen, 8. Okt. Das
Marine=
luftſchiff „L. 1‟ iſt heute vormittag 10.06 Uhr zu einer
neuen Probefahrt aufgeſtiegen, die trotz des ziemlich
trü=
ben Wetters wohl auf eine längere Zeit als geſtern
aus=
gedehnt werden ſoll. Dieſelbe wird
Geſchwindigkeits=
meſſungen dienen und ſich möglicherweiſe auch zu einer
Höhenfahrt geſtalten.
* Friedrichshafen, 8. Okt. Das
Marine=
luftſchiff iſt von ſeiner Probefahrt um 11.50 Uhr glatt
gelandet.
Luftpoſtverbindung Deutſchland=
Kopenhagen? Aus Kopenhagen wird gemeldet:
Nach einem Abendblatt hätte die deutſche
Poſtver=
waltung der däniſchen vorgeſchlagen, eine
regel=
mäßige Luftpoſt zwiſchen Deutſchland und
Kopen=
hagen zu etablieren, die namentlich dann in Funktion zu
treten hätte, wenn die ungünſtigen Eisverhältniſſe den
regelmäßigen Poſtverkehr zwiſchen dem Kontinent und
den nordiſchen Ländern unterbrechen.
Sport.
* Schlittſchuhklub=Sportverein Darmſtadt. Das
Lawn=Tennis=Städtewettſpiel Mannheim gegen
Darmſtadt nahm bei kaltem, aber ſchönem Wetter den
beſten Verlauf. Durchweg waren es ſchöne Spiele die
zum Austrag kamen und denen das zahlreich anweſende
Publikum mit größter Spannung folgte. Anfangs ſchien
der Erfolg den Mannheimer Gäſten zufallen zu wollen,
ſtanden doch die errungenen Punkte ſchon 5 zu 0, dann
aber konnte Darmſtadt einen Sieg nach dem anderen
buchen, und als am Abend gegen 5,30 Uhr alle Spiele
programmäßig erledigt waren, war das Ergebnis ein
über Erwarten günſtiges. Darmſtadt ſiegte über
Mannheim mit 18:9 Punkten, 40223 Sätzen und 337:266
Spielen. Von ganz beſonderem Intereſſe waren die
Siege von Frl. Maaß über Frau Roechling (Larida) ¾, ½, von Frl. E. Koch und Frl. Flinſch über
Frl. Marum, die erſtere mit ¾, ½, die letztere mit
½, ¾, ¾, ferner das Herren=Doppelſpiel
Lichten=
ſtein=Schüler gegen Klopfer=Oppenheimer ¾, ¾
Außer den ſchon Genannten ſpielten für Darmſtadt noch
Frl. Goldſchmidt, Frau Wernher, Frl. C. Parcus, ſowie
die Herren Dr. Fitting, Sander, H. Müller,
Weiden=
hammer, W. Daub, Flimm, Bonte und Wallot.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Einquartierung.
Gegen Schluß der diesjährigen Manöver erhielt nach
langen Jahren wieder einmal auch Darmſtadt militäriſche=
Einquartierung, da die vorhandenen Kaſernen zur
Unter=
bringung der Soldaten nicht ausreichten. Bei der
Be=
legung Privater mit Einquartierung haben ſich nun hier
Mißſtände herausgeſtellt, die nicht ungerügt bleiben
dürfen und für die die Tatſache, daß Darmſtadt lange
Jahre keine Einquartierung mehr hatte, keine
Entſchuldi=
gung iſt. Denn, wenn ſchon in Friedenszeiten dieſe
Miß=
ſtände ſich ergeben, in denen man Wochen
vorher=
unterrichtet war, wie ſolls da in ernſten Zeiten, bei
über=
raſcht kommenden Maſſeneinquartierungen werden! Die
Liſten und das ſonſtige Material bedürfen dringend der=
Aenderung und dauernden Korrigierens. Es iſt
doch vorgekommen, deß Einwohner, die zwei= und
mehr=
mal die Wohnung gewechſelt haben, für jede Wohnung
mit Einquartierung bedacht waren, daß ſogar längſt
Verſtorbene Einquartierung erhielten! Andere, dier
ihre Einquartierung abgelöſt hatten, wurden dennoch
von den ihnen zugedachten Soldaten heimgeſucht, da man
die Quartierzettel nicht geändert hatte und dergleichen
mehr. Dadurch kamen die ermüdeten Soldaten natürlich
ſehr ſpät und erſt nach langem Umherirren und =fragen
in ihre Quartiere. Es iſt kaum im hohen Vogelsberg
ſo über ſchlechtes Unterkommen geklagt worden, wie hier
in Darmſtadt. Die Einwohnerſchaft ſelbſt war daran
aber meiſt unſchuldig.
Literariſches.
„Die Schule des modernen
Klavier=
ſpiels” von W. Süß geht ſicher und gegen alles
Er=
warten raſch ihren Weg. Dem günſtigen Urteil hierüber
ſchließen ſich immer mehr Pädagogen und Künſtler an,
ſo in jüngſter Zeit neben Fer. Buſoni Frau Kwaſt=
Hodapp in ſehr warmen und anerkennenden Worten. Be= zahlreich ſind die Zuſtimmungen aus
außer=
deutſchen Ländern, ſo in letzter Zeit aus Polen, Ungarn
und Belgien, wo ſich bedeutende Profeſſoren und
Muſik=
lehrer theoretiſch und praktiſch mit der Schule
beſchäfti=
gen und immer mehr darauf drängen, daß ihr Verfaſſer
ſpezielle Ausbildungskurſe nach dieſer Methode im
Darm=
ſtädter Konſervatorium einrichten ſoll, was von jetzt
ab=
auch für Ausländer geſchehen wird. In Deutſchland iſt
die Schule bereits ſehr verbreitet trotz der ihr beſonders
aus akademiſchen Kreiſen ſtark entgegengebrachten Skep=l
ſis. Es ſind beſonders die darin konſequent ausgebauten
Breithauptſchen Prinzipien, die von der Richtung Caland=
Wurm befehdet und von Anhängern des in
Pianiſten=
kreiſen längſt überwundenen Cyerniſchen und Wieckſchen
Fingerdrills angezweifelt worden. Einer offenen
Feind=
ſchaft jedoch iſt die Schule bis jetzt noch nicht begegnetz
dafür ſei der Reſpekt für dieſes „Rieſenwerk ſelbſt in den
Kreiſen ſeiner Verneiner” wie einer derſelben bekannt
hat, „doch zu groß”; und das allein bedeutet ſchon einen
ganzen Erfolg.
Die Lage auf dem Balkan.
Die Türkei.
* Konſtantinopel, 8. Okt. Der Beſchluß, das
Geſetz von 1880 zur Anwendung zu
bringen, rief bei der Partei der Entente=Liberale und
er Verfaſſungspartei einen guten Eindruck hervor, nur
die Komiteepartei ſcheint ihn zu mißbilligen. Um den
un=
zufriedenen Teil des Publikums zu beruhigen,
veröffent=
licht die Pforte eine Erklärung, welche beſagt, daß die
er=
forderlichen Reformen geprüft werden. Der Entwurf
Nummer 238.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Seite 7.
werde der Zuſtimmung der Kammer und des Senats,
ſowie der Sanktion durch den Sultan unterworfen
wer=
den. Deshalb dürfe die Bevölkerung ſich nicht
beun=
ruhigen und durch falſche Darſtellungen erregen laſſen.
Die Balkanſtaaten.
* Sofia, 7. Okt. Die Sobranje hat allen ihr
vorgelegten Geſetzentwürfen endgültig zugeſtimmt.
So=
dann nahm die Sobranje durch Zuruf die Antwort auf
die Thronrede an. Die Antwort hat folgenden Inhalt:
Die Abgeordneten würdigen die Ereigniſſe, welche die
allgemeine Mobiliſierung der Streitkräfte
des Königreichs herbeigeführt haben und die logiſche
Konſequenz die Verhängung des Belagerungszuſtandes.
Sie werden in dieſem für das Vaterland ſo entſcheidenden
Augenblick der Regierung ihre Unterſtützung verleihen.
Die Volksvertretung wird alle Vorſchläge und
Unter=
nehmungen der Regierung prüfen und erklärt, daß die
bulgariſche Nation, wenn es ſich um die Verteidigung
und der höchſten Intereſſen Bulgariens handelt, in ihrer
Geſamtheit mit ihren um den Thron geſcharten
Ver=
tretern auf den Altar des Vaterlandes alle
unvermeid=
lichen Opfer bringen wird. Darauf ſchloß
Miniſterpräſi=
dent Geſchow die Sitzung mit folgenden Worten: Die
Volksvertretung hat alle legislativen. Maßnahmen, die
die Regierung vorgeſchlagen hat. angenommen. Dieſe
Maßnahmen ſind nicht zahlreich, aber ſie ſind entſcheidend
für das Schickſal unſeres Landes. Wir wollen hoffen, daß
dieſes Schickſal in der endgültigen Schaffung des
Frie=
dens und in dem höchſten Glück Bulgariens beſtehen
wird. Da der König allen Beſchlüſſen der Sobranje
zu=
ſtimmt, hat er mich beauftragt, in ſeinem Namen die
außerordentliche Sitzung der Nationalverſammlung zu
ſchließen.
— Sofia, 8. Okt. Miniſterpräſident Geſchow
er=
klärte, es ſei keine Veränderung der Lage
in politiſcher oder militäriſcher Hinſicht eingetreten. Den
Pariſer Unterredungen Saſonows mit dem bulgariſchen,
ſerbiſchen und griechiſchen Geſandten könne, da neue
Ver=
handlungen ſchwebten, keine Bedeutung zugemeſſen
wer=
den. Eine Verſtändigung ſei für Bulgarien möglich.
Im übrigen glaubt Geſchow nicht, daß von Oeſterreich
und Rußland ein Druck ausgeübt werden könnte, unter
dem die drei anderen Alliierten Bulgaxrien im Stich laſſen
könnten.
* Belgrad, 7 Okt. Die Skupſchtina ver=
Handelte heute über eine Adreſſe zur Thronrede.
Sämt=
liche Führer der bürgerlichen Parteien billigten die
Haltung der Regierung und ſagten ihre Unterſtützung zu.
Der Miniſterpräſident führte aus, daß die von nationalem
Patriotismus erfüllte Skupſchtina einig ſei. Die Türkei
lenkte die Angelegenheit der Reformen vom Wege der
friedlichen Verhandlungen auf das kriegeriſche Feld. Die
ſerbiſche Regierung gebe ſich der Hoffnung hin, daß die
Beſtrebungen der Balkanvölker nach ernſtlicher
Durch=
führung der Reformen von allen Signatarmächten des
Berliner Vertrages unterſtützt würden zum Wohle der
Griſtlichen Völker des Balkans und aller ziviliſierten
Kölker Europas. Die Skupſchtina nahm ferner den
Ge=
ſetzentwurf an, durch den die Zahlungsfriſten für
inlän=
diſche Zahlungsverpflichtungen bis zum Ende des
Mobiliſierungsverhältniſſes verlängert werden.
Letzte Nachrichten.
* Sofia 8. Okt. Die Geſandten von Oeſterreich=
UUngarn und Rußland haben heute mittag gemein ſam
lin Namen der Mächte den verabredeten Schritt
unternommen.
* Belgrad 8. Okt. Die Nachrichten über das
Atinvernehmen der Großmächte betreffend
leimer Intervention in der Frage der Reformen rufen hier
Adas lebhafteſte Intereſſe hervor, ſtoßen jedoch teilweiſe
Pauf Zweifel. Insbeſondere äußern einzelne Preßorgane
Adie Beſorgnis, die Verbreitung dieſer Nachrichten be=
Iwecke die Vereitelung der Aktion der Balkanſtaaten,
ohne daß ihnen eine volle Garantie für die Erſüllung
hrer berechtigten Forderungen geboten werde.
Patrio=
iſche Kreiſe beginnen deshalb darauf hinzudrängen, daß
Aie militäriſche Aktion der Balkanſtaaten beſchleunigt
lwerde.
* Belgrad, 8. Okt. Heute nachmittag erſchienen der
ſterreichiſch=ungariſche Geſandte v. Urgow und der
Aeuſſiſche Geſandte v. Hartwig als Mandatare der
ignatarmächte des Berliner Vertrags beim Miniſter=
Mtäſidenten Pawfik und unternahmen einen Schritt
m Sinne der zwiſchen dem franzöſiſchen
Miniſterpräſi=
enten Poincaré und dem ruſſiſchen Miniſter des
leußern, Saſonow, getroffenen Vereinbarungen.
* Sofia, 8. Okt. Ein von der Sobranje an
ie Parlamente in Belgrad, Athen und Cetinje gerichtetes
Eelegramm ſpricht die Hoffnung aus, daß die chriſt=
Aichen Balkanſtaaten unlösbar vereint dem
ge=
neinſamen Kampf gegen die Anarchie und
yrannei, unter der die Stammesgenoſſen in der Türkei
it leiden hätten, der Ordnung, Gerechtigkeit und Freiheit
ſum Siege verhelfen werden.
* Cetinje, 8. Okt. Geſtern abend kam es wieder
ſſt großen Kundgebungen für den Krieg.
Die Manifeſtanten bereiteten dem König und dem
Kron=
frinzen begeiſterte Ovationen und begaben ſich vor die
leſandtſchaften Serbiens, Bulgariens und Rußlands,
ho ſie den betreffenden Staaten ihre Sympathie zum
Aus=
ſruck brachten. Aus dem Auslande melden ſich viele
freiwillige. Ein Freiwilligenkorps iſt bereits gebildet
ſorden. Vormittags defilierten vor dem König die zur
renze abgehenden Truppen der Katunska=Brigade. Der
önig begrüßte die Seldaten vom Pferde herab. Eine
ngeheure Menſchenmenge jubelte den vorbeiziehenden
ſruppen begeiſtert zu. Die Militärmuſik ſpielte
patrio=
lche Märſche. Kronprinz Danilo und Prinz Peter
ſnrd heute nach Podgoritza abgereiſt. Auch für die Abreiſe
ts Königs ins Innere iſt alles vorbereitet. Der
Piegsminiſter Martinowitſch hat ſich nach Antivari
be=
üben.
* Berlin, 8. Okt. Saſonow empfing heute
mittag den bulgariſchen Geſandten Geſchow und den
griechiſchen Geſchäftsträgsr Theodoky im Hotel
Adlon.
* Paris, 8. Okt. Eine Note der Agence Havals
meldet: Nach einer neuen Prüfung hat die
groß=
britanniſche Regierung dem Miniſterpräſidenten
Poincaré mitgeteilt, ſie willige in den gemeinſamen
Schritt bei der Pforte durch die Botſchaften der fünf
Mächte ein, wovon die verſchiedenen Regierungen alsbald
verſtändigt worden ſind.
Kriegserklärung Montenegros.
* London, 8. Okt. Das Reuterſche Bureau
mel=
det aus Cetinje: Der montenegriniſche
Geſchäfts=
träger hat heute vormittag in Konſtantinopel die
Kriegserklärung überreicht.
* Cetinje, 8. Okt. (Wiener
Korreſpondenz=
bureau.) Der montenegriniſche
Geſchäfts=
träger Plamenatz verläßt heute
Konſtan=
tinopel. Dem hieſigen ottomaniſchen Geſchäftsträger
Halil Bey wurden die Päſſe zugeſtellt.
Vom Wolffſchen Bureau wird die
Meldung ſpät abends beſtätigt.
* Konſtantinopel, 8. Okt. Heute mittag
überreichte der montenegriniſche
Geſchäfts=
träger der Pforte eine Note, in der erklärt wird, da
die Türkei die Wünſche der montenegriniſchen Regierung
nicht erfüllen wolle, ſieht ſich Montenegro
ge=
zwungen, ſich mit den Waffen
Gerechtig=
keit zu verſchaffen. Die Päſſe werden heute noch
ausgefertigt.
Der montenegriniſche Geſchäftsträger iſt bereits
ab=
gereiſt. Den Schutz der Montenegriner in der Türkei
hat Rußland übernommen.
* Konſtantinopel, 8. Okt. Die
montenegri=
niſche Regierung hat ihren Geſchäftsträger beauftragt,
die Beziehungen zur Pforte abzubrechen und ſich zu Schiff
nach Conſtanza zu begeben. Das Schild der
mon=
tenegriniſchen Geſandtſchaft iſt bereits entfernt
worden.
Vom Großherzoglichen Hoftheater.
Man ſchreibt uns: Für heute Mittwoch iſt
eine Wiederholung von Offenbachs burlesker Operette
„Die ſchöne Helena” als 27.
Abonnementsvorſtell=
ung, Buchſtabe C 7, angeſetzt. Der letzten Aufführung
des graziöſen Werkes wohnten Se. Königl. Hoheit der
Großherzog und Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin
bei. Am Donnerstag geht Thaddäus Rittners Komödie
„Sommer” hier erſtmalig in Szene. Gleichzeitig mit
dem Wiener Hofburgtheater bringt unſere Bühne dieſes
Werk des jungen öſterreichiſchen Meiſters zur
Uraufführ=
ung. Unter der ſzeniſchen Leitung des Herrn
Oberregiſ=
ſeurs Valdek nehmen die Proben zu dieſer Komödie
Rittners, die ſtärker als alle vorhergegangenen Dichtungen
des Autors ſeine Meiſterſchaft in der Beobachtung
menſch=
licher Wirrniſſe verrät, ihren Fortlauf.
Für Freitag iſt eine Wiederholung von Adam Wolffs
indiſcher Märchenoper „Wenn ich König wäre”
vor=
geſehen. Dieſe Vorſtellung findet im Abonnement für
den Buchſtaben D 7 ſtatt. Es gelten zu dieſer Aufführung
die kleinen Preiſe. Sonntag geht die erſte Verdi=Oper in
dieſer Spielzeit in Szene. An dieſem Abend gelangt
„Arda” in einigen Hauptpartien neu beſetzt, in Szene.
Die Konſtellation des Repertoires hat es der Direktion
nicht ermöglicht, den Erfolg, den Max Dreyers
Jung=
geſellenſchwank Großmama” bei der Premiere
gefun=
den hat, in dieſer Woche auszunützen, doch iſt eine
Wie=
derholung des amüſanten Werkes im Laufe der nächſten
Wochen vorgeſehen. Der Erſtaufführung am Montag
wohnten bekanntlich Se. Königl. Hoheit der Großherzog
und Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin bei.
Thaddäus Rittner. Eine Analyſe der
Eigen=
art des Dichters der Komödie „Sommer” wird im
Weſent=
lichen auf einer gründlichen Kenntnis des Milieus
baſie=
ren, in dem Thaddäus Rittner groß geworden iſt. In
Wien wurde er geboren; in der Atmoſphäre, deren
In=
gredienzien zum gleichen Teil anakreontiſche Lebensfreude
und verinnerlichter Skeptizismus ſind, iſt er aufgewachſen.
Die Tendenz zur ſublimſten Empfänglichkeit für alles das,
was Leben über das Niveau einer Exiſtenz emporhebt,
wird dem Sohn des öſterreichiſchen Miniſters als Text
für die Wiegenlieder geſungen. Seines Vaters Haus iſt,
gleich all den Häuſern erbgeſeſſener Wiener
Beamten=
ariſtokratie, eine Heimſtätte aller edeln, lebensſchmückenden
Beſtrebungen. Der verfeinerte Geſchmack, die empfängs
liche Regſamkeit des Geiſtes, die tiefe, heiße Liebe für
alles, was eine Seele zum Erklingen bringt, geleitet ihn
als väterliches Erbteil auf den Wegen ſeines eigenen
Er=
lebens. Nur aus dieſen Zuſammenhängen iſt ein
Ver=
ſtändnis der eigenartigen Perſönlichkeit des Dichters
möglich, der in ſich den glänzend qualifizierten Beamten
in hoher Stellung (Rittner iſt Sektionsrat im
öſterreichi=
ſchen Miniſterium für Kultus und Unterricht) mit dem
charmanten Viveur und tiefgründigen Kenner menſchlicher
Komplikationen vereinigt. In allen ſeinen Werken
ſpie=
gelt ſich ſein fluoreſzierendes Weſen in ungebrochenem
Licht. Aus allen Dichtungen Rittners ſchlägt der ſtarke
Odem eines, mit wehmütigem Lächeln verſtehenden, mit
zarter Hand bloßlegenden Sezierers hervor. Seine
Men=
ſchen lächeln, ſeine Menſchen weinen verhalten, ſeinte
Menſchen leben, ſchwimmen in Lebensfluten und kehren
aus allen Wirrniſſen der Poſe zum Erleben ihrer ſelbſt
zurück, eine Kriſtalliſation zum Menſchen hat ſich in ihnen
vollzogen. In dieſer Richtung iſt das neueſte Werk des
Dichters des „Kleinen Heim” wieder eine Weiter=, eine
Höherentwickelung. Im „Sommer” kommen die
ureigen=
ſten Fähigkeiten dieſes fragilen Talents, für deſſen
Popu=
lariſierung Max Reinhardt mit Erfolg eine Lanze
ge=
brochen hat, ſchlackenlos zum Durchbruch.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 8. Okt. Das Mainzer Journal meldet aus
Rom: Die Beſetzung des erzbiſchöflichen
Stuhles zu Köln ſteht noch im Laufe dieſes Jahres,
vorausſichtlich im November, zu erwarten. Die
Kandi=
datur des Abtes Fidelis von Stotzingen=
Maria=Laach ſoll kaum mehr in Frage kommen. Die
Beſetzung ſoll mit einem Weltprieſter (nicht
Ordensmit=
glied) aus der Erzdiözeſe ſelbſt erfolgen. Ob die früher
genannten Kandidaten, Stiftsprobſt Dr. Kaufmann=
Aachen, Biſchof Dr. Hartmann=Münſter, Seminarregent
Lausberg=Köln, u. a. dabei in Frage kommen, ſteht
noch dahin, erſcheint aber wahrſcheinlich. — Einem
römi=
ſchen Telegramm desſelben Blattes zufolge wird der
Heilige Vater anordnen, daß die Katholiken den
nicht=
konfeſſionellen Gewerkſchaften unter der Bedingung
an=
gehören dürfen, daß ſie gleichzeitig Mitglieder eines
aus=
geſprochen katholiſchen Vereins ſind, zum Beiſpiel eines
katholiſchen Männer= und Arbeitervereins oder
Geſellen=
vereins.
* München=Gladbach, 8. Okt. Nach ſiebentägiger
Ver=
handlung verurteilte das Schwurgericht heute abend den
hieſigen Papierhülſenfabrikanten Friedrich Pritzſche
zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren
Ehr=
verluſt. Pritzſche ſtand unter der Anklage, dem
Ober=
ſtaatsanwalt Mantell, dem Staatsanwalt
Bor=
chardt und dem Landgerichtspräſidenten Packſe
Bomben zugeſandt zu haben, die durch einen Zufall nicht
zur Exploſion kamen.
* Königsberg, 8. Okt. Die kaiſerlichen
Herr=
ſchaften trafen kurz vor 12½ Uhr im Hofzuge ein. Der
Kaiſer begab ſich in die Kaſerne des Grenadier=Regiments
Nr. 3, wo er das Frühſtück im Kreiſe der Offiziere
ein=
nahm. Die Straßen tragen Flaggenſchmuck. Auch die
Schiffe im Hafen haben über die Toppen geflaggt.
* Rom, 8. Okt. Vor dem Schwurgericht begann heute
der Prozeß gegen den Anarchiſten Alba, der am
14. März den Anſchlag gegen den König
ver=
übte. Der Angeklagte iſt wegen Mißhandlung ſeiner
Mutter und wegen Diebſtahls vorbeſtraft. Die Sitzung
war mit der Verleſung des Anklagebeſchluſſes ausgefüllt,
aus welchem hervorgeht, daß der Angeklagte beabſichtigte,
den König durch einen Bombenwurf zu töten
und dann Selbſtmord zu begehen.
* Gibraltar, 8. Okt. Vier Kreuzer des engliſchen
Mittelmeergeſchwaders ſind nach Malta abgefahren.
Briefkaſten.
M. S. hier. Das wiederholte Ausbleiben der
Morgen=
poſt aus Berlin, das hier ſehr unangenehm empfunden
wird, hat ſeinen Grund in Verkehrsverhältniſſen
außer=
halb Darmſtadts. Vielleicht aber würde eine
Be=
ſchwerde an zuſtändiger Stelle Veranlaſſung geben, den
Grund feſtzuſtellen und erwünſchte Abhilfe zu ſchaffen.
M. L. Nein.
aſääate
angtd
Bis Anfang November geöffnet
oaa
Ausgewählte Gruppen
aus der Internationalen
Hygiene=Ausſtellung=
Dresden 1911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß
Die Pflege eines geſunden Knochenbaues darf bei
Säuglingen nicht vernachläſſigt werden, da
andern=
falls die von den Müttern ſo gefürchtete Rhachitis
auf=
tritt. Man lege, um vorzubeugen, beſonderes Gewicht
auf eine richtige Ernährung, die allen Anforderungen
des kindlichen Organismus entſpricht, und gebe ein
Nahrungsmittel wie „Kufeke” falls Mutterbruſt nicht
gereicht werden kann. „Kufeke” enthält die richtige
Menge=
von Mineral= und Eiweißſtoffen, die für die Knochen
(21034f
und Muskelfleiſchbildung erforderlich ſind.
Aas Spezialhaus für Damen-Konfektion
WMEhMAN Lenuch, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren
mög-
lichst billig zu liefern. z: z: ::
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
(14411a
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Loreinz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.
Den ungalanten Angriffen von Wind und Kälte auf
2unſer Geſicht und unſere Hände bietet man am
beſten ein Paroli durch eine ſachgemäße Hautpflege.
Hierfür geeignet iſt Kombella, die nicht fettende
Haut=
créme. Der erſte Verſuch ſichert dem auf einer ſtreng
wiſſenſchaftlichen Baſis aufgebauten Präparat einen
feſten Platz in jedem Haushalt, auf jedem Toilettentiſch,
in jeder Kinderſtube. Ueberraſchend ſchnell zieht
Kom=
bella in die Poren ein, ohne nur im geringſten zu fetten
und zu kleben, kann alſo ohne Berufsſtörung auch am
Tage jederzeit verwendet werden. Von Aerzten
em=
pfohlen und verordnet iſt Kombella unübertroffen gegen
rote, riſſige, aufgeſprungene Hände und reinigt den
Teint von allen Unreinigkeiten, wie Miteſſer, Pickel,
Puſteln. Kombella iſt in den Apotheken und Drogerien
für 20 und 60 Pfg. zu haben.
Aus dem Geſchäftsleben.
„Bereit ſein iſt alles!” ſagt Hamlet. Zu
rechter Zeit den Gefahren, die unſer
Geſamtnerven=
ſyſtem bedrohen, ſteuern, ihnen vorbeugen, mit einem
Wort: „Bereit ſein!” und durch eine vernünftige
Er=
nährung dem Organismus zuhilfe kommen, geſchieht in
erſter Linie, wenn wir gleich am Morgen aufregende
Genußmittel meiden und ſie durch ein
nerven=
ſtärkendes und geſundes Getränk erſetzen. Ein ſolches iſt
Kathreiners Malzkaffee! Ein Viertelpaket, von
dem man ſich 20 Taſſen bereiten kann, koſtet nur 10 Pfg.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten hierdurch die traurige Nachricht, daß
heute früh 5 Uhr nach langem, ſchwerem, mit
Geduld getragenem Leiden meine innigſtgeliebte
Gattin, unſere treubeſorgte Mutter, Schwägerin
und Tante
(*8601
Frau Kamarina Holninger
geb. Wolf
im Alter von 57 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Reininger, Weißbindermeiſter,
nebſt Kinder.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10.
Ok=
tober, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhauſe
Schwanenſtraße 70 aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß kühler Temperaturen hat ſich das
Hochdruckgebiet wieder etwas ausgebreitet, die isländiſche
Depreſſion iſt nach Oſten durchgeſtoßen. In Deutſchland
wehen die Winde aus wechſelnden Richtungen. Die
Temperaturen liegen um weniges höher als geſtern.
Niederſchlag meldet nur Memel in geringer Menge. In
Deutſchland hat ſich der Druck ſeit geſtern abend nicht
verändert, dagegen fällt er über England und Rußland.
Die nordöſtliche Depreſſion dürfte daher nach Südoſten
abziehen; die im Weſten angedeutete wird uns nicht
beeinfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den
8. Oktober: Meiſt heiter und trocken; Temperaturen wie
ſeither.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr: „Die
ſchöne Helena”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Die Tragödie des Doktor Fauſtus um 8 Uhr
im Saalbau (Freie lit.=künſtl. Geſellſchaft).
Vortrag von Profeſſor De. Förſter um 8 Uhr im
„Kaiſerſaal” (Lehrerverein).
Wahl der Vertrauens= und Erſatzmänner
für die Angeſtelltenverſicherung, für die Angeſtellten von
9—1 und 3—7 Uhr Waldſtraße 6.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Singſpielhaus
„Metropole” um 8 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Zu den Mobilmachungen der Balkanſtaaten;
Kriegs=
miniſter der Balkanſtaaten; die Beiſetzung des Kaiſers
von Japan in Tokio; die Parade der franzöſiſchen
Mili=
tärflugzeuge in Willacublay.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wiltich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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4. Oktober 4 Uhr nachmittags von=
Boſton nach Baltimore. —
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6. Oktober 9 Uhr 30 Minuten
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„Eincinnati” von New=York
kom=
mend, 7. Oktober 1 Uhr morgens
in Hamburg. — Dampfer „Kaiſerin.
Auguſte Viktoria” von New=York
kommend, 6. Oktober 12 Uhr=
30 Minuten mittags in Hamburg.
— Dampfer „Preſident Grant”
nach New=York, 6. Oktober 10 Uhr
40 Minuten morgens Cuxhaven
paſſiert. — Dampfer „Victoria
Luiſe‟, 5. Oktober 9 Uhr 15
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4½ Chile Gold=Anleihe . 93,10
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88,50
4 Heibelberg
98,50
do.
88,10
4 Karlsruhe
97,70
3½
do.
88,90
4 Magdeburg:
3½ do.
4 Mainz
3½
do.
89,00
4 Mannheim .
.97,40
3½ do.
4 München .
98,70
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,90
3½ do.
4 Offenbach
Iufren
8½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . 7.7 .4 99,40
8½ do.
14 Worms .
98,00
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 ℳ 77,90
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 109
8½ Cöln=Mindner , 100 134,20
3 Holl. Komm. . fl. 100 107,90
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . 136,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,00
125,60
3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 155 112,00
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger .
Fs. 15
Mailänder .
Fs. 45 149,80
Fs. 10
do.
Meininger .
fl. 7
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100 516,00
do. v. 1858fl. 100 437,00
Ungar. Staats . . ſl. 100
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 166.80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . .
20,44
20 Franks=Stücke .
16,18
Amerikaniſche Noten . . „ 4,20
Engliſche Noten .
20,43
Franzöſiſche Noten.
81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,35
Oeſterr.=Ungariſche Roten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskonto. .
anf=Lambard a0 5½
Seite 10.
Darmſrädter Tagblatt, Miktwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 258.
Handel und Verkehr.
— Patent=Erteilungen. (Mitgeteilt von
Dipl.=Ing. Klemens Herszberg u. Co., Patent= und
In=
genieur=Bureau, Darmſtadt.) 63e. 252894. Elaſtiſche
Randbereifung mit einem durch zwei Klemmringe
ſpann=
baren Laufmantel. Wilhelm Rößler, Darmſtadt,
Moller=
ſtraße 31. 14. 11. 11. R. 34 293.
Patent=Anmeldungen. 15d. Sch. 40831.
Ueber dem Karren von lithographiſchen Druckpreſſen
ver=
ſtellbares Feuchtwerk. Georg Schiewick, Offenbach a. M.,
Mittelſeeſtraße 21. 12. 4. 12. 64 a. G. 35 530. Innerhalb
üblicher Flaſchenverſchlüſſe in einem Füllkanal gelagerter
Kugelverſchluß zum Füllen der geſchloſſenen Flaſche mit
kohlenſäurehaltigen Getränken. Wilhelm Graeff, Mainz,
Naheſtraße 9. 20. 11. 11.
Gebrauchsmuſter=Erteilungen. 12d.
523318. Saugfilter für Pumpen. Georg Friedr. Nau,
Biebesheim (Heſſen). 23. 8. 12. N. 12315. 28 b. 523 686.
Zuſammenſetz= und auswechſelbare, den Spannungsgrad
des Felles regelnde Fellaufſpannungsvorrichtung. D.
Schlöſſer Nachf., Gebrüder Zilles, Worms. 14. 5. 12.
Sch. 44 115. 30k. 523 105. Regulierungsmechanismus zum
beliebig langen Stromſchluß automatiſch ein= und
ausge=
ſchalteter galvaniſcher oder faradiſcher Ströme. Wilhelm
Rodſchinka, Bingen. 23. 8. 12. R. 33 668. 30 k. 523 354.
Gleichzeitig als Handgriff ausgebildeter Anſatz an
Koh=
lenſäurebomben mit auswechſelbaren Anſätzen von
ver=
ſchiedenem Querſchnitt zur Anpaſſung an das
Operations=
feld bei der Behandlung von Hautkrankheiten mit feſter
Kohlenſäure. Dr. H. Heusner, Gießen. 9. 9. 12. H. 57 518.
30i. 523 688. Elektriſch beheizter Verdampfungsapparat
für Desinfektionszwecke und dergl. Weintraud & Co.,
G. m. b. H., Offenbach a. M. 22. 5. 12. W. 36 901. 33 b.
523 256. Verſtellbarer Huthalter aus Drahtgeflecht für
Koffer und Kartons. Alfred Stütz, Mainz, Hafenſtr. 9.
31. 8. 12. St. 16699. 34c. 523 693. Fenſterlichtblende,
beſtehend aus einem zweiteiligen Schiebe=Rollvorhang.
Fr. W. Koch, Darmſtadt, Gervinusſtr. 63. 15. 7. 12.
K. 54053. 34g. 524094. In ſeiner Höhe verſtellbarer
Taſchenfeldſtuhl. Ernſt Deiß, Offenbach a. M.,
Bernard=
ſtraße 78. 8. 7. 12. D. 22855., 34k. 523 918.
Kloſett=
papierhalter. Jakob Nohl, Darmſtadt, Martinſtraße 24.
29. 7. 12. N. 12 254. 341. 523 373. Chriſtbaumlichthalter.
Arthur Weckel, Darmſtadt, Beckerſtraße 22. 5. 8. 12.
W. 37500. 36 a. 523 458. Zirkulationserſatz für Oefen.
Bernh. Blocher, Bennsheim a. d. B. 29. 5. 12. B. 58 576.
37d. 523 763. Platte für ſäurefeſte Auskleidungen von
Behältern, Kanälen uſw. Fa. Paul Lechler, Stuttgart,
und Chemiſche Fabriken und Aſphaltwerke, A.=G., Worms
a. Rh. 23. 4. 12. L. 29128. 37e. 523 108. Vorrichtung
zum Verbinden von Gerüſtbalken. Julius Forſt, Mainz,
Schönbornſtr. 7//10. 24. 8. 12. F. 27508. 54 g. 523973.
Reklametüte. Otto Hörmann, Worms a. Rh. 26. 8. 12.
63 k. 523 403. Motorfahrrad A. Jurga=Blaßkowski,
Darmſtadt, Pallaswieſenſtraße 1. 24. 8. 12. J. 13 112.
67a. 523 538. Werkzeugſchleifmaſchine mit pendelnd
auf=
gehängtem Waſſertrog, deſſen Heben und Senken durch
Strecken einer Hebelanordnung bewirkt wird. Erſte
Offen=
bacher Spezialfabrik für Schmirgelwarenfabrikation,
Mayer u. Schmidt, Offenbach a. M. 29. 8. 12. E. 17810.
67a. 523 539. Werkzeugſchleifmaſchine mit verſtellbarem
Waſſertrog, bei welcher das Heben und Senken des
letz=
teren durch Strecken einer doppelten Kniehebelanordnung
mittels Handhebels und Fußtaſte erfolgt. Erſte
Offen=
bacher Spezialfabrik für Schmirgelwarenfabrikation,
Mayer u. Schmidt, Offenbach a. M. 29. 8. 12. E. 17811.
70 a. 523810. Bleiſtiftminenhalter mit Gleitſchlitz. Karl
Wittekind, Mainz, Fiſchtorſtraße 7. 31. 3. 12. W. 37706.
77f. 523917. Automat=Kreiſel. Ferdinand Spieker,
Mainz, Feldbergplatz Nr. 3. 15. 7. 12. S. 27901. 79b.
523 223. Kartonage für ungebündelte Zigarren mit
Vor=
richtung zum Umlegen in Originalholzkiſten. Hch.
Lem=
bach, Viernheim. 14. 8. 12. L. 29877.
H. Frankfurt a. M., 8. Okt. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war der Verkehr weniger
belebt und auch das Angebot in Landweizen geringer.
Dagegen beſtand ſtärkere Nachfrage in den einheimiſchen
Brotfrüchten, wobei die Preiſe gut behauptet blieben.
Auch Hafer geſucht und etwas beſſer bezahlt. Gerſte und
Mais unverändert, letzterer nur knapp vorhanden.
Futter=
mittel ſtetig. Die Forderungen für Mehl ſind wie in der
Vorwoche.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig,
ohne beſondere Anregung. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war Getreide anfangs leicht
abge=
ſchwächt, auf das für die Feldbeſtellung und die
Kar=
toffelernte günſtige Wetter, dann aber befeſtigt, beſonders
Roggen auf Käufe für Exportzwecke und die ungünſtige
Auffaſſung des preußiſchen Erntemonatsberichts. Hafer
gleichfalls feſt auf Deckungen und knappes Angebot. Nach
den letzten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Getreidemärkten (New=York und Chicago) war
Weizen ſchließlich feſt. Der letzte Wochenausweis der
Weltverſchiffungen, welcher der Baiſſe günſtig war,
größere Zufuhren im Nordweſten der Vereinigten
Staa=
ten, ſowie die Herabſetzung der Mehlpreiſe in Chicago,
die durch Liquidationen hervorgerufen, drückten anfangs
den Markt. Auf den hauſſelautenden Saatenſtandsbericht
von Michigan und ungünſtig lautende Argentiniſche
Nachrichten erfolgten größere Käufe bei anziehenden
Preiſen. Mais gleichfalls ſchwach einſetzend, beſſerte ſich
ſpäterhin auf den hauſſelautenden Viſible ſuppli=
Aus=
weis. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 31,92 Mill. Buſh. auf 32,96 Mill. Buſh.
ge=
ſtiegen, während die Maisvorräte von 3,10 Mill. Buſh.
auf 2,95 Mill. Buſh. zurückgingen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 21—21,15, Nordd. 21 bis
21,15, Kurheſſiſcher 21—21,15, Rumäniſcher 23,50—24,25,
Kanſas 24,25—24,75, Ruſſiſcher 23,50—24, Redwinter
22,50—24,75, Manitoda 22,50—24, Laplata 23—23,75,
Walla Walla 22,50—24; Roggen, hieſ. 18,20—18,25,
Bayeriſcher (Pfälzer) 18,20—18,25, Ruſſiſcher 18,50—19,
Rumäniſcher 18,50—19: Gerſte, Pfälzer21—21,50,
hieſ. und Wetterauer 20,50—21, Riedgerſte 21—21,50,
Fränkiſche 21—21,50; Hafer, hieſiger 19—20,50,
Bayeriſcher 19—20,75, Ruſſiſcher 20—21,50.
Ru=
mäniſcher 20—21,50, Amerikaniſcher 19,25—20,50;
Mais mixed, 15,25—15,50, Ruſſiſcher 15,25—16,
Donau=
mais 15,25—15,50, Rumäniſcher 15,25—16, Laplata 15,60
bis 15,80, Weißer Mais 15,30—15,80, Weizenſchalen 10,50
bis 11, Weizenkleie 10,50—11, Roggenkleie 12—12,50,
Futtermehl 14—16, Biertreber getrocknet 13,50—14,
Futtergerſte 15,75—16,50. Weizenmehl, hieſiges, Baſis
ab Mannheim, Nr. 0 32—32,25, feinere Marken 32,50 bis
32,75, Nr. 1 30—30,25, feinere Marken 30,50—30,75, Nr. 2.
29,25—29,50, feinere Marken 29,75—30, Nr. 3 28—28,25,
feinere Marken 28,50—28,75, Nr. 4 24—24,25, feinere
Macken 24,50—24,75. Roggenmehl hieſiges, Nr. 0 26,50
bis 26,75, Nr. 1 24,50—24,75, Nr. 2 21,50—21,75.
Literariſches.
Die Erbauung von
Maſchinenmo=
dellen, reſp. ſogenannten Flachmodellen
bildet eine anziehende Selbſtbeſchäftigung für unſere
Kna=
ben, aber auch für Arbeiter und Lehrlinge im
Maſchinen=
berufe oder für Freunde der Technik. Eine gute
Gelegen=
heit hierzu bildet Otto Roberts Sammlung von
Flach=
modellen (Verlag von Otto Maier, Ravensburg) welche
die „Erbauung” ſolcher Modelle jedem Schuljungen
mög=
lich macht. Die Herſtellung der Flachmodelle geſchieht nach
einem geſetzlich geſchützten Syſtem und iſt eine ganz
mühe=
loſe, aber hochintereſſante Arbeit. Eine textliche
Be=
ſchreibung erklärt alle Verhältniſſe der betreffenden
Ma=
ſchine. Erſchienen ſind bis jetzt folgende Hefte: 1. Liegende
Dampfmaſchine, 2. Dampfturbine, 3. Dynamomaſchine.
Der Preis dieſer Modellſammlung iſt ein ſehr billiger
(pro Heft nur 60—70 Pfg.).
— Deutſche Roman=Zeitung und Roman=
Bibliothek. Die Wochenſchrift für Haus und
Fa=
milie. Spannende Romane, packende Erzählungen bilden
den Hauptinhalt. Wer daher großen Wert auf dieſe
Eigenſchaften legt, greift zu dieſer altbewährten Familien=
Wochenſchrift. Zurzeit gelangen zum Abdruck der
wun=
derbare Roman „Die Mondſcheinſonate” von Oswald
Bergener, ferner die prächtigen Romane „Zur hohen
Sonne” von Eliſabeth Gnade und „Der Weg zur Höhe‟
von Charlotte Gräfin Rittberg. Das Beiblatt bringt wie
immer in reicher Fülle Gedichte, kurze Erzählungen und
Skizzen, ſowie ausführliche Bücherbeſprechungen.
Probe=
nummern dieſer ausgezeichneten Wochenſchrift erhalten
Intereſſenten völlig koſtenlos von der
Verlagsbuchhand=
lung Otto Janke, Berlin SW. 11. Anhaltſtraße 8.
in bekannter erstklass.
Qualität.
Täglich frisch gekeltert.
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ausgeprobt. Fabrikat, Stück 3.50 bis 1.35
Normal-Jacken, solide Qualitäten
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dauer-
hafte Qualitäten, in Wolle, Halb- u.
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allen Grössen
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Stück 2.25, 1.60, 1.15, 95 ₰
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Bettücher, bunt, vorzügliche Fabrikate,
Stück 2.20, 1.60, 1.15, 95 ₰
Bettuchbiber, weiss oder bunt, schwere Qualitäten
Stück 1.50, 1.20, 95 ₰
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nur prima Qualitäten . . . . . 2.75
Normal-Jacken mit langen oder
kurzen Aermeln . . . 2.—, 1.50, 95 ₰
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Farben . . . .
in warmem Flanell, neueste Muster, voll
gross und breit, . anfangend Stück von
Halb-
Wollene Jacquard-Koltern
in den schönsten Mustern mit hübscher fee
. . . . . von an
Bordüre
Serviteurs, weiss- und farbig,
ge-
stickt, in Wolle anfgd. 95 ₰, in
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Plaids, in reiner Wolle, feine
. . . Stück 5.90
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Kragenschoner, weiss u. farbig,
gestrickt, sowie aus Kunstseide von 49an
Handschnhe, Trikot u. gestrickt,
solide Fabrikate . . Paar von 1.15 an
Kinder-Artikel
Kinder-Sweaters, in allen Strickarten u. Grössen
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Halb-
wolle
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Damen-Strümpfe, in reiner Wolle,
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Damen-Handschuhe, prima
Fabrikat, Trikot oder gefüttert von 58an
Damen-Westen, gestrickt in Wolle
Ewolle u. Bwolle 5.—, 4.—, 3.—, 2.—bis 95 ₰
7
1. AGLR 7
S2LOE
(21069
[ ← ][ ][ → ]Nummer 238.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Perlenhandtäſchchen mit Taſchentuch. 1 Zwicker
mit ſchwarzer Hornfaſſung. 1 Kriegsdenkmünze von 1840. 1
Liefer=
ſcheinbuch. 1 Medaillon mit dunklen Steinen. 1. Bund Schlüſſel.
1 Broſche (zwei Stäbchen mit Halbmond). 1 Fahrrad (am 13. Jan.
1912 gefunden).
(20993
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher. 1 Jagdhund, 1 deutſcher Schäferhund (
zu=
gelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(21037
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wer=
den die Kaupſtraße zwiſchen Arheilger= und Pankratiusſtraße für
die Zeit vom 9. bis 19. Oktober ds. Js. und die Beſſungerſtraße
zwiſchen Schießhaus= und Ludwigshöhſtraße für die Zeit vom 9. bis
10. Oktober ds. Js. für den Fuhrwerksverkehr geſperrt. (21036
Bekanntmachung,
betreffend: die Maß= und Gewichtsvolizei und die Durchführung
der Nacheichung in der Stadt Darmſtadt.
Es iſt noch eine größere Anzahl von Geſchäftsleuten aus dem
1., 2. und 3. Polizei=Revier mit der Nacheichung ihrer Meßgeräte im
Rückſtande. Unter Bezugnahme auf unſere Bekanntmachung in obiger
Sache vom 10. Auguſt 1912 (Darmſtädter Tagblatt Nr. 190 vom
14. Auguſt 1912) fordern wir die Säumigen daher auf, ihre
Meß=
geräte (Gewichte, Wagen Flüſſigkeitsmaße uſw.) alsbald dem Großh.
Eichamt Darmſtadt, Woogſtraße Nr. 4, zur Nacheichung
vorzu=
legen. Wir werden alle Uebertretungen der Maß= und
Gewichts=
ordnung, die bei der gegen Ende dieſes Jahres ſtattfindenden Maß=
und Gewichtsreviſion feſtgeſtellt werden, zur gerichtlichen Anzeige
bringen.
Die in den Polizei=Revieren 4 bis 7 wohnenden Geſchäftsleute
werden nochmals darauf hingewieſen, daß zwecks raſcher Abwicklung
des Nacheichungsgeſchäftes auf dem Großh. Eichamt für die
Nach=
eichung folgende Zeiten feſtgeſetzt ſind:
Für das 4. Polizei=Revier vom 1. bis 12. Oktober,
Für das 5. Polizei=Revier vom 15. bis 31. Oktober,
Für das 6. Polizei=Revier vom 1. bis 9. November,
Für das 7. Polizei=Revier vom 11. bis 23. November.
Darmſtadt, den 5. Oktober 1912.
(21038md
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Mueller.
Maßnahmen gegen die Teuerung.=
Fiſch=Kochkurſe.
Da zu den Fiſch=Kochkurſen, die auf ſtädtiſche Koſten
dem=
nächſt in den Küchen der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule in
der Rundeturm=, Lagerhaus= und Hermannſtraße ſtattfinden ſollen,
fortwährend Nachmeldungen einlaufen, ſo wollen wir allen Frauen
und erwachſenen Mädchen, welche den Meldetermin am 1. d. Mts.
verſäumt haben, nochmals Gelegenheit zur Anmeldung geben, und
zwar am Donnerstag, den 10. Oktober, von 11—12 Uhr
vor=
mittags und 7—8 Uhr abends, im Schulhauſe, Rundeturmſtr. 9.
Außer einer Einſchreibgebühr von 10 Pfg. entſtehen den
Teilnehmern keinerlei Koſten.
(20904oim
Darmſtadt, den 3. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Mueller.
Maßnahmen gegen die Kleiſchtenerung.
Fleiſchverkauf in ſtädtiſcher Regie.
Die ſtädtiſche Verwaltung richtet vom 8. lfd. Mts. an in der
neuen Markthalle des Schlachthofs, Frankfurterſtraße 69, einen
Verkauf friſchen Fleiſches zu ermäßigten Preiſen ein. Verkaufstage
ſind alle Wochentage. Die Abgabe des Fleiſches erfolgt während
des ganzen Tags gegen Barzahlung an Jedermann.
Fiſchmarkt.
In Ergänzung dieſer Einrichtung iſt auf dem Marktplatz und
auf dem Riegerplatz Gelegenheit zum Einkauf guter und billiger
Fiſchſorten geſchaffen worden (ſ. beſondere Bekanntmachung).
Auch werden in der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule
Seefiſch=Kochkurſe abgehalten.
Sonſtige Vergünſtigungen.
Um der minderbemittelten Bevölkerung die Koſten der
Lebens=
haltung zu verringern, haben ſich mehrere hieſige Kohlenhändler in
dankenswerter Weiſe bereit erklärt, Allen, die von mir einen Ausweis
über ihre Bedürftigkeit erhalten, auf die Kohlen= und Holzpreiſe
weſentliche Ermäßigungen zuzugeſtehen.
Die Lieferung der Kohlen erfolgt nur gegen Barzahlung
bei Beſtellung.
Der Ausweis iſt auf Zimmer Nr. 41 des Stadthauſes zu
be=
antragen. Daſelbſt wird auch nähere Auskunft über die Namen der
Lieferanten und die Preiſe erteilt.
(20907a
Darmſtadt, am 5. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Karlonellelerung.
Die Lieferung von 700 Doppelzentner guter Speiſekartoffeln
für die Provinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt ſoll auf dem
Verding=
ungswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen werden auf
dem Geſchäftszimmer des Hausverwalters in der Anſtalt am Freitag,
den 11. Oktober 1912, bekannt gegeben.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift:
„Angebote zu der am 9. Oktober 1912 ausgeſchriebenen Lieferung”
bis zum Eröffnungstermin,
Freitag, den 25. Oktober 1912,
poſt= und beſtellgeldfrei einzureichen. In den Angeboten ſind die
Bedingungen anzuerkennen.
Die einzureichenden Proben müſſen getrennt von den Angeboten
verpackt und mit bezüglicher Aufſchrift verſehen ſein. Der Name der
angebotenen Sorte iſt in dem Angebote zu bezeichnen.
(20991
Eberſtadt, den 9. Oktober 1912.
Direktion der Provinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt.
Dr. Textor.
HERMANN WERTHEIM, Bankgeschs
Telefon Nr. 1820.
Rheinstrasse 33.
Schrelbſäſchinen Krorien
Diſſertationen, Gutachten, Zeugnis=Abſchriften
Vervielfältigungen
(21020a
Soderſtraße 12, parterre, am Kapellplatz.
An- und Verkauf von Wertpapieren zur Anlage sowie
zur Spekulation an allen in- und ausländischen Börsen.
Ständiger Vorrat solider Anlagewerte.
Einlösung von Coupons und Dividenden-Scheinen.
(feuer- und diebessicher) unter eigenem
Vermietung von Safes
Verschluss der Mieter.
Unentgeltliche Kontrolle der Verlosung.
Seriöse Raterteilung in allen die Belegung von Kapitalien betreffenden Fragen.
Darmstädter
Pferde-Lotterie
Ziehung am 23. Okt.
450 Gewinne i. W. von
ſteigerung im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Montag, den 21. Oktober 1912, von nachmittags 2 Uhr
ob, beginnt die Verſteigerung im ſtädtiſchen Pfandhauſe,
Kirch=
ſtraße 9, dahier.
Es kommen zum Ausgebot:
Montag, den 21. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke.
Dienstag, den 22. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold
Silber, Brillanten, Uhren, Ringe.
Mittwoch, den 23. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab:
Photo=
graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern,
Opern=
gläſer, Ferngläſer und Reißzeuge;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab:
Weiß=
zeug und Kleidungsſtücke.
Donnerstag, den 24. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab:
Weiß=
zeug und Kleidungsſtücke;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab:
Fahr=
räder, Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug
und Kleidungsſtücke.
Freitag, den 25. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab und von
nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren, Ringe und
dergleichen.
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende:
Nr. 79778 bis Nr. 100 000 und Nr. 1 bis einſchl. Nr. 13 888.
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt. Die
Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
19. Oktober 1912, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
kann vom 17. Oktober I. Js. ab großen Andrangs wegen nicht
mehr ſtattfinden.
(20997dso,
Darmſtadt, den 7. Oktober 1912.
Die ſtädtiſche Pfandhausverwaltung.
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Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 4913, 8835, 9399, 10 801, 22926, 23013, 23 147,
23555, 23783, 23986, 24640, 24674, 25518 und 26029
werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen,
vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in
unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen,
widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom
18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt.
die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1912.
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Darmſtadt, den 7. Oktober 1912.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
Die Fortbildungsſchule für die aus der
Volks=
ſchule entlaſſene männliche Jugend.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule
für den Winter 1912/13 findet Montag, den 14. d. Mts., 5 Uhr
nachmittags, ſtatt, und zwar für die Schüler des vormaligen
Stadtbezirks Darmſtadt im Schulhaus am Ballonplatz, ſowie
im Schulhaus in der Müllerſtraße, für die Schüler der vormaligen
Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule geſetzlich verpflichtet ſind
alle diejenigen jungen Leute, die in den Jahren 1910, 1911 und 1912
aus den hieſigen Volks= und Mittelſchulen entlaſſen worden ſind, und
diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus Schulen anderer Gemeinden
ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden Schulunterricht zu
genießen. Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom
Beſuche der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der
Nichtberückſichti=
gung alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
(Neckarſtraße Nr. 3) zu richten. Nach dem 15. Oktober einlaufende
Geſuche können keine Berückſichtigung mehr finden.
Bis zur erfolgten Entſcheidung dieſer Behörde muß die
Fortbildungsſchule beſucht werden. Die Geſuche müſſen von den
Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und Angaben
enthalten über: Alter, Heimatsort, Namen und Geſchäft der Eltern,
ſeitherigen Schulbeſuch, dermalige Beſchäftigung des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung
beanſprucht wird; außerdem ſind Art, ſowie Stundenzahl etwaigen
anderen Unterrichts und die dieſen Unterricht erteilenden Lehrer zu
bezeichnen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für
Bau=
handwerker und Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule
der Gewerbeſchule (der Beſuch einer Fachklaſſe oder des
Zeichen=
unterrichts allein befreit nicht von der obligatoriſchen
Fortbildungs=
ſchule) oder die kaufmänniſche Schule dahier beſuchen, ſind von dem
Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit, ebenſo diejenigen
Schüler der landwirtſchaftlichen Winterſchule, welche letztere bereits
zwei Jahre mit günſtigen Zeugniſſen beſucht haben. Ferner ſind
befreit die Schüler höherer Lehranſtalten, die ein Jahr lang die
Obertertia beſucht und in den Hauptfächern das Ziel erreicht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo
Dienſtherrſchaften und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute im
Dienſt oder in der Lehre haben, ſind kraft des Geſetzes verpflichtet,
die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule anzuhalten
(Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen
Gewerbeordnung). Die Behauptung, der Schulpflichtige ſei zur Zeit
des Unterrichts im Geſchäfte der Eltern, Lehrherren oder
Dienſt=
herrſchaft unentbehrlich, kann nicht zur Entſchuldigung dienen;
viel=
mehr iſt den Schülern die zum Beſuche der Fortbildungsſchule nötige
Zeit und zwar ſelbſtverſtändlich in der Ausdehnung zu laſſen, daß
ſie ſich vor Beginn des Unterrichts genügend waſchen und ankleiden,
auch eſſen können. Zuwiderhandlungen werden mit einer
Polizei=
ſtrafe von 2 bis 20 Mark (Art. 25 des Schulgeſetzes) geahndet.
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen
(je 20 Pf., im Wiederholungsfalle 40 Pf.), welche nötigenfalls durch
Haft nach Maßgabe der §§ 28 und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuches
vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe Abholung in die
Schule, wofür 10 Pf. für den Abholenden zu entrichten ſind. Die
Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1910/11 und 1911/12
die Fortbildungsſchule dahier ſchon beſuchten, haben ſich am
14. Oktober, 5 Uhr nachmittags, in den Turnſälen derjenigen
Schulhäuſer dahier einzufinden, in welchen ſie in den früheren Jahren
Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1912 aus der Stadtknabenſchule I
und II, aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſchule, ſowie aus
der Knabenmittelſchule I und II entlaſſen worden ſind, haben ſich
zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes am Ballonplatz
einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen
Schulpflichtigen müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am
Ballon=
platz ſtellen.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen
wohnen=
den Schüler aus den drei Jahrgängen 1910, 1911 und 1912 haben
ſich Montag, den 14. d. Mts., 4 Uhr nachmittags, in der
Turn=
halle des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße Nr. 42 einzufinden.
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages= und
Abend=
klaſſen; die Unterrichtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit
zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags gelegt werden. Die Klaſſen, in
denen Zeichenunterricht iſt, haben wöchentlich 9 Stunden, die übrigen
Klaſſen 7 Stunden Unterricht.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter
und Bauhandwerker wird von einem Maſchinentechniker und
einem Architekten erteilt, in der Konditorfachklaſſe unterrichten
in Zeichnen, Modellieren und Gewerbekunde zwei Konditoren.
Den Unterricht im Fachzeichnen in der neu eingerichteten
Schneiderfachklaſſe erteilt ein der Innung angehöriger Meiſter.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1910,
1911 und 1912, die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule
befreit ſein wollen, haben — auch wenn ſie ſchon um Befreiung bei
Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in den Turnhallen
der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 14. d. Mts.,
nachmittags präzis 5 Uhr bezw. 4 Uhr, zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch
diesmal das Vertrauen aus, daß ſie den großen Nutzen des der
männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen Fortbildungsunterrichts
erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke der Schule
durch Ueberwachung des Schulbeſuches und Anſpornung der Schüler
zur Folgſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer der Schule, ſowie zu
Fleiß, Ordnung und guter Sitte in und außerhalb der Schule zu
fördern.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Dr. Gläſſing.
(20815sms
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das Winterhalbjahr beginnt Donnerstag, den 10.
Ok=
tober ds. Js.
Für Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der
Unterricht im Mittelſchulgebäude in der Hermannſtraße, für ſolche
aus dem Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße,
für alle übrigen Schülerinnen im Schulhauſe in der
Rundeturm=
ſſtraße ſtatt.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
ſund Deutſch.
Außerdem findet für vorgeſchrittenere Schülerinnen ein Kurſus
im Anfertigen von einfachen Kleidern ſtatt.
Das Schulgeld beträgt:
a. für hieſige Schülerinnen vierteljährlich drei Mark,
b. „ auswärtige Schülerinnen vierteljährlich neun Mark.
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen
werden.
Anmeldungen für alle Abteilungen werden Donnerstag,
den 10. ds. Mts., vormittags von 11—12 Uhr, im Schulhauſe
in der Rundeturmſtraße, von dem Leiter der Schule
entgegen=
genommen.
Darmſtadt, den 3. Oktober 1912.
Der Schulvorſtand:
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J. A. Kiſſinger.
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Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg.
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Beginn des Wintersemesters: In der Gesangschule: Donnerstag, den 3. Oktober;
in der Instrumentenschule: Donnerstag, den 10. Oktober.
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Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
41)
Immer ſeltener kam Frau Ada jetzt in ihr Atelier.
Das lange Stehen vor der Staffelei ſtrengte ſie an,
er=
müdete ſie. Das Gebücktſitzen andererſeits beim Arbeiten
ſchaffte ihr Unbehagen und Schmerzen. So ließ ſie, wenn
auch ſchweren Herzens, die Arbeit ruhen. Je mehr die
Zeit vorrückte, um ſo matter und angegriffener fühlte ſie
ſich. Meiſt lag ſie auf der Chaiſelongue in Joachims
Zimmer. Chriſta nahm ihr, ſo gut es ging, die Sorgen
des Haushaltes ab. Joachim aber war glücklich, daß er,
als der Winter vorbei war, nun nicht mehr ſo oft des
Abends fort mußte. Soviel es ging, wich er nicht von
Adas Seite. Man hatte, da Ada öfter über große
Schmerzen klagte, einen Arzt befragt. Dieſer hatte
Still=
liegen verordnet. Mit heißer Sehnſucht wünſchte
Joa=
chim, der ſich in Angſt und Sorge verzehrte, das Ende
die=
ſes Zuſtandes herbei, und dann wieder zitterte er auch
vor dieſem Augenblick. Adas Mutter war bei deren
Ge=
burt geſtorben!
Dann kam eine Nacht, ſo ſchwer, ſo bang, daß
Joa=
him meinte, ſie nicht überſtehen zu können. Zwei Aerzte
ſtanden an Adas Bett, Er ſelbſt aber ſuchte in quälender
Angſt und Verzweiflung Troſt bei der ſelbſt vor Sorge
zitternden Chriſta.
Fahl dämmerte der Morgen herein, da wandelte ſich
in jubelndes Glück und lachende Seligkeit alle Furcht und
Angſt.
Herr Doktor, ich gratuliere zu einem ſtrammen
Zwil=
lingspaar, Junge und Mädel. Mutter und Kindern geht
es gut, rief ihm eintretend der Arzt entgegen.
Joachim war es zumute, als öffne ſich der Himmel
über ihm.
Meit ich huden Jahe elt uende, dar dergeſe 19
nicht, dachte Chriſta, als ſie nach einigen Stunden das
Schlafzimmer, in dem Ada lag, betreten durfte.
Bleich und müde, aber wie verklärt von ihrem jungen
Mutterglück, ruhte Ada in den Kiſſen.
Joachim ſaß auf einem Stuhl neben ihrem Bett, und
in jedem Arm hielt er ein weißes Bündelchen, auf das er
in ſtaunender Bewunderung und mit unendlichem Stolz
blickte. Wönzige rote Geſichtchen guckten da hervor und
kleine Fingerchen bewegten ſich krabbelnd.
Chriſta, ſieh her, Deine Patenkinder! Wir wollen ſie
Adolf nach Adas Vater und Marie — nach unſerer Mutter
nennen!
Da wußte Chriſta, daß es ihm ging wie ihr; auch er
konnte die Mutter, die nichts von ihm wiſſen wollte,
nicht vergeſſen.
15. Kapitel.
Es iſt auffallend, wie Mama in den letzten Jahren
gealtert iſt. Ob ſie ſich krank fühlt? Sie ſah geſtern abend
bei unſerer Geſellſchaft ſo blaß aus und zog ſich auch ſo
früh zurück.
Karl Auguſt ſaß mit ſeiner jungen Frau beim
Früh=
ſtück und rührte, während er halb fragend dieſe Worte
ſprach, nachdenklich ſeinen Tee.
Jula zuckte läſtig die Schultern. Es lag etwas
Ab=
wehrendes in dieſer Bewegung. Die lichtblaue Seide
unter dem gelblichen Spitzengerieſel ihres eleganten
Mor=
genkleides kniſterte leiſe. Das habe ich nicht bemerkt,
ſagte ſie kühl.
Du merkſt überhaupt nichts, was Dich nicht angeht.
Du biſt ſehr höflich!
Und Du — Karl Auguſt hatte ein heftiges Wort auf
den Lippen, aber er unterdrückte es. Zu was wieder
Un=
frieden heraufbeſchwören.
Bitte, es intereſſiert mich wirklich, wie Du mich
fin=
deß. Deine Kampſimente und Artigkeiten haſt Du ja als
Srmigen, ſchem es baſnedg erchſt ſir die Sie
iſt jedenfalls nichts davon übrig geblieben. Ich kann es
mir übrigens lebhaft denken, wie ich Dir vorkomme.
Wahrſcheinlich alles andere, nur nicht ſo „bezaubernd” wie
Frau von Dahlem, der Du geſtern abend wieder auf Tod
und Leben den Hof gemacht haſt. Pfui, ich finde ſo magere
Weiber ſcheußlich.
Sie reckte ihre volle Figur, die in den Jahren ihrer
Ehe noch üppiger geworden war.
O, man iſt wieder einmal eiferſüchtig. Daher die üble
Laune! Ein leiſer Zug ſpöttiſchen Lächelns flog
un=
ſeinen Mund.
Eiferſüchtig? Ich? Bah! Ich brauche nur mit dem
kleinen Finger zu winken und dann liegen mir alle
Mäu=
ner zu Füßen!
Tu das lieber nicht! Frauen, denen man nur huldigt,
wenn ſie durch — Entgegenkommen Veranlaſſung dazu
geben —
Jula wurde blaß. Sie wußte worauf er anſpielte,
Es hatte ſchon öfter Auseinanderſetzungen deswegen
zwi=
ſchen ihnen gegeben. Sie war durchaus nicht zurückhaltend
gegen die Herren, und die Komplimente, die man ihn
machte, waren manchmal etwas ſehr gewagt. Aber ſie
nahm das nicht ſo genau. Sie wollte gefallen, wollte
Triumphe feiern und vergaß darüber ganz, daß es eine
Art Huldigung gibt, die für Frauen eher eine Beleidigung
als eine Verehrung iſt.
Nervös drehte ſie an ihren Ringen, die überreich ihre
gutgepflegten, aber unſchönen und großen Hände
ſchmück=
en. Gleichſam ſpielend zog ſie einen Ring mit einem
prachtvollen Solitär vom Finger. Sie wußte, womit ſie
ihren Mann ärgern und ihm für ſeine „Niedertracht” eins
auswiſchen konnte.
Sieh mal, Du, den habe ich mir geſtern gekauft!
Sie ſah die plötzliche Röte, die über das ſchmale Ge=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
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ſicht ihres Mannes huſchte, ſah, daß er ſich ärgerte und
freute ſich.
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genug.
So ein Unſinn, mein Lieber! Ich halte es für einen
viel größeren Unſinn, ſie betonte das Wort ſcharf, wenn
das ſchöne Geld meiner guten Eltern in braunen und
blauen Lappen „verjent” wird.
Karl Auguſt entgegnete nichts auf dieſen direkten
An=
griff; aber in dem Blick, mit dem er ſeine Frau ſtreifte,
die mit geſenkten Augen und freundlich lächelnden Lippen
daſaß, glühte es auf wie mühſam gebändigter Haß.
Stumm griff er nach der Zeitung, die neben ihm lag,
während Jula ſehr intereſſiert ein Modenjournal
durch=
blätterte. Aber ſie ſah gar nicht die Bilder der Blätter an,
die ihre Hände haſtig und aufgeregt umſchlugen. Ihre
lauernden Blicke kehrten immer wieder zu ihrem Gatten
zurück. Ob er ſich ſehr „fuchſte” über ihre Bemerkung
wegen ſeiner Jeuleidenſchaft? Beinahe tat es ihr ſchon
wieder leid, daß ſie es geſagt hatte. Ob er ſehr höſe war?
Aber das kalte, ſchmale Männergeſicht mit dem müden
Zug um den Mund verriet nichts. Immer wieder ſah ſie
es an, und je länger ſie dieſe Züge ſtudierte, um ſo
und brennender wurden ihre Blicke. Denn allen
Ver=
nunftsgründen zum Trotz liebte ſie ihren Mann mit
ge=
radezu raſender Leidenſchaft, liebte ihn immer
begehren=
der, je kühler und zurückhaltender er ſich zeigte. Sie
ver=
folgte ihn mit ihrer Zärtlichkeit förmlich, bis ſich ſeine
Sinne an den ihren berauſchten und ihn zum willenloſen
Sklaven ihres Begehrens machten. Als aber dieſes
Be=
gehren immer heißer und zügelloſer ward und das ſich
immer üppiger eitſalteude Weib kein Genug kannte,
Fihlte ſich Horl Anguſt, der Jula in Wahrheit nie ge=
liebt hatte, direkt abgeſtoßen, und immer mehr verſuchte
er, ihrem ehelichen Verhältnis einen konventionellen
Stem=
pel aufzudrücken.
Da erwachte in Jula die Eiferſucht. Sie glaubte ſich
in ihrer Liebe betrogen und verraten und es kam oft zu
ſchrecklichen Szenen.
Wie alle klein und niedrig veranlagte Naturen, regte
ſich in Jula, als ſie ſich zurückgeſtoßen fühlte, ſofort das
Gefühl der Rache. All das Gute, das die Liebe zu ihrem
Mann in ihr ausgelöſt hatte, verſchwand unter dieſem
Ge=
fühl und wandte ſich allmählich ins Gegenteil. Zwar
flammte die alte Liebe ab und zu noch auf, aber immer
kleiner ward ihre Flamme, immer trüber ihr Schein.
Karl Auguſt hatte raſch Karriere gemacht. Er war,
als ein Wechſel ſtattfand, wirklich zum perſönlichen
Ad=
jutanten Seiner Durchlaucht ernannt worden. Sein
ritter=
liches Auftreten, ſeine in Geſellſchaft nie verſagende
Liebenswürdigkeit, ſeine ungezwungene und, wenn es
da=
rauf ankam, diskrete Haltung den fürſtlichen Herrſchaften
gegenüber machten ihn bei Hofe raſch beliebt. Sein Haus
nahm dank der glänzenden Mittel, die Julas Eltern dem
jungen Paare zur Verfügung ſtellten, in dem
geſellſchaft=
lichen Leben Bellburgs eine führende Stellung ein. Karl
Auguſt wurde aber nicht wenig beneidet. Er wußte das
und tat alles, um den Schein aufrecht zu erhalten, daß er
wirklich in jeder Beziehung ein beneidenswerter Menſch
war.
Er ſpielte aber den Leuten eine Komödie vor, eine
Ko=
mödie, deren Quinteſſenz eine recht bittere war. Denn
abgeſehen davon, daß er, je länger er mit ſeiner Frau
zu=
ſammen lebte, ihre Charaktereigenſchaften immer
uner=
träglicher fand, erlebte er eine Enttäuſchung, die ihn faſt
noch mehr ſchmerzte als ſeine unglückliche Ehe mit Jula.
Er war durch die Heirat nicht der reiche Mann geworden,
der er gehofft hatte zu werden, denn lediglich in Julas
Hände floſſen all die Tauſende, die ſie als Zinſen ihrer
Mitgift aus dem Elternhauſe bekam. Nicht einmal über
dieſe Zinſen hatte er freie Verfügung. Und das Kapital
ſelbſt? Das behielt der alte Warburg in ſeinem
in=
duſtriellen Unternehmen und verwaltete es ſelbſt.
Nach=
dem er ohne Murren Karl Auguſts nicht gerade kleine
Schulden vor der Hochzeit bezahlt hatte, war das ihm ſo
am beſten erſchienen, und Karl Auguſt hatte ſich wohl oder
übel fügen müſſen. Ihm ſelbſt ſtellte man ja zur Deckung
ſeiner perſönlichen Wünſche ſo viel Geld zur Verfügung,
daß ihn darum mancher Beamte in hoher Stellung
benei=
den konnte, und wenn nicht ſeine unglückſelige
Spielleiden=
ſchaft geweſen wäre, ſo hätte er damit auch in jeder Weiſe
völlig auskommen können. So aber? Er wußte trotz
ſeiner reichen Heirat manchmal weder aus noch ein.
Wechſel mußte er wie früher ſchreiben, um nicht einer
Kette der beſchämendſten Vorwürfe ausgeſetzt zu ſein
ſein. An den Zahlungsterminen ließ er ſie prolongieren
oder ſchrieb neue, um alte zu bezahlen. Anfangs, bei
klei=
neren Summen, hatte ihm Inla wohl aus der Patſche
ge=
holfen. Aber ſpäter wurde ſie eigenſinnig. So dumm
bin ich nicht mehr, erklärte ſie ſtörriſch. Sie dachte, ihn ſo
am beſten für ſeine „Liebloſigkeit” ſtrafen zu können. Was
er ab und zu einmal im Klub oder auf der Rennbahn
ge=
wann, das zerrann ihm immer von neuem wie Spreu
zwiſchen den Fingern, und da er als Schwiegerſohn des
reichen Warburg überall Kredit hatie, ſteckte er binnen
kur=
zem wieder bis über die Ohren in Schulden.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 958.
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Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unsehädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leborleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und
Bauchfellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir se bst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beins treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Schwester K. Sedlmair.
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Prospekte und klinisch-therapeutische Abhandlung kostenfrei
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
Nummer 238.
Luftfahrt.
usr. Die Johannisthaler Herbſt=
Flug=
woche, die vom 30. September bis 6. Oktober dauerte
und deren Abſchluß durch den bedauerlichen Todesſturz
des Piloten Alig und ſeines Mechanikers Libau ſo arg
getrübt wurde, hat recht günſtige Geſamtreſultate
er=
geben. Die beſten Dauerflugleiſtungen erzielte
Sedl=
mayr auf Wright mit 7 Stunden 42 Min., Mohns
(Wright) mit 7:39, Friedrich (A. F. G.) mit 5:29,
Hild (Dorner) mit 4:49 und Grade (Grade) mit 4:39.
Weitere ſechs Flieger flogen über 2 Stunden, weitere
acht über 1 Stunde, die übrigen bis zu 53 Minuten. Im
Anlaufwettbewerb ſiegte in der Klaſſe für Doppeldecker
der Albatros=Flieger Rupp ihm zunächſt plazierte ſich
Büchner (Aviatik) und Lindpaintner (Ago). Auf
Eindeckern erzielte Leutnant Krueger (Harlan) das
beſte Reſultat. Ihm zunächſt kommen Stoeffler auf
L. V. G.=Eindecker und Boutard auf Taube. Im
Höhenwettbewerb erreichte Fokker (Eindecker eigener
Konſtruktion) mit 3096 Metern die beſte Leiſtung. Zweiter
wurde Dunitz (Harlan) mit 2400 Metern. Den
Ge=
ſchwindigkeitswettbewerb über 15 Kilometer brachte
Schmidt (Torpedo) mit einer Flugzeit von 7 Minuten
vor Krieger (Jeannin) mit 7112 und Stoeffler
(L. V. G.) mit 8:44 an ſich. Im Wettbewerb für den
ſchnellſten Aufſtieg ſteht Krieger (Jeannin) an der
Spitze. Er ſtieg 1000 Meter in 14 Minuten 47
Sekun=
den. Im Wurfwettbewerb ſiegte Stoeffler (L. V. G.)
Im Anſchluß an die Johannisthaler Flugwoche
fin=
den nun noch auf dem Militärflugfelde Döberitz
militä=
riſche Bombenwurfwettbewerbe ſtatt, zu denen
Lind=
paintner (Ago=Doppeldecker), Schauenburg (A. F. G.=
Doppeldecker), Hartmann (Wright=Doppeldecker), Krueger
(Harlan=Eindecker), Stoeffler (L. V. G.=Eindecker), Grade
(Grade=Eindecker), Thelen (Albatros=Eindecker) und
Krieger (Jeannin=Eindecker) gemeldet haben.
Sport.
sr. Veranſtaltung einer „Berliner Saiſon” 1913. Im
Eſplanade=Hotel zu Berlin fand eine Verſammlung ſtatt,
um über die Veranſtaltung einer Berliner Saiſon”
zu beraten. Als Einberufer der Verſammlung zeichneten
Geheimer Kommerzienrat A. Lukas, Dr. O. Brahm, Prof.
Max Reinhardt, Major v. Tſchudi, Freiherr v. Gersdorff
und Rittmeiſter der Reſerve Andreae. Nach Beiſpielen
von München, Paris, London, Wien und anderen
größe=
ren Städten ſoll auch in Berlin eine „Saiſon” geſchaffen
werden! Die Idee der Einberufer geht dahin, die Saiſon
im Frühjahr 1913 anläßlich des
Regierungsjubi=
läums des Kaiſers zu veranſtalten und dieſe über
drei Wochen auszudehnen, ungefähr in der Zeit vom 5.
bis 25. Mai. Die Saiſon ſoll eine Reihe von feſtlichen
Veranſtaltungen auf künſtleriſchen, geſellſchaftlichen und
ſportlichen Gebieten enthalten. Das Deutſche Theater will
unter der Regieoberleitung von Profeſſor Max Reinhardt
einen Shakeſpearé=Zyklus bringen, während in dem bis
zum Frühjahr neu eröffneten „Odeon” das iſt der in ein
Volksfeſtſpielhaus größter Dimenſion umgewandelte
Sportpalaſt, antike Tragödien von der Deutſchen
Volks=
feſtſpielgeſellſchaft, gleichfalls unter der Regieoberleitung
von Profeſſor Mar Reinhardt, inſzeniert werden ſollen.
Das Leſſing=Theater beabſichtigt unter der
Regieoberleit=
ung von Dr. O. Brahm einen Ibſen-Gerhardt
Haupt=
mann=Zyklus zu veranſtalten. Auf muſikaliſchem Gebiet
hat das Konzertbureau Guttmann einen Zyklus „
Monu=
mentalwerke deutſcher Muſik” angemeldet. Von
ſport=
lich=geſellſchaftlichen Veranſtaltungen haben bisher die
folgenden Vereine ſich prinzipiell zur Teilnahme bereit
erklärt: Das Kartell für Reit= und Fahrſport, das einen
Concours=hippique und einen Blumenkorſo inſzenieren
will; die Flugplatzgeſellſchaft Johannisthal, die an die
Veranſtaltung von Preisflügen deutſcher Flugzeuge denkt.
Die Königlichen Theater ſollen zur Mitwirkung
aufgefor=
dert werden. Auch der Berliner Rennverein ſoll zur
Schaffung eines großen rennſportlichen Meetings erſucht
werden. Den Vorſitz der Verſammlung führte Geh.
Kom=
merzienrat A. Lukas. An der Diskuſſion beteiligten ſich
unter anderem Direktor Wilhelm, Major von Tſchudi,
Dr. Holländer, Dr. Landau, Chefredakteur Wolff,
Bürger=
meiſter Reicke und Verlagsdirektor Bernhardt.
Bürger=
meiſter Reicke verſprach in ſeinem eigenen Namen und im
Namen des Oberbürgermeiſters Wermuth die
Unterſtütz=
ung der Angelegenheit und machte darauf aufmerkſam,
mit der Propaganda frühzeitig zu beginnen.
Oberregier=
ungsrat U. v. Oertzen, der Vorſitzende der techniſchen
Kommiſſion des Unionklubs, ſicherte für
rennſport=
liche Veranſtaltungen die Unterſtützung des
Unionklubs zu und führte aus, daß die Frühjahrsſaiſon
verlängert oder verlegt werden müßte, wenn das Stadion
im Grunewald mit in Betracht kommen ſolle, da dieſes erſt
am 13. Juni eröffnet würde.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Okt.: dem Hauptmann und
Kom=
pagniechef im Leibgarde=Infanterie=Regiment 115
Erd=
mann Chriſtian Leopold von Sierakowski,
Olbrich=
weg 17, ein S. Wendt Erdmann Peter. Am 2.: dem
Hausverwalter Heinrich Swars, Eliſabethenſtraße 12,
ein S. Am 30. Sept.: dem Elektrizitätswerkshilfsarbeiter
Georg Hotz, Lindenhofſtraße 5, ein S. Georg Kurt. Am
3. Okt.: dem Glaſer Karl Roßkopf, Fuhrmannſtraße 6,
ein S. Karl Waldemar. Dem Telegraphenſekretär
Richard Julius Neumann, Roßdörferſtraße 47, ein S.
Ernſt. Am 4.: dem Taglöhner Wilhelm Quick,
Magda=
lenenſtraße 3, eine T. Juliana Friedericke. Am 30.
Sept.: dem Oberbahnaſſiſtenten Johannes Eduard
Schäfer, Liebfrauenſtraße 85, eine T. Gertrude. Am 4.
Okt.: dem Muſillehrer Wilhelm Adolf Beh,
Lindenhof=
ſtraße 9, eine T. Margott Wilhelmine Henriette. Am 3.:
dem Friedhofsarbeiter Georg Otto Landzettel,
Inſel=
ſtraße 19, eine T. Eliſabeth Marie. Am 7.: dem
Straßen=
reiniger Friedrich Karl Wilhelm Wollevert,
Stift=
ſtraße 41, eine T. Karoline Emma. Am 5.: dem
Maſchi=
nenarbeiter Georg Eckhardt, Läuteſchlägerſtraße 36, ein
S. Georg. Am 4.: dem Mechaniker Heinrich Alemann,
Rhönring 1, eine T. Margarete Gertrude. Dem Kauß
mann Johann Georg Jakob Adam Burkhard, Liehl
frauenſtraße 95, eine T. Dem Bäcker Adam Meiſtet
Arheilgerſtraße 64, ein S. Ludwig.
Aufgebotene. Am 3. Okt.: Schuhmacher Jakob
Meyer in Auerbach mit Luiſe Brückmann in Auen
bach. Malermeiſter Ferdinand Karl Wilhelm Keipf
in Schweinfurt mit Maria Anna Mäuſer in Schwein
furt. Zahlmeiſteraſpirant und Vizefeldwebel Johannes
Stracke, Alexanderſtraße 22, mit Sophia Müller iſ
Erbach i. Od. Kellner Otto Speicher, Schloßgaſſe3
mit Anna Harrer, Schloßgaſſe 25. Am 4.: Ingenieu
Karl Guſtav Gauß in Pries mit Maria Weiß in
Frankfurt a. M. Buchdrucker Paul Fiſcher in Straße
ebersbach mit Wilhelmine Chriſtine Schaumann n
Straßebersbach. Friſeur Jakob Auracher, Heinheimer
ſtraße 75, mit Maria Friedrich, Kiesſtraße 66. Am 5.
Ingenieur Peter Speck, hier, mit Karoline Melitte
Wolf in Mainz. Sattler Adam Valentin Fink in
Fürth i. O. mit Anna Eva Reichard in Fürth i. O.
Forſtwartsaſpirant Paul Kirſchner in Roßdorf mit
Maria Katharina Heddrich in Strebendorf. Tiſchlen
Aleſſandro Sartorello, hier, mit Marie Amalie Rabha
in Bremen. Schreinergehilfe Karl Bayer in Nieder=
Ramſtadt mit Marie Margar. Dechent,
Wilheln=
ſtraße 20.
Eheſchließungen. Am 2. Okt.: Artiſt Wilhelm Klößl
mit Katharina Treuſch, beide hier. Am 3.: Sekretäß
Jakob Albert mit Katharina Raiß, beide hier
Schloſſer Anton Löffler mit Emma Schmidt, beide
hier. Schieferdecker Friedrich Eckart mit Verkäuferiſt
Kathar. Späth, beide hier. Am 4.: Magazinverwalteß
Adam Walter, hier, mit Eliſabethe Ohl in Baben
hauſen. Bäcker Friedrich Kappes mit Köchin Mari
Kurz, beide hier. Am 5.: Prakt. Arzt Dr. Hermanſſ
Alefeld in Offenbach a. M. mit Charlotte Markel, hien
Spengler und Inſtallateur Ernſt Sieber, hier, mi
Schneiderin Mathilde Petri in Weiterſtadt.
Möbel=
ſchreiner Johann Schäfer mit Köchin Mariann
Schütz. Sergeant und Brigadeſchreiber Geor
Langohr mit Suſanna Romelius, beide hier. Schreihg
gehilfe Heinrich Schanz, hier, mit KatharinaRu
dolph in Gumpersberg. Prakt. Arzt Dr. Felix Bön
ning mit Anna Margar. Eliſab. Jungmann, beide
hier. Taglöhner Martin Heid mit Anna Pelzen
beide hier. Lokomotivheizer Georg Steiner in Groß
Auheim mit Katharine Krämer, hier. Schneider Hein
rich Winter mit Schneiderin Katharina Jöckel, beid
hier. Diplom=Ingenieur Oswald Krauſe mit Eliſe
bethe Krämer, beide hier. Am 7.: Fabrikarbeiter Koſ
rad Kempf mit Margar. Glock, beide hier.
Geſtorbene. Am 4. Okt.: Eiſendreher Karl Pet
Klein, 38 J., ev., Landwehrſtraße 62. Am 3.: Kaufman=
Georg Philipp Feid, 49 J., ev., Frankfurterſtraße
Margarete Aſchenbrenner geb. Baſel, Witwe des Rea
lehrers, 75 J., ev., Frankenſteinerſtraße 64. Am
Schneider Apollinaris Jakob Wargin, 39 J., katha
Lauteſchlägerſtraße 10. Georg Wilhelm Breitwiefen
S. des Eierhändlers, 10 Mte., ev., Große Ochſengaſſe
Am 4.: Emma Klein, geb. Heyer, Witwede
Aktuars i. P., 77 J., ev., Teichhausſtraße 36. Am
Schüler Georg Rudolph, S. des Maurers, 10 J.,e
Breitenbrunn. Knecht Johann Adam Abt, 46 J., kath
Häuſerhof. Einlegerin Luiſe Göller, 17 J., ev.,Ga
diſtenſtraße 8.
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Nummer 238.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1913.
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Ein deutſches
Wild=Weſt=Drama
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und das andere
Montag, den 14. Oktober 1912, abends 7 Uhr
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der
Grossh. Hofmusik und unter Mitwirkung des Herrn
Kammersängers Franz Steiner aus Wien.
Musikalische Leitung: Hofkapellmeister Hofrat de Haan.
Orchester: Die auf 70 Musiker verstärkte Hofmusik.
3. Vier Lieder am Klavier:
1. Eine
Serenaden-
musik f. Orchester P. Juon a) „Der Fischer‟
b) „Der Doppel=
2. Drei Gesänge mit
. v. Schubert
gänger
Orchester . . . G. Mahler
c) „Der Nussbaum‟
a) „Um Mitternacht”, b) „Ich d) „Die beiden
bin der Welt abhanden gekom- Grenadiere‟ v. Schumann
men”, c) „Rheinlegendchen‟. 4. Sinfonie (D-dur)
beginnt mit dem hochdramatischen, feinem
Spiel und wunderbaren Momenten
ausge-
statteten Film, betitelt:
Nr. 1
. . G. Mahler
Montag vorm. 10 Uhr, im Hoftheater.
Hauptprobe. Eintritt Mk. 1.50. Karten dazu sind an der
Hoftheater-Tageskasse und in der Musikalienhandlung von Gg.
Thies Nachf. (Leop. Schutter), Elisabethenstr. 12, zu haben.
In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms
zu Gehör gebracht.
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Abonnements zu den 6 Konzerten
werden in der Thies’schen Musikalienhandlung und bei
Kammermusiker A. Diedrich, Kiesstr. 47, entgegengenommen.
Im Abonnement
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Dieser Film ist vollständig koloriert und
zeigt das Lebensschicksal zweier Waisen.
Vorführungsdauer ca. 1 Stunde.
Tiefergreifend.
Abenteuer eines Amerikaners. Drama.
Lenes Heirat, Köstliche Komödie.
(*8608
Kulike ist abergläubisch. Guter Humor.
Toto auf dem Karneval. Origineller Humor.
Rechtsanwälte Blinks u. Jinks. Humoristisch.
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Die Eifenbeinjäger, Belehrende Naturaufnahme.
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Jeden Tag frisch eintreffend
Echte Münchner Weisswürste
Nürnberger Schweinswürsti am Roast
Baverische Leberwürste mit Kraut
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Fidelen Seppel das Urviech
mit seiner
(*8612
Sänger-, Possen-, Tänzer-
und Schuhplattler-Truppe
5 Madin „Die Boarischen‟ 5 Buam
Streng dezentes Familienprogramm.
Stets freier Eintritt. Stets freier Eintritt.
Für die heutige Wahl der Vertrauensmänner
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rſicherungspflichtigen die Vorſchlagsliſte D.
Darmstädter Lehrerinnen-Verein
Muſikgruppe Darmſtadt.
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drama erster Güte (Schlager)
3 Akten. Lebenswahr
dargestellt nachauthentisch.
Berichten mit dazu
passen-
der Musik.
Heute Mittwoch
Ferner die glanzvollen
Pro-
grammnummern, wie:
Herzeisup
Fäderer Schiaf
IIDA
Tragödie. (*8640
Feiner farbiger Film.
Das Rätsel des Herzens
Drama in 3 Akten.
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Heute Mittwoch, den 9. Oktober 1912,
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Die Entdeckung Amerikas
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kunst. — Treu historisch!
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
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Herren Faletois
nit Samtkragen, Woll-, Satinella- oder Seidenfutter
zweireihig Mk. 25, 30, 35, 40, 44, 48, 55, 60.
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Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Programm für die zweite Hälfte des Vereinsjahres 1912.
199. Vereinsabend. Donnerstag, 24. Oktober 1912:
Kammer-
musik-Abend von Professor Alexander Petschnikoff (
Vio-
line), Frau Lilly Petschnikoff (Violine) und Willy Bardas
(Klavier).
200. Vereinsabend. Donnerstag, 7. November 1912: Zur
Feler des 200. Vereinsabends: Viertes Konzert der
Mei-
ninger Hofkapelle, unter Leitung von Dr. Max Reger.
Programm: Beethoven, Franz Liszt, Richard Wagner,
Max Reger.)
201. Vereinsabend. Donnerstag, 14. November 1912: Zum
Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Konzert von Frau
Kammersängerin Erika Wedekind (Sopran) und Frau
Pro-
fessor Marcelle Cheridjlan-Charrey (Klavier).
202. Vereinsabend. Donnerstag, 21. November 1912:
Kon-
zert von Frau Renée Chemet (Violine) und Fräulein
Ger-
maine Schnitzer (Klavier), unter Mitwirkung von Fräulein
Marie Schwan (Klavier).
203. Vereinsabend. Donnerstag, 5. Dezember 1912: Zweites
Konzert von Joan de Manen (Violine), unter Mitwirkung
von Lorenzo Matossi (Klavier).
204. Vereinsabend. Freitag, 13. Dezember 1912: Lieder-
und Duetten-Abend von Frau Annie Gura-Hummel (Sopran)
und Kammersänger Hermann Gura (Bariton), unter
Mit-
wirkung von Kapellmeister Albert Bing (Klavier).
205. Vereinsabend. Montag, 30. Dezember 1912: Zum
Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Erster Lieder-Abend
des Darmstädter Vokalquartetts: Frau Sofie Schmidt-
IIIing (Sopran), Fräulein Else Diefenthäler (Alt), Franz
Müller (Tenor) und Alfred Stephani (Bass), unter
Mit-
wirkung von Hofkonzertmeister Ernst Schmidt (Klavier).
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne,
Grüner Weg 99, zu richten. Der Beitrag für den Rest des
Jahres 1912 beträgt 8 Mk., für einen Sperrsitzplatz 12 Mk.
Ein Sperrsitzplan liegt bei Heinrich Arnold, Wilhelminen-
(21060
strasse 9, zur Einsicht auf.
Krieger= und Militärs
Verein „Blüchere
Darmſtadt.
Sonntag, den 13. Oktober 1912, im
Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18
Verbunden
Stltongstest mit Vassenweldt
Vormittags 11 Uhr Festakt:
Nachm. ab 4 Uhr: Konzert, ab 8 Uhr: Ball.
Eintrittskarten im Vorverkauf (bei den Mitgliedern) 25 Pf.
(21057
an der Kaſſe 30 Pf.
Alles Nähere durch die Programme.
umzugsh. f. Winterjacke, grau, w. neu, gekoſt.
inderwagen 3 M. zu pk. 28 Mk., für 12 Mk. zu verkauf.
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Ab Messel: 119 320 521 644 75 etc.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 9. Oktober 1912.
27. Ab.=Vorſtellung. C 7.
Die ſchöne Helena.
Burleske Operette in 3 Akten
von Jacques Offenbach.
Perſonen:
Aug. Globerger
Paris .
Menelaus
Helena
Agamemnon
Klythemnaeſtra
Oreſtes
Pylades .
Calchas .
Achilles
jax I
Ajax II
Philocomus
Euthycles
Bacchis
Laena.
Parthenis
Thetis
Deidamia
Ein Sklave
Rich. Jürgas
Olga Kallenſee
L. Schützendorf
Minna Müller=
Rudolph
Elſa von Blank
Tilli Art’l
Adolf Jordan
Otto Thomſon
Karl Bernhardt
Paul Peterſen
Emil Kroczak
Auguſt Kräger
Käthe Gothe
JohannaKaſten
Emma
Mühl=
pforth
Maria Schott
Agnes Kräger
Ad. Jungmann
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 10. Okt. 28. Ab.=
Vorſtellung. B 8. Uraufführung:
„Sommer” Komödie v
Thad=
däus Rittner. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Freitag, 11. Okt. 29. Ab.=Vorſt.
D 7. „Wenn ich König wäre!”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 12. Okt. (Geſchloſſen.)
Sonntag, 13 Okt. 30. Ab.=Vſt.
C 8. „Alda.” Gewöhnl. Preiſe,
Anfang 7 Uhr.
Darmstädter Hof, Traisa.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
9. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der
Kapellt=
des Großh. Art.=Korps.
1. Koburger Joſigs=Marſch=
2. Ouverture „Die Amazone” von
Wiggert. 3. Fantaſie aus „
Trou=
badour” von Verdi. 4. „Valse
Brune” von Krier= 5. Paraphraſe
über das Volkslied „O, sole mio‟
von Capua. 6. „Unter
Waffen=
gefährten”, Marſch von Teike.