Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadl.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Zum Intendanten des Münchener
Hof=
theaters wurde Clement Freiherr von und zu
Franckenſtein vom Prinzregenten ernannt.
Die Zarenfamilie iſt am Sonntag abend von
Bjelowjeſch nach Spala im Gouvernement
Peters=
burg abgereiſt.
Der König von Rumänien iſt zum
General=
feldmarſchall der ruſſiſchen Armee
er=
nannt worden.
Die Mobiliſierung der ſerbiſchen und der
bulgariſchen Armee wird offiziell bekannt
ge=
geben.
Preußiſche Regierung und Fleiſchtenerung.
Aus Bexlin wird uns geſchrieben: Die
Erleich=
terungen, die von der preußiſchen Regierung für die Vieh=
und Fleiſcheinfuhr beſchloſſen worden ſind, bezeugen den
Willen zu durchgreifenden, wirkſamen Maßregeln. Daß
däbei die extremen Forderungen keine Berückſichtigung
gefunden haben, vielmehr der leitende Grundſatz beſtehen
bleibt, daß unſter wirtſchaftspolitiſches Ziel nach wie vor
auf eine ausreichende deutſche Viehproduktion gerichtet
ſein müſſe, war nicht anders zu erwarten und wird auch
im Reichstage die Zuſtimmung der Mehrheit finden. Auf
dem Boden ihrer ſchutzzöllneriſchen Haltung aber hat ſich
die preußiſche Regierung zu einem weiteren
Entgegen=
kommen verſtanden, als mancher annahm. Für eine ganze
Anzahl von Staaten (Rußland, Serbien, Rumänien,
Bul=
garien, Holland und Belgien) ſoll die Einfuhr von
fri=
ſchem Fleiſch, bezw. von Schlachtvieh, unter erfüllbaren
Bedingungen g erleichtert werden. Frachtermäßigungen
für Fleiſch, Vieh, Futtergerſte und Mais kommen in
zwei=
ter Linie hinzu, und endlich ſoll den Gemeinden ein
Zoll=
nachlaß für friſches ſowie gefrorenes Fleiſch mit
Rück=
wirkung vom 1. Oktober ab gewährt werden. Durch
letztere Beſtimmung wird der Bezug gefrorenen
Ham=
melfleiſches praktiſch erſt ermöglicht, da der geltende
Zoll=
ſatz zu hoch iſt, um eine genügende Spannung zwiſchen
dem Preiſe für gefrorenes und dem für friſches
Hammel=
fleiſch zu geſtatten. Daß die Aufrechterhaltung von § 12
des Fleiſchbeſchaugeſetzes die Einfuhr gefrorener Rinder
ausſchließt, erſcheint ſowohl durch Rückſicht auf die
Volks=
geſundheit wie auf die Erforderniſſe unſerer
landwirt=
ſchaftlichen Schutzzollpolitik als begründet. Denn die
deutſche Rindviehzucht hat unter dem Schutzzollſyſtem
einen beträchtlichen Aufſchwung genommen, während die
deutſche Schafzucht wegen der niedrigen Wollpreiſe
ge=
waltig zurückgegangen iſt und noch fortdauernd
zurück=
geht. Die vorübergehende Natur der getroffenen
Erleich=
terungen iſt grundſätzlich durch die Unverrückbarkeit des
Zieles, eine leiſtungsfähige deutſche Viehproduktion zu
ſchaffen, gerechtfertigt. Tatſächlich dürfte es von den
Wir=
kungen der neuen Maßregeln abhängen, wann ihre
Auf=
hebung in Frage kommen kann. Da der Zollnachlaß ſich
bis zum 31. März 1914 erſtrecken ſoll, rechnet die preußiſche
Regierung ſelbſt nicht mit einer raſchen Aufhebung ihrer
jetzigen Vorkehrungen. Deren Erfolg hängt zum großen
Teil von der Regſamkeit der Gemeinden ab. Sie ſind
es, die den Anſpruch auf Zollnachlaß haben und ber der
Feſtſetzung der Preiſe für das zu erleichterten
Bedingun=
gen eingeführte Fleiſch mitwirken müſſen, Sache der
gro=
ßen Gemeinden iſt es daher, eine umfaſſende Initiative
zu entwickeln. Gerade in der Beſchränkung auf die
Groß=
ſtädte dürfte das preußiſche Vorgehen ſich für die
Allge=
meinheit am nützlichſten erweiſen. Gleichzeitig muß die
Steigerung der deutſchen Viehproduktion mit allen
Kräf=
ten angeſtrebt werden. Unter den zahlreichen Mitteln,
die die Nordd. Allg. Ztg. hierfür aufzählt, fehlt die
er=
folgverheißende Anregung, die Domänenpächter
vertrags=
mäßig zu einer größeren Viehhaltung zu verpflichten. Da
der Großgrundbeſitz auf dieſem Gebiet im Rückſtande iſt,
ſollte der Staat wenigſtens ſeine Domänen im Punkte der
Viehhaltung auf die Höhe der Leiſtungsfähigkeit bringen
und durch ſein Muſter die Nacheiferung des geſamten
Großgrundbeſitzes wecken.
Die Preſſe beſchäftigt ſich natürlich ausführlich mit
den Maßnahmen der preußiſchen Regierung. Die Köln.
Ztg. ſchreibt:
„Daß die Anordnungen der Regierung bei den
So=
zieldemokraten und auch bei manchen radikal
eingeſchwo=
renen Politikern keine Billigung und keine Anerkennung
finden werden, iſt ohne weiteres vorautszuſehen. Man
wird von kleinen und kleinſten Mitteln ſprechen, von einem
Tropfen auf den heißen Stein und von mangelnder
Für=
ſorge für eines der dringendſten Bedürfniſſe des Volkes.
Auf der anderen Seite kann man ſich darauf gefaßt
ma=
chen, daß die Agrarier über Aufopferung ihrer Intereſſen
einen gewaltigen Lärm machen und die Regierung wegen
Schädigung der Landwirtſchaft heftig angreifen werden.
Die Folgerungen, die man einſtweilen daraus zu ziehen
hat, gehen unſeres Erachtens dahin, daß ſich die
Regie=
rung auf einer mittleren Linie bewegt, auf der ſie
jeden=
falls verſucht bat, etwas zur Linderung des Notſtandes
beizutragen. Ob das, was geſchehen iſt, wirklich
aus=
reicht, dürfte ſich kaum in theoretiſcher Auseinanderſetzung,
ſondern nur in der Erfahrung zeigen. Im übrigen aber
betrachten wir das geſamte Vorgehen der Regierung als
die Anerkennung des Notſtandes und als ein
Zugeſtänd=
nis, daß die jetzt in die Höhe geſchnellten Preiſe eine
ſolche Belaſtung der Lebenshaltung des Volkes bedeuten,
daß man ihnen mit ſtaatlichen Mitteln entgegenwirken
muß. Wir erblicken darin einen Fortſchritt, der weiter
auszubauen iſt, wenn die bisherigen Maßregeln ſich nicht
als ausreichend herausſtellen ſollten.”
Alle Preßſtimmen, auch nur auszugsweiſe,
anzu=
führen, iſt unmöglich und auch zwecklos, daſ der
Stand=
punkt der politiſchen Blätter zu deni
Regierungsmaß=
nahmen ſich nach ihrem politiſchen Parteiſtandpunkt
richtet und von vornherein bekannt iſt. Während die
agrariſchen Blätter der Regierung die ſchwerſten
Vor=
würfe über ihre falſche und in ihren Augen gefährliche
Nachgiebigkeit machen, erklären die linksſtehenden Blätter
die Maßnahmen für ganz unzulänglich.
Deutſches Reich.
* Der Prozeß Borchardt=Leinert hat
mit der Verurteilung der Angeklagten wegen
Hausfrie=
densbruchs und Widerſtands gegen die Staatsgewalt
ge=
endet. Die Hoffnung der Sozialdemokratie, es könnten
die einſchlägigen Beſtimmungen der Geſchäftsordnung des
Abgeordnetenhauſes durch Gerichtsurteil für ungültig
er=
klärt werden, iſt damit zunächſt hinfällig geworden. Wie
bereits angekündigt, wird die Sozialdemokratie ihr Glück
bei der höheren Inſtanz verſuchen. Jedoch iſt
anzu=
nehmen, daß ſie auch hier ſich vergebens bemühen wird.
Käme es anders, dann müßte ſich der geſunde
Menſchen=
verſtand dagegen auflehnen. Die Entwickelung des
modernen Parlamentarismus, deſſen widrige Auswüchſe
gerade jetzt in Peſt zutage treten, duldet es am
aller=
wenigſten, unter Anklammerung an eine ideologiſche
Auf=
faſſung der perſönlichen Rachte des Volksvertreters, den
einzelnen Parlamentarier oder eine kleine Minderheit die
Herren im Hauſe werden zu laſſen. Wenn Großbritannien,
„das Muſterland des Parlamentarismus”, die gewaltſame
Entfernung aufſäſſiger Mitglieder des Unterhauſes aus
dem Sitzungsſaale geſchäftsordnungsmäßig vorſieht, dann
iſt vom Standpunkte der „Freiheit” gegen die
Uebertra=
gung dieſer Regel auf deutſchem Boden nichts
Stichhal=
tiges einzuwenden. Auf welchem Wege juriſtiſcher
Be=
weisführung dieſes Ergebnis erzielt wird, ſteht in
zwei=
ter Linie. Die Hauptſache iſt, daß der geſunde
Menſchen=
verſtand in dieſer Frage zu ſeinem Rechte gelangt. Das
Urteil der Berliner Strafkammer berechtigt zu der
Hoff=
nung, es werde auch durch ſpätere Entſcheidungen
be=
ſtätigt werden.
— Kaiſermanöver 1913. Wie das Armee=
Verordnungsblatt meldet, beſtimmte der Kaiſer, daß=
1913 die Kaiſermamnöver im Bereiche des 5. und 6.
Armee=
korps ſtattfinden ſollen, und daß die Bataillone der
Fuß=
truppen dieſer Armeekorps durch die Einziehung von
Reſerviſten auf Ausrückſtärke von 700 Unteroffizieren und
Gemeinen gebracht werden ſollen.
— Streikverſicherung. Man ſchreibt uns:
Die Frage, wie dem Arbeitgeber für die Verluſte aus
Streiks und Ausſperrungen eine Entſchädigung gewährt
werden kann, die ſogenannte Streikverſicherung, iſt in
Deutſchland auf der Grundlage entſchieden worden, daß
die Streikverſicherung ein Teil der Aufgaben der
beſtehen=
den Arbeitgeberverbände iſt.
Maßgebend hierfür war die Ueberzeugung, daß die
Streikentſchädigungsfrage nur im Zuſammenhang mit
den übrigen Aufgaben der Arbeitgeberverbinde gelöſt
werden kann, weil ja hier neben dem rein geldlichen
In=
tereſſe noch eine ganze Reihe ſozigler Momenta mitſpie=
len. Aus dieſem Grunde haben die beiden Zentralen der
Arbeitgeberverbände, die Hauptſtelle Deutſchen Arbeitz
geberverbände und der Verein Deutſcher
Arbeitgeberver=
bände die Rückverſicherung für die ihnen angeſchloſſenen
Arbeitgeberverbände übernommen. Dieſer Verſicherung
ſind 67 Arbeitgeberverbände und
Streikentſchädigungsge=
ſellſchaften im Anſchluſſe an Arbeitgeberverbände
ange=
ſchloſſen, die eine Jahreslohnſumme von 728 Millionen
Mark und eine Arbeiterzahl von 750 000 umfaſſen. Nicht
berückſichtigt ſind hierbei diejenigen Arbeitgeberverbände,
welche ihren Mitgliedern Streikunterſtützung von Fall zu
Fall auszahlen. Der weſentliche Vorteil für die bei den
beiden Zentralen verſicherten Arbeitgeber beſteht
außer=
dem darin, daß ſie ihren Rückhalt in den beiden
Arbeit=
geberzentralen haben, denen mehr als 56000 Betriebe
mit einer Zahl von faſt 2½ Millionen beſchäftigten
Arbei=
tern angeſchloſſen ſind. Verſuche, die Streikverſicherung
etwa auf der Grundlage zu löſen, daß eine von den
Arbeitgeberverbänden gInz losgelöſte Vereinigung die
Auszahlung von Streikentſchädigungen als einzige
Auf=
gabe übernimmt, werden in Deutſchland abgelehnt; ſolche
Verſuche hat man in Frankreich gemacht. Es hat ſich
jedoch, wie die jüngſten Berichte von dort ergeben,
her=
ausgeſtellt, daß ſich hierbei nur die gefahrvolleren Riſiken
anſchließen, ein Umſtand, der natürlich für die Geſellſchaft
und für die Mitglieder gleich bedenklich iſt.
— Die bayeriſche Regierung und die
Sozialdemokratie. In der ſchon erwähnten
Sitzung der Abgeordnetenkammer führte der
Verkehrs=
miniſter noch aus:
Ich habe ſchon in meiner letzten Rede darauf
hin=
gewieſen, daß die Umſturzbeſtrebungen der
Sozialdemo=
kratie ſich nicht allein auf politiſche Organiſationen
be=
ſchränken, ſondern auch auf die freien Gewerkſchaften,
Konſumvereine Baugenoſſenſchaften und
Jugendorgani=
ſationen. Dieſe ſind für die Sozialdemokratie nicht
Selbſtzweck, ſondern werden in den Dienſt der politiſchen
Beſtrebungen geſtellt. Eine Neuerung in den
Vollzugs=
beſtimmungen meines Vorgängers zu ſeinem Erlaß iſt
nicht getroffen worden. Aufrecht erhalten bleibt
ſelbfſtper=
ſtändlich der Grundſatz, daß Angehörige der
Sozialdemo=
kratie von der Anſtellung als Beamte ausgeſchloſſen ſind.
Die Stellung der Verwaltung zur Frage der Bekämpfung
der Beſtrebungen des Ausſtandos bei der
Verkehrsver=
waltung entſpricht der von beiden Kammern des
Land=
tages angenommenen Reſolution des damaligen Abg.
Daller im April 1910. An dieſer Stellung iſt nicht nur
die Verkehrsverwaltung, ſondern die ganze Bevölkerung
intereſſiert. Wir haben in der letzten Zeit in
außer=
deutſchen Staaten Erfahrungen zur Genüge gemacht; ſo
in Frankreich mit der Sabotage und mit dem Streik der
Eiſenbahnarbeiter, und in England, wo es faſt zur
Hun=
gersnot unter der Bevölkerung gekommen iſt. Da
kön=
nen wir nicht gleichgültig zuſehen. Er brauche, fuhr der
Miniſter fort, aber nicht einmal auf das Ausland Bezug
zu nehmen, er könne auch auf bayeriſche Vorkommniſſe
hinweiſen auf den Streik in Nürnberg im letzten Jahre.
Man miſſe alſo auch auf kleine Streifälle bedacht und
gegen dieſe Gefahr geſichert ſein, weil die
Verkehrs=
ſtörung in einem einzigen Falle von unberechenbaren
Fol=
gen ſein könnte. Was min die Sozialdemolraten als
be=
rechtigte Forderungen anſähen, gehe daraus hervor daß
in ihren Forderungen zum vorliegenden Eiſenbahnetat
42 Millionen für die Arbeiter verlangt würden. Die
Füh=
rer des ſüddeutſchen Eiſenbahnerverbandes müßten doch
wiſſen, welche gänzlich unerfüllbaren Forderungen ſie
da=
mit aufſtellten. Das Perſonal werde durch die
fortgeſetz=
ten maßloſen Angriffe auf die Verwaltung in der
ſozial=
demskratiſchen Preſſe ſo verbetzt, daß es die Führer
ſchließlich nicht mehr in der Hand hätten. Wir müſſen
ſo ſchloß der Miniſter — von unſeren Beamten und
Arbeitern verlangen, daß ſie auf das Mittel des Streiks
verzöhten, und wir werden bei Neuaufzunehmenden die
Unterſchrift eines Reverſes verlangen und werden uns
unſer weiteres Vorgehen vorbehalten.
— Ein ſächſiſcher nationaler
Arbeiter=
tag fand am Sonntag in Chemnitz ſtatt, der unter
Aus=
ſchluß der ſogenannten „gelben Vereine” von etwa 500
Delegierten beſucht war, die etwa 70 Vereine und
Ver=
bände mit ungefähr 70000 Mitgliedern vertraten. Es
wurde ein beſonderes Arbeitswilligenſchutzgeſetz
abge=
lehnt, dagegen Einigungsämter verlangt. Ferner wurde
die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, geſetzgeberiſche
Maßnahmen gegen den Mißbrauch der Tarifverträge
durch die freien Gewerkſchaften und vollſtändige
Sonn=
tagsruhe im Handelsgewerbe ſowie Verbot der
Konkur=
renzklauſel verlangt.
— Aus Schwarzburg=Rudolſtadt. Die
Konſ. Korr. ſchreibt: Aus Parteikreiſen iſt vielfach die
Anfrage an die Zentralſtelle der Partei gerichtet worden,
ob unter den bürgerlichen Abgeordneten, die kürzlich im
Landtage des Fürſtentums Schwarzburg=Rudolſtadt
einen Sozialdemokraten zum Präſidenten wählten, ſich
auch ſolche der konſervativen Partei befunden haben.
Dies iſt natürlich nicht der Fall. Der Landtag des
Fürſtentums Schwarzburg=Rudolſtadt beſitzt keinen
kon=
ſervativen Abgeordneten. Die beiden in ihm vorhandenen
Sche 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
Nummer 231.
Vertreter des Bundes der Landwirte gehören der
konſer=
vativen Partei nicht an, ſondern nehmen politiſch einen
durchaus perſönlichen Standpunkt ein, der ſehr häufig
ſchon in kraſſeſtem Widerſpruch zu konſervativen
Grund=
ſätzen geſtanden hat, ganz beſonders auch bei der Wahl
eines Sozialdemokraten zum Präſidenten.
Ausland.
Italien.
Friedensverhandlungen. Der italieniſche
Brtſchafter in Paris, Tittoni, beabſichtigt ſich nach
Lau=
ſanne zu begeben, um mit den dortigen italieniſchen
Vertrauensmännern den von Reſchid=Paſcha
mitgebrach=
ten Vorſchlag zu prüfen, der ſich auf die künftige
Vertre=
tung des Sultans in Libyen bezieht. — „Liberté” will
wiſſen, daß dieſer Vorſchlag ſo geſchickt formuliert iſt, daß
Italien ſich damit einverſtanden erklären könnte.
Frankreich.
Die Verſtärkung der Mittelmeerflotte.
Unter Hinweis auf den Beſchluß der Regierung, die
Mit=
telmeerflotte fortſchreitend zu verſtärken, greift der
Figaro den Marineminiſter Delcaſſé ſehr heftig an und
meint unter anderem, es ſei wenig würdig geweſen, der
Welt glauben zu machen, daß Frankreich die Aufgabe
er=
halten habe, die Wacht im Mittelmeer zu übernehmen.
Dieſe Aufgabe habe niemals beſtanden, da man alsbald
nach dieſem peinlichen Bluff feſtſtellen mußte, daß
Eng=
land ſeine Streitkräfte im Mittelmeer verdoppelte, deſſen
Wacht es niemalls einem einzelnen überlaſſen habe. Der
lärmend verkündete Beſchluß Delcaſſés, der im Ausland
ſo geſchickt als eine unfreundliche Geſte ausgebeutet
wor=
den ſei, ſei demnach nur eine theatraliſche Gebärde
ge=
weſen. Sie habe gleichwohl ſofort eine Vermehrung der
Rüſtungen des Dreibundes hervorgerufen. Es ſei nicht
das erſte Mal, daß Delcaſſé die Ruhe Frankreichs
bloß=
ſtellte.
Luxemburg.
Oppoſition der katholiſchen
Geiſtlich=
keit. In allen katholiſchen Pfarrkirchen des Landes
wurde am Sonntag ein biſchöfliches Hirtenſchreiben
ver=
leſen, in dem darrgelegt wird, weshalb das neue
Schul=
geſetz vom religiöſen Standpunkt aus nicht angenommen
und ausgeführt werden könnte. Sodann wird erklärt,
daß der Kllerus ſich nicht an der Ausführung des neuen
Schulgeſetzes beteiligen dürfe und den
Religionsunter=
richt nicht in der Schule erteilen könne, ſo lange die
Religion aus der Schule verbannt ſei und ſo lange das
Geſetz dem Biſchof als Vertreter des kirchlichen
Stand=
punktes das ihm zukommende Aufſichtsrecht vorenthalte
und den Seelſorgern die ihrem Amt gebührende
Stel=
lung und Befugnis in der Schule nicht einräume.
Stadt und Land.
Darmſt adt, 1. Oktober.
Wohltätigkeit.
Zu viel des Guten?
Die private Wohltätigkeit iſt eine der ſegensreichſten
Einrichtungen unſerer Zeit. Nein, nicht unſerer Zeit, ſie
iſt es ſchon von jeher geweſen. Seit Jahrhunderten gibt
es Wohltäter und Wohlfahrtsinſtitutionen. Aber die
wachſende Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der
pri=
vaten Wohltätigkeit, die iſt ein Zeichen unſerer Zeit.
Sie iſt es, obwohl unſere ſozialpolitiſche Geſetzgebung viel,
viel Heiter geht als die irgend eines anderen
Kultur=
ſtaates und obwohl Deutſchlands Nationalvermögen das
Frankreichs ſchon überragt und obwohl unſer
wirtſchaft=
licher Wohlſtand dauernd wächſt — wie die ſchließlich
alles beweiſende Statiſtik darlegt. Es ſcheitert eben an
der praktiſchen Unmöglichkeit, auf dem Wege der
Staats=
hilfe durch die Geſetzgebung Jedem zu helfen, der
krank und ſiech, der arm und arbeitslos, der invalid und
erwerbsunfähig, der „verſchämt” arm iſt. Die gewaltige
Schar aller dieſer Bedürftigen wächſt ſtetig. Nicht weil
die allgemeine Not an ſich ſo wächſt, mehr vielleicht, weil
dieſe Not in unſerer Zeit mit den erheblich geſtiegenen
Lebens= und Daſeinsanſprüchen weit tiefer empfunden
wird, als in weniger anſpruchsvoller Vergangenheit.
Sie iſt alſo notwendig und gut, die private
Wohl=
tätigkeit. Und gut iſt es vielleicht auch, daß man über
das ganze Land verzweigte Beſtrebungen gleicher Art
und gleichen Charakters zu zentraliſieren ſucht in
Verbän=
den, Vereinen und Zentralen. Dankenswert iſt ferner,
daß ſich einflußreiche Perſönlichkeiten finden, die ſich an
die Spitze ſolcher Vereine ſtellen und durch ihren Namen
oder ihre geſellſchaftliche Stellung den Einfluß und die
Bedeutung und damit auch die Hilfsmöglichkeit derſelben
fördern helfen. Und mit beſonderem Dank, mit Stolz und
mit Freude hat es das heſſiſche Volk von jeher empfunden,
daß Heſſens Fürſtenfrauen faſt ſtets der Sinn für
Wohl=
tätigkeit außerhalb der ſozialen Geſetzgebung
auszeich=
nete, daß ihnen immer das Wohl und das Wehe des
Heſſenvolkes, die Beſſerung der Lage aller Bedrückten
und Bedürftigen am Herzen lag, daß ſie ſtets ihren hohen
Beruf als Landesfürſtinnen auch in dem unendlich
höheren und edleren Sinne einer wahren Landesmutter
auffaßten. Das war, wie geſagt, immer ſo, wenn es auch
in ganz beſonderem Maße ausgeprägt iſt bei Großherzogin
Eleonore, die, ſeit ſie, eine Tochter Heſſens von ihrem
erlauchten Gemahl zur Herrſcherin beſtimmt, ihr Herz den
Armen und Kranken und Bedrängten, und in beſonderem
Maße den hilfloſen Menſchenblüten zuwendet, denen ein
widrig Geſchick ſchon im früheſten Erdendaſein Licht und
Sonne — bildlich geſprochen — wehrt, den Säuglingen.
Nun kommt dazu aber eine große Anzahl
Beſtreb=
ungen Privater, die ſich — an guter Abſicht ſoll
keineswegs gezweifelt werden — aus Gründen, über
deren Berechtigung hier nicht geſtritten werden ſoll, zum
Arrangieren von Veranſtaltungen aller Art,
Wohltätig=
keitsfeſten, Vortrags= und Bildungsabenden, Baſaren
uſw. uſw. verpflichtet fühlen, die aber alle kein anderes
Ziel im Auge haben ſollen, als das „Volk” zu bilden,
es mit Aufklärung und „Hebung” zu beglücken und
Armen und Bedrängten zu helfen. Muß das ſein? Iſt
es vor allen Dingen notwendig, dazu ſtets neue
Ver=
eine ins Leben zurufen mit neuen Aufopferungen
an Zeit, Arbeitskraft und Geld?
Wenn bei aller dankbaren Anerkennung dieſer
Ab=
ſichten heute einmal die Frage aufgeworfen wird, ob
nicht zu viel des Guten getan wird, ſo brauchen wir
dabei nicht beſonders zu verſichern, daß uns nicht ein
klein=
licher Standpunkt oder gar Nörgelſucht die Veranlaſſung
dazu ſind, vielmehr nur Erwägungen ernſteſter Art.
Da darf zunächſt gefragt werden, ob nicht die
Schöpf=
ungen der Neuzeit — es ſoll aus naheliegenden Gründen
keine nähere Bezeichnung erfolgen — alte und bewährte
Einrichtungen, einſt aus gleichem hilfsbereiten Wollen
heraus ins Leben gerufen, beeinträchtigen, ihre
ſegenſpen=
dende Wirkſamkeit ſchmälern zum Schaden Vieler, die
ihre Wohltaten bisher genoſſen. Wäre es nicht beſſer,
altbewährte Einrichtungen und Inſtitutionen durch
Zu=
wendung neuer Mittel zu kräftigen, als durch
Neugründ=
ungen jeglicher Art die Kräfte zu zerſplittern? Haben ſich
doch derart zu befürchtende Folgen bereits gezeigt, trotz
beſten Willens, durch Zentraliſierung keine beſtehende
Ein=
richtung zu gefährden! Vor kurzem erſt ging folgender
„Notſchrei” durch die Blätter: „Inmitten all der
dankens=
werten und zeitgemäßen Anregungen für die
zukünf=
tige Wohlfahrt der Menſchheit und inmitten all
der lebhaften Fürbitten in Wort und Schrift um eine
wohlwollende Unterſtützung der wohlgemeinten „
Neuer=
ungen” erhebt ſich ungeahnt und ohne irgend welche
beſondere Abſicht die Gefahr der Beeinträchtigung der
Beſtandsfähigkeit der bewährten Wohlfahrtseinrichtungen
und Wohltätigkeitsanſtalten aus alter Zeit‟ Es
ſind immer dieſelben vermögenden Kreiſe, deren
Inter=
eſſe an den angeſtrebten „Neuerungen auf dem Gebiete
der Wohlfahrtspflege” wach gerufen und gewonnen
wer=
den ſoll, und es ſind immer dieſelben vermögenden Kreiſe,
um deren Almoſen und Spenden zur Linderung der noch
niemals gebannten Notlagen der Menſchheit von
altersher ſtändig gebeten werden muß. Der
Wider=
ſtreit der Gedanken über „„Sein” oder „Nichtſein” führt
dann bei dem Maſſenandrang der Anforderungen, zur
Vermeidung irgend welcher Unbilligkeit, möglicherweiſe
zu der Entſcheidung vollſtändigen Verſagens der Hilfe
für altes und neues, oder höchſtens zu einer Entſcheidung
je nach dem beſonderen perſönlichen Intereſſe an der
einen oder anderen der mannigfachen
Wohlfahrtseinricht=
ungen und Wohltätigkeitsanſtalten aus alter oder neuer
Zeit. Auch der größten Opferfreudigkeit für wahrhaftige
Wohltat können Grenzen geſteckt ſein. Wehe daher allen
den Wohlfahrtseinrichtungen und Wohltätigkeitsanſtalten
aus alter Zeit, welchen — ohne ihre Notwendigkeit zu
verkennen oder gar ihre anerkannten Segnungen
irgend=
wie zu unterſchätzen — aus Anlaß der vorgedachten
For=
derungen der Neuzeit die bisher genoſſene
Unterſtütz=
ung geſchmälert oder ganz entzogen wird, und wohl ihnen
allen, wenn ihnen der in wirtſchaftlich ruhiger und
an=
ſpruchsloſerer alten Zeit gewährte Schutz und Schirm
auch in der immer bewegteren und wirtſchaftlich
beſon=
ders ernſten Neuzeit erhalten bleibt.”
Dieſe Warnung iſt wohl berechtigt. Will man
ſich dem nicht verſchließen, ſo gibt es Wege und Mittel,
begangene Fehler, wenn von ſolchen zu ſprechen geſtattet
iſt, gut zu machen im Wege der Verwendung der
Mittel. Die über Erwarten erfreulichen Ueberſchüſſe
der Poſtkartenwoche in Höhe von über 100000 Mark
kommen ſelbſtverſtändlich der Großh. Zentrale zugute,
weil ſie von vornherein dafür beſtimmt waren. Denke
man nun einmal an die Stärkung der beſtehenden
altbewährten Einrichtungen. Aller Vorausſicht
nach wird die Ausſtellung „Der Menſch” einen
erheb=
lichen Reinertrag ergeben, über deſſen Verwendung
bis=
her noch keine Beſchlüſſe gefaßt ſind, wenigſtens iſt in der
Oeffentlichkeit noch nichts darüber bekannt geworden.
Wenn man dieſe Mittel wenigſtens
teil=
weiſe beſtehenden alten
Wohlfahrtsein=
richtungen zuwenden wollte, dürfte man des
Dankes vieler ſicher ſein und manche niedergedrückte
Helferfreudigkeit neu aufrichten und ſtärken!
Schließlich ſei noch die Frage geſtattet, ob die Schichten
der Bevölkerung, an deren Geldbeutel bei alledem in erſter
Linie appelliert wird, auf die Dauer die ſtetig
zunehmenden Laſten zu tragen im Stande
ſind. Wir leben in einer ohnehin ſchweren Zeit, die trotz
allgemeinen Anwachſens des Wohlſtandes, des
National=
vermögens, Beſitz und Leiſtungsfähigkeit dahin verſchiebt,
daß nur der weitgehend Kapitalkräftige ſich behaupten
kann, der breite „Mittelſtand” den wir nicht zu eng
be=
grenzt wiſſen möchten, aber ſchwer bedroht wird und
lang=
ſam aber ſicher der Proletariſierung entgegen geht. Sicher
wird die Beteiligung an all den ins Leben tretenden
Wohl=
tätigkeitsbeſtrebungen durch den „geſellſchaftlichen
Zwang” diktiert, von Vielen als drückende Laſt
empfunden, unter der man ohnmächtig ſeufzt, weil man
aus Gründen, die hier nicht alle aufgezählt zu werden
brau=
chen, ſich unmöglich ausſchließen kann. Das Heſſenvolk,
an ſich ſtets opferfreudig, iſt nur klein und alle
Anforder=
ungen beregter Art treffen faſt ſtets beſtimmte Kreiſe, und
zwar nicht ſehr weit begrenzte, wenn man von
Blumen=
tagen und Poſtkartenwochen, an denen ja ſchließlich die
Teilnahme aller bis zum gewiſſen Grade erreicht wird,
abſieht. Ueber die mangelnde Opferfreudigkeit unſerer
Reſidenzler iſt ſchon ſo oft geklagt worden. Und das
mit Unrecht, wenigſtens ſoweit nicht die 64 oder 68
Mil=
lionäre Darmſtadts gemeint ſind.
All das Geſagte rechtfertigt wohl die in der
Ueber=
ſchrift aufgeworfene Frage und den Wunſch, einmal ein
Halt, ein „Bis hierher und nicht weiter!” zu hören. Ganz
unbeachtet dabei ſoll bleiben, daß faſt all die
Wohltätig=
keitsbeſtrebungen meiſt doch wenig Dank geerntet haben,
ja, daß gewiſſe Kreiſe nur=Hohn und Spott für „
Wohl=
taten” haben, wo nach ihrer Anſicht der Staat die Pflicht
M. St.
hat, zu helfen.
* Juſtizperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Gerichtsaſſeſſor Dr. Fritz Arens
Himmelserſcheinungen im Oktober.
A. K. Nachdem die Sonne in ihrer ſcheinbaren
Jah=
resbahn am 23. September den Aequator von Norden nach
Süden paſſiert hat, nimmt ihre ſüdliche Deklination ſehr
ſchnell zu; am 1. Oktober beträgt dieſe 3% 7½ 55.‟6 und
am 31. ſchon 14‟ 4' 30."6. Um denſelben Betrag
vermin=
dert ſich auch die Mittagshöhe der Sonne, nämlich
für den Parallel von 54‟ (Norddeutſchland) von 32% 52
am 1. auf 21 55.5 am 31., für den Parallel von 51" (
Mit=
teldeutſchland) von 35 52? am 1. auf 24‟ 55.5 am 31. und
für den Parallel von 48 (Süddeutſchland und Oeſterreich,
etwa die Breite von Wien) von 38 52' am 1. auf 279 55.5
am 31. Oktober. Die Tageslänge verkürzt ſich daher
im nördlichen und mittleren Deutſchland von 11½ auf
9½ Stunden, im ſüdlichen Deutſchland, in der Schweiz
und Nordöſterreich von 11½ auf 10 Stunden.
Unſer Mond zeigt im Oktober folgenden
Phaſen=
wechſel: Letztes Viertel am 3., um 9 Uhr 48 Min,
nach=
mittags, Neumond am 10. um 2 Uhr 40 Min.
nach=
mittags, Erſtes Viertel am 18., um 3 Uhr 6 Min.
vor=
mittags, und Vollmond am 26. Oktober um 3 Uhr 30
Min. vormittags. Der Mond befindet ſich am 7. Oktober,
um 7 Uhr 8 Min. nachmittags, in Erdnähe bei einem
Ab=
ſtande von 57.25 Erdhalbmeſſern, und am 19. Oktober, um
3 Uhr 0 Min. nachmittags, in Erdferne bei einem Abſtande
von 63.43 Erdhalbmeſſern à 6378 Kilometer. — Eine am
2. Oktober von 10 Uhr 7.0 Min. bis 10 Uhr 46.2 Min.
(Berlin) ſtattfindende Sternbedeckung iſt unbedeutend,
da=
gegen nähert ſich der Mond dreimal bis auf ſehr kleinen
Abſtand hellen Fixſternen, nämlich am 2. Oktober, um
1 Uhr nachmittags, Beta im „Stier” am 14., um 10 Uhr
vormittags Alpha im „Skorpion” und am 29., um 7 Uhr
nachmittags, wieder Beta im Stier”
Am 10. Oktober ereignet ſich eine in Europa
un=
ſichtbare totale Sonnenfinſternis. Sie
be=
ginnt um 11 Uhr 57 Min. vormittags und endigt um 5 Uhr
15 Min. nachmittags. Sichtbar iſt die Finſternis in
Süd=
amerika, dem Südatlantik, Südafrika und in der
Antarktis.
Von den Hauptplaneten gewährt, wie ſchon im
September, auch im Oktober und noch längere Zeit Saturn
ſehr günſtige Beobachtungsverhältniſſe. Bei den anderen
Planeten liegen die Bedingungen weniger vorteilhaft.
Merkur, der am 4. Oktober, um 7 Uhr vormittags, in
obere Sonnenkonjunktion gelangt, bleibt während des
ganzen Monats verborgen. Seine Konjunktion mit Mars
am 14. Oktober um 6 Uhr vormittags, bei der er nur 12
ſüdlich vom Mars ſteht, iſt deshalb nicht zu beobachten.
Der Erdabſtand des Planeten nimmt zunächſt noch von
1.39 auf 1.42 Einheiten, d. h. Erdbahnhalbmeſſer à 149,48
Millionen Kilometer, zu und darauf wieder bis auf 1.32
Einheiten ab; dementſprechend verändert ſich auch ſein
ſcheinbarer Durchmeſſer von 4.‟8 auf 4."7 und dann wieder
auf 5."1. — Venus, die ſeit Ende Februar d. J. für das
bloße Auge unſichtbar war, taucht nun endlich wieder als
Abendſtern aus den Strahlen der Dämmerung auf. Sie
kann im Bilde des „Skorpions” ſchließlich bis zu ½ Stunde
lang nach Sonnenuntergang als grell funkelndes Geſtirn
im Weſten geſehen werden. Ihr Erdabſtand nimmt von
1.52 bis auf 1.38 Einheiten ab, ihr Scheibendurchmeſſer
von 11."0 bis auf 12."2 zu. Am 12. Oktober um 5 Uhr
nachmittags kommt der Mond mit Venus in Konjunktion;
man bemerkt dann die äußerſt zarte zunehmende
Mond=
ſichel 2‟ 51' ſüdlich (links unterhalb) des Planeten, der
ſich mit Rieſenſchritten dem öſtlich ſtehenden Jupiter
nähert. — Mars, der am 5. November in
Sonnenkon=
junktion gelangt, bleibt wie bisher auch während der
drei letzten Monate des Jahres unſichtbar, ja er taucht
erſt im Juni 1913 wieder am Morgenhimmel auf. Sein
Erdabſtand beläuft ſich während der erſten Monatshälfte
auf 2.58 Einheiten, nimmt aber nachher bis auf 2.56
Erd=
bahnradien ab; ſein ſcheinbarer Durchmeſſer erreicht (
rech=
neriſch) den kleinſten Wert: 3."6. — Jupiter, zuſammen
mit Venus im Bilde des „Skorpions” weilt abends in
tiefer Stellung noch eine Stunde lang nach
Sonnenunter=
gang über dem Horizonte. Die Entfernung des Planeten
von der Erde nimmt von 5.67 auf 6.02 Einheiten zu,
in=
folgedeſſen der Scheibendurchmeſſer von 35.‟2 auf 33."2
ab. Jupiter ſinkt während des ganzen Jahres noch weiter
zum Süden herab, ſeine Deklination beträgt Anfang
Oktober ſchon 210 39! — Saturn, rückläufig im Bilde
des „Stiers” geht bald nach Beginn der Dunkelheit im
Nordoſten auf und bleibt während der ganzen Nacht
ſicht=
bar; ſeinen höchſten Stand im Süden — im mittleren
Deutſchland 59‟ — erreicht er anfänglich um 3½, zuletzt
um 1½ Uhr nachts. Die Erde nähert ſich dem Saturn
von 8.49 bis auf 8.17 Erdbahnhalbmeſſer, wodurch ſein
Scheibendurchmeſſer ſich von 19."2 bis auf 19.‟9
ver=
größert. Das Ringſyſtem nähert ſich jetzt ſtark ſeiner
größten Oeffnung, die es im November d. J. erreicht; die
kleine Achſe (Breite) beträgt dann 19.‟26, Mitte Oktober
iſt ſie gleich 19.‟0, während die große Achſe (Länge) der
Ringe, die Mitte Oktober 45.‟2 mißt, im November auf
46.‟37 anwächſt. Saturn gewährt jetzt alſo ſelten
vor=
zügliche Beobachtungsbedingungen. Schon durch ein
beſſeres terreſtriſches Fernrohr (Tubus) vermag man bei
hinreichender Vergrößerung das gewaltige Periſaturnium,
das jetzt die ſtark abgeplattete Rieſenkugel breit
umgür=
tet, deutlich zu erkennen. Am 28. Oktober, um 12 Uhr
mittags, hat der Mond mit Saturn Konjunktion, in der
vmrapgehenden Agep erblickt man ſeine noch faß volle
Scheibe noch nordweſtlich (rechts oberhalb), in der
folgen=
den Nacht ſchon nordöſtlich (links oberhalb) vom Saturn,
der zwiſchen Aldebaran und Siebengeſtirn ſteht. —
Ura=
nus, im Bilde des „Steinbocks” kommt am 23. Oktober,
um 10 Uhr vormittags, in Quadraturſtellung zur Sonne,
iſt aber nur in Fernrohren tief am ſüdweſtlichen
Abend=
himmel zu beobachten. Er kulminiert anfangs um 7½,
zuletzt um 5½ Uhr nachmittags. Sein Ort iſt am 1.
Ok=
tober RA. (Rektaſzenſion) 20h 7m 22s und D (
Deklina=
tion) — 20% 50%, am 31. AR 20h 8m 6s und D — 20%
477. — Neptun, im Bilde der „Zwillinge”, ſteht am
Morgenhimmel. Er kommt am 19. Oktober, um 7 Uhr
nachmittags, in Quadraturſtellung zur Sonne. Sein Ort
iſt am 1. AR 7h 50m 45s und D — 20% 30% am 31.
AR 7h 51m 40s und D — 20% 277.
Der am 9. September von Gale in Sydney im Bilde
des „Centaur” (am ſüdlichen Himmel) entdeckte Komet
1912a bewegt ſich nordoſtwärts durch die Bilder der
„Wage” und „Schlange” weiter; er wird bald für dien
Obſervatorien der Nordhalbkugel ſichtbar= bleibt, aber
teleſkopiſch.
Sternſchnuppen fallen in den Tagen vom 18.
bis 27. Oktober zahlreicher als ſonſt, denn in dieſer Zeit
begegnet die Erde drei verſchiedenen Schwärmern. Die
Meteore ſtrahlen vorwiegend aus den Bildern „Orion”,
„Zwillinge” und „Stier”, die ſpät abends im Nordoſten
aufgehen, aus.
Den Fixſternhimmel, deſſen in den dunklen
Nächten zunehmende Pracht allerdings in der zweiten
Oktoberhälfte durch das Mondlicht abgeſchwächt wird,
ſehen wir abends gegen 10 Uhr von der Milchſtraße in
zwei gleiche Hälften geteilt. Den Verlauf der von
Oſt=
nordoſten über den Zenit zum Weſtſüdweſten ziehenden
Sternſpirale markieren die Bilder „Fuhrmann”, „
Per=
ſeus” „Caſſiopeja” „Schwan” und „Adler‟ Der
Tier=
kreis wird von Südweſten nach Nordoſten bezeichnet durch
die Bilder „Steinbock” „Waſſermann” „Fiſche”, „Widder”
„Stier” und „Zwillinge‟ Gerade im Süden, nahe dem
Horizont, unterhalb des „Waſſermannes” bemerkt man
die Konſtellation des ſüdlichen Fiſches mit dem hellen
Sterne Fomalhaut, d. i. der aus arabiſch Fom el-hhüt,
„Maul des Fiſches”, verderbte Name. Daneben, im
Süd=
oſten, breitet ſich das große Bild des „Walfiſches” aus.
Die „Andromeda” findet man hoch im Süden zwiſchen
„Widder” und „Caſſiopeja” die „Leier” mit Wega hoch im
Weſten rechts neben der Milchſtraße. Im Norden ſteht
der „Große Bär” darüber am Pol der „Kleine Bär” und
im Nordweſten der „Bootes” mit dem ſtark und farbig
funkelnden Arctur. Links über dieſem hellen Sterne
be=
merkt man die edelſteingeſchmückte „Krone”,
Nummer 231.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
Seite 3.
aus Mainz zum Notar mit dem Amtsſitz in Wallertheim
mit Wirkung vom 10. Oktober 1912 ernannt und den
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Friedberg
Heinrich Ruppel auf ſein Nachſuchen mit Wirkung
vom 1. Oktober 1912 aus dem Staatsdienſt entlaſſen. —
Ernannt wurde der Kanzleidiener bei der
Staatsanwalt=
ſchaft am Landgericht der Provinz Starkenburg Otto
Rung zum Miniſterialkanzleidiener bei dem Miniſterium
der Juſtiz.
* Finanzperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Miniſterialreviſor bei der
Buchhaltung des Miniſteriums der Finanzen,
Rech=
nungsrat Ferdinand Dauber auf ſein Nachſuchen,
unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte,
mit Wirkung vom 1. Oktober d. J. an in den Ruheſtand
verſetzt und ihm aus dieſem Anlaß die Krone zum
Ritter=
kreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen verliehen, den Bezirkskaſſier der Bezirkskaſſe
Pfeddersheim Philipp Griesheimer zu
Pfedders=
heim vom 1. Oktober d. J. ab in gleicher
Dienſteigen=
ſchaft an die Bezirkskaſſe Nieder=Olm und den
Haupt=
ſteueramtsaſſiſtenten bei dem Hauptſteueramt Mainz
Jakob Dingeldey zu Mainz vom 1. Oktober d. J.
ab in gleicher Dienſteigenſchaft an das Hauptſteueramt
Gießen verſetzt. — Mit Ermächtigung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs wurde dem
Hauptſteuer=
amtsaſſiſtenten Gottlob Lenz, zurzeit in Darmſtadt,
Mainz als Stationsort zugewieſen.
* Uebertragen wurde dem Schulverwalter Karl
Heyl zu Dornheim, Kreis Groß=Gerau, eine
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Merkenfritz, Kreis
Büdingen.
Verſetzt wurde der Eiſenbahnpraktikant Hans
Geißner, ſeither in Lampertheim, als Gütervorſteher
nach Dortmund.
* Zur Bekämpfung der Fleiſchnot. Die Großh.
Re=
gierung hat, lt. Darmſt. Ztg., beſchloſſen, dem) dem
Bundesrat vorgelegten Geſetzentwurf über vorübergehende
Zollerleichterungen bei der Fleiſcheinfuhr
zuzuſtim=
menz Infolge der Eiſenbahngemeinſchaft werden die
Tarifmaßnahmſen der Eiſenbahnverwalturg auch
Heſſen zugute kommen. Soweit eine Einfuhr von
Vie h und Fleiſch nach den Bedingungen der ans
Reichsausland grenzenden Bundesſtaaten in Betracht
kom=
men kann, ſoll ſie für die Stadt Mainz zugelaſſen werden,
auf die wohl allein die Vorausſetzungen hierfür
zu=
treffen. — Die auf geſtern anberaumt geweſene
Ver=
handlung der Regierung mit den beteiligten
Inter=
eſſenvertretern wegen der Fleiſchteuerung iſt mit Rückſicht
auf den gerade jetzt bekannt gegebenen Abſchluß der
zwi=
ſchen den einzelnen Bundesregierungen vereinbarten
Maßnahmen verſchoben worden.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
geſtern unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit gegen den
37jährigen Arbeiter Peter Faſſoth II. aus Lorſch,
zu=
letzt in Spandau, wegen eines Sittlichkeitsverbrechens
nach § 176,2 Str.=G.=B. Anklagevertreter war Gerichts=
Aſſeſſor Dr. Meiſel, Verteidiger Rechtsanwalt Dr.
Hoffmann II. Die Geſchworenen verneinten die
geſtellte Schuldfrage; das Gericht erkannte demgemäß auf
Freiſpruch. Der Angeklagte wurde ſofort auf freien
Fuß geſetzt.
g. Strafkammer. Der 61jährige Werkführer Philipp
Bott I. aus Mümling=Crumbach iſt des Betruges und
der Urkundenfälſchung angeklagt. Der Angeklagte iſt
be=
reits ſeit mehreren Jahren bei einer Groß=Gerauer
Stein=
bruchfirma alls Werkführer tätig. Durch eine längere
Krankheit ſeiner Frau geriet er in Geldverlegenheiten
und ließ ſich dadurch verführen, die Firma durch
Fälſch=
ung der Lohnliſten 10 Jahre hindurch um kleinere
Be=
träge im Geſamtwerte von 200 Mark zu ſchädigen. Er
ſetzte den Arbeitern auch in der Zeit, wo nicht voll
ge=
arbeitet wurde, den ganzen Tagesverdienſt in die
Lohn=
liſten ein. Auf Grund dieſer Liſten wurde dann von der
Firma der Lohn in Düten dem Werkführer zur
Verteil=
ung an die Arbeiter übergeben. Er änderte nun die
Be=
träge durch Raſuren und Aenderungen wieder in den
wirklichen Arbeitsverdienſt um und behielt den
überſchie=
ßenden Betrag für ſich. Die Firma hat, der Not des
An=
geklagten Rechnung tragend ihn weiter beſchäftigt und
läßt die veruntreute Summe durch kleine Abzüge
zurück=
erſtatten. Auch das Gericht erachtet den Fall als
beſon=
ders mild und verurteilt den Angeklagten zu 3 Monaten
2 Wochen Gefängnis.
* Das Großh. Heſſ. Landesverſicherungsamt 1889 bis
1912. Am 1. Oktober d. J. ſtellt das Großh. Landesver=
ſicherungsamt ſeine Tätigkeit ein, nachdem durch die
Neu=
ordnung der Verſicherungsbehörden infolge der
Reichs=
verſicherungsordnung der Beibehaltung eines
ſelbſtändi=
gen Landesverſicherungsamts für das Großherzogtum
Heſſen die geſetzliche Grundlage entzogen worden iſt. Die
dem Landesverſicherungsamt auf dem Gebiete der
gegen=
wärtigen Kranken= und Unfallverſicherung zugewieſenen
Aufgaben werden, ſoweit nicht das
Reichsverſicherungs=
amt zuſtändig iſt, dem neuerrichteten
Oberverſicherungs=
amt übertragen. Es erſcheint daher wohl angezeigt, einen
kurzen Rückblick auf die Geſchäftstätigkeit des
Landesver=
ſicherungsamts zu werſen: Durch landesherrliche
Verord=
nung vom 22. Dezember 1888 errichtet, hat das
Landes=
verſicherungsamt am 1. Januar 1889 unter dem Vorſitz
des damaligen Großh. Miniſterialrats Emmerling ſeine
Tätigkeit aufgenommen. Ueber die Zuſammenſetzung
be=
ſtimmte die Verordnung, daß in das
Landesverſicherungs=
amt 3 ſtändige Mitglieder, denen ihre Stellen als
Neben=
ämter auf Lebenszeit übertragen werden, landesherrlich
berufen und die bei der Entſcheidung über Rekurſe gegen
Schiedsgerichſtserkenntniſſe zuzuziehenden 2 richterlichen
Beamten und deren Stellvertreter vom Großherzog auf
die Dauer des von ihnen zur Zeit der Ernennung
beklei=
deten Hauptamts ernannt werden. Außerdem hatten dem
Landesverſicherungsamt weiter 4 nichtſtändige Mitglieder
anzugehören, von denen zwei von dem Vorſtande der
land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft aus
ſeiner Mitte gewählt und zwei Arbeitervertreter vom
Miniſterium des Innern und der Juſtiz jeweils auf die
Dauer von 4 Jahren berufen wurden. Für jedes der
nicht=
ſtändigen Mitglieder waren in gleicher Weiſe
zwei Stellvertreter zu beſtimmen. An dieſen
Vor=
ſchriften iſt im Jahre 1900 nur inſofern eine
Aen=
derung eingetreten, als von da ab die Vertreter der
Verſicherten und deren Stellvertreter durch die
Ar=
beiter=Beiſitzer der drei Schiedsgerichte für
Arbeiterver=
ſicherung in Darmſtadt, Gießen und Mainz gewählt
wur=
den. Der Geſchäftsgang vor dem Landesverſicherungsamt
war zunächſt durch das Regulativ vom 24. Dezember 1888
geregelt, an deſſen Stelle ſpäterhin die Vorſchriften über
den Geſchäftsgang und das Verfahren des
Landesver=
ſicherungsamts vom 18. März 1901 traten. Der
verhält=
nismäßig geringe Umfang der Geſchäftstätigkeit des
Landesverſicherungsamts in den erſten Jahren erklärt ſich
durch den anfangs kleinen Kreis ſeiner Zuſtändigkeiten,
die ſich zunächſt auf die ihm als Aufſichtsbehörde über die
land= und forſtwirtſchaftliche Berufsgenoſſenſchaft für das
Großherzogtum Heſſen und als Rekursinſtanz bei
ſtrei=
tigen Rentenanſprüchen dieſer Berufsgenoſſenſchaft
gegen=
über obliegenden Funktionen beſchränkten. Schon das
Jahr 1890 brachte indeſſen eine weſentliche
Zuſtändigkeits=
erweiterung, indem die Tätigkeit des
Landesverſicher=
ungsamts ſchon in dieſem Jahr in beträchtlichem
Um=
fange durch die Vorarbeiten zur Einführung der
Invalidi=
täts= und Altersverſicherung, die bekanntlich mit dem
1. Januar 1890 in Kraft trat, in Anſpruch genommen
wurde. Eine weſentliche Geſchäftsvereinfachung bei der
Durchführung dieſes Reichsgeſetzes wurde hierbei dadurch
erzielt, daß der Vorſitzende des Landesverſicherungsamts
zugleich Referent in den Angelegenheiten der ſozialen
Verſicherungsgeſetzgebung im Miniſterium des Innern
und der Juſtiz war. Die dem Landesverſicherungsamt
durch das Invaliditäts= und Altersverſicherungs=Geſetz
zugewieſenen Obliegenheiten beſchränkten ſich im
weſent=
lichen auf die ihm als Aufſichtsbehörde über die
Verſicher=
ungsanſtalt zugewieſenen Befugniſſe. Ferner wurde die
Zuſtändigkeit des Landesverſicherungsamts im Jahre
1890 auf die in § 4 Ziffer 2, §§ 46 und 47 des
Bauunfall=
verſicherungsgeſetzes bezeichneten Angelegenheiten der
ſtaatlichen Bauunfallverſicherung, und ſpäterhin auf die
gleichen Angelegenheiten des
Bauunfallverſicherungsver=
bands der Kreiſe des Großherzogtums und der ſtädtiſchen
Bauunfallverſicherungen für Mainz und Offenbach
ausge=
dehnt. Tatſächlich iſt aber das Landesverſicherungsamt
in Angelegenheiten der Ausführungsbehörden für die
Bauunfallverſicherung im Großherzogtum nur in wenigen
Fällen in Anſpruch genommen worden. Eine nicht
un=
weſentliche Arbeitsbelaſtung brachte dagegen das Jahr
1900 durch die Ausdehnung der Zuſtändigkeit des
Landes=
verſicherungsamts zur Entſcheidung von Beſchwerden
gegen Straffeſtſetzungen auch der gewerblichen
Berufs=
genoſſenſchaften, ſowie zur Entſcheidung über
Streitig=
keiten der in § 155 des Invalidenverſicherungsgeſetzes
be=
zeichneten Art. Die Koſten des Landesverſicherungsamts
haben ſich in beſcheidenen Grenzen gehalten, wenn auch
naturgemäß das Anwachſen der Geſchäftslaſt im Laufe
der Jahre eine Vermehrung des Aufwandes erforderlich
gemacht hat. (Darmſt. Ztg.).
— Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starkenburg am Samstag, den 5. Oktober, vormittags
9½ Uhr, lautet: 1. Der Gewerbebetrieb des Trödlers
Andreas Stadtmüller zu Offenbach a. M. 2. Der
Ge=
werbebetrieb der Firma Landzettel & Rückert,
Tiefbau=
unternehmer zu Roßdorf. 3. Beſchwerde des Auguſt
Boßler zu Offenbach a. M. gegen zwei
Stadtverord=
netenbeſchlüſſe. 4. Wirtſchaftskonzeſſionsgeſuch des
Maurers Heinrich Sproß von Groß=Zimmern. 5.
Des=
gleichen des Heinrich Becker von Nieder=Ramſtadt.
— Vom Großh. Hoftheater. Dienstag, den 1. Oktober,
wird der erſte Teil der Hebbelſchen Nibelungen=
Tragödie, der gehörnte Siegfried, Siegfrieds Tod,
zum erſtenmal wiederholt. Die Beſetzung iſt vön der
Er=
öffnungsvorſtellung her bekannt. Vielfach geäußerten
Wünſchen entſprechend, hat die Hoftheaterleitung dieſe
Vorſtellung für die Serie B angeſetzt, wodurch nun dieſe
Abonnenten das Geſamtwerk geſehen haben. Der zweite
Teil, „Kriemhilds Rache”, der für Donnerstag, den
3. Oktober, vorgeſehen iſt, geht als 21.
Abonnementsvor=
ſtellung, Buchſt. A. 6, in Szene. Es hat dann auch die
Serie A die ganze Tragödie im Abonnement gehabt.
Für Mittwoch iſt die erſte Weberoper angeſetzt. Unter der
muſikaliſchen Leitung von Kapellmeiſter Lert gelangt der
„Freiſchütz” als 20. Abonnementsvorſtellung,
Buch=
ſtabe C 5, in teilweiſer Neubeſetzung zur Aufführung
(kleine Preiſe). Der große Erfolg, den „Die ſchöne
Helena” gefunden hat, hat die Direktion veranlaßt,
die burleske Operette noch im Laufe dieſer Woche zu
wie=
derholen. Die ſchöne Helena wird Freitag in Szene
gehen.
Von der Ausſtellung „Der Menſch”. Am Sonntag
wurde die Ausſtellung „Der Menſch” in Darmſtadt von
annähernd 6500 Perſonen beſucht. Der ſtärkſte Beſuch war
am Vormittag, wo wieder große Scharen mit
Sonder=
zügen von auswärts zur Beſichtigung kamen. Die
räum=
lichen Veränderungen in der Ausſtellung haben ſich bei
dieſem Maſſenandrang ſehr gut bewährt. Von
beſonde=
rem Vorteil war es, daß den Beſuchern drei verſchiedene
Ausgänge zur Verfügung ſtanden, ſo daß ein Gedränge,
wie es bisher manchmal vorkam, vermieden wurde.
* Eliſe Dittmann *. Im 75. Lebensjahre verſchied
am Samstag, den 28. September, die frühere
langjäh=
rige Ballettmeiſterin unſeres Hoftheaters, Eliſe
Ditt=
mann. Als ſie im Jahre 1894 in Penſion trat, bereiteten
ihr Kollegen, Freunde und Gönner Huldigungen aller
Art, und Großherzog Ernſt Ludwig verlieh ihr die
ſel=
tene Auszeichnung der goldenen Verdienſtmedaille, des
Ludewigsordens. Er ehrte damit ein Mitglied, das über
40 Jahre dem Hoftheater ununterbrochen angehört hatte
und ſich durch ſeltene Pflichttreue, Fleiß und Eifer im
Beruf, wie durch ſeinen ehrenhaften Charakter, ſein
be=
ſcheidenes und anſpruchsloſes Weſen im Privatleben ſtets
der weiteſtgehenden Sympathien aller Kreiſe erfreuen
durfte. Es war der Künſtlerin vergönnt, faſt zwei
Jahr=
zehnte ſich der wohlverdienten Ruhe erfreuen zu dürfen.
Im katholiſchen Schweſternhaus, wo ſie ſchon ſeit Jahren
ein behagliches Altersheim gefunden hat, wurde ihr auch
in den letzten Tagen ihres Lebens liebevolle und treue
Pflege zuteil.
* Der Verein für Verbreitung von Volksbildung
ver=
anſtaltet gemeinſam mit den hieſigen
Turn=
vereinen, am 12. und 13. Oktober d. Js., eine
große Feier zur Erinnerung an die vor 100 Jahren
er=
folgte Eröffnung des erſten deutſchen Turnplatzes auf der
Haſenheide in Berlin. Die Veranſtaltung wird ſich zu
einer eindrucksvollen Ehrung des großen Vorkämpfers
deutſcher Turnſache, des Turnvaters „Friedrich Ludwig
Jahn” geſtalten. Die Spitzen der Behörden uſw. ſind
beſonders durch ein Schreiben des Feſtausſchuſſes
einge=
laden worden. Auch die vereinigten Darmſtädter
Krieger=
vereine bringen der Veranſtaltung reges, tätiges Intereſſe
entgegen. Die eigentliche Feier findet ſtatt am Samstag,
den 12. Oktober, abends 8¼ Uhr im Feſtſaal der
Turn=
gemeinde am Woogsplatz. Herr Schulrat Schmuck,
Ver=
treter des Mittelrheinkreiſes deutſcher Turnerſchaft wird
in der Feſtanſprache „Jahn und ſein
volkstüm=
liches Werk die Turnerei” den Kampf und das
Ziel der Arbeit dieſes markigen deutſchen Mannes
dar=
tun, und im einzelen ausführen, wie Jahn als einer
der Hauptbegründer des deutſchen Nationalſtaats
betrach=
tet werden muß. Die teilnehmenden Turn= und
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Uraufführung.
C. Frankfurt, 29. Sept. Als eine der erſten
Novi=
täten in der neuen Spielzeit brachte das Neue
Thea=
ter geſtern die Uraufführung der Komödie
„Narrentanz” von Leo Birinski. Ein zahlreiches
und glänzendes Premiérepublikum füllte das Parterre
und die Ränge des niedlichen Theaters und nahm die
Neuerſcheinung mit ſichtlichem Wohlwollen entgegen. Der
Komödie liegen die ruſſiſchen Verhältniſſe während der
Revolution in den letzten Jahren zugrunde.
Haupt=
perſon des Stückes iſt Iwan Chabarowitz, der
Gouver=
neur eines ruſſiſchen Gouvernements, der eigener
Vor=
teile wegen ein Attentat fingiert und nun ſelbſt eine
Revolution in Szene ſetzt, ſchließlich aber der rächenden
Hand der Nemeſis ausgeliefert wird. Die übrigen
Per=
ſonen ſind ſehr geſchickt um die Hauptfigur gruppiert und
erfüllen vollkommen ihren Zweck, zur Skizzierung der
geſellſchaftlichen, moraliſchen und revolutionären
Ver=
hältniſſe zu dienen. Die Komödie kann einige Längen
nicht verbergen, zumal der Unterſchied zwiſchen dem
2. Akt einerſeits und dem 3. und 4. Akt andererſeits zu
kraß iſt. Nach dem zweiten Akt beginnt die Handlung
abzufallen und ſelbſt eine beinahe ans Unnatürliche
ſtrei=
fende Auftragung der „ruſſiſchen Verhältniſſe” kann dieſe
Schwäche nicht verdecken. Die Mitwirkenden erfüllten
ihre Aufgabe reſtlos und riſſen das Publikum, beſonders
nach dem 2. Akt, der die Peripetie der Komödie wie der
Leiſtungen bezeichnete, zu ſpontanen
Beifallskundgebun=
gen hin. — An demſelben Abend gelangte die Komödie
auch im Leſſingtheater in Berlin, im Hoftheater zu
Dresden, im Schauſpielhauſe zu Leipzig und auf
der neuen Wiener Bühne zur Aufführung.
Die überflüſſige Theaterkritik. Eine
Nachricht, die heiteres Schmunzeln hervorrufen wird,
bringt das Meißener Tageblatt. Es will die Theaterkritik
einſtellen und begründet dieſen Entſchluß
folgender=
maßen: „Da augenblicklich wieder einmal die Erfahrung
beweiſt, daß auch die günſtigſten Theaterkritiken den
Theaterbeſuch nicht zu heben imſtande ſind, und da
an=
dererſeits die Direktion des Stadttheaters überzeugt iſt,
daß die ungünſtigen Beſprechungen ihr Geſchäft
ſchädi=
gen (!), ſo haben wir ihr den Rat gegeben, zunächſt
ein=
mal den Verſuch zu machen, ohne Theaterkritik auszu=
kommen. Die Direktion des Stadttheaters iſt auf dieſen
gut gemeinten Vorſchlag eingegangen, und wir wünſchen
ihr aufrichtig den beſten Erfolg und volle Häuſer.”
— 2½ Millionen Mark für drei Reynolds. Aus
Lon=
don wird berichtet: Lebhaftes Aufſehen in Kunſtbreiſen
erregt die Tatſache, daß der Earl von Harrington für eine
Summe von 120000 Pfund Sterling drei Meiſterwerke
von Reynolds, die ſich bisher im Familienbeſitze des
Hauſes Harrington befanden, verkauft hat. Es handelt
ſich um die Porträts der Gräfin Jane von Harrington mit
ihren beiden Kindern, um das Porträt der Lady Fleming
und um ein drittes Porträt, das die Gräfin Jane von
Harrington allein darſtellt. Das erſte der Porträts iſt
dem Publikum durch den Stich von Bartolozzi
be=
kannt. Man fürchtet, daß dieſe drei prächtigen Stücke
für eine amerikanſche Sammlung erworben wurden; der
Käufer wird noch geheim gehalten.
Sarah Bernhardts Geheimnis der „ewigen
Ju=
gend” Sarah Bernhardt, die gegenwärtig in London
in einem Varieté auftritt, hat in einem Geſpräche
mit einem engliſchen Journaliſten die vielen Legenden
über ihr Alter zerſtört und das Geheimnis ihrer „ewigen
Jugend” verraten. „Nein,” ſo erklärte die Tragödin
„nicht 69 Jahre bin ich alt, ſondern nur 63.‟ Und dann
verriet ſie, mit welchen Mitteln ſie ſtets Ermüdung und
Abſpamnung bekämpft hat. „Wenn immer ich mich nicht
ganz friſch fühle, wenn ich ſpüre, daß ich etwas müde bin
oder mich überanſtrengt habe, dann genieße ich einige
rohe Eier und eine Hand voll Krabben. Das iſt das
ganze Geheimnis meiner ewigen Jugend, weiter nichts.
Ja, ich nehme auch noch Champagnerbäder die ſehr
er=
friſchend und ſtimulierend wirken. Im übrigen aber iſt
eine Frau nie ſo alt, als ſie ausſieht, ſondern nur ſo alt,
als ſie ſich wirklich fühlt. Wie kann man mich alt nennen,
die ich während der letzten Woche täglich mit meiner
Truppe zwei Stunden geprobt habe, vier Stunden für den
Kinematographen ſpielte, dabei die Geſchäfte meines
Pa=
riſer Theaters leitete und zugleich Tag für Tag
min=
deſtens eine Stunde lang mit meinen Urenkeln ſpielte?
* Der Panzer der Suffragette. Die wütenden
Suffra=
gettes, die in Llanyſtumry bei ihren lärmenden Attacken
gegen den Miniſter Lloyd George den Zorn der
Volks=
menge entfachten und dann von dem empörten Publikum
verprügelt wurden, dürfen ſich über die handfeſte Miß=
billigung der Menge kaum wundern. Nun wird bekannt,
daß die kampfluſtigen Damen, die vor einem tüchtigen
Handgemenge bekanntlich nie zurückſcheuen, ſich auf ſehr
raffinierte Weiſe einen „Vorteil” gegen ihre Widerſacher
verſchafft hatten. Eine ganze Reihe Suffragettes hatte
ſich zu ihrem Feldzuge eine Art Panzerkleid konſtruiert
oder beſſer eine Igelhaut. Sie hatten ſich beſondere
ge=
polſterte Kleider machen laſſen, in deren Polſterung eine
Unmenge ſpitzer, ſcharfer Nadeln angebracht waren. Dieſe
Nadeln blieben natürlich unſichtbar, aber bei der leichteſten
Berührung mit dem Kleide machten ſie ſich höchſt
ſchmerz=
haft fühlbar; der Schutzmann, der es wagen würde,
be=
ſonders renitente und gewalttätige Suffragettes zu
ver=
haften, konnte ſich gratulieren, denn bei dem leiſeſten
Ver=
ſuche, eine dieſer Damen am Arme zu faſſen, durchdrangen
eine Menge von Nadeln ſeine Hand. Auf dieſe Weiſe
fühlten ſich die Suffragettes gegen Angriffe gefeit und
konnten ihrerſeits den Sturm mit dem ſicheren Gefühl
be=
ginnen, allen Gegnern höchſt peinliche Ueberraſchungen zu
bereiten. Dieſes Panzerkleid tat natürlich das ſeine, um
die Empörung und die Wut der Menge zu ſteigern. Die
ſtreitbaren Damen hatten ſich verrechnet, ſie wurden von
dem entrüſteten Volke nun ſehr unſanft behandelt; man
riß den Damen nach Kräften dieſe Nadelpolſter vom Leibe
und die Fetzen davon werden jetzt in ganz Nord=Wales
als Reliquien an jenen ſtürmiſchen Samstag bewahrt und
beſtaunt.
— Ein Schlauberger. Starb da vor kurzem in Paris,
ſo erzählt eine franzöſiſche Zeitſchrift, ein reicher
Kauf=
herr, der keine Verwandten hinterließ. In ſeinem
Teſta=
mente ſetzte er drei Freunde zu Erben ein, jeder von ihnen
ſollte eine Million erhalten, doch eine Bedingung war
da=
ran geknüpft: jeder dieſer glücklichen Erben mußte dem
Dahingegangenen vor der Beerdigung 1000 Francs in den
Sarg legen. Schade um das ſchöne Geld! Aber die
Klauſel mußte reſpektiert werden. Der ſchmerzliche
Augenblick des Abſchiedes kommt. Der erſte Freund tritt
vor und legte ſeinen Tauſendfrancsſchein auf die Bahre,
dann folgt der zweite. Der dritte aber nimmt ſchweigend
die beiden Scheine, ſchiebt ſie in ſeine Brieftaſche und
legt ſtatt deſſen einen Scheck über 3000 Francs auf die
Bahre. Und er flüſtert dem verſchiedenen Freunde
ge=
rührt zu: „Hier, mein armer Freund, iſt die Summe,
die Du forderſt. Du kannſt den Scheck einkaſſieren, wann
immer Du willſt. Dein letzter Wunſch iſt erfüllt. . .
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Ortover 1912.
Nummer 291.
Singmannſchaften der vereinigten Darmſtädter
Turnver=
eine werden im Rahmen der Feier ihr beſtes bieten und
in einem ſzeniſchen Prolog, geſprochen von Frl. A.
Kröm=
melbein, den Herren Fritz Kugler und Bruno Schulz,
wird die heute voll gewürdigte, für das deutſche Volk ſo
ſegensreiche Arbeit Friedrich Ludwig Jahns, begeiſternd
dargetan werden. Ein patriotiſches Schlußbild und die
Darbietungen der längſt wertgeſchätzten Kapelle des
Leibg.=Inf.=Regts. unter Leitung des Herrn
Obermuſik=
meiſters Hugo Hauske werden der Feier einen würdigen
Rahmen verleihen. Am Sonntag, den 13. Oktober, folgt
ein großes Schauturnen der vereinigten Darmſtädter
Turnvereine, ausgeführt von 400 Turnern, Turnerinnen
und Schülern, im großen Saal der Turngemeinde.
(Woogsplatz.) Anfang nachmittags 3 Uhr. Da der
Reinerlös für die Errichtung eines Jahngedenkſteins
verwendet werden wird, wird für die Feier ein guter
Beſuch zu erwarten ſein. Dies beſtätigt ein reges
In=
tereſſe in weiteſten Kreiſen, insbeſondere in Turnerkreiſen.
Alles nähere ſiehe Bekanntmachung im heutigen
Anzeigen=
teil und am Verkehrsbureau (Ernſt=Ludwigsplatz).
J. Bezirksvereine Johannesviertel und
Martinsvier=
tel. Man ſchreibt uns: Auf die Eingabe an die Heſſiſche
Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft wegen Herſtellung einer
direk=
ten Verbindung zwiſchen dem nördlichen Stadtteil und
dem Bahnhof über den Dornheimer Weg erhielten beide
Vereine mündlichen Beſcheid. Nach demſelben wird die
Linie Bismarckſtraße-Dornheimer Weg ausgeführt wie
urſprünglich feſtgeſetzt. Entfernt werden die Gleiſe
zwi=
ſchen der Bismarckſtraße und dem Rheintor, hingegen
Gleiſe gelegt zwiſchen der Einmündung der
Wendelſtadt=
ſtraße in die Bismarckſtraße und der Frankfurterſtraße. Die
Oſtbahnhof=Linie fährt über den Mathildenplatz bis zur
Wendelſtadtſtraße. Hier iſt eine Umſteigeſtelle vorgeſehen.
Welcher Verkehr in Verbindung mit der Liebigſtraße
der Stadt= oder der Bahnverkehr — direkt abgefertigt
wird, alſo ohne umzuſteigen, ſoll nach Feſtſtellung der
Frequenz entſchieden werden. Man ſei beſtrebt, die
Ar=
beiten ſo viel wie möglich zu beſchleunigen; nur hielte es
zur Zeit ſchwer, das Schienenmaterial herbeizuziehen,
wegen allzu ſtarker Beſchäftigung der Walzwerke. Der
Durchbruch zwiſchen der Bismarckſtraße und dem
Dorn=
heimer Weg könne nicht raſcher erfolgen, als die
Räum=
ungsarbeiten des ſüdlichen Bahngeländes es geſtatten. —
Seitens der Vereine wurde auch bei dieſer Gelegenheit
erſchöpfend auf die ganz unhaltbaren Mißſtände
hinge=
wieſen, die am Rheintor täglich zu beklagen ſind, und die
ſich nur beſeitigen laſſen, durch die jetzt endgültig
beſchloſ=
ſene direkte Verbindung mit dem Bahnhof über den
Dornheimer Weg. Vielleicht zeigt auch die reſſort. Stelle
der Staatsbahn genügend Einſicht, die Räumung des
ſüd=
lich des Durchbruches gelegenen Terrains flotter als
ſeit=
her betreiben zu laſſen, damit das Haupthindernis — die
Gleisverbindung — ebenfalls entfällt. Das Nordviertel
und alle ſonſtigen Intereſſenten würden Dank wiſſen.
* Komitee Darmſtadt im Blumen= und
Pflanzen=
ſchmuck. Bei den Stiftern von Ehrenpreiſen für die
diesjährige Prämiierung iſt noch nachzutragen
Ober=
konſiſtorialpräſident D. Nebel.
Treue Mieterin. Am 1. Oktober ſind es
25 Jahre, daß Frau Marg. Anderſſon im Hauſe
Soderſtraße 51 wohnt.
* Maßnahmeu gegen die Teuerung. Es wird
nochmals darauf hingewieſen, daß alle Anmeldungen zu
den Fiſch=Kochkurſen, welche demnächſt für
Minder=
bemittelte auf Koſten der Stadt eingerichtet werden
ſollen, heute Dienstag, den 1. Oktober, zwiſchen
4 bis 5 Uhr nachmittags oder 7 bis 8 Uhr abends
bei der Fortbildungsſchulleitung, Rundeturmſtraße 11,
erfolgen müſſen. — Die 183 Teilnehmerinnen der Kurſe
gegen Bezahlung erhalten heute die Stundenpläne durch
die Poſt.
Primiz. Herr Neopresbyter Lennert von hier,
der am letzten Samstag in der biſchöflichen Kapelle zu
Mainz die Prieſterweihe empfangen hat, wird am
nächſten Sonntag vormittags um 9 Uhr in der St.
Lud=
wigskirche ſeine Primiz feiern. Dabei wird Herr Pfarrer
Kaſtell von Mirlenbach, früher Kaplan bei St. Ludwig
hier, die Feſtpredigt halten.
Predigten. Zur Vorbereitung auf das
Roſen=
kranzfeſt, das am nächſten Sonntag gefeiert wird,
wer=
den am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dieſer
Woche abends um 8 Uhr in der St. Ludwigskirche von
einem auswärtigen Geiſtlichen Predigten abgehalten.
C. Der katholiſche Geſellenverein feierte am Sonntag
ſein 55. Stiftungsfeſt und zugleich das 25jährige
Jubiläum der Errichtung des Hoſpitiums. Bei dem
Mit=
tageſſen, an dem 125 Perſonen teilnahmen, wurden
ver=
ſchiedene Toaſte ausgebracht. Das Eſſen machte der Küche
der Paulusſchweſtern alle Ehre. Die abendliche überaus
ſtark beſuchte Feſtverſammlung wurde durch den
Hilge=
ſchen von der Kapelle des Trainbataillons vorgetragenen
Kolpingsmarſch eröffnet, dem ſich ein von Rektor Peters
verfaßter, der Bedeutung des Tages angepaßter
feinſin=
niger Prolog anſchloß. Nach einer Begrüßung ſeitens
des Präſes Moſer ſchilderte Pfarrer Eich=Obertshauſen
die religiöſe und ſittliche Bedeutung des Geſellenvereins
im 20. Jahrhundert, während Herr Domkapitular Dr.
Elz einen Rückblick auf die Geſchichte des Vereins warf.
Zwei trefflich geſpielte Einakter vervollſtändigten den
Ge=
nuß. Das Feſt gewann eine prächtige Umrahmung durch
den neu hergeſtellten Saal. Die Maler= und
Weißbinder=
arbeiten lagen in den Händen der Firma Gebr. Nover
und V. Frühwein, die Inſtallationsarbeiten lieferte Gebr.
Becker Nachf., die Schreinerarbeiten zur Erweiterung der
Bühne wurden von L. Riedlinger geſtellt, die Oefen
lie=
ferte C. J. Wenz, die Vorhänge H. Bringer, während die
Entwürfe von Architekt C. Moſer=Mainz ſtammen.
* Chriſtlicher Verein junger Männer, Darmſtadt,
Riegerplatz 3. Der Verein durfte am Sonntag ſein
25 Jahresfeſt feiern. Das ganze Feſt ſtand unter dem
Zeichen des Rückblicks auf das, was die 25 vergangenen
Jahre gebracht haben und unter dem Gelöbnis, treu
wei=
ter zu arbeiten, und in den Zeitſtürmen und
Kampfes=
nöten der Jugend unſerer Stadt ein Führer und Berater
zu ſein. Eingeleitet wurde das Feſt durch einen
Gottes=
dienſt in der Martinskirche, wobei Herr Bundesdirektor
Paſtor Meyer=Barmen unter Zugrundelegung von
1. Moſe 35 über die großen Ziele der chriſtlichen Vereine
junger Männer ſprach. Eine Nachfeier in den
Vereins=
räumen am Nachmittag, welche nur für Mitglieder und
geladene Gäſte war, gab einen Einblick in die eigentliche
Vereinsarbeit. Herr Geh. Regierungsrat Dr. Linß
be=
grüßte die Feſtverſammlung und gab im Anſchluß an
den 23. Pſalm einen kurzen Ueberblick über das
Ent=
ſtehen und über die Entwickelung des Vereins. Im
An=
ſchluß daran wurden verſchiedene Anſprachen, u. a. von
Herrn Bundesdirektor Meyer=Barmen, Herrn
General=
ſekretär Elſäſſer=Stuttgart gehalten. Begrüßungen
von alten Vereinsfreunden und auswärtigen Gäſten
folgten. Unter den eingelaufenen Glückwünſchen gab
mancher Brief Zeugnis davon, wie mancher junge Mann.
aus der Ferne ſich dankbar des Vereins und der
Seg=
nungen, die er in demfelben genoſſen hat, erinnert. Im
Auftrage unſerer Stadt hatte Bürgermeiſter Mueller
ein warmes Glückwunſchſchreiben und eine
Jubi=
läumsgabe geſandt. Die in den
Zwiſchen=
pauſen zum Vortrag gebrachten Lieder des
Männerchors und die verſchiedenen Deklamationen, gaben
Zeugnis von dem friſchen und fröhlichen Geiſt, der in
dem Verein gepflegt wird. Die Feſtverſammlung
am Abend im Kaiſerſaal, welche für die breiteſte
Oeffent=
lichkeit beſtimmt und ſehr gut beſucht war, wurde
einge=
leitet durch einen Vortrag des Poſaunenchors „Die
Him=
mel rühmen des ewigen Ehre‟ Darnach begrüßte der
zweite Vorſitzende des Vereins, Herr Lehrer Spamer,
die Feſtverſammlung und wies noch einmal auf die
Not=
wendigkeit einer geſunden chriſtlichen Jugendarbeit hin.
Herr Generalſekretär Elſäſſer=Stuttgart zeigte in
ſeinem Referat der Jugend Not, die Gefahren und
Kämpfe, die der Mehrheit unſerer jungen Männer nicht
erſpart bleibt. Manches ergreifende Bild aus der
prak=
tiſchen Arbeit gab einen Einblick, wie groß die Not der
Jugend iſt. Das zweite Referat von Herrn
Bundes=
direktor Meyer=Barmen zeigte aber, daß hinter dem
düſteren Schatten, den ſo manches Großſtadtbild in ſich
birgt, auch noch eine warme Sonne leuchtet. In friſchen
Zügen gab er Richtlinien über das Thema „Der Jugend
Rettung” Seine warmen Ausführungen gipfelten darin:
mehr Liebe und warmes Herz für die Jugend unſeres
Volkes. Der Schlußappell, den Herr Bundesſekretär
Paß unter dem Thema: „Was nun!” an die
Anweſen=
den richtete, mahnte alle Anweſienden an die heilige
Pflicht und an die große Verantwortung, nicht an der
Not der Jugend vorüberzugehen. Auch die am Abend
zum Vortrag gebrachten Deklamationen und Muſikſtücke,
ſowie der Geſang des Männerchors, gaben Zeugnis von
dem Können und Streben des Vereins. Möge es dem
Verein auch weiterhin vergönnt ſein, zum Wohl und
Wehe der Jugend unſerer Stadt zu arbeiten und noch
manchen von der Realität des Chriſtentums
über=
zeugen.
* Stenographie. Der unter dem Protektorat Sr.
Königl. Hoheit des Großherzogs ſtehende Gabelsberger
Stenographenverein eröffnet wieder neue Anfängerkurſe
in Stenographie, die nach langjährig erprobter und
be=
währter Methode mit Gründlichkeit und
Gewiſſenhaftig=
keit geleitet werden. (Näheres ſiehe heutige Anzeige.)
§ Odenwaldverein. Man ſchreibt uns: Bei dem
Wohltätigkeitskonzert am 17. November in
der großen Turnhalle am Woogsplatz, welches von dem
Heſſiſchen Odenwaldverein veranſtaltet wird und
deſſen Reinertrag dem Odenwald=Klub zur Verfügung
für die Nieder=Modauer Kaſſenkataſtrophe geſtellt
werden ſoll, haben ihre Mitwirkung zugeſagt die
Turn=
gemeinde, der Marineverein, Geſangverein „Liederkranz”.
Die Muſikſtellt die Kapelle des 24. Dragoner.=Regiments.
Vielleicht ſtellen außer den großen Vereinen der Reſidenz
auch noch einige Damen und Herren ihr Talent in den Dienſt
der wohlgemeinten Sache, ſei es durch Geſang oder mit
ſonſtigen Aufführungen. Solche Anmeldungen nimmt
der Vorſtand des Heſſiſchen Odenwaldvereins
jeden=
falls gerne entgegen.
* Zimmer=Schützen=Klub „Wildſchütz”. Von heute
ab ſtehen die Gruppenpreiſe nebſt Meiſterſchaftspreis
von Heſſen 1912/13 im Schaufenſter der
Württembergi=
ſchen Metallwarenfabrik in der Rheinſtraße aus.
* Die Geſellſchaft „Atoca‟=Darmſtadt feiert am
Sams=
tag, den 12. Oktober, in den Räumen des
Mathildenhöh=
ſaales” ihr 4. Stiftungsfeſt. Das vortrefflich
zuſammen=
geſtellte Programm verſpricht einen herrlichen Abend.
Das ſtädtiſche Hallenſchwimmbad iſt in den
Wintermonaten (Oktober-April) an den Werktagen von
morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr, Samstags bis
abends 8½ Uhr, an den Sonn= und Feiertagen
vor=
mittags von 8 bis 12½ Uhr geöffnet. Die Kaſſe wird
jeweils ½ Stunde vor Ablauf der Badezeit geſchloſſen.
Bemerkt wird noch, daß die Badezeiten durch eine
Mittagspauſe nicht unterbrochen werden, d. h., daß auch
über Mittag gebadet werden kann.
* Orpheum. Prince Charly, welcher, wie
be=
kannt, im Rahmen des Eröffnungsprogramms am
Mitt=
woch, den 2. Oktober, erſtmalig auftritt, iſt bereits ſeit
einigen Tagen in Frankfurt a. M. eingetroffen, wo er
ſich zu Beſuch bei ſeinem Herrn und Lehrmeiſter,
Kom=
miſſionsrat Seeth vom Schumann=Theater, aufhält.
Direktor Seeth hat den intelligenten Schimpanſen vor
zirka 2½ Jahren von einem Kapitän in London für eine
ſehr hohe Summe erworben, auf deſſen Schiff Charly
infolge ſeiner Intelligenz und guten Manieren der
Lieb=
ling aller war; er hat ſeinem Beſitzer bisher an Gagen
die nette Summe von zirka ¼ Million eingebracht, und
für eine ebenſo große Summe laufen noch Verträge.
Prinz Charly verdient daher mit Recht den Superlativ,
„der teuerſte Affe der Welt” zu ſein. Der geſamte
Spiel=
plan iſt aus der heutigen Anzeige erſichtlich.
* Bürgerkeller. Man ſchreibt uns: In dieſem
Monat hält das bekannte Konzert=Enſemble „Elly
Karger” wieder ſeinen Einzug. Es ſind keine Fremden,
die da kommen, die vortreffliche Kapelle mit ihrer
temperamentvollen Leiterin Frau Elly Karger hat es
ſchon im Juni verſtanden, durch ihr recht abwechſelndes
Repertoire Stimmung zu machen, um Abend für Abend
reichen Beifall zu ernten. (S. Anz.)
* Im Singſpielhaus Metropole, Alexanderſtraße 5,
hier, findet in dieſem Monat ein Original=
Münch=
ner Oktoberfeſt ſtatt. Der Inhaber Herr Holz
welcher das Lokal in heſſiſchen und bayeriſchen
Landes=
farben herrlich dekoriert hat, hat dazu ein vorzügliches
Enſemble engagiert und iſt für Stimmung und Humor
bei echten Münchner Weißwürſten, Nürnbürger
Schweine=
würſtl am Roſt und bayeriſchen Leberwürſten mit Kraut
ſowie ausgezeichnetem Hanauerhof=Bier beſtens Sorge
getragen. (Siehe Anzeige.)
* Der gelbe Fahrplan für das Winterhalbjahr
1912/13 liegt in bekannter Ausſtattung der heutigen
Auflage des Darmſtädter Tagblattes bei.
§ Ein erwiſchter Einbrecher. In vorverfloſſener
Nacht wurde ein 26 Jahre alter Taglöhner aus
Eſcholl=
brücken in der Meſſe dabei betroffen, als er in eine
Zuckerbude einzudringen verſuchte. Derſelbe hatte, es
zweifellos auf einen Diebſtahl abgeſehen, was durch das
Hinzukommen eines Schutzmanns vereitelt wurde.
§ Krämpfe. Eine ältere Frau wurde am Sonntag
abend in der Dieburgerſtraße von Krämpfen befallen
und mußte mittelſt des Krankenautomobils in das
Städtiſche Krankenhaus verbracht werden.
§ Feſtgenommen. Ein 17 Jahre alter Burſche
von hier iſt wegen Einbruchsdiebſtahl feſtgenommen
worden.
§ Feuer. Am Sonntag vormittag kurz vor 11 Uhr
brach auf dem Meßplatz in einer Bude Feuer aus,
welches von Meßleuten alsbald gelöſcht wurde. Der
Schaden beläuft ſich adf etwa 550 Mk. Der Geſchädigte
iſt nicht verſichert.
Kranichſtein, 30. Sept. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften, Prinzeſſin Luiſe und Prinz Georg von
Batten=
berg begaben ſich am Samstag früh 6 Uhr im Auto auf
Jagd in den Kranichſteiner Park.
fr. Groß=Zimmern, 29. Sept. Der Gemeinderat
be=
ſchloß, dem hieſigen Männergeſangverein, der nächſtes
Jahr ſein 50jähriges Beſtehen feiert, einen Ehrenpreis
zu bewilligen. Es ſoll ein Betrag von 100 Mark
einge=
ſtellt werden. Für die hieſige
Gemeinderechner=
ſtelle die mit 2000 bis 3000 Mark dortiert iſt, hatten
ſich 15 Kandidaten gemeldet; Polizeidiener Kopp wurde
mit 6 Stimmen als Gemeinderechner gewählt. — Zum
Kirchendiener der evangeliſchen Gemeinde wurde
durch den evangeliſchen Kirchenvorſtand der Zimmermann
Eckhardt ernannt.
mz. Mainz, 30. Sept. Oberhalb des Albansberges
wurde in der Nähe des Druſuswalles am Samstag
nach=
mittag ein römiſcher Steinſarg aufgedeckt. Es
befand ſich darin ein mit Gips übergoſſenes Skelett, dem
zwei Gläſer beigegeben waren. Aus der Art dieſer
Glä=
ſer ſchließt man, daß der Fund aus dem dritten oder
vier=
ten Jahrhundert nach Chriſtus ſtammt.
H. B. Mainz, 30. Sept. Großes Aufſehen erregt
hier die Schließung eines Notariats durch das
Amtsgericht, die am Samstag vorgenommen wurde. Der
Inhaber, Dr. Bittong, war bis vor etwa 10 Jahren in
einem kleinen Ort der Pfalz als Notar tätig, von wo er
nach Mainz berufen wurde. Dr. Bittong war vor einiger
Zeit im Diſziplinarwege zu 6000 Mark Geldſtrafe
verur=
teilt worden. Zu der Angelegenheit berichtet das
M. Tgbl., daß Notar Dr. Bittong krankheitshalber um
Enthebung vom Amte eingekommen iſt und die Geſchäfte
einſtweilen durch Geh. Juſtizrat Wolf weiter geführt
werden.
Wackernheim, 30. Sept. Einen räubexiſchen
Ueberfall verübten geſtern abend drei fremde
Arbei=
ter, welche bei dem Bau der militäriſchen Waſſerleitung
beſchäftigt ſind, kurz vor dem Orte auf den 40jährigen
Landwirt Georg Baſeler. Dieſer hat in Heidesheim für
verkauftes Vieh bei einem Metzger und Wirt eine größere
Geldſumme abgeholt. Die Täter waren ebenfalls in der
Wirtſchaft und müſſen hiervon Kenntnis gehabt haben.
Als Baſeler die Wirtſchaft verließ, müſſen ihm die Kerle
unbemerkt gefolgt ſein, denn kurz vor dem Orte zwiſchen
den zwei Mühlen wurde er von ihnen überfallen, zu
Bo=
den geworfen und durch vier Meſſerſtiche gefährlich
ver=
letzt. Auf die Hilferufe des Mannes müſſen ſie jedoch
gleich geflohen ſein, da zwei gleich nachkommende Frauen
niemand mehr entdecken konnten. Die ſofort von
Ingel=
heim gerufene Gendarmerie konnte die Täter noch im
Laufe der Nacht in ihrem Logis in Wackernheim
ver=
haften.
M. Aus Rheinheſſen, 28. Sept. Trotz der kalten
Nächte ſchreitet die Reife der Trauben vorwärts.
Die Beeren ſind aber noch ſehr dickhäutig und es wären
jetzt die ſogenannten „Traubendrücker”. Morgennebel
und dann Sonnenſchein, erwünſcht, um den Behang vor
der Leſe brühig, edelreif und zuckerhaltig zu machen. Im
allgemeinen ſind die Trauben geſund, wenn ſich auch hier
und da infolge der kalten Anguſtniederſchläge in
jüng=
ſter Zeit Sauerfäule zeigt. Bezüglich der Quantität
wird, je nach Lage, auf einen durchſchnittlich =Herbſt
zu rechnen ſein. Die Qualität dürfte bei vorſichtiger,
nicht allzu früher Leſe beſſer werden, als man ſeither
an=
nahm. — Auch in dieſem Jahre zeigt es ſich wieder, wer
fleißig mit Kupferkalklöſung geſpritzt hat. Die
Behand=
lung mit den neuen pulveriſierten Bekämpfungsmitteln
hat ſich nicht bewährt, da alle mit dieſen Mitteln
behan=
delten Weinberge ſchon halbdürre, bereits abfallende
Blätter haben. Wer auf dieſe Art die Blattfallkrankheit
bekämpfte, wird hinſichtlich Quantität und Qualität einen
großen Ausfall zu verzeichnen haben. — Die Leſe der
Portugieſertrauben hat in vielen Orten der Provinz
be=
reits begonnen. Die Ernte fällt meiſt befriedigend aus
und iſt bei ſteigenden Preiſen bereits in feſten Händen.
Das Stück (1200 Liter) Portugieſermoſt wird mit 450 his
500 Mark bewertet. Auch der Weißtraubenherbſt hat in
einigen im Süden gelegenen Gemarkungen ſchon
ange=
fangen; die meiſten, beſonders aber die
Qualitätswein=
orte, haben mit der allgemeinen Leſe keine Eile, da die
Trauben bei der gegenwärtigen trockenen Witterung mit
jedem Tage an Güte gewinnen.
(*) Gießen, 29. Sept. Am Samstag nachmittag
5 Uhr begann im Hotel Schütz die erſte Verſammlung
der Vertreter der Deutſchen Volkskundevereine unter
Lei=
tung des Verbandsvorſitzenden Profeſſor John=Meyer
aus Baſel. Den verdienſtvollen Mitarbeitern auf dem
Gebiete der Volkskunde, Exzellenz Rochus von Lilieneron
und Profeſſor Schönbach, die im abgelaufenen Jahre
ſtar=
ben, widmete der Vorſitzende einen warmen Nachruf. In
den Verband wurde neu der Geſchichtsverein Biedenkopf
aufgenommen. Bei Feſtſtellung der Anweſenheitsliſte
ergab ſich, daß vertreten waren: Deutſchböhmiſche
Volks=
kunde, ſchleſiſche Volkskunde, Schweizer Geſellſchaft für
Volkskunde, badiſche Heimat, Frankfurter Verband für
Volkskunde, deutſche Volkskunde, Verein Hamburger
Geſchichte, bayeriſche Volkskunde, rheiniſch=weſtfäliſche
Volkskunde, ſächſiſche Volkskunde, deutſcher Verein für
Volkskunde und Sprachwiſſenſchaft, Muſeum Hamburger
Geſchichte, heſſiſche Vereinigung für Volkskunde,
Mu=
ſeum für Volkskunde in Berlin, Muſeum der Stadt
Han=
nover. Biedenkopfer Geſchichtsverein. Der Vorſtand vird
ermächtigt, die Aufnahme der etwa ſich meldenden neuen
Verbände, Boruſſia und Volkskunde der Kaſchuben, zu
vollziehen. Von dem Zuſammenwirken mit der deutſchen
Kommiſſion der Akademie der Wiſſenſchaften erwartet
man vieles in bezug auf volkskundliches Material. Der
Vorſtand wurde durch Zuruf wiedergewählt. Die
Jahres=
rechnung 1911 ergab einen Kaſſenbeſtand von 2130 Mark.
Den Bericht der Hauptſtelle des Verbandes deutſcher
Ver=
eine für Volkskunde in Hamburg erſtattete Profeſſor
Lauffer=Hamburg. Die neuen volkskundlichen
Frage=
bogen ſollen bis zur nächſten Tagung zur Beratung
ge=
ſtellt werden. Den Bericht über die volkskundliche
Zeit=
ſchriftenſchau erſtattete Profeſſor Helm=Gießen, die
Re=
daktion hat Dr. Abt=Mainz übernommen. Bis
Weih=
nachten wird der erſte Band vorliegen. Eine längere
Ausſprache brachte Punkt 7: Kopie von Erks
Volks=
liederſammlung. Wenn mindeſtens 25 Einſchreibungen
erfolgen, dann wird das Zentral=Volksliederarchiv
ge=
gründet. Es wurde einſtimmig beſchloſſen, daß der
deut=
ſche Verband an dem internationalen folkloriſtiſchen
Forſcherbund mitwirken will. Die Bemeſſung der
Ver=
bandsbeiträge der Einzelvereine ſoll nach einheitlichen
Richtlinien in gerechter Weiſe geregelt werden. Abends
9 Uhr tagten noch der Ausſchuß für die Sammlung der
Sagen= und Zauberformeln und der Ausſchuß der
Volks=
liederſammlung. Sonntag mittag 3 Uhr fand eine
wohl=
gelungene öffentliche Volkskunde=
Veran=
ſtaltung ſtatt. Damit war eine hochintereſſante
Aus=
ſtellung von Trachten und eine Ausſtellung der
Flachsbereitung verbunden. Profeſſor John=Meyer=
Nummer 231.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
Seite 5.
Baſel ſprach in kurzen Begrüßungsworten ſeine Freude
und ſeine Bewunderung über die Ausſtellung aus.
Pro=
vinzialdirektor Geheimerat Dr. Uſinger ſprach im
Auf=
trag des Staatsminiſters und betonte, daß die Regierung
der Volkskunde großes Intereſſe entgegenbringe; dann
ſprach Profeſſor Dr. Behaghel namens der
Landes=
univerſität Gießen. Namens der Gemeinde begrüßte
Bürgermeiſter und Landtagsabgeordneter Leun die
Gäſte. Dann ſang der Kirchengeſangverein Großen=Linden
unter Leitung des Dirigenten Lehrers Römer das
vier=
ſtimmige oberheſſiſche Volkslied: „Ich habe mir Eines
erwählet.‟ Daran ſchloß ſich der Vortrag des Geheimerat
Walbe=Darmſtadt über: „Das Großen=Lindener
Bauernhaus” die damit verbundenen Lichtbilder zeigten
die charakteriſtiſchen Bauernhofreiten des Ortes.
Ge=
ſangs= und erläuternde Vorträge aller Art wechſelten
miteinander ab. Am Montag fand ein Ausflug ins
Kleebachtal und nach Butzbach ſtatt.
Gießen, 30. Sept. Die Vorarbeiten zur Einrichtung
des Liebig=Muſeums ſind in den letzten Wochen
ſehr eifrig gefördert worden. Außer zahlreichen
Geſchen=
ken, die aus allen Ländern für eine würdige Ausſtattung
des Muſeums einliefen, gingen bis heute 35000 Mark
durch Sammlungen ein. Das Muſeum wird in dem
ein=
ſtigen Laboratorium des großen Chemikers eingerichtet
und iſt bereits von der Stadt für 60000 Mark erworben.
(*) Bad=Nauheim, 29. Sept. Die
Stadtverord=
netenverſammlung beſchloß, daß die
Strom=
leitung des Provinzial=Elektrizitätswerkes Wölfersheim
nach Steinfurth, die von Friedberg über Bad=Nauheim
führen muß, unterirdiſch zu führen ſei; die Stadt
müſſe gegen die Aufſtellung von Maſten, die bei Friedberg
nötig ſind, auch im Intereſſe des Vogelſchutzes
prote=
ſtieren.
(*) Düdelsheim, 29. Sept. Die Ackerbau= und
Obſtausſtellung der Landwirtſchaftskammerbezirke
Büdingen, Wenings und Lindheim fand geſtern und heute
hier ſtatt. Die Ausſtellung war von den Herren Techniker
Büxler=Gießen und Techniker Metternich=Büdingen in
ſchöner Weiſe eingerichtet worden. Als Preisrichter
wirk=
ten im Ackerbau Landwirt Schneider=Utphe und
Oekono=
mierat Spieß=Friedberg, im Obſtbau Gutsbeſitzer
Fiſcher=Hof=Zwiefalten und Wißner=Bad=Nauheim. Die
Eröffnung fand am Samstag nachmittag durch Kreisrat
Böckmann=Büdingen ſtatt.
Homberg a. d. O., 30. Sept. Durch die Blätter geht
eine Meldung, daß in Homberg in Oberheſſen beim
Neu=
bau des Amtsgerichtsgebäudes ein Baugerüſt
ein=
ſtürzte, wobei ein Maurer getötet und drei ſchwer
ver=
letzt worden ſeien. Wir können dazu mitteilen, daß nach
amtlicher Feſtſtellung in Homberg i. O. ſich ein ſolches
Unglück nicht zugetragen hat, ſo daß wohl eine
Orts=
verwechſelung vorliegt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. Sept. Intereſſant iſt
die Tatſache, daß der Berliner Fremdenverkehr
durch die ſeinerzeit erfolgte bedauerliche Kataſtrophe
des Dampfers „Titanie” ganz bedeutend
gewon=
nen hat und daß ſich dieſe Erſcheinung zum erſten Mal in
dieſer Herbſtſaiſon zeigt Tatſache iſt, ſo meldet der
Konfektionär, daß in dieſer Saiſon im Gegenſatz zu
eng=
liſchen Schiffen ſämtliche deutſche Schnelldampfer für die
Paſſage nach den Vereinigten Staaten auf Monate
hin=
aus belegt waren und noch belegt ſind ſo daß Reiſende,
ſelbſt für wichtige und ſchnelle Miſſionen, langſame
Dampfer nehmen müſſen und daß, um dem Andrang zu
genügen, viele Kabinen der Offiziere an Paſſagiere
ab=
gegeben werden. Der Verkehr, der früher auf dem
Schienenweg durch Weſt=Deutſchland nach Cherbourg und
Vliſſingen ging, um von dort aus auf die ausländiſchen
Schnelldampfer überzugehen, flutet jetzt in weit ſtärkerem
Maße nach Hamburg und Bremen. So kommt es, daß
zahlreiche Reiſende in der Reichshauptſtadt Aufenthalt
nehmen und aus allem erklärt ſich, daß die erſten
Ber=
liner Hotels ſeit Wochen ſchon derart beſetzt ſind, wie
wohl in keinem Jahr vorher. — Vor kurzem wurde in der
Preſſe verbreitet, daß die Zahl der im Miniſterium der
öffentlichen Arbeiten eingegangenen
Wettbewerbs=
entwürfe für den Neubau des Kgl.
Opern=
hauſes ſich jetzt bereits auf einige Hundert belaufe. Wie
wir hören, iſt dies unzutreffend. Es ſind gegenwärtig
über 80 neue Entwürfe eingegangen. Allerdings ſteht zu
erwarten, daß bis zum 21. Oktober, dem letzten Tage für
die Einreichung der Entwürfe, noch eine erhebliche Anzahl
von Entwürfen eingehen wird, da die Nachfrage nach den
genauen Bedingungen des Wettbewerbs recht bedeutend
geweſen iſt. — Oberbürgermeiſter Wermuth beſuchte
mit einigen Herren der Kunſtdeputation die
Ausſtell=
ung der Sereſſion und kaufte für die Stadt ein
Blumenſtück” Von Moſſon. „Ein Dampfer im Eis” von.
Richard Büchner und die Bronze „Ungariſcher Steher”
von Tuaillon. Die Auswahl erfolgte unter
Berückſichtig=
ung der Wünſche des zurzeit abweſenden Bürgermeiſters
Dr. Reicke.
Frankfurt, 30. Sept. In der Offenbacher Landſtraße
in Oberrad wurde Samstag nachmittag der 60 Jahre alte
Spengler Jahn aus Oberrad beim Ueberſchreiten der
Straße von dem Automobil des Schuhfabrikanten
Bräunig, in dem ſich mehrere Hochzeitsgäſte befanden,
überfahren und getötet. Jahn war ſchwerhörig
und hatte das Auto nicht bemerkt. Der Chauffeur des
Autos bremſte zwar ſtark, doch rutſchte das Auto auf der
ſchlüpfrigen Straße weiter. Jahn erlitt einen
Schädel=
bruch.
Frankſurt, 30. Sept. In der Nähe der Hauptwache
rannte heute morgen ein Automobil, das einem
Mädchen ausweichen wollte, gegen einen Laden. Die
Inſaſſen des Autos wurden am Kopf ſchwer verletzt, auch
das Mädchen erlitt leichtere Verletzungen. Das Auto
wurde ſtark beſchädigt.
Eßlingen, 30. Sept. Geſtern abend ſind in
Wendlin=
gen zwei große Wohnhäuſer und vier
Scheu=
nen mit dem ganzen Inhalt, großen Futtervorräten und
landwirtſchaftlichen Maſchinen abgebrannt. Der
Schaden iſt ſehr bedeutend und nur zum Teil durch
Ver=
ſicherung gedeckt.
Hamburg, 30. Sept. Ein Automobil, in dem ſich
die Witwe des Senators Godeffroy befand, geriet
zwiſchen zwei Straßenbahnwagen und wurde
zer=
quetſcht. Frau Godeffroy wurde herausgeſchleudert und
auf der Stelle getötet.
Breslau, 30. Sept. Den auf den 1. Oktober angeſetzten
Termin im Kwilecki=Prozeß vertagte das
Landgericht Breslau abermals, weil das
Oberlandes=
gericht über eine Beſchwerde des Grafen Clignien
Kwi=
lecki Beſchluß faſſen muß, die ſich gegen die Einſetzung
eines Vormundes für den jungen Grafen Joſeph
Kwi=
lecki richtet.
Inſterburg, 30. Sept. Bei dem geſtrigen Rennen
ſtürzte Oberleutnant Douglas ſo unglücklich, daß er
ſofort tot war.
Pillau, 30. Sept. Heute früh wurde ein junger
Mann, der einen Einbruch in die Feſtungskaſſe verſucht
hatte, ergriffen. Als er zu entfliehen ſuchte und auf
drei=
maligen Anruf nicht ſtand, feuerte einer der
Wachmann=
ſchaften und traf den Flüchtling tödlich.
New=York, 30. Sept. Der Gruverneur von Georgia
verhängte den Belagerungszuſtand über die
Stadt Auguſta anläßlich von Ausſchreitungen
ſtreiken=
der Straßenbahner. Das Kriegsrecht wurde
pro=
klamiert. Milizen durchziehen die Straßen. Die
Strei=
kenden drohen, die Kraftſtation mit Dynamit in die Luft
zu ſprengen. Zwiſchen Streikenden und der Miliz kam
es bereits zu einem Zuſammenſtoß, wobei zwei
Geſchäfts=
leute erſchoſſen und mehrere Perſonen verletzt wurden.
Polizei= und Schutzhunde=Hauptprüfung.
Sz. Waren die Arbeiten am erſten Prüfungstage für
das freie Gelände beſtimmt, ſo fanden die Vorführungen
am zweiten Tage in dem begrenzten Raume der
Renn=
bahn an der Heidelberger Straße ſtatt. Am Vormittag
wurde die Schutzhundklaſſe geprüſt und am Nachmittag
die Polizeihundklaſſe. Die Hauptaufgaben beſtanden in
diverſen Gehorſamsübungen: Leinenführigkeit,
Frei=
folgen bei Fuß, Platzmachen, Herankommen, Lautgeben,
Futterverweigern, Bewachung von Gegenſtänden,
Sprin=
gen über eine 2,50 Meter hohe Bretterwand mit und ohne
Apportieren. Dann in der Arbeit am Verſuchsverbrecher:
Revieren auf den Verbrecher, Verbellen desſelben,
Feſt=
halten auf der Flucht, Ablaſſen beim Stehen oder Fallen,
Bemachen des Verbrechers, Abrufen, Transport des
Ver=
brechers, Abwehr eines Angriffes auf den Führer,
Ver=
teidigung auf Stock und Waffe. Dieſe Arbeiten wurden
von den Hunden beider Klaſſen mit ganz wenigen
Aus=
nahmen geradezu verblüffend gut gelöſt. Waren die
Leiſtun=
gen der Schutzhunde am Vormittag ſchon hervorragende,
ſo bildete am Nachmittag die Vorführung der
Polizei=
hunde wohl die Glanznummer der ganzen Prüfung. Das
ſich für jede einzelne Uebung in hohem Maße
intereſſie=
rende, trotz regneriſchen Wetters zahlreich erſchienene
Publikum zollte auch den Führern lebhaften und
anhal=
tenden Beifall. Das Vollkommenſte in der Dreſſur zeigte
in der Polizeihundklaſſe Herr Kriminalſchutzmann Chr.
Weber=Darmſtadt mit ſeinem Airedale=Terrier „Rolf”
in der Schutzhundklaſſe Herr Städtiſcher Küchenmeiſter A.
Loewert=Frankfurt a. M.=Niederrad mit ſeinem
Rott=
weiler „Topp von Main‟ Die Leiſtungen des
letztge=
nannten Hundes hatten zur Folge, daß man am gleichen
Tage noch dieſer Hunderaſſe in bezug auf deren
Verwend=
ung als Polizeihund warme Sympathien entgegenbrachte.
Dank der umſichtigen Leitung und der ſachgemäßen
Hand=
habung der Preisrichter gingen die ganzen
Vorführun=
gen glatt und auch ohne Unfälle von ſtatten.
Sonntag abend 9 Uhr erfolgte alsdann im
dichtbeſetz=
ten Saale des Schützenhof” Preisverteilung und nach
getaner harter Arbeit, wie ſich Herr Polizeirat Krämer
in ſeinen Dankesworten an den erſten Vorſitzenden Herrn
Polizeikommiſſär Lindemann ausdrückte, trat die
Gemütlichkeit in ihre Rechte. Ernſte und heitere Vorträge,
Geſang und Tanz wechſelten in raſcher Aufeinanderfolge
und hielt die Anweſenden ſehr lange zuſammen.
Die am Sonntag fortgeſetzten Prüfungen hatten
fol=
gende Preiszuerkennungen zur Folge: 1.
Poli=
zeihundklaſſe: 1. Preis mit Auszeichnung „
vorzüg=
lich” „Rolf”, Airedale=Terrier, geworfen am 15. Juli 1910,
Beſitzer und Führer Kriminalſchutzmann Chr. Weber=
Darmſtadt. 2. Preis mit Auszeichnung „vorzüglich” „Jolf
v. d. Saar”, deutſcher Schäferhund, gew. 19. Februar 1909,
Beſitzer und Führer Schutzmann Wilhelm Ruppert=
Offenbach a. M. 3. Preis mit Auszeichnung „vorzüglich”
„Rex v. Mömlingtal” Airedale=Terrier, gew. 14. Febr.
1910, Beſitzer und Führer Schutzmann Peter Seng. 4.
Preis mit Auszeichnung „ſehr gut” „Senta”, deutſcher
Schäferhund, gew. 28. Mai 1910. Beſitzer und Führer
Polizeidiener Kiſſinger=Griesheim b. Darmſtadt. 5. Preis
mit Auszeichnung „ſehr gut” „Tyro‟ Dobermannpinſcher,
Beſitzer Großh. Polizeiamt Darmſtadt, Führer
Schutzmann Karl Roth=Darmſtadt. 6. Preis mit
Aus=
zeichnung „ſehr gut-gut” „Roy von Frankfurt a. M.”
Airedale=Terrier, Beſitzer und Führer Kgl. Schutzmann
Meiners=Frankfurt a. M. 7. Preis mit Auszeichnung
„ſehr gut-gut” „Alona von Darmſtadt”, deutſcher
Schä=
ferhund, gew. 15. Februar 1911, Beſitzer und Führer P.
Seng=Darmſtadt. 8. Preis mit Auszeichnung „gut”
„Hartmann=Dilsburg=Saargold” Airedale=Terrier, gew.
1. April 1909, Beſitzer Polizeirat Theodor Dix (Chef der
Kriminalpolizei), Leipzig, Führer Kriminalſchutzmann K.
Schubert=Leipzig. 9. Preis mit Auszeichnung „gut“
„Prinz”, deutſcher Schäferhund, gew. 12. Januar 1911,
Beſitzer und Führer Schutzmann Heinrich Jäger=
Darm=
ſtadt. 10. Preis mit Auszeichnung „befriedigend” „Kuno
von Höchſt” deutſcher Schäferhund (ſchwarz mit gelb),
gew. 24. Mirz 1910, Beſitzer und Führer Schutzmann Gg.
Benz=Mainz=Mombach. Führerpreiſe: 1. Weber=
Darmſtadt, 2. Seng= Darmſtadt, 3. Schubert=
Leipzig.
2. Schutzhundklaſſe: 1 Preis mit
Auszeich=
nung „vorzüglich” „Topp v. Main”, Rottweiler, geworfen
am 25. November 1910, Beſitzer und Führer Städtiſcher
Küchenmeiſter A. Loewert, Frankfurt a. M.=Niederrad.
2. Preis mit Auszeichnung „vorzüglich” „Nelly”, deutſcher
Schäferhund, gew. 15. November 1911, Beſitzer und
Füh=
rer Ludwig Küchler=Langen (Heſſen). 3. Preis mit
Aus=
zeichnung „vorzüglich” „Rolf”, deutſcher Schäferhund,
gew. 26. April 1911, Beſitzer und Führer Juwelier Joſ.
Bechtold=Offenbach a. M. 4. Preis mit Auszeichnung
„ſehr gut” „Bachus”, deutſcher Schäferhund, gew. 11
April 1909, Beſitzer Poſthalter Walther=Darmſtadt,
Füh=
rer Philipp Riedel=Darmſtadt. 5. Preis mit
Auszeich=
nung „ſehr gut” „Erna v. Modauthal” deutſcher
Schäfer=
hund, gew. 23. Mai 1911, Beſitzer und Führer Fabrikant
Friedrich Jaxt=Offenbach a. M. 6. Preis mit
Auszeich=
nung „ſehr gut-gut” „Olga v. Frankenſtein” deutſcher
Schäferhund, gew. 28. Mai 1911, Beſitzer und Führer
Polizei=Hundeaufſeher Klotz=Darmſtadt. 7. Preis mit
Auszeichnung „ſehr gut-gut” „Wolf”, deutſcher
Schäfer=
hund, 1½ Jahre alt, Beſitzer und Führer Kaufmann Fr
Schütz=Darmſtadt. 8. Preis mit Auszeichnung „gut”
Schuft v. Güterplatz” deutſcher Schäferhund, gew. 13.
Auguſt 1911, Beſitzer Fr. Weſterfeld, Frankfurt a. M.=
Heddernheim, Führer Joſeph Müller, Frankfurt a. M.=
Heddernheim. 9. Preis mit Auszeichnung „gut‟
„Leda v. d. Hirſchbach” genannt „Lady” deutſche‟
Schä=
ferhündin, gew. 20. Mai 1911, Beſitzer und Führer
Kapell=
meiſter Albert Otto=Darmſtadt. 10. Preis mit
Auszeich=
nung „befriedigend” „Strupp v. d. Ariadne” Airedale=
Terrier, gew. 14. Oktober 1910, Beſitzer Robert Bloch=
Frankfurt a. M., Führer Polizeiſergeant a. D. Friedrich
Wilhelm=Frankfurt a. M. 11. Preis mit der Auszeichnung
„befriedigend” „Tell von Bockenheim” deutſcher
Schäfer=
hund, gew. 28. Auguſt 1910, Beſitzer und Führer
Fabri=
kant Friedrich Jaxt=Offenbach a. M. 12. Preis „Troll”,
deutſcher Schäferbund, gew. 11. März 1911, Beſitzer G.
A. Eichhorn=Frankfurt a. M., Führer Mechaniker Wilhelm
Eichhorn=Frankfurt a. M. 13. Preis „Tell”, Airedale=
Terrier, gew. Ende April 1911, Beſitzer Kaufmann
Lud=
wig Hugenſchütz=Darmſtadt, Führer Polizei=
Hundeauf=
ſeher Klotz=Darmſtadt. 14. Preis „Lump”, Airedale=
Ter=
rier, Beſitzer und Führer Kaufmann Philipp Rudi=
Darm=
ſtadt. Führerpreiſe: 1. Loewert=Frankfurt a. M.,
2. Bechtold=Offenbach a. M., 3. Jaxt=Offenbach.
Ehrenpreis für den beſten Darmſtädter Polizeihund: Chr.
Weber, Ehrenpreis für den beſten Dobermann=
Polizei=
hund: Karl Roth=Darmſtadt.
Sport.
* Fechten. In der letzten Ausſchuß=Sitzung des
Verbandes mittelrheiniſcher Fechtklubs (gegr. 1880) wurde
beſchloſſen, das diesjährige 33. Verbands=Turnier
dem Fechtklub „Hermannia”=Frankfurt zu
über=
tragen. Die Veranſtaltung wird in den Tagen vom 2.
bis 3. November in den Räumen der Loge zur
Einig=
keit, Kaiſerſtraße 37, ſtattfinden und neben dem Austrag
der fechteriſchen Wettbewerbe auch eine geſellige
Schluß=
feier umfaſſen. Das Fechtprogramm hat eine
Neugeſtal=
rung erfahren, die auf die Beteiligung der Verbands=
Vereine günſtig einwirken dürfte. Es ſind Kämpfe
vor=
geſehen auf Florett, leichte Säbel und Degen
und zwar für die zuerſt genannten beiden Waffen in zwei
Klaſſen (Junioren und Senioren). Außerdem liegt
ſei=
tens der „Hermannia” die Abſicht vor, die Verbands=
Klubs zu einem Mannſchaftskampf auf Degen
herauszufordern.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 28. Sept. Von der neuen in London
abgeſchloſſenen chineſiſchen Anleihe von 10
Mil=
lionen Pfund Sterling ſollen 40 Millionen Mark in
Deutſch=
land untergebracht werden, und zwar durch die
Ham=
burger Ausfuhrfirma Weſtendorf. Dieſe verhandelt, wieg
ſie mitteilt, mit deutſchen Banken, die der Gruppe der
Sechs=Mächte=Banken nicht angehören, wegen ihrer
Mit=
wirkung. Als Sicherheiten für die Anleihe ſollen
Ein=
nahmen aus Eiſenbahnen und Minen dienen. (Köln. Ztg.)
Erdbeben.
* Heidelberg, 30. Sept. Der Seismograph der
Königſtuhlwarte verzeichnete heute nacht zwei
Fern=
beben, von denen das erſte ſehr lange und ziemlich
hef=
tig kurz nach 10 Uhr einſetzte und ſein Maximum um
11.57 Uhr erreichte und mit ſeinen Ausläufern bis 1 Uhr
andauerte. Das zweite kürzere und ſchwächere
Fern=
beben begann heute früh um 6.25 Uhr und erreichte um
7.02 Uhr ſeinen Höhepunkt.
* Hohenheim, 30. Sept. Die Erdbebenwarte
ver=
zeichnete heute nacht ein ſtarkes Fernbeben. Die
Maximalausſchläge erfolgten um 10 Uhr 58 Minuten, der
Herd iſt 7= bis 8000 Kilometer entfernt.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Selbſthilfe erübrigt allein, nachdem
Bemühun=
gen von Stadtverwaltungen, Vereinsreſolutionen,
Petitionen, Abwehrmaßnahmen uſw. bezüglich der „
vor=
übergehenden Erſcheinung” der Fleiſchteuerung, wie es
ſcheint, keinen oder zweifelhaften Erfolg haben! Das
ein=
zige vorausſichtlich wirkſame Mittel iſt für einige Zeit
allgemeine Enthaltſamkeit des
Fleiſchgenuſ=
ſes, vielleicht nur für wenige Wochen! Die
Konſumen=
ten haben das Racht und die Pflicht, einen den
Fleiſch=
preis beſtimmenden Einfluß geltend zu machen!
Zu dem „Eingeſandt” im Tagblatt vom 26. Sept.
betr. Uebertragung von ſtädtiſchen Kanalarbeiten an einen
auswärtigen Unternehmer teilt das Tiefbauamt mit, daß
die über die Arbeitsvergebung gemachten Angaben nicht
zutreffen und daß die Angelegenheit der zuſtändigen
Stelle zur Entſcheidung noch vorliegt.
Allen Einſendungen ꝛc. bezüglich der Crhebung
des Waſſergeldes liegt der Gedanke zu Tage, die
Haus=
eigentümer zu entlaſten und die Mieter zu belaſten. Die
Mieter, mit wenig Ausnahmen, zahlen aber bereits
Waſſergeld in dem Mietpreis und hat die ſeitherige
Er=
hebung keine beſonderen Mißſtände gezeitigt. Es wäre
vielleicht weniger einzuwenden, wenn das Waſſer von
dem Verbraucher ſelbſt bezahlt werden könnte, auf Grund
von Waſſermeſſern, welche allein eine ſichere Angabe
ermög=
lichen, aber bedeutende Koſten veranlaſſen. Die Höhe
der Wohnungsmiete iſt jedoch niemals ein Maßſtab für
die Größe des Waſſerverbrauchs und daher ſehr
unge=
recht. Beiſpiele anderer Gemeinden ſind nicht
nach=
ahmenswert. Eine Aenderung der ſeitherigen, nur von
gewiſſer Seite alls ungerecht empfundenen Erhebungsweiſe
ſollte durch eine andere, ebenſo und mit vollem Recht als
ungerecht empfundene erſetzt werden? Aus dem Regen
in die Traufe kommen! Darmſtadt hat demnächſt 100000
Einwohner und hiervon ſind ungefähr 1500 Hausbeſitzer,
alle übrigen ſind Mieter und von jenen iſt ſicher die
Hälfte, welche die erwähnte Agitation verurteilen. Sollte
die Frage akut werden, ſo iſt es Pflicht der Stadtbehörde,
nicht nur die Klagen und Vorſchläge von Intereſſenten,
welche durch Vereine und Preſſe laut werden, zu prüfen,
ſondern auch auf die Stimme der Mieter zu hören,
welche dann eventuell die Notleidenden würden und ein
Recht haben zu energiſchem Proteſt! Audiatur et
altera pars! Eine beſondere Waſſerſteuer würde ſicher
keine Hebung des Zuzuges zur Folge haben! Zudem fällt
die Behandlung dieſer Frage in die unglücklichſte Zeit, in
der die Bevölkerung nur Sinn hat für Schutz gegen die
Fleiſchteuerung!
(Wir ſchließen nunmehr die Debatte über die an
die=
ſer Stelle genugſam erörterte Frage. Die Red.),
Literariſches.
— Das ſoeben zur Ausgabe gelangte Heft 18 der
illu=
ſtrierten Halbmonatsſchrift Nordland Berlin=
Halen=
ſec, bringt unter anderem eine feinſinnige, von großen
Geſichtspunkten getragene Abhandlung über „Nordiſche
Kunſt” aus der Feder von Ernſt Schur=Berlin, die letzte
Arbeit des jüngſt verſtorbenen geſchätzten
Kunſtſchriftſtel=
lers. Annie Ohlert=Hamburg veröffentlicht Bilder aus
Norwegen in leuchtendem Kolorit, Dr. Walter Georgi=
München eine intereſſante Kulturſtudie über „Thingvellir,
die altisländiſche Dingſtätte”, endlich der bekannte
Moral=
philoſoph Willy Schlüter (Schloß Buckow, Märk. Schweiz)
einen geiſtvollen Eſſay über Pehr Hinrik Ling, den „
Nor=
diſchen Volkserzieher” Von literariſchen Beiträgen fei
eine kritiſche Würdigung „Jung=Schwedn der
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
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Nummer 231,
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
N§ 115.
Dienstag, 1. Oktober.
1912.
Miniſterium des e
vorſtand in Arnſtadt die Erlaubnis erteilt, 10 000 Loſe der am 23. und 25. November
ds. Js. auszuſpielenden 6. Serie der Geldlotterie zum Beſten der Wiederherſtellung
der Bonifacius= und der Liebfrauenkirche in Arnſtadt in Thüringen innerhalb des
Großherzogtums zu vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten
Verloſungsplan dürfen 120 000 Loſe à 1 Mark ausgegeben werden. Zum Vertrieb
in Heſſen dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe
ge=
langen.
(20409
Bekanntmachung.
Mit Bezug auf meine Bekanntmachung vom 10. Auguſt 1912 (
Amtsverkündigungs=
blatt Nr. 96, 97 und 98) bringe ich gemäß § 15 der Wahlordnung für die Wahl der
Vertrauensmänner nachſtehend die bei mir eingegangenen gültigen Vorſchlagsliſten
zur allgemeinen Kenntnis.
Da von den Arbeitgebern nur eine Vorſchlagsliſte eingereicht worden iſt, ſo
findet für dieſe Gruppe keine Wahl ſtatt. Die in der Vorſchlagsliſte verzeichneten
Perſonen gelten gemäß § 16 der Wahlordnung in der Reihenfolge des Vorſchlags
als gewählt.
Darmſtadt, den 27. September 1912.
(20330oi
Der Wahlleiter:
Dr. Michel, Großh. Kreisamtmann.
Vorſchkagsliſte A der Arbeitgeber für die Wahl der Vertrauensmänner und
Erſatzmänner für die Angeſtellten=Verſicherung.
1. Juſtus Hildebrand,
Brauereibeſitzer, i. F. Exportbrauerei J. Hildebrand,
Pfungſtadt.
2. Philipp Harth.
Rechnungsrat, Vorſitzender des Vorſtandes der
ſtaat=
lichen Betriebskrankenkaſſe, Vertreter des Heſſ. Staates,
wohnhaft in Eberſtadt.
3. Heinrich Schulz,
Großhändler, i. F. Heinrich Schulz, Pfungſtadt.
4. Karl Dörr,
Fabrikant, i. F. Wacker & Dörr, Hartgummiwaren,
Ober=Ramſtadt.
5. Max Freund,
Fabrikant, i. F. Max Freund, Zigarrenfabrik in Pfung=
Tſtadt, wohnhaft in Darmſtadt.
6. Heinrich Eiſenbach. Detailhändler, i. F. Heinrich Eiſenbach, Spezerei= und
Delikateſſenhandel, Eberſtadt.
7. Valentin Metz,
Geſchäftsführer der Firma J. Hilzs, Brauerei, Eberſtadt.
8. Ludwig Nungeſſer IX., Fabrikant, i. F. Ludwig Nungeſſer, Dampfziegelei,
Pfungſtadt.
9. Franz Simon,
Bauunternehmer, i. F. Franz Simon, Eberſtadt.
Vorgeſchlagen von:
M
H. Haſſenzahl Sohn,
Heinrich Schüller VI.
Ludwig Nungeſſer.
Georg Preß.
Adolf Rieſterer.
Vorſchlagsliſte A der Freien Vereinigung für ſoziale Verſicherung für
Privat=
angeſtellte im Landkreis Darmſtadt.
1. Johann Georg Raab, Parteiſekretär in Pfungſtadt.
2. Heinrich Schydlowsky, Lagerhalter in Weiterſtadt.
3. Georg Schüler IV., Bürogehilfe in Griesheim.
4. Wilhelm Stumpf, Ingenieur in Arheilgen.
5. Heinrich Funk, Bürovorſteher in Griesheim.
6. Chriſtian Dehmer, Lagerhalter in Eberſtadt.
7. Hermann Rupprecht, Berichterſtatter in Eberſtadt.
8. Peter Berneiſer, Werkmeiſter in Ober=Ramſtadt.
9. Philipp Höhl, Lagerhalter in Pfungſtadt.
Vorgeſchlagen von: Johann Georg Raab in Pfungſtadt.
Georg Schüler IV. in Griesheim.
Heinrich Funk in Griesheim.
Philipp Höhl I. in Pfungſtadt.
Chr. Dehmer V. in Eberſtadt.
Vorſchlagsliſte B des Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=Verbands
und Deutſchen Werkmeiſter=Verbands.
1. Ludwig Sattler, Handlungsgehilfe, Eberſtadt, Schwanenſtraße 3.
2. Heinrich Delp, Werkmeiſter, Eberſtadt, Louiſenſtraße 5.
3. Joſt Schuhmacher, Buchhalter, Pfungſtadt, Kirchſtraße 15.
4. Eurt Gebhardt, Buchhalter, Eberſtadt, Weinſtraße 15.
5. Wilhelm Hammann, Bürgermeiſtereigehilfe, Arheilgen, Gr. Bachſtraße 31.
6. Philipp Raab, Werkmeiſter, Pfungſtadt, Fabrikſtraße 25.
7. Franz Trautmann, Handlungsgehilfe, Ober=Ramſtadt, Darmſtädterſtraße.
8. Adam Küfner, Handlungsgehilfe, Eberſtadt, Georgſtraße 17.
9. Joh. Gg. Lutz, Werkmeiſter, Arheilgen, Untere Mühlſtraße 14.
Borgeſchlagen von: Philipp Wörner, Eberſtadt, Darmſtädterſtraße 28.
Georg Rettig, Eberſtadt, Alte Darmſtädterſtraße 22.
Ludwig Becker, Eberſtadt, Georgſtraße 23.
Ludwig Sattler. Eberſtadt, Schwanenſtraße 3.
Adam Küfner, Eberſtadt, Georgſtraße 17.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Hofhund. 1 Dobermann
(zugelaufen) Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr ſtatt.
(20392
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir hierdurch in
Erinnerung.
(20233si
Darmſtadt, den 27. September 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Polizeiverordnung
das Reiten und Fahren über den Exerzierplatz zu Darmſtadt
betreffend.
§ 1. Das Fahren und Reiten von Zivilperſonen auf dem
Ererzierplatz zu Darmſtadt iſt verboten. Nur in Ausnahmefällen
kann dasſelbe geſtattet werden. Die Erlaubnis iſt bei der Großh.
Kommandantur nachzuſuchen und wird eintretenden Falles durch
eine auf Namen lautende Karte ſchriftlich und nur für die Perſon des
Nachſuchenden auf Widerruf erteilt.
§ 2. Der betreffende Reiter bezw. Wagenführer muß die
Karte beim Betreten des Exerzierplatzes bei ſich führen und auf
Verlangen nicht nur den Exekutivbeamten der Polizeibehörde,
ſon=
dern auch den zur Aufſicht beſtimmten Militärperſonen bezw. Beamten
der Militärverwaltung vorzeigen.
§ 3. Fuhrwerke und Reiter, welche ihren Weg von der
Darm=
ſtadt=Griesheimer=Staatsſtraße auf den Exexzierplatz und umgekehrt
nehmen, dürfen hierzu nur den nächſt der ſtädtiſchen Anlage
herge=
ſtellten, gepflaſterten Uebergang benutzen.
§ 4. Zuwiderhandlungen gegen obige Vorſchriften werden,
inſoweit nicht § 366 vos. 10 des Strafgeſeäzbuchs zur Anwendung
gelangt, mit einer Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
Darmſtadt, den 20. Jebruar 1886.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Mueller.
Taſelochs-Verſteigerung.
Freitag, den 4. Oktober 1912, mittags 12 Uhr,
wird in dem Rathauſe dahier ein der Gemeinde gehöriger, zur Zucht
untauglicher, gut gehaltener Faſel öffentlich meiſtbietend verſteigert.
(20380
Spachbrücken, den 29. September 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Spachbrücken.
Illert.
In dem Konkursverfahren
über den Nachlaß des Lehrers
Johannes Peter Hartleb in
Darmſtadt beträgt bei der
bevor=
ſtehenden Schlußzverteilung die
vor=
handene Maſſe 142 Mk. 48 Pfg.,
während die zu berückſichtigenden
nichtbevorrechtigten Forderungen
2405 Mk. 46 Pfg. betragen.
Darmſtadt, 30. September 1912.
Karl Dechert,
20412) Konkursverwalter.
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19100a) Maul, Riedeſelſtr. 72, III.
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für im Vorjahr geborene, ſowie
für ältere mit der Impfung im
Rückſtande verbliebenen Kinder
ſtatt.
(13179a
Darmſtadt, den 11. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Belannmachung.
Dienstag, 12. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Franz
Anton Argenton dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
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I 6224/100 395 Hofreite
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ſerneſtraße,
I 6225½/100 77 Grabgarten m.
Gartenhäuschen daſelbſt,
jetzt Landgraf Philipp=
Anlage Nr. 62,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(B82/12
Darmſtadt, 27. September 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V20372
In unſer Handels=Regſter, Ab=,
a teilung 4, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 19. September 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Simon Vogel, Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma ſind auf
Kaufmann Zenno Vogel in
Darm=
ſtadt übergegangen.
Am 25. September 1912.
Aenderung hinſichtlich der
Firma:
Schneider & Wendel,
Darmſtadt.
Die Firma iſt geändert in:
Heinrich Beyer, Herren=
Moden.
Hinſichtlich der Firma:
Ludwig Kling & Co.,
Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft
iſt aufgelöſt.
Geſchäft ſamt Firma ſind auf
den ſeitherigen Geſellſchafter,
Kauf=
mann Ludwig Kling in
Darm=
ſtadt, als Einzelkaufmann überge=
(20374
gangen.
*Darmſtadt, 26. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Auf Grund der veröffentlichten und bei mir zur
gefl. Einsicht aufliegenden Prospekte gelangen: am
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Sie ist nach den neuesten Forschungen auch dem
Zuckerkranken vor allen anderen Mineralwässern zu
empfehlen, um den täglichen Kalkverlust, der ein sehr
wesentliches Moment seines Leidens hildet, zu ersetzen.
Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung ist sie
für den Knochenaufbau von höchster Bedeutung. Die
He-
lenenquelle ist die Hauptquelle Wildungens und steht
in ihrer überaus glücklichen Zusammensetzung einzig in
der Welt da. — Man überzeuge sich hiervon selbst durch
Vergleich der Analysen, wenn Ersatzquellen empfohlen
werden, und achte im eigenen Interesse genau auf den Namen
Helenenquelle. Zu haben in allen Apotheken und Progerien,
Fürstliche Wildunger Mineralquellen, Bad Wildungen.
Flaschenversand 1911: 2071167.
Badegäste 1911: 13 598.
ter die rollenden Räder ſie von der Heimat hinaus in die
dunkle Nacht trugen, um ſo banger war ihr zumute
ge=
worden. Nicht, daß ſie ihren Schritt bereute! Nein,
ſie hatte keinen anderen Ausweg gehabt! Aber, was
würde nun kommen? Würde die Mutter ihr dieſe Flucht
zu Joachim verzeihen? Ein Angſtgefühl ohnegleichen
beſchlich ſie mit einemmal. In den Schläfen hämmerte
und pochte das Blut. Schwer wie Blei wurden ihr die
Glieder. Ihre Phantaſie ſpiegelte ihr allerlei ſchreckliche
Szenen vor. Wenn ſie die Augen ſchloß, ſah ſie allerlei
greuliche, ſie bedrohende Fratzen vor ſich. Das Heulen
des Windes, der den mit Regen untermiſchten Schnce
gegen die Kupeefenſter trieb, klang ihr wie Hohnlachen
und Stöhnen.
Je länger die Fahrt dauerte, um ſo empfindlicher
war das Froſtgefühl geweſen, das ihren Körper
durch=
ſchauerte. Nur in ihrem dünnen, ſchwarzen
Koſtüm=
jäckchen hatte ſie dageſeſſen, ohne Reiſedecke. Ja, wenn
ſie hätte aufſtehen und in dem Gang zwiſchen den Sitzen
ſich hätte hin und her bewegen können, aber das Abteil
in dem ſie ſaß, war vollbeſetzt mit ſchlafenden oder
wenigſtens ſchlafſuchenden Menſchen, und ſie fühlte keine
Kraft in ſich zu dem Entſchluſſe, ſich durch dieſe
hindurch=
zudrängen. So kauerte ſie frierend in ihrer Ecke und
ſehnte das Ziel herbei, während der Zug durch Wälder
und Felder, über Berg und durch Täler, Dörfer und
Städte dahinſauſte.
Endlich waren im grauen Nebel eine Unzahl von
Lichtern aufgetaucht, der Zug hatte angefangen,
lang=
ſamer zu fahren und war dann donnernd und ziſchend
in die weite Halle eingelaufen.
Berlin! Sie war am ielz!
In der Frühe um fünf Uhr war das geweſen.
Chriſta hatte früher mit den Eltern ſchon öfter in Berlin
geweilt und da hatte ihr das Gewühl und Gewimmel
von Menſchen, das Haſten und Treiben des Lebens dieſer
gewaltigen Stadt Freude und Spaß gemacht. Heute
empfand ſie, wo ſie ſich allein und fremd unter dem
Strome der haſtenden, aus dem Zug ausgeſtiegenen
Paſſagiere befand, eine große Angſt und Unſicherheit.
Wohin ſollte ſie ſich wenden? Zögernd blieb ſie ſtehen
und ſah ſich hilflos um. Dreiſte Blicke trafen ſie. Worte,
die ſie nicht verſtand, tönten an ihr Ohr. Sie haſtete
nach dem Warteſaal.
Darf ich Sie begleiten, Fräulein? Ein bartloſer,
junger Menſch mit übernächtigem Geſicht ſtand neben
ihr und muſterte ſie unverſchämt.
Mit einer Gebärde des Abſcheus hatte ſie ſich
abge=
wandt und war nach dem Ausgang gegangen, um dort
in die erſte beſte Droſchke zu ſteigen, die ſie fand. Den
Plan, auf dem Bahnhof ein paar Stunden zu warten,
bis die Zeit etwas vorgeſchritten ſei, gab ſie auf. Selbſt
auf die Gefahr hin, daß Joachims Haus noch geſchloſſen
war, machte ſie ſich auf den Weg. Es litt ſie hier nicht
länger.
Lange dauerte die Fahrt in dem winterlichen
Mor=
gen. Durch zum Teil nach nächtlich dunkle Straßen, über
taghell erleuchtete Plätze, durch halbverſchneite Anlagen,
über Brücken, ſchier endloſen Häuſerreihen entlang, die
alle einander zu gleichen ſchienen, führte der Weg.
Endlich hielt die Droſchke.
Sie ſtand vor dem Hauſe, in dem Joachim wohnte,
ſtand mutterſeelenallein, und der ein feuchtes Gemiſch von
Schnee und Regen vor ſich hertreibende Sturm eiß an
ihren Kleidern. Der Kutſcher hatte, nachdem er abgelohnt
worden war, ſeine Droſchke gewandt und war
fortge=
fahren.
Suchend gingen ihre Augen über die geſchloſſene
Tür. Sie wagte gar nicht, die Klinke niederzudrücken.
Da fiel ein Lichtſchein durch das Schlüſſelloch. Die Türe
ward geöffnet und pfeifend trat, ein Laternchen vorn an
der Bruſt befeſtigt, mit einem Korbe auf dem Rücken,
ein Bäckerjunge heraus. Er hatte eben friſche Semmeln
in das Haus gebracht.
Wolln Sie rin? fragte er. Zur Hüblern? Die wohnt
hier, det ſtimmt, hatte er auf ihre Frage geantwortet.
Dann war ſie langſam und vorſichtig tappend, die
drei Stockwerke in dem fremden Hauſe emporgeſtiegen.
Auf gut Glück hatte ſie oben an einer Tür geklingelt.
Das alte Weiblein, das ihr geöffnet hatte, hatte zwar
brummend beſtätigt, daß Herr Doktor Leerſen hier
wohnte, war aber im übrigen recht unfreundlich geweſen.
Aber wie erlöſt war ſie ſich trotzdem vorgekommen, als ſie
endlich vor Joachims Türe ſtand. Ihre Füße verſagten
ihr beinahe den Dienſt.
Nun war Frau Hübler, Joachims Wirtin, aber von
einer rührenden Beſorgnis. Sie hatte ſehr bald den
ver=
ſprochenen Wärmſtein gebracht, hatte Chriſta warm
einge=
hüllt in ein großes türkiſches Tuch und dafür geſorgt,
daß gar bald heißer Kaffee und geſchmierte Brötchen auf
dem Tiſch ſtanden.
Im Ofen hullerte und knatterte ein wahres kleines
Höllenfeuer und erfüllte den einfachen, aber ſehr
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lichen Raum, der einſt des ſeligen Steueraſſiſtenten gute
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Näheres Expedition,
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. Oktober 1912.
Nummer 231.
Luftfahrt.
* Der erſte Tag der Berliner Herbſt=
Flugwoche, die am Sonntag auf dem Flugplatze
Johannisthal begann, wurde durch den ſteifen böigen
Oſtwind ſehr beeinträchtigt. Von den 35 zugelaſſenen
Fliegern ſtarteten nur 9 Teilnehmer, die ſich zum größten
Teil um den Dauerpreis bewarben, während nur zwei,
Krüger und Keidel, zu dem Geſchwindigkeitswettbewerb
aufſtiegen. Die beſte Leiſtung des Tages im
Dauerwett=
bewerb erzielte der junge Wright=Flieger Sedlmayer,
der auf einer alten Wright=Schulmaſchine mit 42 Ps.
Kör=
ting=Motor ſich 52 Minuten lang, trotz des böigen
Win=
des, in der Luft hielt. Außer ihm flogen in dieſer
Kon=
kurrenz noch Fokker auf einem Eindecker eigenen Syſtems
24 Minuten, der Altmeiſter Grade auf ſeinem Eindecker
11 Minuten, Friedrich (A. F.=G. Taube) 10 Minuten, Hild
(Dorner=Eindecker) 5 Minuten und Stoeffler (L. V. G.=
Eindecker) 4 Min. — Im Geſchwindigkeitswettbewerb
erzielte Leutnant Krüger auf einem Harlan=Eindecker mit
100 Ps. Argus=Motor mit 10 Min. 25 Sek. die beſte Zeit.
Leider mußte er aber disqualifiziert werden, da er die
7,5 Kilometer außerhalb des Flugplatzes aufgeſtellte
Wendemarke nicht vorſchriftsmäßig umflogen hatte. Der
Rumpler=Pilot Keidel, der ebenfalls in dem
Geſchwindig=
keitswettbewerb ſtartete, brauchte auf ſeiner Rumpler=
Taube mit 100 PS. Argus=Motor 11 Minuten 19 Sek., um
die Strecke zurückzulegen.
* Einen Höhenweltrekord für
Flug=
maſchinen mit drei Paſſagieren ſtellte auf dem
Flug=
platze Teltow Ingenieur, Sablatnik mit dem neuen
Bom=
hard=Pfeil=Doppeldecker auf, indem er ſeinen Flug bis
auf 1120 Meter Höhe ausdehnte.
* Die däniſche Ballonfahrt an der auch
mehrere deutſche Ballonführer beteiligt waren, gewann
Ingenieur Gericke=Berlin, der Sieger des letzten
Gor=
don=Bennett=Rennens mit dem Ballon „Continental II‟.
indem er von Kopenhagen aus über den Großen Belt nach
Deutſchland fuhr und nach Zurücklegung von 440
Kilo=
meter bei Genthin glatt landete. Die Fahrtdauer betrug
20 Stunden. Zweiter wurde Ballon „Leipzig” (Führer
Wolff), der bei Stendal landete und 398 Kilometer
zurück=
legte; Dritter Ballon „Otto Lilienthal” (Führer
Fre=
gattenkapitän Seidelin), der auf Laaland nach einer
Fahrt von 162 Kilometern niederging.
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Grunewald.
Puch=
hof=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn R.
Haniels Montblanc (T. Rice), 2. Reichsanwalt (Spear),
3. Salomo (Evans). Tot. 59:10. — Preis von Neuſtadt;
6200 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Frhrn. von Reiſchachs
Die Letzte (Shurgold), 2. Frühwach (Gagelmann), 3.
Vorſpiel (Spear). Tot. 36:10. — Fauſt=Handikap; 13000
Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herren A. und C. v.
Wein=
bergs Orkade (Fox), 2. Lombardei (Evans), 3. Oregon
(Raſtenberger). Tot. 78:10. — Deutſches Saint=Leger;
40000 Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Frhrn. S. und A.
v. Oppenheims Royal Blue (Archibald), 2. Pelleas (Fox),
3. Matterhorn (Lane). Tot. 22:10. — Feuerſtein=Rennen:
5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Hrn. R. Haniels
Brach=
vogel (Rice), 2. Methuſalem (Spear), 3. Qui Vive
(Evans). Tot. 102:10. — Preis von Weil; 5000 Mark,
Diſtanz 1800 Meter: 1. Frhrn. S. und A. v. Oppenheims
Jor (Archibald), 2. Perilla (Fox), 3. Maſter (Shurgold).
Tot. 46;10. — Weltmann=Handikap; 5000 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Herrn A. v. Kaullas Rowdie (Shurgold),
2. Baſalt II (H. Teichmann), 3. Animato (Fox). Tot.
27110.
Rennen zu Leipzig. Pleiße=Jagdrennen; 2600
Maxk, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn H. Thiemes Cara
(* Kmatzſch), 2. Sturmwind II (Th. Baſtian), 3.
Sa=
r m (Weishaupt). Tot. 88:10. — Elſter=Preis; 6300
ärk, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn R. Waughs Ria
Hlejnik), 2. King Baſalt (Schläfke), 3. Gaboriau (
Bre=
derecke). Tot. 36:10. —Leipziger StiftungsPreis; 20000
Mark, Diſtanz 1350 Meter: 1. Herrn R. Haniels
Turm=
falke (W. Bullock), 2. Hofwarpnir (Schläfke), 3. Sirene
(Oleijnik). Tot. 22:10. — Johannapark=
Hürdenhandi=
kap; 10000 Mark, Diſtanz 3400 Meter: 1. Herrn R. von
Tresckows Luchs (Streit), 2. Obenhinaus (Printen), 3.
Triglav (Brederecke). Tot. 46:10. — Franz Kind=Rennen;
Ehrenpreis und 4700 Mark. Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn
W. Thiedes Germania II (Schläfke) —2. Malateſta (
Mül=
ler), —2. Gernot (W. Bullock). Tot. 27110. — September=
Jagdrennen; 3500 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn.
Miezes Chauri (Kuttkejr), 2. Hacklers Beauty (Martin),
3. Sweet=Pippin (Talecke). Tot. 72:10.
Rennen zu Breslau. Maiden=Rennen der
Zweijährigen; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn
O. Trauns Rottraut (Cleminſon), 2. Kondor (
Wedge=
wood), 3. Third Ace (Blades). Tot. 35:10. — Preis der
Schneekoppe; 4000 Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1. Herrn
R. Waughs Moslem (Mac Farlane), 2. Steps (
Wedge=
wood), 3. Haſcham (Cleminſon). Tot. 23:10. — Kynaſt=
Jagdrennen; Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 3500
Meter: —1. Herrn E. v. Buddenbrocks Ritterſchlag (Lt.
v. Reinersdorf), —1. Graf Seydlitz=Sandreckis
Haar=
künſtler (Leutn. v. Buddenbrock), 3. Landesvater (Leutn.
v. Lütken). Tot. 13:10. — Vergleichs=Handikap; 3000 M.,
Diſtanz 1200 Meter: 1. Graf Seydlitz=Sandreckis
Impera=
tor (Cleminſon), 2. Vagabund (Blades), 3. Vilja
(Benſch). Tot. 33:10. — Fürſt Hohenlohe=Rennen; 7000
Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Dr. Lemckes Nuſcha (
Cle=
minſon), 2. Stradella (Blades). Tot. 13:10. — Preis
von Hoppegarten; 3000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Hrn.
P. Pakheiſers Miß Quick (Wedgewood), 2. Hab mich
lieb (Edler), 3. Abdul (Blades). Tot. 52:10. — Preis
von Breslau; Ehrenpreis und 1500 Mark, Diſtanz 3200
Meter: 1. Major v. Kayſers Menneval (Beſ.), 2. Scherz
(Leutn. v. Reinersdorff), 3. Bonten (Beſ.). Tot. 46:10.
Rennen zu Neuß. Herbſt=Hürden=Rennen: 2000
Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn E. v. Bennigſens
Pelzmaus (E. Francke), 2. Fabius Cunctator (R. Francke),
3. Lamhult (Dyhr). Tot. 161:10. — Weißenberg=
Flach=
rennen; 4000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn W.
Blatts Eilbote (Kühl), 2. Paradox (E. Francke), 3.
Bu=
diſſin (Miſchon). Tot. 26:10. — Suermondt=Jagdrennen;
Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Herrn
Reimanns Lichtenſtein (Lt. Frhr. v. Berchem) 2. Diana
(Herr Purgold), 3. Erbſchaft (Leutn. v. Moßner). Tot.
49:10. — Niederthor=Hürden=Rennen; 3500 Mark, Diſtanz
2800 Meter: 1. Herrn Fröhlichs Roſette IV (Leiner), 2
Afoncroft (Mew), 3. Beau Manoir (Hofmann). Tot.
119110. — Dürener Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 5000
Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn J. Erkens Scotch
Glee (Leutn. v. Moßner), 2. Little Ben (Leutn. Knel),
3. Chicard (Leutn. Frhr. v. Berchem). Tot. 65 110.
Noveſium=Jagdrennen; 10000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Herrn Baduins Morena (Hoffmann), 2. Grunewald
(Dyhr), 3. Queenborough (Mew). Tot. 51:10. — Hars
Meer=Flachrennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz
2800 Meter: 1. Stall Hollands Sharper (Leutn. Kneel),
2. Pinion (Mr. Anthony), 3. Highland Fling (Herr
Pur=
gold). Tot. 41:10.
Die deutſche Expedition nach Peſt war am
erſten Tage erfolglos. Von den beiden in der
ungari=
ſchen Hauptſtadt befindlichen deutſchen Pferden Hendred
und Granat lief Hendred am Samstag unter Jockei F.
Bullock in dem Monorer=Preis, hatte aber nichts mit dem
Ausgang zu tun. — Großes Herbſt=Handikap der
Zwei=
jährigen; 12600 Kronen, Diſtanz 1500 Meter: 1. Herrn A.
Drehers Nikolaus (Varga), 2. Graf M. Arco=Zinnebergs
Spleen (Sas), 3. Herrn A. v. Pechys Lump (Ferguſon).
Tot. 162:10. — Herbſt=Verſuchs=Rennen; 12 200 Kronen,
Diſtanz 1100 Meter: 1. Mr. Adriens Fabel (Janek), 2.
Herrn V. Mautner von Markhofs Finom Rozſi (Korb),
3. Fürſt Hohenlohe=Oehringens Landluft (Shaw). Tot.
157110. — Am Sonntag mußte ſich der Ard=Patrick=Sohn
Granat im Saint=Leger mit einem mäßigen vierten Platz
begnügen. Der Graditzer Granat beſtach bei der Parade
für das 75000 Kronen=Rennen von allen Kandidaten am
meiſten. Trotzdem wurde im Wettmarkt gegen ihn 811
ge=
legt, während Lord Firebrand 1¾11 als Favorit vor dem
Oeſterreichiſchen=Derby=Sieger Kokoro mit 311 und deſſen
Stallgeführten Bony mit 1011 notierte. Nach dem Start
führte Maraſeczi vor Granat und Jacquemart. Nach 800
Metern ging Jacquemarts Pacemacher Marat an die
Spitze vor Bony, Jacquemart, Maraſeczi und Granat.
Auwinkel wurde bald nach dem Start niedergebrochen
angehalten. Als dann Marat ſeine Führerrolle
ausge=
ſpielt hatte, übernahm nach 1800 Meter Bony die Spitze
vor Lord Firebrand. Im Einlauf verſuchten Kokoro und
Granat mit den beiden vorderen Pferden aufzuſchließen,
doch war Granat gleich darauf geſchlagen und vermochte
nur noch mühevoll den vierten Platz gegen Jacquemart
zu verteidigen. Baron S. Uechtritz’ Boni (Janek) ſiegte
leicht mit 2½ Längen gegen Lord Firebrand (Ferguſon),
dem nach 2 Längen Kokoro (Gulyas) als Dritter folgte.
Erſt etwa 10 Längen zurück kam Granat (F. Bullock) als
Vierter ein. Tot. 33:10.
* Radſport. Der Große Herbſt=Preis von
Hannover über 100 Kilometer kam am Sonntag zum
Austrag. Im erſten Lauf über 26 Kilometer gab es
einen ſchönen Kampf zwiſchen Linart und van Neck, den
ſchließlich Linart zu ſeinen Gunſten entſchied. Den
zwei=
ten Lauf über 80 Kilometer gewann Linart vor dem ſich
zuerſt tapfer wehrenden van Neck, der aber dann durch
Defekte zurückfiel. van Gent und Louis vermochten ſich
nicht zur Geltung zu bringen. Der Deutſche
Flieger=
wettkampf ſah Schürmann, Oſtermeier, Otto Mayer und
Wegener am Start, die ſich in dieſer Reihenfolge
pla=
zierten. Das Tandem=Rennen gewann Oſtermeier=
Großmann vor Wegener=Brehmer. Die Reſultate waren:
1. Lauf, 20 Kilometer: 1. Linart 15111:04, 2. van Neck
210 Meter, 3. van Gent 2020 Meter, 4. Louis 5100 Meter
zurück. 2. Lauf, 80 Kilometer: 1. Linart 59:25:04, 2. van
Neck 3250 Meter, 3. van Gent 8950 Meter, 4. Louis 19600
Meter zurück.
Großer Preis von Köln. Großer Preis von
Köln, 100 Kilometer: 1. Walthour 1113:02, 2.
Scheuer=
mann 940 Meter, 3. Günther 6380 Meter, 4. Guignard
24650 Meter zurück. — 60 Kilometer=Rennen der B=Klaſſe;
1. Lauf, 20 Kilometer: 1. Kraft 15.45, 2. Zeißler, 3. Kallen
4. Bunſch. 2. Lauf, 40 Kilometer: 1. Kraft 33:24,3,
2. Kallen 1780 Meter, 3. Zeißler 2830 Meter, 4. Bunſch
3600 Meter zurück. Geſamtklaſſement: 1. Kraft, 2. Kallen,
3. Zeißler, 4. Bunſch.
Der Deutſche Rennfahrer=Verband
ver=
anſtaltete am Sonntag in Leipzig ſeine diesjährigen
Verbandsrennen. Robl=Erinnerungspreis, 100
Kilometer: 1. Dickentman 1112:35,2, 2. Schipke, 3.
Kjeld=
ſen, 4. Demke, A. Vanderſtuyft geſtürzt. Prämienfahren:
1. Lorenz, 2. Finn, 3. Techmer. Vorgabefahren: 1.
Tech=
mer, 2. K. Müller.
Rennen auf der Berliner Olympiabahn.
Großer Herbſt=Preis; 1. Vorlauf, 20 Kilometer: 1. Mauß
15:55,1, 2. Hoffmann 1490 Meter, 3. Rudel 1620 Meter,
4. Bieglas 3440 Meter, 5. Nowack 5070 Meter. 2.
Vor=
lauf, 20 Kilometer: 1. Nettelbeck 15:38,2, 2. Jenske 1840
Meter, 3. Sellmayer 4570 Meter, 4. Herm 3470 Meter.
3. Vorlauf, 20 Kilometer: 1. Saldow 16:04,4, 2. Amort
720 Meter, 3. Rocke 3470 Meter, 4. Nowotnick 3520 Meter,
5. Schön. 4. Vorlauf, 20 Kilometer: 1. Didier 14:43,
2. Riesner 2010 Meter, 3. Pitſch 2400 Meter, 4. Pohle 2620
Meter, Leutert geſtürzt. Hoffnungslauf, 10 Kilometer:
1. Jenske 8:03,1. Unpl.: Amort, Riesner, Hoffmann.
Endlauf, 1. Stunde: 1. Leon Didier 79,920 Kilometer,
2. Nettelbeck 79,140 Kilometer, 3. Saldow 74,410
Kilo=
meter, 4. Mauß 72,920 Kilometer, Jenks aufgegeben.
Radrennen zu Dresden. Ein 25 Kilometer=
Dauerrennen gewann Thomas in 18 Min. 26 Sek. vor
Ebert, Eſſer und Pawke, und im 50 Kilometer=Rennen
ſiegte Ebert in 34 Min. 4,6 Sek. vor Thomas, Pawke und
Eſſer. Von den Fliegerrennen gewannen Henry Mayer
und Neumer je zwei, und zwar Mayer das Hauptfahren
und das kleine Vorgabefahren, Neumer das
Prämien=
fahren und das große Vorgabefahren
Bei den Radrennen in Zürich hatte der
Berliner Janke einen Erfolg zu verzeichnen, da er das
Halbſtundenrennen mit 37,130 Kilometern vor Böſchlin
mit 36,150, Hall mit 35,600 und Miquel,mit 34,700
Kilo=
metern gewann. Ueber 10 Kilometer ſiegte Böſchlin in
der Rekordzeit von 7 Min. 55,2 Sek., Miquel 30,
Janke 150. Ueber 20 Kilometer gewann Hall in der
Rekordzeit von 15 Min. 15,1 Sek. vor Miquel 400, Janke
1600 und Böſchlin. Im Hauptfahren ſiegte Dörfflinger
vor Ritzenthaler und Hönes.
Die Pariſer Buffalobahn brachte als
Hauptnummer in Stundenmatch mit Tandemführung
zwiſchen Oktave Lapize und Marcell Berthet. Das in
ſehr ſchnellem Tempo gefahrene Rennen endete mit dem
Siege von Lapize, der mit 50,935 Km. einen neuen
Stunden=Weltrekord aufſtellte. Ein weiteres Ereignis
bildete der Große Preis der U. V. F. In den
Zwiſchen=
läufen ſiegten Ellegaard vor Schilles und Jaquard,
Pouchois vor Vedrine und Martin und endlich Moretti
vor Dupré und Charron. Den Endlauf gewann
Elle=
gaard leicht mit zwei Längen vor Moretti und Puchois.
Das Troſtfahren landete Dupré mit einer Länge vor
Schilles und Jaquard und das Prämienfahren Rouſſeau
vor Appelhans und Dupont.
Radrennen in Brüſſel. Der Brüſſeler
Spor=
ting=Palace brachte am Samstag ein 100 Kilometer=
Rennen ohne Führung in drei Läufen von 20, 30 und 30
Kilometern zur Entſcheidung. Vanhouwaert zeigte ſich
ſeinen Konkurrenten überlegen und gewann alle drei
Läufe. Im erſten Lauf ſiegte er nur um Reifenſtärke
gegen Egg, 3. Aierts 1 Lg., 4. Charron ½ Lg., 5. Lamon
2 Lg., 6. Leviennois 1 Lg. zurück. Das Geſamtklaſſement
ſtellt ſich wie folgt: 1. Vanhouwaert 3 Punkte, 2. Egg
7 Punkte, 3. Charron 11 Punkte, 4. Leviennois 14 Punkte.
*: Die Berliner Fußballmeiſterſchaftsſpiele brachten
am Sonntag den Favoriten auf der ganzen Linie
Er=
folge. Vorwärts und Hertha lieferten bor einer großen
Zuſchauermenge ein ſchnelles Spiel, das Vorwärts mit
311 zu ſeinen Gunſten entſchied. Viktoria=Union
liefer=
ten ſich einen ebenbürtigen, ſchnellen Kampf, den die
beſſere Stürmerreihe von Viktoria mit 3322 gewann.
Preußen gewann nach völlig überlegen geführtem Spiele
mit 611 (3:0) über Alemannia. Das einzige Tor für
Alemannia fiel eine Minute vor Schluß aus dem
Ge=
dränge. — Tasmania zeigte gegen den Berliner
Ball=
ſpiel=Klub gutes Können, unterlag aber dem beſſeren
Gegner mit 1:4 (122). — Britannia hatte ihren erſten
Sieg in dieſer Saiſon zu verzeichnen. — Minerva wurde
durch irrtümliche Entſcheidungen des Schiedsrichters
deprimiert und verlor mit 133, nachdem die Seiten mit
03 gewechſelt worden waren. — Erwähnenswert iſt der
Sieg Concordia mit 210 (1:0) über Berolina. Der
ehe=
malige internationale Torwächter von Concordia, Ch.
Schmidt, zeigte bei dem letzten Spiel vor ſeinem
Weg=
gang nach Süddeutſchland glänzendes Können. S. C.
Charlottenburg=B. S. C. 411 (131), Weißenſee=Union
Potsdam 4:2 (0:2), Tennis, Boruſſia=Rapide 311 (110),
Viktoria Spandau=Union Oberſchöneweide 333 (122),
Cymbria=S. C. des Weſtens 222 (1:1).
* Hockey=Spiele. Die abermalige Begegnung des
Berliner Hockey=Klubs in dieſer Saiſon mit Preußen
er=
gab wiederum einen leichten Sieg nach
abwechſelungs=
reichem Kampfe des Berliner Meiſters mit 8:4 (3:0).
* Die letzten Konkurrenzen des Berliner Herbſt=Lawn=
Tennis=Turniers, das der Berliner Lawn=Tennis=
Tur=
nier=Klub auf den Grunewald=Plätzen veranſtaltete, ſind
nun auch entſchieden. Das offene gemiſchte Doppelſpiel
gewannen Gräfin von der Schulenburg=Bölling mit
6:2. 6:4 gegen Fräulein Müller=Boeck=Lawn. Das
ge=
miſchte Doppelſpiel mit Vorgabe wurde von Fräulein
Schellenberg=Kühne (—15) gegen Fräulein Schulz=Aeneas
— ¼) mit 6:4, 7.5 gewonnen.
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Vorſpiel in 1 Aufzug.
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K. Weſtermann
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Hagen Tronje . Johann. Heinz
Dankwart, deſſen
Bruder .
Volker, der
Spiel=
mann=
Gerenot, Brüder Emil Kroczak
Giſelher, d. Königs Frz. Schneider
Siegfried
. H. Baumeiſter
Ute, die WitwelMinna Müller=
König Dankwarts) Rudolf
Kriemhild, ihre
Tochter . . . . Ilſe Berka
Zweite Abteilung:
Siegfrieds Tod.
Trauerſpiel in 5 Aufzügen.
Perſonen:
König Gunther . Kurt Ehrle
Hagen Tronje . Johann. Heinz
. Guſtav Semler
Dankwart
. K. Weſtermann
Volker
. Emil Kroczak
Gerenot .
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Donnerstag, 3. Okt. 21. Ab.=
Vorſt. A 6. Die Nibelungen.
Zum erſten Male wiederholt::
Dritte Abteil.: „Kriemhilds
Rache‟. Kleine Preiſe. An,
fang 7½ Uhr.
Freitag, 4. Okt. 22. Ab.=Vorſt.
D 5. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Die ſchöne Helena.”
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Samstag, 5. Okt. 23. Ab.=Vſt.
C 6. „Wilhelm Tell” (
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ſpiel). Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Woog, am 30. September 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,58 m.
Luftwärme 80 C.
Waſſerwärme vorm. 7½ Uhr 100C.
Woog=Polizei=Wache.
Vorgen
Beginn
der Spielzeit 1912/13
Eröffnungs-Spielplan
Mias Kawera
Drahtseil-Akt.
The 6 little girls
Tanz- u. Gesangs-Ensemble
Trio Chlarotto
Musikal-Akt.
Georg Kaiser
Humorist.
Les Aubert’s
Mod. Tänze. (20445
Bolf Holba
Manipulator.
Olga Gregg u. Sheffield
Humor. Scene „In der Bodega‟.
Moderne Lichtspiele
Kinematogr. Berichterstattung.
Num. Parkett bei
Hugo de Waal, Rheinstr. 14.
Telze u. Varerk. wishak.
Ab Dienstag, 1. Oktober
Grosses
Manchner Ctoberrest
Herrlich dekoriertes Lokal in hessischen und bayrischen Nationalfarben.
Echte Münchner Weißwürste. Nürnberger Schweinswürstl am Roast.
Bayrische Leberwürste mit Kraut.
Jeden Abend Auftreten des humor. Gesang-, Tanz-, Possen- u. Schuhplattler-Ensembles
„Die Boarischen‟
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in prachtvoller oberbayrischer Nationalgebirgstracht.
Dir.: Herke-Mohrmann.
Urfidele Bierstimmung.
Der fidele Seppl, das „Urviech‟
bekannt von der Tiroler-Truppe Michl Häpp.
Zur Aufführung gelangen:
Chorgesänge, Terzette, Duette, bayer. Bauerngesänge,
Gebirgs-Szenen, kernige Schuhplattler, Dreier-Tanz.
Streng dezentes Familienprogramm.
Wochentags Anfang 7½ Uhr, Sonntag Anfang 4 Uhr.
Eintritt stets frei.
Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein
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A. Holz, Inhaber.
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findet sich in Keller und
Boden so mancher, noch gut
brauchbarer Gegenstand, der
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[ ← ][ ] Schnell- und Eilzüge rote Ziffern.
Schnellzüge mit * zuschlagspflichtig.
Schnellzüge mit f nur I. und II. Klasse
und zuschlagspflichtig.
T bedeutet Triebwagen.
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Beilage zum
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Druck und Verlag
der L. C. Wittich’schen Hofbuchdruckerei
in Darmstadt.
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Tagblatt
(175. Jahrgang)
verbunden mit
Wohnungs-Anzeiger
und dem
IIIustrierten Unterhaltungsblatt.
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in Darmstadt und Umgebung.
Bestes Insertionsorgan.
Inseraten-Annahme:
Rheinstrasse 23 und
Bessungerstrasse 47;
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NB! Es verkehren auf der Strecke Reinheim-Reichelsheim und umgekehrt die mit” bezeichneten Züge nur Samstags und Montags, sowie an Darmstädter Zuchtviehmarkttagen
und am a. Januar 191; dle mit berelehneten Tüge nur Werktags die mit 1 verelehneten Tüge nur vonn- und Feiertags.
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Ausserdem wird an folgenden durch Tafeln bezeichneten Punkten gehalten: Luisenplatz, Neokarstrasse, Exerzierplatz, Neues Schiesshaus, Möllers Brauerei.
Die mit bezeichneten Züge fahren nach dem Ubungsplatz.
Eberstadt-Darmstadt-Arheilgen.
Arheilgen-Darmstadt-Eberstadt.
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An Waldfriede, Rennbahn, Oktroihäuschen an der Weinbergstrasse sowie Martinsmühle halten die Züge nach Bedarf.
Pfungstadt- Eberstadt und zurück.
Pfungstadt ab: Fet 420 548 6r 74 39 1034 1140 1255 218 3u 512 630 715 815 845 1010 §§ 1132 Eberstadt an: 2ags125g 443 555 645 748 840 1042 1148 103 526 335 520 638 719 §§ 822 852 1048 *§ 1140 Eberstadt ab:
§525 503 2 660 M. 915 mn. 1214 124 304 3t 615 fer= 750 §§ 830 933 1111 fat s
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A Nur Werktags ab 1. April. 1 Nur Werktags. Nur Sonn- und Feiertags.
Nur Montags und am 76. u. 27. Dez., 2. Jan. und 22. u. 25. März.