Darmstädter Tagblatt 1912


25. September 1912

[  ][ ]

Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annonen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Geſtern früh 4 Uhr iſt im Hotel Römerbad in Baden=
weiler
, wo er ſeit einigen Wochen zur Kur weilte, der
deutſche Botſchafter in London, Frei
herr Marſchall von Bieberſtein ge=
ſtorben
.
Der Finanzausſchuß der bayeriſchen Abgeord=
netenkammer
hat den Loſtzterievertrag
mit Preußen mit allen gegen 3 Stimmen an=
genommen
.
Die Urteilsverkündung im Prozeſſe
Borchardt=Leinert wurde auf Samstag, den
28. September, nachmittags 1 Uhr, vertagt.
In Kiln=Sülz und Klettenberg erkrankten etwa
20 Perſonen an Fleiſchvergiftung. Ein elf=
jähriger
Knabe iſt bereits geſtorben.
Wie aus London gemeldet wird, wird der Proſpekt der
neuen chineſiſchen Zehnmillionenan=
leihe
Ende dieſer Woche ausgegeben. Der Zinsfuß
beträgt 5 Prozent, der Kurs 95.

Ein Jahr Tripoliskrieg.

** In dieſen Tagen jährt ſich der Beginn der ita=
lleniſchen
Tripolisaktion, deren Ende angeblich nahe be=
voörſteht
. Angeregt durch das Vorgehen Frankreichs in
Marokko, glaubte Italien die Zeit für gekommen, wo es
ſeine vermeintlichen Anſprüche auf Tripolis geltend
machen müſſe, um nicht in Nordafrika ganz leer auszu=
gehen
. Anfang September 1911 meldeten römiſche Blät=
ter
, daß zwiſchen Italien und der Türkei Verhandlungen
ſchwebten, wonach letztere Tripolis unter Beibehaltung
der Souveränität des Sultans gegen eine Entſchädigung
an Italien abtreten ſolle. Von türkiſcher Seite wurden
alle dieſe Wünſche entſchieden zurückgewieſen, da über
das Schickſal von Tripolis allein die Türkei zu beſtim=
men
habe. Noch Mitte September wurde von
offiziöſer römiſcher Seite erklärt, daß Italien niemals
gegen die Türkei kriegeriſche Abſichten hege, aber die
Pforte traf doch gewiſſe Maßnahmen zur Sicherung ihres
afrikaniſchen Beſitzes. Wie berechtigt das war, zeigte die
Mobiliſierung der italieniſchen Flotte und eines Teils
der Armee. Schon am 27. September kam ein italieni=
ſches
Geſchwader vor Tripolis an, und gleichzeitig ward
der Pforte ein Ultimatum überreicht, daß ſie ſich mit der
Beſetzung von Tripolis durch die Italiener einverſtanden
erkläre. Natürlich mußte die Türkei dieſes Anſinnen
entſchieden ablehnen, und Italien erklärte infolgedeſſen
am 29. September den Krieg. Deutſchland
übernahm den Schutz der Italiener in der Türkei und der
Türken in Italien.
Das Vorgehen der italieniſchen Flotte im Joniſchen
Meere erregte in Oeſterreich Anſtoß, weshalb dort die
Aktion aufgegeben wurde, dagegen begann alsbald die
Blockade von Tripolis, das die Italiener am 5. Oktober
beſetzten, was dann auch mit den meßſten übrigen feſten
Küſtenplätzen im Laufe der Zeit geſchah. Italien glaubte
ſchon auf Grund dieſes Erfolges berechtigt zu ſein, die
Annektion des ganzen tripolitaniſchen Wilajetzs und der
Cyrenaika am 5. November ausſprechen zu können, was
ſehr voreilig war und die Ausſichten auf eine baldige
Beendigung des Krieges ungünſtig geſtaltete. Die Tür=
kei
proteſtierte denn auch lebhaft gegen dieſen einſeitigen
Schritt, während ſich die Mächte vorläufig abwartend
verhielten. Am 23. Februar dieſes Jahres gelangte das
Annektionsdekret in der italieniſchen Kammer und Tags
darauf im Senat unter begeiſterten Kundgebungen, wozu
eigentlich kein rechter Anlaß vorlag, zur Annahme. Noch
war Tripolis längſt nicht erobert, nur der ſchmale Küſten=
ſtrich
war in den Händen der Italiener, und wenn dieſe
auch ab und zu einen kleinen Erfolg erzielten, ſo ſind ſie
doch noch nicht weiter in das Innere des Landes hinein=
gedrungen
.
Zur See waren die Italiener anfangs ſehr rührig.
Sie blockierten die türkiſche Küſte, bombardierten ab und
zu einen Platz, beſetzten eine Reihe von Iieln im Ae=
gäiſchen
Meere und zeigten nicht übel Luſt zu einem An=
griff
auf die Dardanellen, deren Eingangsforts ſie am
18. April beſchoſſen und in die ſie ſpäter eine kühne Er=

kundungsfahrt wagten. Die Gegner, die Türken, verhielten
ſich, abgeſehen von den Arabern in Tripolis, welche den
Italienern viel zu ſchaffen machten, ziemlich paſſiv, ſie
ſparten ihr Pulver, für das ſie zur Bekämpfung der Un=
ruhen
im eigenen Lande eine weit beſſere Verwendung
hatten, und vertrauten den Italienern gegenüber auf die
bewährte Hilfe Allahs. Sie übten Revanche durch Aus=
weiſung
der Feinde und durch wirtſchaftliche Schädigung
derſelben. Die Fortdauer des Krieges verurſacht den
Türken viel weniger Koſten und Mühen als ihren Geg=
nern
und den unbeteiligten fremden Staaten, deren Han=
delsverkehr
ſtark beeinträchtigt wird und die deshalb an
der baldigen Beendigung des Krieges ein lebhaftes Inter=
eſſe
haben.
Wie ſchon geſagt, macht die von den Italienern voreilig
ausgeſprochene Annektion von Tripolis dem Friedens=
ſchluſſe
große Schwierigkeiten. Italien hat auf den tür=
kiſchen
Beſitz in Afrika ebenſo wenig Rechtsanſpruch wie
Frankreich auf Marokko und England auf Aegypten, und
ſein Vorgehen iſt von der öffentlichen Meinung Europas
ſcharf verurteilt worden, aber in der Politik geht ja Macht
vor Recht, und einen gewiſſen Erfolg wird Italien un=
zweifelhaft
davontragen. Ob freilich alle ſeine Wünſche
in Erfüllung gehen werden, iſt eine andere Sache, denn
von einer Beſiegung des Gegners kann nach dem Ver=
laufe
dieſes erſten Kriegsjahres keine Rede ſein.
Die Friedensausſichten haben ſich in den letzten
Tagen wieder verſchlechtert.

Ein Vergleich der Großkampfſchiffe im
Mittelmeer.

* Von fachmänniſcher Seite ſchreibt man der Voſſ.
Ztg.:
Die franzöſiſche Preſſe begleitet die Verlegung ihrer
Linienſchiffe von Breſt nach Toulon mit Drohungen gegen
Italien, gelegentlich auch gegen Italien und Oeſterreich
zuſammen. Dieſe Mächte ſollen ſich nicht beikommen
laſſen, den Franzoſen im Mittelmeer Schwierigkeiten zu
machen, ſonſt würde man andere Saiten aufziehen. Iſt
Frankreich in der Lage, dieſen Mächten gegenüber die
erſte Geige zu ſpielen? Es wird viel Unfug getrieben
mit dem Namen Dreadnought. Die Bedeutung
dieſer zuerſt von England 1905 gebauten Schiffsklaſſe be=
ſteht
darin, daß die Schiffe eine ſehr große Beſtückung
mit ſchweren Kanonen aufweiſen. Bis 1905 führten die
Linienſchiffe aller Völker nur 4 Rieſengeſchütze von etwa
30 Zentimeter Kaliber. Ein Dreadnought (18000 Tonnen)
erhielt dagegen 10 Rieſengeſchütze, und die neueſten
Ueber=Dreadnoughts, von etwa 25000 Tonnen,
erhalten 12, ja in Italien ſogar 13 Rieſenkanonen. Solche
Dreadnoughſts, jetzt meiſt Großkampfſchiffe ge=
nannt
, beſitzt Frankreich noch nicht; denn ſeine
6 Schiffe der Dantonklaſſe führen noch nach der alten Art
je 4, zuſammen alſo nur 24 Kanonen; mithin ſo viel Ka=
nonen
wie zwei moderne Dreadnoughts. Stellen wir die
im Bau befindlichen Schiffe, die bis 1913 und 1914 fertig
werden, zuſammen, ſo ergibt ſich folgendes Bild:
Frankreich Italien Oeſterreich
1913
2
. . 2
1914
6
.. 4
Dieſe Schiffe werden im nächſten Jahr an Rieſen=
geſchützen
führen: Frankreich 48, Italien 77 und Oeſter=
reich
48. Fügen wir die 24 Geſchütze der franzöſiſchen
Dantonklaſſe hinzu, ſo weiſt Frankreich 72 große Geſchütze
gegenüber 77 italieniſchen auf. Rechnen wir dazu die
48 der Oeſterreicher, ſo ſind das 125 Kanonen. Was ſol=
len
alſo die Drohungen der Franzoſen?

Deutſches Reich.

Eine Reiſe des Kaiſers an die
Riviera? Wie aus Nervi berichtet wird, verlautet
dort, daß der Kaiſer im Januar einen längeren Auf=
enthalt
an der Riviera zu nehmen gedenke. Der Kaiſer
und ſeine Familie ſollen auf dem Seeweg in Genua ein=
treffen
und in Nervi Wohnung nehmen.
Die Frage der Fleiſchnot wird, wie der
Berl. Lok.=Anz. mitteilt, andauernd von den maßgebenden
Inſtanzen der Reichsregierung erörtert. Dieſe Inſtanzen
betrachten ſie als eine der wichtigſten Angelegenheiten, mit
denen die Regierungen ſich zu beſchäftigen haben. Dem=
eniſprechend
vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Kon=
ferenzen
über die Frage ſtattſinden. So hat der Reichskanz=

ler Montag über dieſe Frage konferiert, während gleich=
zeitig
im Reichsamt des Innern eine Sitzung in derſelben
Angelegenheit abgehalten wurde. Die Schwierigkeit der
Materie verzögert den Abſchluß der Verhandlungen. End=
gültige
Entſcheidungen liegen noch nicht vor.
Bayern und der Lotterievertrag
mit Preußen. Der Finanzausſchuß der bayeriſchen
Kammer der Abgeordneten, der ſich von neuem mit dem
an ihn zurückverwieſenen Lotterievertrag mit Preußen
beſchäftigte, hat in der Schlußabſtimmung den Lotterie=
vertrag
mit allen gegen die 3 Stimmen der Sozialdemo=
kraten
angenommen.
Zum Fall Hildebrand ſchreibt die Köln.
Ztg.:
Gerhard Hildebrand, der frühere Parteigänger Nau=
manns
und ſpätere Solinger Genoſſenredakteur, wurde
endgültig aus der Partei ausgeſchloſſen, weil ihm der
Klaſſenkampf nicht der Ideale höchſtes iſt, weil er in ſeinem
Buche Erſchütterung der Induſtriepolitik Anſchauungen
über Bauernpolitik, Kolonien, Heer, Flotte und Schutzzoll
vertreten hat, vor denen es dem unentwegten Marxiſten,
namentlich, wenn er das Buch nicht kennt oder nicht ver=
ſteht
, graut. Die angebliche Partei der Forſchungsfrei=
heit
hat ſich mit der Verurkeilung Hildebrands ſelbſt ver=
leugnet
, ſie kann mit der Behauptung, daß unter ihrem
Schutze Kunſt und Wiſſenſchaft gedeihen können, nicht län=
ger
trebſen gehen. Sie hat gezeigt, daß ſie die wiſſen=
ſchaftliche
Forſchung nicht mehr vertragen kann, daß ſie
ſie fürchtet. Um wieder einmal ſeit Calwers Zeiten an
einem Forſcher ein Exempel zu ſtatuieren, hat man Hilde=
brand
ausgeſchloſſen; man wollte dadurch die reviſio=
niſtiſchen
Männer der Wiſſenſchaft warnen, und ſchon
morgen kann einem von ihnen das gleiche Schickſal er=
eilen
, wenn er einen Dittmann als Ankläger hat. Die
Maßregelung Hilbebrands war der einzige ernſtliche
Zuſammenſtoß zwiſchen Radikalen und Reviſioniſten
während der ganzen Dauer des Parteitages Man kann
jedoch nicht von einer Kraſtprobe zwiſchen beiden reden.
Die Reviſioniſten fochten in der Hauptſache nur deshalb
an der Seite Hildebrands, weil ſie ihre grundſätzliche
Stellung für die Freiheit der Forſchung betonen wollten.
Der Frankf. Ztg. wird geſchrieben: In der geiſtigen
Erſtarrung, die ſich in ſolchen Verhandlungen offenbart,
liegt heute wohl der ſchwächſte Punkt der Sozialdemokra=
tie
. Sie verlangt von ihren Mitgliedern eine Uniformi=
tät
, die ſich ſelbſt auf die Phraſeologie des Einzelnen er=
ſtreckt
; es iſt gewiſſermaßen ein parteipolitiſches
Eſperanto, das hier herangezüchtet wird. Man muß ferner
nicht nur eine Maſſe von Gedankengängen anerkennen,
ſondern auch beſtimmte Ideen voranſtellen in der all=
gemeinen
Politik den Klaſſenkampf, bei einer Debaſie
über die Kriegsgefahr die Zuſpitzung auf den Kapitalis=
mus
Wer in dies Schema nicht paßt, dem braucht es
gewiß nicht zu gehen wie Hildebrand, aber das Leben
wird ihm ſchwer gemacht und wenn er nicht einflußlos
bleiben oder werden will. ſo muß er ſehr diplomatiſch
zu Werke gehen. Aus dieſer Uniformierungstendenz
ſchaut zugleich ein Maß von Spießerei heraus, das hin=
ter
dem irgend einer anderen Partei kaum zurückſteht.
Die Sozialdemokratie will die Köpfe revolutionieren,
aber dann muß ſie die Parteidiskuſſionen nicht nur er=
tragen
, ſondern wünſchen.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſſche Delegation begann am
Montag in Wien ihre Beratungen. Die Zugänge zum
ungariſchen Miniſterium, wo die Delegation tagt, ſind
von den ungariſchen Poliziſten beſetzt. Zehn Mitglieder
der Oppoſition, die in der Delegation nicht vertreten ſind,
vermochten ſich trotzdem Eingang zu verſchaffen, die
übrigen Oppoſitionellen blieben vor dem Toreingang
zurück. Als die Sitzung begann, proteſtierte Graf Michgel
Karolyi von der Galerie aus gegen die ungeſetzliche De=
legationstagung
. Die übrigen Oppoſitionellen auf der
Galerie ſchloſſen ſich dem Proteſt an. Im Saal erſchollen
heftige Entrüſtungsrufe. Die Oppoſitionellen verließen
ſchließlich unter fortwährenden Proteſtrufen den Saal.
Hierauf konſtituierte ſich die Delegation. Die zehn Oppo=
ſitirnellen
wurden auf der Straße von ihren Freunden
mit Eljenruſen empfangen. Am Dienstag mittag ſollte
die Verleſung der Thronrede in der Delegation ſtatt=
finden
.
Italien.
Das Lebensverſichdrungsmonopol.
Laut Meldung eines Mailänder Blattes hält die ita=
lieniſche
Regierung an den Beſtimmungen des Geſetzes
feſt, das eine Entſchädigung der Privatverſicherungsge=
ſellſchaften
anläßlich der Einführung des Lebensverſiche=
rungsmonopols
verweigert. Sie will aber jenen Geſell=
ſchaften
, die ihre Porteſeuilles der neu gegründeten ſtaat=
lichen
Verſicherungsanſtalt abtreten, in der Höhe der Ab=

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

löſungsſumme eine Art Entſchädigung bieten. Indeſſen
ſeien die Unterhandlungen erſt mit einer einzigen Geſell=
ſchaft
mit Erfolg zu Ende geführt worden.
Frankreich.
Ausländiſches Pulver. Anläßlich des An=
kaufs
von etwa 50 Tonnen ausländiſchen Pulvers durch
das franzöſiſche Marineminiſterium ſchreibt der Temps:
Die Marineverwaltung, welche in Frankreich kein gutes
Geſchützpulver erlangen konnte, mußte ſich an das Aus=
land
wenden. Eine ſolche Lage hat jedenfalls etwas
ganz ungewöhnliches an ſich. Eine der beiden Abteilun=
gen
der nationalen Verteidigung wird auf dieſe Weiſe
behufs Verwendung ihrer Kampfmittel dem Ausland
tributpflichtig und iſt ſowohl bezüglich des Preiſes wie
der Lieferungsmenge dem Belieben des Auslandes preis=
gegeben
. Dabei weiß die Marineverwaltung nicht ein=
mal
, ob das Pulver, das man ihr liefern wird, für ihre
Geſchütze geeignet iſt und ob man nicht mit allen Vor=
arbeiten
und Verſuchen, die für die Marineartillerie be=
reits
vorgenommen worden ſind, von neuem wird be=
ginnen
müſſen. Es iſt keine Uebertreibung, wenn wir
ſagen, daß man gegenwärtig im Marineminiſterium
nicht weiß, ob unſere Schiffe für den Fall eines Krieges
mit der erforderlichen Munition ausgerüſtet werden
können.
Die Verhandlungen mit Spanien. Wie
das Echo de Paris berichtet, kehrt der franzöſiſche Bot=
ſchafter
in Madrid, Geoffray auf ſeinen Poſten zurück
und wird alsbald neue Beſprechungen mit Garcia Prieto
haben. Er dürfte auch eine Zuſammenkunft mit Cana=
lejas
haben, in der äußere, etwa noch vorhandene Streit=
punkte
in den Verhandlungen beſprochen werden. Die
Frage der Internationaliſierung von Tanger wird von
dem anderen Geſprächsſtoff getrennt behandelt werden,
ſo daß die Beſprechungen beſchleunigt werden können.
In kurzer Zeit ſollen auch beſondere Beſprechungen zwi=
ſchen
den Kabinetten von Paris, Madrid und London
ſtattfinden.
England.
Die chineſiſche Anleihe. Wie das Reuter=
ſche
Bureau erfährt, wird der Proſpekt der neuen chine=
ſiſchen
Zehnmillionenanleihe Ende der Woche ausgegeben.
Zunächſt werden nur 5 Millionen aufgelegt. Der Zins=
fuß
beträgt 5 Prozent, der Ausgabekurs 95. Die Anleihe
iſt in 40 Jahren amortiſierbar. Die Erträge der Anleihe
werden zur Rückzahlung der beſtehenden Anleihen, zu
Verwaltungsreorganiſationen und zu werbenden Anlagen
verwandt.
Türkei.
Beſchwerde über die Haltung Monte=
negros
. Den Blättern zufolge beauftragte die Pforte
ihre Botſchafter, bei den Mächten über die Haltung Mon=
tenegros
Beſchwerde zu führen, welches die Maliſſoren
unterſtütze und ihre Verwundeten in den ſtaatlichen
Hoſpitälern pflege, um ſie dann wieder zu bewaffnen
und auf ottomaniſches Gebiet zu ſchicken. Die Mächte
michten Montenegro ernſtliche Ratſchläge erteilen, widri=
genfalls
die Pforte jede Verantwortung ablehne.
China.
Maßnahmen in der Mongolei und in
Tibet. Daily Telegraph meldet aus Peking: Der neue
Miniſter des Aeußern Liang=Mengtuang und Präſident
Yuanſchikai beſchloſſen, energiſche Schritte bezüglich der
Mongolei und Tibet zu unternehmen. Die Regierung
ſchlägt vor:
1. In Petersburg zu ermitteln, wie hoch die der
Mongolei gewährten Anleiheſummen ſind. 2. Aufs ſtrengſte
gegen den heimlichen Einmarſch der Ruſſen in die Mongo=
lei
zu proteſtieren. 3. Die Grenzgarniſon Mandſchuria
bedeutend zu verſtärken und die Gouverneure der Mand=
ſchurei
anzuweiſen, die Zahl der in der Mandſchurei be=

findlichen ruſſiſchen Truppen genau feſtzuſtellen. 4. Alle
Waffen und Munition in der Mandſchurei, Mongolei und
Turkeſtan zu beſchlagnahmen. Bezüglich der Grenze von
Tibet und Birma ſchlägt die Regierung vor: 1. Stärkſten
Proteſt gegen die dauernde Beſetzung des ſtrittigen Grenz=
bezirkes
ſeitens der Engländer einzulegen. 2. Den Vize=
könig
von Indien von den vorgekommenen Verletzungen
des Vertrages ſeitens britiſcher Untertanen Mitteilung
zu machen, die Waffen über die indiſche Grenze nach
Tibet geſchafft haben. 3. Den chineſiſchen Kommiſſau
in Lhaſſa zu beauftragen, den chineſiſchen Zollbeſtim=
mungen
an der tibetaniſchen Grenze ſtrengſte Geltung zu
verſchaffen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 25. September.

Eine Monographie Darmſtadt.
* In dem Beſtreben, die Richtlinien der kommunalen
Entwickelung für einzelne deutſche Städte von kundiger
Hand zeichnen zu laſſen, hat Erwin Stein, Generalſekre=
tär
des Vereins für Kommunalwirtſchaft und Kommunal=
politik
, eine Sammlung Monographien deutſcher Städte‟
herauszugeben begonnen, die im Verlag Gerhard Stal=
ling
, Oldenburg i. Gr., erſcheinen. Für das Jahr 1912
kommen dabei Städte wie Berlin, Munchen, Magdeburg
in Frage; als einer der nächſten Bände erſcheint die
Monographie Darmſtadt
Die Monographien des Städteweſens behandeln je=
weils
für eine Stadt die weſentlichen Grundzüge der Ent=
wickelung
des kommunalen Lebens, die Finanz= und die
Steuerverhältniſſe, Einwohnerzahl und ſoziale Struktur
der Bevölkerung, Grundbeſitz und Bodenverhältniſſe,
ſoziale und hygieniſche Fragen, Armenweſen, öffentliche
Fürſorge, die kommunale Technik, kurz alles, was für die
Betätigung der Stadtverwaltung überhaupt in Frage
kommt. Beſonders hervorzuheben ſind dabei diejenigen
Einrichtungen und Veranſtaltungen, die als neue Merk=
ſteine
auf dem langen Wege der kommunalen Betätigung
auserſehen ſind; Maßnahmen, die beſonders wertvolles
und auch für andere Gemeinweſen beachtenswertes Er=
fahrungsmaterial
bieten. Dabei ſollen aber auch, natür=
lich
kurz, Organiſation und Ergebniſſe älterer kommuna=
ler
Inſtitutionen und Einrichtungen geſchildert werden,
damit ſich ein vollſtändiges, abgerundetes Bild von Kom=
munalwirtſchaft
und Kommunalpolitik der betreffenden
Stadt ergibt.
Die Monographie Darmſtadt hat ſeitens
des Oberbürgermeiſteramtes in Darmſtadt und der Stadt=
verwaltung
weitgehende Unterſtützung erfahren, derge=
ſtalt
, daß ſämtliche maßgebenden Männer der Stadtver=
waltung
und andere angeſehene Perſönlichkeiten die ein=
zelnen
Kapitel geſchrieben haben. Es kommen im ein=
zelnen
folgende Beiträge in Frage: Die Löſung der Darm=
ſtädter
Verkehrsfragen. Von Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing. Die Beſtrebungen für Jugendfürſorge
und Jugendwohlfahrt in Darmſtadt. Von Bürgermeiſter
Mueller. Städtiſcher Grundbeſitz und Bebauungs=
pläne
. Von Großh. Beigeordneten Baurat Jäger.
Städtiſche Bauten. Darmſtadt als Gartenſtadt. Von
Stadtbaurat Buxbaum. Die ſtädtiſchen Betriebe.
Von Großh. Beigeordneten Ekert. Die Wohnungs=
aufſicht
und ihre Erfolge. Die Baupolizei und das öffent=
liche
Wohl. Von Stadtbaurat Steinberger. Die
Ableitung und Verrieſelung der ſtädtiſchen Abwäſſer.
Von Stadtbaurat Keller. Entwickelung des Stadt=
bildes
. Von Pfarrer D. Dr. Diehl. Die Großh. Hof=
bibliothek
. Von Hofbibliothek=Direktor Dr. Schmidt.
Darmſtadts Waldungen. Von Geheimerat Wil=
brand
. Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglings=
fürſorge
. Von Regierungsrat Piſtor. Das Großh.
Haus= und Staatsarchiv. Von Dr. Dieterich, Großh.
Haus= und Staats=Archivdirektor. Die Großh. Heſſiſche
Landes=Baugewerkſchule in Darmſtadt. Von Hauptlehrer
und Architekt Hans Becker. Gewerbliche und kunſt=
gewerbliche
Verhältniſſe der Stadt Darmſtadt. Von
Redakteur M. Streeſe. Das Darmſtädter Schul=
weſen
. Von Profeſſor Kiſſinger. Das Landes=
muſeum
. Von Dr. A. Feigel. Die Darmſtädter
Hochſchule. Von Profeſſor G. Wickop. Die Entwick=
lung
des ſtädtiſchen Volksbibliotheksweſens. Von Stadt=
bibliothekar
Noack. Die Darmſtädter Keramiſche
Manufaktur. Von Prof. Scharvogel. Das Darm=
ſtädter
Muſik= und Theaterleben. Von Redakteur Han=
nemann
. Die Künſtlerkolonie auf der Mathilden=
höhe
. Von Redakteur M. Streeſe. Darmſtadt
als Pflegeſtätte moderner Kunſt. Von Kunſtmaler Prof.

Adolf Beyer. Die Waſſerverſorgung von Darmſtadt.
Von Waſſerwerksdirektor Rudolph. Die Gasver=
ſorgung
Darmſtadts. Von Gaswerksdirektor. Wilh,
Friedrich.
Es braucht nicht beſonders betont zu werden, daß
bei der weitgehenden Berückſichtigung, die die induſtriel=
len
und kunſtgewerblichen Fragen in dieſer Monographie
finden, das Werk für ganz Heſſen von größtem Intereſſe
ſein wird. Der Grundſatz, dieſe Darſtellung nur von er=
fahrenen
, in der Praxis ſtehenden Männern ſchreiben zu
laſſen, hat der Monographienſammlung ſchon in der kur=
zen
Zeit des Erſcheinens bei den Stadtverwaltungen und
Induſtriewerken ſehr viel Freunde verſchafft.

* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
iſt am Dienstag vormittag 10¾ Uhr aus
Viernheim wieder im Jagdſchloß Wolfsgarten ein=
getroffen
(Darmſt. Ztg.)
* Ernannt wurden der Finanzamtsgehilfe Louis
Stein zu Nidda zum Finanzamtsgehilfen bei dem
Finanzamt Nidda, der Schreibgehilfe Hieronymus
Schnellbacher zu Höchſt i. O. zum Finanzamts=
gehilfen
bei dem Finanzamt Höchſt und der Schreib=
gehilfe
Adam Voländer zu Worms zum Finanz=
amtsgehilfen
bei dem Finanzamt Homberg, ſämtlich vom
1. Oktober an.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
zum 20. September d. J. dem evangeliſchen
Oberpfarrer und Dekan des Dekanats Lauterbach Fritz
Schmidt zu Schlitz das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Ver=
dienſtordens
Philipps des Großmütigen.
* Hoftrauer. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
haben wegen des Ablebens Ihrer Königl. Hoheit der
Infantin Maria Thereſia von Spanien
Prinzeſſin Ferdinand Maria von Bayern, eine Hof=
trauer
vom 23. bis einſchließlich 30. September d. Js.
angeordnet.
* Zollamtsperſonalien. Im Namen des Deutſchen
Kaiſers mit Ermächtigung Sr. Königl. Hoheit des Groß=
herzogs
und nach Vernehmung des Ausſchuſſes des
Bundesrats für Zoll= und Steuerweſen wurde der
Reviſionskontrolleur Finanzaſſeſſor Georg Sertb zu
Mainz den Königlich Preußiſchen Hauptzollämtern Cleve,
Crefeld, Duisburg, Emmerich, Kaldenkirchen, Neuß und
Weſel als Stationskontrolleur mit dem Wohnſitz in
Crefeld vom 1. Oktober 1912 ab beigeordnet,
* Prüfungskommiſſionen. Die Prüfungskommiſ=
ſion
für die Prüfung der Aſpiranten zum Staatsdienſt
im Medizinalfach für das Jahr 1912 beſteht aus:
1. Großh. Miniſterialrat Geheimerat Beſt zu Darmſtadt
als Vorſitzenden, 2. Großh. Geheimen Obermedizinalrat
Dr. Hauſer zu Darmſtadt, 3. Großh. Obermedizinalrat
Dr. Balſer zu Darmſtadt, 4. Großh. Obermedizinalrat
Profeſſor Dr. Heil zu Darmſtadt, 5. Großh. Direktor
der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt Medizinalrat Dr.
Bieberbach zu Heppenheim und 6. Großh. Kreisarzt
Geheimen Medizinalrat Dr. Lehr zu Darmſtadt als
Mitgliedern. Die Prüfungskommiſſion für die Prü=
fung
der Aſpiranten zum Staatsdienſt im Veterinär=
fach
für das Jahr 1912 beſteht aus: 1. Großh. Mini=
ſterialrat
Geheimerat Beſt zu Darmſtadt als Vor=
ſitzenden
, 2. Großh. Geheimen Obermedizinalrat Dr.
Hauſer zu Darmſtadt, 3. Großh. Geheimen Obermedi=
zinalrat
Profeſſor Dr. Lorenz zu Darmſtadt, 4. Großh.
Obermedizinalrat Profeſſor Dr. Heil zu Darmſtadt,
5. Schlachthofdirektor Veterinärrat Dr. Garth zu Darm=
ſtadt
und 6. Großh. Kreisveterinärarzt Dr. Beiling zu
Mainz, als Mital dern.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte in
ſeiner geſtrigen Sitzung gegen den am 17. Mai 1871 ge=
borenen
geſchiedenen Gelegenheitsarbeiter Georg Mül=
ler
aus Eppertshauſen wegen Totſchlags. Der mit 21
Vorſtrafen behaftete Angeklagte iſt beſchuldigt, am 13.
Mai den Arbeiter Andreas Karl vorſätzlich getötet und
die Tat ohne Ueberlegung ausgeführt zu haben. Ver=
treter
der Anklagebehörde iſt Staatsanwalt Dr Leoni,
Verteidiger Rechtsanwalt Geißner. Der Angeklagte
gibt zunächſt eine Schilderung der Vorgänge, die ihn zu
der Tat veranlaßten. Der Getötete ſei mit ſeiner Frau
in Beziehungen getreten, als er längere Zeit im Gefäng=
nis
geſeſſen hatte. Am 12. Mai habe ihm ſeine Frau die
Wohnung verboten, da Karl gedroht habe den Angeklag=
ten
zu töten, wenn er ihn treffe. Er ſei daraufhin ge=
gangen
. Als er mit Bekannten durch die Straßen ging,
ſei ihm der Karl begegnet; die Bekannten hätten ihm ge=
ſagt
, Karl hätte gedroht, er wolle Müller totſchlagen, da
habe er nur geſagt, der müßte einmal tüchtig verhauen
werden. Am Abend des 13. Mai ſei er am Maindamm
bei einer Schiffsſchaukel geweſen und ſeine Tochter habe

Selbſtregiment in einer deutſchen
Mädchenſchule.

C) Selbſtverwaltung in der Schule iſt beſonders in
Amerika vielfach durchgeführt worden und hat dort
ſo gute Früchte getragen, daß man auch bei uns Verſuche
in dieſer Richtung angeſtellt hat. Während es ſich nun
in den Vereinigten Staaten immer um Schulen handelt,
die von Knaben und Mädchen gemeinſam beſucht wer=
den
, war die Selbſtregierung in Deutſchland zunächſt
nur in Knabengymnaſien eingeführt worden. Den
erſten Verſuch, die Selbſtverwaltung auch in Mäd=
chenſchulen
zu erproben, machte die Oberlehrerin M.
Heinzmann in einer Lübecker Schule, und ſie
berichtet über ihre Erfahrungen und Reſultate in der
von Profeſſor Wychgram herausgegebenen Zeitſchrift
Frauenbildung Sie hält die Selbſtregierung bei
Mädchen faſt für noch nötiger als bei Knaben. Mäd=
chen
ſind nur zu geneigt, ſich lediglich als Individuen
zu fühlen und nicht als Glieder einer großen Kette. Der
Gemeinſchaftsſinn, das Zuſammengehörigkeitsgefühl iſt
bei ihnen nicht ſo ſtark entwickelt wie beim Knaben. Aber
gerade deshalb kommt es meiner Anſicht nach darauf an,
in ihnen das Bewußtſein zu wecken, daß ſie nicht nur
für ſich auf der Welt ſind, ſondern Mitglieder eines gro=
ßen
Gemeinweſens, das den Einzelnen natürlich Rechte
verleiht, aber auch Pflichten auferlegt.
Im vorigen Jahre begann die Verfaſſerin nun ihren
Verſuch, den ſie längere Zeit durchführte, mit einer dazu
beſonders geeigneten Klaſſe. Ich hatte außerordentlich
temperamentvolle Mädchen vor mir, die ſich durch ihre
ausgelaſſene Wildheit häufig ihr Zeugnis verdarben.
Tadel und Strafen hatten wenig gefruchtet. Da ver=
ſuchte
ich es mit der Selbſtverwaltung mir lag daran,
den Ueberſchuß an Kraft in die richtigen Bahnen zu
lenken. Ich ſuchte die Schülerinnen dafür zu erwärmen
ſund den Wunſch in ihnen lebendig zu machen, ſich ſelbſt
zu regieren, ſich ſelbſt in Diſziplin zu halten. Mein Vor=
ſchlag
wurde mit Begeiſterung aufgenommen. Es wurde
genau beſtimmt, was die verſchiedenen Beamtinnen zu
tun hätten. Die Kinder fanden mancherlei heraus, woran
ich roch gar nicht gedacht hatt:. Im allgemeinen han=

elte es ſich um die üblichen Aemter, die ſonſt vom Lehrer
verteilt werden. Dann wurde zur Wahl geſchritten,
und zu meiner Ueberraſchung wurden die Elemente
gewählt, die als größte Unruheſtifter in der Klaſſe be=
kannt
waren. Aufpaſſerin vor der Stunde wurde ein
kleines Mädchen, das gern lange ſchlief und daher öfter
zu ſpät kam. In den Pauſen hatten zwei die Aufſicht,
die bekannt waren wegen ihres Tobens und Laufens.
Eine von ihnen war eine ſitzengebliebene Schülerin, die
im Ordnungszeugnis Ungenügend gehabt hatte. Auch
von den ſogenannten Muſterſchülerinnen wurden einige
gewählt, um für Ordnung im Klaſſenſchrank zu ſorgen.
Dann wurden mit den Kindern gemeinſam die Stra=
fen
feſtgeſetzt, wobei die Schülerinnen durchweg härtere
Strafen verlangten als die Lehrerin. Bei großer Ver=
geßlichkeit
ſollten Gedichte auswendig gelernt werden:
wenn eine Schülerin dauernd nicht ſtill ſäße, ſollte ſie 10
Minuten während einer Unterrichtsſtunde ruhig ſtehen
(d. h. die Kinder ſelbſt ſchlugen eine volle Stunde vor,
was ich dann auf 10 Minuten reduzierte). Wer Papier
oder Apfelſinenſchalen in die Klaſſe oder auf den Hof
würfe, ſolle 8 Tage mittags nach Schulſchluß die Papier=
ſtücke
auf dem Hof aufſammeln. Wer dauernd lärme,
ſolle eine Arbeit ſchreiben über Selbſtbeherrſchung oder
Schulordnung oder ähnliches. Auch geſchichtliche Themen
wurden vorgeſchlagen. Nun wünſchten die Kinder noch
eine höchſte Strafe feſtzuſetzen, falls ſich jemand einmal
ganz ſchlimm vergangen habe. Es wurde Ausſchluß
von der Klaſſengemeinſchaft vorgeſchlagen auf 8 Tage.
Als ich ihnen das als viel zu hart verwies, ließen ſie die
Hälfte ab. Aber auch das erſchien mir zu viel und ſo
einigten wir uns auf einen Vormittag. Dieſe Strafe
ſollte aber nur bei ſchweren Fällen verhängt werden
und nur mit meiner Genehmigung. Das iſt der berühmte
Klaſſenbann, der in Lübeck ſo viel böſes Blut geſetzt hat.
Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dieſe Strafe
ſelbſt vorzuſchlagen.
Die Einrichtung bewährte ſich vortrefflich; ſchon die
erſten Beamtinnen ſorgten für Ordnung und Diſziplin,
und gerade die Mädchen, die früher im Anſtiften von
Dummheiten Führerinnen geweſen waren, wurden es
nun in der Durchführung der neuen Geſetze. Alle vier
Wochen iſt Neuwahl der Beamtinnen und freie Aus=

ſprache. Im allgemeinen ſind die Kinder ſtolz darauf,
von ihren Kameradinnen gewählt zu werden. Ich habe
häufiger von Schülerinnen den Wunſch äußern hören,
wenn ſie doch auch mal drankämen. Ein ſehr lebendiges
Kind, das ſich dringend gewünſcht hatte, ein Amt zu be=
kommen
, war allerdings ſchon nach 8 Tagen in heller Ver=
zweiflung
. Sie könne die Klaſſe nicht in Ruhe halten,
klagte ſie. Als wir unterſuchten, woran es denn läge,
ſtellte ſich heraus, daß ſie ſelbſt immer den meiſten Lärm
machte bei ihren Verſuchen, Ruhe herzuſtellen. Die
Klaſſe verſprach darauf, ihr zu helfen. Zu einem glän=
zenden
Reſultat iſt’s allerdings nie gekommen. Aber
eins hat ſie wenigſtens gelernt: daß das Regieren durch=
aus
nicht leicht iſt. Als nach vier Wochen eine andere
gewählt wurde, gab ſie ſich die größte Mühe, dieſer ihr
Amt leicht zu machen. Schülerinnen, die ſich etwas
hatten zuſchulden kommen laſſen, wurden von ihren
Gefährtinnen mit Vorliebe gewählt. Man wollte ihnen
gleichſam Gelegenheit geben, ſich zu rehabilitieren. Ein=
mal
hatten zwei Mädchen, ohne die übrige Klaſſe einzu=
weihen
, in der Turnſtunde Knallerbſen geworfen. Dieſe
beiden Uebeltätcrinnen wurden nun bei der Neuwahl
einſtimmig gewählt, um dafür zu ſorgen, daß kein Unfug
gemacht wurde. Mit größerer Energie und Umſicht
haben wohl ſelten zwei ihres Amtes gewaltet, als dieſe
beiden. Als wirkſames Mittel, die Klaſſe im Zaum
zu halten, erwies ſich auch das Aufſchieben einer Strafe.
Zwei Schülerinnen hatten ſich geſchneeballt und ſollten
eine Stunde nachſitzen. Es wurde Erlaß der Strafe ver=
ſprochen
, wenn die Beamtinnen dafür ſorgen würden,
daß in den nächſten vier Wochen nichts wieder vor=
komme
. Das geſchah. Und die Klaſſe war glücklich über
dieſe Leiſtung.
Die Verfaſſerin hält die Selbſtverwaltung für ein
treffliches Mittel, ſtarke, temveramentvolle Naturen, die
unter dem reinen Zwang leicht zu Anführern werden
gegen alles, was Ordnung und Geſetz heißt, zu Hütern
des Rechts zu machen, ihren Ueberſchuß an Kraft, ihren
Drang nach Freiheit in die rechten Bahnen zu lenken.
Es handelt ſich hier meiſt um Naturen, die in der Schule
über die Stränge ſchlagen, die dem Lehrer nicht beauem
ſind, aus denen aber im Leben oft die tüchtigſten Men=
ſchen
werden .

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 3.

bei ihm geſtanden. Da habe er geſehen, wie der Karl
ſeiner Tochter eine tüchtige Ohrfeige gegeben. Darüber
ſei er ſo aufgeregt geworden, daß er blindlings auf Karl
losgeſtochen. Es ſei ihm ſehr leid, daß Karl den Verletz=
ungen
erlegen ſei, er habe auch nicht die Abſicht gehabt,
ihn totzuſtechen, doch in dem Augenblick habe er nicht ge=
wußt
, was er tat. Er ſei der Meinung geweſen, Karl
wolle ſich auch gegen ihn wenden. Einige Zeugen be=
kunden
, daß Karl vor dem 13. Mai wiederholt geäußert
habe, er würde dem Müller den Hals durchſchneiden. Faſt
alle Zeugen haben dieſe Reden des großſprecheriſchen Karl
nie für ernſt genommen, und ebenſo wohl der Angeklagte
nicht. Faſt übereinſtimmend wird bekundet, daß Müller
ſeine Familie ſehr vernachläſſigt hat, ſie trotz reichlichen
Verdienſtes der Armenpflege hat anheimfallen laſſen. Ja,
in einem Falle legte er eine ſehr lohnende Arbeit nieder,
aals die Armenverwaltung Anſprüche auf einen kleinen
Teil dieſes Lohnes ſtellte. Erſt als die Frau ſah, daß ſie
auf Unterſtützung von ihrem Mann nicht mehr rechnen
könne, ließ ſie ſich auf ein Verhältnis mit Karl ein. Die
Ehe der Eheleute Müller wurde auf Antrag der Ehefrau
im Jahre 1909 geſchieden und zwar wegen Ehebruch durch
die Frau. Karl und Frau Müller hatten nun beſchloſſen,
ihrem Verhältnis den legitimen Charakter zu verleihen
und die Ehe einzugehen. Der behördliche Dispens war
bereits erteilt und zur Zeit der Tat war auch ſchon das
Aufgebot beſtellt worden, ſo daß die Trauung in der
nächſten Zeit ſtattfinden ſollte. Hiervon hatte wohl der
Angeklagte, der geſchiedene Ehemann Müller, Kenntnis
erhalten und aus dem ſchon lange in ihm ſchlummernden
Haß reifte wohl dadurch der Vorſatz, Karl eins auszu=
wiſchen
. Zu dieſer Annahme berechtigt auch der Ausruf,
der von Zeugen kurz vor der Tat gehört wurde, als er
ſein Meſſer aus der Taſche zog: Hiermit wird er ge=
ſtochen
. Durch Zeugenausſagen wird auch bekundet, daß
der erſte Stich erfolgte, als Karl ihm den Rücken zudrehte.
Karl fiel nach dieſem Stich um und als er ſchon am Boden
lag, verſetzte er ihm noch drei Stiche.
Nach dem Gutachten des Medizinalrats Dr. Pfann=
müller
erfolgte der erſte Stich in den Rücken; dieſer
verurſachte nur eine Fleiſchwunde. Der zweite Stich traf
den Herzbeutel und die Lunge und war abſolut tötlich.
Eine Rettung ſei durch eine ärztliche Hilfe unmöglich ge=
weſen
. Ein weiterer Stich traf den Hals und verurſachte
außerordentlich ſtarke Blutungen. Der Verletzte erlag
bald nach ſeiner Einlieferung in das Krankenhaus dieſen
Verletzungen. Der Angeklagte wiſchte nach der Tat
ruhig ſein Meſſer ab ſteckte es in die Taſche und ergriff
die Flucht. Er wurde jedoch bald danach feſtgenommen.
Den Geſchworenen wurde vom Gericht die Frage nach
Totſchlag geſtellt, auf Antrag der Verteidigung die Fragen
nach Körperverletzung mit tödlichem Erfolg, ſowie nach
mildernden Umſtänden. Der Staatsanwalt plädierte für
Bejahung der Schuldfrage nach Totſchlag, da die Tat vor=
ſätzlich
geſchehen ſei. Mildernde Umſtände kämen nur in
Betracht, wenn der Angeklagte durch Mißhandlung eines
Angehörigen zu der Tat gereizt worden ſei. Davon könne
jedoch nicht die Rede ſein, denn Karl habe der Tochter
lediglich einen Stumpen oder einen Stoß gegeben, wozu
er obendrein berechtigt geweſen ſei, da Karl gewiſſer=
maßen
Vaterſtelle an dem Mädchen vertrat. Auch habe
er nach der Tat von einer derartigen Reizung nichts ge=
ſagt
, im Gegenteil habe er gleich nach der Tat geäußert,
dem Karl habe er es gegeben, wenn er noch nicht geſtorben
ſei, verrecke er heute noch; die Alte käme auch noch dran.
Der Verteidiger plädierte in erſter Linie für Körperver=
letzung
mit tödlichem Erfolg und auf jeden Fall für Be=
willigung
mildernder Umſtände.
Die Geſchworenen bejahten die Frage nach Totſchlag
und verneinten alle mildernden Umſtände. Das Gericht
verurteilte den Angeklagten nach dem Antrag des Staats=
anwalts
zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren
Ehrverluſt.
g. Strafkammer Die bereits mehrmals wegen Be=
trugs
vorbeſtrafte Max Hubert Ehefrau, früher in
Worms, jetzt in Grünſtadt, war vom Schöffengericht wegen
Betrugs zu 200 Mk. Geldſtrafe verurteilt worden. Sie
hatte als Eigentümerin eines Hauſes in Worms bei der
Brandverſicherungskammer einen Schadenerſatzanſpruch
von 180 Mark geltend gemacht, der auch nach einem
längeren Verfahren bewilligt wurde. Die Angeklagte
übertrug die Ausbeſſerung des Schadens einem Maurer=
meiſter
, der zunächſt 100 Mark dafür verlangte. Auf die
Bemerkung, daß dies zu viel ſei, ermäßigte er ſeine For=
derung
auf 80 Mark. Ein Beauftragter der Brandver=
ſicherungskammer
beſichtigte nach der Reparatur die Ar=
beit
und kam zu der Ueberzeugung, daß ſie mit 180 Marl
viel zu hoch bezahlt ſei. Die Verſicherung forderte darauf=

hin eine ſpezifizierte Aufſtellung der Ausgaben für die
Reparatur nebſt Belegen. Der Ehemann Hubert ſandte
nun im Namen ſeiner Frau ein Schreiben, in dem die
angeblichen Ausgaben aufgeführt wurden und eine Er=
klärung
dafür gegeben wurde, aus welchem Grunde die
Belege nicht mit eingeſandt werden können. Davon, daß
ſie ſich berechtigt glaubte, die verbleibende Summe als
Entſchädigung für eigenen Schaden zu behalten, wie die
Angeklagte in der Schöffengerichtsverhandlung angab,
war in dem Schreiben nicht die Rede. In der geſtrigen
Berufungsverhandlung vor der hieſigen Strafkammer be=
hauptete
die Angeklagte, ſie hätte dem Maurer 150 Mark
gegeben, während dieſer beeidigt, nur 80 Mark erhalten
zu haben. Auf Grund dieſer Zeugenausſage kommt das
Gericht zu einer Verwerfung der Berufung und beſtätio
die ſchöffengerichtliche Verurteilung zu 200 Mark
Geldſtrafe.
-g. Kriegsgericht. Der Kanonier Ferdinand Rocker
vom Artillerie=Regiment Nr. 61 hatte ſich geſtern wegen
Ungehorſams und Achtungsverletzung vor verſammelter
Mannſchaft vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion zu
verantworten. Der Angeklagte gehört zu der in Baben=
hauſen
ſtationierten Abteilung des Regiments. Bei
Schwimmübungen kam er einem Befehl des Unteroffiziers
nicht nach, anſcheinend weil er ihn überhört hatte. Darauf
gab der aufſichtsführende Offizier dem Unteroffizier auf,
den Rocker mit der Stange heranzuholen. Dieſem
Befehl kam der Unteroffizier nach, indem er den
Rocker wiederholt mit einer Stange anſtieß. Dabei
ſchluckte Rocker wohl mehrmals Waſſer, er ſtieg deshalb,
ohne auf den Befehl, im Waſſer zu bleiben, zu achten,
heraus und zog ſeine Kleider an. Als einige Zeit nach
dieſen Vorfällen vergangen war, wurde Rocker nochmals
aufgefordert, ins Waſſer zurückzugehen. Er kam jedoch
auch jetzt der Aufforderung nicht nach, ſondern antwortete
in ganz ungehöriger Weiſe. Der als Sachverſtändiger
zur Verhandlung geladene Arzt gibt an, daß der Ange=
klagte
aus ſtark epileptiſcher Familie ſtamme und auch
ſelbſt epileptiſch belaſtet ſei. Deshalb ſei wohl anzu=
nehmen
, daß er durch das Untertauchen im Waſſer in
ſtarke Erregung geraten ſei und für dieſen Ungehorſam
wohl nicht verantwortlich zu machen ſei. Aber für den
zweiten Vorfall ſei er voll verantwortlich, denn es ſei
bis dahin genügend Zeit zur Beruhigung vergangen ge=
weſen
. Die Mindeſtſtrafe für die dem Angeklagten zur
Laſt gelegten Straftaten beträgt 43 Tage Gefängnis, nur
wenn dieſe Tat durch einen Vorgeſetzten direkt oder in=
direkt
veranlaßt worden iſt, kann das Gericht unter dieſe
Strafe heruntergehen. Das Gericht erkannte den Ange=
klagten
wegen des zweiten Vorfalles für ſchuldig der
Achtungsverletzung und des Ungehorſams und verurteilte
ihn zu 4 Wochen ſtrengem Arreſt.
D Vom Großh. Hoftheater. Am Mittwoch, den 25.
September, geht zum zweiten Male in dieſer Spielzeit
Iphigenia in Aulis von Gluck in der von der
Eröffnungsvorſtellung bekannten Beſetzung in Szene,
(Abonnementsvorſtellung 14. Buchſt. A 4.) Die erſte Wie=
derholung
der Moliérekomödie George Dandin
iſt für Donnerstag angeſetzt. Der Bearbeiter und Neu=
dichter
des Werkes Carl Vollmöllr hat ſoeben in Wien
mit der Erſtaufführung ſeines Myſterienſpiels Das
Mirakel die vor 5000 Zuſehern in der Rotunde ſtatt=
fand
, einen ſenſationellen Erfolg errungen. Der Garde=
offizier
erſcheint am Freitag zum dritten Mal auf dem
Spielplan. Die erſte Operettenaufführung der diesjäh=
rigen
Spielzeit iſt für Sonntag, den 29. ds. Mts., ange=
ſetzt
. Offenbachs Die ſchöne Helena gelangt zur
Darſtellung. In dieſer Vorſtellung wird ſich Kapellmeiſter
Kleiber dem Darmſtädter Publikum vorſtellen.
Am Samstag gelangt anſtatt des Schauſpieles
Wilhelm Tell die Oper Tiefland zur Aufführung.
Anfang 7½ Uhr. Gewöhnliche Preiſe.
H. K. DDas Wahlrecht der Gewerbevereine zur Hand=
werkskammer
. Man ſchreibt uns: In die Kreiſe der heſſi=
ſchen
Gewerbevereine iſt eine erhebliche Beunruhigung
getragen worden durch eine Mitteilung des Bezirksver=
bandes
Mainz=Bingen im Gewerbeblatt Nr. 37, die auch
zum Teil durch die Tagespreſſe ging, wonach auf der
Ausſchußſitzung des Bezirksverbandes ein Referat er=
ſtattet
worden ſei, in welchem der Berichterſtatter auf den
letzten Jahresbericht der Handwerkskammer hinwies, aus
welchem hervorgehe, daß die Wahl zur Handwerkskam=
mer
erſchwert werden ſolle, indem beabſichtigt würde, das
Wahlrecht der Gewerbevereine zu ſtreichen. Dabei nahm
der Bezirksausſchuß dann die Reſolution an, wonach

das Wahlrecht der Gewerbevereine zur Handwerkskam=
mer
in der feſtgeſetzten Form wenigſtens erhalten bleiben
ſoll, wünſcht es aber weiter ausgedehnt auch auf ſolche
Gewerbevereine, deren Mitgliederzahl nicht zur Hälfte
aus ſelbſtändigen Handwerkern beſteht. Es iſt unverſtänd=
lich
, wie der Berichterſtatter im Bezirksverband Mainz=
Bingen annehmen konnte, das Wahlrecht der Gewerbe=
vereine
ſei gefährdet, da der Jahresbericht der Hand=
werkskammer
doch klipp und klar ausführt, daß für das
Wahlrecht der gewerblichen Vereinigungen und der Ge=
werbevereine
zum mindeſten zu fordern iſt, daß die Orga=
niſationen
zur Hälfte aus Handwerkern beſtehen, eine
zufällige Minderzahl von 12 Handwerkern dagegen
nicht ausſchlaggebend ſein ſoll, ſomit eine Erweiterung
der Beſtimmungen des Wahlrechts in ſich ſchließt, als ſie
die Gewerbeordnung heute vorſchreibt. Von einer Ein=
ſchränkung
oder gar einem Verluſt des bisherigen Wahl=
rechts
kann ſomit keine Rede ſein. Die Handwerkskam=
mer
verlangt nach wie vor das Wahlrecht auch für die
Gewerbevereine in genau dem Umfang, den die Gewerbe=
ordnung
im § 103a bezeichnet hat und mit der vorgenann=
ten
Erweiterung. Die Angelegenheit iſt nicht etwa von
ſeiten der Handwerkskammer aufgerollt worden, ſondern
von ſeiten des Verbandes Deutſcher Gewerbevereine, der
einen weitergehenden Antrag an die Regierung richtete
und zu dem ſich die Handwerkskammer amtlich zu äußern
hatte; ein Antrag, der letzten Endes dahin führen würde,
daß unter Umſtänden auch ſolche gewerblichen Korpora=
tionen
das Wahlrecht erhalten könnten, die 12 Hand=
werker
als Mitglieder aufzuweiſen hätten. Die Gewerbe=
ordnung
hat deshalb aus guten Gründen als Wahlkörper
von den Korporationen nur ſolche anerkannt, deren Mit=
gliederzahl
zur Hälfte aus Handwerkern beſteht. Mag
für Norddeutſchland in Einzelfällen, in denen ein ungün=
ſtiges
Wahlrecht vorhanden, ein beſſeres erſtrebenswert
ſein, die Heſſiſche Handwerkskammer darf es aber nicht
abhalten, ihre Stellungnahme aus den Verhältniſſen im
eigenen Lande zu beurteilen. Die Fachvereinigungen
und die Gewerbevereine alle, mit einer Ausnahme, haben
das Wahlrecht und haben es auch ausgeübt, ſoweit ſie die
Vorbedingungen Einreichung der Beſtandsliſten uſw.
erfüllt hatten. Sofern alſo Gewerbevereine zur Hand=
werkskammer
nicht gewählt haben, iſt es ihre eigene
Schuld, da ſie den Termin für Einreichung der Beſtands=
liſten
für die Wahlen verſäumt haben und deshalb das
Wahlrecht nicht ausüben konnten, nicht etwa aber aus an=
deren
Gründen.
* Der Beſuch der Ausſtellung Der Menſch.
Faſt mit jedem Tag hat die Zahl der Beſucher zur
Ausſtellung Der Menſch in Darmſtadt zugenommen.
Namentlich waren es Beſucher von auswärts, die ent=
weder
einzeln oder in Geſellſchafts= und Verwaltungs=
ſonderzügen
zur Ausſtellung kamen. Bis jetzt wurden
30 Sonderzüge nach Darmſtadt zur Ausſtellung abge=
laſſen
. Die Zahl der auswärtigen Vereine, die die Aus=
ſtellung
mit vielen tauſend Mitgliedern beſichtigten,
beträgt 34. Von auswärtigen Fabriken und Großunter=
nehmen
ſind ebenfalls Tauſende von Arbeitern und
Angeſtellten gemeinſam zur Ausſtellung geſchickt worden.
Die Geſamtbeſucherzahl zur Ausſtellung hat
bereits am vergangenen Samstag die Zahl Hundert=
tauſend
um 810000 überſchritten.
D Sonderzüge für die Ausſtellung Der Menſch
(mit doppelter Ermäßigung). Am Samstag, den 28.
September, fährt ein Sonderzug dritter Klaſſe mit Fahr=
preis
= und Eintritts=Ermäßigung für jedermann von
Mannheim=Hauptbahnhof ab 12 Uhr 18 Min. nach=
mittags
nach Darmſtadt. Fahrpreis dritter Klaſſe von
Mannheim=Hauptbahnhof und zurück, einſchließlich Ein=
trittsbillett
für die Ausſtellung, 2 Mk. 90 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 10 Min.
nachmittags. Sonntag, den 29. September, fährt
ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Eintritts=
Ermäßigung für jedermann von Wiesbaden ab
1 Uhr 5 Min. nachm. nach Darmſtadt. Abfahrt von
Mainz Hbf. um 1 Uhr 23 Min. nachmittags. Fahrpreis
3. Klaſſe von Wiesbaden und zurück einſchließlich Ein=
trittsbillett
für die Ausſtellung 2 Mk. 30 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 25
Min. nachmittags. Sonntag, den 29. September, fährt
ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Eintritts=
Ermäßigung für jedermann von Offenbach a. M.
Nebenbf. ab 9 Uhr 42 Min. vorm. nach Darmſtadt. Fahr=
reis
3. Klaſſe von Offenbach und zurück einſchließlich
Eintrittsbillett für die Ausſtellung 2 Mk. 50 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 2 Min.
nachmittags.

Konzerte.

mm. Mit einem wohlgelungenen, reichhaltigen Pro=
gramm
beſchloß am Montag abend Herr Raoul von
Koczalski im Saale Zur Traube das von ihm ver=
anſtaltete
Chopin=Liſzt=Feſt. Auch dieſer vierte
Abend bot des Schönen ſehr viel in im ganzen recht
intereſſanter Ausführung, obgleich der Höhepunkt der
Darbietungen auf jeden Fall der vorhergehende dritte
Abend war, namentlich inbezug auf temperamentvollen
Vortrag und beſte Dispoſition des gediegenen Künſtlers.
Dafür war aber die Auswahl der Stücke es waren ja
auch ſtatt der großen in zuſammenhängender Form ge=
ſchriebenen
Tonwerke diesmal zahlreiche kleinere Formen
eine allgemeiner verſtändliche, die ſämtlich die eminente
virtuoſe Technik, über die Herr v. Koczalski verfügt, und
den reinen ausgeglichenen Wohlklang des vortrefflichen
Inſtrumentes von der beſten Seite zu zeigen Gelegenheit
gaben.
Aus der erſten Abteilung, von der für viele nicht ge=
rade
unpünktliche Konzertbeſucher infolge des um vier
Minuten verfrühten Konzertbeginnes die beiden reizend
geſpielten erſten Nummern: Polonaiſe Op.40 Nr. 1 in A-dur
und Nocturne Op. 72 Nr. 2 in Des=dur, der Genuß durch
zwangsweiſen Aufenthalt im Vorſaal ein wenig beein=
trächtigt
war, ſei als die am beſten gelungene Nummer
die Etude Op. 10 Nr. 2 in Cmoll hervorgehoben, denen
ſich Op. 25 Nr. 2 und 3, die F-moll= und F=dur=Etude,
anſchloſſen, nach deren Vortrag ſich erſt der Saal allmäh=
lich
beſſer beſetzt zeigte. Da ähnliche Ungeſchicklichkeiten den
Konzertbeſuchern gegenüber auch am Ende derletztver=
floſſenen
Saiſon einzureißen drohten, glauben
wir, auch im Intereſſe aller folgenden Konzertveranſtalt=
ungen
, hierauf hinweiſen zu müſſen.
Von den weiteren Kompoſitionen Chopins, Fantaſie=
Impromptu in Cis=moll (Op. 66) und Prélude in Es-dur
(Op. 28 Nr. 19), hob ſich das letztere im Vortrag durch
Eleganz und Wärme hervor, und dies würde auch von der
As-dur-Ballade (Op.47) zu ſagen ſein, wenn dieAusführung
etwas weniger maniriert geweſen wäre. Die zweite Ab=
teilung
, mit Kompoſitionen von Franz Liſzt, lag Herrn
v. Koczalski diesmal entſchieden am beſten und gab zu
Kunſtleiſtungen neuer Art Gelegenheit: einem mit höch=
ſter
Bravour ausgeführten Tremolo in der muſikaliſch

noch immer recht wirkungsvollen Hugenottentransſkrip=
tion
nach Meyerbeer, die efektvoll in dem gewaltigen
Streitlied der Hugenotten, der packenden Reformations=
melodie
: Arx firma deus noster est ausklingt und die
begeiſtertſte Aufnahme fand. Liſzt, der den italieniſchen
Meiſtern ebenſo objektiv gegenüberſtand, wie er für Rich.
Wagners Werke warb, war ferner gut vertreten mit
Elſas Traum und einer ſehr geſchickten Klavier= Ueber=
tragung
der vom Orcheſter begleiteten Tenor=Arie Nr. 2
(in As-dur): Cujus animam etc. aus dem Stabat
mater von Roſſini, in deren Vortrag die wirkungsvoll
gehaltenen Poſaunenakkorde, die im Kontraſt mit den
Streichquartett=Triolen die Geſangmelodie begleiteten,
auf dem Klavier eine prächtige klare Ausführung erfuhren.
La Campanella und die Ungariſche Rhapſodie Nr. 11
bildeten den Schluß des Feſtes, mit deſſen geſamtem Er=
folg
der Künſtler recht wohl zufrieden ſein kann. Nicht
unerwähnt bleiben ſoll auch der prachtvolle Lorbeerkranz,
der ihm im Verlauf des Abends geſpendet wurde.

Feuilleton.

* Fürſtengräber unter dem Wormſer Dom. Die um=
angreichen
Wiederherſtellungsarbeiten am Wormſer
Dom, die ſich jetzt allmählich ihrem Abſchluß nähern,
haben mancherlei Ergebniſſe gehabt: der Dom hat auch
ſeine unterirdiſchen Geheimniſſe preisgegeben. Als bei
der Zerſtörung von Worms durch die Franzoſen 1689
auch das ſtolze romaniſche Gotteshaus in Flammen auf=
ging
, als dann die tiefe Brandſchicht im Schiff aus=
geglichen
und darüber ein neuer Fußboden ausgebreitet
wurde, da hatte ſich der alte Boden um einen halben
Meter erhöht. Die Wiederherſtellung der urſprünglichen
Bodenfläche bot nun, wie Profeſſor Dr. Anthes= Darm=
ſtadt
in der Denkmalpflege mitteilt, Gelegenheit, die älte=
ſten
Schichten zu unterſuchen, bevor ſie mit einem neuen
Plattenbelag bedeckt wurden. In allen Teilen des Doms,
mit Ausnahme des nördlichen Seitenſchiffes, fanden ſich
Beſtattungen. Von beſonderer Wichtigkeit erſcheint eine
Gruppe von Beſtattungen, die ein geſchloſſenes Ganzes
darſtellt und ſich auch durch die Stelle der Beiſetzung aus=
zeichnet
. Bei der Freilegung wurden unter der Vierung
die Grundmauern eines Altars auſgedeckt, der zweifellos
als der Kreuzaltar bezeichnet werden darf; an dieſer her=

vorragenden Stelle lag auch im Speyerer Dom ein Kreuz=
altar
, vor dem, d. h. nach dem Kirchenſchiff zu, in Speyer
die Gruppe der Kaiſergräber, in Worms die der Vor=
fahren
und Angehörigen des ſaliſchen Kaiſerhauſes an=
geordnet
war. Nach einer Urkunde von 1034 lagen vor
dem Kreuzaltar begraben: Kaiſer Konrads II. Urgroß=
vater
, Herzog Konrad der Rote von Lothringen, der 955
auf dem Lechfelde fiel, des Kaiſers Großmutter, Herzogin
Judith von Kärnten, mit ſeiner Gemahlin Mathilde und
Judith, die jugendliche Schweſter Konrads II. Dazu
kommt noch die im Jahre der Urkunde verſtorbene und
nach der Ueberlieferung im Wormſer Dom begrabene
jüngere Mathilde. Die Ueberreſte waren ſehr ſtark ver=
wittert
, erlaubten aber doch noch die einwandfreie an=
thropologiſche
Beſtimmung. Beigaben, die auf Stand
oder Würden der Verſtorbenen hinweiſen können,
fehlten; von den teilweiſe mit Gold geſtickten Gewändern
konnten nur kleine zuſammenhangloſe Stücke geborgen
werden. Zu der der ſieben Salier kommt als achte die
Beſtattung eines Biſchofs hinzu, kenntlich an dem bei=
gelegten
Krummſtab; es wird in ihr die Leiche des
Azecho, des Freundes des kaiſerlichen Hauſes, vermutet.
Daß der eine ſtarke Mann Konrad der Rote iſt, geht aus
den Ueberreſten des ledernen Sackes hervor, in dem ſeine
Leiche vom Lechfelde nach Worms gebracht wurde.
Wie in Speyer war auch in Worms ein Teil der
Gräber bei der Zerſtörung der Stadt durch die Franzoſen
aufgebrochen und durchwühlt worden. Mit welcher Roh=
heit
dabei verfahren wurde, zeigt der Befund einer klei=
nen
, in der Form eines römiſchen Kellerchens mit Wand=
niſchen
gemauerten Gruft unter dem Oſtchor. Ihr Zu=
ſtand
rief die Erinnerung an die trübſten Zeiten wach, die
die Stadt durchgemacht hat. In der Mitte ein gewölbtes
Grab, ausgefüllt mit Menſchenknochen, Holzreſten, ver=
moderten
Gewändern. Die ſämtlichen ſieben Särge wur=
den
nicht wieder in den Boden verſenkt; in zwei Reihen
angeordnet wurden ſie von einem einfachen, gruftartigen,
oben eingewölbten Raum umgeben, der jederzeit zugäng=
lich
iſt und eine würdige Ruheſtatt für die vornehmen
Toten aus des Deutſchen Reiches Frühzeit bildet.
Die Kinderſtube im Eiſenbahnzug. Auf den ameri=
kaniſchen
Eiſenbahnen iſt neuerdings, wie die Railway
Review mitteilt, ein eigenartiger neuer Wagentypus ein=
geführt
worden, die Nurſery=cars die Kinderſtuben=

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

* Verein für Verbreitung von Volksbildung. Der
Vorſtand des Vereins für Verbreitung von Volksbildung
gibt ſeinen Mitgliedern, den angeſchloſſenen Körperſchaf=
ten
, ſowie allen Freunden freiwilliger Bildungsarbeit
Kenntnis von dem für die Herbſt= und Wintermonate
1912/13 vereinbarten Arbeitsplan. In den kommen‟
den Monaten folgen: am 12. Oktober eine Jahn=
feier
gemeinſam veranſtaltet mit den Darmſtädter
Turnvereinen als Erinnerungsfeier zu der vor 100 Jahren
erfolgten Eröffnung des erſten deutſchen Turnplatzes; am
18. Oktober der zeitgemäße Vortrag des Herrn Profeſſo
Dr. Baur, Darmſtadt, Thema: Napoleons ruſſi=
ſcher
Feldzug 18 12. Am 19., 22. und 29. Novemb.
wird Herr Profeſſor Dr. Berghoff=Iſing, Profeſſor der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, behandeln: Die
weltwirtſchaftliche Stellung Deutſch=
lands
, beſonders Englands und Deutſchlands. Auf
den 3. Dezember iſt vereinbart, in Verbindung mit der
Allgemeinen Deutſchen Frauenverein, Ortsgruppe Darm=
ſtadt
, ein Experimentalvortrag von Dipl.=Ing. Dr.
Kaufmann, München, über: Praktiſches aus Na=
turwiſſenſchaft
und Technik für den Haushalt
und das tägliche Leben. Am 7., 13., 16., 20. und 23.
Jan. 1913 folgt die Vortragsreihe von Herrn Profeſſor Dr.
A. E. Berger, Profeſſor der Techniſchen Hochſchule: Fort=
ſetzung
ſeiner Kulturgeſchichtlichen Vor=
träge‟
Herr Profeſſor Dr. Zeißig, Darmſtadt, behan=
delt
in zwei Demonſtrationsvorträgen am 13. und 20.
Fiebruar: Erdbebenkundt und Seismo=
graph‟
Es folgen am 4. März: Profeſſor Dr. Gold=
ſtein
, Darmſtadt: Kunſt und Moral am 14. März
das Thema: Die Fremdenlegion An 3 Abenden iſt
der Verein am Vortragsverband beteiligt und zwar am
30. Oktober: Ernſt Zahn; am 15. Januar 1913: Roſeg=
ger
=Abend von Max Hofpauer, München; am 17. April
Richard Wagners Parſifal von Prof. Dr. Henning,
Leipzig. Bezüglich der Muſeumsführungen des
zweiten Volks=Unterhaltungsabends und der Erläute=
rungsvorträge
zu Theatervorſtellungen erfolgt ſpätere
Bekanntgabe. Die Lehrkurſe in Franzöſiſch und Engliſch
(getrennt für Anfänger und Vorgeſchrittene), ſowie ſur
kaufmänniſche Buchführung, einſchließlich Geſchäftsrechnen
und Korreſpondenz, ſollen Mitte Oktober beginnen, bei
genügender Beteiligung wird auch ein Lehrgang in
Deutſch (Schönſchreiben, Rechtſchreiben und ſchriftlichem
Gedankenausdruck) eingerichtet werden. Die jedermann
zur unentgeltlichen Benutzung zugängliche Beſſunger
Bücherhalle iſt reich ausgeſtattet und bietet alt und jung
ausgewählte Lektüre nach einem dort für 20 Pfg. erhält=
lichen
Bücherkatalog. Wie bisher, gewährt der Verein
ſeinen Mitgliedern noch beſondere Vergünſtigungen beim
Beſuch von Konzertveranſtaltungen und ſonſtigen künſt=
leriſch
oder wiſſenſchaftlich bedeutenden Unternehmungen.
In beſonderer Würdigung der für das Bildungsweſen
unſerer Stadt und Umgegend ſo bedeutungsvollen Thea=
terfrage
hat der Vereinsvorſtand bei Großherzoglicher
Direktion des Hoftheaters eine Reihe von Wünſchen
mündlich und ſchriftlich dargelegt; ihre günſtige Aufnahme
berechtigt zu der Hoffnung einer demnächſtigen Erfüllung
zum Beſten weiter Volkskreiſe in Stadt und Land.
* Der Verband der Gehilfen bei den heſſiſchen Stakats=
behörden
hielt in Frankfurt a. M. eine außerordentliche
Hauptverſammlung ab, die von allen Teilen des Groß=
herzogtums
gut beſucht war. Zu der in Ausſicht geſtell=
ten
Vorlage der organiſchen Beſoldungsordnung wurde
die Einreichung einer erneuten Petition an Regierung
und beide Kammern der Landſtände beſchloſſen, in wel=
cher
die endliche Beſſerſtellung der Verhältniſſe der
Schreibgehilfen, die durch das Proviſorium am ſchlechte=
ſten
abgeſchnitten haben, angeſtrebt wird. Der 1. Schrift=
führer
des Verbandes, Herr Bernhard Eiſenhauer= Darm=
ſtadt
, referierte über das Verſicherungsgeſetz der Privat=
angeſtellten
und gab in längeren Ausführungen ſach=
dienliche
Erläuterungen über die Ausführung, insbeſon=
dere
die Vorteile desſelben an Hand von amtlichem Ma=
terial
. In ausführlicher und klarer Weiſe gab der
Redner Aufſchluß darüber, wie ſich das demnächſt zu be=
ziehende
Ruhegehalt des Verſicherten berechnet und in
welcher Art ſich die Witwen= und Waiſenrente zuſammen=
ſetzt
, wie ſich überhaupt der Verſicherte oder deſſen Witwe
vorkommendenfalls zu verhalten habe. Derartige beleh=
rende
Vorträge können nur begrüßt werden und es wurde
dem Redner dementſprechend auch der Dank der Ver=
ſammlung
abgeſtattet.
Der Chriſtliche Verein junger Männer Wart=
burg
(Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog)
feierte am Sonntag ſein diesjähriges Käſtchenfeſt.

Turneriſche Darbietungen, Vorträge des Poſaunen=
Chors, eine wohlgelungene Aufführung, Deklamationen
und Sologeſänge des Herrn Beſt verſchönten die Feier.
Im Verlaufe des Abends gedachte der 1. Vorſitzende
Herr Pfarrer D. Dr. Diehl in warmen Worten des
nunmehr ſcheidenden Dirigenten des Wartburg=Poſaunen=
Chors Herrn Lutz und dankte demſelben für ſeine er=
ſprießliche
Tätigkeit. Herr Becker überreichte dem
Scheidenden ein prachtvolles Roſen=Arrangement und
ſtattete ſeitens des Poſaunen=Chors nochmals Herrn
Lutz ſeinen herzlichſten Dank für ſeine aufopfernde
Tätigkeit aus. Herrn Martin Beſt, der ſeine Kräfte
bei jeder Gelegenheit in den Dienſt des Vereins ſtellt,
wurde bei dieſer Gelegenheit ebenfalls ein prächtiger
Roſenſtrauß mit Worten wärmſter Anerkennung über=
reicht
. Als neuer Dirigent wurde nunmehr Herr
Hammer, der frühere langjährige Leiter des
Dresden=Bautzener Poſaunen=Chors, eingeführt und
iſt der Verein zu beglückwünſchen, dieſen Herrn, der
volle Gewähr für ein gedeihliches Fortbeſtehen des
Chors gewährleiſtet, gewonnen zu haben.
* Turn= und Spielkurſe zur Förderung der
Leibesübungen. Unter Oberleitung des Herrn Schulrats
Schmuck, Großh. Landesturninſpektor, hat geſtern der
dritte der von der heſſiſchen Regierung eingerichteten
Turn= und Spielkurſe zur Förderung der Leibesübungen
begonnen. Es beteiligen ſich daran 40 Turnwarte und
Vorturner des 9. Kreiſes der Deutſchen Turnerſchaft,
ſowie 5 Offiziere und 30 Unteroffiziere der Heſſiſchen
Diviſion.
Orpheum. Wie bereits mitgeteilt, beginnt die
neue Spielzeit 1912/13 am Mittwoch, den 2. Oltober.
Den Clou des Eröffnungs=Programms wird zweifellos
das Debut des berühmten Schimpanſen Prince
Charles bilden. Was dieſer Menſchenaffe oder iſt
es ein Affenmenſch? leiſtet, grenzt in der Tat ans
Unglaubliche! Prince Charles erregte zuletzt, gelegent=
lich
ſeines Gaſtſpiels im Zirkus Albert Schumann in
Scheveningen, geradezu Senſation und war der er=
klärte
Liebling des vornehmſten Badepublikums. Die
bekannten im Gegenſatz zu den anderen Städten äußerſt
mäßigen Eintrittspreiſe ſind, trotz mancherlei den Be=
trieb
gegen früher erheblich höher belaſtenden An=
forderungen
, beibehalten. Der Vorverkauf har bereits
begonnen.
Reſidenztheater am Weißen Turm. Man
ſchreibt uns: Verſprich mir Junge, niemals eine Frau
zu nehmen, verſprich es mir und denke daran bis zu
deiner Todesſtunde‟. Wer erinnert ſich nicht der letzten
Worte des Stefan Huller I. an ſeinen Sohn, ehe er aus
dem Leben ſchied. Die Fortſetzung des äußerſt ſpan=
nenden
Romans ſehen wir ſeit heute im Reſidenz=
theater
Der Eid des Stefan Huller‟. Der Film ſteht
dem erſten Teil an Handlung und herrlichen Auf=
nahmen
nicht nach und iſt äußerſt ſpannend bis zuletzt.
Von dem anderen Programm erwähnen wir noch das
Wild Weſt=Drama. Ein Grenzroman, der erſte Film
der neuen Aſta Nielſen=Serie Der Totentanz wird als
Einlage vorgeführt. (S. Anz.)
Viertauſend Mark verloren. Einem von aus=
wärts
hier weilenden Herrn iſt am Montag eine Brief=
taſche
aus grünem Krokodil=Leder, welche vier Scheine
à 1000 Mark und einige Hundertmarkſcheine enthielt, ab=
handen
gekommen. Wie aus dem Anzeigenteil erſicht=
lich
, iſt dem Wiederbringer eine Belohnung von
300 Mark zugeſichert.
Pfungſtadt 24. Sept. Wegen einer ganzen Reihe
von Eiſenbahnwünſchen war der hieſige Stadt=
vorſtand
bei der Eiſenbahndirektion Mainz wiederholt
vorſtellig geworden. Da die Petition in der Hauptſache
abſchlägig beſchieden wurde, ſo hat die Stadtverwaltung
nochmals ein Geſuch bei der Eiſenbahnbehörde eingereicht,
worin auf die Notwendigkeit einer beſſeren Verückſichtig=
ung
verſchiedener Verkehrsverhältniſſe erneut hingewieſen
wurde. Unter anderem wird namentlich die Führung
von zwei durchgehenden Frühzügen in der Richtung nach
Darmſtadt und eines direkten Abendzuges von Darmſtadt
bis hierher gewünſcht. Als großer Mißſtand wird es auch
von dem hieſigen Publikum empfunden, daß es wegen des
zu frühen Abgangs des Zuges Nr. 972 an Werktagen nicht
möglich iſt, das Hoftheater zu beſuchen. Es wurde ferner
feſtgeſtellt, daß das Perſonal der Pfungſtädter Bahn der=
art
überlaſtet iſt, daß es ihm nicht gut möglich iſt, den
Verkehr glatt zu erledigen, ja, es iſt in der letzten Zeit
vorgekommen, daß zwei Männer in großer Lebensgefahr
ſchwebten, weil der Güterverkehr zu große Anforderungen
an die Bahnbeamten ſtellt. Aus dieſem Grunde wurde
wiederholt eine Trennung des Perſonen= und Güterver=
kehrs
für dringend erforderlich erachtet.
Von der Bergſtraße, 24. Sept. Seit einigen Tagen
iſt man in unſerer Gegend fleißig mit dem Kartoffel=
ausmachen
beſchäftigt. So ſchwer beladene Wagen,
wie man ſie jetzt maſſenweiſe nach Hauſe fahren ſieht, ſah
man ſchon viele Jahre nicht mehr. Und zwar lauter ge=
ſunde
Knollen von ſtattlichem Umfange und Gewicht, ſo
daß vielen Bauersleuten die Kellerräume zu dieſen
Maſſen=Wintervorräten nicht ausreichend ſind. Daher
auch die Tatſache, daß bereits viele Verkäufe ſchon unter
3 Mark pro Zentner abgeſchloſſen worden ſind.
Offenbach, 24. Sept. Die erſte Sendung däniſchen
Fleiſches, beſtehend aus 88 Vierteln, iſt bereits hier
ingekommen. Dem Verkauf des Fleiſches haben ſich aber
unerwartete Schwierigkeiten gegenüber geſtellt: die Metz=
ger
verweigern bis auf 5 den Weiterverkauf des
Teuerungsfleiſches. Ihre Haltung erklären ſie unter an=
derem
damit daß ſie gegen den ungerechtfertigten Vor=
wurf
eines Stadtverordneten, in der letzten Stadtverord=
netenſitzung
, die Metzger wollten mit dem Teuerungs=
fleiſch
ein beſſeres Geſchäft machen als mit dem hieſigen
Fleiſch, proteſtieren wollen. Heute mittag beſchäftigte ſich
der Ausſchuß für die Beſchaffung von billigem Fleiſch
mit der Stellungnahme der Metzger. Es kam zu einer
ſehr lebhaften und ſehr erregten Ausſprache,
deren Endreſultat der Beſchluß war, daß das
däniſche Fleiſch im Schlachthof für 76 Pfennig
das Pfund verkauft werden ſoll. Lenden und Roaſtbeef=
ſtücke
ſtellen ſich etwas teuerer. Mit dem Verkauf von See=
fiſchen
ſoll in der nächſten Woche begonnen werden.
Mainz, 24. Sept. Um über den Löwen, den man
mit ziemlich bedeutenden Koſten unter dem Muſikpavillon
vor dem Gouvernement auf dem Schillerplatz ausgegra=
ben
hat, Klarheit zu ſchaffen, gibt Profeſſor Dr. Neeb,
Leiter des Mainzer Altertums=Muſeums, folgende Aus=
kunft
: Die Figur lag auf ihrem urſprünglichen Standort
auf einem Sockel aus Quadern, die man daneben fand.
Die ebenfalls dicht dabei gefundenen Brunnenſchalen
laſſen darauf ſchließen, daß die Löwenfigur zur Verzier=
ung
eines Brunnens oder eines Baſſins gedient hat, der
jedoch eigentümlicherweiſe tiefer eingeſtellt geweſen ſein
muß, als die heutige Oberfläche des Schillerplatzes. Er
ſtammt vielleicht aus der Zeit Philipp von Schönborns,
worauf die Form des Löwen ſchließen läßt, die derjeni=
gen
an dem von Philipp von Schönborn erbauten=Zita=

dellenportal angebrachten Löwenfigur in den charakte=
riſtiſchſten
Zügen ähnelt. Ueber eine derartige Brunnen=
anlage
auf dem Schillerplatz iſt bis jetzt noch nichts be=
kannt
geweſen, läßt ſich aber ſpäterhin auf Grund älterer
Stadtaufnahmen und Archivalien vielleicht feſtſtellen.
Kunſtgeſchichtlich iſt die Löwenfigur nur von geringer Be=
deutung
, dagegen für die Topographie der Stadt immer=
hin
von einer gewiſſen Bedeutung.
Ingelheim, 24. Sept. Zwiſchen den Gemeinden Ober=
Ingelheim, Nieder=Ingelheim und Freiweinheim ſchwe=
ben
Verhandlungen wegen gemeinſamen Bezugs von
elektriſchem Strom nicht nur für Licht= und Kraftzwecke,
ſondern auch zum Zwecke der Einführung elektri=
ſcher
Straßenbahnen, die den Verkehr zwiſchen
den genannten Orten und den benachbarten Städten ver=
mitteln
ſollen. Einzelne Gemeindevertretungen haben
bereits ihre Zuſtimmung zu dem Projekt gegeben. Man
glaubt, auch noch andere Orte der Nachbarſchaft für das
Projekt zu gewinnen.
(*) Gießen, 23. Sept. Die Meiſterbriefe wur=
den
geſtern an 81 junge Meiſter aus der Provinz Ober=
heſſen
verteilt. Die neuen Meiſter ſtammen aus 42 ver=
ſchiedenen
Orten und vertreten 25 verſchiedene Berufe. Syn=
dikus
Engelbach=Darmſtadt überbrachte die Glückwünſche
der heſſiſchen Handwerkskammer, für die hieſige Handwerks=
kammer
ſprach Dr. Zeidler, für den Cewerbeverein Pro=
feſſor
Dr. Krausmüller und namens der Altmeiſter L.
Petrie II. Schreinermeiſter Wilh. Hahn ſtattete den Dank
der Jungmeiſter ab. Eine äußerſt günſtige Obſt=
ernte
haben die Kreisſtraßen des Kreiſes Gießen auf=
zuweiſen
; Menge und Güte der Ernte ſind vorzüglich.
Die Obſtmenge wird von den Fachleuten auf rund 2200
Zentner geſchätzt. Die beſten Strecken ſind Gießen- Rod=
heim
, Klein=Linden-Dutenhofen und Klein=Linden-
Großen=Linden.
Hungen, 23. Sept Ein Brautpaar aus Utphe fuhr
geſtern abend mit einem Einſpänner=Wagen hierher, um
ioch einige Einkäufe für die heute vorgeſehene Hochzeit zu
beſorgen. Auf der Wilhelmshöhe, am Eingang des
Städtchens, ſcheute das Pferd ſauſte den ſteilen Ab=
hang
herunter und ſtürzte unten zuſammen. Während die
Braut mit dem Schrecken davonkam, büßte der Bräutigam
durch einen Sturz mehrere Zähne ein und erlitt noch ſon=
ſtige
Verletzungen im Geſicht, die von einem Arzte ver=
näht
wurden. Das Pferd trug nur einige Hautabſchürf=
ungen
davon.
(*) Bobenhauſen bei Mücke, 23. Sept. Einſtimmig
wiedergewählt wurde nach neunjähriger Amts=
dauer
unſer Ortsoberhaupt Bürgermeiſter Schmidt.
Die früheren heftigen Parteikämpfe waren ein Unſegen
für die Gemeinde. Selbſt die älteſten Leute können ſich
nicht auf eine ſolche Einigkeit beſinnen.
(*) Aus dem Ohmtal, 24. Sept. Eine Gedenk=
feier
zur Erinnerung an die letzte bedeutende Schlacht
auf heſſiſchem Boden im ſiebenjährigen Krieg
fand an der Brückermühle bei Amöneburg ſtatt. Der
Landrat von Gilfa eröffnete die Feier und General von
Eiſentraut, der Vorſitzende des heſſiſchen Geſchichtsver=
eins
, hielt die Feſtrede. Er ſchilderte, wie die Heſſen in
heldenhaftem Kampfe hier gegen die Franzoſen fochten.
3000 Menſchen wohnten der Feier bei.

wagen, die dazu beſtimmt ſind, auch den kleinen Welt=
bürgern
während der Eiſenbahnreiſen alle Bequemlich=
keiten
zu gewähren. Der Wagen beſteht aus einem Speiſe=
zimmer
, einem Toilettezimmer, einem Baderaum und
einem großen Zimmer, in dem ein halb Dutzend Kinder=
betten
und Wiegen untergebracht ſind. Hier können die
Kleinen während der Fahrt ungeſtört ſpielen und ſich aus=
toben
. Der Boden iſt mit einem weichen Teppich belegt,
die Wände des Zimmers ſind mit Watte gepolſtert, da=
mit
die Kinder beim Fallen oder bei Stößen ſich nicht ver=
letzen
können. Die Eiſenbahngeſellſchaft hat eine beſon=
dere
erfahrene Kinderpflegerin engagiert, die während
der Fahrt die Kleinen überwacht und verſorgt. Für die
angemeſſene Ernährung der Kinder iſt Sorge getragen;
die größeren eſſen im Speiſezimmer, für die kleineren
wird Kindermilch mitgeführt. So können die Eltern
während der Fahrt ihre Babys vertrauensvoll der bahn=
amtlichen
Pflegerin anvertrauen; ſie wiſſen, daß ihre
Kinder gewiſſenhaft und ſachgemäß verſorgt werden.
* Der Automobiltod. Ein ſchauerlicher Doppelſelbſt=
mord
hat ſich, wie aus San Diego gemeldet wird, dort
ereignet. Es handelt ſich dabei um den jungen Advo=
katen
Miles Folſom und die Tochter eines reichen Ban=
kiers
, Thelma Bartres. Beide unternahmen in einem
Automobil eine Spazierfahrt, bei der Folſom den Wagen
ſelbſt lenkte. Als der Wagen eine Straße entlang fuhr,
die auf der einen Seite viele Meter tief jäh abfiel, gaber
dem Wagen plötzlich eine Geſchwindigkeit von 100 Kilo=
metern
, riß die Steuerung herum und ließ ihn mit der
vollen Geſchwindigkeit den Abhang hinunterſauſen. Spä=
ter
fand man die Leichen der beiden jungen Leute zer=
ſchmettert
in der Tiefe liegen. Wie der Befund zeigte,
hatten ſich beide im Augenblick des Abſturzes feſt um=
ſchlungen
.
* Aus dem Manöver. Als Kronprinz Georg von
Sachſen die Front eines Militärvereins in Wurzen ab=
ritt
, fragte er ein wohlbeleibtes, wettergebräuntes Mit=
glied
, was er ſei. Die Antwort in echt Berliner Dialekt
lautete: Jutsbeſitzer, Königliche Hoheit. Wieviel Acker
beſitzen Sie denn? 53. Was machen denn die Kar=
toffeln
bei dem Regen? Die ſind man alle ſchwarz.
Haben Sie auch noch Hafer draußen liegen? Ja; rei=
ten
Se man de Kartoffeln und den Hafer recht kaput, daß
wer ſe recht jnt bezahlt kriejen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 23. Sept. Der Chemiker
Dr. (Karl Virchow, ein Sohn Adolf Virchows iſt an
den Folgen einer Darmoperation geſtorben. Infolge
der Ausſchachtungen für die Untergrund=
bahn
haben ſich an der Parochialkirche über den
Seitenportalen Riſſe gezeigt; auch der Turm begann ſich
zu ſenken, wenn auch nur um einige Millimeter. Die Fun=
dierungsarbeiten
für die Untergrundbahn wurden unter=
deſſen
beſchleunigt und ſind jetzt beendet. Damit iſt die
Gefahr beſeitigt. Die Vermutung, daß es ſich bei dem
Todesſprung Erich Bittners von der Sieges=
ſäule
im Berliner Tiergarten um einen Selbſtmord
handelt, ſcheint heute an Boden zu gewinnen. Die Eltern
Bittners teilen mit, daß ihr Sohn ſeit längerer Zeit zu
Exzentrizitäten neigte und bereits zweimal freiwillig aus
dem Leben ſcheiden wollte. Von der Abſicht des Sohnes,
einen Fallſchirmabſturz von der Siegesſäule aus zu
machen, waren ſie allerdings nicht unterrichtet. Dagegen
ſoll ſich Bittner, der übrigens auch Schauſpieler werden
wollte, vor einigen Tagen bereits zu Bekannten geäußert
haben, daß er ſich das Leben nehmen wolle. Das Poli=
zei
präſidium hatte die Erlaubnis zu dem Fall=
ſchirmabflug
gegeben, ſoweit die Polizei überhaupt in
dieſer Frage zu entſcheiden hat. Die Tätigkeit des Poli=
zeipräſidiums
hat darin beſtanden, daß dem Bittner auf
ſeine Frage, ob gegen den Flug etwas einzuwenden ſei,
erklärt wurde, daß Bedenken nicht beſtehen, doch müſſe er
ſeinen Flug in früheſter Morgenſtunde unternehmen. Das
hat nun Bittner allerdings nicht getan, ſondern mit ſei=
nem
Experiment bis 11 Uhr vormittags gewartet. Die
Miniſterial=Baukommiſſion hat den Abflug nicht geneh=
migt
, trotzdem hat ihn Bittner unternommen. Gegen den
Schloſſer, der im Auftrage Bittners das Gitter auf
der Plattform der Siegesſäule widerrechtlich geöffnet hat,
um Bittner das Hinaustreten von der Plattform zum
Abflug zu ermöglichen, wird von amtswegen Anklage
wegen Sachbeſchädigung erhoben werden. Der Todes=
ſturz
iſt tatſächlich ſchon in einem Berliner Kino
gezeigt worden. Es iſt ſehr merkwürdig, daß dieſer Film
die ſonſt ſo ſtrenge Zenſur paſſieren durfte. Es wurde
bereits geſtern gemeldet, daß der Todesſturz für eine
Filmfirma inſzeniert wurde; ſelbſtverſtändlich hat dieſe
Firma nicht im entfernteſten daran gedacht, daß Bittner
den Tod finden würde oder wollte.
Potsdam, 23. Sept. Der im Deutſchen Militär=
gerichtsweſen
bisher unerhörte Fall, daß eine ganze
Kompagnie unter Anklage geſtellt wird, wird
heute vor dem Kriegsgericht der Gardediviſion verhandelt.
Es handelt ſich um die 6. Kompagnie des 1. Garde= Regi=
ments
, von der deſſen Kompagniechef, Hauptmann von
Schlichting, 12 Unteroffiziere und ſämtliche Mannſchaften
angeklagt ſind, im ganzen 120 Mann. Die unter Anklage
ſtehenden Straftaten ereigneten ſich während des Schießens
um den Kaiſerpreis, das alle Jahre im Auguſt auf dem
Truppenübungsplatz Döberitz ſtattfindet. Die Regimenter
ſchießen kompagnieweiſe und die negreiche Kompagnie er=
hält
die Schützenauszeichnung des Kaiſers. Im nächſten
Jahre hat ſie dann die Auszeichnung gegen die zweitbeſte
Kompagnie zu verteidigen. In dieſem Jahre war im Be=
ſitz
der Schützenauszeichnung die 6. Kompagnie des 1.
Garderegiments. Sie ſollte den Preis gegen eine Kom=
pagnie
des 4. Garderegiments verreidigen. Nach den Be=
ſtimmungen
des Kaiſerpreisſchießens erhält jeder Mann
30 ſcharfe Patronen mit denen auf ſogenannte
Klappſcheiben geſchoſſen wird. Diejenige Kompagnie, die
die meiſten Treffer erzielt, iſt Siegerin. Der Schießunter=
offizier
Guttenburg von der 6. Kompagnie kam nun auf
die Idee, die Zahl der Treffer dadurch zu erhöhen, daß er
den Mannſchaften mehr als 30 Vatronen einhändigte. Bei
dem Schießen bemerkte nun ein Offizier, daß einig=

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 5.

Mannſchaften Patronen aus ihren Stiefeln hervorholten.
Es wurde ſofort eine körperliche Unterſuchung der Mann=
ſchaften
der ganzemn Kompagnie angeordnet, bei welcher
nicht weniger als 1700 überzühlige Patronen zum Vor=
ſchein
kamen Dieſe hatte der Schießunteroffizier bei an=
deren
Scharfſchießen erſpart um ſie beim Kaiſerpreis=
ſchießen
zu verwenden. Wegen Gefährdung dienſtlicher
Intereſſen findet die Verhandlung unter Ausſchluß der
Oeffentlichkeit ſtatt.
München, 23. Sept. Das Königspaar von
Belgien iſt heute nachmittag, von Südtirol kommend,
wo es die Nachricht von dem Ableben des Bruders der
Königin, des Herzogs Franz Joſeph, erreichte, hier ein=
getroffen
.
Köln, 24. Sept. In einem Viertel des ſüdlichen
Stadtteils ſind 20 Perſonen nach dem Genuſſe von Fleiſch
unter ſchweren Vergiftungserſcheinungen er=
krankt
. Der 11jährige Sohn einer Familie iſt bereits ge=
ſtor
ben. Heute ſind wieder neue Erkrankungen gemeldet
worden. Die Erkrankten ſollen bei dem gleichen Metzger
das Fleiſch gekauft haben. Es iſt eine eingehende Unter=
ſuchung
eingeleitet worden.
Hildesheim, 24. Sept. Ein ſchweres Unglück hat
ſich in einem Kali=Schacht der Gewerkſchaft in Oelsburg
ereignet, wo durch einen zu früh explodierten Spreng=
ſchuß
zwei Arbeiter getötet und drei andere ſchwer ver=
letzt
wurden.
Halle a. d. Saale, 24. Sept. An den ſtädtiſchen
Fleiſchverkaufsſtänden, wo in der letzten Woche
durch ſtädtiſche Fleiſchergeſellen Fleiſch zu 85 und 89 Pfg.
das Pfund verkauft wurde, ſtockt der Verkauf, weil die
Fleiſcherinnung den Großſchlächter, welcher bis=
her
lieferte, zur Einſtellung der Lieferungen
gezwungen hat.
Leipzig, 24. Sept. Bei dem Abbruch des Hauſes in
der Grimmaiſchen Straße zu Leipzig, in dem ſich bis vor
kurzem das altberühmte Weinlokal Auerbachs Kel=
ler
befand, ſind intereſſante Funde von Münzen
und Altertümern gemacht worden Der Beſitzer
dieſes Grundſtücks hat ſie geſammelt und geordnet und
wird die wertvollen Funde ſpäter dem Muſeum über=
weiſen
. Leider ſind viele koſtbare Gegenſtände bei den
Ausſchachtungsarbeiten geſtohlen worden. So konnte ein
galiziſcher Arbeiter noch gerade verhaftet werden, als er
am Bahnhof einem Fremden eine wertvolle goldene
Münze für 100 Kronen zum Kaufe anbot. Bei der Durch=
ſuchung
der Wohnung des Arbeiters fand man noch ver=
ſchiedene
koſtbare Ringe, Kelche und Pretioſen, darunter
eine große goldene Medaille, auf deren Revers die In=
ſchrift
Verbum Domini manet in aeternum. Joi. Geor.
1617 ſteht, während dieAversſeite die Inſchrift Saeeu-
lum
Lutheraneum 1517 trägt; ſerner einen goldenen
ungariſchen Dukaten vom Jahre 1529, acht ſilberne Er=
innerungsmedaillen
aus dem 16. Jahrhundert, einen an=
tiken
ſilbernen Löffel, einen ſilbernen, vergoldeten Pokal,
Nürnberger Arbeit von hohem numismatiſchen Wert,
einen kleinen ſilbernen antiken Becher und neun Stück an=
tike
ſilberne Beſchläge. Der Arbeiter hat zugegeben, daß
er dieſe und noch andere Gegenſtände bei den Ausſchach=
tungsarbeiten
von Auerbachs Keller in Leipzig gefunden
und unterſchlagen hat.
Annaberg i. S., 24. Sept. Der 14jährige Schulknabe
Scharfſchmidt hatte mit zwei anderen Kameraden, darun=
ter
dem 10jährigen Pflegeſohn des Arbeiters Sträuſel,
eine Reihe Diebſtähle verübt. Die Familie des einen
Knaben verzog bald darauf von Annaberg. Scharfſchmidt,
der befürchtete, daß der junge Sträuſel die Diebſtähl=
eingeſtehen
könnte, verſchleppte ihn in den Eis
keller eines Reſtaurants und ſperrte ihn dort ein. Täg=
lich
ging Scharfſchmidt zu ſeinem Opfer, um ihm etwas
Waſſer und ein Brötchen zu bringen. Der Knabe hi!
es ſchließlich nicht mehr in ſeinem Gefängnis aus un
durchbrach ein Kellerfenſter. Vor Ermattung brach
jedoch bald darauf zuſammen und wurde vollſtändig e=
kräftet
aufgefunden. Der Knabe war 10 Tage lang in
dem Eiskeller eingeſchloſſen. Mehrere Zehen waren ihm
erfroren, ſo daß vorausſichtlich zu einer Amputation des
Beines geſchritten werden muß.
Sächſiſch=Regen (Siebenbürgen), 23. Sept. Der Re=
gen
dauert an. Die Ortſchaften Etſchdorf, Maroſhe=
wiz
, Disznajo, Gernyeſſeg, Haſeldorf, Palotailva und
MagyarRegen ſind überſchwemmt. Bei Palotailva
iſt der Eiſenbahndamm auf eine Länge von 200 Meter
fortgeſchwemmt. Bei Haſeldorf riß das Waſſer 300 Meter
des Eiſenbahndammes fort und überſchwemmte das
Dorf. Die ganze Gegend zwiſchen dem Marosfluſſe und
dem Georgenybache ſteht unter Waſſer. Der Eiſen=
bahnverkehr
iſt eingeſtellt. In Etſchdorf ſind
zahlreiche Häuſer, in Gernyeſſeg die Hälfte der Häuſer
eingeſtürzt. Die Einwohner flüchten. Die Behörden
nehmen überall die Rettungsarbeiten in Angriff.
Wien, 23. Sept. Bei Wiener=Neuſtadt iſt geſtern ein
Automobil in welchem ſich die Prinzen Felir und
Renatus von Bourbon und Parma mit Gefolge befan=
den
, mit einem Fuhrwerk zuſammen geſtoßen,
von deſſen Deichſel Renatus getroffen wurde. Er erlitt
einen ſchweren Rippenbruch. Die übrigen Inſaſſen wur=
den
nicht verletzt. Heute früh hatte ſich das Befinden des
Prinzen leicht gebeſſert.
Wien, 24. Sept. Während des Unterrichts auf dem
Gymnaſium in St. Pölten ſchoß der Schüler
der 4. Klaſſe Adolf Hlowat auf ſeinen Ordinarius Prof.
Schmied. Als der Schuß fehlging, flüchtete der Junge
auf den Gang, wo er auf den Schuldiener einen Schuß
abgab, der aber gleichfalls nicht traf. Dann erſchoß
ſich H. ſelbſt. Die Urſache des Attentats iſt darin zu
ſuchen, daß der Profeſſor den Schüler mehrmals wegen
ſeiner ſchlechten Leiſtungen getadelt hatte.
Madrid, 23. Sept. Die Infantin Maria There=
ſia
verſchied infolge Embolie bei ihrem erſten Auf=
ſtehen
nach der Entbindung.
Madrid, 24. Sept. Die Königinmutter iſt
völlig erſchüttert und weigert ſich hartnäckig, ſich von der
Leiche der Infantin zu trennen. Eine ungeheuere Men=
ſchenmenge
war ſeit vielen Stunden vor dem Palaſte ver=
ſammelt
und wartete auf die Oeffnung der Tore, um vor
dem Leichnam zum letzten Gruße vorbeizuziehen. Sie
wurde enttäuſcht, als ſie erfuhr, daß eine gegenteilige An=
ordnung
getroffen worden iſt, denn die Infantin hatte
eine beſondere Vorliebe für die Madrider Bevölkerung
und war bei dieſer ſehr beliebt. Die Tagesblätter ver=
herrlichen
einmütig die Einfachheit, Anmut und die ſon=
ſtigen
liebenswürdigen Eigenſchaften der Infantin.

Kunſtnotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
uehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Ucceil vor.)
Dr. Wolfgang Bülau, der, wie noch in
beſter Erinnerung, im Vorjahr mit ganz ungewöhnlichen
künſtleriſchen Erfolgen in Darmſtadt konzertierte, wird
demnächſt wiederum in Darmſtadt einen Konzertabend
veranſtalten. Es iſt dafür Freitag, der 11. Okto=

ber, beſtimmt, und zwar der große Saal des Hotels
zur Traube‟ Der junge Künſtler iſt inzwiſchen in
vielen großen Städten Deutſchlands gefeiert worden.
Die geſamte Kritik iſt einig in dem Urteil, daß Dr. Wolf=
gang
Bülau zu den größten Viollinkünſtlern der Jetzt=
zeit
gezählt werden muß. So ſchreiben u. a. die Münch.
Neueſt. Nachr.: Dr. W. Bülau, der, von Auguſt Schmidt=
Lindner trefflich begleitet, am gleichen Abend wie Lily
Lehmann konzertierte, ſcheint auf dem beſten Wege zu
ſein, die hohen Erwartungen zu erfüllen, die ſein erſtes
Auftreten in München erwecken durfte. Die Eigenſchaften,
die damals in erſter Linie für ihn einnahmen, ſein künſt=
leriſcher
Ernſt und ſeine gediegene Muſikalität, ſind ihm
geblieben. Sein Ton iſt ſehr viel größer geworden und
beſticht nun in gleicher Weiſe durch ſein Volumen wie
durch ſeine Schönheit. Die Technik darf als virtuos im
beſten Sinne des Wortes bezeichnet werden. Zwiſchen
dem erſten Teil des Programms, das mit Corellis
La Folie=Variationen und Bachs G=moll=Sonate für
Violine allein die muſikaliſch ſtärkſten Eindrücke des
Abends brachte, und dem letzten Teil, in dem Saint=
Saéns Havanaiſe und Wieniawskis Scherzo Tarantelle
Gelegenheit zur glänzenden Bewährung virtuoſer Technik
gaben, vermittelte Mar Regers Suite im alten Stil und
Schuberts Konzertſtück in D=dur. Bülau hatte einen
ſehr ſtarken und allgemeinen Erfolg.

Luftfahrt.

* Darmſtadt, 24. Sept. Geſtern abend 5 Uhr traf
eine Rumplertaube unter Führung des Herrn Oberleut=
nant
Hantelmann, von Berlin kommend, hier ein.
Oberleutnant Hantelmann war abgefahren um 6 Uhr vor=
mittags
in Berlin mit Zwiſchenlandung um 8.30 Uhr in
Weimar, ab Weimar 11.15 Uhr, in Fulda 12.45 Uhr, ab
Fulda 3.45 Uhr. Die Ankunft in Darmſtadt er=
folgte
um 5 Uhr. Der Flieger iſt heute morgen 8.35
Uhr nach Straßburg weitergeflogen. Er ge=
hört
zu der Flugſtation Straßburg und befindet ſich auf
der Rückkehr aus dem Kaiſermanöver.
* Friedrichshafen, 24. Sept. Das erſte
deutſche Marine=Luftſchiff iſt auf der Zeppe=
lin
=Werft fertiggeſtellt worden. Im Laufe dieſer
Woche trifft eine Marinekommiſſion in Friedrichshafen
ein. Die Füllung wird in der nächſten Woche ausgeführt,
worauf ſofort die Verſuchsfahrten unternommen werden.
Nach erfolgter Abnahme wird das Luftſchiff ſofort nach
Wilhelmshaven übergeführt.
* Flugmeeting Mannheim 1912. 13. bis
einſchließlich 15. Oktober. Das große Schaufliegen, das
am Sonntag, den 13. Oktober das dreitägige Flugmeeting
einleitet, beginnt ſchon vormittags um 9 Uhr mit dem
Wettbewerb um den Vormittagspreis im Betrage von 400
Mark. Der Beginn der Nachmittagsflüge, die mit dem
Wettbewerb um den Frühpreis im Betrage von 500 Mark
eingeleitet werden, iſt endgültig auf 3 Uhr feſtgeſetzt. Es
werden u. a. Tages= und Dauerkarten ausgegeben. Die
Dauerkarten gelten für den Beſuch des Flugplatzes am
Sonntag, Montag und Dienstag. Außerdem aber werden
zehn Inhaber von Dauerkarten zu Gratispaſſa=
gierfahrten
ausgeloſt. Die Flieger, mit denen
die glücklichen Inhaber der ausgeloſten Dauerkarten in
die Lüfte ſteigen, werden von der Flugleitung beſtimmt
und auch honoriert.
* Eine bayeriſche Flugpoſt. Dieſer Tage
werden vom Aeroklub München und von dem unter dem
Protektorate des Prinzen Ludwig ſtehenden Münchener
Jugend=Fürſorge=Verbande Flugpoſtkarten mit
Flugpoſtmarken ausgegeben werden, welche ebenſo
wie die der im verfloſſenen Sommer auf Anordnung der
Großherzogin von Heſſen veranſtalteten Flug=
poſt
am Rhein und Main ſicherlich großen Anklang finden
und ſpäter auch im Briefmarkenhandel großen Wert er=
langen
werden.
sr. Der Meldeſchluß für die Berliner
Herbſt=Flugwoche in Johannisthal hat
mit achtunddreißig Unterſchriften ein recht gutes
Reſultat ergeben. Auch die Qualität der Beteiligten
läßt nichts zu wünſchen übrig, da faſt alle hervorragen=
den
deutſchen Flieger in Konkurrenz treten werden. Im
einzelnen nannten: Lindpainter, Ago=Doppeldecker, The=
len
, Albatros=Doppeldechr, Rupp, Albatros= Doppeldel=
ker
, Friedrich, A. F. G.=Eindecker, Schauenburg, A. F. G.=
Doppeldecker, Büchner, Aviatik=Doppeldeckep, Füller,
Aviatik=Doppeldecker, Ingold, Aviatik=Eindecker, Oberlt.
Bier, Mars=Eindecker, Hill, Dorner=Eindecker, Häusler,
Cohler=Eindecker, Hartmann, Wright=Doppeldecker, Sedl=
mayr
, Wright=Doppeldecker, W. Müller, Wright= Doppel=
decker
, Boutard, M. B.=Taube, Melly Beeſe. M. B.=Taube,
Fokker, Fokker=Eindecker, Sablatnig, Bomhard=Pfeil= Dop=
peldecker
, Grade, Grade=Eindecker, Hanuſchke, Hanuſchke=
Einſdecler, Krüger, Harlan=Eindecker, Weesler, Harlan
Eindecker, Hirth, Rumpler=Eindecker, Krieger, Jeannin=
Eindecker, R. Schmidt, Kühlſtein=Torpedo, Ahlig, Kühl=
ſtein
=Torpedo, Laitſch, L. V. G.=Doppeldecker, Stöffler
L. V. G.=Doppeldecker, C. Müller, Grade=Eindecker, Bayer=
lein
, Ago=Doppeldecker. Janiſch, Otto=Eindecker, Keidel,
Rumpler=Taube, Roſenſtein, Rumpler=Taube, Mohns,
Wright=Doppeldecker. G Schulze, Schulze=Eindecker,
Schwandt, Grade=Eindecken, Töpſer, Kohnerſt, Dorner=
Eindedker.
H.B. Antwerpen, 24. Sept. Auf dem hieſigen
Flugfelde ſtürzten zwei belgiſche Offiziere,
die auf einem Armee=Aeroplan aufgeſtiegen waren, aus
großer Höhe ab. Der Führer des Apparates, Leutnant
van Loo, erlitt tödliche Verletzungen, während der
andere Offizier, Leutnant Manet, mit leichteren Verwun=
dungen
davon kam.
Sport.
* Die Fußballſpiele der Liga des Weſtkreiſes, die letz=
ten
Sonntag ſtattfanden, zeitigten folgende Ergebniſſe;
Pfalz=Ludwigshofen-Boruſſia=Neunkirchen 311; Phönix=
Mannheim-F. G. 03=Ludwigshafen 211; V. F. R.= Mann=
heim
-Olympia=Darmſtadt 3.0; Kaiſerslautern-Phönix=
Ludwigshafen 310. Ueberraſchend iſt der ſehr knappe Sieg
von Phönix=Mannheim, dem man große Chancen für die
Meiſterſchaft einräumt. Die anderen Reſultate ertſprechen
der Spielſtärke der Mannſchaften. Olympia hat, nach=
dem
ſie am 22. September und 6. Oktober in Ludwigs=
hafen
gegen Phönir bezw. Pfalz angetreten iſt, als nächſten
Gegner auf heimiſchem Grund am 13. Oktober den Fuß=
ballverein
Kaiſerslautern.
* Riga, 24. Sept. Bei dem internationalen Kraft=
wagen
=Rennen Königsberg-Riga erhielten
Baron Mengden mit ſeinem Benz=Wagen den Preis
der Großfürſtin Viktoria Fedorowna und der Deutſche
Reichſtein mit Brennabor=Wagen den Preis der Stadt
Riga,

Handel und Verkehr.

Poſtſcheckverkehr. Vom 1. Oktober ab können
die Inhaber von Poſtſcheckkonten die Beträge der von
ihnen ausgehenden Poſtaufträge und Poſtnachnahmen nach
Oeſterreich unmittelbar, alſo nicht mehr auf dem Wege
über die deutſche Aufgabepoſtanſtalt, ihrem Poſtſcheckkonto
in Deutſchland mittels Poſtanweiſung überweiſen laſſen.
Hierzu iſt erforderlich, daß am Fuße des erſten Teils
des internationalen Poſtauftragsformulars oder bei Nach=
nahmebriefſendungen
unmittelbar unter der Angabe des
Nachnahmebetrags vermerkt wird: Betrag an das Poſt=
ſcheckamt
in H. . . . . zur Gutſchrift auf das Konto Nr. . . .
des N. . . . . in M. . . . .". In abgekürzter Form darf
dieſer Vermerk nicht niedergeſchrieben werden. Enthält
ein Poſtauftrag nach Oeſterreich Wertpapiere für mehrere
Zahlungspflichtige, ſo gilt der Ueberweiſungsvermerk für
alle einzulöſenden Papiere. Bei Nachnahmepaketen
nach Oeſterreich hat der Abſender, der von dem neuen Ver=
fahren
Gebrauch machen will, die mit der Paketadreſſe ver=
bundene
, von ihm vorzuſchreibende Poſtanweiſung unmit=
telbar
an das zuſtändige deutſche Poſtſcheckamt unter An=
gabe
ſeiner Kontonummer in folgender Form zu adreſ=
ſieren
: An das K. Poſtſcheckamt (zur Gutſchrift auf das
Konto Nr. . . . des N. . . . in M. . . . ) in H. . . . (Ort des
Poſtſcheckamts).
Zeichnung auf 1000000 Mark Aktien
der Sachſenwerk, Licht= und Kraft= Aktien=
geſellſchaft
, Niederſedlitz. Nachdem die Zu=
laſſung
des geſamten Aktienkapitals von 4 250000 Mark
der obigen Geſellſchaft an der Leipziger und Dresdener
Börſe genehmigt worden iſt, wird vor der Einführung
ein Teilbetrag von 1000000 Mark durch das Bankhaus
Gebr. Arnhold, Dresden, die Mitteldeutſche Privat=Bank
Aktiengeſellſchaft, Dresden u. Leipzig, und das Bankhaus
H. C. Plaut, Leipzig, am Dienstag, den 1. Oktober, zum
Kurſe von 110½ Prozent, d. i. einem um 1¼ Prozent
hinter dem Tageskurſe zurückbleibenden Kurſe, zur Zeich=
nung
aufgelegt. Das Sachſenwerk hat ſich nach und nach
zu einem außerordentlich leiſtungsfähigen und achtung=
gebietenden
Unternehmen der elektriſchen Branche ent=
wickelt
. Das Werk hat es verſtanden, neben den großen
Elektrizitätskonzernen dank ſeines zielbewußten Vor=
gehens
und der hervorragenden Güte ſeiner Spezial=
fabrikate
ſich einen ausgedehnten Kundenſtamm, der ſich
zum großen Teil aus ſtaatlichen und kommunalen Be=
hörden
, ſowie induſtriellen Kreiſen zuſammenſetzt, zu er=
werben
. Dies dürfte am beſten daraus hervorgehen, daß
die Zahl der Angeſtellten heute bereits 2000 überſchritten
hat. Die Geſamtproduktion betrug im Jahre 1910:
7108 Maſchinen, im Jahre 1911: 10040 Maſchinen; der
Geſamtumſatz des Werkes belief ſich im Jahre 1909 auf
rund 5 400000 Mark, im Jahre 1910 auf rund 7300000
Mark und im Jahre 1911 auf rund 8 500000 Mark, wäh=
rend
zurzeit zirka 11000000 Mark Aufträge inkl. in die=
ſem
Jahre abgerechneter Umſätze vorliegen, gegen rund
9000000 Mark im Vorjahre. Nach Angaben der Direk=
tion
ſind die Werkſtätten in vollem Umfange beſchäf=
tigt
und alle Anzeichen laſſen darauf ſchließen, daß die
Auftragseingänge für die Fabrik ſowohl als auch für die
Inſtallationsabteilung auch weiterhin eine ſteigende
Tendenz beibehalten werden. Hand in Hand mit dem
erweiterten Umſatz ſtieg der Gewinn, der im Jahre 1910
260000 Mark und im Jahre 1911 rund 425000 Mark be=
trug
, und es darf wohl mit Beſtimmtheit auch für 1912
nach der bisherigen Entwickelung ein weiterer Fortſchritt
erwartet werden. An Dividenden verteilte die Geſell=
ſchaft
1909 auf 1500 600 Mark ehemalige Vorzugsaktien
4 Prozent, 1910 auf 1500 600 Mark ehemalige Vorzugs=
aktien
6 Prozent und 1911 auf 4250000 Mark Aktien
6 Prozent. In Anbetracht der vorſtehenden Darlegungen
und des Umſtandes, daß die Geſellſchaft im Verhältnis
zu ihrem Umſatz mit einem außergewöhnlichen kleinen.
Kapital arbeitet, dürfte der für die Emiſſion in Ausſicht
genommene Kurs von 110½ Prozent als billig zu bezeich=
nen
ſein, ganz insbeſondere gegenüber den Kurſen an=
derer
Elektrizitäts=Geſellſchaften, die im Vergleich zu
ihrer Dividende einen weſentlich höheren Kursſtand ein=
nehmen
. Ohne Zweifel ſind auch auf dem Gebiete der
Elektrizitäts=Induſtrie noch ſo große Ausdehnungsmög=
lichkeiten
gegeben, daß dergleichen Aktien auch einen
ſpekulativen Anreiz zu bieten geeignet ſind. Die Zulaſ=
ſung
des geſamten Aktienkapitals an der Berliner Börſe
wird in den nächſten Tagen beantragt werden.

Stimmen aus dem Publikum.

(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in völlem Umfange der Einſender verantwortlich.)
(Wer da der Meinung und Hoffnung war, mit dem
Abſchluß des Gemeinſchaftsvertrags der Stadt Darmſtadt
mit der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft werde der
Hauptzweck desſelben: die Umwandlung der
Dampfbahnen in ſolche mit elektri=
ſchem
Betrieb, bald verwirklicht und der Umbau
energiſch gefördert werden, ſcheint ſich ſchwer getäuſcht
zu haben, denn wenn es in dem Tempo weitergeht, in
dem eben in der Neckarſtraße an der Legung der neuen
Schienen gearbeitet oder vielmehr jetzt wochenlang nicht
mehr gearbeitet wird, ſo werden wir in dieſem und im
nächſten Jahr die Dampfſtraßenbahn nicht einmal in der
Stadt elektriſiert ſehen ganz zu geſchweigen von den
Außenſtrecken. Das gleiche Bild denkbar gemächlichſter
Entwickelung bieten der Bau der Oſtbahnhoflinie
und der Vollzug des Durchbruchs durch den
alten Bahndamm zwiſchen Bismarckſtraße
und Dornheimer Weg; wenn bei letzterem täglich,
wie ſeither, nicht mehr als einige Raummeter Erde abge=
hoben
werden, kann der Durchbruch vielleicht 1920 voll=
zogen
ſein. Wie bei dem Bau unſerer Verkehrsanſtal=
ten
, ſo auch in deren Betrieb: Die für unſere elektriſche
Bahn ſo ſehr notwendigen Anhängewagen man
wird doch nicht auch im Winter mit Sommerwagen fahren
wollen bleiben aus, ſofern ſie überhaupt beſchafft wer=
den
ſollen. Kurz und gut, wo man bei unſeren Darm=
ſtädter
Verkehrsanſtalten hinleuchtet, überall die gleiche
Erſcheinung, überall die Signatur: Nur immer langſam
voran.
Die Photographiebude auf der
Meſſe trägt eine Aufſchrift, die geeignet iſt, das Publi=
kum
irrezuführen und an ſeinem Geldbeutel zu ſchädigen.
Mit überaroßen Buchſtaben wird erklärt: Heſute
hier nur 25 Pfennig und in ganz kleiner, nur in nächſter
Nähe lesbarer Schrift wird das Weſentliche hinzugefügt:
à Perſon bei Gruppenbildern‟ Dann folgt, wieder
etwas deutlicher, die Anzeige: Eine einzelne Perſon
auf einem Bild koſtet 50 Pfennig. In beiden Ecken des
Plakats ſteht: Streng reell! Geſtern ließ ſich meine
Tochter mit noch vier Bekannten in der Bude in
einer Gruppe aufnehmen. Sie waren alle bereit,
ein Bild zu nehmen und je 25 Pfennig zu zahlen.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226

Im Nu waren die fünf Aufnahmen hergeſtellt und
im Handumdrehen waren auch drei von den fünf Bildern
gerahmt, ohne vorherige Frage von ſeiten des
Photographen und ohne jegliche Angabe, daß der Rah=
men
nicht zum Preis gehöre. Plötzlich argwöhniſch ge=
worden
, wurde gefragt, was das Rähmchen, das etwa
einen Wert von 10 Pfennig haben mochte, koſte. Die Ant=
wort
lautete 75 Pfennig. Nun wurde entſchie den
gegen einen Rahmen proteſtiert, ebenſo entſchieden aber
wurde behauptet, das Bild halte ohne Rahmen nicht
und müſſe gerahmt werden. Nur mit Mühe, und in=
dem
ſie die Hand auf die beiden noch nicht gerahmten
Bilder legten, gelang es, das weitere Einrahmen zu
verhindern. Die drei gerahmten Bilder anzunehmen,
erklärte man ſich ſchließlich bereit, um weitere unliebſame
Auseinanderſetzungen zu vermeiden. Als es aber nun
an das Bezahlen ging, merkte man, daß man noch in
einer weiteren Täuſchung befangen war, denn, da fünf
Perſonen auf dem Bild waren, betrug der Preis für
jedes Bild, ohne Rahmen, 1,25 Mark. Erneute
Reklamation wurde mit der höhniſchen Frage zurückge=
wieſen
: Können Sie denn nicht leſen? Alſo koſtete
der kleine Scherz, den man ſich für 25 Pfennig glaubte
leiſten zu können, drei der Teilnehmer je 2 Mark, die bei=
den
anderen, nach energiſcher Gegenwehr gegen das
Rähmchen, je 1,25 Mark, zuſammen alſo 8,50 Mark für
fünf Bilder in Viſitformat.
Ich halte die Frage für berechtigt, ob es der berufenen
Inſtanz nicht möglich ſein ſollte, eine Form der Anzeige
anzuordnen, die das Publikum vor Schaden ſchützt. N.

Auf das in Nr. 224 Ihres Blattes erſchienene
Eingeſandt möchte ich kurz bemerken, daß es in der guten
alten Zeit mit Brunnen in den Häuſern auch noch keine
Badeſtuben, Kloſettanlagen mit Entwäſſerungen, In=
ſtallation
, und auch keine Kanalgebühren gab. Wir müſ=
ſen
danach ſtreben, daß das Waſſer nur der bezahlt, der
es verbraucht, wie es bei allem Konſum der Fall iſt,
und daß dies durchgeführt wird, iſt eine Pflicht der
Bürgermeiſterei und der Stadtverordneten. Es muß
eine gerechte Belaſtung des Waſſerverbrauchs eingeführt
werden.
Ein Hausbelitzer.

Freiherr Marſchall ven Bieberſtein 7.

* Badenweiler, 24. Sept. Heute früh 4 Uhr
15 Minuten iſt im Hotel Römerbad, wo er ſeit einigen
Wochen zur Kur weilte, der deutſche Botſchafter
in London, Freiherr Marſchall von Bieber=
ſtein
, geſtorben.
Die Nachricht vom Tode des deutſchen Botſchafters
in London, von Marſchall, kam vollſtändig überraſchend.
Man wußte allerdings, daß Freiherr von Marſchall lei=
vend
war. Es handelte ſich um ein Leber= und Nieren=
leiden
, man hatte aber von einer ernſten akuten Erkrank=
ung
keine Ahnung, denn man ſah den Botſchafter in der
letzten Zeit öfter auf ſeinen Spaziergängen in der nähe=
ren
Umgebung von Badenweiler. Seit 8 Tagen mußte
er indeſſen das Bett hüten. Der Tod trat heute morgen
infolge Herzlähmung ein. Dem Kaiſer wurde die
Nachricht vom Tode Marſchalls nach Rominten telegra=
phiert
. Dem Großherzog von Baden, der ſich zurzeit in
Badenweiler befindet, wurde über die ernſte Wendung
in dem Befinden des Botſchafters und über deſſen uner=
warteten
Tod ſofort Mitteilung gemacht. Das Fürſten=
paar
hat ſogleich ſeine herzliche Teilnahme zum Aus=
druck
gebracht. Die Leiche des Freiherrn von Marſchall
wurde nach ſeinem in der Nähe von Freiburg gelegenen
Gut Neuershauſen gebracht. Ueber die Beiſetzungs=
feierlichkeiten
ſind noch keine näheren Anordnungen ge=
troffen
.
Freiherr von Marſchall war am 12. Oktober 1842 in
Karlsruhe geboren. Er ſtudierte in Heidelberg und Frei=
burg
, wurde 1871 Amtsrichter in Schwetzingen und ſo=
dann
Staatsanwalt in Mosbach, von wo er 1872 nach
Mannheim verſetzt wurde. 1879 wurde er Landgerichts=
rat
und 1882 Erſter Staatsanwalt; von 1875 bis 1893
war er Mitglied der Erſten Kammer Badens und von
1878 bis 1881 Mitglied des Reichstags für den 10. badi=
ſchen
Wahlkreis. Im Jahre 1883 erfolgte ſeine Beruf=
ung
zum badiſchen Geſandten in Berlin und zum Bevoll=
mächtigten
beim Bundesrat. Von 1884 bis 1890 war er
Mitglied des Reichsverſicherungsamts. Am 1. April
1890 erfolgte ſeine Ernennung zum Staatsſekretär des
Auswärtigen Amtes und zum Wirklichen Geheimen Rat
am 30. Oktober 1894 ſeine Ernennung zum preußiſchen
Staatsminiſter und Mitgliede des Staatsminiſteriums.
Damals veranlaßte er den vielgenannten Tauſch=Prozeß,
der ſich gegen die politiſche Polizei richtete. Nachdem
er Ende Juni 1897 von ſeinen Aemtern zurückgetreten
war, wurde er am 18. November desſelben Jahres zum
deutſchen Botſchafter in Konſtantinopel ernannt. 1907 ver=
trat
er Deutſchland als Erſter Delegierter auf der zwei=
ten
Haager Friedenskonferenz. Am 15. Mai 1912 wurde
Freiherr von Marſchall zum deutſchen Botſchafter in Lon=
don
ernannt.
Freiherr von Marſchall hat ſich als Botſchafter in
Konſtantinopel große Verdienſte um die Herſtellung
freundſchaftlicher Beziehungen zwiſchen Deutſchland und
der Türkei erworben und dadurch das Anſehen und die
Stellung Deutſchlands in der Türkei ſehr gehoben. Seine
Abberufung von ſeinem Poſten in Konſtantinopel war
deshalb eine unliebſame Ueberraſchung und man ſah ihn
ungern von dort ſcheiden. Auf ſeine Berufung auf den
Londoner Botſchafterpoſten hatte man große Hoffnungen
geſetzt.
* Badenweiler, 24. Sept. Zum Ableben
des Freiherrn von Marſchall wird noch be=
richtet
: Der Botſchafter war ſchon bei ſeinem Eintreffen
in Badenweiler leidend. Obwohl er ſich auch noch kürz=
lich
auf der Kurpromenade ſehen ließ, wurde doch ſchon
geſtern das Schlimmſte befürchtet. In Gegenwart der
Frau, der Tochter und der beiden jüngeren Söhne, ſo=
wie
des behandelnden Arztes, Hofrats Schwöre, verſtarb
er heute morgen kurz nach 4 Uhr an Herzſchwäche. Der
in der Sommerreſidenz weilende Großherzog von Baden
ſprach heute vormittag den Angehörigen ſein Beileid
aus. Die Kurverwaltung hat für heute alle Veranſtalt=
ungen
abgeſagt. Die Autopſie hat ſtarke Veränderungen
des Herzens ergeben, doch waren auch die übrigen Or=
gane
in Mitleidenſchaft gezogen. Die Ueberführung der
Leiche nach dem Familienaut Neuershauſen bei Freiburg
findet nachts ſtatt. Die Beiſetzung erfolgt vorausſichtlich
am Donnerstag.

Anſprache des Kaiſers Franz Joſef an die
Delegationen.

* Wien, 24. Sept. Bei dem feierlichen Empfang
der Delegationen in der Hofburg beantwortete
der Kaiſer die Huldigungsanſprachen der beiden Dele=
aationspräſidenten
wie folgt: Mit Befriedigung nehme

ich die Verſicherung Ihrer treuen Ergebenheit entgegen
und ſage Ihnen hierfür meinen wärmſten Dank. Unſere
Beziehungen zu allen Mächten tragen fortdauernd einen
durchweg freundſchaftlichen Charakter. Geſtützt auf unſer
enges und durch viele Jahre bewährtes Bündnis rekt
dem Deutſchen Reiche und mit Italien wird unſere aus=
wärtige
Politik nach wie vor von dem Beſtreben ge=
leitet
, bei Wahrung der Intereſſen der Monarchie zur Er=
haltung
des Friedens beizutragen. Mit aufrichtiger
Sympathie verfolgen wir die Bemühungen italieniſcher
und türkiſcher Staatsmänner, im Wege einer gerechten,
unverbindlichen Ausſprache eine für beide Teile ehren=
volle
Friedensbaſis zu finden. Angeſichts der ungeklär=
ten
Lage im nahen Orient hat meine Regierung einen
Gedankenaustauſch unter den Mächten angeregt, welcher
den einmütigen Wunſch aller Beteiligten ergeben hat, die
Ruhe und den Status quo auf dem Balkan erhalten zu
ſehen. Durch die neuen Wehrvorlagen hat unſere Armee
und unſere Marine eine erfreuliche Stärkung der Frie=
densbeſtände
erfahren, wobei für die Mehrzahl der
Wehrpflichtigen namhafte Erleichterungen bei Erfüllung
ihrer aktiven Wehrpflicht eingetreten ſind. Die dies=
jährigen
Anforderungen meiner Kriegsverwaltung wer=
den
bei Rückſichtnahme auf die finanzielle Lage der bei=
den
Staaten auf das unbedingt erforderliche Maß be=
ſchränkt
. Die dank Ihrer Opferwilligkeit in Angriff
genommene Ausgeſtaltung unſerer Kriegsmarine wird
unſere Flotte in die Lage ſetzen, den ſteigenden Bedürf=
niſſen
im Schutze unſerer wirtſchaftlichen Intereſſen in
erhöhtem Maße zu entſprechen. Von dem Vertrauen be=
ſeelt
, daß Sie mit gewohntem patriotiſchem Eifer an
Ihre Aufgaben herantreten werden, wünſche ich Ihren
Arbeiten gedeihlichen Erfolg und heiße Sie herzlichſt
willkommen.

Die engliſche und die ruſſiſche Flotte
in der Oſtſee.

* Der Köln. Ztg. wird aus Paris geſchrieben:
Wenn es noch eines Beweiſes dafür bedurft hätte, daß
die anfänglichen Verſicherungen der führenden franzöſi=
ſchen
Blätter, die Vereinigung der franzöſi=
ſchen
Seemacht im Mittelmeer habe keine
internationale politiſche, ſondern nur eine techniſch ſtra=
tegiſche
Bedeutung, leeres Gerede waren, ſo liefert die=
ſen
Beweis heute der Temps. Das Blatt widmet ſei=
nen
heutigen Leitartikel der Fahrt der engliſchen Flotte
in die Oſtſee und ihrer Begegnung demnächſt mit der
ruſſiſchen Flotte vor Reval, nachdem auch dieſe zuvor
Kopenhagen beſuchte. Die Begegnung der beiden Flotten
vor Kopenhagen ſelbſt, führt der Temps aus, hätte eine
zu bezeichnende militäriſche und internationale Bedeut=
ung
gehabt, um als zweckmäßig zu erſcheinen. Aber auch
ſchon die verabredete Fahrt der beiden Flotten, der eng=
liſchen
von Weſten und der ruſſiſchen von Oſten, auf ihren
natürlichen Vereinigungspunkt hin, meint das Blatt,
wäre der Aufmerkſamkeit der Dänen nicht entgangen.
Welche internationale Bedeutung aber dieſe Fahrt der
beiden Flotten und ihre Begegnung habe, das legt der
Temps dann folgendermaßen dar:
Die ſo gewählten Wege der beiden Flotten tragen
nicht im entfernteſten eine ſtrategiſche Offenſive in ſich,
ſie entſpringen keinen neuen politiſchen Kombinationen.
Aber bei dem augenblicklichen Stand der Bündniſſe und
Einvernehmen vervollſtändigen ſie in bezeichnender Weiſe
die politiſchen Schritte, die in der letzten Zeit unter=
nommen
wurden, und ſie geben uns eine Art Erläuter=
ung
zu den ſchwebenden diplomatiſchen Verhandlungen.
Man weiß, daß der Abſchluß eines franzöſiſch=
ruſſiſchen
Flottenabkommens und die Zu=
ſammenziehung
der franzöſiſchen Flotte im Mittelmeer
gleichzeitig erfolgten mit dem Beſuch Poincarés in
Petersburg. Heute ſieht man ein engliſches Geſchwader
nach Reval fahren, um den Flaggengruß mit einem ruſſi=
ſchen
Geſchwader in dem Augenblick auszutauſchen, wo
Saſonow Balmoral verlaſſen wird. Alle dieſe mitein=
ander
verknüpften Tatſachen entſpringen nur einem ein=
zigen
Geſetze und haben ein und dieſelbe Urſache, näm=
lich
: die Streitkräfte gehorchen den Eingebungen der
Politik und verdolmetſchen durch ihre Bewegungen die
Bemühungen, die gemacht werden, um ſie zum Zwecke
eines beſſeren Gleichgewichts und einer ſicheren Aufrecht=
erhaltung
des Friedens vereint wirken zu laſſen. In
dieſer Hinſicht gehören von nun an die ruſſiſche Flotte
im Baltiſchen Meer und die engliſche in der Nordſee zu
einem und demſelben unauflöslichen Syſtem. Sie müſſen
alſo auf derſelben Wagſchale gewogen werden. Dieſes
Abwägen zwingt ſich um ſo mehr in dem Augenblick auf,
wo Frankreich die Verteilung ſeiner Streitkräfte zur
See verändert und wo es ihren Schwerpunkt verlegt.
Durch die Vereinigung dieſer Streitkräfte zur See im
weſtlichen Mittelmeer unter Anpaſſungean ſeine afrika=
niſche
Politik, ſchafft es eine neue Sachlage, und es be=
tont
dadurch gleichzeitig die gegenwärtigen Aufgaben
ſeines Verbündeten im Baltiſchen Meer.
Noch geſtern ſuchte das Journal des Débats aber=
mals
die Welt dahin zu belehren, daß der Vereinigung
der geſamten franzöſiſchen Seemacht im Mittekmeer
keinerlei politiſche Bedeutung zukomme. Man wird ſelbſt
in Frankreich diejenigen mit der Laterne ſuchen müſſen,
die dies noch glauben. Was die Ausführungen des
Temps über die augenblicklich von der ruſſiſchen und eng=
liſchen
Flotte veranſtalteten Kundgebungen angeht, ſo
hat ihre Darlegung und Betonung in eben dieſem Augen=
blick
natürlich den Zweck, die Bedeutung und die Auf=
gaben
des Beſuches des Herrn Saſonow in London in
der gleichen Richtung für die Ziele des enaliſch=ruſſiſchen
Einvernehmens nach den franzöſiſchen Vorſtellungen und
Wünſchen zu unterſtreichen.

Vermiſchtes.

Dresden, 24. Sept. Am 27. September d. J.
feiert die Firma Compagnie Laferme, Tabak=
und Zigaretten=Fabriken, ihr 50jähriges Beſtehen. Aus
dieſem Anlaß gelangte eine Feſtſchrift zur Ausgabe
und es wurde eine beſondere Jubiläums=Zigarette fabri=
ziert
, der hervorragende Eigenſchaften nachgerühmt wer=
den
. Die Feſtſchrift gibt nach einer intereſſanten Dar=
ſtellung
über die Geſchichte des Rauchens im allgemeinen
und der Zigarette im beſonderen einen Einblick in die
großartigen Fabrik= und Verſandräume der Firma.

Literariſches.

Muſikergeſchichten von Ran Soehle, Ru=
dolf
Hans Bartſch, Wilhelm Schmidtſohn, Ernſt von Wol=
zogen
. Mit einer Einleitung von Dr. Richard Batka.
(Hausbücherei Band 38) Verlag der Deutſchen Dichter=
Gedächtnisſtiftung Hamburg=Großborſtel, 159 Seiten
Preis gebunden 1 Mk. Endlich einmal ein Buch unter den
zahlreichen Neuerſcheinungen, das von der Muſik her einen
vollen Klang von echter Innerlichkeit bekommen hat, der
noch lange in dem Leſer nachſchwingt!

Darmſtadt, 25. September.

Vom Großh. Hoftheater. Heute, Mittwoch, gelangt
als 14. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. A. 4, Gucks
Iphigenie in Aulis zur erſten Wiederholung.
Morgen geht Moliére=Vollmöllers George Dan=
din
mit der Muſik von Einar Nilſon in Szene. Die
muſikaliſchen Zwiſchenſpiele, die eine Art Rokoko=Oper
im Schauſpiel darſtellen, haben auch hier weſentlich zum
Erfolg des Dandin beigetragen. Dieſe zweite Auffüh= der Komödie, die als 15. Abonnementsvorſtellung,
Buchſt. D 4, ſtattfindet, beginnt um 7½ Uhr. Für Frei=
tag
iſt als 16. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. C 4, die
zweite Wiederholung des Gardeoffizier angeſetzt.
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin hat mit hohem
Beſuch der Dienstagsaufführung des Molnarſchen Luſt=
ſpiels
beigewohnt. Samstag wird Eugen d’Alberts
Tiefland wieder ins Repertoire aufgenommem.
Die erſte Operettenvorſtellung der Spielzeit findet am
Sonntag ſtatt. Offenbachs Schöne Helena ge=
langt
in vollkommen neuer Ausſtattung nach 2 Pauſe zur Aufführung. Neben
erſten Opernkräften des Hoftheaters ſind ſämtliche Ko=
miker
in großen Aufgaben beſchäftigt. Die Wiederauf=
nahme
der Schönen Helena in Berlin, München und
anderen Städten hat überall die Lebenskraft bewieſen,
die dieſem Meiſterwerk Offenbachs innewohnt.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 24. Sept. Die Ausſtellung Die
Frau in Haus und Beruf ſchließt mit einem
Ueberſchuß von 166770,87 Mark, über deren Ver=
wendung
nach dem Zuſammentritt der betreffenden Or=
gane
entſchieden werden wird. Auf den Bericht des
Vorſitzenden an die allerhöchſte Protektorin iſt aus dem
Kabinett folgende Antwort eingetroffen: Ihre Majeſtät
die Kaiſerin und Königin haben mit großem Interene
den eingereichten Bericht über die Ausſtellung Die Frau
in Haus und Beruf entgegenzunehmen geruht und haben
mich beauftragt, Ihnen, ſehr geehrte gnädige Frau, aller=
höchſt
ihren Dank für die Leitung der Ausſtellung auszu=
ſprechen
und Sie zugleich zu erſuchen, den Ausdruck des
allerhöchſten Dankes auch den übrigen Damen und
Herren, die durch ihre treue und mühevolle Mitarbeit an
dem ſo erfolgreichen Gelingen des Werkes beigetragen
haben, zu übermitteln. gez. Spitzenberg.
* Nordhauſen, 24. Sept. In dem Kaliſchacht Heye
bei Kleinfurra ſind geſtern nachmittag zwei Bergleute
durch niedergehendes Salz verſchüttet worden. Nach
längeren Bemühungen gelang es, beide als Leichen
zu bergen. Der eine von ihnen hinterläßt eine Frau und
vier minderjährige Kinder.
* Schwarzau am Steinfelde, 24. Sept. Prinz Rena=
tus
von Bourbon und von Parma liegt im
Sterben. Die Kataſtrophe wird ſtündlich erwartet. Die
herzogliche Familie iſt verſammelt.
* Haag, 24. Sept. Geſtern iſt hier auf Anzeige eines
deutſchen Schankwirtes der 43 Jahre alte Kaſſenbote
Heinrich, der im Mai bei einem Düſſeldorfer Bank=
hauſe
200000 Mark unterſchlagen hatte, verhaftet wor=
den
. Heinrich war ſeinerzeit in Konſtantinopel verhaftet
und an Deutſchland ausgeliefert worden, aber vorgeſtern
aus Düſſeldorf entflohen.

H.B. Berlin, 24. Sept. Der Prozeß Borchardt=
Leinert nahm heute vormittag, wiederum bei großem
Andrange, ſeinen Fortgang. Rechtsanwalt Wolfgang
Heine begann mit ſeinem Plädoyer. Er ſuchte den Nach=
weis
zu führen, daß kein Hausfriedensbruch vorliegt und
ging auf die ſtaatsrechtliche Seite der Angelegenheit aus=
führlich
ein. Der vom Abgeordneten Borchardt geleiſtete
Widerſtand ſei lediglich berechtigte Notwehr geweſen. Der
Verteidiger ſucht an der Hand mehrerer Entſcheidungen
des Reichsgerichts den Nachweis zu erbringen, daß die
Polizei nicht im Rahmen ihrer Zuſtändigkeit handelte, als
ſie den Auftrag des Präſidenten ausführte. Auf Antrag
der Verteidigung iſt zu Samstag der Vizepräſident des
Abgeordnetenhauſes, Porſch, geladen. Er ſoll bekunden,
daß Präſident v. Erffa ihm geſagt habe, er habe Vorchardt
hinausführen laſſen, nicht weil er eine weitere Gefährdung
der Ordnung befürchtete, ſondern um die Autorität des
Hauſes zu wahren. Außerdem ſoll der Briefwechſel, der
im Jahre 1910 bei der Beratung des Paragraphen 64 der
Geſchäftsordnung zwiſchen dem Miniſter des Innern und
dem Präſidenten des Abgeordnetenhauſes, v. Kröcher, ſtatt=
gefunden
haben ſoll, herangezogen werden, wonach der
Miniſter Bedenken geäußert habe, daß dem Präſidenten
die Befugnis zuſtehen ſolle, den Wiedereintritt eines aus=
geſchloſſenen
Abgeordneten in den Sitzungsſaal zu ver=
hindern
.
Die Urteilsverkündung wurde auf Sams=
tag
, den 28. September, nachmittags 1 Uhr, vertagt.
Potsdam, 24. Sept. Das Urteil in dem Prozeß
wegen Betrügereien beim Kaiſerpreisſchie=
ßen
lautet: 104 Grenadiere zwei Tage Mittelarreſt, 11 je
drei Tage, einer fünf, einer wurde freigeſprochen. Unter=
offizier
Huttenberg vier Monate Gefängnis, der Feld=
webel
drei Wochen gelinden und zehn Vizefeldwebel und
Unteroffiziere je zwei Wochen gelinden Arreſt. Kom=
pagniechef
Hauptmann v. Schlichting acht Tage Stuben=
arreſt
.
Falkenberg i. Mark, 24. Sept. In Zemmin
wurde vor einiger Zeit eine Gasquelle entdeckt, die
von ganz bedeutender Stärke war. Der Eigentümer will
das Gas zum Betriebe landwirtſchaftlicher Maſchinen für
den Hausgebrauch verwenden.
London, 24. Sept. Der Induſtrielle Macrow. mit ſeinem Automobil beim Ueberqueren eines
Schienenſtranges von einem Güterzuge erfaßt. Das Auto=
mobil
wurde vollſtändig zertrümmert, Macrow ſelbſt und
ſein Chauffeur getötet.
Warſchau, 24. Sept. Auf der Bahnſtation des
Jagdſchloſſes Spala, wohin die Familie des Zaren dem=
nächſt
überſiedelt, wurde aus einem Gepäckwagen des
Hofmarſchallzuges durch das Dach hindurch 120 Pfund
Tafelſilber geſtohlen, das zur kaiſerlichen Tafel
gehörte.
New=York, 24. Sept. Drei bewaffnete Auto=
mobilbanditen
ſchlugen am hellen Tage den Pro=
duktenhändler
Popper auf dem Wege zur Bank nieder und
erbeuteten 10000 Mark. Die Polizei eröffnete auf die
fliehenden Räuber ein lebhaftes Revolverfeuer, doch ge=
lang
es nicht, auch nur einen zu faſſen.

Hei akuten und chroniſchen Durchfällen der Kinder
und Erwachſenen hat ſich Kufeke als leicht ver=
dauliche
, die Ernährung regelnde Koſt ſeit Jahrzehnten
glänzend bewährt, denn es führt dem Körper die
nötigen Nährſtoffe zu, ohne Magen und Darm von
(19942f
neuem zu reizen.

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 7.

as Spezialhaus für Damen-Konfektion
HERMIANN BERGEn, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren mög-
lichst
billig zu liefern. : : ::

it Beginn der kühleren Jahreszeit iſt es an der
M Zeit, mit einer Lebertran=Kur zu beginnen. Die
vorzüglichen Eigenſchaften dieſes beſten und natürlichſten
Haus= und Heilmittels ſind bekannt. Wer Kinder und
eine Familie hat, ſollte dieſen die Wohltaten einer Kur
während der Winter=Monate zugute kommen laſſen. Er
fehlt als Haus= und Heilmittel faſt in keiner Familie,
ſobald die kühlere Jahreszeit beginnt. Auf den Leber=
tran
, den die Firma Apotheker Wilh. Lahuſen
in Bremen ſeit 25 Jahren in den Handel bringt, ſei
hierdurch hingewieſen. Dieſer iſt als ein vervollkommneter
und vervollſtändigter Lebertran zu bezeichnen, dem zur
Erhöhung der Wirkſamkeit bei einer größeren Anzahl
von Krankheiten das energiſch aufs Blut wirkende Jod=
Eiſen chemiſch hinzugefügt iſt. Es iſt der Lahuſens
Jod=Eiſen=Lebertran mit Schutznamen Jo=
della‟
. Die Firma iſt gern bereit, auf Wunſch
Näheres mitzuteilen. Jodella iſt in allen Apotheken
zu haben.

Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.

Aus dem Geſchäftsleben.

Rudolf Gericke in Potsdam, Hoflieferant Sr.
Maj. des Kaiſers, hat hierſelbſt bei Ernſt Breimer,
Hoflieferant, Eliſabethenſtraße 14, und Gg. Wilh.
Weidig Nachf., Oskar & Ernſt Matzelt, Hoflieferanten,
Schulſtraße 4, eine Verkaufsſtelle ſeines berühmten
Ambroſia=Brotes nach Profeſſor Graham, Am=
broſia
=Schnitten=Pumpernickels, Ambroſia=Cakes u. Pots=
damer
Zwiebacks, worauf die Herren Aerzte beſonders
aufmerkſam gemacht werden.
Für Jedermann iſt Kathreiners Malzkaffee
das beſte Getränk, denn er hat den nicht hoch genug
anzuſchlagenden Vorteil, daß ihm jegliche ſchädliche Wir=
kung
auf Herz und Nerven vollkommen fehlt. Für
Nervöſe, Herzkranke und Magenkrauke iſt er daher be=
ſonders
geeignet; aber auch Millionen geſunde Menſchen
geben Kathreiners Malzkaffee ſeiner Billigkeit, Aus=
giebigkeit
und ſeines Wohlgeſchmackes wegen ſeit nahezu
25 Jahren den Vorzug.

Gsttesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.

Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Laubhüttenfeſt.
Mittwoch, den 25. September:
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 30 Minuten.
Donnerstag, den 26. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Predigt 9 Uhr
20 Min. Abendgottesdienſt 7 Uhr.
Freitag, den 27. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Abendgottesdienſt
(Sabbatanfang) 6 Uhr 15 Minuten.
Samstag, den 28. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang 7 Uhr.
Gottesdienſt an den Wochentagen:
Morgens 6 Uhr 45 Min. Abends 5 Uhr 30 Min.

Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
geſellſchaft
.
Sukkaus=Feſt
Donnerstag, den 26. September:
Vorabend 6 Uhr. Morgens 7 Uhr 45 Min. Nach=
mittags
4 Uhr. Abends 7 Uhr.
Freitag, den 27. September:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr 40 Min.
Samstag, den 28. September:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 4 Uhr. Sabbat=
ausgang
7 Uhr
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 29. Sept., an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 5 Uhr 30 Min.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet bedeckt noch immer Nord=
europa
. Tiefdruckgebiete liegen über Island und dem
Mittelmeer. Heute morgen iſt das Wetter in Deutſch=
land
meiſt trüb bei mäßigen Temperaturen. Nieder=
ſchläge
ſind verbreitet, jedoch in geringer Menge nieder=
gegangen
. Wir befinden uns in Heſſen an der Grenze
zwiſchen Hoch und Tief, ſo daß wir mit dem wechſeln=

den Einſtuß zu rechnen haben, zumal über Südweſt=
deutſchland
ein Fallwirbel liegt.
Ausſichten für Mittwoch, den 25. September:
Wechſelnd bewölkt, geringe Niederſchläge, Temperatur
wenig geändert.

Onstähdrshärstähe
Statt Karten.
Die Geburt eines gesunden
Töchterchens
zeigen an
(20012
Stabsarzt Dr. Krahn.
Frau Elly Krahn, geb. König.
Wesel, den 22. September 1912.
Geahsnsnsgahsnse

Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren lieben Sohn, Bruder und Enkel
Joseph
nach kurzem Leiden im Alter von 5½ Jahren
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen. (19973
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Schambach u. Frau.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet am Donnerstag nachmit=
tag
3¼ Uhr, vom Portale des Friedhofs aus,
ſtatt.

Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Geſtern morgen 7 Uhr verſchied nach
ſchwerem Leiden unſere liebe Großmutter und
Schwiegermutter
(*7079
Frau Dorothea Schmitt Wwe.
geb. Kirſchner
im Alter von 81 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Karl Schmitt Wwe. und Kinder.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
3½ Uhr, vom Portale des Beſſunger Friedhofes
aus, ſtatt.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere gute, liebe Schweſter, Schwägerin, Tante,
Großtante und Nichte
(19957
Karoline Stieler
nach langem, ſchwerem Leiden, wohlvorbereitet
durch den öfteren Empfang der hl. Sakramente,
heute morgen um ½ 8 Uhr in ein beſſeres Jen=
ſeits
abzurufen.
Im Namen der Hinterbliebenen
die trauernden Geſchwiſter:
Auguſt Stieler, Oberſt,
Anna Stieler,
Thereſe Stieler, Lehrerin,
Heinrich Stieler, Reg.=u. Baurat,
Louiſe Stieler, Lehrerin.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt Donnerstag, den
26. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Sterbe=
haus
, Hügelſtr. 32 aus. Das Seelenamt wird
gehalten in St. Ludwig am 27. ds. Mts.,
8¼ Uhr.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7 Uhr: Iphi=
genia
in Aulis.
Lichtbilder=Vortrag um 8½ Uhr im Kaiſer=
ſaal
(Thema: Petrus der Fels).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Perkeo um
8 Uhr.
Ausſtellung Der Menſch im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der Mathil=
denhöhe
(geöffnet von 106 Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Der
Untergang des Torpedobootes C 171; die Unterſee=
bootsflottille
in Wilhelmshaven; die große Prozeſſion
während des Euchariſtiſchen Kongreſſes in Wien; zu
den Vorgängen im ungariſchen Abgeordnetenhauſe.

Verſteigerungslalender.
Donnerstag, 26. September.

Ladeneinrichtung= uſw. Verſteigerung um
11 Uhr Rheinſtraße 37.
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der Train=
kaſerne
(Eſchollbrückerſtraße).
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Dra=
goner
=Kaſerne (Regt. Nr. 23).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Vir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem Ab-
leben
unseres I. Vorsitzenden
(*7140
Herrn Kammermusiker Aifred Hayn
Kenntnis zu geben.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. September, um 3½ Uhr nach-
mittags
, vom Elisabethenstift aus, statt.
Darmstadt, den 25. September 1912.
Der Schachklub Darmstadt.

Raſch waſchen kann eine Haus=
frau
nur bei Verwendung von
Giotil, indem dabei das
und Reiben
Einseifen der Wäſche,
ſowie die Raſenbleiche wegfällt.
Nur ½ Stunde mit Giotil gekocht
und die Wäſche iſt rein und ſchnee=
weiß
. Giotil, vollſtändig unſchädlich,
per ½ Paket nur 30 Pfg.
Fabrikanten Hanauer Seifenfabrik
J. Gioth, G. m. b. H. Niederlagen:
Carl Steinhäuser, Germania=
Drogerie, Carl Dreste, Karl=
(V19735
ſtraße 81.

Guterh. Kleider v. n. beſſ. Fam.
f. 16 jähr. Jungen z. kauf. geſucht.
Offert. unt. § 77 a. d. Exped. (*7078

errenwäſche zum Glanzbügeln
wird angenommen Soder=
(*7131
ſtraße 31.

Tapezier und Polſterarbeiten
werden ſauber und billig aus=
geführt
Adolf Krug, Mauer=
(*6895od
ſtraße 10.

Nüch PROFESSOR GRAHAM-

ferfträcht or Sehuhengtintangen
Sthon mongaſs Fri.
MEchbait
Ernst Breimer, Hofl., Elisabethenstr. 14.
Gg. Wilh. Weidig Nachf. Oskar u. Ernst
Matzelt, Hofl., Schulstr. 4. VII19934

Loderner neuer Ueberzieher,
Mmittl. Figur, zu verkaufen
(*7097
Heinheimerſtr. 20, II., r.

Mepl & John, Hanafaktarwaren. (14900a

Existenz!
Kleines gutgehendes Kolonial=
waren
=Geſchäft für einzelne Per=
ſon
umſtändehalber ſofort abzu=
geben
. Offerten unter § 63 an
die Exped. ds. Bl.
(*7023ms

Mit dem Sitz in Darmſtadt
ſuche ich ält., beſteingeführtes
Waren-Agentur-
Geschaft
käuflich zu erwerben u. bitte
um gefl. Angebote mit An=
gabe
des äußerſten Kauf=
preiſes
. Gefl. Off. unt. § 40
an die Exp. erb. (19922ms

etrag. Koſtüme und Jacken
billig zu verkaufen Grafen=
(*7096
ſtraße 6, II.

(Räde), zimmerrein, ver=
Boxer kauft Jos. Heeß jr.
Beckerſtraße 33, part. (*6777sms

Umerte

Ginfamilienhaus billig zu verk.
oder zu vermieten. Angebote
unter § 35 an die Exp. (19858a

Arheilgen
zunächſt der Main=Neckarbahn
neues Haus, 2X3 Zimmerwohn.,
Balkon, Gas, Waſſerleitung, Garten
per ſofort zu verkaufen. Näheres
Seb. Schmitt, Dieburg. (16686a

im Martinsviertel, zu jedem Ge=
ſchäft
geeignet, nebſt ſchönem Hof,
bei kleiner Anzahl. ſof. ſehr billig
zu verkaufen durch das Immo=
bilien
= und Hypotheken=Büro von
Fr. Hoth. Martinſtr. 101. (B20006

Neuerbaute Villa zum Alleinbe=
wohnen
, 9 Wohnräume, mit reich=
lichem
Zubehör, Zentralheizung,
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per 1. Oktober zu beziehen.
Auskunft erteilen
(17435a
Paul Wolf & Co., G.m. b. H.
Rheinſtraße 51.

Wirtſchaft m. Metzg. i. Arheilgen
2 per 15. Okt. zu verp. (19529a
Näheres Brauerei Dischinger.

Seer

Nürnberger Spar= u. Darlehns=
bank
, e. G. m. b. H., Nürnberg, gibt
an ſolv. Leute jed. Standes (19293m
Kredit bis Mk. 1000.-

Ihrenhafte ſichere Perſonen er=
halten
Darlehn, evtl. in 24
Stunden ohne Bürgſchaft. Viel=
hunderte
erhielten bereits. Keine
Auskunftsgebühr! (Hypotheken,
Sanierungen, Erbſchaften jeder
Art. Castner, Berlin= Weid=
mannsluſt
Nr. 26. (14409E

Garlehen v. 100 Mk. geſ. geg.hohe
Zinſ. u. pktl. mtl. Rückz. Gefl. Off.
unt. § 64 an die Exp. (*7029

ſer leiht einer Beamtenfamilie,
Wdie d. Krankh. in Not geraten
60 Mk. Pünktl. monatl. Rückz. v.
10 Mk. Off. u. § 84 a. d. Exp. (*7105

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Strümpfe

und

Ausehale

Diese beiden Artikel, denen wir ganz besondere Aufmerksamkeit schenken,
bringen wir in grossen Posten aussergewöhnlich billig.

Tadelloser Schnitt!
Strümpfe
Damenstrümpfe
Damenstrumpf, Wolle, Ia Qualität, vorzüglich im
. Paar
Tragen
Damenstrumpf, Wolle, vorzügliche Ware, mit ver-
stärkter
Spitze und Ferse . . . . . Paar
Damenstrumpf, Wolle, prima Qualitäten . . Paar
Kinderstrümpfe
reine Wolle, gute Qualität, vorzüglich im Tragen
Grösse 1

98
1.50

schwarz
u. braun 45 55 60 65 70 80 65 90 95

Herren-Socken

Wolle, in schwarz, braun und farbig,
solide Qualitäten . . . . Paar 60, 60, 95

Grösste Haltbarkeit!
Manusehule
Damen-Handschuhe
für den Uebergang in allen gangbaren Grössen,
solides Fabrikat, in schwarz, weiss und
farbig . .
. . Paar 1.25 38
Herren-Handschuhe
für den Uebergang, dauerhafte Trikotgewebe, aus-
gezeichnet
im Tragen, alle gangbare Farben
und Grössen
Paar 1.75 65
Kinder-Handschuhe
weiss, schwarz u. farbig, gestrickte sowie Trikothandschuhe
Grösse

Preis

20 50 35 40 45 50

Weiblich

Junge, kinderl Frau mit guter
Handſchrift ſucht ſchriftliche Arb.
für zu Hauſe. Offert. unt. § 38
an die Expedition ds. Bl. (*6951im

Fräulein, in Stenographie und
Schreibmaſchine bewandert, ſucht
Stelle. Offerten unter § 79 an
die Exped. ds. Bl. erb. (*7074ms

Tüchüge Schneiderin
empfiehlt ſich den geehrten Herr=
ſchaften
, pro Tag 3.50 Mk. mit
Hilfe. Näheres Exped. (19967md

ucht noch
Hausſchneiderin Kunden. Iſt
erfahren u. perfekt in jed. Damen=
ſchneiderei
, auch Mäntel. A. Wunſch
Refer. Off. u. § 85 Exped. (*7118

Tüchtige Schneiderin ſ. Heim
arbeit j. A. für Geſchäft. Offerten
unter A. H. Beſſungerſtr. 66,
H. 3. St. l. erbeten.
(*7028

Perf. Weißzeugnäherin
nimmt noch Kund. an; ſpeziell em=
pfiehlt
ſie ſich i. Anf. v. Herrenhemd.
Kaſinoſtr. 17, II., r. (*7132mds

Friſeuſe nimmt noch Kunden
an, bei billigſter Berechnung Neue
Ireneſtraße 71, 3. Stock, Ecke
(*6763sms
Mollerſtraße.

Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche, Kranken=
pflege
und Vorleſen durchaus er=
fahren
und beſitzt die beſten Zeug=
niſſe
. Näh. in der Exped. (18745a

Frau ſucht morg. 2-3 St. Lauf=
dienſt
Dieburgerſtr. 42, Stb., I. (*7060

Erf. Fröbel=Erz. ſucht einige
Stunden Beſchäftigung (*7063
Näh. Exped.

20jähr. Kindergärtnerin ſucht
tagsüber Stelle zu Kindern. Off.
u. § 88 an die Exped. (*7109

Frau ſucht Laufdienſt Schloß=
(*7035
gaſſe 28.

Unabh. Laufmädchen ſ. Stelle,
geht auch in Reſtaurant. Zu er=
fragen
Luiſenſtr. 8, 1. St. (*7044

Aelt. unabh. Mädch. ſucht mit=
tags
Beſch. Teichhausſtr. 38, p. (*7043

Alleinſt. Frau in mittl. Jahren
ſucht Stelle bei einz. Herrn oder
als Köchin, in allen Zweigen des
Haushalts erfahren Schloßgarten=
(*7134
ſtraße 41, II.

welch. bürgerl.
Mädchen, kochen kann,

ſucht Stellung.
ſtraße 110, I.

Näheres

Karl=
(*7130

ännlich

Junger Mann

Anfänger der Stenographie und
Schreibmaſchine, ſucht Stellung a. e.
Bureau. Offert. u. 890 Exp. (*7119

Aber Jahre, ſucht
Mann, Stell. als Heizer,
auch mit elektr. Licht vertraut, gute
Zeugniſſe ſtehen zu Dienſten, über=
nimmt
auch Dampfheizungen. Off.
unt. § 76 an die Exped. (*7082

Aelt. Mädchen ſucht zur ſelbſt=
ſtändigen
Führung des Haus=
halts
Stellung, am liebſten bei ält.
Ehepaar od. einz. Herrn. Näheres
in der Expedition. (*6727imd
ohne Anhang ſucht
Aelt. Frau Stellung bei einz=
Dame oder Herrn. Off. unt. § 78
an die Exped. ds. Bl. (*7076md

Suche tagsüber Laufdienſt
Kleine Kaplaneigaſſe 4. (*7091

ſte

Frau ſucht 23 Stunden Lauf=
le
Kl. Ochſengaſſe 13. (*7092

Saubere Frau ſucht Laufdienſt Zeugn.=Abſchr. u. Bild unt. § 82
Kiesbergſtraße 54, 3. Stock. (*71291an die Expedition ds. Bl. (*2087

Aelterer, ſ. zuv. Mann ſ. Stelle
als Austräger, ſchriftl. Heimarbeit
od. ſonſt. Vertrauenspoſten gegen
geringe Vergütung. Näheres in
der Expedition ds. Bl. (B19994

Zuverläſſiger Fahrknecht ſucht
Stellung
(*7112md
Große Ochſengaſſe 32, 1. St.

äe

Weiblich

Wir ſuchen per 1. November
eine durchaus tüchtige
I. Verkäuferin
für unſere Abteilungen
(19998
Tricotagen u. Herrenartikel
bei hohem Gehalt.
Mainzer Warenhaus
Guggenheim & Marx.

Anfangs-Ladnerin
evtl. Lehrmädchen, nicht unter 16 J.,
evang., geſ. u. kräft., wird in einem
gemiſcht. Warengeſch. per ſofort od.
1. Oktober geſucht. Koſt u. Log. im
Hauſe. Off. mögl. mit Bild erb. u.
§ 81 an die Exped. d. Bl. (*7085

Tücht. Arbeiterin für Damen=
konfektion
geſucht.
(*7086
M. Weintz, Saalbauſtr. 36, I.

Für mein ſeines Kolonialw.,
Drogen=, Glas= und Porzellan=
Geſchäft a. größ. Landſt. Heſſens
ſuche per ſofort oder 1. Oktober
tücht. Hotte Verkäuferin
Anfangsgehalt per Monat 25 bis
30 Mk. bei vollſt. freier Station
mit allen Kaſſenbeiträg. u. guter
Verpfleg. im Hauſe. Offert. mit

Mehrere tüchtige
Jackett- und Mäntel-
Arbeiterinnen

per sofort gesucht.
D. Rehfeld & Co.
Ludwigstrasse 5. (19975

Per 1. Oktober
1 Behrmädchen
aus guter Familie gegen Ver=
gütung
geſucht
(19862im
Färberei Gebr. Röver
Ernſt=Ludwigſtr. 12.

Lehrmädchen aus achtb. Fam.,
g. Verg., geſ. Damenſchneiderin
Fr. Hocke, Martinſtr. 25, II. r. (*7098

Suche 2mal wöchentl. halb. Tag
Putzfrau, die in beſſ. Häuſern Be=
ſcheid
weiß Wilhelmstr. 14, II. (B19882

Suche anſtändig. Dienſtmädch.
oder Mädchen tagsüber Hügel=
ſtraße
2, parterre.
(*6962im

Selbſt. perf. Herrſchaftsköchin
mit gut. Zeugn. z. 1. Okt. od. ſpäter
nach Worms geſucht. Off. unter
§ 59 an die Exped. (*7005imd

Tüchtiges, ſolides Mädchen geſ.
Waldſtraße 34, part. (*6305im

Geſucht ſaubere, gewiſſenhafte
Monatsfrau
v. morg. früh bis nach d. Spülen
Riedeſelſtr. 33, pt. rechts. (K19782

Stellen finden: Hausmädchen,
tücht. u. jüng. Alleinmädch. in priv.
u. beſſ. Geſchäftsh. Emma Frank,
gewerbsmäßige Stellenvermittle=
rin
, Karlſtraße 31.
(*7073

Köchin
perfekte Herrſchaftsköchin, für fein.
Haushalt auf dem Lande (Nähe
Darmſtadt) per ſofort geſucht.
Prima Zeugniſſe Beding. Hoher
Gehalt per Monat. Angeb. unter
§ 75 an die Expedition. (*7083

Suche p. 1. Okt. mehr. Alleinmädch.
u. Köchin. Frau Sidonie Frank, gewerbs-
7075
näßige Stellenvermittlerin, Schulstr. 9. (

Köchin
geſucht in klein., feinen Haushalt.
Vorſtellung morgens vor 11 Uhr
oder abends nach 8 Uhr. Näheres
Expedition ds. Bl. (*7069md

Suche Köch., Haus= und Allein=
mädch
., Küch.=u. Kindermädchen für
ſofort u. 1. Okt. Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
jetzt Eliſabethenſtr. 5, II., Tel. 531. (*

für vorm.
Saub. Lauffrau 2Stunden
geſucht Heinrichſtr. 50, I. (*7058md

gegen
Tücht. Mädchen hohen
Lohn geſucht Fuchsſtr. 21, I. (*7064

Laufmädchen geſucht Grafen=
ſtraße
8, pr.
(*7067

Kleiſige, ſaubere Laufſtan
ſof. geſ. Sandbergſtr. 69, pt. (*7122

Ein ſauberes, junges Mädchen
(häusliche Arbeit) für dauernd ge=
ſucht
Waldſtraße 30, 3. St. (*7050

ſucht ſolides,
Aelt. Dame tücht. Mädchen,
das auch kochen kann. Lohn ent=
ſprechend
. Vorzuſtellen Ernſt=
Ludwigsplatz 1, 1. St. I. (*7133
aus achtb.
Junges Mädchen Familie f.
kleinen Haushalt u. Laden nachm.
geſucht Eliſabethenſtr. 56. (*7045

Gut empfohlene ſaubere
für 2 bis 3 Stunden
Lauffrau täglich geſucht Ernſt=
Ludwigſtr. 20, 1. St. (*7104md

Dame (Wwe.) mit 1jähr. Mädch.
ſucht für ihren in Frankfurt a. M.
gelegenen kl. Haushalt gewiſſen=
haftes
, ſauberes, beſſ. Mädchen,
velches einf. Küche gut verſteht u.
Liebe u. Verſtändnis f. Kinder hat,
da ſie in der Pflege der Kleinen
behilflich ſein muß. Vorzuſtellen b.
Frau Usinger, z. Zt. Hotel Waldfriede
b. Eberſtadt, Villenkolonie. (*7107

Unabh. ſaub. Laufmädch. geſ.
Näh. in der Exp.
(*7018.

Laufmädchen geſucht Eliſa=
bethenſtraße
28 I.
(*7038

Mädchen erh. foriw. gute Stellg.
Karolina Beck, gzwerbsmäßige Stellen-
verm
ttle in, Elisabethenstr. 22, II. (*7121

Laufmädchen geſ.
ſtraße 75, II.

Schwanen=
(*7135

Männlich

od. Vertreter
Reiſende geſucht.
August Engel. (19821oim

Leiſtungsf. Zucker=Großhdlg.
ſucht f. Odenwald ꝛc. eingeführt.
tüchtigen
Reisenden
per ſofort. Offerten unt. L. O, 1100
postlagernd Mainz, Amt 6. (19958md

Junger Mann
mit flotter Handſchrift (19738a
für leichte Kontor-
arbeiten

per ſofort oder 1. Oktober
geſucht. Selbſtgeſchriebene
Offert. m. Gehaltsanſprüchen
unter § 7 an d. Exp. d. Bl.

[ ][  ][ ]

Nummer 226

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Unpartellscher Arbeitsnachweis Darmstadt.
Grafenſtraße 30 part. (Tele=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371. Geſchäfts=
ſtunden
von 812½ Uhr und von 2½6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 912 Uhr und von 36 Uhr.
(12980a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.

Vertreter
geſucht von leiſtungsfähiger
Cigaretteufabrik
gegen hohe Proviſion u. Spe=
ſenzuſchuß
. Off. an Postschließ-
fach
73, Heidelberg. (19951f

Strebſame
Herren
auch ſolche, die ihren Beruf Ein friſch vom Militär
wechſeln wollen, finden bei einer 11 entlaſſener
der größten europäiſchen Ver=
ſicherungsgeſellſchaft
im Bezirke
Darmſt adt und Umgebung nach
erfolgter fachmännniſcher Einar=
beitung
entſprechendihren Leiſtung.
beſte Lebensſtellungen. Offerten) (a. d. deutſchen Grenze) für 2
Redegewandte
Leute, zum Sammeln von
Abonnenten auf chriſtl. Blatt geſ.
Dauernd., ſich. Einkom. Angebote
m. Ang. ſeith. Tätigk. an (M18623
Greiner & Pfeiffer, Verlag in Stuttgart
1020 Mk. tägl. Verdienſt
durch leichte Fabrikation. Proſpekt
gratis. Heinr. Heinen, Mül=
heim
=Ruhr=Broich. (19945D
erhalten gratis
Schiffsjungen Auskunft über
Karriere und Ausrüſtung.
J. Brandt, Altona a. Elbe.
Hochbautechniker
flotter Zeichn., ſich. Statiker, erf.
Bauführer, gewandt i. Verkehr m.
Behörden, v. Arch. d. D. F. A. f.
Büro u. Bauſtelle, ev. auch f. halbe Kräftiger Laufjunge
Tage geſucht. Eintritt kann ſof. er=

folgen. Off. m. Zeichn., Zeugn. u.
Gehaltsanſpr. unter § 68 an die
Exp. d. Bl. erbeten. (*7051md

Wer Chauffeur
werden will, verlange koſtenlos
Proſpekt. Stellung vertraglich ga=
rantiert
. Automobilwerk Bern=
(19955al
burg=Anh.

Wir ſuchen
zum ſofort. Eintritt ein tücht.
erfahr. ſolid.
ält. Vorarbeiter
für Shapinghoblerei und
Fräſerei, ſowie tücht.
ält. Schnittmacher
auf große Schnitte für Dy=
(19948ff
namobleche.
Allgemeine Elektricitäts- Gesell-
schaft
, Fabrik Frankfurt a. M.,
Höchsterstrasse 45.

vollſt. gut. Bett,
Weg. Amzug alte Kommode,
Schrank, Blumentiſch und Chaiſe=
longue
billig abzug., auch gr. faſt
neue Zinkbadewanne mit Ablauf
Kahlertſtr. 8, 1. St.
*7139)

Versonen, welche in Radfanrer-
und Automobilistenkreisen
werden an allen Orten und Städten zum
verkehrell, Vertrieb eines neuen enormen Gebrauchs-
Massenartikels der Fahrrad- u. Automobilbranche geſucht.
Reelles Unternehmen, grosser Verdienst. Offerten unter § 67
an die Expedition dieſes Blattes.
(*7033
Als Stadtreiſende mit kleinen Für vom Militär entlassene
Landtouren ſucht erſte Firma ver=
kehrs
= und ſprechgewandte Per=Schlosser Arbeitsgelegenh.
ſönlichkeit. Sehr geeignet für
In dauernde Stell. ſucht tüchtige
Handwerker und Bauschlosser
3. Jacobi
intelligente Arbeiter
Bauſchloſſerei u. Eiſenkonſtruk=
die
Beruf wechſeln wollen. Keinetionswerkſtätte Karlſtr. 34. (19903imd
Fachkenntniſſe erforderlich, kurze
für Eiſenkonſtruktion
unentgeltliche Einarbeitung. Als=Schlöſſel für unſere Filiale in
dann Anſtellung mit feſtem Gehalt.
Meldungen befördert unter K97 Arheilgen für dauernd geſucht
Carl Schenck
die Exped. ds. Blattes. (19706a

Erſtklaſſ.
Musikwerke-Fabrk
ſucht für die hieſige Gegend zum Sandformer
proviſionsweiſen Verkauf ihrer
Fabrikate
tüchtigen Vertreter
unter günſtigen Bedingungen.
an die Exped. d. Bl. (19954M

Eisengießerei u. Maschinenfabrik G. m. b. I.
Darmſtadt. (19809a Für neu eingerichtete Gießerei
werden zu Mitte Oktober cr. nach
Speier am Rhein für dauernde
Stellung tüchtige auf Maſchinen=
guß
geübte
(19950f
Lehmformer u.
Kernmacher
eingeſtellt. Gefl. Angebote mit An=
Gefl. Offerten unt. F. R. S. 410 gaben der ſeitherigen Tätigkeit
und der Lohnanſprüche sub
Nr. 7403 an Haasenstein & Vogler.
A.-G., Frankfurt a. M. erbet. (19950H zuverl. Monreure
für Heizungen und Waſſerleitung,
finden ſofort Stellung (19993md
EMIL Koch
Frankfurt am Main
Fabrikation und Inſtallation für
Zentralheizungen u. geſundheits=
techn
. Anlagen. (19993md Tücht. Eisendreher
geſucht Pallaswieſenſtr. 87. (*7070mi Offiziersbursche
mit pr. Zeugniſſen
zu einer
II Schweizer Herrschaft
unt. § 65 an die Exped. (Fr19946 Pferde u. Hausarb. gesucht.
Offerten unter G. 16123 an
Haasenstein & Vogler
Männer od. Frauen, (Frankfurt a. M. (19676ff Küricher
ſofort geſucht
Heidelbergerſtraße 25. (B19334 Fahrbursche
mit guten Zeugniſſen für Fleiſch=
transport
geſ. Bernhard Leng-
felder
. Blumenthalstr. 115. (*6953im Junger Bursche
Fiſchmarkt 20. (19518E zum Flaſchenſpülen ꝛc. geſ. (19965
Wilhelm Schulz, Eliſabethenſtr. 25. Suche ſofort einen fleißigen,
nüchternen Pferdeburſchen.
Reit= u. Penſionsſtall Groß,
Heidelbergerſtr. 26. (*7066 nach der Schule geſucht. (*7088
Meyer & Stern, Ludwigsplatz 2, II. Saub. Hausburſche geſucht.
Zu erfragen in der Exp. (*7027md
Lehrling.
Auf hieſigem Aſſekuranzbureau
kann ein Lehrling mit guter
Schulbildung, aus ſolider Familie,
bei Gewährung ſofortiger, jährlich
ſteigender Vergütung eintreten.
Selbſtgeſchriebene Offerten unter
8 69 befördert die Expedition
(*7047ms
dieſes Blattes. eiſ. Firmenſchilder und zwei
runde Seitenſchilder für ½
des Anſchaffungspr. zu vk. Außer=
dem
1 Brotſchneidemaſchine, zum 1. Novemb. od. ſpäter geſucht.
Adreßbuch u. Mädchenſtiefel Nr. 36
ſpottbillig Aliceſtr. 2, I. (*7137

Einladung zur Zeichnung
auf
Mk. 1000 000. Aktien der Sachsenwerk, Licht- und Kraft- Aktiengesell-
schaft
, Niedersedlitz.
Auf Grund des im Dresdner Anzeiger und in den Dresdner Nachrichten vom 24. d. M., beziehungs-
weise
im Leipziger Tageblatt vom 24. d. M. und den Leipziger Neuesten Nachrichten vom 25. d. M. ver-
öffentlichten
Prospektes, der bei den Zeichnungsstellen ausliegt, sind 4250000 Mark Aktien der Sachsen-
werk
, Licht- und Kraft-Aktiengesellschaft an der Leipziger Börse, sowie 2750000 Mark neuer Aktien
an der Dresdner Börse, an der 1500000 Mark Aktien bereits seit längerem notiert werden, zum
Handel und zur Notiz zugelassen worden. Der Zulassungsantrag für das gesamte Aktienkapital zum
Handel und zur Notiz an der Berliner Börse wird jetzt unverzüglich gestellt werden.
Vor der Einführung legen wir den zu diesem Zwecke uns zur Verfügung stehenden Teilbetrag der
Aktien in Höhe von
Mark 1000000.
hiermit unter den nachstehenden Bedingungen zur Zeichnung auf.
Aus dem Prospekt, auf den wir hiermit ausdrücklich verweisen, erwähnen wir, dass die
Gesellschaft, die zur Zeit 2100 Angestellte beschäftigt, sich mit der Fabrikation elektrischer Ma-
schinen
, Transformatoren und Kontroller befasst, von denen im Jahre 1910 7108 Stück mit einer
Gesamtleistung von 75380 Ps, im Jahre 1911 10040 Stück mit einer Gesamtleistung von
108 739 Ps abgeliefert worden sind. Ausserdem werden auch Regulatoren, Anlasser und sonstige Zu-
behörteile
zu Maschinen fabriziert. Die für die Maschinen erforderlichen Gussteile werden in der eigenen
Giesserei hergestellt. Ein weiterer Zweig der Tätigkeit ist die Herstellung grosser elektrischer
Anlagen, namentlich von Elektrizitätswerken und Ueberlandzentralen, deren die Gesellschaft schon eine
beträchtliche Anzahl abgeliefert und in Auftrag hat. Die Gesellschaft verteilte folgende Dividenden:
für 1907 auf Mk. 2 744 800. Aktienkapital
1908
1500 600. ehemalige Vorzugs-Aktien . .
1 500 600.
1909
1500 600.
1910
1911
4 250 000. Aktien . . .
Schliesslich ist aus dem Prospekt zu erwähnen, dass sich die Umsätze 1910 auf rund
7300000 M., in 1911 auf rund 8500000 M. bezifferten, während zur Zeit ca. 11000000 M.
Aufträge einschliesslich in diesem Jahr abgerechneter Umsätze vorliegen gegen rund 9000000 M. im Vor-
jahre
. Die Werkstätten sind in vollem Umfange beschäftigt, und alle Anzeichen lassen darauf schliessen,
dass die Auftragseingänge für die Fabrik sowohl, als auch für die Installationsabteilung auch weiterhin
ihre steigende Tendenz beibehalten werden.
1. Die Zeichnung erfolgt am
Dienstag, den 1. Oktober d. J.,
in Dresden bei dem Bankhause Gebr. Arnhold,
bei der Mitteldeutschen Privat-Bank Aktiengesellschaft,
in Leipzig bei dem Bankhause H. C. Plaut,
bei der Mitteldeutschen Privat-Bank Aktiengesellschaft,
in Berlin bei dem Bankhause Arons & Walter,
in Breslau bei der Breslauer Disconto-Bank, sowie bei deren Filialen,
ir Meiningen bei der Bank für Thüringen, vormals B. M. Strupp, Aktiengesellschatt,
sowie bei deren Filialen
während der üblichen Geschäftsstunden auf Grund eines daselbst erhältlichen Anmeldeformulars; früherer
Schluss bleibt vorbehalten.
2. Der Zeichnungspreis beträgt 110½% zuzüglich 4% laufender Stückzinsen vom 1. Januar d. J.
ab und Schlussnotenstempel.
3. Bei der Zeichnung ist eine Kaution von 5% des gezeichneten Betrages in bar oder börsen-
gängigen
von der betr. Stelle als zulässig erachteten Wertpapieren zu hinterlegen.
**4. Die Zuteilung erfolgt nach Ermessen jeder Zeichenstelle unter baldtunlichster Benachrichtigung
an die Zeichner.
5. Die Abnahme der zugeteilten Stücke hat bis zum 15. Oktober d. J. gegen Zahlung des Preises
(s. oben) zu erfolgen.
(19991
6. Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpflicht ung,
wobei die Stücke jedoch bereits nach erfolgter Zuteilung unter vor-
läufiger
Einbehaltung des laufenden Dividendenscheines, zur Aushändig-
ung
gelangen, abgegeben werden, finden vorzugsweise Berücksichtigung.
Dresden und Leipzig, im September 1912.
Gebr. Arnhold.
Mitteldeutsche Privat-Bank-Aktiengesellschaft.
H. C. Plaut.
Schuler
d. Baugewerkschule
sucht Zimmer
mit Penſion in gutem Hauſe.
Offert. mit Preis unt. K. K. U. 792
an Rudolf Mosse, Köln a. Rh. (19952M

Sehaite
im Schuhhaus:
L. Spier
1 Louisenplate 1.

(19999

ſucht kleineres
Beſſerer Verein vereinszimmer
in Wirtſchaft Mitte der Stadt.
Zuſchriften unter § 80 an die
(*7090
Expedition d. Bl.

inderloſes Eheptar. ſücht zum
1. April 1913 5= od. große 4=Zim.=
Wohnung. Angebote mit Preis=
angabe
unter § 83 an die Exped.
(*7108mds
dieſes Blattes.

3 Zimmer-Wohnung
Nähe Marienplatz. Angebote mit
Preisangabe unt. § 72 Exp. (*7053

Suche ſchönes unmöbl. Zimmer
per 1. Oktober. Offert. unter
§ 74 an die Expedition. (*7093

Fiteſchtr 2 Zimernbohrang
in gutem Hauſe von einzeln.
Perſon geſucht. Offerten unter
§ 73 an die Expedition.
7071

Student (Ausländ.
ſucht per ſof. ſchön möbl. Zimmer,
möglichſt mit elektr. Licht und
Dampfheizung. Off. mit Preisang.
unt. 1301 poſtlag.
(*7019

Mitte Oktober oder früher ſucht
Beamter part., ſep. Eingang
gr. gut möbl. Zimmer, ev. mit
Schlafkabinett bei nur ruhiger
Familie. Off. mit Preis unter
§ 43 an die Exp. d. Bl. (*6961im

Junger, ſolder Kaufmann ſucht
ei beſſ. Familie freundl. möbl.
Zimmer, am liebſten mit Familien=
anſchluß
. Offerten mit Preisangabe
unter § 66 an die Exped. (19953

Freundl. möbl. Zimmer
für 1. Oktober geſucht. (*7120
Off. unt. § 91 a. d. Exv. d. Bl.

Eichener Kraut= oder Fleiſch=
ſtänder
billig zu verkaufen.
Dieburgerſtr. 80.
(*7062

Gmmen

Schuchardſtr. 4, 3. St. l., ſchöne
3 Zimmer=Wohnung p. 1. Nov.
zu verm.
(20005a

ſegen Verſetzung. Waldſtr. 7,
W1. Stock, 3 Zimmer, Kabinett
nebſt Zubehör per 1. Novbr. Aus=
kunft
parterre. (19986ms

Blumenthalſtr. 69 2= Zimmer=
wohnung
im 1. Stock ſofort zu.
vermieten. Näh. part. (*7094msm

Langgaſſe 11 2= Zimmerwohn.,
Küche, Waſſerleitung, zu vermieten.
Näh. Waldſtraße 10, II. (*7100mds

Arheilgerſtr. 82, ein unmöbl.
Parterre=Zimmer, paſſend f. einz.
brave Perſon ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(*7117

Schlachthausplatz 7
eine kleine Wohnung nebſt Zubeh.
zu vermieten. Näh. Lud. Stumpf,
Neckarſtraße 28.
(19987ms

Schulſtr. 2, Hinterhs., 1 Treppe,
infach möbl. Zimmer. (*7099

Bleichſtr. 17, Hths., I. St., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*7101

Ernſt=Ludwigſtr. 13, III., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*7102mdfs

Kahlertſtr. 41 möbl. Zimmer
mit Schreibtiſch zu verm. (19924ms

Ecke Marienplatz und Neckar=
ſtraße
28, 2. Stock, gut möb=
liertes
Wohn= und Schlafzimmer
zu vermieten. (*7089ms

Heinrichſtr. 104, 1. St. links,
elegant möbl. Zimmer. (20003ms

Kaiſer Wilhelmſtr. 98, Villen=
kolonie
, 4 Min. entfernt von der
Halteſtelle Ludwigshöhe d. Dampf-
ſtraßenbahn
, ſind 2 möbl. Zim.
à 20 M. p. Mon. (mit Kaffee) u. 2
möbl. Z. à 25 M. p. Mon. (m. Kaff.)
zu verm. od. Wohn= u. Schlafz. zuſ.
(27114
45. M. (mit Kaffee).

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Man

abonniert

auf das

Darmſtädter Tagblatt

außerhalb Darmſtadt bei jeder Poſtanſtalt
und bei jedem Briefträger, außerdem

in

,

,

,

,

Alsbach . . . . . bei
Arheilgen
Auerbach
Bensheim
Bickenbach.
Eberſtadt
Erfelden .
Eſchollbrücken .
Griesheim.
Groß=Zimmern
Hahn b. Pfungſt.
Heppenheim.
Jugenheim
Nied.=Beerbach
Nied.=Ramſtadt
Ober=Ramſtadt
Pfungſtadt
Seeheim .
Schneppenhauſen
Traiſa
Weinheim.
Weiterſtadt
Wixhauſen
Zwingenberg .

Herrn Lorenz Zahnweh,
Hauptſtraße 145
Frau H. Anthes X., Waldſtr.
Herrn L. A. Jährling, Bach=
gaſſe
81¾10
Herrn Peter Rödel, Haupt=
ſtraße
82
Herrn Peter Aßmus III.,
Hartenauerſtraße
Frau M. Gabel, Wilhelmſtr.
Herrn Jacob L. Petri,
Neugaſſe
Herrn Ludw. Roth, Makler
Herrn Pet. Jackelen, Darm=
ſtädter
Chauſſee 27
Herrn Joh. Reinhardt VI.
Herrn Polizeidiener Caspari
Frau Bohrer, Bogengaſſe 4
Herrn Peter Keil, Invalide
Herrn Georg Eßinger I.,
Raſiergeſchäft
Herrn J. Oehlſchläger
Frau Eliſe Dietrich
Herrn Karl Grünig IV.,
Bahnhofſtraße
Herrn Jacob Mitz
Herrn Heinrich Schroth,
Keſſelſchmied
Herrn Adam Mahr, Schuh=
macher

Herrn Johann Mathias,
Invalide, Nordſtraße 19
Herrn Carl Böhm, Darm=
ſtädterſtraße

Herrn Wilhelm Deucker,
Invalide
Frau Friebeling, Wieſen=
ſtraße
10.

Sport.

* Pferderennen. Breslauer September=
Meeting: Hochſtapler=Rennen, 6000 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Hrn. L. Korns Solitär (J. Jane), 2. Third
Ace (Shurgold), 3. Aceana (Liſter). Tot. 159110. Pl. 60
20110. Unpl.: Ninive (4), Muſidora, Strohblume. Kampf
Kopf-4 Lg. Krietener=Flachrennen, 5000 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Hrn. R. v. Wallenbergs Gaudeamus (O.
Müller), 2. Siam (Cleminſon), 3. Marc Aurel (Smith).
Tot. 24:10. Pl. 18, 22:10. Unpl.: Loge, Götterſage (4),
Pindar. Sehr leicht 2½ Lg. Schleſiſches Jagd=
Rennen, Ehrenpreis und 1200 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Major Großkreutz Rabi (Lt. Wörth), 2. Maid of Doon

(Lt. Graf Strachwitz), 6. Folletto (Beſ.). Tot. 37.10. Pl.
22, 14:10. Unpl.: Föhn (4), Lintberga. Leicht 54 Lg.
Schleſiſcher Vereins=Preis, 14000 Mark, Diſtanz 2000
Meter: 1. Hrn. v. Weinbergs Pelleas (Fox), 2. Semme=
ring
(Bullock), 3. Heloiſe (J. Lane)). Tot. 52:10. Pl. 20,
15:10. Unpl.: Quirl, Cairo. Leicht ¾¾4 Lg-Hals.
Südpark=Hürden=Handikap, 3000 Mark, Diſtanz 2800 Me=
ter
: 1. Graf L. Henckels Coeur de Lion (Hr. Purgold), 2.
Scherz (Lt. v. Witzleben), 3. Hadwiga (Lt. v. Egan= Krie=
ger
). Tot. 48:10. Pl. 21, 15.10. Unpl.: Hellia. Leicht
22½ Lg. Verloſungs=Rennen, 4000 Mark Diſtanz
1400 Meter. 1. Hrn. Hildebrands Vanitas (Benſch), 2.
Hille Bobbe (F. Bullock), 3. Flower ſeller (Jentzſch). Tot.
63:10. Pl. 26, 17.10. Unpl.: Alnok, Brennus, Palmarum
Trallarum (4). Sicher 1½1 Lg. Preis von Fürſten=
ſtein
, Ehrenpreis und 8000 Mark, Diſtanz 4500 Meter:
1. Hrn. M. Lückes Grandezza (Lt. v. Stammer), 2. Libel
(Dr. Rieſe), 3. Nowton (Hr. Purgold). Tot, 73:10. Pl.
23, 14:10. Unpl.: The Gun (4), Diamond Hill. Leicht
23 Lg.
Die deutſche Expedition nach Paris
(Maiſon=Laffitte) war am erſten Tage von keinem Er=
folg
begleitet. Herrn Paulſens Cambronne ſtartete im
Handikap de la Tamiſe, einem mit 25000 Francs ausge=
ſtatteten
1800 Meter=Rennen, an dem nicht weniger wie
30 Pferde teilnahmen. Der Hengſt hatte jedoch nichts mit
dem Ausgang zu tun. Novelty (Reiff), des bekannten
amerikaniſchen Züchters Mr. Ch. Kohler gewann das
Rennen nach ſcharfem Kampf um einen Kopf gegen Hamp=
ton
Court (O'Neill), dem nur eine halbe Lange zurück
Mary the Seconde (J Childs) als Dritte folgte. Tot.
45:10. Pl. 25, 28, 104:10.
* Radrennen. Auf der Pariſer Buffalobahn
gelangte am Montag der Große Preis des franzöſiſchen
Berufsfahrer=Syndikats zur Entſcheidung, an dem die
Extraklaſſe der Flieger teilnahm. Dem Weltmeiſter Elle=
gaard
gelang es, für die tags zuvor erlittene Niederlage
eine Revanche zu nehmen. Zum Endlauf traten Pou=
chois
, Vedrine und Ellegaard an. Schon 400 Meter vor
dem Ziel ſetzte Pouchois zum Spurt ein, erlangte auch 5
Längen Vorſprung, erlahmte aber zuletzt, ſodaß ihn Elle=
gaard
mit einer halben Länge ſchlagen konnte. Ein 10
Kilometer=Fahren für Straßenfahrer gewann G. Leon=
ard
vor Beyl, E. Leonard und Garrigou. Das 50 Kilo=
meter
=Match hinter Motoren Appelhans=Germain=
Seres gegen La Rue-E. Leonard-Darragon gewann
die erſtere Mannſchaft in 40 Minuten 38½ Sekunden mit
8 Runden Vorſprünge Die beiden erſten Runden gewann
der Deutſche Appelhans, die dritte Germain und die letz=
ten
5 Seres. Ein Angriff auf den Kilometer=Weltrekord
mit Tandemführung, der von Lapize unternommen wurde,
ſcheiterte wegen des heftigen Windes. Im Prämienfahren
ſiegte Perr aud vor Rouſſeau und ein Motorrad=Match
über 3 Kilometer gewann Colin in 2 Minuten 10½ Sekun=
den
vor Moreau.
sr. Lawn=Tennis. Das Internationale
Lawy=Tennis=Turnier des Berliner Lawn=
Tennis=Turnier=Klubs wurde auf den Spielplätzen im
Grunewald fortgeſetzt. In der Hauptkonkurrenz, dem
Herren=Einzelſpiel um die Klubmeiſterſchaft ſiegte in der
Schlußrunde Froitzheim gegen Kreuzer 61, 21
zurückgezogen, nachdem in der dritten Runde von Müller
57, 63 75 geſchlagen hatte, während Kreuzer gegen
Uhl mit 64, 61 ſiegreich geblieben war. Im Herren=
und Damen=Einzelſpiel ohne Vorgabe ſtehen noch einige
Spiele aus Ebenſo ſind die übrigen offenen und Vor=
gabe
=Spiele noch nicht bendet.
Die Lawn=Tennis=Meiſterſchaft von
Europa die auf den Lawn=Tennisplätzen in Hythe ent=
ſchieden
wurde, gewann Kingscote mit 97, 26, 75,
26, 86 gegen Roper Barrett.
sr. Golf. Die Spiele um die Golf= Meiſter=
ſchaft
von Deutſchland, die am 28. September auf
den Plätzen des Golf=Klubs Wentorf in Rheinbeck bei
Hamburg beginnen, haben eine verhältnismäßig gute Be=
teiligung
gefunden. Von Herren wurden 25 Meldungen
abgegeben und von Damen 10 Meldungen. Die Meiſter=
ſchaften
werden durch Lochwettſpiele ohne Vorgaben über

8 Löcher ausgeſpielt. Die jeweilige Entſcheidungsrunde
geht immer über 36 Löcher. Im Anſchluß an dieſe Meiſter=
ſchaftsſpiele
beginnt am 1. Oktober ein Zählwettſpiel über
36 Löcher für Berufsſpieler, zu dem 7 Meldungen er=
folgten
.

Verſammlung der Gauturnwarte des Mittel=
rheinkreiſes
am 21. und 22. September in
Hahnſtätten.

* Kreisturnwart Volze eröffnete die Sitzung am
Samstag Abend um 7 Uhr. Im Namen des Aar=Gaues
begrüßte Gauvertreter Kleber=Höchſt a. M. und für den
Turnverein Hahnſtätten Dr med. Neidhöfer die Verſamm=
lung
. Die weiteren Ausführungen des Kreisturnwarts
galten den von ihm angeregten und von der deutſchen
Turnerſchaft auszuführenden Eilbotenläufen, die zur Ein=
weihung
des Völkerſchlachtdenkmals bei Leipzig am 18.
Oktober 1913 von geſchichtlich denkwürdigen Orten aus
allen Teilen Deutſchlands dorthin ſtattfinden ſollen und
ſich zu einer machtvollen Kundgebung der deutſchen Tur=
nerſchaft
geſtalten werden. Bei dem Punkt Jugend=
pflege
ſprechen verſchiedene Gauturnwarte über ihre
gemachten Erfahrungen. Man beklagte ſich über zu viele
Aeußerlichkeiten. Kleber=Höchſt war zu einem Lehrgang
in Spandau einberufen. Man habe dort wiederholt darauf
hingewieſen, daß die Jugendpflege in der Tätigkeit der
Turnvereine gipfeln müſſe. Alle einſeitige Betätigung ſei
auszuſchließen. Zum Schluſſe wird folgender von Kreis=
turnwart
Volze aufgeſtellter Leitſatz einſtimmig an=
genommen
: Die Gauturnwarteverſammlung des Mit=
telrheinkreiſes
empfiehlt ihren eigenen Vereinen aufs ein=
dringlichſte
, auch künftighin die Körperpflege ihrer Jugend=
abteilungen
nach den bewährten Grundſäzen der deutſchen
Turnerſchaft zu betreiben. Sie warnt vor übertriebener
körperlicher Anſtrengung (ſporſtliche Ausbildung) der
jugendlichen Turner und ſieht in dem Beſtreben, die Ju=
gend
zu uniformieren, und ſonſtigen nutzloſen Aeußerlich=
keiten
kein Förderungsmittel im Sinne der miniſteriellen
Jugendpflege.
Bei dem Punkt Jugendbund Jungdeutſchland
wurde von Münch darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Zeitſchrift Jungdeutſchland bis jetzt noch keinen Artikel
turneriſchen Inhalts gebracht habe und nur über die
Tätigkeit anderer Verbände berichte. Benutzung von
Schulturnhallen: Braun=Frankfurt hätte ſich ge=
freut
, wenn der Jugendbund Jungdeutſchland dafür ge=
ſorgt
hätte, daß die Schulturnhallen den Turnvereinen
mehr zur Verfügung ſtünden. Vereine, Gemeinden und
Staat ſollten ſich zu ihrem Bau und Gebrauch vereinigen,
alsdann könne viel Geld geſpart werden. Ueber das
Turnen der Alten in den Vereinen ſpricht Braun= Frank=
furt
. Poller empfiehlt als Werbemittel die Veranſtaltung
von turneriſchen Alte Herren=Abenden. Ueber die Grün=
dung
und Leitung von Frauenabteilungen gibt
Poller=Malſtatt wertvolle Richtlinien und Winke bekannt.
Am Sonntag Morgen verſammelten ſich die Gauturn=
warte
zur praktiſchen Arbeit in der ſchönen und geräu=
migen
Turnhalle des Ortes. An die Ordnungsübungen
von Poller, die nach ſeinen Ausführungen nur dazu
dienen ſollen, einen Reihenkörper zu bilden und aufzu=
löſen
und die Aufſtellung einer geordneten Schar raſch
herbeizuführen, ſchloſſen ſich Stabübungen von Engel=
Wiesbaden und Uebungen des Springens, Hüpfens und
Laufens von Schmidt=Koblenz an. Kreisturnwart Volze
übte alsdann Handkreiſe und Mühlſchwünge mit den
Keulen. Einen feſtlichen Empfang hatte der Turnverein
Hahnſtätten den Teilnehmern an der Verſammlung be=
reitet
. Viele Häuſer hatten Flaggenſchmuck angelegt, und
am Samstag Abend fand in der Turnhalle ein Feſtkom=
mers
ſtatt, bei dem die verſchiedenen Abteilungen des
Turnvereins: Zöglinge, Aktive, Altersriege und Turne=
rinnen
mit Frei=, Stab= und Gerätübungen den Beweis
erbrachten, daß auch in Turnvereinen auf dem Lande die
Turnkunſt eifrige Pflege finden und ſchöne Ergebniſſe
zeitigen kann. Kreisturnwart Volze dankte für die
erhebende Begrüßungsfeier, bei der auch der Männer=
geſangverein
Hahnſtätten mitwirkte, und wünſchte dem
Turnverein ein weiteres gedeihliches Wachstum.

Billige Bucher

dieser Zeitung

Aus-
schneiden
!

Auwnaums-Ausgabe 1372
100. bis 110. Tausend
Carl Tanera
KRIEG Uno FRIEDEN
Ernstes und Heiteres von C. Tanera, Hauptmann a. D.
IIlustriert von E. Zimmer
852 Seiten Text, Lexikonformat, mit über 500 IIustrationen, 55 Vollbildern und Doppel-
tafeln
nebst einem prachtvollen Farbendruck und hochelegantem Leineneinband
gebunden, mit mehrfarbiger Deckelprägung.
Der ehemalige Hauptmann Tanera ist ein so bekannter und beliebter Militär-
schriftsteller
, daß zu seiner Empfehlung nichts gesagt zu werden braucht. Seine Schilde
rungen aus dem Kriegs- wie aus dem Manöverleben sind so natürlich und packend, daf
ieder, der ebenso für das ernste Kriegshandwerk wie für das humorvolle und amüsante
Manöverleben Interesse hat, beim Lesen der einzelnen Erzählungen und Schilderungen
seine heile Freude empfindet. Die die augenblicklichen Situationen begleitenden trefflichen
Textillustrationen stellen alles so lebendig vors Auge, als wenn man es miterlebt hätte.
Aus dem ernsteren Inhalt des Werkes mögen folgende kleine Episoden erwähnt
werden wie: Bei Coulmiers 1870 Orgeres im Dezember 1870 Ein Weihnachtsabend
an der Loire Requiem in Frankreich Ein Ordonnanzritt Loigny Im Gefecht
von Varize Bei Beaugency Orleans zum ersten Male erobert usw. usw.
Voll des köstlichen Humors sind dagegen z. B. die Kapitel: Zum Mönch
verdorben Die Rede des Vizefeldwebels Schnüffel Ein Fall von Hitzschlag
Kriegslist Eine stürmische Werbung Der Kommisraffael Der Reservetiger
Cholerische Naturen Der Quartiermacher und viele andere mehr.

jetzt für alle
Fruherer Preis M. 19,00 Leser d. Zig. M. 3,50

2böndige flustrierte Kiassikter
in feinen leinenen Geschenkbänden
Goethes Werke Freiligraths Werke
Schillers Werke Gerstäckers Werke
Reuters Werke
Dickens Werke
Alle Werke 12 Bände
2 Bände für nur M. 3,00 fur nur M. 17,50 franko
Die Werke sind reich illustriert nach Gemälden der berühmtesten IIIustratoren: Prof.
Wilh. v. Kaulbach A. v. Kreling J. A. Ramberg C. Jäger A. Müller W. Linden-
schmidt
R. Beyschlag Ludw. Richter u. a.

jeder Staatebärger mußz über die gültigen geseteliehten Bestimmungen
unterrichtet sein, denn Unkenntnis des Gesetzes schützt vor Strafe nicht!
Es ist deshabb nötig, daß in jedem Hause sich befindet:
Das Bürgerliche Gesetzbuch
nebst Ein- u. Ausführungsgesetzen mit ausführlich. Kommentaren.
Gemeinverständlich dargestellt und für den praktischen Gebrauch erläutert von den
Rechtsanwälten Dr. Korn, Ebstein, Kurnicki, Pllnzner, Schwarz und
Justizrat Richard Haenschke.

Die zahlreich aufgenommenen Formulare sind eine außferordentlich wert-
volle
Zugade, da hierdurch viele Formalitäten ohne Hinzuziehung eines
Rechtsanwattes vom Laien selbst erledigt werden kömen, wodurch Zeit
und Kosten erspart werden.
Es wird besonders auf die ausführlichen Kommentare hingewiesen.

Preis

lchimaſanesteht
für die Leser des
Darmstädter Tagblatt‟
einzusenden an:
Humboldt-Verlag, G. m. b. H., Berlin
Lützowstraße 107/108.
Unterzeichneter bestellt hiermit
Junter Nachnahme:
Tanera, Krieg u. Frieden à M. 3,50

Schillers Werke, 2 Bd. . 3.
Goethes Werke, 2 Bd. . 3,
Reuters Werke, 2 Bd. . 3,
. Freiligraths Werke, 2Bd., 3.
Gerstäckers Werke, 2Bd., 3,
. Dickens Werke, 2 Bd. . 3.
Ganze Kollektion, 12 Bd. 17,50
. Bürgerl. Gesetzbuch . . à 3.
Über M. 5, franko.
Jedes Buch wird, falls nicht gefällt,
zurückgenommen.

Name:

Stand:
Wohnun

Einige (18039a
Luxus=Räder
nach beendeter Saiſon ſpottbillig
August Engel
Schuchardſtraße 8.

groß. Spiegel
zu verkaufen: mit Trumeaur,
Liſche, Sofa, ſowie 1 gr. Porzellan=
fen
Mühlſtraße 26, part. (*7054
oßer Amerik.=Ofen billig z
verkaufen Hermannſtr. 16
lusk. Orangerie=Allee 7. (B19766

SAUGuAS-WOTUREN-ANLAGEN

Diesel-Motoren
Präzisions-Motoren
für alle Betriebe und alle Brennstoffe
Lokomobilen
Lokomotiven

Letzte Auszeichnungen: Brüssel 1910: Grand Prix
Budapest 1911: Grosse goldene Staatsmedailie

Ueber 100000 Ps im Betrieb.

Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
(vormals C. Schmitz).
(V1964

Nhaiselongues, gut gearb., Roßh.=
U Aufl., ſehr bill. zu verk. P. Friese,
Tapeziermstr., Pankratiusstr. 69. (*6914omf

Wenn Sie von hartnäckigen
Flechten
juckenden Hautausſchlägen uſw.
geplagt ſind, ſo daß der Hautreiz
Sie nicht ſchlafen läßt, bringt
Ihnen Zucker’s Saluderma‟
raſche Hilfe. Aerztl. warm empf.
Doſe 50 Pf. u. 1 M. (ſtärkſte Form).
Bei F. Schaefer, Ludwigsplatz 7,
Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8,
A. Logel, Eliſabethenſtraße, und
Ga. F. Frank. Parfümerie. (11106E

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 Geld=
ſtück
. 1 Sparkaſſenbuch. 1 Schrotleiter. 1 Sturmlaterne. 1 ſilberne
Nadel mit gelbem Stein. 1 ſchwarze Lederhandtaſche mit 2 Taſchen=
tüchern
. 1 kleines ſchwarzes Samttäſchchen mit gelbem Bügel und
leerem kleinen Portemonnaie. 1 vergoldete Broſche (Kreuz, Herz und
Anker) und 3 Schlüſſel. 1 ſchwarzſeidenes Tuch. 1 Lochzange. 1 Brille
mit Futieral. 1 großer Schlüſſel. 1 Peitſche. 2 Schlüſſel an einem
Ring. 2 Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 ſchwarze Damenſtahluhr
mit langer ſilberner Kette.
(19939
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Boxer. 1 Dobermann (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier aus=
gelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (19966

Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete.

Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich nachſtehen=
des
Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes ver=
einbart
iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten
Mietzins an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten.
Darmſtadt, den 20. September 1912.
(19920mdf
Der Oberbürgermeiſter
J. V.: Schmitt.

Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend die

Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach An=
hörung
des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J.
37271 folgendes Ortsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in
Kraft treten.
§ 1. Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines Kalender=
vierteljahres
, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem Zu=
behör
beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem Zu=
behör
beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem Zu=
behör
beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
§ 2. Die im § 1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur
mit der Beſhränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, zwei Zimmer,
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mit=
tags
, vollſtändig geräumt ſind.
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des Miet=
verhältniſſes
ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen, ſo
finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder ver=
tragsmäßig
zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2 bezeich=
neten
Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die Räu=
mung
ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder
einen ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt. an die
Stelle des Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Morneweg.

Verſteigerung eines Karnſſell=Platzes.

Mittwoch, den 2. Oktober I. J., nachmittags um 3 Uhr,
wird im Rathausſaal hier ein Platz zur Aufſtellung eines Karuſſells
zur Benutzung während der am 3., 4. und 10. November d. J. hier
ſtantfindenden Vor= und Nachkirchweihe öffentlich verſteigert.
Arheilgen, den 18. September 1912.
(19718sm
Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.


Breſieigerungs-Kenzeige.

Miltwoch, den 25. September 1912,

nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal Zur Ludwigshalle ( Ober=
gaſſe
) öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlun
Eine Partie Cigarren, ein Reſt Cigarillos, ein Reſt
Cigaretten, eine Partie Tabak (Grob= und Feinſchnitt),
Schnupftabak, Doſen, diverſe Rauchutenſilien, eine
Partie Herrenſtiefel, 3 Bettvorlagen, 1 Sofakiſſen,
20 verſchiedene Mützen, 1 Schreibtiſch, 1 Schreib=
maſchine
, 1 eichene Türe, 2 Käfige, eine Partie Gläſer
und Steinguttöpfe, 1 Biermarkenkaſſe, 1 Bank mit
Rohrſitz u. a. m. Ferner
Donnerstag, den 26. September 1912,
vormittags 11 Uhr,

auf freiwilligen Antrag an Ort und Stelle, Rheinſtraße 37:
Eine Ladeneinrichtung für Spezereihandlung, beſtehend
aus: 2 Theken, 1 großem Warenſchrank mit Schub=
laden
, 1 Glasſchrank, 2 Eisſchränken, ferner 1 vier=
(19976
räderigen Handwagen.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Deibert,
Stellvertreter des Gerichtsvollziehers Kapp zu
Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, 1. Stock.

Wegen Umzug zu Verſteigerungspreiſen:

Schlafzimmer (komplett eichen und nußbaum), 1 Büfett
(nußbaum), 1 Büfett (eichen) und Auszugtiſche, Trumeaux=
ſpiegel
, Kleider=, Bücher= und Glasſchränke, Herren= und Damen=
ſchreibtiſche
, Kommode, Diwan, Sofa, Chaiſelongues, Klubſeſſel,
Rollpult (amerik.), Vertikos, Ankleide= und Goldſpiegel, Tiſche
und Stühle, Kleiderſtänder und Flurgarderoben, kompl. einz.
Betten, Bettzeug und Kiſſen, Teppiche, Bilder, Seſſel, 1 kompl.
Kücheneinrichtung (mod.), Petroleumofen und=Herd u. a. m.
Einzelne antike Möbel ꝛc.
Schränke, Truhen, Kommode, Pult, Treſor, Standuhren, Oel=
gemälde
, Aquarelle, Elfenbeinſchnitzereien (orig. Sachen) u. a. m.
Johannes Krummeck, Anktionator u. Taxator,
Grafenſtraße 4.
Verkauf täglich ununterbrochen. Beſichtigung ohne Kaufzwang.
Vom 1. Oktober ab befindet sich
mein Möbel- und Auktionshaus (19985
1 Bleichstrasse 1.

Bekanntmachung.

Beim Einnehmen von Vorräten
in die Keller kommt es öfter vor,
daß die daſelbſt befindlichen Haupt=
abſperrhähne
der Waſſerleitung, ſo=
wie
die Waſſermeſſer unzugänglich
werden.
Wir machen daher die verehr=
lichen
Intereſſenten darauf auf=
merkſam
, daß Hauptabſperrhahn
und Waſſermeſſer ſtets zugänglich
bleiben müſſen, und bitten, beim
Einnehmen von Vorräten hierfür
(19572dom
beſorgt zu ſein.
Darmſtadt, 18. September 1912.
Städt. Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
(18473a
Kurse: Anf. jed. Viertelj. Einzelunt.: jederzeit.

Pferde=
Verkauf
Kommenden Sonntag,
den 29. ds. Mts., ſtellen
wir ca.
75gute, erstklassige
Arbeitspferde
Belgier, in jedem Gewicht,
im Alter von 46 Jahren,
auf unſeren Eiswerken
in Enkheim, Bahn=
ſtation
Mainkur o Stra=
ßenbahnendſtat
Linie 32,
Lahmayerſtr. zur beliebig.
Auswahl
z. Verkaufe aus.
Die Pferde werden unt.
Garantie verkauft, ſind
zugfeſt und gehen in jed.
Geſpannart; für Intereſſ.
ſehr günſtige Kaufgelegen=
heit
für geſunde, und ſof.
arbeitsfähige, gute Pferde.
Eiswerke
I. H. Günther & A. Motsch,
G. m. b. H. (19947fI
Frankfurta. M.
Langeſtr. 23. Fernſprecher
Amt I: 301, 416, u. 418.

Bünger=Verkauf.

Donnerstag, 26. September,
von 930 vormittags ab,
werden an der Reitbahn, gegen=
über
der Kaſerne des Dragoner=
Regiments Nr. 24, ungefähr fünf=
zig
Haufen Matratzenſtreu öffent=
lich
meiſtbietend verſteigert.
Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23. (19848im

2 erſtklaſſig gebaute, fein aus
geſtattete

Nußbaum=
Pianinos
mit großem, edlem Ton, feinſter
Spielart, faſt neu, ſehr billig unter
10 jähriger Garantie abzugeben.
(19445a
14 Tage auf Probe.
Pianoforte=Fabr. Wilh. Arnold,
Kgl. Bayer. Hoflieferant,
Aſchaffenburg.

Sohere Pribarſchate Darmſtabt
Grüner Weg 19 Inh. u. Leiter: u. Rupp Fernſprecher 1512
Die Anſtalt bereitet in ſorgfältigem Unterricht zur Einjährig.,=
Primaner=, Fähnrich= und Reifeprüfung, ſowie zum Eintritt in
ſtaatliche Anſtalten vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl
ermöglicht eine durchaus perſönliche Behandlung; daher aus=
gezeichnete
Ergebniſſe.
Bei den Reifeprüfnngen dieſes Herbſtes hatte die Anſtalt die
beſten Erfolge zu verzeichnen. Nähere Mitteilungen, Prüfungs=
ergebniſſe
uſw. durch den Vorsteher
H. RUPP.
B19658)
Teleſon
Martinstr. 31
er Fadugeglan (Ecke Herdweg)
2554 Dar
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima, verbunden mit Internat und Halbinternat (für
Schüler aus Darmſtadt und Umgebung).
Vorbereitung zum Einjährigen=, Primaner= und Abiturienten=
Fxamen. Kleine Klaſſen, individuelle Behandlung. 13 Lehrer.
M. Elias.
B19479)
E robeisennar-
es
Hessischen Diakonie-Vereins zu Darmstadt.
Der neue Kursus zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen
Erzieherinnen) und Kindergartenleiterinnen beginnt am 16. Ok-
tober
1912. Aufgenommen werden Schülerinnen von 16 bis
25 Jahren. Mündliche oder schriftliche Auskunft und Anmel-
ungen
finden im Seminar statt bis zum 28. September. Vom
28. September bis 14, Oktober nur schriftlich unter der Adresse
des Seminars.
Ausserdem findet im Seminar, Eichbergstr. 26, am 26. und
27. September eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten
tatt, zu der in der Zeit von vormittags 91 Uhr u. nachmit-
tags
von 36 Uhr jedermann herzlich eingeladen ist. (19878im
Wiſſenſchaftliches
und Haushaltungspenſionat
für In= und Ausländerinnen
Heidelbergerſtraße 43.
Gediegene, wiſſenſchaftliche Ausbildung. Franzöſin im Hauſe
praktiſche u. Kunſthandarbeit. Kochen v. Haushaltungslehrerin. Muſik=
u
. Malunterricht. Relig. chriſtl. Erziehung. Gewiſſenh. Verpflegung
geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater, Konzerten, Vorträgen
und Kunſtſammlungen. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a.
Empfehlungen durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem wiſſen=
ſchaftlichen
, Handarbeits= u. Kochunterricht können auch externe
Schülerinnen teilnehmen. Proſpekte und nähere Auskunft täglich
von 1112 und 45 Uhr durch die Vorſteherin
(*6480msm
Frl. Clementine Dupré, staatl. gepr. Oberlehrerin.
unlstse
SoEr DE!
von Professor
DARMSTADT, Saalbaustr. 73. (19860a
Das zwölfte Schuljahr 1912/13 beginnt am 1. Oktober.
Anmeldungen: vormittags 1012 Uhr.
Ausführliche Prospekte kostenfrei.

Tater- Ratd
10/18 PS. Vierzylinder= Lan=
daulet
, Doppelzündung, wie
neu Mark 3500.
Seltene Gelegenheit!
Müller & Ober
Karlſtraße 30. (19476a

CanzsUnstitur
H. Volkert u. Tochter
Elisabethenstr. 17. Ecke Wilhelminenstr.
Gefl. Anmeldungen zu unſeren Winter=Tanzkurſen, verbunden
mit Anſtandslehre, nehmen wir jederzeit entgegen.
Auch können noch einige Herren an einem geſchloſſenen Kurſus
teilnehmen.
(*7042
Privat-Einzel-Unterricht zu jeder Zeit.
Eigener Unterrichts-Saal.

Empfehle prima trockenes
Tannen=Schwartenholz
kurz geſchnitten (18819a
per Zentner Mk. 1.40 frei Keller.
P Bertsch, Emilſtraße 4.

nicht mehr bei Verwendung von
John’s drehbarem Kaminaufſatz.
Lager in allen Größen (17999a
Karl Brückner, Holzſtraße.

Fanmert

(18602

wie neu, ſehr billig zu verkaufen.
Benz & Co., Grafenſtr. 20/22.

Tanzlehrer S. Guttmann
Telephon 1679
Wendelstadtstr. 26
Anmeldungen zu den Winterkursen werden von jetzt ab
entgegengenommen.
(18253a
Sprechstunden: Täglich, mittags von 13 Uhr.

Privat- und Einzelunterricht zu jeder beliebigen Tageszelt.

Zuschneide-Lehrinstitut!
Damen, welche die Privatschneiderei gründlich
erlernen wollen, finden gewissenhafte Ausbil-
dung
bei mässigem Honorar. Eintritt täglich.
Fr. Kath. Schmidt-Keil

Karlstrasse 28, 1. Stock.

(20007a

Freitag, den 27. ds. Mts.
Berigand. Derkauſ von Mobein
wie Tiſche, Stühle, Schränke, Sofa uſw.
Die Sachen ſind gebraucht und wurden bisher für Bürozwecke
(19921
benutzt. Herdwea 91. 2. Stock.

[ ][  ][ ]

abends 8¼ Uhr
3 Beginn 3e
der Spielzeit
1912/13.

2. Oktober

Wild=Weſt=Drama.

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Oktober:
Debut: Mittwoch,

Der
weltberühmte
Irescherf
Schimpanse!

(20002a

Aflen-Mensch? ? oder Menschen-Affe?
1 Eine Sensations-Novität ganz besonderer Art.111

Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
n Familien-Arrangements
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: Alfred Schmitz.

Frort Ein
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)

Tagieit fritche nauebaekene Kiehen, foten, 1 15 Mensik. 12 3. He Ge ut eie.
(10391a)
Kranz etc.

1913
Mit Allerhöchster Genehmigung
1912
Sechs Sinfonie-Konzerte
zum Besten des
Witwen- und Waisenfonds der Grossh. Hofmusik
im Grossh. Hoftheater.
Abonnement.
Persönliche Bestellungen werden angenommen: Montag,
den 30. September, vorm. von 111 Uhr, im Musiksaal
des Grossh. Hoftheaters (Eingang beim Portier). Schriftliche
Bestellungen sind zu richten an Kammermusiker A. Diedrich,
Kiesstrasse 47, I. und werden daselbst Abonnements bis inkl.
Freitag, den 11. Oktober (3 Tage vor dem I. Konzert) angenommen.
Gesamt-Programm.
I. KO NZERT: Montag, den 14. Oktober 1912. Mit ver-
stärktem
Orchester. Sol. Mitw.: Herr Kammersänger Franz
Steiner aus Wien.
1. Eine Serenadenmusik für Orchester . . . Paul Juon
Gust. Mahler
2. Drei Gesänge mit Orchester . .
3. Lieder am Klavier
. Gust. Mahler
4. Erste Sinfonie (D-moll) . . .
H. KONZERT: Montag, den 11. November 1912. Sol.
Mitw.: Frau Kammervirtuosin Frieda Kwast Hodapp aus Berlin.
. Cl. Debussy
1. Kleine Suite für Orchester .
2. Klavierkonzert mit Orchester (A-moll) . . Ed. Grieg
3. Klavierstücke.
4. Sinfonie in D-moll (Rich. Wagner gewidmet) A. Bruckner
III. KONZERT: Montag, den 2. Dezember 1912. Sol.
Mitw.: Fräulein Edith von Voigtländer aus Berlin.
. J. Cleuver
1. Sulte für Streichorchester
2. Violinkonzert mit Orchester in H-moll . . C. Saint-Saéns
3. Solostücke am Klavier für Violine
L. v. Beethoven
4. Sinfonie Nr. 1 in C-dur
IV. KONZERT: Montag, den 6. Januer 1913. Sol. Mitw.:
Herr Professor Hugo Becker.
. Max Reger
1. Konzert für Orchester im alten Stil
A. Dvorschak
2. Konzert für Violoncell und Orchester
B. Marcello
3. Sonate in F mit Klavierbegleitung
C. M. v. Weber
4. Ouvertüre Euryanthe‟
V. KONZERT: Montag, den 17. Februar 1913. Sol. Mitw.
Herr Alfred Cortot, aus Paris.
W. A. Mozart
1. Sinfonie in Es-dur .
C. Saint- Saéns
2. Viertes Klavierkonzert mit Orchester
Rich. Strauss
3. Suite für dreizehn Blasinstrumente
4. Zwei Solovorträge für Klavier allein
Vivaldi-Bach
a) Konzert .
Franz Liszt
b) Zweite ungarische Rhapsodie
VI. KONZERT: Montag, den 10. März 1913. Mit ver-
stärktem
Orchester. Sol. Mitw.: Fräul. Marie Philippi aus Basel.
1. Sinfonische Dichtung Der Einsiedler‟
G. von Keußler
(unter Leitung des Komponisten)
2. Zwel Gesänge mit Orchester . . . . . . Hugo Wolf
3. Lieder am Klavier
4. Sinfonie Nr. 5 in C-moll . . . .
L. v. Beethoven
Preise der Konzerte.

Im Abonnement Tagespreis
für jedes einzelne Konzert Proszeniumsloge . Mk. 28. Mk. 5.50. Balkonloge u. Mittelloge . 25. 5. I. Rangs 20. 4., II. Rang 9. 2.. Sperrsitz 17. 3.50. Parterre . & 10. 2.20. I. Galerie . . 1. II. Galerie .60.

25 Schloßgaſſe 25.

Tapezier-Arbeiten Stühle Körbe Stühle
werd, noch angenommen, ſowie das jwerden billig und dauerhaft ge=
Aufarbeiten v. Matratzen u. Sofas flochten, Korbreparaturen prompt
bei billigſter Berechnung. (*7052mf ausgef. Korb= und Stuh flechterei
P. Stork, Alexanderſtraße 16.von Ludwig Schmidt, 2 Runde=

(*7012

Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-München.
Passende Züge ab Darmstadt:
750 915 1005 11
7 110 350 505 etc.
Guterhaltenes
Billard
billig zu verkaufen (20008md
Eliſabethenſtr. 44, Reſtaurant.
Mittwoch, trifſt auf
Heute dem Marktplatz, ge=
genüber
der Schloßwache eine
große Sendung Zwetſchen ein,
das Hundert zu 20 u. 25 Pfg. (*7111

Berlitz-School
Grösstes Sprachinstitut
Wilhelminenstrasse 19, II.
Telephon 613.
Am 1. Oktober für
Französisch
Englisch
Italienisch
Spanisch.
Tages- u. Abendklassen
für Anfänger und Vorgeschrittene
Separat-Damen-Klassen
Privatunterricht
jederzeit.
Prospekt u. Prebestunde gratis.

weissen Turm

Abheute
unter anderem:
IFFF
Dor2u
des
Stefan
Maner
Zweiter Teil
nach
dem gleichnamigen Roman
von Felix Holländer.

Vom 7. bis 14. Oktober können die Abonnementskarten gegen
Entrichtung des Betrages abgeholt werden in der Pianoforte-
und Musikalienhandlung von Og. Thies Nachf. (Leopold
Schutter), Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12. (Daselbst sind
auch Hauptprobekarten à Mk. 1.50 zu haben.)
Die nicht abgeholten Karten sind beim I. Konzert (14. Ok-
tober
) abends nur an der Hoftheatertageskasse erhältlich.
* Ganze Logen I. Rang im Abonnement:
a) zu 3 Plätzen zusammen Mk. 55.
b) 4
70.

C) 5
85.
(20001
Heute Mittwoch
LFelzeisuf
Braderer Sckur

Stenographie-wabelsberger
Schreibmaschinen-Unterricht, Schön-
schreiben
, Rundschrift, Vervieltäft.122
Unterr. Soderstr. 12. (18977a
erteilt Nachhilfeſtun=
Studen den in allen Lehr=
fächern
der Oberrealſchule. (*6736sm
Offerten u. R85 a. d. Exped.
die mehr. Jahre mälst.
Damk, war, erteilt engl. u. franz.
Unterricht, Deutsch für Ausländer,
Ein Gronereman
übern a. Spaziergänge u. Konversation
Offert. unt. R 33 Exped. (19514a
Lehrer erteilt gründl. Nachhilfe
in allen Fächern. Gefl. Offert. unt.
§ 92 an die Exped. ds. Bl. (*7128
Neuphilologe
erteilt erfolgreiche Nachhilfe in
allen Fächern, beſonders in Franz.,
Verfolenlaun
Engliſch u. Mathem. Näh. Ernſt=
Ludwigſtr. 8, Musikalienhdlg. (*7103
mit (19938
franzöſ. u.
Privat=Unterricht engliſcher
Asta Nielsen
Sprache wird zu äußerſt bill. Pr.
in der Hauptrolle.
erteilt. Ort und Zeit nach Be=
liehen
. Offerten unter § 87 an
die Exped. ds. Blattes. (*7113mds
Frl. erteilt Schütern Nachh. im
Rechn. und Franzöſiſch. Off. unt. VorZugl. Spanische Weine
§ 89 an die Expedition. (*7110
(weiß und rot) der Liter v. 70 Pf.
nterricht im Weißnähen, Zu=an, bei Abnahme von 10 Litern
ſchneiden u. Sticken, w. gründl. 5 Pf. billiger, frei ins Haus ge=
erteilt
. Frau J. Lauck, Viktoria=liefert empfiehlt
(20004a
ſtraße 24, II.
5980ms
Weinhandlung
Mathildenplatz 8 und
Nieder=Ramſtädterſtraße 45.
Klavier Schufe

Einlage:

zu verkaufen (*7125
Ferkel Kaupſtraße 10.

turmſtr. 2. Arbeit wird abgeholt.
Voſtkarte genügt.
(*7084

Frau E. Hochstätter
konſerv. ausgeb. Pianiſtin
Anfangsgründe u. vollſtänd. Aus=
bildung
im Klavierſpiel, Theorie,
Enſembleſpiel. Nur Einzelunterricht,
keine Klaſſen. Schulstr. 15, II. (19737a
Kochstunde.
Gute bürgerl. Küche. Backen.
Einmachen mit den Weckſchen
Apparaten. Anmeldung. jederzeit.
J. Friedrich
Frankfurterstr. 74, I. (18475a

Unterricht im Weißnähen, Sticken
u. all. Handarb. erteilt (19211a
E. Müller-Stein, Kranichſteinerſtr. 24.

Gründl. Unterricht
im Zuſchneiden u. Kleidermach.
erteilt bei mäß. Honorar (*6860sm
Elise Reitz, Waldſtr. 35, 1. St.

eleima
A
en
Fläglich frisch gekelfent
MarkinJahn
Pallaswiesenstr. 30
(
Meine Wohnung befindet ſich jetzt
Mathildenpl.
Pfälzer Hof, nächſt Gartenſtraße
L. Ransi
Fellhandlung.

Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 25. September 1912.
14. Ab.=Vorſtellung. A 4.
Iphigenia in Aulis.
Große Oper in 3 Aufzügen
von C. W. v. Gluck.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Agamemnon . . . Georg Weber
Klytämneſtra,deſſ.
.Milena v. Sugh
Gemahlin .
Ihigenia, deſſen
.. Gertrud Geyers=
Tochter . ..
bach
.. Georg Becker
Achilles .
Kalchas, Ober=
.. Alfred Stephani.
prieſter .
Arkas, Anführ. d.
Leibwache Aga=
memnons
. . . . LeoSchützendorf
Ein Anführer der
Theſſalier . . . . Willi André
Eine Frau a. dem
. . Erika Hartmut
Gefolge. .
.. Olga Kallenſee
Artemis.
Die vorkomm. Tänze werden aus=
geführt
von Sybille Huber, Adelh.
Croneberg und den Damen des
Corps de Ballet.
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Heiſer: Karl Jahn.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M., Mittel=
loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.,
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anf. 7 Uhr. Ende geg. 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½1½ u. v. 6 Uhran.
Verkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 26. Sept. 15. Ab.=
Vſt. D 4. Zum erſten Male wieder=
holt
: George Dandin. Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Freitag, 27. Sept. 16. Ab.=Vſt.
C 4. Der Gardeoffizier.
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 28. Sept. 17. Ab.=Vſt.
B 5. Tiefland Gewöhnliche
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.

Wartete u. Thedter
Daal rolked
Alexanderstraße 12 & 14
nur noch bis 1. Oktober.
Täglich
abends 8 Uhr, Sonntags nach=
mittags
4 und abends 8 Uhr
das grosse
Cölner Variété und
Burlesken-Programm
u. and. Siſters Darlington, Engl.
Song and Dans, Wally Norden,
Exzentrik=Soubrette, Eshaly, der
berühmte Damendarſteller. (19192a

[ ][  ][ ]

Saalbaustr. 40
nächst dem Marienplatz
Telephon 1355
empfehlen
ihr reichhaltiges Lager
in allen
Bürsten- u. Besenwaren,
Pinseln aller Art,
Kokos- u. Chinamatten,
Fensterleder,
Toiletteartikel.
Putztücher,
Kämme u. Schwämme.
Möbel-u. Teppichklopfer,
Stahlspäne.
Fussboden

chs,
ölapparate.
weisse Rabattmarken.

19996a

Operngläser
in allen Ausführungen, beste Fabrikate, vor-
zügliche
Optik, größte Auswahl,
von 6.5060 Mk., mit Stiel von 2075 Mk.
L. Borné, Hof-Uhrmacher und Optiker
25 Ernst-Ludwigstrasse 25. (18519a

egen Drüsen, Serophein
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hautausschlag, Hals- und Lungen-
krankheiten
, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der Ent-
wicklung
zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige
Kur mit meinem
(19446a
abusen’s Jodella‟-Lebertran.
Durch seinen Jod-Eisen-Zusatz der wirksamste und meist ge-
brauchte
Lebertran. Gern genommen und leicht zu vertragen.
Nur echt in Originalflaschen à M. 2.30 u. 4.60 mit dem Schutz-
wort
-Jodellas und dem Namen des Fabrikanten Apotheker
Wilh. Labusen in Bremen. Frisch zu haben in allen Apo-
theken
in Darmstadt und Umgebung.

Getreidekaffees gesenüberstellen,
so werden Sie bestätigt finden, daß
der Kräftige und reine Geschmack
des Kornfranck unerreicht ist.

Jamilie Seerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
29)

Im Herbſt verlobte ſich Karl Auguſt mit Jula von
Warburg. Durch dieſe Verlobung kam äußerlich das
Verhältnis von ihr zur Mutter und zu dem Bruder wie=
der
ins Gleis. Man war gezwungen, wieder mehr in
der Oeffentlichkeit zu leben, und der Welt das Schauſpiel
einer uneinigen Familie zu geben, dazu war man denn
doch zu klug.
Dieſe Verlobung war ganz nach dem Herzen Frau
von Leerſens. Auch Karl Auguſt fand ſich merkwürdig
raſch in die ihm anſangs nicht ganz ſympathiſche Rolle
eines Bräutigams. Da aber die in einiger Zeit einzu=
löſenden
Wechſel wie das Schwert des Damokles über
ihm hingen, ſah er die zwingende Notwendigkeit ein, ſich
reich zu verheiraten, und ſo verlobte er ſich während
ſeines Jagdaufenthaltes in Haindorf eben mit der arg
in ihn verſchoſſenen Jula.
Mit einem Schlage eröffneten ſich ihm als Bräutigam
der reichen Erbin nun Kreditquellen.
Ganz Bellburg beneidete ihn um ſein Glück. So=
fort
erſchienen auch wieder eine Menge Leute, die ſich
von den verarmten Leerſens zurückgezogen hatten, im
Hauſe der verwitweten Exzellenz, und man betonte, wie
ſehr man ihr nach all den fehlgeſchlagenen Hoffnungen
dieſe Freude an dem Sohne gönne.
Die alten Warburgs, die ſonſt nur die Wintermonate
in Bellburg verbrachten, bezogen dies Jahr ſchon früher
ihre mit allem Prunk eingerichtete dortige Villa.
Nee, haſt Du aber eingelegt, Chriſta, Du biſt ja ganz
ſchmal und pieprig geworden. Damit begrüßte Jula

ihre neue Schwägerin, als ſie an Karl Auguſts Arm kam,
um ſich ihrer zukünftigen Schwiegermutter als Braut
vorzuſtellen. Karl Auguſt ſagte ſchon, daß Du etwas an=
gegriffen
ausſähſt. Aber, daß Du ſo elend wärſt, hätte
ich doch nicht gedacht! Du, ſie knuffte Chriſta verſtänd=
nisvoll
in die Seite, Du grämſt Dich dich wohl ein biſſel,
daß Dir der Schmettwitz durch die Lappen gegangen iſt?
fragte ſie neugierig.
Karl Auguſt errötete unwillig. Unglaublich taktlos,
dachte er. Er zog Julas geſchmückte, mit Ringen
überladene Hand etwas feſter durch ſeinen Arm, um ſie
ins Nebenzimmer zu führen, wo Frau von Leerſen das
Brautpaar erwartete.
Einfach ſcheußlich ſieht ſie aus, hörte Chriſta noch.
Aber Julas Stimme klang bei Feſtſtellung dieſer ſonſt
gewiß nicht gerade erfreulichen Tatſache ſehr luſtig und
vergnügt. Da hatte man nun ſolchen Summs von der
ſchönen Chriſta gemacht, und nichts war dran! Das
freute ſie.
Jula freilich konnte auf das ſchmückende Beiwort ſchön
kaum Anſpruch erheben. Ihre für ein junges Mädchen
mehr als üppige Figur ſah neben der vornehmen, ſchlan=
ken
Erſcheinung des Bräutigams direkt unfein aus. Da=
zu
trug ſie ſich in lebhaften und auffallenden Farben, die
mit ihrem roten, von Geſundheit ſtrotzenden Geſicht ent=
ſchieden
nicht harmonierten.
Das einzige wirklich Hübſche in dem runden, aus=
drucksloſen
Geſicht mit der Stutznaſe und den kleinen
Augen war der üppige, allerdings etwas große Mund
mit prächtigen Zähnen. Sie zeigte dieſe Zähne gern,
lachte viel und verbarg hinter dieſem Lachen oft eine ge=
wiſſe
Verlegenheit. Denn allzu klug war Jula nicht.
Das einzige, was ſie ſo begehrenswert für die jungen

Herren ihrer Kreiſe gemacht hatte, war, daß ſie das ein=
zige
Kind ſehr reicher Leute war.
Sie hatte aber den hübſchen, eleganten, aber immer
etwas reſerviert erſcheinenden Karl Auguſt ſchon lange
ins Herz geſchloſſen und war daher glücklich, als er ihr
ſeine Liebe geſtand. In ihrer kindlichen Einfalt zwei=
felte
ſie gar nicht an dieſer Liebe. Warum hätte er ſie
ſonſt gewählt? Er hätte jede bekommen, um die er an=
gehalten
hätte. Alle ihre Freundinnen waren weg in ihn.
Er aber liebte ſie! Das in Glanz und Reichtum erzogene
Mädchen, dem bisher jeder Wunſch erfüllt worden war,
fand es nur natürlich, daß es auch den Mann bekam, den
es haben wollte.
Karl Auguſt war aber klug genug, die Rolle des
verliebten Bräutigams, die Jula von ihm verlangte, gut
zu ſpielen. Es ſchien in der Tat ſo, als ob außer Jula
nichts für ihn exiſtiere und Intereſſe habe. Nur eins gabſ
es, worauf Jula brennend eiferſüchtig war. Das war
Karl Auguſts Mutter. Wie er von ihr ſprach, wie von
einer Heiligen. Rein in den Himmel hob er ſie, und Jula
kam ſich bei dieſen Beſchreibungen ganz klein vor. Sie
konnte indeſſen nur finden, daß Frau von Leerſen zwar
unheimlich vornehm aber kalt wie ’ne Hundenaſe aus=
ſähe
!
Tief beugte ſie ſich über die ſchmale Hand, die ihr
Frau von Leerſen zum Willkommen entgegenſtreckte. Das
Herz klopfte ihr doch recht zaghaft, als ſie dieſer ſtolzen,
in ihren ſchwarzen Trauergewändern wie eine Fürſtin
daſtehenden Frau gegenübertrat. Papa hatte zwar noch
zuletzt zu ihr geſagt: Daß Du Dich nicht einſchüchtern
läßt! Tu Du nur, als ſei’s ine Gnade, daß Du den
Karl Auguſt nimmſt. Das iſt der einzig richtige Stand=
punkt
für ein ſo ſchweres Mädel, wie Du es biß.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Druckschürzen
72
Stück nur
Hausschürzen
aus gestr. Baumwollzeug Stück nur 28
Hausschürzen
aus gestr. B’wollzeug, sol. Qnal., Stck. nur8
Hausschurzen
m. Volant und Tasche . . Stück nur
eise Zierschürzen
mit bunter Borde . . . Stück nur 28

Besichtigen Sie unser rechtes
Eingangsfenster!

5 Posten
Damen-Blusenschürzen
aus soliden Stoffen, tadellos verarbeitet
30 1 1
Damen-Blusenschürzen
aus einfarbigen Stoffen, hübsch garniert 15
Stück nur 145
Damen-
Reformschürzen Stückmur

Aussergewöhnlich billig!
1 grosser Posten
Damen-
Blusenschürzen
. Stück nur
mit Tasche

Kinder-Schürzen
aus gestr. Baumwollzeug

55
60
Lg. 45 50

65 70/75

Kinder-Schürzen
aus türk. gemustertem Kattun
55 60/65
50
Lg. 45

1

: KINDER-:
Hängerschürzen Stück nur 23

Extra-Auslagen im Parterre
auf Extra-Tischen.

Mitgtied des
Rabatt-Spar-
Vereins.

Gebr.Rtothschild

19974

Markt 2

Donnerstag

Mittwoch

Freitag

O4
2

Aber es ging wirklich nicht! Ganz verſchüchtert blickte
ſie auf zu der ernſten Frau, und als dieſe ſich neigte und
einen Kuß auf ihre Stirn drückte, ſtammelte ſie: Ich
ich danke ſehr! Dann wurde ſie dunkelrot, denn ſie
hatte geſehen, wie Karl Auguſt ſpöttiſch gelächelt hatte.
In ihrer Befangenheit ſchlang ſie plötzlich den Arm um
Frau von Leerſens Hals, gab ihr einen ſchallenden Kuß
und ſagte bittend: Haben Sie mich, bitte, auch lieb.
All die weihevollen, wohlgeſetzten Worte, die Frau
von Leerſen für dieſe erſte Begrüßung ihrer Schwieger=
tochter
ſich vorgenommen hatte zu ſagen, blieben infolge=
deſſen
unausgeſprochen. Sie ſagte nur ſchlicht und herz=
lich
: Mache meinen Sohn glücklich, Jula!
Gerade dieſe Herzlichkeit gab Jula aber ihre Unbe=
fangenheit
zurück und öffnete die Schleuſen ihrer Bered=
ſamkeit
. Allmählich taute ſie vielleicht ſogar zu ſehr auf
und Frau von Leerſen ſah das beſtätigt, was ſie gerade
ein wenig befürchtet hatte: von all den ſonſtigen Eigen=
ſchaften
, die ſie ſich für ihre künftige Schwiegertochter
gewünſcht und erträumt hatte, beſaß Jula nichts. Sie
war ein grenzenlos verwöhntes und ungezogenes Kind.
Der Verlauf des kleinen Verlobungseſſens Frau
von Leerſen hatte es ſich nicht nehmen laſſen, Karl
Auguſts Braut und deren Eltern zuerſt bei ſich zu emp=
fangen
rechtfertigte dieſes erſte Urteil völlig. Inla
übte natürlich Kritik an den aufgetragenen Gerichten
und zog das Näschen kraus, daß es nur deutſchen Sekt
gab. Sie ſprach in alles hinein, ob ſie es verſtand oder
nichtt, lachte ſich halktot, als Jakoh, der Diener, einmal

ausrutſchte, und lehnte ſich in unfeiner Zärtlichkeit feſt
an ihren Bräutigam an, den ſie mit ihren Liebesbeweiſen
geradezu verfolgte. Vor allem aber machte ſie ihre zu=
künftige
Schwiegermutter dadurch ganz nervös, daß ſie
immer wieder nach Joachim fragte. Sie fand ihn bild=
hübſch
, ſündhaft hübſch, wie ſie ſagte, und wollte durch=
aus
wiſſen, wo er eigentlich ſtecke und was er in Berlin
treibe. Ob er zur Hochzeit kommen werde, und ob es
eigentlich wahr ſei, daß er mit Ada Jerling ein Ver=
hältnis
gehabt habe und ſie hätte heiraten wollen. Wenn
er das getan hätte, hätte ich Dich am Ende gar nicht ge=
nommen
, Schatz, denn eine Ballettmeiſterstochter als
Schwägerin! Danke! Sie warf den Kopf hochmütig
empor.
Julken, Du haſt einen Schwips. Nun trinkſt Du
nichts mehr! ſagte ärgerlich über dieſe Taktloſigkeiten
endlich Herr von Warburg, nahm Julas Sektſchale und
ſtellte ſie vor ſich hin. Aber da kam er ſchön an.
Wie Ihr mich behandelt, wie ein kleines Kind! Huh,
huh! Laut aufweinend warf ſie ſich an Karl Auguſts
Bruſt. Mit verlegenem Lächeln, hinter dem ſich Aerger
und Zorn verbargen, ſchlang dieſer ſichtlich widerwillig
den Arm um ſeine ſchluchzende Braut.
Konſtantin! Breit und maſſiv ſtellte ſich ſchützend
Frau von Warburg vor ihr bedrohtes Kind. Warum
kränkſt Du Julchen? Das Kind iſt durch die Verlobung
aufgeregt, darauf muß man doch Rückſicht nehmen!
Mehr als einmal wiederholten ſich derartige Auf=
tritte
,

Sie iſt ein verwöhntes Kind, Karl Auguſt. Du mußt
ſie Dir erſt in der Ehe ziehen, tröſtete Frau von Leerſen
leiſe den immer kleinlauter werdenden Sohn.
Karl Auguſt nickte. Das wollte er wahrhaftig tun.
Aber eine unangenehme Ahnung ſtieg in ihm empor, daß
das nicht ſo leicht ſein würde, wie es ſich die Mutter
dachte.
Das Kind Jula war nicht nur verwöhnt, ſondern
auch eigenſinnig, rechthaberiſch, unglaublich vergnügungs=
ſüchtig
und das ſtieß ihn am meiſten ab im höchſten
Grade kokett. Sie wollte überall im Vordergrunde ſtehen
und vermerkt werden. Daher empfand ſie es geradezu
als eine Kränkung und Zurückſetzung, daß man ihrer
Schwägerin Chriſta bei allen Geſellſchaften, die man nun=
mehr
im Warburgſchen Haufe und anderweitig, wo das
Brautpaar Beſuche gemacht hatte, in raſcher Folge dieſem
zu Ehren gab, mehr huldigte als ihr, der dieſe Feſte doch
galten.
Wo ſie konnte, wiſchte ſie darum Chriſta eins
aus, das heißt, ſie erzählte ihrer Schwiegermutter irgend
etwas Nachteiliges, was ſie über die Schwägerin erfahren
hatte. Dieſe, das hatte ſie bemerkt, verſetzte es dann
Chriſta wieder.
So kam es, daß die warmen, ſympathiſchen Gefühle,
die Chriſta ſich beſtrebte, für die Braut Karl Auguſts
in ſich wachzurufen, im Keime erſtickten. Die beiden jun=
gen
Mädchen blieben ſich fremd, obgleich ſie täglich bei=
ſammen
waren.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 15.,

Moderne Leinen-Dekorationen von Mk. 7.00 an
meterweise und
Rouleauxstoffe, Scheibengardinen: abgepasst :.
in allen Breiten und Preislagen
in Gobelin, Tuch
Galerle-Borden und Leinen
sehr preiswert
Teppiche
Tischdecken
Chaiselonguedecken
von 23.00 Mk.
von 1.50 Mk.
von 12.00 Mk. an
Vo
Läuferstoffe Mk. 1.25 an
Vorlagen Mk. 3.75 an
Zug-Einrichtungen
Holzgalerien Messing-Garnituren
in allen Längen und Preislagen.
(19699a
ommobenderi
Elisabethenstr.
Zimmerstrasse
SSUHNE
34/36. Darmstadt
24.

Wir bringen Ihnen das biligste
und beste Heizmaterial!

Kein Russ! Kein Rauch! Keine Schlacken!
Grosse Hitze! Langandauernde Glut!

anion Drikeis!
Erhältlich in den Kohlenhandlungen!
Neue Ladung Steintöpfe

ngetroffen. Dieſelben werden billigſt abgegeben.
Hans Neurohr
Ecke Pankratius= und Wenckſtraße 2.

(19778smf

Damenbinden
npfiehlt Rosine Federlin. Watten-
schäfl
, Schuchardſtr. 10, I. (1.4504a

mit ehtene Bmen
Ebrand-Ofen iſt billig ab=
(B19879
zugeben
Steinackerſtr. 6, I.

Me ertet en
ache mne
ahrräder
nur bekannte erſte Marken, zu
extra billigen Preiſen ab.
Eingetauſchte Fahrräder
in großer Auswahl ſchon von
10 Mark an.
(19214a
Dürkopp-Nähmaschine
von 55 Mark an.
Reparaturen und Zubehörteile
äußerſt billig.
L. Beudt Nachf.
Inh.: L. Waldschmitt.

Verkauf ſpottbill.
neue Schwingſchiff=Nähmaſchine,
vor= und rückwärts nähend, 5 J.
Garantie, 70 Mk., Badew. 16 Mk.,
wenig gebr. Schuhmacher= Stepp=
maſch
. 35 Mk., Singer= Schneider=
maſch
. 15 Mk., Adler=Damentad
30 Mk., ſehr ſch., eiſ. Ofen 6 Mk.,
ein braunes Sofa 15 Mk., doppelſitz.
Sportwag. 5 Mk., Nachtt. 3 Mk.,
kl. Kaſſenſchr. 50 Mk. 2 geſch.
Mahag.=Polſterſt. m. Seſſ. 20 Mk.
Kiesſtraße 80, 1. St. (18767a

Man trinke jetzt
nur Vilbelen
Mineral-Wasser vom
Hassia-Sprudel Vilbel
beſtes Erfriſchungsgetränk und Tafelwaſſer 1. Ranges
25/1 Literflaſchen mit Patentverſchluß franko Haus

nur Mk. 3.
Flaſchen leihweiſe.

(B18759

Haupt-Depot Jacob Weber
11 Neue Niederſtraße 11. Telephon 837.

Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig

einfäſſer, verſchied. Größen zu
verk. Karlſtr. 43. (19759somf
Kaufen Sie
keine
Bade-
einrichtung

ohne mein
Lager
beſichtigt zu
haben.
Badeöfen,
Badewannen
jeder Art
stanuend billig.
Gas=Lampen,=Herde
in großer Auswahl. (19443a
52
Stiftſtraße
I,
A. un
52.

En neuer Jahrgang begimt ſorden

Das Bach

Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
48. Jahrgang
erſcheinende illuſtrierte Familienzeitſchrift.
Beſondere Vorzüge:
Große Reichhaltigkeit, ſorgfältig gewählter intereſſanter Inhalt,
viele prachtvolle Illuſtrationen, außerordentliche Billigkeit.
Jährlich 28 Hefte. Preis für das Heft nur 30 Pfg.

Binllollen

der Unterhaltung und des Wissens.
Jährlich 13 elegant in Leinen gebundene,
reichilluſtrierte Bände zum Preiſe von nur je 75 Pfg.
In vielen Millionen von Bänden verbreitet, hat unſere
Bibliothek ihre Hauptaufgabe, jedem Bücherliehhaber Ge=
legenheit
zu geben zur Anlegung einer wirklich gedlegenel
Me ente Anehehen unde ehe erehelcht. Slenhe

Se lens enlech. Bleltenden

(717025

Privatbibliothek,
während ihres 36jährigen Beſtehens ſtets aufs beſte erfüllt.
Beſtellungen nehmen Buch= und Kolportage=
handlungen
, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.

mit Dedet=Deiſter
Eiſ. Kinderbeilſtelle verk.
Schuhereine p. R. G. M. zu hab.
*6008om) Saalbauſtr. 29, 1. St.
Schwanenſtraße 3. (*6899om

[ ][  ][ ]

Aus Anlass des bevorstehenden Umzuges finden in meiner bedeutend erweiterten Spezial-Abteilung Teppiche und
Gardinen grosse Extra-Verkäufe zu enorm billigen Preisen statt.

Moderne Fenster
11
: Dekorationen
bestehend aus 2 Flügel und 1 Behang.

Madras-Garnituren (buntfarbiger
Etamine), besonders geeignet für
Schlafzimmer
Fenster 18.50, 15.25, 13.75,
Kochelleinen-Garnituren
für Wohn- und Herrenzimmer
Fenster 15.75, 12.75, 9.75,
Leinen-Garnituren
moderne Künstler-Entwürfe
Fenster 12.95, 9.75, 6.25,

9.75
1.70
4.90

Erbstüll-Stores mit reicher
Bändchenverzierung u. Vol.
19.75, 13.75, 9.50, 6.25, 4.25
Erbstüll-Gallerieborden
mit Volant u. Bändchen-Applikat.
Meter 1.85, 1.45, 1.10, 95,
Leinen-Borden mit elegant. Zeich-
nungen
in Kurbelstickerei
Meter 1.95, 1.35, 90,

ausserordentl.
Gardinen: preiswert:

Engl. Tüll-Vitragen, Stückware,
weiss u. créme, Mtr. 95, 75, 60, 42,
Engl. Tüll-Gardinen, Stückware
weiss u. créme Mtr. 130, 85, 62,
Grosse Post. abgep. engl. Tüll-Gard.
Paar 12.50, 9.75, 6.45, 3.75,
Grosse Posten Erbstüll-Gardinen
u.-Dekorationen mitreich. Band-
verzierung
. Paar 17.50, 13.75,
Rouleaux, 2teilig, weiss, créme und
gold, sol. Qual., Paar 6.25, 4.50 3.45,
Rouleaux-Stores, aparte Zeichn.
Stück 4.95, 3.75, 2.50,
Bettdecken in Erbstüll u. engl.
Tüll . . 22., 17.50, 10.25 bis

65

Pf.

Pf.

9.75

2.25
1.45
2.25

Besonders preiswert!
Gardinen-Mulle, Original englische
Qualitäten, weiss und farbig, Tupfen,
Streifen- und Empiremuster
Meter 1.65, 1.35, 1.15, 75, 55

Pf.

Tüll- u. Spitzenstoffe (Allover-nets)
Meter 2.25, 1.85, 1.60,
Buntfarb. Madrasstoffe für Künstler-
Gardinen . Meter 2.25, 1.75, 1.25
Dekorationsstoffe und Künstler-
leinen
in hochapart Farbenstellungen
Meter von 5.25 bis
Leinen-Tischdecken, geschmackv.,
künstl. Ausführungen, von 19.75 bis
Chaiselonque-Decken, moderne
Zeichnungen . . . . von 35.00 bis

Koulenun-Damaste
feinfädige, glanzreiche Ware
Meter 2.40, 1.75, 1.25,

95

Pf.

Läufer-Stoffe:
Jute-Läuferstoff, ca. 67 cm breit
Meter von 1.85 bis
Woll- und Plüsch-Läufer
Meter 3.50,
Bouclé(Haargarn)-Läuferstoff, rot,
grün, blau und gold Streifen, Meter
Bouclé-Läufer, eleg. Jacquardmuster
Meter

36 Pf.
2.50
3.50
5.25

Crösste Auswahl in Zubehörteilen
für Gardinen
zu bekannt billigen Preisen!

Auffallend billig!

1 Messing-Garnitur besteh. aus:
1 Stange, 150 cm lang, 2 Träger
2 Endknöpfe und 10 Ringe, nur


6.25

Restbestände in Gardinen, Stores,
Vitragen, Dekorationen
ausserordentlich billig!

Teppiche

Linoleum besonders preiswert!

Während der Umzugs-Woche gewähre ich auf meine
schon äusserst kalkuliert. Preise ein. Extra-Rabatt v. 10 0
200/300 cm
ca, 135/200 170/240
19.75
Perser Imitation 6.25 13.75
Prima Axminster 9., 12. 19.50, 29.75 19.75, 28. bis 70.
Prima Plüsch 18. 25. 34. 37.50, 54.
37.50, 48.
32.50
Prima Bouele (Haargarn)

200 cm la Druckware
Blumen- und Teppichmuster

per Quadratmeter
1.75, 150 und 1.80

Läufer

ca. 67

90

110
1.95

7
1.40
per Ifds. Meter 1.10
1 Posten Inlaid-Teppiche, 200/275 cm gross, durchgeh.
Musterung; aparte Teppichmuster

133 cm
2.25

aur 19.75

Wachstuche in größt. Auswahl!
Große Posten Bettvorlagen enorm billig!
Sachgemässes Verlegen von Linoleum und Aufmachen von Gardinen und Dekorationen durch eigenes Personal.
Darmstaut
Kaufhaus Hn Cchfeider Ludwigstr. 2. Ecke Kirchstr.

Beachten Sie meine Spezial-Auslage in der Ludwigstrasse!

(19937

[ ][  ][ ]

N8 220.

Mitwoch, 25. Sehtenber.

1912.

3
Oohal
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.

Wohnungs=
Veränderungen
unſerer verehrlichen Abonnenten, die am
1. Oktober ct. erfolgen, wollen uns bald=
tunlichſt
unter Benutzung nachſtehenden
Ausſchnittes bekanntgegeben werden,
damit eine Unterbrechung in der Zu=
ſtellung
unſeres Blattes vermieden bleibt.
Darmstädter Tagblatt.

Ausſchneiden und einſenden!

Name:

verzieht am:
von (Straße):

nach (Straße):

Heidelbergerstr. 105
2½ ſtöckig mit 14 Zimmern,
Bodenkammern, Dampfheiz.,
Veranden, Obſtgarten, Gas
ꝛc., vollſtändig neu hergericht.,
zu vermieten. Auch zu verk.
od. getrennt z. verm. 14809ms

Maus Martinstr. 35
10 ſehr große Zimmer, herrliche
Diele, vollſt. Bad, Zentralheizung,
Gas, elektr. Licht, ſchöner Garten,
Veranda, Loggia, große Küche
m. Nebenräumen, Speiſe=Aufzug,
Keller, großer Speicher, ſofort zu
vermieten. Näheres Eliſabethen=
ſtraße
53, Kontor, Tel. 547. (14961ms

Greiecte
wird der zweite Stock zum
1. Oktober I. J. anderweit ver=
mietbar
. Er enthält 8 Zimmer,
Badezimmer u. reichl. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallation,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
111 und 57 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
(6817ms
Caſinoſtraße 8.

villa
Ohlyſtraße 30, freiſteh.,
mit 12 Zimmern, reichl.
Zubehör, Zentralheizung,
elektr. Licht, Balkon und
Garten, iſt per 1. Oktober
oder Novemb., evtl. 1. April
1913 zu vermieten oder zu
verkaufen. Näh. Roquette-
weg
3 oder bei Sebastian
Fckler, Rheinſtraße 9,
Telephon 243. (B15456ms

Mein
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage. 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (14663ms
Herrschafts=
Wohnung
Wilhelmstrasse 8, pt.
8 Zimmer, darunter 1 Speiſe=
ſaal
m. Ausgang zur Terraſſe,
Vorgarten, Küche mit An=
richte
und Dienerzimmer im
Souterrain, ſowie 3 Zimmer
in der Manſarde per 1. Okt.
eventl. früher. Näheres nur
durch Joseph Trier, Hof=
möbelfabrik
, Wilhelminen=
(14352ms
ſtraße 25.

Herrſchaftswohnung
Viktoriaſtr. 42, 2. Etage, 8 große
Zimmer, Badez., 4 Manſ. 2 große
Keller neu hergerichtet, ſof. zu verm.
Näh. Kahlertſtr. 13, 1. St. (14345ms

Ohlyſtraße 34
herrſchaftlich eingerichtete Villa,
9 Zimmer, Diele und reichl. Zu=
behör
, Zentralheizung, Garten, zu
verkaufen eventl. zu vermieten.
Näh. Erbacherſtaße 4, Baubureau,
(18888a
Tel.=Nr. 260.

Neubau in freier Lage
verl. Soderſtraße, herrſchaftliche
89 Zimmerwohn., Parterre und
2 Stock, zu vermieten. Näheres
Heidenreichſtr. 31, part. 18501ms

Gruner Weg 65
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad, nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof. bezieh=
bar
, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
(B17976ms
parterre.

(B18464
Karlstr. 83 ms
Wohnung von 8 Zimmern (in
zwei Stockwerken) mit Bad und Wendelstadtstr. 32, I.
reichl. Zubehör ab 1. Okt. zu verm. 16 Zimmer mit Balkon u. Zubeh.,

Herrſchafts=
Wohnung
Eliſabethenſtraße 51, nächſt d.
Neckarſtraße, im früheren von
Willich’ſchem Hauſe. Bel=
etage
, 9 Zimmer m. Balkon
und Garten, Stallung für
6 Pferde, 2 Burſchenzimmer,
Heuboden und Remiſe, neu=
zeitlich
hergerichtet, per 1. Ok=
tober
zu vermieten.
Näheres Eliſabethenſtraße 59,
(19781ms
im Comptoir.

Herrſchaftswohnung
Eliſabethenſtraße 70, parterre,
hocheleg., mit elektriſch. Lichtanlage,
Kochgas, 7 Zimmer, Badezimmer,
geſchloſſ. Veranda, Burſchenzim.,
Manſardenräume per ſof. zu ver=
mieten
. Auf Wunſch Stallung für
3 Pferde. Näh. zu erfragen im
1Büro im Seitenbau zwiſch. 111
(19719t
und 25 Uhr.
5 II. Et.,
Rheinstr. 12½7 gr. Z.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (18739ms

Herrschaftswohnung
Elisabethenstrasse 70
2. Stock, hocheleg. mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7 Zim=
mer
, Badezimmer, geſchloſſ.
Veranda, Burſchenzimmer,
Manſardenräume p. Anfang
Oktober zu vermieten. Näh.
zu erfr. im Büro im Seitenb.
zw. 1112 u. 25. (18469ms astirierstr. 16, 1. S.,
geräumige 7=Zimmerwohnung mi
allem Zubehör, Gas= und Bade=
einrichtung
, zum 1. Oktober d. S
zu vermiet. Näh. nur auf dem Kon=
tor
der Brauerei Rummel. (15261ms Riedeselstr. 21, II.
hochherrſchaftliche 7 Zim.=Wohn.
mit Zentralheizung, reichl. Zubeh
und Gartenanteil per ſofort zu
verm. Anfragen ſind zu richten
an Paul Wolf & Co. G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
(19977ms 3 Zimmer Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl, Garten,
Balkon, per ſofört zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1091. (18468ms Bleichſtraße 40, 1. Stock,
ſchöne Sechs=Zimmerwohnung mit
reichlichem Zubehör zu vermieten.
Auch für Bureauzwecke ꝛc. ſehr
(18467ms
geeignet. 6= Zim=
Landwehrstr. 1 Wohn.
ohne Gegenüber m. Gas u. Elektr.,
neu herger, per ſof. zu vm. (18953ms Steinstrasse 5, I. St.
6 Zimmerwohnung mit Zubehör,
ſofort oder ſpäter.
(14020ms Meteltent. .
nächſt der Neckarſtraße,
Wohnung mit Balkon,
Beletage, 6 Zimmer m.
Zubehör u. Garten, n.
Stalluug für 6 Pferde,
Burſchenzim., Heubod. u.
Remiſe, neuzeitl. herge=
richtet
, per 1. Okt. z. verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 59 i.
Komat.
(19692ms Moserstrasse 11, I. St.
elegante 6=Zimmerwohnung nebſt
2 Zimmern und 2 Kammern im
3. Stock per 1. Oktober. (B14068ms per 1. Okt. Näh. Seitenb. (18179ms Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part. (B14307ms Wendelſtadtſtraße 28
ger. 6 Zimmerwohnung, 1. oder
2. Etage, m. allen Bequemlichkeiten
per 1. Okt. zu verm. Alles Nähere
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (14340ms Roßdörferſtraße 86
3. St. 6=Zimmerwohnung in freier
Lage mit Balkon, Veranda, Bad
u. ſonſt. Zubehör zu verm. Näh.
Heidenreichſtr. 31.
(14457ms Eichbergstr. 11, part.
6 Zimmerwohnung ſofort zu ver=
(B16020ms
mieten. anen Ateſtente 1e.
iſt die neu hergericht. Parterre=
Wohn., 6 Zim., darunt. 2 Entre=
ſols
, alsb. weiter z. verm. Näh.
dortſelbſt II. od. Rechtsanwalts=
bureau
Kaſinoſtr. 8. (17064ms

Me. e
u. el. Lächtp. I. Okt. Einzur. 10b. 1 2 Uhr. (14475ms

Neubau.
Heinricſtr. 136
herrſchaftl. 6=Zimmerwohnungen
per 1. Oktober oder ſpäter zu ver=
mieten
. Näheres daſelbſt von
1012 Uhr vormittags. (18451ms

Frankfurterstr. 62
1. Stock, ſchöne 6=Zimmerwohng
mit Zentralheizung, Bad, Balkon
Veranda, Fremdenz. u. ſehr reich
Zubehör per 1. Oktober. Näheres
3. Stock.
(14158m Wilhelminenſtr. 18 iſt der
untere Stock, enthaltend 6 Zim.
mit Zubehör, vom 1. Oktober ab
an ruhige Familie zu vermieten.
Auf Wunſch können Zimmer in
der Manſarde beigegeben werden.
Näh. im oberen Stock. (18504ms Stiftſtraße 21
neuhergerichtete 6=Zimmer=Woh
nungen zu vermieten. (19682ms
Näheres Expedition. Ernſt=Ludwigſtraße 1
iſt die 3. Etage, 6 Zimmer, darunt.
Badezimmer, mit ſämtl. Zubehör,
neu herger., zu vermiet. (19707ms Zmmer Karlſtraße 20 eine 5= Zimmer=
wohnung
mit allem Zubehör ſof
zu verm. Preis 550 Mk. (15432ms Viktoriastr. 30, II.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (14665ms 5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näheres 1. Stock. (B14314ms Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne
5 Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (19548ms Frankfurterſtr. 11, am Herrn=
garten
, 1. St, 5 Zimmer nebſt
Zubehör per 1. Okt. an eine ruh.
Familie zu verm. (18703ms Stiftſtraße 67, Ecke Linden=
hofſtraße
, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem Vor=
platz
, komplettem Bad, Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
ſofort. Näheres parterre bei
Philipp Spieß, ir.
(V14413 Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
1. St., 5 ſch. Zim., Bad, Gas, neu her=
gericht
, Balk., ev. elektr. Licht. (194ms Waldſtraße 15, 1. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung, Balkon, Bad,
Manſarde und allem Zubehör per
1. Okt. Näheres part. (14047ms Alicestr. 3, Hochparterro
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9. 1. St. (15434ms Ecke Roßdörfer= u. Stiftſtr.
3. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunſt erteilt Herr Leißler,
Stiſtſtraße 62.
(17047ms Mathildenſtr. 9,
1. Stock, 5=Zimmerwohnung
mit Balkon u. Veranda, nebſt
Zubehör, per ſofort zu ver=
mieten
, auch früh. (B15633ms
Zu erfragen im ſelben Hauſe
ebener Erde. Riedeſeſt. 6i0 m Z. umn
5 Zimmerw. per 1. Oktober zu ver=
mieten
. Näheres part. (14807ms Roßdörferſtr. 20 ſchöne 5 Zim=
merwohn
., 1. St., m. ſämtl. Zub. b.
1. Okt. Näh. part. (14644ms Inselstrase 23, part.
5 Zimmerwohnung mit Balkon,
Loggia, Badezim. mit Einricht.
Preis n. Uebereinkunſt. (19951ms

Mähtſtrs 2, an Pangepict
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung m.
Zubehör, Gas. Veranda, Bade=
zimmer
uſw. Näh. part. (13805ms

Georgenſtr. 5, part., 5 Zimmer
mit allem Zubehör, per 1. Oktbr.
an ruhige Familie. Näheres
erſte Etage.
(14766ms
Ecke Viktoria=
Landwehrſtr. 11, ſtraße, eine
Wohnung von fünf Zimmern mit
Manſarden, neu hergerichtet, mit
allen Bequemlichkeiten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (18204ms
Wendeiſtadſtr. 26, I. Eſ.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Alles Näh.
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (14666ms
5 II. Et.,
Rheinstr. 12¾ 5 Zim.
m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(18822ms
Beckſtraße 67, geräum. 5= Z.=
Wohn. mit Badezimmer, Veranda,
zwei Kloſetts, Fremdenzimmer,
großem Gartenplatz u. reichl. Zu=
behör
bis 1. Okt. zu verm. (14398ms
Hoffmannſtr. 21, part., 5 Z.=
Wohnung mit Gas, Veranda und
Zubehör und Gartenbenutzung per

1. Oktober.

(B13786ms

Bleichstr. 32, 1. St.,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör per 1. Oktober an
ruhige Mieter zu verm. Näh.
J. Glückert, Hofmöbelfabrik,
Bleichſtr. 31.
(14367ms
Martinstr. 74
iſt eine herrſchaftl. 5=Zim.=Wohn.,
1. St., m. all. Comfort ausgeſtatt.
und ſchönem Garten, per 1. Okt.
zu verm. Näh. part. (B16677ms
Viktoriaſtr. 24, I.
5 Zimmer mit Badekabinett, mod.
eingerichtet, mit Zubehör, per Okt.
zu verm. Zu erfr. part. (14725ms

Matiltenetr. 1
Ecke Moſerſtraße, herrſchaftl.
Zimmerwohn. mit Küchen=
balkon
, Bad, Fremdenzimmer
u. reichl. Zubeh., per 1. Okt.
Anzuſehen von 111 und
36 Uhr. Näh. d. Uch. Funk,
Saderſtr. 76, Jel. 1031., (467ms

Ernst-Ludwigsplatz 4
per 1. Oktober 5 Z.=W. z. vm. Näh.
bei Frau Hausverwalter Hunds=
dorf
, daſelbſt.
(14642ms
Wienersſtr. 58, part., 5=Zim.=
Wohn. mit Zubehör, event. kleine
Werkſtätte, per ſofort oder ſpäter
zu verm. Näh 1. St. (B19191ms
Hügelstrasse 30, III.
ſchöne der Neuzeit entſpr. 5 Zim=
merwohnung
mit Bad Veranda,
Fremdenzimmer u. allem Zubeh.
zu vermieten. Näheres daſelbſt im
2. Stock.
(14973ms
Kirchſtraße 19, ſchöne 5 Zim.=
Wohnung per 1. Okt. zu verm
Näh. Hochſtr. 42, 1. St. (B16417ms
Frankfurterstr. 24, II.
gegenüber dem Herrngarten, ger.
3 Zimmerwohn. mit 2 Kammern p.
1. Okt. Näh. i. Seitenbau. (15015ms

Ecke Rhein= u. Georgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.=
Wohn. mit Zub. per ſof. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 33, I. (15427ms

Mathildenstr. 50, part.
ſchöne 5 Zimmerwohnung per ſo=
fort
. Preis 1000 Mark. Näheres
Beſetage.
(15503ms

Oſtviertel, I. Stock, große
5=Zimmerwohnung in kinderloſem
Hauſe an ruhige Familie, für ſo=
fort
beziehhar, preiswert zu ver=
mieten
. Näheres Exped. (16197ms

Wienersſtr. 70, 2. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung mit Bad und
ſonſt. Zubehör, ſowie gr. Bleich=
platz
nebſt Trockenhalle, mit oder
ohne Garten ſof. preisw. (16891ms

Landskronstr. 93
eine 5=Zimmer=Wohnung, parterre
(780 Mk.) mit Fremdenzimmer,
Mädchenzimmer, zu vermielen.
Gartenanteil und ſchöne Fernſicht.
Näh. Landskronſtr. 91, pt. (B15454ms

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Wilhelminenstrasse 19, I. Larmslädfer Hausbesirzerverent. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:

Heidelbergerstr. 61, I. u. II. Frankfurterstr. 10, II. Rossdörferstr. 41, 1. St.
10 Zimmer, elektr. Licht, Gas, Bad, ſelegante 6 Zimmerwohn. m. kompl. ſchöne 5 Zimmerw., Gas, reichl.
Garten und reichliches Zubehör, eingerichtet. Badezimmer, Veranda, Zubehör per ſofort, 630 Mk. pro
alles neuzeitlich hergerichtet, auch Gas, elektr. Licht, reichlichem Zu=Jahr. Näheres part. (19753ms
geteilt, per ſofort. Näheres Anna=behör, Telephonanſchluß im Hauſe, Grüner Weg 33, part., 5=Zim. 61, I.
(19495msinur an ruhige Familie p. 1. Nov.
Wohn Zubeh., p. 1. Okt. (15030ms

Karlſtr. 66, herrſch. 7 Zimmer=
wohnung
, Bad, Gas, elektr. Licht,
reichlichem Zubehör, per ſofort.
Näheres 3. Stock.
(17037ms

(19496ms
oder ſpäter.

Heidelbergerstr. 8110
2. Stock, herrſchaftliche 6= Zimmer=
Wohn., Bad, Veranda u. Zubehör
per 1. Oktober. Näh. Wittmann=
ſtraße
43.
(18785msſ

Georgenſtr. 5, part., 5 Zimmer=Viktoriastr. 70, 2. St.
wohnung, Veranda, Gas, reichl. geräumige ſchöne 5=Zimmerwohn.1
Zubehör. Näh. 1. Stock. (14442msmit Zubehör, ſofort beziehbar.
(17491ms
Näheres 1. Stock.
Hochstrasse 57, 1. St. 5=Zim.=Wohnung, Beckstrasse 83, II.
Bad, Gas, elektr. Licht, Vor= undneu hergerichtete 5 Zimmerwohn.
Hintergarten, viele Nebenräume.mit Loggia, 2 Bodenk., Waſchküche
Näheres 1. Stock.
(11825ms ſu. Bleichplatz uſw. p. ſof. (13775ms

Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal, glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
p. ſofort od. ſpäter. (15714ms

Saaibaustraße 78
5 Zimmerwohn., Bad, Gas, Bal=
kon
, Loggia, alles neuzeitlich. Näh.(
Soderſtr. 192, I.
(19981ms

Riedeselstr. 19, 2. St.
prachtvolle, ſchöne neuzeitliche
6 Zimmerwohn., 1 Manſardenz.,
elektr. Licht, Bad, Veranda uſw.a
p. 15. Okt. od. ſpät. Näh. Bergmann,
Wilhelminenſtr. 19, Laden. (18778ms

heidelbergerſtr. 73, part.,
freie Lage, große ſch. 5 Zimmerw.,
mit Vorgarten, reichlich. Zubehör,
Waſſer, Bad, Gas, ev. n. 1 Zimm., vom 1. Okt. ab. (18514ms

Bismarckſtraße 78, 1. Stock,
ſchöne 6 Zimmerwohnung, eventl.
Stallung. Näh. part. (14083msſc

Wendelstadtstr. 38
part., ſchöne 5=Zimmerwohn., reichl.
Zubehör, Bleichplatz, p. 1. Januar
od. früher. Näh. 1. St. (18260msg


Annaſtr. 61, 1. St., 5 Z.=Wohn.
Bad, Fremdenz., Gas, elektr. Licht,
Kohlenaufzug, Gartenanteil, mit
allem Zub., der Neuzeit entſpr. her=
gerichtet
, auch möbliert od. geteilt,
per ſofort oder ſpäter. Preis Schießhausſtraße 26 hübſche
bedeutend unter dem bisherigen
ve(15876ms
Mietpreis.

Heinrichſtr. 118, 2. St., geräum.
5 Z.=Wohn. mit Zubehör, Veranda,
Balkon ꝛc., per 1. Okt. (14443ms
Wohn, Gas, per 1. Okt. Preisſ
550 Mk. Näh. 1. Stock. (17489ms
Schöne Manſ. in gutem Hauſe,
2 grade u. 2 ſchräge Zim., Küche,
ſuſw., nur an ruhige Mieter. Näh.
Hügelſtraße 11, 1. St. (18513ms
Liebigstr. 29, part. 5
ſchöne 4 Zimmerwohn. m. Garten.
Lichtenbergſtraße 78, 3. Stock,
ſchöne neuzeitliche 4=Zimmerwohn.,
ſplatz, Trockenboden. (17317ms2
Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim.,
tGas, Veranda u. all. Bequemlichk. Zimmer m. Nordlicht, ſep. Eing., p.
p. 1. Okt. Pr. 460 M. p. J. (18511ms

Htb., ſchöne
Eliſabethenſtr. 29, 3. Zimmer=
woh
. Näheres Laden. (14793ms
Teichhausſtraße 51 4=Zimmer= Schießhausſtraße 25 hübſche
3= Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
per 1. Oktober. (19752ms
Bessungerstr. 41
ngr. Veranda, Gas, Glasabſchluß freundliche 3 Zimmerwohnung per
ſofort.
(1525 ms
Karlſtraße 23, 3 Zimmer=
Wohn. u. allem Zubeh. p. 1. Okt.
oder ſpäter. Näh. part. (18990ms
Wingertsbergſtr. 7, zunächſt d.
Erbacherſtr., 2 Zimmerwohnung,
Balkon, Veranda, großen Bleich=lgroße Küche u. Zubehör, daſelbſt
2 Keller.
(18512ms
Ballonplatz 5 2 helle unmöbl.
1. Okt. Näh. Kahlertſtr. 6. (19494ms

Martinſtr. 64, I., wegaugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk.,
Bodenk. Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,.
Loggia mit prachtvoller Ausſicht,u
Gartenanteil, per 1. Oktober, evtl.
rfrüh., 1200 Mk. Näh. Fuchsſtr. 16,
3. St. Telephon 247. (15713ms

4=Zimmerwohn. mit allem Zube=
hör
per 1. Oktober. (16487ms
Aliceſtr. 6, 1. Stock, neuzeitlich
ſumgebaute 4 Zimmerwohn., Bad,
Balkon. Zubehör.
(14082ms
Ernſt Ludwigsſtr. 16, 3. St.,
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u. Leucht=
gas
, an ruhige Leute. Preis 400
Mark.
(13542ms

Kl. Manſardenwohnung für
12 Perſonen. Näheres Laute=
ſchlägerſtraße
3, 1. Stock. (18786ms
Ludwigsblatz 3 Laden nebſt Zub.
p. 1. Oktober, auch früher. (17824ms
Ladenmit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Kont. per ſofort.
(14356ms
Guchsſtr. 14 Stallſ.2 Pferde,
Heuboden, Burſchenſtube. (15701ms

Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

Friedrichstr. 15, part.
moderne 5= Zimmerwohnung mit
allem Zubehör per 1. Oktober zu
vermieten. Näheres daſelbſt und
durch Bauführer Albin Holmann,
(16208ms
Rhönring 113.
frdl.
Heidelbergerſtr. 92, I., 5 Z.=
Wohn. p. ſofort od. ſpäter. (18178ms

Hochstrasse 64
ſchöne 5=Zimmerwohnung, part.,
nebſt allem Zubehör und Garten
ſofort zu vermieten. Einzuſehen
Mittwochs und Samstags nach=
mittags
von 35 Uhr. (B16492ms

Wienersstr. 30, I.
große 5 Zim.=Wohn. mit Zubehör
a. ruh. Fam., ſof. beziehb. (17665ms
een
5 Zimmer=Wohnung
mit reichlichem Zubehör preis=
wert
zu vermieten (17302ms
Ludwigſtraße 10, Laden.

Soderstrasse 96
iſt die eine Reihe von Jahren
von Herrn Oberſtabsarzt Klipſtein
bewohnte eleg. 5 Zimmerwohnung
(2. Stock) mit allem Zubehör und
Gartenvergnügen baldigſt ander=
(17367ms
weit zu verm.

Schöne 5-Zimmer-Wohnung
in ruhigem Hauſe zum 1. Oktober
zu vermieten. Näheres Schuchard=
ſtraße
11, 1. Stock.
(18485a
Heidelbergerstr. 105
im Parterre und 1. Stock je eine
5=Zimmerwohnung ſofort zu ver=
mieten
. Vollſtändig neu herge=
richtet
. Dampfheiz., Gas ꝛc. Dort=
ſelbſt
e. Manſarde m. 3 Z. u. Küche.
Näh. Roßdörferſtr. 9, I. (14484ms

Neubau.
Heinrichſtr. 136
herrſchaftliche 5=Zimmerwohnung,
hochparterre, per 1. Okt. od. ſpäter
zu vermieten. Näh. daſelbſt von
1012 Uhr vormittags. (18450ms

Soderstrasse 56, II. Stock
ſchöne 5=Zimmerwohn. mit Gas
und Zubehör per 1. Oktober zu
verm. Preis 600 Mk. (18460ms

Viktorlastr. 52, I. Stock
ſchöne 5=Zim.=Wohn., Badezim.,
elektr. u. Gaslicht, neuzeitlich, per
ſofort. Näh. part. (18714ms
Mühlſtraße 5, II., 5= Zimmer=
Wohnung, neu hergerichtet, ſofort
oder ſpäter billigſt. (19057a

Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör als=
bald
billig zu vermieten. Näheres
Griesheimerweg 19, Kontor. (18337t 3. Stock.

ſecdeseit .
mit Stall und Burſchenſtube, zum
1. Okt, zu vm. Kein Gegenüber.
Näh. daſ. bei Verlba. (B17249ms Klappacherſtr. 16 5= Zimmer=
Wohnung mit großer Veranda,
freiem Ausblick, Gas, elektr. Licht,
Bad, großem Bleichplatz alsbald
zu vermieten.
(B19464ms Grangerlealie 17, I.,
nächſt dem Herrng., 5 Z.=Wohn
mit reichl. Zub., alsbald zu ver=
(B19972ms
mieten. 3 groß. u.
Wendelstadtstr. 8, Dt., 2 kl. Zim.! Inſelſtraße 28, 1. St., 4 Zimm
p. Oktob. Näh. I. Et. daſ. (*7056 Zimme 2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör,
per ſofort. Näh. daſ. (19440ms Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (14313Bms Luiſenſtr. 36, II., 4 Zimmer per=
ſofort
. Näh. im Laden. (15071ms Roßdörferſtr. 24, II., 4 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (14776ins Bisnarckstrasse 48
1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per ſofort zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 1012 und 35 Uhr.
Näheres daſelbſt parterre. (14379ms Eliſabethenſtr. 47, parterre,
4 Zimmerwohn. mit Gas u. elektr.
Licht, per 1. Oktober, evtl. früher, Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, p. ſof.zu ver=
mieten
. Näh. Max Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(17992ms Annaſtr. 8, 2. Stock
eine Wohnung von 4 Zimmern,
Badez., gr. Veranda, mit viel. Zubeh., an ruh. Leute z. v. N. daſ. (16091ms
1. od. 2. St., ganz neu hergericht., ſof.
beziehb., billig zu vm. (B14104ms Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näh. Rhönring 81, part. (17746ms Viktoriaſtraße 63 eine ſchöne
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh. p. 1. Okt. Näh. part. (14363ms Ludwigspl. 2, 3. St., ſchöne 4= Z.=
Wohn., Zentralheizung, Leucht= u. Nieder=Ramſtädterſtraße 5½,
1. St., neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. per ſofort zu verm. Lichtenbergstrasse 80
1. Stock, 2 neu hergericht. 4=Zim=Schöne 4 Zimmerwohnung
daſelbſt bei Bauführer Dauber, Näheres Müllerſtr. 14, parterre.
(3945ms

Auf 1. April 1913.
Mühlſtraße 26, 2. St.,
ſonnige, komfort. Parterrewohn.,Badez. u. reichl. Zubeh. per ſofort
5 Zimmer nebſt allem Zubehör, zu verm. Näheres part. (18952ms
nahe Wald u. Elektr. Bei mehr= Hochſtr. 42 4 Zim.=Wohn. per
jähr. Kantraſt billigſt. (B4a747nis 1. Jan. Einzuſ. u. 111 Uhr. (19893a

Herderstr. 18, part. mod. 4=Zimmerwohng. mit Balkon,

Fuertatrtet.1.
5 Zim. mit Bad, 2 Manſard., ev. 13. Stock, ſchöne 4 Zimmerwohn.
per ſofort oder ſpäter an ruh. Leute.
Näheres 1. Stock.
(13814ms Karlſtr. 73, I., 4 Z., vollſt. neu
hergerichtet, Badez., Veranda, Gas,
Bleichplatz, Trockenboden uſw. per
ſofort oder ſpäter (B13287ms Ecke Wenck=u. Heinheimerſtr.,
gegenüb. d. Martinsk., iſt d. Erdge=
ſchoß
m. 4 Zim., Bad, Mädchenkam.
uſw. z. 1. Okt. z. verm. Näh. Müller-
strasse
24, Ferdinand Mahr. (19694ms Emilſtraße 27 ſchöne Vier=
zimmerwohnung
mit reichl. Zube=
hör
per 1 Oktober. (14077ms nebſt Zubehör per 1. Okt. zu vm.
Näheres part. links. (14439ms 224 Zimmerwohnungen mit
Zubehör, 2. und 3. Stock, zu ver=
Landskronſtraße 67 mieten. Näheres Heinheimer=
ſtraße
94, part.
(14638ms Wienersſtr. 47, III., ſchöne 4=Z.=
Wohn. mit Veranda, Bad und
allem Zubehör per 1. Oktober zu
vermieten. Näheres Kiesſtr. 68,
1. Stock.
(14404ms Rerderstr. 20
2 ſchöne 4=Zimmerwohng. m. all.
Zubeh. per 1. Okt. d. J. zu verm.
Preis 600 und 500 Mk. Näheres
Moosbergſtr. 53, part. (B14479ms Kaupstrasse 32, 2. St.
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näh. b. M. Schad. 1. St. (B14972ms Saalbauſtraße 13, 1. Stock,
für 650 Mk. zu verm. (19439ms 4 Zimmerwohnung mit Gas nebſt
Zubehör, an ruhige Leute, zum
1. Oktober.
(15418ms ſchöne 4=
Sandbergſtraße 66 Zimmer=
wohnung
, Badezimmer mit kompl.
Bad, freie Lage, Preis 600 Mk.,
per 1. Otober zu vm. (B14375ms Hoffmannſtr. 5, 1. St., iſt pr.
1. Oktober eine ſchöne 4 Zimmerw. Blumenthalstr. 11
iſt in der 1. Etage links eine hübſche
4 Zimmerwohnung per 1. Oktober
zu verm Näh. Max Guckenheimer,
Große Ochſengaſſe. (16472ms Kahlertſtraße 10, 1. Stock
ſchöne 4 Zimmerwohn., Bad,
Speiſekammer, Veranda, per
ſofort zu vermieten. Näh.
part. bei Reis u. Heinrich Funk, 1
Heizgas. Zu erfr. i. Laden. (18705ms Soderſtr. 76, Tel. 1031. (*92ms Pallaswiesenstr. 21
ſchöne kl. 4 Zimmerwohn. im 2. St.
Näh. daſ. 2. Stock. (17448ms nebſt Zubehör bis 1. Oktober. Näh.
im Laden.
(14810ms merwohnungen mit Zubeh. ſofort mit Balkon, per 1. Oktober zu ver=
zu
vermieten. Preis 500 Mk. miet. Gutenbergſtr. 39. (15666ms Schone 4 Zimmerwohnung
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres Bäcker Wenner, Nieder=
Ramſtädterſtr. 31. (16180ms

4 Zimmerw. per alsbald zu verm.
Näheres daſelbſt.
(15724ms

Ernſt=Ludwigſtr. 21, 2. Stock,
4ſchöne Zim., Küche, Gas, od. 1. St.
ſch. 6 Z.=Wohn., Gas u.reichl. Zub. p
1. Okt. Näh. 1. Stock. (15241ms

Blumenthalstr. 89
Ecke Liebigſtraße
erſter Stock, neu hergerichtete
4 Zimmerwohnung, nach der
Liebigſtraße gelegen, ſofort zu
verm. Näh. bei Fuchs, Eliſa=
bethenſtr
. 25, 3. St. (16060ms

Hossdörferstrasse
nächſt der Stiftsſtraße. 4 Zi. evtl.
auch Manſ. zuſ. oder getr. zu verm.
Off. u. KI 70 an die Exp. (17042ms

Neckarstrasse 10
ſchöne 4 Zimmerwohnung, Bad,
elektr. Licht, per 1. Oktober oder
früher zu verm.
(16231ms

Wiheimstr. 2 I.
geräumige 4 Zimmerwohn. m.
Bad. elektr. Licht, Stallung
für 3 Pferde, ſofort zu verm.
Näh. Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76. Tel. 1031. (16176ms

Schuchardstr. 18,
Ecke Luiſenſtraße, ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, 3. Stock, per ſofort
zu vermieten.
(16427ms

Herrngartenstrasse 21
gegenüber dem Orangeriegarten,
4 Zimmerwohn., Manſardenzim.,
Balkon, Gas, per 1. Okt. zu verm.
Näheres 2. Stock links. (B17827ms
Ecke Landskron=
Kiesbergſtr. 64, part., 4 Zim. ꝛc.
per 1. Okt. zu verm. (15417ms
Een ere en
mod. 4 Zimmerwohnungen zu
vermieten. Näh. Heidenreich=
ſtraße
31, part. (17301ms

Rheinſtr. 14 ſchöne, für ſich ab=
geſchloſſene
4=Zimmerwohnung
für einzeinen Hern oder Dame,
oder Büro per 1. Okt. event. auch
ſpäter zu vermieten. Näheres
Grafenſtraße 23, II. (18255ms
Mathildenpl. 9, Ausſicht Garten=
ſtraße
, 4=Zim.=Wohn. mit allem
Zubehör per 1. Oktober zu verm.
Näh. Mathildenpl. 9, I. St. (18701ms

Im unteren Herdweg
4 Zimmerwohnung mit Küche u.
Bad, ebendaſelbſt 2 Zimmerwohn.
mit Küche, Stall. für 23 Pferde
u. verſchiedene Lagerräume ſofort
vermieten. Näh. Baubüro Witt=
mannſtraße
36.
(B18979

Liebigstr. 65, II. Stock
4 Zimmerwohnung mit allem Zub.
per ſofort. Näh. part. (18074ms

ſchöne 4=Zimmerwohnung, Preis
350 Mk., per 1. Oktober. Näheres
1. Stock.
(18708ms

Gutenbergſtr. 8 ſchöne 4= Zim.=
Wohnung mit kompl. Bad, Lino=
leum
. Näh. Gutenbergſtr. 5, part.
Preis 600 Mark.
(19175ms

4 Zimmer=
Moosbergſtr. 63 wohnung
mit Zubehör per ſof. (B19489ms
Unt. Wilhelmstrasse
zunächſt d. Artilleriekaſerne, I. Et.,
4 Zimmer mit allem Zubehör.
Alles nähere bei J. Konr. Mahr.
Heidelbergerſtraße 43. (B19508ms

4 Zim., Bad,
Rhönring 41, I., Veranda neu=
zeitl
. per 1. Oktober. Näh. II. Etage
und Wendelſtadtſtr. 8, I. (*7055

Z
4 Zimmerwohnung per 1. Oktbr.
zu vermieten. Näheres Brauerei
Wagner, Gr. Ochſeng. 26. (18347omds

Gutenbergſtr. 47, part., ſehr
ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Jan.
1913 ev. a. früher. Näheres Karl=
ſtraße
10, parterre. (18976m

Beſſungerſtraße 116, I., 4 gr
Zimmer mit allem Zubehör, weg.
Verſetzung per 1. Okt, evtl. ſofort
zu verm. Näh. part. (B18283ms

Von den Wohnungen in den
neuerbauten herrſchaftlichen
4 Zimmer-Häusern
Neue Darmſtraße 67 und 69
ſind noch zwei (1. u. 2. Stock) ſof.
oder per 1. Oktober zu vermieten.
Näh. Soderſtr. (10, part. (17473ms

Zentrum
ſch. 4 Zim.=Wohn. p. ſof. z. vm.
17994a) Schulſtr. 14, Laden.

Krierne ere
(6 große, 1 kleines). Küche u. Zu=
behör
, mit Gas, per 1. Okt. zu
verm. Einzuſehen von 1012 Uhr.
Näheres Manſarde. (18458ms

Schöne 4= und 2= Zimmerwoh=
nung
per 1. Ottober zu vermieten.
J. Mohr, Neckarſtraße 4. (19928ms

1 Zimmer
Zimmer, zu vermieten. (1432 Bms
Hügelſtraße 19 I., 3 Zimmer
bis 1. Oktober zu vermieten. Ein=
zuſehen
von 13 Uhr. 14380ms

Eliſabethenſtraße 39 Wohn.
mit 3 Zimmern, Küche uſw. iſt
zu vermieten. Näheres im Glas=
laden
daſelbſt.
(14643ms

Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (14657ms

Wenckstrasse 7, II.
3 Zimmer, Küche ꝛc. p. 1. Oktober=
Näh. Wenckſtr. 5, part. (18950ms

Wühelninenstr. 7
3 Zimmer ohne Küche m. Keller,
Nebenraum und Gas per ſofort
zu vermieten. Näher. Hofkonditor=
Graßmann, Wilhelminen=
ſtraße
6.
(16004ms
Pallaswieſenſtr. 30, Hinter=
bau
, 3 Zimmerwohnung mit Zu=
behör
zu vermieten. (16816ms

Schloßgartenſtr. 5, 1. Stock,
3 Zimmerwohng. m. Manſardenz.,
Veranda, Gas u. Elektr., f. 500 Mk.
(14402ms
Telephon 1146.

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Wendelſtadtſtr. 56, 3. Stock,
3 Zimmerwohnung. (14775ms
Neue Ireneſtr. 57, I., 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (14773ms

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Erbacherſtraße 17, Hinterbau,
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit Werk=
ſtätte
(in derſelben wurde längere
Jahre eine gutgeh. Schuhmacherei
betrieb.) p. 1. Okt. zu verm. (14999ms

Fuhrmannſtraße 14 eine der
Neuzeit entſprechende 3= Zimmer=
wohnung
zu vermieten, per ſofort
beziehbar. Näh. part. (15237ms

Eſchollbrückerſtraße 1, part.,
3=Zimmerwohn. mit elektr. Licht
u. Gas ſof. zu verm. (16406ms

Karlſtr. 49, Mſd., 2 ſchöne 3=Z.. mit Gas zu v. (15476ms
3 Zimmer=
Wienersstrasse 51 wohnung
(Manſarde) ſofort oder ſpäter zu
verm. Näh. 1. Stock. (15180ms

Schiesshausstr. 55
Manſ., 3 Zimmer mit Zubeh. ſof.
od. auch ſpäter, paſſend für einz.
Leute zu vermieten. (B15840ms
Mauerstr. 32
im 2. Stock eine 3=Zim.=Wohnung
p. ſof. z. vm. Näh. b. Arch. Küchler,
Bismarckſtraße 20.
(16687ms

Rossdörferstr. 59, III.,
3 Zim., Veranda, Speiſek., per
1. Okt. Mk. 425. Ausk. part. (17041ms

Hübſche 3=Zimmerwohnung
mit Manſ. u. Zubeh. zum
1. Oktober zum Preiſe von
Mk. 450. zu verm. Näh.
Kirchſtr. 21, III.r. (17240ms

Obergasse 16
3= Zimmer=Wohnung. Näheres
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 1031.
(18269ms

Lauteſchlägerſtr. 12, Hths. pt.,
kleine neuzeitl. 3 Zimmerwohn. m.
Veranda, per 1. Okt., monatlich
27 Mk. Näh. daſ. 1. St. (17755ms
Kiesbergſtr. 39 ſch. 3 Zim.=W.
mit Zub., z. Preis v. 440 M., per
1. Okt. Näh. b. Hrn. Gg. Kagel, Arch.,
Wittmannſtr. 4, Tel. 763. (B17745ms

Vdh.l. ſch. 3 Z.=
Waldſtraße 25 Wohnung per
1. Oktober zu vermiet. (17752ms

Mehrere 3 Zimmerwohnungen
nebſt Badeeinrichtung ſind per
1. Oktober zu verm. Näheres bei
Schutzm. Heil, Ballonpl. 3, prt. (18246ms

Niederramſtädterſtr. 71
iſt eine Manſardenw., 3 Zimmer
mit Zubehör zu verm. Näheres
daſelbſt im Erdgeſchoß. (18234ms

Moosbergstrasse 68
ſchöne 3=Zimmerwohnung, Gas,
Veranda, Gartenanteil, p. 1. Okt.
z. v. Näh. im Hauſe part. (18508ms

Kranichſteinerſtr. 6, Seitenbau,
I. Stock, große, helle 3=Zim.=Wohn.
mit Gas u. reichl. Zub. per ſof., ev.
mit Werkſtätte. Nah. daſ. u. Bau=
büro
, Pallaswieſenſtr. 26. (18454ms

Nieder=Ramſtädterſtraße 15,
Manſarde, 3 kleine Zimmer, Küche,
Glasabſchluß, Bleichplatz mit Zu=
ibehör
an nur ruh. Leute. (18461ms

Lndwigsplatz 4, II., 3 Zim.=
Wohn. ſof. od. ſpäter. (18147a

Forstmeisterstr. 2, II. St.
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Zu=
behör
per 1. Oktober. (B18465ms

Kaupstrasse 1, I.,
ſchöne 3=Zimmerwohnung. (18656ms

(18716
Bachgang 1 ms
II. Stock, ſchöne 3=Zim.=Wohnung
zum 1. Okt. zu verm. Näh. auf dem
Kontor der Brauerei W. Rummel.

Bessungerstrasse 116
(Seitenbau) 3 Zimmerwohnung
per ſofort oder ſpäter. (B18523ms

Kranichſteinerſtraße 28 ſchöne
3=Zimmerwohnung in der 2. Etag.
per 1. Dezember oder ſpäter zu ver
mieten. Preis per Jahr 380 Mk.
Ebendaſelbſt Manſ. mit 3 Zimmer,
Küche, monatlich 19 Mk. Näheres
(18760ms
I. Etage rechts.

nächſt d.
Bleichstr. 47, II., alten
Bahnhöfen, 3 Zim.=Wohn. nur an
ruh. Leute ab Anfang Oktober zu
verm. Preis 360 Mk. (18737ms
Friedrichstrasse 38
ſchöne Manſ.=Wohn., 3 Zimmer u.
Küche, alsbald zu verm. (18736ms
Seitenb.,3 Z.
Karlstr. 94 m. Gas und
(18800ms
allem Zubehör.
Gartenſtr. 12, Manſarde, ſch
3 Zimmerwohnung ſofort zu ver=
mieten
. Näheres part. (*6969im

Kranichſteinerſtr. 39½, freundl.
Manſardenwohnung, 3 Zimmer
mit Zubehör, per 1. Okt. an ruh.
Leute zu vermieten. Näheres im
Lad. Kranichſteinerſtr. 28. (19436ms

3 Zimmerwohn.
Hochſtraße 2 mit Zubehör ab
Okiober zu verm. Näh. Hochſtr. 43,
nachmittags 2 Uhr. (*6885oms
Villa.
Kranichſteinerſtraße 51 zwei
3=Zim=Wohn. zu verm. (18713ms
Löffelgaſſe 26 ſchöne 3 Zim
merwohn. mit Glasabſchl. Zu erfr.
Gardiſtenſtr. 17, 1. St. (18974ms

Gardiſtenſtr. 18 ſchöne 3= Zim.=
Wohn. pr. 1. Okt. Näh. pt. (18709ms

Klappacherſtr. 30, Seitenbau,
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör bis 1. Oktober, auch ſpät.
(B18958
zu vermieten.

Liebigſtr. 44, ſchöne 3= Zimmer=
wohnung
, II. Stock, in ruhigem
Hauſe.
(19010ms

Saalbaustr. ſchöne 3= Zim.=Wohn.
im I. Stock mit groß. Badezim. zu
verm. Näh. Zimmerſtr. 5. (19120a
Schützenſtr. 20, Manſ., 3= Zim.=
Wohn. m. Zub. Näh. part. (19462ms
Karlſtr. 60 3. Zim.=Wohnung
per 1. Jan., ev. früher. (B19458ms

3=Zimmerwohnung hochpart.
ab 1. Okt. zu vm. Zu erfr. Garten=
ſtraße
23, am Herrngarten. (19430ms

Sandſtr. 28, 3 Zimmerwohn.
im Seitenb. zu verm. (19434ms

3 Zimmer=
Mogsbergſtr. 63 wohnung
mit Zubehör p.1. Okt. (B19490ms

Neue Ireneſtr. 8, 2 Dreizimmer=
wohnung
. per 1. Okt. zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei Hausverwal=
ter
Veith.
(19474ms

Wendelſtadtſtr. 47, Seitenbau,
3 Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres daſelbſt part. (19345ms

Hügelſtraße 85 3 Zimmer u.
Burſchenzim., möbliert. (19684ms

Hügelſtraße 85, Manſarde,
3 Zimmer, Küche u. Kammer an
ruhige Leute zu verm. (19683ms

Taunusſtr. 39, I., 34=Zim.=
Wohn. ſof. zu bezieh. Näh. im
1. Stock.
(17980m

Kaupſtraße 49, 3=Zimmerw.
mit Zubehör zu vermieten. Näh.
parterre.
(17443m

Herdweg 88, II., 3 Zimmer=
wohnung
mit Zubehör. (B11886s
Stiftſtr. 52, Gartenh., fortzugs=
halber
hübſche 3 Z.=Wohn. per ſof.
zu verm. 320 Mk. (*7039md
Eliſabethenſtr. 74, part.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung per
1. Jan. ev. früher zu verm. Zu
beſichtigen zw. 10 u. 12 Uhr. Näh.
Eliſabethenſtr. 68, Kont. (19959t

Geräumige 3=Zimmerwohnung
mit Bad, Veranda, Gas, ſofort
zu vermieten.
(B19936
Zu erfragen in der Expedition.

Zu vermieten
Nähe Darmſtadt hübſche 3 Z.=
W. mit groß. Küche u. Garten=
anteil
, ſofort für 350 M. (19968t
Offert. u. § 71 an die Exped.

Zimmer

Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohn. für 18 Mk. per ſofort.
Näh. Wirtſchaft.
(16631ms

Magdalenenſtr. 6 2 u. 3 Zim=
merwohnungen
zu vm. (18949ms

Landwehrſtr. 26, 2. St., 2 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (14780ms

Gr. Ochsengasse 12
2 2=Zimmerwohnungen mit
Küche u. eine 1=Zimmerw.
m. Küche per ſofort zu verm.
Näheres bei Störger. (15988ms

Soderſtr. 23 ſchönte Ranſalde,
2 Zim., Küche, Glasabſchl., Gas ꝛc.
zum 1. Oktober an Kinderloſe, per
Monat 23 Mk. Näh. part., r. (V16639

Hofgartenſtr. 9 2 Zimmerw.
per ſofort zu verm. (16812ms

Sandſtraße 40 Zwei=Zimmer
wohnung zu vermieten. (17080ms
Louiſenſtraße 32 2 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. Näh.
Gg. Korbus, Louiſenſtr. 36. (17993ms
Clemensſtraße 8
ſchöne 2 Zimmerwohnung m. allem
Zubehör p. 1. Oktober. (B18245ms

Seitenb., 2 gr.
Karlstr. 94 Zim. mit Gas
und allem Zubehör.
(18801ms

Kranichſteinerſtraße 42 ſchöne
2 Zimmerwohnung mit Gas zu
(18237ms
vermieten.

Luiſenſtr. 2, Hinterhs., 2 Zimmer=
Küche u. Kammer nebſt großer
Werkſtatt per 1. Oktober. Näheres
(18256ms
Georgenſtraße 7.
Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34 2 gr. Part.=
Zim. (auch für Büro). (VII 18462

Eine 2 Zimmerwohn. m. Küche
per 1. Okt zu verm. (*6929imd
Zu erfragen Riedeſelſtr. 72.

Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.,
ſchöne 2=Zim.=Wohn., abgeſchl. Vor=
platz
, Gas, an ruhige Leute. Preis
Kloſett, abgeſchl. Vorpl., zu verm. Niederramſtädterſtr. 25 Zit
Näh. Gardiſtenſtr. 19. (*6901oim
derloſe bis 1. Okt. eventl. früher
zu vermieten. Näher. Alexander= Waldſtraße 34, Seitenbau, z
ſtraße 19, im Laden. (18539ms

Ahastr. 20
große 2=Zimmerw. per 1. Okt.
Näh. Nr. 22 b. Eisemann. (18542ms

Weinbergſtraße, 2=Zim.= Woh=
nung
mit Kammer, p. Mon. 17 Mk.
Näh. Orangerie=Allee 6. (B18496m

Weinbergſtraße 2 Zimmerw.
mit Kammer, per Mon. 17 Mk.
Näh. Orangerie=Allee 6. (B18595ms

Fuhrmannſtr. 12
Klingler, parterre. (18762ms

unmöblierte Zimmer zu verm.

Eine ſchöne (18781ms
2 Zimmerwohnung
mit Manſarde und großem
Vorplatz im Vorderhaus p.
1. Oktober billig zu vermiet.
Näh. b. W. Deuster,
Marktſtr. 2 (Laden).

2=Zimmerwohn
Neckarſtr. 4 per 1. Oktober
zu vermieten. Mehr. (18707ms

Waldſtr. 50, Manſ., 2 Zimmer
und Küche per ſofort. Näheres
Frankenſteinſtraße, Manſarde,
iſt eine 2 Zimmerwohnung, bei
welcher Hausverwaltung mit zu
übernehmen iſt, an kleine Famili
zu verm. Angebote unter O. 76
an die Expedition
(18985ms

Kranichsteinerstr. 15
ſchöne 2 Zimmerw. im Stb., bis
z. 1. Oktober zu verm. (18942ms

Hinterh.,
Friedrichſtraße 20, 2 ſchöne
unmöbl. Zimmer an einz. Herrn
oder Dame, auch zu Bürozwecken ſtädterſtraße 160.
geeignet, per alsbald. (18982ms

Lindenhofſtr. 7, Seitenb. I., 2=
Zimmerw. m. Zubehör. (B19143ms

Zwei= Zim.=
Alexanderſtr. 11 Wohnung.m.
Kabinett und allem Zubehör, neu
hergerichtet, zu verm. (19152ms

Ludwigshöhstr. 43
Zwei=Zimmerwohnungen, Man=
ſarde
und part., Gartenhaus, per
1. Oktober zu verm. (B19155ms

Arheilgerſtraße 83, I. St. u.
Manſ. je zwei 2=Zimmer=Wohn.
er 1. Okt. zu verm. (19431ms
Näh. Eckhardtſtr. 1, III. St. links.

Sandſtraße 28, 2= Zimmerw.
im Htb zu vermieten. (19435ms

Rückertſtraße 8, Stb., 2= Zim.=
Wohnungen zu vermieten. Näh.
daſelbſt.
(B19437ms

Wendelſtadtſtraße 49, ſchöne
Manſarde, 2 Zimmer ſof. (19411a

Frankensteinstr. 47
moderne 2 Zimmerw. m. Gas, ab
geſchloſſ. Vorplatz u. all. Zubehör an
kl. Fam. Näh. Karlſtr. 94. (19566ms

Große u. tl. 2=Zimmerwohnung
zu 18 u. 14 Mk. per ſof. zu verm.
Näheres Beſſungerſtraße 79, part.
B19689ms)
Müller.

Gardiſtenſtr. 7 gr. 2 Z.=Wohn.
mit Speiſekammer, Gas u. allem
Zubehör zu verm.
(*6771sm

Kiesſtraße 26 kleine 2= Zimmer=
Wohnung zu verm. (VII 19750ms

Parcusstrasse 6
Manſarde, 2 Zimmer u. Küche an
kinderl. Leute zu verm. (19837ms

Alexanderſtr. 25, Hinterbau,
Manſarde, 2 Zim. mit Küche an
ruhige Leute zu verm. (17838oms

2 unmöbl. Zimmer m. ſep. Eing.
per 1. Oktob. zu vermiet. Näheres
dieburgerſtr. 10, Büro. (19241a

Zwei=Zim.=
Orangerieſtr. 20 Wohn. per
Oktober zu verm. (B18698m

eine 2= Zimmer=
Müllerſtr. 7 wohn. zu verm.
Zu erfragen im Htb. (*6858sms
Manſarde,
Kahlertſtr. 30, 2. Zimmer=
wohnung
nebſt Zubehör. (19768ms

Zimmer

Gr. Kaplaneigaſſe 60 Zimmer,
Kabinett, Küche zu verm. (16174ms

Roßdörferſtr. 51½, Manſard.=
Wohn., 1 evtl. 2 Zimmer an einz.
Perſon zu vermieten. (16811ms

Mauerstr. 21 ſchön. unmöbl. Zim.
g. ordentl. Perſ. Näh. 1. St. (16628ms

26 Mk. Näh. 1. Stock. (VII18495 Roßdörferſtr. 42 Manſardenz
Manfarde, 2 Zimmer, Küche, Küche, Waſſ., Gas u. Kloſ. (18019m mer, Kabinett, Küche, an einzeln
Zweizimmerwohnung an Kin=Perſon zu vermieten. (18943m vermieten Zimmer, Kammer un
Küche mit Zubehör an einzel
Perſon oder ält. Ehepaar. Mona
lich Mk. 12.
(18940m Grafenſtraße 17 (Hinterhaus
ein unmöbl. Zimmer zu vermie
Näheres im Laden. (19687m Mühlſtraße 41, neuhergerich
leeres Zimmer.
(*6494msr Hölgesſtr. 10, 1 Zimmerane
herger., auch zum Einſtellen vo
Möbel ſof. zu vm. (19971m Ote Zimmer Wienersstrasse 58
Giebelwohnung ſofort zu vermie
2=Zimmerwohnung, 22 Mk. Näh. Mntl. 17 Mk. Näh. 1. St. (B17303ms Darmſtr. 10 Manſ. an ruhig=
Ernſt Ludwigſtr. 3 im 1. Stock Leute p. 15. Okt. z. vm. (18185m Näheres im II. Stock. (18761ms! Inſelſtraße 21, Hinterhau
ſchöne Manſarden=Wohnung pe
1. Oktober a. c. billig zu vern
Näh. daſ. Vorderh., 1. St., ode
Rheinſtraße 32, part. (18540ms Heidelbergerſtr. 111, ſchön
Manſardenw. a. ruh. L. ſof. (B18787m Heinheimerſtraße 38
kleine Wohnung zu vm. (19150m Beſſungerſtr. 105 Manſard
mit Zubeh. p. 1. Okt. z. v. (B19229m Gardiſtenſtr. 9 kleine Wohnun
zu vermieten.
(*6772sn Eue
Zmmer Pfungſtadt, Eliſabethenſtr. 27
Hinterbau, I. Stock. (18712ms3 Zimmer zu verm. (14787m Eberstadt, Wilhelmstr.
Nähe Dampfſtraßenbahn, 6 Zim.=
Haus mit Zubehör, Garten ꝛc.
alshald zu verm. Mietpr. 400 Mk.
Näh. bei Emil Werner, Darm
ſtadt, Rhönring 15, III. 16466ms Arheilgen.
Frankfurterstrasse Nr. 16
ſchöne 3=Zimmerwohn. mit Bad,
Gas, Waſſerleitung, Veranda
Bleichplatz u. Trockenboden ſofort
zu vermieten. Zu erfragen Darm=
(18472 (1917
Eberstadt. ms
Pfungſtädterſtraße 47 ſchöne
3=Zimmerwohnung mit Küche ꝛc.
an beſſere kleine Familie zu verm. Everstadr v. D.
Moderne 5 Zim.=Wohnung,
Gas, Kalt= und Warmwaſſer=
leitung
, Veranda, in nächſter
Nähe der Straßenbahn, per
1. Okt. d. J. zu verm. (18989t
Darmſtädterſtr. 35.
egräuh Große Räume
für Bureau ſehr geeignet, nächſter
Nähe der Gerichte, alsbald zu verm.
19233ms)
Mathildenplatz 8. Schulstrasse 3, Hinterbau
zwei größere Räume für ruhigen
Bürobetrieb ꝛc. zu verm. (16617ms Ernst-Ludwigstr. 9
iſt der 1. Stock, beſtehend aus
6 Räumen, für Bureauzwecke
oder Wohnung zu vermieten.
Näh. daſ. 1. St. (Papierhans
Elbert).
(17380oms gr. Räume m. Heizg.,
Bür0 Gas, elektr. Licht, Rheir
ſtraße 12¾
(18802ms Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau.
Keller und Magazin, a. als Werk=
ſtatt
geeignet, können dazu gegeben
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (19983ms Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte Ge=
ſchäftslage
, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(15639ms Zwei Läden mit
Holzſtr. 6, 3 Zimmer=Wohn.
ſofort zu vermieten.
(13991ms
Näheres Schuſtergaſſe 16.

Seite 19.
Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
zu vermieten.
(16002ms
Karlſtraße 20
moderner großer Laden mit zwei
Schaufenſter u. Ladenzimmer, in
dem ſeit 10 Jahr. ein gutgehendes
Uhren= und Goldwarengeſchäft be=
trieben
wurde, iſt für den Preis
von Mk. 800. pro Jahr ſofort
zu vermieten. Näheres Karl=
ſtraße
20, 1. Stock. (18702ms

Läden
38 qm groß, 3,75 m hoch, hell,
elegant, mit Zentralheizung, ſofort
zu verm. Näh. Grafenſtr. 23½,
im Kleiderladen. (16701ms

Laden mit oder
Waldſtr. 20 ohne Wohnung a.
als Büro zu vermieten. Näheres
Seitenbau, parterre. (18817ms

Ludwigsplatz 3 0
Laden
nebſt Zubehör per 1. Oktober d. J.
anderweit zu vermieten. (18478a

Laden
mit 1 Schaufenſter per 1. Oktober
oder ſpäter zu vermieten. (17989ms
H. Sonnthal,
Eliſabethenſtraße 28.

Großer Laden 2um
m. Werkſtätte für Schreiner, Glaſer
od. Spengler, auch für jed. andere
Geſchäft geeignet, Landwehrſtr. 13,
ſof. bill. z. verm. Näh. durch B. Baer,
Landwehrstr. 18, Tel. 1145. (17998a

Polonialwarenladen mit Woh=
nung
, auch zu anderen Zwecken
geeignet, per 1. Okt., auch ſpäter,
zu vermieten. Näh. Herrngarten=
ſtraße
21, I., I.
(B18030ms

Für Mletzger.
Der ſeit Jahren mit beſtem Erfolg
betriebene Metzgerladen (18764a
Kranichſteinerſtraße 28,
für Rinds= und Kalbsmetzgerei
beſ. geeig., iſt auf 1. Dezemb. 1912
anderw. bill. zu verm. evtl. kann
d. Haus u. d. günſtig. Bedingung.
käuflich erworben werden. Näh.
b. Hoffris. Gelfius, Ernst-Ludwigstr. 21.

Laden

mit Nebenzim. ſof. zu verm., evtl.
mit 5=Zimmerwohnung Schuchard=
ſtraße
11, 1. Stock.
(18484a

Schlossgartenstr. 43
Eckladen an 3 Straßen, mit
Wohnung zu vermieten. Näheres
Schloßgartenſtr. 41, part. (19475ms

Der ſeither von Herrn
Zigarrenhändler Klein
innegehabte Laden nebſt
Wohn., Elisabethenstr. 26,
iſt ſof. anderweitig billigſt
zu verm. Näh. durch den
Eigentümer Joseph Trier,
Wilhelminenstrasse 25. (19427ms

Lauteſchlägerſtr. 14, Laden
mit 2 Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten.
(19504ms

Ecke Rhein= und Grafenſtraße
Laden
nebſt Lagerräumen per 15. Okt.
zu vermieten.
(18711oms
Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtraße 17.

mit Ladenzimmer
Grosser Lallel Eliſabethenſtr. 2
Stadt Pfungſtadt) per ſofort od.
ſpäter zu vermieten. Näh. Zimmer=
ſtraße
1.
(19930ms

Forſtmeiſterplatz 4 Laden mit
3 Zim.=Wohn., für jedes Geſchäft
geeignet, ſof. zu verm. (B18272ms

Ecke Schützen= u. Hügelſtr. 21,
mit Zimmer ſofort zu
ad6n v. Pr. 480 M. (19970ms

Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 OMtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Welff, Wilhelminenſt. 26. (19923ms

Shile erie

Ludwigsplatz 8, Mittelbau,
part., im Hof, große, helle
Lagerräume
ſofort zu verm. Näheres daſelbſt,
Architekt Münch, Tel. 1693. (18452ms

Mathildenplatz 8
Hinterbau, als Lager od. Werk=
ſtätten
geeignet, per ſof. zu verm.
Näh. daſ. zw. 1112 Uhr. (19234ms

Ein großer Lagerraum
zu vermieten
(19780ms
Mühlſtraße 26, parterre.

Weinbergſtr. 11 ſchöne heie
Werkſtätte ſofort billig zu vm.
Näh. bei Herrn Arnold daſelbſt
u. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
(19691ms
Telefon 1031.

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Krauchſteinerſtraße 6
Näh. daſ. u. Pallaswieſenſtr. 26,
Baubüro.

Werkstätte
per ſofort oder ſpäter zu vermieten.

früher Marien=
Hügelſtraße 79 platz 10, große mäßiger Preis.

Grafenstrasse 25, I.

Sellmen

Heidelbergerstr. 59
Stallung miſe, Burſchen.=Zim.
per ſofort zu vermieten. (13774ms

Stallung

Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde,
Heuboden und Remiſe, ſofort zu
vermieten.
Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun,
Martinsſtraße 74. (15632ms

Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für Biernie=
derlage
, Kutſcher od. Fahrunter=
nehmer
, im nördlichen Stadt=
teil
ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(16814ms

Stalung nebſt Zubehör zu vm.
Näheres Sandſtr. 34, I. (19148ms

Löffelgaſſe 9,
Stallung, Wagenremiſe u. Heu=
boden
per 1. Oktober zu verm. Näh.
Frankfurterstr. 100, Bangert. (17818ms

mit Zubehör per=
Stallung ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(17982ms
J. Mohr, Neckarſtr. 4.

boden, Lagerraum, Hof, mit und
ohne Wohnung per ſofort z. verm.
Näh. Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1031. (18268ms

Martinstrasse 72
iſt eine ſchöne Stallung f. 3 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer u. Heu=
boden
, p. 1. Oktober zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74. (B1920 ms

Geräum. Stall
nebſt Burſchenſtube zum 1. Okt.
billig. Heidelbergerſtr. 65 (B15544m

Moſerſtraße 5 (Pension Weidig)
23 gut möblierte Zimmer ſofort
zu vermieten.
(B15636ms

Heinrichſtraße 69 kl. frdl. möbl.
Rückertſtr. 27 2 frdl. möbl. Zim.,
jedes für ſich, zu verm. (B14441ms

eventl. mit Penſ. zu vm. (17991ms

3. St. rechts
Schloßgartenſtr. 51 möbl. Zim.
m. ſchön. Ausſ. z. verm. (18951ms

Aliceſtraße 23, II. (Loupre)
2 möbl. Zimmer zu vermieten, auf
Wunſch Penſion.
(15173ms

Elisabethenstr. 4,I., Pens.Mink
Wohn= und Schlafzimmer, ſowie
Einzelzim. mit gut. Penſ. zu verm.,
auch auf Tage u. Wochen. (18686a

Eckhardtſtr. 21, I., ſchön möbl.
Zimmer ohne vis-ä-vis, auch mit
Penſion, zu vermieten. (15466ms

Schloßgartenplatz 7, nächſt d.
Herreng. u. d. Hochſch., frdl. mbl.
Zim. an ein. ruh. Herrn. (15423ms
Neckarſtr. 26, parterre, möbl.
Zimmer zu vermieten. (16046ms
möbl. Zimmer z. verm. (16053ms

Mühlſtraße 3, 1. Stock, ſchön
möbl. Zimmer an Kaufmann oder
beſſ. Arbeiter zu verm. (16622ms

Liebigſtr. 43, part., fein möbl.
Wohn= und Schlafzimmer in ruh.
Hauſe an ſol. Hrn. zu vm. (17446ms
Grünerweg 25 hübſches Zim.
mit guter Penſion bei gebildeter
Familie per 1. Oktober. (B17767
Wienersſtr. 62, I., gut möbl.
2fenſtr. Zim. z. vermieten. (18016ms
Riedlingerſtr. 17, I., Zentr. der
Stadt, nahe Schwimmbad, möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. vm. (18015ms

Waldſtr. 44 möbl. Zimmer zu
verm. Näheres parterre. (18181ms Zimmer abzugeben. (*6928ims

Pankratiusſtr. 26, I., möbl.
Z., Mon. 18 Mk., zu verm. (18509ms

Kahleristrasse 11
geräumige Werkſtätte per ſofort. möbl. Zim. ſofort zu vm. (17475ms vermieten. N.=Ramſtädterſtr. 57, Metzg.,
(18455ms möbl. Zim. m. vollſt. Penſ. preisw. J. Mohr, Neckarſtr. 4. (17984ms möbl. Zimmer zu verm. (18818ms Waldſtr. 120 helle Werkſtätte, Wittmannſtr. 2, 3. St., möbl. Kaſinoſtr. 21, II., fein möbl.
Waſſer u. Gas, p. 1. Okt. (18816ms Zimmer an beſſeres Fräulein zu Wohn=u. Schlafz. m. Schreibtiſch ꝛc.
vermieten. Kleine feine Familie, geräumige Werkſtatt. (19207ms Kiesſtr. 58 in feinem ruhigem ein gut möbl. Zim. mit oder ohne
Zimmer mit voller Penſ. (18944ms einfach möbl. Manſ.=Zim. bei M.
großer Lagerkeller zu vm. (16615ms Schneider, Metzgerei (19021ms Alexanderſtraße 4 gewölbter Saalbauſtraße 40 möbliertes
Weinkeller, auch für Marktwaren Zimmer zu vermieten. (19012ms geeignet, per ſofort zu vermieten. Gervinusſtr. 63, II., möbl. Zim. für 1 auch 2 Herren. (19213a
Näheres Stiftſtraße 6. (19183a Zimmer zu vermieten. (19011ms Zimmer zu vermieten. (19151ms Wendelſtadtſtraße 11, 2. St., Möbl. Wohn= und
gut möbl. Zim. Frl. Wober. (19144ms für 45 Pferde, Re= Kiesſtraße 45, 2. Stock, gut zu vermieten
möbl. Zimmer, ſep. (19146ms Wilhelminenpl. 12, II.
2 möbl. Zimmer in freier Lage
billig zu vermieten. (19119a Luifenſtr. 8, III. Etg, ein möbl.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt,1 Zimmer zu vermieten. (19231a Gartenſtr. 20, III., frdl. möbl. Pareusſtr. 8, II., großes, gut
möbliertes Zimmer mit Penſion
zu vermieten.
(19235ms Kiesſtraße 30, part., gut möbl. Steinſtr. 6, hochp., gut möbl.
Zim. an Herrn od. Frl. (19432ms Pankratiusſtr. 1½ p.r., einf. mbl. Kahlertſtr. 47, 1. Stock, gut
Zim. m. Penſ. f. beſſ. Herrn. (*6167ms Schießhausſtraße 27, freundl.
möbl. Zimmer zu verm. (19429ms Aliceſtraße 14, part., Wohn=
und Schlafzimmer, ſchön möbl., an
geb. Herrn zu verm. (*6477msm Sandſtraße 32, II., a. Marien=
plätz
, gr. freundl. möbl. Schlaf= u.
Wohnz. m. Schreibtiſch an ſolid.
Herrn zn vermieten. (19438ms Nieder=Ramſtädterſtr. 65½,
b. Wilhelm, ſchön möbl. Z. (19410a Kiesſtraße 6 ſchön möblierte
Zimmer nach der Straße, mit od.
o Penſ. Näh. Metzgerladen. (19401a Obergaſſe 16 Stallung, Heu= Frankfurterſtr. 58, p., frdl. Z.
m. od. o. Penſ. a. ruh. Miet. (19587ms Für geb. Dame (Lehrerin, Semi=
fein
. Hauſe z. v. Näh. Exp. (*0581sms Pallaswieſenſtraße 39 2 möbl.
Zim. (Wohn= u. Schlafzim.) m. Penſ. Wendelſtadtſtraße 32, part,
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
per ſofort od. 1. Okt. (19690ms großes, gut möbliertes Zimmer Neckarſtr. 10, II., Eing. Waldſtr.,
ſch. m. Z. a. ſ. Frl. b. (19686ms Hügelſtraße 85 2 möblierte
Zimmer, ſeparat, billig. (19726ms Friedrichſtr. 11, 2. St., möbl.
Manſ.=Zimmer zu verm. (19722ms Schulſtr. 12, Stb. 1. St., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*6790sm Rheinſtr. 28, II. I., gut möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. vm. (19741ms Zimmer mit g. Penſion. (14381ms Saalbauſtraße 16 fein möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer zu ver=
mieten
. Näh. part. (18768t Eliſabethenſtr. 39, I., eleg möbl.
Landwehrſtr. 6, möbl. Zimmer Zimmer ſofort zu verm. (18901t In gut. Hauſe behagliches Zim.
Familienleben, Klavierbenutzung,
Gelegenheit zum gemeinſamen
Muſizieren. Schülern auf Wunſch
Nachhilfe. Adr. i. d. Exp. (19372t Waldſtraße 32, möbl. Zimmer=
zu
vermieten.
(19632t Mathildenplatz 10, II., möbl.
(19097t
Zimmer zu verm. Sandſtraße 34, I., 2 gut möbl.
Zim. (Wohn= u. Schlafzim.) (19149t Soderſtr. 6½, 2. St., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzim. in freier ge=
ſunder
Lage zu verm. (19619t Luiſenſtraße 6, 3. Stock, ſchön
möbl. Zim. ſofort.
(19340t Heinheimerſtr. 3 möbliertes
Zimmer zu vermieten. (19748t Ecke Schul= und Kirchſtr. 27, Beckſtraße 78, 2. Stock, ſchönl häuschen an der Bleichſtraße ſind
möbl. Zimmer m. Kaffee. (19563t Kiesſtr. 42, p., (a. d. Hochſtr. kI.
fr. Zim. m. gut. Penſ. z. vm. (19636a Luiſenplatz 7, II., ſchön. möbl.
Zim. an ſol. Herrn z. vm. (19708t Waldſtr. 17, I., ein groß. gut
möbl. Zimmer zu verm. (19842t Bleichſtr. 39, 3. St., eine möbl.
Schlafſtelle ſof. zu verm. (*6700im Hügelſtr. 2, 1. St., ein Wohn=
und Schlafzimmer, event. zwei
Betten, zu vermieten. (19889a Schuchardſtr. 15, 2. St., e. gut
möbl. Zimmer zu verm. (*6977im Ecke Viktoria= u. Ireneſtr. 12,
1. Stock, zwei gut möblierte Riedlingerſtr. 20, 1. St, eleg.
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer z.
(19913t Liebigſtr. 27, II., einfach möbl.
Zimmer billig zu verm. (*7009im abzugeben, daſelbſt auch Privat= Soderſtr. 4, II., (Kapellplatz,
Mittag= und Abendtiſch. (17985ms ſch. möbl. Zim. i. frei. Lage. (*7000imd Landwehrſtr. 15 großes ſchön Bleichſtr. 37, 2. St., links, gut
möbl. Zimmer zu verm. (*6863sm per 1. Okt. billig zu verm. (19347oms (B18959 Bismarckſtraße 82, parterre,
Hauſe ſehr nett u. freundl. möbl. Penſion zu verm. (17871oms Steinackerſtr. 6, part., möbl.
Ecke Inſel= u. Roßdörferſtr. Zimmer zu vermieten. (B17451oms Landwehrſtr. 24, part., groß.,
ſchönes, gut möbl. Zimmer zu
vermieten.
(15986oms Bleichſtr. 45, II., ſchön möbl. Luiſenſtr. 10, part., gut möbl.
Kiesſtraße 71, 2. Stock, möbl. Zim., m. ſch. Ausſicht, z. v. (19783a Schlafzimmer
(*6861som
Mathildenplatz 5, I. groß., ſehr
Karlſtr. 11, 2. St., ſch. möbl.
Zimmer mit Schreibtiſch, auch mit
Penſion, per 1. Okt., pro Monat
für 65 Mk. zu verm. (19082omf Zim. per ſof. zu verm. (19081omf Hochſtr. 12, part., ein ſch. möbl.
Zimmer ſof. zu verm. (*6892om Wohn= u. Schlafz. i. r. H. (19961ms möbl. Zimmer zu verm. (19960ms Rheinſtr. 28, vord. Stb. l., 1 Tr.,
ruh. möbl. Zimmer z. v. (*7031ms 2. St., 12
Wilhelmſtr. 2, ſchön möbl.
Zimmer zu verm. Einzuſ. v. 24
und 67 Uhr nachm. (B 9962 Saalbauſtr. 25, 3. St., b. ſcher,
gut möbl. Zimmer. (19969ms Wenckſtraße 51, I., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (*7059ms Karlſtr. 46, einfach möbl. Zim=
mer
ſofort zu vermieten. (*7061 Bleichſtr. 26, Gartenhs., I. St.,
kl. freundl. möbliert. Zimmer bis
1. Oktober zu vermieten. (*7014ms Aliceſtr. 8, I., frdl. möbl. Zim.
m. Penſion.
(*7013ms nariſtin ꝛc.) ein frdl. möbl. Zim. in! Viktoriaſtr. 96, I., ein ſchön
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
zu vermieten.
(*7021mso Wendelſtadtſtr. 33, pt., großes,
an 2 Herren zu verm. (*6735smgut möbl. Zimmer, per ſofort zu
vermieten.
(19927ms Wendelſtadtſtr. 33, I. Stock,
per ſofort zu vermieten. (19926ms Waldſtr. 55 gut möbl. Wohn=
und Schlafzimmer per 1. Oktober
zu vermieten.
(19925oms Bleichſtr. 51, I. r., 2 gut möbl.
Zimmer zu vermieten, (19933a Pankratiusſtr. 1½, p. r. einf. mbl.
Zim. m. Penſ. f. beſſ. Herrn. (*7026 4. Stock, ſchönes
Grafenſtr. 20, möbl. Zim. n. d.
Straße, billig zu verm. (*7030 Saalbauſtr. 23 ein möbliertes
Zimmer zu vermieten. (19929ms Aliceſtraße 32, I., möbl. Zim.
mit Klavier per ſofort. (*7080df Nieder=Ramſtädterſtr. 71, III.,
mit, ev. ohne Penſion. Angenehm. möbl. Z. a. Fräul. z. verm. (*7072ms Wendelſtadtſtr. 35, möbl. Z. a.
anſt. Arb. od. jg Kaufm. (19980oms Alieeſtr. 14, part., Wohn= und
Schlafzim., ſchön möbl. (19978ms 2 fein möbl. Zim. in ruh. Hauſe,
ev. Wohn= u. Schlafz., zu verm.
Zu erfragen in der Exp. (*7081mds Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(12385a Mittag- und Abendtisch
Privat-Wienerstrase 73, I. (18744a Sämtliche
4 Schaufenſter
in dem ehemaligen Oktroiaufſichts=
ſofort
anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft: Stadthaus,
Zimmer 64.
(16840a Kegelbahn
Dienstag abend zu verm. (19804a
Waldſtr. 33, Katholikenverein.

Eliſabethenſtr. 49, 2. St., einf.
1möbl. ſaub. Zim. m. g. n. Bett. (1985st

Dr. Kuhn’
Haarfarbe
Nußertrakt Nutin beſitzt alle
Vorzüge, befriedigt alle
Anſpr 4., 3., 2.,
1.50. Frz. Kuhn,
Kronen=Parf., Nürn=
berg
. Hier: F. B. Grod-
haus
, Seifenf. a. weiß. Turm
u. b. Friſeuren.
(V2327

Eine Wohltat
für Kranke wie Gesunde
Salbe
Mk. 1.30
1.30
gPillen
Delt Züpfchen
2.00

Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Loberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und Bauchfellent-
zündung
u. a. angewandt wurden. Mir seibst haben die Dunsalhs
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Schwester K. Sedlmair.
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Prospekte und klinisch-therapeutische Abhandlung kostenfrei
durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
Bestandt,: Dun-Halbe Cerat. resin, pini 25, Cerrst. Cetaccl 75 O1. Jacor Asefn
15, Cer. Flav. 15 Bals. Cansd. 2 Mirrha 0,5; Seb. gerv. ültr. 15. Vitell.
Ovi 25. Dun-Pillen: Ol Arack. 6; O1. Jecor Aselli 11, Cerat, res, pini 14
Cer. Flav, 12; Bale, Canad. 1,5 Cerar Cetscci 2; Beb. eerv ültr. 124 Vitell,
ovi 12,5; Rad. lig. 28. Dun-Zäpfchen: Cerat. res, pini 25; Cers
Mirrah 0,5: Vittell, ovi 20; Cerat Cetacei 25; O1. Jevor Asell 15 Mel. &
Baln. Canad. 2: Seb. cerv. ältr. 4.
N
3
Kolker!
Verlangen Sie Preise. (14990a) Absolute erstklassige Qualitäten.
Telephon
497. Karl Koch, Heidelbergerstr. 9½

zweigstelle- Elisabethenstr. 28.

I Goldbaeh
Zahle für getragene Kleider,
Schuhe, Wäſche, ſowie gebrauchte
Möbel, alte Federbetten u. Zahn=
gebiſſe
ſtets die höchſten Preiſe.
Der erſte Verkauf überzeugt Sie.
Poſtkarte genügt. (19380a
Schloßgasse 23.

Hen- kaufe
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon=
kurrenzl
. Preiſe. Der erſte Verkauf
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 29,
Telefon 2097.
(18932a

1924!
Wer dort ? (19381a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett. ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

auft fortwähr.
Flaſchen
(*6726im
Wagner, Dieburgerſtraße 4.

fortwährend gebr.
Kaufe
Flaſchen. W. Feld=
mann
, Karlſtraße 73. (B19765

gebr., gut erh.
Schreihmaschine zu kauf. geſ. Off.
m. Preis u P 4 a. d. Exp. (19050a

Alte Flaschen (17799a
kaufe ich zu höchſten Preiſen
Kaupſtraße 46.
J. Rubinl, Poſtkarte genügt.

Frillanten, Perlen, Gold,
Platin und Silber kauft zum
höchſten Wert
(18858a
A. Kurtz, Juwelengeſchäft,
2 Pädagogſtraße 2.

Suchen 12gebr. kräftige
Fahrräder
ohne Freilauf
(19904im
Georg Liebig & Co. Nchf., Luiſenſtr. 4.

Mäe

1 Mahag.=Trumeau m. Spiegel
=Sofa mit Umbau und
1
Schränkchen,
=Kamin mit Kacheln u.
1
ſchw. Marmor,
=Eckſalon=Schrank,
Notengeſtell,
=Klavierbank,
=Paravent,
1
Fabrikat Glückert
einzeln od. zuſammen billigſt abzug.
19540dmc) Caſinoſtr. 12, I. r.

Wichtig

14503a)

für

Reformkorsetten
z. Knöpfen mit Gummi an
den Seiten Mk. 2.75.
L. & M. Fuld,
Kirchstrasse 12,
gegenüb. der Stadtkirche.
Schwarz-weisse Rabatimarken.

Geschmied. Bügelstähle
flache und halbrunde
Bügeleiſen, Plätteiſen, Bügel=
kohlen
empfiehlt (18592a
L. Hufnagel, Waldſtraße 7.

Einmachständer
aus gutem Eichenholz, ſind die
billigſten, weil unzerbrechlich und
dauerhaft. Vorrätig in allen Größ.
bill. bei Jakob Scherer, Küfer=
meiſter
, Obergaſſe 26. (19767a

Leere Weinfässer
ein 1=Stückfaß mit Türchen, ½=St.=
Faß, ½=Stückfaß und kleinere,
ſehr gut erhalten, preiswert zu
verkauf. Frau Oberlehr. Seibert
Ww., Griesheim, Darmſtädter
Chauſſee.
(19823ms
billig zu
Wegen Umzug verkaufen:
1 große Zinkbadewanne m. Ofen,
2flamm. Gasherd, 3flamm. Gas=
lüſter
, Holzbettſtelle m. Sprung=
rahmen
, eine Handnähmaſchine,
1 Stoffkleiderbüſte (Figur 46)
Hügelſtraße 30, III. (*7057

2 weiß lackierte
Reformbetten
mit Matratzen und Waſchtiſch,
1 Klubſofa und Diwan, ſowie
Stoßkarren billig abzugeben
Pädagogſtraße 2 part. (*6722im

(2
40

eißer Porzellanofen m. ſchönen
Tonverz., gut erh., bill. abzug.
Soderſtr. 67, part. (18193a

gut erhalten,
Vertiko billig abzug.
Friedrichſtr. 15, pt.
*6716im)

Behrock=, Frack, Smoking= An=
züge
, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (18320a

Aerztlich empfohlen. a
Pepsin-Lognac
von E. & O. Schützendorf, Düsseldorf.
Ueber Wirkungen und Eigen=
ſchaften
des Pepſin=Cognacs
ſiehe diesbezügl. Proſpekt. Pep=
ſin
=Cognac=Verſchnitt i. Flaſch.
¼ Ltr. Mk. 3.50, 2 Ltr. Mk. 2.75,
½ Ltr. Mk. 2., ½ Ltr. Mk. 1.30,
Ltr. 75 Pf. Pepſin=Cognac
ff. * Mk. 5., ** Mk. 6.,
**** Mk. 7.50 und im Ausſchank
in Darmſtadt bei H. Engelhard,
Rheingauer Weinſtube Luiſen=
platz
1.
(17059Mf

[ ][  ][ ]

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912:

Seite 21.

Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes
in Heſſen und Heſſen=Naſſan im Auguſt 1912.

Das Berichtsbild iſt auch im vergangenen Monat
im ganzen als gunſtig zu bezeichnen. Nach dem Bericht
der Arveitsvermittelungsſtelle Frankfurt a. M. iſt die
Metallinduſtrie zurzeit noch voll beſchäftigt und
der Beſchäftigungsgrad durfte auch ſtabil bleiben. Das
ſtärkſte Angevot von Arbeitskräften ſtellen die Maſchinen=
ſchloſſer
, für die in der nächſten Zeit keine Einſtellungen
zu erwarten ſein dürften. Aehnlich iſt es bei den Mecha=
nikern
. Auch der Arbeitsnachweis Offenbach a. M. be=
richtet
von einem guten Geſchäftsgang. Elektromonteure
wurden in Darmſtadt viel verlangt. Ein in Wiesbaden
in einer Metallwarenfabrik ausgebrochener Streik iſt noch
nicht beendet. Für Sattler und Tapezierer iſt
nach dem Bericht der Arbeitsvermittelungsſtelle Frank=
furt
a. M. die Vermittelung abgeflaut. In der Porte=
feuilleinduſtrie
in Offenbach und Fechenheim a. M. iſt die
Beſchäftigung zur Zeit ſehr gut. Die Verbeſſerung wird
zum größten Teil auf den Geſchäftsverkehr mit England.
zurückgeführt. In der Induſtrie der Holz= und
Schnitzſtoffe war nach dem Bericht der Arbeitsver=
mittelungsſtelle
Frankfurt bei den Schreinern die Beſchäf=
tigung
zufriedenſtellend. Auch für Wagner, Küfer, Gla=
ſer
und Rahmenmacher war die Beſchäftigung gut. Der
Bericht glaubt, daß eine Verbeſſerung des Geſchäftsgan=
ges
zu erwarten ſei. Nach den Mitteilungen des Holz=
arbeiterverbandes
in Frankfurt iſt die Zahl der Arbeits=
loſen
gegenüber dem Vormonat etwas zurückgegangen,
dafür mehrte ſich die Zahl der Zugewanderten. Der
gleiche Bericht glaubt, daß eine Beſſerung zu erwarten
ſei, doch werde die Konjunktur von 1911 wohl nicht er=
reicht
werden. Nach dem Bericht des Arbeitsnachweiſes
Darmſtadt wurden Bauſchreiner in der letzten Hälfte des
Monats zur Fertigſtellung der Bauten ſtark begehrt, auch
aus den kleineren Ortſchaften war ſtarke Nachfrage nach
Schreinern. Nach dem Bericht des Holzarbeiterverbandes
in Darmſtadt hat der Beſchäftigungsgrad auf Möbel
etwas nachgelaſſen; es gelang, nur einen kleineren Teil
der Arbeitſuchenden unterzubringen. An Metzgern
herrſchte nach einem Bericht der Fleiſcherinnung in Kaſſel
Mangel. Im Schuhmachergewerbe war der Ge=
ſchäftsgang
in Frankfurt gut; im Schneiderge
werbe der Saiſon entſprechend langſam. In der Schuh=
fabrikation
Offenbachs war der Geſchäftsgang etwas
beſſer als im Vormonat, teilweiſe wurde jedoch mit ver=
kürzter
Arbeitszeit gearbeitet. In den Bauberufen
war bei der Arbeitsvermittelungsſtelle Frankfurt die Ar=
beitsgelegenheit
für Maurer und Zimmerleute ſehr gering
In Mainz hielt ſich die Nachfrage nach Zimmerern auf
der HHöhe des Vormonats; die Zahl der neugemeldeten
offenen Stellen für andere Bauhandwerker iſt dagegen
zurückgegangen, gleichzeitig aber auch die Zahl der neu
vorgemerkten Arbeitſuchenden. Weißbinder waren in
Darmſtadt ſtark begehrt zur Fertigſtellung der Bauten.
Im Buchdruckergewerbe machte ſich in der
erſten Hälfte des Monats ein ſtarkes Ueberangebot von
Arbeitskräften bemerkbar; in der zweiten Hälfte des
Monats beſſerte ſich der Geſchäftsgang. Im Hotel=
und Gaſtwirtsgewerbe war in Frankfurt und
Wiesbaden der Geſchäftsgang wegen der fortgeſetzten
ungünſtigen Witterung ſchlecht. Auch die Aushilfskellner
hatten in Frankfurt unter der Witterung zu leiden, doch
bot ſich durch die Abhaltung einiger größerer Feſtlichkeiten
Gelegenheit, einem Teil der Arbeitſuchenden Arbeit zu
verſchaffen. In der zweiten Hälfte des Monats war in
einem größeren Transportgeſchäft in Wiesbaden
Streik ausgebrochen, der aber am nächſten Tage beigelegt
wurde. Nach dem Bericht aus Bad Wildungen ſind bei
dem Bau der Edertalſperre zurzeit zirka 1100 bis 1200
Mann beſchäftigt. Der Arbeitsnachweis Witzenhauſen
führt Klage darüber, daß eine große Zahl von Wande=
rern
, obwohl ſie mittellos ſind keine Arbeit annehmen
wollten. In Darmſtadt war die Nachfrage Ungelernter
ſehr ſtark, die Arbeit war jedoch knapp.
In der Frauenabteilung des Städtiſchen Arbeits=
amtes
Mainz hat die Arbeitsgelegenheit für Fabrik=
arbeiterinnen
nachgelaſſen. Dienſtboten haben
ſich mehr als im Vormonat vormerken laſſen; zugleich
hat ſich aber auch die Nachfrage nach Dienſtboten erheb=
lich
geſteigert. Putz= und Waſchfrauen wurden 148 Ge=
legenheitsarbeiten
nachgewieſen und 70 Monatsſtellen
vermittelt. In der Frauenabteilung in Wiesbaden war
der Verkehr bedeutend lebhafter. Der Grund iſt wohl

darin zu ſuchen, daß ſehr viele Herrſchaften von der Reiſe
zurückkehrten und wieder Perſonal einſtellten. Auffallend
ſtark war der Zuzug von Mädchen für häusliche Dienſte
aus ländlichen Gegenden. Die Zahl der auswärtigen
Stellenſuchenden verdoppelte ſich gegenüber dem Monat
Auguſt 1911. Bei weiblichem Hotelperſonal ging es ruhi=
ger
zu. Die Geſuche von Stellenſuchenden von auswar=
tigen
Badeorten liefen ſehr zahlreich ein. Allgemein wird
über ſchwachbeſetzte Häuſer und wenig Verdienſt geklagt.
In der Landwirtſchaft herrſchte rege Nachfrage
nach Arbeitern. In Diebura machte ſich ein ſtarker Man=
gel
an Knechten bemerkbar. In Worms ſind nach Be=
endigung
der Erntearbeiten die offenen Stellen etwas zu=
rückgegangen
. In Frankfurt a. M. war der Geſchäftsgang
ſehr rege, doch durch die ungünſtige Witterung etwas
beeinträchtigt.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 17. bis 23. September.
Die Witterung hat in der letzten Woche endlich einen
günſtigeren Charakter angenommen. Die Landwirte konn=
ten
daher die letzten Reſte der Getreideernte und das
Futter einbringen. Man iſt jetzt allgemein dabei, die rück=
ſtändigen
Beſtellungsarbeiten vorzunehmen, auch mit dem
Ausnehmen der Kartoffeln hat man begonnen, und die
Zeit der Rübenernte rückt immer näher. Die landwirt=
ſchaftlichen
Arbeitskräfte ſind alſo für längere Zeit voll=
ſtändig
in Anſpruch genommen, ſo daß an einen Ausdruſch
in ſtärkerem Maße vorläufig nicht zu denken iſt. Der Ein=
tritt
günſtigeren Wetters hat auch ſofort eine Verminde=
rung
des inländiſchen Angebots bewirkt, und da anderer=
ſeits
die Nachfrage nach allen Getreidearten anhielt, ſo
war ziemlich allgemein ein Anziehen der Preiſe zu beob=
achten
. Eine beſondere Bedeutung haben dieſe Verhält=
niſſe
für den Berliner Lieferungsmarkt, denn der Sep=
tember
nähert ſich ſeinem Ende, ohne daß ſich bisher
nennenswertes Anziehungsmaterial gezeigt hätte. An=
geſichts
des knappen Angebots und des Mangels an kün=
digungsfähigem
Weizen wurden auch in der Berichtswoche
wieder vielfach Deckungen vorgenommen, die den Sep=
temberpreis
von 213 Mark auf 218 Mark ſteigerten, wäh=
rend
Dezember wie in der Vorwoche mit 210¾ Mark
ſchließt, da die Ausſicht auf große Exportleiſtungen Ameri=
kas
und Rußlands, ſowie günſtige Berichte vom La Plata
für ſpätere Sichten keine Unternehmungsluſt aufkommen
laſſen. Noch feſter war die Stimmung für Roggen. Das
knappe Angebot findet an der Küſte fortgeſetzt beſſere Ver=
wendung
als in Berlin, ſo daß für Andienungszwecke
wenig übrig bleibt. Eine weitere Stütze findet die Feſtig=
keit
in dem Fehlen ſtärkeren ruſſiſchen Angebots, denn das
Ausland iſt infolgedeſſen gezwungen, deutſchen Roggen zu
kaufen. Etwas ruhiger ging es dagegen im Hafergeſchäft
zu. Die Exportnachfrage hält zwar an, aber der Mangel
an Frachtraum erſchwert das Geſchäft. Der Handel zeigte
ſich vorſichtiger, fand aber bei mäßigem Angebot wenig
Gelegenheit zu billigeren Anſchaffungen. Lieferung war
durch Deckungen befeſtigt, auch höhere ruſſiſche Forderun=
gen
blieben nicht ohne Einfluß. Futtergerſte wurde von
Rußland ſpärlich angeboten und höher gehalten. Auch
Mais verkehrte in feſter Haltung, zumal über eine Ver=
ſchlechterung
der amerikaniſchen Ernteausſichten berichtet
wurde. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Ge=
treide
am letzten Markttage wie folgt:

Hafer
Weizen Roggen
185
175 (
Königsberg. .
180
212 (*10) 173 (
Danzig
178
205 (3 ) 170
Stettin
168
172
203
Poſen
) 172 (*1 )
202 (*1 ) 167
Breslau
200
174
Berlin
214
2 ) 170 (*2 ) 190
Magdeburg . 209
196
3 )
209 (*1 ) 174
Halle
203
172 (*2 ) 195
Leipzig
Dresden .
1 ) 198
. 206
)172
176
1 ) 171
205
Roſtock
205
179
218
Hamburg
212
188
Düſſeldorf
. 218
215
Frankfurt a. M. 211½ ( ) 180
)185 (*2½) 195
Mannheim . . 220
Straßburg . . 220
)187½
193 (*1
München . . 230. ( ) 184 (
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 218 (*5),
Peſt Okt. 188,80 ( 0,50), Paris Sept. 226,10 (*9,70),

Chicago Sept. 140 ( 2,50), Liverpool Okt. 173,40
0,90), Roggen: Berlin Sept. 179,25 (P 5,25), Hafer:
Berlin Sept. 182,50 (3,25), Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt Sept. 133,50 ( 2), Okt.=Dez. 132,50
(* 1,25), Mais: La Plata Aug.=Sept.=Okt. 114,50 (*1),
Mixed Dez. März 118 (* 1) Mark.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 19. Sept.: Dem Dekorateur Johann
Georg Heinrich Hettinger, Gardiſtenſtraße 4, eine T.
Elſe Chriſtine. Am 20.: dem Fabrikarbeiter Heinrich
Saul, Liebfrauenſtraße 44, ein S. Heinrich Wilhelm.
Dem Eiſendreher Felix Robert Karl Harreus, Schloß=
gaſſe
23, eine T. Agnes. Dem Dachdecker Georg Täu=
fer
, Große Bachgaſſe 1, ein S. Georg. Am 21.: dem
Tapezier Karl Peter Auguſt Horn, Langegaſſe 6, ein
S. Karl Peter Auguſt. Am 17.: dem Magaziner Menet
Brunken, Feldbergſtraße 69, eine T. Margarete Chri=
ſtine
. Am 16.: dem Wachtmeiſter im Leibdragoner= Regi=
ment
Nr. 24 Helmuth Hermann Heinrich Bunde, Holz=
hofallee
25, ein S. Karl. Am 19.: dem Kaufmann Elias
Blum, Marktplatz 7, eine T. Liſel Berta und eine T.
Lotte Erneſtine. Am 20.: dem Reſervelokomotivführer
Guſtav Heinrich Hätſcher, Pallaswieſenſtraße 37, ein S.
Albert Guſtav.
Anſgebotene. Am 20. Sept.: Kaufmann Johann
Jakob Neff, Babenhauſen, mit Sophie Veronika Luiſe
Haag, Worms. Fabrikarbeiter Johannes Anthes,
Arheilgen, mit Beiköchin Katharina Sauer, Frank=
furterſtraße
250. Spengler und Inſtallateur Ludwig
Auguſt Fiſcher, Wienersſtraße 79, mit Anna Maria
Sattler, Affolterbach. Kaufmann Max Wolf, Ber=
lin
, mit Bertha Anna Kahn, Schuchardſtraße 4. Schrift=
ſetzer
Friedrich Auguſt Reiß, Kirchſtraße 1, mit Marga=
retha
Eliſabetha von der Au, Grafenſtraße 26. Glas=
ſchleifer
Philipp Nickels, Zwingenberg, mit Fabrik=
arbeiterin
Eva Eliſabethe Heiſer, Auerbach. Forſt=
aſſeſſor
Edgar Kurt Guſtav Haſſo Ernſt Schmidt,
Gießen, mit Carlotta Sophie Minna Habenicht,
Münſter i. W. Friſeur Georg Keller, Ober=Ramſtadt,
mit Eliſabetha Müller, Nieder=Kinzig. Am 21.:
Maſchiniſt Wilhelm Metz, Frankfurterſtraße 102, mit
Katharina Kraus, Frankfurterſtraße 102.
Eheſchließungen. Am 21. Sept.: Friſeur Karl Zim=
mer
mit Schneiderin Lina Schul, beide hier. Architekt
Julius Willwohl mit Katharine Böttinger, beide hier.
Großh. techniſcher Bureauaſſiſtent Auguſt Engel in
Charlottenburg mit Charlotte Dieter, hier. Schloſſer
Jakob Römer mit Margar. Eliſab. Wagner, hier.
Kaufmann Karl Wernecke mit Marie Geißler, beide
hier. Taglöhner Georg Hönig mit Fabrikarbeiterin
Marie Bräunig, beide hier. Fabrikarbeiter Karl
Kraft mit Schneiderin Maria Waſſum, beide hier.
Schreiner Ludwig Heeger mit Eliſe Schuchmann,
beide hier. Regierungsbauführer Rudolf Schreiner
mit Barbara Schlippe, beide hier. Fuhrmann Georg
Korwall mit Barbara Arheilger, geb. Gaß, beide
hier. Am 23.: Fabrikdirektor und Chemiker Adolf Koch
in Aſchbach i. Odw. mit Wilhelmine Metzger, hier.
Geſtorbene. Am 19. Sept.: Maſchinenfabrikant Hein=
rich
Wedel, 63 J., ev., Arheilgerſtraße 59. Am 20.:
Privatier Georg Heinrich Ewald, 63 J., ev., Land=
wehrſtraße
19. Johann Friedrich Fertig, 1 J., ev.,
Magdalenenſtraße 7. Am 19.: Auguſte Ernſt, geb.
Euler, Witwe des Maſchiniſten, 70 J., ev., Kaupſtraße 41.
Fabrikarbeiter Hermann Küſter, 67 J., ev., Arheilgen.
Landwirt Ludwig Simon, 51 J., ev., Eberſtadt. Anna
Maria Wolff, geb. Jordan, Ehefrau des Kaufmanns,
32 J., ev., Darmſtraße 14. Am 20.: Auguſt Hermann
Schmelzeiſen, 1 Mt., kath., Arheilgen. Friederike
Emich geb. Lenz, Ehefrau des Maſchiniſten, 56 J.,
kath., Frankfurterſtraße 69. Am 21.: Erna Toni Anna
Ludwig, Tochter des Polizeiwachtmeiſters, 3 J., kath.,
Rheinſtraße 28. Am 22.: Katharina Haas, geb. Grüne=
wald
, Witwe des Privatiers, 54 J., ev., Rhönring 113.
Am 21.: Helene Kilian, geb. Leichtweiß, Ehefrau des
Inſtrumentenmachers, 35 J., kath., Große Ochſengaſſe 1.
Am 22.: Otto Leißler, Sohn des Taglöhners, 4 Mte.,
ev., Dieburgerſtraße 32. Am 21.: Agnes Harreus,
Tochter des Eiſendrehers, 16 St., Schloßgaſſe 23. Am 23.:
Poſtſekretär i. P. Johannes Winter, 71 J., ev.,
Pfründnerhausſtraße 18.

Bäckereis und Konditorei=Filiale
mit Kaffeestube
Landgraf Georgstrasse 34
(hinter dem Schwimmbad)
Wilhelm Mitze
Inhaber:
Grossh. Hess. Hoflieferant. (19997a
ut erh. Bettſtelle m. Sprung=
Poch ſehr gut erhalt.
Piand Grahmen 15 M., 1 amerik. Zither
21.
ſchwarzes
m. pol. Kaſten 12 M. zu vk. (*7025

Größte Strom-Ersparnis! Stoßsicher!
(319159
Kannſteimer Tageblatt
( 46. Jahrgang
Haupt-Inſeraten-Organ der Stadt Mannheim und des
Großherzogtums Baden Organ für die amtlichen
veröffentlichungen der Stadt Mannheim.
Rekrdten
Beilagen:
empfehle
Der Erzähler, Unterhaltungsblatt (wöchentlich 5 mal)
vorschriftsmässige
4 Schachzeitung (monatlich 1 mal)
; Literariſche Rundſchau alle 3 Wochen
Drell-Anzüge
Beilage für Wandern und Reiſen
Binaus in die Welt, (im Sommer wöchentlich 1 mal)
Unterhosen
* Der Winterſport (im Winter wöchentlich 1 mal)
Reithosen
; Spiel und Sport (im Früh= und Spätjahr wöchentlich 1 mal)
Hemden
Höchſte Auflage ſämtlicher in Mannheim erſcheinenden Zeitungen.
Don den Großinſerenten aller Branchen ſtändig zur Reklame benützt.
Wämse
Mit Dorliebe in den angeſehenen und wohlhabenderen Kreiſen der
Socken (19988a
Bevölkerung Mannheims urd deſſen Umgebung geleſen.
Erſtklaſſiges Unkündigungsmittel
Hosenträger etc.
von unübertroffener wirkſamkeit.
Abonnement pro Monat 80 Pf. Inſeratenpreis pro Zeile 30 Pf.
Thlllpp Rosd
Reklamen pro Zeile M. 1.20. Beilagen nach Ubereinkunft,
Bei Wiederholungen Rabatt.
5 Schillerplatz 5.
Probenummern koſtenlos.
Telephon Nr. 1659, 985, 4.

Für

für 250 Mk. ſofort zu verk. Off.
unt. § 51 an die Exp. (*6706ms

Lauteſchlägerſtr. 10. 2. St. r.

Mt

(

zin Stück Klee zu verkaufen
Kranichſteinerſtr. 69. (*7034iad

Zu verk. 2 noch ganz neue Gas=
lampen
und 1 Waſchtiſch
*7020) Gardiſtenſtr. 7, 1. St.

ine 1½ſchl. lack. Bettſt. m.
Cu. Keil für 8 M. zu verk.
Heidelbergerſtr. 36, 3.

Matr.
(*7016
22

[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Inzlaa!!
1

Weimariſche Landeszeitung
Deutſchland
sssssss Unabhängige Zeitung. aasss

Amtsblatt der Gemeindebehörden der Groß=
herzogl
. Hächſ. Haupt= u. Reſidenzſtadt Weimar.
Größte Abonnentenzahl aller Tageszeitungen des Groß=
herzogtums
Sachſen. In Stadt und Land gleichmäßig
ſtark verbreitet.
(19956ms
Anzeigen, die 45 mm breite Petitzeile 20 Pfg.
Reklamen, die 78 mm breite Petitzeile 80 Pfg.
Bei Wiederholungen Rabatt nach feſtſtehendem Tarif.
Bezugspreis vierteljährlich 2.40 Mk.
Wöchentlich 7 Ausgaben.
Probenummern umſonſt und poſtfrei.

nsnssssssn 64. Jahrgang.
Wirkſamſtes und bedentendſtes Anzeigenblatt
5 im Großherzogtum Sachſen=Weimar=Eiſenach.

lack., mit 2 Sprung= u. Wollmatr.,
zuſammen 80 M., 1 Sofa, neu
bezogen, 23 M., neues Lederſofa
gek. 50 M., für 32 M., einige beſſ.
Kleiderſchränke, gek. 85 M., für
48 und 45 M. (Schreinerarbeit),
eich. Eckſchrank (für Herrenzimmer)
gek. 140 M., für 65 M., 1 Aus=
zugtiſch
22 M., 1 neu lack. Küche
57 M., 2 große Bücherreale, 3
Schreibtiſche für Büreaus, 1 nußb.
Schreibſekretär 75 M., 1 Gasheiz=
ofen
, gek. 45 M., für 15 M., eleg.
Vertiko, billig, nußb. beſſerer
Bücherſchrank, gek. 140 M.. für
85 M., beſſere hochmoderne neue
Salongarnitur, gek. 250 M., für
190 M. Karlſtraße 41. (*7065

Gebrauchter, gut erhaltener
Schreibtiſch
ſow. Trumeaux zu kauf. geſucht.
Off. u. S 86 an die Exp. (*7116

Frima Speiſekartoffeln f. jetzt
u. Winterbed., Probe u. Beſtell.
bei Heiß, Soderſtr. 6½ (19919a

Größere Partie
leere Kisten
billig abzugeben
(19963
Schuhhaus L. Spier
Loniſenplatz 1.

1 3=armiger
Billig abzugeben: Meſſing=
Gaslüſter mit Zuglampe, 1 ſehr
gut heizender Dauerbrenner für
größeren Raum.
(19992ms
Moſerſtraße 2, I.

Neue

nußb. pol. Diplom.=Schreibtiſche v.
80 Mk. an, ſowie polierte Bücher=,
Spiegel= und Kleiderſchränke von
50 Mk. an, pr. Arbeit u. Garantie
*7127md) Wendelſtadtſtraße 2.

neu bezogen, für
1 Sofd, 22 Mk. abzugeben

(*7077mf)

Pallaswieſenſtr. 27, I.

f. 200 M. zu vk. Viktoria=
Pianin0 ſtraße 32, I. (*7041mdf

Millionen Hausfrauen
ſind auf Sparſamkeit bedacht, wozu auch meine
Neuen Patent=Sparſchäler und Krautſchneidemeſſer
viel mit beitragen. Dieſelben ſchälen links wie rechts ganz dünn,
ſind gleichzeitig Obſtentkerner und haben einen Fiſchſchupper, ff. ver=
nickelt
nur 30 Pfg. per Stück. Außerdem einen franz. Glasſchneid
und Schärfſtein gratis dazu.
Gemüſe=Wieg=Apparat
mit 10 feinen Meſſern, womit alles Gemüſe ſchnell zerkleinert wird,
ebenſo auch Fleiſch, Leber und Lunge fein zu wiegen, per Stüch
(*7015mso
80 Pfg. und Mk. 1.
Neu!
Neu!
Blitzschneider
für ſchnellſte Zubereitung von geröſteten Kartoffeln, Sellerieſalat,
rote Rübenſalat, Kartoffelſalat ꝛc., per Stück nur 50 Pfg. Franz.,
Pomfriteshobel, 80 Pfg. per Stück. Garnier=Apparate, wie Dop=
pelbohrer
ꝛc. Waffelback=Apparate, womit jede Hausfrau ihr
Tee= und Kaffeegebäck auf ganz billige Weiſe ſelbſt herſtellen kann.
Doppel=Apparate früher Mk. 2., jetzt nur Mk. 1.25.
Zu haben auf der Meſſe in Darmſtadt in der Geſchirr=Reihe
vor der Reſtauration Zum Landgraf von Heſſen, erkenntlich an
den Plakaten. Um gütigen Zuſpruch bittet
Frau Haufe aus Stuttgart.

Hochfeiner moderner
Bücherſchrank
billig abzugeben. Näh. (*7124md
Pankratiusſtr. 30½, 2. St. I.

Von der Reise zurück
Dr. Kocks
Spezialarzt für Haut- und
Harnleiden, (K19836
Röntgen- u. Lichtbehandl.
Friedrichstr. 19.

Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Witwitzkv, Spez.I.
Haut-u. geschlechtsteiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver.
fahren ohne Quecksilber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 111 und 48
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 101 Uhr.
(14412a)

Telegramm!
Die moderne
Handarbeiten-Bude
iſt zur jetzigen Herbſtmeſſe wieder eingetroffen und be=
findet
ſich wie immer nur in der Eckbude der mittleren
Empfehle
Hauptreihe.
Ia deutſche u. franzöſiſche Nenheiten
zu billigen feſten Preiſen.
NB. Gleichzeitig weiſe ich auf meine guten Spezial=
ſorten
aller Art Strümpfe und Socken hin, welche ich
wegen Mangel an Platz in einer ſeparaten Bude
direkt vis-a-vis der Großh. Bezirkskaſſe ausgeſtellt
Hochachtungsvoll
habe.
Jos. Hch. Weissbürst
aus Frankfurt am Main. (19940mds

Wieder zarmenenter

mit meinem grossen Lager

(*7123mf

Seidenband- u. Seiden-
zu
den bekannt
Stoh-Resten billigen Preisen

Augo Dahmen, Rottweil a. N.
Stand nur 1. Reihe hinter den Schaubuden.

e

Kurſe vom 24. September 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,70
78,75
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00 4½
3½ do. Conſols . . . 88,70
78,70
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,75
93,70
do.
3½
3
do.
do.
87,30
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 99,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
do.
87,20
3½
do.
77,00
3 Sächſiſche Rente.
78,80
4 Württemberger v. 1907 99,75
do. v. 1875 93,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 100, 10
1¾ Griechen v. 1887 . . 56,25
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 90,00
4 do. Goldrente . . . 94,75
4 do. einheitl. Rente 86,40
3 Portug. unif. Serie I 64,20
3 do. unif. Ser. III 67,50
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,40
4 do. v. 1890 . . 95,70
4 do. v. 1905 . . 90,50
4 Ruſſen v. 1880 .
90,50
4 do. v. 1902
. 90,80
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden .
.
4 Serbier amort. v. 1895 84,70
4 Türk. Admin. v. 1903 83,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,80
4 Ungar. Goldrente . . . 89,65
4 do. Staatsrente. . . 87,10

In Proz.
Zf.
.101,00
5 Argentinier .
4
do.
-
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,00
do.
4½ Japaner . . . . . . . 94,20
5 Innere Mexikaner . . . 93,50
3.
59,50
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,10
83,005 Gold=Mexikaner . . . . 99,30
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,003 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
77,20 Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 162,75
5 Nordd. Lloyd . . . . . 130,25
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 127,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,50
8 Baltimore und Ohio . 110½
6½ Schantungbahn . . . 136,10
6½ Luxemb. Prince Henri 161½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21,30
6 Pennſylvania R. R.
Letzte Induſtrie=
Dioid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 69,70
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
..540,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

.259,00
30 Farbwerke Höchſt . . 649,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 354,00
10 Cement Heidelberg . . 153,70
30 Chem. Werke Albert 471,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 354,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 126,06

In Proz.
letzte
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,75
12 Siemens & Halske . 238,10
5 Bergmann Electr. . . 139,00
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 167,50
0 Gummi Peter . . . . 101,30
0 Kunſtſeide Frankfurt 117,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 619,40
10 Maſchinenf. Badenia 179,50
6 Wittener Stahlröhren 219,60
8 Steana Romana Petr. 154,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 244,75
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 208,90
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 118,00
3 Südd. Immobilien 64,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 239½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 185,00
10 Gelſenkirchener . . . . 214,40
8 Harpener . . . . . . . 202,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 283,90
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
. . 94,10
Caro.
4 Laurahütte . . . . . . 180,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 181,00
1 Weſteregeln 229,75
7½ South Weſt Africa 142,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,10
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,90
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,30
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,80
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
79,75
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
4
78,00
do.

In Proz.
St.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,25
78,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,30
88,20
4 Ruſſ. Südweſt.
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,10
88,00
do.
4 Wladichawchas
88,80
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 77,60
4½
do.
2¾ Livorneſer . . . . . 69,85
3 Salonique=Monaſtir . 63,60
Bagdadbahn . . . . . . 83,90
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,80
4 Miſſouri=Paciſic.
73,60
99,20
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific
94,30
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,30
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,50
6½ Darmſtädter Bank . 123,25
12½ Deutſche Bank . . . 258,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,70
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,40
10 Diskonto=Kommandit 188,50
8½ Dresdener Bank 156,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,50
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank
.135,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 120,50
7½ Wiener Bankverein . 135,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 99,20

In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52 . . . .
. 99,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank 97,50
87,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
.99,40
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6
88,00
S. 35
87,80
S. 911
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 99,00
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
½
89,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
31
do.
4 Frankfurt
99,80
do.
94,90
4 Gießen
.
91,00
Heidelberg
98,70
3½ do.
88,20
4 Karlsruhe
98,20
3½ do.
88,00
4 Magdeburg
99,90
3½ do.
4 Mainz
98,30
do.
Mannheim
98,75
do.
88,80
München
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg
99,50
do.
88,00
4 Offenbach
97,25

InProt,
Bf.
8½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . .
99,60
3½ do.
4 Worms.
97,60
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 79,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
8 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,60
2½ Raab=Grazer fl. 159 113,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 204,40
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10
Meininger
ſl. 7 35,40
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 517,00
do. v. 1858ff. 100 442,50
Ungar. Staats . . fl. 100 365,50
Fs. 30
Benediger .
Türkiſche . . . . Js. 400 175,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,42
20 Franks=Stücke
16,16
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten
20,40
Franzöſiſche Noten.
80,85
Holländiſche Noten.
169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70

Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard 83f. 5½

[ ][  ][ ]

Landgraf-Philipp-Anlage 6
und
Depositenkasse: Wilhelminenstr. 14
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark

Ausländisches Geld

Stahlkammern (Safes)

von 5 Mark an für ein Fach
Kreditbriefe
ev. für die ganze Welt gültig

Feuer- und diebessichere Aufbewahrung von

Wertpapieren u. Wertgegenständen aller Art

Verwaltung von Wertpapierbeständen

Nähere Austeunft an unseren Schaftern.
(7856P

feinſte geräuch.
Braunschweiger
A
per Pfund
Neues Sauerkraut I. . per Pfd. 7
Neue Salzgurken
Stück 4
Bruch-Maccaroni . . per Pfd. 25
Stangen-Maccaroni . per Pfd. 30
Feinste Maccaroni, in Paketen
Paket 40, 42, 50
Suppen- u.
per
in Pfund 28
Gemüse-
feine
Griesware . . per Pfund 30
leinste Eierware per Pfd. 40, 45

Nummer 226.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Seite 23.

Mprennost

in bekannter erstklass.
Qualität.
Täglich frisch gekeltert.
(19517a)

Flerzstreter

bester Ersatz
für Maßarbeit!

Segbeneehehe

HnGhehhehsauhe

Die Stiefel
der
vornehmen
Welt!

Lack
die
große
Mode!

Euh-hh-hEShu-

SeUhhheehuh

ALLEIN-VERKAUF

Schuh-Haus

Friedrich Soeder

Ludwigstr. 12 Hoflieferant Ludwigstr. 12.
(19984)

Montag nachmittag wurde eine grün=
lederne
Brieftaſche, enthaltend 4800
Mart in Dantnoten, vertoren. Der reo=
liche
Finder erhält obige Belohnung im
(*7037
Büro Rheinſtraße 24.

Verloren
am 16. Sept. in Darmſtadt,
zwiſchen Bahnhof und Hotel
Traube ein echter (19949fl

zu einem Ring, entweder in
d. Elektriſchen o. auf d. Straße.
Dem ehrlich. Finder wird gute
Belohnung zugeſichert. Gefl.
Mitteilung erbeten an
A. Gärtner,
Karlsruhe,
Kaiſerſtraß= 211.

Verlaufen
ein kleiner dunkler Schnauzer
mit hellen Pfoten. Gegen gute
Belohnung abzugeben bei Weiß,
(*6924imd
Wilhelmſtraße 8.

nimmt 1 bis
Tierfreund 2 Hunde in
Penſ., z. Ausführen, Dreſſieren ꝛc.
(B19995
Näheres Expedition.

Woog, am 24. September 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,70 m.
Luftwärme 10 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 110C.
Woog=Polizei=Wache.

Der für geſtern angeſagte

Waggon Zweischen wie heuteMittwoch

beſtimmt ausgeladen.
Derſelbe iſt verſpätet angekommen.
Per Zentner 6.50 Mk.
Ed. Türtmann
Telephon 1425.
Grafenſtraße 19.
(19989)

Verloren!

140 Mk. (Hundertmarkſchein und
2 Zwanzigmarkſcheine) am Sams=
tag
, den 21. ds. Mts., abends zw.
9 und 11 Uhr, auf dem Wege vom
Hauptbahnhof nach der Holzhof=
Allee über Landgraf Phil.=Anlage
abhanden gekommen. Wieder=
bringer
erh. hohe Belohn. (*7136
Landgraf Phil.=Anlage 62, part.

Linderbadewanne, gut erhalten,
R. zu kaufen geſucht. Offert. unt.
(*7017
§ 61 an die Exp.

Poſterſeſt, 1 hölz. Kinderbet=
I. ſtelle mit Schublade und neuer
Matr., 1 eiſ. Waſchgeſtell, 1 Kinder=
klappſtuhl
, 1 Kopfkiſſen billig ab=
zugeben
Emilſtr. 42, II. (*7126

Einj.=Freiw. (Inf. 115) verkauft
Extra=Helm, Mantel ꝛc.
*7040md) Friedrichſtr. 15, part.

Wagen auf Federn, 1 Bad=
bütte
mit Ablauf zu verkaufen
Dornheimerwea 33. (*7095mdf

mittleren Alters wünſcht
Witwe ſich mit einem Mann in
ſicherer Stellung zu verehelichen,
wenn auch ohne Vermögen. Off.
unter § 62 an die Exped. (*7022

Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau in=
formiert
ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII17968
Welt-Auskunftel,, Globus‟
Berlin W. 35.

ſeinf. Fräut, 20 Jahr, mit Aus=
ſtattung
, ſucht ſich mit Herrn
in ſich. Stell. zu verheiraten. Off.

unt. § 34 an die Exp. (*6925imd

die zurückgez. leben
Damen, wollen, find. diskr.
Aufn. b. Fr. Schroth, Eberſtadt
b. Darmſtadt, Aliceſtr. 9. (17842a

Ein 5 Monate altes Kind
wird in Pflege gegeben. Zu er=
fragen
Schloßgartenſtr. 5. (*7032

Mit neuen Moden für Hut=
und Geſellschaftsfrisuren
von Paris zurück
Ernst Kohfer
Erstes Spezial-Htelfer moderner Haararbeiten

Kein
Laden.

Ernst-Ludwigstrasse 22.

Telefon 1682.

Entresol.
Kein Laden.
(*7106mdf

(19982

Fillalen in allen Stadtteilen.

[ ][  ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.

Nummer 226.

Ba Beilehte

Darmstädter Fahrplanbach
welches Anspruch auf absolute Vollständigkeit hat, da in demselben die Aenderungen in
den amtlichen Fahrplänen bis zum letzten Augenblick berücksichtigt werden,
erscheini gegen Ende dieser Woche!

Militar-Unterhosen

regulär gestrickt, aus extra starker Baumwolle
in rohweiss oder grau
Gr. 48, mittel Gr. 51, gross Grösse 54, sehr gr.
Mk. 2. Mk. 2.25 Mk. 2.50

Nahtlos gewirkte
Reithose
den Körperformen genau
angepasst und an den ent-
sprechenden
Stellen ver-
stärkt
, wie dies die Ab-
:: bildung zeigt. ::

fürergeſcht Riaſegheten Getegenat

G.R. E 76925.

Extra starke Oualit.
aus bestem Macco
Grösse 48 Grösse 48 Weite 51
Mk. 4.75 Mk. 5.
Grösse 51
Mk. 5.25

Militär-Hemden in vorzüglich baum- von Mk. 7.50 bis 1.50
wollenen, halbwollenen
Militär-Jacken und reinwollenen Qua- von Mk. 4.25 bis 1.05
von Mk. 1.85 bis 35Pf.
Militär-Socken
litäten.

(19990

Spezial-
Geschäft

Ludwig Schwab

Ernst-Ludwig-
23 strasse 23.

Salamander

Einheitspreis 12
1680
Luxus-Ausführung . .

Braune Herren- und Damen-Stiefel

einfach- und doppelsohlig.

Neueste Formen.

SALAMANDER
2
EAULAATS Z. C9

Ludwigsstrasseih.

(11750a

Feiertage halber
(*7036
bleibt mein Geſchäft dieſe Woche
Donnerstag u. Freitag geſchloſſen.
I. Bruchfeld, Holzhandlung.

ihr Aufenthalt in Prenzlau 1750 bis 1756.
Von E. Mentzel.
(16785
Mit mehreren Ilustrationen. Preis Mk. 2.50.
Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch
alle Buchhandlungen.

Laferme-Gold
Jubiläums-
Cqareffe
Ideale 5Pfüqaretfe

2.

Süssen Aepfelmost
stets frisch von der Kelterei
empfichlt
(1722a
CarlPh. Müller
Aepfelwein-Dampf-Kelterei. Tel. 1053.

Colsed

garantiert reines getrocknetes
Hühnerei
Eiweiss und Eigelb.
Reines Trockenei
Kein Ersatz.
4 Eier für 20 Pfg.
M. W. Prassel
Schulstrasse 10
Telefon 71.
(19447a

Wiener Mischung
hochfein aromatiſch
Pfd. 1.70
Emmericher Waren-Expedition
Tel. 979. Eliſabethenſtr. 12.
Verſand frei ins Haus von
¼ Pfund an. (18628a

Eichen=Scheitholz
Buchen=Scheitholz , 1.25
Tannen=Klötzchen 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (19932a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billiger
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei
Pallaswiesenstr. 30. Tel. 305.

Moderne Frisuren
mit bester und haltbarster
Ondulation
alle vornehmen
Haar-Ersatzteile
erhält jede Dame zur Zufriedenheit bei
Hoffriseur Gelfius
Ernst-Ludwigstr. 21. (14528a

Hektolit. 65 Pfg., bei 10 Hl. 60 Pfg.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerſtr. 28, Tel. 101. (B18692
Schwergepr. a. Frau bittetedeldenk.
S Leute um Ueberl. e. gebr. Kind.=
Liegwag. Beſſungerſtr. 86. (*7049
Gebr. Zinkbadewanne
billig abzugeben.
(*7068
K. Zahrt, Inſtallationsgeſchäft,
Hofſtallſtraße.
Kostüme, Mäntel,
Damen- u. Kinderkleider w. angef.
Liebfrauenſtr. 89, pt.
(*7048
Achtung! Hausbeſitzer!
Empfehle mich in ſämtl. Weiß=
binder
= u. Lackiererar., ſowie
Faſſaden=Oelfarbenanſtrich unt.
Zuſicherung reeller Bedienung und
billigſten Preiſen. Off. unt. M 64
an die Expedition. (*6820sm
Schonhes.
verleiht ein roſiges, jugendfriſches
Antlitz, weiße, ſammetweiche Haut
und ein reiner, zarter, ſchöner Teint.
Alles dies erzeugt die allein echte
Steckenpferd=Lilienmilch=Seife
à St. 50 Pf., ferner macht der
Dada=Cream
rote und riſſige Haut in einer Nacht
weißu. ſammetweich. Tube50 Pf. b.:
F. B. Grodhaus, am weißen Turm,
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße 8,
Georg Frank, Eliſabethenſtraße 9,
Anton Logel, Eliſabethenſtraße 30,
Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller, Schuſtergaſſe 17
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatz 1
Adolf Zachmann. Bleichſtraße 46.
Phil. Köbler. Wenckſtraße. (V4875