Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annonen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Geſtern früh 4 Uhr iſt im Hotel Römerbad in
Baden=
weiler, wo er ſeit einigen Wochen zur Kur weilte, der
deutſche Botſchafter in London, Frei
herr Marſchall von Bieberſtein
ge=
ſtorben.
Der Finanzausſchuß der bayeriſchen
Abgeord=
netenkammer hat den Loſtzterievertrag
mit Preußen mit allen gegen 3 Stimmen
an=
genommen.
Die Urteilsverkündung im Prozeſſe
Borchardt=Leinert wurde auf Samstag, den
28. September, nachmittags 1 Uhr, vertagt.
In Kiln=Sülz und Klettenberg erkrankten etwa
20 Perſonen an Fleiſchvergiftung. Ein
elf=
jähriger Knabe iſt bereits geſtorben.
Wie aus London gemeldet wird, wird der Proſpekt der
neuen chineſiſchen
Zehnmillionenan=
leihe Ende dieſer Woche ausgegeben. Der Zinsfuß
beträgt 5 Prozent, der Kurs 95.
Ein Jahr Tripoliskrieg.
*⁎* In dieſen Tagen jährt ſich der Beginn der
ita=
lleniſchen Tripolisaktion, deren Ende angeblich nahe
be=
voörſteht. Angeregt durch das Vorgehen Frankreichs in
Marokko, glaubte Italien die Zeit für gekommen, wo es
ſeine vermeintlichen Anſprüche auf Tripolis geltend
machen müſſe, um nicht in Nordafrika ganz leer
auszu=
gehen. Anfang September 1911 meldeten römiſche
Blät=
ter, daß zwiſchen Italien und der Türkei Verhandlungen
ſchwebten, wonach letztere Tripolis unter Beibehaltung
der Souveränität des Sultans gegen eine Entſchädigung
an Italien abtreten ſolle. Von türkiſcher Seite wurden
alle dieſe Wünſche entſchieden zurückgewieſen, da über
das Schickſal von Tripolis allein die Türkei zu
beſtim=
men habe. Noch Mitte September wurde von
offiziöſer römiſcher Seite erklärt, daß Italien niemals
gegen die Türkei kriegeriſche Abſichten hege, aber die
Pforte traf doch gewiſſe Maßnahmen zur Sicherung ihres
afrikaniſchen Beſitzes. Wie berechtigt das war, zeigte die
Mobiliſierung der italieniſchen Flotte und eines Teils
der Armee. Schon am 27. September kam ein
italieni=
ſches Geſchwader vor Tripolis an, und gleichzeitig ward
der Pforte ein Ultimatum überreicht, daß ſie ſich mit der
Beſetzung von Tripolis durch die Italiener einverſtanden
erkläre. Natürlich mußte die Türkei dieſes Anſinnen
entſchieden ablehnen, und Italien erklärte infolgedeſſen
am 29. September den Krieg. Deutſchland
übernahm den Schutz der Italiener in der Türkei und der
Türken in Italien.
Das Vorgehen der italieniſchen Flotte im Joniſchen
Meere erregte in Oeſterreich Anſtoß, weshalb dort die
Aktion aufgegeben wurde, dagegen begann alsbald die
Blockade von Tripolis, das die Italiener am 5. Oktober
beſetzten, was dann auch mit den meßſten übrigen feſten
Küſtenplätzen im Laufe der Zeit geſchah. Italien glaubte
ſchon auf Grund dieſes Erfolges berechtigt zu ſein, die
Annektion des ganzen tripolitaniſchen Wilajetzs und der
Cyrenaika am 5. November ausſprechen zu können, was
ſehr voreilig war und die Ausſichten auf eine baldige
Beendigung des Krieges ungünſtig geſtaltete. Die
Tür=
kei proteſtierte denn auch lebhaft gegen dieſen einſeitigen
Schritt, während ſich die Mächte vorläufig abwartend
verhielten. Am 23. Februar dieſes Jahres gelangte das
Annektionsdekret in der italieniſchen Kammer und Tags
darauf im Senat unter begeiſterten Kundgebungen, wozu
eigentlich kein rechter Anlaß vorlag, zur Annahme. Noch
war Tripolis längſt nicht erobert, nur der ſchmale
Küſten=
ſtrich war in den Händen der Italiener, und wenn dieſe
auch ab und zu einen kleinen Erfolg erzielten, ſo ſind ſie
doch noch nicht weiter in das Innere des Landes
hinein=
gedrungen.
Zur See waren die Italiener anfangs ſehr rührig.
Sie blockierten die türkiſche Küſte, bombardierten ab und
zu einen Platz, beſetzten eine Reihe von Iieln im
Ae=
gäiſchen Meere und zeigten nicht übel Luſt zu einem
An=
griff auf die Dardanellen, deren Eingangsforts ſie am
18. April beſchoſſen und in die ſie ſpäter eine kühne Er=
kundungsfahrt wagten. Die Gegner, die Türken, verhielten
ſich, abgeſehen von den Arabern in Tripolis, welche den
Italienern viel zu ſchaffen machten, ziemlich paſſiv, ſie
ſparten ihr Pulver, für das ſie zur Bekämpfung der
Un=
ruhen im eigenen Lande eine weit beſſere Verwendung
hatten, und vertrauten den Italienern gegenüber auf die
bewährte Hilfe Allahs. Sie übten Revanche durch
Aus=
weiſung der Feinde und durch wirtſchaftliche Schädigung
derſelben. Die Fortdauer des Krieges verurſacht den
Türken viel weniger Koſten und Mühen als ihren
Geg=
nern und den unbeteiligten fremden Staaten, deren
Han=
delsverkehr ſtark beeinträchtigt wird und die deshalb an
der baldigen Beendigung des Krieges ein lebhaftes
Inter=
eſſe haben.
Wie ſchon geſagt, macht die von den Italienern voreilig
ausgeſprochene Annektion von Tripolis dem
Friedens=
ſchluſſe große Schwierigkeiten. Italien hat auf den
tür=
kiſchen Beſitz in Afrika ebenſo wenig Rechtsanſpruch wie
Frankreich auf Marokko und England auf Aegypten, und
ſein Vorgehen iſt von der öffentlichen Meinung Europas
ſcharf verurteilt worden, aber in der Politik geht ja Macht
vor Recht, und einen gewiſſen Erfolg wird Italien
un=
zweifelhaft davontragen. Ob freilich alle ſeine Wünſche
in Erfüllung gehen werden, iſt eine andere Sache, denn
von einer Beſiegung des Gegners kann nach dem
Ver=
laufe dieſes erſten Kriegsjahres keine Rede ſein.
Die Friedensausſichten haben ſich in den letzten
Tagen wieder verſchlechtert.
Ein Vergleich der Großkampfſchiffe im
Mittelmeer.
* Von fachmänniſcher Seite ſchreibt man der Voſſ.
Ztg.:
Die franzöſiſche Preſſe begleitet die Verlegung ihrer
Linienſchiffe von Breſt nach Toulon mit Drohungen gegen
Italien, gelegentlich auch gegen Italien und Oeſterreich
zuſammen. Dieſe Mächte ſollen ſich nicht beikommen
laſſen, den Franzoſen im Mittelmeer Schwierigkeiten zu
machen, ſonſt würde man „andere Saiten” aufziehen. Iſt
Frankreich in der Lage, dieſen Mächten gegenüber „die
erſte Geige” zu ſpielen? Es wird viel Unfug getrieben
mit dem Namen Dreadnought. Die Bedeutung
dieſer zuerſt von England 1905 gebauten Schiffsklaſſe
be=
ſteht darin, daß die Schiffe eine ſehr große Beſtückung
mit ſchweren Kanonen aufweiſen. Bis 1905 führten die
Linienſchiffe aller Völker nur 4 Rieſengeſchütze von etwa
30 Zentimeter Kaliber. Ein Dreadnought (18000 Tonnen)
erhielt dagegen 10 Rieſengeſchütze, und die neueſten
Ueber=Dreadnoughts, von etwa 25000 Tonnen,
erhalten 12, ja in Italien ſogar 13 Rieſenkanonen. Solche
Dreadnoughſts, jetzt meiſt Großkampfſchiffe
ge=
nannt, beſitzt Frankreich noch nicht; denn ſeine
6 Schiffe der Dantonklaſſe führen noch nach der alten Art
je 4, zuſammen alſo nur 24 Kanonen; mithin ſo viel
Ka=
nonen wie zwei moderne Dreadnoughts. Stellen wir die
im Bau befindlichen Schiffe, die bis 1913 und 1914 fertig
werden, zuſammen, ſo ergibt ſich folgendes Bild:
Frankreich Italien Oeſterreich
1913
2
. . 2
1914
6
.. 4
Dieſe Schiffe werden im nächſten Jahr an
Rieſen=
geſchützen führen: Frankreich 48, Italien 77 und
Oeſter=
reich 48. Fügen wir die 24 Geſchütze der franzöſiſchen
Dantonklaſſe hinzu, ſo weiſt Frankreich 72 große Geſchütze
gegenüber 77 italieniſchen auf. Rechnen wir dazu die
48 der Oeſterreicher, ſo ſind das 125 Kanonen. Was
ſol=
len alſo die Drohungen der Franzoſen?
Deutſches Reich.
— Eine Reiſe des Kaiſers an die
Riviera? Wie aus Nervi berichtet wird, verlautet
dort, daß der Kaiſer im Januar einen längeren
Auf=
enthalt an der Riviera zu nehmen gedenke. Der Kaiſer
und ſeine Familie ſollen auf dem Seeweg in Genua
ein=
treffen und in Nervi Wohnung nehmen.
— Die Frage der Fleiſchnot wird, wie der
Berl. Lok.=Anz. mitteilt, andauernd von den maßgebenden
Inſtanzen der Reichsregierung erörtert. Dieſe Inſtanzen
betrachten ſie als eine der wichtigſten Angelegenheiten, mit
denen die Regierungen ſich zu beſchäftigen haben.
Dem=
eniſprechend vergeht kaum ein Tag, an dem nicht
Kon=
ferenzen über die Frage ſtattſinden. So hat der Reichskanz=
ler Montag über dieſe Frage konferiert, während
gleich=
zeitig im Reichsamt des Innern eine Sitzung in derſelben
Angelegenheit abgehalten wurde. Die Schwierigkeit der
Materie verzögert den Abſchluß der Verhandlungen.
End=
gültige Entſcheidungen liegen noch nicht vor.
— Bayern und der Lotterievertrag
mit Preußen. Der Finanzausſchuß der bayeriſchen
Kammer der Abgeordneten, der ſich von neuem mit dem
an ihn zurückverwieſenen Lotterievertrag mit Preußen
beſchäftigte, hat in der Schlußabſtimmung den
Lotterie=
vertrag mit allen gegen die 3 Stimmen der
Sozialdemo=
kraten angenommen.
Zum Fall Hildebrand ſchreibt die Köln.
Ztg.:
Gerhard Hildebrand, der frühere Parteigänger
Nau=
manns und ſpätere Solinger Genoſſenredakteur, wurde
endgültig aus der Partei ausgeſchloſſen, weil ihm der
Klaſſenkampf nicht der Ideale höchſtes iſt, weil er in ſeinem
Buche „Erſchütterung der Induſtriepolitik” Anſchauungen
über Bauernpolitik, Kolonien, Heer, Flotte und Schutzzoll
vertreten hat, vor denen es dem unentwegten Marxiſten,
namentlich, wenn er das Buch nicht kennt oder nicht
ver=
ſteht, graut. Die angebliche Partei der
Forſchungsfrei=
heit hat ſich mit der Verurkeilung Hildebrands ſelbſt
ver=
leugnet, ſie kann mit der Behauptung, daß unter ihrem
Schutze Kunſt und Wiſſenſchaft gedeihen können, nicht
län=
ger trebſen gehen. Sie hat gezeigt, daß ſie die
wiſſen=
ſchaftliche Forſchung nicht mehr vertragen kann, daß ſie
ſie fürchtet. Um wieder einmal ſeit Calwers Zeiten an
einem Forſcher ein Exempel zu ſtatuieren, hat man
Hilde=
brand ausgeſchloſſen; man wollte dadurch die
reviſio=
niſtiſchen Männer der Wiſſenſchaft warnen, und ſchon
morgen kann einem von ihnen das gleiche Schickſal
er=
eilen, wenn er einen Dittmann als Ankläger hat. Die
Maßregelung Hilbebrands war der einzige ernſtliche
Zuſammenſtoß zwiſchen Radikalen und Reviſioniſten
während der ganzen Dauer des Parteitages Man kann
jedoch nicht von einer Kraſtprobe zwiſchen beiden reden.
Die Reviſioniſten fochten in der Hauptſache nur deshalb
an der Seite Hildebrands, weil ſie ihre grundſätzliche
Stellung für die Freiheit der Forſchung betonen wollten.
Der Frankf. Ztg. wird geſchrieben: In der geiſtigen
Erſtarrung, die ſich in ſolchen Verhandlungen offenbart,
liegt heute wohl der ſchwächſte Punkt der
Sozialdemokra=
tie. Sie verlangt von ihren Mitgliedern eine
Uniformi=
tät, die ſich ſelbſt auf die Phraſeologie des Einzelnen
er=
ſtreckt; es iſt gewiſſermaßen ein parteipolitiſches
Eſperanto, das hier herangezüchtet wird. Man muß ferner
nicht nur eine Maſſe von Gedankengängen anerkennen,
ſondern auch beſtimmte Ideen „voranſtellen” in der
all=
gemeinen Politik den Klaſſenkampf, bei einer Debaſie
über die Kriegsgefahr die Zuſpitzung auf den
Kapitalis=
mus Wer in dies Schema nicht paßt, dem braucht es
gewiß nicht zu gehen wie Hildebrand, aber das Leben
wird ihm ſchwer gemacht und wenn er nicht einflußlos
bleiben oder werden will. ſo muß er ſehr diplomatiſch
zu Werke gehen. Aus dieſer Uniformierungstendenz
ſchaut zugleich ein Maß von Spießerei heraus, das
hin=
ter dem irgend einer anderen Partei kaum zurückſteht.
Die Sozialdemokratie will die Köpfe „revolutionieren”,
aber dann muß ſie die Parteidiskuſſionen nicht nur
er=
tragen, ſondern wünſchen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſſche Delegation begann am
Montag in Wien ihre Beratungen. Die Zugänge zum
ungariſchen Miniſterium, wo die Delegation tagt, ſind
von den ungariſchen Poliziſten beſetzt. Zehn Mitglieder
der Oppoſition, die in der Delegation nicht vertreten ſind,
vermochten ſich trotzdem Eingang zu verſchaffen, die
übrigen Oppoſitionellen blieben vor dem Toreingang
zurück. Als die Sitzung begann, proteſtierte Graf Michgel
Karolyi von der Galerie aus gegen die ungeſetzliche
De=
legationstagung. Die übrigen Oppoſitionellen auf der
Galerie ſchloſſen ſich dem Proteſt an. Im Saal erſchollen
heftige Entrüſtungsrufe. Die Oppoſitionellen verließen
ſchließlich unter fortwährenden Proteſtrufen den Saal.
Hierauf konſtituierte ſich die Delegation. Die zehn
Oppo=
ſitirnellen wurden auf der Straße von ihren Freunden
mit Eljenruſen empfangen. Am Dienstag mittag ſollte
die Verleſung der Thronrede in der Delegation
ſtatt=
finden.
Italien.
Das Lebensverſichdrungsmonopol.
Laut Meldung eines Mailänder Blattes hält die
ita=
lieniſche Regierung an den Beſtimmungen des Geſetzes
feſt, das eine Entſchädigung der
Privatverſicherungsge=
ſellſchaften anläßlich der Einführung des
Lebensverſiche=
rungsmonopols verweigert. Sie will aber jenen
Geſell=
ſchaften, die ihre Porteſeuilles der neu gegründeten
ſtaat=
lichen Verſicherungsanſtalt abtreten, in der Höhe der Ab=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226.
löſungsſumme eine Art Entſchädigung bieten. Indeſſen
ſeien die Unterhandlungen erſt mit einer einzigen
Geſell=
ſchaft mit Erfolg zu Ende geführt worden.
Frankreich.
Ausländiſches Pulver. Anläßlich des
An=
kaufs von etwa 50 Tonnen ausländiſchen Pulvers durch
das franzöſiſche Marineminiſterium ſchreibt der Temps:
Die Marineverwaltung, welche in Frankreich kein gutes
Geſchützpulver erlangen konnte, mußte ſich an das
Aus=
land wenden. Eine ſolche Lage hat jedenfalls etwas
ganz ungewöhnliches an ſich. Eine der beiden
Abteilun=
gen der nationalen Verteidigung wird auf dieſe Weiſe
behufs Verwendung ihrer Kampfmittel dem Ausland
tributpflichtig und iſt ſowohl bezüglich des Preiſes wie
der Lieferungsmenge dem Belieben des Auslandes
preis=
gegeben. Dabei weiß die Marineverwaltung nicht
ein=
mal, ob das Pulver, das man ihr liefern wird, für ihre
Geſchütze geeignet iſt und ob man nicht mit allen
Vor=
arbeiten und Verſuchen, die für die Marineartillerie
be=
reits vorgenommen worden ſind, von neuem wird
be=
ginnen müſſen. Es iſt keine Uebertreibung, wenn wir
ſagen, daß man gegenwärtig im Marineminiſterium
nicht weiß, ob unſere Schiffe für den Fall eines Krieges
mit der erforderlichen Munition ausgerüſtet werden
können.
Die Verhandlungen mit Spanien. Wie
das Echo de Paris berichtet, kehrt der franzöſiſche
Bot=
ſchafter in Madrid, Geoffray auf ſeinen Poſten zurück
und wird alsbald neue Beſprechungen mit Garcia Prieto
haben. Er dürfte auch eine Zuſammenkunft mit
Cana=
lejas haben, in der äußere, etwa noch vorhandene
Streit=
punkte in den Verhandlungen beſprochen werden. Die
Frage der Internationaliſierung von Tanger wird von
dem anderen Geſprächsſtoff getrennt behandelt werden,
ſo daß die Beſprechungen beſchleunigt werden können.
In kurzer Zeit ſollen auch beſondere Beſprechungen
zwi=
ſchen den Kabinetten von Paris, Madrid und London
ſtattfinden.
England.
Die chineſiſche Anleihe. Wie das
Reuter=
ſche Bureau erfährt, wird der Proſpekt der neuen
chine=
ſiſchen Zehnmillionenanleihe Ende der Woche ausgegeben.
Zunächſt werden nur 5 Millionen aufgelegt. Der
Zins=
fuß beträgt 5 Prozent, der Ausgabekurs 95. Die Anleihe
iſt in 40 Jahren amortiſierbar. Die Erträge der Anleihe
werden zur Rückzahlung der beſtehenden Anleihen, zu
Verwaltungsreorganiſationen und zu werbenden Anlagen
verwandt.
Türkei.
Beſchwerde über die Haltung
Monte=
negros. Den Blättern zufolge beauftragte die Pforte
ihre Botſchafter, bei den Mächten über die Haltung
Mon=
tenegros Beſchwerde zu führen, welches die Maliſſoren
unterſtütze und ihre Verwundeten in den ſtaatlichen
Hoſpitälern pflege, um ſie dann wieder zu bewaffnen
und auf ottomaniſches Gebiet zu ſchicken. Die Mächte
michten Montenegro ernſtliche Ratſchläge erteilen,
widri=
genfalls die Pforte jede Verantwortung ablehne.
China.
Maßnahmen in der Mongolei und in
Tibet. Daily Telegraph meldet aus Peking: Der neue
Miniſter des Aeußern Liang=Mengtuang und Präſident
Yuanſchikai beſchloſſen, energiſche Schritte bezüglich der
Mongolei und Tibet zu unternehmen. Die Regierung
ſchlägt vor:
1. In Petersburg zu ermitteln, wie hoch die der
Mongolei gewährten Anleiheſummen ſind. 2. Aufs ſtrengſte
gegen den heimlichen Einmarſch der Ruſſen in die
Mongo=
lei zu proteſtieren. 3. Die Grenzgarniſon Mandſchuria
bedeutend zu verſtärken und die Gouverneure der
Mand=
ſchurei anzuweiſen, die Zahl der in der Mandſchurei be=
findlichen ruſſiſchen Truppen genau feſtzuſtellen. 4. Alle
Waffen und Munition in der Mandſchurei, Mongolei und
Turkeſtan zu beſchlagnahmen. Bezüglich der Grenze von
Tibet und Birma ſchlägt die Regierung vor: 1. Stärkſten
Proteſt gegen die dauernde Beſetzung des ſtrittigen
Grenz=
bezirkes ſeitens der Engländer einzulegen. 2. Den
Vize=
könig von Indien von den vorgekommenen Verletzungen
des Vertrages ſeitens britiſcher Untertanen Mitteilung
zu machen, die Waffen über die indiſche Grenze nach
Tibet geſchafft haben. 3. Den chineſiſchen Kommiſſau
in Lhaſſa zu beauftragen, den chineſiſchen
Zollbeſtim=
mungen an der tibetaniſchen Grenze ſtrengſte Geltung zu
verſchaffen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 25. September.
Eine „Monographie Darmſtadt”.
* In dem Beſtreben, die Richtlinien der kommunalen
Entwickelung für einzelne deutſche Städte von kundiger
Hand zeichnen zu laſſen, hat Erwin Stein,
Generalſekre=
tär des Vereins für Kommunalwirtſchaft und
Kommunal=
politik, eine Sammlung „Monographien deutſcher Städte‟
herauszugeben begonnen, die im Verlag Gerhard
Stal=
ling, Oldenburg i. Gr., erſcheinen. Für das Jahr 1912
kommen dabei Städte wie Berlin, Munchen, Magdeburg
in Frage; als einer der nächſten Bände erſcheint die
Monographie „Darmſtadt”
Die Monographien des Städteweſens behandeln
je=
weils für eine Stadt die weſentlichen Grundzüge der
Ent=
wickelung des kommunalen Lebens, die Finanz= und die
Steuerverhältniſſe, Einwohnerzahl und ſoziale Struktur
der Bevölkerung, Grundbeſitz und Bodenverhältniſſe,
ſoziale und hygieniſche Fragen, Armenweſen, öffentliche
Fürſorge, die kommunale Technik, kurz alles, was für die
Betätigung der Stadtverwaltung überhaupt in Frage
kommt. Beſonders hervorzuheben ſind dabei diejenigen
Einrichtungen und Veranſtaltungen, die als neue
Merk=
ſteine auf dem langen Wege der kommunalen Betätigung
auserſehen ſind; Maßnahmen, die beſonders wertvolles
und auch für andere Gemeinweſen beachtenswertes
Er=
fahrungsmaterial bieten. Dabei ſollen aber auch,
natür=
lich kurz, Organiſation und Ergebniſſe älterer
kommuna=
ler Inſtitutionen und Einrichtungen geſchildert werden,
damit ſich ein vollſtändiges, abgerundetes Bild von
Kom=
munalwirtſchaft und Kommunalpolitik der betreffenden
Stadt ergibt.
Die Monographie Darmſtadt hat ſeitens
des Oberbürgermeiſteramtes in Darmſtadt und der
Stadt=
verwaltung weitgehende Unterſtützung erfahren,
derge=
ſtalt, daß ſämtliche maßgebenden Männer der
Stadtver=
waltung und andere angeſehene Perſönlichkeiten die
ein=
zelnen Kapitel geſchrieben haben. Es kommen im
ein=
zelnen folgende Beiträge in Frage: Die Löſung der
Darm=
ſtädter Verkehrsfragen. Von Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing. — Die Beſtrebungen für Jugendfürſorge
und Jugendwohlfahrt in Darmſtadt. Von Bürgermeiſter
Mueller. — Städtiſcher Grundbeſitz und
Bebauungs=
pläne. Von Großh. Beigeordneten Baurat Jäger.
Städtiſche Bauten. Darmſtadt als Gartenſtadt. Von
Stadtbaurat Buxbaum. Die ſtädtiſchen Betriebe.
Von Großh. Beigeordneten Ekert. — Die
Wohnungs=
aufſicht und ihre Erfolge. Die Baupolizei und das
öffent=
liche Wohl. Von Stadtbaurat Steinberger. — Die
Ableitung und Verrieſelung der ſtädtiſchen Abwäſſer.
Von Stadtbaurat Keller. — Entwickelung des
Stadt=
bildes. Von Pfarrer D. Dr. Diehl. — Die Großh.
Hof=
bibliothek. Von Hofbibliothek=Direktor Dr. Schmidt.
Darmſtadts Waldungen. Von Geheimerat
Wil=
brand. — Großh. Zentrale für Mutter= und
Säuglings=
fürſorge. Von Regierungsrat Piſtor. — Das Großh.
Haus= und Staatsarchiv. Von Dr. Dieterich, Großh.
Haus= und Staats=Archivdirektor. — Die Großh. Heſſiſche
Landes=Baugewerkſchule in Darmſtadt. Von Hauptlehrer
und Architekt Hans Becker. — Gewerbliche und
kunſt=
gewerbliche Verhältniſſe der Stadt Darmſtadt. Von
Redakteur M. Streeſe. — Das Darmſtädter
Schul=
weſen. Von Profeſſor Kiſſinger. — Das
Landes=
muſeum. Von Dr. A. Feigel. — Die Darmſtädter
Hochſchule. Von Profeſſor G. Wickop. — Die
Entwick=
lung des ſtädtiſchen Volksbibliotheksweſens. Von
Stadt=
bibliothekar Noack. — Die Darmſtädter Keramiſche
Manufaktur. Von Prof. Scharvogel. — Das
Darm=
ſtädter Muſik= und Theaterleben. Von Redakteur
Han=
nemann. — Die Künſtlerkolonie auf der
Mathilden=
höhe. Von Redakteur M. Streeſe. — Darmſtadt
als Pflegeſtätte moderner Kunſt. Von Kunſtmaler Prof.
Adolf Beyer. — Die Waſſerverſorgung von Darmſtadt.
Von Waſſerwerksdirektor Rudolph. — Die
Gasver=
ſorgung Darmſtadts. Von Gaswerksdirektor. Wilh,
Friedrich.
Es braucht nicht beſonders betont zu werden, daß
bei der weitgehenden Berückſichtigung, die die
induſtriel=
len und kunſtgewerblichen Fragen in dieſer Monographie
finden, das Werk für ganz Heſſen von größtem Intereſſe
ſein wird. Der Grundſatz, dieſe Darſtellung nur von
er=
fahrenen, in der Praxis ſtehenden Männern ſchreiben zu
laſſen, hat der Monographienſammlung ſchon in der
kur=
zen Zeit des Erſcheinens bei den Stadtverwaltungen und
Induſtriewerken ſehr viel Freunde verſchafft.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog iſt am Dienstag vormittag 10¾ Uhr aus
Viernheim wieder im Jagdſchloß Wolfsgarten
ein=
getroffen (Darmſt. Ztg.)
* Ernannt wurden der Finanzamtsgehilfe Louis
Stein zu Nidda zum Finanzamtsgehilfen bei dem
Finanzamt Nidda, der Schreibgehilfe Hieronymus
Schnellbacher zu Höchſt i. O. zum
Finanzamts=
gehilfen bei dem Finanzamt Höchſt und der
Schreib=
gehilfe Adam Voländer zu Worms zum
Finanz=
amtsgehilfen bei dem Finanzamt Homberg, ſämtlich vom
1. Oktober an.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog zum 20. September d. J. dem evangeliſchen
Oberpfarrer und Dekan des Dekanats Lauterbach Fritz
Schmidt zu Schlitz das Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Ver=
dienſtordens Philipps des Großmütigen.
* Hoftrauer. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
haben wegen des Ablebens Ihrer Königl. Hoheit der
Infantin Maria Thereſia von Spanien
Prinzeſſin Ferdinand Maria von Bayern, eine
Hof=
trauer vom 23. bis einſchließlich 30. September d. Js.
angeordnet.
* Zollamtsperſonalien. Im Namen des Deutſchen
Kaiſers mit Ermächtigung Sr. Königl. Hoheit des
Groß=
herzogs und nach Vernehmung des Ausſchuſſes des
Bundesrats für Zoll= und Steuerweſen wurde der
Reviſionskontrolleur Finanzaſſeſſor Georg Sertb zu
Mainz den Königlich Preußiſchen Hauptzollämtern Cleve,
Crefeld, Duisburg, Emmerich, Kaldenkirchen, Neuß und
Weſel als Stationskontrolleur mit dem Wohnſitz in
Crefeld vom 1. Oktober 1912 ab beigeordnet,
* Prüfungskommiſſionen. Die
Prüfungskommiſ=
ſion für die Prüfung der Aſpiranten zum Staatsdienſt
im Medizinalfach für das Jahr 1912 beſteht aus:
1. Großh. Miniſterialrat Geheimerat Beſt zu Darmſtadt
als Vorſitzenden, 2. Großh. Geheimen Obermedizinalrat
Dr. Hauſer zu Darmſtadt, 3. Großh. Obermedizinalrat
Dr. Balſer zu Darmſtadt, 4. Großh. Obermedizinalrat
Profeſſor Dr. Heil zu Darmſtadt, 5. Großh. Direktor
der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt Medizinalrat Dr.
Bieberbach zu Heppenheim und 6. Großh. Kreisarzt
Geheimen Medizinalrat Dr. Lehr zu Darmſtadt als
Mitgliedern. — Die Prüfungskommiſſion für die
Prü=
fung der Aſpiranten zum Staatsdienſt im
Veterinär=
fach für das Jahr 1912 beſteht aus: 1. Großh.
Mini=
ſterialrat Geheimerat Beſt zu Darmſtadt als
Vor=
ſitzenden, 2. Großh. Geheimen Obermedizinalrat Dr.
Hauſer zu Darmſtadt, 3. Großh. Geheimen
Obermedi=
zinalrat Profeſſor Dr. Lorenz zu Darmſtadt, 4. Großh.
Obermedizinalrat Profeſſor Dr. Heil zu Darmſtadt,
5. Schlachthofdirektor Veterinärrat Dr. Garth zu
Darm=
ſtadt und 6. Großh. Kreisveterinärarzt Dr. Beiling zu
Mainz, als Mital dern.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte in
ſeiner geſtrigen Sitzung gegen den am 17. Mai 1871
ge=
borenen geſchiedenen Gelegenheitsarbeiter Georg
Mül=
ler aus Eppertshauſen wegen Totſchlags. Der mit 21
Vorſtrafen behaftete Angeklagte iſt beſchuldigt, am 13.
Mai den Arbeiter Andreas Karl vorſätzlich getötet und
die Tat ohne Ueberlegung ausgeführt zu haben.
Ver=
treter der Anklagebehörde iſt Staatsanwalt Dr Leoni,
Verteidiger Rechtsanwalt Geißner. Der Angeklagte
gibt zunächſt eine Schilderung der Vorgänge, die ihn zu
der Tat veranlaßten. Der Getötete ſei mit ſeiner Frau
in Beziehungen getreten, als er längere Zeit im
Gefäng=
nis geſeſſen hatte. Am 12. Mai habe ihm ſeine Frau die
Wohnung verboten, da Karl gedroht habe den
Angeklag=
ten zu töten, wenn er ihn treffe. Er ſei daraufhin
ge=
gangen. Als er mit Bekannten durch die Straßen ging,
ſei ihm der Karl begegnet; die Bekannten hätten ihm
ge=
ſagt, Karl hätte gedroht, er wolle Müller totſchlagen, da
habe er nur geſagt, der müßte einmal tüchtig verhauen
werden. Am Abend des 13. Mai ſei er am Maindamm
bei einer Schiffsſchaukel geweſen und ſeine Tochter habe
Selbſtregiment in einer deutſchen
Mädchenſchule.
C) Selbſtverwaltung in der Schule iſt beſonders in
Amerika vielfach durchgeführt worden und hat dort
ſo gute Früchte getragen, daß man auch bei uns Verſuche
in dieſer Richtung angeſtellt hat. Während es ſich nun
in den Vereinigten Staaten immer um Schulen handelt,
die von Knaben und Mädchen gemeinſam beſucht
wer=
den, war die Selbſtregierung in Deutſchland zunächſt
nur in Knabengymnaſien eingeführt worden. Den
erſten Verſuch, die Selbſtverwaltung auch in
Mäd=
chenſchulen zu erproben, machte die Oberlehrerin M.
Heinzmann in einer Lübecker Schule, und ſie
berichtet über ihre Erfahrungen und Reſultate in der
von Profeſſor Wychgram herausgegebenen Zeitſchrift
„Frauenbildung” Sie hält die Selbſtregierung bei
Mädchen faſt für noch nötiger als bei Knaben. „
Mäd=
chen ſind nur zu geneigt, ſich lediglich als Individuen
zu fühlen und nicht als Glieder einer großen Kette. Der
Gemeinſchaftsſinn, das Zuſammengehörigkeitsgefühl iſt
bei ihnen nicht ſo ſtark entwickelt wie beim Knaben. Aber
gerade deshalb kommt es meiner Anſicht nach darauf an,
in ihnen das Bewußtſein zu wecken, daß ſie nicht nur
für ſich auf der Welt ſind, ſondern Mitglieder eines
gro=
ßen Gemeinweſens, das den Einzelnen natürlich Rechte
verleiht, aber auch Pflichten auferlegt.”
Im vorigen Jahre begann die Verfaſſerin nun ihren
Verſuch, den ſie längere Zeit durchführte, mit einer dazu
beſonders geeigneten Klaſſe. „Ich hatte außerordentlich
temperamentvolle Mädchen vor mir, die ſich durch ihre
ausgelaſſene Wildheit häufig ihr Zeugnis verdarben.
Tadel und Strafen hatten wenig gefruchtet. Da
ver=
ſuchte ich es mit der Selbſtverwaltung — mir lag daran,
den Ueberſchuß an Kraft in die richtigen Bahnen zu
lenken. Ich ſuchte die Schülerinnen dafür zu erwärmen
ſund den Wunſch in ihnen lebendig zu machen, ſich ſelbſt
zu regieren, ſich ſelbſt in Diſziplin zu halten. Mein
Vor=
ſchlag wurde mit Begeiſterung aufgenommen. Es wurde
genau beſtimmt, was die verſchiedenen Beamtinnen zu
tun hätten. Die Kinder fanden mancherlei heraus, woran
ich roch gar nicht gedacht hatt:. Im allgemeinen han=
elte es ſich um die üblichen Aemter, die ſonſt vom Lehrer
verteilt werden. Dann wurde zur Wahl geſchritten,
und zu meiner Ueberraſchung wurden die Elemente
gewählt, die als größte Unruheſtifter in der Klaſſe
be=
kannt waren. Aufpaſſerin vor der Stunde wurde ein
kleines Mädchen, das gern lange ſchlief und daher öfter
zu ſpät kam. In den Pauſen hatten zwei die Aufſicht,
die bekannt waren wegen ihres Tobens und Laufens.
Eine von ihnen war eine ſitzengebliebene Schülerin, die
im Ordnungszeugnis „Ungenügend” gehabt hatte. Auch
von den ſogenannten Muſterſchülerinnen wurden einige
gewählt, um für Ordnung im Klaſſenſchrank zu ſorgen.”
Dann wurden mit den Kindern gemeinſam die
Stra=
fen feſtgeſetzt, wobei die Schülerinnen durchweg härtere
Strafen verlangten als die Lehrerin. „Bei großer
Ver=
geßlichkeit ſollten Gedichte auswendig gelernt werden:
wenn eine Schülerin dauernd nicht ſtill ſäße, ſollte ſie 10
Minuten während einer Unterrichtsſtunde ruhig ſtehen
(d. h. die Kinder ſelbſt ſchlugen eine volle Stunde vor,
was ich dann auf 10 Minuten reduzierte). Wer Papier
oder Apfelſinenſchalen in die Klaſſe oder auf den Hof
würfe, ſolle 8 Tage mittags nach Schulſchluß die
Papier=
ſtücke auf dem Hof aufſammeln. Wer dauernd lärme,
ſolle eine Arbeit ſchreiben über Selbſtbeherrſchung oder
Schulordnung oder ähnliches. Auch geſchichtliche Themen
wurden vorgeſchlagen. Nun wünſchten die Kinder noch
eine höchſte Strafe feſtzuſetzen, falls ſich jemand einmal
ganz ſchlimm vergangen habe. Es wurde Ausſchluß
von der Klaſſengemeinſchaft vorgeſchlagen auf 8 Tage.
Als ich ihnen das als viel zu hart verwies, ließen ſie die
Hälfte ab. Aber auch das erſchien mir zu viel und ſo
einigten wir uns auf einen Vormittag. Dieſe Strafe
ſollte aber nur bei ſchweren Fällen verhängt werden
und nur mit meiner Genehmigung. Das iſt der berühmte
Klaſſenbann, der in Lübeck ſo viel böſes Blut geſetzt hat.
Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dieſe Strafe
ſelbſt vorzuſchlagen.”
Die Einrichtung bewährte ſich vortrefflich; ſchon die
erſten Beamtinnen ſorgten für Ordnung und Diſziplin,
und gerade die Mädchen, die früher im Anſtiften von
Dummheiten Führerinnen geweſen waren, wurden es
nun in der Durchführung der neuen Geſetze. Alle vier
Wochen iſt Neuwahl der Beamtinnen und freie Aus=
ſprache. Im allgemeinen ſind die Kinder ſtolz darauf,
von ihren Kameradinnen gewählt zu werden. Ich habe
häufiger von Schülerinnen den Wunſch äußern hören,
wenn ſie doch auch mal drankämen. Ein ſehr lebendiges
Kind, das ſich dringend gewünſcht hatte, ein Amt zu
be=
kommen, war allerdings ſchon nach 8 Tagen in heller
Ver=
zweiflung. Sie könne die Klaſſe nicht in Ruhe halten,
klagte ſie. Als wir unterſuchten, woran es denn läge,
ſtellte ſich heraus, daß ſie ſelbſt immer den meiſten Lärm
machte bei ihren Verſuchen, Ruhe herzuſtellen. Die
Klaſſe verſprach darauf, ihr zu helfen. Zu einem
glän=
zenden Reſultat iſt’s allerdings nie gekommen. Aber
eins hat ſie wenigſtens gelernt: daß das Regieren
durch=
aus nicht leicht iſt. Als nach vier Wochen eine andere
gewählt wurde, gab ſie ſich die größte Mühe, dieſer ihr
Amt leicht zu machen.” Schülerinnen, die ſich etwas
hatten zuſchulden kommen laſſen, wurden von ihren
Gefährtinnen mit Vorliebe gewählt. Man wollte ihnen
gleichſam Gelegenheit geben, ſich zu rehabilitieren.
Ein=
mal hatten zwei Mädchen, ohne die übrige Klaſſe
einzu=
weihen, in der Turnſtunde Knallerbſen geworfen. Dieſe
beiden Uebeltätcrinnen wurden nun bei der Neuwahl
einſtimmig gewählt, um dafür zu ſorgen, daß kein Unfug
gemacht wurde. „Mit größerer Energie und Umſicht
haben wohl ſelten zwei ihres Amtes gewaltet, als dieſe
beiden.” Als wirkſames Mittel, die Klaſſe im Zaum
zu halten, erwies ſich auch das Aufſchieben einer Strafe.
Zwei Schülerinnen hatten ſich geſchneeballt und ſollten
eine Stunde nachſitzen. Es wurde Erlaß der Strafe
ver=
ſprochen, wenn die Beamtinnen dafür ſorgen würden,
daß in den nächſten vier Wochen nichts wieder
vor=
komme. Das geſchah. Und die Klaſſe war glücklich über
dieſe Leiſtung.
Die Verfaſſerin hält die Selbſtverwaltung für ein
treffliches Mittel, „ſtarke, temveramentvolle Naturen, die
unter dem reinen Zwang leicht zu Anführern werden
gegen alles, was Ordnung und Geſetz heißt, zu Hütern
des Rechts zu machen, ihren Ueberſchuß an Kraft, ihren
Drang nach Freiheit in die rechten Bahnen zu lenken.
Es handelt ſich hier meiſt um Naturen, die in der Schule
über die Stränge ſchlagen, die dem Lehrer nicht beauem
ſind, aus denen aber im Leben oft die tüchtigſten
Men=
ſchen werden .
Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Seite 3.
bei ihm geſtanden. Da habe er geſehen, wie der Karl
ſeiner Tochter eine tüchtige Ohrfeige gegeben. Darüber
ſei er ſo aufgeregt geworden, daß er blindlings auf Karl
losgeſtochen. Es ſei ihm ſehr leid, daß Karl den
Verletz=
ungen erlegen ſei, er habe auch nicht die Abſicht gehabt,
ihn totzuſtechen, doch in dem Augenblick habe er nicht
ge=
wußt, was er tat. Er ſei der Meinung geweſen, Karl
wolle ſich auch gegen ihn wenden. Einige Zeugen
be=
kunden, daß Karl vor dem 13. Mai wiederholt geäußert
habe, er würde dem Müller den Hals durchſchneiden. Faſt
alle Zeugen haben dieſe Reden des großſprecheriſchen Karl
nie für ernſt genommen, und ebenſo wohl der Angeklagte
nicht. Faſt übereinſtimmend wird bekundet, daß Müller
ſeine Familie ſehr vernachläſſigt hat, ſie trotz reichlichen
Verdienſtes der Armenpflege hat anheimfallen laſſen. Ja,
in einem Falle legte er eine ſehr lohnende Arbeit nieder,
aals die Armenverwaltung Anſprüche auf einen kleinen
Teil dieſes Lohnes ſtellte. Erſt als die Frau ſah, daß ſie
auf Unterſtützung von ihrem Mann nicht mehr rechnen
könne, ließ ſie ſich auf ein Verhältnis mit Karl ein. Die
Ehe der Eheleute Müller wurde auf Antrag der Ehefrau
im Jahre 1909 geſchieden und zwar wegen Ehebruch durch
die Frau. Karl und Frau Müller hatten nun beſchloſſen,
ihrem Verhältnis den legitimen Charakter zu verleihen
und die Ehe einzugehen. Der behördliche Dispens war
bereits erteilt und zur Zeit der Tat war auch ſchon das
Aufgebot beſtellt worden, ſo daß die Trauung in der
nächſten Zeit ſtattfinden ſollte. Hiervon hatte wohl der
Angeklagte, der geſchiedene Ehemann Müller, Kenntnis
erhalten und aus dem ſchon lange in ihm ſchlummernden
Haß reifte wohl dadurch der Vorſatz, Karl eins
auszu=
wiſchen. Zu dieſer Annahme berechtigt auch der Ausruf,
der von Zeugen kurz vor der Tat gehört wurde, als er
ſein Meſſer aus der Taſche zog: „Hiermit wird er
ge=
ſtochen.‟ Durch Zeugenausſagen wird auch bekundet, daß
der erſte Stich erfolgte, als Karl ihm den Rücken zudrehte.
Karl fiel nach dieſem Stich um und als er ſchon am Boden
lag, verſetzte er ihm noch drei Stiche.
Nach dem Gutachten des Medizinalrats Dr.
Pfann=
müller erfolgte der erſte Stich in den Rücken; dieſer
verurſachte nur eine Fleiſchwunde. Der zweite Stich traf
den Herzbeutel und die Lunge und war abſolut tötlich.
Eine Rettung ſei durch eine ärztliche Hilfe unmöglich
ge=
weſen. Ein weiterer Stich traf den Hals und verurſachte
außerordentlich ſtarke Blutungen. Der Verletzte erlag
bald nach ſeiner Einlieferung in das Krankenhaus dieſen
Verletzungen. — Der Angeklagte wiſchte nach der Tat
ruhig ſein Meſſer ab ſteckte es in die Taſche und ergriff
die Flucht. Er wurde jedoch bald danach feſtgenommen.
Den Geſchworenen wurde vom Gericht die Frage nach
Totſchlag geſtellt, auf Antrag der Verteidigung die Fragen
nach Körperverletzung mit tödlichem Erfolg, ſowie nach
mildernden Umſtänden. Der Staatsanwalt plädierte für
Bejahung der Schuldfrage nach Totſchlag, da die Tat
vor=
ſätzlich geſchehen ſei. Mildernde Umſtände kämen nur in
Betracht, wenn der Angeklagte durch Mißhandlung eines
Angehörigen zu der Tat gereizt worden ſei. Davon könne
jedoch nicht die Rede ſein, denn Karl habe der Tochter
lediglich einen Stumpen oder einen Stoß gegeben, wozu
er obendrein berechtigt geweſen ſei, da Karl
gewiſſer=
maßen Vaterſtelle an dem Mädchen vertrat. Auch habe
er nach der Tat von einer derartigen Reizung nichts
ge=
ſagt, im Gegenteil habe er gleich nach der Tat geäußert,
dem Karl habe er es gegeben, wenn er noch nicht geſtorben
ſei, verrecke er heute noch; die Alte käme auch noch dran.
Der Verteidiger plädierte in erſter Linie für
Körperver=
letzung mit tödlichem Erfolg und auf jeden Fall für
Be=
willigung mildernder Umſtände.
Die Geſchworenen bejahten die Frage nach Totſchlag
und verneinten alle mildernden Umſtände. Das Gericht
verurteilte den Angeklagten nach dem Antrag des
Staats=
anwalts zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren
Ehrverluſt.
g. Strafkammer Die bereits mehrmals wegen
Be=
trugs vorbeſtrafte Max Hubert Ehefrau, früher in
Worms, jetzt in Grünſtadt, war vom Schöffengericht wegen
Betrugs zu 200 Mk. Geldſtrafe verurteilt worden. Sie
hatte als Eigentümerin eines Hauſes in Worms bei der
Brandverſicherungskammer einen Schadenerſatzanſpruch
von 180 Mark geltend gemacht, der auch nach einem
längeren Verfahren bewilligt wurde. Die Angeklagte
übertrug die Ausbeſſerung des Schadens einem
Maurer=
meiſter, der zunächſt 100 Mark dafür verlangte. Auf die
Bemerkung, daß dies zu viel ſei, ermäßigte er ſeine
For=
derung auf 80 Mark. Ein Beauftragter der
Brandver=
ſicherungskammer beſichtigte nach der Reparatur die
Ar=
beit und kam zu der Ueberzeugung, daß ſie mit 180 Marl
viel zu hoch bezahlt ſei. Die Verſicherung forderte darauf=
hin eine ſpezifizierte Aufſtellung der Ausgaben für die
Reparatur nebſt Belegen. Der Ehemann Hubert ſandte
nun im Namen ſeiner Frau ein Schreiben, in dem die
angeblichen Ausgaben aufgeführt wurden und eine
Er=
klärung dafür gegeben wurde, aus welchem Grunde die
Belege nicht mit eingeſandt werden können. Davon, daß
ſie ſich berechtigt glaubte, die verbleibende Summe als
Entſchädigung für eigenen Schaden zu behalten, wie die
Angeklagte in der Schöffengerichtsverhandlung angab,
war in dem Schreiben nicht die Rede. In der geſtrigen
Berufungsverhandlung vor der hieſigen Strafkammer
be=
hauptete die Angeklagte, ſie hätte dem Maurer 150 Mark
gegeben, während dieſer beeidigt, nur 80 Mark erhalten
zu haben. Auf Grund dieſer Zeugenausſage kommt das
Gericht zu einer Verwerfung der Berufung und beſtätio
die ſchöffengerichtliche Verurteilung zu 200 Mark
Geldſtrafe.
-g. Kriegsgericht. Der Kanonier Ferdinand Rocker
vom Artillerie=Regiment Nr. 61 hatte ſich geſtern wegen
Ungehorſams und Achtungsverletzung vor verſammelter
Mannſchaft vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion zu
verantworten. Der Angeklagte gehört zu der in
Baben=
hauſen ſtationierten Abteilung des Regiments. Bei
Schwimmübungen kam er einem Befehl des Unteroffiziers
nicht nach, anſcheinend weil er ihn überhört hatte. Darauf
gab der aufſichtsführende Offizier dem Unteroffizier auf,
den Rocker mit der Stange heranzuholen. Dieſem
Befehl kam der Unteroffizier nach, indem er den
Rocker wiederholt mit einer Stange anſtieß. Dabei
ſchluckte Rocker wohl mehrmals Waſſer, er ſtieg deshalb,
ohne auf den Befehl, im Waſſer zu bleiben, zu achten,
heraus und zog ſeine Kleider an. Als einige Zeit nach
dieſen Vorfällen vergangen war, wurde Rocker nochmals
aufgefordert, ins Waſſer zurückzugehen. Er kam jedoch
auch jetzt der Aufforderung nicht nach, ſondern antwortete
in ganz ungehöriger Weiſe. Der als Sachverſtändiger
zur Verhandlung geladene Arzt gibt an, daß der
Ange=
klagte aus ſtark epileptiſcher Familie ſtamme und auch
ſelbſt epileptiſch belaſtet ſei. Deshalb ſei wohl
anzu=
nehmen, daß er durch das Untertauchen im Waſſer in
ſtarke Erregung geraten ſei und für dieſen Ungehorſam
wohl nicht verantwortlich zu machen ſei. Aber für den
zweiten Vorfall ſei er voll verantwortlich, denn es ſei
bis dahin genügend Zeit zur Beruhigung vergangen
ge=
weſen. Die Mindeſtſtrafe für die dem Angeklagten zur
Laſt gelegten Straftaten beträgt 43 Tage Gefängnis, nur
wenn dieſe Tat durch einen Vorgeſetzten direkt oder
in=
direkt veranlaßt worden iſt, kann das Gericht unter dieſe
Strafe heruntergehen. Das Gericht erkannte den
Ange=
klagten wegen des zweiten Vorfalles für ſchuldig der
Achtungsverletzung und des Ungehorſams und verurteilte
ihn zu 4 Wochen ſtrengem Arreſt.
D Vom Großh. Hoftheater. Am Mittwoch, den 25.
September, geht zum zweiten Male in dieſer Spielzeit
„Iphigenia in Aulis” von Gluck in der von der
Eröffnungsvorſtellung bekannten Beſetzung in Szene,
(Abonnementsvorſtellung 14. Buchſt. A 4.) Die erſte
Wie=
derholung der Moliérekomödie „George Dandin”
iſt für Donnerstag angeſetzt. Der Bearbeiter und
Neu=
dichter des Werkes Carl Vollmöllr hat ſoeben in Wien
mit der Erſtaufführung ſeines Myſterienſpiels „Das
Mirakel” die vor 5000 Zuſehern in der Rotunde
ſtatt=
fand, einen ſenſationellen Erfolg errungen. Der
Garde=
offizier” erſcheint am Freitag zum dritten Mal auf dem
Spielplan. Die erſte Operettenaufführung der
diesjäh=
rigen Spielzeit iſt für Sonntag, den 29. ds. Mts.,
ange=
ſetzt. Offenbachs „Die ſchöne Helena” gelangt zur
Darſtellung. In dieſer Vorſtellung wird ſich Kapellmeiſter
Kleiber dem Darmſtädter Publikum vorſtellen.
Am Samstag gelangt anſtatt des Schauſpieles
„Wilhelm Tell” die Oper „Tiefland” zur Aufführung.
Anfang 7½ Uhr. Gewöhnliche Preiſe.
H. K. DDas Wahlrecht der Gewerbevereine zur
Hand=
werkskammer. Man ſchreibt uns: In die Kreiſe der
heſſi=
ſchen Gewerbevereine iſt eine erhebliche Beunruhigung
getragen worden durch eine Mitteilung des
Bezirksver=
bandes Mainz=Bingen im Gewerbeblatt Nr. 37, die auch
zum Teil durch die Tagespreſſe ging, wonach auf der
Ausſchußſitzung des Bezirksverbandes ein Referat
er=
ſtattet worden ſei, in welchem der Berichterſtatter auf den
letzten Jahresbericht der Handwerkskammer hinwies, aus
welchem hervorgehe, „daß die Wahl zur
Handwerkskam=
mer erſchwert werden ſolle, indem beabſichtigt würde, das
Wahlrecht der Gewerbevereine zu ſtreichen”. Dabei nahm
der Bezirksausſchuß dann die Reſolution an, „wonach
das Wahlrecht der Gewerbevereine zur
Handwerkskam=
mer in der feſtgeſetzten Form wenigſtens erhalten bleiben
ſoll, wünſcht es aber weiter ausgedehnt auch auf ſolche
Gewerbevereine, deren Mitgliederzahl nicht zur Hälfte
aus ſelbſtändigen Handwerkern beſteht.” Es iſt
unverſtänd=
lich, wie der Berichterſtatter im Bezirksverband Mainz=
Bingen annehmen konnte, das Wahlrecht der
Gewerbe=
vereine ſei gefährdet, da der Jahresbericht der
Hand=
werkskammer doch klipp und klar ausführt, daß für das
Wahlrecht der gewerblichen Vereinigungen und der
Ge=
werbevereine zum mindeſten zu fordern iſt, daß die
Orga=
niſationen zur Hälfte aus Handwerkern beſtehen, eine
zufällige Minderzahl von 1—2 Handwerkern dagegen
nicht ausſchlaggebend ſein ſoll, ſomit eine Erweiterung
der Beſtimmungen des Wahlrechts in ſich ſchließt, als ſie
die Gewerbeordnung heute vorſchreibt. Von einer
Ein=
ſchränkung oder gar einem Verluſt des bisherigen
Wahl=
rechts kann ſomit keine Rede ſein. Die
Handwerkskam=
mer verlangt nach wie vor das Wahlrecht auch für die
Gewerbevereine in genau dem Umfang, den die
Gewerbe=
ordnung im § 103a bezeichnet hat und mit der
vorgenann=
ten Erweiterung. Die Angelegenheit iſt nicht etwa von
ſeiten der Handwerkskammer aufgerollt worden, ſondern
von ſeiten des Verbandes Deutſcher Gewerbevereine, der
einen weitergehenden Antrag an die Regierung richtete
und zu dem ſich die Handwerkskammer amtlich zu äußern
hatte; ein Antrag, der letzten Endes dahin führen würde,
daß unter Umſtänden auch ſolche gewerblichen
Korpora=
tionen das Wahlrecht erhalten könnten, die 1—2
Hand=
werker als Mitglieder aufzuweiſen hätten. Die
Gewerbe=
ordnung hat deshalb aus guten Gründen als Wahlkörper
von den Korporationen nur ſolche anerkannt, deren
Mit=
gliederzahl zur Hälfte aus Handwerkern beſteht. Mag
für Norddeutſchland in Einzelfällen, in denen ein
ungün=
ſtiges Wahlrecht vorhanden, ein beſſeres erſtrebenswert
ſein, die Heſſiſche Handwerkskammer darf es aber nicht
abhalten, ihre Stellungnahme aus den Verhältniſſen im
eigenen Lande zu beurteilen. Die Fachvereinigungen
und die Gewerbevereine alle, mit einer Ausnahme, haben
das Wahlrecht und haben es auch ausgeübt, ſoweit ſie die
Vorbedingungen — Einreichung der Beſtandsliſten uſw.
— erfüllt hatten. Sofern alſo Gewerbevereine zur
Hand=
werkskammer nicht gewählt haben, iſt es ihre eigene
Schuld, da ſie den Termin für Einreichung der
Beſtands=
liſten für die Wahlen verſäumt haben und deshalb das
Wahlrecht nicht ausüben konnten, nicht etwa aber aus
an=
deren Gründen.
* Der Beſuch der Ausſtellung „Der Menſch”.
Faſt mit jedem Tag hat die Zahl der Beſucher zur
Ausſtellung „Der Menſch” in Darmſtadt zugenommen.
Namentlich waren es Beſucher von auswärts, die
ent=
weder einzeln oder in Geſellſchafts= und
Verwaltungs=
ſonderzügen zur Ausſtellung kamen. Bis jetzt wurden
30 Sonderzüge nach Darmſtadt zur Ausſtellung
abge=
laſſen. Die Zahl der auswärtigen Vereine, die die
Aus=
ſtellung mit vielen tauſend Mitgliedern beſichtigten,
beträgt 34. Von auswärtigen Fabriken und
Großunter=
nehmen ſind ebenfalls Tauſende von Arbeitern und
Angeſtellten gemeinſam zur Ausſtellung geſchickt worden.
Die Geſamtbeſucherzahl zur Ausſtellung hat
bereits am vergangenen Samstag die Zahl
Hundert=
tauſend um 8—10000 überſchritten.
D Sonderzüge für die Ausſtellung „Der Menſch”
(mit doppelter Ermäßigung). Am Samstag, den 28.
September, fährt ein Sonderzug dritter Klaſſe mit
Fahr=
preis= und Eintritts=Ermäßigung für jedermann von
Mannheim=Hauptbahnhof ab 12 Uhr 18 Min.
nach=
mittags nach Darmſtadt. Fahrpreis dritter Klaſſe von
Mannheim=Hauptbahnhof und zurück, einſchließlich
Ein=
trittsbillett für die Ausſtellung, 2 Mk. 90 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 10 Min.
nachmittags. — Sonntag, den 29. September, fährt
ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Eintritts=
Ermäßigung für jedermann von Wiesbaden ab
1 Uhr 5 Min. nachm. nach Darmſtadt. Abfahrt von
Mainz Hbf. um 1 Uhr 23 Min. nachmittags. Fahrpreis
3. Klaſſe von Wiesbaden und zurück einſchließlich
Ein=
trittsbillett für die Ausſtellung 2 Mk. 30 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 25
Min. nachmittags. Sonntag, den 29. September, fährt
ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Eintritts=
Ermäßigung für jedermann von Offenbach a. M.
Nebenbf. ab 9 Uhr 42 Min. vorm. nach Darmſtadt.
Fahr=
reis 3. Klaſſe von Offenbach und zurück einſchließlich
Eintrittsbillett für die Ausſtellung 2 Mk. 50 Pfg. Andere
Stationen entſprechend weniger. Rückfahrt 8 Uhr 2 Min.
nachmittags.
Konzerte.
mm. Mit einem wohlgelungenen, reichhaltigen
Pro=
gramm beſchloß am Montag abend Herr Raoul von
Koczalski im Saale „Zur Traube” das von ihm
ver=
anſtaltete Chopin=Liſzt=Feſt. Auch dieſer vierte
Abend bot des Schönen ſehr viel in im ganzen recht
intereſſanter Ausführung, obgleich der Höhepunkt der
Darbietungen auf jeden Fall der vorhergehende dritte
Abend war, namentlich inbezug auf temperamentvollen
Vortrag und beſte Dispoſition des gediegenen Künſtlers.
Dafür war aber die Auswahl der Stücke — es waren ja
auch ſtatt der großen in zuſammenhängender Form
ge=
ſchriebenen Tonwerke diesmal zahlreiche kleinere Formen
— eine allgemeiner verſtändliche, die ſämtlich die eminente
virtuoſe Technik, über die Herr v. Koczalski verfügt, und
den reinen ausgeglichenen Wohlklang des vortrefflichen
Inſtrumentes von der beſten Seite zu zeigen Gelegenheit
gaben.
Aus der erſten Abteilung, von der für viele nicht
ge=
rade unpünktliche Konzertbeſucher infolge des um vier
Minuten verfrühten Konzertbeginnes die beiden reizend
geſpielten erſten Nummern: Polonaiſe Op.40 Nr. 1 in A-dur
und Nocturne Op. 72 Nr. 2 in Des=dur, der Genuß durch
zwangsweiſen Aufenthalt im Vorſaal ein wenig
beein=
trächtigt war, ſei als die am beſten gelungene Nummer
die Etude Op. 10 Nr. 2 in Cmoll hervorgehoben, denen
ſich Op. 25 Nr. 2 und 3, die F-moll= und F=dur=Etude,
anſchloſſen, nach deren Vortrag ſich erſt der Saal
allmäh=
lich beſſer beſetzt zeigte. Da ähnliche Ungeſchicklichkeiten den
Konzertbeſuchern gegenüber auch am Ende
derletztver=
floſſenen Saiſon einzureißen drohten, glauben
wir, auch im Intereſſe aller folgenden
Konzertveranſtalt=
ungen, hierauf hinweiſen zu müſſen.
Von den weiteren Kompoſitionen Chopins, Fantaſie=
Impromptu in Cis=moll (Op. 66) und Prélude in Es-dur
(Op. 28 Nr. 19), hob ſich das letztere im Vortrag durch
Eleganz und Wärme hervor, und dies würde auch von der
As-dur-Ballade (Op.47) zu ſagen ſein, wenn dieAusführung
etwas weniger maniriert geweſen wäre. Die zweite
Ab=
teilung, mit Kompoſitionen von Franz Liſzt, lag Herrn
v. Koczalski diesmal entſchieden am beſten und gab zu
Kunſtleiſtungen neuer Art Gelegenheit: einem mit
höch=
ſter Bravour ausgeführten Tremolo in der muſikaliſch
noch immer recht wirkungsvollen
Hugenottentransſkrip=
tion nach Meyerbeer, die efektvoll in dem gewaltigen
Streitlied der Hugenotten, der packenden
Reformations=
melodie: „Arx firma deus noster est” ausklingt und die
begeiſtertſte Aufnahme fand. Liſzt, der den italieniſchen
Meiſtern ebenſo objektiv gegenüberſtand, wie er für Rich.
Wagners Werke warb, war ferner gut vertreten mit
„Elſas Traum” und einer ſehr geſchickten Klavier=
Ueber=
tragung der vom Orcheſter begleiteten Tenor=Arie Nr. 2
(in As-dur): „Cujus animam etc.” aus dem „Stabat
mater” von Roſſini, in deren Vortrag die wirkungsvoll
gehaltenen Poſaunenakkorde, die im Kontraſt mit den
Streichquartett=Triolen die Geſangmelodie begleiteten,
auf dem Klavier eine prächtige klare Ausführung erfuhren.
„La Campanella” und die Ungariſche Rhapſodie Nr. 11
bildeten den Schluß des Feſtes, mit deſſen geſamtem
Er=
folg der Künſtler recht wohl zufrieden ſein kann. Nicht
unerwähnt bleiben ſoll auch der prachtvolle Lorbeerkranz,
der ihm im Verlauf des Abends geſpendet wurde.
Feuilleton.
* Fürſtengräber unter dem Wormſer Dom. Die
um=
angreichen Wiederherſtellungsarbeiten am Wormſer
Dom, die ſich jetzt allmählich ihrem Abſchluß nähern,
haben mancherlei Ergebniſſe gehabt: der Dom hat auch
ſeine unterirdiſchen Geheimniſſe preisgegeben. Als bei
der Zerſtörung von Worms durch die Franzoſen 1689
auch das ſtolze romaniſche Gotteshaus in Flammen
auf=
ging, als dann die tiefe Brandſchicht im Schiff
aus=
geglichen und darüber ein neuer Fußboden ausgebreitet
wurde, da hatte ſich der alte Boden um einen halben
Meter erhöht. Die Wiederherſtellung der urſprünglichen
Bodenfläche bot nun, wie Profeſſor Dr. Anthes=
Darm=
ſtadt in der Denkmalpflege mitteilt, Gelegenheit, die
älte=
ſten Schichten zu unterſuchen, bevor ſie mit einem neuen
Plattenbelag bedeckt wurden. In allen Teilen des Doms,
mit Ausnahme des nördlichen Seitenſchiffes, fanden ſich
Beſtattungen. Von beſonderer Wichtigkeit erſcheint eine
Gruppe von Beſtattungen, die ein geſchloſſenes Ganzes
darſtellt und ſich auch durch die Stelle der Beiſetzung
aus=
zeichnet. Bei der Freilegung wurden unter der Vierung
die Grundmauern eines Altars auſgedeckt, der zweifellos
als der Kreuzaltar bezeichnet werden darf; an dieſer her=
vorragenden Stelle lag auch im Speyerer Dom ein
Kreuz=
altar, vor dem, d. h. nach dem Kirchenſchiff zu, in Speyer
die Gruppe der Kaiſergräber, in Worms die der
Vor=
fahren und Angehörigen des ſaliſchen Kaiſerhauſes
an=
geordnet war. Nach einer Urkunde von 1034 lagen vor
dem Kreuzaltar begraben: Kaiſer Konrads II.
Urgroß=
vater, Herzog Konrad der Rote von Lothringen, der 955
auf dem Lechfelde fiel, des Kaiſers Großmutter, Herzogin
Judith von Kärnten, mit ſeiner Gemahlin Mathilde und
Judith, die jugendliche Schweſter Konrads II. Dazu
kommt noch die im Jahre der Urkunde verſtorbene und
nach der Ueberlieferung im Wormſer Dom begrabene
jüngere Mathilde. Die Ueberreſte waren ſehr ſtark
ver=
wittert, erlaubten aber doch noch die einwandfreie
an=
thropologiſche Beſtimmung. Beigaben, die auf Stand
oder Würden der Verſtorbenen hinweiſen können,
fehlten; von den teilweiſe mit Gold geſtickten Gewändern
konnten nur kleine zuſammenhangloſe Stücke geborgen
werden. Zu der der ſieben Salier kommt als achte die
Beſtattung eines Biſchofs hinzu, kenntlich an dem
bei=
gelegten Krummſtab; es wird in ihr die Leiche des
Azecho, des Freundes des kaiſerlichen Hauſes, vermutet.
Daß der eine ſtarke Mann Konrad der Rote iſt, geht aus
den Ueberreſten des ledernen Sackes hervor, in dem ſeine
Leiche vom Lechfelde nach Worms gebracht wurde.
Wie in Speyer war auch in Worms ein Teil der
Gräber bei der Zerſtörung der Stadt durch die Franzoſen
aufgebrochen und durchwühlt worden. Mit welcher
Roh=
heit dabei verfahren wurde, zeigt der Befund einer
klei=
nen, in der Form eines römiſchen Kellerchens mit
Wand=
niſchen gemauerten Gruft unter dem Oſtchor. Ihr
Zu=
ſtand rief die Erinnerung an die trübſten Zeiten wach, die
die Stadt durchgemacht hat. In der Mitte ein gewölbtes
Grab, ausgefüllt mit Menſchenknochen, Holzreſten,
ver=
moderten Gewändern. Die ſämtlichen ſieben Särge
wur=
den nicht wieder in den Boden verſenkt; in zwei Reihen
angeordnet wurden ſie von einem einfachen, gruftartigen,
oben eingewölbten Raum umgeben, der jederzeit
zugäng=
lich iſt und eine würdige Ruheſtatt für die vornehmen
Toten aus des Deutſchen Reiches Frühzeit bildet.
— Die Kinderſtube im Eiſenbahnzug. Auf den
ameri=
kaniſchen Eiſenbahnen iſt neuerdings, wie die Railway
Review mitteilt, ein eigenartiger neuer Wagentypus
ein=
geführt worden, die „Nurſery=cars” die Kinderſtuben=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226.
* Verein für Verbreitung von Volksbildung. Der
Vorſtand des Vereins für Verbreitung von Volksbildung
gibt ſeinen Mitgliedern, den angeſchloſſenen
Körperſchaf=
ten, ſowie allen Freunden freiwilliger Bildungsarbeit
Kenntnis von dem für die Herbſt= und Wintermonate
1912/13 vereinbarten Arbeitsplan. In den kommen‟
den Monaten folgen: am 12. Oktober eine „
Jahn=
feier” gemeinſam veranſtaltet mit den Darmſtädter
Turnvereinen als Erinnerungsfeier zu der vor 100 Jahren
erfolgten Eröffnung des erſten deutſchen Turnplatzes; am
18. Oktober der zeitgemäße Vortrag des Herrn Profeſſo
Dr. Baur, Darmſtadt, Thema: Napoleons
ruſſi=
ſcher Feldzug 18 12. Am 19., 22. und 29. Novemb.
wird Herr Profeſſor Dr. Berghoff=Iſing, Profeſſor der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, behandeln: „Die
weltwirtſchaftliche Stellung
Deutſch=
lands”, beſonders Englands und Deutſchlands. Auf
den 3. Dezember iſt vereinbart, in Verbindung mit der
Allgemeinen Deutſchen Frauenverein, Ortsgruppe
Darm=
ſtadt, ein Experimentalvortrag von Dipl.=Ing. Dr.
Kaufmann, München, über: „Praktiſches aus
Na=
turwiſſenſchaft und Technik für den Haushalt
und das tägliche Leben.” Am 7., 13., 16., 20. und 23.
Jan. 1913 folgt die Vortragsreihe von Herrn Profeſſor Dr.
A. E. Berger, Profeſſor der Techniſchen Hochſchule:
Fort=
ſetzung ſeiner „Kulturgeſchichtlichen
Vor=
träge‟ Herr Profeſſor Dr. Zeißig, Darmſtadt,
behan=
delt in zwei Demonſtrationsvorträgen am 13. und 20.
Fiebruar: Erdbebenkundt und
Seismo=
graph‟ Es folgen am 4. März: Profeſſor Dr.
Gold=
ſtein, Darmſtadt: „Kunſt und Moral” am 14. März
das Thema: „Die Fremdenlegion” An 3 Abenden iſt
der Verein am Vortragsverband beteiligt und zwar am
30. Oktober: „Ernſt Zahn”; am 15. Januar 1913: „
Roſeg=
ger=Abend” von Max Hofpauer, München; am 17. April
Richard Wagners „Parſifal” von Prof. Dr. Henning,
Leipzig. Bezüglich der Muſeumsführungen des
zweiten Volks=Unterhaltungsabends und der
Erläute=
rungsvorträge zu Theatervorſtellungen erfolgt ſpätere
Bekanntgabe. Die Lehrkurſe in Franzöſiſch und Engliſch
(getrennt für Anfänger und Vorgeſchrittene), ſowie ſur
kaufmänniſche Buchführung, einſchließlich Geſchäftsrechnen
und Korreſpondenz, ſollen Mitte Oktober beginnen, bei
genügender Beteiligung wird auch ein Lehrgang in
Deutſch (Schönſchreiben, Rechtſchreiben und ſchriftlichem
Gedankenausdruck) eingerichtet werden. Die jedermann
zur unentgeltlichen Benutzung zugängliche Beſſunger
Bücherhalle iſt reich ausgeſtattet und bietet alt und jung
ausgewählte Lektüre nach einem dort für 20 Pfg.
erhält=
lichen Bücherkatalog. Wie bisher, gewährt der Verein
ſeinen Mitgliedern noch beſondere Vergünſtigungen beim
Beſuch von Konzertveranſtaltungen und ſonſtigen
künſt=
leriſch oder wiſſenſchaftlich bedeutenden Unternehmungen.
In beſonderer Würdigung der für das Bildungsweſen
unſerer Stadt und Umgegend ſo bedeutungsvollen
Thea=
terfrage hat der Vereinsvorſtand bei Großherzoglicher
Direktion des Hoftheaters eine Reihe von Wünſchen
mündlich und ſchriftlich dargelegt; ihre günſtige Aufnahme
berechtigt zu der Hoffnung einer demnächſtigen Erfüllung
zum Beſten weiter Volkskreiſe in Stadt und Land.
* Der Verband der Gehilfen bei den heſſiſchen
Stakats=
behörden hielt in Frankfurt a. M. eine außerordentliche
Hauptverſammlung ab, die von allen Teilen des
Groß=
herzogtums gut beſucht war. Zu der in Ausſicht
geſtell=
ten Vorlage der organiſchen Beſoldungsordnung wurde
die Einreichung einer erneuten Petition an Regierung
und beide Kammern der Landſtände beſchloſſen, in
wel=
cher die endliche Beſſerſtellung der Verhältniſſe der
Schreibgehilfen, die durch das Proviſorium am
ſchlechte=
ſten abgeſchnitten haben, angeſtrebt wird. Der 1.
Schrift=
führer des Verbandes, Herr Bernhard Eiſenhauer=
Darm=
ſtadt, referierte über das Verſicherungsgeſetz der
Privat=
angeſtellten und gab in längeren Ausführungen
ſach=
dienliche Erläuterungen über die Ausführung,
insbeſon=
dere die Vorteile desſelben an Hand von amtlichem
Ma=
terial. In ausführlicher und klarer Weiſe gab der
Redner Aufſchluß darüber, wie ſich das demnächſt zu
be=
ziehende Ruhegehalt des Verſicherten berechnet und in
welcher Art ſich die Witwen= und Waiſenrente
zuſammen=
ſetzt, wie ſich überhaupt der Verſicherte oder deſſen Witwe
vorkommendenfalls zu verhalten habe. Derartige
beleh=
rende Vorträge können nur begrüßt werden und es wurde
dem Redner dementſprechend auch der Dank der
Ver=
ſammlung abgeſtattet.
Der Chriſtliche Verein junger Männer „
Wart=
burg” (Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog)
feierte am Sonntag ſein diesjähriges Käſtchenfeſt.
Turneriſche Darbietungen, Vorträge des Poſaunen=
Chors, eine wohlgelungene Aufführung, Deklamationen
und Sologeſänge des Herrn Beſt verſchönten die Feier.
Im Verlaufe des Abends gedachte der 1. Vorſitzende
Herr Pfarrer D. Dr. Diehl in warmen Worten des
nunmehr ſcheidenden Dirigenten des Wartburg=Poſaunen=
Chors Herrn Lutz und dankte demſelben für ſeine
er=
ſprießliche Tätigkeit. Herr Becker überreichte dem
Scheidenden ein prachtvolles Roſen=Arrangement und
ſtattete ſeitens des Poſaunen=Chors nochmals Herrn
Lutz ſeinen herzlichſten Dank für ſeine aufopfernde
Tätigkeit aus. Herrn Martin Beſt, der ſeine Kräfte
bei jeder Gelegenheit in den Dienſt des Vereins ſtellt,
wurde bei dieſer Gelegenheit ebenfalls ein prächtiger
Roſenſtrauß mit Worten wärmſter Anerkennung
über=
reicht. Als neuer Dirigent wurde nunmehr Herr
Hammer, der frühere langjährige Leiter des
Dresden=Bautzener Poſaunen=Chors, eingeführt und
iſt der Verein zu beglückwünſchen, dieſen Herrn, der
volle Gewähr für ein gedeihliches Fortbeſtehen des
Chors gewährleiſtet, gewonnen zu haben.
* Turn= und Spielkurſe zur Förderung der
Leibesübungen. Unter Oberleitung des Herrn Schulrats
Schmuck, Großh. Landesturninſpektor, hat geſtern der
dritte der von der heſſiſchen Regierung eingerichteten
Turn= und Spielkurſe zur Förderung der Leibesübungen
begonnen. Es beteiligen ſich daran 40 Turnwarte und
Vorturner des 9. Kreiſes der Deutſchen Turnerſchaft,
ſowie 5 Offiziere und 30 Unteroffiziere der Heſſiſchen
Diviſion.
— Orpheum. Wie bereits mitgeteilt, beginnt die
neue Spielzeit 1912/13 am Mittwoch, den 2. Oltober.
Den Clou des Eröffnungs=Programms wird zweifellos
das Debut des berühmten Schimpanſen Prince
Charles bilden. Was dieſer Menſchenaffe — oder iſt
es ein Affenmenſch? — leiſtet, grenzt in der Tat ans
Unglaubliche! Prince Charles erregte zuletzt,
gelegent=
lich ſeines Gaſtſpiels im Zirkus Albert Schumann in
Scheveningen, geradezu Senſation und war der
er=
klärte Liebling des vornehmſten Badepublikums. Die
bekannten im Gegenſatz zu den anderen Städten äußerſt
mäßigen Eintrittspreiſe ſind, trotz mancherlei den
Be=
trieb gegen früher erheblich höher belaſtenden
An=
forderungen, beibehalten. Der Vorverkauf har bereits
begonnen.
Reſidenztheater am Weißen Turm. Man
ſchreibt uns: „Verſprich mir Junge, niemals eine Frau
zu nehmen, verſprich es mir und denke daran bis zu
deiner Todesſtunde‟. Wer erinnert ſich nicht der letzten
Worte des Stefan Huller I. an ſeinen Sohn, ehe er aus
dem Leben ſchied. Die Fortſetzung des äußerſt
ſpan=
nenden Romans ſehen wir ſeit heute im
Reſidenz=
theater „Der Eid des Stefan Huller‟. Der Film ſteht
dem erſten Teil an Handlung und herrlichen
Auf=
nahmen nicht nach und iſt äußerſt ſpannend bis zuletzt.
Von dem anderen Programm erwähnen wir noch das
Wild Weſt=Drama. Ein Grenzroman, der erſte Film
der neuen Aſta Nielſen=Serie „Der Totentanz” wird als
Einlage vorgeführt. (S. Anz.)
Viertauſend Mark verloren. Einem von
aus=
wärts hier weilenden Herrn iſt am Montag eine
Brief=
taſche aus grünem Krokodil=Leder, welche vier Scheine
à 1000 Mark und einige Hundertmarkſcheine enthielt,
ab=
handen gekommen. Wie aus dem Anzeigenteil
erſicht=
lich, iſt dem Wiederbringer eine Belohnung von
300 Mark zugeſichert.
Pfungſtadt 24. Sept. Wegen einer ganzen Reihe
von „Eiſenbahnwünſchen” war der hieſige
Stadt=
vorſtand bei der Eiſenbahndirektion Mainz wiederholt
vorſtellig geworden. Da die Petition in der Hauptſache
abſchlägig beſchieden wurde, ſo hat die Stadtverwaltung
nochmals ein Geſuch bei der Eiſenbahnbehörde eingereicht,
worin auf die Notwendigkeit einer beſſeren
Verückſichtig=
ung verſchiedener Verkehrsverhältniſſe erneut hingewieſen
wurde. Unter anderem wird namentlich die Führung
von zwei durchgehenden Frühzügen in der Richtung nach
Darmſtadt und eines direkten Abendzuges von Darmſtadt
bis hierher gewünſcht. Als großer Mißſtand wird es auch
von dem hieſigen Publikum empfunden, daß es wegen des
zu frühen Abgangs des Zuges Nr. 972 an Werktagen nicht
möglich iſt, das Hoftheater zu beſuchen. Es wurde ferner
feſtgeſtellt, daß das Perſonal der Pfungſtädter Bahn
der=
art überlaſtet iſt, daß es ihm nicht gut möglich iſt, den
Verkehr glatt zu erledigen, ja, es iſt in der letzten Zeit
vorgekommen, daß zwei Männer in großer Lebensgefahr
ſchwebten, weil der Güterverkehr zu große Anforderungen
an die Bahnbeamten ſtellt. Aus dieſem Grunde wurde
wiederholt eine Trennung des Perſonen= und
Güterver=
kehrs für dringend erforderlich erachtet.
Von der Bergſtraße, 24. Sept. Seit einigen Tagen
iſt man in unſerer Gegend fleißig mit dem
Kartoffel=
ausmachen beſchäftigt. So ſchwer beladene Wagen,
wie man ſie jetzt maſſenweiſe nach Hauſe fahren ſieht, ſah
man ſchon viele Jahre nicht mehr. Und zwar lauter
ge=
ſunde Knollen von ſtattlichem Umfange und Gewicht, ſo
daß vielen Bauersleuten die Kellerräume zu dieſen
„Maſſen=Wintervorräten” nicht ausreichend ſind. Daher
auch die Tatſache, daß bereits viele Verkäufe ſchon unter
3 Mark pro Zentner abgeſchloſſen worden ſind.
Offenbach, 24. Sept. Die erſte Sendung däniſchen
Fleiſches, beſtehend aus 88 Vierteln, iſt bereits hier
ingekommen. Dem Verkauf des Fleiſches haben ſich aber
unerwartete Schwierigkeiten gegenüber geſtellt: die
Metz=
ger verweigern bis auf 5 den Weiterverkauf des
Teuerungsfleiſches. Ihre Haltung erklären ſie unter
an=
derem damit daß ſie gegen den ungerechtfertigten
Vor=
wurf eines Stadtverordneten, in der letzten
Stadtverord=
netenſitzung, die Metzger wollten mit dem
Teuerungs=
fleiſch ein beſſeres Geſchäft machen als mit dem hieſigen
Fleiſch, proteſtieren wollen. Heute mittag beſchäftigte ſich
der Ausſchuß für die Beſchaffung von billigem Fleiſch
mit der Stellungnahme der Metzger. Es kam zu einer
ſehr lebhaften und ſehr erregten Ausſprache,
deren Endreſultat der Beſchluß war, daß das
däniſche Fleiſch im Schlachthof für 76 Pfennig
das Pfund verkauft werden ſoll. Lenden und
Roaſtbeef=
ſtücke ſtellen ſich etwas teuerer. Mit dem Verkauf von
See=
fiſchen ſoll in der nächſten Woche begonnen werden.
Mainz, 24. Sept. Um über den Löwen, den man
mit ziemlich bedeutenden Koſten unter dem Muſikpavillon
vor dem Gouvernement auf dem Schillerplatz
ausgegra=
ben hat, Klarheit zu ſchaffen, gibt Profeſſor Dr. Neeb,
Leiter des Mainzer Altertums=Muſeums, folgende
Aus=
kunft: Die Figur lag auf ihrem urſprünglichen Standort
auf einem Sockel aus Quadern, die man daneben fand.
Die ebenfalls dicht dabei gefundenen Brunnenſchalen
laſſen darauf ſchließen, daß die Löwenfigur zur
Verzier=
ung eines Brunnens oder eines Baſſins gedient hat, der
jedoch eigentümlicherweiſe tiefer eingeſtellt geweſen ſein
muß, als die heutige Oberfläche des Schillerplatzes. Er
ſtammt vielleicht aus der Zeit Philipp von Schönborns,
worauf die Form des Löwen ſchließen läßt, die
derjeni=
gen an dem von Philipp von Schönborn erbauten=Zita=
dellenportal angebrachten Löwenfigur in den
charakte=
riſtiſchſten Zügen ähnelt. Ueber eine derartige
Brunnen=
anlage auf dem Schillerplatz iſt bis jetzt noch nichts
be=
kannt geweſen, läßt ſich aber ſpäterhin auf Grund älterer
Stadtaufnahmen und Archivalien vielleicht feſtſtellen.
Kunſtgeſchichtlich iſt die Löwenfigur nur von geringer
Be=
deutung, dagegen für die Topographie der Stadt
immer=
hin von einer gewiſſen Bedeutung.
Ingelheim, 24. Sept. Zwiſchen den Gemeinden Ober=
Ingelheim, Nieder=Ingelheim und Freiweinheim
ſchwe=
ben Verhandlungen wegen gemeinſamen Bezugs von
elektriſchem Strom nicht nur für Licht= und Kraftzwecke,
ſondern auch zum Zwecke der Einführung
elektri=
ſcher Straßenbahnen, die den Verkehr zwiſchen
den genannten Orten und den benachbarten Städten
ver=
mitteln ſollen. Einzelne Gemeindevertretungen haben
bereits ihre Zuſtimmung zu dem Projekt gegeben. Man
glaubt, auch noch andere Orte der Nachbarſchaft für das
Projekt zu gewinnen.
(*) Gießen, 23. Sept. Die Meiſterbriefe
wur=
den geſtern an 81 junge Meiſter aus der Provinz
Ober=
heſſen verteilt. Die neuen Meiſter ſtammen aus 42
ver=
ſchiedenen Orten und vertreten 25 verſchiedene Berufe.
Syn=
dikus Engelbach=Darmſtadt überbrachte die Glückwünſche
der heſſiſchen Handwerkskammer, für die hieſige
Handwerks=
kammer ſprach Dr. Zeidler, für den Cewerbeverein
Pro=
feſſor Dr. Krausmüller und namens der Altmeiſter L.
Petrie II. Schreinermeiſter Wilh. Hahn ſtattete den Dank
der Jungmeiſter ab. — Eine äußerſt günſtige
Obſt=
ernte haben die Kreisſtraßen des Kreiſes Gießen
auf=
zuweiſen; Menge und Güte der Ernte ſind vorzüglich.
Die Obſtmenge wird von den Fachleuten auf rund 2200
Zentner geſchätzt. Die beſten Strecken ſind Gießen-
Rod=
heim, Klein=Linden-Dutenhofen und Klein=Linden-
Großen=Linden.
Hungen, 23. Sept Ein Brautpaar aus Utphe fuhr
geſtern abend mit einem Einſpänner=Wagen hierher, um
ioch einige Einkäufe für die heute vorgeſehene Hochzeit zu
beſorgen. Auf der Wilhelmshöhe, am Eingang des
Städtchens, ſcheute das Pferd ſauſte den ſteilen
Ab=
hang herunter und ſtürzte unten zuſammen. Während die
Braut mit dem Schrecken davonkam, büßte der Bräutigam
durch einen Sturz mehrere Zähne ein und erlitt noch
ſon=
ſtige Verletzungen im Geſicht, die von einem Arzte
ver=
näht wurden. Das Pferd trug nur einige
Hautabſchürf=
ungen davon.
(*) Bobenhauſen bei Mücke, 23. Sept. Einſtimmig
wiedergewählt wurde nach neunjähriger
Amts=
dauer unſer Ortsoberhaupt Bürgermeiſter Schmidt.
Die früheren heftigen Parteikämpfe waren ein Unſegen
für die Gemeinde. Selbſt die älteſten Leute können ſich
nicht auf eine ſolche Einigkeit beſinnen.
(*) Aus dem Ohmtal, 24. Sept. Eine
Gedenk=
feier zur Erinnerung an die letzte bedeutende Schlacht
auf heſſiſchem Boden im ſiebenjährigen Krieg
fand an der Brückermühle bei Amöneburg ſtatt. Der
Landrat von Gilfa eröffnete die Feier und General von
Eiſentraut, der Vorſitzende des heſſiſchen
Geſchichtsver=
eins, hielt die Feſtrede. Er ſchilderte, wie die Heſſen in
heldenhaftem Kampfe hier gegen die Franzoſen fochten.
3000 Menſchen wohnten der Feier bei.
wagen, die dazu beſtimmt ſind, auch den kleinen
Welt=
bürgern während der Eiſenbahnreiſen alle
Bequemlich=
keiten zu gewähren. Der Wagen beſteht aus einem
Speiſe=
zimmer, einem Toilettezimmer, einem Baderaum und
einem großen Zimmer, in dem ein halb Dutzend
Kinder=
betten und Wiegen untergebracht ſind. Hier können die
Kleinen während der Fahrt ungeſtört ſpielen und ſich
aus=
toben. Der Boden iſt mit einem weichen Teppich belegt,
die Wände des Zimmers ſind mit Watte gepolſtert,
da=
mit die Kinder beim Fallen oder bei Stößen ſich nicht
ver=
letzen können. Die Eiſenbahngeſellſchaft hat eine
beſon=
dere erfahrene Kinderpflegerin engagiert, die während
der Fahrt die Kleinen überwacht und verſorgt. Für die
angemeſſene Ernährung der Kinder iſt Sorge getragen;
die größeren eſſen im Speiſezimmer, für die kleineren
wird Kindermilch mitgeführt. So können die Eltern
während der Fahrt ihre Babys vertrauensvoll der „
bahn=
amtlichen Pflegerin” anvertrauen; ſie wiſſen, daß ihre
Kinder gewiſſenhaft und ſachgemäß verſorgt werden.
* Der Automobiltod. Ein ſchauerlicher
Doppelſelbſt=
mord hat ſich, wie aus San Diego gemeldet wird, dort
ereignet. Es handelt ſich dabei um den jungen
Advo=
katen Miles Folſom und die Tochter eines reichen
Ban=
kiers, Thelma Bartres. Beide unternahmen in einem
Automobil eine Spazierfahrt, bei der Folſom den Wagen
ſelbſt lenkte. Als der Wagen eine Straße entlang fuhr,
die auf der einen Seite viele Meter tief jäh abfiel, gaber
dem Wagen plötzlich eine Geſchwindigkeit von 100
Kilo=
metern, riß die Steuerung herum und ließ ihn mit der
vollen Geſchwindigkeit den Abhang hinunterſauſen.
Spä=
ter fand man die Leichen der beiden jungen Leute
zer=
ſchmettert in der Tiefe liegen. Wie der Befund zeigte,
hatten ſich beide im Augenblick des Abſturzes feſt
um=
ſchlungen.
* Aus dem Manöver. Als Kronprinz Georg von
Sachſen die Front eines Militärvereins in Wurzen
ab=
ritt, fragte er ein wohlbeleibtes, wettergebräuntes
Mit=
glied, was er ſei. Die Antwort in echt Berliner Dialekt
lautete: „Jutsbeſitzer, Königliche Hoheit.” „Wieviel Acker
beſitzen Sie denn?” „53.‟ „Was machen denn die
Kar=
toffeln bei dem Regen?” „Die ſind man alle ſchwarz.”
„Haben Sie auch noch Hafer draußen liegen?” „Ja;
rei=
ten Se man de Kartoffeln und den Hafer recht kaput, daß
wer ſe recht jnt bezahlt kriejen.”
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 23. Sept. Der Chemiker
Dr. (Karl Virchow, ein Sohn Adolf Virchows iſt an
den Folgen einer Darmoperation geſtorben. — Infolge
der Ausſchachtungen für die
Untergrund=
bahn haben ſich an der Parochialkirche über den
Seitenportalen Riſſe gezeigt; auch der Turm begann ſich
zu ſenken, wenn auch nur um einige Millimeter. Die
Fun=
dierungsarbeiten für die Untergrundbahn wurden
unter=
deſſen beſchleunigt und ſind jetzt beendet. Damit iſt die
Gefahr beſeitigt. — Die Vermutung, daß es ſich bei dem
Todesſprung Erich Bittners von der
Sieges=
ſäule im Berliner Tiergarten um einen Selbſtmord
handelt, ſcheint heute an Boden zu gewinnen. Die Eltern
Bittners teilen mit, daß ihr Sohn ſeit längerer Zeit zu
Exzentrizitäten neigte und bereits zweimal freiwillig aus
dem Leben ſcheiden wollte. Von der Abſicht des Sohnes,
einen Fallſchirmabſturz von der Siegesſäule aus zu
machen, waren ſie allerdings nicht unterrichtet. Dagegen
ſoll ſich Bittner, der übrigens auch Schauſpieler werden
wollte, vor einigen Tagen bereits zu Bekannten geäußert
haben, daß er ſich das Leben nehmen wolle. Das
Poli=
zei präſidium hatte die Erlaubnis zu dem
Fall=
ſchirmabflug gegeben, ſoweit die Polizei überhaupt in
dieſer Frage zu entſcheiden hat. Die Tätigkeit des
Poli=
zeipräſidiums hat darin beſtanden, daß dem Bittner auf
ſeine Frage, ob gegen den Flug etwas einzuwenden ſei,
erklärt wurde, daß Bedenken nicht beſtehen, doch müſſe er
ſeinen Flug in früheſter Morgenſtunde unternehmen. Das
hat nun Bittner allerdings nicht getan, ſondern mit
ſei=
nem Experiment bis 11 Uhr vormittags gewartet. Die
Miniſterial=Baukommiſſion hat den Abflug nicht
geneh=
migt, trotzdem hat ihn Bittner unternommen. Gegen den
Schloſſer, der im Auftrage Bittners das Gitter auf
der Plattform der Siegesſäule widerrechtlich geöffnet hat,
um Bittner das Hinaustreten von der Plattform zum
Abflug zu ermöglichen, wird von amtswegen Anklage
wegen Sachbeſchädigung erhoben werden. Der
Todes=
ſturz iſt tatſächlich ſchon in einem Berliner Kino
gezeigt worden. Es iſt ſehr merkwürdig, daß dieſer Film
die ſonſt ſo ſtrenge Zenſur paſſieren durfte. Es wurde
bereits geſtern gemeldet, daß der Todesſturz für eine
Filmfirma inſzeniert wurde; ſelbſtverſtändlich hat dieſe
Firma nicht im entfernteſten daran gedacht, daß Bittner
den Tod finden würde oder wollte.
Potsdam, 23. Sept. Der im Deutſchen
Militär=
gerichtsweſen bisher unerhörte Fall, daß eine ganze
Kompagnie unter Anklage geſtellt wird, wird
heute vor dem Kriegsgericht der Gardediviſion verhandelt.
Es handelt ſich um die 6. Kompagnie des 1. Garde=
Regi=
ments, von der deſſen Kompagniechef, Hauptmann von
Schlichting, 12 Unteroffiziere und ſämtliche Mannſchaften
angeklagt ſind, im ganzen 120 Mann. Die unter Anklage
ſtehenden Straftaten ereigneten ſich während des Schießens
um den Kaiſerpreis, das alle Jahre im Auguſt auf dem
Truppenübungsplatz Döberitz ſtattfindet. Die Regimenter
ſchießen kompagnieweiſe und die negreiche Kompagnie
er=
hält die Schützenauszeichnung des Kaiſers. Im nächſten
Jahre hat ſie dann die Auszeichnung gegen die zweitbeſte
Kompagnie zu verteidigen. In dieſem Jahre war im
Be=
ſitz der Schützenauszeichnung die 6. Kompagnie des 1.
Garderegiments. Sie ſollte den Preis gegen eine
Kom=
pagnie des 4. Garderegiments verreidigen. Nach den
Be=
ſtimmungen des Kaiſerpreisſchießens erhält jeder Mann
30 ſcharfe Patronen mit denen auf ſogenannte
Klappſcheiben geſchoſſen wird. Diejenige Kompagnie, die
die meiſten Treffer erzielt, iſt Siegerin. Der
Schießunter=
offizier Guttenburg von der 6. Kompagnie kam nun auf
die Idee, die Zahl der Treffer dadurch zu erhöhen, daß er
den Mannſchaften mehr als 30 Vatronen einhändigte. Bei
dem Schießen bemerkte nun ein Offizier, daß einig=
Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Seite 5.
Mannſchaften Patronen aus ihren Stiefeln hervorholten.
Es wurde ſofort eine körperliche Unterſuchung der
Mann=
ſchaften der ganzemn Kompagnie angeordnet, bei welcher
nicht weniger als 1700 überzühlige Patronen zum
Vor=
ſchein kamen Dieſe hatte der Schießunteroffizier bei
an=
deren Scharfſchießen „erſpart” um ſie beim
Kaiſerpreis=
ſchießen zu verwenden. — Wegen Gefährdung dienſtlicher
Intereſſen findet die Verhandlung unter Ausſchluß der
Oeffentlichkeit ſtatt.
München, 23. Sept. Das Königspaar von
Belgien iſt heute nachmittag, von Südtirol kommend,
wo es die Nachricht von dem Ableben des Bruders der
Königin, des Herzogs Franz Joſeph, erreichte, hier
ein=
getroffen.
Köln, 24. Sept. In einem Viertel des ſüdlichen
Stadtteils ſind 20 Perſonen nach dem Genuſſe von Fleiſch
unter ſchweren Vergiftungserſcheinungen
er=
krankt. Der 11jährige Sohn einer Familie iſt bereits
ge=
ſtor ben. Heute ſind wieder neue Erkrankungen gemeldet
worden. Die Erkrankten ſollen bei dem gleichen Metzger
das Fleiſch gekauft haben. Es iſt eine eingehende
Unter=
ſuchung eingeleitet worden.
Hildesheim, 24. Sept. Ein ſchweres Unglück hat
ſich in einem Kali=Schacht der Gewerkſchaft in Oelsburg
ereignet, wo durch einen zu früh explodierten
Spreng=
ſchuß zwei Arbeiter getötet und drei andere ſchwer
ver=
letzt wurden.
Halle a. d. Saale, 24. Sept. An den ſtädtiſchen
Fleiſchverkaufsſtänden, wo in der letzten Woche
durch ſtädtiſche Fleiſchergeſellen Fleiſch zu 85 und 89 Pfg.
das Pfund verkauft wurde, ſtockt der Verkauf, weil die
Fleiſcherinnung den Großſchlächter, welcher
bis=
her lieferte, zur Einſtellung der Lieferungen
gezwungen hat.
Leipzig, 24. Sept. Bei dem Abbruch des Hauſes in
der Grimmaiſchen Straße zu Leipzig, in dem ſich bis vor
kurzem das altberühmte Weinlokal Auerbachs
Kel=
ler befand, ſind intereſſante Funde von Münzen
und Altertümern gemacht worden Der Beſitzer
dieſes Grundſtücks hat ſie geſammelt und geordnet und
wird die wertvollen Funde ſpäter dem Muſeum
über=
weiſen. Leider ſind viele koſtbare Gegenſtände bei den
Ausſchachtungsarbeiten geſtohlen worden. So konnte ein
galiziſcher Arbeiter noch gerade verhaftet werden, als er
am Bahnhof einem Fremden eine wertvolle goldene
Münze für 100 Kronen zum Kaufe anbot. Bei der
Durch=
ſuchung der Wohnung des Arbeiters fand man noch
ver=
ſchiedene koſtbare Ringe, Kelche und Pretioſen, darunter
eine große goldene Medaille, auf deren Revers die
In=
ſchrift „Verbum Domini manet in aeternum. Joi. Geor.
1617” ſteht, während dieAversſeite die Inſchrift „
Saeeu-
lum Lutheraneum 1517” trägt; ſerner einen goldenen
ungariſchen Dukaten vom Jahre 1529, acht ſilberne
Er=
innerungsmedaillen aus dem 16. Jahrhundert, einen
an=
tiken ſilbernen Löffel, einen ſilbernen, vergoldeten Pokal,
Nürnberger Arbeit von hohem numismatiſchen Wert,
einen kleinen ſilbernen antiken Becher und neun Stück
an=
tike ſilberne Beſchläge. Der Arbeiter hat zugegeben, daß
er dieſe und noch andere Gegenſtände bei den
Ausſchach=
tungsarbeiten von Auerbachs Keller in Leipzig gefunden
und unterſchlagen hat.
Annaberg i. S., 24. Sept. Der 14jährige Schulknabe
Scharfſchmidt hatte mit zwei anderen Kameraden,
darun=
ter dem 10jährigen Pflegeſohn des Arbeiters Sträuſel,
eine Reihe Diebſtähle verübt. Die Familie des einen
Knaben verzog bald darauf von Annaberg. Scharfſchmidt,
der befürchtete, daß der junge Sträuſel die
Diebſtähl=
eingeſtehen könnte, verſchleppte ihn in den Eis
keller eines Reſtaurants und ſperrte ihn dort ein.
Täg=
lich ging Scharfſchmidt zu ſeinem Opfer, um ihm etwas
Waſſer und ein Brötchen zu bringen. Der Knabe hi!
es ſchließlich nicht mehr in ſeinem Gefängnis aus un
durchbrach ein Kellerfenſter. Vor Ermattung brach
jedoch bald darauf zuſammen und wurde vollſtändig
e=
kräftet aufgefunden. Der Knabe war 10 Tage lang in
dem Eiskeller eingeſchloſſen. Mehrere Zehen waren ihm
erfroren, ſo daß vorausſichtlich zu einer Amputation des
Beines geſchritten werden muß.
Sächſiſch=Regen (Siebenbürgen), 23. Sept. Der
Re=
gen dauert an. Die Ortſchaften Etſchdorf,
Maroſhe=
wiz, Disznajo, Gernyeſſeg, Haſeldorf, Palotailva und
MagyarRegen ſind überſchwemmt. Bei Palotailva
iſt der Eiſenbahndamm auf eine Länge von 200 Meter
fortgeſchwemmt. Bei Haſeldorf riß das Waſſer 300 Meter
des Eiſenbahndammes fort und überſchwemmte das
Dorf. Die ganze Gegend zwiſchen dem Marosfluſſe und
dem Georgenybache ſteht unter Waſſer. Der
Eiſen=
bahnverkehr iſt eingeſtellt. In Etſchdorf ſind
zahlreiche Häuſer, in Gernyeſſeg die Hälfte der Häuſer
eingeſtürzt. Die Einwohner flüchten. Die Behörden
nehmen überall die Rettungsarbeiten in Angriff.
Wien, 23. Sept. Bei Wiener=Neuſtadt iſt geſtern ein
Automobil in welchem ſich die Prinzen Felir und
Renatus von Bourbon und Parma mit Gefolge
befan=
den, mit einem Fuhrwerk zuſammen geſtoßen,
von deſſen Deichſel Renatus getroffen wurde. Er erlitt
einen ſchweren Rippenbruch. Die übrigen Inſaſſen
wur=
den nicht verletzt. Heute früh hatte ſich das Befinden des
Prinzen leicht gebeſſert.
Wien, 24. Sept. Während des Unterrichts auf dem
Gymnaſium in St. Pölten ſchoß der Schüler
der 4. Klaſſe Adolf Hlowat auf ſeinen Ordinarius Prof.
Schmied. Als der Schuß fehlging, flüchtete der Junge
auf den Gang, wo er auf den Schuldiener einen Schuß
abgab, der aber gleichfalls nicht traf. Dann erſchoß
ſich H. ſelbſt. Die Urſache des Attentats iſt darin zu
ſuchen, daß der Profeſſor den Schüler mehrmals wegen
ſeiner ſchlechten Leiſtungen getadelt hatte.
Madrid, 23. Sept. Die Infantin Maria
There=
ſia verſchied infolge Embolie bei ihrem erſten
Auf=
ſtehen nach der Entbindung.
Madrid, 24. Sept. Die Königinmutter iſt
völlig erſchüttert und weigert ſich hartnäckig, ſich von der
Leiche der Infantin zu trennen. Eine ungeheuere
Men=
ſchenmenge war ſeit vielen Stunden vor dem Palaſte
ver=
ſammelt und wartete auf die Oeffnung der Tore, um vor
dem Leichnam zum letzten Gruße vorbeizuziehen. Sie
wurde enttäuſcht, als ſie erfuhr, daß eine gegenteilige
An=
ordnung getroffen worden iſt, denn die Infantin hatte
eine beſondere Vorliebe für die Madrider Bevölkerung
und war bei dieſer ſehr beliebt. Die Tagesblätter
ver=
herrlichen einmütig die Einfachheit, Anmut und die
ſon=
ſtigen liebenswürdigen Eigenſchaften der Infantin.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Ucceil vor.)
— Dr. Wolfgang Bülau, der, wie noch in
beſter Erinnerung, im Vorjahr mit ganz ungewöhnlichen
künſtleriſchen Erfolgen in Darmſtadt konzertierte, wird
demnächſt wiederum in Darmſtadt einen Konzertabend
veranſtalten. Es iſt dafür Freitag, der 11. Okto=
ber, beſtimmt, und zwar der große Saal des Hotels
„zur Traube‟ Der junge Künſtler iſt inzwiſchen in
vielen großen Städten Deutſchlands gefeiert worden.
Die geſamte Kritik iſt einig in dem Urteil, daß Dr.
Wolf=
gang Bülau zu den größten Viollinkünſtlern der
Jetzt=
zeit gezählt werden muß. So ſchreiben u. a. die Münch.
Neueſt. Nachr.: Dr. W. Bülau, der, von Auguſt Schmidt=
Lindner trefflich begleitet, am gleichen Abend wie Lily
Lehmann konzertierte, ſcheint auf dem beſten Wege zu
ſein, die hohen Erwartungen zu erfüllen, die ſein erſtes
Auftreten in München erwecken durfte. Die Eigenſchaften,
die damals in erſter Linie für ihn einnahmen, ſein
künſt=
leriſcher Ernſt und ſeine gediegene Muſikalität, ſind ihm
geblieben. Sein Ton iſt ſehr viel größer geworden und
beſticht nun in gleicher Weiſe durch ſein Volumen wie
durch ſeine Schönheit. Die Technik darf als virtuos im
beſten Sinne des Wortes bezeichnet werden. Zwiſchen
dem erſten Teil des Programms, das mit Corellis
La Folie=Variationen und Bachs G=moll=Sonate für
Violine allein die muſikaliſch ſtärkſten Eindrücke des
Abends brachte, und dem letzten Teil, in dem Saint=
Saéns Havanaiſe und Wieniawskis Scherzo Tarantelle
Gelegenheit zur glänzenden Bewährung virtuoſer Technik
gaben, vermittelte Mar Regers Suite im alten Stil und
Schuberts Konzertſtück in D=dur. Bülau hatte einen
ſehr ſtarken und allgemeinen Erfolg.
Luftfahrt.
* Darmſtadt, 24. Sept. Geſtern abend 5 Uhr traf
eine Rumplertaube unter Führung des Herrn
Oberleut=
nant Hantelmann, von Berlin kommend, hier ein.
Oberleutnant Hantelmann war abgefahren um 6 Uhr
vor=
mittags in Berlin mit Zwiſchenlandung um 8.30 Uhr in
Weimar, ab Weimar 11.15 Uhr, in Fulda 12.45 Uhr, ab
Fulda 3.45 Uhr. Die Ankunft in Darmſtadt
er=
folgte um 5 Uhr. Der Flieger iſt heute morgen 8.35
Uhr nach Straßburg weitergeflogen. Er
ge=
hört zu der Flugſtation Straßburg und befindet ſich auf
der Rückkehr aus dem Kaiſermanöver.
* Friedrichshafen, 24. Sept. Das erſte
deutſche Marine=Luftſchiff iſt auf der
Zeppe=
lin=Werft fertiggeſtellt worden. Im Laufe dieſer
Woche trifft eine Marinekommiſſion in Friedrichshafen
ein. Die Füllung wird in der nächſten Woche ausgeführt,
worauf ſofort die Verſuchsfahrten unternommen werden.
Nach erfolgter Abnahme wird das Luftſchiff ſofort nach
Wilhelmshaven übergeführt.
* Flugmeeting Mannheim 1912. 13. bis
einſchließlich 15. Oktober. Das große Schaufliegen, das
am Sonntag, den 13. Oktober das dreitägige Flugmeeting
einleitet, beginnt ſchon vormittags um 9 Uhr mit dem
Wettbewerb um den Vormittagspreis im Betrage von 400
Mark. Der Beginn der Nachmittagsflüge, die mit dem
Wettbewerb um den Frühpreis im Betrage von 500 Mark
eingeleitet werden, iſt endgültig auf 3 Uhr feſtgeſetzt. Es
werden u. a. Tages= und Dauerkarten ausgegeben. Die
Dauerkarten gelten für den Beſuch des Flugplatzes am
Sonntag, Montag und Dienstag. Außerdem aber werden
zehn Inhaber von Dauerkarten zu
Gratispaſſa=
gierfahrten ausgeloſt. Die Flieger, mit denen
die glücklichen Inhaber der ausgeloſten Dauerkarten in
die Lüfte ſteigen, werden von der Flugleitung beſtimmt
und auch honoriert.
* Eine bayeriſche Flugpoſt. Dieſer Tage
werden vom Aeroklub München und von dem unter dem
Protektorate des Prinzen Ludwig ſtehenden Münchener
Jugend=Fürſorge=Verbande Flugpoſtkarten mit
Flugpoſtmarken ausgegeben werden, welche ebenſo
wie die der im verfloſſenen Sommer auf Anordnung der
Großherzogin von Heſſen veranſtalteten
Flug=
poſt am Rhein und Main ſicherlich großen Anklang finden
und ſpäter auch im Briefmarkenhandel großen Wert
er=
langen werden.
sr. Der Meldeſchluß für die Berliner
Herbſt=Flugwoche in Johannisthal hat
mit achtunddreißig Unterſchriften ein recht gutes
Reſultat ergeben. Auch die Qualität der Beteiligten
läßt nichts zu wünſchen übrig, da faſt alle
hervorragen=
den deutſchen Flieger in Konkurrenz treten werden. Im
einzelnen nannten: Lindpainter, Ago=Doppeldecker,
The=
len, Albatros=Doppeldechr, Rupp, Albatros=
Doppeldel=
ker, Friedrich, A. F. G.=Eindecker, Schauenburg, A. F. G.=
Doppeldecker, Büchner, Aviatik=Doppeldeckep, Füller,
Aviatik=Doppeldecker, Ingold, Aviatik=Eindecker, Oberlt.
Bier, Mars=Eindecker, Hill, Dorner=Eindecker, Häusler,
Cohler=Eindecker, Hartmann, Wright=Doppeldecker,
Sedl=
mayr, Wright=Doppeldecker, W. Müller, Wright=
Doppel=
decker, Boutard, M. B.=Taube, Melly Beeſe. M. B.=Taube,
Fokker, Fokker=Eindecker, Sablatnig, Bomhard=Pfeil=
Dop=
peldecker, Grade, Grade=Eindecker, Hanuſchke, Hanuſchke=
Einſdecler, Krüger, Harlan=Eindecker, Weesler, Harlan
Eindecker, Hirth, Rumpler=Eindecker, Krieger, Jeannin=
Eindecker, R. Schmidt, Kühlſtein=Torpedo, Ahlig,
Kühl=
ſtein=Torpedo, Laitſch, L. V. G.=Doppeldecker, Stöffler
L. V. G.=Doppeldecker, C. Müller, Grade=Eindecker,
Bayer=
lein, Ago=Doppeldecker. Janiſch, Otto=Eindecker, Keidel,
Rumpler=Taube, Roſenſtein, Rumpler=Taube, Mohns,
Wright=Doppeldecker. G Schulze, Schulze=Eindecker,
Schwandt, Grade=Eindecken, Töpſer, Kohnerſt, Dorner=
Eindedker.
H.B. Antwerpen, 24. Sept. Auf dem hieſigen
Flugfelde ſtürzten zwei belgiſche Offiziere,
die auf einem Armee=Aeroplan aufgeſtiegen waren, aus
großer Höhe ab. Der Führer des Apparates, Leutnant
van Loo, erlitt tödliche Verletzungen, während der
andere Offizier, Leutnant Manet, mit leichteren
Verwun=
dungen davon kam.
Sport.
* Die Fußballſpiele der Liga des Weſtkreiſes, die
letz=
ten Sonntag ſtattfanden, zeitigten folgende Ergebniſſe;
Pfalz=Ludwigshofen-Boruſſia=Neunkirchen 311; Phönix=
Mannheim-F. G. 03=Ludwigshafen 211; V. F. R.=
Mann=
heim-Olympia=Darmſtadt 3.0; Kaiſerslautern-Phönix=
Ludwigshafen 310. Ueberraſchend iſt der ſehr knappe Sieg
von Phönix=Mannheim, dem man große Chancen für die
Meiſterſchaft einräumt. Die anderen Reſultate ertſprechen
der Spielſtärke der Mannſchaften. Olympia hat,
nach=
dem ſie am 22. September und 6. Oktober in
Ludwigs=
hafen gegen Phönir bezw. Pfalz angetreten iſt, als nächſten
Gegner auf heimiſchem Grund am 13. Oktober den
Fuß=
ballverein Kaiſerslautern.
* Riga, 24. Sept. Bei dem internationalen
Kraft=
wagen=Rennen Königsberg-Riga erhielten
Baron Mengden mit ſeinem Benz=Wagen den Preis
der Großfürſtin Viktoria Fedorowna und der Deutſche
Reichſtein mit Brennabor=Wagen den Preis der Stadt
Riga,
Handel und Verkehr.
Poſtſcheckverkehr. Vom 1. Oktober ab können
die Inhaber von Poſtſcheckkonten die Beträge der von
ihnen ausgehenden Poſtaufträge und Poſtnachnahmen nach
Oeſterreich unmittelbar, alſo nicht mehr auf dem Wege
über die deutſche Aufgabepoſtanſtalt, ihrem Poſtſcheckkonto
in Deutſchland mittels Poſtanweiſung überweiſen laſſen.
Hierzu iſt erforderlich, daß am Fuße des erſten Teils
des internationalen Poſtauftragsformulars oder bei
Nach=
nahmebriefſendungen unmittelbar unter der Angabe des
Nachnahmebetrags vermerkt wird: „Betrag an das
Poſt=
ſcheckamt in H. . . . . zur Gutſchrift auf das Konto Nr. . . .
des N. . . . . in M. . . . .". In abgekürzter Form darf
dieſer Vermerk nicht niedergeſchrieben werden. Enthält
ein Poſtauftrag nach Oeſterreich Wertpapiere für mehrere
Zahlungspflichtige, ſo gilt der Ueberweiſungsvermerk für
alle einzulöſenden Papiere. Bei Nachnahmepaketen
nach Oeſterreich hat der Abſender, der von dem neuen
Ver=
fahren Gebrauch machen will, die mit der Paketadreſſe
ver=
bundene, von ihm vorzuſchreibende Poſtanweiſung
unmit=
telbar an das zuſtändige deutſche Poſtſcheckamt unter
An=
gabe ſeiner Kontonummer in folgender Form zu
adreſ=
ſieren: An das K. Poſtſcheckamt (zur Gutſchrift auf das
Konto Nr. . . . des N. . . . in M. . . . ) in H. . . . (Ort des
Poſtſcheckamts).
— Zeichnung auf 1000000 Mark Aktien
der Sachſenwerk, Licht= und Kraft=
Aktien=
geſellſchaft, Niederſedlitz. Nachdem die
Zu=
laſſung des geſamten Aktienkapitals von 4 250000 Mark
der obigen Geſellſchaft an der Leipziger und Dresdener
Börſe genehmigt worden iſt, wird vor der Einführung
ein Teilbetrag von 1000000 Mark durch das Bankhaus
Gebr. Arnhold, Dresden, die Mitteldeutſche Privat=Bank
Aktiengeſellſchaft, Dresden u. Leipzig, und das Bankhaus
H. C. Plaut, Leipzig, am Dienstag, den 1. Oktober, zum
Kurſe von 110½ Prozent, d. i. einem um 1¼ Prozent
hinter dem Tageskurſe zurückbleibenden Kurſe, zur
Zeich=
nung aufgelegt. Das Sachſenwerk hat ſich nach und nach
zu einem außerordentlich leiſtungsfähigen und
achtung=
gebietenden Unternehmen der elektriſchen Branche
ent=
wickelt. Das Werk hat es verſtanden, neben den großen
Elektrizitätskonzernen dank ſeines zielbewußten
Vor=
gehens und der hervorragenden Güte ſeiner
Spezial=
fabrikate ſich einen ausgedehnten Kundenſtamm, der ſich
zum großen Teil aus ſtaatlichen und kommunalen
Be=
hörden, ſowie induſtriellen Kreiſen zuſammenſetzt, zu
er=
werben. Dies dürfte am beſten daraus hervorgehen, daß
die Zahl der Angeſtellten heute bereits 2000 überſchritten
hat. Die Geſamtproduktion betrug im Jahre 1910:
7108 Maſchinen, im Jahre 1911: 10040 Maſchinen; der
Geſamtumſatz des Werkes belief ſich im Jahre 1909 auf
rund 5 400000 Mark, im Jahre 1910 auf rund 7300000
Mark und im Jahre 1911 auf rund 8 500000 Mark,
wäh=
rend zurzeit zirka 11000000 Mark Aufträge inkl. in
die=
ſem Jahre abgerechneter Umſätze vorliegen, gegen rund
9000000 Mark im Vorjahre. Nach Angaben der
Direk=
tion ſind die Werkſtätten in vollem Umfange
beſchäf=
tigt und alle Anzeichen laſſen darauf ſchließen, daß die
Auftragseingänge für die Fabrik ſowohl als auch für die
Inſtallationsabteilung auch weiterhin eine ſteigende
Tendenz beibehalten werden. Hand in Hand mit dem
erweiterten Umſatz ſtieg der Gewinn, der im Jahre 1910
260000 Mark und im Jahre 1911 rund 425000 Mark
be=
trug, und es darf wohl mit Beſtimmtheit auch für 1912
nach der bisherigen Entwickelung ein weiterer Fortſchritt
erwartet werden. An Dividenden verteilte die
Geſell=
ſchaft 1909 auf 1500 600 Mark ehemalige Vorzugsaktien
4 Prozent, 1910 auf 1500 600 Mark ehemalige
Vorzugs=
aktien 6 Prozent und 1911 auf 4250000 Mark Aktien
6 Prozent. In Anbetracht der vorſtehenden Darlegungen
und des Umſtandes, daß die Geſellſchaft im Verhältnis
zu ihrem Umſatz mit einem außergewöhnlichen kleinen.
Kapital arbeitet, dürfte der für die Emiſſion in Ausſicht
genommene Kurs von 110½ Prozent als billig zu
bezeich=
nen ſein, ganz insbeſondere gegenüber den Kurſen
an=
derer Elektrizitäts=Geſellſchaften, die im Vergleich zu
ihrer Dividende einen weſentlich höheren Kursſtand
ein=
nehmen. Ohne Zweifel ſind auch auf dem Gebiete der
Elektrizitäts=Induſtrie noch ſo große
Ausdehnungsmög=
lichkeiten gegeben, daß dergleichen Aktien auch einen
ſpekulativen Anreiz zu bieten geeignet ſind. Die
Zulaſ=
ſung des geſamten Aktienkapitals an der Berliner Börſe
wird in den nächſten Tagen beantragt werden.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in völlem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— (Wer da der Meinung und Hoffnung war, mit dem
Abſchluß des Gemeinſchaftsvertrags der Stadt Darmſtadt
mit der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft werde der
Hauptzweck desſelben: die Umwandlung der
Dampfbahnen in ſolche mit
elektri=
ſchem Betrieb, bald verwirklicht und der Umbau
energiſch gefördert werden, ſcheint ſich ſchwer getäuſcht
zu haben, denn wenn es in dem Tempo weitergeht, in
dem eben in der Neckarſtraße an der Legung der neuen
Schienen gearbeitet oder vielmehr jetzt wochenlang nicht
mehr gearbeitet wird, ſo werden wir in dieſem und im
nächſten Jahr die Dampfſtraßenbahn nicht einmal in der
Stadt elektriſiert ſehen — ganz zu geſchweigen von den
Außenſtrecken. Das gleiche Bild denkbar gemächlichſter
Entwickelung bieten der Bau der Oſtbahnhoflinie
und der Vollzug des Durchbruchs durch den
alten Bahndamm zwiſchen Bismarckſtraße
und Dornheimer Weg; wenn bei letzterem täglich,
wie ſeither, nicht mehr als einige Raummeter Erde
abge=
hoben werden, kann der Durchbruch vielleicht 1920
voll=
zogen ſein. Wie bei dem Bau unſerer
Verkehrsanſtal=
ten, ſo auch in deren Betrieb: Die für unſere elektriſche
Bahn ſo ſehr notwendigen Anhängewagen — man
wird doch nicht auch im Winter mit Sommerwagen fahren
wollen — bleiben aus, ſofern ſie überhaupt beſchafft
wer=
den ſollen. Kurz und gut, wo man bei unſeren
Darm=
ſtädter Verkehrsanſtalten hinleuchtet, überall die gleiche
Erſcheinung, überall die Signatur: „Nur immer langſam
voran”.
Die Photographiebude auf der
Meſſe trägt eine Aufſchrift, die geeignet iſt, das
Publi=
kum irrezuführen und an ſeinem Geldbeutel zu ſchädigen.
Mit überaroßen Buchſtaben wird erklärt: „Heſute
hier nur 25 Pfennig” und in ganz kleiner, nur in nächſter
Nähe lesbarer Schrift wird das Weſentliche hinzugefügt:
„à Perſon bei Gruppenbildern‟ Dann folgt, wieder
etwas deutlicher, die Anzeige: „Eine einzelne Perſon
auf einem Bild koſtet 50 Pfennig.” In beiden Ecken des
Plakats ſteht: „Streng reell!” Geſtern ließ ſich meine
Tochter mit noch vier Bekannten in der Bude in
einer Gruppe aufnehmen. Sie waren alle bereit,
ein Bild zu nehmen und je 25 Pfennig zu zahlen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226
Im Nu waren die fünf Aufnahmen hergeſtellt und
im Handumdrehen waren auch drei von den fünf Bildern
gerahmt, ohne vorherige Frage von ſeiten des
Photographen und ohne jegliche Angabe, daß der
Rah=
men nicht zum Preis gehöre. Plötzlich argwöhniſch
ge=
worden, wurde gefragt, was das Rähmchen, das etwa
einen Wert von 10 Pfennig haben mochte, koſte. Die
Ant=
wort lautete 75 Pfennig. Nun wurde entſchie den
gegen einen Rahmen proteſtiert, ebenſo entſchieden aber
wurde behauptet, das Bild halte ohne Rahmen nicht
und müſſe gerahmt werden. Nur mit Mühe, und
in=
dem ſie die Hand auf die beiden noch nicht gerahmten
Bilder legten, gelang es, das weitere „Einrahmen” zu
verhindern. Die drei gerahmten Bilder anzunehmen,
erklärte man ſich ſchließlich bereit, um weitere unliebſame
Auseinanderſetzungen zu vermeiden. Als es aber nun
an das Bezahlen ging, merkte man, daß man noch in
einer weiteren Täuſchung befangen war, denn, da fünf
Perſonen auf dem Bild waren, betrug der Preis für
jedes Bild, ohne Rahmen, 1,25 Mark. Erneute
Reklamation wurde mit der höhniſchen Frage
zurückge=
wieſen: „Können Sie denn nicht leſen?” Alſo koſtete
der kleine Scherz, den man ſich für 25 Pfennig glaubte
leiſten zu können, drei der Teilnehmer je 2 Mark, die
bei=
den anderen, nach energiſcher Gegenwehr gegen das
Rähmchen, je 1,25 Mark, zuſammen alſo 8,50 Mark für
fünf Bilder in Viſitformat.
Ich halte die Frage für berechtigt, ob es der berufenen
Inſtanz nicht möglich ſein ſollte, eine Form der Anzeige
anzuordnen, die das Publikum vor Schaden ſchützt. N.
— Auf das in Nr. 224 Ihres Blattes erſchienene
Eingeſandt möchte ich kurz bemerken, daß es in der guten
alten Zeit mit Brunnen in den Häuſern auch noch keine
Badeſtuben, Kloſettanlagen mit Entwäſſerungen,
In=
ſtallation, und auch keine Kanalgebühren gab. Wir
müſ=
ſen danach ſtreben, daß das Waſſer nur der bezahlt, der
es verbraucht, wie es bei allem Konſum der Fall iſt,
und daß dies durchgeführt wird, iſt eine Pflicht der
Bürgermeiſterei und der Stadtverordneten. Es muß
eine gerechte Belaſtung des Waſſerverbrauchs eingeführt
werden.
Ein Hausbelitzer.
Freiherr Marſchall ven Bieberſtein 7.
* Badenweiler, 24. Sept. Heute früh 4 Uhr
15 Minuten iſt im Hotel Römerbad, wo er ſeit einigen
Wochen zur Kur weilte, der deutſche Botſchafter
in London, Freiherr Marſchall von
Bieber=
ſtein, geſtorben.
Die Nachricht vom Tode des deutſchen Botſchafters
in London, von Marſchall, kam vollſtändig überraſchend.
Man wußte allerdings, daß Freiherr von Marſchall
lei=
vend war. Es handelte ſich um ein Leber= und
Nieren=
leiden, man hatte aber von einer ernſten akuten
Erkrank=
ung keine Ahnung, denn man ſah den Botſchafter in der
letzten Zeit öfter auf ſeinen Spaziergängen in der
nähe=
ren Umgebung von Badenweiler. Seit 8 Tagen mußte
er indeſſen das Bett hüten. Der Tod trat heute morgen
infolge Herzlähmung ein. Dem Kaiſer wurde die
Nachricht vom Tode Marſchalls nach Rominten
telegra=
phiert. Dem Großherzog von Baden, der ſich zurzeit in
Badenweiler befindet, wurde über die ernſte Wendung
in dem Befinden des Botſchafters und über deſſen
uner=
warteten Tod ſofort Mitteilung gemacht. Das
Fürſten=
paar hat ſogleich ſeine herzliche Teilnahme zum
Aus=
druck gebracht. Die Leiche des Freiherrn von Marſchall
wurde nach ſeinem in der Nähe von Freiburg gelegenen
Gut Neuershauſen gebracht. Ueber die
Beiſetzungs=
feierlichkeiten ſind noch keine näheren Anordnungen
ge=
troffen.
Freiherr von Marſchall war am 12. Oktober 1842 in
Karlsruhe geboren. Er ſtudierte in Heidelberg und
Frei=
burg, wurde 1871 Amtsrichter in Schwetzingen und
ſo=
dann Staatsanwalt in Mosbach, von wo er 1872 nach
Mannheim verſetzt wurde. 1879 wurde er
Landgerichts=
rat und 1882 Erſter Staatsanwalt; von 1875 bis 1893
war er Mitglied der Erſten Kammer Badens und von
1878 bis 1881 Mitglied des Reichstags für den 10.
badi=
ſchen Wahlkreis. Im Jahre 1883 erfolgte ſeine
Beruf=
ung zum badiſchen Geſandten in Berlin und zum
Bevoll=
mächtigten beim Bundesrat. Von 1884 bis 1890 war er
Mitglied des Reichsverſicherungsamts. Am 1. April
1890 erfolgte ſeine Ernennung zum Staatsſekretär des
Auswärtigen Amtes und zum Wirklichen Geheimen Rat
am 30. Oktober 1894 ſeine Ernennung zum preußiſchen
Staatsminiſter und Mitgliede des Staatsminiſteriums.
Damals veranlaßte er den vielgenannten Tauſch=Prozeß,
der ſich gegen die politiſche Polizei richtete. Nachdem
er Ende Juni 1897 von ſeinen Aemtern zurückgetreten
war, wurde er am 18. November desſelben Jahres zum
deutſchen Botſchafter in Konſtantinopel ernannt. 1907
ver=
trat er Deutſchland als Erſter Delegierter auf der
zwei=
ten Haager Friedenskonferenz. Am 15. Mai 1912 wurde
Freiherr von Marſchall zum deutſchen Botſchafter in
Lon=
don ernannt.
Freiherr von Marſchall hat ſich als Botſchafter in
Konſtantinopel große Verdienſte um die Herſtellung
freundſchaftlicher Beziehungen zwiſchen Deutſchland und
der Türkei erworben und dadurch das Anſehen und die
Stellung Deutſchlands in der Türkei ſehr gehoben. Seine
Abberufung von ſeinem Poſten in Konſtantinopel war
deshalb eine unliebſame Ueberraſchung und man ſah ihn
ungern von dort ſcheiden. Auf ſeine Berufung auf den
Londoner Botſchafterpoſten hatte man große Hoffnungen
geſetzt.
* Badenweiler, 24. Sept. Zum Ableben
des Freiherrn von Marſchall wird noch
be=
richtet: Der Botſchafter war ſchon bei ſeinem Eintreffen
in Badenweiler leidend. Obwohl er ſich auch noch
kürz=
lich auf der Kurpromenade ſehen ließ, wurde doch ſchon
geſtern das Schlimmſte befürchtet. In Gegenwart der
Frau, der Tochter und der beiden jüngeren Söhne,
ſo=
wie des behandelnden Arztes, Hofrats Schwöre, verſtarb
er heute morgen kurz nach 4 Uhr an Herzſchwäche. Der
in der Sommerreſidenz weilende Großherzog von Baden
ſprach heute vormittag den Angehörigen ſein Beileid
aus. Die Kurverwaltung hat für heute alle
Veranſtalt=
ungen abgeſagt. Die Autopſie hat ſtarke Veränderungen
des Herzens ergeben, doch waren auch die übrigen
Or=
gane in Mitleidenſchaft gezogen. Die Ueberführung der
Leiche nach dem Familienaut Neuershauſen bei Freiburg
findet nachts ſtatt. Die Beiſetzung erfolgt vorausſichtlich
am Donnerstag.
Anſprache des Kaiſers Franz Joſef an die
Delegationen.
* Wien, 24. Sept. Bei dem feierlichen Empfang
der Delegationen in der Hofburg beantwortete
der Kaiſer die Huldigungsanſprachen der beiden
Dele=
aationspräſidenten wie folgt: Mit Befriedigung nehme
ich die Verſicherung Ihrer treuen Ergebenheit entgegen
und ſage Ihnen hierfür meinen wärmſten Dank. Unſere
Beziehungen zu allen Mächten tragen fortdauernd einen
durchweg freundſchaftlichen Charakter. Geſtützt auf unſer
enges und durch viele Jahre bewährtes Bündnis rekt
dem Deutſchen Reiche und mit Italien wird unſere
aus=
wärtige Politik nach wie vor von dem Beſtreben
ge=
leitet, bei Wahrung der Intereſſen der Monarchie zur
Er=
haltung des Friedens beizutragen. Mit aufrichtiger
Sympathie verfolgen wir die Bemühungen italieniſcher
und türkiſcher Staatsmänner, im Wege einer gerechten,
unverbindlichen Ausſprache eine für beide Teile
ehren=
volle Friedensbaſis zu finden. Angeſichts der
ungeklär=
ten Lage im nahen Orient hat meine Regierung einen
Gedankenaustauſch unter den Mächten angeregt, welcher
den einmütigen Wunſch aller Beteiligten ergeben hat, die
Ruhe und den Status quo auf dem Balkan erhalten zu
ſehen. Durch die neuen Wehrvorlagen hat unſere Armee
und unſere Marine eine erfreuliche Stärkung der
Frie=
densbeſtände erfahren, wobei für die Mehrzahl der
Wehrpflichtigen namhafte Erleichterungen bei Erfüllung
ihrer aktiven Wehrpflicht eingetreten ſind. Die
dies=
jährigen Anforderungen meiner Kriegsverwaltung
wer=
den bei Rückſichtnahme auf die finanzielle Lage der
bei=
den Staaten auf das unbedingt erforderliche Maß
be=
ſchränkt. Die dank Ihrer Opferwilligkeit in Angriff
genommene Ausgeſtaltung unſerer Kriegsmarine wird
unſere Flotte in die Lage ſetzen, den ſteigenden
Bedürf=
niſſen im Schutze unſerer wirtſchaftlichen Intereſſen in
erhöhtem Maße zu entſprechen. Von dem Vertrauen
be=
ſeelt, daß Sie mit gewohntem patriotiſchem Eifer an
Ihre Aufgaben herantreten werden, wünſche ich Ihren
Arbeiten gedeihlichen Erfolg und heiße Sie herzlichſt
willkommen.
Die engliſche und die ruſſiſche Flotte
in der Oſtſee.
* Der „Köln. Ztg.” wird aus Paris geſchrieben:
Wenn es noch eines Beweiſes dafür bedurft hätte, daß
die anfänglichen Verſicherungen der führenden
franzöſi=
ſchen Blätter, die Vereinigung der
franzöſi=
ſchen Seemacht im Mittelmeer habe keine
internationale politiſche, ſondern nur eine techniſch
ſtra=
tegiſche Bedeutung, leeres Gerede waren, ſo liefert
die=
ſen Beweis heute der Temps. Das Blatt widmet
ſei=
nen heutigen Leitartikel der Fahrt der engliſchen Flotte
in die Oſtſee und ihrer Begegnung demnächſt mit der
ruſſiſchen Flotte vor Reval, nachdem auch dieſe zuvor
Kopenhagen beſuchte. Die Begegnung der beiden Flotten
vor Kopenhagen ſelbſt, führt der Temps aus, hätte eine
zu bezeichnende militäriſche und internationale
Bedeut=
ung gehabt, um als zweckmäßig zu erſcheinen. Aber auch
ſchon die verabredete Fahrt der beiden Flotten, der
eng=
liſchen von Weſten und der ruſſiſchen von Oſten, auf ihren
natürlichen Vereinigungspunkt hin, meint das Blatt,
wäre der Aufmerkſamkeit der Dänen nicht entgangen.
Welche internationale Bedeutung aber dieſe Fahrt der
beiden Flotten und ihre Begegnung habe, das legt der
Temps dann folgendermaßen dar:
„Die ſo gewählten Wege der beiden Flotten tragen
nicht im entfernteſten eine ſtrategiſche Offenſive in ſich,
ſie entſpringen keinen neuen politiſchen Kombinationen.
Aber bei dem augenblicklichen Stand der Bündniſſe und
Einvernehmen vervollſtändigen ſie in bezeichnender Weiſe
die politiſchen Schritte, die in der letzten Zeit
unter=
nommen wurden, und ſie geben uns eine Art
Erläuter=
ung zu den ſchwebenden diplomatiſchen Verhandlungen.
Man weiß, daß der Abſchluß eines
franzöſiſch=
ruſſiſchen Flottenabkommens und die
Zu=
ſammenziehung der franzöſiſchen Flotte im Mittelmeer
gleichzeitig erfolgten mit dem Beſuch Poincarés in
Petersburg. Heute ſieht man ein engliſches Geſchwader
nach Reval fahren, um den Flaggengruß mit einem
ruſſi=
ſchen Geſchwader in dem Augenblick auszutauſchen, wo
Saſonow Balmoral verlaſſen wird. Alle dieſe
mitein=
ander verknüpften Tatſachen entſpringen nur einem
ein=
zigen Geſetze und haben ein und dieſelbe Urſache,
näm=
lich: die Streitkräfte gehorchen den Eingebungen der
Politik und verdolmetſchen durch ihre Bewegungen die
Bemühungen, die gemacht werden, um ſie zum Zwecke
eines beſſeren Gleichgewichts und einer ſicheren
Aufrecht=
erhaltung des Friedens vereint wirken zu laſſen. In
dieſer Hinſicht gehören von nun an die ruſſiſche Flotte
im Baltiſchen Meer und die engliſche in der Nordſee zu
einem und demſelben unauflöslichen Syſtem. Sie müſſen
alſo auf derſelben Wagſchale gewogen werden. Dieſes
Abwägen zwingt ſich um ſo mehr in dem Augenblick auf,
wo Frankreich die Verteilung ſeiner Streitkräfte zur
See verändert und wo es ihren Schwerpunkt verlegt.
Durch die Vereinigung dieſer Streitkräfte zur See im
weſtlichen Mittelmeer unter Anpaſſungean ſeine
afrika=
niſche Politik, ſchafft es eine neue Sachlage, und es
be=
tont dadurch gleichzeitig die gegenwärtigen Aufgaben
ſeines Verbündeten im Baltiſchen Meer.”
Noch geſtern ſuchte das Journal des Débats
aber=
mals die Welt dahin zu belehren, daß der Vereinigung
der geſamten franzöſiſchen Seemacht im Mittekmeer
keinerlei politiſche Bedeutung zukomme. Man wird ſelbſt
in Frankreich diejenigen mit der Laterne ſuchen müſſen,
die dies noch glauben. Was die Ausführungen des
Temps über die augenblicklich von der ruſſiſchen und
eng=
liſchen Flotte veranſtalteten Kundgebungen angeht, ſo
hat ihre Darlegung und Betonung in eben dieſem
Augen=
blick natürlich den Zweck, die Bedeutung und die
Auf=
gaben des Beſuches des Herrn Saſonow in London in
der gleichen Richtung für die Ziele des enaliſch=ruſſiſchen
Einvernehmens nach den franzöſiſchen Vorſtellungen und
Wünſchen zu unterſtreichen.
Vermiſchtes.
— Dresden, 24. Sept. Am 27. September d. J.
feiert die Firma Compagnie Laferme, Tabak=
und Zigaretten=Fabriken, ihr 50jähriges Beſtehen. Aus
dieſem Anlaß gelangte eine Feſtſchrift zur Ausgabe
und es wurde eine beſondere Jubiläums=Zigarette
fabri=
ziert, der hervorragende Eigenſchaften nachgerühmt
wer=
den. Die Feſtſchrift gibt nach einer intereſſanten
Dar=
ſtellung über die Geſchichte des Rauchens im allgemeinen
und der Zigarette im beſonderen einen Einblick in die
großartigen Fabrik= und Verſandräume der Firma.
Literariſches.
Muſikergeſchichten von Ran Soehle,
Ru=
dolf Hans Bartſch, Wilhelm Schmidtſohn, Ernſt von
Wol=
zogen. Mit einer Einleitung von Dr. Richard Batka.
(„Hausbücherei” Band 38) Verlag der Deutſchen Dichter=
Gedächtnisſtiftung Hamburg=Großborſtel, 159 Seiten
Preis gebunden 1 Mk. Endlich einmal ein Buch unter den
zahlreichen Neuerſcheinungen, das von der Muſik her einen
vollen Klang von echter Innerlichkeit bekommen hat, der
noch lange in dem Leſer nachſchwingt!
Darmſtadt, 25. September.
Vom Großh. Hoftheater. Heute, Mittwoch, gelangt
als 14. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. A. 4, Gucks
„Iphigenie in Aulis” zur erſten Wiederholung.
Morgen geht Moliére=Vollmöllers „George
Dan=
din” mit der Muſik von Einar Nilſon in Szene. Die
„muſikaliſchen Zwiſchenſpiele, die eine Art Rokoko=Oper
im Schauſpiel darſtellen, haben auch hier weſentlich zum
Erfolg des Dandin beigetragen. Dieſe zweite Auffüh= der Komödie, die als 15. Abonnementsvorſtellung,
Buchſt. D 4, ſtattfindet, beginnt um 7½ Uhr. Für
Frei=
tag iſt als 16. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. C 4, die
zweite Wiederholung des „Gardeoffizier” angeſetzt.
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin hat mit hohem
Beſuch der Dienstagsaufführung des Molnarſchen
Luſt=
ſpiels beigewohnt. Samstag wird Eugen d’Alberts
„Tiefland” wieder ins Repertoire aufgenommem.
Die erſte Operettenvorſtellung der Spielzeit findet am
Sonntag ſtatt. Offenbachs „Schöne Helena”
ge=
langt in vollkommen neuer Ausſtattung nach 2 Pauſe zur Aufführung. Neben
erſten Opernkräften des Hoftheaters ſind ſämtliche
Ko=
miker in großen Aufgaben beſchäftigt. Die
Wiederauf=
nahme der „Schönen Helena” in Berlin, München und
anderen Städten hat überall die Lebenskraft bewieſen,
die dieſem Meiſterwerk Offenbachs innewohnt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 24. Sept. Die Ausſtellung „Die
Frau in Haus und Beruf” ſchließt mit einem
Ueberſchuß von 166770,87 Mark, über deren
Ver=
wendung nach dem Zuſammentritt der betreffenden
Or=
gane entſchieden werden wird. Auf den Bericht des
Vorſitzenden an die allerhöchſte Protektorin iſt aus dem
Kabinett folgende Antwort eingetroffen: Ihre Majeſtät
die Kaiſerin und Königin haben mit großem Interene
den eingereichten Bericht über die Ausſtellung „Die Frau
in Haus und Beruf” entgegenzunehmen geruht und haben
mich beauftragt, Ihnen, ſehr geehrte gnädige Frau,
aller=
höchſt ihren Dank für die Leitung der Ausſtellung
auszu=
ſprechen und Sie zugleich zu erſuchen, den Ausdruck des
allerhöchſten Dankes auch den übrigen Damen und
Herren, die durch ihre treue und mühevolle Mitarbeit an
dem ſo erfolgreichen Gelingen des Werkes beigetragen
haben, zu übermitteln. gez. Spitzenberg.
* Nordhauſen, 24. Sept. In dem Kaliſchacht Heye
bei Kleinfurra ſind geſtern nachmittag zwei Bergleute
durch niedergehendes Salz verſchüttet worden. Nach
längeren Bemühungen gelang es, beide als Leichen
zu bergen. Der eine von ihnen hinterläßt eine Frau und
vier minderjährige Kinder.
* Schwarzau am Steinfelde, 24. Sept. Prinz
Rena=
tus von Bourbon und von Parma liegt im
Sterben. Die Kataſtrophe wird ſtündlich erwartet. Die
herzogliche Familie iſt verſammelt.
* Haag, 24. Sept. Geſtern iſt hier auf Anzeige eines
deutſchen Schankwirtes der 43 Jahre alte Kaſſenbote
Heinrich, der im Mai bei einem Düſſeldorfer
Bank=
hauſe 200000 Mark unterſchlagen hatte, verhaftet
wor=
den. Heinrich war ſeinerzeit in Konſtantinopel verhaftet
und an Deutſchland ausgeliefert worden, aber vorgeſtern
aus Düſſeldorf entflohen.
H.B. Berlin, 24. Sept. Der Prozeß Borchardt=
Leinert nahm heute vormittag, wiederum bei großem
Andrange, ſeinen Fortgang. Rechtsanwalt Wolfgang
Heine begann mit ſeinem Plädoyer. Er ſuchte den
Nach=
weis zu führen, daß kein Hausfriedensbruch vorliegt und
ging auf die ſtaatsrechtliche Seite der Angelegenheit
aus=
führlich ein. Der vom Abgeordneten Borchardt geleiſtete
Widerſtand ſei lediglich berechtigte Notwehr geweſen. Der
Verteidiger ſucht an der Hand mehrerer Entſcheidungen
des Reichsgerichts den Nachweis zu erbringen, daß die
Polizei nicht im Rahmen ihrer Zuſtändigkeit handelte, als
ſie den Auftrag des Präſidenten ausführte. Auf Antrag
der Verteidigung iſt zu Samstag der Vizepräſident des
Abgeordnetenhauſes, Porſch, geladen. Er ſoll bekunden,
daß Präſident v. Erffa ihm geſagt habe, er habe Vorchardt
hinausführen laſſen, nicht weil er eine weitere Gefährdung
der Ordnung befürchtete, ſondern um die Autorität des
Hauſes zu wahren. Außerdem ſoll der Briefwechſel, der
im Jahre 1910 bei der Beratung des Paragraphen 64 der
Geſchäftsordnung zwiſchen dem Miniſter des Innern und
dem Präſidenten des Abgeordnetenhauſes, v. Kröcher,
ſtatt=
gefunden haben ſoll, herangezogen werden, wonach der
Miniſter Bedenken geäußert habe, daß dem Präſidenten
die Befugnis zuſtehen ſolle, den Wiedereintritt eines
aus=
geſchloſſenen Abgeordneten in den Sitzungsſaal zu
ver=
hindern.
Die Urteilsverkündung wurde auf
Sams=
tag, den 28. September, nachmittags 1 Uhr, vertagt.
— Potsdam, 24. Sept. Das Urteil in dem Prozeß
wegen Betrügereien beim
Kaiſerpreisſchie=
ßen lautet: 104 Grenadiere zwei Tage Mittelarreſt, 11 je
drei Tage, einer fünf, einer wurde freigeſprochen.
Unter=
offizier Huttenberg vier Monate Gefängnis, der
Feld=
webel drei Wochen gelinden und zehn Vizefeldwebel und
Unteroffiziere je zwei Wochen gelinden Arreſt.
Kom=
pagniechef Hauptmann v. Schlichting acht Tage
Stuben=
arreſt.
— Falkenberg i. Mark, 24. Sept. In Zemmin
wurde vor einiger Zeit eine Gasquelle entdeckt, die
von ganz bedeutender Stärke war. Der Eigentümer will
das Gas zum Betriebe landwirtſchaftlicher Maſchinen für
den Hausgebrauch verwenden.
London, 24. Sept. Der Induſtrielle Macrow. mit ſeinem Automobil beim Ueberqueren eines
Schienenſtranges von einem Güterzuge erfaßt. Das
Auto=
mobil wurde vollſtändig zertrümmert, Macrow ſelbſt und
ſein Chauffeur getötet.
— Warſchau, 24. Sept. Auf der Bahnſtation des
Jagdſchloſſes Spala, wohin die Familie des Zaren
dem=
nächſt überſiedelt, wurde aus einem Gepäckwagen des
Hofmarſchallzuges durch das Dach hindurch 120 Pfund
Tafelſilber geſtohlen, das zur kaiſerlichen Tafel
gehörte.
New=York, 24. Sept. Drei bewaffnete
Auto=
mobilbanditen ſchlugen am hellen Tage den
Pro=
duktenhändler Popper auf dem Wege zur Bank nieder und
erbeuteten 10000 Mark. Die Polizei eröffnete auf die
fliehenden Räuber ein lebhaftes Revolverfeuer, doch
ge=
lang es nicht, auch nur einen zu faſſen.
Hei akuten und chroniſchen Durchfällen der Kinder
und Erwachſenen hat ſich „Kufeke” als leicht
ver=
dauliche, die Ernährung regelnde Koſt ſeit Jahrzehnten
glänzend bewährt, denn es führt dem Körper die
nötigen Nährſtoffe zu, ohne Magen und Darm von
(19942f
neuem zu reizen.
Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Seite 7.
as Spezialhaus für Damen-Konfektion
HERMIANN BERGEn, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren
mög-
lichst billig zu liefern. : : ::
it Beginn der kühleren Jahreszeit iſt es an der
M Zeit, mit einer Lebertran=Kur zu beginnen. Die
vorzüglichen Eigenſchaften dieſes beſten und natürlichſten
Haus= und Heilmittels ſind bekannt. Wer Kinder und
eine Familie hat, ſollte dieſen die Wohltaten einer Kur
während der Winter=Monate zugute kommen laſſen. Er
fehlt als Haus= und Heilmittel faſt in keiner Familie,
ſobald die kühlere Jahreszeit beginnt. Auf den
Leber=
tran, den die Firma Apotheker Wilh. Lahuſen
in Bremen ſeit 25 Jahren in den Handel bringt, ſei
hierdurch hingewieſen. Dieſer iſt als ein vervollkommneter
und vervollſtändigter Lebertran zu bezeichnen, dem zur
Erhöhung der Wirkſamkeit bei einer größeren Anzahl
von Krankheiten das energiſch aufs Blut wirkende Jod=
Eiſen chemiſch hinzugefügt iſt. Es iſt der Lahuſens
Jod=Eiſen=Lebertran mit Schutznamen
Jo=
della‟. Die Firma iſt gern bereit, auf Wunſch
Näheres mitzuteilen. „Jodella” iſt in allen Apotheken
zu haben.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Rudolf Gericke in Potsdam, Hoflieferant Sr.
Maj. des Kaiſers, hat hierſelbſt bei Ernſt Breimer,
Hoflieferant, Eliſabethenſtraße 14, und Gg. Wilh.
Weidig Nachf., Oskar & Ernſt Matzelt, Hoflieferanten,
Schulſtraße 4, eine Verkaufsſtelle ſeines berühmten
Ambroſia=Brotes nach Profeſſor Graham,
Am=
broſia=Schnitten=Pumpernickels, Ambroſia=Cakes u.
Pots=
damer Zwiebacks, worauf die Herren Aerzte beſonders
aufmerkſam gemacht werden.
Für Jedermann iſt Kathreiners Malzkaffee
das beſte Getränk, denn er hat den nicht hoch genug
anzuſchlagenden Vorteil, daß ihm jegliche ſchädliche
Wir=
kung auf Herz und Nerven vollkommen fehlt. Für
Nervöſe, Herzkranke und Magenkrauke iſt er daher
be=
ſonders geeignet; aber auch Millionen geſunde Menſchen
geben Kathreiners Malzkaffee ſeiner Billigkeit,
Aus=
giebigkeit und ſeines Wohlgeſchmackes wegen ſeit nahezu
25 Jahren den Vorzug.
Gsttesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Laubhüttenfeſt.
Mittwoch, den 25. September:
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 30 Minuten.
Donnerstag, den 26. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Predigt 9 Uhr
20 Min. Abendgottesdienſt 7 Uhr.
Freitag, den 27. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Abendgottesdienſt
(Sabbatanfang) 6 Uhr 15 Minuten.
Samstag, den 28. September:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang 7 Uhr.
Gottesdienſt an den Wochentagen:
Morgens 6 Uhr 45 Min. Abends 5 Uhr 30 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Sukkaus=Feſt
Donnerstag, den 26. September:
Vorabend 6 Uhr. Morgens 7 Uhr 45 Min.
Nach=
mittags 4 Uhr. Abends 7 Uhr.
Freitag, den 27. September:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr 40 Min.
Samstag, den 28. September:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 4 Uhr.
Sabbat=
ausgang 7 Uhr
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 29. Sept., an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 5 Uhr 30 Min.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet bedeckt noch immer
Nord=
europa. Tiefdruckgebiete liegen über Island und dem
Mittelmeer. Heute morgen iſt das Wetter in
Deutſch=
land meiſt trüb bei mäßigen Temperaturen.
Nieder=
ſchläge ſind verbreitet, jedoch in geringer Menge
nieder=
gegangen. Wir befinden uns in Heſſen an der Grenze
zwiſchen Hoch und Tief, ſo daß wir mit dem wechſeln=
den Einſtuß zu rechnen haben, zumal über
Südweſt=
deutſchland ein Fallwirbel liegt.
Ausſichten für Mittwoch, den 25. September:
Wechſelnd bewölkt, geringe Niederſchläge, Temperatur
wenig geändert.
Onstähdrshärstähe
Statt Karten.
Die Geburt eines gesunden
Töchterchens
zeigen an
(20012
Stabsarzt Dr. Krahn.
Frau Elly Krahn, geb. König.
Wesel, den 22. September 1912.
Geahsnsnsgahsnse
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren lieben Sohn, Bruder und Enkel
Joseph
nach kurzem Leiden im Alter von 5½ Jahren
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen. (19973
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Schambach u. Frau.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet am Donnerstag
nachmit=
tag 3¼ Uhr, vom Portale des Friedhofs aus,
ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Geſtern morgen 7 Uhr verſchied nach
ſchwerem Leiden unſere liebe Großmutter und
Schwiegermutter
(*7079
Frau Dorothea Schmitt Wwe.
geb. Kirſchner
im Alter von 81 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Karl Schmitt Wwe. und Kinder.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
3½ Uhr, vom Portale des Beſſunger Friedhofes
aus, ſtatt.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere gute, liebe Schweſter, Schwägerin, Tante,
Großtante und Nichte
(19957
Karoline Stieler
nach langem, ſchwerem Leiden, wohlvorbereitet
durch den öfteren Empfang der hl. Sakramente,
heute morgen um ½ 8 Uhr in ein beſſeres
Jen=
ſeits abzurufen.
Im Namen der Hinterbliebenen
die trauernden Geſchwiſter:
Auguſt Stieler, Oberſt,
Anna Stieler,
Thereſe Stieler, Lehrerin,
Heinrich Stieler, Reg.=u. Baurat,
Louiſe Stieler, Lehrerin.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt Donnerstag, den
26. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom
Sterbe=
haus, Hügelſtr. 32 aus. Das Seelenamt wird
gehalten in St. Ludwig am 27. ds. Mts.,
8¼ Uhr.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7 Uhr: „
Iphi=
genia in Aulis”.
Lichtbilder=Vortrag um 8½ Uhr im „
Kaiſer=
ſaal” (Thema: „Petrus der Fels”).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Der
Untergang des Torpedobootes „C 171‟; die
Unterſee=
bootsflottille in Wilhelmshaven; die große Prozeſſion
während des Euchariſtiſchen Kongreſſes in Wien; zu
den Vorgängen im ungariſchen Abgeordnetenhauſe.
Verſteigerungslalender.
Donnerstag, 26. September.
Ladeneinrichtung= uſw. Verſteigerung um
11 Uhr Rheinſtraße 37.
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Train=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Vir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem
Ab-
leben unseres I. Vorsitzenden
(*7140
Herrn Kammermusiker Aifred Hayn
Kenntnis zu geben.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. September, um 3½ Uhr
nach-
mittags, vom Elisabethenstift aus, statt.
Darmstadt, den 25. September 1912.
Der Schachklub Darmstadt.
Raſch waſchen kann eine
Haus=
frau nur bei Verwendung von
Giotil, indem dabei das
und Reiben
Einseifen der Wäſche,
ſowie die Raſenbleiche wegfällt.
Nur ½ Stunde mit Giotil gekocht
und die Wäſche iſt rein und
ſchnee=
weiß. Giotil, vollſtändig unſchädlich,
per ½ Paket nur 30 Pfg.
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J. Gioth, G. m. b. H. Niederlagen:
Carl Steinhäuser, Germania=
Drogerie, Carl Dreste, Karl=
(V19735
ſtraße 81.
Guterh. Kleider v. n. beſſ. Fam.
f. 16 jähr. Jungen z. kauf. geſucht.
Offert. unt. § 77 a. d. Exped. (*7078
errenwäſche zum Glanzbügeln
wird angenommen Soder=
(*7131
ſtraße 31.
Tapezier und Polſterarbeiten
werden ſauber und billig
aus=
geführt Adolf Krug, Mauer=
(*6895od
ſtraße 10.
Nüch PROFESSOR GRAHAM-
ferfträcht or Sehuhengtintangen
Sthon mongaſs Fri.
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Ernst Breimer, Hofl., Elisabethenstr. 14.
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Matzelt, Hofl., Schulstr. 4. VII19934
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Kleines gutgehendes
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ſon umſtändehalber ſofort
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die Exped. ds. Bl.
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Waren-Agentur-
Geschaft
käuflich zu erwerben u. bitte
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an die Exp. erb. (19922ms
etrag. Koſtüme und Jacken
billig zu verkaufen Grafen=
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ſtraße 6, II.
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Beckerſtraße 33, part. (*6777sms
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Wdie d. Krankh. in Not geraten
60 Mk. Pünktl. monatl. Rückz. v.
10 Mk. Off. u. § 84 a. d. Exp. (*7105
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226.
Strümpfe
und
Ausehale
Diese beiden Artikel, denen wir ganz besondere Aufmerksamkeit schenken,
bringen wir in grossen Posten aussergewöhnlich billig.
Tadelloser Schnitt!
Strümpfe
Damenstrümpfe
Damenstrumpf, Wolle, Ia Qualität, vorzüglich im
. Paar
Tragen
Damenstrumpf, Wolle, vorzügliche Ware, mit
ver-
stärkter Spitze und Ferse . . . . . Paar
Damenstrumpf, Wolle, prima Qualitäten . . Paar
Kinderstrümpfe
reine Wolle, gute Qualität, vorzüglich im Tragen
Grösse 1
98 ₰
1.50
schwarz
u. braun 45 55 60 65 70 80 65 90 95
Herren-Socken
Wolle, in schwarz, braun und farbig,
solide Qualitäten . . . . Paar 60, 60, 95 ₰
Grösste Haltbarkeit!
Manusehule
Damen-Handschuhe
für den Uebergang in allen gangbaren Grössen,
solides Fabrikat, in schwarz, weiss und
farbig . .
. . Paar 1.25 — 38 ₰
Herren-Handschuhe
für den Uebergang, dauerhafte Trikotgewebe,
aus-
gezeichnet im Tragen, alle gangbare Farben
und Grössen
Paar 1.75 — 65 ₰
Kinder-Handschuhe
weiss, schwarz u. farbig, gestrickte sowie Trikothandschuhe
Grösse
Preis
20 50 35 40 45 50 ₰
Weiblich
Junge, kinderl Frau mit guter
Handſchrift ſucht ſchriftliche Arb.
für zu Hauſe. Offert. unt. § 38
an die Expedition ds. Bl. (*6951im
Fräulein, in Stenographie und
Schreibmaſchine bewandert, ſucht
Stelle. Offerten unter § 79 an
die Exped. ds. Bl. erb. (*7074ms
Tüchüge Schneiderin
empfiehlt ſich den geehrten
Herr=
ſchaften, pro Tag 3.50 Mk. mit
Hilfe. Näheres Exped. (19967md
ucht noch
Hausſchneiderin Kunden. Iſt
erfahren u. perfekt in jed.
Damen=
ſchneiderei, auch Mäntel. A. Wunſch
Refer. Off. u. § 85 Exped. (*7118
Tüchtige Schneiderin ſ. Heim
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H. 3. St. l. erbeten.
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Perf. Weißzeugnäherin
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pfiehlt ſie ſich i. Anf. v. Herrenhemd.
Kaſinoſtr. 17, II., r. (*7132mds
Friſeuſe nimmt noch Kunden
an, bei billigſter Berechnung Neue
Ireneſtraße 71, 3. Stock, Ecke
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Mollerſtraße.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fahren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe. Näh. in der Exped. (18745a
Frau ſucht morg. 2-3 St.
Lauf=
dienſt Dieburgerſtr. 42, Stb., I. (*7060
Erf. Fröbel=Erz. ſucht einige
Stunden Beſchäftigung (*7063
Näh. Exped.
20jähr. Kindergärtnerin ſucht
tagsüber Stelle zu Kindern. Off.
u. § 88 an die Exped. (*7109
Frau ſucht Laufdienſt Schloß=
(*7035
gaſſe 28.
Unabh. Laufmädchen ſ. Stelle,
geht auch in Reſtaurant. Zu
er=
fragen Luiſenſtr. 8, 1. St. (*7044
Aelt. unabh. Mädch. ſucht
mit=
tags Beſch. Teichhausſtr. 38, p. (*7043
Alleinſt. Frau in mittl. Jahren
ſucht Stelle bei einz. Herrn oder
als Köchin, in allen Zweigen des
Haushalts erfahren Schloßgarten=
(*7134
ſtraße 41, II.
welch. bürgerl.
Mädchen, kochen kann,
ſucht Stellung.
ſtraße 110, I.
Näheres
Karl=
(*7130
ännlich
Junger Mann
Anfänger der Stenographie und
Schreibmaſchine, ſucht Stellung a. e.
Bureau. Offert. u. 890 Exp. (*7119
Aber Jahre, ſucht
Mann, Stell. als Heizer,
auch mit elektr. Licht vertraut, gute
Zeugniſſe ſtehen zu Dienſten,
über=
nimmt auch Dampfheizungen. Off.
unt. § 76 an die Exped. (*7082
Aelt. Mädchen ſucht zur
ſelbſt=
ſtändigen Führung des
Haus=
halts Stellung, am liebſten bei ält.
Ehepaar od. einz. Herrn. Näheres
in der Expedition. (*6727imd
ohne Anhang ſucht
Aelt. Frau Stellung bei einz=
Dame oder Herrn. Off. unt. § 78
an die Exped. ds. Bl. (*7076md
Suche tagsüber Laufdienſt
Kleine Kaplaneigaſſe 4. (*7091
ſte
Frau ſucht 2—3 Stunden
Lauf=
le Kl. Ochſengaſſe 13. (*7092
Saubere Frau ſucht Laufdienſt Zeugn.=Abſchr. u. Bild unt. § 82
Kiesbergſtraße 54, 3. Stock. (*71291an die Expedition ds. Bl. (*2087
Aelterer, ſ. zuv. Mann ſ. Stelle
als Austräger, ſchriftl. Heimarbeit
od. ſonſt. Vertrauenspoſten gegen
geringe Vergütung. Näheres in
der Expedition ds. Bl. (B19994
Zuverläſſiger Fahrknecht ſucht
Stellung
(*7112md
Große Ochſengaſſe 32, 1. St.
äe
Weiblich
Wir ſuchen per 1. November
eine durchaus tüchtige
I. Verkäuferin
für unſere Abteilungen
(19998
Tricotagen u. Herrenartikel
bei hohem Gehalt.
Mainzer Warenhaus
Guggenheim & Marx.
Anfangs-Ladnerin
evtl. Lehrmädchen, nicht unter 16 J.,
evang., geſ. u. kräft., wird in einem
gemiſcht. Warengeſch. per ſofort od.
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ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
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auf
Mk. 1000 000.− Aktien der Sachsenwerk, Licht- und Kraft-
Aktiengesell-
schaft, Niedersedlitz.
Auf Grund des im Dresdner Anzeiger und in den Dresdner Nachrichten vom 24. d. M.,
beziehungs-
weise im Leipziger Tageblatt vom 24. d. M. und den Leipziger Neuesten Nachrichten vom 25. d. M.
ver-
öffentlichten Prospektes, der bei den Zeichnungsstellen ausliegt, sind 4250000 Mark Aktien der
Sachsen-
werk, Licht- und Kraft-Aktiengesellschaft an der Leipziger Börse, sowie 2750000 Mark neuer Aktien
an der Dresdner Börse, an der 1500000 Mark Aktien bereits seit längerem notiert werden, zum
Handel und zur Notiz zugelassen worden. Der Zulassungsantrag für das gesamte Aktienkapital zum
Handel und zur Notiz an der Berliner Börse wird jetzt unverzüglich gestellt werden.
Vor der Einführung legen wir den zu diesem Zwecke uns zur Verfügung stehenden Teilbetrag der
Aktien in Höhe von
Mark 1000000.−
hiermit unter den nachstehenden Bedingungen zur Zeichnung auf.
Aus dem Prospekt, auf den wir hiermit ausdrücklich verweisen, erwähnen wir, dass die
Gesellschaft, die zur Zeit 2100 Angestellte beschäftigt, sich mit der Fabrikation elektrischer
Ma-
schinen, Transformatoren und Kontroller befasst, von denen im Jahre 1910 7108 Stück mit einer
Gesamtleistung von 75380 Ps, im Jahre 1911 10040 Stück mit einer Gesamtleistung von
108 739 Ps abgeliefert worden sind. Ausserdem werden auch Regulatoren, Anlasser und sonstige
Zu-
behörteile zu Maschinen fabriziert. Die für die Maschinen erforderlichen Gussteile werden in der eigenen
Giesserei hergestellt. Ein weiterer Zweig der Tätigkeit ist die Herstellung grosser elektrischer
Anlagen, namentlich von Elektrizitätswerken und Ueberlandzentralen, deren die Gesellschaft schon eine
beträchtliche Anzahl abgeliefert und in Auftrag hat. Die Gesellschaft verteilte folgende Dividenden:
für 1907 auf Mk. 2 744 800.— Aktienkapital
„ 1908
1500 600.— ehemalige Vorzugs-Aktien . .
1 500 600.−
„ 1909
1500 600.−
1910
1911
4 250 000.— Aktien . . .
Schliesslich ist aus dem Prospekt zu erwähnen, dass sich die Umsätze 1910 auf rund
7300000 M., in 1911 auf rund 8500000 M. bezifferten, während zur Zeit ca. 11000000 M.
Aufträge einschliesslich in diesem Jahr abgerechneter Umsätze vorliegen gegen rund 9000000 M. im
Vor-
jahre. Die Werkstätten sind in vollem Umfange beschäftigt, und alle Anzeichen lassen darauf schliessen,
dass die Auftragseingänge für die Fabrik sowohl, als auch für die Installationsabteilung auch weiterhin
ihre steigende Tendenz beibehalten werden.
1. Die Zeichnung erfolgt am
Dienstag, den 1. Oktober d. J.,
in Dresden bei dem Bankhause Gebr. Arnhold,
bei der Mitteldeutschen Privat-Bank Aktiengesellschaft,
in Leipzig bei dem Bankhause H. C. Plaut,
bei der Mitteldeutschen Privat-Bank Aktiengesellschaft,
in Berlin bei dem Bankhause Arons & Walter,
in Breslau bei der Breslauer Disconto-Bank, sowie bei deren Filialen,
ir Meiningen bei der Bank für Thüringen, vormals B. M. Strupp, Aktiengesellschatt,
sowie bei deren Filialen
während der üblichen Geschäftsstunden auf Grund eines daselbst erhältlichen Anmeldeformulars; früherer
Schluss bleibt vorbehalten.
2. Der Zeichnungspreis beträgt 110½% zuzüglich 4% laufender Stückzinsen vom 1. Januar d. J.
ab und Schlussnotenstempel.
3. Bei der Zeichnung ist eine Kaution von 5% des gezeichneten Betrages in bar oder
börsen-
gängigen von der betr. Stelle als zulässig erachteten Wertpapieren zu hinterlegen.
**4. Die Zuteilung erfolgt nach Ermessen jeder Zeichenstelle unter baldtunlichster Benachrichtigung
an die Zeichner.
5. Die Abnahme der zugeteilten Stücke hat bis zum 15. Oktober d. J. gegen Zahlung des Preises
(s. oben) zu erfolgen.
(19991
6. Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpflicht ung,
wobei die Stücke jedoch bereits nach erfolgter Zuteilung unter
vor-
läufiger Einbehaltung des laufenden Dividendenscheines, zur
Aushändig-
ung gelangen, abgegeben werden, finden vorzugsweise Berücksichtigung.
Dresden und Leipzig, im September 1912.
Gebr. Arnhold.
Mitteldeutsche Privat-Bank-Aktiengesellschaft.
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Nummer 226.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
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Auerbach
Bensheim
Bickenbach.
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Griesheim.
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Hahn b. Pfungſt.
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Jugenheim
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Ober=Ramſtadt
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Herrn L. A. Jährling,
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Meeting: Hochſtapler=Rennen, 6000 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Hrn. L. Korns Solitär (J. Jane), 2. Third
Ace (Shurgold), 3. Aceana (Liſter). Tot. 159110. Pl. 60
20110. Unpl.: Ninive (4), Muſidora, Strohblume. Kampf
Kopf-4 Lg. — Krietener=Flachrennen, 5000 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Hrn. R. v. Wallenbergs Gaudeamus (O.
Müller), 2. Siam (Cleminſon), 3. Marc Aurel (Smith).
Tot. 24:10. Pl. 18, 22:10. Unpl.: Loge, Götterſage (4),
Pindar. Sehr leicht 2—½ Lg. — Schleſiſches Jagd=
Rennen, Ehrenpreis und 1200 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Major Großkreutz Rabi (Lt. Wörth), 2. Maid of Doon
(Lt. Graf Strachwitz), 6. Folletto (Beſ.). Tot. 37.10. Pl.
22, 14:10. Unpl.: Föhn (4), Lintberga. Leicht 5—4 Lg. —
Schleſiſcher Vereins=Preis, 14000 Mark, Diſtanz 2000
Meter: 1. Hrn. v. Weinbergs Pelleas (Fox), 2.
Semme=
ring (Bullock), 3. Heloiſe (J. Lane)). Tot. 52:10. Pl. 20,
15:10. Unpl.: Quirl, Cairo. Leicht ¾—¾4 Lg-Hals. —
Südpark=Hürden=Handikap, 3000 Mark, Diſtanz 2800
Me=
ter: 1. Graf L. Henckels Coeur de Lion (Hr. Purgold), 2.
Scherz (Lt. v. Witzleben), 3. Hadwiga (Lt. v. Egan=
Krie=
ger). Tot. 48:10. Pl. 21, 15.10. Unpl.: Hellia. Leicht
2—2½ Lg. — Verloſungs=Rennen, 4000 Mark Diſtanz
1400 Meter. 1. Hrn. Hildebrands Vanitas (Benſch), 2.
Hille Bobbe (F. Bullock), 3. Flower ſeller (Jentzſch). Tot.
63:10. Pl. 26, 17.10. Unpl.: Alnok, Brennus, Palmarum
Trallarum (4). Sicher 1½—1 Lg. — Preis von
Fürſten=
ſtein, Ehrenpreis und 8000 Mark, Diſtanz 4500 Meter:
1. Hrn. M. Lückes Grandezza (Lt. v. Stammer), 2. Libel
(Dr. Rieſe), 3. Nowton (Hr. Purgold). Tot, 73:10. Pl.
23, 14:10. Unpl.: The Gun (4), Diamond Hill. Leicht
2—3 Lg.
Die deutſche Expedition nach Paris
(Maiſon=Laffitte) war am erſten Tage von keinem
Er=
folg begleitet. Herrn Paulſens Cambronne ſtartete im
Handikap de la Tamiſe, einem mit 25000 Francs
ausge=
ſtatteten 1800 Meter=Rennen, an dem nicht weniger wie
30 Pferde teilnahmen. Der Hengſt hatte jedoch nichts mit
dem Ausgang zu tun. Novelty (Reiff), des bekannten
amerikaniſchen Züchters Mr. Ch. Kohler gewann das
Rennen nach ſcharfem Kampf um einen Kopf gegen
Hamp=
ton Court (O'Neill), dem nur eine halbe Lange zurück
Mary the Seconde (J Childs) als Dritte folgte. Tot.
45:10. Pl. 25, 28, 104:10.
* Radrennen. Auf der Pariſer Buffalobahn
gelangte am Montag der Große Preis des franzöſiſchen
Berufsfahrer=Syndikats zur Entſcheidung, an dem die
Extraklaſſe der Flieger teilnahm. Dem Weltmeiſter
Elle=
gaard gelang es, für die tags zuvor erlittene Niederlage
eine Revanche zu nehmen. Zum Endlauf traten
Pou=
chois, Vedrine und Ellegaard an. Schon 400 Meter vor
dem Ziel ſetzte Pouchois zum Spurt ein, erlangte auch 5
Längen Vorſprung, erlahmte aber zuletzt, ſodaß ihn
Elle=
gaard mit einer halben Länge ſchlagen konnte. Ein 10
Kilometer=Fahren für Straßenfahrer gewann G.
Leon=
ard vor Beyl, E. Leonard und Garrigou. Das 50
Kilo=
meter=Match hinter Motoren Appelhans=Germain=
Seres gegen La Rue-E. Leonard-Darragon gewann
die erſtere Mannſchaft in 40 Minuten 38½ Sekunden mit
8 Runden Vorſprünge Die beiden erſten Runden gewann
der Deutſche Appelhans, die dritte Germain und die
letz=
ten 5 Seres. Ein Angriff auf den Kilometer=Weltrekord
mit Tandemführung, der von Lapize unternommen wurde,
ſcheiterte wegen des heftigen Windes. Im Prämienfahren
ſiegte Perr aud vor Rouſſeau und ein Motorrad=Match
über 3 Kilometer gewann Colin in 2 Minuten 10½
Sekun=
den vor Moreau.
sr. Lawn=Tennis. Das Internationale
Lawy=Tennis=Turnier des Berliner Lawn=
Tennis=Turnier=Klubs wurde auf den Spielplätzen im
Grunewald fortgeſetzt. In der Hauptkonkurrenz, dem
Herren=Einzelſpiel um die Klubmeiſterſchaft ſiegte in der
Schlußrunde Froitzheim gegen Kreuzer 6—1, 2—1
zurückgezogen, nachdem in der dritten Runde von Müller
5—7, 6—3 7—5 geſchlagen hatte, während Kreuzer gegen
Uhl mit 6—4, 6—1 ſiegreich geblieben war. Im Herren=
und Damen=Einzelſpiel ohne Vorgabe ſtehen noch einige
Spiele aus Ebenſo ſind die übrigen offenen und
Vor=
gabe=Spiele noch nicht bendet.
Die Lawn=Tennis=Meiſterſchaft von
Europa die auf den Lawn=Tennisplätzen in Hythe
ent=
ſchieden wurde, gewann Kingscote mit 9—7, 2—6, 7—5,
2——6, 8—6 gegen Roper Barrett.
sr. Golf. Die Spiele um die Golf=
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland, die am 28. September auf
den Plätzen des Golf=Klubs Wentorf in Rheinbeck bei
Hamburg beginnen, haben eine verhältnismäßig gute
Be=
teiligung gefunden. Von Herren wurden 25 Meldungen
abgegeben und von Damen 10 Meldungen. Die
Meiſter=
ſchaften werden durch Lochwettſpiele ohne Vorgaben über
8 Löcher ausgeſpielt. Die jeweilige Entſcheidungsrunde
geht immer über 36 Löcher. Im Anſchluß an dieſe
Meiſter=
ſchaftsſpiele beginnt am 1. Oktober ein Zählwettſpiel über
36 Löcher für Berufsſpieler, zu dem 7 Meldungen
er=
folgten.
Verſammlung der Gauturnwarte des
Mittel=
rheinkreiſes am 21. und 22. September in
Hahnſtätten.
* Kreisturnwart Volze eröffnete die Sitzung am
Samstag Abend um 7 Uhr. Im Namen des Aar=Gaues
begrüßte Gauvertreter Kleber=Höchſt a. M. und für den
Turnverein Hahnſtätten Dr med. Neidhöfer die
Verſamm=
lung. Die weiteren Ausführungen des Kreisturnwarts
galten den von ihm angeregten und von der deutſchen
Turnerſchaft auszuführenden Eilbotenläufen, die zur
Ein=
weihung des Völkerſchlachtdenkmals bei Leipzig am 18.
Oktober 1913 von geſchichtlich denkwürdigen Orten aus
allen Teilen Deutſchlands dorthin ſtattfinden ſollen und
ſich zu einer machtvollen Kundgebung der deutſchen
Tur=
nerſchaft geſtalten werden. Bei dem Punkt „
Jugend=
pflege” ſprechen verſchiedene Gauturnwarte über ihre
gemachten Erfahrungen. Man beklagte ſich über zu viele
Aeußerlichkeiten. Kleber=Höchſt war zu einem Lehrgang
in Spandau einberufen. Man habe dort wiederholt darauf
hingewieſen, daß die Jugendpflege in der Tätigkeit der
Turnvereine gipfeln müſſe. Alle einſeitige Betätigung ſei
auszuſchließen. Zum Schluſſe wird folgender von
Kreis=
turnwart Volze aufgeſtellter Leitſatz einſtimmig
an=
genommen: Die Gauturnwarteverſammlung des
Mit=
telrheinkreiſes empfiehlt ihren eigenen Vereinen aufs
ein=
dringlichſte, auch künftighin die Körperpflege ihrer
Jugend=
abteilungen nach den bewährten Grundſäzen der deutſchen
Turnerſchaft zu betreiben. Sie warnt vor übertriebener
körperlicher Anſtrengung (ſporſtliche Ausbildung) der
jugendlichen Turner und ſieht in dem Beſtreben, die
Ju=
gend zu uniformieren, und ſonſtigen nutzloſen
Aeußerlich=
keiten kein Förderungsmittel im Sinne der miniſteriellen
Jugendpflege.
Bei dem Punkt Jugendbund Jungdeutſchland
wurde von Münch darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Zeitſchrift „Jungdeutſchland” bis jetzt noch keinen Artikel
turneriſchen Inhalts gebracht habe und nur über die
Tätigkeit anderer Verbände berichte. — Benutzung von
Schulturnhallen: Braun=Frankfurt hätte ſich
ge=
freut, wenn der Jugendbund Jungdeutſchland dafür
ge=
ſorgt hätte, daß die Schulturnhallen den Turnvereinen
mehr zur Verfügung ſtünden. Vereine, Gemeinden und
Staat ſollten ſich zu ihrem Bau und Gebrauch vereinigen,
alsdann könne viel Geld geſpart werden. Ueber das
Turnen der Alten in den Vereinen ſpricht Braun=
Frank=
furt. Poller empfiehlt als Werbemittel die Veranſtaltung
von turneriſchen Alte Herren=Abenden. Ueber die
Grün=
dung und Leitung von Frauenabteilungen gibt
Poller=Malſtatt wertvolle Richtlinien und Winke bekannt.
— Am Sonntag Morgen verſammelten ſich die
Gauturn=
warte zur praktiſchen Arbeit in der ſchönen und
geräu=
migen Turnhalle des Ortes. An die Ordnungsübungen
von Poller, die nach ſeinen Ausführungen nur dazu
dienen ſollen, einen Reihenkörper zu bilden und
aufzu=
löſen und die Aufſtellung einer geordneten Schar raſch
herbeizuführen, ſchloſſen ſich Stabübungen von Engel=
Wiesbaden und Uebungen des Springens, Hüpfens und
Laufens von Schmidt=Koblenz an. Kreisturnwart Volze
übte alsdann Handkreiſe und Mühlſchwünge mit den
Keulen. Einen feſtlichen Empfang hatte der Turnverein
Hahnſtätten den Teilnehmern an der Verſammlung
be=
reitet. Viele Häuſer hatten Flaggenſchmuck angelegt, und
am Samstag Abend fand in der Turnhalle ein
Feſtkom=
mers ſtatt, bei dem die verſchiedenen Abteilungen des
Turnvereins: Zöglinge, Aktive, Altersriege und
Turne=
rinnen mit Frei=, Stab= und Gerätübungen den Beweis
erbrachten, daß auch in Turnvereinen auf dem Lande die
Turnkunſt eifrige Pflege finden und ſchöne Ergebniſſe
zeitigen kann. — Kreisturnwart Volze dankte für die
erhebende Begrüßungsfeier, bei der auch der
Männer=
geſangverein Hahnſtätten mitwirkte, und wünſchte dem
Turnverein ein weiteres gedeihliches Wachstum.
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schriftsteller, daß zu seiner Empfehlung nichts gesagt zu werden braucht. Seine Schilde
rungen aus dem Kriegs- wie aus dem Manöverleben sind so natürlich und packend, daf
ieder, der ebenso für das ernste Kriegshandwerk wie für das humorvolle und amüsante
Manöverleben Interesse hat, beim Lesen der einzelnen Erzählungen und Schilderungen
seine heile Freude empfindet. Die die augenblicklichen Situationen begleitenden trefflichen
Textillustrationen stellen alles so lebendig vors Auge, als wenn man es miterlebt hätte.
Aus dem ernsteren Inhalt des Werkes mögen folgende kleine Episoden erwähnt
werden wie: Bei Coulmiers 1870 — Orgeres im Dezember 1870 — Ein Weihnachtsabend
an der Loire — Requiem in Frankreich — Ein Ordonnanzritt — Loigny — Im Gefecht
von Varize — Bei Beaugency — Orleans zum ersten Male erobert — usw. usw.
Voll des köstlichen Humors sind dagegen z. B. die Kapitel: Zum Mönch
verdorben — Die Rede des Vizefeldwebels Schnüffel — Ein Fall von Hitzschlag
Kriegslist — Eine stürmische Werbung — Der Kommisraffael — Der Reservetiger
Cholerische Naturen — Der Quartiermacher — und viele andere mehr.
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Ga. F. Frank. Parfümerie. (11106E
Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1
Geld=
ſtück. 1 Sparkaſſenbuch. 1 Schrotleiter. 1 Sturmlaterne. 1 ſilberne
Nadel mit gelbem Stein. 1 ſchwarze Lederhandtaſche mit 2
Taſchen=
tüchern. 1 kleines ſchwarzes Samttäſchchen mit gelbem Bügel und
leerem kleinen Portemonnaie. 1 vergoldete Broſche (Kreuz, Herz und
Anker) und 3 Schlüſſel. 1 ſchwarzſeidenes Tuch. 1 Lochzange. 1 Brille
mit Futieral. 1 großer Schlüſſel. 1 Peitſche. 2 Schlüſſel an einem
Ring. 2 Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 ſchwarze Damenſtahluhr
mit langer ſilberner Kette.
(19939
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Boxer. 1 Dobermann (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (19966
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete.
Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich
nachſtehen=
des Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes
ver=
einbart iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten
Mietzins an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten.
Darmſtadt, den 20. September 1912.
(19920mdf
Der Oberbürgermeiſter
J. V.: Schmitt.
Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend die
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach
An=
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J.
37271 folgendes Ortsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in
Kraft treten.
§ 1. Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines
Kalender=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem
Zu=
behör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem
Zu=
behör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Zu=
behör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
§ 2. Die im § 1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur
mit der Beſhränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, zwei Zimmer,
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, vollſtändig geräumt ſind.
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des
Miet=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen, ſo
finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder
ver=
tragsmäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2
bezeich=
neten Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die
Räu=
mung ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder
einen ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt. an die
Stelle des Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Morneweg.
Verſteigerung eines Karnſſell=Platzes.
Mittwoch, den 2. Oktober I. J., nachmittags um 3 Uhr,
wird im Rathausſaal hier ein Platz zur Aufſtellung eines Karuſſells
zur Benutzung während der am 3., 4. und 10. November d. J. hier
ſtantfindenden Vor= und Nachkirchweihe öffentlich verſteigert.
Arheilgen, den 18. September 1912.
(19718sm
Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.
Breſieigerungs-Kenzeige.
Miltwoch, den 25. September 1912,
nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
gaſſe) öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlun
Eine Partie Cigarren, ein Reſt Cigarillos, ein Reſt
Cigaretten, eine Partie Tabak (Grob= und Feinſchnitt),
Schnupftabak, Doſen, diverſe Rauchutenſilien, eine
Partie Herrenſtiefel, 3 Bettvorlagen, 1 Sofakiſſen,
20 verſchiedene Mützen, 1 Schreibtiſch, 1
Schreib=
maſchine, 1 eichene Türe, 2 Käfige, eine Partie Gläſer
und Steinguttöpfe, 1 Biermarkenkaſſe, 1 Bank mit
Rohrſitz u. a. m. Ferner
Donnerstag, den 26. September 1912,
vormittags 11 Uhr,
auf freiwilligen Antrag an Ort und Stelle, Rheinſtraße 37:
Eine Ladeneinrichtung für Spezereihandlung, beſtehend
aus: 2 Theken, 1 großem Warenſchrank mit
Schub=
laden, 1 Glasſchrank, 2 Eisſchränken, ferner 1 vier=
(19976
räderigen Handwagen.
Darmſtadt, den 24. September 1912.
Deibert,
Stellvertreter des Gerichtsvollziehers Kapp zu
Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, 1. Stock.
Wegen Umzug zu Verſteigerungspreiſen:
Schlafzimmer (komplett eichen und nußbaum), 1 Büfett
(nußbaum), 1 Büfett (eichen) und Auszugtiſche,
Trumeaux=
ſpiegel, Kleider=, Bücher= und Glasſchränke, Herren= und
Damen=
ſchreibtiſche, Kommode, Diwan, Sofa, Chaiſelongues, Klubſeſſel,
Rollpult (amerik.), Vertikos, Ankleide= und Goldſpiegel, Tiſche
und Stühle, Kleiderſtänder und Flurgarderoben, kompl. einz.
Betten, Bettzeug und Kiſſen, Teppiche, Bilder, Seſſel, 1 kompl.
Kücheneinrichtung (mod.), Petroleumofen und=Herd u. a. m.
Einzelne antike Möbel ꝛc.
Schränke, Truhen, Kommode, Pult, Treſor, Standuhren,
Oel=
gemälde, Aquarelle, Elfenbeinſchnitzereien (orig. Sachen) u. a. m.
Johannes Krummeck, Anktionator u. Taxator,
Grafenſtraße 4.
Verkauf täglich ununterbrochen. Beſichtigung ohne Kaufzwang.
Vom 1. Oktober ab befindet sich
mein Möbel- und Auktionshaus (19985
1 Bleichstrasse 1.
Bekanntmachung.
Beim Einnehmen von Vorräten
in die Keller kommt es öfter vor,
daß die daſelbſt befindlichen
Haupt=
abſperrhähne der Waſſerleitung,
ſo=
wie die Waſſermeſſer unzugänglich
werden.
Wir machen daher die
verehr=
lichen Intereſſenten darauf
auf=
merkſam, daß Hauptabſperrhahn
und Waſſermeſſer ſtets zugänglich
bleiben müſſen, und bitten, beim
Einnehmen von Vorräten hierfür
(19572dom
beſorgt zu ſein.
Darmſtadt, 18. September 1912.
Städt. Waſſerwerks=Verwaltung.
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Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
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zugfeſt und gehen in jed.
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Regiments Nr. 24, ungefähr
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zig Haufen Matratzenſtreu
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Ausserdem findet im Seminar, Eichbergstr. 26, am 26. und
27. September eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten
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nachmit-
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Witwen- und Waisenfonds der Grossh. Hofmusik
im Grossh. Hoftheater.
Abonnement.
Persönliche Bestellungen werden angenommen: Montag,
den 30. September, vorm. von 11—1 Uhr, im Musiksaal
des Grossh. Hoftheaters (Eingang beim Portier). — Schriftliche
Bestellungen sind zu richten an Kammermusiker A. Diedrich,
Kiesstrasse 47, I. und werden daselbst Abonnements bis inkl.
Freitag, den 11. Oktober (3 Tage vor dem I. Konzert) angenommen.
Gesamt-Programm.
I. KO NZERT: Montag, den 14. Oktober 1912. Mit
ver-
stärktem Orchester. Sol. Mitw.: Herr Kammersänger Franz
Steiner aus Wien.
1. Eine Serenadenmusik für Orchester . . . Paul Juon
Gust. Mahler
2. Drei Gesänge mit Orchester . .
3. Lieder am Klavier
. Gust. Mahler
4. Erste Sinfonie (D-moll) . . .
H. KONZERT: Montag, den 11. November 1912. Sol.
Mitw.: Frau Kammervirtuosin Frieda Kwast Hodapp aus Berlin.
. Cl. Debussy
1. Kleine Suite für Orchester .
2. Klavierkonzert mit Orchester (A-moll) . . Ed. Grieg
3. Klavierstücke.
4. Sinfonie in D-moll (Rich. Wagner gewidmet) A. Bruckner
III. KONZERT: Montag, den 2. Dezember 1912. Sol.
Mitw.: Fräulein Edith von Voigtländer aus Berlin.
. J. Cleuver
1. Sulte für Streichorchester
2. Violinkonzert mit Orchester in H-moll . . C. Saint-Saéns
3. Solostücke am Klavier für Violine
L. v. Beethoven
4. Sinfonie Nr. 1 in C-dur
IV. KONZERT: Montag, den 6. Januer 1913. Sol. Mitw.:
Herr Professor Hugo Becker.
. Max Reger
1. Konzert für Orchester im alten Stil
A. Dvorschak
2. Konzert für Violoncell und Orchester
B. Marcello
3. Sonate in F mit Klavierbegleitung
C. M. v. Weber
4. Ouvertüre „Euryanthe‟
V. KONZERT: Montag, den 17. Februar 1913. Sol. Mitw.
Herr Alfred Cortot, aus Paris.
W. A. Mozart
1. Sinfonie in Es-dur .
C. Saint- Saéns
2. Viertes Klavierkonzert mit Orchester
Rich. Strauss
3. Suite für dreizehn Blasinstrumente
4. Zwei Solovorträge für Klavier allein
Vivaldi-Bach
a) Konzert .
Franz Liszt
b) Zweite ungarische Rhapsodie
VI. KONZERT: Montag, den 10. März 1913. Mit
ver-
stärktem Orchester. Sol. Mitw.: Fräul. Marie Philippi aus Basel.
1. Sinfonische Dichtung „Der Einsiedler‟
G. von Keußler
(unter Leitung des Komponisten)
2. Zwel Gesänge mit Orchester . . . . . . Hugo Wolf
3. Lieder am Klavier
4. Sinfonie Nr. 5 in C-moll . . . .
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für jedes einzelne Konzert Proszeniumsloge . Mk. 28.— Mk. 5.50. Balkonloge u. Mittelloge . „ 25.− „ 5.— I. Rangs „ 20.− 4.—, II. Rang „ 9.− 2.—. Sperrsitz 17.− 3.50. Parterre . & 10.− 2.20. I. Galerie . . 1.— II. Galerie —.60.
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Vom 7. bis 14. Oktober können die Abonnementskarten gegen
Entrichtung des Betrages abgeholt werden in der Pianoforte-
und Musikalienhandlung von Og. Thies Nachf. (Leopold
Schutter), Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12. (Daselbst sind
auch Hauptprobekarten à Mk. 1.50 zu haben.)
Die nicht abgeholten Karten sind beim I. Konzert (14.
Ok-
tober) abends nur an der Hoftheatertageskasse erhältlich.
* Ganze Logen I. Rang im Abonnement:
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Jamilie Seerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
29)
Im Herbſt verlobte ſich Karl Auguſt mit Jula von
Warburg. Durch dieſe Verlobung kam äußerlich das
Verhältnis von ihr zur Mutter und zu dem Bruder
wie=
der ins Gleis. Man war gezwungen, wieder mehr in
der Oeffentlichkeit zu leben, und der Welt das Schauſpiel
einer uneinigen Familie zu geben, dazu war man denn
doch zu klug.
Dieſe Verlobung war ganz nach dem Herzen Frau
von Leerſens. Auch Karl Auguſt fand ſich merkwürdig
raſch in die ihm anſangs nicht ganz ſympathiſche Rolle
eines Bräutigams. Da aber die in einiger Zeit
einzu=
löſenden Wechſel wie das Schwert des Damokles über
ihm hingen, ſah er die zwingende Notwendigkeit ein, ſich
reich zu verheiraten, und ſo verlobte er ſich während
ſeines Jagdaufenthaltes in Haindorf eben mit der arg
in ihn verſchoſſenen Jula.
Mit einem Schlage eröffneten ſich ihm als Bräutigam
der reichen Erbin nun Kreditquellen.
Ganz Bellburg beneidete ihn um ſein „Glück”.
So=
fort erſchienen auch wieder eine Menge Leute, die ſich
von den „verarmten” Leerſens zurückgezogen hatten, im
Hauſe der verwitweten Exzellenz, und man betonte, wie
ſehr man ihr nach all den fehlgeſchlagenen Hoffnungen
dieſe Freude an dem Sohne gönne.
Die alten Warburgs, die ſonſt nur die Wintermonate
in Bellburg verbrachten, bezogen dies Jahr ſchon früher
ihre mit allem Prunk eingerichtete dortige Villa.
Nee, haſt Du aber eingelegt, Chriſta, Du biſt ja ganz
ſchmal und pieprig geworden. Damit begrüßte Jula
ihre neue Schwägerin, als ſie an Karl Auguſts Arm kam,
um ſich ihrer zukünftigen Schwiegermutter als Braut
vorzuſtellen. Karl Auguſt ſagte ſchon, daß Du etwas
an=
gegriffen ausſähſt. Aber, daß Du ſo elend wärſt, hätte
ich doch nicht gedacht! Du, ſie knuffte Chriſta
verſtänd=
nisvoll in die Seite, Du grämſt Dich dich wohl ein biſſel,
daß Dir der Schmettwitz durch die Lappen gegangen iſt?
fragte ſie neugierig.
Karl Auguſt errötete unwillig. Unglaublich taktlos,
dachte er. Er zog Julas geſchmückte, mit Ringen
überladene Hand etwas feſter durch ſeinen Arm, um ſie
ins Nebenzimmer zu führen, wo Frau von Leerſen das
Brautpaar erwartete.
Einfach ſcheußlich ſieht ſie aus, hörte Chriſta noch.
Aber Julas Stimme klang bei Feſtſtellung dieſer ſonſt
gewiß nicht gerade erfreulichen Tatſache ſehr luſtig und
vergnügt. Da hatte man nun ſolchen Summs von der
„ſchönen” Chriſta gemacht, und nichts war dran! Das
freute ſie.
Jula freilich konnte auf das ſchmückende Beiwort ſchön
kaum Anſpruch erheben. Ihre für ein junges Mädchen
mehr als üppige Figur ſah neben der vornehmen,
ſchlan=
ken Erſcheinung des Bräutigams direkt unfein aus.
Da=
zu trug ſie ſich in lebhaften und auffallenden Farben, die
mit ihrem roten, von Geſundheit ſtrotzenden Geſicht
ent=
ſchieden nicht harmonierten.
Das einzige wirklich Hübſche in dem runden,
aus=
drucksloſen Geſicht mit der Stutznaſe und den kleinen
Augen war der üppige, allerdings etwas große Mund
mit prächtigen Zähnen. Sie zeigte dieſe Zähne gern,
lachte viel und verbarg hinter dieſem Lachen oft eine
ge=
wiſſe Verlegenheit. Denn allzu klug war Jula nicht.
Das einzige, was ſie ſo begehrenswert für die jungen
Herren ihrer Kreiſe gemacht hatte, war, daß ſie das
ein=
zige Kind ſehr reicher Leute war.
Sie hatte aber den hübſchen, eleganten, aber immer
etwas reſerviert erſcheinenden Karl Auguſt ſchon lange
ins Herz geſchloſſen und war daher glücklich, als er ihr
„ſeine Liebe geſtand”. In ihrer kindlichen Einfalt
zwei=
felte ſie gar nicht an dieſer Liebe. Warum hätte er ſie
ſonſt gewählt? Er hätte jede bekommen, um die er
an=
gehalten hätte. Alle ihre Freundinnen waren weg in ihn.
Er aber liebte ſie! Das in Glanz und Reichtum erzogene
Mädchen, dem bisher jeder Wunſch erfüllt worden war,
fand es nur natürlich, daß es auch den Mann bekam, den
es haben wollte.
Karl Auguſt war aber klug genug, die Rolle des
verliebten Bräutigams, die Jula von ihm verlangte, gut
zu ſpielen. Es ſchien in der Tat ſo, als ob außer Jula
nichts für ihn exiſtiere und Intereſſe habe. Nur eins gabſ
es, worauf Jula brennend eiferſüchtig war. Das war
Karl Auguſts Mutter. Wie er von ihr ſprach, wie von
einer Heiligen. Rein in den Himmel hob er ſie, und Jula
kam ſich bei dieſen Beſchreibungen ganz klein vor. Sie
konnte indeſſen nur finden, daß Frau von Leerſen zwar
unheimlich vornehm — aber kalt wie ’ne Hundenaſe
aus=
ſähe!
Tief beugte ſie ſich über die ſchmale Hand, die ihr
Frau von Leerſen zum Willkommen entgegenſtreckte. Das
Herz klopfte ihr doch recht zaghaft, als ſie dieſer ſtolzen,
in ihren ſchwarzen Trauergewändern wie eine Fürſtin
daſtehenden Frau gegenübertrat. Papa hatte zwar noch
zuletzt zu ihr geſagt: Daß Du Dich nicht einſchüchtern
läßt! Tu Du nur, als ſei’s ine Gnade, daß Du den
Karl Auguſt nimmſt. Das iſt der einzig richtige
Stand=
punkt für ein ſo „ſchweres Mädel”, wie Du es biß.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
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Aber es ging wirklich nicht! Ganz verſchüchtert blickte
ſie auf zu der ernſten Frau, und als dieſe ſich neigte und
einen Kuß auf ihre Stirn drückte, ſtammelte ſie: „Ich
— ich danke ſehr! Dann wurde ſie dunkelrot, denn ſie
hatte geſehen, wie Karl Auguſt ſpöttiſch gelächelt hatte.
In ihrer Befangenheit ſchlang ſie plötzlich den Arm um
Frau von Leerſens Hals, gab ihr einen ſchallenden Kuß
und ſagte bittend: „Haben Sie mich, bitte, auch lieb.”
All die weihevollen, wohlgeſetzten Worte, die Frau
von Leerſen für dieſe erſte Begrüßung ihrer
Schwieger=
tochter ſich vorgenommen hatte zu ſagen, blieben
infolge=
deſſen unausgeſprochen. Sie ſagte nur ſchlicht und
herz=
lich: Mache meinen Sohn glücklich, Jula!
Gerade dieſe Herzlichkeit gab Jula aber ihre
Unbe=
fangenheit zurück und öffnete die Schleuſen ihrer
Bered=
ſamkeit. Allmählich taute ſie vielleicht ſogar zu ſehr auf
und Frau von Leerſen ſah das beſtätigt, was ſie gerade
ein wenig befürchtet hatte: von all den ſonſtigen
Eigen=
ſchaften, die ſie ſich für ihre künftige Schwiegertochter
gewünſcht und erträumt hatte, beſaß Jula nichts. Sie
war ein grenzenlos verwöhntes und ungezogenes Kind.
Der Verlauf des kleinen Verlobungseſſens — Frau
von Leerſen hatte es ſich nicht nehmen laſſen, Karl
Auguſts Braut und deren Eltern zuerſt bei ſich zu
emp=
fangen — rechtfertigte dieſes erſte Urteil völlig. Inla
übte natürlich Kritik an den aufgetragenen Gerichten
und zog das Näschen kraus, daß es nur deutſchen Sekt
gab. Sie ſprach in alles hinein, ob ſie es verſtand oder
nichtt, lachte ſich halktot, als Jakoh, der Diener, einmal
ausrutſchte, und lehnte ſich in unfeiner Zärtlichkeit feſt
an ihren Bräutigam an, den ſie mit ihren Liebesbeweiſen
geradezu verfolgte. Vor allem aber machte ſie ihre
zu=
künftige Schwiegermutter dadurch ganz nervös, daß ſie
immer wieder nach Joachim fragte. Sie fand ihn
bild=
hübſch, ſündhaft hübſch, wie ſie ſagte, und wollte
durch=
aus wiſſen, wo er eigentlich ſtecke und was er in Berlin
treibe. Ob er zur Hochzeit kommen werde, und ob es
eigentlich wahr ſei, daß er mit Ada Jerling ein
Ver=
hältnis gehabt habe und ſie hätte heiraten wollen. Wenn
er das getan hätte, hätte ich Dich am Ende gar nicht
ge=
nommen, Schatz, denn eine Ballettmeiſterstochter als
Schwägerin! Danke! Sie warf den Kopf hochmütig
empor.
Julken, Du haſt einen Schwips. Nun trinkſt Du
nichts mehr! ſagte ärgerlich über dieſe Taktloſigkeiten
endlich Herr von Warburg, nahm Julas Sektſchale und
ſtellte ſie vor ſich hin. Aber da kam er ſchön an.
Wie Ihr mich behandelt, wie ein kleines Kind! Huh,
huh! Laut aufweinend warf ſie ſich an Karl Auguſts
Bruſt. Mit verlegenem Lächeln, hinter dem ſich Aerger
und Zorn verbargen, ſchlang dieſer ſichtlich widerwillig
den Arm um ſeine ſchluchzende Braut.
Konſtantin! Breit und maſſiv ſtellte ſich ſchützend
Frau von Warburg vor ihr bedrohtes Kind. Warum
kränkſt Du Julchen? Das Kind iſt durch die Verlobung
aufgeregt, darauf muß man doch Rückſicht nehmen!
Mehr als einmal wiederholten ſich derartige
Auf=
tritte,
Sie iſt ein verwöhntes Kind, Karl Auguſt. Du mußt
ſie Dir erſt in der Ehe ziehen, tröſtete Frau von Leerſen
leiſe den immer kleinlauter werdenden Sohn.
Karl Auguſt nickte. Das wollte er wahrhaftig tun.
Aber eine unangenehme Ahnung ſtieg in ihm empor, daß
das nicht ſo leicht ſein würde, wie es ſich die Mutter
dachte.
Das „Kind” Jula war nicht nur verwöhnt, ſondern
auch eigenſinnig, rechthaberiſch, unglaublich
vergnügungs=
ſüchtig und — das ſtieß ihn am meiſten ab — im höchſten
Grade kokett. Sie wollte überall im Vordergrunde ſtehen
und vermerkt werden. Daher empfand ſie es geradezu
als eine Kränkung und Zurückſetzung, daß man ihrer
Schwägerin Chriſta bei allen Geſellſchaften, die man
nun=
mehr im Warburgſchen Haufe und anderweitig, wo das
Brautpaar Beſuche gemacht hatte, in raſcher Folge dieſem
zu Ehren gab, mehr huldigte als ihr, der dieſe Feſte doch
galten.
Wo ſie konnte, „wiſchte” ſie darum Chriſta „eins
aus”, das heißt, ſie erzählte ihrer Schwiegermutter irgend
etwas Nachteiliges, was ſie über die Schwägerin erfahren
hatte. Dieſe, das hatte ſie bemerkt, verſetzte es dann
Chriſta wieder.
So kam es, daß die warmen, ſympathiſchen Gefühle,
die Chriſta ſich beſtrebte, für die Braut Karl Auguſts
in ſich wachzurufen, im Keime erſtickten. Die beiden
jun=
gen Mädchen blieben ſich fremd, obgleich ſie täglich
bei=
ſammen waren.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
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Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912:
Seite 21.
Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes
in Heſſen und Heſſen=Naſſan im Auguſt 1912.
— Das Berichtsbild iſt auch im vergangenen Monat
im ganzen als gunſtig zu bezeichnen. Nach dem Bericht
der Arveitsvermittelungsſtelle Frankfurt a. M. iſt die
Metallinduſtrie zurzeit noch voll beſchäftigt und
der Beſchäftigungsgrad durfte auch ſtabil bleiben. Das
ſtärkſte Angevot von Arbeitskräften ſtellen die
Maſchinen=
ſchloſſer, für die in der nächſten Zeit keine Einſtellungen
zu erwarten ſein dürften. Aehnlich iſt es bei den
Mecha=
nikern. Auch der Arbeitsnachweis Offenbach a. M.
be=
richtet von einem guten Geſchäftsgang. Elektromonteure
wurden in Darmſtadt viel verlangt. Ein in Wiesbaden
in einer Metallwarenfabrik ausgebrochener Streik iſt noch
nicht beendet. Für Sattler und Tapezierer iſt
nach dem Bericht der Arbeitsvermittelungsſtelle
Frank=
furt a. M. die Vermittelung abgeflaut. In der
Porte=
feuilleinduſtrie in Offenbach und Fechenheim a. M. iſt die
Beſchäftigung zur Zeit ſehr gut. Die Verbeſſerung wird
zum größten Teil auf den Geſchäftsverkehr mit England.
zurückgeführt. In der Induſtrie der Holz= und
Schnitzſtoffe war nach dem Bericht der
Arbeitsver=
mittelungsſtelle Frankfurt bei den Schreinern die
Beſchäf=
tigung zufriedenſtellend. Auch für Wagner, Küfer,
Gla=
ſer und Rahmenmacher war die Beſchäftigung gut. Der
Bericht glaubt, daß eine Verbeſſerung des
Geſchäftsgan=
ges zu erwarten ſei. Nach den Mitteilungen des
Holz=
arbeiterverbandes in Frankfurt iſt die Zahl der
Arbeits=
loſen gegenüber dem Vormonat etwas zurückgegangen,
dafür mehrte ſich die Zahl der Zugewanderten. Der
gleiche Bericht glaubt, daß eine Beſſerung zu erwarten
ſei, doch werde die Konjunktur von 1911 wohl nicht
er=
reicht werden. Nach dem Bericht des Arbeitsnachweiſes
Darmſtadt wurden Bauſchreiner in der letzten Hälfte des
Monats zur Fertigſtellung der Bauten ſtark begehrt, auch
aus den kleineren Ortſchaften war ſtarke Nachfrage nach
Schreinern. Nach dem Bericht des Holzarbeiterverbandes
in Darmſtadt hat der Beſchäftigungsgrad auf Möbel
etwas nachgelaſſen; es gelang, nur einen kleineren Teil
der Arbeitſuchenden unterzubringen. An Metzgern
herrſchte nach einem Bericht der Fleiſcherinnung in Kaſſel
Mangel. Im Schuhmachergewerbe war der
Ge=
ſchäftsgang in Frankfurt gut; im Schneiderge
werbe der Saiſon entſprechend langſam. In der
Schuh=
fabrikation Offenbachs war der Geſchäftsgang etwas
beſſer als im Vormonat, teilweiſe wurde jedoch mit
ver=
kürzter Arbeitszeit gearbeitet. In den Bauberufen
war bei der Arbeitsvermittelungsſtelle Frankfurt die
Ar=
beitsgelegenheit für Maurer und Zimmerleute ſehr gering
In Mainz hielt ſich die Nachfrage nach Zimmerern auf
der HHöhe des Vormonats; die Zahl der neugemeldeten
offenen Stellen für andere Bauhandwerker iſt dagegen
zurückgegangen, gleichzeitig aber auch die Zahl der neu
vorgemerkten Arbeitſuchenden. Weißbinder waren in
Darmſtadt ſtark begehrt zur Fertigſtellung der Bauten.
Im Buchdruckergewerbe machte ſich in der
erſten Hälfte des Monats ein ſtarkes Ueberangebot von
Arbeitskräften bemerkbar; in der zweiten Hälfte des
Monats beſſerte ſich der Geſchäftsgang. Im Hotel=
und Gaſtwirtsgewerbe war in Frankfurt und
Wiesbaden der Geſchäftsgang wegen der fortgeſetzten
ungünſtigen Witterung ſchlecht. Auch die Aushilfskellner
hatten in Frankfurt unter der Witterung zu leiden, doch
bot ſich durch die Abhaltung einiger größerer Feſtlichkeiten
Gelegenheit, einem Teil der Arbeitſuchenden Arbeit zu
verſchaffen. In der zweiten Hälfte des Monats war in
einem größeren Transportgeſchäft in Wiesbaden
Streik ausgebrochen, der aber am nächſten Tage beigelegt
wurde. Nach dem Bericht aus Bad Wildungen ſind bei
dem Bau der Edertalſperre zurzeit zirka 1100 bis 1200
Mann beſchäftigt. Der Arbeitsnachweis Witzenhauſen
führt Klage darüber, daß eine große Zahl von
Wande=
rern, obwohl ſie mittellos ſind keine Arbeit annehmen
wollten. In Darmſtadt war die Nachfrage Ungelernter
ſehr ſtark, die Arbeit war jedoch knapp.
In der Frauenabteilung des Städtiſchen
Arbeits=
amtes Mainz hat die Arbeitsgelegenheit für
Fabrik=
arbeiterinnen nachgelaſſen. Dienſtboten haben
ſich mehr als im Vormonat vormerken laſſen; zugleich
hat ſich aber auch die Nachfrage nach Dienſtboten
erheb=
lich geſteigert. Putz= und Waſchfrauen wurden 148
Ge=
legenheitsarbeiten nachgewieſen und 70 Monatsſtellen
vermittelt. In der Frauenabteilung in Wiesbaden war
der Verkehr bedeutend lebhafter. Der Grund iſt wohl
darin zu ſuchen, daß ſehr viele Herrſchaften von der Reiſe
zurückkehrten und wieder Perſonal einſtellten. Auffallend
ſtark war der Zuzug von Mädchen für häusliche Dienſte
aus ländlichen Gegenden. Die Zahl der auswärtigen
Stellenſuchenden verdoppelte ſich gegenüber dem Monat
Auguſt 1911. Bei weiblichem Hotelperſonal ging es
ruhi=
ger zu. Die Geſuche von Stellenſuchenden von
auswar=
tigen Badeorten liefen ſehr zahlreich ein. Allgemein wird
über ſchwachbeſetzte Häuſer und wenig Verdienſt geklagt.
In der Landwirtſchaft herrſchte rege Nachfrage
nach Arbeitern. In Diebura machte ſich ein ſtarker
Man=
gel an Knechten bemerkbar. In Worms ſind nach
Be=
endigung der Erntearbeiten die offenen Stellen etwas
zu=
rückgegangen. In Frankfurt a. M. war der Geſchäftsgang
ſehr rege, doch durch die ungünſtige Witterung etwas
beeinträchtigt.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 17. bis 23. September.
Die Witterung hat in der letzten Woche endlich einen
günſtigeren Charakter angenommen. Die Landwirte
konn=
ten daher die letzten Reſte der Getreideernte und das
Futter einbringen. Man iſt jetzt allgemein dabei, die
rück=
ſtändigen Beſtellungsarbeiten vorzunehmen, auch mit dem
Ausnehmen der Kartoffeln hat man begonnen, und die
Zeit der Rübenernte rückt immer näher. Die
landwirt=
ſchaftlichen Arbeitskräfte ſind alſo für längere Zeit
voll=
ſtändig in Anſpruch genommen, ſo daß an einen Ausdruſch
in ſtärkerem Maße vorläufig nicht zu denken iſt. Der
Ein=
tritt günſtigeren Wetters hat auch ſofort eine
Verminde=
rung des inländiſchen Angebots bewirkt, und da
anderer=
ſeits die Nachfrage nach allen Getreidearten anhielt, ſo
war ziemlich allgemein ein Anziehen der Preiſe zu
beob=
achten. Eine beſondere Bedeutung haben dieſe
Verhält=
niſſe für den Berliner Lieferungsmarkt, denn der
Sep=
tember nähert ſich ſeinem Ende, ohne daß ſich bisher
nennenswertes Anziehungsmaterial gezeigt hätte.
An=
geſichts des knappen Angebots und des Mangels an
kün=
digungsfähigem Weizen wurden auch in der Berichtswoche
wieder vielfach Deckungen vorgenommen, die den
Sep=
temberpreis von 213 Mark auf 218 Mark ſteigerten,
wäh=
rend Dezember wie in der Vorwoche mit 210¾ Mark
ſchließt, da die Ausſicht auf große Exportleiſtungen
Ameri=
kas und Rußlands, ſowie günſtige Berichte vom La Plata
für ſpätere Sichten keine Unternehmungsluſt aufkommen
laſſen. Noch feſter war die Stimmung für Roggen. Das
knappe Angebot findet an der Küſte fortgeſetzt beſſere
Ver=
wendung als in Berlin, ſo daß für Andienungszwecke
wenig übrig bleibt. Eine weitere Stütze findet die
Feſtig=
keit in dem Fehlen ſtärkeren ruſſiſchen Angebots, denn das
Ausland iſt infolgedeſſen gezwungen, deutſchen Roggen zu
kaufen. Etwas ruhiger ging es dagegen im Hafergeſchäft
zu. Die Exportnachfrage hält zwar an, aber der Mangel
an Frachtraum erſchwert das Geſchäft. Der Handel zeigte
ſich vorſichtiger, fand aber bei mäßigem Angebot wenig
Gelegenheit zu billigeren Anſchaffungen. Lieferung war
durch Deckungen befeſtigt, auch höhere ruſſiſche
Forderun=
gen blieben nicht ohne Einfluß. Futtergerſte wurde von
Rußland ſpärlich angeboten und höher gehalten. Auch
Mais verkehrte in feſter Haltung, zumal über eine
Ver=
ſchlechterung der amerikaniſchen Ernteausſichten berichtet
wurde. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Ge=
treide am letzten Markttage wie folgt:
Hafer
Weizen Roggen
185
175 (—
Königsberg. .
180
212 (*10) 173 (—
Danzig
178
205 (—3 ) 170
Stettin
168
172
203
Poſen
) 172 (*1 )
202 (*1 ) 167
Breslau
200
174
Berlin
214
2 ) 170 (*2 ) 190
Magdeburg . 209
196
3 )
209 (*1 ) 174
Halle
203
172 (*2 ) 195
Leipzig
Dresden .
1 ) 198
. 206
)172
176
1 ) 171
205
Roſtock
205
179
218
Hamburg
212
188
Düſſeldorf
. 218
215
Frankfurt a. M. 211½ ( — ) 180
)185 (*2½) 195
Mannheim . . 220
Straßburg . . 220
)187½
193 (*1
München . . 230. ( — ) 184 (
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 218 (*5),
Peſt Okt. 188,80 (— 0,50), Paris Sept. 226,10 (*9,70),
Chicago Sept. 140 (— 2,50), Liverpool Okt. 173,40
—0,90), Roggen: Berlin Sept. 179,25 (P 5,25), Hafer:
Berlin Sept. 182,50 (—3,25), Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt Sept. 133,50 (— 2), Okt.=Dez. 132,50
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Forſt=
aſſeſſor Edgar Kurt Guſtav Haſſo Ernſt Schmidt,
Gießen, mit Carlotta Sophie Minna Habenicht,
Münſter i. W. Friſeur Georg Keller, Ober=Ramſtadt,
mit Eliſabetha Müller, Nieder=Kinzig. Am 21.:
Maſchiniſt Wilhelm Metz, Frankfurterſtraße 102, mit
Katharina Kraus, Frankfurterſtraße 102.
Eheſchließungen. Am 21. Sept.: Friſeur Karl
Zim=
mer mit Schneiderin Lina Schul, beide hier. Architekt
Julius Willwohl mit Katharine Böttinger, beide hier.
Großh. techniſcher Bureauaſſiſtent Auguſt Engel in
Charlottenburg mit Charlotte Dieter, hier. Schloſſer
Jakob Römer mit Margar. Eliſab. Wagner, hier.
Kaufmann Karl Wernecke mit Marie Geißler, beide
hier. Taglöhner Georg Hönig mit Fabrikarbeiterin
Marie Bräunig, beide hier. Fabrikarbeiter Karl
Kraft mit Schneiderin Maria Waſſum, beide hier.
Schreiner Ludwig Heeger mit Eliſe Schuchmann,
beide hier. Regierungsbauführer Rudolf Schreiner
mit Barbara Schlippe, beide hier. Fuhrmann Georg
Korwall mit Barbara Arheilger, geb. Gaß, beide
hier. Am 23.: Fabrikdirektor und Chemiker Adolf Koch
in Aſchbach i. Odw. mit Wilhelmine Metzger, hier.
Geſtorbene. Am 19. Sept.: Maſchinenfabrikant
Hein=
rich Wedel, 63 J., ev., Arheilgerſtraße 59. Am 20.:
Privatier Georg Heinrich Ewald, 63 J., ev.,
Land=
wehrſtraße 19. Johann Friedrich Fertig, 1 J., ev.,
Magdalenenſtraße 7. Am 19.: Auguſte Ernſt, geb.
Euler, Witwe des Maſchiniſten, 70 J., ev., Kaupſtraße 41.
Fabrikarbeiter Hermann Küſter, 67 J., ev., Arheilgen.
Landwirt Ludwig Simon, 51 J., ev., Eberſtadt. Anna
Maria Wolff, geb. Jordan, Ehefrau des Kaufmanns,
32 J., ev., Darmſtraße 14. Am 20.: Auguſt Hermann
Schmelzeiſen, 1 Mt., kath., Arheilgen. Friederike
Emich geb. Lenz, Ehefrau des Maſchiniſten, 56 J.,
kath., Frankfurterſtraße 69. Am 21.: Erna Toni Anna
Ludwig, Tochter des Polizeiwachtmeiſters, 3 J., kath.,
Rheinſtraße 28. Am 22.: Katharina Haas, geb.
Grüne=
wald, Witwe des Privatiers, 54 J., ev., Rhönring 113.
Am 21.: Helene Kilian, geb. Leichtweiß, Ehefrau des
Inſtrumentenmachers, 35 J., kath., Große Ochſengaſſe 1.
Am 22.: Otto Leißler, Sohn des Taglöhners, 4 Mte.,
ev., Dieburgerſtraße 32. Am 21.: Agnes Harreus,
Tochter des Eiſendrehers, 16 St., Schloßgaſſe 23. Am 23.:
Poſtſekretär i. P. Johannes Winter, 71 J., ev.,
Pfründnerhausſtraße 18.
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veröffentlichungen der Stadt Mannheim.
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(*7016
22
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226.
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Kurſe vom 24. September 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,70
78,75
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00 4½
3½ do. Conſols . . . 88,70
78,70
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,75
93,70
do.
3½
3
do.
do.
87,30
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 99,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
do.
87,20
3½
do.
77,00
3 Sächſiſche Rente.
78,80
4 Württemberger v. 1907 99,75
do. v. 1875 93,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 100, 10
1¾ Griechen v. 1887 . . 56,25
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 90,00
4 do. Goldrente . . . 94,75
4 do. einheitl. Rente 86,40
3 Portug. unif. Serie I 64,20
3 do. unif. Ser. III 67,50
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,40
4 do. v. 1890 . . 95,70
4 do. v. 1905 . . 90,50
4 Ruſſen v. 1880 .
90,50
4 do. v. 1902
. 90,80
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden .
.
4 Serbier amort. v. 1895 84,70
4 Türk. Admin. v. 1903 83,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,80
4 Ungar. Goldrente . . . 89,65
4 do. Staatsrente. . . 87,10
In Proz.
Zf.
.101,00
5 Argentinier .
4
do.
-
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,00
do.
4½ Japaner . . . . . . . 94,20
5 Innere Mexikaner . . . 93,50
3.
59,50
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,10
83,005 Gold=Mexikaner . . . . 99,30
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,003 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
77,20 Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 162,75
5 Nordd. Lloyd . . . . . 130,25
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 127,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,50
8 Baltimore und Ohio . 110½
6½ Schantungbahn . . . 136,10
6½ Luxemb. Prince Henri 161½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21,30
6 Pennſylvania R. R.
Letzte Induſtrie=
Dioid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 69,70
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
..540,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.259,00
30 Farbwerke Höchſt . . 649,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 354,00
10 Cement Heidelberg . . 153,70
30 Chem. Werke Albert 471,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 354,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 126,06
In Proz.
letzte
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,75
12 Siemens & Halske . 238,10
5 Bergmann Electr. . . 139,00
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 167,50
0 Gummi Peter . . . . 101,30
0 Kunſtſeide Frankfurt 117,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 619,40
10 Maſchinenf. Badenia 179,50
6 Wittener Stahlröhren 219,60
8 Steana Romana Petr. 154,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 244,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 208,90
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 118,00
3 Südd. Immobilien 64,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 239½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 185,00
10 Gelſenkirchener . . . . 214,40
8 Harpener . . . . . . . 202,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 283,90
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
. . 94,10
Caro.
4 Laurahütte . . . . . . 180,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 181,00
1 „ Weſteregeln 229,75
7½ South Weſt Africa 142,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,10
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,90
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,30
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,80
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
79,75
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
4
78,00
do.
In Proz.
St.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,25
78,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,30
88,20
4 Ruſſ. Südweſt.
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,10
88,00
do.
4 Wladichawchas
88,80
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 77,60
4½
do.
2¾ Livorneſer . . . . . 69,85
3 Salonique=Monaſtir . 63,60
Bagdadbahn . . . . . . 83,90
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,80
4 Miſſouri=Paciſic.
73,60
99,20
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific
94,30
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,30
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,50
6½ Darmſtädter Bank . 123,25
12½ Deutſche Bank . . . 258,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,70
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,40
10 Diskonto=Kommandit 188,50
8½ Dresdener Bank 156,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,50
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank
.135,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 120,50
7½ Wiener Bankverein . 135,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 99,20
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52 . . . .
. 99,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank 97,50
87,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
.99,40
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
88,00
S. 3—5
87,80
S. 9—11
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 99,00
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
½
89,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
31
do.
4 Frankfurt
99,80
do.
94,90
4 Gießen
.
91,00
Heidelberg
98,70
3½ do.
88,20
4 Karlsruhe
98,20
3½ do.
88,00
4 Magdeburg
99,90
3½ do.
4 Mainz
98,30
do.
Mannheim
98,75
do.
88,80
München
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg
99,50
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88,00
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97,25
InProt,
Bf.
8½ Offenbach . . . . .
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3½ do.
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3 Holl. Komm. . fl. 100
8 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,60
2½ Raab=Grazer fl. 159 113,00
Unverzinsliche
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Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 204,40
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10 —
Meininger
ſl. 7 35,40
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 517,00
do. v. 1858ff. 100 442,50
Ungar. Staats . . fl. 100 365,50
Fs. 30
Benediger .
Türkiſche . . . . Js. 400 175,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,42
20 Franks=Stücke
16,16
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten
20,40
Franzöſiſche Noten.
80,85
Holländiſche Noten.
169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
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Schweizer Noten . . . . . 80,70
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Nummer 226.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
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[ ← ][ ]Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. September 1912.
Nummer 226.
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