Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Aus der Rhein= und Neckargegend, aus Bayern
und Württemberg, ebenſo aus Ungarn, wird
infolge des anhaltenden Regens Hochwaſſer
ge=
meldet.
König Chriſtian von Dänemark wird Ende
November mit der Königin ſeinen offiziellen
An=
trittsbeſuch am Berliner Hofe machen.
Das Königspaar wird drei Tage in Berlin bleiben.,
Die Nachricht von der Einnahme Marrakeſchs
durch die Franzoſen wird offiziell beſtätigt.
Meldungen aus Wantſchu (China) zufolge ſoll
dort ein von Wolkenbrüchen begleiteter Taifun am
29. Auguſt ungeheure Ueberſchwemmungen verurſacht
haben. Die Stadt Tſingtien und zahlreiche andere
kleinere Städte ſollen zerſtört ſein. Die Zahl der
Um=
gekommenen ſoll 40= bis 50000 betragen.
Der Artikel 76 der Reichsverfaſſung.
*⁎* Allem Anſchein nach plant die Rudolſtädter
Regierung in ihrem Konflikte mit der
ſozialdemokra=
tiſchen Mehrheit des Landtages eine entſcheidende Aktion
in Form einer Anrufung des Bundesrats für den Fall,
daß der Landtag den ſtaatsrechtlichen Notwendigkeiten
nicht Rechnung trägt und insbeſondere den Etat nicht
ver=
abſchiedet. Wir haben ſchon das Rechtsgutachten erwähnt,
das die Regierung des Fürſtentums über
verfaſſungsrecht=
liche Fragen eingeholt hat und als letzten Ausweg aus
den innerpolitiſchen Schwierigkeiten eine Anrufung des
Reichs für zuläſſig erachtet.
Es kommt hier der Artikel 76 der Reichsverfaſſung in
Betracht, welcher lautet: „Streitigkeiten zwiſchen
verſchie=
denen Bundesſtaaten, ſofern dieſelben nicht
privatrecht=
licher Natur und daher von den kompetenten
Gerichtsbe=
hörden zu entſcheiden ſind, werden auf Anrufen des einen
Teils von dem Bundesrate erledigt.” „
Verfaſſungsſtrei=
tigkeiten in ſolchen Bundesſtaaten, in deren Verfaſſung
nicht eine Behörde zur Entſcheidung ſolcher Streitigkeiten
beſtimmt iſt, hat auf Anrufen eines Teils der Bundesrat
gütlich auszugleichen oder, wenn das nicht gelingt, im
Wege der Reichsgeſetzgebung zur Erledigung zu bringen.”
Der erſte Abſatz dieſes Artikels hat im Laufe der Zeit
ſchon verſchiedentlich Anwendung gefunden. Wir erinnern
nur an die lippiſche Frage. Als Ende des letzten
Jahr=
hunderts Regierung und Landtag von Lippe=Detmold
von ſich aus die Erbfolge der Bieſterfelder Linie feſtlegen
wollten, da rief der Fürſt von Schaumburg den
Bundes=
rat an, welcher ſich auf Grund des Art. 76 der
Reichsver=
faſſung zur Entſcheidung für zuſtändig erklärte.
Rechts=
gelehrte waren ſich freilich damals uneinig darüber, ob
dieſe Verfaſſungsbeſtimmung auf jenen Fall anwendbar
ſei, weil es ſich, ſtreng genommen, eigentlich nicht um
Streitigkeiten zwiſchen verſchiedenen Bundesſtaaten
han=
delte. Man konnte daraus erſehen, daß der Bundesrat
den Kreis ſeiner Kompetenz nicht zu eng zog, und es war
von großer grundſätzlicher Bedeutung, daß er ſich unter
Umſtänden befugt hielt, über die Thronfolge in einzelnen
Bundesſtaaten zu befinden. Auch ſeine Stellungnahme
zur braunſchweigiſchen Frage gehört hierher, ebenſo der
gegenwärtig ſchwebende Streitfall über die Auslegung
des Jeſuitengeſetzes in Bayern.
In Verfaſſungsſtreitigkeiten innerhalb
der Einzelſtaaten ſich einzumiſchen, hat der Bundesrat
noch weniger Gelegenheit gehabt. Im Jahre 1875 ſprach
er den mecklenburgiſchen Regierungen die Erwartung aus,
es möchte ihnen gelingen, eine Aenderung der Verfaſſung
ihrer Länder mit dem Landtage zu vereinbaren; aber die
Reichsregierung hat keinerlei Schritte unternommen, daß
ihrer Anregung ſtattgegeben wurde, und ſie verhielt ſich
auch allen ſpäteren Aufforderungen des Reichstags
gegen=
über, in die mecklenburgiſche Verfaſſungsfrage
einzugrei=
fen, paſſiv. Im Uebrigen ſagt ja auch der Artikel 76 der
Reichsverfaſſung ausdrücklich, daß nur af Anrufen
aus den Bundesſtaaten das Reich einzugreifen habe, wie
dann überhaupt eine Einmiſchung des Reichs in die
An=
gelegenheiten der Einzelſtaaten aus guten Gründen auf
die notwendigſten Fälle beſchränkt werden muß. Man
wird ſich erinnern, daß im Frühjahr 1906 nach der
Ein=
führung der Reichstagsdiäten im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe gegen den Widerſpruch der Regierung ein
An=
trag zur Annahme gelangte, Preußen möchte im
Bundes=
rate dahin wirken, daß Eingriffe in die Verfaſſung der
Einzelſtaaten im Wege der Reichsgeſetzgebung vermieden,
jedenfalls aber nicht ohne Einvernehmen mit den
Land=
tagen vorgenommen, würden. Man darf geſpannt darauf
ſein, ob die ſchwarzburger Regierung in die Lage
kom=
men wird, den Bundesrat anzurufen, und wie dieſer ſeiner
Aufgabe gerecht werden wird, die zunächſt in dem Verſuche
eines gütlichen Ausgleichs zu beſtehen, im Falle des
Miß=
lingens auf die Reichsgeſetzgebung zurückzugreifen hat.
Daß die Sache von großer prinzipieller Bedeutung für alle
Bundesſtaaten ſein würde, braucht nicht beſonders betont
zu werden.
Deutſchland und Oeſterreich.
— Herr von Bethmann Hollweg hat die Heimreiſe von
ſeinem Urlaub dazu benutzt, dem eigentlichen Leiter der
auswärtigen Politik der Donaumonarchie, dem jetzt ſo viel
genannten Grafen Berchtold, der unmittelbar nach ſeinem
Amtsantritte nach Berlin gekommen war, einen
Gegenbe=
ſuch abzuſtatten. An und für ſich braucht man der
Begeg=
nung keine übermäßige Bedeutung beizumeſſen, zumal ja
zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn alles im
reinen iſt, indeſſen war eine derartige Zuſammenkunft
doch gut in einem Moment, wo die Dinge auf dem Balkan
im höchſten Maße unklar ſind, und niemand weiß, was
das werden mag. In ſo kritiſchen Zeiten iſt eine
perſön=
liche Ausſprache zwiſchen leitenden Staatsmännern ganz
beſonders zu begrüßen, da ſich bei dem ſonſt üblichen
Mei=
nungsaustauſch nicht alles ſo ſagen läßt, wie bei
perſön=
licher Fühlungnahme.
Es liegt auf der Hand, daß bei dem Geſpräche in
Buchlau der Balkan Hauptgegenſtand der Erörterungen
geweſen iſt. Von offiziöſer Seite wird freilich eine Jagd=
Pirſch in den Vordergrund gerückt, und hervorgehoben,
daß der Reichskanzler einen Achtender erlegt habe,
in=
deſſen weiß man doch allenthalben, daß Herr von
Beth=
mann Hollweg nicht zu einem Jagd=Ausfluge
hingekom=
men iſt. Es handelt ſich um ein ganz anderes und weit
höheres Wild, und es muß ein mitleidiges Lächeln
erwek=
ken, wenn eine ſo geringſchätzige Meldung in die Welt
ge=
ſetzt wird. Ob die Beſprechungen in Buchlau irgend ein
beſonderes Reſultat zeitigten, iſt von geringem Belang, für
beide Teile iſt eine gemeinſame Linie feſtgelegt, die man
auch ohne Konferenzen weiter verfolgen wird. Hinzu
kommt auch, daß wir in Deutſchland an den Dingen am
Balkan nicht ſo unmittelbar intereſſiert ſind, wie die
Donaumonarchie, obwohl wir auch dort namentlich in
wirtſchaftlicher Hinſicht engagiert ſind. Die Ausſprache
zwiſchen Herrn von Bethmann Hollweg und dem Grafen
Berchtold wird vielmehr nicht ſo ſehr einen beſtimmten
Gegenſtand im Auge gehabt haben, vielmehr dürfte die
geſamte internationale Lage zur Erörterung gelangt
ſein und dabei wird man ſich wohl einiges zu ſagen
ge=
habt haben.
Man weiß ja, daß verſchiedentlich verſucht worden iſt,
Oeſterreich=Ungarn gegen gute Verſprechungen vom
Drei=
bunde abzubringen, und beſonders die Botſchafter
Frank=
reichs und Englands in Wien haben ſich eifrigſt bemüht,
dieſes Werk zu Stande zu bringen. Beide Diplomaten
haben ſich dabei einen recht unverblümten Korb geholt
und werden infolgedeſſen über kurz oder lang den Wiener
Poſten verlaſſen. Das Verhältnis zwiſchen Deutſchland
und der Donaumonarchie iſt ein zu intimes, als daß es
durch einen Dritten geſtört werden könnte, und der Beſuch
des deutſchen Reichskanzlers bei dem Grafen Berchtold
dürfte zweifellos nicht nur die übliche volle „
Ueberein=
ſtimmung” in den beiderſeitigen Anſchauungen erbracht
haben, ſondern auch für unſer Bündnis förderlich ſein.
Deutſches Reich.
— Von der nationalliberalen Partei.
Zu der Bemerkung des Führers der pommerſchen
Natio=
nalliberalen, Geheimrats Ludewig, daß die amtlichen
Organe der Partei, die „Nationalliberale Korreſpondenz”
und die „Nationalliberalen Blätter”, in den letzten
Par=
teiſtreitigkeiten verſagt hätten, ſchreibt die „Gothaiſche
Zeitung”, das ſei ſo zu verſtehen, daß die beiden
Zentralorgane der Partei bei den unausgeſetzten Verſuchen,
ſie weiter nach links zu drängen, ſtrikte verſagt haben,
indem ſie ſich in völlig körrekter Weiſe neutral verhielten
und ſich Zurückhaltung im Streite der Meinungen
auf=
erlegten. „Mit dieſen Verſuchen der linksſtehenden
Ele=
mente iſt übrigens, wie wir hören, ſo lange fortgefahren
worden, bis der derzeitige Herausgeber beider
Partei=
organe, Dr. Fritz Stephan Neumann, dem Abgeordneten
Baſſermann die Niederlegung ſeines Amtes angezeigt hat,
um für eine Politik, die er mit Ueberzeugung nicht mehr
vertreten kann, Platz zu machen.‟
— Die japaniſche Studienkommiſſion,
die, wie gemeldet, in Berlin eintraf, wird mit
Genehmi=
gung des Kaiſers an den Diviſions= und Korpsmanövern
des 10. Armeekorps teilnehmen. Die Herren werden dem
Stabe der 10. Diviſion zugeteilt werden. Von Anfang
Oktober ab werden ſie ſodann eine Reihe von Truppen,
Bildungsanſtalten und militäriſchen Einrichtungen
be=
ſichtigen.
— Ein Parzellierungsgeſetz für Preußen.
Der Ende nächſten Monats zuſammentretende preußiſche
Landtag wird das Parzellierungsgeſetz auf dem Tiſche
des Hauſes vorfinden. Der urſprüngliche Gedanke, das
Geſetz für die ganze Monarchie mit
Ausnahmebeſtim=
mungen für die Oſtmarken vorzuſchlagen, iſt fallen gelaſſen
worden, da er ſich als nicht ausführbar erwieſen hat. Das
Geſetz iſt ein Sondergeſetz für die Provinzen Poſen und
Weſtpreußen und macht die Vornahme von
Parzellierun=
gen von der Genahmigung des Regierungspräſidenten
abhängig. Das neue Geſetz ſchließt ſich eng an das Geſetz
betreffend die Beförderung deutſcher Anſiedelung in den
Provinzen Weſtpreußen und Poſen vom 26. April 1886
und an das Anſiedelungsbeſchränkungsgeſetz vom
10. Auguſt 1904, das im § 13b die
Anſiedelungsgenehmi=
gung für die Oſtmarken von der Zuſtimmung des
Regie=
rungspräſidenten abhängig macht.
— Bayern und der Schutz der
Arbeits=
willigen. Auf die Anfrage des ſozialdemokratiſchen
Abgeordneten Dr. Süßheim in der Sitzung der Kammer,
ob wirklich Bayern beim Bundesrat den Antrag auf
Ver=
ſchärfung der geſetzlichen Beſtimmungen über den Schutz
der Arbeitswilligen geſtellt hat, erklärte der Juſtizminiſter
nach der Sitzung, daß Bayern einen ſolchen Schritt weder
getan hat, noch ihn beabſichtige.
— Der neue Bürgermeiſter Hamburgs.
In der Sitzung des Senats wurde anſtelle des
verſtorbe=
nen Erſten Bürgermeiſters, Dr. Burchard, Bürgermeiſter
Schröder zum regierenden Bürgermeiſter für den Reſt des
Jahres gewählt. Schröder gehörte ſeit längerer Zeit
dem Senate an.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Anerkennung für das Miniſterium
Stürgkh. In einem Handſchreiben ſpricht der Kaiſer
dem Miniſterpräſidenten Grafen Stürgkh ſeinen Dank für
deſſen erfolgreiche Tätigkeit für das Zuſtandekommen der
Wehrgeſetze und der Militärſtrafprozeßordnung aus. Er
verleiht ihm, wie bereits gemeldet, als Zeichen ſeiner
Anerkennung und fortdauernden Vertrauens das
Groß=
kreuz des St. Stephan=Ordens. — Dem Juſtizminiſter
(Ritter v. Hochenburger ſprach der Kaiſer ſeine beſondere
Anerkennung aus.
Luxemburg.
Nationale Silbermünzen. Das
Großher=
zogtum Luxemburg, das nur etwas Kupfer= und
Nickel=
geld ſelbſt prägt, im übrigen aber mit deutſchem,
franzö=
ſiſchem und belgiſchem Geld auskommt, beabſichtigt,
na=
tionale Silbermünzen in 2, 1 und ½ Francsſtücken
aus=
prägen zu laſſen. Die Handelskammer, die um ein
Gut=
achten angegangen worden iſt, äußert ſich in
zuſtimmen=
dem Sinne. Sie hält einen Betrag von 2½ Millionen
Francs, das ſſind 10 Francs auf den Kopf der
Bevölke=
rung, für ausreichend. Die Kammer betont in ihrem
Gutachten, daß man ſehr darauf bedacht ſein müſſe, den
luxemburgiſchen Münzen ſehr ſtarke
Unterſcheidungsmerk=
male von den deutſchen 2, 1 und ½ Markſtücken zu geben.
Frankreich.
Vereinigung ſämtlicher Schlachtſchiffe
im Mittelmeere. Wie der „Matin” mitteilt, hat
die Regierung auf den Vorſchlag des Miniſters Delcaſſe
beſchloſſen, ſämtliche Schlachtſchiffe im Mittelmeer zu
vereinigen. Zu dieſem Behufe werde der Kommandeur
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
des gegenwärtig im atlantiſchen Ozean und im
Aermel=
kanal befindlichen dritten Geſchwaders, Vizeadmiral
Marolles, gegen den 15. Oktober ſeine ſechs Schlachtſchiffe
nach Toulon führen und ſich unter den Befehl des
Ad=
mirals de Lapeyrere ſtellen, deſſen Streitmacht dann aus
18 Panzerſchiffen, darunter 6 Dreadnoughts, beſtehen
werde. Anläßlich der Vereinigung der beiden
Geſchwa=
der würden neue Flottenmanöver ſtattfinden, an denen
ſämtliche Kriegsſchiffe teilnehmen würden. Dar „Matin”
meint, daß durch dieſen Beſchluß der Regierung jeder
Erörterung über die Ueberlegenheit im Mittelmeer ein
Ende gemacht werde.
Einnahme Marrakeſchs durch die
Fran=
zoſen. Die Nachricht von der Einnahme der Stadt
Marrakeſch durch die Kolonne Mangin wird nunmehr
offiziell beſtätigt. In einem Telegramm des Generals
Lyautey an den Kolonialminiſter heißt es, daß die
fran=
zöſiſche Vorhut unter Hauptmann Simon am 6.
Septem=
ber bei Boukicha, 20 Kilometer von Marrakeſch entfernt,
auf die Truppen des Prätendenten ſtieß. Nach einem
kurzen, aber ſehr erbitterten Gefecht wichen die
Marokka=
ner zurück. Die franzöſiſchen Truppen zogen darauf am
Abend desſelben Tages in Marrakeſch ein, ohne auf irgend
welchen Widerſtand zu ſtoßen. Die Bevölkerung von
Marrakeſch hatte ſich, als ſie von dem Anmarſch der
Fran=
zoſen hörte, gegen den Prätendenten erklärt. Starke
fran=
zöſiſche Truppenabteilungen verfolgen die Truppen des
Prätendenten. — Zu dem Einmarſch der Kolonne
Man=
gin in Marrakeſch wird offiziös noch mitgeteilt: Durch
den General=Reſidenten Lyautey werden nunmehr im
Einvernehmen mit der Riegierung die ſentſprechenden
Maßnahmen getroffen, um die Militär= und
Zivilverwal=
tung in Marrakeſch und Umgebung zu ſichern. In erſter
Reihe werde eine genügende Truppenzahl in die Stadt
gelegt werden, um die Ruhe und Sicherheit zu verbürgen.
Ferner werden ſtarke militäriſche Poſten errichtet
wer=
den, um etwaige neue Angriffsgelüſte El Hibas und
ſeiner Anhänger unmöglich zu machen. Aus Anlaß des
glücklichen Ausganges des Marſches nach Marrakeſch iſt
Oberſt Mangin zum Kommandeur der Ehrenlegion
er=
nannt worden.
Serbien.
Die Miniſterkriſe findet noch keine Löſung.
Am Samstag fand im Schloß unker dem Vorſitz des
Königs ein Miniſterrat ſtatt. Der Finanzminiſter lehnte
eine Neubelaſtung des Budgets mit zwanzig Millionen
ab, die durch die Einbringung neuer Geſetzesvorlagen
bei der Skupſchtina entſtehen würde. Dieſe
Auseinander=
ſetzungen hatten den Rücktritt des Finanzminiſters zur
Folge, den er Sonntag dem Miniſterpräſidenten ſchriftlich
mitteilte. Die Regierung glaubt darin den Einfluß von
Paſchitſch und ſeinen Genoſſen zu ſehen. Der König
be=
riet mit dem Präſidenten der Skupſchtina und Paſchitſch.
Der Miniſterpräſident überreichte dem König ſodann das
Entlaſſungsgeſuch des ganzen Kabinetts.
Türkei.
Friedenspräliminarien? Der
Konſtan=
tinopeler Korreſpondent der „Neuen Freien Preſſe” will
von einer eingeweihten Perſönlichkeit erfahren haben,
daß die italieniſch=türkiſchen Friedenspräliminarien von
den beiderſeitigen Unterhändlern namens der
Regierun=
gen am Mittwoch, dem Beiram=Feſte, unterzeichnet, jedoch
bis zur Eröffnung der Seſſion der Kammer
geheimgehal=
ten werden. Ohne formellen Waffenſtillſtand verpflichte
ſich Italien, weitere Angriffe auf die türkiſchen Küſten
und Inſeln einzuſtellen, wogegen die Türkei die
allmäh=
liche Rückkehr der ausgewieſenen Italiener als deutſche
Schutzgenoſſen ſtillſchweigend geſtatte. Die militäriſchen
Operationen in Libyen blieben von dem Abkommen
einſt=
weilen unberührt, ſollten aber möglichſt eingeſchränkt
werden. (Die fortgeſetzten Meldungen von dem bevor=
ſtehenden Abſchluß des Friedens und die dieſen
regel=
mäßig folgenden Dementis wirken nachgerade komiſch,
und man kann weder den „zuverläſſigen” Meldungen noch
den amtlichen Dementis mehr glauben.)
China.
Der Streit um die Mongolei. Die
„Daily Mail” meldet aus Peking: Der Kommiſſar
Kuangfu, der an die Grenze des Fluſſes Ili in der
chine=
ſiſchen Mongolei zur Beruhigung dieſes Gebiets entſandt
worden iſt, telegraphiert an die Regierung, daß das
Al=
tai=Gebiet an der ruſſiſchen Grenze unmittelbar bedroht
iſt. Er verſuchte, Verſtärkungen dorthin zu entſenden,
aber der dortige ruſſiſche Konſul drohte, den Mongolen
ruſſiſche Truppen zu Hilfe zu ſchicken. Es ſeien daher
keine chineſiſchen Truppen dorthin geſandt worden. Man
müſſe mit dem Fall Atais rechnen. In einer geheimen
Sitzung des Kabinetts wurde die Frage erörtert, ob man
Rußland um Vermittlung zwiſchen den Chineſen und den
Mongolen angehen ſolle. Da man jedoch befürchtete,
daß ein ſolches Erſuchen als teilweiſes Aufgeben der
chine=
ſiſchen Souveränität über die Mongolei angeſehen
wer=
den könne, wurde beſchloſſen, die Angelegenheit dem
Natio=
nalrat zu unterbreiten.
* Drontheim, 9. Sept. Die erſte
Kreuzer=
diviſion der engliſchen Heimatflotte,
be=
ſtehend aus den Kreuzern „Lion” Indefatigable” „
In=
flexible” und „Invicible” iſt auf ihrer bevorſtehenden
Kreuzfahrt in den ſkandinaviſchen Gewäſſern heute zu
einem mehrtägigen Beſuch hier eingetroffen. Von den
Behörden ſind große Feſtlichkeiten zu Ehren der engliſchen
Offiziere und Mannſchaften geplant. Das Geſchwader
trifft am 13. d Mts. in Chriſtiania ein und wird von dort
nach einigen Tagen nach Kopenhagen gehen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 11. September.
* Vom Hofe. An der Frühſtückstafel zu Jagdſchloß
Wolfsgarten am Montag nahm Herzog Paul Friedrich
zu Mecklenburg=Schwerin teil. (Darmſt. Ztg.)
* Verſetzt wurde der Steueraufſeher Mitſchka zu
Beerfelden vom 1. Oktober d. J. an in den Aufſeherbezirk
Lampertheim.
Vom Hoftheater. Thaddäus Rittner, der
be=
kanntlich in letzter Zeit als ernſthafter Anwärter auf den
Poſten des Burgtheater=Direktors genannt wurde, iſt einer
der hervorragendſten jungen Autoren Oeſterreichs. Sein
neueſtes Werk, die Komödie „Sommer”, gelangt
gleichzeitig mit dem Hofburgtheater in Darmſtadt zur
Uraufführung.
-g. Ferienſtrafkammer. Eines etwas eigenartigen
Diebſtahls iſt der 35jährige Taglöhner Jakob Schulz
und ſeine Ehefrau angeklagt. Schulz hatte einem hieſigen
Zimmermeiſter einen Schäferhund verkauft. Eine Woche
danach ſtieg er in den umzäunten Zimmerplatz, wo ſich
der Hund befand, ein und nahm das Tier wieder mit nach
Hauſe Der neue Eigentümer hatte aber den Schulz in
der Nähe ſeines Platzes geſehen, wodurch deſſen
Täter=
ſchaft erwieſen wurde; er gab denn auch den Diebſtahl
zu. Die Beſchuldigung der Frau, die der Beihilfe
ver=
dächtig iſt, konnte nicht aufrecht erhalten bleiben,
wes=
halb ſie freigeſprochen wurde. Da Schulz wegen
Dieb=
ſtahls ſchon vorbeſtraft iſt, erkannte das Gericht gegen
ihn auf 1 Jahr 1 Monat Gefängnis. — Der 35
jäh=
rige Taglöhner Jakob Daum aus Neu=Iſenburg, der
kürzlich wegen eines Sittlichkeitsverbrechens nach § 176,3
Str.=G.=B. zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt worden
war, wurde geſtern von der Anklage eines weiteren
Ver=
brechens nach § 176,3 freigeſprochen, da eine Zeugin
ihre frühere Ausſage nicht mehr ſo beſtimmt aufrecht
er=
hielt, wie in der Vorunterſuchung. — Der 26jährige
Haus=
burſche Joſeph Gerhardt von hier, der bereits
mehr=
mals wegen Betrugs vorbeſtraft iſt und erſt im Juli
dieſes Jahres aus dem Gefängnis entlaſſen wurde
ver=
übte abermals gleich nach ſeiner Entlaſſung bei mehreren
hieſigen Wirten Betrügereien, wodurch dieſe nicht
uner=
heblich geſchädigt wurden. Er ließ ſich in ſämtlichen
Fällen nobel bewirten und hielt auch noch andere Gäſte
frei, ohne im Beſitze von Geldmitteln zu ſein. Er wird
zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. —
Der 36jährige Steinhauer Chriſtoph Metz aus Lorſch
(Kreis Bensheim) hat ſich wegen 12 Betrugs= und meh=
reren Diebſtahlsfällen zu verantworten. Er logierte ſich
vom Juni bis Auguſt in Eberſtadt, Arheilgen, Ober=
Ram=
ſtadt und anderen Orten in der Nähe von Darmſtadt ein,
wobei er in allen Fällen vorſchwindelte, er ſei in feſter
Stellung. Nachdem er ſich einige Tage hatte ernähren
laſſen, verſchwand er ſtets auf Nimmerwiederſehen In
mehreren Fällen ließ er ſich auch Beträge von 3 und 4 Mark
geben, angeblich, um ſeinen gar nicht exiſtierenden Koffer
von der Bahn zu holen. Bei einer Logiswirtin ließ er
ein Paar Stiefel eines anderen Logisgaſtes mitgehen und
ließ dafür ſeine wertloſen zerriſſenen Stiefel zurück. So
wähleriſch er in der Koſt war (Kartoffeln und Dickmilch
waren ihm zum Abendeſſen nicht gut genug), ebenſo
wäh=
leriſch war er bei der Arbeit, In mehreren Fällen hatte
er eine ihm angebotene Arbeit im Stich gelaſſen, angeblich,
weil ihm 2,50 oder 3 Mark Tagelohn zu wenig waren.
Das Gericht verurteilt den rückfälligen Betrüger zu
3 Jahren Gefängnis, worauf ihm 3 Monate der
Unterſuchungshaft angerechnet werden. Außerdem
wur=
den ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre
ab=
erkannt.
* Bei der Landesverſicherungsanſtalt Großh Heſſen
ſind im Monat Auguſt 1912 — 334 Anträge eingegangen
und zwar: 250 Anträge auf Invaliden= und Krankenrente
(J u. K.), 27 Anträge auf Altersrente (A.), 26 Anträge
auf Witwen= und Witwerrente (W.), 27. Anträge auf
Waiſenrente (O.) und 4 Anträge auf Witwengeld (Wg.).
Unerledigt wurden in dieſen Monat übernommen 396
An=
träge, ſo daß 730 Rentengeſuche in Bearbeitung ſtanden.
Es fanden Erledigung: 301 Anträge durch Bewilligung
(227 J., 20 K., 22 A., 7 W., 6 Wg., 19 O.), (17
Renten=
ſachen wurden durch Umwandlung erledigt), 1 Antrag
durch Anwartſchaftsbeſcheid (§§ 1258 u. 1743 R.=V=O.),
64 Anträge durch Ablehnung, weil unbegründet (46 J.,
2 A., 9 W., 1 Wg., 6 O.), 20 Anträge durch andere Weiſe
— Zurücknahme uſw. (13 J., 3 A., 2 W., — Wg., 2 O),
zuſammen 386 Anträge, ſo daß 344 als unerledigt auf den
Monat September I. J. übernommen werden mußten.
In welchem Umfange die Landesverſicherungsanſtalt
Großh. Heſſen Heilverfahrenskoſten für ihre Verſicherten
übernimmt, ergibt ſich aus nachſtehenden Erläuterungen:
Ende Auguſt 1912 waren in den nachverzeichneten
An=
ſtalten verſicherte Perſonen untergebracht: 1. Ernſt
Lud=
wig=Heilſtätte bei Sandbach 125, 2. Eleonoren=Heilſtätte
bei Winterkaſten 52, 3. Göttmannſche Anſtalt bei
Reichels=
heim i. O 55, 4. Bad Nauheim 44, 5. Bad Orb 54, 6.
Kur=
haus Lindenfels 6, 7. Dr. Loſſenſche Klinik 7, 8.
Verſchie=
dene Anſtalten, wie (Krankenhäuſer, Kliniken u. dergl.) 33,
Summa 376.
* Pilzvergiftungen und die Ausſtellung „Der Menſch”.
In den letzten Tagen haben ſich wieder die
Nach=
richten über Pilzvergiftungen gemehrt, die zum größten!
Teil aus der mangelhaften Kenntnis des Publikums über
die giftigen Pilze herrühren. Es wird deshalb von
In=
tereſſe ſein, darauf hinzuweiſen, daß die Darmſtädter
Ausſtellung „Der Menſch” auch auf dieſes Gebiet ihr
Augenmerk gerichtet hat. Die große Abteilung „
Nahr=
ungsmittel” enthält eine Untergruppe „Gifthaltige
Pflan=
zen”, in der neben anderen giftigen Gewächſen auch die
Pilze berückſichtigt werden. Man zeigt uns den
allge=
meinen Nährwert der eßbaren Pilze, wobei uns geſagt
wird, daß zwar die Bezeichnung „Fleiſch des Waldes”
die den Gehalt der Pilze an Nährſtoffen bezeichnen ſoll,
nicht ganz zutreffend iſt, daß aber die Pilze wegen der
leichten Art, in der ſie zu beſchaffen ſind, für die Er=1
nährung eine wertvolle Rolle ſpielen. Die Pilze werden
uns in einer kleinen Sammlung vorgeführt. Naturgetreue
Nachbildungen mit genauer Namensnennung und mit
der Bezeichnung „Eßbar” und „Giftig” werden uns
gezeigt, und zwar, was beſonders wertvoll iſt, teilweiſe
mit der ſie umgebenden Vegetation. Wir ſehen alſo die
Pilze auf dem Boden wachſen, wir lernen die
Beſchaffen=
heit dieſes Bodens und die übrigen Pflanzen, die in der
Nähe wachſen, kennen, ſodaß ſich mit den
Unterſcheidungs=
merkmalen der Pilze ſelbſt gleichzeitig eine Art
Geſamt=
bild dem Auge einprägt. Eine Beſichtigung dieſer
Samm=
lung, die anſchaulicher als manches Lehrbuch in die
Kenntnis über die Pilze einführt, iſt daher
empfehlens=
wert. Auch der Pilzkenner wird mit Vergnügen ſeine
altbekannten Lieblinge mitten unter den giftigen Geſellen,
die ihm ſo oft beim Suchen die Sammelfreude ſtörten,
betrachten.
Das Großherzogliche Kreisamt in Erbach hat
die Bürgermeiſter und Lehrer des Kreiſes Erbach zu.
einer gemeinſamen Fahrt nach Darmſtadt zur
Beſichtig=
ung der Ausſtellung „Der Menſch” aufgefordert. Die
Hin= und Rückfahrt wird vorausſichtlich in einem
Ver=
waltungsſonderzug erfolgen. Das Kreisamt hält es für
wünſchenswert, daß die Bürgermeiſter und Lehrer auf
dieſe Weiſe mit der Ausſtellung und ihren Beſtrebungen
Der Brandſtifter von Moskau.
C2 Die grandioſe Tragödie des Moskauer
Brandes, deſſen Flammenzeichen am 15. Sept. 1812 das
erſte große Brandopfer für den Untergang des Korſen
mit purpurnem Finger an Rußlands Himmel ſchrieben,
hat noch einen anderen Helden als den Franzoſenkaiſer,
der vor dem Glutenmeer aus dem Kreml fliehen mußte:
nämlich den eigentlichen Urheber dieſer grauſig=großen
Tat, den Grafen Feodor Waſiljewitſch Roſtoptſchin.
In dieſem Mann voll leidenſchaftlichem Franzoſenhaß,
wildem Ehrgeiz und einer alles opfernden
Vaterlands=
liebe iſt gleichſam der Geiſt des ruſſiſchen Volkes
ſymbo=
liſiert, und ſeine Tat bleibt, ſo verſchiedenartig ſie auch
beurteilt worden iſt, das Zeugnis einer fanatiſchen
Energie.
Aus einer wenig bedeutenden Familie ſtammend,
war Roſtoptſchin der Günſtling Kaiſer Pauls I.
gewor=
den, vom Zaren zum General, zum Großhofmarſchall,
zum Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten gemacht
und in den Grafenſtand erhoben worden. Die finſtere
Entſchloſſenheit, die in ſeinem Weſen lag, kam am
ſtärk=
ſten in ſeiner Erbitterung gegen Frankreich zum
Aus=
druck; er haßte die Revolution als den Fluch der
Menſch=
heit, und er haßte noch mehr den Sohn dieſes Chaos,
Napoleon. Als 1800 eine Annäherung der ruſſiſchen
Politik an Frankreich erfolgte, widerſetzte er ſich bis aufs
äußerſte und fiel ſchließlich in Ungnade. Mit ruhiger
Reſignation zog er ſich auf ſein Landgut Woronowo, 50
Werſt von Moskau entfernt, zurück, um hier, nicht mehr
beſchienen von der Sonne der kaiſerlichen Gunſt, ſeine
Tage zu verbringen. Aber kaum war er auf ſeinem Gute
angelangt, als ihm ein Kurier ein Billett von der Hand
des Zaren brachte mit den wenigen Worten: „Ich bedarf
Deiner dringend. Komm ſchnell zurück. Paul.”
Angſt=
voll eilte Roſtoptſchin nach Petersburg, aber er kam zu
ſpät: Paul war ermordet und der Anſtifter des
Kom=
plotts war der Graf Pahlen, der die Mißſtimmung
zwi=
ſchen dem Zaren und ſeinem treuen Miniſter geſchickt
ge=
ſchürt hatte. Roſtoptſchin eilte wieder auf ſein Landgut
izurſick und lebte nun zehn Kahre lang in Woronowo mit
ſeiner Frau und ſeinen Kindern; er nannte ſpäter dieſe
Zeit die glücklichſte und ſchönſte ſeines Lebens. Aber der
Ehrgeiz ließ ihn doch nicht ruhen, und dazu kam die
quälende Wut über die Siege des verhaßten Eroberers.
Seit 1810 erſchien Roſtoptſchin wieder am Hofe des
Zaren, und 1812 wurde ihm als einem der treueſten und
entſchloſſenſten Diener Rußlands das Schickſal Moskaus
anvertraut.
Der General=Gouverneur ſuchte zunächſt das Volk der
Hauptſtadt und des Gouvernements durch öffentliche
Be=
kanntmachungen zu beruhigen. Auch nach der Schlacht
bei Borodino glaubte er noch, daß das ruſſiſche Heer vor
den Mauern der Stadt den Feind vernichten werde. In
einem Aufruf vom 11. September forderte er die
Bevöl=
kerung auf, ſich zu Fuß und zu Pferd zu bewaffnen, ſei
es auch nur mit Aexten und Miſtgabeln: „Der große
Böſewicht wird vor Moskau durch Feuer und Schwert
ſeinen Untergang finden.‟ Dann aber ſchlug ſeine
Siegeszuverſicht in düſtere Verzweiflung um. Die Kunde
von dem Brande von Smolensk hatte in ihm wohl ſchon
einen größeren, furchtbareren Gedanken erweckt. Dem
Oberfeldherrn Kutuſof erklärte er, er wolle Moskau
„lieber den Flammen, als dem Feinde übergeben” und
dem Kaiſer ſchrieb er am Tage vor dem Brande: „
Bona=
parte wird Moskau ebenſo verlaſſen finden, wie
Smo=
lensk. Alles iſt fortgeſchafft. Die Stadt wird, wenn ſie
in Napoleons Hände fällt, eine Wüſte ſein — wenn das
Feuer ſie nicht vorher verzehrt — und ſie wird ſein Grab
werden können.” In aller Eile ließ er Fackeln, Raketen,
Zündungen und andere Brandmaterialien anfertigen; die
Bewohner wurden zur Auswanderung ermuntert, ſo daß
von 240000 Einwohnern ſchließlich nur 40000 Menſchen
der niedrigſten Volksklaſſe zurückblieben. Alle
Feuer=
ſpritzen waren entfernt, die Brunnen verſchüttet; die
Gefängniſſe wurden geöffnet und den Verbrechern
Be=
gnadigung verheißen, wenn ſie beim Anzünden tätig ſein
würden. Bevor er ſelbſt die Stadt verließ, beging
Roſtoptſchin noch einen Akt bizarrer Grauſamkeit, indem
er den jungen Sohn eines Kaufmannes Weretſchagin,
der eine franzöſiſche Proklamation ins Ruſſiſche
über=
ſetzt hatte, durch das Fenſter auf die Straße werfen ließ
und die Wut des Pöbels gegen den „einzigen Verräter
Moskaus und Rußlands” entflammte, worauf der
Un=
glückliche von der Menge buchſtäblich zerriſſen wurde.
Roſtoptſchin hat über dieſe Untat lebenslang
Gewiſſens=
biſſe gehabt; damals aber erfüllte ihn ein wilder Stolz
über ſein Zerſtörungswerk, und als er am 14. um Mittag
Moskau verließ, blickte er noch einmal über die golden
leuchtenden Kuppeln und Türme und ſagte zu ſeinem
älteſten Sohne Sergius: „Grüße Moskau zum letzten
Male; bald wird es ein Flammenmeer ſein”
Der General=Gouverneur begab ſich nach Woronowo,
wo eine große Menge von Gäſten Zuflucht gefunden
hatte. Doch als die Kunde vom Herannahen der
Fran=
zoſen kam, erklärte Roſtoptſchin den Verſammelten, daß
er auch ſein liebſtes Beſitztum den Flammen übergeben
werde. Er ermunterte die anderen, Feuer anzulegen; er
ſelbſt ging, von dem engliſchen Geſandten Sir Robert
Wilſon begleitet, in ſein Schlafzimmer und warf eine
brennende Fackel in die Betten. Als dann überall die
Flammen aufloderten, ſtand er kalt und ruhig und rief:
„Nun bin ich zufrieden!” Auf den rauchenden
Trüm=
mern brachte er mit eigener Hand folgende Inſchrift an:
„Acht Jahre habe ich darauf verwandt, dieſes Haus zu
verſchönern, und habe darin glücklich gelebt im Schoß
meiner Familie. Nun lege ich Feuer an, damit es nicht
beſudelt werde durch Eure Gegenwart. Franzoſen, ich
habe Euch mein Haus in Moskau überlaſſen mit einer
Einrichtung für eine halbe Million Rubel. Hier werdet
Ihr nur Aſche finden.‟ Die heroiſche und doch auch
wie=
der heroſtratiſche Tat Roſtoptſchins hat ihm ſelbſt, ſo
nützlich ſie auch dem Vaterlande war, kein Glück gebracht.
Der Zar wagte nicht die Handlung, die ohne ſeinen
Be=
fehl geſchehen war, gut zu heißen, Roſtoptſchin fiel in
Ungnade und ging freiwillig in die Verbannung. Acht
Jahre irrte er in Europa umher, und als er 1823, ein
alter, müder und kranker Mann, in die Heimat
zurück=
kehrte, um dort zu ſterben, ſchrieb er jene Broſchüre „Die
Wahrheit über den Brand von Moskau” in der er die
Tat völlig ableugnete und ſie dem Zufall und der
Unacht=
ſamkeit zuſchrieb. Dadurch hat er die Welt eine Zeit lang
über ſeinen eigenen Heroismus getäuſcht, aber heute ſteht
es durch ſichere Dokumente außer Zweifel, daß
Roſtop=
tſchin der Brandſtifter von Moskau war.
Nummer 218
Darmſtädter Tagblarr, Mittwoch, den 11. September 1912.
Seite 3.
vertraut gemacht werden, ſo daß damit indirekt das
Allge=
meinwohl geſchützt werden kann.
* Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. In dem
Bericht an die XIX. ordentliche
Generalver=
ſammlung der Aktionäre am 27. September 1912
heißt es u. a.: Laut Gewinn= und Verluſtrechnung für
den 31. März 1912 verbleibt, nach Abzug der
erforder=
lichen Rücklagen in die Erneuerungs= und
konzeſſions=
mäßigen Reſerve=, ſowie in die Abſchreibungsfonds, der
Eiſenbahnabgaben und Rückſtellungen, ein zur
Ver=
fügung der Generalverſammlung ſtehender Ueberſchuß
von 2 463 428,59 Mk. Wir ſchlagen vor, denſelben wie folgt
zu verwenden: 1. 6½ % Dividende auf 26000000 Mk.
voll eingezahltes dividendenberechtigtes Aktienkapital
1690000 Mk. 2. Statutenmäßige Tantiéme an den
Aufſichtsrat 90 083,10 Mk. 3. Vertragsmäßige Tantiéme
an die Direktion 58 221,09 Mk. 4. Rückſtellung zur
Bil=
dung eines Dividenden=Ausgleichsfonds 320000 Mk.
5. Vortrag auf neue Rechnung 305124,40 Mk. Nachdem
die von den außerordentlichen Generalverſammlungen
vom 24. Juli 1911 und 1. April 1912 genehmigten
Ver=
träge, wegen Einbringung der Mannheim=Weinheim=
Heidelberg=Mannheimer=Eiſenbahn in die Oberrheiniſche
Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft in Mannheim und wegen
Einbringung der Darmſtädter
Dampfſtraßen=
bahn in die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft in
Darmſtadt, von den zuſtändigen Großberzoglich Badiſchen
und Großherzoglich Heſſiſchen Miniſterien genehmigt ſind,
iſt gemäß § 274 des Handelsgeſetzbuchs die erforderliche
Statutenänderung durch die Generalverſammlung zu
beſchließen. Wir beantragen deshalb, dem § 3 auf
Seite 7 der Satzungen unter Ziffer 38
an=
zufügen: „Die Bahnunternehmungen zu 14 und
34 ſind in die Oberrheiniſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft
in Mannheim eingebracht, gemäß Genehmigung durch
die außerordentliche Generalverſammlung vom 24. Juli
1911. Die Bahnunternehmungen zu 1 ſind in die
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft
in Darmſtadt eingebracht, gemäß Genehmigung durch die
außerordentliche Generalverſammlung vom 1. April 1912.
* Ein kurzer Inſtruktionskurſus über
Trinker=
fürſorge und Bekämpfung des Alkoholismus wird in
Verbindung mit der Jahresverſammlung des Heſſ.
Landesvereins für Innere Miſſion von dem
Landes=
verband des Deutſchen Bundes ev.=kirchl.
Blaukreuz=
verbände am Montag, den 16. September, nachmittags
5 Uhr, im Sitzungszimmer des Wartburgvereins in
Darmſtadt, Karlſtraße 21, abgehalten. Außer dem
Ge=
ſchäftsführer des ev.=kirchl. Blauen Kreuzes, Herrn
Pfarrer Dr. R. Burckhardt aus Berlin, werden auch
mehrere heſſiſche Referenten über die verſchiedenen
Zweige der Arbeit berichten.
* Chopin=Liſzt=Feſt. Wir machen unſere
muſik=
liebenden Leſer beſonders aufmerkſam auf das heute,
Mittwoch, 8 Uhr abends, im „Hotel Traube”
be=
ginnende Chopin=Liſzt=Feſt, veranſtaltet von Raoul
von Koczalski.
* Die Privilegierte Schützengeſellſchaft hatte für
verfloſſenen Sonntag ihr diesjähriges Königsſchießen
auf das Programm geſetzt. Trotz des ungünſtigen
Wetters hatte ſich eine ſtattliche Anzahl Schützen zum
friedlichen Wettkampfe auf den 3 Ständen eingefunden.
Die Bedingung, die Schützenkönigswürde für 1912/13 zu
erlangen, beſtand darin, auf Feld=, Stand= und
Wild=
ſcheibe die höchſte Ringzahl (zuſammengerechnet) zu
er=
eichen. Es wurden ſomit an die Königskandidaten
ezüglich der Teffſicherheit recht große Anſprüche geſtellt.
Es dunkelte bereits, als der letzte Schuß gefallen war
und mit Spannung erwarteten die im behaglich
durch=
värmten Schützenzimmer Verſammelten die Proklamation
es Königs. — „Leo Rast nomen regis est” lautete
die Verkündigung des Vorſitzenden des Schieß=
Aus=
ſchuſſes. Mit 507 Ringen (eine hervorragende Leiſtung)
hatte der König die Bedingung erfüllt. Gleichzeitig
wurde (diesmal auf Jagdſtand) der Ekertbecher — eine
Stiftung des verſtorbenen Vaters unſeres Herrn
Beige=
ordneten — und zwar von Herrn Auguſt Gunſchmann
herausgeſchoſſen. Auch die übrigen Schützen hatten es
zum Teil auf recht hohe Ringzahlen gebracht und
wurden die Herren Karl Bierbach, Karl Simon und
Thriſtoph Müller (Sprendlingen) für ihre gute Leiſtungen
mit Preiſen, beſtehend in Münzen und Bildern, belohnt
In animierteſter Stimmung blieben der König und
ſeine Getreuen bei Muſik und Tanz bis zum letzten
Zug beiſammen.
* Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Umgegend e. V. Auf der großen Intern.
Hundeaus=
ſtellung in Stuttgart am Sonntag, den 8. September,
wurden die Hunde folgender Herren mit Preiſen
aus=
gezeichnet: Für Boxer einen Erſten, Zweiten und
Ehren=
preis H. Katzenbach hier; für Bernhardiner zwei
Erſte und Ehrenpreis Ph. Oeſtreicher hier.
A Während des Monats Auguſt d. Js. wurden
im ſtädtiſchen Krankenhaus 714 Kranken an
zuſammen 10 333 Tagen verpflegt. Es entfallen ſonach auf
jeden Pflegetag durchſchnittlich 333 Kranke, gegen 290 im
gleichen Monat des Vorjahres. — Im
Pfründner=
haus an der Frankfurterſtraße haben 3 Neuaufnahmen
und 2 Austritte ſtattgefunden, Ende genannten Monats
befanden ſich 66 Pfründner, 28 Männer und 38 Frauen,
im Hauſe. Die mit dem Hauſe verbundene
Kinder=
pflegeſtation war am gedachten Zeitpunkt mit
30 Kindern beſetzt. — Das Armenhaus an der
Pallaswieſenſtraße verzeichnete 12 Neuaufnahmen bei
7 Austritten und Ende Auguſt einen Inſaſſenbeſtand
von 37 Köpfen, 20 Männer, 13 Frauen und 4 Kinder.
Paketeinſammlung durch die Poſt. Es iſt noch
nicht genügend bekannt, daß die Poſt abzuſendende
Pakete auf Beſtellung aus den Wohnungen abholen läßt.
Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder
einen Zettel mit den Worten: „Paket abzuholen bei (Name
und Wohnung)” unfrankiert in den nächſten
Brief=
kaſten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben und
die Sendung wird bei der nächſten Paketbeſtellfahrt gegen
eine Gebühr von 10 Pfg. vom Haus des Abſenders
ab=
geholt. Das Verfahren iſt einfach und bequem und
beſonders ſolchen Perſonen zu empfehlen, denen kein
Dienſtbote zur Verfügung ſteht.
D Die Einziehung der Zeitungsgelder erfolgt
durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis
einſchließ=
lich 25. des letzten Monats im Vierteljahr koſtenlos.
Die Briefträger uſw. ſind zur vollgültigen
Luittungs=
leiſtung über die erhobenen Zeitungsgelder berechtigt.
Die Vorteile, die die Errichtung für das Publikum
bietet, ſpringen in die Augen, wenn man berückſichtigt,
daß der regelmäßige Fortbezug der Zeitung geſichert,
der Gang zur Poſt und das Warten an den Schaltern,
die am Vierteljahresſchluſſe beſonders ſtark in Anſpruch
genommen ſind, erſpart wird.
=gs- Selbſtmordverſuch. Geſtern vormittag gegen
7 Uhr verſuchte ſich ein im Rhönring wohnhaftes
Dienſt=
mädchen mit Salzſäure zu vergiften. Die
Lebensmüde wurde durch die Rettungswache mittels
Krankenkraftwagens in das Städtiſche Krankenhaus
ver=
bracht. Die Urſache iſt in Liebeshändeln zu ſuchen.
C) Jugenheim (Bergſtraße), 10. Sept. Recht rabiat
be=
nahmen ſich in letzter Nacht auf dem Heimwege von der
Kirchweihe in Balkhauſen einige hieſige Rowdies
Nachdem ſie im Balkhäuſertal an der Mühle von
Bickel=
haupt die Sandſteinplatten am Brückenübergang in den
Bach geworfen hatten, ſuchte einer von ihnen bei
Schrift=
ſetzer Burkhardt einen nächtlichen Beſuch abzuſtatten. Doch
wurde er noch rechtzeitig daran gehindert durch einen
kalten Abguß von einem oberen Fenſter aus. Nun ging
natürlich der Kampf los durch Bewerfen mit Steinen.
Aber es wird für die Burſchen nicht von Vorteil ſein, denn
ſie ſind erkannt worden und iſt auch bereits Anzeige
er=
ſtattet.
Offenbach, 10. Sept. Der Bauausſchuß
beſchäf=
tigte ſich in ſeiner Sitzung am Montag u. a. mit der
Frage der Errichtung einer neuen
Volks=
ſchule auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks in
der Bernardſtraße und ſprach ſich für das vom
Schulvor=
ſtand vorgeſchlagene Schulprojekt aus, das einen
Koſten=
aufwand von 546000 Mark erfordert. — Am Freitag
findet eine außerordentliche Stadtverordnetenſitzung
ſtatt, in der endgültig über die elektriſche
Strom=
abgabe an die Stadt Neu=Iſenburg und
den mit dieſer Stadt abzuſchließenden Vertrag beraten
wird. — Die zweite Rundfahrt im Wettbewerb „
Offen=
bach im Blumenſchmuck” bei der wiederum als
Preis=
richter Gartendirektor Schröder=Mainz und Architekt
Rumpf=Darmſtadt unter Führung des
Gartenbau=
inſpektors Gutſche fungierten, ergab als Reſultat die
Tatſache, daß die Pflege der mit Blumen geſchmückten
Häuſer trotz der kalten und regneriſchen Witterung ſehr
gut iſt. Die Prämiierung der zum Wettbewerb
ange=
meldeten Objekte findet Ende Oktober oder Anfang
No=
vember ſtatt.
Mainz, 10. Sept. Einen Appell der dritten Kompagnie
des vormaligen zweiten Großh. Heſſ. (Leib=) Jäger=
Bataillons veranſtalteten im Hotel=Reſtaurant
„Zum ſchwarzen Bären” ehemalige Angehörige der
drit=
ten Kompagnie des vormaligen Großh. Heſſ. zweiten
Jäger=Bataillons, welch letzteres als drittes Bataillon
des vierten Großh. Heſſ. Infanterie=Regiments Nr. 118
nach dem Feldzuge 1870/71 zur Beſatzung unſerer Feſtung
gehörte. Die Einladung zu den jährlichen
Zuſammen=
künften iſt in die Hände eines Ausſchuſſes gelegt,
be=
ſtehend aus den Kameraden Telegraphenſekretär i. P.
L. Zöller, Buchdruckereibeſitzer K. F. Bender und
Privatier Gg. Achenbach von Darmſtadt, während ein
Ortsausſchuß die örtlichen Arrangements zu treffen hat.
Dem Rufe des Ausſchuſſes hatten 69 Kameraden Folge
geleiſtet. Um 11¾ Uhr eröffnete der frühere Feldwebel
der Kompagnie, Telegraphenſekretär i. P. Ed. Zöller,
die Verſammlung. Kamerad C. Daub=Mainz begrüßte
die Anweſenden im Namen der Ortsgruppe, während
Kamerad J. Hahn=Offenbach das Protokoll der
vor=
jährigen Tagung in Offenbach verlas. Kam. A.
Pim=
ber=Offenbach gab einen Bericht der dortigen Zeitungen
bekannt. Kamerad Gg. Achenbach= Darmſtadt gibt
ſtatiſtiſche Notizen, aus welchen hervorgeht, daß für heute
67 ehemalige Jäger angemeldet ſind und fünf Kameraden
im verfloſſenen Jahre zur großen Armee abberufen
wor=
den ſind, zu deren ehrendem Gedächtnis ſich die
Anweſen=
den erhoben. Als Ort der nächſtjährigen Zuſammenkunft
wurde Worms beſtimmt. Kamerad Höfling=Worms
dankte für dieſes Vertrauen und ſtellte vergnügte Stunden
in Ausſicht. Hiermit war der geſchäftliche Teil erledigt.
Beim Mittageſſen erhob ſich der Vorſitzende, Kamerad
Zöller, und brachte das Hoch auf Se. Maj. den
Kai=
ſer und Se. Königl. Hoheit den Großherzog aus,
wel=
chem die Fürſtenhymne, ſtehend geſungen, folgte. Im
weiteren Verlauf toaſtete Kamerad Daub=Mainz auf
das Vaterland, und mächtig hallte durch den Saal das
„Es brauſt ein Ruf wie Donnerhall”
Mainz, 10. Sept. Bei der Legung der Gasleitung
am ehemaligen Binger Tor verunglückten geſtern
zwei Arbeiter des ſtädtiſchen Gasamts. Die
Inſtalla=
teure Berg und Stumpf wurden durch
ausſtrömen=
des Gas bewußtlos und ſtürzten zuſammen. Andere
Arbeiter bemerkten rechtzeitig den Vorfall und ſchafften
die beiden Bewußtloſen aus dem engen Schacht an die
Luft. Die beiden Leute wurden ſpäter nach ihren
Wohn=
ungen gebracht. Der Unfall iſt dadurch entſtanden, daß
die Gräben, in die die Gasleitung gelegt und mit der
Hauptleitung verbunden werden, zu eng ausgeſchachtet
ſind und das ausſtrömende Gas keinen Ausgang findet
und ſich unten anſammelt.
Mainz, 10. Sept. In Eltville wurde die Leiche der
Witwe Klefiſch geländet, die, wie gemeldet, vor
eini=
gen Tagen bei Mainz, als ſie mit einem Matroſen an
Bord eines Schiffes gehen wollte, in den Rhein
ſtürzte und ertrank. Die Mainzer Polizei hat die
Beſchlagnahmung der Leiche verfügk.
(*) Gießen, 9. Sept. Die Lahn droht mit
Ueber=
ſchwemmung des Lahntals, falls das Regenwetter
nur noch kurze Zeit anhält. Schon ſteht das Waſſer bis
zum Rande des Flußbettes.
X. Bad Nauheim, 10. Sept. Dr. G. Grote, Arzt,
welcher ſeinerzeit die Kaiſerin von Rußland während
ihres Kuraufenthaltes hier behandelte und zu den
höchſt=
beſteuerten Perſonen des Kreiſes gehörte, iſt heute im 48.
Lebensjahre plötzlich geſtorben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Sept. Stadtbaurat Luds
wig Hoffmann ſtiftete für die Architekturſammlungen
der Techniſchen Hochſchule den kürzlich von ihm
aufgeſtell=
ten Entwurf für die Bebauung der Stadt Athen. — Unter
dem Vorſitz des Stadtrates Kaliſch hat ſich heute die Ber=
Fenilleton.
Die Kino=Schauſpielerin. Mit dem Aufblühen
der Kinematographentheater und der Entfaltung ganz
neuer theatraliſcher Formen im Film iſt auch ein neuer
Beruf entſtanden, der des Kino=Schauſpielers, der ſich
gar merklich von dem des gewöhnlichen Komödianten
unterſcheidet. Die aufregenden und abenteuerlichen
Er=
eigniſſe, die hier dargeſtellt werden, verlangen von dem
Mimen Wagemut und körperliche Gewandtheit, wie ſie
auf den Brettern, die ſonſt dem Schauſpieler die Welt
be=
deuten, nur ſelten gefordert werden. Und auch hier ſteht
die Frau hinter dem Manne nicht zurück, ja ſie übertrifft
ihn ſogar in ihren Leiſtungen. Die „Sterne des Films”
ſind zum größten Teil weiblich, denn die Schauſpielerin
hat ſich raſcher und beſſer den eigentümlichen
Anforder=
ungen des Kinematographen angepaßt, als ihr
männ=
licher Kollege. Von ihrem romantiſchen und
eigenarti=
gen Tagewerk plaudert eine der führenden engliſchen
Kino=Schauſpielerinnen Bladys Silvani, in einer
eng=
liſchen Zeitſchrift: „Im Laufe von wenigen Tagen muß
man ſich da ertränken, eine Feuerſpritze bedienen, als
Chauffeur ein Auto lenken oder ſich aus einem
brennen=
den Hauſe retten, natürlich am beſten ſo, daß man am
Schornſtein in die Höhe klettert. Ich erinnere mich, wie
mir der Maneger eines Tages ganz kühl ſagte, heute
möchte ich ins Waſſer eehen. Aber,” ſagte ich, ein wenig
aufgeregt über dieſen Gedanken, „ich kann nicht
ſchwim=
men.” „Deſto beſſer”, meinte er zufrieden. „Dann
wer=
den Sie deſto leichter ertrinken.‟ Er hätte mit dieſem
Worte beinahe mehr Recht behalten, als er ahnte. Ich
ſollte vor meinen Verfolgern mit geſtohlenen Papieren
flüchten. Im tollſten Lauf komme ich an das Ufer des
Fluſſes, in den ich ſpringen ſoll, und ſtürze mich hinein.
Ich fühle, wie ich ſinke. Der Maneger, der den Film
auf=
nimmt, — er ſtand auf einer kleinen ſumpfigen Inſel in
der Mitte des Fluſſes —, ſchreit voll Entzücken: „So iſts
recht, Fräulein. Sie gehen glänzend unter!” Und ich
wäre wirklich glänzend untergegangen, wenn nicht noch
im letzten Augenblick einer der Umſtehenden geſehen hätte,
daß aus der Komödie furchtbarer Ernſt wurde, und mich
gerettet hätte. Solche Abenteuer ſind nicht ganz ſelten.
Aber mein gefährlichſtes Erlebnis hatte ich, als ich mich
vor einen Schnellzug werfen ſollte. Die Gache war auf
einer richtigen Eiſenbahnlinie arrangiert; Wer es ſollte
eine Lokomotive und ein Zug verwendet werden, der
be=
reits außer Dienſt war. Ich ſtand auf dem Geleiſe und
wartete auf die Maſchine. Sie kam und kam nicht, und
ich dachte ſchon, ich hätte etwas verſehen. Da höre ich
plötzlich den Ton eines heranbraujenden Zuges, und von
ferne kommt die Lokomotive in Sicht. Der Maneger ſtellt
ſeinen Apparat auf und ich eile zwiſchen die Geleiſe, um
mich vor dem Zug niederzuwerfen. Da ſehe ich auf
ein=
mal zu meinem Entſetzen, daß der Zug, der da
heran=
brauſt, gar nicht meine ausrangierte Maſchine iſt, ſondern
ein wirklicher Schnellzug. Der Lokomotivführer bemerkt
mich nicht. Den Bruchteil einer Sekunde ſtehe ich wie
an=
gewurzelt da. Dann ſagt mir etwas in meinem Gehirn,
daß ich verſuchen muß, mich zu retten. Aber ich war ſo
verwirrt, ſo vom Schrecken betäubt, daß ich nicht zur
Seite ſprang, wozu noch Zeit geweſen wäre, ſondern in
ſinnloſer Angſt vor dem Zuge herlief, wie wenn ich ihm
entlaufen könne. 20, 15, 10 Meter hinter mir höre
ich das Fauchen der Maſchine, das Donnern des Zuges.
Und nun kommt mein gewiſſes Ende . . . War es nun
Inſtinkt oder das Geſetz der Selbſterhaltung — ich weiß
es nicht. Ich ſtolperte, ich ſtürzte, ich warf mich zur Seite
und rollte kopfüber die ſteile Böſchung herunter, während
der Zug oben an mir vorüberſauſte .
E.W. Heiteres aus dem Manöver. Die reitende
Ab=
teilung des nten Feldartillerie=Regiments hatte während
des Manövers den Befehl erhalten, das kleine Städtchen
R., das ſo günſtig lag, daß es nur von einer Seite her
angegriffen werden konnte, zu decken. Man erwartete in
den allernächſten Tagen einen Nachtangriff durch eine
größere Kolonne Infanterie. Bereits am frühen
Mor=
gen ſetzte ſich die Abteilung in Marſch, um genügend Zeit
für die Aufſtellung und Verſchanzung der Geſchütze, für
Feſtſtellung der Entfernungen, Sicherung und Deckung
der Mannſchaften, Beſpannung, Munition, Proviant uſw.,
zu gewinnen. Die Abteilung ſtand in ausgezeichneter,
geſicherter Feuerſtellung bereit, und konnte nun den
her=
anrückenden Feind zu jeder Zeit erwarten. Seine
Exzel=
lenz, der Herr General der ſich wenige Kilometer entfernt
von dieſem Angriffspunkte bei dem kleinen Städtchen R.
befand und ſich mit ſeiner Haupttruppenmacht, deren
Aus=
läufer faſt bis zu dem kleinen Städtchen reichten,
eben=
falls verſchanzt hatte, ließ es ſich nicht nehmen, der
reiten=
den Abteilung einen Beſuch abzuſtatten, um von ihrer
Aufſtellung genaue Kenntnis zu nehmen. Intereſſant für
ihn war auch ferner die telephoniſche Verbindung und
Be=
dienung der einzelnen Geſchütz=Deckungen miteinander.
Im Laufe des Nachmittags, nachdem ein gelinder Regen
eingeſetzt hatte, erſchien Seine Exzellenz bei der in
Be=
reitſchaft ſtehenden Abteilung. Der Herr General begah
ſich mit ſeinem Gefolge zu den zunächſt ſtehenden
Ge=
ſchützen und nach deren Beſichtigung betr. Deckung uſw. zu
einem der angelegten Telephone. Um ſich nun von der
Verſtändigung zwiſchen den einzelnen Geſchützen zu
über=
zeugen, ergriff Exzellenz den Hörer und rief das am wei=
teſten entfernt liegende Geſchütz mit folgenden Worten
an: „Nun, mein Junge, regnet es bei Dir auch — und,
kannſt Du mich gut verſtehen?” — Gleich darauf erhielt
er von dem das Telephon bedienenden Kanonier die
Ant=
wort: „Verſtehen kann ich Dir ganz gut — aber, glaubſt
Du, daß hier bei uns etwa die Sonne ſcheint Du oller
Quatſchkopp, Du? Komm’ doch mal aus Deinem Loch
heraus und ſteck die Naſe in die Höh’, dann wirſt Du’s
ſchon fühlen, ob die Sonne ſcheint, oder ob es regnet!“
— Seine Exzellenz hängte ſchleunigſt den Hörer wieder
an, ſein Geſicht zog ſich in grimmige Falten, man ſah es
ihm an, daß da etwas nicht in Ordnung war, doch hatte
man leider nichts gehört! Aber, ſich zum Gehen
umwen=
dend und mit nun erheiterten Geſichtszügen die Deckung
verlaſſend, ſagte Exzellenz: „Das Telephon funktioniert
ausgezeichnet — ich bin erſtaunt — wirklich vorzügliche
Verſtändigung! Doch, ich möchte gern einmal den Mann
ſelbſt ſprechen, mit dem ich mich ſoeben telephoniſch
unter=
halten habe; bitte, meine Herren, wir wollen aufſitzen und
zu dem Geſchütz reiten.” Nachdem alle Herren aufgeſeſſen,
begab man ſich zu dem letzten Geſchütz und der Herr
Ge=
neral rief den Kanonier, der das Telephon bediente, zu
ſich heran und ſagte: „Wiſſen Sie denn auch, mit wem Sie
ſoeben telephoniſch geſprochen haben?” „Zu Befehl, nein,
Exzellenz!” „Nun, Sie haben mit mir geſprochen, und,
was Sie mir geſagt haben, das wiſſen nur wir beide.
Doch, wie ich von Ihrem Herrn Chef ſoeben gehört habe,
ſind Sie ein tüchtiger Soldat, und tüchtige Soldaten
ver=
dienen, belobt zu werden. Ich lobe Sie hiermit — für Ihre
Schlagfertigkeit und mache Sie dafür zum — Gefreiten.
Doch eins möchte ich Ihnen noch ſagen: Wenn Sie wieder
einmal telephonieren, dann immer erſt hübſch fragen:
Wer dort? — Hier Kanonier F.! — Geſchütz 6! —
Ver=
ſtanden? — „Zu Befehl, Exzellenz!“
ml Eine Kugel von 1870, die 1912 losgeht. Als ein
Opfer des Krieges von 1870 iſt der 14jährige Frederick
Peterſſon, der Sohn eines Londoner Metallarbeiters, zu
beklagen, der nach dem Befunde der Leichenſchaujury
durch ein Gewehr den Tod gefunden hat, das vor 42
Jah=
ren geladen worden war. Der Junge hatte mit zwei
Altersgenoſſen Soldaten geſpielt und dabei eine Flinte
in die Hände bekommen. Aber ſie ging in dem
Augen=
blick los, als er im Begriffe ſtand, ein Zündhütchen
auf=
zuſetzen. Nach der Ausſage des Vaters hatten die Kinder
in einer Dachkammer geſpielt, in der eine Sammlung von
20 aus dem deutſch=franzöſiſchen Kriege ſtammenden
Vorderladern aufbewahrt wurde. Der Mann hatte ſie
von ſeinem Stiefvater geerbt, der in der belgiſchen
Artil=
lerie gedient und im Jahre 1870 die Flinten an ſich
ge=
bracht hatte..
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
liner Armendirektion wiederholt mit dem Antrage auf
Zulaſſung von Damen als Mitglieder
der Berliner Armendirektion beſchäftigt. In
der Berliner Armenkommiſſion ſind ſchon Damen mit
Er=
folg als Armenpflegerinnen tätig. Die Berliner
Armen=
direktion hat nun erklärt, daß ſie keine Bedenken habe,
Damen als Mitglieder der Direktion zuzulaſſen. — Beim
Spielen in der Jungfernheide iſt die ſieben Jahre alte
Tochter Helene des Tapezierers Werner verunglückt. Das
Kind vergnügte ſich mit einigen Gefährtinnen auf einer
zwiſchen zwer Bäumen befeſtigten Strickſchaukel.
Hierbei wurde es von den andern Kindern ſo hoch in die
Luft geſchleudert, daß es das Gleichgewicht verlor und zu
Boden ſtürzte. Das bedauernswerte Mädchen, das einen
Schädelbruch erlitten hatte, war auf der Stelle tot.
— Heidelberg, 10. Sept. Die Heidelberger
Schloß=
beleuchtungen üben einen ſtetig wachſenden Zauber
auf alle Beſucher der Neckarſtadt aus, und die in
benga=
liſcher Rotglut erſtrahlende „Deutſche Alhambra” iſt
all=
jährlich das Ziel Hunderttauſender geworden. Auch im
Spätjahr, wenn das rote Weinlaub die ernſte
Ruinen=
pracht mit ſeinem Farbenzauber umrankt, iſt noch
mehr=
fach Gelegenheit geboten, das unvergleichliche Schauſpiel
zu genießen. Nicht weniger wie drei Beleuchtungen ſind
noch für September und Oktober angeſagt. Die nächſte
Schloßbeleuchtung mit Beleuchtung der „Alten Brücke‟
und Feuerwerk auf dem Neckar wird am Sonntag, den
14. September, dem Eröffnungstage der Heidelberger
Gartenbau=Ausſtellung, ſtattfinden; der Veranſtalter iſt
der Verband Deutſcher Schokolade=Fabrikanten, der in
Heidelberg ſeine Herbſttagung abhält. Eine weitere
Schloßbeleuchtung iſt für Samstag, den 28. September,
aus Anlaß des Beſuchs des Leipziger
Lehrergeſangver=
eins angekündigt, und die letzte Beleuchtung der
Schluß=
ruine wird von der Fortſchrittlichen Volkspartei, die in
Mannheim tagt, am 7. Oktober veranſtaltet werden.
Höchſt a. M., 10. Sept. Auf dem Bahnübergang
an der Königſteiner Bahn in der Nähe von Ober=
Lieder=
bach geriet heute früh der Landwirt Heß aus Ober=
Lieder=
bach in große Gefahr. Der von Königſtein kommende
Zug, den Heß infolge des hohen Standes eines
Mais=
feldes nicht ſehen konnte, erfaßte deſſen Geſpann. Die
beiden Pferde wurden auf der Stelle getötet Heß
ſelbſt konnte ſich nur mit knapper Not in Sicherheit
brin=
gen. Dem Wagen wurde die Deichſel glatt abgeſchnitten.
An der Unglücksſtelle ſind ſchon wiederholt Unfälle
vor=
gekommen, da keinerlei Schutzvorkehrungen vorhanden ſind.
Forbach (Lothringen), 10. Sept. Geſtern abend gegen
9 Uhr brach in der Wirtſchaft Kiefer ein Streit zwiſchen
italieniſchen Arbeitern aus. Als der Wirt den Streit
ſchlichten wollte, wandten ſich die Italiener gegen ihn.
Der Wirt griff in der Not zum Revolver. Durch die
fünf Schüſſe, die er abgab, wurden zwei Italiener
ge=
tötet, zwei lebensgefährlich und einer leicht verletzt. Der
Wirt wurde geſtern abend noch verhaftet.
Düſſeldorf, 9. Sept. Heute nacht wurde die Ehefrau
Portwig aus Werſten von dem Arbeiter Wirtz auf der
Straße erſchoſſen. Wirtz wollte den Schuß auf den
Bruder der Frau abgeben. Er traf außerdem einen
un=
beteiligten Mann, der ſchwer verletzt wurde. Der Täter
wurde verhaftet.
Leipzig, 9. Sept. Das Reichsgericht verwarf
die Reviſion des Taglöhners Johann Pfrommer, der
vom Schwurgericht Stuttgart am 2. Juli wegen Mordes
zum Tode verurteilt worden war. Pfrommer erſchoß am
15. Januar in der Nähe Stuttgarts den Forſtwart Karl
Roes. Das Reichsgericht verwarf ferner die Reviſion des
Gelegenheitsarbeiters Theodor de Bruyn, der vom
Schwurgericht in Krefeld am 12. Juli wegen
Raubmor=
des zum Tode verurteilt worden iſt. Bruyn ermordete
und beraubte am 6. April in Uerdingen den Händler
Engel und warf die Leiche in einen Teich.
Wien, 10. Sept. In einem Abteil zweiter Klaſſe des
um 7 Uhr abends in Lemberg von Krakau eintreffenden
Perſonenzuges wurde eine Dame mit einer
Schußwunde tot aufgefunden. Die Leiche war
ſämt=
licher Wertſachen und Papiere beraubt.
Paris, 10. Sept. Der Muſiker Toſelli
ver=
öffentlicht im Pariſer Journal einen Brief, in dem er die
Gerüchte von einer erfolgten Verſöhnung mit
ſei=
ner Frau als unwahr bezeichnet. Er erklärt, daß er
von ſeiner Gattin geſchieden worden ſei, daß man ihm das
aus der Ehe hervorgegangene Kind zugeſprochen habe
und daß er nicht daran denke, mit ſeiner Frau wieder
zu=
ſammen zu leben.
Dünkirchen, 10. Sept. Geſtern abend brach in der
Ausſtellung ein Brand aus, der unter anderem
eine große Bierhalle einäſcherte, die von einer von der
Brüſſeler Ausſtellung ſtammenden Kuppel gekrönt war.
Sehr ſtark hat auch der Braſilianiſche Pavillon gelitten.
Moskau, 9. Sept. Heute nachmittag 2 Uhr fand eine
glänzende Prozeſſion vom großen Kreml=Palaſt
aus bis zur Uſpenskij=Kathedrale ſtatt. An der
Prozeſ=
ſion nahmen teil: der Kaiſer, die Kaiſerin, die
kai=
ſerlichen Kinder, die Großfürſten, die Hoſchargen aller
Klaſſen, die Miniſter und Würdenträger, die höheren
Offiziere, die Spitzen der Zivilbehörden, die Vertreter
des Adels, der Semſtwoi der ſtädtiſchen Verwaltung und
die Deputationen, die an den Borodino=Feierlichkeiten
teilgenommen haben. Als der Kaiſer und die Kaiſerin
aus dem Palaſt auf die Treppe traten, verbeugten ſie ſich
vor der bei dem Kreml=Palaſt ſtehenden tauſendköpfigen
Volksmenge, die in Jubel ausbrach. Nach einem
Gottes=
dienſt in der Uſpenskij=Kathedrale begaben ſich der Kaiſer
und die Kaiſerin mit ihren Kindern, den Großfürſten und
dem Gefolge in das Tſchudow=Kloſter, von wo aus ſie im
Wagen langſam, überall von der dichtgedrängten
Volks=
menge begrüßt, zum Kreml zurückkehrten.
New=York. 10. Sept. Von den bei dem Motorrad=
Unglück auf der Radrennbahn in Newark
ver=
letzten Perſonen ſind inzwiſchen noch drei ihren
Verwun=
dungen erlegen, ſo daß ſich die Zahl der Toten auf 9
er=
höht. Insgeſamt ſind ungefähr 30 Perſonen verletzt
worden.
Schanghai, 9. Sept. Die Shanghai Daily News
ver=
öffentlicht einen Brief aus Wantſchu, wonach dort ein
von Wolkenbrüchen begleiteter Taifun am 29. Auauſt
ungebeuere Ueberſchwemmungen verurſacht hat.
Die Stadt Tſingtien und zahlreiche andere kleine Städte
ſollen zerſtört ſein. Die Zahl der Umgekommenen beläuft
ſich nach chineſiſchen Schätzungen auf 40—50 000.
4. Mitglieder=Verſammlung des
Vogelſchutz=
vereins für das Großherzogtum Heſſen.
* Am 9. September ds Js. tagte in Bad=Nauheim
die 4. Mitglieder=Verſammlung des Vogelſchutzvereins
für das Großherzogtum Heſſen. Trotz des wenig
ein=
ladenden Wetters hatten ſich ſehr zahlreiche Gäſte und
Mit=
glieder des Vereins eingefunden, ſo daß der Theaterſaal
Ar Kurhatſes ſich nicht als zu groß für die Verſammlung
erwies. Unter den Gäſten bemerkte man u. a. den
Pro=
asalder ereſen, Seimert Dr. Uünger=
Gießen, Kreisrat Schliephake=Friedberg, Kreisrat Dr.
Steeg=Bingen, Kreisrat Freiherr von Schenck zu
Schweinsberg=Alzey, Kreisrat Dr. Wagner=Dieburg, den
Vertreter der Königlichen Regierung in Wiesbaden,
Prin=
zen Schönaich=Carolath, den bekannten Ornithologen
Pfarrer Kleinſchmidt=Duderſtedt bei Halle, als Vertreter
des Freiherrn v. Berlepſch den Ornithologen Schwabe=
Seebach, den Vorſtand des Hanauer Tierſchutzvereins, den
Kurdirektor Oberſt von Frankenberg u. a.
Der Vorſitzende, Geheimerat Wilbrand, eröffnete
um 10½ Uhr die Verſammlung und begrüßte die
Erſchie=
nenen, darunter beſonders den Herrn Provinzialdirektor
und die anweſenden Herren Kreisräte, wobei er betonte
daß nur mit Hilfe der Kreisämter etwas Erſprießliches
zu leiſten ſei und zugleich ihre ſeitherige Unterſtützung
dankbar anerkannte. Darauf erſtattete der Schriftführer,
Oberförſter Nicolaus, den Jahresbericht. Er gab
zu=
nächſt ein Bild über die äußere Entwicklung des Vereins,
wobei feſtgeſtellt wurde, daß der Stuttgarter Bund für
Vogelſchutz dem heſſiſchen Vereine hier im eigenen Lande
mit Erfolg in der Werbetätigkeit Konkurrenz mache. Wenn
auch die Beiträge für den Stuttgarter Bund etwas
ge=
ringer ſeien, ſo wandere doch dort das Geld zum Lande
hinaus, während der heſſiſche Verein ſeine Mittel zum
größten Teil für praktiſche Maßnahmen im eigenen Lande
verwende. Es wurde dann über die Tätigkeit des
Ver=
eins und über den Stand des Vogelſchutzes im
Großher=
herzogtum berichtet.
An den Jahresbericht ſchloß ſich eine lebhafte
Aus=
ſprache, an der ſich die Herren Kreisrat Dr. Wagner=
Die=
burg, Lehrer Selbſt=Oppenheim, Lehrer Stock=Dortelweil,
Kreisrat Dr. Steeg=Bingen, Oekonomierat Pozniczek=
Mainz, Ornithologe Schwabe=Seebach, Kreisrat Freiherr
von Schenck zu Schweinsberg=Alzey, Obergärtner Keim=
Mainz, Obſtbauinſpektor Schäfer=Mainz und der
Vor=
ſitzende beteiligten.
Die von dem Vereinsrechner Aſſiſtent Fiſcher
auf=
geſtellte und von Rechnungsrat Scharmann=Darmſtadt
geprüfte Rechnung des abgelaufenen Jahres wird
geneh=
migt, ebenſo der Voranſchlag für 1912/13, der mit 2188,45
Mark in Einnahme und Ausgabe abſchließt. Als Ort
der nächſtjährigen Verſammlung wird Offenbach beſtimmt.
Baurat Schöberl=Darmſtadt hielt dann einen ſehr
intereſſanten und lehrreichen Vortrag mit Lichtbildern
über „Die Gefahren der Hochſpannungsanlagen für die
Vogelwelt‟ Er kam zu dem beruhigenden Ergebnis, daß
die Gefahren dieſer Leitungen für die Vögel nur an den
Stellen beſteht, wo die Leitungsdrähte an den Maſten
be=
feſtigt ſind, daß aber dieſe Gefahren durch die neueſten
Errungenſchaften der Technik, die bei dem Fernlaitungs
werk der Provinz Oberheſſen zur Anwendung kommen,
auf ein Minimum reduziert ſeien. An der Beſprechung
beteiligte ſich der Ornithologe Pfarrer Kleinſchmidt=
Duderſtedt bei Halle, der ggrade dieſe Frage vom
Stand=
punkte des forſchenden Ornithologen ſchon einige Jahre
unterſucht hat. In äußerſt anſchaulicher und intereſſanter
Weiſe teilte er das Ergebnis ſeiner Unterſuchungen mit,
die ebenfalls geeignet ſind, die Beſorgniſſe der
Vogel=
freunde zu zerſtreuen. Weiter ſprachen hierzu noch
Pro=
vinzialdirektor Geheimerat Dr. Uſinger, Kreisrat Dr. Steeg
und der Vorſitzende.
Es wurde einſtimmig beſchloſſen, der Vortrag des
Herrn Baurat Schöberl möge als Broſchüre gedruckt
werden.
An die Verhandlungen ſchloß ſich eine Beſichtigung
der Bäder, zu der Herr Kurdirektor Oberſt von
Franken=
berg in liebenswürdiger Weiſe die Führung übernommen
hatte.
Nach dem Mittageſſen, deſſen Beginn ſich mittlerweile
auf ½3 Uhr hinausgeſchoben hatte, führte der
Jagdſchrift=
ſteller Herr von Merey=Bad=Nauheim den von ihm
er=
fundenen Apparat „Terragraph” im Parke vor. Dieſer
Apparat zeichnet vermittelſt eines elektriſchen Kontakts
die verſchiedenſten Vorgänge im Tierleben, deren
Beob=
achtung dem Menſchen im allgemeinen entzogen iſt, auf
einer Regiſtrierſcheibe auf und ſetzt gleichzeitig auch einen
photographiſchen Apparat in Bewegung. Der Apparat,
der das ſichtliche Intereſſe der Zuſchauer erweckte, dürfte
wohl geeignet ſein, dem Naturforſcher ein wertvolles
Hilfsmitteb’ zu bieten. Es fand dann noch eine
Beſich=
tigung der neuen Parkanlagen und Anpflanzungen ſtatt.
Der Gang führte durch den Donnersgraben nach dem
Johannisberg, von wo die ſchöne maleriſche Ausſicht
be=
wundert wurde und auf prächtigen Wegen wieder zurück
nach Nauheim, wo die in allen Teilen wohlgelungene
Verſammlung abends ihr Ende fand.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Wien, 9. Sept. Geſtern iſt der
katholiſch=
pädagogiſche Weltverband zu einer Sitzung
zu=
ſammengetreten, an der mehrere Organiſationen
Oeſter=
reich=Ungarns. Deutſchlands, der Schweiz und
Luxem=
burgs teilnehmen. Heute fand die konſtituierende
Ver=
ſammlung des Erſten Internationalen
Kon=
greſſes für chriſtliche Erziehung ſtatt, an der
450 Mitglieder aus Oeſterreich=Ungarn, Deutſchland und
der Schweiz, Italien und Luxemburg teilnahmen. Der
Kongreß wurde u. a. von Erzbiſchof Nagl, dem
Unter=
richtsminiſter Huſſarek und dem Bürgermeiſter Neumayer
begrüßt.
* Graz, 9. Sept. Unter zahlreicher Beteiligung fand
heute abend in der ſtädtiſchen Induſtriehalle die offizielle
Begrüßung der Teilnehmer an der
Hauptverſamm=
lung der deutſch=öſterreichiſchen
Alpenver=
eine ſtatt. Unter den Erſchienenen befand ſich auch der
erſte Vorſitzende des Alpenvereins, der preußiſche
Han=
delsminiſter Dr v. Sydow, der auf die
Begrüßungs=
anſprache des Vorſitzenden Dr. Ott mit einer Rede dankte,
in der er den deutſchen Charakter des Alpenvereins
her=
vorhob. Redner ſchloß mit einem Hoch auf die Stadt
Graz.
Von den Manövern des XVIII. Armeekorps.
— Nieder=Flörsheim, 9. Sept. Für den
9. September war angenommen, daß das rote 18.
Armee=
korps vor einem blauen Armeekorps in ſüdöſtlicher
Rich=
tung bis zur Linie Wintersheim-Dittelsheim
zurück=
gegangen war. Das blaue Armeekorps war bis zum
Selzbach=Abſchnitt gefolgt und beabſichtigte, für den 9.
September das rote Armeekorps anzugreifen. Das blaue
Detachement unter Führung des Oberſtleutnants
Tellen=
bach, das am Abend des 8. September in der Gegend von
Alzey eingetroffen war, erhielt den Auftrag, am 9.
Sep=
tember über Dintesheim vorzugehen und die linke Flanke
des feindlichen Korps anzugreifen. Das rote Detachement
unter Führung des Oberſtleutnants Foerſter, das am 8.
September in der Gegend von Nieder=Flörsheim ſtand,
hatte den Auftrag, auf Ober=Flörsheim vorzugehen und
ein Eingreifen des Alzeyer Gegners gegen die linke Flanke
des roten Armeekorps zu verhindern. Nördlich Flomborn
trafen die beiden Vorhuten hart aufeinander, Während
das Gros des blauen Detachements nördlich des
Gold=
berges zum Angriff entwickelt wurde und die blaue
Ar=
tillerie hinter dem Goldberge in gedeckter Stellung
auf=
fuhr, wurde die Vorhut des roten Detachements auf Ober=
Flörsheim zurückgezogen und das Gros entwickelte ſich
weſtlich Ober=Flörsheim, um ſich auf den Höhen weſtlich
Ober=Flörsheims zu verteidigen. Der Angriff des blauen
Detachements ſcheiterte. Blau mußte in nördlicher
Rich=
rung zurückgehen, verfolgt vom roten Detachement. Auf
die Nachricht jedoch, daß das rote Armeekorps geſchlagen
gegen den Rhein zurückginge, brach Rot die Verfolgung
ab und ging bis in die Gegend von Pfeddersheim zurück.
Nunmehr ging Blau bis in die Gegend von Ober=
Flörs=
heim wieder vor.
Kriegslagen für den 10. September: a)
für Rot: Vor einem blauen Gegner aus der Linie
Nie=
der=Saulheim-Wörrſtadt iſt das rote 18. Armeekorps am
8. September in ſüdöſtlicher Richtung zurückgegangen und
hat mit ſeinem linken (ſüdlichen) Flügel (25. Inf.=Div.)
bei Dittelsheim Halt gemacht. Ein rotes Detachement
(3—2—3), von Worms vorgehend, hat bei Nieder=
Flörs=
heim Biwak bezogen. Hier erfährt es, daß der Feind am
linken Selzufer dem Armeekorps gegenüberſteht und der
rechte (ſüdliche) Flügel bei Gau=Odernheim ſteht, und daß
ſchwächere feindliche Kräfte Alzey erreicht haben. Die
Führung für den 10. September hat Oberſt v. Behr
b) für Blau: Im Vormarſch aus der Linie Ober=
Hil=
bersheim-Schwabenheim hat das blaue 18. Armeekorps
am 8. September mit Vorhuten die Selz erreicht, mit der
Vorhut des rechten (ſüdlichen) Flügels (25. Inf.=Div.)
Gau=Odernheim. Ein roter Gegner iſt in ſüdlicher
Rich=
tung zurückgewichen, während ein blaues Detachement bei
Alzey eingetroffen iſt. Führer für den 11. September iſt
Oberſtleutnant v. Crüger. Der Stab der verſtärkten 50.
Infanterie=Brigade hat heute in Nieder=Flörsheim
Quar=
tier genommen und kommt morgen nach Worms. Die
Manöver der verſtärkten 50. Infanterie=Brigade nehmen
morgen ihren Fortgang. Mittwoch iſt wieder ein Ruhetag.
Kaiſermanöver.
* Dresden, 9. Sept. Der Kronprinz und
Prinz Kyrill von Bulgarien trafen abends zu
den Kaiſermanövern hier ein und nahmen im königlichen
Reſidenzſchloß Wohnung. Im Laufe des morgigen
Tages werden ferner erwartet der Großherzog von
Ba=
den, der Großherzog von Mecklenburg=Schwerin, Prinz
Friedrich Leopold von Preußen, die Prinzen Ludwig und
Leopold von Bayern, der Herzog von Sachſen=Koburg
und der Erbprinz von Sachſen=Meiningen.
* Mügeln, 9. Sept. Heute nachmittag und abend
überſchritten die roten Truppen an verſchiedenen
Punkten die Elbe. Die ſchwachen blauen Reſerven
am linksſeitigen Ufer wurden verſchiedentlich außer
Ge=
fecht geſetzt. Am ſpäten Abend trat die Artillerie in
Tätigkeit. Auch die Flieger arbeiteten am Nachmittag.
Der Kaiſer war auch nachmittags im Gelände und
ge=
dachte im Sonderzuge bei Rieſa zu übernachten. Das
Wetter iſt beſſer.
* Mügeln, 10. Sept. Vom Manövergelände
wird mitgeteilt: Blaue Reſervetruppen ſtanden am 6.
September in den Päſſen des Erzgebirges, an der Elbe
von Dresden bis Wittenberg in der Linie Wittenberg=
Brandenburg=Rathenow. Am 7. September hatte ſich die
böhmiſche Gruppe des roten Heeres bis auf zwei
Tages=
märſche dem Erzgebirge genähert. Die nördliche Gruppe
hatte die untere Neiſſe und Oder erreicht. Der Aufmarſch
der blauen Armee wurde ſo weit nach vorn gelegt, als
es die Lage erlaubte, alſo an die Saale und in die Nähe
von Magdeburg. Die angenommene rote Heeresleitung
wird verſuchen, ihre beiden getrennten Heeresgruppen
zum gemeinſamen Handeln gegen die Blauen zu bringen.
Die beiden wirklich vorhandenen Manöverparteien blau
und rot ſind in dieſem Jahre als die mittleren Armeen
der blauen und roten Heere gedacht, daher hängen ihre
Entſchließungen und Bewegungen ſowohl von den
Ab=
ſichten der beiderſeitigen angenommenen oberſten
Heeres=
leitungen und ihrer Nachbararmeen, wie von den
Meld=
ungen, die ihnen durch die Kavallerie und durch
Luft=
aufklärung zugehen, ab. Die Heereskavallerien ſind durch
Funkenſpruch mit den Armee=Oberkommandos verbunden.
Das Wetter iſt trocken und windig.
* Oſchatz, 10. Sept. Der Kaiſer, welcher im
Sonderzug bei Rieſa übernachtete und wohin er
voraus=
ſichtlich heute abend zurückkehrt, verbrachte den größten
Teil des Tages im Manövergelände.
Militäriſches.
— Eine beſondere Herbſtausgabe der
Rang=
liſte. Die ſehr umfangreichen militäriſchen
Perſonalver=
änderungen, die aus Anlaß der Heeresvorlage und der
Herbſt=Neuformationen am letzten Kaiſermanövertage
ver=
öffentlicht werden, ſowie die weitgehende Neugliederung
des Heeres machen die Ausgabe einer neuen Rangliſte
nötwendig. Dieſe Herbſtausgabe der „Rangliſte der
König=
lich Preußiſchen Armee und des 13. (Königlich
Württem=
bergiſchen) Armeekorps für 1912” wird mit dem 10. Oktober
abgeſchloſſen werden und nur den aktiven Stand des
Offi=
zierkorps und die Dianſtaltersliſten der Generale und
Stabsoffiziere umfaſſen. Ferner erhält ſie einen Anhang,
der das Reichsmilitärgericht, die Marine=Infanterie, die
Kaiſerlichen Schutztruppen und die Gendarmeriebrigade in
Elſaß=Lothringen enthält, ſowie eine Anlage mit einer
Ueberſicht über die Bezirkskommandos 1 und 6 Berlin, die
in dieſem Sommer eine Umorganiſation erfahren haben.
Die Redaktion liegt in der Hand der vom
Kriegsmini=
ſterium reſſortierenden Geheimen Kriegskanzlei, die
un=
längſt in dem Major von der Mülbe vom Franz=Regiment
einen neuen Vorſteher erhalten hat. Die Kangliſte wird
gegen Ende Oktober im Buchhandel allgemein käuflich ſein.
Hochwaſſer.
* Von der Bergſtraße, 10. Sept. Infolge der
gewaltigen Regenmengen iſt die Weſchnitz derart
an=
geſchwollen, daß hier und an anderen Orten der
Berg=
ſtraße, z. B. in Birkenau, heute früh 4 Uhr die Feuer= und
Waſſerwehr wegen Hochwaſſergefahr requiriert wurde.
Zwei Weſchnitzbrücken wurden durch die Hochflut
zer=
ſtört. In Hemsbach erfolgte auf eine Länge von 30
Metern ein Dammbruch, durch den das Gräflich von
Berckheimſche Wieſengut völlig überſchwemmt und die
dortige Oehmdgrasernte vernichtet wurde. Der Schaden
iſt ſehr bedeutend.
* Heppenheim, 9. Sept. Die ſtrömenden
Nie=
derſchläge der letzten Nacht brachten ſolche Waſſermengen,
daß nicht nur die Bäche in der Ebene über ihre
Ufer traten, ſondern ſogar die Dämme von Stadt=
und Hambach brachen, ſo daß nun die Fluten Aecker und
Wieſen weithin überſchwemmen, wodurch die
zweite Heuernte verloren iſt, da weite Gemarkungsteile
mit Steingeröll, Schlamm und Sand überſchwemmt ſind.
Nummer 214.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Seite 5
* Mannheim, 10. Sept. Rhein und Neckax
ſind über Nacht ganz außerordentlich geſtiegen. Der
Waſſerſtand des Rheins iſt von 5,18 Meter auf 6,4 Meter
angewachſen, der des Neckars von 5,20 auf 6,52 Meter.
* Heidelberg, 10. Sept. Der Neckar iſt ſeit
geſtern von 2.70 auf 4,50 Meter geſtiegen und ſteigt
ſtündlich weiter. Alles Vorland iſt überſchwemmt.
Die Landſtraße zwiſchen Heidelberg und Ziegelhauſen
ſteht 25 Zentimeter unter Waſſer und iſt polizeilich
ge=
ſperrt. Schiffahrts= und Fährbetrieb ſind auf dem Neckar
eingeſtellt. Von der alten Neckarbrücke ſtürzte geſtern ein
vierjähriger Knabe in die Fluten und war ſofort von
dem reißenden Strom verſchlungen. Ueberall hat das
Hochwaſſer beträchtlichen Schaden angerichtet,
* München, 10. Sept. Aus ganz Bayern
treffen Hiobspoſten ein. Durch den ununterbrochenen
Regen, der ſeit zehn Tagen über das Land
hernieder=
geht, iſt ein verheerendes Hochwaſſer
entſtan=
den. Die Iſar iſt in raſchem Steigen begriffen und
richtet großen Schaden an. Auch der Inn iſt über die
Ufer getreten und überſchwemmt die Niederungen, alles
auf ſeinem Laufe mit ſich reißend. Auf dem Wendelſtein
liegt der Schnee ſtellenweiſe ein Meter hoch. Auch im
Kaiſergebirge ſind gewaltige Schneemaſſen
nieder=
gegangen. Traurig lauten auch die Berichte aus
Würt=
temberg, wo gleichfalls überall Ueberſchwemmungen
ein=
getreten ſind.
* Stuttgart, 10. Sept. Große
Ueberſchwem=
mungen ſind in vielen Teilen Württembergs durch die
fortgeſetzten Regengüſſe eingetreten. In der Stadt
Ell=
wangen ſteht die neu erbaute Ueberlandzentrale unter
Waſſer.
* Eſſen (Ruhr), 10. Sept. Ruhr, Lenne und
Lippe führen ſtarkes Hochwaſſer und überfluten
weite Strecken. Das Waſſer ſteigt weiter.
* Peſt, 10. Sept. Die neuerdings aus ihren
Ufern getretene Maros richtete abermals große
Verheerungen an. Zahlreiche Ortſchaften ſtehen
unter Waſſer. In Hyarato wurden ſieben Wohnhäuſer
durch die Fluten zum Einſturz gebracht. Zwiſchen
Palo=
thina und Varhegy wurde der Eiſenbahndamm in einer
Länge von 150 Metern fortgeſchwemmt. Auch viele
an=
dere Flüſſe ſind aus den Ufern getreten und haben
weite Länderſtrecken überſchwemmt.
Luftfahrt.
* Frankfurt a. M., 10. Sept Das Luftſchiff
Viktoria Luiſe” iſt um 3.46 Uhr zur Fahrt nach
Baden=Baden aufgeſtiegen.
London, 10. Sept. In der Nähe von Orford
ſtürzte infolge der Exploſion des Motors ein
Flug=
zeug ab; der Flieger wurde getötet. Dem Evening
News zufolge ſind 2 Perſonen, darunter der
Fliegeroffi=
zier, tödlich verunglückt.
* London, 10. Sept. Die beiden in der Nähe von
Orford abgeſtürzten Fliegeroffiziere ſind die
Leutnants Hotchkiß und Bettington, die an den
Armee=
manövern teilnahmen. Der Apparat iſt ein
Militärdop=
peldecker.
* Chicago, 10. Sept Der Flieger Vedrines
wurde als Gewinner des Gordon=Bennett=
Preiſes erklärt. Er war der einzige Franzoſe, der
ſich an dem Wettbewerb beteiligte.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 10. Sept. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war Landweizen wieder
reichlich angeboten und auch die Preiſe nachgiebiger, ſo
daß ſich einiger Verkehr entwickeln konnte. Landroggen
lag hingegen ruhiger. Gerſte iſt feſt, bei indes wenig
guter Ware. Hafer war ziemlich gefragt auf Käufe des
Konſum, wobei beſſere Qualitäten bevorzugt wurden.
Mais und Futterartikel preishaltend, aber ſtill. Die
For=
derungen für Mehl ſind unverändert und zeigen keine
Neigung zur Ermäßigung.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt für
Weizen ſtetig bei größeren Umſätzen. Hafer und
Futter=
gerſte ſind ſehr feſt. — An der Berliner
Produk=
tenbörſe war Getreide feſt auf das Regenwetter, das
ſerbiſche Getreideausfuhr=Verbot, das knappe Inland=
Angebot und Deckungen beſonders für September und
erhöhte ruſſiſche Forderungen. Der Saatenſtandsbericht
Deutſchlands und die Ernteſchätzung Preußens blieben
ohne Einfluß. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und Newyork) war Weizen nach mehrfachen Schwankungen
auf das durch die Witterung verurſachte geſamte
Ein=
bringen der Ernte in Nord=Karolina ſchließlich wieder
williger und ſchwächer auf größeres Angebot der Farmer
in Minneſota und auf Ankündigung günſtigeren Wetters
im Nordweſten der Vereinigten Staaten. Dabei drückten
Verkäufe der Firma Armour per Dezember. Mais
eben=
falls bei Schluß niedriger auf die Erwartung eines
baiſſelautenden Monatsberichts der Regierung und
be=
deutende Zufuhren im Innern. Dabei trat auch hier die
Firma Armour mit Abgaben per Dezember auf.
Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche
von 20,21 Mill. Buſh. auf 23,18 Mill. Buſh. geſtiegen,
hin=
gegen die Maisvorräte von 1,82 Mill. Buſh. auf 1,45 Mill.
Buſh. zurückgegangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 21—21,25, Nordd.
21—21.25, Kurheſſiſcher 21—21,25, Ruſſiſcher 23,50—24.—,
Kanſas 23.25—24,—, Rumäniſcher 23,50—24,—, Laplata
23—23,75. Manitoba 22—22.50, Redwinter 23,50—24,
Walla Walla 23,50—23.75; Roggen, hieſiger, 17,60 bis
17,85, Bayeriſcher (Pfälzer) 17.60—17,85. Ruſſiſcher 18 bis
18,50, Rumäniſcher 18—18,50; Gerſte. Pfälzer, 21—21,50,
hieſige und Wetterauer, 20.50—21,— Fränkiſche 21—21,50,
Riedgerſte 20,50—21,25; Hafer hieſiger, 19.50—21,59,
Bayeriſcher 19,50—21.25. Ruſſiſcher 21—22,—.
Amerikani=
ſcher 18.50—20,—. Rumäniſcher 21—21,75; Mais mixed
15,10—15,30. Ruſſiſcher 15.25—15.50, Donaumais 15.25 bis
15,50, Rumäniſcher 15.25—1550, Laplata 15,10—15,30,
Wei=
ßer Mais 15,20—15,40, Weizenſchalen 11—11,25,
Weizen=
kleie 11—11.25, Roggenkleie 12,75—13,—, Futtermehl 14
bis 16,— Biertreber, getrocknet, 13.50—14,—, Futtergerſte
16,75—17,25, Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim),
Nr. 0 31,50—31,75, feinere Marken 32—32.25, Nr. 1 29.75
bis 30,— feinere Marken 30,25—30,50, Nr. 2 27,75 bis
28,—, feinere Marken 28,25—28,50, Nr. 3 26,75—27,—,
feinere Marken 27,25—27,50, Nr. 4 23,75—24,— feinere
Marken 24,25—24,50: Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 26 bis
26,25, Nr. 1 24—24,50, Nr. 2 21,75—22,
* Berlin, 10. Sept. (Metallmarkt.)
Elektro=
ytkupfer per September, Oktober und Noſember 165 Mk.,
Auſtralzinn 449 Mk., Zink Syndikatspreis er September
54¾ Mk., per Oktober 55 Mk., per November 55¼ Mk.,
unraffiniert 5334 Mk. bezw 54 und 54¼ Mk. Von
Don=
nerstag ab iſt eine weitere Erhöhung um 50 Pfennig
be=
ſchloſſen worden. Blei iſt meiter geſtiegen, 46 Mk. eif.
Hamburg. Antimon feſt, 58 Mk. Aluminium,
Syndikats=
preis per 1913 159 Mk. Diesjährige Lieferung aus zweiter
Hand mit 159 Mk. bis 162 für größere Mengen offeriert.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Bei Beginn der Saiſon ſei auf einen lang
empfun=
denen Uebelſtand in den Parkett=Garderoben aufmerkſam
gemacht, um deſſen Abhilfe gebeten wird. Nach Schluß
der Vorſtellung pflegen Parkettbeſucher, namentlich Damen,
ſich in dem engen Gang zwiſchen den Garderobenſtänden
anzuziehen. Durch eine einzige Perſon wird dann die
ganze Garderobe für das übrige Publikum geſperrt, das
dann, wenn es ſich nicht gewaltſam durchdrängt, ſo lange
warten muß, bis die betreffende Dame in aller Ruhe ihre
Garderobe angelegt hat. Es möge darauf hingewieſen
wer=
den, daß der enge Raum zwiſchen den Garderobeſtänden kein
Ankleideraum iſt, und es nicht rückſichtsvoll iſt, ihn
für ſich allein in Anſpruch zu nehmen. Wenn freundliche
Bitten nichts nützen, möchten wir vorſchlagen, ein Plakat
etwa folgenden Inhalts im Garderoberaum anbringen zu
laſſen: Das verehrte Publikum wird gebeten, ſich nach
Schluß der Vorſtellung nicht in dem Raum zwiſchen den
Garderobeſtänden aufzuhalten.
Publicus.
Zur Zeit wird das Ständehaus mit einem neuen
Anſtrich verſehen, auch werden die „altertümlichen”
Trep=
pen vor dieſem Gebäude ausgebeſſert. Ueberall iſt man
beſtrebt, ſolche vorgebauten Treppen zu entfernen, — ich
erinnere nur an das Bechtoldſche Haus weiter unten in
der Rheinſtraße. Es wäre daher zeitgemäß, dieſe Trevpen
ebenfalls zu entſernen.
M.
Die Einnahme von Marrakeſch durch die
Franzoſen.
* Paris, 10. Sept. Die raſche Beſetzung von
Marrakeſch hat hier große Befriedigung
hervorge=
rufen. Poincars beauftragte Lyautey telegraphiſch,
dem Oberſten Mangin und ſeinen Truppen die
Glück=
wünſche der Regierung auszuſprechen. Außer der
Aus=
zeichnung Mangins durch Ernennung zum Kommandeur
der Ehrenlegion wurden einer großen Anzahl des
Be=
ſatzungskorps Beförderungen zuteil. Auch die meiſten
Blätter geben der Genugtuung über den Einmarſch in
Marrakeſch und die Befreiung der dort gefangenen
Fran=
zoſen lebhaften Ausdruck und beurteilen nunmehr die
weitere Entwickelung der marokkaniſchen Ereigniſſe mit
größerer Zuverſicht. So ſchreibt das nationaliſtiſche Echo
de Paris: Es iſt in jeder Hinſicht befriedigend, daß der
falſche Sultan aufgetreten iſt, der uns dadurch
gezwun=
gen hat, nach Marrakeſch zu gehen, das bisher in dem
franzöſiſchen Protektorat als ein ſehr gefährliches
Frage=
zeichen angeſehen werden mußte. Die radikale Petit
Re=
publique ſchreibt: Man ſieht, daß der Heilige Krieg, der
alle Stämme gegen uns vereinigen ſollte, noch recht ferne
liegt. Die gemäßigte Republique Francaiſe ſagt: Die
Truppen haben in dieſem mühevollen Feldzuge ſchon
hunderte Male ihre Tüchtigkeit bewährt. Nirgends
wurde eine Schwäche oder Pflichtverletzung bemerkt. Aber
es iſt doch eine Ueberraſchung, daß in Marokko ſo viele
tüchtige Offiziere auftauchen, die fähig und bereit ſind, in
ſo glänzender Weiſe die höchſten Aufgaben zu erfüllen.
Es zeigt ſich, daß man ſeit einigen Jahren in der Armee
gut gearbeitet hat.
Vermiſchtes.
— Der Heſſiſche Diakonieverein darf
auf eine gedeihliche Entwicklung ſchauen. Vor ſechs
Jah=
ren aus beſcheidenen Anfängen entſtanden, hat er ſich zu
einem bedeutenden und geachteten Schweſternverbande
ausgebildet. Die Zahl der Schweſtern nimmt ſtetig zu
und beträgt jetzt gegen 80. Der Verein hat insbeſondere
zur Ausbildung für ſeine Lehrſchweſtern Krankenhäuſer
in Hamburg, Nordhauſen, Hanau, Groß=Gerau beſetzt.
Das Diakonieſeminar in Darmſtadt bietet weitere
Aus=
bildung für Gemeindepflege. Einige Schweſtern ſind in
Privatpflege geſtellt. Die Gemeindeſchweſterſtationen hat
der Verein beſetzt in Mainz=Mombach (Krankenpflege
und Kindergarten), Biſchofsheim, Trebur, Rüſſelsheim,
Wörrſtadt, Niedermeiſel. Andere Gemeindeſtationen
har=
ren der Beſetzung. Beſonderer Wert wird auf eine
ge=
diegene Bildung gelegt; ſie wird je länger, je mehr als
ein wichtiges Erfordernis für den Beruf der
Gemeinde=
ſchweſter erkannt, die als Gemeindebeamtin angeſtellt
wird. Selbſtverſtändlich iſt der Verein auf die kräftigſte
Unterſtützung allerſeits angewieſen. Eine jährliche
Haus=
ſammlung für das Land iſt ihm geſtattet; dieſe wird
ſo=
eben vorgenommen und kann im Intereſſe der guten
Sache, der der Heſſiſche Diakonieverein dient, auf das
an=
gelegentlichſte empfohlen werden.
RB. Deutſche Automobile in Rio de
Ja=
neiro Keine Stadt der Welt beſitzt wohl ſo viele
Au=
tomobile wie die Bundeshauptſtadt Braſiliens. Die
Ur=
ſache zu dieſer Erſcheinung liegt einmal darin, daß Rio de
Janeiro eine Stadt des Luxus und dann darin, daß ſie
außerordentlich weitſchichtig gebaut iſt. Endlos größer
als in den größten Städten Europas dehnen ſich die
Straßen aus, und dieſe Entfernungen im Verein mit den
guten Straßen begünſtigen die Entwicklung des ſtädtiſchen
Automobilverkehrs ganz außerordentlich Deutſche
Auto=
mobile werden geſchätzt und beſonders große, teuere
Wagen mit Vorliebe aus Deutſchland bezogen,
vor allem ſind es jedoch, dank ihrer ergiebigen
Propaganda, noch immer franzöſiſche und
nord=
amerikaniſche Wagen, die verkauft werden. So
rühmt ſich eine amerikaniſche Firma, in ganz kurzer Zeit
dank geſchickter Reklamen zweiundzwanzig Wagen in Rio
verkauft zu haben. Bezeichnend iſt es auch, daß ſich dieſer
Tage in Rio de Janeiro eine Geſellſchaft gründete, die
tauſend Elektromobile zwecks Vermietung in Betrieb
ſtellen wird. Es iſt zweifellos, daß deutſche Wagen ſich
immer mehr den Marlt erobern, andererſeits darf man
nicht vergeſſen, daß Braſilien in einer Periode der
Hoch=
konjunktur lebt, die die deutſche Induſtrie ausnützen ſollte.
Hierzu gehört aber in Südamerika eine umfangreiche
Reklame.
Literariſches.
Ein Maler Hollands” ſo betitelt ſich eine geiſtvolle,
mit Bildermaterial und Zeichnungen aufs reichſte
aus=
geſtattete Abhandlung über Hans Hermann, die aus der
Feder Hermann Abekings ſtammt. Wir finden dieſen
Auf=
ſatz in dem neueſten 26. Hefte der illuſtrierten Zeitſchrift
Moderne Kunſt (Verlag von Rich. Bong, Berlin
W 57, Preis des Vierzehntagsheftes 60 Pfg.), das den
Jahrgang (26.) würdig abſchließt. Aus dem erzählenden
Teile heben wir noch beſonders den ergreifenden Abſchluß
von H. Aeckerles Erzählung „Warum?” Heinz Tovotes
feinſinnige Novelle „Seine Augen” und die feſſelnde Plau=
derei von Georg Buß „Waſſerkünſte” hervor. Ihnen
ſchließt ſich ein wiederum reich illuſtrierter Aufſatz an, der
die diesjährige Ausſtellung des Münchener Glaspalaſtes
in Wort und Bild ſchildert. Den Abſchluß des letzten
Heftes bildet ein Inhaltsverzeichnis, das den Leſern einen
Ueberblick über die Gaben des Jahres bietet.
— Mathematiſche Bibliothek.
Herausgege=
ben von W. Lietzmann und A. Witting. Band 6.
Einführung in die Projektive von Dr. Max Zacharias,
Oberlehrer am Humboldt=Gymnaſium in Berlin. (46 S.),
kl. 8. 1912. Kart. 80 Pfg. Verlag von B. G. Teubner,
Leipzig und Berlin. Für Fachleute iſt das Büchlein nicht
beſtimmt, da es nicht die Abſicht des Verfaſſers war, weder
ein ſyſtematiſches Lehrbuch, noch eine vollſtändige
ge=
ſchichtliche Ueberſicht zu ſchreiben. Nur den Anfänger und
Nichtmathematiker ſoll die Lektüre des Bändchens zum
weiteren Eindringen in reizvolle ſyſtematiſche Geometrie
anregen und dieſen Zweck wird es ſicher bei einem Leſer
nicht verfehlen.
Kaufmänniſche Geſetzeskunde.
Samm=
lung der wichtigſten Reichsgeſetze für Kaufleute und
In=
duſtrielle. Von Dr. jur. J. Engelmann, dritte, veränderte
und vermehrte Auflage, bearbeitet von Dr. jur. J. Löwe,
Rechtsanwalt in Berlin, Kleinoktav, XII und 260 Seiten
(17. Band von Violets Globus=Bücherei). Verlag von
Wilhelm Violet in Stuttgart. In Leinen gebunden 3 Mk.
Ein Buch, das vorzüglich geeignet iſt, Kaufleuten und
In=
duſtriellen, ſowie deren Angeſtellten reichen Nutzen zu
brin=
gen. Die vorzüglichen Ausführungen des Bearbeiters ſind
in klar verſtändlichem Deutſch geſchrieben und frei von
allem gelehrten Beiwerk. Das Buch wird jedem praktiſch
veranlagten Geſchäftsmann oder Angeſtellten gute Dienſte
leiſten, denn nichts iſt heute gewagter und
unkaufmänni=
ſcher, als ſich nur auf ſein Rechtsgefühl, d. h. ſeine oft recht
unſichere Rechtskenntnis oder auf den für Nichtjuriſten nur
ſelten verſtändlichen Geſetzestext zu ſtützen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Dortmund, 10. Sept. Auf der Zeche
Kaiſer=
ſtuhl Iriß heute in dem Bremsberg das
Förder=
ſeil. Ein Mann wurde getötet, zwei ſchwer und ein
dritter leicht verletzt.
* Siegen, 10. Sept. Der Automobilbeſitzer Harry
Kanter wurde unter dem Verdacht verhaftet, am
7. September den Zuſammenſtoß ſeines Automobils mit
einem Perſonenzug bei Altenteich und dadurch den Tod
des Chauffeurs veranlaßt zu haben Er wurde in das
Amtsgerichtsgefängnis zu Hilchenbach eingeliefert.
* Hamburg, 10. Sept. Zur Trauerfeier für
den Bürgermeiſter Dr. Burchard fanden ſich
heute vormittag in der Petrikirche, wo der Sarg unter
Blumen und Palmen aufgebahrt war, der Senat, die
Bürgerſchaft, die Geiſtlichkeit, Offiziere, Beamte, die
Mit=
glieder des diplomatiſchen und des Konſularkorps mit
dem Vertreter des Kaiſers, Admiral Grafen Baudiſſin,
Vertreter der übrigen Fürſtlichkeiten, die Bürgermeiſter
von Bremen und Lübeck und der benachbarten
Stadt=
gemeinden ein. Vor der Kirche war eine
Ehrenkom=
pagnie des Infanterie=Regiments Hamburg aufgeſtellt.
Beim Erſcheinen der Angehörigen des Verſtorbenen trug
der Lehrergeſangverein den Chor aus dem Requiem von
Cherubini vor. Sodann ſchilderte der Senior D. Grimm
die Perſönlichkeit und das Wirken des Verſtorbenen und
bezeichnete das Ziel der Tätigkeit Burchards im
öffent=
lichen Leben mit den Worten: „Ein blühendes Hamburg
in einem blühenden Deutſchen Reiche‟ Ganz Hamburg
trauere um den Verſtorbenen, mit Hamburg die
Fürſt=
lichkeiten und Staatsmänner des Deutſchen Reiches. Dieſe
Trauer trage zugleich einen ſtark perſönlichen Charakter,
denn jeder, der das Wirken Burchards kenne, empfinde
aufs tiefſte, daß hinter dem Wirken ſeine ganze
Perſön=
lichkeit ſtand. Nach einem Gemeindegeſang ſchilderte
Hauptpaſtor Profeſſor Hunzinger den Charakter des
Hin=
geſchiedenen, dem die Liebe aller folge. Der
Lehrer=
geſangverein trug: „Wenn ich einmal ſoll ſcheiden” vor.
Dann ſprach während die Glocken aller hamburgiſchen
Kirchen erklangen, Hauptpaſtor Dr. Rode ein Gebet und
erteilte den Segen. Nach einem abermaligen=
Gemeinde=
geſang wurde der Sarg unter den Klängen eines
Trauer=
marſches zum Leichenwagen getragen. Dem Sarge
voraus ſchritten Diener mit Kränzen des Kaiſers und
des Senats; ihnen folgten die Bürger= und
Krieger=
vereine Hamburgs mit ihren Fahnen. Auf allen
Stra=
ßen, welche der Zug von der Kirche zum Ohlsdorfer
Friedhof paſſierte, entbot die Menge dem Verewigten
einen ſtillen Abſchiedsgruß.
* Swinemünde, 10 Sept. Geſtern abend
kolli=
dierte der in See gehende ſchwediſche Dampfer „
Dal=
gas” in der Nähe von Werk I mit dem ſchwediſchen
Seg=
ler „Alma” aus Karlsham. Der Segler ſank ſofort
auf den Grund. Die Beſatzung konnte ſich in Sicherheit
bringen. Durch Kolliſion wurden noch weitere ſchwediſche
Küſtenfahrzeuge, welche an der Oſtſeite des Bollwerks
lagen, beſchädigt. Der Dampfer „Dalgas” blieb bis
zur Aufklärung des Sachverhalts im hieſigen Hafen.
* Kopenhagen, 10. Sept. Der Miniſter des
Aeußern teilte dem Ritzaubureau auf eine Anfrage
mit, daß das engliſche und das ruſſiſche
Ge=
ſchwader auf der Rede von Kopenhagen nicht
zu=
ſammentreffen werden, da das ruſſiſche
Geſchwa=
der erſt am 25. September in Kopenhagen eintrifft, wo
das engliſche Geſchwader bereits Kopenhagen
ver=
laſſen hat.
— Fiſchbach i. Taunus, 10. Sept. Von einer
Bull=
dogge wurde geſtern das 2½jährige Kind des
Schloſ=
ſers Schneider totgebiſſen. Auch ein Dienſtmädchen,
welches den wütenden Hund zurückriß, wurde durch
Biß=
wunden ſchwer verletzt.
— Karlsruhe, 10. Sept. In vielen Dörfern des
Schwarzwaldes wurde die Bevölkerung durch ein
ſtarkes Erdbeben, das von donnerähnlichem
Rol=
len begleitet war, in große Aufregung verſetzt. In der
Nacht wiederholten ſich die Erderſchütterungen.
— Dresden, 10. Sept. In Kötzſchenbroda ſtarb
die Romanſchriftſtellerin Wilhelmine Heimburg
kurz nach Vollendung ihres 64. Lebensjahres.
Erſurt, 10. Sept. Ein unbekannter junger Mann
begann heute nacht mit einem Kellner in einem Café
Streit, bis er vor die Tür geſetzt wurde. Plötzlich
ſtürzte er ſich mit gezücktem Dolch wieder ins Lokal und
ſtach blindlings auf die Gäſte ein. Fünf Perſonen
wur=
den erheblich, ſechs andere leicht verletzt Schließlich wurde
der Mann überwältigt. Er nennt ſich Petrowska und
will ein Tiſchler ſein.
— Kalau, 10. Sept. In Wormlage ſchlug der
Blitz in die Kirche und zündete. Ein daneben
befind=
licher 12jähriger Knabe wurde erſchlagen.
— Tours, 10. Sept. Bei den Manövern in der
Touraine ſtürzten geſtern einige 40
Küraſ=
ſiere bei einer Attacke mit ihren Pferden, wobei zahl=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
reiche Küraſſiere ziemlich ſchwer verletzt wurden. Die
Ma=
növer mußten unterbrochen werden.
Petersburg, 10. Sept. In der letzten Nacht
über=
fuhr ein Eiſenbahnzug auf der Strecke Borodino=
Moskau ein Militärautomobil, deſſen drei
In=
ſaſſen, darunter ein Koſakenoffizier getötet wurden.
Der Chauffeur erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
von Mk. 1,10 an
per Meter
Henneberg=Seide
porto= u. zollfrei
in ſchwarz, weiß und farbig,
für jeden Bedarf.
(1208a)
Verlangen Sie Muſter. G. Henneberg, Illlich
3 wäre ein Fehler der Mutter, die Ernährung
des Kindes mit „Kufeke” zu unterbrechen,
be=
vor der Darmkatarrh, bei dem ſich „Kufeke” als
Nahrung beſtens bewährt hatte, vollſtändig geſchwunden
iſt. Bei anderer Nahrung könnten leicht Rückfälle
eintreten.
(18964H
Gelöſtes Rätſel.
Was mundet zum Mittag= wie Abendbrot,
Macht Kinderlein’s Wangen ſo rund und ſo rot?
Was labet den Vater nach Hitze und Haſt
Und macht doch der Mutter beim Kochen nie Laſt?
Die Maggiſuppen ſo kräftig und fein,
Die echten mit „Maggi” und „Kreuzſtern” allein!
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung. (14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.
Statt Karten.
Sigmund Rothschild und Frau
Martha, geb. Callmann
zeigen die Geburt einer Tochter an.
Darmstadt, 9. September 1912.
Marktplatz 2.
(18988
Todes=Anzeige.
Hiermit die ſchmerzliche Mitteilung, daß
unſer lieber Bruder, Enkel und Neffe (B18999
Friedrich Horneff
nach kurzem Krankenlager im kaum vollendeten
19. Lebensjahre ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Jakob Schönig,
Schreinermeiſter.
Darmſtadt und Gundernhauſen,
den 10. September 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
12. September, nachmittags 3¼ Uhr, auf dem
Friedhofe in Gundernhauſen ſtatt.
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe inniger
Teil=
nahme bei dem Ableben meiner lieben Frau,
unſerer guten Mutter und Schwiegermutter
Frau Katharie Haller
geb. Gaubatz
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Flöel
für die troſtreiche Grabrede, ſowie die aufopfernde
Pflege der Schweſtern der Petrusgemeinde unſeren
herzlichſten Dank.
(B18994
Die trauernden Hinterbliebenen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich nicht weſentlich geändert, das
Tiefdruckgebiet im Nordoſten hat ſich etwas verſtärkt.
Geſtern fielen in ganz Deutſchland Niederſchläge; die
Temperaturen liegen bei nördlichen Winden zwiſchen 8
und 10%. Es iſt keine weſentliche Aenderung der
Witterung zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 11.
Sep=
tember: Wechſelnd bewölkt, zeitweiſe geringe
Nieder=
ſchläge, nördliche Winde, kühl.
Tageskalender.
Großh Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: „Die
Nibelungen”
Chopin=Liſzt=Feſt von Raoul v. Koczalski um
8 Uhr im Hotel „Zur Traube‟.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Singſpielhaus
„Metropol” um 8 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends)=
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Frankfurt aus der Vogelſchau (Aufnahme aus einem
Zeppelin), vom Beſuch des deutſchen Kaiſers in der
Schweiz, die große Herbſtparade auf dem Tempelhofer
Felde bei Berlin.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 12. September.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Obſt=Verſteigerung um 7½ Uhr auf der Straße
Kühler Grund-Nieder=Beerbach (beginnend am
Küh=
len Grund).
Hofreite= und Grundſtücke=Verſteigerung
um 4 Uhr auf dem Ortsgericht Malchen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind veizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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September=Heft 1912
der
Heſſiſchen ehtentn
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl
Inhalt: Dr. Caſpar Amman f: 1812. Aus meinem Tagebuch. —
Profeſſor Karl Raupp: Aus den Erinnerungen eines deutſchen Malers.
Mit Abbildungen. — Stadtpfarrer D. Dr. Wilhelm Diehl: Der
Kranich=
ſtein. — Profeſſor Dr. Hugo Brunner: Orangerieſchloß und Marmorbad
in der Karlsaue bei Kaſſel. I. Das Orangerieſchloß. Mit Abbildung. —
Lehrer A. Deggau: Aus der Geſchichte des Gerichtes Storndorf. — Käte
Damm: Erbgroßherzogin Auguſte von Mecklenburg=Schwerin, geb.
Prinzeſſin von Heſſen=Homburg. — Walter Kaulfuß: Aus der Geſchichte
des Kaſſeler Zeitungsweſens. — Dr. B.=O. Zur Einwanderung der
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ſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Amerika”, nach New=
York, 7. Septbr. 7 Uhr 45 Minuten
morgens Scilly paſſiert. — Dampfer
„Cincinnati” nach New=York,
8. September 11 Uhr 30 Minuten
abends von Cherbourg. — Dampfer
„Graf Walderſee” nach
Philadel=
phia, 8. September 12 Uhr 45
Mi=
nuten mittags Cuxhaven paſſiert.
Dampfer „Kaiſerin Auguſte
Vikto=
ria” von New=York kommend,
7. September 11 Uhr 30 Minuten
abends in Hamburg. — Dampfer
„Vandalia‟, 7. September morgens
von Huelva nach Hamburg. —
Dampfer „Weſtphalia” von
Weſt=
indien kommend, 7. September
12 Uhr nachts in Galveſton. —
Dampfer „Willehad”, nach Kanada,
8. September 1 Uhr nachmittags
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
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Offert. u. O. 26 Exped. (B18902
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unt. O. 67 an die Exped. (*5843
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O. 68 an die Exped. (*5840
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ſchon im Bureau tätig, ſucht zum
1. Oktober Stellung. Off. unter
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in beſſ. Hauſe tätig war, etwas
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Nummer 214,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
Sport.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Hoppegarten.
Unverhofft=Rennen. 5000 Mark, Diſtanz 1100 Meter: 1.
Hrn. W. v. Alvenslebens Stagira (Steffen), 2. Holofernes
(H. Teichmann), 3. Heiligenthal (Bach). Tot 122110.
Blücher=Rennen. 3800 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn.
F. Strauchmanns Wahrheit (Archibald), — 2. Jeune fille
(Jangl), — 2. Malta (Lane). Tot. 35:10. — Hertefeld=
Rennen. Ehrenpreis und 25000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1 Kgl. Hauptgeſtüt Graditz’ Granat (F. Bullock), 2. Royal
Blue (Archibald), 3. Pindar (Fox). Tot. 24:10. — Nickel=
Handikap. 7300 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. H.
Albertis Kakadu I (M. Aylin), 2. Gaudeamus (O.
Mül=
ler), 3. Gemſe (Edler). Tot. 210110 — Preis von
Rü=
dersdorf. 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. A.
und C. v. Weinbergs Pirol (Fox), 2. Saul (Schläfke) 3.
Saint Gabriel (Cleminſon). Tot. 63:10. — 10. Klaſſen=
Erſatzpreis. 5500 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Hrn. R.
v. Wallenbergs Haſard (C. Müller), 2. Thereſe (Printen)
3. Kreuzer (F. Bullock). Tot. 22:10 — Trollhatta=
Han=
dikap. 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. R. Haniels
Exarch (Rice), 2. Sara (Bleuler), —3. Maximilian
(Menſch), —3. Scipio African (Spear). Tot. 94:10.
sr Radſport. Die Berliner Olympiabahn
brachte am Montag abend noch zwei Rennen zum
Aus=
trag, die am Sonntag nicht mehr ausgefahren werden
konnten. Den dritten Lauf des Dauerrennens, der über
30 Kilometer führte, gewann ebenſo wie die beiden
vor=
hergehenden der Franzoſe Miquel überlegen vor Pawke
und Demke. Die vier Vorläufe zum Tandemrennen
er=
gaben die Siege der beiden franzöſiſchen Paare Hourlier=
Pouchois und Dupré=Vedrine und der deutſchen
Mann=
ſchaften Rütt=Peter und Schürmann=Breidenbach. Den
Endlauf gewann die neue Mannſchaft Rütt=Peter mit zwei
Längen vor Schürmann=Breidenbach, Hourlier=Pouchois
und Dupré=Vedrine.
Die Radfernfahrt Nürnberg-Plauen-
Nürnberg über die Strecke von 314,6 Kilometer wurde
von Großkopf=Nürnberg gewonnen, der 14 Stunden 18
Minuten zur Zurücklegung gebrauchte. Zweiter wurde
Aberger=Berlin in 14 Std. 53 Min., Dritter Meck=
Düſſel=
dorf. 15119, Vierter Th. Hartmann=Schwabach 15:49.
Aberger wurde jedoch infolge der Vorkommniſſe bei Rund
um Hannover disqualifiziert, nachdem die
Sportkommiſ=
ſion der Allgemeinen Radfahrer=Union bereits beim Start
gegen ſeine Beteiligung Einſpruch erhoben hatte. Von den
34 Gemeldeten nahmen 29 an dem Rennen teil, das durch
die beträchtlichen Steigungen und die aufgeweichten
Stra=
ßen große Anforderungen an die Fahrer ſtellte, ſo daß im
ganzen nur 4 Konkurrenten das Rennen beendeten.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 3. bis 9. September
Nachdem bereits in der Vorwoche die Möglichkeit
eines rumäniſchen Hafer=Ausfuhrverbotes erörtert wurde,
hat nunmehr die ſerbiſche Regierung ſich veranlaßt
ge=
ſehen, die Ausfuhr von Weizen, Hafer und anderen
Futter=
artikeln bis zum 15. November zu verbieten. Für den
Getreidehandel hat dieſe Maßnahme nur inſofern
Bedeu=
tung, als ſie geeignet erſcheint, politiſche Beſorgniſſe
her=
vorzurufen. Rußland verhielt ſich auch in der
Berichts=
woche ſehr reſerviert, um ſo verkaufswilliger zeigten ſich
die nordamerikaniſchen Exporteure, worauf die im
allge=
meinen ruhigere Stimmung auf dem Weizenweltmarkte
zurückzuführen war. Auch im deutſchen Getreidehandel
machte ſich zeitweiſe der Einfluß der amerikaniſchen Preis=
rückgänge, die allerdings durch das weitere Anziehen der
Ozeanfrachten gemildert wurden, bemerkbar.
Anderer=
ſeits wirkten das andauernd ungünſtige Wetter, knappes
Angebot von guten Qualitäten und rege Exportnachfrage
für Roggen und Hafer in befeſtigendem Sinne. Ihren
Ausdruck fanden dieſe Verhältniſſe in einer ſcharfen
Preis=
ſteigerung für September=Lieferung am Berliner Markte.
Weizen iſt in kündigungsfähiger Beſchaffenheit ſchwer zu
beſchaffen, und die Folge davon beſtand in lebhaften
Deck=
ungen, die den Septemberpreis ſeit Mittwoch um 5½ Mark
anziehen ließen. Roggen zeigte gleich von Beginn feſtere
Haltung, da für das mäßige Angebot an der Küſte
an=
dauernd beſſere Preiſe als in Berlin zu erzielen waren
und die ruſſiſche Zurückhaltung, ſowie Beſorgniſſe wegen
der Kartoffeln die Abgeber vorſichtig ſtimmten, ſo daß
Käufer für September ſchließlich 5 Mark mehr als vor
acht Tagen bewilligen mußten Für Hafer macht ſich
an=
dauernd lebhafte Kaufluſt ſeitens der Ausfuhrfirmen
be=
merkbar. Hinzu kam, daß Rußland ſein Angebot
vermin=
derte und höhere Forderungen ſtellte. Die Kaufluſt, die
ſich zunächſt nur auf beſſere Ware erſtreckte, dehnte ſich im
Verlaufe auch auf geringere Qualitäten aus, und da
bis=
her keine Andienungen erfolgt ſind, ſo zeigte ſich vielſeitig
Deckungsbegehr, die zu einer Preiserhöhung von zirka
6 Mark für September führte. Ruſſiſche Gerſte war
namentlich ie fälliger Ware und für nahe Abladung wieder
ſehr feſt, auch das Angebot für ſpätere Termine war knapp
und teurer Das Maisgeſchäft nahm bei wenig
veränder=
ten Preiſen einen ruhigen Verlauf, zumal die
Beſchaffen=
heit der letzten argentiniſchen Zufuhren die
Unternehm=
ungsluſt zurückhält. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inlän=
diſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
177 (*2½) 185
Königsberg. . 215
. 200 (—6 ) 175 (*2 ) 175
Danzig
174
—) 168
207
Stettin
166
169
. 207
Poſen
201
166
167
Breslau.
200
210 (*2 ) 172
Berlin
164
187
Magdeburg . 202
195 (*
205 (12) 171
Halle .
201
167
222
Leipzig
) 169
202
195 (4*7
Dresden
169 (*1
Roſtock
176
195
220
Hamburg
185
Düſſeldorf . . 217
203
178½
215
Frankfurt a. M. 212½
)182½
190 (*5
Mannheim . . 220
Straßburg . . 220
187½
München . . 230
188
)183
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 214,50
(*3,50), Peſt Okt. 190,75 (— 2,85), Paris Sept. 211,80
(* 1,20), Chicago Sept. 139,55 (— 3,30), Liverpool Okt.
169,30 (—2,95), Roggen: Berlin Sept. 176,25 (*5),
Hafer: Berlin Sept. 180,75 (—5,75), Futtergerſte:
Süd=
ruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim. bis 151 (* 12),
Aug. 133 (F 7,75), Sept.=Dez. 131 (*7), Mais: La Plata
Juli=Aug.=Sept. 111 (—1) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 5. September: Dem Schmied Georg
Lorz, Lichtenbergſtraße 76, ein S. Georg. Am 3.: dem
Hilfsheizer Franz Joſeph Kimmel, Feldbergſtraße 75,
eine T. Antonie Margarete Maria. Am 31. Auguſt: dem
Schloſſermeiſter Karl Melchior Jung, Landgraf=Georg=
Straße 62, ein S. Ludwig Emil. Am 4. September:
dem Lagerhalter Johann Georg Fröba,
Liebfrauen=
ſtraße 91, ein S. Johann. Am 1.: dem Lackierer
Johan=
nes Geiß, Alexanderſtraße 5, eine T. Margarete. Am 6.:
dem Hilfsheizer Heinrich Weber, Feldbergſtraße 75, eine
T. Eliſabeth. Am 5.: dem Dachdecker Ludwig Philipp
Stößel, Arheilgerſtraße 37, ein S. Friedrich Ludwig.
Am 2.: dem Schreiner Otto Seipp, Schuknechtſtraße 63,
eine T. Erna. Am 8.: dem Kaufmann Georg Friedrich
Ruhl, Kranichſteiner Straße 59/10, ein S. Friedrich.
AAufgebotene. Am 6. September: Chemiker Wilhelm
Lenz, hier, mit Anna Reiſcher, Worms.
Stellver=
tretender Standesbeamter Heinrch Georg Hugo
Heppen=
heimer, Wienersſtraße 87, mit Anna Maria Hild,
Leng=
feld. Sekretär der Sektion II der Heſſ. Naſſ.
Baugewerks=
berufsgenoſſenſchaft Jakob Albert, Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 47, mit Katharina, gerufen Wilhelmine, Raiß,
Kaupſtraße 5. Am 7.: Handlungsgehilfe Rudolf
Som=
mer. Bocholt, mit Lucia Amanda Schirmeier, genannt
Heim, Stiftſtraße 35. Reiſender Georg Karl Fritz
Ma=
nig, Kaſſel, mit Haustochter Johann Doris Haendler,
Dresden. Am 9.: Lehrer Karl Valentin Weidemann,
Mosbach, mit Eliſe Wilhelmine Bachmann,
Harles=
hauſen. Prakt. Arzt Dr. Hermann Auguſt Alefeld,
Offenbach a. M., mit Charlotte Markel, Waldſtraße 14.
Tapezier Auguſt Albrecht Friedrich Sturm,
Kies=
ſtraße 66, mit Dienſtbote Anna Maria Großklaus,
Dieburgerſtraße 12. Taglöhner Martin Heid,
Kranich=
ſteinerſtraße 42, mit Laufmädchen Anna Pelzer,
Hein=
heimerſtraße 36. Am 9.: Schreibgehilfe Heinrich Schanz,
Kiesſtraße 18, mit Eva Katharina Rudolph,
Gumpers=
berg. Prakt. Arzt Dr. Alfred Eugen Felix Bönning,
Mauerſtraße 1, mit Anna Margareta Katharina
Eliſa=
bethe, gerufen Lidy, Jungmann, Dieburgerſtraße 55.
Kellner Joſeph (Ernſt Reuß, Schloßgaſſe 2, mit
Büfett=
fräulein Maria Mathilde Münzer, Schloßgaſſe 2.
Eheſchließungen. Am 5. September: Dreher Friedrich
Kollbacher mit Anna Höhner, beide in Werſau.
Am 6.: Student Laſar Machlin mit Lehrerin Mera
Chaimowna Jakobſohn, beide hier. Am 7.: Kaufmann
Heinrich Bernhardt mit Friedrike Henge, beide hier.
Fuhrmann Dietrich Schneider mit Eliſabeth Keil,
beide hier. Architekt Johann Nover mit Anna
Fran=
ziska Ottilie Werner, beide hier. Kaufmann Karl
Schreiber mit Dorothea Eliſabethe Karp, beide hier.
Handlungsgehilfe Wilhelm Schnabel mit Luiſe
Lo=
renz, beide hier. Schreiner Karl Hochſtätter mit Lina
Roth, beide hier. Eiſengießer Heinrich Boller in
Eberſtadt mit Friederike Schnabel, hier. Am 9.:
Rechtsanwalt Dr. Salomon Oberndorf, hier, mit
Mathilde Hirſch in Heppenheim a. d. Bergſtr.
Schau=
ſpieler Guſtav Palm mit Schauſpielerin Franziska
Schön, beide in Griesheim bei Darmſtadt.
Geſtorbene. Am 6. September: Schneiderin Emilie
Joſephine Sophie Müller, 17 J., kath., Müllerſtraße 21.
Hans Roßler, 1 J., ev., Lauteſchlägerſtraße 12. Roſa
Seitz geb. Minck, verh. m. d. Privatier, 64 J., ev.,
Langegaſſe 16. Am 7.: Marg. Ammann, geb. Brunner,
Ehefrau des Dachdeckers, 57 J., ev., Brandgaſſe 12. Anna
Helene Huthmann, Tochter des Taglöhners, 2 J., ev.,
Arheilgerſtraße 66. Am 8.: Marie Chriſtine Nebhuth,
geb., Fendt, Ehefrau des
Oberrechnungskammerkanz=
liſten i. P., 51 J., ev., Neue Ireneſtraße 2. Am 7.:
Jako=
bine Kleinſteuber, geb. Wamſer, Witwe des
Oberpoſt=
ſchaffners, 75 J., ev., Blumenthalſtraße 69. Am 8.: Anna
Erika Schönau, Tochter des Wirts, 1 J., ev.
Schuchard=
ſtraße 14. Am 9.: Friedrich Rühl, Sohn des
Kauf=
manns, ¾ St., Kranichſteiner Straße 59//10.
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daß wie früher ein Anſeifen,
Rei=
ben und Raſenbleiche nötig wäre.
Nur mit Giotil ½ Stunde kochen,
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Niederlage: Carl Steinhäuser,
Germania-Drogerie
Nummer 214,.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Kinderſportwagen. 1 ſilberne Vorſtecknadel mit
Amethyſt. 1 ſilberne Damenuhr mit Kette. 1 Doublebroſche in
Herz=
form mit Herrenphotographie. 1 Herrenportemonnaie mit Inhalt.
1 Bund Schlüſſel (6 Stück). 1 mittelgroßer Schlüſſel und Türdrücker
am Ring. 1 weiße geſtrickte Kappe. 1 langer durchbrochener ſchwarz.
Damenhandſchuh. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit heller Schnalle.
1 Staubbürſte. 1 Paar neue Schuhe. — Zugelaufen: 1 weißer
ge=
fleckter Jagdhund.
(18980
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (18969
Bekanntmachung.
Betreffend: Den Fahrverkehr auf dem Luiſenplatz.
Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Fahrverkehrs in den
Straßen der Stadt weiſen wir darauf hin, daß nach der
Polizeiver=
ordnung vom 20. Februar 1904, betreffend den Verkehr von
Fuhr=
werken in der Haupt= und Reſidenzſtadt, alle Fahrzeuge, alſo
ins=
beſondere Wagen jeder Art, Automobile, Handkarren, Fahrräder uſw.
ſtets die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten haben. Nach der
anderen Seite der Fahrbahn darf nur, wenn dort angehalten werden
ſoll, und nicht früher als notwendig, abgebogen werden.
Zuwider=
handlungen können mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen beſtraft werden.
Mit Rückſicht auf den ſtarken Verkehr auf dem Luiſenplatz
iſt die Schutzmannſchaft angewieſen worden, darauf zu wirken, daß
alle Fahrzeuge, die die Rheinſtraße herauf= oder herunterfahren,
ſtets rechts am Ludwigsdenkmal vorbeifahren und auch hierbei
die rechte Seite der betreffenden Fahrbahn einhalten.
Darmſtadt, den 6. September 1912.
(18862im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen gegen Beſchädigungen der Straßenpaſſanten
bei der Vornahme von Dachdecker=Arbeiten.
Wir haben wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß
Dach=
decker bei der Vornahme von Dacharbeiten, nachdem ſie an beiden
Enden des betreffenden Gebäudes die üblichen Warnungszeichen
(quer ausgelegte Latten) aufgeſtellt haben, ohne weiteres Ziegel= und
Schieferſtücke auf die Straße herunterwerfen, die nicht ſelten
außer=
halb des Abſperrungsgebietes niederfallen. Mit Rückſicht auf die
hierdurch hervorgerufene erhebliche Gefährdung der Vorübergehenden
ſehen wir uns veranlaßt, die betreffenden Handwerker darauf
auf=
merkſam zu machen, daß ſie bei Vornahme von Dach= und Haus=
Reparaturen verpflichtet ſind, nicht nur gemäß Art. 295 Pol.=
Straf.=Geſ. Warnungszeichen aufzuſtellen, ſondern mit Rückſicht
auf § 386 Ziff. 8 R.=St.=G.=B. und Art. 292 Pol.=Straf=Geſ. alle
Vorkehrungen zu treffen, um das Herabfallen von Ziegel= und
Schieferſtücken zu verhindern. Insbeſondere ſind wahrend der
fraglichen Arbeiten an der unteren Dachkante Brettvorlagen
anzubringen; unter keinen Umſtänden dürfen, auch wenn
War=
nungszeichen ausgeſtellt ſind, Ziegel= oder Schieferſtücke
abſicht=
lich auf die Straße geworfen werden.
Solche Gegenſtände ſind vielmehr in Körben oder dergleichen
zu ſammeln und herunter zu tragen.
Zuwiderhandlungen haben die Beſtrafung auf Grund der
ge=
nannten Geſetzſtellen zur Folge.
Da es immerhin vorkommen kann, daß trotz aller
Vorſichts=
maßregeln Ziegel= und Schieferſtücke auf die Straße fallen, ſo
er=
ſuchen wir das Publikum, die Warnungszeichen gehörig zu
be=
achten.
(18900id
Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, die Beachtung obiger
Vorſchriften zu überwachen und gegen Zuwiderhandelnde Anzeige zu
erheben. Paſſanten, welche durch herabfallende Gegenſtände verletzt
oder gefährdet werden ſollten, wollen auf dem zuſtändigen
Polizei=
revier alsbald hiervon Anzeige machen, damit der Sachverhalt ſofort
feſtgeſtellt werden kann.
Darmſtadt, den 7. September 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte.
Die Wahl der Vertrauensmänner und Erſatzmänner für
die Angeſtelltenverſicherung für den Wahlkreis Darmſtadt,
um=
faſſend den Bezirk der Stadt Darmſtadt, findet ſtatt:
a) für die Arbeitgeber:
Dienstag, den 8. Oktober 1912, vormittags 9 Uhr
bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags 3 bis 7 Uhr
b) für die Angeſtellten:
Mittwoch, den 9. Oktober 1912, vormittags 9 Uhr
bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags 3 bis 7 Uhr.
Gewählt wird in Darmſtadt im Sitzungsſaale des ſtädtiſchen
Hauſes Waldſtraße 6 (Zimmer Nr. 10).
Es ſind zu wählen 6 Vertrauensmänner und 12
Erſatz=
männer.
Die Vertrauens= und Erſatzmänner werden je zur Hälfte aus
den verſicherten Angeſtellten, die nicht Arbeitgeber ſind, und aus
den Arbeitgebern der verſicherten Angeſtellten gewählt. Es
wählen alſo die verſicherten Angeſtellten 3 Vertrauensmänner und
6 Erſatzmänner und ebenſoviel Vertrauens= und Erſatzmänner die
Arbeitgeber der verſicherten Angeſtellten.
Die Vertrauens= und Erſatzmänner aus den Arbeitgebern
wer=
den von den Arbeitgebern der verſicherten Angeſtellten, die übrigen
von den verſicherten Angeſtellten gewählt.
Wahlberechtigt ſind volljährige Deutſche männlichen und
weiblichen Geſchlechts, ſofern ſie zu den verſicherten Angeſtellten oder
deren Arbeitgebern gehören und im Bezirke der Stadt Darmſtadt
wohnen.
Wahlberechtigt als Arbeitgeber ſind — wenn ſie nicht als
An=
geſtellte wahlberechtigt ſind — auch:
1. die geſetzlichen Vertreter geſchäftsunfähiger und beſchränkt
geſchäftsfähiger natürlicher Perſonen,
2. bei juriſtiſchen Perſonen die Mitglieder des Vorſtandes, bei
Geſellſchaften mit beſchränkter Haftung die Geſchäftsführer,
bei anderen Handelsgeſellſchaften die perſönlich haftenden
Geſellſchafter, ſoweit ſie nicht von der Vertretung
aus=
geſchloſſen ſind. Sind hiernach für eine juriſtiſche Perſon
oder Geſellſchaft mehrere wahlberechtigte Perſonen
vor=
handen, ſo darf nur eine von ihnen das Wahlrecht ausüben.
Wählbar ſind nur Verſicherte, die nicht Arbeitgeber ſind, und
Arbeitgeber der verſicherten Angeſtellten, die im Bezirke der Stadt
Darmſtadt wohnen oder beſchäftigt werden oder ihren Betriebsſitz haben.
Wählbar als Arbeitgeber ſind — wenn ſie nicht als Angeſtellte
wählbar ſind — auch:
1. die geſetzlichen Vertreter geſchäftsunfähiger und beſchränkt
geſchäftsfähiger natürlicher Perſonen,
2. die Mitglieder des Vorſtandes einer juriſtiſchen Perſon, die
Geſchäftsführer einer Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung,
die perſönlich haftenden Geſellſchafter bei anderen
Handels=
geſellſchaften, ſoweit ſie nicht von der Vertretung
aus=
geſchloſſen ſind.
3. die bevollmächtigten Betriebsleiter.
Weder wahlberechtigt noch wählbar iſt, wer:
1. infolge ſtrafgerichtlicher Verurteilihgg die Fähigkeit zur
Be=
kleidung öffentlicher Aemter verloren hat oder wegen eines
Verbrechens oder Vergehens, das den Verluſt dieſer
Fähig=
keiten zur Folge haben kann, verfolgt wird, falls gegen ihn
des Hauptverjahren eräffnet iſt,
2. infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ſein
Vermögen beſchränkt iſt.
Angeſtellte, die nach § 390 des Verſicherungsgeſetzes für
An=
geſtellte von der Beitragsleiſtung befreit ſind, ſind ſowohl
wahl=
berechtigt als auch wählbar.
Gewählt wird ſchriftlich nach den Grundſätzen der
Verhält=
niswahl.
Die Wahlberechtigten werden aufgefordert, Vorſchlagsliſten
für die Wahl bis ſpäteſtens drei Wochen vor dem erſten Wahltag
d. i. bis 17. September d. J., bei dem Unterzeichneten einzureichen.
Die Vorſchlagsliſten ſind für die Arbeitgeber und die
ver=
ſicherten Angeſtellten getrennt aufzuſtellen. Jede Vorſchlagsliſte ſoll
mindeſtens ſo viel Namen enthalten, als Vertrauensmänner und
Erſatzmänner zu wählen ſind; ſie darf höchſtens die doppelte Zahl
ſolcher Namen aufweiſen.
Die Vorgeſchlagenen ſind nach Vor= und Zunamen, Stand
oder Beruf und Wohnort zu bezeichnen und in erkennbarer
Reihen=
folge aufzuführen. Mangels anderer ausdrücklicher Erklärung wird
angenommen, daß die an erſter Stelle Aufgeführten als
Vertrauens=
männer vorgeſchlagen werden.
Die Vorſchlagsliſten müſſen von mindeſtens fünf
Wahl=
berechtigten unter Benennung eines für weitere Verhandlungen
bevollmächtigten Vertreters unterſchrieben ſein.
Die Vorſchlagsliſte ſoll die Wählervereinigung, von der ſie
ausgeht, nach unterſcheidenden Merkmalen kenntlich machen.
Hat ein Wähler mehrere Vorſchlagsliſten unterzeichnet, ſo wird
ſeine Unterſchrift auf allen Vorſchlagsliſten geſtrichen.
Die Vorſchlagsliſten ſind ungültig, wenn ſie verſpätet
ein=
gereicht werden oder wenn ſie nicht vorſchriftsmäßig unterſchrieben
ſind und der Mangel nicht rechtzeitig behoben wird.
Zwei oder mehr Vorſchlagsliſten können in der Weiſe
mit=
einander verbunden werden, daß ſie den Vorſchlagsliſten anderer
Wählervereinigungen gegenüber als eine einzige Vorſchlagsliſte
gelten. In dieſem Falle müſſen die Unterzeichner der
Vorſchlags=
liſten oder die bevollmächtigten Vertreter übereinſtimmend ſpäteſtens
bis zum Ablauf des elften Tages vor dem erſten Wahltag,
d. i. bis 27. September d. J., die Erklärung abgeben, daß die
Vorſchlagsliſten miteinander verbunden ſein ſollen. Andernfalls iſt
die Erklärung über die Verbindung ungültig.
Wird von den Arbeitgebern oder von den verſicherten
An=
geſtellten bis zum 17. September 1912 nur eine Vorſchlagsliſte
ein=
gereicht, ſo findet für die betreffende Gruppe keine Wahl ſtatt.
Die in der Vorſchlagsliſte gültig verzeichneten Perſonen gelten
dann in der für den Wahlbezirk erforderlichen Zahl in der
Reihenfolge des Vorſchlags als von dieſer Gruppe gewählt.
Die Wähler haben ſich über ihre Wahlberechtigung auszuweiſen.
Für die verſicherten Angeſtellten dient die Verſicherungskarte als
Ausweis, für die Arbeitgeber eine Beſcheinigung. Die Arbeitgeber
werden aufgefordert, ſich die Beſcheinigung ausſtellen zu laſſen. Ein
Muſter hierfür iſt unten abgedruckt. Die Ausſtellung erfolgt durch
das ſtädtiſche Bureau Waldſtraße 6 (Zimmer Nr. 2).
Das Wahlrecht wird in Perſon und durch Abgabe eines
Stimmzettels ausgeübt. Die Stimmzettel dürfen nicht unterſchrieben
ſein und keinen Proteſt oder Vorbehalt enthalten. Sie ſind
außer=
halb des Wahlraums handſchriftlich oder im Wege der
Vervielfälti=
gung herzuſtellen.
Den Arbeitgebern iſt es geſtattet, an Stelle der perſönlichen
Stimmabgabe ihren Stimmzettel dem Wahlleiter unter Beifügung
des Ausweiſes über ihre Wahlberechtigung brieflich einzuſenden.
Die erforderlichen Umſchläge erhalten die Arbeitgeber auf Verlangen
von dem Vorſteher der Wahl (Bureau Waldſtraße 6) ausgehändigt.
Der Brief muß ſpäteſtens am 7. Oktober 1912 bei dem Unterzeichneten
eingegangen ſein. Nachträglich eingehende Stimmzettel ſind ungültig.
Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme. Arbeitgeber, die mehr
als fünfzig, aber nicht mehr als hundert verſicherte Angeſtellte
be=
ſchäftigen, haben zwei Stimmen. Für je weitere angefangene
hundert verſicherte Angeſtellte erhöht ſich die Zahl um eine Stimme.
Kein Arbeitgeber hat mehr als zwanzig Stimmen.
Hat ein Arbeitgeber mehrere Stimmen, ſo hat er jeden
Stimmzettel in einem beſonderen Umſchlag zu verſchließen.
Enthält ein Umſchlag mehrere Stimmzettel, ſo gelten ſie als
ein Stimmzettel, wenn ſie gleichlautend ſind; andernfalls ſind ſie
ungültig.
Der Wahlberechtigte darf ſein Wahlrecht nur in dem
Wahl=
kreis, in dem er wohnt, ausüben.
Es kann nur für unveränderte Vorſchlagsliſten geſtimmt
werden; auch die Reihenfolge der Vorgeſchlagenen in der
Vor=
ſchlagsliſte darf nicht geändert werden.
Ungültig iſt die Wahl einer Perſon, die zurzeit der Wahl nicht
wählbar war.
Ungültig iſt ferner die Wahl einer Perſon, von der oder zu
deren Gunſten von Dritten die Wahl rechtswidrig (§§ 107 bis 109,
240, 339 des Reichsſtrafgeſetzbuchs) oder durch Gewährung oder
Ver=
ſprechung von Geſchenken beeinflußt worden iſt, es ſei denn, daß
da=
durch das Wahlergebnis nicht verändert worden iſt.
Darmſtadt, den 20. Auguſt 1912.
(17706a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Jaeger,
Eisenharzer
Muſter
für die Beſcheinigung der Arbeitgeber gemäß § 149 des
Ver=
ſicherungsgeſetzes für Angeſtellte.
Dem
. . zu Darmſtadt
Der (Name des Arbeitgebers)
wird beſcheinigt, daß * regelmäßig mindeſtens einen (mehr als
ſi
aber nicht mehr als . . . . .) verſicherteln)
Angeſtelltein) nach dem Verſicherungsgeſetze für Angeſtellte vom
20. Dezember 1911 beſchäftigt.
.. . . . . 1912.
Darmſtadt, den.
Der Oberbürgermeiſter.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
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Kurſe vom 10. September 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,80
78,60
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
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3½ do. Conſols
78,60
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
93,0
do.
3½
82,25
do.
3.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100, 10
87,50
do.
3½
78,00
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,80
4 Heſſ. Staatsanleihe.
4 do. do. (unk. 1918) 100,25
do.
87,30
3½
do.
3
77,40
(3 Sächſiſche Rente.
78,70
4 Württemberger v. 1907 100,00
do. v. 1875
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
*1¾ Griechen v. 1887 55,70
3¾ Italiener Rente .
*4½ Oeſterr. Silberrente 90,20
4 do. Goldrente . . . 95,00
4 do. einheitl. Rente 86,70
3 Portug. unif. Serie I 64,10
3 do. unif. Ser. III 67,75
3 do. Spezial
5 Rumänier v. 1903 . . 101,60
4 do. v. 1890 . . 95,10
4 do. v. 1905 . . 100,30
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,20
4 do. v. 1902 . . . . 90,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,30
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895 84,50
4 Türk. Admin. v. 1903 83,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,70
4 Ungar. Goldrente . . . 90, 10
4 L. Staatörente. . . 87,80
Zf.
InProz.
5 Argentinier
.101,30
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,00
do.
94,80
4½ Japaner . . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 93,90
3
do.
59,10
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . .
3 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 160,60
5 Nordd. Lloyd . . . . . 127,75
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 127,10
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,50
8 Baltimore und Ohio . 108,50
6½ Schantungbahn . . . 135,75
6‟ Luxemb. Prince Henri 162,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 20½
6 Pennſylvania R. R.
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . .
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 544,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 258,50
30 Farbwerke Höchſt . . 650,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 355,00
10 Cement Heidelberg . . 151,90
30 Chem. Werke Albert 474,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 344,50
4 Lahmener . . . . . . . 127,00
Letzte
In Proz.
Divid.
7½Schuchert, Nürnberg 161,75
12 Siemens & Halske .240,00
5 Bergmann Electr. . . 138,00
10Deutſch. Ueberſee Electr. 168,80
0 Gummi Peter . . . . 112,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 117,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 588,00
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
6 Wittener Stahlröhren 218,00
8 Steana Romana Petr. 158, 40
15 Zellſtoff Waldhof . . 242,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 210,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,00
3 Südd. Immobilien . 65,80
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 191,30
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 237,70
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 179,20
10 Gelſenkirchener . . . . 204,25
8 Harpener . . . . . . . 198,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 277,80
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
.103,50
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. . . 179,00
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,00
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 94,00
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,90
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,70
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,40
79,90
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 100,00
4
do.
77,70
In Proz.
Bf.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,40
77,40
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,80
88,20
4 Ruſſ. Südweſt..
97,00
4½ Moskau=Kaſan
88,40
do.
88,80
4 Wladichawchas
4 Rjäſan Koslow .
78,10
3 Portugieſ. Eiſenb.
do.
87,80
2¼/10 Livorneſer .
71,80
3 Salonique=Monaſtir
4 Bagdadbahn . .
83,50
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,80
4 Miſſouri=Pacific.
94,75
4 Northern=Pacific
68,40
4 Southern=Pacific
*94,50
5 St. Louis und San
Francisco. .
85,70
5 Tehuantepec . . .
98,00
Bank=Aktien.
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Untern. Zürich . . 198,75
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,50
6½ Darmſtädter Bank . 123,60
12½ Deutſche Bank . . . 258,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,40
10 Diskonto=Kommandit 188,90
8½ Dresdener Bank . . 156,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,30
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,25
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,50
5.86 Reichsbank . . . . 133,60
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 122,20
7½ Wiener Bankverein . 134,90
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 97,80
In Proz.
Bf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 97,10
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
31
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,30
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
88,30
S. 3—5
88,10
S. 9—11
88,20
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
3½
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,30
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Nummer 214.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
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Scheu in eine Ecke eines Kupees dritter Klaſſe
des=
ſelben Zuges gedrückt, in dem Joachim fuhr, ſaß ein
junger Mann. Er war im letzten Augenblick eilig
ein=
geſtiegen. Seine Augen ſchloſſen ſich, als der Zug aus
der Halle donnerte und die Stadt verließ. Nichts, gar
nichts wollte er ſehen. Auch er fuhr einem neuen Leben
entgegen. Einem Leben, das klein und beſcheiden ſein
würde, aber makellos und ehrenvoll ſollte es ſein! Und
er dachte an die ſchlanken, feinen Mädchenhände, in die er
das gelobt hatte, und da ſah er es wieder vor ſich, was
er ſeit jener unglückſeligen, nein — glücklichen Stunde
nicht vergeſſen konnte, das ſchöne, bleiche Geſicht Chriſta
von Leerſens, das ſich in reiner, beinahe himmliſcher
Güte über ihn geneigt hatte! Der Leitſtern ſeines Lebens
ſollte es ihm fortan ſein! —
Chriſta aber ſchritt mit Karl Auguſt, als der Zug
ihren Blicken entſchwunden war, die breiten Treppen
des Bahnhofsgebäudes hinab nach der Droſchke. Da trat
mit auffälliger Haſt ein kleiner, ziemlich Carker Offizier
grüßend an ſie heran.
Karl Auguſt ſchüttelte ihm kameradſchaftlich die Hand
und ſtellte ihn Chriſta vor.
Herr von Schmettwitz — meine Schweſter!
Sehr, ſehr erfreut, mein gnädigſtes Fräulein. Hab’
ſchon viel von dem neuen Stern, der dies Jahr an unſerem
Geſellſchaftshimmel aufgeſtiegen iſt, gehört. Mußte mich
leider in dieſer Saiſon dem Hof ganz fernhalten, war
ſtark durch die Bewirtſchaftung meiner Güter in Anſpruch
genommen. Nun ich Gnädigſte kennen gelernt habe,
be=
daure ich mein Fernbleiben doppelt, wie geſagt, doppelt!
Chriſta ſah den kleinen Mann, der beim Sprechen
fauchte wie eine überheizte Dampfmaſchine, verwundert
an. Iſt das ein taktloſer Menſch, dachte ſie. Solche
al=
bernen Worte jemand zu ſagen, der in tiefer Trauer iſt
Aber ſie war viel zu gut geſellſchaftlich geſchult, um
ihre Verwunderung merken zu laſſen. Mit kühler
Höf=
lichkeit ſagte ſie: Sie ſind augenblicklich beim hieſigen
Regiment eingezogen?
Zu dienen, ja. Gnädigſte. Sozuſagen „
Sommer=
leutnant” Aber nein, Vergleich paßt nicht zur
Jahres=
zeit, alſo „Frühlingsleutnant‟. Er nahm die in
blitzen=
den Lackſchuhen ſteckenden Füße raſch zuſammen, daß die
Abſätze klappend aneinanderſchlugen, und reckte die kleine
Geſtalt, ſo ſehr es ging, in die Höhe.
Chriſta bemerkte, daß der rote Kragen den kurzen,
dicken Hals ſo eng und hoch umſpannte, daß das
Unter=
kinn und die fleiſchigen Ohrläppchen hervorgedrängt
wurden. War das ein drolliges Menſchlein, die reine
wandernde Kugel eigentlich. Knapp umſpannte die
Uni=
form die ſehr zur Wohlbeleibtheit neigende Fiaux, auf
der ein runder Kopf mit fahlem, hellbondem Haar ſaß.
Unter dem Rand der Mütze leuchtete es weißlich hervor
und ließ die roſa Kopfhaut hindurchſchimmern. Rund
war der kleine Mund unter dem kurzen engliſchen
Bärt=
chen, rund das ganze Geſicht und die kleine, in die Höhe
geſtutzte Naſe, und wie zwei runde Kugeln ſahen auch die
blaßblauen Augen, die ſie dreiſt muſternd anſtarrten,
aus.
Karl Auguſt behandelte den Kameraden mit
außer=
ordentlicher Liebenswürdigkeit und Zuvorkommenheit.
Als man ſich nach einer kleinen Weile trennte, wußte
Chriſta auch, warum dieſer Schmettwitz ein ſo „famoſer
Kerl” war. „Tadelloſe Familie und klotzig reich. Dieſe
beiden Prädikate genügten Karl Auguſt. Chriſtas
Lip=
pen umflog ein kleines bitteres Lächeln.
Scharf bog in dieſem Augenblick der Wagen um die
Ecke der Straße. Er fuhr ſo hart an dem Bordſtein
ent=
lang, daß er beinahe ein junges Paar, das dort ſtand,
ſtreifte.
Es war Ada Gerling und Peter Geißler, die ſoeben,
gleichfalls vom Bahnhof kommend, die Straße überſchreiten
wollten. Das raſch heranrollende Gefährt hinderte ſie
daran. In ihr Geſpräch vertieft, merkten ſie erſt, als
der Wagen beinahe vorüber war, wer darin ſaß, und
grüßten Chriſta zu ſpät.
Ei, verflucht! Karl Auguſt lachte ſchadenfroh anf.
Die kleine ſchwarze Katze ſcheint ja ſehr raſch einen Tröſter
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214.
oſundet zu hubenf Eine neie überiſhang ſür=
Joachim!
Auch Chriſta war zuſammengezuckt, als ſie das Paar
erkannte: Alſo Peter Geißler war immer noch in
Bell=
burg.
Ja, ja ſagte ſie. Sie hatte gar nicht darauf gehört,
was Karl Auguſt geſagt hatte.
Na, Du kannſt es ja Joachim einmal vorſetzen, wenn
Du an ihn ſchreibſt. Ich werde es kaum tun. Ich bin ſo
erregt über Joachims Vorgehen, daß mich ſelbſt der
Ge=
danke nicht reizt, mein Briefwechſel mit dem „
berühm=
ten” Schriftſteller Leerſen könnte der Nachwelt
über=
liefert werden. Alſo, ſchreib Du es ihm, Kleine, daß
ſeine Angebetete ſich gleich nach ſeiner Abreiſe ſchon
wie=
der gründlich die Cour ſchneiden ließ.
Wieſo, tat denn das Herr Geißler?"
Na, ſeinen Blicken nach zu ſchließen, ganz entſchieden!
Uebrigens mußt Du Dich doch auf dergleichen
bewun=
dernde und verehrende Blicke verſtehen, Chriſta. Der
kleine Schmettwitz hat Dich ja mächtig angehimmelt und
wer ganz weg!
Ich pfeife auf alle Männer. Sie taugen alle nichts,
rief Chriſta heftig. Gegen ihren Willen gingen ihr die
Worte ihres Bruders im Augenblick doch etwas im Kopfe
herum.
Chriſta, ich muß aber ſehr bitten. Menagiere Dich
etwas. Mir fällt dieſer ſtudentiſche Ton auf die Nerven.
Indigniert lehnte ſich Karl Auguſt in den Wagen zurück.
Auch Chriſta ſchwieg.
Zu Hauſe angelangt, begrüßte Chriſta die Mutter
und zog ſich in ihr Zimmerchen zurück.
Karl Auguſt aber blieb zurück und erſtattete über
alles, was ſie erlebt hatten, Bericht. Und dieſer Bericht
berührte Frau von Leerſen in jeder Beziehung angenehm.
Als ſie dann mit ihren Kindern beim Tee ſaß — auch
Chriſta war wieder zugegen — war ſie aufgeräumter und
geſprächiger wie ſeit langem. Auch Karl Auguſt gab ſich
Mühe, nett und gemütlich zu ſein. Er war von
liebens=
würdiger Aufmerkſamkeit gegen Mutter und Schweſter
und erzählte allerlei drollige und amüſante Erlebniſſe
und Epiſoden aus ſeiner neuen Garniſon. Dann ſprach
er von ſeinen Kameraden und kam auch, wie zufällig, auf
Herrn von Schmettwitz zu ſprechen, den er nach allen
Re=
geln der Kunſt herausſtrich und lobte. Eben war zwiſchen
ihm und ſeiner Mutter eine lange Debatte entbrannt,
ob die Mutter Schmettwitz’ eine Gräfin Harrisburg auf
Reuskern geweſen ſei, oder eine aus dem Hauſe
Wendel=
burg aus der Mark. Er ſtand auf, um den Gothaer zu
holen, der auf ſeinem Schreibtiſche lag. Da klopfte es
an der Tür, und Jakob trat herein mit einem
wunder=
baren Strauß langſtieliger La France=Roſen.
Für das gnädige Fräulein.
Geben Sie! Frau von Leerſen nahm die Blumen
und das ſchmale, lange elegante Kuvert, das zugleich mit
abgegeben worden war und in dem eine Karte ſteckte.
Sie reichte beides Chriſta, die neugierig aufgeſtanden
war und an ihre Seite trat. Langſam öffnete Chriſta
den Briefumſchlag. Frau von Leerſens Augen und die
Darl Auguſts trafen ſich. Sollte —?
Aeit elungies eſelnt ſch dan glübier an.
lein vor ſeiner Abreiſe einen Abſchiedsgruß zu ſenden,
las Chriſta laut vor. Eine helle Röte der Freude war
in ihre Wangen geſtiegen.
So? Frau von Leerſens Geſicht drückte höchſte
Miß=
billigung aus.
Dieſe Unverſchämtheit, brauſte Karl Auguſt auf.
Was erlaubt ſich der Menſch eigentlich? Das iſt doch
die höchſte Frechheit! Sein Vater betrügt uns um Hab
und Gut, und dieſer Judenjunge wagt es noch, Blumen
ins Haus zu ſchicken. Das iſt doch unglaublich! In den
Müll müßte man die Dinger einfach werfen. Er ſtreckte
ſeine Hand nach dem Bukett aus.
Geſtatte, es ſind meine Blumen. Ehe noch Karl
Auguſt oder Frau von Leerſen ſie hatten aufhalten können,
war Chriſta hinausgegangen.
Famoſes Mädel, die Chriſta, nickte befriedigt Karl
Auguſt. Sie wirft ſie ſogar ſelbſt fort.
Sehr bald betrat Chriſta wieder das Zimmer. Sie
wandte ſich an ihre Mutter. „Du haſt doch nichts dagegen,
Mama, ich habe die Blumen in mein Zimmer geſtellt. Sie
können doch nichts dafür, daß ihr Spender ein Jude iſt.
Und dann, ſetzte ſie langſam hinzu, iſt es auch nicht recht,
einen Unſchuldigen für die Schuld ſeines Vaters büßen zu
laſſen. Das iſt grauſam und ſchlecht! Was können Kinder
für den Fehler ihrer Eltern, und wer will Karl
Silber=
gleit verurteilen, weil ſein Vater ein Ehrloſer war? — —
(Fortſetzung folgt.)
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Vereinslokal: Dieburgerſtraße 26.
Gegründet 1875.
Sonntag, 15. September,
nachmittags 4 Uhr,
Abschleasreier
für die zum Militär abgehenden Turner
in ſämtl. Räumen unſeres Turnhauſes, Dieburgerſtr. 26.
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner
des Vereins herzlichſt ein.
(18935.
Die Vorturnerſchaft.
Gleichzeitig machen wir unſere verehrlichen Mitglieder auf den
am 22. September ſtattfindenden
Tages=Turngang
über den Otzberg, Breuberg nach Hainſtadt aufmerkſam und bitten
um recht zahlreiche Beteiligung. Abfahrt 8½ Uhr Station
Roſen=
höhe. Ruckſackverpflegung.
Alles Nähere in der Turnſtunde.
Die Vorturnerſchaft.
Deulscher u. bestereieliseherApenferein
Sektion Darmstadt
(E. V. Gegründet 1870.)
Sonntag, den 15. September 1912
Ausflug nach Klingenberg u. M.
König-Hengmantel-Haingrund-Seckmauern-
Trennfurt-Klingenberg.
Abfahrt nach König 8 Uhr 9 Min.
(18936
Der Vorstand.
Iustramental-Verein Darmstadt.
Gegründet: 1883.
Wiederbeginn der Proben
für die Veranstaltungen des Vereins während
der Wintersaison 1912/13 im Saale des Musik-
Vereins, Steinstrasse 24:
Dienstag, den 17. September 1912, abends 8½ Uhr.
Entsprechend vorgeschrittene Dilettanten und angehende
Künstler — Damen und Herren — werden hierdurch
höflichst zum Beitritt eingeladen, dessen Erklärung an die
Adresse des unterzeichneten I. Vorsitzenden zu erfolgen hat.
18691a)
Der Vorstand:
I. A.: Justizrat Hallwachs, Hügelstr. 47
I. Vorsitzender.
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Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 11. September 1912.
3. Ab.=Vorſtellung. B 2.
Die Nibelungen.
Ein deutſches Trauerſpiel in drei
Abteilungen von Friedrich Hebbel.
Zum erſten Male:
Kriemhilds Rache. (Dritte Ab.)
Ein Trauerſpiel in 5 Aufzügen.
Szeniſche Leitung des Abends:
Emil Valdek.
Perſonen:
König Gunther . . . Kurt Ehrle
Hagen Tronje . . . . Johs. Heinz
Volker. ..
..Kurt
Weſter=
mann
Dankwart
Guſt. Semler
Rumolt
.Paul Peterſen
Giſelher.
Frz. Schneider
Gerenot,
.Emil Kroczak
König Etzel
Hans
Bau=
meiſter
Dietrich von Bern . Wilh.
Riech=
mann
Hildebrant, ſ.
Waffen=
meiſter . . . . . . . . Heinr. Hacker
Markgraf Rüdeger . Lud. Wagner
Fring 1 nordiſche Egb. Zimber
Thüring) Könige Aug. Kräger
Werbel ) Etzels Rich. Jürgas
Swemmel) Geiger Paul Eisner
Ute. . . . . . . . . . . Min. Müller=
Rudolf
Kriemhild .
... Ilſe Berka
Götelinde, Rüdegers
Gemahlin . . . . . . Sofie
Heu=
mann
Gudrun, der. Tocht. Bar. Uttmann
Otnit, ein Kind. . . Marie Stoffer
. Adolf Klotz
Eckewart. .
Recken, Heunen.
Ort der Handl.: Im 1. Aufzug
Worms, im 2. Bechlarn bei
Mark=
graf Rüdeger, im 3., 4. und 5.
Heunenland bei König Etzel.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: Kurt
Kempin u. Ernſt Schwerdtfeger.
Nach dem 2. Aufzuge (Bechlarn)
findet eine größere Pauſe ſtatt.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
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I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II.
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lerie 0.55 M.
Anfang 7 Uhr. — Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 Uhr an.
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Donnerstag, 12. Sept. 4. Abon.=
Vorſtell. C 1. „Die luſtigen
Weiber von Windſor.” Kl.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 13. Sept. 5. Ab.=Vorſt.
D 1. Zum erſten Male: „Der
Gardeoffizier”. Komödie in
3 Aufzügen von Franz Molnär.
Gewöhnl. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Sonntag, 15. Sept. 6. Ab.=Vorſt.
C 2. „Tannhäuſer”. Gew.
Preiſe. Anfang. 6 Uhn
Seite 22
Tagblatt, Mittwoch, den 11. September 1912.
Nummer 214
Der Mann mit der roten Mütze.
Von Arthur Zapp.
Der Beamte mit der weithin leuchtenden grellroten
Mütze, der die Eiſenbahnzüge aus der Station abfahren
läßt und auch im übrigen den Betrieb auf dem Bahnſteig
leitet, der die vielfachen Wünſche des Reiſepublikums
ent=
gegennimmt und ihnen nach Kräften und ſoweit es ſein
Dienſt geſtattet, entſpricht, wird gewöhnlich „Herr
Vor=
ſteher” angeredet, und er gilt auch ſonſt in weiten Kreiſen
als der Bahnhofsvorſteher. Das iſt eine irrige
Anſchau=
ung. Der Bahnhofsvorſteher, dem der geſamte Betrieb
auf einem Bahnhof unterſteht, bleibt für das große
Publikum in der Regel unſichtbar. Er verbringt den
größten Teil ſeiner Dienſtzeit in ſeinem Bureau, und ſeine
Arbeit iſt zumeiſt Schreibarbeit . Er hat die Berichte über
alle Vorfälle im Bahnhofsbetrieb an die vorgeſetzten
Be=
hörden: an die Betriebsämter und an die Direktion zu
machen, er hat die ihm unterſtellten Beamten für die
ein=
zelnen Dienſtzweige zu kommandieren und natürlich auch
darüber zu wachen, daß der geſamte Betrieb auf der ihm
unterſtellten Station ſeinen ordnungsmäßigen Verlauf
nimmt.
Der Mann mit der roten Mütze, der ſpeziell den
Außendienſt auf der Station zu leiten hat, iſt in der Regel
ein Eiſenbahnaſſiſtent; auf tleineren Bahnhöfen iſt ſeit
mehreren Jahren der Unteraſſiſtent, ein Unterbeamter, an
ſeine Stelle getreten, der ſich vom erſteren äußerlich dadurch
unterſcheidet, daß er weder auf Uniformrock, Litewka noch
Mantel die goldberänderten Achſelſtücke trägt Der
Fahr=
dienſtleiter auf den größeren und mittleren Stationen hat
einen außerordentlich verantwortungsvolken Dienſt. Er
iſt verantwortlich für die fahrplanmäßige Zugfolge, für
den richtigen Signaldienſt, von dem die pünktliche und die
gefahrloſe Ein= und Ausfahrt der Züge abhängt, er iſt
verantwortlich für den Telegraphendienſt, ſoweit ſich
die=
ſer auf den Zugmeldedienſt bezieht, und für den
Rangier=
dienſt der ſeine beſonderen Gefahren mit ſich bringt,
be=
ſonders zur Winterszeit, bei Nacht und bei nebeligem
Wetter. Und bei all dieſem ſchweren, gefahrvollen und
verantwortungsvollen Dienſt iſt der Fahrdienſtleiter
fort=
während von dem reiſenden Publikum in Anſpruch
ge=
nommen. Er ſoll über alles, was mit dem Reiſeverkehr
in irgendeiner Verbindung ſteht, Auskunft geben. Was
für ein ganz außergewöhnliches Maß von Geduld und
Selbſtbeherrſchung dazu gehört, um bei allen nicht ſelten
über das Maß des Moglichen und Ziemlichen
hinaus=
gehenden Fragen, Wünſchen und Anforderungen von
häu=
fig nicht immer taktvollen Reiſenden ſtets höflich und
ent=
gegenkommend zu bleiben, kann nur der richtig beurteilen,
der den Dienſt eines vielgeplagten Fahrdienſtleiters aus
eigener Erfahrung kennt.
Es iſt bekannt, daß das Eiſenbahnverkehrsweſen in
den letzten zehn Jahren eine ganz ungeheure Entwicklung
genommen hat So iſt z. B. auf einer beſtimmten Strecke
wo noch vor ſieben Jahren am Tage 25 und bei Nacht
16 Züge verkehrten, der Verkehr derartig geſtiegen, daß
jetzt während des Tagesdienſtes, zwiſchen 7 Uhr früh und
7 Uhr abends, 60 Züge und in der Nachtzeit 55 Züge
rein= bezw. ausfahren. Das iſt in der verhältnismäßig
kurzen Zeitſpanne eine Verkehrsſteigerung von rund 210
Prozent. Mit dieſer Verkehrsſteigerung aber hat,
wenig=
ſtens ſoweit die Eiſenbahnaſſiſtentenſchaft in Frage
kommt, die Perſonalvermehrung keineswegs Schritt
ge=
halten, und ſo kommt es, daß derſelbe Eiſenbahnaſſiſtent,
der vor ſieben Jahren während ſeines acht= bis
zehn=
ſtündigen Dienſtes 25 bezw. 16 Züge abfertigte, heute
wäh=
rend derſelben Dienſtdauer 60 bezw. 55 Züge abzufertigen
hat. Ja, es gibt mitteldeutſche Verkehrszentren, die heute
einen täglichen Verkehr von nahezu 200 aus= und
ein=
fahrenden Zügen baben. Man kann ſich denken, welche
un=
geheuerliche Arbertslaſt und Verantwortung der
Fahr=
dienſtleiter einer ſolchen Station zu tragen hat, beſonders
zur Sommerszeit, wo zu den fahrplanmäßigen Zügen noch
eine große Anzahl von Extra= und ſogenannten Vor=Zügen
kommt. Natürlich ſind mit dieſer engen Zugfolge allerlei
Verkehrsſtörungen verknüpft, die ſofortige Abänderungen
des Fahrplans bedingen. Es kommt vor, daß auf ſolchen
verkehrsreichen Strecken, die vier oder auch ſechs
neben=
zeinanderlaufende Schienenſtränge haben, zwei oder drei
Züge halten, die auf das Einfahrtſignal warten. Eine
ein=
zige Verſpätung, die irgendein Zug der Strecke erlitten
hat, wirft den ganzen Fahrplan über den Haufen, und der
Fahrdienſtleiter, der vielleicht innerhalb zehn Minuten
fünf verſchiedene Züge abzufertigen hat, muß
geiſtesgegen=
wärtig und entſchlußſchnell die notwendig gewordenen
Dispoſitionen treffen Es iſt nicht immer leicht, ſich im
Verlauf weniger Sekunden zu entſcheiden, welchem Zug
am zweckmäßigſten zuerſt Einfahrt zu geben und welche
ſonſtigen Aenderungen und Beſchlüſſe angeordnet und
ge=
faßt werden müſſen, um rechtzeitige Anſchlüſſe
herzu=
ſtellen und einen möglichſt ineinandergreifenden, geordneten
Zugverkehr herbeizuführen. Zu gleicher Zeit aber, wo ſo
wichtige und ſchnelle Entſchließungen gefaßt werden
müſſen, ſieht ſich der Fahrdienſtleiter von Reiſenden
um=
drängt, die alle mit mehr oder minder großem
Wort=
ſchwall und mit jener haſtigen, dringlichen und
ungedul=
digen Nervoſität, die das „Reiſefieber” bei vielen erzeugt,
ihm ihre Anliegen vortragen. Der eine will wiſſen, auf
welcher Station er umzuſteigen hat, der zweite erhebt
Be=
ſchwerde über einen Schaffner, der ihm grob begegnet ſei
der dritte klagt, daß ſein Gepäck nicht richtig verladen iſt,
der vierte endlich verlangt, daß ein Vor=Zug eingelegt
werde, da er und ſeine Mitreiſenden ſonſt nicht rechtzeitig
den Anſchluß auf einer anderen Station erreichen.
Iſt es da ein Wunder, wenn ſolch vielgeplagter
Be=
amter, der vielleicht überdies noch private Sorgen hat,
ein=
mal für einen kurzen Moment die klare, ruhige
Ueberleg=
ung verliert und eine unrichtige Taſte des Blockapparats
berührt und ſo einen fälligen Zug auf ein falſches Gleis
leitet, auf dem ſchon ein anderer Zug hält? Die Folge der
momentanen Verwirrung iſt ein Zuſammenſtoß und für
deſſen unfreiwilligen Urheber, ſofern Menſchenleben dabei
zugrunde gehen, je nach den Umſtänden eine kürzere oder
längere Gefängnisſtrafe. (Schon ſeit Jahren haben die
Eiſenbahnaſſitteten petitioniert, an Stelle der geſetzlich
feſtgelegten entehrenden Gefängnisſtrafe in ſolchen Fällen,
wo weder böswilliges Verſchulden noch grobe
Pflichtver=
nachläſſigung vorliegt, Feſtungshaft eintreten zu laſſen.)
Wer möchte einen ſolchen Beamten nicht bedauern, der
ſeiner Ehre und Stellung verluſtig geht und mit ſeiner
Fa=
milie in Not und Elend gerät, weil er den an ihn
heran=
tretenden übermenſchlichen Anforderungen nicht
ge=
wachſen war und für einen kurzen Moment den Kopf
ver=
lor! Es gibt kaum einen zweiten Friedensberuf, in dem
ein augenblickliches Verſagen der geiſtigen Kraft, der
Ent=
ſchlußfähigkeit für den Zugehörigen ſo ſchwere,
verhängnis=
volle Folgen herbeiführen könnte. Nur der
Lokomotiv=
führer iſt in dieſer Hinſicht mit dem Fahrdienſtleiter in
Vergleich zu ſtellen. Dazu kommen die zahlreichen
Be=
triebsgefahren, von denen die im Eiſenbahndienſt
ſtehen=
den Beamten und Arbeiter beſtändig bedroht ſind.
Sehr charakteriſtiſch ſind die Zahlen, die die ſoeben
veröffentlichte neueſte Unfall=Statiſtik der preußiſchen
Eiſenbahnverwaltung ergibt. Danach ſind im
vergange=
nen Jahre im preußiſchen Eiſenbahnbetrieb insgeſamt 2199
Perſonen verunglückt, davon 645 tödlich Auf Reiſende
entfallen nur 66 Todesfälle und 483 Verletzungen. (
Be=
kanntlich ſteht Deutſchland, was die Sicherheit des
reiſen=
den Publikums betrifft, unter allen Kulturländern an
erſter Stelle.) 232 Perſonen (214 tot und 18 ſchwerverletzt)
ließen ſich in ſelbſtmörderiſcher Abſicht überfahren. Der
ganze Reſt, alſo der bei weitem größere Teil: 365
Todes=
fälle und 1003 Verletzungen kommt auf das Perſonal der
Eiſenbahnverwaltung. Durchſchnittlich verliert alſo von
dem im preußiſchen Eiſenbahndienſt ſtehenden Perſonal
täglich ein Bedienſteter im Beruf das Leben, und drei
Beamte bezw. Arbeiter werden verletzt, hauptſächlich wohl
im Rangierdienſt, der auch dem Fahrdienſtleiter unterſteht.
Der Volksausſpruch, welcher ſagt: „Der Eiſenbahnbeamte
ſteht mit einem Fuß im Gefängnis und mit dem anderen
im Grabe” trifft alſo diesmal den Nagel auf den Kopf.
Daß ein erheblicher Prozentſatz von den Opfern des
ge=
fährlichen Eiſenbahndienſtes auf die Aſſiſtentenſchaft und
unter dieſer auf den beſonderen Dienſtzweig des
Fahr=
dienſtleiters, des Mannes mit der roten Mütze, entfällt,
erhellt aus der beſonderen Beſchaffenheit dieſes Dienſtes.
Wer hat nicht ſchon gelegentlich von einem jener Fälle
ge=
leſen, in denen der Fahrdienſtleiter, um einen
unvorſich=
tigen Fahrgaſt zu retten, in heroiſchem Pflichtgefühl ſein
Leben verloren oder aufs Spiel ſetzte! Wir erinnern uns
eines ſolchen Falles, der ſich vor nicht langer Zeit auf der
Halteſtelle Groß=Lichterfelde=Süd ereignete. Eine Frau
wollte noch ſchnell einen eben einlaufenden Zug benutzen;
von der entgegengeſetzten Seite kommend, wollte ſie, die
herabgelaſſene Schranke hebend, über das Gleis. Gerade
in dieſem Moment ſetzte ſich der Zug in Bewegung. Der
Fahrdienſtleiter, ein 65jähriger alter Beamter, der dicht
vor ſeiner Penſionierung ſtand, bemerkte den Vorgang; er
ſprang hinzu, um die zwiſchen den Schienen Stehende
zu=
rückzureißen, ſtrauchelte, fiel zu Boden und wurde im
näch=
ſten Moment zugleich mit der unvorſichtigen Frau von der
heranrollenden Lokomotive zermalmt.
Auch in ſeiner Eigenſchaft als Bahnpolizeibeamter hat
ſchon mancher Fahrdienſtleiter im Zuſammenſtoß mit
renitenten, rohen Fahrgäſten den Tod oder ſchwere
Kör=
perverletzungen erlitten Kurz, der Dienſt eines
Fahr=
dienſtleiters iſt wohl der ſchwierigſte,
verantwortungs=
vollſte und geſundheitsſchädlichſte im ganzen
Eiſenbahn=
betriebe. Deshalb werden auch die jungen Beamten, die
im Vollbeſitz ihrer friſchen Manneskraft ſtehen, zuerſt
die=
ſem Dienſtzweige zugeteilt. Uebrigens befinden ſich die
Aſpiranten und Diätare meiſtens im Alter zwiſchen 35
und 40 Jahren, wenn ſie zur etatsmäßigen Anſtellung als
Aſſiſtent gelangen. Nach längerer Dienſtzeit werden ſie dann
in einen weniger verantwortungsvollen, weniger Körper
und Nerven aufreibenden Dienſtzweig übergeführt, wie
zum Beiſpiel in den inneren Abfertigungsdienſt: den
Güter=, Kaſſen= und Fahrkartendienſt, wenn ſie nicht ſchon
vorher bei geeigneter Befähigung in die Bureaus der
Be=
triebsämter und der Direktionen verſetzt worden ſind.
Freilich auch hier finden ſie ein vollgerütteltes Maß
Ar=
beit vor. Vor dem vielgeplagten Fahrdienſtleiter
ge=
nießen ſie immerhin den großen Vorzug, daß ſie freie
Sonntage haben, d. h. wenn ſie nicht zur Aushilfe beim
Fahrkartenverkauf kommandiert werden, und daß ſie vor
allem den regelmäßigen, ſtärkenden Nachtſchlaf nicht zu
ent=
behren brauchen. Dem Fahrdienſtleiter iſt im ganzen
Jahre, außer in ſeiner Urlaubszeit, kaum vergönnt, ſich
eines Sonntags mit friſchen, voll erholten Kräften der
Familie zu widmen und an einem geſellſchaftlichen oder
künſtleriſchen Vergnügen teilzunehmen. Die tägliche
Dienſtdauer beträgt auf einem größeren Bahnhof in der
Regel acht Stunden, auf einem kleineren zehn bis zwölf
Stunden. An den Sonntagen liegt der Dienſt auf
größe=
ren Stationen ſo daß an einem Sonntag der Dienſt von
6 Uhr morgens bis mittags 2 Uhr und von 10 Uhr abends
bis Montag morgens 6 Uhr dauert, am zweiten
Sonntag wahrt der Dienſt von mittags 2 Uhr bis abends
10 Uhr, und am dritten Sonntag ſchließt der Dienſt, der
am Samstagabend 10 Uhr abends begonnen hat, um 6
Uhr morgens Der Beamte bleibt an dieſem Sonntag von
morgens 6 Uhr an dienſtfrei und beginnt erſt am
Mon=
tag nachmittags 2 Uhr von neuem den Dienſt, deſſen
Tur=
nus ſich alle drei Wochen wiederholt. Natürlich wird der
Beamte, der am Sonntag früh zwiſchen 6 und 7 Uhr
tod=
müde nach Hauſe kommt, zunächſt ſein Ruhebedürfnis, ſo
gut es am Tage in einer in der Regel beſchränkten
Wohn=
ung möglich iſt, zu befriedigen verſuchen. Wenn er dann,
noch abgeſpannt von dem meiſt kaum ungeſtörten und
wenig erfriſchenden Tagesſchlaf, nachmittags ſein Bett
verläßt, wird er ſich, beſonders in der arbeitsvollen
Sommerzeit, zu einem Ausflug mit ſeiner Familie kaum
aufgelegt fühlen und auch ſonſt wenig Neigung
empfin=
den zur Teilnahme an einer eine heitere genußfrohe
Seelenſtimmung vorausſetzenden geſellſchaftlichen oder
künſtleriſchen Veranſtaltung. Wie ſehr aber der Körper,
die Nerven und die Lebensfriſche und Freudigkeit dieſes
Märtyrers des Dienſtes durch den häufigen Nachtdienſt
mitgenommen werden, kann man ſich einigermaßen
vor=
ſtellen, wenn man erwägt, daß der Fahrdienſtleiter
un=
gefähr die Hälfte ſeines geſamten Dienſtes in der Nacht
abzuleiſten hat und daß ihm dieſer Dienſt nur einfach wie
Tagesdienſt angerechnet wird und daß er auch im übrigen
nicht die geringſte Extravergütung dafür erhält, während
doch ſonſt überall Nachtarbeit höher bewertet wird als
Tagesarbeit. Auf kleineren Bahnhöfen, wo der Verkehr
kein ſo ſtarker und der Dienſt deshalb kein ſo anſtrengender
iſt, haben zwei Beamte in wöchentlichem Wechſel in ſieben
aufeinanderfolgenden Nächten von je zwölf Stunden Dauer
den Dienſt zu verſehen.
Aus dem Mitgeteilten wird der Reiſende bereits
er=
kannt haben ein wie geplagter Beamter ſolch ein
Fahr=
dienſtleiter iſt, und er wird gewiß die Lehre daraus ziehen,
daß er ſeinerſeits Zeit und Aufmerkſamkeit des Mannes
mit der roten Mütze nicht übermäßig in Anſpruch nehmen
darf, und daß er es nicht gleich als Unhöflichkeit und
Bureaukratismus auslegen ſollte wenn ſolch ein
vielbe=
ſchäftigter, überangeſtrengter und mit ſchwerer
Verant=
wortung beladener Beamter einmal etwas kurz
ange=
bunden iſt.
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