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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Aßrrinz Heinrich hat am Montag abend ſeine Reiſe
mach Japan angetreten.
der franzöſiſche Flieger Audemars, der am Sonntag
früh in Paris zu ſeinem Fluge nach Berlin
aufgeſtiegen iſt und zweimal eine Zwiſchenlandung
vor=
genommen hatte, landete am Montag abend um 6.50
Uhr auf dem Startplatz zu Johannisthal. Er hat
zu ſeiner Fahrt rund 36 Stunden gebraucht.
*
Bei einem Straßenbahnunfall in der Nähe von
=Neapel wurden 4 Perſonen getötet und 29 verletzt.
2
der britiſche Geſchäftsträger in
Waſhing=
ton erhob beim Präſidenten Taft Einwendungen gegen
jeden Schritt im Panama=Kanal=Konflikt, der
durch das Temperament des amerikaniſchen
Volks=
ſcharakters unwiderruflich werden könnte.
Schutz der Arbeitswilligen.
— Auf dem kürzlich in Würzburg abgehaltenen
deut=
lchen Handwerks= und Gewerbekammertag befaßte man ſich
Abess längeren mit der Frage der Einführung eines beſon=
Udaren Arbeitswilligen=Schutzgeſetzes und
prach in einer Reſolution einen dahingehenden Wunſch
ns. Man hat damit ein Gebiet berührt, das als ein recht
litzliches zu betrachten iſt und über das der Streit der
heinungen noch lange hin= und hergehen dürfte. Der
ſſeuttige ſchwere wirtſchaftliche Kampf zeigt oft bedauerliche
AErſcheinungen und ſo iſt es ja begreiflich, wenn die in
Frage kommenden Arbeitgeber dafür eintreten, daß in
Zeiten von Lohnbewegungen diejenigen nach allen Seiten
him geſchützt werden müſſen, die ihre Arbeit weiter
ver=
eichten. Man weiß, daß gerade auf dieſem Gebiete die
Geſetzgebung etwas unklar iſt, wie beiſpielsweiſe in Sachen
des Boykotts die verſchiedenartigſten Anſchauungen
vor=
handen ſind. Man folgert hieraus verſchiedentlich, daß
die beſtehenden Beſtimmungen nicht genügten und fordert
Adaher ein Arbeitswilligen=Schutzgeſetz.
Ob der Weg eines ſolchen Geſetzes der richtige wäre,
iſt eine offene Frage. Gewiß müſſen unklare
Geſetzesvor=
ſchriften erforderlichen Falles geändert werden, ein
Son=
enrgeſetz aber, nämlich ein ſolches, das ad hoe gemacht
vird, iſt leicht geeignet, die Gemüter zu verbittern. In
Aſegierungskreiſen beſteht denn auch wenig Neigung, ein
liolches Geſetz auszuarbeiten und im Reichstage erklärte
lirz Winter der Staatsſekretär des Innern, Dr. Delbrück,
daß die beſtehenden Beſtimmungen genügten und daß es
nißlich wäre, mit einer neuen Vorlage zu kommen, die
vahrſcheinlich keinen der beiden Teile, Arbeitgeber
pre Arbeitnehmer, befriedigen würde. Es ſei daher
beſſer, an den beſtehenden Beſtimmungen feſtzuhalten und
nicht zu verſuchen, eine geſetzliche Löſung herbeizuführen,
Aderen Ende niemand abſehen könne. Nun hieß es dieſer
Tage, daß die ſächſiſche Regierung im Bundesrate den
Arttrag auf Einführung eines Arbeitswilligen=Schutz=
Ageſetzes geſtellt habe. Dies wird indeſſen ofſiziös auf das
ertſchiedenſte beſtritten. Sachſen denke gar nicht daran,
Neirten derartigen Antrag im Bundesrate einzubringen,
Inachdem man ſich bereits früher dagegen ausgeſprochen
Uhatte. Ebenſo wenig iſt anzunehmen, daß eine derartige
AAnregung im Reichstage bei deſſen augenblicklicher
Zu=
ſammenſetzung irgendwie Anklang finden würde; hat doch
eine dahin abzielende konſervative Reſolution im
Reichs=
ſtage nur 63 Stimmen auf ſich vereinigen können.
Bei dieſer Sachlage iſt an ein Arbeitswilligen=
Schutz=
geſetz nicht zu denken. Dagegen iſt es ſehr wohl möglich,
daß die jetzt geltenden Beſtimmungen des Strafgeſetzes,
ſoweit es erforderlich erſcheint, größere Klarheit erhalten,
Aeventuell auch, wenn ſie gar zu milde ſind, eine
Verſchärf=
ung erhalten.
Deutſchland und Marokko.
C Man ſchreibt uns: Bei einem Diner, das die
deutſche Kokonie in Vancouver gegeben hatte, ſoll Dr.
Paaſche nach einem Bericht des Echo de Paris, der durch
alle Blätter gegangen iſt, ſich wieder einmal über Marokko
geäußert und den Standpunkt vertreten haben, Deutſch=
land könne für ſich das Recht in Anſpruch nehmen, ſich
eines großen Landes zu bemächtigen, das ſchlecht regiert
iſt, wie beiſpielsweiſe Marokko. Dabei ſollte doch einem
Manne, der für ſich den Ruf eines Politikers in Anſpruch
nimmt, bekannt ſein, daß für uns eine Okkupation
Marok=
kos nur möglich geweſen wäre nach einem Kriege gegen
zwei, vielleicht ſogar noch mehr Fronten, da ſicher zum
wenigſten England und Frankreich gegen uns
zuſammen=
geſtanden hätten. Bekanntlich haben einzelne Politiker
auch den Standpunkt vertreten, daß der Preis eines
der=
artigen gefährlichen Doppelkrieges nicht zu hoch für
Ma=
rokko geweſen ſei. Man kann dieſe Anſicht beſtreiten,
wird ihren Vertretern aber zum wenigſten den Ruhm
laſſen müſſen, folgerichtig geweſen zu ſein. Als die
Ma=
rokkofrage jedoch unter dem Fürſten Bülow im Jahre
1905 einen bedrohlichen Charakter annahm und wir
tat=
ſächlich unmittelbar vor einem Kriege mit Frankreich
ge=
ſtanden haben, hat der Reichstag und gerade auch die
Herren um Paaſche herum der Regierung in dieſen ernſten
Stunden nicht die nötige Unterſtützung angedeihen laſſen.
Vielmehr iſt die damalige energiſche deutſche Politik, die
mit mancherlei inneren Reibungen zu kämpfen hatte, vom
Reichstage, dem die ſchärfſten Worte nicht ſtark genug
waren, um das Verbrechen zu brandmarken, wegen
Ma=
rokko einen Krieg heraufzubeſchwören, desavouiert
wor=
den. Kein Wunder, daß unſere Regierung, nachdem ſie
für ihre ſpäter als richtig anerkannte Politik damals
nicht einmal im deutſchen Reichstage Verſtändnis
gefun=
den hatte, dann andere Bahnen eingeſchlagen hat. Es iſt
wirklich mehr als billig von Herrn Parſche, nachdem er
damals dieſe ſchwächliche Haltung des Reichstages
mit=
gemacht hatte, heute derartige volltönende Worte zu
ſprechen.
Zur Wiederherſtellung des Kriegszuſtandes
in Kronſtadt.
*⁎* Die Tatſache, daß in Kronſtadt der Kriegszuſtand
wieder eingeführt wurde, läßt in Verbindung mit den
Aufſehen erregenden Meldungen über angeblich geplante
Anſchläge von Angehörigen der ruſſiſchen Kriegsmarine
gegen den Zaren die Vermutung gerechtfertigt erſcheinen,
daß es in der Flotte des Zarenreichs nicht ſo ausſieht,
wie es eigentlich ſollte.
Man wird ſich erinnern, daß um die Mitte des
letz=
ten Jahrzehnts Meutereien der Matroſen der ruſſiſchen
Kriegsflotte die allgemeine Aufmerkſamkeit auf ſich
lenk=
ten, und zwar ereigneten ſich dieſe Meutereien in allen
drei Geſchwadern — im Baltiſchen und im Schwarzen
Meer, ſowie im Stillen Ozean vor Wladiwoſtok. Ein
be=
ſonders kraſſer Fall war derjenige im Juni 1905 auf dem
Panzerſchiff „Knjäs Potemkin” der Schwarzmeerflotte,
wobei die meiſten Offiziere getötet, Odeſſa bombardiert
und verſchiedene Schiffe vernichtet wurden. Etwa zu
gleicher Zeit ereigneten ſich auch im Kriegshafen Libau
ſolche Meutereien. Im Herbſt desſelben Jahres folgte
eine Matroſenrevolte in Kronſtadt, ebenſo in Sewaſtopol
und in Wladiwoſtol, wo die Toten und Verwundeten zu
Hunderten zählten. Auch im Januar 1906 war
Wladiwo=
ſtok der Schauplatz einer ſolchen Revolte, und im Auguſt
des gleichen Jahres kam es unter den Matroſen im
Kriegs=
hafen Kronſtadt zu einer ſchweren Meuterei, die zu
um=
faſſenden Maßnahmen der Regierung führte, da ſich
ge=
zeigt hatte, daß die überwiegende Zahl der Beſatzung
auf den Kriegsſchiffen revolutionären Tendenzen
hul=
digte. Seitdem iſt über gleiche Vorgänge weniger in die
Oeffentlichkeit gedrungen, aber die hin und wieder bis
in die neueſte Zeit gemeldete Verurteilung von
Matro=
ſen der ruſſiſchen Kriegsmarine widerlegt die Annahme,
daß ſich die Verhältniſſe völlig zum Beſſern gewendet
haben könnten. Infolge der Erfüllung berechtigter
Wünſche tritt wohl heute die Unzufriedenheit mit der
materiellen Lage und dem Dienſte weniger häufig zutage,
aber der revolutionäre Geiſt in der Mannſchaft ſcheint
auch heute noch nicht ausgerottet worden zu ſein.
Das muß die ruſſiſche Regierung mit ernſter Sorge
erfüllen, namentlich in einer Zeit, wo ſie mit einer
be=
trächtlichen Verſtärkung der Flotte beſchäftigt iſt. Gerade
in der Marine ſind Manneszucht und ein von
Patriotis=
mus durchwehter Geiſt der Beſatzung ein unbedingtes
Erfordernis für die Leiſtungsfähigkeit. Wo dieſe
Eigen=
ſchaften fehlen, wo die Diſziplin nur durch Proklamierung
des Kriegszuſtandes aufrechterhalten werden kann, da
ſteht es ſchlimm um die Wehrmacht zur See, denn es iſt
keine feſte Gewähr vorhanden, daß das Vaterland im
Augenblick der Gefahr auf ſeine Marine zählen kann.
Daß wir Deutſche dies unter allen Umſtänden dürfen,
daß unſere Marinemannſchaften ein hervorragendes
Bei=
ſpiel von Diſziplin und Pflichttreue geben, erfüllt uns
mit Genugtuung und Stolz.
Deutſches Reich.
— Deckung der neuen Wehrvorlagen.
Wie man Berliner Blättern ſchreibt, wird der nächſte
Reichsetat eine erſte Rate der ſich auf rund 250 Millionen
Mark belaufenden Ueberſchüſſe des Jahres 1911 zur
Deckung der neuen Wehrvorlagen verwenden. Es wird
zu dieſem Zweck ein entſprechender Betrag in der
Ein=
nahme des Etats erſcheinen. Seine Höhe dürfte zurzeit
noch nicht feſtſtehen, jedoch iſt ſie mit dem Betrage der
einmaligen Ausgaben der Heeres= und Marinevorlage
für das Jahr 1913 von 74 Millionen Mark begrenzt. Nach
den Beſtimmungen des Etatsgeſetzes für 1912 ſind die
Ueberſchüſſe von 1911 und 1912 nach näherer Beſtimmung
der Etats der nächſten Jahre zu vier verſchiedenen Zwecken
zu verwenden, darunter zur Deckung der durch die Geſetze
zur Abänderung des Reichsmilitärgeſetzes und zur
Er=
gänzung des Geſetzes über die Friedenspräſenzſtärke des
deutſchen Heeres vom Jahre 1911, ſowie durch die Novelle
zum Flottengeſetz vom Jahre 1906 entſtehenden einmaligen
Ausgaben. Dieſe einmaligen Ausgaben ſtellen ſich im
nächſten Jahr für das Heer auf 52, für die Marine auf 22
Millionen Mark, zuſammen auf 74 Millionen. Der
Hee=
res= und Marineetat wird mithin im nächſten Jahre eine
ſehr bedeutende Erhöhung erfahren. Denn zu den
frühe=
ren fortlaufenden Ausgaben treten zunächſt die
Mehraus=
gaben, welche für das Heer nach dem Friedenspräſenzgeſetz
von 1911 und für die Flotte nach dem Flottengeſetz von
1906 im ordentlichen Etat ſchon zu gewärtigen waren.
Sie belaufen ſich für das Heer auf 18.8, für die Flotte
auf 29,7 Millionen Mark. Dazu treten weiterhin an
fort=
dauernden Mehrausgaben aus Anlaß der Wehrvorlagen
für das Heer 49 Millionen, die Marine 7 Millionen.
Rechnet man zu dieſen letzten Summen, die in den
Wehr=
vorlagen ihren Urſprung haben, die obenerwähnten
ein=
maligen Ausgaben von 74 Millionen hinzu, ſo ergibt ſich
eine Mehrbelaſtung des Heeres= und Marineetats aus
Anlaß der Wehrvorlagen im nächſten Jahr von 130
Milli=
onen. In den folgenden Jahren gehen die einmaligen
Ausgaben für die Armee dann allerdings ſehr erheblich
zurück, da in den Jahren 1914 bis 1917 nur noch 26
Milli=
onen aufzubringen ſind.
— Beſſerung der Reichseinnahmen. Die
Reichseinnahmen haben im Juli d. Js. ein etwas beſſeres
Ergebnis als in den vorhergehenden Monaten gezeitigt.
Die Geſamteinnahme ſeit Beginn des laufenden
Etats=
jahres ſtellt ſich auf 541,39 Millionen Mark. Nach dem
Voranſchlage würde auf vier Monate des Etatsjahres
ein Betrag von 539 Millionen Mark entfallen.
— Viſierung von Päſſen in Rußland.
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung meldet: Die ruſſiſche
Regierung wies neuerdings ihre diplomatiſchen und
kon=
ſulariſchen Vertretungen an, die von den fremden
Kon=
ſularbehörden in Rußland ausgefertigten Päſſe in
Zu=
kunft nicht mehr zu viſieren. Dieſe Anordnung macht es
für Perſonen, die auf Grund deutſcher Konſulatspäſſe
von Rußland in ein anderes Land gereiſt ſind,
erforder=
lich, ſich für die Rückkehr nach Rußland, je nachdem ſie
von Deutſchland oder von einem dritten Lande
angetre=
ten wird, durch die zuſtändige Behörde in Deutſchland
oder das zuſtändige deutſche Konſulat ſich einen anderen Paß
zu beſchaffen und ihn durch die zuſtändige ruſſiſche
Kon=
ſularbehörde viſieren zu laſſen.
Caſſel=Stiftung. Wie bekannt, hat Sir
Erneſt Caſſel vier Millionen Mark für eine Stiftung
ge=
ſpendet, die zur Unterſtützung der in Deutſchland lebenden
bedürftigen Engländer und der in England lebenden
not=
leidenden Deutſchen dienen ſoll. Wie das Berliner
Tage=
blatt mitteilt, werden ſich nun Ende September die
deut=
ſchen Verwaltungsmitglieder zu einer Beſprechung über
die weitere Führung und Ausgeſtaltung der Stiftung nach
London begeben. An der Reiſe werden teilnehmen:
Staatsminiſter a. D. Graf Poſadowsky, Generaldirektor
Ballin, Oberpräſident a. D. v. Loebell. Miniſterialdirektor
Lewald, Geh. Kommerzienrat Eduard Arnhold und
Bankier Max M. Warburg. Die Stiftung hat ihre Wirk=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 190,
ſamkeit übrigens bereits begonnen. In Deutſchland
kön=
nen jährlich 70000 Mark zu Unterſtützungszwecken
ver=
wendet werden.
— Die Nachfolge des Kardinals Fiſcher.
Der vatikaniſche Korreſpondent des Corriere della Sera
will wiſſen, daß der päpſtliche Stuhl der Kandidatur des
gegenwärtigen Weihbiſchofs Müller für die Nachfolge des
Kardinals Fiſcher nicht günſtig ſei, weil dieſer in dem
Rufe ſtehe, dieſelben reformiſtiſchen Anſchauungen zu
ver=
treten. In vatikaniſchen Kreiſen werde die Ernennung
des Monſignore Heiner als wahrſcheinlich angeſehen, der
ſeit einigen Jahren das Amt eines Uditore di Rota für
die katholiſchen Länder deutſcher Zunge bekleide. Von
ſeinem langen Aufenthalt in Rom dürfe man erwarten,
daß er in den Geiſt der päpſtlichen Anſchauungen
einge=
drungen ſei und daher imſtande ſein werde, vermittelnd
in jene Fragen, die jetzt in Deutſchland auf der
Tages=
ordnung ſeien, einzuwirken.
— Rom und die Gewerkſchafksfrage.
In Ergänzung der römiſchen Meldung der Kölniſchen
Volkszeitung, wonach von autoritativer Seite die
Nach=
richt einer Kölner Korreſpondenz über ein bevorſtehendes
päpftliches Rundſchreiben in der Gewerkſchaftsfrage als
vollſtändig erfunden bezeichnet wird, wird mitgeteilt, daß
auch in Gewerkſchaftskreiſen über die künftige Geſtaltung
der Dinge eine optimiſtiſche Auffaſſung herrſcht. Die
Fuldaer Biſchofskonferenz, die durch das Ableben des
Kardinals Fiſcher abgeſagt wurde, würde bereits
Klar=
heit gebracht haben. Von der neuen wahrſcheinlich noch
vor dem auf den 10. Oktober einberufenen
Gewerkſchafts=
kongreß ſtattfindenden Biſchofskonferenz ſind entſprechende
Erklärungen zu erwarten.
Zu der Eingabe des bayeriſchen
Epi=
ſkopats an den Bundesrat um Aufhebung des
Jeſu=
itengeſetzes wird von zuverläſſiger Seite berichtet: Die
Eingabe des bayeriſchen Epiſkopats iſt das Vorſpiel zu
der im Herbſte zu erwartenden Aktion der bayeriſchen
Regierung. Es ſteht feſt, daß der Münchener Erzbiſchof
Dr. Bettinger mit der bayeriſchen Regierung in
vertran=
liche Fühlung getreten iſt, bevor ſich der bayeriſche
Epi=
ſkopat entſchloß, an den Bundesrat heranzutreten.
Nun=
tius Dr. Frühwirt hat an den Verhandlungen Anteil
ge=
nommen. Der Schritt des bayeriſchen Epiſkopats dürfte
wohl bald durch einen ähnlichen Schritt der preußiſchen
Biſchöfe unterſtützt werden. In der Eingabe der
bayeri=
ſchen Biſchöfe wird beſonders hervorgehoben, daß die
Jeſuiten ſich ſtets als treue Stütze von Thron und Altar
erwieſen hätten und gerade im gegenwärtigen Augenblick,
angeſichts der rapiden Ausdehnung der revolutionären
Bewegung, im Intereſſe der Staatsautorität viel Gutes
ſtiften könnten. Ferner wird darauf hingewieſen, daß der
ſtarken Ueberlaſtung der katholiſchen Geiſtlichkeit in vielen
Teilen des Reiches durch die Zulaſſung der Jeſuiten
wirkſam begegnet werden könne.
Ausland.
Spanien.
Der franzöſiſch=ſpaniſche Vertrag.
Ein Leitartikel des halbamtlichen Diario Univerſal
ge=
hört zu der Reihe der vom Miniſterpräſidenten Canalejas
eingegebenen Aufſätze und behandelt den franzöſiſch=
ſpani=
ſchen Vertrag. Er ſchildert in großen Zügen den
Ver=
lauf der Unterhandlungen, auf welche die Abmachungen
des deutſch=franzöſiſchen Abkommens von Einfluß
ge=
weſen ſeien. Er gibt zu, daß die allgemeinen Linien des
demnächſtigen Vertrages bekannt ſeien, und hebt
wieder=
holt hervor, daß Spanien weder alles erhalte, was es
beanſprucht habe, noch was ihm zukomme obwohl es mit
Zähigkeit ſeine Intereſſen verteidigt habe. Es habe aber
ſeine bisherige internationale Politik nicht ändern wollen,
die ſich nicht nur auf afrikaniſche Frogen erſtrecke. Dieſe
Bemerkung des Artikels bezieht ſich auf England. In
gewiſſen Augenblicken ſei ein Bruch zwiſchen Frankreich
und Spanien als bevorſtehend erſchienen, was durch den
Takt der leitenden Männer auf beiden Seiten und das
rückhaltloſe Eintreten des Königs, ſowie das Maßhalten
der ſpaniſchen Preſſe und des Parlaments vermieden
worden ſei. Marokko ſei für Spanien eine Grenzfrage,
aber kein Kolonialproblem. Ueber die Verhandlungen
werde zur gegebenen Zeit ein Rotbuch veröffentlicht. In
der Frage wegen Tanger ſei noch manches zu ebnen.
Belgien.
Militär=Luftſchiffahrt. Der
Kriegsmiii=
ſter beabſichtigt, die Militär=Flugſchiffahrt bedeutend
aus=
zudehnen. Im nächſten Budget ſoll eine halbe Million
Francs zur Anſchaffung von Flugzeugen ausgeworfen
werden.
Rußland.
Revolutionäre Bewegungin Kronſtadt
Wegen der revolutionären Bewegung der Truppen in
Kronſtadt ſind ſcharfe Maßnahmen getroffen worden. Die
Beurlaubungen wurden ſtark eingeſchränkt. Die
Mann=
ſchaften müſſen nachts in der Kaſerne verbleiben. Der
Be=
ſuch von Wirtſchaften iſt verboten.
Türkei.
Die Miniſterkriſis. Der ehemalige
Kriegsmini=
ſter Salih Paſcha iſt zum Miniſter der öffentlichen Arbeiten
ernannt worden. Der Plan, Reſchid Bey zum Miniſter des
Innern zu ernennen, iſt aufgegeben worden. Nunmehr gilt
die Ernennung des ehemaligen Walis von Janina, des
Albaneſen Ali Riza Bey als ſicher. Es beſtätigt ſich, daß
der Miniſter des Innern, Damad Scherif, infolge von
Meinungsverſchiedenheiten im Kabinett wegen
Ver=
ſetzung einiger jungtürkiſcher Walis demiſſioniert hat
Der Juſtizminiſter Huſſein Hilmi erklärte ſich gegen die
Verſetzung. Die Mitglieder der Entente Liberale machen
Hilmi den Vorwurf, daß er ſich in außerhalb ſeines
Reſ=
ſorts liegende Angelegenheiten einmiſche. Das Blatt
Alendar ſagt, die öffentliche Meinung ſei gegen Hilmi
erregt, weil er die Jungtürken über alle Beſchlüſſe des
Miniſterrats informiere und durch Vermittlung Dſchavid
Paſchas Aufträge des Komitees entgegennähme.
Vereinigte Staaten.
Taft und die Panamakanalbill.
Präſi=
dent Taft hat eine ſpezielle Botſchaft an den Kongreß
ge=
ſandt, worin er dringend ein Amendement zur Kanalbill
empfiehlt, nämlich die Annahme einer gleichzeitigen
Re=
ſolution, die es den fremden Nationen ermöglicht, die
Rechtsgültigkeit der Beſtimmung der Gebührenfreiheit
anzuerkennen. Der Präſident gibt ſeinem Wunſche
Aus=
druck, die Bill zu unterzeichnen, erklärt aber, es ſei von
großer Wichtigkeit, daß der gute Glaube der Vereinigten
Staaten von den fremden Regierungen anerkannt werde.
Die Prüfung der Rechtsgültigkeit der Beſtimmung über
die Gebührenfreiheit werde durch einen Appell an die
amerikaniſchen Gerichte ſtattfinden. Der Präſident hatte
deshalb eine mehrſtündige Beratung mit dem Kabinett.
Die Botſchaft des Präſidenten wurde am Montag im
Kongreß verleſen und kommt vor die Kommiſſionen der
beiden Häuſer, die ſich bemühen werden, eine
Entſchei=
dung im Sinne Tafts herbeizuführen. Die Reſolution,
die der Präſident vorſchlägt, beginnt mit der Erklärung,
saß nichts in der Kanalbill ſo aufgefaßt werden dürfe,
als ob ſie eine Beſtimmung des Hay=Pauncefote=
Vertra=
ges aufhebe oder die juriſtiſche Auslegung des Vertrages
berühre oder Rechte und Privilegien beeinträchtige, die
fremde Nationen durch Verträge mit den Vereinigten
Staaten in Bezug auf die Gebühren oder andere Abga=
ben für die Durchfahrt durch den Panamakanak erworben
hätten oder erwerben würden.
Der britiſche Geſchäftsträger in Waſhington erhoh
beim Präſidenten Taft formell lebhafte Einwendungem
gegen jeden Schritt im Panamakanal=Konflikt, der durch
das Temperament des amerikaniſchen Volkscharakters
leicht unwiderruflich werden könnte.
Schiffsbau. Eine gemeinſame Künferenz von
Ausſchüſſen des Senats und des Repräſentantenhauſes
hat ſich auf den Bau eines Schlachtſchiffes vom
Dread=
nought=Typ zum Preis von fünfzehn Millionen Dollars
geeinigt. Die Republikaner hatten zwei Schiffe geforderte
Marokko.
Der neue Sultan. In Mogador, wo man dem
neuen Sultan mit großem Mißtrauen begegnet, hat die
Ankündigung der Entſendung eines franzöſiſchen Kriegss
ſchiffes etwas beruhigend gewirkt. Die ſpaniſche Regie
rung hat ſich entſchloſſen, in ihrer Zone für die
Anerken=
nung Muley Juſſufs einzutreten. Scine Proklamation
konnte bisher nicht erfolgen im ganzen Süden und in de
Gegend von Marrakeſch. Erſt nach Ankunft franzöſiſchen
Verſtärkungen wird es möglich ſein, in das ſüdlichee
biet vorzudringen.
China.
Ein Proteſt der Nationalverſammlung
Das Reuterſche Bureau meldet aus Peking: Nach einen
ſtürmiſchen Sitzung beſchloß die Nationalverſammlung
mit 52 gegen 11 Stimmen, an Yuanſchikai eine Petition
zu richten, er ſolle nähere Aufklärung geben, warum zwell
Offiziere unter der Beſchuldigung, ſie hätten zu einen
neuen Revolution aufzureizen verſucht, verhaftet und ohnel
Urteil erſchoſſen worden ſeien. Die Petition verlangt in
drei Tagen Antwort. Wenn die Antwort unbefriedigend
ausfällt, will die Nationalverſammlung Yuanſchikai auf
fordern, perſönlich Erklärungen abzugeben. Wenn die
Antwort auch dann unbefriedigend iſt, will das Haus
Yuanſchikai oder der geſamten Regierung ein Tadels
votum ausſprechen. Die Hinrichtung der Offiziere rief
in der ganzen Provinz Hupe große Erregung hervor.
* Für die Kaiſertage in Merſeburg
folgendes Programm vorgeſehen worden: Am Montag,
den 26. Auguſt, nachmittags 2¼ Uhr, trifft der Kaiſer in
Merſeburg ein und nimmt ſofort die Meldung der
kon=
mandierenden Generale entgegen. Das 153. Regimem
ſtellt die Ehrenkompagnie am Bahnhof. Der Kaiſer reitet
bis zum Schloß. Die Kronprinzeſſin folgt im Wagen,
eskortiert vom 3. Thür. Huſaren=Regiment Nr. 12. Am
Gotthardtor findet die Begrüßung durch die ſtädtiſchen
Behörden ſtatt. Auf dem ganzen Wege bilden Vereine
und Schulen Spalier. Am Abend iſt im Schloſſe große
Tafel. Am Dienstag Vormittag werden die Fahnen vom
Schloſſe abgeholt und der Kaiſer begibt ſich um 10 Uhr
im Automobil ins Paradefeld Am Abend iſt Paradetafel
und dann großer Zapfenſtreich. Am Mittwoch 10.25 Uhn
fährt der Kaiſer von Merſeburg wieder ab.
* Keine Englandreiſe des Kronprinzens
paares. Der Kammerherr des Kronprinzen depeſchierte
von Danzig aus dem Berliner Korreſpondenten der
Eve=
ning News, daß dort von einer Reiſe des
Kronprinzen=
paares nach England nichts bekannt ſei
* Abreiſe des Prinzen Heinrich. Prinz
Heinrich von Preußen trat am Montag abend 8.50 Uhr
von Kiel aus die Reiſe nach Japan an. In der Beglei= befinden ſich Hofmarſchall Freiherr v. Seckendorff,
der perſönliche Adjutant Kapitänleutnant Tyßka und der
Leibarzt Marineſtabsarzt Dr. Bilfinger. Vom Kaiſer
ſind dem Prinzen beigegeben: Der Kommandant von
Ber=
lin, Generalleutnant von Böhm, und Korvettenkapitän
Köhler vom Admiralſtab der Marine
* Ein unbeantwortetes Begrüßungs
telegramm. In einem Berichte über den neunte
Verbandstag des Landesverbandes der Saalinhaber in
Königreiche Sachſen iſt mitgeteilt worden, daß an den
König telegraphiſch vom Verbandstage ein ehrerbietigen
Gruß geſandt worden ſei, „worauf alsbald der Dank des
Norwegen durchs Ohr.
Von Willy Paſtor.
(Aus der deutſchen Exportzeitſchrift Das Echo, Berlin.)
Nach einer alten Behauptung verſtehen die Deutſchen
ſich ſchlecht aufs Sehen. Sie hören, ſo heißt es, auch noch
durch die Augen. Wenn das zutreffen ſollte für den
Deutſchen daheim, ſo iſt es ganz gewiß falſch für den
Deutſchen auf Reiſen. Die Schönheiten fremder Länder
ſind wir gewohnt, faſt nur durchs Auge zu genießen. Und
ſeit der Kodak und gar die Anſichtskarte dafür ſorgen, daß
uns in der Erinnerung ſchließlich nur ſichtbare
Vorſtel=
lungen noch von der Reiſe übrig bleiben, droht die
Fähig=
keit eines auch akuſtiſchen Genuſſes vollends zu
verküm=
mern. Ein Blindgewordener von muſikaliſcher
Empfind=
ung ſollte ſich einmal durch die Länder leiten laſſen, die
wir nach häufigen Beſuchen gut zu kennen meinen, und
ſollte dann von ſeinen Erlebniſſen erzählen. Wir
wür=
den ſtaunen, wieviel des Schönen uns überall entging.
In keinem Lande unſeres Heimatſternes aber
verlie=
ren wir auf dieſe Art ſo viel, als in dem das Lied der
kreiſenden Waſſer am mächtigſten tönt: im ſkandinaviſchen
Norden.
Wie es ausſieht im Lande der tauſend Berge weiß
bei uns jedes Kind. Wie wenige aber haben den Norden
auch durch das Ohr kennen gelernt! Ja, wer von den
zahlloſen Touriſten vermag das überhaupt, bei der heute
üblichen Art zu reiſen! Von der Eiſenbahn erſt, und dann
vom Dampfer aus nehmen ſie die Landſchaft in ſich auf.
Sie fahren an Waſſerfällen vorüber und rauſchenden
Wäldern. Aber das Knattern der Räder und das
Ma=
ſchinenſtampfen macht ſie taub für die Stimmen, die ihnen
doch ſo viel zu ſagen hätten. Man meint ſchon gründlich
zu reiſen, wenn man danach das Kariol beſteigt und ſich
landeinwärts traben läßt. Doch da iſt es das monotone
Hufgetrappel, das unempfindlich macht für alle feineren
Klangaufnahmen. Es hilft nichts: man muß zurück auf
die urtümlichſten Formen des Wanderns, muß zu Fuß
oder im Handboot über die Land= und Waſſerwege, wenn
man dieſes Land, das wie in ein ewiges Rauſchen
ein=
gebettet daliegt, auch durchs Ohr genießen will.
In einem ſtillen Seitenfjord liege ich mit geſchloſſenen
Augen im Auderbogt, Von lernder drinat ein leiſes
Rauſchen. Es wird ein Waſſerfall ſein, ſagt ſich der
rei=
ſende Kulturmenſch, und er iſt zufrieden mit ſolcher
ſum=
mariſchen Erkenntnis. Wer indeſſen hier erſt heimiſch
wurde, unterſcheidet klar in dem Geräuſch zwei Stimmen:
ie ſchärfere Klangfarbe des Sturzbaches, den der
Glet=
ſcher dort entſendet, ſteht hoch über dem dumpfen
Rau=
ſchen des breiteren Gewäſſers, das vom Hochmoor drüben
kommt. Das ſind nicht etwa Gehörsfeinheiten, die nur
für das trainierte Ohr des Muſikers da wären. Der
Führer jedes kleinen Fjord= und Schärenſeglers kennt
auch zur Nachtzeit die Stimmen der einzelnen Waſſerfälle
heraus, an denen ſeine Tour jahraus jahrein ihn
vor=
überführt. Und in der Beſtimmtheit ihrer Klangfarbe
ſind die Gewäſſer für ſein Ohr nicht weniger perſönlich,
als die Felſen in ihrer individuellen Form für ſein Auge.
Das alles aber iſt nur ein Anfang für den, der
wirk=
lich Ohren hat zu hören. Richard Wagner liebt es, das
Spiel mit einem Akkord zu beginnen, den er lange
un=
verändert aushält (im „Rheingold” das ganze Vorſpiel
hindurch), um erſt dann, wenn das Ohr durchaus auf
die=
ſen einen Klang geſtimmt iſt, aus ihm heraus den ganzen
Reichtum ſeiner ewig ſich wandelnden Harmonik zu
ent=
wickeln. Solchen ſtarren Einleitungsakkorden gleicht,
was wir vom Fjord aus von den einzelnen Waſſerfällen
hören. Gehen wir danach an Land, bergauf, dem
ſtrö=
menden Waſſer entgegen, das iſt, als ob eine wundervoll
modulierte unendliche Melodie Geſtalt annähme. Ueber
einen Felsblock rauſcht es als Orgelpunkt, rieſelt in
fei=
neren Stimmen über kleineres Geſtein, und in entlegenen
Grotten abſeits gar tropft es Melodien, ſo klar geprägt.
ſo muſikaliſch ſchmackhaft, daß man ſie — der Verſuch
wurde gemacht! — nur niederzuſchreiben braucht, um alle
Welt zu entzücken!
Und auch da iſt anzumerken, daß ſolche Genüſſe nicht
vorbehalten blieben den Muſikern der Gegenwart. Es
genügt, ſich zu erinnern, was das nordiſche Märchen vom
Nöck oder Strömkarl weiß, der auf ſeiner Waſſerharfe
kleine, ſich immer wiederholende Tonfolgen zur Melodie
ausſpinnt, und wie die Kompoſitionstechnik des Nöck, die
Stimmung ſeiner Tonkunſt ſich fortſetzt in der nordiſchen
Volksmuſik bis herauf zu Edvard Grieg. Norwegen
durchs Ohr iſt keine Erfindung von heute: durch viele
Jahrhunderte hat es ſchon gelebt, und wir draußen
müſ=
ſen es nur wieder au entdecken Lechen.,
Den Stimmen der Waſſer gleichwertig ſind die
Stim=
men der Winde. Das könnten wir ja auch aus
Deutſch=
land wiſſen, mit welcher Virtuoſität der Wind eine
Land=
ſchaft ſpielt, wie er jedes beſtimmt charakteriſtiſche
Stück=
chen Natur zu nutzen weiß als ein eigen geartetes
Inſtru=
ment. Das Schilf am Ufer oder niederes Buſchwerk, die
dürre Kiefernheide oder den vollen Hochwald — der
Wind ſpielt ſie alle vom Blatt, und in der großen
vier=
ſätzigen Sinfonie der Jahreszeiten läßt er keine taubel
Stelle. Es iſt nicht erſtaunlich, daß er beſonders
mannig=
fache Klangſchattierungen trifft auf einem ſo reich
geglie=
derten Inſtrument wie dem Lande der zerklüfteten Schäe
ren, Fjorde und Täler. Wie zu einer Rieſenorgel wird
es unter ſeinem Spiel. Aber erſtaunlich bleibt es, welch
ein feines Ohr auch das Volk für einzelne Klänge hier
oft hat.
Die dunkle Winternacht mag ihnen eine Schule ſein
Wenn das Auge nirgends in die Weite ſchweifen kann
und nun das Ohr die Sinne leiten muß, dann bekommen
alle Laute eine andere Reſonanz. Der Schornſtein, in dem
der Wind ſpiekt — um nur auf dieſe eine Stimme im
Oratorium der nordiſchen Winternacht zu weiſen —, kann
den Fiſchern an der Küſte zu einem wahren klingenden
Barometer werden. Sie hören in ihm etwa ein leiſes
Surren wie das einer ſchnurrenden Katze, oder den ſchäfe
feren Ton des ſauſenden Spinnrockens, oder auch ein
hohles, verhalten drohendes Rauſchen: und mit
untrüg=
licher Sicherheit vermögen ſie zu ſagen, welch ein Wetter
binnen einer Stunde über ihrer Hütte ſtehen wird.
Wie dieſe armen Fiſcher im Schärengebiet, ſo hat die
ganze germaniſche Raſſe in unwirtlichen Zeiten zahlloſe
Generationen hindurch das Hören gelernt. Einem
pri=
mitiven Naturvolk hätte es genügt, aus ſolcher Lehre ſich
nur anzueignen, was es für das Leben und ſeine kleinen
und großen Nöte braucht. Die Südſee=Inſulaner zum
Beiſpiel haben im täglichen engen Verkehr mit der Natur
ihr Ohr ſo ſchärfen können, daß ſie Viertel=, ja Achteltöne
auseinanderhalten und jede kleine Gemeinde die
beſon=
dere Klangfarbe ihrer großen Signaltrommel
heraus=
kennt. Zu einer künſtleriſchen Verwertung ſolcher
Er=
kenntniſſe aber reicht die Fähigkeit ſolcher niederen Raſſen
nicht hin. Ihre Muſik kam nirgends über die unterſten
rbythmiſchen Stufen hinaus. Und wenn ſie ſich ja etwas
. Welodien
Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Seite 3.
Monarchen eingetroffen ſei‟. Dazu ſchreibt das
Dresd=
nger Journal: „Dieſe letztere Mitteilung iſt inſofern icht
ichtig, als Se. Majeſtät der König unter dem Eindrucke
ines Artikels, der kürzlich im Organe des
Landesverban=
des der Saalinhaber unter der Aufſchrift „
Beamtenterro=
rismus” erſchienen iſt, die Depeſche abſichtlich
unbeant=
wortet gelaſſen hat.”
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. Auguſt.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
verzog dem Reſſortchef der Reparaturwerkſtätten der
Firma Friedrich Krupp in Eſſen, Otto Niedenthal,
das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen.
* Staatsminiſter Dr. Ewald hat ſich in der
Rekonvaleſzenz am 19. lfd. Mts. nach der Schweiz
be=
geben. (Darmſt. Ztg.)
* Militärdienſtnachrichten. Zu Oberleutnants
verden befördert die Leutnants: v. Zangen und
Lambert im Inf.=Leibregt. Großherzogin (3. Großh.
Heſſ.) Nr. 117, v. Werneburg im Garde=Drag.=Regt.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, v. Ebmeyer und Frhr. v.
Lers=
hier im Leib=Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
D. Moritz im Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=
Regt. Nr. 25, Gerheim im Großh. Heſſ. Train=Batl.
Nr. 18; Cramolini, Oberlt. im 1. Naſſ. Feldart.=Regt.
Nr. 27 Oranien, ins Küraſſier=Regt. Graf Geßler
Rhein.) Nr. 8 verſetzt, Korwan, Lt. im 1. Naſſ. Feldart.=
Regt. Nr. 27 Oranien, vom 1. 9. 1912 ab auf ein Jahr
Zur Dienſtleiſtung zur Pulverfabrik in Hanau komman=
Diert; Lt. Prinz v. Löwenſtein=Wertheim=Freudenberg
im Leib=Drag.=Regt. Nr. 24 erhält ein Patent ſeines
Dienſtgrades. Kommandiert werden auf ein
Jahr ohne Gebührniſſe: Haniel, Oberlt. im
2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt. Nr. 61, zur Geſandtſchaft
an Santiago, Pabſt v. Ohain, Hauptmann und Adjutant
der 86. Inf.=Brig., zur Geſandtſchaft in Buenos=Aires.
Der Abſchied mit der geſetzlichen Penſion wird bewilligt:
Pfaff, Oberſtleutnant beim Stabe des Inf.=Regts. Vogel
won Falckenſtein, unter Verleihung des Charakters als
Oberſt und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des
Inf.=Regts. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118. Zu
Leutnants mit Patent vom 23. Auguſt 1910
werden befördert die Fähnriche: Clar,
w. Specht, Hummerich im Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, v. Zengen in demſelben
Regi=
ment, unter Verſetzung ins 9. Rhein. Inf.=Regt. Nr. 160.
Stendebach, v. Zangen im Inf.=Leibregt. Großherzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, letzterer unter Verſetzung ins
H. Rhein. Inf.=Regt. Nr. 160, Scheuermann, Kertel im
IInf.=Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, letzterer
nter Verſetzung ins Inf.=Regt. Heſſen=Homburg Nr. 166,
Jäger im 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr. 168, Müller=
Hickler im 1. Naſſ. Feldart.=Regt. Nr. 27 Oranien, Fey
ſim Telegraphen=Batl. Nr. 3. Zum Leutnant wird
befördert mit Patent vom 18. 8. 1912 der Fähnrich:
Proske im Inf.=Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.)
Nr. 118. Zu Fähnrichen werden befördert die
Unter=
offiziere: Herpel im 2. Naſſ. Inf.=Regt. Nr. 88, v.
Ehr=
hhardt im Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116. — Zu Aſſiſtenzärzten werden befördert
die Unterärzte: Lingner beim Leibgarde=Inf.=Regt.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Dr. Hoene beim Inf.=Leibregt.
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117. — Müller,
Vize=
wachtmeiſter (I Darmſtadt) zum Leutnant der Reſerve
des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt.
Nr. 25 befördert, Dr. Bernoulli (I Darmſtadt). Dr.
Krauß (Erbach), Aſſiſtenzärzte der Reſerve, zu
Ober=
ärzten befördert. — Freiherr v. Harſtall, Major beim
Stabe des Jäger=Batls. von Neumann (1. Schleſ.) Nr. 5,
aals Bataillons=Kommandeur ins Inf.=Regt. Prinz Carl
4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 verſetzt; Bühler, Major und
Bataillons=Kommandeur im letztgenannten Regiment,
mit der geſetzlichen Penſion und der Erlaubnis zum
Tragen der Regiments=Uniform der Abſchied bewilligt;
Rehfeld, überzähliger Major beim Stabe des 5. Großh.
Heſſ. Inf.=Regts. Nr. 168, erhält vom 1. Oktober 1912
ab die Stabsoffiziersgebührniſſe. — Zu
Oberleut=
nants werden befördert die Leutnants:
Schultze im 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr. 168, Schaefer
im Inf.=Regt. Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118,
Herſelbe wird vom 1. Oktober d. J. ab auf ein Jahr zur
Dienſtleiſtung bei der Gewehrfabrik in Spandau
kom=
mandiert; Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach im Thür.
Ulanen=Regt. Nr. 6, Goldmann im Fußart.=Regt.
Ge=
neral Feldzeugmeiſter (Brandenburg.) Nr. 3. — Daub,
Leutnant im Inf.=Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.)
Nr. 118, wird vom 1. Oktober 1912 ab auf ein Jahr zur
Dienſtleiſtung beim Telegraphen=Bataillon Nr. 4.
kom=
mandiert. Im Beurlaubtenſtande: Dr.
Hinſel=
mann, Unterarzt im Landwehrbezirk Gießen, wird zum
Aſſiſtenzarzt befördert. Der Abſchied bewilligt: dem
Oberleutnant der Landwehr=Infanterie zweiten
Aufge=
bots Rauſch im Landwehrbezirk Mainz, und dem
Leut=
nant der Landwehr=Infanterie zweiten Aufgebots Schade
im Landwehrbezirk II Darmſtadt.
g. Ferienſtrafkammer. Wegen Verbrechens nach
§ 176,3 wurde der 56jährige Taglöhner Wilhelm
Wag=
ner aus Offenbach=Bürgel zu 8 Monaten
Gefäng=
nis, abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft,
verur=
teilt. Das Gericht ſah von einer höheren Strafe ab,
ob=
gleich der Angeklagte wegen eines gleichen Verbrechens
vorbeſtraft, weil er nach dem ärztlichen Gutachten
körper=
lich und geiſtig nicht ganz normal veranlagt ſei. — Der
35jährige, vorbeſtrafte Taglöhner Wilhelm
Weißen=
ſtein aus Roßdorf hatte ſich wegen Betrug und
Wider=
ſtand zu verantworten. Der Angeklagte war am
17. Juli in die Wirtſchaft des Wirts Gebler in Offenbach=
Bürgel eingetreten und hatte ſich, ohne einen Pfennig
Geld im Beſitz zu haben, ein Glas Bier geben laſſen.
Als der Wirt Zweifel in die Zahlungsfähigkeit ſeines
Gaſtes ſetzte, ließ er durch einen gerade anweſenden
Hilfsſchutzmann deſſen Perſonalien feſtſtellen. Hierbei
leiſtete Weißenſtein energiſchen Widerſtand. Er gab auch
ſchließlich falſchen Namen, Wohnung und Arbeitsſtelle
an. Er war am Tage vorher aus ſeiner Arbeit
ausge=
treten und hatte 7 Mark Lohn erhalten, von denen er
als er bei Gebler eintrat, keinen Pfennig mehr hatte. Er
gibt an, er ſei völlig betrunken geweſen. Das Gericht
erkannte auf 3 MMonate 2 Wochen Gefängnis,
abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft. — Der 17
jäh=
rige Steinhauerlehrling Peter Schuſter aus Rodau
wurde wegen Verbrechens nach § 176,3 zu 1 MMonat
Gefängnis verurteilt, der als durch die
Unterſuch=
ungshaft verbüßt erachtet wurde. — Der 49jährige
Ge=
fangenenwärter Johannes Brunnegräber aus
Lorſch iſt beſchuldigt, am 25. Dezember 1911 durch
Fahr=
läſſigkeit das Entweichen der Strafgefangenen Jakob
Paul aus Bürſtadt und des Johannes Grünewald aus
Butzbach erleichtert oder gefördert zu haben. Paul
wurde auch zu Außenarbeiten verwendet und war ſtets,
trotzdem er ohne Aufſicht war, zurückgekehrt. Beide
aus=
gebrochene Häftlinge lagen mit einem Dritten in einer
Zelle und Paul hatte mit Grünewald verabredet, bei
Ge=
legenheit zu fliehen. Paul hatte eine Strafe von 15
Mo=
naten Gefängnis und 6 Wochen Haft zu verbüßen; in
Lorſch verbüßte er die Haftſtrafe, Grünewald eine
Haft=
ſtrafe von 3 Wochen; außerdem war gegen ihn auf
Ueber=
weiſung an die Landespolizei erkannt. Die
Ueber=
weiſung veranlaßte ihn, das Anerbieten Pauls,
gemein=
ſam zu fliehen, anzunehmen. Als am 25. Dezember der
Gefangenenwärter die Zelle öffnete, ging Paul, um
Waſſer zu holen, wie er Brunnengräber ſagte.
Grüne=
wald ging hinterher und mit Hilfe einer freiſtehenden
Leiter überſtieg er zuerſt die Mauer. Paul gelang es
erſt nach einem zweimaligen Verſuch. Paul wurde noch
am ſelben Abend in Lampertheim, Grünewald am
näch=
ſten Tage in Lorſch feſtgenommen. Beiden wurde die
Flucht noch dadurch erleichtert daß ihnen
vorſchrifts=
widrig die eigene Kleidung belaſſen wurde. Für die
drei in einer Zelle Inhaftierten war nur ein
Sträflinas=
anzug vorhanden, den immer derjenige anzog, der ihn
gerade zu einer Arbeit brauchte. Das Gericht verurteilte
den Angeklagten wegen ſeiner Fahrläſſigkeit zu 30
Mark Geldſtrafe.
— Antrag auf Einführung einer beſonderen
Warenhausſtener. Die Stadtverordneten Dr. Nöllner,
Dr. Oſann, Lehr. Göbel, Gretzſchel, C. Lautz und
Markwort haben einen Antrag bei Großh. Bürgermeiſterei
eingereicht, nach welchem die Bürgermeiſterei erſucht wird,
wegen der bevorſtehenden Erhöhung der Gehälter und
Bezüge der ſtädtiſchen Beamten, Bedienſteten, Lehrer,
Lehrerinnen, Arbeiter uſw. eine
Sondergewerbe=
ſteuer auf Warenhäuſer und
Filial=
geſchäfte einzuführen und das Ortsſtatut ſo zeitia
vorzulegen, daß dieſe Steuer am 1. April 1913 in Kraft
treten kann. Bekanntlich aibt das neue
Gemeindeſteuer=
geſetz den Gemeinden die Berechtigung, durch Ortsſtatut
eine ſolche Steuer zu beſchließen. Einer Ortsſatzung
bezüglich der Konſumvereine bedarf es nicht, da
dieſe bereits geſetzlich zur Gewerbeſteuer vom 1. April
1913 an herangezogen werden.
*X* Nach beendeter Truppenſchau auf dem
Großen Sand werden heute abend das erſte und zweite
Bataillon des hieſigen Leibgarde=Regiments
um 7 Uhr 40 Minuten, das Gardefüſilier=Bataillou und
die Maſchinengewehr=Abteilung um 8 Uhr abends wieder
auf dem hieſigen Hauptbahnhof eintreffen. Die Fahnen
werden mit Muſik nach dem Großh. Reſidenzſchloß
verbracht.
* Die Geſellſchaft „Gravelotte” beging ihre Feier des
Tages von Gravelotte (aus äußeren Gründen diesmal nicht
am 18 Auguſt) am Montag, wie alljährlich ſeit 40 Jahren
auf dem Arheilger Mühlchen. Das Etabliſſement war
feſtlich mit Fahnen geſchmückt. Schon früh am
Nachmit=
tag hatten ſich die Feſtteilnehmer — bekanntlich ſämtlich
Mitkämpfer an dem weltgeſchichtlichen Tage —, zum Teil
mit ihren Familien eingefunden, während die weiten
Räume des ſchönen Gartens ſich nach und nach mit
zahl=
reichen Gäſten aus Kranichſtein und der Reſidenz füllten,
um der Feier anzuwohnen. Dieſe ſelbſt verlief nun, wie
ſtets, in ebenſo würdiger, wie gemütlicher, dabei echt
kame=
radſchaftlicher Weiſe. Die Stammgäſte des „Wollenen
Kamiſol” (der Geburtsſtätte der „Gravelotte” denn ſchon
im Jahre 1871 wurde von den damaligen Stammgäſten
des beliebten Lokals, die den Feldzug mitgemacht und auch
Mitkämpfer bei Gravelotte waren, dem 18. Auguſt eine
Erinnerungsfeier gewidmet) hatten die
Liebenswürdig=
keit, einen Teil der Kapelle Hauske dem Feſt zur
Verfüg=
ung zu ſtellen, und dieſe trug denn auch durch ihre
muſi=
kaliſchen Darbietungen während des Feſtes, beginnend
mit dem Choral „Das iſt der Tag des Herrn”, zur
Ver=
ſchönerung desſelben weſentlich bei. In bunter Reihe
wechſelten heitere und ernſte Melodien miteinander ab
und, da die Damenwelt ſtark vertreten war, dauerte es
natürlich nicht lange, bis im großen Saale das Tanzbein
geſchwungen wurde. Inzwiſchen verkündeten Böllerſchüſſe
weit hinaus in die Umgegend, daß hier ein patriotiſches
Feſt gefeiert werde. Am Abend vereinigte die Kameraden
ein gemeinſames einfaches Mahl, deſſen treffliche
Zube=
reitung dem Wirt, Herrn Rapp, beſten Dank eintrug
Stationsvorſteher i. P. Müller hieß die Teilnehmer
herzlich willkommen und hielt anknüpfend die
Feſt=
anſprache. Der Redner wies auf die Bedeutung des Tages
hin, der uns zu unvergänglichem Ruhme geführt. Wir
alle hier dürfen ſagen, einen unbeſtrittenen Anteil an der
Wiederaufrichtung des Reiches zu haben. Die Zahl der
Teilnehmer an dem ſiegreichen Ringen des 18. Auguſt
ſchmilzt leider immer mehr zuſammen; auch unſere „
Ge=
ſellſchaft” hat im abgelaufenen Jahre wieder einen
ſchmerz=
lichen Verluſt erlitten und einen treuen Kameraden
ver=
loren. (Zu Ehren des verſtorbenen Kameraden Weber
er=
heben ſich die Anweſenden von ihren Sitzen.) Aber wir
alle halten in alter Liebe und Treue feſt zum Vaterland
Die von echtem Patriotismus durchwehte Anſprache klang
in ein dreimaliges Hoch aus auf den deutſchen Kaiſer und
unſeren Großherzog, in das begeiſtert eingeſtimmt wurde.
Der gemeinſchaftliche Geſang der Nationalhymne ſchloß
ſich an, ebenſo eine Reihe weiterer patriotiſcher Lieder.
Im Verlaufe des Abends feierte noch Herr Steinhäuſer
die Veteranen, und auch dem wackeren Muſikkorps wurde
zum Dank ein kräftiges Hoch ausgebracht. Trotz des
un=
günſtigen Wetters ließ es ſich der „Hofphotograph” der
„Geſellſchaft” nicht nehmen, auch diesmal die treu
zuſam=
menhaltenden Kameraden und die Ihrigen im Bilde zu
vereinigen. Auch an dem traditionellen Feuerwerk fehlte
es nicht, das von dem „Oberfeuerwerker” der Geſellſchaft”
trotz der feuchten Luft in ſchönſter Weiſe ausgeführt wurde.
Erſt ſpät in der Nacht fand das hochbefriedigend verlaufene
Feſt ſein Ende.
nn. Gravelottefeier. Auf dem „Heiligen Kreuz” fand
am Montag nachmittag um 4 Uhr eine
Gravelotte=
feier der ehemaligen Pflegerinnen des
Feldzugs 1870/71 ſtatt, die einen erhebenden und
würdigen Verlauf nahm. Etwa 20 mit Orden und
Ehrenzeichen geſchmückte ehemalige
Kriegskranken=
ſchweſtern waren erſchienen, um alte Erinnerungen aus
der großen Zeit von 1870/71 gegenſeitig auszutauſchen.
Im Verlauf der Feier gedachte in trefflichen Worten
Fräulein Eliſabeth Zimmermann der großen Opfer
des Feldzugs 1870/71, mit denen das Deutſche Reich
ge=
baut wurde. Daß es uns erhalten bleibe und unter
ſeinem Schutz ſtets Handel und Induſtrie blühen möge.
„Das walte Gott.” Mit Dankbarkeit wurde auch der
unermüdlichen Tätigkeit der Vorſitzenden Frau Profeſſor
Alberti gedacht, deren Anregung der Zuſammenſchluß
der Pflegerinnen zu verdanken iſt. Ein gemeinſames
Veſperbrot hielt die Damen noch bis zum Abend
zu=
ſammen.
— Ansſtellung, das Gas im Haus und
Ge=
werbe. Im laufenden Jahr iſt ein volles Jahrhundert
verfloſſen, ſeitdem das Leuchtgas zum erſten Male in
den Dienſt der Menſchheit trat. Den großen Nutzen,
oder Inſtrumenten, dann iſt es bald wieder elend
ver=
kümmert.
Anders die germaniſche Raſſe, die im ſkandinaviſchen
Morden ſich am reinſten hielt. Sie hat es dazu, um den
Ueberſchuß an Kraft, den ihr das Leben läßt, in eine
entwickelungstüchtige Kunſt zu verwandeln. Schon vor
drei bis vier Jahrtauſenden hat ſie den Beweis geliefert.
Das war eine rechte Ueberraſchung für die Gelehrten, als
man die „Luren” entdeckte; vollendet durchgearbeitete
Metallinſtrumente von poſaunenähnlichem Klang, die
man in der Bronzezeit in Skandinavien und
Norddeutſch=
land, und nur da verfertigte. Die Wälder wucherten
da=
mals noch ganz anders, und die Wetter ſetzten den
Men=
ſchen unerbittlicher zu. Aber ſoweit wurden ſie doch nicht
über die Germanen Herr, daß die ſich nicht, nach dem
handgreiflichen Zeugnis der Luren, eine Tonkunſt
ſchaf=
fen konnten, wie ſie keine der geprieſenen Kulturen des
Südens und Oſtens beſaß.
Die Fähigkeit, ſich von den rauhen Stimmen der
Natur nicht ſchrecken zu laſſen, ſondern ſie künſtleriſch noch
auszunutzen, iſt ſeither nicht erloſchen. Der Schwede
Anders Zorn hält alljährlich zum Mittſommertag kleine
muſikaliſche Wettbewerbe ab. Da kommen ſie herab von
ühren verſchneiten Sätern auf den Bergen, aus ihren ewig
zugigen Fjordwinkeln heraus und bringen mit, was ſie
ſich in ihrer Einſamkeit an Inſtrumenten eigener
Erfind=
ung zuſammengebaſtelt haben. Richard Strauß und ſeine
Aeſtheten ſollten ſie ſich anſehen, dieſe beſcheidenen
In=
ſtrumente aus Holz oder Horn oder was ſonſt den
Men=
ſchen hier auf ihren verlorenen Poſten gerade zur Hand
iſt. Man kann ſich in einem Rieſenorcheſter auskennen
aals ein Fachmann erſten Ranges, und doch mit
Klangfar=
ben noch nicht vertraut ſein, die ſich ein nordiſcher Senner
gelegentlich zurechtmiſcht zum muſikaliſchen Hausgebrauch.
Aus der Fülle ſolcher unabläſſig dargebotener, mehr
oder minder launenhafter Inſtrumente hat dann die
Zuchtwahl des allgemeinen Volksgeſchmacks eine Anzahl
auserſehen und ſie weiter veredelt. In den großen
volks=
kundlichen Sammlungen, wie ſie Stockholm. Kriſtiania,
Lillehammer uſw. beſitzen, kann man die Mehrzahl dieſer
altnationalen Inſtrumente wiederfinden. Einige, wie die
HHardangerfele, eine achtſaitige Geige, bei der aber nur
ier Saiten geſtrichen werden, während die anderen vier
leiſe mitſchwingen, ſind von ſo prachtvoller künſtleriſcher
Eigenart, daß man ihnen eine Verbreitung wünſchte über
die geſamte mufikaliſche Kulturwelt hin.
Leider freilich liegen die Dinge zur Stunde ſo, daß
eher die Allerweltsinſtrumente von draußen, auch die
minderwertigſten, Ausſicht haben, die beſten altnationalen
Inſtrumente zu verdrängen. Wie ja auch kontinentale
Gaſſenhauer und andere muſikaliſche Schundliteratur
ur=
alte Volkslieder aaus ganzen Gegenden faſt ſpurlos
weg=
ſchwemmen konnten. Aber ſolche Einflüſſe (ſie gehen von
den Städten aus, deren trügeriſcher Reichtum die
Men=
ſchen auf dem Lande für eine Weile blenden kann) ſind
bei einer ſo geſunden Raſſe, wie ſie der Norden gottlob
noch zeugt, ſicher nicht von Dauer. Noch ein paar ſolcher
Männer wie Anders Zorn, und die Volkslieder und die
Volksinſtrumente müſſen wieder triumphieren über alle
zugetragene Minderwertigkeit. Dafür aber, daß es an
ſolchen Männern auf die Dauer gar nicht fehlen kann.
ſorgt die Natur des Nordens, und ſorgt das Weſen der
ihr eingeborenen Menſchenart, die ihre Heimat nicht nur
durch das Auge, ſondern auch durch das Ohr zu nehmen
weiß.
Feuilleton.
Das „Napoleon=Haus” auf Elba. Frédéric Maſſon,
der bekannte Hiſtoriograph Napoleons, hat einem
Mit=
arbeiter des Temps intereſſante Mitteilungen gemacht
über das in den letzten Tagen wieder ſo viel umſtrittene
Haus Napoleons auf Elba, das am 2. September in
Portoferrajo unter den Hammer kommen ſoll.
Napo=
leon hat ſich um den Ausbau und die Ausſchmückung
dieſes Hauſes von San Martino während ſeines Exils
auf Elba mit beſonderer Vorliebe bekümmert, hat alle
Einzelheiten überwacht und die Freuden eines
bauluſti=
gen kleinen Gutsbeſitzers nach Herzensluſt ausgekoſtet;
ob er aber je in dieſem Hauſe gewohnt hat, iſt nach den
Ausführungen Maſſons mehr als zweifelhaft. Die
Ar=
beiten wurden erſt am 17. Dezember 1814 vollendet, ſchon
im Februar verläßt Napoleon Elba, er hätte alſo
höch=
ſtens einen Monat in jenem Hauſe wohnen können. Aber
auch das iſt ſehr unwahrſcheinlich, umſomehr, als in den
zahlreichen Brkunden. Dokumenten und Briefen aus
jener Zeit die Arbeiten an San Martino zwar oft
er=
wähnt werden: aber nirgends findet ſich ein Hinweis
darauf, daß Napoleon das Haus bezogen hat. Es wurde
überdies 1814 vom Marſchall Bertrand durch eine
Mittelsperſon für 180000 Francs gekauft; nicht aber für
Napoleon, ſondern für ſeine Schweſter, die Prinzeſſin
Pauline Borgheſe, die nach den ſpäteren Angaben
Ber=
trands die Kaufſumme ſogar durch den Verkauf „einer
gewiſſen Anzahl von Diamanten” von denen ſie ſich
trennte, flüſſig machte. Aber Napoleon hat ſich während
der melancholiſchen Mußetage von Elba als Verwalter,
ja als Beſitzer des Anweſens gefühlt; er fragt Peyruſſe
ausdrücklich, ob er das Haus auch bezahlt habe, und auf
die bejahende Antwort hin meinte er: „Dann bin ich alſo
der Maéſtro. Es wird das Haus eines reichen, guten
Bürgers werden, der 15000 Livres Rente hat.” In
Wirklichkeit hatte Napoleon natürlich viel mehr, wenn
auch die Regierung Ludwigs XVIII. ſich die Mühe
ſparte, die im Vertrag vom 11. April feſtgeſetzte Rente
von 2 Millionen auszubezahlen. Am 1. Juni betritt
der Kaiſer zum erſten Male das Beſitztum und fortan
beſchäftigt er ſich mit den Bauplänen und den
Möglich=
keiten der Bewirtſchaftung des Gutes. Er wandelt mit
Traditi durch das Anweſen, macht Pläne, kalkuliert die
Rentabilität und iſt als Gutsherr voller Optimismus,
denn er ſpricht ſogar von einer Ernte von 500 Sack
Ge=
treide; und das von einem Anweſen, das höchſtens 100
Sack tragen könnte. Der ſachkundige Kammerherr iſt ſo
entſetzt über dieſen Optimismus, daß er unwillkürlich
ausruft: „Aber das iſt doch zu ſtark!‟ Dann entſchuldigt
er ſich ſtotternd und Napoleon lacht. Am 3. Juli gibt
er den Architekten und Maurern genaue Anweiſungen
für die Renovierung des alten Hauſes und den Bau
eines neuen. Er kümmert ſich um Decken, Zimmer
Bodenbelag, die Backſteine, den Kalk, den Sand und die
Ziegel, ſo daß ſich der Architekt nur um die Arbeitslöhne
zu bekümmern hat. Für das eine Zimmer, den
Haupt=
ſaal, beſtimmt er ſpäter einen Marmorfußboden. In
der Mitte des Raumes wird man ein achteckiges Baſſin
mit einem kleinen Springbrunnen anlegen, „wie in
Aegypten‟. Er ſelbſt wählt aus ägyptiſchen Werken
Gravüren, die den Malern als Vorlagen für die
Wand=
gewalde dienen. Für ein Deckengemälde beſtimmt er
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
den uns dasſelbe auf den verſchiedenſten Gebieten
ge=
leiſtet hat: für Beleuchtung, als Kraftquelle für Motoren,
für gewerbliche Zwecke und in neuerer Zeit vor allem
im Haushalte, illuſtriert wohl am beſten die Tatſache,
daß wir uns unſer modernes Wirtſchaftsleben ohne
Leuchtsgas kaum mehr vorſtellen können. Welche
Haus=
frau, die ſich einmal ſelbſt von den Annehmlichkeiten
der Gasverwendung überzeugt hat, möchte ſeine ſtete
Hilfsbereitſchaft miſſen? Ein reges Intereſſe dürfte
daher aus allen Bevölkerungskreiſen einer von der
Zentrale für Gasverwertung=Berlin
ge=
meinſam mit dem Städtiſchen Gaswerk
veran=
ſtalteten Ausſtellung von Gasapparaten für Haus
und Gewerbe, die vom 25. Auguſt bis einſchließlich
1. September im Großen Saal des Städtiſchen
Saalbaus ſtattfindet, entgegengebracht werden. Eine
Reihe von Vorträgen durch eine Bortragsdame der
Zentrale für Gasverwertung=Berlin ſoll unſeren
Haus=
frauen an Hand einer Anzahl der verſchiedenſten
Apparate zeigen, wie man rationell und ſchmackhaft auf
Gasherden und in Gasbratöfen Speiſen herſtellen kann.
Nach den Vorträgen iſt jedermann Gelegenheit gegeben,
ſich durch Koſtproben von der vorzüglichen Zubereitung
der Speiſen perſönlich zu überzeugen. Bei günſtiger
Witterung ſollen zwei Ausſtellungskonzerte im
Saalbau=
garten veranſtaltet werden mit großer Illumination des
Gartens, worüber beſondere Anzeigen erfolgen. Es ſoll
damit die Gelegenheit ergriffen werden, auf die in
letzter Zeit etwas in den Hintergrund getretene
Feſt=
beleuchtung mittels Leuchtgas hinzuweiſen, deren
huſchende Lichter im Grün der großen Bäume des
Gartens ſicher ſchöne Lichteffekte geben werden.
Die Ausſtellung wird am Sonntag, den 25. Auguſt
I. Js., nachmittags 4 Uhr, eröffnet werden; der Zutritt
zu dieſer iſt mit Ausnahme eines Elitetags (Donnerstag,
den 29. Auguſt) frei.
* Das Programm der Großh. Techniſchen
Hoch=
ſchule für das Studienjahr 1912/13 iſt erſchienen und zum
Preiſe von 50 Pfg. zu beziehen. Im Winterſemeſter
beginnen die Einſchreibungen am 18. Oktober und
endigen am 18. November. Beginn der Vorleſungen
und Uebungen am 22. Oktober 1912.
— Ludwigstag. Von zuſtändiger Seite geht uns
die Mitteilung zu, daß nächſten Samstag, den
24. Auguſt d. Js., der Schulunterricht nicht
ausfällt, wie irrtümlicherweiſe vielfach geglaubt
wird, weil der Ludwigstag auf einen Sonntag fällt.
Lutherfeſtſpiel. Die beim Nonnenchor
mit=
wirkenden Damen mögen auch an dieſer Stelle auf die
heute (Mittwoch) abend 8 Uhr, im Gemeindehauſe,
Kiesſtraße 17, ſtattfindende Probe aufmerkſam gemacht
ſein, zu der vollzähliges Erſcheinen erwünſcht iſt.
Be=
ſondere Einladungen ergehen nicht. Im Verhinderungs
falle wird um rechtzeitige Benachrichtigung des
Diri=
genten, Herrn Lehrer W. Borngäſſer, Grüner Weg 49,
freundlich gebeten.
* Die Privilegierte Schützengeſellſchaft hielt am
Sonntag unter äußerſt zahlreicher Beteiligung zur Feier
des Ludwigstages ihr diesjähriges Ritterſchießen
ab. Den Schwarzritterbecher erhielt Herr Hans Lenner;
der Hauptritterbecher nebſt dem von Herrn Carl Schmitt
geſtifteten ſilbernen Becher wurde von Herrn Carl
Simon und der Nachritterbecher von Herrn Ingenieur
Crößmann errungen.
=gs. Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich geſtern
früh 8 Uhr in dem Steinbruch in Ober=Ramſtadt. Ein
Arbeiter war mit dem Bohren von Sprenglöchern
be=
ſchäftigt, als plötzlich ein ſteckengebliebener
Schußlosging und dem Arbeiter ſchwere
Ver=
letzungen zufügte. Der Verunglückte wurde von der
Rettungswache mittels Krankenkraftwagens nach dem
Städtiſchen Krankenhauſe gebracht.
H. B. Dieburg, 20. Aug. Heute nacht kurz nach 11 Uhr
wurde auf der Bahnſtrecke zwiſchen Dieburg und
Kranich=
ſtein der 40 Jahre alte Streckenwärter Martin Göhrig aus
Darmſtadt von einem von Aſchaffenburg kommenden
Schnellzuge überfahren und auf der Stelle getötet. Wie
feſtgeſtellt iſt, hatte Göhrig auf den von Darmſtadt
kom=
menden Triebwagen geachtet und dabei den verſpäteten
Schnellzug überſehen. Göhrig war verheiratet und
hin=
terläßt drei Kinder.
g. Groß=Zimmern, 20. Aug. Der 19jährige
Dienſt=
knecht Georg Wolf, der bei dem Oekonomen Kullmann
bedienſtet iſt, wurde geſtern abend von einem jungen
Fohlen durch einen Hufſchlag ſo ſchwer verletzt, daß
er nach kurzer Zeit verſtarb.
genau das Thema: „Zwei Tauben, die durch ein Band
verknüpft ſind, deſſen Schlinge ſich zuſammenzieht, in
dem Maße, als die Tauben ſich von einander entfernen.”
Die Anſpielung liegt auf der Hand. Napoleon hoffte
feſt auf das Kommen Marie Luiſens und ſeines Sohnes.
Aber er hoffte umſonſt; ſie hatte inzwiſchen Neipperg
kennen gelernt. Sie kam nicht.
* Was der neue Campanile gekoſtet hat. Dieſer Tage
ſind in Venedig die Baukoſten für den neuen, am 25. April
eingeweihten Campanile von St. Markus bezahlt
wor=
den. Ehe ſämtliche Rechnungen bezahlt waren, waren
die Baukoſten nicht anzugeben; jetzt jedoch weiß man
genau, was der Wiederaufbau gekoſtet hat: 2 288819,61
Lire! Hiervon kommen 1812068 Lire auf den eigentlichen
Turm, der Reſt auf die Loggetta. Der Voranſchlag für
die Baukoſten, in dem 1800000 Lire angeſetzt worden
waren, iſt alſo ganz erheblich überſchritten worden!
Wie die Japaner ihre Schauſpieler ehren. In
Japan iſt der Beifall im Theater unbekannt. Die
japani=
niſchen Theaterbeſucher machen es wie die Spanier, wenn
ſie einem geſchickten Toreador ihre Anerkennung zum
Ausdruck bringen wollen: ſie werfen zum Zeichen der
Be=
geiſterung die wertvollſten Gegenſtände, die ſie zur Hand
haben, wie juwelengeſchmückte Kleider, Ringe, koſtbare
Nadeln und dergleichen mehr auf die Bühne. Nach Schluß
der Vorſtellung ſuchen dann aber die freigebigen
Kunſt=
enthuſiaſten den Schauſpieler, dem die materiellen Zeichen
ihrer Bewunderung gegolten, auf und erbitten aufgrund
einer durch die Jahrhunderte geheiligten Ueberlieferung
die Gegenſtände, die ſie ihm eben erſt zugeworfen, wieder
zurück, gegen angemeſſene Bezahlung verſteht ſich. Der
Schauſpieler, dem es gelungen iſt, den höchſten Preis für
die Rückgabe dieſer Sympathiebeweiſe zu erzielen, gilt
nach japaniſcher Schätzung als derjenige, dem der
Löwen=
anteil an dem Erfolge der Vorſtellung zuzuerkennen iſt.
* Der genarrte Sänger. Dem zurzeit in Bayreuth
weilenden Hofopernſänger Geiſſe=Winkel aus Wiesbaden
wurde ein arger Poſſen geſpielt. Im Bayreuther
Tag=
blatt erſchien ein Inſerat, daß auf Zimmer 36 im Hotel
zur Poſt, wo der Sänger wohnt, Katzen zu
Dreſſur=
zwecken gekauft und gut bezahlt würden. Schon früh
morgens ging der Tanz los, bis der unglückliche
Sän=
ger Reißaus nahm, um dann unten liebe Kollegen zu
finden, die ſich ſchier totlachen wollten.
Wimpfen, 20. Aug. Die Errichtung eines
Stadtarchivs iſt hier geplant. Das ſeitherige
Stadt=
archiv war in einem völlig unzureichenden Raum des
Rathauſes untergebracht. Es wird nun in der vom Staat
hergerichteten Pfalzkapelle, die der Gemeinde mietweiſe
überlaſſen wird, ſeine Unterkunft finden. Das Miniſterium
ſoll um Ueberlaſſung der in der Regiſtratur des
Amts=
gerichts wiedergefundenen Protokollbücher und anderen
Urkunden gebeten und die wiſſenſchaftliche Verwaltung
des ganzen Archivs unter Wahrung des Aufſichtsrechts
des Bürgermeiſters dem jeweiligen Ortsurkundenpfleger
gegen eine jährliche Vergütung von 50 Mark übertragen
werden.
Mainz, 20. Aug. Das Großherzogspaar wird
am Mittwoch mit dem Frühzug direkt von Bayreuth hier
eintreffen. In der Begleitung des Fürſtenpaares
verden ſich befinden Flügeladjutant Rittmeiſter Frhr. von
Maſſenbach und die dienſttuende Ehrendame Freiin von
Bellersheim. Weiter werden vom großherzoglichen
Ge=
folge ſchon im Laufe des heutigen Tages hier
eintref=
fen: Hofmarſchall Major a. D. Frhr. von Ungern=
Stern=
berg, Generaladjutant Generalmajor Hahn, der
dienſt=
tuende Kammerherr der Großherzogin Dr. Frhr. von
Leonhardi und Flügeladjutant Oberleutnant von
Schroe=
der. Erbgroßherzog Georg und Prinz Ludwig werden
zu dem diesjährigen Kaiſerbeſuch nicht hierherkommen.
Dagegen werden im kommenden Monat, wo vom 11.—18.
das Hoflager nach Mainz verlegt wird, auch die beiden
Großh. Prinzen hier eintreffen.
Mainz, 20. Aug. In einem Haus der Kaiſerſtraße
wurde am Sonntag nachmittag, wahrſcheinlich in der
Zeit zwiſchen 1 und 3 Uhr, ein ſchwerer
Einbruchs=
diebſtahl verübt. Der Inhaber der Wohnung iſt ſeit
kurzem auf Reiſen. Die Einbrecher haben die
Vorplatz=
tür anſcheinend mit einem Nachſchküſſel geöffnet und dann
in der Wohnung ſämtliche Schränke, Kommoden, Pulte
uſw. aufgebrochen und alles geſtohlen, was irgendwie des
Mitnehmens wert war. Beſonders ſehr viel Silberzeug
und ſonſtige Wertgegenſtände wurden geſtohlen, ebenſo
ſehr viel Kleidungsſtücke und Weißzeng. Nicht weniger
als fünf Einbrüche ſind vom Sonntag zu verzeichnen.
Dies veranlaßt die Polizei, eine Mahnung an die Mainzer
zu richten. Namentlich empfiehlt ſie während des Einzugs
des Kaiſers dringend, die Wohnungen nicht ohne Aufſicht
zu laſſen, da die Diebe dieſe Gelegenheit jedenfalls nicht
unbenutzt werden vorübergehen laſſen.
Ober=Saulheim, 20. Aug. In der geſtrigen Nacht ſind
hier 200 Haufen Frucht, meiſtens Weizen,
ver=
brannt. Die Frucht war vor dem Dorfe auf einem
Sammelhaufen zum Dreſchen zuſammengefahren. Ueber
die Entſtehung des Brandes iſt nichts bekannt. Der
Schaden iſt ſehr groß.
Friedberg, 20. Aug. Zum dauernden Gedächtnis an
die große Vergangenheit der alten freien Reichsſtadt
Friedberg beſchloß die Stadtverordnetenſitzung die
Er=
bauung eines Stadtmuſeums, das zugleich das
Stadtarchiv mit ſeinen koſtbaren Schätzen, die
Stadt=
bibliothek und eine Volksleſehalle bergen ſoll. Die Koſten
des Bauwerks ſind auf 35000 Mark veranſchlagt. — Im
Laufe der letzten Jahre, wie auch in dieſem Jahre,
ver=
anſtaltete Prof. Halmke von hier während der
Som=
merferien Aus grabungen auf der
Kapers=
burg. Er hat ſich eigens für dieſen Zweck ein Blockhaus
erbaut, das er bei den Ausgrabungen mit ſeiner Familie
bewohnt. Durch die Ausgrabungen wurden
kultur=
hiſtoriſche Funde, durchgängig aus der Römerzeit
ſtam=
mend, freigelegt; zum Beiſpiel Waffen, Münzen, Schuhe,
Werkzeuge, Broncen, Gerätſchaften, Pferdegeſchirrbeſchläge,
Handwerkszeuge aller Art, insbeſondere ſcheint die
Töp=
ferkunſt damals in hoher Blüte geſtanden zu haben:
Schüſſeln, Teller, Amphoren, Vaſen, Oellichter, Weinkrüge,
Oelkrüge, Totenurnen und anderes mehr. Sämtliche
Funde wurden dem Friedberger Altersmuſeum
überwie=
ſen. Im Laufe der Jahre hat ſich durch den Fleiß
mehrerer Friedberger Bürger ſo viel angeſammelt, daß
die Räumlichkeiten im alten Muſeum nicht mehr
ausreich=
ten, und einen Neubau für das Muſeum, ſowie für das
Archiv erforderlich machten. Der Neubau, an der
Süd=
ſeite der Stadtkirche gelegen, geht ſeiner Vollendung
ent=
gegen.
(*) Vilbel. 20 Aug. Der Ausſchuß für
Volksvor=
leſungen beabſichtigt die Errichtung eines
Volks=
hauſes. Das Haus ſoll einen Saal mit Theaterbühne
für die Veranſtaltungen des Rhein=Main=
Verbands=
theaters und für die Jugendvereinigungen erhalten, ferner
Leſezimmer, Bibliothekszimmer und einem Muſeumsraum.
Zugleich ſoll ein Volksbad damit verbunden ſein.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 19. Aug. Geheimer
Regie=
rungsrat Dr Kötter, Profeſſor an der Techniſchen
Hoch=
ſchule in Charlottenburg, iſt, wie aus Nauheim gemeldet
wird, in dem nahegelegenen Schopfheim, wo er ſich zur
Kur aufhielt, einem Schlaganfall erlegen. — Der von der
Kriminalpolizei unter dem Verdacht der Täterſchaft in der
Nauener Meſſer=Attentats=Affäre geſuchte
Arbeiter Harnau hat ſich heute früh der Polizei geſtellt.
Er erſchien auf dem Polizeirevier 103 an der
Ebelinger=
ſtraße und erklärte, daß er der ſeit einigen Tagen geſuchte
Geiſteskranke ſei. Wie man jetzt aber herausbekommen
hat, iſt erſnicht der Täter. — Heute nachmittag
unter=
nahmen vier Herran von der Deutſchen Bank eine
Segel=
partie auf dem Müggelſee. Infolge
ungenügen=
der Sachkenntnis geriet das Boot ins Schwanken und
kenterte. Die vier Herren gingen ſofort unter und
er=
tranken bis auf einen, der ſich am Boot feſthalten
konnte, bis Hilfe erſchien. — Durch einen hieſigen
Pfand=
leiher ſollte einem unſchuldig verdächtigten
Dienſtmädchen die Ehre wiedergegeben werden. Im
vergangenen Jahre trat das neunzehnjährige
Dienſt=
mädchen Anna F. aus Berlin bei einem Rentner in
Oranienburg in Stellung. Acht Tage darauf wurde dort
ein Brillantring im Werte von annähernd 1000 Mark
ge=
ſtohlen. In den Verdacht geriet bald das junge Mädchen.
Obwohl jedoch beſtimmte Verdachtsmomente nicht
vor=
lagen, wurde der F. ſofort gekündigt, und trotzdem die
letztere andauernd beteuerte, daß ſie den Ring nicht
ge=
ſtohlen habe, laſtete der Verdacht weiter auf ihr, ja nicht
einmal die eigenen Eltern glaubten ihrer Tochter und
ſag=
ten ſich von ihr los. Unſäglich litt die Aermſte unter dem
drückenden Diebſtahlsverdacht. Nur einem glücklichen
Zu=
fall ſollte ſie es jetzt verdanken, daß ihre Unſchuld ans
Tageslicht kam. Ein Verwandter des beſtohlenen
Ren=
tiers ſah dieſer Tage bei einem hieſigen Pfandleiher
zu=
fällig beim Vorlegen von verpfändeten Schmuckſachen den
nun vor einem Jahre geſtohlenen Brillantring. Er
er=
kannte ihn ſofort wieder und ſtellte mit dem Pfandleiher
Nachforſchungen an, die ein überraſchendes Ergebnis
haben ſollten. Nicht das Dienſtmädchen hatte ihn
ſeiner=
zeit geſtohlen, ſondern der eigen,
g Aahn
des Eigentümers. Er hatte ihn damals, angeblich im
Auf=
trage ſeines Vaters, bei dem Pfandleiher für 210 Mark
verſetzt und ſich dabei auch mit einem Steuerzettel des
Vaters legitimiert. Man ſagte ihm das Verbrechen auf
den Kopf zu und er geſtand es denn auch ein. Als man
dem ſo lange unſchuldig verdächtigten Dienſtmädchen für
die erlittene Unbill den Brillantring als Geſchenk anbot,
wies dieſes ihn, wohl nicht mit Unrecht, entrüſtet zurück.
Ihr genügte es, wenn ihre Ehre wieder hergeſtellt war.
Kronberg, 19. Aug. Der Kaiſer iſt um 4½ Uhr im
Automobil, in dem ſich auch Prinz Friedrich Karl von
Heſſen befand, von Frankfurt kommend, auf Schloß
Friedrichshof eingetroffen. An der Abendtafel auf Schloß
Friedrichshof nahmen außer dem Kaiſer und ſeinem
Ge=
folge, der Schloßherrſchaft und der Kronprinzeſſin von
Griechenland teil der engliſche Botſchafter Sir Frank
Lascelles, Lord Acton Colonel, Sir Arthur Davidſohn,
Regierungspräſident von Meiſter und Gemahlin,
Poli=
zeipräſident Rieß v. Scheurnſchloß, Freiherr v. Tucher,
Lord und Lady Wellington.
Heidelberg, 20. Aug. Der einzige neunjährige Sohn
des Freiherrn Alexander v. Bernus auf Stift Neuburg
bei Heidelberg wurde geſtern nachmittag als Leiche an
einer Türklinke hängend aufgefunden.
Das Kind hatte ſich beim Spielen mit dem Taſchentuch
an der hohen Klinke einer Saaltür angeknüpft und den
Boden unter den Füßen verloren.
Saarlouis, 20. Aug. Der geſtrige Haupttag der
Jahrhundertfeier des Infanterie=
Regi=
ments Graf Werder, 4. Rheiniſches, Nr, 30,
wurde durch Choralblaſen, Glockengeläute und großes
Wecken eingeleitet. Kurz nach 8 Uhr erſchien der
Zeppelin=
kreuzer Nr. 3 über der Stadt, führte mehrere Schleifen
aus und warf in einem roten Briefſack ein
Begrüß=
ungsſchreiben zur Erde. Um ½11 Uhr fand Parade
auf=
dem Marktplatz ſtatt, an der ſich neben den Aktiven auch
alle Ehemaligen beteiligten. Hierbei hielt Oberſt
Schmidt von Knobelsdorff eine kurze Anſprache.
Der=
in Vertretung des Kaifers anweſende kommandierende
General des 8. Armeekorps, Exzellenz von Plötz, gab die
von dem Kaiſer verliehenen Auszeichnungen bekannt,
worauf der Vorbeimarſch erfolgte, der über eine Stunde
danerte. Die aktiven und ehemaligen Mannſchaften
wurden darauf auf dem Feſtplatz bewirtet, während fürl
die Offiziere im Offizierskaſino ein Feſteſſen ſtattfand,
bei welchem Exzellenz von Plötz das Kaiſerhoch
aus=
brachte. Am Nachmittag fanden auf dem Feſtplatz von
30ern aufgeführte turneriſche Uebungen ſtatt und
Volks=
beluſtigungen aller Art wurden veranſtaltet. Feſtlichesn
Leben herrſchte noch bis in die Nacht hinein. Exzellenz
von Plötz verließ Saarlouis geſtern abend um 7½ Uhr.
Erlau, 20. Aug. Der Kardinal Erzbiſchof Dr. Joſ.
Samaſſa iſt geſtorben.
Dresden, 28. Aug. Hier wurden zwei Erpreſſer
verhaftet, die einer Dame aus der Geſellſchaft
wie=
derholt Briefe ſandten, in denen ſie 250 Mark verlangten.
In den Briefen hieß es, ſie ſeien zehn Mann und
wür=
den, falls das Geld nicht bezahlt oder der Polizei
An=
zeige erſtatet würde, fürchterliche Rache nehmen. Auf
Benachrichtigung der Polizei legten ſich Beamte auf die
Lauer und es gelang, die beiden, die ſich als Bauarbeiter
entpuppten, zu verhaften.
Bernburg, 20. Aug. Geſtern nachmittag verunglückte
bei Peiſſen ein Automobil aus Zeitz in Sachſen. Die
ſechs Inſaſſen wurden verletzt, darunter drei ſchwer,
die in das Krankenhaus nach Bernburg gebracht wurden
Unter den Schwerverletzten befindet ſich auch der
Chauf=
feur. Der Zeitzer Bürgermeiſter Kelb wurde leicht
ver=
letzt; ſeine Frau erlitt einen Nervenchok.
Inſterburg, 20. Aug. Der Kuhmelker Krutzki, der
am 24. Auguſt 1911 ſeine Frau in Niederwitz ermordete,
iſt heute morgen hingerichtet worden.
Wien, 20. Aug. Der Großinduſtrielle und
Bankdirek=
tor Spindel in Kaluß iſt unter Hinterlaſſung von
1200000 Kronen Paſſiven geflüchtet. Trotzdem
be=
reits vor einiger Zeit Konkurs über ihn verhängt worden
war, gelang es ihm, aus der Bank, der er als Direktor
vorſtand, 400000 Kronen Spareinlagen zu entnehmen.
Bregenz, 19. Aug. Das deutſche Kronprine
zenpaar iſt von Hopfreben nach Danzig abgereiſt.
Zürich, 20. Aug. Auf der Station Waſſerauen der
Säntis=Bahn kam geſtern ein Wagen ins Rollen=
und rannte auf der Station Gringel in Appenzell auf
zwei mit Schulkindern beſetzten Wagen auf. Bei dem
Anprall wurden 12 Perſonen zum Teil erheblich
verletzt.
Rom, 19. Aug. Der Vatikan wird binnen kurzem
eine Station für drahtloſe Telegraphie
er=
halten. Sie wird auf der höchſten Spitze eines Flügels
in den Gärten des Vatikans errichtet werden. Marconi
hat bereits das für die Station nötige Material
ge=
liefert.
Neapel., 20. Aug. Bei Conte della Terra ereignete
ſich geſtern abend ein Straßenbahnunfall, bei
dem vier Perſonen getötet und 29 verletzt
wur=
den. Der Unfall ereignete ſich infolge Bruches einer
Bremſe.
Paris, 19. Aug. Im Schloſſe des Grafen v. Eu
im Departement Seine=Inférieure, das durch ſeine
Por=
trätſammlung bekannt iſt, wurde am 12. Juni dieſes
Jahres das Fehlen von drei koſtbaren Edelſteinen
aus der braſilianiſchen Kaiſerkrone und von
drei wertvollen Ringen bemerkt. Der Graf, der
braſilig=
niſcher Thronprätendent iſt, hatte der Polizei von dem
Diebſtahl Mitteilung gemacht, doch waren deren
Be=
mühungen nach der Ermittelung des Diebes bisher
ver=
geblich. Kürzlich fand auf dem Schloſſe ein Eſſen ſtatt
als einer der Hunde des Schloßherrn plötzlich laut
an=
ſchlug. Der „Prinz Louis von Orléans und
Braganza, der ſich unter den Gäſten befand, begabl
ſich in der Annahme, daß ein ungebetener Gaſt in das
Schloß einzudringen verſuchte, auf die Galerie. Hier
bemerkte er einen unbekannten Mann, der gerade flüchten
wollte. Es gelang dem Prinzen aber, den Verdächtigen
feſtzuhalten. Zum größten Erſtaunen der Anweſenden
entpuppte ſich der Mann als ein ehemaliger
Kammer=
diener des Grafen v. Eu. In einem kleinen Paket, das
er bei ſich trug, fand man die braſilianiſche Kaiſerkrone,
ſowie eine zweite goldene Krone, die im Juni aus der
Kaiſerkrone ausgebrochenen Diamanten und die
geſtohle=
nen Ringe. Der Einbrecher, der gefeſſelt der Polizei
übergeben wurde, hatte zwei geladene Revolver und
zwei lange Dolchmeſſer bei ſich.
Paris, 19. Aug. Schon wieder hat das
Spieler=
neſt Enghien ein Opfer gefordert, und zwar
han=
delt es ſich diesmal wieder um einen Deutſchen, der ſeiner
Spielleidenſchaft zum Opfer gefallen iſt. Beamte des
Bahnhofs von Enghien fanden heute früh auf den Schie=, etwa 500 Meter vom Bahnhof entfernt, zwiſchen
den Stationen Enghien und Ermont den Leichnam eines
elegant gekleideten jungen Mannes, deſſen Kopf vom
Rumm getxennt war. Das rechte Bein war vollkommen
Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Seite 5.
zerſchmettert. Die Leiche wurde nach dem Schauhaus
gebracht. Die ſofort eingeleitete Unterſuchung ergab,
daß der Tote ein junger Mann namens Ernſt Seiffert
iſt. Näheres über ſeine Perſon und ſeinen Beruf konnte
noch nicht feſtgeſtellt werden. Man fand bei dem Toten
ein Billett erſter Klaſſe von Paris nach Enghien, eine
Hotelrechnung des Pariſer Hotels „Briſtol”, ſowie einen
Brief an einen Berliner Notar, in dem Seiffert ſeinen
Entſchluß, aus dem Leben zu ſcheiden, mitteilt, und der
Notar gebeten wird, die Angelegenheiten des Toten mit
deſſen Familie zu regeln. Zweifellos iſt es, daß es ſich
um einen Selbſtmord handelt. Der Lebensmüde hatte,
wie feſtgeſtellt worden iſt, den ganzen geſtrigen Tag bis
zum Morgengrauen ſich in den Spielſälen von
Enghien aufgehalten und iſt heute früh über das
Gelän=
der des Eiſenbahndammes geklettert, um ſich vor einen
heranbrauſenden Zug auf die Schienen zu werfen. In
den Taſchen des Toten fanden ſich keinerlei Geldmittel
mehr vor.
Paris, 20. Aug. Aus Portheavel wird
gemel=
det: Heute fanden 2 Knaben an der Küſte eine Flaſche,
welche franzöſiſche Papiere enthielt, die ſich auf den
fran=
zöſiſchen Dampfer „Stokesley” beziehen, der den Hafen
von St. Servant am 10. Auguſt mit 13 Mann Beſatzung
verlaſſen hatte. Man glaubt, daß der Dampfer
ver=
loren iſt.
Madrid, 20. Aug. Aus dem nahe gelegenen
Ponte=
ſedia wird von einer ſchweren Exploſion
berich=
tet, die den größten Teil der dortigen Feuerwerkskörper=
Fabrik von Manuel Vaamonde zerſtörte. Die
Kata=
ſtrophe iſt auf eine höchſt eigenartige Urſache
zurückzufüh=
ren. Der Haushund des Beſitzers fand eine mit
Pulver gefüllte Rakete und ſpielte längere Zeit unbeachtet
mit dieſer herum. Plötzlich biß er in die Rakete, die
ſo=
fort explodierte. Der Hund wurde in Stücke zerriſſen
nund die Fabrik, die große Mengen Feuerwerkskörper
ent=
hielt, flog in die Luft. Das ganze Gebäude wurde
ver=
nichtet. Der Beſitzer, ſeine Frau und fünf andere
Per=
ſonen erlitten gefährliche Verletzungen.
London, 20. Aug. Als König Georg geſtern in
ſeinem Auto von Bolton Abbey nach Abbey Stead fuhr
begegnete ihm an einer ſcharfen Biegung das mit voller
Geſchwindigkeit entgegenkommende Automobil eines
Mr. Thornton aus Birkenſhaw auf einer zum Ausweichen
zu engen Fahrſtraße. Der Führer des Thorntonſchen
Wagens lenkte dieſen, als er die dem König drohende
Gefahr ſah, ſeinen Wagen kurz entſchloſſen in den
Gra=
ben, wobei er umſchlug. In dem Auto befanden ſich
Thornton, eine Dame und zwei Kinder, die ſämtlich
un=
verletzt davonkamen. Der König ließ ſein Auto ſofort
zurückfahren, ſtieg aus und erkundigte ſich nach dem
Be=
finden der Inſaſſen. Nachdem er ſich überzeugt hatte,
daß dieſe unverletzt geblieben waren, gab er ſeinen
Leu=
ten Befehl, dem Auto aus dem Graben zu helfen.
London, 20. Aug. Bei der Beilegung des Streiks im
Londomer Hafen iſt es in den Docks von Tilbury
wiederholt zu Schlägereien zwiſchen organiſierten
und nichtorganiſierten Arbeitern gekommen. Während
geſtern eine ſolche Schlägerei im Gange war, bei der auch
kvon Revolvern Gebrauch gemacht wurde, brach auf bisher
unaufgeklärte Weiſe in einem Jute=Lagerraum Feuer
aus, das großen Schaden anrichtete. — Geſtern wurde
auf Anſuchen der Behörden der Grafſchaft Eſſex eine
ſtarke Abteilung Londoner Polizei nach Tilbury
geſandt, und eine weitere Abteilung hat Befehl erhalten,
ſich bereit zu halten, um im Notfalle nach Tilbury zu
gehen.
London, 20. Aug. Im Zuſammenhang mit dem
Diebſtahl des Toilettenkoffers der Prinzeſſin
Karl von Heſſen iſt geſtern ein Mann verhaftet
worden, der heute vor den Polizeirichter geführt werden
wird.
New=York, 20. Aug. In der Affäre
Roſen=
tthal iſt eine neue Verhaftung erfolgt. In einem
Badeorte wurde Sam Schepps, der ſich dort unter dem
Namen Franklin eingemietet hatte, verhaftet. Er hatte
ſeinerzeit den Mordlohn ausgezahlt. Schepps wurde nach
New=York gebracht, wo er vor dem Unterſuchungsrichter
angab, er könne die Angaben des Spielers Roſe
beſtä=
tigen.
Luftfahrt.
Der Fernflug Paris-Berlin.
* Stendal 19. Aug. Nachdem Audemars um
3 Uhr eine Zwiſchenlandung bei Nieſte
vorge=
mommen hatte, von wo er um 4 Uhr wieder aufgeſtiegen
twar, wurde er um ¾5 Uhr über Wahrburg bei
Sten=
idal geſichtet, in ruhiger Fahrt in der Richtung Berlin
* Johannisthal, 19. Aug. Der Flieger
Aude=
rmars, der in Döberitz eine Zwiſchenlandung
vorge=
mommen hatte und um 6.25 Uhr von dort weitergeflogen
war, erſchien um 6.48 Uhr über dem hieſigen Flugplatz
rund landete glatt um 6.50 Uhr auf dem alten
Start=
ſplatz. Audemars, ein Schweizer von Geburt, benutzte zu
dieſem Fluge einen Bleriot=Apparat. Er betrachtet dieſen
Flug nur als Training und will ſofort nach Paris
zurück=
kehren und den Verſuch machen, die ganze Strecke Paris=
Berlin in einem Tage zurückzulegen, um ſich dadurch in
den Beſitz des Pommery=Pokals und der damit
verbun=
denen monatlichen Rente von 2500 Francs zu ſetzen.
— Berlin, 20. Aug. Der franzöſiſche Aviatiker
Audemars hat zu ſeiner Fahrt Paris-Berlin rund
36 Stunden gebraucht, was bei der wenig günſtigen
Witterung als recht gute Leiſtung erſcheint. Trotz der
häufigen Notlandungen beſchädigte er ſeinen Apparat nicht
im geringſten. Er erzählte geſtern abend: Schon hinter
Paris hatte ich mit ſtarkem Nebel zu kämpfen, ſo daß ich
den Flug mehr als einmal aufgeben wollte. Je mehr ich
mich der Grenze näherte, je heftiger wurde der Wind und
mein kleiner Bleriot wurde oft ſo heftig gepackt und
ge=
drückt, daß ich beſtändig um hundert bis hundertfünfzig
Meter in der Höhenlage ſchwankte. Die Orientierung in
Deutſchland war für mich ſehr ſchwierig infolge der hohen
Schnelligkeit meines Apparates, mit dem ich 120 bis 130
Kilometer in der Stunde fuhr, ſo daß ich zeitweiſe nur
mach dem Kompaß flog. Beſonderes Lob verdient jedoch
mein Motor, der während der ganzen Fahrt nicht einmal
werſagte. Ueber die Aufnahme in Deutſchland ſprach ſich
dder Flieger recht zufrieden aus.
* Paris 20. Aug. Der Aviatiker Audemars
ſſpricht ſich im Matin über den liebenswürdigen Empfang,
der ihm in Berlin, ganz beſonders aber auf dem
Militär=
flugplatz von Döberitz von Seiten der deutſchen Offiziere
bereitet worden iſt, ſehr lobend aus.
Edmond Audemars wurde am 3. Dezember 1882
zu Genf geboren. Er wurde zuerſt Rennfahrer, konnte
jedoch auf dem Zweirad keine bedeutenden Erfolge
er=
ningen und wandte ſich deshalb ſpäter dem Motorradſport
zu. Er fuhr hauptſächlich für die Fabrik Motoſacoche und
gewann große Rennen, wie das Bergrennen um die Coupe
ellonod, das Rennen im Forſtenrieder Park bei München,
auf den Keſſelberg bei Garmiſch und trug auch den erſten
Preis im neunten Semmeringrennen davon Im Jahre
1909 wandte er ſich der Aviatik zu und machte ſeine erſten
Verſuche auf dem kleinſten Eindecker der Welt, der
Demoi=
ſelle von Santos Dumont. Mit dieſem kleinen Eindecker
übte er längere Zeit am Ufer des Ennfer Sees und ſtürzte
einmal mit der Maſchine in den See hinein, ohne jedoch
Schaden zu nehmen. Auf der Flugwoche zu Rouen
er=
reichte er mit ſeiner kleinen Maſchine die größte
Schnellig=
keit und trug den erſten Preis bei dem Meeting davon.
Auch bei dem Bäder=Meeting bei Deauville im September
1910 gelang es ihm, den erſten Geſchwindigkeitspreis zu
gewinnen. Im Winter 1910/11 ging er nach Amerika, wo
er für den „Flugzirkus” von Moiſant verpflichtet war.
Eine von ihm zuſammen mit Garros konſtruierte
Renn=
maſchine, die bei einer Länge und einer Spannweite von
nur je 6 Metern mit dem fertig ausmontierten 50=
Pferde=
ſtärken=Gnome=Motor nicht mehr wie 205 Kilogramm wog,
brachte ihm nicht die gewünſchte Selbſtändigkeit. Seit
etwa einem Jahre gehört Audemars den Bleriot=Werken
an und hat als deren Chefpilot an zahlreichen großen
Flügen teilgenommen.
* Hamburg, 20. Aug. Das Luftſchiff „Hanſa”
ſtieg heute früh um 6 Uhr 35 Minuten zu einer Fernfahrt
nach Rügen auf.
* Roſtock, 20 Aug. Um 8 Uhr 35 Min. erſchien das
Luftſchiff „Hanſa” über der Stadt, beſchrieb zwei
Schleifen und ſetzte gegen 9 Uhr ſeine Fahrt in der
Rich=
tung auf die pommerſche Küſte fort.
* Hamburg, 20 Aug. Das Luftſchiff
„Hanſa” iſt um 2 Uhr wieder über der Luftſchiffhalle
eingetroffen und kurz darauf glatt gelandet. Es war um
2½ Uhr in der Halle geborgen.
* Johannisthal, 20 Aug. Die kaiſerlich
deut=
ſche Marine erhält am 1. Oktober ihr erſtes
Zep=
pelin=Luftſchiff. Dieſes wird von Seiten des
Reichsmarineamts in einer großen Ballonhalle auf dem
Flugplatz Johannisthal ſtationiert. Das Schiff
bleibt bis auf weiteres dort. Das Reichsmarineamt
mie=
tete eine große Ballonhalle zu dieſem Zwecke.
Landwirtſchaftliches.
— Durch den Ausfall des Ziegenmarktes
in Darmſtadt iſt für Gemeinden, welche Ziegenböcke
erwerben müſſen, die frühere günſtige Gelegenheit des
Ankaufs auf dem Markt in dieſem Jahre in Wegfall
ge=
kommen. Soweit die Gemeinden ihren Bedarf an
Zie=
genböcken noch nicht gedeckt haben, bietet ſich bei
folgen=
den Veranſtaltungen Gelegenheit, Ziegenbockmaterial für
die bevorſtehende Sprungperiode käuflich zu erwerben:
bei dem am 23. September I. Js. in Groß=Umſtadt
ſtatt=
findenden Rindpiehfaſel=, Eber= und Ziegenbockmarkt, bei
der am 5. Oktober I. Js. in Fürth i. Odw. ſtattfindenden
Bezirkstierſchau.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 20. Aug. Fruchtmarkt.
Am Wochenmarkte war Landweizen und Landroggen
reichlich offeriert und zeigten ſich auch die Abgeber
wil=
liger im Preis. Gerſte in guter Qualität war geſucht
bei knappem Angebot, während weniger gute Ware ſtärker
offeriert wurde. Hafer hielt ſich feſt und auch für neue
Ernte lauten die Offerten noch hoch. Mais, ſowie
Aus=
ländiſche Brotfrüchte lagen ruhiger; letztere ſind
größten=
teils unrentabel. Bedeutendes Angebot war für
Futter=
artikel vorhanden, wobei Preisermäßigung erfolgte. Die
Forderungen für Mehl blieben unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig.
Die nordamerikaniſchen Offerten ſind wegen ſteigender
Ozeanfrachten höher. An der Berliner
Produk=
tenbörſe war Getreide matter auf das ſchöne Wetter,
das das Einbringen des Getreides begünſtigte und auf
etwas ſtärkeres Inlandsangebot. Das ruſſiſche Angebot
iſt etwas ſtärker geworden. Hafer war niedriger für
Lieferungen, nur Lokoware knapp behauptet. Nach den
letzten Kabelnachrichten von den emerikaniſchen
Getreidemärkten (New=Yorl und Chicago) war
Weizen ſchließlich williger bei etwa ½ bis ¾ Cents
Ein=
bußen, auf die Ankündigung günſtigeren Wetters in beiden
Dakotas, gute Ernteberichte aus Kanſas und die geringe
Exportnachfrage. Mais ebenfalls bis ¾ Cents
nach=
gebend auf die verſchiedenen Ernte=Meldungen und die
guten Witterungsberichte. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 19,44 Mill. Buſh. auf
19,34 Mill. Buſh und die Maisvorräte von 2,85 Mill.
Buſh. auf 2.23 Mill. Buſh. zurückgegangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 21,20—21,30, Norddd.
21,25—21,40, Kurheſſiſcher 21,25—21,40, Ruſſiſcher 23.50 bis
24,—. Laplata 23,25—23,75, Rumäniſcher 23,50—23,75,
Kanſas 23,50—24,—, Manitoba 21,75—22,50, Redwinter
23,25—23,75, Walla Walla 23,25—23,75; Roggen hieſ.
17,30—17,40, Bayeriſcher (Pfälzer) 17,30—17,50, Ruſſiſcher
18—18,10. Amerikaniſcher —,—, Rumäniſcher 18—18,10;
Gerſte (Pfälzer) 20,50—21,50, hieſ. v. Wetterauer 20 bis
21,—, Fränkiſche 20,50—21,50, Ungariſche —, —, Riedgerſte
20,50—21,50, Ruſſiſche Futtergerſte 17,59—18; Hafer
hieſ. 20,75—22,— Bayeriſcher 20,75—22,—, Ruſſiſcher
20,50—22,—, Amerikaniſcher 16,25—17,25. Rumäniſcher
20,50— 22,—: Mais mixed 15—15,25, Ruſſiſcher 15,25 bis
15,75, Donaumais 15.25—15,50, Rumäniſcher 15,50—15.75,
Laplata 15—15,25, Weißer Mais 15,25—15,75,
Weizen=
ſchalen 11—11,25, Weizenkleie 11—1125. Reggenkleie
12,75—13,— Futtermehl 14—16, Biertreber getrocknet
13,50—14; Weizenmehl hieſ. (Baſis al Mannheim) Nr. 5
31,25—31,50, feinere Marken 31,75—52, Nr. 1 29,75—30,
feinere Marken 30,25—30,50, Nr. 2 28,25—28,50, feinere
Marken 28,75—25, Nr. 3 26,75—27, ſeinere Marken 27,25
bis 27,50, Nr. 4 22,75—23, feinere Marken 23,25—23,50;
Roggenmehl hieſ. Nr. 0 26,50—27, Nr. 1 24,50—25, Nr. 2
21,50—21,75.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Dem mit H. B. unterzeichneten Herrn Einſender
des Artikels im Tagblatt vom letzten Montag möchte ich
doch erwidern, daß er mit ſeiner Behauptung, „in keiner
Stadt würde dem Hausbeſitzer mehr zugemutet, wie in
Darmſtadt” nicht ganz im Recht iſt. Soviel ich mich
ent=
ſinne, wird das Waſſergeld ſtets von dem Hausbeſitzer
erhoben, und die Städte, wo das nicht der Fall ſein ſollte
ſind ganz gewiß vereinzelt. Ich bin allerdings hier
Mie=
ter, ich war jedoch am Ort meiner früheren Amtstätigkeit
Hausbeſitzer und habe ſtets, wie man das anders ja gar
nicht gewußt, das Waſſergeld bezahlt. Allerdings belief
ſich der Verbrauch an Waſſergeld auf höchſtens 15 Mark
pro Vierteljahr; wie der Herr Einſender auf 600 Mark
jährlich gelangt, iſt mir unverſtändlich. Oder ſind die
Waſſergebühren hier derart hoch? Ich bin allerdings
Neudarmſtädter, und kann auf Grund meiner früheren
Erfahrungen nicht von einer übergroßen Billigkeit der
Wohnungen und des Haushalts hier ſprechen. Die
Woh=
nungen ſtehen hier ungefähr in derſelben Preislage wie
in Straßburg oder Mülhauſen i. Elſ. Die Mieten ſind
niedriger hier als in Mainz oder Frankfurt a. M.; dafür
ſind dies aber auch Geſchäftszentren von bedeutenderem
Umfange als Darmſtadt. Der Ausdruck „non olet” dürfte
daher mindeſtens in gleichem Umfange auf das
Mon=
tags=Eingeſandt Anwendung finden, da deſſen Verfaſſer
ebenfalls von egoiſtiſchen Anwandlungen nicht frei zu
ſein ſcheint.
E. Ch.
— Im „Eingeſandt” Ihres Blattes vom Montag
leſe ich ſoeben unter dem Kapitel „Waſſerſteuer”, daß ein
Mieter ohne Bedenken, um ein Fläſchchen Bier zu kühlen,
eine halbe Nacht das Waſſer habe laufen laſſen. Dies
iſt mir als Hausbeſitzer ſchon öfters begegnet, außerdem
hat einmal ein Mieter mit ſeiner Familie eine
mehr=
wöchige Badekur auf meine Koſten abſolviert. Auf meine
Anfrage wegen des großen Waſſerverbrauchs erhielt ich
zur Antwort: „Ich bezahle meine Miete und kann ſo viel
Waſſer verbrauchen, als ich will.‟ Im Intereſſe des
Mieters ſelbſt liegt es, wenn dieſer den Waſſerverbrauch
ſelbſt bezahlt, um ohne Rückſicht davon Gebrauch machen
zu können, hauptſächlich bei Badekuren in
Krankheits=
fällen. Es iſt eine Ungehörigkeit, etwas bezahlen zu
müſſen, was ein anderer verbraucht. Gas und elektriſches
Licht haben ja die Mieter auch zu zahlen. Es wäre
endlich an der Zeit, daß dieſe ungerechte Belaſtung
auf=
gehoben und eine gerechte dafür eingeführt würde.
Wir ſchließen hiermit die Erörterung über dieſe
An=
gelegenheit.
D. Red.
Vermiſchtes.
CK. Grubenexploſionen und Erdbeben.
Der Grubenexploſion in Bochum, die ſich am 8. Auguſt
ereignete, folgte faſt unmittelbar eine Reihe von
Erd=
erſchütterungen, die am nächſten Tage in dem großen
Erdbeben am Marmaraſee ihren Höhepunkt erreichten.
Dieſes zeitliche Zuſammentreffen der Ereigniſſe
veran=
laßt den Matin, die Frage nach der Möglichkeit eines
Zuſammenhanges zwiſchen Erdbeben und
Grubenexplo=
ſion aufzuwerfen; eine Reihe von Tatſachen legt den
Gedanken einer ſolchen Möglichkeit nahe. Am 18. Juni
1885 wird in York ein Erdbeben beobachtet, am ſelben
Tage ereignet ſich in Clifton Hall eine
Schlagwetterkata=
ſtrophe, die 110 Opfer fordert. Am 23. Februar 1887 tritt
in Italien und in Südfrankreich ein Erdbeben ein; am
1. März fordert die Grubenexploſion von Saint=Etienne
75 Tote, und fünf Tage ſpäter, am 5. März, eine zweite
Exploſion in Mons 150 Tote. Am 1. November 1888
wird in Bigne ein Erdbeben beobachtet, am 3. November
kommt die Grubenexploſion von Campagnac mit achtzig
Toten. Am 30. Oktober 1900 Erdbeben in Venezuela;
am 3. November Grubenexploſion in Philippi in den
Vereinigten Staaten, 32 Tote und 110 Verwundete. Am
17. Mai 1902 Erdbeben in Guatemala; am gleichen Tage
Grubenexploſion in Coal Creek in den Vereinigten
Staa=
ten, 300 Opfer. Am 7. März 1906 Erdbeben in Santa
Lucia auf den Antillen; am 10. März die furchtbare
Gru=
benkataſtrophe in Courriéres, 1200 Opfer. Am 18. und
24. Januar Erdbeben in Italien; am 28. Januar die
Grubenexploſion von Saarbrücken. 200 Opfer. Und am
15. Oktober 1911 Erdbeben auf Sizilien; drei Tage ſpäter,
am 18. Oktober, fordert die Grubenexploſion von Saint=
Etienne 26 Opfer.
Literariſches.
* Eine merkwürdige Broſchüre betitelt
„Die wunderherrliche Bergſtraße Heſſens
ihrer Mängel die Menge und deren Behebung” von
Werner v. Keller, Preis 50 Pfg. iſt im Verlag von Heinrich
Schrodt in Darmſtadt erſchienen, eine Broſchüre, über die,
je nach ſeinem Temperament, der eine lachen, der andere
ſich ärgern wird. Mag der Verfaſſer mit dieſer Broſchüre
auch gute Abſichten verfolgt haben — das iſt ſchließlich ja
das mindeſte, was man verlangen kann, da ſie doch kein
Pamphlet ſein will —, ſo iſt ſie doch in jeder Hinſicht als
verfehlt zu bezeichnen. Die Anordnung und Behandlung
des Stoffes ſind verworren, die Schreibweiſe des
Ver=
faſſers iſt ſchwerfällig, ſtrotzend von geſuchten,
ge=
lehrten Fremdwörtern und Zitaten, kurze abrupte Sätze
wechſeln mit endloſen Schachtelſätzen ab, ſo daß ſchon die
Lektüre dieſer „raſch hingeworfenen” Schrift nicht
beſon=
ders erquicklich iſt
Nach einer überſchwenglichen Lobpreiſung der
Schön=
heiten der Bergſtraße, die der Verfaſſer erſt entdeckt zu
haben ſcheint, lädt er ſeinen, wie es ſcheint, lang gehegten
Groll ab. Zuerſt kommen die armen Lehrer der Bergſtraße
an die Reihe, über die er die volle Schale ſeines heiligen
Zornes ausgießt, ſie ſind „oberflächlich, eitelſtreberlich
oder ſelbſtſüchtig bequem und von ſich eingenommen”
dann wird über ein Auerbacher Burgfeſt in wahrhaft
kind=
licher Weiſe hergezogen, weiter entlädt der Verfaſſer ſeinen
Zorn über das Fremden= und Kurblatt, die Rothſche
Heimatskunde, den Windhaus=Anthesſchen Führer ꝛc.
Beſonders aber haben es ihm die Verkehrsvereine angetan,
an denen er in ſeiner Einſeitigkeit und Gehäſſigkeit kein
gutes Haar läßt, „für ſie ſchienen die Kurintereſſen in
Wirklichkeit gar nicht mehr vorhanden zu ſein” und was
der Liebenswürdigkeiten mehr ſind. Der Verfaſſer iſt
nämlich Gegner der elektriſchen Bergſtraßenbahn: „Das
Bähnchen brauchen wir nicht, im Gegenteil, wir fürchten,
daß es einen ganz „verkehrten” Ton mit ſeinem „Verkehr”
in veritable Kurorte tragen werde” (!) Weiterer
Liebens=
würdigkeiten des Verfaſſers haben ſich die Preſſe und die
Stadt Darmſtadt zu erfreuen. Was er über letztere ſagt,
verdient niedriger gehängt zu werden: „Wie iſt hier alles
noch ſo traurig enge, der Geſichtskreis der Bürger wie
das ganze Leben in der Stadt, philiſtröſe Sparſamkeit bis
zu Pfennigfuchſerei.” Bei der Flugkartenwoche der
Groß=
herzogin hätten die ausführenden Kräfte der Idee der
Großherzogin nicht entſprochen. Und das wagt der
Ver=
faſſer zu behaupten angeſichts des beiſpielloſen Erfolges
dieſer Veranſtaltung. Nur er allein hat vorher berechnen
önnen, eine wie große Anzahl von Poſtkarten nötig ſein
werde — allerdings nachdem die Poſtkartenwoche
vor=
über war.
Nur drei erfreuen ſich der Gunſt des Verfaſſers: Der
Beſitzer des Hotels „Zur Krone” in Auerbach, für das die
Schrift, natürlich unabſichtlich, ſtarke Reklame macht, Herr
Hans R. Fiſcher (für den auch wir viele Sympathien
haben) und Se. Königliche Hoheit der Großherzog, dem
im letzten Kapitel in einer bis zur Aufdringlichkeit
über=
ſchwenglichen Weiſe gehuldigt wird. Das hält den
Ver=
faſſer aber nicht ab, in takt= und geſchmackloſer Weiſe ſich
über die Erziehungsgrundſätze im Großherzoglichen
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
Haufe auszulaſſen und den Großherzog gegen ſeint
Land und ſeine Reſidenz auszuſpielen.
Der Verfaſſer iſt ein Idealiſt, um nicht zu ſagen ein
Phantaſt, der nicht mit den gegebenen Verhäktniſſen zu
rechnen imſtande iſt und ſich die Dinge nach ſeinem Kopf
zurechtlegt und ſich einen Popanz ſchafft, auf den er dann
losſchlägt. So wird die Schrift der Bergſtraße und
unſerer Stadt nicht nur nicht nützen, ſondern ihrem
An=
ſehen auswärts ſchaden, wenn ſie auswärts überhaupt
geleſen wird; bei uns zu Lande weiß man, was man
da=
von zu halten hat. Der Verfaſſer will ein Freund der
Bergſtraße ſein, und ſo kann man auch hier nur ſagen:
„Gott ſchütze uns vor unſeren Freunden.”
— Im Hans Sachs=Verlag, München, erſchienen zwei
neue Werke: 1. Hans von Hülſen, Die ſeidene
Feſſel. Preis 2 Mk. Der durch ſeinen Roman „Das
aufſteigende Leben” in literariſchen Kreiſen raſch bekannt
gewordene Autor läßt ein neues Buch hinausgehen.
Seidene Feſſeln! — Wer kennte ſie nicht, dieſe zarten und
holden Bande, die uns mit dem Leben verbinden? —
Aber es iſt Geſetz, daß der Künſtler ſie abſtreifen muß,
um zu der Freiheit zu gelangen, die ſein Schaffen
uner=
bittlich fordert. — Dies Thema paraphraſiert der Dichter
fünfmal: auf ernſte, traurige, witzig=melancholiſche und
tiefironiſche Weiſe. Freunde einer zarten,
ariſtokrati=
ſchen und gedankenvollen Kunſt werden dieſe Sammlung
willkommen heißen. 2. Dr. Reinhold Eichacker, „Nach
Sonnenuntergang‟ Preis 2 Mk. Eine
ausge=
wählte Sammlung der reifſten und ſchönſten Dichtungen,
die in keiner Bibliothek fehlen dürfen. Ein Geſchenk von
bleibendem Wert.
Die Lage in der Türkei.
* Saloniki, 20. Aug. Im Laufe des geſtrigen
Tages ſind weitere Truppentransporte von
hier nach Köprülü abgegangen, wo Vorbereitungen gegen
etwaige Umgehungsmanöver der Arnauten getroffen
worden ſind. Said Paſcha, der Kommandant des
Sa=
loniker Korps, iſt mit der Leitung der Truppenbewegung
der in Köprülü konzentrierten Truppen betraut worden.
Der Markt in Köprülü iſt infolge der dort herrſchenden
Aufregung geſperrt.
* Saloniki, 20. Aug. Die Montenegriner
ſetzen die Feindſeligkeiten gegen Berane fort.
Ibrahim Paſcha veranlaßte von Uesküb aus die
Ein=
berufung der Redifs von Ipek und Djakova. Falls dieſe
dem Rufe Folge leiſten, ſollen ſie nach Berane geſchickt
werden.
* Saloniki, 20. Aug. Die Führer des
jung=
tärkiſchen Komitees haben 27 Provinzkomitees
für den am 15. Ramaſam in Konſtantinopel
ſtattfinden=
den Jungtürkiſchen Kongreß einberufen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 20. Aug. Der morgigen Truppenſchau
vor dem Kaiſer wird der Expräſident von Mexiko, Diaz,
beiwohnen. Ein Offizier des hieſigen Gouvernements iſt
ihm zur Führung beigegeben.
Berlin, 20. Aug. Prinz Heinrich von
Preußen traf heute früh 8 Uhr 15 Min. auf dem
Bahn=
hof Friedrichſtraße ein und ſetzte ſeine Reiſe nach Japan
fort. Am Bahnſteige waren die Herren der japaniſchen
Botſchaft erſchienen.
* Kronberg, 20. Aug. Der Kaiſer beſuchte heute
vormittag die Burg Kronberg, die mit ſeiner
Unter=
ſtützung zu einem hiſtoriſchen Muſeum hergerichtet wurde.
Den Anfang zur Reſtauration der Burg hatte Kaiſerin
Friedrich im Jahre 1896 gemacht. Prinz Friedrich Karl
von Heſſen ſetzte die Reſtauration fort — Zur
Mittags=
tafel waren geladen: Oberſt Freiherr Treuſch v. Buttlar=
Brandenfels, Oberſt v. Dradisci=Wächter, ferner Profeſſor
Spieß und Sanitätsrat Dr. Spielhagen, ſowie
Bürger=
meiſter Pitſch.
Paris, 20. Aug. Wie verlautet, ſind die
veröffent=
lichten Angaben über den Entwurf des ſpaniſch=
fran=
zöſiſchen Vertrages verfrüht. Die während der
Reiſe Poincarés faſt vollſtändig unterbrochenen
Beſprech=
ungen werden nach der Rückkehr des
Miniſterpräſi=
denten wieder aufgenommen werden. Gewiſſe Fragen, die
als endgültig geregelt dargeſtellt wurden, ſchweben noch
* Brüſſel, 20. Ang. Die Königliche Familie
iſt nach Poſſenhofen abgereiſt.
* Sofia, 20. Aug. Beide Söhne des Königs
begeben ſich auf Einladung Kaiſer Wilhelms zu den
Manövern nach Deutſchland.
* Tabora, 20. Aug. Von der Reiſe Dr. Solfs
iſt während der letzten Woche zuſammenfaſſend zu
be=
richten: Der Staatsſekretär, der am 8. Auguſt
Mozam=
bique verließ, traf am 10. Auguſt in Lindi ein und hatte
dort mit den Farmern des Bezirks eine Beſprechung
wegen der Förderung der Baumwollkultur, die dort eine
überraſchend günſtige Ausſicht bietet. Die Anſiedler klagen
nur über Transportſchwierigkeiten und wünſchen die
Er=
bauung einer Eiſenbahn. Am 11. Anguſt war Dr. Solf
in Zanzibar, wo er verſchiedene Pflanzungen beſuchte. Er
traf, vom Gonverneur und der Bevölkerung begrüßt. am
12. Auguſt in Dares=Salam ein. Bis zum 15. Auguſt
wur=
den die ſtädtiſchen Einrichtungen beſichtigt und die
Miſ=
ſionen beſucht. Auch fanden eingehende Verhandlungen
mit den wirtſchaftlichen Verbänden ſtatt. Am 16. Auguſt
reiſte der Staatsſekretär auf der Zentralbahn ins Innere
und traf geſtern in Tabora ein.
* Lima, 20. Aug. Billinghurſt iſt zum
Präſi=
denten der Republik Peru gewählt worden.
* Hongkong, 20. Aug. Vierzig bewaffnete Räuber
bemächtigten ſich einer Dampfbarkaſſe und fuhren nach der
Inſel Tſchungtſchau bei Hongkong. Dort griffen ſie die
Polizeiſtation an, töteten einen indiſchen Unteroffizier und
zwei Polizeibeamte, erbrachen den Geldſchrank und
erbeu=
teten tauſend Dollar, ſowie eine Anzahl Gewehre und
Bajonette. Ein chineſiſcher Bankier wird vermißt. Es
wird angenommen, daß er von den Räubern fortgeſchleppt
wurde. Die Räuber kehrten an Bord der Barkaſſe zurück
und entkamen.
Verlin, 20. Aug. Heute vormitag traf die
Prin=
zeſſin Mary von England in Begleitung einer
Hofdame und des Oberſten Dogdal von Neuſtrelitz hier
ein, um die hieſigen Sehenswürdigkeiten zu beſichtigen.
— Nürnberg, 20. Aug. Bei einem
Automobil=
ausflug, den fünf junge Leute heute früh 3 Uhr
unter=
nahmen, überließ der Chauffeur einem Fahrgaſt auf
deſ=
ſen Bitten die Steuerung, obgleich dieſer des Fahrens
unkundig iſt. Das Automobil fuhr gegen eine
Telegra=
phenſtange, ſtürzte um und die ſechs Inſaſſen wurden
herausgeſchleudert und verletzt, zwei davon
ſchwer.
— Partenkirchen, 20. Aug. Der Privatſekretär des
hier weilenden Dr. Böhm aus Berlin, Dittmann,
ebenfalls aus Berlin, iſt bei einer Tour auf die
Dreitor=
ſpitze abgeſtürzt. Die Leiche konnte geborgen werden.
HB. Dresden, 20. Aug. Das Jugendgericht des
Dresdener Landgerichts verurteilte heute vormittag die
13jährige Schülerin Marta Tietze aus Dresden wegen 12
ſchwerer Einbrüche zu einem Jahr Gefängnis.
Die Mutter des Mädchens, die Witwe Minna Tietze,
Mutter von neun Kindern, die dem Trunke ergeben iſt,
wurde wegen Hehlerei zu anderthalb Jahren
Zuchthaus verurteilt. Das Mädchen hatte die
Ein=
brüche in raffinierteſter Weiſe in Dresdener Wohnungen
und in Villen in den Vororten verübt, wobei es
haupt=
ſächlich auf Bargeld und Juwelen ausging. Der Wert
der geſtohlenen Sachen beläuft ſich auf über 6000 Mark.
H. B. Wien, 20. Aug. In hieſigen diplomatiſchen
Kreiſen glaubt man, daß durch die raſch erfolgte
Zu=
ſtimmung der Mächte zu dem vom Grafen
Berchtold angerregten Meinungsaustauſch
die bereits ſich bedrohlich geſtaltende Lage in
Konſtan=
tinopel und Albanien viel von ihrem Ernſt verloren hat.
Die Einigkeit der Großmächte ſei für die radikalen
Ele=
mente ſowohl in Konſtantinopel als auch in Albanien
eine ernſte Mahnung, die pazifizierende Politik der
gegen=
wärtigen türkiſchen Regierung nicht in chauviniſtiſcher
Weiſe zu durchkreuzen.
H. B. Paris, 20. Aug. Der franzöſiſche
Kreu=
zer „Marſeille” iſt geſtern von Antwerpen kommend
wider in Breſt eingetroſſen. Die Leute der Beſahung
er=
klärten, daß mehrere ihrer Kameraden unzufrieden geweſen
ſeien, weil ſie keinen Urlaub erhielten. Dieſe Leute hätten
dann in der Nacht ohne Erlaubnis das Schiff verlaſſen
und wären an Land gegangen. Einer dieſer
Unzufriede=
nen habe mit Sabotage gedroht und man habe ihn in
einer Kantine eingeſperrt. Die Mannſchaft des Schiffes
erhielt geſtern nach der Ankunft in Breſt zahlreiche
Strafen wegen Vergehung gegen die Disziplin.
HB. Petersburg, 20. Aug. Der in Taſchkent zur
Verhandlung gelangende Prozeß gegen die Sap= die kürzlich dort revoltierten, hat ergeben, daß
ſich in Moskau das Zentrum einer militäriſchen
Organi=
ſation befindet, die es ſich zur Aufgabe geſtellt hat, Heer
und Marine zur Empörung zu bringen, um ein neues
Wahlgeſetz und eine neue Verfaſſung durchzuſetzen.
Liebste Mutter, es geht mir schlecht!
Wir dachten, die Höhenluft ſollte mir gut tun,
der Arzt hier aber ſagt, ich hätte an die
See=
gehen müſſen. Nun bin ich aber einmal hier=
und mein Zuſtand erlaubt mir auch nicht,
ſo=
fort wieder abzureiſen. Nun bitte ich dich, ſchicke
mir doch gleich ein paar Schachteln Fays ächte
Sodener Mineral=Paſtillen, die mir immer ſo
gut getan und meine Beſchwerden immer
ge=
mildert haben. Ich hoffe, wenn ich erſt Fays
Sodener wieder habe, wird auch der
Höhenaufent=
halt mir leidlich nützen. Schachtel 85 Pfg. (16637II
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinungt
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tei. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Danksagung.
Für die vielen Beweise inniger Teilnahme an dem uns so schwer
be-
troffenen Verluste unseres lieben, unvergesslichen Bruders
Herrn Geora Auaust May
Küfer und Weinhändler
sagen wir Allen, die ihm während seiner Krankheit mit Besuch tröstend
ent-
gegenkamen, für die opferwillige Pflege der I. Schwestern und feierliche
Ein-
segnung des Herrn Geistlichen des Elisabethenstifts, sowie die überaus
zahl-
reichen Beileidsbezeugungen von nah und fern, die reichen Blumenspenden,
insbesondere Herrn Pfarrer Wagner unserer Petrusgemeinde für seine trostreiche
Grabrede, sowie Allen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen, nur auf diesem
Wege unseren aufrichtigen Dank.
(B17501
Darmstadt, Frankfurt a. M., den 20. August 1912.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Dankſagung.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
ſagen wir für die vielen Beweiſe herzlichſter
Teil=
nahme bei dem Ableben meines lieben Gatten
und unſeres guten Vaters unſeren aufrichtigſten
(17531
Dank.
Frau Margaretha Heppenheimer
nebst Kindern.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der Kern der weſtlichen Depreſſion liegt über den
britiſchen Inſeln. Randtiefs brachten in Deutſchland
ſtrichweiſe Regen, die aber meiſt nicht ſehr ergiebig
waren. Bei ſüdweſtlichen Seewinden haben wir
viel=
fach trübes, regueriſches Wetter. Die Temperaturen
ſind an einigen deutſchen Stationen etwas geſtiegen.
Ueber der Oſtſee fällt der Luftdruck, während er über
Frankreich ſteigt. Die Depreſſion dürfte in der
Haupt=
ſache nach Nordoſten weiter wandern. Ueber der Oſtſee
ſcheint ſich ein Teiltief auszubilden. Wenig Aenderung
in Ausſicht.
Ausſichten für Mittwoch, den 21. Auguſt: Trüb,
Regenſchauer, Temperatur wenig verändert; Weſtwind.
Tageskalender.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Lutherfeſtſpiel: Probe für den Nonnenchor um
8 Uhr im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23.)
Kaiſer Wilhelm in der Kolonie Altenhof aus Anlaß
der Jahrhundertfeier der Kruppſchen Werke; Porträts
vom Tage; Kaiſer Wilhelm auf der Unglücksſtätte des
Grubenunglücks auf der Zeche Lothringen; die
Ange=
hörigen der Verunglückten vor dem Zechengebäude; die
Beſtattung der Todesdpfer.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 22 Auguſt.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Saal=
bauſtraße 70.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Deut und Belagt z. 6. Witichſch. Sftuchenicerit
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Kurt
Mitſching; für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungen aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich
in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die „Redaktion des Tagblatts” zu
adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen ſind
beizu=
fügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Un=
verlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912
Nummer 196.
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Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
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Nordlandfahrt, 17. Auguſt in
Diger=
mulen.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
21. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapellg
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. „Huſaren heran” Marſchlls
Deli=
von Herrmann. 2. Ouverture zu
„Richard III.” von Titl. 3.
Ein=
leitung und Brautchor aus der
Oper „Lohengrin” von Wagner.
4. Walzer aus der Operette „Dashr lannkacken
Puppenmädel” von Fall. 5. „Aus
Adams Zeiten”, Fantaſie über
Adamſche Opernmelodien von
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und Kriegshinterbliebenen durch die Reichsgeſetzgebung bleibt noch
Raum genug dafür, unſeren Dank für die großartigen Leiſtungen
unſeres tapferen Heeres dadurch zu betätigen, daß wir in der Zeit
des 2. September in Gotteshäuſern oder bei ſonſtigen Vereinigungen
durch unſere Gaben dazu beitragen, das Los der Opfer des
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maligen Krieges auch weiterhin beſſer zu geſtalten, als Reich und
Staat allein es vermögen.
Wir wenden uns daher an die Pfarrämter und
Kirchenvor=
ſtände mit der herzlichen Bitte, bei den betreffenden Gottesdienſten
und Kaupstr. 42 (Riegerpl.). Kollekten für jenen Zweck zu erheben.
Unſere Zweigvereine erſuchen wir, für die Verbreitung dieſer
Anſprache und Durchführung unſerer Sammlung eifrig zu wirken,
insbeſondere an geeigneten Orten Sammelbüchſen aufzuſtellen.
Wir bitten endlich, die Erträgniſſe der Sammlungen durch
Poſt=
einzahlung an unſeren Schatzmeiſter, Herrn I. Hauptſtaatskaſſedirektor
Dexheimer, Neckarſtraße 13, dahier, einzuſenden.
Darmſtadt, den 18. Auguſt 1912
am Tage der Schlacht bei St. Privat=Gravelotte.
Der heſſiſche Landesverein vom Roten Kreuz, als
Landes=
verein der Kaiſer=Wilhelm=Stiftung für Deutſche Invaliden.
Der Vorſtand.
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Korwan, Generalleutnant z. D., Dr. Weber, Miniſterialrat,
Vorſitzender.
Schriftführer.
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M
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
Das Annaſtift in Beſſungen.
Die in Nr. 174 des Darmſt. Tagblatts enthaltene
aus=
führliche Abhandlung über die früheren, troſtloſen Zuſtände
an der techniſchen Fortbildungsſchule Annaſtift hat mich ſehr
intereſſiert, um ſo mehr, als ich ſelbſt ſpäter 22 Jahre lang
Lehrer an der Anſtalt war. Als ich im Jahre 1887 auf
dringendes Erſuchen einiger Herren des Beſſunger
Ge=
meinderats Unterricht im Zeichnen, Deutſch, Rechnen,
Buchführung und Wechſellehre an der Schule übernahm,
waren die Verhältniſſe über Schulbeſuch und Leiſtungen
noch ebenſo traurige, wie ſie der Berichterſtatter in obiger
Nummer ſchildert.
Der alte Zeichenlehrer Sch, war geſtorben und an
ſeine Stelle trat Hr. Neuſchäfer (Baumeiſter genannt). Für
eine neue 2. Lehrerſtelle wurde vom Gemeinderat ein
Ge=
halt geſchaffen und die Verſehung derſelben mir
über=
tragen. Auch wurden beim Uebergang der Gemeinde an
die Stadt Darmſtadt aus der Beſſunger Sparkaſſe 1000
Mark der Kaſſe des Annaſtifts überwieſen, aus deren
Zinſen jährlich Prämien für brave, fleißige Schüler
be=
ſchafft werden ſollten. Der neue Vorſtand des Annaſtifts
beſtand aus dem Beigeordneten Ph. Wittmann (
Vor=
ſitzender), Reviſor Hch. Mayer (Schriftführer), Ph. Meß
(Rechner), und den beiden Lehrern Neuſchäfer und Lanz.
Die Jahre 1888 und 1889 waren aber für die Schule
teilweiſe immer noch ungünſtig, weil der 1. Lehrer Hr. N.
in dem alten Schlendrian fortwurſteln wollte. Da er den
Anordnungen des Vorſtandes nicht nachkam und die
Sitz=
ungen nicht beſuchte, ſo wurden ihm darüber Vorwürfe
gemacht. Daraufhin legte er anfangs 1889 den Unterricht
hin, welcher nun Herrn Bauaufſeher Creter übertragen
wurde. Ueber die Auseinanderſetzungen mit Herrn N.
reden die Sitzungsprotokolle von 1888/89 eine ſehr erregte
Sprache.
Im Juni 1889 wurde Herrn Creter die Lehrerſtelle für
gewerbliches Zeichnen, Rechnen und Materialienkunde
de=
finitiv übertragen und von beiden Lehrern ein Lehrplan
für die Schule aufgeſtellt, welcher heute noch beſteht.
Die Gemeinde Beſſungen ſtellte die Schullokale,
Heiz=
ung, Licht und einen Teil der Beſoldungen für die Lehrer.
Das Fehlende wurde aus den Zinſen des
Stiftungs=
kapitals, der Schülergelder und dem Zuſchuß aus der
Zentralſtelle beſtritten.
Wie der Bericht obigen Artikels richtig meldet hatte
ſich die Zentralſtelle in den letzten Jahren des
Zeichen=
lehrers Schp. nicht mehr um die Schule bekümmert, weil
letztere an den öffentlichen Ausſtellungen von
Schüler=
arbeiten nicht mehr teilnahm. Um das Intereſſe der
Zen=
tralſtelle für die Schule wieder zu wecken, bat ich den
Se=
kretär derſelben, Herrn Dr. Heſſe, durch einen Herrn der
Schulkommiſſion die Schule Annaſtift beſuchen zu laſſen,
was auch bald durch Herrn Realſchuldirektor Albert ge=
ſchah. Dieſer Beſuch von Seiten der Zeuralſiele, ſowie
eine Ausſtellung von Zeichnungen und ſchriftlichen
Ar=
beiten in der Turnhalle der Beffunger Knabenſchule und
Beteiligung an der Ausſtellung für Schülerarbeiten der
Provinz Starkenburg in Heppenheim im Jahr 1890,
brachte die Schule bei der Beſſunger Bevölkerung bald
wieder zu Anſehen. Die Schülerzahl, welche im Jahre
1888/89 51 betrug, wuchs ſo raſch heran, daß nach einigen
Jahren die Schüler der 3 Jahrgänge und einige ältere
Schüler dazu etwa 105 betrugen.
Bei der Vereinigung der Gemeinde Beſſungen mit
Darmſtadt wurde das Annaſtift materiell, beſonders die
Lehrerbeſoldungen, beſſer geſtellt. Und als für die
Leitung der Handwerkerſchule in Darmſtadt ein Direktor
angeſtellt wurde übertrug man dieſem auch die Aufſicht
über das Annaſtift. Dabei wurde der Charakter der
Stif=
tung vollſtändig gewahrt, indem der Rechier der beiden
Anſtalten fürs Annaſtift beſondere Rechnung ſtellen muß.
Als die beiden Lehrer die große Schülerzahl nicht
mehr allein unterrichten konnten, ſtellte ich an den
Vor=
ſtand der Darmſtädter Gewerbeſchule die Bitte, noch je
einen Lehrer für die Sonntag= und Abendſchule anzuſtellen,
was auch geſchah, ſo daß jetzt am Annaſtift 6 Lehrer, 3 für
den Sonntag= und 3 für den Abendunterricht tätig ſind.
Die beiden Lehrer Cr. und Lz. hatten Sonntag= und
Abendunterricht; jetzt iſt der Unterricht bezüglich der
Lehr=
kräfte Sonntags und abends getrennt, ſo daß gegenwärtig
am Annaſtift 6 verſchiedene Lehrer unterrichten.
Die Schule, welche früher in dem Beſſunger
Mädchen=
ſchulhaus untergebracht war (das Knabenſchulhaus iſt
erſt ſpäter gebaut worden), wurde anfangs der 90er Jahre
in das Knabenſchulhaus verlegt. In dieſen für den
Zeichenunterricht ganz ungeeigneten Räumen befindet ſich
das Annaſtift heute noch, nicht zur Freude ſeiner Lehrer
und der Lehrer an der Volksſchule, denn gegenſeitige
Plackereien und unliebſame Vorkommniſſe laſſen wünſchen,
daß die Handwerkerſchule Annaſtift bald in beſſere,
ge=
eignetere Räume untergebracht wird.
Lz.
Vermiſchtes.
— Ein unbekannter Sinn der Inſekten. Der berühmte
Naturforſcher Henri Fabre veröffentlicht in der
Daily Mail einen intereſſanten Aufſatz, der ſich mit einem
der Forſchung bisher unbekannten Sinne der Inſekten
beſchäftigt In ſeiner ſchlichten anſchaulichen Weiſe
illuſtriert der greiſe Gelehrte die Sachlage an einem
Bei=
ſpiel. Es gibt einen Wurm, einen ſogenannten
Grau=
wurm, der die natürliche Nahrung gewiſſer Inſekten
bil=
det. Ohne ihn kann die Biene nicht beſtehen. Keine
ſicht=
baren Anzeichen verraten den Schlupfwinkel dieſes
Wurmes, der mehrere Zentimeter tief unter der
Erdober=
fläche im Dunkel waltet. Plötzlich ſieht man, wie ein
Inſelt an einer beſtimmen Stelledes Bodens zu graben
beginnt. Bei größter Aufmerkſamkeit und auch mit Hilfe
der Lupe iſt nichts ſcheinbar, was auf das Vorhandenſein
des Wurmes ſchließen läßt. Aber der Grauwurm iſt da,
tief in der Erde. Durch welchen Sinn hat das Inſekt
den im Unſichtbaren verborgenen Wurm wahrgenommen?
Der Taſtſinn, der in den Fühlern lokaliſiert iſt, bleibt
außer Frage, denn der Wurm iſt eine Reihe von
Zenti=
metern tief im Boden vergraben. Bleibt alſo der
Ge=
ruchſinn. Man weiß, daß die Inſekten einen oft recht
hoch entwickelten Geruchſinn entwickeln, aber man weiß
nicht unumſtritten, wo dieſer Geruchſinn beim Inſekt
lokaliſiert iſt. Man behauptet in den Fühlern: wobei es
ſchwer verſtändlich bleibt, wie dieſe hornartigen Stück um
Stück zuſammengefügten Segmente die Funktion unſerer
Nüſtern erfüllen ſollen. Aber die Frage iſt ſelbſt bei der
Annahme einer ſolchen Möglichkeit nicht geklärt; der
Geruchſinn kann nicht walten, wo kein Geruch vorhanden
iſt. Fabre hat nun den Grauwurm auf ſeinen
Geruch=
hin unterſucht und nicht die geringſten Spuren eines
wahr=
nehmbaren Geruches feſtſtellen können. Zudem liegen ſtark
duftende dichte Erdſchichten zwiſchen dem Jäger und
ſeinem Ziel. Bleibt alſo nur das Gehör, ein Sinn, über
deſſen Ausbildung bei den Inſekten die Entomologie noch
nicht genügend unterrichtet iſt Man nimmt an, daß der
Gehörſinn ebenfalls in den Fühlern liegt, und es iſt auch
denkbar, daß dieſe zarten delikaten ſtets vibrierenden
Organe für Schallwellen eine feine Aufnahmefähigkeit
be=
ſitzen. Aber welches Geräuſch kann die Erdſchichten
durch=
dringen? Es müßte ein verhältnismäßig ſtarkes Geräuſch
ſein: in Wirklichkeit aber iſt gar keines vorhanden. Denn
der Grauwurm iſt ein Nachttier. Beim Tage ſchläft er,
ſeine Nagewerkzeuge ruhen, ja er krümmt ſich nicht
ein=
mal Er liegt vollkommen bewegungslos wie tot: das
Gehörsorgan des Inſektes kommt alſo nicht in Betracht.
Was bleibt übrig? Nur ein Sinn, den wir Menſchen
nicht kennen, nicht beſitzen und uns daher nicht
vorzuſtel=
len vermögen. „Wir ſind nun einmal geneigt alle Dinge
von unſerm Standpunkt aus zu betrachten, legen den
Tieren unſere Fähigkeiten der Wahrnehmung bei und
den=
ken nie daran, daß ſie andere Sinne haben können, die
uns unvorſtellbar ſind und ſo fremd wie etwa der
Farben=
ſinn, wenn wir blind wären.” Mit unſeren Sinnen bleibt
das Phänomen, daß die Biene den Grauwurm, dieſen
ſchlimmſten Feind der Gartenkultur unſehlbar findet — auch
dort, wo er weder geſehen, gehört noch gerochen werden
kann — ein Rätſel, das ſich jedem Vergleiche entzieht und
uns zwingt einzuräumen, daß die Tiere Wahrnehmungen
machen können, die außerhalb des Kreiſes unſerer fünf
Sinnc liegen.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Seite 11
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Inhalt. 1 Heft. 2 Paar Manſchetten. 1 neue Herrenunterhoſe.
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Quittungskarte, auf den Namen Rühl ausgeſtellt. (17462
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
lcher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſnden ſich: 1 Pinſcher, 1 Dobermann. 2 Spitzbunde, 1 Foxterrier,
1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſreigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(17465
gag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung
über die Dauer des Geſindedienſtverhältniſſes.
Nach den Beſtimmungen der Artikel 6 und 7 des Geſetzes, die
Heſindeordnung betreffend, vom 28. April 1877 in der Faſſung vom
— Auguſt 1899 und des Ortsſtatuts für die Stadt Darmſtadt, vom
*2. Februar 1900, gelten ſämtliche Dienſtbotenverträge, für welche
icht ausdrücklich eine beſtimmte Dienſtdauer vereinbart oder aus
en Umſtänden zweifellos zu entnehmen iſt, als auf die Dauer
ines Kalendervierteljahres abgeſchloſſen.
Wird ein ſolcher Dienſtvertrag nicht vier Wochen vor dem
Ablauf des Kalendervierteljahres aufgekündigt, ſo iſt er
ſtill=
ſchweigend auf ein weiteres Kalendervierteljahr als erneut
anzuſehen.
Es ergibt ſich hieraus, daß in der Stadt Darmſtadt
Dienſt=
wotenverträge nur auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli und
1. Oktober aufgekündigt werden können, und daß die Kundigung
ſpäteſtens vier Wochen vor dem jeweiligen Termin erfolgt ſein
muß, es ſei denn, daß ausdrücklich etwas anderes zwiſchen den
Parteien vereinbart oder mit Sicherheit aus den obwaltenden
Um=
ttänden zu entnehmen iſt.
Dies gilt auch dann, wenn der Lohn nach Monaten
be=
meſſen iſt, da der von monatlicher Lohnzahlung handelnde Abſ. 4
des Art. 6 der Geſindeordnung mit den übrigen Beſtimmungen des
Alrt. 6 durch das erwähnte Ortsſtatut außer Kraft geſetzt iſt.
Ebenſo macht es keinen Unterſchied, ob ein Dienſtverhältnis
am Anfang oder erſt im Laufe eines Kalendervierteljahres
ein=
gegangen worden iſt, da ein im Laufe des Kalendervierteljahres
eingegangenes Dienſtverhältnis zunächſt bis zum Ende des Kalender=
Dierteljahres und dann in der oben bezeichneten Weiſe von
Viertel=
ahr zu Vierteljahr weiterläuft.
Das Kalendervierteljahr beginnt mit dem erſten Werktag eines
Wierteljahres und endigt mit dem Beginn des folgenden Kalender=
Dierteljahres (Ortsſtätut vom 12. Februar 1900, Abſatz 2).
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1912.
(17385om
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Kleiſch=u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſihrmſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
Ochſenfleiſch
. 100 Pfg.
Rindfleiſch
94
70
Jett, roh
Fett, ausgelaſſen
80
Leber
80
100
Kalbfleiſch
100
Hammelfleiſch
Bruſt
70
100
SSchweinefleiſch
(Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per ½ kg
Speck, geräuchert
120 Pfg.
120
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein .
120
Rollſchinken .
. 140 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
96 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
Impftermin.
Dienstag, den 13. d. Mts., ſowie an den folgenden
Diens=
tagen, nachmittags 4 Uhr beginnend, finden in dem
Mädchen=
chulhauſe Beſſunger Straße 67 öffentliche und unentgeltliche
Impf= und Nachſchautermine für die Kinder des Beſſunger Stadt=
Bezirks ſtatt.
Impfpflichtig ſind alle im vorigen Jahre geborenen, ſowie die
aaus früheren Jahrgängen mit der Impfung im Rückſtande
verblie=
benen Kinder.
Ich mache noch beſonders darauf aufmerkſam, daß aus einem
Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten wie Scharlach, Maſern,
Diphtherie, Krupp, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſenartige
Entzün=
idungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, die Impflinge zum
fallgemeinen Termin nicht gebracht werden dürfen, und daß die Kinder
zum Impftermin mit rein gewaſchenem Körper und mit reinen
Kleidern gebracht werden müſſen.
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1912.
(16737a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Schmitt.
Obſt- und Grummetgras-Verſteigerung.
Freitag, den 23. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, wird die
Zwetſchen= und Birnenernte von den Bäumen auf der Pallaswieſe
rund hieran anſchließend das Grummetgras an Ort und Stelle
löffentlich meiſtbietend verſteigert.
Die Beſichtigung der Obſtbäume hat vormittags oder kurz
wor der Verſteigerung ſtattzufinden. Es iſt ſich dieſerhalb an den
Wieſenwärter Hirſch daſelbſt zu wenden.
Zuſammenkunft am Wieſenwärterhaus, Weiterſtädterſtraße.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1912.
(17483md
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Jäger.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 22. Auguſt I. J., vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich im Hauſe
Saalbauſtraße 70
auf freiwilligen Antrag der Erben die zum Nachlaß des Herrn Dr.
Lochmann gehörigen Möbel und Haushaltungsgegenſtände als:
1 Diwan mit 2 Seſſeln, 1 Herrenſchreibtiſch, 1
Damenſchreib=
tiſch, 1 Silberſchrank, 1 Bücherſchrank, 1 Spiegelſchrank, 2
Pfeiler=
ſchränkchen, 1 Eckſchrank, 1 Kleider= und 1 Weißzeugſchrank,
1 Ausziehtiſch (alle nußb. poliert), verſchiedene andere Tiſche,
Zier= und Bauerntiſche, ſowie Stühle, 1 Weinſchrank, 1 Eisſchrank,
1 mittelgroßer Kaſſenſchrank, ſowie ſonſt. kleine Möbel, 1 nußb.
pol. Bettſtelle mit Sprungfeder= u. Roßhaarmatratze, 1
Mädchen=
bett, 2 Nachttiſche, verſch. Gartenmöbel, 1 Grasſchneidemaſchine,
Waſchbütten, verſchiedene Spiegel, Bilder, Figuren, Nippſachen,
1 Gaslüſter, 1 Zuglampe, ſämtliche Vorhänge, Teppiche und
Decken ꝛc., 2 Regulateure und 1 geſchn. Wanduhr, verſchiedenes
Weißzeug und die geſamten Küchenmöbel.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
(17381om
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
zu
riſch gebrochene Birnen per
Pfund 12 Pfg. zu verkaufen Kaute Miſt verkaufen
Erbacherſtraße 45. (*4013=
Erbacherſtr. 45, 1. St. (*4016
Fluchtlinienplan
für die Heidelberger Straße
zwiſchen Landskronſtraße und
Wald.
Der von der Stadtverordneten=
Verſammlung am 11. vor. Mts.
angenommene Plan liegt in der
Zeit vom 15. bis einſchließlich
30. ds. Mts. auf dem
Stadtbau=
amt, Grafenſtraße 30, in den
Dienſtſtunden offen.
Einwendun=
gen gegen den Plan ſind, bei
Meidung des Ausſchluſſes, in
dieſer Zeit daſelbſt mündlich oder
ſchriftlich vorzubringen. (17054mm
Darmſtadt, 12. Auguſt 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Dienstag, 1. Oktober 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Heinrich Schäfer
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VIII 699/100 510 Hofreite
Hei=
delberger
delberger=
ſtraße 130,
VIII 679/10 365 Hofreite
Moosberg=
ſtraße 94,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Darmſtadt, 13. Auguſt 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (VI17454
Bekanntmachung.
Dienstag, 1. Oktober 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Heinrich Schäfer
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VIII 699/100 510 Hofreite
Hei=
delberger
delberger=
ſtraße 130,
VIII 679/10 365 Hofreite
Moosberg=
ſtraße 94,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
Darmſtadt, 12. Auguſt 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI17453
Matratzenſtreu=Verkauf.
Am Samstag, den 24. d. Mts.,
um 8 Uhr vorm., wird in der
Kaſerne am Beſſungerweg die
Matratzenſtreu aus 3
Batterie=
ſtällen öffentlich und meiſtbietend
(17246a
verſteigert.
Darmſtadt, im Auguſt 1912.
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Donnerstag, den 22. Auguſt 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend folgende Pfänder:
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darunter 4 ſeidene;
2. vorausſichtlich: 1 Büfett, 1 Schreibſekretär, 1 Diwan,
1 Schreibtiſch, 1 Bücher=, 1 Kontor=, 1 Pfeiler= u. 2
Kleider=
ſchränke, 5 Vertikos, 2 Tiſche, 1 Spiegel, 3 Kommoden,
1 Eisſchrank, 1 Fleiſchklotz, 1 Schleifſtein, 1 Fahrrad, 40 Gläſer
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Fortbildungsschüler
beginnen am 1. Oktober a. c.
Anmeldungen bis spätestens 25. September erbeten.
Der Unterricht befreit von dem Besuche der
obligatorischen Fortbildungsschule. (17499a
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
Mitteilung.
Der Verkauf der Restbestände unseres Detailwarenlagers findet
nun-
mehr in unserem Fabriklokal — Schulstrasse 2, Hinterhaus, statt.
Die Waren werden
zu jedem annehmbaren Preis
abgegeben. — Es sind noch in reicher Auswahl vorrätig:
Elegante Herren- und Knaben-Anzüge, Jünglings-Anzüge,
Sport-Anzüge, Gehrock-Anzüge und einzelne Gehröcke, Ueberzieher
und Ulster, Pyjacks, Sonntags- und Werktagshosen, Knabenhosen,
Knabenblusen und-Waschanzüge, Sommer- und Winterjoppen in
allen Grössen, Berufskleidung aller Art etc.
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Der gerade Weg.
Roman von Julia Jobſt.
(Nachdruck verboten.)
44
Wilhelm ſchwenkte ſeine Fahne und rief: Oho, hier
zu mir herauf kommſt Du nicht.
Bleiben Sie nur ruhig ſtehen, Herr General, ſcherzte
Hans, ſonſt bricht die Burg zuſammen, und es könnte naſſe
Füße geben.
Ich ſtehe feſt.
Bagewitz konnte den Blick nicht losreißen von dem
kleinen, prächtigen Bürſchchen. Wie feſt er droben ſtand
mit den ſtrammen nackten Beinchen, die blonden Löckchen
flatterten im Wind.
Nun war ſeine Arbeit vollendet und die Waſſer ſchoſſen
in den breiten Graben hinein, der ſich in Schlangenlinien
um die Burg wand. Gewehr in Ruh! kommandierte er
ſcherzhaft der Jungfer und warf ihr einen ſeiner
zünden=
den Blicke zu, die noch nie verſagt hatten.
Jette fühlte ſich geſchmeichelt, und in ihrer Eitelkeit
wurde ſie eine raſche Beute ſeiner diplomatiſchen
Gewandt=
heit. Als die Burg von dem Anprall der heranſtürmenden
Wellen zuſammenfiel, und Wilhelm fröhlich plaudernd
neben ſeinem neuen Freund nach Hauſe ging, hatte Hans
alles erfahren, was er wiſſen wollte, denn der Kleine
er=
zählte ihm ſoeben vertraulich, daß er, Bagewitz, gerade ſo
ſchön mit ihm ſpielen könne wie Onkel Alex.
Das iſt Graf Hachfeld, flüſterte Jette vertraulich, er
iſt ſehr intim befreundet mit meiner Gnädigen. Und ich
weiß ja doch, was ich weiß=
Na, was denn, mein ſchönes Fräulein? fragte Hans
und kniff ihr zärtlich in die Wangen — der Knabe war
voraus geſprungen, um Muſcheln zu ſuchen.
Sie ſind miteinander hinüber nach Sylt.
Was Sie nicht ſagen. Die vornehme Dame ſollte
Vornehme Dame, haha! Bei Jette waren alle
Schleu=
ſen der Beredtſamkeit aufgezogen, und Bagewitz erfuhr
über die Wronka das intimſte. Die Jungfer war nämlich
tief beleidigt, daß Hachfeld ſie völlig ignorierte, und auch
ihre Herrin ſie nicht ins Vertrauen gezogen hatte. Auf der
Poſt hatte ſie es erfahren, Frau von Bagewitz hatte Order
gegeben, ihr die Briefe acht Tage lang nach Sylt
poſt=
lagernd nachzuſenden.
Na, und daß der Graf dabei iſt, dafür könnte ich meine
Hand ins Feuer legen. Was hat die Gnädige ſich hier
ge=
langweilt! Es iſt die reine Kinderſtube hier, Jette, ſeufzte
ſie ein über das andere Mal. Aber als dann der Graf
auf=
tauchte — dieſe Augen! Na, ſo was kennt man doch.
Natükrlich mein Fräulein, befonders wenn man ſo
ausſieht wie Sie. Können wir nicht nach dem Abendeſſen,
wenn der Kleine ſchläft, ein wenig am Strand
prome=
nieren. Sie verſtehen ſo hübſch zu plaudern.
Es würde mir ein Vergnügen ſein, aber die
Wirtin —
Die hat Ihnen doch nichts zu befehlen.
Der hat die Gnädige ſicher ein ſchönes Geld
ver=
ſprochen, wenn ſie den Kleinen gut hütet. Nun ſitzt die mir
auf den Ferſen wie der leibhaftige Satan. Da ſteht ſie
ſchon wieder droben und guckt nach mir aus. Es iſt
näm=
lich ein wenig ſpät geworden, aber in ſo angenehmer
Ge=
ſellſchaft fliegt die Zeit.
Das habe ich auch empfunden, erwiderte Hans
ga=
lant. Er zog die Uhr, um erſchrocken zu rufen: Schon
neun Uhr! Ich muß mich ſehr beeilen.
Hans hob den heranſtürmenden Knaben hoch in die
Luft und küßte ihn auf den ſüßen weichen Kindermund.
Auf Wiederſehen, mein Junge, flüſterte er ihm ins Ohr.
Wünſche mir Glück auf den Weg.
Glück auf den Weg! wiederholte Wilhelm, um dann
weinerlich hinzuzuſetzen: Reiſt Du ſchon ſo bald fort,
Onkel?
Damit ich um ſo raſcher wiederkehren kann. Sorgen
Sie gut für den Knaben, Fräulein, und laſſen Sie ihn nie
mehr zu ſpät zu Bett gehen, die müden Beinchen wollen
ihre Ruhe haben. Tun Sie Ihre Pflicht, es ſoll Ihr
Schade nicht ſein. Wenn ich zurückkomme, werde ich mich
bei der Wirtin erkundigen.
Mein Herr — — — Jette blickte Hans ganz ver
wirrt an.
Hier, Bagewitz drückte ihr ein Geldſtück in die Hand,
Später gibt es mehr, aber nur, wenn Sie Ihre Pflicht tun
Sie ſind vom Herrn geſchickt?
Viel Fragen macht Kopfſchmerzen, mein Fräulein,
aber ſeien Sie auf Ihrer Hut. Wenn auch Frau von Bages
witz eine Rundfahrt nach den Inſeln macht, ſie ſorgt dafür,
daß für ihr Kind geſorgt wird.
Ein Spion! ſtieß Jette hervor und blickte Bagewitz
der ſich mit großen Schritten entfernte, wie erſtarrt nach
Da war ſie ſchön eingegangen, wenn der nur nicht der
Gnädigen alles wiederklatſchte. Ach was, dann würde de
auch reden.
Nun läuft der Onkel fort — ſchade, ſagt der Kleine
und zerrte das Mädchen energiſch am Rock voran.
Schon der nächſte Morgen fand Bagewitz an Bord
eines Dampfers, der eine Tagestour nach Sylt machte,
Gegen elf Uhr tauchte er ſchon unter in dem Menſchens
ſtrom, der in Weſterland auf der hölzernen Wandelbahn
auf= und abflutete. Er war auf der Fährte, doch bisher
vergebens. Den ganzen Tag trieb er ſich umher, er
ſtudierte die Fremdenliſte, aber die Namen der Geſuchten
waren nicht zu finden.
Erſt am nächſten Morgen ſollte das Glück ihm hold
ſein. In der neuen Nummer fand er den Namen des
Grafen Hachfeld und hier — er mußte lachen, den einer
Frau von Wronka. Sie waren, das war das Wichtigſte
für ihn, in einem und demſelben Hotel abgeſtiegen. a
Nur so lange Vorrat! Heute und folgende Tage- Nur so lange Vorrat!
(13461
Sronker & Corkachf.
e ie er er enen ete
Poſt gefragt hatte, ob ein Telegramm für ihn eingelaufen
ſei. Es wurde ihm ausgehändigt, auch hier hielt er den
verkürzten Namen feſt.
Komme heute abend mit letztem Boot, Schmidt, ſtand
in der Depeſche, die er, befriedigt vor ſich hinnickend, in der
Brieftaſche ſorglich verwahrte. Den ganzen Tag
ver=
brachte er damit, alle Wege der Aufgeſpürten zu wandern,
was der Wronka nicht verborgen blieb, wenn ſie auch ganz
ahnungslos war.
Sitzt da nicht wieder der Herr, Alex, der uns in den
Dünen überraſchte, als wir uns derart eingegraben hatten,
daß uns niemand vom Wege aus beobachten konnte.
Zufall, Anna. Nimmſt Du noch ein wenig Fiſch?
Ich danke, Alex. Er ſieht gut aus, ſehr chie und
vor=
nehm. Sicher ein Offizier in Zivil, meinſt Du nicht?
Hachfeld warf einen flüchtigen Blick auf Bagewitz und
meinte: Verbrannt genug ſieht er aus, aber jetzt im Juli
— da bekommt doch ein Offizier nur Urlaub mit einem
Totenatteſt.
Und der ſieht ſpringlebendig aus. Die Wronka lachte
und fing zum Aerger Hachfelds an, mit Hans zu kokettieren.
Der Graf verwünſchte überhaupt, daß er mit Anna
hierher gegangen war. Für ihre pikante Schönheit konnte
es keinen paſſenderen Rahmen geben, als die bunte Kuliſſe
der Sylter Bühne. Sie erregte hier mehr Aufſehen, als
ihm lieb war. Er wich nicht von ihrer Seite, in der
Furcht, einen begünſtigten Rivalen zu finden.
So ſieh doch den Herrn nicht immer an, Anna.
Warum nicht. Er gefällt mir, auch ſieht er mir ſo
be=
kannt aus. Ich zerbreche mir ſchon vergeblich den Kopf.
Hans wurde es ſchließlich ungemütlich, er fürchtete,
Anna könnte ihn vielleicht nach einer Photographie
er=
kennen, obwohl er Bart und Haar anders trug, denn er
hatte ſich zur Vorſicht geſtern gleich nach ſeiner Ankunft
Ar e er e e e e e
nehmen laſſen, Er aß raſch ſein Diner und verließ die
Glashalle, um ſich in ſein Hotel zu begeben.
Das Spiel, das er begonnen hatte, ekelte ihn ſchon
jetzt an. Gut, daß er bald einen Helfer erhielt, einen
Detektiv, der ihm von Amts wegen bekannt war, und deſſen
Takt und Geſchicklichkeit gleich unübertrefflich waren. In
deſſen Hände konnte er getroſt ſeine Sache oder vielmehr
die ſeines Bruders legen, er würde ſie ohne jedes
Auf=
ſehen zu einem guten Ende führen.
Zu einem guten Ende!
Hans lag auf ſeinem Ruhebett im verdunkelten
Zim=
mer des einfachen Familienhotels und ſtieß die
Rauch=
wolken kunſtgerecht in die Luft. Was für Friedrich Wilhelm
die Befreiung von drückenden Feſſeln bedeutete, war für
ihn das Begraben einer raſch entſtandenen glühenden
Neigung.
Suſanne! — Ach Suſanne, und meine Hand ſoll Dir
die Seitenpforte erſchließen zu Deinem verlorenen
Para=
dies!
Er zog die Brieftaſche hervor und entnahm ihr ein
Bild der Geliebten, das er einfach von Onkels Schreibtiſch
fortgenommen hatte. Es war ihr Brautbild, das Glück
hatte alles Herbe verwiſcht, und der rote Mund lächelte in
Erinnerung ſüßer Stunden, von denen die Augen jedem
aufmerkſamen Beſchauer zu erzählen wußten.
Und. um einer Wronka willen hatte ſie entſagt!
Um Bagewitz’ Mund legte ſich ein harter Zug, und in
die Stirn grub ſich eine tiefe Falte. Nein, keinerlei
Schon=
ung! Wie ſollte er Mitleid haben mit der Frau, die ihren
Mann betrog, nachdem er ſie in all ihre Rechte eingeſetzt
hatte?
Er ſprang auf und lief im Zimmer auf und ab. Es
war nicht zu ertragen, was er auf ſich genommen hatte.
e e e e en
kommen, ſo raſch wie möglich, um die für ihn ſo unwürdige
Jagd zu beenden. Na, Schmidt würde es ſchon machen,
die Leutchen legten ſich ja gar keinen Zwang auf, ſie
muß=
ten ſich totſicher fühlen. Und ſo unrecht hatte die Wronka
— ſo mannte er ſie jetzt ſtets — nicht, denn ſie hatte in
Altenwerder, ſeitdem ſie Frau von Bagewitz war, ganz ſtill
gelebt. Wer ſollte ſie kennen?
Schmidt kam an und wurde von Bagewitz ſelber am
Schiff abgeholt. In dem Gedränge verloren ſich die
bei=
den bald, ſie konnten getroſt in einem Café eingehende
Rückſprache nehmen. Der Beamte behauptete, daß die
ganze Angelegenheit binnen kurzem erledigt ſein
— — Und er ſollte recht behalten, denn zwei
würde.
Tage ſpäter war Hans von Bagewitz wieder auf Föhr.
Was für Augen Jungfer Jette machte, als der fremde
Herr wieder bei ihr erſchien, und ſie ſeinen Namen erfuhr.
Wilhelm jubelte, als er hörte, daß Hans ſein neuer
Onkel ſei.
Nun geht es geſchwind nach Hauſe, mein kleiner
Mann.
Zu Vaterchen?
Ja und zu Tante Suſanne, die ſich ſchon nach ihrem
Bubi ſehnt. Wie raſch können Sie fertig ſein, Jette?
In einer Stunde.
Gut. Sie packen die Sachen vom Junker in einen
be=
ſonderen Koffer. Dann werden Sie ſich erkundigen, wann
das nächſte Schiff geht. Hier ſteht die Adreſſe des Hotels,
wo Ihre Herrin Sie erwartet, ſie kommt nicht mehr nach
hier zurück. Sind Sie genügend mit Geld verſehen? Ja
— um ſo beſſer. Das Gepäck werden Sie ſorglich
über=
wachen, daß alles richtig in die Hände der gnädigen Frau
kommt. So, mein Junge, und nun werden wir uns einen
Wagen beſorgen, der uns zum Schiff bringt.
(Schluß folgt.)
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
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ärztlichen Praxis zu vertreten.
Dr. Wissmann.
E
Dr. Sellentin
ist wieder zurückgekehrt.
Von der Reise zuruck
Oti0 kohter
prakt. Zahnarzt (17227m
Waldstrasse 34.
med. Babucke, Spez.-Arzt.
isbrod & Witwitzkv, spez.f.
Landgraf-Philipp-Anlage 6
und
Depositenkasse: Wilhelminenstr. 14
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark
Für die Reisezeit:
Ausländisches Geld
Stahlkammern (Safes)
von 5 Mark an für ein Fach
Kreditbriefe
ev. für die ganze Welt gültig
Feuer- und diebessichere Aufbewahrung von
Wertpapieren u. Wertgegenständen aller Art
Verwaltung von Wertpapierbeständen
auch Hypotheken —
:: gegen —
Verzinsung von Bardepositen
(Einlagebücher)
Nähere Auskunft an unseren Schaltern.
(7856P
Kurſe vom 20. Auguſt 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Sf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,50
79,75
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
. 89,50
3½ do. Conſols
79,80
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,10
93,40
do.
3½
85,00
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
88,10
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 190,10
87,70
do.
3½
do.
77,70
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,20
4 Württemberger v. 1907 100,40
do. v. 1875 95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 100,70
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,00
3‟ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,50
4 do. Goldrente . . . 96,10
4 do. einheitl. Rente 87,50
3 Portug. unif. Serie I 64,30
3 do. unif. Ser. III 67,60
3 do. Spezial . . . . 9,75
5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 91,60
4 Ruſſen v. 1880 .
. 90,50
4 do. v. 1902 .
. 90,75
½ do. v. 1905 .
. 100,60
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,20
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
90,60
4 Ungar. Goldrente .
4 do. Staatsrente . . . 87,70
In Proz.
Zſ.
5 Argentinier
.100,79.
4
do.
86,20
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,60
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,40
4½
do.
94,40
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
3
do.
59,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,00
3 Buenos Aires Provinz 71½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 147,10
5 Nordd. Lloyd . . . . . 122,60
6 Südd. Eiſenb.=Geſ..
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 115,25
8 Baltimore und Ohio . 109,50
6½ Schantungbahn . . . 135,20
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19½
6 Pennſylvania R. R. . 123,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. 540,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.160,00
30 Farbwerke Höchſt . . 654,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 354,25
10 Cement Heidelberg . . 152,60
30 Chem. Werke Albert 478,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.321,00
4 Lahmeyer . . . . . . .127,90
Inbtros.
Reiten
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 160,30
12 Siemens & Halske . 240,00
5 Bergmann Electr. . . 137,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 169,70
0 Gummi Peter . . . 120,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 119,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 558,50
10 Maſchinenf. Badenia 181,50
6 Wittener Stahlröhren 223,00
8 Steana Romana Petr. 156,75
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,25
12½ Bad. Zucker=Wag=
.226,80
häufel.
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,00
3 Südd. Immobilien . 62,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 191,90
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 238,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . .
.178,70
10 Gelſenkirchener .
. 199,25
8 Harpener . . .
198,75
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 269,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 82,20
4 Laurahütte . . . . . . 177,75
10 Kaliwerke Aſchersleben 170,90
Weſteregeln 213,00
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,80
4 Franz=Jofefs=Bahn .
. . . 73,60
3 Prag=Duxer .
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,70
79,40
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,50
77.19
4
da.
Inßro.
S
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,10
3 Raab=Oedenburg
77,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,40
4 Ruſſ. Südweſt.
. 87,90
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
88,00
do.
. 88,20
4 Wladichawchas
4 Rjäſan Koslow
87,90
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,30
4½
do.
69,40
24½ Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 63,30
4 Bagdadbahn .
83,70
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 97,00
71,70
4 Miſſouri=Paciſic.
.99,00
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific . . . 95,00
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,10
5 Tehuantepec . . . . . . 98,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . 199,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,80
g½ Berlin. Handelsgeſ. . 168,00
6½ Darmſtädter Bank . 121,30
12½ Deutſche Bank . . . 254,75
6 Deutſche Vereinsbank . 123,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,00
10 Diskonto=Kommandit 187,30
8½ Dresdener Bank . . 154,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,70
6½ Mitteld. Kreditbank 118,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,60
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 134,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,00
Wiener Bankverein . 134,60
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 27 . . . 98,00
InProz.
St.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
.. . 89,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
99,40
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 .
99,60
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2,
89,00
S., 3—
. 88,80
S. 9—11
. 88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,10
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,50
½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
3½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
. 98,80
3½ do.
89,00
4 Frankfurt
.. 100,20
3½ do.
95,00
4 Gießen
3½ do.
91,00
4 Heidelberg
. 98,20
3½ do.
4 Karlsruhe
. 99,00
3½ do.
88,80
4 Magdeburg
.99,10
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
90,00
4 Mannheim
. 99,30
do.
88,10
4 München
.100,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg
. 100,00
do.
88,00
4 Offenhach .
Inprot.
Bf.
3½ Offenbach
100,20
4 Wiesbaden
89,60
3½ do.
4 Worms.
98,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 172,50
3½ Cöln=Mindner 100 134,50
3„Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100 73,90
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 125,40
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,20
3 Oldenburger . .
. 126,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
.. ſl. 7 34,10
Braunſchweiger Tlr. 20 197,40
Fs. 15
Freiburger
Mailänder
Fs. 45
Js. 10
do.
. fl. 7 34,00
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 519,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 364,80
Benediger .
Fs. 30 44,10
. Fs. 400 170,40
Türkiſche .
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
*20,41½
20 Franks=Stücke
16,20
Amerikaniſche Noten . . . 4,18¾
Engliſche Noten
20,43.
Franzöſiſche Noten.
80,85
Holländiſche Noten. . . . 169,55
Italieniſche Noten.
80,15
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Reichsbank=Diskonto. .
Reichshank=Lomhard 83b 5½
Nummer 196.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Seite 15.
Seichbetrdur
Srarterat
DARMSTADT, Wilhelminenstrasse 9, Telefon 1184.
Sonntags von 11—5 Uhr ununterbrochen geöffnet.
Jeder, der sich in dieser Zeit bei
Vom 15. August bis 15. Sept. uns eine Aufnahme bestellt, erhält
Ganz Ansolist
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eigenen Bildes einschließl.
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12 Postkarten v. 1.90 ℳ an
12 Viktoria matt . 5.00 ℳ
12 Visites f. Kind. 2.50 ℳ
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Personen und
Gruppen ein
klein, Aufschl.
17523a
Großherzogl. 6
of=Theater
Darmstadt.
Für neu hinzutretende Abonnenten
wird das Abonnement für die Spielzeit 1912/13 am 23. und 24. Auguſt 1912
auf=
gelegt. Die bezüglichen Wünſche werden von der Hauptkaſſe an dieſen Tagen, vormittags
von 10—1 Uhr, mündlich entgegengenommen. Ebenſo ſind dort die gedruckten
Abonne=
ments=Bedingungen erhältlich.
Auszug aus den Abonnements=Bedingungen.
1. Die Unterzeichnung der Abonnements=Anmeldung in Verbindung mit den
Abonne=
ments=Bedingungen bildet einen rechtsgiltigen Vertrag zwiſchen dem Abonnenten und
der Großherzoglichen Hoftheater=Direktion für ſämtliche abonnierte Vorſtellungen.
2. Die Vorſtellungen beginnen am 8. September 1912. Es finden 176 Vorſtellungen im
Abonnement ſtatt, und zwar in jeder Woche fünf bezw. ſechs Vorſtellungen.
3. Das Abonnement wird eingeteilt in ein ganzes, halbes und viertel Abonnement,
ſo daß vier, von einander ganz unabhängige, über die ganze Dauer der Spielzeit
verteilte Serien entſtehen, welche die Bezeichnung A, B, C und D tragen.
Das ganze Abonnement enthält die Buchſtaben A, B, C und D, die halben
die Buchſtaben A, C und B, D, während auf die viertel Abonnements je ein
Buch=
ſtabe entfällt. — Jede Serie umfaßt 44 Vorſtellungen.
4. Die Direktion behält ſich das Recht vor, viertel und halbe Abonnements in
entſprechender Weiſe auf einen Platz zuſammenzulegen.
5. Die Abonnenten verpflichten ſich entweder zur Uebernahme von 44, 88, 132 oder
176 Vorſtellungen, welche unter den A, B, C und D Abonnenten in der Spielzeit
ſo verteilt werden, daß hinſichtlich der Reihenfolge möglichſt Gleichmäßigkeit herrſcht
und am Schluſſe der Spielzeit alle vier Viertel die gleiche Anzahl Opern= und die
gleiche Anzahl Schauſpielvorſtellungen haben.
(17459
6. Abonnementspreiſe:
preis für
1 Vor=
ſtellung. Platz Abonnementspreis für 44. I. B8. 132 188. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 2.50 Sperrſitz 110.− 220.− 330.− 440.- 1.80 Parterre . 79.20 158.40 237.60 316.80 4.— Proſzeniumsloge 176.— 352.− 528.− 704.— 3.50 Balkonloge und Fremdenloge 154.- 308.− 462.− 616.− 3.— I. Rang 132.- 264.— 396.− 528.− 1.50 II. Rang . . 66.- 132.— 198.- 264.-
Darmſtadt, den 21. Auguſt 1912.
Die Direktion
des Großherzoglichen Hoftheaters und der
Der Seſanogen
förderlich iſt ein Glas Heſſenbräu. Es erfriſcht,
kräftigt, regt den Appetit an und fördert die
Ver=
dauung. Die Wohlbekömmlichkeit dieſes
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für Darmstadt.
§§ 196.
Mitwoch. 21. Auguſt.
1912.
Aufruf an die Hausbeſitzer Darmſtadts!
Die Anforderungen an die Leiſtungsfähigkeit der
Haus=
beſitzer dauern unvermindert fort; ſie haben zum Teil ſogar eine
Verſchärfung erfahren. Es muß auf Mittel zur Abhilfe geſonnen
werden, wenn die Hausbeſitzer nicht unter den Laſten
zuſammen=
brechen ſollen. Ueber eine Reihe wichtiger Fragen iſt in der nächſten
Zeit zu verhandeln und ſo zu erledigen, daß die Intereſſen der
Haus=
beſitzer nicht vernachläſſigt werden. Das kann nur erreicht werden,
wenn ſich alle Hausbeſitzer zuſammenſchließen. In dem
Darm=
ſtädter Hausbeſitzer=Verein e. V., deſſen über 900 Mitglieder ſeit
Jahren für die Verbeſſerung der Lage eintreten, iſt der Grundſtock
zur Organiſation gegeben. Es wird jeder Hausbeſitzer, der noch nicht
Mitglied iſt, eingeladen, dieſem Verein alsbald beizutreten.
Jahres=
beitrag 3 Mark.
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Darmſtadt, den 13. Auguſt 1912.
Der Vorſtand des Darmſtädter Hausbeſitzer=Vereins e. V.
Wilhelminenſtraße 19, I. Stock.
Kaufmanniſcher Verein Darmſtadt, C. 2.
Eintrittskarten zur Ausſtellung
„Der Mensch‟
zum ermäßigten Preiſe von 50 Pfennig, gültig zur Beſichtigung
am 24., 25., 26. oder 27. Auguſt
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An den Tagen vom 23. bis inkl. 26. Auguſt findet eine
Beſichtigung der Ausſtellung
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Der Mensche
ſtatt. — Karten zu dem ermäßigten Preiſe von 50 Pfg. gegen
Vor=
zeigen der Mitgliedskarte von Donnerstag, den 22., an bei Herrn
Sattlermeiſter Wallauer, Rheinſtraße 37.
Gleichfalls werden hierſelbſt ermäßigte Karten für die Eugen
Bracht=Ausſtellung zu dem Preiſe von 50 Pfg. ausgegeben, die
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(16868a
[ ← ][ ]Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Auguſt 1912.
Nummer 196.
Bestbewährie
gesunde
und
magen-
darmkranke
Nahrung für:
sowie
schwächliche,
in der Entwicklung
zurückgebliebene
Kinder.
L.ftfahrt.
* Gothaer Aeroplan=Turnier Am
Sams=
tag fanden vorzugsweiſe Wurfkonkurrenzen ſtatt, bei denen
ſpeziell Lindpaintner auf Argo=Doppeldecker mit Lt.
Hai=
ler als Paſſagier glänzende Reſultate erzielte. Es gelang
ihm, bei 10 geworfenen Bomben 7 Treffer zu erzielen.
Ferner konkurrierten noch Hanuſchke, Falderbaum, Weyl
und außer Konkurrenz Referendar Kaspar. Am
Sonn=
tag fanden weitere Wurfkonkurrenzen ſtatt, bei denen von
Gorriſſen auf Argo=Doppeldecker mit 100 PS=Argusmotor
nach den bisher vorliegenden Reſultaten am beſten
ab=
ſchnitt. Auch Lindpaintner, Weyl und Hanuſchke erzielten
gute Reſultate.
* Ein neuer Aeroplan=Weltrekord mit
3 Paſſagieren wurde auf dem Flugfelde von Wiener=
Neu=
ſtadt von dem Piloten Mandelli auf einem öſterreichiſchen
Nieuport=Apparat mit 100 Ps=Motor aufgeſtellt. Als
Paſſagiere nahmen an dem Fluge die Leutnants Gebrüder
Perini und Lt. Reisner teil. Trotz ſtarken böigen
Win=
des legte Mandelli auf dem Flugfelde Runde um Runde
zurück und abſolvierte 100 Kilometer in 56 Min. 33 Sek.
Er beendete ſeinen Flug nach 1 Stunde nach Zurücklegung
von 106 Kilometer. Dieſe Leiſtung ſtellt einen neuen
Welt=
rekord mit 3 Paſſagieren in der Geſchwindigkeit und
Diſtanz dar.
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Frankfurt a. M.
Preis von Schwanheim 8500 Mark, Diſtanz 1200 Meter:
Hrn. A. und C. von Weinbergs Pelleas (F. Bullock), 2.
Azur (Archibald), 3. Well off (Spear). Tot. 20110. —
Mitteldick=Handikap, 6000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1.
Hrn. A. und C. v. Weinbergs Pelleas (F. Bullock), 2
Eiſenmenger (Jentzſch), 3. Hirondelle (Spear). Tot. 46:10.
— Alexander=Rennen, 25000 Mark, Diſtanz 2000 Meter:
1. Frhrn. S. A. v. Oppenheims Royal Blue (Archibald),
2. Nuſcha (Spear), 3. Faſttarock (Jentzſch). Tot. 20110. —
Preis von Iſenburg, Ehrenpreis und 5000 Mark, Diſtanz
2800 Meter: 1. Hrn. Balduins Atina (Lt. v. Moßner), 2.
Omega (Lt. Zeltmann), 3. Sea Sick (Lt. Freyer). Tot.
25:10. — Preis von Frankenſtein, 5000 Mark, Diſtanz 1400
Meter: 1. Hrn. v. Weinbergs Pantagruel (§ Bullock), 2.
Die Letzte (W. Bullock), 3. Königsleutnant (H. Teichmann).
Tot. 42110. — Prinz Hermann von Sachſen=Weimar=
Er=
innerungs=Rennen, Ehrenpreis und 6000 Mark, Diſtanz
4000 Meter: 1. Hrn. F. Noethers Diana (Hr. Purgold),
2. Zobten (Lt. Graeff), 3. Doma (Dr. Rieſe). Tot. 48:10.
* Radſport. Großer Preis von
Kopen=
hagen. Walther Rütt, der das Rennen bereits im
Jahre 1908 gewann ſiegte ebenſo wie Ellegard und
Perchi=
cot in ſeinem Zwiſchenlauf und qualifizierte ſich dadurch
für die in drei Läufen zum Austrag gelangende
Ent=
ſcheidung. Den erſten Preis gewann Rütt mit halber
Länge gegen Ellegaard und Perchicot den zweiten Lauf
Ellegaard mit Handbreite vor Rütt und Perchicot und den
dritten Lauf Rütt wiederum mit halber Länge vor
Elle=
gaard und Perchicot. Im Geſamtklaſſement ſiegte Rütt
mit 4 Punkten vor Ellegaard mit 5 und Perchicot mit 9
Punkten. Das Vorgabefahren brachte Rütt ebenfalls einen
Erfolg vor den Berlinern Stabe und Lorenz. Im
Schluß=
handikap ſiegte Lorenz (55 Meter) vor dem Franzoſen
Jacquard (45 Meter) und dem Dänen Kjeldſen (120 Meter).
Das Troſtfahren fiel an den Dänen Nielſen, dem ein
Aus=
reißverſuch glückte; der Italiener Moretti ſchlug dann den
Berliner Stabe im Kampf um den zweiten Platz. Das
Tandem=Handikap endlich ſah die Berliner Rudel=Pawke
(75 Meter) vor den Malleuten Ellegaard=Moretti ſiegreich.
* Die deutſchen Lawn=Tennis=Meiſterſchaften nähern
ſich der Entſcheidung Im Herren=Einzelſpiel um die
Meiſterſchaft von Deutſchland ſchlug in der erſten Runde
Gehrkens 6—2, 6—0 Bruhns, in der zweiten Runde von
Müller 6—1, 6—2 Anz, Wehrenberg 6—2, 6—4 Dr.
Hintzel=
mann, in der dritten Runde Ford 6—3, 6—2 Lange, von
Müller 6—2, 6—3 Wehrenberg, H. Schomburgk 6—2, 6—1
Eichenberg, in der vierten Runde Gaſt 9—7, 6—3 Ford,
von Müller 6—0, 7—5 Lawn, H. Schomburgk 6—3, 6—4
Traſenſter und Graf Salm 7—9, 6—0, 6—2 Müller=Beeck
Im Damen=Einzelſpiel um die Meiſterſchaft von Deutſch=
land ſiegten in der dritten Runde Frau Lent gegen Frau
Bruhns ohne Spiel, Frl. Köhring gegen Frl. Kähne 6—3,
6—1, in der vierten Runde Frau Drohn gegen Frau
Schö=
ning 2—6, 7—5, 7—5, Frau Lent gegen Frl. Eichenberg
6—3, 6—0, Frl. Rudolphi gegen Frl. Müller 3—6, 6—4,
6—3, Frl. Köhring gegen Frl. Rieck 6—0, 3—6, 6—3 und
in der Vorſchlußrunde Frau Lent gegen Frau Drohn 6—0
zurückgezogen. Im Herren=Doppelſpiel um die
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland waren die Reſultate der letzten
Tage: 1. Runde: Lord=Bruhns gegen Lühmann=
Wehren=
berg 6—1, 7—5, 2. Runde: Traſenſter=Heyden gegen Lawn=
Gerdes 6—2, 6—2, Lord=Bruhns gegen Mendel=
Reichen=
berg 6—4, 11—9, von Müller=Schomburgk gegen Selden=
Müller=Beeck 6—3, 6—1, 3. Runde: Gaſt=Graf Salm gegen
Ford=Latimer 6—3, 6—1 Heyden=Traſenſter gegen Gebr
Roſenberg 6—1, 6—3, Schomburgk=von Müller gegen Lord=
Bruhns 6—4, 6—1, Köpcke=Eichenberg gegen Gebr.
Heiſter=
berg 12—0, 6—7, 6—3. In der Vorſchlußrunde ſiegten
Heyden=Traſenſter gegen Gaſt=Graf Salm 6—1, 6—3 und
Schomburgk=von Müller gegen Eichenberg=Köpcke 6—1,
6—3. Im gemiſchten Doppelſpiel um die Meiſterſchaft
von Deutſchland ſiegten in der erſten Runde Frau Dr.
Haaf=Eichenberg gegen Frl. Bjurſtedt=Wehrenbeſrg ohne
Spiel, in der 2. Runde Frau Lent=Graf Salm gegen Frau
Schulz=Gerdes ohne Spiel, Frau Freesdorf=Traſenſter
gegen Frl. Gruwe=Satiner 6—4, 6—4, 6—3 in der 3. Runde
Frau Meinhold=Müller=Beeck gegen Frau Dr. Haaf=
Eichen=
berg 3—6, 6—2, 6—2, Frl. Rieck=Heyden gegen Frl. Benck=
Me Dornan 6—3, 6—0, Frau Lent=Graf Salm gegen Frau
Freesdorf=Gerdes und Frau Bruhns=Traſenſter gegen Frl.
Meinhold=Müller=Beeck 6—4, 6—0.
* Das Internationale Golf=Turnier zu Baden=Baden,
das der Badener Golfklub auf ſeinen Links in Oos
ver=
anſtaltete, brachte die Entſcheidung der Amateur=
Meiſter=
ſchaft von Baden. Der Engländer Platt ſiegte vor ſeinem
Landsmann Longſtaffe.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 13. bis 19. Auguſt.
Die Getreidemärkte ſtanden in der Berichtswoche unter
dem Eindruck des bis Sonntag in ganz Weſteuropa
herrſchenden ungünſtigen Wetters das den Fortgang der
Erntearbeiten ſtörte und die Beſchaffenheit des noch
draußen ſtehenden Getreides bereits erheblich
herabge=
mindert hat. Hinzu kam die feſtere Haltung Amerikas und
die mehrfache Erhöhung der Forderungen für
Kan=
ſasweizen, für den ſich allgemein auch ſeitens
der deutſchen Mühlen rege Nachfrage kund gibt.
Im Gegenſatz zu den hohen privaten
Schätz=
ungen der kanadiſchen Weizenernte wird von
amt=
licher Seite eine kleinere Ernte als im Vorjahre in
Aus=
ſicht geſtellt, nämlich 5,1 Millionen Tonnen gegen 5,9
Mil=
lionen Tonnen in 1911. Ueber Rußland herrſcht immer
noch wenig Klarheit und die Exporteure halten
infolge=
deſſen mit Angeboten zurück. In Deutſchland waren noch
vielfach Reſte der Roggenernte und noch viel Weizen, ſowie
ein großer Teil der Sommerung zu bergen. Häufig wird
bereits über Auswuchs geklagt, namentlich die Gerſte hat
ſehr gelitten und es wird jedemfalls wenig gute Brauware
geben; ebenſo dürfte ein großer Teil der Haferernte
ver=
regnete und mißfarbige Qualitäten darſtellen. Für Weizen
beſtand weiter Nachfrage des Auslandes, aber die
Export=
firmen hielten mit weiteren Abſchlüſſen wegen der
Unge=
wißheit bezüglich der Qualitäten zurück. Das Angebot
vom Inlande iſt knapp und die Mühlen intereſſieren ſich
infolgedeſſen etwas mehr für fremden Weizen. Lieferung
ſtellt ſich nach unerheblichen Schwankungen ¼ Mark
nied=
riger als vor 8 Tagen. Roggen kam etwas reichlicher aber
meiſt in klammer Beſchaffenheit auf den Markt, ſo daß ſich
in ſtärkerem Maße Nachfrage für ruſſiſchen Roggen zu
Miſchzwecken bemerkbar machte. Für gute trockene Ware
wurden in der Provinz meiſt beſſere Preiſe als in Berlin
bewilligt, und auch für ſchnelle Abladung nach dem
Aus=
lande zeigte ſich Abſatz. Lieferung war zeitweiſe um
1½—2 Mark höher, gab den Gewinn infolge beſſeren
Wetters aber wieder auf und ſchließt ungefähr wie vor
8 Tagen. Für alten Hafer, der nur noch ſparlich vorkommt,
beſtand rege Kaufluſt und auch gute neue Ware erzielte für
raſche Abladung verhältnismäßig hohe Preiſe, während
für die vielfach offerierten abfallenden Qualitäten ſchwer
Käufer zu finden waren. Feine Braugerſte wird
nament=
lich in Mittel= und Weſtdeutſchland hoch bewertet.
Ruſ=
ſiſche Futtergerſte iſt knapp offeriert und höher gehalten.
Auch für argentiniſchen Mais mußten höhere Forderungen
bewilligt werden. Es ſtellten ſich die Preiſe am letzten
Markttage wie folgt:
Hafer
Roggen
Weizen
Königsberg. . 220 (— ) 168½ (*4
197 (47
Danzig
220 (-
168 (*1½) 186 (T1½)
166
Stettin
Poſen
206
)187
166
Breslau .
) 166
213
)192
Berlin
)200
169½
. 210
Magdeburg . 200
210
P4
164
209
)216
Halle .
170
Leipzig
)218 (*3
171
208
167
Roſtock
Hamburg
227
215
*1 ) 175
215
183
Düſſeldorf
)180
Frankfurt a. M. 214
)174
220
Mannheim . . 220
180
187½ (*-2½.
Straßburg . . 225
) 186
München . . 234
) 198
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 207 (—0,25),
Peſt Okt. 194,25 (—0,50), Paris Auguſt 221,70 (—0,40),
Chicago Sept. 144,55 ( 2,25), Liverpool Okt. 168,45.
(* 1,85), Roggen: Berlin Sept. 170,25 (—), Hafer: Berlin
Sept. 168,25 (—1,25), Futtergerſte: Südruſſ. frei
Ham=
burg unverzollt Auguſt 121,50 (— 2,50), Sept.=Dez. 128
(*1,75), Mais: La Plata Juli=Auguſt, Auguſt=Sept.
110,50 (* 1,50) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Auguſt: dem Heizer Emil
Bona=
ventura Brommer, Pareusſtr. 1, eine T. Anna Chriſtina.
Am 16: dem Schloſſer Adam Klinger, Schwanenſtr. 4,
eine T. Anna. Am 12.: dem Sergeant im Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115, Peter Rieß, Liebfrauenſtr. 80, ein S.
Walter Karl Wilhelm. Am 15.: dem Kaufmann Heinrich
Louis Carl, Blumenthalſtr. 107, ein S. Batlthaſar
Her=
mann Fritz. Am 19.: dem Fabrikarbeiter Georg Bonin,
Neue Ireneſtr. 19, eine T. Anna. Am 18.: dem Schloſſer
Karl Klaus, Dornheimer Weg, Waldkolonie, ein S.
Ru=
dolf Heinrich Karl. Dem Schiffer Jakob Zilg,
Kranich=
ſteinerſtr. 51, eine T. Maria Anna Gertrude Am 14.:
dem Schloſſer Wilhelm Ernſt Otto Rudolph Alexander
Hammel Große Kaplaneigaſſe 10, eine T, Luiſe.
Aufgebotene. Am 16. Auguſt: Dekorationsmaler
Gregor Vitalis Kathariner zu Frankfurt a. M., und
Dienſtmädchen Ida Klein, Teichhausſtr. 53. Landwirt
Philipp Winkel zu Langen, und Eliſabeth Rebſcher
zu Airlenbach. Poſtbote Jakob Trautmann, Gartenſtr.
26, und Katharina Schneider Schützenſtr. 9. Am 17:
Schreiner Heinrich Löffler II. zu Bermuthshain, und
Köchin Maria Haas zu Hartmannshain.
Molkereiver=
walter Otto Peter Friedrich Fleeth zu Varchmin, und
Haustochter Johanna Luiſe Lina Fülling zu
Cathlen=
burg. Am 19.: Eiſenbahnſchloſſer Philipp Johannes
Lippert, Kranichſteinerſtr. 60½, und Dorothea
Mar=
garete Heß zu Arheilgen. Dipl.=Ing. Richard Huck zu
Eſſen, und Liſette Voegele, Obere Liebfrauenſtr. 4.
Stadt=
miſſionar Joh Hägele, Mühlſtr. 24, und Lina Ludwig,
zu Unteraſpach.
Eheſchließungen. Am 17. Auguſt: Kanalarbeiter Karl
Maul, mit Eliſabetha Reibold, geb. Kredel, beide hier.
Schloſſer Adam Frey, mit Katharina Löchel, beide
hier. Rangierer Georg Sulzmann in Arheilgen, mit
Eliſabethe Feick, hier. Buchdrucker Auguſt
Schlach=
ter, hier, mit Eliſabetha Hangen zu Zotzenheim.
Bank=
beamter Franz Naegelé, mit Maria Hoch, geb. May
beide zu Neu=Iſenburg. Bürovorſteher Heinrich Rüthe
lein, mit Margareta Eichel, beide hier.
Geſtorbene. Am 15 Auguſt: Elſe Steinmann, T.
des Malers 4 Mte., ev., Hahn. Johanna Vollrath, T.
des Friſeurs, 1 J., ev., Neue Ireneſtr. 21. Am 17.:
Mus=
ketier Leopold Weiſſels, 23 J., kath, Alexanderſtr. 22.
Spenglermeiſter Hermann Dilling, 85 J., ev.,
Laute=
ſchlägerſtr. 5. Am 16.: Wilhelm Eißen,, S. des
Hand=
lungsreiſenden, 15 Tge., kath., Sandbergſtr. 25. Am 17:
Schüler Franz Gahlsheimer, 14 J., kath.,
Blumenthal=
ſtraße 36. Schreiner Friedrich Heppenheimer, 51 J., ev.,
Große Ochſengaſſe 12. Am 16.: Katharina Schupp, geb
Uhrig, Ehefrau des Heizers, 33 J., ev., Griesheim. Am
17.: Johanna Petri, geb. Steuernagel, Witwe des
Rech=
nungsrats, 54 J., ev., Heinrichſtr. 34. Am 18: Katharina
Schupp, geb. Koch Ehefrau des Bauſchätzers, 78 J., ev.,
Viktoriaſtr. 62. Heinrich Grimm, S. des Schloſſers,
1 J., ev, Arheilgerſtr. 14. Am 17.: Eliſabeth Krauß, geb.
Alles, Witwe des Schloſſers, 69 J., ev., Beſſungerſtr. 33.
Am 18.: Karl Rathgeber, S. des Taglöhners, 8 Mte.,
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Steiger, 68 J., ev, Heinheimerſtr. 23. Maurer Karl
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Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte. Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und
Bauchfellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Schwester K. Sedlmair.
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durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
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