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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Prinz Heinrich von Preußen begeht heute
ſeinen 50. Geburtstag.
Auf dem Schweriner See kenterte ein
Segel=
boot, wobei 5 Perſonen ertranken.
Auf dem Eiſen= und Stahlwerk Höſch bei
Dortmund wurden geſtern morgen 26 Arbeiter von
einer Schlackenhalde verſchüttet. Bisher ſind
10 Tote geborgen.
Bei Velletri entgleiſte ein Perſonenzug,
wo=
bei 4 Perſonen getötet und viele verletzt wurden.
Prinz Heinrich.
Zu ſeinem 50. Geburtstag.
Von Dr. Schröder=Düſſeldorf.
Heute, am 14. Augnſt, feiert Prinz Heinrich von
Preußen ſeinen 50. Geburtstag und kann an
dieſem Tage auf eine 35jährige Laufbahn im Dienſte der
deutſchen Marine zurückblicken. Die Geſtalt dieſes
fürſt=
lichen Seemannes iſt ja unſerem Volke beſonders lieb
und vertraut, denn in ihr ſpiegelt ſich gleichſam die
groß=
artige Entwicklung unſerer deutſchen
See=
macht, die im Laufe ſeines Werdeganges aus kleinen
Anfängen zu ihrer heutigen impoſanten Größe
empor=
ſtieg.
Nachdem Prinz Heinrich im Alter von 15 Jahren
(1877) die für die Marinelanfbahn vorgeſchriebene
Ein=
trittsprüfung beſtanden hatte, tat er ſeinen erſten Dienſt
an Bord der alten „Niobe”, die damals
Kadettenſchul=
ſchiff war. Er beſuchte die Marineſchule und legte das
Seekadetten=Examen ab und trat dann, am 15. Oktober
1878, auf dem Seekadettenſchulſchiff „Prinz Adalbert”
eine Reiſe um die Welt an. Der Name des Schiffes war
wohl geeignet, dem jungen Seemann ſtets ein leuchtendes
Vorbild vor Augen zu ſtellen. Das Schiff hatte bis
da=
hin den Namen „Sedan” geführt, war aber eben „zum
Gedächtnis des unvergeßlichen erſten Admirals der Flotte
aus königlichem Geblüte” auf den Namen „Prinz
Adalbert” umgetauft worden. Unſer jetziger Kaiſer gab
dem ſcheidenden Bruder das Geleite bis zum Ausgang
der Kieler Förde. Die Reiſe verlief ohne Unfall und
dauerte faſt auf den Tag genau zwei Jahre. Als am
6. Oktober 1880 die erlauchten Eltern dem heimkehrenden
Sohne bis Laaland entgegenfuhren, fehlte wieder Prinz
Wilhelm, unſer jetziger Kaiſer, nicht.
Bis zum Herbſt des folgenden Jahres (1881)
abſol=
vierte Prinz Heinrich nun mit ſeinen Altersgenoſſen den
Offizier=Coetus auf der Marineſchule in Kiel und legte
im Anſchluß daran die Seeoffizier=Berufsprüfung ab.
Nach einem Kurſus zur Matroſen=Artillerie=Abteilung in
Friedrichsort wurde der Prinz am 1. Oktober 1882 als
Wachtoffizier an Vord der Glattdeckskorvette Olga=
kom=
mandiert. Dieſes Schiff beſuchte Südamerika und
Weſt=
indien. Auf der Ausreiſe hatte der — damals alſo 20 — Prinz Gelegenheit, eine Probe ſchneller
Ent=
ſchlußfähigkeit abzulegen. Es ging in einer ſtürmiſchen
Nacht eine ſchwere See über das Achterſchiff und ſpülte
die Mannſchaften vom Ruder (Steuerrad) in den
Waſſer=
gang. Ein Matroſe wurde verletzt, eine Ruderſpake brach.
Als in dieſem kritiſchen Augenblick das Kommando
Ruder ſchnell faſſen” ertönte, war der Prinz mit einem
Sprunge von der Kommandobrücke als Erſter auf dem
verlaſſenen Poſten und konnte mit aller Kraft das
Auder=
rad ſo lange halten, bis genügend Leute wieder zur Stelle
waren.
Es folgten nun Jahre des Dienſtes an Land und an
Bord in der Heimat, während deren der Prinz zeitweilig
auch an der Kieler Univerſität immatrikuliert war. 1885
erfolgte die Beförderung zum Kapitänleutnant, 1895 zum
Kontreadmiral. Von den Kommandierungen in dieſem
Jahrzehnt, welche alle Zweige des vielſeitigen
Marine=
dienſtes umſaßten, ſeien nur die wichtigſten genannt.
Da=
zu gehört die Führung einer Torpedobootsdiviſion im
Sommer 1887. In denſelben Sommer fiel die Feier der
Grundſteinlegung des Nordoſtſee=Kanals, der unſer alter
Kaiſer Wilhelm trotz ſeiner 90 Jahre perſönlich beiwohnte.
Als der Kaiſer an jenem feſtlichen Tag die Flottenparade
abnahm folgte Prinz Heinrich mit ſeiner Diviſion im
Kielwaſſer. Es war das letzte Mal, daß es ihm vergönnt
war, unter den Augen ſeines kaiſerlichen Großvaters
Dienſt zu tun. In dasſelbe Jahr fiel auch das 50jährige
Regierungsjubiläum der Großmutter des Prinzen, der
Königin Viktoria von England. Der Prinz wurde mit
ſeiner Diviſion zur Teilnahme an den Feſtlichkeiten
ent=
ſandt. Es war das erſte Mal, daß eine geſchloſſene
deut=
ſche Torpedobootsdiviſion die Nordſee durchquerte und
einen engliſchen Hafen anlief.
Die erſte dienſtliche Stellung des
Prin=
zen Heinrich während der Regierung unſeres jetzigen
Kaiſers war die eines Kommandanten S. M. Jacht
„Hohenzollern”, des nachmaligen „Kaiſeradler‟. In
die=
ſer Stellung führte der Prinz ſeinen kaiſerlichen Bruder
zu den erſten Staatsbeſuchen an den Höfen von Rußland,
Skandinavien und Dänemark.
Die Ausreiſe des nunmehrigen Prinz=Admirals nach
Oſtaſien vor 15 Jahren, im Anſchluß an die Beſetzung des
Kiautſchou=Gebietes durch die deutſche Marine im Jahre
1897 iſt noch in aller Erinnerung. In der oſtaſiatiſchen
Stellung war der Prinz zunächſt Chef der zweiten
Divi=
ſion des Kreuzergeſchwaders im letzten Jahre (Frühjahr
1899 bis Frühjahr 1900) Chef des ganzen
Kreuzer=
geſchwaders.
Nach der Rückkehr in die Heimat führte Prinz
Hein=
rich dann 3 Jahre lang das erſte Geſchwader der aktiven
Schlachtflotte. Als ein Intermezzo fällt in dieſe Zeit
ſeine Reiſe zur Taufe der in Amerika erbauten neuen
Segeljacht des Kaiſers. Dieſe Reiſe wurde zu einer
Triumphfahrt durch die Vereinigten Staaten. Die
fol=
genden drei Jahre ſehen wir den Prinzen als Chef der
Marineſtation der Oſtſee mit dem Sitz in Kiel; 1906 bis
1909 iſt er Chef der aktiven Schlachtflotte. Seit 1909 iſt
der Prinz, der in demſelben Jahre zum Großadmiral
er=
nannt wurde, als Generalinſpekteur der deutſchen Marine
tätig. Bei dieſer Gelegenheit ſei bemert, daß Prinz
Heinrich auch Admiral in der öſterreichiſchen Marine und
Ehren=Admiral der engliſchen Flotte iſt. In der Armee
bekleidet Prinz Heinrich den Rang eines
Generalfeldmar=
ſchalls und iſt, neben vielen anderen Ehrenſtellungen,
Chef des Füſilier=Regiments „Prinz Heinrich von
Preußen”.
Der Prinz iſt ſeit dem 24. Mai 1888 mit Prinzeſſin
Irene von Heſſen vermählt. Die Hochzeit erfolgte in
jenen unvergeßlichen Tagen, in denen die deutſche
Kaiſer=
krone für ſo kurze Zeit nur das Haupt ſeines
ſterbens=
kranken Vaters ſchmücken durfte In Moltkes Briefen
finden wir eine anziehende Schilderung der Feier. „Eben”,
ſchreibt dieſer „komme ich von den
Trauungsfeierlich=
keiten in Charlottenburg. Die Braut, mit der Krone auf
dem Haupte und bedeckt mit den Kronjuwelen, ſah reizend
aus. Mitten in den Glanz und die Pracht der
Verſamm=
lung wurde die alte Kaiſerin Auguſta auf ihrem Rollſtuhl
hineingeſchoben, ganz ſchwarz, ohne jeden Schmuck. Mir
traten die Tränen in die Augen, als ihre Enkellinder vor
ihr niederknieten, ihr die Hand zu küſſen. Dann trat der
Kaiſer ein; die hohe, ſtattliche Figur ungebeugt, mit
freundlichem Lächeln die Verſammlung begrüßend. Es
iſt herzzerreißend, ihn mit unerſchöpflicher Geduld und
Freundlichkeit gegen ſein ſchweres Schickſal ankämpfen
zu ſehen; mit einem Fuß auf dem Thron, mit dem
an=
deren im Grabe.”
Als dann der kaiſerliche Dulder die Augen geſchloſſen
hatte, wies auch der Kaiſer in ſeinem erſten Erlaß an
die Marine auf den Prinzen Heinrich beſonders hin. „Die
Marine weiß” heißt es da, „daß es mich nicht nur mit
gro=
ßer Freude erfüllt hat, ihr durch ein äußeres Band
an=
zugehören, ſondern daß mich ſeit früheſter Jugend in
voller Uebereinſtimmung mit meinem
lieben Bruder, dem Prinzen Heinrich von
Preußen, ein lebhaftes und warmes Intereſſe mit ihr
verbindet.
Mit dieſen kurzen Daten iſt der Inhalt des Lebens
für den Prinzen Heinrich aber keineswegs erſchöpft. Von
jeher liebte er und liebt es noch heute, eigenhändig in
Ausübung des ſtählenden Segelſports das Steuer
zu führen. Wind und Wetter machten ihm da nichts aus;
das Oelzeug über und friſch zum Start! Man muß ihn
ſo geſehen haben, wenn er, rückkehrend, einem Freunde
von Deck eines der Schiffe zurief: „Hurra, Erſter!” Wie
freudig da das Auge in ſeinem männlichen Antlitz blitzt.
das, wie ich meine, immer mehr an ſeinen Vater erinnert.
Aber auch jede andere Art von Sport, ſoweit dieſer
nur dem Großen und Ganzen, dem Vaterlande, nützen
könnte, hat im Prinzen Heinrich ſtets einen eifrigen
Freund und Beſchützer gefunden. In dieſem Sinne
er=
kannte er frühzeitig den Wert der Automobile für
den Nachrichten= und Transportdienſt in unſerer Armee.
Er lernte ſofort ein Automobil ſelber führen und ſcheute
nicht Zeit noch Mühe, um ihre Verwendung durch
Zuver=
läſſigkeitsfahrten und durch Verbeſſerung der Motore dem
Vaterlande immer nützlicher zu machen. Dann kam die
Aera Zeppelins. Wir ſehen den Prinzen als einen
der erſten beim Grafen in der Gondel und erinnern uns
daß er auch hier die Führung des Steuers perſönlich
übernahm. Doch immer lag ihm daran, ſolche neuen.
ſportlichen Erfindungen auch höheren Zielen nutzbar zu
machen. So regte er unter anderem die arktiſche
Zeppe=
lin=Luftſchiff=Expedition an und übernahm ſelbſt den
Vorſitz im Arbeitsausſchuß. An der vorbereitenden
Expedition im Jahre 1910 nahm der Prinz perſönlich
teil.
Dann kam die Aera der Flugzeuge. Prinz
Hein=
rich hatte bereits nach den erſten beſcheidenen Erfolgen
dieſer Maſchinen ihre künſtige militäriſche Bedeutung
und Verwendbarkeit erkannt. Seine Begeiſterung und
nie ruhende Tatkraft führten ihn ſchon im Anfang des
Jahres 1909 dazu, ſelbſt praktiſch auch dieſen Sport
aus=
zuüben. Seine ſchon in anderen Sportarten erprobten
Fähigkeiten, ſeine beſondere techniſche Begabung ließen
ihn ſchnell zu einem tüchtigen Piloten werden. Er
be=
gleitete den Flugzeugführer Euler in Frankfurt a. M.
zu=
erſt als Paſſagier, dann nahm er theoretiſchen Unterricht
und übte die Handgriffe. Nach mehrfachen Probeflügen
erfüllte er am 19. November 1910 in Darmſtadt vor
amt=
lichen Zeitnehmern die internationale vorgeſchriebene
Prüfung und erwarb damit das deutſche Flugzeugführer=
Zeugnis Nr. 38. War er damit einer der erſten Führer
in Deutſchland überhaupt ſo erſcheint mir beſonders
be=
merkenswert, daß der deutſche Kaiſerſohn, der Groß=
Admiral der deutſchen Flotte, gleichzeitig an
Lebensjah=
ren der älteſte aller vorhandenen Flugzeugführer der
Welt war.
Die Lernflüge und der Prüfungsflug des Prinzen
waren ohne jeden Unfall verlaufen. Erſt nach der
Prüf=
ung brachte ihn ein bockbeiniger Motor einmal in ernſte
Gefahr. Die Maſchine rannte in einen Wald und wurde
vollſtändig zerſtört. Ruhig, als wenn gar nichts paſſert
wäre, ſaß der Prinz in dem flügel= und ſchwanzloſen
Reſt, die Steuerung in der einen Hand, mit der anderen
ein Zeichen gebend daß er unverletzt ſei. In der Tat
hatte er was damals weniger bekannt geworden iſt, eine
ziemlich große Fleiſchwunde am Unterſchenkel
davon=
getragen.
Von nun an ſehen wir den Prinzen für die weitere
Verbeſſerung dieſer militäriſch wichtigen Erfindung eifrig
tätig. Er übernimmt den Vorſitz in Geſellſchaften, die ſich
für Verbeſſerung des Motors zuſammentun; er protegiert
und leitet Zuverläſigleitsflüge er erläßt den Aufruf zur
Nationalflugſpende und, nicht zulett, er gründet die
„Wiſſenſchaftliche Geſellſchaft für Flugtechnik”.
Auf Grund aller hier nur knapp ſkizzierten Verdienſte
hat im Junt dieſes Jahres die philoſophiſche Fakuktät der
Chriſtian Albrechts=Univerſität in Kiel den Prinzen, der
bisher ſchon Dr.=Ing. h. e. der Techniſchen Hochſchule
Berlin und Dr. jur. h. c. der Univerſität Havard war, zu
ihrem Ehrendoktor ernannt. Das Diplom hebt
ausdrück=
lich hervor, daß der Prinz im Sport ſtets ein Mittel zu
höheren Zwecken erkannt habe; es betont ſeine Verdienſte
um die Zeppelinſche Polar=Expedition und rühmt endlich
die Gründung der Flugtechniſchen Geſellſchaft, durch die
es ihm gelungen ſei, die auf verſchiedenen Gebieten der
Wiſſenſchaft tätigen Kräfte zuſammenzufaſſen zu
gemein=
ſamer, auf ein Ziel gerichteter Kulturarbeit.
Die Fleiſchtenrung.
* Die ſoeben im Reichsanzeiger veröffentlichte
Preisſtatiſtik für Fleiſch im Kleinhandel
in der zweiten Hälfte des Monats Juli zeigt mit voller
Deutlichkeit, welchen hohen Grad die Teurung bisher
erklommen hat. Die Angaben beziehen ſich auf 50
grö=
ßere Städte der preußiſchen Monarchie und zeigen, daß
Rindfleiſch ſeit 1909 um ein ganzes Fünftel
im Preiſe geſtiegen iſt, Kalbfleiſch und
Hammel=
fleiſch um ein Siebentel; nur Schweinefleiſch
iſt nicht ganz ſo erheblich, aber immerhin auch nicht
un=
bedeutend geſtiegen; denn im Durchſchnitt koſtete das
Kilo von der Keule im Juli 1909 477 Pfg., in der
zwei=
ten Hälfte des Juli 1912 186 Pfg., Schweinefleiſch aller
Sorten damals 159 Pfg., jetzt 166 Pfg. Nur „Kopf und
Beine vom Schwein” ſind billiger geworden; von dieſen
koſtete das Kilo im Juli 1909 82,4 Pfg., jetzt 78,6 Pfg.
Weil bei Kopf und Beinen vom Schwein die Nachfrage
nicht ſo groß iſt, ſo iſt der Preisheraufſetzung ein Riegel
vorgeſchoben. Während Schinken im ganzen von 1910
bis jetzt nur von 254 auf 257½ Pfg. das Kilo im Preiſe
geſtiegen iſt, iſt der Preis für Schinken im Ausſchnitt
von 243 auf 354½ Pfg. geſtiegen. Die Ernteergebniſſe
aber verſprechen in dieſem Jahre, wie ebenfalls aus den
neueſten amtlichen Ziffern zu erſehen iſt, beträchtlich
mehr als eine Mittelernte, namentlich was Roggen und
Hafer anlangt, bieten alſo keinen ausreichenden Grund
für die weitere Steigerung der Preiſe. Zum Beleg der
obengenannten Steigerung von einem Fünftel bis ein
Siebentel für Rind= und Hammelfleiſch ſeien noch die
Zif=
fern angegeben: Rindfleiſch koſtete das Kilogramm im
Juli 1909 (im Durchſchnitt für alle Sorten) 155,7 Pfg.,
im Juli 1912, zweite Hälfte: 185,1 Pfg., Kalbfleiſch 172,3
Pfg. bzw. 196,4 Pfg., Hammelfleiſch 168,4 Pfg. bzw. 191,4
Pfg. Da dieſe Preiſe faſt immer beſtimmend werden für
die Preiſe anderer Lebensmittel, ſo läßt ſich hieraus der
Grad der Teurung ermeſſen.
Hierzu ſchreibt die Arbeitsmarkt=Korreſpondenz:
Zwiſchen der Bewegung des Angebots am
Schlachtviehmarkt und der
Pfreisgeſtal=
tung im Kleinhandel mit Fleiſch beſteht ſeit
eini=
ger Zeit eine ganz auffallende Disharmonie.
Der Auftrieb von Schlachtvieh war faſt in allen
Mona=
ten des laufenden Jahres bedeutend größer als in den
entſprechenden Monaten des Vorjahrs Trotzdem zeigt
die Preiskurve im Kleinhandel mit Fleiſch eine ſtark
ſteigende Tendenz. Nach den Berichten von 40 deutſchen
Schlachtviehmärkten betrug die Zufuhr von Vieh:
in den einzelnen Monaten der Jahre 1911 und 1912 in
Millionen Kilogramm:
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli
1911 69,1 64,1 72,4 67,5 75,7 66,4 70.0
19/2. 81,5₰ .72,4 . 765 75,3 14,8. 30,8 . 144
In den erſten ſieben Monaten 1912 ſtellte ſich alſo
der Geſamtauftrieb auf 525,1 Millionen Kilo gegen
486,25 Millionen Kilo in der vorjährigen
Vergleichs=
periode. Von Januar bis Juli 1912 ſind aber nach
der Statiſtik in 50 preußiſchen Städten die
Durchſchnitts=
preiſe für Rindfleiſch um 15,1 Pfennig, Kalbfleiſch um
9,8 Pjennig, Hammelfleiſch um 19,5 Pfennig und
Schweinefleiſch um 19,0 Pfennig das Kilogramm
ge=
ſtiegen. Ganz beſonders auffallend iſt die
Unſtimmig=
keit zwiſchen Preisbewegung und Angebot am
Schweine=
markt. Der Auftrieb an Schweinen betrug nämlich
für die genannten 40 Schlachtviehmärkte in Millionen
Kilogramm:
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli
1911 37,3. 36,7 41,8 37,6 42,8 36,1 39,0
1912 48,7 43,6 44,2 42,8, 43,3 39,4 40,8
Der Durchſchnittspreis fül
Schweine=
fleiſch ſtellte ſich das Kilogramm in Pfennigen auf:
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli
1911 158,5 152,4 148,6 147,2 147,5 144,5 145,8
1912 145,8 145,9 149,0 159,9 159,7 162,8 164,8
Während zu Beginn des Jahres das Preisniveau
um 12,7 Pfennig niedriger ſtand als im Vorjahre, zeigt
ſich im Juli eine Spannung von 19,0 Pfennig zu
un=
gunſten des laufenden Jahres. Es ſoll natürlich nicht
überſehen werden, daß die Viehhaltung in den
klein=
bäfſfrlichſen Wirtſchaften infolge der Verteuerung der
Futtermittel eine erhebliche Einſchränkung erfahren hat,
ſo daß jetzt zahlreiche Familien, die ihren Fleiſchbedarf
nicht aus der eigenen Wirtſchaft decken können, Fleiſch
am offenen Markt kaufen müſſen. Trotzdem bleibt aber
der kraſſe Widerſpruch zwiſchen Viehauftrieb und
Preisbewegung unerklärlich. Sollte hier nicht das
anhalbende Klagen über Futtermangel,
Viehſeuchen uſw einer Preisſteigerung
allzu ſehr die Wege geebnet haben? Es
wäre an der Zeit, daß der Verteuerungspolitik am
Lebensmittelmarkte energiſch entgegengetreten wird.
Bemerkenswert iſt nach dieſer Richtung hin u. a.
eine Zuſchrift, die der Görlitzer Anzeiger aus ſeinem
Leſerkreiſe erhält. Es heißt darin:
„Aus allen Gegenden, beſonders auch aus
Schleſten, liegen Meldungen vor, daß die Ernte
in dieſem Jahre vorzü gliche Erträge
bringt, viel beſſere als im Vorjahr. In den
Kreiſen der Konſumenten in Stadt und Land wird es
nun unangenehm empfunden, daß trotzdem die
Lebens=
mittel ffortgeſetzt auf enormar Höhe varbleiben. Der
Bürger= und Arbeiterſtand, die ſchon ſo lange unter der
Teurung gelitten haben, werden andauernd dadurch
ſchwer betroffen und warten mit ſehnſüchtigen Blicken
auf eine Herabſetzung der Preiſe wegen
der guten Ernte. Sie haben im Vorjahre angeſichts
der Mißernte das rechte Verſtändnis für die ungünſtige
Lage der Landwirtſchaft gezeigt. Die Milch wurde im
Preiſe erhöht, Kartoffeln waren mehr als teuer. (Wie
ſich nachträglich herausgeſtellt hat, iſt die Kartoffelernte
im vorigen Jahre gar nicht ſo ſchlecht geweſen, wie
gefliſſentlich verbreitet wurde.) Fleiſch war für einen
annehmbaren Preis faſt nicht zu erſchwingen. Alles
wurde aber bezahlt, weil die Erkenntnis der
betrübenden Verhältniſſe vorhanden war. Jetzt erwarten
aber die Konſumenten, daß die Produzenten
dies=
mal der Ernte mit ihren Verkaufspreiſen
Rechnung tragen. Die großen landwirtſchaftlichen
Viehzüchter zeigen ſich bei der erſtklaſſigen Futterernte
nicht geneigter, Schlachtvieh zu verkaufen. Durch dieſe
Zurückhaltung werden ſo hohe Preiſe geſchaffen, daß
der Konſument ſtatt Vorteile eher noch Nachteile von
der guten Ernte hat. Auch auf den Preis der Butter
iſt die ausgezeichnete Futterernte bis jetzt leider ohne
Ein=
fluß geblieben. Obgleich die Kartoffelernte bei den
Frühkartoffeln den vierfachen Ertrag als im Vorjahre
ausmacht, ſteht der Preis noch immer auf 5 Mark für
den Zentner. Aehnlich iſt es beim Getreide. Die
Ge=
treidepreiſe ſind nach offiziellen Marktpreiſen um 3 Mark
für den Doppelzentner zurückgegangen und gehen
beſtimmt weiter zurück, Das Brot wird aber
weder ſchwerer für den bisherigen Preis, noch
billiger. Anzuerkennen iſt das Vorgehen unſerer
Gemüſezüchter. Dieſe haben die Preiſe. gegen
das Vorjahr weſentlich ermäßigt, ſo daß hier
Klagen über zu teuren Einkauf nicht am Platze ſind.
Es iſt zu hoffen, daß ſich die Verhältniſſe auch auf dem
Fleiſch=, Butter=, Milch= und Eiermarkt etwas ändern
und daß insbeſondere die Großgrundbeſitzer, die früher
ſo ſchnell ſich zuſammengefunden haben, um die hohen
Preiſe feſtzuſetzen und durchzuführen, es auch jetzt nicht
unterlaſſen werden, in gleicher Weiſe einen für die
Ab=
nehmer günſtigeren Preistarif feſtzuſetzen.”
Die Quinteſſenz dieſes Schreibens geht darauf
hin=
aus, daß die Hochhaltung der Preiſe auch bei
günſtigeren Produktionsbedingungen als
ſchweres Unrecht am konſumierenden Publikum empfunden
wird. Und darin hat der Einſender zweifellos recht.
Deutſches Reich.
— Kaiſermanöver 1912. Wie nunmehr
feſt=
ſteht, wird der Kaiſer während des Manövers in
Ba=
racken wohnen. Das Kaiſerliche Hauptquartier ſoll in
Oſchatz untergebracht werden. Der König von Sachſen
beabſichtigt, von ſeinem Jagdſchloß Wermsdorf aus, das
m Hubertusburger Forſt gelegen iſt, den Manövern zu
folgen. Als Sitz der Manöverleitung iſt das kleine
Städtchen Mügeln bei Oſchatz beſtimmt. Die am
Manö=
ber teilnehmenden Fürſtlichkeiten, kaiſerlichen Gäſte und
fremdherrlichen Offiziere beziehen Unterkunft in
Dres=
den. Am 27. Auguſt findet die Parade des 4.
Armee=
korps bei Merſeburg ſtatt, am 29. Auguſt die Parade der
eſſamten ſächſiſchen Armee auf dem Truppenübungsplatz
Zeithain, am 2. September die Parade des Garde= und
3. Armeekorps auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin.
Am 9. September beginnt die große Aufklärungsübung
der am Kaiſermanöver beteiligten beiderſeitigen
Kaval=
lerien, am 11. September das Manöver ſelbſt. Das
Manöver ſchließt je nach dem Gang der Ereigniſſe am
13. oder 14. September. Am Tage nach Manöverſchluß
wird mit der Eiſenbahnbeförderung der Truppen
begon=
nen, und zwar werden zuerſt die Fußtruppen abgefahren,
dann die berittenen Truppen. Da ſich zur Entſcheidung
rund 125000 Mann auf engem Raum zuſammenballen,
ſo erfordert das Auseinanderziehen, die Abbeförderung
und die Anordnung der Rückmärſche eine nicht
unerheb=
liche Arbeitsleiſtung der Eiſenbahnabteilung des großen
eneralſtabes und der beteiligten
Eiſenbahnverwaltun=
gen. Das Manöver ſpielt ſich vorausſichtlich im
König=
reich Sachſen weſtlich der Elbe und der benachbarten
Provinz Sachſen ab. Das Land iſt dicht bevölkert, ſo daß
auf einen außerordentlich großen Andrang des
Publi=
kums zu den Truppenübungen zu rechnen iſt.
— Reiſſe des Prinzen Heinrich nach
Japan. Prinz Heinrich, der am 20. Auguſt von Kiel
die Reiſe zu der Kaiſerbeiſetzung nach Japan
antritt, fährt, wie Berliner Blätter aus Kiel
berichten, über Sibirien nach Kiautſchou und
von dort mit einem deutſchen Kriegsſchiff nach Japan.
Wie verlautet, wird Prinz Heinrich auf der Rückreiſe
das deutſche Kreuzergeſchwader in Oſtaſien und das
Schutzgebiet Kiautſchou beſichtigen. Der Miſſion des
Prinzen, der ſich vor ſeinem Reiſeantritt zum Kaiſer
zur Verabſchiedung begibt, dürfte auch politiſche
Bedeu=
ung beizumeſſen ſein.
— Arbeitswilligen=Schutzgeſetz. Wie
die Tägliche Rundſchau hört, ſtellte die ſächſiſche
Regie=
rung im Bundesrat einen Antrag auf Erlaß eines
Ar=
beitswilligen=Schutzgeſetzes. Der Antrag, über den der
Bundesrat ſchon im Herbſt beſchließen dürfte, wird von
mehreren Regierungen, darunter der bayeriſchen,
unter=
ſtützt.
Ausland.
Frankreich.
100000 Mann für Marokko. Die franzöſiſche
Regierung hat beſchloſſen, wie die Armeezeitung
ver=
ſichern zu können glaubt, eine Armee von 100000 Mann
nach Marokko zu entſenden. Zu dieſem Zweck hat der
Kriegsminiſter verfügt, daß diejenigen Soldaten, welche
erſt ſeit ſechs Monaten unter der Fahne ſtehen und nach
Marokko zu gehen wünſchen, ſich einſchreiben laſſen
kön=
nen. Die Soldaten brauchen nicht volle zwei Jahre zu
dienen. Das genannte Blatt will außerdem erfahren
haben, daß General Liautey 30000 Mann Erſatztruppen
verlangt habe.
Ruſſiſcher Beſuch. Dem Echo de paris wird
aus Petersburg berichtet, daß Miniſterpräſident
Kokow=
zow erklärt habe, es ſei ihm wegen ſeiner Beſchäftigung
und wegen der nahe bevorſtehenden Wahlen zur Duma
vollſtändig unmöglich, in dieſem Jahre nach Paris zu
kommen. Dagegen werde der Großfürſt Nikolai
Niko=
lajewitſch, deſſen Beſuch bereits für dieſes Frühjahr
an=
gekündigt war, in vierzehn Tagen offiziell nach Paris
kommen, um als Vertreter der ruſſiſchen Armee den
gro=
ßen franzöſiſchen Armeemanövern beizuwohnen.
Das Abkommen zwiſchen Frankreich
und Spanien. Der Petit Pariſien meldet, daß das
Abkommen zwiſchen Frankreich und Spanien in den
näch=
ten Tagen unterzeichnet werden wird. Nur das
inter=
nationale Statut für die Stadt Tanger, das
insbeſon=
dere England intereſſiert, iſt noch nicht fertig.
Rußland.
Poincarés Beſuch in Petersburg. Als
ſeſultat der Beſprechungen zwiſchen dem
Miniſterpräſi=
denten Poincaré und dem Miniſter des Aeußern
Saſo=
now wird mitgeteilt, daß ein Abkommen zwiſchen Frankreich
und Rußland über die chineſiſche Anleihe erzielt worden
iſt. Rußland vertrat bisher den von Frankreich nicht
geteilten Standpunkt, daß die Verwendung und Kontrolle
der Anleihe durch das Konſortium der ſechs Großmächte
mit der beſonderen privilegierten Stellung Rußlands in
China nicht in Widerſpruch ſtehen dürfe, Frankreich wird
dieſen Geſichtspunkt Rußlands, welcher von den anderen
Großmächten nicht geteilt wird, künftig als ſeinen
eige=
nen vertreten.
Amerika.
Die Panamakanalbill Aus New=York wird
gemeldet: Die Beſtimmung der Panamakanalbill, daß
Schiffe der amerikaniſchen Eiſenbahngeſellſchaften von
der Benutzung des Panamakanals ausgeſchloſſen ſein
ſollen, ruft die Kritik von Eiſenbahnmännern hervor. Der
Präſident der New York, Newhaven and Hartford,
Bahn=
geſellſchaft erklärte, daß dadurch die Truſtbildung in der
Küſtenſchiffahrt begünſtigt werden würde. Der Ausſchluß
amerikaniſcher Bahngeſellſchaften würde die Canadian
Pacific Bahn in die Lage verſetzen, den Kanal zu
be=
nutzen und die Intereſſen der kanadiſchen Häfen zu
Un=
gunſten amerikaniſcher Häfen zu fördern. Der
Vizepräſi=
dent der Pacifiſchen Mail Steam=Ship Company, die
von der Southern Pacific=Bahn kontrolliert wird, teilt
mit, daß die Geſellſchaft durch die Bill gezwungen
werde, den Plan einer Schiffahrtslinie von New=York
nach Aſien und einer anderen von New=York nach der
Weſtküſte Südamerikas fallen zu laſſen. Er betonte, daß
nur durch das Kapital, das direkt oder indirekt mit den
Eiſenbahnen zuſammenhänge, eine amerikaniſche
Handels=
flotte geſchaffen werden könne. Die New=Yorker Zeit
tungen fahren fort, die Bill zu bekämpfen.
Peru. Die Parteien einigten ſich dahin,
Billing=
hurſt zum Präſidenten der Republik zu wählen.
Nikaragua. Die Aufrührer begannen die
Be=
ſchießung der Hauptſtadt Managua. Eine Anzahl
Ein=
wohner, darunter Frauen und Kinder, wurde
verwun=
det. Die Ausländer hißten ihre Landesflaggen.
Marokko.
Der abgedankte Sultan Muley Hafid
hat dem Mitarbeiter des Matin folgende Gründe für
ſeinen Rücktritt angegeben: Meine Abreiſe iſt der
voll=
ſtändigſte Beweis meiner Aufrichtigkeit und Offenheit.
Ich bleibe nicht, weil ich fühle, daß mein Temperament
zweifellos Zwiſchenfälle verurſachen würde, und gerade,
Die Schlacht bei Smolensk in der
Schilderung der deutſchen Mitkämpfer.
*⁎* „Seit wir den Niemen überſchritten, beſchäftigte
ein Gedanke, eine Hoffnung, ein allgemeiner Wunſch den
Kaiſer und ſeine Armee: der Gedanke an eine große
Schlacht,” ſo erzählt der Schlachtenmaler Albrecht Adam,
der im Gefolge des Vizekönigs Eugen an dem Feldzug
gegen Rußland teilnahm. „Man ſprach von einer
Schlacht wie von einem großen Feſte, freute ſich auf ſie,
und ließ den Kopf hängen, ſo oft man ſich in der
Erwar=
tung getäuſcht ſah.” Bei Smolensk glaubte Napoleon
endlich dieſen großen Moment erreicht zu haben. Am
14. Auguſt 1812 ſtieß die Vorhut der großen Armee
bei Krasnoi auf eine zur Armee des ruſſiſchen Feldherrn
Bagration gehörige Diviſion, die Murat im kühnen
Rei=
terangriff mit großen Verluſten auf Smolensk zurückwarf.
Aber die Ruſſen erkannten nun die Gefahr, daß Napoleon
die Vereinigung der Armeen von Bagration und Barelay
verhindern wollte, waren auf ihrer Hut, und die Abteilung
des Generals Rayewskys verteidigte zwei Tage lang die
„heilige Stadt” gegen die andringenden Korps. Damit
wurde das „ſchöne Manöver von Smolensk”, einer der
glänzendſten Pläne des Kaiſers, zerſtört, der wie einſt
vor Jena an der feindlichen Armee vorübermarſchieren,
ihren linken Flügel umfaſſen und ſo die Rückzugsſtraße
nach Moskau abſchneiden wollte. Die beiden Hauptarmeen
der Ruſſen konnten ſich vereinigen, und es blieb dem
Korſen nur das noch übrig, was er „eine gewöhnliche
Schlacht” zu nennen pflegte. Doch auch hier wurde ihm
ſeine ſtolze Hoffnung auf ein neues Auſterlitz zerſtört, denn
die Feinde verteidigten die Stadt nur ſo lange, um ſich
ungebindert zurückziehen zu können.
Das ſind die Kämpfe um Smolensk, die vom
14. bis zum 19. Auguſt dauerten und Sturm auf
Sturm der todesmutigen Truppen an den ſtarken Mauern
zerſchellen ließen, bis ſchließlich die große Armee als
Herrin in der brennenden, in Trümmer gelegien Stadt
blieb. Die Hauptkämpfe baber am 17. Auguſt ſtattgefun=
den. An ihnen waren auch deutſche Truppen beteiligt, und
in anſchaulichen Bildern erzählen die Erinnerungen, die
Paul Holzhauſen in ſeinem Buch „Die Deutſchen in
Ruß=
land 1812” ſo ſorgfältig geſammelt hat, von den Taten und
Leiden der deutſchen Mitkämpfer in dieſem erſten großen
Kampf des ruſſiſchen Feldzuges. Mit hochklopfendem
Her=
zen ſchauten die Truppen auf die maleriſch hoch über dem
Dnieper=Tal gelegene Veſte, auf die „Stadt der heiligen
Jungfrau” die das Zugangstor zum eigentlichen
Ruß=
land bildete. Unter dieſen breiten, von wuchtigen Zinnen
bekrönten Mauern, unter dieſen Zinnen und Gräben alſo
ſollte die Schlacht geſchlagen werden, die alle erſehnten,
wie der Wüſtenwanderer die Oaſe. Napoleon befahl den
Sturm auf die Stadt, an dem von deutſcher Seite
beſon=
ders die Württemberger des Korps Ney beteiligt waren.
Anſchaulich ſchildert Oberſt von Stockmayer dieſen blutigen
Angriff: „Den 17. Auguſt nachmittags um 1 Uhr kam
Marſchall Ney zu mir und befahl mir, mit der Brigade
ſogleich aufzubrechen und den Feind aus der Vorſtadt
Stasnaia an dem linken Dnieperufer zu verjagen und dieſe
Vorſtadt bis unter die Wälle von Smolensk zu beſetzen,
in dem Kaiſer Napoleon auf der ganzen Linie einen
An=
griff machen werde. Meinem Bataillon übergab ich nun
die Avantgarde und rückte ſomit in einem dreifach ſich
kreuzenden Kanonenfeuer vor. Nach einigen Chargen ließ
ich die Vorſtadt ſtürmen und verfolgte den bald darauf
fliehenden Feind nachdem ich mehrere Gefangene gemacht
hatte, bis unter die Mauern von Smolensk.‟ Die Ruſſen
wurden aus allen Vorſtädten herausgeworfen; nur die
Petersburger Vorſtadt verteidigten ſie noch am 18.
hart=
näckig, um ihren Abzug zu decken; ſie hatten in der Nacht
die innere Stadt geräumt und die Brücken zerſtört.
Von der Eroberung dieſer letzten Vorſtadt erzählt
Martens, wie ſie in die Gärten eindrangen und unterſtützt
von ihrer Artillerie, ein heftiges Kleingewehrfeuer
be=
gannen. Er kam dabei einem jungen franzöſiſchen Offizier
zu Hilfe. „Hocherfreut über den unerwarteten Zuwachs
faßte mich der feurige franzöſiſche Offizier bei der Hand
mit den Worten: Venez, mon ami, partageons notre
sort!” und ließ mir einen Schluck geiſtigen Getränkes
aus ſeiner Feldflaſche zukommen. Kaum hatte ich mich
aber für den labenden Trunk bedankt und zu meinen
Leu=
ten gewendet, die mit den Franzoſen an der Hecke des
Gartens verteilt waren, als eine feindliche
Kartätſchen=
kugel den Kopf dieſes wackeren Jünglings, deſſen
Be=
kanntſchaft ich erſt vor einigen Minuten gemacht hatte,
zerſchmetterte. Welch ergreifender Anblick für mich! Zum
erſtenmal in meinem Leben ſauſten die feindlichen Kugeln
gleich einem Hagelwetter, welches das Laub von den
Bäumen zu Boden niederſchmetterte, um meinen Kopf.”
Als die Ruſſen Smolensk endlich aufgaben, waren die
Vorſtädte in rauchende Trümmer verwandelt, zwiſchen
denen Maſſen halbverbrannter Leichen lagen. „Die
ab=
ziehenden Ruſſen hatten alles verwüſtet, was irgend hätte
von Nutzen ſein können, erzählt ein Mitkämpfer. „Leichen
überall, aber welche Leichen! Die Körper waren
zer=
ſchmettert, platt gefahren und getreten, das Blut hatte ſich
mit dem Staube vermiſcht und war mit demſelben zu einer
feſten Maſſe zuſammengeknetet; die Straßen waren wie mit
einem dicken weichen Teppich bedeckt. Mit Schaudern dachte
man: das waren Menſchen wie du, das kann auch aus dir
werden! Auch ich zog darüber hinweg, wie Tauſende vor
und nach mir, als ich zwiſchen zwei niedergebrannten
Häuſern einen ſchmalen Garten bemerkte, in welchem unter
Obſtbäumen, die verkohlte Früchte trugen, fünf oder ſechs
im eigentlichen Sinne des Wortes gebratene Menſchen
lagen. Die Hitze hatte die Sehnen der Arme und Beine
zuſammengezogen und in gräßlicher Verzerrung krumm
gegen die ſchwarz geſenkten Leiber gebogen. Die Lippen
waren von den weißen, ſchrecklich hervorſtehenden Zähnen
zurückgezerrt, und tiefe finſtere Löcher bezeichneten die
Stelle der Augen. Furchtbar ſchön, grauſig großartig war
der Anblick des brennenden Smolensk, deſſen Mauern und
Türme geſpenſtiſch aus dem Flammenmeer ragten. „Die
glühende Abendſonne vermiſchte ihre Strahlen mit der
Glut des Brandes, berichtet der Maler Adam. „Nie in
meinem Leben ſah ich wieder ſolch zauberiſche Lichteffekte;
ſelbſt der Rauch der Lagerfeuer erhielt durch den
Wider=
ſchein eine rötliche Farbe und gab dem ganzen Treiben
in dem lichten Walde etwas Geiſterhaftes,
weil ich ſie vermeiden will, ziehe ich mich zurück. Ich habe
den Wunſch und ſogar das Bedürfnis, mit Frankreich in
gutem Einverſtändnis zu bleiben. Meine Familie und
mein Vermögen befinden ſich in Marokko in Frankreichs
Händen. Außerhalb aller ſonſtigen Erwägungen iſt es
alſo mein wohlverſtandenes Intereſſe, Frankreichs
Freund zu bleiben.
* Brüſſel 12. Aug. Außer je einem engliſchen,
fyanzöſiſchen und holländiſchen Kriegsſchiff traf heute
auch das deutſche Kriegsſchiff „Viktoria Luiſe” in
Ant=
werpen zur Begrüßung des am Mittwoch
ankom=
menden Königs Albert I. ein.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 14. Auguſt.
* Vom Hofe. Der Erbgroßherzog und
Prinz Ludwig begaben ſich am Montag mittag
12 Uhr in Begleitung der Hofdame Freiin v.
Rots=
mann nach Schloß Romrod und nahmen daſelbſt
Wohnung. (Darmſt. Ztg.)
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Finanzaſpiranten Gottlob Lenz aus
Bernsburg, Kreis Alsfeld, zum
Hauptſteueramts=
aſſiſtenten.
* Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Im Namen der Großh. Regierung
vollzogene Ernennungen und Beförderungen (1. Juli bis
1. Auguſt 1912): zum techniſchen Bureauaſſiſtenten der
Geometer 2. Klaſſe Becker zu Mainz; zu Eiſenbahn=
Oberſekretären die kommiſſ. Eiſenbahn=Sekretäre
Falder=
mann und Runkel zu Mainz; zum Rottenführer der
Hilfsrottenführer Pfeiffer zu Reinheim i. O.; zum
Rangiermeiſter der Rangierführer Eſchenfelder zu
Monsheim; zum Rangierführer der Hilfsrangierführer
Harreus zu Worms; zum Schaffner der
Hilfslade=
meiſter Kraft zu Darmſtadt; zum Lokomotivheizer der
Hilfsheizer Breuler zu Hanau; zum Weichenſteller der
Aushelfer Appel zu Mainz.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 31 vom
13. Auguſt hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung, die
Gewerbeſcheine betreffend. 2. Verordnung, den
Ertrags=
wert landwirtſchaftlich benutzter Grundſtucke betreffend.
3. Bekanntmachung, Anſchlußgleis der Firma Tonwerk
Weſthofen G. m. b. H. in Weſthofen an den Bahnhof
Monzernheim betreffend.
Anwärter für den höheren Schuldienſt. Am
Schluſſe des Sommerſemeſters 1912 haben 48
An=
wärter für das höhere Lehramt vor der
Prüfungskom=
miſſion in Gießen die Prüfung beſtanden, davon
5 mit der Note ausgezeichnet, 16 mit ſehr gut, 16 mit
gut und 11 mit genügend. Von der Geſamtzahl hatten
25 auf humaniſtiſchen Gymnaſien die Reife erlangt,
13 auf Realgymnaſien und 10 auf Oberrealſchulen.
Von den ehemaligen Gymnaſiaſten haben 3 die Note
ausgeichnet erhalten, 10 ſehr gut, 8 gut und 4 genügend;
von den ehemaligen Realgymnaſiaſten: 1 ausgezeichnet,
4 ſehr gut, 3 gut und 5 genügend; von den ehemaligen
Oberrealſchülern: 1 ausgezeichnet, 2 ſehr gut, 5 gut
und 2 genügend. — Als Hauptfächer haben 8 die
alten Sprachen, 21 Engliſch und Franzöſiſch, 11
Ma=
thematik, Naturwiſſenſchaften oder Geographie und
8 Deutſch und Geſchichte.
* Die Unfallgefahren in der Holzinduſtrie. Wie
man uns mitteilt, iſt das Intereſſe an der
Wanderaus=
ſtellung „Die Unfallgefahren in der Holzinduſtrie‟
äußerſt rege. Am Montag weilte auch der
Finanz=
miniſter Dr. Braun Exz. längere Zeit in der
Aus=
ſtellung und zeigte durch ſeine längere Tätigkeit als
Vorſitzender des Schiedsgerichts in Mainz erworbenes
ſachverſtändiges Intereſſe an den Unfallverhütungs=
und hygieniſchen Vorrichtungen. — Am Montag abend
fand im „Schützenhof” im Anſchluß an die Ausſtellung
ein Vortrag des Landtagsabgeordneten Raith=München
ſtatt, die gut beſucht war.
* Das Kaiſerpreisſchießen. Am Montag fand auf
dem Truppenübungsplatz das Schießen um den
Kaiſerpreis im 18. Armeekorps ſtatt. Zu demſelben
waren auf Grund des vorausgegangenen
Vergleichs=
ſchießens vier Kompagnien zugelaſſen worden und zwar
die 7. Komp. des Inf.=Regts. Nr. 80, die 11. Komp. Inf.=
Regts. Nr. 87, die 1. Komp. Inf.=Regts. Nr. 116 und die
3. Komp. Inf.=Regts. 117. In ſehr ſcharfem Wettkampfe
ſiegte auch diesmal wieder die 3. Kompagnie des
Inf.=Regts. Nr. 117 unter Hauptmann Tauſcher,
nachdem dieſelbe ſchon im Jahre 1911 ebenfalls den
Kaiſerpreis errungen hatte. Sollte die Kompagnie auch im
nächſten Jahre, alſo dreimal hintereinander, den Kaiſer=
preis erringen, ſo kommt die Kompagnie in den
dauern=
den Beſitz des Kaiſerpreisabzeichens. Der kommandierende
General von Eichhorn zollte den Kompagnien und
ins=
eſondere den „Kaiſerpreisſchützen” für ihre
hervorragen=
den Schießleiſtungen uneingeſchränktes Lob.
* Vom Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt. Geſtern
ormittag gegen 10 Uhr traf das 2. Badiſche Grenadier=
Regiment Kaiſer Wilhelm I. Nr. 110 unter Kommando
des Oberſten v. Eberhardt in Militär=Sonderzügen aus
Mannheim (I. und III. Bataillon) und Heidelberg (II.)
in Darmſtadt ein. Es rückte alsbald ins Barackenlager
ab, um auf dem Truppen=Uebungsplatz die etwa
14tägigen Regimentsübungen abzuhalten.
— Allgemeine Nacheichung in der Stadt
Darm=
ſtadt. Mit der Nacheichung der Maße, Gewichte und
Wagen in der Stadt Darmſtadt wird am 15. Auguſt
begonnen werden und zwar zunächſt für den Bezirk des
1. Polizeireviers. Es wird beſonders darauf
hinge=
wieſen, daß nach der neuen Deutſchen Maß= und
Ge=
wichtsordnung auch die Meßgeräte, die beim
Handels=
verkehr in nicht offenen Verkaufsſtellen angewendet
werden, ſowie diejenigen, die in fabrikmäßigen Betrieben
zur Ermittelung des Arbeitslohns dienen, der
Nach=
eichung unterworfen ſind. Näheres ergibt ſich aus der
amtlichen Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts.
Intereſſante Arbeiten werden auf dem Gelände
der alten Eiſenbahn=Reparaturwerkſtätten ausgeführt.
Man iſt damit beſchäftigt, die dicken Mauern der
Werk=
ſtätten niederzulegen, was mit Hilfe von Winden
ge=
chieht. Nachdem man auf der Fallſeite das Fundament
genügend geſchwächt hat, wird von der andern Seite
mit Hilfe von Winden in der Höhe ein Druck auf die
Mauer ausgeübt, ſo daß ſie in ſich zuſammenſtürzt.
Den Arbeiten wohnt ſtets eine große Menſchenmenge bei.
* Städtiſcher Saalbau. Im morgigen 12.
Donners=
ags=Konzert wird nach der Vortragsordnung
ge=
ſpielt werden, welche für das 11. im Garten vorgeſehen
war, aber infolge der ungünſtigen Witterung mit
beſon=
derem Streichmuſikprogramm im Saale durchgeführt
wer=
den mußte. Immerhin war auch dieſes Konzert gut
be=
ſucht. Aus der genannten Vortragsfolge ſeien beſonders
genannt: R. Strauß: Liebesſzene aus dem
Sing=
gedicht. „Feuersnot‟. E. Humperdinck: Motive
aus Hänſel und Gretel. R. Wagner: Glocken= und
Gralsſzene aus „Parſifal‟. Delibes Ballettmuſik aus
Toppelia. (Siehe auch Anzeige.)
Ludwigshöhe. Bei der ungünſtigen Witterung
fällt das für Mittwoch vorgeſehene
Abend=
konzert aus und findet nur wie üblich das
Nach=
mittagskonzert ſtatt.
— Das Reſidenztheater am Weißen Turm bittet
uns, anläßlich der Vorführung des berühmten Films:
Beethovens Biographie folgendes aufzunehmen:
Die Infantin Iſabella von Spanien, die ſich
kürzlich iu Barcelona befand, erſuchte den Gouverneur
ieſer Stadt, ſie in den „Salon Cataluna” zu führen,
wo der Film „Beethoven” mit glänzender muſikaliſcher
Interpretation gezeigt werde. Die Infantin wohnte der
Vorführung von drei Films bei, die ſämtlich Bilder der
Firma Gaumont waren: „Beethoven” „Unſere Perle‟
„Dollarkönigin”. Sämtliche Films wurden von der
In fantin Iſabella mit großem Intereſſe verfolgt und
fan den ihren lebhaften Beifall.
§ Einbruchsdiebſtahl. In der Nacht von Montag
auf Dienstag iſt in einer Wirtſchaft in der Altſtadt ein
E inbruchsdiebſtahl verübt worden. Die
Büffet=
kaſſe wurde mittelſt Stemmeiſen erbrochen und das
darin vorhandene Geld, etwa 25 Mk., entwendet,
außer=
dem noch 100 Zigaretten, welche neben dem Büffet auf
einem Podeſt lagen.
f. Groß=Zimmern, 13. Aug. Im Saale „Zum grünen
Baum” werden ſoeben Paſſionsſpiele nach Art
der Oberammergauer gegeben. Die künſtleriſchen
Auf=
führungen, begleitet von mehrſtimmigen Geſängen und
Harmoniumſpiel, ſind ſehr würdevoll und dem heiligen
Texte angemeſſen. Der Beſuch der 3 Stunden währenden
Vorſtellungen iſt ein ſehr guter.
tt. Dieburg, 13 Aug. Der hieſige Ziegenzuchtverein,
der am Sonntag ſeine Generalverſammlung
ab=
hielt, hat in den letzten 2 Jahren einen bedeutenden
Zu=
wachs von Mitgliedern zu verzeichnen. Auch der Abſatz
von Zuchtmaterial war ein ſehr guter. Im letzten Winter
kaufte die Landwirtſchaftskammer mehrere einjährige
Ziegen an, die nach China verſandt wurden. In dieſem
Frühjahre brachte der Verein mehrere Waggons Ziegen
nach Baden zum Preiſe von je 40—50 Mark; im
ver=
floſſenen Jahre betrug der Erlös aus abgeſetzten
Zucht=
tieren 2—3000 Mark.
-h- Auerbach, 12. Aug. Geſtern verſtarb dahier der
Kriegsveteran Gaſtwirt Peter Scherer im 70. Lebens=
jahr. Der Verſtorbene diente in dem ehemaligen 2.
heſſi=
ſchen Jägerbataillon und machte die Feldzüge 1866 und
1870/71 mit. — Die Metzger haben in den letzten
Tagen den Preis des Schweine= und Rindfleiſches von 90
auf 96 Pfennig das Pfund erhöht. — Unſer Kurort
erfreut ſich zur Zeit eines ſehr guten Fremdenbeſuches,
-h- Zwingenberg, 13. Aug. Hier wurde kürzlich im
Orbistälchen ein größeres Gelände für Errichtung
eines Stiftes angekauft. Verkäuferin iſt die
evan=
geliſche Kirchengemeinde. — Weiter wird die Errichtung
eines Inſtituts im Orbistal geplant und wird z. Z.
mit mehreren Grundſtücksbeſitzern wegen Ankaufs
ver=
handelt.
Offenbach, 13. Aug. Als in der Nacht auf Montag
zwei Metzgerburſchen, im Auto von der Oberräder „Kerb”
kommend, durch die Biebererſtraße fuhren, gab es infolge
eines hänſelnden Zurufs eines Straßenpaſſanten einen
wüſten Exzeß. Zwei Schutzleute konnten nichts
aus=
richten. Erſt als noch drei weitere herbeigeholt worden
waren, gelang es, die Widerſtand leiſtenden
Metzger=
gehilfen auf die Wache zu bringen. Von den Schutzleuten
wurde einer an der Hand verletzt, ebenſo erhielt ein
Paſſant eine Verletzung.
Eppertshauſen, 13. Aug. Gegenwärtig wird unſere
Kirche im Innern einer gründlichen
Reno=
vation unterzogen, nachdem das vor einigen Wochen
auch äußerlich geſchah. Der heſſiſche Denkmalſchutz will
dabei die Kirche als würdiges Baudenkmal des früheren
heſſiſchen Regierungsbaumeiſters Moller erhalten haben
und hat nach langen Unterhandlungen jetzt jede bauliche
Veränderung im Innern unterſagt.
V. Rüſſelsheim, 13. Aug. Der 12jährige Sohn des
Landwirts Jakob Dambmann geriet unter einen mit
Spreu beladenen Wagen, wobei ihm das Rad über
die Bruſt ging. Der Verunglückte wird wohl kaum mit
dem Leben davon kommen.
(*) Gießen, 13. Aug. Lebensgefährlich
ver=
letzt wurde geſtern nachmittag 3 Uhr der 28jährige
Ran=
gierer Heb aus Dutenhofen. Er kam beim Rangieren
zwiſchen die Puffer und wurde gedrückt. Schwer verletzt
trug man ihn in die Klinik.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Aug. Vor
eini=
gen Tagen wurde der Tod des Bankiers
Hugo Gräbenitz gemeldet, deſſen gleichnamige
Firma ſeit 1883 in Berlin beſteht. Geſtern iſt nun über
den Nachlaß des Verſtorbenen, der übrigens freiwillig
aus dem Leben geſchieden ſein ſoll, von den Gläubigern
der Konkurs beim Amtsgericht Berlin=Mitte
bean=
tragt worden. Es hat ſich bei der Prüfung der
Ver=
mögensverhältniſſe herausgeſtellt, daß ein erheblicher Teil
der der Bankfirma Gräbenitz anvertrauten Depoſiten
fehlt. Die Ausſichten der Gläubiger werden als
troſt=
los bezeichnet. An Paſſiven ſollen rund 750000 Mk.
vor=
handen ſein, denen an Aktiven nur zirka 20000 Mk.
gegen=
überſtehen. — Der früher längere Zeit in Berlin anſäſſig
geweſene Geſchäftsführer Röhricht von der Gleiwitzer
Filiale der Berliner Kohlen=en=gros=Firma Emanuel
Friedländer u. Sohn unternahm geſtern mit ſeiner Frau
von Gleiwitz aus einen Ausflug. Dabei fuhr das
Automobil gegen einen Baum und wurde zertrümmert.
Röhricht wurde getötet ſeine Frau ſchwer verletzt.
Der Chauffeur blieb unverletzt. — Gegen den flüchtigen
Rechtsanwalt Bredereck ſind im Laufe des
geſtrigen Tages bereits ſechs Strafanträge erfolgt. =Es
iſt wahrſcheinlich, daß noch andere Exiſtenzen durch ihn
dem Ruin entgegengeführt worden ſind. Die
Sanier=
ungsverſuche, die von Angehörigen und Verwandten des
Bredereck unternommen wurden, ſcheiterten an der Höhe
der Summe, die zur Regelung der Schuld notwendig iſt.
Wiesbaden, 12. Aug. Geſtern verſchied im 94.
Lebens=
jahr der Geheime Regierungsrat Profeſſor Dr. Wilhelm
Dünkelberg, der ehemalige Direktor der Königl.
landwirtſchaftlichen Akademie Poppelsdorf=Bonn und
vorherige Profeſſor am landwirtſchaftlichen Inſtitut zu
Hof Geisberg bei Wiesbaden.
Saarlouis, 13. Aug. Auf der Steinkohlengrube
Kohl=
ſcheid wurden fünf Bergleute von einem Förderkorb
erfaßt. Zwei wurden getötet, zwei ſchwer und einer
leichter verletzt.
Bochum, 12. Aug. Als heute abend ein
Straßen=
bahn=Motorwagen der Weſtfäliſchen
Straßenbahn=
geſellſchaft mit einem Anhänger von Gerthe kommend die
untere Caſtroperſtraße durchfuhr, verſagte angeblich
wegen Ueberfüllung des Wagens und wegen der
ab=
ſchüſſigen Straße die Bremſe ſodaß der
Motor=
wagen gegen eine Wirtſchaft rannte, wobei der
Vorder=
verron vollſtändig zertrümmert wurde. Die Wucht des
Zuſammenſtoßes war ſo groß, daß die Seitenfüllungen
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Unſer
einhei=
miſcher Bildhauer, Herr Robert Cauer der mehrere
Monate in Amerika geweilt hat, iſt dieſer Tage nach
Darmſtadt zurückgekehrt. Der Künſtler hat drüben einige
größere Arbeiten gefertigt, und erhielt von der deutſchen
Turnerſchaft Amerikas den Auftrag, ein Jahn=Denkmal
zu ſchaffen, das bei der Säkularfeier der Schlacht bei
Leip=
zig im Oktober 1913 zu St. Louis enthüllt werden ſoll.
Von der Edertalſperre. Man ſchreibt uns:
Die Waſſerfläche der Edertalſperre, die vorausſichtlich
1914 vollendet ſein wird, wird ſich von dem waldeckiſchen
Orte Hemfurth bis nach Herzhauſen in dem ehemals
heſſendarmſtädtiſchen Kreis Vöhl erſtrecken und eine
Waſ=
ſermenge von 220 Millionen Kubikmeter faſſen. Damit
wird ſie zu einem der größten Staubecken
Euro=
pas. In dem ganzen Gebiet der Talſperre herrſcht rege
Tätigkeit. Infolge der günſtigen Witterungsverhältniſſe,
namentlich während des Sommers 1911, ſind die Arbeiten
ſchon recht weit vorgeſchritten. Die Sperrmauer, die an
den ſteilen Ufern zwiſchen dem 422 Meter hohen
Michels=
kopf und Hemfurth erbaut wird, iſt etwa zur Hälfte
fertig=
geſtellt. Die Arbeiten begannen vor jetzt zwei Jahren.
Bis zum Herbſt 1913 ſoll der Bau der Mauer vollendet
ſein. Es herrſcht deshalb eine eifrige Bautätigkeit bei
Hemfurth, wohl an 500 Arbeiter, Deutſche, Polen,
Ita=
liener, Kroaten, ſind als Maurex, Erdarbeiter, in den
Steinbrüchen, an den Maſchinen uſw. beſchäftigt. Die
Mauer wird 50 Meter hoch und umfaßt 285000
Kubik=
meter Mauerwerk; ſie wird an der Sohle 35, auf der
oberen Plattform 6 Meter ſtark. Die Mauer wird an
beiden Seiten in die Felſen der ſteilen Ufer trevpenförmig
und metertief eingelaſſen. In der 35 Meter ſtarken
Grund=
mauer bleiben 2—3 Meter breite Durchläſſe, die ſpäter
Turbinen für Kraftzwecke aufnehmen können. Von den
drei Dörfern, die ganz dem Waſſer des Stauſees weichen
müſſen, iſt Berich bis auf einige Familien geräumt. Die
Bewohner dieſes Dorfes und noch Familien aus Brina=
hauſen haben ſich auf einer Domäne bei Arolſen
ange=
ſiedelt. Das Dorf Neuberich wurde vor kurzem eingeweiht.
In Berich iſt man eben daran, die Kirche abzubrechen, ſie
ſoll in Neuberich wieder errichtet werden. In
Bring=
hauſen iſt der größte Teil der Einwohner noch anſäſſig.
Aus Aſel ſind bis jetzt 10 Familien abgezogen, drei
Hof=
reiten ſind abgebrochen. Von den Dörfern Nieder=Werbe
und Herzhauſen bleiben nur noch die hochliegenden Häuſer
ſtehen. In den unteren Dorfteilen ſind ſchon Gehöfte
ver=
ſchwunden, oder ſie ſtehen leer. Bei Herzhauſen arbeiten
jetzt 50 Sträflinge an Wegebauten. Außer den genannten
Dörfern ſind auch die dem Untergang geweihten
Einzel=
gehöfte, z. B. Vornhagen, Stollmühle, Bericher Hütte und
einige Mühlen an der Werbe und dem Aſelbach zumteil
verlaſſen. Die Bewohner ſiedeln ſich meiſt in der
preußi=
ſchen und Waldeckſchen Umgebung an, nur wenige gehen
nach Poſen Das Gelände der ſo intereſſanten Talſperre
wird fortgeſetzt von Wanderern ſtark beſucht
„Ariadne auf Naxos” mit dem vorher zu
ſpie=
lenden „Bürger als Edelmann” das neue Richard Strauß=
Hugo von Hofmannsthalſche Bühnenwerk, deſſen
Kompo=
ſition ſoeben beendet wurde, iſt in letzter Zeit wieder von
einer ganzen Anzahl Theaterdirektionen, worunter ſich
ſogar verſchiedene kleinere Bühnen befinden, zur
Auf=
führung erworben worden. Es ſind dies die
Opern=
theater in Barmen, Braunſchweig, Dortmund, Düſſeldorf,
Freiburg i. Br., Kaiſerslautern, Königsberg, Mainz
Saarbrücken, Stettin, Zweibrücken u. a. Der Abſchluß mit
einer weiteren Reihe von Theatern ſteht unmittelbar
bevor.
Deutſche Muſik in England. Ein
Mitarbei=
ter der Muſical Times hat ſich der nicht geringen Mühe
unterzogen, ſämtliche Programme der bisher in England
angekündigten Konzerte und Aufführungen zu analyſieren.
Dabei zeigt ſich, welche Bedeutung die deutſche Muſik
ein=
nimmt; Wagners Name taucht nicht weniger als 109mal
auf, Beethoven 39mal und Mozart 28mal. Es folgen
Tſchaikowski 26, Saint=Saéns 18, Bach 16, Brahms und
Liſzt je 14, Weber 13. Elgar. Mendelsſohn, Verlioz und
Dvorak 12 und Händel 10mal. Dieſe Komponiſten
bean=
ſpruchen für ſich mehr als die Hälfte aller Aufführungen.
Sämtliche engliſche Muſiker zuſammen erreichen nur die
Zahl 80; kaum 12,34 Prozent des geſamten
Konzert=
repertoires.
Die Hadrians=Villa in Tivoli bei Rom,
die glänzende Schöpfung des für die Baukunſt begeiſterten
Kaiſers Hadrianſts, in der die merkwürdigſten Bauten
und Kunſtwerke der von ihm durchreiſten Länder zu einem
Ganzen vereinigt waren, bildet ſeit Jahrhunderten eine
ergiebige Fundſtätte der ſchönſten Antiken, wovon faſt alle
römiſchen Muſeen Zeugnis geben. Trotz aller Beraubung
und Verwüſtung birgt aber das Landgut, deſſen Umfang
etwa 7 Meilen beträgt, noch unerforſchtes Gebiet; es iſt
daher dankbar zu begrüßen, daß die italieniſche Regierung
ſich entſchloſſen hat, neue Nachgrabungen anſtellen zu laſſen.
Bei dieſer Gelegenheit ſoll auch für die Erhaltung der
vielfach verwahrloſten Ruinen und Anlagen etwas
ge=
ſchehen, ſo daß die Kaiſervilla in Tibur in nächſter Zeit
ſicherlich die Aufmerkſamkeit in hohem Grade anziehen
wird.
* Das Luftſchiff als Wolkenzerſtörer. Ueber eine
hübſche Eviſode bei der Ankunft des neuen
Zeppelin=
ſchiffes „Hanſa” in Hamburg wird, wie folgt berichtet:
„Um 2½ Uhr ſah man den Leviathan der Lüfte in
hell=
ſtem Sonnenglanze hoch oben ſeinen Lauf direkt auf eine
vereinzelt in der Region von etwa 600 bis 800 Meter Höhe
ſchwebende, ungefähr 4—500 Meter lange Kumuluswolke
zuſteuern und dieſe gleich einem mächtigen Götterpfeil in
ihrem unteren Teile durchqueren, ſo daß der lange, weiße
Rieſenleib eine Weile vom Nebel der Wolke umdüſtert
wurde. Doch wer beſchreibt das Erſtaunen der dieſen
Vorgang aufmerkſam verfolgenden Zuſchauer? Die eben
durchſtochene Kumuluswolke löſte ſich darauf in wenigen
Minuten total auf, ſo daß nicht eine Spur von ihr übrig
blieb. Die Wolke konnte offenſichtlich den Benzindampf,
den man ſogar zeitweilig gleich einem zarten Schweif am
Hecke des Luftſchiffes deutlich wahrnahm, nicht vertragen!
Haß iht zu denkenzie „Hanſa” als Walkenzerſtörer
aus dem Wagen ſprangen. Der Anhänger riß ſich los und
fuhr in ein gegenüberliegendes Zigarrengeſchäft.
Nach Feſtſtellung der Feuerwehr wurden drei Perſonen
lebensgefährlich verletzt, ſieben erlitten ſchwere, zehn
leich=
tere Verletzungen. Alle wurden in das
Auguſtakranken=
haus gebracht.
Gerthe, 12. Aug. Bei trübem Wetter und zahlreicher
Beteiligung fand heute nachmittag die Beiſetzung
der Opfer der Kataſtrophe auf der Zeche „
Loth=
ringen” ſtatt. Vor dem Eingang zu der Zeche ſtaute ſich
eine unüberſehbate Menſchenmenge, die in der
Haupt=
ſache aus den Nachbargemeinden des Induſtriebezirkes
eingetroffen war. Faſt die ganze Polizei von Bochum
mußte zur Aufrechterhaltung der Ordnung herangezogen
werden. Die Sanitätskolonne hatte fliegende Stationen
errichtet, die mehrere Male in Tätigkeit treten mußten
Gegen ½5 Uhr begannen die Glocken von Gerthe und der
ganzen Umgegend zu läuten und bald darauf ſetzte ſich
der Trauerzug in Bewegung. Den Zug eröffneten
zahl=
reiche Geiſtliche beider Konfeſſionen mit dem Biſchof von
Paderborn an der Spitze und dem
Generalſuperintenden=
ten Dr. von Zöllner. Dann folgten 20
Leichen=
wagen mit den Särgen der Verunglückten, und hinter
jedem einzelnen Wagen folgten die Hinterbliebenen der
betreffenden Opfer. Dann kamen hunderte von Vereinen
mit ihren Fahnen und Vertreter der Regierung. Als
Ver=
treter des Kaiſers war Prinz von Ratibor
er=
ſchienen, ferner ſah man Exzellenz Harbour,
General=
inſpektor der Landesinſpektion Dortmund Oberſt von
Klitzing, Regierungspräſident v. Bake und Polizeipräſident
v. Gersheim. Den Beſchluß bildeten die Mitglieder des
Zechenvorſtandes und die Zechenbeamten, ſowie eine
un=
überſehbare Menſchenmenge. Gegen 5 Uhr erfolgte die
Ankunft auf dem Friedhof. Die Särge wurden von der
Sanitätskolonne nach den Grüften getragen und
ab=
wechſelnd je 6 Särge von Toten katholiſcher oder
evange=
liſcher Konfeſſion verſenkt. Bald darauf hielt der Biſchof
von Paderborn die Trauerrede auf einem ſchwarzen
Po=
dium, das in der Nähe der Leichenhalle errichtet worden
war. Nach ihm ſprach Generalſuperintendent v. Zöllner,
dem wieder Anſprachen der beiden Ortsgeiſtlichen folgten.
Koburg, 12. Aug. Auf dem im Hofgarten aus Mitteln
der Niederfüllbacher Stiftung errichteten Neubau des
her=
zoglich=naturwiſſenſchaftlichen Muſeums
wurde in der Nacht zum Sonntag ein Teil des
Mauer=
werkes ausgehoben und der Grundſtein bloßgelegt. Der
Grundſtein wurde erbrochen und daraus die
Urne mit den Urkunden, Geldſtücken uſw. geſtohlen. Der
Täter iſt noch nicht ermittelt.
Brandenburg a. d. Havel, 13. Aug. Geſtern abend
er=
folgte nach voraufgegangenen langen Differenzen in der
Automobil=Abteilung der Brennabor=
Werke die vollſtändige Schließung des geſamten
Betriebes durch die Fabrikleitung. Durch dieſe
Maßnahme werden über 3000 Arbeiter beſchäftigungslos.
Schwerin, 13. Aug. Der Chorſänger Bütinger von
Schwerin unternahm geſtern nachmittag von hier aus
mit ſeinem Boot eine Segelpartie, die über den
Schweriner See führte. Insgeſamt befanden ſich
ſieben Perſonen in dem Boot. Bei recht böigem Winde
ging die Fahrt über den ſüdlichen Teil des Schweriner
Sees. An einer flachen Stelle des Sees wurde das Boot
von einer heftigen Böe erfaßt und ſchlug um. Vom Lande
aus wurde das Unglück nicht ſofort bemerkt. Die dann
ſofort aufgenommenen Rettungsarbeiten hatten nur bei
zweien Erfolg. Die Frau des Bootsbeſitzers, der
Chor=
ſänger Corvil und ſeine Frau, ſowie die Schwägerin
Bü=
tingers und ein Fiſcherknabe, alſo fünf Perſonen,
waren bereits in den Fluten ertrunken. Bütinger
und ein zweiter Knabe konnten noch gerettet werden.
Wegen eingetretener Dunkelheit mußte die Suche nach den
Leichen der Verunglückten auf heute verſchoben werden.
Gmunden, 12. Aug. Aus Anlaß des tödlichen
Unfalles ſeines älteſten Sohnes, des Prinzen
Georg Wilhelm, Herzog von Braunſchweig und
Lüne=
burg, hat der Herzog von Cumberland der
Kirche in Nackel, in der der Prinz ſeinerzeit aufgebahrt
wurde, 3000 Mark angewieſen, dem Krieger= und
Land=
wehrverein in Nackel 500 Mark, dem Jungfrauenverein
in Nackel 300 Mark und dem Geſangverein in Frieſack
ebenfalls 300 Mark. Ferner wurden allen in
hervorragen=
der Weiſe Beteiligten koſtbare Andenken überſandt.
Peſt, 12. Aug. Bei der Verkündung des Urteils im
Mordprozeß Jukics ſpielten ſich erregte Szenen ab.
Jukics ſchrie: „Hoch Kroatien! Nieder mit den Tyrannen!”
Die anderen Angeklagten ſangen die kroatiſche
National=
hymne.
Rom, 13. Aug. Der gemiſchte Perſonenzug,
der kurz nach ſieben Uhr abends Velletri mit dem
End=
ziel Rom verläßt, entgleiſte geſtern infolge Lockerung
einiger Schrauben der Lokomotive, wenige Kilometer vor
Velletri. Die Maſchine ſtürzte den Bahndamm herab. Der
nächſte Wagen, deſſen Kuppelung brach, blieb ſtehen, der
zweite Wagen ſchob ſich mit ſo großer Wucht gegen ihn,
daß beide Wagen ineinander geſchachtelt wurden. Von
den Paſſagieren wurden zwei, nach einer anderen Lesart
vier getötet, und 21 bezw. 45 verletzt, ſechs
lebens=
gefährlich.
Biarritz, 13. Aug. In Biarritz brach das
Glas=
dach einer Halle des Kaſinos, auf welchem zwei
Arbeiter mit Reparaturen beſchäftigt waren, ein. Beide
Arbeiter ſtürzten aus 12 Meter Höhe auf den Moſaikboden.
Der eine war ſofort tot der andere iſt ſchwer
ver=
wundet. Zufällig befand ſich in dieſem Augenblick kein
Menſch in der Halle. Nur der Dichter Roſtand kam gerade
des Wegs und einer der Arbeiter ſtürzte direkt zu ſeinen
Füßen.
Petersburg, 13. Aug. An der Stelle, wo der Fluß
Seja die Amurbahn kreuzt, wurde am geſtrigen
Geburts=
tag des ruſſiſchen Großfürſten=Thronfolgers Alexei der
Grundſtein einer neuen Stadt Alexejewsk gelegt.
Archangelsk, 12. Aug. Die von den Engländern 1854
fortgeführte Glocke des Kloſters Solowetsk
wurde heute feierlich dem Kloſter zurückgegeben. Dabei
brachte der Gouverneur einen Toaſt auf den König von
England aus, in dem er ſagte, die Wiedergabe der Glocke
bezeuge gegenſeitige Freundſchaft und Sympathie der
bei=
den Länder. Der aus Petersburg eingetroffene Attaché
der engliſchen Botſchaft Gronfell ſagte in ſeinem Toaſt auf
den ruſſiſchen Kaiſer und das Land, er hoffe, die
Ueber=
gabe der Glocke werde eine alte Sünde vergeſſen machen.
Beide Toaſte wurden mit ſtürmiſchen Hurras begrüßt. Es
wurde die engliſche und die ruſſiſche Hymne geſpielt.
New=York, 13. Aug. 500 Paſſagiere des Bankers=
Expreßzuges, der von Boſton kam, wurden geſtern
Mor=
gen in große Aufregung verſetzt, als die 90
vonnen ſchwere elektriſche Lokomotive inmitten
des Tunnels, der nach New=York führt, aus dem Gleiſe
ſprang und gegen einen Pfeiler rannte. Die Paſſagiere
kletterten auf Leitern an die Oberfläche. Verletzt wurde
niemand.
New=York, 13. Aug. Geſtern fand im Zuchthauſe
Sing=Sing die Hinrichtung von ſieben
Mör=
dern ſtatt. Unter den Hingerichteten befinden ſich
6 Italiener und ein Neger. Die Angelegenheit ruft hier
das größte Aufſehen hervor. Frauen hervorragender
Senatoren veröffentlichen einen entrüſteteten Proteſt
gegen die Todesſtrafe.
Kongreſſe und Verbandstage.
Katholikentag in Aachen.
III.
* Aachen, 12. Aug. Heute morgen fand in der
Feſthalle eine große Verſammlung der
katholi=
ſchen Schulorganiſationen unter dem Vorſitze
des Oberlandesgerichtsrats Marx=Düſſeldorf ſtatt.
Reli=
gionslehrer Dr. Roſenberg=Paderborn ſtellte die
konfeſſio=
nelle Schule als das Ideal für die deutſchen Katholiken
hin, welche das beſte Nationalbewußtſein wahre und eine
feſte Stütze für den Thron ſei. Oberlehrerin Schmitz=
Aachen ſprach über die Organiſation zur Verteidigung
der chriſtlichen Schule. Ueber die Intereſſen aller Stände
an der Erhaltung der chriſtlichen Schule ſprach
Volksſchul=
lehrer Weigel=München. Redner erblickt — unter Beifall
der Verſammlung — die Auswirkung des treuen
Chri=
ſtus=Glaubens in den letzten Konſequenzen in der
chriſt=
lichen Schule. Wenn die Arbeitgeber als die Beſitzenden
vielfach zu wenig ſoziales Verſtändnis zeigten, wenn die
Arbeiter, des Pflichtgefühls bar, unzufrieden ſeien, wenn
Ehrlichkeit und Treue zurückgingen, ſo trage die Schuld
daran die Schule, welche die ganze Erziehung auf zwei
bis drei Religionsſtunden beſchränkt wiſſen wolle. —
Rektor Goergen=Walterfangen erörterte das Weſen der
Katholiſchen Schulvereine, die keine parteipolitiſche
Ein=
richtung gegen irgend eine Konfeſſion darſtellten. — Die
zweite geſchloſſene Verſammlung des Katholikentages
fand vormittags 11 Uhr unter ſtarker Beteiligung ſtatt.
Zunächſt wurde ein Abänderungsantrag zu den
Satzun=
gen beraten und beſchloſſen, daß die Beratung von
grund=
ſätzlichen Anträgen ausgeſetzt werden kann, um dem
Vor=
ſtand der Generalverſammlung Bericht zu erſtatten.
Den Bericht des Zentralkomitees erſtattete
Graf zu Droſte=Viſchering. Derſelbe gedachte des
ver=
ſtorbenen Kardinals Fiſcher und hob die Tätigkeit des
Zentralkomitees im Laufe des letzten Jahres hervor. Die
Zahl der ſtändigen Mitglieder ſei um mehr als 1000 auf
6200 geſtiegen. Daran ſchloß ſich eine begeiſterte Ovation
für den 80jährigen Grafen zu Droſte=Viſchering. Ein die
römiſche Frage betreffender Antrag
ver=
langt für den Papſt die politiſche und wirtſchaftliche
Frei=
heit in Ausübung ſeines Hirtenamtes, ſpricht dem Papſt
die Treue aus und fordert zur Unterſtützung des
Peters=
pfennigs auf. Der Antrag wurde vom
Reichstagsabge=
ordneten Fürſt Löwenſtein=Wertheim
begrün=
det und nach kurzer Debatte einſtimmig angenommen. —
Ein weiterer Antrag befaßte ſich mit der
Jeſuiten=
frage. Derſelbe erblickt in dem Jeſuitengeſetz eine
ſchwere Rechtsverletzung und ein beklagenswertes
gehäf=
ſiges Ausnahmegeſetz. Die Katholiken erblicken in
die=
ſem Geſetz einen Eingriff in das innerſte Leben der
Kirche. Der Antrag weiſt den Vorwurf zurück, die
Jeſu=
iten ſtörten den konfeſſionellen Frieden; er verlangt die
Aufhebung des Geſetzes und beauftragt das Präſidium,
eine entſprechende Eingabe an den Reichstag zu richten.
Der Antrag wurde mit ſtürmiſchem Beifall aufgenommen
und fand einſtimmige Annahme. In einem weiteren
Antrag wird die Förderung des
Bonifazius=
vereins, deſſen Einführung und Organiſierung, ſowie
die Schaffung einer alljährlichen Bonifaziusfeier
empfoh=
len. Dieſer Antrag, ſowie ein anderer, der den
Raffaels=
verein zum Schutze katholiſcher Auswanderer empfiehlt,
wurden einſtimmig angenommen.
* Aachen, 13. Aug. Das
Antworttele=
gramm des Papſtes an den
Katholikentag=
lautet: „Der heilige Vater hat mit großer Freude die
Be=
zeugung Eurer kindlichen Anhänglichkeit, beſonders die
Geſinnung vollſtändiger Hingabe gegenüber dem
Apoſto=
liſchen Stuhl und ſeinem oberſten Lehramt, die ihm von
den dort verſammelten deutſchen Katholiken
entgegenge=
bracht werden, entgegengenommen und begleitet dieſe
Ver=
ſicherung mit ſeinem apoſtoliſchen Segen, den er als
Be=
weis der göttlichen Gnadengeſchenke und als Zeugnis
päpſtlichen Wohlwollens der dortigen
Generalverſamm=
lung von Herzen erteilt. Kardinal Merry del Val.”
13. Deutſcher Handwerks= und
Gewerbe=
kammertag.
— Würzburg, 12. Aug. Unter überaus
zahlrei=
cher Beteiligung von Vertretern aller deutſchen
Hand=
werks= und Gewerbekammern trat heute hierſelbſt der
Deutſche Handwerks= und
Gewerbe=
kammertag zu ſeiner 13. Hauptverſammlung
zuſammen. Von Behörden waren vertreten das
Reichs=
amt des Innern durch Oberregierungsrat Jaup, das
bayeriſche Staatsminiſterium durch Miniſterialrat von
Meinel=München, die Braunſchweigiſche Regierung durch
Geheimrat Stegemann=Braunſchweig; ferner hatten
Ver=
treter entſandt die Zentralſtelle für Handel und Gewerbe
in Württemberg und die Miniſterien von Heſſen=
Darm=
ſtadt und Sachſen=Weimar=Eiſenach, ſowie die Hanſa=‟
ſtädte. Die Verhandlungen begannen mit einer
nicht=
öffentlichen Ausſchußſitzung, in der das
Herrenhausmit=
glied, Obermeiſter Plate=Hannover, den Vorſitz führte
und in der man ſich mit der Vorberatung der
umfang=
reichen Tagesordnung beſchäftigte, die u. a. eine
Beſprech=
ung der Mißſtände im privaten, kommunglen und
ſtaat=
lichen Submiſſionsweſen und der Frage der
Meiſter=
prüfungen an Fachſchulen, des Konſumsvereins= und
Ausſtellungsweſens vorſieht. Am Nachmittag fand die
Vorverſammlung ſtatt. Dann wurde in die
Verhand=
lungen eingetreten und zunächſt der Bericht des
Generalſekretärs Dr. Menſch=Hannover
ent=
gegengenommen, der ſich eingehend über die
gegen=
wärtige Lage des deutſchen Handwerks
verbreitete. Ein längerer Abſchnitt des Berichtes iſt den
von den Organen des Gewerbekammertages bearbeiteten
wichtigeren Angelegenheiten des Handwerks gewidmet,
in erſter Linie der Abänderung der Gewerbeordnung,
wobei beſonders der Frage der Abgrenzung zwiſchen
Fabrik und Handwerk großes Gewicht beigemeſſen wurde.
Wiederholt hatte ſich der Handwerkskammertag mit der
vachſenden Bedeutung und Ausdehnung der
handwerks=
mäßigen Betätigung der Frau und der Regelung der
rechtlichen Verhältniſſe für das weibliche Handwerk zu
efaſſen. Dieſe Arbeiten ſind noch nicht abgeſchloſſen. —
Eine große Rolle ſpielten auch die Fragen der
Heran=
ziehung der Großinduſtrie zu den Koſten der
handwerk=
lichen Ausbildung bezw. der Geſellenprüfungen von
Fabriklehrlingen. — Auf dem Gebiete der
Wirtſchafts=
politik, des Handels und Verkehrs hat die Frage des
Submiſſionsweſens eine ſehr eingehende Bearbeitung
er=
fordert. Bezüglich der Schädigung des Handwerks
urch die Konſumvereine hat der Handwerkskammertag
eine Umfrage an ſämtliche Handwerks= und
Gewerbe=
kammern veranſtaltet, die wertvolles Material geliefert
hat. — Auch das Ausſtellungsweſen hat der
Hand=
werkskammertag in den Kreis ſeiner Tätigkeit gezogen.
— Der Sicherung der Bauforderungen wurde ebenfalls
rege Tätigkeit zugewendet. — Die Eingabe wegen
Be=
eitigung gewiſſer Mängel im Offenbarungseidverfahren
ſt dem Reichsjuſtizamt übermittelt worden. — Auf dem
Gebiete der Sozialpolitik wurde u. a. die Ausdehnung
der Privatbeamtenverſicherung auf die Beamten der
Handwerks= und Gewerbekammern, ferner die Förderung
eines geſetzlichen Schutzes der Arbeitswilligen und die
Bereitſtellung von Mitteln der
Reichsinvalidenverſicher=
ung zur Gewährung von Darlehen an ſelbſtändige
Hand=
werker eingehend erwogen. — In Sachen des
ſtaat=
lichen Submiſſionsweſens, worüber die
Handwerkskammer zu Danzig referierte, wurde folgende
Reſolution vorgeſchlagen: 1. Der 13. Deutſche
Hand=
werks= und Gewerbekammertag beſchließt, durch ſeinen
geſchäftsführenden Ausſchuß dahin zu wirken, daß das
Ausbietungs= und Verdingungsweſen bei ſtaatlichen
Be=
hörden durch Landesgeſetzgebung nach Maßgabe der von
ſtändigen Kommiſſionen aufzuſtellenden Grundzüge
ge=
egelt wird. Die Handwerks= und Gewerbekammern
for=
dern gegen Staats= und Diſtriktsbehörden ein
Beſchwerde=
recht gegen alle zu erwartenden Verſtöße wider die zu
erwartenden Geſetze mit der Maßgabe, daß die
Be=
chwerde ſowohl vor als nach Erteilung des Zuſchlages
zuläſſig iſt. 2. Der Deutſche Handwerks= und
Gewerbe=
kammertag beſchließt, daß in den einzelnen Bundesſtaaten
eitens der Kammern ſtändige Kommiſſionen eingeſetzt
werden mögen, welche die Aufgabe haben, das geſamte
Ausbietungs= und Verdingungsweſen innerhalb ihrer
Amtsbezirke zu beobachten und wegen Abſtellung
etwai=
ger Mißſtände in einzelnen Fällen bei den zuſtändigen
Behörden vorſtellig zu werden. 3. Die ſtändigen
Sub=
riſſionskommiſſionen der einzelnen Bundesſtaaten haben
ſich in ſteter Fühlungnahme mit der ſtändigen
Submiſ=
ſionskommiſſion des Deutſchen Handwerks= und
Gewerbe=
kammertages zu halten, um ein einheitliches Vorgehen
ſtändig zu gewährleiſten und gegenſeitige Erfahrungen
austauſchen zu können.
Betreffend das kommunale
Submiſſions=
weſen wurde folgender Antrag vorgelegt: Die
Ver=
gebung von Arbeiten durch kommunale Behörden gehört
zu den wichtigſten wirtſchaftlichen Problemen und
bean=
ſprucht daher die volle Aufmerkſamkeit aller Kreiſe, die
an einer geſunden, lebenskräftigen Entwicklung unſerer
zolkswirtſchaft intereſſiert ſind. Obwohl vor einer Reihe
on Jahren beachtenswerte Vorſchläge gemacht worden
ſind, und mancherlei Verbeſſerungen des Syſtems
vor=
genommen wurden, iſt es bisher nicht gelungen, einen
Nodus zu finden, der die beiden in Frage kommenden
Kontrahenten, die vergebende Behörde und die
Unter=
nehmer, gleichmäßig befriedigt. Der Deutſche Hand=
wie oft wäre ihr da über Hamburg ein Feld reicher
Tätig=
keit geboten.
* Narrheiten der Herrenmode. Die Mode, ſo plaudert
das Neue Wiener Tagblatt, hat ſich in den letzten Jahren
unſtreitig von der einfachen und zurückhaltenden
Vornehm=
heit abgewendet und iſt, vom Auffallenden zum Grotesken
ſchreitend, nun auf einem Gipfel der Abſonderlichkeit
an=
gelangt. Aber auch die Herrenwelt neigt nach und nach
zu Abſonderlichkeiten hin, die in einer Zeit, wo die Frau
den Mann auf jedem Felde zu überbieten ſucht, doppelt
eigentümlich anmuten. Denn die Herrenmode beginnt
entſchieden weibiſch zu werden. Das zeigt ſich in der
auf=
fallenden Bevorzugung des Schmuckes. Nadeln, Uhren
und Ketten, Ringe und Berloques ſind ja lange nicht mehr
das Einzige und Höchſte; das Armband, das von der
Frauenwelt vernachläſſigt zu werden begann, wurde für
die Herrenwelt entdeckt, und man ſieht nur allzu häufig,
wie Herren den Arm ſchütteln, um den Reif, der unter
der Manſchette hervorlugt, auf ſeinen Platz nahe dem
Ellenbogen zu verweiſen. Ein anderes Schmuckſtück, das
heuer im Winter von Herren zuerſt an der Riviera
ge=
tragen wurde, iſt das Lorgnon an einer Altwiener
Kette. Die Dandies begnügen ſich aber nicht etwa mit
einem modernen Lorgnon, ſondern ſie tragen die
ſogenann=
ten „Brillen” deren kreisrunde Gläſer in einem
Empire=
muſter in Gold gefaßt und wie eine Schere mit einem
Griff verſehen ſind. Wer will, kann ſich dabei freuen, daß
Altwien alſo auch im Männerſchmuck eine Auferſtehung
gefeiert hat. Die Herren ſind übrigens ebenſo wie die
Frauen von einem wahren Taumel in Schwarz=weiß
ergriffen. Man kann bekanntlich zu keinem Feſte kommen,
wo nicht mindeſtens die Hälfte aller Damen in dem ſchon
als Uniform wirkenden Schwarz=weiß erſcheint, und nun
ſcheinen auch die Herren von dieſer Verbindung ſo ſehr
eingenommen, daß ſie, als Gipfel der Abſonderlichkeit zum
Frack — weiße Strümpfe tragen.
* Rooſevelts rethoriſche Frage. Es gibt für einen
Volksredner nichts Schlimmeres, als wenn böswillige
Hörer dem entflammten Rethor die kunſtvoll aufgebaute
Pointe zerſtören. Das wiſſen auch Rooſevelts Gegner
und ſie bereiten dem guten Teddy bittere Stunden des
Zorns. Bei den Reden, die Rooſevelt an die Wähler hält,
erzielte er immer eine beſondere Glanzwirkung mit einer
emphatiſch aufgeworfenen Frage: „Und warum war der
ſpaniſche Krieg kein großer Krieg?” Kunſtpauſe, und dann
mit aller Kraft: „Weil wir ſie mit einem einzigen
Fauſt=
ſchlag niederſchlugen!‟ Das gab immer ſtürmiſchen
Bei=
fall. Aber damit iſt’s num aus. Als er in Colorado
wie=
derum die berühmte Frage in die Welt ſchickte, ertönte
plötzlich aus dem Auditorium mit Stentorſtimme prompt
die Antwort: „Weil wir ſie mit einem einzigen Fauſtſchlag
niederſchlugen!” Teddy erblich und ſtotterte, und hätte
ſein Sekretär ihn nicht beruhigt, er hätte das Signal zur
Abfahrt ſofort gegeben.
Die Kapelle der Einarmigen. Einen
amerikani=
ſchen Muſiker aus Oregon, namens Amand, der bei einem
Unfall einen ſeiner Arme eingebüßt hatte, hat der Wunſch,
aus ſeinem Unglück den beſtmöglichen Vorteil zu ziehen,
auf einen originellen Einfall gebracht. Er ſuchte unter
ſeinen Landsleuten die von dem gleichen Geſchick
betroffe=
nen Leidensgefährten und fand auch wirklich acht Leute,
die im Fabrikbetriebe zu Schaden gekommen waren und
ſich mit einem Arm behelfen mußten. Dieſe acht
Ein=
armigen bildete der findige Mann aus Oregon muſikaliſch
aus und vereinte ſie zu einem kleinen Streichorcheſter, das
in der Welt ſchwerlich ſeines Gleichen haben dürfte. Seit
drei Monaten bereiſen die muſizierenden Krüppel, von
denen ſieben den rechten und zwei den linken Arm
ver=
loren haben, die Städte der Vereinigten Staaten und
geben überall gutbeſuchte Konzerte, die guten Erfolg haben
und was die Hauptſache iſt, reichen klingenden Lohn
ab=
werfen.
werks= und Gewerbekammertag erſtrebt daher: 1. die
Regelung des Verdingungsweſens durch
Landesgeſetz=
gebung; 2. beauftragt er die Kommiſſion zur Regelung
des Submiſſionsweſens, eine
Normalverdingungsord=
nung auszuarbeiten; 3. empfiehlt er eine ſachliche
Be=
lehrung der ſubmittierenden Unternehmer und Aufſtellung
von Muſterkalkulationen, beſonders über die genaue
An=
erkennung des Grundſatzes für Arbeitsvergebungen, daß
eine gute Leiſtung nur für eine entſprechende
Gegenleiſt=
ung erwartet werden kann.
Hinſichtlich des privaten
Submiſſions=
weſens ſtellte die Handwerkskammer zu Mannheim
folgenden Antrag: Der Deutſche Handwerks= und
Ge=
werbekammertag ſtrebt die Bekämpfung der Auswüchſe
des privaten Verdingungsweſens durch folgende
Maß=
nahmen an: 1. mittels Selbſthilfe durch a) gerechte und
anſtändige Normalverträge, welche in Gemeinſchaft mit
ſämtlichen deutſchen Architekten= uſw. Verbänden
feſtzu=
ſtellen ſind, b) allgemeine Verwendung dieſer Verträge
ſeitens der gewerblichen Fachorganiſationen, e)
Gründ=
ung von Submiſſionsvereinigungen; 2. mittels der
Ge=
ſetzgebung: durch Erlaſſung eines Reichsgeſetzes, welches
den geſamten Verdingungsvertrag auf eine neue Baſis
ſtellt und das einerſeits die Verſtärkung der Poſition des
Handwerks vor und bei Abſchluß des Vertrages und
an=
dererſeits eine Beſeitigung der ſchädlichſten Auswüchſe
zum Gegenſtande hat. Der Deutſche Handwerks= und
Gewerbekammertag errichtet zwecks Ausarbeitung eines
diesbezüglichen Geſetzentwurfes eine ſtändige
Kommiſ=
ſion für das geſamte Submiſſionsweſen.
* Würzburg, 13. Aug. Bei den Beratungen
des 13. Deutſchen Handwerks= und Gewerbekammertags
erklärte der Landtagsabgeordnete Rahardt=Berlin
bei der Beſprechung des ſtaatlichen Submiſſionsweſens,
die preußiſchen Beamten beuteten die Notlage des
Hand=
werks aus. Geh. Oberregierungsrat Franke als
Ver=
treter Preußens wies dieſen Vorwurf als völlig
unbe=
rechtigt zurück. Da Rahardt erklärte, er könne den
er=
hobenen Vorwurf nicht zurücknehmen, verließ Geh.
Oberregierungsrat Franke mit ſämtlichen
Regierungsver=
tretern den Saal. Da nach Feſtſtellung durch den
Obermeiſter Plate=Hannover die Verſammlung ſich
einſtimmig gegen die Ausführungen des Herrn Rahardt
erklärte, kehrten die Regierungsvertreter wieder zurück.
Reichskonferenz liberaler Arbeiter.
— Leipzig, 12. Aug. Auf Einladung des hieſigen
überalen Arbeitervereins traten hier die Delegierten von
zirka 60 liberalen Arbeitervereinen aus dem ganzen
Reiche zuſammen, um über die Schaffung einer
Geſamtorganiſation zu beraten. Das erſte
Referat erſtattete Arbeiterſekretär Erkelenz=Leipzig
über „Die liberale Arbeiterſchaft und die
Arbeiterbewegung‟. Er konſtatierte, daß bei
den letzten Reichstagswahlen mindeſtens eine Million
Arbeiter liberale Stimmen abgegeben hätten. Es ſei
daher notwendig, die Arbeiter auf liberaler Grundlage
zu organiſieren, ſchon um ein Gegengewicht gegen die
Sozialdemokratie zu ſchaffen. Zweckmäßig ſei es, wenn
ſich die neue Organiſation an die Fortſchrittliche
Volks=
partei anlehne. In der Diskuſſion hierüber wurde der
Vorſchlag, ſich mit einer politiſchen Partei zu
identifizie=
ren, namentlich von ſüddeutſcher Seite aus bekämpft.
Schließlich gelangte folgende Reſolution zur
An=
nahme:
„Die erſte Reichskonferenz liberaler Arbeiter und
Angeſtellter in Leipzig hält die Schaffung einer liberalen
Angeſtellten= und Arbeiterbewegung für eine dringende
Notwendigkeit. Sie fordert ihre Freunde in Stadt und
Land auf, mehr als bisher für die politiſche Aufklärung
der liberalen Arbeiter im Sinne der Beſchlüſſe dieſer
Konferenz zu wirken. Die liberale Arbeiterbewegung
erblickt ihre vornehmlichſte Aufgabe in einem
unausge=
ſetzten Werben für ein Hand=in=Handarbeiten der
frei=
heitlich=nationalen Arbeiterbewegung mit dem
freiheit=
lichen Bürgertum auf politiſchem und kulturellem
Ge=
biete. Um die Arbeiter und Angeſtellten für dieſe
Auf=
gabe zu erziehen, iſt eine ſelbſtändige liberale
Arbeiter=
bewegung im Rahmen der Fortſchrittlichen Volkspartei
unentbehrlich. Die liberale Arbeiterbewegung erkennt
das Programm der Fortſchrittlichen Volkspartei als
ihr Mindeſt=Programm an. Sie wird innerhalb dieſer
Partei mit beſonderer Anſtrengung arbeiten: 1. für den
freiheitlichen Ausbau aller öffentlichen Einrichtungen im
Reiche, Staat und Gemeinde, wie für die politiſche
Gleichberechtigung aller Erwachſenen. 2. Für die Schaffung
eines ſozialen Arbeiterrechts durch Umwandlung des
Arbeitsverhältniſſes aus einem Gewaltsverhältnis in
ein Rechtsverhältnis. Die wichtigſte Pflicht jedes
Ge=
werbes iſt die Erhaltung und Kräftigung einer
leiſtungs=
fähigen Arbeitnehmerſchaft. 3. Für die Erkenntnis des
engen Zuſammenhanges der ſozialen Frage in den
ſtädti=
ſchen Gewerben mit der auf dem Lande.
Dementſpre=
chend: Kampf gegen die Großgrundbeſitzer für eine
großzügige Landkoloniſation. 4. Für einen
lebenskräf=
tigen Idealismus, der alle Klaſſen der Nation verbindet,
gegen einen geiſtloſen Materialismus, der im Menſchen
nur eine Maſchine ſieht. Die Konferenz begrüßt unter
Anerkennung der Sonderverhältniſſe in einzelnen
Bun=
desſtaaten die dortigen, auf etwas anderer Grundlage
beruhenden liberalen Arbeitervereine. Sie erhofft, daß
dieſe Vereine und Verbände mit dem Reichsverein in
eine Arbeitsgemeinſchaft eintreten.”
Weiter beſchäftigte ſich die Reichskonferenz noch mit
Organiſationsfragen. In einer weiteren Reſolution
wurde feſtgeſtellt, daß ſich der Verband tatſächlich
poli=
tiſch auf den Boden der Fortſchrittlichen Volkspartei
ſtellen ſolle. Die Ortsgruppen des Verbandes ſollen
Fühlung mit den politiſchen Organiſationen der
Fort=
ſchrittlichen Volkspartei nehmen. Außerdem iſt in
Aus=
ſicht genommen, daß der Verband für die politiſche
Or=
ganiſation als Beirat in Arbeiterfragen dienen ſoll. Zu
dieſem Zweck ſoll dahin gewirkt werden, daß ein
Mit=
glied des Vorſtandes des Verbandes in den Vorſtand
der Fortſchrittlichen Volkspartei gewählt wird. — Die
Reichskonferenz wurde dann unter den üblichen
Dankes=
worten geſchloſſen.
Ein Aufruf zur Gründung eines
Reichs=
verbandes liberaler Arbeiter und
Ange=
ſtellten unter Zugrundelegung des oben
ausgeführ=
ten Programms iſt bereits ergangen.
Luftfahrt.
sr. Die Nationale Krupp=Flugwoche
fand auf dem Flugplatze Gelſenkirchen ihren Abſchluß.
Die definitiven Ergebniſſe ſtehen noch nicht feſt und die
ſchlechte Witterung der letzten Tage beeinträchtigte auch
die glatte Abwickelung des Programms recht erheblich.
Von den Fliegern, die am Freitag den Ueberlandflug nach
Hamm unternommen hatten, glückte es nur wenigen am
folgenden Tage, den Flugplatz Gelſenkirchen wieder zu
erreichen. Die meiſten mußten Zwiſchenlandungen
vor=
nehmen, da Gewitter mit heftigen Böen aufzogen.
In=
folgedeſſen konnte am Sonntag zu dem geplanten
Ueber=
landflug nach Weſel nur Caſpar auf Rumpler=Taube
mit Leutn. Koch als Paſſagier aufſteigen. Er erreichte
glatt Weſel, kehrte aber am ſelben Tage nicht mehr nach
Selſenkirchen zurück.
* Der Michelinpreis für die
Wurfkon=
kurrenzen aus Aeroplanen im Betrage von 25000
Francs wurde von dem franzöſiſchen Flieger G
au=
bert gewonnen, der am Sonntag bei dem
Bomben=
vurſwettbewerb im Manöverfelde von Mourmelon die
beſten Reſultate erzielte. Er war mit dem amerikaniſchen
Offizier Scott auf ſeinem Aſtra=Wright=Doppeldecker
auf=
geſtiegen und Scott gelang es, neun Treffer und damit
die beſte Leiſtung zu erzielen.
Beaumonts Flug von Paris nach
London mit einem Waſſerflugzeug iſt bei ſeinem
Wei=
terfluge von Boulogne ſur mer geſcheitert. Beaumont
war am erſten Tage von Paris bis Boulogne ſur mer
gekommen. Bei dem Weiterfluge von dort herrſchte ſo
ungünſtige Witterung, daß Beaumont ſich bald nach dem
Start zur Rückkehr entſchloß. Als er zirka 300 Meter von
dem Ufer entfernt auf dem Waſſer niederging, wurde die
Maſchine durch eine Böe umgeworfen. Beaumont konnte
ſich an dem Flugzeug ſchwimmend halten, bis ein
Motor=
boot ihn aufnahm. Die Maſchine wurde durch dieſen
Zwiſchenfall ſo ſtark beſchädigt, daß Beaumont den
Wei=
terflug zunächſt aufgeben mußte.
* Petersburg, 12. Aug. Der Allruſſiſche
Aero=
klub beſchloß, noch in dieſem Herbſt den Rückflug von
Petersburg nach Berlin von dem Aviatiker
Rojewsky ausführen zu laſſen. Der Flieger
Abra=
mowitſch, der ſoeben den Flug von Berlin nach
Petersburg zurückgelegt hat, will demnächſt nach
Mos=
kau fliegen.
Schwerer Unglücksfall.
* Dortmund, 13. Aug. Auf dem Eiſen= und
Stahlwerk Höſch ereignete ſich heute vormittag ein
ſchwerer Unglücksfall. Ein Gerüſt, auf dem ſich etwa
25 Arbeiter befanden, brach zuſammen und die
Leute ſtürzten auf die darunter liegende Schlackenhalde
und wurden von den glühenden Eiſenſchlacken begraben.
10 Leichen wurden bereits geborgen.
* Dortmund, 13. Aug. Wie das Stahlwerk Höſch
mitteilt, ſind durch die ins Rutſchen gekommenen
Schlacken=
maſſen zehn Arbeiter getötet, einer ſchwer
ver=
letzt worden.
* Dortmund, 13. Aug. Ueber die genauen
Vor=
änge bei dem Unglück auf dem Stahlwerk
Höſch wird berichtet: An einer Schlackenhalde, die hinter
der Zeche Kaiſerſtuhl II liegt, arbeitete eine Kolonne von
24 Mann im Auftrage einer Eſſener Firma. Die Leute
waren mit dem Abtragen der Halde beſchäftigt und zwar
mit Hilfe eines Löffelbaggers, auf dem ſich ein Maſchiniſt
und zwei Heizer befanden. Gegen 10 Uhr bemerkte der
Maſchiniſt, daß ſich die Halde plötzlich in Bewegung ſetzte.
Er verließ den Bagger mit den beiden Heizern und rettete
ſich mit ihnen unter eine Brücke. Er gab den 24 Arbeitern
laute Warnungsrufe, die aber von dieſen anſcheinend
nicht verſtanden worden ſind, denn 11 Mann ſchoben einen
eeren Eiſenbahnwagen auf die gefährdete Stelle zu. Sie
wurden von der rutſchenden Schlackenmaſſe erreicht und
verſchüttet. Die Unglücklichen wurden von einer 15 Meter
hohen Schlackenſchicht bedeckt. Es wurde ſofort die
Dort=
munder Feuerwehr alarmiert, die ſchleunigſt mit allen
verfügbaren Rettungsmannſchaften auf dem Schauplatz
der Kataſtrophe erſchien. Zunächſt wurden drei
Schwer=
verletzte geborgen, von denen aber zwei auf dem
Trans=
port nach dem Brüder=Krankenhauſe ſtarben, während der
dritte ſo ſchwere Verletzungen erlitten hat, daß er kaum
nit dem Leben davonkommen dürfte. Später wurden
weitere Leichen, die zum Teil ſchwere innere
Verletz=
ungen aufwieſen, unter den Schlackenmaſſen hervorgezogen
und in die Leichenhalle gebracht. Die Halde brennt ſeit
längerer Zeit und ihre Verlegung war notwendig
gewor=
den, weil das Stahlwerk Höſch an deren Stelle einen
Neu=
au plante. Als Urſache des Unglücks nimmt man eine
Entzündung von Gaſen an, die ſich anſcheinend während
der jüngſten Regenfälle im Innern des Schlackenberges
gebildet haben dürften. Von einer Exploſion hat man aber
ichts gehört. — Sofort nach dem Bekanntwerden der
Un=
glücksnachricht begaben ſich der Bürgermeiſter Dr.
Kött=
gens und der Polizeidirektor nach der Unfallſtelle, um
ein=
gehende Ermittelungen anzuſtellen. Dem
Oberpräſiden=
ten und dem Miniſter des Innern, ſowie dem Miniſter
für Handel und Gewerbe wurde ſofort telegraphiſch
Be=
icht über die Kataſtrophe erſtattet. Im nördlichen
Stadt=
teil herrſcht ungeheuere Aufregung. Die angrenzenden
Straßen, die von Tauſenden von Menſchen belagert ſind,
nußten polizeilich abgeſperrt werden.
Landwirtſchaftliches.
Saatenſtand in Deutſchland.
D Für den Saatenſtand in Deutſchland Anfang
Auguſt 1912 ſind nach der Zuſammenſtellung des
Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amtes, die für die einzelnen
Staaten und Landesteile im Reichsanzeiger
veröffent=
licht wird, die Noten folgende: — Nr. 1 bedeutet ſehr
gut, 2 bedeutet gut, 3 mittel (durchſchnittlich), 4 gering,
5 ſehr gering; die Zwiſchenſtufen ſind durch Dezimalen
bezeichnet —
1912
1911
Auguſt Juli Auguſt
Winterweizen .
. 2,4 2,3 2,6
Sommerweizen
2,4 2,2 3,0
Winterſpelz
2,3
2,0 2,0
Winterroggen .
2,6
2,4 2,4
Sommerroggen .
2,4 2,3 2,7
Sommergerſte
2,5
2,1
Hafer
2,9
2,5
3,0
Kartoffeln .
2,6
Klee
3,2 3,2 3,9
Luzerne .
3,7
2,6 2,5
2,0 2,0
3,2
Bewäſſerungswieſen
Andere Wieſen
2,6 2,3 3,8
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 13. Aug.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt war reichliches Angebot in
Landweizen vorhanden, wobei auch die Preiſe ſich
er=
mäßigten. Große Poſten Landweizen ſtellten die
Müh=
len in den letzten Tagen wieder zur Verfügung, weil die
Qualität nicht den Anſprüchen entſprach. Landroggen
war ebenfalls bei ſtarkem Angebot im Preiſe nachgebend.
Neue Gerſte in ſchöner Ware war vereinzelt offeriert und
bis 21 Mark erhältlich. Neue Braugerſte fällt ſehr
ver=
ſchieden aus und wird dementſprechend, je nach der
Qualität, bezahlt. Alter Hafer iſt feſt, da die neue Ernte
n der Beſchaffenheit nicht befriedigt. Für ausländiſche
Brotfrüchte bei prompter Lieferung beſtand einige
Nach=
frage; ſpätere Lieferungen gaben jedoch für die Mühlen
nur ſchlechte Rechnung. Rumäniſche Weizen werden für
talieniſche Rechnung viel gekauft; Amerikaniſche ſind
kaum am Markte. Mais und Futterartikel ruhig. Die
Forderungen für Mehl ſind unverändert, jedoch auch bei
ſpäterer Lieferungszeit nicht erhöht.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſtetig;
Käufer abwartend. — An der Berliner
Produk=
tenbörſe war Weizen matter, jedoch Roggen in
greif=
barer Ware nur für Exportzwecke anfangs bezahlt,
ſchließ=
lich aber auf Abgaben der Provinz abgeſchwächt. Hafer
uf Lieferungen lag ſchwach in Erwartung größerer
Zu=
fuhren; alte Ware und Lokowaren waren feſt.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen zu Beginn niedriger auf Berichte über
gute Qualitäten des Frühjahrweizens und Ankünfte in
Minneapolis. Auch ſtimulierten die Abgaben der Firma
Armour in September=Ware. Der Schluß iſt ſtetig auf
Nachrichten über Regenſchauer im Nordweſten und den
hauſſelautenden Viſible Supply=Ausweis. Für Mais
herrſchte Kaufluſt in September=Ware und beſonders auf
den Lokomärkten Feſtigkeit. Die ſichtbaren
Weizenvor=
räte ſind dort in dieſer Woche von 20.60 Millionen Buſh.
auf 19.44 Mill. Bſh. zurückgegangen, die Maisvorräte von
2.45 Mill. Buſh. auf 2.85 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 21.25—21.35,
Norddeutſcher 21.25—21.40, Kurheſſiſcher 21.25—21.40,
Ruſſiſcher 23.50—24, Laplata 23.25—23.75, Rumäniſcher
23.50— 24, Redwinter 23.25—23.75, Manitoba 21.50—22.75,
Kanſas 23.25—23.75, Walla Walla 23.50—24.25;
Rog=
gen, hieſiger 17.25—17.40, Bayeriſcher (Pfälzer) 17.30
bis 17.40, Ruſſiſcher 18—18.50, Amerikaniſcher 16.60—16.75,
Rumäniſcher 18—18.50; Gerſte Pfälzer 20—21.50.
hieſige und Wetterauer 20—21, Fränkiſche 20—21.25,
Un=
gariſche ——, Riedgerſte 19.50—21, Ruſſiſche Futtergerſte
17.50—18; Hafer, hieſiger 20.75—22, Bayeriſcher 20.75
bis 22, Ruſſiſcher 20.50—22, Amerikaniſcher 16.25—17,
Rumäniſcher 20.50—21.75; Mais mixed 15—15.25,
Ru=
mäniſcher 15.75—16. Ruſſiſcher 16—16.25, Donaumais
15.25—15.50, Laplata 15—15.25, Weißer Mais 16—16.25;
Weizenſchalen 11—11.25 Weizenkleie 11—11.25,
Roggen=
kleie 12.75—13, Futtermehl 14—16, Biertreber, getrocknet
13.50—14; Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab
Mann=
heim) Nr. 0 31.75—32, feinere Marken 32.25—32.50, Nr. 1
29.75—30, feinere Marken 30.25—30.50, Nr. /2 28.50—28.75,
feinere Marken 29—29.25, Nr. 3 26.75—27, feinere Marken
27.25—27.50, Nr. 4 22.75—23, feinere Marken 23.25—23.50;
Roggenmehl. hieſiges Nr. 0 26.50—27, Nr. 1 24.50
bis 25, Nr. 2 21.25—21.75.
* Montreal, 12. Aug. In der heutigen
Direk=
orenverſammlung der Canadian Pacific
Eiſen=
ahn wurde für die Vorzugsaktien eine Halbjahrs=
Dividende von 2 Prozent, von 2½ Prozent für die
gewöhnlichen Aktien erklärt. Die Ergebniſſe des am 30.
Juni abgelaufenen Geſchäftsjahres ſind folgende: Die
Bruttoeinnahmen aus Eiſenbahn= und Schiffahrtslinien
betragen 123319541 Dollars, die Betriebsausgaben
30 021 298 Dollars. Die Nettoeinnahmen aus Eiſenbahn=
und Schiffahrtslinien belaufen ſich auf 43 298 243
Dol=
kars. Der für die Dividende verfügbare Reingewinn
aus Eiſenbahn= und Schiffahrtslinien beträgt 32752754
Dollars. Nach Zahlung aller für das Jahr erklärten
Dividenden wird ein Surplus von 17560519 Dollars auf
neue Rechnung vorgetragen.
* Macon (Georgia), 12. Aug. Der Präſident der
Südſtaaten=Baumwoll=Corporation, Gg.
Wadley, reiſte nach einer Konferenz mit den
Direkto=
ren der Geſellſchaft am Mittwoch nach Deutſchland
ab, um bezüglich der Finanzierung der geſamten
Baum=
wollernte bis zu 300 Millionen Dollars zu verhandeln.
Die Vertreter der am Baumwollhandel intereſſierten
deutſchen Bankiers legten nach einer Prüfung des
Pro=
jektes Wadley nahe, ſofort abzureiſen. Der Durchführung
des Projektes der Finanzierung ſoll ein Baumwollpreis
von 15 Cents zugrunde liegen.
Erdbeben.
* Konſtantinopel, 13. Aug. In den vom
Erd=
beben heimgeſuchten Ortſchaften dausrn die
Grde=
ſtöße fort. Die Berge zwiſchen Ganos und Chora
ſollen ſich geſenkt haben. Es heißt, daß ſich auf dem Berge
Tekfurdagh ein Krater gebildet habe, aus dem Rauch
auf=
ſteigt. Unter den Trümmern befinden ſich noch zahlreiche
Leichen. 50000 Menſchen ſind obdachlos. Ein
Tor=
pedoboot bringt fortgeſetzt Hilfe, die jedoch bei der großen
Zahl der Verunglückten nicht ausreicht.
Darmſtadt, 14. Auguſt.
*. Der Großherzog und die Großherzogin haben ſich
geſtern mittag mit Gefolge nach Bayreuth
be=
geben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Brandenburg, 13. Aug. Die Brennaborwerke
teilen mit: Infolge geringfügiger Differenzen, die von
zwei Arbeitern verurſacht wurden, mußte unſer
geſam=
ter Betrieb geſtern nachmittag ſtill gelegt
wer=
den. Noch während die Verhandlungen geführt
wur=
den, weigerten ſich die beiden Leute, die Arbeit
auszu=
führen, und wurden deshalb entlaſſen. Da die
Brenna=
borwerke der Forderung der Arbeiterkommiſſion, beide
Arbeiter ſofort wieder einzuſtellen, nicht entſprechen
konnten, ſondern lediglich in Ausſicht ſtellten, die
Arbei=
ter bei Neueinſtellungen in erſter Linie zu berückſichtigen,
erklärten ſich ungefähr hundert Mann desſelben
Ma=
ſchinenſaals mit den Kollegen ſolidariſch und legten
ihrerſeits die Arbeit ſofort nieder. Die aus anderen
Teilen zum Erſatz herangezogenen Arbeiter weigerten
ſich ebenfalls, ſo daß ſich die Firma genötigt ſah, das
Werk ſo lange zu ſchließen, bis ſie nach Einſtellung neuer
Arbeitskräfte in dem betreffenden Maſchinenſaal die
Fabrikation wieder in lohnendem Umfange aufnehmen
kann. Von der Stillegung werden gegen dreitauſend
Arbeiter betroffen. In der Erledigung der vorliegenden
Aufträge wird keine Verzögerung eintreten.
* Wien, 13. Aug. In der Wiener
Stadtrats=
ſitzung wurde ein Dringlichkeitsantrag einſtimmig
an=
genommen, in dem die Gemeindevertretung ihre
einſtim=
mige Anteilnahme an dem Schickſal der Hinterbliebenen
der bei der Grubenkataſtrophe in Bochum
verunglückten Bergleute ausdrückt und zur
Linderung der augenblicklichen Not 5000 Kronen
be=
willigt.
2 Kom, 19. Aug. In der Nähe von Alerandrien
hielt geſtern ein italieniſcher Hilfskreuzer den vom
Pi=
räus kommenden rumäniſchen Dampfer „Carol”
an. Bei der Durchſuchung wurden drei Perſonen als
tür=
kiſche Offiziere erkannt und gefangen genommen.
Eben=
falls in der Nähe von Alexandrien wurde geſtern das
von dort ausgelaufene türkiſche Segelſchiff „Evangeliſta”
von einem italieniſchen Schiff gekapert. — Wie aus
Benghaſi gemeldet wird, wurde dort eine
Kavallerie=
abteilung bei einem Erkundungsritt von Beduinen, die
ſich hinter einer Düne verborgen hielten, beſchoſſen. Die
Abtelung hatte einen Tolen und zwei Verwundete. Als
die Italiener das Feuer erwiderten, zogen ſich die
Be=
duinen zurück.
* New=York, 13. Aug. Nach einer Depeſche aus
Mexiko=City nahmen die Zapatiſten die Stadt
Ixtapan ein und machten die Beſatzung, aus je hundert
Bauern und Stadteinwohnern beſtehend, im
Straßen=
kampf nieder. Die Zapatiſten marſchieren nach Teluca.
H.B. Berlin, 13. Aug. Heute vormittag hat der
Rechtsanwalt Dr. Hugo Lips beim Landgerichts=
Präſidenten des Landgerichts I die offizielle Anzeige von
der Flucht ſeines Sozius, des Rechtsanwalts Paul
Bre=
dereck, erſtattet. Daß Bredereck ſich bereits im Auslande
befindet, iſt unwahrſcheinlich. Er iſt vorgeſtern noch in
Berlin am Anhalter Bahnhof geſehen worden. Die
Ver=
bindlichkeiten des Rechtsanwalts ſind größer, als man
anfangs angenommen hat. Seine Schuldenlaſt erreicht die
Höhe von 180000 Mark.
— Berlin, 13. Aug. Heute vormittag wurde an der
Ecke der Fliedrich= und der Franzöſiſchen Straße der
Direktor Heinrich Kleyer aus Oranienburg von einer
Kraftdroſchke überfahren und getötet.
— München, 13. Aug. In der Nähe des Brenners iſt
geſtern der 22jährige Stüdent der Ehemie, Franz Oberer,
Sohn eines Hoteliers, abgeſtürzt und war ſofort tot.
Sein Begleiter wurde dadurch gerettet, daß das Seil riß.
H. B. Kiel, 13. Aug. Wie die Kieler Neueſten
Nach=
richten melden, hat die ruſſiſche Regierung von
engliſchen und franzöſiſchen Werften Preisangebote
für die neu zu bauenden Kriegsſchiffe eingefordert. Die
baltiſche Flotte wird nur zu zwei Dritteln in Rußland
gebaut. Die deutſchen Werften werden diesmal
ſus=
nahmslos übergangen.
— Greifswald, 13. Aug. Die Kaſſiererin Gemke
ſtarb an einer ſchweren Lungenentzündung, die ſie ſich bei
dem Unglück in dem Badeorte Binz zugezogen
hatte.
HB London, 13. Aug. Wie erinnerlich, wurden vor
rurzem auf einem Schiff der ruſſiſchen Schwarzen Meer=
Flotte 16 Matroſen und ein Deckofizier wegen einer
ge=
planten Meuterei verhaftet. Die Verhandlung vor
dem Kriegsgericht in Sewaſtopol war geheim und
nur das Urteil wurde bekannt gegeben. 10 Mann ſind
zum Tode veurteilt worden. An 4 Mann wurde
das Urteil bereits vollſtreckt. Jetzt ſickert aber doch
all=
mählich die Wahrheit über das Ziel der vorzeitig
ent=
deckten Meuterei durch. Die Meuterer hatten nichts
ge=
ringeres vor, als die Kaiſerjacht „Standart” zu
über=
fallen und den Zaren und die kaiſerliche Familie an Bord
gefangen zu nehmen. Der Zar ſollte dann gezwungen
werden, abzudanken oder ſeine autokratiſche Macht
auf=
zugeben und ein konſtitutionelles Regime zu
proklamie=
ren. Die Gefangenſetzung der kaiſerlichen Familie ſollte
das Signal für das baltiſche Geſchwader ſein, alle
Offi=
ziere zu verhaften oder im Falle ihres Widerſtandes zu
ermorden und Kronſtadt und Petersburg gleichzeitig zu
beſchießen.
L
G. Sch., hier. Ueblich ſind 2 Prozent. Doch iſt das
ſehr verſchieden. Man muß die Vergütung vorher
ver=
einbaren.
L. G. Zu 1 und 2: Vorläufig ſind Sie feſt bis 30.
Sep=
tember angeſtellt Soll das Dienſtverhältnis nicht
fort=
geſetzt werden, ſo muß 6 Wochen vorher gekündigt
wer=
den. Zu 3: Ja!
Amtlicher Weiterdericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Depreſſion über dem bottniſchen Meerbuſen hat
ihre Lage und Stärke wenig geändert. Ein Hoch liegt
über Island und weſtlich England. Daher wehen bei
uns weſtliche Winde, die trübes, regneriſches Wetter
brin=
gen. Die Temperaturen liegen etwas unter normal. Da
der Druck noch fällt, iſt keine durchgreifende Aenderung
zu erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, 14. Aug. 1912: Wolkig,
noch einzelne Regenfälle, kühl.
An Sommertagen
eind Fruchtpuddngs, Rote Gratze, Hlammeris ertrischend und
wohlbekrsenmütch. Darch Verwondune von!
25
gewinnen die Spolsen an Wohlgeschmack und Jahrwert.
Aerrtlich empfollen. Bezeptbüchlein kostenfrei durch die
Corn, Prodnots Co., Hamburg I.
17051M
Verboſtit und Verdauungsſtörungen ſtehen oſt in
M engem Zuſammenhange, da die geſchwächten Magen=
und Darmnerven die Tätigkeit der Verdauungsorgane
ungünſtig beeinfluſſen und außer dieſen Beſchwerden
meiſt auch noch Appetitmangel beſteht. Nervöſen Leuten
wird infolgedeſſen eine ſchmackhafte, abwechslungsreiche,
gleichzeitig gut ernährende und leicht verdauliche Koſt
willkommen ſein, wie ſie ihnen die Anwendung von
„Kufeke” zu bieten vermag. „Kufeke” kann, wie
aus dem „Kufeke”=Kochbüchlein erſichtlich, in den
täg=
lichen Speiſen gereicht werden, deren Geſchmack durch
dieſen Zuſatz nur noch gewinnt.
(17053f
Mer i0 e eier Slſce eimt
Brot, Wurſt, Schokolade, Kognak und Wäſche.
Schön! Aber weißt du nicht, daß auch Fays
Sodener Mineral=Paſtillen in jeden Ruckſack
ge=
hören und auf Touren niemals fehlen dürfen!
Was machſt du denn, wenn du dich erkälteſt?
Willſt du dich in irgend ein Dorfwirtshaus legen
und ſchwitzen? Ein verſtändiger Touriſt hat
immer und für alle Fälle „Fays” Sodener hei
ſich. Alſo laß dir ſchnell aus der Apotheke oder
Drogerie ein paar Schachteln à 85 Pfg. holen;
verlange aber ausdrücklich „Fays ächte” und
(17052M
hüte dich vor Nachahmungen.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
(14411a
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Ausblick für Schwerhörige! In den
Par=
terre=Räumlichkeiten der Bockenheimeranlage 50, in
Frankfurt a. M., direkt am Opernhaus (kein Laden)
iſt ein Spezialinſtitut für Schwerhörige entſtanden. In
den drei großen Demonſtrationsräumen werden alle
möglichen Hilfsmittel gegen Schwerhörigkeit vorgeführt.
Die Deutſche Otophone=Company ladet jeden Intereſ. zur Eröffnung ihrer Räumlichkeiten in einigen
Tagen oder zur Demonſtration der verſchiedenen
Hilfs=
mittel gegen Schwerhörigkeit ein. Die Firma verſendet
Broſchüren koſtenfrei und gibt auch ihre Apparate
ge=
nügend lange Zeit zur Probe ah.
Else Ehrmann
Adolf Klipstein
VERLOBTE
Cöln
Friedberg i. H.
Schildergasse 66/68
Bismarckstrasse 16
August 1912.
(*3417
Für die vielen Glückwünsche und
Blumenspenden anlässlich unserer
Silbernen Hochzeit danken herzlich
Bruno Waigandt
und Fran.
(*3442
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht daß heute mittag 11 Uhr
unſere treubeſorgte Mutter, Schwiegermutter
(17099
und Großmutter
Frau Marie Nover
nach kurzem, ſchwerem Krankenlager ſanft
ver=
ſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Willy Nover und Frau.
Darmſtadt, den 13. Auguſt 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
5 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute entſchlief ſanft nach langem, ſchwerem
Leiden, im Alter von 9 Jahren, unſer lieber
Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter
Julius Heil.
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen der trauernden Familie:
Ludwig Heil,
Eiſenbahn=Oberſekretär,
Roßdörferſtraße 34, p.
Darmſtadt, 13. Auguſt 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag,
15. Auguſt, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle
des ſtädtiſchen Friedhofes aus. (*3510
Todes=Anzeige.
Nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld
ertragenem Leiden verſchied heute nacht meine
liebe, treue Frau, unſere gute Mutter, Tochter,
Schweſter, Schwiegertochter und Schwägerin
Frau
Katharina Ellsabotha Dabtel
geb. Kopp
im 28. Lebensjahre.
(17094
Darmſtadt, Erlangen, Bingen,
den 13. Auguſt 1912.
Namens der trauernd Hinterbliebenen:
Gottfried Baßler, Schriftſetzer, nebſt Kindern,
Familie Peter Kopp.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 15. Aug.,
nachmittags 5 Uhr, vom Friedhofs=Portale
aus, ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute vormittag entſchlief ruhig nach
langem Leiden unſere liebe Tante, Großtante
und Urgroßtante
(17073
Fräulein Elise Glöckner
im 79. Lebensjahre.
Darmſtadt, den 13. Auguſt 1912.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Geheimrat Dr. Georg Best,
Geheimrat Wilhelm Best.
Die Beiſetzung findet in der Stille ſtatt.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher
Teilnahme an dem mich so schwer
betroffenen Verlust sage ich Allen
meinen tiefgefühltesten Dank.
Margarethe Knos,
geb. Hoffmann.
Darmstadt, 13. August 1912.
(17072
Me
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Ausſtellung des Deutſchen Holzarbeiter=Verbandes
Grafenſtraße 30.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Herr
und Frau Krupp von Bohlen und Halbach; vom
Ein=
ſturs des Kraftwerls Franken bei Rürnberg; die
An=
kunft des erſten Zuges auf der Station Jungfraujochz
die Heimkehr des Nordpolfahrers Mikkelſen.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 15. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung der Heinr. Butterfaß
Witwe (Pallaswieſenſtraße 32) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht I.
mreeet en
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mittellungen
aus dem Geſchäftsleben: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art un
nach Münchner Art
Hell Export auug
feinste Tafelbiere —
Kanner Bau in Flaschen und Syphons.
16187a
Für die Hühneriadd!
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Spezialhaus für Herren- und Knaben-Bekleidung.
Hessische Handelslehranstalt
Fernsprecher 923 Darmstadt Rheinstrasse 6
I. Einjährige Handelsschule mit vollem
Tages-
unterricht.
II. Halbjahrkurse zur Vorbereitung für den kaufm.
Beruf.
(16717a
Beste, langjährig bewährte Lehrkräfte.
Neue Kurse beginnen Dienstag, den 13. August.
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
Wilhelm Siedersleben,
staatl. geprüfter Handelslehrer.
Trauer-Kleider Trauer-ostüme
Trauer-Blousen Trauer-Röcke
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die grosse Landgräfin.
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alle Buchhandlungen.
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alten Brennapparaten p. St. 1.50—5.00 Mk.
16388a) G. Best, Ludwigshöhstr. 60, I.
Kurſe vom 13. Auguſt 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Jf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,60
79,90
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
. 89,60
3½ do. Conſols .
79,90
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,10
93,20
3½
do.
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
88,00
do.
3½
78,10
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
do.
87,90
3½
3
77,80
do.
80,20
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,30
do. v. 1875 95,0
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
1¾/ Griechen v. 1887 . . 54,00
3‟ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 90,70
4 do. Goldrente . . . 96,00
4 do. einheitl. Rente 87,40
3 Portug. unif. Serie I 64,60
3 do. unif. Ser. III 67,70
3 do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 95,30
4 do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,40
4 do. v. 1902 . . . . 90,90
4½ do. v. 1905 . . . . 100,70
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,90
4 Ungar. Goldrente .
90,30
4 do. Staatsrente, . . 87,90
Zf.
InProz.
5 Argentinier
.100,80
4
86,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 90,90
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,90
4½
94,40
do.
4½ Japaner . . .
94,00
5 Innere Mexikaner . . . 95,50
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,20
3 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 145,75
5 Nordd. Lloyd . . . . . 122,90
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . .
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,75
8 Baltimore und Ohio . 109,25
6½ Schantungbahn . . . 131,00
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,25
6 Pennſylvania R. R. . 121,80
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 543,25
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
.. . . 261,75
30 Farbwerke Höchſt . . 655,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 351,00
10 Cement Heidelberg . . 152,75
30 Chem. Werke Albert 480,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . .
..326,75
19650
4 Jahmened,
Lchte
InPro.
Divib.
7½ Schuchert, Nürnberg 161,40
12 Siemens & Halske . 241½
5 Bergmann Electr. . .140,00
10Deutſch.Ueberſee Electr. 170,10
0 Gummi Peter . . . . 120,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 120,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 565,00
10 Maſchinenf. Badenia 174,00
6 Wittener Stahlröhren 217,00
8 Steana Romana Petr. 145,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 245,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 223,80
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 117,50
3 Südd. Immobilien . 61,10
Vergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,40
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 240,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 181,60
10 Gelſenkirchener . . . . 203,00
8 Harpener . . . . . . . 197,40
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 271,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
. 82,50
4 Laurahütte . . . . . . 177,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 166,80
Weſteregeln 208,30
11
7½ South Weſt Africa 144,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,50
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn . 103,10
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,70
79,20
. do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60
22,10
Zußro.
13.
2‟) Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,40
3 Raab=Oedenburg
77,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,10
4 Ruſſ. Südweſt. .
. 88,50
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,75
87,30
do.
4 Wladichawchas
. 88,50
4 Rjäſan Koslow . . . . 88,00
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,10
½
do.
1 2¼0 Livorneſer . . . . . 69,20
3 Salonique=Monaſtir .
4 Bagdadbahn . . . . . . 83,60
4½ Anatoliſche Eiſenb.: 97,00
4 Miſſouri=Paciſic. .
71,50
4 Northern=Pacific . . . 99,30
4 Southern=Pacific . . . 95,20
5 St. Louis und San
. 87,30
Francisco . .
5 Tehuantepec . . . . . . 98,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 198,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,80
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 168,30
6½ Darmſtädter Bank . 121,90
12½) Deutſche Bank . . . 255,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,00
10 Diskonto=Kommandit 187,50
8½ Dresdener Bank . . 154,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,25
7 Nationalb. für Deutſchl.
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,50
..135,50
5.86 Reichsbank . .
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,60
7½ Wiener Bankverein . 134,70
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,09.
Zndron
3t.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
do.
3½
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
do.
89,00
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
. 89,00
S. 3—5
88,80
S. 9—11
88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
3½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
3½ do.
89,75
4 Frankfurt. .
.100,10
do.
93,40
4 Gießen .
3½ do.
98,70
4 Heidelberg
do.
. 99,00
4 Karlsruhe .
89,00
½ do.
. 99,10
4. Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz .
3½ do.
89,80
4 Mannheim .
. 99,30
do.
88,00
4 München .
.100,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg .
.100,00
do.
88,50
4 Offenbach .
Infra;
9.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . 3 . 4
3½ do.
89,50
4 Worms .
98,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 172,70
3½ Cöln=Mindner 100 133,75
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100 73,90
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,40
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,20
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
3½ Raab=Grazer ſl. 150 113,00
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
.fl. 7
Augsburger.
Braunſchweiger Tlr. 20 197,90
Freiburger
Fs. 15 74,90
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10 31,10
. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 519,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 360,50
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,80
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Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöfiſche Noten. . . . 80,95
Holländiſche Noten. . . . 169,70
Italieniſche Noten . . . . 80,10
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . ..
Schweizer Noten . . . . . 80,95
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Das Mainzer Gutenbergdenkmal.
Zur 75. Wiederkehr des Jahres ſeiner Enthüllung am
14. Auguſt 1837.
(Nachdruck verboten.)
Es iſt ein Berg auf Erden,
Der ſteht zu Mainz am Rhein,
Mit trutzigen Gebärden
Schaut er ins Land hinein.
(Altes Buchdruckerlied.)
Wenn je ein Stand ſich berufen fühlt, ſeine großen
Männer zu ehren — ohne hiermit pro domo ſprechen zu
wollen —,ſſo ſind es die Buchdrucker. Dadurch, daß
Mainz dem größten Sohne ſeiner Stadt, Gutenberg,
dem Bahnbrecher eines neuen Geiſtes, ein Denkmal ſetzte
in dankbarer Verehrung für alles das, was ſeine
Er=
findung der Menſchheit genützt hat, dürfte wohl der beſte
Beweis erbracht ſein. Mit Fug und Recht können wir
deshalb heute, als die Vertreter ſeiner Kunſt, das
An=
denken des Mannes ehren, dem wir dieſe Erfindung zu
verdanken haben. Hat doch keine der letzteren einen
grö=
ßeren Einfluß auf die Bildung und Fortentwickelung
des menſchlichen Geiſtes ausgeübt, als gerade die
Buch=
druckerkunſt. Doch wollen wir uns heute weniger
da=
mit befaſſen, eine Geſchichte derſelben zu ſchreiben,
ſon=
dern auf die Sache ſelbſt — den Verlauf der Feſtlichkeiten
gelegentlich der Denkmalsenthüllung, deren man
übri=
gens auch zur 50. Wiederkehr entſprechend gedachte —
zurückkommen. Folgen wir alſo dem Chroniſten: „Schon
einige Tage vor dem Feſt war die Stadt überfüllt von
Fremden, man ſchätzte ſie auf 30000. Von Frankfurt,
Wiesbaden, Darmſtadt, Heidelberg, Stuttgart,
Karls=
ruhe, Straßburg, Worms, Köln, Koblenz und vielen
an=
deren Orten waren die Buchdrucker erſchienen, ja ſogar
Leipzig hatte es ſich nicht nehmen laſſen, ſeine Vertreter zu
ſchicken.‟ (Eiſenbahnen gab es damals noch nicht. Nur
auf dem Rhein, zwiſchen Straßburg und Köln,
verkehr=
ten regelmäßige Dampfer. D. V.) „Am
Einweihungs=
tage ſtellte ſich ein Feſtzug in den Straßen auf, während
ſich im Stadthauſe die Behörden zu einer akademiſchen
Feier verſammelten. Nach dieſem Akt begab man ſich
in den Dom, in welchem der hochw. Herr Biſchof den
Feſtgottesdienſt hielt. Auf dem Platze vor dem
Denk=
mal — zwiſchen dem Theater, dem Dom und der
evan=
geliſchen Kirche — hatten ſich bereits Tauſende
verſam=
melt. Am Fuße des Denkmals war eine Schriftgießerei
eingerichtet, ferner fand eine Druckerpreſſe Aufſtellung
nebſt anderen Werkzeugen der Buchdruckerkunſt; mehrere
Druckerzeugniſſe, die aus Gutenbergs Werkſtatt
hervor=
gegangen waren, lagen gleichfalls auf. Gutenbergs
Preſſe, von drei Schimmeln gezogen, folgte im Feſtzuge.
Hinter dem Denkmal hatte ein Orcheſter von 1200
Stim=
men Aufſtellung genommen. Im Dom wurde während
des Feſtgottesdienſtes das Gieſebrechtſche Oratorium
„Gutenberg” aufgeführt unter Beteiligung der „Mainzer
Liedertafel” und einiger anderer Geſangvereine, im
gan=
zen etwa 500 Mitwirkende. Endlich nahte der Zug aus
dem Dom und gruppierte ſich um das Denkmal. Die
Feier begann mit dem Te Deum von Neukomm, das
unter Muſikbegleitung, Glockengeläute und
Kanonen=
donner von dem großen Kreis der Mitwirkenden
geſun=
gen wurde. Hierauf übergab der Präſident des
Guten=
berg=Komitees in einer Feſtrede das Denkmal an die
Stadt, worauf die Hülle fiel. Endloſer Jubel,
Hüte=
ſchwenken, Böllerſchießen und Glockengeläute begleiteten
dieſen Akt. Adjunkt Nack übernahm das Denkmal;
wäh=
rend dieſer Feierlichkeiten druckte die am Denkmal
ein=
gerichtete Preſſe folgendes Gedicht:
Nacht war herangezogen,
Die Erde hüllend ein,
Nur an dem Himmelsbogen
Wacht eines Sternes Schein.
Da rauſcht’s wie Geiſterwehen,
Und eine Stimme ſpricht:
„Noch einmal ſoll vergehen
Die Nacht; es werde Licht!”
Da löſen Götterfunken
Sich ab vom Sternenlicht,
Sie ſind herabgeſunken,
Und ſieh, das Dunkel bricht.
Dort, wo der Main ſich mündet,
Begrüßt den Vater Rhein,
Hat’s gleich dem Blitz gezündet,
Doch mild wie Sonnenſchein.
Kam’s nicht als Feuerregen
Des Zorns aus Götterhand,
Es wurde als der Segen
Des Lichts herabgeſandt.
Nun ſtrahlt’s durch alle Zonen,
Sind Wolken noch ſo dicht,
Und wo nur Menſchen wohnen,
Sie beten: Es ward Licht!
Es wurde unter die Menge verteilt. Den Schluß des
Weiheaktes bildete ein Chor „Heil dir, Moguntia!” Noch
lange bewegte ſich die Menge auf dem Platze, um das
Denkmal zu bewundern. Am Abend vorher gab man im
Theater das Birch=Pfeifferſche Schauſpiel „Johann
Gutenberg‟.
Gelehrte und Künſtler gaben ſich während dieſer
Tage in Moguntias Mauern ein Stelldichein. — Am
Vormittag des 15. Auguſt verſammelten ſich die
Buch=
drucker und Schriftgießer zu einer Beſprechung ihrer
An=
gelegenheiten, die mit dem Wunſche endigte, ſich alle fünf
Jahre in Mainz zuſammenzufinden, auch für
Vervoll=
kommnung der Typographie hinzuwirken. Am
Nach=
mittag war großes Volksfeſt auf dem Rhein. Eine
große Anzahl Schiffe vereinigte ſich zu einem Zuge, der
von Mainz nach Biebrich und zurück fuhr. Abends fand
ein Fackelzug der Buchdrucker, Schriftgießer und
Buch=
händler ſtatt, der ſich am Gutenberg=Monument vorbei
nach dem Hauſe des Gouverneurs bewegte. Im Theater
war ein Feſtball arrangiert, während ein ebenſolcher im
„Gaſthof zum Römiſchen Kaiſer” von ſeiten der Mainzer
Buchdrucker den fremden Kollegen zu Ehren veranſtaltet
war. — Am 16. Auguſt war Feſtverſammlung der
Ge=
lehrtenwelt und Buchdrucker im großen Saale des
„Hofes zum Gutenberg” zur Beratung und Feſtſetzung
des Tages der Säkularfeier, als welcher für alle Zeiten
der Johannistag beſtimmt wurde. (Die nächſte darauf
fand 1840 ſtatt. D. V.) Nachmittags vereinigten ſich die
Mainzer Militärkapellen zu einem Feſtkonzert.Im
Theater beſchloß Webers „Oberon” die Feier. — Zu
gleicher Zeit hatte der Rheiniſche Kunſtverein eine
Ge=
mälde=Ausſtellung arrangiert, um auch ſeinerſeits
Guten=
berg verherrlichen zu helfen. Während der ganzen, vier
Tage dauernden Feierlichkeiten herrſchte überall
muſter=
hafte Ordnung und war kein Unfall zu verzeichnen.”
So weit der Chroniſt. — Wenn wir heute
Guten=
bergs Werk betrachten und die Weltverbreitung ſeiner
Erfindung und damit ſeinen Ruhm gewahren, reſp. eines
Mannes gedenken, der in ſeinen ſpäteren Lebensjahren
noch ſo bitteres Leid erfahren mußte, dann haben wir
alle Urſache, ſeiner zu gedenken und darauf ſtolz zu ſein,
daß ſeine Erfindung deutſchem Boden entſproſſen iſt.
Mit Recht kann auch auf ihn die Goetheſche Sentenz
Anwendung finden:
Es kann die Spur von ſeinen Erdentagen
Nicht in Aeonen untergehn!
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von Darmſtadt). 1 Geſindebuch, auf den Namen Weigel ausgeſtellt.
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Bekanntmachung,
betreffend die Maß= und Gewichtspolizei und die Durchführung
der Nacheichung in der Stadt Darmſtadt.
Die in § 11 der Maß= und Gewichtsordnung vom 30. Mai 1908
vorgeſchriebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr
befindlichen Maße, Gewichte und Wagen für eine größte
zu=
läſſige Laſt bis ausſchließlich 3000 kg ſoll in der Stadt
Darmſtadt demnächſt beginnen und nach dem unten ſtehenden
Verteilungsplan durchgeführt werden. Eichpflichtig ſind nicht nur
die im öffentlichen Verkehr befindlichen Meßgeräte, ſondern auch
diejenigen des Handelsverkehrs, wenn er nicht in offenen
Ver=
kaufsſtellen ſtattfindet, ſowie diejenigen, die in fabrikmäßigen
Be=
trieben zur Ermittelung des Arbeitslohnes dienen. Die Beſitzer
eichpflichtiger Meßgeräte ſind bei Meidung der geſetzlichen Strafe
verpflichtet, ihre Meßgeräte, auch wenn ſie ſchon geeicht und noch
richtig ſind, dem Großh. Eichamt Darmſtadt, Woogsſtraße 4,
zur Nacheichung vorzulegen. Ausgenommen ſind ganz aus Glas
hergeſtellte Meßgeräte und alle diejenigen, welche bereits das
eich=
amtliche Jahreszeichen 12 tragen. Die Nacheichung macht den
Be=
ſitzern nur unerhebliche Koſten, ſofern nicht Reparaturen nötig ſind.
Beim Großh. Eichamt werden ſolche Reparaturen nicht mehr
aus=
geführt. Es muß den Intereſſenten überlaſſen bleiben, ſie anderweit
bei geeigneten Fachleuten ausführen zu laſſen.
Jeder Einlieferer hat dem Eichamt zur Vermeidung von
Ver=
luſten und Verwechslungen ein mit ſeinem Namen verſehenes
Stücke=
verzeichnis mit einzureichen. Die Rückgabe erfolgt gegen Barzahlung
der fälligen Eichgebühr. Die dabei erhaltenen Eichſcheine ſind
ſorg=
fältig aufzubewahren und bei der nachfolgenden polizeilichen Maß=
und Gewichtsreviſion vorzuzeigen.
Um eine gleichmäßige und raſche Abwicklung des
Nacheichungs=
geſchäfts zu erzielen, werden für die Nacheichung folgende Zeiten
feſtgeſetzt:
Für das 1. Polizeirevier vom 15. bis 31. Auguſt,
„ 2. bis 14. September,
„ 16. bis 30. September,
1. bis 12. Oktober,
„ 15. bis 31. Oktober,
„ 6.
„ 1. bis 9. November,
11. bis 23. November.
In gleicher Reihenfolge und angemeſſenem Abſtande wird
die polizeiliche Maß= und Gewichts=Reviſion
ſtattfinden.
Den Intereſſenten wird empfohlen, die den einzelnen Revieren
zugeteilten Friſten zu benutzen und ihre Gegenſtände tunlichſt zu
Anfang der einzelnen Zeitabſchnitte, und zwar an den
Vormit=
tagen einzuliefern; Nichteinhalten der Friſten hat verzögerte
Ab=
fertigung zur Folge.
Solche Meßgeräte, die wegen ihrer Größe oder Befeſtigung am
Aufſtellungsort oder aus ähnlichen Gründen nicht zum Eichamt
gebracht werden können, werden auf Antrag an ihrem
Aufſtellungs=
ort nachgeeicht. Hierfür ſind folgende Tage in Ausſicht genommen:
für das 1. und 2. Polizeirevier der 29., 30., 31. Auguſt,
„ 27., 28., 30. September,
, , 3. „
„ 29., 30., 31. Oktober,
„ „ 5. „ 6.
„ 22., 23. November.
„ 7.
Für Eichung am Aufſtellungsort wird als Zuſchlag an dieſen
Tagen nur eine Ganggebühr erhoben, während an anderen Tagen
der geſetzlich vorgeſchriebene Zuſchlag von mindeſtens 5 Mk. erhoben
werden muß.
Vorſtehende Beſtimmungen der Bekanntmachung Großh.
Mi=
niſteriums des Innern vom 5. Juli 1912 werden der beſonderen
Beachtung empfohlen.
Darmſtadt, den 10. Auguſt 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Vorſchriften für die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte.
§ 1. Die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte ſind verpflichtet:
1. dieſe Meßgeräte, ſofern ſie noch nicht geeicht ſind,
unverzüg=
lich — Bierfäſſer ſowie Förderwagen und Fördergefäße im
Bergwerksbetriebe längſtens bis zum 1. Januar 1913 —
eichen zu laſſen;
2. dafür zu ſorgen, daß die Meßgeräte, ſolange ſie im
eich=
pflichtigen Verkehr angewandt oder bereit gehalten werden,
innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen richtig ſind und, ſobald
ſie dieſe Fehlergrenzen überſchreiten, aus dem eichpflichtigen
Verkehr entfernt werden;
3. dieſe Meßgeräte, auch wenn ſie geeicht und richtig ſind, in
den durch § 11 der Maß= und Gewichtsordnung beſtimmten
Friſten nacheichen zu laſſen, inſoweit ſie nicht von der
Nach=
eichungspflicht ausgenommen ſind.
§ 2. Die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte haben dieſe zum
Zweck der Neueichung oder Nacheichung an eine Amtsſtelle der
Eich=
behörden zu bringen und nach beendigtem Eichgeſchäft wieder daſelbſt
in Empfang zu nehmen. Die Rückſendung der vorgelegten
Meß=
geräte durch die Poſt oder Eiſenbahn kann nicht gefordert werden.
Geſchieht ſie trotzdem, ſo geht ſie, ebenſo wie die Verpackung der
Meßgeräte, auf Koſten und Gefahr des Beſitzers. Handelt es ſich
um Neueichung, ſo ſteht dem Beſitzer der Meßgeräte die Wahl unter
den ſtändigen Amtsſtellen frei.
Werden im Nacheichverfahren örtliche Eichtage an beſonderen
Amtsſtellen abgehalten, ſo haben die Beſitzer eichpflichtiger
Meß=
geräte aus der Gemeinde, in der eine ſolche beſondere Amtsſtelle
er=
öffnet iſt, dieſe Amtsſtelle und deren Eichtage zu benutzen. Aus den
Gemeinden, in denen keine örtlichen Eichtage abgehalten werden,
haben die Beſitzer ihre Meßgeräte zu dem in öffentlicher
Bekannt=
machung bezeichneten örtlichen Eichtag einer Nachbargemeinde zu
bringen.
Iſt das Verbringen an eine ſtändige oder beſondere
Amts=
ſtelle zum Zweck der Neueichung oder Nacheichung wegen der Größe
der Meßgeräte oder wegen ihrer Befeſtigung oder Aufſtellung am
Gebrauchsort oder aus ähnlichen Gründen nicht möglich, ſo haben
die Beſitzer die Vornahme des eichamtlichen Geſchäfts außerhalb der
Amtsſtelle durch die Eichbehörde zu veranlaſſen. Handelt es ſich
da=
bei um Meßgeräte, für die in der Gemeinde ein örtlicher Eichtag
be=
ſtimmt iſt, ſo haben die Beſitzer die ihnen obliegenden Vorbereitungen
ſo zu treffen, daß die eichamtliche Behandlung außerhalb der
Amts=
ſtelle in unmittelbarem Anſchluß an den örtlichen Eichtag erfolgen
kann. Nichtbefolgung dieſer Vorſchrift bewirkt eine Erhöhung der
Gebührenzuſchläge (vgl. Bekanntmachung vom 26. März 1912, die
Gebühren im Eichweſen betreffend — Reg.=Bl. S. 226 — unter B I,
Ziffer 3, Abſ. 2 und 3).
Aus beſonderen Gründen, z. B. wenn wegen größerer
Her=
ſtellungsarbeiten ein Meßgerät ohnedies an den Sitz eines Eichamts
gebracht werden muß oder zu einem beſtimmten Eichtag nicht fertig
geſtellt werden kann, können einzelne Beſitzer ihre Meßgeräte anſtatt
zum örtlichen Eichtag ihrer Gemeinde zum Eichamt ſelbſt oder zum
örtlichen Eichtag einer anderen Gemeinde bringen oder eichamtliche
Handlungen außerhalb der Amtsſtelle in anderer als der durch
Eich=
tage beſtimmten Reihenfolge beantragen.
Die Präziſionsmeßgeräte aus Apotheken, ärztlichen
Hausapo=
theken und, ſofern ein öffentlicher Verkehr in ihnen ſtattfindet, aus
Apotheken der Krankenhäuſer und ähnlichen Anſtalten brauchen im
Nacheichungsverfahren nicht an eine Amtsſtelle zur eichamtlichen
Be=
handlung verbracht zu werden (vgl. § 10 Abſ. 2).
§ 3. Die Beſitzer haben ihre eichpflichtigen Meßgeräte zur
Eichung gehörig hergerichtet und gereinigt, ſowie mit den
erforder=
lichen und vorſchriftsmäßigen Stempelſtellen (Zinntropfen,
Eich=
pfropfen) verſehen, vorzulegen. Bei eichamtlichen Geſchäften
außer=
halb der Amtsſtellen haben die Antragſteller dafür zu ſorgen, daſ
Eichmittel (Belaſtungs=, Prüfungsmaterial) und Arbeitshilfe recht
zeitig zur Verfügung des Eichbeamten ſtehen, und daß der
Auf=
ſtellungsort leicht gefahrlos zugängig und ſowohl räumlich wie in
anderer Beziehung ſo beſchaffen iſt, daß er für die ordnungsmäßige
Ausführung der Unterſuchung geeignet erſcheint. Bei Nichterfüllung
dieſer Verpflichtungen hat der Antragſteller keinen Anſpruch auf
eich=
amtliche Erledigung.
§ 4. Die Antragſteller ſind bei Meidung des Mahn= und
Bei=
treibungsverfahrens verpflichtet, für die Eichung, Prüfung oder
Be=
glaubigung der von ihnen vorgelegten Meßgeräte die vorgeſchriebenen
Gebühren und, wenn die eichamtliche Behandlung außerhalb der
Amtsſtelle erfolgt iſt, auch die vorgeſchriebenen Gebührenzuſchläge
und Nebenkoſten zu zahlen.
§ 5. Die Beſitzer nacheichpflichtiger Meßgeräte haben die ihnen
von den Eichbehörden ausgeſtellten Eich= und Befundſcheine bei
poli=
zeilichen Maß= und Gewichtsreviſionen ſowie bei Nacheichtermin
vor=
zuzeigen.
Zu dieſem Zweck ſowie auch zur Vermeidung von wiederholter
Anforderung eichamtlicher Gebühren ſind die genannten Scheine ſorg
fältig bis zur Nacheichung der darauf bezeichneten Meßgeräte
auf=
zubewahren.
Koſtenrechnungen oder Einzelbezeichnung der Meßgeräte ſowie
Rückgabeſcheine brauchen nicht aufbewahrt zu werden.
§ 6. Es iſt verboten, an geeichten Meßgeräten nachträglich
Maße oder Teilungen oder Nebeneinrichtungen anzubringen, die die
ordnungsmäßige Anwendung und Wirkſamkeit beeinträchtigen können
und deren früheres Vorhandenſein die Eichung unzuläſſig gemacht
haben würde.
Solche Meßgeräte werden als ungeeicht betrachtet und behandelt.
§ 11. Um die Weiterbenutzung unrichtiger, nicht mehr berich
tigungsfähiger Meſſinggewichte auszuſchließen, ſind die Eichämter er
mächtigt, ſolche Gewichte mit Zuſtimmung des Beſitzers gegen bare
Vergütung des Altmetallwertes zu den vom Miniſterium des Innern
beſtimmten Sätzen einzubehalten. Um dieſe einbehaltenen Gewichte
iſt eine beſondere Nachweiſung zu führen, die zugleich die Quittung
des Beſitzers über den Geldbetrag enthält.
„Angeſtelltenverſicherung”.
Für die in der nachſtehenden Bekanntmachung des Großh.
Kreisamtes unter b genannten Verſicherten werden die Aufnahme=
und Verſicherungskarten im ſtädtiſchen Bureau Waldſtraße 6,
Zimmer Nr. I vorm. 8 bis 12 Uhr und nachm. 3 bis 5 Uhr
aus=
gegeben.
(17025a
Darmſtadt, den 10. Auguſt 1912.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
Wir machen wiederholt auf das vorausſichtlich am 1. Januar
1913 in Kraft tretende Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte (
Reichs=
geſetzblatt von 1911 S. 989) aufmerkſam und verweiſen auf unſere
Bekanntmachung vom 5. Juni 1912 (Amtsverkündigungsblatt Nr. 69)
Ziffer 8 Abſ. 4.
Hiernach hat der zu Verſichernde die Abgabe einer Aufnahme=
und Verſicherungskarte bei der für ihn zuſtändigen Ausgabeſtelle zu
beantragen und die Aufnahmekarte ſelbſt auszufüllen.
Durch Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom
11. Juli 1912 ſind als Ausgabeſtellen beſtimmt:
a) für Verſicherte, die nach dem Vierten Buch der
Reichs=
verſicherungsordnung verſichert ſind, diejenigen Stellen,
die für die Ausſtellung der Quittungskarten zuſtändig
ſind (die zur Zeit noch beſtehenden
Gemeindekranken=
verſicherungen, Orts=, Betriebs= und Innungskrankenkaſſen),
b) für alle übrigen Verſicherten die Großh.
Bürger=
meiſtereien.
Wir fordern alle in Betracht kommenden Verſicherungspflichtige
auf, bei der für ſie zuſtändigen Ausgabeſtelle eine Aufnahmekarte,
der eine kurze Belehrung über die Ausfüllung der Aufnahme= und
Verſicherungskarte beigefügt werden wird, abzuholen und nach deren
Ausfüllung zum Zweck der Ausſtellung einer Verſicherungskarte der
Ausgabeſtelle wieder zurückzugeben.
Es empfiehlt ſich für die Verſicherten, ſich alsbald
Verſicherungs=
karten zu beſorgen, da zu den im Monat Oktober ſtattfindenden
Wahlen der Vertrauensmänner der Angeſtelltenverſicherung nur ſolche
Verſicherte zugelaſſen werden, die im Beſitz einer Verſicherungskarte ſind.
Darmſtadt, den 7. Auguſt 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
er Ankauf von Roggen iſt aufgenommen worden. Der
Heu= und Strohankauf wird fortgeſetzt.
Proviantamt Darmstadt.
R16906)
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 15. ds. Mts., nachm. 4 Uhr,
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Bluſen, 4 ſeidene Bluſen, 1 Taſchenuhr, 2 Eisſchränke
und 1 Eiskiſte;
2. vorausſichtlich: 1 Anrichte, 2 Vertikos, 1 Kleider=
1 Kontor=, 1 Glas= und 1 Warenſchrank, 1 Waſchkommode,
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Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
zu Darmſtadt.
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mit Gleisanſchluß verſehenen
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Der von der Stadtverordneten=
Verſammlung am 11. vor. Mts.
angenommene Plan liegt in der
Zeit vom 15. bis einſchließlich
30. ds. Mts. auf dem
Stadtbau=
amt, Grafenſtraße 30, in den
Dienſtſtunden offen.
Einwendun=
gen gegen den Plan ſind, bei
Meidung des Ausſchluſſes, in
dieſer Zeit daſelbſt mündlich oder
ſchriftlich vorzubringen. (17054mm
Darmſtadt, 12. Auguſt 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 28. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Bäckermeiſter
Hein=
rich Dieter dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 37 418 Hofreite
Mathil=
denplatz 5,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K29/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 13. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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maſſe 46 Mk. 80 Pfg., die
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bevorrechtigten Forderungen 479M.
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Darmſtadt, 12. Auguſt 1912.
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Der gerade Weg.
Roman von Julia Jobſt.
(Nachdruck verboten.)
38,
An einem herrlichen Julitage brachte der Wagen die
Altenwerder zur Oberförſterei. Wenn Suſanne gefürchtet
hatte, eine große Geſellſchaft vorzufinden, ſo hatte ſie ſich
getäuſcht. Die beiderſeitigen Eltern waren da und Graf
Hachfeld. Staunend ſah dieſer dem jungen Mädchen
ent=
gegen, die ſich auf Wunſch des Großvaters feſtlich
ge=
ſchmückt hatte. Er hatte ihr bei dieſer Gelegenheit ein
köſtliches Halsband aus feinen goldenen Ketten und
bun=
ten Edelſteinen geſchenkt, das von der Großmutter
ſtammte.
Herrlich ſtand der funkelnde Schmuck dem ſchlanken
Lißen Hals. Ein mattgelbes Kleid von weicher
ſchim=
mernder Seide floß an ihr herab. Nacken und Arme
tauch=
ten aus koſtbaren Spitzen hervor. Selbſt der alte Herr
war verblüfft geweſen über den vornehmen Eindruck der
ganzen Erſcheinung, als ihm Suſanne entgegengetreten
war.
Vornehm und ſtolz! Das war und blieb das Urteil
des über ſeine Gefühle völlig verblüfften Grafen. Noch
nie hatte er eines ſeiner Abenteuer bereut, aber heute
verwünſchte er ſein Spiel mit Anna und die unglückſelige
Ueberraſchung in den Buchenhecken.
Er ſelte in Deuiniſe des Loges den öilenr
Aas=
geſchmack noch oft verſpüren, denn Suſanne war von
einer beleidigenden Kühle, trotzdem ſie ſeine Tiſchdame
war. Sie entzog ſich ihm wie und wo ſie konnte, und
ſchloß ſich an die ſtrahlende junge Mutter an, ihr die
ge=
ſelligen Pflichten des Tages erleichternd.
In dieſen Stunden wurde ein Bund geſchloſſen
zwi=
ſchen der ſchwerfälligen ernſten Suſanne und der harmlos
fröhlichen Frau Hilde, der die Quelle einer beglückenden
Freundſchaft zwiſchen zwei vornehmen Menſchenſeelen
wurde. Sie gewannen beide dabei.
Als der Abend ſank, und man behaglich plaudernd
durch die Wege des altmodiſchen Obſt= und
Blumengar=
tens ſchritt, bevor man ſich zu dem letzten Imbiß
ver=
ſammelte, wurde Hilde zu ihrer Kleinen gerufen, und
Hachfeld, der ſich nur zu gern zum Boten gemacht hatte,
blieb an der Seite Suſannes. Sie waren ganz allein
unter der großen Eiche, die am Ende des Gartens ſtand,
und er bat ſie höflich, ſich ihm nicht zu entziehen, daß ſie
ſeine Geſellſchaft dulden mußte. Er ſollte nicht glauben,
daß ſie Furcht vor ihm habe, obwohl das raſende
Herz=
klopfen, das ſie beängſtigend befiel, wohl auf Aehnliches
deutete.
Suſanne ſtand einem Unverſchämten gegenüber, der
gewohnt war, mit kecker Hand nach dem zu greifen, was
ihn reizte. Und zu dieſer Stunde waren alle ſeine Sinne
in ſch euuchte Sebaſchſt auſnt ſtr dige berdie,
ſchöne Suſanne von Bagewitz Er wollte den Verſuch
machen, ſich ihr zu nähern, von ihr würde es dann
ab=
hängen, ob er den auf einige Tage berechneten
Aufent=
halt in der Oberförſterei verlängern würde. Er ſetzte ſich
auf die Bank, die rund um die Eiche lief, und ſagte: Hier
hören wir, wenn zum Eſſen gerufen wird, gnädiges
Fräulein, und können uns ganz ungeſtört unterhalten.
Ich habe Sie ſchon lange bitten wollen, mir etwas aus
Ihrem Berufsleben mitzuteilen. Wollen Sie meinen
Wunſch erfüllen? Ich habe eine liebe Nichte — Suſanne
ahnte nicht, daß deren Exiſtenz erlogen war — die ſich ſo
ſehr dafür intereſſiert und eventuell gedenkt, Ihnen in
Ihren Fußſtapfen zu folgen. Würden Sie ſich alsdann
ihrer annehmen und ihre Führerin werden? Da Sie,
meine Gnädigſte, eine vornehm denkende Natur, von
vornehmer Geburt — hier machte der Graf eine kleine
Pauſe, ſeine boshafte Seele konnte ſich das Vergnügen
nicht verſagen — und in ſolchem Milieu aufgewachſen,
ſich von Ihrer Arbeit ſo befriedigt fühlen, ſo könnte man
dasſelbe für meine Nichte erhoffen. Dürfte ich morgen in
Altenwerder vorſprechen, um Ihre kleinen Pfleglinge
kennen zu lernen? Der Kammerherr erzählt ja
Wunder=
dinge von dem Gedeihen der Kleinen, ſelbſt ſeine harte
männliche Seele erfreut ſich an den Erfolgen Ihrer
Miſ=
ſion. So pflegt man ja wohl in Ihrer Sprache die Bewege
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Der Mutter größte Freude
iſt einzig und allein
das ſichtbare Gedeihen ihres Lieblings. Die nach der Entwöhnung oder bei gänzlichem Fehlen der
Mutter=
milch in Frage kommende Nahrung iſt bekanntlich nur die Tiermilch (Kuh= und Ziegenmilch). Der
außer=
ordentlich hohe Gehalt an Caſeln macht dieſe Milch jedoch dem zarten Säuglingsmagen ſchwer verdaulich
und ſind hierdurch Verdauungsſtörungen insbeſondere in der heißen Jahreszeit bei kleinen Kindern häufig
wahrnehmbar. Nur der epochemachenden Erfindung des Dr. med. Lahmann, der in ſeiner vegetabilen Milch
das einzigſte Mittel ſchuf, die Tiermilch in ein ganz feines zartflockiges Gerinnſel zu zerlegen und ſomit dem
Säuglingsmagen genehm und leicht verdaulich zu machen, iſt es gelungen, den erwähnten Erkrankungen und
ſomit der Säuglingsſterblichkeit mit Erfolg zu begegnen. Es ſollte daher keine Mutter verſäumen, ſchon im
zarteſten Kindesalter ihres Lieblings die Dr. Lahmanns vegetabile Milch zu verwenden und ſprechen die bereits
ſeit über 30 Jahren damit erzielten überraſchenden Erfolge für die hohe Bedeutung dieſes Präparats. Auch
magenſchwachen Perſonen, denen der Genuß der unpräparierten Tiermilch verſagt iſt, kann der Gebrauch der
vegetabilen Milch nicht warm genug empfohlen werden. Erhältlich in all. Apotheken, Drogen u. einſchl. Geſchäften.
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gründe zu nennen, die Sie zur Ausübung einer ſolchen
Tätigkeit zwingend getrieben hat.
Wieder flog ein halb boshafter, halb neugieriger
Blick zu Suſanne hin, die ſich neben ihm niedergelaſſen
hatte, aber den Kopf ſo hochmütig auf dem weißen Nacken
trug, als erteile ſie eine Audienz, die ſie jederzeit mit
einer Handbewegung beenden könne. Langſam wandte
ſie dem Spötter ihr ſchönes Geſicht zu und antwortete
mit leichtem Hohn — ſie wußte ſelber nicht, woher ſie den
Mut fand: Wenn Sie bei meinen Pfleglingen darauf
rechnen, dieſelbe Anregung zu empfangen, wie bei dem
Verkehr mit ſchönen Frauen, ſo werden Sie nicht auf
Ihre Koſten kommen, Graf. Ich rate Ihnen daher
ernſt=
lich ab.
Hachfeld blickte ganz verblüfft auf die Kampfbereite,
dann aber erwiderte er raſch gefaßt: Dieſe Augenweide
würde mir nicht fehlen, da Sie doch anweſend ſein
dürf=
ten, ſchöne Samariterin.
Suſanne erhob ſich und ſtand hochaufgerichtet vor
ihm, in ihren Augen glimmte der Zorn der Beleidigten:
Ich darf Sie wohl bitten, mich nicht mit den Frauen zu
verwechſeln, die neben der Schönheit auch Leichtſinn
ge=
nug beſitzen, an der Art der Unterhaltung Gefallen zu
finden, die Sie zu bevorzugen ſcheinen.
Leichtſinn! Es iſt was Köſtliches um den leichten
Sinn ſchöner Frauen, denn er bereichert unſer Leben um
Stunden, die ich nicht entbehren möchte. Ich kann nur
bedauern, meine Gnädigſte, daß bei Ihnen kein Tropfen
des Blutes Ihrer Mutter zu ſpüren iſt.
Auch Hachfeld hatte ſich erhoben, und ſein helles
ſchar=
fes Auge lag mit offenkundiger Grauſamkeit auf dem
bleichen Geſicht Suſannes, es ſprach: Mich beleidigt
nie=
mand ungeſtraft, auch nicht eine ſchöne Frau,
Sie irren, Graf, in meinen Adern fließt dennoch das
Blut der Bagewitz, ich trage darum meinen Namen mit
Recht. Das Leben hat mich nur ſtärker und härter
ge=
macht. Die neue Frau iſt nicht mehr zum Opfer
ge=
ſchaffen, ſie hält das, was ſie als ihr Glück erkannt hat,
in feſten Händen.
Und was iſt dieſes Glück?
Arbeit und zielbewußtes Streben, Graf.
Verwerfen Sie die Liebe?
Nein, und wenn ſie mir begegnen ſollte, die eine große
Liebe, die nie endet, ich würde ſie feſtzuhalten wiſſen.
Bravo, gnädiges Fräulein! Ich hätte es gar nicht für
möglich gehalten, daß wir in unſeren Anſchauungen uns
doch noch zu guterletzt verſtändigen.
Verſtändigen, Graf! Wir waren uns nie ferner. Doch
ich bin in Sorge, daß Großvater mich vermißt, es wird
gut ſein, wenn wir uns den anderen nicht mehr länger
entziehen, ich fürchte ſowieſo, daß Sie ſich in meiner
Ge=
ſellſchaft herzlich gelangweilt haben. Wir Frauen, die
wir in ſolchem Beruf ſtehen, bekommen leicht etwas
Schwerfälliges, es iſt darum beſſer, uns ſtill unſere Wege
ziehen zu laſſen. Wir wünſchen uns nichts Beſſeres,
darum nichts für ungut, Graf.
Suſanne ging raſch vor ihm voraus durch den
Gar=
ten, der in der Glut der untergehenden Sonne lag.
Lang=
ſam ſchritt er hinter ihr her, mit begehrlichen Augen die
ſchöne Geſtalt umfaſſend. Er ſagte es ſich offen, er war
nicht als Sieger in dem Kampf hervorgegangen. Ganz
leiſe flüſterte es in ihm von großer reiner Frauenliebe.
Es mußte etwas Koſtbares darum ſein, ſeinem öden,
ab=
gehetzten Junggeſellenherzen erſchien es in dieſer Stunde
wie das verlorene Paradies.
An dieſem Abend traf Hachfeld kein Blick, kein Wort
nichr don Siſanes eit, es wer, eis od er nicht
bor=
handen wäre.
Wie das kränkte und an ihm fraß. Bah, wenn ſie
nicht wollte, er würde ihr nicht nachlaufen, der
hochmüti=
gen, kalten Heiligen. Doch reizte es ihn, ſie noch einmal
aus ihrer überlegenen Ruhe emporzuſchrecken und ſo
be=
antwortete er mit erhobener Stimme eine Frage des
Kammerherrn. Nein, ich reiſe morgen ab, Herr von
Bagewitz. Haben Sie Grüße zu beſtellen, ich werde auf
meiner Reiſe nach Sylt auf Föhr, das ich noch nicht kenne,
Station machen. Ich kann mir natürlich nicht das
Ver=
gnügen verſagen, Frau von Bagewitz und den kleinen
Wilhelm aufzuſuchen.
Das iſt wirklich nett von Ihnen, Hachfeld. Grüßen
Sie die beiden herzlich von uns.
Darf ich auch Ueberbringer Ihrer Grüße ſein,
gnä=
diges Fräulein? wandte ſich Hachfeld mit lächelndem, nur
für Suſanne erkennbaren Hohn an ſein Gegenüber.
Wenn ich darum bitten darf, und der Umweg Ihnen
nicht zu unbequem iſt, Graf.
Suſanne ſagte es ſo ruhig wie möglich, aber Hachfeld
erkannte doch die Angſt, die ſie faßte. Ein Blick tötlichen
Haſſes flog zu dem ſchönen Mädchen hinüber, und zu
die=
ſer Stunde beſchloß er, die leichtſinnige Frau ganz zu
gewinnen. Suſanne und Friedrich Wilhelm — die ihn
und ſein Tun verachteten, traf er beide, ſie in ihrer
Miſ=
ſion und ihn in ſeiner Ehe. Und wollte Frau von
Bage=
witz ſich wegen dauernder Vernachläſſigung von Seiten
ihres Mannes ſcheiden laſſen, er würde ſie alſo beraten,
daß ihr das Kind verblieb. Das war der Haupttrumpf
dabei, den ſeine Hand in dem Spiel gegen die beiden hielt,
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ſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Hamburg”, von New=
York kommend, 11. Auguſt 12 Uhr
mittags in Hamburg. — Dampfer
„Kaiſerin Auguſte Viktoria”, von
New=York kommend, 11. Auguſt
3 Uhr morgens in Hamburg. —
Dampfer „Pennſylvania”, 10. Aug.
1 Uhr nachmittags in New=York.
— Dampfer Preſident Lincoln”
nach New=York, 11. Auguſt 11 Uhr
10 Minuten abends von
Southamp=
ton. — Dampfer „Prinz Adalbert”,
von Philadelphia kommend, 10. Aug.
3 Uhr abends in Hamburg.
Woog, am 13. Auguſt 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,56 m.
Luftwärme 13½ C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 170C.
Woog=Polizei=Wache.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
14. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Hoch= u. Deutſchmeiſter=Marſch
von A. Jureck. 2. Ouverture zur
Oper „Banditenſtreiche” von F.
v. Suppé. 3. „Traum=Walzer”
von A. Joyce. 4. Zwei Stücke
aus „Sigurd Jorſalfar” v. E. Grieg:
a) „Nordlandsvolk”; b)
Königs=
lied. 5. Spaniſcher Tanz Nr. 2
von M. Moszkowski. 6. „Das
haben die Mädchen ſo gerne”
Geſangsmarſch aus der Poſſe „Das
Autoliebchen” von J. Hilbert.
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Leichtathletik. Darmſtädter
Sport=
klub 1905. Bei den am letzten Sonntag in Stuttgart
ſtattgehabten ſüddeutſchen Meiſterſchaften errang. Herr
Georg Merkel im 7500 Meter=Laufen hinter dem
deutſchen dreimaligen Meiſter den 2. Preis in glänzender
Zeit. Von 15 an dem Start anweſenden Läufern
paſſier=
ten 5 das Ziel. Der 3. Sieger konnte mit einer Runde
zurück das Ziel erreichen. Haas=Mannheim, einer
unſe=
rer beſten Langſtreckenläufer, mußte bei der 15. Runde
aufgeben.
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Frühlichs Ghislaine (Cleminſon), 2. Caracas (Rice),
Z. Gallier (Weatherdon). Tot. 79110. — Preis von Niehl;
5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn von Weinbergs
Fabella (Fox), 2. Courier (Raſtenberger), 3. Lermoos
(Cleminſon). Tot. 18:10. — Preis von Donaueſchingen;
Goldpokal und 50 000 Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1.
Frei=
herrn S. A. von Oppenheims Dolomit (Archibald),
2. Royal Blue (Rice), 3. Semmering (F. Bullock). Tot.
12:10. — Preis von Mülheim; 6500 Mark, Diſtanz 1600
Meter: 1. Herrn R. von Wallenbergs Haſard (O. Müller),
2. Pelleas (Archibald), 3. Vilja (Plüſchke). Tot. 18:10.
— Kirſchblüte=Rennen; 7000 Mark, Diſtanz 2900 Meter:
1. Herrn Hagemanns Bilbao (Gehrke), 2. Morena (
Hoff=
mann), 3. Miasma (Printen). Tot. 38:10. — Montags=
Handikap; 4000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn
Bal=
duins Major Fife (Weatherdon), 2. Spion (Cleminſon),
B. Mars. (Blades). Tot. 43:10.
* Radſport. Sheppard ſchlägt Braun. Im
Celtie=Park in Glasgow (Schottland) traf der
Münchener Hanns Braun mit ſeinen beiden
amerikani=
ſſchen Rivalen Sheppard und Meredith in einem 804
Meter=Rennen (halbe engliſche Meile) zuſammen.
Shep=
pard führte ſofort, mußte aber die Führung nach 400
Meter an den vordringenden Braun abgeben, der jedoch
bereits 250 Meter vor dem Ziel den heftigen Angriffen
Sheppards wieder weichen mußte. Der Amerikaner
ſiegte in 56,8 Sekunden mit 15 Metern Vorſprung gegen
Braun. Meredith endete nach gleichem Abſtande als
Dritter. Ein Yards=Handikap gewann der Engländer
Hunter vor Fulton und Wright, nachdem der Amerikaner
Lippincott im Vorlauf ausgeſchieden war.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 6. bis 12. Auguſt.
Häufige Niederſchläge haben in der Berichtswoche
den Fortgang der Erntearbeiten geſtört und auch
Be=
ürchtungen wegen der Beſchaffenheit des auf den
Fel=
dern liegenden, ſowie des noch ungeſchnittenen
Getrei=
des hervorgerufen. Beſondere Beſorgniſſe werden
be=
züglich der Gerſte gehegt, und es zeigt ſich immer mehr,
Daß trotz des quantitativ günſtigen Ergebniſſes feine
Brauware keineswegs reichlich zur Verfügung ſtehen
bürfte. Aehnlich liegen die Dinge in Oeſterreich=Ungarn.
Demgemäß wurden für gute Qualitäten ſowohl an den
öſterreichiſchen Märkten als auch in Weſtdeutſchland hohe
Preiſe bezahlt, während die hieſigen Verbraucher mit
dem Einkauf noch zögerten. Es wurden für inländiſche
Gerſte Preiſe von 185—225 Mark, für öſterreichiſche 228
bis 260 Mark genannt. Auch bei den übrigen
Getreide=
arten dürfte man es mit weniger guten Qualitäten als
im Vorjahre zu tun haben, was für den Abſatz deutſchen
Getreides nach dem Auslande nicht ohne Bedeutung ſein
würde. Bisher hat es an Nachfrage für deutſchen
Wei=
en nicht gefehlt, und damit hingen auch die andauernden
Deckungen im Lieferungsgeſchäft zuſammen, aber mit
Rückſicht auf die erwähnten Qualitätsbefürchtungen
hiel=
en die Exporteure in der letzten Woche mit Abſchlüſſen
etwas mehr zurück. Mit dem Dreſchen des Roggens kam
man wegen drängender Feldarbeiten bisher nicht recht
vorwärts, ſo daß das Angebot immer noch ziemlich
gerin=
gen Umfang behielt. Ein nicht unerheblicher Teil der
Roggenernte iſt noch einzufahren, ſo daß auch hierbei
ſeuchtes Wetter noch manchen Schaden anrichten
kann. Im Hinblick darauf war die Stimmung anfangs
feſt und die Preiſe im Lieferungsgeſchäft ſtellten ſich,
namentlich für Roggen, merklich höher, um in den letzten
Tagen wieder abzuflauen, als mit der gebeſſerten
Witter=
ung die Provinz in ſtärkerem Maße als Abgeber
auf=
trat. Sehr lebhafte Nachfrage machte ſich in der letzten
Woche für alten Hafer bemerkbar. Das ſpärliche
Ange=
bot wurde zu ſcharf anziehenden Preiſen aufgenommen,
und auch für raſch abzuladende neue Ware wurden
merk=
lich höhere Gebote abgegeben. Für ruſſiſche Gerſte
blie=
ben die Offerten infolge ungünſtiger Witterung im
Süden Rußlands zurückhaltend. Mais behielt bei
er=
höhten Preiſen guten Abſatz; ſpätere Abladung fand
weniger Beachtung. Es ſtellten ſich die Preiſe für
in=
ländiſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
Königsberg.
164½ (* ½) 190
Danzig
— — 166½ (— ) 184½(
Stettin
--
167
Poſen
206 —
187.
166
Breslau
213 (— ) 166
190 (*2
-
Berlin
170
Magdeburg
4
206
202
164
Halle
215 (*5
215
173
Leipzig
220 (*2 ) 171
215 (*3
Roſtock
167
226
Hamburg
176
210
Düſſeldorf
215
190
182
Frankfurt a. M. 214
174.
220
Mannheim . . 220
180
Straßburg . . 225
185
München . . 234 (—2 ) 186 (—6 ) 232
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 207,25 (—2,25),
Peſt Okt. 194,80 (—0,50), Paris Auguſt 222,10 (— 1,60),
Chicago Sept. 142,20 (—1,15), Liverpool Okt. 166,70
(—9,70), Roggen: Berlin Sept. 170,25 (—0,50), Hafer:
Berlin Sept. 169,50 (—0,75), Futtergerſte: Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt Juli 129 (—4), Auguſt 119 (—0,25),
Sept.=Dez. 118,25 (—0,25), Mais: La Plata ſchwim. 111
(*2), Auguſt=Sept. 109 (* 1), Odeſſa lad. gelad. 107
* 2) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 4. Auguſt: Dem Diener Heinrich
Ferdinand Steen, Dieburgerſtraße 49, ein S.
Ferdi=
nand Friedrich Wilhelm. Am 9.: dem Lehrer Wilhelm
Seitz, Gutenbergſtraße 60, eine T. Annelieſe. Am 5.:
dem Garderobier Adam Brehm, Kahlertſtraße 22, ein
S. Adam Heinrich Georg Erwin. Am 9.: dem
Erd=
arbeiter Philipp Friedrich Lutz, Gardiſtenſtraße 17,
ein S. Wilhelm. Am 5.: dem Kaufmann Otto Karl
Schöneberg, Hohler Weg 11, ein S. Hans. Am 9.: dem
Gußputzer Franz Buſch, Kirſchenallee 13, eine T.
Auguſte Ottilie. Am 7.: dem Oberleutnant im Inf.=
Regt. 115 Johannes Freiherrn von Malapert, genannt
von Neufville, Landwehrſtraße 14, ein S. Robert Georg.
Am 9.: dem Taglöhner Karl Georg Robert Schneider
Große Kaplaneigaſſe 60, eine T. Marie Ottilie.
Aufgebotene. Am 7. Auguſt: Schloſſer Joſeph Franz
Diſter mit Martha Katharina Deckelmann, beide in
Aſchaffenburg. Am 8.: Fuhrmann Johann Dietrich
Schneider, Viktoriaplatz 6. mit Dienſtbote Eliſabetha
Keil, Alexanderſtraße 8. Taglöhner David Silber
mit Cäcilie Feitler, beide in Seeheim. Rechtsanwalt
Dr. Salomon, gerufen Saly Oberndorf, Bleichſtraße 38,
mit Johanna Mathilde Hirſch, Heppenheim a. d. B.
Am 9.: Zigarrenmacher Wilhelm Koch IV., Pfungſtadt,
mit Dienſtmädchen Eliſabethe Ganzert, Karlſtraße 64.
Hilfsrangierführer Wilhelm Holzſchuh,
Blumenthal=
ſtraße 60, mit Dienſtbote Luiſe Meckes,
Mathilden=
ſtraße 38. Am 10.: Vizefeldwebel Karl Wilhelm Eſen,
hier, mit Katharina Eliſabeth Gerhardt, Mainz. Am
12.: Kaufmann Heinrich Geil, Holzſtraße 5, mit Anna
Katharina Becher, Alexanderſtraße 5. Fabrikarbeiter
Karl Auguſt Brunner, Landwehrſtraße 37, mit
Katha=
rina Hock, Laufach.
Eheſchließungen. Am 6. Auguſt: Zahlmeiſter Karl
Menger in Babenhauſen mit Emma Schaum, hier.
Am 7.: Maurer Heinrich Wadlinger mit Katharina
Koch, beide hier. Trompeter und Sergeant Heinrich
Bohn, hier, mit Eliſabeth Rettig in Bensheim. Am 8.:
Schuhmacher Heinrich Rapp III. mit Katharina
We=
ber, beide in Wiebelsbach. Unterzahlmeiſter Heinrich
* Diehl mit Sophie Baldes, beide hier. Am 10.:
Archi=
tekt Philipp Schaub mit Eugenie Revermann, beide
hier. Metzgermeiſter Georg Reeg, hier, mit Helene
Heberer in Meſſel.
Geſtorbene. Am 8. Auguſt: Käthchen Metz, T. des
Taglöhners, 1 Mt., kath., Soderſtraße 62. Anna
Hegen=
dörfer, T. des Fuhrunternehmers, 7 J., ev.,
Landwehr=
ſtraße 21. Fabrikant Nikolaus Knos, 45 J., ev.,
Kies=
ſtraße 31. Am 9.: Maria Eliſabetha Ziegenfuß, geb.
Müller, Witwe des Schmieds, 71 J., kath.,
Schwanen=
ſtraße 67. Am 8.: Haushälterin Eliſabeth Beckmann,
69 J., ev., Annaſtraße 37. Am 9.: Schneiderin Selma
Hartz, 24 J., ev., Wendelſtadtſtraße 34½. Schmied
Georg Delp, 18 J., ev., Ueberau. Am 10.: Landwirt
Johannes Störger, 69 J., ev., Groß=Zimmern. Am 11.:
Bureaudiener Johann Georg Leuchner, 73 J., ev.,
Hochſtraße 32. Ernſt Friedrich Karl Sutter, S. des
Schloſſers, 5 Mte, ev., Langegaſſe 14. Friedrich Ernſt
Krehl, 2 Tage, kath., Eberſtadt. Am 12.: Margarethe
Otto, geb. Hanſtein, Witwe des Buchdruckerbeibeſitzers,
75 J., ev., Liebigſtraße 29.
Kirchliche Anzeigen.
Katholiſche Gemeinden
Donnerstag, den 15. Auguſt 1912
Mariä Himmelfahrt
Kollekte für das St. Marien=Waiſenhaus b. Neuſtadt i. O.
St. Ludwigskirche: Mittwoch, den 14. Auguſt,
na=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegi=
heit zur heil. Beichte.
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Levitiertes
Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe.
— Nachmittags um 3 Uhr: Vesper. — Freitag, abends
um 6 Uhr: Kreuzwegsandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Donnerstag,
vormittags um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um
4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Donnerstag,
vormit=
tags um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Mittwoch, den 14. Auguſt,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Vesper. — Die
Bibliotheks=
ſtunde des Borromäusvereins fällt aus.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Mittwoch, den
14. Aug., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Feierliche Vesper.
Kirche zu Eberſtadt: Mittwoch, den 14. Auguſt,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Beicht=
gelegenheit.
Vormittags um ½6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½ 2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. —
Werk=
tags, vormittags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Donnerstag (Feſt Mariä
Himmelfahrt), den 15. Aug., vormittags um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. — Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nachm. um 4 Uhr: Andacht.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
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tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
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