Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Kaiſer wohnte geſtern früh einer
Gefechts=
übung der 22. Diviſion zwiſchen Kaſſel und
Hanno=
veriſch=Münden bei und kehrte darauf nach
Wilhelms=
höhe zurück.
Das preußiſche Kriegsminiſterium hat eine
ſtrengere Bewachung der Feſtungswerke angeordnet und
den Zutritt von Zivilperſonen nicht mehr geſtattet.
Poincaré wurde am Sonntag vom Zarenpaare
im Peterhofer Palais empfangen. Zu ſeinen Ehren
fanden mehrere feſtliche Veranſtaltungen ſtatt.
Das Erdbeben in der Türkei in der Nacht auf
Freitag hat, wie jetzt erſt bekannt wird, furchtbare
Ver=
wüſtungen angerichtet.
Die Abdankung des Sultans von Marokko
Muley Haf id kann als vollzogene Tatſache
betrach=
tet werden. Die franzöſiſche Regierung hat den Bruder
des Sultans, Muley Juſſuf, zum Nachfolger auserſehen.
Der Kaiſer und die Sozialdemokratie.
* Unter dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Köln.
Zei=
tung: Als in die frohe Feſtſtimmung, in der man in Eſſen
mit unſerm Kaiſer zuſammen das Jubiläum hundert
ſegensreicher Arbeitsjahre der größten deutſchen
Firma=
feierte, die Schreckensnachricht aus Bochum wie ein Blitz
einſchlug, da wußte jeder, was jetzt die ſozialdemokratiſche
Preſſe tun würde, um auch daraus für ihre Agitation
Kapital zu ſchlagen. Das Rezept für die agitatoriſche
Ausnutzung des Gräßlichen war ja ſo unendlich einfach.
Man brauchte ja nur eine Meldung vom Schauplatz der
Feſtfreude neben die von dem gräßlichen Unglück zu
ſtellen und dann die üblichen Phraſen zu drechſeln von
der ruchloſen Freude der ſich bekanntlich vom Schweiße
des Arbeiters „mäſtenden” Unternehmer und vom Los
der Arbeiter da drunten. Nur über den Grad der
Ent=
ſtellung einfacher Wahrheiten und über den Grad der
Pöbelhaftigkeit im Ausdruck konnte man je nach ſeiner
Kenntnis der Genoſſenpreſſe verſchiedene Erwartungen
hegen. Wer ſie aus der peinlichen Pflicht regelmäßiger
Lektüre genauer kennt, war auf etwas recht Knalliges
gefaßt. Die in Köln erſcheinende Rheiniſche Zeitung hat
einen Rekord aufgeſtellt und es fertig gebracht, auch die
Erwartung gründlicher Kenner der Genoſſenmethode und
der Genoſſenmanieren zu enttäuſchen, wie folgende
Stich=
proben beweiſen mögen.
Vierzig Verletzte — Hurra! Fünfzig, hundert Tote —
Hurra, Hurra, Hurra! Wimmern der Verwundeten,
Schluchzen der Waiſen, Schmerzensſchreie der Waiſen —
küß die Hand, Exzellenz. In Bochum Hunderte in
faſ=
ſungsloſem Jammer — in Eſſen „ein einziger
brauſen=
der Jubelruf” Ekelhaft, dieſe bürgerliche Preſſe.
Wir hätten die Ritterlichkeit des Kaiſers und ſeines
Ge=
folges lieber an den leichengefüllten Schächten und vor
den jammernden Witwen der Vergleute geſehen. Dort
wäre geſtern ſein Platz geweſen. Das hätte ihm die
glänzende Korona um ihn raten ſollen, anſtatt mit
höfi=
ſchem Firlefanz und wertloſem Plunder aufzuwarten.
Er hätte dann gehört, daß Proletarier zwar rauher, aber
wahrer reden als glatte Höfinge. Viellicht wäre ein
Bergmann vor ihn getreten und hätte ſo geſprochen: „Zu
Ihrem Schutze, zum Schutze eines Einzelnen, ſind heute
Tauſende Poliziſten zuſammengezogen worden. Die
Koſten waren Nebenſache. Uns aber ſchützt niemand.
Das Leben all unſerer Kameraden gilt der kapitaliſtiſchen
Profitgier nicht ſo viel, daß ſie für unſere Sicherheit
ſor=
gen mögen. Sie, den einen Mann auf dem Thron, machen
wir nicht verantwortlich, Ihre Miniſter, Ihre Ratgeber,
die Bürgerlichen im Parlament ſind die Mitſchuldigen
der Grubenherren. Die Regierung verweigert uns den
Schutz, aber ihre Gendarmen haben auf uns geſchoſſen.
ihre Soldaten uns in die Gruben zurückgetrieben, als
wir uns im Streik gegen die Gewaltherrſchaft der
Gru=
benkönige erhoben hatten.” So würde wohl ein
Berg=
mann ſprechen. Er wird nicht dazu kommen. Die feile
und feige Schar der Höflinge umdrängt zu dicht den
Monarchen. Der Hofzug wird eilend, wie auf der Flucht,
durchs Kohlenrevier gen Oſten raſen, und ſeine Räder
werden ächzen: Fort — fort — fort — fort. — — Fort
von der Stätte des Schreckens, fort in das prunkende
Kaiſerſchloß, fern von denen, die im Schatten leben.
„Fort von der Stätte des Schreckens.” Während
das Genoſſenblatt ſeinen Leſern dieſes Bild eines die
Unglücksſtätte fliehenden Fürſten malt, umgeben von der
natürlich „feilen” Schar der „Höflinge”, hat unſer Kaiſer
das frohe Feſt verlaſſen und iſt erſchüttert unter die Ar=
beiter an der Unglücksſtätte getreten, hat mit Rettern und
Verwundeten geſprochen, hat mit der Warmherzigkeit
und ſchönen Menſchlichkeit, die ihn ganz erfüllt, ſeine
tiefe, aufrichtige Teilnahme, ſein heißes Mitleid an den
Tag gelegt. — Der Verfaſſer der abgeſtandenen Tiraden
in der Rheiniſchen Zeitung hätte — agitatoriſch klüger
gehandelt, wenn er ein paar Stunden gewartet hätte.
Dem Bergmann der Rheiniſchen Zeitung hätte der
Kaiſer auf ſeine mit Männerſtolz vor Königsthronen
vorgetragene Anſprache einfach und kurz und
wirkungs=
voll erwidern können: „Die „Tauſende” Poliziſten
es ſind wohl ein paar weniger — ſind zur
Aufrechter=
haltung der Ordnung und Verkehrsſicherheit unter einer
Menge von Hunderttauſenden nach Eſſen berufen worden.
Was die „Verweigerung des Schutzes” betrifft, ſo waren
fünfzig Prozent von Ihnen Arbeitswillige, die vor Ihnen
geſchützt werden mußten. Arbeiter vor Arbeitern.”
Was das wichtigſte iſt: das Unglück iſt nicht auf die
„Profitgier” der Ausbeuter zurückzuführen, ſondern
lei=
der darauf, daß die unglückliche Mannſchaft nicht
gewar=
tet hat, bis die Schlagwetter ſich ſo weit verflüchtigt
hatten, daß man utgefährdet weiter ſprengen konnte.
Darüber iſt weiter nichts zu ſagen, der Tod hat die
Ver=
ſäumnis furchtbar gerächt, nur muß im Intereſſe unſerer
Wirtſchaftsordnung den Verſuchen, dieſes Unglück auf
einer Muſterzeche agitatoriſch auszubeuten,
entgegenge=
treten werden. So lange Kohlen aus der Erde Schoß
ge=
graben werden. ſind Unglücksfälle unvermſidlich, und
auch die Genoſſen ſind nicht vollkommen. Nicht einmal
in der agitatoriſchen Ausbeutung der Ereigniſſe, ſonſt
hätte das Kölner Genoſſenblatt nicht das Bild eines an
der Unglücksſtätte vorübereilenden Fürſten gezeichnet,
während zu derſelben Zeit der Kaiſer unter den
Arbei=
tern ſtand und, wie uns ein Augenzeuge erzählt, ſie mit
einer Eindringlichkeit und Sorgfalt über ihre
Erfah=
rungen mit den Sicherheitseinrichtungen ausfragte, die
ſich der ſozialdemokratiſche Betriebsleiter eines Bergwerks
im Zukunftsſtaate und namentlich der ſozialdemokratiſche
Redakteur im Gegenwartsſtaate zum Muſter nehmen
könnte.
Die Sozialdemokratie hat damit wohl eines der
ſchlimmſten Manöver ihrer Verhetzungskunſt gemacht.
Aber an den Tatſachen iſt diesmal ihre Kunſt zuſchanden
geworden. Die Tatſachen ſprechen zu laut gegen die
Ver=
leumder. Der Kaiſer hat ſich wahrhaft als ein ſozialer
Fürſt der Tat bewieſen. Das darf auch der ſagen, der
das Tun der Könige nicht mit beſondern Maßen mißt
und ſich von irgendwelcher Liebedienerei frei weiß. Das
Treiben der ſozialdemokratiſchen Preſſe wirkt deshalb um
ſo häßlicher und wird das Gegenteil von dem wirken, was
im Plane der Ränkeſpinner lag.
Politiſcher Optimismus.
* Die Norddeutſche Allgem. Ztg. hebt eine Rede des
Dr. Streſemann hervor, der ſich nicht der heute ſo
ver=
breiteten Gemeinſchaft der Peſſimiſten anſchloß, als er
ſeinen Hörern ein Bild unſerer Lage zeichnete:
Erwähnung verdienen mehrere Stellen aus einer
An=
ſprache, die Dr. Streſemann dieſer Tage beim
Sommer=
feſt der rheiniſchen Nationalliberalen in Rüngsdorf
un=
weit Godesberg gehalten hat. Die Stellung des
Deut=
ſchen Reichs unter den Nationen betrachtend, bemerkte
der Redner, wir würden freilich weniger Neider und
Feinde zählen, wenn wir in der Welt nicht eben
weiter=
gekommen wären. Im Staatsleben ſei es wie im
Men=
ſchenleben; wer etwas vor ſich bringe, der werde immer
damit rechnen müſſen, daß man ihm nachſagt, er habe auf
falſchen Wegen das Ziel erreicht. „Als wir noch das Volk
der Denker und Dichter waren, da waren wir beliebt in
der Welt. Erſt als wir anfingen, Realpolitik zu treiben,
erſt als der Deutſche hineinſtieg in die Welt der Technik
und des Schaffens, als unſere Kaufleute, Induſtriellen
und Gewerbetreibenden in den Jahren des
wirtſchaft=
lichen Aufſchwungs mit Erfolg arbeiteten, da vollzog ſich
der Umſchwung, unter dem wir heute wirtſchaftlich
blü=
hen, politiſch aber leiden. Das iſt letzten Endes der
Aerger darüber, daß es Deutſchland ſo weit gebracht
hat. Mögen wir darin einen Anſporn ſehen, den
ande=
ren noch mehr Gelegenheit zum Aerger zu geben; mögen
wir aber auch bedenken, daß heute die Verhältniſſe
viel=
fach anders geworden ſind als früher. Der Kaufmann
folgt heute der Macht. Wenn wir unſere Stellung in der
Welt behalten wollen, dann müſſen wir neben der
Welt=
wirtſchaft auch Weltpolitik treiben. Nun möge manch
einer zweifeln an der Gegenwart, in einer Zeit der
gro=
ßen Ereigniſſe, wo die Sozialdemokratie zur größten
Partei geworden iſt. Daß unſer Volk aber dazu fähig iſt,
das Trennende zu überwinden, das zeigen die Ereigniſſe
der letzten Monate und Jahre, trotz der vier Millionen
roter Stimmzettel. Dieſe vier Millionen ſtehen aber in
nationalen Fragen nicht hinter ihrer Partei, wenn ſie in
ſchweren Stunden die Verantwortung für die politiſchen
Ereigniſſe auf ſich nehmen müßten. Das zeigt deutlich
die Wahl von 1907, wo die Sozialdemokratie die Hälſte
ihrer Mandate verlor. Handelt es ſich einmal um die
Ein=
heit und Freiheit des deutſchen Vaterlandes, und die
Soßzialdemokratie würde es wagen, dem Reiche die
nöti=
gen Mittel zu verweigern, dann würden nicht 10 von den
110 Abgeordneten in den Reichstag zurückkehren. Das
Zugehörigkeitsgefühl zu ſeinem Volke und ſeinem
Vater=
land iſt aus alter, tauſendjähriger Tradition ſchließlich
jedem Menſchen eigen.‟ Der deutſche Arbeiter, der
wirt=
ſchaftlich denken lerne, merke mehr und mehr, daß ſeine
eigene materielle Exiſtenz auf Gedeih und Verderb mit
der Exiſtenz und dem Aufſtieg ſeines Vaterlandes
ver=
bunden iſt. Weil dieſe Ideen ſtärker ſeien als die
Par=
teiprogramme, ſo habe er, betonte der Redner, die
Hoff=
nung, daß ſie ſich durchrängen.
Die ruſſiſch=franzöſiſchen Verhandlungen.
* Der Petersburger Vertreter der Kölniſchen Zeitung
meldet zum Beſuche Poincarés: Die
Stimmungs=
mache nach innen und nach außen, die wahrſcheinlich
dem=
nächſt noch ſteigen wird, fängt ſogar, wie mir ein
maß=
gebender ruſſiſcher Diplomat ſagt, an, die Ruſſen zu
ärgern. Von der Feſtlegung neuer Richtlinien der
äußeren Politik könne gar keine Rede ſein.
Auch nicht davon, daß Rußland völlig neue
Verpflich=
tungen politiſcher oder militäriſcher Art eingehen werde.
Poincaré werde jedoch mit der Freundlichkeit, die man
dem Miniſterpräſidenten der verbündeten Nation
ſchulde, aufgenommen werden. Bezüglich des
Marineabkommens kann ich beſtimmt verſichern,
daß außer den Beſprechungen und
Verabre=
dungen Liewens in Frankreich nichts weiter
er=
folgen wird. Es wird kein beſonderes Abkommen mehr
geſchloſſen werden.
Rjetſch führt in ſeinem Leitartikel aus, daß die
Ver=
handlungen zwiſchen den ruſſiſchen Staatsmännern und
Poincaré über die Weltpolitik und das europäiſche
Gleichgewicht nur zu einem vorläufigen Reſultat
führen könnten, da die endgültige Verwirklichung die
Beurteilung und Zuſtimmung des Dreibundes erfordert.
Die vorliegenden Beratungsgegenſtände würden ſich zum
Teil als Programm für eine europäiſche Konferenz
eig=
nen, die ein alter Gedanke der ruſſiſchen Diplomatie ſei.
Vielleicht entwickelt ſich die internationale Lage in einem
dieſer Idee günſtigen Sinne. Unter dieſem Geſichtspunkt
ſei der Beſuch Poincarés nicht ein Gegenſatz zu der
Be=
gegnung in Baltiſch=Port, ſondern die Fortſetzung
der=
ſelben.
Aus Wien wird gemeldet: In informierten
Krei=
ſen verlautet, Poincaré habe Rußland 1500 Millionen
Francs zum Ausbau der ruſſiſchen Kriegsflotte, der
trans=
perſiſchen Bahn und zum Bau der ſtrategiſchen Bahnen
im Weſten und Süden Rußlands angeboten, wofür
Ruß=
land das fünfte Armeekorps wieder an die preußiſche
Grenze vorſchieben und ein neues Armeekorps im Weſten
ven Rußland aufſtellen ſoll. Rußland ſcheint auf dieſe
Vorſchläge nicht eingegangen zu ſein. Es erklärte, daß
es zu den genannten Zwecken keine Anleihen brauche!
Eine ihm angebotene ſehr günſtige Anleihe würde es aber
immerhin annehmen.
Deutſches Reich.
— Der Salut für Herrn Poincaré. Aus
Berlin wird uns geſchrieben: Die 19 Salutſchüſſe, mit
denen Herr Poincaré auf ſeiner Fahrt nach Kronſtadt von
den Schiffen der in der Oſtſee manöverierenden deutſchen
Flotte begrüßt worden iſt, haben in der franzöſiſchen
Preſſe viel Aufſehen erregt. Wenn man jedoch dort die
Sache ſo darzuſtellen ſucht, als ob Herrn Poincaré von
den deutſchen Schiffen eine Begrüßung zuteil geworden
iſt auf die er nach ſeemänniſchem Brauche keinen An=
ſpruch hat, ſo irrt man. Unſere Schiffe haben korrekt die
Flagge, die die „Condé” zeigte, in der vorgeſchriebenen
Weiſe gegrüßt, ohne ſelbſtverſtändlich bei einem
franzö=
ſiſchen Kriegsſchiff zu fragen, ob es dieſe Flagge nach
Lage der Dinge zu führen berechtigt ſei. An ſich wäre
dagegen ſehr wohl zu erwägen, ob nicht Herr Poincaré
auf ſeiner Fahrt eine Flagge geführt hat, die ihm nicht
zukommt. Der internationale Seemannsbrauch kennt
keine Flagge des franzöſiſchen Miniſterpräſidenten,
ſon=
dern nur eine Flagge des Präſidenten der franzöſiſchen
Republik — die franzöſiſche Nationalflagge mit den
Ini=
tialen des jeweiligen Präſidenten in Gold in der Mitte —
die, wie die Flaggen aller Staatsoberhäupter, mit 21 Schuß
zu honorieren iſt, und ferner die Flagge des franzöſiſchen
Marineminiſters, die Herr Poincaré geführt hat. Aus
welchen Erwägungen heraus er ſich dazu berechtigt
er=
achtet hat, entzieht ſich unſerer Kenntnis. Normalerweiſe
hätte die „Condé”, da Herr Poincaré in der Marine keine
Charge bekleidet, nur die Kommandantenflagge führen
dürfen. Oder fühlte Herr Poincaré als
Miniſterpräſi=
dent ſich berechtigt, die Flagge eines nachgeordneten
Miniſters zu führen? Das wäre ebenſo auffallend, als
wenn Herr von Bethmann Hollweg bei einer ähnlichen
Gelegenheit die Flagge des Großadmirals von Tirpitz
ſetzen würde. Sollte es bei der Begrüßung wirklich etwas
zu lachen gegeben haben, ſo iſt das ſicherlich nicht auf
unſerer Seite geweſen.
— Schärfere Bewachung. Infolge der ſich
in letzter Zeit häufenden Spionagefälle hat das
Kriegs=
miniſterium den Kommandanten der Feſtungen
Anwei=
fung gegeben, die auf eine ſtrengere Bewachung der Werke
abzielen. An vielen Orten, die bis jetzt dem Publikum
zugänglich waren, wird jetzt der Zutritt den
Zivilper=
ſonen nicht mehr geſtattet ſein.
— Der Beſuch des ruſſiſchen
Oſtſeege=
ſchwaders in Deutſchland iſt aufgeſchoben
wor=
den, weil, wie von informierter Seite berichtet wird, die
ruſſiſchen Schiffe nicht fahrtbereit ſind. In ruſſiſchen
nationaliſtiſchen Kreiſen wird als Grund des Aufſchubs
die bevorſtehende Unterzeichnung der Marinekonvention
angeſehen.
Hauptmann Koſtewitſch iſt aus der Haft
entlaſſen worden und hat ſich nach Berlin begeben. Die
Haftentlaſſung iſt, wie ſchon hervorgehoben wurde, nicht
dem Eingreifen der Diplomatie, ſondern der
Entſchei=
dung des unterſuchungführenden Richters zuzuſchreiben.
Wohl aber iſt eine zweite Haftentlaſſung unter
Zuhilfe=
nahme diplomatiſcher Vermittlung erfolgt. In Warſchau
iſt nämlich gleichzeitig der vor einiger Zeit in Wirballen
verhaftete Leutnant Dahm freigelaſſen worden. Die
Freilaſſung iſt, wie die des ruſſiſchen Hauptmanns
Koſte=
witſch, gegen Stellung einer Kaution von 30000 Mark
erfolgt. — Es handelt ſich hier um kein
Austauſchge=
ſchäft, vielmehr verdankt, wie die Leipz. Ztg.
hervor=
hebt, Leutnant Dahm ſeine Freilaſſung nur dem
Vor=
gehen unſerer Regierung: „Nachdem bekannt geworden
war, daß mit der Möglichkeit einer Haftentlaſſung im
Fall Koſtewitſch zu rechnen ſei, lag die Erwägung nahe,
bei der ruſſiſchen Regierung einen entſprechenden Antrag
für den deutfchen Offizier zu ſtellen.” Leutnant Dahm
hat ebenſo wie Hauptmann Koſtewitſch ehrenwörtlich
ver=
ſichert, zur Verhandlung rechtzeitig zu erſcheinen.
Ausland.
Rußland.
Poincaré in Petersburg. Nach dem
Früh=
ſtück auf der Botſchaft am Samstag hatte Poincaré eine
Unterredung mit dem Miniſter des Aeußern Saſonow
und ſodann mit dem Miniſterpräſidenten Kokowzow.
Poincaré ſtattete darauf den Botſchaftern Beſuche ab
und empfing gegen Abend die franzöſiſche Kolonie. In
einer Anſprache betonte Poincaré, die franzöſiſche
Ko=
lonie bilde ein natürliches Band zwiſchen Frankreich und
Rußland. Abends fand zu Ehren Poincarés im
Mini=
ſterium des Aeußern ein Diner ſtatt, an dem
Miniſter=
präſident Kokowzow, ſämtliche Miniſter und der
franzöſiſche Botſchafter teilnahmen. Am Sonntag
empfin=
gen der Kaiſer und die Kaiſerin Poincaré im großen
Petershofer Palais. Nach dem Empfang verließ die
Kaiſerin das Palais. Nachdem dem Kaiſer die
Beglei=
ter Poincarés vorgeſtellt waren, wurde das Frühſtück
ſerviert. Rechts vom Kaiſer ſaß Poincaré, links der
franzöſiſche Botſchafter. Anweſend waren
Miniſter=
präſident Kokowzow und der Miniſter des Aeußern
Saſonow, der ruſſiſche Botſchafter in Paris Iswolski,
ſo=
wie die Begleiter Poincarés. Der Kaiſer verlieh
Poincaré den Alexander=Newskyorden. Am Nachmittag
fand im Krasnoje Sſelo in Gegenwart des Kaiſers, der
Großfürſten und der ruſſiſchen Miniſter ein Zapfenſtreich
ſtatt, dem Poincaré und die franzöſiſchen Offiziere
bei=
wohnten; während des Zapfenſtreichs wurden dem
Kai=
ſer die neuernannten Kommandeure der drei preußiſchen
Regimenter, deren Chef der Kaiſer iſt, vorgeſtellt. Nach
dem Zapfenſtreich nahm Poincaré am Diner beim
Groß=
fürſten Nikolai Nikolajewitſch teil, zu dem Kokowzow,
Saſonow, Suchomlin und Iswolski geladen waren.
Abends fand im Theater zu Krasnoje Sſelo in
Gegen=
wart des Kaiſers und der Großfürſten eine
Galavor=
ſtellung ſtatt, der Poincaré, die Begleiter Poincarés
die franzöſiſchen Offiziere des Kreuzers „Condé” und die
Kommandeure der drei preußiſchen Regimenter
bei=
wohnten.
Montenegro.
Der türkiſch=montenegriniſche
Grenz=
zwiſchenfall und der darauf folgende Konflikt wird
in einem Communigué des offiziellen Blattes Glas
Crangoroa in ausführlicher Weiſe dargeſtellt und
be=
merkt, es ſei ſchwer vorauszuſehen, zu welchem Ende das
führen werde. Aber die montenegriniſche Regierung,
ob=
ſchon ſie von friedlichen Abſichten durchdrungen ſei, werde
ſich nicht enthalten, alles, was ſie zum Schutz der Rechte,
owie der Ehre und Würde Montenegros als notwendig
erachtet, zu unternehmen.
Türkei.
Aenderungen im Kabinett. Wie
einge=
weihte Kreiſe verſichern, ſtehen Aenderungen im Kabinett
bevor. Kiamil Paſcha ſoll Großweſir, Ferid Paſcha
Mini=
ſter des Innern werden. Hilmi Paſcha wird, wie es
heißt, aus dem Kabinett ausſcheiden. Der
Kriegsmini=
ſter forderte auf Beſchluß des Miniſterrates alle
Armee=
korps auf, der Regierung den Treueid zu leiſten.
Vereinigte Staaten.
Die Panamakanalbill. Obgleich die
führen=
den Zeitungen die Panamakanalbill angreifen, herrſcht
dennoch die Anſicht, daß das Repräſentantenhaus der
Maßnahme zuſtimmen und ſie vom Präſident Taft ſamt den
Zuſätzen des Senats unterzeichnet werde. „New York
Times erklärt: Wie aus der Auslegung des Hay=
Paunce=
foot=Vertrages ſeitens des Senates hervorgeht, nehmen
die Vereinigten Staaten ſich ſelbſt allein von Geſetzen aus,
die ſie für alle anderen Nationen erließen. Welch
erbärm=
lich geringer Preis iſt es, wofür dieſes Spiel von Trug
und Mißtrauen gewagt wird. Das Blatt prophezeit den
Handelskrieg auf den Weltmärkten, Zollſchikanen gegen
die Vereinigten Staaten und verlangt dringend, daß Taft
die Bill ablehne. New York Herald begrüßt die günſtige
Gelegenheit zur Wiederbelebung der amerikaniſchen
Han=
delsmarine. Die Handelskammer in New=Port=News
und andere Körperſchaften der Schiffsbau=Zentren
proteſtieren gegen die Beſtimmung der Panamakanal=
Bill, im Ausland gebaute Schiffe zur Regiſtrierung in
Amerika zuzulaſſen. Mehrere Mitglieder des Repräſen=
tantenhauſes beabſichtigen im Gegenſatz dazu in eine Bill
einzutreten, die die freie Einfuhr von Schiffbaumaterial
anſtrebt, um die heimiſchen Werften zu unterſtützen.
Die Times führt in einem Leitartikel aus, wenn die
Panamakanal=Bill Geſetzeskraft erlange, ſo würde
Eng=
land dagegen proteſtieren und, falls es der Diplomatie
nicht gelingen ſollte, eine Löſung herbeizuführen,
vor=
ſchlagen, den Fall dem Haager Schiedsgericht zu
unter=
breiten. Die Times meldet ferner aus Torronto vom
11. Auguſt: Die kanadiſche Preſſe beider Parteien
proteſtiert ſcharf gegen die Beſchlüſſe des amerikaniſchen
Senats über die Panamakanal=Bill als eine Verletzung
des Hay=Pauncefoot=Vertrages. In Britiſch=Columbien
wird angeregt, die Kanalausſtellung zu boykottieren und
der Vorſitzende des Handelsamtes in Vancouver hat eine
Verſammlung einberufen, um dieſen Vorſchlag zu
erörtern.
Braſilien.
Die Botſchaft des Präſidenten berichtet von
einem bemerkenswerten Aufſchwung und der blühenden
Lage des Staates, die unter der Regierung Nilo
Pecan=
has begonnen habe und unter der jetzigen Präſidentſchaft
geſtiegen ſei. Die Botſchaft betont den Fortſchritt im
öffentlichen Unterricht, der Geſundheitspflege und der
öffentlichen Arbeiten. Hinſichtlich der Beſiedelung beſitze
der Staat ausgedehnte Landſtrecken mit geſunden
frucht=
baren Gegenden, die unter den Einwanderern zur
Ver=
teilung gelangen ſollten. Die wirtſchaftliche Lage zeigt
ſtets einen wachſenden Aufſchwung. Die Ausfuhr
verſchie=
dener Landesprodukte ſei geſtiegen. Die Botſchaft weiſt
am Schluß auf die beträchtliche Vermehrung des Exports
und der Staatseinnahmen und die Abnahme der
Schul=
den hin. Die Botſchaft hat in der Preſſe eine ſehr
gün=
ſtige Aufnahme gefunden.
Marokko.
Die Abdankung des Sultans Muley
Hafid kann als vollzogene Tatfache betrachtet werden.
Die franzöſiſche Regierung hat dem Sultan gewiſſe
Be=
dingungen für dieſe Abdankung auferlegt. Der Sultan
hat dem General Liautey ein Schreiben überreicht, in
welchem er erklärt, daß er nur ſeiner Krankheit wegen
ſeinen Abſchied nehme. Er hat in demſelben Schreiben
empfohlen, einen ſeiner Brüder zum Nachfolger zu
er=
nennen. Die franzöſiſche Regierung hat beſchloſſen, die
Nachfolge dem Prinzen Muley Juſſuf, der gegenwärtig
Kalifa in Fez iſt, zu übertragen. Muley Juſſuf ſtammt
von demſelben Vater und derſelben Mutter wie Muley
Hafid. Der abgedankte Sultan wird alsbald ſeine Reiſe
nach Vichy antreten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. Auguſt.
* Vom Hofe. An der Frühſtückstafel am Sonntag
zu Jagdſchloß Wolfsgarten nahm Gräfin Thereſe von
Collalto teiſ. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden am Mittwoch, den 14. d. Mts., weder
Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge
ent=
gegennehmen.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht
Oppen=
heim Dr. Karl Gebhard den Charakter als
Amts=
gerichtsrat.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Königl. Hoheit der Großherzog den Oberaktuar bei
dem Amtsgericht Darmſtadt I Johann Georg Franz
Schnellbächer auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom
15. Oktober 1912 an.
D. Von der Techniſchen Hochſchule. Zu Beginn des
Winter=Semeſters 1912/13 ſind an Studierende der
Tech=
niſchen Hochſchule zu vergeben: 1. Etwa 9 Studiengeld=
Erlaſſe. Dieſe können nur an ſolche Studierende vergeben
werden, welche die heſſiſche Staatsangehörigkeit beſitzen,
und welche nach Vermögensverhältniſſen, Betragen und
Leiſtungen dazu geeignet erſcheinen. — 2. Ein eventuell
zwei Stipendien aus der Stipendien=Stiftung von
Hein=
rich und Helene Keller. Bei der Vergebung der Stipendien
Mit dem Motor ins innerſte Afrika.‟)
Von Oberleutnant Paul Grätz.
II.
Von der Kongomündung aufwärts.
In den Strahlen der Morgenſonne des 19. Juni ſteuert
die „Bruxellesville” an den Palmen der ſchmalen
Land=
zunge von Banana entlang, umrundet die ſüdlich
vor=
gelagerte Banc Stella und geht angeſichts der beflaggten,
aus üppigſtem Krickwachstum hervorlugenden Hafenſtadt
vor Anker.
In der von ſechs ſtrammen Kabindaboys geruderten
Regierungsgig gelangen wir an Land. Der Poſtmeiſter
überreicht mir einige Poſtſachen — Freundesgrüße aus
dem vergangenen Jahr, beſtimmt, mich am Ziel meiner
Fahrt quer durch Afrika hier zu erfreuen. Fatum, wie
unberechenbar iſt dein Spiel! Am einſtmals erſtrebten
Ziele ſtarte ich jetzt, um die Expedition zu vollenden.
Zwiſchen Palmen und Blumenbeeten führen die ſauberen
Kieswege an den Europäerhäuſern entlang, bald die grelle
Hitze der Tropenſonne heiß zurückſtrahlend, bald ſchattig
und kühl einen Laubgang von ineinandergreifenden
Bäu=
men und Sträuchern durchlaufend. Plötzlich geht die
Vegetation in niedriges Gras und Klettengeſtrüpp über.
Tiefer feiner Sand löſt den feſten Kiesboden ab. Wir
wollen die Halbinſel queren. Da — plötzlich raſchelt es
vor uns im Gras, eine mächtige gelbbraune Schlange
ſchnellt beiſeite — des Kongo Willkommengruß. . . . Alſo
zurück. Unſere europäiſche Fußbekleidung taugt nicht für
derartige Streifzüge. Die Fußgelenke ſind bedeckt mit
winzigen klebrigen Kletten. Am brandenden Atlantiſchen
Ozean entlang, vorüber an der aus einem entzückenden
tropiſchen Märchengarten grüßenden niedlichen Villa des
Gouverneurs, nur für vorübergehenden Aufenthalt
be=
ſtimmt, gelangen wir auf der gut gepflegten, von
Kokospal=
men eingefaßten Avenue an den kleinen Landungsſteg
zurück. Die Riemen biegen ſich. Die Strömung der Ebbe
* S. Nr. 178 des Tagblatts,
macht ſich fühlbar. Flimmernd liegt die Hitze der im
Zenit ſtehenden Sonne über dem Fluß. Unſere Boys
ſchwitzen.
Banana hat wenig Bedeutung. Die Vermeſſungs=
und Baggerſchiffe mit ihren Stäben ſind hier ſtationiert,
um ſtändig Lotungen und Regulierungen in der
Kongo=
mündung vorzunehmen. Ein großes holländiſches Ex=
und Importhaus ſchaut hinter Leichtern und Schleppern
zu uns herüber.
Wie ein Gruß an den König der Ströme Afrikas
dröhnt das Abfahrtſignal unſeres Dampfers durch die
Stille der Morgendämmerung. Kaum teilen die
Sonnen=
ſtrahlen des erwachenden Tages die Nebelſchleier, als der
Kiel der „Bruxellesville” auf den breiten Strom
hinaus=
fährt. Welche unermeßlichen Waſſermengen, durch Inſeln
und Inſelchen geteilt! Ich ſtehe im Geiſte an den Ufern
des Zambeſi, des Kongoquellfluſſes in Nord=Rhodeſia
und alle Kämpfe jener wilden Fahrt treten vor meine
Seele, — die Erinnerungen an den guten Fiére, dem ſo
freudig das Auge blitzte, wenn Gedanken und Worte
vor=
auseilten nach dem fernen Heimatshafen Banana, von
wo es zurückgehen ſollte in die Arme unſerer Lieben
da=
heim . . . die ſchlanke „Sarotti” mein braves Boot, das
ſein Grab im Luapula droben in Kalonge gefunden und
meine Boys — der wackere Simulenga, James und
Jere=
mias, Levi und Tom, die im fernen Katanga auf ihres
Bwana (Herr) Rückkehr harren.
Wie unſer lieber deutſcher Wald mit ſeiner heiligen
Stille, ſeinem würzigen Nadelduft, ſeinem kühlen Moos
an kriſtallklaren Quellen, ſeinen Blumen und Früchten,
ſeinen Käfern, Vögeln und Jägerfreunden unſere Seele
träumeriſch und ſehnſuchtsvoll ſtimmt, ſo zieht der Zauber
des tropiſchen Urwaldes mit ſeinem tiefen
uner=
gründlichen Schatten, ſeinem gigantiſchen Baumwuchs,
dem üppigen, ſchier undurchdringlichen Wachstum und
ſeiner geheimnisvollen Fauna und Flora den Nordländer
immer von neuem in ſeinen Bann. . . . In voller Fahrt
zieht die „Bruxellesville” hart an der grünen Mauer des
Ufers entlang, mit ihren rauſchenden Wellen die ins Waſſer
herniederhangenden Palmenwedel und Farren ſchüttelnd.
Das Bild ändert ſich, die reiche Vegetation weicht weiten
Bugas (Steppen), auf denen wie verloren einzelne
Bo=
raſſuspalmen hochragen. Flache Grasinſeln teilen den
Strom. Gelbe Sandbänke werfen die Morgenſonne
blen=
dend zurück. Die langgeſtreckten Inſeln Monro und des
Oiſeaur erwecken einen uferähnlichen Eindruck, beide
zu Portugieſiſch=Angola gehörig, das ſich vom Kongo
ſüd=
lich bis Deutſch=Südweſt=Afrika erſtreckt. An kleinen
Ein=
buchtungen liegen hie und da viereckige, niedrige
Neger=
hütten, von Grün überwuchert. Dampfer, Schlepper,
Bagger und kleinere Fahrzeuge beleben den Strom, die
der Regierung gehörigen haben über die Toppen geflaggt
als Ehrengruß für unſeren Mitreiſenden, Vizegouverneur
Henry. Roche Fetiche ſchiebt ſich hochragend wie ein
Kap in den Strom, gegen deſſen 5=Meilen=Geſchwindigkeit
die kleinen Schiffe hart anzukämpfen haben. Auf der
Höhe von Roche Fetiche eröffnet ſich uns der Blick auf
das Fort Shinkakaſa, deſſen Geſchütze die Anfahrt
zu dem hartweſtlich des Forts liegenden Boma, der
Kongohauptſtadt, beſtreichen. Alle Augen ſind nach vorn
gerichtet. Schon beginnt man die Landungsboote klar zu
machen. Das große Rettungsboot ſteuerbord iſt bereits
mit einer Handvoll Schwarzer beſetzt, als plötzlich die
Haltevorrichtung des freiſchwebenden Bootes hinten reißt
und ſämtliche Boys aus dem ſenkrecht pendelnden Boot
von der Höhe ins Meer ſtürzen. Einer zerſchellt ſich ſofort
den Schädel an der eiſernen Schiffswandung, zwei Boys
werden in die Schraube gezogen und nicht wieder geſehen,
ein vierter, offenbar des Schwimmens unkundig, ſtreckt
noch einmal die Arme empor und verſinkt, die anderen
kampfen mit den Strudeln des Fahrwaſſers einen
ver=
zweifelten Kampf. Noch ein Fünfter verſchwindet in den
Fluten. Der Reſt bleibt erſchreckend ſchnell hinter dem in
voller Fahrt befindlichen Bruxellesville” zurück.
Ent=
ſetzt, voll Mitgefühl ſchaut alles auf den Strom zurück, ohne
eine Möglichkeit, zu helfen — jetzt da hinabſpringen, um
zu retten, wäre Selbſtmord und ausſichtslos — kein
Sig=
nal ertönt. Das Schiff bleibt in voller Fahrt. Das
gleich=
mäßige Stampfen der Maſchine dringt wie ein
Todes=
urteil zu uns und läßt uns erſchauern. Gibt es denn keine
iſt erfolgreiches wiſſenſchaftliches Streben und geſittete
Aufführung der Bewerber entſcheidend. Heſſiſche
Staats=
angehörige finden in erſter Linie Berückſichtigung. — 3.
Einige Stipendien aus der Stiftung des Frankfurter
Be=
zirksvereins deutſcher Ingenieure ꝛc. — 4. Ein Heyl=
Stipendium. — 5. Ein Ignatz=Metz=Stipendium. Das
Stipendium wird an einen begabten Studierenden, der
Angehöriger des Deutſchen Reiches ſein muß, vergeben. —
6. Ein eventuell mehrere Stipendien aus der Max Mueller=
und Delphine Mueller=Alewyn=Stiftung an ſtrebſame und
befähigte Studierende zu ihrer weiteren wiſſenſchaftlichen
Ausbildung, zu wiſſenſchaftlichen Arbeiten oder Reiſen;
auch ehemaligen Studierenden zu denſelben Zwecken,
je=
doch in der Regel nur ſolchen, die nicht länger als ein Jahr
zuvor ihre Studien vollendet haben. Gemäß den
Teſta=
mentsbeſtimmungen werden unter den Bewerbern in erſter
Linie Abkömmlinge des 1902 zu Darmſtadt verſtorbenen
Juſtizras Carl Schenck und ſeiner Ehefrau Olga, geb.
Ale=
wyn, ſowie Abkömmlinge des am 13. Juni 1879 zu
Offenbach verſtorbenen Majors Walter Guſtav Alewyn
und ſeiner Ehefrau Jeanette, geb. DOrville, ſofern ſie nach
der Auffaſſung des kleinen Senats würdig ſind, in
zwei=
ter Linie unter ſonſt gleichen Vorausſetzungen Studierende
ruſſiſch=finniſcher Herkunft berückſichtigt. Unter den ſon
ſtigen Bewerbern haben deutſche Reichsangehörige den
Vorzug.
— Unbeſtellbare Poſtſendungen. Wie wir erfahren,
lagern bei der Oberpoſtdirektion in Darmſtadt folgende
Sendungen, deren Abſender vielleicht zu unſeren Leſern
zählen, als unbeſtellbar: Eine Poſtanweiſung über 5 Mk.
vom 11. Juli 1911 aus Groß=Steinheim, Empfänger und
Beſtimmungsort unbekannt; eine Poſtanweiſung über
15 Mk. vom 10. Juli 1911 aus Kelſterbach, Empfänger
und Beſtimmungsort unbekannt; eine Poſtanweiſung
über 10 Mk. vom 24. Juli 1911 aus Offenbach a. M.,
Emp=
fänger und Beſtimmungsort unbekannt; eine
Poſtanweiſ=
ung über 12 Mk. vom 17. Juli 1911 aus Offenbach a. M.,
Empfänger und Beſtimmungsort unbekannt; eine
Poſt=
anweiſung über 1 Mk. vom 12. Juli 1911 aus Darmſtadt I,
Empfänger und Beſtimmungsort unbekannt; eine
Poſt=
anweiſung über 1 Mk. 35 Pfg. vom 10. Aug. 1911 aus
Darmſtadt III, Empfänger u. Beſtimmungsort unbekannt;
eine Poſtanweiſung über 2 Mk. vom 19. Aug. 1911 aus
Groß=Gerau (Walldorf), Empfänger unbekannt in
Ber=
lin; eine Poſtanweiſung über 5 Mk. vom 11. Okt. 1911 aus
Reinheim, an Bezirkskaſſe in Seligenſtadt; eine
Poſtan=
weiſung über 3 Mk. vom 29. Nov. 1911 aus Groß=Gerau,
an Korntheuer in Neuſtadt (Haardt), eine Poſtanweiſung
über 4 Mk. vom 1. Dez. 1911 aus Darmſtadt IV, an Krech
bei Weimar in Wiesbaden; eine Poſtanweiſung über
2 Mk. 50 Pfg. vom 18. Dez. 1911 aus Darmſtadt I, an
Frankfurter Neueſte Nachrichten in Frankfurt a. M.; eine
Poſtanweiſung über 22 Mk. 10 Pfg. vom 6. Sept. 1911 aus
Darmſtadt, Empfänger und Beſtimmungsort unbekannt;
eine Poſtanweiſung über 1 Mk. 78 Pfg. vom 14. Sept.
1911 aus Seligenſtadt (Heſſen), Empfänger und
Beſtim=
mungsort unbekannt; eine Poſtanweiſung über 1 Mk.
70 Pfg. vom 14. Sept. 1911 aus Sprendlingen (Kr.
Offen=
bach), Empfänger und Beſtimmungsort unbekannt; ein
Einſchreibbrief vom 30. Nov. 1911 aus Darmſtadt I, an
Geſchwiſter Knopf in Straßburg (Elſaß), ein
Einſchreib=
brief vom 6. Jan. 1912 aus Darmſtadt I, an S. Möller in
Hannover; ein Einſchreibbrief vom 11. Jan. 1912 aus
Darmſtadt II, an Wettmarſchausſchuß für den
internatio=
nalen Kronprinzenwettmarſch in Kronberg (Taunus);
ein gewöhnliches Paket vom 6. Juni 1911 aus Offenbach
(Main), an Chajan Schleſinger in Piatrkow; ein
gewöhn=
liches Paket vom 5. Dez. 1911 aus Kleinhauſen, an Bruno
Franz in Worms, bahnlagernd. Die zur Empfangnahme
der Gegenſtände Berechtigten müſſen ſich binnen 4 Wochen
bei der Oberpoſtdirektion melden, widrigenfalls die
Poſt=
anweiſungsbeträge und die in den Sendungen
enthal=
tenen oder durch Verſteigerung des Inhalts erlöſten
Geld=
beträge der Poſtunterſtützungskaſſe überwieſen, die Briefe
aber vernichtet werden.
— Waiſenſchutz. Das vorgeſtern im „Saalbau”
ver=
anſtaltete Familienfeſt (Kinderfeſt) des Zweigvereins
Darmſtadt des Heſſiſchen Fechtvereins „Waiſenſchutz”
mußte wegen der Ungunſt der Witterung im Saale
ab=
gehalten werden, erfreute ſich jedoch trotzdem eines
zahlreichen Beſuches und nahm einen ſchönen Verlauf.
Das Konzertprogramm ſtellte eine Abteilung der Kapelle
Mittelſtädt, die muſterhaft ſpielte. Die Hauptaufgabe
der Veranſtaltung war, den Kindern Unterhaltung und
Freude zu bereiten, was durch Wettlaufen, Eierlaufen,
Sackhüpfen, Ballwerfen, Wurſtſchnappen, ſowie eine
Fahnenpolonäſe, bei der den Kindern große Brezeln
überreicht wurden, geſchah. Einem großen Preisſchießen,
bei welchem 25 wertvolle Preiſe herausgeſchoſſen wurdev,
wurde von den Schützen in vollem Maße gehuldigt.
Abends fand ein Tänzchen ſtatt, an welchem Alt und
Jung in gemütlicher Stimmung ſich erfreute.
— Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltete
am Samstag in ſämtlichen Räumen des „
Mathildenhöh=
ſaales” ſein Sommerfeſt. Trotz ungünſtiger Witterung
konnte es ſich doch eines zahlreichen Beſuches erfreuen.
Das Programm enthielt mehrere Konzertſtücke, die von
einer Abteilung der Kapelle Hauske exakt zum Vortrage
gebracht wurden, ſowie einige Chöre, darunter
Preis=
chöre, unter der vortrefflichen Leitung ſeines Dirigenten
K. Grim. Ein flottes Tänzchen beſchloß das Feſt.
— Immobilienverkehr. In der Gemarkung Beſſungen,
Ortsgericht Darmſtadt II, wurden in den Monaten Juni
und Juli verkauft: 6 bebaute Grundſtücke zum Preiſe
von 178750 Mk., 11 unbebaute Grundſtücke zum Preiſe
von 67 469 Mk. (Mitgeteilt durch das Immobiliengeſchäft
von C. W. Braun, Martinſtraße 74.)
§ Ein wackerer Lebensretter. Am Sonntag
nach=
mittag kurz nach 5 Uhr wurde der 18 Jahre alte
Hand=
lungsgehilfe Ottomar Kreut er im Woog vom Krampf
in den Beinen befallen und konnte nicht weiter
ſchwimmen. Der in der Nähe anweſende Fähnrich zur
See Joachim Lietzmann ſah, wie Kreuter unterging,
ſprang in das Waſſer und brachte ihn auf die Anſtalt.
Die Unfallſtelle befindet ſich etwa 30 Meter nordöſtlich
von der Anſtalt und hat eine Tiefe von 3,50 Meter.
Für beide Beteiligte beſtand Lebensgefahr. Erſtens
war Kreuter bei Bewußtſein und hätte ſeinen Retter
ungünſtig packen können, zweitens waren beide ganz
allein im Woog, ſo daß außer einem Oberrealſchüler
niemand den Vorfall beobachtet hat und auch niemand
zu Hilfe eilen konnte, und drittens war der Strecke, die
Lietzmann mit dem Verunglückten zu durchſchwimmen
hatte, ſo groß, daß ihm inzwiſchen leicht etwas hätte die
Rettung verhindern oder den Retter in Gefahr bringen
können.
* Zeltmiſſion. Von heute ab finden jeden Dienstag,
Donnerstag, Freitag und Sonntag 8½ Uhr abends am
Schwimmbadplatz öffentliche Zeltvorträge ſtatt,
die durch Bilder bezw. Lichtbilder erläutert werden.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
* Hugenſchütz’ Felſenkeller. Wie aus dem
Anzeigen=
teil erſichtlich iſt, konzertiert heute abend die ganze Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24 unter perſönlicher Leitung
des Obermuſikmeiſters Herrn Rühlemann. Herr
Rühlemann hat ein buntes Programm zuſammengeſtellt,
ſodaß allen Wünſchen Rechnung getragen wird. Es
kom=
men neben leichteren Muſikſtücken auch Opernſtücke, u. a. der
Triumph=Marſch aus Arda mit Benutzung der hiſtoriſchen
Trompeten, zum Vortrag.
* Ludwigshöhe. Morgen, Mittwoch, den 14. d.,
findet abends 8 Uhr im Anſchluß an das regelmäßige
Kurkonzert die zweite diesjährige große Illumination
ſtatt. Die Kapelle des Herrn Weber wird einen Wiener
Walzer= und Operetten=Abend zur Aufführung bringen.
Der gewohnte Heimmarſch mit Lampions und Muſik
findet auch diesmal ſtatt.
§ Einbruchsdiebſtähle. In der Nacht von
Sonn=
tag auf Montag wurde in einem hieſigen Reſtaurant
eingebrochen, wobei von den Tätern Nahrungs=
und Genußmittel im Werte von etwa 30 Mk. geſtohlen
worden ſind. In derſelben Nacht iſt eine auf dem
Schlachthausplatz aufgeſtellte Bauhütte
gewalt=
ſam erbrochen und daraus ein Schweisapparat
ent=
wendet worden.
§ Selbſtmordverſuch. Am Samstag abend gegen
11 Uhr verſuchte ein 19 Jahre altes Mädchen auf der
Mathildenhöhe ſich zu vergiften. Dasſelbe wurde auf
Veranlaſſung der Polizei durch die Sanitätswache
mittelſt Räderbahre in das Städtiſche Krankenhaus
verbracht.
§ Zuſammenſtoß. An der Ecke Luiſen= und
Eliſa=
bethenſtraße iſt am Samstag abend gegen 8 Uhr ein
Automobil mit dem Fuhrwerk eines
Güter=
beſtatters zuſammengeſtoßen, wobei das
Auto=
mobil Beſchädigungen erlitt.
(rſelden, 11. Aug. Ein heftiges Gewitter mit
wolkenbruchartigem Regen überzog geſtern unſere
Ge=
markung. Der Blitz ſchlug in das Anweſen des
Land=
wirts Rottmann ein und ſetzte das Wohnhaus in
Brand. Das Feuer griff raſch um ſich; Wohnhaus,
Stall und Scheune wurden ein Raub der Flammen.
Das Großvieh konnte gerettet werden. Sämtliches
Klein=
vieh, Gänſe, Hühner, Schweine, kamen in den Flammen
um.
Groß=Zimmern, 12. Aug.
Kleinbahnidyl=
liſche Zuſtände ſorgen Gott ſei’s gedankt, auch in
unſerer haſtenden Zeit höchſtentwickelter Verkehrsmög=
lichkeiten hin und wieder dafür, daß die reiſende
Menſch=
heit, wenn eben nicht mit, dann ohne ihren Willen, zu —
Ruhepauſen kommt. Auch wenn es ſich um ſo gewaltige
Strecken wie von Darmſtadt nach — Groß=Zimmern
han=
delt. Bedenklich mag die alte Lokomotive ihr rußgeziertes
Haupt geſchüttelt haben, als ſie ihr Zügle, das ſie um
10,24 Uhr vormittags nach Groß=Zimmern ziehen ſollte,
entlang ſah und überall gefüllte Kupees erblicken mußte.
Sie traute ſich doch nicht mehr allzu viel zu, aber ihr
eiſernes Pflichtbewußtſein dachte nicht daran, den Dienſt
etwa vorzeitig zu verſagen. So dampfte ſie ab und zog
ihre lange Laſt pfauchend und dampfend und ſtampfend
pflichtgemäß hinter ſich her. Ich-ſchaff-es—noch!—Ich
ſchaff-es—noch! ging’s im Takt! Bald ſchneller, bald
langſamer, und bald — noch langſamer. Und dann kam
der ſchmerzlichſte Augenblick ihres tatenreichen Daſeins,
in dem ſelbſt preußiſch=heſſiſches
Eiſenbahnpflichtbewußt=
ſein nicht mehr vermag, über Unmöglichkeiten zu ſiegen.
Mit einem heiſeren, krächzenden Pffpfftt und einem
reſig=
niert ſchmerzlichen, ſtöhnenden Klageton brach angeſichts
der nahen Station „Rotes Kreuz” die Schaffenskraft der
braven Lokomotive zuſammen. Sie ſtand! Ziſchend und
ſchnaufend, und dann ganz ſtill in ihr Schickſal ergeben.
Es ging nicht mehr. Ging auch nicht, trotz aller Verſuche
mit Schürhaken und Schraubenſchlüſſel, ihren heißen
Lebensodem aufs neue zu entfachen oder ihr ſonſt eine
Nachhilfe zu erteilen. Sie ſtand. Da das nun aber nicht
ſein durfte, tat man, was in ſolchen Fällen zu geſchehen
pflegt, man rief Hilfe herbei aus Darmſtadt. Die
Reiſen=
den warteten geduldig bis auf einige, die es vorzogen,
zu Fuß weiter zu wandern. Die Hilfe aber kam nach
kaum eine Stunde in Geſtalt einer neuen Lokomotive, die
nun von hinten ſchob. Bis zum Beſſunger
Forſt=
haus ließ unſere Lokomotive ſich das bieten, dann
aber ſiegte ihr gekränktes Ehrgefühl nochmals über die
Altersſchwäche und — ſie begann wieder zu ziehen. Bis
Roßdorf blieb die Darmſtädter Kollegin noch hilfsbereit
im Gefolge. Dann dampfte ſie zurück. Das Zügle hatte
nur anderthalb Stunden Verſpätung. Uebrigens ereilte
den Zug 8.14 Uhr abends ab Dieburg das gleiche
Schick=
ſal. Auch er mußte, da ſeine Lokomotive verſagte, von
einer von Kranichſtein beorderten Maſchine geſchoben
werden. Mit 40 Minuten Verſpätung kam er hier an.
Groß=Umſtadt, 12. Aug. Ein Blitzſtrahl verurſachte,
wie ſchon gemeldet, am Samstag nachmittag 6 Uhr ein
Großfeuer. Von einem Stalle aus, in den der Blitz
einſchlug, verbreitete ſich das Feuer in raſender
Schnellig=
keit auf die anliegenden Scheuern, ſo daß nach einer halben
Stunde ſchon vier Scheuern in hellen Flammen ſtanden
und die Gefahr nahegerückt war, daß ein ganzes
Häuſer=
viertel dem Elemente zum Opfer falle. Dem tatkräftigen
Eingreifen der Wehren von Groß=Umſtadt=Richen,
Rai=
bach, Heubach, Semd, Klein=Umſtadt gelang es endlich,
das Feuer abzugrenzen. Im ganzen brannten acht
Scheuern und ein Wohnhaus nieder; andere Häuſer
waren ſtark in Gefahr und zum Teil ſchon angebrannt.
Offenbach, 12. Aug. Das Sekretariat des Haus=
und Grundbeſitzervereins hat ſich mit einer
Ein=
gabe an das Großh. Polizeiamt gewandt, in der erſucht
wird, in der Altſtadt, beſonders im Großen Biergrund und
in den benachbarten Straßen, für beſſeren Schutz gegen das
Rowdietum zu ſorgen. Die Begründung weiſt auf die
Tatſache hin, daß durch die vielen Exzeſſe, die in jener
Gegend vorkommen, die Häuſer entwertet werden und es
den Hausbeſitzern dort immer ſchwerer hält, ihre
Wohn=
ungen zu vermieten.
R. Mainz, 12. Aug. Sonntag nacht hat der 63 Jahre
alte Jacob Lang II. aus Alzey, ſeinen 24 Jahre alten
Sohn mit einem Raſiermeſſer erſtochen. Der Täter
wurde noch in derſelben Nacht verhaftet. Die Tat
geſchah, als der Sohn in der Nacht nach Hauſe kam, und
Streitigkeiten zwiſchen den Eltern ſchlichten wollte. Er
ſtach ihm in das Geſäß und zerſchnitt eine Schlagader, ſo
daß der Geſtochene in Folge eines Blutverluſtes ſtarb.
Der junge Lang wird als braver und ordentlicher Menſch
geſchildert und hat ſich erſt am letzten Freitag verlobt.
Mainz, 12. Aug. Ein in der Steingaſſe wohnender
Taglöhner hatte Samstag abend mit ſeiner Frau Streit
bekommen. In ſeiner Wut ſchleuderte er die
bren=
nende Petroleumlampe ins Bett, wodurch
das Bett in Brand geriet. Dann lief er davon. Die
Feuerwehr mußte herbeigeholt werden, der es gelang,
das Feuer zu löſchen. Das Manſardenzimmer war
aus=
gebrannt. Der Täter wurde wegen fahrläſſiger
Brand=
ſtiftung verhaftet. — Der Verband heſſiſcher
ſtaatlicher Unterbeamten hielt geſtern hier im
Café Neuf ſeine 4. Landesverſammlung ab. Der
Verſammlung ging eine Sitzung des Hauptvorſtandes
und eine Beſprechung der Kanzlei=, Amtsgerichts=,
Wacht an Bord? — Da ſpringt Zinko nach achtern und
wirft den Signalhebel auf Halt! herum. Die Glocke
quit=
tiert. Mit voller Kraft rückwärts. Backbord wird ein
Rettungsboot zu Waſſer gelaſſen. Wie lange dauert das!?
Unwillkürlich tritt das gleiche Manöver an Bord eines
deutſchen Oſt=Afrikaners auf der Höhe von Lamu vor meine
Erinnerung Welch klares Kommando! Welche ſtraffe
ſelbſtverſtändliche Disziplin unſerer braven Jungen, die
ſchneller als man denken konnte, in den Riemen lagen. —
Endlich — endlich löſt ſich das Boot vom Schiff. — Vom
Fort wo man den Unfall beobachtet, iſt längſt ein Boot
abgeſtoßen mit Kurs auf die ſchwimmende Gruppe.
Vor=
ſehung! wie müſſen wir dir danken, daß du auf hoher
See in Nacht und Sturm den Rettungsapparat der
„Bruxellesville” nicht auf die Probe geſtellt! Sicher wären
alle verſoffen. Die ſtets unter Dampf ſtehende Pinaſſe ſoll
ausgeſetzt werden. Mehr als eine halbe Stunde nimmt
dieſer Vorgang in Anſpruch. Die Hebevorrichtungen
korreſpondieren nicht. Es werden Holzklötze zum
Aus=
gleich zwiſchen die ſich auf die Winden wickelnden Drahtſeile
geklemmt. Nach Demolierung eines Treppengeländers
und der Railing ſchwebt die Pinaſſe ſchließlich von hundert
weißen und ſchwarzen Armen ſeitwärts vom Schiff
weg=
gehalten längs der Schiffswand.. . . Angeſichts des
zwi=
ſchen Hügeln grün gebetteten Boma harren wir der
Rück=
kehr der Rettungsboote, auf deren Boden die zu Tode
er=
matteten geretteten Boys liegen. Alle Schwarzen an
Bord drängen ſich an die Railing, ob der Bruder, der
Freund, der Stammesgenoſſe unter den Zurückkehrenden,
dann erhebt ſich ein lautes Durcheinander von Stimmen
wie drohend — andere ſtehen ſtumm und ſchütteln traurig
den Kopf Die Geretteten nimmt der Schiffsarzt mit
ſeinen Heilgehilfen in ſeine Obhut. Ein kurzes Signal —
die beiden Propeller des Schiffes arbeiten langſam
vor=
värts — alles geht ſeinen alten Gang. Arme Teufel, die
ihr da drunten liegt auf dem Grunde des Kongo als Sold
für eure Pflichterfüllung, wird euch wohl Vergeltung
wer=
den? — Das helle Schmettern der Parademuſik der
Ehren=
kompagnie der blauroten Kongoleſentruppe ſchallt über
den Fluß, als ſich jetzt die Bruxellesville” langſam an die
Landungsbrücke legt. Im Schatten eines breitaſtigen
Baumes ſtehen die Europäer, der Ankunft des
neuernann=
ten Vize=Gouverneurs harrend, die Damen in duftigen,
weißen Roben, die Herren im ſchwarzen Frack und
Braten=
rock
— heiliger Bürokratius, ſchwitzt Du denn nicht
bei dem Anblick dieſer Deiner gequälten Jünger? — In
reich mit Gold betreßtem ſchwarzen Galagewande, der
preußiſchen Kronenorden mit Eichenlaub zum Halſe
her=
aus, den weißen Hahnenfederſtutz auf dem Tropenhelm,
begleitet von ſeiner Gattin und ſeinem liebreizenden
Töchterlein, tritt die ſympathiſche Erſcheinung des Vize=
Gouverneurs Henxry jetzt dem Korps der Glückwünſchenden
entgegen. Nach Abſchreiten der Ehreneskorte beſteigt der
Vize=Gouverneur in Ermangelung eines Pferdes den
Sa=
lonwagen der bereitſtehenden ſchmalſpurigen
Dampf=
ſtraßenbahn —
Wie ich bereits in Eliſabethville, der Hauptſtadt des
Katangagebiets beobachten konnte, ſind die Belgier Meiſter
in der Anlage von Kolonialſtädten. Breite gepflegte
Avenuen, gut gebaute Häuſer in anmutigen Gärten, die
Gouvernementsgebäude und Kaſernen auf luftigen Höhen
— das iſt der Eindruck, den der Fremdling hier und dort
in ſich aufnimmt. Der über den oberen und unteren
Kongo geſetzte General=Gouverneur Fuchs empfängt uns
in ſeiner mit ausgeſuchtem Geſchmack inmitten eines
herr=
lichen Luxusgartens mit breiter ſtatuengeſchmückter
Frei=
treppe gelegenen Villa voll zuvorkommender
Liebenswür=
digkeit und gewährt unſerer Expedition alle in ſeiner Macht
liegenden Erleichterungen für unſere wiſſenſchaftlichen
Auf=
gaben, Zoll und Jagd.
Am Mittag des 22. Juni dampfen wir weiter
ſtrom=
aufwärts, an der Ile des Princes mit ihren dichten
Laubkronen vorüber zwiſchen Hügelketten entlang, bald
üppig bewachſen, bald kahl und öde, an die abgeholzten
Berge Süd=Italiens erinnernd. Das portugieſiſche Noki
einer Biegung des Kongo auf halber Höhe des bergigen
Ufers angeſchmiegt, gleitet an uns vorüber. Eine belgiſche
Petroleumgeſellſchaft hat hier fünf mächtige runde
Reſer=
voirs à tauſend Tons Gehalt errichtet, beſtimmt zur
Auf=
nahme von Rohöl, welches in einer Röhrenleitung entlang
der Eiſenbahn bis Stanley=Pool gepumpt wird als
Be=
triebsſtoff für die Eiſenbahnlokomotiven und die
Ma=
ſchinen der Flußdampfer. Drei weitere Reſervoirs
be=
finden ſich in Bau. Die Baye de Mayumba eröffnet den
maleriſch ſchönen Ausblick auf das an ſteiler Höhe
grotes=
ker Bergmaſſen erbaute Matadi, wo uns am Heck des
Frachtdampfers Irmfried” die deutſche Flagge als
glück=
liches Omen begrüßt. Die Schienen der Kleinbahn, welche
die Expedition nach Kinchaſa entführen ſoll, laufen auf der
Landungsbrücke unmittelbar an den Dampfer heran, ſodaß
die Uebergabe unſeres Motorboots „Hygiama” ohne
Schwierigkeiten vonſtatten geht.
Nach eintägigem Aufenthalt im heißen ſtaubigen Matadi,
wo wir unſere europäiſchen Koffer nach der Oſtküſte
Afrikas expedieren, beſteigen wir mit Morgengrauen des
24. Juni den für die Expedition reſervierten Salonwagen
der „Chemin du fer du Congo‟ Die „Hygiama” iſt dem
gleichzeitig abgehenden Güterzuge angehängt. Dieſe
Eiſenbahn iſt ein Meiſterſtück der Technik. In kurzen
Serpentinen an ſteiler Bergwand, entlang an dem in der
Tiefe rauſchenden Kongoſtrom, ſtellt dieſe rentabelſte
Eiſenbahn Afrikas die Verbindung her zwiſchen der
ſchiff=
baren Zone des oberen und unteren Kongo zwiſchen
Ma=
tadi und Stanley=Pool. Auf dieſer Strecke ſtürzt der durch
Waſſerfälle, Stromſchnellen und Katarakte unterbrochene
Kongo vom Plateau de Gangila um 80 Meter relative
Höhe bis Matadi jede Schiffahrt ausſchließend. Der
Schienenſtrang windet ſich auf einer Strecke von 20
Kilo=
meter bis 245 Meter Höhe, dann dehnt ſich öde und
ab=
wechslungsarm das Hochplateau, nur ſelten durch eine
Ur=
waldparzelle unterbrochen. Nach 230 Kilometer fahren
wir in den Bahnhof von Thysville ein, wo wir einen
ſauberen Hotelpalaſt vorfinden, der uns mit dem
entſetz=
lichen Unterkommen in Matadi ausſöhnt.
Am Nachmittag des 25. Jnni erreichen wir eine halbe
Stunde vor der fahrplanmäßigen Zeit das auf Kilometer
390 liegende Kinchaſa am Stanley=Pool, wo der Start
mit unſerm Motorboot „Hygiama” erfolgen ſoll.
Kreis=, Hauptſteueramtsdiener und Kanzleiwärter
voraus. Der zweite Vorſitzende, Herr Veith=
Darm=
ſtadt, eröffnete die gut beſuchte Landesverſammlung
mit einer Begrüßungsanſprache und verlas den
Jahres=
bericht. Die Rechnungsablage und der Bericht der
Kon=
trolleure hierzu fand die Genehmigung der Verſammlung
und dem Kaſſierer wurde Entlaſtung erteilt. Die
Ver=
ſammlung beſchloß, den bisherigen erſten Vorſitzenden
Häuſer zum Ehrenvorſitzenden zu ernennen.
Die Satzungen wurden nach längerer Ausſprache in der
vom Vorſtand vorgeſchlagenen Weiſe abgeändert. In
Zukunft werden von den einzelnen Vereinen zur
Landes=
verſammlung Abgeordnete entſendet. Ueber die
bevor=
ſtehende organiſche Beſoldungsreviſion entſtand eine
län=
gere Debatte. Es wurde beſchloſſen, Mann für Mann
für ein einheitliches Beſoldungsgeſetz einzutreten. Es
ſſollen an das Miniſterium und die Kammer dahin
gehende Eingaben gemacht werden. Als erſter
Vorſitzen=
der des Verbandes wurde Herr Veith gewählt. Die
nächſtjährige Landesverſammlung ſoll in Bad
Nau=
heim abgehalten werden.
Worms, 12. Aug. Wie wir hören, iſt nunmehr die
Eröffnung des Obſtgroßmarktes zu Worms auf
(Mittwoch, 14. Auguſt, endgültig feſtgeſetzt worden.
Vor=
läufig werden jede Woche drei Märkte abgehalten
wer=
den, und zwar Montags, Mittwochs und Freitags. Die
Stadt Worms, die dem Unternehmen von Anbeginn das
größte Intereſſe entgegengebracht und das
Zuſtande=
kommen des Marktes in dankenswerter Weiſe gefördert
hat, läßt zurzeit auf dem dem Hafengebäude gegenüber
gelegenen Marktplatz eine Halle errichten, die bis zu
Be=
ginn des Marktes fertiggeſtellt ſein wird. Der Handel
hat die Schaffung einer Obſtverwertungszentrale
größe=
ren Stils in Worms mit Freuden begrüßt und ſein
Er=
ſcheinen zugeſagt. Auch wird es in den Kreiſen der
obſt=
bautreibenden Bevölkerung dem Unternehmen an dem
nötigen Intereſſe und Verſtändnis nicht ſehlen. Gilt es
doch gerade durch den Großobſtmarkt, im Intereſſe der
Obſtzüchter eine beſſere Abſatzmöglichkeit ihrer Produkte
zu ſchaffen, deren Verwertung zurzeit zu wünſchen übrig
läßt. Der Zwiſchenhändler, der bisher dem Großhandel
durch Vermittelung der Einkäufe gedient, und in dieſer
Betätigung ſeine Rechnung gefunden hat, wird auch beim
Großmarkt, vermutlich noch beſſer als zurzeit, ſeinen
Vor=
teil wahrnehmen können. Auch die Konſumenten, die
im Intereſſe ihrer kleineren Einkäufe vielleicht mit
ge=
miſchten Gefühlen dem Großmarkt gegenüberſtehen,
wer=
den zu berechtigten Bedenken kaum Anlaß finden, da ja
auf dem Markt nicht nur der Händler, ſondern auch das
Publikum als Käufer auftreten kann.
Worms, 12. Aug. Entwichen aus der
Landes=
irrenanſtalt Philippshoſpital bei Goddelau iſt der
ge=
meingefährliche Geiſteskranke H. Schmidt,
geboren 16. September 1878 zu Sprendlingen, Kreis
Offenbach. Er konnte bis jetzt noch nicht feſtgenommen
werden. Schmidt iſt etwa 1,65 Meter groß, unterſetzt,
kräftig, hat dunkle Haare, vorn mit geringer Glatze, und
kurzen, ungepflegten dunklen Schnurrbart; er fällt durch
etwas ſchwerfälligen Gang und menſchenſcheues Weſen
auf. Im Ermittelungsfalle wird um Benachrichtigung
des Kreisamtes oder der Direktion der genannten Irren=
Anſtalt erſucht.
Oppenheim, 12. Aug. Die Beiſetzung des
Ge=
heimen Baurats Profeſſor Paul Wallot findet am
Mittwoch, den 14. Auguſt, nachmittag 3½ Uhr, in
Oppen=
heim ſtatt.
Dorn=Dürkheim, 12. Aug. Schwer verunglückt
iſt der hier wohnende, aus Gimbsheim ſtammende 32
jäh=
rige verheiratete Handarbeiter Johann Helm. Beim
Bedienen der Dreſchmaſchine wurde er von der Maſchine
erfaßt. Dem Bedauernswerten wurde der eine Arm
vollſtändig, ſowie von der anderen Hand drei
Fin=
ger abgeriſſen. Der Verunglückte kam nach Alzey ins
Krankenhaus.
Alsheim, 12. Aug. Der Obſtmarkt iſt nach einer
Verfügung des Großh. Miniſteriums aufgehoben
worden, da er nicht ordnungsgemäße geſetzliche
Geneh=
migung hatte. Auf eine Vorſtellung beim Miniſterium iſt
jedoch geſtattet worden, daß der Obſtverwertungs=
Verein Verkaufstage abhalte, jedoch dürfen daſelbſt
nur Vereinsmitglieder ihre Waren abſetzen. Eine
Pro=
teſtverſammlung fand deshalb am Samstag im Balzſchen
Lokale ſtatt, in der darauf hingewieſen wurde, daß dies
Verbot eine ſchwere Schädigung der Gemeinde Alsheim
bedeute, ſeien doch an ſechs Tagen allein für 15000 Mark
Obſt umgeſetzt worden. In einer erneuten, mit zahlreichen
Unterſchriften verſehenen Eingabe will man um Freigabe
des Marktes bei dem Miniſterium vorſtellig werden.
Nieder=Florſtadt, 12. Aug. Vergangene Woche wurden
dem Landwirt Weigand hier von zwei Morgen
ge=
ſchnittenem Weizen die Garben aufgeſchnitten und das
Getreide über den Acker zerſtreut. Auf dem Acker
desſel=
ben Landwirts wurden beim Schneiden Eiſenſtäbe
ge=
funden, die in den Acker geſteckt waren, um die Maſchine
zu beſchädigen. Nach etwa vier Tagen meldete der
Be=
ſitzer das Vorkommnis der Gendarmerie. Herr
Wacht=
meiſter Brunner ſetzte ſeinen Polizeihund auf
die Spur. Derſelbe verfolgte die Spur zwei Kilometer
weit bis vor das Haus eines Einwohners. Im Garten
machte er Halt. Freitag wurde nun die Hausſuchung
vorgenommen und Weizen, ſowie eine Anzahl Eiſenſtäbe
gefunden. Die Eiſenſtäbe ähneln den auf dem Acker
ge=
fundenen. Am Samstag nahm der Unterſuchungsrichter
die Vernehmung vor.
*X* Bad Nauheim, 9. Aug. Die Großh.
Kurver=
waltung hatte für heute nachmittag ein ganz beſonders
anziehendes Schauſpiel für Groß und Klein arrangiert,
ein großes Schwimmfeſt auf dem herrlich gelegenen
Teichhausſee. Trotz des recht zweifelhaften Wetters war
der Zudrang des Publikums, ſowohl der Kurfremden,
wie der Beſucher aus der weiteren Umgebung, ein ſehr
zahlreicher. Zur Ausführung der ſportlichen
Veranſtalt=
ung hatte der erſte Frankfurter Schwimmklub ſeine Kräfte
zur Verfügung geſtellt. Beſonders elegant und exakt
wur=
den der allgemeine Kunſtreigen, die Damenſtafette, das
Tandem=Schwimmen und die Waſſerſpiele der
Jugend=
abteilung ausgeführt, während mit dem Herren=
Schnell=
ſchwimmen, dem Vorgabeſchwimmen und beſonders bei
den Springübungen vom 3= und 6=Meter=Brett eine Reihe
von Sportleiſtungen erſten Ranges dargeboten wurde.
Sowohl den ausübenden Mitgliedern des Schwimmklubs
wie den Leitern der Veranſtaltung gebührt für das
dar=
gebotene ſeltene Schauſpiel Anerkennung. Nach der
Preisverteilung ſprach der Vorſitzende, Herr Scheibe,
der Kurverwaltung für ihr bereitwilliges
Entgegenkom=
men bei Ausführung der Veranſtaltung den Dank des
Schwimmklubs aus, wofür Herr Kurdirektor Oberſt von
Frankenberg im Namen der Kurverwaltung dankte. Am
Abend waren das Teichhaus und die waldgeſchmückte
Umgebung des Sees mit Lampions feſtlich illuminiert.
Bad=Nauheim, 12. Aug. Der von Sr. K. Hoheit dem
Großherzog von Heſſen zum Tennisturnier vom
21.—25. Auguſt geſtiftete Wanderpreis, iſt ein
Meiſterwerk edelſter Goldſchmiedekunſt. Er beſteht aus
einer goldenen Schale, welche auf einem in Darmſtädter
Stil verfaßten goldenen Sockel ruht. Das Werk iſt
Hand=
arbeit, entworfen und ausgeführt von dem Mitgliede der
Darmſtädter Künſtlerkolonie, Profeſſor Ernſt Riegel. Das
Kunſtwerk trägt die Inſchrift: „Wanderpreis, geſtiftet von
Ernſt Ludwig, Großherzog von Heſſen.” Präſident des
Ehrenvorſtandes des Turniers iſt Seine Exzellenz der
Generalleutnant von Plüskow, Kommandeur der Großh.
Heſſiſchen Diviſion zu Darmſtadt. Zum Ehrenvorſtande
gehören ferner Generalmajor Hahn, Generaladjutant des
Broßherzogs, Kammerherr Dr. Hugo Freiherr von
Leon=
hardi, Provinzialdirektor Uſinger, Gießen, Kreisrat
Schliephake, Regierungsrat Bartels, Präſident des
Allge=
meinen Deutſchen Tennisbundes, Bürgermeiſter Dr.
Kayſer, Profeſſor Dr. Schott, Max von Förſter und
Lud=
wig Grüder, Frankfurt a. M., Dr. Hermann Filling und
Herr Flimm, Daxmſtadt. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften haben ihr Kommen in Ausſicht geſtellt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 11. Aug. Der
Groß=
ſchiffahrtsweg Berlin-Stettin wird
voraus=
ſichtlich im Sommer 1913 dem Verkehr übergeben werden
können. Einzelne Teile des neuen Kanals (Havelhaltung
des Spandauer Kanals, Spreehaltung dieſes Kanals bis
zum Verbindungskanal. Plötzenſeer Schleuſe) werden
bereits ſeit Wochen benutzt. Faſt fertig ſind die Teile bei
Oranienburg, am Melzer= und Finowkanal, auch die
Schleuſentreppe bei Nieder=Finow, eines der techniſch
in=
tereſſanteſten Bauwerke Deutſchlands, iſt nahezu
fertig=
geſtellt. Die Arbeiten im Oderbruch und bei Hohenſtetten
will man noch vor Eintritt des Winters im weſentlichen
beenden. Im nächſten Frühjahr werden die letzten
Arbei=
ten im Kanal, wie Hochbauten uſw., beendet werden und
praktiſche Verſuche an der Schleuſentreppe vorgenommen
werden. — Einerentſetzlichen Verwechſelung
iſt ein vierjähriger Waiſenknabe unter traurigen
Umſtän=
den zum Opfer gefallen. Die 23jährige Frau Berlet aus
der Löweſtraße hatte ſich vor mehreren Tagen in der
Ver=
zweiflung mit ihrem dreijährigen Kinde in der Nähe von
Hirſchgarten in die Spree geſtürzt. Frau Berlet hatte ihr
Kind bald nach der Geburt dem Rummelsburger
Waiſen=
haus übergeben, weil ſie nicht in der Lage war, den
Kna=
ben zu ernähren. Als der Kleine 3½ Jahre alt war,
wollte ihn eine kinderloſe Familie Schm. aus der
Deul=
ſtraße in Oberſchöneweide, die mit Frau B. verwandt iſt,
zu ſich nehmen. Nach Erledigung der notwendigen
For=
malitäten wurde der Knabe auch Herrn Schm. übergeben,
der ihn wie ein eigenes Kind hegte und pflegte. Vor
kur=
zem erſchien nun die Mutter des Knaben, Frau Berlet,
und nahm den auf der Straße ſpielenden Jungen mit ſich,
um unmittelbar darauf den gemeldeten Selbſtmordverſuch
zu verüben, bei dem das Kind ertrank. Im Laufe der
polizeilichen Unterſuchung über den Vorgang ſtellte es
ſich nun zur Verwunderung der Beteiligten heraus, daß
der Pflegling der Schſchen Eheleute gar nicht das Kind
der Berlet war, ſondern, daß infolge einer Verwechſelung
im Rummelsburger Waiſenhaus ein anderes Kind dem
Ehepaar übergeben worden war. Der kleine B. befindet
ſich wohl und munter noch im Waiſenhaus und wird nun
von ſeinen Verwandten erzogen werden. Die
unglück=
liche Mutter wird ſich wegen Mordes zu verantworten
haben. Allem Anſchein nach hat die Bedauernswerte die
Tat in einem Anfalle geiſtiger Umnachtung verübt. — Der
bekannte Berliner Rechtsanwalt Paul
Brede=
riks, der auch politiſch hervorgetreten iſt und bei der
letzten Reichstagswahl als Kandidat der Konſervativen
im Wahlkreiſe Oberbarnim aufgeſtellt war, iſt, wie die
B. ZZ. meldet, flüchtig geworden. Er iſt ſeit
Don=
nerstag aus Berlin verſchwunden. Eine Anzeige beim
Landgericht, daß er etwa einen Urlaub angetreten habe,
hat Frederiks ebenfalls nicht erſtattet. Die Flucht des
Rechtsanwalts iſt auf ſeinen finanziellen Zuſammenbruch
zurückzuführen. Frederiks hat ebenſo, wie Juſtizrat
Mi=
chaelis, große Summen im Spiel auf Rennplätzen
verloren. Seine Schuldenlaſt beläuft ſich auf zirka 100000
Mark. — Ein Molkereibeſitzer hatte mit ſeinen beiden
Knaben auf dem Städtiſchen Rieſelgute Gras geholt.
Als der Wagen beladen war, wollte der ältere Junge die
Senſe in das Grasfuder ſtoßen. Er hatte nicht bemerkt,
daß ſein Bruder oben auf dem Wagen ſaß. Das ſcharfe
Inſtrument durchſchnitt dem Kleinen die linke Bruſtſeite.
Er liegt hoffnungslos im Krankenhaus danieder.
Frankfurt, 12. Aug. Nach den polizeilichen
Ermittel=
ungen iſt die Urſache der Benzinexploſion in
der Garage der Opel=Automobil=Verkaufsgeſellſchaft auf
eine Verwechslung von Stickſtoff mit
Sauer=
ſtoff zurückzuführen. Die Ueberleitung des Benzins aus
den Fäſſern in die Tankanlage erfolgt durch
komprimier=
ten Stickſtoff. Am Freitag waren bereits vier Fäſſer
Ben=
zin in die Tankanlage übergeleitet worden, dann ſollte
eine neue Stickſtoff=Flaſche angelegt werden. Dieſe
Stick=
ſtoff=Flaſchen, die aus Stahlröhren beſtehen, haben die
gleiche äußere Form wie die in den Wirtſchaften allgemein
gebräuchlichen Kohlenſäure=Flaſchen, und wie die
Stahl=
flaſchen für komprimierten Sauerſtoff. Durch ein
Ver=
ſehen, für das bis jetzt noch niemand verantwortlich gemacht
werden konnte, war der Opel=Verkaufsgeſellſchaft eine
Sauerſtoff=Flaſche ſtatt einer Stickſtoff=
Flaſche geliefert worden. Durch die Miſchung des
Sauerſtoffs mit den Benzindämpfen iſt offenbar ein
explo=
ſibles Gas entſtanden, das die Kataſtrophe herbeiführte.
Wie die polizeilichen Ermittelungen ergaben, war die
Tankanlage im Augenblick der Exploſion nur mit 200 bis
250 Liter Benzin gefüllt. Die Anlage ſelbſt und die
un=
terirdiſche Druckanlage ſind nach dem Urteil der gerichtlichen
Sachverſtändigen fehlerlos geweſen.
Frankfurt, 12. Aug. Der Staatsſekretär des
Reichs=
narineamts, Großadmiral Exz. von Tirpitz iſt auf der
Durchreiſe in Frankfurt eingetroffen und hat im „
Eng=
liſchen Hof” Wohnung genommen. Desgleichen ſind Graf
Lonyay nebſt Gemahlin im „Engliſchen Hof”
abge=
ſtiegen.
Eſſen, 10. Aug. Prinz Heinrich beſuchte geſtern,
nachdem er mit dem Kaiſer in Bochum geweſen war, in
Begleitung des Freiherrn von Wilmowski die
Krupp=
ſchen Zechen „Hannover” und „Hannibal”. Prinz
Heinrich fuhr ein bis zu einer Tiefe von 600 Meter und
verweilte lange unter der Erde, um ſich perſönlich ein
Bild davon zu machen, wie es dort unten zugeht. Ueber
alles unterrichtete er ſich aufs genaueſte. Bei der
Be=
triebsverwaltung und den Beamten der Zeche holte er ſich
Auskunft, und auch bei den Arbeitern erkundigte er ſich
über die Verhältniſſe im Bergbau. Von den Arbeitern
wurde Prinz Heinrich nicht erkannt, da er ſich, wie
dies beim Einfahren in eine Grube ſelbſtverſtändlich iſt,
in Bergmannskleidung befand. Sein Beſuch war ſo
überraſchend gekommen, daß ſich die Kunde davon erſt
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Spielplan der
Frankfurter Theater. 1. Opernhaus. Am
Dienstag, 13. Aug.: Carmen. Mittwoch, 14.: Der
Zigeu=
nerbaron. Donnerstag, 15.: Violetta. Freitag, 16.:
Boccaccio. Samstag, 17.: Rigoletto. Sonntag, 18. (Zum
erſten Male, Uraufführung): Der ferne Klang, Oper in
drei Aufzügen von Franz Schreker. Montag, 19.: Die
luſtige Witwe. Dienstag, 20.: Die Meiſterſinger von
Nürnberg. — 2. Schauſpielhaus. Dienstag, 13.
Auguſt: Der Biberpelz. Mittwoch, 14.: Götz von
Ber=
lichingen. Donnerstag, 15.: Alt=Frankfurt. Freitag, 16.:
Glaube und Heimat. Samstag, 17.: Die Kreuzelſchreiber.
Sonntag, 18.: Die Kreuzelſchreiber. Montag, 19.: Der
Biberpelz. — 3. Neues Theater. Mittwoch, 14. Aug.,
Beginn der zweiten Spielzeit. Die fünf Frankfurter.
Donnerstag, 15.: Die fünf Frankfurter. Freitag, 16.:
Meyers; hierauf Lottchens Geburtstag. Samstag, 17.:
Das Leutnantsmündel. Sonntag, 18., nachmittags 3½:
Meyers; 8 Uhr: Die fünf Frankfurter.
* Die reichſte Perſon in Deutſchland iſt nach
An=
gaben, die in einem Berliner Blatte veröffentlicht
werden, Frau Krupp von Bohlen und Halbach mit
einem Vermögen von 283 Millionen Mark im Jahre 1911;
im Jahre 1908 hatte ſie ein Vermögen von 187 Millionen
verſteuert. Die zweitreichſte Perſon in Deutſchland iſt
Fürſt Guido Henckel von Donnersmarck mit
einem Vermögen von 254 Millionen Mark im Jahre 1911,
der noch im Jahre 1908 ein Vermögen von 177 Millionen
Mark verſteuerte. Das Vermögen der Frau Berta Krupp
ſtieg alſo in dieſen drei Jahren um 96 und das Vermögen
des Fürſten Henckel von Donnersmarck um 77 Millionen
Mark. Eine ſo märchenhafte Steigerung hat ſich in
Deutſchland niemals zuvor ereignet. Das Fuggerſche
Vermögen erreichte im Jahre 1546 mit 33 Millionen Mark
heutigen Geldes ſeinen höchſten Stand, gehörte aber
mehreren männlichen Gliedern der Familie Fugger
ge=
meinſam, iſt alſo viel zu klein, um mit dieſen modernen
Reichtümern verglichen zu werden. Und doch ſind die
größten deutſchen Vermögen klein gegen die
amerika=
niſchen. Rockefeller beſitzt 3400, Pierpont Morgan 2500
und Carnegie 2000 Millionen Mark.
* Vögel und Aeroplane. Ein Beweis dafür, daß die
Tiere nicht nur aus Inſtinkt, ſondern auch mit
Ueber=
legung handeln, wird durch einen Bericht geliefert, der
anläßlich der bevorſtehenden Jagderöffnnung von einem
franzöſiſchen Förſter an das Landwirtſchaftsminiſterium
in Paris gerichtet worden iſt. Dieſer Bericht knüpft an
die Erſcheinung an, daß die Tiere des Feldes, vor allem
die Wachteln und Rebhühner, dort ſelten
wur=
den, wo Flugplätze angelegt waren und häufige Aufſtiege
ſtattfanden. Zweifellos beruhte dieſe Scheu der
Vogel=
welt vor ſolchen Plätzen darauf, daß die Aeroplane als
gewaltige Rieſenvögel angeſehen wurden, von denen
Ge=
fahr drohte. In dieſem Jahre haben ſich nun die
Wach=
teln und Rebhühner an den bisher von ihnen gemiedenen
Stellen wieder eingefunden und in unmittelbarer Nähe
von den Flugplätzen geniſtet. Sie haben alſo ihre Scheu
vor den Flugmaſchinen verloren, aber erſt dann, wie der
erwähnte Bericht auf Grund genauer Beobachtung
her=
vorhebt, als ſie zu verſchiedenen Zeiten, wenn Aufſtiege
von Fliegern ſtattfanden, Kundſchafter geſandt hatten,
die ſich von der völligen Gefahrloſigkeit der anfänglich ſo
gefürchteten „Rieſenvögel” überzeugten.
C) Die wirklich künſtleriſche Traueranzeige. Aus
Pa=
ris wird berichtet: Einen amüſanten Beitrag zu der
ver=
feinerten äſthetiſchen Kultur des wahrhaft modernen
Menſchen hat in dieſen Tagen ein in den literariſchen und
geſellſchaftlichen Kreiſen des vornehmen Paris
wohl=
bekannter adeliger Herr aufgeſtellt. Sein Bruder war
geſtorben, und er verſandte an die Freunde
Todesanzei=
gen, die in der Tat ein Muſter kultivierten Geſchmackes
und künſtleriſcher Satzanordnung ſind. Aber was dem
Fremden am meiſten auffiel, war die merkwürdige
Tat=
ſache, daß die Anzeigen nicht die übliche 5=Centimesmarke
trugen, ſondern ſtatt deſſen eine 5=Francsmarke. Man
ſchüttelte den Kopf, grübelte, und ſchließlich wagte einer
den trauernden Hinterbliebenen nach der Urſache dieſer
Nobleſſe in der Frankierung zu fragen. Und der Aeſthet
erzählte, wie ſein künſtleriſches Empfinden von dem
Miß=
klang zwiſchen Papier, Trauerrand und der groben Farbe
der 5=Centimesmarke ſo tief beleidigt worden war, daß
er ſich zu einer anderen Marke entſchließen mußte.
Ver=
ſuche ergaben dann, daß nur das delikate tiefe Purpurrot
der 5 Francsmarke einen wixklich ſchönen künſtleriſchen
Einklang mit dem Kuvert bringen konnte. Und ſo
ent=
ſtanden die in Hunderten von Exemplaren verſandten,
Stück um Stück mit 5 Franes frankierten, einzig
künſtleri=
ſchen Traueranzeigen.
* Ein fingierter Angriff von Suffragetten und ein
ſcharfes Handgemenge mit Beamten ereignete ſich am
Donnerstag morgen in der Mall, in der Nähe des
Admi=
ralitätsgebäudes in London. Gegen neun Uhr morgens
ſtürzte eine Anzahl gut gekleideter Leute auf einen
harm=
loſen Paſſanten los, der im St. James=Park anſcheinend
ſeinen Morgenſpaziergang machen wollte. Die
Angrei=
fenden hatten alle Abzeichen der militanten
Frauen=
rechter und=Rechtlerinnen angelegt. Die Hüter der
Admiralität glaubten daß ein Angriff auf die
Admira=
lität geplant ſei, wohl aus Rache über die ſchwere
Be=
ſtrafung der beiden Suffragetten in Dublin, und eilten
auf die Straße. Und bald war eine allgemeine Prügelei
im Gange, bei der eine Dame einen heftigen Hieb ins
Geſicht erhielt. Nachdem die erſte Erregung vorüber war,
kam die Aufklärung. Eine Kinematographen=
Geſellſchaft hatte die ganze Geſchichte entriert —
natürlich mit Erlaubnis der Polizei —, nur die armen
Türhüter der Admiralität hatten davon nicht die
ge=
ringſte Kenntnis. Sie ſchimpften ſogar tüchtig auf die
Polizei, die amüſiert dabei ſtand und den „Angriff” auf
die Admiralität nicht verhinderte.
* Die verſchluckten Kronennoten. Die verhafteten
internationalen Taſchendiebe Aaron und Jſaak
Roſen=
feld, die dem Landtagsabgeordneten Blum im Expreßzug
74000 Kronen entwendet hatten, verweigerten im
Ge=
fängnis die Nahrungsaufnahme. Die
Gefängnisverwalt=
ung, der das verdächtig vorkam, gab ihnen eine
aus=
giebige Doſis Ricinusöl. Dieſe hatte einen
überraſchen=
den Erfolg. Bei dem einen wurden erſt 6000 und dann
10000 Kronen auf dieſe Weiſe zutage gefördert, bei
ſei=
nem Bruder 20000 Kronen. Sie hatten die Scheine
auf=
gegeſſen.
* England auf Reiſen. „Ich haben geſehen auch
auf=
die Starnberger See zwei große Dampfer . . uerd’ ich
ſchreiben Miſter Churchill!” (Jugend.)
verbreitete, als Prinz Heinrich ſchon längſt wieder die
Zechen verlaſſen hatte.
Leipzig, 12. Aug. Im Jagdgebiet von Moltewitz bei
Leipzig wurde heute morgen der 50 Jahre alte Rentier
Hermann Offenhauer, in der Wallſtraße in Leipzig
wohn=
haft, tot aufgefunden. Sein Gewehr lag neben
ihm. Es wird angenommen, daß er ſich zum Schlafen
niedergelegt hat, das Gewehr neben ſich geſtellt hat, das
dann umfiel, wobei es ſich entlud und der Schuß ſeinen
Tod herbeiführte.
Plauen i. Vogtl., 12. Aug. Hier wurde geſtern ein
Automobil angehalten, in dem ſich drei Herren, eine
Dame und ein Knabe befanden. Es ergab ſich, daß der
Knabe aus Zoſſen entführt worden iſt. Der
Ent=
führer iſt der Vater des Knaben, ein aus Aegypten
gebür=
tiger Schauſteller, der gegen ſeine Frau die
Scheidungs=
klage angeſtrengt hat. Der Vater iſt in Plauen verhaftet,
nachdem die Mutter telegraphiſch von der Anweſenheit
des Knaben verſtändigt worden war. Die Genannten
waren am Freitag in einem Automobil nach Zoſſen
ge=
fahren und hielten in der Nähe einer Knabenſchule. Einer
der Herren erſuchte einen Lehrer, einen näher bezeichneten
Knaben herauszuſchicken, da ſein Onkel aus Amerika auf
der Durchreiſe in Berlin ſei und den Knaben einige
Minu=
ten ſprechen wolle. Der Knabe wurde gerufen und ging
mit dem Fremden. Als ſie bei dem Auto angekommen
waren, fing er plötzlich an zu ſchreien, worauf die Herren
ihn ergriffen und in das Auto ſchleppten, das ſofort in
der Richtung nach Berlin davonfuhr. Die Mutter des
Knaben wandte ſich ſofort an die Behörden.
Halle (Saale), 12. Aug. In einem
Vergnügungs=
etabliſſement wurde geſtern das erſte Heinedenkmal
in Preußen, das vom Halleſchen Heinebund geſtiftet iſt,
enthüllt. Die Büſte ſtellt den Dichter in den letzten
Lebens=
jahren dar.
Kiel, 10. Aug. Das Linienſchiff „
Thü=
ringen” lief heute, die Flagge auf Halbſtock, von der
Oſtſee kommend, im Hafen ein und landete zwei Heizer,
Betry aus Diedenhofen und Lange aus Neubrandenburg.
Beide wurden bei einem Unfall an Bord des Schiffes
ſchwer verbrüht. Betry ſtarb alsbald, während
Lange ſchwer verletzt iſt.
Peſt, 11. Aug. Vor einiger Zeit war der Prinz Max
Egon von Thurn und Taxis in
Geldſchwie=
rigkeiten geraten, die dazu führten, daß die ganze
Einrichtung ſeines im Eiſenburger Komitat gelegenen
Schloſſes und ſein koſtbarer Rennſtall unter den Hammer
kamen und der Prinz auch aus dem Magnatenhauſe
aus=
ſcheiden mußte. Nun iſt unerwartet ſeine Schweſter,
Prin=
zeſſin Mathilde von Thurn und Taxis geſtorben und ihr
nach Millionen zählendes Vermögen auf ihre beiden
Brü=
der gefallen. Der eine Bruder Prinz Viktor, hat angeblich
auf die Erbſchaft zugunſten Max Egons verzichtet, ſo daß
dieſer wieder zu einem ſehr anſehnlichen Vermögen
ge=
langte. Inzwiſchen waren die zahlreichen
Wechſelforder=
ungen des Prinzen Max Egon angekauft worden und
werden geltend gemacht. Der Prinz hat jedoch ſeine
Rechtsfreunde angewieſen, den Urſprung aller
Forder=
ungen zu prüfen und vor eventuellen Wucherprozeſſen nicht
zurückzuſchrecken.
Mailand, 12. Aug. Die Gräfin Montignoſo iſt mi
Enrico Toſelli, ihrem früheren Gemahl, zuſammen in
das Seebad Rimini abgereiſt. Dieſes Ereignis wird in
der italieniſchen Geſellſchaft viel beſprochen, da das Paar
erſt vor wenig Wochen gerichtlich geſchieden worden iſt.
Paris, 12. Aug. Aus dem kleinen Orte Bourg,
De=
partement Ain, wird gemeldet, daß bei der Inventur=
Aufnahme des dortigen Muſeums das
Verſchwin=
den eines wertvollen Gemäldes eines
bekann=
ten Meiſters der holländiſchen Schule entdeckt wurde. Es
handelt ſich um ein Bild, betitelt: Die Tabagie, das eine
Matrone darſtellt, die ein junges Mädchen auffordert, mit
Soldaten zu trinken. Alle Nachforſchungen nach dem Bilde
ſind bisher ergebnislos geblieben.
London, 11. Aug. Eine eigentümliche
Schatz=
gräbergeſchichte kam neulich im Londoner
Banke=
rotteursgerichte zutage, als Artur Ormsby angeben ſollte,
warum er ſeine Gläubiger nicht befriedigte, und was er
mit dem ihm geliehenen Gelde gemacht habe. Ormsby
erzählte, daß er ſeit mehreren Jahren im Verein mit
Ge=
neralmajor Sir John Campbell bemüht geweſen ſei,
einen großen Schatz im Sacambaya in
Boli=
via zu heben. Dieſer Schatz ſoll 220 Millionen Mark in
Goldbarren und Münze betragen haben und wurde von
den Jeſuiten verſteckt, als ſie 1767 von Bolivia
ausge=
wieſen wurden. Acht Jeſuiten wußten um das Verſteck.
Der damals regierende Papſt ließ ſieben von ihnen
hän=
gen, weil er glaubte, ſie hätten den Schatz für ſich ſelbſt
in Sicherheit gebracht. Der achte war vorſichtigerweiſe in
Bolivia geblieben, und durch ihn iſt das Geheimnis des
Verſtecks durch mehrere Generationen von Prieſtern bis
auf unſere Zeit gekommen. Der letzte der eingeweihten
Prieſter hatte eine Tochter. Die wurde mit Ormsby
be=
kannt, und den Reſt kann man ſich denken. Ormsby, ein
Generalmajor und andere Gläubiger bildeten eine
Schatz=
gräbergeſellſchaft und verausgabten Aktien. Auf ſeinen
Aktienanteil hatte Ormsby 200000 Mark geborgt.
Bis=
her hat ſich aber noch keine Spur von dem Schatz
gefun=
den, und Ormsbys Gläubiger müſſen ſich ſchon noch ein
wenia gedulden.
New=York, 12. Aug. Einbrecher haben in einer
Wallſtreet=Bank in der vergangenen Woche den Betrag
von 2 Millionen Mark erbeutet. Sie hatten ſich
in einem Keller neben dem Bankgebäude eingeſchlichen.
wo ſie ſich eine ganze Woche aufhielten. Eine große Zahl
geleerter Konſervenbüchſen gibt Zeugnis von ihrer
länge=
ren Anweſenheit. Nachts arbeiteten ſie an dem
Durch=
bruch der Mauer und des hinter ihr liegenden Safe der
Bank. Es gelang ihnen, den Raub in der beabſichtigten
Weiſe auszuführen.
Kongreſſe und Verbandstage.
Katholikentag in Aachen.
* Aachen, 11. Aug. Schon in den frühen
Vormit=
tagsſtunden entwickelte ſich ein reges Leben. Mehr als 100
Extrazüge brachten Feſtzugteilnehmer aus allen Teilen
des Rheinlandes nach der Stadt. Bereits um 1 Uhr
er=
folgte die Aufſtellung des Feſtzuges der in zwei
Ko=
lonnen marſchierte, welche ſich vor der am Eliſenbrunnen
aufgeſtellten Ehrentribüne vereinten. An dem Zuge
be=
eiligten ſich 550 Korporationen mit etwa 30000
Teilneh=
mern. 20 Muſikkapellen befanden ſich in dem Feſtzuge, an
dem ſich auch holländiſche und belgiſche
Fahnendeputatio=
nen beteiligten. Auf der Ehrentribüne hatten die
anweſen=
en Mitglieder des Episkopates, des Vorſtandes und des
Zentralkomitees Platz genommen. Vor derſelben hielt der
Vorſitzende der Feſtzugskommiſſion, Oberſtleutnant a. D.
Haſſe, eine kurze Anſprache. Nach dem Vorbeimarſch
trennten ſich die zwei Kolonnen, um in 12 Verſammlungs=
lokale abzuziehen. Die Hauptverſammlung fand
in der Feſthalle ſtatt, wo der Präſident des
Zentralkomi=
tees, Graf Droſte=Viſchering, den Vorſitz führte und
Diö=
zeſan=Präſident Dr. Müller=M.=Gladbach die
Gedächtnis=
rede auf den Kardinal Dr. Fiſcher hielt. In den übrigen
Verſammlungen ſprachen Arbeiterſekretär Kloft=Meppen,
Arbeiterſekretär Gronowski=Dortmund und
Verbands=
ſekretär Weyer=M.=Gladbach.
* Aachen 11. Aug. Heute abend 8 Uhr fand in der
dichtbeſetzten Feſthalle der Begrüßungsabend
an=
läßlich der Generalverſammlung der Katholiken
Deutſch=
lands ſtatt. Ein ſiebenhundertköpfiger Chor ſang einen
eigens gedichteten und komponierten Begrüßungschor.
Nach dieſem wurde folgendes Telegramm des Kaiſers
verleſen: „Wilhelmshöhe. Ich habe die freundliche
Be=
grüßung und die treuen Segenswünſche gern
entgegen=
genommen und ſpreche der Generalverſammlung beſten
Dank aus Wilhelm I. R.‟ Der Präſident des
Lokal=
komitees, Dr. Winands, eröffnete die Verſammlung mit
einem herzlichen Willkomm, hinweiſend auf die große
Geſchichte der Kaiſerſtadt Aachen. Er gedachte des
verſtor=
benen Kardinals Fiſcher und pries die enge Verbindung
zwiſchen Klerus und Laien. Insbeſondere begrüßte er
den Oberbürgermeiſter der Stadt, die Behörden, die
Prä=
ſidenten und dankte allen, die mitgearbeitet an dem Werk
der Vorbereitung. Ferner wies er hin auf die letzte
Katholikenverſammlung in Aachen im Jahre 1879 und
feierte Ludwig Windthorſt. Hinweiſend auf die
Aufga=
ben der Katholikenverſammlung erklärte er, daß die
Ka=
tholiken gern mit anderen Glaubensgenoſſen
zuſammen=
arbeiten. Entſchieden wies er dabei die Verdächtigung
zurück, die Katholiken ſeien nicht national geſinnt. Die
katholiſchen Volkskreiſe ſtänden feſt zu Kaiſer und Reich.
Ein Hoch auf den Papſt und den Kaiſer ſchloß die Rede,
Oberbürgermeiſter Veldmann widmete Worte des
Ge=
denkens dem verſtorbenen Kölner Oberhirten. Auf Kaiſer
Karl den Großen, in deſſen Stadt die Verſammlung tage,
fänden die Worte Anwendung: „Omnia restituier in
Christo” das auch die Deviſe der
Katholikenverſamm=
lungen ſei. Redner hieß dann die Verſammlung in Aachen
willkommen. Eine Reihe Begrüßungsanſprachen, ſowie
drei Feſtchöre füllten den Abend aus.
Luftfahrt.
* Mainz, 12. Aug. Der unter dem Protektorat
des Großherzogs Ernſt Ludwig ſtehende hieſige Verband
für Flugzeugweſen veranſtaltet im kommenden Jahre
einen Rundflug durch Heſſen.
sr. Die Krupp=Flugwoche in Gelſenkirchen
brachte am vierten Tage den Ueberlandflug nach Hamm,
über 57 Kilometer. An Preiſen ſtanden 7000 Mark zur
Verfügung und ferner je 500 Mk. für Zwiſchenlandungen
in Lünen. Es beteiligten ſich Oberingenieur Hartmann,
Schauenburg, Stoeffler, Lübbe, Baierlein, Schmidt, Lt.
Krüger und Referendar Caſpar. In Lünen führte nur
Stoeffler eine Zwiſchenlandung aus. Sämtliche Flieger
erreichten Hamm, und zwar Schmidt nach 26 Minuten
30 Sek., Baierlein nach 27 Min., Schauenburg nach 28,
Lt. Krüger nach 31, Stoeffler nach 33, Referendar Caſpar
nach 35, Hartmann nach 43 und Lübbe nach 44 Minuten.
Letzterer hatte bei Holten eine Notlandung vornehmen
müſſen.
Handel und Verkehr.
— Stand der Darmſtädter Volksbank, e. G.
m. b. H., am 31. Juli 1912. Aktiva. 1. a) Kaſſa,
Sorten und Kupons M. 79496.79; b) Guthaben bei der
Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 23626.82. Zuſ.
M. 103 123.61. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 356583.91.
3. Bankverkehr=Konto M. 571 897.33. 4. Lombard=Konto
M. 372603.57. 5. Effekten=Konto M. 505331.60. a)
inlän=
diſche Staatspapiere Nom. M. 323 600.—; b) ſonſtige
bei der Reichsbank und anderen deutſchen Notenbanken
beleihbare Wertpapiere M. 182300.—; c) ſonſtige
Wert=
papiere M. 64000.—. 6. Konto=Korrent=Konto (ſämtlich
gedeckt) M. 3071997.33. 7. Vorſchuß= u. Vorſchußwechſel=
Konto M. 903 280.20. 8. Haus= und Immobilien=Konto
M. 346 902.15. 9. Mobilien=Konto M. 730.65. 10.
Schrank=
fächer=Konto M. 3663.50 11. Haus= u. Immobilien=
Unter=
haltungskoſten=Konto M. 2266.28. 12. Verwaltungskoſten=
Konto M. 37087.—. Zuſ. M. 6 275467.13. — Paſſiva.
1. Geſchäftsanteil=Konto M. 1464 109.96. 2. Reſervefonds=
Konto I M. 337388.18. 3. Reſervefonds=Konto II und
Immobilienreſerve M. 80350.47. 4. Delkredere=Konto
M. 50000.—. 5. Penſions= u. Unterſtützungsfonds=Konto
M. 180545.20. 6. Hypotheken=Konto M. 66000.—. 7.
Ak=
zeptationen= u. Aval=Konto M. 63790.—. 8. Bankverkehr=
Konto M. 16967.48. 9. Konto=Korrent=Konto M. 118934.89.
10. Sparkaſſen= und Scheck=Konto M. 3731775.11. 11.
Di=
vidende=Konto M. 4162.45. 12. Zinſen=Konto M. 146 443.39.
13. Jubiläumsfonds M. 15000.—. Zuſ. M. 6 275 467.13.
Umſchlag im Juli M. 6180 726.35. Zahl der Mitglieder
Ende Juli 1912: 1991.
* Patentanmeldungen. Mitgeteilt von Dipl.=
Ing. Clemens Herszberg u. Co., Darmſtadt. 28 a. R.
33 862. Desinfektionsverfahren für Häute und Felle in der
Gerberei. Dr. Otto Röhm, Darmſtadt,
Weiterſtädter=
ſtraße 4—6. 30. 8. 11. 45 k. J. 14066. Sammelfalle für
Mäuſe und andere Schädlinge. Michael Jäger,
Darm=
ſtadt, Liebigſtr. 46. 25. 10. 11. — Gebrauchsmuſter.
42 n. 517558. Führer=Panorama für Flußläufe bei
wel=
chen das Flußgelände perſpektiviſch dargeſtellt iſt. Kaſpar
Suder, Mainz a. Rh., Chriſtophſtr. 5. 25. 6. 12. S. 27758.
71 a. 517 229. Aus Vulkanfieber beſtehender Abſatzfleck für
Schuhwerk. Franz Knipp, Darmſtadt, Beſſungerſtr. 51.
2. 4. 12. K. 52687.
— Schnellzugsbenutzung ohne
Schnell=
zug=Zuſchlagkarte. Die Kgl. Eiſenbahndirektion
Frankfurt ſchreibt: „Es kommt immer noch häufig vor, daß
Reiſende in Schnellzügen ohne Schnellzug= oder
Schnell=
zugzuſchlagkarten bei der Reviſion der Fahrkarten durch
die Schaffner angetroffen werden, ohne daß ſie dem
Schaff=
ner vorher Mitteilung gemacht hätten. Solche Reiſende
werden nach § 16 der Eiſenbahn=Verkehrsordnung als
Reiſende ohne gültige Fahrkarte behandelt und haben füx
die von ihnen zurückgelegte Strecke, wenn aber die
Zu=
gangsſtation nicht ſofort und unzweifelhaft nachgewieſen
wird, für die ganze vom Zuge zurückgelegte Strecke das
Doppelte des Fahrpreiſes, mindeſtens jedoch 6 Mark zu
ntrichten; unter dieſen Umſtänden tritt auch ſtrafrechtliche
Verfolgung wegen Betruges ein. Es wird zur
Ver=
meidung von Weiterungen durchaus empfohlen, die
Zu=
ſchlagkarte am Schalter zu löſen und nicht aus
Bequemlich=
keit die Löſung auf die Fahrt zu verſchieben.”
m Schiffsliſte für billige Briefe nach
den Vereinigten Staaten von Amerika (10
Efennig für je 20 Gramm). Die Portoermäßigung
er=
reckt ſich nur auf Briefe, nicht auch auf Poſtkarten, Drua=
ſachen uſw. und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten
Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten
Amerikas, z. B. Kanada: „Kaiſer Wilhelm II.” ab
Bre=
men 13. Auguſt, „Kaiſerin Auguſte Viktoria” ab Hamburg
15. Auguſt, „Kaiſer Wilhelm der Große” ab Bremen 20.
Auguſt, „Cleveland” ab Hamburg 22. Auguſt, George
Waſhington” ab Bremen 24. Auguſt, „Kronprinzeſſion
ecilie” ab Bremen 27. Auguſt, „Viktoria Luiſe” ab
Ham=
burg 29. Auguſt, „Kronprinz Wilhelm” ab Bremen 3.
Sep=
tember, „Amerika” ab Hamburg 5. September, „Prinz
Friedrich Wilhelm” ab Bremen 7. September, „Kaiſer
Vilhelm II.” ab Bremen 10. September. (Poſtſchluß nach
Ankunft der Frühzüge.) Alle dieſe Schiffe, außer „
Cleve=
and” und „Viktoria Luiſe” ſind Schnelldampfer oder
ſolche, die für eine beſtimmte Zeit vor dem Abgange die
ſchnellſte Beförderungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt
ſich, die Briefe mit einem Leitvermerke wie „direkter Weg”
oder „über Bremen oder Hamburg” zu verſehen.
Erdbeben.
Jugenheim (Erdbebenwarte), 12. Aug.,
Dem verheerenden Erdbeben an der
Dardanel=
lenſtraße am 9. Auguſt, früh 2½ Uhr (nach
oſteuro=
päiſcher Zeit 3½ Uhr), folgte am 10. Auguſt, vormittags
10½ Uhr, ein zwar viel ſchwächeres, aber immerhin
be=
deutendes Beben, das an Stärke etwa dem Erdbeben vom
24. Januar 1912 gleichkommt, welches die Inſeln Zante
und Theſſalonia verwüſtete. Es hat den gleichen
Herd, wie das Hauptbeben am 9. Auguſt. Ein drittes,
ſchwächeres Beben, wurde am 10. Auguſt, 7 Uhr, regiſtriert,
ein viertes am 11. Auguſt, vormittags 8 Uhr. Das
Haupt=
beben am 8. Auguſt wurde in ganz Bulgarien
ge=
fühlt. In der Hauptſtadt Sofia, etwa 350 Kilometer
vom Herd entfernt, war die Bewegung ſo ſtark, daß in
der dortigen Erdbebenwarte die Schreibfedern des
Seis=
mographen abgeworfen wurden.
* Konſtantinopel, 12. Aug. Die jüngſten
Nach=
richten beziffern die Zahl der Opfer des Erdbebens auf
insgeſamt 1000 Tote und 600 Verwundete.
In=
folge der Maſſen von Verletzten, die auf Schiffen
herbei=
gebracht werden, macht der Galatha=Kai den Eindruck
eines fliegenden Lazaretts. An vielen Orten ſind die
Quellen verſchüttet, ſodaß die Menſchen nicht nur ohne
Brot, ſondern auch ohne Waſſer ſind. Der Ort Chora iſt
durch das Beben und Feuer vollſtändig vernichtet
worden. Man zählte hier 300 Verletzte. Die Höhe der
Todesopfer iſt noch unbekannt. Myriophito beklagt 150
Tote und 350 Verletzte. Auch der Ort Charkeny iſt faſt
durchweg zerſtört, nur das Türkenviertel ſteht noch. Der
Boden zeigt an verſchiedenen Orten große Riſſe, aus denen
immer noch Gaſe und kochendes Waſſer ſtrömen. In
Philippopel wütet ein großer Brand. Das Torpedoboot
Basre” iſt nach der Unglücksſtätte mit Lebensmitteln und
Zelten abgegangen. In Canos zählt man 150 Tote.
15000 Menſchen ſind durch das Erdbeben obdachlos
geworden. In Adrianopel ſind 20 Moſcheen, zahlreiche
Häuſer und Buden zerſtört. In Tſchorlu brannten 200
Häuſer und 100 Magazine nieder. Der Schaden beträgt
hier 5 Millionen Mark. In Charkeny kamen 70 Menſchen
um, 150 erlitten Verletzungen. Der Miniſterrat hat
be=
ſchloſſen, dreitauſend türkiſche Pfund für die Notleidenden
zu ſpenden. Der Miniſter des Innern gibt bekannt, daß
die Stadt Myriophito und mehrere Ortſchaften, darunter
Chora, Platanos, vollſtändig durch Feuer
zer=
ſtört ſind.
Am Sonntag früh traf der Dampfer „Pelops” mit
Verwundeten aus Gallipoli in Konſtantinopel ein. Als
der Dampfer vor Gallipoli ankam, bot ſich ihm ein
ſchreckliches Schauſpiel: Gallipoli wurde vom Beben noch
viel ſchwerer mitgenommen als die Dardanellen, die
Be=
völkerung kampierte im Freien. Man hatte kaum Zeit,
die dürftigſte Bekleidung überzuwerfen. Ueberall brachen
Brände aus. Es ſoll Gallipoli bis auf ein Kaffeehaus
vernichtet ſein. Immer neue Schiffe mit Verwundeten
kommen hier an. Die meiſten ſind ſo verſtört, daß ſie
keinen zuſammenhängenden Bericht liefern können. Die
Beſatzung des Dampfers „Pelops” berichtet ferner,
Myriophito (Merefte) an den Dardanellen, das
zwi=
ſchen zwei Bergen gelegen iſt, ſei von dieſen zerdruckt
worden; die Berge hatten ſich gegeneinander geneigt. Die
Verwundeten aus Myriophito wurden in den Hoſpitälern
untergebracht.
H. B. Konſtantinopel, 12. Aug. Die Nachrichten
über das Erdbeben=Unglück am
Marmara=
meer laufen ſehr ſpärlich ein. Sämtliche
Drahtverbind=
ungen ſind unterbrochen und man iſt lediglich auf die
Be=
richte der aus dem Marmarameer eintreffenden
Schiffs=
kapitäne angewieſen. Die Dampfer bringen immer noch
eine große Anzahl von Verwundeten. Die Zahl der
Toten ſchätzt man jetzt auf 1200. Der Schaden ſoll ſich auf
über 5 Millionen Mark belaufen. Die franzöſiſche
Bot=
ſchaft erhielt einen Bericht ihres Konſulats in Gallipoli,
der größten Stadt in dem betroffenen Gebiet, wonach
die halbe Stadt einen Trümmerhaufen bilden ſoll.
Das Grubenunglück bei Bochum.
Die Toten.
* Die Zechenverwaltung hat die Namen der bisher
zutage geförderten Toten mitgeteilt. Bei den Opfern
handelt es ſich um faſt 50 Prozent Reichsdeutſche,
die übrigen ſind zum größten Teil polniſche Arbeiter,
10 Bergleute ſind öſterreichiſcher Nationalität und
3 Italiener. Gedruckte Totenliſten hat die
Zechenver=
waltung an die Bevölkerung noch nicht ausgegeben. Nur
40 der Opfer, deren Zahl bis jetzt auf 112 feſtgeſtellt iſt,
ſind bisher erkannt worden. An jedem Sarge iſt ein
Zettel angebracht, auf dem die beſonderen Merkmale des
Toten angegeben ſind. Auf der Zeche ſelbſt ſind 109 Tote
aufgebahrt, die drei anderen befinden ſich im
Kranken=
hauſe. Die verunglückten Strecken werden von den
Rettungsmannſchaften noch weiter nach Opfern abgeſucht,
doch geſtaltet ſich die Bergung nach wie vor äußerſt
ſchwierig.
* Bochum, 12. Aug. Die Verwaltung der Zeche
Lothringen teilt mit, daß ſämtliche bei dem Unglück
Getöteten jetzt geborgen ſind. Die
Leicht=
verletzten im Bergmannsheil befinden ſich den
Umſtän=
den entſprechend gut.
Die Fürſorge für die Hinterbliebenen.
* Nächſt den bei dem Grubenunglück auf Zeche
„Lothringen” getöteten und verletzten Bergleuten wendet
ſich die öffentliche Anteilnahme naturgemäß den
be=
dauernswerten Familienangehörigen der Verunglückten
zu. Wenn auch alle geldlichen Unterſtützungen den ihres
Ernährers beraubten Familien keinen Erſatz für den
ſchweren Verluſt bieten können, ſo iſt es doch immerhin
ein beruhigender Gedanke, daß eine Notlage der
Hinter=
bliebenen dank der durch die Arbeiterverſicher=
ungsgeſetzgebung geſchafenen Fürſorge in
alge=
meinen wohl nicht aufkommen kann. Die Sektion 2 der
Knappſchaftsberufsgenoſſenſchaft in Bochum hat, ſoweit
die Namen der Verunglückten bekannt ſind, die
Feſtſtellun=
gen für die Feſtlegung der Unfallentſchädigung, die für die
Hinterbliebenen zu zahlen iſt, auch bereits aufgenommen.
Das Sterbegeld und die Witwen= und Kinderrente
für die Zeit vom Tage des Unglücks bis Ende Auguſt
wird in kürzeſter Friſt ausgezahlt werden. (An die
Hinterbliebenen der auf der Zeche „Radbod”
verunglück=
ten Bergleute konnte, die Auszahlung bereits eine Woche
nach dieſem Unglück erfolgen.) Das Sterbegeld beträgt
je etwa 120 bis 130 Mark. Dazu kommt die Witwen=
und Kinderrente für die Zeit vom 8. bis Ende
Auguſt mit durchſchnittlich 50 Mark. Außerdem erhalten
die Witwen und Kinder der getöteten Bergleute eine
Rente von je 20 Prozent des Jahresverdienſtes:
durch=
ſchnittlich etwa 320 Mark jährlich. Bei einer Witwe mit
2 oder mehr Kindern beträgt die Rente jährlich zwiſchen
900 und 1100 Mark. Sind Eltern oder Großeltern
vor=
handen, deren Unterhalt der Verunglückte allein oder
überwiegend beſtritten hatte ſo erhalten dieſe ebenfalls
eine Rente von 20 Proz. des Jahresarbeitsverdienſtes,
ſo=
fern nicht bereits von der Witwe und den Kindern die
Höchſtrente (60 Proz des Jahresarbeitsverdienſtes) in
An=
ſpruch genommen wird. Die bis jetzt geleiſteten
frei=
willigen Spenden betragen außerdem faſt 100000 Mark.
Vermiſchtes.
Schiebetanz betreffend. Der
Deut=
ſche Tanzlehrer=Verband, e. V., ſendet uns
fol=
gende Notiz zu: In letzter Zeit mehren ſich die Klagen
über den in der Oeffentlichkeit auftretenden Schiebetanz;
mit Recht haben die Kgl. Polizeipräſidien verſchiedener
deutſcher Bezirke dieſen ſogenannten Schiebetanz bei
öffentlichen Tanzaufführungen verboten und zwar aus
ſitt=
lichen Gründen; wie ernſt es mit dieſem Verbot gemeint
iſt, geht daraus hervor, daß bei Zuwiderhandlungen den
betreffenden Gaſtwirten, in deren Lokal ſo getanzt wird,
Klage auf Konzeſſionsentziehung angedroht wird.
Be=
reits von der Kirchenkanzel herunter iſt ein offenes Wort
gegen dieſe unſittliche Tanzmode geſprochen worden,
ſo=
daß das öffentliche Intereſſe ſich mit dieſer Angelegenheit
wohl beſchäftigen muß. Es ſei daher betont, daß der
moderne Tanzunterricht, welcher in erſter Linie die ethiſche
Seite des Tanzes betont wiſſen will, mit ſolch'
verwerf=
lichen Tanzmode nichts zu tun hat, dieſelbe aber geeignet
iſt, die idealen Beſtrebungen des Lehrers herabzuwürdigen
und ſeine Intereſſen direkt zu ſchädigen. Wir ſehen uns
ſomit veranlaßt, an dieſer Stelle hervorzuheben daß der
gewiſſenhafte Tanzlehrer den „Schiebetanz” ſeit ſeinem
Auftreten bei öffentlichen Tanzaufführungen ſtreng
ver=
urteilt hat und wir begrüßen es mit Freude, daß von einer
hohen Behörde gegen die gekennzeichnete Unſitte energiſch
vorgegangen wird. Der Tanzlehrer iſt berufen, auf eine
ſittlich einwandfreie Tanzform beſonderen Wert zu legen
und ſollte er darin vom tanzliebenden Publikum
unter=
ſtützt werden durch ſtrenges Einhalten der Aeſthetik, aber
ohne behördliche Intervention. Gute Tanzſchulen gibt
es überall; ſie ſind dem Publikum bekannt und werden
auch entſprechend berückſichtigt. Brutſtätten ſolch'
unſitt=
licher Tanzmoden kommen leider auch in den unter der
Flagge „Tanzunterricht” ſegelnden in öffentlichen
Tanz=
lokalen abgehaltenen Tanzaufführungen vor, die aber
ſchwer auszurotten ſind. Für den Geſetzgeber bietet ſich
hier die Gelegenheit, Abhilfe zu ſchaffen die dem freien
Gewerbe des „Tanzunterrichts eine gewiſſe Einſchränkung
auferlegt, indem von dem Tanzlehrer wie von jedem
ande=
ren Berufslehrer verlangt wird, daß er in ſeinem
Lehr=
fach den Nachweis hinlänglicher Befähigung und Bildung
erbringt, und dem Mißbrauch des Tanzunterrichts der
ſitt=
lich und fachlich unfähigen Elemente ſomit ein Damm
ent=
gegengeſtellt wird. Damit würde man den ſeit
Jahrzehn=
ten um ihre Standesehre ringenden Fachlehrern nur ein
Recht widerfahren laſſen, das zugleich dem öffentlichen
Intereſſe einen großen Dienſt nach der ethiſchen Seite
er=
weiſt.
Fangarme der Fremdenlegion in
England. Eine neue Methode des Menſchenfanges der
franzöſiſchen Fremdenlegion deckt die Auslandszeitſchrift
des Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=Verbandes zu
Hamburg, der „Deutſche Kaufmann im Auslande” auf.
Sie ſchreibt: „Den franzöſiſchen Werbern iſt der Boden
unſeres Vaterlandes anſcheinend zu heiß geworden. Das
hat die Auftlärungsarbeit, die in den letzten Jahren von
der deutſchen Preſſe, einer Reihe deutſch=völkiſcher Ver=
einigungen, von ehemaligen Leglonäkren und hie und da
auch von Behörden in dankenswertem Zuſammenarbeiten
geleiſtet worden iſt, bewirkt. Nachdem die Werbebureaus
erkannt haben, daß ein widriger Wind in Deutſchland
weht, verſuchen ſie ihr Glück auf andere Art. Es iſt den
Werbebureaus bekannt, daß ſich in England, beſonders
aber in London, ſtets eine ſehr beträchtliche Anzahl
be=
ſchäftigungsloſer Deutſcher aufhält, die dort, vielfach
mittellos, Stellung ſuchen. Auf dieſe hat man es
abge=
ſehen. Die Werber machen ſich nun unter der Maske eines
Landsmannes an dieſe Armen heran. Sie gehen mit ihnen
aus, helfen ihnen mit Geld und ſogar — ſcheinbar
natür=
lich — auch mit Rat und Tat. Sie überreden dann
ſchließ=
lich ihre Opfer, mit nach Frankreich zu kommen, dort
könnten ſie ihnen eine Stellung verſchaffen. In ihrer
Menſchenfreundlichkeit bezahlen ſie dann die Ueberfahrt.
Auf franzöſiſchem Boden angelangt iſt eine gehörige
Zecherei das erſte. Im trunkenen Zuſtande unterſchreiben
dann die Ahnungsloſen ihrem vermeintlichen treuen
Freunde zuliebe irgend ein Papier, den „
Anſtellungsver=
trag” für die . . . . . . Fremdenlegion. Aus ihrem Rauſch
erwachen ſie erſt wieder hinter Kaſernenmauern. Von da
ab nimmt das Unglück nun in bekannter Art ſeinen Lauf.
Beſonders bemerkenswert iſt es, daß man von
den Werbern wenig oder keine Kenntniſſe der engliſchen
Sprache verlangt. Dagegen iſt die Fertigkeit im
Deutſchen unbedingt vorgeſchrieben. Das beweiſt alſo,
daß man es in erſter Linie gerade auf die Deutſchen
abge=
ſehen hat. Die Werber ſollen ſich möglichſt unauffällig als
Landsleute ausgeben können. Die Zeitſchrift ſchließt ihren
Hinweis mit einer Aufforderung an die in England
befind=
lichen Verbandsmitglieder, ſich der wirtſchaftlich ſchwachen
Volksgenoſſen nach Kräften anzunehmen und ſie nicht in
die Hände der Menſchenfänger fallen zu laſſen.
Literariſches.
* „Das Goldene Buch des Carolabades”.
Unter dieſem Titel hat die Direktion des Carolabad,
A.=G., Rappoltsweiler O.=E., ein hübſch ausgeſtattetes
Schriftchen erſcheinen laſſen, das über 2000
Aerztegut=
achten über die Quellen des Bades enthält.
— Das überall bekannte und beliebte
Familienjour=
nal Das Buch für Alle (Stuttgart, Union Deutſche
Verlagsgeſellſchaft) beginnt ſoeben ſeinen 48. Jahrgang.
Das erſte Heft zeigt ſo recht deutlich, daß ein reicher
Bil=
derſchmuck es zu einem Prachtwerk im vollſten Sinne des
Wortes macht. Zwei große, äußerſt ſpannende Romane
„Frauenrechtlerinnen” von M. Gräfin von Bünau und
„Vermeſſenes Spiel” von Reinhold Ortmann eröffnen
vielverſprechend den neuen Jahrgang.
Praktiſche Hausfrauen und ſolche, die es werden
wollen, intereſſieren ſich gewiß für alle Neuerungen auf
dem Gebiete der Wäſche. In jedem noch ſo
wohlgeord=
neten Haushalt werden mit der Zeit Neuanſchaffungen
notwendig, und junge Bräute werden, bevor ſie die
Wäſcheausſtattung anſchaffen, ſich erſt um die neuen
For=
men und Arten des Beſatzes der Wäſche kümmern. Da
iſt denn das eben erſchienene Heft 22 der „Wiener
Mode” das Gebrauchs= und Leibwäſche in
verſchiede=
nen Ausgaben enthält, ein guter Ratgeber. Man
findet darin nebſtbei eine Menge praktiſcher Kleider.
Wirtſchaftsſchürzen, Bluſen, Mäntel und Hausanzüge,
und im Handarbeitsteil, der, wie immer, reichhaltig und
belehrend iſt, ſind mit Handfleiß verzierte
Wäſchegegen=
ſtände darſtellt. Der intereſſante Kurſus über „Erſte
Hilfe”, das reichhaltige Boudoir und allerlei Rubriken
über allerlei Dinge ſorgen ebenfalls für Belehrung und
Anregung.
* Pas bringt die Reitvorſchrift vom
29. Juni Neues? lautet der Titel eines Buches, das,
von zwei Mitgliedern der Kommiſſion, die für die
Be=
arbeitung der neuen Reitvorſchrift eingeſetzt war, den
Herren Major v. Heydebreck und Rittmeiſter
Lauf=
fer verfaßt, ſoeben im Verlag der Königlichen
Hofbuch=
druckerei E. S. Mitler u. Sohn in Verkin 8W. zum Preis
von 1,80 Mark erſchienen iſt. Das Buch wird beim
Stu=
dium der neuen Reitvorſchrift die beſten Dienſte leiſten
und das Einarbeiten weſentlich erleichtern. Denn es
zeigt nicht nur falle wichtigen Aenderungen im Vergleich
mit den Vorſchriften der alten Reitinſtruktion, ſondern
gibt auch die Begründung, weshalb Abweichungen gegen
früher ſtattfinden, ſo daß der Leſer einen tiefen Einblick
in die ganze Entſtehung der neuen Vorſchrift empfängt.
Herausgegeben vom Direktorium der
Bayeri=
ſchen Gewerbeſchau 1912 in München als einzige
offizielle Druckſchriften ſind erſchienen: der Amtliche
Katalog und der Amtliche Führer, jeder mit
einem Lagerlan und Grundrißplänen von allen
Ausſtel=
lungshallen. Der Katalog iſt nach Hallen und Räumen
geordnet, ermöglicht die genaueſte Kenntnisnahme aller
ausgeſtellten Gegenſtände, ferner der Adreſſen aller
Aus=
ſteller, ſowie der leitenden Raumarchitekten und
künſtleri=
ſchen Mitarbeiter; er iſt ſomit ein bleibendes Werk als
Verzeichnis „bayeriſcher Bezugsquellen”. Gegen
Einſend=
ung von 1,20 Mark für den Katalog, von 60 Pfg. für den
Führer oder 1.70 Mark für beide Druckſchriften
zuſam=
men (per Poſtanweiſung oder Briefmarken) erfolgt
Frankozuſendung durch die Verlagsfirma Rudolf Moſſe,
München, Theatinerſtraße 8.
— Arena. Mit dem nunmehr vorliegenden 13. Heft
ſchließt der laufende Jahrgang dieſer beliebten
Familien=
zeitſchrift. Den bewährten Traditionen getreu hat die
Herausgeberin, die Deutſche Verlags=Anſtalt in Stuttgart,
auch in dieſem Schlußheft alles aufgeboten, den Inhalt ſo
vielſeitig wie möglich zu geſtalten. Ein Blick in das
vor=
gedruckte Inhaltsverzeichnis läßt dies ſofort erkennen, wie
andererſeits ſchon ein flüchtiges Durchblättern die
Ueber=
zeugung bringt, daß auch die Ausſtattung und der
künſt=
leriſche Bilderſchmuck durchaus vornehm und gediegen ſind.
So werden allein die 10 illuſtrierten Artikel von 89
Illu=
ſtrationen begleitet, wozu dann noch 13 Textbilder in, der
bekannten Sonderabteilung Kultur der Gegenwart”
kom=
men. Durch die Fülle wechſelvollen Inhalts wird die
Arena auch den verwöhnteſten Anſprüchen gerecht und
ſichert ſich auch für den kommenden neuen Jahrgang eine
treue Leſergemeinde.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 12. Aug. Als Vertreter Kaiſer
Wilhelms zu den
Beiſetzungsfeierlichkei=
ten für Kaiſer Mutſuhito begibt ſich Prinz Heinrich
von Preußen nach Japan.
* Lutterberg, 12. Aug. In dem Gelände zwiſchen
Kaſſel und Hannoverſch=Münden wurde die
Gefechts=
übung der 22. Diviſion abgehalten, die unter
Leitung des Generalleutnants Liman ſtand. Die blaue
Partei die, von Südoſten kommend, ſüdlich auf die Fulda
anmarſchierte, ſtand unter dem Kommando des
General=
majors von Mühlenfels von der 44. Brigade, zu ihr
gehörten das Infanterieregiment Nr. 83, das zweite
Ba=
taillon des Infanterieregiments Nr. 167, zwei
Eskadro=
nen des Huſarenregiments Nr 14 und die zweite
Abtei=
lung des Feldartillerieregiments Nr. 11 Zur roten
Par=
tei, die, von Nordweſten kommend, nördlich von der Fulda
anrückte und unter dem Kommando des Generalmajors
von Leyſer von der 43. Brigade ſtand, gehörten das
Infanterieregiment Nr. 82, das Jägerbataillon Nr 11,.
das Dragonerregiment Nr. 5, zwei Eskadronen des
Huſa=
renregiments Nr. 14, eine Abteilung des
Feldartillerie=
regiments Nr. 11, die elften Pioniere und der
Diviſions=
brückentrain an.
Der Kaiſer war bei günſtigem Wetter um 6½ Uhr
mit Automobil von Wilhelmshöhe abgefahren über
Ihringshauſen nach Holzhauſen. In der Nähe von
Holz=
hauſen war er bei der Ziegelei zu Pferde geſtiegen und
traf um 7½ Uhr an der Fulda bei der Spiegelmühle, in
der Nähe von Knickhagen, ein. In ſeiner Begleitung
be=
fand ſich der kommandierende General Freiherr von
Schef=
fer=Boyadel und die Herren des militäriſchen Gefolges
mit Generaloberſt von Pleſſen an der Spitze. Die der
roten Partei gehörigen Pioniere hatten mit dem
Divi=
ſionsbrückentrain Vorbereitung getroffen zum Schlagen
der Brücke über die Fulda, deren bewaldete Ufer, die zu
beiden Seiten ſteil abfallen, nur ein ſchmales Tal frei
laſſen. Gleich hinter dem Kaiſer erſchien die Spitze
der roten Partei, während vom jenſeitigen Ufer
Gewehr=
feuer eröffnet wurde. Die Dragoner ſetzten in Pontons
über die Fulda. Die Pferde durchſchwammen das Waſſer,
währenddeſſen ſchlugen die Pioniere die Brücke, die von
dem Gros benutzt wurde Der Kaiſer beobachtete die
Fertigſtellung der Brücke beim Ueberſchreiten der Fulda
und ritt dann nach Speels zu, wo ein zweiter Uebergang
geſchaffen worden war Das Gefecht entwickelte ſich
ſo=
dann auf den Höhen ſüdlich der Fulda um Lutterberg.
Gegen 10 Uhr wurde die Uebung abgebrochen. Nach der
Kritik nahm der Kaiſer bei Lutterberg den
Vorbei=
marſch aller Beteiligten Truppenteile ab, wobei er von
einem zahlreichen Publikum auf das lebhafteſte begrüßt
wurde. Sodann kehrte der Kaiſer mittels Automobil über
Lutterberg=Kaſſel nach Wilhelmshöhe zurück.
Ausſtellun
Dirrnktäbt
Auguſt=Okt. 1012
Sgee
Ausgewählte Gruppen
ausiderIInternationalen
hygiene=Ausſtellung=
Dresden 11911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß
Eröffnet 9. Auguſt.
Die Ausſtellung iſt ununterbrochen von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends geöffnet,
auch Sonntags.
Eintrittspreis 1 m.
Militär vom Feldwebel abwärts, mit Ausnahme
der Einj.=Freiw. . . . . . . . . . . . . . 50 Pfg.
Für Vereine bei Kollektipbeſuchen:
Bei Entnahme bis zu 50 Karten
.0.70
„, „ 100
9.60
„ von über 100
.0.50
(VI 16998
[ ← ][ ][ → ] * Rom, 12. Aug. Der König genehmigte die
Aus=
führungsbeſtimmungen zu dem Geſetz betreffend
das Lebensverſicherungsmonopol. Zum
Präſidenten der Verwaltung des Monopols iſt der
Direk=
tor der Banca Italia, Stringher, zum Vizepräſidenten
der Generaldirektor im Ackerbauminiſterium, Magaldi,
ernannt worden.
* Agram, 12. Aug. Heute vormittag wurde das
Ur=
teil im Prozeß wegen des Anſchlages auf den
Statthalter und wegen der Ermordung des
Banatrates Hergoig verkündet. Der
Hauptange=
klagte Jukie wurde zum Tode, Horvath zu 6 Jahren
ſchweren Kerkers, die Mitangeklagten Cuijic, Ceſorec,
Bublic, Neidhardt und Horvatin zu 5 Jahren, Saranic
zu 6 Monaten ſchweren Kerkers verurteilt. 5 Angeklagte
wurden freigeſprochen.
* Rombouillet, 12. Aug. Der Miniſterrat
rati=
fizierte die Abmachungen zwiſchen dem General Liautey
und Muley Hafid, wonach Muley Hafid vor
ſei=
ner Abreiſe nach Frankreich abdankt. Die
Beding=
ungen wurden entfprechend den früheren Abmachungen
feſtgeſetzt. Der neue Sultan, vorausſichtlich der Bruder
Hafids, wird nach ſcherifiſcher Tradition gewählt.
* Petersburg, 12. Aug. Kaiſer Nikolaus hielt
heute Krasnoje Sſelo eine Truppenrevue ab, der
Mi=
niſterpräſident Poincaré und Begleiter auf dem
Kaiſerhügel beiwohnten. Der Kaiſer begrüßte die
an=
weſenden deutſchen Offiziere. Nach der Revue fand ein
Frühſtück im Kaiſerzelt ſtatt.
H. B. Duisburg, 12. Aug. Hier kam es geſtern
nach=
mittag zu einem Kampf zwiſchen deutſchen
und polniſchen Arbeitern. Die deutſchen
Ar=
beiter hatten einen betrunkenen Polen aus dem Lokal
verwieſen. Darauf griffen etwa 60 Polen und Kroaten
mit Meſſern und Revolvern die Deutſchen an und es kam
zu einem regelmäßigen Feuergefecht. Die Wirtſchaft
wurde belagert und verteidigt. Als ein größeres
Poli=
zei= und Gendarmerieaufgebot erſchien, wandten ſich die
PPolen und Kroaten gegen die Beamten, 5 Arbeiter
wur=
den ſchwer, 8 leicht verletzt. Ein Holländer namens
Friedrich Baars erlitt tödliche Verletzungen. Heute
mor=
gen wurde die Verfolgung der Polen und Kroaten
fort=
geſetzt und die Wälder nach weiteren Verletzten abgeſucht.
H. B. Flensburg, 12. Aug. Geſtern abend iſt auf der
Flensburger Förde infolge einer heftigen Bö ein mit vier
Perſonen beſetztes Segelboot gekentert. Der
Maurerpolier Niſſen, der Werftarbeiter Clauſſen und der
Fiſcher Biſchof aus Flensburg ſind ertrunken. Ein
12jähriger Knabe wurde gerettet.
— Warnemünde, 12. Aug. Geſtern abend kenterte
rin mit drei Perſonen beſetztes Segelboot. Ein Schüler
der hieſigen Navigationsſchule ertrank.
— London, 12. Aug. In der Nähe von London
ſtürzte ein Automobilomnibus in den Straßengraben,
wobei 23 Perſonen verletzt wurden.
von Mk. 1,10 an
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in ſchwarz, weiß und farbig,
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für jeden Bedarf.
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Dr. Haenles Inſtitut, Straßburg. Das
ſeit 22 Jahren beſtehende Inſtitut von Dr. Haenle,
Straßburg i. Elſ., Steinring 7—11, beginnt am 1. Oktober
d. J. neue Vorbereitungskurſe für Abiturienten=
und Einjährigen=Prüfungen, ſowie für
Ober=
ſekunda und Primareife. Die Abteilung für die
Vor=
bereitung zum Einjährigen=Examen iſt für
mindeſtens 16jährige junge Leute beſtimmt, die nach
6monatlicher, reſp. einjähriger Vorbereitung ihr Ziel
erreichen können. Tüchtige, ſeit ſieben Jahren an der
Anſtalt tätige Lehrer, gewähren einen konzentrierten und
doch gediegenen erfolgreichen Unterricht. Seit einigen
Jahren hat das Inſtitut ſeine Pforten auch Damen
eröffnet und auch in dieſer Richtung glänzende Erfolge
erzielt.
Bei heißem Wetter verlieren die Kinder
oft den Appetit. Dann verlangen ſie leichte
und wohlſchmeckende Speiſen, die das Blut
abkühlen, wie z. B.
Mondamin-Hunlaur
mit Milch, Eiern, Zucker und Mondamin
gekocht. Dies mit Fruchtſaft oder Schlagſahne
ſerviert, wird von den Kindern allem anderen
vorgezogen. Das Rezept dazu iſt mit 23 weiteren
Rezepten für Sommerſpeiſen im B=Büchlein zu finden,
gratis und franko erhältlich vom Mondamin=Kontor,
Berlin C 2. Schreiben Sie ſofort darum, Sie könnten
es ſonſt vergeſſen.
(VI15529
Setzt iſt die richtige Zeit, Säuglingen ſtatt der im
Sommer gefahrbringenden Kuhmilch das erprobte
und ſeit über 45 Jahren ſtets bewährte Neſtle’ſche
Kindermehl zu reichen. Dasſelbe hat den Vorzug,
nie=
mals Verdauungsſtörungen zu verurſachen, dagegen aber
bereits beſtehende Magenbeſchwerden ſofort zu beſeitigen.
Illuſtr. Broſchüre und Probedoſe verſendet auf Wunſch:
Neſtle’s Kindermehl, G. m. b. H., Berlin W 57. (169662f
Aus dem Geſchäftsleben.
Das zarte Geſchlecht verdankt ſeinen Namen nicht
nur ſeinem im Verhältnis zu dem des Mannes
weſent=
lich zarteren Empfinden, ſondern auch dem Umſtande,
daß es zarter gebaut und ſeine Haut zarter und weicher
iſt als beim Manne. Eine erprobte milde, neutrale
Seife, wie die mediziniſche Steckenpferd=
Lilien=
milchſeife, die durch ihren Zuſatz von Borax heilend
auf alle Hautunreinigkeiten wirkt und eine zarte,
ſammet=
weiche Haut erzeugt, iſt zur erfolgreichen Hautpflege
be=
rufen. Mit ihrer Hilfe läßt ſich am beſten Schuppen,
Schweiß und Fett, die die Hauptporen verſtopfen und
das freie Atmen der Haut verhindern, entgegenwirken.
Familiennachrichten.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer guten Mutter ſagen
wir Allen unſeren innigſten Dank. (*3390
Familie Ziegenfuss.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſeres
ſo früh dahingeſchiedenen unvergeßlichen, lieben
Sohnes und Bruders
(*3381
August
ſprechen wir allen Freunden und Bekannten unſeren
innigſten Dank aus. Beſonders auch Herrn Pfarrer
Widmann für ſeine troſtreichen Worte und den
Schweſtern für ihre treue Pflege.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Hartmann,
Taunusſtraße 45.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Töchterchens
und Enkelchens
(17031
Aennchen
ſprechen wir hiermit Allen unſeren innigſten Dank
aus. Beſonders dem Herrn Pfarrer Marx für
ſeine troſtreichen Worte und den Krankenſchweſtern
der Johannesgemeinde.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Karl Hegendörfer und Frau.
Darmſtadt, den 12. Auguſt 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Deutſchland liegt heute hoher Druck; eine
Depreſſion liegt über dem Bottniſchen Meerbuſen, eine
andere über der Biskaya. Im Reiche fiel geſtern überall
Regen; nur wenige Stationen blieben trocken. Die
Tem=
peraturen liegen verhältnismäßig tief. Bei fallendem
Druck werden wir zunächſt trübes, regneriſches Wetter zu
erwarten haben.
Ausſichten für Dienstag, 13. Aug.: Trüb,
Regen=
ſchauer, kühl.
Tageskalender.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Ausſtellung des Deutſchen Holzarbeiter=Verbandes
Grafenſtraße 30. .
Bibliſcher Vortrag um 8½ Uhr im Zelt an der
Lindenhofſtraße.
Konzerte: Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr. —
„Perkeo” um 8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropol” um
8 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Herr
und Frau Krupp von Bohlen und Halbach; vom
Ein=
ſturz des Kraftwerks Franken bei Nürnberg; die
An=
kunft des erſten Zuges auf der Station Jungfraujoch;
die Heimkehr des Nordpolfahrers Mikkelſen
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 14. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Mohr (
Neckar=
ſtraße 4) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
Frei=
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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be=
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Geſchiedene od. hübſche junge Witwe
(evtl. 1 Kind) mit Angabe d.
Ver=
hältniſſe vertrauensvoll, wenn auch
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Vogler, A.-G., München. (16864fI
geſſ. Wittwe, mittl. Alt., wünſcht
m. ält. gutſ. Herrn in Verb. z.
tret., zwecks Heirat. Offerten unt.
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3362
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Während meiner Abweſenheit
werden die Güte haben mich
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zu vertreten:
Dr. Dietz (Eiſenbahn),
Karlſtr. 83,
Dr. Hammer,
Beſ=
ſungerſtr. 3,
Dr. Nahm,
Heidelber=
gerſtraße 83,
Dr. Kautsch,
Bleich=
ſtraße 32.
Dr. Degen.
Vehl H. Augusr un
werde ich in der ärztlichen Praxis
vertreten durch die Herren:
Dr. Bönning, Mauerſtr. 1,
Teleph. 2020,
Dr. Gros, Riedeſelſtraße 21,
Teleph. 201,
S.=R. Dr. Hoffmann,
Anna=
ſtraße 40, Teleph. 440,
Dr. Mayer, Neckarſtraße 10,
Teleph. 1187,
Dr. Nöllner, Hölgesſtr. 12,
Teleph. 1261.
Dr. Schiffer, Theaterplatz 2,
(16874soi
Teleph. 1403.
Dr. Kayser.
Von der Reise
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Dr.Bodchhermer
Von der Reiſe
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3½ Deutſche Reichsanl. . 89,70
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3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 89,70
79,80
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,25
93,10
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,30
do.
88,10
3½
do.
78,10
3
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
88,20
do.
3½
77,80
do.
3
80,20
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,30
3½
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,40
4 do. Goldrente . . . 95,50
4 do. einheitl. Rente 87,20
3 Portug. unif. Serie I 64,60
3 do. unif. Ser. III 67,70
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 95,30
4 do. v. 1905 . . 91,70
4 Ruſſen v. 1880 .
90,25
4 do. v. 1902 .
90,60
4½ do. v. 1905 .
.100,50
3½ Schweden .
88,80
4 Serbier amort. v. 1895 85,00
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,90
4 Ungar. Goldrente .
90,50
4 do. Staatsrente . . . 88,00
InProz.
Zf.
5 Argentinier
.100,89
4
do.
86,20
4½ Chile Gold=Anleihe . 90,80
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,70
do.
4½
4½ Japaner . . .
94,00
5 Innere Mexikaner . . . 95,60
3
59,00
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,10
3 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 144,70
5 Nordd. Lloyd . . . . . 122,80
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 128,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,25
8 Baltimore und Ohio . 109,00
6½ Schantungbahn . . . 130,50
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,25
6 Pennſylvania R. R. .121,80
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
.542,75
Fabrik .
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
.261,75
30 Farbwerke Höchſt . . 658,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 348,00
10 Cement Heidelberg . . 152,60
30 Chem. Werke Albert 480,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 326,10
4 Lahmeper . . . . . . . 126,25
InPro,
Letzte
divid.
7½Schuchert, Nürnberg 161,00
12 Siemens & Halske .241,00
5 Bergmann Electr. . . 140,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 170,25
0 Gummi Peter . . . . 120,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 123,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 561,00
10 Maſchinenf. Badenia 174,00
6 Wittener Stahlröhren 215,00
8 Steana Romana Petr. 144,40
15 Zellſtoff Waldhof . . 246,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
.223,80
häuſel . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 117,50
3 Südd. Immobilien . 63,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 195,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 241,40
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 181,60
10 Gelſenkirchener . . . . 203,10
8 Harpener . . . .
. 198,60
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 271,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . .
82,70
4 Laurahütte . . . . . . 176,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 166,80
1 „ Weſteregeln 208,25
7½ South Weſt Africa 143,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,40
4 Franz=Jofefs=Bahn
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,30
5 Oeſterr. Staatsbahn . 103, 10
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,70
3
do.
79,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60
4
77,25
In Proz.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,50
3 Raab=Oedenburg
77,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,20
4 Ruſſ. Südweſt. .
88,50
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
do.
87,70
4 Wladichawchas
88,50
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 77,10
4½
do.
2¼/10 Livorneſer . .
69,10
3 Salonique=Monaſtir
4 Bagdadbahn . . . . . . 83,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,90
4 Miſſouri=Pacific. . . . 71,10
4 Northern=Pacific
99,25
4 Southern=Pacifie
94,90
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,30
5 Tehuantepec . . . . . . 98,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 198,75
7 Bergiſch=Märkiſche
. 150,20
Bahn .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 168,25
6½ Darmſtädter Bank 121,90
12½ Deutſche Bank . . . 254,75
6 Deutſche Vereinsbank . 123,40
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,10
10 Diskonto=Kommandit 187,00
8½ Dresdener Bank . . 154,20
9½ Frankf. Hypoth.=B. 135,30
6½ Mitteld. Kreditbank 118,50
7 Nationalb. für Deutſchl.
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,50
5.86 Reichsbank .
.136,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . .
½ Wiener Bankverein . 134,70
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,00
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,00
4 Frankf. Hyg.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
31
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
do.
3½
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,40
S. 14, 15, 17, 24
18—23.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—6
89,00
S. 3—5
88,80
S. 9—11
88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
3½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
98,80
3½ do.
90,00
4 Frankfurt.
.100,00
3½ do.
95,00
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
98,70
Zu
do.
4 Karlsruhe
99,00
do.
88,50
4 Magdeburg
99,10
3½ do.
4 Mainz
do.
89,50
4 Mannheim
99,30
do.
88,30
4 München .
100,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
.100,00
do.
88,60
4 Offenbach .
-
Zf.
In Proz.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden . . .. . 99,40
3½ do.
98,50
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 134, 16
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 134,30
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,90
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
3½ Raab=Grazer fl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
fl. 7
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder
Fs. 10 —
do.
Meininger .
ſl. 7 35,50
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 519,00
do. v. 1858f1.100
Ungar. Staats . . fl. 100 360,50
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,46
20 Franks=Stücke .
16,23
Amerikaniſche Noten . . . 4,18%
Engliſche Noten . .
20,46
Franzöſiſche Noten.
81,10
Holländiſche Noten.
169,55
Italieniſche Noten . . . . 80,10
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto . . . 4½
Reichsbank=Lombard Zsk. 5½
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H. Weſtens Sälde (Dittmar), 2. Abelard (Gagelmann),
3. Cockney (Torke). Tot. 85:10. — Preis vom Schloß;
2500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herren K. und A.
Utzſchneiders Samhara (Torke), 2. Henry Clay (
Ditt=
mar). Tot. 16:10. — Burggraf=Jagd=Rennen; 2500 Mark,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Herren E. und G. Buggenhagens
Sadi (Weishaupt), 2. Beſſy (Prater), 3. Hades (M.
Seiffert). Tot. 23:10. — Großes Strausberger Hürden=
Rennen; Ehrenpreis und 4500 Mark, Diſtanz 3000
Me=
ter: 1. Lt. Struves Wackerlos (V. Roſack), 2. Cymbal
(M. Seiffert), 3. Schönbrunn (Th. Baſtian). Tot. 46:10.
— Roſenhäuschen=Jagd=Rennen; 2000 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Herrn G. Roſts Ghoorka (Prater), 2.
Gold=
währung (G. Lommatzſch), 3. Münchhauſen (Sandow).
Tot. 34:10. — Preis vom Waldhaus; 2500 Mark, Diſtanz
2500 Meter: 1. Herrn L. Peſchs Blumenflor (Torke),
2. Waldtraut (Streit), 3. Bascaville (Roſack). Tot. 26:10.
Rennen zu München=Riem. Preis von
Nürnberg; Ehrenpreis und 1500 Mark, Diſtanz 2400
Me=
ter: 1. Lt. von Hutſchenreuthers Goher (Beſ.), 2. Giberg
(Beſ.), 3. Wetterfeſt (Lt. Zeltmann). Tot. 39.10. — Preis
vom Kanzlerhof; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn
Schulze=Heins Arthus (Breſſel), 2. Feſttarock (Jentzſch),
3. Helmbrecht (Wedgewood). Tot. 71:10. — Preis von
Steinach; Ehrenpreis und 5000 Mark, Diſtanz 4000
Me=
ter: 1. Frhrn. K. von Bethmanns Raiſuli (Lt. Graf
Holck), 2. Doma (Beſ.), 3. Kneißel (Lt. Zeltmann). Tot.
30:10. — Preis von Perlach; 2000 Mark, Diſtanz 3250
Meter: 1. Lt. Hutſchenreuthers Parleur (Unterholzner),
2. Eilbote (Brumm), 3. Raviſſante (Schuller). Tot. 27110.
— Hunters=Flach=Rennen; Ehrenpreis und 4500 Mark,
Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. Giulinis Ahalative (Lt. von
Lotzbeck), 2. Bauernfänger (Lt. Zeltmann), 3. Argile
(Lt. Graf Holck). Tot. 50110. — Preis von Ismaning;
Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt.
Hutſchenreuthers Mon Cheri (Beſ.), 2. Ray o’Light
(Lt. von Lotzbeck), 3. Coram Populo (Dr. Rieſe).
Tot. 46:10.
Rennen zu Köln a. Rh. Caius=Rennen; 6500
Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn H. Schlöskes Kröſus
(Archibald), 2. Donnafelice (Fox), 3. Corvette (Blades).
Tot. 20:10. — Dames=Preis; Ehrenpreis und 6000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn H. von Schmieders
Tief=
land (Herr Purgold), 2. Celius (Beſ.), 3. Hiamatha
(Herr von Weſternhagen). Tot. 83110. — Rheiniſches
Zucht=Rennen; Ehrenpreis und 30000 Mark, Diſtanz 1000
Meter: 1. Königl. Württ. Priv.=Geſt. Weils Hofwarpnir
(Schläfke), 2. Meißel (F. Bullock), 3. — Reſeda (J. Lane),
3. — Emperador (Fox). Tot. 75:10. — Saphir=Rennen;
10000 Mark, Diſtanz 2200 Meter; 1. Herrn R. Haniels
Lupus (Mac Farlan), 2. Livadia (Spear), 3. Dandolo
(Every). Tot. 31110. — Hannibal=Handikap: 6500 Mark,
Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn R. Haniels Aſchanti (Rice),
2. Eccolo (Lane), 3. Norton Con (Blades). Tot. 45:10.
— Kronprinzeſſin Cäcilie=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und
10000 Mark, Diſtanz 5200 Meter: 1. Herrn A. von
Schil=
gens Athenian (Lt. von Moßner), 2. Lucky Jap (Lt. von
Görne), 3. Sparkling Hock (Lt. Graeff). Tot. 54:10. —
Preis der Stadt Köln; 9000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
1. Herrn Balduins Papyrus (Weatherdon), 2.—— Ik Earſt
(Hare), 2. — Sarenna (Schläfke), 2.— Hock (Blades)
Tot. 114:10.
Rennen zu Hannover. Auguſt=Rennen; 2800
Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Graf Ch. Weſtfahlens
Orlov (Jangl), 2. Anleihe (Raſtenberger), 3. Brangäne
(M. Aylin). Tot. 226:10. — Preis von Deiſter;
Ehren=
preis und 1500 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Rittmeiſter
von Hardenbergs Spanniſh Galleon (Lt. Krauſe), 2.
Cor=
dova (Beſ.), 3. Solid Silver (Lt. von Müller). Tot. 82:10.
Spion=Handikap; 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn
H. Junks Königsleutnant (H. Teichmann), 2. Oregon
(Raſtenberger), 3. Erfinder (M. Aylin). Tot. 114:10. —
See=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 5500 Mark, Diſtanz
4500 Meter: 1. Lt. Frhrn. von Woellwarths Pontiff
Beſ.), 2. Blondel (Beſ.), 3. Jubilee Juggins (Lt.
Streſe=
mann). Tot. 110:10. — Labrador=Rennen; 2800 Mark,
Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn P. Vidas Silvia (Smith)
2. Ruſtic (Brederecke), 3. Felix Eſto (Locht). Tot. 38:10.
Halloh=Hürden=Rennen; 2000 Mark, Diſtanz 3200
Me=
ter: 1. Lt. von Lütckens Marga (Beſ.), 2. Rabenlocke (Lt.
Wühliſch), 3. Concordia (Lt. von Bulach). Tot. 20:10.
Heidekind=Flach=Rennen; 1500 Mark, Diſtanz 2200
Meter, Abteilung I: 1. Herrn H. Suhrs Lavenius (Beſ.),
. Nana (Beſ.), 3. Valet (Beſ.). Tot. 24:10; Abteilung II:
1. Herrn Fr. MeyersDelorius (Beſ.), 2. Delikat, 3. Venus.
Rnnen zu Peſt. Direktoriums=Preis; 13000
Kronen, Diſtanz 1500 Meter: 1. Alpenroſe (Varga),
2. Vinom Rozi (Korb), 3. Mokan (Ferguſſon). Tot. 53:10.
* Radſport. Großer Preis von Berlin.
Großer Preis für Steher; Geſamtklaſſement: 1. Lavalade
115,510 Klm., 2. Janke 111,870 Klm., 3. Günther 106,800
Kilometer, 4. Vanderſtuyft 105,870 Klm., 5. Stellbrink (
ge=
ſtürzt). Großer Preis für Flieger; Geſamtklaſſement:
1. Rütt 12 Punkte, 2. Ellegaard 14 Punkte, 3. Hourlier,
4. Moretti, 5. Lorenz je 16 Punkte, 6 Otto Meyer 19
Punkte. Tandem=Rennen: 1. Ellegaard=Moretti, 2. Otto
Meyer=Rütt ¾ Lg., 3. Hourlier=Lorenz, 4. Peter=Arend.
Die Mainzer Radrennen waren am
Sonn=
tag trotz des regneriſchen Wetters ſehr gut beſucht. Der
Jubiläums=Preis, ein Dauerrennen über 100 Kilometer,
mußte infolge des Regens auf dreimal 20 Kilometer
ver=
kürzt werden. Der Leipziger Ebert gewann alle drei
Läufe überlegen gegen ſeine beiden Konkurrenten Weiß
und Wißmann. Im einzelnen waren die Reſultate:
1. Lauf: 1. Ebert 20:25, 2. Weiß 300 Meter, 3. Wißmann
3½ Runden zurück. 2. Lauf: 1. Ebert 20:08/ 2. Weiß 1¾
Runden 3. Wißmann 5 Runden zurück. 3. Lauf: 1. Ebert
19:58,2, 2. Weiß ¾ Runde, 3. Wißmann 4 Runden zurück.
Der Goldpokal von Breslau, ein
Dauer=
rennen über 100 Kilometer, zeigte als beſten Mann den
Amerikaner Walthour, der bis zur 97. Runde die Spitze
hatte, aber dann durch Raddefekte um einen ſicheren Sieg
gebracht wurde. Scheuermann übernahm dann die
Führ=
ung, die ihm aber nach ſcharfem Kampf durch Linart bald
wieder entriſſen wurde. Der Belgier ſiegte in 1:23:44½
vor Scheuermann 300 Meter, Walthour 1450 Meter und
Guignard 1550 Meter zurück. Den Wratislawia=Preis
über 30 Kilometer holte ſich H. Przyrembel in 27103 vor
L. Vanderſtuyft 300 Meter, Hall 1580 Meter und Thomas
30 Runden zurück. Ein drittes Dauerrennen, den Sileſia=
Preis über 50 Kilometer, gewann der Engländer Hall
in 46:15 vor H. Przyrembel 290 Meter, Thomas 2100
Meter und L. Vanderſtuyft 2400 Meter zurück.
Auf der Pariſer Buffalobahn ſtartete der
Berliner Demke zum zweiten Male in einem 100
Kilo=
meter=Rennen. Der Berliner lieferte zwar ein gutes
Rennen, wurde aber durch zwei Reifenſchäden ſo
ge=
handikapt, daß er mit 27 Runden Verluſt als Dritter
einkam. Seres, der Spezialiſt der Buffalobahn, war
allen ſeinen Gegnern weitaus überlegen und gewann in
1 Stunde 22 Minuten 48,2 Sekunden (Bahnrekordzeit),
Zweiter wurde Contenet 17 Runden, Dritter Demke 27
Runden, Vierter Goor 28 Runden und Fünfter
Darra=
gon 45 Runden zurück. Das Rennen für die alten
Fah=
rer gewann Seigneur vor Tribouillard und Delrieux,
während das Rennen für die Jüngeren von Vedrine vor
Rudi Ruß und Fuentos gewonnen wurde. Das
Troſt=
fahren ſicherte ſich Martin vor Touſſaint und Rohmer.
Kramer ſchlägt Friol. Der franzöſiſche
Meiſter=
fahrer Friol, der ſich zurzeit in den Vereinigten Staaten
befindet, um an den dort ſtattfindenden
Radweltmeiſter=
ſchaften teilzunehmen, hat auf dem Velodrom von
Ne=
wark nach einer Reihe ſchöner Erfolge die erſte
Nieder=
lage erlitten. Der Franzoſe beſtritt in Anweſenheit von
zirka 15000 Zuſchauern ein Match in zwei Längen gegen
den berühmten Amerikaner Franz Kramer. Kramer
ge=
wann beide Läufe ganz leicht. Friol hat Kramer ſofort
um Revanche gebeten.
* Golf. Vom 5. bis 8. Aug. fand in Bad
Nau=
heim ein Golf=Turnier ſtatt, das einen ſehr befriedigen=
en Verlauf nahm. Es dürfte intereſſant ſein, zu
erfah=
ren, daß der einzige deutſche Spieler, Konſul Nolte aus
Bremen, zwei Preiſe erzielte. Konſul Nolte iſt Vorſtand
des Bremer Golfklubs, deſſen Platz ſich einer allgemeinen
Beliebtheit erfreut. Mit drei Preiſen ging Mr. Fagan
(London) aus dem Turnier hervor, einem 1. Preis und
zwei 2. Preiſe. Mr. Fagan weilt mit ſeiner Familie hier
zur Kur. Der Gewinner im erſten Spiel, Mr. Colſton
(Cincinnati), war, wie man uns mitteilt, Oberſt und hat
als Mitkämpfer der amerikaniſchen Südarmee im eivil
war den linken Arm dicht unter der Schulter verloren,
was aber ſeine vorzüglichen Leiſtungen im Golfſpiel nicht
beeinträchtigt. Er iſt ſeit zehn Jahren Präſident des
Cincinnati= und des Queen City=Golfklubs. Ein ſehr
guter Spieler war auch Mr. Forbes (Smyrna), der den
dritten Preis am zweiten Tag gewann. Er begibt ſich
von hier nach Oberhof, um dort dem Golfſpiel in dem
neu erbauten Golfklub=Heim weiter obzuliegen. Dr.
Kee=
gan, der im Approaching den erſten Preis gewann, iſt der
ekannte Arzt aus Rocheſter. Den erſten Hauptpreis der
Kurverwaltung gewann Mr. Jarz (London), der mit
ſeinem Konkurrenten Mr. Liebmann (New=York) mehrere
Male unter gleichen Punkten den Kurs abſolvieren mußte.
Der zweite Hauptpreis, der Mr. Liebmann zufiel, war
on Juwelier Rabe (Bad Nauheim) geſtiftet. Beſonders
verdient um den guten Verlauf des Turniers haben ſich
der Mairman der bekannte Bad Nauheimer Arzt Dr.
Honan (Auguſta, Georgia), der ſich auch am Spiel ſelbſt
beteiligte, ſowie der hier zur Kur weilende amerikaniſche
Augenarzt Dr. Croß (Cincinnati) und Mr. Perkins (
Cin=
cinnati) als Schiedsrichter gemacht.
Gewinnanszug
der
1. Dreußiſch-Küddeutſchen
(227. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
2. Klaſſe 2. Ziehungstag 10. Auguſt 1912
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten)
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
96 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 20000 Mk. 149577
2 Gewinne zu 5000 Mk. 126109
2 Gewinne zu 3000 Mk. 69566
2 Gewinne zu 500 Mk. 112209
12 Gewinne zu 400 Mk. 12246 27590 53056 63222
129519 166517
28 Gewinne zu 300 Mk. 2876 6323 13643 37969
56993 62549 83823 105760 123090 136849 160018
170716 186731 188999
90 Gewinne zu 200 Mk. 223 1158 2169 5281
11453 17175 17290 17468 18670 22454 26118 28487
84875 34914 36101 38662 42788 46707 50196 51844
52266 67619 69176 72620 73122 77385 89188 92896
94287 98144 110266 110281 117149 121525 130987
132832 135967 140787 155922 161036 163455 172009
176107 183577 184711
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
96 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 158551
2 Gewinne zu 5000 Mk. 192852
2 Gewinne zu 1000 Mk. 13709a
4 Gewinne zu 500 Mk. 104857 153463
14 Gewinne zu 400 Mk. 9601 57879 87379 96698
111088 181393 193376
24 Gewinne zu 300 Mk. 308 45559 53774 58209
63918 94003 103576 114812 147495 150876 165481
182368
54 Gewinne zu 200 Mk. 1335 1800 11769 33082
37675 40858 41362 48246 56231 66880 79036 79418
87747 95612 96761 99571 101882 120078 122256
29126 133129 147286 155501 160841 161341 179599
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Bekanntmachung.
Die nachſtehende Verordnung bringen wir zur öffentlichen Kenntnis.
(16993
Darmſtadt, den 7. Auguſt 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Verordnung,
die Ausführung des Jagdſtrafgeſetzes, insbeſondere Ausdehnung der Hegezeit
für Muffelwild (Ovis Musimon) betreffend.
Im Anſchluß an die Verordnung vom 2. September 1893 (Reg.=Bl. S. 129 f.)
und die Verordnung vom 9. März 1912 (Reg.=Bl. S. 45) wird als Ausnahme von der
allgemeinen Hegezeit beſtimmt:
Die Hegezeit für Muffelwild wird bis auf weiteres auf das ganze Jahr
ausgedehnt.
Darmſtadt, den 27. Juli 1912.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
In Vertretung: Hölzinger.
Ruppel.
Bekanntmachung.
Wir machen wiederholt auf das vorausſichtlich am 1. Januar 1913 in Kraft
tretende Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte (Reichsgeſetzblatt von 1911 S. 989)
auf=
merkſam und verweiſen auf unſere Bekanntmachung vom 5. Juni 1912 (
Amtsverkün=
digungsblatt Nr. 69) Zſffer 8 Abſ. 4.
Hiernach hat der zu Verſichernde die Abgabe einer Aufnahme= und
Verſiche=
rungskarte bei der für ihn zuſtändigen Ausgabeſtelle zu beantragen und die
Auf=
nahmekarte ſelbſt auszufüllen.
Durch Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 11. Juli 1912
ſind als Ausgabeſtellen beſtimmt:
a) für Verſicherte die nach dem Vierten Buch der
Reichsverſicherungs=
ordnung verſichert ſind, dieienigen Stellen die für die Ausſtellung der
Quittungskarten zuſtändig ſind (die zur Zeit noch beſtehenden
Gemeinde=
krankenverſicherungen, Orts=, Betriebs= und Innungskrankenkaſſen).
b) für alle übrigen Verſicherten die Großh. Bürgermeiſtereien.
Wir fordern alle in Betracht kommenden Verſicherungepſlchtge auf, bei der
für ſie zuſtändigen Ausgabeſtelle eine Aufnahmekarte, der eine kurze Belehrung über
die Ausfüllung der Aufnahme= und Verſicherungskarte beigefügt werden wird,
abzu=
holen und nach deren Ausfüllung zum Zweck der Ausſtellung einer
Verſicherungs=
karte der Ausgabeſtelle wieder zurückzugeben.
Es empfiehlt ſich für die Verſicherten, ſich alsbald Verſicherungskarten zu
be=
ſorgen, da zu den im Monat Oktober ſtattfindenden Wahlen der Vertrauensmänner
der Angeſtelltenverſicherung nur ſolche Verſicherte zugelaſſen werden, die im Beſitz
einer Verſicherungskarte ſind.
Darmſtadt, den 7. Auguſt 1912.
(16880sid
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 12. Juli 1912.
(15644a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 12. bis 19. Auguſt 1912.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
Ueber das ganze
12. Aug. Montag
50 V.1050
Feldartillerie
Abſperr=Gelände
13. Aug. 1 Dienstag
900 V.
14. Aug. Mittwoch
Bis zum Land=
16. Aug. 1 Freitag
Infanterie
graben
17. Aug. 1 Samstag
19. Aug. 1 Montag
1000 V. 400 N
Großh. Landes-Baugewerkſchule
Darmſtadt.
Die Schule iſt eine Staatsanſtalt und umfaßt je 5 Klaſſen.
Gründliche Ausbildung im Hochbau und Tiefbau. Pflege der heimat:
lichen Bauweiſe.
Vorbereitung für die mittlere Beamtenlaufbahn im Baufache.
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind
den=
jenigen der Königl. Preußiſchen Baugewerkſchulen gleichgeſtellt.
Semeſterdauer 20 Wochen. Unterrichtsgeld 100 Mark. Das
Winterſemeſter beginnt am 3. Oktober d. Js.
Schluß der Anmeldefriſt 15. September.
Programme und Anmeldeformulare ſind durch die Direktion,
(16084
Darmſtadt, Neckarſtraße 3, zu erhalten.
Die Direktion.
Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron, Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
6775a
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
Kurse: Anf. jed. Viertelj. — Einzelunt.: jederzeit.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 14. Auguſt 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
gaſſe) öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung:
Einen Schreibtiſch, eine Bank mit Rohrſitz, 2
Zughänge=
lampen, eine Partie Spezereiwaren, eine Ladeneinrichtung,
beſtehend in 2 Warenſchränken, einer Theke mit Wage und
1 Geſtell, einen Bücherſchrank mit 20 Bänden Meyers Lexikon;
ſernert einen Landauer, ein Büſet, ein Pianing, einen
Diwan mit Umbau und Seſſel, eine Kredenz. einen
Zimmer=
teppich, einen achteck. Tiſch, ein Sofa mit 2 Seſſeln und
Um=
bau, einen Prunkſchrank 2 Stühle, einen Trumeau mit
Spiegel, einen Blumentiſch, einen Bauerntiſch, 2 große
Bil=
der einen Ausziehtiſch und 6 Lederſtühle u. a. m.
Darmſtadt, den 12. Auguſt 1912.
(17011
Kapp, Gerichtsvollzieher
zu Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, I.
Ohst-Grossmärkte zu Worms a. Rh.
in Maſſen= und Qualitäts=Obſt werden abgehalten in der
mit Gleisanſchluß verſehenen
Markthalle am Rheinhafen
Montags, Mittwochs und Freitags, nachmittags 3 Uhr.
*Der erſte Großmarkt findet
Mittwoch, den 14. Auguſt I. Js.,
nachmitags 3 Uhr ſtalt.
(16985fl
Vom Umbau des Ladens den
Firma Gebr. Neu, Ludwigspl. 9
ſind ſofort 2 große Erkerrahmen mit Staubfenſter,
Ladentüre, Rolläden und Markiſe ꝛc. billigſt ab=
(16968
zugeben.
Näheres Architekt Gg. Scherer, Rheinſtr. 47.
Oeffentliche Impfung.
Unentgeltliche Impf= und
Nach=
ſchautermine finden, ſolange
Be=
dürfnis, jeden Mittwoch,
nach=
mittags von 5 Uhr ab, im
Schul=
haus in der Rundeturmſtraße
für im Vorjahr geborene, ſowie
für ältere mit der Impfung im
Rückſtande verbliebenen Kinder
(13179a
ſtatt.
Darmſtadt, den 11. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
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mit Tisch 15 Mark
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2 Stühle, 1 Flurſtänder, 1
Waſch=
kommode bill. zu verkfn.
Rhein=
ſtraße 47, III., Vrdrh. (*3350ids
o mittl. Figur, noch
Anzuge wie neu, zu verk.
Mauerſtraße 10.
*3348)
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(Neckarſulm) 2½ Ps, mit vollſtänd.
neuem Antrieb, iſt ſehr billig zu
verkaufen. Näh. Paul Dassler,
Eberſtadt, Darmſtädterſtr. 52. (*3344
Bekanntmachung.
Dienstag, 27. Auguſt 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Jakob Weicker
Ehe=
leuten zu Darmſtadt, in der
Ge=
markung Beſſungen gelegenen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
IV 52¾/10 1306 Acker im
Soder,
IV 285/100 393 Werkſtätte m.
Hofraum,
Friedhof=
Allee,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
ein der Schätzung enlſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 13. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (V16570
Sekauntnachung.
Dienstag, 27. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Steinmetzmeiſter Jakob
Weicker Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 949//10 304/10 Hofreite Nied.=
Ramſtädter=
ſtraße Nr. 50,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K142/11
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nichtentgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, den 12. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V16569
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter,
Ab=
teilung 4, wurden folgende
Ein=
träge vollzogen:
1. Am 7. Auguſt 1612.
Hinſichtlich der Firma:
Herm. Heinmüller,
Darm=
ſtadt.
Wilhelm Heinmüller, Kaufmann,
Max Roth, Kaufmann, beide in
Darmſtadt, ſind zu
Geſamtproku=
riſten beſtellt.
2 Am 8. Auguſt 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Guſtav Groß Nachf.,
Darmſtadt.
Offene Handelsgeſellſchuft.
Emil Andreas Schäffler,
Kauf=
mann in Darmſtadt, iſt am
27. Juni 1912 als werſönlich
haf=
tender Geſellſchafter in die
Geſell=
ſchaft eingetreten. Dem
Geſell=
ſchafter Emil Andreas Schäffler
ſteht die Geſchäftsführung allein zu.
Die Prokura des Emil Andreas
Schäffler, Kaufmann in
Darm=
ſtadt, iſt erloſchen. (16976
Darmſtadt, 8. Auguſt 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt, I.
Grosser
Stollwerk-Automat
mit 8 Einwürfen billig zu verk.
Wo? ſagt die Exp. d. Bl. (*337)
u Tiſch m. Schubl., Stühle, 1. Nach.t
A tiſch m. Marmorpl. bill. z. verk=
Ahaſtr. 12, Hth., 1. St. r. (*3392
Mighiche des Gbeweibliat, Sluſfrundet
Ihr Alle habt Kenntnis von dem Jammer, der über ein
blühendes Tal unſeres Klubgebietes hereingebrochen iſt. Unzählige
Male ſind wir auf unſeren Märſchen durch das traute Dörſchen am
Rodauſtrand hindurch gezogen und haben fröhlichen Gruß getauſcht
mit den freundlichen Bewohnern. Nun iſt ein namenloſes Unglück
über ſie gekommen, ein Unglück, das jede Lebensäußerung
nieder=
hält und lähmt angeſichts der Ausſichtslofigkeit einer wirkſamen
Selbſthilfe.
Wohl verſichert man unſere Brüder allenthalben der wärmſten
Teilnahme. Komites und Sanierungskommiſionen haben ſich
ge=
bildet, Regierung und Landtag werden mobil gemacht. Es iſt auch
kein Zweifel, daß alle dieſe Faktoren von dem beſten Willen beſeelt
ſind, zu heiſen und daß ihren vereinten Bemühungen es auch
ge=
lingen wird und gelingen muß, einen Weg zu finden, der zu einem
tröſtlichen Ziele führt. Aber die Größe und Schwierigkeit der
Auf=
gabe bringt es mit ſich, daß Wochen und Monate über all den
unerläßlichen Veratungen und Erwägungen vergehen, und es iſt den
armen Opfern der Kataſtrophe nicht zu verdenken, wenn ſie die
Ge=
duld und den Glauben an ihre Rettung verlieren.
Klubgenoſſen, Klubfreunde! Wir ſprechen Euch gewiß aus der
Sele, wenn wir in dieſer ernſten Stunde Euch auf die Schanzen
rufen! Wir bilden uns natürlich nicht ein, von uns aus das Problem
löſen zu können. Was wir wollen, das iſt ein Anfang, ein Bruch
des Stadiums der Ungewißheit, eine Tat, die unſeren Brüdern den
Mut wiedergibt und das Vertrauen, daß alles doch noch zu einem
guten Ende führt.
Wir wollen für unſere Brüder im Modautal, mit denen uns
die Liebe für unſere ſchöne Heimat verbindet, ein größeres Kapital
ſammeln und damit zu erreichen ſuchen, daß ſie im ererbten Beſitz,
in Haus und Hof verbleiben und mit neuer Zuverſicht auf eine
beſſere Zukunſt weiterwirtſchaften können. Wir wollen ihnen damit
zeigen, daß wir nicht nur Freunde ihrer Wälder und Fluren,
ſon=
dern, daß wir bereit ſind, ihnen auch Opfer zu bringen. Gebe jeder,
was er glaubt für den guten Zweck entbehren zu können. Jede
Spende iſt wilkommen. Unſer mitunterzeichneter Rechner, Herr
Kaſſier Loewe, iſt gern bereit, ſie in Empfang zu nehmen. Auch
werden in Kürze Sammelliſten in Umlauf geſetzt werden.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1912.
Der Vorſtand der Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs.
Bürgermeiſter Mueller, Vorſitzender.
Redakteur Behre, Hofbuchbinder Böcher Direktor Daub, Kaufmann
2. Fiſcher, Kreisſchulinſpektor Proſ. Kifinger, Oberlehrer Dr. Köſer,
Maler R. Klump, Kaſſier Loewe, Major Maaß, Sanitätsrat
Dr. Maurer, Rentner Pietz, Gerichtsſchreiber=Aſpirant Schrauth,
(16994
Fabrikant Zentner.
1 Waagon Steintöpfe
32
eingetroffen. Ebenſo eine große Partie Einmach=
und Geleegläser. Dieſelben werden noch billigst
abgegeben. Verſandt nach allen Stadtteilen. (17012idf
Ecke Pankratius-
Hans Neuroh, und Wenckstr. 2.
Eine Wohltat
für Kranke wie Gesunde
Salbe
Mk. 1.30
„, 1.30
„Pillen
Derr Zäpfchen
„, 2.00
Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippontellentzündung, Blinddarm- und
Bauchtellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschweilung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Schwester K. Sedlmair.
Darmstadt, 3. Juni 1910.
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(Nachdruck verboten.)
37)
Großvater da bin ich.
Ach, Suſanne, dieſe Freude! Du glaubſt gar nicht,
wie mir das Kind fehlt. Es iſt, als ob ſeine kleine,
ſelbſt=
bewußte Perſönlichkeit das ganze Schloß mit Leben
ge=
füllt hätte. Und dann auch noch Anna fort! Die weiß
mich immer zu unterhalten, wenn die trüben Augen den
Dienſt verſagen, und die Beine nicht mehr fort wollen.
Nun ſpielen wir wieder alte Zeit, Suſanne, als wir beide
noch miteinander allein waren.
Im Frühjahr ſind es zwei Jahre geweſen.
Zwei Jahre, Suſanne, es iſt kaum zu glauben. Mir
kommt es vor wie eine Ewigkeit.
So ſaßen ſie zuſammen wie in früheren Tagen, aber
das Vergangene war nicht wieder zu erwecken, das Heute
war nicht mehr das Geſtern. Wie ſollte Suſanne jemals
ihre Liebe vergeſſen! Großvater rührte nie daran, als
ob er annähme, ſie ſei geſtorben?
Es gab ſo viel auf Altenwerder, an das nicht gerührt
werden durfte. Bergangenheit und Gegenwart barg der
Klippen ſo viele für eine vertraute Unterhaltung. Was
ſollte auch Suſanne weiter viel fragen. Daß Friedrich
Wilhelm an ſeiner Ehe unheilbar krankte, das hatte ſie
bei ihrem letzten Hierſein klar durchſchaut. Ihr war in
dem Lehrjahre in Berlin der Blick für menſchliche
Schwä=
chen und Sünden traurig geſchärft worden, und ſie wußte,
daß, wenn ein Mann ein ſchönes Weib, das ihn liebt, nicht
mehr begehrt, alles das in ihm für ſie geſtorben ſein muß,
was ihn zu ihr hingezogen hatte.
Suſanne brauchte auf Anna nicht eiferſüchtig zu ſein,
dieſe war nur tief zu bedauern. Aber wie, wenn ſich jetzt
das leichtſinnige Blut wieder regen würde, wo ſie ganz
ohne Aufſicht war?
Warum iſt Dörthe nicht mit nach Wyk gegangen,
Großvater? Sie ſorgt ſo gut für Bubi.
Ich ſchlug es vor, da die treue alte Seele wirklich ihre
Verdienſte hat, aber Anna ſträubte ſich derart gegen die
Mitnahme dieſer ihr, wie ſie ſagte, ſo unſympathiſchen
Perſon, daß ich davon abſehen mußte.
Und was ſagt Friedrich Wilhelm dazu?
Nichts.
Es war nur ein Wort, aber wie es der alte Herr halb
ärgerlich, halb zornig herausſtieß, beſagte es ſo viel, wie
eine lange Rede.
Wird Friedrich Wilhelm ſie in Wyk aufſuchen?
Nein, er denkt nicht daran, trotzdem Anna ihn
flehent=
lich gebeten hat.
Suſanne ſchwieg. Wozu an all das Traurige rühren,
das in dieſer erzwungenen Ehe zwiſchen Mann und Frau
lgg. Bagewitz ließ plötzlich ſein kluges Auge forſchend auf
der Enkelin ruhen. War ſie ſich bewußt, wie böſe dieſe
Sache ausgegangen war?
Friede und der notwendige Schein wurden notdürftig
gewahrt, das war aber auch alles. Als ob ſie ſich ihre
Gedanken von der Stirn geleſen hätten, begannen ſie
plötz=
lich von Wilhelm zu ſprechen, und ſo kam endlich die
Un=
terhaltung in Fluß. Zuletzt berichtete Suſanne allerlei
Launiges aus ihrem Berufsleben und verriet dem
behag=
lich ſchmunzelnden Herrn auch zuletzt, wen ſie ſich
mitge=
bracht hatte.
Alſo richtige Lumpenbagage, ſcherzte er, aufſtehend.
Na, mir ſoll es recht ſein, Kind, wenn es Dich ſo froh
macht. Aber einmal muß ich es Dir doch ſagen.
Tauſend=
mal klüger hätteſt Du gehandelt, wenn Du anſtatt der
vielen armen Geſchöpfe einen Einzigen ſo recht von Herzen
glücklich gemacht hätteſt. Jetzt könnten Deine Arme auch
ſchon Deinen Erſtgeborenen wiegen wie drüben in der
Oberförſterei die liebe kleine Frau Hilde.
Großvater, wir konnten doch Onkel Wilhelms Kind
nicht vor der Tür ſtehen laſſen.
All ihre mühſam erlernte Selbſtbeherrſchung fiel von
der ſtolzen Seele ab wie ein geliehenes Gewand, ſo daß
ſie zitternd und ſchluchzend daſtand wie ein echtes
ſchwa=
ches, um all ihr Glück betrogenes Weib.
Suſanne! Ach, Du mein armes Kind, das habe ich
nicht gewollt.
Er preßte ſie in ſeine Arme und küßte ihre Stirn, er
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bis ſie zur Ruhe gingen. Ergebung, die das
Unabänder=
liche eines ſelbſt gewollten und ſelbſt verſchuldeten
Schick=
ſals mit ſich bringt, lag in müder Verklärung auf dem
alten und jungen Geſicht, als ſie ſich trennten.
Die nächſten Tage vergingen Suſanne in emſiger
Ar=
beit für das Wohl ihrer Pflegebefohlenen. Die Stunden
wurden feſt eingeteilt, eine junge Kraft aus dem Dorf für
die Aufſicht gewonnen und Dörthe als oberſte Behörde
an=
geſtellt. Der Großvater ſaß oft als Zuſchauer im Park
an dem großen Rund, wo die Kinder ſpielten, es vertrieb
ihm die Langeweile. Er bedauerte nur, daß Bubi das
nicht miterleben durfte.
Ich kann ja neue herſchicken, Großvater, ſchlug
Su=
ſanne vor.
Nein, nein, wehrte er ängſtlich ab. Wenn Du nicht
da biſt, iſt die Verantwortung zu groß. Und Anna —
Ja die frühere Wronka wäre allerdings für ſo etwas
nicht zu haben geweſen. Ließ ſie ja ſogar der Beſitz ihres
eigenen entzückenden Knaben ganz kühl. Wenn ſie mal
in Sachen des Kindes Eiferſucht zu zeigen für richtig hielt,
ſo war es nur, um ſich als Gekränkte und böswillig
Ver=
laſſene aufzuſpielen. Das wußte ihr Mann auch nur zu
gut, und es bedrückte ihn gar nicht, daß er ihr Wilhelm ſo
Mene e 2 eten n e te e
ter war eine Gefahr für ihn, ſchlimm genug, daß Friedrich
Wilhelm die Reiſe nach Wyk zugeben mußte. Noch zeigte
ſich bei dem Kleinen gar keine Aehnlichkeit mit dem
Cha=
rakter Annas, nur die Liebenswürdigkeit, das vertraulich
Entgegenkommende gegen jeden, der ihn nur freundlich
anſah, erinnerte an ſie und ihre einſchmeichelnde Art.
Von früh bis ſpät war Suſanne um den alten Herrn,
und ſo traf ſie auch die Botſchaft aus der Oberförſterei
auf der Terraſſe, wo ſie den Tee nahmen.
Suſanne, rief Bagewitz erfreut, als er das Schreiben
las. Wir ſind heute über acht Tage zur Taufe in
Roten=
ſande eingeladen.
Ich — ich kenne die Herrſchaften kaum.
Sie haben Dein Hierſein erfahren und bitten
beſon=
ders herzlich um Dein Mitkommen. Johann, ſagen Sie
dem Boten, das gnädige Fräulein und ich würden mit dem
größten Vergnügen zu dem Feſt erſcheinen.
Du willſt hin, Großvater? fragte Suſanne, als der
Diener gegangen war.
Natürlich, Kind, Rauch iſt mein beſonderer Freund.
Eine Taufe und zwar die des Erſtgeborenen, das gibt ein
frohes Feſt. Wir ſtehen ja ſo intim miteinander, auch
Friedrich Wilhelm mit unſerer lieben Frau Hilde. In
letzter Zeit war der Verkehr begreiflicherweiſe ein wenig
in Sieien genutn. Anr mm ſt ot Hibe wieher au
demn Koſen. We wiro Bubt ſich wer den ſenen Kei
freuen, bis jetzt gab es auf der Oberförſterei nur junge
Hunde, einen zahmen Fuchs und dergleichen zu
bewun=
dern. Nein, Kind, bei dem Umgang ſind wir die
Empfan=
genden, und Rauchs die Gebenden. Liebe, vornehme
Men=
ſchen ſind es.
Und der Onkel?
Ah, Du meinſt Graf Hachfeld! Das iſt ein ganz famoſer
Kerl, Suſanne, der bringt Leben in die Bude.
Mag Friedrich Wilhelm ihn auch leiden?
Ich glaube nicht, ich begreife nicht, was er gegen ihn
hat. Sie kennen ſich ſchon von früher, vielleicht ſtammt
der Grund zu der Abneigung von damals.
Stimmt Anna gut mit der jungen Frau zuſammen?
Großvater lachte ein wenig verlegen, ehe er erwiderte:
Du fragſt mich ja aus, wie der Unterſuchungsrichter. Nein,
aber ich glaube, da ſpielt etwas törichte Eiferſucht mit,
denn Friedrich Wilhelm widmet ſich bei jedem
Zuſammen=
ſein ausſchließlich Frau Rauch. Anna liebt es aber, die
erſte zu ſein.
Es will mir ſcheinen, daß Anna viel durch den
Ver=
kehr gewinnen könnte, wenn ſie nur wollte.
Ja, an dem Wollen ſcheitert vieles im Leben,
Su=
ſanne.
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Leitung: Herr Obermusikmeister Rühlemann.
Aus der Vortragsfolge: Ouverture z. Op. „Das goldene
Kreuz” v. J. Brüll: Stücke aus: Der Poſtillon von Lonjumeau”
v. A. Adam, „Der Tannhäuſer” v. R. Wagner; „Verſuchs doch mal”,
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Hamburg ſchreibt am 9. Sept. 1911:
Schroff habe ich Dankſchreiben
als bezahlte Sache angeſehen, da
ich aber ſeit einem Jahr Ihr „
Na=
gut” füttere, bin ich anderer
Mei=
nung geworden. Ihr „Nagut” iſt
etwas, was durch „Nichts”
über=
troffen wird. Seit 3 Jahren habe
ich Hühner, aber zwei Sommer ſo
wenig Eier, daß ich dieſelben
ab=
ſchaffen wollte. Nachdem ich Ihr
„Nagut” füttere, legen die Hühner
ſeit November v. Js.
ununter=
brochen, ſodaß ich mir ſage, wie
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