Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
taren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die „Hohenzollern” mit dem Kaiſer an Bord
iſt geſtern morgen von Bergen nach Swinemünde
abgegangen.
Die deutſche Nationalflugſpende hat jetzt
ſchon die Höhe von 4½ Millionen Mark erreicht.
Die Abfahrt der „Hanſa” von Friedrichshafen
nach Hamburg ſollte in der vergangenen Nacht
ſtatt=
finden.
Geſtern früh iſt bei dem im Bau befindlichen
Großkraft=
werk Franken in Nürnberg das Eiſengerüſt.
der Maſchinenhalle eingeſtürzt. Unter den
Trüm=
mern wurde eine große Anzahl von Arbeitern
begraben. Bis nachmittags waren 10 Tote geborgen.
Die in der Höhe von 3457 Meter liegende Station
Jung=
fraujoch der Jungfraubahn wurde am
Don=
nerstag dem Verkehr übergeben.
England wird am 1. September ſeinen Rücktritt
von der Brüſſeler Zuckerkonvention
noti=
fizieren und am 1. September 1913 aus der Konvention
ausſcheiden.
Das Programm für eine erweiterte
Flottenver=
mehrung Portugals die 160 Millionen Mark
erfordert, wird amtlich veröffentlicht.
Politiſche Wochenſchau.
— Die Hundstage machen, ſich allmählich auch in der
Politik bemerkbar, wenngleich in einigen Ländern die
Parlamente immer noch fleißig an der Arbeit ſind. In
der Türkei, die augenblicklich im Vordergrund des
politiſchen Intereſſes ſteht, haben die Verhältniſſe in
Albanien und die dadurch hervorgerufene Kabinettskrife
die Veranlaſſung gegeben, daß die Kammer noch einmal
zuſammengetreten iſt. Es war nicht leicht, ein
Mini=
ſterium zu finden, das ſich der Mühe unterziehen will. die
aufrühreriſchen Elemente zur Raiſon zu bringen.
Aller=
dings ſtehen jetzt Männer an der Regierung, die in
der Armee und auch in der Bevölkerung großes Anſehen
genießen, denen es ferner nicht an Energie fehlt und die
ſich auch, was ſich bereits gezeigt hat, durch Drohungen
nicht zurückſchrecken laſſen. Sein erſtes Debut vor der
Kammer hat das neue Miniſterium glänzend beſtanden,
indem es mit großer Mehrheit ſich ein
Vertrauens=
votum ausſprechen ließ. Die Jungtürken wollten ſich
mit der Regierungserklärung nicht ſofort zufrieden
geben, das Miniſterium aber ließ ſich auf eine
Ver=
ſchleppung nicht ein und ſetzte auch ſeinen Willen
durch. Die Energie iſt lobenswert und wird
hoffent=
lich in anderen wichtigeren Fragen nicht erlahmen.
Was man von einem Vertrauensvotum zu halten hat,
das die türkiſche Kammer einem Kabinett ausſpricht,
hat ſich erſt vor einigen Wochen gezeigt, als der
Groß=
weſir Said Paſcha die gewaltige Mehrheit des Hauſes
auf ſeiner Seite hatte und einen Tag ſpäter geſtürzt war.
Es iſt zu wünſchen, daß Ghaſi Mukhtar Paſcha und ſeine
Miniſterkollegen das Vertrauensvotum vom Dienstag viel
länger überleben werden, als es ihren Vorgängern
be=
ſchieden war. Zu Friedensverhandlungen
ſcheint der neue Großweſir weit eher geneigt zu ſein als
ſein Vorgänger, auf welcher Grundlage die
Feindſeligkei=
ten eingeſtellt werden können, geht allerdings auch aus
ſeinen Erklärungen nicht hervor. Ebenſo unklar waren
ſeine Worte über die auswärtige Politik, die man auf
der Hohen Pforte einzuſchlagen gedenkt. Alle Anzeichen
ſind allerdings dafür vorhanden, daß der Geiſt Kiamil
Paſchas über dem neuen Kabinett ſchwebt und daß man,
wie es vorauszuſehen war, ſich wieder mehr England
nähern will.
In der recht ausgedehnten Flottendebatte
ſcheint der engliſche Premierminiſter die
Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß die Reſſortchefs
Churchill und Grey in den Reden, die ſie im Unterhauſe
gehalten haben, doch gar zu offenherzig geweſen ſind.
Asquith hätte ſonſt nicht Veranlaſſung genommen,
per=
ſönlich noch einmal die Friedensliebe Großbritanniens
zu betonen, das mit der ganzen Welt in Eintracht leben
wolle. Sichtlich wollte der Miniſterpräſident den
Ein=
druck der Reden ſpeziell der des Marineminiſters
ab=
ſchwächen, die nicht nur in Deutſchland, ſondern auch in
Deſtereich und Italien Befremden hervorgerufen
hat=
den. In den amtlichen deutſchen Kreiſen ſind Asquiths
Worte günſtig aufgenommen worden, denn es wurde
offi=
ziös erklärt, man ſei auch hier der Anſicht, daß in
gege=
benen Einzelfällen die beiden Regierungen eine
Verſtän=
digung ſuchen und finden können, unbeſchadet des
Rech=
tes, das ſie ſich wechſelſeitig nicht beſtreiten, ihren
Flot=
tenbau nach den Sicherheits= und Schutzbedürfniſſen des
eigenen Landes zu regeln. Die deutſche Regierung ſteht
alſo nach wie vor auf dem Standpunkt daß wir uns
niemals von England darüber Vorſchriften machen
laſ=
ſen, ob und welche Schiffe wir bauen werden, daß daher
auch Verhandlungen über dieſe Frage nach wie vor
zwecklos ſein werden. Davon kann übrigens ſchon
des=
halb keine Rede ſein, weil die Engländer ſtets den
Stand=
punkt vertreten werden, daß an ihrer Vorherrſchaft zur
See nicht gerüttelt werden darf.
Der engliſche Einfluß, der in Konſtantinopel
neuer=
dgs in den Verdergrund tritt, ſcheint in Kapan dem
ruſſiſchen immer mehr weichen zu müſſen. Das geht aus
den zählreichen Meldungen hervor, die an den
Aufent=
halt des ſapaniſchen Staatsmannes Katſura geknüpft
werden. Trotz aller offiziöſen Ableugnungen iſt nicht
daran zu zweiſeln, daß die Veröffentlichung eines neuen
rufſiſch=japaniſchen Bündniſſes demnächſt
zu erwarten iſt. Wenn eine Verzögerung darin
eintre=
ten ſollte, dann iſt ſie nur durch den Thronwechſel in
dem Inſelreiche des fernen Oſtens hervorgerufen, der
auch den Fürſten Katſura veranlaßt hat, ſeine
Beſpre=
chungen in Petersburg abzubrechen und nach Tokio
zu=
rückzukehren, um an den Trauerfeierlichkeiten für den
Mikado Mutſuhito teilzunehmen. Selten hat ein
Herr=
ſcher ſolche Anerkennung nach ſeinem Todg gefunden,
wie dieſer Kaiſer, für den nicht nur ſeine eigenen
Unter=
tanen aufrichtig trauern, ſondern deſſen hervorragende
Charaktereigenſchaften auch das geſamte Ausland
ein=
mütig hervorhebt. Für den Sohn des dahingeſchiedenen
Monarchen, den nunmehrigen Kaiſer Joſhihito, wird es
keine leichte Aufgabe ſein, das Land auf der Höhe zu
erhalten, auf der er es bei ſeinem Regierungsantritt
übernommen hat. Der Thronwechſel hat ſich in aller
Ruhe vollzogen, wie es in einem ſo geordneten
Staats=
weſen nicht anders zu erwarten war.
Die Rußlandreiſe des franzöſiſchen
Miniſterpräſidenten.
*⁎* An dieſem Sonntag wird ſich Herr Poincaré,
welcher ſeit Januar d. Js. Miniſterpräſident und
Mini=
ſter des Aeußern der franzöſiſchen Republik iſt, in
Dünkirchen auf dem Panzer „Condé” einſchiffen, um in
Petersburg einen offiziellen Beſuch
abzu=
ſtatten. Man empfindet an der Seine das Bedürfnis,
die Freundſchaft und Allianz mit Rußland etwas
aufzu=
friſchen, und dieſes Bedürfnis iſt nach dem Beſuche Kaiſer
Wilhelms in Baltiſchport und nach der mehrtägigen
An=
weſenheit des deutſchen Reichskanzlers in Rußland noch
dringender geworden, denn die Franzoſen könnten ja
ſonſt glauben, daß ſie bei dem Alliierten an der Newa
ins Hintertreffen gekommen ſeien. Herr Poincaré will
alſo ſeinen Landsleuten und der Welt zeigen, daß das
Bündnis mit Rußland trotz aller Freundſchaften, die
letzteres unterhält, noch fortbeſteht. Was er ſonſt noch in
Petersburg will, ob er dort eine beſtimmte Miſſion zu
erfüllen hat, läßt ſich natürlich nicht ſagen. Wir neigen
der Anſicht zu, daß es ſich lediglich um einen
Höflichkeits=
beſuch handelt, wenn auch bei ſeiner Ankündigung die
Pariſer Preſſe munkelte, die Fahrt Poincarés werde von
großer politiſcher Bedeutung ſein, alle Mißverſtändniſſe
in den Beziehungen beider Länder zueinander
ausglei=
chen und der Löſung verſchiedener ſchwebender Fragen
dienen. Danach müſſen alſo im Laufe der Zeit
Miß=
verſtändniſſe zwiſchen Frankreich und Rußland
hervor=
getreten ſein, was vielleicht mit den vor einiger Zeit
verbreiteten und dann wieder dementierten Gerüchſtan
vom Rücktritt des franzöſiſchen Botſchafters Georges
Louis in Petersburg zuſammenhängt.
Wie geſagt, ſehen wir in der Reiſe Poincarés an
die Newa nichts beſonderes Auffälliges und
Außerge=
wöhnliches. Die Diplomatenbegegnungen ſind ja —
wir möchten beinahe ſagen — etwas alltägliches
gewor=
den. Ruſſiſche Staatsmänner weilen häufig in Paris,
indem ſie dem Zuge nach dem Weſten folgen, und da ſeit
der Fahrt Falliéres nach Rußland nun ſchon vier volle
Jahre verſtrichen ſind, eine neue Reiſe des
Staatsober=
haupts aber nicht opportun erſcheint, ſo iſt Herr Poincaré
am nächſten berufen, durch perſönliche Anweſenheit in
Petersburg den Ruſſen zu zeigen, daß ihnen das Herz
Frankreichs in ſteter, unentwegter Freundſchaft
entgegen=
ſchlägt. Daß der franzöſiſche Staatsmann an der Newa
einen ausgezeichneten Empfang finden und viel gefeiert
werden wird, iſt ſelbſtverſtändlich. Deutſchland
kann dem allen, auch wenn die Begeiſterung bei
Poin=
carés Anweſenheit in Rußland aufs höchſte ſteigt und
an der Seine den lauteſten Widerhall findet, gleichmütig
entgegenſehen, denn wir wiſſen ja, daß an der
internatio=
nalen Politik Rußlands nichts geändert werden wird,
nachdem dieſes Jahrzehnte hindurch den Verführungen
widerſtanden hat, als Alliierter Frankreichs in Europa
Unfrieden zu ſtiften. Wir gönnen den Franzoſen, die
an dem ruſſiſchen Bündnis ſchon manche Enttänſchung
erlebt haben, die Freude, ihren Miniſterpräſidenten von
den maßgebenden Petersburger Kreiſen und vom Zaren
mit Ehren aufgenommen zu ſehn. Auch daß Herr
Poincaré den bequemen Weg durch Deu’ſchland
ver=
ſchmäht und lieber die ganze ezropäiſche Küſie von
Dünkirchen bis Kronſtadt umſegelt, um ans Ziel zu
ge=
langen, ſoll uns nicht weiter kränken; er muß den
Chau=
viniſten unter ſeinen Landsleuten dieſe Konzeſſion
machen, wenn er ſelbſt vielleicht auch ganz anders
darüber denkt.
Die Wirkung der Novelle zum Strafgeſetz
vom 19. Juni d. J., ſo leſen wir in der Tägl.
Rund=
ſchau, zeigt ſich in dem Moabiter Kriminalgericht faſt täg=,
lich in einer Weiſe, die erkennen läßt, daß es ſich um eine
Aenderung handelt, die viele Schärfen beſeitigt und das
Geſetz mehr mit dem Rechtsempfinden des Volkes in
Ein=
klang gebracht hat.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ſich ein bisher
un=
beſtrafter Mann unter der Anklage des ſchweren Diebſtahls
vor der Strafkammer zu verantworten. Der Angeklagte
war über einen Zaun auf einen Kohlenplatz geſtiegen und
hatte ſich dort, als er ertappt wurde, gerade eine einzige
Klobe Holz im Werte von einigen Pfennigen angeeignet.
Da der Diebſtahl „mittels Einſteigens” verübt war, alſo
ſchwerer Diebſtahl vorlag, mußte der Angeklagte, der in
der bitterſten Not gehandelt hatte, zu der geſetzlich
nied=
rigſten und trotzdem aber ganz unangemeſſenen Strafe von
3 Monaten Gefängnis verurteilt werden. Der damalige
Vorſitzende, Landgerichtsdirektor Leue, verkündete dieſes
Urteil mit offenen Worten des Bedauerns über die Schärfe
des Geſetzes in derartig milde liegenden Fällen. Dieſe
mehr als drakoniſche Strenge iſt nunmehr durch die
No=
velle ein für allemal beſeitigt. Der
Diebſtahlspara=
graph, der bisher nur Gefängnisſtrafe zuließ, hat jetzt
folgende Faſſung: „Wer aus Not geringwertige
Gegen=
ſtännde entwendet oder unterſchlägt, wird mit Geldſtrafe
bis zu 300 Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten
beſtraft. Die Verfolgung tritt nur auf Antrag
ein. Die Zurücknahme des Antrages iſt zuläſſig.”
Wie ſich dieſe Aenderung bewährt, zeigten mehrere
Fälle, die in dieſen Tagen die Strafkammer beſchäftigten.
Angeklagt wegen ſchweren Diebſtahls im
ſtrafſchärfen=
den Rückfalle war ein Arbeiter. Dieſer hatte ſich vor
vielen Jahren im Leichtſinn gegen das Strafgeſetz
ver=
gangen und befand ſich nun „im Rückfall”, als er eines
Tages in der bitterſten Not, um Frau und Kinder vor
Hunger zu ſchützen, ein Stück Regengoſſe abriß, um es
als altes Zink für ein paar Pfennige im „Lumpenkeller”
zu verkaufen. Da auch dieſer Diebſtahl mittels Einſteigens
verübt war, hätte der Angeklagte, ſelbſt bei Zubilligung
mil=
dernder Umſtände, zu der niedrigſten geſetzlich zuläſſigen
Strafe von — einem Jahr Gefängnis verurteilt werden
müſſen. In der Verhandlung machte Rechtsanwalt Dr.
Karl Löwenthal auf die Novelle zum Strafgeſetz
aufmerk=
ſam und wies darauf hin, daß der Strafantrag fehle, der
nach der alten Faſſung nicht nötig war. Die Folge war,
daß das Verfahren wegen Fehlens des Strafantrags
eingeſtellt werden mußte.
In einem anderen Falle hatte eine Näherin in einem
Laden für 65 Pfg. „Perſil” geſtohlen. Es handelt ſich
um eine mehrfach vorbeſtrafte Ladendiebin, die aber ſchon
wiederholt als geiſteskrank gemäß § 51 St. G. B.
freigeſpro=
chen worden war. Auch jetzt hätte wiederum eine
koſt=
ſpielige und langandauernde Unterſuchung ſtattfinden
müſſen, deren Koſten die Staatskaſſe hätte tragen müſſen,
da die Angeklagte ſelbſt nichts beſitzt. Da hier ebenfalls
ein Strafantrag fehlte, wurde das Verfahren gegen die
Angeklagte eingeſtellt.
Außer dem Diebſtahlsparagraphen haben auch der
Betrugsparagraph und der Abſatz 2 des § 123
(Hausfriedensbruch) eine weſentliche Aenderung
und Milderung erfahren. Auch der in der Not begangene
Betrug um geringwertige Sachen (kleine Geldbeträge,
Kleidungsſtücke, Nahrungsmittel) iſt in Zukunft bloß auf
beſonderen Antrag hin verfolgbar.
Die mildernde Wirkung der Novelle zum
Strafgeſetz empfanden auch zwei junge unbeſtrafte
Leute, die in angetrunkener Stimmung auf die
Aufforde=
rung des Wirts hin nicht ſofort das Lokal verlaſſen hatten.
Die beiden unbeſcholtenen Menſchen hätten ihre in der
Alkoholſtimmung begangene Tat mit je einer Woche
Gefäng=
nis büßen müſſen, der bisherigen geringſten Strafe für
gemeinſchaftlichen Hausfriedensbruch. Da die Novelle
jetzt auch Geldſtrafe vorſieht, bleiben die jungen Leute vor
dem Gefängnis bewahrt und wurden nur zu Geldſtrafen
von je 10 Mark verurteilt.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Anguſt 1912.
Nummer 181.
Deutſches Reich.
— Die Franzoſen und der Kaiſerbeſuch
in der Schweiz. Von Berner und Züricher Blättern
wird mitgeteilt, daß auf den ſchweizeriſchen Banken ſtarke
Rückgänge der in Depots gegebenen franzöſiſchen
Kapi=
talien ſtattfinden; bei einer Züricher Großbank allein
be=
reits in Höhe von 9 Millionen. Als Grund für dieſes
auffällige Vorgehen der franzöſiſchen Kapitaliſten wurde
die Abſicht angegeben, gegen den Kaiſerbeſuch zu
demon=
ſtrieren. Von anderer Seite wird dieſe Abſicht beſtritten.
Für die, welche Schweizer inneren Verhältniſſen ferner
ſtehen, möge geſagt ſein, daß in der Zurückziehung von
Kapitalien zur anderweitigen Plazierung auf dem
Geld=
markt der Welt durchaus nichts Auffallendes liegt,
zu=
mal da jetzt den anlegenden Kapitaliſten manche größeren
Chancen anderswo geboten werden. Und wer die
Geld=
bewegung an den Schweizer Finanzinſtituten kennt, wer
Züricher Finanzverhältniſſe kennt, für den bietet ſelbſt
eine Zurückziehung von, Beträgen, wie der angegebene,
durchaus nichts Unnormales.
— Die roten Zettel des Herrn Prof. Dr.
Dade, Vor der Reichstagsſtichwahl im 3.
mecklenbur=
giſchen Wahlkreiſe hatte der konſervative
Kan=
didat Herr Profeſſor Dr. Dade rote Zettel
verbreiten laſſen, durch die den Sozialdemokraten
nahegelegt werden ſollte, daß ſie nicht für den
freiſinni=
gen Stichwahlkandidaten ſtimmen könnten; gleichzeitig
wurde darauf hingewieſen, daß die Konſervativen im
Roſtocker Kreiſe nicht für den liberalen Kandidaten
ſtim=
men würden. Die konſervative Preſſe hat den Inhalt und
die Verbreitung dieſer Zettel nicht gebilligt. Jetzt
ver=
öffentlicht auch der Wahlkreisvorſitzende des Bundes der
Landwirte den betreffenden Kreis eine Erklärung in
der es heißt: „Die roten Zettel ſind
Privatangelegen=
heiten des Herrn Prof. Dr. Dade. Der Vorſtand des
Bundes hat dieſe Maßregel weder gekannt noch
ge=
billigt.”
Die Jeſuitendebatte in der
baye=
riſche Reichsratskammer, die ein
ungewöhn=
liches politiſches Ereignis iſt, wird von der Preſſe in
dieſem Sinne kommentiert:
Die freikonſervative Poſt” ſchreibt: Niemals ſind
die geſetzgebenden Körperſchaften des Reiches, namentlich
aber der Bundesrat, von einem bundesſtaatlichen
Mini=
ſter (der ſich obendrein ſelber im Vorſitz eines der
wich=
tigſten Ausſchüſſe des Bundesrates befindet) ſchärfer
an=
gegriffen und mehr im Anſehen herabgeſetzt worden, als
es durch den bayeriſchen Miniſterpräſidenten
Freiherrn v. Hertling geſchehen iſt. Das Jeſuitengeſetz,
das vom Reichstag und Bundesrat angenommen und
vom Kaiſer verfaſſungsmäßig vollzogen iſt, das ferner
in ſeiner Auslegung ſpäterhin abermals zum Gegenſtand
bundesratlicher Erwägungen und Entſchließungen
ge=
macht worden iſt, als ein „odioſes Ausnahmegeſetz” zu
bezeichnen, „für deſſen Notwendigkeit man bisher immer
noch die Beweiſe ſchuldig geblieben” ſei, iſt im Munde
eines bundesſtaatlichen Miniſterpräſidenten eine ſo
unge=
heuerliche und bisher unerhörte Tat, daß man billig
darüber erſtaunt ſein darf, wie ein Mann von den
Jahren und der politiſchen Erfahrung Freiherrn v.
Hert=
lings eines ſolchen Mangels politiſchen Urteilsvermögens
über die Reichweite und Wirkung ſeiner Worte fähig
ſein kann. Wenn Freiherr v. Hertling recht hätte und
die geſetzgebenden Körperſchaften des Reiches ihre Geſetze
ohne jede Unterlage nach willkürlichen Stimmungen und
ins Blaue hinein erließen — wer wollte es denn da noch
den Sozialdemokraten verargen, wenn ſie auf einen
Um=
ſturz der ganzen Reichsverfaſſung binarbeiten?
Die Zentrumspreſſe feiert die Reichsratsſitzung als
einen großen Sieg des Partei=Miniſteriums Hertling
und kann ſich nicht genug tun in Angriffen gegen den
Grafen Törring, weil er den Schutz der Reichsregierung
angerufen habe. Darauf erwidert der Veteran des
baye=
riſchen Liberalismus, der Verleger der Münchener
Neue=
ſten Nachrichten, Dr. Georg Hirth: Als denkender Zeuge
der Ereigniſſe und Verhandlungen, welche zur Gründung
des Reiches und zur Errichtung der Reichsverfaſſung
ge=
führt haben, halte ich die Auffaſſung, als ob eine
An=
rufung der Reichsgeſetzgebung, des Bundesrates oder der
Reichsregierung gleichbedeutend ſei mit der Anrufung
einer „anderen” Hilfe, ſozuſagen fremder Faktoren, für
durchaus unſtatthaft und ſtaatsrechtlich unhaltbar Das
Königreich Bayern und alle bayeriſchen Staatsbürger
ohne Unterſchied des Standes und der Konfeſſion baben
nicht nur Pflichten gegen das Reich, ſondern auch Rechte
an allen Inſtitutionen desſelben, und zu dieſen Rechten
gehört auch gegebenenfalls die Anrufung der
Reichsgeſetz=
gebung der Reichsregierung. Die letztere iſt keineswegs
ein Ableger Preußens, ſondern der Kaiſer regiert hier
als verfaſſungsmäßiger Beauftragter aller
Bundesſtaa=
ten, auch Bayerns. Bayern iſt gewiſſermaßen Mitbeſitzer
des Reiches, ſeiner Inſtitutionen, auch des Kaiſers. Ich
muß es daher als einen höchſt bedauerlichen und
ſchäd=
lichen Auswuchs des Partikularismus bezeichnen, wenn
einem bayeriſchen Staatsangehörigen, wäre er auch
erb=
licher Reichsrat, aus der Anrufung der Reichsregierung
in einer Sache der Reichskompetenz ein Strick gedreht
werden ſollte.
Die nationalliberale Nationalzeitung ſchreibt: Die
logiſche Folge der Maßnahme des Freiherrn v. Hertling
iſt, daß jetzt auch jene Bayern, die in ſeinem Erlaß keinen
Bruch geltenden Rechts erblicken, die einzig mögliche
Remedur von der Entſcheidung des Bundesrates
erwar=
ten. Es gehört eine krankhafte Empfindlichkeit dazu, dieſe
ſelbſtverſtändliche und in der Reichsverfaſſung begründete
Erwartung als eine Verletzung des bayeriſchen
Patrio=
tismus hinzuſtellen. Daß dies geſchehen konnte,
war das betrüblichſte Moment und wieder iſt Freiherr
v. Hertling für dieſe traurige Gedankenrichtung, zu der
ſein eigenes Verhalten die Anregung gegeben hat,
ver=
antwortlich zu machen.
Die liberale Voſſiſche Zeitung: Was das Miniſterium
Hertling für Bayern bedeutet, darüber wird das
baye=
riſche Volk zu gegebener Stunde ſelber entſcheiden, für
das Reich und den Reichsgedanken aber iſt es ein
ſchwar=
zer Tag geweſen, an dem auf Wegen, die zu erhellen
ei=
ner ſpäteren Forſchung vorbehalten bleibt, der Führer
des Zentrums Miniſterpräſident Bayerns und damit
Vorſitzender des Bundesratsausſchuſſes für auswärtige
Angelegenheiten betroffen wurde.
Der Frankf. Ztg. wird aus Berlin geſchrieben: Der
Herr Reichskanzler in Hohenfinow wird ſich als ein
ruhi=
ger und verſtändiger Herr wahrſcheinlich ſagen: Die
Väter des bayeriſchen Jeſuiten=Erlaſſes haben ja ſelbſt
die Entſcheidung des Bundesrates angerufen; ihr müſſen
ſie ſich fügen. Warten wir ab, wie der Bundesrat
ent=
ſcheiden wird, und dann wird ſich ja zeigen, ob für das
Vorgehen des Miniſteriums Hertling die Bezeichnung
zutrifft, die der lebhafte Graf Törring=Jettenbach gewählt
hat! Für zweifelhaft hat es eigentlich nie gegolten, wie
die große Mehrheit des Bundesrates entſcheiden wird,
und darum klingt es etwas auffällig, daß Freiherr von
Hertling ſich, wie es nach den bis jetzt vorliegenden
Aus=
zügen ſeiner Rede ſcheinen kann, noch Illuſionen über die
Entſcheidung des Bundesrates hingibt. Die Sache
ver=
zögert ſich. Die authentiſche Interpretation ſcheint ein
ſchwieriges und gelehrtes Werk zu werden, mit dem, wie
wir hören, die vom Bundesrat beſtellten Referenten erſt
im Spätherbſt fertig zu werden glauben. Was
Blättern der verſchiedenſten Richtungen in den
Aeußerungen des Freiherrn von Hertling am meiſten
auffällt, das iſt, daß er nicht wie ein Staatsmann und
leitender Miniſter des zweitgrößten Bundesſtaates,
ſon=
dern einfach wie der frühere Führer des Zentrums im
Reichstage geſprochen und das vorläufig doch noch als
Reichsgeſetz beſtehende Jeſuitengeſetz mit Ausdrücken
be=
zeichnet hat, auf die die ſtrafrechtlichen Begriffe des „
Ver=
ächtlichmachens” und der „Aufforderung zum Ungehorſam
gegen Geſetze” ohne ſtaatsanwaltliche Fineſſe anzuwenden
wären.
Die ſozialdemokratiſche Münchener Poſt weiſt darauf
hin, daß es ſich hier um nichts anderes handelt, als um
den Schutz der Reichseinheit und der Reichsverfaſſung
gegen einzelſtaatliche Willkür. „Reichsrecht geht in der
Tat über Landesrecht, und wenn die Regierung eines
Einzelſtaates das Reichsrecht bricht, ſo iſt es Pflicht jedes
Reichsbürgers, das Reich gegen die Brecher des
Reichs=
rechts zu Hilfe zu rufen.”
Ausland.
Frankreich.
Franzöſiſch=ruſſiſche Marine=
Kon=
vention. Die Agence Havas meldet: Der Temps
brachte die Meldung, die franzöſiſche und die ruſſiſche
Re=
gierung hätten kürzlich wichtig= Verhandlungen bezüglie.
des Abſchluſſes einer Marinekonvention gepflogen. In
dieſer Form iſt die Nachricht nicht vollkommen richtig.
Es haben keinerlei Verhandlungen zwiſchen den beiden
Regierungen, ſondern nur Beſprechungen zwiſchen dem
franzöſiſchen und dem ruſſiſchen Generalſtabschef
ſtatt=
gefunden. Die Beſprechungen bezogen ſich auf eine
zeit=
gemäße Weiterentwickelung (mnise au point) der im
Jahre 1892 zwiſchen Frankreich und Rußland
abge=
ſchloſſenen Militärkonvention. Bisher war die
Mili=
tärkonvention auf die Marine nicht ausgedehnt worden,
da ſich aber heute die Lage zur See infolge der von den
beiden Mächten gemachten Anſtrengungen geändert hat,
ſo erſchien es den Generalſtäben richtig, ſich über dieſen
Gegenſtand zu verſtändigen. Die Frage iſt, wie wir
glauben, von dem Fürſten Lieven gelegentlich ſeiner
letz=
ten Reiſe nach Frankreich zur Sprache gebracht worden.
Die zeitgemäße Entwickelung der Militärkonvention
än=
dert das Abkommen in keiner Weiſe und hat keiner Macht
gegenüber den Charakter einer aggreſſiven Neuerung.
Poincarés Reiſe nach Rußland. Das
Programm der Reiſe des Miniſterpräſidenten und
Mini=
ſters des Aeußern Poincaré nach Rußland wird wie folgt
angegeben: Herr Poincaré wird am Sonntag in
Be=
gleitung ſeines Kabinettschefs Daeſchner nach Dünkirchen
fahren. Dort erfolgt Einſchiffung auf dem Kreuzer
„Condé”; am 9. Auguſt Ankunft in Kronſtadt. Da der
Tiefgang des „Condé” zu groß iſt, um die Newa hinauf
bis Petersburg fahren zu können, wird dem franzöſiſchen
Miniſterpräſidenten eine Jacht der ruſſiſchen Marine zur
Verfügung geſtellt. In Petersburg wird er in der
fran=
zöſiſchen Botſchaft Wohnung nehmen. Am Vormittag
des 11. Auguſt wird er in Peterhof empfangen und das
Frühſtück mit der kaiſerlichen Familie einnehmen. Am
Nachmittag findet zu Ehren des Gaſtes eine große
Trup=
penſchau ſtatt. Am Abend kehrt er nach Petersburg
zu=
rück, wo er am folgenden Tage Beſprechungen mit dem
ruſſiſchen Miniſterpräſidenten und dem Miniſter des
Aeußern haben wird. Am 12. iſt Abendeſſen beim
ruſſi=
ſchen Miniſterpräſidenten. Der Vormittag des 13. iſt
Herrn Poincaré als Akademiker gewidmet. Die
Peters=
burger Akademie der Wiſſenſchaften veranſtaltet ihm zu
Ehren ein Frühſtück. Am Abend gibt der franzöſche
Bot=
ſchafter ein Feſtmahl mit Empfang zu Ehren ſeines
Vor=
geſetzten. Am 14. begibt ſich der Miniſter nach Moskau,
wo er im Palaſt des Generalgouverneurs abſteigen wird,
und kehrt am 15. oder 16. wieder nach Petersburg zurück,
um ſich nach Kronſtadt an Bord des Condé einzuſchiffen.
Bevor er in See geht, bietet er den ruſſiſchen Miniſtern
auf dem „Condé” noch ein Abſchiedsfrühſtück.
England.
England uund Kanada. Premierminiſter
Borden hofft, die Beſprechungen mit der Reichsregie=
Brief aus Tſingtau.
Tſingtau, 12. Juli.
Eine in ihrer Eigenart für Tſingtau und die
neuerliche Geſtaltung der Verhältniſſe dortſelbſt recht
be=
zeichnende Feier hat am 10. Juli ſtattgefunden:
Auf weißer, goldbedruckter Karte hatten Admiral
Li Chun (der energiſche Aufrechterhalter der Ordnung
in Canton in den erſten Tagen der Revolution) und
Choufu (der alte Generalgouverneur von Canton und
Nanking, früher auch Gouverneur von Schantung) zu
einer Hochzeit im Hotel Prinz Heinrich geladen. Das
Brautpaar, war ein jüngerer Bruder Admiral Lis;
Li tſi nu, und eine Enkelin Choufus, Fräulein Chou
Yüan Chün. Außer beinahe allen hier zurzeit
weilen=
den vornehmen Chineſen, hohen Beamten a. D. uſw.
waren auch Einladungen an etwa 50 Deutſche
ergan=
gen, unter denen der Gouverneur, der Chef des Stabes,
der Zivilkommiſſar, der Seezolldirektor, der
amerika=
niſche Konſul, die Direktoren der Schantung=Eiſenbahn
und Bergbau=Geſellſchaft, der Gouvernementsoberförſter,
der Kommandeur des 3. Seebataillons, der derzeitige
Leiter der Ueberſetzungsanſtalt der Deutſch=Chineſiſchen
Hochſchule, ſowie der Dolmetſcheroffizier und die
Dol=
metſcher des Gouvernements bemerkt wurden.
Am Eingang der Feſträume empfing um 1 Uhr
mit=
tags in würdig=freundlicher Weiſe Admiral Li — im
ſchwarzen Gehrock, mit dem Kronenorden 2. Klaſſe —
ſeine Gäſte, die ſich ſodann nach dem großen Saale des
Hotels Prinz Heinrich begaben, wo Tee und
Erfriſch=
ungen gereicht wurden. Der Saal war rot und gold in
chineſiſchem Geſchmack dekoriert. Von der Decke hingen
in deutſcher Art zahlreiche bunte Fahnen und Wimpel
herab.
Bald nahte — in blumengeſchmücktem Wagen —
vom Hauſe der Brauteltern her die Braut mit ihrer
Be=
gleitung, und in feierlichem Zuge, unter Vor= und
Nach=
tritt der Verwandten und Freunde des Bräutigams,
be=
trat das junge Paar durch die ſpalierbildenden Gäſte
hindurch unter den Klängen des „Hochzeitsmarſches aus
Lohengrin” den Saal. Während der junge Bräutigam
und ſeine Brüder europäiſchen Gehrock trugen, erſchien
die junge Braut in farbenprächtigem chineſiſchen
Feſt=
gewande, den tiefgeſenkten Kopf verhüllt in feuerrotem
Brautſchleier; zwei vertraute Dienerinnen führten ſie.
Das junge Paar trat an den am Ende des Saales vor
der Muſik errichteten Ahnenaltar, der mit ſeinen Blu=
Wen, brennenden Lichtern. Opfergefäßen und dem pracht=
vollen Jade — Glücksſzepter (genannt Ju=i, „Nach
Dei=
nem Wunſche‟) — einen feierlichen Anblick bot. Der
Auf=
bau war rein buddhiſtiſch.
Vor Himmel und Erde, dann vor den Ahnen der
Fa=
milie Li bezeugte das Brautpaar ſeine Ehrfurcht. Das
hergebrachte Zeremoniell wurde hierbei laut von einem
nahen Freunde des Hauſes Li, der als Feſtordner
fun=
gierte, vorgeleſen. Dann verbeugte ſich das Brautpaar
vor den einzelnen Mitgliedern der Familie Li, die ihm
gegenüber jedes Mal Aufſtellung nahmen, ſowie vor den
Gäſten, ſo daß das Ganze an eine Art Empfang oder
Cour erinnerte, weil der althergebrachte Kotau nicht
aus=
geführt, ſondern durch die europäiſche Verbeugung erſetzt
wurde.
Gouverneur Meyer=Waldeck richtete hierbei eine
kurze Anſprache an das junge Paar, in der er Glück und
Segen wünſchte, auf die eigenartige harmoniſche Feier
der Chineſen und Deutſchen hinwies und dies nicht nur
als ein glückliches Vorzeichen für das junge Paar
deu=
tete, ſondern auch ganz beſonders auf die Bedeutung
die=
ſes Feſtes hinwies als eines Zeichens der zwiſchen
Deut=
ſchen und Chineſen in Tſingtau beſtehenden vorzüglichen
Beziehungen. Im Namen der chineſiſchen Gäſte ſprach
Hſü ting Lin (bis vor kurzem Präſident des
Provinzial=
landtages von Kiangſu und Mitglied des
Vorparla=
ments) ungefähr in ähnlichem Sinne. Er betonte, daß
es das erſte Mal wäre, daß in Tſingtau eine Hochzeit
zwiſchen Angehörigen der hohen chineſiſchen
Beamten=
ſchaft ſtattfände, gab ſeiner Freude Ausdruck, daß dieſe
Feier im Beiſein ſo vieler deutſcher Gäſte ſtattfände, und
hoffte, daß ſich noch öfters Gelegenheit bieten würde, mit
ihnen in Verkehr zu treten, um ſich gegenſeitig kennen
zu lernen, damit durch gegenſeitiges, immer beſſeres
Verſtändnis eine kulturelle Ausgleichung beider Völker
ſtattfände.
Die chineſiſchen Damen zogen ſich nunmehr in ein
Nebenzimmer zurück, wo die junge Frau und die
Schwie=
germutter die Glückwünſche der deutſchen Damen
ent=
gegennahmen.
Die im Oſten unvermeidliche photographiſche
Auf=
nahme folgte.
Als Konzeſſion an deutſche Sitten war übrigens noch
nachträglich der Großvater der Braut, der alte Choufu,
herbeigeholt worden, der jovial äußerte, ſo was habe er
auch zum erſten Male mitgemacht, und ſich heiter und
angeregt unter die Gäſte miſchte. Es ſtellt dies inſofern
eine Neuerung dar, als nach altchineſiſcher Sitte die
Eltern und Verwandten der Braut, nachdem dieſe in
benerrater Sänkte feierlich aus ikrem Elternhaufe
Hochzeit abgeholt worden iſt, mit der eigentlichen
Hoch=
zeit nichts zu tun haben und dieſer auch nicht beiwohnen.
Nach einem kurzen und zwangloſen Beiſammenſein
löſte ſich die Feſtgeſellſchaft gegen 3 Uhr nachmittags auf,
um ſich 7,30 Uhr abends zum Hochzeitseſſen wieder
ein=
zufinden. Hierzu waren 80 Einladungen ergangen. In
bunter Reihe ſaßen Deutſche, deren Damen, und die
Chi=
neſen, unter denen ſich wiederum Choufu befand,
wäh=
rend die chineſiſchen Damen ſich mit der jetzt
entſchleier=
ten Braut — übrigens einer ſehr ſympathiſchen
Erſchein=
ung — an das eine Ende der Hufeiſentafel
zuſammen=
geſetzt hatten.
Im Namen der Deutſchen und — auf deren
beſonde=
ren Wunſch — auch für die chineſiſchen Gäſte dankte der
Zivilkommiſſar, Geheimer Regierungsrat Günther (der
Gouverneur war durch ein offizielles Eſſen für den
ame=
rikaniſchen Geſchwaderchef verhindert), in herzlichen
Wor=
ten für die liebenswürdige Einladung zu einem ſo
über=
aus glänzenden Feſte, wünſchte dem jungen Pagre alles
Glück für die Zukunft und alles Gute den beiden
Häu=
ſern Chou und Li, auf die ein dreifaches Hoch ausgebracht
wurde.
Admiral Li hob in ſeiner Antwort das freundliche
Entgegenkommen hervor, das er und die anderen
Chine=
ſen, als Gäſte in Tſingtau weilend, gefunden hätten. Dies
müſſe dazu beitragen, das Zuſammenwirken von
Chine=
ſen und Deutſchen immer enger und für beide Teile
nutz=
bringender zu geſtalten. Dieſe gegenſeitigen
freund=
lichen Empfindungen würfen ihren Glanz ſchon auf
die=
ſes Feſt, an das ſie ſich ſtets gern erinnern würden,
be=
ſonders auch wegen der ſo freundlichen Anteilnahme der
deutſchen Herren und Damen.
Den Schluß des ſehr heiter verlaufenen Feſtes, dem
der 77jährige Choufu bis zuletzt beiwohnte, bildete auf
beſonderen Wunſch der Chineſen eine feierliche Polonäſe
die derartig gefiel, daß ſie ſofort wiederholt wurde,
wo=
bei nunmehr ſogar das Brautpaar den Vortritt
über=
nahm und die Admiralin Li folgte. Der ſelige Ben Akiba
iſt widerlegt.
Ein ſolennes Tänzchen der deutſchen Damen und
Herren beſchloß gegen Mitternacht eine Feier, die in
dieſer Eigenart bisher wohl noch nicht in China
ſtatt=
gefunden hat.
Ein Sohn und ein Schwiegerſohn Admiral Lis
waren übrigens zu dieſem Feſte vor kurzem aus
Deutſch=
land zurückgekehrt. Beide ſprechen fließend deutſch und
wollen ihre in Deutſchland begonnenen Studien nunmehr
auf der Tſingtauer Deutſch=Chineſiſchen Hochſchule fort=
Nummer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Seite 3.
rung, ſoweit ſie überhaupt vor der Rückkehr der
Mini=
ſter des Dominion erledigt werden können, im Laufe
der nächſten Tage zu beenden. Er will indeſſen nicht vor
dem 23. Aug, oder dem 30. Aug, nach Kanada
zurück=
kehren. Es haben erſchöpfende Beſprechungen über
all=
gemeine Verteidigungs=Angelegenheiten, beſonders über
die Verteidigung gewiſſer Punkte des kanadiſchen
Ge=
biets ſtattgefunden. Eine umfaſſende Auskunft wurde
auf verſchiedene Fragen erteilt, über die die kanadiſchen
Miniſter Auskunft zu erhalten wünſchten. Abgeſehen
von den allgemeinen Richtlinien, wurde jedoch eine
be=
ſtimmte oder konkrete Erklärung über die Abſichten
Kana=
das bis jetzt nicht abgegeben. Es iſt außerordentlich
unwahrſcheinlich, daß irgendeine ſolche Erklärung über
die Politik Kanadas erfolgen wird, bevor Borden mit
ſeinen Kollegen in Otawa über die in London
em=
pfangenen Auskünfte beraten haben wird.
Rücktritt Englands von der
Zucker=
konventihn. Im Unterhauſe gab der
Handels=
miniſter bekannt, daß die Bedingungen des Protokolls
der Brüſſeler Zuckerkonvention bezüglich Rußlands nicht
befriedigend ſeien. Die britiſche Regierung entſchloß
ſich daher, von der Brüſſeler Zuckerkonvention
zurückzu=
treten. Die Regierung werde vor dem 1. September
die=
ſen Rücktritt bekannt geben und nach dem 1. September
1913 nicht mehr der Konvention angehören
Portngal.
Flottenrüſtungen. Das portugieſiſche
Amts=
blatt veröffentlicht das Programm für eine erweiterte
Flottenvermehrung. Das Projekt umfaßt 3 Linienſchiffe
(Dreadnoughts) zu 21500 To., 3 Panzerkreuzer zu 4000
To., 15 Deſtroyers zu 890 To., 6 Unterſeeboote, ein
Re=
paraturſchiff für Unterſeeboote, 2 große Seeſchlepper zu
600 To., 1 Schiff für hydrographiſche Zwecke, 3 Schiffe
für Schulzwecke, Schiffe zum Minenlegen und einige
leichte Kreuzer für den Kolonialdienſt. Die Geſamtkoſten
ſollen rund 160 Millionen Mark betragen.
Rußland.
Reiſe Saſonows nach England. Der
Mi=
niſter Saſonow reiſt im September zur politiſchen
Be=
ſprechung nach London. Die Nowoje Wremja bemerkt
hierzu, man glanbe in ruſſiſchen diplomatiſchen Kreiſen,
die Reiſe werde hoffentlich zur Klärung einiger Fragen
und Schwierigkeiten, die trotz allen gegenſeitigen
Ver=
trauens beſtänden, beitragen. Offenbar denkt man an
Perſien.
Türkei.
Regierung und Kammer. Die Kammer
be=
ſchloß, den Antrag der Regierung auf Abänderung des
Artikels 7 der Verfaſſung zur dringlichen Behandlung
einer Kommiſſion zu ſüberweiſen. Gleichzeitig wurde
jedoch beſchloſſen, die präjudizielle Frage, ob die
Regie=
rung Recht habe, ihren Antrag vor Ablauf von zwei
Monaten einzubringen, ebenfalls der Kommiſſion zu
überweiſen. Man erblickt darin einen Zwiſchenfall mit
der Regierung. Nach der Bekanntgabe des erſten
Be=
ſchluſſes auf eine Verweiſung an eine Kommiſſion erhob
ſich der Großweſir und erklärte, er werde mit den
Mit=
gliedern des Kabinetts beraten und ſodann der Kammer
antworten. — Nach Wiederaufnahme der Sitzung verlas
der Großweſir folgendé Regierungserklärung: Da die
Kammer, anſtatt über den Antrag der Regierung
abzu=
ſtimmen, ihr Votum über die präjudizielle Frage
vor=
ausſchickte, das die Einſchränkung des Rechtes der
Regie=
rung, Geſetze vorzuſchlagen, bedeutet, ſo betrachten wir
die Abſtimmung der Kammer als Ablehnung unſeres
Vorſchlages. Um dieſen Zwiſchenfall zu beſeitigen,
müſ=
ſen Sie auf die präjudizielle Frage verzichten und zu
einer zweiten Abſtimmung über unſeren Antrag
ſchrei=
ten. — Hierauf beſchloß die Kammer, auf der
Bera=
tung der präjudiziellen Frage nicht zu beſtehen, wodurch
der Zwiſchenfall beſeitigt worden iſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. Auguſt.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften begaben ſich am Donnerstag nachmittag
4¾ Uhr im Auto auf Jagd nach Jägersburg und
kehrten um 9 Uhr nach Jagdſchloß Wolfsgarten
zurück. (Darmſt. Ztg.)
* Beſtätigung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben die am 20. Juli 1912 durch die
Stadt=
verordnetenverſammlung zu Mainz erfolgte Wahl des
Regierungsaſſeſſors Erwin Gündert in Stettin und
des praktiſchen Arztes Dr. Karl Külb in Mainz zu
beſoldeten Beigeordneten der Stadt Mainz beſtätigt.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Lademeiſter Philipp
Schäfer zu Bingen und dem Bahnwärter Heinrich
Graulich zu Stockſtadt a. Rh., beide in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft, aus Anlaß ihrer
Ver=
ſetzung in den Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen
mit der Inſchrift „Für treue Dienſte” und dem
Steuer=
aufſeher Johann Jakob Schäfer zu Lich aus Anlaß
ſeiner Verſetzung in den Ruheſtand das Silberne Kreuz
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 29 vom
2. Auguſt hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung
zur Ausführung des Geſetzes vom 17. Juli 1912,
Ab=
änderung des Geſetzes über den Urkundenſtempel vom
12. Auguſt 1899 und 24. März. 1910 betreffend.
2. Bekanntmachung, Abänderung der
Ausführungs=
beſtimmungen A und D zum Schlachtvieh= und
Fleiſch=
beſchaugeſetz betreffend. 3. Bekanntmachung, die
Ver=
änderung von Gemarkungsgrenzen, die zugleich
Kreis=
grenzen ſind, betreffend.
* Die Ausſtellung „Der Menſch” im
Großherzog=
lichen Reſidenzſchloß wird am 9. d. Mts. eröffnet werden
An dieſem Tage findet um 12 Uhr mittags eine kurze
Feier vor geladenen Gäſten ſtatt; die letzteren werden
nach Schluß des Eröffnungsaktes von Ihren Königl.
Hoheiten dem Großherzog und der
Groß=
herzogin im Kaiſerſaale des Reſidenzſchloſſes empfangen
— Sadtverordneten=Verſammlung.
Tagesond=
nung für die öffentliche Sitzung am Donnerstag, den
8. Auguſt, nachmittags 3,30 Uhr: 1. Mitteilungen.
2. Wirtſchaftsplan für die ſtädtiſchen Waldungen für das
Wirtſchaftsjahr 1912—13. 3. Erweiterung des Kredits
für Holzhauerlohn für 1911—12. 4. Geſuch um Geſtattung
einer Ausnahme von der Beſtimmung in § 5 des
Orts=
bauſtatuts für Kaſtanienallee 21. 5. Geſuche um
Be=
freiung von baulichen Beſtimmungen: a) des § 69 der
Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung
für die Häuſer Beſſunger Straße 100—102 und
Grafen=
ſtraße 20—22; b) des § 56 der Ausführungsverordnung
zur Allgemeinen Bauordnung und § 32 Abſatz 6 der
Baupolizeiordnung für Wienersſtraße 77; e) des § 32
des Ortsbauſtatuts für Mühlſtraße 72; d) des § 68 der
Ausführungsverondnung zur Allgemeinen Bauordnung
für das Haus Nr. 10 der Häuſergruppe hinter dem
Aus=
ſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe; e) des § 47a
des Ortsbauſtatuts für das gleiche Haus. 6. Geſuch um
Genehmigung zurAnlage vonAbwaſſergruben für einen
Neu=
bau an der Dieburger Straße. 7. Abänderung der
Bau=
fluchtlinie an der nordöſtlichen Ecke des alten
Gerichts=
gebäudes am Mathildenplatz. 8. Niederlegung des
Hauſes Ludwigshöhſtraße 28. 9. Bauliche Aenderungen
an dem Ausſtellungsgebände auf der Mathildenhöhe.
10. Herſtellung eines Waſſerbaſſins auf dem Raſenbeet
vor der Ruſſiſchen Kapelle. 11. Errichtung einer
Bedürf=
nisanſtalt auf dem Marktplatz. 12. Unterhaltung der
Anlage am Böllenfalltor. 13. Beitrag an die Hiſtoriſche
Kommiſſion für das Großh. Heſſen. 14. Ueberſicht über
die wirklichen Einnahmen und Ausgaben des Großh.
Realgymnaſiums für 1911. 15. Desgleichen der Ludwigs=
Oberrealſchule und der Liebigs=Oberrealſchule.
D Verbeſſerung der Straßenunterhalkung in der
Pro=
vinz Starkenburg. Auf Antrag der Provinzialdirektion
Starkenburg hat der Provinzial=Ausſchuß beſchloſſen, die
Kreisverwaltungen zu erſuchen, daß überall da, wo auf
Kreisſtraßen für die Straßenunterhaltung noch das
ſoge=
nannte Flickſyſtem (Eindecken der Löcher der
Straßen=
fahrbahn mit Schotterſteinen) beſteht, von dem Kreiſe
da=
für Sorge getragen werde, daß ſofort bei dem Eindecken
der Schotterſteine (alſo zu gleicher Zeit mit dem Eindecken
und nicht erſt am folgenden Tage) ein Ueberdecken der
Schotterſteine mit Grus, Kies oder Straßenabraum
ſtatt=
findet. Das gleiche Erſuchen wurde aber auch an die
Ge=
meindeverwaltungen wegen der Ortsſtraßen, die von den
Gemeinden zu unterhalten ſind, die aber in den Zug von
Hauptverkehrsſtraßen fallen, gerichtet. Gleichzeitig ward
beſchloſſen, den Kreisverwaltungen mitzuteilen, daß es
ſich empfehlen wird auf denjenigen Kreisſtraßen, die als
Hauptverkehrsſtraßennzuſehen ſind, von dem Flickſyſtem
zum Walzen überzugehen, inſoweit nicht mit Rückſicht auf
die zu ſtarke Abnutzung einzelner Straßenſtrecken die
An=
lage von Kleinpflaſter auf dieſen Strecken geeignet und
finanziell gerechtfertigt erſcheine.
Das Erſuchen erſtreckt ſich alſo nicht nur auf die
eigent=
lichen Kreisſtraßen, deren Unterhaltungskoſten bekanntlich
Kreis und Provinz je zur Hälfte tragen, ſondern iſt auch
wegen der den Gemeinden zuſtehenden Unterhaltung von
Ortsſtraßen im Zug der Hauptverkehrsſtraßen ergangen.
Bekannt iſt, wieviele Klagen gerade wegen des Eindeckens
der Straßen mit Kleinſchlag und wegen Unterlaſſung des
Uebergründens eingedeckter Straßenteile beſtehen. Es
ſteht zu hoffen, daß dem zeitgemäßen Vorgehen der
Pro=
vinzialverwaltung in allen Teilen der Provinz
bereit=
willig entſprochen wird. Wenn im Herbſte zur Zeit des
Eindeckens der Straßen wiederum Beſchwerden wegen
mangelnder Uebergründung der eingedeckten
Straßen=
teile mit Kies und dergleichen hervortreten ſollten, kann
es ſomit nicht an den höheren Verwaltungsorganen
lie=
gen, wenn ſolche Mängel hervortreten. Man darf
erwar=
ten, daß alle Ausführungsorgane die gegebenen
Anregun=
gen und Weiſungen nicht außer acht laſſen und daß
da=
durch den in früheren Jahren hervorgetretenen
Beſchwer=
den abgeholfen wird. Auf Anregung der
Provinzial=
direktion hat man vor zwei Jahren in der Provinz einen
Unterſchied zwiſchen Hauptverkehrsſtraßen und
Neben=
ſtraßen eintreten laſſen. Die Hauptverkehrsſtraßen ſollen,
dem geſteigerten Verkehr entſprechend, beſſer unterhalten
werden, auch ſollen dieſelben, ſoweit erforderlich, mit
Kleinpflaſter verſehen werden. Es ſind in den beiden
letz=
ten Jahren bereits 25 Kilometer Kleinpflaſter mit einem
Koſtenaufwand von beinahe 700000 Mark hergeſtellt
wor=
den. Provinz und Kreiſe haben zur Beſtreitung der
Koſten ein entſprechendes Anlehen aufgenommen. In
etwa drei Jahren wird die Straße Frankfurt-Heidelberg
von der preußiſchen Grenze bei Frankfurt bis zur
badi=
ſchen Grenze bei Heppenheim mit Kleinpflaſter verſehen
ſein. Auch von dem heſſiſchen Teil der Straße Frankfurt=
Mannheim ſind verſchiedene Teile ſchon in Kleinpflaſter
hergeſtellt worden; ebenſo iſt die Strecke Offenbach-
Sprendlingen zum größeren Teile mit Kleinpflaſter
ver=
ſehen. Die Ortsdurchfahrten Auerbach und Bensheim
werden im Laufe dieſes Sommers mit Kleinpflaſter
ver=
ſehen, und die Ortsdurchfahrt Bickenbach, über deren
Zu=
ſtand namentlich viele Klagen beſtanden, wird im Herbſt
mit Vollpflaſter neu hergeſtellt. Es unterliegt keinem
Zweifel, daß infolge dieſes einheitlichen und
ſyſtemati=
ſchen Vorgehens der Zuſtand der Straßen im Laufe der
nächſten Jahre ein erheblich beſſerer zu werden verſpricht.
* Aufklärungsübung. Die Aufklärung iſt jetzt die
hauptſächlichſte Pflicht der Kavallerie. Dieſe hat hierin
ihre wichtigſte und vornehmſte Aufgabe zu erblicken; ſo
verlangt es die neue Felddienſt= und Manöver=Ordnung
vom Jahre 1908. Schon ſeit Jahren werden vor den
großen Herbſtübungen beſondere Kavallerie=Diviſionen,
ſeltener durch Zuſammenziehen mehrerer Diviſionen ſelbſt,
Kavallerie=Korps aufgeſtellt, um als Heereskavallerie die
Aufklärung im großen zu üben. Wo ſolche nicht
angeord=
net, vereinbaren die Generalkommandos benachbarter
Armeekorps wohl Aufklärungsübungen in kleinerem
Maßſtabe. So findet gegenwärtig eine ſolche Uebung
zwiſchen der Kavallerie des 18. Armeekorps, ohne das
Gardedragoner=Regiment Nr. 23, und der Kavallerie des
13. (K. Württembergiſches) Armeekorps ſtatt und zwar
unter Leitung des K. W. Generalmajors v. Knörzer, des
Kommandeurs der 27. Kavallerie=Brigade (2. K.
Würt=
temberg.). Die Kavallerie einer angenommenen
Nord=
armee, beſtehend aus den beiden Regimentern der 21.
Ka=
vallerie=Brigade bezw. der 21. Diviſion, dem Dragoner=
Regiment Nr. 6, geführt von dem Major beim Stabe
Frhrn. v. Maltzahn, und dem Ulanen=Regiment Nr. 6
unter Major v. Kaufmann, ſowie dem Leibdragoner=
Regiment Nr. 24 unter Oberſtleutnant Zierold,
iſt dem Oberſten Grünert, dem neuen Kommandeur der
Mainzer 6. Dragoner zuvor Chef des Generalſtabs des
8. Armeekorps, unterſtellt und am 1. d. Mts. früh von
Darmſtadt aus zu mehrtägiger Uebung nach Süden
gegen den Neckar hin abgerückt, um Stellung, Stärke,
Zu=
ſammenſetzung uſw. einer markierten Südarmee, den vier
K. Württembergiſchen Kavallerie=Regimentern, d. i. den
Dragoner=Regimentern Nr. 25 und 26 und den Ulanen=
Regimentern Nr. 19 und 20, fällt die Aufgabe zu, dieſe
Aufklärung zu verhindern ihrerſeits die eigene Armee zu
verſchleiern und gegen die feindliche Armee aufzuklären
— Wie es heißt, wird die Uebung nur wenige Tage
dauern und unſer Leibdragoner=Regiment bereits am 7.
d. Mts. durch Fußmarſch wieder hier eintreffen.
(Darmſt. Ztg.).
Schonzeit des Muffelwildes. Durch
Verord=
nung vom 27. Juli l. Js. iſt in Uebereinſtimmung mit
dem Beſchluß des Bezirksausſchuſſes Wiesbaden die
Schonzeit des Muffelwildes (Ovis Musimon) bis auf
weiteres auf das ganze Jahr ausgedehnt worden.
* Die Heſſiſche Landes=Hypothekenbank gibt bekannt,
daß ſie in Aenderung der bisher gültig geweſenen
Dar=
lehensbedingungen den Satz der Geldbeſchaffungskoſten
mit Wirkung für die vom 10. Aug. abbeiihr
einlaufenden Anträge auf Gewährung von
Hypothek= und Kommunaldarlehen bis auf weiteres auf
2,25 Prozent feſtgeſetzt hat.
* 30. Kreisturnfeſt des 9. Kreiſes (Mittelrhein)
Deut=
ſcher Turnerſchaft. Die Darmſtädter Vereine beteiligen
ſich an allen Wetturnen uſw., und zwar bei den
Muſter=
riegen: Von der Turngemeinde Darmſtadt drei Barren
mit 27 Teilnehmern und die Altersriege zwei Pferde mit
Zur Pſychologie des Frühſtücks.
2 Ein berühmter Gourmet, der ſcheinbar von
ſei=
nem Koch nicht wenig verwöhnt wurde, hat einmal
nach=
denklich verſichert, das Mittageſſen, das Diner, ſei ein
Genuß, das Frühſtück aber eine Kunſt. Und wie es auf
dieſer Erdkugel viele Genießer gibt, die die Freuden
einer wohlbeſetzten Tafel mit Andacht und der zu jedem
Erlebnis des Gaumens erforderlichen ſeeliſchen
Samm=
lung genießen können, ſo gibt es wohl auch einige
Künſt=
ler des Frühſtücks. Aber ihre Zahl iſt klein, und
man=
cher von uns, der kritiſch ſeine eigenen
Lebensgewohn=
heiten betrachtet, wird, wenn er den Mut der Ehrlichkeit
hat, reuevoll an ſeine Bruſt ſchlagen und eingeſtehen
müſſen: ich gehöre nicht zu ihnen. Zu einer
vollkomme=
nen Mahlzeit gehört nicht nur die Speiſe, der Trank und
das klug abwägende Auge eines Menſchen, der eine
Tafel zu ſchmücken verſteht: zu einer Mahlzeit gehört auch
die Stimmung, das Temperament, die Laune und die
ſeeliſche Verfaſſung der Teilnehmer. Denn nur aus der
Harmonie dieſer vielartigen Komponenten erſteht ein
wirklich vollkommenes Mahl, deſſen Genuß vielleicht noch
eine größere Kunſt iſt, als deſſen Bereitung. Dadurch
erklärt es ſich auch, daß ein Diner viel leichter der
Voll=
kommenheit näher kommt, als das Frühſtück; wir
er=
ſcheinen zur Abendſtunde oder am ſpäten Nachmittag
mit ausgeglicheneren Gefühlen an der Tafel, des Tages
Sorge, des Tages Mühe und die Hetzjagd der Arbeit
lie=
gen hinter uns, Beruf und Lebenswerk drohen zur
Abendſtunde nicht mehr mit ſtrengen Pflichten und dunklen
Enttäuſchungen, wir nehmen am Tiſche Platz mit dem
Gefühl, unſer Penſum vollbracht, unſer Werk gefördert
zu haben; wir können gelaſſen die Kunſt der Küche
hin=
nehwen als ein autes Recht und eine wohlverdiente
Freude. Das Frühſtück aber, dieſe ſchwierigſte und
da=
mit reizvollſte Mahlzeit unſeres ganzen Tageslaufes,
muß auf dieſe freundlichen Vorausſetzungen verzichten,
bleibt ein Aſchenbrödel, das vom Schatten der
kommen=
den Mühſal des Tages verdunkelt iſt.
Dem Großſtädter, der gewöhnlich erſt in ſpäter
Nacht=
ſtunde den Schlaf findet, iſt der Morgen im erſten
Augen=
blick faſt nie ein froher Bote und der Zwang des
Auf=
ſtehens eine Pflicht, deren Erfüllung nicht gerade aus
der Sehnſucht geboren wird. Schon iſt der Stundenplan
des Tages im Geiſte fertig, ſchon ahnt man jene
Müh=
ſal, die als Schattenſeite ſelbſt der ſchönſten Arbeit eigen
iſt. Und unwillkürlich gleitet das Frühſtück hinein in den
Kreis dieſer Pflichten, wird ein Zwang, eine
Notwen=
digkeit, eine Aufgabe, die ſchnell erledigt werden muß,
ehe wir uns der Arbeit zuwenden, die unſeren Geiſt
be=
ſchäftigt. Man ißt zu Mittag, aber „man muß” noch
ſchnell frühſtücken, ehe man ans Werk geht. Und je
wohl=
geordneter der Tageslauf und das Arbeitspenſum, je
größer wird für das Frühſtück die Gefahr, zur läſtigen
Obliegenheit zu werden. Eine kleine Verſpätung beim
Aufſtehen, eine zufällige Verzögerung bei der Toilette,
und ſchon iſt jenes nervöſe, vorwärtspeitſchende Gefühl
der Verſpätung entſtanden, das unſerem ganzen Sein
einen Rhythmus der Haſt aufprägt und Unluſtgefühle
weckt. Und während dieſer dumpfe Mißklang eines
miß=
glückten Tagesanfanges in der Seele nachhallt, nimmt
man haſtig am Frühſtückstiſche Platz, und Grau in Grau
liegt vor einem die Welt, die hier aus Taſſen, Tellern,
goldgelber Butter und goldbrauner Marmelade beſteht.
Da immer einer zuletzt erſcheint, kommt immer einer zu
ſpät, man wartet mit dem Gefühl, ohnehin ſchon Zeit
verſäumt zu haben, oder man ſieht andere warten und
weiß, daß alles andere als roſige Daſeinsfreude in die=
ſem Augenblick ihre Herzen ſchwellt. Der Weg vom
Schlaf zur Arbeit verbindet zwei harte Gegenſätze, die
einander ewig ausſchließen, und zwiſchen dieſen beiden
Feinden wird dem Frühſtück das undankbare Amt, Brücke
und Mittler zu ſein. Der Städter, der nicht gerade mit
der Sonne aufſteht, bringt zudem weder Appetit noch
Sammlung zu dieſer wichtigſten und ſchwierigſten aller
Mahlzeiten, und vergißt, daß er die Atmoſphäre ſeiner
Frühſtückstafel mit in ſeine Arbeit trägt. Dem Mahle
iſt faſt immer die Zeit zu knapp zugemeſſen und der
be=
reits den kommenden Stunden zugewandte Sinn
ver=
gißt die Pflicht gegen eine Gegenwart, die ihm nur läſtig
erſcheint, weil ſie ihn noch von der Zukunft trennt. Der
Künſtler des Frühſtücks wird nie geradeswegs von
ſei=
nem Ankleidezimmer zum Frühſtückstiſche ſchreiten, wird
nie als Erſter kommen und auf die anderen warten, wird
nie als Letzter kommen und andere warten laſſen. Und
hat er einmal die Kultur des Frühſtücks erfaßt und
empfunden, dann wird der Kaffee oder Tee nie mehr am
großen Speiſetiſche erſcheinen; klein und intim iſt das
Arrangement des kultivierten Frühſtückstiſches und alle
geſellſchaftlichen Verpflichtungen zwiſchen den
Teilneh=
mern ſind fein auf eine gegenſeitige Anſpruchsloſigkeit
abgedämpft. Das Diner iſt die Mahlzeit des Geſpräches,
das Frühſtück die Mahlzeit des Schweigens. Der
Früh=
ſtückstiſch gibt in freundlicher Ungezwungenheit das
Recht, ſich mit ſich ſelbſt zu beſchäftigen. Du kannſt zur
Zeitung greifen, ohne unhöflich zu ſein, du kannſt deine
Briefe leſen, ohne andere zu verletzen.
Und ſo iſt dem Künſtler des Frühſtücks die erſte
Mahl=
zeit des Tages die ſchönſte, die behaglichſte und
zwang=
loſeſte: dieſelbe Mahlzeit, die allen anderen ewig eine
läſtige Viertelſtunde unmutiger Haſt und leiſe
tempe=
rierten Weltſchmerzes bleibt.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181
18 Teilnehmern. Von der Turngemeinde Beſſungen ein
Pferd mit Federbrett mit 13 Teilnehmern. Von der
Turn=
geſellſchaft Darmſtadt ein Reck mit 14 Teilnehmern. Vom
Turnverein Darmſtadt ein Barren mit 12 Teilnehmern.
Von der Lehrlingsabteilung Werkſtätte II Darmſtadt ein
Barren mit 12 Teilnehmern. Für den Zwölfkampf ſind
16 T , für den Sechskampf 9 Turner, für das
Wett=
ſchwimmen 7 Turner, Wettfechten 2 Turner, Wettringen
1 Turner und für die Wettſpiele 6 Mannſchaften für
Fauſtball, 1 für Tamburin und 1 Fußballmannſchaft
vor=
geſehen. Das Turnen der Muſterriegen, der Sechskampf
und die volkstümlichen Uebungen zum Zwölfkampf
fin=
den am Sonntag ſtatt, während das Geräteturnen zum
Zwölfkampf am Montag ausgeführt wird. Die
Turn=
ſpiele verteilen ſich auf Sonntag, Montag und Dienstag.
* Bürger=Verein-Darmſtädter Fechtklub. Das für
heute Samstag, den 3. Aug., geplante Sommerfeſt
auf dem Oberwaldhaus wird wegen der unſicheren
Wit=
terung verſchoben. Den Tag, an dem es ſtattfinden
wird, geben wir in den Zeitungen bekannt.
* Krieger= und Militärverein „Blücher‟ Der
Krieger= und Militärverein Blücher, welcher Juni 1911
erſt gegründet und bereits im kommenden Herbſt ſeine
Fahnenweihe begeht, hält morgen im Reſtaurant
Schmitt, gegenüber den alten Bahnhöfen, ſein
Sommer=
feſt ab. In dem ſchönen, ſchattigen Garten wird eine
Abteilung des Art.=Regts. Nr. 61 ihre Weiſen ertönen
laſſen, im Saale kann dem Tanze gehuldigt werden
und durch eine reich ausgeſtattete Tombola iſt jedem
Gelegenheit gegeben, dem Glücke die Hand zu bieten.
(Siehe Anzeige.)
Verein Volksküche. (Unter dem Protektorat der
Großherzogin.) Der Verkehr in der Volksküche während
des Monats Juli l. J. zeigte eine größere
Lebhaftig=
keit, als in dem gleichen Monat des Vorjahres, offenbar
verurſacht durch das Heranwachſen der
Hilfsbedürftig=
keit im allgemeinen, die heißen Sommermonate zeigen
ſonſt einen Rückgang des Verkehrs. Mit 27
Betriebs=
tagen in dem Monat Juli l. J. ſind nach den üblichen
Durchſchnittsberechnungen täglich verabreicht worden:
81 Stück Brot (mit und ohne Butter), 58 Wecke,
78 Becher (ein Drittel Liter) Kaffee (mit und ohne
Zucker), 88 Becher Milch, 21 Portionen Wurſt und
Fleiſch für ſich, 56 Portionen Suppe (mittags und
abends), 155 Portionen Beilagen (Salat, Gemüſe,
ge=
röſtete Kartoffeln), 38 Portionen Suppe und Gemüſe
zu=
ſammen 5 Portionen Suppe und Fleiſch
zu=
ſammen, 33 Portionen Gemüſe und Fleiſch zuſammen,
27 Portionen Suppe, Gemüſe und Fleiſch zuſammen.
Hiernach haben in dem Monat Juli d. J.
durchſchnitt=
lich täglich 335 Koſtgänger (männlich und weiblich) ihr
Mittag= und Abendeſſen in der Volksküche eingenommen;
die Durchſchnittszahlen für verabreichte Brote, Wecke,
Milch und Kaffee bleiben außer Betracht. Dabei kamen
478 Freikarten (das ſind bereits bezahlte Gutſcheine
à 10 Pfg.) zur Ablieferung und Verwertung. — Herr
Geheimer Obermedizinalrat Dr. Neidhart, der
Mit=
begründer und Vorſitzender des erſten Komitees, ſowie
des nachmaligen Vorſtandes der Volksküche, iſt am
14. Juli l. J. geſtorben. Herr Neidhart war mit
Be=
ginn der Gedanken= und Arbeitsgemeinſchaft für die
Volksküche (14. November 1890) bis zu ſeinem Tode ein
überzeugungstreuer Vertreter für die Notwendigkeit einer
derartigen Fürſorge für die hilfsbedürftigen
Bevöl=
kerungsſchichten, ſei es auch nur in Form und in den
Grenzen eines privaten Wohltätigkeitsunternehmens,
und er hat ſeine wertvolle und bewährte perſönliche
Arbeitskraft bis zu ſeinem Tode allezeit gerne dem
Dienſte der guten Sache gewidmet. Der heutige Vorſtand
betrauert den Verluſt eines treuen Führers und
Mit=
arbeiters und bewahrt dem Entſchlafenen ein ehrendes,
dankbares Gedächtnis.
Zahnärztliche Poliklinik, Waldſtraße 21, für die
Volksſchulkinder der Haupt= und Reſidenzſtadt
Darm=
ſtadt. Sprechſtunden: 10—12 Uhr vormittags und
2—5 Uhr nachmittags. Im Juli 1912 wurden
be=
handelt: 624 Kinder (362 Mädchen, 262 Knaben) mit
866 Konſultationen. Gefüllt wurden: 663 Zähne,
aus=
gezogen wurden: 304 Zähne (288 Milchzähne, 16 bleibende
Zähne). Zahl der Tage, an denen Sprechſtunden
abge=
halten wurden: 27.
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
des Monats Juli wurde die Leſehalle im ganzen von
3031 (im Juli 1911 von 2987) Perſonen beſucht,
durch=
ſchnittlich an jedem Tage 98 Perſonen. Aus der
Bücher=
halle nach Hauſe entliehen wurden an 14
Ausleihe=
tagen (vom 15.—29. Juli war wegen Reviſion
ge=
ſchloſſen) 2837 Bände (1911: 2862), darunter 1010
wiſſen=
ſchaftliche und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit dem
1. April d. J. neu eingeſchriebenen Leſer ſtieg auf 2492.
An Büchergeſchenken gingen in dieſem Monat weiter
ein: Von Fräulein Davidſon 85 Bde.; vom Städtiſchen
Gaswerk 1 Bd. und 3 Schriften; von Frau Miniſter
Küchler 10 Bde.; von Herrn Vermeſſungs=Direktor
Fleckenſtein 2 Bde.
* Beſitzwechſel. Im Monat Juli wurden bei Großh.
Ortsgericht Darmſtadt I folgende Verkäufe abgeſchloſſen:
26 Verkäufe in dem Betrage von 848925 Mark; hiervon
entfallen 634050 Mark auf bebautes, 214875 Mark auf
unbebautes Gelände.
Das der Bank für Handel und Induſtrie
gehörige Geſchäftshaus mit großem Hintergelände
Eliſa=
bethenſtraße 31 ging durch Vermittelung der Firma
E. Adler, Mauerſtraße 20, an den Inhaber der Wach= und
Schließgeſellſchaft, Ph. Lotz, käuflich über.
* Treuer Mieter. Man ſchreibt uns: Ein ſehr alter
Abonnent des Tagblatt, Familie Friedrich, Kleine
Kaplaneigaſſe 6, wohnt jetzt 46 Jahre bei der Frau Witwe
Berg.
* Ein Regiſter=Telephon=Adreßbuch 1912/13,
heraus=
gegeben von der J. C. Herbertſchen Hofbuchdruckerei,
Nach=
folger Dr. Adolf Koch, Darmſtadt, iſt ſoeben erſchienen.
Das hübſch ausgeſtattete, überſichtlich angeordnete
Adreß=
buch enthält ein Verzeichnis der Fernſprechanſchlüſſe des
Bezirks Darmſtadt, der Umgegend uſw. nach dem
Alpha=
bet und den Nummern, ferner eine Sprechbereichs=
Ueber=
ſicht für den Inlandsverkehr, mit Angabe der
Gebühren=
ſätze uſw. Durch ſeine überſichtliche Anordnung,
ins=
beſondere durch ſein äußerſt praktiſch angelegtes Regiſter=
Verzeichnis der Fernſprechanſchlüſſe, durch Einfügen des
nach Nummern geordneten Verzeichniſſes uſw. wird das
neue Adreßbuch als ein wichtiges Hilfsmittel für den
täg=
lichen Gebrauch willkommen ſein.
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im Monat
Juli ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
Nacht=
wachbeamten folgende Fälle: 340 offene Haustüren und
Tore vorgefunden, 123mal brannte Licht in Geſchäfts=
und Bureaulokalitäten, Kellern und Bodenräumen bezw.
vurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen. 11 defekte Schlöſſer
und Türen, ſowie ſteckengebliebene Schlüſſel vorgefunden,
24 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt, 13
Hausbewoh=
nern, die ihre Schlüſſel vergeſſen hatten, geöffnet.
* Im Bürgerkeller konzertiert vom 1. Auguſt ab
täg=
lich unter Leitung des Herrn Hans Peinelt das Elite=
Damen=Orcheſter „Flora”, das ein vollſtändig neues,
ab=
wechſelungsreiches Programm zum Vortrag bringt und
deshalb an den erſten Abenden ſchon reichen Beifall von
den ſehr zahlreichen Zuhörern erntete.
* Heſſiſcher Hof. Anläßlich des Bockbierfeſtes
konzertiert heute Samstag abend die Kapelle des
Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn Webers
Leitung. Das Programm entſpricht dem Charakter des
Abends und bringt manche ſchöne Abwechslung, wobei
die heitere Muſik beſonders vertreten ſein wird.: (Siehe
Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Am Sonntag, den 4. Auguſt,
konzertiert die Kapelle des Großh. Heſſ. Garde=Drag.=
Regiments Nr. 23 unter Herrn Mittelſtädts Leitung.
(Siehe Anzeige.)
Schützenhof. Am Sonntag, den 4. Auguſt,
abends, konzertiert die Kapelle des Garde=Drag.=Regts.
Nr. 23 unter Herrn Mittelſtädts Leitung. Bei
un=
günſtiger Witterung findet das Konzert im Saale ſtatt.
(Siehe Anzeige.)
Das Reſidenztheater am Weißen Turm bringt
heute ein großes nordiſches Drama in drei Akten,
ge=
nannt: „Der ſchwarze Kanzler” Verfertiger iſt die
Nordiſche Film=Comp. Was an künſtleriſcher
Photo=
graphie, an Darſtellung und Handlung je geboten
wurde, ſehen wir in dieſem Kunſtfilm. Die Elite der
däniſchen Kinoſchauſpieler bewundern wir in den
Haupt=
rollen. Gleichzeitig macht die Direktion auf Erſcheinen
des ganzen Frankfurter Feſtzuges am Dienstag, den
6. Auguſt, aufmerkſam. (Siehe Anzeige.)
— Heppenheim, 31. Juli. Kirchweihfeſt am Sonntag,
den 4. Auguſt und Ennte=Jahrmarkt am Montag, den 5.
Auguſt. Ganz Heppenheim rüſtet ſich auf dieſe beiden
Tage, an denen ſeit einigen Jahren ein echt
vater=
ſtädtiſches Feſt gefeiert wird. Unſere Wirte ſorgen, daß
ſie ihre Gäſte, insbeſondere die zahlreich zuſtrömenden
auswärtigen Beſucher, befriedigen, unſer
Kinemato=
graphentheater wird ganz beſonderes bieten, überall finden
Tanzbeluſtigungen ſtatt, Sehenswürdigkeiten werden in
großer Zahl anrücken, Verkäufer aller möglichen Waren
und vornehmlich Süßigkeiten werden ihre Stände
auf=
ſchlagen, kurzum, iſt das Wetter einigermaßen, wird ſich
ein richtiges Volksleben in unſerer Stadt abwickeln, jeder
Beſucher wird auf ſeine Rechnung kommen.
Reinheim 1. Aug. Am Sontag, den 4. Auguſt 1912,
nachmittags findet im Gaſthauſe zum Schwanen,
Vor=
trag ſtatt über: 1. Welche Nutzanwendung kann der
Land=
wirt aus den Jahren 1911 und 1912ziehen? 2. Zwecke und
Ziele der Landwirtſchaftskammer. Referent: Dr. Hamann=
Darmſtadt.
sd. Beerfelden, 2. Aug., Am Sonntag, den 4. Auguſt,
feiern die Eheleute Jakob Treuſch hier, die aus Moſſau
ſtammen, das Feſt ihrer goldenen Hochzeit. Beide
ſind noch im vollen Beſitz ihrer Geſundheit.
Biebesheim, 2. Aug. Die Hamſterplage wird
auch in unſerer Gemeinde mit jedem Jahr größer. Früher
fand man ganz ſelten Hamſterneſter vor; heute findet man
faſt auf jedem Acker deren mehrere. Durch die Ortsſchelle
wurde vor einigen Tagen bekannt gegeben, daß ſie auf
Gemeindekoſten vertilgt werden ſollen. Es werden
be=
zahlt für einen alten Hamſter 10 Pfg. und für ein junges
Tier 5 Pfg. Der Kampf gegen die Schädlinge der
Land=
wirtſchaft hat auch jetzt ganz energiſch begonnen. Es
wurden nämlich auf dreimal ziemlich 8000 Stück
abge=
liefert.
* Mainz 2. Aug., Der 65jährige Gaſtwirt Georg
Kaltenhäuſer verſuchte geſtern nachmittag am
Bahn=
übergang bei Gernsheim das Gleis zu
überſchrei=
ten, trotzdem die Barriere geſchloſſen war. Hierbei wurde
er von einer Lokomotive erfaßt und überfahren.
Der Verunglückte, deſſen Körper in zwei Teile zerſchnitten
wurde, war ſofort tot.
Worms, 2. Aug. In den letzten Tagen trieb ſich hier
ein junger Menſch umher, der bei den Beſitzern
kleinerer Rebanlagen unter dem Vorgeben vorſprach, er
ſei von der „Weinkommiſſion” oder „Reblauskommiſſion”
als Rebſtockſchwefler eingeſtellt und ſei von dort
zur Vornahme dieſer Arbeit zu den betreffenden Beſitzern
geſchickt. In verſchiedenen Fällen wurde ihm Glauben
geſchenkt und ihm die erwähnte Arbeit gegen Zahlung
einer vereinbarten Vergütung von 15 bis 20 Pfg. für
jeden Rebſtock übertragen. Der junge Menſch „ſchwefelte‟
wohl, aber ſeine Angaben, daß er von einer „Kommiſſion”
beordert war, entſprach keineswegs den Tatſachen.
In=
wieweit ſein Schwefeln Zweck hatte, wird ſich nachträglich
ergeben.
* Bingen, 2. Aug. Geſtern ſind hier auf der
Rüdes=
heimer Straße am Scharlachberg zwei Wagen der
elektriſchen. Bahn zuſammengeſtoßen. Der
Direktor, der ſelbſt führte iſt ſchwer verletzt; auch zwei
Schaffner und einige Paſſagiere erlitten Verletzungen.
* Alsheim (Rheinheſſen), 1. Aug. In Alsheim wurde
am 16. Juli ein Obſt= und Gemüſemarkt eröffnet
und waren die ſeitherigen Markttage Dienstag und
Frei=
tag von 4—6 Uhr nachmittags. Um jedoch den
auswär=
tigen Händlern beſſere Bahnverbindung zu ermöglichen,
wurden die Marktſtunden von 2½—5 Uhr nachmittags
an=
geſetzt. Händler und Käufer von nur vorzüglichem Obſt
werden auf das Unternehmen aufmerkſam gemacht. (Siehe
Anz.)
(*) Alsfeld, 1. Aug. Mit der
Bahnhofserwei=
terung beſchäftigte ſich geſtern abermals der
Stadtvor=
ſtand, da mehrere Petitionen ſeitens der Intereſſenten
ein=
gegangen waren. Der Gemeinderat erklärte ſchließlich,
daß er bereits mit dem Beſchluß vom 23. Auguſt 1910
über Vorlage eines anderweitigen Projekts hat zum
Aus=
druck bringen wollen, daß damit der Eiſenbahnverwaltung
bezüglich der Lage des neuen Bahnhofs freie
Hand gelaſſen werden ſollte unter Wahrung der
In=
tereſſen der Allgemeinheit. Der dahingehende Beſchluß
wurde einſtimmig gefaßt.
Aus dem Ohmtal, 1. Aug. Eine ſo vortreffliche
Kornernte wie die jetzige hat man während des
letz=
ten Jahrzehnts nicht gehabt; gegen die vorjährigen
Er=
träge wirft ſie jetzt die dreifachen ab. Sie nähert ſich nun
ihrem Ende, iſt aber auch ſchon größtenteils eingefahren
worden. Die Komhaufen ſtanden in einer Zahl im Feld,
wie man ſie nur in der Wetterau ſieht. Dabei ſind Stroh
und Körner gleich gut ausgewachſen. Da der Fruchtſegen
die Scheuern füllt, ſo muß das Korn gleich gedroſchen
werden. Die Dampfdreſchmaſchinen beginnen ſchon ihre
Tätigkeit. Hoffentlich geht nun in Bälde der hohe
Brot=
preis zurück.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Aug. Das 40jährige
Jubiläum, das Generaldirektor der Berliner Muſeen
Geheimrat Bode morgen zur Erinnerung an den Tag
begeht, an dem er im Jahre 1872 in den Dienſt der
Preu=
ßiſchen Kunſtſammlungen trat, haben eine Anzahl von
Kunſtfreunden dazu benutzt, Geldmittel zu ſammeln, die
Geheimrat Bode zu Erwerbungen für ſeine Sammlungen
zur freien Verfügung geſtellt werden. Näheres über die
Stiftung iſt noch nicht bekannt. — Nach kurzem „Gaſtſpiel”
hat ſich zum großen Leidweſen einer Anzahl von
Ge=
ſchäftsleuten der Prinz Serge Wolkowsky” mit
unbekanntem Reiſeziel aus Berlin entfernt. Der „Prinz”
ein junger Mann von wohl 24 bis 26 Jahren mit
vor=
nehmen Manieren, hat ſich nämlich als „Pumpgenie”
erſter Klaſſe entpuppt. Er ernannte ſich kurzweg zum
„Attachee der ruſſiſchen Botſchaft” wohnte in
den feinſten Hotels und fuhr ſtets nur im
Privatauto=
mobil vor, das ja zum „Fortkommen” eines Hochſtaplers
erforderlich iſt. Fuhr der „Prinz” mit ſeinem —
aller=
dings noch unbezahlten — Auto vor den Geſchäften vor,
ſo gaben ihm die Inhaber nicht nur Kredit, ſondern auch
noch bares Geld, um den vornehmen Kunden aus einer
Feuilleton.
C. K. Wann erlebte Paulus den „Tag von Damas
kus‟? Die Chronologie des Lebens des Apoſtels
Pau=
lus, die bereits zu ſo vielen Erörterungen Anlaß
gege=
benhat, iſt hauptſächlich von dem Jahre ſeiner Bekehrung,
dem Datum des Tages von Damaskus, abhängig. Dieſes
Datum, das bisher ſtrittig war, wird nunmehr von Adolf
Harnack in einem Aufſatz der „Sitzungsberichte der
Ber=
liner Akademie der Wiſſenſchaften” auf den Herbſt des
Jahres 31 beſtimmt. Er bringt zunächſt drei Daten
zu=
ſammen, von denen jedes für ſich noch mit einer gewiſſen
Unſicherheit behaftet war, und er ſucht zu beweiſen, daß
ſie ſich gegenſeitig aufs beſte ſtützen und beglaubigen.
Das erſte dieſer Zeugniſſe iſt der Antritt des
Prokon=
ſulats des Gallio im Sommer 51, das aus einem Brief
des Kaiſers Claudius an Delphi zu erſchließen iſt, dann
die Angabe des Oroſius, daß die Ausweiſung der Juden
aus Rom durch Claudius im Jahre 49 befohlen worden
ſei, und endlich die dreifach bezeugte und ſehr alte
Nach=
richt, daß Jeſus nach ſeinem Tode ſich noch achtzehn
Monate hindurch habe ſehen laſſen. Dieſe achtzehn
Mo=
nate, ſo führt Harnack aus, „können ſich nur auf die Zeit
bis zur Chriſtus=Viſion des Paulus beziehen, ſodaß ſeine
Bekehrung alſo im Herbſt des Jahres 31 erfolgt ſein
müſſe. Sei dieſe Annahme richtig, dann ſei Paulus im
Jahre 34 zum erſten Male als Chriſt nach Jeruſalem
und im Jahre 43 zum Apoſtelkonzil gekommen. Bei
die=
ſer Berechnung iſt davon ausgegangen, daß Jeſus Oſtern
30 gekreuzigt worden iſt. Man muß aber die Möglichkeit
zugeben, daß die Kreuzigung Oſtern 29 erfolgte, und in
dieſem Falle fiele die Bekehrung des Paulus bereits in
den Herbſt 30.
— Amerikaniſche Spielplätze. Der= Ruhm, für ihre
Jugend das meiſte getan und die aroßartigſten Spiel=
plätze angelegt zu haben, gebührt der Stadt Chicago.
Die Stadtverwaltung hat den Grundſatz aufgeſtellt, daß
kein Einwohner von Chicago weiter als 10 Minuten von
einem öffentlichen Spielplatz wohnen ſoll; darum hat
man die Parks nicht allein an der Peripherie der
Groß=
ſtadt, ſondern ebenſo im Zentrum angelegt. Die Größe
der Spielplätze ſchwankt zwiſchen 1 und 10 Hektar. In
der Mitte erheben ſich die Turn= und Vortragshallen,
und ringsum erſtrecken ſich die weiten, grünen Flächen,
belebt von einer frohen, ſich tummelnden Menge. Durch
Hecken und Baumalleen iſt der Platz in einzelne
Abteil=
ungen für Kinder und Erwachſene eingeteilt; ein
Ab=
ſchnitt iſt ſpeziell für das Nationalſpiel der Amerikaner,
für Baſe=ball, reſerviert. Die Kinderabteilung iſt das
rechte Paradies für die Kleinen; ſie dürfen ſich an
Schau=
keln und Karuſſells, auf der Rutſchbahn und im
Schwimmbaſſin nach Herzensluſt austoben. Es gibt
ſo=
gar kleine Gärten, in denen die Kinder, die daran
Ver=
gnügen finden, unter Aufſicht von Lehrerinnen ſelbſt ihre
Blumen pflanzen und aufziehen dürfen. Die
Erholungs=
einrichtungen für die Erwachſenen bilden eine beſondere
Eigenart der amerikaniſchen Spielplätze. Turngeräte
aller Art ſtehen zur freien Benutzung zur Verfügung. Es
ſind weiterhin Einrichtungen getroffen, die jedermann
ohne die geringſten Unkoſten den Fecht= und
Schwimm=
ſvort geſtatten. Im Winter werden dieſe Uebungen in
die gedeckten Hallen verlegt. Zu jedem Spielplatz gehört
auch eine große Bibliothek mit Leſezimmern und eine
Reſtaurationshalle, in der Speiſen und Getränke zum
Selbſtkoſtenpreis verabfolgt werden. Die Unkoſten, die
dieſe großartigen Schöpfungen der Stadt Chicago
ver=
urſachen, ſind naturgemäß recht bedeutend. In den
letz=
ten zehn Jahren hat die Gemeinde für ihre Spielplätze
40 Millionen Mark und für ihre Parks 38 Millionen
Mark ausgegeben! Trotzdem iſt die Stadt entſchloſſen,
deren Zahl noch ſtändig zu vermehren. Das Park=
Komitee hat alle Plätze in Chicago aufgekauft, die ſich
irgendwie zur Anlage eines Spielplatzes eignen
könn=
ten. Schließlich denkt man daran, die Parks ſämtlich
durch breite grüne Alleen zu verbinden. Wenn dieſe
Pro=
jekte in die Wirklichkeit umgeſetzt worden ſind, woran bei
der großen Energie und der unbegrenzten
Opferfreudig=
keit der ſtädtiſchen Behörden nicht zu zweifeln iſt, wird
Chicago ſich rühmen können, die Schäden der
großſtädti=
ſchen baulichen Entwickelung in geradezu muſtergültiger
Weiſe überwunden zu haben.
* Melkende Fliegen. Eine merkwürdige
Beobacht=
ung hat jüngſt, wie die Naturwiſſenſchaftliche Rundſchau
mitteilt, ein Herr Chriſtian Ernſt gemacht. Unter den
Ameiſen, die auf einem Hollunderbuſch mit dem „Melken”
von Blattläufen beſchäftigt waren, beobachtete er ein
halbes Dutzend Fliegen, die die Blattläuſe in genau
der=
ſelben Weiſe melkten, wie die Ameiſen. Sie ſtreichelten.
wie Ernſt mit Hilfe der Lupe feſtſtellen konnte, mit ſehr
raſchen Bewegungen der Vorderfüßchen den Hinterleib
der Blattlaus ſo lange, bis der ſüße Tropfen
hervor=
quoll, und ſenkten hierauf den Rüſſel, wie alle ſaugenden
Fliegen es tun. Die Beobachtung wurde an zwei
auf=
einanderfolgenden Tagen gemacht.
* Zur Schmuckfedernfrage. Einen
nachahmenswer=
ten Schritt zum Schutze der Reiher hat, wie die
Zeit=
ſchrift Der Pelzhändler berichtet, eine Pariſer Firma
ge=
tan. Sie hat dem Naturhiſtoriſchen Muſeum in Paris
eine Summe von 10000 Francs übergeben, um einen
Preiswettbewerb für die beſten Erfolge in der Züchtung
von Reihern in der Gefangenſchaft zu veranſtalten. Bei
den hohen Preiſen der Federn (etwa 3000 Mark das Kilo
Stangenreiher und 10000 Mark das Kilo Kronenreiher)
muß ſich die Zucht gut rentieren, und damit wird auch
die Frage der Ausrottung der ſchönen Tiere gelöſt ſein.
Nummer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912,
Seite 5.
„momentanen Verlegenheit” auszuhelfen. Die Tätigkeit
des Pumpens übte der Prinz mit beſtem Erfolge auch in
den Hotels und Bars aus; dabei war ihm der Oberkellner
ebenſo willkommen wie der Inhaber und der Pförtner.
Beſucher empfing er gewöhnlich im Hotel, durch deſſen
„Pagen” er in der Regel auch Botengänge beſorgen ließ.
Begleitet war der Prinz zumeiſt von einer auffallend
hübſchen jungen Dame, der er, wie ſich laut Berl.
Mor=
genpoſt jetzt herausgeſtellt hat, zuletzt ihre Brillanten
ab=
geſchwindelt hat. Nach den bisherigen Ermittelungen
gehen die Summen, die der „Prinz” in wenigen Wochen
von denen erſchwindelt hat, die nicht alle werden, ſehr hoch
in die Tauſende. Jetzt ſucht die Kriminalpolizei den
Flüchtigen, der wahrſcheinlich längſt in irgend einer
an=
deren Weltſtadt oder einem internationalen Kurort ſitzt.
— Geſtern wurde die Feuerwehr zum vierten Male
inner=
halb einer Woche nach einem Hauſe in der
Reinecken=
dorferſtraße gerufen, um einen Dachſtuhlbrand zu
löſchen. Die Aufregung der vielen Mieter über die
unbe=
ſchreibliche Keckheit des oder der Brandſtifter iſt groß.
Karlsruhe, 2. Aug. In dem badiſchen Dragoner=
Re=
giment in Bruchſal ſind eine eoße Anzahl Soldaten
an Ruhr erkrankt. E iſt geſtorben, während
mehrere in Lebensgefahr ſchweben.
Hemsbach, 2. Aug. Wie jetzt nach der Sektion der
Leiche des unter ſo außerordentlichen Umſtänden jäh
verſtorbenen 25jährigen Engelbert Brauch von hier
bekannt wird, handelt es ſich bei demſelben doch nicht
um eine Vergiftung. Er hatte vielmehr
Hirn=
hautentzündung und iſt durch erfolgten Herzſchlag
geſtor=
ben. Die Frau ſei durch die ſo raſch eingetretene
huff=
nungsloſe Erkrankung ihres Mannes in anhaltende
Krämpfe verfallen, ſodaß man durch die beiderſeitig
plötz=
lichen Erkrankungen an eine Vergiftung glauben mußte.
Geſtern abend 6 Uhr wurde der Verſtorbene unter
au=
ßerordentlich zahlreicher Beteiligung beſtattet. Die Frau
iſt wieder außer Lebensgefahr und konnte ihr noch vor
der Beerdigung ihres Mannes deſſen Ableben
mitge=
teilt werden.
Genthin, 1. Aug. Nach dem Genuß
verdorbe=
ner Speiſen erkrankte die ganze Familie des
Ritter=
gutsbeſitzers Frhrn. v Arnim=Brandenſtein. Der 61
jäh=
rige Freiherr wurde, da er herzleidend iſt durch die
Schmerzen derart geſchwächt, daß er verſtarb Wie die
„Berliner Morgenpoſt” hört, hat ſich der Zuſtand der
Frau von Arnim, ihrer beiden Kinder und der
Wirt=
ſchafterin ſoweit gebeſſert, daß Lebensgefahr nicht mehr
beſteht.
Greifswald, 1. Aug. Auf Einladung der bei der
Binzer Kataſtrophe Geretteten fand hier eine öffentliche
Bürgerverſammlung ſtatt, in der das Binzer
Un=
glück, ſowie die Brückenverhältniſſe in den Rügenſchen
Badeorien eingehend beſprochen wurden. Nach einer
mehrſtündigen Debatte, an der ſich Verunglückte,
Augen=
zeugen der Kataſtrophe und Greifswalder Fachleute
be=
teiligten, wurde nachfolgende Reſolution beſchloſſen,
die als Telegramm an den Miniſter des Innern
abge=
ſandt wurde: Sr. Exzellenz dem Herrn Staatsminiſter
des Innern, Berlin. Die heutige, von mehreren
hun=
dert Perſonen beſuchte Verſammlung Greiſswalder
Bür=
ger iſt nach ſachlichen Ausführungen der bei dem Binzer
Unglück Beteiligten zu der Ueberzeugung gekommen, daß
die Binzer Brücke nicht den Anforderungen genügte, die
billigerweiſe an ſie geſtellt werden mußten, und daß für
eine Regulierung des Ueberwachungsdienſtes in keiner
Weiſe geſorgt war. Die Badeverwaltung hat in geradezu
leichtſinniger Weiſe die Kontrolle auf der Brücke
ver=
nachläſſigt; die frivolen Entſtellungen, in denen ſie die
Schuld an dem Unglück dem Publikum zuſchreibt, ſind
aufs ſchärfſte zurückzuweiſen. Sachverſtändige in der
Verſammlung bekunden, daß in den anderen Oſtſeebädern
ganz ähnliche Mißſtände beſtehen. Euer Exzellenz bittet
die Verſammlung, unverzüglich dafür Sorge tragen zu
wollen, daß ſofort eine gründliche. Reviſion ſämtlicher
Brücken der Oſtſeebäder vorgenommen werde.‟ — Die
bisher noch vermißten Studenten haben ſich wieder
ein=
gefunden, ſo daß ſich die Zahl der Toten auf 14
beläuft.
Königsberg, 2. Aug. Das letzte Opfer des
Boots=
unglücks des Linienſchiff es „Thüringen” in
der Kuriſchen Nehrung, der Marine=Ingenieur=Applikant
Lücke wurde jetzt von den Wellen an den Strand
gewor=
fen und geborgen.
Klein=Scheidegg, 1. Aug. Geſtern mittag kurz vor 12
Uhr fuhr ein dicht beſetzter, feſtlich geſchmückter Zug nach
der 3457 Meter hohen Station Jungfraujoch.
Dieſe iſt damit dem Verkehr übergeben. Ingenieur
Zſchocke von der Jungfraubahn feuerte drei Schüſſe ab
und hißte dann inmitten der Gletſcherwelt die
Bundes=
fahne. Abends wurde das erſte Höhenfeuer abgebrannt.
Oſtende, 1. Aug. Vor vier Tagen kam hier eine
hol=
ländiſche Baroneſſe aus dem Harz an und mietete
ſich in einem der Stadthotels ein. Gleichzeitig nahm ein
junger Mann in der Dependence des Hotels
Wohn=
ung. Beide unternahmen Spaziergänge und ſpeiſten
zu=
ſammen. Als bald darauf zwei Privatdetektivs
verſuch=
ten, die 23jährige Baroneſſe zu entführen, nahm ſich dieſe
einen Anwalt, der ihr verſicherte, ſie habe nichts zu
be=
fürchten, da ſie großjährig ſei. Sie erzählte dem Anwalt
ſie habe die Abſicht, den Kutſcher ihres Vaters zu heiraten.
Sie ſei von ihren Verwandten, die ſie ins Irrenhaus
bringen wollten, geflohen. Am letzten Sonntag iſt es
nun den Detektivs gelungen, die Baroneſſe in eine nahe
bei Brüſſel gelegene Irrenanſtalt zu entführen. Die
An=
gelegenheit erregt hier großes Aufſehen und man
ver=
urteilt es, daß die belgiſche Polizei in Gemeinſchaft mit
holländiſchen Detektivs gearbeitet hat.
Paris, 2. Aug. Der Sohn des verſtorbenen
Multi=
millionärs Julius Wernher, Sir Derrick Wernher,
wurde vom Pariſer Unterſuchungsrichter verantwortlich
vernommen, weil er einen Wechſel von ½ Million Francs,
den er als Zahlung für antike Möbel, Kunſtwerke und
Bilder an zwei Pariſer Händler begeben hatte, nicht
ein=
löſte. Er erklärte, er habe auf Veranlaſſung eines
ehe=
maligen deutſchen Offiziers namens Hugo Hans von
Grundherr für eine Million Möbel und Kunſtwerke in
Paris gekauft, um ſie durch Grundherrs Vermittlung in
Deutſchland mit großem Gewinn zu veräußern. Den
Kaufpreis habe er mit 2 Schecks von je 500000 Francs
beglichen. Grundherr, der früher Hauptmann in der
bayeriſchen Armee geweſen ſein ſoll, habe die Kunſtwerke
und Möbel für 30000 Mark verſchleudert und den Erlös
eingeſteckt und ſei nach England geflüchtet. v. Grundherr
iſt in der Tat auf Erſuchen franzöſiſcher Gerichte in
Eng=
land verhaftet worden und wird demnächſt nach
Frank=
reich ausgeliefert werden. Derrick Wernher wurde auf
freiem Fuß belaſſen.
Paris, 2. Aug. Der Unterrichtsminiſter hat dem in
materieller Notlage befindlichen 90jährigen Gelehrten
Henry Fabre in Ferignan eine Penſion von 2000
Francs bewilligt, die Fabre angenommen hat. Der greiſe
Gelehrte hatte alle ihn in letzter Zeit von Verehrern
übermittelten freiwilligen Gaben abgelehnt und viele
ein=
gegangene fremde Spenden zurückgeſchickt
London, 1. Aug. Der Hamburger Senat hat
50 Cowboys die geſtern aus Leith mit dem Dampfer
„Koblenz” nach Hamburg abfuhren, die Landung
ver=
weigert, ohne einen Grund hierfür anzugeben. In
Hamburg iſt laut Meldung des Korreſpondenten der
Ber=
liner Morgenpoſt vom Jungdeutſchen Bund nur verbreitet
worden, daß die Cowboys infolge Differenzen nicht nach
Deutſchland kämen. Worin dieſe Differenzen beſtehen,
konnte bisher nicht ermittelt werden.
London, 2. Aug. Die Suffragetten in
Edin=
burg haben geſtern in allen öfſentlichen
Fernſprechkabi=
nen der beiden Hauptbahnhöfe in der ſchottiſchen
Haupt=
ſchaft die Telephonleitungen
durchſchnit=
ten. In die zur Aufnahme des Geldes beſtimmten
Käſt=
chen hatten ſie Kärtchen mit der Aufſchrift: „Kein
Stimm=
recht, kein Friede, Krieg bis aufs Meſſer” hineingeſteckt.
Die höchſte Strafe für ein derartiges Betragen iſt zwei
Monate Zuchthaus. — In Liverpool nahmen die
Wahl=
weiber den Kampf dadurch wieder auf, daß ſie eine Reihe
von Briefkäſten in Brand ſteckten. Eine große
Anzahl von Briefen wurde zerſtört. Es iſt dies der
vierte derartige Fall innerhalb drei Wochen. Auch auf
den Generalſtaatsanwalt von England, Sir Rufus
Iſaak, wurde geſtern von einer Suffragette ein Ueberfall
verübt. Sie brüllte ihm in die Ohren: „Votes for
wo=
men”, den Schlachtruf der Suffragetten, und ſchüttelte
ihn am Rockkragen. Ein Schutzmann mußte den alten
Herrn von der wütenden Dame befreien.
New=York, 1. Aug. General Bingham, der bis
vor drei Jahren das Amt eines
Polizeipräſiden=
ten von New=York bekleidete, hat erklärt, daß weder ſeine,
noch des Bürgermeiſters Macht ausreichten, um die
Kor=
ruption zu unterdrücken. Nicht weniger als 400
Millionen Mark würden jährlich von der ſogen.
Unterwelt an die Polizei für die Duldung von
geſetz=
widrigen Zuſtänden und Mithilfe bei allerlei Verbrechen
bezahlt. Hätte er unehrlich ſein wollen, ſo hätte er
jähr=
lich vier Millionen Mark einheimſen können. Einmal
wurden ihm 200000 Mark bar und 2000 Mark pro Monat
angeboten, wenn er ſich dazu verſtehen wollte, einem
be=
rüchtigten Spielhöllenbeſitzer dann und wann die Hand
zu ſchütteln, natürlich in der Oeffentlichkeit. General
Bing=
ham gibt indeſſen zu, daß es ſehr ſchwierig ſei, Beweiſe
gegen geſetzwidrige Lokale zu erbringen, weil eben nicht
nur die Polizei, ſondern auch andere Beamte mit deren
Beſitzern unter einer Decke ſteckten. Viel höher gibt Jach
Roſe den Tribut an, den die Unterwelt alljährlich an die
Polizei bezahlt, nämlich auf faſt 1000 Millionen
Mark. Er behauptet, von Polizeileutnant Becker über
den geſamten Betrieb ſehr gut unterrichtet worden zu ſein.
Bürgermeiſter Gaynor hat übrigens jetzt endlich ſeine
Zuſtimmung zu einer umfaſſenden Unterſuchung der
Miß=
bräuche bei der Polizei gegeben.
Der Vorſtand des Landesverbandes der
Hausbeſitzervereine Heſſens
hielt eine gemeinſchaftliche Sitzung in
Fried=
bergi. W. ab. Zuerſt wurde durch den Vorort Mainz
eine Zuſchrift Großh. Kreisamts Mainz vorgelegt,
wonach in dankenswerter Weiſe dem Beſchwerdeberichte
des Landesverbandes an die Großh. Staatsregierung,
betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen und die
dar=
aus entſtehenden Nachteile und Gefahren, durch letztere
Folge gegeben wurde, daß die Polizeiorgane durch die
Kreisämter erneut angewieſen worden ſind, die
beſtehen=
den Vorſchriften über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen
genau zu überwachen, insbeſondere die Kontrolle der
Fahrgeſchwindigkeit und jede Ueberſchreitung
unnachſicht=
lich zur Anzeige zu bringen. Auch hinſichtlich des
Auto=
mobilverkehrs und über, das Mitfahren von
Anhänge=
wagen wurde die Befolgung der beſtehenden
Vorſchrif=
ten eingeſchärft. Mit dem Heſſiſchen
Automobil=
klub in Darmſtadt wurden hinſichtlich der Aufſtellung
von Warnungstafeln Maßregeln getroffen, daß er an
ge=
fährlichen Stellen Warnungstafeln anbringen läßt und
noch anbringen wird.
Betr. die Herausgabe einer heſſiſchen
Hausbeſitzer=
zeitung, Referent Direktor Volk=Mainz, eine ſolche
gemeinſchaftlich mit der Frankfurter Hausbeſitzerzeitung
herauszugeben, wurde abgelehnt und eine
Kommiſ=
ſion gebildet, welcher die weiteren Vorarbeiten zur
Gründung einer ſpezifiſch heſſiſchen Hausbeſitzerzeitung
zu übertragen ſind. Die Frage der Gas= und
Waſſer=
meſſermieten ward in längerer Diskuſſion beraten
und feſtgelegt, daß ein anderer Modus in derſelben
ein=
geführt werden müſſe. (Zur Weiterverhandlung vertagt.)
Herr Kaufmann Wolf=Worms ſprach ſich in
länge=
rem Vortrage über die Pflichten des Hausbeſitzers
hin=
ſichtlich Straßen= und Trottoirreinigung aus und ward
nach längerer Diskuſſion der Beſchluß gefaßt, daß die
Pflicht zu einer ſolchen durch Polizeiverordnungen aus
dem Geſetz nicht abgeleitet werden könne, die
diesbezüg=
lichen Polizeiverordnungen alſo ungültig ſeien. Wo
dennoch ein Zwang durch ſolche irgendwie ausgeübt
wer=
den ſolle, wird der Landesverband für die Folge ſofort
bei der Regierung beſchwerdeführend eingreifen.
Aus=
nahmen könnten bei plötzlich eintretendem Glatteiſe wohl
ſtattfinden, aber auch nur zu angemeſſenen Tageszeiten.
Die durch die Regierung willkürlich und ohne
ſausrei=
chenden Grund kürzlich vorgenommene Erhöhung der
Schornſteinfegergebühr, die große und berechtigte
Miß=
ſtimmung in Hausbeſitzerkreiſen erregte, veranlaßte eine
große allgemeine Debatte. Es ward beſchloſſen, eine
Proteſtſchrift an die Regierung zu richten unter
Dar=
legung und Begründung des Standpunktes der heſſiſchen
Hausbeſitzer. Eine weitere Proteſtſchrift an die
Regier=
ung wurde in Sachen der
Landesbrandverſicherungs=
beiträge beſchloſſen. Es herrſcht im ganzen
Großherzog=
tum nach den einmütigen Berichten der
verſam=
melten Vertreter der Hausbeſitzer ſämtlicher größeren
Städte Heſſens eine große Aufregung, ja Erbitterung
darüber, daß man, weil im Jahre 1911 zahlreichere
Brandſchäden als in ſonſtigen Jahren ſtattfanden.
alsbald die Brandverſicherungsbeiträge ſo erheblich
hinaufſchraubte, von 5—6%0 auf 10%0, alſo faſt auf das
Doppelte. Wenn hier der vorhandene Reſervefonds nicht
angegriffen werden konnte, warum iſt denn für ſolche
Fälle nicht ein ſogennannter Notfonds vorhanden? Ein
ſolcher könnte ſehr gut aus den Ueberſchüſſen guter Jahre
bezw. aus dringend nötigen Erſparniſſen an
Verwalt=
ungskoſten gebildet werden, welch letztere von der
Ver=
ſammlung als viel zu hoch und in keinem Verhältnis
zu den Vermögens= und Umſatzzahlen der Kaſſe ſtänden.
Man war einſtimmig der Anſicht und verlieh derſelben
energiſchen Ausdruck, daß in dieſer Kaſſe eine Trennung
von Stadt und Land vorgenommen und ſo zwei
Abteil=
ungen geſchaffen werden müßten, welchen je nach Anzahl
und Umfang ihrer Brände ihre
Brandverſicherungs=
beiträge ausgeſchlagen werden müßten. In den Städten
brenne es weit weniger als auf dem Lande und bei den
guten Feuerwachen greife ein Brand ſelten weit um ſich.
Man ſei es müde, in den Städten die Brände der
Ort=
ſchaften zu bezahlen. — Es folgte eine Beſprechung
inter=
ner Verbandsangelegenheiten, darunter ſpeziell die
Mit=
gliedſchaft Alzey und den Beitritt von Neu=Iſenburg
betreffend. Die nächſte Vorſtandsſitzung ſoll in Worms
ſtattfinden.
D. Von der Studienreiſe der Bauingenieur=
Abteilung der Techniſchen Hochſchule
die am 20. Juli begonnen hatte, kehrten die 48
Teilneh=
mer mit dem Leiter der Exkurſion, Herrn Geh. Baurat
Prof. Koch, am Mittwoch, den 31. Juli, zurück. Gar
viele gewaltige, intereſſante Bauwerke — die Reiſe galt
der Beſichtigung waſſerbaulicher Anlagen und Bauten
— konnten hierbei in natura in Augenſchein genommen
werden und überall hatten die Leiter der Bauten in
liebenswürdiger Weiſe die Führung ſelbſt übernommen
oder für fachmänniſche Führung beſtens geſorgt. Der
erſte Tag galt der Beſichtigung der Waldecker
Tal=
ſperre, die, wenn ſie fertiggeſtellt iſt, mit ihren 202
Millionen Kubikmeter größtem Stauinhalt die größte
Sperre des Kontinents darſtellen wird. Am folgenden
Tage, Sonntag, zeigte Kaſſel einer gewaltigen Menge,
in der ſich auch unſere Studierenden befanden, die
Waſſerkünſte ſeines Parkes. — Die Waldecker Talſperre
ſoll neben anderen Zwecken hauptſächlich zur Erhöhung
des Waſſerſtandes der Weſer dienen, die wieder den
Rhein=Hannover=Kanal mit Waſſer verſorgen ſoll.
Die=
ſer Kanal kreuzt bei Minden die Weſer und wird mittels
eines Brückenkanals über den Flußlauf geführt. Der
Abſtieg zur Weſer erfolgt durch eine Schachtſchleuſe. Dieſe
Arbeiten konnten die Teilnehmer im intereſſanteſten
Bauſtadium ſſehen.
Weiter ging es per Dampfer die Weſer hinab, wo
bei Dörverden durch ein Wehr die erforderliche
Waſſer=
tiefe erreicht werden ſoll, das ebenfalls im
Entſtehungs=
zuſtand durch ſeine Eigenart dem Ingenieur viel
Beach=
tenswertes bietet. — Hamburg, der verkehrsreichſte
Hafen des Feſtlandes, war das Ziel des folgenden Tages.
Hier bekam mancher einen Begriff von den Siegen, die
Deutſchland im Frieden erringt und die der Ingenieur
vorbereitet. Die alten Hafenanlagen genügen nicht mehr;
Hamburg ſah ſich genötigt, preußiſches Gebiet
anzukau=
fen, um neue Häfen anlegen zu können, die den
rieſen=
haften, ſich ſtets ſteigernden Verkehr aufnehmen ſollen.
Bei ſehr glatter See erfolgte am Donnerstag, den 25.,
die Ueberfahrt nach Helgoland, wo der Bau eines
Kriegshafens und die Uferſchutzmauern, beides ſehr
inter=
eſſante Arbeiten, beſichtigt wurden. Von hier führte der
Reiſeweg nach den Inſeln und Halligen der
Schleswig=
ſchen Weſtküſte, wo dem Meere mit großem
Koſtenauf=
wand Land abgewonnen und der Bebauung nutzbar
ge=
macht wird durch geeignete Anlegung von Dämmen und
Buhnen, wahrlich ein Kulturkampf von hervorragender
Bedeutung.
Am Sonntag, den 28. Juli, ging es nach
Bruns=
büttelkoog. Von hier aus verbindet der Kaiſer
Wilhelm=Kanal die Nordſee mit der Oſtſee und
erſpart vor allem der Kriegsflotte den Umweg um das
Kap Skagen. Doch ſchon ſeit Jahren ſind die
Abmeſſun=
gen des Kanals und der den Kanal abſchließenden
Schleu=
ſen für die neueren und erſt recht die neueſten
Kriegs=
ſchiffe zu klein, ſo daß eine durchgehende Erweiterung
nötig wurde. Dieſe wurde nun ſo groß bemeſſen, daß
ſie in der folgenden Zeit wohl ausreichen wird; z. B.
übertrumpfen die neuen Schleuſen die des
Panama=
kanals bei weitem. Gar winzig kam ſich der Menſch vor
am Fuße eines ſolchen Bauwerkes. Am Montag wurde
der Kanal befahren und hierbei die
Erweiterungsarbei=
ten, die Brückenbauten uſw. beſichtigt, und am Abend
fuhr der Dampfer in die beleuchtete Kieler Förde ein.
Hier wurde am folgenden Tage die Kruppſche Germania=
Werft beſichtigt, wo u. a. S. M. S. „Prinzregent
Luit=
pold” ſeiner Fertigſtellung entgegengeht. Ferner ruht
hier ein italieniſcher Kreuzer friedlich neben einem
tür=
kiſchen Minenleger auf dem Helling und ſieht ſeinem
Stapellaufe entgegen. Dem Gang durch die Werft ſchloß
ſich die Beſichtigung eines Kriegsſchiffes, der „
Wittels=
bach”, an, ferner am Nachmittag die der neuen
Schleuſen=
anlage und der Hochbrücke bei Holtenau.
Damit war das Programm der Studienreiſe, die
den Teilnehmern ſehr viel wiſſenſchaftlich Wertvolles
zu ſehen Gelegenheit bot, erledigt. Daß neben dem
wiſſenſchaftlichen Teil auch der gemütliche Teil nicht zu
kurz kam, braucht kaum erwähnt zu werden; war es doch
ſchon Pflicht, auf das Wohl der Führer auf den einzelnen
Bauſtellen manchen urkräftigen Salamander zu reiben.
Verſchiedentlich waren die Exkurſionsteilnehmer von den
ausführenden Firmen eingeladen und einmal ſoll eine
ganze Nacht hindurch das Tanzbein geſchwungen worden
ſein. — Der Dienstag=Abend vereinigte ſämtliche
Teil=
nehmer noch einmal zu einem Abſchiedstrunk, bei dem
zum Danke auf das Wohl des Leiters, Herrn Geh. Baurat
Koch, ein donnernder Salamander gerieben wurde. Der
Mittwoch brachte dann alle wieder zu den heimiſchen
Penaten zurück.
Luftfahrt.
Die „Hanſa” das ſchnellſte Luftſchiff.
* Friedrichshafen, 2. Aug. Die
Geſchwin=
digkeit der „Hanſa” die geſtern erprobt wurde,
übertrifft noch die des „Z. 3” obgleich das Schiff
8 Meter länger iſt, ſie beträgt 22 Sekundenmeter gleich
80 Kilometer in der Stunde Die Leiſtung der
Maybach=Motoren wurde erheblich geſteigert, wodurch
zum Teil der Gewinn an Geſchwindigkeit entſtanden iſt.
* Friedrichshafen, 2. Aug. Die „Hanſa”
wird wahrſcheinlich noch in dieſer Nacht ihre Reiſe
nach Hamburg antreten. Der Weg führt
voraus=
ſichtlich von Friedrichshafen über Würzburg, Fulda,
Bebra und Göttingen. Auf der weiteren Fahrt ſollen
folgende Ortſchaften berührt werden: Herford, Bad
Oeynhauſen, Bad Salzuflen, Oerlinghauſen, Lage und
Halle in Weſtfalen, Bielefeld und Minden. Hierauf wird
der direkte Weg, vermutlich über Verden, nach Hamburg
eingeſchlagen.
* Schwaigern, 2. Aug. Die beiden
Straß=
burger Militärflieger mußten bis zum Abend
kurz nach ihrem Aufſtieg bei Heilbronn in der Nähe von
Schwaigern wegen eines Motordefekts abermals eine
Notlandung vornehmen, die glatt von ſtatten ging.
Der Apparat wurde abmontiert.
* Heilbronn, 2. Aug. Die beiden Militärflieger
Schikaly und Aigler ſind geſtern abend um 7 Uhr
zum Weiterflug nach Frankfurt a. M. aufgeſtiegen. Sie
hatten Befehl erhalten, wenigſtens noch am Abend bis
Sinsheim zu fliegen. Urſprünglich hatten ſie
beabſich=
tigt, erſt heute morgen 4 Für meiter zu fliegen=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Folgendes Erlebnis auf unſerer „Elektriſchen” ſei
der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten: Schauplatz:
Don=
nerstag, 1. 8. 12, ½6 Uhr nachm. Es „gießt” was vom
Himmel kann. Fahrgaſt (ſteigt Ecke Rhein= und
Neckar=
ſtraße in einen Wagen der Herdweglinie ein): „Bitte für
15 Pfg. Karte nach dem Tintenviertel!” — Schaffner: „Ja,
wir fahren nur bis Herdweg!” — Fahrgaſt: „Das habe
ich bereits entdeckt, aber kann ich nicht bei dieſem
ſtrömen=
den Regen bis zur Wartehalle „Ernſt=Ludwigplatz”
fah=
ren und dort in den nächſten Wagen umſteigen?”
Schaffner: „Ja, aber dann, müſſen Sie dort nochmals
einen Fahrſchein für 10 Pfg. löſen!“
Da mir eine derartige vorſintflutliche
Verkehrsbeſtim=
mung unverſtändlich iſt, laſſe ich mich an der nächſten
Halteſtelle Ecke Saalbau= und Rheinſtraße an die Luft,
d. h. in den unerbittlich weiterſtrömenden Regen ſetzen
und — warte. Nun frage ich: Sind derartige Zuſtände
nicht geradezu unerhört und einer Stadt wie Darmſtadt
einfach unwurdig? Ferner: Wofür iſt die Wartehalle
Ernſt=Ludwigsplatz da und dort, wie auf jedem Fahrſchein
zu leſen, Umſteigeſtelle? Oder ſprechen hier ſogenannte
„techniſche Verkehrsgründe” mit, die allerdings dem Laien
rätſelhaft bleiben werden? Vielleicht kann man an dieſer
Stelle hierüber gelegentlich etwas erfahren.
S.
Eine Bankataſtrophe in Nürnberg.
* Nürnberg, 2. Aug. Heute früh ¾8 Uhr iſt bei
dem in Bau befindlichen Groß=Kraftwerk „Franken” das
Eiſengerüſt der Maſchinenhalle eingeſtünzt.
Unter den Trümmern wurde eine große Anzahl
Ar=
beiter begraben. Bis ½10 Uhr waren 10 Tote
geborgen.
* Nürnberg, 2. Aug., 12 Uhr mittags. Das
Ge=
bäude des großen Kraftwerkes (Mittelbau) iſt auf eine
Länge von 20 Metern und eine Breite von 15 Metern
in ſich zufammengeſtürzt. Die Urſache des
Unfalles liegt vermutlich in einer vorgenommenen
Belaſtungsprobe der Konſtruktionsteile über dem
Hallen=
gebäude. Die Zahl der Toten beträgt jetzt noch
immer 10, die der Verletzten aber 35. Vermißt werden
noch 5 Mann. In der Halle waren 72 Leute beſchäftigt.
Die Aufräumungsarbeiten werden von dem 8.
Feld=
fartillerie=Regiment, der 3. Kompagnie des 14. Infanterie=
Regiments und von dem 6. Feldartillerie=Regiment in
Fürth vorgenommen. Der ganze große Komplex iſt durch
Kavallerie abgeſperrt. Die Sanitätswachen von
Nürn=
berg und Fürth, ſowie die Sanitätskolonnen der
verſchie=
denen Regimenter ſind mit zahlreichen Aerzten an der
Unglücksſtelle damit beſchäftigt, die noch immer aus den
Trümmern hervorgebrachten Verwundeten zu verbinden.
Eine Gerichtskommiſſion hat ſich bereits an Ort und Stelle
eingefunden.
H. B. Nürnberg, 2. Aug. Die Kataſtrophie
des fränkiſchen Kraftwerkes in Gebersdorf bei
Stein iſt eine der größten, die ſich ſeit vielen Jahren in
Bayern zugetragen hat. Das Werk, das mit einem
Aktien=
kapital von mehreren Millionen gebaut wird und zunächſt
auf 12000 Pferdekräfte berechnet war, ſollte noch in
die=
ſem Jahre betriebsfertig gemacht werden. Der
Zuſam=
menſturz der in Eiſenbeton ausgeführten Dachkonſtruktion
der Hauptmaſchinenhalle erfolgte unter gewaltigem
Krachen. Sämtliche Arbeiter, etwa 50 an der Zahl, ſind
unter den Trümmern begraben worden. Die
Rettungs=
arbeiten wurden ſofort in Angriff genommen und nach
2 Stunden waren bereits zahlreiche Tote und
Schwerver=
letzte aus den Trümmern geborgen. Die Urſache des Unglücks
iſteht noch nicht feſt. Nach Mitteilung von
Sachverſtän=
digen ſind nicht die Konſtruktionsteile aus Eiſen
einge=
ſtürzt, ſondern die Leergerüſte, die zur Aufnahme dieſer
Konſtruktionsteile beſtimmt waren, ſind bei der
Probe=
belaſtung zuſammengebrochen. Für die Belaſtung
wur=
den namentlich Sandſäcke benutzt. Infolge des während
der Nacht niedergegangenen ſtarken Regens nahmen dieſe
ſehr viel Waſſer auf, wodurch ſich ihr Gewicht beinahe
verdoppelte. Dieſer Umſtand dürfte die Haupturſache der
Kataſtrophe ſein. Vier Mann ſollen noch unter den
Trümmern liegen. Man hofft, mit den
Aufräumungs=
arbeiten bis heute abend fertig zu werden.
England und Kanada.
* London, 2. Aug. Der kanadiſche Premierminiſter
Borden ſagte geſtern in einer Rede im National
Libe=
ral Club, das kanadiſche Volk ſei überzeugt, daß
die britiſche Seeherrſchaft durch eine „einzige” Flotte
er=
halten werden müſſe. Er wolle damit indeſſen
keines=
wegs ſagen, daß eine der Kolonien in der Verfaſſung
der Flotte ihre autonome Kontrolle verlieren ſolle,
ander=
ſeits könne die Flotte, wenn ſie in Tätigkeit trete, ihre
Aufgabe nicht erfolgreich erfüllen, wenn ſie nicht unter
einheitlicher Kontrolle und Leitung ſtehe.
* London, 2. Aug. Die Morning Poſt teilt eine
Meldung der kanadiſchen Preſſe aus Auſtralien mit,
in der ausgeführt wird, daß die angebliche Politik
der kanadiſchen Regierung, der engliſchen
Admiralität ein paar Dreadnoughts anzubieten, anſtatt
dem auſtraliſchen Beiſpiel zu folgen, in Auſtralien
Ueberraſchung und Bedauern erregt habe. Man wünſche
vielmehr, daß Auſtralien, Neuſeeland und Kanada ihre
Kräfte konzentrieren, um eine Reichsflotte im
Pa=
eific zu gründen, während dem Mutterland die
Kon=
trolle im Atlantic überlaſſen bleiben ſolle.
Darmſtadt, 3. Auguſt.
*X* Schöffengericht. Eine intereſſante Anklage
wegen Steuerhinterziehung durch den Ge=
richtsvollzieher beſchäftigte am vorigen Dienstag
und geſtern das hieſige Schöffengericht. Der
Gerichts=
vollzieher Wedel hatte infolge der bekannten
Steuer=
defraudationen des Zigarrenhändlers Jacobſohn im
Auftrage einer Berliner Firma ein Zigarettenlager von
zirka 800000 Stück gepfändet, die in Kiſten verpackte
Ware verſiegelt und einem Spediteur in Verwahrung
gegeben, gleichzeitig auch der Steuerbehörde zur event.
weiteren Veranlaſſung Mitteilung davon gemacht. Der
dann von dieſer ergangenen Aufforderung, die Ware an
den Herſtellungsort zurückzuſchaffen oder ſie der
Zoll=
niederlage in Gewahrſam zu geben kam der
Gerichts=
vollzieher nicht nach und die Steuerbehörde erließ daher
gegen ihn Strafbeſcheid und ordnete die Einbeziehung
der Ware an. In der Gerichtsverhandlung machte nun
der Amtsanwalt geltend, daß der Gerichtsvollzieher ſich
der Ordnungswidrigkeit gegen die Artikel 17 und 20 des
Zigarettenſteuergeſetzes ſchuldig gemacht habe, indem er
die Ware in den „Inlandverkehr” brachte. Er beantragte
Beſtrafung des Gerichtsvollziehers und
Aufrechterhalt=
ung der Einbeziehung der Ware. Der Gerichtsvollzieher
ſei zwar Beamter, aber er handelte nur im Auftrage
eines Privatmannes, und was dieſem verboten ſei, könne
auch ſeinem Vertreter, alſo dem Gerichtsvollzieher nicht
geſtattet ſein. Der Verteidiger des Angeklagten,
Rechtsanwalt Dr. Strauß, führte dagegen aus,
daß der Gerichtsvollzieher an die Beſtimmungen
der Zivilprozeßordnung und an ſeine
Dienſtinſtruk=
tionen gebunden ſei jund ferner im Intereſſe ſeines
Auftraggebers zu handeln habe, dem er nach § 808
der Zivilprozeßordnung verantwortlich und haftbar ſei.
Wenn er die beſchlagnahmte Ware nach der
Zollnieder=
lage geſchafft hätte, ſo würde er ſich des Beſitzrechtes
darüber begeben haben. Der Gerichtsvollzieher habe nicht
das ſteuerfiskaliſche Intereſſe wahrzunehmen. Er habe
der Steuerbehörde vorſchriftsmäßig Anzeige gemacht und
es wäre deren Sache geweſen, ſich durch Anlegung eines
Mitverſchluſſes oder dergleichen zu ſichern. Der
Amts=
anwalt habe ſelber nicht den Tatbeſtand einer
Steuer=
defraudation aufrecht erhalten. Es liege aber auch keine
Ordnungswidrigkeit gegen die Artikel 17 und 20 des
Zigarettenſteuergeſetzes vor, denn eine
Zwangsvoll=
ſtreckung ſei kein Inlandverkehr” kein Handel oder
Ge=
ſchäftsverkehr im Sinne dieſer Beſtimmungen. Das
Ge=
richt ſchloß ſich nach eingehender Beratung den
Ausfüh=
rungen des Verteidigers an und erkannte auf vollſtändige
Freiſprechung, weil keine Ordnungswidrigkeit
vorliege und durch die Unterbringung in Gewahrſam
des Gerichtsvollziehers die Ware nicht in den
Inland=
verkehr gebracht worden ſei. Auch die im Strafbefehl
der Steuerbehörde ausgeſprochene Einbeziehung der
Ware wurde vom Gericht aufgehoben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 2. Aug. Mit einem Grundkapital von
1300000 Mark iſt hier eine Aktien=Geſellſchaft „Deutſche
Südſee=Geſellſchaft für drahtloſe
Tele=
graphie” gegründet worden. Der Zweck der
Geſell=
ſchaft iſt, die deutſchen Südſee=Kolonien
funkentelegra=
phiſch miteinander und der Kabelſtation der Deutſch=
Nie=
erländiſchen Telegraphen=Geſellſchaft auf Jap (
Karo=
linen) zu verbinden und dadurch an das
Welttelegraphen=
netz anzuſchließen. Den Aufſichtsrat bilden die Herren
Kommerzienrat Mamroth (A. E.=G.) als Vorſitzender,
Geheimrat Müller (Dresdener Bank) als ſtellvertretender
Vorſitzender, Bankdirektor Farvick (Schaaffhauſenſcher
Bankverein), Direktor Dr. Franke (Siemens u. Halske).
Der Vorſtand beſteht aus den Herren Graf Arco, Poſtrat
Pfitzner, Direktor Bredow und Direktor Loroy. Die
Tätigkeit der Geſellſchaft beruht auf einer 20jährigen
Be=
triebskonzeſſion des Reichspoſtamts, das ſatzungsgemäß
bei der Geſellſchaft durch einen Staatskommiſſar vertreten
iſt. Vorläuſig werden vier große Stationen errichtet:
Jap (Karolinen), Rabaul (Neu=Guinea), Nauru (
Mar=
ſchall=Inſeln). Die Ausführung der Anlagen wird
ver=
tragsgemäß der Telefunkengeſellſchaft übertragen.
* Hamburg, 2. Aug. Heute mittag ſind mit dem
Dampfer „Koblenz” 50 „Boy=Scouts” aus Edinburg
zur Beſichtigung der Hamburger Sehenswürdigkeiten,
der Hafenanlagen uſw. hier eingetroffen. Morgen folgen
ſie einer Einladung der Hamburg-Amerika=Linie zu
einem Eſſen auf dem Dampfer „Preſident Lincoln‟ Die
Jungen fahren am Montag nach ihrer Heimat ab
* Innsbruck 2. Aug. Der Referendar v. Kirchbach
aus Dresden, der ſich ſeit 14 Tagen auf einer Bergpartie
in Tirol befindet, iſt nicht zurückgekehrt. Wahrſcheinlich
iſt er verunglückt.
H B. Neuſtrelitz, 2. Aug. Die deutſche
Natio=
nal=Flugſpende hat, wie die Landeszeitung aus
authentiſcher Quelle erfährt, bereits jetzt die Höhe von
4½ Millionen erreicht, alſo mehr als das doppelte
der in Frankreich zu dem gleichen Zweck veranſtalteten
Sammlung.
— Itzehoe, 2. Aug. Heute morgen gegen 2 Uhr rannte
das Automobil des Berliner Kaffeehausbeſitzers
Wender bei Koſſenpack gegen eine
Eiſenbahnbar=
riere. Wender erlitt eine lebensgefährliche Verletzung
am Kopf und eine ſchwere Gehirnerſchütterung. Die
an=
deren Mitfahrer, zwei Gutsbeſitzer aus Waken, wurden
ſchwer, ein Kunſtgewerbeſchüler aus Hamburg leicht
verletzt.
Briefkaſten.
Gutenberg. Der Lieferant, der Garantie
ge=
leiſtet hat, iſt Ihnen zum Erſatz des Schadens
ver=
pflichtet.
Fz., hier. Wenden Sie ſich mit dieſer Frage an die
hieſige Städtiſche Rechtsauskunftsſtelle.
Gerade im Sommer
haben viele Kinder ein Stärkungsmittel nötig,
gerade im Sommer erweiſt ſich ihnen Scotts
Emulſion als eine Wohltat; denn ſie können
nichts Beſſeres finden als dieſe Zubereitung,
welche ihnen alle Vorteile des Lebertrans bringt
und ſich in der warmen Jahreszeit ehenſo gut
nehmen läßt wie in der kalten. Alſo auch im
Sommer befördert ſie die Entwicklung kräftiger
Muskeln und vor allem den Aufbau feſter
Knochen. Wer Scotts Emulſion — doch nur
die echte — gebraucht, der wird auch im
Sommer nur die allerbeſten Erfahrungen mit
ihr machen.
(316441
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, prima
Glyzerin 50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3,
unterphosphorig=
ſaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinſter arab. Gummi
pulv. 2,0. Waſſer 129,0 Alkohol 11,0. Hierzu aromatiſche
Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl je 2 Tropfen.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Unſeren lieben Gatten und guten Vater
Friedrich Hermann Zeil
Grossherzogl. Oberrechnungsrat, Ritter des
Zähringer Löwenordens
rief Gott heute unerwartet, infolge Herzſchlages
in die ewige Heimat.
In tiefer Trauer:
Familie Zeil.
Karlsruhe, den 1. Auguſt 1912.
Hirſchſtraße 97, II.
(16520
Feierliches Seelenamt findet Montag 9¼ Uhr in
der Vizentiuskapelle ſtatt. Einſegnung Samstag
3 Uhr, in der Friedhofskapelle. — Beiſetzung
Sonntag nachmittag 4 Uhr in Darmſtadt. — Von
Kondolenzbeſuchen wolle man abſehen.
Wetter.
Ausſichten für Samstag, 3. Auguſt: Trüh, noch
einzelne Regenfälle, kühl.
Tageskalender.
Samstag, 3. Auguſt.
Sommernachtfeſt der Kaufm. Stenographen=
Geſell=
ſchaft „Gabelsberger” um 8 Uhr im „Rummelbräu”
Monatsverſammlung der Stenographen=
Vereinig=
ung um 9 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Sonntag, 4. Auguſt.
Sommerfeſt des Vereins für Vogel= und
Geflügel=
zucht an der Weberbuche (Abmarſch um 2½ Uhr Ecke
Schießhaus= und Nieder=Ramſtädterſtraße).
Sommerfeſt des Krieger= und Militär=Vereins um
4 Uhr im Reſtaurant Schmitt.
Familienausflug des Geſangvereins „Frohſinn”
nach Roßdorf (Abmarſch um 2 Uhr Ecke Taunus= und
Dieburgerſtraße).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Schützenhof um
8 Uhr. — Bürgerkeller um 4 und 8 Uhr. — „Perkeo”
um 4 und 8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropol” um 4
und 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 5. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Diehl (
Bach=
gaſſe 16) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Friedrich Schnatz
(Heinheimerſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Philipp Erbes
(Ludwigshöhſtraße 47) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht II.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Htreeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Fleiſchmann,
ſämt=
lich in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil
be=
ſtimmte Mitteilungen ſind an die „Redaktion des
Tag=
blatts” zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
Ausgewählte Gruppen
aus der Internationalen
Hygiene=Ausſtellung.
Dresden 1911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß
Nummer 181
Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Anguſt 1912.
Während unseres grossen
gewähren wir auf sämtliche nicht schon
bedeutend herabgesetzten Waren einen
Jedes Stück unseres gesamten Warenlagers ist somit reduziert. Deshalb
Reſtaurant (*2632
„Martinsglöckchen
Ecke Riegerplatz u. Heinheimerſtr.
Neu hergerichtet u. umgebaut
Schönes gemütliches Lokal.
Rheinländer u. Weſtfalen!
Samstag u. Sonntag Abend
Spezial-Gericht (*2635
Dicke Bohnen u. Dörrfleiſch.
Reſtaurant Martinsglocke
Ecke Riegerplatz u. Heinheimerſtr.
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Dieluhr, Porzellan=
Kirſchbaum Eckſchrank, kleines
Schränkchen u. Spiegel (
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Schrank im Wert von 500 Mk.
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130 Mk. Karlstrasse 41.
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Meerſchaumpfeife m.
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Hiſtorien aus dem Jahre 1762 —
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nommen. Gefl. Off. erbitte unt.
P 61 an die Exped. (*2670
Kurſe vom 2. Auguſt 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . 90,00
79,90
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,10
93,30
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,20
88,00
do.
3½
78,20
do.
4 Hamburger Stgatsanl. 100,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,20
4 do. do. (unk. 1918) 100,20
88,10
do.
3½
77,70
do.
3
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,10
4 Württemberger v. 1907 100,20
do. v. 1875 95,00
31
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,10
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,00
4 do. Goldrente . . . 96,00
4 do. einheitl. Rente . 87,40
3 Portug. unif. Serie I 64,30
3 do. unif. Ser. III 67,50
3 do. Spezial . . .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,30
4 do. v. 1890 . . 95,50
4 do. v. 1905 . . 92,00
4 Ruſſen v. 1880 .
90,00
4 do. v. 1902 .
90,70
4½ do. v. 1905 .
.100,40
3½ Schweden .
89,00
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 82,30
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,60
4 Ungar. Goldrente .
90,30
4 do. Staatseent. . . 88004
InProz.
Zf.
.100,80
5 Argentinier
4
86,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 90,25
80,0015 Chineſ. Staatsanleihe .
4½
do.
93,60
4½ Japaner . .
94,10
5 Innere Mexikaner . . . 95,20
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,30
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,20
3 Buenos Aires Provinz 70,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 143,60
5 Nordd. Lloyd . . . . . 121,60
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,30
8 Baltimore und Ohio . 109,00
6½ Schantungbahn . . . 131,75
6% Luxemb. Prince Henri 158,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,20
6 Pennſylvania R. R. . 122,00
Letzte Indnſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . .
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 531,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 257,00
30 Farbwerke Höchſt . . 660,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 349,00
10 Cement Heidelberg . . 153,50
30 Chem. Werke Albert 435,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 322,00
4 Lahmener .
.126.10)
InPron
Stoid.
71 Schuchert, Nürnberg 161,75
12 Siemens & Halske .241,25
5 Bergmann Electr. . . 140,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 171,10
0 Gummi Peter . . . . 120,25
0 Kunſtſeide Frankfurt 118,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 559,50
10 Maſchinenf. Badenia 168,30
6 Wittener Stahlröhren 209,00
8 Steana Romana Petr. 143,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 245,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 227,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 120,50
3 Südd. Immobilien . 63,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 193,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 239,30
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.177,75
10 Gelſenkirchener . . . . 194,70
8 Harpener .
. 195,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 266,90
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . .
82,90
4 Laurahütte . . .
10 Kaliwerke Aſchersleben 165,00
Weſteregeln 206,80
11
7½ South Weſt Africa 141,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,60
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,25
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,00
do.
78,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99.504
Inſtrot.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 77,30
do.
53,30
3 Raab=Oedenburg . . . 77,10
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,10
88,10
4 Ruſſ. Südweſt. .
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
88,10
do.
4 Wladichawchas . . . . 88,60
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 75,80
do.
90,00
4½
24/10 Livorneſer . . . . . 69,00
3 Salonique=Monaſtir .
4 Bagdadbahn . . . .
83,60
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 97,00
4 Miſſouri=Pacific.
71,40
4 Northern=Paciſic
4 Southern=Pacific
95,20
5 St. Louis und San
Francisco . .
87,70
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 198,75
7 Bergiſch=Märkiſche
.150,20
Bahn .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 168,10
6½ Darmſtädter Bank . 121,50
12½ Deutſche Bank . . . 254,10
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
6 Deutſche Effekt.= und
.W.=Bank . . . . . 116,00
10 Diskonto=Kommandit 187,00
8½ Dresdener Bank . 154,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,40
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,20
7½ Wiener Bankverein . 134,60
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17.₰ . . 36.004
Bt. Pfandbriefe. Inproz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
9½
88,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
. 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. .
99,60
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,00
S. 8—5 . .
88,80
S. 9—11.
88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
8½
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bl.=Pf. 99,90
8½ dv.
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . —
8½ do.
90,00
4 Frankfurt.
.. 100, 10
8½ do.
95,50
4 Sießen .
98,70
89,90
3½ do.
4 Heidelberg
98,70
8½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
88,50
4 Magdeburg.
99,10
8½ do.
4 Mainz
98,40
8½ do.
4 Mannheim .
99,50
3½ do.
89,00
4 München .
99,90
3½ Nauheim
4 Nürnberg .
100,00
3½ do.
4.-Offenbats
8f.
In Proz
3½ Offenbach .
4 Wiesbades . . . . . 4 100,20
8½ do.
89,20
4 Worms .
98,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 173,75
3½ Cöln=Mindner , 100 134,10
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,60
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . .
. . . 135,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . —
125,10
3 Oldenburger . .
8½ Raab=Grazer fl. 150 112,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder
Fs. 10 —
do.
fl. 7 —
Meininger .
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100 519,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 360,00
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . .
16,25
Amerikaniſche Noten . . . 4,18%
Engliſche Noten . . .
20,47
Franzdſiſche Noten.
81,00
Holländiſche Noten. . . . 169,70
Italieniſche Noten .
80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,90
Ruſſiſche Noten . . ..
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto.
Reichshauf=Bemhaht..
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181.
Von Samstag,
den 3. August
bis Samstag,
den 10. August
1
Eineits
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2 Meter Rips-Piqué
0.60 Meter Buckskin Knabenhosen 95 ₰
2½ Meter weiss. Schürzenbatist 95 ₰
cm breit, in diversen
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Seidenbatist Farben
2 Meter weissen Seidenbatist . . 95 ₰
ca. 105 cm breit, schwarz-
Kostümstoll weiss u. blau-weiss, Meter 1.85
120 cm breit
Weiss. Stickereistoff
Meter 1.85
1.20 Meter Buckskin z. Herrenhosen 1.85
2½ Meter Waschseide
.1.85
3 Meter getupfte Mull
.1.85
4 Meter Unterrockstoff
1.85
3½ Meter halbwoll. Kleiderstoff 1.85
2½ Meter Blusenstoff
.1.8
schwarz-weiss
3 Meter —— er *81ss Kleiderstoff 1.85
6 Meter halbwollen, Kleiderstoff 2.75
2½ Meter gestr. Alpacch t. Blusen 2.75
mit Stickerei-
Weisse Batistbluse Einsätzen.
Knabenbluse aus gestr. Waschstoffen
Damenbluse ausfarbig. Waschstoffen
aus uni Waschstoffen
Russenkittel mit farbigem Besatz .
1
1
Knabenhose aus marine Waschstoff.
reich mit Stickerei und
Batistbluse Einsätzen garniert,
hals-
frei und hochgeschlossen
mit
Stickerei-
farbige Waschbluse kragen.
95 ₰
95 ₰
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Unterrock aus gestr. Waschstoffen
Kinderkleid aus gemust. Wa schstoff.
schwarze Satinblase
halbfert. gestickte Batistbluse
Kostümrock aus Stoffen engl. Art
m. Einsätz
weisse Wollbatistbluse garniert
ganz aus
weisse Stickereibluse Stickereist.
aus Zephir od. Mousselin
Kinderkleid imitiert.
mit weissen Stickereien
Zephirbluse garniert
1.85
1.85
1.85
1.85
(2.75
0
2.75
2.75
2.75
6)
2.75
Damen-Direktoire-Hose 95₰
1 Damen-Sport-Mütze. 1.85
1 Bettbeuug, 1i, schlätg . . . 2.75
Daumwonwaren
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3.30 Meter Bett-Kattun 2 kissen . 95 ₰
3.30 Meter karriert Bettzeug. . 95 ₰
2½ Meter Möbel-Kattun
2 Meter Jacken-Bieber
2 Meter Schürzen-Kattun
gk. Kind.-
2½ Meter de Baumwollzeug kleider 95 ₰
2 2 Meter Sportflanell für Blusen . 95 ₰
.95 ₰
.95 ₰
.95 ₰
f. Schürzen (
§ 16 om 95 ₰
95 ₰
.95 ₰
.95 ₰
95 ₰
3 Meter Sportflauell für Hemden . 95 ₰
1.60 Meter Bett-Barchent
2 Meter gestreiftes Voile
3 Meter Hemdenflanell
1½ Meter Schürzendruck
3 Meter er Leinen z. Sommerhemden 1.85
2½ Meter Tischzeng
1.85
3 Meter Hemden-Zephir
.1.85
4 Meter doppelseitig Köper. . . 1.85
3 Meter Möbel-Crêpe
.1.85
für Damen-
3 Meter bedr. Flanell hemden 1.85
7.20 Meter Bett-Kattun
1.85
6 Meter Kleider-Baumwollzeug 2.75
Markt
Mrläti 22 Mettirt
Vebr. Rornischnu
Markt
Merktätit 22 Mkt
Nummer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Anguſt 1912.
Seite 9.
Von Samstag.
bis Samstag,
den 10. August
den 3. August
Grosse Auslagen
auf Extra-Tischen im Parterre!
Schürzen
aus türkisc
1 Kinderschürze gemust. Sat
1 Damen-Blusenschürze
2 Hausschürzen
1 Zierträgerschürze
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1 weisses Damenhemd
1 Stickerei-Untertaille m. Bd.-Durchz. 95 ₰
1 Damen-Beinkleid mit Stickerei . . 95 ₰
1 farbiges Damenhemd
1.85
1 wß. Damenhemd mit gestickt Passe 1.85
1.85
1 w6. Damenhemd Croisé
. 2.75
1 Damen-Nachthemd
2 Nachtjacken
2.75
Sommer-Normal-Wäsche
95 ₰
1 Sommer-Normalhemd
1 Sommer-Normaljacke
95 ₰
1 Einsatz-Hemd
1.85
1 farbiges Herrenhemd
. 1.85
1 wb. Einsatzhemd gute Qualität . . 2.75
oter
1 Sweater-Höschen 95. 1 Wacstuol-Sütwester Bs 1 Austandtrock. . 95 ₰ 2 Wickelieppiche. 95.₰ 3 Kinderjäckchen. 65₰ 1 Badetuch 5₰
Gardinen
. 95 ₰
3 m Scheibengardinen
2 m Congress-Stoff
. 95 ₰
95 ₰
2 Paar Brises-bises
.1.85
1 Rouleaux
2 Paar Brises-bises Erbstüll m. Volant 1.85
. 2.75
1 Paar Vitrages.
1 Paar abgepasste Gardinen . . 2.75
2 m gemusterte Gardinenleinen 2.75
Tisch- u. Bett-Wäsche
.95 ₰
1 Tischtuch
. 95 ₰
2 gebogte Kissenbezüge
95 ₰
1 Tischdecke .
.1.85
6 Servietten
1 Biber-Bettuch
1.85
1 Tischtuch mit 3 Servietten . . 1.85
. 2.75
1 Dtzd. Servietien
. 2.75
1 Hausmacher Bettuch
Weiss- und
1.85
150 cm breit
6m Handtücher 95 ₰ 2m Bettuch-Halbleinen
95 ₰
2n Pique.
3mDamast 130 cm breit 2.75
95 ₰
2m Croise
3 mCreionne. 95 ₰ 7m wss. Handtücher 2.75
Leinenwaren
1m Wachstuch 95 ₰
6 Staubtücher 95 ₰
1 Filztischdecke 1.85
1 Tragkleidchen 1.85
1 Sweater-Anzug 1.85
Modewaren:
2 Waschgürtel . 95 ₰ 1 Damentasche . 95 ₰ 1Jahof
voneimer
Gschwück 95 ₰ 1Chiffon-Schleler 1.65
1 Frack-Korsett 1.65
1 Kissenplatte
1 Samt-Tasche . 95 ₰ 1 Lackgürtel
. 95 ₰
fertig gekurbelt .
95 ₰
Paar
P eler. Herren-Socken1.65
1 Spachtelkragen 95 ₰
95 ₰
2½, m Band
Kissenplatte
gezeichnet.
1 Pastr
95 ₰
1 Auto-Schlefer
Glace-Handschuhe 95
bedruckt oder uni
95 ₰ 1 Frauen-Korsett 95 ₰
1 Pasr eleg lnge durchbrocher
udtuch
10e
Damenhandschuhe
Duste Herrengarniturgs ₰
Kam
nitu
95₰
mit und chne, Einger . 85
weiss, fertig
wein eler
farbig
Millieux
5₰
16336)
Markt
Mrimrtrt 2 Mitnrnd
Gebr. Korlschfa
Markt
Mätit 2 ititit
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer1 81.
Schuhwarenhaus
geuer breiter Tüll=Vorhang
und große ältere Blumen=
Vaſe zu verkaufen
(*2711
Soderſtraße 55, I.
Kind5
guter Herkunft wird in liebevolle
Pflege genommen, älteres
bevor=
zugt. Näh. Expedition. (*2632
Sport.
* Zu den 16. internationalen olympiſchen
Wett=
kämpfen in Frankfurt a. M. am Sonntag, den 4. Auguſt,
werden fünf amerikaniſche Olympiaſieger von Stockholm
am Start ſein. Dem Frankfurter Verband für Turnſport
iſt es gelungen, für die morgen, den 4. Auguſt,
ſtattfinden=
den internationalen Wettkämpfe eine Reihe amerikaniſcher
Olympiaſieger zu verpflichten. Das Feſt findet auf dem
meuen muſtergültigen Sportplatz des Frankfurter
Fuß=
ballvereins ſtatt. Auch die Leichtathletikabteilung des
F.=K. Olympia=Darmſtadt entſendet ihre Mannſchaft
morgen nach Frankfurt. Gemeldet iſt für den 800= und
1000=Meter=Lauf. Einen hartnäckigen Kampf gibt es im
3X1000=Meter=Stafettenlaufen um den Staßny=
Schuh=
macher=Ehrenwanderpreis. Olympia kommt hier mit der
ſchnellſten deutſchen Mannſchaft (Berliner Sportklub)
zu=
ſammen.
* Pferde=Rennen zu Neuß. Schlenderhan=
Flach=
rennen, 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. v.
Groß=
manns Fox (H. Teichmann), 2. Avranches (Ted Rice), 3.
Künſtler (Schläfke). Tot. 27110. Pl. 13, 24, 13:10. Unpl.:
Titurel, Norton Con (4), Traviata, Mindenkem. Sicher 1
Lg.-Hals. — Nordkanal=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und
2800 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Hrn. Köppls Forerunner
II (Hr. Waldking), 2. Zobten (Lt. Graeff), 3. Shirley (Dr.
Rieſe). Tot. 208:10. Pl. 47, 34, 33:10. Unpl.: Protegee,
Nickelkönig, Liebesritter, Fifth Ace, Sturm, Shannon Lad,
Holy Wind (4). Sicher 4—½ Lg. — Roſengarten=
Han=
dicap, 4000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Hrn. W. Blatts
Samiel (Wedgewood), 2.— Eiſenmenger (Jentzſch), 2.—
Revanche (Ted Rice). Tot. 123:10. Pl. 46, 64, 71:10.
Unpl.: Spion (4), Dürckheim, Saint Maximum, Charles
Heidſick, J. H. L., Claudio, Chenille, Dandolo, Kings Eye,
Paradox, Marcaſite, Bilbao. Kampf ½ Lg.. — Totes
Rennen. — Haus Eppinghoven=Hürden=Rennen,
Ehren=
preis und 2000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Hrn. C.
Frühlichs Grosvenor Gardens (Hr. Zorn v. Bulach), 2.
Rowdy (Lt. Kneel), 3. Five olclock (Hr. v. Weſternhagen).
Tot. 595:10. Pl. 74, 23, 16:10. Unpl. Alexandrowna,
Ore=
gon (4), Lichtenſtein, Self Control, Aliquando (gef.),
Jun=
ker, Le Tonkinois. Ueberlegen 2½—3 Lg. — Neußer
Handicap, 10000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. W.
Ruſts Ops (Mac Farlane), 2. Aſchanti (Ted Rice), 3.
Ec=
colo (Raſtenberger). Tot. 92110. Pl. 25, 18, 22:10.
Unpl.: Senechal, Mars (4), Eilbote, Blumenflor, Stigma,
Blue in Blue, Gagamelle Artus, Harzroſe. Leicht 1 Lg.
bis Kopf. — Hofftadt=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 5000
Mark, Diſtanz 5000 Meter: 1. Hrn. Aldags Little Ben
(Hr. v. Weſternhagen), 2. Delbeck (Lt. Kneel), 3. J. hope ſo
(Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 85:10. Pl. 21, 20, 26:10.
Unpl.: Onvide (4), Athenian, Jubilee Juggins, La Ceritto,
Caipin Ruad. Sicher ¾ Lg.-Hals. — Römerhof=
Flach=
rennen, 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. J. Oldes
Götterſage (Blades), 2. Satire (Wedgewood), 3.
Mattia=
cum (Torke). Tot. 31:10. Pl. 16, 25, 17:10. Unpl. Roſe
Marie (4), Baſtion, Colombine, Denkſchrift, Haſtings.
1½—5 Lg. — Eager Girl, Riff und Nicolaus F. nahmen
mit Genehmigung des Vorſtandes dann am Rennen nicht
teil und die am Totaliſator auf dieſe drei Pferde
gemach=
ten Einſätze wurden zurückgezahlt.
*
Schach. Das Internationale
Schach=
meiſterturnier zu Breslau wurde mit der 15.,
drittletzten Runde fortgeſetzt. Es ſiegten Rubinſtein=
War=
ſchau gegen Karls=Hannover, Spielmann=München gegen
Tarraſch=Nürnberg, Lowtzky=Leipzig gegen Treibal=
Un=
garn, Burn=England gegen Erich Cohn=Berlin, Mieſes=
Leipzig gegen Barraſz=Ungarn. Remis wurden die
Par=
tien Teichmann=Berlin-Durras=Prag, Schlechter=Wien
Breyer=Ungafn, Marſchall=Nxw=Youk-Przepiorka=
Mün=
chen und Balla=Ungarn-Lewitzky-Rußland. Von den
Hängepartien gewann Teichmann die ſeine gegen Mieſes,
Tarraſch ſeine gegen Balla und Duras die ſeine gegen
Marſchall. Rubinſtein und Teichmann ſtehen mit je 10½
Punkten an erſter Stelle vor Duras, Schlechter und
Tar=
raſch, die je ½ Punkt zurück ſind.
Handel und Verkehr.
Deutſch=Amerikaniſche Petroleum=
Geſellſchaft gegen Deutſche Petroleum=
Verkaufsgeſellſchaft. Das Hamburger Handels=
und Börſenblatt ſchreibt unterm 31. Juli ds. Js. wie
folgt: „In dem Prozeß der D. A. P. G. gegen die
D. P. V. G., des von der Deutſchen Bank abhangigen
Tochterunternehmens der Europäiſchen Petroleum=Union,
iſt, wie wir bereits berichteten, der Klageantrag der
D. A. P. G. auf Erlaß einer einſtweiligen Verfügung in
erſter Inſtanz abgelehnt worden. Ueber die Gründe der
Ablehnung erfahren wir noch, daß der Vertrag nach
An=
ſicht des Gerichts als nichtig anzuſehen iſt, weil er
angeb=
lich den Zweck verfolgt, ein Monopol zugunſten der
Par=
teien zu ſchaffen. Auf die ſeitens der D. P. V. G.
aufge=
ſtellte Behauptung, daß ihre Vertreter vor 5 Jahren bei
Tätigung des Vertrages gar nicht ordnungsmäßig
be=
vollmächtigt geweſen wären, einen ſolchen Vertrag
abzu=
ſchließen, iſt das Gericht gar nicht näher eingegangen.
Wie ſchon bemerkt, wird die D. A. P. G. ſich mit dieſem
Urteil nicht zufrieden geben; ſie hat vielmehr Berufung
beim Ober=Landesgericht eingereicht. Die D. A. P. G.
vertritt den Standpunkt, daß die Gründe, die die
D. P. V. G. für die Nichtigkeitserklärung des Vertrages
vorgebracht hat, nicht ſtichhaltig ſind, um ſo mehr, da der
Vertrag, wie bereits erwähnt, fünf Jahre beſtanden hat.
Sie macht ferner geltend, daß ſie die Vorteile, die ihr der
Vertrag gebracht hat, nur mit großen materiellen Opfern
von der D. P. V. G. erkauft hat, und ſie ſteht deshalb auf
dem Standpunkt, daß ihr die D. P. V. G. auch, wenn der
Vertrag vom Reichsgericht ſchließlich als nichtig erklärt
werden ſollte, zum Erſatz dieſer pekuniären Nachteile
ver=
pflichtet iſt. Welchen Einfluß die weitere Entwicklung
dieſer Angelegenheit auf die Petroleumpreiſe in
Deutſch=
land haben wird, muß mit Intereſſe abgewartet werden.
Vorläufig ſind die Preiſe noch unverändert geblieben,
trotzdem die amerikaniſchen Notierungen vor einigen
Tagen einen Rückgang von 15 Points erlitten haben”
Literariſches.
Ein Kolonialwerk für Schule und
Haus, das von der Zeitſchrift „Kolonie und Heimat”
Berlin W 66, herausgegebene ſechsbändige
Illuſtrations=
werk: Eine Reiſe durch die deutſchen
Kolo=
nien, liegt nunmehr, nach Erſcheinen des Vl. Bandes
— Kiautſchou, abgeſchloſſen vor uns. In ſeiner
äußeren Ausſtattung entſpricht dieſer Schlußband, der
mit 111 Bildern und 2 Karten verſehen iſt, den
vorher=
gegangenen Bänden Auch er iſt in prächtigen
Leinen=
band mit farbiger Deckelzeichnung gebunden und auf
Kunſtdruckpapier gedruckt und koſtet nur 5 Mark. Von
den vorbildlichen Leiſtungen unſarer Verwaltung und
des deutſchen Unternehmungsgeiſtes gibt das vorliegende
Buch ein anſchauliches Bild. Es reiht ſich dem
Geſamt=
werk würdig ein. Es läßt ſich wohl ſagen, daß der
Ab=
ſchluß dieſes Werkes mit einiger Spannung erwartet
worden iſt. Liegt doch ſein I. Band ſchon in dritter, der
II., III. und V in zweiter Auflage vor, während eine
Neuauflage des IIV. Bandes ſich in Vorbereitung
befin=
det. Die angeſehenſten Kolonialfreunde und
Kolonial=
kenner, zahlreiche namhafte Schulmänner haben mit
Recht das Werk als einzig daſtehendes Orientierungs=
und Belehrungsmittel für Schule und Haus geprieſen,
das ſich ſeiner vornehmen Ausſtattung wegen namentlich
auch als Geſchenkwerk eignet. Ueber 1000 Bilder und
ein klar und flott geſchriebener Text vereinigen ſich zu
einer Darſtellung von Land und Leuten und der deutſchen
Kulturarbeit in unſeren Kolonien von ſeltener
Anſchau=
lichkeit. Nimmt man hinzu, daß der Preis des Ganzen
im Verhältnis zu dem Umfang des Werkes im Intereſſe
des kolonialen Gedankens außerordentlich niedrig
gehal=
ten iſt, ſo muß deſſen Herausgabe als ein wirkliches
Ver=
dienſt bezeichnet werden.
— Dr. Karl Tittel: Kriegsſpiele Anleitung
zu Felddienſtübungen der Jugend. Mit 21 Abbildungen
auf 9 Tafeln und einer beigelegten Winkertafel. (VIII u.
78 S.) 8. Preis kartoniert 1,20 Mk. Verlag von B. G.
Teubner Leipzig und Verlin, 1912. Ein Büchlein, das wie
das vorliegende, auf den Erfahrungen die bei zahlreichen
Kriegsſpielen der Jugend im Gelände geſammert
wor=
den ſind beruhend, erprobte Vorſchläge über Anlage und
Durchführung ſolcher Geländeſpiele bietet, wird
will=
kommen ſein. Die Anforderungen an Leiter und Führer,
die Wahl von Ort und Zeit, die Einteilung der
Mann=
ſchaften und andere vorbereitende Maßnahmen werden
be=
ſprochen. Auch werden die Geſichtspunkte angegeben, die
bei der Beſprechung am Schluſſe der Uebung zu
berück=
ſichtigen ſind. Der zweite Teil iſt vorzugsweiſe für die
Hand der Mannſchaften beſtimmt.
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Knopfschuhe und weissen Einsätzer
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4. F 35 a. b. Exp. b. Bt.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß das Großh. Proviantamt
Darmſtadt den Ankauf von Roggenſtroh aufgenommen hat. Der Heuankauf wird
fortgeſetzt.
Darmſtadt, den 22. Juli 1912.
(16008
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 12. Juli 1912.
(15644a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Aebungsplatz Darmſtadt
füg die Zeit vom 5. bis 8. Auguſt 1912!
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
800
5. Aug. Montag
1200 M
6. Aug. 1 Dienstag
Ueber das ganze
Feldartillerie
7. Aug. 1 Mittwoch
Abſperr=Gelände
8. Aug. 1 Donnerstag
1200%
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß von Truppenteilen des
XVIII. Armeekorps am 1., 2., 5., 6., 8., 9., 12., 13. Auguſt 1912 von 7 Uhr
vormittggs bis 7 Uhr abends Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz
bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich.
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
im Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20.
Sep=
ſember 1909).
Darmſtadt, den 19. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(13886a
Fey.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
dataillon (Marine=Infanter ie) in Tſingtau (China) findet Oktober 1912 ſtatt;
Aus=
reiſe nach Tſingtau: Januar oder Frühjahr 1913, Heimreiſe Frühjahr 1915 bezw. 1916.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
wird auſter Löhnung und Verpſlegung täglich g50 Mark Teuerungszulage gewährt;
die Vierlährig=Freiwilligen erhalten im vierten Dienſtjahre eine Ortszulage von täglich
1 Mk. 50 Pfg. Meldungen mit genauer Adreſe ſind unter Beifügung eines vom
unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſt=
eintritt auf drei bezw. vier Jahre zu richten an: das Kommando des III.
Stamm=
ſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou (Küſtenartillerie) in Tſingtan (China) findet
Oktober 1912 ſtatt: Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bezw. 1914, Heimreiſe
Früh=
jahr 1915 bezw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne,
vor dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwicklung). Bevorzugt werden: Techniker Elektrotechniker, Monteure, Mechaniker,
Chauffeure, Schuſter und Schneider. In Tſingtau wird außer Löhnung und
Ver=
pflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt; die Vierjährig=Freiwilligen
er=
halten im vierten Dienſtjahre eine Ortszulage von täglich 1 Mk. 50 Pfg. Meldungen
mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden
ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwiligen Dienſteintrit auf drei bezw. vier Jahre
zu richten an: das Kommando der Stammabteilung der Matroſenartillerie
Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheius abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe
nicht gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt
aus=
gefertigt. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
(15624sss
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 2 Kinderleiterwagen.
1 goldener Zwicker. 1 gelbes Portemonnaie mit 1 Pfennig. 1 kleines
Portemonnaie mit einem Geldſtück. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
einigem Inhalt. 1 grüner Filzhut. 1 grauer Filzhut. — Zugelaufen:
1 graue Katze mit weißer Bruſt.
(16437
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſinden ſich: 1 Jagdhund. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(16469
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den
*4. Auguſt, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
folgende Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße,
und Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind
von 1 Uhr ab geſchloffen.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten für
den Ausbau der elektriſchen Straßenbahn der Oſtbahnhoflinie wird
die Landgraf=Georgſtraße von der Großen Ochſengaſſe ab, in der
Richtung nach dem Oſtbahnhof, vom 5. ds. Mts. an, dem Fortgang
der Arbeiten entſprechend, bis auf weiteres für den Fuhrwerks= und
Radfahrverkehr ſtreckenweiſe geſperrt.
(143801
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Bekämpfung der Schnakenplage.
Im Anſchluß an unſere öffentliche Aufforderung vom 11.
Ja=
nuar d. Js. und unter Hinweis auf § 3 ff. der Polizeiverordnung
des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 11. März 1911 fordern wir
die Grundſtückseigentümer auf in den Sommermonaten die auf
ihren Grundſtücken beſindlichen Jauche= und Abortgruben mit
einem zur Vernichtung der Schnakenbrut geeigneten Mittel
(Saprol, Petroleum oder dergl.) mindeſtens einmal monatlich
zu übergießen.
Darmſtadt, den 30. Juli 1912.
(16332fs
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung,
die Aufſtellung der Kehrichtgefäße betreffend.
Beſtehender Vorſchrift zufolge iſt das Aufſtellen der
Kehricht=
gefäße vor den Hofreiten auf der Straße verboten. Ebenſo dürfen
offene Kehrichtgefäße innerhalb der Hofreiten an den Eingängen nicht
ſo aufgeſtellt werden, daß ihr oft widerwärtiger oder Ekel erregender
Inhalt von der Straße aus geſehen werden kann. Zur
Aufbewah=
rung des Hauskehrichts eignen ſich am beſten die mit Deckel verſehenen
Kehrichtgefäße, wie ſie von hieligen Firmen in den Handel gebracht
werden. Dieſe runden Kehrichteimer mit Tragbügel und darau
befeſtigtem Deckel verhindern das Herausſcharren und Verſchleppen
des Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entleerung der Behälter
bei der Abfuhr und ſind, wenn ſie, wie vorgeſchrieben, innerhalb der
Hofreiten an den Eingängen aufgeſtellt werden, für das
Straßen=
bild nicht mißſtändig.
(16333fs
Darmſtadt, den 30. Juli 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Fleiſch=u. Warſtwarent. d. Haupt= u. Keſtdemtſtadt Barmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
96 Pfg.
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
90 „
100 „
Kalbfleiſch
.100 „
Hammelfleiſch
Bruſt . . 60 „
. 100 „
Schweinefleiſch.
Rippchen, Kammſtück u.
geſalzenes Fleiſch . . 110 „
Kottelets, geſchnitten . 110
per
Speck, geräuchert
.120 Pfg.
.120 „
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 120
Rollſchinken
140 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 96 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt . . 80
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 16. bis 31. Juli 1912:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 26.50 bis —
„17.50
Korn
18.−
Gerſte
Hafer
19.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 8 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 11.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 3.—
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.50
Heu per 50 Kilo Mk. 4.50
Darmſtadt, 2. Auguſt 1912.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Montag, 5. Auguſt I. Js.,
vormittags 16 Uhr,
ſoll die den Kaufman Friedrich
Schnatz Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
IV 3145/100 442 Hofreite
Hein=
heimerſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K57/12
Darmſtadt, den 4. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V14680
Bekanntmachung.
Montag, 5. Auguſt 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen auf freiwilligen Antrag des
Rechtsanwalts Raab in
Darm=
ſtadt die den verſtorbenen Philp
Erbes Eheleuten dahier gehörigen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I 453//10 203 Hofreite am
Ludwigsweg
(
Ludwigshöh=
ſtraße 47),
I 453¾10 94 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, verſteigert werden.
Darmſtadt, den 23. Jult 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (V16017
Kupferne Keſſel
auch gußeiſerne, billigſt bei
Mayer & Sender
Waldſtr 35. (16435a
Küchenſchrank, 1 Schüffel=
1 brett, 1 Bügelbrett u. 1
Kin=
derſchaukel zu verk.
Pankratius=
ſtraße 2¼, 2. St. rechts. (*2592
Darmſtädter Herbſtmeſſe 1912.
Für die vom 22. September bis 1. Oktober 1912 dauernd.
Herbſtmeſſe und die am 22., 23. und 29. September d. Js.
ſtatt=
findende Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe werden die folgenden
Plätze auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots vergeben.
a) Herbſtmeſſe:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für zwei Karuſſells oder Schaukeln (ohne Dampfbetrieb) bit
12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis 25 m
Front und 12—14 m Tiefe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen,
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
b) Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe:
1. ein Platz von 11 m Durchmeſſer für Karuſſell oder Schaukel
ohne Dampfbetrieb,
2. ein Schau= oder Schießbudenplatz bis 8m Front und 6m Tiefe.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von mir zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen
An=
gebotsſcheine und mit der Aufchrift „Angebot auf Meßpläßzet
ver=
ſehen, bis ſpäteſtens
Dienstag, den 20. Auguſt, vormittags 11 Uhr,
einzureichen.
Die ſämtlichen übrigen Plätze werden
öffent=
lich verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
Waffelbuden bis 9 X 4 m.
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 3.
Sep=
tember, vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turngemeinde am
Woogsplatz.
*Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen
bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
(16433a
Darmſtadt, den 30. Juli 1912.
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Schmitt.
Kraſtloserklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 88 554, 92 361, 92 363, 94 684, 99 737, 1312, 1313,
1314, 5516, 7435, 7831, 8930, 9451, 11398, 17 233,
17934, 19183, 19925, 20345, 21142 und 21536
werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen,
vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in
unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen,
widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom
18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt,
die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1912.
(16401
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul.
Laſt neuer Sportwagen Wſ
für 10 Mark zu verkaufen
Bleichſtraße 40.
*2581)
Ein brauner Sportwagen mit
Verdeck billig zu verk. (*2604
Heinheimerſtr. 12, Hinterhaus.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181.
Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen zur Verhütung von
Ueberſchwem=
mungen kanaliſierter Grundſtücke.
Im Hinblick auf die bei heftigen Regenfällen eintretenden
Ueber=
ſchwemmungen kanaliſierter Grundſtücke innerhalb der Stadt erſcheint
es angezeigt, nachſtehend einige Schutzmaßregeln bekannt zu geben,
durch deren Beachtung ſolchen Ueberſchwemmungen vorzubeugen iſt.
Nach unſeren Feſtſtellungen ſind die Ueberſchwemmungen
meiſtenteils zurückzuführen auf eine unſachgemäße Anordnung oder
mangelhafte Unterhaltung und Bedienung der
Hausentwäſſerungs=
anlagen und der in dieſe eingeſchalteten Rückſtauverſchlüſſe.
Wir empfehlen den Hausbeſitzern, deren Grundſtücke
ſeit=
her infolge unzureichender Ausbildung der Entwäſſerungsanlagen
durch Ueberſchwemmungen zu leiden hatten, ſich mit dem
Tief=
bauamte ins Benehmen zu ſetzen, das dann durch eine genaue
UUnterſuchung feſtſtellen wird, in welcher Weiſe mit nicht zu hohen
Koſten Abhilfe zu ſchaffen iſt.
Die Hofſinkkaſten ſind möglichſt rein von Sand und Schlamm
zu halten und iſt beſonders darauf zu achten, daß der Einfluß des
Waſſers nicht durch die Ueberdeckung der Einfallgitter mit Laub,
Papter, Stroh ꝛc. erſchwert wird.
Zur Verhütung des Eindringens von Waſſer in die Gebäude
ſind die Hofſinkkaſten von dieſen mindeſtens 2 Meter entfernt, am
beſten im mittleren Teile des Hofes, zu verſetzen. Aus gleichem Grunde
ſollen Kellerfenſter, Lichtſchachte, Keller= und Hauseingänge mit ihren
Schwellen erhöht gegen die anſchließenden Hof= und Straßenflächen
ſitzen.
Iſt ſolches nicht zu ermöglichen, ſo müſſen Schutzvorkehrungen
gegen den Eintritt des Waſſers in tiefgelegene Räume geſchaffen
werden, wie die Abdeckung der Lichtſchachte durch Glasplatten,
An=
bringung von Kellerkränzen an den Kellerfenſtern, von Falzen und
dichtſchließenden Schutzbrettern an tiefgelegenen Eingängen.
Die in die Hausentwäſſerungen eingeſchalteten Vorrichtungen
gegen Rückſtau ſind während der Zeit der heftigen Regenfälle, alſo
von Mitte März bis Mitte September, in betriebsfähigem Zuſtande
zu erhalten. Es empfiehlt ſich, dieſe Vorrichtungen mit Beginn
ge=
nannter Periode und auch nach jedem heftigen Regenfalle in allen
Teilen vom Schmutze zu reinigen und bei Klappvorrichtungen die
Scharniere, bei Hähnen die Gleitflächen des Konus und bei Schiebern
die Schieberſcheibe, die Gleitflächen und Schrauben gründlich
einzu=
fetten. Um ſolches bequem ausführen zu können, ſollen die
Vorrich=
tungen an einem leicht zugänglichen Orte verſetzt ſein.
Selbſtverſtändlich hängt die richtige Wirkung der Rückſtau=
Vörrichtungen auch von einer zweckentſprechenden Einfügung derſelben
in die Hausleitungen ab.
Nicht ſelten werden ſolche derart in den Hauptſtrang eingefügt,
daß durch ſie allerdings der Rückſtau aus dem angeſtauten
Straßen=
kanal verhütet, dabei aber auch der Abfluß des Regenwaſſers vom
Grundſtück nach dem Straßenkanal unmöglich gemacht wird.
Ueber=
ſchwemmungen der Grundſtücke durch die ſich allmählich anſammelnden
Regenmengen ſind die Folge hiervon. Um ſolches zu verhüten, dürfen
daher Rückſtau=Vorrichtungen nur in Zweigleitungen eingeſetzt
werden, in die Regenabfallrohre und Regeneinläufe oberhalb
der Rückſtau=Vorrichtung nicht einmünden.
Die im Keller verſetzten Eingüſſe und Reviſionsſchachte ſind
durch geeignete Verſchlußvorrichtungen gegen den Rückſtau zu ſichern.
Die von Hand bedienbaren Vorrichtungen ſind während der Periode
der heftigen Regenfälle geſchloſſen zu halten, und ſollen dieſelben
jedenfalls nicht über Nacht offen ſtehen.
Die an die Kanäle angeſchloſſenen Regenrohre ſind bei Eintritt
des Frühjahrs zu unterſuchen, ob ſolche nicht unter der Einwirkung
des Froſtes gelitten haben und ſind etwa vorgefundene Mängel zu
beſeitigen.
Nächſt den Fundamentmauern ſollen die Regenrohranſchlüſſe
nur aus ſoliden eiſernen Rohren gebildet werden, da die Tonröhren
eine zu geringe Widerſtands fähigkeit gegen den Froſt beſitzen und auch
bei Setzungen des Straßenuntergrundes leicht Beſchädigungen
aus=
geſetzt ſind.
Häufig wird auch der Abfluß des Dachwaſſers durch die
An=
ſammlung von Feſtkörpern in den Regenrohrkanälen erſchwert.
Der=
artige Verſtopfungen werden verhütet durch die Einfügung kleiner
eiſerner Sinkkaſten mit feſtſtehendem Gitter.
Bei manchen älteren Hausentwäſſerungsanlagen finden ſich
moch in den Kellerräumen ſchlecht gedichtete Tonrohre, die infolge ihrer
undichten Stellen die Veranlaſſung zu Ueberſchwemmungen geben. Da
die hierdurch veranlaßten Mißſtände von nachteiligſter Einwirkung
auf den Geſundheitszuſtand der Hausbewohner ſind, ſo ſollten
der=
artige undichte Tonrohrleitungen durch ſolide eiſerne, mit Blei zu
dichtende Rohrſtränge erſetzt werden; zum mindeſten müßten aber
die mit Letten gedichteten Muffen ſolcher Tonrohr=Stränge
nachträg=
lich gut ummauert werden, um dem Austritt des Schmutzwaſſers
und der Kanalgaſe vorzubeugen.
Nicht ſelten tritt auch das Regenwaſſer von Straßen und Höfen
durch undichte Stellen der Grundmauern in die Keller ein,
beſon=
ders dort, wo die Verſorgungsleitungen und die Kanalanſchlüſſe
durch dieſe Mauer geführt ſind. Die hierdurch veranlaßten
Aus=
waſchungen der Mauerfugen ſind von nachteiligſter Einwirkung auf
den Beſtand der Grundmauern, und es ſollte dem Tiefbauamt
unver=
züglich Mitteilung von derartigen Mängeln gemacht werden, damit
dasſelbe eine genaue Feſtſtellung der Urſache veranlaſſen kann. Eine
ſorgfältige Ausbeſſerung und Dichtung der Grundmauern iſt in
ſolchen Fällen dringend geboten.
(16336fs
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1912.
Städtiſches Tiefbauamt.
Keller.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit nachſtehende Fahrplanerweiterung zur
öffentlichen Kenntnisnahme.
Ab Böllenfalltor
Ab Heerdweg.
weiße Linie
Ab Ernſt=Ludwigsplatz 6* Bahnhof an 69
Ab Landskronſtraße 6½ Bahnhof an 684 blaue Linie
Ab Taunusſtraße 62 Bahnhof an 6‟4 grüne Linie
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1912.
(16517
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DDie Vergebung der Arbeiten für die Anfertigung, Lieſerung und
Aufſtellung der Eiſenkonſtruktion nebſt den zugehörenden Beton=
fundamenten zu den Bahnſteigüberdachungen auf Bahnhof Bensheim
ſoll auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden.
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43,7 Tonnen Flußeiſen und
155,0 cbm Beton für die Fundamente.
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Verwaltungsgebäudes, Rhabanusſtraße 1, während der Dienſtſtunden
von 8 bis 1 Uhr und von ½4 bis 6 Uhr, Mittwochs von 8 bis 3 Uhr
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freie Einſendung von 90 Pfennig für das Verdingungsheft und
(60 Pfennig für die dazu gehörende Zeichnung vom Zentralbureau
bezogen werden.
Angebote ſind mit der Aufſchrift:
„Angebot auf die Ausführung der Bahnſteigüberdachungen
auf Hauptbahnhof Bensheim”
werſehen bis 17. Auguſt 1912, vormittags 11 Uhr, portofrei bei
uns einzureichen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart etwa
er=
ſchienener Bieter auf Zimmer 72 unſeres Verwaltungsgebäudes.
Mainz, den 29. Juli 1912.
(316515
Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
werden gereinigt, aus=
Kleider gebeſſert u. gebugelt bei
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Kommode 8 Mk. u.
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wanne z. verk. Taunusſtr. 47, v. zaas
Bebauungsplan
für die verlängerte Tannenſtr.
ſüdlich der Landskronſtraße.
Der auf Grund der
Genehmig=
ungsverfügung Großh.
Miniſteri=
ums des Innern vom 18. ds. Mts.
von mir feſtgeſtellte Plan liegt
auf dem Stadtbauamte,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 30. Juli 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger. (16496
Straßenbauarbeiten und
Steinlieferung.
Die Herſtellung der
Zufahrts=
ſtraßen zum neuen Friedhof an
der Allee mit Zulieferung von ca.
1400 cbm Chauſſeeſtückſteinen ſoll
verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
unter=
zeichneten Amte, Zimmer Nr. 7,
zur Einſicht offen. Auch werden
dort die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, 9. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(16509so
reichen.
Darmſtadt, 2. Auguſt 1912.
Tiefbauamt.
En unſer Handels=Regiſter, Ab=
) teilung B, iſt heute unter Nr. 94
die Geſellſchaft mit beſchränkter
Haftung unter der Firma:
Karidi Company,
Ver=
triebs=Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung, und
mit dem Sitz in Darmſtadt,
eingetragen worden.
Gegenſtand des Unternehmens
iſt: Der Vertrieb patentierter
Neu=
heiten.
Das Stammkapital beträgt:
20 000 Mk.
Geſchäftsführer iſt: John
Kütt=
ner, Kaufmann in Darmſtadt.
Der Geſellſchaftsvertrag iſt am
27. Oktober 1910 feſtgeſtellt und
am 27. Juni 1912 abgeändert.
Durch Beſchluß der Geſellſchafter
vom 27. Juni 1912 ſind die
Be=
ſtimmungen über die Firma und
den Gegenſtand des Unterneh=
(16454
mens geändert.
Darmſtadt, 29. Juli 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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Am Dienstag, den 6. Auguft
ds. Js., vormittags 10 Uhr,
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Weichenſchwellen, die für
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zwecke nicht mehr verwendbar ſind.
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(16387
Darmſtadt, den 31. Juli 1912.
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Störungen des Stoffwechsels, Blutkrankheiten,
sowie eine Reihe von Haut- und Nervenleiden.
(16016a
[ ← ][ ][ → ]grosser
Nummer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Augt
1912.
Seite 13.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181.
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Ludwigs-
strasse 9
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16453
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
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Wienersſtr. 46, part., I. (*2588soi
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dem Hauſe im Flicken u.
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nähen Eckardſtr. 2, II. I. (*2640sm
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Haus. Näheres Exped. (*2356ms
Beſſ. Mädch. n. f. Geſchäft
Heim=
arbeit zum Nähen an. Näheres
Blumenthalſtraße 101, III. (*2666
Junge, ſaubere Frau ſucht Laden
oder Büro zu reinigen. (*2686
Brecht, Grafenſtr. 20, Seitb. III.
Ich ſuche Stelle
als Haushält. b. ält. Hrn. od. Dame.
Off. unt. P 21 an die Exp. (*2515fs
Mädchen ſucht Laufſt., 3—4 St.
Gervinusſtr. 41, 1. St. (*2562
Jg., unabh. Frau ſucht morg.
einige Stunden Laufd., auch über
mittag Lauteſchlägerſtr. 26, Vdh.,
1. St. links Pfarrer. (*2601
Frau hat n. ½, Tage frei t. Waſch.
Eliſabethenſtr. 43, Htb., Mſd. (*2633
Ja.Wtwe, ſ. v. 10—1a u.nahm.,
Laufd., geht auch Waſch. u. Putz.
Arheilgerſtr. 14, I., l. Hinterh.(*2665
Junge, ſaubere Frau ſucht
Be=
ſchäftigung für 2—3 Stund. vorm.
Roßdörferſtr. 26, 3. St. (*2673
Saubere, unabh. Frau ſucht ſof.
Beſchäftigung, nimmt auch
Aus=
hilfe, Karlſtr. 79, 1. St. . (*2688
Junge Frau ſucht Laufdienſt
morgens 1—2½ Stunden Brunner
Kiesſtraße 27 Vorderhaus. (*2091
Saub. Frau ſucht 2 Std.
Lauf=
ſtelle Karlſtr. 65, 2. St. I. (*2692
Kunstgewerbler
Amengreiteſt
Münchner Schulung
zur Zeit in einem größeren Architekturbüro tätig
sucht Stellung
wo er Gelegenheit hat, ſich künſtleriſch weiter auszubilden. Ang. erb.
sub B. H. 15382 an Rudolf Moſſe, Bremen. (16449)l
Zuverl. Kaufm. ſ. f. halbe Tagei.
Kont. od. Lager irgendw.
Beſchäfti=
gung. Gefl. Off. unt. Nr. 658 an
die Annoncen-Exped. vonüchr.
Kull-
mann, Wilhelminenſtr. 9. (K16369
Korreſp., fl. Stenograph und
Maſchinenſchr., engl., frz. perf. in
Wort u. Schrift ſucht St. p. 1. Okt.
Ofl. u. C 67 an die Exp. (*1643iss
Verheir. Kaufmam., mitſchöner
Handſchrift, ſucht Stellung auf
Kontor oder Lager. Offerten u.
(16027a
F 38 an die Exped.
Junger tücht. Reklamezeichner
ſucht auf 1. Okt. Stell. Angeb. u.
P 31 an die Exped. (*2576sid
Geometergehilfe
19 J. alt, in ungekünd. Stell., mit
beſtand. Ex. f. Geometer II. Kl. u.
beſt. Zeugn., der mit all. Feld= u.
Bureauarbeiten vertr. iſt, ſucht per
1. Sept. oder ſpäter anderw. Stell.
Off. u. P 24 a. d. Exp. erb. (*2570sm
30 Jahre alt, ſucht
Mann, Stellung als
Bureau=
diener, Kaſſier oder ähnl. Stellung.
Kaution kann geſtellt werden. Off.
u. P56 a. d. Exp. d. Bl. (*2646som
ese
Jg. Frau ſucht morg. Laufſtelle
Lautenſchlägerſtr. 22, Seitb. (*2564
Frau ſucht Waſchen, Putz. od. Laufd.
mitt., Bismarckſtr. 16, Mſ.r. (*2649s
Männlich
Aeiter, tücht,
diskreter Kaufmann
ſucht entſpr. Beſchäftigung. Gef!
Off. unt. E 82 Exn. (*2363msm
Junges Mädchen
für leichte Büro=Arbeiten, das ſich
auch i. Verkauf betätigen kann, für
feines Detailgeſchäft geſucht. Off.
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Off. u.
(*2619
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L. Schmidt=Rauch, Wilhelminenſtr. 10
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kann und Hausarbeit
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Haushalt geſucht. Bitte vorſprechen
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Ludwig=
ſtraße 20, 2. Stock. Vermittlung
nicht ausgeſchloſſen. (*2230is
Dienſtmädchen=Geſuch.
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Mädch. ſuche für 1. September in
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a. d. Frankfurterſtr. (*2575
Unab. Laufmädch, per ſof. geſ.
Näh. Ecke Lichtenberg= u. Wenck=
(*2615
ſtraße 37, pt.
Schulentlaſſenes,
kräftiges Mlädchen
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Suche: Köchin., erſte u. zweite
Hausm., Kinderfräul.,
Kindergärt=
nerin II. Klaſſe nach Köln,
Allein=
mädch., welche koch. u. nicht koch.
können in Herrſchafts=, Privat= u.
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29)
Zehntes Kapitel.
Anna Bagewitz lag im Langſtuhl auf der Terraſſe und
blickte gelangweilt in die bunte Welt. Nun war ſie ſchon
drei Monate in Altenwerder und hatte mit Talent und
viel Glück die Schloßfrau geſpielt. Den Kammerherſn
hatte ſie ganz für ſich gewonnen, und damit war viel
er=
reicht.
Anna lachte leiſe vor ſich hin, wenn ſie all der
Mittel=
chen gedachte, die ſie zu dem Zweck angewandt hatte. Er
aß nur die belegten Schnittchen aus ihrer Hand, ſie mußte
ihm den Toaſt röſten und den Tee bereiten, ſowie Abends
den letzten Trunk.
Wie grimmig der alte Diener dazu ſchaute. Ja, das
war freilich etwas anders, wenn die junge Frau ihre
üppige Schönheit in wunderbaren Toiletten vorführte und
zum Diner nur in Geſellſchaftstoilette erſchien. Friedrich
Wilhelm war es recht geweſen, daß ſie die ſpäte Eſſenszeit
einführte, und dem alten Herrn war eine liebe Erinnerung
wach geworden, denn ſeine Eltern hatten es auch ſo ge=
Falten.
Nachher blieb man zuſammen in dem großen
Wohn=
zieemm, das an das Zimmer des alten Herrn ſtieß. Dann
La für Anua, denn ſie mußte den alten
Dern mnieheien, ſelat baif richeih Wühen nabet,
Er benutzte dieſe Stunden, ungalanterweiſe, wie ſie es in
des Kammerherrn Gegenwart nannte, um die Zeitung zu
leſen. Die zweite Poſt kam dieſem ſeinem Wunſch
ent=
gegen, da ſie gleich nach dem Diner eintraf.
So fiel denn der jungen Frau der ganze Anteil an der
Unterhaltung des Kammerherrn zu, der zuſehends alterte.
Sie mußte neben ihm ſitzen, wenn er endloſe Patiencen
legte, ſie ſpielten Pikett miteinander, oder er erzählte
Er=
lebniſſe aus der Vergangenheit. Er war ſeinerzeit ein
be=
rühmter Cauſeur geweſen, jetzt hatte er die
Weitſchweifig=
keit des Alters. Anna kannte all die Perſonen nicht, und
deren Schickſale intereſſierten ſie nicht. Das Liebſte war
ihr, wenn ſie aufgefordert wurde zu ſpielen. Dann war
ſie in ihrem Element und trug zum Ergötzen des alten
Herrn ganze Operetten vor und ſang mit kleiner, aber ſehr
ſchmiegſamer reiner Stimme den Text dazu.
Doch weiteres Publikum fehlte. Friedrich Wilhelm
verließ dann meiſt unter einem Vorwand das Zimmer und
zog ſich zur Arbeit zurück. Er arbeitete überhaupt immer,
außer in den Stunden, die ſeinem Knaben gehörten. Er
umgab ſich mit der Arbeit wie mit einer Mauer, und traf
es ſich zufällig, daß er mit ſeiner Frau allein war, ſo hatte
er gewiß ein Buch zur Hand. Zur Unterhaltung von ihr
gezwungen, ließ er es nie an einer kühlen chevaleresken
Aufmerkſamkeit fehlen.
Sie hatte all ihre Künſte verſucht, ſie ſpielte die Weiche,
bungebeide die Banacſäſiſe, die Reäeühige, ales gilt
an ihm ab, und eines Tages, als ſie ihn in ſeinem
Arbeits=
zimmer auf der Kanzlei überfiel, erklärte er ihr offen,
daß ſie es lernen müſſe, ſich nicht aufzudrängen.
Schau=
dernd hatte Friedrich Wilhelm bald nach ſeiner
Vermähl=
ung erkannt, daß jedes Band zwiſchen ihm und Anna fehlte.
Jetzt wo ſie ſich ganz als die gab, die ſie war, entglitt er
ihr mit jedem Tag mehr. Kaum daß ſie ſich in ſolchen
Stunden, wo ihre Schönheit die ſinnliche Leidenſchaft des
Mannes weckte, zu einem kurzen Rauſch zuſammenfanden.
Nun, was gibt es, Jette, rief ſie der Jungfer
ent=
gegen, die auf der Terraſſe erſchien, der mit der Orangerie
jeder Schmuck geraubt war. Nur einige Pflanzengruppen
umſtanden noch die Sitzplätze.
Ich ſoll dieſen Herrn melden, gnädige Frau.
Kaum hatte Anna einen Blick auf die Karte geworfen,
als ſie rief: Graf Hachfeld. Führen Sie den Grafen in
den Salon, Jette. Doch nein, es iſt ſo ſchön hier, geleiten
Sie den Grafen hierher.
Sehr wohl, gnädige Frau.
Wo iſt der Herr?
Der gnädige Herr iſt ausgeritten, und der Herr
Kammerherr halten ſein Mittagsſchläfchen.
Servieren Sie uns ſpäter mit Johann einen kleinen
Imbiß im Zelt, eine warme Vorſpeiſe.
Sehr wohl, gnädige Frau.
Anna blickte um ſich, als ſehe ſie die Großartigkeit
Nummer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Augnſt 1912.
Seite 19.
ihrer Umgebung zum erſten Mal. Ein vornehmer
Ge=
ſchmack hatte ihr gewaltet, nichts drängte ſich vor, alles
war ſcheinbar ſchlicht, aber alles hatte einen Zug ins
Große. Auch die Menſchen! Der Kammerherr, ihr Mann
und Suſanne nicht zu vergeſſen.
Vielleicht war es das, was ihren kleinlichen Sinn ſo
bedrückte. Sie vermochte nicht, feſten Fuß zu faſſen, denn
ſie konnte ſich niemals zeigen, wie ſie wirklich war.
Sie warf einen Blick an ſich herunter. Das einfache
weiße Wollkleid, mit dem kleinen Spitzenjabot und den
ſchimmernden koſtbaren Schmucknadeln, ſtand ihrer
ſchlan=
ken und doch ſchon zur Fülle neigenden Geſtalt vorzüglich.
Ein origineller Hut mit vielem Rot umrahmte mehr die
pikante dunkle Schönheit ihres Kopfes, als daß er ſie deckte.
Sie gab ihm noch einen kleinen Ruck, und dann erhob ſie
ſich langſam, als der Beſucher ſichtbar wurde.
Mit raſchen, elaſtiſchen Schritten, kam der Graf auf ſie
zu, man ſah ihm den Fünfziger nicht an, ſo gut verſtand
er es, ſich zu konſervieren. Die Begrüßung war ſehr
for=
mell, aber von ſeiner Seite ſchon mit dem Unterton von
Vertraulichkeit. Es lag in ſeinem Blick, in dem Zwinkern
ſeiner Augen, dem Lächeln, das ganz verſteckt in den
Mund=
winkeln lag. Alles das ſagte: Wir und die Wronka kennen
uns doch ganz genau, wenn ſie ſich auch darin gefällt, in
dieſem Augenblick die grande dame zu ſpielen.
Ich bin ganz entzückt, daß ich Sie zu Hauſe treffe,
gnädige Frau.
Leider iſt Bagewitz ausgeritten.
Aber vielleicht habe ich das Vergnügen, die
Bekannt=
ſchaft des Kammerhern zu erneuern.
Er ſchläft augenblicklich, aber wenn wir gefrühſtückt
haben
Ach, Sie ſind zu gütig. Wenn ich meinen Beſuch ſo
lange ausdehnen darf.
Wir ſind hier noch ganz patriarchaliſch, und ſo nehme
ich an, daß jeder Gaſt, der hier eintritt, nicht eher das
Schloß verlaſſen darf, als bis er mit uns Brot und Salz
genoſſen hat.
Anna ſagte dies ſo drollig, daß Hachfeld herzlich lachte.
Sie hatten ſich miteinander auf den Platz niedergelaſſen,
von dem man den Blick auf den unten liegenden
Blumen=
garten und den ſich anſchließenden Park frei hatte. Drunten
die letzte bunte Pracht des Herbſtes: Roſen, Aſtern und
Georginen. In der Luft lag der Duft von Reſeda und
Veilchen, den der Kammerherr beſonders liebte. In der
Runde ſchimmerte das rote Gold des Herbſtlaubes in den
dichten Waldmaſſen, darüber der dunkelblaue ſtrahlende
Himmel von einer Klarheit, wie er dem Oktober eigen iſt.
Altweiberſommer ſpann ſeine Silberfäden, die taumelten
fröhlich durch die Lüfte. Ein friſcher Windhauch trug ſie
von weither, und ſie ſegelten übermütig ihre Bahn, heute
hierhin, morgen dorthin, wie der Wind ſie führte.
Keiner wußte, wo die Fahrt zu Ende ging.
Hachfeld ſah ſie ziehen. War er nicht dieſen gleich?
Auch er ließ ſich vom Leben treiben wie dieſe ſchimmernden
Fäden, hier raſtete er und dort und zog dann weiter, wie
der Strom der Luſt und des Genießens ihn führte.
Ich werde alt — ich fange an zu philoſophieren, ſagte
er und merkte wieder auf das Geplauder der ſchönen
Frau, die voller Ungeduld ſeine Verſonnenheit bemerkte.
Wo ich geweſen bin? — Ueberall da wo ſich die Leute,
die ſich langweilen, zuſammenzufinden, um weiter zu
gähnen. Nun flüchte ich mich zu Ihnen und ich hoffe nicht
mehr zu ſtören.
Trotz der indiskreten Anſpielung lachte Anna hell auf,
ihm dabei mit dem Finger drohend: Graf, Graf, Sie
ſind doch immer derſelbe. Aber es iſt zum Lachen, Sie
ſuchen hier bei mir Anregung, bei mir, die ſelber vor
Langeweile vergeht.
Na, dann bekommt ſie Ihnen wenigſtens vorzüglich
Ihre Schönheit hat nicht gelitten.
Nicht? Ich dachte, ich müſſe ſchon graue Haare haben
und tiefe Runzeln, weil ich mich vergeblich bemühe,
her=
auszufinden, was ich bei dem Tauſch mit dem jetzigen
Leben profitiert habe.
Ich dächte, erwiderte Hachfeld und blickte mit
ehr=
lichem Entzücken um ſich, die Frage wäre leicht zu
beant=
worten.
Für Sie vielleicht. Sie ſehen nur die äußeren Formen
des Käfigs und finden ihn durchaus ſtandesgemäß, ja
geradezu fürſtlich, aber ich ſitze hinter den Stäben,
be=
lauert von allen Getreuen des Hauſes Bagewitz. Beginne
ich etwas, das vom Herkömmlichen abweicht, gleich taucht
an meinen Wegen die alte Dörthe oder der getreue
Johann auf. Sie wollen ja beileibe nicht ſtören und ſind
ganz Devotion, aber — — Und dieſes „Aber” begegnet
mir überall. Da iſt zum Beiſpiel ein ganz
unangeneh=
mer Menſch, der Fiſchmeiſter Andreas, an welchen
Plätzen ich ſchon auf den geſtoßen bin, das iſt gar nicht
zu verſtehen, denn ſein Metier feſſelt ihn doch an das
Waſſer.
Das ſollte ich auch meinen. Verraten Sie mir mal,
gnädige Frau, gingen Sie auf dieſen Wegen allein?
Natürlich, denn wen ſoll ich mir hier zur Geſellſchaft
mitnehmen?
Ihren Gatten zum Beiſpiel
Der hat immer zu tun.
Oder Ihr Kind?
Wilhelm! Aus dieſem Herzen bin ich längſt
ver=
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Sie, die Mutter?
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darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Nummer 181.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Beöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
B— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 26. Juli: Dem Zapfburſchen
Jo=
hannes Paul Roch, Mühlſtraße 37, ein S. Heinrich
Karl. Am 31.: dem Fabrikarbeiter Franz Engeroff,
Neue Ireneſtraße 11, eine T. Helene. Am 27.: dem
Metzger Ludwig Banyai, Arheilgerſtraße 53, ein S.
Karl Ludwig. Am 25.: dem Fahrer Johannes
Stephan, Landwehrſtraße 1, ein S. Wilhelm
Hein=
rich. Am 26.: dem Mechaniker Adolf Völger,
Alice=
ſtraße 35, eine T. Hildegard Chriſtina Ella. Dem
Ge=
ſchäftsführer Friedrich Stahl. Liebigſtraße 48, ein S.
Chriſtian Eugen. Am 27.: dem Metzgermeiſter Jakob
Treuſch, Teichhausſtraße 32, eine T. Marie Margarete.
Am 30.: dem Schuhmacher Eduard Hanemann,
Schul=
ſtraße 11, eine T. Helene. Dem Former Jakob Michel,
Feldbergſtraße 70, eine T. Ida. Dem Taglöhner Karl
Hochſtätter, Schulzengaſſe 7, eine T. Anna Katharina.
Aufgebotene. Am 29. Juli: Lokomotivheizer Georg
Steiner, Groß=Auheim, mit Katharina Krämer,
Schloßgartenſtraße 55. Am 30.: Schneider Wilhelm
Kokämper, Wilhelmshaven, mit Näherin Hulda Martha
Schoedel, Mollerſtraße 6. Schuhmacher Heinrich
Wahl mit Philippine Pfeuffer, beide in Mainz.
Inge=
nieur Johannes Schäfer, hier, mit Karoline Eva Maria
Katharina Regina Bullinger, Bergzabern.
Geſchäfts=
führer Heinrich Heyl IV. mit Eliſabeth Michel, beide
in Crumſtadt. Am 31.: Schreiner Ludwig Heeger,
Karlſtraße 44, mit Näherin Sophie Eliſe Schuchmann,
Karlſtraße 44. Am 1. Aug.: Friſeur Franz Heimann,
Enſchede, mit Eliſabethe Eckart, Pankratiusſtraße 30.
Zuſchneider Karl Lonis Töpel, Kiesſtraße 47, mit
Näherin Berta Emilie Helene Müller, Kiesſtraße 47.
Kaufmann Karl Philipp Wilhelm Schreiber,
Kies=
ſtraße 91, mit Dorothea Eliſabetha, gerufen Ella, Karp,
Stiftſtraße 41. Fuhrmann Hermann Schweizer,
Mann=
heim, mit Loniſe Fiſcher, Neue Ireneſtraße 23.
Eheſchließungen. Am 27. Juli: Bierbrauer Alois
Fuchs mit Franziska Schreiner, beide hier. Former
Auguſt Hochſtätter mit Katharina Stumpf, geb.
Hundsdorf, beide hier. Betonbauunternehmer Georg
Schleidt mit Pauline Fuchs, beide hier. Buchhalter
Theodor Penk mit Helene Fuchs, beide hier. Lackierer
Johannes Geiß mit Chriſtina Butty, beide hier.
Gerichtsſchreiber=Aſpirant Paul Kröh mit Emilie
Möſer, beide hier. Tapezierer Arthur Korte mit
Margarete Beſt, beide hier. Fuhrmann Joſevh Rick
mit Maria Trumpfheller, beide hier. Am 31.: Sergeant
Friedrich Schulz in Babenhauſen mit Marie
Köſin=
ger in Reichelsheim i. O. Am 1. Aug.: Kaufmann
Friedrich Siekmann mit Luiſe Strack, beide hier.
Geſtorbene. Am 29. Juli: Dorothea Haumbach,
geb. Kilian, Ehefrau des Schloſſermeiſters, 65 J., kath.,
Feldbergſtraße 38. Sophie Sohn, geb. Kohler,
Ehe=
frau des Kaufmanns, 30 J., ev., Bleichſtraße 35. Am 30.:
Zugführer i. P. Moritz Geiſel, 78 J., ev.,
Taunus=
ſtraße 19. Am 29.: Gaſtwirt Karl Hubert, 46 J., kath.,
Roßdörferſtraße 16. Am 30.: Friedrich König, Sohn
des Schmieds, 1 Mt., ev., Bleichſtraße 13. Am 31.: Anna
Maria Thereſe Laubner, Tochter des Schneidermeiſters,
10 J., kath., Karlſtraße 46. Bertha Amalie Bernhard,
Tochter des Tapeziermeiſters, 9 Mte., ev
Schützen=
ſtraße 12. Sophie Krauß, geb. Göckel, Ehefrau des
Landwirts, 49 J., ev., Weitengeſäß. Heinrich Stößel,
Sohn des Kernmachers, 4 Mte., ev., Liebfrauenſtraße 31.
Kaufmann Simon Vogel, 59 J., iſrael.,
Eliſabethen=
ſtraße 66. Kaufmann Johannes Arthur Sittig, 22 J.,
ev., Bismarckſtraße 82.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13.-Juli: dem Inſtallateur Gg.
Hei=
lig, Karlſtraße 65, eine T. Gertrud Eliſe. Am 15.: eine
unehel. T. Marie. Am 17.: eine unehel. T. Eliſabeth
Luiſe. Am 20.: dem Lehrer Wilhelm Heldmann,
Her=
derſtraße 18, ein S. Philipp Ludwig Werner. Am 22.:
dem Weinhändler Jakob Göbel, Beſſunger Straße 102,
ein S. Karl. Am 28.: dem Magazinier Karl Weindorf,
Ahaſtraße 10, ein S. Ernſt Karl. Dem Oberingenieur
Heinrich Friedrich Karl Julius Schimmelbuſch, Grüner
Weg 95, eine T. Klara Maria Mathilde Inez. Am 24.:
dem Lehrer Georg Lehning, Frankenſteinſtraße 59, eine
Tochter Irmgard.
Aufgebote. Am 25. Juli: Poſtbote Heinrich Franz
Chriſtian Bauch, Sandbergſtraße 16, und Kath. Götz,
Frankenſteinſtraße 9. Am 27.: Fabrikant Ernſt Hermann
Pohlig zu Langenberg (Rheinland) und Anna
Eliſa=
beth Katharina genannt Annelieſe Goebel,
Martins=
pfad 72.
Eheſchließungen. Am 20. Juli: Kutſcher Otto
Cre=
ter, Seeſtraße 3, und Philomena Wenniſch, Seeſtraße 2.
Sergeant im Trainbataillon Nr. 18 Ernſt Friedrich
Wil=
helm Schadenberg, Heidelberger Straße 49, und Auguſte
Luiſe Grauhan, Sandbergſtraße 59. Weißbinder Georg
Grünig V. zu Pfungſtadt und Eliſabeth Margarete
Ockin, Ahaſtraße 12. Schloſſer Heinrich Kiefer,
Nie=
derſtraße 21, und Eliſabeth Helfert, Forſtmeiſterſtraße
Nr. 4. Monteur Johann Adam Friedrich Wilh.
Sulz=
mann, Heidelberger Straße 126, und Anna Mathilde
Marie Staege, daſelbſt. Am 24.: Großh. Bankaſſiſtent
Heinrich Rühl, Ludwigshöhſtraße 37½, und Katharina
Marie Henriette Flint, Beſſunger Straße 45. Am 25.:
Schloſſer Auguſt Friedrich Nickelmann zu Frankfurt
am Main und Friedrike Geyer, Neue Niederſtraße 12.
Am 27.: Buchdrucker Johann Karl Rudolph,
Wald=
ſtraße 33, und Bertha Baßler, Kiesbergſtr. 62.
Hand=
arbeiter Johann Peter Eckel, Wilhelmſtraße 40,
und Helene Beier geb. Mauß, Witwe, daſelbſt.
Sterbefälle. Am 21. Juli: Dachdecker Richard Otto
Kriegbaum, 22 Jahre, ev., Herrngartenſtraße 21, ledig.
Am 22.: Joſephine Juliane Lipp geb. Rühl, Ehefrau
des Gaſtwirts, 55 Jahre, ev., Weinbergſtraße 10. Am 24.:
Privatin Franziska Proßer, 45 Jahre, ev.,
Heinrich=
ſtraße 154, ledig. Am 27.: Geheimer Regierungsrat
Kreis=
rat a. D. und Großh. Kammerherr Guſtav v. Zangen,
73 Jahre, ev., Martinſtraße 8, ledig. Am 29.: Katharina
Reinhart geb. Beſt, Ehefrau des Privatiers, 59 Jahre,
ev., Herrngartenſtraße 29. Am 1. Aug.: Willi Hofmann,
Sohn des Taglöhners, 4 Mon., ev., Beſſunger Straße 78.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
9. Sonntag nach Trinitatis, den 4. Auguſt 1912
Hofkirche: Samstag, den 3. Auguſt, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 4. Auguſt, vorm. um
½10 Uhr . Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Feier des heil. Abendmahls. — Mittwoch, den
7. Auguſt, abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10=Uhr: Pfarrer Vogel.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Miſſionar
Weis=
mann. Kollekte für die Heidenmiſſion. — Nachmittags
um 6 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
4. Auguſt, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Schloßbezirk. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Twele. — Kindergottesdienſt
fällt aus.
Johanneskirche: Vorm um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
— Vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nord bezirk
im Gemeindehaus. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Vorm.
um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt bezirk.
Pfarraſſiſtent Müller. — Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel.
Beſſunger Kirche (Fetrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt mit Feier des heil. Abendmahls.
An=
meldung in der Sakriſtei. Pfarrer Wagner. Kollekte
für die evang. Bewegung in Oeſterreich.
Pauluskirche: Vormittags um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 4. Auguſt,
nachmittags um 4 Uhr: Miſſionsvortrag von Miſſionar
Weismann. (Die Beſitzer der Basler Miſſionsbüchſen
werden gebeten, dieſelben nach dem Vortrag abzugeben.)
— Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. — Dienstag,
den 6. Auguſt, abends um 8½ Uhr: Blaukreuzſtunde. —
Mittwoch, den 7. Auguſt, abends um 8½ Uhr: Uebung
des gemiſchten Chors. — Donnerstag, den 8. Auguſt,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, den 9. Aug.,
abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für Männer.
— Samstag, den 10. Auguſt, abends um 9 Uhr:
Ver=
ſammlung für Beamte der Poſt, Eiſenbahn, Polizei,
Gen=
darmerie und dergl. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hinterbau): Sonntag, den 4. Auguſt,
vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
3 Uhr: Jugendbund für Jünglinge, nachm. um 4½ Uhr:
Jugendbund für Jungfrauen. — Freitag, den 8. Aug.,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Nenapoſkoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 10): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Maner=
ſtraße 17: Sonntag, den 4. Auguſt, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. 4 Uhr: Predigt. — Vorm. um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. — Abends um 6 Uhr: Jugendverein.
— Mittwoch, den 7. Auguſt, abends um 8½ Uhr:
Gebets=
verſammlung. — Donnerstag, den 8. Auguſt, abends um
8½ Uhr: Mitglieder=Verſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 4. Auguſt, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag,
den 9. Aug., abends um ½9 Uhr: Bibel= u. Gebetsſtunde.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 3. Auguſt,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
10. Sonntag nach Pfingſten, den 4. Auguſt 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nach=
mittags um 3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht
mit Predigt und Prozeſſion.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vor=
mittags um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um
4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Andacht zu Ehren des hl. Geiſtes.
Kapelle der Engliſchen Fränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den 4. Auguſt,
vormittags um 9 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabelhenkirche: Samstag, den 3. Auguſt,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 4. Auguſt 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
3. Auguſt, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
10. Sonntag nach Pfingſten, den 4. Auguſt 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
— Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6—7 Uhr.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 3. Auguſt,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Beichtge=
legenheit.
10. Sonntag nach Pfingſten, den 4. Auguſt 1912
Vormittags um ½6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe. — Der übrige Gottesdienſt fällt wegen
Ein=
weihung der katholiſchen Kapelle in Pfungſtadt aus. —
Am ganzen Sonntag Portiunkula=Ablaß. — Werktags,
vormittags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 10. Sonntag nach Pfingſten,
den 4. Auguſt, vorm. um ½10 Uhr: Einweihung der
neuen Kapelle; darauf Hochamt und Predigt. — Nachm.
um 4 Uhr: Weihe des Kreuzwegs mit Predigt. — In
der neuen Antoniuskirche kann am Tage der Einweihung
der Portiunkula=Ablaß gewonnen werden.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 24. Juli: Dem Badedienet
Jakob Fleiſchmann T. Anna, geb. 6. April. 30. Juli:
Dem Gaſtwirt Johann Georg Diehl S. Georg Robert,
geb. 11. Juli. 31. Juli: Dem Maſchiniſten Peter Frank
L. Anna Maria, geb. 12. Mai. 26. Juli: Dem Spengler
Friedrich Schwarz S. Karl, geb. 16. Febr. 28. Juli:
Dem Lokomotivheizer Heinrich Becker S. Kurt Karl
Peter, geb. 9. Juli. Eine unehel. Tochter Suſanne Marg.,
geb. 20. Mai. 31. Juli: Dem Spengler Friedrich Georg
Jung S. Friedrich, geb. 15. Mai. 28. Juli: Dem Pianiſt
Friedrich Rudolf Lahl S. Berthold, geb. 3. Aug. 1911.
Johannesgemeinde: 28. Juli: Dem
Ober=
poſtaſſiſtent Karl Trinkaus T. Julie Luiſe Sophie Ilſe,
geb. 3. Juni. Dem Kaufmann Heinrich Kräckmann S.
Karl Friedrich Wilhelm, geb. 12. Juli. Dem Metzger
Anton Leitner T. Lina Marie, geb. 9. Oktober. 1. Aug.:
Dem Schloſſer Friedrich Schmidt T. Anna Luiſe, geb.
17. April.
Martinsgemeinde: 27. Juli: Dem Bureau=
Aſſiſtenten beim Städr. Gaswerk Johann Heinrich Gunkel
T. Margarethe Annelieſe Elfriede, geb. 14. Juli. 28. Juli:
Dem Kgl. Lokomotivführer Ernſt Streckhardt T. Eliſabeth,
geb. 28. März. Dem Gefangenaufſeher Martin Karl
Veith T. Paula, geb. 27. Mai. Dem Bierbrauer Johann
Wilhelm Lang S. Adam, geb. 13. Juni. Dem Wirt
Jacob Schäfer S. Hans, geb. 28. Juni. 22. Juli: Dem
Tapezier Georg Gerhard T. Eliſabeth, geb. 30. März.
28. Juli: Dem Glasſchleifer Johann Georg Heinrich
Bärenz T. Käthe Johanna, geb. 22. Juni. Dem Schreiner
Konrad Göhrig T. Eliſabeth Irmgard, geb. 7. Juni.
Ein unehel. S. Ernſt Hans, geb. 6. Juli.
Petrusgemeinde: 28. Juli: Dem Buchdrucker
Adam Leißler S. Hans Adam, geb. 5. Juni. Dem
Schreiner Georg Adam Kartſcher S. Georg Friedrich,
geb. 10. Juli. Dem Fuhrmann Friedrich Ludwig T.
Maria Johanna, geb. 14. Juni. Eine unehel. Tochter
Gertrude, geb. 11. Juli. Dem Bureau=Aſſiſtenten Ludwig
Wilhelm Volz T. Lina Mathilde Marie, geb. 31. Mai.
Paulusgemeinde: 28. Juli: Dem Inſtallateur
Georg Heilig L. Gertrud Eliſe, geb. 13. Juli.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 27. Juli: Lackierer Georg Kern
und Katharina Kohl. Möbelhändler Karl Richard Uhland
und Anna Luiſe Buzengeiger. 28. Juli: Tapezier Arthur
Karl Ernſt Korte und Margarete Beſt. Buchhalter Karl
Theodor Auguſt Penk und Anna Helene Fuchs.
Beton=
bauunternehmer Valentin Georg Schleidt und Anna
Pauline Fuchs. 27. Juli: Finanzaſpirant Heinrich Franz
und Thekla Ottilie Zecher. 28. Juli: Kaufmann Joh.
Chriſt und Maria Magdalena Pfeiffer. 1. Aug.:
Kauf=
mann Friedrich Siekmann und Luiſe Strack.
Martinsgemeinde: 25. Juli: Chemiker Dr.
Karl Julius Erich Kuhtz und Kunigunde Jacobine
Karo=
line Schädel, beide hier. 27. Juli: Gerichtſchreiberaſpirant
Bernhard Paul Kröh und Anna Katharina Emilie Möſer.
Petrusgemeinde: 25. Juli: Schloſſer Friedrich
Auguſt Nickelmann zu Frankfurt und Friederike Geyer.
27. Juli: BuchdruckerJohann Karl Rudolph und Berta
Baßler.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 28. Juli: Anna Zimmermann,
geb. Ruppel, Ehefrau des Großh. Steueraufſehers, 53 J.,
ſtarb 25. Juli. 27. Juli: Schuhmacher Karl Weber,
73 J., ſtarb 25. Juli. 30. Juli: Maria Knies, geb. Heß,
Witwe des Maurers, 67 J., ſtarb 28. Juli. Eliſabeth
Walter, Tochter des Taglöhners, 11 Monate, ſtarb
28. Juli. 31. Juli: Gaſtwirt Karl Wilhelm Hubert, 46 J.,
ſtarb 29. Juli.
Johannesgemeinde: 30. Juli: Jean Schmidt,
Sohn des Schriftſetzers, 6½ J., ſtarb 28. Juli. 31. Juli:
Sophie Sohn, geb. Kohler, Ehefrau des Kaufmanns,
30 J., ſtarb 29. Juli. 1. Aug.: Dorothea Haumbach,
geb. Kilian, Ehefrau des Maſchinenbauers, 65 J., ſtarb
29. Juli. 2. Aug.: Kaufmann Arthur Johannes Sittig,
22 J., ſtarb 31. Juli.
Martinsgemeinde: 29. Juli: Katharine Joſefine
Schmidt, Ehefrau des Fabrikarbeiters, 74 J., ſtarb
26. Juli. 30. Juli: Stationsaſſiſtent i. P. Heinrich Lochhaas,
67 J., ſtarb 27. Juli. Luiſe Kröhl, Ehefrau des abweſend.
Zimmermanns, 71 J., ſtarb 28. Juli. 31. Juli:
Zug=
führer i. P. Johann Daniel Geiſel, 79 J., ſtarb 30. Juli
(Einſegnung).
Petrusgemeinde: 31. Juli: stud. theol. Hrch.
Peter Kirch aus Wolfskehlen zu Gießen, 22 J., ſtarb
28. Juli.
Paulusgemeinde: 26. Juli: Dienſtmädchen
Johanna Vogt, 16 J., ſtarb 23. Juli. Privatin Franziska
Proſſer, 45 J., ſtarb 24. Juli (Einſegnung). 29. Juli:
Großh. Kammerherr, Geh. Regierungsrat, Kreisrat i. P.
Guſtav von Zangen, 73 J., ſtarb 27. Juli. 30. Juli:
Kath. Reinhardt, geb. Beſt, Ehefrau des Monteurs i. P.,
59 J., ſtarb 29. Juli (Einſegnung).
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„Moltke” von Genua nach New=
York, 31. Juli 6 Uhr abends von
Neapel. — Dampfer „Preſident
Grant”, 31. Juli 1 Uhr 15 Min.
nachmittags in New=York.
Dampfer „Blücher” von dem La
Plata kommend, 30. Juli 2 Uhr
nachmittags von Rio de Janeiro.
— Dampfer Almeria” nach
Per=
ſien, 30. Juli von Port Arthur.
— Vergnügungsdampfer „Meteor”
von der fünften Nordlandfahrt
kommend, 31. Juli 6 Uhr abends
in Hamburg. (Berichtigung.)
Programm
zu dem am Samstag, den
3. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23.
1. Kaiſerjäger=Marſch von
Eilen=
berg. 2. Ouverture zur Oper
„Figaros Hochzeit” von A. Mozart.
3. Fantaſie aus „Carmen” von
A. Bizet. 4. The British Patrol
von W. Aſch. 5. „Am Colorado”
amerikaniſche Serenade von L.
Jeſſel. 6. „Grigri”=Walzer aus
der Operette „Grigri” v. P. Lincke.
D. Gtebeskerrurf
Es iſt allgemein bekannt, daß manche Herren und Damen in Liebesangelegenheiten ganz
verblüffende Erfolge erzielen. Sie kommen, — ſehen, — ſiegen! Ihnen zu widerſtehen iſt
un=
möglich, ob man will oder nicht, man muß ſolche Perſonen lieben. Woran das liegt, kann man
ſich meiſt nicht erklären, da die Betreffenden weder durch große Schönheit noch etwa durch
hervor=
ragende Geiſtesgaben ſich vor anderen auszeichnen. Oft iſt ſogar das Gegenteil der Fall, indem
ſchönen und klugen Menſchen der oder die Geliebte abſpenſtig gemacht werden durch einen
Neben=
buhler, der häßlich und geiſtig minderbegabt iſt. Dieſe ſonderbaren Geheimniſſe des Liebes= und
Seelenlebens hat nun ein bekannter Pſychologe, Dr. F. Amos, gründlich erforſcht und iſt dabei
zu dem überraſchenden Schluſſe gelangt, daß dieſe geheimnisvolle Macht ſich jede Perſon aneignen,
daß alſo jeder Herr die Zuneigung einer jeden Dame und jede Dame die Zuneigung eines
jeden Herrn erringen kann. Wie es gemacht wird, hat er in einem Buche genau beſchrieben.
Wer die darin gegebenen Regeln befolgt, erobert die Herzen im Sturme und zwingt die geliebte
Perſon zur Zuneigung.? Der Titel des Buches lautet: „Das Geheimnis der perſönlichen
unwiderſtehlichkeit”. Zu beziehen iſt es diskret in geſchloſſenem Kuvert gegen Voreinſendung
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und Waschbreft recht gründlich von Schmutz, Staub und Schweiß
zu befreien. Anders dagegen Gretel! Diese schüttete aus einer
Schachtel etwas weißes Pulver in den mit Wasser geküllten Kessel,
verrührte es gut, tat dar ce Wäsche hnein und brachte sie
zum Kochen. Dann setzte sie sich und nahm eine Handarbei var.
— Schon nach etwa einer uiertel Stunde nahm Gretel che Wäsche
wieder heraus und mit Erstamnen und nicht gerigem Schreck
bemerkte Gustel, daß jedes Stück ihrer fbenerberin scheeunes
und herrlich gebleicht erschien, während sie sehbs noch uich zur
Hälſte ſertig gewaschen hatte. — Da gab sie ce Weiteverioren
und weinte bitterlich! Gretel aber umſaßlte sie liebevoll und spruch‟
„Sieh’ her und merke Dir das Zaubermittel, durch dessen tllſe
mein Teil Wäsche so schnell und schön weiß gemaschen murde.‟
Dabei reichte sie ihr die Schechtel, deren Inhalf sie vorherin.
den Kessel entleert hatte, und CGnstel las darauf
Hans jörg war der schmuckste Gesell im ganzen Stäckchen.
Kein Wunder, daß ihn die Mädchen gern sahen! Namentlich hatte
er anf Gustel und Gretel, zwei bildsaubern Wäschermädels, einen
tieten Eindruck gemacht! Beide geſielen ihm indessen gleich gut
und so murde ihm die Wahl schwer. — Da nun Hans jörg eine
große Vorliebe für schöne weiße Wäsche hatte, beschloß er,
der-
jengen sein Herz zu schenken, die ihre Arbeit am besten und
schellsten verrichten würde. — Sie verabredeien also, daß beide
Mädchen um die Wette waschen sollten Fdie Siegerin wollte
Hans Jörg dann zum Altar führen! — —
Als mm der Tag’der Entscheidung gekommen war, machten
sich die Mädchen hurfig ans Werk. Namentlich Gustel mühte
sich im Schweiße ihres Angesichts ab. die Wäsche mit Bürste
Dieses unübertroffene Fabrikat, das heute bereits von Millionen Hausfrauen aller Länder mit Vorliebe töglich
gebraucht wird, erweist sich als
eine
von Bestandteilen, wie sie vorteilhaſter wohl in keinem anderen Waschmittel zur Verwendung gebracht sind.
infolge-
dessen erübrigt sich auch jeder weitere Zusatz von Seife, Seifenpulver eitc., wie sonst von den
Haus-
frauen gern verwendet. Hierauf sei besonders hingewiesen! Denn erstens beeinträchtigen derartige
über-
flüssige Zusätze nur die sonst hervorragende Wirkung von Persil, und zweitens liegt in deren Fortiall auch eine nicht,
unerhebliche Ersparnis. — Man denke stets daran, daß Persil sowohl selbsttätig, als auch gründlich und billig wäscht
und, was die Hauptsache ist, die Wäsche schont, erhält und vollständig desinfiziert. Aber nicht nur einmal
versuchen, sondern dauernd gebrauchen! Erst dann merken Sie den Erfolg ganz und auch Sie werdent Persi
preisen als den
Glückspender im Haushalt,
der das Waschen nicht mehr als Last empfinden läßt, sondern es zum Vergnügen macht!
Erhältlich nur in Original-Paketen, niemals lose.
HENKEL & CO., DUSSELDORF. Kleinige Fabrikanten auch der allbeſiebten
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Briefe der Fraa Rentier Briehinkelſen aus de
Summerfriſch.
a) An ihre Freundin Fraa Entebürzel.
Meine Lübe!
Indem, daß ich nicht umhin kann, freidig bewegten
Herzens, aus meim Luftkuhrort, in dem wo ich mich ewe
vun wege meim angegriffene Befinde befinde, Ihne
einige Zeile zukomme zu laſſe, ergreife ich die Fäder un
die Gelegenheit, um Ihne mitzuteile, daß ſie Mir ſehr
leid dhun, indem daß ſie Sich nicht auch in der finanziell
ſo geſtellte Lag befinde, um damit, daß ſie Sich auch
ineme erſtklaſſiſche Luftkuhrort vun dere anſtſengende
Winterkambachne, die wo mir intenlecktunelle Fraue
hin=
der uns hawe dhun, zu erhohle, was doch unſere
iwwer=
ſpannte Nerfekonſtruptzione abſolud zukomme duht,
in=
dem daß es iwwerhaubt auch zum gute Ton geheert
un ſo.
Die Peifedeckelſen is nehmlich auch da Awwer ſie
kann nicht mit, un wenn mer ewe nicht mit kann, dann
ſoll mer ewe lieber deheim bleibe, wie Sie, meine lübe
Freundin, was mir ſehr leid duht, weil ſe’s doch auch
ſehr nehdich hette von wege ihre degenerierte
Nerfekom=
boſitzione. Awwer die Peifedeckelſen, die wo ſich doch
gar nicht geiſtdich betätige dhut und die wo iwwerhaubt
noch net emal e par anſtendiche Rerſe aufnweſe hat,
mit dene wo ſe Sich ſehe laſſe kann, die brauch Ihr
Sommerfriſch nicht ineme erſtklaſſiſche Luftkuhrort zu
ge=
nieße, wo ſe auch noch owedrei geſagt hatt, ſie gingte
dißmal nach Tärohl, un wo ich doch geſagt hat, mir
gingte an die See, un jetzt is ſe auch hier, die verloge
Perſohn un duht eim mit ihrne unangenehme
Gegen=
watt die ganz Landſchaft verſchameriern.
Sonſt bin ich nehmlich hier von ere ſehr feine
Ge=
gend un ere eweſolche Hautwollöh umgewe, was
jeden=
falls als mildernder Umſtand ſehr vorzüglich auf mei
geiſtdiches Volluhmen einwirke dhut, indem, daß auch
mei Demiſſion bereits bedeitend ſchmäler geworde is.
Ja, die Luftkuhr macht doch was aus, daß nerfiöſe legt
ſich un ich bin ſchon bedeitend ruhiger geworde, indem
daß ich mich gar nicht mehr aufrege dhu, iwwer nichts,
bis auf die Peifedeckelſen leb ich ganz meiner
Geſund=
heit. Awwer die Hauptſach is daß ſe nicht mit kann,
nicht in de Doalädde un auch nicht im Benemme un deß
is doch die Hauptſach, wenn mer ſich in eme Luftkuhrort
erhohle will, daß mer mit kann un kann ſich ſehe laſſe
in eme deiere Koſtiehm wie meins, deß wo aus
blau=
unweiße Fulladd gemacht is, de Meter fier
zweimackfinf=
zig. No undie Peifedeckelſen ſieht in ihrem
Weſchlei=
nerne aus wie die Eva vorm Ernſt Ludwigshaus. Sie
macht deſſentwege auch kein Eindruck un nicht mit un
ſagt, ſie wär nor zu ihrer Erhohlung hier unt dadra
kenne Se ſehe, daß ſie ſich noch nicht zu uns Intenleck=
imelle enaufgeſchwunge hat, dann wie kaun mer ſich
erhohle, wenn mer nicht mit kann un geht de ganze Dag
mit de Kinner im Wald erum odder mer liegt de lange
Weg in de Hengematt, deß is mir doch kei Erhohlung.
No ſie kann ja ſchließlich nichts defier, indem daß ſe ſichs
ewe geiſtdich nicht leiſte kann, in ere große Geſellſchaft
ſich drinn erum zu bewege im Vulldräß un ſo, dodezu
langts ihr ewe nicht un noch net emal auf de
wöchent=
liche Regejone is ſe zu ſehe.
Sonſt bin ich awwer ſehr gut aufgehowe un
beſon=
der, die Verflegung, die kann mer lowe, wann mer will.
Morſchens zum Friehſtick kriege mer ſchon e ganz
Nacht=
eſſe ſerfiert un Tee un Eier un Honig un Butter un
kalte Aufſchnitt un ſo, un zum Mitdageſſe ſubiern mer
e ganz vorziegliches Dinneh von vier Geng mit
Sieß=
ſpeiß. Neilich hatte mer ema Kabbelja un da hette Se
emal ſehe ſolle, wie ſich die Peifedeckelſen angeſtellt hatt,
mit ere Kruſt Brod un ere Gawel hatt des dumme Geſteck
an dem Fuſch erum gezerrt, wo ſe ſich en doch hett
ſchneide kenne, indem daß doch extra deß Meſſer newedra
gelege hatt. En Glick, daß der arme Kabbeljau bereits
dod war, wie er ſerfiert worde is, dann lewendich hett
der die Obberatzion nicht iwwerſtanne. Wie ſe den Fuſch
dann endlich enunner geworgt hatt, da hatt ſie erſt
ge=
merkt, daß ſe auch e Meſſer newer dem Deller liege hatt
un damit hatt ſe dann die Tunke Hollandees
erausge=
löffelt, die Gans, die dumm.
Auch ſonſt ameſiern mer uns ganz großartig un es
Nummer 181,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Seite 25.
freud mich werklich, daß Ichihne mei Bedauern
aus=
ſpreche kann fier ihne ihr Fernſein, meine Lübe, dann
ſie wirde nehmlich grad noch fehle in dem Greis der
Kuhrgäſt, die wo hier die Hautvollöh bilde, un die wo
auch die nehdich Büldung hawe fier finfmackfinfzig per
Dag zu luftkuhrn, drotzdem es ja an vornehme Verkehr
nicht mangele dhut am Ueberfluß. Un auch ſehr nette
Herrn hawe mer hier un unſer Rieckche werd geradezu
vergettert, beſonders vun eme junge Kaufmann, eme
doodſchicke Menſch. Kohle en groß, mer merkt gleich,
daß es was beſſeres is, dann er tregt nor ff. Herrnwäſch,
wo die Krage gleich dra ſin am Hemd un dieManſchädde
un nicht geſtärkt ſundern modern krumbelich, un er hatt
nach ganz lange Nägel an de Finger, en Beweis, daß
er ſehr gebüld is, awwer es is doch kein Büldungsprotz
und deß is grad des vohrneme, dann ich habs ja immer
geſagt: Büldung is, wann mer hatt uns leßts nicht
merke!
Wie geſagt, auch ſunſt hawe mer ſehr feine Kaffalühr
hier, auch ältere un — — Gott, ich ſolls eigentlich garnet
ſage, awwer Ihne gegeniwwer will ich aus meim Herz
kei Mördergrub mache un wills Ihne im Vertraue
avertraue, Dißkretitzion Ehrenſach nadierlich. Nehmlich
ich hab auch nach emal gehangt un gebangt in
ſchweben=
der Pain, es is en Offizier a D., denke ſe an, awwer
ſie braiche nichts Intimes zu denke, es is en Kaffalühr
von de Glatz bis uff ſei gelwe Schäwwerohſtiefel un mir
liewe uns nur als Intenlecktunelle, alſo nor blattohniſch
un ſo, awwer ich hab doch drei Nächte net geſchlafe, denke
Se an, ſo hatt mich deß gepackt. Ach ja, mei Herz fiehlt
no jung, Gottſeidank, un es is doch was ſchönes um
die Lübe un wanns mei Mann wiſſe dhet, der wär dood=
unglicklich, awwer die Hauptſach is, die Peifedeckelſen
ärgert ſich grie.
Auch ſonſt hab ich vun meim Fenſter e prächdich
Aus=
ſicht, do ſeh ich des ganze Pannemerana vum Odewald,
beſunders wann ich morſchens als emal uffſteige dhu, un
die Sonn geht grad auf, dann fiehl ich ſo recht die
Stim=
mung ieber mich komme, die wo auch den Dichter zu dem
ſcheene Lied transbieriert hat: Goldene Abendſonne,
wie biſt du ſo ſcheen. Iwwrigens, meim Rieckche is auch
ſchun emal die boediſch Ader geplatzt, ich hab ihr e bische
ge=
holfe debei un mir wolle ’s emal an die Redaktion vum
Blättche ſchicke, annoniehm, was die dezu ſeegt, indem
nehmlich auch der Verehrer vun meim Rieckche geſagt
hatt, deß Gedicht mißt unbedingt kombohniert werde vom
Richard Strauß odder ſo eim.
Awwer ich muß ja ſchließe, denn de Dokder hatt mer
alle geiſtdiche Jeberanſtrengunge verbote wege meine
Nerfe, Ihnen ein Gleiches winſchend verbleibe ich mit
vielen Grießen von Haus zu Haus
Ihre treie Freundin
Frau Rentner Briehinkel.
b) An ihren Mann.
Liewer Heinerich!
Ich teile Dir hierdurch mit, daß mir dißmal bees
eneigefalle ſin un wennſte glaabſt, ich kennt mich in dem
Kuhneſt erhohle, dann werds aach ſpet. Iwwerhaubt
derf mer gorniemand ſage, wo mer wohne, odder
ge=
wohnt hawwe, dann ich bin ausgezoge, indem daß unſer
Zimmer odder vielmehr Loch, grad iwwerm Gailsſtall
war, wo mers vor Micke un Schnooke iwwerhaubt net
aushalte konnt, nachts gornet, un ich bin am ganze
Kerber dortal verſtoche. Jetzt wohn ich wo annerſt un
deß Zimmer koſt e Mark mehr, dofor hawwe mer aach
blos en Miſthaufe vorm Fenſter, weswege mers aach
net uffmache kann un mei Klaader un alles richt denooch
un wann ich deß gewißt hett, weer ich liewer dehaam
gebliewwe, indem, daß deß doch kei Erhohlung is.
Awwer nadierlich, fors Frankforter Schitzefeſt haſte Geld
iwwrig gehatt un an Deine Fraa un Kinner ſolls eraus
gegwackt werrn, die ſchickt mer zur Erhohlung in en
Kuhſtall. Mer muß ſich ſcheeme! Die Peifedeckelſen is
gach da mit ihre Kinner, die wohnt nadierlich in ere
Penzon un guckt aam iwwer die Achſel a, weil mer ſich
deß net leiſte kann. Un ihr beſte Klaader hott ſe aach
mit un geht im Dorf erum wie e Pau, wann ich ſe ſeh,
dreht ſich alles in mer rum. Un wem hab ich deß zu
verdanke? Nor Dir, dann Du hoſt nix iwwrig for Dei
Familch. Ich kennt mich grad doodärgern. Un deß Eſſe
is unnerm Hund, ich fall ganz vum Fleiſch, wann ich
net als hie und do emol etwas annerſter zu mer nemm,
deßdewege vergeß es net und ſchick umgehend noch emal
Geld un mei Blauſeidenes, ſunſt bleib ich kaa Stund
mer da. Die Ausſicht, die mer vun unſerm Zimmer aus
genieße derfe, is kaan Schuß Pulfer wert un es is aach
kaa vorhande, daß ſich fors Rieckche was Baſſendes finde
dhut, indem ſich in ſo eme Kaff nadierlich kaa aſtendiger
Menſch uffhalte dhut un mich bringſte ſei lebzigsdag net
mehr ſo wohie, deß geb ich derr ſchriftlich. Un jetzt ſchick
umgehend des Geld un des Klaad, funſt kumm ich derr
haam.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
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Nammer 181.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Auguſt 1912.
Seite 31.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachoruck verboten.
Das Binzer Unglück. — Ein Schreckſchuß. — Vom
Ber=
liner Idyll und dem Sommerſchlaf der Weltſtadt. —
Allerhand Vorbereitungen. — Die Sehnſucht nach Berlin.
— Konzerte und Konzertgeber. — Das „kunſtfreudige
Pu=
blikum der Reſidenz‟. — Die Sorgen unſerer
Theater=
leiter. — Bühne und Kino. — Bedenken und Beſchränken.
— Was das Geſchäft einträgt. — Das Gebiet der Films.
— Ueberraſchungen. — Gegen die Bars.
Das war eine böſe Schreckenskunde, die von
dem freundlichen Rügenſchen Oſtſeeſtrande kürzlich nach
Berlin gedrungen und hier ſo manchen Strohwitwer aus
ſeinem „Kef”, ſeinem Sommerſchlummer, jäh erweckt.
Denn die erſten Nachrichten über das Binzer Unglück
berichteten von mehreren Dutzend Ertrunkener, unter denen
ſich viele Berlinerinnen mit ihren Kindern befunden haben
ſollten. Aber auch noch in ihrem kleineren Umfange iſt
jene Kataſtrophe ſchlimm genug und gibt zu ernſten
Be=
ſorgniſſen Veranlaſſung, daß ſich ähnliches an anderen
Stellen unſerer Oſt= und Nordſeebäder ereignen kann
und dann vielleicht eine Rettung nicht ſo ſchnell bei der
Hand iſt, wie es in Binz der Fall geweſen. Denn man
ſcheint aus den trüben Ereigniſſen der letzten Jahre nichts
gelernt zu haben, da ſie ſich allſommerlich bald hier, bald
da wiederholen und man ſich an den betreffenden Orten
mit dem leichten Troſt begnügt: „Ach, das war ein
ſchlim=
mer Zufall, ſowas kommt nicht ein zweites Mal vor!“
Da leben ja die hier Zurückgebliebenen ruhiger und
ſorgloſer in ihrem „Berliner Idyll” trotz Hitzſchläge,
Dach=
ſtuhlbrände, Einbrüche, Ueberfälle und ſonſtiger ähnlicher
Begebenheiten, die gelegentlich den gern betonten „
Som=
merſchlaf der Weltſtadt” unterbrechen. Mit
die=
ſem „Schlaf” iſt’s überhaupt ſo eine eigene Sache, denn
abgeſehen davon, daß es in dem jährlichen Kreislaufe
Berlins überhaupt keine Ruhepauſe gibt, werden gerade
die gegenwärtigen ſtillen Wochen benutzt, um mancherlei
vorzuhereiten, was dann im Herbſt einem hochverehrlichen
und hocherſtaunten Publikum unterbreitet wird. Wie
emſig geht’s beiſpielsweiſe grad jetzt in den Bureaus
un=
ſerer Theater= und Konzertagenturen zu, um Abſchlüſſe
von Gaſtſpielen wie dauernden Verpflichtungen für den
Winter herbeizuführen. Die Sehnſucht nach
Ber=
lin, um hier Ruf und Anerkennung zu gewinnen, zeigt
ſich oft dabei in eindringlicher Weiſe und wird häufig mit
din erheblichſten matdriellen Opfern erkämpft. Viele
Künſtler und Künſtlerinnen aus dem Reiche Thalias und
Euterpes ſcheinen ja ihre Zukunft mit düſteren Augen
an=
zuſehen, ehe ſie nicht in Berlin ein Auftreten erzielt,
manch=
mal erzwungen haben und die Beweiſe davon ſchwarz
auf weiß vorzeigen können. Noch mehr als auf
theatra=
liſchem, gilt auf muſikaliſchem Gebiet Berlin als der große
und vielverſprechende Ausgangspunkt für die ſpätere
Lauf=
bahn all jener, die ſich der edlen Frau Muſika widmen
wollen. Daraus erklärt ſich denn auch die ungeheuere
Zahl von Konzerten, die hier von den erſten
Herbſt=
bis zu den letzten Frühlingstagen ſtattfinden und die in
der letzten Saiſon die gewaltige Ziffer von 1800 erreichten.
Von dieſen Veranſtaltungen ſollen etwa nur 150 einen
Gewiin gebracht, einige hundert keinen Verluſt bedeutet,
die überwiegende Mehrzahl nur Koſten, die ſich in
ein=
zelnen Fällen bis auf 1500 Mark erſtrecken, verurſacht
haben.
Ein offenes Geheimnis iſt’s ja, daß das öffentliche
Konzertieren in Berlin Geld, viel Geld erfordert,
und daß ſelbſt ſehr berufene Meiſter, die ſich bereits ſeit
langem einen klangvollen Namen erworben, tief in die
Taſche greifen müſſen, wenn ſie hier auftreten wollen.
Wie ſauer Bier werden im Winter die Billetts zu vielen
Konzerten unentgeltlich ausgeboten meiſt ohne Gegenliebe
zu finden, nicht einmal bei den Schülern und Schülerin=
nen unſerer Akademiſchen Hochſchule für Muſil und bei
jenen der zahlloſen privaten Muſikinſtitute; Pförtner,
Auf=
wartefrauen, Wäſcherinnen und Plätterinnen nebſt
An=
hang werden dann damit beglückt und bilden das „
kunſt=
freudige Publikum der Reſidenz”, vor welchem, wie es in
ſpäteren Ankündigungen lautet, Fräulein Roſa
Pimpa=
nella und Herr Siegmund Pagani unter „begeiſtertem
Bei=
fall” geſpielt! Ach, viele ſtille Sorgen und Mühen, viele
heimliche Tränen und Entbehrungen ſind manch liebes
Mal mit ſolchen Konzerten verbunden, die keinem Freude
machen und ſelbſt nicht — was ja der eigentliche Zweck
des Ganzen iſt — von den Muſikkritikern unſerer
haupt=
ſtädtiſchen Zeitungen beachtet werden. Mit Beifall iſt’s
daher zu begrüßen, wenn jetzt, wie man hört, die
betei=
ligten Kreiſe Stellung gegen dieſe Konzertflut nehmen
und eine Aenderung herbeizuführen trachten. Derart, daß
die Vertreter der Kritik und ein beſtimmter Kreis von
Muſikfreunden zu Konzerten geladen werden, in denen
mehrere Künſtler, vier bis ſechs, auftreten. Erſtens
ver=
teilen ſich die Auslagen für Saalmiete und eventuell auch
für das Orcheſter auf verſchiedene Perſonen, die hohen
Be=
träge für Anſchlagszettel und ſonſtige Bekanntmachungen,
für Druck und Abnahme der Eintrittskarten und
Pro=
gramme fallen fort, auch das Saalperſonal kann
weſent=
lich vermindert werden. Ein guter Ausweg iſt’s, der
hof=
fentlich energiſche Durchführung findet.
Auch die Leitungen unſerer Theater
berei=
ten ſich ſchon emſig auf den Winterfeldzug vor, der ja mit
jedem Jahre einen verſchärften Wettkampf der einzelnen
Bühnen untereinander aufweiſt. Wer die Verhältniſſe des
näheren kennt, weiß, daß unter der ſcheinbar glänzenden
Oberfläche vieles wackelig und faul iſt, und daß ſehr
tüch=
tige Direktoren recht ſchwer von der leidigen Geldfrage
bedrückt werden. Die Ausgaben ſind ja enorme, beträgt
doch allein die Jahresmiete für unſere beſſeren Theater
von 100000 bis zu 200000 Mark, wozu ſich noch die
gro=
ßen Summen für das darſtellende und techniſche Perſonal,
für Hilfskräfte, Beleuchtung, Neuanſchaffung an Koſtümen
und Requiſiten, für Steuer und andere Abgaben geſellen.
Wir möchten nicht am Schluß eines Theaterjahres, das
nur neun Monate umfaßt, die Ausgaben und Einnahmen
vergleichen es dürfte ſich häufig ein bedenkliches Minus
ergeben. Falls aus beſſeren Zeiten nicht Kapitalien
vor=
handen ſind, ſo müſſen von Fall zu Fall Geldgeber
aus=
helfen, denen die Einnahmen beſtimmter Wochentage
ver=
ſchrieben, reſp. Anteile der Pacht für Garderobe und
Ver=
pflegung zugewieſen oder auch beſtimmte Gruppen des
theatraliſchen Zubehörs verpfändet werden.
Sind durch den heftigen Konkurrenzkampf unſere
Theaterdirektoren an ſich ſchon nicht auf Roſen gebettet,
ſo droht ihnen eine ſtets größere Gefahr durch die ſtete
Vermehrung und Verbeſſerung der Kinos, jener „
Licht=
ſpielhäuſer” die mit verhältnismäßig geringen
Un=
koſten arbeiten und die immer weitere Kreiſe der
bisheri=
gen Theaterbeſucher in ihren Bann ziehen. Oft genug
hörte ich in letzter Zeit von hervorragenden Malern und
Bildhauern, von hochſtehenden Beamten und ſelbſt von
bedeutenden Gelehrten die Aeußerung: „Ich möchte das
Kino nicht mehr miſſen — hat mich die Ausübung meines
Berufes ermüdet, ſo erhole ich mich gern auf ein halbes
oder auch ein ganzes Stündchen. Mein Geiſt wird nicht
angeſtrengt, mir wird allerhand Unterhaltſames geboten,
ich ruhe mich aus, zudem erfordert der ganze Scherz nur
ein paar Nickel.” Wenn das ſchon die Vertreter der
ſo=
genannten Intelligenz ſagen, ſo kann man ermeſſen, wie
groß die Anziehungskraft der Kinos auf die Schichten der
übrigen Bevölkerung ſein muß. Ohne Frage iſt dadurch
ſchon eine ſtarke wirtſchaftliche Schädigung
unſerer Theater eingetreten und ſind auch bereits
verſchiedene Bühnen daran zu Grunde gegangen. Wer
unſer Theater als Kulturfaktor betrachtet, wird nicht ohne
ernſte Sorge für die nächſte Zukunft derſelben ſein und
wird neben der materiellen Schädigung auch die kulturelle
in Betracht ziehen müſſen. Wie wichtig die Angelegenheit
iſt, geht aus einer Verſammlung des „Verbandes
deut=
ſcher Bühnenſchriftſteller” hervor, in der allerhand
Be=
ſchlüſſe gefaßt wurden, um den Kinos eins auszuwiſchen
und ihnen ihr Beſtehen zu erſchweren. Von jenen
Forde=
rungen ſcheint nur eine praktiſche Bedeutung zu haben,
daß nämlich geeignete Schritte getan werden ſollen, um
die vom Ausland eingeführten Films und die Negative
zur Herſtellung derſelben mit einem möglichſt hohen Ein=
ſuhrzollzu belegen. Man muß ſch wundem, daß unſer
ſonſt ſo ſteuerlüſternes Reichsſchatzamt noch nicht auf dieſe
Idee verfallen iſt, deren Verwirklichung einen recht
hüb=
ſchen Ertrag verſpricht. Denn die meiſten jene
Schauer=
dramen, die — leider — in den Kinos gezeigt werden,
ſind franzöſiſchen reſp. amerikaniſchen Urſprungs und
ver=
leugnen in keiner Weiſe dieſe ihre Herkunft. Die
Kino=
dichter — auch ein neuer Beruf! — jenſeits unſerer
Gren=
zen, müſſen doch über fruchtbarere Ideen verfügen, als
ihre deutſchen Kollegen, und werden deshalb auch beſſer
honoriert. Eine fremde „Kinodichtung” die Erfolg
ver=
ſpricht, die, mit anderen Worten, mit den brutalſten und
ſpannendſten Mitteln arbeitet, wird bis zu 500 Mark
be=
zahlt. Unſere deutſchen Stümper erhalten höchſtens 50 Mark
und auch dieſe nur zögernd. Aehnlich verhält ſich’s mit
den Kinoſchauſpielern, die ſich neuerdings hier zu
einer Genoſſenſchaft zuſammengetan haben, um eine beſſere
Beſoldung zu erzielen. Ob’s viel helfen wird, iſt ſehr die
Frage, denn zu groß iſt die Menge der
beſchäftigungs=
loſen Schauſpieler und Schauſpielerinnen, die ſich gern
5 Mark pro Tag verdienen und dafür Stunde um Stunde
in den verſchiedenen Aufnahmen mitwirken. Ihre
Ent=
lohnung ſteht freilich in ſchreiendem Gegenſatz zu jener
der Einzeldarſteller und Darſtellerinnen, die gelegentlich
mehrere tauſend Mark für einen Vormittag erhalten, den
ſie den Rollfilms opfern. Verſchiedene von ihnen wurden
bereits nach Paris und London „berufen” um dort ihre
Kunſt in den Dienſt des Lichtbildes zu ſtellen. Nun, das
Geſchäft kann ſchon derlei beträchtliche Auslagen tragen,
da an einzelnen Films ſchon 50000 Mark usd mehr
ver=
dient worden ſein ſollen.
Schade, daß die Blitzaufnahmen nicht überall in
Tätig=
keit treten können ſie würden häufig ein ergiebiges und —
überraſchendes Ergebnis auf die unſchuldsvoll=weiße
Leinewand zaubern! Welch’ famoſe Szene hätte es
bei=
ſpielsweiſe gegeben, wenn man auf ſolche Weiſe Zeuge
ge=
worden wäre des verdutzten Geſichtes jenes Pariſer
Kauf=
mannes, der den Berliner Durchgänger Koghen
in ſeinem Heim an der Seine vor allen polizeilichen
Nach=
forſchungen gut verborgen hatte. Und den dieſer
durch=
triebene, aus Rußland ſtammende Gauner nach Berlin
ſandte, um aus einem auf einem hieſigen Bahnhofe
hin=
terlegten Koffer ein paar Briefe herauszunehmen und
dieſe zur Poſt zu geben, was dem Schwindler bei ſeiner
ſchleunigen Flucht im Frühling nicht möglich geweſen.
Der brave Pariſer dampfte nach Berlin und führte den
Auftrag aus, wobei er in dem bewußten Koffer auch
Lie=
besbriefe ſeiner Frau an den von ihm ſo gaſtfrei
aufge=
mommenen Freund entdeckte. Natürlich war’s da mit der
Freundſchaft vorbei, der getäuſchte Ehemann lief ſchnell
zum Berliner Kadi, dieſer benachrichtigte flugs die Pariſer
Polizei, die ſogleich dafür ſorgte, daß der Ausreißer jetzt
die Gaſtfreundſchaft unſeres Moabiter
Unterſuchungsge=
fängniſſes genießt. Na, und nun erſt etwaige Aufnahmen
zur Abendzeit in unſeren Sommerllokallen in
denen ſich die armen, beklagenswerten Strohwitwer zu
er=
holen trachten, die in dem furchtbaren Gefühl ihres
un=
gewohnten Verwaiſtſeins nach Anſchluß ſuchen! Und ihn
auch finden ſollen, denn die Berlinerinnen ſind eben
mit=
leidiger Natur und ſpenden aus reiner Menſchenliebe den
Verlaſſenen gern den erſehnten Troſt! Auch hinter den
trotz nächtlicher Hitze ſorgſam verſchloſſen gehaltenen Türen
der Bars würde ſich gewiß manch flottes und
beluſtigen=
des Bild ergeben. Allerdings müßten ſich die ſchnüffligen
Filmsaufnehmer damit beeilen, denn jenen Bars will
man jetzt zu Leibe gehen. Hört man doch, daß die
Char=
lottenburger Gemeindeverwaltufig beſtimmte Schritte
plant, um den Beſitzern der bewußen nächtlichen
Vergnü=
gungsſtätten das Leben ſchwer zu machen, in erſter Linie
durch die Beſchränkung der Polizeiſtunde, die jetzt auf vier
Uhr morgens feſtgeſetzt iſt und bis auf ein Uhr
zurückge=
ſchraubt werden ſoll. Ohne philiſtröſen Anſchauungen zu
huldigen, kann man jene Maßregel als gerechtfertigt
an=
ſehen, denn ſelbſt in den ruhigſten und vornehmſten
Stra=
ßen der weſtlichen Teile Groß=Berlins ſind in jüngſter
Zeit derartige „weltſtädtiſche Erholungsorte” ſo zahlreich
wie die Pilze nach mildem Frühlingsregen aufgeſchoſſen
und ſuchen mit Tanz und Spiel, mit Sang und Klang die
Beſucher anzulocken. Berlin iſt ſchon genug Weltſtadt, als
daß es auch noch auf dieſem Gebiet einer Bereicherung
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