Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der ſächſiſche Juſtizminiſter von Otto,
Vorſitzender des Staatsminiſteriums, iſt geſtern
ge=
ſtorben.
Ueber Bayern iſt am Donnerstag abend ein furchtbares
Unwetten niedergegangen, das großen Schaden
anrichtete. Gleiche Meldungen kommen aus Brüſſel.
Das engliſche Unterhaus lehnte einen Antrag
der Radikalen auf Verminderung des Voranſchlags
mit 331 gegen 39 Stimmen ab.
Die türkiſche Militärliga hat der Kammer
ein Ultimatum überſandt, das in der Kammer
große Entrüſtung hervorgerufen) hat.
Die Weſtküſte Japans wurde von großen
Ueberſchwemmungen heimgeſucht, der viele
Menſchen zum Opfer gefallen ſind.
Politiſche Wochenſchau.
— Das wichtigſte Ereignis der verfloſſenen Woche
war die große Flottenrede des engliſchen
Marineminiſters Churchikl im Unterhauſe.
Bedeutungsvoll war ſie weniger ihres Inhalts wegen,
denn neue Momente konnte der Miniſter kaum
vorbrin=
gen; ſie erhielt vielmehr erſt ihre große Bedeutung durch
die anerkennenswerte Offenheit, mit der ſich der
Staats=
mann über die Urſache der neuen Flottenrüſtungen ſeines
Vaterlandes und über das deutſche Flottengeſetz
ausge=
ſprochen hat. Allerdings hat Lord Churchill nicht zum
erſten Male dieſe offenherzige Methode angewandt, dieſe
ſcheint ſogar allmählich die Ausdrucksweiſe des engliſchen
Parlamentarismus werden zu ſollen, der ſich ſonſt durch
eine ſtarke Reſerve auszeichnet. Für Deutſchland iſt es
ja ganz gut, daß die leitenden Männer jenſeits des
Ka=
nals die Dinge endlich beim rechten Namen nennen, denn
wir wiſſen jetzt, was wir von England zu halten haben.
Bei ſeinen Vergleichen zwiſchen der engliſchen und
deut=
ſchen Flotte hat der Miniſter mitunter etwas ſtark
aufge=
tragen und Zahlen genannt, die, ſoweit ſie Deutſchland
betreffen, nicht immer richtig waren. Man wird ihm
von ſeinem Standpunkte aus das nicht allzuſehr
ver=
übeln, da er den Beweis erbringen mußte, daß ſeine
For=
derungen gerechtfertigt ſind. Schließlich hat er ja auch
inſofern ſein Ziel erreicht, als das neue engliſche
Flotten=
geſetz vom Parlament mit großer Mehrheit angenommen
worden iſt. Die Debatten im Unterhauſe, wie auch im
Hauſe der Lords haben gezeigt, daß der Wettlauf in den
Seerüſtungen auch die kommenden Jahre beherrſchen
wird, denn die Aufrechterhaltung der Oberherrſchaft zur
See wird die Engländer nicht ruhen laſſen. Neuerdings
ſpielt das Geſpenſt der Ueberlegenheit der Flotten
Oeſter=
reich=Ungarns und Italiens im Mittelmeer eine Rolle.
Nach wie vor indeſſen ſieht ſich England in ſeiner
Sicher=
heit durch das Anwachſen der deutſchen Flotte bedroht.
Es ſcheint tatſächlich in England kaum einen Menſchen zu
geben, der den deutſchen Verſicherungen Glauben ſchenkt,
wonach Deutſchland das von ihm beſtimmte Maß ſeiner
Seerüſtungen für die Sicherung ſeiner Handels= und
Lebensintereſſen nötig hat. Unter dieſen Umſtänden
müſ=
ſen wir es den Engländern überlaſſen, die ihnen
erfor=
derlich ſcheinenden Gegenmaßregeln zu treffen und ſo
viel Schiffe zu bauen, wie ſie für erforderlich halten. Da
das Mutterland die gewaltigen Koſten nicht mehr allein
tragen will, hat man jetzt auch die engtiſchen Kolonien
in Bewegung geſetzt, und aus Kanada kommen bereits
Nachrichten, daß das Parlament demnächſt größere
Sum=
men für Flottenzwecke bewilligen werde.
Die durch den Rücktritt des türkiſchen
Kriegsminiſters Mahmud Schefket Paſcha
hervor=
gerufene innere Kriſe hat, wie vorauszuſehen war,
den Zuſammenbruch des jungtürkiſchen Komitees nach ſich
gezogen. Die Meuterer in Albanien wollten auf
Kon=
ſtantinopel losziehen, wenn man ihren Wünſchen nicht
entgegenkomme. Das hat ſchließlich den Sultan bewogen,
Männer an die Regierung zu berufen, die den ernſten
Willen haben, in Albanien wieder für geordnete Zuſtände
zu ſorgen. Der neue Großweſir Achmed Muthtar iſt eine
bedeutende Perſönlichkeit, der im Hintergrunde ſtehende
kluge Kiamil iſt gleichfalls der richtige Mann, um ſich bei
den Ofizieren die nötige Achtung zu verſchaffen. Gleich
im erſten Miniſterrat hat die neue türkiſche Regierung eine
Reihe wichtiger Entſchließungen getroffen, die der
allge=
meinen Beruhigung dienen ſollen. Es wurde beſchloſſen,
die militäriſchen Operationen in Albanien ſofort
einzu=
ſtellen und eine Kommiſſion an Ort und Stelle zu
ent=
ſenden, die ſich darüber informieren ſoll, wie weit die
Forderungen der Albaneſen berechtigt ſind. Außerdem
wurde der Belagerungszuſtand, der vor drei Jahren über
Konſtantinopel verhängt wurde, aufgehoben und eine
all=
gemeine Amneſtie beſchloſſen. Merkwürdig iſt eine
Kund=
gebung der türkiſchen Militärliga, die die Schäden des
alten Regimes hervorhebt, die durch die Revolution von
*1908 hervorgerufen wurden, ſodann die konſtitutionelle
Verfaſſung verherrlicht und die Urſachen der
gegenwärti=
gen Kriſis unterſucht. Dieſe Kundgebung der Militärliga
iſt als ein Zeichen dafür zu betrachten, daß die kürzlich
ſo blötzlich ausgebrochene Kriſis noch keineswegs üher=
wunden iſt, und ſie dürfte leicht noch weitere bedenkliche
Ueberraſchungen zeitigen. Der Krieg mit Italien
iſt infolge der inneren Wirren gänzlich in den
Hinter=
grund getreten. Ab und zu hört man auf italieniſcher
Seite über ziemlich unbedeutende Zuſammenſtöße auf dem
Kriegsſchauplatz, die der Quelle entſprechend naturgemäß
immer zugunſſen der Italiener ausgehen. Die
Nach=
richten über die Einfahrt italieniſcher Torpedoboote in
die Dardanellen, die ſo gewaltiges Aufſehen
hervorge=
rufen hat, ſind wieder gänzlich verſtummt, ohne daß man
über den ganzen Vorgang eine klares Bild gewinnen
konnte.
Während der japaniſche Staatsmann Katſura in
Ruß=
land weilt, um mit den leitenden Staatsmännern wichtige
Verhandlungen zu pflegen, kam aus Tokio ganz
uner=
wartet die Meldung von einer ſehr ſchweren Erkrankung
des Mikado. Nach den letzten Depeſchen zu urteilen,
iſt es ſehr fraglich, ob der Kaiſer wieder geneſen wird.
Der jetzt 60jährige Monarch leidet ſchon lange an
Zucker=
krankheit und chroniſcher Nierenentzundung, zu der ſich
noch eine ſchwere Darm= und Magenerkrankung geſellt
hat. Da der Kranke nicht mehr bei Bewußtſein iſt, macht
ſich das japaniſche Volk mit tiefer Beſtürzung darauf
ge=
faßt, dieſen bedeutenden Kaiſer zu verlieren, der es aus
weltabgeſchloſſener Begrenztheit in die Reihe der
Groß=
mächte geleitet hat. Zwar iſt die Perſönlichkeit des
Mi=
kado während ſeiner 45jährigen Regierung, den
japani=
ſchen Sitten entſprechend, im geheimnisvollen Halbdunkel
geblieben, aber bei der gewaltigen Machtfülle, die er in
ſeinen Händen vereinte, kann doch ſein Anteil an der faſt
märchenhaften Entwickelung des Inſelreiches im letzten
Halbjahrhundert nicht gering geweſen ſein. Wenn daher
der Kaiſer von Japan jetzt die Augen ſchließen ſollte, ſo
wird nicht nur in ſeinem Vaterlande, ſonhern überall im
Oſten und Weſten die welthiſtoriſche Bedeutung der
gro=
ßen Sendung erkannt werden, die er mit wunderbarer
Beharrlichkeit während ſeiner Regierungszeit erfüllt hat.
Englands internationale Beziehungen
und die Flottenrüſtungen.
* Im Unterhauſe gab Premierminiſter Asquith
bei der Beratung des Etats des
Reichsverteidigungs=
ausſchuſſes einen Ueberblick über die Tätigkeit dieſes
Ausſchuſſes. Er betonte, daß der
Reichsverteidigungs=
ausſchuß nicht in die Verantwortung des Kabinetts
hin=
ſichtlich der Politik eingreife, und fuhr fort:
Obwohl der Ausſchuß nicht die Politik beſtimmt,
wird er doch in ſeinen Entſchließungen notwendig
ge=
leitet durch die Rückſichtnahme auf unſere internationalen
Beziehungen. In dieſer Hinſicht vollzog ſich, ſeitdem
wir zur Regierung gelangten, kein irgendwie gearteter
Wechſel in der Politik. Ich erkläre das mit größtem
Nachdruck. Unſere internationalen Beziehungen werden
jetzt eſbenſo wie für den größten Teil der letzten 10 Jahre
geleitet nach vollkommen abgegrenzten beſtimmten
Richt=
linien, die während der ganzen Zeit weder nach rechts
noch nach links abgewichen ſind Wir pflegen mit
wach=
ſender Herzlichkeit auf beiden Seiten unſere beſonderen
internationalen Freundſchaften. Sie haben die
Prü=
fungszeit und zwar die Prüfung bei ſchlechtem und
gutem Wetter beſtanden. Dieienigen Mächte, die mit
uns in beſonders freundſchaftlichen Beziehungen
geſtan=
den haben und glücklicherweiſe noch ſtehen, ſind die
Mächte, mit denen wir in verſchiedenen Teilen der Welt
in enge und intime Berührung gebracht ſind. Zwiſchen
uns und jenen Großmächten, mit denen wir ſtändig in
enge Beziehung gebracht ſind, iſt die Geſchichte der letzten
acht Jahre, wie ich mit Befriedigung feſtſtelle, eine
Ge=
ſchichte des wechſelſeitigen Verſtehens, des Freiſeins von
Reibungen und erwachſender Herzlichkeit und Lohalität,
Der Premierminiſter führte weiter aus: Ich
ſage=
mit Ueberlegung, daß wir keinen Anlaß haben und ſo
viel ich weiß keine Gelegenheit für einen
Zwiſt mit irgendeinem Lande in irgendeinem
Teil der Welt. (Beifall.) Wir blicken ohne den
gering=
ſten Argwohn und ohne Unzufriedenheit, im Gegenteil,
mit Gleichmut und mehr als Gleichmut auf ſolche
be=
ſonderen Unterredungen und Meinungsaustauſch, wie
ſie z. B. zwiſchen Rußland und Deutſchland
ſtattgefun=
den haben. Unſere Beziehungen zum großen
Deutſchen Reich ſind in dieſem Augenblick, wie ich
mich freue ſagen zu können, Beziehungen vollkommener
Freundſchaft und vollkommenen guten Willens Ich
bin=
gewiß, daß es wahrſcheinlich ſo bleiben wird. Lord
Haldane machte Anfang dieſes Jahres in Berlin
einen Beſuch und trat in Unterredungen und
Meinungs=
austauſche ein, die ſeither im Geiſte vollkommener
Offen=
heit und Freundſchaft auf beiden Seiten fortgeſetzt ſind.
Ich freue mich, ſagen zu können, daß wir den Vorteil
der Teilnahme eines ganz ausgezeichneten Diplomaten
haben, den der Kaiſer in dies Land geſandt hat. (
Bei=
fall.) Ich ſage unſere Freundſchaften ſind in keinem
Sinne ausſchließende Freundſchaften, und
das aus ſehr guten Gründen. Das größte Intereſſe
Großbritanniens iſt der Friede der Wolt. Wenn
unglücklicherweiſe hier wie überall die Ausgaben für
die Rüſtungen in beklagenswerter Weiſe wachſen, ſo gibt
es keine Macht in der Welt, die nicht ganz genau weiß,
daß, ſoweit wir in Betracht kommen und ſoweit wir
gezwungen werden, au dieſen Ausgaben teilzunehmen,
wir keinen aggreſſiven Zweck verfolgen. (Beifall.) Wir
begehren keinen Gebietzuwachs. Wir haben weder den
Wunſch, noch fühlen uns verſucht, das Gebiet unſerer
Verantwortlichkeit irgendwie zu erweitern. Wenn wir
gezwungen ſind, die Fonds, die wir jetzt auf die
Erhal=
tung, insbeſondere eines Uebergewichts zur See
verwen=
den, anderen ergiebigen, vorteilhafteren Zwecken zu
ent=
ziehen, wird dieſe Ausgabe von uns einfach als
not=
wendige Verſicherung der enormen inneren und äußeren
Intereſſen angeſehen, deren getreue und wachſame Hüter
die Regierung und das Parlament ſind und ſein müſſen.
Hierauf ergriff der Führer der Oppoſition Bonar
Law das Wort: Vor zehn Jahren beherrſchten wir
jedes Meer, heute beherrſchen wir nur die Nordſee. Ich
möchte nicht behaupten, daß etwas dieſe Aenderung
ver=
hindern konnte, aber in der kritiſchen Zeit taten wir
alles, was wir konnten, um die Aenderung zu
erleich=
tern und zu beſchleunigen dadurch, daß wir in den Jahren
1906, 1907 und 1908 nicht die genügende Zahl von
Schif=
fen auf Stapel legten. Dieſer Wechſel veränderte unſere
ganze Stellung in der auswärtigen Politik Wir
kön=
nen nicht länger in der Stellung der Iſoliertheit
be=
harren und in verhältnismäßiger Gleichgültigkeit
gegen=
über der Gruppierung der Mächte. Der Schlüſſel
unſe=
rer auswärtigen Politik ſollte eine ſtets und beharrliche
Freundſchaft mit den Mächten ſein, die mit uns in der
Triple=Entente vereint ſind. Jede Mächtegruppierung
begünſtigt den Frieden, obſchon ſie den Krieg nicht
un=
möglich macht. Wir wären äußerſt töricht, wenn
wir nicht die Möglichkeit ins Auge faßten, daß andere
Mächte des Bundes teilnehmen könnten an dem Kriege,
den wir möglicherweiſe mit einem Mitglied des
Drei=
bundes führen. Wir können das Beſtehen des
Drei=
bundes nicht außer Rechnung laſſen. Law kam ſodann
auf die Erklärung Churchills vom 22 Juli zu ſprechen
und ſagte: Churchill beſchrieb uns die Wilkung des
neuen deutſchen Flottengeſetzes. Die
deutſche Preſſe hat ſeine Erklärungen als richtig
be=
zeichnet. Ich habe niemals eine ſchwerer wiegende
Er=
klärung gehört. Ich weiß, es gibt Mitglieder des Hauſes,
die denken, es ſei provozierend, unſere Stärke mit der
Deutſchlands in Vergleich zu ſtellen. Das erſcheint mir
abſurd. Der ganze Zweck der Erhaltung unſerer
De=
fenſivſtreitkräfte gründet ſich auf die Annahme, daß wir
eines Tages vielleicht in den Krieg ziehen müſſen. Wenn
wir die Möglichkeit eines Krieges ins Auge zu faſſen
haben, müſſen wir ſie von dem Geſichtspunkt derjenigen
Macht erwägen, die am meiſten in der Lage iſt, uns wehe
zu tun, wenn es zu einem Krieg kommen ſollte. Das
ſoll nicht im geringſten bedeuten, daß wir irgend eine
Feindſeligkeit oder ein Uebelwollen gegenüber
Deutſch=
land empfinden oder daß wir die Lage Deutſchlands
nicht verſtehen. Ich entſinne mich, in einem deutſchen
Buche folgenden Satz geleſen zu haben, der großen
Ein=
druck auf mich machte: Die Abrüſtung iſt keine Frage
der praktiſchen Politik, ſo lange eine Macht imſtande
iſt, wenn ſie wünſcht, über Nacht unſere Handelsflotte
zu vernichten und unſeren Ueberſeehandel zu zerſtören.
Das iſt eine ſehr natürliche Anſicht für einen Deutſchen.
Wenn ich ein Deutſcher wäre, würde ich ſie
wahrſchein=
lich auch haben. Die Deutſchen haben gewiß Recht,
die=
ſer Anſicht zu ſein, aber ſie iſt unverträglich mit unſerer
Sicherheit, weil unſere Wohlfahrt und Exiſtenz von der
Ueberlegenheit unſerer Flotte abhängt.
Im Verlaufe der Diskuſſion beantragte der
Radi=
kale Ponſonby eine Verringerung des Voranſchlags.
Er kritiſierte die Politik, die zu der jetzigen Lage geführt
habe und forderte die Herbeiführung freundlicher
Beziehungen zu Deutſchland, wodurch das
ſinnloſe Wettrüſten vollſtändig überflüſſig würde.
Sir Edward Grey erwiderte ihm, indem er ausführte:
Es könne nicht ſtark genug betont werden, wie ſchwer
die Laſten der Rüſtungen ſeien. Er ſei aber der
Mei=
nung, daß Kräfte am Werke ſind, die mit der Zeit eine
Wirkung auf die Rüſtungen ausüben werden. Er
hoffe, daß die internationale öffentliche Meinung in
Zu=
kunſt ſo michtig werden wird, daß man im Falle von
Streitigkeiten nicht mehr an die Gewalt, ſondern an
andere Inſtanzen wird appellieren können. Er meine
auch, daß die wachſende finanzielle Unabhängigkeit der
Nationen voneinander ihre Wirkung tun werde. Hierauf
bekämpfte Grey die Behauptung Ponſonbys, daß die
britiſche auswärtige Politik verantwortlich ſei für die
großen Ausgaben für Rüſtungszwecke. Er ſei der
Meinung, daß die von Ponſonby gewünſchte Aufgabe
der in den letzten 10 Jahren verfolgten Politik die Dinge
nicht beſſer ſondern ſchlimmer machen würde
Pon=
ſonby wünſchte, daß England keine beſtimmten Freunde
in der auswärtigen Politik habe, doch das würde zu der
Politik der glänzenden Iſolierung zurückführen, wie ſie
von 1880 bis 1900 beſtanden habe Dieſe Politik hahe
Gerückte von Kriegen mit Frankreich, Rußland und
Deutſchland verurſacht und zu politiſchen Reibungen mit
allen dieſen Ländern geführt. Wenn man zu dieſer
Po=
litik zurückkehre, ſo werde man bald die Flotte nicht nach
dem Ein, oder Zweinächte=Standart, ſondern nach
ei=
nem viel höberen bauen müſſen. Wir haben, fuhr der
Miniſter fort, Freundſchaft mit Frankreich
und Rußland geſchloſſen, mit denan wir ſo viel
Reibungsflächen gehabt haben und wenn wir dieſe
Herzlichkeit ſich verringern laſſen, ſo werden wir alle
Urſachen zu Reibungen wieder erſtehen ſehen. Sir
Ed=
ward Grey ſchloß: Wenn wir unſere auswärtige
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 191:
Nummer 17d.
Politik geändert haben, iſt dann wirklich
anzuneh=
men, daß das eine Wirkung auf die Flottenausgaben
in Europa haben würde? Iſt unſere auswärtige
Po=
litik verantwortlich für die deutſche Flotte? Die
Erklärung, in der angekündigt wird, daß Deutſchland
eine großzügige Flottenpolitik eröffnen werde, geſchah
in dem Flottengeſetz von 1900. Wie konnte ſeitdem
irgend eine britiſche Politik verantwortlich ſein für die
deutſche Politik? Man darf den ſehr einleuchtenden
mög=
lichen Grund für die Erbauung der deutſchen Flotte nicht
überſehen: nämlich, daß die wachſende Nation
wünſcht, mächtig zu ſein, ohne daß ſie doch notwendiger
Weiſe Angriffsabſichten verfolgt, noch auch eine
be=
ſtimmte Gefahr vermeiden will. Ueber die
Beſchrän=
kung der Rüſtungen zu ſprechen, iſt nicht ſehr
in=
tereſſant für die deutſche Oeffentlichkeit, wenn die Leute,
die darüber ſprechen, nicht genug ſagen können, was
ſie wollen. Auf welcher Baſis wünſchen ſie, daß
Abkom=
men getroffen werden? Der Gleichheit oder der
Ueber=
legenheit der britiſchen Flotte? Wenn ſie nicht bereit
ſind, hierauf einzugehen, können ſie nicht erwarten, daß
die deutſche öffentliche Meinung ſehr entgegenkommend
iſt. Alles was ſie tun können, iſt, zu beweiſen: daß ſie
keine aggreſſiven Abſichten haben, die Freundſchaften,
die ſie mit anderen unterhalten, keine aggreſſiven Zwecke
haben und nicht gegen eine andere Macht gerichtet ſind.
Das tun wir und werden es auch weiter tun.
Ponſonbys Antrag auf Verminderung
des Voranſchlages wurde mit 331 gegen 39
Stimmen abgelehnt.
Zu den Parlamentsverhandlungen führt
der Daily Chroniele aus, daß die Aenderung der
auswärtigen Politik Englands auf ſſeine
Wehrpolitik zurückgewirkt habe. Die allmähliche
Ver=
ſchlechterung der diplomatiſchen Beziehungen
zlhiſſchen England und Deukiſchland etwa
ſeit 1900 führte zu der deutſchen Flottenpolitik. Die
Ver=
ſtärkung der deutſchen Flotte war die Antwort auf
un=
ſere Diplomatie. Das Blatt will nicht unterſuchen, ob
die engliſche Diplomatie wirklich zu einer Zeit ſo
anti=
deutſche Abſichten verfolgt habe, wie man auf dem
Kontinent annehme. Die Hauptſache ſei, daß ſie jetzt
weder antideutſch ſein noch ſcheinen dürfe. Daily
Chro=
nicle glaubt, daß die Freundſchaft Englands
mit Frankreich und Rußland eine
Freund=
ſchaft mit Deutſchland nicht notwendig verhindern
müſſe, obwohl es noch bis vor kurzem dieſen
Anſchein hatte. Die Erklärungen des Miniſters ſeien
vortrefflich, aber es beſtehe auch der Wunſch, die
Freund=
ſchaft mit Deutſchland auf dieſelbe Baſis wie die mit
Frankreich und Rußland zu ſtellen. Soll die Triple=
Entente nicht mehr dem Dreibund gegenübergeſtellt
wer=
den? Vielleicht iſt es zu früh, dieſe Frage
aufzuwer=
fen. Sie ſoll auch nicht in dem Sinne aufgeworfen
werden, daß Frankreich und Rußland aufgegeben
wer=
den ſollen, aber ſo lange die Frage nicht endgültig in
dem Sinne beantwortet iſt, daß Deutſchland in unſere
Freundſchaften auf der Baſis der meiſtbegünſtigten
Na=
tion aufgenommen wird, darf das Ende des ruinöſen
Wettrüſtens nicht erwartet werden. — Die Times
ſchreibt: Die Summen, die wir auf die Flotte
ver=
wenden, ſind Verſicherungsprämien und nichts weiter.
Ein Angriff unſerſeits iſt für jeden unbegreiflich, der
ſich ruhig, überlegt, daß wir völlig außer Stande wären,
dem entſcheidenden Seeſieg eine Kampagne auf
feind=
lichem Gebiet folgen zu laſſen. Wir hegen keine
Feind=
ſchaft gegen irgend eine Macht und gewiß nicht gegen
Deutſchland. Wir verſtehen ſeine Haltung und
neh=
men ſie nicht übel, aber wir ſehen uns zu
Vorſichtsmaß=
regeln gegen die möglichen Folgen veranlaßt. Zu dieſen
Vorſichtsmaßregeln gehören unſere internationalen
Freundſchaften: Wir pflegen dieſe Freundſchaften, aber
es ſind in keinem Sinne exkluſive Freundſchaften und
ſie haben keine Spitze gegen irgend eine Macht oder
Nation.
Deutſches Reich.
— Die Vorarbeiten für den Reichstag.
Wie man Berliner Blättern ſchreibt, werden bereits im
Beginn des nächſten Monats die Anmeldungen der
ver=
ſchiedenen Reichsreſſorts für den Haushaltsplan des
nächſten Jahres beim Reichsſchatzamt eingehen. Nach
erfolgter Prüfung dieſer Anmeldungen wird dann vom
Reichsſchatzamt auf ſchriftlichem Wege zu ihnen Stellung
genommen. Hierauf haben die Reſſorts innerhalb einer
beſtimmten Friſt die Ausführungen des
Reichsſchatz=
amtes ebenfalls ſchriftlich zu beantworten. Soweit
durch dieſen Schriftwechſel eine Verſtändigung zwiſchen
dem Reichsſchatzamt und den einzelnen Reichsämtern
noch nicht erzielt iſt, wird dieſe auf dem Wege
münd=
licher Verhandlungen herbeigeführt. Die endgültige
Entſcheidung über etwaige dann noch vorhandene
Mei=
nungsverſchiedenheiten liegt beim Reichskanzler. Die
Fertigſtellung des Entwurfes wird in dieſem Jahre
je=
denfalls bis Ende September erreicht werden müſſen.
Denn die Beratungen im Bundesrat, in den Ausſchüſſen
nd im Plenum nehmen erfahrungsgemäß drei Wochen
in Anſpruch. Dieſelbe Zeit iſt aber auch erforderlich,
um die Drucklegung des Reichsetats zu bewirken. Da
nun aber die Abſicht beſteht, den neuen Etat dem
Reichs=
tag gleich bei ſeinem Zuſammentritt am 26. Oktober
vorzulegen, muß die Aufſtellung des Entwurfs ſpäteſtens
Anfang Oktober beendet ſein. Mit Rückſicht auf den
frühen Termin, auf den das Oſterfeſt im nächſten Jahre
fällt, dürfte die Reichsregierung jedenfalls Wert darauf
legen, daß der Etat in erſter Leſung, und wenn möglich,
wenigſtens zum Teil auch in zweiter Leſung, noch vor
den Weihnachtsferien durchberaten wird.
— Die Schulden des Reiches und der
Bundesſtaaten. Einer amtlichen Zuſammenſtellung
über die Finanzen des Reiches und der Bundesſtaaten,
die in den Vierteljahrsheften zur Statiſtik des Deutſchen
Reiches veröffentlicht wird, iſt zu entnehmen, daß Reich
und Bundesſtaaten zuſammen nach den Voranſchlägen
für 1911 einen Schuldenbetrag von 20,4 Milliarden Mark
hatten gegen 20,3 Milliarden im Jahre 1910, ſodaß im
letzten Jahre eine Zunahme von 0,1 Milliarde Mark
ſtatt=
gefunden hat. Seit 1902 ſind die Schulden im Reich
um 2,0 und in den Bundesſtaaten um 4,3 Milliarden
Mark, zuſammen alſo um 6,3 Milliarden Mark
ge=
ſtiegen.
— Die Konſervativen und die
Beſitz=
ſteuer. Die Kreuz=Zeitung ſchreibt: Die konſervative
Partei iſt nicht geſonnen, bloß um der ſchönen Augen
der gegneriſchen Agitatoren willen irgend eine
Konzeſ=
ſion in der Beſitzſteuerfrage zu machen. Sie wird es
ab=
lehnen, die Verantwortung für irgend welche
ſteuer=
lichen Maßnahmen zu übernehmen, ſo lange ihr nicht
deren Notwendigkeit überzeugend )nachgewieſen iſt.
Dieſe Notwendigkeit wird in erſter Linie nur dann
an=
zunehmen ſein, wenn wider Erwarten ein dringender
Finanzbedarf neu hervortreten ſollte.
Neue Forderungen zur Unterſtützung
der Veteranen ſind nach der Braunſchw.
Landes=
ztg. im Voranſchlag des Reichsetats von 1913 und 1914
eingeſtellt. Unabhängig davon finden auf Veranlaſſung
des Kaiſers zur Zeit Erhebungen ſtatt über eine
durch=
greifende Umwandlung der bisherigen
Reichsveteranen=
fürſorge.
— Eine Jeſuitendebatte im
baye=
riſchen Reichsrat. Im Finanzausſchuß des
baye=
riſchen Reichsrates kam es am Dienstag zu einer großen
Jeſuitendebatte.
Reichsrat Freiherr v. Kramer=Klatt hatte in ſeinem
Referat betont, daß man darüber ſtreiten könne, ob es
politiſch klug war, daß das neue Miniſterium in ſeinen
erſten Lebenstagen ſich mit dem Vollzug des
Jeſuitenge=
ſetzes beſchäftigt habe. Ein Verdienſt des Erlaſſes wäre
es, ’wenn er den Anſtoß dazu geben würde, daß endlich
vom Reiche aus das Jeſuiten=Geſetz aufgehoben würde,
und zwar, betonte der Reichsrat, ſolle das Geſetz aus
folgenden Gründen abgeſchafft werden: 1) Der Staat
ſoll ſich nicht ſcheuen, Dinge aus der Welt zu ſchaffen, die
er im Zorn befohlen hat. 2) Es iſt bedauerlich, daß ein
mächtiges Volk der Welt ſich vor einigen Ordensprieſtern
fürchtet, während dasſelbe Volk Anarchiſten ruhig ihre
Verſammlungen unter den Augen der Polizei und
Staatsregierung geſtattet. Die Jeſuiten, deren
Ver=
dienſte um Wiſſenſchaft und Kultur groß ſind, ſeien am
berufenſten, unſere gebildeten Klaſſen, die mehr und
mehr dem Unglauben verfallen, wieder zum Glauben
zurückzubringen. — In der Debatte äußerte ſich zunächſt
Reichsrat zu Törring=Jettenbach zu der Frage und
be=
tonte, daß es ein großer taktiſcher Fehler war, daß die
neue Regierung in den erſten Tagen ihres Wirkens dieſe
Frage zu löſen verſuchte. Der Graf ſchloß ſich der
An=
ſicht des Grafen Kramer=Klatt über die Bedeutung der
Jeſuiten für Wiſſenſchaft und Kultur nicht an und
er=
klärte, daß im großen und ganzen die Ordensmitglieder
mit der Wiſſenſchaft nichts zu tun haben. Wenn man die
Frage zu entſcheiden hätte, ob ein Geſetz gegen die
Jeſu=
iten beſchloſſen werden ſolle, würde er nein ſagen.
Nachdem aber die Jeſuiten ausgeſperrt ſeien, müſſe es
auch bei dem Zuſtande bleiben, der auch der Wunſch
der Mehrheit der Bevölkerung ſei. Im gleichen Sinne
ſprach ſich auch der Reichsrat Graf Moy aus und erklärte,
daß keine Veranlaſſung zur Aufhebung des
beſtehen=
den Jeſuitengeſetzes beſtünde. Bezeichnend war, daß
der neue Miniſter des Innern, Freiherr v. Soden, ſehr
warm für die Jeſuiten eintrat und erklärte, daß ſie für
die Wiſſenſchaft ſehr viel getan hätten. Er ſtellte ſich auf
die Seite des Referenten Grafen Kramer=Klatt und ſuchte
die Anſichten der Grafen Törring=Jettenbach und
Moy=
zu widerlegen. Die neue Staatsregierung habe, ſo ſchloß
der Miniſter, den Erlaß als eine Notwendigkeit
be=
trachtet. Der frühere Miniſterpräſident Graf v.
Crails=
heim, der ja ſelbſt den Redemptoriſten die Rückkehr nach
Bayern während ſeiner Miniſterpräſidentſchaft geſtattet
hat, ſtellte ſich ebenfalls gegen das neue Miniſterium
und betonte, daß er erſtaunt geweſen ſei, daß das neue
Miniſterium mit dem Jeſuitenerlaß ſeine Tätigkeit
auf=
genommen habe, und daß das neue Miniſterium durch
dieſen Erlaß die Gemüter beunruhigt und dem
konfeſſio=
nellen Frieden im Lande entgegengearbeitet hätte. Der
frühere Miniſterpräſident betonte ausdrückliche daß der
Erlaß in den weiteſten Kreiſen die größte Beunrahigung
hervorgerufen hätte. Weiter betonte der frühere
Mini=
ſterpräſident, daß der Erlaß auch taktiſch falſch geweſen
ſei, man hätte zuerſt den Antrag beim Bundesrat
ein=
bringen und abwarten ſollen, wie dieſer beſchloß, nicht
aber erſt den Erlaß herausgeben und dann beim
Bun=
desrat anfragen.
Ausland.
Frankreich.
Poincarés Reiſe nach Rußland. Einer
offiziöſen Mitteilung zufolge wird ſich Miniſterpräſident
Poincaré vorausſichtlich am 4. Auguſt in Cherbourg an
Bord des „Condé” einſchiffen und am 8. Auguſt in
Kronſtadt eintreffen. Es beſtätigt ſich, daß der
Juſtiz=
miniſter interimiſtiſch das Miniſterpräſidium und das
Miniſterium des Aeußern leiten wird.
Frianzöſiſche Geiſtliche) in Marokko.
Unter Hinweis auf die von mehreren konſervativen
De=
putierten und Journaliſten erhobene Forderung, daß
die franzöſiſche Regierung wegen der Erſetzung der
ſpa=
niſchen Franziskaner in Marokko durch franzöſiſche
Geiſtliche in direkte amtliche Verhandlungen mit dem
Vatikan eintreten ſolle, erinnert der Matin daran, daß
die italieniſche Regierung nach der Beſetzung von
Eri=
thraea dort eine Menge franzöſiſcher Lazariſten und
barmherzige Schweſtern einfach auswies und durch
ita=
lieniſche Kapuziner und Kloſterſchweſtern erſetzen ließ,
ohne daß der Vatikan irgend welchen Einſpruch
erho=
ben habe. An dieſen Präzedenzfall möge man ſich im
Vatikan erinnern.
England.
Die Aerzte gegen Lloyd George. Wie
bereits kurz berichtet, hat die Generalverſammlung der
Britiſh Medical Aſſociation beſchloſſen, die
Verhand=
lungen mit dem Schatzſekretär Lloyd George über die
Mitwirkung dieſer größten engliſchen Aerztegeſellſchaft
bei der Durchführung des Arbeiterverſicherungsgeſetzes
abzubrechen. Damit iſt mindeſtens vorläufig die
Ein=
führung des großen Reformwerkes des ſozialen
Ver=
ſicherungsgeſetzes in Frage geſtellt. Vorausſichtlich wird
jetzt Lloyd George zunächſt nach „arbeitswilligen”
Aerzten Umſchau halten. Aber es iſt mehr als fraglich,
ob es ihm gelingen wird, von ihnen die zur Durchfüh= der Verſicherung notwendige Zahl zu finden.
Da=
ſich aber ſoziale Verſicherung und ärztliche
Berufsfrei=
heit ſehr wohl vereinigen laſſen, ſo iſt zu erwarten, daß
ſchließlich doch noch die Grundlage einer beide Parteien
befriedigenden Einigung gefunden wird.
Griechenland.
Neue Panzerkreuzer. Der Miniſterrat hat
beſchloſſen, die Beſtellung des neuen Panzerkreuzers
Zum 8. deutſchen Sängerfeſt
in Nürnberg.
Von ihrer Zinnen Höhen, von ihrer Türme Kranz
Begrüßt die Stadt, die alte, des heut’gen Tages Glanz;
Der Feſte ſah ich viele, ein ſolches nimmermehr:
Zieh’ ein in ihre Mauern, du fröhliches Sängerheer!”
Mit dieſem Spruch, der im Jahre 1861 beim 1.
Deut=
ſchen Sängerfeſt am Frauentor in Nürnberg die
deut=
ſchen Sänger willkommen hieß, kann die alte Noris auch
zum 50. Jubelfeſte des deutſchen
Sänger=
bundes die vielen Tauſende von Sängern und
Sanges=
freunden begrüßen, die in den Tagen des 27. bis 31.
Juli nach Nürnberg ziehen werden. Unter allen großen
Feſten, die Deutſchlands Sänger, Schützen und Turner
ge=
feiert haben, dürfte das 8. Deutſche
Sänger=
bundesfeſt in Nürnberg eins der bedeutendſten
werden. Haben ſich doch von den 5680 Vereinen mit
722 700 Sängern, die der Deutſche Sängerbund heute
um=
faßt, über 1700 Vereine mit etwa 38000 Sängern und
1500 Fahnen zu dem Feſte angemeldet, während z. B. bei
den beſuchteſten Sängerfeſten bisher höchſtens 12000
Sän=
ger endgültig vorher angemeldet waren. Außer
Deutſch=
land wird Oeſterreich mit einer großen Anzahl
Sanges=
brüder vertreten ſein, ferner Amerika, Rußland, Rumänien
Konſtantinopel uſw.
Mit offenen Armen und offenen Herzen werden alle
Sangesbrüder in der Stadt der Meiſterſinger
aufgenom=
men werden, die ſich ſchon ſeit Monaten für das Feſt
vor=
bereitet hat. Während das 1. Deutſche Sängerfeſt im Jahre
1861 im Maxfeld, Nürnbergs altem Stadtpark im Norden
der Stadt, wo noch heute im Roſengarten eine mächtige
Vaſe mit plaſtiſchem Schmuck an das erſte Deutſche
Sänger=
feſt erinnert, abgehalten wurde, findet das 8. Deutſche
Sängerbundesfeſt im Luitpoldhain ſtatt, Nürnbergs
Aem grächeigen Stadpar im Süden, wo auch im Jahre
1906 die 3. Bayeriſche Landesausſtellung Platz hatte. Von
dieſer Ausſtellung her ſteht dort noch eine große Feſthalle,
ie damalige Maſchinenhalle, ein mächtiger Glaspalaſt,
50 Meter breit, 180 Meter lang, mit einer Bodenfläche von
9000 Quadratmeter. In dieſer ſtädtiſchen Feſthalle wird
der Begrüßungsabend abgehalten werden, die drei
Kom=
merſe und die Abſchiedsfeier. Gegenüber dieſer Halle iſt
für das Feſt extra eine große Sängerhalle errichtet, die bei
einer Länge von 132 Meter und einer Breite von 60
Me=
ter 7920 Quadratmeter Bodenfläche bedeckt. Die darin
errichtete Sängerbühne faßt mit 3000 Quadratmeter
Bodenfläche 15000 Sänger und 200 Muſiker. Im
Zu=
hörerraum ſtehen zuſammen 12000 Sitz= und Stehplätze
zur Verfügung. In dieſer Halle finden die Geſangs= und
Muſikaufführungen ſtatt. Außerdem iſt als Feſthalle noch
der altehrwürdige, mit Dürerſchen Wandgemälden
ge=
ſchmückte Saal des alten Rathauſes in Ausſicht genommen.
Am Samstag, 27. Juli, beginnt das eigentliche
Sängerfeſt mit einer Begrüßungsfeier in der ſtädtiſchen
Feſthalle. Der Sonntag, 28. Juli, bringt am Vormittag die
Gedenkfeier zur 50jährigen Gründung des Deutſchen
Sängerbundes in der Sängerhalle. Bei dieſer Gelegenheit
wird das Bundesbanner der Stadt Nürnberg übergeben
und mit einem goldenen Lorbeerkranz geſchmückt. Auch
eine Ehrung der Sängerveteranen vom Allgemeinen
Deutſchen Sängerfeſt in Nürnberg 1861, von denen über 50
erwartet werden, und der Bünde, die bei der Gründung
des Deutſchen Sängerbundes 1862 in Koburg vertreten
waren, iſt bei dieſer Gedenkfeier vorgeſehen. Der
Mon=
tag und Dienstag bringen nachmittags je eine
Hauptauf=
führung in der Sängerhalle, und der Sonntag=, Montag=
und Dienstag=Abend je einen Kommers in der ſtädtiſchen
Feſthalle. Am Mittwoch vormittag findet der Sängertag
im großen Rathausſaal ſtatt, und abends beſchließt eine
Abſchiedsfeier in der ſtädtiſchen Feſthalle das Jubelfeſt,
Einen Hauptanziehungs= und Glanzpunkt des Feſtes
wird des Iubiläumsfeſtzug am Sonntag nach=
mittag bilden. Man rechnet, daß etwa 25000 Sänger an
ihm teilnehmen. Ungefähr 35 Muſikkorps ſind für den Zug
verpflichtet, und große von Künſtlern entworfene
Koſtüm=
gruppen werden die einzelnen Reihen der zahlreichen
Sänger unterbrechen. Eine eigenartige Huldigung iſt dem
größten Meiſterſinger, Hans Sachs zugedacht. Umgeben
von Meiſterſingern und hervorragenden Bürgern und
Pa=
triziern ſeiner Zeit wird er gegenüber dem alten Rathaus
neben der Sebalduskirche da, wo einſt der zierliche gotiſche
Prachtbau der alten Schau geſtanden hat, die deutſchen
Sänger des 20. Jahrhunderts begrüßen, die ihm ihrerſeits
ihre Huldigung darbringen werden. Für die
Ausgeſtalt=
ung des Feſtzuges ſind allein 47000 Mark ausgeſetzt
wor=
den. Für eine künſtleriſche Ausſchmückung der
Straßen und Häuſer iſt diesmal ganz beſonders Sorge
getragen. Nürnbergs Künſtlerſchaft hat ihre bewährten
Kräfte in den Dienſt der großen Sache geſtellt; ganze
Straßenzüge werden einheitlichen Schmuck tragen und
manches Emblem und mancher Spruch wird an das 1
Deutſche Sängerfeſt erinnern.
Auch für die Unterbringung der Tauſende von
Sän=
gern und Feſtgäſten iſt in jeder Beziehung Sorge getragen
von einem beſonderen Wohnungsausſchuß, der allein über
200 Mitglieder zählt. In nicht weniger als 74
Schul=
häuſern und Turnhallen ſtehen 18000 gemeinſame
Sänger=
quartiere zur Verfügung, zu welchen die vielen Tauſenden
von Bürgerquartieren kommen, ganz abgeſehen von den
zahlreichen Hotels Gaſthäuſern und Penſionen, an denen
es in Nürnberg ja nicht fehlt. Wie die alte Noris mit
offenen Armen empfangen wird, ſo werden die Sänger auch
nach Nürnberg mit offenen Herzen kommen. Die große Zahl
der Anmeldungen zu dem Feſt beweiſt allein ſchon
Nürn=
bergs Anziehungskraft als Feſtſtadt, die nicht umſonſt den
Ehrennamen „des Deutſchen Reiches Schatzkäſtlein” führt.
Mänmer E5.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Seite 3.
von 13500 Tonnen an die Vulkanwerft zu vergeben, die
in jeder Beziehung das günſtigſte Angebot gemacht
hätte.
Chile.
Das Miniſterium demiſſionierte infolge
einer Interpellation an den Miniſter der öffentlichen
Arbeiten.
Cſina.
Die Miniſterkriſe. Die
Nationalverſamm=
lung hat die Abſtimmung über die Miniſterliſte noch
ver=
ſchoben. Die Partei Tangſchaoyis war gegen jeden
Auf=
ſchub, augenſcheinlich in der Hoffnung, daß die Liſte
verworfen würde. Zahlreiche Geſellſchaften und
Par=
teien haben die Nationalverſammlung telegraphiſch vor
den gefährlichen Folgen einer Obſtruktion gewarnt. In
Verſammlungen von Militär= und Polizeivereinen
wur=
den Reſolutionen angenommen, die Juanſchikai
Unter=
ſtützung verſprechen, und die zur Militärdiktatur
auffor=
dern, falls die Obſtruktion der Verſammlung
fort=
dauere.
* Baleſtrand, 26. Juli. Der Kaiſer unternahm
geſtern bereits vor dem erſten Frühſtück einen
Spazier=
gang. Geſtern nachmittag fand Tanzfeſt auf der „
Hohen=
zollern” ſtatt. Das Wetter iſt andauernd ſchön. Die
Rückkehr nach Swinemünde ſoll am 3. Auguſt
abends erfolgen. An Bord iſt alles wohl.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. Juli.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
GGroßherzog haben zum 26. d. Mts. verliehen: das
Komturkreuz 1. Klaſſe mit der Krone des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen dem Großh. Generalmajor
àà la suite der Kavallerie Freiherrn v. Heyl. Ferner
hhat der Großherzog dem Oberlehrer Profeſſor Dr. Georg
Eduard Clemm zu Gießen aus Anlaß ſeiner Verſetzung
in den Ruheſtand mit Wirkung vom 1. Auguſt d. J. an
die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens
Whilipps des Großmütigen verliehen.
* Neue Ehrenritter des Johanniterordens. Der
König von Preußen hat den Rittmeiſter à la suite der
Armee Fürſten und Grafen Alexander zu Erbach=
Schönberg zu König im Odenwald, den Oberſt und
Mommandeur des Infanterieregiments Prinz Carl
14. Großh. Heſſ.) Nr. 118 Karl von Behr, den
Haupt=
mann und Kompagniechef im
Leibgardeinfanterie=
rregiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115 Paul von
Hom=
bergk zu Vach, den Leutnant à la suite der Armee
Erbgrafen Wilhelm von Schlitz gen. von Görtz
zu Darmſtadt nach Prüfung derſelben durch das
Kapitel und auf Vorſchlag des Herrenmeiſters Prinzen
Eitel=Friedrich von Preußen zu Ehrenrittern des
Johanniterordens ernannt.
* Die definitive Beſoldungsvorlage. Mehrere
Zeitungen haben in den letzten Tagen Mitteilungen über
Verhandlungen gebracht, die früher und jetzt über die den
Landſtänden demnächſt zu bringende
Beſoldungs=
vorlage in den Miniſterien ſtattgefunden haben. Die
„Darmſt. Ztg.” iſt von der Großh. Regierung wie auch
von den in den Zeitungsnachrichten perſönlich genannten
Beamten zu folgender Erklärung ermächtigt: 1. Daß
ſich die Großh. Regierung und ihre Mitglieder mit der
pefinitiven Beſoldungsvorlage ernſtlich
und fortgeſetzt beſchäftigen und daß darüber
auch mündliche Beſprechungen und Sitzungen ſtattfinden,
ſſt ſchon mit Rückſicht auf die Wichtigkeit und
Eil=
vedürftigkeit der Sache ſelbſtverſtändlich. —
L. Was im übrigen in jenen Zeitungsnotizen an
Einzel=
heiten mitgeteilt wird, beruht auf müßigen
Kombi=
nationen.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Max Grünzwe ig aus Ludwigshafen a. Rh.
hat ſich am 24. Juli an der hieſigen Techniſchen
Hoch=
ſchule der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung im
Chemiſchen Fache unterzogen und „mit Auszeichnung”
beſtanden
— Landwirtſchaftskammer für das Großherzogtum
Heſſen. In der Vorſtandsſitzung wurde zunächſt
von der Entſchließung des Großh. Miniſteriums, den
Hauptvoranſchlag 1912 betr., Kenntnis gegeben. Die
Er=
ledigung einer größeren Anzahl
Verwaltungsangelegen=
heiten nahm geraume Zeit in Anſpruch. Ferner wurde
von den ſeitens des Großh. Miniſteriums des Innern
bis jetzt eingeleiteten Verhandlungen bezüglich der
Um=
wandlung von Eichenſchälwald in Weiden Kenntnis
ge=
geben. Die Verhandlungen ſollen nach Abſchluß von zur
Zeit ſchwebenden Erhebungen demnächſt mit der Großh.
Regierung gemeinfam weiter verfolgt werden. Dem
Ausbau eines Zuchtviehmarktes in Gießen ſteht die
Landwirtſchaftskammer nach wie vor ſympathiſch
gegen=
über und ſollen in der Sache die Wünſche der Kammer
der Großh. Regierung unterbreitet werden. Von den
im Herbſt 1912 ſtattfindenden Truppenübungen wird
Kenntnis gegeben. Ueber Abänderungsvorſchläge zum
Feldbereinigungsgeſetz ſoll Vorſtand und
Ackerbaukom=
miſſion im Spätherbſt in gemeinſchaftlicher Sitzung
be=
raten. Die Veranſtaltung einer Beſichtigungsreiſe für
Gemüſezüchter nach Würzbura und Bamberg nebſt
Um=
gebung wird genehmigt. Die in Ulrichſtein
ausgebro=
chene Maul= und Klauenſeuche ſoll auf Einſchleppung
(von einem preußiſchen Viehmarkt zurückzuführen ſein.
Die Landwirtſchaftskammer wird dieſerhalb wiederholt
bei dem Großh. Miniſterium vorſtellig werden, daß die
Seuchenbeſtimmungen in Preußen ſtreng nach dem Geſetz
gehandhabt werden.
* Vom Truppen=Uebungsplatz. Als zweite und
letzte Brigade iſt die 21. Feldartillerie=
Bri=
gade mit ihren beiden Regimentern, dem 1. Naſſauiſchen
Feldartillerie=Regiment Nr. 27 Oranien und dem
2. Naſſauiſchen Feldartillerie=Regiment Nr. 63
Frank=
furt, zur Abhaltung ihrer diesjährigen Schießübung
auf dem Truppen=Uebungsplatz im Lager daſelbſt
ein=
getroffen. Die Brigade ſteht wie bisher unter dem
Kommando des Generalmajors Dreßler. Die
Schieß=
übungen der beiden Regimenter, deren jedes aus zwei
Abteilungen zu je 3 fahrenden Batterien beſteht, endigen
am 9., unter Umſtänden ſchon am 7. Auguſt. Die zweite
Abteilung des Regiments Nr. 63 iſt mit der leichten
Feldhaubitze 98, die drei anderen Abteilungen ſind mit
der Feldkanone 96 ausgerüſtet.
— Hygiene=Ausſtellung „Der Menſch” in Darmſtadt.
Es iſt eine merkwürdige Erſcheinung, daß der Menſch
ſeinen eigenen Körper viel zu wenig kennt. Nur dieſe
Un=
kenntnis erklärt die ſchlechte Behandlung des menſchlichen
Organismus, die wieder einen vorzeitigen Kräfteverbrauch
und damit eine Minderung des Wohlbefindens und des
Glückgefühls des Einzelnen mit ſich bringt. Selbſt die
populärſten Bücher helfen da nichts. Es/war notwendig,
die einfachen Grundſätze der Hygiene einmal im wahren
Sinne des Wortes greifbar darzuſtellen, um eine
allge=
meine Wirkung hervorzubringen. Am meiſten
wirkungs=
voll iſt dies auf der Dresdener Hygiene=Ausſtellung
gelun=
gen, wo die Halle „Der Menſch” geradezu ein vollendetes
Schulbeiſpiel genannt werden konnte. Das
Anſchauungs=
material, das wir jetzt, zum letztenmal außerhalb
Dresdens in einer deutſchen Stadt, in Darmſtadt, zu
ſehen bekommen, iſt mit großem Aufwand von Zeit und
Arbeit in eigens dazu gegründeten Ateliers und durch einen
eigens dafür gewonnenen Stab von Wiſſenſchaftlern,
Tech=
nikern und Künſtlern hergeſtellt worden. Zahlloſe
Ver=
ſuche gingen voraus und viele Erfahrungen mußten
ge=
ſammelt werden, bis dieſe Ausſtellung, wie wir ſie jetzt
haben, vollendet war. In ihrer wohl noch nie erreichten
eindringlichen Darſtellungsweiſe wird ſie aber auch von
keinem Menſchen ohne Nutzen geſehen, oder, wie man
beſſer ſagen könnte, erlebt werden.
X Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats Juni
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 129
Ochſen, 2 Bullen, 273 Kühe, 4 Jungrinder, 974 Kälber,
2475 Schweine, 93 Schafe, 3 Ziegen und 13 Pferde. —
Beanſtandet wurden: 90 Ochſen, 1 Bulle, 207 Kühe,
3 Jungrinder, 21 Kälber, 436 Schweine, 17 Schafe u. 1 Pferd.
Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch von:
¼ Bullen, 5 Kühen und 14¾ Schweinen. — Bedingt
tauglich war das Fleiſch von: ¾ Bullen und
2¼ Schweinen. — Untauglich waren: 2 Kühe, 1 Kalb,
1 Schwein, 1406 Organe, 213½ kg Fett und 100 kg
Fleiſch von 776 Tieren. — Auf Trichinen wurden
unterſucht: 2475 im Schlachthaus geſchlachtete Schweine,
ſowie 3378,5 kg für hieſige Metzger eingeführtes friſches
Fleiſch von 171 Schweinen. — Der Nachunterſuchung
wurden unterzogen: 662 Sendungen eingeführtes Fleiſch,
enthaltend: 15064 kg Rindfleiſch, 3518 kg
Schweine=
fleiſch, 181 kg Kalbfleiſch, 527 kg Hammelfleiſch und
73 kg Ziegenfleiſch.
Ludwigshöhe. Am kommenden Sonntag
konzer=
tiert die Kapelle des Großh. Artillerie=Korps unter
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Mickley. Das
Programm enthält Opern=, neueſte Operetten= und
Novitätenmuſik. (Siehe Anzeigenteil.)
* Schützenhof. Am Sonntag, den 28. Juli, abends,
konzertiert die Kapelle des Großh. Art.=Korps unter
Mickleys Leitung. Das Programm enthält Opern=,
Operetten= und Novitätenmuſik uſw. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
Ludwigshöhe. Während der Abweſenheit der
Kapelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115 werden die
Kurkonzerte heute Samstag, den 27. Juli, und am
Samstag, den 3. Auguſt, von der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 ausgeführt. Am Mittwoch,
den 31. Juli, wirkt beim Abendkonzert ein hieſiger
Männergeſangverein mit und am Donnerstag, den
1. Auguſt, findet nachmittags das erſte Kinderfeſt ſtatt,
worauf ſchon heute hingewieſen ſei. (Siehe Anzeige.)
*Heſſiſcher Hof. Das heutige Konzert wird
da=
durch einen beſonderen Reiz erhalten, indem außer der
Kapelle der 61er unter Herrn Webers Leitung das
mehrfach preisgekrönte Wilhelm Etzoldſche
Männer=
quartett, Dirigenk Wilhelm Etzold, eine im
Männer=
geſang hier hochgeſchätzte Perſönlichkeit, mitwirken wird,
wobei Chöre von N. von Wilm, H. Schöne, H.
Uth=
mann, Zeilett und K. Kern zur Aufführung gelangen
werden. (Siehe Anzeige.)
Saalbau. Am kommenden Dienstag, den 30. Juli,
konzertiert wieder die Kapelle des Großh. Art.=Korps
unter Mickleys Leitung. Herr Mickley hat für diesmal
ein ganz beſonders reichhaltiges, für jeden
Konzert=
beſucher paſſendes Programm aufgeſtellt. Es iſt
noch zu bemerken, daß wieder der Eintrittspreis
er=
mäßigt iſt und Dutzendkarten der Donnerstags=Konzerte
Gültigkeit haben. (Näheres ſiehe Anzeige.)
§ Feſtgenommen. Ein 24 Jahre alter Hausburſche
von hier iſt wegen Unterſchlagung vereinnahmter
Kunden=
gelder feſtgenommen worden.
§ Brand. Donnerstag abend um 6 Uhr entſtand
im Hauſe Obergaſſe 20 dadurch ein kleines Feuer, indem
ein ſieben Jahre altes Mädchen in der Küche den
Platt=
ofen anſteckte, wobei durch Zugluft vor dem Ofen
be=
findliche Holzwolle Feuer fing. Durch ſofortiges
Auf=
gießen von Waſſer wurde das Feuer gelöſcht. Die
her=
beigerufene Feuerwehrwache brauchte nicht in Tätigkeit
zu treten.
* Pfungſtadt, 26. Juli. Der in Sportkreiſen
beſt=
bekannte Fußballklub „Germania‟=Pfungſtadt, einer der
führenden Vereine der B=Klaſſe des Mittelrheingaues,
begeht am kommenden Sonntag, den 28. Juli, das Feſt
der Einweihung ſeines neuen
Sport=
platzes. Da verſchiedene hochintereſſante Wettſpiele
ſtattfinden, ſo dürfte das Feſt eine Anziehungskraft auf
das ſportliebende Publikum ausüben, zumal Konzert
und Tanz zur weiteren Unterhaltung beitragen werden.
Für die erſte Mannſchaft iſt die gleiche Mannſchaft des
Fußballklubs „Britannia‟=Frankfurt gewonnen. Der
Sportplatz befindet ſich an der Straße Eberſtadt=
Pfung=
ſtadt.
Groß=Gerau, 25. Juli. Eine hieſige Perſönlichkeit
leiſtet ſich gegenwärtig das Vergnügen, Leute mit
Er=
preſſerbriefen zu beläſtigen, in denen die damit
Bedrohten aufgefordert werden, eine beſtimmte Summe
in einer näher bezeichneten Stelle aus dem Eiſenbahn=
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Die Münchener
Kunſtakademie hat, wie man uns aus München
ſchreibt, ſeit kurzem einen prächtigen Feſt= und Ausſtel=
Lungsſaal erhalten, der ihr merkwürdigerweiſe bisher
rioch fehlte. Profeſſor Dr. Friedrich von Thierſch
Hat dieſe Aula geſchaffen. Zu einer Sehenswürdigkeit
erſten Ranges wird dieſe Neuſchöpfung aber vor allem
durch die zehn prachtvollen Gobelins, womit der
Raum geſchmückt iſt. Dieſe ſtammen aus der königl.
Gobelinmanufaktur in Paris und wurden nach
Raffael=
ſchen Fresken auf Befehl Ludwigs XIV angefertigt.
Wie dieſe überaus koſtbaren Wandteppiche nach München
kamen, iſt noch nicht aufgeklärt. Entweder ſind ſie ſchon
durch die Schwägerin Ludwigs XIV Eliſabeth
Char=
lotte von Orleans (Liſelotte), an das pfälziſche
Kur=
fürſtenhaus gekommen, oder via Napoleon I., der dem
König Max I. große Geſchenke machte. Aus einem
Dach=
boden der alten Akademie hat man ſie wieder
hervorge=
holt, geringe, durch Ratten und Mäuſe verurſachte
Be=
ſchädigungen ausgebeſſert und zunächſt einzelne an die
Profeſſoren=Ateliers gegeben, wo ſie wenig Beachtung
fanden. Nun hat man ſie im würdigſten Rahmen, den
man ſich denken kann, wieder vereinigt. Da leuchten nun
von den Wänden: der Parnaß, der Heliodor, die Schule
von Athen und die Meſſe von Bolſena und alle die
herr=
tlichen Meiſterwerke aus den Stanzen des Vatikan.
Mün=
chen iſt dadurch um eine Sehenswürdigkeit erſten
Ran=
ges reicher geworden.
Verſchiedenes. Dr. Emil Preetorius=
München wurde zum Mitglied des Arbeitsausſchuſſes
der Gruppe III: Unterricht der großen internationalen
Ausſtellung für Buchgewerbe und Graphik, Leipzig 1914,
ernannt. Akademieprofeſſor Ludwig Habich=
Stuttgart hat ſich im Auftrage des württembergiſchen
Kultusminiſters nach Paris und Brüſſel begeben, um die
erſten franzöſiſchen und belgiſchen Künſtler zur
Be=
ſchickung der 1913 in Stuttgart ſtattfindenden großen
Kunſtausſtellung einzuladen. — In der römiſchen
Hafen=
ſtadt Oſtia wurden bei Ausgrabungen die Ueberreſte
zeines antiken Theaters aufgedeckt. Auch fand
man an der Tiber die Ruinen von Warenmagazinen
und Kornſpeichern, die den regen Verkehr zwiſchen Oſtia
und Rom deutlich vor Augen führen.
— Königin Elenas Sommeridyll. Königin Elena hat
unlängſt einer Dame, die ihr während ihres
Sommer=
ſaufenthalts in San Roſſore einen Beſuch machte,
hein anziehend das einfache idylliſche Leben geſchildert,
das ſie mit dem königlichen Gemahl und ihren Kindern
in den Tagen der Muße führt. Weit dehnt ſich die Ebene
um San Roſſore, grüne Wieſen und dichte Gebüſche,
ſo=
weit das Auge reicht; tiefer Frieden ringsum, in dem
nur der Geſang der Vögel hörbar wird. Inmitten der
Ebene erhebt ſich das kleine Schloß der Cascine, ein
alter, wahrhaft königlicher Wohnſitz, der koſtbare
Er=
innerungen an Viktor Emanuel II. birgt und in dem der
König ſeine Empfänge abhält. Wenn in dieſem
Königs=
palaſt der Beſucher aus dem großen Saakl über den
klei=
nen Korridor in die intimeren Gemächer eindringen
würde, ſo würde er überraſcht ſehen, wie hier eine kleine
Schneiderwerkſtatt aufgetan iſt, aus der faſt alle Kleider
des kleinen Prinzen und der Prinzeſſinnen hervorgehen,
und er könnte die Königin dabei beobachten, wie ſie die
Schneiderinnen und Kammerfrauen bei ihrer Arbeit
überwacht und ihnen Anweiſungen erteilt. Das
Königs=
paar wohnt jedoch nicht in dieſem Schloß, ſondern in
einem Schlößchen „Del Gombe” das nur wenige Meter
vom Meeresſtrande entfernt erbaut iſt. Dem
heran=
nahenden Beſucher fällt hier ſofort der Maſt der Station
für drahtloſe Telegraphie auf, durch die der König in
ſteter Verbindung mit der Welt da draußen bleibt. Eine
kleine Jacht ſchaukelt auf den Wellen, auf der die
Köni=
gin mit ihren Kindern häufig Kreuzfahrten unternimmt.
„Unſer Leben”, ſo erzählte die Königin, „iſt das, das
man am Strande zu führen pflegt, mit Seebädern und
Fahrten auf dem Meere. Meine Kinder tummeln ſich
lange im Waſſer und finden ihr beſonderes Vergnügen
darin, kleine Krabben zu fiſchen und Seeſterne zu
ſam=
meln. Ich beobachte ſie dabei und bin immer mit ihnen
zuſammen. Von Zeit zu Zeit fahren wir im Boot, um
einen kleinen Fiſchzug zu unternehmen, oder im
Auto=
mobil, das ich ſelbſt auf den großen Wegen des Parkes
führe. Für meine Kinder bin ich „Chauffeuſe”
gewor=
den. Dann machen wir im Automobil Halt und
wan=
dern zu Fuß weiter. Um 1 Uhr mittags verſammeln
wir uns zum Frühſtück, und um ½9 Uhr abends iſt die
Hauptmahlzeit.” Nur zwei Kammerfrauen verſehen den
Dienſt in dem kleinen Schloß.
B.B. Ein Elfenbeinregen mit 250000 Mark Schaden
iſt am Donnerstag, wie aus Wandsbek gemeldet wird,
über das Alſtertal niedergegangen. In Wellingsbüttel
befindet ſich eine Elfenbeinbleiche. Eine Windhoſe riß
nun die in Glasſchalen und Zinkblechkäſten zum Bleichen
lagernden Elfenbeinvorräte, die einen Wert von etwa
einer Million Mark repräſentierten, mehrere Hundert
Meter hoch in die Luft und zerſtreute ſie auf weite
Ent=
fernung hin in die Felder und Forſten. Natürlich war
es nach dem Aufhören des Unwetters der ausgeſandten
Arbeiterſchaft nicht möglich, das geſamte Elfenbein
wie=
der einzuſammeln. Ein großer Teil des wertvollen
Ma=
terials blieb unauffindbar und gilt als verloren. Auch
die von der Windhoſe losgeriſſenen Eiſenſtangen und
Metallkäſten richteten am Elfenbein beim Niederfallen
großen Schaden an. Der Geſamtſchaden beträgt nach
fachmänniſcher Schätzung rund 250000 Mark. Mehrfach
wurden auch Feldarbeiter uſw. von den niedergehenden
Elfenbeinſtücken getroffen und verletzt, ſo daß vielleicht
noch Schadenerſatzklagen in Ausſicht ſtehen.
* Ueber eine Kremſerführt mit Hinderniſſen teilt die
Mariendorfer Zeitung folgendes mit: Am Sonntag hatte
ein Geſangverein einen Ausflug nach Lichtenrade
ge=
macht. Von dort ging es nach Mahlow und Blankenfelde
weiter. Als man auf der Heimreiſe in einem Reſtaurant
in Mariendorf einkehren wollte, und der Kutſcher die
Häupter ſeiner Lieben zählte, fehlten zwei Sangesbrüder.
Sofort kehrte man um nach Lichtenrade und fand beide
Männer im Chauſſeegraben ſchlafend. Ob ſie aus dem
Wagen gefallen oder ihn während der Fahrt verlaſſen
hatten, konnte nicht feſtgeſtellt werden. Man lud beide in
den Wagen, und zurück ging’s, nach Berlin zu. Gegen
11 Uhr abends kam man wieder in Mariendorf an.
Plötz=
lich gab es einen Knall, der Wagen legte ſich zur Seite,
und ſtill ſtanden die Pferde — das Hinterrad war
ge=
brochen. Da eine Ausbeſſerung unmöglich war, ſchleppte
man den Wagen in die Markgrafenſtraße und ließ ihn
dort ſtehen; die Pferde ſpannte man aus. Auf den einen
Gaul ſetzte ſich der Kutſcher, während das andere Pferd
der Vereinsvorſitzende beſteigen wollte. Da dieſer nicht
allein hinaufkommen konnte, halfen die anderen 17
San=
gesbrüder dergeſtalt, daß dieſer auf der anderen Seite
wieder zur Erde ſtürzte. Hierbei zog er ſich eine klaffende
Stirnwunde zu. Der Verletzte wurde notdürftig
verbun=
den, und man benutzte die Straßenbahn nach Berlin. Als
der Wagen ſich in Bewegung ſetzte, erklang aus ihm das
ſchöne Lied: „Wer hat dich, du ſchöner Wald, aufgebaut
o hoch da droben!“
* Die „richtige Adreſſe‟ Die Gerichtsſchreiberei des
Königlichen Amtsgerichts Berlin=Mitte hat einer
Pro=
zeßpartei folgendes Schreiben zugeſtellt: In Sachen U.
gegen S werden Sie hierdurch benachrichtigt, daß die
Ladung dem Beklagten nicht hat zugeſtellt werden
kön=
nen, da derſelbe verſtorben iſt. Sie wollen die richtige
Adreſſe baldigſt zu den Akten anzeigen. Der
Gerichts=
ſchreiber (Name unleſerlich).
Seite C.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Nummer 170
zug zu werfen. Einen derartigen Brief erhielt vor
kur=
zem ein Groß=Gerauer Bauunternehmer und erſt
kürz=
lich ein Gutsbeſitzer der Umgegend.
Offenbach, 25. April. Ueber den bereits geſtern
ge=
meldeten tödlichen Unfall des 19 Jahre alten
Offen=
bacher Portefeuillers Gg. Englert in Petersburg
er=
fährt die Offb. Ztg. noch folgendes: Der Verunglückte
badete mit ſeinen Kollegen, den Brüdern Jean und
Joſeph Spiegel, ebenfalls aus Offenbach, in der Oſtſee
bei Chriſtowski. Hierbei wurde er plötzlich von einer
ſtarken Strömung erfaßt, die ihn vom Lande abtrieb.
Sein Gefährte Jean Spiegel ſchwamm ihm ſofort nach,
doch konnte er den Unglücklichen nicht mehr erreichen, der
vor ſeinen Augen in den Wellen verſchwand. Nur mit
Mühe vermochte ſich Spiegel ſelbſt an den Strand zu
retten. Ein Boot, das ſofort zur Unfallſtelle abging,
kam gleichfalls zu ſpät. Auch die Leiche konnte den ſtart
bewegten Wellen nicht mehr entriſſen werden.
Offenbach, 26. Juli. Dem Schüler der Offenbacher
Maſchinenbauſchule Heinrich Germann aus
Frank=
furt wurde von der Zentralſtelle für die Gewerbe
Darmſtadt die Vergünſtigung des § 89 Abſatz 6a der
Deutſchen Wehrordnung (erleichtertes Einjährigen=
Examen) verliehen. Die von dem Prüfling in
hervor=
ragender Weiſe ausgeführte Berechnung eines elekzriſchen
Leitungsnetzes und Beſtimmung der elektriſchen
Ein=
richtung in der Stromerzeugungsſtelle hatte der
Tech=
niſchen Hochſchule zu Darmſtadt zur Begutachtung
vor=
gelegen, worauf dem Genannten die vorerwähnte
Ver=
günſtigung zuerkannt worden iſt. — Heute morgen
gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr vom
Schlacht=
hof aus durch „Großfeuer”=Meldung alarmiert, das auf
der Heylandsruhe ausgebrochen ſein ſollte.
Infolge=
deſſen rückte die Feuerwehr mit dem Automobillöſchzug
und dem Dampfſpritzenlöſchzug nach der Brandſtätte
aus Dort waren ein Holzſchuppen und ein
Hühner=
ſtall in Brand geraten. Die Löſcharbeiten geſtalteten
ſich inſofern ſchwierig, als der nächſte Hydrant faſt 1
Kilometer von der Brandſtelle entfernt war, und daher
die Dampfſpritze zur Erhöhung des Drucks mit in
Tä=
tigkeit treten mußte. Nach 1½ſtündiger Tätigkeit war
das Feuer vollſtändig gelöſcht und die Feuerwehr konnte
wieder abrücken. Schuppen und Stall waren ein Raub
der Flammen geworden, und auch eine Anzahl Hühner
kamen in den Flammen um. Die Wirtſchaftsgebäude
blieben jedoch vollſtändig unverſehrt. (Off. Ztg.)
sd. Aus dem ſüdlichen Odenwald, 26. Juli. Das ſeit
einigen Tagen herrſchende gute Wetter hat ſehr
gün=
ſtig auf die Kulturen gewirkt. Der Roggen zeigt
ſchöne, vollbeſetzte Aehren. Die Sommerſaaten haben
auch ſehr gewonnen, beſonders die Gerſte ſteht am
ſchönſten. Der Hafer hat ſich auch ſehr gebeſſert, doch
ſteht er ungleichmäßig. Die Hackfrüchte haben gute
Fort=
ſchritte gemacht und auch der Klee wächſt gut nach, ſo daß
man im allgemeinen auf einen guten zweiten Schnitt
rechnen kann.
Heppenheim, 25. Juli. Der ſtändige, ſehr ſtarke
Automobilverkehr an der Bergſtraße iſt ſeit dem
wiederholten verhängnisvollen Unfall am letzten
Sonn=
tag täglich noch viel ſtärker, indem viele Autobeſitzer,
ſelbſt ſolche aus weiteſter Ferne, die Unfallſtelle
einzig zu dem Zwecke aufſuchen, die kritiſche Stelle in
Augenſchein zu nehmen, um ſich ſo vor ähnlichen
Un=
fällen zu ſchützen. Bekanntlich iſt die Bergſtraße eine der
ſchönſten und beſten Autoſtraßen. Auch führt die Straße
faſt nur in ganz geraden Linien. Die einzig ſchlimme
Stelle zwiſchen Heidelberg und Darmſtadt iſt die der
genannten Unfälle. Es iſt dies ein Kilometer oberhalb
der Landes=Irrenanſtalt am Geſalzenen Waſſer‟ Dort
macht die Straße auf einer Strecke von nur 100
Schrit=
ten zwei ſcharfe Bogen, ſo daß raſende Autos
unver=
meidlich zu Schaden kommen, wenn ſie nicht ſchon von
der Ferne die Warnungsſignale bemerken. Deshalb ſind
auch alle Autobeſitzer darin einig, daß an dieſer Stelle
weit ſichtbare Warnungsſignale anzubringen ſind, die
auch nachts zu beleuchten ſeien.
Lindenfels, 25. Juli. Der Verwalter B. des
hieſigen Sanatoriums wird ſeit geſtern vermißt.
Er mietete ein Privatauto und ließ ſich um 1 Uhr nachts
angeblich nach Darmſtadt fahren. Das Auto kam aber
nicht mehr zurück. Von dem Auto und ſeinen Inſaſſen
fehlt bis jetzt jede Nachricht. Die Prüfung der Bücher
und Kaſſe des Sanatoriums ſoll einen nicht
unbedeu=
tenden Fehlbetrag ergeben haben. Die
Staatsanwalt=
ſchaft hat die Angelegenheit in Händen. Verwalter B.
wurde heute nacht in Bensheim verhaftet, als er mit
dem gemieteten Auto wieder nach Lindenfels zurückfahren
wollte. Er kam von einer Vergnügungsfahrt, die ihn nach
Heppenheim, Worms, Heidelberg führte. — Heute nacht
wurde im „Heſſ. Haus” und im evangeliſchen Pfarrhaus
eingebrochen. Im erſteren erbeuteten die Diebe
den Inhalt einer Sammelbüchſe, ſowie Schinken, Kognak
und Wein, während ſie ſich in letzterem an einem Topf
Dickmilch labten und einen Regenſchirm mitnahmen. Ein
von Bensheim hierher gebrachter Polizeihund konnte eine
beſtimmte Spur nicht mehr aufnehmen.
Lampertheim (Kr. Worms), 26. Juli. Hier war
geſtern Termin zur Beſichtigung des Altrheins und
der mit dieſem verbundenen Verkehrs= und
Fiſche=
reiverhältniſſe anberaumt, wozu Geh.
Oberbau=
rat Imroth, Miniſterialrat Dr. Kratz, Bauinſpektor
Ickes, ſowie der Präſident der in Rheinſachen
vereinig=
ten Rheingemeinden und des Fiſchereivereins, Freiherr
Heyl zu Herrnsheim, und der Bürgermeiſter von
Lam=
pertheim, Boxheimer, geladen waren. An Ort und Stelle
wurde, wie die Wormſer Ztg. berichtet, zunächſt über die
Durchfahrtöffnung am Querdamm vor dem Ort, die im
Bau begriffen iſt, ſodann über den Schiffahrtskanal und
die Laichplätze für die Fiſchzucht verhandelt, wobei ſich
allgemeine Uebereinſtimmung ergab. Die Pläne und
Anordnungen der Großh. Regierung erwieſen ſich als
die beſte Löſung. Insbeſondere wurde anerkannt, daß,
wenn der Uferbau am Neurhein bald hergeſtellt und auf
eine entſprechende Höhe gebracht ſein wird, das
Welſch=
loch vor Verſandung geſchützt, alſo für die Fiſcherei
ge=
rettet ſein wird. Damit werden die berechtigten Wünſche
der Wormſer Fiſcher eine volle Berückſichtigung erfahren.
Während der Fahrt mit dem Regierungsdampfer
ſtrom=
abwärts nach Worms gab Geheimerat Imroth die
intereſſanteſten Aufſchlüſſe über Erweiterung des
Hoch=
waſſerſtromprofils von Lampertheim bis zur
Eiſenbahn=
brücke. Dieſe gefährlichſte Stelle am Strom iſt nun gegen
Dammbrüche und den Ueberlauf des Hochwaſſers,
ſo=
weit menſchliche Wiſſenſchaft und Arbeit reicht, in der
vorteilhafteſten Weiſe ſichergeſtellt, was von großer
Be=
deutung für das ganze Ried iſt, das durch Dammbrüche
von dieſer Stelle aus in früherer Zeit häufig völlig
über=
ſchwemmt worden war. Ohne die Beſeitigung der
Schiff=
brücke und die Erbauung der ſtehenden Brücke wäre die
ſachgemäße Durchführung dieſer wichtigen Arbeiten
nicht=
möglich geweſen. Die dringlichen Aufgaben zum Schutze
des Rieds und der Stadt Worms waren es deshalb, die
hauptſächlich den Anlaß zur Erbauung der ſtehenden
Brücke gaben, wie dies ſchon oft nachgewieſen wurde.
Infolge der rechtsſeitigen Erweiterung des
Hochflut=
profils gewann auch die Stadt Worms freie Bahn zur
Entwickelung der Stadt nach der Stromſeite hin, die
onſt das Hochflutprofil zu ſtark eingeſchnürt hätte.
* Mainz, 26. Juli. Für die Schiffahrt iſt es wichtig,
zu erfahren, daß der Rheinarm zwiſchen der
Petersaue und der Mainz=Kaſteler Seite
bedeutend tiefer gebaggert werden ſoll, um ein gutes
Fahrwaſſer herzuſtellen. Auch die großen Wandſchwellen
am Kopf der Petersaue, die dort das Fahrwaſſer
ein=
engen, ſollen weggebaggert werden. Auf dieſe Weiſe ſoll
einem lang gehegten Wunſch der niederrheiniſchen
Reede=
reien entgegengekommen werden. Auch die Ausladeplätze
in Mainz=Kaſtel ſollen bedeutend vergrößert und mit
beſſeren Einrichtungen verſehen werden.
R Mainz, 26. Juli. Heute nachmittag ſtürzte
ſich beim Holztor ein Mann in älteren Jahren in den
Rhein, geriet unter die Schleppkähne und konnte trotz
aller Bemühungen nicht gerettet werden. Wer der
Selbſtmörder iſt, konnte nicht feſtgeſtellt werden. Er
hatte vorher ſchon an einer anderen Stelle verſucht in
den Rhein zu ſpringen, war aber von Paſſanten daran
gehindert worden.
Dienheim, 26. Juli. Eine hiſtoriſche Straße
wird hier ſoeben aufgebrochen. Napoleon I. ließ ſie
1809 herſtellen als eine der Heerſtraßen, die ſeine
Trup=
pen auf dem Wege nach Rußland benutzten. Das
Pflaſter hat alſo über 100 Jahre dem Verkehr getrotzt,
und heute noch haben die Arbeiter Mühe, die Steine
loszuhauen. In ungefähr zwei Monaten iſt die neue
Straße fertig und damit wieder ein Zeuge von
Deutſch=
lands Niedergang verſchwunden.
§ Gießen, 25. Juli. Die Geſellſchaft Liebig=
Muſeum, die ſich heute vor einem Jahr gegründet hat,
hielt heute nachmittag im Liebig=Laboratorium ihre
zweite Jahresverſammlung ab. Geheimerat Profeſſor
Sommer begrüßte die Verſammlung und erſtattete den
Jahresbericht und gab zugleich einen Ueberblick über die
Geſchichte des Liebig=Laboratoriums in den letzten zehn
Jahren. Die Geſellſchaft zählt jetzt 50 Mitglieder Der
Beſitzſtand der Geſellſchaft iſt geſichert, ihr Zweck iſt die
Erhaltung und Wiederherſtellung des Laboratoriums des
großen Forſchers Liebig. Dem Arbeitsausſchuß gehören
an: Medizinalrat Dr. Merck=Darmſtadt, Profeſſor
Sommer, Geheimerat Behaghel, Geheimerat Elbs,
Ge=
heimerat Naumann, Dr. Liebig, Dr. Thome und
Apothe=
ker Werner. Zahlreiche Geſchenke ſind dem Muſeum
be=
reits überwieſen worden, ſo von Medizinalrat Merck=
Darmſtadt, Apotheker Schwiedo=Gießen (Apparate und
Gegenſtände von der Familie Liebig), von
Verlagsbuch=
händler Tögelmann eine lückenloſe Serie von den
Anna=
len Liebigs. Ferner erhielt die Geſellſchaft ein Bild der
Apotheke in Heppenheim, alte Bücher und Schriften.
Privatdozent Dr. Beſchke hielt einen ſehr intereſſanten
Vortrag über „Juſtus von Liebig und Friedrich Wöhler,
die Geſchichte einer Freundſchaft” In ſeinen
Dankes=
worten ſtellte Profeſſor Sommer feſt, daß der heutige
Vortrag wieder der erſte wiſſenſchaftliche Vortrag
ge=
weſen ſei, der ſeit Jahrzehnten hier in dieſem
Audito=
rium gehalten worden ſei.
Bad Nauheim, 26. Juli. Bis zum 25. Juli ſind
25 193 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem Tage
noch 8291 anweſend waren. Bäder wurden bis zum 25.
Juli 302885 abgegeben.
Ober=Rosbach v. d. H.,, 25. Juli Geſtern
nachmit=
tag wurde das dreieinhalbjährige Kind des
Konſum=
vorſtehers Velte, das mit anderen Kindern auf der
Straße ſpielte, vom Auto der Siemenswerke (
Fried=
berg) überfahren. Den Führer des Automobils
trifft keine Schuld, da er langſam gefahren iſt und
mehr=
fach Signal gegeben hat. Die Automobiliſten
verbrach=
ten das Kind ſofort ins Hoſpital nach Friedberg, wo
es ſtarb.
Büdingen, 25. Juli. Geſtern nacht gegen ½12 Uhr
brach in Wolf Feuer aus. Im Gehöfte des Rechners
Henrich brannten die Scheuer, die zum Teil gefüllt war,
und ein anliegender Schuppen vollſtändig nieder. Nur
durch das raſche Eingreifen der Feuerwehr, die bald von
den umliegenden Wehren unterſtützt wurde, gelang es,
das Feuer von den benachbarten Gebäuden abzuhalten.
Der Schaden ſoll durch Verſicherung gedeckt ſein.
Ober=Widdersheim, 25. Juli. Dieſer Tage kehrte
hier ein ſchon längſt verſchollen Geglaubter in
ſein Heimatdorf zurück. Es iſt dies der jetzt 42 Jahre
alte Schmied Wilhelm Kammer, der vor 12 Jahren
von der Strafkammer in Gießen wegen Körperverletzung
mit zehn Monaten Gefängnis beſtraft wurde. Als er
be=
ſtraft war, wurde er zu Arbeiten außerhalb des
Arreſt=
hauſes verwendet und ergriff hier die Flucht. Er
flüch=
tete nach Frankreich und ließ ſich bei der
Fremden=
legion anwerben, wo er bis vor wenigen Tagen
diente. Da ſeine Kräfte im Abnehmen ſind, wurde er
mit wenigen Francs entlaſſen. Von Heimweh ergriffen
eilte er in ſein Heimatdorf und ſtellte ſich der Behörde,
um jetzt ſeine zehn Monate Gefängnis zu verbüßen.
Wie ſo viele, hat auch er bei der Fremdenlegion keine
Eroberungen gemacht, ſondern nur ſeine Geſundheit
ein=
gebüßt. (G. A.)
(*) Hochwaldhauſen im Vogelsbera, 24. Juli. Die
Dürer=Schule, eine Reformanſtalt für Knaben und
Mädchen. tritt nunmehr beſtimmt in Tätigkeit und wird
ihren erſten Unterrichtskurſus am 2. September beginnen
Die Schule kommt einem Realgymnaſium mit
Oberreal=
ſchule in Entwickelung gleich.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Juli. Offiziös wird
mitgeteilt: Um die Zenſur der
kinematographi=
ſchen Vorführungen wirkſamer zu geſtalten und
gleichzeitig die Ortspolizeibehörden bei der Ausübung der
Zenſur zu entlaſten und zu unterſtützen, erſcheint deren
weitergehende Zentraliſierung erforderlich. Ein
mini=
ſterielles Rundverfügen beſtimmt daher, daß die
Ortspoli=
zeibehörden anzuweiſen ſind dem Polizeipräſidenten in
Berlin in Zukunft von den Lichtbilderfilms, welche ihnen
im Hinblick auf öffentliche Vorführung vorgelegt werden,
Mitteilung zu machen, falls die Films von dem
Polizei=
präſidenten in Berlin noch nicht geprüft worden ſind, oder
aber ſeitens der mitteilenden Ortspolizeibehörde eine
Be=
urteilung erfahren, die von der Berliner Zenſur abweicht.
Dies gilt ſowohl für Films, die in Berlin zugelaſſen,
da=
gegen an anderen Orten verboten werden, als auch für
ſolche, deren Vorführung ungeachtet des Berliner Verbots
an anderen Orten geſtattet wird. Wenn die Beurteilung
der Ortspolizeibehörden von der Berliner Zenſur nur zum
Teil abweicht, z. B. inbezug auf die Frage, ob der Film
ſich nur zur Vorführung vor Erwachſenen oder auch vor
Kindern eignet, oder inbezug auf einzelne Filmteile, ſo
wird es dem Ermeſſen der Ortspolizeibehörden überlaſſen,
ob ſie nach Lage des Einzelfalls eine Mitteilung für
er=
forderlich oder angezeigt erachten. — Die
Ausliefer=
ung des Falſchſpielers Stallmann wird nach einem
geſtern gefaßten Beſchluß des Appellgerichtshofes in
Bow=
ſtreet in London entſprechend dem Erſuchen der deutſchen
Behörden erfolgen. Stallmann war wegen Falſchſpiels
im Berliner Hotel „Fürſtenhof” zunächſt in Kalkutta
feſt=
genommen, jedoch wieder auf freien Fuß geſetzt worden.
Vor einigen Monaten wurde er erneut in London
ver=
haftet. Seine Verteidiger ſtützten ſich darauf, daß wegen
derſelben Sache nicht ein zweimaliges Verfahren
ſtattfin=
den könne. Demgegenüber pflichtete der Lord=Oberrichter
dem Generalſtaatsanwalt bei, daß Stallmann in Indien
nur in ein Ermittelungsverfahren verwickelt geweſen ſei.
Dadurch ſei eine nochmalige Fortführung der
Unterſuch=
ung nicht ausgeſchloſſen.
München, 26. Juli. Zwei Leutnants des 10.
Feld=
artillerie=Regiments in Erlangen, Funkler und
Dommaier, machten einen Ausflug in die Hohen
Tauern, von dem ſie nicht mehr zurückkehrten. Es wurde
eine Expedition ausgeſandt, um nach ihnen zu forſchen.
Uelzen, 26. Juli. In Linden erkrankten geſtern
nach einem Richtfeſt, an dem außer den Zimmerleuten
auch ſämtliche Tagelöhner des Dorfes teilgenommen
hatten, die ſämtlichen Teilnehmer an dem Eſſen, etwa 35
Perſonen, Männer, Frauen und Kinder, unter
Ver=
giftungserſcheinungen mit hohem Fieber.
Banſin, 25. Juli. Während der Reunion im Hotel
„Meeresſtrand” ereignete ſich heute nacht, wie ſchon
gemel=
det, um 1 Uhr ein aufſehenerregender Unglücksfall.
Als die Muſikkapelle eben eine heitere Melodie angeſtimmt
hatte und die Paare ſich im Tanze drehten, ertönte ein
ſcharfer Schuß und blutüberſtrömt brach eine in
Ge=
ſellſchaft mehrerer Herren befindliche Dame zuſammen.
Sie war ſofort tot. Durch den herbeigerufenen
Amtsvor=
ſteher von Banſin wurde noch in der Nacht folgendes
feſt=
geſtellt: Die Dame iſt eine Frau Gertrud Levy aus
Ber=
lin=Wilmersdorf. Ihr Mann hatte ſie geſchäftehalber auf
einen Tag allein laſſen müſſen. Er war nach der
Reichs=
hauptſtadt gefahren und hatte einen Freund einen
Kauf=
mann Daſſel aus Berlin, beauftragt, ſich während der
Ab=
weſenheit ſeiner Frau anzunehmen. Den Abend
verbrach=
ten die beiden in Geſellſchaft noch eines anderen
befreun=
deten Herrn, des Fabrikdirektors Walter Bintz aus
Ber=
lin, im Kurſaale. Dabei zeigte Herr Daſſel der Dame eine
neu erworbene Browningpiſtole. Frau Levy nahm
die Piſtole an ſich, ſcheint aber unvorſichtig damit
umge=
gangen zu ſein, denn plötzlich krachte ein Schuß, und ins
Herz getroffen brach die Dame zuſammen. Der Gatte
wurde heute morgen früh durch die Polizei von dem
Vor=
fall benachrichtigt. Die Leiche iſt vorläufig von der
Staats=
anwaltſchaft beſchlagnahmt worden. Nach den Ausſagen
des Augenzeugen Bintz trifft den Beſitzer der
Browning=
piſtole keine Schuld an dem Tode der Frau. Nur das eine
iſt unbegreiflich, daß er nämlich auf einem
Tanzver=
gnügen einen geladenen Revolver bei ſich
trug.
Brandenburg, 26. Juli. Geſtern nachmittag
ertran=
ken drei Schulkinder in einem Nebenarm der Havel.
Die Leichen wurden geborgen. Zwei der Verunglückten
ſind Brüder.
Brüſſel, 25. Juli. In einem hieſigen Park drang ein
Mann auf den franzöſiſchen Abbé Fleuret ein und
verwundete ihn unter dem Rufe: „Es lebe die
Re=
publik, es lebe das gleiche Wahlrecht!” durch einen
Dolch=
ſtich. Er erklärte, wenn er einen Revolver gehabt hätte,
würde er geſtern während der Kammerſitzung auf den
Mi=
niſterpräſidenten geſchoſſen haben. Der Angriff auf den
Abbé wurde mit einem Schlachtermeſſer ausgeführt.
Fleuret iſt ſchwer verletzt. Der Täter, der offenbar
geiſtes=
geſtört iſt, heißt Beyl und ſtammt aus Gent.
Paris, 25. Juli. Die Agence Havas meldet aus
Kon=
ſtantinopel: Das Gebäude des jungtürkiſchen Klubs
in Beglerbegloi am aſiatiſchen Ufer des Bosporus iſt
niedergebrannt.
Paris, 26. Juli. Dem Echo de Paris wird aus
Tou=
lon gemeldet, daß während der Manöver in einer der
Pulverkammern des Panzerſchiffes „
Mirabeau=
durch Kurzſchluß ein Brand entſtanden ſei. Der
Kom=
mandant habe ſofort den Befehl gegeben, die
Pulverkam=
mern unter Waſſer zu ſetzen; dies ſei ſehr raſch ausgeführt
und ſo jede Gefahr beſeitigt worden.
Paris, 26. Juli. Der nach Hinterlaſſung einer
Schul=
denlaſt von mehr als einer Million Mark flüchtig
gewor=
dene Kaufmann Arnold Koghem wurde
verhaf=
tet und an Deutſchland ausgeliefert. Er befindet ſich
bereits im Unterſuchungsgefängnis in Berlin.
Epernay, 25. Juli. Heute abend brach auf dem
Grund=
ſtück einer großen Champagnerfirma Feuer aus. Die
Gebäude brannten in einer Länge von etwa 100 Metern.
Mehrere Feuerwehrleute wurden verwundet. Zwei
Per=
ſonen wurden unter einer einſtürzenden Mauer begraben.
Das Feuer griff ſehr raſch um ſich und erhielt durch die
rieſigen Vorräte an Korkſtopfen, Strohhüllen, Kiſten und
Körben immer neue Nahrung. Erſt nach mehrſtündigen
Anſtrengungen konnte das Feuer gelöſcht werden.
Das Feuer wütete im Innern des rieſigen Gebäudes
wo es an dem aufgeſtapelten Material reiche Nahrung
fand. Eine Million Korkſtöpſel und mehrere 100000
Strohpuppen für die Flaſchen, etwa 4000 Körbe, ſowie
ſämtliche Werkſtätten mit unzähligen Holzkiſten
verbrann=
ten und bildeten ein rieſiges Feuermeer, deſſen Flammen
in mächtigen Garben hochauf zum Himmel loderten und
weit von den Anhöhen der Umgegend Epernays zu ſehen
waren. Mehr als fünf Stunden dauerte der Brand, und
erſt, als das Feuer im Innern keine Nahrung mehr fand
konnten die benachbarten Gebäude und vor allem del
Bahnhof als gerettet angeſehen werden. Der Komman
deur von Epernay, General Beaudemoulin, der die
ſperrung perſönlich leitete, entging nur knapp dem Tod
Eine Mauer ſtürzte über ihm ein und der General konnfe
ſich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen. Der
Schaden, der bis jetzt noch gar nicht zu ſchätzen iſt, dürfte
mit zwei Millionen Francs nicht zu hoch gegriffen ſein.
London, 26. Juli. Der Schatzkanzler und der
Kriegs=
miniſter nahmen heute in Fulham jeder in einem mit
drahtloſer telephoniſcher Einrichtung
aus=
geſtatteten Kraftwagen Platz und führten
mit=
einander auf hundert engliſche Meilen Entfernung ein
Ge=
ſpräch. Der Erfinder Mathews wird ſeine drahtloſe
Tele=
phonie den Militärbehörden bei den Auguſtmanövern in
Alderſhot vorführen.
New=York, 26. Juli. Im Verbrecherviertel
kam es zwiſchen Poliziſten, die ſich auf der Suche nach
den Mördern Roſenthals befanden, und einer Anzahl
Verbrecher, die ſich in einem Hauſe verſchanzt hatten, zu
einem Revolverkampf. Als es den Poliziſten nach
vieler Mühe gelungen war, ſich Eintritt in das Haus zu
verſchaffen, waren die Verbrecher nicht mehr zu finden.
Eie hatten durch einen unterirdiſchen Gang das Weite
Nummer 175.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Seite 5.
geſucht. Bei dem Kampf wurde ein Poliziſt durch einen
Schuß lebensgefährlich verwundet.
Tokio, 26. Juli. Große Ueberſchwemmungen
haben die Weſtküſte Japans heimgeſucht und viele
Men=
ſchenopfer gefordert. Mehrere Bahnverbindungen ſind
zerſtört. In manchen Gegenden wurde die Reisernte
ver=
nichtet. In der Stadt Ogawa ſollen bei einer
Ueber=
ſchwemmung 400 Badegäſte den Tod in den Wellen
ge=
funden haben.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Berlin, 25. Inli. Im großen Sitzungsſaal
des Herenhauſes erfolgte heute vormittag die Eröffnung
des 12, Kongreſſes des „Royal Inſtitute
of public health (Königl. Inſtitut für öffentliche
Geſundheitspflege). Auch zahlreiche deutſche
hervor=
ragende Mediziner waren anweſend. Earl Beauchamp
übernahm den Vorſitz. Der Ehrenſekretär teilte mit, daß
Profeſſor Dr. Roui vom Pariſer Paſteur=Inſtitut die
Goldene Medaille der Geſellſchaft erhielt. Zu
Ehren=
mitgliedern wurden Generalſtabsarzt Prof. Dr.
Schjer=
ning und Wirklicher Geh. Obermedizinalrat Kirchner
er=
nannt. Begrüßungsanſprachen hielten u. a.
Medizinal=
rat Kirchner und Bürgermeiſter Dr. Reicke, der Rektor
der Univerſität Lenz und der Rektor der Techniſchen
Hochſchule Joſſe
Die Teilnehmer des Kongreſſes ſandten an den
deutſchen Kaiſer und den König von
Eng=
land Huldigungstelegramme, die mit dem Wunſche
ſchließen, daß der Kongreß zur Förderung der
fried=
lichen Beziehungen, die erfreulicherweiſe zwiſchen dem
deutſchen und dem engliſchen Volk immer beſtanden
ha=
ben, beitragen möge.
* Berlin, 25. Juli. Zu Ehren des Royal
In=
ſtitute of public health” veranſtaltete die
Stadt Berlin heute abend einen glänzenden
Empf ang im Rathauſe, dem ſämtliche
Mitglie=
der der Generalverſammlung der Royal Society, ſowie
die Bürgermeiſter, Stadträte und Stadtverordneten
Berlins, außerdem die Spitzen der mediziniſchen und
hygieniſchen Behörden. Polizeipräſident von Jagow,
zahlreiche hervorragende Perſönlichkeiten aus ärztlichen
Kreiſen und Mitglieder von ſozialen Vereinigungen
bei=
wohnten. Bürgermeiſter Dr Reicke brachte ein Hoch
auf den Kaiſer und den König von England aus und
hielt ſodann einen wiederholt durch lauten Beifall
unter=
brochenen Trinkſpruch auf das Gedeihen und die Erfolge
der Arbeiten des Kongreſſes der Royal Society. Der
engliſche Miniſter der öffentlichen Arbeiten
Beau=
champ als Präſident des Kongreſſes dankte für die
gaſtfreugdliche Aufnahme mit herzlichen Worten. Er
drückte ſeine größte Befriedigung über die wahrhaft
freundſchaftliche Aufnahme aus, die den Mitgliedern
des Kongreſſes auch nach der Rückkehr in die Heimat
wohl im Gedächtnis bleiben werde. Er gebe das
Ver=
ſprechen ab, auch in Zukunft dieſer Aufnahme zu
geden=
ken. Der ſtellvertretende Vorſitzende der
Stadtverord=
netenverſammlung Gericke dankte für die
freund=
lichen Worte des Miniſters. Schließlich nahm der Lord=
Mayor von London Croßby das Wort, um unter
Hinweis auf ein im Feſtſaale ſtehendes Bild des
Ber=
liner Kongreſſes der langjährigen Beziehungen
Deutſch=
lands zu England zu gedenken und der Stadtverwaltung
von Berlin den Dank für den feſtlichen Abend
auszu=
ſprechen. Die ganze Veranſtaltung war von warmen,
herzlichen Gefühlen freundlichen Zuſammenſeins erfüllt.
Sport.
* Großes Rad= und Motorrennen in Darmſtadt. Für
Die großen Rad= und Motorrennen, die vom Velociped=
Klub Darmſtadt auf Sonntag, 28. d. M., nachmittags 3½
Uhr, angeſetzt ſind, haben ſich insgeſamt 54 Fahrer gemel=
Het, eine Zahl, die heiße Kämpfe um die ausgeſetzten
wert=
vollen Preiſe erwarten läßt. Die ſpannendſten Rennen
ſind die Vorgaberennen, in denen die erſtklaſſigen Fahrer
den ſchwächeren Fahrern Vorgaben zu bewilligen haben,
wodurch dieſe Rennen immer ſehr ſchnell gefahren
wer=
den. Im Programm des nächſten Sonntags ſind nicht
weniger als ſechs Vorgaberennen enthalten, die neben zwei
Motorrennen und den übrigen intereſſanten Wettbewerben
einen Beſuch der Rennbahn lohnen. Der Vertrieb der
Loſe für das zur Ausloſung beſtimmte Wotanrad der
Firma Aug. Engel, Schuchardſtraße, hat begonnen, worauf
Intereſſenten aufmerkſam gemacht ſeien. Nach den
Rennen findet im Fürſtenſaal, Grafenſtraße, die
Ver=
eilung der Preiſe an die Sieger ſtatt.
Handel und Verkehr.
— Patent=Anmeldungen. Mitgeteilt von
Dipl.=Ing. Clemens Herszberg u. Co.=Darmſtadt. 63c
O. 7903. Lenkvorrichtung für Motorwagen. Firma Ad.
Opel, Rüſſelsheim a. M. 17. 1. 12. — Gebrauchsmuſter.
12c 516521. Stativſtütze zur Unterſtützung der
aufge=
ſichraubten Kamera. Ernſt Freienſehner, Worms,
Gewerbe=
ſchulſtraße 23. 5. 6. 12. F. 27032. 42f 516040.
Feder=
eriefwagen. Paul Meltzer, Darmſtadt, Karlſtraße 66.
15. 6. 12. M. 42 581.
Vermiſchtes.
— Zeugniſſe ſind ſofort zu beanſtanden.
Wenn Handlungsgehilfen gegen ihr Zeugnis Grund zu
Einwendungen zu haben glauben, ſo müſſen ſie bald nach
Ausſtellung auf Abänderung klagen und nicht wie das die
Gepflogenheit vieler Angeſtellter iſt, abzuwarten, bis ſie
gerade in die Lage kommen, beim Stellungſuchen ein
beſſeres Zeugnis zu gebrauchen. Ein Lageriſt, der vor
dem Berliner Kaufmannsgericht als Kläger erſchien,
war=
tete 2 Jahre, bis er ſich entſchloß, gegen ſeinen früheren
Arbeitgeber auf Ausſtellung eines beſſeren Zeugniſſes zu
klagen. Das Gericht ſagt in ſeinem den Kläger
abweiſen=
den Urteil, daß, wenn ein Gehilfe ſo lange Zeit ein
Zeug=
nis unbeanſtandet behält, man annehmen kann, daß er
deſſen Inhalt gutheißt.
— Kamerun=Tabak. Tabak aus Kamerun hat
plötzlich einen ganz unerwarteten Erfolg erzielt; es
wur=
den für ihn in Bremen ſehr hohe Preiſe bezahlt, und der
Pflanzer dieſes Tabaks, der Beſitzer der Plantage
Sco=
ſung, Herr Raethke, erhielt den Preis der Deutſchen
Ko=
lonialgeſellſchaft von 6000 Mark. Ueber dieſen Kamerun=
Tabak und ſeine Pflanzung berichtet der Kunſtmaler Ernſt
Vollbehr nach Tagebuchaufzeichnungen in der Umſchau.
Die Tabakspflanzung Raethkes liegt 1060 Meter hoch, an
dem 2040 Meter hohen Kupe=Gebirge. Bis jetzt waren 30
Hektar angepflanzt; nun ſollen nach den letzten großen
Erfolgen 120 Hektar bebaut werden. Der Tabak wird in
Saatbeeten gezogen; dann werden die kleinen Pflänzchen
aufs freie Feld verpflanzt und nach zwei Monaten
ge=
erntet. Dann kommen die Blätter drei volle Wochen lang
in die graßen Trockenſchennen, die zwei Millionen Blät=
ter faſſen können. Seit 1905 werden dieſe Verſuche mit
Anbau von Tabak gemacht; Proben davon wurden ſo hoch
bewertet, daß Raethke, der zuerſt für die Eingeborenen
angebaut hatte, nunmehr ausſchließlich für den deutſchen
Markt arbeitet. Der Tabak aus der Ernte von 1910 ward
im November 1911 in 56 Ballen gleich 4500 Kilogramm
auf den Bremer Markt gebracht, und während vorher alle
Tabakkenner dem Kamerun=Tabak jegliche Zukunft
abge=
ſprochen hatten, fand man ihn nun ſo vortrefflich, daß er
den außerordentlich hohen Preis von 8 Mark 50 Pfg. für
das Kilogramm erzielte. Es iſt damit für Kamerun ein
neues Produkt von erheblicher Wichtigkeit gewonnen
worden.
Literariſches.
Wie ſchaffe ich mir einen Nebenerwerb?
Heft 1: Die ſchriftſtelleriſche Tätigkeit. Heft 2: Der
Selbſt=
verlag. Jedes Heft 60 Pfg. Erfurt, Thuringia Verlag.
Dieſe neue Sammlung, die für jeden etwas Paſſendes
bringen will, erſcheint uns ſehr zeitgemäß. Neu an den
hübſch ausgeſtatteten Büchern iſt, daß ſie nicht nur zeigen
wollen, wie dieſes oder jenes gemacht werden ſoll, ſondern
auch, wie man ſeine Produkte, ſeien ſie nun geiſtiger oder
materieller Natur, an den Mann bringen kann.
* Neu erſchienene Broſchüren. Die
okkulti=
ſtiſche Bewegung. Eine Aufklärungsſchrift von Hans
Frei=
mark. Leipzig. Verlag von Wilhelm Heims. —
Rauch=
berg, Dr., Heinrich, Politiſche Erziehung, Rede, gehalten
am 28. Oktober 1911 bei der Uebernahme der Rektorswürde
an der k. k. deutſchen Univerſität in Prag. 34 S. gr. 8‟.
Verlag von F. Tempsky in Wien. Preis 1 K. 20 h. —
Rennit: Iſt die Zuckerkrankheit heilbar? Preis broſch. 30
Pfg. Kommiſſionsverlag v. P. Hauptmann, Bonn. —
Die freiwillige Verſicherung (Selbſtverſicherung, freiwillige
Weiterverſicherung und freiwillige Zuſatzverſicherung) bei
der Invaliden= und Hinterbliebenenverſicherung nach der
Reichsverſicherungsordnung vom 19. Juli 1911.
Gemein=
verſtändlich dargeſtellt von Hans Waßmuth, Sekretär der
Landes=Verſicherungsanſtalt Heſſen=Naſſau. Kaſſel.
Ver=
lag von Ernſt Hühn, Hof=Buchhandlung. — Wie akquiriert
man mit Erfolg? Praktiſche Erfahrungen von Ingenkeur
G. H. Beck. München 45 Brieffach. Selbſtverlag. —
Wie ich meinen Glauben verlor! Das Bekenntnis einer
Atheiſtin von Anna Dorothea. Verlag: O. Th. Scholl,
München. — „Reinigung, Auffriſchung, Verjüngung des
Blutes” Von Dr. med. Paczkowski, Arzt. XI. Auflage,
1,50 Mk. Hof=Verlagsbuchhandlung Edmund Demme
Leipzig.
Unwetter.
* Marburg, 26. Juli. Bei dem geſtrigen
Ge=
witter iſt in Ebsdorf der Schulknabe Lemmer vom
Blitz erſchlagen worden.
* München 26. Juli. Ueber Bayern iſt geſtern
abend ein ſtundenlang wütendes Unwetter
niederge=
gangen, wie es in ſolcher Heftigkeit ſelten erlebt wurde.
In München iſt die Iſar mächtig angeſchwollen. Es
wur=
den Kanäle verſtopft und Straßen überſchwemmt. Die
Waſſermaſſen ergießen ſich vielfach in die Läger und
Keller und richten großen Schaden an. In Berchtesgaden
zündete an mehreren Stellen der Blitz. Aus Roſenheim
und Tölz werden ebenfalls Brände infolge Blitzſchlag
ge=
meldet. Auch in Niederbayern richtete das Wetter
Ver=
heerungen an. Die Bahndämme ſind an vielen Stellen
unterwaſchen.
* Emmerich, 26. Juli. Geſtern nachmittag wurde
die hieſige Gegend durch ein Unwetter ſchwer
heim=
geſucht. An der Grenze gegen Babberich (Holland)
erſchlug der Blitz den Poſtenführer der holländiſchen
Grenzwache. Der neben ihm ſtehende Grenzwärker wurde
gelähmt. In Beez (Belgien), ſchlug der Blitz in ein
großes Bauernhaus, das vollkommen eingeäſchert wurde.
Auf freiem Felde wurden zwei Frauen vom Blitz
er=
ſchlagen.
* Brüſſel, 26. Juli. Ein fürchterliches
Ge=
witter das zwei Stunden andauerte, iſt geſtern abend
über Brüſſel und Umgebung niedergegangen.
Stellen=
weiſe wurden Keller und Untergeſchoſſe überſchwemmt.
Die Feuerwehr mußte wiederholt helfend eingreifen. Der
Straßenbahnverkehr mußte teilweiſe eingeſtellt werden.
Die Senne iſt aus ihren Ufern getreten.
Unfälle an See.
* Wyk (auf Föhr), 26. Juli. Bei einem
Spaziergang auf dem Wattenweg zwiſchen
Föhr und Amrum iſt geſtern ein Fräulein Dommes aus
Magdeburg mit einer Freundin in eine Untiefe
verſun=
ken und ertrunken. Fiſcher ſahen ſie mit den
Wel=
len kämpfen und eilten mit Booten herbei. Sie
konn=
ten aber nur eine Dame den Fluten entreißen; die
andere war weggeſpült worden. Aber die
Wie=
derbelebungsverſuche an der Geborgenen blieben
er=
folglos.
* Baabe (Rügen), 20. Juli. Bei hohem
Wel=
lengang ſind auf der Selliner Gemarkung geſtern
zwei Damen und zwei Herren verunglückt. Frau
Baronin v Stuckrad=Regensburg und Frau
Direk=
tor Bouſſet=Nikolasſee b. Berlin ſind ertrunken. Durch
den am Orte weilenden Kommerzienrat Bader=Berlin
wurden der Kammerſänger Rüdiger und Baron
Stuck=
rad in bewußtloſem Zuſtande gerettet.
Den tragiſchen Vorgang ſchildert ein Telegramm des
Lokal=Anzeigers aus Göhren: In dem durch ſeine ſchöne
Lage ausgezeichneten Badeort Baabe weilte ſeit
mehre=
ren Wochen die Frau des Direktors der Berliner Hoch=
und Untergrundbahn, Regierungsbaumeiſters J. Bouſſet,
mit ihren Kindern. Während dieſer Zeit hatte ſie ſich mit
Frau von Stuckrad, der Gattin des Oberſtallmeiſters des
Fürſten von Thurn und Taxis und Leutnants der Garde=
Landwehr=Kavallerie Rudolf von Stuckrad aus
Regens=
burg, angefreundet. Beide Damen, denen ſich auch Herr
von Stuckrad anſchloß, badeten nach ihrer Gewohnheit
gemeinſam. Auch der Kammerſänger Rüdiger geſellte ſich
zu ihnen. Wie nun das Unglück geſchah, konnte bis zur
Stunde noch nicht feſtgeſtellt werden; man vermutet
je=
doch, daß eine der Damen in eine tiefe Stelle geriet und
bei dem Verſuche der anderen, ſie zu retten, auch die
an=
deren in Lebensgefahr gerieten. Ihre Hilferufe
alarmier=
ten alle im Bad und am Strand Weilenden, und dieſe
taten alles, um den Ertrinkenden Rettung zu bringen;
doch die Hilfe kam zu ſpät. Als man die Unglücklichen
er=
reichte, waren die beiden Frauen ſchon in den Wellen
ver=
ſunken. Die beiden Herren, der Kammerſänger Rüdiger
und Herr von Stuckrad hatten ſich ſo lange über Waſſer
zu halten vermocht, bis die Rettung nahte.
Kommerzien=
rat Bader (Berlin), der ſich bei dem ganzen
Rettungs=
werk auszeichnete, erfaßte ſie und brachte ſie an den
Strand in Sicherheit. Frau Bouſſet hinterläßt 3 Kinder
im Alter von 7 bis 11 Jahren, Frau von Stuckrad, eine
geborene von Tiedemann, ein Töchterchen im Alter von
5 Jahren.
Die Kriſis in der Türkei.
Das neue Kabinett.
* Konſtantinopel, 25. Juli. Der interimiſtiſche
Thef des Generalſtabes, General Hadi Paſcha, iſt
ndgültig mit dieſem Amt betraut worden. Alle
türki=
ſchen Blätter bis auf den Tanin veröffentlichen das
geſtern mitgeteilte Programm der Militärliga. Wie
ver=
rautet, wünſcht die Offiziersliga die Einberufung der
konſtituierenden Verſammlung zwecks Reviſion der
Ver=
faſſung. Dieſer Gedanke wird von der Yeni Gazetta
leb=
haft unterſtützt. Die Blätter heben mit Befriedigung die
Viederherſtellung der Preßfreiheit hervor.
Ikdam veröffentlicht aus der Provinz eingetroffene
Depeſchen, in welchen Befriedigung über die
Bildung des neuen Miniſteriums ausgedrückt
wird. Dagegen berichtet der Tanin von zahlreichen
De=
peſchen an das Präſidium der Kammer, ſowie an die
Re=
gierung, in denen die durch die Ereigniſſe der letzten
Tage hervorgerufene Aufregung geſchildert wird.
Bei Beſprechung dieſer Telegramme erörtert der Tanin
die Nachteile, die eine Auflöſung der Kammer hätte.
Selbſt wenn die Partei für Einheit und Fortſchritt eine
Majorität bei den Neuwahlen erlangen könnte, würde
dieſe doch nicht eine Mehrheit ergeben, die genügend ſtark
ſei, die Regierung zu unterſtützen. Das Blatt verlangt,
daß das Kabinett durch die Ausſcheidung einiger
Mini=
ſter einen wirklich unparteiiſchen Charakter annehme.
Yeni Gazetta erklärt, die Aufregung dauere fort, weil das
Kabinett noch nicht alle Wünſche der Nation befriedigt
habe, namentlich was Amneſtie und die Unterſuchung
der letzten Wahlen betreffe, die notwendig ſeien, um
end=
gültig über das Los der Kammer zu entſcheiden. Das
Blatt hebt die dringende Notwendigkeit hervor, die
Wünſche bald zu erfüllen. Jede Verzögerung wäre ein
Fehler, welcher zukünftig unüberwindliche
Schwierigkei=
ten hervorrufe.
Ein Ultimatum der Militärliga an die
Kammer.
* Konſtantinopel, 25. Juli. Der Präſident
der Kammer teilte mit, daß ein Offizier geſtern abend
in ſeinem Hauſe einen von der Offiziersliga
unter=
zeichneten Brief hinterließ, in dem die Schließung der
Kammer binnen 48 Stunden verlangt wird. Der
Prä=
ſident erklärte unter anhaltendem begeiſterten Beifall
das Abgeordnetenhaus werde ſeine patriotiſche Pflicht
tun. Das Ultimatum der Militärliga rief einen
Sturm der Entrüſtung hervor. Alle Redner
ſpra=
hen der Liga ihre Verachtung aus und erklärten, die
Abgeordneten würden bis zum Tode Widerſtand leiſten.
Die Kammer beſchloß einſtimmig, den Großweſir und
en Kriegsminiſter um Erklärungen zu erſuchen, und
er=
klärte eine Dauerſitzung.
Der Text des Briefs, der von der Offiziersliga
an den Kammerpräſidenten gerichtet wurde, lautet: Nach
ſo vielen ſchlechten Taten, die ihr im Komitee ſowie in
der Kammer begangen habt, erfuhr unſere Liga von
euren Schritten und Intrigen beim Sultan. Dieſe
Taten verdienen die ſchwerſten Strafen. Aber da wir
uns nicht mit ſchmutzigem Blut beflecken wollen, ſo halten
wir es für notwendig, euch zu benachrichtigen, daß ihr
beweiſen müßt, daß ihr nicht aufhalten, ſondern
erleich=
tern wollt die Erfüllung des dringendſten Wunſches der
Nation und der Armee, nämlich: die Kammerauflöſung,
oder vielmehr des Klubs, dieſes Theaterklubs. Wenn
ihr nicht in 48 Stunden ſo handelt, ſo benachrichtigen wir
euch, daß wir unſere patriotiſche Pflicht vollſtändig
er=
füllen werden.
Die Verleſung des Ultimatums der Militärliga rief
eine ſtürmiſche Debatte hervor. Der Vorſitzende
der jungtürkiſchen Partei erklärte: Die Kammer wird bis
zum letzten Atemzuge bleiben, denn ſie iſt der wahre
Träger der öffentlichen Meinung und gehorcht nur ihrem
Gewiſſen. Wir weiſen den Vergleich mit einem Theater
zurück. Der im Namen der Liga geſandte Brief berührt
nicht die ganze Armee. In dem Augenblick, wo der
Feind bis vor die Tore der Stadt kommt, ſollte die Armee
die Waffen gegen den Feind, der von außen kommt,
ge=
brauchen, und nicht gegen die Abgeordneten. Der
Depu=
tierte Omernadji rief in lebhafter Erregung aus: Die
Kammer fürchtet den Tod nicht. Bis jetzt hat noch kein
türkiſcher Offizier die Feigheit begangen, einen
anony=
men Brief abzuſchicken. (Bravo!) Wir werden ſiegen
oder ſterben. (Frenetiſcher Beifall. Rufe: Wir werden
alle ſterben!) Mehrere Abgeordnete verlangten, daß der
Kriegsminiſter ſofort erſcheine. Die Armenier Haladian,
Vartakech und Zohrab ſprachen von den Offizieren der
Liga als von Verbrechern und elenden Feiglingen, die
nicht die Ehre der ganzen Armee beſchmutzen könnten.
Schließlich nahm die Kammer eine Reſolution an,
in der ſie den Großweſir und den Kriegsminiſter
auf=
fordert, ſofort zu erſcheinen und Erklärungen abzugeben.
Um 6 Uhr trat der Kriegsminiſter ein. Er
ſagte: Ich bedauere den Zwiſchenfall, aber ſeit der
Ein=
ſetzung der Konſtitution ſind ſolche Bluffs häufig
vorge=
ommen. Nach dem Offizier, der den Brief zurückgelaſſen
hat, wird geſucht. Natürlich wird er beſtraft. Auf die
Frage, ob auch gegen die Offiziere, die der Preſſe eine
Proklamation im Namen der Offiziersliga übergaben,
Maßnahmen getroffen werden, erwiderte der Miniſter:
h werde nach den Offizieren forſchen und ſie
be=
rafen. Ich bin erſt ſeit kurzem Miniſter und brauche
Zeit, um die Ordnung in der Armee wieder herzuſtellen.
Der Großweſir beſchloß, die Verfolgung gegen die
Zeit=
ungen einzuleiten, die die Proklamation veröffentlicht
haben. Said Bey erklärte, die Kammer nehme von den
Erklärungen des Miniſters Kenntnis und wünſche, daß
die Schuldigen ſo bald als möglich beſtraft werden. Die
Kammer fand die Erklärung für ausreichend.
Die Lage in Albanien.
* Konſtantinopel, 26. Juli. Der Sultan
ſanktionierte für die Miſſion, die nach Albanien
abgereiſt iſt, die ausgearbeiteten Inſtruktionen. Die Miſſion
wird die Beſchwerden gegen die Beamten anhören und
eine Unterſuchung anſtellen. Sie wird ferner die
Beam=
ten, die Unzufriedenheit veranlaßten, ſofort abſetzen und
neue Beamte ernennen, die der albaniſchen Sprache
mäch=
tig ſind und wird den Eigentümern der im Laufe der
militäriſchen Operationen zerſtörten Häuſer
Entſchädig=
ungen gewähren. Der Großweſir, Kiamil Paſcha und
Huſſein Hilmi Paſcha erhielten Glückwunſchdepeſchen von
Albanern von Priſchtina und der Umgegend, in welchen
dieſe der Regierung ihre Treue verſichern. Die Yeni
Sazetta veröffentlicht einen Brief aus Priſchtina, welcher
beſagt, nur die Kammerauflöſung würde die Albaner
vollſtändig beruhigen.
* Konſtantinopel 26. Juli. Beim Einmarſch
in Priſchtina waren die Aufſtändiſchen ca. 10000
Mann ſtark. Der Gendarmeriekommandant ſchloß ſich
u Aerkſtämnüſchen au. Eie Arſtändſchen lielen 461.
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Nummer 175.
Häftlinge frei und bewaffneten ſie. Sie bemächtigten ſich
der Waffendepots, bewaffneten die Bevölkerung und
bra=
chen in der Richtung auf Voriſowitſch in der Abſicht auf,
den Marſch nach Uesküb fortzuſetzen, wo eine
Panik herrſchen ſoll. Aus allen Richtungen ziehen
be=
waffnete Trupps nach Priſchtina.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 26. Juli. Der Gouverneur von
Ka=
merun trat, wie wir hören, vor einigen Tagen eine
längere Dienſtreiſe nach dem Süden des Schutzgebietes
an. Im November gedenkt Gouverneur Ebermaier
die deutſchen Tſchadſeeländer zu beſuchen. Während
die=
ſer Reiſe, die etwa ſechs Monate dauern ſoll, übernimmt
der Referent für Kamerun und Togo im
Reichskolonial=
amt, Geheimer Regierungsrat Dr. Meyer, die Leitung
der Geſchäfte des Gouvernements in Buea. Dr. Meyer
tritt am 9. Oktober die Ausreiſe an.
* Badenweiler, 26. Juli. Morgen Samstag abend
7,23 Uhr treffen der Großherzog und die
Groß=
herzogin von Baden mit Gefolge zu längerem
Kuraufenthalt in Badenweiler ein. Der
Groß=
herzog dürfte vorausſichtlich auch dem am Sonntag
ſtatt=
findenden Badenweiler Rennen auf dem Neuenburger
Exerzierplatz beiwohnen. Ferner iſt Prinz Johann
Georg von Sachſen mit Gemahlin in Badenweiler
ein=
getroffen.
Köln, 26. Juli. Heute morgen wollte ein
Auto=
mobil bei Niederau einem anderen Gefährt ausweichen.
Es ſchlug um und wurde vollſtändig zertrümmert. Ein
Inſaſſe wurde getötet ein anderer leicht verletzt.
Dresden, 26. Juli. Juſtizminiſter von Otto,
Vorſitzender des Staatsminiſteriums, iſt heute mittag nach
kurzem Leiden geſtorben.
* Hamburg, 26. Juli. Die Vulkanwerke in
Hamburg und Stettin erhielten vor etwa 8 Tagen
von der griechiſchen Marine einen Auftrag auf
acht Hochſeetorpedoboote. Geſtern beſchloß der Miniſterrat
in Athen, der gleichen deutſchen Werft einen Auftrag auf
einen Panzerkreuzer zu erteilen. Anläßlich dieſes im
inter=
nationalen Wettbewerb errungenen Erfolges wurde die
Werft durch eine Allerhöchſte Kundgebung
aus=
gezeichnet: „Vulkan ſage ich herzlichſten und aufrichtigen
Glückwunſch zu dem wohlverdienten ſchönen Erfolge auf
den die geſamte deutſche Induſtrie mit Freude und Stolz
blicken darf. Wilhelm I. R.”
* Brüſſel, 26. Juli. In dem Befinden des geſtern
verletzten franzöſiſchen Abbés Fleuret iſt eine Wendung
zum Beſſeren eingetreten, jedoch iſt er noch nicht
verneh=
mungsfähig. Der Miniſterpräſident hat ihm geſtern
nach=
mittag einen Beſuch abgeſtattet. Nach Blättermeldungen
hat der Attentäer Beyl bereits in Frankreich eine
zehn=
jährige Zwangsarbeitsſtrafe auf Guyana verbüßt. In der
letzten Zeit ſoll er hier als Maurer gearbeitet haben vor
Jahren aber in einem hieſigen Krankenhaus angeſtellt
ge=
weſen ſein, wo er als ein ſtreng katholiſcher Mann galt.
* Gijon (Provinz Oviedo), 26. Juli. Der deutſche
Frachtdampfer „Uranus” ſtieß mit dem kleinen
ſpaniſchen Dampfer „Fernan Cortes” zuſammen. Der
„Fernan Cortes” wurde entzwei geſchnitten und ſank. Der
ebenfalls beſchädigte „Uranus” wurde von einem
Schlepp=
dampfer in den Hafen bugſiert. Perſonen wurden nicht
verletzt.
* Tokio, 26. Juli. Ueber das Befinden des
Kaiſers wurde geſtern kein Bulletin ausgegeben,
was als ein ſchlimmes Zeichen angeſehen wird. Wie man
erfährt, beträgt die Temperatur 37,77, der Puls 100 bis
108, der Atem 30 bis 32.
— Berlin, 26. Juli. In der Grafenſtraße erlitten zwei
Mädchen durch unvorſichtiges Umgehen mit dem
Spiritus=
kocher tödliche Brandwunden. Sie ſtarben im
Krankenhauſe.
— Philippstal, 26. Juli. Auf der Kali=Gewerkſchaft
Alexander=Hall wurde eine Anzahl Arbeiter verſchüttet.
Einer iſt tot, die anderen wurden gerettet.
— Brandenburg a. d. H., 26. Juli. Der Chauffeur
einer Automobilfabrik in Reichſtein fuhr auf der Föhrder
Chauſſee in eine Gruppe Knaben. Einer war ſofort
tot.
Briefkaſten.
HB. Anonyme Anfragen wandern in den Papierkorb.
Reine schlaflosen Nächte
in der Zahnzeit des Kindes wird die Mutter
durchmachen, die ihm vor und während dieſer
Zeit Scotts Emulſion gibt. Tauſende von
Müttern beſtätigen, daß Scotts Emulſion ihren
Kleinen während des Zahnens ein Segen
ge=
weſen iſt und ihnen zu ſtarken, geſunden
Zähn=
chen verholfen hat. Die große Vorliebe der
lieben Kleinen für Scotts Emulſion iſt
be=
kannt, leider weniger die Tatſache, daß das
Präparat im Sommer ebenſo ſchmeckt und
ebenſo gut bekommt wie zu jeder anderen
Jahres=
zeit. Scotts Emulſion iſt und bleibt auch
im Sommer das beste (716036
Kinder-Kräftigungsmittel.
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1e.
Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: In der „Ernſt=Ludwig=
Heil=
anſtalt” (Dr. Loſſens Klinik) iſt ein
Radium=
emanatorium eröffnet worden. Dadurch hat der
reichhaltige Heilſchatz dieſer allgemein als muſtergültig
eingerichtet anerkannten Anſtalt eine weitere weſentliche
Ergänzung erfahren. Nur der Umſtand, daß der humane
Geiſt des Gründers noch jetzt ſtets maßgeblich in der
Anſtalt iſt, macht es möglich, im Intereſſe des
All=
gemeinwohls ihre Einrichtungen auf der durch die
Fortſchritte der mediziniſchen Forſchung bedingten Höhe
zu halten.
Man ſchreibt uns: Der Königl.
Mineral=
brunnen zu Fachingen hat ſoeben eine neue
populäre Broſchüre herausgegeben, die nach verſchiedener
Richtung hin als eine Neuerung betrachtet werden darf
und deren Ausführung geſetzlich geſchützt iſt. Abgeſehen
von den künſtleriſchen Original=Illuſtrationen, enthält
die Schrift eine Menge Bemerkenswertes. Beſonders
intereſſieren dürfte u. a. die Mitteilung, daß vor Zeiten
in Fachingen ein Kloſter geſtanden hat. Alte Chroniſten
glauben auch, daß ſchon die Inſaſſen des ehemaligen
Fachinger Kloſters (15. und 16. Jahrhundert) auf ihren
Streifzügen und Wanderungen das mildtätige Waſſer
bekannt gemacht haben.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Hierdurch die traurige Mitteilung, daß
geſtern abend 8 Uhr meine innigſtgeliebte
Gattin, unſere liebe Mutter
(16045
Frau Anna Zimmermahn
geb. Ruppel
im Alter von 52 Jahren nach langem, ſchwerem
Leiden durch einen ſanften Tod erlöſt wurde.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Cl. Zimmermann u. Kinder.
Darmſtadt, den 26. Juli 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. Juli,
vormittags 10 Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
m 25. Juli entſchlief unſer lieber Vater,
Schwiegervater und Großvater (16061
Herr Karl Weber
im Alter von 73 Jahren.
Um ſtille Teilnahme bitten:
Familie Julins Gröninger, Heinheimerſtr. 80,
Familie Georg Weifenbach, Heinheimerſtr. 84.
Die Beerdigung findet Samstag nachmittag
um 5 Uhr, vom Portale des Darmſtädter
Friedhofes aus, ſtatt.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Karl Weber, Schuhmacher,
findet am Samstag, den 27. Juli, nachmittags
5 Uhr, vom Portale des Darmſtädter
Fried=
hofes aus, ſtatt.
(16075
Wir erſuchen die Kameraden von Eckhard
bis Heppenheimer, ſowie des 2. Bezirks, ſich
dort zu verſammeln.
Der Vorſtand.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner innigſtgeliebten Gattin,
unſerer guten Tochter, Schweſter, Schwägerin
und Tante
(16096
Frau Eleonore Eppel
geb. Vock
ſagen wir Allen unſeren aufrichtigſten Dank.
Ins=
beſondere danken wir dem Herrn Pfarrer Beringer
für ſeine troſtreiche Grabrede.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Wendelin Eppel
Familie Vock.
Darmſtadt, Groß=Gerau, 26. Juli 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich nach dem Oſten
zurück=
gezogen. In Mitteleuropa ſteigt der Druck wieder an
einigen Stationen. Das weſtliche Tief hat ſich etwas
ver=
flacht. Geſtern gingen in Heſſen vielfach Gewitter nieder.
Die Morgentemperaturen ſind etwas gefallen. Es iſt
vor=
läufig Beſſerung zu erwarten.
Ausſichten für Samstag, 27. Juli 1912:
Zunächſt ziemlich heiter und warm; ſpäter Trübung und
Gewitter.
Tageskalender.
Samstag, 27. Jult.
Verſammlung des Vereins Braunshardter Heim
um 4 Uhr im Strafkammerſaal des neuen
Gerichts=
gebäudes.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher Hof
um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr. — Gaſthaus „Zum Löwen” zu Arheilgen um 8
Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23)§
Kaiſer Wilhelm und ſein Enkel an Bord der „
Hohen=
zollern; vom Feſtzug zum Bundesſchießen in
Frank=
furt; die feierliche Eröffnung der olympiſchen
Spiele=
in Stockholm; Manöver der franzöſiſchen
Gebirgs=
truppen.
Sonntag, 28. Juli.
Vortrag von Leutnant a. D. von Herff um 4½ und 8½
Uhr Waldſtraße 18.
Rad= und Motorrennen um 3½ Uhr auf der
Rennbahn an der Heidelbergerſtraße (Velociped=Klub),
Familienausflug des Kriegervereins nach
Bens=
heim (Abfahrt 1.40 Uhr).
Sippenwanderung des Deutſch=völkiſchen
Tumn=
vereins „Jahn” nach Auerbach (Abfahrt 2.12 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Schützenhof um
8 Uhr. — Brauerei Erker um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 29. Juli.
Torf=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus
Pfungſtadt.
Großb. Landesmuſen m. Geöfnet: Sonn= untl
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntag
von 3—5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstag
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchloſ=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
he American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23,
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Fleiſchmann,
ſämt=
lich in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil
be=
ſtimmte Mitteilungen ſind an die „Redaktion des
Tag=
blatts” zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
Untenstehend einige Ausnahmepreise
Nr. 36 und 37
früher bis zu 6.50
ene
für Damen,
Hoflieferant
12 Ludwigstrasse 12
do., Nr. 36/38, bisher 16.50.
jetzt
Seite 8₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstaa, den 27. Juli 1912.
Nummer 175.
Weiblich
Junge Witwe ſucht Stell alse
Filialleiterin. Branche egal. Off.
u. E 9 a. d. Expedition. (*2117soi
Für 17jähr. Mädch., welches
Nähen und Bügeln kann, wird
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Wienersſtr. 52, Stb., I., r. (*2106
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Weiß=
nähen, hat Tage frei
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(*2088
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ſucht angenehme Jahresſtellung in
Darmſtadt oder Umgebung von
Darmſtadt. Offert. bitte u. M 100
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Ramſtädterſtr. 54, Hth. I., I. (*2069
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das ſchon gedient hat, ſucht
Stel=
lung in beſſerem Hauſe. Näheres
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Schulze, Karlſtraße 25, III. (*2098
Junges Mädchen, das ſelbſt. i.
Kochen, ſucht Stell. z. einz. Herrn.
Offert. unt. D 96 Exped. (*2081
Tüchtige Köchin ſucht Stellung
per Anf. Auguſt. Offert. unt.
D 97 an die Exped. (*2080
Geb. Frl. geſ. Alt, ſ. St. als
Empfangsdame b. Arzt o.
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Offerten unter E 28 an die
Expedition ds. Blattes. (*2161so
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Beſſ. Mädchen ſucht für 2 Mon.
Aushilfe, gleich welcher Art. Off.
unter D 85 an die Exp. (*2047
Geb. Frl. a. b. Fam., treu u.
ge=
wiſſenh., w. beſſ. H., a. W. m. gr.
Kind. den Haush. zu führen. Off.
u. D 70 poſtlag. Stiftſtr. (*2046
Gebildetes Fräulein, 19 Jahre,
ſucht per Anfangs Auguſt,
Stel=
lung in beſſerem Hauſe, als Stütze
oder zu Kindern
(*2045so
Schießhausſtr. 45, II.
Lehrſtelle
im Putzfach
Modes.
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mit Vorbildung f. Herbſt geſucht.
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Männlich
Ein junger Her ſucht zum
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Stelle als Hauslehrer, ſelbiger hat
alle Schulklaſſen und Univerſität
beſucht. Offerten unter E 18
an die Exped. ds. Bl. (*2128soi
Kaufmann
22 Jahre, militärfrei, mit allen
vorkommenden Kontorarbeiten, wie
Buchhaltung uſw. durchaus
ver=
traut, an ſelbſtändiges Arbeiten
gewöhnt, 2 Jahre ganz
Deutſch=
land bereiſt, ſucht per 1. Oktober
angenehme, dauernde Stellung.
Ia. Referenzen zur Verfügung. Gefl.
Angebote erbitte unter D 74 an
die Expedition.
(*2035
ſucht hier od.
Erfahr. Buchnalter in der Nähe
Stellung per 1. Okt. Offert. unt.
D 29 an die Exped. (*1884ds
Junger verh. Mann, 1 Kind,
ſucht Stellung irgend welcher Art,
in Dampfheizung bewand., gute
langj. Zeugn. vorh. Kaution kann
geſtellt werden. Off. u. D 9 an
die Exped. d. Bl. erb. (*1794ms
Junger Mann, militärfrei, mit
Ia Zeugn., Kenntn. d. dopp. Buchfg.,
Stenogr., Maſchſchr. u. frz. Sprache
ſucht p. ſof. od. ſpäter Stellung als
Buchhalt. od. Exped. (Lebensſtellg).
Off. u. D 12 a. d. Exped. (*1815ms
Korreſp., fl. Stenograph und
Maſchinenſchr., engl., frz. perf. in
Wort u. Schrift ſucht St. p. 1. Okt.
Off. u. C 67 an die Exp. (*1643iss
Redeg. Reiſender ſ. Stellung,
a. f Privatkundſchaft. Offert. u.
E 24 a. d. Expedition. (*2148
HunEbhuEßhuhhahunsnannneßaßuhnhunhhahnuhahuunnunu
HunhehusahehhanhhhaßnnunghhaßanhnhHahuuhusunhnunn
Kaufmann
über 15 Jahre in Holz= u.
Bau=
branche tätig, ſ. geſicherte Stellg.
für Büro oder Reiſe. Erſtklaſſige
Referenzen zu Dienſten. Gefl.
Offerten erbeten unter E 17 an
die Expedition ds. Bl. (*2127so
Ideenreicher Kaufmann,
auch i. Reklamefach bewandert,
ſof. Stellung.4. Spät. Beteiligung
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Jung. Mam, millärfrei, ſucht
Stelle zum 1. Sept. 1912 als
Haus=
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Wenckſtraße 10.
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Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Nummer 175,
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
8— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 21. Juli: dem Schutzmann Peter Phil.
May, Stiftſtr. 52, eine T. Maria Katharine Eliſabethe.
Am 15.: dem Vizefeldwebel im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr.
115, Andreas Froſt, Magdalenenſtr. 17, eine T. Martha
Marianne. Am 21.: dem Maler und Lackierer Karl Kaſpar
Pullmann, Nieder=Ramſtädterſtr. 13, eine T. Emma.
Dem Schreiner Friedrich Loth, Taunusſtr. 47, ein S.
Otto. Am 20.: dem Großh. Kabinettskanzleidiener
Ja=
kob Liebig, Dieburgerſtr. 39, ein S. Hans Heinrich. Am
18.: dem Schloſſer Johannes Auguſt Avemarie,
Lieb=
frauenſtr. 67, eine T. Marie Luiſe. Am 25.: dem
Bahn=
arbeiter Peter Hoffmann, Liebfrauenſtr. 81, eine T.
Katharina und eine T. Eliſabeth.
Aufgebotene. Am 22. Juli: Kaufmann Heinrich
Lud=
wig Bernhard, Kiesſtr. 3, und Auguſte Friederike
Henge Heinheimerſtr. 80. Schuhmacher Heinrich
Schön=
berger, Friedrichſtr. 20, und Chriſtiane Lutz zu
Bönnig=
heim. Am 23.: Bahnarbeiter und Hilfswärter Joh. Peter
Wiederhold, Obergaſſe 36, und Marie Schulz,
Hoff=
mannſtr. 21. Am 24.: Bankbeamter Ernſt Albert Friedrich
Franz Naegelé, und Maria Hoch, beide zu Neu=
Iſen=
burg. Ingenieur Adam Phil. Beck zu Bielefeld, und
Anna Katharina Philippine Heß, Karlſtr. 36.
Schutz=
mann Karl Alfred Müller zu Mannheim, und Schneiderin
Eliſabetha Schäfer zu König. Rangierer Georg
Sulz=
mann zu Arheilgen, und Eliſabetha Feick,
Helfmann=
ſtraße 30.
Geſtorbene. Am 22. Juli: Schloſſer Peter
Breit=
wieſer, 28 J., ev., Ober=Ramſtadt. Am 23.: Chriſtine
Finger, geb. Wiederſchein, geſchieden von dem Maurer,
58, J. ev., Artillerieſtr. 10. Emma Eppel, geb. Vock,
Ehefrau des Taglöhners, 30 J., ev., Hügelſtr. 87. Am 19.:
Anna Maria Eva Möſer, geb. Herbert, Ehefrau des
Stadtverordneten Johann Heinrich Möſer, 57 J., evl,
Ruthsſtr. 24. Am 24.: Dienſtmagd Johanna Vogt, 18
J., ev., Martinſtr. 36. Heinrich Anthes, S. des
Hand=
arbeiters, 8 Mte., ev., Arheilgen. Am 25.: Oktroiaufſeher
i. P. Valentin Göttmann, 58 J., ev., Rhönring 73.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
8. Sonntag nach Trinitatis, den 28. Juli 1912
Hoſkirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
D. Dr. Diehl. Feier des heil. Abendmahls mit
Vor=
bereitung. — Nachm. 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
28. Juli, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den
Südoſt bezirk. Pfarrer Kleberger. — Vormittags um
11¼ Uhr: Chriſtenlehre für den Kaplaneibezirk.
Pfarrer Beringer.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vorm. um
11 Uhr: Gottesdienſt im Lager. — Kindergottesdienſt
fällt aus.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Veller. — Kindergottesdienſt und Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk fällt aus. — Nachm. um 2 Uhr: Chriſtenlehre
für den Nordbezirk in der Kirche, für den Weſt bezirk
im Gemeindehaus. — Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller.
Eliſabekhenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags um
8½ Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Wagner. — Vorm.
um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 28. Juli,
nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um
8½ Uhr: Evangeliſation. Thema: „Wie komme ich
an der Todesfurcht vorbei?“ — Dienstag, den
30. Juli, abends um 8½ Uhr: Blaukreuzſtunde. —
Mitt=
woch, den 31. Juli, abends um 8½ Uhr: Uebung des
gemiſchten Chors. — Donnerstag, den 1. Auguſt, abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, den 2. Auguſt,
abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für Männer.
— Samstag, den 3. Auguſt, abends um 9 Uhr:
Ver=
ſammlung für Beamte der Poſt, Eiſenbahn, Polizei,
Gen=
darmerie und dergl. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hinterbau): Sonntag, den 28. Juli,
vorm. um 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachm. 3 Uhr:
Jugendbund fur Jünglinge, nachm. um 4½ Uhr:
Jugend=
bund für Jungfrauen. — Freitag, den 2. Auguſt. abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 10): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 28. Juli: Vormittags um
9½ Uhr und nachm. 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
— Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends
um 6 Uhr: Jugendverein. — Mittwoch, den 31. Juli,
abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 28. Juli, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag,
den 2. Auguſt, abends um ½9 Uhr: Bibel= und
Gebets=
ſtunde.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 27. Juli,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
9. Sonntag nach Pfingſten, den 28. Juli 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nach=
mittags um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die
Abge=
ſtorbenen der Gemeinde. — Abends um 6 Uhr: Herz=
Mariä=Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — Donnerstag,
nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Frei=
tag, vormittags um ¼9 Uhr: Segenamt zu Ehren des
Herzens Jeſu.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vor=
mittags um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um
2 Uhr: Aloyſianiſche Andacht. — Um 4 Uhr:
Verſamm=
lung im Mädchenheim. — Um 4 Uhr: Vortrag für die
Jugendabteilung der Jungfrauen=Kongregation. — Um
½5 Uhr: Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 27. Juli,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 28. Juli 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe. —
Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um 2 Uhr: Andacht. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr:
Beichtgelegenheit. — Freitag, nachm. um 5½ Uhr: Herz=
Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
27. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
9. Sonntag nach Pfingſten, den 28. Juli 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½ 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Armenſeelenandacht;
darauf Verſammlung des Marienvereins. — Bibliothek
(Herdweg 28): Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr. —
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 27. Juli, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
9. Sonntag nach Pfingſten, den 28. Juli 1912
Vormittags um ½ 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Um
5 Uhr: Aloyſianiſche Andacht. — Werktags, vormittags
um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 9. Sonntag nach Pfingſten,
den 28. Juli, vorm. um 7 Uhr: Beichte. — Um ½ 8 Uhr:
Amt und Predigt. — Nachmittags um 4 Uhr: Andacht.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 19. Juli: Dem Metzger Joh.
Hofmann T. Anna Suſanna, geb. 26. März. Dem
Tag=
löhner Philipp Hamann= S. Heinrich, geb. 16. April.
21. Juli: Dem Dachdecker Philipp Schuchmann Zwillinge
T. Sofie und S. Heinrich, geb. 14. Juni. Dem Gärtner
Bernhard Weidmann S. Arthur Joſeph, geb. 22. Juni.
23. Juli: Dem Taglöhner Georg Geier S. Juſtus, geb.
21. September 1911. 21. Juli: Dem Lackierer Konrad
Weygand S. Friedrich Johann Philipp, geb. 17. Juni.
Dem Hilfsſtationsſchaffner Adam Marx S. Georg Phil.,
geb. 23. Juni. 25. Juli: Dem Bau=Ingenieur Karl Kraft
T. Marie, geb. 24. Juni.
Martinsgemeinde: 18. Juli: Dem Gaſtwirt
Georg Härting S. Ludwig, geb. 8. Juni. 20. Juli: Dem
Taglöhner Ludwig Leißler S. Otto, geb. 5. Mai. 21. Juli:
Dem Fuhrmann Philipp Eiſenhauer T. Marie Marg.,
geb. 19. Juni. Dem Kaufmann Johann Schnellbacher
S. Hans Adam Georg, geb. 23. Juni.
Petrusgemeinde: 21. Juli: Dem Schloſſer
Her=
mann Richard Schulz T. Eliſabethe Emilie Margarethe,
geb. 11. Juli. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Howahrde
T. Auguſte Anna, geb. 3. Juni. Dem Taglöhner Georg
Crößmann T. Margaretha, geb. 20. Juni. Dem Schreiner
Valentin Kraemer T. Elſa Pauline, geb. 14. Juni.
Paulusgemeinde: 21. Juli: Dem Juwelier
Ernſt Hermann Ludwig Macholdt S. Willi Alexander,
geb. 6. Juli.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 20. Juli: Oberlehrer Dr. Peter
Ehrhard in Bingen und Emma Katharina Götz in
Oppen=
heim. Hilfsarbeiter Heinrich Fink und Marg. Schimpf.
18. Juli: Profeſſor am Gymnaſium zu La Chaux de Fonds
Charles Samuel Favez und Conradine Franziska Hedwig
Freiin von Zedlitz und Neukirch.
Johannesgemeinde: 20. Juli: Bürobeamter
Karl Martin und Anna Luther von hier.
Martinsgemeinde: 20. Juli: Großh.
Geo=
meter II. Kl. Guſtav Lang und Margarethe Heid.
21. Juli: Bahnarbeiter Friedrich Steinbach und Johannette
Reuter, beide hier.
Petrusgemeinde: 20. Juli: Weißbinder Georg
Grünig V. aus Pfungſtadt und Eliſabethe Margaretha
Ockin von hier. Monteur Johann Adam Friedrich
Wil=
helm Sulzmann und Anna Mathilde Maria Staege.
21. Juli: Schloſſer Heinrich Kiefer und Eliſabethe Helfert.
24. Juli: Großh. Bankaſſiſtent Heinrich Rühl u.
Katha=
rine Marie Henriette Flint.
Paulusgemeinde: 21. Juli: Kutſcher Otto
Creder und Philomena Wenniſch, beide hier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. Juli: Guſtav Emil Sadtler,
1 J., ſtarb 18. Juli. 22. Juli: Katharina Anna Maria
Geier, Tochter des Taglöhners, 4 J., ſtarb 20. Juli.
25. Juli: Emma Eppel, geb. Vock, Ehefrau des
Fabrik=
arbeiters zu Groß=Gerau, 28 J., ſtarb 23. Juli. Chriſtine
Finger, geb. Wiederſchein, Witwe des Taglöhners, 58 J.,
ſtarb 23. Juli. 20. Juli: Privatin Dorothea Gelfius,
79 J., ſtarb 18. Juli. 21. Juli: Luiſe Chriſt, geb. Sander,
Ehefrau des Güterexpeditionsvorſtehers i. P., 68 J., ſtarb
18. Juli.
Johannesgemeinde: 22. Juli: Auguſte Walter,
geb. Heberer, Ehefrau des Rentners, 58 J., ſtarb 19. Juli
zu Hofheim. 23. Juli: Kanzleidiener Heinrich Dörr,
56 J., ſtarb 20. Juli.
Martinsgemeinde: 18. Juli: Fuhrmann Chriſtian
Miſchliſch, Witwer, 69 J., ſtarb 16. Juli. 22. Juli: Friedr.
Wilhelm Nicolay, Sohn des Schachtmeiſters, 3½ J., ſtarb
20. Juli. 22. Juli: Anna Marie Eva Möſer, geb. Herbert,
Ehefrau des Generalagenten und Stadtverordneten, 57 J.,
ſtarb 19. Juli.
Petrusgemeinde: 24. Juli: Juliane Lipp,
Ehefrau des Gaſtwirts, 55 J., ſtarb 22. Juli.
Paulusgemeinde: 19. Juli: Privatin Emilie
Werner, 64 J., ſtarb 16. Juli. 20. Juli: Luiſe Genth,
geb. Klimſch, Witwe des Oberförſters, 74 J., ſtarb
18. Juli. 22. Juli: Hans Grönniger, Sohn des
Poſt=
ſekretärs, 8 J., ſtarb 21. Juli (Einſegnung). 23. Juli:
Margarete Bender, Schweſter des heſſ. Diakonievereins,
21 J., ſtarb 20. Juli. Dachdecker Richard Otto
Krieg=
baum, 23 J., ſtarb 21. Juli.
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Bekanntmachung.
Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß das Großh. Proviantamt
Darmſtadt den Ankauf von Roggenſtroh aufgenommen hat. Der Heuankauf wird
fortgeſetzt.
Darmſtadt, den 22. Juli 1912.
(16008
Großberangliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß von Truppenteilen des
XVIII. Armeekorps am 25., 26., 29., 30. Juli, 1., 2., 5., 6., 8., 9., 12., 13. Auguſt 1912
von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends Schießen mit ſcharfer Munition auf dem
Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete
Gelände=
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
. Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20.
Sep=
tember 1909).
Darmſtadt, den 19. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(13886a
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 12. Juli 1912.
(15644a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 29. Juli bis 3. Anguſt 1912.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil 1 Abſperrung
Tag
erſtreckt ſich
von bis
29. Juli Montag
1200
30. Juli 1 Dienstag
So B. 120 M.
31. Juli Mittwoch
Ueber das ganze
1. Aug. Donnerstag 1 Feldartillerie 180 B. 1120 M
Abſperr=Gelände
z. 1200
2. Aug. Freitag
1200 M.
3. Aug. 1 Samstag
200 N.
300 V.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China) findet Oktober 1912 ſtatt; Aus=
reiſe nach Mſinglau: Famtar oder Frühahr 1915, Heinreiſe Frähahr 1915 bezw. 1914.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). In Tſingtau
wird außer Vöhnung und Verpflegung täglich 050 Mark Teuerungszulage gewährt;
die Vierjährig=Freiwilligen erhalten im vierten Dienſtjahre eine Ortszulage von täglich
1 Mk. 50 Pfg. Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom
unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſt=
eintritt auf drei bezw. vier Jahre zu richten an: das Kommando des III.
Stamm=
ſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchon (Küſtenartillerie) in Tſingtau (Ehina) findet
Oktober 1912 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bezw. 1914, Heimreiſe
Früh=
jahr 1915 bezw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64m groß, kräftig, geſunde Zähne,
vor dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders zuter körperliche:
Entwicklung). Bevorzugt werden: Techniker Elektrotechniker, Monteure, Mechaniker,
Chauffeure, Schuſter und Schneider. In Tſingtau wird außer Vöhnung und
Ver=
pflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt; die Vierjährig=Freiwilligen
er=
halten im vierten Dienſtjahre eine Ortszulage von täglich 1 Mk. 50 Pfg. Meldungen
mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden
ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei bezw. vier Jahre
zu richten an; das Kommando der Stammabteilung der Matroſenartillerie
Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheius abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe
nicht gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt
aus=
gefertigt. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
Darmſtadt, den 16. Juli 1915
(15624sss
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
etier ene e re re ete
Gefunden: 1 Kinder=Sportleiterwagen. 1 goldener Zwicker.
1 Taſchenmeſſer mit Hornſtiel. 1 vergoldete große Nadel mit rotem
Stein. 1 ſchwarze Sämthandtaſche mit Taſchentuch. 1 ſilberne
Rock=
nadel mit Emaileinlage. 1 kleines Portemonnaie mit einigem Inhalt.
1 weißes Kinderhütchen. 1 Kanne weiße Farbe. — In letzter Zeit
im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad liegen geblieben und von der
Direktion abgeliefert: 1 Nickelremontotruhr mit Gehäuſe und Kette.
1 goldener Herrenring mit Monogramm M. R. 1. Elfenbeinbroſche
(Zweig darſtellend). 1 Taſchenmeſſer. 1 altes Raſiermeſſer. 2
Taſchen=
ſpiegel mit Kämmchen. Vorſtecknadeln. 1 ſilbernes Halskettchen
(16026
mit Anhänger. 1 Paar Manſchetten.
Polizeilich eingefangene und zugelanfene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Pinſcher, 1 Vorer (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(16044
ſelbſt ieden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt,u
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 28. Juli,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr., und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren t. d. Haupt= u. Keſidentſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (8823
per ½ kg
96 Pfg.
Ochſenfleiſch
. 90 „
Rindfleiſch
100
Kalbfleiſch
. 100
Hammelfleiſch
Bruſt .
60
90
Schweinefleiſch
Rippchen, Kammſtück u.
geſalzenes Fleiſch . . 100
Kottelets, geſchnitten . 110
per” kg
.120 Pfg.
Speck, geräuchert
.110
Dörrfleiſch
. 120 „
Schinken m. Bein:
Rollſchinken
.140 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 86
Schwartenmagen,
Fleiſch=u Bratwurſt . 90
Leber= u. Blutwurſt . . 70
her Ankauf von Roggenſtroh iſt aufgenommen.
L Heuankauf wird fortgeſetzt.
315853)
Proviantamt Darmſtadt.
Die beſte Gelegenheit
gebr. Möbel all. Art am ſchnellſten u. ſich. z. verw., biet. mein Unternehmen.
Uebernahme zur Verſteigerung und Verkauf vollſtändiger
Haushaltungen, ſowie Nachläſſe, einzelne Möbel uſw.
Auf Wunſch vorherige Taxation. Geſchäftsprinzip korrekt u. diskret.
Abrechnung kann ſof. nach der Verſteigerung bezw. Verkauf erfolgen.
Wege u. Umziehenden beſtens zu empfehlen. Beſte Reſerenzen.
Johannes Krummeck,
Auktionator und Taxator.
Wohnung: Grafenſtraße 4.
Unterhalte ſtändige Lager von neuen, gebrauchten u. antiken
(15283a
Möbeln. Beſichtigung jederzeit ohne Kaufzwang.
Torfverſteigerung.
Montag, den 29. Juli 1912, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt
eg. 400000 Stück Torf
meiſtbietend verſteigert.
(15945ds
Pfungſtadt, den 24. Juli 1912.
Großh Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
„. T. Nungeſſer.
Steuer=Erhebung.
Das 2. Ziel der
Gemeinde=
ſtener für das Rechnungsjahr
1912 iſt, bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis längſtens Ende dieſes
Monats an den Werktagen,
vor=
mittags von 8 bis 12½ Uhr,
hier=
her zu entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 15. Juli 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (15577a
Bekanntmachung.
Mittwoch, 31. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schuhmacher Wilhelm
Valentin Neubauer Eheleuten
da=
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II 897/10 108 Hofreite Große
Ochſengaſſe
Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K52/12
Darmſtadt, 25. Juni 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V13982
Bekanntmachung.
Montag, 12. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Erben des Andreas
Friedrich Ruhland dahier
gehö=
rigen Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 14//100 396//10 Hofreite
Wendel=
ſtadtſtraße
zwecks Aufhebung der beſtehenden
Gemeinſchaft in unſerem Büro
zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, 11. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
K61/12Müller. (V15185
Bekanntmachung.
Mittwoch, 31. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Friedrich Balls zu
Offenbach a. M. und dem Jakob
Mohr zu Darmſtadt, im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
III 110¾/10 198 Grab=
Die=
garten burger=
III 112 3723%0 Hof.ſtraße
reite Nr. 96,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(B51/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 22. Juni 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V13981
Bekanntmachung.
Mittwoch, 14. Anguſt 1. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Jakob Mohr
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
350 1644 Hofreite
Neckarſtr.
Nr. 4,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B30/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 8. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V15134
Belianntmachung.
Donnerstag, 1. Augnſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Friedrich Balls zu
Offenbach und dem Jakob Mohr
zu Darmſtadt im Grundbuch
hie=
ſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 110¾/10 198
Grab=
garten
III 112 3723¾/10
Hof=
reite 385
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert Lorden. (K25/12
Falls andke rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 12. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (*15457
Bekanntmachung.
Für Schulden, die meine Frau
macht, hafte ich von heute ab nicht
(*2026
mehr.
Darmſtadt, 25. Juli 1912.
Heberer,
Oberrechnungs=Reviſor.
1 Wagon
Wetteraner Kaiſerkronen
extra groß ausgefallene Ware,
ein=
getroffen, Ztr. 5 Mk., frei Haus.
Fried. Ewald
Obergaſſe 4. (*2138
Bekanntmachung.
Montag, 5. Auguſt 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen auf freiwilligen Antrag des
Rechtsanwalts Raab in
Darm=
ſtadt die den verſtorbenen Philipp
Erbes Eheleuten dahier gehörigen
Liegenſchaften:
Flur Nr. am
I 453//10 203 Hofreite am
Ludwigsweg
(
Ludwigshöh=
ſtraße 47),
I 4535/10 94 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, verſteigert werden.
Darmſtadt, den 23. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (V16017
kann angeſ.
Bangrund werden am
Neubau verl. Soderſtr., Einfahrt
v. d. Darmſtr. Verg. 10 Pf. (16062a
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Nummer 175.
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Ame=
rika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Hrn. Adolf Rady,
Darm=
ſtadt, Zimmerſtraße 1. Dampfer
„Bulgaria” von Boſton und
Bal=
timore kommend, 24. Juli 9 Uhr
abends in Hamburg. — Dampfer
Graf Walderſee”, nach
Phila=
delphia, 24. Juli 11 Uhr 55
Mi=
nuten mittags Cuxhaven paſſiert.
— Dampfer „Hamburg” 24. Juli
Uhr 30 Minuten nachmittags in
New=York. — Dampfer „
Kron=
prinzeſſin Cecilie” vierte
Nordland=
fahrt, 23. Juli nachmittags in
Sme=
renberg Bay. —
Vergnügungs=
dampfer „Meteor” fünfte
Nord=
landfahrt, 24. Juli 8 Uhr morgens
in Naes.
Städtiſches Hallenſchwimmbad.
Vom 1. Auguſt an werden verſuchsweiſe
für das Damenſchwimmbad
Monatskarten zum Preiſe von 2 Mark 75 Pfg. ausgegeben.
Gleichzeitig wird, ebenfalls verſuchsweiſe,
für das Damenſchwimmbad
der Preis eines Einzelbades für Erwachſene von 40 Pfg. auf 30 Pfg.,
„ Kinder
„ 20 „ „ 15 „
ermäßigt.
Der Preis der Einzelkarten an Volkstagen beträgt, wie
bis=
her, 10 Pfg.
Städtiſche Badeverwaltung.
Klein.
(15773a
ie unterzeichneten Geſchäftsführer der Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung Darmſtädter Baugeſchäft in
Darmſtadt machen hierdurch bekannt, daß durch Beſchluß der
Geſellſchafter=Verſammlung vom 8. Juli d. Js. das Stammkapital
der Geſellſchaft um Mk. 136000 herabgeſetzt worden iſt.
Gemäß § 58 Ziffer 1 des Geſetzes betr. die G. m. b. H. werden
die Gläubiger aufgefordert, ſich zu melden.
Darmſtadt, den 20. Juli 1912.
(16082soi
E. Harres.
H. Stirtz.
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Darmſtadt.
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Gründliche Ausbildung im Hochbau und Tiefbau. Pflege der
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lichen Bauweiſe.
Vorbereitung für die mittlere Beamtenlaufbahn im Baufache.
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind
den=
jenigen der Königl. Preußiſchen Baugewerkſchulen gleichgeſtellt.
Semeſterdauer 20 Wochen. Unterrichtsgeld 100 Mk. Das
Winterſemeſter beginnt am 3. Oktober d. Js.
Schluß der Anmeldefriſt 15. September.
Programme und Anmelbeformulare ſind durch die Direktion,
Darmſtadt, Neckarſtraße 3, zu erhalten.
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Die Direktion.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
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abzug. Hölgesſtr. 3, part. (*2125
Dr. Hof bis 25. August verreist.
Die Vertretung haben gütigſt
übernommen Herr Dr. Bönning,
Mauerſtr., (Ecke Dieburgerſtr.), Herr
San.=Rat Dr. Buchhold,
Viktoria=
ſtraße 85, Herr Dr. Dietz,
Karls=
ſtraße 85, Herr Dr. Göring,
Mühl=
ſtraße 64, (bis zu ſeiner Abreiſe)
Herr Dr. Kayser, Hügelſtr. 6, (bis
zu ſeiner Abreiſe), Herr San.=Rat
Dr. Kolb, Riedeſelſtr. 23, Herr Dr.
Langsdorf, Hügelſtr. 11. (*2078so
Von der Reise
zurück.
(16098
Dal.-Kat Dl. Gatonbtis
Während meiner
Ab-
wesenheit
(15886ms
haben die Herren:
San.=Rat Dr. Birnbaum,
San.=Rat Dr. Gutenberg,
Dr. Kautzsch,
San.=Rat Dr. Markel
die Güte, mich zu vertreten.
Dr. Bodenheimer.
Dr. F. Schnppe
Rheinstrasse 15
von der Reise zurück.
(*1830mds)
San. Rat Dr. Quetsch
wird während ſeiner Abweſenheit
gütigſt vertreten von den Herrn:
Dr. Dietz, (*2072som
Dr. Kayser,
Dr. Löb,
San.-Rat Dr. Markel,
Dr. Mayer,
Dr. Schneider.
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Witwitzkv, Spez. f.
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Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10— 1 Uhr.
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Kurſe vom 26. Juli 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,30
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,00
do.
80,00
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,00
79,90
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
do.
93,20
3½
88,10
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,80
88,10
do.
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,10
4 do. do. (unk. 1918) 100,20
88,30
do.
3½
77,60
do.
. 80,00
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,10
3½
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,30
4 Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,50
do. Goldrente . . . 96,00
4 do. einheitl. Rente . 87,50
3 Portug. unif. Serie I 64,20
3 do. unif. Ser. III 67,00
§ do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,40
4 do. v. 1890 . . 95,90
4 do. v. 1905 . . 91,10
90,00
4 Ruſſen v. 1880 .
90,70
4 do. v. 1902 .
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895 85,00
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,30
4 Ungar. Goldrente . . . 90,60
4 do. Staatsrente. . . 88,20
Zf.
InProz.
. .101,10
5 Argentinier
86,40
do.
1 Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,70
do.
4½
93,70
4½ Japaner . . . . . . . 94,40
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
60,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,40
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,30
3 Buenos Aires Provinz 71,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
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5 Nordb. Lloyd . . . . . 121,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 112,80
8 Baltimore und Ohio . 108,10
6½ Schantungbahn . . . 130,70
6½ Luxemb. Prince Henri 158,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18,50
6 Pennſylvania R. R. . 122,30
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger .. —
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 522,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.. . . 345,00
30 Farbwerke Höchſt . . 653,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 345,00
10 Cement Heidelberg . . 152,00
30 Chem. Werke Albert 463,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 324,80
4 Lahmeyer . . . . . . . 126,00
Letzte
In Proz.
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,90
12 Siemens & Halske . 240,00
5 Bergmann Electr. . . 140,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 170,00
0 Gummi Peter . . . . 122,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 117,00
30 Adler = Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 569,25.
10 Maſchinenf. Badenia 170,00
6 Wittener Stahlröhren 224,50
8 Steana Romana Petr. 140,80
15 Zellſtoff Waldhof . . 240,10
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 230,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 120,00
3 Südd. Immobilien
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 189,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 236,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . „. . . . 175,50
10 Gelſenkirchener . . . . 191,50
8 Harpener .
. 190,30
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 265,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
82,00
4 Laurahütte . . . . . . 173,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
1 „ Weſteregeln 202,25
7½ South Weſt Africa 141,00
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Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,70
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,70
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,00
do.
79,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60
Bf.
In Proz.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 77,50 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
53,20
do.
2/10
3 Raab=Oedenburg
77,10
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,40
4 Ruſſ. Südweſt.
88,20
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,50
4
do.
4 Wladichawchas
. 88,90
4 Rjäſan Koslow .
88,10
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 73,70
do.
90,00
68,70
2¼/10 Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 63,50.
4 Bagdadbahn .
83"
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,80
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 71,40
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific . . . 94,80
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Francisco . . . . . 87,60
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Untern. Zürich . . 197,50
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Bahn . . . . . . . 150,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,30
6½ Darmſtädter Bank . 121,20
12½ Deutſche Bank . . . 253½ 14 Gießen
6 Deutſche Vereinsbank . 123,50l 8½ do.
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,60
10 Diskonto=Kommandit 186, 10
8½ Dresdener Bank . . 154,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . 135,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,75
7½ Wiener Bankverein . 134,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,30
B. Pfandbriefe. InPro
S. 19 . . . . . . . 89,10
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
do.
88,00
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,00
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.99,60
S. 14, 15, 17, 24/26
18—28 . .
99,7
½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
89,00
S. 8—5
88,80
S. 9—11
88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
8½
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
8½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Güdd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
8½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 99,00
9½ do.
88,80
4 Frankfurt.
100,00
8½ do.
95,00
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14 Heidelberg
98,20
9½ do.
88,50
4 Karlsruhe
8½ do.
89,70
4 Magdeburg
99,10
3½ do.
4 Mainz .
3½ do.
90,00
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99,20
3½ do.
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99,90
3½ Nauheim
4 Nürnberg
100,00
3½ do.
88,80
4 Offendach . . . . . . . —
In Proz‟
Bf.
3½ Offenbach . . . . . ₰ 89,10
4 Wiesbaden . . .7. 7 100,20
3½ do.
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98,20
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3½ Cöln=Mindner , 100 133,50
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3 Madrider . . Fs. 100 74,50
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,8
3 Oldenburger . . . . . . 125,
3½ Raab=Grazer fl. 150 112,8
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Fs. 15
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Fr. 45 151,00
Js. 10
do.
Meininger .
.fl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 514,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 365,00
Venediger . . . . Fs. 30 42,90
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Engl. Sovereigns . . . . 20,43
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Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,70
Italieniſche Noten . . . . 80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto. . . 4½
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Nummer 175.
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nur noch bis Mittwoch, den 31. Juli.
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Nummmr 175.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Seite 15.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten).
Berliner Gaſtlichkeit. — Engliſcher Beſuch. — Die
Olym=
piſchen Spiele. — Das „Feſtefeiern” in Berlin. — Von den
alten Volksfeſten. — Sommerliche Vergnügungen. — Unſer
Zoo. — Alltags und Sonntags. — 60000 Menſchen. —
Ihr „einnehmendes” Weſen. — Weltſtadtziffern.
Mit vollem Recht ſtreckt die Geſtalt der Berolina,
die ſich inmitten des brandenden Verkehrs auf dem
Alexan=
derplatz erhebt, bewillkommnend ihre rechte Hand aus.
Berlin iſt eine gaſtfreundliche Stadt und zeigt
dies auch in dieſen Sommermonden, in denen hier viele
fremde Beſucher Einkehr halten. Den engliſchen
Studen=
ten, die in der letzten Woche bei uns geweilt, ſchließen ſich
jetzt einige hundert Mitglieder der „Engliſchen gſich
ſellſchaft für öffentliche Geſundheit” an,
welche gegenwärtig hier ihre Jahresverſammlung abhält.
Es darf uns mit Freude erfüllen, daß hierzu von
eng=
liſcher Seite Berlin gewählt wurde, denn unſere Gäſte von
jenſeits des Kanals müſſen doch wohl annehmen, daß ſie
hier für ihr Studiengebiet vielſache Anregungen und
wich=
tige neue Eindrücke empfangen können. Die Stadt wird
einen Feſtabend veranſtalten und auch ſonſt wird es nicht
an allerhand geſelligen Zerſtreuungen fehlen, die nach
Er=
ledigung der wiſſenſchaftlichen Tagesarbeit — es ſind ja
„bloß” 150 Vorträge ſowie 25 Beſichtigungen von der
Ge=
ſundheitspflege dienenden Inſtituten angeſetzt! — der
Er=
holung und Zerſtreuung dienen.
Bisher hat Berlin ſeltſamerweiſe noch nicht
Gelegen=
heit gehabt, in großem Umfang ſeine Gaſtlichkeit zu
ent=
falten. Die Berliner Gewerbeausſtellung, die auch ſchon
ſechzehn Jahre zurückliegt, hatte zum letzten Male einen
beträchtlichen Fremdenandrang veranlaßt, ſo daß man in
dieſer Hinſicht von einer Ueberfüllung Berlins ſprechen
konnte. Seitdem ſind die allgemeinen Verhältniſſe andere
geworden und hat ſich die Kaiſerreſidenz als ſchönheitsvolle
und vergnügungsſüchtige Stadt gehörig herausgemauſert.
Eine vielumfaſſende Aufgabe, die Fremden aller Länder zu
empfangen und ihnen etwas beſonderes zu bieten, damit
ſie Spree=Athen in guter Erinnerung behalten und das
Wiederkommen nicht vergeſſen wird Berlin im Jahre 1916
geſtellt werden, da nach dem kürzlich in Stockholm geſaßten
Beſchluß die Olympiſchen Spiele dann hier
ſtatt=
finden ſollen. Daß alles, was die Organiſation anbelangt,
trefflich gelöſt werden wird, iſt nicht zu bezweifeln.
Da=
gegen darf man geſpannt ſein, wie das Thema des
Feſtefeierns” ſeine Erledigung finden wird. Auf
dieſem Gebiet haben wir noch keine rechten Erfahrungn
ge=
ſammelt, und was man bisher davon hier im kleineren
Stil geſehen und erlebt, war nicht allzu erfreulicher Art,
am wenigſten die Haltung des Publikums, die mit dem
Wachstum der Bevöllerung und deren bunter Vermiſchung
allerhand ſtets zunehmende, recht häßliche
Begleiterſchein=
ungen aufwies. Dies war mit die hauptſächliche Schuld,
daß unſere einſtigen Volksfeſte gänzlich aus dem Leben
des neuen Berlin ausgewiſcht worden ſind. Und wie
wur=
den ſie früher gefeiert, wie bewegten ſie Alt= und Jung,
Arm und Reich wie waren ſie wochenlang vorher und
wochenlang nachher in Aller Munde welchen Lichtblick
bil=
deten ſie in dem Jahreslaufe des Daſeins der Berliner
Be=
wohner! Da war das Freiſchießen der Schützengilde,
dann die Feier der Schlacht von Groß=Beeren, ferner der
Stralauer Fiſchzug, einige Zeit hindurch auch das
Sedan=
feſt — alles vorbei und für immer erledigt!
Nun bietet ja freilich auch das neue Berlin Tag für
Tag ſo viele Abwechſlungen, ſo viele Vergnügungen, und
zwar meiſt für einen ſehr winzigen Betrag, daß, auch
ab=
geſehen von den Rüpeleien und dem Radau, nach
beſonde=
ren feſtlichen Veranſtaltungen gar kein Verlangen mehr
ſich zeigt. Nach welchem Teile Verlins man während
die=
ſer ſommerlichen Abendſtunden die Schritte richten mag,
ob nach dem Weſten, dem Norden, dem Oſten, dem
Nord=
oder Südweſten, überall liegt eine reichhaltige Speiſekarte
von Vergnügungen und Erholungsſtätten vor uns
ausge=
breitet. Es mag abſonderlich klingen, und doch wage ich
die Behauptung auszuſprechen, daß die Einwohnerſchaft
des modernen Berlin, von deſſen „ſteinernem Häuſerbann”
man ſo gern ſpricht, weit mehr in das Freie kommt, als
die Bevölkerung des vor= oder auch nachmärzlichen Berlin.
Ueber wieviele Parks und Parkanlagen verfügt
gegen=
wärtig unſere Stadt, wie breit und luftia mit reizenden
Blumen= und Raſengürteln verſehen, ſind die neuen
Straßenzüge auf Charlottenburger, Schöneberger,
Wil=
imersdorfer Gebiet, wieviele ſchatige große Gärten der
be=
ikannten Brauereien laden zum Verweilen ein, doft bei
„Muſik und Tanzvergnügen” und wie leicht führen uns
ffür wenige Nickel die Straßen=, Stadt= und Hochbahn
hinaus ins Freie.
Aber auch in der Stadt ſelbſt ſehlt es uns nicht an
her=
vorragenden Vergnügungsſtätten, unter denen der
Zoo=
logiſche Garten noch immer den erſten Rang
ein=
nimmt und ſich ſeine alte Beliebtheit bewahrt hat. Jetzt,
wo ſo ungezählte Berliner fern ſind, iſt ſeine Hoch=Saiſon
da. So manche, die ihre Ferien hier verbringen oder die
ſich eine kurze Ausſpannung gönnen können, widmen ihm
einen ganzen Tag und haben es nicht zu bereuen. Wie
anmutig wandert es ſich hier an einem ſchönen Vormittag
entlang: ſchmetternder Vogelgeſang ertönt aus den
breit=
äſtigen Baumkronen, filberner Tau liegt auf Gräſern und
Halmen, goldene Sonnenſtrahlen huſchen über Weg und
Steg, mit munterem Geſchnatter ziehen in kleinen Zügen
die Entenſcharen durch die von künſtlichem Felsgeröll und
ſchattigen Weiden umrahmten Teiche, an deren Ufern
lang=
beinige Reiher und Flamingos gravitätiſch
umher=
ſtolzieren. Wer. Luſt hat, kann in dieſen Stunden am
beſten die Tiere betrachten und ſtudieren, deren Käfige und
Gehege ſeitens der Wärter geſäubert werden und die
viel=
fach jetzt ſchon ihre Fütterung für den Tag erhalten. Der
Beſuch iſt um dieſe Zeit noch nicht zahlreich; zwar treffen
wir zuweilen auf lange Kinderzüge, beſtehend aus Schülern
und Schülerinnen dieſer oder jener Gemeindeſchulen, die
unter Führung ihrer Lehrer infolge eines ſtädtiſchen
Zu=
ſchuſſes zu dem Unternehmen den Garten unentgeltlich
be=
ſuchen dürfen, aber wie könnten ſie uns ſtören, dieſe
Scharen kleiner Blond= und Schwarzköpfe, die mit
ausge=
laſſenem Jubel die Affenkäfige umdrängen und ſich nicht
ſatt ſehen können, an den drolligen Sprüngen der
langge=
ſchwänzten Vierfühler von denen der „Sandaſſel großen
Reſpekt genießt, die mit ſcheuer Ehrfurcht die Löwen
be=
trachten und ſchreckhaft zurückweichen, wenn der König der
Wüſte ſeine dröhnende Stimme erſchallen läßt, welche mit
weit aufgeriſſenen Augen die ſtelzenartigen Bewegungen
der Giraffen verfolgen und gern ihr ſpärliches
Früh=
ſtücksbrot mit den Rehen teilen, die bereits an die
gut=
mütigen Geber gewöhnt ſind und ſich zutraulich nähern.
Erſt um die vierte und fünfte Nachmittagsſtunde wird
es lebhafter, da erregen jedoch mehr die Menſchen als die
Tiere die Aufmerkſamkeit. Die elegante Welt Berlins
ver=
ſammelt ſich in dem am großen See gelegenen vornehmen
Reſtaurant, das im letzten Jahre eine weſentliche
Er=
weiterung erfahren und auf ſeinen Terraſſen Tauſenden
Platz gewährt. Kaffee und Klatſch, pardon, geſellſchaftliche
Unterhaltung, kommen zu ihrem Recht. Wie das hin= und
hertuſchelt, hinüber und herüber plaudert, kritiſiert und
diskutiert, wie man auf das ſchnellſte unterrichtet wird
üler alles, was in den Salons des weſtlichen Berlin ſich
ereignet, wie eingehend all die Erlebniſſe des Tages und
noch mehr die lieben Nächſten behandelt werden! Letztere
oft genug auf Hör=, mindeſtens auf Sehweite. Nicht
um=
ſonſt heißt ja der ſich zwiſchen dem See und dem
Reſtau=
rant entlang, ziehende Weg die Läſter=Allee! Mit jeder
vorſchreitenden Stunde nimmt das Gewühl auf ihr zu,
man kann die Moden vom Morgen beobachten und ſeine
helle Freude haben an nicht wenigen Damen, die ihre
Koſtüme nur nach einem Karikaturenalbum
zuſammenge=
ſtellt haben können. Geſchmackloſigkeit iſt da oft Trumpf,
aber wenn ſchon nach altem Wort jedes Tierchen ſein
Plai=
ſierchen hat warum nicht auch dieſe Exemplare der
viel=
geſtalteten Gattung Menſch. Jedenfalls tragen ſie reichlich
zum Plaiſier der übrigen vernunftbegabten Lebeweſen bei.
Ein reizvolles großſtädtiſches Bild iſt es, wenn zur
Abend=
ſtunde die elektriſchen Flammen ihr ſtrahlendes Licht
ver=
breiten, wenn die rauſchenden Muſikklänge der
Militär=
kapellen ertönen, wenn es kühl und behaglich unter den
weitkronigen Bäumen wird und ſich auf den
blumenge=
ſchmückten, weißgedeckten Tiſchen die Kriſtallgläſer mit dem
roten oder goldigen Rebenſaft füllen.
Ganz anders ſchaut’s an einem erſten Sonntag im
Monat aus, an welchem der Eintrittspreis nur 25
Pfen=
nige beträgt. Von früh an pilgert es aus allen Stadtteilen
dann heran in dichten Mengen, die Verkehrsmittel, deren
Ziel der Zoo iſt, ſind überfüllt, vor den Kaſſen drängen ſich
in langen Reihen die Einlaßbegehrenden, bei gutem
Wet=
ter beträgt die Zahl der verkauften Karten über 60 000.
Aber der Garten iſt ja groß und beherbergt gut dieſe
un=
geheueren Maſſen, die ein ſo „einnehmendes” Weſen haben.
Hier ein kleines Pröbchen davon: nicht weniger als 25000
Gläſer Berliner Bier und halbſoviele echter Biere
gelang=
ten kürzlich zum Ausſchank neben Wein, Mineralwäſſern
und Limonaden; außer 2000 feſten Mahlzeiten wurden
1200 Portionen zu Einzelpreiſen ausgegeben, und in
rieſigen Mengen gingen die Butterbrote von 30 bis 60
Pfennig ab. Natürlich müſſen die Angeſtellten beträchtlich
vermehrt werden und zwar bis zu 1000 Perſonen, bedienen
doch allein zirka 350 Kellner. Man kann ſich denken,
wie=
viel Geſchirr und wieviele Beſtecke uſw. nötig ſind, werden
doch nicht weniger als 20 000 Kaffeetaſſen und mindeſtens
benſoviele Teller verſchiedener Größen, ferner 15000
Ser=
vietten in Gebrauch genommen. Nur durch die Hilfe der
modermen techniſchen Eirichtungen welche das ſchmuzige
Geſchirr und Silber, ſowie die Wäaſche binnen kürzeſter
Zeit wieder rein und tadellos an die Oberfläche befördern.
ermöglicht ſich die Aufrechterhaltung eines derartig großen
Reſtaurationsbetriebes in vollem Umfang.
An ſolchen Sonntagen hallt der ganze gewaltige
Gar=
ten von Frohſinn und Freude wieder. Die Behaglichkeit
und Eemütlichkeit der Berliner, daneben aber auch ihr
Witz und ihre Spottluſt, gelangen zur vollſten Geltung.
Welche Kalauer” werden vor den Tierzwingern geriſſen,
welche Vergleiche mit dieſen oder jenen „frei dreſſierten”
zweibeinigen Anweſenden und den eingekerkerten
vierbei=
nigen gezogen, und wie viele gewagte zoologiſche
Behaup=
tungen werden hier und da laut, daß ſich die Tiere, wenn
ſie Verſtändnis hätten, in die Seele ihrer Beſchauer hinein
ſchämen würden. Bis zur ſpäten Abendſtunde hält das
Menſchengewühl an, dann wird der oft ſehr weite
Heim=
weg unternommen, häufig zu Zuß, da alle
Verkehrsver=
bindungen beſetzt ſind; matt und müde und verſtaubt langt
man zu Hauſe an, aber . . . hübſch war es doch, iſt die
all=
gemeine Kritik, und „In vier Wochen gehts wieder nach
dem Zapperlotſchen!” erklärt gebieteriſch das
Familien=
haupt, und Frau wie Sprößlinge ſtimmen freudig dieſem
Entſchluſſe bei.
Sport.
* Pferderennen zu Karlshorſt. Priemel=Jagd=
Rennen, 3300 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn.
Perch=
ners Fromme Helene (Theilen), 2. Regina (Torke), 3.
Sprüh=
feuer (E. Weber). Tot. 25.10, Pl. 11, 11. 1610. Unpl.:
Waldtraut (4), Prioti (ref.), Verchland, Red Beß,
Gieß=
bach. Leicht 2½—4 La. — Perleberger Jagd=Rennen,
Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Lt.
Stahlknechts Beautiful Eve (Lt. Frhr. v. Berchem), 2.
Wedding Morn (Beſ.), 3. Bulawayo (Lt. Graf
Strach=
witz). Tot. 42110. Drei liefen. Sicher ½—10 Lg.
Deutſches Hürden=Rennen, 12000 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Hrn. Perchners Horridoh (G. Winkler), 2.
Gal=
vani (Weishaupt), 3. Oben Hinaus (Printen). Tot. 14110,
Pl. 12, 18:10. Unpl.: San Pedro. Leicht 1—10 Lg. —
Berolina=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 15000 Mark,
Di=
ſtanz 3600 Meter: 1. Hrn. J. Kühns Thu’s lieber (Lt. von
Egan=Krieger) 2. Maaslieb (Beſ.), 3. Freifahrt (Lt. von
Witzleben). Tot. 93.10, Pl. 15, 14, 24:10. Unpl.:
Cob=
den (4), Großherzog, Doppelgänger, Princeß of Wales,
Oberbayer, Goldwährung. Sehr leicht 1—2—1½ Lg. —
Markt=Jagd=Rennen, 3000 Mark. Diſtanz 32000 Meter:
1. Lt. Wittmacks Tegleaze (Printen), 2. Mixed Pickles
(Newey), 3. Our Vill (Adolph). Tot. 7110, Pl. 19, 18,
38:10. Unpl.: Adler (4), Muſe, Sinner, Puzzi (gef.),
Sprottau, Prudentia. Sicher 1—7 Lg. — Sommer=Preis,
8000 Mark, Diſtanz 2700 Meter: 1. Hrn. Buggenhagens
Santuzza (Sandmann), 2. Loretta (Newey), 3. Salut
(Printen). Tot. 18310, Pl. 11, 13, 13110. Unpl.: Grace
(4), Clou, Poſtillon, Omama (gef.), Eilige, Cudowa (gef.).
Ueberlegen 1—/ Lg. — Kinder=Rennen 4000 Mart,
Di=
ſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. Schlöskes Kröſus (Archibal), 2.
Solitair (Shurgold), 3. Brangäne (Fox). Tot. 29110, Pl.
16, 33, 21:10. Unpl.: Jeune fille (4), Oberon, Reichsanwalt,
Perle, Sühne, Saint Sabina, Delila, Ger (gef.),
Erfin=
derin Jasmin, Seekind, Frieda. Sicher ½—1 Lg.
* Radrennen. Die 13. Etappe der „Rund durch
Frank=
reich”=Fahrt von Breſt nach Cherbourg brachte nach einem
ſcharfen Reunen Jean Alaboine ſeinen zweiten Sieg in
dieſer Rundfahrt. 45 Teilnehmer, und zwar 27 Gruppen=
und 17 Einzelfahrer, wurden bereits um 2 Uhr morgens
auf die 405 Kilometer lange Reiſe geſchickt. In Guingamp
(116 Kilometer) beſtand die führende Gruppe noch aus 23
Teilnehmern, denen bald darauf Alavoine glücklich
ent=
wiſchte, jedoch wurde er wieder eingeholt, um hinter
Con=
tances (329 Kilometer) endgültig zu entkommen. Alavoine
ſiegte in 14 Std. 10 Min., in kurzen Abſtänden von
Van=
denberghe, Defraye und Thys gefolgt. Im
Geſamtklaſſe=
ment führt immer noch mit großem Vorſprung der
Bel=
gier Defraye mit 44 Punkten vor Chriſtophe mit 81 und
Garrigou mit 105 Punkten.
* Schach. Das Breslauer
Schachmeiſter=
turnier ergab in der 9. Runde die Siege von
Rubin=
ſtein=Warſchau gegen Lowtzky=Leipzig, Mieſes=Leipzig
gegen Balla=Ungarn, Przepiorka=München gegen Treibal=
Ungarn, Breyer=Ungarn gegen Karls=Hannover,
Schlech=
ter=Wien gegen Lewitzky=Rußland und Bum=England gegen
Marſhall=Amerika. Remis wurden die Partien
Spiel=
mann=München gegen Erich Cohn=Berlin, ſowie
Teich=
mann=Berlin gegen Barrasz=Ungarn. Unbeendet blieb
die Partie Tarraſch=Rürnberg gegen Duras=Prag. Von
den Hängepartien ergab diejenige zwiſchen Karls und
Barrasz remis Breyer gewann die ſeinige gegen Lowtzky.
Barrasz und Teichmann haben mit je ſechs
Gewinnpunk=
ten die Führung vor Rubinſtein, Schlechter und Tarraſch.
Pfungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Güte
Pfungstädter „Pilsner‟
Pfungstädter „Kaiserbräu‟
Pfungstädter „Märzen‟
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 1912.
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23)
Achtes Kapitel.
Ein Jahr war vergangen. Für Anna Wronka eine
harte Zeit der Entſagung auf die Freuden früherer Tage.
Doch ſie verlor ihr Ziel nicht aus den Augen und, wie
ſie vorausgeſehen hatte, brachte der lange Winter in der
Einſamkeit Altenwerdes auch eine ſchwache Stunde
Friedrich Wilhelms. An einem Abend, da der Sturm
um die dicken Mauern des Schloſſes tobte und die
Flam=
men in dem Kamin wild auflodernd ſprühten, gleich den
Lichtern in den ſchwarzen Augen der Wronka, ſchlang der
Mann, dem nach friſchem Leben und heißer Liebesluſt
verlangte, ſeine ſtarken Arme um das ſchöne Weib, das
um ihn buhlte.
Er wußte ja, daß dem Onkel nichts lieber ſein konnte,
als wenn auf dieſe Weiſe alle Sünden der Vergangenheit
gelöſcht würden, und ſein Name an die Stelle deſſen trat,
der ihn ſchmählich verwirkt hatte. Doch als Anna dem
alten Herrn die frohe Botſchaft bringen wollte, bat er noch
um Aufſchub. Er ſchämte ſich, daß er Suſanne ſo raſch
vergeſſen konnte. Er begriff ſich überhaupt nicht, denn er
war ſich’ bewußt, daß Anna den Frauen glich, mit denen
er früher in der großen Welt ſein Spiel getrieben hatte,
und von denen der Onkel ſagte: Ich habe ſie ſehr geliebt
— man muß ſie nur nicht, ernſt nehmen.
Aber ſeine Scham und ſeine Zweifel verloren ſich in
der Zeit des ſchwülen, heißen Begehrens, die der
heim=
lichen Verlobung folgte. Die Wronka ließ ihn nicht zur
Beſinnung kommen. Sie gab ſich ihm hin im glühenden
Liebesſpiel, um ſich ihm die nächſten Tage ganz zu
ent=
ziehen, und bei alledem überſchritt ſie nie die Grenzen,
die ihr geſetzt waren, doch nutzte ſie die ihr als Frau
zu=
ſtehende größere Bewegungsfreiheit zu ihren Gunſten aus
Der alte Herr ſah dieſem Treiben beluſtigt zu. Wenn
er auch nicht wußte, daß ſie ſchon verlobt waren, ſo ſah er
doch den Neffen in den Netzen der bezaubernden Frau
ge=
fangen und wartete geduldig der Stunde, in der er ſich
ihm offenbaren würde.
Im Frühjahr wurde Friedrich Wilhelm zu einer
mili=
täriſchen Uebung eingezogen und er wünſchte, daß der
Onkel vorher ins Vertrauen gezogen würde. Anna war
mit allem einverſtanden und beſchloß, die Wochen in
Ber=
lin zuzubringen, um, wie ſie lachend ſagte, ihren
Trouſ=
ſeau zu beſorgen. Es wurde feſtgeſetzt, daß gleich nach
Bagewitz Heimkehr die Hochzeit in aller Stille in Berlin
ſtattfinden ſollte. Der Kammerherr ordnete die
geſchäft=
lichen Dinge mit einer Zartheit und einer Großartigkeit,
daß Anna ihm gerührt um den Hals fiel. Sie gewann
einen Einblick in den fürſtlichen Beſitz, der ihrem Sohn
dereinſt zufallen würde. Dann hatte der alte Herr es er=
möglicht, einige der alten Familienbeſtimmungen z
Gunſten ſeines Neffen alſo zu ändern, daß ihm auf Les
benszeit die Nutznießung des Nebengutes Friedrichshof
verſchrieben wurde. Das machte ihn mit dem Gehalt eines
Vormundes und Verwalters zu einem vermögenden
Manne.
Anna, die als Frau eines Enterbten keinerlei
An=
ſprüche zu machen hatte, wurde auf Familienbeſchluß jetzt
in ihre vollen Rechte eingeſetzt, das hieß, daß ſie als Frall
von Friedrich Wilhelm die Einkünfte der Frauen auf
Altenwerder bezog, ſowie ihr auch nach ſeinem Todeds
Wittum zufallen würde.
Als der Großvater Suſanne die Nachricht der
lobung mitteilte, ſchrieb ſie einen ſehr herzlichen Brief an
Friedrich Wilhelm und erbat ſich in ſeiner und Anns
Abweſenheit zum Großvater zu kommen, um den Knahen
zu betreuen. Das wurde mit großem Dank angenommen,
So ſah ſich Anna zu ihrer großen Freude eines Tages
wieder allein in Berlin. Friedrich Wilhelm hatte es ſich
nicht nehmen laſſen, ſie in eine der vornehmſten Penſionen
zu führen, wo zwei Zimmer für ſie bereit ſtanden. Jetzt
ſaßen ſie zum letzten Plauderſtündchen zuſammen, da
Bagewitz noch heute abend beim Regiment eintreffen
wollte.
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Aſchmuck der Bagewitz behält ſich Onkel noch bis zu ſeinem
Llode vor. Hier haſt Du einen Scheck auf die Bank, ich
Adenke, er wird genügen.
Anna nahm das koſtbare Papier in Empfang und
er=
ſchhrak, als ſie die Höhe der Summe las.
Onkel hat es alſo beſtimmt, Du mußt ihm ſpäter
da=
für danken. Er beſorgt auch die ganze Einrichtung unſerer
AWohnung. Nur ein Zimmer habe ich mir vorbehalten.
Taann möchte ich Dich bitten, Dein Mädchen zu entlaſſen.
Marie? — Ich möchte ſie ſo gern behalten.
Unter keinen Umſtänden.
Ich bin ſo an ſie gewöhnt.
Du wirſt Dich mit einer anderen behelfen müſſen.
Leine Jungfer iſt ſchon beſorgt.
Von wem?
Von Suſanne. Sie hat es auf Onkels Bitte hin
freundlicherweiſe übernommen, unſere Leute aus
Ange=
rigen des Gutes auszuwählen. Sie überläßt Dir ihre
Zette.
Du biſt wohl eiferſüchtig auf mein früheres Leben,
Friedrich Wilhelm? Anna lachte den Verlobten aus.
Eiferſüchtig! — Nein, das iſt nicht das richtige Wort,
Amna, aber ich möchte nicht, daß Du an die früheren
trau=
rigen Zeiten erinnert würdeſt. Berlin iſt groß, ich denke,
keiner erkennt in Dir die Schauſpielerin wieder, die an
eimer Vorſtadtbühne auftrat. Ich vertraus Deiner
Klug=
hekt, daß Du dieſe erniedrigende Phaſe Deines Lebens 1
zegen niemand erwähnſt.
Weſer weiſt Dn, daß ich Schnſteiein onf
Suſanne erzählte es mir. Hatteſt Du ſie um
Schwei=
gen gebeten?
Nein. — Wie lieb von Dir, daß Du niemals davon
ſprachſt. Um des Kindes willen —
Ich weiß — ich weiß, unterbrach er die Rede
raſch. Laß es für immer begraben ſein. Aber ich bitte
Dich noch einmal, ſei vorſichtig. Kleide Dich auf der Straße
ſo einfach wie möglich. Unſere Damen pflegen es in
Ber=
lin ſtets ſo zu halten, nur in Begleitung des Mannes
ge=
ſtatten ſie ſich etwas mehr Extravaganz, obgleich ich gar
kein Freund davon bin. Je einfacher — um ſo beſſer. Nur
bei feſtlichen Gelegenheiten mögt Ihr Euch ſchmücken, aber
dazu wirſt Du in unſerer Einſamkeit nicht oft Gelegenheit
haben.
Werden wir denn wie in einem Kloſter leben? Euere
Familie iſt doch groß, und der Bekanntenkreis auch.
Wir müſſen abwarten, Anna, welche Stellung ſie Dir
und Deinem Knaben einräumen werden. Ich glaube ja
nicht, daß ſie über mich weg Dich Wilhelms Schuld büßen
laſſen werden. Mit dem Tage, da Du meinen Namen
trägſt, biſt Du eine Andere geworden.
In Annas Augen glomm ein heimlicher Zorn, aber
ſie hielt es für klüger, zu ſchweigen, und Friedrich
Wil=
helm fuhr fort: Du biſt eine Fremde und kennſt unſere
Art noch nicht, beſonders nicht unſere Frauen. Fragen
wir Suſanne um Rat, die kann Dir bei der Auswahl des
Trouſſeaus zur Hand gehen. Sie iſt ja in wenigen
Stun=
den hier, wenn Du ihrer bedarfſt. Bisher trugſt Du mit
Vorliebe ſchwarz und weiß, Du wirſt aber jetzt auch Far=
öiges oihen. Ling aur ucht aiht Rebernes ins ant.
Die Mode bevorzugt ja heute das Auffallende.
Sag mal, Friedrich Wilhelm, denkſt Du ein
Aſchen=
brödel aus mir zu machen? Wie trugen ſich denn die
Da=
men, mit denen Du als Berliner Aſſeſſor verkehrteſt.
Denen Du die Cour machteſt, die waren ſicher gut
ange=
zogen. Alſo —
Bagewitz lachte herzlich, ſie war zu drollig in ihrem
Eifer, die Poſition für ſich zu retten.
Du wirſt mir doch nicht die Geſchmackloſigkeit
zu=
trauen, Dir Theaterplunder ins Haus zu bringen. Ich
werde mich dagegen bemühen, daß ich unſerem lieben alten
Herrn eine Augenweide ſein werde. Er verſteht was von
ſchönen Frauen, darum können wir es ſo gut miteinander.
Doch nun wird es Zeit für Dich, der Zug wartet nicht.
Noch ein heißes Umfangen, ein zärtliches Wort, und
Friedrich Wilhelm war gegangen. Kaum, daß die Tür
hinter ihm zugefallen war, ſo nahm die Wronka das
koſt=
bare Papier, wie ſie noch nie eins beſeſſen hatte, in die
Hand — die Wünſchelrute, die ihr alles geben würde, nach
dem ſie ſich oft krank geſehnt hatte. Sie hörte ſeidene
Ge=
wänder rauſchen, über die koſtbare Spitzen rieſelten. In
zartem Weiß ſchimmerte die Leibwäſche aus Batiſt, mit
Stickereien reich verziert. Sie ſah ihre dunkle Schönheit
in der koſtbaren Hülle duftiger Negligees, oder
geſchmack=
voller Nachmittagskleider und auf dem ſchwarzen Haar die
Modetorheit der rieſigen Hüte.
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Nummer 175₰
Darmſtädter Tagblätt, Samstag, den 27. Juli 1912.
Seite 25.
Ungewöhnliche Reiſegelegenheiten.
Plauderei von Dolly Marriot.
(Nachdruck verboten.)
E. Vor einer Reihe von Jahren durchlief eine
allſei=
tige Aufmerkſamkeit erregende Notiz, welche die Reiſe
eines Südamerikaners zum Gegenſtand hatte, die
Zei=
tungen. Jener, ein geborener Spanier, war in ſeiner
Ju=
gend nach einem der ſüdamerikaniſchen Küſtenländer
aus=
gewandert, hatte es dort zu großem Reichtum gebracht
und hegte nun den Wunſch, vor ſeinem Tode noch einmal
die Heimat wiederzuſehen. Er muß wohl eine in
ver=
ſchiedener Hinſicht ſehr bemerkenswerte Perſönlichkeit
ge=
weſen ſein, denn abgeſehen davon, daß er ſich trotz ſeines
hohen Alters — er zählte nämlich mehr als hundert Jahre
— noch ungeſchwächter körperlicher und geiſtiger Kraft und
Geſundheit erfreute, vereinte er in ſich hervorragenden
praktiſchen Sinn, organiſatoriſche Fähigkeit, Talent zum
Herrſchen und eine gewiſſe, von lebhafter Phantaſie
be=
gleitete Exzentrizität. Dieſe letztere ſprach ſich auch in der
Art aus, wie er ſeine Reiſe ins Werk ſetzte. Er ließ ſich
für dieſelbe ein Schiff bauen, das äußerlich völlig ſeinem
ſpaniſchen Vaterhaus glich. Auf dem Schiffskörper
be=
fanden ſich überdachte Wände mit Fenſtern, Türen, Balkon
und Veranda, ja ſogar ein Garten umgab das Gebäude.
Allerdings war er, da er nur aus einem ſchmalen Gange
mit einigen zumeiſt blechernen Pflanzen darauf beſtand,
mehr markiert, als wirklich vorhanden, aber immerhin
trug er doch dazu bei, in dem Methuſalem das Gefühl zu
erwecken, als ob es tatſächlich die ländliche Villa ſeiner
Eltern wäre, in der er über den Ozean ſchwamm.
Natür=
lich war auch die innere Einrichtung, wenn auch in
ver=
kleinertem Maßſtabe, die gleiche bei der Kopie, wie bei dem
Original. Der Greis hatte ſeine ſämtliche, höchſt
zahl=
reiche Nachkommenſchaft von Kindern, Enkeln, Urenkeln
uſw. auf die Meerfahrt mitgenommen und herrſchte unter
ihr wie ein König oder richtiger, wie ein
altteſtamentari=
ſcher Patriarch. In jedem Hafen, in dem das ſeltſame
Schiff anlegte, erregte es ſelbſtverſtändlich das höchſte
In=
tereſſe des Publikums, das nicht verfehlte, über die
abſon=
derliche Laune des Alten zu ſpotten.
Indeſſen — iſt ſie in der Tat ſo abſonderlich? Es
ſcheint ſo und doch lehrt uns die Erfahrung, daß der
Wunſch, ſich auf Reiſen die Illuſion zu ſchaffen, als ob
man ſich daheim zwiſchen ſeinen vier Wänden befände,
keineswegs ſo ſelten iſt. Eigentlich will es uns paradox
dünken, dieſe Reiſeſehnſucht, dieſen Trieb in die Ferne
und das Anklammern an die Häuslichkeit in einer und
derſelben Perſon vereinigt zu finden, aber die Geſchichte
aller Zeiten, vom Altertum bis in unſere Gegenwart zeigt
uns genug Beiſpiele davon. Schon unter der Flotte von
Delos, von der antike Schriftſteller, die ſich mit Perikles
beſchäftigen, berichten, ſoll ſich ein Schiff befunden haben,
das Perikles in ſeinem Innern genau ſo ausſtatten ließ,
wie ſein Lieblingsgemach in ſeinem atheniſchen Hauſe.
Auch einem gewiſſen Konrad von Zitzewitz, der in der
Mitte des ſechzehnten Jahrhunderts im Auftrage ſeines
Herrn, eines Herzogs von Pommern=Stettin, eine Reiſe
nach Dänemark antreten mußte ließen ſeine Freunde als
beſondere Ueberraſchung ſeine Schiffskoje nach dem Muſter
ſeines Stettiner Arbeitszimmers einrichten. Die Chronik
hebt noch beſonders hervor, daß man ſogar einen grünen
Ofen hineingeſetzt hatte, der täuſchend dem glich, welcher
den Zitzewitz daheim vor winterlicher Kälte zu ſchützen
pflegte. Daß dieſe Rieſenkutſchen, in denen Katharina II.
gelegentlich der Reiſe fuhr, bei der ſie die berühmten
Po=
temkinſchen Dörfer ſah, im Innern verkleinerte Abbilder
der zumeiſt von ihr bewohnten Gemächer in dem
Peters=
burger ſogenannten Neuen Palais waren, dürfte wohl
all=
gemein bekannt ſein. Die eine enthielt ihr Schlaf= und
ihr Schreibzimmer, die zweite das Speiſezimmer uſw.;
wenn man unterwegs Raſt machte, ſo ließen ſich alle
Kut=
ſchen zuſammenſtellen, ſo daß ſie eine Reihe von Gemächern
bildeten, die man, ohne auszuſteigen, betreten konnte.
Dieſer Trieb der Menſchheit, ſich auf Reiſen zu Hauſe
fühlen zu wollen, äußerte ſich in alten Zeiten jedoch immer
nur darin, daß man Schiff oder Wagen die annähernde
Beſchaffenheit eines der üblichen Wohnräume lieh, in
unſerer Neuzeit aber, mit ihren ungezählten
vervollkomm=
neten Einrichtungen auf dem Gebiet von Verkehr und
Tech=
nik, hat er zu dem Erſinnen der abſonderlichen
Reiſegele=
genheiten geführt. Wie wohl kaum geſagt zu werden
braucht, ſind Engländer und Amerikaner darin allen
an=
deren Nationen voran. Während der vorerwähnte Trieb
ſich bei ihnen manchmal hauptſächlich darin ausſpricht, daß
ſie ſich die Illuſion der Häuslichkeit ſchaffen wollen, findet
er bisweilen zumeiſt ſeinen Ausdruck in ſolchen
Einrich=
tungen, welche ihnen jene Ungeſtörtheit und
Bequemlich=
keit ermöglichen, die das Reiſeleben ſonſt ſchwer gewährt.
Ein Fall der letzteren Art wird von einem ehemaligen
Viehhändler und ſpäteren Milliardär aus Chicago, James
Bloomfield, erzählt. Er fuhr auf den Rieſenſtrömen
Ame=
rikas auf einer Fähre, die aus einer Anzahl von
Platt=
formen beſtand, deren jede ein Zimmer darſtellte und die
untereinander durch ſchmale überwölbte Brücken und
Glas=
wände verbunden waren. Der Betrieb war elektriſch,
wo=
her denn auch am Abend das ganze Gefährt im hellen
Lichtglanz erſtrahlte. Mr. Bloomfield pflegte ſich immer
eine Schar von Gäſten auf ſeinen Fahrten mitzunehmen;
aber da jeder derſelben ſein eigenes Zimmer hatte, deſſen
Baſis völlig getrennt war von der Plattform, auf welcher
die ſeinen lagen, ſo wurde er nie von deren. Anweſenheit
geſtört und konnte auch auf Reiſen füglich ſagen: „my
home is my caſtle‟ An Land ging er nie, da ſeine Fähre
mit ihren vielen Brückchen ihm Gelegenheit bot, ohnedies
ſpazieren zu gehen und auf dem Zweirad zu fahren.
Auf eine kurioſe Idee kam ein anderer Bürger des
freien Amerika; er erließ vor ungefähr 3 Jahren ein
Preis=
ausſchreiben zwecks Erfindung eines laufenden Gleiſes,
auf das man ein Häuschen ſtellen könnte. Er dachte es
ſich eben ſo ſchön, darin behaglich wohnend, durch die Welt
zu reiſen. Wie er ſich die Sache ſo recht vorgeſtellt hat,
vermag ich nicht zu ſagen; ich las die Notiz nur in einer
Zeitung. Solche laufenden Gleiſe, auf die man ſich ſtellt
und dann, ohne ſich vom Fleck zu rühren, eine kleine
Ent=
fernung zurücklegt, kenne ich zwar aus Ausſtellungen, aber
wie dieſelben ſich durch weite Länder fortbewegen können,
kann ich mir nicht erklären. In der genannten Notiz
wurde übrigens auch geſagt, daß der Preis nicht hatte
erteilt werden können, mangels zweckmäßiger Entwürfe.
Iſt den Leuten, die auf Reiſen nach häuslicher
Be=
quemlichkeit verlangen, von der gütigen Natur die
Götter=
gabe Phantaſie in die Wiege gelegt worden, ſo entwickeln
ſich daraus mitunter Kaprizen, die aus einem Traum oder
Märchen zu ſtammen ſcheinen. Der folgende Fall, den ich
vor acht Jahren ſelbſt erlebte, macht vollſtändig den
Ein=
druck, als ob er von dem Dänen Anderſen erfunden wäre,
um als Epiſode eines ſeiner poetiſchen Märchen zu
ſchmücken. Auf den Lofoten, zwiſchen dem 69. und 70. Grad
ördlicher Breite, wars, wo ich ein junges engliſches
Ehe=
paar kennen lernte, welches jene Inſeln zu Waſſer
durch=
querte und zwar wählte es nicht den Weg über Seen,
Fjörde und Flüſſe, ſondern fuhr ausſchließlich im
Ruder=
boot durch Gräben und Bäche. Die Lofoten, die ſtreng
ge=
nommen, nichts als ein Gewirr von Höhlen, Schluchten,
Bergen, Felſen und ungezählten Waſſerläufen jeder nur
irgend denkbaren Art darſtellen, ſind auch an Gräben und
Bächen ſo überaus reich, daß man, immer auf dieſen
blei=
bend, recht gut jeden Platz der Inſeln kennen lernen
könnte, die Schwierigkeit dabei iſt nur die, daß man des
öfteren an eine Stelle gelangt, wo der Graben oder das
Flüßchen ſich als Waſſerfall in eine Schlucht ergießt oder
die Geſtalt einer reißenden Klamm annimmt. Um in
ſol=
chem Fall nicht in ihrer Ruhe geſtört zu werden, hatten
Mr. und Mrs. John Bull ſich eine ſinnvolle Einrichtung
usgedacht. Auf das eine Ende des Bootes war eine Art
Sänfte geſetzt, die ihnen zum Aufenthalt diente und die,
wenn der Waſſerweg unpaſſierbar wurde, ein paar der
Bootsleute von dem Kahn abhoben und weiter trugen,
in=
des die andern das ſchwanke Gefährt vermöge eines
kunſt=
vollen Mechanismus an Tauen oder Ketten über die
ge=
fährliche Stelle bugſierten. Daß auch dieſe letzteren
der=
weilen den Kahn verlaſſen mußten, verſteht ſich von ſelbſt,
denn wenn dieſer z. B. am Waſſerfall heruntergelaſſen
wurde, ſo konnte natürlich kein lebendes Weſen darin
ver=
leiben. Befand man ſich dann wieder an einer ſchiffbaren
Stelle des Waſſerlaufs, ſo wurde die Sänfte von neuem
auf das Boot geſtellt. Die Sänfte enthielt nichts als das
Lager des Ehepaars, mit ausziehbaren, als Tiſchchen oder
Pulte dienenden Brettchen daran, aber mit welch
poetiſch=
hantaſtiſchem Raffinement war ſie ausgeſtattet! Ich
glaube, ihren Beſitzern muß bezüglich ihrer Dekoration ein
Blumenkelch vorgeſchwebt haben, denn mehrere Lagen
ver=
ſchieden gefärbter Seidenvorhänge, die ſich wie Blumen=
bäater übereinander bauſchten und die man nach Belieben
zu= und aufziehen konnte, waren darum drapiert. Bei
ſchönem Wetter ließ man die Sänfte oben offen, bei
ſchlech=
tem aber wurde das Glasdach darüber geſchloſſen. Sie
hatte überhaupt das Ausſehen eines Glaskaſtens, deſſen
Seitenfenſter ebenfalls zum Oeffnen eingerichtet waren;
die Vorhänge hatte man im Innern angebracht. Nun
muß man ſich vorſtellen, daß das Ehepaar ſich in ſeiner
nächtlichen Ruhe abſolut nicht ſtören ließ, wenn der Kaſten
vom Kahn gehoben und als richtige Portechaiſe weiter
ge=
tragen wurde! Ja, die junge Frau behauptete, daß ihr
gerade die Nachtfahrten ein beſonderes Vergnügen
bereite=
ten, und das um ſo mehr, als ſie ihren poetiſch=traumhaften
Reiz noch durch muſikaliſche Genüſſe ſteigerte. Die Ruderer
mußten nämlich auf Kommando Volkslieder ſingen, auch
gab es einen Phonographen, welcher die Töne einer
Aeols=
harfe reproduzierte, in dem Glaskaſten. Das Eſſen nahm
das Ehepaar an Land in irgendeiner Herberge ein oder
ließ es ſich in die Gondel bringen. Die beiden
erkundig=
ten ſich, als ſie hörten, daß ich eine Deutſche wäre, bei mir
nach den Waſſerverhältniſſen im Spreewald, da ſie
beab=
ſichtigten, auch dort eine Tour zu unternehmen.
Gegenüber Reiſegelegenheiten, wie den beſchriebenen,
von denen doch eigentlich nur Millionäre Gebrauch
machen können, erſcheinen andere gleichfalls höchſt
unge=
wöhnliche, deren Schilderung ich las oder hörte, ſo
primi=
tiv daß man die Gewohnheiten eines antiken Spartaners
haben muß, um ſich ihrer zu bedienen. Wer hätte nicht die
Kunde von dem Manne vernommen, der in einem
ausge=
höhlten Baumſtamm über den Ozean fuhr! Sein
Seiten=
ſtück bildet jener Gentleman, der es verſuchte, auf einem
Floß nach Amerika zu ſchwimmen, leider aber dabei
er=
rrank. Beide Unternehmen ſollen auf eine Wette
zurück=
zuführen ſein. Das gleiche trifft für die Reiſe eines
Italieners zu, der von Florenz nach Rom auf den Dächern
der Eiſenbahnwagen gefahren iſt. Er machte es möglich,
unbeobachtet darauf zu gelangen und ſich bei der Ankunft
durch raſches Abſpringen und Dayonlaufen vor
Beſtraf=
ung zu ſchützen. Uebrigens habe ich in einem alten Band
Gartenlaube aus dem Jahre 1876 in einem Artikel über
Amerikareiſen geleſen, daß gelegentlich der
Ackerbauaus=
ſtellung bei Cleveland im September 1872 zahllofe ſolcher
„Deckpaſſagiere” die Reiſe dorthin unentgeltlich gemacht
hätten. Sogar auf der Lokomotive, wo ſich ein
glasbe=
dachtes Coupé für den Führer und ſeine Gehilfen befindet,
ſollen ſie ſich eingedrängt haben. Wenn der Zug noch im
langſamen Einfahren in den Bahnhof war, ſprangen ſie
auf Dächer von Wagen, die auf den Nebengeleiſen ſtanden,
um nicht von der Menge aufgehalten zu werden. Man
pflegt ſolche Leute, die, ohne zu bezahlen, von einer
Ver=
kehrsgelegenheit widerrechtlich Gebrauch machen,
gemein=
hin „blinde Paſſagiere” zu nennen. Ihrer gibt’s viele.
Wie mancher unter uns hätte nicht ſchon beobachtet, daß
man ein Kind, in einen Koffer oder eine Kiſte geſteckt, ins
Eiſenbahncoupé einſchmuggelte! Auch der bekannte
italie=
niſche Journaliſt Barzini erzählt, daß ſich auf der Reiſe,
die er in Begleitung des Herzogs der Abruzzen im
Auto=
mobil nach Sibirien gemacht, wiederholt Leute gefunden
hätten, die es verſuchten, ein Wägelchen an den Kraftwagen
anzubinden.
Unter den ungewöhnlichen Reiſegelegenheiten habe ich
es bis jetzt verabſäumt, das Luftſchiff und den
Flug=
pparat zu nennen. Warum? Nun, weil es
wahrſchein=
lich bald aufhören wird, dazu zu zählen. Haben wir doch
bereits Luftſchiffe, die für den regelmäßigen Gebrauch der
Paſſagiere eingeſtellt find und wenn die Sache bezüglich
ihrer bis jetzt auch immer etwas ſchief gegangen iſt, ſo
wird es ſicherlich bald beſſer werden. Alſo ſprechen wir
nicht von den „Luftreiſenden”.
Ich könnte nun noch von der Beförderungsart der
Reiſenden mit Hilfe von Elefanten und Dromedaren, auf
deren Rücken ſich kleine Pavillons befinden, erzählen, aber
auch dieſe Reiſegelegenheiten ſind in den exotiſchen
Län=
dern, in denen man ihnen begegnet, nicht ungewöhnlich.
Dies Beiwort gebührte höchſtens noch den verſchiedenartig
konſtruierten Waſſervelozipeden, Segelfähren,
Schwimm=
apparaten uſw., auf denen ihre kühnen Erfinder die Fahrt
über den Ozean wagen. Die Zahl dieſer Gefährte iſt aber
zu groß — auch vergrößert ſie ſich beſtändig — als daß ich
es unternehmen könnte, mich über die Beſchaffenheit auch
rur der beſſer konſtruierten unter ihnen zu verbreiten.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 26₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Inli 1912.
Nummer 175.
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Nummer 175.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Juli 191s.
Seite 27.
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nachmittags, ſtattfindenden
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außerdem Montag, den 29. Juli, und Dienstag, den
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unter Mitwirkung des „Wilhelm Etzold’schen
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quartetis” (preisgekrönt), Dirigent Wilhelm Etzold.
Chöre: Offenbarung, N. v. Wilm. Waldestroſt, H. Schöne Mein
Lied, H. Uthmann. Uebers Jahr, Zerlett. Im tieſen Keller, K. Kern.
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
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Sonntag, den 28. Juli:
Grosses Miltär-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Grossh. Art.-Korps
Leitung: Herr Obermuſikmeiſter F. Mickley.
Anfang 8 Uhr.
Programm: U. a. Jubel=Ouvertüre von Bach.
Divertiſſe=
ment ans „Troubadour” von Verdi. WValse Brunes von Krier.
Angereihte Stücke aus „Der fidele Bauer” von Fall.
Schlummer=
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Meiſter bearbeitet von Necke:
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Sonntag, den 28. Juli:
großes
Iiimfar-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Grossh. Artillerie-Korps
Leitung: Herr Obermuſikmeiſter F. Mickley.
Programm. U. a. Ouvertüre zur Oper „Martha” von
Flotow. Fantaſie aus „Mignon” von Thomas. Angereihte
Stücke aus Lohengrin” von Wagner. Tanz=Suite von
Wald=
teufel. „Grüß mir das blonde Kind am Rhein” von Blon. Solo
Herr Speier. Ballettmuſik aus Die Jüdin” von Hale vy.
Muſik International, bearb. von Necke. „Aus der Biedermeierzeit‟
Ländler=Idyll von Kockert. „Knallbonbons”, Potpourri aus den
neueſten Operetten von Moren a.
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Soliſten: die Herren W. Klein, Jürgen, Schomburg,
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Rot=
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Mills. 4. Fantaſie aus „Der
Trom=
peter von Säkkingen” von Neßler.
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„Die moderne Eva” von Gilbert.
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Carl E. Me Coy.
Sonntag, den 28. Jnli
von 11½—12¼ Uhr mittags auf
dem Paradeplatz Konzert der
Kapelle des Großh. Art.=Korps.
Programm=
1. „Siegreicher Adler‟, Marſch
von Roſey. 2. Ouverture zur Op.
„Martha” von Flotow. 3. „Valse
Brune” von Krier. 4. Fantaſie
aus „Troubadour” von Verdi.
5. Intermezzo und Barcgrole aus
Hoffmanns Erzählungen” von
Offenbach. 6. „Rotfeder”
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Darmstadt, Rheinstrasse 33.
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Philipp J. Schmidt,
Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer.
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Rehragoutper Pfd. 40Pf.
Lapins von 70 Pf. an.
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Heinrich Grimm, Hoſteſ.
Schulſtraße 16.
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Hoflieferant Ernst Breimer.
Telephon Nr. 76.
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unt. E 14 an die Exp. (*2110 Heinheimerſtr. 20, 3. Stock. (827a
Einem verehrten Publikum, Freunden und Gönnern mache
hiermit ergebenſt bekannt, daß ich Montag, den 29. Juli, die Wirtſchaft
von Herrn W. Hille, Arheilgerſtraße 50, übernehmen werde.
Es wird ſtets meine erſte Aufgabe ſein, gute Speiſen und
Getränke zu verabreichen.
Um geneigten Zuſpruch bittet
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Heinrich Schwarz.