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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Im engliſchen Unterhauſe hielt Churchill
eine Rede zur Begründung des Ergänzungs=
Flotten=Etats, in der er ſagte, der
unmittel=
bare Anlaß zu den Nachforderungen wäre das neue
deutſche Flottengeſetz. Der Ergänzungskredit wurde
mit 291 gegen 42 Stimmen bewilligt.
In Gegenwart des engliſchen Königs iſt der
neue Hafen in Immingham bei Grimsby
ein=
geweiht worden.
Das Königspaar von Schweden iſt geſtern
mittag in den Finniſchen Schären eingetroffen,
wo eine Begegnung mit dem Zarenpaar ſtattfindet.
Der Zuſtand des Kaiſers von Japan iſt
unverändert. Die Meldung, daß Marquis
Katſura ſeine europäiſche Reiſe aufgeben werde,
wird als verfrüht bezeichnet.
Der engliſche Ergänzungs=Flottenetat.
* In der Rede zur Begründung des
Er=
gänzungsflottenetats im engliſchen
Un=
terhauſe führte der Marineminiſter Churchill
ſaus:
Die direkte Urſache des Nachtragetats iſt das neue
deutſche Flottengeſetz. Deſſen Ziel und
Charak=
ter wurden bisher vom Miniſtertiſch nicht erklärt und vom
Lande nicht erkannt. Der Charakter des deutſchen
Ge=
ſetzes iſt nicht die Vermehrung der Linienſchiffe, ſondern
die Vermehrung der Schlachtbereitſchaft der Schiffe aller
Klaſſen, die unmittelbar und zu allen Jahreszeiten
ver=
fügbar ſein werden. Ein drittes Geſchwader aus acht
Schlachtſchiffen wird geſchaffen und in voller
Beman=
nung als ein Teil der aktiven Schlachtflotte erhalten
werden. Vor dem neuen Geſetz beſtand die aktive
Schlachtflotte aus 17 Schlachtſchiffen, 4 Schlachtkreuzern
und 12 kleinen Kreuzern. In naher Zukunſt wird die
aktive Flotte aus 25 Schlachtſchiffen, 8 Schlachtkreuzern
und 18 kleinen Kreuzern beſtehen. Während jetzt nach
dem geltenden deutſchen Rekrutierungsſyſtem die
deutſche Flotte im Winter weniger Bewegungskraft
be=
ſitzt als im Sommer, wird ſie kraft des neuen Geſetzes
nicht nur verſtärkt, ſondern viel ſchneller verfügbar ſein.
Von der Geſamtzahl von 144 Torpedobooten werden 99
ſtatt 66 in vollem Dienſt ſtehen. Der diesjährige deutſche
Flottenetat ſetzte dreiviertel Millionen Mark für den Bau
von Unterſeebooten feſt. Das neue Geſetz fügt eine
viertel Million hinzu. Die Ausgabe kehrt
vorausſicht=
lich in den folgenden Jahren wieder. Während der
Dauer des neuen Geſetzes werden 72 neue
Unterſee=
bovte gebaut, von denen anſcheinend 54 dauernd
vollbe=
mannt werden. Die allgemeine Wirkung des Geſetzes
iſt: faſt vier Fünftel der ganzen deutſchen Flotte dauernd
in vollem Dienſt zu halten, das heißt, in dauernder
Kriegsbereitſchaft. Ein ſolches Verhältnis findet kein
Beiſpiel in der bisherigen Praxis moderner Seemächte.
Eine ſo große Aenderung in der Entwickelung der
dent=
ſchen Flotte ſchließt natürlich eine bedeutende
Vermeh=
rung des Perſonals ein Im Jahre 1898 betrug die
Zahl der Offiziere und Mannſchaften 25000, jetzt 66 000.
Nach dem früheren Flottengeſetz würde nach unſerer
Schätzung das Perſonal der deutſchen Flotte erſt 1920
66500 Offiziere und Mannſchaften erreicht haben. Der
Mannſchaftsbeſtand werde im Jahre 1920 101500 Mann
betragen.
Die Vermehrung der Streitkraft der deutſchen
Flotte, wie ſie durch das deutſche Flottengeſetz feſtgeſetzt
worden ſei, ziehe die Reorganiſierung der britiſchen
Streitkräfte nach ſich, um den notwendigen
Sicherheits=
überſchuß zu erhalten. Eine kühl überlegende, ſtetige und
methodiſche Vorbereitung, die ſich über mehrere
aufeinan=
der folgende Jahre erſtrecke, könne allein den
Sicherheits=
überſchuß an Streitkräften heben. Die Anſpannung, die
Großbritannien zu tragen habe, würde eine
lange und langſame ſein, keine Hilfe könne von einer
impulſiven, zielloſen Handlungsweiſe kommen.
Groß=
britannien müſſe von ſeinen deutſchen Nachbarn lernen.
bei denen die Flottenpolitik unerſchütterlich auf ihr Ziel
losgehe „Wir müſſen einen großen Ueberſchuß an
Stärke haben, der ſofort in Bereitſchaft iſt.‟ Der
Flot=
tenmachtetat ſehe keine übermäßig große Zahl
von Neubauten vor, aber die Anzahl der Schiffe, welche
in den nächſten Jahren zu bauen ſeien, müſſe die Zahl
überſteigen, auf der die Admiralität ſie zu halten gehofft
habe. Es ſei vorgeſehen, weitere Unterſeeboote zu
bauen. Der Bau von leichten Kreuzern ſei zu
beſchleu=
nigen. Er ſchlage vor die Anzahl der voll in den Dienſt
geſtellten Schlachtſchiffe von 28 auf 33 zu erhöhen. Die
zweite Flotte würde aus acht Schiffen beſtehen. Von
1914 an würde Großbritannien fünf Geſchwader von im
ganzen 41 Schlachtſchiffen haben. Vier von den fünf
Ge=
ſchwadern würden voll in Dienſt ſtehen. Die vorge=
Glagenen Maßnahmen würden nach Anſicht der Admi=
ralität den Bedürfniſſen von 1914 bis 1915 angemeſſen
ſein. Die Regierung beſchloß, ſechs ältere Schlachtſchiffe
aus dem Mittelmeer zurückzuziehen und ſie durch vier
Schlachtſchiffkreuzer vom Invincible=Typ zu erſetzen.
Nach Churchill ergriff Balfour das Wort. Er
ſagte: Jeder würde zugeſtehen, daß die Ausſichten für
Europa keine angenehmen ſeien, aber er hoffe, daß, wenn
England ſeine Schuldigkeit tue, der Frieden erhalten
würde, obſchon er ſich nicht verhehlen wolle, daß ein
moderner Frieden faſt ebenſo koſtſpielig ſei, als ein Krieg
in früheren Zeiten, aber allerdings immer noch viel
bil=
liger als ein moderner Krieg. Seine Hoffnung auf den
Frieden ſei auf die Tatſache gegründet, daß ein moderner
Krieg, insbeſondere ein alles umfaſſender Krieg, ein ſo
niederſchmetterndes Unglück ſein würde, daß der
unüber=
legteſte Staatsmann mit Erſchrecken vor der Ausſicht auf
ihn zurückweichen würde. Wenn es zu einem
allgemei=
nen Krieg kommen ſollte, dann ſcheint es ihm, daß die
Flotten der Triple=Entente heute nicht unzureichend ſeien
und ſich auch nicht als unzureichend erweiſen werden,
gegenüber jeder Anforderung, die an ſie geſtellt werden
mag. Obgleich England ſchon unter der Größe der
Ausgaben ſeufzen werde, müſſen dieſe Laſten doch
an=
dauern, ſolange wie der unſinnige Wettbewerb im
Schiffsbau andauere.
Hierauf ſprach Premierminiſter Asquith Er
erklärte, er ſei gänzlich der Anſicht Balfours, daß die
internationale Gruppierung von Mächten auf den
Frie=
den hinarbeite Er wünſche in der nachdrücklichſten Weiſe
zu betonen, daß Großbritannien ein höchſt widerwilliger
Wettbewerber im Flottenwettrennen ſei. Es iſt aber
nicht, wie viele denken, fuhr Asquith fort, von uns
provo=
ziert. Wir ſind mit enormen Koſten Teilnehmer
gewor=
den, nicht aus freiem Willen, ſondern unter dem Zwang
der Umſtände. Die Ausgaben ſo ſehr wir ſie
oeee=
dauein, ſind gerechtfertigt, weil es notwendig iſt, die
Sicherheit unſerer Küſten, unſerer Dominions imd
unſeres Handels ſowie den Frieden der Welt zu
erhal=
ten Dies ſind die beiden leitenden Momente unſerer
Politik, die wir ſtets beobachten, welche Partei ſich im
Amt befindet und welche Gruppierung der Mächte auch
beſtehen mag. Wir müſſen unſere Stellung behaupten
und wir müſſen ſie in ihrer ganzen Ausdehnung
behaup=
ten. Es hat keine Aenderung in unſerer Politik im
Mittelmeer ſtattgefunden, aber es hat ſich ſeit
Jahren allmählich eine Veränderung vollzogen in dem,
was man das ſtrategiſche Gleichgewicht nennen könnte.
Der Schwerpunkt zur See hat ſich für uns vom
Mittel=
meer nach den heimiſchen Gewäſſern verſchoben. Das
be=
deutet jedoch nicht, daß es im Mittelmeer keine britiſchen
Intereſſen zu ſichern gibt. Jeder weiß, wir können unter
keinen Bedingungen das Mittelmeer als einen Schauplatz
behandeln, in dem wir keine direkten eigenen Interaſſen
haben, oder als einen ſolchen für den wir die Sorge
oder die Sicherung jemand anders überlaſſen könnten.
Wir müſſen im Mittelmeer in der Lage ſein, unſere
In=
tereſſen zu behaupten und gegen alle Zufälle zu ſichern,
die man vernünftigerweiſe erwarten kann.
Premiermini=
ſter Asquith widerholte dann die Einzelheiten der von
Churchill mitgeteilten Aenderungen und ſagte: Nach
An=
ſicht unſerer ſeemänniſchen Ratgeber und nach ſorgfältiger
Erwägung aller Tatſachen für die Zeit, für welche wir
pflichtgemäß ſorgen müſſen und im Vorausblick auf die
nächſten drei Jahre wird dieſe Streitkraft reichlich
ge=
nügend ſein, die britiſchen Intereſſen im Mittelmeer
gegen alle möglichen Fälle zu ſichern.
Nach weiterer Debatte wurde der
Ergänzungs=
kredit für die Erhöhung des Mannſchaftsbeſtandes um
1500 Mann mit 291 gegen 42 Stimmen
angenom=
men. Gegen den Kredit ſtimmten die Mitglieder der
Arbeiterpartei und einige Radikale.
Die Londoner Preſſe beſchäftigt ſich mit der
Rede Churchills.
Daily Chronicle ſchreibt: Mr. Churchill
nimmt denſelben Standpunkt ein wie in ſeiner Rede vom
März Dieſer Standpunkt bedeutet keine Feindſchaft
ge=
gen Deutſchland, wohl aber die offene Anerkennung der
Tatſache, daß eine Politik der Ueberlegenheit von 65
Prozent über die nächſtſtärkſte europäiſche Flotte eine
Verſtärkung oder Schwächung unſerer Flotte bedeutet in
dem Verhältnis, wie Deutſchland ſeine Flotte vergrößert
oder verringert. Das Blatt ſchließt: Wir ſehen keine
Hoffnung auf Erleichterung von dieſer Bürde, ſo lange
die internationalen Beziehungen bleiben wie ſie ſind.
Nur von einer Verbeſſerung dieſer Beziehungen, vor
allen Dingen zu Deutſchland, können wir eine wirkſame
Erleichterung erwarten. — Daily News betonen,
daß Ehurchills Rede mit ſeiner Rede vom März
übereinſtimme, daß aber auch jede Abweichung
von ſeinem früheren Programm einen ſchweren
Bruch ſeiner verantwortlichen Verpflichtungen
bedeutet haben würde. Das Blatt fagt:
Miſter Churchill malt die Lage in den düſterſten Farben.
Wenn man ſeine Rede lieſt, fühlt man ſich unwillkürlich
an den denkwürdigen Tag des Jahres 1909 erinnert, wo
Mc. Kenna und Balfour die Panik wegen der angeblichen
Beſchleunigungen im deutſchen Schiffbau hervorriefen.
Das Batt fragt, ob es nicht die erſte Aufgabe der
Re=
gierung ſei, den Gegenſatz zu Deutſchland zu beendigen.
Der einzige Lichtblick in der Lage ſei die Haltung der
Kolonien, zumal Kanadas. — Die Times ſagt:
Chur=
chills Verſprechungen vom Juli ſind ebenſo gut wie die
vom März, aber es bleiben Verſprechungen Mit der
Verſtärkung der Mannſchaften iſt die Times zufrieden,
desgleichen mit der Abſicht, die Beſoldung zu verbeſſern.
Das Blatt läßt aber die Frage offen, ob Churchills
Ver=
ſprechungen auch entſprechende Vorkehrungen für den
Neubau in den nächſten fünf Jahren bedeuten. Die
Haupt=
wirkung von Churchills Erklärungen kontraſtierten ſtark
mit ſeiner Schilderung der Lage, denn er kündigt die
Verlegung von 4 Invincibles und 4 anderen modernen
Kreuzern aus der Nordſee in das Mittelmeer an. Vom
Standpunkt der Mittelmeerpolitik aus ſind dieſe
Maß=
nahmen anzuerkennen, aber wie könne Churchill ſie mit
ſeinem Nordprogramm, einer Konzentration in der
Nord=
ſee, in Einklang bringen oder mit ſeiner noch mehr
be=
unruhigenden Darlegung der Situation in der Nordfee?
Auch die Times glaubt an die engliſchen Schiffe und die
engliſchen Seeleute, aber man ſei nicht gewohnt geweſen,
dieſe Imponderabilien in die Rechnung der
gegenwär=
tigen Flottenſtärke einzuſtellen, und das Blatt glaubt
nicht, daß Churchill ſelbſt ſie in Wirklichkeit als ein
feſt=
ſtehendes und unanfechtbares Element der engliſchen
Ueberlegenheit anſehe. Die Times verſpricht ſich das
meiſte von der Unterſtützung der Kolonien. — Der
Daily Telegraph meint daß ein neues Kapitel in
der Geſchichte des britiſchen Reiches beginne, da Kanada
entſchloſſen ſei das Mutterland zu unterſtützen. — Die
Morning Poſt bedauert, daß Churchill nicht die
Ab=
ſicht angekündigt habe, ein Extrageſchwader von 8
Schif=
fen und eine entſprechende Anzahl von Kreuzern zu
bauen.
Deutſches Reich.
— Die Betriebseinnahmen der
preu=
ßiſch=heſſiſchen Staatseiſenbahnen haben
im Monat Juni gegenüber dem gleichen Monat des
Vorjahres im Perſonenverkehr 3,3 Millionen Mark,
gleich 5,05 Prozent weniger, im Güterverkehr 11,6
Mil=
lionen Mark, gleich 10,40 Prozent mehr, insgeſamt mit
Einſchluß der Mehreinnahmen aus ſonſtigen Quellen 9,2
Millionen Mark, gleich 4,92 Prozent mehr, betragen. Die
Zahl der Werktage in beiden Jahren iſt gleich. In
Be=
tracht zu ziehen iſt jedoch, daß das Pfingſtfeſt 1911 in
den Juni, 1912 aber in den Monat Mai fiel.
— „Köln”, „Berlin” und Rom. Die
maß=
loſen Angriffe, die von den „Berlinern” in dem Organ
des Grafen Oppersdorff uſw. gegen die „Kölner”
gerich=
tet wurden, nennt die Köln. Volksztg, einen zum
Him=
mel ſchreienden Skandal. Verantwortlich aber iſt für
ihn nach Anſicht der K. V.=Z. die Correſpondance de
Rome. Das rheiniſche Zentrumsblatt ſchreibt in dieſer
Beziehung:
„Das iſt die Schule der Correſpondance de Rome!
Seitdem dieſes Verhetzungsorgan vor fünf Jahren
da=
mit begonnen hat, in die innerkatholiſchen Streitfragen
eine vergiftende, perſönliche Note hineinzutragen, iſt das
Uebel ſo groß geworden. Die Spezialitäit der
Verwer=
tung von Privatbriefen und Privatdokumenten, ſowie
von angeblichen Aeußerungen im Privatgeſpräch, die ſog.
„Enthüllungen” die Entdeckung von „internationalen
Verſchwörungen” der haßerfüllte Kampf gegen einzelne
Perſonen, wurde durch ſie in die katholiſche Preſſe
ein=
geführt. Ihr Vorbild hat dann in verderblichſter Weiſe
Schule gemacht. Der in dieſem Preßgebaren ſich
offen=
barende Gegenſatz gegen alle Prinzipien des
Chriſten=
tums, namentlich gegen Wahrhaftigkeit und Liebe iſt
der=
art, daß man nicht genug betonen kann: Das iſt ſchon
lange weder chriſtlich noch katholiſch mehr!“
Gegen die Correſpondance de Rome iſt in der Köln.
Volksztg, ſchon manches ſcharfe Wort gefallen; eine ſolche
Sprache aber hat man bisher nicht vernommen. Daß die
Köln. Volksztg, in dieſer Weiſe gegen die Correſp. de
Rome vorgeht, erſcheint um ſo bemerkeuswerter, als der
Herausgeber der Correſp. de Rome, der ſattſam bekannte
Monſignore Benigni, auch nach ſeiner Amtsentſetzung der
Schützling des Kardinalſtaatsſekretärs Merry del Val
geblieben iſt. Das zeigte ſich recht deutlich im
vergange=
nen Frühling, als die klerikale Augsburchtr Poſtztg.
mitteilte, daß Benigni, der trotz ſeiner Entfernung aus
dem Staatsſekretariat nach wie vor dort aus= und
ein=
gehe, Verrat an der katholiſchen Kirche in Ruſſiſch=Polen
begangen habe. Der Kardinalſtaatsſekretär hat damals
die Augsburger Poſtztg., wie ſie ſelbſt in Nr. 61 berichtete,
durch den Biſchof von Augsburg wiſſen laſſen, daß jener
Vorwurf „unwahr und ehrenrührig für den heiligen
Stuhl und deſſen Funktionäre” ſei, die übrigen Angaben
des Augsburger Blattes jedoch mit Stillſchweigen
über=
gangen. Der jetzige Vorſtoß der Köln. Volksztg. gegen
die Correſp. de Rome trifft alſo nicht nur ihren Heraus=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Miktwoch, den 24. Juli 1912.
Nummer 172.
geber Monſignore Benigni, ſondern auch ſeinen
Protek=
tor, den Kardinalſtaatsſekretär Merry del Val.
— Die deutſch=franzöſiſchen Kongo
Vereinbarungen. Die von der deutſch=franzöſiſchen
Kongo=Kamerun=Kommiſſion über die Ausführung des
deutſch=franzöſiſchen Abkommens vom 4. November 1911
ausgearbeiteten Vereinbarungen umfaſſen drei Entwürfe.
Der erſte betrifft die Vorbereitung der
Abgrenzungs=
arbeiten und hat rein techniſchen Charakter. Er ſetzt feſt,
daß eine gemiſchte Kommiſſion die Abgrenzung
ausfüh=
ren ſoll, und regelt, wie auf die beſte und ſchnellſte Art
und Weiſe der Zug der Grenze feſtzuſtellen iſt, gemäß der
Definition in Artikel 1 des Vertrages vom 4. November
1911 und in Artikel 4 dieſes Vertrages, der empfiehlt,
der Geſtaltung des Terrains und den lokalen Umſtänden
Rechnung zu tragen. Der Entwurf über die Uebergabe
der ausgetauſchten Gebiete ſetzt die Zeitpunkte feſt, an
denen die verſchiedenen Gebiete in Bruchſtücken und nach
und nach übergeben werden ſollen, und zwar in einer
Weiſe, die der gemiſchten Grenzkommiſſion ihre
Tätig=
keit möglichſt erleichtern, Zwiſchenfälle vermeiden und das
Anſehen der europäiſchen Nationen in den Augen der
Eingeborenen wahren ſoll. Dann folgt der bereits
ge=
meldete Entwurf betr. die Konzeſſionsgeſellſchaften. Die
drei Entwürfe werden erſt definitiv, wenn ſie die
Zuſtim=
mung der beiden vertragſchließenden Regierungen
erhal=
ten haben.
Ausland.
Schweiz.
Abwehr der Streiks. Wegen
neuer=
licher Streikbewegung und um erfolgreich gegen die
Führer der ſtreikenden Arbeiter vorgehen zu können
haben ſich Vertreter der bedeutendſten größeren
In=
duſtrien in Genf zu einem Verband der Arbeitgeber
zuſammengeſchloſſen.
Rußland.
Die Reiſe des Fürſten Katſura. Ein
Diplomat aus Fürſt Katſuras Begleitung teilt mit: Fürſt
Katſura erhielt Depeſchen aus Tokio, wonach ſich der
Zuſtand des Mikados etwas gebeſſert hat. Falls die
Beſſerung anhalte und der geheime Rat in Tokio nicht
zuſammenträte, werde der Fürſt ſeine Reiſe fortſetzen.
Einſtweilen zaudernd bleibe er bei der ſchleunigen
Ab=
wickelung ſeiner Geſchäfte in Petersburg, um zur
Rück=
reiſe bereit zu ſein. Im Auswärtigen Amt erklärt
ruſſiſcher Diplomat, Fürſt Katſura habe mit der ruſſiſchen
Diplomatie noch nichts verhandelt. Dieſe wiſſe bisher
nichts von beſonderen Aufträgen des Fürſten.
Unbe=
dingt dementieren könne man freilich die politiſche
Miſ=
ſion des Fürſten Katſura nicht. Geldleute ſind
über=
zeugt, daß Japan die Anregung geben will zu einem
ruſſiſch=japaniſchen Staatsvertrag über die Hegemonie
in Oſtaſien, dem Rußland einſtweilen zaudernd
gegen=
überſteht. Eine Tokioer Meldung der Times beſtätigt,
daß Rußland und Japan zu einer neuen Verſtändigung
über ihre Intereſſenſphären in Nordchina gelangt ſeien.
Rußlands Anſprüche auf die äußere Mongolei hätten
Japan zu dem der Konferenz der Sechsmächte=
Bank=
gruppe in Europa mitgeteilten Vorbehalt über die
in=
nere Mongolei veranlaßt. Unter der inneren Mongolei
ſei nach Japans Mitteilung an die Mächte der weſtliche
Teil der ſüdlichen Mandſchurei zu verſtehen, der Teil,
der den als innere Mongolei bezeichneten chineſiſchen
Verwaltungsbezirk ausmache. Anſcheinend ſei dieſe
Er=
klärung von den Mächten nicht als eine Erweiterung der
japaniſchen Einflußſphäre aufgenommen worden.
Gleich=
wohl hätten angeblich Japan und Rußland den Wunſch
nach einer genauen Abgrenzung ihrer beiderſeitigen
Sphären kundgegeben und dieſe Abgrenzung ſei in einer
neuen geheimen Vereinbarung niedergelegt. Dieſe
Ver=
einbarung als eine Art Bündnis darzuſtellen, liege
kei=
nerlei Veranlaſſung vor.
Türkei.
Die Zuſammenſetzung des Kabinetts
iſt endgültig. Mahmud Mukhtar, der Sohn des neuen
Großweſirs, übernahm das Marineportefeuille,
Nora=
dunghian das für öffentliche Arbeiten und Ariſtidi Paſcha
das für Ackerbau.
* Marſeille, 23. Juli. Der Ausſtand der
Seeleute kann als tatſächlich beendet angeſehen
werden, da es den transatlantiſchen
Schiffahrtsgeſell=
ſchaften gelungen iſt, genügend Mannſchaften anzuwerben,
um ihre Dampfer zu bemannen. Nur in Bordeaux iſt
noch eine weitere Zunahme der Bewegung zu konſtatieren.
* London, 23. Juli. Das Reuterbureau meldet
aus Tokio: Das Befinden des Kaiſers iſt
unverändert, die Nahrungsaufnahme ziemlich gut.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. Juli.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Montag vormittag 9½ Uhr in
Jagdſchloß Wolfsgarten den Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing. Der Fürſt zu Solms=Braunfels
nahm an der Frühſtückstafel in Jagdſchloß Wolfsgarten
teil. (Darmſt. Ztg.)
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Medizinalrat
Profeſſor Dr. Groedel in Bad Nauheim die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj.
dem Deutſchen Kaiſer, König von Preußen, verliehenen
Kronen=Ordens 2. Klaſſe, dem Dr. Franz M. Groedel
in Bad Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum
Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer,
König von Preußen, verliehenen Roten Adler=Ordens
4. Klaſſe und dem Dr. Theodor Groedel in Bad
Nau=
heim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des
ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von
Preußen, verliehenen Roten Adler=Ordens 4. Klaſſe erteilt.
* Entlaſſen wurde der Lehrer an der Gemeindeſchule
zu Groß=Steinheim, Kreis Offenbach, Philipp
Roß=
mann auf ſein Nachſuchen aus dem Schuldienſte; ferner
die Lehrerin an der höheren Bürger= (Mädchen=) Schule
zu Bingen Elfriede Koch auf ihr Nachſuchen mit Wirkung
vom 1. Auguſt 1912 an aus dem Schuldienſte.
* Militärdienſtnachrichten. Als
Inſpektions=
offizier kommandiert: Oberleutnant Kuhn im
In=
fanterie=Regiment Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118
zur Kriegsſchule in Metz. Zum Feſtungsbau=
Ober=
utnant befördert: der Feſtungsbau=Leutnant Krebs
be der Fortifikation in Mainz. Mit der geſetzlichen
Penſion ausgeſchieden: Schulze, Oberleutnant im
Infanterie=Regiment Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118.
Zum Stabsarzt befördert: Oberarzt der Reſerve Dr.
Richter (Gießen). Zu Oberärzten befördert die
Aſ=
ſiſtenzärzte der Reſerve: Dr. Thoemmes (II
Darm=
ſtadt), Dr. Bally (Worms).
D Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Adolf Wiegand aus Osnabrück hat ſich
am 17. Juli an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der
mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung mit Erfolg
unterzogen.
g. Ferienſtrafkammer. Die 21jährigen Friſeurgehilfen:
Johann Karl Allgeier aus Freiburg und Ludwig;
Gleich aus Ludwigshafen hatten ſich geſtern vor
der=
hieſigen Strafkammer wegen zweier
Fahrraddiebſtähle=
zu verantworten. Am 4. Oktober vorigen Jahres
ent=
wendete hier der jetzt eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahr=
6 Monaten verbüßende Gleich ein dem Kaufmann
Bern=
hard Spanier gehörendes Opel=Fahrrad, das der zweite=
Angeklagte Allgeier verkaufte. Am nächſten Tage
entwen=
dete Allgeier in Sachſenhauſen ein Adlerrad,
das=
noch am ſekben Tage Gleich in Mainz für 18 Mark ver=. Beide ſind geſtändig und erkennt das Gericht gegen
Allgeier wegen des Diebſtahls und der Hehlerei auf je
6 Monate Gefängnis und bildete hieraus und einer früher
ausgeſprochenen Gefängnisſtrafe von 10 Monaten eine
Ge=
ſamtgefängnisſtrafe von 2 Jahren. Von der
Unterſuch=
ungshaft werden ihm 3 Wochen angerechnet. Gleich
er=
hält wegen Rückfallsdiebſtahls 1 Jahr Zuchthaus und
wegen der Hehlerei 6 Monate Gefängnis. Hieraus wind
eine Geſamtſtrafe von 1 Jahr 2 Monaten
Zucht=
haus gebildet. Die frühere Strafe konnte noch nichtmi
einbezogen werden, da das Gericht die Akten noch nichthan
Ein recht phantaſtiſches Märchen tiſcht der der
Unter=
ſchlagung von 1251,55 Mark beſchuldigte Bierfahrer Fram
Eckrich aus Groß=Gerau dem Gericht auf. Der
Ange=
klagte iſt ſeit 1907 in Dienſten der Unionbrauerei in Groß=
Gerau und bekam 27,50 Mark Wochenlohn; mit ſeinen
Speſen kam er auf etwa 40 Mark. Er hatte als
Bierfah=
rer auch Rechnungen einzukaſſieren und hat hierbei den
er=
wähnten Betrag, wie er zugibt, in der Zeit vom Auguſt
1911 bis Juni 1912 einkaſſiert, jedoch nichts abgeliefert=
Es ſind mehr als 20 einzelne Zahlungen und alle dieſe
einzelnen Beträge will er verloren haben. Einen größeren
Betrag will er im Haferſack aufbewahrt und in Gedanken
mit dem Hafer den Pferden vorgeſetzt haben, die das Geld
mitverzehrt haben ſollen. Der Angeklagte, der verheiratet
und Vater von zwei Kindern iſt, bleibt trotz wiederholtem
Vorhalt bei dieſer unglaubwürdigen Erzählung. Das
Gericht erkennt in Anbetracht des hartnäckigen Leugnens
und der Höhe der veruntreuten Summe auf 9 Monate
Gefängnis.
Der wegen Zechbetrugs ſchon mehrmals vorbeſtrafte
47jährige Taglöhner Peter Böhmig aus Ober=
Ram=
ſtadt hat am 20. Februar in den Wirtſchaften von Emich
und Bender in Nieder=Ramſtadt Zechen von 85 bezw. 59
Pfennigen gemacht, ohne im Beſitze von Geldmitteln zu
ſein. Er hatte ſich dann in einem günſtigen Augenblicke
entfernt. Der Angeklagte gibt an, er wollte den Wirten
ſagen, ſie ſollen ihm Kredit geben, die Abſicht des Betruges
habe er nicht gehabt. Das Gericht verurteilt den
Ange=
klagten wegen Betruges in zwei ſelbſtändigen Handlungen
zu 3 Monaten 2 Wochen Gefängnis; 2 Wochen
wer=
den ihm auf die Unterſuchungshaft angerechnet.
Durch ſchlechte Geſellſchaft iſt der 22jährige Konditor=
Jakob Friedrich Wilhelm Schulze aus Ludwigshafen,
Sohn achtbarer Eltern, auf die Anklagebank gekommen=
Es wurden ihm fünf leichte und zwei ſchwere, ganz frech
ausgeführte Diebſtähle zur Laſt gelegt. Der Angeklagte
lernte im väterlichen Geſchäft und war dann abwechſelnd
hier, in Mainz und Wiesbaden tätig. Ende Februar kam
er dann nach Darmſtadt und war etwa ſechs Wochen in
einer hieſigen Konditorei tätig. Nach ſeiner Entlaſſung
kam er in ſchlechte Geſellſchaft, wodurch er in
Geldver=
legenheiten geriet. Hierdurch kam er dann auf die Idee,
ſich Geld durch Diebſtähle zu verſchaffen. Am 23. Mah
logierte er bei einem bekannten Kaufmann, dem er den
Liebesdienſt damit vergalt, daß er ihm aus dem
Porte=
monnaie 5 Mark entwendete. Das geleerte Portemonnaie
ſteckte er ihm dann wieder in die Hoſentaſche. Einige Tage
darauf drang er aufs Geradewohl bei einem Kaufmann
in die unverſchloſſene Wohnung ein und ſtahl aus einemt
Kleiderſchrank ein weißes Kleid, das er für 2 Mark
ver=
kaufte. Am Tage darauf holte er aus derſelben
Woh=
nung zwei Bluſen, die er ebenfalls verſetzte. Am 7. Juni,
morgens gegen 5 Uhr, ging er durch das offene Tor des
Hotels zur Stadt Friedberg und entwendete aus einem
Parterrezimmer von einem Waſchtiſch eine Uhr, einen
Kompaß und ein Benzinfeuerzeug. Die Uhr verſetzte er
Hermann Conradi.‟)
Die Tragödie eines Genies.
Von Hermann Kienzl, Berlin.
Wie es ſo geht. Das Leben ſetzt Jahresring um
Jahresring am Baumſtamm an, und der Baum weiß
längſt nichts mehr von der Zeit ſeines Wachſens. Nur —
eines Tages — fährt ein wüſter, ſchöner Sturm in ſeine
Aeſte, ſchüttelt und rüttelt ſie, daß ſie ächzen, und dann
iſt’s dem holzigen Kumpan, die brauſende Jugend ſei
wieder da.
Sie iſt wieder da! Sie bricht mit ihrem Schluchzen
und Jauchzen, mit ihren Kämpfen und Krämpfen, mit
ihrem titaniſchen Gepolter und ihren Träumen, Ekſtaſen
und Drohungen über uns herein. Aus dem Grabe eines
Jünglings erhebt ſich der tolle Spuk; von dem früh
ab=
geriſſenen und, wie es ſchien, verlorenen — jetzt aber in
ſtattlichen Buchbänden geſammelten Lebenswerk des
un=
glücklichen Hermann Conradi weht aufs neue der
Sturm.
Mehr als ein Vierteljahrhundert iſt ſeit jenem
Früh=
ling verrauſcht, ſeit den mächtigen Geburtswehen eines
neuen Zeitalters in der Mitte der 80er Jahre. Sie, die
wir noch heute das „Junge Deutſchland” nennen, ſie ſind
damals wirklich jung geweſen. Damals — in den Jahren,
die den Berliner Literaturſchlachten von 1889, dem Siege
Ibſens, den Erfolgen Gerhart Hauptmanns, der
Geiſtes=
herrſchaft Nietzſches vorausgingen; in den Jahren der
erſten Scharung, der revolutionären Sammlung, des
Chaos, der großen Spannung. Ein ſtürmiſches Drängen,
ein Geiſt der Empörung hatte die jungen Dichter erfaßt,
die den Tiefſtand und die Verlogenheit der Epigonen=
Literatur, die Gouvernantenromane, die Süßholzlyrik
und die Afterdramatik wie eine brennende Schande
emp=
fanden. Die erſten neuen Flutwellen kamen aus dem
Weſten (Zola) und Oſten (Doſtojewsky). Eine Art
lite=
rariſchen Sozialismus verband die
Unzufrie=
denen miteinander; ſie, die auch mehr oder minder
ver=
bunden waren mit den politiſchen Ideen des
Sozia=
lismus. In Berlin fochten die Brüder Hart ihre
„Kritiſchen Waffengänge” gegen die Fäulnis in Literatur
und Kunſt; in München gründete M. G. Conrad das
erſte Organ der Revolutionäre, die Monatsſchrift Die
Geſellſchaft (1. Januar 1885). Um dieſes Palladium
ſammelten ſich die jungen Schriftſteller und die wenigen
älteren, die den Glauben an einen neuen Lebensinhalt
*) Wir bringen dieſen Aufſatz, der ein für alle
Ge=
bildeten intereſſantes Bild einer ganzen Zeit aufrollt,
zum Abdruck, obwohl wir nicht in allen Einzelheiten mit
dem Verfaller üvereinkämmen. D. Red.
hatten oder durch ihre Begabung dem realiſtiſchen
Kunſt=
ideal verwandt waren. Es ſeien von jenen Früh=
Modernen hier einige genannt, die von bleibender
Be=
deutung ſind: Wilhelm Arent, Ernſt von Wolzogen, Max
Kretzer. Arno Holz, Johannes Schlaf, Wolfgang
Kirch=
bach, Mite Kremnitz, Hermann Heiberg, Karl Bleibtreu,
Konrad Alberti=Sittenfeld, M. G. Conrad und Hermann
Conradi.
Wir, die wir damals ſchon „Zeitgenoſſen” waren,
er=
innern uns einer großen Fülle von Geſtalten, erinnern
uns des lodernden Kampfes und der ziſchenden Raketen
immer neuer Kampfparolen und Theoreme. Gar
man=
chen begrüßten wir begeiſtert als Helden der Zukunft, der
nur ein kühner Bilderſtürmer, ein verwegener Schlagetot
geweſen. Gab es auch viel Rauch und Schwäle, es war
doch eine Luſt, zu glauben und zu leben! Wie viele ſind
ſpurlos verſunken. Und die anderen überwanden die
Gärung, löſten ihre Eigenart von den Programmen los,
bekehrten ſich zum Individualitätsprinzip. Unter den
Altersgenoſſen Hermann Conradis, die gleich ihm aus
dem „guten Jahrgang” 1862 ſtammten (Gerhart
Haupt=
mann, Johannes Schlaf, Max Dreyer, Arthur Schnitzler)
— unter dieſen Fünfzigern von heute iſt wohl kein
einzi=
ger den heißen Fieberträumen jener Uebergangszeit
ver=
fallen geblieben.
Dieſe Fieberfröſte ſchütteln uns aber, wenn wir in
das nun geſammelte Lebenswerk Hermann
Conra=
dis eindringen. Ihn, den erſten Bahnbrecher und den
erſten Toten der neuen Generation, hat das Schickſal als
unreife Frucht vom Zweige gebrochen. Er hatte nicht
Zeit, ſich abzuklären. Ein jugendlicher Moſes, durfte er
das Land ſeiner Verkündigung nicht betreten. Wie ein
Kämpfer, der allen voran in die Breſche ſpringt, iſt er,
ein wahrer Titanide (dem es zum Titanen an
Lebens=
kraft gebrach), gefallen. Zwiſchen den Zeiten
mußte er, noch nicht 28jährig, ſterben; er, der den
unglück=
ſeligen „Uebergangsmenſchen” zum Problem faſt aller
ſeiner Dichtungen gemacht hatte. Krank geboren, von
inneren und äußeren Kämpfen zermürbt, von furchtbaren
Nahrungsſorgen und geiſtigen Arbeiten erſchöpft, eine
durch und durch tragiſche Natur, hat Conradi, der von
frü=
her Jugend an ein geiſtiger Welteroberer zu ſein fühlte,
am Ende ſeiner armen Tage erkennen müſſen, daß er nur
der Sohn, nicht der Erfüller ſeiner Zeit geweſen ſei:
„Ich weiß, ich weiß: Nur wie ein Meteor,
Der flammend kam, jach ſich in Nacht verlor,
Werd’ ich durch unſ’re Dichtung ſtreifen!
Die Laute rauſcht. Es jauchzt wie Sturmgeſang —
Wie Südwind koſt — es gellt wie Trommelklang
Mein Lied und wird in alle Herzen greifen.
Dann bebt’s jäh aus in ſchriller Diſſonanz
Die Blüten ind verdorrt, verſprükt der Glanz
Es ſtreicht der Abendwind durch die Zypreſſen .
Nur wen’ge weinen. Sie verſtummen bald.
Was ich geträumt: ſie geben ihm Geſtalt —
Ich aber werde bald vergeſſen.”
Dennoch: dieſe Ahnung war all zu trübe, und vor
Vergeſſenheit ſchützt den Frühgeſtorbenen das zwiefache
Phänomen ſeines Weſens und ſeines Schickſals; dieſer
beiden Gewalten, die ſich in ſeinen, Zeile für Zeile
inner=
lich durchlebten Dichtungen völlig miteinander verquicken,
Den Nachruf M. G. Conrads: „In ſeinen Dichtun= wird er weiterleben, ein Sänger und ein Held, ein
Bürger der freieren Menſchlichkeit, die kommen wird”
mag man, was den reinen künſtleriſchen Wert der
Schöp=
fungen Conradis betrifft, reduzieren auf die „Lieder
eines Sünders”, die kaum ihresgleichen haben an
wilden Leidenſchaften und dunklen, vollen Klängen, an
tief aufrauſchenden Rhythmen, kühnen Gedanken,
ergrei=
fenden Naturlauten, — und die, wie Otto Erich Hartleben
von der „Frühlingsſehnſucht” ſagte, „zum Herrlichſten
unſerer Sprache gehören.” — Aus der Schar der Jünger,
die der junge Conradi hatte, erhob ſich nach ſeinem Tode
manche Stimme, die in ſeinen von chaotiſchen
Ideenkämp=
fen erfüllten, verworrenen Romanen den Auftakt zu
Welterlöſungswerken erkannten und ihn, um der
unge=
borenen Werke willen, als Dichter=Propheten vor und
über die kommenden Geſchlechter ſetzen wollten. Als „
Zu=
kunftsmenſchen” nahm ihm auch Hartleben das große
Maß, und nicht ohne Berechtigung; ſoweit Conradis
zeit=
geſchichtliche Stellung in Betracht kommt, erklärte
Her=
mann Bahr, in hundert Jahren werde man den
Ab=
ſchnitt der neueren Literaturgeſchichte, der das zwanzigſte
Jahrhundert beginne, von Conradis Namen ab datieren,
Indeſſen, die geſchichtliche Bedeutung eines
Dichters=
iſt von geringem Belang für die Frage ſeiner Vitalitäte=
Mir ſcheint die Bürgſchaft für eine immer wieder junge
Wirkung der Dichtungen Conradis gerade in ſeiner
Un=
reife gegeben — einer Unreife freilich, die bei ihm, wie
bei keinem anderen Früherloſchenen, mit einem
ungeheu=
ren ſpezifiſchen Gewicht der Genialität verbunden iſt, Der
voreilige Tod hat nicht etwa bloß ſeiner Biographie,
vielmehr auch ſeinen Dichtungen eine beſondere Kraft der
Rührung verliehen. Er hat Conradi vielleicht vor
inne=
rem Verbrennen oder Verkalken bewahrt. Er hat uns in
dem einſtigen Vorkämpfer einer neuen Jugend ein
jugend=
liches Zeitalter konſerviert. Leben und Dichtung
Con=
radis fließen in Eins. Er, der mit ſeinen 27 Jahren trotz
der härteſten Lebensſchule, trotz umfaſſenden gelehrten
Wiſſens und trotz ſeiner Weisheitsblitze, in manchem
Be=
lang — als Idealiſt und Ideologe — viel jünger geweſen
als ſeine Altersgenoſſen; er repräſentiert mit ſeinem
Ge=
ſamtſchaffen die Pubertät eines Menſchen, die
Pubertät eines Zeitalters, die Pubertät
Nummer 172.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
Seite 3.
ofort für 2 Mark. In der Nacht zum 8. Juni, abends
gegen 11 Uhr, ſchlich er ſich in ein unverſchloſſenes Hinter=
Haus in der Eliſabethenſtraße ein und entwendete hier
aus einem Portemonnaie 8 Mark. In dasſelbe Haus drang
er in der Nacht zum 12. Juni abermals und diesmal fielen
hm eine Uhr mit Kette und ein Armband im Werte von
70 Mark in die Hände. Dieſe Sachen verſetzte er für
* Mark. Am Tage danach hat er einem Kaufmann noch
teine Schachtel Federn geſtohlen. Der Angeklagte gibt alle
Dieſe Diebſtähle zu. Er wird wegen zwei ſchweren und
ünf einfachen Diebſtählen zu 8 Monaten
Gefäng=
mis verurteilt. Von der Unterſuchungshaft wird ihm
1 Monat angerechnet.
* Der Heſſiſche Schutzverein für entlaſſene Gefangene
ggibt ſeinen Rechenſchaftsbericht für das Jahr 1911/12
lheraus, dem das Nachſtehende entnommen ſei: An Stelle
ldes am 14. Mai 1911 verſtorbenen Herrn
Oberlandes=
dgerichtsrats i. P. Johannes Heß wurde Herr
Ober=
fſtaatsanwalt Franz von Heſſert=Darmſtadt zum
ſtellver=
ktretenden Vorſitzenden des Vereins ernannt. Leider war
Herr von Heſſert nicht lange in dieſem Vereinsamt tätig,
ran ſeiner Stelle wurde Herr Bürgermeiſter Rudolf
Mueller in Darmſtadt, der frühere langjährige
Schriftführer des Vereins, zum ſtellvertretenden
Vor=
fſitzenden ernannt. Der in der Gefangenenfürſorge ſich
rdarſtellenden Tätigkeit der Menſchenliebe iſt durch die,
rwenn auch nicht relativ, ſo doch abſolut ſtets ſteigende
Zahl der Vergehen gegen die Strafgeſetze ein weites Feld
zugewieſen. Die einzige Gelegenheit, wobei der Verein
fſich an die Oeffentlichkeit wendet, iſt die jährliche
ordent=
lliche Mitgliederverſammlung. Einen Höhepunkt
bezeich=
nnete die Hauptverſammlung 1911 in Worms. Die Zahl
der Mitglieder in Kreis und Stadt Worms, ohnehin
ſchon die relativ größte im Lande, wurde durch
Neu=
anmeldungen nach der Tagung noch vermehrt. Im
Ver=
gleich zu den Vorjahren hat ſich der
Mitglieder=
fſtand etwas gehoben, ſodaß die Einnahmen des
Jah=
res 1911 aus Mitgliederbeiträgen die ſeit dem Beſtehen
des Vereins höchſte Summe von 7216,80 Mark erreichten.
Es ſei an dieſer Stelle ein namhaftes Geldgeſchenk
er=
wähnt, das auf die Anregung des Herrn Karl Maier=
Offenbach auch im Berichtsjahre die Offenbacher Loge
„Karl und Charlotte zur Treue” dem Verein überwies.
Auch von anderen Orten wurde der Verein bedacht,
wo=
für herzlichſt gedankt ſei Außer dem ordentlichen
Staatszuſchuß von 1000 Mark wurden durch das
Wohl=
twollen der Großh Regierung ſowohl für das Jahr 1911
als auch bereits für das Jahr 1912 außerordentliche
Bei=
hilfen von je 500 Mark gewährt.
Im Jahre 1911 wurden 254 Pflealinge neu
aufge=
nommen, von denen 18 im Laufe des Berichtsjahres und
während des Jahres 1912 aus der Liſte der Pfleglinge
wieder geſtrichen wurden. Es waren deshalb für die
ſtatiſtiſchen Zwecke nur 236 Pfleglinge (1910: 218) zu
be=
rrückſichtigen. Unter dieſen 236 Pfleglingen waren 39
(1910: 30) weibliche Gefangene (16.5 Prozent gegen 13,8
Prozent im Vorjahre) Dem Familienſtand nach waren
162 (64) Pfleglinge noch ledig, 163 (143) verheiratet. 6 (9)
tverwitwet und 5 (2) geſchieden. Zum erſten Male beſtraft
waren 80 (136), 156 (82) waren bereits vorbeſtraft. Dem
Wohnſitz nach entfallen auf die Provinz Starkenburg:
1111 Pfleglinge (47 Prozent), 1910: 103 Pfleglinge (47
Prozent), auf die Provinz Oberheſſen: 24 Pfleglinge
(10 Prozent), 1910: 22 Pflealinge (10 Prozent), auf die
Provinz Rheinheſſen: 93 Pfleglinge (39 Prozent), 1910:
*77 Pfleglinge (35 Prozent), das Großherzogtum Heſſen
fim ganzen: 228 Pfleglinge (96 Prozent, 1910: 202
Pfleg=
llinge (92 Prozent). Unter den übrigen 8 aus anderen
deutſchen Bundesſtaaten ſtammenden Pfleglingen waren
22 preußiſche und 4 bayeriſche Staatsangehörige. Die
Kreiſe mit größeren Städten und vorwiegend Induſtrie
ttreibender Bevölkerung, in denen erfahrungsgemäß die
Kriminalität eine höhere Ziffer als in ländlichen Kreiſen
aufweiſt, zeigen auch beſonders hohe Zahlen an
Vereins=
lpfleglingen; ſo ſtammen aus dem Kreiſe Darmſtadt 41
(37), Offenbach 41 (37). Mainz 49 (48) und aus dem
Kreiſe Worms 29 (17) Pfleglinge. Von den 236
Pfleg=
llingen waren im Jahre 1910 evangeliſch: 132 (60,5
Pro=
izent), 1911: 116 (49,1 Prozent), katholiſch: 83 (38,1
Pro=
izent) bezw. 119 (50,4 Prozent), iſraelitiſch 2 (0,9 Prozent),
altkatholiſch 1 (0,5 Prozent) bezw. 1 (0,5 Prozent). Dem
Lebensalter nach ſtanden von den Pfleglingen:
im Alter bis 20 Jahre 1910: 23, 1911: 20, über 20 bis
30 Jahren 79 bezw. 89, über 30 bis 40 Jahren 68 bezw.
84, über 40 bis 50 Jahren 37 bezw. 29, über 50 bis 60
Jahren 9 bezw. 10, über 60 Jahre 2 bezw. 4, zuſammen
218 bezw. 236. Für Unterſtützungen wurden
ins=
geſamt 8232,68 Mark verausgabt. An
außerordent=
lichen Unterſtützungen für Nichtpfleglinge
wur=
den verausgabt in 1909: 643,10 Mark, 1910: 288,21 Mark,
in 1911: 286,55 Mark. Die Geſamteinnahme beträgt 1910
12 439,06 Mark, 1911 11806,22 Mark, die Ausgabe beträgt
1910 12415,41 Mark, 1911 11504,41 Mark. verglichen
bleibt Reſt 1910 23,65 Mark, 1911 301,81 Mark, der in
barem Kaſſenvorrat beſteht.
Die Führung der 235 im Jahre 1908
aufgenom=
menen Pfleglinge: Von dieſen 235 ſind noch 6 inhaftiert,
2 geſtorben, geiſteskrank 2, ſodaß für die Statiſtik noch
225 Pfleglinge in Betracht kommen. Davon waren
rück=
fällig geworden 33, ſchlecht geführt hatten ſich 10, während
eine gute Führung aufweiſen 182 oder 80,9 Prozent.
Führung der 290 im Jahre 1909 aufgenommenen
Pfleg=
linge: Es waren noch inhaftiert 6, geſtorben 5,
geiſtes=
krank 2, für die Statiſtik kamen hiernach in Betracht 277
Pfleglinge. Davon waren 38 rückfällig geworden, bei 13
wurde die Führung als ſchlecht bezeichnet, 226 hätten ſich
im abgelaufenen Jahre gut geführt, alſo 81,6 Prozent der
in Betracht kommenden Pfleglinge — Führung der 244
im Jahre 1910 aufgenommenen Pfleglinge, von denen
26 wieder aus der Liſte der Pfleglinge geſtrichen
wur=
den. Davon waren noch 1 inhaftiert, geſtorben 1. Es
kommen alſo für die Statiſtik noch 216 Pfleglinge in
Be=
tracht. Von dieſen waren 29 rückfällig geworden,
wäh=
rend ſich 12 ſchlecht geführt hatten. Gut geführt haben
ſich dagegen 175 Pfleglinge oder 81 Prozent. Der
Voranſchlag für 1913 ſieht in Einnahme 11800 Mk.,
in Ausgabe 10900 Mark und einen Kaſſenvorrat von
900 Mark vor.
Silberne Hochzeit. Der Poſamentier Heinrich
Weber und Frau Margaretha geb. Beſt, begehen
heute das Feſt der Silbernen Hochzeit.
s. Zum Fall Adam und Genoſſen. Jenes über
das Modautal hereingebrochene, zum völligen Ruin
vieler Familien führende Unglück, der Konkurs der
dortigen Spar= und Darlehnskaſſe, bildet bekanntlich den
Gegenſtand eines großen Strafverfahrens. /Außer dem
ehemaligen Rechner Adam in Nieder=Modau befinden
ſich noch deſſen Nachfolger Beck und Bankier Jſaak, beide
von hier, in Haft, und die Unterſuchung, welche
Land=
gerichtsrat Dr. Schmidt führt, hat einen
außerordent=
lichen Umfang angenommen. Es liegt dies in der
Natur des Falles, denn die ſtrafbaren Handlungen
Adams reichen längere Jahre zurück und die fraglichen
Verhältniſſe ſind äußerſt verwickelter Art. Zwar hält
Adam, der nach ſeiner Flucht in Ohio ermittelt und
ſeitens der Unionsbehörde ausgeliefert wurde, mit
An=
gaben nicht zurück und war von Anfang an geſtändig,
doch reicht dies zur Aufklärung des Sachverhalts nicht
aus und es bedarf einer Fülle anderen Materials,
ins=
beſondere auch, um die Beteiligung anderer engerer
Verfehlungen feſtzuſtellen. Bekanntlich wurde u. a. auch
mit gefälſchten Wechſeln, faulen Hypotheken u. dergl.
gearbeitet und es iſt von Intereſſe, wohin die koloſſalen
Summen gewandert ſind. Nehen zahlreichen Zeugen
ſind Sachverſtändige zu hören und die ganzen
Kaſſe=
verhältniſſe ſind auf Grund der Bücher, Belege uſw.
zu erforſchen. Dies alles nimmt die ganze Kraft des
Unterſuchungsrichters Schmidt in Anſpruch, weshalb
bis auf weiteres mit ſeiner Vertretung im übrigen
Amtsrichter Würth von Offenbach betraut wurde. Bis
zum Abſchluß der Unterſuchung gegen Adam und
Ge=
noſſen wird vorausſichtlich noch geraume Zeit vergehen,
und alsdann erfordert die Prüfung des Materials durch
den zuſtändigen Staatsanwalt Dr. Krug zwecks
Er=
hebung der Anklage ebenfalls einen entſprechenden
Zeit=
raum. Es iſt demgemäß die Verhandlung vor dem
Strafgericht, als welches das Schwurgericht in Betracht
kommt, wahrſcheinlich erſt im Dezember zu erwarten.
— Verband Heſſiſcher Verkehrsvereine, Vorort
Bad Nauheim. Die diesjährige Verbandsſitzung wird
Sonntag, den 4. Auguſt, in Bensheim a. d. B. abge=
halten. Die Tagesordnung befaßt ſich u. a. mit dem
Geſchäftsbericht und Bericht der angeſchloſſenen Vereine,
Wahl des Vororts Dioramen=Ausſtellung in Bad
Nauheim, der Jahreshauptverſammlung des Bundes
deutſcher Verkehrsvereine in Kaſſel uſw. Nach Schluß
des geſchäftlichen Teils findet gemeinſames Eſſen im
Deutſchen Haus ſtatt, nachher auf Einladung der
Sektion Bensheim des Odenwaldklubs kleines Waldfeſt
auf dem Kirchberg. Zahlreiche Beteiligung wäre im
allgemeinen Intereſſe ſehr erwünſcht.
Städtiſcher Saalbau. Morgen Donnerstag
konzertiert die bedeutend verſtärkte Kapelle des Garde=
Dragoner=Regiments unter Herrn Mittelſtädts
Leitung. Aus dem Programm hervorzuheben ſind:
Zwei Stücke aus „Sigurd Jorſalfar” von Grieg,
Andante a. d. G-dur=Sinfonie von Joſ. Haydn,
Tranſkription über das deutſche Volkslied: ’s kommt
ein Vogel geflogen, im Stile älterer und neuerer
Meiſter bearbeitet von Siegfr. Ochs, eine Fantaſie
aus „Der fliegende Holländer” von Rich. Wagner,
ſowie zwei elſäſſiſche Bauerntänze von Ph. Grawert.
(Siehe Anzeige.)
* Heſſiſcher Hof. Auf das heutige Konzert der
Infanteriekapelle ſei beſonders hingewieſen, da die
Vor=
tragsordnung mehrere ſelten geſpielte Solo= und andere
Stücke aufweiſt. (Siehe auch Anzeige.)
Ludwigshöhe. Wie bereits angekündigt, findet
heute Mittwoch im Anſchluß an das regelmäßige
Kur=
konzert Abendkonzert, verbunden mit Reunion (Pariſer
Beſetzung), ſtatt. Es dürfte immer noch nicht genügend
bekannt ſein, daß der um 10 Uhr 45 Min. vorgeſehene
Heimmarſch den Zweck hat, die Teilnehmer bis zum
Schluß zu vereinigen, um dann mit klingendem Spiel
und Lampions die Elektriſche Bahn zu erreichen.
Nach=
mittags und Abends konzertiert die Kapelle der 61er
unter Herrn Webers Leitung.
Reſidenztheater am Weißen Turm. In dem
prächtigen neuen Programm gebührt die Palme dem
dreiaktigen Schauſpiel: „Ohne mütterliche Liebe‟. Ein
Film voll ſpannender Szenen und herrlichen Bildern!
An einleitender Stelle ſteht ein naturwiſſenſchaftlicher
Film Opoſſumjagd in Auſtralien. Aus der Fülle des
Gebotenen kann hier noch auf die humoriſtiſchen
Schlager: Monſieur Prince und ſeine Söhne, Créme
Chantilly und ein gefährlicher Flirt hingewieſen werden.
(Siehe Anzeige.)
* Nieder=Ramſtadt, 23. Juli. Hochedlen Sinn, den
der Heimat und Vaterlandsliebe, bekundete der zu
Frank=
furt a. M. verſtorbene Rentier Herr Kilian, der laut
letztwilliger Verfügung ein Vermögen von 10000 Mark
ſeiner Heimatgemeinde NiederiRamſtadt zwecks
Erricht=
ung eines Kriegerdenkmals als Ehrung für die
Teilneh=
mer ſeines Heimatsorts am Kriege 1870/71 vermachte.
Dieſes Denkmal, ein ſchönes Werk der Bildhauerkunſtz
hergeſtellt von Herrn Hofbildhauer Scholl=Darmſtadt,
hat eine Front von 13,2 Meter und 5,5 Meter Höhe und
wird durch ſeinen impoſanten Ausbau dem Orte zur hohen
Zierde gereichen, den Lebenden zur Erinnerung, den
Nach=
kommen zur Nacheiferung. Der Geſangverein Harmonie
und der Turngeſangverein werden mit ihren
Geſangsvor=
trägen zur Verſchönerung des Feſtes der Einweihung
bei=
tragen; nicht minder die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=
Regts. Nr. 61.
V Groß=Gerau, 23. Juli. Der 70 Jahre alte Arbeiter
Hofmann, der ſchon 6 Jahre auf dem Hof Schönau
beſchäftigt iſt, war ſeit 14 Tagen verſchwunden. Geſtern
fand ihn ein dort beſchäftigter Schweizer erhängt auf
dem Heuboden vor.
Goddelau, 23. Juli. Der wegen mehrfacher
raffi=
nierter Heiratsſchwindeleien verhaftete Gauner
Thieringer iſt, wie bereits berichtet wurde, aus der
Landesirrenanſtalt Philippshoſpital hier, wo er zur
Be=
obachtung ſeines Geiſteszuſtandes untergebracht war,
ausgebrochen. Alle Recherchen nach dem
gemein=
gefährlichen Burſchen blieben erfolglos. Wie ſich jetzt
herausſtellt, ſoll der Gauner mit 80000 Mark „
erſchwin=
delten Heiratsgeldern nach Argentinien entkommen ſein.
Heppenheim, 23. Juli. Der bei dem
Automobil=
unglück tödlich Verletzte iſt der etwa 35 Jahre alte,
ver=
heiratete Werkführer in den Adlerwerken in Frankfurt,
eines Genies. Das anfechtbare Wort eines anderen
miemals gezähmten Stürmers und Drängers, des Goethe=
Lenz, mögen wir ſpeziell für Hermann Conradi gelten
llaſſen: „Der Geiſt des Dichters wiegt mehr, als das Werk
ſſſeiner Kunſt”.
Den Geiſt Conradis wird die Nachwelt aus ſeinen
Werken und aus ſeiner troſtloſen Lebensgeſchichte lieben
lernen, und dieſe Liebe wird etwas vom Gefühl der
Sühne haben für die Schuld einer Mitwelt. Für die
Auf=
hellung der Perſönlichkeit Conradis war es
not=
wendig, daß ſein geſamtes dichteriſches und
ſchrift=
ſſtelleriſches Schaffen geſammelt wurde. Denn jedes
Teil=
tchen ſeiner aufreibenden Geiſtesarbeit iſt ein Beitrag zur
Pſychologie des perſönlichen Phänomens. Ehrlichkeit
war ſein Hort und ſein Henker. Ehrlichkeit hielt ihn ab,
ob er auch oft der bitterſten Not, ja faſt dem Hungertode
wreisgegeben ſchien, ſeine Feder jemals zu verkaufen.
Ehrlichkeit im tieferen Sinne zwang ihn, die Qualen, die
ihm eine hyſteriſche Phantaſie vorgaukelte, als Realitäten
zu erleiden und ſich ſelbſt in den autobiographiſchen
Ro=
unanen „Phraſen” und „Adam Menſch” in den Gedichten
und in ſeinen Briefen vieler Laſter und Sünden anzu=
Llagen, die er bloß durchlebt, nicht erlebt hat.
Guſtav Werner Peters der eine von den beiden
Herausgebern der Geſamtausgabe, ſchont den Dichter,
wen er liebt, keineswegs. Er verdeckt nicht ſeine
wahn=
witzige Lebensunklugheit, ſeine Unverträglichkeit, ſeine
Primaner=Aufgeblaſenheit. Aber Peters fährt dann fort:
„„Am Ende des Lebens wendet Conradi ſeine Stirne
Emmer offener den Sternen entgegen — ungeachtet des
Hohns und der Wut ſeiner Feinde —, analog der
äuße=
gen Entwickelung ſeines Antlitzes: aus dem
Primaner=
geſicht formen ſich Chriſtuszüge, reich an Leiden — groß
m Leiden. Ja, groß wird dieſer unglückliche Halb=
Eünſtler — aus ſeiner Ehrlichkeit heraus, die ihn einem
tragiſchen Schickſal überliefert.”
Hermann Conradis Geſammelte Werke
ſſind — nicht lange vor des Dichters 50. Geburtstag
im Verlage von Georg Müller, München,
er=
ſchienen. Noch nicht vollſtändig. Die drei vorliegenden
Wände enthalten „Die Lieder eines Sünders” die
Ju=
gend= und die Spätgedichte, die Novellen und Skizzen
(darunter der Novellenband „Brutalitäten”) und
Zahlreiche literarhiſtoriſche, philoſophiſche und kritiſche
Aufſätze, deren Auffindung aus zum Teil verſchollenen
Zeitſchriften und Zeitungen eine ungewöhnliche Mühe
werurſacht haben mag, die ihren Lohn aber auch darin
ffindet, daß gerade mit dieſen Artikeln wichtige Zeugen
und Dokumente der literariſchen Zeitgeſchichte gerettet
wurden. In zwei Schlußbänden ſollen Conradis
proble=
matiſche Romane „Phraſen” und „Adam Menſch”
folgen.
Es iſt nicht anzunehmen, daß heute die Behörde dem
Neudruck des „Adam Menſch” Schwierigkeiten
be=
reiten und ein Werk, auf das die deutſche Geiſtesgeſchichte
Anſpruch beſitzt, dem Nationalvermögen entziehen könnte.
So wüſt und böſe das Buch iſt, das den Typus des
minderwertigen Uebergangsmenſchen zeichnen will, des
brutalen Egoiſten, der hingebende Frauenſeelen und
alles Edle mit Füßen tritt; als Schrei der Anklage wider
die Welt und wider ſich ſelbſt hat ſein Dichter, indem er
es ſchrieb, eine moraliſche Reinigung vollzogen. Im
Jahre 1890, als Conradi ſchon unter dem Raſen lag,
ver=
fiel „Adam Menſch” zugleich mit Wallots „Dämon des
Neides” und Albertis „Die Alten und die Jungen” im
bekannten Leipziger Realiſtenprozeß der
Ver=
urteilung und wurde aus dem Buchhandel ausgeſchloſſen.
Was damals prüde Seelen aals „ſchamlos” ſchreckte, hat
man mit beſſerer Bildung als künſtleriſche Charakteriſtik
reſpektieren gelernt. Auch die Literaturgeſchichte müßte
einem ſolchen Werke gegenüber, ohne die jugendlichen
Roheiten des Dichters zu billigen, ihr Schlagwort: Urteil
zeitgemäß revidieren. Uebrigens iſt Conradi als
Er=
zähler kein Vorgänger der Realiſten, vielmehr
durch=
aus ſubjektiv, ſpekulativ und Stimmungsvirtuoſe.
Die Geſamtausgabe iſt herausgegeben von Dr.
Paul Sſymank und Guſtav Werner Peters.
Paul Sſymank hat ihr im erſten Bande eine
umfang=
reiche, an der Hand von Briefen Conradis und
Mitteil=
ungen ſeiner Freunde ſehr quellenſicher aufgebaute
Bio=
graphie vorausgeſetzt.
Dieſe Biographie Hermann Conradis bildet nächſt
den „Liedern eines Sünders” — und im innigen
Zu=
ſammenhang mit ihnen — den wertvollſten Beſtand des
ganzen Werkes. Denn ob man dem chaotiſch ringenden
Dichter den Preis des reinen Künſtlers vorenthalten
möchte, ſo iſt doch, bemerkt Peters mit Recht, gerade das
Traurigſte und Kümmerlichſte, das uns von Conradi
überliefert iſt: nämlich ſein Leben, wahrhaftig ein
Kunſtwerk, wofern wir eine Tragödie ſo nennen wollen.
Hier können nur flüchtige Streiflichter fallen: Zu
Jeßnitz in Anhalt iſt Hermann Conradi am 12. Juli 1862
geboren. Zwei Patengeſchenke ſind ihm in die Wiege
gelegt: Krankheit und materielle Not. Sie begleiten ihn
durchs Leben. Er leidet in jedem Lebensalter ſchwer
an ſeinem Lungenaſthma und mit jedem Jahre ſchwerer
an der Armut, die in ſeinem Elternhauſe, als der Sohn
vergebens in der Ferne um den Lebensunterhalt ringt,
grauenhafte Geſtalt annimmt. Der Vater, ein verarmter
Kaufmann, iſt an den Füßen gelähmt, Mutter und
Schweſter ſind aller Mittel entblößt. Hermann Conradi,
geiſtig dem frommen Elternhauſe früh entfremdet, iſt
ein guter Sohn, liebt ſeine Mutter unendlich. Zwar hat
er, dem es wie ein dämoniſches Fatum in der
Knaben=
zeit ſchon eingeprägt war, daß er Dichter werden
müſſe, und der ſeit frühen Jünglingstagen an ſeine
„Sendung zur Umgeſtaltung des ganzen geiſtigen Lebens”
glaubt, — zwar hat er den Weg zu einem bürgerlichen
Amt verſchmäht, der ihn und die Seinen mit Verrat
ſei=
nes Genius retten konnte, — aber, hungernd und
frierend, ſendet er ſeine blutigen Groſchen der Mutter.
In einem der Verzweiflungsbriefe des literariſch ſchon
ſehr anerkannten Dichters an den Verleger Wilhelm
Friedrich ſtehen die Worte: „Ich habe Tränen zu ſtillen
und Wunden zu heilen — um die Weihnachtszeit.” Auf
einem anderen Zettel geſteht er, ſeit drei Tagen nichts
gegeſſen zu haben. Aus den letzten Lebenstagen des
Dichters erzählt ſein treuer Freund Hänichen: „Ich
er=
innere mich des Aufſchreis Conradis, als er eines Tages
den unfrankierten Brief des Vaters unter Aufſtöhnen
durchgeleſen und am Schluß von der Mutter nur einige
Abſchiedsworte findet und dazu die Worte: Oh, wie mich
hungert!“
Vor den Rebellen ſcheuen ſich die Verleger. Ein
Schweizer Verlag, der ihm zuerſt Zuflucht bietet, zahlt
ihm für drei Bücher zuſammen — 50 Mark. Endlich
findet Conradi Anſchluß an den Verleger der
jung=
deutſchen Dichter, Wilhelm Friedrich in Leipzig.
Honorarfrei übernimmt Friedrich den Druck der „Lieder
eines Sünders”, für die Proſawerke zahlt er 20 Mark.
pro Druckbogen. Als er des Adam Menſch” wegen mit
Conradi in Zwiſt geraten, behält er das Manuſkript des
Romans, des Dichters ganze Hoffnung. als Fauſtpfand
für Vorſchüſſe, die Conradi, in ſeiner bitteren Not, nicht
zurückzahlen kann. Endlich erfolgen die Verſöhnung, der
Druck des „Adam Menſch” und — die Konfiskation des
Buches. Während der letzten zehn Monate ſeines
Lebens erhält Conradi — nach langem Flehen —
monat=
liche Vorſchußraten (100 Mark) von ſeinem Verleger. —
Und dieſer von Hunger gepeinigte Dichter, der in
raſt=
loſer Arbeit ſeine Lebenskraft aufreibt, iſt von
Deutſch=
lands Jugend als Führer gefeiert!
Grimmiger noch nagen innere Konflikte und
Ent=
täuſchungen an Hermann Conradi. Sein geiſtiges Leben
iſt allzu rege und ruhelos. Babyloniſche Türme von
Hoffnungen und Plänen ſtürzen immer wieder praſſelnd
nieder. Er rafft ſich auf’s neue auf, arbeitet, arbeitet.
Max Barufke, und ſtammt aus Oetſcher (Kreis
Weſternburg). Der Chauffeur aus Freiburg kam infolge
gſeiner ſchweren Verletzungen in ein Krankenhaus in
Heidelberg; er konnte wegen ſeines Zuſtandes noch nicht
vernommen werden.
Guſtavsburg, 23. Juli. Ueberfahren wurde
ſgeſtern abend halb 7 Uhr am Anfang der Straßenbrücke
der 6½jährige Sohn des Tünchers Peter Braſch aus
Koſtheim von einem Automobil der Wiesbadener
Auto=
zentrale. Der Junge ſoll über die Brücke gelaufen ſein,
als der Wagen kam; er erlitt mehrere Kopfwunden und
Hautabſchürfungen am Körper. Der Wagen wurde leicht
beſchädigt. Außerdem rannte der Wagen gegen das
Ge=
länder der Brücke und beſchädigte es.
Mainz, 23. Juli. In der Eiſenbahndirektion Mainz
ſſt jetzt mit der Ausarbeitung des Projekts für die neue
Rheinbrücke bei Geiſenheim begonnen worden. Man
hhat ſich, wie verlautet, für dieſe Stelle zum Bau der
Brücke keineswegs ohne weiteres entſchieden, ſondern auch
verſucht, weiter rheinabwärts zwiſchen Trechtingshauſen
fund Aßmannshauſen eine Brücke zuſtande zu bringen.
Da hätte man aber auf beiden Rheinſeiten Tunnels
be=
mutzen müſſen und außerdem den nicht erweiterungsfähigen
Bahnhof Bingerbrück derartig belaſtet, daß ſicher
Betriebs=
ſchwierigkeiten entſtanden wären. Das weiter
rheinab=
wärts auszuführende Projekt hätte eine Beteiligung
Heſſens nicht notwendig gemacht, doch hat man neuerdings
die bittere Pille für Heſſen dadurch verſüßt, daß man die
fvon ihm zur Geiſenheimer Brücke beizuſteuernden
2018000 Mark mit 4 Prozent verzinſen will. Die
Verbind=
tung der Brücke mit Bingen ſoll zunächſt nicht erfolgen, ſie
läßt ſich indeſſen ſpäter noch ohne Schwierigkeiten
her=
ſtellen, die Koſten müßten heſſiſcherſeits oder von der Stadt
Bingen getragen werden. Man glaubt, daß einſtweilen
das Trajekt genügt, und iſt entſchloſſen, einen
Perſonen=
verkehr von Wiesbaden über Geiſenheim nach Bingen erſt
leinzurichten, wenn von allen Seiten die Notwendigkeit
da=
tfür anerkannt wird und die Mittel in der angegebenen
Weiſe bereit geſtellt werden. Aehnlich wird die Gemeinde
Büdesheim behandelt, die zunächſt keinen Bahnhof an der
SStrecke Gaulsheim=Sarmsheim erhält, doch iſt er für ſpäter
in Ausſicht genommen. Die Bahn wird zunächſt nur dem
Güterverkehr dienen und eine Verbilligung der Tarife
zwiſchen Rheinheſſen und dem Rheingau bringen.
Bezüg=
llich eines etwaigen Perſonenverkehrs wird man ſich ſpäter
entſcheiden.
Mainz, 23. Juli. Geſtern abend punkt 8 Uhr ertönte
der erſte donnerartige Schuß zur Sprengung des
alten Binger Tores. Die Sprengung des
althiſto=
riſchen, im Jahre 1876 neu hergeſtellten Tores dient den
21er Pionieren gleichzeitig als intereſſante militäriſche
Uebung. Um jedoch die benachbarten Gebäude zu ſchützen,
darf die Sprengung nur ſtückweiſe, und zwar von der
Außenſeite her, erfolgen. Die völlige Niederlegung des
ſehr maſſiven Bauwerkes wird in der Nacht vom
Diens=
tag zum Mittwoch erfolgen. Die beiden unter dem
Tor=
gewölbe hindurchführenden Gleiſe der Finthener und der
Hechtsheimer Dampfſtraßenbahn ſind ſeit geſtern abend
7 Uhr geſperrt.
Laubenheim, 23. Juli. Hier wurde ein Winzer von
einem Automobil angerannt und gegen eine
Weinbergmauer geworfen. Der Mann erlitt eine ſchwere
Gehirnerſchütterung. Die Automobilfahrer kümmerten
ſich nicht um den Verletzten. Auch konnte die Nummer des
Wagens leider nicht feſtgeſtellt werden.
Gießen, 23. Juli. Eine der älteſten ſtudentiſchen
Kor=
porationen an unſerer Alma mater, der Gießener
„Wingolf” feiert in dieſen Tagen ſein 60jähriges
Stiftungsfeſt. Hunderte alter und junger Wingolfiten
werden zuſammenkommen, um an der Stätte ernſten
Stu=
diums und jugendlicher Luſt das Jubelfeſt zu feiern.
Schlitz, 23. Juli. Die Arbeiten zur
Fortfüh=
rung der Nebenbahn Salzſchlirf-Schlitz bis zur
Einmündung in die Neubauſtrecke Alsfeld-Hersfeld
wer=
den nach einer Mitteilung der Eiſenbahnbaubehörde am
4. September d. J. beginnen. Die Bahn wird bei
Nie=
der=Joſſa in die vorgenannte Strecke einmünden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Juli. Da es verſäumt
worden war, bei der Ueberführung des ruſſiſchen
Artil=
leriehauptmanns Koſtewitſch nach Leipzig ein Abteil
für den Verhafteten zu reſervieren, nahm die Frau des=
ſelben in dem gleichen Abteil Platz, in dem ihr Mann
untergebracht war. Die Beamten, die Koſtewitſch
beglei=
teten, proteſtierten hiergegen; der Bahnhofsvorſteher aber,
an den ſich Frau Koſtewitſch wandte, veranlaßte, daß ihr
ein freier Platz eingeräumt wurde. — Unter dem Verdacht
der Verun treu un g in mehreren Fällen iſt der
frühere Rechtsanwalt Richard Goldſtein verhaftet worden.
Den Anſchlagszetteln für
Kinematogra=
phentheater ſollen die Ortsbehörden auf Weiſung des
Miniſters des Innern beſondere Aufmerkſamkeit widmen.
Verſchiedene Polizeibehörden haben ſchon polizeiliche
Ver=
ordnungen erlaſſen, wonach an den Eingängen und den
Fenſtern der Theater Reklamebilder nicht ausgehängt
wer=
den dürfen, die ſtrafbare Handlungen, wie
Diebſtahl, Mord und Gewalttaten, ſowie alle
das kindliche Gemüt nachteilig beeinfluſſende Szenen
dar=
ſtellen. — Der Redakteur der Zeitſchrift Der freie
Ar=
beiter, Berthold Kahn, war wegen Aufforderung zum
Ungehorſam gegen die Geſetze und Aufreizung zum
Klaſ=
ſenhaß angeklagt. In dem Inhalt der betreffenden Artikel
dieſer Zeitſchrift vom 27. April d. J. „Die Maifeier” und
„Die Revolution lebt” von Herwegh, erblickte das Gericht
grobe Vergehen gegen die §§ 110 und 130 St.=G.=B. Nach
längerer, unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit geführter
Verhandlung beantragte der Staatsanwalt ſechs Monate
Gefängnis, da es ſich um gefährliche Hetzartikel handle.
Das Urteil lautete auf zwei Monate Gefängnis.
— Auf dem Spielplatz in der Düſſeldorfer Straße hat
geſtern nachmittag ein hochbetagter
Kriegsvete=
ran den Hungertod erlitten. Franz Wilhelm Drux
heißt der Mann, dem es ſo ſchlecht ging, daß er keine
Wohnung hatte und nicht mehr ſo viel Geld beſaß, um
ſeinen Hunger zu ſtillen. Ein dem Spielplatz gegenüber
wohnender Oberleutnant Herr v. H. hatte ihn vormittags
ſich mühſam hinſchleppen geſehen, aber nicht daran gedacht,
daß vielleicht Entkräftigung daran ſchuld ſei. Am
Nach=
mittag ſchaute Herr v. H. wieder aus dem Fenſter und
ſah, wie der Greis umſank. Menſchliche Hilfe kam zu
ſpät. Der Veteran hatte ausgelitten. Seine Bruſt
ſchmück=
ten mehrere Auszeichnungen, darunter die Medaille von
Mars la Tour.
Leipzig, 23. Juli. Zum letzten Margaretentag in
Leipzig hatten die Sozialdemokraten ein Flugblatt
ver=
breitet, das von dem Motto „Keine aufgedrängten
Wohltaten” geleitet war. Darauf hat eine ganze
An=
zahl von ſtändigen Geldgebern für die Leipziger
Ferien=
kolonie erklärt, daß man danach annehmen müſſe, die
El=
tern der Kinder wollten nichts von den
Vereinsbeſtreb=
ungen wiſſen, und infolgedeſſen keine Beiträge mehr
gezahlt. So mußte ein großer Teil der Kinder, die
er=
holungsbedürftig ſind diesmal unberückſichtigt bleiben.
Magdeburg, 23. Juli. Ein von den Frauen und
Mädchen Magdeburgs gefürchteter, ſeit langem immer
wieder auftretender Meſſerſtecher iſt in der Perſon
eines 27jährigen verheirateten Rangierers verhaftet
worden.
Königsberg, 23. Juli. Aus Nidden wird der
Voſ=
ſiſchen Zeitung gemeldet, daß über 500 Mann der
Schiffsbeſatzung während der Nacht auf den
Mon=
tag ein Notlager in einer Schule beziehen mußten; auch
wurde ein Hotel für ſie geöffnet. Die Badegäſte
verſorg=
ten die Matroſen, von denen einzelne nur mit Badehoſe
bekleidet waren, freiwillig mit Kleidungsſtücken.
Wien, 23. Juli. Am 26. Juli treffen 40
Oberleut=
nants unter Führung von einem
Generalſtabsoberleut=
nant und einem Generalſtabsmajor in Metz ein, um bis
zum 2. Auguſt taktiſche Uebungen auf dem
Schau=
platz des erſten Teiles des deutſch=franzöſiſchen Krieges
vorzunehmen. Die Offiziere, die in Zivil reiſen, werden
ſich dem Metzer Stationskommandanten melden. Es iſt
das erſtemal, daß öſterreichiſch=ungariſche Offiziere im
Ausland taktiſche Uebungen vornehmen. Bisher beſuchten
nur kleinere Gruppen von Offizieren ausländiſche
Schlacht=
felder.
Ezenſtochau, 23. Juli. Der Direktor der
Czen=
ſtochauer Hütte, die jetzt den Deutſchen gehört, wurde,
als er mit ſeinem Neffen von einem Spazierritt
zurück=
kehrte, von zwei Unbekannten durch mehrere Schüſſe
ge=
tötet. Der Neffe wurde verletzt. Es verlautet, daß die
Gründe zu dem Attentat politiſchen Charakter hätten.
Paris, 23. Juli. Nach einer Meldung aus Madrid
hielten acht maskierte Räuber bei Torres Cabrera einen
Eiſenbahnzug an und verſuchten, die Poſt zu berau=
ben. Den Gendarmen, die den Zug begleiteten, gelang es!
jedoch, die Ausführung des Anſchlages zu verhindern unde
drei Banditen feſtzunehmen.
Paris, 23. Juli. Geſtern abend drangen an 20
Re=
volutionäre und Anarchiſten in ein Reſtaurantl
auf dem Montmartre, wo ein bonapartiſtiſcher Vereini
eine Verſammlung abhielt. Es kam zu einer argens
Schlägerei, der erſt durch das Eingreifen der Polizeii
ein Ende gemacht werden konnte. Drei Schutzleute er= erhebliche Verletzungen.
London, 22. Juli. Es heißt, daß tolle Wahlweiber:
weitere Verſuche gemacht haben, die Häuſer von Kabinetts= in Brand zu ſtecken. In dem Haufe des
Mi=
niſters für das Erziehungsweſen, Mr. J. A. Peaſe, wurde
ein Weib dabei ertappt als ſie allerlei brennbares
Ma=
terial aufhäufte. Die Frau wurde jedoch feſtgenommen,
ehe ſie ihren anſcheinend bösartigen Plan ausführen
konnte. Ein Feuer, das offenbar angelegt war, wurde
auch in dem Hauſe des Kanzlers von Lancaſter, Mr.
Hoh=
houſe in Rutland=Gate, noch rechtzeitig entdeckt und konn
gelöſcht werden, ehe es nennenswerten Schaden gei
hatte. Dieſe beiden Mitglieder des Kabinetts ſind ſehl
tätige Gegner der Suffragetten=Bewegung.
London, 23. Juli. In Boſton drängten ſich in eine
Fabrik etwa 40 Arbeiter und Arbeiterinnen
auf einem hölzernen Gang zwiſchen zwei Teilen
desa=
brikgebäudes um den königlichen Extrazug, der dort
durch=
fuhr, zu beobachten. Der Gang brach unter ihremes
wicht zuſammen und alle ſtürzten auf den 20
Fußie=
fen, darunter befindlichen gepflaſterten Hof. Alle erlitten
ſchwere Verletzungen, ſechs davon lebensgefährliche.
Edinburg, 22. Juli. Bei Beginn des Spionages
prozeſſes, der heute vor dem hieſigen Schwurgericht
gegen den Deutſchen Karl Graves begann,
wurdezu=
nächſt die Anklageſchrift verleſen. Graves wird zur Laſt
gelegt, ſowohl in Edinburg wie in Glasgow ſich
Gehein=
dokumente, die ſich auf die Verteidigung Englands zu
Waſſer und zu Lande bezogen verſchafft zu haben.
ſoll ſich in Glasgow alle Details eines dort ſich in
Kon=
ſtruktion befindlichen neuen Geſchützes verſchafft haben
Nach der Ueberſetzung der Geheimpapiere ins Deutſche ſol
er ſeine Ermittelungen in Geheimſchrift an ſeine deutſchen
Auftraggeber weitergegeben haben.
New=York, 23. Juli. Zu der Roſenthalſchen
Mord=Affäre wird noch berichtet: Der Hauptzeuge
Sullivan, der als der König unter den Zeitungsjungen
bekannt iſt, war in der Nacht, in der der Mord vor ſich
ging, mehrmals in Begleitung Roſenthals und des
Poll=
zeileutnants Becker geſehen worden. Polizei=Inſpekkor
Dorgherdy bewies ferner, daß Roſe Weber und Paul ſich
ſämtlich in der Nachbarſchaft des Metropol=Theaters
auf=
hielten, wo der Mord begangen wurde. Sie ſind der
Teil=
nahme an dem Morde beſchuldigt, doch glaubr oie Pollze
daß die eigentlichen Mörder ſich noch in Freiheit befinden
Bürgermeiſter Gaynor hat an die Polizei die
Aufforder=
ung gerichtet, im Verein mit dem Staatsanwalt zu
ar=
beiten. Die Polizei=Kommiſſare Waldow und Dorgherdy
haben der Staatsanwaltſchaft ihre Bereitwilligkeit
zuge=
ſagt, mit ihr zuſammen vorzugehen.
Luftfahrt.
* Berlin, 23. Juli. Die Fürſtin Schakowsky
die erſt kürzlich auf einem Wrightdoppeldecker als
Schü=
lerin von Abramowitſch das Pilotenexamen machte, ließ
ſich geſtern durch die ſtarken Böen nicht abhalten, einen
Flug in Johannisthal zu unternehmen. In der erſten
Runde ſchon wurde die alte Wrightſchulmaſchine von
ei=
ner Böe gepackt und zu Boden geworfen. Ruhig, ohne
einen Augenblick die Ueberlegung zu verlieren, richtete
die Fürſtin die Maſchine wieder auf, beſchrieb mit ihr
einige Kurven und landete glatt in einem kurzen
Gleit=
fluge.
* Frankfurt a. M., 23. Juli. Geſtern abend
be=
ſuchte der Kapitän zur See Gygas, der Vorſteher der
Marineflugſtation, die Eulerwerke und machte bei
ziemlich ſtarkem Winde einen Paſſagierflug auf einem
Eulerapparat, Militärtyp 1912, mit Herrn Leutnant
v. Hiddeßen als Führer. In etwa 500 Meter Höhe
wurde in einem großen Bogen die Stadt Frankfurt a. M.
und der Feſtplatz überflogen. Die Landung erfolgte glatt
auf dem Eulerflugplatz.
* Friedrichshafen, 23. Juli. Das Luftſchill
„Z. 3‟ iſt geſtern, nachdem es noch eine Fahrt zur Erpro=
Er muß, um das Leben zu friſten, Artikel für
Zeitun=
gen ſchreiben, Lektionen geben. Daneben ſchafft er die
Nächte durch an den Werken, mit denen er die Welt
er=
obern, erlöſen will. Und er lebt ſich auch zügellos aus —
im Kreis der Freunde, der Anhänger, deren ſein
wach=
ſender Ich=Glaube bedarf. Anmaßend und hochfahrend,
verliert er immer wieder die Gewonnenen. Immer auf’s
meue iſt er vereinſamt.
Pathologiſch iſt Conradis Verhältnis zum Weibe.
Nach übereinſtimmenden Beobachtungen ſeiner Freunde
ſcheint die raffinierte Sinnlichkeit ſeiner Phantaſie, die
zuweilen in ſeinen Schriften Orgien feiert, in einem
Mißverhältnis geſtanden zu haben zu den Begebenheiten.
Halb Don Juan, halb Gott Mahadöh, ſaß ger zu Füßen
der Phrynen und Kellnerinnen. Dann packte ihn ein
zelo=
tiſcher Eifer, ſich zu reinigen und zu kaſteien. Nach dem
Brodem ſolcher Nächte taucht er (in glanzvollen,
unend=
lich ſchmerzlichen Gedichten) ſein zum Ewigen
empor=
gerichtetes Haupt in die heilige Morgenfrühe.
Mit den wilden Brünſten, den phantaſtiſchen
Aus=
ſchweifungen im Rohen und Eklen, dem Haß und Hohn,
die ſich bei fortſchreitendem Elend immer mehr in
zer=
riſſenen Sarkasmen und Unflätigkeiten Luft machen,
vermiſcht ſich wie milder Mondenſchein mit rotem
Fackellicht, Eine keuſche, tief=innerliche Natur=Andacht.
Dieſe Widerſätze, dieſe grelle Unausgeglichenheit ſind
höchſt perſönlich, aber ſie ſind zugleich typiſch für die
Kraftgenies, deren Beſtimmung es iſt, mit
Gewitter=
gewalt den kommenden Meiſtern voranzugehen und die
Luft zu reinigen, in der jene anderen atmen ſollen. Wir
finden ohne Mühe Aehnlichkeiten zwiſchen Conradi und
den Titaniden Lenz, Günther, Grabbe, die ſich, wie er,
im Dämmerſchatten zwiſchen Genie und Wahnſinn
ver=
brauchten.
Ein innerer Magnetismus zog Conradi, als er das
Weimarer Goethe=Haus beſuchte, zum Bilde des
Rein=
ſchold Lenz hin, während ihn die „geheimrätliche
Atmo=
ſphäre” Goethes, die Atmoſphäre der Harmonie, tief
verdroß. Und Freiligraths Gedicht „Bei Grabbes
Tod” iſt es nicht im Weſenhaften auch auf Hermann
Konradi beſtimmt? Mit Grabbe zumal hat unſer Dichter
unſelige Verwandtſchaft. Sogar die Schickſale zeigen
manche Analogie: dasſelbe vermeſſene Götterſtürzen und
Olymperſtürmen, dasſelbe Elend, dasſelbe
Zugrunde=
fgehen. Wie Grabbe wirbt Conradi um ſicheres Brot und
ſchleudert er die Anſtellung (acht Tage lang war er
Re=
ſakteur) von ſich. Wie Grabbe in Düſſeldorf, verbrinat
Conradi in Würzburg die letzte Lebensfriſt in
Nacht=
wachen am Wirtshaustiſch, ſeinen Geiſt in Aphorismen
und wilden Gloſſen erſchöpfend. Was uns Immermann
von dem in Düſſeldorf ein Aſyl ſuchenden Grabbe
er=
zählte, das taucht auf, wenn wir das Urteil M. G.
Con=
rads über Conradis perſönliche Erſcheinung leſen:
„Verkatert, übernächtig, zerfahren, haltlos. Im Geſpräch
heftig, verbiſſen, wie ein verärgerter ſozialdemokratiſcher
Agitator aus jener böſen Zeit. Dazwiſchen plötzlich
herrliche Momente geiſtiger Größe, majeſtätiſchen
Auf=
ſchwungs. Dann ebenſo raſches Verſinken in die
Ge=
wöhnlichkeit des räſonierenden, ſchimpfenden, heftig
geſtikulierenden, im Unſchönen exzedierenden,
verbummel=
ten Genies. Sein Weſen machte einen durchaus
unge=
ſunden, mitleiderregenden Eindruck.” Einen vollen
Ge=
ſchmack vom Grabbeſchen =Laugenſalz erhält man auch
aus dem Brief, den Conradi, der Kranke, an ſeinen
tot=
kranken Freund Paul Fritſche ſchrieb: „Wenn du
irgend kannſt, mach’ dich recht bald dünne! Du haſt’s ja
bequem genug, nicht jedem wird’s ſo leicht gemacht.
Ob du nun noch in paarmal in’s Univerſum reinurinierſt,
iſt egal.” Und er wünſcht, mit dem Freunde beim
Ster=
ben Schritt zu halten. Der aber entzog ihm auf dieſen
Brief hin noch vor dem nahen Ende die Freundſchaft.
Hatte Conradi überhaupt einen Freund? „Einſam durch
die Mitwelt geht mit flammender Stirne der Poet.”
Durch Conradis Leben ziehen faſt alle bedeutenden
literariſchen Perſönlichkeiten ſeiner Zeit. Er war — in
Magdeburg — ein alter Gymnaſiaſt geworden, denn die
Not im Elternhauſe hatte ihn gezwungen, das Studium
zu unterbrechen und Buchhändler zu werden. Als er
dann, zweiundzwanzigjährig, doch die Reifeprüfung
macht, ſteht er bereits mit beiden Füßen in der
Litera=
tur, iſt er von den Brüdern Hart längſt als Genoſſe
ge=
ſchätzt, hat er Verbindung mit M. G. Conrad, Julius
Groſſe, Lingg u. a.
Das Merkwürdigſte an der inneren Entwickelung
Conradis iſt die Tatſache, daß ſämtliche „Lieder
eines Sünders” die Gedichte alſo, die ſein
Schön=
ſtes und Beſtes blieben, ſchon während der Magdeburger
Gymnaſialzeit entſtanden. Dort übrigens hat er auch den
Geheimbund „Die Lebendigen” ins Leben gerufen, eine
für die Literatur nicht belangloſe Gruppe radikaler
Himmelsſtürmer und Anarchiſten.
Von Berlin, wo Conradi im Hartſchen Kreis
ver=
kehrt und mit den Hart, Henckell „Arent die „Modernen
Dichtercharaktere” herausgibt (ein epochales, literarhiſto=
riſches Dokument) wendet ſich der Dichter, innerlich
zer=
faſert und zerrüttet, aber mit immer wieder
geſchwell=
ten Siegeshoffnungen, nach Leipzig. Hier erlebt er neue
Siege und das alte Elend. Die literariſche Jugend
ſchart ſich um ihn, Bartels und Otto Erich Hartleben
kom=
men ihm eine Zeit lang nahe. Er verfeindet ſich alle und
wendet ſich, ein unſteter Zielſucher, nach kurzem
Aufent=
halt am Rhein, nach München, wo er im Dichterkreiſe
(Kirchbach, Lingg, Conrad, Ibſen. .) Aufnahme findet
abermals vereinſamt und vollſtändig mittellos
weiter=
zieht. Er kehrt in das ihm verhaßte Leipzig zurück, und
jetzt erſt lernt er die Tage der allergrößten Not kennen.
Der erſte Leipziger Aufenthalt war die geiſtig
frucht=
barſte Zeit ſeines Lebens. Hier entſtanden neben vielen
Novellen, Eſſays und Kritiken ſeine Romane Phraſen”
und „Adam Menſch” hier vertiefte er ſich in philologiſche
und philoſophiſche Studien. Nietzſche und Stirner ſind
ſeine Leute. In den Romanen herrſcht der Geiſt
Stir=
ners vor, doch wunderbar hat Conradi ſchon auf der
Schulbank in ſeinen tiefſten Gedichten Gefühle und
Gedanken deutlich ausgeſprochen, die ſpäter
Nietzſche im „Zarathuſtra” geſtaltete.
Ein Verbrauchter, zieht Conradi im Jahre 1889 nach
Würzburg. Krankheit und ſchwere Todesahnungen üben
ſchatten ihn. Doch ſein Kopf quillt von mächtigen
Plä=
nen. Eine Chriſtus=Dichtung will er ſchaffen, und er
ar=
beitet an einem großen ſozialen Roman „Ein Kandidat
der Zukunft.” — Ich fühle” ſchreibt er, „daß ich immer
mehr und immer ſchneller meiner künſtleriſchen Reife
ent=
gegengehe.‟ Dann kommt der Tod. Martervoll naht er
ihm, wie ſein Leben geweſen. Eine Lungenentzündung
rafft ihn nach langem Kampfe am 8. März 1890 dahin.
Nach ſeinem Sterben hallt ein kurzer Wehſchrei in
den Gemeinden der Freunde und Dichter. Dann iſt es
ſtill. Der Name Hermann Conradi — und eine Welt
von Schmerzen und Gedanken — ſcheint in
Vergeſſen=
heit zu ſinken. Erſt mählich — in jüngſten Jahren —
regt ſich das Erinnern. Und jetzt iſt ihm dieſes Denkmal
geſetzt worden: die Geſamtausgabe. Kein totes
Monu=
nent, nein, Dichters Lebenswerk, Dichters Leben. Im
erſten Bande ſtehen Conradis Verſe:
„Ein Grab zu hüten gilt’s. Mit weißen Kerzen
Hat’s unterweil der junge Lenz geſchmückt
Für das Unſterbliche verglüh’n die Herzen —
Mit rotem Blut getauft der tiefſten Schmerzen
Ward uns der Geiſt, der Zukunftsfrüchte vflückt.”
172,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
wung der Geſchwindigkeit gemacht hatte, vom
ſpreußiſchen Kriegsminiſterium abgenommen worden. Die
oGeſchwindigkeit wurde mit 21½, beinahe 22
Sekunden=
rmeter feſtgeſtellt. „Z. 3” iſt ſomit das ſchnellſte
Luftſchiff. Das Paſſagierluſtſchiff „Hanſa”, das
aanfangs nächſter Woche ſeinen erſten Aufſtieg
unterneh=
imen wird, dürfte, obgleich es um acht Meter länger iſt
rund mit zwei Kabinen verſehen wird, dem „Z. 3” an
Weſchwindigkeit nicht nachſtehen, da die Maybach=Motoren
üinzwiſchen in ihrer Kraftleiſtung noch verſtärkt worden
ſind.
* Paris, 23. Juli. Durch die Berichte deutſcher
Blätter ſehen ſich hieſige Blätter veranlaßt, Vergleiche
ſzwiſchen der deutſchen und der
franzöſi=
chen Luftflotte anzuſtellen. Ein Sachverſtändiger
keilte mit, daß es ſehr ſchwierig ſei, genau zu ſagen, wie
wiele lenkbare Luftſchiffe Deutſchland beſitze. Es würden
aan den Fahrzeugen fortwährend Aenderungen
vorgenom=
imen, und auch die Namen blieben ſich nicht gleich. Er hält
Gafür, daß in Wirklichkeit die deutſche Armee für den
lAugenblick nicht über mehr als zehn brauchbare
Lenk=
ballone verfüge; die franzöſiſche Armee habe annähernd
gleichviel. Hingegen könne Frankreich den 27 deutſchen
Luftſchiffhallen nur 20 entgegenſetzen. Es ſei unrichtig,
daß die franzöſiſchen Luftſchiffe keine Fahrten
unter=
tähmen; die Militärbehörden ſprächen nur nicht davon.
SSo wiſſe z. B. das große Publikum nicht, daß der Kapitän
Ferber in den letzten ſechs Monaten durchſchnittlich jeden
ſweiten Tag einen Aufflug gemacht habe. Die fran=
Zöſiſchen Luftſchiffe könnten eine Geſchwindigkeit von 50
bis 60 Kilometer in der Stunde erreichen. Die 70
Kilo=
imeter Stundengeſchwindigkeit, die die deutſchen Luftſchiffe
erreicht hätten, würden dieſe aber nicht fortgeſetzt leiſten
Können.
* Brüſſel, 22. Juli. In der Nähe des Flugfeldes
IBerchem verunglückte der Flieger Hanciau mit
ſei=
inem Paſſagier. Hanciau iſt ſchwer verletzt, der
Paſ=
fſagier blieb unverletzt. Als Hanciau am Boden lag,
fſtahl ein Taſchendieb ſein Portefeuille.
* Sewaſtopol, 22. Juli. In der Fliegerſchule
vereignete ſich eine Benzinexploſion, die in den
Schuppen und Werkſtätten bedeutenden Schaden
anrich=
tete. Vier Flugzeuge, drei Kraftwagenſ ſowie viele
Maſchinenteile wurden zerſtört.
Sport.
* Darmſtädter Rad= und Motor=Rennen. Die am
mächſten Sonntag, 28. d. M., vom Velociped= Klub
2Darmſtadt veranſtalteten Rad= und Motor=Rennen
tweiſen eine ſolche Fülle von Meldungen auf, daß die
Weranſtaltung zu einem ſportlichen Ereignis zu werden
rverſpricht. Das Erſtfahren beſtreiten 26 Fahrer, das
Worgabefahren nicht weniger als 38 Fahrer, das
Haupt=
ffahren, ſowie die übrigen Flieger=Rennen ſind
eben=
ffalls in ähnlicher Weiſe beſetzt. Scharfe Kämpfe bringt
ddas Dauerrennen hinter Motorführung, denn nicht
weni=
iger als 10 Fahrer ſind hierzu eingeſchrieben, ſodaß
Vor=
lläufe erforderlich ſind. Zwei Motor=Rennen, in denen
ſſich hervorragende Motorfahrer treffen, vervollſtändigen
das Programm, deſſen Reichhaltigkeit die beim Velociped=
Mlub übliche prompte Abwickelung auch diesmal wieder
verforderlich macht. Eine beſondere Attraktion bietet die
twährend der Rennen ſtattfindende Ausloſung eines erſt=
Klaſſigen Wotan=Rades, geſtiftet von der Firma Auguſt
EEngel, hier. Die Rennen beginnen punkt ½4 Uhr.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 23. Juli. Fruchtmarkt=
Wbericht. Am Wochenmarkt war der Verkehr ſehr ruhig,
die Tendenz jedoch zur Mattigkeit geneigt. Infolge
Fehlens von Landweizen zeigte ſich einige Frage für
disponiblen ausländiſchen Weizen. Landroggen war
tweniger angeboten und ruhig. Hafer bei gutem
Kon=
ſſumbegehr ziemlich feſt gehalten. Futterartikel
unver=
ändert; ebenſo lauten die Forderungen für Mehl wie in
der Vorwoche. Der Mannheimer
Getreide=
tmarkt iſt ruhig und beeinflußt durch beſſere
Witte=
rrungsberichte aus Südrußland. An der Berliner
Produktenbörſe war Getreide matter auf das
ngünſtige Erntewetter, Realiſationen und auf das etwas
fſtärkere inländiſche Angebot, beſonders in Roggen. Die
ausländiſchen Offerten blieben unverändert.
Haferlie=
ffferungen waren behauptet. Lokoware feſter bei beſſeren
„Kaufluſt von Konſum und Händlern. Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
ktreidemärkten (New=York und Chicago) verkehrte
Weizen während des ganzen Geſchäftsverlaufes in
fſſchwacher Haltung und ſchließt kaum ſtetig, trotz Meldun=
gen, daß in Süd=Dakota der ſchwarze Roſt aufgetreten
ſei. Die wiederholte Ankündigung von günſtigem
Wet=
ter im Südweſten der Vereinigten Staaten bewirkte
lebhafte Tätigkeit der Baiſſiers, die ſpäter durch ſtarke
Realiſationen unterſtützt wurde. Mais anfangs
ſchwä=
cher auf argentiniſche Berichte, dann ſtetiger infolge
klei=
nerer Zufuhren im Innern. September=Termin jedoch
nachgebend. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 22,38 Mill. Buſh. auf 20,40 Mill. Buſh.
und die Maisvorräte von 6,37 Mill. Buſh. auf 4,80 Mill.
Buſh. zurückgegangen. In Kanada ermäßigten ſich die
Weizenvorräte in dieſer Woche von 10,14 Mill. Bufh. auf
9,44 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen Ruſſiſcher 23,50—24, Laplata 23,25—23,75,
Red=
winter 23,25—24, Kanſas 23—24, Rumäniſcher 24—24,75,
Monitoba 22,50—23, Walla Walla 22,75—23,50.
Rog=
gen hieſ. neuer 18,50—18,75, Ruſſiſcher 19,50—20,
Ru=
mäniſcher 19,50—19,75, Bayeriſcher (Pfälzer) 18,50—19,
Ruſſiſche Futtergerſte 17,50—18. Hafer hieſ. 21,25—22,
Ruſſiſcher 20,50—22,50, Rumäniſcher 20,50—22,50,
Baye=
riſcher 21,25—22, Amerikaniſcher 17,50—18. Mais
mixe 55,60—15,70, Donaumais 15,60—17,75, Laſtlata
15,60—15,75, Ruſſiſcher 15,75—15,90, Rumäniſcher 15,70
bis 15,80, Weißer Mais 15,75—16, Weizenſchalen 11,25
bis 11,50, Weizenkleie 11,25—11,50, Roggenkleie 12,75 bis
13, Futtermehl 14—16, Biertreber getrocknet 13,50—14,
Weizenmehl hieſ. Nr. 0 31,50—31,75, feinere Marken 32
bis 32,25, Nr 1 29,75—30, feinere Marken 30,25—30,50,
Nr. 2 28,50—28,75, feinere Marken 29—29,25, Nr. 3 26,75
bis 27, feinere Marken 27,25—27,50, Nr. 4 22.75—23,
fei=
nere Marken 23,25—23,50, Roggenmehl hieſ. Nr. 0 27,25
bis 27,50, Nr. 1 25,20—25,50, Nr. 2 21,25—21,50.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Der Paradeplatz.
In Zwiſchenräumen von einigen Jahren tauchen
immer wieder Pläne auf, wie der Paradeplatz
umgeſtaltet werden ſoll. Waſſerbaſſins
Muſik=
tempel ſollen errichtet werden. Die Vaſen am
Ludwig IV.=Denkmal ſind ja nun nach 10jähriger
Ver=
ſpätung eingetroffen. Sonſt aber geſchieht nichts, noch
nicht einmal werden die Steine verlegt, die vor 4 Jahren
zur Errichtung der Flaggenmaſten vor dem Landesmuſeum
angefahren wurden und nun aufgeſtapelt liegen. Auch für
die Gitter an den beiden Epheuſtreifen wäre es Zeit wenn
ſie entfernt würden, ſchön ſind ſie nicht. Sollte der Platz
aber in einigen Jahren doch eine Umgeſtaltung erfahren,
ſo ſollte auch der vom verſtorbenen
Landtagsabgeord=
neten Müller für das Ludwig IV.=Denkmal vorgeſchlagene
Platz an der nordweſtlichen Einbuchtung des
Schloß=
grabens, der für ein Reiterſtandbild wie prädeſtiniert iſt,
nochmals für obiges Denkmal in Erwägung gezogen
wer=
den. Das alte Schloß und die vorhandenen
Baum=
gruppen gäben einen prachtvollen Hintergrund für das
Denkmal. Der jetzige Standort, gegenüber dem Getriebe
der Straßenbahn iſt mehr wie banal. Der geſchaffene
Sandhügel und die Baumkuliſſen, die noch dazu das
Muſeum verdecken, wirken auf jeden künſtleriſch
empfin=
denden Menſchen geradezu bedrückend. Ein Raſenbeet an
der jetzigen Stelle würde die Ueberſichtlichkeit des Platzes
erhöhen, das Muſeum vom Ernſt Ludwigsplatz aus
ſicht=
bar laſſen und das Kunſtgewerbehaus, das an Stelle des
Jagdhauſes geplant iſt, zur richtigen Wirkung kommen
laſſen.
Vermiſchtes.
— Kein Theologenmangel! Man ſchreibt
uns: Wie der Zugang zu allen gelehrten Berufen im
Laufe der Jahre und Jahrzehnte verſchieden ſtark iſt, ſo
iſt auch die Zahl der Studenten der Theologie
be=
trächtlichen Schwankungen unterworfen geweſen.
Beſon=
ders gering war ſie in den ſiebziger Jahren, ſowohl auf
evangeliſcher wie auf katholiſcher Seite; ſie ſtieg dann ſo
ſtark, daß Ende der achtziger Jahre eine bedenkliche
Ueber=
füllung des Studiums der evangeliſchen Theologie
ein=
trat: im ganzen waren damals an reichsdeutſchen
Univer=
ſitäten über 4000 Studenten der evangeliſchen Theologie,
während 3000 den Bedarf ſchon reichlich gedeckt hätten.
Die Zahl der katholiſchen Theologen wuchs langſamer, ihr
Wachstum hielt aber an, als ſpäter die Zahl der
evan=
geliſchen Theologen ſtark zurückging (nach 1900 ſank ſie auf
nur wenig über 2000, ſodaß einige Landeskirchen vor
einem empfindlichen Theologenmangel ſtanden). Eine
Zeit lang gab es etwa ebenſoviele katholiſche Theologen
als evangeliſche, was ein arges Mißverhältnis darſtellt in
Rückſicht darauf, daß die Bevölkerung Deutſchlands zu
½ evangeliſch, zu ¾ katholiſch iſt. Seit einigen Semeſtern
aber ſteigt die Zahl der Studierenden der
evangeliſchen Theologie wieder langſam, und
mit 1912 ſcheint das Wachstum kräftiger einzuſetzen. Die
Zahl der Studierenden der evangeliſchen Theologie an
reichsdeutſchen Univerſitäten beträgt nämlich im laufenden
Sommerſemeſter 3345 (gegen 2853 im letzten Winter, 2809
im vorigen Sommer). Halle zählt 426, Tübingen 405,
Leip=
zig 402, Berlin 386, Erlangen 226, Marburg 205,
Göt=
tingen 172, Heidelberg 169, Greifswald 157, Breslau 131,
Königsberg 125, Bonn 110, Gießen 104, Jena 98,
Straß=
burg 91, Kiel 83, Roſtock 55. Wenn einige, namentlich
kleinere Landeskirchen gegenwärtig noch über
Theologen=
mangel zu klagen haben, ſo iſt anzunehmen, daß dieſer
Mangel in einigen Jahren wieder gehoben ſein und die
Zunahme der Theologen auch den ſtets wachſenden, gegen
früher unvergleichlich größeren Bedarf an Religionslehrern
für höhere Schulen decken wird. Wenn man in kirchlichen
Kreiſen befürchtete und in religionsfeindlichen Kreiſen
hoffte, der Theologenmangel werde ſich verſchärfen und die
Kirchen in eine äußerſt ſchwierige Lage bringen, und wenn
man daraus bereits weiteſtgehende Schlüſſe zog, ſo
er=
weiſen ſich ſolche Erwartungen alſo glücklicherweiſe
wie=
der einmal als unbegründet.
Literariſches.
— Die Regiſter der menſchlichen Stimme.
Von Müller=Söllner, Tonbildner in Darmſtadt.
Der Verfaſſer, ein Vertreter der Reßſchen Schule, aus
der direkt oder indirekt die größten Sänger unſerer Zeit
ſtammen — Reichmann, Anna von Mildenburg, Jorn,
Gudehus, Knüpfer, Bender u. v. a. —, zeigt hier in
größ=
ter Klarheit den Weg, um durch den Ausgleich der
Re=
giſter zur einwandsfreien Tonbildung zu gelangen. Sehr
beherzigenswert iſt ein Anhang über Vortrag. Preis
80 Pfg. (Verlag Bergſträßers Hofbuchhandlung,
Darm=
ſtadt.)
* Neu erſchienene Broſchüren. Geſchichte
des Ultramontanismus. Eine Studie für jedermann von
Johann Batt, katholiſcher Pfarrer. Memmingers
Ver=
lagsanſtalt, Würzburg. Preis 50 Pfg. — Muß es zu einem
Konflikt mit den Weſtmächten kommen? Streifzüge durch
die Geſchichte der nachbismarckſchen Zeit bis in die
Gegen=
wart und mit Randbemerkungen verſehen von Friedrich
Braune, Lehrer in Gerbſtedt. Verlag von Frieſe u.
Fuhr=
mann, Magdeburg. — Was muß der Kapitaliſt wiſſen.
Eine Abhandlung zur Orientierung für Kapitaliſten und
Wertpapierbeſitzer. Preis 1,50 Mark. Berlin=Leipzig=
Hamburg. Verlag für Börſen= und Finanzliteratur A.=G.
„Mißſtände im Unterricht und im Prüfungsweſen der
Hochſchulen und ihre Beſeitigung”, von Richard Lindt, Dr.
phil., Reg.=Bauf. a. D. Verlag Heydenreich,
Charlotten=
burg, Hardenbergſtraße 42. Preis 65 Pfg. — Wie bewerbe
ich mich? Ratſchläge für Stellungſuchende. 4. Auflage.
Verlag von Wilhelm Violet in Stuttgart. Preis 60 Pfg.
— Rheumatismus und Gicht. Von Dr. med. R. Spohr,
prakt. Arzt Frankfurt a. M. Verlag: „Lebenskunſt=
Heil=
kunſt” Berlin 1911. Preis 30 Pfg. — Chroniſche
Ver=
ſtopfung von Dr. med. G. Riedlin. Hämorrhoidalleiden
von Dr. med. Fr. Schönenberger. Verlag „Lebenskunſt=
Heilkunſt”, Berlin 1911. Preis 40 Pfg.
Die Lage in der Türkei.
* Konſtantinopel, 22. Juli. Hier trafen
Nach=
richten ein, daß in Nordalbanien anarchiſche
Zuſtände herrſchen. Im ganzen Sandſchak, in
Priz=
rend, ſowie in Kaza und Djakowa fraterniſieren die
Truppen mit den Aufſtändiſchen. Einem Gerüchte
zu=
folge demiſſionierte der Muteſſarif von Ipek. An der
Grenze der Wilajets Koſſowa und Skutari ſind drei
Ba=
taillone durch die aufſtändiſchen Stämme der Oraſchi und
Garnigi unter Jakob Jeronick umzingelt worden. Die
Truppen mußten ſich mit 400 Mauſergewehren, drei
Ka=
nonen und vier Maſchinengewehren ergeben. Ein Major
iſt von den Aufſtändiſchen aufgehängt worden.
H.B. Konſtantinopel, 23. Juli. Unmittelbar
vor der Eidesleiſtung des neuen Kabinetts erklärte der
Großweſir Achmed Mukhtar Paſcha ſeine
Auf=
gabe mit der Bildung des Kabinetts für erfüllt.
Gleich=
zeitig übernimmt der Miniſter des Aeußern, Kiamil
Paſcha, das Amt des Großweſirs=Beirats. Um 4 Uhr
erfolgte die Vereidigung des neuen Kabinetts unter
Kiamil Paſcha. Dieſe für türkiſche Verhältniſſe
charakte=
riſtiſche Schiebung dürfte von vornherein beabſichtigt
ge=
weſen ſein und kennzeichnet den augenblicklich
erdrücken=
den Einfluß Englands am goldenen Horn.
Feuilleton.
— Die griechiſche Regierung und die Damenhüte.
Die brennende Frage der die Bühnenausſicht ſperrenden
Rieſenhüte der Theaterbeſucherinnen, über deren Löſung
fſich die Polizeigewaltigen mehr die Köpfe zerbrechen als
die Damen, hat in Athen den Erlaß des folgenden
ldrakoniſchen Ukas zur Folge gehabt: „Auf Grund der
Weobachtung der Polizeidirektion der Bezirke Attik und
Boötien, daß in den Sommertheatern der Stadt Athen
ſeine große Anzahl Damen Hüte von ungewöhnlicher
Größe trägt, die mit ihrer reichen Garnierung von
Fe=
ldern, Vögeln, Blumen, Früchten und dergleichen geeignet
fſind, den hinter ihren Trägerinnen plazierten Zuſchauern
die Ausſicht auf die Bühne und die Bühnenvorgänge zu
rverſperren und mit Rückſicht auf die dadurch
geſchädig=
rten Intereſſen der Bürger, die durch die Bezahlung der
Eintrittskarte das Recht auf ungehinderten Genuß der
Vorſtellung erworben haben, wird hierdurch auf Grund
ides betreffenden Paragraphen des Strafgeſetzbuches und
ider königlichen Verfügung über das Polizeiweſen des
Königreichs allen Frauen und Mädchen unterſagt, in den
Theatern der Stadt Athen Hüte wie die oben gekenn=
Zeichneten zu tragen. Zuwiderhandelnde Perſonen
wer=
den mit Geldſtrafen bis zu 200 Drachmen oder mit Haft
bis zu 14 Tagen beſtraft. Die Strafe kann gegebenen
Falles auch an dem Herrn vollſtreckt werden, der die
be=
treffende Dame ins Theater begleitet. Die Benutzung
kvon Hüten kleinerer Form iſt geſtattet mit der Maßgabe,
daß dieſe auf Verlangen der hinter den Damen ſitzenden
ZZuſchauer ſofort abgenommen werden müſſen. Die
Kommandos der königlichen Gendarmerie ſind
angewie=
iſen, den Beſtimmungen der vorliegenden Verfügungen
durch ihr Einſchreiten unbedingt zur Durchführung zu
verhelfen.
* Elefanten als Simulanten. Im Zoologiſchen
Gar=
ſen in New=York ſind kürzlich mit erkrankten Elefanten
„Kuren unternommen, die dadurch ein beſonderes Intereſſe
terhielten, daß ſie Gelegenheit boten, den Dickhäuter als
einen geriſſenen Simulanten zu entlarven. Es iſt bekannt,
daß Elefanten nach ihrer Ueberſiedelung in ein
gemäßig=
tes Klima leicht zu Magenſchmerzen neigen als Folge der
ungewohnten Kälte. Dieſe Schmerzen ſteigern ſich manchmal
ſo, daß die Tiere ſich in ihrem Elend auf der Erde
herum=
wälzen. Es wird ihnen dann ein dickes Senfpflaſter
auf=
gelegt und innerlich ein ordentliches Maß Alkohol
verab=
folgt. Außerdem wird eine wollene Decke rund um den
Körper gewickelt, auf die eine dicke Lage von Senf
ge=
ſtrichen wird. Darüber kommt nochmals eine wollene
Decke, die ſorgfältig feſtgebunden wird. Die Wärme des
Senfs dringt in den Magen ein und erreicht in
Ge=
meinſchaft mit der Erwärmung durch den Branntwein bald
den gewünſchten Erfolg. Der angenehmſte Teil dieſer Kur
ſcheint nun für die Dickhäuter die Ration Branntwein zu
ſein. Denn die Folge war, daß der Elefant nunmehr faſt
täglich Anfälle von Magenſchmerzen bekam, bei denen er
ſich wehklagend im Sande herumwälzte. Schließlich wurde
mkan mißtrauiſch und führte die Kur durch ohne die
Bei=
gabe von Branntwein, lediglich durch Senfpflaſter und
wollene Decken. Der Erfolg war überraſchend,
Magen=
ſchmerzen haben ſich nicht mehr eingeſtellt. Bei dieſer
Be=
handlung wurde auch feſtgeſtellt, was Elefanten ſich alles
in die Füße eintreten. Da fand ſich ein Würfel, die Hälfte
eines eiſernen Teelöffels, der Handgriff eines
Taſchen=
meſſers und ein eiſerner Nagel. Alle dieſe Gegenſtände
hatten ſich in dem Horn eines Fußes feſtgeſetzt. Es
be=
gann darauf mit allen möglichen Inſtrümenten eine Kur,
welche den Dickhäuter von den Fremdkörpern befreite.
Ein Elefanten=Baby war mit ſo ſchwachen Feſſeln auf die
Welt gekommen daß es vollkommen lahmte und
umzu=
fallen drohte. Man hat ihm daher ein beſonderes Paar
Stiefel konſtruiert, die der Elefant eine Zeitlang tragen
mußte. Der Erfolg war ausgezeichnet, die Feſſeln
wur=
den gekräftigt und der Dickhäuter marſchiert heute mit
voll=
kommener Sicherheit auf ſeinen Pedalen.
* Genasführt. In der Kölniſchen Zeitung leſen wir:
Einige junge Maler in Barmen, die noch zur „alten
Richtung” gehören, machten ſich einen Ulk daraus.
Futuriſtengemälde zu „malen” Sie klitſchten die
ver=
worrenſten Farben auf die Leinwand, hunderterlei
Sinn=
loſigkeiten, den abſichtlichſten Wahnſinn. Dieſe „
Ge=
mälde” ſandten ſie mit Brief, in dem ſie ſich als
begei=
ſterte Futuriſten vorſtellten, dem Maler M. Pechſtein ein
und baten ihn um ſein Urteil und um ſeine Protektion
bei der Zeitſchrift „Der Sturm” deren Redaktion er dieſe
Gemälde zur Reproduktion empfehlen ſollte. Und ſiehe
— der Futuriſtenführer erkannte die Düpierung nicht; er
ſchickte dem Barmer Einſender poſtwendend folgendes
Schreiben: „Berlin=Friedenau, Offenbacher Straße 1.
Sehr verehrter Herr, danke Ihnen für den Beweis, daß
ſich überall die Kräfte regen. Es gefallen mir Ihre
Ar=
beiten und werde dieſelben H. Walden, Herausgeber des
„Sturm”, geben, damit er einiges verwendet. Werde
mich ſehr intereſſieren, gelegentlich einmal Bilder zu
ſehen. Herbſt dieſes Jahres ſtelle eine Kollektion
Zeich=
nungen für eine Ausſtellung in einem Muſeum
zuſam=
men, und werde IIhnen dann nach Barmen ſchreiben,
etwa zehn Arbeiten dafür zu geben. Hochachtung.
M. Pechſtein.‟ Die Kunſtwerke der Barmer Künſtler, die
Herrn Pechſtein gefielen, ſind jetzt im Schaufenſter einer
Berliner Zeitungsredaktion ausgeſtellt, und — Berlin
lacht!
* „Die Grünenthaler‟ Nicht weniger als 177000
Mark gefälſchter Tauſendmarkſcheine ſind im Jahre 1911
eingezogen worden. Es handelte ſich hierbei um
ſoge=
nannte „Grünenthaler” die der ehemalige Oberfaktor der
Reichsdruckerei, Grünenthaler gefälſcht hat. Seit zehn
Jahren muß die Reichsbank für dieſe „Grünenthaler”
Ab=
ſchreibungen vornehmen; im Jahre 1910 belief ſich die
Summe auf 222000 Mark. Die Reichsbank wird auch noch
für die nächſten Jahre mit dieſen Fälſchungen zu rechnen
haben, denn Licht dürfte in dieſe Angelegenheit ſo leicht
nicht hineinkommen da Grünenthaler ſich vor zehn
Jah=
ren, kurz nach der Entdeckung ſeiner Verbrechen, ſelbſt
ent=
leibte.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
Nummer 172.
* Konſtantinopel, 23. Juli. Das neu
er=
nannte Kabinett, insbeſondere Kiamil Paſcha,
wurde auf der Fahrt zur Pforte von einer
vieltanſend=
köpfigen Menſchenmenge begeiſtert begrüßt. Bei der
Ver=
leſung des Kaiſerlichen Handſchreibens waren ſämtliche
Miniſter und das diplomatiſche Korps anweſend. Man
hält den Höhepunkt der Kriſis für überſchritten und die
Stimmung für die Freiheitsfeier für günſtig.
* Konſtantinope l, 23. Juli. Ueber die bereits
ange=
deuteten anarchiſtiſchen Zuſtände und Kämpfe
in den letzten Tagen in Nordalbanien wird weiter
gemeldet: Die Kämpfe zwiſchen den Truppen und den
Aufſtändiſchen im Haszgebiete endeten mit dem Rückzug
der Truppen von Djakova. Die Verluſte der Truppen
ſollen 300 Tote und Verwundete betragen. Außerdem
wurden zahlreiche Soldaten entwaffnet. — Die Garniſon
von Djakova erkannte die Forderungen der
Aufſtän=
diſchen an, worauf die Feindſeligkeiten eingeſtellt
wur=
den. Der Kaimakan iſt von Djakova geflüchtet und der
Albaneſenchef Biza Bey zog am 17. Juli in die Stadt
ein. Alle Offiziere fraterniſierten mit den Aufſtändiſchen;
mehrere ſchloſſen ſich den Arnautenſcharen an, die von
allen Seiten nach der Ebene von Koſſowo eilen, wo heute
eine große Verſammlung ſtattfinden ſoll. Die
Stra=
nach Veriſſowitz wurde von den Albaneſen beſetzt. Am
20. Juli fand bei Cernoljeva ein heftiger Kampf ſtatt.
Die ganze Garniſon von Priz Ren meuterte bis auf 1
Bataillon. Der Muteſſarif mußte demiſſionieren. Die
Albaneſen von Ljuma marſchieren gegen Priz Ren. —
Vorgeſtern erbeuteten die Albaneſen einen
Munitions=
transport von 27 Wagen und entwaffneten die 80
be=
gleitenden Soldaten. — Am 19. Juli fand ein
ſechsſtün=
diger Kampf zwiſchen Truppen und Aufſtändiſchen bei
Bardovca am Drin ſtatt. Der Kampf endete mit der
Entwaffnung von 520 Soldaten und 80 Gendarmen. Die
Gendarmen der Ortſchaften Gora und Suha=Reka
wur=
den entwaffnet und mißhandelt und mußten flüchten.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Rom, 22. Juli. Der König hat dem
Vizeadmi=
räl Viale folgende Depeſche geſandt: Ich bitte Sie,
dem Schiffskapitän Millé und den Mannſchaften meine
Bewunderung für ihr glänzendes Verhalten
auszuſpre=
chen. Aus Derna meldet die Agenzia Stefani: Gegen
3 Uhr nachmittags unternahmen die Türken von der
gedeckten Stellung aus mit einigen Geſchützen einen
Ar=
tillerieangriff gegen das kleine Fort Lombardia. Die
italieniſche Artillerie erwiderte das Feuer und brachte
durch zahlreiche Treffer den Feind zum Schweigen.
* London, 22. Juli. In Erwiderung auf eine
Anfrage erklärte Unterſekretär Acland: Die britiſche
Regierung iſt nach wie vor bereit, in jeder Weiſe mit
anderen Mächten zur Beilegung des Krieges
zwiſchen Italien und der Türkei
mitzuwir=
ken. Unſere guten Dienſte anzubieten iſt nur dann
nütz=
lich, wenn ſie auf der Mitteilung erfolgen, daß ſie für
beide Mächte annehmbar ſind.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Juli. Nach faſt dreiwöchiger Dürre
iſt um 2 Uhr nachmittags Regenwetter eingetreten.
* Straßburg, 23. Juli. In Hönheim iſt der Pfarrer
Dr. Will, Reichstagsabgeordneter für Schlettſtadt, und
der Gruppe des elſaß=lothringiſchen, Zentrums zugehörig,
mach längeren Leiden geſtorben. Dr. Will hatte bereits
1907—1912 dem Reichstage angehört als Vertreter des
Wahlkreiſes Straßburg=Land.
* Eckernförde, 23. Juli. Durch Großfeuer iſt in
der vergangenen Nacht die Lienauſche Dampfſägerei
vollſtändig zerſtört worden. Außerdem ſind
zwei Speicher und drei Holzſchuppen mit großen
Vor=
räten niedergebrannt.
* Baleſtrand, 23. Juli. Der Kaiſer unternahm
geſtern vormittag einen Spaziergang bei ſehr warmem
Wetter, Am Nachmittag hörte der Kaiſer einen
kriegs=
geſchichtlichen Vortrag des Generals Dickhuth. An Bord
iſt alles wohl.
* Wien, 23. Juli. Der deutſche Botſchafter
hat ſeinen Sommerurlaub angetreten und ſich zunächſt
nach Sachſen begeben. Während ſeiner Abweſenheit
fun=
giert Botſchaftsrat Prinz zu Stolberg=Wernigerode als
Beſchäftsträger.
* Troppau, 23. Juli. Infolge des in vergangener
Nacht niedergegangenen Regens iſt die Oſtrewitza über
die Ufer getreten und hat die umliegenden Gebiete
überſchwemmt. Die Regulierungsarbeiten erlitten
ſchweren Schaden. Drei bei den Erdarbeiten beſchäftigte
Arbeiter wurden durch herabſtürzende Waſſermaſſen
ge=
tötet.
* Rom, 23. Juli. Die fünf Torpedoboote,
die an der Dardanellenfahrt teilnahmen, ſind bei ihrer
Rückkehr nach Imel und Aſtrepalia von den dortigen
italieniſchen Schiffen mit militäriſchen Ehren und großer
Begeiſterung empfangen worden.
* Paris, 23. Juli. Der deutſche Botſchafter
Frei=
herr v. Schön iſt zu einem Urlaubsaufenthalt nach
Berchtesgaden abgereiſt. Während ſeiner Abweſenheit
übernimmt Botſchaftsrat Freiherr von der Lancken=
Wakenitz die Geſchäfte der Botſchaft.
* Petersburg, 23. Juli. Das Königspaar
von Schweden iſt heute mittag auf der Standartreede
in den Finniſchen Schären eingetroffen.
* Petersburg, 23. Juli. In einer offiziellen
Mitteil=
ung werden die Einzelheiten veröffentlicht über die
Meutereien am 14. Juli im Lager des erſten und des
zweiten Bataillons der Turkeſtanpioniere in der Nähe
von Taſchkent. Die faſt 130 Mann ſtarken Meuterer
beſchoſſen das Lager. Das Schießen dauerte vom Abend
des 14. Juli bis zum nächſten Morgen, dann war die
Ruhe wiederhergeſtellt. Die Schützen und Koſaken
um=
zingelten das Lager der Aufſtändiſchen und entwaffneten
dieſe. Im Kampfe ſind auf ſeiten der treuen Truppen
zwei Soldaten getötet und vier Offiziere und 12
Solda=
ten verwundet worden.
* Kapſtadt, 23. Juli. Dr. Solf iſt heute hier
ein=
getroffen.
* Tokio, 23. Juli. Das japaniſche Auswärtige Amt
erklärt mit Bezugnahme auf die von Petersburg
ausgehenden Gerüchte über den baldigen Abſchluß einer
ruſſiſch=japaniſchen Allianz, es habe ſeiner
Erklärung vom 18. Juli nichts hinzuzufügen, in der
ge=
ſagt wurde, daß keine Allianz oder Entente mit Rußland
geplant ſei.
* Tokio, 23. Juli. Die Meldung, daß Marquis
Katſura wegen der Erkrankung des Kaiſers
ſeine europäiſche Reiſe aufgibt, iſt verfrüht.
H. B. Berlin, 23. Juli. Auf der türkiſchen
Bot=
ſchaft wird erkläft, daß dort von der Uebernahme
des Großweſirats durch Kiamil Paſcha
nichts bekannt ſei. Der Botſchaft iſt überhaupt noch keine
offizielle Mitteilung über eine endgültige Bildung des
Kabinetts zugegangen. Ein Komitee Kiamil wird auf
der Botſchaft für unwahrſcheinlich gehalten.
— Dresden, 23. Juli. In Dresden=Neuſtadt ver
giftete ſich die 35jährige Weinſtubenbeſitzerin Irl mit
ihren beiden Knaben von 6 und 8 Jahren durch
Leucht=
gas Das Motiv der Tat ſind zerrüttete
Vermögensver=
hältniſſe. Aus demſelben Grund hat ſich im vergangenen
Jahre der Mann vergiftet.
— Peſt, 23. Juli. Der Oberleutnant Karl Binder
wurde bei dem Städtchen Tittel ermordet
aufge=
funden. Ein Infanteriſt ſeiner Kompagnie, den er
mißhandelt hatte, iſt der Tat verdächtig.
— Paris, 23. Juli. Durch ein fortgeworfenes
bren=
nendes Streichholz, das in ein Abzugsrohr der
Pont Charendon gefallen war, explodierten die
darin enthaltenen Gaſe. Der ganze Plattenbelag der
linken Seite der Brücke flog in die Luft. Da auch
gleich=
zeitig die Waſſerleitung durch die Exploſion zerſtört
wurde, gab es eine kleine Ueberſchwemmung. Menſchen
ſind nicht verunglückt.
H. B. London, 23. Juli. Der von Preſton nach
Char=
lisle gehende ſchottiſche Expreßzug ſtieß heute nacht
1 Uhr unweit des Bahnhofes Heſtbank, dicht hinter
Lan=
caſter, gegen einige auf den Schienen ſtehende
Güter=
wagen und entging nur wie durch ein Wunder einer
ſchweren Kataſtrophe. Die Erſchütterung war heftig und
die Paſſagiere wurden unſanft aus dem Schlafe geweckt,
kamen aber ſämtlich mit dem Schrecken und
unbedeuten=
den Schrammen davon. Der Lokomotivführer und Heizer
des Expreßzuges erlitten erhebliche Verletzungen.
Veran=
laßt wurde der Unfall durch das Losreißen einiger
Wa=
gen von einem dem Expreßzug vorauffahrenden
Güter=
zuge, was vom Signalwärter unbemerkt geblieben war.
Kochen Sie
Mondamin-Fruchtflammeris
von friſchen Früchten!
Sie haben darin alle guten Eigenſchaften
des friſchen Obſtes.
Um einen natürlichen Fruchtflammeri
zu erhalten, ſchmore man die friſchen Früchte
und koche den Saft mit genügend Mondamin
zu einem leichten Flammeri!
Sie können ſich auf die Güte des friſchen
Fruchtſaftes verlaſſen, und das friſche Aroma
(VI15855
wird Sie erfreuen.
Ausführliche Rezepte gratis und franko vom
Mon=
damin=Kontor, Berlin C 2. Verlangen Sie das B=Büchlein.
warne Hie, verreiſen Sie nicht,
ohne wenigſtens eine Schachtel der ächten Sodener
Mineral=Paſtillen von Fay in der Handtaſche zu
haben. Die Reiſe bringt immer gewiſſe Gefahren:
heiße und trockene Luft, Staub, Zug ꝛc. Alle
dieſe Gefahren wirken zuerſt auf die
Rachen=
ſchleimhäute und hier muß ein bequem
anzu=
wendendes Mittel zur Hand ſein, das dieſen
Gefahren ſofort begegnen kann. Solch ein Mittel
ſind anerkannter Maßen Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen, die man für 85 Pfg. in allen
Apotheken, Drogerien ꝛc. kaufen kann. (14994M
Aus der Poſtkarte eines Freundes.
Lieber Willy!
Ich war geſtern ſehr abgeſpannt über die Tage,
welche ich über das Schützenfeſt in Frankfurt erlebt habe.
Da ich doch einmal in der Nähe der Bergſtraße war,
nahm ich mir vor, bis Heidelberg die Tour zu machen.
In Darmſtadt hatte ich einen alten Bekannten zu
be=
ſuchen. Derſelbe nahm mich mit bei meiner Abreiſe in
das Restaurant Rummelbräu. Es iſt wirklich zu
empfehlen, wenn Ihr, wie Du mir ſchriebſt, Euren
Ausflug nach Darmſtadt macht, daß Ihr dort
Ein=
kehr haltet. Küche vorzüglich. Helles und dunkles Bier
aus der Brauerei Rummel prima. Alſo verſäume
nicht, wenn Du Deinen Bekannten was bieten willſt,
dort Euch noch vor der Abreiſe zu ſtärken.
(15864
Bis auf Wiederſehen Dein Freund Georg.
GEliErukäunr
UndGRAEMalKufsr
E Wilh. Götze
Bildhauer, Vertreter der.
Wies-
z: badener Gesellschaft
Darmstadt, Karlstrasse 94
Ständiges Lager von
Grabdenk-
mälern, Medellen u. Skizzen in
jeder Preislage.
B7091
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung. (14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tei. Nr. 211a
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Schmerzerfüllt teilen wir allen Verwandten,
Freunden und Bekannten mit, daß heute
nach=
mittag 4 Uhr meine innigſtgeliebte Gattin,
unſere liebe Mutter, Schwägerin und Tante
Frau Julie Lipp
geb. Rühl
im Alter von 56 Jahren nach längerem Leiden
ſanft verſchieden iſt.
(B15839
Die trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Lipp, Reſtaurateur,
und Kinder.
Darmſtadt, den 22. Juli 1912.
Weinbergſtr. 10.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Juli,
nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehaus aus auf
dem Beſſunger Friedhof ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute morgen 9 Uhr verſchied nach langem,
mit großer Geduld getragenem Leiden meine
herzensgute Frau, unſere gute Tochter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(15890
Frau Lieonore Eppel
geb. Vock
im Alter von 29 Jahren.
Um ſtille Teilnahme bitten
Wendelin Eppel
Familie Vock.
Darmſtadt, 23. Juli 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
3 Uhr, von der Leichenhalle aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Nord= und Oſtdeutſchland liegt tiefer Druck,
über Süddeutſchland und Frankreich liegt ein Rücken
hohen Drucks, während von England her wieder eine
Depreſſion vordringt. Die Temperaturen liegen im
Weſten bei 15%, im Oſten etwas höher. Die Niederſchläge
haben nachgelaſſen. Wir kommen heute noch in den
Bereich des Hochdrucks, ſodaß Anfheiterung eintreten
dürfte. Später wird uns das Tief wieder beeinfluſſen,
weshalb wieder Trübung zu erwarten iſt.
Ausſichten für Mittwoch, den 24. Juli 1912:
Nach vorübergehender Aufheiterung wieder Trübung,
ohne erhebliche Niederſchläge, Temperatur wenig
ver=
indert.
Tageskalender.
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Konſtituierende Verſammlung der
Zwangs=
innung für das Uhrmachergewerbe zu Darmſtadt um 9
Uhr im Reſtaurant „Zum Krokodil”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. —
Ver=
einigte Geſellſchaft um 7½ Uhr. — Heſſiſcher Hof um 8
Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr,
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr=
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23)4
Kaiſer Wilhelm und ſein Enkel an Bord der „
Hohen=
zollern; vom Feſtzug zum Bundesſchießen in
Frank=
furt; die feierliche Eröffnung der olympiſchen Spiele
in Stockholm; Manöver der franzöſiſchen
Gebirgs=
truppen.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 25. Juli.
Zigarren= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr in der
Ludwigshalle.
Weißbindergeräte= uſw. Verſteigerung
3 Uhr Bleichſtraße 43.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtek; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungen=
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Fleiſchmann,
ſämt=
lich in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil
be=
ſtimmte Mitteilungen ſind an die „Redaktion des
Tag=
blatts” zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
nach Pilsner Art E
nach Münchner Art
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in. Flaschen und Syphons.
2453a
[ ← ][ ][ → ]Nummer 172.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Jnli 1912.
Seite 7.
Hahhnushhuhnhannhhäunhganphaaßhagußanhuhußaßhhohaßunagabunhausnhunnhunsanhnhannunnn
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Karl Steinhäuser Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller Schuſtergaſſe 17,
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Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46,
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Kurſe vom 23. Juli 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
B3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
79,75
B
do.
A Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
83½ do. Conſols . . . 89,80
79,50
B do. do.
44 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,10
do.
B½
do.
B
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,90
88,20
do.
B½
78,25
B
do.
A Hamburger Staatsanl. 100,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,50
A do. do. (unk. 1918) 100,30
88,10
do.
B½
77,50
do.
80,00
8 Sächſiſche Rente.
u Württemberger v. 1907 100,00
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,30
3¾ Italiener Rente
A½ Oeſterr. Silberrente 90,30
A do. Goldrente . . . 96,20
A do. einheitl. Rente 87,30
3 Portug, unif. Serie I 64,20
33 do. nnif. Ser. III 66,80
8 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
M do. v. 1899 . . 95,60
A do. v. 1905 . . 92,09
1 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,30
.90,60
I do. v. 1902 .
M½ do. v. 1905 . . . . 100,50
94,00
3½ Schweden .
14 Serbier amort. v. 1895
44 Türk. Admin. v. 1903 82,00
14 Türk. uniſtz. v. 1903 89,30
4 Ungar. Goldrente . . . 90,50
A do. Staatsrente. . . 88,70
InProz.
Zf.
.101,10
5 Argentinier .
do.
86,50
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,00
do.
93,90
4½
4½ Japaner . .
94,40
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
3
do.
60,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,40
5 Gold=Merikaner . . . . 100,30
3 Buenos Aires Provinz 71,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hand.=Amerika=
Palei=
fahrt . . . . . . . 142,00
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,40
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,50
8 Baltimore und Ohio . 108½
6½ Schantungbahn . . . 130½
6½ Luxemb. Prince Henri 158,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,20
6 Pennfylvania R. R. . 122,30
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
74,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
.520,25
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
260, 10
30 Farbwerke Höchſt . . 654,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 375,00
10 Cement Heidelberg . 153,30
30 Chem. Werke Albert 460,50
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
,322,75
125,80
4 Lahmeyer. .
Letzte
In Proz.
Divid.
71 Schuchert Nürnberg 159,60
12 Siemens & Halske . 240,00
5 Bergmann Electr. . . 141,20
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 179,80
0 Gummi Peter . . . . 122,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 116,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 548,00
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
6 Wittener Stahlröhren 225,00
8 Steana Romana Petr. 142,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 242,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
. . 223,25
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 121,00
3 Südd. Immobilien .
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 188,80
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 235,25
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 174,30
10 Gelſenkirchener . . . . 192,60
8 Harpener .
. . . 188½
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 264,80
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,00
4 Laurahütte . . . . . . 171,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 165,00
Weſteregeln 202,75
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,75
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
do.
78,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60
In Proz.
Zf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 76,60
54,00
27,
do.
77,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
88,30
4 Ruſſ. Südweſt.
4½ Moskau=Kaſan .
96,80
do.
4 Wladichawchas
. 88,50
4 Mäſan Koslow:
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 73,50
90,00
do.
4½
2½ Livorneſer . . . . . 68,70
3 Salonique=Monaſtir . 63,50
4 Bagdadbahn . . . . . . 83,70
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,90
4 Miſſouri=Paciſic.
71,40
4 Northern=Pacific .
4 Southern=Pacific .
95,00
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,80
5 Tehuantepec . . . . . . 98,60
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . 198,00
7 Bergiſch=Märkiſche
. 150,20
Bahn.
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,50
6½ Darmſtädter Bank . 121,70
12½, Deutſche Bank . . .254,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,00
10 Diskonto=Kommandit 186,00
8½ Dresdener Bank .153.75
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,70
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,20
7 Pfälziſche Bank . . . . 128,75
5.86 Reichsbank . . . 135,50
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,70
7½ Wiener Bankverein . 135,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,30
B. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,10
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
88,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
do.
89,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—28 . .
99,90
½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,20
S. 3—5 .
89,00
S. 9—11
89,10
4 Meininger Hyp.=Bank 99,20
do.
88,40
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
8½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 98,50
8½ do.
89,10
4 Frankfurt.
100,10
8½ do.
94,00
4 Gießen .
3½ do.
90,10
4 Heidelberg
98,30
8½ do.
88,30
Tre
4 Karlsruhe
8½ do.
89,10
4 Magdeburg.
99,10
3½ do.
4 Mainz .
98,80
3½ do.
90,00
4 Mannheim .
98,90
3½ do.
4 München .
99,00
3½ Nauheim
4 Nürnberg . . . . . . . 100,00
do.
3½
4 Offenbach . . .
In Proz.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
4 100,20
3½ do.
4 Worms .
98,50
3½ do.
88,25
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
) Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 173,40
3½ Cöln=Mindner , 100 133,40
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,20
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,90
3 Oldenburger . . . . . . 125,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,75
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,40
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Fs. 15
Freiburger .
Fs. 45
Mailänder .
do.
Fs. 10 30,10
Meininger .
fl. 7 33,10
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100
Benebiger . . . . Fs. 30 44,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,43
20 Franks=Stücke .
16,31
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Roten .
20,46
Franzöfiſche Noten. .
81,15
Holländiſche Noten..
169,70
Italieniſche Noten ..
80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard 8sk. 5½
Heute Mittwoch, den 24. Juli, abends 8 Uhr:
Das Kurkonzert findet wie immer ſtatt.
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber.
(B15861
Um 1045 Heimmarsch mit Musik nach
Böllen-
falltor und Kastanienallee.
Im Programm: Ouvertüre „Zauberflöte” „Zar und
Zimmer=
mann” Preismarſch der „Woche” „Hoffmanns Erzählungen” uſw.
Eintritt 25 Pfg. — 10 Karten Mk. 1.50.
Der hintere Garten iſt für Nichtkonzertbeſucher.
Hessischer Hof.
Mittwoch, den 24. Juli, abends 8 Uhr,
Militär-Konzert
der Kapelle des Leibgarde=Regiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Im Programm u. a.: H. Cooper: Ouvertüre zu „Schön
Annie‟ A. Adam: Wenn ich König wär. Mozart: Fantaſie aus
ſDon Juan”. Chiesa: Unter Italiens blauem Himmel. Mello:
Spaniſche Serenade. Herfurth: Soloſtückfür Trompete. F. v. Blon:
Frauenliebe und Leben, Walzer.
(15863
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
Restadrant Rummelbrau
Hauptbahnhof
Allee 61
Allee 61
Diner von 12 bis 2 Uhr
1 Mk., 1.50 und 2 Mk.
Reichhaltige Speisekarte
Vorzügliches Pilsner u. Münchner aus der Brauerei Rummel
Prima Weine erster Firmen
Kaffee, Torten u. tägl. frischen Obstkuchen
Schöner schattiger Garten, gedeckte
. . Terrassen, neuer Saal .
Um geneigten Zuspruch bittet
(15860
Emil Ekey-
Wo gehen wir während der
Hitze gegen Abend hin?
Anls Overwalenaus Fendein.
Volksschauspiel Vertyaeie
Elmar, Falk vom Habichtshof (nach Dreizehnlinden)
Aufführung: Jeden Sonntag bis 13. Oktober, ferner am
15. Auguſt (Maria Himmelfahrt), 28. Auguſt und 11.
Septem=
ber, auf großer Naturbühne im Wald.
Zuſchauerraum mit 3500 Sitz= und 500 Stehplätzen, ganz gedeckt.
Anfang: 2½ Uhr, Ende 6½ Uhr.
Preiſe der Plätze: Stehplatz 50 Pfg., Sitzplatz 1 Mk., 2 Mk. u. 3 Mk.
nebſt einigen Logenplätzen zu 5 Mk.
(12837a
Beſte Zugverbindung: für Hinfahrt ab Darmſtadt Eilzug 11 Uhr,
„ Rückfahrt ab Oetigheim 7%, 755 Uhr.
Vorverkauf: Oetigheim, Theaterbureau, Telephon Nr. 61, Raſtatt.
Bäckerei= und Konditorei=Filiale
mit Kaffeestube
Landgraf Georgstrasse 34
(hinter dem Schwimmbad)
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Wilhelm Mitze
Inhaber:
Grossh. Hess. Hoflieferant.
Hotel-Dension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
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weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: Alfred Schmitz.
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Schauſpiel in 3 Akten.
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Opossum-Jagd in
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den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
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Darmſtadt, den 20. Juli 1912.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
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20)
Friedrich Wilhelm, der dort träge in einem Langſtuhl
ruhte, und der zu ſeinen Füßen liegende Tell, blickten,
ohne ſich zu rühren, dem Erſcheinen Bubis entgegen. Sie
hörten ein bettelndes Rufen, ſein trippelndes Hin und Her,
bis er um die dichte grüne Wand bog.
Ah! machte Bubi voller Befriedigung, während Tell
mit dem buſchigen Schwanz den Boden ſchlug, und ſeine
funkelnden Augen den Knaben aufgeregt beobachteten.
Doch ein leiſes: Kuſch dich! hieß ihn ſtill liegen wie zuvor.
Auch Wilhelm ſtand wie eine Bildſäule, nur in den
Augen war Leben. Er traute ſich nicht näher, denn er
fühlte es inſtinktmäßig, was ihm in den Augen des
Onkels entgegenfunkelte — es war eiſige Abwehr.
Seine ſchönen blauen Augen wurden immer größer
immer flehender ſein Blick. Friedrich Wilhelm konnte es
kaum noch ertragen. Dann ſtiegen die Tränen empor,
immer heißer, immer gewaltſamer, bis ſie überſtrömten
und die Bruſt auf= und niederflog in dem erſten Schmerz
ſeiner jungen Jahre.
Stoßweiße kam es heraus und doch ſo grauſam
deut=
lich! Ich — tu — mir ſo leid!
Wie Friedrich Wilhelm aus dem Stuhl
herausge=
kommen war und neben dem Kinde kniete — er wußte es
ſelber nicht. Er hörte nur die Wiederholung der
er=
ſchütternden Anklage: Ich tu mir ſo leid.
Mein Junge — mein ſüßer einziger Junge, warum
tuſt du mir ſo leid?
Well du=ſg hös mit dem Bubi biſt.
Sei hielten ſich umſchlungen, Friedrich Wilhelm
wiegte das Kind in ſeinem Arm. Auf und ab ging er mit
ihm die Terraſſe entlang, und Tell ſchritt ernſthaft neben
ihm her, bei jedem Schluchzen des kleinen Körpers leiſe
winſelnd. Mit wilder Zärtlichkeit umklammerte der
Junge den neugewonnenen Freund, der ihm jetzt ganz
leiſe wie ein beſeligendes Geheimnis in das von blonden
Locken umgebene Ohr flüſterte: Sage, mein liebes
Onkel=
chen, mein Goldjunge. Mein liebes Onkelchen ſag, denn
ich will dir Freund und Beſchützer werden, bei Gott.
Mit ſüßem heiligen Kinderernſt blickten ihn die blauen
verweinten Augen an, und während um den Mund der
An=
flug eines Lächeln lag, das ſchon bereit war, in ein tolles
Jauchzen überzugehen, drückte er ſich feſt in die ihn
halten=
den Arme und wiederholte in ſeligem Flüſtern: Mein
liebes Onkelchen.
Siebegtes Kapitel.
Der Abend des ereignisreichen Tages war
herein=
gebrochen. Der Kammerherr fürchtete ſeit einiger Zeit
die Nachtluft und hatte ſich in ſein Zimmer zurückgezogen,
wo der letzte Schein der Abendröte die Fenſterniſche, in
der er ſaß, mit warmem Licht erfüllte.
In tiefen Gedanken verloren, blickte der alte Herr,
in ſeinem Lehnſtuhl ruhend, hinaus. Er ſah die roſigen
Wölkchen ziehen und gedachte des roſigen Kinderköpfchens,
das jetzt, von Liebe behütet, in ſeinem Bettchen
ſchlum=
merte, und dann erinnerte er ſich ſeines Vorſatzes. Er
ſchellte, Johann trat ein.
Melden Ste dem Herrn Aſſeſtor, daß ich ihn zu
ſprechen wünſche.
Zu Befehl, Herr Kammerherr,
Friedrich Wilhelm kam, in ſeinen Augen noch ein
ſtilles Leuchten, als habe auch er in die Abendröte
ge=
ſchaut.
Du wünſcheſt?
Es iſt an der Zeit, daß ich mit dir rede, Friedrich
Wilhelm.
Ich habe nur darauf gewartet, denn auch ich habe dir
viel zu ſagen.
Die Entſcheidung iſt gefallen, mein Junge, morgen
hole ich die Muter des Erben zu uns. Sie gehört von
nun an hierher.
Und ich werde wieder nach Berlin zurückkehren.
Nein, du bleibſt, ich kann dich jetzt weniger entbehren
denn je.
Da ich nicht mehr der Erbe bin, ſo iſt meines Bleibens
nicht.
Friedrich Wilhelm, ich bin ein alter Mann, wenn ich
ſterbe, wer ſoll für das Kind ſorgen.
Du wirſt noch lange leben, Onkel.
Nein ich bin in kurzer Zeit in Wahrheit alt und
hin=
fällig geworden. Das macht die Reue. Früher nannte
ich mich mit Vorliebe einen Herrenmenſchen und. vermochte
mich nicht einmal ſelbſt zu beherrſchen. Wie kläglich war
der Zuſammenbruch, und ich ohnmächtig in meiner
Klein=
heit. Ich las kürzlich ein Wort Goethes, dem großen
Lebenskenner, der auch von ſich ſagen konnte: Nichts,
was menſchlich iſt, iſt mir fremd. Er kündete große
Lebensweisheit in den Worten: Freiheit iſt nichts als die
Möglichkeit, unter allen Bedingungen das Vernünftige zu
tun. In dem Fall biſt du nun auch, und du haſt den
nötigen Ellbogenraum, ich gebe ihn dir unbeſchränkt.
Nummer 178e
Därmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
Seite 11.
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Ich kann hier nicht als Verwalter leben, wo ich der
Erbe war.
So ſtolz! — — Es iſt noch lange Zeit, bis
Wil=
helm mündig wird. Ich würde Dir ein Gehalt
beſtim=
men, das Dir ermöglicht, bei freiem Unterhalt ſo viel
zu erſparen, daß Du Dir ſpäter, wenn Du hier
über=
flüſſig biſt, ein kleines Gut kaufen kannſt.
Und Suſanne?
Suſanne iſt durch die veränderten Verhältniſſe viel
ärmer geworden, ſie hat nur gerade ihr Auskommen.
Wir ſollen oder müſſen unſerer Liebe entſagen. Das
willſt Du doch ſagen, Onkel. Ich kann es nicht, ich
werde zum Giricht übergehen und ſuche mir eine
Brot=
ſtelle. Mit Mutters Zulage — — —
Friedrich Wilhelm, es wird mir ſchwer, Dir
mitzu=
teilen, was Dir bisher ein Geheimnis blieb und auch
bleiben ſollte. Ich habe Dir die Zulage bezahlt und
Deinem Bruder auch, wie ich auch Deine Mutter
unter=
halte.
Wir leben all die Jahre ſchon aus Deiner Taſche?
Friedrich Wilhelm lief im Zimmer auf und ab, um
ſei=
ner furchtbaren Erregung Herr zu werden.
Da ich nicht weiß, wie lange ich noch zu leben habe,
und nach meinem Tode natürlich dieſe Zuwendungen
aufhören werden, mußte ich Dir die Verhältniſſe klar
legen. Daß auf dieſe Weiſe eine Heirat zwiſchen Dir
und Suſanne unmöglich iſt, mußt Du ebenſo gut
ver=
ſtehen wie Suſannc.
Weiß ſie dieſes alles?
Nein, das ſollſt Du ihr ſelber ſagen. Auch ſie will
fort, und ich bin damit einverſtanden. Sie kann nicht
die zweite Stelle in Altenwerder einnehmen, wo ſie nach
rleiver Frau Tade die erſte inne batie. Ich kan as be=
greifen. Auch iſt es ihr und Dir nicht zuzumuten, nach
aufgelöſter Verlobung hier nebeneinander fortzuleben.
Bei Dir iſt es etwas ganz anderes, denn Du biſt hier
neben einem Kind wirklich der Herr und bleibſt es, da ich
Dich zum Vormund Wilhelms ernennen werde, bis er
mündig wird. Alſo nach den Familiengeſetzen in
zwan=
zig Jahren. Die Mutter wird Dir Deine Stellung und
Deine Rechte nicht unnötig erſchweren, ſie iſt ebenſo klug
wie ſchön.
Ich kann Suſanne nicht entſagen.
Das ſollſt Du auch nicht, ſie entſagt Dir und löſt die
Verlobung auf. Du haſt ſie kennen gelernt in ihrem
Starrſinn, wenn ſie ihren Weg geht, den ſie als den
allein richtigen erkoren hat.
Den geraden Weg! Ja, Onkel, ich habe es erfahren
So iſt ſie, ohne Deine Armut in ihrem ganzen
Um=
fange zu kennen, der Ueberzeugung, daß ſie Deinem
Fort=
kommen im Wege ſtehen würde. Sie gibt Dir ihr Wort
und ihren Ring zurück und bittet Dich um dasſelbe,
Onkel!
Ja, es iſt ſchwer, mein Junge. Denke an Deine
Mutter, an Deinen Bruder. Bleibſt Du hier, ſo kannſt
Du ihnen nach meinem Tode von Nutzen ſein. Deine
Mutter iſt ſehr kränklich, Du kannſt ſie zu Dir nehmen,
wenn Du willſt. Ich weiſe Dir auf Deinen Wunſch
ſo=
fort eine geräumige Wohnung im Schloß an, wo Du
einen ſelbſtändigen Haushalt führen kannſt. Denke an
das liebenswürdige Kind, das unſer aller Herz
gewon=
nen hat, werde ihm der Freund und Berater, den ich
ihm wünſche.
Friedrich Wilhelm ſtand abgewandt am Fenſter
und ſah in die ziehenden Wolken, es wax ihm, als höre
er wieder die ſüße klagende Kinderſtimme; Ich tue mir
ſo leid. In ſeine Augen trat ein Leuchten, wie bei der
Geliebten, ſein Kopf hob ſich mannhaft empor, raſch trat
er auf den alten Herrn zu, faßte die ihm dargereichte
Rechte mit feſtem Druck.
Ich will nach Deinem Willen tun, ich ſehe keinen
anderen Ausweg. Gott helfe meiner geliebten Suſanne
und mir
Der Kammerherr nickte vor ſich hin und blickte dem
Davongehenden beſorgt nach. Es hat ihn furchtbar
ge=
packt, murmelte er halblaut vor ſich hin. Aber es muß
ſein. Nun habe ich Frieden.
Friedrich Wilhelm verließ das Schloß und verkor
ſich im Park. Es war ihm, als ob eine innere Stimme
ihm zurief: In der Waſſerallee, dort findeſt du ſie.
Wie ein ferner Märchenſchimmer drang der
Gold=
glanz der untergehenden Sonne durch den Wald. Als
er in die Allee trat, lag ſie ſchon in Abendſchatten, aber
von weitem leuchtete es wie das Land der Verheißung.
Als ſtehe der Himmel offen und baue in lichter Klarheit
ſeine Strahlenbrücke zur Erde nieder, ſſo flutete dorr
das Licht. Auf der grünen Ebene mit dem rauſchenden
Strom lag noch der warme Blick der ſcheidenden Sonne.
Er küßte die junge weiße Geſtalt, die am Ende des
gera=
den Weges ſtand, und tauchte die bleichen Wangen in
ruſige Glut. Doch alles ſtrömende Licht vermochte nicht
das ſtarre Auge zu beleben, und alle Sonnenglut
er=
wärmte nicht das ſterbenskranke, müde Herz von
Su=
ſanne von Bagewitz. Ja müde — zum Sterben müde
war ihre Seele in dieſem Kampf geworden. Wenn nun
ſchon alles zu Ende wäre.
(Fartſetzung folgt.)
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Juli 1912.
Nummer 172.
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Luftfahrt.
sr. Die Flugweltrekords, die anläßlich der
ßäener Flugwoche aufgeſtellt wurden, ſind in der
trten Sitzung der Oeſterreichiſchen Aeronautiſchen
Kom=
luſſion wie folgt anerkannt worden: Höhenflug mit zwei
ſſagieren Oberleutnant v. Blaſchke am 23. Juni 3580
Meter, Höhenflug mit einem Paſſagier Oberleutnant v.
laſchke am 29. Juni 4360 Meter, Steiggeſchwindigkeit
bſ rros am 23. Juni 1000 Meter in 4 Min. 56 Sek.,
Pteiggeſchwindigkeit mit einem Paſſagier, Oberleutnant v.
Blaſchke 1000 Meter in 6:16, Schnelligkeitsflug mit zwei
Eoſſagieren Charles Nieuport 5 Kilometer in 2 Min. 52
bek., 10 Kilometer in 5.45. Dieſe Rekords bedürfen noch
lee Beſtätigung durch die Federation Aeronautique
Inter=
ſekionale.
Sport.
sr. Radrennen. Rund durch Frankreich. Die
1. Etappe des Rennens führte über die 379 Kilometer
unge Strecke von Bayonne nach La Rochelle und ſah noch
s Konkurrenten, darunter 29 Fabrikfahrer und 19
Einzel=
fahrer am Start. Die Straßen waren infolge
niederge=
lumgenen Regens in einem ſchlechten Zuſtande. In
Bor=
ſſeaux (189 Kilometer) traf noch eine 28 Fahrer ſtarke
Sitzengruppe ein. Auf den Steigungen kurz nach
Bor=
ſtaux wurden verſchiedene Ausreißverſuche Frangois
Fabers und Engels vereitelt, in Blaye (237 Kilometer)
ſagen ſogar 32 Fahrer in der führenden Gruppe. Dieſe
herringerte ſich allmählich bis auf 16 Fahrer, die dann bis
um Ziel beiſammen blieben. Jean Alavoine gewann
ſiich 13 Std. 11 Min. mit Vorderradlänge gegen den
Bel=
ier Louis Heusghen. In ganz kurzen Abſtänden folgten
Garrigou, Engel, Thys und Defraye. Im
Geſamtklaſſe=
nent führt Defraye mit 39 Punkten vor Chriſtophe mit
7½½, Garrigou mit 77, Buyſſe mit 120, Devroye 126 und
oys mit 131 Punkten.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 16. bis 22. Juli.
Trotz der von den amerikaniſchen Börſen gemeldeten
Apreisrückgänge und des für den Fortgang der
Roggen=
ſirite günſtigen Wetters machte ſich in der Berichtswoche
n allgemeinen eine feſtere Stimmung auf den deutſchen
Getreidemärkten bemerkbar. Im Warengeſchäft herrſcht
Awar Ruhe, da letztjähriges Getreide nur noch ſpärlich am
Mllarkte iſt und andererſeits die Käufer Zurückhaltung be=
Alunden, aber um ſo lebhafter geſtaltete ſich der Verkehr
Auef dem Lieferungsmarkte. Hatte in der Vorwoche die
Aboffnung auf baldige Zufuhren neuen Roggens einen
Atarken Preisdruck herbeigeführt, ſo trat diesmal wieder
Abielſeitiges Deckungsbedürfnis zutage. Man hört vielfach,
Alldaß der Roggen ungleichmäßig reif wurde und daher
nicht überall gleich gedroſchen werden kann. Soweit
bis=
her Erdruſchreſultate vorlagen, entſprachen dieſe weder
quali=
tativ noch quantitativ den Erwartungen. Dies und das
etwas unſicher gewordene Wetter bewirkten, daß die
Pro=
vinz mit ihren Angeboten vorſichtiger wurde, auch ruſſiſche
Regenmeldungen und die Ungewißheit bezüglich der
Dar=
danellenfrage trugen dazu bei, den Markt zu befeſtigen,
zumal noch größere Juli=Verbindlichkeiten beſtehen und die
Frage, ob dieſe durch neuen Roggen erledigt werden
können, vorläufig noch offen bleibt. Weizen war anfangs
durch Amerika gedrückt, ſpäter im Anſchluß an Roggen
und auf weniger günſtige Berichte aus Rußland befeſtigt,
und zwar namentlich für Herbſt, da die Exporteure infolge
andauernder Kaufluſt Italiens faſt täglich Deckungen
vor=
nahmen, während Abgeber mit Rückſicht auf die politiſche
Lage und auf die Diſparität zwiſchen In= und
Auslands=
preiſen ſich vorſichtig verhielten. Für Hafer zeigte ſich in
den letzten Tagen etwas mehr Konſumbegehr: im
Liefer=
ungsgeſchäft wirkten Käufe für weſtdeutſche Rechnung
be=
feſtigend, auch fiel ins Gewicht, daß Nordrußland
zurück=
haltender wurde und England argentiniſchen Hafer von
hier ablenkt. Infolge der Verzögerung der ruſſiſchen
Ernte war namentlich ſchwimmende Futtergerſte
feſter=
gehalten, und auch für ſpätere Abladung verhielt ſich
Ruß=
land ziemlich reſerviert. Rege Nachfrage beſteht weiter
für Mais, für den Argentinien als momentan einziger
Lieferant an ſeinen Forderungen feſthält. — Es ſtellten ſich
die Preiſe am letzten Markttage in Mark per 1000 Kilo wie
folgt:
Weizen Roggen
Hafer
165½ (—2½) 188 (*2
Königsberg.
.216
173 (—
179
Poſen
178 (—12) 184
Breslau .
213 (—8
Berlin .
202
202
Magdeburg .224
n 184
.220
195
210
Leipzig
.222 (—
195
Dresden .
204
188
192
.221½(-
Roſtock
203
198
Hamburg . .230
202
195 (—
Hannover . . 226 (—
Düſſeldorf .
n 180
220
Frankfurt a. M. —
190
220
Mannheim . .243 (* ½) n 180
—)n 185
Straßburg . . 245
220
München . . 253
230
220
Weltmarktpreiſe: Weizen Berlin Juli 227,25 (— 1,25),
Sept. 206 (-2,50), Peſt Okt. 195,65 (-2,20), Liverpool
Juli 162,70 (—7,85), Paris Juli 238,60 (—0,40), Chicago
Juli 149,50 (— 12,10), Roggen Berlin Juli 186,50 (—4),
Sept. 169,75 (-2), Hafer: Berlin Juli 193,75 (*1,50),
Sept 166 (F 2), Futtergerſte: Südruſſ. frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 150 (— 9,25) Herbſt 120 (* 2), Mais:
La Plata Juni=Juli 107,50 Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 14. Juli: dem Kaufmann Wilh. Emil
Theod. Schmank, Schützenſtr. 16, e. T. Marie Magdalene
Karoline. Am 17.: dem Bäcker Andreas Kaiſer,
Wieners=
ſtraße 46, e. S. Georg Heinrich. Am 13.: dem Möbelſchreinier
Ludw. Emil Krüger, Viktoriapl. 4, ein S. Guſtav Rudolf.
Am 14.: dem Bureauaſſiſtent bei dem ſtädt. Gaswerk
Jo=
hann Heinrich Gunkel, Rhönring 33, eine T. Margarete
Annelieſe Elfriede. Am 19.: dem Glasſchleifer Heinrich
Kahl, Neue Ireneſtraße 61, ein S. Julius Wilhelm.
Am 18.: dem Spengler und Inſtallateur Friedrich
Schmunk, Marktſtr. 7, eine T. Katharine Margarete.
Am 21.: dem Tapezier Johann Chriſtian Klöß,
Müller=
ſtraße 21, eine T. Anna Auguſte und eine T. Minna
Kon=
ſtanze. Am 16.: dem Großh. Geometer II. Kl. Wilhelm
Balthaſar Göbel, Taunusſtr. 53, eine T. Hedwig Marie
Magdalena. Am 12.: dem Oberleutnant im Leibdragoner=
Regiment Nr. 24, Kurt von Kaulla, Eichbergſtr. 12
wohn=
haft, ein S. Wilhelm Theodor Nicolai Kurt, Lagerhausſtr.
24. Am 20.: dem Fabrikarbeiter Georg Ludwig Joſt,
Bleichſtr. 17, ein S. Ludwig. Dem Schloſſer Andreas
Groſch, Wendelſtadtſtr. 49, eine T. Gertrud. Am 15.:
dem Bahnarbeiter Johannes Freidel, Wendelſtadtſtr.
49 ein S. Hans Erich. Am 21.: dem ſtädt.
Straßen=
reiniger Georg Arheilger, Arheilgerſtr. 25, ein S. Kurt
Heinrich. Am 18.: dem Poſtillion Heinrich Vetter,
Schuchardſtr. 14, ein S. Karl Heinrich.
Aufgebotene. Am 18. Juli: Tapezier Karl Litſchgi,
Soderſtr. 40, und Köchin Eliſabetha Simon, Martinſtr.
17. Am 19.: Kaufmann Emil Oskar Hauptmann, hier,
und Charlotte Johanna Martha Goßlau zu
Frank=
furt a. M. Mechaniker Martin Heß III. zu Weiterſtadt,
und Dienſtmagd Katharina Held, Schloßgartenſtr. 73.
Am 20.: Schreiner Peter Weber zu Ludwigshafen, und
Eva Seitz zu Ludwigshafen. Am 22.: Unterzahlmeiſter
Heinrich Diehl, und Sophie Baldes, beide Nieder=
Ramſtädterſtr. 43. Bahnarbeiter Jakob Scherer, und
Dienſtmagd Chriſtine Volk, beide zu Hofheim.
Eheſchließungen. Am 17. Juli: Kaufmann Karl
Rittershaus mit Eliſabeth Groh, beide hier. Am 18.:
Profeſſor am Gymnaſium in La Chaux de Fonds, Charles
Favez, in La Chaux de Fonds mit Hedwig Freiin
von Zedlitz und Neukirch, hier. Gärtner Heinrich
Her=
tel, zu Kreuznach, mit Margareta Helfmann, hier. Am
20.: Bureaubeamter Karl Martin, mit Anna Luther,
beide hier. Großh. Geometer 2. Klaſſe Guſtav Lang
in Eſſen, mit Margarete Heid, hier.
Hilfs=
arbeiter Heinrich Fink, mit Margareta Schimpf,
beide hier. Oberlehrer Dr. Peter Ehrhardt zu
Bingen, mit Emma Katharina Götz zu
Oppen=
heim. Schneider Friedrich Heidenreich, mit Eliſabeth
Münck beide hier. Bahnarbeiter Friedrich Steinbach,
mit Johannette Reuter, beide hier. Elektrotechniker
Eduard Biskup hier, mit Frieda Beſt zu Hanau.
Geſtorbene. Am 18. Juli: Luiſe Chriſt, geb.
San=
der, Ehefrau des Güterexpeditionsvorſtehers, 68 J., kath.,
Dreibrunnenſtr. 3. Am 19.: Sophie Arzt, geb. Mohr,
Ehefrau des Drehers, 55 J., ev., Michelſtadt. Am 18.:
Guſtav Emil Sadtler 1 J., ev., Louiſenſtr. 32. Am 19.:
Anna Maria Eva Möſer, geb. Herbert, Ehefrau des
Kaufmanns, 57 J., ev., Ruthsſtr. 24. Eliſabeth Roth,
T. des Zimmermanns, 2 Mte., ev., Beckerſtr. 34. Am 20.:
Friedrich Wilhelm Nicolay, S. des Schachtmeiſters, 3
J., ev., Arheilgerſtr. 39. Am 21.: Johannes Heinrich
Gröninger, S. des Poſtſekretärs, 8 J., ev., Kiesſtr. 129.
Taglöhner Johannes Kehres I., 64 J., ev., Wixhauſen.
Am 20.: Roſa May, geb. Mann, Witwe des Kaufmanns
66 J., iſr., Frankfurterſtr. 6. Am 21.: Wilhelm Friedrich
Petri, S. des Weißbinders 7 Mte., ev., Müllerſtr. 7.
Am 20.: Anna Maria Katharina Geier, T. des
Tag=
löhners, 4 J., ev., Langgaſſe 12. Obelandesgerichtsdiener
Heinrich Dörr, 56 J., ev., Kahlertſtr. 8. Am 22.:
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löhner Johann Ludwig Benz, 16 J., ev., Arheilgen.
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