Rbonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadl.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 30 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Das Torpedoboot G. 112 wurde bei einer
Nacht=
übung von S. M. S. „Heſſen” gerammt, wobei
3 Mann ums Leben kamen. Das Schiff wurde
nach Kiel geſchleppt.
Die Gebrüder Mannesmann drahteten aus
Tanger, daß die Meldungen der franzöſiſchen und
eng=
liſchen Zeitungen über die Ermordung ihrer
Angeſtell=
ten in Tetuan auf Irrtum beruhten.
Durch Brunnengaſe vergiftet wurden in
Triebel drei Perſonen.
Vom Blitz getroffen wurden in Münſter drei
Damen während eines Konzertes. Zwei wurden
tödlich verletzt.
Bei einer Grunbenexploſion bei
Nieder=
beuna bei Halle wurden zehn Arbeiter ſchwer
ver=
letzt, 4 Arbeiter ſind bereits ihren Verletzungen erlegen.
8 italieniſchee Torpedoboote haben die
Dardanellen angegriffen.
Politiſche Wochenſchau.
C Der Reichskanzler iſt hochbefriedigt von ſeinem
Petersburger Aufenthalt wieder in Berlin eingetroffen
und hat ſich nach der Erledigung einiger wichtiger
Ge=
ſchäfte zur Erholung auf ſein märkiſches Landgut
zurück=
gezogen. Dort wird er vielleicht einige
Zeitungsartikel=
zu Geſicht bekommen die ihn daran erinnern, daß
nun=
mehr drei Jahre verſtrichen ſind, ſeitdem er das Erbe
des Fürſten Bülow angetreten hat. Im großen und
gan=
zen enthalten aber dieſe Artikel nicht allzu viel
ſchmei=
chelhaftes für Herrn von Bethmann Hollweg, denn ſo
recht zufrieden iſt niemand mit ſeinen Erfolgen. Nicht
zu leugnen iſt zwar, daß unter dem jetzigen Kanzler
manches wichtige Geſetz zuſtande gekommen iſt, jedoch hat
der Reichstag dem Reichskanzler im Laufe dieſer drei
Jahre häufig den größten Widerſtand entgegengeſetzt.
Die Stellung der Parteien zur Regierung hat ſich
wäh=
rend dieſer Zeit ſehr geändert, die konſervativeliberale
Paarung iſt ſehr bald nach dem Rücktritt Bülows, deſſen
ureigenſtes Werk ſie war, auseinandergefallen, und das
Zentrum iſt wieder zur regierenden Partel
emporgeſtie=
gen, trotzdem die Sozialdemokraten augenblicklich die
meiſten Mandate aufzuweiſen haben. Auch hat man in
weiten politiſchen Kreiſen Herrn von Bethmann Hollweg
verübelt, daß er Männer, wie die Staatsſekretäre
von Lindequiſt und Wermuth nicht zu halten wußte.
Speziell die Sozialdemokraten haben, ſeitdem ſie durch
die Neuwahlen in ſo ſtattlicher Zahl in den Wallotbau
am Königsplatz eingezogen ſind, dem Reichskanzler ſchon
manche ſchwere Stunde bereitet. Dieſe Partei, die auch
in den Parlamenten der einzelnen Bundesſtaaten immer
größeren Einfluß gewinnt, hat neuerdings wieder im
badiſchen Landtag von ſich reden gemacht. Die badiſchen
Genoſſen, die bisher im Gegenſatz zur preußiſchen
So=
zialdemokratie an allen geſetzgebenden Entwürfen poſitiv
mitgearbeitet und vor zwei Jahren das Budget in der
Geſamtabſtimmung angenommen hatten, haben in
Konſe=
quenz der feindſeligen Haltung des neuen Miniſteriums
ihr gegenüber gegen das Budget geſtimmt. Darüber
werden ſich natürlich am meiſten die radikalen Genoſſen
freuen, denen die wegen ihres früheren Verhaltens be= vom Parteitag gerüffelten Badener ſchon lange ein
Dorn im Auge waren. Für die badiſche Regierung kann
allerdings die Stellungnahme der ſozialdemokratiſchen
Fraktion noch unangenehme Folgen haben und es heißt
bereits, daß das Miniſterium demnächſt zurücktreten
werde. Von verſchiedenen Seiten wurde die Behauptung
aufgeſtellt, die badiſchen Miniſter ſeien von Berlin aus
dazu gedrängt worden, den Sozialdemokraten gegenüber
ſchärfere Saiten aufzuſpannen. Ganz ſo ſchlimm wird
es ja nicht ſein, aber immerhin war es vielleicht doch
wenig diplomatiſch, einer ſo ſtarken Landkagsfraktſon
derart vor den Kopf zu ſtoßen, daß ſie ſich veranlaßt
geſehen hat, das Finanzgeſetz abzulehnen. Der demnächſt
ſtattfindende ſozialdemokratiſche Parteitag ſieht ſich aber
der unangenehmen Aufgabe enthoben, ſich wieder mit der
Budgetfrage zu beſchäftigen
Arg zugeſpitzt haben ſich die Verhältniſſe in der
Türkei, wo das Kabinett zurücktreten mußte, trotzdem
ihm von der Deputiertenkammer noch zwei Tage vorher
mit überwältigender Majorität ein Vertrauensvotum
ausgeſprochen worden war. Allerdings hatte dieſes
Vertrauensvotum der von der Komiteepartei beherrſchten
Kummer und noch weit mehr die Uebernahme des
Kriegsportefeuilles durch den als jungtürkiſcher
Ver=
trauensmann und Albaneſenfeind bekannten Mahmnd
Mukhtar im Heere geradezu revolutionierend gewirkt.
Die meiſten Offiziere erklärten, ſie würden auf die
po=
litiſche Betätigung erſt dann verzichten, wenn die
Ko=
miteeregierung aus der Armee und dem Parlament vell
ſtändig verſchwunden ſein werde Offiziell wird die
De=
miſſion des Kabinetts mit den Schwierigkeiten motiviert,
die ſich dadurch ergaben, daß Mahmud Mukhtar
Bedin=
gungen ſtellte, die von den meiſten Miniſtern als
unan=
nehmbar bezeichnet wurden. Ferner hat der Rücktritt
des Marineminiſters zum Sturz des ganzen Kabinetts
beigetragen. In Wirklichkeit ſind das nichtsſagende
Redensarten, die den Kern der Tatſache, den Sieg der
meuternden Offiziere über das jungtürkiſche Komitee
nicht zu verſchleiern vermögen. Tatſächlich
zurückgetre=
ten iſt das Miniſterium, weil es ſchließlich zu der
Er=
kenntnis gelangen mußte, daß ſeine Demiſſion notwendig
war, um eine den Beſtand des Reiches ſchwer gefährdende
Kriſis abzuwenden. Jedoch iſt die Gefahr auch jetzt noch
keineswegs ganz beſeitigt, denn die Offiziere haben noch
eine Reihe anderer Forderungen geſtellt, deren Erfüllung
gleichbedeutend wäre mit der völligen Abdankung des
jungtürkiſchen Komitees für Einheit und Fortſchritt Mit
großer Spannung wird man der Weiterentwickeſung
der Dinge am Goldenen Horn entgegenſehen müſſen,
weil kaum anzunehmen iſt, daß die Männer, die jetzt
vor vier Jahren dem Reiche die Verfaſſung gegeben
ha=
ben und deren Namen ein großes Reformprogramm
be=
deutete ſich ſchwerlich von ihren Gegnern an die Wand
drücken und zu gänzlicher Machtloſigkeit verurteilen
laſ=
ſen werden. Der Führer der meuternden Offiziere und
Soldaten in Monaſtir, Tajar Bey, iſt jedenfalls der
Mann des Tages. Durch ſeinen Handſtreich hat er den
Stein ins Rollen gebracht, wie es vor vier Jahren Niaſi
Bey und Enver Bey und ſpäter der jetzt zurückgetretene
Kriegsminiſter Mahmud Schewket Paſcha getan haben.
Tajar Bey, der bekanntlich ein Ultimatum mit den
For=
derungen der Albaneſen an die Pforte richtete, war feſt
entſchloſſen, wenn die Regierung das Ultimatum
unbe=
achtet gelaſſen hätte, am Samstag die Garniſon von
Mo=
naſtir mit ſtarken Albaneſenſcharen auf den Marſch nach
Konſtantinopel zu ſetzen. Das Kabinett hat die
Ver=
wirklichung dieſer Drohung nicht abgewartet. Der Krieg
nimmt inzwiſchen ſeinen Fortgang, und die Italiener
werden es jetzt mit einer innerlich zerriſſenen und
ge=
ſchwächten Türkei zu tun haben. Möglicherweiſe iſt der
Frieden, auf den gewiſſe Kreiſe im Auslande immer
wieder hinarbeiten, gerade durch die augenblickliche innere
Kriſis näher gerückt denn es iſt durchaus nicht
ausge=
ſchloſſen, daß in Konſtantinopel Männer ans Ruder
kommen, die nachgiebiger ſind, als der bisherige
Groß=
weſir Said Paſcha.
Das franzöſiſche Miniſterium hat kurz vor der
Ver=
tagung des Parlaments noch einen Sieg davongetragen,
es hat die lange geplante Wahlreform in der Kammer
zu Ende geführt. Trotzdem die grundlegenden
Para=
graphen mit ſehr großer Mehrheit angenommen wurden,
iſt die Vorlage noch lange nicht über den Berg, denn der
Senat hat noch ein gewichtiges Wort mitzuſprechen.
Clemenceau, der alte Spezialiſt im Miniſterſtürzen, hat
bereits kräftig gegen die Einführung der
Proportional=
wahl mobil gemacht In einer Verſammlung von
unge=
fähr hundert dem Proportionalwahlrecht feindlich
gegen=
überſtehenden Senatoren, die außer von Clemenceau auch
von dem früheren Miniſterpräſidenten Combes
einbe=
rufen war, iſt eine Studienkommiſſion zur Prüfung der
Wahlreformfrage ernannt worden, die aus 19 früheren
Miniſtern, zwei früheren Unterſtaatsſekretären und 19
Mitgliedern der Linken beſteht. Auch die der
Propor=
tionalwahl abgeneigten Deputierten haben in dieſe
Kom=
miſſion 30 Mitglieder entſandt. Nach den
Sommer=
ferien wird alſo eine lebhafte Oppoſition gegen das von
der Kammer ſchon gutgeheißene Wahlgeſetz ſich
bemerk=
bar machen, die dem Miniſterium Poincaré ſehr leicht den
Kopf koſten kann. Allmählich rüſtet man ſich in
Frank=
reich für die Wahl des Präſidenten der Republik, die
um die Mitte des kommenden Januar ſtattfinden wird.
Deshalb iſt es von großer Bedeutung, wer an die Stelle
von Poincaré treten wird, wenn er im Senat der
Oppo=
ſition gegen die Wahlreform nicht ſtandhalten kann. Als
kommender Mann im Elyſee wird auch jetzt wieder an
erſter Stelle Bourgeois genannt, der bekanntlich zurzeit
dem Miniſterium angehört. Weitere Kandidaten ſind
Ribot und Deschanel, der neue Kammerpräſident. Da
Bourgeois ſtets kränklich iſt und Ribot nicht genügend
Anhang hat, um ſich als Präſident durchzuſetzen, ſcheint
tatſächlich Poincaré die meiſten Chancen zu haben.
Deutſches Reich.
Die Verkehrseinnahmen der
deut=
ſchen Eiſenbahnen für Juni 1912 betrugen
nach der vom Reichseiſenbahnamt aufgeſtellten Ueberſicht
für den Perſonenverkehr 80 231807 Mark (gegen das
Vorjahr weniger 5162113 Mark), für den Güterverkehr
154 614 439 Mark (gegen das Vorjahr mehr 13 726145
Mark). Die Mindereinnahmen dieſes Monats im
Per=
ſonenverkehr erklären ſich daraus, daß das Pfingſtfeſt
1911 in den Juni, 1912 in den Mai fiel.
Der Majeſtätsbeleidiger in des
Kö=
nigs Rock. Bei Beſprechung der Beſtrafung des
Fa=
brikanten Schatz in Saargemünd wegen
Majeſtätsbelei=
digung iſt von einem demnächſtigen Eingreifen der
Mi=
litärbehörden mit Rückſicht auf die Eigenſchaften des
Be=
ſtraften als „Vizefeldwebel der Reſerve” die Rede
gewe=
ſen. Demgegenüber iſt darauf hinzuweiſen, daß die
Militärbehörde nach Lage der geſetzlichen Beſtimmungen
keine Handhabe zum Einſchreiten beſitzt. Die Degradation
einer Perſon des Beurlaubtenſtandes tritt von Rechts
wegen ein, wenn während der Beurlaubung auf
Gefäng=
nis von längerer als einjähriger Dauer oder auf
Ab=
erkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher
Aem=
ter erkannt wird. Die Degradation kann durch ein
be=
ſonderes Verfahren des Militärgerichts nachträglich
aus=
gefprochen werden, wenn eine Beſtrafung wegen
Dieb=
ſtahls, Unterſchlagung Erpreſſung, Hehlerei, Betrugs
oder Urkundenfälſchung erfolgt iſt. Da der Vizefeldwebel
der Reſerve Schatz wegen Majeſtätsbeleidigung mit nur
4 Monaten Gefängnis beſtraft wurde, treffen die
Vor=
ausſetzungen, unter denen eine Degradation erfolgen
muß oder kann, nicht zu und der Majeſtätsbeleidiger
Schatz wird bei Einberufungen zu Uebungen nach wie
vor das Portepee tragen und als Vorgeſetzter wirken.
Hier iſt fraglos eine Geſetzeslücke vorhanden.
— Die angebliche Ermordung
Deut=
ſcher im Rifgebiet. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Berlin: Vor einiger Zeit ſind Deutſche in bisher
von Europäer noch nicht betretenen Gegenden des Rif=
Gebietes vorgedrungen. Jetzt ſollen nach hier
eingegan=
genen Nachrichten die Eingeborenen, die ihnen als
Füh=
rer gedient haben, von ihren hierüber empörten
Stam=
mesgenoſſen getötet worden ſein. Vermutlich liegt
der Vorgang den engliſchen Zeitungsnachrichten über
die angebliche Ermordung Deutſcher im Rifgebiete
zu=
grunde.
Die Gebrüder Mannesmann drahten aus
Tanger: Die Meldungen in franzöſiſchen und engliſchen
Zeitungen über die Ermordung unſerer Angeſtellten in
Tetuan ſind irrig. Sämtliche Mitglieder der
Mannes=
mann=Expedition ſind wohlauf.
-
Portugieſiſche Uebergriffe in
Deutſch=Oſtafrika? Führende Zentrumsblätter
geben afrikaniſche Nachrichten wieder, denen zufolge
por=
tugieſiſche Soldaten an der Südgrenze Deutſch=Oſtafrikas
im Auftrage ihrer Vorgeſetzten deutſche Dörfer
geplün=
dert, ſowie Weiber und Kinder geraubt haben. An
un=
terrichteter Stelle iſt von ſolchen Vorgängen bisher nichts
bekannt. Es bleibt alſo abzuwarten, welchen Anteil
der klerikale Haß gegen Portugal an jenen Meldungen
hat. Der Umſtand, daß letztere deutſch=oſtafrikaniſchen
Zeitungen entſtammen, ſchließt ihre Beeinfluſſung durch
den Haß, mit dem der Klerikalismus Portugal
gegen=
überſteht, nicht aus.
Ausland.
Frankreich.
Flottenmanöver. Außer den gegenwärtig im
Mittelmeer ſtattfindenden Manövern werden noch nach
einer Mitteilung des Marineminiſters vom 2. bis 14.
Auguſt in den Gewäſſern von Breſt und Cherbourg
große Flottenmanöver veranſtaltet werden, an denen ein
vollſtändiges Panzergeſchwader, eine Abteilung
Panzer=
kreuzer, ſowie zahlreiche Abteilungen von
Torpedoboots=
zerſtörern, Torpedobooten und Unterſeebooten
teilneh=
men werden. Zur Verſtärkung des
Mannſchaftsbeſtan=
des werden ſämtliche Reſerviſten der Kriegsflotte nach
Breſt einberufen werden.
Die franzöſiſche Flugſpende. Der
Be=
richt des Senators Reymond, des Obmanns des
Ausſchuſſes für die nationale Flugſpende, hebt hervor,
daß die Sammlung für das Militärflugweſen in
Wirk=
lichkeit nur 2660000 Francs ergeben habe,
während die von einigen Blättern veröffentlichten
Zeich=
nungsliſten 3 669000 Francs ausgewieſen hätten. Dies
ſei damit zu erklären, daß dieſe Blätter, um den
patrio=
tiſchen Eifer anzuſtacheln, auch die lediglich
verſproche=
nen Summen in das Sammlungsergebnis
aufgenom=
men hätten.
England.
Der Ergänzungs=Flotten=Etat iſt
ver=
öffentlicht worden. Er gelangt am Montag im
Unter=
hauſe zur Beſprechung. 99000 Pfund Sterling ſind darin
für die Vermehrung des Mannſchaftsbeſtandes um 1500.
In Ergänzung des früheren Flotten=Etats ſind
Mehr=
ausgaben vorgeſehen für Schiffsbauten 296000, für
Schiffsmaſchinen 315000, für Geſchütze 54000, für
Mu=
nition und Torbedos 97000, für Anſchaffung von
Luft=
ſchiffen 20000 Pfund Sterling. Der Reſt iſt für Löhnung.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Nummer 169.
Proviant uſw. beſtimmt. Eine Erläuterung iſt dem
Ergänzungsetat nicht angefügt, auch Angaben über die
Art der Ergänzungsbauten fehlen.
Verſicherung gegen den Krieg. Bei
Llonds hat das Verſicherungsgeſchäft gegen Ausbruch
eines Krieges einen auffälligen Aufſchwung genommen.
Beträchtliche Verſicherungen wurden abgeſchloſſen: zu
6 Guineen für 100 auf 12 Monate gegen das Riſiko
eines Krieges zwiſchen Deutſchland, England und
Frank=
reich.
General Sir O’Moore Creagh,
Ober=
befehlshaber der indiſchen Armee, will, wie verlautet,
ſeinen Poſten verlaſſen, da er die Erwartungen, die auf
ihn als den Nachfolger Kitcheners geſetzt wurden, nicht
erfüllte.
Attentah auf den Premierminiſter.
Während der Premierminiſter, der in Dublin
ein=
raf, von der Menge freudig begrüßt durch die Straßen
uhr, warf eine, Frau ein Beil gegen den Wagen.
Nach einem Bericht verfehlte das Beil den Weg, nach
einem anderen wurde Mr. Redmond über dem Auge
verletzt, Am Schluß einer Vorſtellung im Variététheater,
in dem Premierminiſter Asquith ſprechen wollte,
warf eine Frau aus einer Loge einen brennenden, mit
Oel getränkten Stuhl ins Orcheſter, der den Vorhang der
Loge in Brand ſetzte. Die Frau entkam aber. Das Feuer
wurde gelöſcht, ehe eine ernſte Panik entſtand.
Spanien.
Die Infantin Eulalia erklärt im Matin, die
Meldung, daß ſie die Abſicht habe, ſich wieder zu
ver=
heiraten, ſei widerſinnig, denn ſelbſt wenn ihre
gegen=
wärtige Ehe als geſchieden erklärt würde und ihr Gatte,
der Infant Anton von Orleans, ſich wieder verheiraten
ſollte, ſo würde ſie als Mitglied des ſpaniſchen
Königs=
hauſes ihre Ehe zu Lebzeiten ihres Gatten keineswegs
als gelöſt anſehen. Sollte das Naturaliſationsgeſuch des
Infanten Anton von Orleans bewilligt werden, dann
würde ſie ohne weiteres Franzöſin werden, ebenſo wie
ſie im Falle einer Eheſcheidung ihre ſpaniſche
Nationali=
tät zurückerlangen würde.
Ein Bombenattentat auf die Infantin
Iſabell a. Dem Petit Pariſien wird aus
Barce=
lona gemeldet: Als die Infantin Iſabella, der
zu Ehren große Feſtlichkeiten hier veranſtaltet werden,
mit ihrem Gefolge den Catalonia=Platz überſchritten
hatte, explodierte eine Bombe, die zwar beträchtlichen
Sachſchaden anrichtete, aber niemanden verletzte. Der
Anſchlag rief eine große Panik hervor. Bisher iſt eine
Beſtätigung dieſer Meldung nicht eingetroffen.
Amerika.
Die Panamakanalgebühren. Nach der
Anſicht des Vorſitzenden der Senatskommiſſion für
Ka=
nalweſen, Brandege, wird die Verfügung über die
adminiſtrativen Beſtimmungen der Panamakanalbill bald
erfolgen. Die Frage der Kanalgebühren wird die
Be=
ſchlüſſe über die rein verwaltungstechniſch rechtliche
Be=
deutung des Geſetzentwurfs nicht verzögern. Nach einer
Schätzung, die Senator Brandege der Kommiſſion
vor=
gelegt hat, würden ſich die Kanalgebühren der fremden
Schiffe auf etwa 10 Millionen Dollars pro Jahr
belau=
fen. Danach wies Senator Store nach, wenn der
Haa=
ger Schiedsgerichtshof 5 Jahre nach der Einführung der
freien Durchfahrt für amerikaniſche Schiffe gegen
Ame=
rika entſcheide, müßten den ausländiſchen Reedern etwa
45 Millionen Dollars zurückerſtattet werden. — Entgegen
einer früheren Meldung hat der engliſche Geſchäftsträger
dem Staatsſekretär Knox die Mitteilung gemacht,
daß der formelle Proteſt der britiſchen Regierung
gegen die Panamakanalbill noch nicht
eingetrof=
fen iſt.
Japan.
Bündnis zwiſchen Rußland und Japan.
Das Reuterbureau meldet aus Tokio: Petersburger
Nachrichten von dem demnächſt zu erwartenden Abſchluß
der Bündniſſe zwiſchen Rußland und Japan ſind
un=
genau. Von autoritativer Seite wird erklärt, daß
keiner=
lei Verhandlungen nach dieſer Richtung ſtattgefunden
haben und nichts derartiges geplant ſei. Die
Europa=
reiſe des Fürſten Katſura ſtehe mit keinem ſpezifiſch
politiſchen Auftrage in Verbindung. Es ſei jedoch
rich=
tig, daß ſehr wichtige Kommuniqués zwiſchen den
Re=
gierungen von Rußland und Japan gewechſelt worden
ſeien, die die Abmachungen von 1907 und 1910 ergänzen.
Es handle ſich dabei um die Abgrenzung der
gegenſeiti=
gen Intereſſenſphären und zwar der ruſſiſchen in der
äußeren Mongolei und der nördlichen Mandſchurei und
der japaniſchen in der inneren Mongolei und der
ſüd=
lichen Mandſchurei. Unter innere Mongolei iſt derjenige
Teil der Mongolei zu verſtehen, der früher ſo bezeichnet
worden iſt. Die Kommunigués, die durch die
Revolu=
tion in China und durch die ſpäteren
Anleiheverhand=
lungen notwendig geworden ſind, hätten eine klare
Ver=
ſtändigung der beiden Mächte über die chineſiſche Frage
ergeben und eine Entente von größter Wichtigkeit für
die Erhaltung des Friedens im fernen Oſten gezeitigt.
Für das engliſch=japaniſche Bündnis ſei ſie nur in
zwei=
ter Linie von Bedeutung.
Katſuras? Reiſe. An unterrichteter Stelle
verlautet, daß der frühere japaniſche Premierminiſter
Katſura ſeine Europareiſe nur zu Informationszwecken
unternehme. Für den Abſchluß eines ruſſiſch=japaniſchen
Bündniſſes habe er nicht tätig zu ſein.
* Berlin, 19. Juli. Die Kronprinzeſſin,
die ſeit vorgeſtern mit ihren Kindern in Heiligendamm
wohnt, wo auch ihr Bruder, der Großherzog von
Meck=
lenburg=Schwerin, ſeit einiger Zeit ſein Hoflager
auf=
geſchlagen hat, machte geſtern nachmittag in Begleitung
des Großherzogs auf der alten Kaiſerjacht „Komet‟
Segelkreuzfahrten, als die Hochſeeflotte in Sicht
kam. Die Jacht begleitete die Flotte eine Zeit lang und
wollte in Heiligendamm die Gäſte wieder abſetzen.
Plötz=
lich kam ein ſtarker Gewitterſturm auf, ſo daß die
Jacht zurückkehren und die Kronprinzeſſin und ihre
Be=
gleitung in Warnemünde an Land gehen mußten. Das
auf der Mole zuſammengeſtrömte Publikum brachte der
Kronprinzeſſin und dem Großherzog lebhafte
Huldigun=
gen dar.
* Baleſtrand 18. Juli. Der Kaiſer arbeitete
heute früh allein und machte vormittags einen
Spazier=
gang an Land. Am Nachmittag erfolgte die Fahrt mit
dem „Sleipner” nach Framnäs, wo im Jahre 1913 die
Aufſtellung der Frithjofſtatue ſtattfindet.
* Swakopmund, 18. Juli. Staatsſekretär Dr.
Solf iſt heute mit ſeiner Gemahlin hier
eingetrof=
fen. Es wurde ihm ein herzlicher Empfang zuteil. Die
geſamte Bevölkerung hatte ſich verſammelt, um ihn zu
begrüßen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. Juli.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herr
ſchaften empfingen am Donnerstag nachmittag 4½ Uhr
in Jagdſchloß Wolfsgarten Frau Oberbürgermeiſter
Köhler, Frau Geh. Regierungsrat Dr. Kayſer, Frau Oberſt
v. Behr, Frau Geh. Kommerzienrat W. S. D. Valckenberg,
Frau Kommerzienrat Dörr und Frau Bankier Levi aus
Worms. (Darmſt. Ztg.)
* Artillerie=Schießübung. Die diesjährige
Schieß=
übung der 22. Feldartillerie=Brigade (
Stabs=
quartier Kaſſel) auf dem Darmſtädter Schießplatz fand
am Donnerstag ihren Abſchluß in der Beſichtigung
durch die drei ihr vorgeſetzten Kommandobehörden, den
Kommandeur der 22. Diviſion (Kaſſel) Liman, den
kom=
mandierenden General des XI. Armeekorps (Kaſſel)
Ge=
neral der Infanterie Frhrn. v. Scheffer=Boyadel und
den General=Inſpekteur der zweiten Armee=Inſpektion
(Meiningen) General=Oberſt (mit dem Range eines
Ge=
neral=Feldmarſchalls) Erbprinz Bernhard von Sachſen=
Meiningen. Der Kommandeur Generalmajor Kluge
führte ſeine Brigade den hohen Vorgeſetzten in einem
kriegsmäßigen Scharfſchießen, dem eine beſtimmte
Auf=
gabe zu Grunde lag, vor. Geſtern wurde die Brigade
abteikungsweiſe in Militär=Sonderzügen in ihre
Stand=
orte Kaſſel (Stab und I. II. Regiments Nr. 11), Fritzlar
(Regt. 11) und Fulda (Regt. Nr. 47) zurückbefördert.
Die Direktion des Landesmuſeums teilt uns
mit, daß nach Beendigung der Einrichtungsarbeiten das
Münzkabinett nun für den allgemeinen Beſuch
zugäng=
lich iſt. Es befindet ſich im Turm (Eingang durch das
Hauptportal und den Gipsſaal) und iſt wöchentlich an
2 Tagen, nämlich Sonntags von 11—-1 und Mittwochs
von 3—5 Uhr — im Winter von 2—4 Uhr, unentgeltlich
geöffnet. Ein neu erſchienener Führer durch das
Münz=
kabinett iſt zum Preis von 25 Pfg. im Muſeum
zu haben.
— Verkehrsordnuug auf den Landſtraßen.
Während des erſten Halbjahres 1912, von Januar bis
Juni einſchließlich, wurden von der Gendarmerie des
Kreiſes Darmſtadt 387 Anzeigen wegen
Zu=
widerhandlungen gegen
verkehrspolizei=
liche Vorſchriften, insbeſondere auch wegen
Zu=
widerhandlungen von Fuhrwerksleitern gegen die
Fahr=
ordnung, außerhalb der Stadt Darmſtadt erhoben. Auf
Monat Mai und Juni entfallen hiervon allein 173.
Anzeigen. Aus dieſen Zahlen dürfte hervorgehen, daß
die Gendarmerie bei Ueberwachung der Fahrordnung
ihre volle Schuldigkeit tut. Es iſt von dem Kreisamte
bereits ſeit längerer Zeit Anweiſung an die Gendarmerie
ergangen, die Fahrordnung aufs ſtrengſte zu handhaben.
Beſonders iſt die Gendarmerie aber noch angewieſen
worden, auf alle Fuhrleute zu achten, welche in den
Wagen derartig ſitzen oder liegen, daß ſie die Straße
nicht vollſtändig überſehen können und die dadurch nicht
imſtande ſind, ihr Fuhrwerk jederzeit in der Gewalt zu
haben und gehörig zu leiten, und Anzeige gegen dieſe
zu erheben. Da aber Fälle der Nichtbeachtung der
Fahrordnung immer noch ſehr häufig vorkommen, ſo
dürfte es angezeigt ſein, daß auf dem Wege der
Geſetz=
gebung den Polizeibehörden das Recht eingeräumt wird,
ſolchen Fuhrleuten, die durch Strafen nicht zu beſſern
ſind, die Befuguis zum Leiten von Fuhrwerken zu
entziehen.
—. Die Fürſorgeſtellen für Lungenkranke ſind
Ein=
richtungen der modernen Tuberkuloſe=Bekämpfung und
von hohem ſozial=hygieniſchen Wert. In faſt allen
Städ=
ten und auch in kleineren Orten, ſelbſt auf dem Lande,
haben ſie ſich nicht nur eingebürgert, ſondern meiſt
außer=
ordentlich bewährt. Auch die hieſige Fürſorgeſtelle (
Wil=
helminenſtraße 34), deren erſter Geſchäftsbericht
ſoeben erſchienen iſt hat bereits gute Fortſchritte
zu verzeichnen. Ihre Tätigkeit iſt recht mannigfaltig. Sie
beſteht nicht nur darin, daß die Kranken unterſucht und
beraten werden; es werden auch Sputumunterſuchungen,
Röntgendurchleuchtungen uſw. vorgenommen. Die
Für=
ſorgeſchweſter widmet ſich nur der Fürſorgeſtelle, die ihre
ganze Kraft und Zeit in Anſpruch nimmt. Ihr liegen
vornehmlich die Beſuche der Kranken und die
Durchführ=
ung der zu ihrer Geſundung oder zur Vermeidung der
Anſteckungsgefahr nötigen Maßnahmen ob. Die
Für=
ſorgeſtelle vermittelt Kuren in Heilſtätten, Bädern,
In=
validenheimen uſw. und leiſtet auch, ſoweit ſie Mittel
dazu hat, ſachliche Unterſtützungen. Sie gibt Betten,
Liegeſeſſel, Mietzuſchüſſe, ſtärkende Lebensmittel (Milch,
Fleiſch, Eier uſw.) und anderes mehr. Leider ſtehen ihr
nur geringe Mittel hierfür zu Verfügung und es ergeht
Die Verbrechen der New=Vorker Polizei.
Der Korruptionskampf von Tammany Hall.
ml. Wie ein Fanal leuchtet der Meuchelmord an dem
Spielhöllenbeſitzer Roſenthal in das unheimliche Dunkel,
das gemeinhin über dem verbrecheriſchen Treiben der
New=Yorker Polizei und der mit ihr unter einer Decke
ſtehenden Kliquen lagert. Es iſt der unheilvolle Geiſt
Tammany Halls, der mächtigen politiſchen
Organiſa=
tion, die die geſamte Verwaltung der Hudſonmetropole
beherrſcht, und die ihre Organe, vor allem die
Polizei=
beamten New=Yorks, zu unerhörten Beſtechungen,
Er=
preſſungen und Schandtaten aller Art ausnützt. Und
Beamte, die ſozuſagen von oben herab zur Korruption
angehalten werden, müſſen naturgemäß daneben auch auf
eigene Fauſt das ſchamloſe Gewerbe der Erpreſſung
be=
treiben. Und daraus wieder gehen alle die weiteren
Un=
taten hervor, die die New=Yorker Polizei und ihre
Or=
gane auf dem Kerbholz haben. Wenn es galt, den
un=
bequemen Mitwiſſer einer ihrer Schandtaten zu
beſei=
tigen, war die Polizei um einen Mord noch nie
ver=
legen. Man weiß das auch ſehr wohl in Amerika, und
man würde nicht ſo viel Aufhebens davon machen, wenn
es ſich bei der Erſchießung Roſenthals nicht um ein mit
geradezu unerhörter Frechheit im hellen Lichte der
Oeffentlichkeit begangenes Verbrechen handeln würde.
Alles, was mit Tammany Hall, alſo mit der
Stadtver=
waltung und der Polizei, zuſammenhängt, iſt eben von
Beruf und Neigung korrupt und bis ins Mark
verdor=
ben, und wie jeder Polizeikapitän, jeder Sergeant und
jeder Policeman nur durch Beſtechung zu ſeinem Amte
kommt, ſo bleibt es ſpäter auch ſein einziges Beſtreben,
aus allen Blüten Honig zu ſaugen und ſo viel wie
mög=
lich in ſeine eigene Taſche zu arbeiten. Die bekannten
ruſſiſchen Zuſtände” ſind gegenüber der amerikaniſchen
Polizeikorruption harmlos zu nennen; wer ſich in New=
York mit der Polizei gut „verhält” kann tun und laſſen,
was ihm beliebt, mag er auch der übelſte Verbrecher
ſein. Aber wehe demjenigen, der es ablehnt, ſich den
Polizeiorganen tributpflichtig zu machen. Er iſt
unend=
lichen Beläſtigungen und Schikanen ausgeſetzt, und das
amerikaniſche Geſetz bietet der Polizei tauſend
Hand=
haben, ſolchen Widerſpenſtigen die Hölle heiß zu machen,
denn die Verwaltung weiß immer neue Geſetze und
Ord=
nungen durchzubringen, die ſich gegen ein gutes
Trink=
geld — umgehen laſſen. So iſt es z. B., um nur eins zu
erwähnen, in der Stadt New=York nicht geſtattet, daß
ein Kaufmarn Kiſten, Säcke und Fäſſer auf der Straße
ſtehen läßt. Bei der Bauart der meiſten New=Yorker
Häuſer iſt die Durchführung dieſer Verordnung einfach
unmöglich; es fehlt zum Abladen der Kolli ſowohl an
Höfen, wie an geräumigen Durchfahrten. Weigert ſich
nun ein Kaufmann, ſich mit der Polizei in ein
Schmier=
verhältnis einzulaſſen, ſo kann er gewiß ſein, daß ihn
der ſeine Runde machende Poliziſt bei dem geringſten
Verſtoß gegen die unſinige Verordnung auffordern wird,
binnen 10 Minuten die Straße zu räumen,
widrigen=
falls er beim Polizeirichter Anzeige erſtatten werde. Da
hilft kein Proteſtieren, kein Hinweis auf die
Unmöglich=
keit, dem Auftrage nachzukommen, ebenſo wenig der
Um=
ſtand, daß die Nachbarn rechts und links ja auch ihre
Kiſten auf der Straße ſtehen laſſen und nicht daran
den=
ken, ſie wegzunehmen — er hat, wenn er ſich mit dem
Policeman nicht „einigt” neben enormem Zeitverluſt
eine Beſtrafung zu gewärtigen, die im erſten Falle
vielleicht 10 oder 25 Dollars beträgt, die aber bei
wieder=
holten Anzeigen auf 50 und 100 Dollars hinaufſchnellt.
Unter Umſtänden kann es ihm ſogar paſſieren, daß er
eingeſperrt wird. Was tut alſo der Kaufmann, wenn
er ſeine Ruhe haben will? Er läßt ſich von der Polizei
nach ſeinem finanziellen Können regelrecht „einſchätzen”
Der Kapitän bekommt monatlich 25, der Sergeant 10
Dollars; der Poliziſt ſelbſt iſt ſchon mit 5 Dollars
zu=
frieden. An jedem Erſten erſcheint der Sergeant, der
ohnehin nichts weiteres zu tun hat, als dieſe „
Geſchäfts=
gänge” zu erledigen, um den Backſchiſch für ſich und
den Kapitän zu holen. Der Poliziſt kaſſiert ſeine
Fünf=
dollarnote ſelbſt ein. Dann kann der Geſchäftsmann ſo
viele Kiſten und Kaſten vor ſeinem Lokal ſtehen laſſen,
wie ihm beliebt; die Paſſanten mögen fluchen und
ſchimpfen — ihn ficht das nicht an. Er ſagt den Leuten,
die ſich darüber beſchweren, höchſtens: „Ich muß die
Kiſten draußen ſtehen laſſen und die — Geſchichte koſtet
mich Geld genug. Tou know.” — Und in New=York
ver=
ſtehen ſie’s alle!
Das iſt nur ein winziger Ausſchnitt aus dem
rieſen=
haften Korruptionsſumpf, in den die größte Stadt der
Neuen Welt anſcheinend rettungslos verſunken iſt.
Wiederholt, ſo oft Tammany Hall eine Niederlage
er=
litten hatte und mit ſeinen Kreaturen aus dem New=
Yorker Stadthauſe hinausgefegt wurde, iſt verſucht
wor=
den, dieſen Augiasſtall auszumiſten. Kein Geringerer
als Rooſevelt, der einſt, bevor er Gouverneur des
Staates New=York wurde, ſelbſt als Polizeikommiſſar
an der Spitze der New=Yorker Polizei ſaß, hat verſucht
die Korruption mit eiſernem Beſen auszukehren. Aber auch
er hat auf die Dauer nichts auszurichten vermocht, ob=
wohl eine Weile in den Kreiſen der uniformierten
Ver=
brecherbande, die angeblich New=York beſchützt und
be=
hütet, und die ſich emphatiſch „The fineſt Police of the
World” nennt, unter ſeinem Zugriff Heulen und
Zähne=
klappern herrſchte. Aber der giftige Wurm der
Korrup=
tion fraß ſich immer von neuem durch, und heute iſt das
Uebel ſicherlich ebenſo ſchlimm, wie es zu den ſchlimmſten
Zeiten geweſen ſein mag, obwohl an der Spitze der Stadt
in der Perſon des Bürgermeiſters Gaynor ein Mann
ſteht, an deſſen perſönlicher Ehrenhaftigkeit nicht
gezwei=
felt werden kann. Ueberdies hat Mayor Gaynor vor
zwei Jahren beinahe ſelbſt daran glauben müſſen, als
ein wegen Beſtechlichkeit entlaſſener Gemeindebeamter in
dem Augenblick einen Schuß auf ihn abfeuerte, als er ſich
an Bord eines Ozeandampfers zur Reiſe nach Europa
einſchiffte. Dieſe üble Erfahrung mag vielleicht dazu
bei=
getragen haben, daß Gaynor heute die Dinge, die er
ohnehin nicht ändern kann, gehen läßt, wie ſie gehen.
Nach wie vor wird von der Polizei überall erpreßt; jede
Spielhölle, jede Schnapsſpelunke in der Bowery, jede
Opiumhöhle und jedes Dirnenhaus kann ungehindert
ſein ſchändliches, auf die Ausbeutung der Unerfahrenen
gerichtetes Gewerbe betreiben, ſofern es ſich nur mit der
Polizei auf guten Fuß ſtellt. Und die dunklen
Ehren=
männer, denen die Laſterſtätten New=Yorks gehören,
machen von dieſer Bequemlichkeit auch weitgehenden
Ge=
brauch. Ja, noch mehr: Es iſt wiederholt gerichtlich
er=
wieſen worden, daß namhafte Perſönlichkeiten der New=
Yorker Polizeiverwaltung Mitbeſitzer von Spielhöllen
und Freudenhäuſern waren. Gelegentlich eines im Jahre
1906 verhandelten Mordprozeſſes kam es an den Tag,
daß jede einzelne Straßendirne aus dem „Tenderlein”
jenem Bezirk New=Yorks, in dem die Welt verkehrt, die
ſich nicht langweilt, den Poliziſten des Viertels
wöchent=
lich zwei Dollars als „Schutzgeld” abliefern müſſe, wenn
ſie ungehindert ihr „Gewerbe” betreiben wolle. Die
Ein=
nahme, die die ſauberen Blauröcke allein aus dieſer
trü=
ben Quelle erzielten, belief ſich nach den Feſtſtellungen
des Staatsanwalts auf mehr als 60000 Dollars jährlich.
Man kann daraus erſehen, in welchem Umfange die
Poli=
zei, deren Angehörige begreiflicherweiſe ſämtlich reiche
Leute ſind, die Bevölkerung zu ſchröpfen verſteht.
Uebri=
gens iſt es in den meiſten amerikaniſchen Städten nicht
viel anders; auch Chicago, San Franzisko, Los Angeles
hatten ihre Polizeiſkandale, und dem Europäer erſcheint
es unfaßbar, wie das Land trotz dieſem Sumpf von
Ver=
brechen und Korruption immer noch wirtſchaftlich zu
ge=
deihen vermag.
Nummer 169,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
21
deshalb an alle Menſchenfreunde, die ein Herz für ihre
notleidenden und kranken Mitmenſchen aus dem Kreiſe
der Minder= bezw. Unbemittelten haben, die dringende
Bitte, das begonnene, ſehr ſegensreich wirkende
Unter=
nehmen durch einmalige oder laufende Beiträge zu
unter=
ſtützen. Wer einmal, wie es der Fürſorgeſchweſter
tag=
täglich vorkommt, in die dumpfen und unzureichenden
Wohnwinkel unſerer Altſtadt hineinſchaut und die armen
und elenden Menſchen ihr kärgliches Daſein friſten ſieht,
der wird ſich einer moraliſchen Unterſtützungspflicht nicht
mehr länger entziehen können. Die Fürſorgeſtelle iſt für
jede Gabe dankbar. Aus dem Geſchäftsbericht iſt zu
er=
ſehen, daß in 1911: 1057 ärztliche Unterſuchungen
ſtatt=
fanden und 1440 Schweſternbeſuche bei 435 Familien
ge=
macht wurden. Der Wert der ſachlichen Unterſtützungen
berechnet ſich auf 2730 Mark 46 Pfg.
— Eugen Bracht=Ausſtellung. Wie die
Geſchäfts=
leitung mitteilt, iſt die Ausſtellung von heute
nach=
mittags 2 Uhr ab für das Publikum geöffnet.
Herr E. F. Mahr teilt uns mit: Die Eingabe
„Waſſergeld”, von der Sie geſtern in dem Bericht aus
der Stadtverordneten=Verſammlung berichteten, betrifft
mein Haus Hermannſtraße 35 und iſt ganz perſönlich;
ſie iſt eine Beſchwerdeſchrifi und hat mit dem
Haus=
beſitzerverein durchaus nichts zu ſchaffen.
*Arbeits=Jubiläum. In der Maſchinenfabrik und
Mühlenbauanſtalt G. Luther A.=G., Filiale Darmſtadt,
feierte geſtern der Former Heinrich Schupp aus
Griesheim ſein 25 jähriges Arbeits=Jubiläum. Sein
Arbeitsplatz war reich mtt Blumen geſchmückt. Von
Seiten der Direktion wurde dem Jubilar ein namhafter
Geldbetrag überreicht. Auch von den Beamten und
Arbeitern wurde derſelbe durch wertvolle Geſchenke geehrt.
Fernſprecher und Gewitter. Mit der
fort=
ſchreitenden Jahreszeit mehren ſich wieder die Fälle, in
denen der Fernſprechbetrieb wegen Gewitters eingeſtellt
werden muß. Zwar ſind ſowohl die techniſchen
Ein=
richtungen bei den Teilnehmerſprechſtellen mit
empfind=
lichen Blitzſchutzvorrichtungen verſehen, die etwaige
Ent=
ladungen atmoſphäriſcher Elektrizität ſicher auffangen
und ableiten. Trotzdem iſt zur Sicherheit der Beamtinnen
und der Teilnehmer öfter eine völlige Einſtellung des
Betriebes notwendig. Nach den gemachten
Wahr=
nehmungen wird aber die durch Anſchlag bei jeder
Sprechſtelle bekannt gegebene Empfehlung, bei nahen
und ſchweren Gewittern die Fernſprechapparate und die
Leitungen nicht zu berühren, von den Teilnehmern
häufig nicht beachtet; es gehen vielmehr auch während
eines Gewitters bei der Vermittelungsanſtalt häufig
Anrufe ein, die aber nicht beantwortet werden können
und den Teilnehmer unter Umſtänden gefährden. Es
empfiehlt ſich daher, ſolche Anrufe auch dann zu
unter=
klaſſen, wenn ein Gewitter anſcheinend nicht ganz nahe
oder nicht heftig iſt, weil die in der
Vermittelungs=
anſtalt auftretenden Erſcheinungen auch in ſolchem Falle
die Einſtellung des Betriebs notwendig machen können.
Weſentlich für eine glatte Abwickelung des nach einem
Gewitter erfahrungsgemäß beſonders heftig einſetzenden
Verkehrs iſt es zuletzt, daß die Teilnehmer nach der
Wiederaufnahme des Betriebs jede Erörterung über
Urſache und Dauer der Betriebseinſtellung mit dem
Betriebsperſonal unterlaſſen.
— Akademiſches Turn= und Sportfeſt. Berichtigung.
Der akademiſche Feſtakt in der Hochſchule am
Sams=
tag, den 20. Juli beginnt nicht, wie auf den
Einladun=
gen angegeben, um 8 Uhr, ſondern erſt um 8½ Uhr
Ebenſo beginnt der Kommers im Kaiſerſaal am
Sonn=
tag um 8½ Uhr.
* Der Verein Braunshardter Heim, E. V. hält
eine außerordentliche
Mitgliederverſamm=
lung am Samstag, den 27. Juli, nachmittags 4 Uhr,
im Strafkammerſaal des neuen Gerichtsgebäudes
zu Darmſtadt ab. Auf der Tagesordnung ſteht: 1.
Aen=
derung der Satzung. 2. Wahl eines Ausſchußmitgliedes.
Baptiſten=Gemeinde. Man ſchreibt uns: Die
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten oder Baptiſten
be=
geht am Sonntag, den 21. Juli, das Feſt ihrer
Kon=
ſtituierung als ſelbſtändige Gemeinde. Die Baptiſten
zählen in Deutſchland faſt 50000 getaufte Mitglieder,
die Zahl ihrer ſtändigen Verſammlungsbeſucher und
Freunde iſt aber weſentlich größer. Auf der ganzen
Erde zählen ſie über 8 Mill. Mitglieder und bilden ſie
ſo den großen baptiſtiſchen Weltbund, der in zwei
Jahren in Berlin ſeinen Weltkongreß abhalten wird.
Die Baptiſten arbeiten mit ſichtlich großem Erfolg in
faſt allen Ländern der Erde und ſtehen in der Arbeit
im Heidenlande mit an erſter Stelle. Am Feſttage
ſpricht am Vormittag 9½ Uhr der bekannte Zeltevangeliſt
Prediger Dölken und am Nachmittag 4 Uhr Prediger
Späth=Frankfurt a. M., während die Leitung der
Feier in den Händen des Predigers Bruder=
Haſſen=
hauſen liegt. Alle Veranſtaltungen finden ſtatt im
Lokal der hieſigen Gemeinde, Mauerſtr. 17. (S. Anzeige.)
* Der Geſangverein Harmonie hält morgen
Sonntag ſein Sommerfeſt im Schützenhof ab.
Populäres Konzert eines großen Teils der Kapelle
Hauske (115er), Geſangsvorträge, Tanz, Verloſung,
Preisſchießen ꝛc. werden zur Unterhaltung geboten. Eine
neue großartige Illumination wird das Feſt würdig
verſchönen. (Siehe Anzeige.)
* Der Verein für Vogel= und Geflügelzucht
(älterer Verein) hat ſein Waldfeſt verſchoben. (S. Anz.)
* Heſſiſcher Hof. Heute, Samstag, und morgen,
Sonntag, finden zwei große Konzerte ſtatt, ausgeführt
von der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
unter Herrn Webers Leitung. Das Programm enthält
heute Opern=, Operetten= und Internationale Muſik
morgen, Sonntag, kommt dagegen im Zeichen des
Frank=
furter Schützenfeſtes Jäger=, Schützen= und Wiener
Volks=
muſik zur Aufführung. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Das morgige Konzert wird von
der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter
Herrn Webers Leitung ausgeführt und werden außer
gern gehörten Stücken Soli für Piſton und Tylophon
zur Aufführung gelangen. Der ſüdlich gelegene Garten
bleibt für Nichtkonzertbeſucher reſerviert. (Siehe Anzeige.)
n. Egelsbach, 19. Juli. Geſtern abend halb 1— Uhr
wurde der verheiratete Weichenſteller Jakob Röder von
hier im hieſigen Bahnhof von einer von Darmſtadt nach
Frankfurt fahrenden Leerfahrtmaſchine erfaßt und
zur Seite geſchleudert. Er erlitt außer einer
Gehirn=
erſchütterung mehrere nicht unerhebliche
Fleiſch=
wunden. Röder war vorher noch an einem Güterzug nach
Darmſtadt. beſchäftigt und hat anſcheinend das
Heran=
nahen der Maſchine nicht bemerkt oder iſt derſelben zu
nahe gekommen.
Offenbach, 19. Juli. In der geſtrigen
Stadtverord=
netenverſammlung wurde u. a. auch die Wahl eines
un=
beſoldeten Beigeordneten vorgenommen.
Vor=
her verwies der Oberbürgermeiſter zunächſt auf den
Be=
ſchluß des Ausſchuſſes, durch den die Wiederwahl des
bisherigen Beigeordneten Leonhard Eißnert deſſen
Amtsperiode im Oktober abläuft, der Verſammlung
empfohlen wurde. Dr. Dullo betonte, daß die Leiſtungen
Eißnerts in den ſechs Jahren ſeiner bisherigen
Tätig=
keit der Gemeinde von großem Nutzen geweſen ſeien, und
riet dringend, Eißnert mit allen Stimmen
wiederzuwäh=
len. Der fortſchrittliche Beigeordnete Kappus bat ſodann
ebenfalls die bürgerlichen Stadtverordneten, die politiſche
Seite aus dem Spiel zu laſſen und Eißnert
wiederzu=
wählen. Wenn Eißnert einſtimmig gewählt werde, ſo
werde er ſicher auch wieder beſtätigt werden; andernfalls
würde man einen beſoldeten Beigeordneten anſtellen
müſ=
ſen, denn ein anderer werde wohl kaum die große
Ar=
beitslaſt, die Eißnert bisher geleiſtet habe, ohne
Ent=
gelt auf ſeine Schultern nehmen. In der hierauf geheim
vorgenommenen Wahl wurden 23 Stimmen für Eißnert
und 5 weiße Zettel abgegeben.
Offenbach, 19. Juli. Mit dem
Durchgangsver=
kehr auf der Straßenbahn zwiſchen Offenbach und
Frankfurt hat der Verkehr auf der alten Lokalbahn eine
ſtarke Einbuße erlitten. Es ſind daher bereits ſeit
län=
gerer Zeit von berufener Seite Erwägungen gepflogen
worden, den Betrieb der Lokalbahn entſprechend den
neuen Verhältniſſen umzugeſtalten, da die bisherige
Be=
triebsart bei den zurückgegangenen Verkehrsziffern nicht
mehr rentabel iſt. Im Zuſammenhang mit dieſen
Er=
wägungen ſtehen wohl auch die Probefahrten der
beiden Benzinmotorwagen, die heute früh gegen
4 Uhr auf der Lokalbahnſtrecke unternommen wurben.
Die beiden Wagen waren geſtern früh hier angekommen
und auf ein Nebengleis geſtellt worden. Bei beiden
Wagen war der Motor in der Mitte des Wagens
an=
geordnet worden, ſodaß die Perſonenabteile vor und
hinter dem Motorhäuschen, das Raum für zwei
Bedien=
ungsleute hat, lagen. Der eine der Wagen wies
gepol=
ſterte, der andere ungepolſterte Sitzplätze auf. Die
Wagen fuhren verſchiedentlich die Strecke auf und ab,
um alsdann in der Richtung nach Frankfurt zu
ver=
ſchwinden.
Erbach i. O., 18. Juli. Hier fand geſtern nachmittag
im „Schützenhof” eine zahlreich beſuchte
Intereſſentenver=
ſammlung ſtatt, die ſich mit der Frage einer direkten
Bahnverbindung von Worms nach
Würz=
burg durch den Odenwald über Heppenheim, Fürth,
Michelſtadt, Erbach und Miltenberg befaßte. Den Vorſitz
in der Verſammlung, in der auch verſchiedene
Abgeord=
nete und Vertreter der Würzburger Handelskammer
an=
weſend waren, führte Bürgermeiſter Schwarzmann=
Amorbach. Nach einer lebhaften Diskuſſion wurde
fol=
gende Reſolution gefaßt: „Die heute in Erbach
(Odenwald) im Gaſthofe „Zum Schützenhof” tagende,
zahlreiche beſuchte Intereſſenten=Verſammlung faßte
ein=
mütig den nachſtehenden Beſchluß: Das über 50 Jahre
beſtehende Beſtreben der Erbauung einer Eiſenbahn
Würzburg-Miltenberg- (Erbach-Michelſtadt)—Fürth-
Heppenheim-Worms-Kaiſerslautern zur Verbindung
mit den Reichslanden, ſoll in der Folge mit größter
Energie gefördert werden. Die Notwendigkeit
der Erſtellung der gedachten Bahn wurde allſeitig als
eine unbedingte anerkannt; dieſelbe bedeutet für die be=
teiligten Gebietsteile, Städte, Orte und deren Bewohner
eine Lebensfrage. Dieſe Reſolution ſoll mit
entſprechen=
den Erläuterungen bezw. mit einer Denkſchrift den
be=
teiligten Regierungen, Abgeordneten und ſonſtigen
maß=
gebenden Organen vorgelegt werden.”
Wimpfen, 19. Juli. Einen auch äußerlich nun
wahr=
nehmbaren erfreulichen Fortgang nimmt der Umbau des
alten Dominikanerkloſters für die Zwecke der
Stadt= und Realſchule. Die Hoffnung, die man im Jahre
1907 nach dem Brand des Weſtflügels hegte, daß man mit
dem ganzen Umbau in zwei Jahren zu Ende kommen
würde, hat ſich nicht erfüllt. Techniſche und ſonſtige
Schwierigkeiten ſtanden im Wege. Zwar konnten vier
Säle dieſes neu erbauten Flügels im Januar 1909 in
Benutzung genommen werden; der Umbau des
Südflü=
gels erfolgte dann 1909, während die Arbeiten im
Oſt=
flügel nun ſoweit gefördert ſind, daß man hoffen darf,
bis zum Eintritt des Winters den ganzen Bau fertig
ge=
ſtellt zu ſehen. Zur Zeit werden Weſt= und Südflügel
entſprechend verputzt, und das Dach des Weſtflügels, das
bis jetzt keinerlei Lichtöffnung beſaß, erhält nunmehr fünf
große Dachgauben.
Maint, 19. Juli. In der geſtrigen
Stadtver=
ordnetenſitzung wurden für Reklamezwecke der
Stadt 2000 Mark bewilligt. — Für die Errichtung einer
zweiten Stadtapotheke wurden 98.033 Mark und
für die Beſchaffung einer dritten Dampfturbine für das
Elektrizitätswerk 240000 Mark bewilligt. Bei dem
letz=
ten Punkte wurde erwähnt, daß ſich das ſtädtiſche
Elek=
trizitätswerk immer mehr entwickelt. So wurde für däs
Rechnungsjahr 1911 ein Reingewinn von 350000 Mark
vorgeſehen, er beträgt aber 525000 Mark.
Mainz, 19. Juli. Kürzlich wurden einem hieſigen
Herrn in einer Wirtſchaft der Ueberzieher und die
Hand=
ſchuhe geſtohlen. Der Beſtohlene erließ die bekannte
Anzeige, in der er den erkannten Täter erſuchte, die
ge=
ſtohlenen Sachen zurückzugeben. Er erhielt nun eine
Poſtkarte, deren Schreiber ſich über den Beſtohlenen
luſtig machte: es ſei nicht notwendig, daß er jetzt bei der
heißen Witterung einen Ueberzieher und Handſchuhe
trage; er, der Schreiber, behalte ſich den Ueberzieher für
den Winter auf.
Worms, 18. Juli. Beim Fußballſpiel auf dem
Turnplatz an der Dreihornmühlgaſſe im Stadtteil
Worms=Hochheim erlitt geſtern abend ein am Spiel
be=
teiligter Schreinergeſelle einen Bruch des rechten
Unter=
ſchenkels. Der Verletzte wurde heute vormittag in das
ſtädtiſche Krankenhaus gebracht.
Worms, 19.. Juli. In der Fürſtſchen
Bade=
anſtalt wurde geſtern abend einem badenden Herrn
die Geldbörſe mit 280 bis 300 Mark Inhalt aus den
Kleidern geſtohllen. Der Täter konnte noch nicht
er=
mittelt werden. Der Vorfall kanneals Warnung dienen
für diejenigen Anſtaltsbeſucher, die es unterlaſſen, ihre
Wertſachen an der Kaſſe der Badeanſtalt zur
Aufbewahr=
ung abzugeben.
Oppenheim, 19. Juli. Der 26jährige ledige H.
Horn von hier fuhr gegen 9 Uhr mit 2 jungen Leuten
in einem Nachen in der Nähe der Sandſchwelle auf dem
Rhein, um von da aus ins Waſſer zu gehen. Der
ſchwimmkundige junge Mann muß während des
Schwim=
mens von einem Krampf befallen worden ſein, denn
unter ſchrecklichen Hilferufen verſchwand er vor den
Augen ſeiner Freunde in den Fluten. Obgleich die
Be=
gleiter mit dem Nachen zu Hilfe kamen, konnten ſie den
Untergegangenen nicht mehr retten; auch ſeine Leiche
konnte noch nicht geborgen werden.
Lonsheim bei Alzey, 18. Juli. Geſtern fand hier
unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung und in
Anweſenheit von Oberkonſiſtorialrat Dr. Bernbeck aus
Darmſtadt als Vertreter der oberſten Kirchenbehörde und
des Großh. Kreisrates Freiherrn von Schenck aus Alzey
als Vertreter der Staatsbehörde durch
Superintenden=
ten Euler aus Darmſtadt die Weihe unſerer
neuerbauten evangeliſchen Kirche ſtatt. Die
Kirche, die nach den Plänen und unter der Leitung des
Herrn Kirchenbaumeiſters Hofmann aus Herborn aus
dem weithin leuchtenden heimatlichen weißen
Flonhei=
mer Sandſtein erbaut iſt, iſt bei aller Einfachheit und
Schlichtheit der Formen und Farben im Aeußern und
Innern eine wahre Perle modernen evangeliſchen
Kir=
chenbaues und gereicht nicht nur unſerem mitten
zwi=
ſchen den von Wald und Reben begrenzten Hügeln
ge=
legenen Dorfe zur Zierde, ſondern der ganzen Gegend,
der bekannten, hier beginnenden „rheinheſſiſchen
Schweiz” Bei der am Nachmittag in der Krone
veran=
ſtalteten Nachfeier hielt nach verſchiedenen feſtlichen
An=
ſprachen von dem Ortsgeiſtlichen, Pfarrer Miſchlich aus
Bornheim, Großh. Kreisrat Frhrn. von Schenck,
Bürger=
meiſter Claß=Lonsheim, Superintendent Euler,
Ober=
konſiſtorialrat Dr. Bernbeck, Dekan=Stellvertreter
Rei=
chert=Niederwieſen, Kirchenbaumeiſter Hofmann, ein
ge=
borener Lonsheimer, Pfarrer Eßlinger aus
Auer=
bach einen ſehr intereſſanten Vortrag über unſere
Orts=
geſchichte, der gewiß die Liebe zu unſerem Heimatsdorf
und vor allem auch zu unſerer evangeliſchen Kirche, die
Feuilleton.
ck. Die Amulette der Könige. Gar viele Leute
be=
ſitzen irgend einen Gegenſtand, dem ſie einen beſtimmten
Einfluß auf ihr Schickſal zuſchreiben und der ihnen daher
von höchſtem Werte iſt. Daß auch gekrönte Häupter
die=
ſem Glauben an Talismane huldigen, verrät eine
eng=
liſche Wochenſchrift, die von den Amuletten der Könige
erzählt. König Georg von England glaubt ſein Geſchick
mit einer kleinen Meſſingfigur der Britannia verbunden,
die eine Krone in ihren ausgeſtreckten Händen hält und
zu deren Füßen ein Löwe ſich niederduckt. Die Figur, die
nur vier Zoll hoch iſt, hat ihren Platz auf dem Radiator
des Königlichen Automobils, und der Herrſcher würde
ohne ſie keine Fahrt antreten. Königin Mary iſt nicht ſehr
abergläubiſch, aber auch ſie hat ein oder zwei Talismane,
denen ſie Bedeutung beilegt. Der eine iſt ein kleiner
Hund aus Elfenbein, der ihr vor vielen Jahren geſchenkt
wurde und den ſie an einem Armband trägt. Der Zar
beſitzt einen Ring mit einem Stück Holz, das von dem
Kreuz ſtammen ſoll, an dem Chriſtus den Tod fand.
Nie=
mals würde der Beherrſcher aller Reußen ohne dieſen
Ring ausgehen, denn es beſteht der Glaube, daß er ſeinen
Träger vor Unheil aller Art behüte. Auch an eine
wert=
volle goldene Uhr knüpft der Herrſcher abergläubiſche
Vorſtellungen. Dieſe Uhr muß ſtets ſorgfältiger
aufge=
zogen und behandelt werden als andere Stundenmeſſer,
denn die Sage verkündet, daß der ruſſiſchen Kaiſerfamilie
ein großes Unheil drohe, wenn dieſe Uhr je ſtill ſtehe.
Ein Amulett, das mit vielen Todesfällen in Verbindung
gebracht wird, iſt der berühmte Opalring des ſpaniſchen
Königshauſes. Dieſer Ring wurde König Alfons XII.
von der Gräfin von Caſtiglio geſchenkt. Als der
Herr=
ſcher in Verbannung lebte, hatte er der Gräfin
verſpro=
cen, ſie zu heiraten, wenn er wieder auf den Thron ſei=
ner Väter komme. Nachdem er aber wieder König von
Spanien geworden war, hielt er ſeinen Schwur nicht,
ſondern heiratete die Prinzeſſin Mercedes. Die enttäuſchte
Gräfin gab ſich ſcheinbar zufrieden; aber ſie ſandte dem
König den ſchönen Opalring, auf dem ein Fluch gelegen
haben ſoll, der jedem Träger dem Tode überlieferte. Die
Königin war ſo entzückt von der Gabe, daß ſie ſich den
Ring von ihrem Gatten zum Geſchenk erbat. Wenige
Monate ſpäter war ſie eine Leiche. Dann trugen des
Königs Großmutter und Schweſter das Unheil bringende
Kleinod, und auch ſie ſtarben. Der Ring ging in den
Beſitz der jüngſten Tochter des Herzogs von Montpenſier
über, die ebenfalls raſch von ihrem Geſchick ereilt wurde.
Zuletzt trug ihn der König ſelbſt, und ſtarb noch in
dem=
ſelben Jahre, in dem er den verhängnisvollen Schmuck
angelegt hatte. Nun nahm die Königin Chriſtina den
Unglücksring, befeſtigte ihn an einer goldenen Kette und
hing ihn um den Hals der Statue der Jungfrau von
Almadena, eines Heiligenbildes, das in Madrid in einer
ſehr beſuchten Parkanlage ſteht. So wertvoll auch der
Ring iſt, ſo verführeriſch er ſich begehrlichen Augen
dar=
bietet, ſo würde doch auch der ſchlimmſte Dieb Spaniens
ihn nicht zu ſtehlen wagen. Der Talisman der Könige
von Italien iſt ein verſchloſſener Raum. Es geht die
Legende, daß das größte Unheil den König und ſein Haus
befallen werde, wenn das Lieblingszimmer ſeines
Vor=
gängers irgend eine Aenderung erfährt, bevor zwei
Ge=
nerationen dahingegangen ſind. Aus dieſem Grunde iſt
das Lieblingszimmer des verſtorbenen Königs Humbert
im Quirinal verſchloſſen. Auch das Gemach von König
Humberts Vater, König Viktor Emanuels, iſt nur den
Mit=
gliedern der königlichen Familie zugänglich und wird
genau in derſelben Verfaſſung gehalten, in der es ſich
beim Tode des Herrſchers befand. Im Haus der
Napo=
leoniden befand ſich ein Talisman, der von dem großen
Napoleon herſtammte. Es war ein Ring, der ſicheren
Schutz gegen einen vorzeitigen Tod gewähren ſollte.
Na=
poleon III. trug ihn, aber ſein Sohn weigerte ſich, ihn
anzulegen, und man hat das ſpäter in Zuſammenhang
gebracht mit ſeinem gewaltſamen Ende unter den
Aſſe=
gais oder Zulus. Napoleon III. trug während ſeines
ganzen Lebens noch ein anderes Amulett, ein Stückchen
franzöſiſchen Bodens, das er ſich mit ſeinem Taſchenmeſſer
1840 ausgegraben hatte, in einer Kapſel. Der
verſtor=
bene König Eduard trug an ſeinem linken Arm ein
Arm=
band, von dem er ſich nie trennte. Es hatte dem
unglück=
lichen Kaiſer Maximilian von Mexiko gehört und war
nach deſſen Hinrichtung in den Beſitz des Königs gelangt.
C2 Wenn’s im engliſchen Parlament heiß wird. Die
ſtrengen Geſetze der Kleiderordnung, die der Engländer
ſo unverbrüchlich befolgt, werden natürlich da am
genaue=
ſten innegehalten, wo ſich nach des Briten Glauben das
ideale Abbild des ganzen Volkes verſammelt: im
Parla=
ment. Noch bis vor kurzer Zeit hätte es für ein
uner=
hörtes Verbrechen gegolten, anders als im Zylinder und
ſchwarzem Gehrock im Unterhauſe zu erſcheinen. Aber
allmählich beginnt ſelbſt im klaſſiſchen Lande der
Herren=
mode ein freier Geiſt zu wehen, und die tropiſche Hitze
dieſes Sommers bringt in den Reihen der Abgeordneten
ein ganz ungewohntes Bild hervor. An die Stelle der
monotonen Einförmigkeit der Kleider iſt ein buntes
Durcheinander pikanter Farbenflecken getreten, und mit
dem ehrwürdigen Schwarz miſchen ſich Grau und Gelb
und helles Weiß. Viel Aufſehen erregte der liberale
Mil=
lionär Sir Alfred Mond, der Befürworter der „Weißen=
Sklavenbill” der in einem weißen Tuſſorkoſtüm erſchien,
was böſe Zungen dahin ausdeuteten, daß er den „weißen
Sklaven” ſelbſt darſtellen wolle. Beſonders viel
ſommer=
liche Anzüge finden ſich auf den Bänken der
Arbeiterpar=
tei. So erregte es das Entſetzen aller konſervativen Ge=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Nummer 169.
beſonders im 18. Jahrhundert ſchwere Zeiten
durch=
gemacht hat, neu geſtärkt hat.
Friedberg, 19. Juli. Die alte Blindenanſtalt,
die durch den großen Neubau der ſtaatlichen
Blindenan=
ſtalt leer wird, ſoll für die Kulturinſpektion
um=
gebaut werden. Man wird noch in dieſem Jahr mit dem
Bau fertig werden.
Heuchelheim, 18. Juli. Geſtern morgen ſtürzte
vom Schneiderſchen Neubau, gegenüber der
Biebertal=
bahn, ein Dachdeckergehilfe ſo unglücklich ab,
daß er mehrere Armbrüche und Kopfverletzungen
davontrug.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Juli. Das Reichs=
Poſtmuſeum hat aus Daresſalam das aus Holz
geſchnitzte, 60 Zentimeter hohe, naturgetreue Modell
eines eingeborenen Poſtträgers erhalten, das von einem
dortigen ſchwarzen „Künſtler” angefertigt worden iſt.
Der Anzug beſteht aus Khaki=Hoſe und=Rock; letzterer
trägt auf dem linken Aermel ein Poſthorn, auf dem
rech=
ten ein gelb=rot=gelbes Rechteck, dieſes als
Dienſtauszeich=
nung. Der Kopf des Poſtträgers iſt mit einem roten Fez
bedeckt. Zum Schutze gegen Raubzeug, namentlich gegen
Löwen und Leoparden, führt der Mann ein Gewehr mit
ſich. Die Poſt wird auf dem Kopfe getragen. Die
Ein=
zellaſt darf nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen. Die
Briefſendungen werden zum Schutze gegen Näſſe in
Wachstuch eingeſchlagen, das dann in eine Matte genäht
wird. Die durchſchnittliche Marſchleiſtung der ſchwarzen
Poſtläufer beträgt 40 bis 50 Kilometer täglich. Auf den
großen Straßen umfaßt eine Poſtkarawane oft 40—50
Mann. — Bei einem großen Manufakturwarengeſchäft
im Südweſten der Stadt nahm ein 20 Jahre alter
Chauffeur Daick vor drei Tagen die Stelle eines
Kraftwagenführers an. Die beiden erſten Tage erledigte
er ſeine Obliegenheiten prompt, d. h. er fuhr mit einem
Motordreirad zu Kunden, lieferte die Waren ab und
brachte das eingezogene Geld nach Hauſe. Geſtern früh
trat er auch wieder ſeine Geſchäftstour an. Er kehrte
jedoch von dieſer nicht wieder zurück. Nachmittags
fand man das Motordreirad mit allen Paketen bis auf
eins noch beladen auf der Charlottenburger Chauſſee.
Das fehlende Packet hatte er, wie Nachforſchungen
er=
gaben, ordnungsmäßig in Charlottenburg abgeliefert.
Möglich iſt es, daß der Chauffeur mit 200 Mark, die er
zum Einkauf verſchiedener Sachen erhalten hatte, das
Weite geſucht hat. Anderſeits iſt auch mit einem Unfall,
der dem jungen Mann zugeſtoßen ſein kann, zu rechnen.
Jedenfalls hätte er nach Ablieferung ſeiner Ware mit
einer größeren Summe durchbrennen können. — Von
den beiden Leutnants Schmidt und Egaers
vom 41. Infanterie=Regiment in Tilſit, die Ende Oktober
1911 wegen mehrfachen Betruges, Unterſchlagung und
militäriſcher Vergehen zu einem Jahr neun Monaten,
reſp, einem Jahr drei Monaten und zur Ausſtoßung
aus dem Heere verurteilt wurden, iſt, nachdem das
Ur=
teil vom Reichsmilitärgericht an das Militärgericht des
3. Armeekorps zurückverwieſen worden war. Leutnant
Eggers heute vollſtändig freigeſprochen
wor=
den. Schmidt wurde zu vier Monaten
Gefäng=
nis verurteilt. Die Verhandlung fand wegen
Gefähr=
dung der militäriſchen Diſziplin unter Ausſchluß der
Oeffentlichkeit ſtatt. Auch die Begründung des Urteils
wurde in nicht öffentlicher Sitzung bekanntgegeben.
Frankfurt, 19. Juli. Der Kellnerſtreik im
Kaffeehaus der Hauptwache iſt wieder
be=
endet. Die nach Ausbruch des Streikes ſofort
aufge=
nommenen Verhandlungen zwiſchen den beiden Parteien
haben zu einer vollen Einigung geführt. Die Abgabe
der Kellner wurde von 3 Prozent auf 1½ Prozent
er=
mäßigt und den Zuträgern von Seiten des Arbeitgebers
ein Mindeſtlohn von 40 Mark zugeſichert.
Rüdesheim, 18. Juli. Ungefähr 1000 Teilnehmer
hatten ſich zur heutigen Rheinfahrt des
Deut=
ſchen Schützenbundes eingefunden. Die Fahrt,
die ſich zu einer ſehr genußreichen geſtaltete, führte an
den herrlichen Landſchaftsbildern des Rheingaues
vor=
bei bis Aßmannshauſen. Nach der Mittagstafel erfolgte
der Aufſtieg zum Niederwalddenkmal. Die Kundgebung
vor dem Denkmal eröffnete der Geſang des Liedes „Es
brauſt ein Ruf wie Donnerhall” Nach der Feſtanſprache
des Magiſtratsſyndikus Dr. Hiller=Frankfurt, die mit
einem Hoch auf Kaiſer und Reich, Fürſt und Vaterland
ſchloß, legte Schützenveteran Zabel einen Lorbeerkranz
nieder mit der Widmung: „17. Deutſches Bundes= und
Goldenes Jubiläumsſchießen Frankfurt a. M.,
Rhein=
fahrt 18. Juli 1912.‟ Nach längerem Verweilen in
Rü=
desheim wurde die Rückfahrt angetreten.
Mannheim, 19. Juli. Bei dem geſtern nachmittag
über dem Stadtteil Neckarſtadt niedergegangenen
ſchwe=
ren Gewitter wurde die auf dem Felde beſchäftigte
etwa 30 Jahre alte Ehefrau des Glaſermeiſters Peter
Simon, Mutter von 4 Kindern, vom Blitze
er=
ſchlagen.
Bamberg, 19. Juli. Die Polizei verhaftete
geſtern einen Mann, der bei einem Trödler eine goldene
Uhr und Kette veräußern wollte. Der Fremde gab an,
franzöſiſcher Herkunft zu ſein und die Uhr von einem
Unbekannten gekauft zu haben. Die Unterſuchung
er=
gab, daß die Angaben unrichtig waren. Der Verhaftete
verübte vor einigen Tagen in Ruhla (Thüringen) an
einer Dame einen Raubmordverſuch und verletzte die
Dame lebensgefährlich. Außerdem werden ihm eine
Reihe ſchwerer Einbruchsdiebſtähle zur Laſt gelegt.
Schwarzenau, 19. Juli. Der Stadtkämmerer und
frühere Barbier Martin Dombrowski iſt nach
Un=
terſchlagung von 5500 Mark ſtädtiſchen Geldern
flüchtig gegangen. Sein Aufenthalt iſt noch nicht
ermit=
telt. 1500 Mark ſind durch Kaution gedeckt.
Triebel, 19. Juli. Am Donnerstag abend ſind in
dem Brunnen auf dem Grundſtücke des Eigentümers
Gundermann der Brunnenbauer Karl Rebiſch
und der Müllergeſelle Klette, ſowie der Eigentümer
des Grundſtücks ſelbſt, der beide zu retten verſuchte, durch
Brunnengaſe verunglückt.
Wiederbelebungsver=
verſuche waren ohne Erfolg.
Halle a. S., 19. Juli. Durch eine Kohlenſtaub=
Exploſion im Maſchinenhauſe der Braunkohlengrube
Oberbrehna bei Merſeburg wurden geſtern vier
Ar=
beiter ſchwer und mehrere leicht verletzt. Die
Schwer=
verletzten wurden in das Krankenhaus Bergmannstroſt
in Halle eingeliefert, wo ſie in der vergangenen Nacht
ſämtlich geſtorben ſind.
Detmold, 19. Juli. Bei einem ſchweren Gewitter
ſchlug der Blitz in das Hauptgebäude der fürſtlichen
Do=
mäne von Detmold Johannettental. Alles wurde ein
Raub der Flammen. Der Schaden iſt groß.
Breslau, 19. Juli. Zwiſchen der Gemeinde
Mus=
kau und den Beſitzern des Hauſes, in dem das
Poſt=
amt untergebracht iſt, nämlich dem Woitſchachſchen
Er=
ben in Muskau, iſt ein Konflikt entſtanden, der die Höhe
der jährlichen Anerkennungsgebühr für den 5 Meter
brei=
ten, dem Poſtgebäude vorgelagerten Streifen nicht
öffent=
lichen Gemeindelandes zum Gegenſtande hat. Da ſich
eine Einigung nicht erzielen ließ, hat die Gemeinde geſtern
damit begonnen, den Zugang zum Poſtgebäude
durch einen Zaun, deſſen Pfähle bereits ſtehen, zu
ſchlie=
ßen. Gerichtliche Entſcheidung iſt von der Poſt und
dem Beſitzer des Gebäudes ſchleunigſt angerufen worden.
Immerhin droht die Poſt, ſo ſchreiben die Neueſten
Nach=
richten für Weißwaſſer, tatſächlich vom Verkehr
abge=
ſchnitten zu werden. Gewiß ein im ganzen Deutſchen
Reiche noch nicht vorgekommener Fall! Die Neueſten
Nachrichten für Weißwaſſer teilen weiter mit, daß der
Zaun, den die Gemeinde, um den Verkehr dahin zu
unter=
binden, vor dem Poſtgebäude errichten ließ, nicht
vollen=
det werden durfte, denn die Poſtbehörde brachte noch am
Dienstag abend beim kgl. Amtsgericht eine einſtweilige
Verfügung dahingehend heraus, daß in dem Zaun für
Perſonen und Wagen (um den Poſtverkehr aufrecht zu
erhalten) ein Durchlaß bleiben müſſe. Inwiefern ſonſt
die Maßnahme Erfolg haben wird, läßt ſich noch nicht
ſagen. Die Beſitzer des Poſthauſes ſind wohl bereit,
der Gemeinde für den ihrem Hauſe vorgelagerten fünf
Meter breiten Streifen nichtöffentlichen Gemeindelandes
eine Anerkennungsgebühr, wie ſie beiſpielsweiſe auch
vom Beſitzer des Nachbargrundſtückes entrichtet wird, zu
zahlen, doch nicht pro Jahr 100 Mark mit rückwirkender
Kraft für fünf Jahre. Nun dürfte vielleicht die Höhe
gerichtlich feſtaelegt werden.
Wongrowitz, 19. Juli. Hier wurde der Probſt
Duczmal aus Choyna wegen des Verdachtes eines
Betruges verhaftet. Er ſoll die polniſche Bank in
Gol=
lantſch um 60000 Mark geſchädigt haben. Ferner ſoll
in derſelben Sache der hieſige Bankbeamte Kaſimir
Wawrowski verhaftet worden ſein. In der
Be=
hauſung Wawrowskis nahm die Staatsanwaltſchaft in
Gneſen eine Hausſuchung vor.
Innsbruck, 18. Juli. Heute abend traf ein
Tele=
gramm ein, daß der preußiſche Oberſtabsarzt Eduard
Friedrichs=aus Goldap in Oſtpreußen bei einer
Klet=
tertour auf die Hohe Geige im Pitztal infolge Erſchöpfung
einem Herzſchlage erlegen ſei. — Weiter wird aus
Innsbruck mitgeteilt: Der Bahninſpektor Albert
Gog=
ler=Hamburg ſtürzte beim Edelweißpflücken vom
Pa=
dauner Kegel ab und blieb tot liegen.
Neapel, 19. Juli. In Caſtellamare entgleiſte
geſtern auf einer abſchüſſigen Straße infolge Verſagens
der Bremſe ein Straßenbahnwagen und fuhr in
eine Mauer hinein. 15 Perſonen wurden zum Teil
nicht unerheblich verletzt.
London, 19. Juli. Ein Offizier der königlichen Jacht
„Meteor” die jetzt vor Cowes liegt. vollbrachte geſtern
eine kühne Rettungstat. Ein Schiffer, der ein
Telegramm auf den „Meteor” gebracht hatte, glitt auf dem
Rückweg aus und fiel über Bord. Der Offizier ſprang,
ohne erſt die Kleider abzuwerfen, mit einem
Rettungs=
gürtel dem Mann, der nicht ſchwimmen konnte, nach, legte
ihm den Gürtel an und hielt ſich über Waſſer, bis ein
Boot zu Hilfe kam.
Madrid, 19. Juli. Polizeioberſt Escoſura
ent=
leibte ſich in ſeinem Amtszimmer durch einen
Revolver=
ſchuß. In einem hinterlaſſenen Schreiben verlangt er,
daß ſich niemand um ſeinen Tod kümmern möchte.
Madrid, 19. Juli. An Bord des Kriegsſchiffes
„Desfroyer” explodierte ein Dampfrohr, wobei
6 Matroſen mehr oder weniger ſchwer verletzt
wor=
den ſind.
Petersburg, 19. Juli. Ein Rieſenbrand wütete
geſtern in der Kolonie Nobel im Wiborger Stadtteil,
wo von einer Maſchinenfabrik und Eiſengießerei die
Arbeiter= und Beamtenwohnungen liegen. Der Beſitzer
Ludwig Nobel entging durch einen Zufall dem Tode.
Der Geſamtſchaden beträgt über eine Million Mark.
New=York, 18. Juli. Der Bürgermeiſter hat
heute begonnen, die in Verbindung mit der
Ermor=
dung Roſenthals gegen die Pelizei erhobenen
Be=
ſchuldigungen zu unterſuchen. Er hat ſeine
Verwunde=
rung ausgedrückt, daß der von Roſenthal beſchuldigte
Polizeileutnant Beeker mit Roſenthal geſpeiſt habe. Der
Polizeichef hat den Polizeibeamten File, der in einem
Speiſeſaal des Hotels ſaß, als Roſenthal vor dem Hotel
ermordet wurde, ſeines Amtes enthoben. Ein
angeb=
licher Freund des Polizeileutnants Beeker, der Spieler
Roſe, iſt gleichfalls verhaftet worden. Er hat zugegeben,
das Automobil, von welchem aus die tödlichen Schüſſe
abgegeben wurden, gemietet zu haben.
Tiflis, 18. Juli. In dem Dorfe Gerga in Dagheſtan
ſind bei dem Einſturz eines Hauſes etwa 30
Per=
ſonen unter den Trümmern begraben worden. 23
Lei=
chen, in der Mehrzahl Frauen, ſind geborgen.
Luftfahrt.
sr. Der Nordweſtdeutſche Rundflug, der
abgebrochen werden mußte, da keiner der gemeldeten
Flieger auch nur das Ziel der erſten Etappe erreichte, ſoll
noch in dieſem Sommer wieder aufgenommen
werden. Die Vertreter ſämtlicher beteiligten Vereine
wer=
den in nächſter Zeit in Hannover zuſammenkommen, um
den genauen Termin feſtzuſetzen. Vorausſichtlich wird
der Auguſt in Frage kommen. Die urſprünglich
ausge=
wählte Strecke dürfte beibehalten werden.
* Johannisthal, 18. Juli. Heute abend
rutſchte der Flieger Stiefvater mit ſeinem Paſſagier
Türk aus 25 bis 30 Meter Höhe in einer Kurve ab und
ſtürzte zu Boden. Stiefvater brach die rechte Knieſcheibe,
Türk erlitt eine Gehirnerſchütterung, das Flugzeug iſt
ſtark beſchädigt.
* Zweibrücken 19. Juli. Nachdem das für heute
angeſagte günſtige Wetter nicht eingetreten, vielmehr ſeit
der Nacht Regen einſetzte, mußte der Weiterflug nach
Frankfurt a. M. der hier gelandeten Metzer
Offizier=
flieger abermals verſchoben werden. Der Aufſtieg iſt
im Laufe des heutigen Tages nicht mehr zu erwarten, er
wird vielmehr erſt nach Eintritt aufgeklärter Witterung
erfolgen.
H. B. Königsberg, 19. Juli. Der Flieger
Abra=
mowitſch verließ geſtern auf ſeinem Fluge nach
Peters=
burg um 6.06 Uhr abends die Stadt. Bei Szillen mußte
er wegen Gewitter auf freiem Felde landen. Beim
Wie=
deraufſtieg ſtieß der Propeller an einen Stein und ging
in Trümmer, ſodaß er ausgewechſelt werden mußte.
Der Flieger will heute ſeinen Flug fortſetzen.
* Berlin, 19. Juli. Zu der Durchſuchung
des Fliegers Abramowitſch in Königsberg,
über deren Gründe man ſich zunächſt kein Bild machen
konnte, ſchreibt der Berliner Lokalanzeiger: Der Leiter
der Königsberger Militärluftſchifferabteilung Herr,
Hauptmann v. Wobeſer hatte der Wright=Geſellſchaft,
die ſich an ihn um Unterbringung der Flieger gewandt
hatte, mitgeteilt, daß es leider nicht erlaubt würde,
Privat=Flugzeuge in der Königsberger Luftſchiffhalle
unterzuſtellen. Außerdem hatte er auch ſchon darauf
aufmerkſam gemacht, daß ſich Abramowitſch, da er Ruſſe
ſei und doch über Feſtungsteile fliegen müſſe, eine Haus=
und Leibesviſitation gefallen laſſen müſſe, damit
feſtge=
ſtellt werden könne, ob er keine photographiſchen
Aufnah=
men der Feſtung Königsberg mit ſich führe. Leider kam
aber dieſer Brief erſt geſtern in Berlin an, ſodaß die
Wrigth=Geſellſchaft ihren Piloten Abramowitſch nicht
mehr verſtändigen konnte. Auch die ungewöhnliche Zeit,
in der die Unterſuchung vorgenommen wurde, iſt
erklär=
lich, da die Militärverwaltung in dem Glauben war,
Abramowitſch wolle früh um 3 Uhr weiterfliegen.
H. B. Paris, 19. Juli. Der Flieger Morin wurde
beim Paſſieren von Chateau Rénault von einem Gewitter
überraſcht und mußte eine Notlandung vornehmen. Er
ſtellte den Motor ab und wollte im Gleitfluge landen. Als
er ſich einige Meter über dem Erdboden befand, wollte
müter, daß ein Mitglied dieſer Partei ſogar in braunen
Schuhen erſchien, deren Bänder mit Troddeln geſchmückt
waren. Während früher die Sommerzeit ein beſonders
reiches Farbenblühen in den Weſten entfeſſelte, und die
bunteſten Töne hier auftauchten, bevorzugt man diesmal
das einfache Weiß, und Mattgrau, was die engliſchen
Peſ=
ſimiſten ebenfall als ein Zeichen des Niederganges in
der Herrenmode deuten. Früher hatte wenigſtens die
Regierung Anſehen und Würde der britiſchen Herrenwelt
im ernſten Schwarz gewahrt. Nun aber lacht Lloyd George
vergnügt in einem grauen franzöſiſchen Anzug und der
neue Kriegsminiſter Colonel Seeley brachte eine
Forder=
ung von faſt drei Millionen Pfund für die Landarmee in
einer hellen Weſte ein. Der Träger der ſchönſten und er.
ganteſten Sommerkleidung aber iſt aus dem Unterhaus
in das Haus der Lords übergegangen: es iſt Lord
Clen=
conner, der nun in ſeinem ſchönen grauen Rockanzug und
ſeiner breiten himmelblauen, weißgepunkteten Krawatte,
mit dem Dichterantlitz, dem Silberhaar und dem ewigen
Stillſchweigen unter den Pairs prangt. Außer durch helle
und leichte Kleidung ſuchen ſich die engliſchen
Parlamen=
tarier gegen die Hitze zu verteidigen, indem ſie auf der
vom kühlen Flußwind umhauchten, berühmten Terraſſe
unendliche Mengen von Eisgetränken ſchlürfen.
(2 Die Hochzeit der Millionenbraut. Als das
glän=
zendſte und erſtaunlichſte Ereignis im Geſellſchaftsleben
Kaliforniens, das je vorgekommen iſt, ſchildern die
ameri=
kaniſchen Blätter die Hochzeit der „Millionenbraut”
Jennie Crocker, die ſich in San Franzisko mit Herrn
Malcolm Whitman verheiratet hat. Die großen New=
Yorker Zeitungen brachten ſeitenlange Depeſchen über die
noch nie dageweſene Prachtentfaltung und die ſelbſt für
amerikaniſche Verhältniſſe ungewöhnliche
Geldverſchwen=
dung, die das Feſt verherrlichten. Das einzige, worüber
man nicht ganz einig iſt, iſt das Vermögen der glücklichen
Braut; während es die einen auf 100 Millionen Doll.
beziffern, glauben Skeptiker nur ſagen zu dürfen, daß die
Summe von 10 Millionen Doll. jedenfalls viel zu wenig
ſei. Die Koſten der Hochzeit laſſen ſich auch nicht ganz
genau feſtſtellen; ſie ſchwanken zwiſchen 240000 Mark und
400000 Mark. Nach den Berichten war die kleine
Stein=
kirche von San Matheo, in der die Hochzeitsfeierlichkeit
vor ſich ging, mit Blumen und Topfpflanzen, ja mit
gan=
zen Bäumen ſo dicht gefüllt, daß es ſelbſt dem Brautpaar
ſchwer wurde, durch dieſen Urwald zum Altar ſich einen
Weg zu bahnen. Den Luxus im einzelnen illuſtrieren
einige zahlenmäßige Angaben: zur Dekoration der Halle,
in der das Hochzeitsfrühſtück ſtattfand, wurden 80000
Mark ausgegeben. Das Brautkleid der Miß Crocker, das
über und über mit echten Perlen beſtickt war,
repräſen=
tierte einen Wert von 200000 Mark. Die Ausſchmückung
der kleinen Kirche, bei der die ſeltenſten Schnittblumen
und koſtbare Pflanzen zur Verwendung kamen, und ein
Heer von Dekorateuren tätig war, koſtete 100000 Mark.
Ein großes Aufgebot von Detektivs, die ſich in
elegante=
ſtem Geſellſchaftsanzug unter die Gäſte miſchten, ſorgte
dafür, daß die Juwelenſchätze, die hier zur Schau geſtellt
wurden, keine unrechtmäßigen Liebhaber fanden. Ganze
Wagenladungen von Hochzeitsgeſchenken waren
ange=
langt, und unter den zahlloſen Gratulationen an die
Braut fehlten auch nicht verſchiedene Droh= und
Erpreſ=
ſerbriefe. Zugleich mit dem Heiratsſchein hatte das junge
Paar ſich einen Jagdſchein beſorgt, und die Flitterwochen
ſollen nun dem edlen Weidwerk gewidmet ſein.
* Der Scheck des Präſidenten. Das Gehalt des
Prä=
ſidenten der Vereinigten Staaten beträgt bekanntlich
50000 Dollars im Jahre. Als Cleveland Präſident war,
erhielt er dieſen Betrag in Monatsraten. Genau genom=
men hätte er 4166,66½ Dollars in jedem Monat erhalten
müſſen, und da dieſe Summe nicht genau ausgezahlt
wer=
den konnte, ſo half ſich das Schatzamt damit, daß es dem
Präſidenten in einem Monat einen Scheck über 4166,66
Dollars und in den nächſten beiden Monaten über 4166,67
Dollars übermittelte. Als nun die Amtszeit des
Präſi=
denten zu Ende ging, ergab es ſich, daß Cleveland noch
Anſpruch auf 1 Cent hatte, und da das Schatzamt ihm
durchaus nichts ſchuldig bleiben wollte, ſo wurde dem
Präſidenten richtig ein Scheck über 1 Cent
ausgehän=
digt. Cleveland hat dieſen Scheck nie eingelöſt, ſondern
ihn als Andenken aufbewahrt, und noch heute wird er
als wertvolle Reliquie im Cleveland=Houſe in
Prince=
town, New=Jerſey, gezeigt.
* Vom luſtigen John Bull. Ein Zuſchauer ſagt zum
anderen: „Finden Sie nicht, daß das Angeln ein ſehr
grauſamer Sport iſt?” Angler: „Grauſam? Freilich,
das kann ich wohl ſagen. Ich habe hier drei Tage geſeſſen
und nichts hat angebiſſen; ich bin faſt von den Mücken
zerſtochen und zwei Weſpen haben mir fürchterlich
zuge=
ſetzt; ich habe mein Taſchenmeſſer im Fluß verloren, und
die Sonne hat mir die ganze Haut im Nacken abgeſchält.”
— Der gewiſſenhafte Ire. Ein großer Ire
trägt eine Leiter durch die von einer dichten Menge
erfüll=
ten Straßen von London und hat dabei das Pech, die
Spiegelſcheibe eines Schaufenſters einzuſtoßen. Sofort
ſetzt er ſeine Leiter hin und läuft davon; aber der
Laden=
inhaber hat ihn geſehen, ſtürzt hinter ihm her, und da er
der beſſere Läufer iſt, packt er ihn beim Kragen. „Sehen
Sie her” ruft der Kaufmann, nachdem er den Atem
wie=
dergewonnen, „Sie haben meine Fenſterſcheibe
zerſchla=
gen!” „Freilich, habe ich,” ſtimmt ihm der Ire zu;
„ſehen Sie denn nicht, wie ich nach Hauſe renne, um Geld
zu holen, damit ich den Schaden bezahlen kann?”
Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Seite 5.
er aus dem Apparat abſpringen, blieb jedoch mit den
Kleidern an dem Geſtell des Flugzeuges hängen. Er
er=
litt einen ſchweren Beinbruch und innere
Verletz=
ungen. In bedenklichem Zuſtande wurde er ins
Hoſpi=
tal gebracht. Man zweifelt an ſeinem Aufkommen.
* Paris, 19. Juli. Auf dem Flugfeld von
Bou=
theon bei St. Etienne wurde der Mechaniker Renard
als er einen Motor in Gang brachte, von der
Schraube des Flugzeuges erfaßt und buchſtäblich
enthauptet.
* Petersburg, 18. Juli. Leutnant Dybowski
traf geſtern abend von Zarskoje Selo auf dem hieſigen
Flugplatz ein und wurde bei ſeiner Landung im Namen
des Großfürſten Alexander Michailowitſch von General
Baron von Kaulbars begrüßt. Das zahlreich erſchienene
Publikum bereitete dem Flieger begeiſterte
Kund=
gebungen.
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Karlshorſt.
Spree=
wald=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 4200 Mark, Diſtanz
3600 Meter: 1. Herrn F. A. von Goßlers Agatu (Lt. Graf
Strachwitz), 2. Aviva (Lt. von Egan=Krieger). Tot. 44:10.
— Morgenrot=Hürden=Rennen; 10000 Mark, Diſtanz
2700 Meter: 1. Herrn M. E. Rohrbecks Loretta (Newey),
2. Schakal (Streit), 3. Salut (V. Roſack). Tot. 35:10. —
Fünftauſenddreihundertſtes Rennen; Ehrenpreis und
6000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn Dr. F. Rieſes
Maaslieb (Beſ.), 2. Werra (Lt. von Berchem), 3.
Frei=
fahrt (Lt. von Witzleben). Tot. 30:10. — Sommer=
Handikap=Hürden=Rennen; 8000 Mark, Diſtanz 3000
Me=
ter: 1. Herrn G. Nettes Oben Hinaus (Printen),
2. Cherry Bob (Charvat), 3. Triglav (Brederecke). Tſot.
35:10. — Fürſtenwalder Jagd=Rennen; Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Lt. Graf Strachwitz’
Luzerne (Beſ.), 2. Prognoſe (Lt. von Egan=Krieger),
3. Adler (Lt. von Berchem). Tot. 57110. — Preis von
Mönchsheim; 10000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1.
Frei=
herrn H. von Reiſchachs Jungtürke (Torke), 2. Fromme
Helene (Theilen), 3. Menelik (E. Weber). Tot. 47110. —
Karlshorſter Handikap: 6000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Herrn Dr. F. Rieſes Künſtler (Blades), 2. Sarenna
(Schläfke), 3. Seehund (Fox). Tot. 100.10.
* Das internationale Schach=Turnier in Breslau
wurde mit der dritten Runde fortgeſetzt. Als Anziehende
ſiegten: Spielmann über Marſhall, Rubinſtein über
Breyer, Treybal über Brun. Mit den Schwarzen
Stei=
nen waren erfolgreich: Schlechter gegen Drzepiorka,
Teichmann gegen Balla und Lawitzky über Miſes. Remis
ergaben die Partien: Duras=E. Cohn, Lowtzky=Carls
und Tarraſch=Baraſh. Rubinſtein führt mit drei
Ge=
winnpunkten vor Carls und E. Cohn, die je 2½ Punkte
erzielten.
Arbeiterbewegungen und Streikunruhen.
* Berlin, 18. Juli. Die im Zentralverband
or=
ganiſierten Dachdeckergeſſellen und
Hilfs=
arbeiter Groß=Berlins haben folgenden Beſchluß
ge=
faßt: Der Vorſtand und die Tarifkommiſſion werden
beauftragt, außer bei den drei bisher geſperrten Firmen
auch auf weitere Firmen zum Angriff überzugehen, da
durch die Maßnahmen der drei Firmen der Kampf
ſei=
tens der Arbeitgeber eröffnet iſt.
* Dünkirchen, 18. Juli. Die
Hafenarbei=
ter haben beſchloſſen, an die franzöſiſchen und
auslän=
diſchen Hafenarbeiter einen dringenden Aufruf zu
er=
laſſen, in den Generalausſtand zu treten.
* London, 18. Juli. Beiden Parteien
angehö=
rige Parlamentsmitglieder der Londoner Wahlkreiſe
arbeiteten Vorſchläge zur Streikbeilegung
auf der Grundlage der unverzüglichen Rückkehr zur
Ar=
beit, Berückſichtigung der Beſchwerden und
Wiederein=
ſtellung der Streikenden aus. Das Streikkomitee
ver=
wahrte ſich in Erwiderung darauf entſchieden dagegen,
daß irgend welche Perſonen ſich ſelbſt dazu aufwerfen,
den Arbeitnehmern, ohne mit ihnen beraten zu haben,
Bedingungen zu ſtellen, die deren Intereſſen
zuwider=
liefen. Das Komitee erklärt die Vorſchläge für einen
hinterliſtigen Verſuch, die Arbeiter zur Wiederaufnahme
der Arbeit ohne Anerkennung der
Transportarbeiterver=
einigung zu zwingen und fügt hinzu, die Bedingungen
der Arbeiter ſeien, daß die aus früheren Streitigkeiten
herrührenden Abmachungen innegehalten werden; ſie
würden unter keinen anderen Bedingungen die Arbeit
wieder aufnehmen.
* Liverpool, 18. Juli. Die Dockarbeiter
weigern ſich noch immer, die Arbeit in Birkenhead
wie=
der aufzunehmen.
Marine=Unfälle.
* Paris, 19. Juli. Aus Toulon wurde heute
Nacht ein Gerücht gemeldet, daß während der Manöver
der Mittelmeerflotte in der Nähe von Korſika der
Torpedobootszerſtörer „Cavalier” infolge eines
Zuſam=
menſtoßes entzwei geſchnitten worden und der
größte Teil der Mannſchaft ertrunken ſei. Im
Mini=
ſterium erklärte man, keinerlei diesbezügliche Nachricht
erhalten zu haben, die man aber bis auf weiteres für
unwahrſcheinlich hält. Nach einer Meldung des Petit
Journal hätte ſich im Laufe der Flottenmanöver ein
Un=
fall ereignet, bei dem 4 Matroſen getötet worden
ſeien.
* Gijon. 18. Juli. Der Torpedobootszerſtörer
„Terror” erlitt, als er ſich auf der Reede der
auslau=
fenden königlichen Jacht „Giralda” als Begleitſchiff
an=
ſchloß, einen Maſchinendefekt, wobei 6 Perſonen
verletzt wurden. — Eine andere Meldung lautet: An
Bord des Torpedobootszerſtörers „Terror”, der die
königliche Jacht „Giralda” begleitete, wurden durch
Ex=
ploſion eines Keſſelrohres 6 Matroſen ſchwer
ver=
letzt.
Vermiſchtes.
* Die Zentralauskunftsſtelle für
Auswanderer in Berlin W. 35. Am Karlsbad
Nr. 10, hat im zweiten Vierteljahr 1912 (1. April bis
30. Juni) in 4969 Fällen Auskunft an
Auswanderungs=
luſtige erteilt und zwar in 4053 Fällen ſchriftliche und
in 916 Fällen mündliche. Beantwortet wurden
insge=
ſamt 6580 Anfragen über die verſchiedenen
Auswan=
derungsgebiete. Davon bezogen ſich 3062 auf die
deut=
ſchen Kolonien und zwar auf Deutſch=Südweſtafrika
1015, Deutſch=Oſtafrika 573, Kamerun 162, Togo 43,
Sa=
moa 93, Kiautſchou 44, Deutſch=Neuquinea 67, die
Karo=
linen, Palau und Marianen 9, auf die afrikaniſchen
Kolonien im allgemeinen 185 uſw. Unter den fremden
Auswanderungsgebieten ſteht Argentinien mit 761
An=
fragen an der Spitze; dann folgen Süd=Braſilien mit 390,
die Vereinigten Staaten von Amerika mit 366, Kanada
mit 314, Chile mit 181, Mittel=Braſilien mit 130,
Bra=
ſilien im allgemeinen mit 99. der Südafrikaniſche Bund
mit 43, England mit 42, die Türkei und Queensland mit
je 41, Meriko mit 38, Uruguay mit 33, Niederländiſch=
Indien und China mit je 31, Paraguay mit 30,
Boli=
vien mit 29, Marokko mit 28, Neu=Südwales mit 26,
Rußland mit 24, Japan mit 22. Spanien mit 21,
Vik=
toria und Peru mit je 20, Britiſch=Indien, Frankreich und
Rumänien mit je 18, Nord=Braſilien und Aegypten mit
je 16, die Schweiz und Neuſeeland mit je 15, Italien
mit 14, Weſt=Auſtralien mit 13, Venezuela mit 12,
Oeſterreich=Ungarn, Säd=Auſtralien und Haiti mit je 11
und Guatemala mit 10. Der Reſt verteilt ſich auf
Ko=
lumbien, Coſtarica, Ecuador, Honduras, Kuba,
Nicara=
qua, Panama, San Domingo, San Salvador, Weſt=
In=
dien, Zentral=Braſilien, Abeſſinien. Algier, Belgiſch=
Kongo, Britiſch=Oſtafrika. Britiſch=Weſtafrika.
Franzö=
ſiſch=Kongo, Franzöſiſch=Weſtafrika, die Goldküſte, die
Kanariſchen Inſeln, Liberia, Portugieſiſch=Weſtafrika,
Spaniſch=Weſtafrika, Süd=Nigerien, Tripolis. Tunis,
Franzöſiſch=Indien. Perſien, die Philippinen, Siam.
Si=
birien, die Straits Settlements, Tasmanken, die
Geſell=
ſchaftsinſeln. Belgien, Bulgarien, Dänemark,
Griechen=
land, die Niederlande, Norwegen. Portugal. Schweden,
Serbien uſw. Von den 3060 Anfragenden, die ihr
Al=
ter angaben. waren 375 weniger als 20 Jahre, 2020
zwi=
ſchen 20 und 30. 491 zwiſchen 30 und 40, 144 zwiſchen 40
und 50, und 30 über 50 Jahre alt, und von den 3864
Frageſtellern, die Angaben über ihren Perſonenſtand
machten, waren 2908 ledig, 937 verheiratet und 19
ver=
wittwet. Nach dem Berufe waren unter den
Anfragen=
den am ſtärkſten die Kaufleute, Handwerker und
Land=
wirte vertreten.
Von den Anfragenden bezeichneten ſich 264 als
mit=
tellos, während über 1500 zum Teil über recht erhebliche
Summen verfügten; z. B. 82 über 10000 Mark, 34 über
15000 Mark, 30 über 20000 Mark, 13 über 25000 Mark,
31 über 30000 Mark, 24 über 50 000 Mark, 3 über 80000
Mark, 17 über 100000 Mark uſw. bis zu 300000 Mark
hinauf. Von den Anfragen kamen aus Preußen 2962
und zwar aus Brandenburg mit Berlin 1191, aus der
Rheinprovinz 382, Schleſien 224, Weſtfalen 214,
Hanno=
ver 202, Sachſen 166, Pommern 81, Weſtpreußen 72 und
Hohenzollern 1. An der Spitze der übrigen
Bundesſtaa=
ten ſteht das Königreich Bayern mit 380, es folgen
Sach=
ſen mit 368, Hamburg mit 221, Baden mit 158,
Würtem=
berg mit 153, Heſſen mit 58, Elſaß=Lothringen mit 51,
Mecklenburg=Schwerin mit 42, Braunſchweig mit 37,
Bremen mit 33, Oldenburg mit 26, das Großherzogtum
Sachſen mit 25, Sachſen=Koburg und Gotha mit 24,
Heſſen=Naſſau 119, Schleswig=Holſtein 118, ſſPoſen 103,
Sachſen=Meiningen mit 22, Anhalt mit 17 und Reuß j. L.
mit 13. Aus den deutſchen Kolonien kamen 20
Anfra=
gen, aus dem Auslande 312, davon 156 aus Oeſterreich=
Ungarn, 49 aus der Schweiz, 14 aus England, je 13 aus
Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika,
12 aus Luxemburg uſw. Die Zentralauskunftsſtelle für
Auswanderer erteilt koſtenlos ſchriftliche und mündliche
Auskunft.
* Eine Ueberſchwemmung Europas durch
Braſilianer iſt in den letzten Wochen zu bemerken,
die darauf zurückzuführen iſt, daß gegenwärtig durch einen
Konkurrenzkampf zwiſchen den Dampferlinien der Preis
für die Ueberfahrt von Braſilien nach Deutſchland im
Zwiſchendeck auf etwa 35 Mark geſunken iſt. Unter den
Gäſten fallen beſonders die deutſchen Anſiedler aus den
braſilianiſchen Südſtaaten Rio Grande do Sul, Santa
Catharina, Parana und Sao Paulo auf, ſonnengebräunte
knorrige Geſtalten, die die Gelegenheit wahrgenommen
haben, der alten Heimat einen Beſuch abzuſtatten. Es ſind
Leute darunter, die 30 und 40 Jahre lang Deutſchland
und ihre deutſchen Verwandten nicht geſehen haben. Alle
ſind ſie voll von Begeiſterung für ihr altes Vaterland.
Beſonders hübſch kam dieſe Anhänglichkeit zum Ausdruck
bei einem Beſuch einiger Braſilianer in den Räumen der
Deutſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung in Hamburg=
Groß=
borſtel. Sie hatten in einer braſilianiſchen Zeitung
ge=
leſen, daß die Stiftung es ſich in letzter Zeit beſonders zur
Aufgabe gemacht hat, die Deutſchen im Auslande mit
guten Büchern zu verſorgen, in der Erkenntnis daß dies
eines der wirkſamſten Mittel iſt, die Landsleute in der
Fremde mehr mit der Heimat, mit dem Denken und
Dich=
ten des Vaterlandes zu verknüpfen. Viele der Koloniſten
haben noch ſchwer um ihre Exiſtenz zu kämpfen und kein
Geld, ihren Bücherhunger zu ſtillen. Aus den
entlegen=
ſten Winkeln aller Erdteile laufen faſt täglich Geſuche um
koſtenloſe Lieferung von Büchern bei der Stiftung ein.
Wer mithelfen will zur Erhaltung des Deutſchtums im
Auslande, der kann es alſo, indem er Mitglied der
Deut=
ſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung twird. Der
Mindeſt=
beitrag für das Jahr iſt 2 Mark, wofür auch noch ein
ge=
bundenes, literariſch wertvolles Buch umſonſt geliefert
wird. Man verlange Proſpekte von der Kanzlei der
Stif=
tung in Hamburg=Großborſtel.
Literariſches.
Die Erforſchung der Pole. Von Prof.
Dr. G. Braun. Mit Abbildungen und Karten. Theod.
Thomas Verlag, Geſchäftsſtelle der Deutſchen
Natun=
wiſſenſchaftlichen Geſellſchaft, e. V., Leipzig, Königſtr. 3.
Preis 1 Mark, geb. 1,60 Mark. Gerade zur richtigen
Zeit, in der die Welt deirch die Nachrichten von
Amund=
ſens Erfolgen in Spannung gehalten wird, erſcheint
die=
ſes treffliche Buch, in dem der Verfaſſer, der nach
lang=
jähriger Tätigkeit am Inſtitut für Meereskunde in
Ber=
lin jetzt als Profeſſor an die Univerſität Baſel berufen
wurde, in aller Kürze aber doch bemerkenswerter
Voll=
ſtändigkeit ein hochintereſſantes Bild von den
unſäg=
lichen Schwierigkeiten bietet, welche die kühnen Forſcher
bis zur Erreichung ihres Zieles zu überwinden hatten.
— „Berlin für Kenner!‟ Ein packender Titel
— und ein Buch dahinter, das hält, was dieſer Titel
ver=
ſpricht. Welcher Berliner hat nicht ſchon einmal den
Wunſch geäußert, ſein Berlin wirklich einmal kennen zu
Eugen Bracht=Ausſtellung.
In Eugen Bracht, dem Künſtler, hat man vor
wenigen Wochen, als er den Tag feierte, da er nach dem
ſchönen Bibelwort in ſeines Erdendaſeins letztes
Dezennium eintrat, den Menſchen geehrt weit und breit.
Sein Name war in aller Munde und mit Wehmut mag
der große Künſtler ſich jener Tage erinnert haben, die
mehr wie ein Menſchenalter zurücklagen; der Tage, die
vor der Zeit ſeines Ruhmes lagen, da dem
Kunſtbegei=
ſterten ein hartes Geſchick Pinſel und Palette aus der
Hand nahmen und ihn ein Jahrzehnt hindurch zu
pro=
fanem Broterwerb zwang. Damals ahnte er wohl
nicht, daß zu ſeinem 70. Geburtstag Könige ihm
Ehr=
ung erwieſen, und Tauſende, die ſeine Kunſt erfreute
und erhob, ihn umjubelten.
Es war ein glücklicher Gedanke, aus Anlaß dieſer
Feier in Darmſtadt, das des Künſtlers zweite Heimat
geworden war und mit dem ihn noch heute rege
Bezieh=
ungen eng verbinden ſein Lebenswerk zu einer
Ausſtel=
lung zu einen und damit zugleich ein Werk zu ſchaffen,
gleich bedeutungsvoll für die Kunſt überhaupt und für
Darmſtadt im beſonderen, wie einzig in ſeiner Art. Der
Dank dafür gebührt in erſter Linie der „Freien
Ver=
einigung Darmſtädter Künſtler” deren
Ehren=
mitglied Eugen Bracht iſt und die mit dieſer ebenſo
einzigartigen wie ſinnigen Ehrung des Meiſters ſich
ſelbſt in erſter Linie ehrt.
Die Eugen Bracht=Ausſtellung, die ſämtliche Räume
des ſtädtiſchen Ausſtellungsgebäudes auf der
Mathilden=
höhe füllt, wird heute mittag durch den Großherzog
er=
öffnet werden. Sie war den Vertretern der Preſſe
be=
reits geſtern nachmittag zu einer Vorbeſichtigung
zu=
gänglich. Was der erſte flüchtige Rundgang vor allem
überzeugend darlegt, iſt die Tatſache, daß dieſe
Ausſtellung von über 400 Werken eines Künſtlers weit,
weit mehr gibt als einen Ueberblick über dieſes Einen
Schaffen, daß ſie ein Stück Kunſt, ein ganzes
umfang=
reiches Kapitel Kunſtgeſchichte widerſpiegelt. Daß
die=
ſes einen Künſtlers Schöpfungen eine Geſchichte von der
Entwickelung der deutſchen Malerei ſchrieben, die
über=
zeugender die innere Notwendigkeit dieſer „
Entwickel=
ung” dartut und ein grelleres Licht auf die Gründe dazu
wirft, als alle Literatur. Es ſpricht aus dieſer Fülle
von Bildern, die ja nur eine Ausleſe bilden und
nume=
iſch bei weitem nicht das Lebenswerk Eugen Brachts
erſchöpfen, eine eminente Schaffenskraft, die ihre
kern=
hafte Friſche bewahrte bis ins Greiſenalter, ja die den
Künſtler noch in einem Alter, da andere ausruhend und
rückblickend wohl ihres Lebens Früchte überſchauen, einen
völligen Umſchwung in der Technik, wie die deutſche
Ma=
lerei des letzten Jahrzehnts unter dem Einfluß des
Im=
preſſionismus ihn gehen mußte, mitmachen ließ, ſodaß
ſeine Bilder aus neuerer Schaffensperiode anmuten nicht
wie die eines Künſtlers, der vor über 1½ Jahrzehnten
ſchon auf der Höhe ſeines Ruhmes ſtand ſondern wie
die eines Künſtlers jüngſter Zeit. Das iſt ganz die
moderne, lockere, breite Technik, die ſich ſein
hervorragen=
des Farbentalent und ſein ſtets aufs Monumentale,
Grandioſe gerichtetes Naturſchauen untertan gemacht. Und
wenn auch nicht alle Werke aus dieſer jüngſten Epoche
die vergangener Perioden an künſtleriſchem Wert
über=
ragen, einige ſie wohl kaum erreichen, ſo iſt es doch
be=
zeichnend, daß ihr mindeſtens eins angehört, das
unbe=
ſtreitbar zu den beſten und künſtleriſch wertvollſten der
ganzen Ausſtellung gehört, das ſind die im Ehrenſaal
hängenden „Eichen am Meeresſtrand‟. Ein bei aller
Schlichtheit im Vorwurf ganz wunderbar gemaltes Bild
das allein genügen würde, ſeines Schöpfers
Meiſter=
ſchaft zu dokumentieren.
Weitere Einzelheiten ſeien der eingehenden
Be=
ſprechung nach der Eröffnung vorbehalten. Wer die
letzten Darmſtädter Ausſtellungen beſucht hat, dem iſt die
Wandlung in dem Schaffen des Meiſters nicht unbekannt
geblieben, wenigſtens dann nicht, wenn er ſein
bedeu=
tendſtes Werk, das ihn auf dem Höhepunkte ſeines
Kunſt=
könnens aus der älteren — richtiger vielleicht mittleren
— Epoche zeigte, das unſerem Muſeum zur Zierde
ge=
reichende „Geſtade der Vergeſſenheit” kannte und mit
Recht als Charakteriſtikum Eugen Brachtſcher Malerei
einſchätzte. Dieſes wunderbare Bild, grandios in der
Auffaſſung und meiſterhaft in der erſchöpfenden
Cha=
rakteriſierung des Vorwurfs. Die einſam ragenden
Felſenrieſen irgendwo an einem gottverlaſſenen Stück
Strand am toten Meere, hinter deren von kalter Sonne
Strahlen vergoldeten Gigantenhäuptern der Blick ſich
verliert in weite düſtere Fernen und an deren
ſteiner=
nem Fuße ſich einſame Wellen brechen. Wellen, die im
Laufe der Jahre des Meeres Opfer hier ans Geſtade
ſpülten, deren Knochen und Schädel nun bleichen und ein
erſchütterndes Memento mori dem Beſchauer zuraunen.
Das packt und hält den Blick und ſchlägt den Beſchauer
in Bann in gleichem Maße durch den Vorwurf wie durch
die meiſterhafte Löſung des Kolorits, durch die ſcharf
be=
tonende Zeichnung. Wer dieſes Bild mit den „Eichen
am Meeresſtrand” oder mit dem „Monte Roſa” aus
jüngſter Zeit vergleicht, dem konnten Zweifel kommen,
daß beide Werke der gleichen Hand des Schöpfers
ent=
ſtammen, wenn eben nicht beide als Brachts
Meiſter=
ſchöpfungen unverkennbar wären durch die gleiche Art
des Schauens und der grandioſen Auffaſſung der Natur
und die unvergleichlich ſouveräne Beherrſchung des
Kolo=
rits, der Farbengebung, die trotz der Verſchiedenheit der
Technik in beiden Werken den Meiſter verrät.
Mit Recht hat die Hängekommiſſion den Ehrenſaal
in erſter Linie repräſentativ geſtaltet und auf
künſtle=
riſche Geſamtſtimmung eingeſtellt, wenn auch dadurch
das Prinzip durchbrochen werden mußte, chronologiſch
den künſtleriſchen Entwickelungsgang des Meiſters
vor=
zuführen. Außer den genannten Eichen hängt im
Ehren=
ſaal u. a. noch ein im Kolorit ganz eigenartiges großes
„Jeruſalem” das die im Sonnenlicht liegende heilige
Stadt faſt in ihrer ganzen Ausdehnung in einem von
zahlloſen Kirchen und Tempeln unterbrochenen Blick
über die Dächer zeigt; das ſchon genannte „Monte Roſa”,
ein Bild von wunderbarer Farbenpracht, der ſchon
be=
kannte „Otzberg” ein herrliches Stück aus dem
Kranich=
ſteiner Park und einige andere heimatliche Motive, ein
paar Wüſten= und Wald=Landſchaften uſw ſämtlich aus
ſeinem modernen Schaffen. Im nächſten Raume hängt,
den Blick des Beſuchers ſofort feſſelnd, das von
Reinhold Martin Kuntze gemalte Porträt des
Mei=
ſters mit weiteren Bildern aus neuerer Zeit und dann
führen die einzelnen Kojen und Säle chronologiſch
zu=
rück bis zu den im letzten Raum im Hochzeitsturm in
einem ſtimmungsvollen Biedermeierzimmer
aufgehäng=
ten Jugendwerken des Meiſters. Vorher macht der
Be=
ſucher mit ihm ſeine Reiſen durch die weiter duftenden
Heidelandſchaften, durch den Orient, ins Hochgebirge und
an die Riviera. Die Ergebniſſe der einzelnen
Studien=
reiſen ſind zuſammengehängt und zeigen ſo klar die
Ent=
wickelung der Malerei Brachts, wenn man aus dieſen
Einzelgruppen heraus wieder das Ganze einheitlich
betrachtet.
So viel, das lehrt auch der flüchtige Rundgang, iſt
ſicher, daß „Darmſtadt 1912” wieder eine Ausſtellung iſt
von hohem Reiz für den künſtleriſchen Laien und von
be=
ſonderer Bedeutung Gir unſere geſamte deutſche Malerei.
M. St.
Seite 6
Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
lernen, welcher Fremde nicht gewünſcht, etwas von dem
richtig typiſchen und originellen Berlin unter guter
Führung zu ſehen und dann des Nachts das in aller
Welt gerühmte prickelnde Berliner Nachtleben kennen zu
lernen. „Berlin für Kenner” erfüllt dieſe Wünſche in
geradezu idealer Weiſe; es iſt ein köſtlicher „Bärenführer
bei Tag und Nacht durch die Reichshauptſtadt” (Verlag
von Boll und Pickardt, Berlin, geb. 2 Mark). Wer mit
dieſem Führer Berlin geſehen hat, der erſt iſt in der Tat
ein Kenner geworden.
— Wider die Sprachverderbnis Ein
Beitrag zur Wahrung des Standes der deutſchen Sprache.
Mit einem Wortverzeichniſſe von Otto Briegleb.
Preis 2,50 Mark. Verlegt bei A. Haſert und G. zu
Bors=
dorf bei Leipzig. Wider die Verfallserſcheinungen in
unſerer Sprache, ganz beſonders aber wider die
gewalt=
ſamen Eingriffe in die Sprachformen iſt die vorliegende
Schrift gerichtet. Sie wendet ſich an alle die, in denen
die Mutterſprache noch lebendig iſt, denen ſie mehr gilt
als willkürliche Augenblickslaunen einer Mode; ſie will
ſie ermutigen, das zu wahren und zu hegen, was an
Sprachformen in ihnen lebt, und, um volkstümlich zu
reden, ſich hierin nichts weismachen zu laſſen. Der
bil=
lige Preis von 2,50 Mark ermöglicht es jedem, dem an
der Erhaltung unſeres Sprachgutes gelegen iſt, ſich das
Werk anzuſchaffen.
Griebens Reiſeführer, Band 138:
„Die Bayeriſche Rheinpfalz” 2. Auflage.
Preis 2 Mk. Verlagsbuchhandlung Albert Goldſchmidt.
Berlin W. 35. Die Ausgabe zeichnet ſich nicht nur durch
größte Genauigkeit und Sachlichkeit in der Bearbeitung
aus, ſondern vor allem auch durch den gegenüber der
erſten Auflage um mehr als 60 Seiten verſtärkten Text.
Dieſe Maßnahme wird von allen Benutzern des Buches
freudig begrüßt werden, denn durch den weiteren
Spiel=
raum, den der Verlag dem Verfaſſer bswilligt hat, war
es möglich, ſowohl innerhalb der bereits früher
behan=
delten Landesteile Ausführlicheres, insbeſondere
in=
bezug auf Ausflüge uſw., zu bringen, als auch ganz
neue Touren einzufügen.
— Krawall, Erzählungen von Ludwig Thoma.
Als unbeſtrittener Meiſter der politiſchen und ſozialen
Satire iſt Ludwig Thoma längſt den Deutſchen bekannt
und vertraut. Mit vernichtendem Hohne und
ſouverä=
nem Humor geißelt er ſeit Jahren die großen und
klei=
nen Schwächen der Geſinnungsheuchelei, des Strebertums
und aller falſchen Moral. Von ſeinen Bauern= und
Lausbubengeſchichten iſt eine Reihe der luſtigſten in
die=
ſem Bande vereinigt. Verlag von Ullſtein und Co.,
Berlin SW. 68.
Muſik.
Muſik für Alle. Webers Oberon, ſein
Schwa=
nengeſang, dürfte in ſeiner muſikaliſchen Bewertung in
nichts ſeinem Hauptwerk, dem „Freiſchütz”, nachſtehen.
Das ſoeben erſchienene neueſte Heft der „Muſik für Alle‟
bringt dieſes Meiſterwerk, das nur wegen der großen
Aus=
ſtattungskoſten nicht ſo viel wie der „Freiſchütz” auf dem
Spielplan der Bühnen vertreten iſt. Die Hauptſzenen
fin=
den wir in dem Oberon=Heft der „Muſik für Alle”
Zwi=
ſchen den einzelnen Muſikſtücken iſt wieder eine
Erläuter=
ung des Inhalts der Oper gegeben. Das Heft iſt ebenſo
wie das Freiſchütz=Heft zum Preiſe von 50 Pfg. in allen
Buch= und Maſikalienhandlungen, ſowie direkt vom
Ver=
lage Ullſtein u. Ko., Berlin SW. 68, Kochſtr. 23-24, zu
be=
ziehen.
Zur Repertoirennot der Opernbühne heißt ein
Ar=
tikel in Heft 16 der Neuen Muſikzeitung, worin
der Redakteur Oswald Kühn neben einem allgemein
orientierenden Ueberblick über die heutige Lage der
deut=
ſchen Opernbühne für Hans Pfitzners Bearbeitung von
Marſchners Templer und Jüdin aus Anlaß der
erfolg=
reichen Straßburger Aufführung warm eintritt. Aus
dem reichhaltigen Heft ſeien noch erwähnt ein Aufſatz
Max Regers Heim in Meiningen, ſowie Muſikaliſches
aus den Briefen J. V Widmanns und eine Skizze des
Sängers Battiſtini (mit Bild). Heft 17 bringt eine
Fort=
ſetzung der in Fachkreiſen Aufſehen erregenden
Artikel=
ſerie „Die Pſychologie der muſikaliſchen Uebung” von
Nervenarzt Dr. S. Meyer in Danzig; weiter
Fork=
ſetzungen des Briefwechſels Konradin Kreutzers mit
Pasqué und eine Betrachtung zum Mannheimer Mahler=
Feſt. Die Muſikbeilagen beſtehen aus Klavierſtücken und
Liedern, als Kunſtbeilage liegt ein Porträt von
Bocche=
rini bei. Verlag von Karl Grüninger in Stuttgart.
Stimmen aus dem Publikum.
Gür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerkei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— „Wäre es nicht möglich, daß zwiſchen
Bismarck=
ſtraße-Dornheimer Weg alsbald ein proviſoriſcher Weg
über das Gebiet des Heſſ. Ludwigs=Bahnhofs hergeſtellt
würde? Der Verkehr des Johannesviertels mit der
Güter=
abfertigung iſt ein ſehr reger und dann würde dadurch
auch der Weg zum Hauptbahnhof weſentlich abgekürzt.
Vielfach beklagt wird das Fehlen von Ruhebänken vor dem
neuen Bahnhof, beſonders in der Nähe der neuen
An=
lagen. Ferner wäre es dringend erwünſcht, daß der
Dorn=
heimer Weg und das Gebiet um die Güterabfertigung
herum endlich einmal von dem vielen Sand und Staub
gereinigt würde. Beim geringſten Wind werden
Staub=
wolken aufgewirbelt, die einem jeden Ausblick benehmen
und das geſchäftstreibende Publikum, das an der
Güter=
abfertigung zu tun hat, in Gefahr bringen, überfahren zu
werden. Außerdem wäre es dringend erwünſcht, daß der
erwähnte Bezirk ebenſo gründlich mit den Waſſerfäſſern
be=
fahren und beſpritzt würde, wie dies am Hauptbahnhof
geſchieht.”
Die angrenzenden Hausbeſitzer und Mieter der an
der Ecke der Soder= und Beckſtraße gelegenen Wirtſchaft
haben ſ. Zt. an das hieſige Großh. Polizeiamt eine
Ein=
gabe gerichtet, und darin über den durch den Betrieb der
genannten Wirtſchaft verurſachten ruheſtörenden Lärm
Beſchwerde geführt. Da damals ein Wechſel in der
Per=
ſon des Wirtes bevorſtand, ſo iſt in der Eingabe
gleich=
zeitig auch gebeten worden, demſelben die Konzeſſion zum
Betrieb der Wirtſchaft im Vorgarten nicht zu erteilen.
Dieſelbe iſt aber trotzdem erfolgt. Ob bei dieſer
Entſchei=
dung die erwähnte Eingabe in Erwägung gezogen wurde,
wiſſen wir nicht. Nun iſt es bezüglich der abendlichen
Ruheſtörung heute nicht beſſer geworden. Wir hoffen und
erwarten nunmehr beſtimmt, daß die berufenen Organe
mit aller Entſchiedenheit dafür ſorgen, daß die in Betracht
kommenden Bewohner nach des Tages Mühe und Arbeit
in ihrer unentbehrlichen Nachtruhe nicht in der
empfind=
lichſten Weiſe fernerhin geſtört werden.
— Obwohl es mir widerſtrebt, Eingeſandts zu
ſchrei=
ben, ſo drückt mir doch ein ſchreiender Mißſtand die Feder
in die Hand. Das Objekt, um welches es ſich dreht, iſt der
Platz auf dem früher die Merckſche Fabrik ſtand, und von
der Riedlinger= Lindenhof=, Stift= und Adolf=Spieß= ꝛc.
ſtraße umgeben iſt. Es iſt ſchwierig, zu ſchildern, in welch
furchtbar verwahrloſtem Zuſtande ſich dieſer Platz befindet.
Jeder, der etwas wegzuwerfen hat, bringt es dort hin.
Wenn auf all dieſen Unrat die Sonne brennt, dann
ver=
breitet ſich dort ein ſehr würziger Duft. — Während der
Meſſe iſt benannter Platz eine einzige große
Bedürfnis=
anſtalt. Auch wird er zu dieſem Zwecke tagtäglich von
einer großen Anzahl böſer Buben benutzt. Benannte junge
Herren ſorgen auch für die nötige Unterhaltung der
An=
wohner. Fragt man ſich nun, wie wäre hier zu helfen
ſo erſcheint einem als einzig richtige Löſung, daß die
Teich=
hausſtraße ſowohl als auch die Adolf=Spießſtraße
unver=
züglich geöffnet werden. Iſt dann das große Gebiet in
Stücke geteilt und richtig eingefriedigt, ſo verſchwinden all
dieſe Mißſtände von ſelbſt. Abhilfe tut hier dringend not
und wäre es wünſchenswert wenn von maßgebender Seite
aus hier recht bald und gründlich eingegriffen würde.
F. K.
Welch eine hochgradige Mißſtimmung im
Johan=
nesviertel über die Verſchlechterung der elektriſchen
Bahn=
verbindung nach dem Hauptbahnhof herrſcht, zeigen die
vielen Zuſchriften an dieſer Stelle. Durch eine Kurve am
Rheintor wäre zu erreichen, daß die Wagen, wenigſtens
vorerſt, bis eine andere vorteilhaftere Löſung gefunden
iſt, direkt nach dem Hauptbahnhof fahren würden.
Da=
durch könnte vor allem das läſtige Umſteigen und oft
lan=
ges Warten bei Wind und Wetter an dieſer zugigen Stelle
am Rheintor vermieden werden. Ferner wäre dann auch
mit einer beſtimmten Fahrzeit zu rechnen. Jetzt kommt es
vor, daß man, da der Anſchlußwagen ſchon überfüllt iſt,
auf den nächſten Wagen warten muß und auf dieſe Weiſe
den Zug verſäumt. Sicherer iſt es deshalb, man geht zu
Fuß. Wer nach dem Bahnhof will, iſt auf eine auf
Mi=
nuten ſtimmende Beförderung angewieſen. Der Bahnhof
iſt in jeder Stadt der geeignete Endpunkt einer
Trambahn=
linie und es iſt jedenfalls ohne Beiſpiel in allen Städten,
daß eine Trambahnlinie ca. 3 Minuten vor dem Bahnhof
dieſen liegen läßt, um in die Stadt zu fahren. Wer weiter
wie Schloß in die Stadt will, muß ja doch umſteigen,
ſo=
daß nach der inneren Stadt dieſe gewiß nicht teuere
Aende=
rung keine Verſchlechterung wäre. Wegen dem
zweimali=
gen Umſteigen mit der grünen Linie? Was Frankfurt mit
ſeinem großen Muſterbetrieb geſtattet und fertigbringt,
das ſollte doch auch hier möglich ſein. Nur gehört dazu
etwas praktiſcher verkehrsfreundlicher Wille, der frei
iſt von jedem bureaukratiſchen, ſich über die Wünſche des
Publikums hinwegſetzenden Geiſte.
Zur Kriſis in der Türkei.
* Der Rücktrit des türkiſchen Miniſteriums hat ſchnell
die Berechtigung des Zweifels erhärtet, den wir am 16.
dieſes Monats inbezug auf die Frage zum Ausdruck
brachten, ob das Vertrauensvotum der Kammer und die
Ernennung Mahmud Mukhtar Paſchas zum
Kriegsmini=
ſter die türkiſche Kriſis beendigen werde. Man weiß jetzt,
daß durch beide Vorgänge die Kriſis nicht einmal für das
Kabinett, geſchweige denn für das jungtürkiſche Komitee
und die Türkei ſelbſt beigelegt worden iſt. Nach den
vor=
liegenden Meldungen ſcheint die albaniſche Frage den
wahren Grund der Kriſis zu bilden. Kenner der
Ver=
hältniſſe ſind der Anſicht, daß die bisherige Methode der
militäriſchen Zwangsmittel gegen Albanien nicht mehr
durchführbar iſt, ſeitdem der italieniſch=türkiſche Krieg der
Türkei andere militäriſche Aufgaben ſtellt. Andererſeits
gilt die albaniſche Forderung der Autonomie ſchon
des=
halb als unerfüllbar, weil ſonſtige Landesteile der Türkei
dieſelbe Forderung erheben würden, deren
Verwirklich=
ung den Zerfall des osmaniſchen Reiches bedeutete.
Hof=
fentlich gelingt es bald die richtigen Männer zu finden,
die einen gangbaren Mittelweg zwiſchen der bisherigen
Methode und den übertriebenen albaniſchen Forderungen
einſchlagen.
* Konſtantinopel, 18. Juli. Ueber die
Be=
dingungen die Mahmud Mukhtar an die
Ueber=
nahme des Kriegsportefeuilles knüpfte, laufen
verſchiedene Gerüchte um. Nach einer glaubwürdigen
Verſion verlangte Mukhtar die Aufhebung des
Belager=
ungszuſtandes und eine allgemeine Amneſtie, die ſich auch
auf die Albanerchefs und die Würdenträger des alten
Regimes erſtrecken ſollte, ſowie die Zurückziehung der in
Albanien befindlichen Exveditionstruppen. Der
Miniſter=
rat ſoll den Bedingungen Mukhtars anfangs günſtig
gegenüber geſtanden haben. Später entſtanden aber
im Schoße des Miniſterrates
Meinungsverſchieden=
heiten, die die Ernennung Mukhtars in Frage ſtellten.
Schließlich mußte das Kabinett demiſſionieren.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Die
Jungtür=
ken haben die Hoffnung auf ein neues Kabinett Said
noch nicht aufgegeben. Der Einfluß des Komitees bei
Hofe iſt vorderhand unerſchütterlich. Man hofft, die
alba=
niſche Frage durch die Entſendung von Delegierten zu
löſen.
* Uesküb 19. Juli. Das nach Albanien
ent=
ſandte Militär iſt mit den Albanern einer Geſinnung.
Falls die noch zu erwartenden 12 Bataillone, wie die
Albaner es wiſſen wollen, auf ſeiten der Aufſtändiſchen
ſtehen, werden die albaniſchen Forderungen noch weiter
als bisher gehen, andernfalls ſind blutige Kämpfe
un=
vermeidlich.
Zum Krieg um Tripolis.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Heute früh um
1,30 Uhr haben acht italieniſche
Torpedo=
boote die Dardanellen angegriffen. Die
Feſtungswerke erwiderten das Feuer. Zwei
Torpedo=
boote ſollen geſunken, ſechs beſchädigt worden ſein.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Depeſchen von den
Dardanellen meldeten nachts eine Kanonade, die bei
dem Forts von Kumkaleh ſtattfinde. Nach einem
Ge=
rücht ſoll es ſich dabei um eine Aufſtandsbewegung der
türkiſchen Armee oder Marine gehandelt haben. Einem
anderen Gerücht zufolge wären fünf italieniſche
Torpedo=
boote in vergangener Nacht um ein Uhr vor Kumkaleh
er=
ſchienen. Das Forts hätte das Feuer eröffnet, das nach
einer Stunde eingeſtellt wurde.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Infolge des
An=
griffs der Italiener auf die Dardanellen fand
ein Miniſterrat ſtatt, der die ganze Nacht dauerte.
Nach dem Miniſterrat teilten die Miniſter mit, daß
Tew=
fik Paſcha das Großweſirat angenommen habe.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Wie verſichext
wird beſchloß der Miniſterrat, die Dardanellen
vollſtändig zu ſüerren.
* Konſtantinopel, 19. Juli. Die
Schlie=
ßung der Dardanellen wird dementiert. Die
Pforte faßte noch keinen Beſchluß. Man verſichert, daß
ſie vorläufig auf die Schließung verzichte. Hier geht das
noch unbeſtätigte Gerücht um, daß die italieniſche Flotte
heute morgen die Dardanellen wieder angriff.
H. B. Wien, 19. Juli. Auf der hieſigen
italieni=
ſchen Botſchaft bezweifelt man die Richtigkeit
der Meldung aus Konſtantinopel, wonach eine Kanonade
zwiſchen den Dardanellen=Forts und den
italie=
niſchen Schiffen ſtattgefunden haben ſoll. Man glaubt,
daß es ſich um einen Verſuch der Beeinfluſſung der
öffent=
lichen Meinung handelt. — Der Neuen Freien Preſſe wird
noch zu der Kanonade der italieniſchen
Tor=
pedoboote auf die Dardanellen=Forts
gemel=
det: Ein Befehl des Kriegsminiſteriums hatte bereits die
Aufmerkſamkeit darauf gelenkt, ſtrenge Wachſamkeit auf
alle Punkte der Meerenge zu üben. Infolgedeſſen waren
alle Offiziere und Mannſchaften auf ihren Poſten und bei
den Geſchützen. Dem Ikdam zufolge heißt die Batterie,
welche die zwei italieniſchen Torpedoboote zum Sinken
gebracht haben ſoll, Soghanlitderek.
* Wien, 19. Juli. Der italieniſche Abgeordnete
Benedetto Cirmeni erklärt in der Neuen Freien
Preſſe, in der Lage zu ſein, die
Friedensbedin=
gungen Italiens bekannt zu geben. Italien
ver=
lange die Anerkennung der vollen Souveränität über
Tripolitanien und die Cyrenaika, würde jedoch
einwil=
ligen, daß der Friede geſchloſſen werde, ohne daß im
Vertrag ausdrücklich geſagt wird, daß die Türkei auf
dieſe Souveränität verzichtet. Die Autorität des Kalifen
werde aufrecht erhalten, die Freiheit des
mohammedani=
ſchen Kultus geſichert, die Moslim mit den übrigen
Be=
wohnern politiſch und bürgerlich gleichberechtigt. Der=
Name des Sultans als Kalif werde in den öffentlichen
Gebeten der Moslim ausgeſprochen, die ſeine Autorität
anerkennen, die Rechte der frommen Stiftungen geachtet,
ebenſo aber auch die religiöſe Freiheit der Snuſſi.
Ita=
lien bezahle den Wert der in den annektierten Gebieten
befindlichen Krongüter und erkläre ſich bereit, den
ent=
ſprechenden Teil der osmaniſchen Staatsſchuld zu
über=
nehmen. In die Aufhebung der Kapitulationen willige
es nur in dem Falle, daß andere Mächte gleichfalls
ein=
willigen. Es ſei bereit, noch andere Zugeſtändniſſe von
geringerer Wichtigkeit zu machen, wenn die Türkei die
Feindſeligkeiten ſofort einſtelle.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Frankfurt a. M., 19. Juli. Auf die Huldigung.
des Deutſchen Schützenbundes hat Prinz
Heinrich von Preußen aus Hemmelmark
folgen=
des Telegramm geſandt: Aufrichtig dankend für Ihre
bei meiner Ankunft geſtern abend erhaltene Depeſche
wiederhole ich, wie tief ich gerührt wurde von der
pa=
triotiſchen Geſinnung des Deutſchen Schützenbundes, dem
ich von nun an mein volles Intereſſe auch weiter
zu=
wenden werde. Ich wünſche dem Feſte weiter den beſten
Verlauf und dem Schützenbund eine weitere erſprießliche
Tätigkeit für die Feſtigung unſeres teuren Vaterlandes.
Gruß dem Schützenbund. Prinz Heinrich, Protektor.
* Wiesbaden, 19. Juli. Die auf einer
Deutſchlands=
reiſe befindlichen Mitglieder des deutſch=
ameri=
kaniſchen Lehrerbundes wurden heute vormits
tag im Veſtibül des Kurhauſes von Oberbürgermeiſter
von Ibell begrüßt und ſpäter von der Stadt bewirtet.
Abends findet zu Ehren der Gäſte ein Gartenfeſt im
Kurgarten ſtatt.
* Kiel, 19. Juli. Das Torpedoboot G. 112 kam
geſtern abend bei einem Nachtangriff vor den Bug von
S. M. S. „Heſſen” und wurde in der Nähe des hinteren
Turmes gerammt. Hierbei ſind leider auch drei
Mann ums Leben gekommen. Es ſind dies der
verheiratete Maſchiniſt Schachtſchneider, deſſen
Frau in Rüſtringen bei Wilhelmshaven wohnt, der
Ma=
troſe Böſchen aus Ueberſtedt und der Heizer
Pfeif=
fer aus Jena. Das beſchädigte Boot wurde nach Kiel
geſchleppt.
* Petersburg, 19. Juli. Prinz Waldemar
von Preußen traf heute vormittag aus Moskau hier
ein. Er wurde am Bahnhof mit den Mitgliedern der
deutſchen Botſchaft, ſowie dem ihm zugeteilten
Flügel=
adjutanten Grafen Grabbe empfangen. Der Prinz
be=
gab ſich in das Winterpalais.
H. B. Berlin, 19. Juli. Die Ernennung des
Kronprinzen zum Oberſten wird, wie verlautet,
erſt im Herbſt erfolgen, und zwar bei der Uebernahme
des Königsberger Grenadier=Regiments Kronprinz. Der
Königsberger Aufenthalt ſei vorläufig auf ein Jahr
be=
rechnet. Wahrſcheinlich werde aber der Kronprinz ſchon
früher nach Potsdam zurückkehren und bereits zum
Re=
gierungsjubiläum des Kaiſers zum General befördert
werden, um in Potsdam oder der Provinz eine Brigade
zu führen.
— Berlin, 19. Juli. Heute vormittag ſtürzte der
bei den Bauten auf der Muſeumsinſel beſchäftigte
Mau=
rer Paul Metzger aus Schöneberg aus einer Höhe von
etwa 8 Meter herab Er fiel auf einen eiſernen Träger
und ſtarb auf dem Transport zum Krankenhauſe.
Geſtern abend drangen drei Einbrecher mittels
Nachſchlüſſel in das Verwaltungsgebäude von Siemens
und Halske am Askaniſchen Platz, überfielen den
Wäch=
ter, ſchlugen auf ihn ein und ergriffen auf deſſen
Hilfe=
rufe die Flucht. Einer iſt verhaftet.
H. B. Frankfurt a. M., 19. Juli. Der 34jährige
Kellner Ludwig Waldſchmidt aus Gladenbach der
am 24. November 1910 in einem Laden der Bergerſtraße
die Filialleiterin Eliſe Maier ermordete, der für
geiſteskrank erklärt und in der Irrenanſtalt Her= interniert war, iſt dort ausgebrochen.
— Münſter, 19 Juli. Während eines Konzertes im
Schloßgarten wurden geſtern abend 3 Damen vom
Blitz getroffen. Zwei wurden tödlich, eine
leichter verletzt.
— Bremen, 19. Juli. In der Baumwollbörſe wurde
der Kaufmann Knoop, Inhaber der Baumwollfirma
Knoop und Foberas, von einem herabfallenden
Geſimsſtück verletzt und fiel bewußtlos
zu=
ſammen.
H. B. Breslau, 19. Juli. Wegen
Waſſer=
mangel iſt die Oderſchiffahrt von der Neiße=
Mündung bis Breslau ſeit geſtern eingeſtellt
wor=
den. Zahlreiche Kähne ſitzen feſt. Auch unterhalb
Bres=
lau iſt bei weiter anhaltender Trockenheit die
Einſtel=
lung der Schiffahrt in beträchtliche Nähe gerückt.
H.B. Rom, 19. Juli. Das Befinden des
Papſtes, der viel unter der großen Hitze leidet, die
gegenwärtig über Rom lagert, läßt immer noch zu
Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
wünſchen übrig. Infolgedeſſen ſind einſtweilen ſämtliche
Audienzen beim Papſt abgeſagt. Eine ernſte Feier wird
morgen ans Anlaß des 9. Todestages Leo XIII. im
Vatikan veranſtaltet, der auch der Papſt beizuwohnen
gedenkt.
— Brüſſel, 19. Juli. Infolge Verſagens der
Brems=
vorrichtung fuhr bei Epinua das Automobil des
Kauf=
manns Flemming in den Chauſſeegraben. Die
In=
ſaſſen wurden herausgeſchleudert. Flemming erlitt
ſchwere innere Verletzungen, ſeine Gattin und
der Chauffeur wurden ſchwer verletzt, das Automobil
zertrümmert.
— Genf, 19. Juli. Bei einer Bootfahrt auf dem
Genfer See iſt der Student Löninger, ein Sohn des
Polizeirats Löninger in Kaſſel, ertrunken.
Seike V.
Briefkaſten.
Streitende in der Kette. Der älteſte
Ge=
ſangverein Darmſtadts iſt der Mozartverein. Der
Liederzweig ſteht im 58. Vereinsjahre. Die Harmonie
ſteht im 29. Vereinsjahre.
E. R., hier. Die nächſten Heidelberger
Schloß=
beleuchtungen finden ſtatt am 28. Juli, 6. Auguſt und
7. Oktober.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Mitteleuropa liegt tiefer Druck, der in unſerem
Gebiet nach vorausgegangenen Gewittern Regenfälle
brachte. Auf der Rückſeite des Tiefs wehen kühle
Nord=
winde, die ein Fallen der Temperaturen in
Weſtdeutſch=
land veranlaßten, im Oſten werden noch ziemlich hohe
Wärmegrade verzeichnet. Morgen haben wir noch mit
wolkigem, kühlem Wetter und zeitweiſen Regenſchauern
zu rechnen.
Ausſichten für Samstag, den 20. Juli 1912:
Wolkig, zeitweiſe noch Regenſchauer, kühl.
Es will mir nicht schmecken,
ſagt mancher in der heißen Jahreszeit, ich
habe keine Luſt zum Eſſen. Dieſen wird
Scotts Emulſion eine Wohltat ſein,
denn, angenehm ſchmeckend und leicht
ver=
daulich, regt ſie die Eßluſt kräftig an, ſo
daß auch an heißen Tagen das Eſſen wieder
ſchmeckt. Es iſt der Hauptvorzug von
Scotts Emulſion, ſich im Sommer
eben=
ſo leicht einnehmen zu laſſen, wie in der
kühleren Zeit.
(315645
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen
verkauft und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur
in verſiegelten Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke
(Fiſcher mit dem Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
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pulv. 2.0. Waſſer 1290 Alkohol 11,0. Hierzu aromatiſche
Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl je 2 Tropfen.
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n aufopfernder Liebe unterlaſſen junge Mütter zur
Sommerszeit die ihnen ſo nötige Erholungsreiſe,
weil ſie einen Milchwechſel fürchten. Hier hilft Neſtle’s
Kindermehl aus jeder Verlegenheit, da es mit
Waſſer gekocht, allerorts eine gleichmäßige, keimfreie,
kräftigende und ſehr leicht verdauliche Nahrung ergibt,
welche die gefährlichen Brechdurchfälle und Diarrhoen
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Familiennachrichten.
Statt beſonderer Anzeige.
Geſtern abend ſtarb unſere gute Mutter
Frau uch. Fmahzrar Eildcck
im 83. Lebensjahre.
(15688
Die Beerdigung findet Sonntag
nach=
mittag 4 Uhr, von der ſtädtiſchen
Friedhofs=
kapelle aus, ſtatt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Lindeck,
Wilhelm Lindeck.
Darmſtadt, den 19. Juli 1912.
Hochſtr. 57.
Für die Beweiſe herzlicher Teilnahme, ſowie
für die zahlreichen Blumenſpenden, insbeſondere
dem Beſſunger Bürgerverein, bei dem uns ſo
ſchwer betroffenen Verluſte ſagen wir unſeren
innigſten Dank.
(B15737
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Peter Hubel.
Darmſtadt, 19. Juli 1912.
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 3—5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
Frei=
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Tageskalender.
Samstag, 20. Juli.
Eröffnung der Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathildenhöhe.
Sommernachtfeſt des Mozartvereins um 8 Uhr im
Saalbau.
Akademiſches Turnz und Sportfeſt: Feſtarr
um 8½ Uhr im Hörſaal 326 der Techniſchen Hochſchule.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher Hof
um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Die
Kaiſerzuſammenkunft in Baltiſchport; zu den
Olympi=
ſchen Spielen in Stockholm; der Düſſeldorfer Hafen,
vom Luftballon aus geſehen; die ruſſiſche Fürſtin
Tſchakowsky, die das Pilotenexamen beſtand.
Sonntag, 21. Juli.
Vortrag von Leutnant a. D. von Herff um 4½ und 8½
Uhr Waldſtraße 18.
Vortrag von Prediger Dölken um 9½ Uhr
Mauer=
ſtraße 17.
Akademiſches Turn= und Sportfeſt: Turneriſche
und ſportliche Wettkämpfe von 8—12 und 3—7 Uhr auf
dem Sportplatz des Fußballklubs „Olympia” (
Heidel=
bergerſtraße). — Kommers um 8½ Uhr im „Kaiſerſaal”
Sommerffeſt des Geſangvereins „Melomanen” im
Hotelreſtaurant „Zum Löwen” zu Zwingenberg.
Sommerfeſt des Geſangvereins „Harmonie” um 4 Uhr
im „Schützenhof”.
Sommerfeſt der Geſellſchaft Wartburg Kranichſtem
um 4 Uhr bei Gaſtwirt Nicklas.
Sommerfeſt des Zimmerſchützen=Vereins „Freiſchütz”
im „Fürſtenſaal” zu Griesheim.
Volksfeſt des Heſſiſchen Odenwaldvereins Darmſtadt
um 4 Uhr auf dem Arheilger Mühlchen.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 4 und 8 Uhr. — „Perkeo” um 4 und 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 22. Juli.
Bauplatz=Verſteigerung des Chriſtoph Simon
(Innere Ringſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Kurſe vom 19. Juli 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
3f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
do.
80,10
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,20
3½ do. Conſols . . . 89,90
80,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,10
do.
3½
85,75
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,30
88,20
do.
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 100,10
4 Heſſ. Staatsanleihe 100,20
4 do. do. (unk. 1918) 100,50
88,10
do.
3½
do.
77,90
3
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,20
4 Württemberger v. 1907 100,10
do. v. 1875 95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
¾ Griechen v. 1887 54,30
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 91,00
4 do. Goldrente . . . 96,25
4 do. einheitl. Rente 87,80
3 Portug, unif. Serie I 63½
3. do. unif. Ser. III 66,50
3 do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 101,60
4 do. v. 1890 . . 96,00
do. v. 1905 . . 91,79
. 90,25
4 Ruſſen v. 1880 .
. 90,80
do. v. 1902
.100,40
do. v. 1905
3½ Schweden .
94,75
4 Serbier amort. v. 1895 85,40
Türk. Admin. v. 1903 82,00
Türk. unifiz. v. 1903 89,30
Ungar. Goldrente . . 91,10
da. Staatsrente . . . 88,70
In Proz.
Zf.
.101,00
5 Argentinier
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe .
4½
93,80
do.
4½ Japaner . . .
. 94,40
5 Innere Mexikaner . . . 95,20
3
60,00
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,40
5 Gold=Mexikaner
101,00
3 Buenos Aires Provinz
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
142,00
5 Nordd. Lloyd . . . . . 118,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,75
8 Baltimore und Ohio . 108,10
6½ Schantungbahn . . . 130½
6½ Luxemb. Prince Henri 158,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,25
6 Pennſylvania R. R. . 121,40
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
.519,00
14 Chem. Fabrik Gries=
259,25
heim . . .
30 Farbwerke Höchſt . . 647,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . .
10 Cement Heidelberg . . 151,50
30 Chem. Werke Albert 460,40
12½ Holzverkohlung Kon=
..319,00
ſtanz
. . . .125,80
4 Lahmeyer
ßte
In P
Divid.
7½Schuchert, Nürnberg 160,50
12 Siemens & Halske . 240,00
5 Bergmann Electr. . . 141,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,10
0 Gummi Peter . . . . 124,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 126,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 544,75
10 Maſchinenf. Badenia
6 Wittener Stahlröhren 217,00
8 Steana Romana Petr. 142,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 236,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel .
. . . 223,75
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 121,00
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 189,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 233,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
. 173,70
10 Gelſenkirchener . . . . 191,50
8 Harpener
. . . 187,25
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 263,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
. 81,75
4 Laurahütte . . . . . . 171,75
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 197,00
1
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,70
4 Franz=Jofefs=Bahn
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,20
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn 94,20
do.
78,60
3
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,75
In Proz.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 77,00
do.
53,60
3 Raab=Oedenburg
76,70
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,50
4 Ruſſ. Südweſt.
88,90
4½ Moskau=Kaſan
96,70
do.
4 Wladichawchas
89,00
4 Rjäſan Koslow.
3 Portugieſ. Eiſenb.
74,00
do.
90,00
24/10 Livorneſer . . . . 68,30
3 Salonique=Monaſtir . 63,60
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,75
4 Miſſouri=Pacific.
71,40
.100,00
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific
95,25
5 St. Louis und San
Francisco.
87,75
98,70
5 Tehuantepec . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 197,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
. . 150,75
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,50
6½ Darmſtädter Bank . 122,00
12½ Deutſche Bank .254,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,00
10 Diskonto=Kommandit 185,40
8½ Dresdener Bank . 153,75
9½ Frankf. Hypoth.=B. 201,00
½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,00
Pfälziſche Bank . . . . 128,75
5.86 Reichsbank. . . . 135,00
7 Rhein. Kreditbank. . 135,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 125,40
7½ Wiener Bankverein . 135,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,30
B. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,10
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
4
do.
88,00
4 Hefſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
89,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
. 99,80
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—28 .
. . . 99,90
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 89,20
S. 3—5 .
89,00
S. 9—11
89,10
4 Meininger Hyp.=Bank 99,20
do.
8½
88,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pi. 99,90
do.
½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . —
8½ do.
4 Frankfurt.
*§ 100,20
8½ do.
93,80
4 Gießen
99,00
8½ do.
91,00
4 Heidelberg
99,00
8½ do.
88,30
-
4 Karlsruhe
8½ do.
89,00
4 Magdeburg
99,10
3½ do.
4 Mainz
99,00
3½ do.
90,00
4 Mannheim
99,20
3½ do.
88,60
4 München
99,00
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
100,00
3½ do.
-
4 Offenbach . . . . . .
In Pro?
3½ Offenbach
7 100,30
4 Wiesbaden
3½ do.
4 Worms .
98,50
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 „ 79,50
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 109 172,00
3½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100 74,50
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,30
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,50
3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 159 137,70
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912=
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Inli 1912.
Nummer 169.
Was man beim Hport trägt.
Bearbeitet und mit Abbildungen verſehen von der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden=N.
Wohl nirgends findet die Kunſt, ſich korrekt zu kleiden,
ſoviel Würdigung wie beim Sport. Das mag wohl
da=
her kommen, weil korrekt hier mit zweckmäßig
gleich=
bedeutend, Zweckmäßigkeit aber Anfang und Ende aller
Sportkleidung iſt. Dieſe Zweckmäßigkeit wäre nun
aller=
dings recht nüchtern, proſaiſch und langweilig, wenn die
Mode nicht immer wieder mit allerlei Mittelchen verſuchte,
ihr von Zeit zu Zeit ein neues Mäntelchen umzuhängen.
So iſt es in dieſem Sommer vor allem eine Farbe,
durch die der moderne Sportanzug den Stempel 1912
erhalten ſoll: das leuchtende Rot, das nicht
nur für alle Raſenſports, ſondern auch für
Ruder= und Jachtkoſtüme, für die bisher
Marineblau und Weiß als geheiligte
Tradi=
tion gegolten, nun der Gipfel aller Smartneß
iſt. Selbſt rote Reitjacken wiſſen ſich als
ultraſchick einzuführen, wenngleich ſich gerade
bei ihnen der Gedanke an Maskerade nicht
ganz von der Hand weiſen läßt. Dieſes
kräftige Rot wird faſt immer mit Weiß,
beim Waſſerſport aber mit Dunkelblau
zu=
ſſammengeſtellt, woraus ſich beſonders hübſche
Effekte ergeben. Man trägt es, wie auch
Weiß, vor allem in Friſé, jenem
badelaken=
artigen Modeſtoff, der in Baumwolle für
den Sommerſport das iſt, was Ratiné für
den Winterſport bedeutete. Große weiße
Holzkugelknöpfe, ſowie ein roter
Lackleder=
gürtel dürfen dazu nicht fehlen, wenn ſolch
ein weißes Friſé=Tennisdreß mit ſeinen roten
Aufſchlägen und Paſſepoils den Gipfel der
Eleganz darſtellen ſoll. Für heiße Tage
twählt man zum Tenniskoſtüm allerdings
beſſer eine loſe Batiſtbluſe mit Halbärmeln,
wie ſie unſern hübſchen Anzug Nr. 6500
ervollſtändigt. Die Bluſe iſt in ausſpringende
ſund bis zum Gürtel laufende Fältchen
ab=
igenäht, während ſich um den Hals ein
ge=
ſſtickter paſſenartiger Kragen legt. Dem
Halbärmel iſt ein breiter Längsſtreifen
auf=
geſetzt, der unter dem Kragen verſchwindet.
Flott und jugendlich iſt auch der fußfreie
Rock aus weißem Leinen, zwiſchen deſſen
lbeiden Bahnen an jeder Seite ſchmale
ein=
ſgeſetzte Teile ſichtbar werden, die nach oben
eine der Vorderbahn angeſchnittene Patte
ſabſchließt. Die Tennishüte gefallen ſich in
ſüdweſter=
ähnlichen Formen, die, aus Leinen oder Friſé, gleichfalls
gern mit rot garniert werden und auch beim Golf völlig
korrekt ſind. Hier ſteht die Strickjacke noch immer in
Gunſt, wenn auch beſonders anſpruchsvolle Damen ſelbſt
hier der Mode Konzeſſionen machen und zum weißen
Cheviotrock eine hochrote Tuchjacke tragen, die ihr
ſport=
liches Gepräge lediglich durch ſchlichte Machart darzutun
ſucht. Das typiſche Golfkoſtüm aber kann ſeine
angel=
ſächſiſche Herkunft weder in Stoff noch in Machart
ver=
leugnen; aus derbem engliſchen Stoff wird der fußfreie,
mäßig weite Rock meiſt durch eine Norfolkbluſe
vervoll=
ſtändigt (ſ. Abb. 1971), die, gleichviel ob mit kurzem oder
langem Schoß, ihre Zweckmäßigkeit und Kleidſamkeit
ſchon durch Jahre hindurch bewieſen. Und ſolange die
Mode nicht einen beſſeren Einfall hat, wird man dieſer
Form auch treu bleiben.
Mehr Abwechſelungsmöglichkeiten ſind der Touriſtin
und Bergſteigerin geboten, wobei freilich auch
Ent=
gleiſungen (Salontirolertum!) nicht ausgeſchloſſen ſind.
Heute trägt die elegante Frau (für die Loden ein längſt
Modell Nr. 19053.
Modell Nr. 1971.
Modell Nr. 6500.
überwundener Standpunkt iſt!) ein Sportkoſtüm aus
grauem gerippten Sammet (aus dem man übrigens
ſchon lange Sportbeinkleider herſtellt), das, mit grünen
Ledervorſtößen und Knöpfen garniert, ebenſo praktiſch
wie haltbar — ſein ſoll. Nur eignet ſich eben nicht jede
Form für dieſes Material. Immerhin könnte es auch
zu unſerem ſchicken, für die Berge beſtimmten Anzug
(Modell Nr. 19053) Verwendung finden, der, aus
eng=
liſchem Diagonalſtoff, mit Ledervorſtößen und
Horn=
knöpfen ausgeſtattet war. Die kurze halbloſe Jacke hat
einen abgerundeten Schoß und bogige Ziernähte, die die
Seitenteile wie eingeſetzt erſcheinen laſſen. Der glatte,
kurze Fünfbahnenrock kann an der linken Seite unten
offen bleiben oder mit Knöpfen geſchloſſen werden. Für
das unerläßliche Sportbeinkleid aus Wollſtoff kann man,
falls der Rock nicht ausgezogen und Wert auf möglichſte
Schlankheit gelegt wird, die enge Breechesform wählen,
im allgemeinen dürfte jedoch die mäßig weite
Reform=
hoſe bevorzugt werden, die oben glatt anliegend, ſich
auch ohne Rock ſehen laſſen kann. Dagegen iſt die weite,
faltige Rockhoſe längſt ad acta gelegt.
Für den Ruderſport hat man neben
blau und weiß gehaltenen Waſchkoſtümen
aus Leinen und Pikee marineblaue
Cheviot=
kleider, die, aus Rock, Bluſe und Jackett
beſtehend, mit ihren roten Matroſenkragen
und rotgeſtickten Marineabzeichen hochapart
wirken, beſonders wenn ſie durch einen aus
Lederringen gebildeten Sportgürtel
vervoll=
ſtändigt werden, den vorn ein roter, zur
Schleife gebundener Wollſchal
zuſammen=
hält. Nicht weniger patent ſehen die glatten
Matroſenbluſen aus blauem Friſé aus,
die, mit Schoß gearbeitet und an der linken
Seite mit großen weißen Kugelknöpfen
ge=
ſchloſſen, zu einem glatten, gleichfalls ſeitlich
geknöpften Rock aus dem gleichen Stoff
getragen und durch einen Lackledergürtel
vervollſtändigt werden.
Für Autofahrten bringt die Induſtrie
als Neueſtes Koſtüme aus Kautſchuk=Alpaka,
der den Vorzug hat, völlig
ſtaubundurch=
läſſig zu ſein. Bei ihnen beſteht der
ſtaub=
ſichere Abſchluß am Hals, Aermeln und
Rock in weit übereinander zu knöpfenden
Teilen, die den Rock unten ſackartig
ab=
ſchließen. Bemerkenswert an den Aermeln
ſind die angeſchnittenen Halbhandſchuhe,
über die die eigentlichen Handſchuhe gezogen
werden. Der hochzuſchlagende Kragen iſt mit
Einknopfvorrichtung für die Kappe verſehen.
Und nun ein Wort über den Anzug für
den jüngſten Sport, dem die Zukunft
ge=
hört: die Luftſchiffahrt! Iſt man auch hier
noch nicht zu einem völlig befriedigenden
Endreſultat gelangt, ſo hats doch die
Er=
fahrung gelehrt, daß der Rock hier völlig
ausgeſchloſſen und an ſeine Stelle Beinkleid und hohe
Gamaſchen treten. Eine langſchößige Jacke mit langen,
engen Aermeln ſchützt den Oberkörper, während den
Kopf am beſten eine Kappe mit Augen= und
Ohren=
ſchutz umſchließt. Das Koſtüm für dieſen aufregendſten
und teuerſten Sport muß bequem, leicht und vor allem
warm ſein, da bei der wechſelnden Temperatur mit allen
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Gute Exiſtenz.
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Stadt an kautionsfähige Leute
ab=
zugeb. Für Bäcker u. Metzger ſehr
geeianet. Off. u. C 62 a. d. Exp. (*1617
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
30 88.
Samslag, 20. Zuſt.
1912.
An die Schuverſtinde des Kreiſes.
Sie wollen die Schulverwalter Ihrer Schule darauf aufmerkſam machen, daß
die nächſte Definitorialprüfung in Darmſtadt am 28. Oktober 1912 beginnt. Die
Meldungen hierzu ſind mindeſtens 3 Monate vorher mit dem geſetzlichen Stempel.
und den vorſchriftsmäßigen Belegen bei uns einzureichen.
Ferner wollen Sie die nachſtehende Bekanntmachung den Lehrern und
Lehrer=
innen Ihrer Schule mitteilen.
Darmſtadt, den 18. Juli 1912.
Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Für die im laufenden Schuljahr abzuhaltenden Lehrerprüfungen uſw. werden
die nachſtehenden Termine feſtgeſetzt:
1. Erweiterte Prüfung zu Darmſtadt
2. Dezember 1912
2. Prüfung iſrael. Religionslehrer zu Darmſtadt
9. Dezember 1912
3. Entlaſſungsprüfung am Seminar Alzey
. 20. Januar 1913 u.
10. Februar 1913
. 28. Januar 1913
Friedberg
17. Februar 1913
Bensheim
Lehrerinnen=Seminar Darmſtadt 24. Februar 1913
7. Pädagogiſcher Kurſus
. 10. März 1913
8. Prüfung der externen Lehrerinnen am Seminar zu Darmſtadt 3. März 1913
9. Zeichenlehrerprüfung an der Kunſtgewerbeſchule zu Mainz 14. April 1913
10. Definitorial=Prüfung der Schulamts=Aſpiranten zu
Darm=
ſtadt .
. 28. Oktober 1912 u.
14. April 1913
11. Aufnahmeprüfungen an den Seminaren und Vorſeminaren 13. März 1913
Meldungen zu dieſen Prüfungen ſind rechtzeitig — mindeſtens 3 Monaten vor
den Terminen — mit dem geſetzlichen Stempel und den vorſchriftsmäßigen Belegen
bei den zuſtändigen Stellen einzureichen.
(15694
Darmſtadt, den 20. Juni 1912.
Großherzogliches Miniſterium des Innern,
Abteilung für Schulangelegenheiten.
J. V.: Dr Scheuermann.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 12. Juli 1912.
(15644a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.: Dr. Reinhart.
Inſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 23. Juli bis 19. Augnſt 1912.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Tag
Truppenteil
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
23. Juli Dienstag
1050 V.
24. Juli Mittwoch
z. 1 1200 M
Ueber das ganze
25. Juli Donnerstag 1 Feldartillerie
1200 M.
Abſperr=Gelände
26. Juli 1 Freitag
1200 M.
27. Juli 1 Samstag
1200 M.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß von Truppenteilen des
XVIII. Armeekorps am 18., 19., 22., 23., 25., 26., 29., 30. Juli. 1., 2., 5.,
6., 8., 9., 12., 13. Auguſt 1912 von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends Schießen mit
ſcharfer Munition auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach,
Das gefährdete
Gelände=
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schiehzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20.
Sep=
tember 1909).
Darmſtadt, den 19. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(13886a
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Durch die andauernde Hitze können Feuerlöſchgeräte, insbeſondere Spritzen und
Schläuche in ibrer ſofortigen Verwendbarkeit beinträchtigt werden. Wir empfehlen
Ihnen, dafür Sorge zu tragen, daß während der Dauer der heißen Witterung die
Feuerlöſchgeräte regelmäßig angefeuchtet und auf ihre Bereitſchaft geprüft werden.
Darmſtadt, am 18. Juli 1919.
(15620si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Konrad Lautermann in Darmſtadt wurde die Ermächtigung zur Ausbildung
von Kraftfahrzeugführern erteilt.
(15625
Der Starkenburger Bienenzüchterverein beabſichtigt, mit ſeiner am 2. September
1912 zu Bensheim ſtattfindenden Generalverſammlung und Ausſtellung eine
Ner=
loſung von Honig zu verbinden.
Das Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Ver=
anſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 4400 Loſe zu
0,25 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60% des
Brutto=
erlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu
ver=
wenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe in der Provinz Starkenburg iſt geſtattet.
(15669
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China) findet Oktober 1912 ſtatt;
Aus=
reiſe nach Tſingtau: Januar oder Frühiahr 1913, Heimreiſe Frühjahr 1915 bezw. 1916.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). In Tſingtau
wird außer Vöhnung und Verpflegung täglich 6.50 Mark Teuerungszulage gewährt:
die Vierjährig=Freiwilligen erhalten im vierten Dienſtjahre eine Ortszulage von täglich
1 Mk. 50 Pfg. Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom
unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſt=
eintritt auf drei bezw. vier Jahre zu richten an: das Kommando des III.
Stamm=
ſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchon (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1912 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bezw. 1914, Heimreiſe
Früh=
jahr 1915 bezw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64m groß, kräftig, geſunde Zähne,
vor dem 1. Oktober 1803 geboren (üngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwicklung). Bevorzugt werden: Techniker, Elektrotechniker, Monteure, Mechaniker,
Chauffeure Schuſter und Schneider. In Tſingtau wird außer Löhnung und
Ver=
pflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt; die Vierjährig=Freiwilligen
er=
halten im vierten Dienſtjiahre eine Ortszulage von täglich 1 Mk. 50 Pfg. Meldungen
mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden
ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei bezw. vier Jahre
zu richten an: das Kommando der Stammabteilung der Matroſenartillerie
Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
batailon und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheius abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe
nicht gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt
aus=
gefertigt. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
(15624sss
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Anshebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Bund Schlüſſel. 1 Lawntennisball. 1
Automobil=
deckmantel. 1 Knabenmütze. 1 Portemonnaie mit einigem Inhalt.
(15662
4 Schlüſſel an einer Kette. — Zugelaufen: 1 Dackel.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 deutſcher Schäferhund. 1 Pinſcher,
1 Dachshund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
(15675
um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 21. Juli,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Einhörn=Apotheke Kirchſtraße und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr
ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Dienſtmann Heinrich Gräcmann dahier hat ſein Gewerbe
niedergelegt und bittet um Rückgabe ſeiner Kaution. Etwaige
An=
ſprüche an dieſe ſind bis Montag, den 29. Juli lf. Js. vormittags
10 Uhr bei der unterzeichneten Stelle geltend zu machen.
Darmſtadt, den 18. Juli 1912.
(15723
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Fleiſch=u. Wurſtwarent. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (8823
per ½ kg
. 96 Pfg.
Ochſenfleiſch
90
Rindfleiſch
. 100
Kalbfleiſch
. 100 „
Hammelfleiſch
Bruſt . . 60
. 90 „
Schweinefleiſch .
Rippchen, Kammſtück u.
geſalzenes Fleiſch . . 100
Kottelets, geſchnitten . 110
per½ kg
. 120 Pfg.
Speck, geräuchert
.110
Dörrfleiſch
. 120
Schinken m. Bein:
140
Rollſchinken .
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 86
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 90
70
Leber= u. Blutwurſt
Schirmfabrik Schlüter,
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Gelegenheitskauf!
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Mädchen-
u. Kinderstief., ſow. alle Größ.
San-
dalen äuß, bill. zu verk. (14569a
M. Fick, Schuhmacheroi. Holzstr. 24.
Steuer=Erhebung.
Das 2. Ziel der
Gemeinde=
ſteuer für das Rechnungsjahr
1912 iſt, bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis längſtens Ende dieſes
Monats an den Werktagen,
vor=
mittags von 8 bis 12½ Uhr,
hier=
her zu entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 15. Juli 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (15577a
Bekanntmachung.
Samstag, den 27. Juli 1912,
vormittags 10 Uhr.
ſollen die den verſtorbenen
Johan=
nes Haus Eheleuten zu
Darm=
ſtadt zuſtehenden, in der
Gemar=
kung Beſſungen gelegenen
Liegen=
ſchaften:
Flur Nr. qm
I 252 249 Hofreite
Forſt=
meiſterſtraße,
I 253 276 Grabgarten
da=
ſelbſt,
XIII. 229 400 Acker im
krum=
men Jochert,
XIII 230 994 Acker daſelbſt,
zum zweiten und letztenmale in
unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, auffreiwilligen
An=
trag verſteigert werden.
Die Genehmigung kann ſchon
bei Einlegung eines
annehm=
baren Gebotes erfolgen.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (V15486
Zwangsinnung für das Uhrmacherhandwerkzu Darmſtadt
Die konſtituierende Verſammlung muß aus formellen Gründen
wiederholt werden.,
Neuer Termin iſt auf Mittwoch, den 24. ds. Mts., abends
9 Uhr, anberaumt.
Lokal: Reſtauration „Zum Krokodil”, Eliſabethenſtraße 44.
Alle Mitglieder werden zur Teilnahme an der Verſammlung
(15689
hiermit eingeladen.
Darmſtadt, den 18. Juli 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Vergebung von Bauarbeiten
bei dem Umbau des Palmenhauſes und des Warmhauſes II im
Botaniſchen Garten zu Darmſtadt.
Unter Hinweis auf den Miniſterialerlaß vom 16. Juni 1893
und die nachfolgenden Ergänzungen werden nachſtehende Arbeiten
zum Wettbewerb ausgeſchrieben:
1. Erd= und Maurerarbeiten, ca. 58 cbm Mauerabbruch, ca.
25 chm Erdaushub, ea. 20 cbm Backſteinmauerwerk und ea.
44 cbm Cementtünch.
2. Steinhauerarbeiten, ca. 9,80 cbm Mauerabdeckplatten aus
rotem Mainſandſtein.
3. Weißbinderarbeiten, ca. 188 qm Tünch abzuſchlagen, ca.
217 qm Wandtünch, ca. 217 am Kalkfarbenanſtrich und ca.
877 qm Oelfarbenanſtrich.
Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen auf unſerm
Büro, Paradeplatz Nr. 3, vom 22. Juli ds. Js. an, während der
Dienſtſtunden zur Einſicht offen. Auch werden daſelbſt die
Ange=
botsformulare, ſoweit der Vorrat reicht, gegen Erſtattung der
Selbſt=
koſten abgegeben.
Ein Verſand der Formulare nach auswärts findet nicht ſtatt.
Die Angebote ſind bis zum 1. Auguſt ds. Js., vormittags
10 Uhr, vortofrei mit entſprechender Aufſchrift verſehen, an
unter=
zeichnete Behörde einzuſenden, woſelbſt die Eröfnung derſelben in
Gegenwart der etwa erſchienenen Bewerber ſtattfindet. (15707?
Zuſchlagsfriſt 14 Tage.
Darmſtadt, den 19. Juli 1912.
Großherzogliches Hochbauamt Darmſtadt.
(gez.) Diehl.
Ein Acker Hafer auf dem Halm
(B15709
zu verkaufen.
Näh. Ludwigshöhſtr. 50.
1 Morgen Korn auf dem Halm
(*1558
(2 zu verkaufen
Soderſtraße 55, 1. St.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Nummer 169.
Ausführung von Gasanlagen im Innern der
Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=
Anlagen im Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das
Rohrnetz des ſtädtiſchen Gaswerks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie
alle Erweiterungen, Veränderungen und Reparaturen darf nur durck
ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher Bürgermeiſterei
eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter
Beobachtung der hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften
auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
Gebr. Becker Nachf.,
Grafen=
ſtraße 27.
Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
Karl Vohl, Blumenthalſtr. 107.
Lud. Breitwieſer, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 54.
Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
KarlDarmſtädter, Sandbergſtr. 66
W. Eberhardt, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 11.
Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Soderſtraße 49 und 54.
Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a.
Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
Franz Geiger, Karlſtraße 36.
Wilh. Gelfins, Fuhrmannſtraße 6
Jakob Glock, Langegaſſe 9.
Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
Philipp Handſchuch,
Schloß=
gartenſtraße 37.
Ludwig Heppenheimer,
Luiſen=
ſtraße 2.
Wilh. Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
Balth. Ittmann, Liebfrauenſtr. 89.
Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
Karl Kämmerer, Parcusſtraße 10.
Gg. Kaiſer, Rheinſtr. 5.
Rob. Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
Georg Keil, Eliſabethenſtr. 36.
Auguſt Keller, Dieburgerſtr. 18.
Adolf Kling, Grafenſtr. 35.
Ludw. Kling & Co., Rheinſtr. 17
Klink & Rettberg, Ludwigspl. 8½
Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
Phil. Kraus Nachf. (Inh. Adam
Bender), Karlſtraße 51.
Hugo Kötting, Liebfrauenſtr. 75.
Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
Ludwig Lautenſchläger,
Neckar=
ſtraße 26.
Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
Ludw. Luck, Heidelbergerſtr. 59.
V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtraße 54.
Phil. Maul, Heidelbergerſtr. 19.
Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117
Aug. Neumeyer Wwe., Große
Ochſengaſſe 22.
Heinr. Ningler, Landwehrſtr. 47.
Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
Heinrich Pauli, Orangerie=Allee7.
Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
F. W. Preußner, Bleichſtr. 40.
Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
Philipp Roth, Mühlſtr. 17.
J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
Karl Tänzer, Marktplatz 7.
Michael Vollrath, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 51.
Hch. Waldſchmidt,
Ludwigshöh=
ſtraße 21.
Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 39.
Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Darmſtadt, den 16. Juli 1912.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
(15572fs
J. V.: Kalbfuß.
Umban der Evangeliſchen Kirche zu Eberſtadt.
Die nachſtehend aufgeführten Arbeiten und Lieferungen ſollen
auf dem Wege der öffentlichen Ausſchreibung vergeben werden.
1. Weißbinder= und Anſtreicherarbeiten,
2. Glaſerarbeiten,
3. Gas= und Waſſerleitungsanlage,
4. Schreinerarbeiten,
5. Pflaſterarbeiten,
6. Schloſſerarbeiten (Anſchlägerarbeiten).
Die mit Preiſen und Namensunterſchrift verſehenen Angebote
ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis zum
29. Juli, mittags 12 Uhr, im Pfarrhaus zu Eberſtadt bei Herrn
Pfarrer Paul abzugeben. Daſelbſt werden auch die
Angebots=
formulare zum Selbſtkoſtenpreis, und zwar am 22., 23. und 24. Juli
vormittags von 8—12 Uhr, abgegeben. Die Zeichnungen liegen zur
genannten Zeit zur Einſicht offen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt am 29. Juli, nachmittags
3 Uhr, in Gegenwart der etwa erſchienenen Bewerber im Rathausſaal.
(15617so
Eberſtadt, den 19. Juli 1912.
Der Kirchenvorſtand:
Die Bauleitung:
Paul, Pfarrer.
Pützer, Profeſſor.
Verſteigerungs=Anzeige.
Dienstag, den 23. Juli I. Js., nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im ſtädt. Pfandlokale, Ludwigshöhſtraß e Nr. 4
da=
hier, öffentlich, zwangsweiſe, gegen Barzahlung
2 Klaviere, darunter 1 Flügel, 2 Kaſſenſchränke mittlerer
Größe, 4 Diwans, 1 Sofa mit 2 Seſſel, 2 Vertikos, 1
mo=
derner Bücherſchrank mit Brockhaus' Konverſ.=Lexikon,
1 goldene Damenuhr mit Kette, 1 Nähtiſchchen ſowie eine
Partie Schreibutenſilien.
Darmſtadt, 18. Juli 1912.
(15579fsi
Dörr, ſtädt. Pfandmeiſter.
Holzverſteigerung!
Dienstag, den 23. cr., vormittags 10 Uhr, verſteigere ich
im Auftrag des Herrn A. Krämer II., Eſchollbrücken, zirka 100 Haufen
Brennholz, Bord, Pfoſten uſw. öffentlich meiſtbietend gegen gleich
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher.
bare Zahlung.
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Haushaltungen, ſowie Nachläſſe, einzelne Möbel uſw.
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Abrechnung kann ſof. nach der Verſteigerung bezw. Verkauf erfolgen.
Weg= u. Umziehenden beſtens zu empfehlen. Beſte Referenzen.
Johannes Krummeck,
Auktionator und Taxator.
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*1559) Heinheimerſtr. 71, 3. St.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hierdurch zur öffentlichen
Kenntnis gebracht:
Ueber den Nachlaß des
Kauf=
manns Johann Heinrich Müller
zu Darmſtadt wird heute, am 17.
Juli 1912, nachmittags 5¾ Uhr, das
Konkursverfahren eröffnet, da nach
den Ermittelungen der Nachlaß
überſchuldet iſt und der
Nachlaß=
pfleger Karl Dechert die Konkurs
eröffnung beantragt hat.
Der Kaufmann Karl Dechert,
Darmſtadt, Landgraf Georgſtr. 64,
2. Stock, wird zum
Konkursver=
walter ernannt.
Konkursforderungen ſind bie
zum 21. Auguſt 1912 bei den
Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des er
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der angemeldeten
Forderungen auf
Mittwoch, 25. September 1912
vormittags 10 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Zimmer Nr. 219, Termin anbe
raumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den
Gemeinſchuld=
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 20.
Sep=
tember 1912 Anzeige zu machen.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts
Darmſtadt I. (15731
En unſer Handels=Regiſter, Ab
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Vereinigte
Kunſtdrucke=
reien, Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung,
Darm=
ſtadt.
Die Geſellſchaft iſt durch
Be=
ſchluß der Geſellſchafter vom 10. Juli
1912 aufgelöſt.
(15647
Die ſeitherigen Geſchäftsführer
Emil Metz und Hans Rußler,
beide in Darmſtadt, ſind
Liqui=
datoren.
Darmſtadt, 13. Juli 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Montag, 22. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Bauunternehmer
Thriſtoph Simon dahier
zuge=
ſchriebenen Grundſtücke:
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Flur Nr.
19795
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Innere
Ringſtraße,
85 Bauplatz
28 88910
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verſteigert werden. (K55/12
Darmſtadt, 20. Juni 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V13452
Bekanntmachung.
Mittwoch, 7. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Kaufmann dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 456//10 104 Hofreite Schloß=
Gartenſtraße
Nr. 9½,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K58/12
Darmſtadt, den 2. Juli 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(V14679
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, 5. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufman Friedrich
Schnatz Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm.
IV 3146/100 442 Hofreite
Hein=
heimerſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K57/12
Darmſtadt, den 4. Juli 1912.
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Offenlegung des auf Grund der neuen
Parzellen=
vermeſſung aufgeſtellten Grundbuchs und der
Parzellen=
karten der Gemarkung Darmſtadt.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das
nach den Ergebniſſen der neuen Parzellenvermeſſung neu aufgeſtellte
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt nebſt den dazu gehörigen
Parzellenkarten auf den Großh. Ortsgerichten Darmſtadt I (Grafenſtr. 30)
und II (Beſſungen, Wittmannſtr. 1) offengelegt worden iſt.
Das Grundbuch umfaßt die ehemaligen Gemarkungen Darmſtadt
und Beſſungen, die Heinrichſtraße bildet die Grenze der beiden
Orts=
gerichtsbezirke im bebauten Teil der Gemarkung.
Die Beteiligten ſind befugt, das Grundbuch während der Zeit
der Offenlegung in den Dienſtſtunden der Großh. Ortsgerichte, d. i.
Bormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr (
aus=
genommen Samstag nachmittag) einzuſehen, auch gegen Entrichtung
der vorgeſchriebenen Gebühr von den Großh. Ortsgerichtsvorſtehern
Grundbuchsauszüge zu verlangen. Auch werden ſie durch letztere auf
die von den Feldgeſchworenen entdeckten Fehler aufmerkſam gemacht
werden.
Allen denjenigen, die ſich bei den Angaben des Grundbuchs
hinſichtlich des Beſitzſtandes und der Größenangaben für beſchwert
erachten, ſteht es frei, binnen einer unerſtrecklichen Friſt von ſechs
Monaten ihre Anſtände entweder auf gütlichem Wege bei den Großh.
Ortsgerichtsvorſtehern, vor die ſie ihren etwaigen Gegner vorladen
laſſen können, zu beſeitigen, und, wenn dieſes nicht von Erfolg iſt,
ihre Anſprüche bei dem für Beſitzſtreitigkeiten zuſtändigen Gerichte
geltend zu mach en. Iſt dieſes Gericht ein anderes als das
unter=
zeichnete, ſo haben ſie davon, daß Letzteres geſchehen, in der gleichen
Friſt Anzeige zu machen. Dieſelbe Anzeige liegt ihnen binnen derſelben
Friſt dann ob, wenn ſie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den
darin eingetragenen Beſitzer eine Beſitzklage erhoben haben.
Nach Ablauf dieſer Friſt wird der Beſitz, wie ihn das
Grund=
buch angibt, in Bezug auf die Perſonen der Beſitzer und die
Größen=
angaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in denen weder
eine gütliche Beſeitigung bei den Großh Ortsgerichtsvorſtehern zu
Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage erhoben und
erforder=
lichenfalls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht
worden iſt.
Die unerſtreckliche Friſt von ſechs Monaten geht mit dem
15. November 1912 zu Ende.
Schließlich wird darauf hingewieſen, daß neben dem Verfahren
zur Legaliſierung des vorbezeichneten auf Grund der neuen
Parzellen=
vermeſſung neu aufgeſtellten Grundbuchs nach dem bisherigen heſſiſchen
Recht gleichzeitig auch das Verfahren zur Anlegung des Grundbuchs
nach dem neuen Recht des Bürgerlichen Geſetzbuchs betrieben werden
wird und der Tag, an dem mit der Anlegung dieſes Grundbuchs
be=
gonnen wird, demnächſt bekannt gemacht wird. Im Hinblick auf
dieſes Anlegungsverfahren wird den Grundeigentümern, die
aus=
quittierte Kaufbriefe oder ſonſtige löſchungsfähige Eigentumsurkunden,
hinſichtlich deren die Löſchung der Eigentumsbeſchränkung noch nicht
erfolgt iſt, in Händen haben und behalten wollen, empfohlen, ſolche
baldtunlichſt dem unterzeichneten Gericht oder den Großh.
Orts=
gerichten I bezw. II zur Löſchung einzureichen, da im
Anlegungs=
verfahren in der Regel eine Löſchung nicht mehr ſtattfindet und die
Kaufbriefe und Eigentumsurgunden zu den Anlegungsakten
zurück=
behalten werden.
Das offengelegte Grundbuch gibt den Stand vom 31. Januar
1910 wieder. Die ſeitdem eingetretenen Veränderungen werden nach
Ablauf der Offenlegungsfriſt gewahrt und ſchon jetzt in dem neuen
Anlegungsverfahren berückſichtigt.
Folg ende Grundſtücke, die für die Bahnhofs=Neuanlagen vom
Staate er worben worden ſind, werden von der Legaliſation vorerſt
ausgenommen:
a) der früheren Gemarkung Darmſtadt;
Flur III Nr. 103110, 229, 259, 260,
229, 228,
28¾/10, 50, 83, 84, 103110, 105, 118¾/10, 1195/10, 120,
„ VII
121, 122, 123510, 124½10, 125, 126,
13, 14,
XI
369/10, 77 bis 82, 84, 85, 85½ 86, 219,
Fir
108¾/10, 1119/10, 112½10, 1291/10, 129½0, 152910
XIx
154¾/10; 1625/10, 165¾/10, 216, 220, 225, 226,
243,
KTIII
161¾10
XXIV
44710, 560/10, 9/10, 124, 125, 129 130, 135 bis 141,
KxV
68¾/10, 126¾/10, 128//10, 129 bis 134,
35/10, 5950
XXVI
134½/10, 135, 136, 136½/10, 137 bis 142, 144, 145,
146, 146½10, 147, 147½/0, 149, 151, 152,
75, 146, 151 bis 157, 235,
XXVII
245½100, 1on, 248/10, 253½10, 259//10, ½, 291½0
XXIK
1o₰ 321710, 3760/10 1o *1o, ¾/1o, 407, 407510,
408 bis 425,
XKx
38½10, *10, 43½10, ¾10, 59, 76½0, 123, 1599100)
KXKIV
269, 271 bis 276, 280 bis 283, 286 bis 289.
270,
KXXV
XXXVI 65/10, ½ 199/10, ¼0 50%/10, 53¾10, 72 bis 77,
„, 8, 12½0, ¾10, 13½10, 14/10, 59½10, *100
„ XXXVII , 6%0,
2129/10, 234 bis 241,
b) der früheren Gemarkung Beſſungen:
Nr. 67,
Flur IX
128, 130,
86 bis 90,
XII
339,
XIII
218 bis 221,
XIV
7.
XXIV
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Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Seite 15.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten.
Hundstage. — Draußen und drinnen. — Eine
Morgen=
wanderung. — Berlin erwacht! — Im Weſten. — Am
Potsdamerplatz. — Im Tiergarten. — Unter den Linden.
An der Zentral=Markthalle. — Auf dem Alexanderplatz.
Berlin iſt erwacht!
„Und die Sonne verſendet glühenden
Brand‟ — diesmal ſind die ſogenannten Hundstage
pünktlich eingetroffen, mit anhaltender Hitze und
Trocken=
heit. Während der letzten Jahre lachten mehrfach im Juli
die Hiergebliebenen ihre fortgewanderten Mitbürger aus,
die, während es in Berlin ſehr mollig war, draußen unter
Wind, Regen und Kälte zu leiden hatten und oft genug
reuevoll vor der abgelaufenen Friſt ihrer Ferien
heim=
kehrten. Das iſt in dieſem Sommer anders, und ſelbſt
viele, die dem Wettergott und dem Geldbeutel nicht recht
trauten, entſchließen ſich jetzt noch, den lähmenden Bann
der heißen Weltſtadt zu verlaſſen.
Wer in dieſen drückenden Wochen friſche Luft ſchöpfen
und ſich Bewegung machen will, der muß ſchon früh
auf=
ſtehen. Und er wird es in doppelter Beziehung nicht
be=
reuen, in geſundheitlicher nicht und nicht in jener, die ſich
auf die Kenntnis ſeiner Heimatſtadt erſtreckt. Denn das
Erwachen Berlins mit hellen, ausgeſchlafenen Augen
zu beobachten, iſt nicht vielen vergönnt, und doch zeigt ſich
gerade dann unſer Spreeathen von einer ganz beſonders
eigenartigen und feſſelnden Seite. Kurz iſt ja nur die
Ruhefriſt, die ſich unſere Weltſtadt gönnt, deren Leben und
Treiben faſt ohne Aufhören unſtet dahinbrauſt und welche
aus ihrer eigenen Raſtloſigkeit ſtets neue Unterhaltung und
Unruhe zu ſchöpfen ſcheint. Wenige Stunden, kaum zwei
bis drei, umfaßt jene Spanne Zeit, in der Berlin in einen
leichten, oft geſtörten Schlummer verſinkt, aus dem es
häufig jäh aufgeſchreckt wird, gleich einem aus wirren
Träumen emporfahrenden Fieberkranken, der zu erregt iſt,
um ſelbſt auf geringe Dauer den nötigen Schlaf zu finden.
Wenn die ſinkende Nacht mit dem beginnenden Tage
um die Herrſchaft ringt, dann iſt der Zeitpunkt da, in
welchem der Pulsſchlag der Hauptſtadt am ſchwächſten
geht, in welchem ihre ſteinernen Glieder nicht mehr oder
noch nicht von dem ungeſtümen Lärm umhallt ſind und
man in entfernteren Teilen, zumal den weſtlichen, an eine
gänzliche Erſtarrung allen Lebens in dem gewaltigen
Häuſermeer glauben könnte. Kaum aber dämmert ein
fahler Lichtſchein im fernen Oſten herauf, ſo ſetzt auch ſofort
wieder kräftiger und überall in kurzem bemerkbarer der
tägliche Kreislauf des weltſtädtiſchen Lebens ein, und
von Minute zu Minute ſchwellen immer ſtärker die Wogen
des Verkehrs und der Arbeit, des Handels und Wandels
an, bis ſie ſich endlich brauſend und brandend mit voller
Macht durch die Straßen ergießen und ſelbſt in die
abge=
legenſten Nebenadern, die ſtillſten Gaſſen und Gäßchen
dringen.
Vier Uhr früh. Still und verlaſſen liegen die
Straßen des Weſtens da, matt trabt der müde Gaul vor
einer Droſchke, deren ſchlafender Fahrgaſt ſich in die
ab=
genützten, im klaren Morgenlicht doppelt ſchäbig
erſcheinen=
den Sammetpolſter zurückgelehnt hat, dahin, überholt von
dem das gelbe Dreirad trampelnden Poſtboten, der die
erſte Leerung der Briefkäſten vornimmt. Hinter dem
ge=
öffneten Fenſter des oberen Stockwerkes eines palaſtartigen
Hauſes brennt noch Licht, und der Wind zerrt die feinen
Spitzengardinen hin und her: vielleicht wälzt ſich ein
Kran=
ker auf den Kiſſen, vielleicht hat der Tod ſoeben huſchend
ſeinen Einzug gehalten oder ein ängſtlich harrender Vater
lauſcht auf den leiſen Schrei eines neuen Weltbürgers —
wenige Sekunden nur beſchäftigen wir uns mit dieſer
Frage, man wird in der großen Stadt ſchnell zum Egoiſten
und hält ſich nicht lange mit Dingen auf, die einen
per=
ſönlich nicht berühren.
Die Potsdamer Straße haben wir jetzt erreicht. Träge
trottet auf dem Damm, auf welchem die Spatzen ſich äußerſt
intereſſiert von ihren nächtlichen Träumen erzählen, ein
Milchwagen dahin, noch einer „von der Väter Art” mit
derben hölzernen Fäſſern und beuligen blechernen Kannen,
die trotz ihrer Zahl und Größe noch für ein Behältnis
Platz laſſen, angefüllt mit allerhand Gemüſeabfällen für
den braven Gaul; letzterer wird leider nicht gelenkt von
dem ſagenhaften Milchmädchen von Schöneberg, er lenkt
ſich ſelbſt, denn ſein biederer Führer lehnt auf dem
Kutſch=
bock in einer Ecke und ſchnarcht derart kräftig und an=
dauernd, daß ſelbſt die hier tätigen
Reinigungsmannſchaf=
ten einen Augenblick ihre Arbeit einſtellen und lächelnd zu
dem friedlich ſchlummmernden Roſſelenker hinüberſchauen.
Aber nur kurz iſt dieſe Raſt, denn dort naht bereits
ſchnur=
rend, ſchnaubend und raſſelnd das ſtaubverſchlingende und
ſtaubaufwirbelnde Walzenauto, welches mit ſeinen
hun=
derten von Bürſten und Beſen die Arbeit der Straßenkehrer
unterſtützt und bei ſeinem Kommen ſchon ſeine Aufgabe
vorfinden will. Nun breitet ſich der Potsdamer Platz
vor uns aus und menſchenleer gähnt uns die von zartem
lichten Schimmer überflutete Leipziger Straße an. Die
Rettungsinſel inmitten des Platzes, ſonſt von brandendem
Verkehr umſtrömt, hat um dieſe Zeit ihren Beruf verfehlt,
einige zum Bahnhofsdienſt eilende Beamte ſtolpern über
ſie hinweg, ein mächtiges gelbes Poſtauto rollt rumpelnd
um ſie herum — das iſt ihre ganze augenblickliche
Um=
gebung. Die Vorhänge an den Fenſtern der ſich hier
er=
hebenden prunkenden Hotels ſind dicht zugezogen, hinter
ihnen ruhen ſich die eiſenbahnmüden Reiſenden aus, von
denen vielleicht der eine und andere erſchrocken und
ver=
wundert von ſeinem Lager auffährt: ein taktmäßiges
Dröh=
nen und Hämmern läßt ſich vernehmen, dort, von der
Königgrätzer Straße her, wo der Aſphalt aufgeriſſen wird
und wo am rotglühenden Feuer des teerumfloſſenen
ſchwar=
zen Rieſenbottichs muskulöſe Männergeſtalten hantieren,
um in Eile die Toilette Berlins zu vervollſtändigen.
Bis zum Tiergarten noch verfolgt uns der Lärm,
dann umgibt uns das Rauſchen der Bäume und ein
viel=
ſtimmiges munteres Vogelkonzert. Ah, wie läßt die friſche
Luft hier die Lungen aufatmen, wie leicht wandelt ſich’s
auf den ſorgſam gepflegten Parkwegen dahin, wie labt ſich
das Auge an dem mannigfachen Grün der Gebüſche, aus
denen weißleuchtend das Goethe=Denkmal emporſteigt, an
den weiten blumengeſchmückten Raſenflächen, auf die das
erquickende Naß herniederſtrömt, denn die Parkwärter ſind
bereits in voller Tätigkeit. Auch einzelne frühe Pärchen
begegnen uns, die, dicht aneinandergeſchmiegt, ſich
ſchein=
bar furchtbar Wichtiges und Geheimnisvolles zu erzählen
haben, denn ſie haben für nichts anderes Blicke, nicht für
jenen alten weißhaarigen Herrn, der, auf ſeinen Stock
ge=
ſtützt, mühſam einherſchreitet und ebenſo mühſam nach
Atem ringt, den er hier leichter erhält, als in ſeiner
be=
nachbarten luxusüberladenen Villa, und nicht für jene
zer=
lumpten, in tiefen Schlaf verſunkenen, ſich gegenſeitig
ſtützenden Geſellen, die eine der entfernteren Bänke
ein=
genommen haben.
Schnell vorbei — die Siegesallee nimmt uns auf, und
zwei Schutzleute, den gelbledernen Revolvergürtel
umge=
ſchnallt, ſcheinen prüfenden Auges die marmornen
Mark=
grafen, Kurfürſten und Könige zu zählen, ob auch alle noch
hübſch in Reih und Glied vorhanden ſind. Von leichtem
goldigen Schimmer iſt die hochtronende Siegesgöttin
um=
geben und funkelnd leuchtet das Kuppeldach des maſſigen
Reichstagspalaſtes, deſſen bronzene Rittergeſtalten wie in
flüſſigem Erz auf den Simſen und Galerien ſtehen. Ein
paar äußerſt vergnügte Herren und Dämchen, die in dieſer
Nacht noch keine Bekanntſchaft mit Morpheus gemacht,
ſtreben den nahen Zelten zu, um dort den Kaffee zu
ſchlür=
fen, und wir ſind überzeugt, ſie werden da genug andere
Schwärmer und Schwärmerinnen finden, iſt’s doch jetzt
„totſchick”, nach den Anſtrengungen eines recht
ausgedehn=
ten Abends hinter den Blumenrabatten jener Reſtaurants
das erſte Frühſtück zu „genehmigen”. Wir aber ſchlagen
eine andere Richtung ein und ſchreiten alsbald durch die
Säulenhallen des ſtolzen Triumphtors Berlins, uns den
„Linden” zuwendend. Der Empfang iſt hier auch noch
recht ſtill, einige leere Möbelwagen raſſeln dahin, und
eiligen Fußes wendet ſich ein weißberockter Zettelankleber
der nächſten Anſchlagſäule zu, haſtig, nachdem er flink den
verfügbaren Raum mit den Augen gemeſſen, die noch
druck=
feuchten Zettel anklatſchend, welche die Vergnügunskarte
Berlins ergänzen, jenes lebensdurſtigen Berlins, das um
dieſe Stunde noch in den Federn liegt.
Denn für die, welche nun in ſtets wachſender Zahl auf
der Bildfläche erſcheinen, ſind ſie nicht beſtimmt, die
Kon=
zerte und Theatervorſtellungen, die mit Rieſenbuchſtaben
angekündigten Sommerfeſte mit Damenkorſo” und die
„faſhionablen Strohwitwerbälle” nicht für jene
Zeitungs=
frauen, die den Ausgabeſtellen der Blätter zuſtreben, nicht
für die pfeifend mit vollen Körben dahinſchurrenden
Bäckerjungen, auch nicht für die Kutſcher der Sprengwagen,
welche die Fahrdämme unter Waſſer ſetzen, und ebenſo
wenig für jene dürftig gekleideten, verrunzelten Weibchen,
die ſich vor den Haustüren einzelner glänzender Reſtau=
rants drängen, um die Ueberreſte der Küchen in Empfang
zu nehmen. Weit offen iſt der Eingang zum Café Bauer,
vor dem gähnend der Pförtner ſteht, während drinnen
eine Reihe von Frauen mit dem Säuberungswerk
be=
gonnen hat: eine von ihnen bückt ſich gerade und
hebt eine grellrote Damenſchleife auf, um ſie gleich
danach raſch wieder verachtungsvoll auf einen der
Diwans zu ſchleudern — vielleicht gedachte ſie ihrer
Tochter, von der ſie ſo lange nichts vernommen,
vielleicht ſtammte gar das bunte Band von jener die hier
noch vor kurzem in übermütiger Geſellſchaft geſeſſen,
wäh=
rend ihre Mutter draußen harrte, bis die letzten Gäſte das
Café verlaſſen! Oder wenigſtens die vorletzten, denn die
letzten ſitzen noch dort an der Wand in einer kleinen Gruppe
bei einigen Gläſern Abſinth, junge Burſchen mit bleichen,
abgelebten Mienen, ſonſt wohl mit geſuchter Patentheit
gekleidet, jetzt mit zerknitterter Wäſche und verwelkten
Blumen im Knopfloch, während Hut und Stock auf dem
Boden liegen.
Raſch wieder hinaus ins Freie. Dort, über dem
Gte=
bel des Zeughauſes wird ein hellroter Schein ſichtbar, und
wenn wir die Schloßbrücke erreichen, ſtrahlt uns der
glühende Sonnenball entgegen, die Wellen der Spree und
die Marmorgruppen der Brücke wie mit bengaliſchem Licht
übergießend und das Reiterdenkmal Friedrich
Wil=
helms III. in einen flimmernden Stahlmantel hüllend.
Bald allein, bald in kleinen Trupps, dann in längeren
Linie hintereinander begegnen uns Arbeiter, zumeiſt
Mau=
rer und Bauhandwerker, die, ihr Arbeitsgerät in blauen
und roten Bündeln tragend, den nächſten Halteſtellen der
Stadt reſp. Hochhahn ſich zuwenden, um ihren „Zug nach
Weſten” anzutreten, wo die angefangenen Bauten ihrer
fleißigen Hände harren. Je weiter wir kommen, das
altersgraue Hohenzollernſchloß hinter uns laſſend, deſto
lebhafter wird es nun. In der Kaiſer Wilhelmſtraße ſind
ſchon verſchiedene Kaffee= und Garküchen, Deſtillationen und
ſonſtige Lokale geöffnet, denn dieſe Gegend um den
„Magen von Berlin” erwacht zuerſt unter allen anderen
Stadtteilen. Kaum fünf Uhr durch, umſpannt ſchon eine
drei= und viergliedrige Wagenburg die koloſſalen Mauern
der Zentralmarkthalle, und immer neue Fuhren langen an,
mit Pferden beſpannte Fleiſcher=, Gemüſe=, Fiſch=, Obſt=
Fuhrwerke, dazwiſchen vielerlei geſtaltete größere und
kleinere Autos. Dumpf dröhnt das Geraſſel der
ein=
laufenden, an beſonderem Bahnſteige haltenden
Eiſen=
bahnzüge, und der ſchrille Pfiff der Lokomotiven verkündet
weithin, daß die Verpflegung der Hauptſtadt für dieſen
Tag im vollſten Gange iſt.
Durch das Gewirr und Geſchwirr gelangen wir zum
Alexanderplatz. Hier ſchauen wir das erwachende
Berlin ſchon in umfangreicher Weiſe: eiligen Schrittes
ſtrömen von allen Seiten Arbeiter dem Stadtbahnhofe zu,
um die erſten Arbeiterzüge nach den Vororten zu benutzen;
an einzelnen Stellen werden an die wartenden
Zeitungs=
verkäufer die flugs zuſammengelegten Pakete verteilt, mit
klingendem Spiel rückt ein Bataillon der Kaiſer=Alexander
zu einer Uebung aus, an dieſem und jenem Geſchäft, das
auf frühe Kundſchaft rechnet, werden die Rolljalouſien
hochgezogen. Eine ganze Zahl von Briefträgern taucht
auf und eilt in verſchiedenen Richtungen den Poſtanſtalten
zu, zwei der bekannten „grünen Wagen” kommen mit ihrer
berüchtigten Fracht einhergeraſſelt und biegen in den Hof
des mächtigen roten Polizeipalaſtes ein, die ſchrillen
Sig=
nale der elektriſchen Straßenbahnen ertönen immer
häu=
figer, während hoch zu unſern Häupten ein Stadtbahnzug
den andern ablöſt. Mit bunten Abzeichen, mit jockeiartigen
farbigen Mützen und papiernen Schärpen verſehen,
ver=
ſammeln ſich die Mitglieder irgend eines Vereins oder
einer der vielen Genoſſenſchaften, die heute „blau” machen,
und beſteigen einen nahe dem Standbilde der Berolina
haltenden blumengeſchmückten Kremſer, der ſie nach dem
Grunewald oder den Geſtaden der Havel führen ſoll;
niedliche adrett gekleidete Verkäuferinnen und
Putzmam=
ſells ſuchen raſchen Schrittes die Geſchäfte und
Schneider=
ateliers auf, und dort drüben, im Portal eines Grand=
Hotels, erſcheinen die erſten Fremden, die es mit der
Be=
ſichtigung Berlins ernſt nehmen, das Opernglas
umge=
ſchnallt und den Bädecker unter dem Arm, verwundert das
rege Treiben vor und um ſich betrachtend. Denn jetzt iſt
Berlin vollſtändig erwacht, und in immer gewaltigeren
Schwingungen, immer weiteren Kreiſen greift die
Be=
wegung in dem Triebwerke des Lebens der
Zweimillionen=
ſtadt um ſich, auch die Säumigſten und Verſchlafenſten zur
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Der gerade Weg.
Roman von Julia Jobſt.
(echtru=
17,
Friedrich Wilhelm ſtürzte ſich in dieſen Tagen bis
über den Kopf in die Arbeit. Die halben Tage verbrachte
er auf der Kanzlei, ſtudierte die Gutskarte, vertiefte ſich
in den landwirtſchaftlichen Betrieb, las
forſtwiſſenſchaft=
liche Bücher und beſchloß, den Onkel zu bitten, ihn zu
einem nachträglichen Studium auf einer Forſtakademie
zu beurlauben. Hier war ſeines Bleibens nicht, dieſer
Kampf rieb ihn auf. War der Knabe wirklich der
berech=
tigte Erbe?
Als er die Sache noch an demſelben Tage zur Sprache
brachte, erregte ſich der alte Herr derart, daß Friedrich
Wilhelm den Plan ſofort wieder fallen ließ.
Hier gehörſt du her. Du biſt ein kluger Kopf,
Fried=
rich Wilhelm, und unſer Forſtmeiſter iſt tüchtig. Bei dem
kannſt du alles lernen. Vorläufig bin ich ja auch noch da.
Bald bin ich wieder der Alte.
Ach nein, der Alte wurde er nicht mehr, wenn er es
ſich auch nicht eingeſtehen wollte. Er ſaß jetzt viel auf der
Terraſſe und ſah es dann gern, daß Suſanne ihm
Ge=
ſellſchaft leiſtete. Dörthe beaufſichtigte alsdann den
Klei=
nen, der nun ſchon acht Tage in Altenwerder war.
Der Zufall wollte es nun, daß ſie eines Tages grade
mit ihm durch den Park kam und dem Knaben erlaubte.
die Terraſſe zu betreten. Er wollte die Treppe hinauf=
und herunterfliegen, wie er ſagte. Wie hätte Dörthe
ihrem goldigen Jungen, wie ſie ihn ſchon nannte, etwas
abſchlagen können. Aber groß war ihr Schrecken, als ſie,
den jauchzenden Buben an der Hand, dem alten Herrn
geradezu in die Arme lief.
Es iſt der Sohn von Frau Wronka, Herr
Kammer=
herr.
Gut. Sie können gehen. Wie heißt er?
Wilhelm, Herr Kammerherr.
Komm, Wilhelm, ich zeige dir etwas Schönes,
Der Kleine betrachtete den alten Herrn zuerſt ein
wenig kritiſch, da aber Tante Suſanne ihm aus dem
Fenſter den Großvater öfter gezeigt hatte, nickte er nur,
faßte ihn feſt bei der Hand und ſagte: Ja, Großvater.
Es iſt etwas Wunderſames um ſolch eine weiche
Kinderhand, die ſich in die unſere ſchmiegt, und um ein
paar klare ſchöne Kinderaugen, die vertrauend auf uns
blicken. Dem alten Herrn wurde es ſo wunderlich ums
Herz, und ein warmes Licht leuchtete in den hellen
Grei=
ſenaugen auf.
Gefällt es dir hier, Wilhelm?
Wundervoll! ſagte der Kleine mit altklugem Blick.
Haſt du die jungen Hunde ſchon geſehen?
Nein, wo haſt du die?
Bei den Pferden.
Oh!
Warſt du ſchon im Stall?
Nein.
So komm.
Noch feſter ſtahl ſich das Händchen in die große
Män=
nerhand, die es immer liebevoller umſchloß. Der Knabe
wurde auf einmal beredt und erzählte in luſtigem
Durch=
einander all ſeine Erlebniſſe, wovon der Kammerherr
nur die Hälfte verſtand.
Nun ſtanden ſie im Stall. Bagewitz war von
Kin=
desbeinen an ein leidenſchaftlicher Reiter geweſen, er
erkannte in dem Kleinen dasſelbe Blut und hieß den
Reitknecht, Wilhelm auf ein Pferd heben und dieſes im
ver berunſühren. Straſſand ſaß der Lunge oder ud
zeigte keine Furcht.
Wie alt biſt du?
Beinahe vier Jahr.
Bagewitz mußte lachen, wie ſich der Kleine bei dieſen
Worten ſtreckte.
Dann wird es bald Zeit, daß du reiten lernſt.
Darf ich Großvater?
Erſt muß ich ein ganz kleines Pferd für dich kaufen,
ein Pony.
Wilhelm ſtand wieder neben ihm auf der Erde und
fragte eifrig: Wie groß iſt ein Pony?
Ich will dir eins zeigen, aber es iſt ſchon alt, es hat
bei uns ſein Gnadenbrot.
Das verſtand der Kleine nicht, Bagewitz mußte es
erklären, das wurde eine lange Geſchichte, die beiden viel
Freude machte. Von Minute zu Minute wuchs ihre
Freundſchaft. Und dann kamen die Hunde! Oh, wie
das durcheinander purzelte, jaulte, heulte und quielte.
Der Junge mitten dazwiſchen! Bagewitz hatte den
Zwinger öffnen laſſen und ſelber auf einer Holzbank
davor Platz genommen, er hatte lange keine ſo kurzweilige
Stunde erlebt —
Es kam der Tag, da Suſanne mit erdrückendem Ernſt
in das Herrenzimmer trat, wo der Kammerherr und
Friedrich ſchweigend beieinander ſaßen. Das geſchah
meiſtens in der letzten Zeit, es ſtand etwas zwiſchen
ihnen wie ein Abgrund, der nicht zu überbrücken war.
Hier bringe ich die Papiere von Onkel Wilhelms
Frau. Ich denke, es wird Zeit, daß dieſe Angelegenheit
geordnet wird, Großvater. Ich kann mich darin mit
Frau von Bagewitz nur einverſtanden erklären, ſchon
der Leute wegen, die wunderliche unliebſame Gerüchte
Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Seite 19.
beidteien, die Trickrich wilſein uneieg ins Gerehe
bringen.
Der junge Mann war aufgeſprungen und nahm die
Mappe entgegen, er rückte einen bequemen Seſſel für die
Braut zurecht, doch ſagte er kein Wort. Auch der alte
Herr blieb ſchweigend, und ſeine Augen wichen verlegen
dem fragenden Blick Friedrich Wilhelms aus.
Darf ich bei der Prüfung anweſend ſein, Großvater?
Natürlich, Kind, es geht dich ja auch genug an.
Nach den Familiengeſetzen iſt der Sohn einer
bür=
gerlichen Mutter nicht erbberechtigt, ſagte Friedrich
Wil=
helm.
Der Name Wronka klingt polniſch und kann unter
Umſtänden den Adel einſchließen, erwiderte der
Kammer=
herr.
Das iſt auch bei Frau von Bagewitz der Fall,
be=
richtigte Suſanne in ruhiger Sachlichkeit. Sie ſtammt aus
einem adligen Hauſe, ihr Vater beſaß Ländereien in
Galizien. Onkel Wilhelm war bei ihm angeſtellt, ſo
lernten ſie ſich kennen. Bald nach ihrer Verheiratung
brach alles zuſammen, und vor Aufregung traf den alten
Herrn der Schlag. Onkel Wilhelm folgte ihm ein Jahr
ſpäter in den Tod. Frau von Bagewitz iſt ſchon ſeit drei
Jahren Witwe.
Das klingt ja alles ſehr romantiſch, rief Friedrich
Wilhelm ungläubig.
Bitte, überzeuge dich ſelbſt. Du biſt ja Juriſt, und
wirſt dich in den Papieren noch raſcher zurechtfinden
als ich.
Die beiden Herren vertieften ſich nun mit geſpannter
Aufmerkſamkeit in die Papiere, die allerdings an
Klar=
heit und Beweiskräftigkeit nichts vermiſſen ließen.
Die Bealantiang der Ferechſhen Geſnmſhaſt
in Berlin, rief Friedrich Wilhelm überraſcht. Und hier
das Bild des Herrn von Buchberg, es iſt geſetzlich als
das ſeine anerkannt. Es fehlt nichts Onkel, ich
gratu=
liere dir zu dem vielverſprechenden Erben aus eigenem
Fleiſch und Blut.
Der alte Herr hörte nicht, was er ſagte, er blickte auf
das Bild ſeines Sohnes. Was war aus dem ſtolzen
ſchönen Mann in der Hetze des Lebens fern der Heimat
geworden? — Ein Wrack! Wie ernſt die früher im
luſti=
gen Leichtſinn funkelnden Augen blickten.
Woher die Wronka nur erfahren hät, daß ihr Sohn
hier erbberechtigt iſt? fragte Friedrich Wilhelm, dem es
in ſeiner nervöſen Unruhe nicht mehr auf ſeinem Platze
ließ. Er ſtellte ſich an das Fenſter und überblickte das
Erbe, das ihm ſo unerwartet ſtreitig gemacht wurde.
Durch Zufall, Friedrich Wilhelm. Ein alter Freund
ihres Mannes, mit dem ſie in Berlin bekannt geworden
iſt, ſah Onkel Wilhelms Bild, und daraus ergab ſich
alles andere.
Die Wronka lebte in Berlin?
Ja, Friedrich Wilhelm. As ſie nach dem Tode der
Ihrigen ganz mittellos in der Welt ſtand, iſt ſie, um
ihr Kind zu ernähren, zur Bühne gegangen.
Friedrich Wilhelm ziſchte durch die Zähne und ſagte
dann: Schauſpielerin? — Und wahrſcheinlich an kleinen
Bühnen!
Man muß der Frau das Kind für ein angemeſſenes
Jahresgehalt abnehmen, fiel der alte Herr ein. Unter
welchem Namen iſt ſie aufgetreten, Sufanne. Iſt es
dir bekannt?
In, ſe ſehnte iten Rbchemmen=
Das iſt gut, und das ſoll ſie auch in Zukunft
beibehal=
ten. Im übrigen mag ſie Frau von Buchberg bleiben.
Nun ſtelle ihr die Bedingungen, Friedrich Wilhelm
Der Wronka ſtellt man keine Bedingungen,
Groß=
vater, die ſtellt ſelber welche. Die gibt ihr Kind nicht
her, das tut keine Mutter.
Du mußt nicht von dir auf andere ſchließen, Suſanne.
Gib mir nur Vollmacht, Onkel, und ich leite die
Ver=
handlungen ein. Gleich morgen, denn dem Klatſch muß,
wie Suſanne richtig bemerkte, ein Ende gemacht werden.
Es iſt ja nur zu natürlich, daß die Leute mich als den
Vater des Kindes anſehen.
Wir beſprechen es noch heute abend, Friedrich
Wil=
helm, ſchließe die Dokumente in meinen Schreibtiſch ein.
Ich habe mich verpflichtet, ſie nicht aus der Hand zu
geben, ſagte Suſanne. Ich trage ſie Frau von Buchberg
das junge Mädchen benannte ſie plötzlich mit dieſem
Namen — noch heute wieder hin.
Um ſo beſſer, pflichtete der Kammerherr bei.
Und da höre ich ſchon den Kleinen, der Wagen wird
vorgefahren ſein. Fährſt du mit, Friedrich Wilhelm?
Nein, Onkel, ich habe noch zu arbeiten.
Und du, Suſanne?
Fahre nur allein mit Wilhelm, ich habe keine Ruhe,
bis ich dieſe wichtigen Papiere wieder los bin.
Ich will mit dem Kleinen zu Andreas. Morgen
haben wir einen großen Fiſchfang, den muß Wilhelm
mit erleben, berichtete der alte Herr noch im
Hinaus=
gehen.
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Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Seite 25.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Unſer Rieckche — Sie kenne doch unſer Rieckche? —
Gott, deß Mädche macht mer orndlich Kummer. Seid
ihrne letzte verbrochene Verlowung mit dem
Reſerfeoffi=
zier, der wo hinnenooch blos e ganz gewöhnlicher
Schau=
feer geweſe war, do hott ſe Ihne nemlich ſo was an ſich,
wiſſe Se, ſo wos „Himmleriſches”, in die Aage, ſo wos
„Enuffzues” ſo wos „Ich=waaß=net=was=es” ſo wos
aus de vierte Demiſſion; lorzum, des Mädche dhut mer
ganz vergeiſtige. — Un es weer mer liewer, ſie dhet mer
entfette, dann ſie wechſt nemlich ewe iwwerzwerg, ſie
kimmt mit ihre Viſchuhr ſo arg ins Braade. Des kimmt
awwer blos vun ihre geiſtige Bedätigung, die wo ſe ewe
dreibt die geht ihr zu arg ins Fleiſch, un wann ſe deß
net loſſe dhut, dann kimmt ſe aus de Faſſoh un aus de
Mode und baßt Ihne iwwerhaubt net mehr in de „Geiſt
der Neizeit.”
Gell, deß is e ſcheener Ausdruck „Geiſt der Neizeit”;
ja, den hab ich aach net vun mir, den hab ich nemlich uff
eme Bichelche geleſe, des, wo ich bei meine Rieckche
ge=
funne hat. Ewe de Geiſt der Neizeit, des is Ihne
nem=
lich e „Biehneſtick” in zwaa Uffzieg un eme Nachſpiel, es
is kaa Verleger agewe un kaa Drucker, un vum Verfaſſer
waaß mer net, ob’s e Bub odder e Mädche is. No, des
dhut aach nix zur Sach, dann die Hauptſach is der
In=
halt. In dem Biehneſtick kumme Ihne nemlich ſo e paar
ſwwerſpannte Weibsbilder drinn vor, ſo e paar zahme
Suffrachehdercher, die, wo de Kaffee aus werkliche
Bier=
gläſer drinke große Dehn redde iwwer die freie Lieb un
ſſo; und zwaa devo, die wo aſcheinend en hiſtoriſche Stich
hawwe, dhun ſich als Studende verklaade un gehn in
Leibzig uff de Mennerfang aus. Im ſogenannte
Nach=
ſpiel „krieje” ſe ſich dann nach werklich un net blos „er”
un „ſie” ſundern gleich e vaar „er” un „ſies”. Raſch un
ſchmerzlos finne e halb Dutzend Verlowunge ſtatt, un
des is dann „der Geiſt der Neizeit”.
Un deſſentwege macht mer mein Rieckche aach ſo arje
Sorje dann wann ich mer denk, ſie dhet ſich den Geiſt der
Neizeit vun dene iwwerrickſe Weibsbilder zum Vorbild
nemme un dhet ſchließlich mein. ſunndagſene Azug aziehe
un ging nooch Leibzig un dhet ſich ſo erjend en
Brau=
dericht uffgawwele —! Gott, ſo neizeitgeiſtig agehauchte
Mädercher kumme uff allerhand korjoſe Ideje!
E Glick nor, daß, ſie in Leibzig noch kaa
Bollezeiaſſi=
ſtenden hawwe, die dhet dene weibliche Geiſter der
Nei=
zeit, die ſich in Mennerklaader in de Nachtkaffees
erum=
dreiwe, gleich de Huwel ausblooſe.
Iwwerhaubt is mit dem Geiſt der Neizeit abſolut
net zu ſpaſſe. Des haaßt, zu ſage hott er jo nix, awwer
ſpucke dhut er, ſpucke an alle Ecke un Kande. Ja des
Spucke is nu emol de Geiſter ihr Meddjeh, un dodezu
brauche ſe kaa Badent un laan Gewerweſchei; deß kann
em niemand verwehrn, kaa Bollezeidirektor un kar
Herr=
gott un wann ſelbſt Se. Heiligkeit de Herr Staatsawalt
kumme dhet un dhet die Herrn Geiſter vorlade laſſe und
dhet en, wie de Moſes uff emn Berg Sinai, des hl.
Strof=
geſetzbuch vorhalte un dhet en mit Donnerſtimme ſage:
So un ſo, un laut Parregraf ſo un ſo derf net mehr
ge=
ſpuckt werrn, iwwerhaubt un ſo! — Die Geiſter weern
deſchbäkdierlich genug un dhete druff ſpucke un dhete
luſtig weiter ſpucke.
Deß haaßt, ordnungsliewende Geiſter ſpucke blos
nachts, zwiſche zwelf un aans do hawwe ſe ihr
ords=
ieblich Sprechſtund, reſchbädief Spuckſtund, awwer der
Geiſt der Neizeit der hott kaa Subordinatzion im Bauch,
der ſpuckt, wann er will, ſogar am hellichte Dag. Un
zwar dhut er die Spuckerei ewe ausgiebigſt beſorje.
Iw=
werall, wo mer hingucke dhut, dhut er hinſpucke. Er
ſpuckt net blos in „Biehneſticker mit mildernde Umſtend‟,
ſundern er ſpuckt aach im öffentliche Lewe.
So hott er aach ganz barwariſch in dem Brozäß
ge=
ſpuckt, den mer die Ehre gehatt hatte, in unſerne Mauern
genieße zu derfe. Ja, ſehe Se, die Herrn Direkter Fink
un Römheld hawwe uns ſchon ſo manche Kabbazidhäte
nooch Darmſtadt gebracht, awwer eme Meenzer is es
vor=
behalte geweſe, uns mit dem beriehmteſte Advegahd vun
Deitſchland un de umliegende Ortſchafte bekannt zu mache.
Iwwer den Brozäß ſelbſt will ich mich jo net mehr
aißern, dann mer ſieht do deitlich dro, wohie mer mit
ſeim Eifer kumme kann. Iwrigens is es aach ſehr
ge=
fehrlich, zu dere Sach Stellung zu nemme, indem daß mer
do ſtets de Kerzere ziggt. Is mer nemlich gegen des
Bol=
lezeiaſſidendinneſiſtem, dann haaßt’s, mer hett for
nei=
zeitgeiſtige großſtädtiſche Eirichtunge kaa Verſtendnis;
is mer awwer defor, dann haaßt’s, mer hett for
neizeit=
geiſtige großſtädtiſche Aſprich kaa Verſtendnis. Ich ſag
deßhalb net ſo un ſag net ſo, damit noochher kaaner
kumme kann un kann ſage, ich hett ſo odder ſo geſagt.
Zudem glaab ich aach kaum, daß mer ſich in
Darm=
ſtadt des neizeitgeiſtige Siſtem zunutz mache dhut, net
vielleicht, weil mer hier denke dhut:
Wenn wo ein Herz in Lübe glieht,
O riehrt, o riehret nicht daran
un ach net, weil mer glaabt, mir hette hier kane ſo vun
dene mitleidig veralagte Mädercher, die wo ſich an den
ſcheene Spruch halte „es is nicht gut, daß der Mann
allein ſei”. Naa, unſer Bollizeiſchutzengel gehn net
ver=
gewens noch emol in die Schul und nemme in de
Lid=
deraduhrgeſchicht die Jungfrau vun Orlemann dorch, wo
der Vers zu leſe is:
„Dem Mann zur liebenden Gefährtin
Iſt das Weib geboren, ſie dient dem
Himmel, wenn ſie der Naduhr gehorcht”.
Iwwrigens hab ich, um emol zu ſehe, ob mer in
Darmſtadt e Bollezeiaſſidendine needig hawwe, neilich
ſelbſt emol en Ausflug ins Siddliche, odder, wie mer in
de Bollezeiſprach ſeegt, e Ratzia unnernumme. Ganz
haamlich un ganz for mich, hab ich emol
Bollezeiaſſiden=
dinnches geſpielt. Errehdent bin ich awends uff de
Rhein=
ſtroß „ihren” Spuren gefolgt, indem ich mer geſagt hab,
kamm den Weibern zart entaegen. Die mit de engſte
Röck un mit dekgreeßte Hüt hatt ich mer uffs Korn
ge=
numme. „Mein ſcheenſtes Freilein, derf ich’s wagen. .
— No, ich kann Ihne ſage, der Erfolg war iwwerraſchend,
gradezu niederſchmetternd for e agehend Großſtadt. Alſo:
zwaa Ohrfeige, e Ufforderung, den Eitritt in de Kino zu
bezahle, drei annonieme Brief, die mei Staarösche rriekt
hott, un laſt nohd liſt — dehaam die Nachwehe. Ich hatt
die Nas voll, Bollezeiaſſindendinches. Der Geiſt der
Nei=
zeit kann uns alſo uff dem Gebiet doch noch kaan Boſſe
ſpiele, deß hab ich jedenfalls eiwandfrei feſtgeſtellt.
Mir kenne alſo mit unſerm jetzige Siſtem ſehr zufridde
ſei.
Wer awwer zum Beiſpiel glaabt, daß der Geiſt der
Neizeit gach mit unſere Damemode in Verbindung ſteht,
der is uff em Holzwähk, indem daß de Friedrich Stoltze
1878 ſchun e Gedicht driwwer gemacht hott, des mit dem
Vers ſchließe dhut:
Daß du haſt nachgeahmt dem Franzoſen
Den Zwang ſo freventlich,
Bei Gott, das bringt dir wahrlich keine Roſen
Und ſtürzt zuletzt auf dich!
Die Welt will Raum, und Freiheit will die Menge.
Du legſt ſie in den Block!
Fort mußt du, ſamt dem „Schweif”, trotz ſeiner
*Du — enger Weiberrock.
Länge.
Die alte neie Enge Rack=Rode werd wohl ach noch
e Weil beſteh bleiwe, dann unſer Mädercher gefalle ſich
ſehr dodrinn. Deß kann mer deitlich ſehe, wann ſe iwwer
die Stroß gondele un ſich in jeder Eckerſcheib begucke, ob
aach beim Geh „die Linie” richdig zur Geltung kimmt. —
Do hott mer die Woch aach aaner en ellelange Brief
geſchriewe un hott mer ſei Leid geklagt. Dem arme
Dei=
wel werd die Hell haaß gemacht, weil — ſei
Schwieger=
vadder kaa Großvadder werd. Deß liggt nadierlich aach
blos an de neizeitgeiſtliche Erziehung vun de Frailein
Döchder. Geheirat wolle ſe werrn, die Oeſer, Fraa wolle
ſe ſei, awwer — net Mudder. Deß baßt ewe net zu de
heitige Mode. Un nachher macht mer ſo eme arme Mann
gach noch Vorwerf, er dhet ſeine Flichte gege des
Vad=
derland net nachkumme un ſo. Awwer dem ſei
Schwie=
gervadder ſoll nor emol Geduld hawwe, ſo lang ſich de
Herr Schwiegerſoh’ net die Mieh verdrieße leßt. Un
wann alle Streng reiße, der Geiſt der Neizeit hott aach do
Middel un Weg gefunne, indem nemlich der Wiener
Bro=
feſſer — awwer des fiehrt zu weit un geheert aach net
doher. Jedenfalls waaß mer awwer jetzt, wieviel Uhr
es geſchlage hatt.
Awwer do bin ich aach bereits ſchun widder uff eme
Thema, bei dem der Geiſt der Neizeit gaſchdilg
eneige=
ſpuckt hott. Net nor, daß mer im Summer die Uhrn zwaa
Stund vor ſtelle will, um damit, daß mer e bischer lenger
an die lange Däg hawwe, naa, mer will aach noch de
Vierunzwanzigſtundedag eifiehrn. Deß is nadierlich
widder ſo e franzöſiſch Idee, uff die mer in Deitſchland
anſcheinend mit gleicher Fieß eneihibbe will — weil ſe
vun Frankreich kimmt. Awwer ſo ſchnell ſchieße die
Preiße net, dann erſtens waaß mer gor net, wo mer die
annern zwelf Stund uff unſere Daſchenuhrn unnerbringe
ſoll, odder mer mißt ſe grad uff die Rickſeit mole, un
dann, wann’s uff de verſchiedene Uhrn nachts 24 Uhr
ſchlegt; ſtelle Se ſich des emol vor! Rechnet mer awwer
blos mit 24 Stund un leßt die Ziffern un des Schlagwerk
beim alte, dann — kann mer ſich ruhig e Rechenmaſchien
an die Uhrkett henke. Un wann mer ſich vorſtelle dhut,
die „Götterdämmerung” geht um 18 Uhr a un hört
unge=
fähr um 22 Uhr 46 Minute uff — oder wie es hier immer
ſo präzies haaße dhut „Ende nach halb 22 Uhr”. — Un
dann erſt de „17=Uhr=Tee” Un en Vorteil ſoll’s ſei for
die Eiſebohnfahrblän? — Damit mer die Dag= un
Nacht=
zeite net mehr verwechſelt? — No, die Eiſebahbeamte
kenne ſich freie, die wo die Zieg im Kobb behalte ſolle,
die nooch 13 Uhr geh; un hott mer als Amadeerreiſender
ewe ſchun ſei Laſt, wann mer ſich e paar Aſchliß zuſamme
ſtelle will, ſo krickt mer ſicher bei dere neie Eifiehrung de
Drehworm, un mer kann in de Bahnhöf ruhig e
Gummi=
ſtubb eirichte.
Ja, wann mer noch morjens um 6 Uhr mit 1 afange
dhet zu zehle, damit die klomblizierte Zeite wenigſtens
in die Nacht falle dhete, die ſowieſo keines Menſchen
Freund is. Do dhet ſich aach die Fraa net de Kobb
ver=
breche, wann mer nachts haamkimmt, dann bis ſe’s
glick=
lich erausgerechnet hett, weer ſe zehnmal driwwer
eige=
ſchlofe, un de Morjend kennt mer ruhig e paar Zahle
eweg diſchbediern.
No, der Geiſt der Neizeit dreibt halt ſunnerbare
Spuck. So ſieht mer neierdings hie un do an eme
Poſt=
ſchalter e klaa Schildche henke, wo druff ſteht: „Wegen
Austreten des Beamten auf kurze Zeit geſchloſſen!‟ Deß
is jedenfalls der Neizeit entſprechend klar un deitlich,
awwer ich maan, die erſt vier Wörter kennt mer ſparn,
dann ſchließlich brauch mer dem Publikum doch net grod
alles uff die Nas zu henke, iwwerhaubt un ſo.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Nummer 169.
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Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Jali 1912.
Seite 27.
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zu Darmstadt.
Unter dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs.
Akadeniſcher Feſtakt
Jamstag, den 20. Juli, abends 8 Uhr, im Hörſaal 326
der Großh. Techn. Hochſchule. Redner: Dr. Mallwitz=
Berlin. Thema: Sport und deutſches Studentenleben.
Turneriſche und ſportliche Wettkämpfe
Sonntag, den 21. Juli, vormittags 8—12 Uhr und
nachmittags 3—7 Uhr auf dem Sportplatz des
Darm=
ſtädter Fußballklubs „Olympia” (Heidelbergerſtraße).
Eintrittskarten: 1. Platz (numeriert) 1.50 Mk., für Studierende
0.50 Mk., 2. Platz 0.50 Mk., für Schüler 0.30 Mk. Vorverkauf im
Verkehrsbüro. Die Karten zum 1. Platz berechtigen zum Beſuch
(15627.
des Feſtaktes.
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Samstag, den 20. Jnli 1912
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I. Abteilung: KONZERT
im festlich beleuchteten Garten von der Kapelle des
Leibgarde-Regiments Nr. 115.
Anfang 8 Uhr.
II. Abteilung: TANZ im großen Saal.
Bei ungünstiger Witterung findet die
:: Veranstaltung in den Sälen statt ::
Der Eintritt iſt nur gegen Vorzeigung der neuen, vor
kurzem zur Ausgabe gelangten Jahreskarten für 1912/13 geſtattet.
Zu dieſer Veranſtaltung können junge Herren, ſofern ſie
noch kein ſelbſtändiges Einkommen haben, durch
Vereinsmit=
glieder eingeführt werden. Die letzteren erhalten Karten hierfür,
ſowie auch für auswärtigen Beſuch auf perſönliches oder
ſchrift=
liches Anfordern
Samstag, den 20. Juli, nachmittags von 4 bis 6 Uhr,
im Vereinshauſe, Schulſtraße 8.
Hier anſäſſige Nichtmitglieder haben in keinem Falle Zutritt.
Vereinsauskunftsſtelle: Hofbuch= und Kunſthandlung von
Müller & Rühle, Eliſabethenſtraße 5.
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Ludwioshöhe
Morgen Sonntag, den 21. Juli, nachm. 4 Uhr:
Grosses Mnitur Konzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber.
(B15643
Im Programm: Martha. Poſtillon von Lonjumeau. Die
moderne Eva. Waldandacht (Trompeten=Solo: Herr Franke).
Aus Adams Zeiten. Tylophon=Vorträge des Herrn Stöckner uſw.
Eintritt 25 Pfg.
Der ſüdliche Garten iſt für
Zur Beachtung. Nichtkonzertbeſucher reſerpiert.
Veren Braunshardter Hein L. V.
Zu einer
ausserordentlichen Mitgliederversammlung
wird hiermit auf Samstag, 27. Juli, nachm. 4 Uhr, im
Straf=
kammerſaal des neuen Gerichtsgebäudes zu Darmſtadt ergebenſt
eingeladen.
Tagesordnung: 1. Aenderung der Satzungen. 2. Wahl eines
Ausſchußmitgliedes.
Die Vorſitzende:
15674)
Marie Fürstinmutter zu Erbach Schönberg.
ensum
Herzliche Einladung zu den Vorträgen
DER ERSTE MENSCH UND
DER ZWEIIE MENSCH
im Saale Waldstrasse 18 am Sonntag, den
21. Juſi 1912, nachmittags 4½ Uhr und
abends 8½ Uhr — Eintritt frei.
Redner‟ Leutnant a. D. v. Herff.
(B15646
Preaigere. Heiken
Evangeliſt der Rheiniſchen Zeltmiſſion
ſpricht am
Sonntag, den 21. Juli, vormittags 9½ Uhr,
über das Thema:
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im Verſammlungsſaal der Gemeinde gläubig
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Jedermann iſt eingeladen.
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Sommerfest im Schützenhof.
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großes Preis= und Preisſcheibenſchießen. (*1596
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Von mittags 4 Uhr ab Konzert mit Tanz, Tombola,
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beluſtigung, bei eintretender Dunkelheit Garten=Illumination.
Eintritt frei!
¼/10 Liter Bier 12 Pfg.
Montag abend, von 8 Uhr ab, Garten=Konzert.
Hierzu ladet freundlichſt ein
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Am Sonntag, den 21. Juli findet unſer
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Von mittags 2 Uhr ab großes Preisſchießen, verbunden mit
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und Gönner freundlichſt einladen.
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Kapelle des Groß. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Samstag: Opern, Operetten und internationale Muſik.
Sonntag: Jäger=, Schützen= und Wiener Volksmuſik.
In beiden Konzerten Einlage: Wo ſteht denn das geſchrieben?e
Terzett aus der Operette „Der liebe Auguſtin” von Leo Fall.
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
(15618
Neu-Schiesshaus-Restaurant
Sonntag
21. Juli: Konzert.
Preisſchießen.
Eintritt frei.
Schießverein Deutſcher Jäger.
Kein Bieraufſchlag.
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älterer Verein.
Das für Sonntag, den 21. ds. Mts., feſtgeſetzte
Waldfeſt an der Weberbuche findet eingetretener
Ver=
hältniſſe halber erſt am Sonntag, den 4. Auguſt, ſtatt.
Der Vorstand.
Wo gehen wir während der
Hitze gegen Abend hin?
Ans Uberwaldhaus Fenderi
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
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Eliſabethenſtr. 43, Htb. Manſ. (*1579
Aelteres Mädchen ſucht Stelle
bis 1. Auguſt Soderſtraße 29½,
III. Stock.
(*1610
Jg. Mädch. ſ. g. Stellg. . Privat.
Karolina Beck, gewerbsmäßige
Stellen-
vermittlerin, Elisabethenstr. 22, II. (*1622
Frau ſucht Laufdienſt morgens
2—3 Stunden oder Büro putzen
Rhönring 55, 3. Stock. (*1625
Stelle ſuch. z. 1. Auguſt 1 ältere u.
jüng., gute, bürg. Köch., 2Alleinm.,
.koch., u. 2 jüng. Mädch. f. alle
Arbeit, Elisabeth Frank, gewerbsmäßige
tellenvermittlerin, Saalbaustr. 33. (*1620
Männltch
Tücht. Laumann
ängere Jahre in einer größeren
apierwarenfabrik Süddeutſchl.
ätig, mit allen
Buchhaltungs=
ſtemen vertraut, Gbilanzſicher)
ucht per ſofort oder 1. Oktober
mter beſcheidenen Anſpr.
ander=
eitig Stellung. Gefl. Angebote
rheten u. B57a. d. Exp. (*1238mds
Eechniter
im Bahnbau erfahren, firm im
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ſchnitt, ſucht ſich zu verändern.
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an Rudolf Mosse,
Frank-
furt a. M.
(15654s
u. Diener, ledig,
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Zeugn., ſucht Stelle evtl. Aushilfe.
Offert. unt. B 21 Exped. (*1187if
Erfahr. Gärtner ſucht Gartenarb.
od. and. ſolide Beſchäftig. Off. unt.
C58 a. d. Exped. ds. Bl. (*1607
Ofene Stelle
Weiblich
Frinlein oder Her
perfekt in Stenographie nach Diktat
und Schreibmaſchine per ſof. für
dauernd geſucht. Off. unt. Chiffer
C 33 an die Exp.
(*1496fs
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ſucht Hermann Berger. (15213a
Juges Mädchen
für leichte Büro=Arbeiten, das ſich
auch i. Verkauf betätigen kann, für
feines Detailgeſchäft geſucht. Off.
mit Angabe der ſeitherigen
Tätig=
keit und Gehaltsforderung unter
A 55 an die Exped. (15214a
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Adolf Geiger.
Inn
Aeeeaere
Frl. gew. in Stenogr. u. Adier=
Schreibmaſch. z. Aush. f. Aug. vorm.
2 Std. geſ. Off. u. C 46 Exp. (*1544
Kontormi
mit ſchöner Handſchrift, zuverläſſig
und in Bureauarbeiten erfahren,
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mit Zeugnisabſchriften unt. o 15
an die Exp. ds. Bl. (15623sod
Fräulein mit guter Handſchrift
tageweiſe geſ. Angebote m.
Schrift=
probe unt. C 57 a. d. Exp. (*1611
Zum baldigen Eintritt
gewandte
Verkäuferin
und ein
Lehrmädchen
geſucht.
(15734
D. Faix & Söhne.
15195ssa) Angehende
Put= Arbeiterinnen
ſowie Putz=Verkäuferinnen
ſucht per 1. September
Adolf Geiger.
Erſte
Zuarbeiterin
für unſer Putzatelier in
Jahres=
ſtellung per 1. Auguſt geſ. (15738
Gobr. Unger.
Ludwigſtr. 9.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie ſucht
Hermann Berger, Hoflieferant,
Ernſt=Ludwigſtraße 10. (15212a
Junges Mädchen aus gutem
Hauſe, das Luſt hat, das Friſeur=
Fach gründlich zu erlernen, kann
unter günſtigen Bedingungen
ein=
treten. Hugo Ortmann, vorm.
L. Nachtigall (V. Grab), Hoffriſeur,
Wilhelminenſtraße 13. (*1608so
Ein in der gut bürgerl. Küche
gewandtes, wie auch mit allen
Hausarbeiten vertrautes, fleißiges
Mädchen, nicht unter 20 Jahren,
in guten Haushalt von 2 Perſonen
zum 1. Oktober geſucht.
Haus=
mädchen wird gehalten.
Haupt=
bedingung gute Zeugniſſe bei
ent=
ſprechendem Gehalt. Mit
Zeun=
niſſen zu melden Heinrichſtr. 16,
parterre.
(15074t
Aelt. unabh. Mädch. od. Frau in
mutterl. Haush. ſof. geſ. Näh. b.
Fr. Hein, Gartenſtr. 12. (*1480fs
2 tüchtige Servierfräulein
ſofort geſucht (*1468fs
Obergaſſe 3 (Ratskeller).
Ein nicht zu junges gut
em=
pfohlenes Dienſtmädchen v. einer
Dame bis zum 1. oder 15. Auguſt
geſucht Martinsſtr. 48. (B15582
Junges Mädchen vom Lande
zur Beihilfe im Haushalt geſucht.
N. Grafenſtr. 18, III. I., vorm. (*1456fs
Brav. zuverl. Mädchen i. Alt. v.
15—16 J. tagsüb. z. 1 K. v. 2 Jahr.
p. ſof. Supper, Kirchſtr. 10, I. (*1511
15—16 Jahre, vom
Mädchen, Lande als 2.
Mäd=
chen per 1. Auguſt geſucht. (*1520
Oswald, Frankfurterſtraße 44.
Mehr. gut. bürgerl. Köch.,
Allein=
mädch., welch. koch. können, 1 perf.
Jungfer und 1 Kinderfrl. erh. paſſ.
Stellen zum 1. und. 15. Auguſt u.
1. Septemb. durch Frau Gertrude
Hartmann, gewerbsmäßige
Stellen-
vermittlerin, Nied.-Ramstädterstr. 31,
Vdh., vorh. Elisabethenstr. 45. (15621
Junges Mädchen für nachm.
geſucht Grafenſtr. 22, Laden. (*1628
Suche Köchin, Haus= Allein=,
Kinder=, Küchen= u. Spülmädchen
f. Privat= u. Geſchäftshäuſ., ferner
Büfettfräul., Bei= u. Kaffeeköchinn.
geſucht. Minna Dingeldein,
gewerbs-
mäßige Stellenvermittlerin,
Schützen=
ſtraße 10½, II., Tel. 531. (*1630
das alleHaus=
Eächt. u
eil, arbeit verſteht
u. kochen kann per 1. Aug. geſucht
15712som) Viktoriaſtraße 30, I.
Männlich
I
durchaus prakt. erfahren (ledig),
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Zeugniſſe und Gehaltsanſpr. erb.
Arch. L. Schäfer, Seitersweg 11. (14984a
Hieſige größere Bauſchreinerei
mit Maſchinenbetrieb ſucht einen
jüngeren, ſelbſtändigen
Buchhalter
in dauernde Stellung. Derſelbe
muß in amerikaniſcher
Buchfüh=
rung, Korreſpondenz und
Schreib=
maſchine bewandert ſein. (B15553
Off. mit Lebenslauf, Zeugniſſen
und Gehaltsanſprüchen befördert
die Exp. unt. Chiffre B 96.
Geſchäftsgewandt.
Herr!
für kleine Reiſetouren mit feſtem
Salär geſucht. Intelligenter
Hand=
werker wird ebenfalls berückſichtigt.
Offert. unt. C 64 an die Exped.
dieſes Blattes.
(*1634msms
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in fürſtl., gräfl. u. herrſchaftl. Häuſ.
Diener werden wollen, geſucht.
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Kölner Dienerfachschule,
Köln, Chriſtophſtraße 7
Personal geſucht!
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I. Verkäuferin
für die Abteilungen Wäſche, Korſetts,
Baumwoll= und Weißwaren.
Ferner für verſchiedene Abteilungen einige
jüngere Verkäuferinnen, ſowie für das Putz=
Atelier einige II. Arbeiterinnen. (15703
Kaufhaus M. Schneider
Darmstadt.
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tüchtiger Reiſebeamter geſucht.
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ſchriftliche Offerte mit Reſultatsnachweiſen und Angabe der
Anſprüche einreichen.
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Die Direktion der Rentenanſtalt a. G. und
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verſicherungsbank zu Darmſtadt.
Hauptvertretung.
Eingeführte Deutſche Feuerverſicher ungs=Aktien=Geſellſchaft
ſucht für
Darmstadt
einen geeigneten Hauptvertreter. Herren, die gewillt ſind, das
beſtehende Geſchäft durch perſönliche Acquiſition zu heben, werden
gebeten Offerte unter Chiffre E 5797 an Haaſenſtein & Vogler,
A.=G., Frankfurt a. M. einzuſenden.
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lich kann durch Vertrieb leicht verkäufl. Gebrauchs= und
Geſchenk=
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verdient werden. Kl. Kapital von Mk. 20.— bis 50.— nötig.
Kaſſa=
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Frankfurt a. M.
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Kopiermaſchinen ꝛc. tadellos
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tion ſucht
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kupfer Gaslüſter (3flam.) mit
Zubehör billig abzugeben.
Strauss & Mayer, Schul=
(*1550
ſtraße 8.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Juli 1912.
Nummer 169.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13. Juli: dem Großh.
Lokomotiv=
führer Michael Baumann, Neue Ireneſtr. 66, eine T.
Margareta. Maria. Am 15.: dem Hilfsarbeiter Guſtav
Adolf Schäfer, Arheilgerſtr. 14, eine T. Anna Maria.
Am 13.: dem Kaufmann Wilhelm Hofmann, Karlſtr.
26, eine T. Martha.
Aufgebotene. Am 16. Juli: Zimmermann Ludwig
Delp II. zu Pfungſtadt, und Maria Thereſia
Henne=
berger, Witmanſtr. 7. Steinhauer Joſeph Schreiner zu
Kirſchhauſen, und Dienſtmagd Anna Doris Sterzing zu
Frankfurt a. M. Kaufmann Friedrich Wilhelm
Herr=
mann, Eliſabethenſtr. 47, und Johanna Antonie
Eliſa=
betha König, Müllerſtr, 15. Am 17.: Diplom=Ingenieur
Max Wilhelm Auguſt Ludwig Gottfried Radzuweit zu
Gießen, und Johanna Schneider zu Meſſel.
Fabrik=
arbeiter Johann Baptiſt Scharringer und
Bureau=
gehilfin Margareta Magdalena Koller, beide zu
Frank=
furt a. M. Gerichtsſchreiber=Aſpirant Wilhelm Wolf,
hier, und Emma Wittich zu Frankfurt a. M.
Zahl=
meiſter Karl Joſeph Menger zu Babenhauſen, und
Wil=
helmine Emma Schaum, Viktoriaſtr. 25. Buchdrucker
Auguſt Schlachter, Pankratiusſtr. 23, und Eliſabetha
Hangen zu Zotzenheim. Kammerdiener Karl Otto
Alfred Kiefel, und Agnes Frieda Kätchen Aué, beide
zu Friedland. Am 18.: Lackierer Michael Schmidt, und
Margaretha Preuſch, beide zu Wixhauſen.
Geſtorbene. Am 14. Juli: Geh. Obermedizinalrat
i. P. Doktor Karl Ferdinand Friedrich Julius Joſef Hans
Auguſt Wilhelm Hermann Konrad Neidhart, 75 J., ev.,
Heinrichſtr. 79. Am 13.: Poſtſekretär Georg Becker 34
J., ev., Riedeſelſtr. 74. Am 14.: Privatier Georg Klenk,
67 J., ev., Hohlerweg 20. Emma Luban, geb. Kleinfeldt,
Witwe des Bergmanns, 68 J., ev., Schießhausſtr. 71. Am
15.: Metzger Karl Kaiſer, 41 J., ev., Parcusſtr. 11.
Eliſabeth Dröll, geb. Küſter Ehefrau des Landwirts,
55 J., ev., Langen. Am 14.: Chriſtine Hammann, geb.
Buſch, Ehefrau des Privatiers, 66 J., ev., Kaſinoſtr. 26.
Agnes Schünemann, geb. Seſſelmann, Witwe des
Ge=
neralagenten, 80 J., ev., Bismarckſtr. 16. Am 15.: Seiler
Bernhard Stöckel, 68 J., kath., Inſelſtr. 19. Margarete
Michel, ohne Beruf, 22 J., ev., Erbach. Am 16.:
Fuhr=
mann Chriſtoph Miſchlich, 69 J., ev., Pankratiusſtr. 7.
Marie Katharine Koch, ohne Beruf, 21 J., ev., Altheim.
Am 17.: Willi Brückel, Sohn des Fuhrmanns, 10 Mte.,
ev., Wendelſtadtſtr. 56. Am 16.: Friederike Konxadina
Katharina Arnold, geb. Gebhardt, Ehefrau des
Ober=
leutnants a. D. Rechnungsrat i. P., 67 J., ev., Stiftſtr. 23.
Am 17.: Eliſabethe Müller, geb. Hahn, Witwe des
Fabrikarbeiters, 83 J., ev., Stiftſtr. 51. Am 16.:
Schuh=
macher und Landwirt Michael Volk, 49 J., ev.,
Ober=
kinzig. Am 17.: Marie Geier, T. des Fabrikarbeiters, 4
Mte., ev., Neue Ireneſtr. 10. Am 18.: Luiſe Genth, geb.
Klimſch, 74 J., ev., Schießhausſtr. 55. Am 17.: Luiſe
Lichthammer, geb. Schmidt, Witwe des Poſtſekretärs,
91 J., ev., Erbacherſtr. 25. Am 18.: Anna Dorothea
Gel=
fius, ohne Beruf, 79 J., ev., Wienerſtrs 83.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 1 Juli: dem Taglöhner Karl Johann
Creter, Weinbergſtr. 26, ein S. Wilhelm. Am 7.: dem
Magazinarbeiter Friedrich Zulauf, Tannenſtr. 9, ein S.
Georg. Am 6.: dem Juwelier Ernſt Hermann Ludwig
Macholdt, Herdweg 41a, ein S. Willi Alexander. Dem
Schloſſer Alexander Geppert, Ludwigshöhſtr. 43, ein S.
Paul. Am 5.: dem Mechaniker Georg Wittmann,
Beſſungerſtr. 98, ein S. Wilhelm Friedrich Heinrich. Am
11.: dem Schloſſer Hermann Richard Schulz,
Sandberg=
ſtraße 37, eine T. Eliſabetha Emilia Margareta. Am 6.:
ein unehel. Sohn Ernſt Hans. Am 10.: dem Schreiner
Georg Adam Kartſcher, Wingertsgäßchen 12, ein S.
Georg Friedrich. Am 12.: dem Streckenarbeiter Franz
Auguſt Haßler, Beſſungerſtr. 88½, eine T. Elfriede
Fran=
ziska. Am 11.: eine unehel. Tochter. Am 14.: dem
Vize=
wachtmeiſter und Abteilungsſchreiber im Feldartillerie=
Regiment Nr. 25, Andreas Fritz Gaedecke,
Heidel=
bergerſtr. 118, eine T. Erika Elfriede Margareta. Dem
Tapezier Georg Buchmüller, Forſtmeiſterſt. 4, eine T.
Maria Eliſabetha. Am 13.: dem Kutſcher Johann Jakob
Eiſenmann, Ahaſtr. 22, ein S. Ernſt Fritz. Am 16.: dem
Mechaniker Johann Hofmann, Beſſungerſtr. 29, eine T.
Eliſabeth.
Aufgebotene. Am 5. Juli: Modellſchreiner Johann
Georg Balthaſar Hüther, Heidelbergerſtr. 118, und Anna
Katharina Frieda Bergſträßer, Heidelbergerſtr. 130.
Am 8.: Schuhmacher Johann Heinrich Georg Walther,
Ludwigshöhſtr. 7, und Amalie Wilhelmine Schneider,
Beſſungerſtr. 39. Am 10.: Elektrotechniker Karl Wolf,
Beſſungerſtr. 35, und Katharina Beckerle, Liebigſtr. 69.
Eheſchließungen. Am 5. Juli: Elektro=Monteur
Ludwig Spengler, Tannenſtr. 5, und Katharina Lutz,
Tannenſtr. 5. Am 6.: Apotheker Max Chriſtian Peterſen
zu Heringen a. d. Werra, und Eliſabeth Gertrud Franziska
Schoenen zu Düſſeldorf. Kaufmann Auguſt Steiger,
Weinbergſtr. 12, und Eliſabetha Luiſe Seelbach,
Kies=
bergſtr. 7. Am 11.: Betriebsingenieur Wilhelm Adolph
Mahn zu Klingenberg (Sachſen), und Johanna
Wil=
helmine Eick, Moſerſtr. 11. Am 16.: Telegraphenaſſiſtent
Otto Friedrich Andreas Kleſpe zu Düſſeldorf, und
Karo=
lina Luiſe Marie Emma Dingeldei, Schießhausſtr. 22.
Großh. Oberlehrer Gerhard Beiſinger zu Worms, und
Anna Maria Barbara Graubert, Klappacherſtr. 20.
Geſtorbene. Am 5. Juli: Katharina Buhl, geb.
Mahr, Witwe des Privatiers, 80 J., ev., Grüner Weg 23.
Jeanette von Zangen, geb. Appel, Witwe des Oberſt
à la suite 74 J., ev., Heidelbergerſtr. 102. Am 8.: Juſtine
Valentin, geb. Hegendörfer, Witwe des Schmiedmeiſters,
66 J., ev., Beſſungerſtr. 44. Am 5.: prakt. Arzt Dr. med.
Hans Paul Albert Fiedler, 31 J., ev., Pfungſtadt. Am 11.:
Maria Hunſinger, geb. Jung, Ehefrau des Mechanikers,
65 J., kath., Orangerie=Allee 17. Am 16.:
Magazinauf=
ſeher i. P. Peter Hubel, 75 J., kath., Weinbergſtr. 39.
Am 17.: Marie Caemmerer, geb. Lennig, Witwe des
Großh. Miniſterialreviſors i. P. 79 J., kath., Herdweg 25.
Am 18.: Privatin Anna Hanau, 68 J., ev.=ref., ledig,
Herrngartenſtr. 17. Dem Schloſſer Georg Petri,
Karl=
ſtraße 115, ein totgeborenes Mädchen. Betty Lindeck,
geb. Cohen, Witwe des Geh. Finanzrats, 82 J., kath.,
Hochſtr. 57.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
7. Sonntag nach Trinitatis, den 21. Juli 1912
Hofkirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. — Mittwoch, den 24. Juli, abends um 6 Uhr:
Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Nachm. 6 Uhr: Pfarrer Gerhard.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
21. Juli, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Schloßbezirk. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtke. — Kindergottesdienſt fällt aus.
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Nord=
bezirk im Gemeindehaus. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz. — Nachm., um 4 Uhr:
Bibelſtunde in der Martinskirche. Pfarrer Schneider.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vormittags um 8½ Uhr:
Chriſten=
lehre. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 21. Juli,
nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um
8½ Uhr: Evangeliſation. — Dienstag, den 23. Juli, abends
um 8½ Uhr: Blaukreuzſtunde. — Mittwoch, den 24. Juli,
nachmittags, Spaziergang des Hoffnungsbundes. —
Abends um 8½ Uhr: Uebung des gemiſchten Chors. —
Donnerstag, den 25. Juli, abends um 8½ Uhr:
Bibel=
ſtunde. — Freitag, den 26. Juli, abends um 8½ Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für Männer und Jünglinge. —
Sams=
tag, den 27. Juli, abends um 9 Uhr: Verſammlung für
Beamte der Poſt, Eiſenbahn, Polizei, Gendarmerie und
dergl. — Zweig der Stadtmiſſion (
Beſſunger=
ſtraße 88, Hinterbau): Sonntag, den 21. Juli, vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3 Uhr:
Jugend=
bund für Jünglinge, nachm. um 3½ Uhr: Spaziergang
der Jungfrauen nach Eberſtadt, daſelbſt Verſammlung. —
Freitag, den 26. Juli, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Aeuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 10): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Waptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 21. Juli: Gründungfeſt der
Gemeinde. — Vormittags um 9 Uhr:
Gebetsverſamm=
lung. Hr. Schuſter=Worms. — Um ½10 Uhr: Feſtpredigt:
„Die bibliſche Gemeinde” Zeltevangeliſt Prediger
Döl=
ken. — Um 10¾ Uhr: Gründungsfeier. Prediger Brucker=
Haſſenhauſen. — Nachmittags um 4 Uhr: Feſtpredigt.
Prediger Späth=Frankfurt a. M. — Um 5 Uhr:
Abend=
mahlsfeier. Prediger Brucker. — Abends um 6 Uhr:
Feſtfeier. — Mittwoch, den 24. Juli, abends um 8½ Uhr:
Vortrag: „Die Wahrheit über die Baptiſten” —
Donners=
tag, den 25. Juli, abends um 8½ Uhr: Mitglieder=
Ver=
ſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 21. Juli, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag,
den 26. Juli, abends um ½9 Uhr: Bibel= und
Gebets=
ſtunde.
Predigt und Generalkommunion der Sodalität. — Um
½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
2 Uhr: Andacht und Segen.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
20. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Juli 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. — Bibliothek (Herdweg 28):
Diens=
tag, nachmittags von 6—7 Uhr.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 20. Juli, nachn.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Juli 1912
Vormittags um ½6 Uhr: Beichtgelegenheit. —
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½ 2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Um
5 Uhr: Aloyſianiſche Andacht. — Werktags, vormittags
um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 8. Sonntag nach Pfingſten,
den 21. Juli, vorm. um 7 Uhr: Beichte. — Um ½8 Uhr:
Amt und Predigt. — Nachmittags um 4 Uhr: Andacht.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Juli: Dem Kutſcher Peter
Horn S. Friedrich Wilhelm, geb. 12. Mai. Dem Schreiner
Karl Kolmer S. Ludwig Adam Karl, geb. 11. Mai. Dem
Schmied Heinrich Habicht T. Elſa Emma, geb. 27. Juni.
Ein unehelicher Sohn Wilhelm Chriſtian, geb. 1. Mai=
Eine uneheliche Tochter Magdalene, geb. 4. Juni. 18. Juli:
Dem Schloſſer Ernſt Friedrich Karl Sutter S. Ernſt
Friedrich Karl, geb. 10. März.
Johannesgemeinde: 14. Juli: Dem Kaufmann
Philipp Rück S. Hermann, geb. 2. Juli. Dem Schmied
Georg Hartmann T. Erna Marie Margarete, geb. 4. Juni.
Dem Friſeur Jacob Schmidt T. Käthe, geb. 11. Juni.
Martinsgemeinde: 12. Juli: Dem Former
Johannes Lehr T. Erna Emilie, geb. 29. Juni 13. Juli,
Dem Roßwärter Peter Steinmann S. Emil, geb. 18. Mai.
14. Juli: Dem Lokomotivführer Johannes Heinrich Dern
S. Theodor Heinrich, geb. 14. Mai. Dem Bäckermeiſter
Adam Krug S. Adam Richard, geb. 22. Juni. 16. Juli:
Dem Poſtboten Ludwig Philipp Dietz T. Marie Eliſe,
geb. 18. Juni.
Petrusgemeinde: 12. Juli: Dem Packer Konrad
Matthes T. Eliſabeth, geb. 12. Sept. 1911. 13. Juli:
Dem Diplom=Ingenieur Rud. Auguſt Schuckert S. Rolf,
geb. 5. April zu Magdeburg. 17. Juli: Dem Schreiner
Karl Riſch S. Wilhelm Karl, geb. 23. März.
Paulusgemeinde: 7. Juli: Dem Fabrikanten
Dr. phil. Otto Karl Julius Böhm S. Otto Guſtav
Hermann Alfred, geb. 6. April. 9. Juli: Dem Schloſſer
Jacob Bär S. Wilhelm, geb. 6. Juli. 14. Juli: Dem
Oberleutnant im Leib=Drag.=Regt. Nr. 24 Ludwig
Frei=
herr Riedeſel zu Eiſenbach T. Dorothea Anna Sophie
Hildegard Mathilde Katharine Maximiliane, geb. 14. Mai.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Juli: Schmied Philipp
Kriegbaum und Luiſe Buttler. Poſtbote Karl
Rein=
heimer und Anna Kugel.
Johannesgemeinde: 14. Juli: Glaſer Wilh.
Felmer und Anna Egner von hier. 16. Juli:
Lokomotiv=
heizer Johann Pieper und Anna Spahn von hier=
17. Juli: Kaufmann Karl Rittershaus und Eliſabeth
Groh von hier.
Martinsgemeinde: 11. Juli: Stadtſekretär Adolf
Franz und Eliſe Knell. 13. Juli: Landwirt Otto Port II.
zu Ruppertsburg und Marie Habermehl.
Paulusgemeinde: 4. Juli: Betriebsingenieur
Heinrich Hermann Schminke zu Biskupitz und Frieda
Johanna Duesberg. 7. Juli: Kaufmann Auguſt Steiger
zu Darmſtadt und Eliſabeth Luiſe Seelbach. 11. Juli:
Betriebsingenieur Wilh. Adolph Mahn zu Klingenberg
und Johanna Wilhelmine Eich. 16. Juli:
Telegraphen=
aſſiſtent Otto Friedrich Klespe zu Düſſeldorf und Karoline
Luiſe Marie Emma Dingeldei.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 20. Juli,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Juli 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
letzte hl. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr:
Sakramen=
taliſche Bruderſchaftsandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſkern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des 3. Ordens. — Um 6 Uhr: Aloyſianiſche
Andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um ¼10 Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, den 21. Juli,
vormittags um 9 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 20. Juli,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 21. Juli 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe mit
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 15. Juli: Eliſabeth Pfeiffer, geb.
Reimund Ehefrau des Großh. Hofmarſtalldieners, geb.
1. Nov. 1882, ſtarb 13. Juli.
Stadtgemeinde: 15. Juli: Großh. Rendant i. P.
Johann Philipp Reitzel, 81¾ J., ſtarb 13. Juli. 16. Juli:
Großh. Geh. Obermedizinalrat Dr. med. Karl Ferdinand
Friedrich Julius Joſef Hans Auguſt Wilhelm Hermann
Konrad Neidhart, 75 J. ſtarb 14. Juli. 17. Juli: Seiler
Bernhard Stöckel, 69 J., ſtarb 15. Juli. 19. Juli: Kath.
Arnold, geb. Gebhardt, Ehefrau des Rechnungsrats und
Oberleutnants a. D., 67 J., ſtarb 16. Juli. Eliſabetha
Müller, geb. Hahn, Witwe des Fabrikarbeiters, 83 J.,
ſtarb 17. Juli. 15. Juli: Städtiſcher Arbeiter Heinrich
Jung, 70 J., ſtarb 12. Juli. 14. Juli: Witwe Eva
Eliſabetha Dörner, geb. Bernhard, 77 J., ſtarb 12. Juli.
16. Juli: Poſtſekretär Georg Becker, 34 J., ſtarb 13. Juli.
Johannesgemeinde: 12. Juli: Fuhrmann
Friedrich Hofmann, 32 J., ſtarb 9. Juli. 16. Juli: Agnes
Schünemann, geb. Seſſelmann, Witwe des Agenten,
80 J., ſtarb 14. Juli. Chriſtine Hammann, geb. Buſch,
Ehefrau des Privatiers, 66 J., ſtarb 14. Juli. 17. Juli=
Privatier Karl Kaiſer, 42 J., ſtarb 15. Juli.
Martinsgemeinde: 12. Juli: Anna Marie
Baumüller, Witwe des Gendarmen, 81 J., ſtarb 9. Juli.
15. Juli: Lohnkutſcher Karl Beck, 61 J., ſtarb 12. Juli.
16. Juli: Privatier Georg Klenk, 67 J., ſtarb 14. Juli.
Paulusgemeinde: 11. Juli: Juſtine Valentin,
verwitwete Weigold, geb. Hegendörfer, 66. J., ſtarb 8. Juli.
16. Juli: Kochfrau Emma Luiſe Luban, geb. Kleinfeldt,
68 J., ſtarb 14. Juli.
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