Inſerate
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175. Jahrgang
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ſowie von unſeren Agenturen und
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
iriſterpräſident Frhr. v. Hertling iſt
eſtern mittag vom Großherzog in Wolfsgarten
mpfangen worden.
nigin Wilhelmine iſt nach Holland abgereiſt.
ie Kaiſerkette des Kölner
Männer=
eſangvereins iſt von Einbrechern geſtohlen
vorden.
reine Univerſität in Dresden ſind außer der
emeldeten einen Million Mark weitere fünf
Mil=
ionen Mark in Ausſicht geſtellt worden.
r am Oberrhein eingetretene
Wetter=
turz hat in den Weinbergen große Verheerungen
ange=
ichtet.
uf dem Monte Maggiore iſt ein Wagen der
Auto=Alpenfahrt, in dem ſich das Ehepaar D. A. Fiſcher
aus Berlin und ein Rittmeiſter, der als Kontrolleur
den Wagen begleitete, in eine tiefe Schlucht
geſtürzt. Das Ehepaar Fiſcher iſt tot, der
Ritt=
meiſter wurde ſchwer verletzt.
ooſevelt will aus der republikaniſchen Partei
ausſcheiden, weil er bei der
Zuſammen=
ſetzung des Konvents keine Ausſicht hat, zum
repu=
blikaniſchen offiziellen Präſidentſchaftsbewerber
ge=
wählt zu werden.
Deutſchland und England.
Von Viseount Haldane of Cloan,
* Lordkanzler von England.
Lord Haldane, der vor kurzem aus der
Poſition des engliſchen Kriegsminiſters in die
Stellung des engliſchen Lordkanzlers aufrückte
hat bekanntlich in dieſem Jahre ſchon zweimal
eine Reiſe nach Deutſchland, und dabei in
amt=
licher Miſſion Verſuche zur Verſtändigung
zwiſchen Deutſchland und England gemacht. Er
hatte die Liebenswürdigkeit, unſerem Berliner
Mitarbeiter den nachſtehenden Artikel zur
Ver=
fügung zu ſtellen, der zur Kennzeichnung des
Standpunktes Lord Haldanes weſentlich
bei=
tragen wird. Man wird daraus die Meinung
gewinnen müſſen, daß es Lord Haldane bei
ſeinen Verſöhnungsverſuchen tatſächlich um die
Verwirklichung ehrlichſter Abſichten geht.
Wenn wir uns heute in England ein Bild von
ſeutſchland machen wollen, ſo müſſen wir uns vor allen
ſingen klar machen, daß die Deutſchen jetzt wirklich ein
lodernes Volk ſind. Die Quelle ihres
Lebensſtro=
tes, ſowohl des geiſtigen wie des politiſchen, liegt in
er Reformation. Dieſe aber erfuhr am Ende des 18.
nd zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Fortſetzung,
ie einzigartig in der Weltgeſchichte iſt und bis heute
toch nicht aufgehört hat, ſich weiter zu entwickeln. Seit
den Tagen der alten Griechen haben wir das noch nicht
viedergeſehen, was gerade das moderne Deutſchland
ſeigtn das innige Zuſammenarbeiten von Staatsmann
und Denker, die großzügige Ergänzung von Theorie und
Praxis. Die Hauptneigung des modernen Deutſchen iſt
m höchſten Grade auf Realitäten gerichtet — aber dieſe
Neigung hat ihren Untergrund in ſeiner ſtarken
Fähig=
eit zur Abſtraktion. Die Praxis, das Konkrete gründet
ich immer auf Wiſſenſchaft und Philoſophie. Erſt brachte
as Land einen Kant und einen Goethe hervor und dann
erſt folgte ſein Bismarck: aus dem Lernvolk iſt ein
Tatenvolk geworden.
In England ſind die konkreten und abſtrakten
Fähig=
eiten nebeneinander nicht in demſelben Maße
ausge=
orägt wie in Deutſchland. Wir haben vielleicht mehr
praktiſchen Inſtinkt und mehr Initiativkraft wie die
Deutſchen. Das ſind eben Dinge, die einem Volke nur
von harten Lebensnotwendigkeiten gelehrt werden und
dieſe Notwendigkeiten waren für uns Engländer in der
Eigenart unſeres Heimatlandes als eines Inſelſtaates
gegeben, während die Deutſchen infolge ihrer
beſonde=
ren Entwickelung den geiſtigen Dingen eine höhere
Pflege angedeihen laſſen konnten. Auch die ſind ſowohl
im öffentlichen wie im privaten Leben von höchſtem
Wert und wenn Deutſchland von uns in
die=
ſen Tagen manches lernen kann, ſo können
wirnicht weniger von Deutſchland lernen.
Am das zu ermöglichen, haben bekanntlich jetzt mehrere
engliſche Gelehrte ein Buch über die Entwicklung
Deutſch=
lands im 19. Jahrhundert veröffentlicht. Ich glaube,
daß das engliſche Volk von dieſen Studien
außerordent=
lich viel profitieren kann. Die Kräfte, die wir beſitzen,
und die Kräfte, über die Deutſchland verfügt, könnten,
wenn ſie ſich gegenſeitig unterſtützten, Herrliches und
Großes zum Wohle der ganzen Menſchheit ſchaffen. Wie
in der erwähnten Veröffentlichung der engliſchen
Ge=
lehrten über Deutſchland uns Engländern die
Annähe=
rung an Deutſchland erleichtert wird, ſo wäre es jetzt
wünſchenswert, daß vielleicht auch einmal einige deutſche
Gelehrte ihren Landsleuten ein Bild von uns entwürfen,
eine Würdigung z. B. der Weltverdienſte Englands als
Koloniſator, eine Würdigung der Hilfe, die auch unſere
Schulen und Univerſitäten der Welt gegeben haben, die
zwar in mancher Hinſicht nicht vollkommen ſind, aber für
die Erziehung tüchtiger Kaufleute und für die Fähigkeit,
in der Welt eine Rolle zu ſpielen, Hohes geleiſtet haben.
Auf anderem Gebiete liegen z. B. die Verdienſte
Frank=
reichs und ebenſo wieder auf einem anderen Gebiete
Amerikas um die Welt.
Es gilt nun, die Eigenart und die beſonderen Werte
der einzelnen Völker zuſammenfaſſen zum großen Werke
der allgemeinen Menſchheitsentwicklung. Auf dieſem
Felde iſt gerade in unſeren Tagen, wo die Pflicht immer
dringlicher wird, auch den unziviliſierten Ländern die
Segnungen der Kultur zu geben, ſo ungeheuer viel zu
tun. Da vermag die einzelne Nation wenig — die
For=
derung des Tages heißt zuſammenarbeiten, und dieſe
erfordert gegenſeitige Verſtändigung und gegenſeitiges
Verſtändnis, das ſeinerſeits wieder gegenſeitiges
Studium vorausſetzt.
Der Argwohn, den die meiſten Völker heute
einan=
der entgegenbringen, rührt in der Hauptſache aus dem
Mangel gegenſeitiger Kenntnis her. Nur
wenn wir uns bemühen, uns gegenſeitig beſſer kennen
zu lernen, können die Minen der gegenſeitigen
Verdäch=
tigungen beſeitigt werden — nur das gegenſeitige
Stu=
dium kann uns befreien von den Laſten der Rüſtungen —
unter denen wir alle leiden —, obwohl keiner von uns
ernſtlich an Kriege und Kämpfe denkt!
Politiſche Wochenſchau.
* In der ihm eigenen Art verſteht es der Kaiſer, ſich
ihm bietende Gelegenheiten zu verſchiedenartigſten
Zwecken zu benutzen. Wenn er alle Jahre Hamburg
einen Beſuch abſtattet und darauf an der Kieler Woche
teilnimmt, ſo geſchieht das nicht bloß
vergnügungshal=
ber, ſondern die bei dieſer Gelegenheit geübte
Repräſen=
tation hat bisher ſtets einen etwas politiſchen
Beige=
ſchmack gehabt, und ſo iſt es auch diesmal. Der Kaiſer
weilt gern in Hamburg, deſſen Bewohner ihm dieſe
Vorliebe dankbar zurückgeben, und nicht ſelten hat man
in Hamburg Kaiſerreden gehört, die von weittragender
Bedeutung waren. Bei dem diesjährigen Beſuch hat der
Kaiſer an Bord des Dampfers „Viktoria Luiſe” beim
Bankett eine Rede gehalten, die im Auslande noch lange
nachhallen wird Der Kaiſer feierte den Schutz der
deut=
ſchen Flagge, indem er darauf hinwies, wie jetzt nach
Schaffung des Reiches der deutſche Kaufmann unter
deutſcher Flagge ruhig ſeinen Weg ziehen kann, weil
des Reiches Schutz hinter ihm ſteht. Gleichzeitig warnt
der Kaiſer vor einer leichtſinnigen Entfaltung der
deut=
ſchen Flagge, wenn man ſie nicht ſicher verteidigen könne,
denn die Flagge dürfe nur „in Ehren wehen‟. Dazu
fügte der Kaiſer einen Paſſus, der lebhafte Kommentare
finden wird. Der Kaiſer ſagte dort: „Sie werden es
verſtehen, warum ich Zurückhaltung geübt habe in der
Ausbreitung der deutſchen Flagge, wo ſie vielleicht von
manchem gewünſcht und erſehnt war.‟ Dies war wohl
ein nicht mißzuverſtehender Hinweis auf die
Marokko=
verhandlungen und gleichzeitig eine Betonung, daß der
Kaiſer ſich mit den chauviniſtiſchen Umtrieben nicht
identifiziert. Der Kaiſer hat hierüber noch niemals ein
Hehl walten laſſen, aber es iſt gut, wenn er ſeinen
Standpunkt immer wieder betont, um die Treibereien
zu nichte zu machen. Im Auslande wird man die
Worte des Kaiſers gern hören: ſie ſind ein neuer Beweis
dafür, wie Kaiſer Wilhelm II. beſtrebt iſt, den
Welt=
frieden zu erhalten. Die von ihm vertretene Tendenz
bedeutet keineswegs das Eingeſtändnis eigener Schwäche,
die kaiſerliche Sprache zeigt, die Flagge in Ehren wehen
zu laſſen, mit anderen Worten, daß wir es niemals
dulden würden, ſie von anderer Seite antaſten zu laſſen,
Wir wollen keine Beobachtung des Ueberall” treiben
und leichtſinnig den Gegner herausfordern, aber
ander=
ſeits werden wir unſere Intereſſen zu ſchützen wiſſen.
Ein derartig ſelbſtbewußter Standpunkt wird
allenthalben Achtung begegnen. Chauvinismus und
Selbſtbewußtſein ſind keineswegs identiſche Begriffe.
Nach der Kieler Woche, zu der auch Herr von
Beth=
mann Hollweg — ein politiſches Nebenzeichen! — eine
Einladung erhalten hat, wird ſich der Kaiſer vor Antritt
der Nordlandsreiſe nach den Finniſchen Schären
bege=
ben, wo eine Begegnung mit dem Zaren ſtattfinden
wird Daß es ſich hierbei mehr als um einen bloßen
Höflichkeitsakt handelt, geht daraus hervor, daß der
Kaiſer vom Reichskanzler begleitet wird, während ſich
neben dem Gefolge des Zaren der ruſſiſche
Premiermini=
ſter Kokowzow befindet. Von dieſer Zuſammenkunft
wird ſogar recht viel erhofft, man erwartet auch definitive
Schritte zur Beilegung des Tripoliskrieges. Nach außen
hin wird dieſe kurze Zuſammenkunft als Ausdruck der
guten beiderſeitigen Beziehungen anzuſehen ſein, die ſich
als eine Folge der Potsdamer Abmachungen darſtellen.
Dieſe Kundgebung iſt um ſo bemerkenswerter als
An=
fang Auguſt der Leiter der franzöſiſchen Regierung,
Herr Poincaré ſeine Viſitenkarte an der Newa abgeben
will und mit den dortigen maßgebenden Perſönlichkeiten
Beſprechungen abhalten will. Was bei dieſen
Konferen=
zen herauskommen wird, wird man deutſcherſeits
ruhig entgegenſehen können, denn ruſſiſcherſeits herrſcht
das Beſtreben vor, trotz Feſthaltens am
Zwei=
bunde ſich mit Deutſchland auf guten Fuß zu ſtellen, weil
man ſpeziell auf wirtſchaftlichem Gebiete auf
Deutſch=
land angewieſen iſt, und weil man ſich ſagt, daß es
im=
mer gut iſt, zwei Eiſen im Feuer zu haben.
Anfang Auguſt iſt der Beſuch des franzöſiſchen
Pre=
mierminiſters Poincaré in Petersburg vorgeſehen: Wenn
der Zweck der kommenden Beſprechungen auch ziemlich
klar iſt, ſo darf man bei dem ganzen Arrangement, doch
einen Moment nicht vergeſſen, daß nämlich wohl auch
innerpolitiſche Gründe mitſpielen. Das jetzige Kabinett
ſteht trotz ſeiner Erfolge bei der Militärvorlage
keines=
wegs ſo ganz ſicher da, und wenn es auch bei dem
Wahl=
entwurf mit Erfolg abſchnitt, ſo war dies doch mehr
oder minder ein Pyrrhusſieg, denn ein beträchtlicher Teil
der Republikaner ſtimmte für einen Abänderungsantrag,
den die Regierung abgelehnt hatte. Herr Poincaré hat
es ſehr gut nötig, ſeine Autorität zu ſchützen, und er
glaubt wohl, durch eine Reiſe nach Petersburg ſeinen
Ruf feſtigen zu können.
Um eine Wahlreform ging auch der Kampf in
Eng=
land. Hier ging die Sache glatter von ſtatten, und die
Vorlage iſt ſo gut wie unter Dach und Fach Auch ſie
ſollte am letzten Ende dazu dienen, die Stellung der
Regierung zu feſtigen, ſie gibt ungefähr 2 Millionen, die
bisher von der Stimmabgabe ausgeſchloſſen waren, das
Wahlrecht, und ſie hat daher auch im Volle einen guten
Eindruck gemacht. Ueberhaupt hat Herr Asquith jetzt
gut Wetter. Der neue Arbeiterſtreik, der große
Dimen=
ſionen anzunehmen drohte, hat ein Ende genommen, das
die wenigſten erwarteten. Er iſt ſanft entſchlafen,
nach=
dem die Stimmung während der Bewegung ſo ziemlich
von vornherein recht flau geweſen war. Man iſt der
ewigen Streikerei müde, die geſchlagenen Wunden ſind
zu tief, als daß man den Aufforderungen zur
Arbeits=
niederlegung ſo gern Folge leiſtet.
Eine Wendung ſcheint auch im Tripoliskrieg
kom=
men zu ſollen. Man iſt auf beiden Seiten des Streites
herzlich müde und glaubt der Ehre Genüge geleiſtet zu
haben. Mehr und mehr verdichtet ſich daher die
Nach=
richt, daß eine internationale Konferenz die Regelung
der Difkerenzen übernehmen werde, und Italien für
ſei=
nen Teil ſoll einer derartigen Löſung nicht abgeneigt
ſein. Wie es heißt, bemühe ſich namentlich der neue
ruſ=
ſiſche Botſchafter in Rom, Krupenski, nach dieſer
Rich=
tung hin, und zwar mit Erfolg. Dabei geht es
natür=
lich nicht ohne Hetze gegen Deutſchland ab. Dieſes ſei
gegen eine Konferenz und ſei es auch geweſen, das den
Italienern bei ihren Aktionen im Aegäiſchen Meer ein
energiſches Halt gebieten wollte. Dieſe Treibereien
ge=
hören zu einer Methode, die man neuerdings in Italien
gegenüber Deutſchland liebt, und die in nicht gerade
zar=
ter Weiſe in der offiziöſen Norddeutſchen Allgemeinen
Zei=
tung kürzlich einer ſcharfen Kritik unterzogen wurde.
Nun, das ficht uns nicht weiter an, wir wiſſen zur
Ge=
nüge, was wir von unſeren „Bundesgenoſſen” zu halten
haben.
Ein Treiben, wie es auf dem alten Kontinent völlig
unbekannt iſt, hat es in dieſer Woche in Chicago gegeben
Dort hat der Nationalkonvent getagt, der die Wahl des
Präſidenten vorbereitet, und es haben ſich dabei
Sze=
nen abgeſpielt, die mit einem Jahrmarktsrummel
ver=
zweifelte Aehnlichkeit hatten. Gab es doch ein direktes
Markten und Feilſchen um die Wahlſtimmen,
insbeſon=
dere hatte man ſich dabei die in dieſer Hinſicht ſehr
zu=
gänglichen Neger aufs Korn genommen.
Ländlich=
ſchändlich heißt ein bekanntes abgeändertes Sprichwort.
Zur Vermehrung der Staatsautorität kann freilich ein
derartiges Verfahren ſchwerlich beitragen. Hie Taft, hie
Rooſevelt! das war die Parole, aber wenn ’zwei ſich
ſtreiten, freut ſich der Dritte, es kann auch ſein, daß ein
Außenſeiter im Februar nächſten Jahres ſeinen Einzug
im Weißen Hauſe zu Waſhington halten wird.
Deutſches Reich.
Reichstagserſatzwahl. Bei der
Reichs=
tagserſatzwahl im erſten mecklenburgiſchen Wahlkreis
Hagenow=Grevesmühlen wurden abgegeben
für Pauli (konſ.) 6130, für Sivkowich (liberal) 6580 und
für Kober (Soz.) 4065 Stimmen. Eine kleine Zahl Ort=
Seite Be
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Nummer 145,
ſchaften ſteht noch aus. Danach iſt Stichwahl zwiſchen
Pauli und Sivkowich erforderlich.
— Ueber die Hamburger Rede Kaiſer
Wilhelms ſchreibt das Journal des Débats: Dieſe
Anſprache enthält nichts, was im Auslande
Empfind=
lichkeiten wachrufen oder von ſeiten eines Herrſchers
über=
raſchen könnte, der geſagt hat, daß die Zukunft
Deutſch=
lands auf dem Waſſer liegt.
— Zur Gewerkſchaftsfrage. Die
von der Fuldaer Biſchofs=Konferenz eingeſetzte
ſoziale Kommiſſion der preußiſchen Biſchöfe hielt
gele=
gentlich der Bonifaziustagung in Hildesheim eine
Be=
ſprechung über die Gewerkſchaftsfrage ab und präziſierte
in einem Telegramm an einen um die
Gewerkſchafts=
bewegung hochverdienten Führer ihren Standpunkt. Die
in kurzer Zeit zu erwartende Bekanntgabe des Inhalts
des Telegramms dürfte, der Hildesheimer Zeitung
zufolge, geeignet ſein, Beruhigung im katholiſchen
Deutſch=
land zu ſchaffen und das volle Vertrauen auf eine
bal=
dige zufriedenſtellende Entſcheidung zu verſtärken.
— Vom Reichsetat 1913. Wie die Neue
Politiſche Korreſpondenz mitteilt, werden in einzelnen
Reichsreſſorts gegenwärtig die Arbeiten für die
Anfor=
derungen zum Reichsetat 1913 zum Abſchluß gebracht.
Auch diesmal iſt Sparſamkeit für alle Anſtellungen zum
maßgebenden Geſichtspunkte gemacht worden.
— Kiderlen=Wächter. Der Täglichen
Rund=
ſchau wird aus Petersburg gedrahtet: Die von hier
ſtammende und hierher zurücktelegraphierte Meldung,
daß Herr v. Kiderlen=Wächter gedenke, in der nächſten
Zeit in Petersburg einen Beſuch abzuſtatten, wird von
zuverläſſiger Seite als falſch bezeichnet. Wir
können hinzufügen, daß nach unſeren Erkundigungen
auch an Berliner maßgebender Stelle nichts von einem
Beſuch des Staatsſekretärs in Petersburg bekannt iſt.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Wehrvorlagen im
Abgeordneten=
hauſe. In der fortgeſetzten zweiten Leſung erklärte
der tſchechiſche Abgeordnete Kramarſch, es ſei kein
Wun=
der, daß die Deutſchen für die Wehrvorlagen ſtimmen,
denn die Armee ſei ein Bollwerk des Deutſchtums. Das
Bündnis mit dem Deutſchen Reiche ſei auch ein ſehr
ſtar=
ker Antrieb, für die Wehrvorlage zu ſtimmen. Die
Tſchechen könnten mit Recht über eine ſchroffe
Zurück=
ſetzung in der Armee klagen. Auch die auswärtige
Po=
litik ſei für die Tſchechen nicht danach angetan, ihre
Sympathien und ihre Begeiſterung wachzurufen. Wenn
die Tſchechen trotz alledem für die Vorlagen ſtimmten,
ſo ſei das kein Vertrauensvotum für die Regierung,
ſon=
dern die Tſchechen bewilligten die Vorlagen dem Staate
und dem alten Monarchen mit dem Herzenswunſche, daß
es ihm noch lange vergönnt ſein möge, an der Spitze der
erſtarkten Armee als ſicherſter Hort des Friedens zu
ſtehen. Mit ungebrochenem Mute ſtrebten die Tſchechen
nach dem ſchönen Ziel, in der alten Monarchie die Frage
des friedlichen Zuſammenlebens aller Völker zu löſen,
ohne die hiſtoriſchen Grundlagen der Monarchie zu
ver=
letzen. Der Redner trat für die Einheitlichkeit der
Kom=
mandoſprache ein und ſagte, daß die Tſchechen die
Zwei=
teilung der Armee nicht wünſchten; angeſichts der
unun=
terbrochenen Rüſtungen aller Staaten könne Oeſterreich=
Ungarn nicht mit einer Abrüſtung beginnen. Wir
wol=
len, ſo ſchloß Kramarſch, die Erhaltung der Armee nicht
zu Eroberungszwecken und nicht zur Erfüllung
phan=
taſtiſcher Pläne, ſondern zum Schutze des Friedens, der
Freiheit, der nationalen Entwickelung und zum Schutze
der öſterreichiſchen Idee, daß Oeſterreich der mächtige
Beſchützer aller ſeiner Völker werde und bleibe. (
Leb=
hafter Beifall.) Der Sozialdemokrat Sever erklärte, die
Sozialdemokraten würden Mann für Mann gegen die
ſchlechte Vorlage ſtimmen. Hierauf wurde die
General=
debatte geſchloſſen.
Der Kaiſer empfing den Obmann des
Po=
lenklubs Leo in Privataudienz. Er ſprach ſein
Be=
dauern aus, daß infolge unliebſamer, von keiner Seite
beabſichtigter Zwiſchenfälle die Gefahr einer Trübung
des traditionellen freundlichen Verhältniſſes des Polen
klubs zur Regierung, auf das der Monarch großen Wert
lege, beſtanden habe. Er gab weiter zu erkennen, daß
ſeiner Intention gemäß an dem bisher jederzeit
beob=
achteten Grundſatz, nationalpolitiſche Fragen in
Gali=
zien nur im Einvernehmen zwiſchen Polen und
Ruthe=
nen einer Löſung zuzuführen, auch in Zukunft ſtreng
feſt=
gehalten wird. Der Kaiſer hob in warmer
Anerken=
nung die ſtets bekundete dynaſtiſche Geſinnung, die
patri=
otiſche Haltung des Polenklubs hervor und verabſchiedete
ſich von Leo in huldvollſter Weiſe.
Der Polenklub hielt darnach eine Sitzung ab,
in der folgender Beſchluß gefaßt wurde: Der
Polen=
klub hat den Bericht des Obmanns und des Miniſters
Dlugocz über die Audienz bei Sr. Majeſtät mit
tiefge=
fühlter Dankbarkeit für die von Sr. Majeſtät ſtets
bekun=
dete Huld zur Kenntnis genommen. Angeſichts des von
der allerhöchſten Stelle ausgedrückten Bedauerns, daß
infolge einer Reihe von unliebſamen, von keiner Seite
be=
abſichtigten Zwiſchenfälle die Gefahr einer Trübung des
traditionellen freundlichen Verhältniſſes des Polenklubs
zur Regierung beſtanden habe und daß Se. Majeſtät auf
die Erhaltung dieſes Verhältniſſes großen Wert legt
und angeſichts der mit beſonderem Nachdruck gegebenen
Verſicherung Sr. Majeſtät, daß ſeinen Intentionen
ge=
mäß an dem bisher jederzeit beobachteten Grundſatze,
in nationalpolitiſchen Fragen Galiziens nur im
Ein=
verſtändnis beider das Land bewohnenden Völker eine
Löſung herbeizuführen, auch in Zukunft ſtreng
feſtgehal=
ten wird, deshalb erwartet der Polenklub, daß die
Ur=
ſachen, welche eine Aenderung ſeiner politiſchen Stellung
zur Regierung beeinflußten, entfallen ſind.
Frankreich.
Frankreich und die türkiſchen
Spora=
den. In franzöſiſchen Blättern wird mit auffälliger
Gefliſſentlichkeit für die Abtrennung der türkiſchen
Spo=
raden vom ottomaniſchen Reiche Stimmung gemacht. So
behandelt der Eclair es als ſelbſtverſtändlich, daß die
türkiſchen Sporaden vollſtändige Autonomie mit Rhodos
als Mittelpunkt erhalten, und der Gaulots ſchreibt:
„Es erſcheint in jedem Falle unmöglich, daß man die
Inſelgriechen zwingen könnte, unter die türkiſche
Herr=
ſchaft zurückzukehren. Man wird für ſie ein politiſches
Regime feſtſetzen müſſen, das zu beſtimmen
ſchwie=
rig iſt.”
Mit einer derartigen Unterſtützung griechiſcher
Los=
reißungsgelüſte erweiſt man dem Beſtreben, den
italie=
niſch=türkiſchen Krieg zu beendigen, den denkbar
ſchlech=
teſten Dienſt. Denn der Pforte wird durch ſolche
Trei=
bereien die Neigung zu Friedensverhandlungen förmlich
ausgetrieben; Italien aber verliert bei der Schaffung
einer Autonomie für die Sporaden das etwaige
Kom=
penſationsobjekt, das es für den Erwerb Tripolitaniens
in der Hand hat. Es leuchtet daher ein, in wie hohem
Grade die Herbeiführung des Friedensſchluſſes durch jede
Begünſtigung einer Agitation erſchwert wird, die den
ſtaatsrechtlichen Zuſtand der türkiſchen Sporaden zu
ändern trachket. Die Verlängerung des Krieges aber
entſpricht ſo wenig den Bedürfniſſen Frankreichs und
ſeiner amtlichen Vertretung, daß man nicht zu viel ſagt,
wenn man franzöſiſche Umtriebe von der Art des
Gau=
lois und des Eclair als Frankreichs Intereſſen direkt
zuwiderlaufend bezeichnet.
Bekämpfung der
Bevölkerungsab=
nahme. Mehrere radikale Deputierte beſchloſſen, zum
Budgetgeſetz einen Zuſatzantrag einzubringen, won
behufs Bekämpfung der Bevölkerungsabnahme je
Familienoberhaupt, das mehr als drei Kinder un
13 Jahren zu verſorgen hat, für jedes weitere Kinde
monatliche Unterſtützung von ſechs Francs erhalten
Frankreich und Spanien. Nach einer A
drider Meldung wird auch in dem neuen franzöſiſc=
Eiſenbahn=Projekt Tanger=El Kſar=Fez, welches Botſch
ter Geoffray dem Miniſter des Aeußern Garcig Pri
überreichte, die Bildung einer einzigen Geſellſchaft 1
eine verhältnismäßige Beteiligung Spaniens vorgeſch
gen. Die ſpaniſche Regierung verlange nach wie
die Bildung zweier Geſellſchaften, einer franzöſiſchen
einer ſpaniſchen.
Miniſterkriſis. Außer der bereits
dementi=
ten Meldung, daß unter den Miniſtern infolge der Wa
reformfrage ernſte Meinungsverſchiedenheiten
ausgeb=
chen ſeien, die die radikalen Miniſter, darunter Bor
geois, zu ihrer Demiſſion veranlaßt hätte, wurde in d
Wandelgängen der Kammer, wie erwähnt, auch noch
d=
ſenſationelle Gerücht verbreitet, daß Senatspräſide
Duboſt eine Unterredung über die Frage der etwaig
Kammerauflöſung gehabt habe. In einer offiziöſen M
teilung wird dieſes Gerücht als vollkommen erfunden
zeichnet und erklärt, daß der Beſuch des Präſident
beim Senatspräſidenten keinerlei politiſchen Charaft
hatte. Ferner wird bemerkt, daß Miniſterpräſident Pol
caré mit allen ſeinen Kollegen über die Haltung ſein
Kabinetts in der Wahlreformfrage vollſtändig einigſt
Das Miniſterium ſei bereit, alle Wege zu einer Verſtä
digung zu betreten, falls ſie die Durchführung der
Wah=
reform zum Ziel hätten und eine Einigung der republ
kaniſchen Parteien begünſtigten. Poincaré ſelbſtſag
ferner mehreren Berichterſtattern, die ihn über die
Umlauf befindlichen Gerüchte befragten, was man imm
tun und ſagen möge, es wird nicht gelingen, das Miniſt
rium zu entzweien.
England.
Zur Frage von Englands Mittelmee
politik bringt die Voſſiſche Zeitung aus Londonfol
gendes: Hier verlautet, daß die Entſcheidung überdi
neue Mittelmeerpolitik Englands hinausgeſchoben wor
den iſt. Man hat ſich an verantwortlicher Stelle in Eng
land überzeugt, daß der öſterreichiſche Flottenausha
nicht, wie bislang angenommen wurde, im Jahre19
ſondern erſt zu Ende 1915 die Fertigſtellung dere
erſten Dreadnoughts vorſieht. Der hier befürchtete
punkt, der die britiſche Flotte im Mittelmeer den Krieg
ſchiffen des Dreibundes gegenüber in einen Nachteil
ſetzen wird, war nach den bisherigen Erwägungen
engliſchen Regierung verfrüht angenommen worden,
Unterhaus. In Erwiderung einer.Anftage
erklärte Sir Edward Grey, von der türkiſchen Regieruig
ſei ein Geſuch um Ueberlaſſung von Offizieren für die
Gendarmerie eingetroffen. Er wünſche aber, vollſtändige
Klarheit darüber zu erhalten, unter welchen
Bedingungen=
dieſe Offiziere verlangt werden und was ihre Aufgab
wäre, bevor er das betreffende Geſuch beantworten
könne.
China.
Juanſchikai hat dem Kabinett mitgeteilt,
wünſche die Aemter des Präſidenten und des Präſidiuns
nicht in ſeiner Perſon zu vereinigen. Er ſchlage vor,ds
Amt des Präſidiums dem bekannten Südchineſen Chan
chien und, wenn dieſer ablehne, es dem ehemaligen
mund des Kaiſers Hſuſchichang anzubieten. Beide ſeien
ernſthafte Männer mit tiefer wiſſenſchaftlicher Bildu
mit lauterem Charakter ohne perſönlichen Ehrgeiz,
Kabinett ſtimmte dem Vorſchlag zu.
General Liyuanhung telegraphierte deſ
Verweſer des Miniſteriums des Auswärtigen, esä
Wie Amerika ſeinen Präſidenten
wählt.
ml. Selbſt für das Land der unbegrenzten
Möglich=
keiten ſind die Vorgänge, die ſich gegenwärtig auf dem
Konvent der republikaniſchen Partei in Chicago
abſpie=
len, unerhört und faſt beiſpiellos. Mit Staunen und
Be=
fremden verfolgt Europa dieſen Kampf zwiſchen den
ein=
ſtigen Freunden Taft und Rooſevelt, ohne doch von den
eigentlichen Zuſammenhängen des Wahlkampfes von
dem inneren Getriebe und dem Funktionieren der „
Partei=
maſchine” mehr als ein ganz oberflächliches und
ver=
ſchwommenes Bild zu haben. Ja, man darf ganz ruhig
und ernſthaft die Behauptung aufſtellen, daß es überhaupt
keinen Europäer gibt, der den amerikaniſchen
Partei=
mechanismus vollkommen überſieht und die Technik einer
Präſidentenwahl wirklich kennt, denn das Syſtem, nach
dem die Vereinigten Staaten ihren Präſidenten wählen,
iſt komplizierter, verſchrobener und umſtändlicher, es iſt,
kurz geſagt, rückſchrittlicher, als irgend ein Wahlrecht der
Welt. Man darf das getroſt ſagen, ohne der
außerordent=
lich weitgehenden politiſchen Freiheit der Amerikaner zu
nahe zu treten. Das Wahlſyſtem iſt eben ein Produkt
aus mehr als hundertjähriger Tradition und aus der
überaus großen Verſchiedenheit in den Verhältniſſen der
faſt vier Dutzend Einzelſtaaten, die die Union bilden.
Es wäre ein völlig ausſichtlos Beginnen, in einem
Zeitungsaufſatz oder auch in mehreren Artikeln den
chro=
nologiſchen Werdegang einer Präſidentſchaftskandidatur
auch nur einigermaßen genau darzuſtellen. Eine ſolche
Aufgabe würde Bände erfordern; zudem würde der
Nicht=
amerikaner, der Land und Leute nicht kennt, nach dem
Studium eines ſolchen Werkes ſo klug ſein, wie zuvor,
denn die Mittel und Wege, die eingeſchlagen werden, um
letzten Endes den Delegaten für den ausſchlaggebenden
Nationalkonvent jeder Partei zu erwählen, ſind — es iſt
das keineswegs zu viel geſagt — beinahe von Kreis zu
Kreis, von Ort zu Ort verſchieden! Und dabei umfaſſen
die Vereinigten Staaten ein Gebiet, das ſechzehnmal ſo
groß iſt, wie das Deutſche Reich. Dieſe ungeheure
Kom=
pliziertheit des Wahlſyſtems bringt es mit ſich, daß allein
vom Beginn der Vorwahlen bis zum Zuſammentritt des
Nationalkonvents, auf dem der eigentliche
Präſident=
ſchaftskandidat der Partei „nominiert” wird (ob er
ge=
wählt wird, das entſcheidet ſich erſt fünf Monate ſpäter),
zwei bis drei Monate vergehen. Dieſe Vorwahlen dienen
lediglich der Ausleſe der zum Nationalkonvent zu
entſen=
denden Delegaten. Sie beginnen mit der Wahl von
Kan=
didaten in den ſogen. Lokalkonventen, die nach „Counties”
(Kreiſen) und „Congreſſional Diſtricts” (Kongreß=
Wahl=
bezirken) eingeteilt ſind. Oft genug haben aber
inner=
halb der einzelnen Kreiſe die verſchiedenen Orte noch
ihren beſonderen Lokalkonvent. Die diesbezüglichen
Ver=
hältniſſe ſind von Staat zu Staat verſchieden, und welche
Buntſcheckigkeit der Gebräuche und Gepflogenheiten
da=
bei herauskommt, begreift man bei der großen Zahl der
Bundesſtaaten wohl ohne weiteres. Auf nähere
Einzel=
heiten bei dieſen Vor= oder Primärwahlen einzugehen,
verbietet ſich daher von ſelbſt. Wiſſen muß man nur, daß
die aus den Lokalkonventen hervorgegangenen Delegaten,
die alſo den Urwahlen der ſtimmberechtigten Bürger ihr
Mandat verdanken, ihrerſeits erſt wieder Delegaten zu
den Staatskonventen wählen. Dieſe einigen ſich, zumeiſt
erſt nach erbittertem Ringen, über die Delegaten, die ſie
zum Nationalkonvent, der höchſten Inſtanz, die über die
Kandidatenaufſtellung für die Präſidentenwahl zu
ent=
ſcheiden hat, entſenden.
Wer nun glaubt, daß dieſes Wahlſyſtem, wenn auch
ſehr kompliziert, ſo doch nicht gerade für den
Nicht=
amerikaner völlig unverſtändlich ſei, der irrt ſich. Denn
was bei der Wahl der Delegaten alles an mehr oder
weniger verſteckten Schiebungen hinter den Kuliſſen, was
an unſauberen Manövern im Schoße der
Parteiorganiſa=
tionen vorgeht, das iſt dem Europäer einfach
unbegreif=
lich. Es gibt überhaupt keinen verwickelteren
Mechanis=
mus, als eine amerikaniſche „Parteimaſchine” wie man
die das ganze rieſige Land bis zu den entlegenſten
Far=
men umſpannende Organiſation der beiden großen
Par=
teien der Republikaner und der Demokraten nennt. Daß
bei ſolchen Wahlen von den „Boſſes” den Parteiführern,
Stellen= und Aemteſchacher im größten Stile betrieben
wird, iſt ſelbſtverſtändlich; darüber regt ſich in Amerika
kein Menſch weiter auf, und die gegenwärtigen republi=
kaniſchen Beamten wiſſen ganz genau, daß ſie ihr Bünd
ſchnüren müſſen, wenn etwa ein demokratiſcher Präſideu
ins „Weiße Haus” einzieht. Was ſchlimmer iſt, das
die Beſtechung in den verſchiedenſten Formen, diee
übt, der einen Gegner auf ſeine Seite zu bringen ſüll
Man darf eben nicht vergeſſen: für den Amerikaner
die Politik ein Geſchäft, und wer die Gelegenheit,
zu verdienen, nicht wahrnehmen würde, der würde
ein törichter und idealiſtiſcher Schwärmer angeſehenen
den. Gewiß gibt es von dieſer Regel jenſeits des großen
Teichs Ausnahmen; es ſind aber eben Ausnahmen, un
der Durchſchnittsamerikaner huldigt auf allen Gehjeten
in erſter Linie dem Gotte Dollar.
Nur ſo iſt es zu verſtehen, daß auf dem
National=
konvent der Republikaner zu Chicago
gegenwärtigge=
radezu unglaubliche Manöver mit den Negerdelegaten
aus den Südſtaaten angeſtellt werden. Dieſe Colored=
Gentlemen ſind zum großen Teil ſchon von Geburt und
Erziehung Spitzbuben; ſie ſind denn auch völlig ſkrupel
los in der Wahl ihrer Mittel, um aus ihrer Stimmen
viel Geld wie möglich herauszuſchlagen. In
unverſchäm=
ter Weiſe ſtellen ſie ihre Forderungen an die Vertrauens
leute der beiden Kandidaten, und während die einen die
Nächte hindurch durch alle Vergnügungslokale Chicagos
geſchleift werden, um ſie mürbe zu machen, hält man die
anderen bei wüſten Gelagen, bei denen der Sekt in
Strö=
men fließt, feſt, um die Gegner gar nicht erſt an ſie heran
kommen zu laſſen. Die größte Ungerechtigkeit des Vot
wahlſyſtems liegt nämlich darin, daß die Zahl der vor
den einzelnen Staaten zum Nationalkonvent geſandten
Delegaten unabhängig iſt von der Zahl der Parteianhän
ger im Staate. In den Südſtaaten z. B. iſt die ganz
weiße Bevölkerung demokratiſch; republikaniſch wählen
lediglich die Neger, die ja den Republikanern der Nord
ſtaaten ihre Befreiung aus der Sklaverei zu verdanken
haben. So kommt es, daß tatſächlich auf dem republika
niſchen Konvent die Negerſtaaten vermutlich den
Aus=
ſchlag geben werden.
Ob aber nun Taft oder Rooſevelt, oder ſchließlich ein
dritter Kandidat in Chicago nominiert werden wird alles
das iſt doch erſt ein Vorſpiel des eigentlichen
Wahlkamp=
fes. Zurzeit bereiten, allerdings ganz in der Stille, ja auch
ſnmmer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Jum 1912.
Seite 3.
wendig, die in der Mandſchurei und der Mongolei
enden ruſſiſchen Truppen zu zwingen, das chineſiſche
ritorium zu räumen und die territoriale Integrität
nas zu achten.
* Baden=Baden, 20. Juni. Der bayeriſche
niſterpräſident Frhr. v. Hertling wurde heute
ymittag von der Großherzogin Luiſe auf Schloß
Ba=
empfangen und iſt um 4 Uhr wieder nach
Karls=
e zurückgereiſt.
* Schwerin, 21. Juni. Königin Wilhelmine
Prinz Heinrich der Niederlande haben geſtern die
ckreiſe nach Holland angetreten.
* Bern, 20. Juni. Zu Ehren der deutſchen
ſtbeamten fand heute ein zweiter Empfang beim
ltpoſtdenkmal ſtatt, an dem der deutſche Geſandte von
low ein Hoch auf die Schweiz ausbrachte und
Ober=
idirektor Steger namens der ſchweizeriſchen Behörden
deutſchen Gäſte begrüßte.
* Rom, 20. Juni. Der Bericht des Deputierten
regari im Namen der Kammerkommiſſion über
Geſetzentwurf, durch den der Konvention über den
ickkauf der Gotthardbahn die Zuſtimmung
eilt werden ſoll, gibt eine genaue Analyſe der
Kon=
ttion und ihrer Interpretation und faßt in vier
Ta=
ordnungen die Wünſche der Kommiſſion über die
Aus=
rung der Konvention zuſammen. Der Bericht ſchließt
t dem Erſuchen, der Konvention zuzuſtimmen, obgleich
nicht das beſtmögliche darſtellt, was Italien aus
ei=
endgültigen Regelung der Frage der Gotthardbahn
ſich erwarten könne und die Italien die gleichen
immen koſtete wie die der beiden anderen Staaten
ammen. Italien werde die Konvention in der Abſicht
nehmen, Deutſchland und die Schweiz in ihren
elen zu unterſtützen. Italien wünſche bei aller
Rück=
ſt auf ſeine eigenen Intereſſen die Bande der
Freund=
aft mit der Schweiz enger zu knüpfen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Juni.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
rzog empfingen am Donnerstag vormittag 10 Uhr
Jagdſchloß Wolfsgarten den Kreisrat Lochmann
5 Offenbach und den Forſtmeiſter Bonhard aus
örfelden. (Darmſt. Ztg.)
* Beſtätigt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
rzog die durch die Dekanatsſynode des Dekanats
fenbach für den Reſt der laufenden Wahlperiode
voll=
genen Wahlen des evangeliſchen Pfarrers Ludwig
chuſter zu Dudenhofen zum Dekan und des
evan=
liſchen Pfarrers Adolf Lehn zu Offenbach a. M. zum
ellvertreter des Dekans des Dekanats Offenbach.
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
rzog den Kreisamtsgehilfen Nikolaus Fabian
Heppenheim zum Bureauvorſteher bei dem
Kreis=
it Schotten und den Bureaugehilfen Adam Getroſt
5 Rimbach i. O. zum Kreisamtsgehilfen, beide mit
tirkung vom 1. Juli d. Js.
Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se.
5nigl. Hoheit der Großherzog haben dem
Polizei=
mmiſſär Schildwächter zu Bad Nauheim die
Er=
ubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von
r. Maj. dem Kaiſer und König von Preußen
ver=
henen Kronenordens IV. Klaſſe, dem Schutzmann
üſcher zu Bad Nauheim desgleichen für die ihm
n Sr. Maj. dem Kaiſer und König von Preußen
rliehene goldene Medaille zum Kronenorden erteilt.
* Erteilung des Reichsexequatur. Dem zur
Aus=
dung konſulariſcher Dienſtverrichtungen in der Provinz
berheſſen zugelaſſenen Kaiſerlich Ruſſiſchen
General=
nſul, Wirklichen Staatsrat Damier in
Frank=
rt a. M. iſt das Reichsexequatur erteilt worden.
Perſonalien der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
ahngemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
erzog haben den Bahnmeiſtern Peter Seibert zu
teudt und Georg Bernius zu Fulda, dem
Be=
iebswerkmeiſter Guſtav Laue zu Bebra, dem
Güter=
rſteher Johann Schreiber zu Frankfurt (Main)
nd dem Eiſenbahnaſſiſtenten Friedrich Paulenz zu
rankfurt (Main), den Eiſenbahnunteraſſiſtenten Konrad
ſchneider zu Beienheim und Friedrich Mäſer zu
üdingen, ſowie dem Weichenſteller I. Klaſſe Heinrich
chäfer zu Hungen, ſämtlich in der Heſſiſch=
Preußi=
hen Eiſenbahngemeinſchaft, die unkündbare Anſtellung
verliehen. — In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Maſchinenwärter in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft Karl Berg zu Guſtavsburg vom 1.
Sep=
tember 1912 an.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Heinrich Hübner
zu Ober=Laudenbach, Kreis Heppenheim, eine
Lehrer=
ſtelle an der evangeliſchen Schule zu Hofheim, Kreis
Bensheim, dem Schulamtsaſpiranten Otto Heß aus
Hiltersklingen, Kreis Erbach, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Reichenbach, Kreis Bensheim.
C Der bayeriſche Miniſterpräſident Frhr. v. Hertling
iſt am Donnerstag ſpät abends in Darmſtadt eingetroffen
und hat bei ſeinen hieſigen Verwandten (Familie Frhrn.
v Biegeleben) Wohnung genommen. Frhr. v.
Hert=
ling wurde geſtern mittag nach 1 Uhr von Sr. Kgl.
Hoheit dem Großherzog in Jagdſchloß Wolfsgarten
in Audienz empfangen. Nach der Audienz nahm
Frhr. von Hertling an der Familientafel teil und fuhr
dann nach Darmſtadt zurück. An der Tafel nahm kein
heſſiſcher Miniſter teil
* Kirchliche Dienſtnachrichten. Ernannt wurden:
Pfarraſſiſtent Gerich zu Lollar zum Pfarraſſiſtenten an
der Johannisgemeinde in Mainz, Dekanat Mainz;
Pfarr=
aſſiſtent Klingel zu Nieder=Ingelheim zum
Pfarraſſiſten=
ten in Kirchberg, Dekanat Gießen (mit dem Wohnſitz in
Lollar); Pfarrverwalter Walldorf zu Udenheim zum
Pfarraſſiſtenten der Landpfarrei Mainz, Dekanat Mainz
(mit dem Wohnſitz in Gonſenheim): Pfarrverwalter
Deggau zu Wackernheim zum Pfarrvikar in Beerfelden,
Dekanat Erbach (erſte Pfarrſtelle); Pfarrverwalter
Bön=
ning zu Wald=Michelbach zum Pfarrverwalter in
Eichels=
dorf, Dekanat Nidda; Pfarramtskandidat Haupt zu
Mainz, zuletzt Pfarraſſiſtent zu Klagenfurt in
Steier=
mark, zum Pfarrverwalter in Grüningen, Dekanat
Hun=
gen. Geſtorben ſind: der evangeliſche Pfarrer i. P.
Theodor Vigelius von Steinfurth zu Wiesbaden am 29.
April; der evangeliſche Pfarrer und Dekan Kirchenrat
Ludwig Fiſcher zu Eichelsdorf, Dekanat Nidda, am
4. Mai; der evangeliſche Pfarrer i. P. Julius Happel von
Heubach zu Darmſtadt am 8. Juni.
* Militärdienſtnachrichten. Lindhorſt, Major z. D.
und Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Gießen, wird zum
Landwehrbezirk Worms, Hauptmeldeamt, verſetzt:
Ham=
ſcher Hauptmann und Kompagniechef im Infanterie=
Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm (3. Bad.) Nr. 111,
unter Verſetzung zum Stabe des Infanterie=Leibregiments
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, zum Major
beför=
dert: Heydemann Hauptmann z. D., zuletzt
Kompag=
niechef im Pommerſchen Jäger=Bataillon Nr. 2, zum
Be=
zirksoffizier beim Landwehrbezirk Gießen ernannt:
Trapp, Hauptmann und Mitglied der Gewehr=
Prüfungs=
kommiſſion, als Kompagniechef in das Infanterie=
Regi=
ment Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 verſetzt. Zu
Oberleutnants wurden befördert die Leutnants: v.
Eiſen=
hart=Rothe im Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, v. Kleinſchmit, im Großh. Artillerie=Korps,
1. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 25. Zu
Leut=
nants werden befördert die Fähnriche: Nehry im
Infan=
terie=Regiment Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, v.
Hahn im Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh. Heſſ.
Feld=
artillerie=Regiment Nr. 25, von Heldmann im Großh.
Heſſ. Train=Bataillon Nr. 18, Frhr. v. Brandenſtein
Major im Generalſtabe der General=Inſpektion der
Kaval=
lerie, kommandiert zur Dienſtleiſtung beim Garde=
Dra=
goner=Regiment Nr. 23, zum Kommandeur dieſes
Regi=
ments ernannt, Frhr. v. Dörnberg, Oberleutnant im
Küraſſier=Regiment von Drieſen (Weſtfäl.) Nr. 4 (früher
im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23), wird von dem
Kommando zur Geſandtſchaft in Bern mit dem 16. 9. 12.
enthoben. Stabsoffiziergebührniſſe erhalten vom 1. April
dieſes Jahres ab: Frhr. Truchſeß von und zu
Wetz=
hauſen, beim Stabe des Großh. Heſſ. Train=Bataillons Nc.
18. Der Abſchied wird bewilligt mit der geſetzlichen
Pen=
ſion und der Regimentsuniform: v. Kleinſchmit,
Oberſt und Kommandeur des 5. Bad. Feldartillerie=
Regi=
ments Nr. 76, v. Hahn, Oberſtleutnant und
Komman=
deur des Feldartillerie=Regiments von Peucker (1. Schleſ.)
Nr. 6, dem letzteren unter Verleihung des Charakters als
Oberſt (beide früher im Großh. Artillerie=Korps), v.
Ber=
nuth, Major und Kommandeur des Garde=Dragoner=
Regiments (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, Hedemann,
Haupt=
mann und Kompagniechef im Infanterie=Regiment Prinz
Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, v. Hatten, Major z. D.
und Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Worms, Dr.
Donges, Oberarzt beim 2. Großh. Heſſ. Feldartillerie=
Regiment Nr. 61, unter Beförderung zum Stabsarzt, zum
Bataillonsarzt des 2. Batl. des Infanterie=Regiments
Nr. 91 ernannt, Dr. Wichmann, Aſſiſtenzarzt beim Großh.
Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 25, zum 2. Großh. Heſſ.
Feldartillerie=Regiment Nr. 61 verſetzt, v. Hammacher,
Leutnant im Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 24, vom 1. 7. 12. ab ein einjähriger Urlaub ohne
Ge=
halt bewilligt, v. Grunelius, Leutnant im Leib=
Dra=
goner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, auf ſein Geſuch
zu den Reſerveoffizieren des Regiments übergeführt.
2 Stadtverordneten=Verſammlung. Die
Tages=
ordnung zur 6. Sitzung der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung am Donnerstag, den 27. Juni, nachmittags
3½ Uhr, lautet: 1. Mitteilungen. 2. Erbaung eines
Garniſonslazaretts in dem ehemaligen Akaziengarten
an der Eſchollbrücker Straße (Ausnahme von § 5 des
Ortsbauſtatuts). 3. Geſuch um Befreiung von den
Be=
ſtimmungen in § 2 Abſatz 1 des Bauſtatuts für die
Goetheſtraße vom 18. Februar 1907. 4. Einlegung eines
neuen Kanals in die Pankratiusſtraße. 5 Geſuch um
Genehmigung zur Anlage von Abwäſſergruben für
Neu=
bauten in der verlängerten Darmſtraße. 6. Errichtung
einer unterirdiſchen Bedürfnisanſtalt auf dem
Markt=
platz. 7. Errichtung einer Anlage zur Verarbeitung des
Ammoniakwaſſers im Städtiſchen Gaswerk. 8. Die
Krankenpflege im Städtiſchen Krankenhaus; hier: die
Bildung einer Krankenhaus=Schweſternſchaft. 9 Geſuch
des Komitees „Darmſtadt im Blumen= und
Pflanzen=
ſchmuck” um Ueberlaſſung von Pflanzen. 10. Geſuch
des Hilfsfonds der Großh. Hofmuſik um Bewilligung
eines Beitrags zu den Koſten eines Konzerts. 11. Geſuch
des Fechtvereins Waiſenſchutz um Bewilligung eines
Beitrages zu den Koſten eines Wohltätigkeitsfeſtes. 12.
Bewilligung eines Zuſchuſſes zu den Koſten der
Kauf=
männiſchen Fortbildungsſchule, 13. Geſuch um Erhöhung
des Beitrages zur Großh. Zentrale für Mutter= und
Säuglingsfürſorge. 14. Geſuch des Arbeitsausſchuſſes
der Eugen Bracht=Ausſtellung Darmſtadt 1912 um
Be=
willigung einer Beihilfe. 15. Abänderung des Statuts
über die Zuſammenſetzung und den Geſchäftskreis der
Verwaltungs=Deputationen. 16. Das Armen= und
Für=
ſorgeweſen in Darmſtadt. 17. Abänderung der
Polizei=
verordnung, die Beaufſichtigung der Hunde betr. 18.
Feldpolizeiverordnung, betr. das Pflügen von
Grund=
ſtücken.
A Ausgabe der Gemeindeſteuerzettel. Nunmehr
wer=
den die Gemeindeſteuerzettel für das laufende
Jahr ausgegeben. Die Steuer iſt in 6 Zielen zu
ent=
richten, das erſte Ziel iſt bereits fällig. Der Steuerſatz
iſt der gleiche wie im Vorjahre, 128,4 Prozent Zuſchlag
zu den geſetzlichen Grundlagen (30 Prozent des fixierten
Reinertrags vom Grundbeſitz, vom Gewerbebetrieb
und von der Kapitalrente und ganze
Einkommen=
ſteuer). Mit der Gemeindeſteuer und auf der
Grundlage derſelben werden auch die örtlichen
Kirchenſteuern erhoben. Dieſe haben gegen
das Vorjahr teilweiſe Abänderungen, aber nicht ſehr
weſentlicher Natur, erlitten, welche in den
Steuerbeträ=
gen zum Ausdruck kommen. Aenderungen in den
Steuer=
beträgen treten natürlich auch dann ein, wenn
Aender=
ungen in den Grundlagen der Beſteuerung vorliegen,
z. B. durch Erhöhung oder Verminderung des
Einkom=
mens, der Kapitalrente, ſowie Aenderungen im
Grund=
beſitz oder im Gewerbebetrieb. Die Gemeindeſteuer iſt
übrigens für das laufende Steuerjahr zum letzten Male
auf den ſeitherigen Grundlagen ausgeſchlagen worden,
da vom nächſten Jahre an das neue Gemeindeſteuergeſetz
in Kraft tritt.
* Gewerbemuſeum. Von heute, Samstag, den 22.
Juni, ab ſind neu ausgeſtellt zwei Arbeiten von
Profeſſor Ernſt Riegel, Mitglied der Künſtlerkolonie
Darmſtadt: Fruchtſchale aus vergoldetem Silber, mit
Filigran und Amethyſten, Ehrengabe Seiner Königlichen
Hoheit des Großherzogs Ernſt Ludwig von Heſſen und
bei Rhein für das deutſche Bundesſchießen 1912 in
Frank=
furt a. M. Großer Tafelaufſatz auf Ebenholzſockel,
ver=
goldetes Silber mit Karneolen und Rauchtopaſen,
Ehren=
gabe der Stadt Frankfurt a. M. für das deutſche
Bundes=
ſchießen 1912 in Frankfurt a. M. Die Ausſtellung der
Architekturaufnahmen von Fräulein Homann wird am
Montag, den 24. Juni, geſchloſſen. Die Ausſtellung der
Altargeräte für die Friedenskirche in Offenbach a. M.
bleibt bis auf weiteres beſtehen.
Kinematographiſche Schüler= und
Volksvorführ=
ungen. Man ſchreibt uns: Das vom Darmſtädter
Aus=
ſchuß zur Hebung des Kinematographenweſens für
Mitt=
woch, den 26. Juni, gewählte Programm des
Reſidenz=
theaters bringt eine Reihe intereſſanter Bilder aus der
ie Demokraten ihren Nationalkonvent vor, der in
Balti=
lore demnächſt zuſammentreten wird. Erſt wenn auch
ieſer den demokratiſchen Kandidaten nominiert hat,
be=
innt der eigentliche Wahlkampf; während alles, was ſich
itzt ereignet, nur ein Vorſpiel iſt. Haben ſchon während
er vergangenen Monate die beiden republikaniſchen
Geg=
er in Pullman=Cars das ganze Land durchjagt, um
nzählige Agitationsreden zu halten, ſo geht in den
letz=
en Monaten vor der eigentlichen Wahl dieſe Hetzjagd,
ann von dem republikaniſchen und dem demokratiſchen
kandidaten um die Wette vollführt, aufs neue los. In
en großen Städten ſprechen ſie dann in den größten
Sälen, die oft 10000 bis 15000 Zuhörer faſſen; auf den
leineren Stationen in den mittleren und weſtlichen
Staa=
en wird oft nur ein Zug überſchlagen, und die
Partei=
inhänger haben gewöhnlich auf der Station bereits eine
Rednertribüne errichtet, zu der ſie, wenn der Zug mit dem
kandidaten erwartet wird, mit Muſikkapellen und mit
Bannern ziehen.
So kommt ſchließlich der Wahltag heran, der ſtets am
Dienstag nach dem erſten Montag im November iſt. Aber
luch dann wird der Präſident ſelbſt noch nicht gewählt;
die Wahl iſt vielmehr indirekt, und die Bürger der
Ver=
einigten Staaten, die Urwähler, wählen in jedem Staate
eine Anzahl von Wahlmännern, die der Geſamtzahl der
Senatoren und Repräſentanten, zu der der Staat im
Kon=
greß berechtigt iſt, gleichkommt. Die Wahlmänner werden
aber von vornherein auf den Namen eines beſtimmten
Kandidaten gewählt, ſo daß mit der Wahl der
Wahlmän=
ner im November tatſächlich bereits entſchieden iſt, wer in
den nächſten vier Jahren Präſident der Vereinigten
Staa=
ten wird. Deſſen eigentliche Wahl erfolgt erſt im Januar;
ſie wird aber als Formſache kaum mehr beachtet. Der
ganze geradezu gigantiſche Wahltrubel knüpft ſich an den
Tag der Urwahl im November, wenn die Bürger an die
rne treten. Die amerikaniſchen Großſtädte gleichen an
dieſem Tage beinahe einem Tollhaus; auf den Straßen
und in den öffentlichen Lokalen, die mit unzähligen
Ban=
nern, Wahlplakaten, Transparenten und dergleichen
aus=
geſtattet ſind, herrſcht ein unbeſchreiblicher
Karnevals=
krubel. Aber am Tage darauf verſchwindet dieſer ganze
Zauber; man wendet ſich wieder ſeinen Geſchäften zu, und
das Land hat Ruhe — bis zur nächſten Wahl.
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Eine
nament=
lich in der deutſchen Frauenwelt verehrte Schriftſtellerin,
„die Marlitt” deren bürgerlicher Name Eugenie
John war, ſtarb an dieſem Samstag vor 25 Jahren. In
Arnſtadt 1825 geboren, hatte ſie ſich zunächſt zur
Bühnen=
ſängerin herangebildet; aber ein Gehörleiden zwang ſie,
dieſer Laufbahn zu entſagen. 1865 erſchien in der „
Gar=
tenlaube” ihre erſte Novelle: „Die zwölf Apoſtel” im
Jahre darauf der Roman „Goldelſe” durch welchen ſie die
Herzen der Frauen gewann und ihren Ruf als
Schrift=
ſtellerin begründete. Es folgten dann: „Das Geheimnis
der alten Mamſell” „Reichsgräfin Giſela‟, „Die zweite
Frau”, „Das Heideprinzeßchen” uſw. uſw. „Das
Eulen=
haus” war ihr letzter Roman, den ſie nicht ganz vollendet
hatte, der aber nach ihrem Tode vervollſtändigt wurde.
E. Marlitt zeichnete ſich durch eine ſpannende und lebhafte
Darſtellungsweiſe aus; ſie iſt die Schöpferin vieler
hold=
ſeliger Mädchengeſtalten, und in ihren Erzählungen iſt
viel Lichtes und Anmutiges. Sie wußte den
volkstüm=
lichen Ton zu treffen, und dankbar gedenken noch heute
ungezählte Tauſende der Marlitt, die ihnen Stunden edler
Unterhaltung verſchafft hat und noch immer verſchafft.
Die deutſche arktiſche Expedition zur
Erforſchung des nördlichen Eismeers
(Nordoſtpaſſage) iſt nunmehr geſichert. Die Expedition,
deren Dauer auf 3 bis 4 Jahre berechnet iſt, wird unter
Führung von Leutnant Schröder=Stranz im Juni 1913
aufbrechen und durch den Stillen und Atlantiſchen Ozean
zurückkehren. Dem Ehrenpräſidium gehören an:
Prin=
zeſſin Thereſe von Bayern, Herzog von Altenburg,
Her=
zog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, Herzog von Urach,
ſowie einflußreiche Perſönlichkeiten des wiſſenſchaftlichen
und politiſchen Lebens. Die Berliner Muſeen liefern
die wiſſenſchaftliche Ausrüſtung. Der Gelehrtenſtab wird
folgende Gebiete bearbeiten: Ozeanographie, Geographie,
Karthographie, Geologie, Zoologie, Botanik.
Meteoro=
logie und Erdmagnetik. Die Urteile fachmänniſcher
Kreiſe über das Programm der Expedition lauten ſehr
günſtig.
*⁎* Der Anfang vom Ende Napoleons I. Vom 22
Juni 1812 datiert die Proklamation des Korſen, mit wel=
cher er ſeine Truppen zum Feldzug gegen Rußland
be=
geiſterte, der ein ſo ſchmähliches Ende nahm und zum
Wendepunkt im Leben des Franzoſenkaiſers werden ſollte.
Die Proklamation ließ an Ruhmredigkeit und
Verdreh=
ung der Tatſachen nichts zu wünſchen übrig; ſie lautete:
„Soldaten! Der zweite polniſche Krieg hat begonnen.
In Friedland und Tilſit wurde der erſte beendet. In Tilſit
ſchwur Rußland ewiges Bündnis mit Frankreich und
Krieg gegen England. Jetzt bricht es ſeinen Schwur. Es
verweigert jede Erklärung über ſein ſeltſames Betragen,
bis die franzöſiſchen Adler über den Rhein
zurückgegan=
gen und unſere Alliierten ſeiner Willkür preisgegeben
ſind. Rußland wird vom Verhängnis fortgeriſſen. Sein
Schickſal muß in Erfüllung gehen. Glaubt es uns denn
entartet? Wären wir denn nicht mehr die Krieger von
Auſterlitz? Rußland ſtellt uns zwiſchen Entehrung und
Krieg; die Wahl kann nicht zweifelhaft ſein. Alſo
vor=
wärts! über den Niemen! und den Krieg auf ruſſiſchen
Boden gebracht! Der zweite polniſche Krieg wird, wie
der erſte, ruhmvoll für Frankreichs Waffen ſein; aber der
Friede, den wir ſchließen werden, wird ſeine Bürgſchaft
mit ſich führen und dem unſeligen Einfluſſe, welchen
Rußland ſeit 50 Jahren über die Angelegenheiten
Euro=
pas ausgeübt hat, ein Ende machen. Hauptquartier
Wil=
kowisky. Napoleon.”
Am 24. Juni überſchritt Napoleon den Niemen. Der
Feldzug verlief bekanntlich unglücklich; des Korſen Heer
wurde aufgerieben, ſein Stern war im Erblaſſen,
Leip=
zig und Waterloo ſetzten alsdann ſeiner Laufbahn
vollends ein Ziel.
* Der Unterſee=Maler. Wer da glaubt, daß die Kunſt
im ewigen Umkreis des Menſchenlebens keine neuen und
unerhörten Stoffe mehr finden könne, der wird von
Wal=
ter Howiſon Pritchard, einem iriſchen Künſtler, widerlegt.
der gegenwärtig zu Paſadena in Kalifornien ſein Atelier
aufgeſchlagen hat. Er malt unter Waſſer und will damit
der Kunſt ein unbekanntes weites Reich des Schönen,
Geheimnisvollen und Wunderſamen aufgeſchloſſen haben.
Wie alle großen Geiſter mit neuen Ideen hat er lange
gegen den Unverſtand der trägen Menge kämpfen müſſen,
die mit den auf der Erde und über Waſſer geſchaffenen
Bildern ſich begnügte. Aber ſein jahrelanges heißes
Streben wird nun belohnt. Helen Gould, die bekannte
Millionärin, bat zwei große Oelgemälde von ihm gekauft,
Sckte 4=
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Jnni 1912.
Nummer 145,
Naturwiſſenſchaft, Geographie, Induſtrie und von der
deutſchen Flotte. Den Schluß bilden zwei humoriſtiſche
Stücke: „So ein Pferd!” und „So ein Hahn!‟ Es folgen:
1. Einheimiſche Vögel im Neſte. Wir ſehen u. a., wie die
ſchwierigen Aufnahmen dieſer Bilder durch ein
ausge=
ſtopftes Schaf ermöglicht werden. Eier im Neſt vieler
Vogelarten. Die Brut. Die unbeholfenen, ſperrenden
Jungen. Fütternde Eltern. Es ſind für alt und jung
ge=
rade in der Sommerzeit belehrende Vogelſzenen. 2. Die
Ameiſe. Das Neſt der Waldameiſe. Die Königin.
Ge=
flügelte Männchen. Verteidigung gegen Feinde. Weitere
Bilder über ſtaunenerregende Arbeiten aus dem Leben
die=
ſes Inſektenvolkes mit ſo ausgeprägtem Sinn für ihr
Ge=
meinweſen. 3. Rieſen und Zwerge der Tiefe. Die
Auf=
nahmen ſind das Ergebnis langer und geduldiger
Be=
obachtung der Lebensgewohnheiten der zur Darſtellung
ge=
brachten Tiere. Es ſeien genannt: Spielende Stichlinge,
Steingarneelen, holzfreſſende Kruſtentiere, Kalkmuſcheln,
Auſtern und ihre Feinde, Rieſenhummer, Meeraale,
See=
hunde, Polypen, Rieſen=Rochen. 4. Gladiolen.
Farben=
prächtige Pflanzen und Blüten auf langem, ſchwankendem
Stengel; ihre Heimat iſt im afrikaniſchen Kaffernland.
Gärtner und Blumenfreundinnen wiſſen die durch ihre
Farbenharmonie ſo reizenden Gladiolenblüten zu ſchätzen.
5. Kautſchukbau auf den malaiſchen Inſeln. Die Malaien=
Inſeln. Fremde Arbeiter im Urwald. Roden desſelben.
Legen der Samenkörner und ihr Aufgehen. Pflege der
Pflanzen. Der Baum. Gewinnung des Saftes.
Verar=
beitung. Der Kautſchuk ein wichtiger Handelsartikel.
6. Von Schlierſee zur Hochalm. Eine Gebirgsreiſe in die
bayeriſchen Berge. Der Sommerkurort Schlierſee. Der
See. Hochgebirgsbilder. Viehweiden. Der Spitzingſee.
Die Wurzhütte. 7. Unſere „Blauen Jungen‟. Das Leben
und Treiben unſerer „Blauen Jungen” der deutſchen
Ma=
troſen, ſowie die zu Kriegszwecken dienenden Einrichtungen
an Bord eines deutſchen Kriegsſchiffes.
— Akademiſches Sport und Turnfeſt. Sonntag,
den 21. Juli,, findet in Darmſtadt unter dem Protektorat
Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs von Heſſen ein
aka=
demiſches Sport= und Turnfeſt ſtatt. Es iſt
ein Arbeitsausſchuß gebildet worden, dem der Rektor
der Techn. Hochſchule, ſowie Prof. Dr. Finger, der
aka=
demiſche Ausſchuß für Leibesübungen und der Ausſchuß
der Studierenden angehören. Die Vorarbeiten ſind
be=
reits im Gange. Näheres wird noch bekannt gegeben.
* Der Ortsgewerbeverein macht nochmals auf ſeinen
morgen, Sonntag, ſtattfindenden Familienausflug
nach Rüſſelsheim aufmerkſam. Nach dem bereits
veröffentlichten Programm iſt auf eine herrliche
Wan=
derung von Nauheim aus an dem Jagdſchloß
Mönch=
bruch, der Dachenau, Weidmannsruhe uſw. vorbei zu
rechnen. Die in Rüſſelsheim ſtattfindenden
Beſichtigun=
gen werden vieles Intereſſante bieten. Für den
gemüt=
lichen Teil iſt gleichfalls geſorgt. Gäſte ſind willkommen.
Die Abfahrt nach Nauheim erfolgt 6 Uhr 30 Minuten.
(S. auch Anzeigeteil.)
* Heſſiſcher Fechtverein Waiſenſchutz. Am
Sonn=
tag, den 23. Juni, vormittags 10 Uhr, findet im
Garten=
ſaal des Städtiſchen Saalbaus die 20.
Landesverſamm=
lung (Hauptverſammlung) des Heſſiſchen Fechtvereins
Waiſenſchutz ſtatt. Hierzu erſcheinen Delegierte aus dem
ganzen Großherzogtum Heſſen. Am Nachmittag
veran=
ſtaltet der Zweigverein Darmſtadt zu Ehren ſeiner Gäſte
ein großes Sommerfeſt im Garten des Städtiſchen
Saalbaues. Hierzu hat der Männergeſangverein
Konkordia ſeine Mitwirkung bereitwilligſt zugeſagt.
Das Feſtkonzert ſtellt die Kapelle M. Weber. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
* Kavallerie=Verein=Darmſtadt. Seinen erſten
Familien=Ausflug mit Tanz unternimmt der
neu=
gegründete Verein nächſten Sonntag, den 23. Juni,
nach Roßdorf (Reſtauration „Zum Darmſtädter Hof‟).
Alle ehemaligen Kavalleriſten, ſowie Freunde und
Gönner des Vereins ſind herzlichſt eingeladen. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
* Die ſtädtiſche Rechtsauskunftsſtelle
Wald=
ſtraße 6 iſt an das Fernſprechamt unter Nr. 2516
an=
geſchloſſen.
* Heſſiſcher Hof. Heute Samstag, den 22. Juni,
konzertiert die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts.
Nr. 61 unter Herrn Muſikmeiſters M. Weber Leitung.
Eine angenehme Abwechſelung erhält das Programm
dadurch, daß der 2. Teil nur gern gehörte Ouvertüren
und der 3. Teil Hiſtoriſche Muſik aus den Jahren
1600—1806 enthält.
* Schützenhof. Morgen, Sonntag, den 23. Juni,
abends 8 Uhr, liegt dem Konzert ein „Populärer
Abend” zu Grunde. Herr Muſikmeiſter Weber wird im
Programm nur volkstümliche Muſik zur Aufführung
bringen. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Morgen Sonntag, den 23. Juni,
konzertiert wieder die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=
Regts. Nr. 61 unter Herrn Webers Leitung. Das
Programm iſt aus dem Anzeigenteil erſichtlich und ſei
an dieſer Stelle nochmals auf die Piſtonſoli des Herrn
Ehlers hingewieſen.
* Maſſenkonzert zum Beſten des Invalidendank.
Am 25. Juni findet im Städtiſchen Saalbau ein
Maſſen=
konzert ſämtlicher Militärkapellen der Garniſon ſtatt.
Der Ertrag dient zum Beſten des Invalidendank. Das
Programm iſt ſehr reichhaltig und haben die Proben
hierzu bereits begonnen. Im 2. Teil des Programms
werden ca. 180 Muſiker und Spielleute zuſammenwirken.
Dieſe Konzerte haben von jeher einen großen Zuzug
gehabt und dürfte auch dieſesmal ein ausverkauftes
Haus zu erwarten ſein. (Näheres durch Anzeige.)
* Der Mord in Neu=Iſenburg. Die Darmſtädter
Staatsanwaltſchaft hat auf die Aburteilung des Mörders
Koch aus Bergen verzichtet und die Angelegenheit der
Hanauer Staatsanwaltſchaft, die für Bergen zuſtändig
iſt, abgetreten.
— Langen, 21. Juni. Unſer Städtchen ſteht im
Zei=
chen der goldenen Jubelfeier des
Geſangver=
eins „Frohſinn”, die am 22., 23. und 24. Juni in
der Anthesſchen Liegenſchaft ſtattfindet. Zu dem damit
verbundenen Geſangswettſtreit ſind weit über 1200
Sän=
ger von 30 Geſangvereinen angemeldet. Mit beſonderem
Intereſſe ſieht man hier dem Ausgang des Wettſtreites
um den von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog
geſtifteten goldenen Pokal entgegen. Am Samstag abend
findet eine akademiſche Feier ſtatt, bei der unter
Mit=
wirkung erſter Soliſten das Chorwerk „Kolumbus’ letzte
Nacht” von Sturm zur Aufführung gelangen wird. Die
Orcheſterbegleitung hierzu wird ausgeführt von der
ver=
ſtärkten Kapelle des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24,
die auch an den übrigen Feſttagen konzertiert. Das
Wettſingen beginnt am Sonntag um 9 Uhr vormittags,
das höchſte Ehrenſingen um 2 Uhr nachmittags.
Worms, 21. Juni. Die
Betriebskranken=
kaſſe der Firma Cornelius Heyl hat der W.
Volks=
zeitung zufolge im letzten Geſchäftsjahr ein Defizit
von 40000 Mark aufzuweiſen. Um dieſen Betrag zu
decken, iſt eine ſchärfere Kontrolle der Kaſſenmitglieder,
ſowie eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge um 20
Pro=
zent beſchloſſen worden.
Worms, 21. Juni. Heute vormittag gegen 5,30 Uhr
hat ſich ein hier in der Bauhofgaſſe wohnhafter
verhei=
rateter Tüncher und Muſiker in ſeiner Wohnung im Bette
erſchoſſen. Als Grund zu dem Selbſtmord wird
langwieriges rheumatiſches Leiden angenommen.
Weinheim bei Alzey, 20. Juni. Ein früher hier
be=
dienſtetes Mädchen, das beſchuldigt wurde, eine goldene
Broſche entwendet zu haben, hat vor Schreck und
Aufreg=
ung die Sprache verloren.
(*) Gießen, 20. Juni. Mit der Jugendpflege
beſchäftigte ſich geſtern eine Konferenz der Geiſtlichen
Oberheſſens unter Leitung des Superintendenten D.
Peterſen=Darmſtadt. Ueber die Jugendfürſorge
refe=
rierte Direktor D. Schöll vom Predigerſeminar Friedberg.
Er forderte Gemeindehäuſer, kirchliche Jugendfeſte,
Jugendvereine, letztere nur an den Orten, wo eine
Verſtän=
digung mit beſtehenden Jugendorganiſationen, Sport= und
Turnvereinen nicht möglich iſt.
* Friedberg, 21. Juni. Auch in dieſem Jahre findet
an der Großh. Obſtbauſchule zu Friedberg ein Kurſus
ſtatt, bei welchem die Verwertung ſämtlicher
Beerenobſtarten nach bewährtem Verfahren
vorge=
führt wird. Der Kurſus, welcher erſt ſeit einigen Jahren
eingeführt iſt, hat ſich bisher ſtets der Gunſt unſerer
Hausfrauen und der jungen Damen erfreut. Der Beſuch
desſelben hat ſich von Jahr zu Jahr erhöht, ſo daß im
ver=
gangenen Jahre verſchiedene Anmeldungen nicht mehr
be=
rückſichtigt werden konnten. Der Kurſus findet am 2., 3. und
4. Juli ſtatt und nicht, wie urſprünglich vorgeſehen, am 9.,
10. und 11. Juli.
Bad Nauheim, 21. Juni. Der Inſtallateur
Dit=
trich, der erſt ſeit einigen Tagen in den Betrieb des
Grandhotels als techniſcher Leiter der Heizungsanlagen
eingetreten iſt, wollte an einem der Dampfkeſſel eine
Ar=
beit vornehmen. Dabei kam der Keſſel zur
Explo=
ſion. Dittrich wurde zu Boden geſchleudert und ein
heißer Dampfſtrom ergoß ſich über ihn. Der Deckel des
Keſſels wurde ihm mit einer derartigen Gewalt an den
Kopf geſchleudert, daß die Hirnſchale geſpalten wurde
und das Gehirn austrat. Der Tod trat kurz darauf ein.
Der Unfall wird auf ein Verſchulden des Verunglückten
zurückgeführt.
Bad Nauheim, 21. Juni. Bis zum 20. Juni ſind
15621 Kurgäſte angekommen, wovon am genannten Tage
noch 7201 anweſend waren. Bäder wurden bis zum 20.
Juni 173 100 abgegeben.
(*) Herbſtein, 20. Juni. Furchtbare Brand
wunden erlitt in Eichelrod das Kind des Bahnarbeite
Kraus. Es hatte mit Feuerzeug geſpielt und
fingen ſeine Kleider Feuer. Das Kind iſt bald darg
geſtorben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Juni. Geſtern
feier=
die königliche tierärztliche Hochſchule ihr fünf
undzwanzigjähriges Jubiläum. Anläßlich
Feier wurden mehrere um die Hochſchule verdiente Perſö
lichkeiten ehrenhalber zu Doktoren promoviert: der Präſ
dent des kaiſerlichen Geſundheitsamtes Geheimrat
feſſor Dr. Bumm, Geheimrat Dr. Heſſe, Regierungs= un
Veterinärrat Nevermann, beide aus dem Landwirtſchaft
miniſterium, der Direktor der Militär=Veterinärakaden
Generalveterinär Hell, Geheimrat Profeſſor Eſſer=Dresd
Geheimrat Profeſſor Dr. Ellenburger=Dresden, Profeſſ
Dr. Kitt=München, Hofrat Profeſſor Bayer=Wien, Hofft
Profeſſor Butyran=Peſt, Profeſſor Jenſen=Kopenhage
Tierarzt Schmidt in Kolding=Dänemark. — In der geſt
gen Sitzung der Kunſtdeputation der Stal
Berlin und der Deputation für die große Berliner Kun
Ausſtellung Berlin 1912, wurde ein Ehrenpreis der Sta
Berlin dem Maler Profeſſor Muhrbutter zug
ſprochen. Ferner wurden für die ſtädtiſche Galerie da
Gemälde „Andacht” von Franz Eichhorſt=Berlin undd
Plaſtik „Ein Kronkranich” von Edmond Gomannski
worben. — Einen eigenartigen Grundzu
Selbſtmord gibt ein Mann an, der geſtern früh inde
Jungfernheide an einem Baume hängend, als Leichea
gefunden wurde. Er hatte auf einem Zettel geſchriebe
er wolle unbekannt bleiben. Er nehme ſich das Leben,we
er 62 Mark Steuer bezahlen müßte und keineAthe
habe. — Die Schöneberger Stadtverordneteſ
Verſammlung hatte vor einiger Zeit den Sozial
demokraten Bernſtein zum Mitgliede der ſtädtiſchen Schull
Deputation gewählt. Wie bisher immer in ſolchen Fällen
hat der Potsdamer Regierungspräſident auch jetzt wiede
ohne Angabe von Gründen dieſer Wahl die Beſtätigun
verſagt.
Nürnberg, 20. Juni. Zwei lange geſuchte Saach
rinſchmuggler namens Scherer und Geiger
Zürich, die im Automobil ungeheuere Mengen Wareas
der Schweiz einführten und durch Bayern nach Böhmen
hinüberſchmuggelten, ſind in der Nachbarſchaft durchdi
Gendarmerie feſtgenommen worden, als ihr Automohll
ſich auf einem Waldwege feſtgefahren hatte undei
Schmuggler zu Fuß in die Stadt geeilt waren, um ei
Lohnautomobil herbeizuholen. Die Verhafteten ſinddie
Schmuggler, die am Montag in Ulm einen auf das
Auto=
mobil ſpringenden Schutzmann heruntergeſtoßen und
ſchwer verletzt auf der Landſtraße hatten liegen laſſenIn
ihrem Automobil wurden 600 Kilogramm Saccharin
funden.
Reichenberg i. B., 20. Juni. Die hieſige Staatsa
waltſchaft verhaftete heute unter Aufbietung eiſel
größeren Gendarmerie=Abteilung den Gutsbeſitzer Barmn
Edmund Klinger in Kunnersdorf, der gegen eing
ſeiner Beſitzung erſchienene Gerichtskommiſſion
ſcharfe Revolverſchüſſe abgegeben hatte. Klinger, der
bekannten nordböhmiſchen Großinduſtriellen=Familie
gehört, ſollte wegen Verſchwendungsſucht unter uf
geſtellt werden.
Köln, 21. Juni. Die in der Eigelſtein=Torburg aufe
bewahrte Kaiſerkette des Kölner Män
geſangvereins iſt mit anderen dort von dem
ein aufbewahrten Wertgegenſtänden heute Nacht bei
einem Einbruch geſtohlen worden.
Leipzig, 20. Juni. In dem Spionageprozeß
gegen den Bildhauer Anton Nicolas=Metzwurde
gegen 5 Uhr nachmittags das Urteil verkündet.
Angeklagte wurde wegen verſuchten Verbrechens nach
des Spionagegeſetzes zu fünf Jahren Zuchthaus und
zehn Jahren Ehrverluſt verurteilt. Sechs Monated
Unterſuchungshaft wurden ihm angerechnet. Nicola
machte ſich ſeit Jahren an Soldaten in Metz heranzi
für Frankreich militäriſche Geheimniſſe auszukundſchaften
Ein Soldat ging ſcheinbar auf das Anſinnen ein undven
ſchaffte ihm einen Plan, der keinerlei Geheimniſſe enthiell
Leipzig, 20. Juni. Der Poſtaſſiſtent Alfred Me
vom hieſigen Poſtſcheckamt, iſt nach Unterſchlagung Vol
rund 3100 Mark ſeit dem 18. Juni flüchtig geworden
Auf die Ergreifung des Flüchtigen und die Wiedererlanſ
ung des Geldes ſind 300 Mark Belohnung ausgeſetzt.
Reichenbach (Vogtl.), 21. Juni. Der Lokomotil
führer Mergner aus Reichenbach, der Führer
Zuges Nr. 214, der das Halteſignal überfuhr undd
Unglück in Gaſchwitz herbeiführte, iſt geſtern ſcch
mittag auf Veranlaſſung der Staatsanwaltſchaft
Sarah Bernhardt beſitzt einige ſeiner Unterſee=Bilder;
Präſidenten, Miniſter und Fürſtlichkeiten, die
angeſehen=
ſten und reichſten Leute beſuchen ihn und bewundern ihn;
er fühlt ſich auf dem Gipfel des Ruhms und erhält für
ſeine Bilder höchſte Preiſe. Eigenartig iſt die Form
ſei=
nes Schaffens. In einem vollſtändigen Taucherkoſtüm,
mit dem Helm auf dem Kopf, läßt er ſich auf den
Meeres=
grund hernieder und ſucht hier nach einem Motiv. Hat er
das gefunden, dann wird ihm ſein Handwerkszeug
eben=
falls herniedergelaſſen. Das beſteht aus einer hohen
eiſernen Staffelei, einer großen ſchweren Glasplatte, auf
der „doppeltes Elefantenzeichenpapier” mit mediziniſchem
Zwirn befeſtigt iſt. Die Farben, die er in einem
Glas=
kaſten mitführt, miſcht er auf einer eiſernen Palette.
Pin=
ſel kann er nicht gebrauchen; mit den Fingernägeln
ent=
wirft er ſeine Skizze nach der Natur auf dem mit Kokosöl
getränktem Papier, das vom Waſſer nicht angegriffen wird.
Mit dieſer Skizze ſteigt er ſtolz wieder an die Oberfläche
und ſchafft das eigentliche Gemälde in ſeinem Atelier.
Bisher hat er nie länger als 45 Minuten auf dem
Meeres=
boden ausgehalten; aber er will jetzt einen großen
Tauch=
käfig aus Glas und Stahl konſtruieren laſſen, in dem er
und ſeine Schüler mit Muße nach Herzensluſt die Wunder
des Meeres ſkizzieren können. Seine beſten Werke,
Poly=
pen, Haie, in purpurnem Licht, von ſeltſamen Fiſchen und
großen Schmetterlingen belebt, hat er unter den Waſſern
Tahitis gemacht; nun will er ſich den Herrlichkeiten des
Atlantiſchen Ozeans zuwenden.
OK. Ein Freilicht=Theater in Paris. Der Zug der
Zeit zur Freilichtbühne hat nun auch Paris erreicht: in
dieſen Tagen erlebt die Seineſtadt ihre erſte großeFreilicht=
Aufführung. Man führt ein von Paul Souchon verfaßtes
Schauſpiel „Cäſar und Cleopatra” auf, und zwar in den
Ruinen der alten römiſchen Arena, die einſt am linken
Seineufer gebaut wurde, als Paris noch ein römiſches
Dorf war und Lutetia hieß. Veranſtalterin des
Unter=
nehmens iſt Mme, Cariſtie Martel, die durch
Thenterauf=
führungen in den altrömiſchen Ruinen von Arles und
Oranges bereits bekannt geworden iſt. Man ſparte in der
Pariſer „Arena” nicht mit prächtigen Aufzügen, Pferden
und Wagen, und während der Handlung wurde auch ein
großer Boxkampf veranſtaltet, an dem der berühmte junge
Boxer Carpentier teilnahm und die Ehre genoß, vor den
Augen Cäſars und Cleopatras ſeine Kunſt zu zeigen.
150 Millionen Francs für die Göttin Mode. Die
Franzoſen ſind auf dem Weltmarkt in faſt allen Zweigen
der Induſtrie durch Deutſche und Engländer in den
Hin=
tergrund gedrängt worden; nur auf einem einzigen
Ge=
biet iſt ihr Ruf der feinſten Kultur und des erleſenſten
Geſchmacks bisher unberührt geblieben: es iſt das Reich
der Göttin Mode. So oft ſchon von England, Amerika,
von Wien ein Vorſtoß gegen dieſe Toilettenweltherrſchaft
Frankreichs unternommen worden iſt, ſo bleibt Paris,
bleibt Frankreich doch das unerſtürmte Bollwerk der hohen
Eleganz. Und dieſe Herrſchaft bringt nicht nur Ehre, ſie
bringt auch reichen Gewinn. 150 Millionen Frs. werden
alljährlich im Durchſchnitt der Göttin Mode geopfert, die
an den Ufern der Seine thront, und dieſer Goldregen, der
zu ihren Füßen niederfällt, iſt ein wichtiger Faktor im
ganzen franzöſiſchen Handel. Dieſe ernſte finanzielle Seite
des „großen Jahrmarktes der Frivolitäten” die über dem
mondänen und graziöſen Schimmer der Toiletteninduſtrie
häufig vergeſſen wird, hebt Jules Huret in einem Aufſatz
der Vie Heureuſe hervor. Neun Welthäuſer, Callot,
Ché=
ruit, Doeuillet, Boucet, Drécoll, Paquin, Poiret, Redfern,
Worth ſind die leuchtenden, über die ganze Welt hin
ſchimmernden Sterne am Himmel der Pariſer Mode, zu
denen unzählige Frauenaugen mit ſehnſüchtigem Begehren
aufſchauen. Sie allein ſtellen ein Kapital von wenigſtens
50 bis 60 Millionen Frs, dar, und haben einen jährlichen
Umſatz von faſt 70 Millionen Frs. Imponierend wirken
die Zahlen, die das Material veranſchaulichen, das ein
ſolches Welthaus jährlich verarbeitet. In ſeinen
Toilet=
ten ſtecken: 12 Kilometer Tuch, 59 Kilometer Seide,
Halb=
ſeide und Samt, 27 Kilometer Futter, 43 Kilometer
Sei=
denmouſſeline, 6 Kilometer Cretonne, 20 Kilometer Band,
22000 Kilometer Zwirn, eine Tonne Tadeln, drei Zentner
Haken und Oeſen. Das Perſonal einer dieſer Weltfirmen
zählt zwiſchen 1000 und 1500 Angeſtellte, die eine jährlict
Löhnung von 4—5 Millionen Frs. erhalten. Unterdi
Angeſtellten gibt es Damen, die geradezu fürſtliche Ghil
ter, bis zu 60000 Frs., beziehen, und das ſind nichtela
nur Frauen in leitender Stellung, ſondern auch nun
käuferinnen, die den Ton der großen Welt und die größ
Vornehmheit des Auftretens beherrſchen müſſen, um ihreſ
Kundinnen mit Rat und Tat zur Seite zu ſtehen
heißt es nicht nur, eine Robe zu verkaufen, ſonderdie
Verkäuferin muß der Kundin das gerade für ihn
ſcheinung und ihr Ausſehen Paſſende empfehlen. Ueber
dieſem ganzen Reiche aber herrſcht als ſouveräne
Gebie=
terin, die „grande patronne” die zu ihren Arbeiterinnen
in einem Verhältnis ſteht, wie etwa ein großer Maler
ſeinen Schülern. Manche von ihnen, wie z. B. Madame
Paquin, ſind wirklich geniale Schöpferinnen, die nicht fll
für den Weltruf der franzöſiſchen Eleganz, ſondern auch
für das materielle Wohl des Landes Bedeutendes leiſten=
Steigt man von Höhen der Rue de la Paix, wo die
füh=
renden Weltfirmen ihr Heim aufgeſchlagen haben,
her=
nieder zu den anderen Modehäuſern in Paris=und
Frankreich, ſo gewinnt das Bild von der Bedeutungder
Modeinduſtrie noch an imponierender Größe. Alleiniſ
Paris gibt es mehr als 12000 Modehäuſer, die biszu
100 Arbeiterinnen beſchäftigen; in ganz Frankreich 9600
wozu noch die 15000 Wäſchehäuſer und 4000 Geſchäft
kommen, die ſich mit Ausbeſſerungen und Aenderunge
beſchäftigen. Im ganzen ſind das 115000 Firmen,
denen geſchneidert wird mit einem Perſonal von mehr als
einer Million Menſchen, von denen 940000 Frauen und
75000 Männer ſind. Dieſes Perſonal ſteht unter der
Auf=
ſicht von 140000 großen und kleinen Geſchäftsinhaber
und zwar 114000 Frauen und 26000 Männern. So gib
alſo die Göttin Mode, die ſo große Opfer fordert, als ein
gütige und gerechte Göttin einer großen Anzahl von
Men=
ſchen Brot und Unterhalt und trägt bei zu dem
allgemei=
nen Wohlſtand des Landes, da ihre Schöpfungen in dem
Ausfuhrhandel Frankreichs mit mehr als 114 Millionen
Francs vertreten ſind.
Nummer 145
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Inni 1912.
Seite 5.
nterſuchungshaft genommen und in das
Amts=
richt Reichenbach eingeliefert worden. Mergner iſt
rheiratet und Vater von 11 Kindern.
Hamburg, 20. Juni. Vor der hieſigen
Straf=
mmer gelangte heute eine Angelegenheit zur
Verhand=
ig, die ſeinerzeit weit über Hamburgs Grenzen hinaus
ſißes Aufſehen erregte. Unter Anklage ſteht der
inkier Louis Müller von hier, dem die Anklage
wirft, ſeinen Chauffeur Karl Birk gedungen zu haben,
te ihm kürzlich angetraute Ehefrau Frieda Müller zu
en. Zu der Verhandlung ſind 24 Zeugen und 3
Sach=
ſtändige geladen. Bei ſeiner Vernehmung gibt der
An=
lagte an, daß er unſchuldig ſei, und daß es ſich lediglich
ein Lügengewebe des Chauffeurs Birk handele. Wie
rch die Unterſuchung feſtgeſtellt worden iſt, hat Müller
z nach ſeiner Verheiratung das Leben ſeiner Frau bei
i Verſicherungsgeſellſchaften für 300000 Mark verſichern
ſen, während er ſelbſt ſich mit 260000 Mark verſichert
tte. Wie der Chauffeur Birk nun bei Erſtattung ſeiner
zeige auf der Polizei angegeben hatte, ſoll Müller ihn
ter Verſprechung einer Belohnung von 10000 Mark
auf=
ordert haben, ihm dabei zu helfen, ſeine Frau in der
be zu ertränken. Bei ſeiner heutigen Vernehmung bleibt
rk bei ſeiner damaligen Ausſage und gibt dabei noch
fol=
ndes an: Er ſei ſchon vor der Verheiratung des
Ange=
gten bei dieſem Chauffeur geweſen. Kurz nach der
Ver=
ratung ſei Herr Müller an ihn herangetreten und habe
n von großen Plänen erzählt. Er, Zeuge, könne ſich
bei leicht 10000 Mark verdienen, es handle ſich nur um
ie Arbeit von einigen Minuten, allerdings könne dabei
1 Menſchenleben in Gefahr geraten. Im weiteren
Ver=
if des Geſpräches ſagte Herr Müller dann, er wolle ſeine
gene Frau aus der Welt ſchaffen, und wenn er ihm
da=
i helfe, dann wolle er ihm 40000 Mark geben. Ueber den
an ſelbſt habe ihm Müller geſagt, daß er eine Barkaſſe
kauft habe. Auf dieſer wollten ſie mit Frau Müller eine
ihrt auf der Elbe unternehmen. Er, Müller, ſolle dabei
ten Benzinbehälter zur Exploſion bringen, die Frau
erde aus Angſt über Bord ſpringen und dann wollten ſie
ide ſie ſolange unter Waſſer drücken, bis ſie ertrunken
. Er, Zeuge, ſei ſcheinbar auf den Plan eingegangen,
n ſeinen Auftraggeber ſicher zu machen, doch ſei es von
ifang an nicht ſeine Abſicht geweſen, ſich zu einem ſo
ver=
chten Plan hinzugeben. Darum habe er die Sache auch
gezeigt.
Tilſit, 21. Juni. Zu Beginn eines
Dampferaus=
luges, den die hieſige Seminar=Uebungsſchule heute
nternehmen wollte, ereignete ſich ein ſchweres Unglück.
eim Beſteigen des Dampfers „Byruta”, der die
Mäd=
en nach Ober=Eiſſeln bringen ſollte, brach der
Lan=
ungsſteg und 10 Mädchen ſtürzten ins Waſſer Sie
rurden zwar gerettet, doch erlitten 3 von ihnen ſo ſchwere
jerletzungen, daß ſie in ein Krankenhaus gebracht
wer=
en mußten. Die übrigen wurden leichter verletzt.
Peſt, 21. Juni. Der Direktor der landwirtſchaftlichen
nduſtriebank in Szegedin, Fenyes, iſt nach großen
urchſtechereien und Betrügereien flüchtig
gewor=
en. Die veruntreute Summe beläuft ſich auf
andert=
alb Millionen.
Peſt, 21. Juni. Ein Einbrecher, der in der Nacht
on Poliziſten und einem Hausmeiſter verfolgt wurde,
lüchtete in eine Küche des 4; Stockwerks, wo er ein
dienſtmädchen vorfand. Um zu verhindern, daß es ihn
errate, zertrümmerte er dem Mädchen die Schädeldecke
git einer Axt. Es gelang, den Verbrecher zu verhaften.
Prag, 20. Juni. Die Leinenſpinnerei Gebr.
Wal=
el in Parſchnitz bei Trautenau, die über 1000 Arbeiter
eſchäftigt, iſt abgebrannt.
Zürich, 21. Juni. Geſtern abend fuhren ein Herr und
Damen in einem Ruderboot nach dem beliebten
Aus=
lugsort Zürichhorn. Als ſie nach der Stadt
zurück=
uderten, kippte das Boot infolge Platzwechſels der
Inſaſſen um. Alle 3 Perſonen ſind ertrunken.
Paris, 21. Juni. Nach einer Meldung der Agence
davas aus Belfort iſt die dortige Gemeindevertretung
avon verſtändigt worden, daß Präſident Falliéres
u ſeinem Bedauern der am 15. Auguſt ſtattfindenden
Enthüllung des zur Erinnerung an die 3 Belagerungen
Belforts errichteten Denkmals nicht beiwohnen
önne.
Paris, 21. Juni. Einer Blättermeldung zufolge ging
m Arſenal von Cherbourg ein Schwimmdock unter.
da es nicht gehoben werden kann, wird es geſprengt
wer=
en müſſen. Der dadurch verurſachte Schaden beträgt
m 300000 Francs.
Toulouſe, 21. Juni. Ein Schwindler in der
Iniform eines Landbriefträgers plünderte während der
ranzen Woche die Briefkäſten eines Stadtviertels, wobei
hm viele Briefe mit Schecks und Bargeld in die Hände
ielen, Als er geſtern einen Scheck, auf dem die
Unter=
chrift gefälſcht war, einlöſen wollte, wurde er verhaftet.
Grenoble, 20. Juni. Die deutſchen Studenten
Scholl und Kern ſind von ihrem Aufſtieg auf den
Lasque de Neron nicht zurückgekehrt. Eine
Rettungs=
nannſchaft iſt aufgebrochen, die Vermißten zu ſuchen.
London, 20. Juni. Großmeiſter und andere
Groß=
vürdenträger der drei Berliner Freimaurer=
Broßlogen, unter denen ſich Generalleutnant
Wege=
ter, Graf Stanislaus zu Dohna, Privatarchivar Keller,
Zeneralarzt der Marine Dr. Keſſel und Generalleutnant
Hugo befanden, ſind am Dienstag hier eingetroffen, um
der „Jubily Maſters Loge” einen Beſuch abzuſtatten.
Heute abend findet zu Ehren der Gäſte eine Verſammlung
der „Jubily Maſters Loge” ſtatt, an der die hieſigen
Vertreter der Berliner Großlogen, Ampthill, Graf
War=
wich, und etwa 400 engliſche Freimaurer teilnehmen
werden.
Bukareſt, 21. Juni. Auf der Landſtraße zwiſchen
Bukareſt und Rimuiſus ſtieß ein Automobil mit einem
entgegenkommenden ſchwer beladenen Ochſenwagen
zu=
ſammen. Das Automobil wurde in den
Straßen=
graben geſchleudert. Der Chauffeur wurde auf der Stelle
getötet, ein 15jähriger Gymnaſiaſt ſo ſchwer verletzt,
daß er auf dem Transport nach dem Krankenhauſe ſtarb.
Die übrigen Inſaſſen des Autos wurden leichter verletzt
New=York, 20. Juni. In dem Prozeß der
Re=
gierung gegen den atlantiſchen
Dampfer=
kruſt ſagte der frühere Sekretär der Atlantic=Konferenzen,
Sanford, aus, daß die Zwiſchendeckspaſſagiere, die mit zum
Dampferpool gehörenden Dampfern reiſten, gleichzeitig
ein amerikaniſches Bahnbillet nach ihrem Beſtimmungsort
erhielten, daß Vertreter der Eiſenbahnen den Konferenzen
beiwohnten und daß ferner Bahnagenten in vielen Häfen,
gleichzeitig Agenten der Dampferlinie waren.
Hilfsbundes=
anwalt Dorf erklärte, er wolle beweiſen, daß die
unabhäng=
igen Dampferlinien und Eiſenbahnen durch ein Abkommen
der Bahnen mit dem Dampferpool verhindert würden, im
Zwiſchendeckgeſchäft zu konkurrieren.
Waſhington, 20. Juni. In Puerta de Tierra
auf Puerta Rice ſind 12 Neger an Beulenpeſt
ge=
ſtorben. Ein amerikaniſcher Arzt hat den Auftrag erhalten,
ſich nach Puerta Rice zu begeben.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 21. Juni. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer hielt heute nachmittag ſeine
Schlußſitzung über die Beratung der Beſoldungsvorlage
und des Schuldentilgungsgeſetzes ab. Die Sitzung
dehnte ſich bis halb 8 Uhr aus. Es folgte die Verleſung
und Feſtſtellung der Ausſchußreferate über die
verſchie=
denen Vorlagen zur Beſoldungsreform und über das
Schuldentilgungsgeſetz. Den Bericht über den
Beamten=
beſoldungs=Geſetzentwurf verlas Abg. Dr. Oſann,
ebenſo den Bericht über die Schuldentilgung und die
Zi=
villiſte. Den Bericht über die Erbſchaftsſteuer verlas
Abg. Heidenreich, über die Abänderung der Witwen=
und Waiſenbezüge der Volksſchullehrer referierte Abg.
Dr. Weber.
*X* Darmſtadt, 21. Juni. Der
Geſetz=
gebungs=Ausſchuß der Zweiten Kammer hielt
heute nachmittag unter Vorſitz des Abg. v. Brentano
eine Sitzung ab. Der Antrag der Abgeordneten von
Brentano und Genoſſen betr. die Bekämpfung der
Vieh=
ſeuchen und Rebſchädlinge wurde vorläufig von der
Be=
ratung zurückgeſtellt. Der Antrag der Abgeordneten
Ulrich und Genoſſen betr. Staatliche Vieh= und
Schlacht=
viehverſicherung und der Antrag der Abgeordneten
Hen=
rich und Genoſſen betr. das Wahlgeſetz, mit dem die
bekannten oft wiederkehrenden Anträge der
Sozialdemo=
kraten hinſichtlich einer Abänderung des Wahlgeſetzes
zuſammen beraten wurden, wurden für erledigt erklärt.
*X* Darmſtadt, 21. Juni. Die Zweite Kammer
der Stände tritt ſicherem Vernehmen nach bereits am
Dienstag, den 2. Juli, zur Plenarberatung über
die Beamtenbeſoldungsvorlage und die Schuldentilgung
zuſammen.
Gründung einer Ortsgruppe Darmſtadt des
Verbandes mitteldeutſcher Induſtrieller.
St. Darmſtadt, 21. Juni.
Im Hotel Heß fand geſtern abend auf Einladung des
dem Bund Deutſcher Induſtrieller” zugehörigen
Ver=
bandes Mitteldeutſcher Induſtrieller und
mehrerer hieſiger Induſtrieller eine Verſammlung ſtatt, die
die Gründung einer Ortsgruppe Darmſtadt dieſes
Verbandes zum Zwecke hatte. Den Vorſitz führte Herr
Handelskammerſyndikus Dr. Human, der die zahlreich
Erſchienenen herzlichſt begrüßte und einige
Entſchuldigun=
gen bekannt gab. Er erörterte dann kurz Zweck und Ziel
der Verſammlung und wies darauf hin, daß der Bund,
ſowie auch der unter Schwierigkeiten gegründete
Mittel=
deutſche Verband ſchon ſehr ſegensreich gewirkt haben.
Er erteilte ſodann dem Syndikus des Bundes, Herrn
Dr. Schneider, das Wort zu ſeinem einführenden
Re=
ferat über.
Induſtrie und Geſetzgebung.
Der Redner ſchilderte zunächſt die gegenwärtige Lage
der deutſchen Handelspolitik, ausgehend von den
ungünſtigen Wirkungen der letzten Handelsverträge auf
die Ausfuhr der deutſchen Induſtrie. Auch die kleineren
Verträge, welche nach 1906 zuſtande gekommen ſind, könnten
von den beteiligten Induſtriekreiſen nicht mit Freude
be=
grüßt werden. Beſonders bei dem Vertrag mit Portugal
zeigt ſich, daß unſere Unterhändler dem Ausland
gegen=
über allzuſehr nachgaben und dem großen Intereſſe der
deutſchen Ausfuhrinduſtrie wohl zu wenig Bedeutung
bei=
maßen. Auch die Vorbereitung derartiger Verträge,
ins=
beſondere die Heranziehung des wirtſchaftlichen
Aus=
ſchuſſes, iſt oft ungenügend erfolgt. Zu den ausländiſchen
Zollerhöhungen kommen die Schwierigkeiten, welche dem
deutſchen Ausfuhrinduſtriellen durch ausländiſche
Tara=
beſtimmungen, Zollſchikanen, Beſtimmungen über
Wertfeſt=
ſetzung uſw. begegnen. Bei den Handelsabkommen mit den
vereinigten Staaten von Kanada war die Lage und der
Erfolg Deutſchlands ebenfalls ſehr ungünſtig.
Herr Dr. Schneider behandelte dann eingehend die
Frage der Meiſtbegünſtigung. Bei dem jetzigen
Syſtem der Meiſtbegünſtigung ſteht Deutſchland mit
ge=
bundenen Händen den Zollerhöhungen des Auslands
gegenüber und muß ſich obendrein noch gefallen laſſen, daß
es in ſo und ſo vielen Ländern mit Zuſchlagszöllen belegt
wird. Unſere wertvollſten Zugeſtändniſſe haben wir an
Länder gegeben, welche davon wenig Nutzen haben. Andere,
wie Argentinien, die vereinigten Staaten von Kanada,
haben gar kein Intereſſe an Tarifverträgen mit
Deutſch=
land, weil ſie durch die Meiſtbegünſtigung alle
Zollermäßig=
ungen ohnedies genießen. Erſt im Jahre 1918 wird eine
Neuregelung der Handelspolitik erfolgen; bis dahin müſſen
die induſtriellen Organiſationen eifrig arbeiten, um den
Einfluß der verarbeitenden Induſtrie auf die Regierung
zu ſtärken und eine größere Vertretung der Fertiginduſtrie
im wirtſchaftlichen Ausſchuß herbeizuführen. Wenn
bis=
her die Reichsregierung handelspolitiſch in erſter Reihe
den Schutz des inneren Marktes gepflegt hat,
ſo muß von jetzt ab der Schutz der deutſchen
Aus=
fuhr im Vordergrunde ſtehen; die Neuregelung deutſcher
Handelspolitik im Jahre 1918 muß erfolgen unter der
Deviſe: „Mehr Ausfuhrpolitik‟ Der Bund der
Induſtriellen läßt es ſich angelegen ſein, in dieſer Richtung
zu wirken, und tritt durch ſeine große
Zollauskunfts=
ſtelle, ſowie durch die Vermittelung bei Zollbeſchwerden
bei den Behörden in immer engere Fühlung mit den an
den Handelsverträgen intereſſierten Induſtriekreiſen.
Der Redner wandte ſich dann den Gegenſätzen
zwiſchen der ſchweren Induſtrie und der an
der Ausfuhr beſonders beteiligten verarbeitenden
Induſtrie zu. Die verarbeitende Induſtrie wird ſehr
geſchädigt durch die Preispolitik der großen
Rohſtoffſyn=
dikate; namentlich das Kohlenſyndikat gibt immer größere
Mengen deutſcher Steinkohlen zu billigeren
Ausfuhrprei=
ſen an das Ausland ab. Die Regierung unterſtützt leider
dieſe Preispolitik des Syndikats, da der Fiskus
vertrags=
mäßig den Kohlenabſatz der ſtaatlichen Zechen an das
Kohlenſyndikat abgetreten hat. Die rieſige Ausfuhr
deutſcher Kohlen, welche jetzt ſchon einen Jahreswert
von 500 Millionen erreicht hat, wird noch dadurch
geför=
dert, daß der Staat die Kohlen zur Ausfuhr weit billiger
als für den inländiſchen Verbrauch auf den Eiſenbahnen
befördert, vielfach ſogar zu den Selbſtkoſten der Eiſenbahn.
Im Folgenden beſprach Redner eingehend die
verſchie=
denen ſozialpolitiſchen Geſetze der letzten Zeit.
Er betonte dabei, daß die Induſtrie bereitwilligſt große
Laſten auf ſich genommen hat, daß ſie aber mit aller
Ent=
ſchiedenheit fordern muß, daß auf ihre weitere
Wettbe=
werbsfähigkeit gegenüber dem Auslande Rückſicht
genom=
men wird. Viele Staaten des Auslandes, mit denen wir
konkurrieren müſſen, kennen unſere weitgehenden
Verſiche=
rungsgeſetze und die mannigfachen Einſchränkungen des
Arbeitgebers, welche die deutſche Geſetzgebung geſchaffen
hat, nicht. In allen ſozialpolitiſchen Fragen ſieht leider
die Induſtrie meiſtens bei vielen Stellen innerhalb der
Regierung, bei großen Parteien in den Parlamenten und
bei einem ſehr großen Teil der öffentlichen Meinung eine
bedauernswerte Verſtändnisloſigkeit gegenüber den
Lebens=
bedürfniſſen der Induſtrie. Um hier die notwendige
Be=
rückſichtigung zu erzielen, iſt gleichfalls eine feſtere
Or=
ganiſation der deutſchen Induſtrie unbedingt
erforderlich.
Zum Schluß ſeiner Ausführungen gab der Redner
darüber Auskunft, in welcher Weiſe der Bund der
In=
duſtriellen ſich die Löſung ſeiner Aufgaben denkt. Er
hält es für unbedingt erforderlich, daß er in enger Fühlung
mit ſeinen Mitgliedern arbeitet, und aus dieſem Grunde
befolgt er in ſeiner Organiſation das Syſtem der
Dezentraliſation. Er läßt es ſich angelegen ſein,
allenthalben im Deutſchen Reich große
Landesver=
bände zu ſchaffen, die ihre Zentrale im Bund der
In=
duſtriellen in Berlin ſehen, und die ſich ihrerſeits wieder
in Ortsgruppen zerlegen. Durch Verſammlungen in
den Ortsgruppen und durch perſönliche Fühlungnahme
will er die Anregungen entgegennehmen, die eine
in=
duſtrielle Organiſation braucht, um Erſprießliches arbeiten
zu können. Von dieſen Gedanken ausgehend, wurden
große Landesverbände geſchaffen, in Sachſen, Thüringen,
Württemberg, Südweſtdeutſchland, Baden und Elſaß=
Loth=
ringen, in einer Reihe von preußiſchen Provinzen und am
29. Oktober 1911 auch der Verband
Mitteldeut=
ſcher Induſtrieller mit dem Sitz in Frankfurt am
Main, der als Tätigkeitsgebiet das Großherzogtum Heſſen,
die Provinz Heſſen=Naſſau und den Regierungsbezirt
Koblenz ſich ausgewählt hat. Die günſtige Entwickelung,
die der Verband Mitteldeutſcher Induſtrieller in der kurzen
Zeit ſeines Beſtehens genommen hat, begründet die
Er=
wartung, daß er bald für Mitteldeutſchland dasjenige ſein
wird, was die anderen Landesverbände des Bundes der
Induſtriellen für ihre Gebiete ſind, eine leiſtungsfähige
und kraftvolle Organiſation der geſamten Induſtrie.
Die Ausführungen des Referenten wurden mit
lebhaf=
teſtem Beifall aufgenommen. Der Vorſitzende ſprach
dem Redner herzlichen Dank aus und legte kurz den
Standpunkt der Handelskammer zu den Beſtrebungen des
Bundes dar, dem ſie bereits als Mitglied beigetreten iſt.
Er eröffnete dann eine Diskuſſion, in der beſonders
Fragen der Organiſation beſprochen wurden.
Darauf wurde einſtimmig beſchloſſen,
eine Ortsgruppe Darmſtadt zu gründen.
Man ſchritt dann alsbald zur Wahl des
Vor=
ſtandes. Eine vorgeſchlagene Liſte fand einſtimmig
Annahme mit der Maßgabe, daß dem Vorſtand das Recht
der Zuwahl zugeſtanden wird.
Eine weitere Verſammlung ſoll im September
ſtatt=
finden. Mit Dankesworten an die Teilnehmer wurde die
Sitzung dann geſchloſſen. Faſt ſämtliche Anweſende traten
der Ortsgruppe bei.
Der Berndt=Schapiro=Prozeß.
Vierter Verhandlungstag.
g. In der geſtrigen Verhandlung nahm zunächſt
Beig. Berndt Stellung zu dem nach der
Strafkammerver=
handlung zu Mainz geſtellten Strafantrag gegen den
An=
geklagten Hirſch. Der Angeklagte habe am erſten und
zweiten Tag der Mainzer Verhandlung geäußert, daß
der Kern ſeiner Behauptungen in ſich zuſammengefallen
ſei, und er den Antrag eines Vergleichs gemacht habe. Am
dritten Tage ſeien dann ausführliche Vergleichsvorſchläge
vom Angeklagten unterbreitet worden, in denen
zugege=
ben wurde, daß alle Vorwürfe, die er gemacht habe,
un=
haltbar ſeien. Als nun ſein Rechtsbeiſtand jeden
Ver=
gleich für unmöglich erklärte, hätte ihn der Angeklagte
flehentlich gebeten, ſich ſelbſt zu einem Vergleich zu
äußern. Er habe darauf erklärt, daß es ihm ſeine Ehre
unmöglich mache, jetzt, nachdem er durch den Angeklagten
dazu gezwungen worden ſei, ſeine intimſten
Privatver=
hältniſſe in der Oeffentlichkeit auszubreiten und er auf
die gemeinſte Weiſe beleidigt worden ſei, auf einen
Ver=
gleich eingehen zu können. An dem Tage der
Urteilsver=
kündigung nun habe der Angeklagte einen Artikel
ver=
öffentlicht, in dem ſämtliche Vorwürfe, die er vorher in
der Verhandlung ſelbſt als unhaltbar bezeichnet hatte,
wiederholt wurden. Weiter hieß es in dem Artikel, es
ſei der Wahrheitsbeweis bezüglich des Vorlebens des
Beig. Berndt nur deshalb nicht gelungen, weil er durch
ſein Zartgefühl und ſein Entgegenkommen verſchiedene
Intimitäten nicht zur Erörterung gebracht habe. Durch
dieſen Artikel habe ſich der Beig. Berndt beleidigt
fühlt, ebenſo durch den Abdruck zweier Artikel aus
frem=
den Blättern in dem Neueſten Anzeiger, in denen ihm
wiederum der Vorwurf der ehrenrührigen Handlung und
der Frau Schapiro verbrecheriſches Amtieren unter
be=
hördlicher Aufſicht gemacht wurde. Die Aeußerungen
an=
derer Blätter, die ſich ſehr ungünſtig für den Angeklaaten
äußerten, habe er nicht gebracht. Schließlich wurde ihm.
dem Beig. Berndt, überall der Vorwurf gemacht, er hätte
in der Verhandlung gegen Hirſch einen Meineid
geſchwo=
ren. Ein Beamter hätte ihm ſogar erzählt, Hirſch babe
ihm einen Brief vorgehalten und geſagt: „Hier ſehen
Sie, ſo ſagte „er” in der Verhandlung aus und hier habe
ich einen Brief von ihm‟ Es handelte ſich hier um einen
Brief, den er vor 13 Jahren ſeiner damaligen Braut
ge=
ſchrieben habe und in dem er ihr das Eheverſprechen
ge=
geben habe. In der Verhandlung vor der Strafkammer
habe er ſich des Briefes nicht mehr erinnert und geſagt,
daß er nie ein Eheverſprechen gegeben habe. Nach der
Kenntnisgabe jenes Briefes habe er dann erklärt, wie
auch von dem Fräulein beſtätigt wurde, daß jenes
Ver=
hältnis auf ganz normale Weiſe nach einem Zwiſt gelöſt
worden iſt und zwar auf beiderſeitigem Einverſtändnis.
Hirſch ſei in den Beſitz jenes Briefes gekommen, indem
er erklärte, er könne ihn zu ſeiner Reviſion brauchen. Er
habe nachher wegen jenes Artikels und den ausgeſtreuten
Verleumdungen Strafantrag geſtellt und dann ſei es
ruhig geworden, bis die Verkündigung der Aufhebung
des Strafkammerurteils durch das Reichsgericht erfolgte,
dann fing der Krieg ſeitens des Angeklagten von neuem
an. Er ſei nun wiederum auf ganz ungehörige Weiſe
perſönlich angegriffen worden. Er ſei einmal auf einem
Maskenball mit einer anſtändigen Dame geweſen, dies
habe der Angeklagte am nächſten Tage gloſſiert und den
Artikel mit einem anzüglichen Vers ausgeſchmückt. Auf
dieſe unqualifizierbare Art ſei er dann noch fortgeſetzt
an=
gegriffen worden. — Es wurde ſodann jener Brief
ver=
leſen, der lediglich eine Antwort des Beig. Berndt auf
eine Frage des Fräuleins iſt und in dem er ſich über ſeine
Zukunft und ihre eventuelle Heirat ausſpricht.
Fräulein G., die damalige Braut des Beig. Berndt.
beſtätigt, daß die Löſung des Verhältniſſes durch einen
Streit erfolgt ſei; ſie ſei damals allein auf den Maske
ball gegangen, ohne Herrn Berndt etwas davon mitzu
teilen. Darüber ſei er dann ſo erregt ceweſen, daß er ihr
den Abſagebrief ſchrieb. Sie trage ihm nichts nach und
wünſche ihm alles Gute, wenn es auch nicht fein von ihm
geweſen ſei, daß er das Verhältnis löſte. Den Brief habe
ſie dem Angeklagten Hirſch nur gegeben, weil er ſaate,
er brauche ihn ſehr nötig zur Reviſionsbegründung. Hätte
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Nummer 145.
ſie gewußt, daß er ihn photographieren und verbreiten
würde, hätte ſie ihm den Brief nicht übergeben. Bei
wei=
teren intimen Fragen über ihr Verhältnis mit Herrn
Berndt wird ſodann die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen.
Dem Zeugen Sittenpolizeikommiſſar Steigerwald
ſoll Hirſch den Brief des Herrn Berndt an Fräulein G.
gezeigt haben, und zwar nach der Anſicht des Herrn
Berndt zu dem Zwecke, den Herrn Berndt des Meineids
zu beſchuldigen. Zeuge bekundet, daß ihm Hirſch den
Brief unaufgefordert zum Leſen gezeigt hat. —
Juſtiz=
rat Bernſtein fragt den Zeugen, ob nicht einmal nach
der Strafkammerverhandlung die Schutzleute
zuſammen=
gerufen wurden und ob ihnen dabei ein vorſichtiges
Vor=
gehen bei Feſtnahmen empfohlen wurde. — Zeuge
be=
ſtätigt die Zuſammenberufung, doch ſei dort mitgeteilt
worden, daß eine Aenderung nicht eintreten ſolle.
Frau Schultheiß iſt ſeit fünf Jahren Haushälterin
bei Herrn Berndt und hat niemals bemerkt, daß eine
weibliche Perſon bei ihm geweſen iſt, höchſtens einige
Male am Tage ein Fräulein K., aber immer nur kurze
Zeit. Abends ſei Herr Berndt beſonders in letzter Zeit
ſehr ſelten ausgegangen.
In der Nachmittagsverhandlung wurde zunächſt
gegen eine Zeugin, die trotz ordnungsmäßiger Ladung
nicht erſchienen iſt, Vorführungsbefehl erlaſſen. — Zeuge
Muſikdirektor Hackbeil hat verſucht, den Brief des
Fräulein G., den Hirſch in ſeinem Beſitz hatte, zu
er=
langen. Er will dies aber nicht deshalb getan haben, weil
ihn etwa Herr Berndt darum gebeten habe, ſondern
ledig=
lich, um Herrn Berndt, mit dem er freundſchaftlich
ver=
kehrte, zu überraſchen. — Zeuge Polizeikommiſſar
Stöh=
ring hat an einer nächtlichen Razzia teilgenommen, bei
der auch Frau Schapiro anweſend war. Hierbei habe
Frau Schapiro zu ihm geſagt, er ſei nicht zu ſolchen
Razzien geeignet, er ſei zu ernſt. Er müſſe die Mädchen
anlächeln und anſprechen, er ſolle ſich ein Beiſpiel an
Herrn Bruder nehmen, der verſtände es beſſer. Zunächſt
habe er ſich ſehr darüber geärgert, aber jetzt lache er, denn
er halte die Frau Schapiro nicht für geeignet, an ſeiner
Fähigkeit Kritik zu üben. Er hätte ſchließlich von Frau
Schapiro den Auftrag erhalten, ein Mädchen zu
ver=
folgen und es anzuſprechen. Es war gegen 11 Uhr. Da
das Mädchen jedoch ihre Angaben ſehr ſicher machte, habe
er ſie gehen laſſen. Da der zweite Schutzmann unter dem
angegebenen Namen Mignon Lugnet einen
Phantaſie=
namen vermutete und ſie mit einer gewiſſen Jung
iden=
tiſch glaubte, habe er nachher zu ihm geſagt, es wäre wohl
beſſer geweſen, ſie hätten das Mädchen mit zur Wache
genommen. — Frau Schapiro gibt an, ſie ſagte
da=
mals zum Zeugen. ihr Mann, der ſich unterdes
hinzu=
geſellt habe, hätte ſich dabei beſſer benommen. Von
die=
ſem Falle hätte dann der Angeklagte in ſeinem Blatte
geſchrieben, ihr Mann beteilige ſich an nächtlichen
Razzien. — Zeuge Kriminalſchutzmann Belzer, der
dritte Teilnehmer an jener Razzia, kann ſich nicht
ent=
ſinnen, auf weſſen Veranlaſſung Herr Stöhring das
Mäd=
chen verfolgt hat.
Um halb 6 Uhr wird die Weiterverhandlung auf heute
früh vertagt.
Flugpoſt am Rhein und Main.
* Am Samstag, den 22. Juni, werden zum Schluß
der Flugpoſt (Sonntag, 12 Uhr nachts), Marken zum
alten Preiſe ausgegeben, die den Aufdruck tragen:
EL. P‟ Für die auf dem Luftwege (Adreſſe:
„Flugpoſt Darmſtadt”) übermittelte richtige Löſung
die=
ſer Initialen iſt eine Zeppelin=Freifahrt”
ausgeſetzt. Es darf nur eine Löſung eingeſandt
werden. Bei richtiger Löſung durch mehrere Perſonen
wird der Betrag (250 Mark) geteilt. Wird die Löſung
nicht gefunden, dann fällt der Betrag an die Armenkaſſe.
Flugpoſtkarten mit dieſer Marke und dem amtlichen
Flug=
ſtempel werden 50 Stückweiſe bis zum 15. Juli zum
bezahlten Preiſe zurückgenommen und zur Erinnerung
an die 1. D. L. P. aufbewahrt.
Kongreſſe und Verbandstage.
Nationalkonferenz des Internationalen
Vereins der Freundinnen junger Mädchen.
— In Hamburg tagte die Nationalkonferenz des
Internationalen Vereins der Freundinnen junger
Mäd=
chen unter Leitung ihrer Vorſitzenden, der Fürſtin
Marie zu Erbach=Schönberg, geb. Prinzeſſin
von Battenberg. Nach einem zwangloſen
Begrüßungs=
abend am Tage vorher wurde die Konferenz Mittwoch,
den 12. Juni, früh 9½ Uhr, eröffnet. Der Verein, deſſen
eifrige Tätigkeit im Dienſte des Mädchenſchutzes ſeitens
der Behörden immer mehr anerkannt wird, in weiteren
Volkskreiſen aber noch viel zu wenig bekannt iſt, zählt nach
dem intereſſanten Bericht, den die Schriftführerin, Frl.
Semm, gab, zurzeit in Deutſchland 9000 Mitglieder. Die
deutſche Nationalgruppe iſt damit in dem internationalen
Verein, der in 53 Ländern arbeitet, die ſtärkſte Gruppe.
Am meiſten in die Oeffentlichkeit tritt der Dienſt des
Ver=
eins in der Bahnhofsmiſſion, auf die die bekannten
Plakate in den Zügen ja immer wieder hinweiſen. Doch
nimmt er ſich auch ſonſt mit Rat und Tat durch
Stellen=
vermittelung, Gründung von Heimen, Aufſuchen in der
Fremde u. a. der jungen Mädchen vielſeitig an. Wie
dringend nötig ſolche Arbeit iſt, ergibt ſich aus der in der
Verſammlung erwähnten Tatſache, daß allein in
Ham=
burg zirka 45000, in Frankfurt a. M. 20 000 junge
Mäd=
chen jährlich von auswärts zuziehen, die zum großen
Teil den Gefahren der Großſtadt nicht gewachſen ſind
und dort zugrunde gehen. Ziel des Vereins iſt, kein
junges Mädchen, das in die Fremde geht, im Inland
oder Ausland, unberaten und ohne Schutz zu laſſen. Die
Adreſſen von Schutzdamen ſind von Behörden, Pfarrern
und aus dem „Ratgeber” des Vereins zu erfahren. Aus
den Verhandlungen heben wir einen Antrag hervor,
wo=
nach jedes junge Mädchen, bevor es die Volksſchule
ver=
läßt, in einer beſonderen Unterrichtsſtunde von einer
Lehrerin vor dem Ziehen in die Großſtadt, beſonders
ohne die Gewißheit einer einwandfreien Stellung, vor
unſicheren Stellenbüros und den Gefahren der Reife,
be=
ſonders dem Mädchenhandel gewarnt und auf die
un=
entgeltliche Stellenvermittelung gemeinnütziger Vereine,
evangeliſche und katholiſche Bahnhofsmiſſion, evangeliſche
und katholiſche Heime und Mädchenvereine aufmerkſam
gemacht werden ſoll. Beachtenswert iſt ferner ein Antrag
der Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg, betreffend die
Auswüchſe des Kinematographenweſens. Im Anſchluß
an ein Referat, das auch dem Bildungszweck der Kinos
gerecht zu werden ſuchte und z. B. die Bemühungen des
Dürerbundes, der Vereine für Volksbildung, der deutſchen
Lehrerſchaft um eine Veredelung des Kinoweſens
dank=
bar begrüßte, ſtellte die Vorſitzende zur Bekämpfung des
Schmutzes und Schundes, den die Kinos vielfach
ver=
breiten, folgende Anträge, die einſtimmige Annahme
fandenz
Der Nationalvorſtand des Vereins der Freundinnen
junger Mädchen richtet an den Herrn Reichskanzler die
Bitte:
1. möglichſt bald einen Geſetzentwurf vorzulegen,
durch welchen zum Schutze der Jugend gegen die
Aus=
wüchſe der Kinematographen und Mutoſkope die
Beſtim=
mungen des § 56 Abſ. 2 und des § 42a der
Reichs=
gewerbeordnung und der §§ 184, 184a und 184b des
Strafgeſetzbuches entſprechend ergänzt und verſchärft
werden;
2. einen Geſetzentwurf vorzulegen, der die
Kinemato=
graphen dem § 33a der Gewerbeordnung unterſtellt und
bei den verbündeten Regierungen auf ſchärfere Aufſicht
über Kinematographentheater hinzuwirken;
3. zu veranlaſſen, daß Kindern und jugendlichen
Per=
ſonen unter 16 Jahren der Beſuch der
Kinematographen=
theater im allgemeinen unterſagt wird, dafür aber
be=
ſondere Kinder= und Jugendvorſtellungen eingerichtet
werden.
Antrag 1 und 2 nehmen Reſolutionen des Reichstags
auf, Antrag 3 deckt ſich in bemerkenswerter Weiſe
unge=
fähr mit Wünſchen, die ganz unabhängig hiervon auch
auf der diesjährigen Verſammlung des Deutſchen
Lehrer=
vereins zum Ausdruck kamen. Die Abendverſammlung
am Mittwoch brachte einen Vortrag von Paſtor Frick=
Bremen über die Freundinnenarbeit unter beſonderer
Berückſichtigung des Themas: „Das junge Mädchen im
Ausland‟. Er hob unter anderem hervor, wie wichtig
es wäre, neben Pfarrern und Lehrern auch die
Eiſen=
bahnbeamten, Schiffsbeamten und Schiffsagenten mit der
Arbeit vertraut zu machen, und wie es gelte, für den
Verein noch mehr die Kenntniſſe im Ausland
eingeſeſſe=
ner Familien nutzbar zu machen. Auf dasſelbe Gebiet
führte am Donnerstag ein Vortrag von Frl. Lydia
Wink=
ler in New=York über den deutſch=amerikaniſchen
Freund=
ſchaftsklub. Sie ſchilderte u. a. die Gefahren, die den
jungen Mädchen aus ihrer Unerfahrenheit und der
Un=
kenntnis der Arbeitsbedingungen in Amerika erwachſen,
denen die weltfremden, ſprachunkundigen jungen deutſchen
Mädchen meiſt gar nicht gewachſen ſind. Eine andere
Rednerin warnte vor Stellen in Frankreich. Die
Mit=
teilung, daß auch in unſeren Kolonien 53 „Freundinnen”
im Intereſſe der Raſſereinheit wie des Schutzes der
zu=
wandernden Mädchen tätig ſind, zeigt, wie weit der
Ver=
ein ſeine Tätigkeit ausbreitet.
An die Konferenz ſchloß ſich eine Beſichtigung der
Auswandererhallen, ſowie eines Wörmann=Dampfers an,
ferner ein Ausflug nach Bremen, bei dem die der
Aus=
wanderermiſſion dienenden Anſtalten und Vereine
beſich=
tigt wurden. Auf das Huldigungstelegramm ar die
Kai=
ſerin, die Protektorin des Vereins, lief noch im Laufe
der Tagung ein in herzlichen Ausdrücken gehaltenes
Dankestelegramm ein. Für die nächſte Tagung im Jahre
1914 wurde Kaſſel in Ausſicht genommen.
2. Deutſcher Kolonialmiſſionstag.
S. u. H. Kaſſel, 20. Juni. Der Deutſche
Kolonial=
miſſionstag hielt hier in dieſen Tagen ſeine zweite
Ta=
gung ab, die ſich einer überaus großen Beteiligung von
Miſſionaren, Miſſionsdirektoren, Miſſionsinſpektoren und
Kolonialfreunden zu erfreuen hatte. Eingeleitet wurde
die Tagung mit einer im Evangeliſchen Vereinshaus
abgehaltenen Frauenverſammlung, zu der der Andrang
ſo ſtark war, daß eine gleichlaufende Verſammlung im
Feſtſaal der höheren Mädchenſchule abgehalten werden
mußte. Nach der Begrüßungsanſprache durch die
Lei=
terin Frl. Consbruch hielt die Miſſionarin Frau
Irhe Witten (Ruhr) einen intereſſaltten Vortrag
über „Die deutſche Frau in Südweſtafrika” Weiter
ſpra=
chen Frau Miſſionar Schultze=Reinhardt=Baſel
über „Heidniſches Frauenleben in Kamerun” und die
Diakoniſſin Hedwig Rohns=Hamburg über das
Thema „Wie das Evangelium zu den Ehefrauen kommt”
Im Anſchluß an dieſe Verſammlung fand eine große
volkstümliche Verſammlung ſtatt, die vom
Superinten=
denten D. Klingenberg geleitet wurde. In dieſer
ſprach Miſſionsdirektor Spicker darüber, „Was der
ſüdweſtafrikaniſche Aufſtand der Rheiniſchen Miſſion
nahm und gab” und führte dabei aus, daß während des
Aufſtandes die Spannung mit vielen Anſiedlern zu
direk=
ter Feindſchaft wurde, da ſich die Miſſionare vor dem
Aufſtand für verpflichtet hielten, als Anwälte der
Eingeborenen aufzutreten und ſie gegen Ausbeutungen
durch Händler und Anſiedler in Schutz zu nehmen. Nach
dem Aufſtande ſammelten die Miſſionare etwa 1400
Herero, deren Vertrauen zu den Miſſionaren wieder
zu=
rückkehrte, und die Reſte der beiden aufſtändiſchen
Stämme zeigen ſich jetzt dem Chriſtentum zugänglicher
als vorher. Auch das Verhältnis zwiſchen Anſiedler
und Miſſionaren hat ſich wieder freundlich geſtaltet.
Nach einem Vortrag des Miſſionars Göhring=
Baſel über „Die Baſeler Miſſion an einem Kameruner
Königshofe” ſprach Miſſionsinſpektor Schlunk über
das Thema „Wie unſere Togo=Jugend lernt‟ Die erſte
öffentliche Verſammlung, die vom
Generalſuperinten=
denten L. Möller geleitet wurde, war u. a. auch vom
Landgraſen Chlodwig von Heſſen nebſt
Gemah=
lin und zahlreichen Vertretern der Univerſitäten
Göttin=
gen und Marburg beſucht. Es wurden eine Reihe von
Begrüßungsanſprachen gehalten, ſo u. a. von Geheimrat
Mühlmann namens der königlichen Staatsregierung, von
Konſiſtorialpräſident Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg
im Auftrage des Konſiſtoriums und der heſſiſchen
Lan=
deskirche uſw., während an den Kaiſer, den Herzog
Jo=
hann Albrecht zu Mecklenburg, Regenten von
Braun=
ſchweig und den Generalleutnant Leo
Begrüßungstele=
gramme geſandt wurden.
Den erſten Vortrag hielt Großkaufmann Vietor
aus Bremen über „Die wirtſchaftliche
Leiſtungsfähig=
keit des Afrikaners” Im Anſchluß an dieſes Thema
ſprach Profeſſor Dr Meinhof=Hamburg über „Die
geiſtige Befähigung des Afrikaners” wobei er hervorhob,
daß der Afrikaner eine gewiſſe nüchterne Verſtändigkeit
hat und hervorragende Gaben für Muſik und Sprachen
beſitzt, während auf dem Gebiete des Willens bei ihm
geiſtige Mängel beſtehen. Er verſtehe nicht zu regieren,
könne aber ein ſehr brauchbarer Unterkan ſein. Weiter
hielt Miſſionar Dr Spieth=Hambura einen Vortrag
über „Die religiöſe Veranlagung des Afrikaners‟ Die
zweite öffentliche Verſammlung wurde vom Geh.
Kon=
ſiſtorialrat Profeſſor Dr. Mirbt=Göttingen geleitet.
Hier ſprach Miſſionsdirektor Spiecker über die „
Be=
deutung der Rheiniſchen Miſſion für die Koloniſation
von Deutſch=Südweſtafrika” Während Miſſionsinſpektor
Oettli=Baſel über „25 Jahre Baſeler
Miſſions=
arbeit in Kamerun” berichtete, und Miſſionsdirektor
Schreiber=Bremen einige bemerkenswerte
Mittei=
lungen aus der Muſterkolonie Togo machte, ſprach auf
dem Theeabend, der ſich an die Verſammlung anſchloß,
Geh. Konſiſtorialrat Profeſſor Dr Mirbt über „Die
Bedeutung der Schulen für unſere weſtekrikaniſchen
Kolonien”. Nachdem Frau Miſſionar Schultzee
Reinhardt einen intereſſanten Vortrag über „
Heid=
niſche und chriſtliche Hererofrauen” gehalten hatte, wies
Profeſſor Dr. Meinhof „Neue Wege zum alten Zield
nach, wie die Beſitzenden in unſerem Volke, die einzelnen
Klaſſen und Stände noch viel mehr tun könnten und
müßten zur Beſeitigung der Fehlbeträge der Miſſionen,
zur Hebung der Unwiſſenheit über die Miſſionen und
zur Gewinnung der Kolonialregierung für angemeſſene
Unterſtützung der Miſſionsſchulen.
Der dritten öffentlichen Verſammlung präſidierte
an Stelle des verhinderten Vorſitzenden der Abteilung
Maſſel der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft Exz. Leo,
deren zweiter Vorſitzender Bankdirektor Koch. Den
ein=
leitenden Vortrag hielt Miſſionsarzt Dr. Fiſch=Baſel
über „Miſſionsangelegenheiten in den vom Mohamme
danismus bedrohten Nord=Togo” Weiter ſprach
Be=
zirksamtmann Dr. Böhmer=Berlin über „
Deutſch=
evangeliſches Leben in Südweſtafrika” Zum
Schluß=
ſprach dann noch Miſſionsdirektor Hennig von der
Herrnhuter Brüdergemeinde über „Die Verpflichtungen
des evangeliſchen Deutſchlands ſeinen Kolonien
gegen=
über”, wobei der Redner es als eine Pflicht des deutſchen
Proteſtantismus bezeichnete, die Sache der Miſſion in
unſeren Kolonien noch in ganz weit freudigerem und
freigebigerem Maße als bisher zu unterſtützen und
du=
durch den verſchiedenen Miſſionsorganiſationen die
Er=
füllung ihrer großen Aufgabe zu ermöglichen. — Ueber
die in den einzelnen Sitzungen gehaltenen Vorträge fand
ein Diskuſſionsabend ſtatt, der von
Miſſions=
direktor Hennig geleitet wurde. Beſonderes Intereſſe
verdienen hier die Erörterungen über die „Miſchehen
in den Kolonien” eine Frage, die ja durchdie
Verhandlungen und Beſchlüſſe des Reichstags beſonders
brennend geworden iſt. Eine Einigung über die
Frage=
war allerdings nicht zu erzielen. Ein Teil der Redner
vertrat den Standpunkt, daß durch Geſetze, wie ſie vom
Reichstag kürzlich verabſchiedet worden ſeien, ſehr wohl
das richtige getroffen werde, indem die ſchwarze
Frat=
als gleichberechtigte Gefährtin des Mannes angeſehen
werde und die der Ehe entſproſſenen Kinder in die vollen
ſtaatsbürgerlichen und erbgeſetzlichen Rechte des Vaters
eintreten. Wenigſtens würden auf dieſe Weiſe die un
heilvollen Zuſtände beſeitigt, wo die Weißen ohne Rechtsg
verbindlichkeit ihren Herrenſtandpunkt geltend machen
konnten, während auf der anderen Seite die Verpflich
tungen allein lagen. Andere Redner wieder machten gel
tend, daß man den Weißen nicht zumuten könne, ein
Schwarze ſo anzuerkennen, daß er ſie zu ſeinem rechtmäßt
gen Weibe machen müſſe. Gewiß gebe es viele, die den
Schwarzen als Bruder im Religionsſinne anerkennen, ihn
als Schwager aber entſchieden ablehnen. In kein
Weiſe ſei dieſe wichtige Frage der Miſchehen in den
Ko=
lonien als geklärt anzuſehen und es wäre daher
dii=
gend zu wünſchen, wenn man die Beſtrebungen den
Frauenabteilung der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft nach
Kräften unterſtütze, damit recht viele deutſche Fräuen
nach den deutſchen Kolonien gehen. Mit einem
Schluß=
wort des Generalſuperintendenten Dr. Möller, derde
Hoffnung Ausdruck gab, daß reicher Segen von dieſe
zweiten Taguna auf die deutſchen Kolonien undd
Vaterland herabſtrömen möge, erreichte der diesjähr
Kolonial=Miſſionstag ſein Ende.
Von der Kieler Woche.
* Kiel, 20. Juni. Auf dem Dampfer „Bremen
des Norddeutſchen Lloyd fand heute abend ein Bord
feſt ſtatt, an dem etwa 800 Perſonen, darunter Stagts
ſekretär von Tirpitz, die Admirale Baudiſſen und
Coeper, Schloßhauptmann Graf Hahn, viele Offiziere
der Armee und Marine und Angehörige der erſten
Kie=
ler Geſellſchaftskreiſe teilnahmen. Das Feſt iſt glänzend
verlaufen. Allgemein bewundert wurde die prächtige
Außſchmückung des Dampfers Bremen”, deſſen durch
kauſende von elektriſchen Glühkörpern gekennzeichneie
Formen mit dem Schmuck des aus elektriſchen
Birnen=
gebildeten Lloydwappens äußerſt wirkſam hervortraten
und das nächtliche Hafenbild beherrſchten. Bei Tanz und
Unterhaltung endete das Feſt nach Mitternacht.
* Labö, 21. Juni. Heute vormittag begann die
Jubiläumsfeſtfeier des kaiſerl. Jacht
klubs auf der Kieler Föhrde Von 10,20 Uhr ab’ſtals
teten die großen Jachten zur Seewettfahrt in der
Stran=
der Bucht außerhalb Labös. Mit den 5 Jachten der
Klaſſe A. 1 ging der „Meteor” durch den Start. Der=
Kaiſer hatte ſich um 8,45 Uhr an Bord begeben, mit
ihm außer den Herren des Gefolges Reichskanzler von=
Bethmann Hollweg, Admiral von Tirpitz und andere
Ad=
mirale. „Sleipner” folgte dem „Meteor” Von 11,0
Uhr an begann die Wettfahrt der mittleren Klaſſenba
Heikendorf, denen auch die Boote der Sonderklaſſe
folg=
ten. Noch ſpäter ſtarteten die kleinen Segler beiitze
berg zur Binnenwettfahrt. Es waren alſo alle hierve
ſammelten Klaſſen auf dem Plan. Von weit über
überhaupt gemeldeten Rennbooten fehlten nur wenige
Start. Eine gewaltige Anzahl von Begleitfahrzeugeſ
aller Art, Dampfer aller Größen, Dampfjachten, beſonders
engliſche und Kriegsſchiffbarkaſſen, ſowie Motor= und
Ge=
gelboote hatten ſich hinaus begeben, darunter die
Sta=
tionsjacht „Carmen” des Prinzen Heinrich von Preußen,
„Iduna” der Regierungsdampfer „Sperber” und andere.
Der Dampfer der Hamburg-Amerika=Linie „Viktorik=
Luiſe” mit den Feſtgäſten für die Kieler Woche war
morgens angekommen und bei Labö liegen geblieben,
um der Regatta beizuwohnen. So bot ſich bei
Sonnen=
ſchein und kräftigem Weſtwind am heutigen vormittäg
ein prachtvolles Regattabild im großen Stil.
* Labö, 21. Juni. Bereits kurz nach 1,30 Uhr
paſ=
ſierte als erſte der großen Jachten „Germania” das
Ziel bei Labö. Wenige Minuten ſpäter folgte „
Me=
teor”.
Luftfahrt.
* Frankfurt a. M., 20. Juni. Das Königlich
Preußiſche Kriegsminiſterium hat dem Deutſchen
Fliegerbund für das am 17., 18. und 19. Auguſt d. J. in
Gotha ſtattfindende Aeroplan=Turnier eine
Unter=
ſtützung von 4000 Mark zugeſagt. Desgleichen hat die
Stadt Gotha einen Zuſchuß bewilligt. Das Protektorat
über die Veranſtaltung hat Se. Königl. Hoheit der Herzog
von Sachſen=Koburg und Gotha übernommen.
* Frankfurt a. M., 21. Juni. Das Luftſchiff
„Schwaben” iſt heute vormittag gegen ½8 Uhr zu
einer Höhenfahrt aufgeſtiegen. Es nahm die Richtung
über Wiesbaden und von dort über den Feldberg. Das
Luftſchiff bewegte ſich in Höhen von tauſend Metern. Die
Rückfahrt nach Frankfurt erfolgte über Cronberg. Gegen
½10 Uhr fand die glatte Landung ſtatt.
H. B. Innsbruck, 21. Juni. Die vier in
Porde=
nane von den italieniſchen Behärden wanen des Perdachts
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Seite 7.
Spionage verhafteten Luftſchiffer,
Ballon=
frer Fritz Miller, Dr. Janowski und Dr. Pollatſchek,
vie der Direktor der Anglo=Bank, Mühleiſen, die mit
n Luftballon „Zeppelin” in Italien gelandet waren
d infolge telegraphiſcher Intervention der Wiener
lieniſchen Botſchaft nach 24ſtündiger Haft in Freiheit
ſetzt worden und bereits in Innsbruck eingetroffen.
Sport.
* Fußball. Am Sonntag, den 23. Juni, ſpielt die
Mannſchaft des Turnvereins Eberſtadt gegen die
eiche der Turngemeinde Beſſungen auf dem
Exerzier=
rtz. Dieſes Spiel geht um die Meiſterſchaft des
Main=
heingaues. Der Sieger dieſes Spieles muß um 4 Uhr
gen den Gaumeiſter des Speſſartgaues, Turnverein
amm bei Aſchaffenburg, ſpielen und wird mit dieſem
viel die Bezirksmeiſterſchaft austragen.
Streiks.
* Paris, 20. Juni. Im heutigen Miniſterrat
urde beſchloſſen, die eingeſchriebenen Seeleute und die
ampfergeſellſchaften aufzufordern, den Streit einem
chiedsgericht zu unterbreiten, das aus je
em Vertreter beider Parteien und einem dritten
Schieds=
hter beſtehen ſoll, der von beiden gemeinſam gewählt
ſer im Falle der Nichteinigung von der Regierung
er=
innt wird. Die Regierung ſtellt beiden Parteien eine
ſtündige Friſt zur Beantwortung des Vorſchlages.
Paris, 20. Juni. Der Miniſterrat beſchloß,
r Marineminiſter ſolle ſogleich Maßregeln zur
Siche=
jing des Dienſtes der Poſtdampfer ergreifen
jenn der Ausſtand der eingeſchriebenen Seeleute nicht am
amstag beendet iſt, werden weitere Maßnahmen getroffen
erden. Eine aus Vertretern der einzelnen Miniſterien
bildete Kommiſſion unter dem Juſtizminiſter ſoll die
rage der Verſorgung Frankreichs mit Getreide und Mehl
idieren.
* Paris 21. Juni. Aus Havre wird gemeldet:
ie von dem Präſidenten der Compagnie Transatlantique,
harles Roux, gemachten Andeutungen, daß das Geld
ur Unterſtützung des revolutionären und
ntifranzöſiſchen Seemannsſtreiks aus
un=
ekannter Quelle ſtamme, hat bei den eingeſchriebenen
See=
uten große Erregung hervorgerufen. In einer von ihnen
nberufenen Verſammlung wurde mit aller
Entſchieden=
eit betont, daß ſie nicht die kleinſte Geldſumme aus dem
uslande erhalten hätten, und daß die den Streikenden
igewendete Unterſtützung ausſchließlich aus den Mitteln
er Vereinigung der Seeleute und Hafenarbeiter ſtammt.
n einer vom Streikausſchuß veröffentlichten Erklärung
ird die „verleumderiſche Frage” des Herrn Charles Roux:
Woher das Geld?” mit Entrüſtung zurückgewieſen. Der
jevölkerung von Havre wird für ihre werktätige
Sym=
athie Dank ausgeſprochen, insbeſondere den Gaſtwirten,
ie beſchloſſen haben, den bedürftigen Seeleuten bis zur
jeendigung des Ausſtandes Beköſtigung und Unterhalt
u gewähren. — Mehrere Senatoren und Deputierte
er=
ichten den Marineminiſter, den Schiffahrtsdienſt zwiſchen
frankreich und Algerien insbeſondere behufs Beförderung
er infolge des Streiks in den Häfen lagernden Waren zu
chern. Marineminiſter Delcaſſé verſprach, die
erforder=
chen Maßnahmen zu treffen. Der Deputierte Roy kün
igte unter Hinweis auf den Seemannsſtreik eine
Inter=
ellation über die Maßnahmen an, die die Regierung zur
Zeförderung der in den algeriſchen Häfen lagernden
Ge=
reidevorräte zu ergreifen gedenke.
* Havre, 21. Juni. Zweihundert
Ausſtän=
ige verhinderten geſtern die Abreiſe des Dampfers
Dſchibudi” der mit der Beſatzung eines am
Vormit=
ag angekommenen Dampfers abgehen ſollte. Es kam zu
Streitigkeiten. Truppen ſtellten die Ordnung wieder her.
* Bodaibo, 21. Juni. In Gegenwart von über
000 Arbeitern der Lenagruben, der Verwaltung der Werke
ind des Senators Mauchin fand heute aus Anlaß der
Viederaufnahme der Arbeit ein feierlicher
Got=
esdienſt ſtatt. Darauf hielt Mauchin eine Anſprache, in
er er den Arbeitern für ihre Bereitwilligkeit, zur Arbeit
urückzukehren, dankte und ihnen die Erfüllung ihrer Bitte
derſprach, dem Kaiſer die Verſicherung ihrer Treue zu
iberbringen.
* London, 20. Juni. Dem Standard wird aus
Ar=
teiterkreiſen geſchrieben: Die Entſcheidung der Vereinigung
der Werftbeſitzer, die am Montag in Edinburgh beſchloſſen
aben, die Forderungen der Arbeiter auf einen
Achtſtunden=
ag und auf Erhöhung der Akkordlöhne abzulehnen, droht
zu einer Kriſe in der Schiffsbauinduſtrie zu führen, die
ich in der nächſten Zeit zu einem nationalen Streik
ent=
vickeln kann. Die Gewerkſchaften haben ſich ſeit einem
Monat auf einen Lohnkampf vorbereitet. Es ſoll alsbald
eine Umfrage bei den Gewerkſchaften vorgenommen
wer=
den. Ueber deren Ergebnis beſteht jedoch kein Zweifel.
Es handelt ſich nur darum, wann der Streik beginnen ſoll,
aber man glaubt allgemein, daß er nicht hinausgeſchoben
werden kann. Beide Parteien haben ſich anſcheinend auf
einen langen und erbitterten Kampf gefaßt gemacht. Der
Streik würde ſofort 500006 und ſpäter eine weitere halbe
Million Arbeiter betreffen.
Marokko.
* Paris, 21. Juni. Ein Funkenſpruch aus Fez
vom 19. ds. beſtätigt, daß die Kolonne Gourand am
Inauen=Fluß mehrere heftige Scharmützel zu beſtehen
hatte. Die Franzoſen hatten im ganzen 12 Tote,
dar=
unter einen Leutnant und etwa 10 Verwundete. Den
Marokkanern wurden durch die franzöſiſche Artillerie
große Verluſte zugefügt. General Gourand beauftragte
ſeine Truppen, die Dörfer und Getreidefelder der
auf=
rühreriſchen Stämme zu verbrennen, da dies das
ein=
zige Mittel ſei, deren Unterwerfung zu erzwingen.
* Paris, 21. Juni. Die Humanité veröffentlicht
einen Artikel über das Marokko=Unternehmen
und bezeichnet dasſelbe als das „Lexikon der Radikalen”
Man würde 100000 Mann nach Marokko ſenden müſſen
und die dadurch verurſachten Koſten würden jährlich 360
Millionen Francs betragen.
Zum Krieg um Tripolis.
* Rom, 20. Juni. In der Kammer fragte heute
Cavagnari bei der Regierung über die ſchlechte
Behandlung der aus der Türkei
ausge=
wieſenen Italiener auf den franzöſiſchen
Damp=
fer „Iſpahan” an, auf dem die Italiener von
Konſtan=
tinopel nach Genua reiſten. Staatsſekretär Fürſt
Sca=
lea entgegnete, es wäre eine Unterſuchung eingeleitet.
Wenn die Klagen berechtigt ſeien, werde die Regierung
Maßregeln ergreifen. Cavagnari erklärte, eine
Unter=
ſuchung ſei unnötig, denn es ſei Tatſache, daß die
Ita=
liener hungerten und die Behörden ſofort bei der
An=
inft Nahrung beſorgen mußten. Er proteſtiere gegen
Iie unmenſchliche Behandlung ſeiner Landsleute ſeitens
Serer, die ſich gern Brüder der Italiener nennen.
* Paris, 21. Juni. Zur
Zweikaiſerbegeg=
nung in den Finniſchen Schären ſchreibt der
Pariſer Temps: Die nächſte Zuſammenkunft Kaiſer
Wilhelms mit dem Zaren läßt die Hoffnung erwecken, daß
die beiden Monarchen ihr mögichſtes tun werden, dem
türkiſch=italieniſchen Krieg ein Ende zu machen. Seit dem
2. September, dem Tage der Kriegserklärung, iſt
aller=
dings in jedem Monat, faſt in jeder Woche der Plan
von Friedensvermittelungen von neuem aufgetaucht.
doch ſtets mit negativem Erfolg. Es wäre zu wünſchen,
daß es endlich den beiden Monarchen gelingt, eine
Kon=
ferenz zu Stande zu bringen und den Frieden gewaltſam
herbeizuführen. Die Fortſetzung des Krieges könnte
ernſte Folgen für ganz Europa haben Nicht nur würde
eine weitere Beſetzung von türkiſchen Inſeln das türkiſche
Volk in die Revolution treiben, ſondern durch die
Drohung der Türken, die Dardanellen von neuem zu
ſchließen, würden auch alle Staaten großen Schaden
haben.
Taft und Rooſevelt.
* Chicago, 20. Juni. Senator Dixon, welcher
für Rooſevelt den Wahlfeldzug leitet, hat nach Rückſprache
mit Rooſevelt bekannt gegeben, daß die Anhänger
Rooſe=
velts den Nationalkonvent nicht als geſetzlich anerkennen
würden, wenn nicht die angefochtenen 78 Mandate durch
Anhänger Rooſevelts erſetzt würden. Die falſche Nachricht,
daß Rooſevelt ſeine Delegierten freigegeben habe, iſt durch
die mißverſtändliche Auffaſſung einer Erklärung Rooſevelts
durch einen ſeiner perſönlichen Freunde hervorgerufen
worden.
* Chicago, 20. Juni. Die
Wahlprüfungs=
kommiſſion des republikaniſchen Nationalkonvents
er=
wählte geſtern ſpät den Taft=Anhänger gegen den
Rooſe=
velt=Anhänger mit 30 gegen 18 Stimmen zum Präſidenten.
Im Laufe des Abends verließen die Anhänger
Rooſe=
velts proteſtierend die Kommiſſion, da die Wortfreiheit
unterdrückt wurde. Sie kehrten ſpäter zurück, um jedoch in
Kürze endgültig die Beratungen zu verlaſſen, da ſie auf ihr
Erſuchen, die Wahl aller angefochtenen Delegaten
nachzu=
prüfen, keine befriedigende Zuſicherung erhielten.
Rooſevelt ſcheidet, nach einem Londoner
Draht=
bericht der Voſſiſchen Zeitung, angeblich aus der
repu=
blikaniſchen Partei aus. Der Vorſitzende des
republikaniſchen Nationalkonvents, Root, gibt bekannt,
daß er eine Wiederholung der wüſten Szenen während
der Sitzung nicht dulden werde. Es herrſcht die größte
Verwirrung wegen Rooſevelts Stellung. Die letzten
Ka=
beltelegramme beſtätigen das Gerücht, daß Rooſevelt aus
der republikaniſchen Partei ausſcheidet, wenn er bei der
Zuſammenſetzung des Konvents keine Ausſicht hätte, zum
republikaniſchen offiziellen Präſidentſchaftsbewerber
ge=
wählt zu werden. Rooſevelt wird „ausbrechen” und eine
eigene Partei gründen, als deren Kandidat er
den Kampf um die Präſidentſchaft fortſetzen wird.
* Chicago, 21. Juni. Der Nationalkonvent
vertagte ſich auf heute, da die angefochtenen
Delegier=
tenwahlen unerledigt ſind. Es geht das Gerücht, Rooſevelt
werde auf dem Konvent erſcheinen. Rooſevelt ſagte in
einer längeren Erklärung, er hoffe, die ehrlich gewählte
Mehrheit des Konvents werde ſofort die Reinigung der
Delegiertenliſte von den unebrlich gewählten fördern.
Andernfalls hoffe er, die ehrlich Gewählten würden die
weiteren Beziehungen zum Konvent abbrechen. Falls die
ehrlich Gewählten die Leitung ſelbſt übernähmen und ihn
nominierten, ſo nähme er an. Falls einige Delegierte ſich
ſcheuten, ſolchen Standpunkt einzunehmen, ihn aber im
übrigen nominierten, nehme er gleichfalls an. Er habe
dem Volke keinen Lohn für die ihm im Wahlkampfe
ge=
leiſteten Dienſte zu verſprechen.
* Chicago, 21. Juni. Rooſevelt erklärte
geſtern, daß er unter Umſtänden aus der republikaniſchen
Partei austreten und die Führerſchaft der neuen
Fortſchrittlichen Parteiübernehmen würde.
Das Wahlprüfungskomitee erklärte während der Nacht
über 30 von Rooſevelt angefochtene Mandate für gültig.
Darmſtadt, 22. Juni.
* Erkrankung des ruſſiſchen Thronfolgers? Nach
einer in London eingegangenen Privatnachricht aus
Petersburger Hofkreiſen haben die Aerzte bei dem
acht=
jährigen ruſſiſchen Thronfolger Alexis Knochen=
Tuber=
kuloſe am rechten Knie feſtgeſtellt. Er kann ſchon nicht
mehr gehen. Auch beſteht begründete Befürchtung, daß
das Uebel nie ganz beſeitigt werden kann. Am
Peters=
burger Hofe herrſcht die größte Beſtürzung.
(Irgend eine Beſtätigung dieſer Meldung liegt nicht
vor, ſodaß zu hoffen iſt, daß die betrübende Nachricht ſich
nicht beſtätigt. Die Red.)
C Tolſtoi=Gaſtſpiel. Im Saalbau=Theater hat geſtern
abend das erſte Tolſtoi=Gaſtſpiel von Friedrich
Kayß=
ler und Helene Fehdmer mit Tolſtois nachgelaſſenem
Drama „Und das Lichtſcheinet in der
Finſter=
nis” ſtattgefunden. Der Saalbau war faſt ausverkauft.
Das gewaltige Werk, eine Art Bekenntnis des großen
ruſſiſchen Idealiſten, war von tiefgehendem Eindruck.
Die Aufführung mit den beiden hervorragenden
Künſt=
lern in den führenden Rollen war lobenswert und traf
in vollendeter Weiſe in Spiel, Maske und Sprache die
Eigenart des ruſſiſchen Charakteriſtikums. Das Publikum
ſpendete lebhaften Beifall. — Heute abend findet eine
zweite Aufführung ſtatt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. Juni. Die Leitung der
Nachrich=
tenabteilung des Reichsmarineamtes
über=
nimmt im Herbſt 1912 anſtelle des zum Kommandanten
des Schiffes „Schleſien” ernannten Kapitäns z. S.
Holl=
weg Korvettenkapitän Max Reymann.
* Stuttgart, 21. Juni. Der König hat lt.
Staats=
anzeiger dem Profeſſor Dr. Guſtav Schönleber an
der Akademie der bildenden Künſte in Karlsruhe die
große goldene Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft am
Bande des Kronenordens verliehen.
* Leipzig, 21. Juni. Auf einem Grundſtück der
Mar=
tinſtraße in Leipzig=Anger=Crottendorf iſt heute vormittag
ein Gerüſt eingeſtürzt, das fünf Arbeiter begrub.
Drei wurden ſchwer, zwei leichter verletzt. Die Verletzten
wurden ins Krankenhaus gebracht.
* Preußiſch=Stargard, 21. Juni. Amtliche
Mel=
dung. Bei der heutigen Landtagserſatzwahl
im Wahlkreiſe Danzig 4, Berent=Dirſchau=Preuß.=
Star=
gard wurde an Stelle des verſtorbenen Abgeordneten
Arndt=Gartſchin (frk.) Kandidat der vereinten deutſchen
Parteien der Gutsbeſitzer Modrow=Modrowshorſt (frk.)
mit 338 gegen 216 Stimmen, die auf Gutsbeſitzer Gorski=
Miretken (Pole) fielen, gewählt.
* Gottesberg, 21. Juni. In dem fürſtlichen
Tiefbau=
ſchacht ſtürzte der Bergmann Langer aus eigener Un=
vorſichtigkeit 250 Meter tief in den Waſſerhaltungsſchacht.
Er war ſofort tot.
* Wien, 21. Juni. Auf der deutſchen
Bot=
ſchaft fand ein Frühſtück ſtatt, zu dem u. a. geladen
waren: Prinz Roland Bonaparte, Graf Berchtold, der
franzöſiſche Botſchafter, der griechiſche Geſandte und der
Präſident des oberſten Rechnungshofes, Plener.
* Wien, 21. Juni. Die Neue Freie Preſſe meldet aus
Trieſt: Auf dem Monte Maggiore, 500 Meter vom
Schutzhaus entfernt, iſt der Wagen Nr. 5 der
Auto=
mobil=Alpenfahrt, in dem das Ehepaar Fiſcher=
Berlin und ein Rittmeiſter ſaßen, in den Abgrund
geſtürzt. Das Ehepaar Fiſcher iſt tot, der Rittmeiſter
ſchwer verletzt. Er wurde durch die Rettungsgeſellſchaft
in das Schutzhaus gebracht. Die Leichen der Eheleute
Fiſcher werden nach Veprina gebracht. Der Chauffeur
blieb unverletzt.
* Wien, 21. Juni. Eine Lokalkorreſpondenz meldet
aus Wiener=Neuſtadt: Der Oberoffizial Menſchick,
Kom=
mandant des Pulverdepots „Am Mittel” woſelbſt jüngſt
das Handmagazin des „Objektes 4” in die Luft flog,
hat ſich in der Nacht erſchoſſen. Die Tat wird mit der
Exploſion in Zuſammenhang gebracht.
* Paris, 21. Juni. Der Prinz von Wales iſt
nach London abgereiſt.
* Marſeille, 21. Juni. Vier
Torpedoboots=
zerſtörer ſind hier eingetroffen. Sie werden Depeſchen
nach Algier und Tunis befördern. — Die Vereinigung
der eingeſchriebenen Seeleute nahm heute mittag Kenntnis
von dem Vorſchlag der Regierung, ein Schiedsgericht
einzuſetzen. Der Präfekt wurde um die Angabe der
nähe=
ren Einzelheiten gebeten. Augenblicklich liegen mehrere
Schiffe im Hafen und können nicht ausfahren.
H. B. Köln, 21. Juni. Zur Ermittelung der
Täter und Wiedererlangung der in der Eigelſtein=
Tor=
burg geſtohlenen Gegenſtände, beſonders aber der
Kai=
ſerkette, haben der Oberbürgermeiſter von Köln, ebenſo
die Verſicherungsgeſellſchaft Thuringia in Erfurt, bei der
die Kette verſichert iſt, je eine Belohnung von
1000 Mark ausgeſetzt. Die Kette iſt mit 18000 Mark
bei der genannten Geſellſchaft verſichert, die den vollen
materiellen Erſatz der Kette zu leiſten hat. Der
Ober=
bürgermeiſter hat über den Diebſtahl der Kaiſerkette dem
Kaiſer telegraphiſch Bericht erſtattet.
Kiel, 21. Juni. Als Prinz Joachim geſtern
auf der „Iduna” eine Kreuzfahrt unternahm, bemerkte er
ein gekentertes Boot. Er beſtieg ſofort mit Leuten
der Beſatzung das Beiboot und rettete die
Schiff=
brüchigen.
Ahrensfelde, 21. Juni. Die Kapelle der
Zwingli=
gemeinde iſt heute niedergebrannt. Sie war ganz
aus Holz erbaut. Die Leichen, die in ihr aufgebahrt
waren, konnten noch rechtzeitig gerettet werden.
Scotts Emulſion, denn mit dieſer habe ich erreicht,
was ich wollte, nämlich eine ſchnelle Kräftigung und
Stärkung meines 64jährigen Sohnes Friedrich nach
vorausgegangener Krankheit, während eine zuerſt
an=
gewendete, allerdings billigere Nachahmung Ihres
Prä=
parates keinen Erfolg herbeiführte. Mein Söhnchen hat
ſofort ſehr gern genommen; den Einfluß des Präparates
auf den Appetit konnte man alsbald bemerken, denn
Friedrich zeigte viel mehr Luſt zum Eſſen, ſein
Körper=
gewicht hat ſich infolgedeſſen entſprechend vermehrt, auf
ſeine Wangen iſt die friſche roſige Farbe zurückgekehrt,
und er iſt auf dem beſten Wege, ein kräftiger Junge zu
werden. Auch ſchläft er nachts viel ruhiger.
(Gez.) Friedrich Schmidt, Weißenburg, Bayern, Schrecken 133,
14. September 1910.
In der Wiedergeneſungszeit iſt es immer von Wichtigkeit,
die Kraft des Körpers und deſſen Ernährung durch ſtärkende
Mittel zu fördern. Zahlloſe Beiſpiele, ähnlich dem obigen,
haben bewieſen, daß Scotts Emulſion hierzu eines der
allergeeignetſten Mittel iſt, die wir beſitzen.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft,
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Oriainalſtaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorſch). Stot e= Bowne, 6. m. b. 9., Frankfürt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glyzerin
50,0, unterphosphoriaſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2.,0.
bulb. Tragant 3,0, feinſter arab. Gummt pulv. 2,0, Waſſer 129,0, Alkohol
11,0. Hierzu aromatiſche Emulſton mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriabl
je 2 Tkonſen.
Manverlange Preisliste u. Abbildungen
Photographische Aufnahmen
der einzelnen Zimmer. (10529a
Man verlange
Wll esielete.
e
Vertreter: Haas & Bernhard, Darmstadt, Rheinstr. 19.
Gestern Abend wurde unsere liebe Mutter und Grossmutter
rau Olga Schenck
geb. Alewyn
Lindenfels i. O., den 21. Juni 1912.
Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag um 3½ Uhr statt.
Mes den Geſchuſtsleden.=
Ein Tafelgetränk, das frei von jeglicher
Unbequem=
lichkeit für Magen und Darm, ſowie äußerſt angenehm
und leicht verdaulich iſt, dabei die Nierentätigkeit leicht
anregt und fördert, ſowie recht wohlſchmeckt, haben wir
in dem natürlichen Mineralbrunnen „Königl.
Fachingen”
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
guten Vaters, Bruders, Onkels und Schwagers
Philipp Heist
Metzgermeister
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Widmann für ſeine troſtreichen Worte am Grabe,
unſeren herzlichſten Dank.
(13548
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Heiſt und Kinder.
ee e
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Deutſchland liegt hoher Druck. Trotde
gingen geſtern verſchiedentlich Gewitterregen nieder.
Heute morgen haben wir bei weſtlichen Winden vielfach
bedeckten Himmel. Die Morgentemperaturen liegen im=
Reiche in der Nähe von 15%. Wir werden morgen im
Hochdruckeinfluß bleiben, Weſtwinde werden uns jedoch
Bewölkung bringen.
Ausſichten für Samstag, den 22. Juni 1912;
Wolkig, doch trocken, warm.
Tagestalender.
Samstag, 22. Juni.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Und das
Licht=
ſcheinet in der Finſternis”.
Volkstümliche chriſtl. Vorträge um 8½ Uhr im.
Rhein. Miſſionszelt an der Lindenhofſtraße.
Konzert: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher Hof um=
8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Reſt. „Metropol” um
½8 Uhr. — Schuls Felſenkeller um 8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Start=
des Fliegers Hirth in Johannisthal zum Fernflug
Berlin-Wien; das Großfeuer in Stambul; Schutze
leute vor dem Parlamentsgebäude in Budapeſt; die=
Merriſonſtraße in Peking nach der Plünderung,
Sonntag, 23. Juni.
Rhein. Zeltmiſſion (an der Lindenhofſtraße)
Ge=
betsverſammlung um ½10 Uhr, Kindergottesdienſt um
11 Uhr, Vorträge um 4 und 8½ Uhr.
Sommerfeſt des Heſſ. Fechtvereins „Waiſenſchutz” un
4 Uhr im Saalbau.
Sommerfeſt des Sportklub „Haſſia 1908" in
Brauerei Erker.
Freiw. Feuerwehr: Abfahrt nach Friedberg 6.3000
Ausflug des Ortsgewerbevereins nach Rüſſelsheiſ
(Abfahrt 6.30 Uhr).
Ausflug des Bürgervereins und Darmſtädter Fechte
klubs nach Jugenheim (Abfahrt 7.34 Uhr am Luiſenplatzſe
Ausflug des Kavallerievereins nach Roßdorf (Abmarſch
um 2 Uhr Ecke Darm= und Beckſtraße).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Schützenhof um
8 Uhr. — „Perkeo” um 4 und 8 Uhr. — Reſt. „Metropol”
um 4 und 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 24. Juni.
Heugras=Verſteigerung um 3 Uhr in der
Braun=
wartſchen Wirtſchaft zu Eppertshauſen.
Großh. Landesmuſenm. Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 3—5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchloſ=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Duit und Verlagr z. e. Wilichſche Setbnchtncte,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 145.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere innigſt geliebte Mutter, Tante, Schwägerin,
Couſine, Schwiegermutter und Großmutter
Frau Emma Renn
geb. Jochheim
im 54. Lebensjahr zu ſich zu rufen. (13551
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Max Renn
rma Renn.
Hamburg, Darmſtadt, München,
Kempten, 21. Juni 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag
4 Uhr, vom ſtädtiſchen Krankenhaus aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute nachmittag entſchlief ſanft nach
kurzem Leiden unſere liebe, gute Schweſter,
Schwägerin und Tante
(13553
Fräulein
Magdalene Walter.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Färber Witwe.
Darmſtadt, den 21. Juni 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag
½ 5 Uhr, vom Portale des Friedhofs aus, ſtatt.
eite 8,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912
durch einen sanften Tod von uns genommen.
über Vermögens=,
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22.
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Schmerzerfüllt teilen wir mit, dass unsere geliebte Mutter,
Gross-
mutter und Schwiegermutter
(13552
Frau
ChlarioleFaldu
geb. Stern
am 20. 1. Mts. im 76. Lebensjahre sanft verschieden ist.
Darmstadt, den 21. Juni 1912.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet am 24. 1. Mts., vormittags 10½ Uhr, vom Sterbehause,
Alice-
strasse 12 aus, statt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen herben Verluſte
ſprechen wir unſeren herzlichſten Dank aus.
Darmſtadt, den 21. Juni 1912. (13550
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
G. Eckhardt, Schneidermeister.
128g
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
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Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir eine Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern,
tr. den gewerbsmäßigen Handel mit ländlichen Grundſtücken, (veröffentlicht im
g.=Bl. Nr. 22 vom 10. Juni 1912) zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: v. Werner.
Bekanntmachung,
den gewerbsmäßigen Handel mit ländlichen Grundſtücken betr.
Vom 23. Mai 1912.
Im Einverſtändnis mit Großh. Miniſterium der Juſtiz haben wir, um einer
mgehung der erlaſſenen Vorſchriften tunlichſt vorzubeugen und um zugleich zum
usdruck zu bringen, daß ohne deren Befolgung den Güterhändlern der Abſchluß der
Betracht kommenden Rechtsgeſchäfte aus Grinden des öffentlichen Wohls verboten
, folgendes beſtimmt:
Der § 6 unſerer Bekanntmachung, den gewerbsmäßigen Handel mit
länd=
den Grundſtücken betreffend, vom 27. Juni 1908, in der Faſſung der
Bekanntmach=
ig gleichen Betreffs vom 2. Januar 1909 erhält folgende Faſſung:
§ 6. Der Güterhändler darf ein ländliches Grundſtück erſt erwerben, veräußern,
h die Verfügungsmacht darüber verſchaffen oder durch Annahme eines
Vertrags=
ttrags oder in ſonſtiger Weiſe die Bindung eines Dritten bezüglich eines ſolchen
rundſtücks herbeiführen, nachdem er zuvor in jedem Einzelfall von ſeiner Abſicht dem
reisamt, in deſſen Bezirk das Grundſtück liegt, Anzeige erſtattet hat. Die Anzeige
ſchriftlich, über jedes Grundſtück beſonders und ſpäteſtens zwei Wochen vor dem
eitpunkt zu erſtatten, in welchem der Eigentümer des Grundſtücks eine
Eigentums=
niderung wirkſam bewilligt oder ſich zur Bewilligung einer ſolchen oder zur Erteilung
ner Verfügungsmacht über das Grundſtück durch Vertrag, Stellung eines
Vertrags=
ntrags, Erteilung einer Vollmacht oder ein ähnliches Rechtsgeſchäft wirkſam
ver=
lichtet. Die Anzeige muß das Grundſtück nach Gemarkung, Flur= und
Parzellen=
ummer bezeichnen ſowie deſſen Flächenmaß und den derzeitigen Eigentümer angeben.
ei einer beabſichtigten Veräußerung muß auch der Name des Erwerbers oder die
ehörde oder der Beamte angegeben werden, bei welchem die Verſteigerung beantragt
erden ſoll. Sollen bisher gemeinſam bewirtſchaftete Grundſtücke getrennt veräußert
erden, ſo iſt dies beſonders anzugeben.
Die Anzeige und die darüber ausgeſtellte Beſcheinigung wird unwirkſam, wenn
as beabſichtigte Rechtsgeſchäft nicht binnen zwei Monaten von der Ausſtellung der
eſcheinigung an rechtsgültig beurkundet und die Eintragung der Rechtsänderung
ei dem zuſtändigen Amtsgericht beantragt worden iſt.
Der Händler hat der den Erwerb, die Erteilung der Verfügungsmacht, die
Ver=
ußerung oder die Bindung beurkundenden Behörde (Amtsgericht, Notar oder
Orts=
ericht) vor der Beurkundung des Vertrags, der Auflaſſung, des Vertragsantrags
der des ſonſtigen Rechtsgeſchäfts eine wirkſame Beſcheinigung des Kreisamts über
ie erfolgte Anzeige vorzulegen. Hat die Beurkundung nicht vor dem Amtsgericht
er belegenen Sache ſtattgefunden, ſo ſind dieſem Gericht vor der Eintragung der
iechtsänderung die bezeichnete Beſcheinigung des Kreisamts, Ausfertigung aller in
er Sache aufgenommenen Urkunden, ſowie ein Zeugnis des Urkundbeamten darüber
orzulegen, daß ihm die wirkſame Beſcheinigung ſchon vor der erſten in der
Ange=
genheit erfolgten Beurkundung vorgelegen habe.
2. Dieſe Bekanntmachung tritt am Tage ihrer Verkündigung im
Regierungs=
latt in Kraft.
Darmſtadt, den 23. Mai 1912.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
(13508
v. Hombergk.
Bekanntmachung.
Im Anſchluß an unſere Bekanntmachung vom 2. Oktober 1908 (
Amtsverkün=
igungsblatt Nr. 239 vom 10. Oktober 1908) bringen wir die nachſtehenden, für
weib=
iche Handwerker genehmigten Ausnahmebeſtimmungen wiederholt zur öffentlichen
kenntnts:
1. Während einer bis 1. Oktober 1913 erſtreckten Uebergangszeit werden
weib=
che Handwerker zur Geſellen= und Meiſterprüfung auch dann zugelaſſen, wenn ſie
ie vorgeſchriebene Lehr= und Geſellenzeit oder die Ablegung der Geſellenpriſung
icht nachzuweiſen vermögen.
2. Weiblichen Handwerkern, welche beim Inkrafttreten des Geſetzes am 1. Oktober
908 ihr Gewerbe bereits 5 Jahre ſelbſtändig ausgeübt haben oder während
iner gleich langen Zeit als Direktrice oder in ähnlicher Stellung tätig geweſen
ind und am vorgenannten Termin das nach den früheren Beſtimmungen für die
lnleitungsbefugnis erforderliche Alter — 24 Jahre — bereits hatten, iſt auf ihren
lntrag die weitere Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen zu verleihen, auch wenn
ie eine Lehrzeit nicht nachzuweiſen vermögen. Die weiblichen Handwerker, welche
iernach um die weitere Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen einkommen müſſen,
vollen ihre Geſuche bei der unterzeichneten Stelle einreichen.
Die dazu erforderlichen Antragsformulare ſind bei den Großh. Bürgermeiſtereien
rhältlich.
3. In allen anderen Fällen wollen ſich die weiblichen Handwerker wegen
wei=
erer Auskunft an die Handwerkskammer zu Darmſtadt wenden.
4. Wir machen ferner dgrauf aufmerkſam, daß der Begriff „ſelbſtändig” bei
den weiblichen Handwerkern ſehr häufig irrtümlich aufgefaßt wird. Insbeſondere
vird von Damenſchneiderinnen vielfach angenommen, daß die Selbſtändigkeit einen
n der eigenen Wohnung ſtatfindenden Geſchäftsbetrieb vorausſetze. Die ſelbſtändige
Ausübung eines Gewerbes (unter eigenem Namen, auf eigene Rechnung und unter
rigener Verantwortlichkeit) iſt jedoch auch bei ſolchen weiblichen Handwerkern gegeben,
die ein der Behauſung der Kundſchaft ſchneidern”.
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
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An die Großh. Bürgermeiſtereien der Laudgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie auf vorſtehende Bekanntmachung mit dem Auftrag hin, ſie
wiederholt ortsüblich bekannt zu machen.
(13459
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
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Bekanntmachung.
Nach § 10 der Verordnung vom 15. Februar d. Js. über den Arbeiterſchutz
und die Unfallverhütung bei Hoch= und Tiefbauten hat jeder Unternehmer
da=
für zu ſorgen, daß mindeſtens ein Abdruck dieſer Verordnung auf jeder
Bau=
ſtelle ausgehängt iſt.
Wir weiſen die Bauunternehmer auf dieſe Vorſchrift mit dem Anfügen hin,
daß in Plakatform hergeſtellte Abdrücke von dem Arbeitgeberverband für das
Bau=
gewerbe zu Darmſtadt (Fernſprech=Nummer 1343) bezogen werden können.
Die Abbrücke koſten bei Abnahme von 10—30 Stück 5 Pfg. per Stück.
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„ 50—100 „
3 „ , ,
über 100
Der Preis für den einzelnen Abdruck beträgt 10 Pfg.
Die Preiſe verſtehen ſich ab Geſchäftsſtelle in Darmſtadt, Rheinſtraße 17.
(13449
Darmſtadt, den 17. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die vorſtehende Bekanntmachung wiederholt auf
orts=
übliche Weiſe zu veröffentlichen und die in Ihren Gemeinden wohnenden
Bau=
unternehmer noch beſonders darauf aufmerkſam zu machen.
Darmſtadt, den 17. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Landwirte unſeres Kreiſes, daß bei
dem Großh. Proviantamt Darmſtadt Heu neuer Ernte unmittelbar von der
Wieſe angefahren werden kann. Es muß jedoch vollkommen trocken und noch nicht
in Schweiß geraten beim Amt ankommen, was erfahrungsmäßig nicht mehr der
Fall iſt, wenn es länger als 1 Tag vor der Ablieferung auf den Wagen oder die
Bahn verladen worden iſt.
Anfuhr täglich von 6 Uhr früh an.
Jede weitere Auskunft erteilt mündlich, telefoniſch oder ſchriftlich das
Pro=
viantamt Darmſtadt.
Darmſtadt, den 13. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: v. Werner.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die vorſtehende Bekanntmachung noch beſonders in Ihren
Gemeinden zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.
(13173is
Darmſtadt, den 13. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt,
In. Vertr.: v. Werner.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
In der Zeit vom 24. bis 29. Juni d. Js. findet unter Leitung der 2. Inſpektion
der Telegraphentruppen eine Funkerübung der Telegraphen=Bataillone Nr. 3 und 4
und des Bayeriſchen Telegraphen=Bataillons in hieſiger Gegend ſtatt. Aus dieſem
Anlaß wird die Belegung einzeiner Gemeinden des Kreiſes Darmſtadt mit
Einquar=
tierung erforderlich werden.
Da die Unterkunftsorte und Truppenſtärken von dem Verlaufe der Uebung
ab=
hängen, können ſie den Ortsbehörden erſt einen Tag vor der Belegung mitgeteilt
werden. Es iſt jedoch nur mit einer geringen Belegung der Ortſchaften zu rechnen.
(13012ss
Darmſtadt, den11. Juni 1912.
Großherzogliches Kreisamt Damrſtadt.
Fey.
Darmſtadt, den 37 Mat 1912.
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft für 1912, hier Zugänge Militärpflichtiger.
Der Zivilvorſitzende der Erſatzkommiſſion Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Sofern ſeit der Muſterung des laufenden Jahres ſich Militärpflichtige bei Ihnen
angemeldet haben ſollten, welche ſich in einem anderen Aushebungsbezirk zur
diesjährigen Muſterung geſtellt haben und Anzeige hierüber von Ihnen noch nicht
erſtattet worden iſt, ſehe ich Ihrem ſofortigem Bericht hierüber, für jeden Mann
(12287a
getrennt und unter Vorlage des Loſungsſcheins desſelben, entgegen.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft im Kreiſe Darmſtadt für 1912.
Es wird hierdurch zur Kenntnis der Beteiligten gebracht, daß nach Anordnung
der Großherzoglichen Ober=Erſatz=Kommiſſion im II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade
das Aushebungsgeſchäft (Generalmuſterung) im Kreiſe Darmſtadt vom 27. Juni
bis 3. Juli l. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 hier, ſtattfinden wird.
Es haben zu erſcheinen:
I. Donnerstag, den 27. Juni 1912, vormittags 7½ Uhr:
1. Die als dauernd untauglich bezeichneten Militärpflichtigen, ſoweit denſelben
Ladung zugegangen iſt;
2. Die zum Landſturm 1. Aufgebots vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
II. Freitag, den 28. Juni 1912, vormittags 7½ Uhr?
Die zur Erſatz=Reſerde in Vorſchlag gebrachten Militärpflichtigen.
III. Samstag, den 29. Juni 1912, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die zur Erſatz=Reſerve in Vorſchlag gebrachten Militärpflichtigen.
IV. Montag, den 1. Juli 1912, vormittags 7½ Uhr:
Die von den Truppenteilen als untauglich abgewieſenen Militärpflichtigen, welche
Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt beſitzen.
V. Dienstag, den 2. Juli 1912, vormittags 7½ Uhr:
Die für brauchbar erklärten Leute a) des Jahrgangs 1910 (1890); b) des
Jahr=
gangs 1911 (1891).
VI. Mittwoch, den 3. Juli 1912, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs 1912 (1892).
Im übrigen wird auf die jedem Militärpflichtigen beſonders zugegangene
Ladung verwieſen.
Alle Militärpflichtigen ꝛc. haben pünktlich zu den angegebenen Zeiten zu erſcheinen
und ihre Loſungsſcheine, bezw. ſonſtige Miltärpapiere vorzulegen.
Diejenigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich vor der Ober=
Erſatz=Kommiſſion nicht ſtellen oder zu ſpät kommen, werden mit Geldſtrafe bis zu
30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen beſtraft. Auch können dieſelben unter Umſtänden
„vorweg” oder als „unſichere Dienſtpflichtige” ſofort eingeſtellt werden.
Die von der Erſatz=Kommiſſion wegen zeitiger Untauglichkeit „Zurückgeſtellten”
haben vor der Ober=Erſatz=Kommiſſion nicht zu erſcheinen.
Schließlich wird noch darauf hingewieſen, daß alle diejenigen Angehörigen von
Militärpflichtigen, welche auf Grund ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältniſſe
die Befreiung ihrer Söhne vom Militärdienſt in Antrag gebracht haben, ſich der
Ober=Erſatz=Kommiſſion an den Tagen vorzuſtellen haben, an welchen ihre Söhne bei
der Aushebung erſcheinen.
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(13320dsi
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Doppelſpänner eiſerne Ziehwage. 1 Totenkopf
aus Gyps. 1 ſilberne Herrenuhr. 1 ſchwarzes Damenportemonnaies
mit Inhalt 2 1l. Schlüſel an einem Ring. 1 neuer Plüſchpantoffel.
1 braune Perlenhalskette. 2 Schlüſſel. 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit einigen Pfennigen. 1 brauner Spazierſtock mit Verzierung. (13512
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 23. Juni,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr
ab geſchloſſen.
Hen neuer Ernte kann unmittelbar von der Wieſe angeſahren
werden. Es muß jedoch vollkommen trocken und noch nicht
in Schweißt geraten beim Amt ankommen, was erfahrungsmäßtg
nicht mehr der Fall iſt, wenn es länger als 1 Tag vor der
Abliefe=
rung auf den Wagen oder die Bahn verladen worden iſt.
Anfuhr täglich von 6 Uhr früh an.
(313046
Jede weitere Auskunft erteilt ſchriftlich, mündlich oder
tele=
phoniſch das
Proviant-Amt Darmstadte
Bekanntmachung.
Montag, 22. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Bauunternehmer
Chriſtoph Simon dahier
zuge=
ſchriebenen Grundſtücke:
Flur Nr.
qm
Sosros:
28 329705/00000 302 Bauplatz
Innere
Ringſtraße,
28 88//10
85 Bauplatz
am
Lieb=
frauenpfad,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(B55/12
Darmſtadt, 20. Juni 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V13452
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Rindfleiſch
. 90
Kalbfleiſch
. 100
Hammelfleiſch
. 100
Fruſt
. 60
Schweinefleiſch
. 86
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Speck, geräuchert
. 110 „
per ½ kg
Dörrfleiſch
. 100 Pfg.
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken .
. 130 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 86
Schwartenmagen,
Fleiſch= u Bratwurſt . 86
Leber= u. Blutwurſt . . 70 „
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Jnni 1912.
Nummer 145.
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Kurſe vom 21. Juni 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,00
80,10
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,80
. 89,90
3½ do. Eonſols
80,00
3 do. do.
* Bad. Staatsanleihe . . 99,70
92,80
do.
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
do.
28,20
do.
79,00
4 Hamburger Staatsanl. 100,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,40
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
do.
8,00
do.
77,90
80,00
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,40
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 55,60
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 91,25
4 do. Goldrente . . . 96,00
4 do. einheitl. Rente 88,10
3 Portug. unif. Serie I 63,80
3 do. unſt. Str. III. 6600
3 do. Spezial . . . . 9,80
5 Rumänier v. 1903 . . 101,30
4 do. v. 1890 . . 96,00
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,50
4 do. v. 1902 . . . . 90,60
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,80
4 Türk. Admin. v. 1903 82,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,50
4 Ungar. Goldrente . . . 90,50
4 do. Staatsrente . . . 89,10
Zf.
InProz.
5 Argentinier .
.101,20
4
do.
85,25
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,30
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,00
4½
93,30
do.
4½ Japaner . .
94,70
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
60,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,80
3 Buenos Aires Provinz 70,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Anerila=
Palei=
fahrt . . . . . . . 140,60
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,70
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 110,80
8 Baltimore und Ohio . 10771
z½ Schantungbahn . . . 131,90
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,20
6 Pennſylvania R. R. . 120,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . 502,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
hein
. .244,75
30 Farbwerke Höchſt . . 604,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 148,00
30 Chem. Werke Albert 454,50
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . .
..305,25
4 Lahmeyer . . . . . . . 125,50
Letzte
Inſtroz. 1
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 156,60
12 Siemens & Halske . 236,50
5 Bergmann Electr. . . 144,—
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 170,00
0 Gummi Peter . . . . 128,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 165,80
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 499,50
10 Maſchinenf. Badenig 187,00
6 Wittener Stahlröhren 194,50
8 Steana Romana Petr. 136,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 231,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
.. . 216,25
häuſel..
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 120,00
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 188,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . 228,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 175,70
10 Gelſenkirchener . . . . 188,50
8 Harpener . . . . . . . 185,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . 259,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,70
4 Laurahütte . . . . . . 174,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 194,25
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,80
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,25
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer.
. . . . 75,80
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104, 10
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
3
do.
77,60
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,75
Inſroz.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 78,00
do.
53,60
3 Raab=Oedenburg
76,90
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 88,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,30
do.
88,20
4 Wladichawchas . . . . 88,30
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb.
. 75,50
do.
2¾/10 Livorneſer . . . . . 67,50
3 Salonique=Monaſtir . 63,50
. 84,00
4 Bagdadbahn . .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,00
4 Miſſouri=Paeifie.
71,80
4 Northern=Paciſic . . . 100,10
4 Southern=Paciſic . . . 95,30
5 St. Louis und San
Francisco: .
.. 87,20
5 Tehuantepec .
98,70
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 195,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . .
. . 150,40
½ Berlin. Handelsgeſ. . 165,00
6½ Darmſtädter Bank . 121½
12½ Deutſche Bank . . . 253,80
6 Deutſche Vereinsbank . 123,75
6 Deutſche Eſekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,50
10 Diskonto=Kommandit 184,00
8½ Dresdener Bank . . 153½
9½ Frankf. Hypoth.=B. 217,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,90
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 136,25
7 Rhein. Kreditbank . . . 134,75
A. Schaaffhauſen.
Bankverein .. . . 123,00
Wiener Bankverein . 133,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,50
InProz.
Bſ. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
89,30
S. 19.
„ „
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,25
88,25
do.
8½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
8½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,90
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. .
99,95
8½Heff. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,50
S. 3—5
89,30
S. 9—11
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8½
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8½ do.
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99,50
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Italieniſche Noten . .
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Seite 14a
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Jurs 1912.
Nummer 145.
Söiſone Laß der deutſchen Technt.
** Ediſon hat bei ſeinem letzten Beſuch in
Deutſch=
land die Fabriken, die er beſuche, mit ſcharfen Augen
angeſehen und teilt ſeine Beobachtungen und
Erfahrun=
gen in einem bedeutſamen Interview mit, das die New=
Yorker techniſche Zeitſchrift Factory veröffentlicht. Der
berühmte Erfinder iſt der Anſicht, daß man in Amerika
die Deutſchen als Erfinder und Fabrikanten unterſchätze.
Wie überall, ſo gingen ſie auch in der Technik mit
Be=
dacht und Gelehrſamkeit zu Werke. „Wir ſchreien:
„Hurra Foys!” und gehen mit einem Schwung drauf
los, während der bedächtigere Deutſche alles erſt genau
ausdenkt. Wir ſchöpfen die Sahne ab. Das tut auch
der Deutſche — und dann zieht er noch einen guten
Ge=
winn aus der Milch, die übrig bleibt.‟ In deutſchen
Fabriken finde man „ein Feuer ſchöpferiſcher Arbeit”
das der amerikaniſchen Technik meiſt fremd ſei. Die
Wiſſenſchaft geht hier mit dem Geſchäft einträchtiglich
Hand in Hand. „In unſerem Lande beſchäftigen wir
uns nur mit den in die Augen ſpringenden Produkten,
denen, die wir raſch und leicht gewinnen können Wie
wir wertvolle Sachen in den Kehricht werfen, ſo
ver=
lieren wir auch bei der Fabrikation Nebenprodukte,
ein=
fach, weil wir ihren Wert nicht kennen, der nur durch
langwierige Prozeſſe zu gewinnen iſt. Die Deutſchen
aber haben den Nutzen dieſer Dinge erkannt und wiſſen,
daß es ſich bezahlt macht, wenn man alle Einzelheiten
ſtudiert und beachtet. Bedeutende Induſtrien ſind ſo auf
der Baſis der gelehrten Forſchungsarbeit entſtanden;
was heute als Kohlenteer=Produkte bekannt iſt und eine
Reihe anderer Chemikalien, wie Anilinfarben, Benzol,
Creoſot, all das iſt zu einer reichen Induſtrie durch
deutſche Fabrikanten entfaltet worden, nachdem ſie Jahre
mit Experimenten und wiſſenſchaftlichen Arbeiten
ver=
bracht hatten. Dieſelbe Methode, die ſich im Studium
neuer Produktionsmöglichkeiten und wichtiger
Nebenpro=
dukte offenbart, wird in allen Arten deutſcher
Indu=
ſtrien angewendet. Große Mengen von Chenikalien
wer=
den in Deutſchland aus Stoffen bereitet, die wir bei
uns als wertlos fortwerfen Geht in unſere
Kohlen=
diſtrikte und Gasfabriken: Material liegt da umbenutzt,
das die Deutſchen zu gewinnbringenden Produkten
er=
hoben haben.”
Die Deutſchen erheben auch nicht wie die
Amerika=
ner den Anſpruch, immer gleich das Beſte und das
e e ier eter tel ite nt neg en
Superlativ, die die Amerikaner den Werr der guten
Durchſchnittsware vernachläſſigen läßt. Sie wollen nicht
gleich immer die beſte, aber ſolide Ware liefern; ſie
ſtre=
ben nicht gleich nach dem größten Umſatz, der das
Ver=
treiben von ſchlechten Produkten begünſtigt, ſondern
hal=
ten ſich auf dem goldenen Mittelweg. Während bei
ſei=
nen Landsleuten alles im Nu und darum oft auch
un=
überlegt geſchähe, iſt in Deutſchland „Arbeit mit
Ver=
ſtand” verbunden. „Mangel an Gründlichkeit verurſacht
bei uns offenbare Vergeudung. Analytiſche Studien
werden nicht gemacht. Raſche, ſummariſche Reſultate
beſtimmen die Haupterwägungen in der amerikaniſchen
Technik. Wiſſenſchaft, Experiment und techniſche
Schu=
lung werden als etwas angeſehen, was bei uns von der
Fabrikation getrennt iſt, während in Deutſchland all
dieſe Elemente eng hineingezogen ſind in die
Organi=
ſation der Fabriken.” Manche Induſtriezweige, die
ganz von Deutſchland beherrſcht werden, könnten von den
Amerikanern ebenfalls und mit günſtigſtem Reſultat
ge=
pflegt werden. Ediſon exemplifiziert dabei auf die
Spielwareninduſtrie, von der die Amerikaner ſagen, ſie
gedeihe in Deutſchland wegen der billigeren Arbeitskräfte.
Das ſei durchaus nicht der Fall, ſondern das völlige
Zu=
rückbleiben der Amerikaner liege in der Vernachläſſigung
des ungeheueren Rohmaterials, das man zur
Spiel=
zeugfabrikation verwenden könne. „Amerikaniſche
Fabri=
kanten ſind mit ihren großen Ideen, die ſie möglichſt
raſch in Wirkichkeit umſetzen wollen, ſo beſchäftigt, daß
ſie kleinere, aber darum nicht unwichtigere Ideen ganz
hintan ſetzen. In der Nutzbarmachung des Abfalls
allein iſt Deutſchland Amerika weit voraus. Wir ſind
heute erſt dabei, uns mit dieſem Gegenſtand theoretiſch
zu beſchäftigen. In Deutſchland ſind dieſe Probleme
be=
reits ſeit ſo langem ſtudiert worden, daß ſogar eine
Or=
ganiſation entwickelt worden iſt, durch die der Abfall
von Fabrik zu Fabrik weitergegeben wird.”
Vermiſchtes.
C.K. Wie Tiere einander das Leben retten. Von den
ſozialen Inſtinkten der Tiere und ihrem Trieb, einander in
Augenblicken der Not zu helfen und beizuſtehen, berichtet
die Minerva einige intereſſante Beiſpiele. Eine Katze
hatte vier Junge zur Welt gebracht und der Herr ließ drei
von den kleinen neugeborenen Tierchen in den Fluß wer=
ſen. Zwe von den Kähchen glingen ſofort unter, das bri
aber war kräftiger und vermochte ſich kurze Zeit üb
Waſſer zu halten. Durch das klägliche Miauen angeloe
eilte eine Hündin herbei, ſprang ins Waſſer, packte de
Kätzchen, ſchleppte es ans Ufer und trug es zu ihren eigen
Jungen. Sie übernahm die Pflege und Ernährung d
hilfloſen kleinen Tieres. Intereſſant iſt ein anderer Fa
der ſich in Paris und zwar an der Seine ereignete. E
paar Gaſſenjungen fanden nahe am Ufer einen
arme=
kranken Hund: ſie fingen das Tier ein und ſchleuderten
ins Waſſer. Der Hund war ſo ſchwach, daß er nicht
me=
ſchwimmen konnte und ſicherlich ertrunken wäre, aber
dieſem Augenblick ſtürzte ſich ein prächtiger Neufundlände
der einem Schiffer gehörte, in die Fluten, packte den
hil=
loſen Genoſſen am Halſe und trug ihn ans Ufer.
Kau=
hatte ſich der Neufundländer wieder entfernt, als d
Jungen den kranken Hund wieder von neuem packten un
zum zweiten Male in die Seine warfen. Der
Neufun=
länder ſprang abermals ins Waſſer und ſchleppte de
kranke Tier wieder an Land: dann aber wandte er
knurrend und zähnefletſchend gegen die
Straßenjungen=
die nun ſchleunigſt die Flucht ergriffen. Auch in di
Vogelwelt kann man bisweilen zwiſchen Tieren verſchie
dener Art rührende Fälle von „Nächſtenliebe” beobachten
Ein reicher Bauer fand eines Tages unter einem
Apfe=
baum einen jungen eben ausgekrochenen Stieglitz; er
nahr=
das Vögelchen mit nach Hauſe und legte es in einem Neſt
in ein Vogelbauer, in dem ſich ein Kanaxienvogel und ei
Stieglitz befanden. Der kleine Stieglitz begann jämmerlie
zu piepſen, aber der große Stieglitz ſchien ſich nicht darm
zu kümmern, während der Kanarienvogel zum
Futternaf=
eilte und dem jungen Vögelchen einen Schnabel voll Nahr
ung zutrug. Die Anweſenheit eines Vogels anderer An
erſchreckte jedoch den kleinen Stieglitz, der bei der Annäher
ung des Kanarienvogels ſtets den Schnabel ſchloß und ſiel
ängſtlich verkroch. Wenn er dann aber wieder den großen
Stieglitz ſah, begann er von neuem kläglich zu piepſen, un
die Aufmerkſamkeit auf ſich zu lenken. Der große Stieglit
aber blieb ungerührt. Da kam es zu einer wunderlichen
Szene; es war, als ob der Kanarienvogel verſtanden hätte
daß das kleine Vögelchen nur von einem Tiere ſeinen
eigenen Art gefüttert werden wollte. Der Kanarienvoge
ſprang auf den großen Stieglitz zu und verſetzte ihm 7,
lange Hiebe mit dem Schnabel, bis der Stieglitz ſein
Pflicht tat und das kleine Vögelchen fütterte.
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25,
XIV.
Graf Ellerburg ging in nachdenklich trüber Stimmung
in ſeinem Arbeitszimmer auf und ab. Er war mit ſich im
Zwieſpalt, was er beginnen ſollte. Wenn er ſeinem kühlen
Verſtande, ſeiner Pflicht als Theater=Intendant allein hätte
folgen wollen, dann wußte er ſchon, was er zu tun hatte
dann mußte er ſofort den Engagements=Vertrag mit
Elfriede ausfertigen laſſen und ihr denſelben zur
Unter=
ſchrift zuſtellen. Aber ſein Herz wollte ſich dem kühlen
Ver=
ſtande nicht beugen, es warnte ihn vor dieſem Schritt, der
eine immer höhere Scheidewand zwiſchen ihm und dem
geliebten Mädchen aufrichten mußte.
Der Erfolg Elfriedens war ja über alles Erwarten
groß. Der Herzog ſelbſt war voller Anerkennung, er hatte
dem Grafen den Titel Exzellenz und Doktor Wendeborn
das Ritterkreuz ſeines Hausordens verliehen. Elfriede
erhielt eine prachtvolle Brillantbroche mit dem
Namens=
zuge des Fürſten und von der Herzogin deren Bild in
koſt=
barem Rahmen mit eigenhändiger Unterſchrift.
De hehen dernſhaſte daiſen den Buſc
andeſpre=
chen, daß Elfriede dem Herzoglichen Theater erhalten bleibe,
und der Herzog war ſogar bereit geweſen, aus ſeiner
Pri=
vatſchatulle einen Gagenzuſchuß zu leiſten.
Dennoch zweifelte und ſchwankte der Graf noch immer.
Eine innere Stimme riet ihm ab, Elfriede in Verhältniſſe
zu bringen, die vielleicht ſpäter ihrem Feingefühl nicht
zu=
ſagten und ſie unglücklich machen mußten. Jetzt, nachdem
die anfängliche Begeiſterung verflogen, ſah er die Sachlage
mit dem nüchternen Auge des Theaterdirektors an; und
als ſolcher war er viel zu ſehr eingeweiht in die häßlichen
Seiten des Bühnenlebens, als daß er ihnen Elfriede ohne
Bedenken ausſetzen konnte, zumal ſein Herz einen ganz
an=
deren Wunſch hegte, als den, ſie als große
Bühnenkünſt=
lerin zu ſehen.
Er las den Entwurf des Engagements=Vertrages, den
der Sekretär ihm vorgelegt, nochmals durch und warf ihn
dann ärgerlich zur Seite. Wie lächerlich, wie beleidigend
kamen ihm jetzt alle dieſe Paragraphen vor, die drakoniſche
Strafen für kleine Verſäumniſſe feſtſetzten, die mit
Ent=
laſſung aus der Stellung drohten, falls die betreffende
Künſtlerin nicht ein ihrer Stellung als Mitglied des
Her=
zoglichen Hoftheaters würdiges Leben führte, die den
Rol=
lenkreis der Schauſpielerin eng umgrenzten und ſie zu
ficten Scherſan den Stſchen des guenwdanen unh it
Anordnungen des Regiſſeurs gegenüber verpflichteten.
Nein, einen ſolchen Vertrag konnte er Elfriede nicht
vorlegen!
Er ſchob das Papier in ein Fach ſeines Schreibtiſches
und begab ſich in das Frühſtückszimmer, wo ſeine Mutter
ihn erwartete. Er küßte ihr die Hand, dann nahm er ihr
gegenüber Platz, während die Geſellſchaftsdame der Gräfin
den Tee beſorgte.
Eine Weile herrſchte Schweigen. Die Gräfin
beoh=
achtete ihren Sohn mit forſchendem Blick. Sie erkannte
wohl den Grund dieſes finſter grübelnden Ausdrucks auf
ſeinem Antlitz.
Haſt Du ſchon den Artikel über Fräulein Born in=
Tageblatt geleſen? fragte ſie nach einer Weile.
Er fuhr auf.
Nein, entgegnete er kurz. Will das Geſchwätz über
Fräulein Born noch kein Ende nehmen?
Das iſt nun einmal nichts anders, ſagte die Gräfin
lächelnd. Wer in der Oeffentlichkeit ſteht, muß es ſich
ge=
fallen laſſen, ſein Leben öffentlich beſprochen zu ſehen.
Der Schleier des Geheimniſſes iſt ja jetzt gelüftet; da=
Tageblatt erzählt die ganze Lebensgeſchichte der Dame.
Auch von Dir iſt die Rede — wie Du Fräulein Borns dra=
Nummer 145.
aiſches Salen eidet daſt. Ic fide es anch niht
ge=
de delikat, alle dieſe Verhältniſſe öffentlich zu beſprechen.
ber das Publikum liebt die Senſation und die Zeitungen
chten ſich danach.
Ich werde die Redaktion ernſtlich erſuchen, die
perſön=
hen Beziehungen aus dem Spiel zu laſſen und ſich
ledig=
h auf die Kritik des künſtleriſchen Talents der Dame zu
ſchränken.
Es iſt ſchwer, die Perſon von dem künſtleriſchen Talent
t trennen, erwiderte die Gräfin nicht ohne tiefere
Bedeu=
ng, wie es den Grafen dünkte.
Was willſt Du damit ſagen? fragte er.
Daß die Individualität der Perſon und die
Entwicke=
ng ihres Lebensganges ihr künſtleriſches Können bedingt.
ber auch, daß die Neugier der Menſchen nicht eher ruht,
s die geheimſten Falten des Lebens eines Künſtlers
auf=
edeckt haben.
Dem Grafen ſtieg das Blut in die Wangen.
Ich bitte Dich, Mama — hier gibt es nichts zu
ver=
ergen.
Ich hoffe es, entgegnete ſie kühl.
Die Geſellſchaftsdame entfernte ſich. Schweigend
be=
ideten Mutter und Sohn ihr Frühſtück, dann wollte ſich
er Graf erheben.
Darf ich Dich bitten, Georg, mir noch einige
Augen=
licke Gehör zu ſchenken, ſagte die Gräfin.
Gewiß, Mama!
Ich geſtatte Dir auch, Dir eine Zigarre anzuzünden,
ihr ſie lächelnd fort. Vielleicht bleibſt Du dann ruhiger.
Ich bin vollkommen ruhig, Mama.
Doch wohl nicht ſo ganz, ich ſehe es Dir an. Dich
ait in Zwrieſ, und Piſer homnt mi Seinlein vomn
zuſammen.
Ja, Mama, Du haſt recht! Ich weiß nicht, ob ich
Fräu=
lein Elfriede engagieren ſoll oder nicht!
Darf ich Dir einen Rat geben?
Bitte.
Engagiere Fräulein Born nicht.
Mama — Du weißt, die höchſten Herrſchaften
inter=
eſſieren ſich für ſie.
Hier handelt es ſich nicht um die höchſten Herrſchaften,
ſondern um die Ehre der jungen Dame und um Deine
eigene Ruhe.
Wiederum fühlte der, Graf eine heiße, verräteriſche
Blutwelle ſeine Wangen und Stirn überfluten.
Ich begreife den Zuſammenhang nicht — entgegnete
er verwirrt.
Die Gräfin lächelte; dann legte ſie die feine, welke
Hand auf ſeinen Arm und ſah ihm freundlich und doch
ernſt in die Augen.
Georg, Du kannſt Deine alte Mutter nicht täuſchen!
Du hegſt ein leidenſchaftliches Intereſſe für Fräulein Born.
Da ſprang er empor und wollte heftig etwas erwidern.
Aber er unterdrückte die Bemerkung, ging zum Fenſter,
lehnte die Stirn an die Scheibe und blickte ſchweigend auf
die Straße hinaus, auf die der Regen niederklatſchte und
wo der Herbſtwind mit den welken Blättern der Bäume
und Büſche der Vorgärten ſein Spiel trieb.
Ich habe es erraten, Georg, fuhr die alte Dame ſanft
und gütig fort, gleich am Abend ihres erſten Auftreiens.
Das war nicht das Intereſſe des Intendanten an der
Lei=
ſtung einer begabten Künſtlerin — aus Deinen Augen
ſprach die Liebe, Georg — die Liebe zu dem ſchönen
Mädchen.
Und wenn es ſo wäre, Mutter, entgegnete er, ſich
raſch umwendend. Wenn ich Elfriede mit der ganzen
Kraft meiner Seele liebte, wenn ich ſie mit der ganzen
Sehnſucht meines Herzens, mit allen Fibern meines
Körpers zum Weibe begehrte — würdeſt du uns deinen
Segen vorenthalten?
Ja — antwortete die Gräfin mit feſter Stimme,
während der Ausdruck des Stolzes ſich auf ihren Zügen
verſchärfte.
Mutter! ſchrie er auf. Es gilt das Glück deines
Sohnes — deines einzigen dir gebliebenen Sohnes!
Du biſt alt genug, dir auch ohne meine Genehmigung
eine Gattin wählen zu dürfen, fuhr ſie ſtreng fort. Aber
bedenke, was du tuſt. Du brichſt mit allen Traditionen
unſerer Familie — du trägſt den Unfrieden in dieſelbe
— du ſchädigſt dich ſelbſt mit deinen Nachkommen, denn
du weißt, daß unſer Hauptgut Steterburg Familien=
Fideikommiß iſt, welches nur auf ſolche Erben übergeht,
die einer ſtandesgemäßen Ehe entſproſſen ſind — und
die entzweit dich mit deiner Mutter.
Der Graf ſtöhnte leiſe auf und bedeckte die Angen
mit der Hand. Alle die Gründe der Mutter überzeugten
ihn nicht — mit Ausnahme des letzten. Was lag ihm
an der ihm ferner ſtehenden Familie? Was an dem
Be=
ſitz von Steterburg? Ihm blieb ja das alte Stammſchloß,
die Ellerburg, und wenn dieſes mit ſeinen Ländereien
auch nur halb ſo groß war, wie die Steterburg, ſeinen
Bedürfniſſen genügte es. Aber den Zwiſt mit ſeiner
Mutter — den vermochte er nicht zu ertragen.
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Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Nummer 145.
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Ich kann nu aamol die Menſche net verknuſe, die wo
iwwer alles ihr Geſchnuddel hawwe miſſe, un die wo an
allem erumnergele miſſe, un die wo maane, es gingt net,
wann ſe net zu allem ihrn Semft dezu gewe hette,
iwwerhaubt un ſo.
Sehe Se mol zum Beiſchbiel mich. Iwwer was
kennt ich alles mei Geſchnuddel henke, indem daß ich doch
als Rentner, odder als Brifadihr, odder als Baddickeljeh
grad ſo die richtig Zeit dazu hett, dann wann ich
mor=
jens mei Nachthemd ausziehe dhu, hab ich mei härtſt
Arweit hinner mer un kann ſage „Je inawend Herr
Feierawend” Awwer hawwe Se mich ſchun emol iwwer
ebbes ſchnuddele heern odder ſo? — Nag, deß is net mei
Art, un wann Se deſſentwege valleicht glawe, Sie kreegte
heit wos vun unſere „Saiglings= un Mudderſchutz=
Wohl=
tätigkeitsflugpoſtkadde=Luftpoſtdoppelwoch” zu heern, do
werd’s gach ſpeed.
Ja, do hawwe Se ſchun druff geſchbitzt, un hawwe
gedenkt, de Briehinkel dhet ſich de Schnawwel verbrenne,
ſo odder ſo. Awwer do ſin Se emol ſchiefgewickelt! Ich
hab Gottſeidank, Wichtigeriges zu dhu, als wie daß ich
mich zu Beiſchbiel driwwer uffhalte dhu, daß deerſt for die
Poſtkaddewoch im Intereſſe vun wege unſere Saigling
un wege em Muſterſchutz — naa, Mudderſchutz hab ich
ſage wolle, daß da deerſt garkaa Stimmung defor
da=
geweſe is. Un daß mer naachher hinnenooch
twwer=
haubt garnet genug hott uffdreiwe kenna, un daß die
reinſte Börſegeſchäfte mit gemacht ſin worn, un die Leit
hawwe ſich drum geriſſe un ganz Heſſe, naa ganz
Deitſch=
land, naa die ganz Welt mitſamſt de drumerumliegende
Ortſchafte hott ſiche Baa ausgeleiert, um de heſſiſche
Neſtquatſchjer uff die Baa zu helfe un de Midder unner
die Aerm zu greife.
Ich kennt mich jo ſchließlich aach driwwer uffhalte,
daß eigentlich die meiſte Leit, die wo die Kadde
ver=
ſchriwwe hawwe, gornix, ja noch kaan rode Dobſch
iwwrig hawwe for die unmindige Wermercher un daß
ſe mit ſcheele Aage uff dene ihr Midder gucke. Awwer
des geht doch mich nix a‟ — Die Hauptſach is, daß ewe
die Kadde verkaaft ſin worrn.
Aach is es mir ganz aanerlaa, ob mer deß Geld for
die Saigling verwende dhut, odder for e Luftſchifflott,
dann geſammelt werd in unſerm liewe Vadderland
ſchun ſeit jeher for irgend ebbes, un ſolang mer net
gach emol die Wohltätigkeit for uns arme notleidende
Rentner mobiel mache dhut, ſolang kann mir’s gach ganz
Worſcht ſei, in welch Kaſſ” des Geld ſließe dhut, un zu
welchem Zweck es widder druffgeh dhut.
Wie geſagt, ich hab garkaa Veraklaſſung, mich
do=
driwwer uffzuhalte, dann ſchließlich kann mer’s jo
heitigen Dags iwwerhaubt niemand mehr recht mache.
Sage Se emol ſelbſt, hott mer net all die Johrn doher
ſolbſt vun de nowelſte Dame net immer de „Schrei nach
dem Kinde” geheert? Deß war uff aamol e Programm!
Un jetzt —? Jetzt hott mer middeler Weil dem Wunſch
ſoweit wie’s meglich war, Rechnung getrage, un jetzt
waaß mer uff aamol net mehr, wo aam de Kobb ſteht
vor lauter „Kinnergeſchrei” un der „Schrei nach dem
Kinde” fengt a', ſei Geltung zu verliern.
Nja, des is alles ganz ſchee un is aach ganz gut,
gwwer ſie ſin doch nu emol do, die herzgebobbelte
Woll=
bindelcher un es is doch heitzedag kaa Mode mehr, daß
mer dene klaane Kröbſch eifach en eitgewaaſchte
Wickel=
weck mit Kannelszucker in e Sackduch binne dhut un
ſtobbt’s en in ihr Saawermailcher, wie deß zu unſere
Zeit ieblich war Heit heert deß uff, die ſchebbe Krotze
beſtehn uff ihr Recht un wolle higgejeniſch uffgebäbbelt
werrn. No un dodezu geheert ewe, wie zum Kriegfiehrn,
Geld, Geld un nochemal Geld.
Ewe deßwege dhu ich gach gorkaa Wort verliern
un ſag blos: Guckt nooch Frankreich! Do habt derr
des Eckſembel vun eme Beiſchbiel, wohin e Staat mit
enie unverniftige Sparſiſtem hiekumme kann. Wann’s
ſo weiter geht, dann werrn in e paar Johr die
Frank=
reicher gornet mehr aus werkliche Franzoſe beſteh, un
ſie kenne froh ſei, wann die paar Abache noch e klaa
bische des Rennomeh hochhalte dhun. Eh’s awwer
ſo=
weit kimmt, hott ſchnell noch die Marianne”, des is
Ihne nemlich die Mutter vun de Frankreicher, die hott
alſo jetzt ertra e Stimbendium, odder e Brehmje odder ſo
en ehnliche Ermunterungspreis ausgeſetzt. Wolle mer
emol ſehe, ob’s hilft. Jedenfalls ſieht mer awwer dadro,
daß es ſchließlich ganz egal is, ob mer Geld ausgibt for
die Saigling, die wo do ſin odder ob mer’s ausgibt, um
damit daß welche kumme ſolle, Alſo hob ich aach ewe
deſſent=
wege kaa Vergklaſſung, nor en Biebſer dazu zu ſage, un
dhus aach net, wie Se ſehe, denn es is net mei Art,
iwwer derartig wichtige ſtaatserhaltende Auktzione mei
Geſchnuddel zu halte.
Un daß Se heit noch uff ihr Poſtkadd warte, die Se
die vorig Woch an Ihne ſelbſt geſchickt hawwe, des geht
doch ſchließtlich kaa Menſch ebes a. — Des ſin, wie bei
de Milledehrſaldadebrief „eigene A’gelegenheite des
Empfängers”. Ich for mei Daal werd mich jedenfalls
hiete, e Sterwenswörtche iwwer die Luftpoſt zu ſage un
valleicht gar iwwer die neimodig Beförderung zu
reſſo=
niern. Im Gegedaal, ſo langſam hab ich mer’s noch
net emol vorgeſtellt. Un ſchließlich war’s doch e ſchennial
Idee, mit em neiſte Beförderungsmittel, zu zeige, wie
lang’s vor zwaahunnerd Jahr gedauert hott, bis mer e
Eiladung krickt hott fore Vorſtandsſitzung odder for
Lieferanteeſſe un ſo. Un wann’s Mode werd, daß mer
Verlowungsa’zeige per Luftpoſt verſchicke dhut, dann
kann’s meglich ſei, daß bereits ſchun bei dem
Verlowungs=
paar — Kinndaaf gehalte is, worrn, eh’ nor
die Leit all im Beſitz vun de
Verlobungs=
kadd ſin. Awwer deß is noch net emol
wos neies, deß kimmt ſogar öfters vor, daß ſchun
Kinn=
daaf gehalte is worn, eh’ die Leit was vun de Verlowung
gewißt hawwe, un wann ſich die Reichspoſt noch ſo ſehr
ge=
eilt hott mit de Zuſtellung. Deß kann aach die Luftpoſt net
verhinnern, un wann ſe noch ſo langſam fehrt, folglich
hawwe mer uns aach net uffzurege iwwer die ſchnelle
Be=
förderung, un daß es ſo langſam geht.
Jedenfalls hawwe mir’s in Heſſe widder mol gezeigt,
wie mer die Leit for Wohltätigkeit intereſſiert. Un deß is
jo grad de Hauptſpaß, un deshalb ſag ich gach nir driwwer,
indem daß mer frieher um erjende Wohltätigkeitsfeſt zu
arrangſchiern, ein mordsmeßige Abberad in Bewegung ſetze
mußt: Bazahr, Kabbarädd, Ball, Theater, wochelange
Kumiddeeſitzunge und Prowe; un bei dem ſogenannte
Wohltätigeitsfeſt ſin die Herrn im Intereſſe vun de Kaſſo
ſozuſage dodal ausgezoge wornn, un die Dame hawwe
ſich, ewenfalls im Intereſſe vun de Kaſſ”, iwwerhaubt blos
halb a’ gezoge. Un wann mer noochher die
Wohltätig=
keitsſcherflein vun de Unkoſte abgezoge hott — hott mer
hinnendoch noch drufflege miſſe un ſo.
Heit leßt mer eifach e Poſtkadd e vertel Stund dorch die
Luft fliege, ſperrt e paar Hauptverkehrsſtraße ab un erhebt
fuffzig Knibbel Eidritt, um damit daß mer en
Luftpoſt=
beidel in de Luft erum bambele ſieht, un die Leit ſin ganz
enduſiasmiert un drete ſich gegeſeidig die Hichnergage ab,
die Gelder gehn lumbweis ei’ un zum Schluß kann mer die
Saigling garnett all uffdreiwe, die for den Iwwerſchuß
needig ſin. . .
Korz un gut, mit dere Flugpoſt=Poſtkadde=Doppelwoch
hawwe mer widder mol de Vogel abgeſchoſſe un deßhalb
ſin Se aach gewaltig uff em Holzwähk, wann Se glawwe, ich
dhet aach nor im geringſte mich mit Ihne driwwer
unner=
halte. Naa, deß is net mei Art, un ich kann nu aamol die
Menſche aach net verknuſe, die wo iwwer alles ihr
Ge=
ſchnuddel halte miſſe.
R. Sch.
Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes
in Heſſen, Heſſen=Naſſan und Waldeck im
Mai 1912.
— Der Streik und die Ausſperrung der Metallarbeiter
in Frankfurt a. M. und Umgegend, über die wir in den
letzten 2 Monaten berichteten, ſind im Berichtsmonat
bei=
gelegt worden. Die Arbeitszeit wurde auf wöchentlich 56
gegen 57 Stunden und mehr heruntergeſetzt, außerdem
wurde ſämtlichen Arbeitern, die bis zu 45 Pfg.
Stunden=
lohn hatten, eine Zulage von 2 Pfg. pro Stunde gewährt,
für die handwerksmäßig ausgebildeten Lohnarbeiter wird
dieſe Zulage von Pfg. pro Stunde bis zu einem Lohnſatze
von 50 Pfg. pro Stunde gewährt; auch über Ueberſtunden,
Nachtarbeit, Garantie des Stundenlohnes, Nach= und
Re=
paralurarbeiten, Alkordarbeiten, Wastezeiten,
Kolonnen=
arbeit ꝛc. wurden Vereinbarungen getroffen. Die
Regel=
ung trat am 1. Juni in Kraft. Die Frankfurter
Arbeits=
vermittlungsſtelle teilt mit, daß zum erſten Male ein
Rück=
gang der offenen und beſetzten Stellen gegenüber dem
Vor=
jahre zu beobachten war. In gleicher Weiſe berichtet auch
das Arbeitsamt Mainz über ein, wenn auch nur geringes
Nachlaſſen von Angebot und Nachfrage in der
Metallbear=
beitung und Maſchineninduſtrie. Es iſt noch zu bemerken,
daß die Arbeitsvermittlungsſtelle Frankfurt a. M. den
Rückgang der Zahlen keinesfalls auf einen Rückgang der
Konjunktur zurückführt, da die Zahl der Arbeitſuchenden
gegenüber dem Vorjahr ganz außerordentlich ſtark
zurück=
gegangen ſei und die Zahl der offenen und beſetzten Stellen
ſich nahezu ausgleiche. 95 Prozent der offenen Stellen ſeien
beſetzt worden. Der Arbeitsnachweis in Offenbach
a. M. teilt mit, daß die Kämpfe in der Metallinduſtrie auf
die Vermittlungstätigkeit ungünſtig eingewirkt haben, da
die meiſten Firmen den ſtädtiſchen Arbeitsnachweis
benutz=
ten. Nach dem Bericht der Arbeitsvermittlungsſtelle
Worms iſt die Geſchäftslage ſeit etwa 3 Monaten
unver=
ändert geblieben. Die Lage in der Portefeuilleinduſtrie
hat ſich nach dem Bericht des Arbeitsnachweiſes Offenbach
a. M. gegenüber den früheren Monaten weſentlich gebeſſert.
In der Induſtrie der Holz= und Schnitze
ſtoffe war ebenfalls der Beſchäftigungsgrad nach den
vorliegenden Berichten überall gut. Aus Frankfurt a. M.
wird gemeldet, daß Möbelſchreiner viel verlangt wurden.
Der Holzarbeiterverband Darmſtadt teilt mit, daß der
Be=
ſchäftigungsgrad auf Möbel noch andauernd gut ſei, daß
für Bauſchreiner jedoch durch die Fertigſtellung des
Bahn=
hofes wieder ein kleiner Rückgang eingetreten ſei. Der
Bildhauerverein Mainz berichtet von einem beſſeren
Ge=
ſchäftsgang.
Aus der Induſtrie der Nahrungs= und de
nußmittel wird von Kaſſel mitgeteilt, daß im Fleiſcher
gewerbe ein großer Ueberfluß an Arbeitskräften vorhanden
geweſen ſei, ſo daß viele von auswärts zugereiſte
Geſellei=
vergeblich um Arbeit zuſprachen. Der Tabakarbeiterper
band in Gießen berichtet, daß die Konjunktur ſich etwask (
hoben habe, aber den normalen Stand noch nicht erreich
habe, es ſei aber eine weitere Beſſerung der Konjunktur
erwarten.
Im Bekleidungs= und Reinigungsge
werbe war der Beſchäftigungsgrad für Schuhmacher un
Schneider nach den vorliegenden Berichten gut,
herrſchte Mangel an Schuhmachern. Im Schneider
gewerbe war der Geſchäftsgang der gleiche ii
im vorigen Monat; es fehlte wieder an jungen zugereiſten
Gehilfen. Die Nachrichten über das Baugewerbe lauter
wieder wie im Vormonat verſchieden. Kaſſel berichtet, de
die Bautätigkeit immer noch ſehr mäßig ſei. Einen großer
Teil der arbeitſuchenden Bauhandwerker konnten kein
Stellen vermittelt werden. Die Baupolizei=Abteilung
Darmſtadt teilt mit, daß die Bautätigkeit eine
ſeh=
rege ſei, zumal ſämtliche Projekte in der nächſten Zeit zu
Ausführung gelangten. Die Bauſumme aller im
Ma=
genehmigten Bauten betrug rund 360 000 Mark. Vom=
Baupolizeiamt Mainz wird mitgeteilt, daß die privat=
Bautätigkeit zur Zeit noch ſehr gering ſei. Dagegen
ſteh=
die Ausführung umfangreicher Militärbauten (Kaſernen=
Ställe, das große Korpsbekleidungsamt in Mainz=Kaſtel
und noch eine Anzahl Bauten des neuen ſtädtiſchen Kran
lenhauſes, ſowie der Neubau des Realgymnaſiums
Mainz bevor. Frankfurt a. M. teilt mit, daß für
Bau=
ſchreiner und Zimmerer weniger Arbeitsgelegenheit vor
handen geweſen ſei, da die Bauten noch nicht ſoweit gediehen
ſeien, daß Zimmerer ꝛc. Arbeit finden konnten.
Im graphiſchen Gewerbe hat ſich nach dem Be
richt der Tarifgemeinſchaft der Buchdrucker in Frankſur
a. M. die Arbeitsgelegenheit für Buchdrucker verſchlechtert
während der gute Geſchäftsgang in den Schriftgießereien
anhielt.
Im Gaſt= und Schankwirtſchaftsgewerbi
war der Geſchäftsgang nach dem Bericht der
Arbeitsver=
mittlungsſtelle zu Frankfurt a. M. im Berichtsmonat gun
ſtig. Beſonders ſtark war die Nachfrage nach Saalkellnern
jungen Hausdienern und Köchen, ſodaß nicht alle Aufträg
erledigt werden konnten. Für ungelernte Arbeiter hat ſich
der Geſchäftsgang nach dem Bericht der
Arbeitsvermitt=
lungsſtelle Frankfurt a. M. im abgelaufenen Monat
ge=
hoben. Aushilfsarbeiten von geringer Dauer werden
faf=
gar nicht mehr angeboten, da die Radlerinſtitute dieſe
faf=
ganz an ſich gezogen haben. Das Arbeitsamt
Mainzteil=
mit, daß der Beſchäftigungsgrad für ungelernte Leute
ver=
hältnismäßig günſtig geweſen ſei. Von Worms wird je
doch das Gegenteil berichtet; ebenſo war dort für Fabrik
arbeiter wenig Beſchäftigung vorhanden. Eine intereſ
ſante Mitteilung macht der Kreisarbeitsnachweis Wetzlan
derzufolge der Berufswechſel außerordentlich ſtark iſt.Den
Uebergang von gelernten zu ungelernten Berufen ſei ſehl
häufig, beſonders da zuweilen der ungelernte Arbeiter mehr
Lohn erhalte als der gelernte Arbeiter.
In der Landwirtſch aft war nach dem Berichtde
Arbeitsvermittlungsſtelle Frankfurt a. M. der Beſchäflen
ungsgrad nicht ſo günſtig, wie im gleichen Monat des Boll
jahres. Es wird das zurückgeführt auf die Trockenal
des Frühjahres durch die die Feldfrüchte in ihrer Gil
wicklung zum Teil zurückgeblieben ſeien. Bei der we
lichen Vermittlung wird wie immer= über Dienſtbotele
mangel geklagt. In der Abteilung für
Lehrſtellenpermit=
lung hat die Nachfrage nach Lehrſtellen nach dem
Berichſ=
des Arbeitsamtes Mainz faſt ganz nachgelaſſen.
Literariſches.
Südafrikaniſche Minenwerte.
Die=
ſoeben erſchienene neue Auflage des deutſchen
Handbuchs=
der ſüdafrikaniſchen Bergbauinduſtrie von Hugo Luſtig
(Minenverlag, G. m. b. H., Berlin W., Kurfürſtenſtr. 123)
dürfte vielen Intereſſenten in Bank= und
Kapitäliſten=
kreiſen gelegen kommen, da ſich bei den ſüdafrikaniſchen
Minengeſellſchaften gerade in letzter Zeit viele
Veränder=
ungen ſowohl in den Beſitzverhältniſſen, wie auch in
betriebstechniſcher Hinſicht vollzogen haben, welche eine
neue Beurteilung der Chancen der einzelnen
Unter=
nehmungen involvieren. Selbſt für diejenigen, welche
in der Lage wären, ſich in engliſchen Minenhandbüchem
zu informieren, iſt dies deutſche Nachſchlagewerk von
gro=
ßem Werte. Das Luſtigſche Werk übertrifft auch die
ein=
ſchlägigen engliſchen Bücher an Reichhaltigkeit des ge= Materials.
— Export=Praxis. Winke und Ratſchläge
Mit einem Verzeichnis der deutſchen Konſulate im Auss
lande und der bedeutendſten Ueberſee=Banken. Von F.
Witthöft=Antwerpen. 2,40 Mark. Verlageder
modernen kaufmänniſchen Bibliothek, G. m. b. H., Leiſe
zig=R. Der Kampf auf dem Weltmarkte tobt untereden
großen handeltreibenden Nationen heuta ſchärfer den
je und wird mit allen zu Gebote ſtehenden Waffenaus
getragen. Ein alter Ueberſeer gibt hier aus dem reichen
Schatze ſeiner Erfahrungen den am Exportgeſchäft Ie
tereſſierten wertvolle Ratſchläge zur Förderung und
Sicherung der Handelsbeziehungen nach dem Auslande,
Seine Ausführungen erſtrecken ſich auf alle Einrichtute
gen, die beim Exportgeſchäft überhaupt eine Rolle ſpielen.
eine neuartige Haushalkleife
von
fabelhafter Waſchkraft=
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Die Reinigungswirkung iſt einfach fabelhaft. Selbſt durch und durch verſchmutzte Wäſche wird mit
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vollſtändig unverändert. Kein Einlaufen! Kein Farbenverblaſſen! Dabei billig: Bei richtiger Anwendung braucht
man von Kavon=Seife halb ſo viel Seife wie ſonſt.
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ſeife, die die Seifen=Induſtrie je hervorgebracht hat.
(12019M
Darmſtädter Tagblatt, Samstaa, den 22. Juni 1912.
Seite 25.
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— Wildbad (württemb. Schwarzwald). Das vom Kgl.
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ünſtlerabende, Operettenmuſikabende, Militärkonzerte,
anzreunions, Illuminationen des Kurplatzes, der
Trink=
alle, und der ſchönſten Partien der Kuranlagen,
verbun=
chönſten Punkten des württembergiſchen und badiſchen
schwarzwaldes. Spielplätze für Lawn=Tennis und für (
enſee. Weiterhin iſt Gelegenheit geboten zum Muſizieren,
für Lektüre iſt in den Leſeſälen des König Karl=Bades
zeitſchriften des In= und Auslandes auf.
— Das zwei Stunden von Stettin entfernt gelegene
Sol=, Moor= und Oſtſeebad Oſt=Dievenow hat ſeiner
See enne n gannnnennen negenernnesnene
Lage entſprechend Inſelklima; es iſt für
Erholungsbedürf=
nügungsprogramm bietet wiederum eine Fülle von Ver= lenſchlag ſehr zu empfehlen. In Griebens Reiſebuch wird
es das baltiſche Sylt genannt, weil der Charakter dem
eines Nordſeebades gleichkommt. Weſſen Nerven das
eitung der Herzogl. Sachſen=Altenburgiſchen Hoftheater=Rauſchen der Wellen nicht zuſagt der findet am Südrand
ntendanz ſtehenden Kurtheaters ſind in reicher Abwechs= der Landzunge, an der ſchönen Dievenow.=Promenade,
mit ſeinen bequemen Sitzplätzen, gänzliche Ruhe und bei
erte vielfach unter Mitwirkung bedeutender Soliſten, reiner Seeluft den Genuß faſt ſüdlichen Klimas. Der
Strand der Oſtſee iſt feinſandig und ſo geräumig, daß
kein Strandkorb den anderen verdeckt, ſondern überall
freie Ausſicht auf das gewaltige Meer geſtattet. Für
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en mit Kunſtfeuerwerken, Automobilausflüge nach den terkunft bei ſoliden Preiſen iſt beſtens geſorgt. Sehr
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am Bahnhof. Abfahrt 6.30 ab Hauptbahnhof (4. Kl. — 40 Pfg.);
Rückfahrt 7.59 von Rüſſelsheim (4. Kl. — 65 Pfg). Ankunft in
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Bei ungünſtiger Witterung per Bahn 3‟ ab Roſenhöhe.
Um zahlreiches Erſcheinen bittet Der Vorstand.
NB. Freunde und Gönner herzl. willkommen. (13476
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im Garten der Brauerei Erker (B. Bux), Bleichſtr. 47.
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Eintritt frei.
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Sonntag, den 23. Juni, nachmittags 4 Uhr:
Großses Hitar Renzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: Musikmeister M. Weber.
Im Programm: Piſton=Solo Herr Ehlers. Glöckchen des
Eremiten. Carmen. Liebestanz (Madame Cherry). Gri=Gri. (B13493
Eintritt 25 Pfg. 10 Karten Mk. 1.50.
Hinterer Garten für Nichtkonzertbesucher.
Hessischer Hof
Heute Samstag, den 22. Juni, abends 8 Uhr:
Grosses Milliar-Kohzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61.
Leitung: Herr Musikmeister M. Weber.
II. Teil: Des deutſchen Volkes Lieblings=Ouvertüren.
III. Teil: Hiſtoriſche Muſik aus den Jahren 1600 bis 1806.
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Das Programm enthält nur populäre Musik.
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Nummer 145
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Jnni 1912.
Seite 27.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
achoruck verboten.
nerika und Berlin. — Der Kampf um die Präſidentſchaft.
Die Frauenfrage. — Neue Stürme! — Auswüchſe und
rrbilder. — Was der Alte Fritz von ſeinen „lieben
Ber=
ern” ſagt. — Unſer Opernhaus. — Schinkel. — Das
te Muſeum und deſſen Koſten. — Eine Million Mark für
1 Bild. — Bedenken. — Unſere Künſtler. — Die
hart=
näckige Sezeſſion. — Vom Wedelind=Zyklus.
Das Wort des Weimarer Großen: „Amerika, du haſt
beſſer, als unſer Kontinent, der alte”, paßt doch nicht
imer, wie es die gegenwärtigen Kämpfe um die
räſidentſchaft zeigen. Bei uns gehts ja während
s Wahlfeldzuges auch nicht immer gar zu gemütlich und
edlich zu, aber derartige leidenſchaftliche Erregungen mit
rnichtungswütigen Tobſuchtsanfällen, wie man ſie jetzt
iſeits des Atlantik verfolgen kann, ſind uns
glücklicher=
eiſe bisher erſpart geblieben. Dem endgültigen
Ergeb=
s des gewaltigen Ringens um den Beſitz des Weißen
zuſes in Waſhington, in welchem bekanntlich der Präſident
r mächtigen Republik wohnt, ſieht man in unſeren
hie=
en politiſchen, finanziellen und wirtſchaftlichen Kreiſen
it lebhafteſter Spannung entgegen, da ja unſere Intereſſen
den Vereinigten Staaten außerordentlich vielſeitige und
ts wachſende ſind.
Uebrigens fehlts auch bei uns nicht an Hader und
treit, wenngleich er ſich in engeren Grenzen hält und nur
ſtimmte Schichten berührt. Wieder einmal ſteht die
Frauenfrage” im Mittelpunkt mancher Erörterungen,
e ſich aus Vereinen und Verſammlungen auch in die
effentlichkeit gedrängt haben und von dem Wogenſchlag
fftiger Meinungsäußerungen begleitet ſind. Das
be=
ihmte „Karnickel, das angefangen hat” beſteht in einem
ufruf, der zum Beitritt eines in Weimar begründeten
Deutſchen Bundes zur Bekämpfung der
Frauenemanzipa=
on” auffordert und der nicht nur bei vielen tüchtigen und
cebſamen Frauen, ſondern auch ſeitens einer beträchtlichen
ahl hervorragender Männer warme Zuſtimmung fand.
ies brachte natürlich die Galle der leidenſchaftlichen
rauenrechtlerinnen in heftige Bewegung, und es hagelt
ur ſo von Angriffen und Erwiderungen, die ſich nicht
ge=
ide durch einen allzu höflichen Ton und durch ſachliche
ritik auszeichnen. Hier iſt nicht der Platz, ſich in dieſe
ſtreitigkeiten einzumiſchen; es ſei nur bemerkt, daß jener
bige Bund ſich bloß gegen die Auswüchſe der
mo=
ernen Frauenbewegung richtet und die
altüber=
eferte, würdige Stellung von Haus und Familie gewahrt
iſſen will, ſoweit dies die allgemeinen Lebensbedingungen
er verſchiedenen Berufsklaſſen geſtatten. Wo könnte man
ſſer jene Auswüchſe beobachten, als in dem Berlin un
rer Tage, beſonders in den neuen weſtlichen Stadtteilen,
eren Hauptſtraßen zu verſchiedenen Tagesſtunden den
chauplatz eines merkwürdigen Karnevalsgetriebes
ab=
eben, das für den unbeteiligten Zuſchauer auf der einen
beite ja recht ergötzlich iſt auf der anderen aber Allen, die
ch mit der Zukunſt der ſogenannten gebildeteren Stände
nſerer Bevölkerung beſchäftigen, doch ſehr ernſte
Beſorg=
iſſe einflößt. Wie muß es um die Erziehung und Aufſicht
er heranwachſenden Jugend in jenen Geſellſchaftskreiſen
eſtellt ſein und welche Schlüſſe laſſen ſich auf die
morali=
chen Eigenſchaften der Eltern ziehen, wenn man ſieht, wie
ieſe zwölf= bis ſechzehnjährigen, affenartig aufgeputzten
Fräulein und Herrlein umherflanieren und in aller
Oeffent=
ichkeit ihrer Abenteuerluſt nachgehen. Und das iſt nur die
ine Seite der Medaille, auf die andere einzugehen, muß
nan ſich aus verſchiedenen Gründen verſagen.
Bei der Beobachtung dieſes Zerrbildes aus
un=
erer ſonſt ſo ernſt ſtrebenden und mit unermüdlichem
leiße vorwärtsdrängenden Gegenwart hat man
wenig=
iens den Troſt, daß ähnliche Klagen ſchon früher
vernon=
nen wurden, und daß trotzdem keine Hemmniſſe des
all=
zemeinen Fortſchrittes eintraten, was natürlich den
Chro=
tiſten nicht veranlaſſen darf, achtlos daran vorüberzugehen.
Ein hartes, gewiß aber gerechtfertigtes Urteil des betagten
Friedrich des Großen über ſeine „lieben Ber
iner” finden wir in dem ſoeben erſchienenen neueſten
Dande ſeiner „Poliſchen Koreſpondenz., in der es in
einem Briefe von den Bewohnern ſeiner Haupt= und
Re=
ſidenzſtadt an der Spree wörtlich heißt: „Sie ſind Tröpfe
ohne Geſchmack und ohne Herz. Wollen ſie ſich
unterhal=
ten, ſo bedarf es einer Laterna Magica, oder es müſſen
Platiduden ſein. Sie wiſſen nicht, was ſchön iſt, haben
kein Gefühl für die Verſe Racines, und ein Hanswurſt, der
ihnen ſeine Rückſeite zeigt, iſt nach ihrem Urteil herrlicher
als die Aeneis und die Henriade‟ Der König ſah als den
Grund dieſer „allgemeinen Verwilderung” die bisherige
ſchlechte Erziehung der Jugend an, blickte aber doch
be=
ruhigt in die Zukunft ſeines Volkes, indem er ſeinen Brief
ſchloß: „Mein Alter wird mich daran verhindern, Zeuge
des glücklichen Wandels zu ſein; denn nicht das Werk eines
Tages iſt es, eine Nation geſittet zu machen”
Die Geſittung einer Nation ſoll ſich ja auch, wie es ſo
manche Kunſtgelehrte in gründlichſter Weiſe dargelegt, in
ihren Bauwerken zeigen. Daraus mag ſich der heftige,
immer wieder entflammte Streit um den Neubau
un=
ſeres Opernhauſes erklären, der bald ſeinen
Ab=
ſchluß finden dürfte durch das ſoeben veröffentlichte neue
engere Preisausſchreiben. Man darf wohl heute ſchon
an=
nehmen, daß der zur Ausführung gelangende Entwurf im
großen und ganzen im Schinkelſchen Geiſte gehalten ſein
wird, wie man überhaupt jetzt wieder mehr und mehr, auch
bei vornehmeren privaten Bauten, auf das Vorbild des
großen Meiſters der Architektur zurückgreift, der mit dem
von ihm begeiſtert vertretenen klaſſiſchen Stil unſerer Stadt
ſeinen unvergänglichen Stempel aufgeprägt hat und ihr
dadurch vor anderen Weltſtädten eine beſondere
Charak=
teriſtik gab. Auch Schinkel war es nicht leicht gemacht
worden, ſeinen Ideen die eindrucksvolle Geſtaltung durch
die Tat zu verſchaffen, und es ſind grad’ hundert Jahre
har, daß er nach recht vielen Enttäuſchungen, die ihn oft
gezwungen, ſich dekorativen Arbeiten zu widmen, die erſten
erfolgverheißenden und lohnenden Aufträge erhielt.
Un=
ermüdlich tätig, nicht nur in ſeinem eigentlichen Fache,
ſondern auch als Maler, von höchſter geiſtiger Regſamkeit
und Friſche, übte er auch als Menſch einen beſonderen
Zauber aus. Als Schinkel mit Rauch und Friedrich Tieck
in Weimar bei Goethe weilte, ſchrieb letzterer: „Eine
leb=
hafte, ja leidenſchaftliche Kunſtunterhaltung ergab ſich, und
ich durfte dieſe Tage unter die ſchönſten des Jahres
rech=
nen” und ſehr treffend ſchilderte ihn Franz Kugler: „
Weni=
gen Menſchen war ſo, wie ihm, das Gepräge des Geiſtes
aufgedrückt. Was in ſeiner Erſcheinung anzog und auf
wunderbare Weiſe feſſelte, darf man nicht eben als eine
Mitgift der Natur bezeichnen. Schinkel war kein ſchöner
Mann, aber der Geiſt der Schönheit, der in ihm lebte, war
ſo mächtig und trat ſo lebendig nach außen, daß man
die=
ſen Widerſpruch erſt bemerkte, wenn man ſeine Erſcheinung
mit kalter Beſonnenheit zergliederte. In ſeinen
Beweg=
ungen war ein Adel und ein Gleichmaß, um ſeinen Mund
ein Lächeln, auf ſeiner Stirn eine Klarheit, in ſeinem Auge
eine Tiefe und ein Feuer, daß man ſich ſchon durch ſeine
bloße Erſcheinung zu ihm hingezogen fühlte. Noch größer
aber war die Gewalt ſeines Wortes, wenn das, was ihn
innerlich beſchäftigte, unwillkürlich und unvorbereitet auf
ſeine Lippen trat”
Schinkels eindrucksvollſtes Werk in Berlin iſt das
Alte Muſeum deſſen Bau vier Jahre währte und etwa
zwei Millionen Mark koſtete. Dieſe Summe erſchien den
damaligen Berlinern als „heidenmäßig viel Geld” und es
ſehlte nicht an Erkundigungen an den entſprechenden
Stel=
len, ob man denn auch wirklich ſparſam gewirtſchaftet und
nicht planlos zu viel verausgabt hätte! Oh, über dieſe
be=
ſcheidenen und hausväterlichen Leutchen, denen die
altpreu=
ßiſche Sparſamkeit ſo recht in den Knochen ſaß und die
jeden Taler dreimal umdrehten, ehe ſie ihn ausgaben. Was
würden ſie ſagen zu der netten, runden Million
Mark, die unſere Muſeumsverwaltung für ein einziges
Bild des Hugovan der Goes, die Anbetung der
hei=
ligen drei Könige ſchildernd, ausgegeben. Bloß, daß man
dies „koſtbare‟ Gemälde, das man bereits vor zwei Jahren
erſtanden und für welches der Betrag ſogleich in einer
Bank hinterlegt werden mußte, noch immer nicht nach
Berlin bekommen konnte. Wie man weiß, widerſetzt ſich die
ſpaniſche Regierung der Auslieferung des Werkes, und das
die Oeffentlichkeit jetzt wieder beſchäftigende Hin= und
Her=
gezerre iſt nicht allzu erfreulicher Natur. Gewiß iſt der
Kauf jener ſo viel umſtrittenen Altartafel des
niederlän=
diſchen Malers ſeitens unſerer Muſeumsleitung durchaus
rechtsgültig abgeſchloſſen worden, aber es erheben ſich auch
jetzt wieder Stimmen, die nicht mit ihrer Verwunderung
über den gar zu hohen Kaufpreis zurückhalten und betonen,
daß, da ja der genannte Künſtler ſchon mit einem
vorzüg=
lichen Werk in unſerem Kaiſer Friedrich=Muſeum vertreten
iſt, jene Million vielleicht doch noch eine
zweckentſprechen=
dere Verwendung hätte finden können.
Natütrlich fſimmen dieſer Anſicht in erſer Zinie
un=
ſere Künſtler zu, denen ſchon beim bloßen Nennen
jenes hohen Betrages das Waſſer im Mund
zuſammen=
läuft und die flugs berechnen, wieviele neue Gemälde und
Bildwerke dafür vom Staat hätten angekauft werden
kön=
nen. Und man kann ihnen gar nicht ſo unrecht geben und
verſteht durchaus ihren Verdruß, der ſich ſelbſtverſtändlich
nicht gegen ihre berühmten Kollegen von Anno Toback
richtet, denen es damals wahrſcheinlich ebenſo ſchlecht
er=
gangen, wie ſo vielen von ihnen heute, ſondern gegen jene,
welche auf das bereitwilligſte manch aus vergangener Zeit
ſtammendes Bild weit über ſeinen Wert bezahlen. Auch
mit anderen Angelegenheiten haben ſich unſere hieſigen
Künſtler noch zu beſchäftigen und zwar mit der
Ausgeſtal=
tung der nächſtjährigen Großen Kunſtausſtellung,
der man aus Anlaß des Regierungsjubiläums des
Kaiſ=
einen beſonderen Inhalt und dadurch eine beſondere
deutung geben möchte. Leider ſchallt in die bereits emſig
betriebenen Vorbereitungen ein häßlicher Streit hinein, da
die Einladung der Ausſtellungsleitung, ſich korporativ an
der Ausſtellung zu beteiligen, von der Berliner
Se=
zeſſion und deren auswärtigen Anhang abgelehnt
wurde. Denn die Sezeſſion mußte von vornherein wiſſen,
daß ihre Bedingung einer Abänderung der
Ausſtellungs=
ſtatuten, durch welche ihr eine Teilnahme an der Leitung
der Ausſtellung ſelbſt zugeſtanden werden ſollte, nicht
durch=
führbar war. Der Zwiſt iſt ſehr zu bedauern, da es
end=
lich möglich geweſen wäre, eine umfaſſende Ueberſicht der
neueren Kunſtſtrömungen in einer Auswahl ihrer beſten
Erſcheinungen zu geben. Den Hauptſchaden wird ja
wie=
der die Sezeſſion tragen, deren Führer durch ein engher
ziges Feſthalten am Parteiſtandpunkt den zu ihrer Fahne
ſchwörenden Künſtlern ſchon mehrfach recht erheblichen
materiellen Schaden zugefügt. Auch wieder durch das von
uns kürzlich erwähnte Zerwürfnis mit der Städtiſchen
Kunſtdeputation, dies glatt abgelehnt hat, die Forderung
der Sezeſſion zu erfüllen, ohne ihren Vorſitzenden, Bürger
meiſter Dr. Reicke, die Auswahl der anzukaufenden Bilder
zu treffen. So werden wohl nun die dafür ausgeſetzten
ſechstauſend Mark anderen Kunſtzwecken zugute kommen.
Ruhiger und verſöhnlicher, als man’s zuerſt gedacht,
klang der Wedekind=Zyklus aus, deſſen
Veranſtalt=
ung im Deutſchen Theater der Dichter mit Hilfe
ſeiner opferwilligen Freunde unternommen hatte. Mit
ſeinem ganzen Verlauf kann Wedekind ſehr zufrieden ſein,
dank der Begeiſterung ſeiner anhänglichen und
ausdauern=
den Gemeinde, die innerhalb des Theaterſaales kein geger
teiliges Urteil aufkommen ließ. Irgendwelche
Ueberraſch=
ungen brachten uns die Spiele nicht, vermochten auch nicht
den vom Dichter beabſichtigten Eindruck, daß ſeine Dramen
nur in ihrer Zuſammengehörigkeit das rechte Verſtändnis
finden können, bei den objektiven Zuſchauern hervorzurufen.
Aber ſie zeigten uns doch in ihrer wenn auch loſen
Einheit=
lichkeit den ſcharfen Beobachter unſerer Zeit, der umter
ſeinen Brennſpiegel leider nur die Auswüchſe derſelden
nimmt und daraus allgemeine Schlüſſe zieht, die wohl ob
aller Geiſtreicheleien und Witzeleien verblüffen, aber doch
nun und nimmer richtig ſind. Viel Feſſelndes boten uns
dieſe Abende dar, daneben auch viel Abſtoßendes, und bei
ruhiger Wägung behält letzteres die Oberhand. Was aber
nicht verhindert, dem ſcharfen Satiriker ehrliche Achtung zu
zollen, verknüpft mit der Hoffnung, ihn bald auf einem
Wege zu ſehen, der uns eine willige Gefolgſchaft ermöglicht.
Sport.
* Radrennen. Der Große Deutſche Steher=
Preis wurde nach zweimaliger Verlegung auf der Kr
ner Radrennbahn vor zirka 9000 Zuſchauern bei gutem
Wetter entſchieden. Von den vier Startern um das
Stun=
denrennen, Günther, Guignard, Linart und Stellbrink,
nahm der Franzoſe ſofort die Spitze vor Günther, Linart
und Stellbrink. Während Linart und Stellbrink bereits beim
4. reſp. 25. Kilometer infolge von Raddefekten und
Motog=
ſchäden zurückfielen, erlit tder ausgezeichnete die Spitze l
hauptende Guignard beim 56. Klm. Motorſchaden, ſodaß der
dicht auf folgende Günther die Spitze und damit das
Nen=
nen gewinnt. Günther legte 79,960 Kilometer zurück.
Zweiter wurde Guignard mit 77,460 Kilometer, Dritter
Linart mit 76,770 Kilometer und Vierter Stellbrink mit
67,565 Kilometer.
* Lawn=Tennis. Bei dem Internationalen
Tennis=Turnier in Stuttgart gewann
Mül=
ler die Meiſterſchaften von Stuttgart und Württemberg
im Herren=Einzelſpiel, während die Meiſterſchaft von
Stuttgart im Damen=Einzelſpiel an Frl. Marum=
Mann=
heim fiel.
(5605
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Seite 29.
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Oper „Pique Dame” von F. von
Suppé. 3. „Die luſtigen
Heidel=
berger” Walzer aus der
gleich=
namigen Poſſe von A. Siems.
4. „Goldähren”. Intermezzo von
V. Grey. 5. Angereihte Stücke aus
der Oper „Der Freiſchütz” von C.
M. v. Weber. 6. „Mit
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Gounodſchen Oper „Fauſt und
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Polniſchen Wirtſchaft, v. C. Gilbert.
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Seite 31.
Nachrichten des;Standesamts Darmſtadt I.
öffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
—5"Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 18. Inni: Dem Hilfsarbeiter Valen=
Metz, Soderſtraße 62, eine T. Käthchen. Am 17.:
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inrichſtraße 101, ein S. Friedrich Johann Philipp. Am
: dem Bäckermeiſter Peter Vogel,
Liebfrauen=
rße 60, ein S. Jakob. Dem Bierbrauer Johann
Wil=
m Lang, Neue Ireneſtraße 6, ein S. Adam. Am 19.:
n Metalldreher Jakob Karl Lenges,
Pankratius=
rße 44, eine T. Anna Maria. Dem Fuhrmann Philipp
Eiſenhauer, Lichtenbergſtraße 78, eine T. Maria
Mar=
ceta. Am 15.: dem Heizer Jakob Geßwein,
Magda=
renſtraße 9, ein S. Ernſt Ludwig. Am 16.: Ein
unehe=
zer Sohn Willi. Am 18.: dem Möbeltrausporteur
ter Winkel, Obergaſſe 44, eine T. Luiſe Margarete.
m Kaufmann Heinrich Stähle, Neue Ireneſtraße 71,
e T. Ilſe Klara. Dem Poſtboten Ludwig Philipp
Dietz, Heinheimerſtraße 23, eine T. Maria Eliſe. Am
dem Gärtner Heinrich Trayſer, Fuhrmannſtraße 8,
S. Gottlob. Am 14.: dem Wachtmeiſter im
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agoner=Regiment Nr. 24 Hermann Ludwig Schmidt,
lzhofallee 25, eine T. Erna Katharina Lina.
Aufgebotene. Am 18. Juni: Buchdrucker Johann
rl Rudolph, Waldſtraße 23, mit Bertha Baßler,
esbergſtraße 62. Am 19.: Schloſſer Otto Paul Kindler,
iesheimer Weg 11, mit Maria Helena Haag,
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Kowatz, Hagen, mit Büfettfräulein Anna Margarete
Dick, Hagen. Kaufmann Karl Gottfried Letzerich,
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Geſtorbene. Am 17. Juni: Metzger Johann Philipp
Heiſt, 44 J., ev., Lauteſchlägerſtraße 8. Näherin Laura
Harmuth, 51 J., ev., Sandbach. Am 18.: Marie Röder,
b. Eckert, Ehefrau des Gaſtwirts, 33 J., ev.,
Schwan=
im. Barbara Eckhardt, geb. Kühn, Ehefrau des
hneidermeiſters, 70 J., kath., Rheinſtraße 41.
Tiefhau=
itsarbeiter Johann Heinrich Schuchmann, 74 J., ev.,
dolf=Spieß=Straße 23. Obſthändler Johannes Lang,
J., ev., Große Bachgaſſe 10. Am 19.: Agent Emil
tdwig Walter, 67 J., ev., Pallaswieſenſtraße 41.
Chri=
na Repp, geb. Pritſch, Witwe des Taglöhners, 69 J.,
Beckſtraße 83. Am 20.: Karoline Karn, geb. Rechel,
itwe des Mühlenbeſitzers, 83 J., ev., Bismarckſtraße 66.
m 19.: Margarethe Kratſch, geb. Bohlen, Ehefrau
s Reſtaurateurs, 51 J., kath., Lauteſchlägerſtraße
n 11.: Schreinermeiſter Konrad Menz, 79 J., ev.,
roße Kaplaneigaſſe 60. Am 19.: Johanna Magdalene
Euler, geb. Fritz, Witwe des Maſchinenbauers, 66 J.,
Liebfrauenſtraße 56. Am 20.: Gartenarbeiter
Fried=
h Becker, 71 J., ev., Wingertsgäßchen 1.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
eöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Juni: Dem Buchdruckermeiſter
eorg Bender, Beſſunger Straße 49, ein S. Georg
Her=
ann Guſtav. Am 5.: dem Buchdrucker Adam Leißler,
eſſunger Straße 74, ein S. Hans Adam. Am 14.: dem
uhrmann Friedrich Ludwig, Niederſtraße 15, eine T.
karia Johanna. Am 7.: dem Bureauvorſteher Joſeph
Kobiella, Karlſtraße 58, ein S. Wolfgang. Am 13.: dem
kaurer Joh. Chriſt, Weinbergſtraße 6b, ein S. Karl.
m 19.: dem Weißbinder Johann Adam Geyer,
Nieder=
raße 7, ein S. Jakob.
Aufgebotene. Am 8. Juni: Betriebsingenieur Heinr.
ermann Schminke zu Biskupitz (Oberſchleſien) und
rieda Johanna Duesberg, Heerdweg 41a. Am 11.:
aufmann Auguſt Steiger, Weinbergſtr. 12, und Eliſ.
ouiſe Seelbach, Kiesbergſtraße 7. Am 12.: Kutſcher
tto Creter, Seeſtraße 3, und Philomena Wenniſch,
eeſtraße 2. Telegraphenaſſiſtent Otto Friedrich Andreas
Kleſpe zu Düſſeldorf und Karoline Louiſe Marie
mma Dingeldei, Schießhausſtraße 22. Am 18.:
Schloſ=
r Heinrich Kiefer, Niederſtraße 21, und Eliſab.
Hel=
rt, Forſtmeiſterſtraße 4.
Eheſchließungen. Am 8. Juni: Schloſſer Jak.
San=
erbeck, Ludwigshöhſtraße 10, und Louiſe Kath.
Wider=
hein, Weinbergſtr. 16. Am 15.: Glaſer Heinr.
Schom=
urg, Ludwigshöhſtraße 60, und Anna Karoline Geule,
iesbergſtraße 6. Hilfsarbeiter Wilhelm Philipp Kniß,
eerdweg 39, und Luiſe Marie Geyer, daſelbſt.
Geſtorbene. Am 8. Juni: Pfarrer i. P. Julius
Happel, 68 Jahre, ev., Grünerweg 34. Am 13.: Heizer
ranz Faver Winterhalter, 35 Jahre, kath.,
Paulus=
latz 1. Am 14.: Schreinermeiſter Hugo Oswald
Herr=
lann, 59 Jahre, ev., Frankenſteinſtr. 49. Anna
Hilde=
rand geb. Habich, Ehefrau des Eiſenbahndirektors a. D.,
4 Jahre, ev., Grünerweg 33.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
3. Sonntag nach Trinitatis, den 23. Juni 1912
Hofkirche: Sonntag, den 23. Juni. Vormittags
10 Uhr: Haupt=Gottesdienſt. — Mittwoch, den 26. Juni,
abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Beringer.
Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Im Feierabend (Stiftſtr. 51): Sonntag, den
23. Juni, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk (Knaben und Mädchen). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr
Mil.=Hilfsgeiſtl. Twele. — Vormittags 10½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. — Vorm.um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Kollekte für den Umbau der evangeliſchen
Kirche in Framersheim. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer
Veller.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Um 11¼ Uhr: Kinder=
Gottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 3. Trinitatis=Sonntag, den 23. Juni,
nach=
mittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 51:
Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 23. Juni,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. — Montag, den 24. Juni, abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den 25. Juni,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und
Blau=
kreuzſtunde. — Mittwoch, den 26. Juni, nachmittags von
2 bis 3 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben. — Von 3 bis
4 Uhr: Hoffnungsbund für Mädchen. — Abends um 8½
Uhr: Uebung des gemiſchten Chors. — Donnerstag, den
27. Inni, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag,
den 28. Juni, abends um 8 Uhr:
Sonntagsſchulvorbereit=
ung. — Abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für
Männer und Jünglinge. — Samstag, den 29. Juni,
abends um 9 Uhr: Verſammlung für Beamte der Poſt,
Eiſenbahn, Polizei, Gendarmerie u. dgl. — Filiale der
Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hinterbau):
Sonn=
tag, den 23. Juni, vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachm. 3 Uhr: Jugendbund für
Jüng=
linge, nachm. 4½ Uhr: Jugendbund für Jungfrauen.
Freitag, den 28. Juni, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde
Gottesdienſt der Renapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 5½ Uhr.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag
den 23. Juni, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Eckert aus Offenbach. — Freitag, den 28. Juni, abends
um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. Jedermann
herz=
lich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 22. Juni,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Pfingſten, den 23. Juni 1912
Kollekte für den St. Martinusverein.
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachm. um
3 Uhr: Katechetiſche Predigt und Herz=Jeſu=Andacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 4 Uhr: Vortrag
für die Jugendabteilung der Jungfrauen=Kongregation.
—Um ½5 Uhr: Verſammlung dieſer Kongregation.
Um 6 Uhr: Aloyſianiſche Andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräuſein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 22. Juni,
nachmit=
tags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 23. Juni 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt und Generalkommunion der Erſtkommunikanten.
— Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um 2 Uhr: Andacht.
St. Martiuskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
22. Juni, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Pfingſten, den 23. Juni 1912
Feſt des hl. Johannes des Täufers.
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Andacht zu Ehren
des hl. Aloyſius. — Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag,
nachmittags von 6 bis 7 Uhr.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 22. Juni, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
4. Sonntag nach Pfingſten, den 23. Juni 1912
Vorm. um ½ 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um
Uhr: Austeilung der hl. Kommumion. — Um ¼10 Uhr:
Hochamt und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Um 5 Uhr:
Andacht. — Werktags, vormittags um ¾7 Uhr: Singmeſſe.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Sonntag, den 23. Juni, vormittags um
8 Uhr: hl. Meſſe und Predigt.
Kapelle zu Pſungſtadt: 4. Sonntag nach Pfingſten,
den 23. Juni, vorm. um 7 Uhr: Beichte und um ½ 8 Uhr.
Amt und Predigt. — Nachmittags um 4 Uhr: Andacht.
— Montag, nachm. um ½5 Uhr: Andacht.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. Juni: Dem Laternenwärter
Adam Brunner S. Adam, geb. 28. Mai. Dem
Tag=
löhner Martin Keil S. Ernſt Ludwig, geb. 30. Mai.
Dem Hausburſchen Hermann Merz T. Maria Franziska,
geb. 23. April. Dem Schneidermeiſter Ludwig
Oehlen=
ſchläger T. Wilhelmine Luiſe, geb. 17. Mai. Dem Aſſiſtent
an der Techn. Hochſchule Dr. Walter Schaeffer S. Rolf
Friedrich Walter, geb. 13. Mai.
Johannesgemeinde: 16. Juni: Dem
Fabrik=
arbeiter Adam Merz T. Minna Marie, geb. 14. Mai.
Dem Heizer Philipp Opper T. Anna Marie, geb. 31. Mai.
Dem Kaufmann Philipp Steinmetz T. Luiſe Margarete,
geb. 1. Juni. Ein unehel. S. Fritz Rudolf, geb. 9. April.
Martinsgemeinde: 16. Juni: Dem Inſtallateur
Valentin Knapp T. Emilie, geb. 17. April. Dem
Schrift=
ſetzer Johann Georg Weimer S. Karl Ernſt, geb. 26. Mai.
Dem Schloſſer Emil Storck T. Albertine Ottilie, geb.
11. Juni. 12. Juni: Dem Schreiner Johannes Fauſt
T. Hedwig, geb. 17. Januar.
Petrusgemeinde: 16. Juni: Dem Schloſſer Georg
Späth S. Georg, geb. 9. April. Dem Kaufmann Hermann
Meinert T. Johanna Maria, geb. 2. Juni. Dem Kutſcher
Karl Weimer T. Martha, geb. 25. Mai. Dem Schreiner
Heinrich Geriſch T. Anna Margaretha, geb. 18. Mai.
Dem Schneider Nikolaus Muhn S. Georg Bernhard,
geb. 27. März. Dem Taglöhner Johannes Reuter T.
Maria, geb. 17. Mai. 17. Juni: Dem Lokomotivheizer
Johannes Lotter T. Erna Lina, geb. 1. Juni.
Paulusgemeinde: 6. Juni: Dem Hausburſchen
Franz Keil S. Hans, geb. 7. März. 16. Juni: Dem
Bankvorſteher Ferdinand v. Olberg T. Dagmar Agnes
Emilie Margot, geb. 15. Nov.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 18. Juni: Finanzaſpirant Wilh,
Eduard Beyſel und Charlotte Sidonie Fritzſching.
Johannesgemeinde: 15. Juni: Schmiedgeſelle
Johannes Ramge von hier und Margarete Bingel von
Höchſt i. O. 20. Juni: Magiſtrats=Oberaſſiſtent Ferd.
Rödiger in Hanau und Magdalene Brenner von hier.
Martinsgemeinde: 15. Juni: Brauer Joſef
Decker und Anna Schäfer, beide hier. 16. Juni: Kaufmann
Heinrich Louis Carl und Luiſe Auguſte Emilie Franziska
Kreis.
Paulusgemeinde: 16. Juni: Glaſer Heinrich
Schomburg und Anna Caroline Geule. Hilfsarbeiter
Wilhelm Philipp Kniß und Luiſe Marie Geyer.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Juni: Katharine Siefert,
geb. Präger, Witwe des Bergmanns, 62 J., ſtarb 11. Juni.
15. Juni: Anna Heim, 76 J., ſtarb 12. Juni zu Eberſtadt.
17. Juni: Paula Trietſch, geb. Jung, Ehefrau des
Metzger=
meiſters, 41 J., ſtarb 15. Juni. 19. Juni: Anna Marg.
Wenz, geb. Steinius, Witwe des Hauptſteueramtsdieners,
83 J., ſtarb 16. Juni zu Frankfurt a. M. 16. Juni:
Privatin Natalie Eberhardt, 75 J., ſtarb 13. Juni. 17. Juni:
Privatier Jakob Schwarz, 70 J., ſtarb 14. Juni.
Johannesgemeinde: 8. Juni: Schmied Georg
Edelmann, 24 J., ſtarb 5. Juni. 19. Juni: Lina Seim,
geb. Fritz, Witwe des Privatiers, 65 J., ſtarb 16. Juni.
21. Juni: Poſtbote Andreas Schmidt, 32 J., ſtarb 19. Juni.
Martinsgemeinde: 19. Juni: Eliſabeth Köth,
Ehefrau des Bankkaſſierers, 27 J., ſtarb 16. Juni. 20. Juni:
Metzger Philipp Heiſt, 44 J., ſtarb 18. Juni.
Petrusgemeinde: 16. Juni: Schreiner Hugo
Oswald Herrmann, 60 J., ſtarb 14. Juni.
Paulusgemeinde: 5. Juni: Kaufmann Wilhelm
Chriſtian Wagner, 66 J., ſtarb 3. Juni. (Einſegnung.)
8. Juni: Der Bankbeamte i. P. Richard Bierbaum, 71 J.,
ſtarb 5. Juni. Der Kaiſerl. Poſtdirektor i. P. Ernſt
Berger, 82 J., ſtarb 6. Juni. 11. Juni: Der Pfarrer i. P.
Julius Happel, 69 J., ſtarb 8. Juni. 16. Juni: Anna
Hildebrand, geb. Habich, Ehefrau des
Eiſenbahndirek=
tors i. P., 74 J., ſtarb 14. Juni. (Einſegnung.)
Ger SestUf
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Pfg., einzelne Würfel 5 Pfg.
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Juni 1912.
Nummer 145,
mnannunnnnunnnan
Ger Fosmurtenwoche
Ihrer Königlichen Hoheit der Grossherzogin von Hessen und bei Rhein
hatten viele Tausende von Menschen, worunter sich sicher Hunderte von Brautpaaren befanden, auf dem Wege nach dem Festplatz
Gelegen-
heit, unsere 6 Schaufenster zu bewundern.
Das Gebotene erregte allgemeines Aufsehen. Mit Recht ist man erstaunt, was heute durch vorteilhafte Ausnutzung der
Spezial-
fabriken in der Einrichtungsbranche geliefert werden kann, Man sah, mit welchem grossen Interesse die vorzügliche Qualität, die vollendete
Formenschönheit und trotzdem die verblüffende Preiswürdigkeit unserer Möbel allgemein besprochen und bewundert wurde. Dieses Interesse
ist begreiflich, wenn man bedenkt, dass es sich bei Anschaffung einer Wohnungseinrichtung immerhin um eine grössere Ausgabe handelt. Auch
vermögende Leute nützen bei den jetzigen Zeitverhältnissen gerne einen gebotenen Vorteil aus.
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ist die Ursache unseres stets steigenden Umsatzes. Ausser unseren grossen Ausstellungen kompletter Einrichtungen in den Preislagen von
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Beifall finden die hübschen Arrangements, die vorteilhafte und harmonische Zusammenstellung von Teppichen und Dekorationen. Insbesondere
aber erregt die auffallende Preiswürdigkeit trotz der vorzüglichen Qualität allgemeines Aufsehen.
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