Inſerafe
Abonnementspreis
175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtad!.
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Aus dem Artilleriedepot in Spandau
wur=
den 100 Zeichnungen von wichtigen
Konſtruktio=
nen einzelner Geſchützteile durch Einbruch
entwen=
det.
Das deutſche Geſchwader wurde nach ſeinem
Eintreffen in Hamptonroads vom Präſidenten Taft
feierlich begrüßt.
Frhr. von Marſchall iſt am Montag abend aus
Konſtantinopel abgereiſt. Bei der Abreiſe wurden ihm
große Ehren erwieſen.
Das ungariſche Abgeordnetenhaus nahm nach
einer Lärmſzene die Wehrvorlagen an.
Der engliſche Kriegsminiſter Lord
Hal=
dane iſt nach London zurückgereiſt.
Der Londoner Hafenarbeiterſtreik dauert
offiziell zwar noch fort, ſcheint aber in Wirklichkeit
beendet zu ſein.
In Lüttich und anderen Städten Belgiens kam es
infolge der Wahlen zu Ausſchreitungen. In Lüttich
wurden 3=Perſonen getötet und 15 ſchwer verletzt.
Vom türkiſcheitalieniſchen Kriege.
— Monat auf Monat zieht ſich der Krieg zwiſchen
Italien und der Türkei hin, ohne daß es zu einem Ende
kommen will, weder daß eine Entſcheidung erzielt wird,
noch daß es gelingt, zwiſchen den ſtreitenden Parteien zu
vermitteln. Gewiß hat Italien in den letzten Monaten
einige Erfolge zu erzielen gehabt, dieſe ſind jedoch
ziem=
lich gering, ſo viel Weſens man auch von der Beſetzung
einiger gar nicht oder nur mit geringen türkiſchen
Garni=
ſonen verſehenen Inſeln italieniſcherſeits gemacht haben
mag. Was nützt es, wenn die italieniſche Flotte einige
Stützpunkte hat, wenn ihr nicht Gelegenheit gegeben iſt,
größere Aktionen zu unternehmen. An die türkiſche Flotte
kommt ſie nicht heran, weil dieſe vor Konſtantinopel
ver=
ſammelt iſt, Angriffe auf die größeren Hafenſtädte darf
die italieniſche Flotte nicht machen, weil man ſich ſonſt
wegen des evtl. Schadens die Großmächte auf den Hals
laden würde. Hieraus ergibt ſich das ewige Hin und
Her, zumal auch auf dem Kriegsſchauplatze in Tripolis
ſelbſt die Operationen in den letzten Wochen faſt gänzlich
ins Stocken geraten ſind. Trotzdem iſt man vom Frieden
allem Anſcheine nach entfernter denn je, da keine der
bei=
den Parteien nachgeben will. Man weiß, daß mehrere
Verſuche, den Frieden zu vermitteln, unter dieſen
Um=
ſtänden geſcheitert ſind.
Es iſt nicht ohne Intereſſe, daß man ſich eben jetzt
von offiziöſer deutſcher Seite mit der ganzen
eigentüm=
lichen Situation befaßt und in einem längeren Artikel
darlegt, daß bisher noch kein einziger Vorſchlag gefunden
worden ſei, der auch nur eine entfernte Ausſicht böte, als
Baſis für Verhandlungen und Vermittlungen ernſt
ge=
nommen zu werden, geſchweige denn, daß er eine
wirk=
liche Löſung der Schwierigkeiten enthielte. Wenn zwei
Mächte durch einen unlösbaren Widerſtreit der Intereſſen
in einen Krieg geraten ſind, dann gibt es eben einen
Ab=
ſchluß nur in der Möglichkeit, daß die eine kriegführende
Partei durch die Geſtaltung der militäriſchen Lage
ge=
zwungen wird, etwas von ihren Anſprüchen fallen zu
laſſen. Aber militäriſche Ereigniſſe, die eine ſo ſtarke
Wirkung ausüben könnten, ſind in dieſem Kriege bisher
nicht zu verzeichnen. Sehr bemerkenswert fügt dem die
offiziöſe Norddeutſche Allgemeine Zeitung hinzu, daß ohne
eine derartige Unterlage und ohne den Wunſch der
Nächſt=
beteiligten ſelbſt jede Vermittlungstätigkeit nur zu neuen
Verwicklungen führen würde. Ein ernſthaft
unternom=
mener Vermittlungsverſuch würde immer ein
Heraus=
treten aus der Neutralität bedeuten und ſich in Wahrheit
als eine Intervention darſtellen. Aus dieſen Darlegungen
darf man den Schluß ziehen, daß man ſich deutſcherſeits
ſehr wohl hütet, in die Dinge einzugreifen, und m
Recht. Allem Anſcheine nach hat man von gewiſſen Sute
trigen, wie ſie im Verlaufe des Krieges ſchon mekrion
einmal zu verzeichnen waren, Wind bekommen eg
daher deutſcherſeits doppelt auf der Hut. Eine der
1a
Haltung der maßgebenden deutſchen Stellen kann uns
daher nur mit Genugtuung erfüllen.
Die Pforte veröffentlicht die am 21. Mai
ſignali=
ſierte Zirkularnote an die Mächte, in der die
Ausweiſung der Italiener begründet wird.
Die Note führt aus:
Infolge der Schwierigkeiten, denen die
Expedi=
tion in Tripolis und Benghaſi begegnet und
infolge des fortbeſtehenden Unvermögens, den
Wider=
ſtand der Ottomanen zu Lande zu brechen, hat Italien
geglaubt, alle Mittel anwenden zu dürfen, um die
otto=
maniſche Regierung und die ottomaniſche Nation zur
Ab=
tretung der Provinzen zu bewegen, deren Beſetzung nicht
gelingt. Die Türkei hat gegen die Vorteile Italiens
aus der maritimen Ueberlegenheit nichts einzuwenden,
iſt aber berechtigt, gegen die Mittel zu proteſtieren, welche
Italien entgegen dem Völkerrecht und den Grundſätzen
der Haager Konferenz mit Hintanſetzung der
Menſchlich=
keit und Ziviliſation anwendet. Die Note erinnert an
die Maſſakres in Tripolis und erklärt, die Pforte hat
damals das Aufwallen der Entrüſtung und des
Bedürf=
niſſes nach Repreſſalien zurückgehalten und davon
abge=
ſehen, mit der vollauf gerechtfertigten Ausweiſung der
Italiener zu antworten. Dieſe Zurückhaltung ermutigte
jedoch Italien, welches mit der abſichtlichen Verletzung
der modernen Kriegsbräuche fortfuhr, indem es
unbe=
feſtigte Städte bombardierte und aus Luftſchiffen und
Aeroplanen auf die Bevölkerung, Truppen und
Sanitäts=
abteilungen Bomben herabwarf und Handelsſchiffe
an=
hielt. Die Italiener landeten auf Rhodos und führten
Vertreter der Behörden, die an den militäriſchen
Opera=
tionen unbeteiligt ſind, als Kriegsgefangene mit, ſogar
Gerichtsbeamte. In der Abſicht, unter der Bevölkerung
Zwietracht zu ſäen, machte Italien viele Einwohner
unter dem Vorwande, ſie gehörten dem Komitee für
Ein=
heit und Freiheit an, zu Kriegsgefangenen und gab ſich
den Anſchein, die Chriſten zu begünſtigen, indem es eine
Einſchränkung der Freiheiten der Muſelmanen vornahm.
Dadurch wurde bei den Ottomanen das Maß der
Ent=
rüſtung voll. Die Pforte ſah ſich nunmehr nach der ſo
lange bewieſenen Langmut genötigt, zu der Ausweiſung
der Italiener ihre Zuflucht zu nehmen. Die Art und Weiſe
des Vorgehens, wie das Italiens, iſt größtenteils von
der Haager Konferenz formell unterſagt, während das
Ausweiſungsrecht jener Gattung den Kriegsmaßnahmen
angehört, gegen welche die Konferenz ſich nicht
ausſpre=
chen wollte.
Die Abreiſe der ausgewieſenen
Italie=
ner geht nach und nach vor ſich. Ungefähr 700
Itali=
ener verließen bisher die Türkei. Am Montag iſt der
griechiſche Dampfer „Epirus”, von der italieniſchen
Wohl=
tätigkeitsgeſellſchaft gechartert, mit Ausgewieſenen
ab=
gegangen. Weitere Dampfer werden am Donnerstag
in See gehen. Die bei der Banque Ottomane, ſowie
bei anderen Banken angeſtellten Italiener erhalten einen
dreimonatigen Urlaub mit dem Auftrage, in den
nahe=
gelegenen Städten Aufenthalt zu nehmen, um möglichſt
ſchnell zurückkehren zu können.
Der Fall Borchardt=Leinert.
* Die intereſſante Begründung des
Oberſtaatsan=
walts für die Abweiſung der Anzeige der ſoz.
Abgeord=
neten Vorchardt und Leinert gegen den Polizeileutnant
Kolb und die vier Schutzleute, die in der Sitzung des
Ab=
geordnetenhauſes vom 9. Mai Borchardt auf Geheiß
des Präſidenten des Abgeordnetenhauſes aus dem
Sitzungsſaale entfernten, lautet ausführlich:
Nach Artikel 78 der Verfaſſungsurkunde für den
preußiſchen Staat regeln die Kammern ihren
Geſchäfts=
gang und ihre Diſziplin durch eine
Geſchäfts=
ordnung. Da weder an dieſer noch an anderer Stelle
der Verfaſſungsurkunde ſich eine Beſtimmung befindet,
durch die den Kammern bei der Schaffung der
Geſchäfts=
ordnung hinſichtlich des Umfanges der Diſziplinargewalt
oder der zur Aufrechterhaltung der Diſziplin
erforder=
lichen Mittel Zwang auferlegt wird, ergibt ſich, daß die
Feſtſtellung der Normen, nach denen der Gang der
Ge=
ſchäfte und die Diſziplin in der Kammer gehandhabt
wer=
den ſoll, dem Ermeſſen jeder der beiden
Kam=
mern überlaſſen ſein ſoll. Sie ſind hierin
völlig autonom. Dieſe Autonomie findet ihre Grenzen
lediglich in der Verfaſſung ſelbſt, mit deren Beſtimmungen
ſich die Geſchäftsordnung nicht in Widerſpruch ſetzen
darf, falls ſie bindende Kraft haben ſoll. Ein ſolcher
Widerſpruch iſt nicht vorhanden.
Als eine Beſtimmung, die verletzt ſein könnte, käme
der: Artikel 84 der Verfaſſungsurkunde in Betracht, der
den Abgeordneten Unverletzlichkeit wegen der von ihnen
in der Kammer ausgeſprochenen Meinungen
gewähr=
meiſtet. Dieſe unbeſchränkte Redefreiheit verbürgende
nschutzbeſtimmung iſt dem Sinne nach in dem Paragr. 11
ichs Strafgeſetzbuches übernommen. Dieſer Schutz
be=
iniſt indeſſen nur die Unzuläſſigkeit der
Ver=
iſegung außerhalb des Hauſes in ſich. Da=
20 können nach Artikel 84 der Verfaſſungsurkunde Ab=
geordnete innerhalb der Kammer ſehr wohl zur
Re=
chenſchaft gezogen werden; denn dieſer Artikel ſieht unter
Hinweis auf Artikel 78 a. a. O ausdrücklich eine
Ver=
antwortlichkeit des Abgeordneten auf Grundlage
der Geſchäftsordnung vor. Ein auf Grund
dieſer in gehöriger Weiſe zuſtande gekommenen
Ge=
ſchäftsordnung verhängtes, in ihr vorgeſehenes
Diſzipli=
narmittel enthält mithin keinen unzuläſſigen Eingriff in
die verfaſſungsmäßig gewährleiſteten Rechte der
Abge=
ordneten.
Der Umſtand, daß die Anordnung des
Prä=
ſidenten des Abgeordnetenhauſes eine geſetzwidrige
Maßnahme nicht darſtellt, ergibt zugleich die
Recht=
mäßigkeit der Amtshandlungen der mit der
Durchführung der prinzipiellen Maßregel befaßt
geweſe=
nen Polizeibeamten. Oberſter Grundſatz des Strafrechts
iſt es, daß nur diejenige Verletzung eines Rechtsgutes
Strafbarkeit begründe, die Schuld hat und rechtswidrig
iſt. Dieſe Vorausſetzung muß erfüllt ſein, auch wenn
das Merkmal der Rechtswidrigkeit nicht ausdrücklich in
den Tatbeſtand einer als Verbrechen oder Vergehen
ge=
kennzeichneten ſtrafbaren Handlung aufgenommen iſt.
Dieſe Vorausſetzung liegt auf Seiten der
Polizeibeam=
ten nicht vor. Hinſichtlich der Schutzleute iſt ſie ſehyt
deshalb nicht gegeben, weil dieſe lediglich den Befehl des
ihnen vorgeſetzten Polizeileutnants Kolb ausgeführt
haben, der bei Erteilung des Befehls innerhalb ſeiner
Zuſtändigkeit gehandelt hat und inſoweit die
Verantwor=
tung trägt. Aber auch der Polizeileutnant Kolb hat nicht
rechtswidrig gehandelt. Er hat lediglich eine
Entſchei=
dung des Herrn Präſidenten des Abgeordnetenhauſes
vollzogen, die dieſer im Rahmen ſeiner Zuſtändigeit, auf
Grund der beſchloſſenen, mit Geſetzen nicht im
Wider=
ſpruch ſtehenden Geſkchäftsordnung getroffen hatte.
Die gegen die Perſon des Herrn Leinert gerichteten
Handlungen des Polizeibeamten erfüllen deshalb nicht
den Tatbeſtand der oben angezogenen Paragraphen, weil
ſie gar nicht bezweckten, Herrn Leinert aus der
Ver=
ſammlung zu entfernen, oder ihn ſonſt an der Ausübung
ſeiner ſtaatsbürgerlichen Rechte als Abgeordneter zu
hindern, ſondern allein dazu dienten, das den Beamten
bei ihrer rechtmäßigen Amtsausübung in der Perſon des
Herrn Leinert entgegentretende Hindernis zu beſeitigen
und den Weg dazu freizumachen.
Deutſches Reich.
— Frhr. v. Marſchall begibt ſich mit ſeiner
Fa=
milie über Wien auf ſein Gut Neuershauſen bei
Frei=
burg in Baden. Mitte Juni fährt der Botſchafter zur
Meldung beim Kaiſer nach Berlin.
Der Abſchluß der Reichsfinanzen.
Nach den jetzt vorliegenden berichtigten Ergebniſſen
ha=
ben die Einnahmen des Reiches aus Zöllen, Steuern
und Gebühren im Rechnungsjahre 1911 1675,8 Millionen
Mark betragen, 23,5 Millionen Mark mehr als nach dem
proviſoriſchen Abſchluß. Der Ueberſchuß aus dieſen
Einnahmen erhöht ſich dadurch auf 205 Millionen Mark.
Es kommt hinzu der Ueberſchuß aus der Reichspoſt und
den Reichseiſenbahnen mit rund 34 Millionen Mark.
Falſche Gierüchte. Der Köln. Ztg. wird
aus Berlin telegraphiert: „In einer Korreſpondenz wird
behauptet, daß zwiſchen dem Reichskanzler und dem
preu=
ßiſchen Landwirtſchaftsminiſter Unſtimmigkeiten
beſtän=
den, die ſich namentlich auf den Vorſtoß des Herrn von
Schorlemer gegen das Zentrum bezögen. Da
Sen=
ſationsnachrichten dieſer und ähnlicher Art ſeit einiger
Zeit mit ungewöhnlicher Hartnäckigkeit aus dem Boden
ſchießen, ſo dürfte es vielleicht angebracht ſein,
feſtzu=
ſtellen, daß nach unſeren Erkundigungen das Gerücht von
Unſtimmigkeiten zwiſchen den Herren von Bethmann und
von Schorlemer jeder Grundlage entbehrt, ebenſo wie
die auch ſchon in ausländiſche Blätter übergegangene
An=
kündigung eines in Kürze bevorſtehenden Wechſels in
den höchſten Staatsämtern.”
— Der Zwiſt in den katholiſchen
Arbei=
tervereinen. Der Gegenſatz zwiſchen den im
Ber=
liner Verbande zuſammengeſchloſſenen katholiſchen
beitern und ihren den chriſtlichen Gewerkſchaften
anhän=
genden Berufs= und Glaubensgenoſſen iſt jetzt in
nen Krieg ausgeartet. Der Geſamtverband der
chriſt=
lichen Gewerkſchaften Deutſchlands gibt eine äußerſt
ſcharfe Erklärung ab, die ſich gegen die Angriffe ſeitens
der Berliner Fachabteilungen in der bekannten
Hul=
digungsadreſſe an den Papſt richtet.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die deutſch=tſchechiſche Verſtändigung.
Bei der Eröffnung der neuen Hafenanlagen von
Boden=
bach=Roſawitz gedachte der Statthalter von Böhmen in
ſeiner Rede des deutſch=tſchechiſchen Ausgleichs. Er führte
aus: Das erfreulichſte Zeichen der gegenwärtigen Zeit
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Inni 1912.
Nummer 130.
ſei, daß der Wunſch nach einem Ausgleich und Frieden
in Böhmen ſowohl bei den Politikern als auch bei der
Bevölkerung immer elementarer hervortrete. Wahrlich,
ſagte er, wir ſind einem großen Zeitpunkt näher als wir
glauben. Der Differenzpunkte ſind nicht mehr viele.
Jetzt liegt es an den Abgeordneten, was ſie für richtig
hal=
ten, mutig zu vertreten. Der Statthalter appellierte au
die weitere Oeffentlichkeit, insbeſondere an die Preſſe
zur Erreichung des großen Zieles beizutragen. Die
Ver=
ſammlung brachte dem Statthalter, indem ſie ſich von den
Plätzen erhob, große Ovationen dar.
Die Oppoſition des ungariſchen
Ab=
geordnetenhauſes beſchloß nach zweiſtündiger
Beratung, die Vorſchläge des Herrn von Lukacs
zurück=
zuweiſen, da Lukacs ſie als unabänderlichen Standpunkt
der Regierung bezeichnet habe, der weitere
Verhandlun=
gen ausſchließe. Die Mehrheit hat den Antrag
angemel=
det, daß von nun an täglich zwei Sitzungen des
Abge=
ordnetenhauſes ſtattfinden, um auf dieſem Wege die
Op=
poſition zu ermüden und die Fortſetzung der
Obſtruk=
tion zu erſchweren.
Schweiz.
Die Bundesverſammlung trat zur
ordent=
lichen Sommerſeſſion zuſammen. Der Nationalrat
be=
gann ſofort die Behandlung der vom Ständerat bereits
angenommenen Militärvorlagen, die Ausgaben von 16
Millionen Franken erfordern. Die Sozialdemokraten
be=
antragten die Verſchiebung, bis die Deckungsfrage
er=
ledigt ſei. Dieſer Antrag wurde mit 89 gegen 17
Stim=
men verworfen und die Weiterbehandlung beſchloſſen.
Belgien.
Das Wahlreſultat. Die alte Kammer zählte
86 klerikale Abgeordnete, 45 liberale, 34 ſozialiſtiſche und
1 demokratiſch=chriſtlichen Abgeordneten. Die Zahl der
Sitze iſt jetzt um 20 vermehrt worden. Soweit ſich die
Wahlergebniſſe bis jetzt überſehen laſſen, dürfte ſich die
Zuſammenſetzung der neuen Kammer ungefähr wie folgt
geſtalten: von 186 Sitzen werden 101 von den Klerikalen,
45 von den Liberalen und 39 von den Sozialiſten
einge=
nommen. Außerdem gehört der Kammer ein chriſtlicher
Demokrat an. Die klerikale Mehrheit wird alſo 16
Stim=
men (gegen 6 in der vorigen Kammer) betragen. Es wird
beſtätigt, daß das Wahlergebnis in der Hauptſache darauf
zurückzuführen iſt, daß die nichtklerikalen katholiſchen
Wähler, welche für die Liberalen geſtimmt haben, bevor
dieſe ſich zu einem Kartell mit den Sozialdemokraten
ver=
bunden haben, nicht mit den Liberalen gingen, ſondern zu
den Klerikal=Konſervativen übergeſchwenkt ſind in der
ſehr gerechtfertigten Befürchtung, daß die Liberalen in
der Deputiertenkammer vollſtändig in das ſozialiſtiſche
Schlepptau geraten würden.
Vereinigte Staaten.
Geſetz gegen die fremden
Schiffahrts=
truſts. Das Repräſentantenhaus hat die Humphray=
Bill angenommen, die die amerikaniſche Schiffahrt gegen
die fremden Schiffahrtstruſts ſchützen ſoll. Der Ausſchuß,
der über die Bill beraten hat, führte in ſeinem Bericht
an, daß 90 Prozent der die amerikaniſchen Häfen
anlau=
fenden fremden Schiffe zu ausländiſchen
Schiffahrts=
opols gehören. Unter den Strafbeſtimmungen für
Uebertretung des neuen Geſetzes befinden ſich die
Ver=
weigerung und Annullierung der Frachtkontrakte.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. Juni.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Großher=
og den Bezirkspolizeikommiſſär Valentin Horſt zu
Offenbach zum Polizeikommiſſär bei dem Polizeiamt
Offenbach; ferner wurde ernannt der Aktuariatsaſſiſtent
bei dem Amtsgericht Nieder=Olm Gg. Göl=
enleuch=
ter zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht
Oppenheim, mit Wirkung vom 17. Juni 1912.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Kgl. Hoheit
der Großherzog den Oberſteuerinſpektor des Haupt=
ſteueramts Gießen, Finanzrat Chriſtian v. Grolman
zu Gießen, auf ſein Nachſuchen bis zur Wiederherſtellung
ſeiner Geſundheit, unter Anerkennung ſeiner treu
geleiſte=
ten Dienſte vom 10. Juni d. J. ab und ihm aus dieſem
Anlaß das Ritterkreuz erſter Klaſſe des Verdienſtordens
Philipp des Großmütigen verliehen.
* Verſetzt haben Se. Königl. Hoheit der
Großher=
og den Oberförſter der Oberförſterei Groß=Umſtadt,
Forſtmeiſter Georg Petith zu Groß=Umſtadt, in gleicher
Dienſteigenſchaft in die Oberförſterei Gernsheim.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog dem Kreisſtraßenmeiſter Friedrich Schreiner
zu Darmſtadt aus Anlaß ſeiner Verſetzung in den
Ruhe=
ſtand die Krone zum Silbernen Kreuz des
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen.
* Beeidigter Ueberſetzer und Dolmetſcher für die
eng=
liſche Sprache. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
haben genehmigt, daß der ordentliche Profeſſor an der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, Geheimer Hofrat
Dr. Philipp Hangen auf ſein Nachſuchen von den
Dienſtverrichtungen eines beeidigten Ueberſetzers und
Dolmetſchers für die engliſche Sprache enthoben werde
und daß die genannten Dienſtverrichtungen dem
Ober=
lehrer an dem Realgymnaſium zu Darmſtadt Profeſſor
Georg Heil für die Geſchäftsbereiche ſämtlicher Großh.
Miniſterien übertragen werden.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 14
vom 4. Juni hat folgenden Inhalt: 1. Ueberſicht der
von Großh. Miniſterium des Innern für das Etatsjahr
1912 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der
Kom=
munalbedürfaiſſe in den Gemeinden des Kreiſes
Lauter=
bach. 2. Ueberſicht der von der Stadt Darmſtadt im
Rechnungsjahr 1912 zur Erhebung kommenden Umlagen.
3. Ueberſicht der von Großh. Miniſterium des Innern
für das Rechnungsjahr 1912 genehmigten Umlagen zur
Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe in den Gemeinden
des Kreiſes Alzey (Finanzamtsbezirk Alzey). 4.
Ueber=
ſicht der von Großh. Miniſterium des Innern für das
Rechnungsjahr 1912 genehmigten Umlagen zur
Be=
ſtreitung der Kommunalbedürfniſſe in der Stadt
Offen=
bach. 5. Namensveränderungen. 6. Nachweis der
Be=
fähigung zur Uebernahme eines Kirchenamts. 7.
Charakter=
erteilungen.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
geſtern in der Anklage wegen Straßenraubs gegen
den 26jährigen Sattler Franz Joſeph Kümmek, den 32 Taglöhner Michael Braun, den 31jährigen
Eiſendreher Wilhelm Franz Jung und den 25jährigen
Taglöhner Johann Spahn, ſämtlich aus Offenbach=
Alle vier Angeklagten ſind bereits mehrfach, zum Teil
ſchwer, vorbeſtraft. Vertreter der Anklage iſt
Staatsan=
walt Leoni; Verteidiger der Angeklagten iſt
Rechtsan=
walt Dr. Brücher. Der Arbeiter Georg Schnauber
war längere Zeit krank geweſen und hatte ſich während
dieſer Krankheit bei ſeinen Eltern aufgehalten. Als er
wieder geſund war, ging er nach Offenbach zurück und
hob zunächſt das ihm zuſtehende Krankengeld in Höhe
von 49.30 Mark ab. Er ging dann in eine Wirtſchaft, wo
er Kümmel und Spahn traf. Mit dieſen nun kneipte er
vom Vormittag bis in die ſpäten Nachtſtunden. Im
Laufe dieſer Bierreiſe geſellten ſich zu ihnen noch die
bei=
den Angeklagten Braun und Jung, die ſich jedoch ſpäter
wieder von ihnen trennten. Kümmel und Spahn gingen
nun gegen 12 Uhr nachts mit Schnauber, den ſie
unter=
gefaßt hielten, Lieder ſingend, nach Hauſe. In der
Schloß=
ſtraße packten dann Kümmel und Spahn den Schnauber
und verſuchten, ihn zu Boden zu werfen; Schnauber
konnte ſich jedoch befreien und ging ein Stück weiter.
Unterdes kamen auch Braun und Jung wieder, und jetzt
merkte Schnauber auch, daß ihm die Uhr fehlte. Das
Portemonnaie, das noch etwa 45 Mark enthielt, hatte er
vorſorglich in den Strumpf geſteckt. Jetzt packten nun
drei der Angeklagten den heftig ſträubenden Schnauber,
und Braun ſuchte ihm die Taſchen durch, bis er im
Strumpf das Geld fand. Das Geld nahm er an ſich und
das Portemonnaie gab er dem Kümmel. Bei dem Raub
ſchrie Schnauber in ſeiner Angſt um Hilfe; ſie brachten
ihn dadurch zum Schweigen, daß ſie drohten, ihn kaput
zu machen, wenn er noch einmal ſchreie. — Die
Angeklag=
ten verſuchten in der geſtrigen Verhandlung, es ſo
hinzu=
ſtellen, als habe Schnauber ſie aufgefordert, ſeine Taſchen
zu revidieren und als hätte er ganz ſtill gehalten.
Genom=
men hätten ſie ihm nichts. Die Geſchworenen bejahten
bei ſämtlichen Angeklagten die Frage nach Straßenraub
und nach mildernden Umſtänden. Das Gericht verurteilte
Kümmel und Spahn jeden zu 1 Jahr 3
Mona=
ten, Braun und Jung zu je 1 Jahr 6 Monaten
Gefängnis. Von der Unterſuchungshaft wurden
jedem zwei Monate angerechnet.
g. Strafkammer. Wegen ſchweren Einbruchsdiebſtahls
im Rückfalle hatten ſich geſtern vor der hieſigen Strafkam=
mer der 25jährige Eiſendreher Karl Theodor Fußer
aus Mannheim und der 29jährige Mechaniker Kurt=
Weiske aus Plauen zu verantworten. Am 16. Januar
bemerkte der damals hier in der Viktoriaſtraße wohnende
Lehramtsreferendar Wurm bei ſeiner Rückkehr in die
Wohnung, daß ſeine ſämtlichen Kleidungsſtücke, Anzüge
und Stiefel, im Geſamtwerte von über 300 Mark,
geſtoh=
len waren. Die Türe fand er ordnungsgemäß
verſchloſ=
ſen. Es wurde daraufhin ermittelt, daß die beiden
An=
geklagten Fußer und Weiske die geraubten Sachen verſetzt
bezw. verkauft hatten. Beide ſind ſchon erheblich
vorbe=
ſtraft. Fußer gab denn auch nach anfänglichem Leugnen
den Diebſtahl zu und geſtand, von dem Angeklagten
Weiske und einem dritten Unbekannten zu der Tat
ein=
geladen worden zu ſein. Dies Geſtändnis wiederholte er
auch in der geſtrigen Verhandlung, während Weiske jede
Beteiligung beſtreitet und in langer Rede das Geſtändnis
Fußers lediglich als einen Racheakt hinſtellt, da ſich die
beiden Kumpane, nachdem ſie mehrere Diebſtähle
gemein=
ſam ausgeführt hatten, entzweiten. Er gab zu, einmal in
der Wohnung geweſen zu ſein; aber am Tage vor dem
Diebſtahl. Als Kenner habe er ſofort geſehen, daß dort
Geld nicht zu holen war, und mit dem Diebſtahl von
Kleidungsſtücken hätte er ſich nicht abgegeben. Er hätte
deshalb die Türe wieder verſchloſſen, ohne etwas
mitzu=
nehmen. Trotz ſeines hartnäckigen Leugnens kommt das
Gericht zu der Ueberzeugung, daß das Geſtändnis des
Angeklagten Fußer im weſentlichen der Wahrheit
ent=
ſpricht und verurteilt Weiske zu 4 Jahren und
Fußer zu 2 Jahren Zuchthaus. Außerdem
wur=
den ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von
fünf Jahren abgeſprochen und die Stellung unter
Polizei=
aufſicht verfügt.
Der 24jährige Kaufmann Guſtav Schrappe aus
Montabaur war in den Jahren 1911 und 1912 bei dem=
Mühlenbeſitzer Peter Breitwieſer in Eberſtadt als
Reiſen=
der tätig und hatte hierbei die Gelegenheit ergriffen, ſeine
Vollmachten zu umfangreichen Unterſchlagungen und
Be=
trügereien zu benützen. Die Firma wurde durch ſeine
he=
trügeriſchen Manipulationen um etwa 3900 Mark
geſchä=
digt. Nach Entdeckung der Unterſchlagungen wurde Sch.
flüchtig, ſtellte ſich jedoch ſpäter in Hannover freiwillig.
Das Geld verbrauchte er für ſeine noblen Paſſionen. Der
geſtändige Angeklagte wird zu 1 Jahr 6 Monaten
Gefängnis verurteilt, abzüglich 3 Monaten der
er=
littenen Unterſuchungshaft.
Der 16 Jahre alte Kaufmannslehrling Nikolaus L.
von hier hat dadurch eine hieſige Firma um einen
be=
deutenden Geldbetrag geſchädigt, daß er eine am
Poſt=
ſchalter in Empfang genommene Poſtanweiſung über 507
Mark mit der Firmenunterſchrift verſah und das Geld
erhob. Hierbei benutzte er eine andere Unterſchrift als
Vorlage, wodurch die Fälſchung ſehr gut gelang. Das
Geld verbrauchte er zur Faſtnacht, außerdem kaufte er ſich
ein Fahrrad für 140 Mark. Etwa 260 Mark konnten bei
ihm noch vorgefunden werden; das übrige Geld wurde
von den Eltern erſetzt. Das Gericht erkennt wegen
ſchwe=
rer Urkundenfälſchung unter Berückſichtigung des hohen
veruntreuten Betrages auf 2 Monate Gefängnis.
— Der ebenfalls noch jugendliche Lehrling Hans L. kam
Ende März in das Bureau eines hieſigen Geſchäfts als
Kaufmannslehrling und Ende Auguſt vertraute man ihm
ſchon die Detailverkaufskaſſe, in der oft Beträge bis zu 400
Mark vorhanden waren, an. Hier ließ ſich nun der junge
Menſch verleiten, der Kaſſe kleinere Geldbeträge zu
ent=
nehmen. Außerdem hatte er aus einem verſchloſſenen
Pult mittels eines falſchen Schlüſſels Beträge in mehreren
Fällen entwendet. Im ganzen handelt es ſich nur um
etwa 30 Mark. Das Gericht verurteilt den Angeklagten
wegen Unterſchlagung und wegen ſchweren Diebſtahls zu
3 Wochen Gefängnis.
g. Kriegsgericht. Wegen Achtungsverletzung vor
verſammelter Mannſchaft und verſuchten tätlichen
An=
griffs gegen einen Vorgeſetzten hatte ſich geſtern vor dem
Gericht der 25. Diviſion der Dragoner Kern vom
Dra=
goner=Regiment Nr. 23 zu verantworten. Der
Unteroffi=
zier vom Dienſt hatte am Abend des 14. Mai, als die
Mannſchaften im Bett lagen, nach den Leuten, die
Stu=
bendienſt hatten, gefragt, ohne daß ſich jemand meldete;
vielmehr wurde er ausgelacht. Als er dann zum zweiten
Male die Stube betrat, wurde er wieder mit Gelächter
empfangen und mit Gewalt wurde neben ihm eine
Schach=
tel zu Boden geworfen. Die Zeugen bekunden
überein=
ſtimmend, daß nur Kern gelacht habe. Die Schachtel will
Kern nur aus Aerger auf den Tiſch geworfen haben,
wo=
bei ſie zu Boden fiel. Das Gericht nimmt auch an, daß
er nicht beabſichtigt habe, den Unteroffizier zu treffen,
und erkennt deshalb nur wegen
Achtungsverletz=
ung und Beleidigung auf einen Monat
Mittel=
arreſt. Der Vertreter der Anklage hatte wegen
der Vergehen im Sinne der Anklage 1 Jahr 3
Jaldane und das moderne Deutſchland.
*⁎* Die Franzoſen beobachten mit lebhaftem Intereſſe
den Gang der Verhandlungen, die auf eine deutſch=
eng=
iſche Verſtändigung hinarbeiten, und wenden ihre
be=
ondere Aufmerkſamkeit dem Manne zu, der auf engliſcher
Seite die hervorragendſte Rolle bei dieſen hochbedeutſamen
politiſchen Vorgängen ſpielt: Lord Haldane. Ein Beweis
für dieſen Wunſch, die innerſten Motive des engliſchen
Kriegsminiſters bei dieſem Friedenswerk zu verſtehen, iſt
ein umfangreicher Aufſatz Antoine de Tarlés in der
Revue, der aus der Weltanſchauung Haldanes
heraus ſeine Auffaſſung des modernen
Deutſch=
land in reichen Auszügen aus ſeinen Schriften darſtellt.
Den Hauptunterſchied zwiſchen den beiden Völkern
ſiebt der ehemalige Göttinger Student, der ſoeben wieder
auf ſeiner Ferienreiſe mit deutſcher Kultur und deutſchem
Leben in innigſte Berührung getreten iſt, vor allem darin,
daß der Engländer nichts von der deutſchen Gewohnheit
beſitzt, abſtrakte und einfache Prinzipien aufzuſtellen, bevor
man zum Handeln ſchreitet. Das iſt die Folge des
aus=
geprägten engliſchen Individualismus, aber weil der Brite
die deutſche Maxime: „erſt wägen, dann wagen”
vernach=
läſſigt, begegnet es ihm immer wieder, daß er ſeinen Weg
durch Hinderniſſe verſperrt findet, die er bei vorheriger
Ueberlegung hätte vorausſehen können. Dieſe ruhige
Vor=
ſicht des Deutſchen iſt nach Haldane in der ganzen
Ent=
wickelung unſerer Kultur begründet, ſo daß das heutige
Leben Deutſchlands in ſeinen tiefſten Wurzeln bis zur
Re=
formation und Luther herabreicht. Haldane iſt ein
be=
geiſterter Verehrer Goethes und Kants und er ſieht daher
in dem deutſchen Idealismus, wie er ſich in den Syſtemen
unſerer großen Philoſophen und der Kunſt unſerer
gro=
ßen Dichter um die Wende des 18. Jahrhunderts entfaltete,
die Baſis und den Nährboden der heutigen Blüte des
Landes. Wohl war Deutſchland damals arm und ſchwach,
aber ſeit den ſchönſten Tagen des alten Griechentums
hatte man niemals wieder eine Vereinigung von ſo großen
Geiſtern geſehen, wie ſte ſich in Berlin, in Weimar, in
Jena über den rauchenden Trümmern der napoleoniſchen
Verwüſtung erhob. So kommt Haldane zu dem Satze:
„Ohne Goethe würde man niemals Bismarck erlebt haben.
Ohne die Gedankenarbeit der großen deutſchen Denker
wären nicht die großen Kriegshelden gekommen, ein
Scharnhorſt, Clauſewitz, Roon und Moltke.” „Was für
ein Weg iſt durcheilt, ſeit der verhältnismäßig ſo jungen
Lehre Kants!” ruft der Miniſter in ſeiner wichtigen
„Studie der nationalen Charaktere: Großbritannien und
Deutſchland” aus. „Der Geſamtwille iſt viel mächtiger
ge=
worden, als der Wille des Einzelnen, und die Regierung
hat ſich als der weſentliche Faktor des nationalen Lebens
enthüllt. In den Wiſſenſchaften und Künſten war dieſer
höhere Einfluß in gleicher Weiſe gegeben; Dichter,
Ge=
ehrte, Profeſſoren, vom gleichen Geiſt erfüllt und
durch=
drungen von großen Gedanken, arbeiteten vereint, um die
Einheit des deutſchen Vaterlandes zu verwirklichen.‟ Die
Macht aber, die nunmehr Deutſchland ein Uebergewicht
über die anderen Völker verſchaffte, war das methodiſche
Meiſterwerk der Erziehung und geiſtigen Ausbildung, das
ſich auch in der Geſtaltung der deutſchen Armee ausprägt.
Dahin ging die innerpolitiſche Arbeit Bismarcks: In
Sachen der Erziehung, der militäriſchen Schulung, der
ſozialen Geſetzgebung, begann Deutſchland ſich über die
anderen Völker zu erheben.
Das hatte aber auch ſeine Schattenſeiten. Haldane iſt
der Anſicht, daß Deutſchland „überregiert”
wird und darunter die Selbſtändigkeit des
Einzelnen leidet. Aber dagegen hat heute ſchon
eine Reaktion begonnen. Die ſtets wachſende Verehrung
Goethes, der Neukantianismus, der die Philoſophie des
modernen Deutſchlands mehr und mehr beherrſcht,
kenn=
zeichnen die Strömung, die ſich wieder der großen
Ver=
gangenheit zuwendet. Haldane glaubt ſich durch die
Uni=
verſitätsbildung, die er ſowohl in England als auch
Deutſchland genoſſen hat, beſonders berufen, „abwechſel0
mit engliſcher und mit deutſcher Brille zu ſehen” und ete
herzliche Verſtändigung der Völker erſch
ihm durchaus im Bereich der Möglichkeit. Dazu wirig
ſeiner Meinung, beſonders das immer ſtärker werdenſt.
wachſen der Demokratie in beiden Ländern beitragen, da
dieſe Bewegungen im Grunde das Gleiche erſtreben. Die
Mißverſtändniſſe, die heute beſtehen, rühren hauptſächlich
aus einer Unkenntnis der Verhältniſſe her. Als wichtige
Momente, die eine Verſtändigung auf deutſcher Seite
hin=
dern, ſieht Haldane den Einfluß Preußens an, der
haupt=
ſächlich auf Diſziplin und Feſthalten an ſtrengen
Prin=
zipien drängt, und die deutſche Sprache. Trotz ſeiner
Be=
wunderung für Goethe meint er: „Die deutſche Sprache
hat eine große Präziſion, aber ſie pflegt nicht wie das
Franzöſiſche und ſelbſt das Engliſche den Ausdruck der
Nuancen, ſo daß dieſe in einer Ueberſetzung verſchwinden
und der dadurch allgemein gewordene Gedanke leicht einen
harten und unangenehmen Charakter erhält. So zieht die=
Sprache einen breiten Graben zwiſchen die Deutſchen und
ihre Nachbarn: welche Sympathie man auch für deutſche
Dinge hegen möge, es iſt unmöglich,ſich nicht über dieſes
Idiom zu beklagen, in dem das Verbum — eine peinliche
Prüfung für den Fremden — ſich vom Subjekt ſo
entfernt=
befindet.” Auch in der deutſchen Schrift ſieht er ein
Hemmnis des leichten Verſtehens. Er hält es daher
für=
unbedingt notwendig, daß alle die unter den engliſchen
Politikern, die ſich für die deutſch=engliſchen Beziehungen
intereſſieren, mögen ſie Deutſchenfreunde oder nicht ſein,
nach Berlin gehen, wo ſie am beſten die Sprache und die
geiſtige Geſchichte verſtehen lernen können. Dies Studium
des anderen Volkes iſt für die Engländer noch notwendiger
als für die Deutſchen, denn dieſe ſind im allgemeinen mit
britiſcher Literatur und Geſchichte vertraut; auf einen
Eng=
länder, der Deutſch kann, kommen wohl fünf Deutſche, die
engliſch leſen und ſprechen.
Als die Hauptfehler, die ſeine Landsleute ablegen
müſſen, nennt Haldane: ihre Härte gegen unterworfene
Völker, die Enge ihrer Anſchauungen, ihr allzu abſolutes
Arteil, den ſpezifiſchen „Inſelgeiſt”, der die übrigen Völker
izen muß, ihre Eitelkeit auf die eigene Kultur. So
ur=
eo Haldane als freiſinniger Individualiſt, als chriſtlich
tader Anhänger Kants und als optimiſtiſcher Idealiſt,
den Sieg und die Friedensmiſſion der geiſtigen Bil=
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Seite 3.
Tage Gefängnis beantragt. — Weſentlich
ſchwe=
rer erachtete das Gericht die Vergehen des Gardiſten
Eugen Stroh vom Infanterie=Leibgarde=Regiment 115,
der der Achtungsverletzung, der unerlaubten Entfernung
und des Ungehorſams, ſowie tätlichen Angriffs
beſchul=
digt iſt. Der Angeklagte hatte ſich unerlaubter Weiſe aus
der Kaſerne entfernt, und war ſein Fehlen bemerkt
wor=
den. Er wurde vom Poſten erkannt, als er bei ſeiner
Rückkehr gegen 1 Uhr nachts über die Mauer ſteigen
wollte. Er begab ſich dann ſofort auf ſeine Stube und
legte ſich zu Bett, und als ihm der wachhabende Gefreite
befahl, aufzuſtehen, kam er dem nicht nach, ſondern ließ ſich
dazu hinreißen, ihm einen Tritt zu verſetzen. Der
Ange=
klagte gibt an, ſtark betrunken geweſen zu ſein. Es wurde
ihm jedoch bewieſen, daß er nicht ſonderlich angetrunken
war. Das Gericht erkennt deshalb auf eine Geſamtſtrafe
von 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis.
* Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion.
Ernannt: Komm. Eiſenbahnaſſiſtent Beißel in Mainz
zum Eiſenbahnaſſiſtenten; Weichenſteller Hanſelmann in
Bingen zum Weichenſteller 1. Klaſſe; Stationsſchaffner
Gerlach in Hattenheim, die Hilfsweichenſteller
Hof=
mann II. in Worms, Drucktenhengſt in Lache, Richter
in Eltville, Köhler in Nackenheim zu Weichenſtellern;
die Hilfsſchaffner Lotz in Biſchofsheim, (Feick in
Binger=
brück zu Schaffnern; Lokomotivheizer Rump in Worms
zum Lokomotivführer. Dem Eiſenbahnaſſiſtenten Heid
in Groß=Gerau iſt der Titel „Oberbahnaſſiſtent”
beige=
legt worden. Verſetzt: Bahnhofsvorſteher Welker von
Alsheim nach Nieder=Walluf; die Eiſenbahn=
Unter=
aſſiſtenten Gerlach von Lorchhauſen nach Camp, Vocht
von Camp nach Oberlahnſtein: Wagenmeiſter Wittmann
von Biſchofsheim nach Weſterholt (Dir.=Bez. Eſſen);
Schaffner Schäfer III. von Bingen nach Bingerbrück;
Eiſenbahngehilfe Götz von Hetzbach nach Seligenſtadt;
Bahnwärter Kah von Bacharach nach Lorchhauſen.
Penſioniert: Weichenſteller Johann Eiſenbarth in
Oberlahnſtein; die Bahnwärter Karl Groß in
Nieder=
lahnſtein, Anton Ruhl in Ingelheim. Geſtorben:
Bahnmeiſter 1. Klaſſe Cornely in Wiesbaden;
Nacht=
wächter Heßler in Mainz. — Der Kaiſer hat dem
Eiſen=
bahn=Oberſekretär Kampe in Mainz den Charakter als
„Rechnungsrat” verliehen.
* Die Luftpoſt am Rhein und Main (Eröffnung 9.
Juni 1912). Mit Eröffnung der Poſtkartenwoche der
Groß=
herzogin (9. Juni) wird, wie gemeldet, mit
Unterſtütz=
dung der Reichspoſt, der Zeppelin=Luftſchiffahrts=
Aktiengeſellſchaft (und einiger Flugzeuge) eine regelmäßige
Luftpoſt eingerichtet. Poſtkarten, die die offiziene
Luft=
ſpoſtmarke tragen, werden einen Teil des Poſtweges
durch die Luft und alsdann auf die übliche Weiſe (
Reichs=
poſt) an jeden Ort des Weltpoſtverkehrs befördert. Die
Genehmigung des Reichspoſtamtes iſt eingetroffen. Die
Verhandlungen mit der Reichspoſt und der Luftſchiffahrts=
Aktiengeſellſchaft ſind abgeſchloſſen. Die Poſt wird die
mit der offiziellen Luftpoſtmarke (10 Pfg.) verſehenen, wie
üblich frankierten und in die Briefkäſten der Reichspoſt
ein=
geworfenen Poſtkarten mit dem reichspoſtaliſchen Stempel
„Flugpoſt am Rhein, Darmſtadt (Datum); Flugpoſt am
Rhein undMain, Mainz pp. (und ebenſo für Offenbach, Worms
und Frankfurt pp.)” abſtempeln, zur Beförderung dem
Luftſchiff übergeben und alsdann, wie oben bemerkt, weiter
befördern. Damit wird zum erſten Male in Deutſchland
mit Unterſtützung der Reichspoſt eine regelmäßige, nicht
nur auf einen Tag beſchränkte Luftbeförderung von
Poſt=
ſachen eingerichtet, was, abgeſehen von dem
philateliſti=
ſchen Intereſſe, in weiteren Kreiſen Beachtung finden
wird. Da jeder Briefkaſten der Reichspoſt in den Städten
Darmſtadt, Offenbach, Mainz, Worms pp. benutzt werden
kann, um die offizielle mit der Luftpoſtmarke (10 Pfg.)
be=
klebte Poſtkarte nach reichspoſtaliſcher Stempelung (
Luft=
poſt pp.) der Beförderung durch die Luft zuzuführen, ſo iſt
die Benutzung der Einrichtung dem Publikum erleichtert.
Die Luftpoſtmarken werden mit den offiziellen
Poſt=
karten auf den in den genannten Städten errichteten
ſo=
genannten „Luftpoſtämtern” verkauft. Die Aufnahme der
Luftpoſt, ein intereſſantes und jedenfalls neues Ereignis,
für das zurzeit die vorbereiteten Uebungen der Luftſchiffe
angeſtellt werden, kann ſelbſtverſtändlich nur auf größeren
Plätzen ſtattfinden, da das Luftſchiff ſtark hinabſteigen und
ſtillhalten muß, um an dem dazu eigens konſtruierten
Fangſeil die Poſtſäcke, die ein gewandter Poſtbeamter
be=
reit hält, auf und abzuziehen; die für den Landungsplatz
beſtimmte Poſt wird alsdann dem Poſtamt abgegeben.
Als Poſtaufnahmeplätze kommen die Exerzierplätze in
Be=
tracht, die zur Erleichterung der ungeſtörten Poſtaufnahme
und im Intereſſe des Publikums abzuſperren und gegen
ein geringes Eintrittsgeld (20—30 Pfg.) zugängig gemacht
werden. Das Poſtluftſchiff „Schwaben” wird zum erſten
Male am Mittwoch, den 12. Juni, nachmittags und ſpäter,
am Samstag, den 15., oder Sonntag, den 16. Juni, die
Städte auf dem Poſtwege abfahren, wobei alles getan
wer=
den ſoll, um dem Publikum die Teilnahme zu erleichtern.
An den Landungs=(Poſtaufnahme)plätzen werden
flie=
gende „Luftpoſtämter” errichtet, die die offiziellen
Poſt=
karten (10 Pfg.) und die Luftpoſtmarken (10 Pfg.), ſowie
Poſtwertzeichen der Reichspoſt verkaufen. Außerdem
wer=
den dort außer den Reichspoſtbriefkäſten noch bewegliche
Briefkäſten aufgeſtellt, die kurz vor Abgang von
Poſtluft=
ſchiffen ſämtlich geleert werden. An dieſen
Poſtauf=
nahmeplätzen wird bei Andrang des Publikums ein
ambu=
lanter Verkauf als Ergänzung notwendig ſein. Auch die
in der Stadt in die Briefkäſten der Reichspoſt
eingeworfe=
nen Karten mit Luftpoſtmarken werden noch vor Abgang
des Poſtluftſchiffes geleert und nach Abſtempelung nach
dem Aufnahmeplatz zur Luftbeförderung gebracht. Somit
beſteht die vom Reichspoſtamt verlangte Sicherheit, daß
ſämtliche vom 9. Juni ab mit der Luftpoſtmarke verſehenen,
wie üblich frankierten und aufgegebenen Poſtkarten durch
die Luft befördert werden. Der Verkauf der
Luftpoſt=
wertzeichen wird in den Städten durch die dort beſtehenden
ſogen. „Luftpoſtämter” und die als ſolche bezeichneten
Verkaufsſtellen (Plakat=Verkaufsſtellen und großes
Er=
gänzungsplakat „Luftpoſtmarken”) bewerkſtelligt; auf dem
Lande durch die Komitees der Poſtkartenwoche der
Groß=
herzogin.
C Das erſte Luftpoſtamt in Deutſchland wird ſoeben
in dem bisherigen Geſchäftsbureau der Heſſiſchen
Flug=
ſtudiengeſellſchaft, Rheinſtr. 14, eingerichtet.
* Evangeliſche Landesſynode. Die neunte Sitzung
der achten ordentlichen evangeliſchen Landesſynode findet
im Synodalgebäude, Waldſtraße 40, zu Darmſtadt, am
2. Juli 1912, vormittags 10 Uhr, mit folgender
Tages=
ordnung ſtatt: I. Eröffnung der Sitzung und Gebet.
II. Anſprache und Mitteilung des Präſidenten. III.
Ver=
kündigung neuer Einläufe. IV. Berichtsanzeigen. V.
Wahl=
prüfungen. VI. Verpflichtung neu eingetretener
Mit=
glieder der Landesſynode. VII. Beratung und
Beſchluß=
faſſung über: 1. Geſuch des Vereins evangeliſcher
Or=
ganiſten und Chordirigenten im Großherzogtum Heſſen
um Neuregelung der Anſtellungs= und
Gehaltsverhält=
niſſe für die Kirchenmuſikaliſchen Aemter. 2. Vorlage
Großh. Oberkonſiſtoriums, den norddeutſchen Buß= und
Bettag betreffend. 3. Vorlage Großh. Oberkonſiſtoriums,
Errichtung einer zweiten evangel. Pfarrſtelle zu Langen
betreffend.
* Die Darmſtädter evangeliſche Gemeinde=Konferenz
wird ihre nächſte Verſammlung Mittwoch, den 5. Juni, im
Gemeindehauſe, Kiesſtr. 17, abhalten. Der wichtigſte
Gegenſtand der Tagesordnung iſt der Bericht über den 3.
(Erfurter) Gemeindetag. Pfarrer Velte, Geheimerat
Kobelt und Profeſſor Lic. Matthes, die an dieſer Tagung
teilgenommen haben, werden über die Eindrücke Bericht
erſtatten, die ſie dort empfangen haben, und ausführen,
welche Anregungen wir für unſere Gemeindeverhältniſſe
aus den Vorträgen, und aus den Diskuſſionsreden
ent=
nehmen können. Alle, die an evangeliſcher Gemeindearbeit
Intereſſe haben, ſind zu dem Abend freundlich eingeladen.
* Lokomotiv=Beamten=Verein Darmſtadt. Man ſchreibt
uns: Im „Kaiſerſaal” tagte der Ausſchuß des Verbandes
Königl. Preuß. und Großh. Heſſiſcher Lokomotivführer.
Zu Ehren der Delegierten veranſtaltete die Ortsgruppe
Darmſtadt eine Abendunterhaltung. Der Vorſteher der
Ortsgruppe Darmſtadt begrüßte die Gäſte und wies in
einer Anſprache auf Zweck und Ziel des Verbandes,
wel=
cher nahezu 35000 Mitglieder zählt, hin. Darauf brachte
der Geſangverein „Liederzweig” das Lied „Gott grüße
euch” unter Leitung ſeines Dirigenten Herrn
Brück=
mann prachtvoll zu Gehör. Für einen von Herrn
Loko=
motivführer Gottmann verfaßten und von Fräulein
Strohbach geſprochenen Prolog auf den Verband und
Lokomotivführerſtand ernteten Verfaſſer und Sprecherin
reichen Beifall. Verſchiedene Lieder für Bariton, geſungen
von Herrn Dipl.=Ing. Dern, mit Begleitung am Klavier
von Fräulein Stoll, ernteten ebenfalls reichen Beifall.
Der erſte Verbandsvorſitzende, Herr Behrends=Köln,
dankte der Ortsgruppe Darmſtadt für den freundlichen
Empfang. Herr Kreisvorſteher Neumann=Magdeburg
toaſtete auf die Damen, Herr Kreisvorſteher Geck=Kaſſel
auf Heſſens Reſidenz. Darauf folgten in bunter
Reihen=
folge Geſangsvorträge lebende Bilder und ein
Theater=
ſtück: „Muſterung auf dem Meeresgrund‟ Lebende
Bil=
der ſowie das Theaterſtück wurden vom Marine=Verein
Darmſtadt ausgeführt und fanden rauſchenden Beifall.
Ein Tanz beſchloß die Feier. Die Herren Delegierten
ſprachen ſich über den herzlichen Empfang ſeitens der
hie=
ſigen Kollegen, ſowie über das ſinnig zuſammengeſtellte
Programm bei der Abendunterhaltung ſehr
anerken=
nend aus.
* Preisgekrönte Sänger. Man ſchreibt uns
ver=
ſpätet: Bei dem nationalen Geſangwettſtreit am 2.
Juni in Groß=Auheim errang das im Dezember vor. Js.
gegründete „Wilhelm Etzoldſche Männer=
Quartett” in der Städte=(Quartett)Klaſſe den erſten
Preis mit 236 Punkten. Der Ehrenpreis dieſer Klaſſe
fiel mit 121 Punkten (1 Punkt Mehrheit) an
Quartettver=
ein Homburg v. d. H. Im Hauptehrenſingen kam das
Wilhelm Etzoldſche Männer=Quarett mit 219 Punkten an
ſechſter Stelle. Der ebenfalls unter Leitung des Herrn
Wilhelm Etzold ſtehende Männergeſangverein
Har=
monie=Nieder=Ramſtadt errang unter ſtarker
Konkur=
renz in der dritten Landklaſſe mit 202 Punkten den dritten
Preis.
g. Aus der Unterſuchungshaft entflohen iſt der im
Städtiſchen Krankenhauſe in Behandlung geweſene 32 Zwicker Jakob Jakob aus Offenbach. Jakob
befand ſich wegen Verleitung zum Meineid und
wegen Diebſtahls in Unterſuchungshaft.
* Devrient. Der Darmſtädter
Sprach=
verein ſchreibt uns: Das geplante Lutherfeſtſpiel gibt
uns wieder Gelegenheit, einen deutſchen Namen
franzöſiſch auszuſprechen. Devrient iſt nämlich
keines=
wegs franzöſiſcher Abkunft, ſondern des Dichters
Vor=
fahren wanderten im 17. Jahrhundert aus den
Nieder=
landen nach Berlin, und Devrient iſt genau ſo ein
niederländiſches Wort (oder eigentlich zwei), wie die uns
Darmſtädtern wohl bekannten Namen de Haan und
de Waal. De Vrient iſt die niederländiſche Form für
die hochdeutſche Bezeichnung Der Freund, und demgemäß
ſpricht man es in Holland und Nordbelgien aus: valsf,
ie als langes i. Dieſen ſchönen deutſchen Namen hielten
aber die Berliner für franzöſiſch, weil die Mehrzahl der
zugeflüchteten Proteſtanten franzöſiſche Hugenotten waren,
und ſo hieß es in Berlin von Anfang an: Dewriäng.
Das ahmten aber nicht bloß alle Deutſchen nach, ſondern
ſchließlich bequemte ſich die Familie ihrer „deutſchen”
Umgebung an.
* Fiſch=Kochkurſe. Man ſchreibt uns: In der letzten
Zeit, namentlich gelegentlich der Anmeldungen für die
Einmachkurſe, wurde vielfach bei der hauswirtſchaftlichen
Fortbildungsſchule angefragt, wann wieder Fiſch=
Koch=
kurſe abgehalten würden. Es ſoll deshalb hier
mit=
geteilt werden, daß derartige Kurſe wieder beginnen,
wenn die Sommer=Abendkurſe beendigt ſind. Gewiß
kann man Fiſchgerichte im Sommer gerade
ſo gut auf den Tiſch und dadurch Abwechſelung in
den Speiſezettel bringen, als im Winter, weil durch die
Eisverpackung und die Einrichtung beſonderer Fiſchzüge
vom Meere ins Binnenland die Fiſche auch im Sommer
tadellos friſch geliefert werden können. Bekanntlich
ſchmecken Fiſche im Sommer noch beſſer als im Winter.
Vielfach wird ja behauptet, Fiſchſpeiſen ſeien nicht billiger
als andere Fleiſchſpeiſen. Das trifft indeſſen nur dann
zu, wenn die Hausfrau die richtige wirtſchaftliche
Ver=
wendung der Fiſche nicht kennt. Wer einmal in einem
Fiſch=Kochkurſus die verſchiedenen Arten der Zubereitung
von Fiſchen kennen gelernt hat, der wird dieſe Anſicht
nicht mehr teilen.
* Saalbaugarten. Das zweite Donnerstags=Konzert
der Kapelle des Leibgarde=Regiments bringt u. a. zum
erſten Male die Liebesſzene aus „Feuersnot” von Rich.
Strauß, Ouvertüre 1812 von P. Tſchaikowski und einen
Piemonteſiſchen Tanz von L. Sinigaglia. Auch im
übri=
gen iſt das Programm ſehr intereſſant gehalten. (Siehe
Anzeige.)
* Im Heſſiſchen Hof konzertiert heute Mittwoch
die Kapelle des Leibgarde=Regiments. Reiche
Ab=
wechſelung bietet das volkstümlich gehaltene Programm
und ſei hiermit auch an dieſer Stelle auf die
Veran=
ſtaltung aufmerkſam gemacht. (Siehe Anzeige.)
* Der Katholikenverein veranſtaltet am
Fronleich=
namstäg ein Konzert. (Näheres ſiehe Anzeige.)
§ Selbſtmord. Ein 22 Jahre alter Student aus
Odeſſa hat ſich am Montag nachmittag gegen 2 Uhr in
ſeiner Wohnung erſchoſſen. Wie man uns
zuver=
läſſig mitteilt, dürfte die Tat in einem Anfall von
Schwermut geſchehen ſein, da andere Gründe nicht
vorliegen.
§ Unfall. Am Montag abend fiel in einem Hauſe
in der Altſtadt ein Schuhmacher die Treppe hinunter
Fenilleton.
* Das Oratorium quo vadis von Nowowiejski. Aus
Bautzen ſchreibt man uns: Hier fand am 2. Juni das
III. Lauſitzer Muſikfeſt unter dem Protektorat des
Königs Friedrich Auguſt von Sachſen ſtatt. Den
Höhe=
punkt des Feſtes bildete die Aufführung des dramatiſchen
Oratoriums „Quo vadis? von Felix
Nowo=
wiejski (op. 30) unter Leitung des Muſikdirektors
Jo=
hannes Biehle und Mitwirkung hervorragender Soliſten,
eines Chores von 640 Damen und Herren und vier
Or=
cheſtern von 100 Muſikern, darunter auch ein Teil der
Königlichen Hofkapelle aus Dresden. Dem berühmten
gleichnamigen Roman von H. Sienkiewicz nachgeſchaffen,
redet dieſes Tonwerk in gewaltigen Bildern von
drama=
tiſcher Kraft und Wucht, eine ergreifende, ja erſchütternde
Sprache. Der Aufführung wohnte auch der Komponiſt
bei, dem man neben dem Dirigenten ſtürmiſch und herzlich
zujubelte.
— Der Roſengarten der Kaiſerin Joſephine. In dem
idylliſchen Schloßgarten des an ſchönen und traurigen
Er=
innerungen ſo reichen Malmaiſon iſt jetzt der prächtige
reiche Roſengarten wiederhergeſtellt, deſſen
Pflege und Hut der Kaiſerin Joſephine in den Tagen
ährer Einſamkeit und Trauer Erholung und Troſt war.
Jean Ajalbert hat in ſorgſamer Arbeit dieſen Garten
ge=
näu in jener Form wieder erſtehen laſſen, in der er
einſt=
mals blühte und duftete. Schon in ihren Glanztagen war
die ſchöne Gemahlin Napoleons eine leidenſchaftliche
Blumenliebhaberin geweſen, aber die meiſte Freude hatte
ſie an Roſen und alle Arten, die man damals kannte,
wur=
den unter ihrer perſönlichen Aufſicht in Malmaiſon geſetzt.
Als dann das Schickſal der phantaſtiſchen Kreolin das
düſtere Los der Vereinſamung und der Scheidung von
ihrem Manne zuwarf, als ſie in melancholiſcher
Zurück=
gezogenheit in Malmaiſon dem verlorenen Glücke
nach=
träumte, wurden ihre Roſen die Genoſſen ihres Leif=
Hier konnte man die Exkaiſerin dann oft zwiſchen ihheute
Roſenſträuchern einherwandeln ſehen, im Geſpräch mittions=
Gärtner verſtrichen die Vormittage, und wenn irgeregen
ſeltene Art ſchöne kleine Knoſpen getrieben hatte, dangeſichts
das ein Ereignis, das der verlaſſenen Frau einden Flug
Lächeln entlockte. Gleich zur Linken, hinter deſſämtlicher
Eingangspforte, dehnen ſich nun heute wie damals auf
ſanft anſteigendem Terrain die Roſengärten der Joſephine
und heben ſich licht ab gegen den dunklen Hintergrund
des angrenzenden Waldes. Nur die Roſenarten, die
Jo=
ſephine damals perſönlich kannte und hegte, ſind in die
lichte Symphonie von Duft und Farben aufgenommen,
aber es ſind mehr als 250 verſchiedene Varietäten,
zum Teil prachtvolle Exemplare, die nicht nur das
Ent=
zücken jedes Kenners, ſondern auch die Freude jedes
Be=
ſuchers bilden. Nur die herrliche „Souvenir de la
Mal-
maison, die heute in allen Weltteilen bei den
Garten=
freunden die Erinnerung an den Roſengarten von
Mal=
maiſon erhält, fehlt. Denn als es einem glücklichen Züchter
gelang, dieſe Roſe zu erzeugen, ruhte Joſephine längſt im
Grabe von ihren letzten Leidenstagen aus. Nun dürfen
in Malmaiſon die Lieblingsroſen Joſephinens wieder ihre
Knoſpen öffnen, die „Grand Napoléon” die „rire niais‟,
die „beauté insurmontable”, und wie ſie alle heißen.
Manche der damals bekannten Roſennamen ſind heute
ver=
klungen, die Arbeiten der Züchter haben gezeigt, daß oft
ein und dieſelbe Art verſchiedene Namen erhalten hatten,
ſagt doch ſchon Vilbert in ſeinem Eſſay über die Roſen,
daß es das Privileg der ſchönen Roſen ſei, viele Namen
zu haben.
C) Rieſenſtatuen auf einer Inſel des Stillen Ozeans.
Eine Expedition unter Leitung von N. Scoreſby Routledge
wird demnächſt auf der Motorjacht Mana auslaufen, um
das Rätſel zu löſen, das die prähiſtoriſchen Rieſenſtatuen
auf der Oſterinſel, etwa 2500 engliſche Meilen weſtlich von
Chile, der Wiſſenſchaft aufgeben. Die Expedition beſteht
außer dem Leiter und ſeiner Frau aus einem Geologen,
einem Archäologen des Britiſchen Muſeums und fünfzehn
Mann. Die gigantiſchen Ueberreſte der Oſterinſel bieten
eines der ſchwerſten Probleme und eines der
merkwürdig=
ſten Schauſpiele, das die ferne Vergangenheit den ſpäter
Lebenden hinterlaſſen hat. Auf dem etwa 45
Quadrat=
meilen großen Eiland ſind ungeheure Unterbauten aus
nächtigen ohne Zement zuſammengefügten Steinen
er=
ichtet, die ſchon weither vom Meere aus ſichtbar ſind.
nnige der dabei verwendeten Steine wiegen 20 Zentner.
ritſe Unterbauten ſind an einigen Stellen 30 Fuß hoch
Gei200 Fuß lang. Auf der der Inſel zugekehrten und vom
das abgewandten Seite dieſer Bauten ſind breite Ter=
raſſen von Stein angelegt, auf denen hohe Figuren
ſtan=
den. Viele dieſer ſeltſamen Bildwerke, die aus der Lava
eines acht Meilen entfernten erloſchenen Kraters geformt
ſind, ſind von ihrem Piedeſtal herabgeſtürzt, andere waren
wahrſcheinlich überhaupt nicht heraufgebracht, einige aber
ragen noch empor. Im ganzen ſind 550 ſolcher Statuen
auf der Inſel. Sie ſind ſehr verſchieden in ihrer Größe;
die größte, die bisher gemeſſen wurde, war 68 Fuß hoch.
Die Länge der Naſe der dargeſtellten Figur betrug elf Fuß.
Die Figuren ſind nur bis zu den Hüften in menſchlichen
Formen gehalten; die Geſichter haben zurückweichende
Stirnen, breite, gekrümmte Naſen, dünne Lippen und
mäch=
tige Kinnbacken. Einige der Koloſſe wiegen 5000 Zentner.
Die Herſtellung dieſer Statuen und ihre Aufſtellung auf
den Unterbauten muß durch irgendein Ereignis plötzlich
unterbrochen worden ſein. Unter den Theorien, die zur
Löſung der Frage aufgeſtellt wurden, hat bisher diejenige
den meiſten Anklang gefunden, die in der Inſel den letzten
Reſt eines untergegangenen Kontinents ſieht, der in
Ur=
zeiten den größeren Teil des ſüdlichen Stillen Ozeans
be=
deckte und möglicherweiſe Aſien und Amerika verband.
Unter den Felſenbauten befinden ſich große Mengen von
Skeletten, wahrſcheinlich Knochen von Menſchen, die
die=
ſen gewaltigen Steinbildern geopfert worden ſind.
* Taſchendiebe im Königlichen Sonderzug. Während
der Beiſetzung König Friedrichs in Roeskilde wurden zwei
auswärtige Taſchendiebe verhaftet, dagegen gelang es, vier
Mitgliedern derſelben Bande zu verſchwinden. Jetzt iſt
feſtgeſtellt worden, daß dieſe Taſchendiebe in dem
Sonder=
zug des Königs aus Roeskilde nach Kopenhagen
wegge=
fahren ſind und unterwegs verſchiedenen Würdenträgern
mehrere tauſend Kronen geſtohlen haben, obſchon däniſche,
ruſſiſche und engliſche Geheimpoliziſten ſich in dem
Sonderzuge befanden. Der Sonderzug, in dem die
Taſchendiebe Platz fanden, beförderte vier Könige, fünf
Königinnen und ungefähr 50 Prinzen und Prinzeſſinnen,
darunter auch das deutſche Kronprinzenpaar.
* Die Macht der Preſſe. Wer etwa noch an der Macht
der Preſſe gezweifelt hat, wird vielleicht durch folgende
Mitteilung in einem oſtdeutſchen Wochenblatte eines
Beſſe=
ren belehrt: „Infolge Raummangels mußte eine Anzahl
Geburten und Todesfälle auf die nächſte Woche verſchoben
werden.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
und verletzte ſich derart, daß er mittelſt Krankenwagen
in das Städtiſche Krankenhaus verbracht werden mußte.
V. Groß=Gerau, 4. Juni. Aus Anlaß für 25
Dienſt=
jahre als Magiſtratsſekretär der Stadt Groß=Gerau
wurde von Bürgermeiſter Arnold in Gegenwart der
Gemeinderäte Herrn Petermann eine goldene Uhr
nebſt 200 Mark und ein Dankſchreiben, in dem ſeine
langjährigen Dienſte wohlverdiente Anerkennung fanden,
überreicht.
M. Stockſtadt, 4. Juni. Ein maſſenhaftes
Fiſchſterben tritt hier in dem Unterlauf der Modau
auf. Bei dem in den letzten Wochen aufgetretenen
Stei=
gen des Waſſers gingen viele Fiſche aus dem Rhein in
den Modaubach, um zu laichen. Durch das ſchnelle Fallen
des Waſſers aber und die Abwäſſer der Fabriken in Orten
an der Modau zeigte das Waſſer ein jauchenartiges
Aus=
ſehen und verpeſtete die Luft. Rührend anzuſehen war
es, wie Tauſende von Fiſchen an die Oberfläche des
Waſ=
ſers kamen und nach Luft ſchnappten. An den letzten
Tagen aber war das ganze Bachwaſſer mit aufgeblähten
Fiſchleichen bedeckt, die in den Rhein trieben.
Fürth, 3. Juni. Der Landwirt Fauſt und ſein
Dienſtknecht Dörſam waren mit Pfuhlfahren
be=
ſchäftigt und beide ſetzten ſich beim Nachhauſefahren auf
den Wagen. Durch das Herunterrutſchen eines Zubers
wurden die Pferde ſcheu und raſten den ſteilen Feldweg
hinab. Herr und Knecht ſtürzten ab. Erſterer trug ſchwere
Verletzungen davon, letzterer erlag nach wenigen
Tagen den Verletzungen.
Mainz, 4. Juni. Geſtern wurde durch die Weiſenauer
Polizei ein Mann verhaftet, der in verſchiedenen
Wirtſchaften die Aeußerung tat, daß er mit dem Morde
vom Pfingſtmontag in Frankfurt a. M. in Verbindung
ſtehe. Er behauptet u. a., in Frankfurt ein Mädchen
er=
mordet und ihm 22 Stiche beigebracht zu haben. Er war
ausweislich zuletzt in Frankfurt und wurde der Großh.
Staatsanwaltſchaft Mainz zugeführt. Vielleicht hat man
es mit einem Geiſteskranken zu tun.
Hamm, 3. Juni. Drei Strolche trieben in den
letzten Tagen in hieſiger Gegend ihr Unweſen. Einen
Arbeiter bedrohten ſie auf dem Felde und verlangten
Geld. Der Mann ſetzte ſich zur Wehr, worauf ſie von ihm
abließen. Hierauf drangen die Vagabunden in der
Back=
ſteinfabrik auf dem „Hammer Wört” ein und ſtahlen dort
eine Taſchenuhr und Brot. Der Ziegelarbeiter
Martin Schreiner aus Hamm fuhr auf dem Rade den
Kerlen nach. Während zwei von ihnen flüchteten, konnte
er dem letzten die Uhr wieder abnehmen.
Gießen, 3. Juni. Der am vorigen Freitag hier
we=
gen Einbruchs verhaftete Kiefer hatte ſich in einer
hieſigen Wirtſchaft unter falſchem Namen einlogiert und
dort ein ganzes Lager geſtohlener Gegenſtände
zurückgelaſſen. Feſt ſteht auch, daß ſich eine bis jetzt noch
nicht ermittelte Frauensperſon, die er als ſeine Frau
ausgab in ſeiner Begleitung befand. Bei dem hier
ver=
übten Einbruchsdiebſtahl war er nicht beteiligt.
(*) Hungen, 3. Juni. Das Wohnhaus des L.
Sulz=
bach wurde nach Abnahme des Verputzes als ein
ſchö=
nes Fachwerkhaus erkannt. Es ſoll jetzt in ſeinem
altertümlichen Schmucke wieder hergeſtellt werden und
wird dann eine Zierde unſeres Städtchens bilden. Das
Haus war früher im Beſitz des Geſchlechtes der
Burg=
grafen Sames, das vom 15. bis 18. Jahrhundert im
fürſtlichen Dienſte ſtand.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Juni. Für den Beſuch
des bulgariſchen Königspaares am Berliner
Hof iſt folgendes angeordnet worden: Die königlichen
Gäſte treffen am 7. Juni, vormittags 11 Uhr, auf Station
Wildpark ein und nehmen im Neuen Palais zu Potsdam
Wohnung. Die Ehrenkompagnie beim Empfang ſtellt das
Garde=Jäger=Bataillon, das Leib=Garde=Huſaren=
Regi=
ment die Geleit=Eskadron; außerdem bildet die Potsdamer
Garniſon Spalier. Die Leibkompagnie des 1. Garde=
Regiments ſtellt vor dem Neuen Palais eine Ehrenwache.
Für den Ankunftstag iſt am Abend eine Galatafel
vorge=
ſehen. Am Samstag wird ſich vorausſichtlich der Kaiſer
mit dem König nach Döberitz zu einer Uebung begeben.
Die Abreiſe erfolgt vorausſichtlich am Vormittag des 9.
Juni. — Bei dem heutigen Feſtmahl im Zoologiſchen
Garten zu Ehren der ſchwediſchen
Städtever=
treter, an dem zahlreiche Ehrengäſte teilnahmen, brachte
Oberbürgermeiſter Kirſchner ein Hoch auf den König von
Schweden aus. Der ſchwediſche Geſandte Taube toaſtete
auf den Kaiſer. Bürgermeiſter Reicke feierte die
ſchwedi=
ſchen Gäſte, in deren Namen Stadtverordnetenvorſteher
Frieſen=Stockholm mit vierfachem Hurra auf Berlin
er=
widerte. Stellvertretender Stadtverordnetenvorſteher
Ge=
heimrat Caſſel brachte in zündenden Worten ein Hoch auf
Stockholm, Gothenburg und Malmoe aus. Während der
Tafel ſang die Berliner Liedertafel. — Durch einen
Polizeihund gerettet wurde die 13 Jahre alte
Tochter eines hieſigen Fabrikanten. Das Mädchen war
durch das Leſen von Schundliteratur ſo verwirrt gemacht
worden, daß ſie ihren Eltern plötzlich davonlief. Als ſie
auch Samstag früh noch nicht zurückgekehrt war, wandte
ſich der Vater an die Kriminalpolizei. Dieſer übergab er
auch eine Karte, die das Mädchen aus Hermsdorf geſchickt
hatte. Sie bat darauf ihre Eltern um Verzeihung, daß
ſie entlaufen ſei. Die Kriminalpolizei ermittelte, daß das
Mädchen bei einem dortigen Villenbeſitzer vorgeſprochen
und um Mittageſſen gebeten hatte. Dies war ihr auch
ge=
geben worden. Kriminalbeamte ließen jetzt den
Polizei=
hund Lux an einem Stuhl, auf dem das Mädchen geſeſſen
hatte, Witterung nehmen. Die Spur des Hundes ging
nach Tegelgrund. Hier erfuhr man, daß das Kind auch
dort geweſen war, ſich aber ſchon am Tage vorher wieder
entfernt hatte. Der Polizeihund fand bald darauf wieder
eine Spur, die die Chauſſee entlang nach Heiligenſee
führte. Hier wurde das Kind dann zur größten Freude
der Eltern im Chauſſeegraben aufgefunden.
Kronberg, 3. Juni. Zur Unterſuchung des Mordes
an der Witwe Zimmermann waren heute
nach=
mittag der Staatsanwalt Dr. Becker aus Wiesbaden,
Aſſeſſor Jülich aus Königſtein und Gerichtschemiker Dr
Popp aus Frankfurt a. M. eiſigetroffen. Es wurde
feſt=
geſtellt, daß der Mord am Abend oder in der Nacht zum
Sonntag geſchehen ſein muß. Die Verweſung der Leiche
iſt ſchon ſo weit vorgeſchritteſt, daß ein Polizeihund aus
Frankfurt nicht mehr zur Verwendung kommen konnte.
Der Mord iſt um ſo rätſelhafter, als ſichtbare Zeichen
von Raub nicht gefunden ſvurden, denn alle Behälter
waren unerbrochen. Die Frau war wohl vermögend, hat
ihren Beſitz aber in Papieren angelegt, die bei einer
Frankfurter Bank deponiert ſind.
Wiesbaden, 3. Juni. Der König von
Grie=
chenland ſtattete heute nachmittag im ſtrengſten
Inkog=
nito von Frankfurt aus im Automobil kommend den
Landgräfin von Heſſen einen Beſuch ab. Weiterhin fuhr
der König im Parkhotel vor und ſprach dort im Namen
der Königin=Witwe von Dänemark den Dank aus für
das ihr anläßlich des Ablebens des Königs Friedrich
überſandte Beileidstelegramm.
Kaſſel, 3. Juni. Der engliſche Kriegsminiſter Lord
Haldanſe, der in Begleitung ſeines Freundes, des
engliſchen Univerſitätsprofeſſors Brown, am Samstag
nachmittag 3,45 Uhr aus Wetzlar hier eingetroffen war,
hat wegen des ſchlechten Wetters ſeinen auf mehrere Tage
geplanten Aufenthalt abgekürzt und iſt heute mittag über
Köln-Vliſſingen nach London zurückgekehrt.
Prag, 3. Juni. Bei Reichenau ſtürzte das
Au=
tomobil des Grafen Kolowrat=Krakowsky um. Deſſen
Revierförſter wurde getötet, der Graf leicht verletzt.
Paris, 4. Juni. In Oyennax drang ein
Arbei=
ter namens Comté während einer Verhandlung vor dem
Friedensrichter in den Gerichtsſaal ein und verlangte
ungeſtüm ein Aktenſtück. Als ihm dies verweigert wurde,
feuerte er ſeinen Revolver ab, tötete den
Gerichts=
aktuar und verwundete den Friedensrichter. Der
Mörder wurde feſtgenommen.
Konſtantinopel, 3. Juni. Ein Rieſenbrand
ver=
nichtete heute 260 Häuſer. Anfangs ſchien der Brand
nicht bedeutender zu ſein als die Brände, die zu Beginn der
wärmeren Jahreszeit täglich vorkommen. Erſt nach
eini=
gen Stunden erſchienen, da die Feuerwehr von Stambul
den Brand allein nicht bewältigen konnte, weitere
Feuer=
wehren. Auch Militär wurde zur Hilfeleiſtung
herbei=
gerufen. Infolge des herrſchenden ſcharfen Windes
ge=
wann das Feuer ſo große Ausdehnung.
Archangelsk, 4. Juni. Durch größere Eismaſſen
und Nebel wurden beim Swjatoi=Leuchtturm im Weißen
Meer 50 Dampfer vorwiegend ausländiſche,
feſtge=
halten. Ein aus Norwegen nach Archangelsk entſandter
großer Rettungsdampfer iſt bisher nicht eingetroffen.
Hankau, 3. Juni. Heute vormittag iſt Prinz
Waldemar von Preußen an Bord des
Kanonen=
bootes „Tiger” hier eingetroffen.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 4. Juni. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer ſetzte heute vormittag
ſeine Beratung über die Beamten= und
Lehrer=
beſoldungsreform fort. Die von einigen Blättern
verbreitete Nachricht, daß die Regierungsvorlagen darüber
bereits im ſicheren Hafen ſeien, alſo von den Landſtänden
angenommen werden würden, iſt uns von zuſtändiger
Stelle als nicht zutreffend bezeichnet worden. Der
Finanz=
ausſchuß beſchäftigte ſich vielmehr auch heute wieder — und
zwar ohne Regierungsvertreter — mit einer Reihe von
Abänderungsvorſchlägen, die morgen einer gemeinſamen
Erörterung mit der Regierung unterzogen werden ſollen.
Als Ergebnis der bisherigen Beratungen ſteht feſt, daß
der Ausſchuß diie Regiſerungsvorſchläge
über den Wohnungsgeldzuſchuß
akzeptie=
ren und weiter den von der Regierung vorgeſchlagenen
prozentualen Gehaltsverbeſſerung im weſentlichen
zuſtim=
men wird, jedoch zunächſt nur proviſoriſch für
das laufende Jahr, für welches ja bekanntlich die
nötigen Mittel bereits vollſtändig vorhanden ſind. Der
von der Regierung für das nächſte Jahr in Vorſchlag
ge=
brachten 5prozentigen Erhöhung der
Staatsein=
kommenſteuer ſteht der Ausſchuß im allgemeinen
recht ſkeptiſch gegenüber. Man hofft noch immer, durch
Erſchließung anderer Deckungsmittel nicht
nur einen Erſatz für die durch Steuererhöhung zu
erwar=
tende Summe zu erzielen, ſondern auch eine poſitivere
Grundlage für die weitere Anforderung von 2—300 000
Mark zu gewinnen, welche für die im Herbſt bevorſtehende
organiſche Reform der Beſoldungsordnung, reſp. für
Be=
ſeitigung der darin enthaltenen „Unſtimmigkeiten” wie
die Bezeichnung des Herrn Staatsminiſters in der Zweiten
Kammer lautete, erforderlich werden. Damit widerlegt ſich
auch die in manchen Blättern verbreitete Anſchauung, daß
die ganze Durchführung der Beſoldungsreform mindeſtens
4 Millionen Mark erfordern würde. Einer 15prozentigen
Verbeſſerung der Lehrergehalte ſteht der Ausſchuß
durch=
aus ſympathiſch gegenüber. Die nächſte Sitzung findet
Mittwoch früh 10 Uhr ſtatt.
Zum Lutherfeſtſpiel.
Die geplante Aufführung des Devrientſchen
Luther=
feſtſpiels begegnet in unſerer Stadt in allen Kreiſen der
Bevölkerung erfreulich regem Intereſſe. So hatten auch
die beiden Verſammlungen am Montag und geſtern
abend, die der Rollenverteilung galten, ſich regen
Beſuches zu erfreuen und die propagierenden
Einleitungs=
anſprachen der Herren Profeſſor Pfannmüller und
beſonders Hofrat Edward der ſich wieder mit
Jugend=
friſche in den Dienſt der herrlichen deutſch=proteſtantiſchen
Sache geſtellt, wurden namentlich in der
Herrenverſamm=
lung mit freudiger Begeiſterung aufgenommen, ſo daß
alle Vorbedeutungen für ein gutes Gelingen gegeben
ſind. Herr Profeſſor Pfannmüller hieß die
Erſchie=
nenen im Namen des Feſtſpielausſchuſſes herzlichſt
will=
kommen und wies dann in anfeuernder Rede auf die
Be=
deutung des Feſtſpiels hin. Schon der Name Luther muß
genügen, um helle Begeiſterung im Herzen jedes
Evan=
geliſchen zu entfachen. Das aber iſt notwendig, denn ohne
Begeiſterung geſchehen keine großen Taten und die
Auf=
führung des Lutherfeſtſpiels iſt eine große Tat. Sie ſoll
uns wieder einmal alle die Bilder aus dem glorreichſten
Abſchnitt deutſcher Kulturgeſchichte lebendig werden laſſen,
ſoll unſeren Luther uns zeigen, wie er als Mönch in
ein=
ſamer Zelle in hartem Selbſtkampf ſeines Glaubens
willen ſich verzehrt, wie er endlich Erlöſung findet aus
tiefſter Gewiſſensnot und damit den Mut zu einer Tat,
die die Welt erſchütterte, wie die Reformation einſetzte
mit dem Theſenanſchlag an der Wittenberger Schloßkirche.
Und es ſoll uns weiter neben dem gewaltigen
Geiſtes=
helden den Menſchen Luther zeigen, wie er in ſchlichter
Innigkeit um Katharina von Bora wirbt und wie er
end=
lich am Abend ſeines Lebens noch einmal im Kreiſe der
Seinen Weihnacht feiert. Eine Tat der Dankbarkeit ſoll
es ſein gegenüber unſeren großen Männern, Sonſt nichts.
Ausdrücklich wird wiederholt betont, daß die Aufführung
des Feſtſpiels keinerlei Tendenz haben ſoll und kann
gegenüber unſeren katholiſchen Mitbürgern. Aber unſere
Freude an unſerem Luther wollen wir uns nicht
neh=
men laſſen, das ſoll durch das Feſtſpiel recht kräftig zum
Ausdruck kommen. Mit beſonderer Freude ſei es zu
be=
grüßen, daß Herr Hofrat Edward ſich wieder in den
Dienſt der Sache geſtellt und ſich liebenswürdigſt bereit
erklärt hat, die „Truppenſchau” abzuhalten und die Rr0
lenverteilung zu übernehmen. (Lebh. Bravo.) Mit vfil
ſtem Vertrauen könnten die Mitſpieler zu dem bewähire
Künſtler und Svielleiter aufblicken.
Nach Feſtſtellung der bereits Angemeldeten hief
Herr Hofrat Edward, mit lebhaftem Händeklatſch
grüßt, die Anweſenden willkommen und wies darauf hin,
daß das große, gewaltige, aber ideale Werk nur gelingen
kann, wenn jever mit voller Hingabe, mit
Opferfreudig=
eit an die Löſung ſeiner Einzelaufgabe herantrete. Die
außerordentlichen materiellen und namentlich
künſtleri=
ſchen Erfolge der erſten Aufführungen des Feſtſpiels vor
16 Jahren haben bewieſen, daß dieſes in gleichem Maße
Spieler wie Zuſchauer begeiſtert. Seitdem habe er,
Red=
ner, das Feſtſpiel in faſt allen deutſchen Gauen, ja auch
außerhalb Deutſchlands aufgeführt und die Titelrolle
ge=
ſpielt und die Erfolge waren überall gleich erhebend.
Außer zwei Berufsſchauſpielern werden ſämtliche
Rol=
len durch Dilettanten geſpielt. Es gebe keine großen
und kleinen Rollen, als Spielgenoſſen wirken
alle in gleichem Maße am Gelingen des Ganzen mit.
So erfreulich der gute Beſuch der Verſammlung ſei,
rei=
chen die Anmeldungen doch noch nicht aus, da über 300
Mitſpielende notwendig ſind. Beſonders iſt noch die
Meldung von Herren mittleren und reiferen
Alters dringend erwünſcht. Die Rollen für dieſe
Herren ſind nicht anſtrengend. Auch Kinder ſind noch
er=
wünſcht. — Auch Herr Hofrat Edward betonte
nach=
drücklichſt, daß das Feſtſpiel in keiner Weiſe den
konfeſ=
ſionellen Frieden zu ſtören geeignet iſt. Aber zum
Aus=
druck bringen ſoll es, daß Luther der größte aller
Deut=
ſchen geweſen iſt. (Lebh. Beifall.) Danach begann die
Rollenverteilung.
Noch bedeutend erfolgreicher war die
Verſamm=
lung der Damen, die geſtern abend ſtattfand. Der
„Fürſtenſaal” war überfüllt und die „Truppenſchau” über
die Schar begeiſterter Spielgenoſſinnen läßt wahrlich für
den Erfolg der Veranſtaltung das Allerbeſte erhoffen.
Herr Profeſſor Pfannmüller ſtellte nach ſeiner
Be=
rüßungsanſprache den Lutherdarſteller, Herrn
Hofſchau=
ſpieler Schmidthoff aus Weimar, den anweſenden
Damen vor, und Herr Hofrat Edward verſprach ſogar,
eine Badereiſe möglichſt abzukürzen, da ihm die
Stun=
den in dieſer Geſellſchaft wertvoller ſeien, als die
ſchönſte Badereiſe. Nach weiteren Mitteilungen über
Koſtümbeſchaffung uſw. folgte auch hier die
Rollenver=
teilung, die längere Zeit in Anſpruch nahm. Sämtliche
anweſenden Damen erklärten ſich zur Mitwirkung bereit.
Es fehlen alſo nur noch Väter und Großväter, die zu
ge=
winnen den Damen hoffentlich beſſer gelingt, als der
bisherigen Werbetätigkeit. Die nächſte Verſammlung
wird vorausſichtlich Anfang Juli ſtattfinden.
Kongreſſe und Verbandstage.
Der erſte Wiſſenſchaftertag des
„Deutſchen Wiſſenſchafter=Verbandes”
wurde in der Pfingſtwoche abgehalten und war aus allen
Teilen Deutſchlands beſucht; auch die blühende, etwa 70
eingeſchriebene Mitglieder umfaſſende Ortsgruppe
Darm=
ſtadt hatte einen „Alten Herrn” mit ihrer Vertretung
be=
auftragt. Dem Verbande gehören z. Zt. 78
Verbindun=
gen und ebenſo viele Alte Herren=Verbände aller
Fakul=
täten an. Der Deutſche Wiſſenſchafter=Verband erſtrebt
die Förderung der gemeinſamen Intereſſen aller
wiſſen=
ſchaftlichen Verbindungen an deutſchen Hochſchulen;
ins=
beſondere will er die Ideen der wiſſenſchaftlichen
Verbin=
dungen nach außen hin vertreten und einen engeren
Zuſammenſchluß der einzelnen Mitglieder, vornehmlich
auch der Alten Herren, anbahnen. Die Haupttagung, die
am Pfingſtſamstagl im Kaufmannshauſe zu Kaſſel
tattfand, beſchäftigte ſich mit der Beratung der
Satzun=
gen. Dann folgten Vorträge über die Bedeutung des
Verbandes im öffentlichen und ſtudentiſchen Leben. —
Die Tage nach Pfingſten benützten die dem großen
Ver=
bande angehörenden Einzelverbände, um ihre eigenen
Tagungen anzuſchließen. So tagte der Arnſtädter
Ver=
band mathematiſch=naturwiſſenſchaftlicher Vereine in
Arnſtadt. Der Goslarer Verband mediziniſch=
natur=
wiſſenſchaftlicher Vereine in Goslar der Weimarer
Verband neuphilologiſcher Vereine in Weimar der
Naumburger Verband klaſſiſch=philologiſcher Vereine in
Naumburg a. S. und der Leuchtenburg=Bund,
Ver=
band hiſtoriſcher Vereine, auf der Leuchtenburg.
Die beiden theologiſchen Verbände tagen erſt im
kom=
menden Jahre. — Der nächſte „Deutſche
Wiſſenſchafter=
tag” ſoll im Jahre 1914 in Frankfurt a. M.
abaehal=
ten werden.
Hauptverſammlung des Vaterländiſchen
Frauenvereins.
— Berlin, 3. Juni. In Anweſenheit der
Gemah=
lin des Reichskanzlers von Bethmann Hollweg und der
Frau des Kultusminiſters v. Trott zu Solz trat heute im
Sitzungsſaale des Abgeordnetenhauſes der
Vaterlän=
diſche Frauenverein zu ſeiner 46.
Mitgliederver=
ſammlung zuſammen. In Vertretung der Kaiſerin
wohnte den Verhandlungen die Oberhofmeiſterin der
Kaiſerin, Gräfin von Brockdorff, ſowie Gräfin von Keller=
und Fräulein von Gersdorff bei. Ferner waren
erſchie=
nen Prinzeſſin Eliſabeth von Hohenlohe, Fürſtin zu
Wied, Frau Gräfin von Mirbach=Sorquitten und Frau
Oberpräſident Gräfin von Zedlitz=Trützſchler, ſowie der
Kabinettsrat der Kaiſerin, Kammerherr von Spitzenberg,
und der heſſiſche Geſandte, Geheimer Staatsrat von
Biegeleben und deſſen Gemahlin. Außer den
preußi=
ſchen Provinzialverbänden waren vertreten die
Vater=
ländiſchen Frauenvereine von Bayern, Sachſen,
Wür=
temberg, Baden, Heſſen (durch Miniſterialrat
Kratz), Sachſen=Weimar und Mecklenburg=Schwerin.
Geſang des Domchors eröffnete und ſchloß die
Sitz=
ung, in welcher der Wortführer, Staatsminiſter v.
Möl=
ler, die Anweſenden begrüßte. Eine warmempfundene,
außerordentlich charakteriſtiſche Würdigung des im
vori=
gen Jahre verſtorbenen Vize=Oberzeremonienmeiſters
Bodo von dem Kneſebeck, welcher 21 Jahre Mitglied des
Hauptvorſtandes des Vaterländiſchen Frauenvereins
war, gab der Schriftführer, Herr
Oberverwaltungs=
gerichtsrat Dr. Kühne. Den Rechenſchaftsbericht
erſtattete der Geſchäftsführer, Herr Oberſtabsarzt a. D.
Dr. Friedheim, der die Hauptarbeiten der Organiſation
im Jahre 1911 in großen Zügen ſchilderte und darauf
hinwies, wie groß die Beihilfen des Hauptvorſtandes an
die Zweigvereine trotz ſeiner verhältnismäßig
beſchränk=
ten Mittel ſind. Die Zweigvereine erhalten vom
Haupt=
vorſtand in ihrer Geſamtheit regelmäßig viel mehr, als
ſie an ihn durch ihre Beitragsquoten abführen. Dieſe
betragen nur 5 Pfg. von jeder Mark Mitgliedsbeitrag,
alle übrigen Einnahmen verbleiben ausſchließlich den
zeinzelnen Zweigvereinen. Von Größe und Wachstum
lres Vaterländiſchen Frauenvereins geben die folgenden
bizihlen das beſte Bild; die Zahl der Zweigvereine ſtieg
ſtdl911 von 1520 auf 1571, die Mitgliederzahl nahm um
Nd 32000 zu und betrug am Jahresſchluſſe rund
ſtr9. Der Wortführer ſchloß mit Dankesworten an
Fräſidenten des Abgeordnetenhauſes und den
Ge=
tendanten der Königlichen Schauſpiele für die
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Junt 1912.
Seite 5.
Ueberlaſſung der Räume des Abgeordnetenhauſes und
den Geſang des Domchors. Am Sonntag war der
Ver=
ſammlung ein Begrüßungsabend vorausgegangen, zu
welchem über 400 Delegierte aus allen Teilen des
Vater=
ländiſchen Frauenvereins erſchienen waren und auch
Ihre Exzellenz die Hofſtaatsdame Ihrer Majeſtät der
Kaiſerin und Königin, Frl. von Gersdorff, teilnahm.
Hauptverſammlung der Deutſchen
Kolonialgeſellſchaft.
* Hamburg, 3. Juni. Heute nachmittag hielt
Her=
zog Adolf Friedrich zu Mecklenburg im
gro=
ßen Auditorium des Vorleſungsgebäudes einen Vortrag
über ſeine Afrikaexpedition. Nach dem Herzog ſprachen
Oberleutnant von Wieſe und Kaiſerswaldau, ſowie
an=
dere Teilnehmer an jener Expedition unter Vorführung
von Lichtbildern. Abends fand im Hauſe des
Bürger=
meiſters Dr. Burchard ein Feſtmahl ſtatt. Auch
Bür=
germeiſter Eſchenburg=Lübeck und Graf Zeppelin waren
der Einladung gefolgt. Um 8½ Uhr abends begann im
Reſtaurant des Zoologiſchen Gartens der große
Begrüß=
ungsabend für den Kolonialtag. Zu dieſem waren auch
die hier anweſenden Fürſtlichkeiten, die Herzöge von
Mecklenburg und Prinz Konrad von Bayern erſchienen.
Bürgermeiſter Oswald begrüßte die Erſchienenen und
brachte ein Hoch auf den Herzog Johann Albrecht zu
Mecklenburg aus. Der Herzog hob in ſeiner Erwiderung
hervor, was Hamburg für die Kolonien geleiſtet habe
und noch leiſte. Sein Hoch galt der Stadt Hamburg.
Morgen findet die nichtöffentliche Sitzung des
Vorſtan=
des, übermorgen die öffentliche Hauptverſammlung ſtatt.
In Verbindung mit der Tagung der Deutſchen
Kolo=
nialgeſellſchaft hielt heute auch die Frauenbund=
Geſellſchaft unter dem Vorſitz von Frau Hedwig
Heyl=Berlin ihre fünfte Hauptverſammlung ab.
Die Hauptverſammlung des Deutſchen
Buchdruckervereins
fand am Montag in Breslau ſtatt und war von
mehr als 100 Abgeordneten und 200 weiteren
Mitglie=
dern beſucht. Zum erſten Vorſitzenden wurde Dr. Viktor
Klinkhardt, zum zweiten Vorſitzenden Ernſt Haberland,
beide in Leipzig, gewählt. Die Verſammlung beſchäftigte
ſich eingehend mit dem letzten Abſchluß des Lohntarifs
und nahm eine Reſolution einſtimmig an, nach der ein
Tarifberatungsausſchuß des Deutſchen
Buchdruckerver=
eins gebildet werden ſoll, in dem auch die Provinz=
Klein=
drucker entſprechende Vertretung finden ſollen. Dem neuen
Ausſchuß überweiſt die Breslauer Hauptverſammlung
alle vorliegenden Anträge zum Lohntarif. In den
Aus=
ſchuß hat jeder Kreis zwei Vertreter, Kreiſe mit über 5000
tariftreuen Gehilfen haben drei Vertreter zu entſenden.
Der Ausſchuß hat über ſeine Tätigkeit alljährlich in der
Hauptverſammlung zu berichten. Der Bericht iſt als
be=
ſonderer Punkt auf die jeweilige Tagesordnung zu ſetzen
Die Koſten trägt der Hauptverein. Nach dem Vortrag
des Vorſitzenden des Deutſchen Buchgewerbevereins Dr.
Volkmann=Leipzig über „Die internationale graphiſche
Ausſtellung 1914 in Leipzig” nahm die Verſammlung die
Reſolution an, in der die korporative Beteiligung des
Vereins ausgeſprochen wird. Die nächſte Verſammlung
findet in Metz ſtatt.
* Vom 25. bis 30. Mai fand in Hagen in Weſtfalen
die 9 Generalverſammlung des
Landes=
vereins preuß, techniſch. Lehrerinnen ſtatt.
An der zahlreich beſuchten Tagung nahmen Vertreter der
Königl. Regierung, der Schulabteilung und der Stadt,
ſowie Lehrer und zahlreiche Delegierte teil. Auf Antrag
des Vereins ſind in den Jahren 1910—1911
Fortbildungs=
kurſe für Nadelarbeit von der Viktoria=
Fortbildungs=
ſchule in Berlin eingerichtet worden. Auch für dieſes
Jahr hat der Miniſter die Einrichtung eines
Fortbildungs=
kurſes bewilligt. — Eine Reihe intereſſanter Vorträge
wirkte anregend und anſpornend auf die
Verſammlun=
gen. Sie zeugten von ernſter und gründlicher Arbeit im
Intereſſe der Schule und Jugenderziehung. Die nächſte
Tagung ſoll Oſtern 1914 in Frankfurt a. M. ſtattfinden.
Am 12. und 13. Juni d Js. findet in Hamburg,
im Hotel „Vier Jahreszeiten” unter dem Vorſitz Ihrer
Durchlaucht der Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg die
National=Konferenz des Internation
a=
len Vereins der Freundinnen junger
Mädchen ſtatt. Bekanntlich beſteht die Arbeit des
Vereins darin, allen jungen Mädchen in rat= und
ſchutz=
bedürftiger Lage — und zwar ohne Unterſchied der
Volks=
angehörigkeit, des Religionsbekenntniſſes und der
Be=
ſchäftigung — Beiſtand zu gewähren, wie dies in den
verſchiedenen Arbeitszweigen, wie: Bahnhofsmiſſion,
Stellenvermittlung, Jungfrauen=Vereinen, Erteilung von
allerlei Auskunft, Gründung von Heimaten und vor allem
auch durch Verſendung des „Ratgebers” geſchieht. Die
um=
fangreiche und intereſſante Tagesordnung wird ſich unter
anderem befaſſen mit der Frage der Ausſchreitungen in
den Kinematographen=Theatern, worüber die Frau
Natio=
nal=Vorſitzende das Referat übernommen hat, ferner mit
der Arbeit der „Freundin” in Beziehung zum kolonialen
Frauenbund, ſowie mit einer Anzahl interner
Angelegen=
heiten und bringt außerdem Vorträge über die Themata:
„Das junge Mädchen und das Ausland” und „
Deutſch=
amerikaniſcher Freundſchafts=Klub” Für die Tage in
Hamburg iſt noch eine Beſichtigung der
Auswanderer=
hallen, des Hafens und eines Wörmann=Dampfers
vor=
geſehen. An die Hamburger Konferenz wird ſich ein
Be=
ſuch Bremens anſchließen, wo die Anſtalten und Werke
der mit der „Freundinnen”=Arbeit aufs engſte
verknüpf=
ten Auswanderermiſſion beſichtigt werden ſollen. Es
ſteht zu erwarten, daß die intereſſante Konferenz von
zahlreichen „Freundinnen” beſucht werden wird.
Luftfahrt.
* Baden=Oos, 4. Juni. Das Luftſchiff „
Schwa=
ben” hat heute morgen 6,45 Uhr mit 7 Paſſagieren unter
Führung von Diplom=Ingenieur Dürr die Fahrt nach
Frankfurt a. M. angetreten. Die Landung erfolgte
in Frankfurt a. M. um 9,05 Uhr. Darmſtadt paſſierte
die „Schwaben” in flotter Fahrt gegen 8,30 Uhr.
* Vom Nordweſtflug. Die Oberleitung des
Nordweſtfluges teilt mit, daß die erſte Etappe Bremen=
Münſter infolge des ungünſtigen Wetters erledigt iſt.
Die Strecke wurde von keinem Flieger zurückgelegt. Ueber
die Fortſetzung des Fluges wird morgen entſchieden.
* Hannover, 3. Juni. Nach Mitteilung des heute
abend in Münſter zuſammengetretenen
Organiſations=
ausſchuſſes für den Nordweſtflug findet ein Abfliegen
von Münſter am Dienstagnicht ſtatt. Angeſichts
der ungünſtigen Wetterlage beſteht die Abſicht, den Flug
ganz abzubrechen. Hierzu iſt die Zuſtimmung ſämtlicher
für den Flug gemeldeter Flieger erforderlich. Zwei
er=
teilten bereits ihre Zuſtimmung; die Zuſtimmung der
übrigen ſoll ſchleunigſt eingeholt werden.
* Breslau, 4. Juni. In dem
Ausſcheidungs=
fliegen zur Gordon=Bennet=Wettfahrt
ſind folgende Ballons gelandet: Osnabrück weſtlich
vom Scholwiner Leuchtturm, Franken 2 nordweſtlich von
Saleske, Münſter nordöſtlich von Scholwin, Stuttgart 2
nördlich von Salesker Brink.
* Verdun, 3. Juni. Der Aviatiker Leutnant
Monard die Herren Nicaud und Clerc, ſowie zwei
weitere Perſonen, die geſtern nach Metz im Automobil
fahren wollten, erlitten bei Mars la Tour eine Panne.
Der mitfahrende Mechaniker telegraphierte daraufhin
kurz: Wir ſind hier feſtgehalten. Dieſes Telegramm gab
Anlaß zu dem verbreiteten Gerüchte, die Reiſenden ſeien
auf deutſchem Boden verhaftet worden.
Sport.
* Radrennen in Darmſtadt. Die vom Velozipedklub
Darmſtadt für letzten Sonntag angeſetzten großen
Rad=
rennen, die wegen des ungünſtigen Wetters nicht
abge=
halten werden konnten, finden nunmehr am Sonntag,
den 9. Juni, nachmittags 3½ Uhr ſtatt. Da an dieſem
Tage anderwärts keine größeren Rennen angeſetzt ſind,
war es dem Velozipedlkub möglich, die engagiert
gewe=
ſenen Berufsfahrer aufs neue zu verpflichten, ſodaß das
Programm im weſentlichen keine Veränderung erfährt.
Nur der Dauerfahrer Roſenlöcher=Dresden, der nächſten
Sonntag in ſeiner Heimat am Start erſcheinen muß,
kommt nicht mehr in Frage. Dagegen werden vom
Velo=
zipedklub eben Verhandlungen gepflogen zwecks
Heran=
ziehung eines vollwertigen Erſatzes für Roſenlöcher. Die
am letzten Sonntag gelöſten Eintrittskarten behalten ihre
Gültigkeit.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Zu dem am nächſten
Sonntag, den 9. Juni, ſtattfindenden 3. nationalen
olympiſchen Spiele ſind bereits zahlreiche) Nennungen
eingelaufen, ſodaß ſpannende Kämpfe zu erwarten ſind.
Das deutſche Beſuchs=Geſchwader
in Amerika.
* Norfolk, 3. Juni. Das deutſche
Beſuchs=
geſchwader traf heute hier ein. Die maleriſche
meilen=
weite und meilenlange Waſſerfläche von Hamptonroads,
der beliebteſte Sammelpunkt der amerikaniſchen
Kriegs=
ſchiffe und der Schiffsbauhof von Newport=News, hallte
von den donnernden Salutſchüſſen aus den Schlünden
der ſchweren Geſchütze der alten Feſtung Fortreß Monroe
und der zur Begrüßung der deutſchen Schiffe hier
ver=
ſammelten atlantiſchen Kriegsflotte wider. Unzählige
Fahrzeuge aller Art und Größen, feſtlich beflaggt,
ſchwirr=
ten umher, während eine große, feſtlich gekleidete
Men=
ſchenmenge ſich auf dem Gelände hinter Fortreß Monroe
drängte. Die amerikaniſche Geſellſchaft, welche das ganze
Jahr über auf dieſem idylliſch gelegenen ſubtropiſchen
Stück Erde Virginiens vertreten iſt, hatte ſich beſonders
zahlreich zum Empfange der deutſchen Schiffe
eingefun=
den. Seit den Tagen der Jamestowner Ausſtellung vor
fünf Jahren, als die Schiffe der ganzen Welt ſich in
Hamptonroads einfanden, haben dieſe hiſtoriſchen
Ge=
wäſſer und die größte Reede der Welt nicht wieder den
Schauplatz eines ſo feſſelnden internationalen Lebens
ge=
bildet.
Die ſeitens der amerikaniſchen Regierung
zum Empfang der deutſchen Schiffe getroffenen
Arrangements ließen an Herzlichkeit und Geſinnung nichts
zu wünſchen übrig. Nichts wurde unterlaſſen, um
Deutſch=
land zu beweiſen, daß man die ſeltene Gaſtfreundſchaft,
die das amerikaniſche Geſchwader ſeinerzeit in Kiel
ge=
noſſen hat, mit Dankbarkeit würdige und beſtrebt ſei, den
deutſchen Gegenbeſuch zu einem denkwürdigen zu
geſtal=
ten. Eine beſondere Ehre wurde dem Beſuchsgeſchwader
aber dadurch zuteil, daß der Präſident perſönlich die Gäſte
begrüßte. Taft traf heute morgen von Waſhington auf
der Regierungsjacht „Mayflower” ein. In ſeiner
Be=
gleitung befand ſich auf ſpezielle Einladung der deutſche
Botſchafter Graf Bernſtorff. Als das deutſche
Geſchwa=
der, zu beiden Seiten eskortiert, in Hamptonroads
ein=
fuhr, flaggten die hier zum Empfang liegenden
Schlacht=
ſchiffe „Louiſiana” „North Dakota” „New=Hampfhire‟
Delaware”, „Florida” South Carolina” und „Utha”
ber die Toppen. Die Kapellen des „Moltke” und der
„Florida” ſpielten die Nationalhymnen. Das deutſche
Geſchwader fuhr durch die amerikaniſche Schiffslinie
hin=
durch, worauf „Moltke” neben dem Flaggſchiff „Florida”
ſich verankerte. Admiral von Rebeur=Paſchwitz ſtattete
ſofort mit ſeinem Offiziersſtabe dem kommandierenden
Admiral Ward einen Beſuch ab. Alle Schiffe gaben, als
Taft auf „Mayflower” vorbeifuhr und über beide
Flot=
ten die Revue abnahm, den Präſidentenſalut. Alle
Mann=
ſchaften ſtanden dabei in Paradeſtellung auf Deck; die
deutſchen Beſatzungen riefen „Hurra” Mayflower”
ver=
ankerte ſich dann neben „Moltke” Präſident Taft ging
an Bord des „Moltke”, wo er von Rebeur=Paſchwitz
be=
grüßt wurde. Auf Einladung des Präſidenten begaben
ſich ſodann die Offiziere beider Flotten zum Luncheon an
Bord des „Mayflower”
* New=York 3. Juni. Globe ſchreibt im
heuti=
gen Leitartikel, das deutſche Beſuchsgeſchwader
werde mit einer Herzlichkeit empfangen, die mehr als nur
offiziell ſei. In Deutſchland erkennten die Amerikaner
das Land, das einen wertvollen Beitrag geliefert habe
für die Bildung des amerikaniſchen Nationaltypus und
das fortſchrittlichſte Land Europas. Es wäre für die
Ver=
einigten Staaten nützlich, die Punkte zu erwägen, in
denen ihnen Deutſchland überlegen ſei und die Gründe
dafür zu prüfen.
* New=York, 4. Juni. Die Blätter widmen dem
deutſchen Beſuchsgeſchwader ſpaltenlange
illu=
ſtrierte Artikel und betonen die Herzlichkeit des
Empfan=
ges in Norfolk. Das Beſuchsgeſchwader nimmt den
Ehrenplatz an der Spitze von acht Schlachtſchiffen ein,
unter denen ſich auch diejenigen befinden, die ſeinerzeit
Kiel beſuchten. Als Konteradmiral von Rebeur=
Paſch=
witz und die Offiziere die Präſidentenjacht „Mayflower”
beſtiegen, ſchritt ihnen Präſident Taft entgegen,
ſchüt=
telte dem Admiral die Rechte und verſicherte, der Beſuch
freue ihn und er hoffe, die deutſchen Gäſte würden ſich
in Amerika gut amüſieren. Dann fand im Salon ein
Gabelfrühſtück ſtatt, bei dem Präſident Taft auf
den deutſchen Kaiſer toaſtete. Das Ganze hatte
fami=
liären Anſtrich. Nach halbſtündigem Aufenthalt folgte
die Rückkehr nach dem „Moltke” Später machte
Präſi=
dent Taft einen Gegenbeſuch an Bord des „Moltke‟
wo die geſamte Beſatzung in Paradeuniform aufgeſtellt
var. Präſident Taft ſchritt die Ehrenkompagnie ab und
rief: Sie haben wirklich ein ſchönes Schiff! Auch Tafts
Befolge machte kein Hehl aus der Bewunderung über
das ſtramme Auftreten der Mannſchaft und das ſchmucke
Ausſehen des Schiffes „Moltke‟. Bei der Bewirtung
brachte Konteradmiral v. Rebeur=Paſchwitz einen
Toaſt auf Präſident Taft aus. — Der deutſche
Botſchaf=
ter Graf Bernſtorff reiſt mit Präſident Taft nach
Waſhington zurück. Abends fand auf dem Schlachtſchiff
„Florida” ein Bankett ſtatt. Admiral Ward
hielt eine deutſche Anſprache und ſchloß mit einem Toaſt
auf den deutſchen Kaiſer. v. Rebeur=Paſchwitz
antwortete in engliſcher Sprache. Er wies auf die
ge=
waltige Entwickelung der amerikaniſchen Marine hin.
Tafts Beſuch auf „Moltke” zeige, daß er ſich gleichfalls
für die Marine intereſſiere. Redner ſchloß mit einem
Hoch auf Taft.
Diebſtahl militäriſcher Geheimniſſe.
* In der Nacht zum Montag wurde,
Blättermeldun=
gen zufolge, in dem Artilleriedepot in Spandau
ein Einbruch verübt, wobei es den Dieben gelang, 100
Zeichnungen von Konſtruktionen einzelner
Geſchützteile zu entwenden. Die Diebe, die mit den
Oert=
lichkeiten wohl Beſcheid wußten, erbrachen einen Schrank,
der die Zeichnungen enthielt und ließen alles andere
un=
berührt. Die Angelegenheit wird mit einer
Spionage=
affäre in Verbindung gebracht.
Das Spandauer Artilleriedepot hat den Diebſtahl
der Zeichnungen beſtätigt. Es handelt ſich um ſehr
wert=
volle Geſchütze neueſter Konſtruktion. Die Spandauer
Kriminalpolizei ſoll in Verbindung mit der Berliner
be=
reits eine beſtimmte Spur verfolgen und man hofft, bald
ein Reſultat der Bemühungen zu erzielen. Den Dieben,
die ſicherlich auf dem Terrain außerordentlich gut Beſcheid
gewußt haben, iſt es gelungen, die Zeichnungen zu
er=
langen, ohne irgend einen Schrank zu erbrechen; ſie haben
ausſchließlich mit Nachſchlüſſeln gearbeitet. Die Diebe
müſſen alſo genau von der Lage der Zeichnungen Beſcheid
gewußt haben. Es kann ſich bei dem Diebſtahl nur um
die Feldkanonen 96 1-A oder um die Feldhaubitze
han=
deln. Die Pläne für dieſes Geſchütz, das zum Beiſpiel in
Frankreich noch nicht eingeführt iſt, ſind für uns beſonders
wichtig, weil wir gerade der Haubitze in einem künftigen
Kriege große Wichtigkeit zumeſſen.
Seit Mittwoch iſt ein Sergeant der
Span=
dauer Garniſon ſpurlos verſchwunden. Ob er mit
dem Einbruch im Armee=Detachement in
Zuſammen=
hang zu bringen iſt, iſt unerwieſen. Sicher iſt, daß er
von anderen militäriſchen Dingen Kenntnis hatte.
H. B. Berlin, 4. Juni. Der Dokumenten=
Diebſtahl im Artilleriedepot von Spandau iſt bis
zur Stunde noch nicht aufgeklärt. Es iſt mit
Sicherheit anzunehmen, daß der Einbruch in das Bureau
und die Oeffnung der Schränke im Laufe des Sonntags
geſchah, als ſich in dem Hauſe, das nur Bureauzimmer
enthält, keine Beamten aufhielten. Dadurch hat der Dieb
einen Vorſprung von wenigſtens 24 Stunden erlangt,
die es ihm wahrſcheinlich ermöglicht haben, die
geſtohle=
nen Pläne vor der Entdeckung des Diebſtahls über die
deutſche Grenze zu ſchaffen.
* Berlin, 4. Juni. Nach einer hieſigen Korreo
ſpondenz ſind die im Artilleriedepot
geſtohle=
nen Zeichnungen nicht mehr geheim, ſodaß der
Diebſtahl militäriſch bedeutungslos iſt.
Königin Wilhelmina in Paris.
* Paris, 3. Juni. Die Königin Wilhelmina
von Holland wohnte heute früh mit dem Prinzgemahl und
dem Präſidenten der Republick einigen Manövern auf dem
Lagerfelde von Sathoney bei und beſuchte dann das Schloß
von Verſailles, wo ihr der Präſident der Republik ein
Frühſtück gab. Bei dem Frühſtück zu Ehren der Königin
Wilh elmina dankte die Königin in einem Trink
ſpruch für den warmen Empfang und die unvergeſ
lichen Beweiſe von Sympathie, die von ihren Landsleuten
hoch aufgenommen würden. Die Königin ſprach ihren
Glückwunſch zu der Haltung der Truppen aus, auf die
Frankreich ſtolz ſein müſſe als auf dem ſicherſten Hüter
ſeines Ruhmes. Sie trank zum Schluß auf das Wohl
Falliéres und den Ruhm des tapferen franzöſiſchen Heeres.
Präſident Falliéres erwiderte, er ſei tief
ge=
rührt von dem Lebewohl der liebenswürdigen Königin,
die daran erinnerte, daß in ihren Adern franzöſiſches Blut
fließe. Das franzöſiſche Heer werde ſtolz ſein auf die hohe
Anerkennung, die es bei der Königin genieße, die wiſſe,
was das Volk von dem Mut der Soldaten und der
An=
hänglichkeit an die Fahne erwarten könne. Falliéres trauk
auf die Königin und die freie Beſtimmung ihres
ruhm=
reichen Landes.
* Verſailles, 3. Juni. Königin
Wilhel=
mina von Holland und der Prinzgemahl ſind
heute nachmittag nach herzlicher Verabſchiedung direkt
nach Holland abgereiſt.
Tumult im ungariſchen Abgeordnetenhauſe.
* Peſt, 4. Juni. Das heutige
Abgeord=
netenhaus begann unter ungeheurem Tumult.
Präſident Graf Tisza eröffnete die Sitzung um 10,30
Uhr. Auf der Tagesordnung ſtand die Generaldebatte
über die Wehrvorlage. Mehrere Abgeordnete der
äußer=
ſten Linken wünſchten das Wort zur Geſchäftsordnung,
Der Präſident verweigerte ihnen dies, ebenſo lehnte er
die Abhaltung einer geſchloſſenen Sitzung ab. Es erhob
ſich ein ungeheurer Tumult. Der Abg. Bela Kun warf
dem Präſidenten vor, er ſei parteipolitiſch. Der
Prä=
ſident rief Kun zur Ordnung. (Stürmiſcher Lärm auf der
äußerſten Linken, lebhafter Beifall rechts.) Die äußerſte
Linke rief dem Präſidenten zu: Halten Sie die
Geſchäfts=
ordnung ein. (Andauernder großer Lärm.) Der Präs
ſident rief zahlreiche Abgeordnete zur Ordnung. Die
äußerſte Linke ſetzte den Lärm fort. Einige Abgeordnete
trampelten mit den Füßen, ſchlugen mit den Pultdeckeln
und blieſen Trompeten. Die Worte des Präſidenten
waren kaum verſtändlich. Es gelangte ein Antrag
Sze=
peſhazy zur Abſtimmung, täglich zwei Sitzungen
abzu=
halten. Der Antrag wurde unter ungeheurem Jubel der
Rechten angenommen. Hierauf brachte der Präſident die
Wehrvorlagen zur Abſtimmung. Die ganze Rechte
erhob ſich unter ſtürmiſchem Beifall, Händeklatſchen, Hoch=
und Eljenrufen. Der Präſident erklärte, daß die
Wehr=
vorlagen angenommen ſeien. Sodann beraumte er
die Sitzung auf heute nachmittag 4 Uhr an mit der
Tagesordnung „Verhandlung des Landwehrgeſetzes.
Hierauf wurde um ¾11 Uhr die Sitzung unter
unge=
heurem Tumult ſuspendiert. Die meiſten
Abgeord=
neten blieben im Saal. Der Lärm dauerte ungeſchwächt
fort. Während der Pauſe ſtellten ſich 100
Polizei=
leute im rechtsſeitigen Couloir auf, was von den
Ab=
geordneten mit ſtürmiſchen Entrüſtungsrufen
aufgenom=
men wurde. Um ¼12 Uhr eröffnete Präſident Tis za
von neuem zie Sitzung. Auf der äußerſten Linken brach
wiederum eir ungeheurer Lärm aus. Man riet dem
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 150.
Präſidenten zu: Hinaus mit Ihnenl Pfui! Die
Abge=
ordneten pfiffen, blieſen Trompeten, trommelten auf die
Bänke. Während des ungeheuren Lärms ließ der
Prä=
ſident das Protokoll verleſen. Auf der äußerſten Linken
wurde geſchrien: Schmach! Schande! Der Präſident
er=
klärte unter ſtürmiſchem Beifall, Händeklatſchen und
El=
jenrufen der Rechten das Protokoll der Sitzung für
au=
thentifiziert und ſchloß 5 Minuten nach ¼12 Uhr unter
andauerndem Pfeifen und Schreien der Linken die
Sitzung, während die Abgeordneten in erregter
Dis=
kuſſion beiſammen blieben.
Nachdem das Abgeordnetenhaus die
Wehrvor=
lagen in zweiter und dritter Leſung angenommen hat,
werden dieſe dem Magnatenhauſe zur Verhandlung und
Zuſtimmung überwieſen.
* Peſt, 4. Juni. Während der Pauſe im
Ab=
geordnetenhauſe war eine ſtarke Abteilung Polizei
erſchienen und zwar entgegen der ergangenen Weiſung,
daß die Poliziſten erſt am Sitzungsſchluß Aufſtellung
neh=
men ſollten. Der Zweck dieſer Maßnahme war, daß
etwaige Gewaltakte der Oppoſition vermieden würden.
Beim Antritt der Poliziſten brach die Oppoſition oft in
lante Pfuirufe aus. Sämtliche Mitglieder der Oppoſition
begaben ſich in den großen Kuppelſaal und hielten dort
eine Konferenz ab. Darin erklärte Graf Apponyi, es ſei
zu hoffen, daß die ungeſetzlichen und mit verletzenden
Formen optierten Wehrvorlagen nicht die Zuſtimmung
s Magnatenhauſes finden und vom König nicht
ſank=
tioniert werden. Graf Michael Karolyi erſuchte den
Grafen Apponyi, auf Grund ſeiner Beziehungen zum
Ausland, dieſe flagrante Verletzung der Parlamente zur
Kenntnis des Auslandes zu bringen. Mittlerweile
hiel=
ten auch die Regierungsparteien eine Konferenz ab.
Sämt=
liche Parteimitglieder unterſchrieben einen
Reſolutions=
autrag, welcher demnächſt im Abgeordnetenhaus eingebracht
werden ſoll und in dem erklärt wird, daß die
Parteimit=
glieder ſich mit dem Vorgehen des Präſidenten vollkommen
einverſtanden erklären, welches unzweifelhaft den Willen
der großen Majorität zur Geltung gebracht habe, welche
die Wehrvorlagen angenommen haben.
Die Wahlen in Belgien.
* Brüſſel, 3. Juni. Wegen des Wahlſieges der
Regierung legten heute die Arbeiter im Gebiet von
Charleroi die Arbeit nieder (!) Aus Verviers wird
ein gleicher Proteſt gemeldet. Da dort die Arbeiter trotz
des Verbots Umzüge veranſtalteten, kam es zu
Zuſammen=
ſtößen mit der Polizei und der Gendarmerie. Mehrere
Perſonen wurden verwundet.
* Lüttich, 3. Juni. Abends kam es zu
ruheſtören=
den Kundgebungen vor dem Rathauſe und im
ſo=
zialiſtiſchen Volkshaus. Die Menge verſuchte, Verhaftete
zu befreien. Die Bürgergarde und die Gendarmerie
ſchritten ein und gaben Salven ab. Bei dem
Zuſammen=
ſtoß zwiſchen Manifeſtanten und Gendarmen wurden drei
Perſonen getötet und 15 ſchwer verletzt. Die
Straßen im Zentrum der Stadt wurden von 10 Uhr
abends von der Bürgergarde, Militär und Gendarmerie
beſetzt. Auch in Verviers kam es zu heftigen
Zu=
ſammenſtößen. Auch dort wurde eine Perſon getötet.
Ferner wurden aus Brügge Unruhen gemelder. Auch
in Brüſſel iſt es abends wiederholt zu Zuſammenſtößen
zwiſchen Gendarmen und dem manifeſtierenden Publikum
gekommen. Mehrere Perſonen ſollen verwundet worden
* Brüſſel, 4. Juni. Nach den Morgenblättern
ſcheint der in Lüttich angerichtete Schaden
groß zu ſein. Nach dem Vingtiéme Siecle ſollen im
Zentrum der Stadt Tauſende von Fenſterſcheiben
zertrüm=
mert ſein. Außerdem ſei noch der Tod eines
Verwun=
deten zu erwarten, ſodaß alſo die Unruhen fünf
Men=
ſchenleben gefordert hätten.
H. B. Brüſſel, 4. Juni. Hier wurden geſtern
abend zahlreiche Umzüge durch die Straßen
veranſtal=
tet, bei denen es ebenfalls zu Zuſammenſtößen
mit der Polizei kam. Die Kundgeber griffen ein
Lokal an, in dem die Katholiken eine Verſammlung
ab=
hielten. Die Bürgerwehr mußte intervenieren, worauf
die Kundgeber ſich zurückzogen. Vielfach wurden die
Laternen von ihnen ausgelöſcht. Gendarmerie verfolgte
die Kundgeber, von denen zahlreiche verhaftet wurden.
Es wurden viele Verſuche gemacht, in die neutrale Zone
einzudringen, die um die Miniſterien gezogen wurde. Die
Kundgeber wurden jedoch zurückgewieſen. Um ½12 Uhr
griff eine Gruppe Kundgeber einen Straßenbahnwagen
an und zertrümmerte ihn. Um 1 Uhr war die Ruhe
wie=
der hergeſtellt und die Bürgerwehr konnte entlaſſen
wer=
den. Da man aber eine Wiederholung der Unruhen
be=
fürchtet, ſoll die Bürgerwehr für heute abend 11 Uhr
wieder einberufen werden,
* Brüſſel, 4. Juni. In dem Baſſin von
Se=
raing bei Lüttich hat heute vormittag unter den
Berg=
leuten eine Streikbewegung eingeſetzt. Etwa 1300
Berg=
leute weigern ſich einzufahren. Es iſt dies eine Folge
des Ausfalles der Parlamentswahlen. Für heute abend
ſind weitere Vorſichtsmaßnahmen getroffen
worden. Die Bürgergarde iſt unter die Waffen gerufen
worden, da man für den Abend Unruhen befürchtet. Die
Nachricht, daß die Regierung noch 5 Klaſſen der Reſerve
einberufen habe, erklärt der Kriegsminiſter für unrichtig.
Der Streik in England.
* London, 3. Juni. Die heute nachmittag im
Inneren Amt zwiſchen den Arbeitgebern des
Transportgewerbes und Vertretern der
Regier=
ung abgehaltene Konferenz dauerte zwei Stunden.
Die Arbeitgeber lehnten es ab, eine Erklärung abzugeben,
dennoch verlautet, daß es nicht zu einer endgültigen
Ent=
ſcheidung hinſichtlich einer Zuſammenkunft mit Vertretern
der Arbeiter gekommen ſei. Nichtsdeſtoweniger iſt es
wahrſcheinlich, daß morgen eine gemeinſchaftliche
Kon=
ferenz ſtattfinden wird. Wie amtlich bekannt gegeben
wird, ſtellten die Londoner Hafenbehörden heute früh 5500
Arbeiter für die Arbeit in den Docks ein. 2000 davon ſind
für den dauernden Dienſt beſtimmt. Die Arbeit in den
Docks macht weitere Fortſchritte. Auf 40 Schiffen gegen
32 am Freitag waren faſt 6000 gegen 3236 am Samstag
beſchäftigt.
Marokko.
* Fez, 4. Juni. Nach den letzten Feſtſtellungen
ſol=
len auf ſeiten der Marokkaner die nunmehr gänzlich
zerſtreut ſind, in den jüngſten Kämpfen 600 Mann
gefallen ſein.
* Fez, 4. Juni. Wenn nicht unvorhergeſehene
Um=
ſtände eintreten, werden der Sultan und der Geſandte
Regnault unter dem Schutz mehrerer Bataillone in
vier bis fünf Tagen zuſammen abreiſen.
* Paris, 4. Juni. Aus Fez wird gemeldet, der
Erfolg der Franzoſen habe auf die Stämme einen
tiefen Eindruck gemacht. Die ſiegreiche Kolonne Gouraud
zog durch die Hauptſtraßen der Stadt. Der Sultan,
Ge=
neral Liautey und El Mokri wohnten dem Vorbeimarſch
der Truppen bei.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Aus den Bekanntmachungen: „Spülung des Waſſer=
Rohrnetzes” iſt es für manchen Einwohner unſerer Stadt
ſchwierig, denjenigen Spülbezirk alsbald herauszufinden,
zu dem ſeine Behauſung gehört, damit er ſich in
derjeni=
gen Nacht, in der das ſtädtiſche Waſſer wegen der
Rohr=
ſpülung nicht läuft, mit etwas Waſſer für dringende Fälle
verſehen kann. Könnte man darum dieſe Bezirke nicht
beſſer ſo bezeichnen, daß die einzelnen darin liegenden
Straßen alphabetiſch aufgeführt würden, unter Angabe
derjenigen Hausnummer, bei der die Spülung beginnt
und bei der ſie endigt. Auch wäre es vielleicht angebracht,
bei dieſer Bekanntmachung einen der kleinen Stadtpläne,
die es in Poſtkartenaröße gibt, zum Abdruck zu bringen,
worin die Spülbezirke eingezeichnet ſind. Eine derartige
Aenderung wäre zu begrüßen.
Bürger.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Freiburg i. B., 4. Jüni. Im Strafprozeß
Platten wurde heute abend das Urteil gefällt.
Platten wurde wegen fahrläſſiger Tötung, ſchwerer
Körperverletzung und Gefährdung eines
Eiſenbahntrans=
portes zu 2 Jahren 4 Monaten Gefängnis
verurteilt. Von der Unterſuchungshaft werden ihm 10
Monate angerechnet. Der Zugführer Bär wurde zu
6 Monaten Gefängnis verurteilt und der Heizer
Männle freigeſprochen.
* Köln, 4. Juni. Geſtern wurde in einem Hotel der
Hauptmann a. D. Kyriazi=Sondrup aus Berlin
verhaftet. Wie es heißt, iſt er der Spionage
ver=
dächtig. Nach ſeiner Verhaftung erſchoß er ſich in
einem unbewachten Augenblick.
* Dresden, 4. Juni. Der König empfing heute
mittag im Reſidenzſchloß den bayeriſchen
Miniſterpräſiden=
ten v. Hertling in Audienz. Anſchließend hieran fand
Frühſtückstafel ſtatt. Der König verlieh Freiherrn v.
Hert=
ling das Großkreuz des Albrechtsordens mit goldenem
Stern.
* London, 4. Juni. Die Morningpoſt meldet aus
Schanghai vom 4. Juni: Der Vizepräſident
Lihuan=
hung hat geſtern mit der American Robert Dollars
Com=
pany einen Vertrag über eine Anleihe von drei oder
vier Millionen Pfund Sterling unterzeichnet. Die
An=
leihe iſt für Straßen= und Häuſerbau und für den Bau
von Straßenbahnen in Hankau beſtimmt. Hankau ſoll
eine Holzpflaſterung erhalten. Die American Robert
Dol=
lars Company wird das Material liefern.
* Konſtantinopel, 4. Juni. Frhr. v. Marſchall
verließ Konſtantinopel geſtern abend Am Bahnhof hatte
ſich als Vertreter des Sultans der Miniſter des Aeußern
eingefunden, außerdem mehrere Miniſter, das
diploma=
tiſche Korps, Mitglieder der Geſellſchaft und der deutſchen
Kolonie. Schulkinder ſangen Lieder. Die Gemahlin von
Marſchalls wurde mit Blumen förmlich überſchüttet.
Un=
ter Hurrarufen verließ der Zug die Halle. Frhr. von
Wangenheim, der geſtern hier eingetroffen iſt, kehrt
mor=
gen nach Athen zurück.
* New=York, 4. Juni. Nach einer Depeſche aus
Ha=
vanna ſandte Gomez dem Kongreß eine Botſchaft, in der
er die Erlaubnis nachſucht, die konſtitutionellen
Garantien auf der Inſel aufheben zu dürfen,
oder doch in den Teilen, wo dies nötig erſcheint. Der
Kongreß prüft heute in einer Sonderſitzung dieſe
For=
derung.
* Mexiko, 4. Juni. Wegen des Mordes an dem
Deutſchen Hugo Beel ſind energiſche Maßregeln
eingeleitet. Der Präſident der Republik wies zwei
Kom=
mandos der Regierungstruppen telegraphiſch an, San
Miguel wieder zu nehmen und die Familie Beel zu
ſchützen und die am Morde Beteiligten ohne weiteres zu
erſchießen. Der Miniſter des Innern erteilte an die nach
San Miguel auf dem Wege befindlichen Rurales gleiche
Befehle.
— Dresden, 4. Juni. Aus Anlaß des 70.
Geburts=
tages des Geh. Hofrats Prof. Eugen Bracht
über=
reichte der Bruder des Königs von Sachſen Prinz Johann
Georg in der Wohnung des Meiſters ihm eine vom
Aka=
demiſchen Rat geſtiftete Ehrengabe, die Kopie des
„Gänſediebbrunnens” in Dresden in Bronze. Geſtern
abend fand im engeren Kreiſe eine Feſtlichkeit ſtatt, bei
der hieſige und auswärtige Künſtlerkorporationen dem
Künſtler ihre Glückwünſche darbrachten. In der Galerie
Arnold hierſelbſt wurde eine Ausſtellung ſeiner
Schüler eröffnet, die 155 Gemälde von 85 Künſtler umfaßt
und den künſtleriſchen Einfluß Brachts zur Anſchauung
bringt.
HB. London, 4. Juni. Nach einer Depeſche aus Turks (
Js=
land) iſt dort der der engliſchen Leiland=Linie gehörige
Dampfer „Antillian” geſtrandet.
Paſſa=
giere und Poſt ſind mit großer Schwierigkeit in
Sicher=
heit gebracht worden. Mehrere Dampfer gingen nach der
Strandungsſtelle zur Hilfeleiſtung ab. Es iſt aber
zwei=
felhaft, ob das Schiff gerettet werden kann, zumal die
See ſehr heftig iſt.
as Spezialhaus für Damen-Konfektion
HERMANNBLRGEn, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
treng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren
mög-
lichst billig zu liefern. z: :. ::
it dem Einſetzen der wärmeren Jahreszeit ſteigt
M auch die Kinderſterblichkeit, da Brechdurchfälle
und Darmkatarrhe dann häufiger auftreten. Jede
Mutter, die ihr Kind mit der Flaſche nährt, ſollte darum
beizeiten der Kuhmilch einen Zuſatz von „Kufeke‟
geben, weil dieſe Nahrung vorbeugend wirkt. (12390f
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Die Hygiene der Haut erfordert in unſerm modernen
Lebenskampfe bei jung und alt die größte Beachtung.
Denn nur eine gutgepflegte Haut, die durch Bäder und
Waſchungen abgehärtet wurde, iſt imſtande, ſich für alle
Schmutz= und Krankheitserreger zu immuniſieren. Vor
allen Dingen benutze man eine gute Seife, und nichts
führt ſchneller zum Ziele, um geſund und ſchön zu ſein,
als tägliche Waſchungen mit der echten
Stecken=
pferd=Lilienmilchſeife, die durch ihren reichlichen
Boraxgehalt heilend auf alle Hautunreinigkeiten wirkt
und eine zarte, weiße ſammetweiche Haut erzeugt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute vormittag entſchlief nach langem,
ſchwerem und mit großer Geduld ertragenem
Leiden, öfters geſtärkt durch die heiligen
Sa=
kramente, ſanft im Herrn unſere liebe Mutter
Elisabeth von Hobe
geb. Scharffenroth.
Bertram von Hobe,
Amélie von Hobe.
Darmſtadt, den 3. Juni 1912. (12452
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den
5. Juni, 25 nachmittags, vom Schweſternhaus
Nieder=Ramſtädterſtraße 30 aus, ſtatt.
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige
Pflicht, ihre Mitglieder und Freunde von dem
am 2. Juni 1912 zu Hamburg erfolgten
Ab=
leben ihres lieben Ehren=Alten=Herrn, des
Maſchinenfabrikanten
A. Lembach
(1869)
geziemend in Kenntnis zu ſetzen. (12357
Die Darmſtädter Burſchenſchaft „Germania‟
i. A.:
Friedrich Reis X.
Darmſtadt, den 3. Juni 1912.
nacn ilsner Art 0
nach Münchner Art
Hell Export auue
—feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
2453a
[ ← ][ ][ → ]Mummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Seite 7.
Vermiſchtes.
— Hoflieferanten=Titel ſind, was vielfach
noch unbekannt iſt, als perſönliche Auszeichnungen
auf=
zufaſſen. Wenn ein Geſchäftsinhaber ſtirbt oder ſich
zurückzieht, darf der Nachfolger, falls er ein naher
Ver=
wandter iſt und denſelben Namen trägt, bei Hoflieferanten=
Diplomen ausländiſcher Fürſten den Titel mit
über=
nehmen; handelt es ſich um ein deutſches Diplom, ſo
muß er die Erlaubnis beſonders nachſuchen. Wird das
Unternehmen aber in eine Geſellſchaft m. b. H. oder in
eine Aktiengeſellſchaft umgewandelt, ſo fallen die
Hof=
lieferanten=Titel ſtets fort, auch wenn die Geſellſchaft als
Firma den Namen des früheren Geſchäftsinhabers führt.
Daher kommt es, daß in den letzten Jahren eine Reihe
angeſehener deutſcher Fabriken, deren Inhaber vor der
Umwandlung in Aktiengeſellſchaften ſich als Lieferanten
einer großen Anzahl erſter Höfe bezeichneten, jetzt nur
noch mit dem Namen firmieren und dem Zuſatz
Aktien=
geſellſchaft und alle weiteren Titel fortlaſſen.
Literariſches.
— Ein unentbehrlicher Reiſebegleiter iſt das
Kurs=
buch. Unter den ſoeben erſchienenen Sommerausgaben
finden wir ein Buch, das wir beſonders erwähnen
möch=
ten, es iſt das „Denka=Kursbuch.‟ Dies kann auch
derjenige getroſt zur Hand nehmen, der bisher nicht
ge=
wagt hat, aus dem Zahlengewirr der Fahrpläne ſeinen
Reiſeweg ſelbſt herauszuſuchen. Es iſt als erſtes
voll=
ſtändiges Kursbuch nach dem alphabetiſchen
Prin=
zip angeordnet. Jeder wichtigere Haltepunkt mit ſeinen
Verbindungen, dieſe wiederum in alphabeiſcher Folge, ſt.
ohne Inhaltsverzeichnis, ohne Karte, ohne Suchen, ſofort
aufzuſchlagen. Um Verbindungen für weite Wege leicht
überſichtlich darzuſtellen, ſind die Fahrpläne in eine kurze
Auszugsform gebracht. Daneben bleiben natürlich die
vollſtändigen Einzelpläne beſtehen. Ganz beſonderer
Wertſchätzung werden ſich die ſogenannten „Denkapläne‟
erfreuen. Die Darſtellung iſt außerordentlich klar. Viele
hunderte von Verbindungen laſſen ſich mit ihrer Hilfe
ſo=
fort überblicken. — Das „Denka=Kursbuch”, das trotz
der Fülle des Stoffes eine handliche Form aufweiſt, iſt in
allen Buch= und Papierhandlungen erhältlich. Preis 2
Mk. Verlag des Denka=Kursbuches, Berlin W. 8.
Leip=
zigerſtraße 22.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß verſchiedener Teiltiefs fiel geſtern
in Deutſchland vielfach Regen. Die Morgentemperaturen
liegen zwiſchen 13 und 19 Grad. Der Druck ſteigt wohl
in Mitteleuropa, jedoch haben wir noch immer mit dem
Einfluß von Teiltiefs zu rechnen.
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am
Mitt=
woch, 5. Juni: Meiſt trüb, Gewitter und Regen, etwas
wärmer.
Tageskalender.
Volkstümliche chriſtl. Vorträge um 8½ Uhr im
Rhein. Miſſionszelt an der Lindenhofſtraße. —
Bibel=
ſtunde um 4 Uhr daſelbſt.
Monatsverſammkung des Kriegervereins um 67
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. — „Perkeo”
um 8 Uhr. — Reſt. „Metropole” um ½8 Uhr. — Heſſiſcher
Hof um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 6. Juni:
Hofreite=Verſteigerung der Geſchwiſter Ernſt
und Albert Ziſſel (Alexanderſtraße 15) um 9 Uhr auf
dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Heugras=Verſteigerung um 2 Uhr auf der
Großh. Roſenhöhe (Zuſammenkunft am Kühnſchen
Garten).
Heugras=Verſteigerung um 8 Uhr (
Zuſammen=
kunft am Woogsdamm).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Was der Riesling unter des Weineskraft,
ist „Kaiserbier” im Gerstensaft.
Verlangen Sie ausdrücklich „Kaisers Flaschenbiere‟.
Beonhard Raiser S Biergrosshanuldng
Schutz-Marke.
Viktorisstrasse 58.
Telephon 129.
(11179a
Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
6775a
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
Kurse: Anf. jed. Viertelj. — Einzelunt.: jederzeit.
Geſchäftshausi. Griesheimb. Darmſtadt
in beſter Lage, Ecke Bahnhof= und Sandſtraße, in welchem ſeit
Jahren eine Kohlen=, Holz= und Baumaterialienhandlung, ſowie ein
Kolonialwaren=Geſchäft betrieben wurde, eignet ſich auch für
Metz=
gerei= und Wirtſchaftsbetrieb, ebenſo für jedes andere Geſchäft.
Dasſelbe iſt ortsgerichtlich auf Mk. 17 500.— geſchätzt und wirt
unter dieſer Taxe freihändig durch den Unterzeichneten zu ſehr
günſtigen Bedingungen verkauft.
(12440
Nähere Auskunft erteilt
Ernst Wolff, Konkursverwalterin Darmſtadt
Mühlſtraße 62.
Weißbinderarbeiten
am Hintergebäude der
Stadthaus=
hofreite ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegenbei dem
unterzeich=
neten Amte, Grafenſtraße Nr. 30
Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, 11. Juni 1912,
vormittags 10 Uhr,
(12446md
einzureichen.
Darmſtadt, den 4. Juni 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Ia. Speisekartoffeln
Zwiebeln und Futterkartoffeln
billigſt bei Gg. Crößmann
Nachf., Grafenſtraße 16. (12222a
9) Bettſt., 1 vollſt. Bett, Nachtt.
— u. Stühle billig abzugeben
*13708) Landskronſtraße 55, II.
Deutſch. Schäferhund b. z. 1. Jahr
2 zu kaufen geſucht. Bed. wachſ.
*13957) Karlſtr. 73, Hinterh. part.
Kurſe vom 4. Juni 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz. Zf.
Zf.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
80,60
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
. 89,80
3½ do. Conſols
80,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
91,00
3½
do.
83,70
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
do.
88,50
3
79,10
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,60
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,60
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
88,70
3
78,10
do.
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,10
4 Württemberger v. 1907 100,10
1½
do. v. 1875
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,80
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,80
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,10
4 do. Goldrente . . . 96,50
4 do. einheitl. Rente 88,80
3 Portug. unif. Serie I 64,50
3 do. unif. Ser. III 67,25
3 do. Spezial . . . . 10,10
5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 100,40
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,60
4 do. v. 1902 . . . . 90,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . . . . . . 90,50
4 Serbier amort. v. 1895 85,30
4 Türk. Admin. v. 1903 91,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,20
4 Ungar. Goldrente . . . 91,10
4 do. Staatsrente . . . 89,40
5 Argentinier .
.101,10
do.
86,00
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,60
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,60
4½
do.
93,90
4½ Japaner . .
94,50
5 Innere Mexikaner . . . 94,30
do.
60,00
4 Gold=Mexikaner v. 1904 88,70
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,80
3 Buenos Aires Provinz 71,60
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 141,70
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,70
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 112,75
8 Baltimore und Ohio . 1071/
6½ Schantungbahn . . . 134,00
6‟ Luxemb. Prince Henri 157,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18½
6 Pennſylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger .
74,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
.. 506,20
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.251,00
30 Farbwerke Höchſt . . 606,20
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 251,00
10 Cement Heidelberg . . 153,90
30 Chem. Werke Albert 458,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.. 311,00
..128.00
4 Lahmeyer
Eehte
Inpra,
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 158,50
12 Siemens & Halske . 238,25
5 Bergmann Electr. . . 137,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 176,20
0 Gummi Peter .. . . . 133,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 171,80
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 502,50
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 193,00
8 Steana Romana Petr. 139,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 235,20
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . .
. . 212,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,70
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 188,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 228,25
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
. . . 176,75
10 Gelſenkirchener . . . . 1877
8 Harpener .
.186,75
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 257,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
. 84,90
4 Laurahütte . . . . . . 177,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 194,25
7½ South Weſt Africa 149,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,70
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,00
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,70
5 Oeſterr. Staatsbahn . 105,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
do.
78,30
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 100,00
Inßrot.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,20
53,90
do.
(*/10
3 Raab=Oedenburg . . . 76,50
4 Kronprinz Rudolfbahn 90,40
4 Ruſſ. Südweſt.
88,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,30
do.
88,00
4 Wladichawchas . . . . 88,70
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 76,00
do.
24 Livorneſer . . . . . 67,50
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn .
. 84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,90
4 Miſſouri=Päcific.
. 72,50
4 Northern=Pacific . . . 100,50
4 Southern=Pacific
. 95,40
5 St. Louis und San
Francisco . .
. 87,60
5 Tehuantepec . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 195,60
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
.151,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166½
6½ Darmſtädter Bank . 121,70
12½ Deutſche Bank . . . 252,90
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 184,50
8½ Dresdener Bank . 153,30
9½ Frankf. Hypoth.=B. 139,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,30
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,50
Wiener Bankverein . 134,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,60
Inupren
Zf. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . .
98,60
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
88,50
8½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
8½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16.
.100,00
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 .
. . . 100,05
8½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,50
S. 3—5
89,30
S. 9—11
89,20
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
3½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,00
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
3½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
6
8½ do.
89,10
4 Frankfurt.
99,80
8½ do.
95,30
4 Gießen
3½ do.
Heidelberg . . . . . . 99,00
8½ do.
4 Karlsruhe
98,40
8½ do.
89,70
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
98,50
3½ do.
90,00
4 Mannheim
98,50
3½ do.
88,80
4 München .
99,90
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
100,00
3½ do.
90,10
4 Offenbach.
Indra;
8t.
3½ Offenbach
100,00
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms
98,50
88,90
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . 79,30
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 135,60
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,50
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,10
„125,00
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger.
.fl. 7 34,60
Braunſchweiger Tlr. 20 196,50
Freiburger
Fs. 15 72,10
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10
Meininger .
ſl. 7 34,90
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 450,00
Ungar. Staats . . fl. 100 374,00
Fs. 30
Venediger .
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,42
20 Franks=Stücke .
16,19
Amerikaniſche Noten . . . 4,18¾
Engliſche Noten . . .
20,45
Franzöfiſche Noten.
81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,25
Italieniſche Noten . . . . 80,35
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . . (215,50
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard 356 6.4.
Seite S.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
Sraristat
Gesetzlich
Sonntags ist das Atelier nur von
morgens 11 bis nachmittags 5 Uhr
ununterbrochen geöffnet.
Der vielen Nachfragen wegen geben wir Jedem, der sich in der Zeit
vom 1. bis 23. Juni
ganz gleich in welcher Preislage, bei uns eine Aufnahme bestellt, ohne irgend eine Bedingung, wie Kaufzwang
von Rahmen usw. (auch bei Postkartenaufnahmen)
(12437
anz antsohst
1000 Mk. zahlen wir demjenigen, der nachweist,
Trotz der billigen Preise Garantie g
für Haltbarkeit der Bilder. eine Vergrösserung seines eigenen Bildes (einschl. Karton 30X36 cm) dass unsere Materialien nicht erstklassig sind.
12 Visites
matt 112 Visites 1.80
4 Mark.
eschw.
f hbeits
matt 112 Kabinetts4.80
Sar duee
8Mark.
Bei mehreren Personen u. Gruppen
vis-ä-vis dem alten Palais
Werktags geöffnet
ein kleiner Aufschlag.
: Telephon 118a: Wilhelminenstr. 9: von 8—7 Uhr.:
Aufnahmen bei jeder Witterung, auch bei trübem und regnerischem Wetter.
von 1.90 an 12 Viktoria
matt
5 Mark. 12 Tisites
für Kinder 2.50
Bei mehreren Personer
ein kleiner Aufse in Poinen
matt
9 Mark.
n u. Gruppen
chlag.
20 ſo und mehr
Nachlaß
gewähren wir auf eine Anzahl
Kinderwagen
Sportwagen
Klappftühle
vor unſerem Umzug nach unſerem
Laden Grafenſtr. 45.
J. Donges & Wiest
Grafenstr. 26.
ein faſt neuer Kinderwagen zu
verk. Fuchsſtr. 19, pt. (*1390md
Dr. Hoenner
von der Reise zurück.
(12397ms
MERRENSTIEFEE
engl. Faſſon, mit Patent= u.
Ka=
pokmatratzen 75 Mk., nußb. pol.
Bettſtelle mit Sprungrahmen
25 Mk., nußb. pol. Vertiko 43 Mk.,
großer Trumeauſpiegel 45 Mk.,
Moquettediwan 38 Mk
Ruhe=
bett (Chaiſelongue) 28 Mk., großer
Kleiderſchrank (160X60) für nur
45 Mk., Weißzeugſchrank (drei
Brandkiſten), Sofa (neu bezogen)
28 Mk. uſw., Mahagoni=Sekretär.
Beſondere Gelegenheit f.
Braut=
leute: neues hochelegant.
Schlaf=
zimmer, mit 130 cm br.
Spiegel=
ſchrank, Waſchkommode mit mod.
Marmor= und Spiegelaufſatz uſw.,
für nur 365 Mk. (*13947
Karlſtraße 41.
Möbel
im Auftrag billig zu verkaufen:
1 antik. Nußbaum=Kleider= oder
Wäſcheſchrank, Kinderwiege,
Näh=
tiſch, Standuhr, r. Tiſch, Bilder,
1 Mahag.=Garnitur (geſchn.), Sofa,
6 Stühle u. Seſſel, gek. 700 M. für
80 M., kl. u. g. Tiſche, eck., runde,
ovale, Spiel=, Näh=, Blumen= u.
eich. Herrenzimmertiſche, Bücher=,
Nacht= u. Kleiderſchr., Bücherregale,
2 Betten m. Matratzen u. Teile,
Sofa, Stühle uſw. Näh.
Schreine=
rei Wagner, Riegerpl. 8. (*13940
Alluke
Biedermeier, Kirſchbaum
Kom=
mode 1 Sofageſtell, 6 Stühle,
Nußbaum, Empire Sekretäre,
Spiegel, geſchweifte frz.
Kom=
mode in Barock u. Rokoko. (*12946
Karlstrasse 41.
Süle-örde-htäter
werd. billig u. dauerhaft geflochten,
Korbreparatur. prompt ausgeführt,
Korb- u. Stuhl-
Hechterei von Ludwig Schmitt,
2 Rundeturmſtr. 2. (*13894
Arbeit w. abgeholt. Poſtk. genügk.
werd. gereinigt, die
Grabſteine Schrift geſchr. u.
Ge=
länder m. wetterfeſter Farbe geſtr.
*13674om) Ad. Haun, Dieburgerſtr. 5.
Herrenwäſche, Gardinen, Kleider
9 u. Bluſen werd. z. Büg. angen.
Büglerin geht auch außerm Hauſe
11657a) Mathildenpl. 45, I., Walther.
können Sie nirgends ſchöner und preiswerter kaufen als
bei uns. Wir bieten Ihnen tatſächlich größte Auswahl ſowie
allerbilligſte Preiſe. (12410mf
— Preislagen:
in Wichsleder . . . . . . Mk. 4.50, 5.50 u. 6.50
in Chevreaux und Boxkalf, mit und ohne Lackkappen
Mk. 5.90, 6.75, 8.50, 10.50, 12.— und höher.
Schwarz=weiße
Rabattmarken.
Gebr. Blum
5 Markt 5.
Rabattmarken.
Posten I Weiße Batiste, Zephyre, Ripse
80 cm breit .
. jetzt Meter von
Posten II Weiße Stickerei-Stoffe
80 u. 120 cm breit .
. jetzt Meter von
Posten III Bunte Percale und Zephyre
ca. 80 cm breit .
jetzt Meter von
Posten IV Bunte Tennis- und Sport-Flanelle
ca. 80 cm breit .
jetzt Meter von
Posten V Feine halb- u. reinwoll. Sportflanelle
ca 80 cm .
jetzt Meter von
Posten VI Matrosen-Drell u. Satins
ca. 70 cm breit
. . . . . jetzt Meter von
Kur für den Vorrat!
Muster können nicht abgegeben werden!
Met-bouten
Taschen-Tücher
weiß u. bunt für
Herren u. Damen
zum Aussuchen
Stück
₰
Spezial-Geschäft
adwig Schwub
Von der Reise
lzurück. (*13559som
Dr. Happel
Sandstrasse 18. Telephon 623.
—. Der Vorſteher des altbekannten
Pensionates f. j. Mädchen
„Chäteau de Graney‟,
Lau-
sanne, Hr. Spieß, iſt bis zum
11. cr. z. Kuraufenthalt in
Wies=
baden, Hotel „Grüner Wald‟,
und iſt von 1—3 Uhr täglich zu
ſprechen.
(Fr12391
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbroic-fſitnitrtr, gart.
Hant-u. Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kalserstr. 60
Schmerzloses rasches
Heilver-
fahren ehne Auskalher.
Rasche Heilungen nach
Kriceh-Haia sos.
Sprechstund.: 11—1 und 4—8
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10—1 Uhr.
(3151a)
Diejenige Perſon,
die einen Schirm in der
Heidel=
bergerſtraße zwiſchen 11 u. 12 Uhr
Dienstag gefunden, iſt erkannt und
wird erſucht, denſelben abzugeben
*13916)
Schillerplatz 8, Manſ.
Ernst-Ludwigstraße 23.
(12451
Klavierspieler
empf. ſich für Vereine. Gefl. Anfr.
unt. O. 82 an die Exp. (*13906
100 Stühle,
Gartenmöbel, 10 Tiſche,
auch einzeln zu verkaufen (12417a
Eliſabethenſtraße 44, Laden.
ehade
Umzugshalber ofen u. Zteil.
Gasherd billig zu verkaufen
*13941)
Rheinſtraße 37, I.
eein Händler bezahlt mehr für
R gebrauchtes Schuhwerk u.
Klei=
der wie C. Minkler,
Lange=
gaſſe 10, chriſtliches Geſch. (*13388mi
hltechaſt. Soſe und Aleg=
E Zither zu verkaufen (*13939
Soderſtraße 5, 1. Stock.
Pension Mink
Mittagstiſch 80 Pfg.
Abendeſſen 70 Pfg.
*13944 Eliſabethenſtr. 4, II.
entſlogen,
Kanartenweibchen g. Belohn.
abzug. Pankratiusſtr. 4, I. (*13934
Enhlaufen
großer weiß=brauner Zughund
und Pinſcher, auf die Namen
Cäſar und Putz hörend. Gegen
Belohnung abzugeben bei
Michael & Dr. Oehmichen,
Hyperolin=Farbwerk (12396md
Ober=Ramſtadt.
Woog, am 4. Juni 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3.76 m.
Luſtwärme 142 G.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 170C.
Woog=Polizei=Wache.
gnche eſſe
EEsséiaark
D
Ausserordentliche Veranstaltung zum besonders günstigen Einkauf
35
Enorme Auslagen Damen-Leibwasche beste Verarbeitung,
als: Damen-Hemden, Nacht-Jacken, Beinkleider, Knie-Beinkleider, Untertaillen, Anstandsröcke etc.
nur erstklassige Fabrikate,
5Serie 1 95 Pfg.
Serie II135
Serie III 175
Serie IV 195
Die angeführte Damenwäsche ist reich mit Festoh-Bogen, Stickereien etc. garniert und aus la Stoffen hergestellt. Grose
Posten Stickerei-Unterröcke
aus feinen Renforcé-Stoffen mit Einsätzen und
Stickerei-Volants
Serie I
Serie II
Serie III Serie IV Grose
Posten Untertaillen
aus guten Stoffen, mit reichen Stickerei- Garnier-
ungen und Banddurchzug
Serie I
Serie II Serie III
Serie IV Ausergewöhnliches
Taschentücher
Angebot!
rein Leinen, weit unter Preis
Serie I Serie II Serie III Serie IV 45
95
95
2
3—
Za-
St 135
110
78₰ 95 ₰ un Zm. 4 undes u. 5 Grose
Weise Betücher
Posten
aus gutem Cretonne, oder prima westf. Halbleinen,
vollständig gross
Serie II
Serie III
Serie I
Serie IV Grose
Posten Weisse Bettbezüge
alles eigene Anfertigung, aus gutem Damast in
schönen modernen Dessins
Serie I Serie II
Serie III Serie IV Grosse
Posten Weisse Kissenbezüge
aus nur solidem Cretonne, mit Stickerei- oder
Spitzen-Einsätzen, festoniert oder ausgenäht
Serie I Serie II Serie III Serie IV Serie V 495
925
75
5
2—
1
2
32 50
4.—
328
32
56 135
68₰ 78₰ 95 ₰ 110.
Große Posten Badetücher nur la Qualitäten
Grösse 100X100 cm
125X140 cm
125X180 cm
140X180 cm
185 ₰ 15
245
25
355
Große Posten Frottierhandtücher extra billig
Grösse ca. 45X95 cm
50X110 cm
55X115 cm
60X120 cm
48.
65
85.
110
Grose
Posten Tischtücher
Serie I
Damast
110/150cm 1—
Serie II
Jacquard
15/50 cm 15
Serie IV
ben gute Qunl.,
:: extra billig::
Serie III
Jacquard 975
130/165 cm 2—
rein Leinen
139/165 em
375
GrossePosten Servietten weit unter
Preis! Serie I Serie II Serie III Serie IV nh ptrza. 225 perg. 38 rein Lein. 37
*½, Dtzd. 34
Grosse
Posten Handtücher
Serie I
ca. 42/100
Ptzu. 225
Serie II
ca. 48/115
pic.2
gesäumt u.
ge-
bändert , enorm
billig ::
Serie III Serie IV
ca. 48/100 ca. 50/105cm
ptrd 33
ptzz. 320
Besondere
Gelegenheit!
Serie
I
55₰
ca. 84 cm breit
Serie 6
II 68 ₰ MI 85 ₰ I 98 ₰
Serie
nur beste, elsässische Qualitäten, grösstenteils mercerisiert,
Grosse Posten weisse Bett-Damaste
hierunter rein Macco
ca. 130 cm breit
ca. 160 cm breit
Serie
Serie 120 Serie 4
erie
Serie 425 Serie 175 Serie 910
I 75₰ II 95
III 1— W 12 I 95₰ II 1— m 1— I 2—
Ich habe es absichtlich
unterlassen, den regulären
Verkaufswert anzuführen,
damit sich meine werte
Kundschaft selbst ein
Ur-
teil über die
ausser-
ordentliche
Billig-
keit dieser Waren
bilden kann.
KAUTHAUs
Schenswerte
Schaufenster-
dekorationen.
Darmstadt
Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstrasse.
Reizende
Innendekorationen.
(12430
Neue ltaliener Kartoffeln
3 Pfund 30 Pfg.
(12445
Vorzügl. Algier= u. Maltakartoffeln
Castlebay-=Matjes-Heringe
Eitronen per Stück 5 Pfg.
Emander Fuld
Kirchſtraße 1.
Telephon 137.
Eäblech, aut echnt=
Damenrad ten, zu verkaufen
*13952) Roßdörferſtraße 78, part.
Gnterh. Eisſchrank
billig zu verkaufen
(*13950
Erbacherſtraße 12, Hinterbau.
ſücrte ſreie
erhält man ſchon beim
Ein=
kauf von nur
3 Stück
Fliegenfänger 3 Stück 20 Pf.
Kleiderbügel
3
15 „
la Kloſettpapier 3 Roll. 36 „
Bügelkohlen 3 Düt. (6Pfd.)54
Einmachgläſer 3 Stück 20 „
Kochlöffel
17;
Kinderflaſchen
21 ,
Küchenmeſſer
27 „
Eßlöffel
27 „
Lampenzylinder 3
18 „
Komplette Kücheneinrichtungen
in Emaille, Zinkwaren,
Holz=
waren, Bürſtenwaren, Blech= und
Lackierwaren, Glas u. Porzellan
zu ſtaunend billigen Preiſen.
Hans Neurohr
Ecke Pankratius- u.
Wenck-
strasse 2. (12416a
Kindorbett, 1 Anzug f. Kn. v.
14—15 J., 1 P. Herrenſtiefel z.
verk. Aüicenſtr. 32,=I.
(*13911
Mar Räufanfer!
Am 1. Juli ds. Js. verlegen wir unſere
Ge=
ſchäftsräume nach
Grafenstrasse 20 u. 22.
Wir verkaufen deshalb von heute ab einen größeren
Poſten Pantherräder (Modell 1911) mit 20 Prozent
Extrarabatt und einjähriger Garantie.
(12418a
Leiſtungsfähige
Repa=
aturwerkſtätte für alle Benlz & Comb.,
Syſteme.
Telephon 1239. Grafenstrasse 35.
fe.
Hebück Feenerush.
Niederlage bei: Friedrich Schaefer. Ludwigsplatz. (480M
1 Kinderwagen m. Rckelgeſt. z.
verkauf. Heinheimerſtr. 20. (*13863
zu kaufen
Gebr. Chaiselongt
ucht.
*13892) Wendelſtadtſtr. 31, 1. St.
Maschinenschriftl. Arbeiten
fertigt
(12277a
Rechtskonsulent Kling,
Pankratiusstr. I
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Inni 1912.
Nummer 130.
Aus der Geſchichte eines Berliner
Bankhauſes.
Das Bankhaus Gebrüder Schickler blickt
in dieſem Jahre auf ſein zweihundertjähriges
Beſtehen zurück. Dies gab den Anlaß, die Geſchichte
des Hauſes in den 200 Jahren ſeit der Gründung
quellen=
mäßig darſtellen zu laſſen. Das daraus entſtandene Werk
hat die Herren Dr. Friedrich Lenz und Otto Unholtz zu
Verfaſſern. Es ſind dadurch wertvolle Funde von
allge=
mein geſchichtlichem Intereſſe erſchloſſen.
Das Leben des Hauſes iſt mit der Preußiſchen
Ge=
ſchichte eng verbunden, denn Gebrüder Schickler waren
durch Generationen hindurch das Werkzeug für die
Wirt=
ſchafts=Politik der Preußiſchen Könige, und ſie haben
dadurch eine einzigartige Stellung eingenommen.
Friedrich Wilhelm I. verpachtete dem Hauſe
1719 den Königlichen Kupferhammer bei Eberswalde
unter Verleihung eines Monopols auf den Handel in
Kupfer, 1722 die ſtaatlichen Gewehrfabriken in Spandau
und Potsdam, in denen unter Leitung und Führung der
Firma während 130 Jahren für den Staat Flinten,
Kara=
biner, Piſtolen, Küraſſe, Degenklingen und=Gefäße
ſo=
wie Spontons gefertigt wurden, 1726 den Königlichen
Hochofen in Zehdenick zur Bomben=Fabrikation, und 1729
die Königlichen Meſſingwerke zu Heegermühle unter
Verleihung eines Monopols und eines Schutzes der
Fabrikation durch Stempel mit dem Preußiſchen Adler.
Friedrich der Große verlieh dem Hauſe das
Zucker=Monopol, das auf zum Teil geſchenkten
Grund=
ſtücken in drei großen Zuckerſiedereien in Berlin, einer
Zuckerſiederei in Minden und einer Zuckerſiederei in
Bromberg öſtlich der Elbe während langer Jahrzehnte
ausgeübt wurde. Der große König verpachtete 1753 die
Königliche Eiſen= und Stahlwarenfabrik in Eberswalde
unter Verleihung eines Monopols und Stempels der
Fabrikate mit dem Preußiſchen Adler und 1755 die
König=
liche Papiermühle in Eberswalde. Natürlich hatten die
Könige und viele Mitglieder des Hohenzollern=Hauſes
Konten bei der Firma. Im übrigen betrieb die Firma
ſchon im 18. Jahrhundert ein ausgedehntes allgemeines
Bankgeſchäft und ein Warengeſchäft, zu dem ſich auch
ſpäter noch ein Reederei=Geſchäft auf mehreren eigenen
Schiffen geſellte.
Der alte wie der neue Firmenname zeigen die
Be=
gründer der Größe und der dauernden Bedeutung des
Hauſes an: Splitgerber und Daum haben aus dem Nichts
heraus die Anfänge geſchaffen; Johann Jakob Schickler
hat nur durch eigene Tüchtigkeit den Weg zur Höhe ſeinen
Nachkommen gewieſen. Nicht zuletzt die perſönlichen
Eigenſchaften dieſer erſten Inhaber der Handlung haben
ihr die Teilnahme und das tätige Wohlwollen des
Königs=
hauſes gewonnen; es blieb ihr gewahrt, wenn auch mit
keinem der vier Herrſcher, deren Namenszüge die Epochen
unſerer Darſtellung beſchließen, die eigenartige
Verbind=
ung geſchäftlich perſönlicher Elemente jemals ganz
un=
geſtört gewahrt wurde.
Doch nicht in dem Perſönlichen, ſo machtvoll es das
Geſchick des Hauſes mit geſtaltet hat, darf befangen
blei=
ben, wer die Geſchichte der Handlung irgendwann
be=
ſchreiben und verſtehen will; betonten wir doch gleich am
Anfang, daß militäriſch=merkantile Intereſſen den
auf=
ſtrebenden Territorialſtaat des 18. Jahrhunderts und das
junge Handlungshaus zuſammenführten; dem
preußiſch=
ſächſiſchen Armeebedarf an Degen, Kugeln und Geſchützen
galten die erſten Lieferungen wie die Uebernahme der
Gewehrfabrik; die Gefälle entfernter Landesteile
einzu=
ziehen, machte erſt die Organiſation des Handels möglich,
welche auf dem von 1719 bis 1855 geführten Speditions=
Konto den Warenverkehr als ein Appendix mit erfaßte;
der auswärts bekannte Kaufmann vermochte fremde
Un=
ternehmer ins Land zu ziehen, durch ſeine Hand gingen
die Gelder für die Werbeoffiziere und Remontenkäufer
in der Fremde; er vermittelte Gold und Silber der
hei=
miſchen Münze und lieh ſeinen Rat den maritimen
Kom=
pagnien, welche des jungen Staates Flagge über die
Meere trugen. Und mehr denn je ward Staat und
Hand=
lung durch Sieg und Niederlage auf den Schlachtfeldern
verbunden; die Tätigkeit des Kaufmanns half die
Wun=
den heilen, wie die Frucht des Kampfes pflücken in den
Kriegen, welche ſeit Beginn des Hauſes die Monarchie
mehrmals in ihren Grundveſten erſchüttert haben.
Allein nicht darin erſchöpft ſich die Bedeutung dieſes
Hauſes, ſeinem Staate treue Helfer und Förderer ſeiner
Wirtſchaftspolitik geweſen zu ſein vom erſten Anfang
an erſehen wir aus den Büchern die Pflege eines davon
unabhängigen Waren= und Geldgeſchäfts.
Freilich auch hier mußte ſie die Abhängigkeit allen
Wirtſchaftens von den Wechſelfällen der großen Politik
erfahren. Während ein Teil ihrer Niederlaſſungen unter
die Fremdherrſchaft geriet, konnte der andere nur auf
völ=
lig veränderter Grundlage ſich behaupten, und mit ihrer
Teilnahme an den Anleihen des zuſammenbrechenden
„Ancien Régime” zahlte die Firma — einſt Vermittlerin
zwiſchen Friedrich dem Großen und Voltaire — dem Sieg
der Ideen, welche das ausgehende Jahrhundert erfüllt,
ihren reichlichen Tribut.
Das Geſchick des Einzelnen war wiederum verflochten
mit dem der Allgemeinheit; fünf Millionen Taler hatten
Gebrüder Schickler in bar Geld und durch Verpfändung
ihres Kredits aufzubringen, ſo viel wie ihre Heimatſtadt
bis Ende 1808 an Schulden auf ſich nahm, und das
Dop=
pelte ihres bis 1813 auf zwei Fünftel herabgeſunkenen
eigenen Kapitals. Wie einſt, als die Feinde des Großen
Königs ſeine Hauptſtadt brandſchatzten, zeigt die Geſchichte
uns von neuem in ſchwerer Zeit das Geſchick des Hauſes
und der Reſidenz vereint.
Auch im Frieden waren wieder Staat und Haus
ver=
bunden; der neu gewonnene Weſten erwarb ſich neben den
Stammlanden Bedeutung. Es blieb zwar die Tendenz
zum reinen Bankgeſchäft, und alle nicht dahin gehörenden
Unternehmungen wurden nach und nach abgeſtoßen;
je=
doch die 1795 begonnene, durch den Krieg jäh
unterbro=
chene Ausdehnung der Handlung ward nicht mehr
aufge=
nommen. Nicht mehr vermochte eine einzelne Firma das
Ganze des Staats= und Wirtſchaftslebens zu umſpannen;
alle Spannkraft der Perſönlichkeit, die den Weg zur Höhe
einſt gewieſen, ſie hätte nicht genügt, um nun die Fülle
neuer Aufgaben für ſich allein zu meiſtern, an der die
kol=
lektiven Kräfte neuer Generationen in ſtetem Wettkampf
ſich verſuchen. So ward die Pflege und der Ausbau des
Vergangenen vornehmſte Pflicht für das auf ſich geſtellte
Haus; ihm blieb im Zeitalter der Maſſen und des täglich
Neuen ein Schatz zu wahren, den fünf Generationen der
Vorfahren treu ihm überliefert, und den es in die Zukunft
mit hinüber trägt: nie wankende Hingabe an Staat und
Beruf, im Kleingewirr 200jähriger Arbeit der Sinn für
Großes gebildet und gewahrt, in Rückſchau auf
Vergan=
genes ruhiges Beharren und ſicherer Ausblick auf das
Kommende. Uns aber, die wir das Geſchehen von zwei
Jahrhunderten in einem Ausſchnitt an uns vorüberziehen
ließen, erklingt als führendes Motiv aus dieſer reichen
Symphonie, in ſich verwoben und vereint, die Treue, die
die Handlung ihrem Herrſcherhauſe gehalten, und die
Huld, die ſie von ihm erfahren hat; die Chronik des
Hauſes Gebrüder Schickler zeigt uns wie in einem hellen
Spiegel den Bund, auf dem am ſicherſten der Bau der
Jetztzeit ruht, und deſſen Fundamente in des Vaterlandes
Vergangenheit verankert ruhen: Wir meinen das
Bünd=
nis zwiſchen Königtum und Bürgertum.”
Als praktischer
Reise-Gefährte
eein bettebt. Drückt nicht, passt genau,
ärztich empfohlen.
Konkukfenzioses Mass- System.
viete Patente. Höchst prämtert.
(Gebirgsstiefel. Sandalen
für Damen, Herren und Kinder, Tennisstiefel.
Schnür-Stiefel: Kinder-Stiefel:
von M 5.50 an.
M 14.50 17.50 aufwts.
Kinderfüsse bedürfen besonderer Pflege, deshalb
sollten auch Kinder nur Chasalla-Stiefel tregen.
Chasalla
Schuhgesellschaft m. b. H.
Darmstadt
Tel. 1809
Rheinstr. 12½
gegenüber der Hauptpost
Mainz, Schöfferstrasse 8.
Kinder=Sitz=Liegwagen, braun,
wie neu, bill., einzuſ. von 8—4
Pallaswieſenſtr. 21, 3. St. (*13147im
Zwei gut erhaltene Bettſtellen
mit Matratzen für 3—4 Mon.
zu leihen geſucht. Offert. unter
O. 70 an die Exp.
(*13830
Unreiner
Teint,
Pickel, Miteſſer, Blüten verſchwind.
ſehr ſchnell, wenn man abends den
Schaum von Zucker’s Patent-
Medizinal-Seife, à Stück 50 ₰
(15%ig) und 1.50 ℳ (35%ig, ſtärkſte
Form) eintrocknen läßt. Schaumerſt
morgens abwaſchen u. m. Zuckooh-
Creme (à 75₰ u. 2ℳ) nachſtreichen.
Großartige Wirkung, von Tauſenden
beſtätigt. BeiFr. Schaefer, A. Logel
Ch. Schwinn, Drogerien, u. Gg.
Frz. Frank, Parfümerie. (10544E
Damen-Strümpfe
Herren-Socken
RinderStrümpfe
Söckchen
IHochenborgerjg.
(V1943)
7. RheinStr. 7.
Solange Saiſon dauert, liefere
täglich friſche
Kronberger Erdbeeren
zum Tagespreis (*13840md
Jakob Schellhaas
Saalbauſtr. 63½. Telephon 1697.
zu verkaufen (*13828
Heugras Erbacherſtr. 18, 1. St.
Pulver
Ehthadrungs Dr. Kuhn
hat alle gut. Eigenſchaft.,
tauſend=
fach bewährt. 3.50, 2.50,
1.50 v. Frz. Kuhn, Kronen=
Varf., Nürnberg. (V1274
Hier: F. B. Grodhauss
Seifenf. a. weiß. Turm u. b. Friſ.
Tperen
zum Reinigen und Auffriſchen von
Tapeten, Zimmerdecken, Gemälden eto.
hat ſich glänzend bewährt.
Alleinverkauf für Darmſtadt
und Umgebung
Kabt. Zachsatn
Bleichstr. 46 Telefon 188.
Ferner bringe in empfehlende
Erinnerung:
Bernstein-Fussbodenlacke
per 1kg=Doſe 1,30 u. 1,80 Mk.,
Linoleum-Fussbodenlacke
per 1 kg=Doſe 1,25 Mk., offen
per Pfd. 50 Pf.,
Parkettboden- und Linoleumwichse
in Doſen und offen,
Stahls pähne, Terpentinöl (rein),
Sangajol (Terpentinerſatz),
Créme-
farben, Stoff- u. Blusenfarben,
Oxyd-
fussbodenfarben, ſtreichfertig, per
(6714a
Pfd. 40 Pf.
Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
vormals C. Schmitz).
(V1964
eber 100000 Ps im Betrieb.
Se ereſen en
Wärmeofen und groß.
Bade=
wanne billig zu verkaufen.
An=
zuſehen vormittags
(*13835
Frankfurterſtraße 74, 1. St.
zin noch gut erh.
Kinderliege=
wagen zu verkaufen (*13854
Heinheimerſtraße 80, 3. St. r.
Peit eien eht
mit Einſ., wenig getr., für Mädchen
von 14—15 Jahren billig zu verk.
Gutenbergſtr. 11, part. (11452t
Ein in gutem Zuſtande beſindl.
Eisſchrank billig abzugeben
*13841) Friedrichſtr. 13, 2. St.
egzugshalber billig abzugeben:
1 Kuchent., rund. Tiſch,
Spül=
tiſch, Stehleit., Seſſel, Bild. pp.
*13560sms) Viktoriaſtr. 67, I.
(Stiefel, weiße Batiſtbluſen,
Herrenüberzieher, wertvolles
weiß. Tüllkleid zu verk. (*13843
Dieburgerſtraße 6, 1. St.
Diesel-Motoren
Leiste Auereichnungen: Brüsel 1910: Grand Peir
Budapest 1911: Grosse goldene Staatsmedailie
Präzisions-Motoren
für alle Betriebe und alle Brennstoffe
Lokomobilen
Lokomotiven
Seelig’s kand. Korn-Kaffee
ee
Geſund,
2 Elwallen and ollehn bes gesie
Emil SeeligA-C.
Hefbronnakt
e
Z
10670)
wohlſchmeckend,
billig.
SAUGGAS-MOTOREN-ANLAGEN
[ ← ][ ][ → ]Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden; 1 vergoldetes Zugarmband. 1 goldener
Damen=
ring mit blauem Stein. 1 Spazierſtock mit Silbergriff. 1
Taſchen=
meſſer. 1 Zwicker ohne Faſſung mit ſilbernem Kettchen. Eine größere
Anzahl Schlüſſel. 1 Schuh. 1 Buch (Phyſik, Chemie ꝛc. behandelnd).
1 Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 Brille. 1 weißes,
ge=
ſtricktes Kinderjäckchen. Eine Anzahl Buchſtaben aus Stoff (J. G.).
1 kleines gelbes Portemonnaie mit Inhalt. 1 Herren=Regenſchirm
mit Ueberzug. — Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. — Im Großh.
Hoftheater im Monat Mai liegen geblieben und bei der dortigen
Verwaltung in Verwahr: 1 Armband mit grünem Stein. 1
Opern=
glas mit Futteral. 1 Opernglasfutteral. 3 Damen=Regenſchirme.
5 Paar Handſchuhe in verſch. Farben. 5 Taſchentücher.
(12399
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigen=
tümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(12404
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Bekämpfung der’Schnakenplage.
Im Anſchluß an unſere öffentliche Aufforderung vom 11.
Ja=
nuar d. Js. und unter Hinweis auf § 3 ff. der Polizeiverordnung
des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 11. März 1911 fordern wir
die Grundſtückseigentümer auf, in den Sommermonaten die auf
hren Grundſtücken befindlichen Jauche= und Abortgruben mit
einem zur Vernichtung der Schnakenbrut geeigneten Mittel
(Saprol, Petroleum oder dergl.) mindeſtens einmal monatlich
zu übergießen.
Darmſtadt, den 1. Juni 1912.
(12405md
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Heugras=Verſteigerung.
Donnerstag, den 6. und Freitag, den 7. d. Mts.,
jeweils vormittags 8 Uhr beginnend, wird das Heugras von den
früheren Beſſunger Gemeindewieſen und ſonſtigen ſtädtiſchen Wieſen,
ſowie die Futternutzung von weiteren Grundſtücken an Ort und
Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft: Donnerstag am Woogsdamm, alsdann
hinter dem Schießhaus, Freitag an der Kreuzung des Atzwinkel=
und Böllenfalltorwegs.
Darmſtadt, den 3. Juni 1912.
(12358md
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Jaeger.
Hengras=Verſteigerung.
Freitag, den 7. Juni l. Js., von nachmittags
3 Uhr ab,
wird das Heugras von den Wieſen der Stadt Pfungſtadt in der
Fohlenweide, im Kauf, Schwarzen Stock und Große Judenkirchhof
(zirka 35 Morgen) an Ort und Stelle öffentlich verſteigert.
Zuſammenkunft an der Fohlenweide. Die Feldſchützen Jäger
und Rau ſind zur Auskunftserteilung beauftragt.
(12348im
Pfungſtadt, den 3. Juni 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Vorläufige
Verſteigerungs-Anzeige.
Im Auftrage der Firma Oppenheimer u. Co.
verſteigere ich in dem Geſchäftslokal
Kirchſtraße 4
von Montag, den 10. Juni bis 15. Juni I. Js.
ſämtliche noch vorhandene Warenbeſtände, beſtehend in
Manufakturwaren aller Art,
Herren= u. Knabenkonfektion,
Berufskleidung.
Von heute ab Vorverkauf durch den Beſitzer
zu ganz enorm billigen Preiſen, d. h. zu
Verſteigerungspreiſen.
Darmſtadt, den 1. Juni 1912.
(12213sm
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Arbeitsvergebung.
Der Neubau einer Brücke über die Modau im Zuge des
Büchnerswegs in Eiſenbeton=Konſtruktion nebſt allen erforderlichen
Arbeiten, Lieferungen und Leiſtungen, ſoll im öffentlichen Wettbewerb
vergeben werden. Bedingungen, Zeichnungen und Maſſenberechnung
liegen an unterzeichneter Stelle in den Dienſtſtunden zur Einſicht
offen. Angebote mit entſprechender Aufſchrift verſehen, ſind poſtfrei
und verſchloſſen bis zum 10. Juni ds. Js., vormittags 11 Uhr, bei
uns einzureichen, woſelbſt die Eröffnung ſtattfindet.
Pfungſtadt, den 24. Mai 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
(12349im
Eine polierte Kinderbettſtelle u. Sieſſchwarz. Schnürenpndel, r.
Kinderwagen billig zu verk. Raſſe, zu vk. Dittmar, Frank=
Wenckſtr. 2, 3. Stock. (*13903 lfurt a, M., Maltke=Allee 65. (12393a
Fluchtlinienveränderung.
Der Plan über Aenderung der
Fluchtlinien der Neuen Ireneſtraße
zwiſchen Schwanenſtraße und
Frankfurter Straße liegt in der
Zeit vom 5. bis einſchließlich
20. Juni ds. Js. bei dem
Stadt=
bauamt (Grafenſtraße 30) zur
Ein=
ſicht offen.
(12419a
Einwendungen gegen den Plan
ſind, bei Vermeidung des
Aus=
ſchluſſes, innerhalb dieſer Friſt
daſelbſt ſchriftlich oder mündlich zu
Protokoll vorzubringen.
Darmſtadt, den 3. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Weißbinder= und
Aſphalt=Arbeiten
im ſtädtiſchen Pfründnerhaus,
Aſphaltarbeiten im Schlachthof,
ſowie Schreinerarbeiten (
Erneue=
rung von Fußböden) in der
Stadt=
knabenſchule I, ſollen vergeben
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
unter=
zeichneten Amte, Grafenſtraße Nr. 30,
Zimmer Nr. 9, während der
Dienſt=
ſtunden offen.
Angebote ſind bis
Montag, den 10. Juni 1912,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(12310im
Darmſtadt, am 3. Juni 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Mas Ausweißen von Lehrſälen
uſw. in den verſchiedenen
ſtädti=
ſchen Schulanſtalten ſoll vergeben
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem unter
zeichneten Amte, Grafenſtr. Nr. 30,
Zimmer Nr. 9, während der Dienſt=
ſtunden offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 11. Juni 1912
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(12406md
Darmſtadt, am 4. Juni 1912.
Stadtbauamt.
Burbaum.
Schulgeld=Erhebung.
Die Friſt zur Entrichtung des
Ende vor. Mts. fällig geweſenen
Schulgeldes für das II.
Ka=
lender=Vierteljahr 1912 für das
Großh. Realgymnaſium, die Großh
Liebigs= und die Großh. Ludwigs=
Oberrealſchule, die Vorſchule der
Großh. Gymnaſien, die
Viktoria=
ſchule und das Lehrerinnen=
Semi=
nar, die Eleonoren= und Frauen
ſchule, ſowie die Mittelſchulen iſt
bis 15. I. Mts. erſtreckt worden.
Zahlung hat — bei Meidung
des Beitreibungsverfahrens —
bis zu dieſem Zeitpunkte an
den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu
er=
folgen.
(12431msf
Darmſtadt, den 3. Juni 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 17. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schuhmachermeiſter
Wilhelm Deichert Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
II 9971/100 138¼10 Hofreite
Wieners=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K45/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, den 29. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V12381
Bekanntmachung.
Mittwoch, 3. Juli I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Ingenieur Friedrich
Borchert zu Frankfurt am Main,
im Grundbuch der Gemarkung
Darmſtadt zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Nr. qm
Flur
22 611/1000 322¾/10 Hofreite
Viktoria=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K44/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 18. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V11645
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Gottlob
Schölkopf in Darmſtadt wird der
Eröffnungsbeſchluß vom 29. Mai
1912 dahin berichtigt, daß der
Ge=
meinſchuldner mit Vornamen
nicht Georg, ſondern Gottlob
heißt.
(12395
Darmſtadt, den 1. Juni 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Geschmiedete Bügelstähle,
flache und halbrunde,
Bügeleisen, Plätteisen,
Bügelkohlen (6770a
Wald=
L. Hufnagel, ſraße 7.
Verzeichnis
der Beiträge für die National=Flugſpende
welche bis zum 25. Mai 1912 bei den Darmſtädter Sammelſtellen
(Bank für Handel und Induſtrie, Darmſtädter Tagblatt, Darmſtädter
Täglicher Anzeiger, Darmſtädter Zeitung, Darmſtädter Volksbank,
Deutſche Vereinsbank, Neue Heſſiſche Volksblätter, Poſtanſtalten,
Reichsbankſtelle, Hofbankier Ferdinand Sander) eingegangen ſind.
Weitere Gaben an eine der oben genannten Stellen werden erbeten.
Familie Alt 3 M., W. Amend 1 M., L. Andreß 1 M., W.
An=
dreß 1 M., Oberlehrer Atorf 3 M., Frl. Marie Ax 50 M., Beamten
der Bank für Handel und Induſtrie 13.50 M., Sanitätsrat Dr. Guſt.
Barthel 5 M., Frl. Emma Bauſch 3 M., de Beauclair 10 M., de
Beaulieu 10 M., G. u. A. Becker 2 M., Frau Dr. Bender 6 M.
Medizinalpraktikant Friedrich Bennighof 10 M., Bankdirektor Otte
Benjamin 20 M., Geh. Baurat Profeſſor Otto Berndt 10 M., Dr.
med. Bitſch 50 M., R. Blaul 1 M., Dr. Blumenthal 5 M., Rentner
F. Bonte 20 M., Kaiſerl. Bankrat Brandenburg 10 M., Miniſter
Braun Exz. 20 M., Bankdirektor H. Brink 20 M., Sanitätsrat Dr.
Brückner 20 M., Rentner Georg Buff 5 M., Geh. Obermedizinalrat
Dr. Buxmann 20 M., Calmberg 10 M., Oberſtleutnant Cramolini
5 M., Frau v. Cronenhold 50 M., Darmſtädter Volksbank e. G. m. b. H.
100 M., Frau Profeſſor Dr. Daub 3 M., Baurat Daudt 10 M.,
Kommerzienrat J. W. Diefenbach 50 M., Diehl 3 M., Freiherr v.
Diemar 5 M., Dietz 1 M., Referendar Karl Dingeldey 1 M., H. Dippel
3 M., S. Eberhardt 1 M., Hofrat Hugo Edward 15 M., Frau J.
Eickemeyer 1 M., Frl. Marie Eimer 10 M., Geheimerat Emmerling
20 M., A. Engel 5 M., Se. Durchlaucht Prinz Victor zu Erbach=
Schönberg 20 M., Staatsminiſter Dr. Ewald Exz. 100 M.,
Frau Dr. Fahr 5 M., Julius Fay 10 M., Provinzialdirektor
Fr. Fey 40 M., Profeſſor Dr. Finger 5 M., Frl. E. Finger
5 M., Krankenhausdirektor Dr. Fiſcher 10 M., Frank 2 M., Dr.
Wilh. Lud. Friedrich 2 M., Früauf 1 M., E. Gad 10 M.,
Apothekenbeſitzer Gärth 5 M., Referendar Frhr. A. von Gemmingen
3 M., Wilhelm Gerhardt 3 M., Kommerzienrat Goebel 1000 M.,
Frau J. Habermehl 10 M., Marie Habicht 3 M., Reichsbankaſſiſtent
Hauſelmann 3 M., Geh. Kommerzienrat Hedderich 100 M.,
Henne=
berg 10 M., Dr. Heß 5 M., Apotheker Guſtav Heß 10 M., General
Freiherr M. von Heyl 100 M., Dr. med. Hof, prakt. Arzt, 3 M.,
Juſtizrat Dr. E. E. Hoffmann 100 M., Miniſter v. Hombergk Exz.
20 M., Sanitätsrat Dr. Hüffell 20 M., Kommerzienrat Ferd. Jacobi
30 M., F. Jordis 10 M., Profeſſor F. Kalbfleiſch 5 M., Baurat
Keller 10 M., Frau Luiſe van den Kerkhoff 5 M., Frau u. Fräulein
Keßler 3 M., Adolf Kling, Hofſpengler, 2 M., Poſtinſpektor
Klingel=
höffer 1 M., Hofrat Koch 100 M., A. Köhler 1 M., Dr. W. Köhler
10 M., Korwan 5 M., Frau Miniſter Küchler Exz. 5 M.,
Finanz=
aſſeſſor Kümmel 3 M., Frl. Kuhlmann 2 M.,
Oberlandesgerichts=
präſident Kullmann 10 M., Geh. Finanzrat Dr. Lauer 10 M., Frau
Hauptmann Lauteſchläger 410 M., Frau Dr. Lauteſchläger 10 M.,
O. Lietzmann 3 M., B. Lindner 0.50 M., Generalmajor z. D.
v. Lyncker 10 M., Gemeinde Malchen 9 M., Maaß 5 M., Maßmann
cand. mech. 0.50 M., Sanitätsrat Dr. Maurer 10 M., Medizinalrat
Dr. E. A. Merck 1000 M., Geh. Kommerzienrat Dr. Louis Merck
1000 M., Dr. Willy Merck 1000 M., Beamten der Firma E. Merck
428.65 M., Poſtdirektor i. R. Adolf Möller 10 M., Profeſſor
Hermann Müller 20 M., Profeſſor R. Müller 10 M., Müller=
Söllner 2 M., Apotheker Münch 3 M., Rentner Leonhard
Nachtigall 3 M., Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhart 25 M.,
Legations=
rat Dr. Neidhart 5 M., Bankdirektor L. Neuz 20 M., Rudolf Nick
3 M., Stadtbibliothekar Karl Noack 20 M., Kaiſerl. Bankdirektor
Offenberg 10 M., Landgerichtsrat von Pfiſter 3 M., E. Pietſch 10 M.,
Frl. A. Purgold 10 M., B. Rapp 3 M., P. Rettig 1 M., Familie
Ritſert 3 M., Kommerzienrat Roeder 40 M., Geheimerat Römheld
40 M., Reichsbankkaſſier Roesler 3 M., Profeſſor Dr. Rullmann
10 M., Hofbankier Paul Sander 25 M., Geh. Juſtizrat Sander 10 M.,
Dr. Paul Sander 3 M., Poſtdirektor Schad 3 M., Referendar Schad
1 M., Karl Schäfer 1 M., Kabinettskaſſier Rechnungsrat Scharmann
5 M., Gg. Schmidt 10 M., K. Schmidt 1 M., Adolf Schmoll, gen.
Eiſenwerth 10 M., Rechnungsrat Direktor Schneller 3 M., Profeſſor
Schrader 5 M., M. Schuchardt 20 M., Frau Hauptmann
Schüne=
mann 3 M., Stadtverordneter Schupp 5 M., Schwab 20 M., Frau
Elmire Selzam, geb. Steinmetz 10 M., Die Singſchule 12 M., Stab
der 25. Feldart.=Brig. und Offiziers=Korps Feldart.=Regt. Nr. 61
110 M., Sammlung bei dem Perſonal der Stadtkaſſe 19 M.,
Stammtiſch=
geſellſchaft. „Rolf” 51.75 M., Rechtsanwalt Dr. Stein 20 M., v. Stoeßer
100 M., Hans Strebinger und Elly Haas 10 M., Frau Suter 5 M.,
Tecklenburg 10 M., Landgerichtspräſident Theobald 20 M., Firma
Thiele & Boettinger 10 M., Chemiker Hans Traum 1 M.,
Kom=
merzienrat Eugen Trier 20 M., Kommerzienrat Louis Trier 20 M.,
Frau Profeſſor Trümpert 5 M., Ph. Ullrich 20 M., Rechnungsrat
Ph. Volk 2 M., Viktor Wagner 10 M., Poſtdirektor Walbaum 5 M.,
Walther 1 M., Geheimerat Dr. Walz 5 M., Forſtaſſeſſor Freiherr
v. Wedekind 10 M., Rechnungsrat A. Wendhauſen 5 M., Geh.
Bau=
rat L. von Willmann 10 M., Witterſtätter 5 M., Otto Zang 1.50 M.,
Drei Geſchwiſter 3 M., C. A. 3 M., K. B. 2 M., C. 5 M., Dr. E. 10 M.,
C. F. 5 M., M. W. G. 2.50 M., O. G. 3 M., Hd. 3 M., G. O. 5 M.,
Dr. P. 10 M., F. Sch. 20 M., K. St. 2 M., B. Th. 2 M., J. W. 10 M.,
L. P. W. 38.60 M., W. W. 2 M. A. Z. 3 M., N. N. 2 M., N. N. 1 M.,
N. N. 0.50 M., Ungenannt 10 M., Ungenannt 1.50 M.
(12453
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 6. Inni 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend gegen Barzahlung folgende Pfänder:
3 Büfetts, 9 Kleider=, 1 Spiegel= 3 Weißzeug= u. 4
Nacht=
ſchränke, 7 Spiegel, 4 Diwans, 3 Waſchkommoden, 10 Tiſche,
5 Vertikos, 2 Regulators, 1 Kommode, 3 Schreibtiſche,
4 Betten, 1 Trumeau, 1 Küchenſchrank, 1 Pfeilerſchrank,
1 Fahrrad, 6 Sofas, 3 Nähmaſchinen, 7 Vilder, 1
Bücher=
ſchrank, 6 Stühle, 1 Schreibſekretär, 1 Glasſchrank, 1 Etagere,
1 Weinſervice, 1 Theeſervice, 1 Seſſel, 1 Harmonium,
16 Bände Meyers Lexikon, 4 Bände Goethes Werke,
3 Bände Schillers Werke, 5 Gewehre, 2 Hirſchgeweihe,
2 Landauer u. a,
ferner auf freiwilligen Antrag:
1 Partie Schuß= und andere Waffen (für Sammler).
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
(12439
Sloker!
alle
Sprachfehler
heilt
Dhl. P. Daum
Wilhelminenstrasse 35, Ecke Hügelstrasse.
Empfohlen durch die oberste Schulbehörde.
Kursus für Vortrag und Redekunst (erhalten eine
wohltönende Sprache) für Studenten, Kauf- und
Geschäftsleute.
Angst schwindet, freies Auftreten im Verkehr mit
Menschen.
(4.235fa
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
Spezialangehot von größter Preiswürdigkeit!
Wienlig tar Brauheute!
Gediegene Wohnungs-
Einrichtung-
für Mk. 1540.−
Speisezimmer
dunkel eichen
1 Büfett
1 Anrichtetisch
6 Rohrstühle
1 Ausziehtisch
1 Diwan in Mokette.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 Bücherschrank
1 Diplomatenschreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
hell nußbaum mit Intarsien
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 zweitür. Spiegelschrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.
Elegante Wohnungs-
Einrichtung
für Mk. 1725.
Speisezimmer
dunkel eichen
1 Büfett
1 Kredenzschrank
1 Ausziehtisch
6 Lederstühle
1 Diwan.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 Bücherschrank
1 Diplomatenschreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
hell nußbaum mit Intarsien
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 zweitür. Spiegelschrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.
Hochfeine, vornehme
Wohnungs-
Einrichtung
für Mk. 2117-
Speisezimmer
dunkel eichen
1 dreiteiliges Büfett
1 Kredenzschrank
1 Ausziehtisch
6 Lederstühle
1 Diwan.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 dreitürige Bibliothek
1 grosser Dipl.-Schreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 runder Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
eichen oder hell nußbaum
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 dreitüriger Schrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.
Küche taubengrau lackiert Küche carolinapine natur 1 Küche carolinapine natur
1 Küchenbüfett
1 Anrichte mit Aufsatz
1 Tisch
2 Stühle
1 Ablaufbrett.
1 Küchenbätet
1 Anrichte mit Aufsatz
1 Tisch
2 Stühle
1 Ablaufbrett.
1 Küchenbüfett
1 Anrichte m. Schrank-Aufs.
1 Tisch
2 Stühle
(10900a
1 Ablaufbrett.
Ferner komplette Einrichtungen für Mk. 2400, 2600, 2800, 3000 u. 8. f.
Gr. Ochsengasse
Seto Runnernur 21-23.
Telefon 287. Bitte genau auf meine Firma u. Haus-Nummer zu achten. Telefon 287.
neee
Taperen Einoleum Reste
kauft man zu denkbar billigen Preisen bei
Heinrich Luckhardt
Tapeten-Linoleum-Haus
(12235a
DARMSTADT
Telephon 22I
Schulstr. 7.
Eiaikg
Elegant!
Leichtlaufend!
Unverwüstlich!
Kaufen Sie kein Rad
ehe Sie unsere Adler-Räder gesehen und
probiert haben.
deal-Räder von Mk. 85.— an.
Fahrunterricht gratis.
Gebrauchte Räder werden in Tausch
genommen.
Reparaturen und Zubehöre billigst.
Alleinverkauf:
12139a
Müller & Ober
Inhaber Adam Ober, Grossh. Hess. Hoflieferant
Telephon 651
Karlstrasse 30.
Farent
u. Technisches Bureay
H. Uhrig
Darmstadt, Rheinstr. 47.
erwirkt und verwertet Patente, Gebrauchsmuster u. Warenzeichen.
Sachverständige Beratung auf allen Gebieten des gewerblichen
Rechtsschutzes durch erfahrene Spezialingenieure. Bereitwillige
Auskunft unverbindlich und kostenlos.
(7238a
Arnold’s neues Strapazierpianinod
zum Preiſe von Mk. 500.−
(neu aufgenommene Spezialität) mit großem edlem Ton, der beſten
Mechanik, die exiſtiert, und ſtärkſtem Eiſenbau. Abſolut dauerhaft,
ſtimmfeſt und fein ausgearbeitet, unter 10jähriger Garantie. Keine
Durchſchnitts=Maſſenware. Franko Probeſendung ohne Kaufzwang.
Pianoforte-Fabrik Wilh. Arnold
Kgl. bayer. Hoflieferant, Aſchaffenburg.
(9724a
Jede echte Osram-Lampe muss die Inschrift „OSRAM‟ tragen. — Ueberalt erhältlich. Auergesellschaft Berlin O. 17.
(10678M
Kunſk und Welt.
Roman von O. Elſter.
(Nachdruck verboten.)
Der „Kampf” mit den Großeltern geſtaltete ſich nicht
ſo ſchwer, wie Wendeborn gefürchtet hatte. Es wurden
einige gereizte Briefe gewechſelt, ſchließlich machte aber
Herr Friedrich Wilhelm Schulze vernünftiger Weiſe dem
Streite ein Ende, indem er kategoriſch erklärte, er wolle
ſeine Ruhe haben. Elfriede möge bleiben, wo ſie ſei, bei
ihrer Mutter ſei ſie auch am beſten aufgehoben und die
Mutter habe das nächſte Anrecht auf ihr Kind.
Nur zuweilen wetterleuchtete es noch in den Briefen
der Großmutter, ſonſt herrſchte wieder Ruhe und Frieden.
Ruhe und Frieden waren aber bei Elfriedens tief
ver=
wundetem Herz eine wahre Wohltat. Sie atmete auf in
der friſchen Luft, die das elterliche Haus durchwehte, und
fand in dem Umgang mit der jüngeren Schweſter zuweilen
ſogar den kindlichen Frohſinn und ſchelmiſchen Uebermut
wieder, der ihren Jahren zuſtand.
Auch in geiſtiger Beziehung eröffnete ſich ihr eine neue
und erhäbenere Welt. Wenn auch ihre Eltern keinen weit
ausgebreiteten Verkehr pflegten, ſo verſammelten ſie doch
unt ſch einen ausgtſichet nrils don Slüchlen,
Schiſt=
ſtellern, Künſtlern und Künſtlerinnen. Die Geſpräche
dreh=
ten ſich zu meiſt um Kunſt und Wiſſenſchaft, Fragen der
Politik und des ſozialen Lebens. Doktor Wendeborn
ver=
ſtand es, vermöge der Ueberlegenheit ſeines Geiſtes und
ſeines feinen geſellſchaftlichen Takts jeden etwa
aufquel=
lenden Streit über derartige Fragen im Entſtehen zu
dämpfen und in den Schranken einer angenehm
anregen=
den, geſellſchaftlichen Unterhaltung zu halten. Eine wahre
Wunderwelt aber glaubte Elfriede auf den hauptſtädtiſchen
Bühnen ſich eröffnen zu ſehen. Der äußere Glanz, die
großen Räume, die ganze Art und Weiſe der
Inſzenier=
ung, das Ueberwältigende in der Kunſt der erſten
Schau=
ſpieler und Schauſpielerinnen betäubten ſie gleichſam eine
Zeit lang. Sie kam ſich ſelbſt ſo klein und ſchwach vor, daß
ſie an ſich und ihren Zukunftsplänen verzweifelte.
So ſaß ſie auch eines Abends, nachdem ſie die
gewal=
tige, dämoniſche Frauengeſtalt der Lady Macbeth durch
eine der berühmteſten Künſtlerinnen dargeſtellt geſehen
hatte, ſtill und in ſich geſunken in dem Seſſel, während ſich
ihr Vater den Tee und das Abendbrot nach den geiſtigen
Genüſſen des Abends gut ſchmecken ließ. Frau Martha,
die nicht im Theater geweſen war, lag ſchon in tiefem
Schlummer,
Lrgtich ſerdene Benoeden öſicde zum Eſen
auf. Sie nahm nur eine Taſſe Tee und ein Schnittchen
Weißbrot.
Ich kann nicht eſſen, Papa, ſagte ſie aufatmend. Es
iſt mir, als umſchwebte mich noch ſtets der Schatten der
dämoniſchen Königin von Schottland.
Wendeborn lächelte.
Du darfſt Dich dieſen Eindrücken nicht zu
leidenſchaft=
lich hingeben, mahnte er. Ich fürchte faſt, dieſe
Theater=
abende greifen Dich zu ſehr an, am anderen Tage biſt Du
immer blaß und hohläugig. Wird es Dir nicht zu viel?
Gewiß nicht, Papa, entgegnete ſie heftig, während ein
flüchtiges Rot ihre Wangen färbte. Es ſind meine
ſchön=
ſten Stunden! Ich bitte Dich, beſchränke ſie mir nicht.
Vorläufig denke ich noch nicht daran. Aber etwas
anderes möchte ich mit Dir beſprechen. Profeſſor Muther
hat Dein Skizzenbuch geſehen und meinte, Du beſäßeſt ein
großes Zeichen= und Maltalent, das man ausbilden müſſe.
Was meinſt Du, wenn Du ernſthaften Unterricht nähmeſt
— vielleicht auf der Akademie oder im
Kunſtgewerbe=
muſeum?
Er ſah ſie forſchend an, ſie ſenkte errötend die Augen.
Gewiß, Papa, verſetzte ſie etwas unſicher. Ich werde mit
Seite 13.
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Satamanden
leg. Voilemantel, weißlein. Rock,
Stickereibluſen, Jackenkleider,
Mouſſelinekleid bill. zu verkaufen
*13794im) Luiſenſtraße 30, 3. St.
Eine Wohltat für Damen ist
Kopfwaschen
mit den neuesten Wasch- u. elektr.
Trocken-
apparaten und bildet regelmässiges Waschen
nach meinem System die denkbar beste
Haarpflege. Schöne helle Damen-Salons
gegenüber dem neuen Palais. — Kopfwaschen
inkl. Frisur 1 Mark. — Separater Färbe-
Salon (Methode Henné).
(9646a
Friseur Müller
Telefon 1466. — Wilhelminenplatz 2. — a. d. kath. Kirche.
N AohienN
(526a
„Ringfrei‟
Verlangen Sie Preise und Probezentner. Absolute erstklassige Qualitäten.
Telephon
Karl Koch, Heidelbergerstr. 9½.
497.
Aaler=Aufomobl
7/17 Ps Sportvierſitzer, neu, ſofort lieferbar.
Vierzylinder, vorzüglich erhalten,
Laudaufel, fehr billig abzugeben.
(11627a
Müller & Ober, Karlstr. 30.
A
in Original-Pack
Generel-Vertreter: BERNHP WESENGRUNL
Gegründet 1822.
Weingrosshandlung
ERANKEURTA.M.
7. Schöne Aussicht.
Bitte Preisliste verlsngen.
Aibert 7o0
Möbel=Spedition
Telephon Nr. 2050.
Gutenbergstrasse 1.
Pünktliche und gewiſſenhafte Bedienung. — Erſtklaſſige
neue Patentmöbelwagen.
(10652a
Mässige Preise.
Eine Wohltat
für Kranke wie Gesunde
Mk. 1.30
Salbe
„Pillen
„ 1.30
Dere Zäpfchen „ 2.00
Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und
Bauchfellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Schwester K. Sedlmair.
Prospekte und klinisch-therapeutische Abhandlung kostenfrei
durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
Bestandt.: Dun-Salbe Cerat. reein, pini 25, Cerrat. Cetucci 25) OI. Jecor Aselli
15 Ger. Flav. 15 Bals. Causd. 2: Mirrhs 0,5; Seb. gerv. Altr. 15;
Vitell=
ovi as.— Dun-Pillen: Ol Arsch. 6; O1. Jecor Aselli 12; Cerat. res, pini 16
Ger. Tlar. 12; Bals. Canad. 15 Gerar Getael 2; Sob. eorr Altr. 13; Vitell.
eri 125- Rad. lia. 28.Dun-Zäpfchen: Gerat, res, pini 25; Garv 25;
bltraß §: Vittell ori 20: Gorat Gotaeel 25; 01. Josor Apoll 15; Mal=B.
Eiale. Genad. 2; Sehb. gerr. Mtr. 4.
Freuden die Gelegenheit ergreifen, mich in dieſer Kunſt
auszubilden.
Das klingt aber ziemlich kühl, meinte er lachend. Haſt
Du andere Pläne?
Ich füge mich gern Deinem Wunſche, Papa — wenn
ich auch zuweilen an einen anderen künſtleriſchen Beruf
dachte .
Aha, lachte er jetzt auf, an den Beruf einer
Bühnen=
künſtlerin?
Eine tiefe Glut überflammte ihr Antlitz, das ſie an
ſeiner Schulter verbarg.
Verzeih mir, Papa — ich kann nicht anders!
Was gibt es da zu verzeihen, Kind? entgegnete er
ernſter. Daß Du ein hervorragendes ſchauſpieleriſches
Talent beſitzeſt, weiß ich ohnehin. Es fragt ſich nur, ob
Du auch den Ernſt und die Feſtigkeit haſt, alle die
Ent=
täuſchungen, alle die Schwierigkeiten eines ſolchen
Be=
rufes zu ertragen und zu überwinden. An Deiner
ſitt=
lichen Kraft, den Gefahren dieſes Berufes zu widerſtehen,
zweifele ich nicht. Du darfſt Dir aber den Beruf einer
Bühnenkünſtlerin nicht ſo leicht und glänzend denken, wie
er ſich auf der Bühne ſelbſt Dir darſtellt. Es iſt wohl der
ſchwierigſte Beruf, den ein junges Mädchen ergreifen kann.
Und derjenige, welcher ihm dazu rät, nimmt eine ſchwere
Verantwortung auf ſich.
Ich habe mir das alles ſchon oft geſagt, liebſter Papa,
ſagte ſie leiſe und demütig. Und doch werde ich den
Ge=
danken nicht los! Er verfolgt mich Tag und Nacht — er
läßt mir keine Ruhe, er quält mich beſtändig — es iſt mir
als riefe mir eine innere Stimme unaufhörlich zu: Das
iſt dein wahrer Beruf! Du mußt ihm folgen — du mußt
ſtark und mutig ſein, dann wirſt du dein Ziel erreichen!
Ich glaube Dir, Elfriede. Aber täuſcheſt Du Dich
nicht? Spielt nicht ein anderes Gefühl mit hinein? Ich
meine Zureigung zu Ernſt Norbert?
Papa!
Würdeſt Du ohne jene Zuneigung, ohne die
Bekannt=
ſchaft jenes Mannes auch auf den Gedanken gekommen
ſein, zur Bühne zu gehen? Prüfe Dich, mein Kind, ob Du
Dich über Deine Kraft, über Deinen Enthuſiasmus nicht
täuſcheſt. Oft gaukelt unſere Phantaſie, unſer Herz uns
glänzende Bilder vor, unſere Einbildungskraft zeigt uns
ein herrliches Ziel, und ſpäter werden wir zu unſerem
Schrecken gewahr, daß es Wahngebilde waren, die vor der
Wirklichkeit nicht beſtehen können. Ehe ich näher auf Deine
Pläne eingehen kann, muß ich hierüber Gewißheit haben.
Ich fordere nicht, daß Du mir jetzt aufs Wort glaubſt,
Papa, verſetzte ſie mit bewegter Stimme. Ja, ich geſtehe
Dir offen, daß die Kunſt Norberts einen großen,
gewal=
tigen Eindruck auf mich gemacht hat, daß ſie es geweſen
iſt, welche in mir den Gedanken erweckten, zur Bühne zu
gehen. Aber Papa, ich ſchwöre Dir, daß meine Neigung
zu Norbert nicht ausſchlaggebend für mich geweſen iſt.
Nicht die Hoffnung, ihm vielleicht näher zu treten, vielleicht
vereint mit ihm wirken zu können, erhielt den Gedanken in
mir lebendig, ſondern das Bewußtſein, daß mein ganzes
Weſen jener Kunſt zudrängte
Ich weiß, Du nimmſt es ernſt mit der dramatiſchen
Kunſt. Ich würde niemals meine Hand dazu reichen, aus
Dir eine Schauſpielerin zu machen, welche die Kunſt
ledig=
lich als Broterwerb betrachtet oder um anderer äußerer
Verhältniſſe wegen betreibt. Soll ich Dir helfen, dann
darfſt Du nur nach dem höchſten Ziele ſtreben und mußt
verzichten auf den Beruf, wenn Du einſiehſt, dieſes höchſte
nicht erreichen zu können.
Prüfe mich, ob ich ſtark genug bin!
Nun wohl — würdeſt Du, wenn ich Dir behilflich
wäre, Deinen Plan in Wirklichkeit umzuſetzen, würdeſt
Du dann auf Deine Liebe zu jenem Mann verzichten
konnen?
Eine tiefe Bläſſe überzog ihre Wangen. Haſtig hob
und ſenkte ſich ihre Bruſt und ihre dunklen Augen füllten
ſich mit Tränen.
Wendeborn ſah ihren inneren Kampf und ein inniges
Mitleid erfüllte ſein Herz. Aber er ſagte ſich auch, daß er
hier nicht ſchwach werden durfte, wenn er Elfriedens Seele
rein und ſtark erhalten wolle für die hohe Aufgabe, die
ſie ſich geſetzt hatte.
Schilt mich nicht grauſam, meine Elfe, ſagte er ſanft
und doch ernſt, wenn ich dieſen Verzicht von Dir verlange.
Das Ziel, das Du Dir geſteckt, iſt ein ſehr hohes, ſo ſchönes,
daß andere Rückſichten, andere Wünſche, andere
Beſtreb=
ungen keinen Raum neben ihm in Deinem Herzen und
Deinem Leben haben dürfen. Nur wenn Du gleichſam
als reine Prieſterin mit dem keuſchen, unentweihten
Her=
zen dieſem Ziele zuſtrebſt, wird ſich der Tempel der
wah=
ren Kunſt öffnen. Im anderen Falle wirſt Du
hinabge=
zogen werden in eine Sphäre, vor der Dich die Götter
behüten mögen. Du kennſt nicht die Abgründe, an denen
Dein Fuß auf dem Wege zu jenem Ziele wandelt, ein
einziger Schritt von dem ſchmalen, ſteinigen Pfade und
Du ſtürzſt in jene Abgründe — Du biſt nicht mehr, als
jene Hundert und Aberhunderte, die durch einen übereilten
Entſchluß oder die Not des Lebens an den Karren der
Thespis gefeſſelt, im Frohndienſte der Theaterdirektoren
und Theateragenten dahinziehen. Vor einem ſolchen
Schick=
ſal will ich Dich bewahren. Entweder alles oder nichts!
Entweder auf der Höhe der Kunſt oder überhaupt nicht!
Eine Sklavin der Kunſt ſollſt Du nicht werden, ſondern
eine Beherrſcherin. Deshalb fordere ich dieſen Verzicht
deshalb will ich Dich frei und rein wiſſen, wie eine
Prieſterin der Veſta.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 14.
Darmſtädter Tagbl itt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
Lnde dieses Monats
unbedinat Schluss unseres Ausverkaufes
wegen vollständiger Geschäftsaufgabe.
Die Restbestände
in Kostüme * Taillenkleider * Röcke x Blusen etc.
werden zu jedem Preis ausverkauft.
(*1388s
Markt 12
I. Stock
MEanCele
Markt 12
I. Stock
K geräumig, zu kaufen geſucht.
Gefl. Offerten mit Angabe der Ein=
teilung, Größe und Preis unter
O 81 an die Exped. (12401md Me Stenztpwiſtin für
einige Stunden abends, am liebſt.
Maſchinenarb. evtl. auch außerh. d.
Hauſ. Off. u. O. 54 Exp. (*13766im — Gewandte Stenotypiſtin Wg
wünſcht ſich zu verändern. Off.
u. O. 80 a. d. Exped. (*13855 Beſſeres Fräulein ſucht Stellung
als Verkäuferin. Gut. Zeugn.
aus erſtem Geſch. Off. u. O. 97
la. d. Expedition d. Bl. (*13931md Fräul., bew. in Stenographie u.
Maſchinenſchr., ſ. Stelle. Off. unt.
O 93 an die Exp. d. Bl. (*13912 Schneiderin empfiehlt ſich
Wienersſtr. 46, pt. I.
*13897mdf) ſucht Kunden außer
Näherin dem Hauſe. (*13949
Zu erfragen in der Expedition. Tüchtige Schneiderin empfiehlt
ſich im Schneidern, ſpeziell Jackenkl.
a. Art. Garantiert gute Aus=
führung. Näh. Exped. (*13956 nimmt noch
Friſeuſe Kunden an
Liebigſtraße 6, part. (*13673om nimmt noch Kunden
Friſeuſe an. Näh. Dieburger=
ſtraße 5, Hinterb. I, links. (*13672om Tüchtiges Mädchen vom
Lande, 19 Jahre alt, welches
ſchneidern gelernt hat, ſucht Stelle,
wo ihm Gelegenheit geboten iſt,
einen Zuſchneidekurſus zu beſuchen.
Näheres in der Exp. (*13657om Junge ſaubere Frau ſucht vor=
mittags 2 Stunden Laufdienſt
Ballonplatz 6, Hth. I. (*13592sm ſucht Stell. zur
Aelt. Fraulein Führung kl. beſſ.
Haush. b. ält. Herr., frauenl. Haush.
od. ält. Ehep. Dieſ. iſt in all. Zweig.
durcha. erfahr. u. beſitzt gute Zeugn.
Off. u. O 17 a. d. Exp. (*13643om Junge ſ. Frau ſucht Laufd. für
morg. u. mitt. je 2 Std. Fr. Gelder,
Erbacherſtr. 16, Hinterb. (*13749im Junge Frau ſucht einige Stund.
Nachmittags=Beſchäftigung. Näh.
Kiesſtraße 26, Hths. (*13719im Ein 14jähriges Mädchen vom
Lande ſucht tagsüb. Beſchäftigung.
Zu erfragen in der Exp. (*13852 Eine
nimmt
tüchtige Waſchfrau Kunden an.
Wienersſtr. 52 Stb. part. (*13850 Aelt., fleiß. Mädchen ſucht tags=
über Laufſtelle, geht auch z. Kinder.
*13870) Löffelgaſſe 27, 1. St. Junges Mädchen ſucht Stelle.
*13881) Ruthsſtr. 23, II. Jüngeres Mädchen,
welches kochen kann und alle Haus=
arbeit verſteht, ſucht Stelle nach
Hanau oder Umgegend per 1. Juli.
Lohn 18—20 Mk. Offerten unter
O 82 an die Exped. (*13875md Jg. träft. Mädch. ſucht Stellung
bis 15. Juni in kl. Haushalt. Zu
erfr. Taunusſtr. 28, I. (*13827md Beſſeres Fräulein ſucht Stellung
tagsüber zu Kindern. Off. u.
O. 99 a. d. Expedition. (*13932 Unabh. Frau ſucht vor=u. nachm.
Laufdienſt, auch Aushilfe.
*13819) Langgaſſe 18, II. rechts.
NEUE
Narrcner Kartoncn
S Pfund 82 Pfg.
Sommer-Malta-Kartoffeln
3 Pfund 47 Pfg.
12441)
Neue Matjes-Heringe
per Stück 10 Pfg.
Saftige Zitronen
extragrosse Früchte, Stück
Programm
zu dem am Mittwoch, den
5. Juni, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=Regts. Nr. 115.
1. „Reiterluſt‟, Marſch von H.
Blankenburg. 2. Ouverture zu
„Mireille” v. Ch. Gounod. 3.
Ton=
lieder aus „Die Walküre” von R.
Wagner. 4. Spaniſche Rhapſodie
von J. Richardy. 5.
Tſcherkeſſen=
lied von S. K. H. dem
Großher=
zog Ernſt Ludwig. 6. Tiroler
Kaiſerjägermarſch v. C. Mühlberger.
billig abzu=
2 Sportwagen geben Große
Bachgaſſe 14, Hinterh. II. (*13937
Prima Beitiedern
zu verk. Neue Ireneſtr. 61, p. (*13929
Mäle
gehrerin erteilt Nachhilfeſtunden
billig, auch in franzöſiſch. Off.
unt. O 61 an die Exped. (*13787im
Anterricht im Zuſchneiden und
A Kleidermachen erteilt
gründ=
lich Emilie Greb, Ernſt=
Ludwig=
ſtraße 15, 1. St., H. Henkel. (12095a
6Tonſervatoriſch gebild. Dame
35 erkeilt Anfängern und
Vorge=
ſchritt. gründl. Klavierunterricht u.
Theorie. Off. u. N 68 Exp. (B11828
ſucht Stunden zu
Frimaner geben. Offert. unt.
O 56 Exped. ds. Bl. (*13775mfs
ſucht Stunden zu
Überprimaner geben. Off. unt.
O. 69 an die Exp. (*13833mf
Gründl. Klavierunterricht
erteilt Fräulein in u. auß. d. Hauſe.
Gefl.Off. unt. O 84 Exped. (*13367
Gründl., Mlavierunterricht
(Anfängern) wird erteilt von
Fräu=
lein, per Stunde 60 Pfg. Zu
er=
fragen in der Exped.
(*13839
Kochstunde.
Einige j. Damen können wieder
bei mir eintreten. G. bürg. Küche,
backen v. Kuchen, Torten ꝛc.,
Ein=
machen aller Art v. Früchten,
Ge=
müſen, k. v. Gelée ꝛc. (12382a
Frl. 1. Friedrich, Frankfurterſtr. 74.
Ueten acht
Haus zu mieten geſucht.
8—10 Zimmer evtl. 2—2½ ſtöckiges
Wohnhaus.
(12203a
Offert. unter O 3 an die Exped.
welch. für Zigarren=
Laden, geſchäft uſw. geeig.,
per 1. Oktober geſucht. Off. unter
O. 68 an die Exp.
(*13834
für Gewerbebetrieb,
Haus mögl. mit Garten, zu
mieten geſucht. Off. unter O.85
an die Exped. d. Bl. (*13885
Einfamilienhaus
womöglich mit Garten, von ſolid.
Handwerker per ſofort od. 1. Juli
zu mieten geſucht. Späterer Kauf
nicht ausgeſchloſſen. Offert. unter
O. 77 an die Exp. erb. (*13864mdf
eeher de Eberladt
Wohnung
möglichſt ganzes Haus, zu
mieten geſucht. Off. erb. unt.
O. 73 an die Exp. (*12848
Kinzel. Herr ſucht 4—5 Zim.=M.
m. Veranda, i. ruh. Hauſe, mögl.
ohne Ueberwohner per 1. Okt., bev.
Heerdweg=Viertel. Offert. unter
N 15 an die Exped. (*13163msm
Wohnu
im Preiſe von 400—800 Mk.
von Privatbeamtenfamilie,
Nähe Hauptbahnh., per bald
od. ſp. zu miet. geſ. Off. m. Pr.
erb. u. O. 75 a. d. Exp. (*13846
Wohnhaus
in oder bei Eberſtadt, event.
im Villenviertel, von
Allein=
mieter (Beamter) per bald od.
ſpäter, und event.
Vorkaufs=
recht, zu mieten geſ.
Ausführ=
liche Off. mit Preis erb. unt.
O. 74 an die Exp. (*13847
Kroße 2=Zimmerwohnung am
6 neuen Bahnhof 1. Juli mit
Preis. Off. u. O. 95 Exp. (*13922
ſucht Fräu=
Unmöbl. Zimmer lein, welches
tagsüber im Geſchäft iſt. (*13881
Off. m. Preis u. O 78 an die Exp.
Ein unmöbl. Zimmer ſof. geſ
EEbendaſelbſt Kind, 6 J. alt,
in gute Pflege zu geben. Offerten
mit Angabe des Preiſes u. O. 88
(*13904
an die Erp.
ſucht gemütl. Zim. m.
Beſſ. Herr Penſ. beikinderl. Ehe=
paar zu billig. Preiſe.
S. H., poſtl. 4.
Offert. unt.
(*13914md
Mme
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör billig zu vm. (*13935mso
Ecke Viktoria=
Landwehrſtr. 11, ſtraße, eine
Wohnung von fünf Zimmern mit
Manſarden, neu hergerichtet, mit
allen Bequemlichkeiten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (12449ms
Liebigſtr. 79 große beſſere Vier=
Zimm.=Wohn. Pr. 480 M. (*13293
Neue Irenenſtr. 67, I.
Schuknechtſtr. 55, pt.
Soderſtraße 3, I.
freundl. 4=Zimmerwohnung.
mit Bad und Zubehör zu
vermieten. Näheres daſelbſt
oder im Eiſengeſchäft
Kirch=
ſtraße 21.
(12448ms
Lauteſchlägerſtr. 5½ 4 Zimmer=
Wohnung im 3. Stock, neuzeitlich,
für 450 Mk. an ruhige Leute
zu vermieten.
(*13917ms
Wendelſtadtſtraße 8
Parterre=
wohnung, 3 große, 2 kl. Zimmer
mit Zubehör per 1. Juli. Näh.
Wendelſtadtſtr. 8, 1. Et. (*13943
Pankratiusſtr. 7 große Drei=
Zimmerwohnung, II. Stock, mit
allem Zubeh., alsbald. (*13905mds
Pankratiusſtr. 1½, II., ſch. 3 Z.=
W. m. Balk. per 1. Juli. (12447ms
Sch. 2½ Z.=W. m. Abſchl., gr. Küche,
p. 1. Juli. Näh. Tannenſtr. 8, I. I. (B12452
Feldbergſtraße 30, Seitenbau
parterre, eine 2 Zimmerwohnung
per 1. Juli zu vermieten. Näheres
Vorderhaus, im Laden. (*13954
iere Zimmer
Schuchardſtr. 13, II., einf.
möbl. Zimmer a. Frl. (12415a
Karlſtr. 32, II., möbl. Zimmer
zu vermieten.
(*13910md
Neue Schwanenſtr. 72, II.,
ſein möbl. Zimmer an ſolid. Herrn,
auch guten Privatmittagstiſch
für gebildete Herren. (*13889ms
Hügelſtr. 2, 2. Et., möbl. Zim.
zu vermieten.
(*13920
Hübſch möbl. Zimmer mit ſchön.
Veranda z. vm. Preis monatl. 16 M.
m. Frühſt. Näh. Hügelſtr. 11, III.(*1395
Karlſtr. 28, II., gut möbl.
Wohn=
u. Schlafzim. preiswert. (*3925md
vermietene
(12450asdennermittlgrin, Eliſabethenſtr. 45. (124
Beſſ. Haushält. u. ein ält.
Mädch., in all. Zweig. d. Haush.
ſelbſt., ein 24jähr., welch. bürg.
koch. k., ſow. mehr. Mädch. fürg
Eliſabethen=Küche u. Haus, darunt. beſſ. Land=
Pension ſtraße 4, II.,mädch., ſuch. paſſ. Stell. z. 1. Juli.
Wohn= und Schlafzimmer zu Gertrude Hartmann, gewerbsmäßige Stel-
Junge Frau ſucht morgens und
mittags 2 Std. Laufdienſt. Daſ.
n. tücht. Waſchfrau Kund. z. Waſch.
an Blumenthalſtr. 91. (*13713im
Mädchen ſucht Laufdienſt, auch
Laden oder Büro putzen
Stift=
ſtraße 46, Laden.
(*13930
Junge Frau ſucht Laufdienſt
*13919md) Heinheimerſtr. 100, pt.
Junge Frau nimmt noch Kund.
an im Waſchen und Putzen
*13924)
Pankratiusſtr. 67, part
ſucht Waſchen
Taubſt. Frau
Langegaſſe
Nr. 14, eine Treppe. (*13945md
Jung. ſaub. Frauſ. Laufdienſt.
V.=u. nachm. Beſſungerſtr. 70, I. (B1243s
Habe n. Tage freiz. Waſch. u Puz.
Frau Geyer, Mühlſtr. 20. (*13953
Junges Mädchen, welches noch
nicht gedient hat, ſucht Stellung.
Zu erfr. zwiſchen 2 u. 4 Uhr bei
Hahn, Beſſungerſtr. 88½N (*13836
Junge unabhängige Frau ſucht
Aushilfe im Kochen
(B12434
Ludwigshöhſtr. 10, Hinterbau.
Männlich
Kaufmann
24 Jahre alt, in Buchhaltung
ſo=
wie Expedition und Lager
durch=
aus bewandert, geſtützt auf gute
Referenzen, wünſcht anderweitig
Stellung per 1. Juli, ev. ſpäter.
Off. unt. O. 50 Exp. (*13744im
Junger Kaufmann,
perfekt in Buchhaltung,
Steno=
praphie und Maſchinenſchreiben,
ſowie in allen anderen
Kontor=
arbeiten vertraut, ſucht geſtützt auf
la Referenzen und Zeugniſſen per
1. Juli 1912 oder früher als
Korreſpondent oder dergleichen
Stellung.
Offerten unter O 63 an die
Expedition d. Bl. erb. (*13800im
Jung. Mann, 21 Jahre alt, ſeit
6 Jahr. in ein. hieſ. Papiergeſchäfte
als Packer u. Hausburſchetätig, ſucht
per ſof. anderweitig Stellung. Off.
u. O 89 an die Exp. d. Bl. (*13702
Das Einrichten u. Beitragen
von Geſchäftsbüchern, alle ſonſt.
ſchriftliche kaufmänniſche Arbeiten
übernimmt erfahrener, älterer
Kauf=
mann. Beſte Referenzen, ſtrengſte
Verſchwiegenheit zugeſichert. Briefe
unt. O. 71 an die Exp. (12354a
Zuverläſſ. Mann, 45 J., ſucht
für nachmittags Beſchäftig., gleich
welcher Art. Offerten unt. 6 11
an die Expedition. (*13603amf
In Pferdepflege u.
Fütterung
durchaus erfahr. Landwirt ſucht
Beſchäftig. als Fuhrw.=Verwalter
od. Futtermeiſt., übernimmt
neben=
bei auch Gartenarbeit, oder auch
Lagerarb. in Fourage=,
Futter=
artikel= oder Düngemittelgeſchäft.
Gefl. Offerten unter O. 90 an
(*13901
die Exped. ds. Bl.
Kräft. Schulj. ſ. Beſchäftig. für
2gs
nachm. Näh. Moosbergſtr. 26. (B12
Oeeelle
Weiblich
Erſie Vertäuferin
für die Kleiderſtoff=Abteilung
von chriſtl. Manufakturw.=Geſchäft
per bald oder ſpäter geſucht.
An=
genehme dauernde Stellung. Nur
erſte Kräfte wollen ſich melden.
Offerten mit Zeugn.,
Gehalts=
anſprüchen u. Bild unter O 94 an
909ms
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Jum 1912.
Seite 15.
Wach beendeter Inventur
gebe ich
Stoh Hester Verland Feoter Tobbich Neste
einzelne Dekorationen, Stickereien
zu
meiner effektiven Kostpreise
ab.
Joseph Trier, Hofmöbelfabrik
Wilhelminenstrasse 25
(12427md)
Wilhelminenstrasse 25.
Filialleiterin.
Eine mit dem hieſigen Publikum
und den hieſigen Verhältniſſen
durchaus vertraute, tüchtige und
energiſche Dame per ſofort zur
Leitung eines feinen
Spezial=
geſchäftes
geſucht.
Gefl. Offerten unter W. 669
an Haaſenſtein & Vogler, A.=G.,
Frankfurt a. M. erbeten. (I12097
Ich ſuche zum 1. Juli
gut=
empfohlene, branchekund. (11775a
Verkäuferin.
Hermann Berger
Ernſt=Ludwigſtraße 10.
Tüchtige
Stenotypistin
(keine Anfängerin) per 15. Juni
oder 1. Juli geſucht.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen
unt. O 39 an die Exp. (*13720im
Arbeiterinnen ſofort geſucht
Konfektion, Soderſtraße 84,
E. Wissmann. (*13531som
Hieſ. ſein. erſtes
Wäſche=
geſchäft ſucht p.
ſofortdurch=
aus geübte, tüchtige
Mamenstickerin
für Bett=, Leib= und
Tiſch=
wäſche ꝛc. Selbſtgeſtickte
Proben bitte vorzulegen.
Näheres durch die Expedit.
ds. Blattes.
(*13915
Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht (*13891ms
Kranichſteiner=
Konfektionl, ſtraße 57, III.
Ehrliches, fleiß. Dienſtmädchen
per 1. Juli geſucht. (*13798im
Maadalenenſtr. 19, part.
Geſucht p. ſof. oder 1. Juli ein
in Kinderpflege durchaus erf. einf.
geſundes Fräulein zu 2 Kindern,
1½ J. u. Säugl., die die Kinderw.
u Reinigung des Kinderz. übern.
Nähen erw. Gehaltanſpr., Zeugn.,
Bild unter Darmſtadt 208 an
die Expedition ds. Bl. (B12293
Herr mit Kind ſucht brav.
ein=
faches Mädch., Herrſchaft, 2 Leute,
ſuchen gute Köchin, letztere heiratet,
iſt 5 J. dort. Dame ſucht nettes
Dienſtmädch., ſowie andere brave
Mädch. erhalt. gute Stell. Frau Berta
Nessling, Ludwigstr. 8, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin. (*13695im
Suche für 1. Auguſt oder ſpäter
ein feines, nicht zu junges
ZWeimädchen
Norddeutſche bevorzugt, das gut
nähen und bügeln kann, und Liebe
zu Kindern hat, in einen Haushalt
von 3 Perſonen. Näh. Exp. (B12250
Ein tücht. Alleinmädchen,
welches gut bürgerlich kochen kann,
wird in einem kleinen Haushalt
bei hohem Lohn p. 1. Juli geſucht.
Näh. v. 2—5 Uhr bei (12140om
Juwelier Meyer,
Rheinſtraße 12¾/1.
Tücht. unabhäng. Lauffrau für
vorm. u. nachm. v. 15. Juni ab geſ.
*13877) Riedeſelſtr. 74, III.
Ein Laufmädchen geſucht
*13913) Riedeſelſtraße 74, I.
Laufmädch. 3 Stund. vormittags
geſucht Mathildenſtr.54. (*139074a. d. Expedition da. Bl. (213957msl
i ein beſſ. Hausmädch., ſow.
Sucht ält. u. jüng., fein bürg.
Köchinnen in gut. Herrſchaftsh.,
darunt. ein jung. Ehepaar hier u.
für ein jung. Ehepaar nach
Saar=
burg, Lothring ein zuverl.
Kinder=
mädch. n. Mainz. Näh. Frau
Gertrude Hartmann,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtraße 45.
(12443a
Näh. Martinſtr. 31, II.
Gesucht
nach Nieder=Oeſterreich in deutſche
Familie 1 Mädchen, das ſelbſtändig
kochen kann u. Hausarbeit verſteht,
u. 1 Mädchen, welches kinderlieb
u. in Hausarbeit erfahren iſt. Reiſe
frei, guter Lohn. Näheres
Frau Eiſenbahndirektor Kloess,
*13823ms) Martinſtraße 60.
2 Kindermädchen für tagsüber
geſucht. Minna Dingeldein,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Schützenſtr. 10½.
(*13948
unabhäng., gut empfohl.
Geſucht Lauffrau tagsüber. Zu
erfragen in der Expedition d. Bl.
Vorzuſtellen zwiſchen 9 u. 10 Uhr
vormittags.
(*13959
Sauberes 1. Mädchen
das gut bürgerlich kochen kann,
zum 1. Juli geſucht. Vorſtellen
von 3—5 Uhr.
(12300imd
Zahnarzt Oestreicher,
Rheinſtraße 39, 2. Stock.
Mädchen oder Frau 3—4 Std.
zum Milchtragen geſ. Näh.
Beſ=
ſungerſtr. 87 b. Gſchwind. (*13890
Ein aus der Schule entlaſſenes
Mädchen tagsüber geſucht
Gar=
diſtenſtraße 21, part. (*13895
Männtich
Für eine Druckerei wird ein
junger Mann für das Kontor
per 1. Juli geſucht. Derſelbe muß
außer allen Kontorarbeiten in
Stenographie u.
Schreibmaſchinen=
ſchreiben gut bewandert ſein. Off.
mit Zeugniſſen und Gehaltsang.
unter O. 43 an d. Exp. (*13761imd
in Bekanntenkreiſen den Vertrieb
von Kakaos u. Schokoladen. Hoher
Rabatt und wertvolle Prämien.
(8592
Emin schrammH
Mommenheim, Rheinheſſen
Geſucht
für 1. Juli von Firma am Platze,
junger Commis.
Sicherer Arbeiter, flotter
Steno=
graph und Maſchinenſchreiber.
Angebote unter O 40 an die
Expedition ds. Bl. erb. (*13725im
Tüchtiger Reiſendergeſucht.
Gegen Proviſion und Fixum
ſucht tüchtigen Reiſenden, ſowie
auch ſtille Vermittler auf die
Ver=
ſicherungszeitſchriften „Nach
Feier=
abend‟, „Die Fürſorge” und „Der
Volkshort‟.
(*13722imd
Vertreter: Wilhelm Didzuhn,
Darmſtadt, Kranichſteinerſtr. 7.
Ein tücht. Verkäufer für ein
Kolonialwarengeſchäft per 1. Juli
geſucht. Off. u. O 96 Exp. (*13925
Einfach. Mädchen tägl. 1 Stunde
für leichte Hausarbeit geſucht.
*13866) Schuchardſtr. 4, II. I.
tagsüber
Tüchtiges Mädchen geſucht.
(*13832
Haupt= reſp.
General=Agentur
für Darmſtadt und
Um=
gegend von Feuer=
Ver=
ſicherungs
Aktiengeſell=
ſchaft geſucht. Offert. unt.
M. 4612 an
Haasen-
stein & Vogler, A.-G.,
Frankfurt a. M. (12392f
Viel Geld
verd. Herr. jed. Stand. d. d. Vertrieb
mein. patent. Haushaltungs=
Neu=
heiten, 15, 35, 60 Pf.= Art. Anmeld.
Donnerstag zwiſchen 4 u. 6 Uhr
Reſt. Bavaria, Grafenſtr. (*13691
Junger Schuhmacher geſucht
*13711im)
Karlſtraße 25.
Ein junger Schneider
geſucht Horn, Eberſtadt, Neue
Schwanenſtraße.
(*13955mfo
Tüchtig. Möbelſchreiner
(*13858
kann ſofort eintreten
A. Hieronymus,
Schreiner=
meiſter, Kiesſtraße 21.
Tapeziergehilfe ſofort geſucht
Mathildenplatz 6. (*13938
Tüchtiger ſolider Mann, derſchon
mehrere Jahre als
Möbelpacker
beſch. war, ſof. für dauernd geſucht.
Gg. Ehrhardt & Söhne,
Möbel=
fabrik, Feldbergſtr. 36. (12402md
Keinliche Jungen
und Mädchen
für leichte Arbeit per ſofort für
dauernd geſucht. Näheres bei
Wehner & Fahr,
Schokoladen=
fabrik.
(12298imd
Ein kräftiger Arbeiter wird für
dauernd geſucht
Mayer &sender, Eiſenhandlung
Waldſtraße 35. (12337a
Jüngerer tüchtiger Hausburſche
ſoſort geſucht
(*13926
Frankfurterſtraße 6.
Zuwverläſiger Hausburſche
ge=
ſucht Roßdörferſtr. 40. (*13528md
Ein tüchtiger
zuverläſſiger Fuhrmann
geſucht. Koſt und Wohnung im
Hauſe Gardiſtenſtr. 21. (*13896
Für mein Drogen=, Chemikalien=,
Farben= u. Kolonialwaren=Geſchäft
verbunden mit Handlung photogr.
Artikel, ſuche ich zum ſofortigen
Eintritt
Lehrling
mit guter Schulbildung.
Gründ=
liche Ausbildung zugeſichert.
Germania- Drogerie
Carl Steinhäuser, Ecke Mühl= und
Nieder=Ramſtädterſtr. (*13644omf
Tapezierlehrling (*13831md
ſucht A. Meurer, Kiesſtr. 55.
Fürein größeres hieſiges Engros=
und Detail=Geſchäft wird zum
baldigen Eintritt ein
Lehrling
mit guter Schulbildung geſucht.
Offerten unter O 86 an die
Expedition d. Bl.
(12414md
und
(Tuchtige Reiſende Hauſierer
fer konkurrenzloſe Maſſenartikel
ſofort geſucht gegen Gehalt oder
Proviſion. Offert. unter O. 98
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
Sisenbektstellen
für Erwachsene, braun mit
Rost, 80X185 cm . von
weiss lackiert, mit Patent- 55
. von 26an
Matratze
Komplettes Bett
Bettstelle . .
28.50
Strohmatratze .
6.−
2 Kissen à 3.35
6.70
11.60
1 Deckbett . . .
Mk. 52.86
Bettfedern u. Daunen
in grosser Auswahl
Matratzen
Strohmatratzen von
Seegras-Matratzen
einteilig . . von
Seegras-Matratzen
von
3-teilig
Seegras-Matratzen
3-teilig, m. Keil
60
16
0
an
an
an
Woll-Matratzen
290
3-teilig, m. Keil
00
Kapok-Matratzen
m. Woll-Einl. von 42 an
995
Kinder-Stroh-
Matratzen . von 3 an
Kinder-Seegras-
Matratzen . .
Deckbetten u. Kissen
Deckbetten aus rotem Barchent, mit 6 Pfund Federn
10.05 12.25 17.60 19.20 21.50
Kissen aus rotem Barchent, mit 2 Pfund Federn
3.25 3.60 4.50 5.65 7.00 6.00
Kinder-Deckbetten 7.50 8.25 10.90
Kinder-Kissen 2.60 3.00 3.95
Gisenbettstellen
für Kinder, mit Spiralmatr,
von 10 an
weiss lackiert
mit Spiralmatratze, doppelt
abschlagbaren Seitenteilen,
weiss lackiert . . . von
1820
Komplettes Kinderbett
Bettstelle. . .
13.50
Strohmatratze .
3.85
Deckbett . .
7.50
Kissen
2.60
Mk. 27. 45
Patent-Matratzen und
Matratzen-Schoner sehr billig
Einoteum!
200 cm breit, zum Belegen ganzer Zimmer,
in Coupons von 3—6 Meter, per-Meter 1.25
200 cm breit, ausrangierte Dessins
per O-Meter 1.45
200 cm breit, ganz moderne Muster
per D-Meter 1.00
Linoleum-Läufer
60 cm breit, Meter von 85 Pfg. an
67 cm breit, Meter von 1.10 an
90 cm breit, Meter von 1.45 an
110 cm breit, Meter von, 1.85 an
133 cm breit, Meter von 2.40 an
Linoleum-Teppiche
150/200 cm 200/250 cm 200/300 cm
650
von 6 an von 11 2a von 19 aa
Linoleum-Vorlagen
45/65 cm 70/90 cm 70/115cm
11
16
von 60 ah von 1 aa von 1. an
Der billige Verkauf von Weisswaren dauert fort.
Grosse Sonder-Auslagen im Parterre zu Extra- Preisen.
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins
Fernsprecher 2551.
C
otothschild
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins
Fernsprecher 2551.
(12409
Große Hausuhr
dunkel Eiche (Pferdemarkt=Gewinn),
billig abzugeben, anzuſehen
Karl=
ſtraße 29, im Uhrengeſch. (11969a
Ein gut erh. Motorrad gegen
monatliche Abzahl. zu kaufen
geſucht. Offerten unter O. 92
(*12008
an die Exp.
Cakes
und
Biskuits!
Preis pr. 1 &=Doſe in Pfg.
Biskuit=Miſchung: 75, 120, 160
Cakes=Spezial=Miſchung:
100, 120, 140
Ernſt=Ludwigſtraße 19.
Bücherschrank
hochfeines Stück, billig zu verkfn.
Arheilgerſtraße 92, pt. (*13786im
gebraucht. Krankenfahrſtuhl zu
kauf. geſ. Angeb. m. Preisang.
unt. O. 32 an die Exp. (*13694im
Politur, Leim Spiritus zu Engrospreisen bei Anton
Fischer 8 Frankfurterstr.
Sehobiten
verleiht ein roſiges, jugendfriſches
Antlitz, weiße, ſammetweiche Haut
und ein reiner, zarter, ſchöner Teint.
Alles dies erzeugt die allein echte
Steckenpferd=Lilienmilch=Seife
à St. 50 Pf., ferner macht der
Dada=Cream
rote und riſſige Haut in einer Nacht
weiß u. ſammetweich. Tube 50 Pf. b.:
F. B. Grodhaus, am weißen Turm,
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße 8,
Georg Frank, Eliſabethenſtraße 9,
Anton Logel, Eliſabethenſtraße 30,
Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
ſoh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller, Schuſtergaſſe 17
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatz 1
Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46,
Fhil. Köbler. Wenckſtraße. (V4875
Tannenſchwarten
u. Klötzchen zum Anfeuern, prima
trocken, ca. 15 cm lang, per Zent.
1,50 Mark einſchließlich Oktroi
frei Keller Karl Schimmer,
Tel. 212. (8149a) Heinheimerſtr. 76.
Oinderwagen zu verk. Näheres
N. Rhönring 29, 1. St. l. (*13536sm.
Für die Fräbeeren-Saison
Offeriere fortwährend friſche
Erdbeeren (Kronberger)
zum billigſten Tagespreis. (11805a
Ed. Türtmann
Telephon 1425. Grafenstr. 19.
Lieferungen nach allen Stadtteilen.
Ia. Speiſe=u. Saatkartoffeln
ſowie Futterkartoffeln empfiehlt
(11026a
billigſt
Gg. Crössmann Nachfolger,
Grafenſtraße 16.
rlano
gebr., unt. Garantie M. 350.−
Pianoforte-
Großhandig. Karl Arhold
Ecke Erbacherstrasse.
aſt neuer Sitz= und Liege=
V wagen zu verkaufen
*13808im) Arheiigen, Zellerſtr. 1.
in weißer Sitz= u. Liegewagen,
gut erhalten, zu verkaufen
*13469sm) Neue Ireneſtr.67, I.
Fahrrad
extr. ſtark gebaut, zu verk. Nieder=
Ramſtädterſtr. 47, H. (12104som
(Zierart,
Schöner Kronleuchter zu verk,
*13700imd) Mathildenplatz 7, part.
Lauch-Lihrichtung
(Drogen u. Kolonialwaren)
fast neu, billig zu verkaufen. Näh.
Bismarkstr. 26.
(13489sms
Ing., Mitglied des Verbandes
deutscher Gutachterkammern
(Sitz Berlin), Mitglied des
deutschen Schutzverbandes
für geistiges Eigentum, prüft
Erfindungen kostenfrei.
reell und sachgemäß.
ff. Referenzen. Ueber 30 eigene
Geschäfte und Vertretungen.
Ausführl. Broschüren
kosten-
frei. Mainz, Bahnhofstraße 3.
Telefon 2754 (9780a
30 130.
Mittwoch, 5. Inni.
1912.
Dobkanat
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Wie schützt man
sich gegen
Mietverlust
Durch eine Police
bei dem Allgem. Dtsch.
Mietversicherungsverein,
A.-G., Berlin (10818a
Generalagentur:
Sg. Beyser,
Bruchwiesenstrasse 4.
e
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
Rhein=
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (7971ms
Einfamilienhaus
Ecke Ohlyſtraße u. Grüner Weg,
neu erbaut, 11 Zimmer mit reichl.
Zubehör, herrſchaftl. eingerichtet,
per ſofort beziehbar, zu
ver=
mieten ev. zu verkaufen. Näheres
Ohlyſtraße 69, parterre. (B3395ms
Rheinstrase 43
wird der zweite Stock zum
1. Oktober I. J. anderweit
ver=
mietbar. Er enthält 8 Zimmer,
Badezimmer u. reichl. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallatton,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
11—1 und 5—7 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
Caſinoſtraße 8. (10658ms
Martinſtraße 35, Herrſchaftsh.,
10 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht.
Garten ꝛc., zu verm. oder zu verf.
Näheres: Laden Kiesſtraße 66, Ecke
Nieder=Ramſtädterſtraße. (7972ms
Das Haus
Hermannſtr. 16
mit Garten, z.
Alleinbe=
wohnen, zum 1. Okober
zu verm. 9 Zimmer, Bad,
Gas u. elektr. Licht. Preis
2200 Mk. Beſichtig. 11—1,
3—6 Uhr. (B11345ms
Rhein= u. Grafenſtraße Ecke
2. Etage 10 Zimmer, wovon zwei
in der Manſarde, alles mit jedem
Komfort ausgeſtattet, zu vermiet.
H. Lautz.
(11419ms
Das Haus
Heinrichstr. 62
mit 17 bewohnbaren
Zim=
mern nebſt Zubehör und
Garten, mit Balkon nach
der Straße und Veranden
nach dem Garten p. 1.
Ok=
tober I. Js. zu vermieten,
im Ganzen oder auch in
Stockwerken getrennt.
Zuferfragen an Werktagen
zwiſchen 11—1 Uhr im
Gar=
tenhauſe bei dem Beſitzer des
Hauſes.
(11820ms
Hermannstr. 39
Herrſch.=Haus, eleg., 15 Zim., gr.
Gart., Stall. f. 7 Pferde, Rem., per
1.Okt. Näh. Aliceſtr. 17, II. (*13201msm
Herrschaftswohnung
Elisabethenstrasse 70
2. Stock, hocheleg. mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7
Zim=
mer, Badezimmer, geſchloſſ.
Veranda, Burſchenzimmer,
Manſardenräume v. Anfang
Oktober zu vermieten. Näh.
zu erfr. im Büro im Seitenb.
zw. 11—12 u. 2—5. (12146ms
Hossdoriel-
strasse 60
ſchöne große 7 Zimmer=
Wohnung, 2 Trepp. hoch,
zum 1. Juli d. J. zu verm.
Einzuſehen von 11—1 Uhr.
Zu erfragen 1. St. (8569ms
Herrſchaftl. Wohnung
Wendelſtadtſtr. 5,
Zimmer, Badezimmer,
Man=
ſardenzimmer, Mädchenzimmer,
Garten und ſonſtiges Zubehör,
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres Landwehrſtraße 61.
Teleſon Nr. 450.
(12147ms
Rheinstrasse 21
iſt die neu hergericht. Wohn.
im 2. Obergeſchoß, beſt. aus
7 Zimmern u. zugehör.
Neben=
räumen an eine ruh. Familie
zu vermieten und alsbald
feziehhar.
(469m
Seenenenene ene
ſeither von Herrn Ritmeiſter
Fenner bewohnte 3. Etage,
7 Zimmer großes Badezim.,
Balkon, Gas, Elektr. ꝛc., per
ſofort zu vermieten. (12195ms
Näheres 1. Stock.
Mhienerchertnt
eleg. 6=Zimmerwohnung m. reichl.
Zubeh. ſof. Näh. 2. St. (B8114ms
Herdweg 99, Hochpart.
iſt eine ſehr ſchöne neuhergerichtete
6= Zim.=Wohnung d. Neuzeitentſpr.,
reichl. Zubeh., 2 Veranden, Bad m.
Einrichtung, Mädchenzim.,
Waſch=
küche, auf Wunſch 2 Zimmer im
Obergeſchoß, elektr. Licht, Gas uſw.
p. 1. Juli. Näh. daſ. 2. Etage.(B8115ms
Riedeselstr. 33, I. Ltage
6=Zimmerwohn., eleg. hergerichtet,
Badezimmer, Gas. Einzuſ. v. 11—1
vorm. u. 3—4 Uhr nachm. Auskunft
A. v. Hessert, Martinſtr. 14. (B8113ms
Mcherenſchtr 40,I.
ſchöne 6=Z.=Wohn. p. ſof. (8028ms
Inselstrasse 36, I.
neuzeitl. 6 Zimmerwohnung mit
Badezimmer und allem Zubehör
per 1. Julit event. früher zu verm.
Näheres Inſelſtraße 34. (7068ms
Steinſtraße 5
6 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. Juli evtl. früher.
(11191ms
Näheres parterre.
ſibelhergerſr. 39), 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger,
ſofort. Näh. part. (B8116ms
Irenestr. 12,
Ecke Viktoriastr.
iſt der 1. St., neuzeitl. eingerichtet,
6 gr. Zim., Badezim., Fremdenz.,
Balkon und andere Nebenräume,
ſofort zu vermieten. Näh. im
3. St., ſowie bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz 8, Tel. 1693. (7980ms
1. St.
mit Bad, Veranda, Fremdenz.
ꝛc., neu herger., ſof. od. ſpät. an
kl. Fam. Pr. 1600 M. (B8112ms
Wittmannſtr. 29 6 Zim.
er.
ſofort zu u
1. Stöck.
Beckstrasse 64
(6041ms
11 Uhr ab.
Marinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (12131ms
Pallaswiesenstr. 28
2. St., 6 Zimmer m. reichl. Zubeh.,
Näh. daſelbſt.
Taunnsſtraße 4, 1. Stock,
6 Zim., Gas, neu hergericht.
(auf Wunſch Garten) per ſof.
zu verm. Näheres 2. Stock
bei Fr. Dr. Winecke. (10162ms
gegenüb. 5
b Z.-Wohl. nebſt Zut
Näh. Landwehrſtr. 1.
Schulſtraße 10
1. Stock, 6—10 Zim., Bad,
Gas, Elekt., auf
Gart, per 1. Okt.
Wunſch mit
(10164imds
Zu vermieten.
Mathildenplatz 10 große ac
Ererteite
9743ms) Kahlert
ete
Heinrichstr. 124
6 Zimmerwohnung nebſt Zube
und Garten, per ſofort. (9159
cht ir
geignet.
Bureauzwecke ꝛr.
oetentr 30,. I.
Mihte ret
Preis 1000 Mk. Nä
ſtr. 20 und 31, pt.
weg 3.
ähmſerweimn
Wienersſtraße 83,
5= Zimmerwohnung.
Die bisher von Herrn Dr.
Guten-
berg bewohnte 1. Etage, 5 Z.
mit reichl. Zubehör, neuzeitl.
hergerichtet, iſt per ſofort zu
(7981ms
vermieten.
Näh. im Laden Ludwigſtr. 10.
Wittmannstrasse 25, I.
5 gr. Z. m. Bad, Veranda, gerad.
Manſardz, per ſofort zu verm. ev.
mit Stallung. Näh.
Wittmann=
ſtraße 23, part.
(B8117ms
Karlſtraße 20 eine 5=
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör ſof.
zu verm. Preis 550 Mk. (8931ms
große5 Zimmerwohn. m. Lino=
leumbelag. Näh. Heinr. Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (B8124ms t.
Pallaswieſenſtr. 39, part.
er5 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
70,zu vermieten. Näh. 2. Stock oder
ns Rheinſtr. 25, Kontor A. (7606ms Vitoriastr. 30, II.
ng, geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
wei Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
u. 1 und ſonſt. Zubehör, per ſofort
uli ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
zu verm. Einzuſeh. von morgens Näh. Kontor daſelbſt. (8010ms 5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näheres 1. Stock.
(B8138ms Moosberaſtr. 54
Ecke Heidelbergerſtr., 5 Zimmer,
Bad. Manſ. und allem Zubehör
per ſofort zu verm. (B3707ms Me
Emilstr. 42 platz) z. 1. Juli
(7979ms oder früher
fehr große 5 Z.-Wohnung
im 2. Stock mit all. Zubehör,
Balkon, Veranda, Garten,
kompl. Bade=Einrichtung uſw.
Näheres 1. Stock. (11600ms rernernrer rt. e
rt,
merwohnung mit Bad u. Zubehör
rt.per 1. Juli zu verm. Einzuſehen
von 11—1 und v. 3—5 Uhr. Zu
erfragen parterre. (7608ms Ireneſtr. 7, a. d. Frankfurterſtr.,
Wohnung: 5 Zimmer u. Zubehör,
per 1. Juni. Einzuſ. p. 11—1 Uhr.
Näh. Rheinſtr. 12, 1. St. (10170ms Beſſungerſtraße 115, 1. Stock,
5=Zimmerwohnung. (7662ms Luisenstrasse 6
ge=
Wohnung: 5 große Zimmer,
t.,
eh= Küche, Zubeh., auch als Büro
ſehr geeianet, per ſofort z. vm.
Näh. Heinr. Funk, Soder=
St.
ſtraße 76, Tel. 1031. (12132ms ör
ſ
wienersstr. 56
as
1. Stock, große helle, neu hergericht.
4 15 Zim.=Wohn. mit vollſt. Zubehör,
Licht= u. Brenn=Gas an ruh. Fam.
nit für ſof. anderw. zu verm. (6340ms
n. *
hr
us Obere Tauhusstr. 15
ß=ſchöne große 5 Zimmerwohnung,
er=1. oder 2. Stock, zu vermieten auf
k.,1. Oktober eventl. früher. (6085ms
ch Heinrichstr. 146, 1. St.
s elegante5 Zimmerwohn., gr. Manſ.=
Zimmer u. kl. Zimmer, Gas, elektr.
Licht, an ruhige Leute p. 1. Juli z. v.
3 Einzuſehen v. 2—5 Uhr. (B7389ms n- Schloßgartenſtraße 11, 1. St.,
6513= Zimmerwohnung.
(7663ms Wosessgsssssee
6.
e=
e
Neinrichstr. 194, I.
s
elegante 5 Zimmerwohnung mit
Badeeinricht., Fremden= u. Mädch.=
Zim., Balkon u. Veranda, Gas u.
geelektr. Licht u. Bleichplatz, Südſeite
eohne Gegenüber, auf 1. Juli ev.
früher wegzugshalber zu vermieten.
Näh. daſelbſt part.
(11972ms
WSeet
ns Hoffmannſtr 14, I., 5 Zim. a.
ruh. Familie. Näh. part. (7931ms Beſſungerſtr. 88, verſetzungsh.,
iſt im Hth. pt. eine Wohn. v. 5 Zim.,
Speiſek., abgeſchl. Vorpl., 2. Kell.,
Gasl., gem. Waſchk., Bleichpl., gr.H
Trockenb., p. 1. Juli 1912 anderw.
zu verm. Pr. 425 M. Näh. Bau=
büro Dieburgerſtr. 8. (7408ms 10664
r=
Alicestr. 19, II. ms
ms
frdl. 5=Zim.=Wohnung, 2 ſchöne
Manſard., 2 Keller, Trockenboden ꝛc.
p. 1. Juliod. ſpäter. Zu erfrag. part.
Ecke Rhein- u. Grafenstr.
2. Etage, 5 ſehr große Zimmer
m. Bade= u. Ankleidezimmer,
hoch=
herrſchaftlich, mit allem Komſort,
Dampfheizung, p. 1. Juli
bezieh=
bar. H. Lautz.
(9715ms
Heinrichstr. 110, 2. Etage
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubeh, 2 Manſardenzimmer, Gas,
Bad. Kalt= u. Warmwaſſerleitung,
Mitbenutzung des Trockenbodens,
Bleichplatzes, zu vermieten. Näh.
Soderſtr. 102, 1. u. 3. Etage. (7613ms
Soderſtraße 106
part., 5 Zimmerwohnung,
m. Balkon u. Veranda p. 1. Juli
zu vermieten.
(8058ms
Hofmannſtr. 1, frdl. 5= Zim.=
Wohnung im 2. St. mit Zubeh.
per 1. Juli zu verm. Näheres
parterre.
(8179ms
Stiftſtraße 67, Ecke
Linden=
hofſtraße, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem
Vor=
platz, komplettem Bad, Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
1. Juli. Näheres parterre bei
Philipp Spieß, jr.
(V8193
Wienersstrasse 71
5=Zimmerwohnung (1. Etage od.
Parterre) mit allem Zubeh. (Gas)
per 1. Juli zu verm. (8453ms
Heinrichstr. 141
parterre, geräumige 5=
Zimmer=
wohnung mit Zubehör alsbald
zu vermieten.
(11622ms
Iiestr. 3, Hochpartere
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per 1. Juli zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (8955ms
Niederramſtädterſtr. 57h, I.
Schöne 5 Zimmer=Wohnung per
1. Juli zu vermieten. Näheres
parterre.
8990ms
Herderstrasse 24
ſchöne 5 Zim.=Wohnung alsbald z. v.
Näh. Moosbergſtr. 53. (B8610ms
Reiarchstr. 150, 1. I.
5 elegante Zimmer mit allem
Zu=
behör für 1. Juli zu verm. Näh.
Mathildenſtr. 41, 2. St. (B8270ms
Giheimnitent.17 .
5=Zimmerwohnung mit
Zentral=
heizung u. Zubehör per ſofort zu
vermieten. Näheres beim Beſitzer
Gg. Hinkel, dipl. ing.,
Frankfurter=
ſtraße 16½, part., od.
Wilhelminen=
ſtr. 17 b. H. u. F. Becker (8438ms
Ecke Roßdörfer= u. Stiftſtr.
2. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunft erteilt Herr Leißler,
Stiftſtraße 62.
(10910ms
Frankfurterstr. 19, II.
5 Zimmerwohnung mit Bad und
allem Zubehör per 1. Juli. Näheres
zu erfragen parterre.
(6475ms
Rheinſtraße
Eingang Georgenſtraße, 1. Stock,
5 Z.=Wohn., Gas, elekt. Licht per
1. Juli. Näh. Rheinſtr. 33, I.(8907ms
Hügelstr. 29, I.
5 Zimmer, Balkon, Gas u. elektr.
Licht, Badez. m. kompl. Einricht.,
Küche, Keller, Boden ꝛc. an ruhige
Mieter per ſof. zu verm. (9678ms
Eliſabethenſtraße 5
2. Stock, ſchöne 5 Z.=Wohnung
m. Badez. u. Zubehör per 1. Juli
zu vermieten. Heiz= u. Leuchtgas,
Kloſett im Vorpl. Einzuſehen von
morg. 11 Uhr ab. Näheres daſelbſt
u. Mathildenſtr. 44, II. (B8922ms
Hölgesstr. 10, 1. Stock
ger. 5 Zimmerw., Badez., Mädchenz.,
Balkon, Gas, Waſchk., Bleichpl. u.
all. Zubeh. wegen Wegzug. (9192ms
Mathildenstr. 50, part.
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung per
1. Juli. Preis 1000 Mk. Näheres
Beletage.
9622ms
Roßdörferſtr. 73, I., große
neu=
zeitl. 5—6 Zimmerw. mit all. Zub.,
neu herger., ſof. Näh. pt. (11375ms
Wittmannstr. 27, part.
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör p. 1. Oktober zu vm. Einzuſ.
von 10—12 u. 3—6 Uhr. (B8530ms
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer 130.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Grünerweg 40, Neubau
zwei 7 Zimmerw., 2 Fremdenz.,
Zen=
tralh., Vacuumreinig., per ſofort
Näh. Hoffmannſtr. 21, oder b. Hrn.
Archit. Kloe, Heinrichſtr. 82. (8036ms
Aliceſtr. 19½, 1. St., Eckhaus,
freie Lage, herrſchaftl. Wohnung,
7 Zimmer, Erker, Veranda, reichl.
Zubehör wegzughalber per 1. Juli.
Auf Wunſch Gartenanteil. Näh.
parterre.
Karlſtr. 66, herrſch. 7
Zimmer=
reichlichem Zubehör, per 1. Juli.
Näheres 3. Stock.
(10985ms
Heidelbergerstr. 81/10
2. Stock, herrſchaftliche 6=Zimmer=
Wohn., Bad, Veranda u. Zubehörffrüh., 1200 Mk. Näh. Fuchsſtr. 16,
Aper 1. Oktober. Näh. Wittmann=
Aſtraße 43.
(12428ms
Heidelbergerstrasse 91 Roßdörferſtraße 28
elegante Bel=Etage, 6 große Zim=
Näheres part.
eherrſchaftl. 6=Zimmerwohn., reichl.
Zubeh. Näh. 3. Stock. (8038ms Friedrichstr. 40, 2. St.
ſchöne 5 Zimmerwohn., ſämtlichem
8 Zubehör, per 1. Juli, auch früher,
dazu ev. ferner Manſ., 3 Zimmer,
abgeſchl. Vorplatz. Näheres im
(Kontor
(6743ms Beſſungerſtraße 41 freundliche
4 Zimmerwohn., 380 Mk. (11638ms. Schwanenſtr. 39, III. Stock,
4=Zimmerwohn., Balkon, Zubeh.,
480 Mk., per 1. Juli. (8940ms Mnetert e.
„Bad, reichl. Zubh., p. ſofort. (8039ms
Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl. 6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
(9726mskompl. Einricht., reichl. Zubehör,
ſp. ſofort od. ſpäter. (9227ms Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,
Loggia mit prachtvoller Ausſicht, Bismarckstrasse 60
Gartenanteil, per 1. Oktober, evtl., wohnung, Bad, Gas, elektr. Licht, Martinſtr. 64, I., wegzugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk., Wohnung v. 5—6 Zimmer, reichl.
Zubeh., p. 1. Juli. Näh. 1. St. (9970ms
5= Zimm.=
Viktoriastr. 96, I. wohn., Bad, Manſ. per 1. Juli. (8942ms
Beckſtr. 83, 2. St., 5 Zimmerw.
mer, Zubehör, per 1. Oktober. (Veranda u. Zubehör per 1. Juli. mit Bad, Gas u. allem Zubehör Sandbergſtr. 54, neuzeitliche Grafenſtraße 31, 1. Stock, gut
(11891ms Näh. part. Preis 620 Mk. (8197msſper 1. Juli. Näh. part. (11427ms3 Zimmerw. ſof. beziehb. (11426mslmöbliertes Zimmer. (11251ms 3. St. Telephon 247. (9225ms neuzeitliche 5 Zimmerwohn., Bad, Frankfurterſtr. 11, am Herrn=! Schwanenſtr. 79, Ecke Rhön=
Zubehör per 1. Okt. an eine ruh. wohnung mit allem Zubehör Un Gutenbergſtr. 28, III., eine
Kirchſtr. 14, III., 3=Zim.=Wohn.,
Küche, Kammer, neu hergerichtet,
per ſofort.
(11428ms
Liebfrauenstrasse 68
3 event. 4 Zimmerwohn. Näheres
1. Stock.
(10702ms
Eliſabethenſtraße 29, Hinterh.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung. Näh.
im Laden.
(7400ms
Lichtenbergſtr. 78, 1. Stck., Htb.,
ſſchöne 2 Zimmerwohnung, abgeſchl
Vorplatz, große Küche. Näheres
Vorderhaus, 1. Stock. (10984ms
Büro. Näh. dat
part, 2 Z.=W, Küche
Sandstr. 44, eignet ſich auch für
(8043ms
Kl. Manſardenwohnung für
1—2
Perſonen. Näheres
Laute=
ſchlägerſtraße 3, 1. Stock. (12429ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Kont. per ſofort.
(8045ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Zum 1. Zut
ſchöne 5 Zimmerwohn. m. Gas,
elektr. Licht u. all. ſonſt. Zubehör
zu verm. Näheres Ecke
Erbacher=
ſtraße im Planoforte-Megazin. (9700ms
Heidelbergerſtr. 85, 2. St.
ſchöne geräumige 5=Zimmerwohn.
mit Balkon u. all. Zubeh. v. 1. Juli
ab zu vermieten. Näheres daſelbſt
und Soderſtraße 112. (9909ms
Mathildenſtr. 9,
1. Stock 5=Zimmerwohnung
mit Balkon u. Veranda, nebſt
Zubehör, bis 1. Juli zu
ver=
mieten, auch früh. (B10232ms
Zu erfragen im ſelben Haufe
ebener Erde.
Wenckstr. 56, I.
in ruh. Hauſe eine 5 Zimmerw. mit
all. Zubeh., neu hergericht., zu verm.
Einzuſ. von 9—3 Uhr. (10511a
Soderſtraße 67, 1. St., ſchöne
5 Zimmerw. mit Balkon, Badez.,
Manſardenz., Küche, Gas u. ſonſt.
Zubeh. an ruh. Leute bis 1. Juli,
event. auch früh. zu verm. Lage
Ecke Gervinus= und Soderſtraße.
Näheres daſelbſt.
(11193a
Allcestrasse 25
2 große 5=Zimmerwohnungen, II.
u. III. Stock mit reichl. Zubehör,
inruhigem Hauſe mit Gartenanteil,
per ſofort, zum 2. Stock ev. noch
ein Zimmer. Näh. durch B. Baer,
Landwehrſtraße 18.
(10384a
Schützensthasse 7
ſchöne 5=Zimmerwohnung ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt,
1. Stock.
(11887ms
Hügelſtraße 55, part.,
gegenüber dem Palaisgarten,
vollſt. modern hergerichtete
5 Zimmerwohn., Entreſol,
Badezimmer, Zubehör, ale=
Ahald zu verm. Einzuſehen von
9—11 u. 3—5 Uhr. (10660ms
Soberſt. 35, Eie. Meit.
große 5 Zimmer=Wohnung m.
Gas, Bad u. allem Zubehör
als=
bald billig zu vermieten. Näh.
Griesheimerweg 19, Kontor. (11974t
Frankfurterſtraße 21
iſt der 2. Stock, große 5=
Zimmer=
wohnung, 2 Manſardenzimmer
nebſt allem Zubehör, per 1. Juli
event. 1. Oktober zu vermieten.
Näheres parterre. (12145ms
Roßdörferſtr. 77, 1. Etage,
5 Zim., Küche, Badez., gr. Veranda,
Manſarde, Garten,
Wäſchetrocken=
haus m. a. Zub. p. 1. Sept. od. 1. Okt.
Näh. parterre.
(*13838ms
Viktoriaſtr. 52, 1. St., 5 Zim.,
Bad, elektriſches Licht, Gas,
neu=
zeitlich mit all. Zub. (*13826msm
Familie zu verm.
Mathildenſtr. 5, 1. St., 4 Zim.. Näh. parterre. (B8125ms
eine 4=Zimmerwohnung ſofort
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (B8136ms Kaupstrasse 32, 2. St.
Mauerſtr. 19, 1. St., neuzeitl
ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Juli.
Näh. im 3. St. bei H. Petri. (8155ms Näh. bei M. Schad, 1. St. (8419ms
Landskronſtraße 67
per 1. Juli. Näh. daſ. (6049ms
ſchöne geräumige 4 Zimmerwohn. Eckhardtſtraße 1, 1. Stock r.,
mit Veranda, Speiſe= und
Bade=
zimmer, kein Gegenüber, per ſof.
zu verm. Zu erfr. part. (11708ms
Manerstr. 30, 1. Stock zu vermieten
ſchöne 4 Z.=W. m. Veranda u. reichl.
zwiſchen 11 u. 3 Uhr. Näh. daſ. a. 4 größ. u. 2 Entreſole=Zim.,
und Kiesſtraße 84, part. (7311ms
Kiesſtr. 81 iſt eine ſchöne
Vier=
verm. Näh. daſ. part. (6769ms
Kahlertstr. 32
1. Stock, hübſche 4 Zim.=Wohn. per
1. Juli zu verm. Näh. Wilhelm
Caſtan, Kirchſtr. 5, Laden. (6335ms 1 Stock.
bahnhof, iſt wezugshalber eine gr.
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh. u. Gartenant. p. ſofort od. Mollerſtraße 2 (Eckhaus) ſchöne
Manerstrasse 21, 3. Stockt,
ſchöne 4=Zimmerwohnung,
Man=
ſardenzimmer, große Veranda und
all Zub. p. 1. Jult an ruh. Leute. AHleue Irenestr. 67, I.
Näheres 1. Stock.
(8075ms
Schöne mod. 4 Zim.=Wohnung mit Bad, großer Diele und
mit Balk, Bades Speiſek. u. reichl.
Zubeh. Näh. Karlſtr. 30, I. (8418ms mieten. Näh. daſelbſt. Preis
Bessungerstr. 66
ſchöne gr. 4=Zimmerwohnung nebſt
Heidelbergerstr. 7
Seitenbau part., 4 Zimmerwohn.
mit Küche per ſofort zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(6960ms
Landwehrstr. 5, 3. St.
neuzeitl. 5 Zimmerwohn., Magdk.,
Gas, Bad mit Gasofen, Keller, am
1. Jul. Einzuſ. v. 11—1 Uhr u.
Er-Näh. Mlulius, 1. St. (12366ms
e etene 7
3. St., ſchöne 4=Zimmerwohnung,
evtl m. Bad, Bodenraum u. 2 Keller
per 1. Juli od. früher. Einzuſehen
nachmittags 2—6 Uhr. (B7118ms
Sandbergstr. 43
Wohnung z. Alleinbewohnen
von 4—5 Zimmern, Veranda,
Lagerraum, ſof bill. zu vm.
durch Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76. Tel. 1031. (7423ms
Zimmerſtr. 11, Ecke Hügelſtr.,
gegenüber dem Neuen Palais=
Garten, freundliche 4=
Zimmer=
wohnung, parterre, mit Zubehör
per 1. Juli d. J. an nur ruhige
Leute. Näh. in der Buchbinderei,
einzuſ. v. 2—4 Uhr nachm. (8920ms
(12368m preiswert per 1. Juli. Näheres
daſelbſt oder Emilſtr. 42 I. (8185ms Lichtenbergſtraße 26, Nähe der
Dieburgerſtr., 1. St., 4 Zimmer uſw.
Wohnung, neuzeitlich, per ſofort zu p. 1. Juli od. früher z. v. (8181ms iBismarckstrasse 48
Wienersſtr. 65 1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per 1. Juli zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 10—12 und 3—5 Uhr.
zu verm. Preis 460 Mk. (8024ms Näheres daſelbſt parterre. (7909ms große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per 1. Juli d. J. zu verm. Viktoriaſtraße 90, 3. Stock
ſchöne gr. 4 Zimmerwohnung mit
2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör, 2 Manſardenzimmern, 2 Keller,
Trockenboden, Bleichplatz u. ſonſt
allem Zubehör per 1. Juli zu verm.
Mollerſtraße 25 Auskunſt wird part. erteilt (7959ms geräum. 4 Zimmerwohn., Speiſek.,
Gas uſw. per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(8401ms Schillerplatz 2, 4=Zimmerwohn.
(9189ms in d. Part=
Zubeh. z. 1. Juli z. vm. Einzuſ. Alicestr. 16 Stock, beſt.
auf den 1. Juli l. Z. zu verm.
Näh. dortſelbſt im 2. St., ſowie
zimmerwohnung per 1. Juli zu Kaſinoſtr. 8 (Anw.=Büro).gsaams Riegerplatz 5, 1. St., 4 Zimmer= Luiſenſtr. 36, II., 4 Zimmer per=
wohnung zu vermieten. (8434ms 1. Juli. Näh. im Laden. (8605ms Ireneſtraße 13, per 1. Juli
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör
im 3. Stock. Näh. Frankfurter=
ſtraße 70 und Wendelſtadtſtr. 46,
(8878ms Beſſungerſtr. 113, am Süd= Eckhardtſtraße 21, 1. Stock,
kein vis=A-Vis, 4 Zimmer, zum
1. Juli zu vermieten. (9144ms 1. Juli zu vermieten. (B6721ms 4 Zimmerwohnung im 1. Stock
per 1. Juſt zu vermieten. (10155ms freundl. 4 Zimmerwohnung
Zubehör, per 1. Juli zu ver=
500 Mk.
(10501ms
e. 4 Zim.=
Badezimmer zu verm. (B8208ms Müllerstr. 14 wohn. im
1. Stock zu verm.
(10365ms Lichtenbergſtraße 802
parterre und 1. Stock, drei neu her=
gerichtete 4=Zimmerwohnungen
mit Zubehör ſofort oder 1. Juli zu
vermieten. Preis 450 bzw. 500 Mk.
Näheres daſelbſt bei Bauführer
Dauber. 3. Stock.
(9504ms
Seitersweg 10
ſchöne 4 Zimmerwohn. im 1. St.,
Veranda, Bad ꝛc. zu verm. Näh.
daſelbſt 2. Stock.
(10168ms Soderſtraße 104, part., ſchöne1
4—5 Zimmerwohnung mit Zubeh.
großer Hof, Werkſtätte mit per 1. Okt. evtl. früher. (10672ms 8
Blumenthalstrasse 41
eine 4 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör. Näh. im Laden. (8351ms Liebigſtr. 67 ſchöne 4 Zimmer=
wohn. per 1. Juli. (10918a
Sandbergstr. 60, part.
per 1. Juli zu verm. (B11392ms
Wienersſtr. 79 ſchöne 4.
Zim=
merwohn. mit Gas, Manſardenz.
per 1. Juli. Näh. Manſ. (11446ms
Nihonring. 23
1. Stock 4 Zimmer mit
Bade=
kabinett nebſt Zubehör p. 1. Juli,
3. Stock 4 Zimmer mit
Bade=
kabinett per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 28, Büro.
(10388ms
Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, ſofort zu
ver=
mieten. Näh. Mar Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(11923ms
Heidelbergerſtr. 122
ſchöne 4=Zimmerwohnung, pt.,
mit Balkon, Gas,
Speiſekam=
mer, Bleichplatz,
Manſarden=
zimmer per 1. Juli zu
ver=
mieten. Näh. Riedeſelſtr 56,
parterre.
(10721ms
Kiesstrasse 30, part.
4 Zimmerwohnung bis 1. Jik,
wird neu hergerichtet, zu vermiet.
Näh. daſ. bei Herrmann im 1. St.
nach 6 Uhr abends. (10928ms
Heinheimerſtraße 77 hübſche
4 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
u. 2ineinandergehende
Manſarden=
zimmer per 1. Jult billig zu
ver=
mieten. Näh. 1. Stock. (10907ms
Schwanenstraße 39
ſchöne 4 Zimmerwohn. bis 1. Juli
an ruh. Familie zu vm. Näheres
Schwanenſtr. 39, part. (10362ms
Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näheres Rhönring 81, parterre.
Einzuſehen v. 8—2 Uhr. (11664ms
Moosbergstrasse 63, II.
große, ſchöne 4 Zimmerwohn. mit
Gas, Bad, Loggia u. reichl. Zub.
zu vermieten.
(B10922ms
Karlſtraße 25
ſchöne 4=Zimmerwohnung: mit
allem Zubehör per ſofort oder
1. Juli zu verm. Preis 420.— Mk.
Näh. im Laden. (11595ms
Gutenbergſtr. 11 große
Vier=
zimmerwohn. mit allen
Bequem=
lichkeiten und Gartenanteil per
1 Juli. Preis 620 Mk. Zu erfr.
Pankratiusſtr. 1 (Laden). (11222ms
Eninſct 2
nächſt der Heinrichſtraße, ſchöne
4 Zimmerwohnung, hochparterre,
mit Bad und allem Zubehör, per
1. Juli ev. früher zu vermieten.
Näh. Kiesſtraße 93, parterre, von
9 bis 3 Uhr.
(B100ms
Mühlſtr. 41 neuh. 4 Z.=W. ſofort
zu verm. Einzuſ. bis 5 Uhr. (11170a
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½,
1. St., neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. z. 1. Zuli zu verm.
Nr. 700 M. Näh. daſ. 2. St. (1377ms
D1cz
Schwanenſtr. 27
2. St., ſchöne 4 Zimmerwohnung
per 1. Juli zu vm. Näh. Nieder=
Ramſtädterſtr. 57b. 1. St. (11416ms
Stiftſtraße 31
4 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. Juli zu vermieten.
Preis 360 Mark.
(12124ms
Viktoriaſtraße 25, ſchöne Vier=
Zimmerwohnung mit Gas, Bad
u. gr. Balkon p. 1. Juli. (11626a
Landgraf Georgſtraße 62,
3. Stock, ſchöne 4 Z.=W., Mk. 450.—,
per 1. Juli zu verm. (11599ms
Blisabeihenstr. 25
Htb., 1. St., geräumige 4
Zim=
merwohn., Balkon, Zubeh. an
ruh. Fam. ſof. zu vm. (11857a
Obere Liebfrauenſtraße 108
in ruh. 4 Familienhaus bei der
Tau=
nusſtr., beſſ. Lage, iſt der hübſche
1. Stock, 4 Z. u. Zubeh., zu 520 M.
per 1. Juli zu verm. Neu gemacht.
Näh. bei 8ior, oberſter Stock. (12005a
Schloßgartenſtr. 51, 3. Stock,
4 Zim. mit allem Zubehör zu
ver=
mieten u. per 1. Juli zu beziehen.
Näheres im 1. Stock. (12128ms
4—5=Zimmerwohnung mit
Zu=
behör, Preis 480—550 Mk., zu verm.
Näh. Moosberaſtr. 94, pt. (B12150ms
Dreibrunnenſtraße 3 ſchöne
4=Zimmerwohng., neuzeitl. einger.,
mit all Zubeh.zu verm. (*3509sms
Mathildenplatz 7
ist zu vermieten ohne
vis-a-vis
1. Stock 4 Zimmer und
Küche per 15. Juli.
2. Stock 6 Zimmer und
Küche per ſofort.
Hinter=
gebäude, gr. helle
Werk=
ſtätte.
Sämtliche Räume ſind
vollſtändig neu hergerichtet
mit Bleichpl. u. reichl.
Zu=
behör. Näh. part. (12185ms
Dieburgerſtr. 62 ſchöne
Bell=
etage, 4 Zimmer, Balkon und
Zu=
behör, evtl. 1—2 Z. mehr. (12178ms
Kiesſtraße 129
1. Stock, 4 Zimmer Badez., Küche
mit Vorratsk., 2 Keller, Mädchenk.,
Veranda, zu vermieten. Näheres
Kiesſtraße 127, part. (11229oms
Teichhausstr. 51, pt.
geräumige 4=Zimmerw. mit Gas,
per 15. Auguſt an ruhige
Familie=
zu vermieten. Preis 550 Mark.
Näh. im 1. Stock.
(12242ms
4 Zimmer=
Rhönring 105 wohnunge
neuzeitl. eingericht., bis 1. Juli zu
verm. Näh. part. (*12606mmm
Taunusſtraße 39
4=Zimmerwohnung mit Balkon,
Veranda und Zubehör per ſofort
zu nerm. Näh. 1. St. I. (2362m
Mrte eeten
bau) Heidelbergerſtraße 7
als Büro oder Lagerraum,
4 Zimmer mit Küche per
ſo=
fork zu vermieten. (12196ms
Näheres 1. Stock.
In idyilisch frei. Lage
Waſſer u. Wald, nahe v.
Mittel=
punkt der Stadt, modern u.
kom=
fortabel neu erbaute 4 Zimmer=
Wohnungen mit allem Zubehör
per 1. Juli zu verm. Näh.
Soder=
ſtraße 110, Gebr. Weber. (5715m
Ludwigspl. 2, 3. St., ſchöne
4=Zimmerwohnung. Zu erfrag.
(12369ms
im Laden
Nummer 130.
15. Jult.
Veranda ꝛc.
Wilhelminenstr. 9
Vorderhaus, 2. Stock, eine ſchö
kleine 4=Zimmerwohnung per ſofo
an kinderloſes Ehepaar od. einzelr
Leute zu vermieten. (*138571
Zummer
Seitenbau bis 1. Juli.
Erbacherſtr. 17
vermieten.
Ahaſtraße 12,
3=Zimmerwohnung.
Für Flaſchenbier=od.
Milchhandlung
3 Zimmerwohnung, großer
Keller, Trockenboden und
Stallung, Hof, in der
Sand=
bergſtraße, ſofort zu verm. d.
Heinrich Funk, Soderſtr. 76.
Telephon 1031. (7422ms
3=Zimmerwohnung.
3=Zimmerwohnung.
Auskunft parterre.
merwohnung.
per 1. Juli zu verm.
Schloßgartenſtr. 5,
3 Zimmerwohnung.
Krauichſteinerſtraße 6
Näheres parterre.
Liebſrauenſtr. 197. I.
Pallaswieſenſtr. 27, 1. St.
zu vermieten.
Verein.
M. 25.—, zu verm.
Beckstr. 54 M
mit Gas und reichlich
per 1. Juli zu verm.
Kaupſtraße 32
Schad, 1. Stock.
Pankratiusstr. 30
3 Zimmerwohnung u. eine Manſ.=
Wohnung zu verm. (10662ms
r. Wilhelminenstr. 27
er Nebenraum und Gas bis 1. Jul
ns lſtraße 6.
(9681ms Mühlſtr. 37 ſchöne, freundlich
Zimmerwoh=
rt 15. Mai zu vermieten. Einzuſehen
ne von 2 Uhr mittags ab. (9741ms Zu erfr. Gartenſtr. 23. (12420ms ms Neue Ireneſtraße 15 ſchöne
3 Zimmerwohnung. Wohnungen 1. Etage, rechts, ſchöne 3 Zimmer=3 Zimmer, Küche und Zubehör an
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem Näheres bei Max Gnckenheimer,
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm. Große Ochſengaſſe. (10227ms
in ns Fuhrmannſtr. 12, Seitenbau,
h., I. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnung
as mit Zubehör, 27 Mark pro Monat,2 Zimmer (ohne Küche)parterre, auch
per ſofort. Näheres part. beials Bureau geeian. Näh. 1. St. (V10187
ne Klingler.
(10438ms im
360 Mk. jährlich. Näh. daſelbſt,
ngHinterhaus, pt. rechts v. 10—1 Uhr, Riesſtr. 66, II., 2 Zimmer u.
s od. Riedlingerſtr. 21, pt. (10448ms Küche, zu vermieten. s Eine ſchöne Drei= Zimmerwoh=
snung mit reichlichem Zubehör, im Mathildenpl. 9, Mittelbau
3. Stock, per 1. Juli zu vermieten Zimmer u. Küche, nur an ruhige
nmit Zubehör im Hinterhaus, ge=haus, 1. Stock.
iteignet für kinderloſes Ehepaar, per
er.ſof. zu vermieten. Näh. Pallas=
swieſenſtr. 23, im Laden (*01ms Liebfrauenſtraße 74 3 Zimmerwohnung, 3. Stock, der
Neuzeit entſprechend, mit Gas, Göriſch, Vorderh., part. (10722ms
Waſſerleitung u. Veranda, ſof. zu Gartenstr. 20, part.
3 Zimmerwohnung nebſt Zubehör Wohn. für 18 Mk. per 1. Juni.
per 1. Juli preisw. z. vm. Auskunft Näh. Wirtſchaft.
Buss, Rechtsanwalt, Bismarck=
ſtraße 74, I., Tel. 295. (11187ms ck,Näh. Zeughausſtraße 3. (11225ms Anzuſ. täglich bis 3 Uhr. (10655ms Pankratiusſtraße 69, 1. Stock, Zwei ſchöne unmöbl. Zimmer
r, ſchöne 3 Zimmerwohnung p. 1. Juni zum 1. Juli zu vermieten. Näheres
li. zu vermieten. Zu erfragen dort= s3 Zimmerwohn. per 1. Juli (ein=Stiftſtr. 19, part.
ßezuſeh. v. 12—3 Uhr). Manſarde p. s Pallaswieſenſtr. 30, Hinter=
*bau, 3 Zimmerwohnung mit Zu=
½behör, 25 Mk. p. Mon. (10158ms Bleichſtraße 11, Hinterbau, Zweinenzeitl. 3 Zim.=Wohn., pt. e Mauerſtr. 21, III., ſchone neu= Hölgesſtr. 10, 2 Zimmer, Küche
g. ruh. Leute. Näh. 1. St. (11415ms ße Elisabethenstr. 39, I.
u=Keller ꝛc. zu verm. Näheres imneu hergerichtet, nur an ruhige, e
sGlasladen daſelbſt.
(11831a Pankratiusstr. 16
freundl. 3=Zimmerwohn. Näh.
Pankratiusſtraße 54. (11818ms iſt eine ſchöne 3 Zimmerwohnung
Liebfrauenstrasse 1nebſt Zubehör per 1. Juli zu ver=
mieten. Näheres Heidelberger= Zwei=Zimmerwohnung u. Küche
erſtraße 123. in Eine 3=Zimmerwohnung imA. Elwert, Holzstr. 26, I. (12130ms
h. Hinterhaus zu vermieten. Näh.
Kiesſtraße 21. Untere Hügelſtraße 87 kleinere
3 Zimmer=Wohn. (neu hergerichtet)
tlſofort zu verm. (Ruhige Mieter.)
1Näh. 1. Stock daſelbſt. (11970ms Ahaſtraße ——, geräumige Zwei= 8
freundl. 3 Zim=
Stiftstr. 52, II. merwohnung haus II., u. Heinrich Funk, Soder=
gmit Gas per 1.
12031t Neue Ireneſtr. 63, 1. St., 3 Z. per 1. Juli zu verm.
S! Näh. daſelbſt 1. St. (12380t Frankfurterſtr. 86 3 Z.=Manſ. Heidelbergerſtr. 111, Manſw.,
3 Z., ſof. z. vermieten. B12202ms 7
Martinstrasse 101
enette 3 Zimmerwohn. (B6417m §1 Neue Niederſtr. 15 ſch. große
3=Zimmerwohnung billig zu ver=
mieten. Näheres im 1. Stock Blumenthalstr. 69
daſelbſt. 3. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohnung
per 1. Juli zu vermieten, per Moosbergstrasse 90,
Monat 23 Mark.
(12127ms u Nieder=Ramſtädterſtraße 43,
sſchöne 3=Zimmerwohn. mit Zub. 4Neckarſtr. 17, Hinths. 1. Stock,
iſchöne Drei=Zimmerwohnung per
sſelbſt und bei G. Armbruſt,
Ernſt=Ludwigsplatz 1. (*13824ms
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Seite 19.
Zimmerwohnung p. 1. Okt. evtl.
auch früher zu verm. (*13845ms
Zimmerwohnung mit Manſardez.
ch=3 Zimmer ohne Küche m. Keller, lu. a. Zubehör z. verm. (12377ms i Klappacherſtr. 78, 3 Zimmer,
ns zu vermieten. Näher. Hofkonditor Küche und allem Zubehör per
er,Graß mann, Wilhelminen=1. Juli zu vermieten. Preis
280 Mark.
(12379ms 3=Zimmerwohnung mit Speiſe=
öne nung mit allem Zubehör per kammer und großer Veranda nach
dem Herrngarten gehend zu verm. Kahlertſtraße 23, Seitenbau,
(10913ms ſchöne 3=Zimmerwohnung zu verm.
Preis monatl. 22.50 Mk. (12424ms Blumenthalstrasse 111 Friedrichſtraße 14, Manſarde,
wohnung per 1. Juli zu vermiet. 1ruhige Familie per 1. Juli zu verm.
Näheres parterre.
(12422ms ume Ecke der Hoch= u. Kiesſtr. 34 Karlſtraße 54
sStiftstr. 41, III., Vorderh., Vorderh., Manſarde, 2 Zimmer u.
3=Zim.=Wohnung p. 1. Juli. Preis Küche an ruh. Leute ſof. (B6730ms kleine Manſ.,
(9912ms und eine Zwei=Zimmerwohnung Leute zu vermieten. Näh. Vorder=
(8956ms ſchöne 2=Zimmerwohnung m. Man=
Frankenſteinſtr. 50 eine ſchöne ſardenzimmer und Veranda per
1. Juli zu vermieten. Näh. bei verm. Näh. part. (B11188ms Moosbergſtraße 93 2= Zimmer=
Wohnung p. ſof. od. ſpät. (B10395ms Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
(10440ms erteilt der Nachlaßverwalter Fr. Obergaſſe 40 Zwei= Zimmer=
wohnung mit Küche. (11313ms t., 3 Zimmer (unmöbl.) an einz. 42 Kranichsteinerstr. 42
Herrn oder Dame per 1. Okt. zu vm.geräum. 2 Zimmerwohn. zu verm. Eliſabethenſtr. 58. Lad. (10731ms sſelbſt bei Frieſe. (11278ms Erbacherſtr. (Vorderh.) 2=Zim.=
= Alexanderstr. 13, Vorderh., Wohn., monatl. 16 Mk. Näh.
(10804ms t. 11. Juni. Näheres part. (11438a Bleichſtraße 40, 2. St.
2 Zimmer und Küche an ruhige
Leute per 1. Juli.
(10915ms eine 2 Zimmerwohnung z. Unter=
u. 1. St., Nähe d. Hochſchule p. 1. Juni ſtellen von Möbeln, eventl. als
s1 u. Juli. Näh. Holzſtr. 22. (11396ms Lager, zu vermieten. (10908ms 1s zeitl. 3 Z.=W. m. all. Zub. p. 1. Juli und allem Zubehör an kinderloſe
Familie.
(11189ms 42 Elisabethenstr. 42
tt. Wohnung, 3 Zimmer mit Küche, helle geräumige 2 Zimmerwohn.,
kleine Familie alsbald zu verm.
Preis Mark 20.—
(11598ms Dieburgerſtr. 10 2= Zimmerw.
für ält. Ehepaar o. einz. Perſon per
1. Juli zu vermieten.
(11924a Untere Weinbergſtr. 491 Roßdörferſtr. 26 ſchöne Zwei=
Zimmerwohnung, Manſarde ſofort
(11918ms
zu vermieten. (B11875msund kleine Wohnung (1 Zimmer
u. Küche) ſof. zu verm. Auskunft b. (11888ms Kranichſteinerſtraße 17
Hinterb., 2 Zim. u. Küche. (12125ms Hinterhaus prt., p
Zimmerwohnung, 20 Mk. p. Mon.
Näh. daſ. bei Eiſemann, Vorder=
ſtraße 76, Tel. 1031.
(12122msg ſchöne 2 Zim.=
Weinbergſtr. 1.
Wohnungen
per 1. Juli. Näheres daſelbſt beig
per Juli. Näh. part. (12313ims Arnold, u. bei Heinrich Funk,
Soderſtr. 76. Tel. 1031. (12121ms
Men geue Schießhausſtr. 5, Htb., 2 Zim. u.
Küche ſofort zu verm. (B12149 Schuchardſtr. 10, 2=Zimmerw.
zu vermieten. Zu erfragen Seiten=
vau 1 Treppe hoch.
(*13385sm (B8120m ſchöne 2=Zimmerwohn. im 1. St.
§1 Dieburgerſtraße 4, Seitenbau ſof. zu verm. Näh. part. (*13478sms( 1
nahe der Heidelbergerſtraße, ſchöne
2X4 Zimmer=Wohn. mit Veranda
und Garten zu Mk. 400.— und
p. 1. Juli zu verm. Auch als Büro.) Mk. 420.— per alsbald oder 1. Juli!
geeignet. Näh. 1. St. (*13529sm zu verm. Näheres im 1. Stock da= Landwehrſtr. 37 kleine Woh=
11. Juli zu vermieten Näh. da=nung, 2 Zimmer, Küche mit Zubeh., z.
monatl. 15 Mk.
(*13716ims Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.,
ſch. 2=Zim.=Wohg., abgeſchl. Vorpl.,
Gas a. Leute ohne Kind. Preis
26 Mk. Näh. 1. St.
(V8919
Magdalenenſtraße 21, eine
kleine 2=Zimmer=Wohnung zu
ver=
mieten.
(*13630om
Wienersſtr. 52 ſchöne Zwei=
Zimmerwohnung p. 1. Juli (*13878
Beſungerſtraße 881.
Zwei= u. Drei=Zimmerwohnungen
zu mäßigem Preiſe. Zu erfragen
bei Hammer daſelbſt. (12365ms
Wilhelmſtraße 51, 3. Stock
ähihien
Rundeturmſtraße 14 ſchöne
bgeſchl. 2=Zim.=W. p. 1. Juli. N.
undeturmſtr. 12, Kont. (B12425ms
Neue Niederſtr. 11 neuzeit.
Neue Ireneſtraße 66 (nächſt
Schloßgaſſe 12 1= und 2=
Zim=
erwohnung.
(7661ms
Große Ochſengaſſe 1, 1. St.,
Zimmer mit Küche zu vermieten.
täheres Holzſtraße 11. (6045ms
Forſtmeiſterpl. 5 Stube, Kam.,
Eckhardtſtr. 19, p., ſch. unmöbl.
Große Kaplaneigaſſe 60 Zim.
Geräum. Manſ.= Zim.in ſchön. Lage
Teichhausſtraße 42 ein
un=
öbliertes Zimmer. (*13658ms
Kiesbergstr. 53
(B1237ms
Karlſtr. 60, Manſ.z. v. (B8134ms
Aliceſtr. 28,
Manſarde z.
(12370ms
Pfungſtadt, Eliſabethenſtr. 27,
3=Zimmerwohnung.
(7668ms
In Arheilgen
In Seeheim a. d. B. in un=
Kauſtig Zlener. Klüche=
Firte e eict
lieten. Das Haus
Arerſcet
Bauunternehmer
Blöſing,
(12374ms
Seleeräuh
Bismarckſtr. 55, part., ſch. helle
äume in Nähe d. Juſtizgebäudes
.ſof. Näh. daſ. part. links. (6044ms
Atelier=Bau
iebiaſtr. 21.
(8876ms
Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke ſind
(6220ms
Schulſtraße 10
Büroräume zu vermieten.
Magazin, auch als Werkſtatt
verwendbar, Keller können
dazu gegeb. werd. (10165imds
Marktplatz 12, ein im erſten
(375ms
Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
u vermieten.
(9678ms
ſelbſt oder Bleichſtr. 43, I. (12025a Schützenſtr. 7 Gr. Laden
Rheinstr. 14
Gr. Laden m. 2 Schaufenſtern,
2 Zim., 2 Lagerräumen u. Zub.,
p. 1. Juli zu verm. Näh. Grafen=
(8005ms
ſtraße 23, 2. Stock.
Laden
groß u. ſchön, in verkehrsreicher
Straße, mit reichlichen
Neben=
räumen ſofort zu verm. Anfr.
unt. U 81 an die Exp. (7069ms
Wilhelminenſtr. 173
Laden mit kompl. hochfeiner
Einrichtung u. Zubehör, 3 groß.
Erkern, Zentralheizung, evtl. auch
geteilt in 2 Läd., mit zuſ. ca. 220qm
Bodenfläche per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. Wilhelminenſtr. 17
bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
G. Hinkel, Dipl.=Ing. (6303ms
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Laden
mit einem Schaufenſter,
an=
ſtoßendem Ladenzimmer, ev.
noch 3 Zimmer im 1. Stock,
p 1. Juli anderweit zu verm.
Näh. 2. Stock.
(7634ms
Karlſtraße 50 (unmittelbar an
der Heinrichſtraße) ſchöner Laden
mit Zimmer alsbald billig zu
ver=
mieten. Zu erfragen Hochſtr. 15,
parterre.
(12197ms
Laden mit 3=Zimmerwohn.
in welchem ſeit zehn Jahren ein
Kurz=, Weiß= und
Wollwarenge=
ſchäft mit gutem Erfolg betrieben
wurde, zu vermieten, auch würde
ſich derſelbe für jedes andere
Ge=
ſchäft eignen. Zu erfragen
Pallas=
wieſenſtraße 38.
(12227ms
Marktplatz 10
— am Rathaus — iſt der von
Herrn Lederhändler Weiner
be=
wohnte Laden (früher Konditorei
Schürg) nebſt Wohnung u. groß.
Keller für den 1. Juli zu verm.
B4863m) Th. Kalbfuß.
Der von der Firma Zenner & Co.,
Eliſabethenſtr. 2, innehabende
geräum. Laden m. Ladenzim. iſt per
1. Oktober d. J. anderweit. zu vm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (11316oms
Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte
Ge=
ſchäftslage, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(9141ms
Für Friseur!
Weinbergſtr. 11, Laden
für Friſeur= u. Zigarrengeſchäft,
mit Wohnung 400 Mk. per Jahr.
Näh. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(B9642ms
Landwehrstr. 13
groß. 2=Fenſter=Laden m.
Maga=
zin oder Werkſtätte ſofort zu
ver=
mieten. Preis 500 Mk. Näheres
durch B. Baer, Tel. 1145. (10383a
Grosser Ladeh
mit zwei Schaufenſtern
in verkehrsreicher Lage, an
Um=
ſteigeſtelle der elektr. Bahn, per
ſofort zu vermieten. (11592ms
S. Kahn sohne, Lederhalg.
3 Karlſtraße 3.
Nd.-Kamstädterstr.65
Laden mit Wohnung u. ſonſt.
Zu=
behör auf 1. Juli zu vm. (11971ms
Näh. auf dem Baubüro daſelbſt.
Karlſtraße 20
moderner großer Laden mit zwei
Schaufenſter u. Ladenzimmer, in
dem ſeit 10 Jahr. ein gutgehendes
Uhren= und Goldwarengeſchäft
be=
trieben wurde, iſt für den Preis
von Mk. 800.— pro Jahr ſofort
zu vermieten. — Näheres
Karl=
ſtraße 20, 1. Stock. (12364ms
Eberſtadt.
Zu vermieten:
Neue Darmſtädterſtr. 17
(Gaſth. zum Schwanen) per
1. Juli l. J. Laden m. Wohn.
in dem ſeither ein Obſt= u.
Gemüſegeſch. betr. wurde; per
1. Sept. I. J. ein Laden mit
Whn. nebenan. Näh. b. I. Hilsz,
G. m. b. H., Eberſtadt. (12403ms
Ahaſtr. 12 Werkſtätte. (7665ms
O
Darcadräume
ſehr großt mit Gas, Slektr. Licht,
Dampfheizung u. all. Zubeh z. verm.
Eleg. Wohnung auf Wunſch. (8960ms
Ecke Rhein- u. Grafenstraße.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Inni 1912.
Nummer 130.
u. Kontor als Werkſtatt o. Geſchäfts=
Wer
Waldstr. 30 La
evtl. mit Wohn., Gas
per ſofort oder ſpäter.
Stiftstrasse 41
evtl. mit Wohnung. Näh. Hinter=zu vermieten.
haus, part., links, od.
Riedlinger=
ſtraße 21, part.
zu vermieten.
Gee
Lagerraum
Bodenfläche), d. Fahrſtuhl u. Haupt=
Lagerraum
u. i. Stadthaus, Zim. 56, ert. (7998ms
ſpäter zu vermieten
(9744r
Näh. Kahlertſtr. 38, 1. St.
Grosse
Ochsengasse 12
3 ſtöckiges Lagerhaus
(auch als Werkſtätte
ge=
eignet), p. ſofort billig
zu verm. Näh. daſelbſt
bei Störger. (11596ms
iſt ein zweiſtöckiges geräumiges
Magazin mit Außzug
und großem Hofraum
ſe
dieſes Blattes wenden.
per ſof. z. verm. H. Braun, Moosberg=Zimmer mit Kaffee vom 1. Juli,
ſtr. 97n. d. Heidelbergerſtr. (B8139ms
Heidelbergerstr. 59
für 4—5 Pferde,
Re=
per ſofort zu vermieten. (6954ms zu vermieten.
Hermannſtraße 4 Stallgebäude
für vier Pferde, Sattelkammer,
Remiſe und Burſchenzimmer uſw.
per ſofort oder ſpäter zu verm.1 Zimmer.
Näheres durch Bauführer Albin! Mühlſtr. 42, part., gut möbl.
Hohmann, Rhönring 113. (9962ms Zimmer mit Penſ. ſof. (*13714ims
Frankfurterſtr. 24 Stalung Alexanderſtr. 5, 2. St. links,
für 3—4 Pferde mit Zub. (8835ms möbl. Zimmer zu verm. (*13745imd
Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für
Biernie=
derlage, Kutſcher od.
Fahrunter=
nehmer, im nördlichen
Stadt=
teil ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(10361ms
Stallung
Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde,
vermieten.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt
Martinsſtraße 74.
(9000ms
Stallung
Wilhelmſtr. 16
für 3 Pferde, Remiſe
u. Burſchenzimmer per
1. Juli zu verm. Näh.
i. d. Exp. d. Bl. (11013ms
ns
Olle Zm , Hügelſtr. 85 2 ſchön möblierte
ca. 43 qm mit 60 qm Boden, Keller Zimmer billig zu verm. (10665ms 1s Heinrichſtraße 69 großes und
kl. freundl. möbl. Zimmer mit g.
n- Penſion zuſ. od. einz. z. v. (7847ms
6 c.
as! Heinrichstr. 112, III.
gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer
mit Schreibt. u. ſep. Eing. (8398ms Werkſtätte nebſt großem Boden Rheinſtraße 28, 2. St., links,
u. Lagerplatz ſofort zu vermieten, gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer
(9488ms (8714ms Soderſtraße 75, part., ein
ſchön möbliertes ſonn. Zimmer mit
teSchreibtiſch.
9710ms
8 Saalbauſtr. 38, III., großes,
Helle Werkſtätte, 80 0)m, ev. el. geſund. Zimmer, neu möbl. (9915ms
n Neckarſtr. 28, I., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (10203ms Moſerſtraße 5 (Pension Weidig)
2—3 gut möblierte Zimmer ſofort
zu vermieten.
(B10925ms il Kiesſtraße 45, 2. Stock, ein
ammöbliertes Zimmer. (10914ms b. Martinſtr. 2 ſchönes, gr. hell
.Wohn= u. Schlafzim. mit Gas,
Lagerhausverwalter u. im Stadt=Schreibt. u. geſchl. Glas=Veranda,
s f. ſof. zu verm. Für Lehrer oder
Beamte paſſend. Der H. iſt Allein=
mieter.
(B10921ms) Schützenſtr. 10½, 3. St., möbl.
t.
z. Manſardenz. b. z. verm. (11451ms t.
Friedrichstr. 11, II.
t.möbliertes Zim. zu verm. (11624ms Karlſtr. 33, 2. St., ſchön möbl.
Gartenſtraße 22 Zimmer zu vermieten. (11632a Neckarſtraße 9, 1. St. I., möbl.
1 Zimm., p. Mon. 15 Mk. (11822ms r! Neckarſtraße 16, Gartenbau,
§4 gut möbl. Zimmer mit Klavier
und Schreibtiſch, auch einzeln, nur
an beſſ. Herrn zu verm. (11817ms Landwehrſtr. 6, möbl. Zimmer
mit gut. Penſ. zu vm. (11821ms Karlſtraße 31, I., groß. helles,
gut möbl. Zimmer per 1. Juni
zu vermieten.
(11899mis Inſelſtraße 19, Vorderhaus,
2. Stock, ein, auch zwei gut möbl.
Zimmer, ſehr preiswert nur an
beſſeren Herrn zu verm. (11967a Roßdörferſtr. 81, I., prächtig
möbl. Zimmer zu verm. (11956a Schützenſtraße 14 möbl. Zim.
mit Kaffee, monatl. 15 M. (12045a In günſtiger Lage dieſer Stadt Schützenſtraße 1, 3. Stock, ein
möbliertes Wohn= und Schlaf=
zimmer ſofort zu verm. (*13491sm Kaſinoſtraße 7, 1. Stock, ſchön
möbliertes und ruhiges Wohn=
und Schlafzimmer. (12120ms Pareusſtr. 8, 2. St., einf. möbl.
t=Zimmer mit Penſion. (*13480sm geſchäft oder ſonſt größere Gewerbe= Karlſtraße 31, 1. Stock, kleines,
hfreundl. möbl. Zimmer per ſofort
1zu vermieten.
(12144ms 1
Schloßgartenplatz 12a, 1. St.
ſchön möbl. groß. Zim. in ruhigen
Hauſe an ſolid. Herrn. (*13393sm Werkſtätten! Ernſt=Ludwigſtr. 17, II., (Ein=
Auto-Garagell, u. Stallunggang Schuchardſtr.) frdl. möbl.
auf Wunſch auch früher, zu verm.
Preis p. Mt. Mk. 25.—. (*13530sms Eliſabethenſtr. 49, part., gut
möbl. Zimmer zu verm. (12026t Stallung miſe, Burſchen.=Zim. Waldſtr. 32 möbliert. Zimmer
(11437t hſteinerſtraße 34 eine! Ludwigſtr. 17, 2. St., 1 od. 2.
Stallung zu verm. (12126ms möbl. frdl. Zimmer an ſol. Herrn
billig zu vermieten. (*13666oim Mauerſtraße 20, ſchön möbl.
(*13625oim Bleichſtr. 45, I., möbl. Z., m.
od. ohne Penſ., a. f. 2 Herr. (11584a Schlossgartenstr. 55, II.
gegenüb. d. Herrng., gutmöbl. Wohn=
u. Schlafz. m. o. oh. Penſ. (*13815imd Kiesſtr. 66, II., möbl. Wohn=
Schlafzimmer mit Schreibtiſch und
Gas zu vermieten. (9911oms Hochſtr. 12, part, ſchön möbl.
Zim. ſofort zu verm. (*13637om Heuboden und Remiſe, ſofort zu! Alexanderſtr. 15, Mittelb., I.
einfach möbliertes Zimmer ſofort
billig zu vermieten. (*13645om Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun, Dieburgerſtr. 5, Hth. pt. Schön
möbl. Zim., ſep. Eing., Ausſ. groß.
Garten, ſof. z. verm. (*13796im Klappacherſtr. 66 gut möbl. Z
in ſchöner Lage zu verm. (12000a Saalbauſtr. 61, III., ſchön möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (12187a Heinheimerſtr. 22, II. I., groß.
freundl. gut möbl. Zim. (11353a Karlſtr. 53, part., frdl. möbl.
Zimmer zu vermieten. (11223oms 1 Stagu
Alexanderſtr. 4, möbliert. 80
Zimmer mit od. ohne. Penſion
zu vermieten.
(113560ms
Luiſenſtr. 34, Htb. 2. St. r., bei
Bernhard, freundl. möbl. Zim., die
Woche 3 Mk.
(12210a
Soderſtraße 22 ſchön möbl.
(12223ms
Zim. ſof. zu verm.
Bleichſtr. 51, 3. Stock links,
gut möbl. Zimmer. (*13872md
Gut möbl. Parterre=Zimmer an
einfachen Herrn oder ſoliden
Ar=
beiter zu vermieten. — Näheres
Ruthsſtraße 23, Laden. (*13842
Kaſinoſtr. 27, II., möbl. Zin
f. Kaufm. od. Beamt., 18 Mk. (*13822
Viktoriaſtr. 24, I., ſchön möbl.
Zim. in ruh. kl. Haush. (*13818ms
kön. 2 Arbeit.
Gardiſtenſtr. 18 gute
Schlaf=
ſtellen erhalten.
(*13820md
Bleichſtr. 26, Gartenh. 1. Stock,
ſchönes möbl. Zimmer. (*13821ms
Karlſtraße 115, 1. Stock, zwei
fein möblierte Zimmer, ev. einzeln,
an Dame oder Herrn ſofort zu
vermieten.
(*13837msm
Georgenstr. 11, 2. St.
2 gut möbl. Wohn= u. Schlazim
mit Schreibtiſch zu verm. Näh.
parterre.
(12373ms
Viktoriaſtr. 24, part., ein gr.
gut möbl. Zim. zu verm. (12375ms
Dieburgerſtraße 32, Hth. p.,
einf. möbl. Zimmer an Herrn od.
Fräulein zu vermieten. (12423ms
Lindenhofſtr. 9, I., (
Schwimm=
bad), groß. ſauber möbl. Zimmer
ſofort oder ſpäter. (*13886mdf
Karlſtr. 28½, III, 2
ineinander=
gehende möbl. Zimmer, je pro
Woche nur 3 Mark. (*13854
Eliſabethenſtr. 46, Hths. part.
ſchön möbl. Zim. ſof. (*13865mc
Bismarckstr. 82, parf.
gut möbl. Zimmer mit oder ohne
Penſ. per ſofort zu verm. (12347a
Grüner Weg 25, II.
gut möbl. Zimmer in
bevor=
zugter Lage mit oder ohne
Pen=
ſion zu vermieten.
(B1199.
Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(12335a
Einſeit langen Jahrenbeſtehendes
Cigarrengeschur
iſt umſtändehalber zu verkaufen.
Gefl. Off. u. N64 a. d. Exp. (*13457sm
Le
ute 2. Hyp. übernehme ſelb
ſofort. Angeb. mit ganz
aus=
führl. Angab. erb. u. N30 Exp. (12008a
Teilhaber gesucht
für feines Unternehmen. Erforderl.
Kapital 1500 Mk. Rückzahlung
er=
folgt in 3 Raten nebſt 50% des
jährl. Verdienſtes. Ernſthaften
Re=
flektanten Auskunft unter 1088
durch Haasenstein & Vogler,
A.-G., Darmstadt. (12297P
Residenz=
Automat
Ernſt=Ludwigsplatz
4 Geſchäftsanteile à Mk. 1000.—
unter Pari zu verkaufen. Offerten
unter O. 14 an die Exp. d. Bl.
erbeten.
(*13632om
5—6000 Mk. II. Hypothek
auf ein neuerbautes Wohnhaus in
guter Lage von pünktl. Zinszahler
geſucht. Offerten unter M 8 an
(B11617
die Expedition.
11320
Damen-
Kopfwaschen
mit Frisur 1.00
„Ondulat. 1.50
Ph. Wallhänser
Wilhelminenstr. 10
Telephon 2024.
Bei Einkauf von Giotil, modern.
Waſchmittel, erſparen Sie gegen
Konkurrenzfabrikate, die garantiert
nicht beſſer ſind, bei 10 Paketen
von ein Pfund
(VI12361
eine Mark.
Per ½ Paket 30 Pfennig.
Fabrikanten Hanauer Seifenfabrik
J. Gioth, G. m. b. H.
Alleinige Niederlage:
Carl Steinhäuser
Germania-Progerie.
Hiſerne Wendeltreppe
billig zu verkaufen (*13876
Alexanderſtraße 25.
Briefmarkenſammlung
für Anfänger geeignet, billigſt ab
zugeben Schloßgartenſtraße 5
(*13868
(Filiale Numrich).
Kolonialwarengeſchäft z. verm.
Kranichſteinerſtr. 59. 11981a
Wohnhaus
zweiſtöckig (6 u. 5 Zimmer), mit
Manſarde, in beſter, ruhiger Lage
in Darmſtadt, Ecke der Stein= u.
Hölgesſtraße, mit ſchönem Garten,
iſt erbteilungshalber zu verkauf.
Auskunft erteilt der
Teſtaments=
vollſtrecker Justizrat Dr. E. E. Hoffmann
in Darmſtadt, Hügelſtr. 45. (11031a
In feiner Lage herrſchaftliches
7 Zimmerhaus
(3 Etagen), 6% Rente abwerfend,
zu verkaufen oder gegen
Ein=
familienhaus zu vertauſchen.
Re=
flektanten woll. ſich unt. C. W. 50
hauptpoſtlagernd, melden. (12383a
Einfamilienhaus
in ſchöner Lage zu kaufen geſucht
Nur Offerten mit genauer Angabe
der Lage, des Preiſes,
Zimmer=
zahl, Einteilung, Gartenfläche
(Pläne gehen zurück) finden
Be=
rückſichtigung d. Selbſtreflektanten
unt. Dr. K. 100
hauptpost-
lagernd.
(12384a
Bangeſchäft ſucht Bangelände
gegen Umtauſch eines
Herrſchafts=
hauſes oder Einfamilienhaus zu
erwerben. Offerten unter O 42
an die Expedition. (*13726imd
Landhaus
ſofort zu verkaufen.
Offerten unter L 11 an
Exped. ds. Bl.
(11261a
Kleines 2ſtöckiges
2 Zimmerhaus
auch zum Alleinbewohnen, mit
ſchönem Garten, im ſüdl.
Stadt=
teil, zu verkaufen
(10373a
Näheres Mühlſtraße 68, 1. St.
Schöne Bauplätze ar
der neu erſchloſſenen Straße
zum Botan. Garten zu vrk. Anfr.
unter P 92 an die Exped. (9978a
aus zum Alleinbewohnen,
Orangerie=Allee 14 iſt zum
1. Juli 1912 zu vk. od. z. vm. Näh.
b. Mahr & Markwort, Architekten,
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 8. (8367a
Erbteilungshalber
iſt ein ſchönes Anweſen in vornehmſter Lage, beſtehend aus 2½ſtöckig.
Hauſe, j. Stock 4 Zimmer, Küche uſw., ſchönem Vorgarten und
park=
ähnlichem Hintergarten mit prächtigem alten Baumbeſtande zu einem
ſehr billigen Preiſe dem Verkauf unterſtellt. Einſichtnahme und
nähere Auskunft durch
(B11977
C. W. Braun, Martinſtr. 74.
Ein ſchönes Anweſen in der Landskronſtr. iſt
ſofort äußerſt preiswert zu verkaufen. Näheres durch
C. W. Braum, Martinſtr. 74.
B11978)
In vornehmſter Lage des Herdwegs iſt ein
2
*½ſtöckiges 5=Zimmerhaus,
ſehr ſolid gebaut, mit ſchönem Vorgarten und prächtigem Obſtgarten
wegen vorgerückten Alters des Beſitzers zu einem äußerſt billigen
Preiſe zu verkaufen. Nähere Auskunft erteilt
(B11979
C. W. Braun, Martinſtr. 74.
Villenbauplatz.
In der Gartenſtadt Nieder=Ramſtadt-Traiſa iſt in
ge=
ſunder, naturſchöner, vor Nordwinden geſchützter Lage ein ſchöner,
parkähnlich angelegter großer Garten ſehr preiswert zu verkaufen.
Nähere Auskunft erteilt
(B11980
C. W. Braut
74.
Hedeingerahtr.
Prachtvolle neue
Korta-
Karfortei
10 Pfund Mk. 1.50.
tal. Kartoffeln
10 Pfund Mk. 1.20.
(V12413
Heue
Mahges Herige
Stück 15, 20, 25 Pf.
Karlstrasse 47,
Ferti
Telefon 641.
uterhalt Herren= u.
Damen=
kleider , Bluſen ꝛc., für 46er
Figur, zu verk. Anzuſ. nachmittags
Schwanenſtraße 32, part. (*13871
2 Jackenkleider (braun, grauf mitt.
Figur, 1 P. Herrnſtiefel zu verk.
*13692) Taunusſtraße 5, II.
gut erhaltene Betſtelle mit
Sprungfedermatratze, 1 ältere
Bettſtelle mit Strohmatr., 1
Kom=
mode u. Weinflaſchen bill. zu verk.
Näh. Kranichſteinerſtr. 12, III. (*133s
uterh. Sprungfedermatratze
billig zu verkaufen (*13882
Dieburgerſtraße 28, 1. Stock.
uterhaltener Sportwagen
billig zu verkaufen (*13883ms
Neue Ireneſtraße 63, 1. Stock r.
zu ver=
1 Kaute Pferdemiſt kaufen
*13879)
Magdalenenſtraße 4.
in 11 Wochen altes, kräft.
E. Belgier Hengſtfohlen,
ſchwarzb., v. Beſchäler Donnerkeil,
bei Philipp Knecht,
Rheindürk=
heim b. W.
(*13873
Irima ſcharfer Boxerhund
geeignet für Fabrik, Villa ꝛc., billig
abzug. Lenner, Kirchſtr. 8. (12352msm
garant. zimmerrein,
Spitzhund, guter ſch.
Begleit=
hund, zu kaufen geſucht. Offert.
unt. O 45 Expedition. (*13755md
Jahr alt, billig
Dobermann, zu verk. (*13816im
Eſchollbrückerſtraße 6.
Wachſ. Hund mit gr.
Hunde=
hütte ſofort zu verk. Preis
12 Mk. Moosbergſtr. 94. (*13856md
finger= und
Papagei, ſchulterzahm, m.
Käfig ſehr billig zu verkaufen
13829) Liebfrauenſtr. 70, 1. St.
mit 8 Jungen bill.
Glucke zu verk. (*13825
Neue Ireneſtraße 64, part.
Danarien, H. u. W., Zucht= u.
Ein=
ſatzkäfige weg. Aufg. bill. zu verk.
11789a) Hoffmannſtr. 5½, 3. St.
1912 Zuchthühner
ſchöne, ſt. Tiere, liefert
„Geflügelhof
Weſtfa=
len, Eiſerfeld=Sieg‟
Katalog grat. (10234E
hrere gute Legehühner, ſowie
Iein Hahn (Faverolle) ſind zu
verk. Wittmannſtr. 47. (*13736im
getrag.
Herren=
u . Damenkleid.,
Ich kaufe Schuhe. Zahle d.
höchſten Preiſe. Poſtk. gen. (11785a
J. Schnitzer. Schloßgaſſe 11.
Ich kaufe getragene Herren= u.,
Damenkleider und
Schuhe. Zahle höchſte Preiſe.
Poſt=
karte genügt, J. Blum, Große
Bachgaſſe 19, Laden. (*13707imd
alle Möbel, ganzeNachläſſe
Rauſe u. Einrichtungen, Pianos
u. Kaſſenſchränke Kurtz,
Pädagog=
ſtraße 2, Teleph. 1202. (11486a
Schaften
und Junge Leute.
Kaufe getr. Kleider, Schuhe, alte
Zahngebiſſe, Waff., ſow. Gold= u.
Silbergegenſtände. Poſtk. gen. od.
Tel. 2085. Komme ſof. M.
Obſt=
feld, Kl. Bachgaſſe 7. (12243a
9212, zu
Photogr. Apparat, kaufen geſ.
Off. unt. O. 72 an die Exp. (*13844
Motorrad
wenn gebr., gut erhalten, zu
kaufen geſucht. Offerten mit
Preis erbeten unter O. 76
an die Exp. ds. Bl. (*13849
36 130.
Mittwoch, 5. Inni.
1912.
ie am 2. Juni
finden
Großen kad= und Mofor=keitnen nunmehe
verregneten
am Sonntag, den 9. Juni cr., 3½ Uhr nachmittags,
bei gleicher Besetzung auf der Radrennbahn ſtatt.
Bereits gelöſte Eintrittskarten haben Giltigkeit.
Velociped-Club Darmstadt.
12411mfs)
Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
Familien-Arrangements
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: AlfredSchmitz.
Fi E
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)
Tägieit irirehe hausbaeſtene ſuchen, forten.
Kranz etc.
(10391a)
e ereitehetehie
Erstielasige Miche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-München.
Passende Züge ab Darmstadt:
70 g15 100 115 110 330 50 etc.
Ab Messel: 119 320 Het 644 72 etc.
Krankenkasse
für Beamte, Kaufleute und Gewerbetreibende
(eingeſchriebene Hilfskaſſe Nr. 3) zu Darmſtadt.
General=Verſammlung
am Sonntag, den 9. Juni 1912, vormittags 10 Uhr, im kleinen
Saale der Turnhalle am Woogsplatz.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Vorſtandswahl. 3.
Statut=
änderung. 4. Verſchiedenes.
(11937a
Es ladet freundlichſt ein
Der Vorstand.
J. A.: Carl Kaiſer, Vorſitzender.
Deufscher u. Oesterreichischer Alpenverein
Sektion Darmstadt (E. V. Gegründet 1870.)
Samstag, den 8. Juni 1912, abends 8 Uhr,
im Vereinshaus der Reſtauration Sitte,
Karlſtraße 15:
Monats-Verſammlung.
Bericht des Schriftführers über die Touren der Mitglieder im
Sommer 1911.
Vorbeſprechung geplanter Gebirgstouren für dieſen Sommer.
Gemeinſchaftliches Abendeſſen. Gedeck ohne Getränke 2.50 Mk.
Anmeldungen hierzu erbitten wir bis ſpäteſtens den 6. Juni an Herrn
Reſtaurateur Sitte, Karlſtraße 15, zu richten.
(12363
Sonntag, den 9. Inui 1912:
Ausflug nach Heidelberg
Ladenburg-Schriesheim-Strahlenburg-Oelberg-Weißer
Stein-Heidelberg. Abfahrt nach Ladenburg 7 Uhr 50 Min.
Kamholiken= verent.
Zu dem am Donnerstag, den 6. Juni
Fronleichnam
ſtattfindenden Konzert laden wir die verehrlichen Mitglieder nebſt
werten Angehörigen freundlichſt ein und bitten um recht
zabl=
reichen Beſuch.
(12398‟
Beginn 6 Uhr.
Der Vorstand.
Vereinigte Gesellschaft.
Freitag, den 7. Juni, abends 7½ Uhr:
Gartenkonzert
ausgeführt von der Kapelle des Feldartillerie=
Regiments Nr. 25.
Bei ungünſtigem Wetter findet das Konzert in den oberen
Gefellſchaftsräumen ſtatt.
(12407
Hessischer Hol.
Mittwoch, den 5. Juni 1912, abends 8 Uhr:
Militär=Konzert
ausgeführt vom Muſikkorps des Leibgarde=Regts.
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Eintritt und Programm 20 Pfg. (12412
Luftkurort
-AoelOdenoaldl.
Eindentels l.0. Elektr. Licht. Zentralheize Penſ.
Perle des Odenwalds. von ℳ4.50-5. Tel. 9. Beſ. A. Vogel.
Beliebt ist
ein Ausflug in das
reisend gelegenete
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, grosser Saal,
Autogarage, Stallung, Fernspr. 31.
Kleider, Bluſen, Gardinen Für Münzensammier.
Herrenwäſche wird wie neu
ge=
bügelt. Bügeln kann erl. werd.
10837a) Mauerſtraße 10, 1. St.
2 Jubiläumstaler der
Univer=
ſität Berlin zu verkauf. Zu erfrag.
bei der Exped. ds. Bl. (12200md
am
weissen
Turm.
Programm
bis Freitag, 7. Juni.
Unter anderem:
In u
Geser Walden
Atemberaubendſtes
Tierdrama der Welt!
Löwen im Kampf mit
Präriewölfen.
Der Löwe in der
Schußlinie.
Der Löwe in der Hütte
des Farmers.
Handkampf zwiſchen
Löwe und Menſch.
In der Löwenhöhle.
am Himmelfahrttag.
Naturaufnahme.
etc. etc. 12362
erima (mildgeſolzenen) Schinken
P5 Pfd. 1.,05 M., und (mildgeſalz.)
Seitenſtück à Pfd. 95 Pfa beides
trock. Winterwaren, offer. Fleisch- u.
Wurstwarenversand von Karl
Völ-
zing, Oberhessische Wurstfabrikat.,
Ruppertenrod, O.-H.
(10528a
Tannenklötzchen
zum Anfeuern (8150a
kurz geſchnitten und gehackt
Brennholz, buchen und eichen
von Mk. 1.20 per Ztr. empfiehlt
Brennholz=Dampfſchneideret
Martin Jahn,
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.
Ein gut erhaltener Kinder=
(*13862
wagen zu verkaufen
Blumenthalſtr. 103, 3. Stock rechts.
Mbenttle
Mleeeellegeels
Blädtischer Badibad
Morgen am 6. Juni (Fronleichnam), abends 8 Uhr:
nerstags-
er
na
2.
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: v. Flotow: „Jubelouverture‟
Gounod: Fragmente aus „Romeo und Julie‟; Sinigaglia:
Danse piemontese; R. Wagner: Tonbilder aus „Tannhäuser‟,
Tschaikowsky: Ouverture „1812‟ R. Strauss: Liebesszene
aus „Feuersnot”, Sanner: „Steirische Volkstänze‟; Rosenberg-
Rucik: Cyelamen-Walzer.
(12444
Eintritt 50 Pfg., für Studierende und Militär 30 Pfg.
Dutzendkarten zu 4.— Mk. an der Kasse und im Verkehrsbüro.
NB. Bei ungünst. Wetter Streichkonzert im großen Saai-
Ie
GRAEEMSIR.12EcKE RHEINSTR
Größte, ſchönſte und beſte
Lichtbildbühne Darmſtadts.
Schlager-Programm
vom 5. bis inkl. 7. Juni.
Drama aus dem Leben.
Jsaak der Handelsjude
Ergreifendes Drama.
Sklaventreue
Gut geſpieltes Drama.
Rosalia als Spiritistin
Ergötzlicher Humor.
Max Linder
gegen Nick Winter
Origineller Humor.
Der Tapezierer
Humoriſtiſch.
Die Frisur im Laufe
der Zeit (*13936
Sehr intereſſ. Aufnahme
für die Damenwelt.
Bilder aus d. Vogelreich
Herrliche Naturaufnahme.
Akad. Würzburger
Siegelmarken
in Silhouetten-Manier (neu):
a) Vivat Academia!
b) Stoßt an, Würzburz soll
leben! (beide Marken höchst
originell),
c) ausserdem die Würzburger
Stadtmarke mit Festung
Marienberg und Bocksbeutel.
Gegen Vorauszahlung (auch in
Marken) versenden wir portofrei
6 Stück zu 10 Pfg.
200
„ 1.— Mk.
1000
4.— Mk.
Wenn nicht anders bestimmt,
versenden wir die 3 Sorten
ge-
mischt.
(12394a
Verkehrsbüro Würzburg.
Eiez. Foulardkleia
faſt neu, Figur 44, für junge Frau
paſſend, preiswert zu verkaufen.
*13860md) Karlſtraße 11, II.
Kompletter Waſſerwagen
Ecke Taunus= und Dieburgerſtraße
zu verk. Näh. Langegaſſe 37. (*15857ms
210
23 Ernst-Ludwigstr. 23
Spielfolge
von Mittwoch, 5.
bis Freitag, 7. Juni
Wochenberichtdes Tha
American Bio Comp.
zeigt uns die neuesten
Weltereiguisse
Eine Hochzeit
mit dem Revolver
Spannendes Drama
Maler Klecksels
letzie Rettung
Aumoristisch
Versuchung
Modernes Drama in 2 Akten
Englische
Städtebilder
Hochinteressant
Liebe
in den Bergen
Spannendes Drama
aus den Bergen Kaliforniens
7.
Ein
ungeladener Gast
Humoristisch (12408
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Juni 1912.
Nummer, 130,
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 21. Mai bis 3. Juni.
Während aus den amerikaniſchen
Winterweizengebie=
ten wiederum ernſte Klagen einliefen, lauten die
Be=
richte aus den europäiſchen Anbaugebieten im
allgemei=
nen durchweg befriedigend, namentlich in Deutſchland
haben die in den letzten beiden Wochen vorgekommenen
Niederſchläge eine weſentliche Beſſerung des
Felderſtan=
des herbeigeführt, und wenn der Umſchwung für den
Roggen auf leichteren Böden nicht mehr rechtzeitig genug
gelommen zu ſein ſcheint und für das Wachstum der
Futterpflanzen wärmeres Wetter nötig geweſen wäre,
ſo erſcheinen die Ausſichten jetzt doch in freundlicherem
Lichte, als vor 14 Tagen. Die dadurch hervorgerufene
Zurückhaltung der Käufer wurde noch verſchärft durch
umfangreiche Weltverſchiffungen und durch die Hoffnung
auf weitere ſtarke Exportleiſtungen ſeitens Kanadas,
wo=
bei allerdings zu berückſichtigen iſt, daß es ſich ſowohl bei
den kanadiſchen wie bei den argentiniſchen Weizen meiſt
um wenig befriedigende Qualitäten handelt, deren
Preiſe aber trotzdem gegenüber der Berliner
Juliliefer=
ung keine Rechnung geben. Da nun das Angebot vom
Inlande ſehr ſchwach geworden iſt und man bei
Er=
füllung von Juliverpflichtungen zweifellos in ſtärkerem
Maße auf ausländiſchen Weizen angewieſen ſein dürfte,
ſo machte ſich zuletzt ſtärkere Deckungsfrage für Juli
be=
merkbar und auch für September=Weizen regte der
un=
gefähr 20 Mark betragende Abſchlag Kaufluſt an.
Be=
merkenswert iſt, daß Schleſien, bis vor kurzem
Haupt=
lieferung für Weizen, zuletzt ſelbſt Bedarf zeigt.
Außer=
dem haben in den letzten Tagen wieder mehrfach
Export=
verkäufe ſtattgefunden, für deren Deckung noch zu ſorgen
iſt. Im Gegenſatz zu Weizen hatte Roggen überwiegend
matte Haltung, da ſich die Kaufluſt angeſichts der
ge=
beſſerten Ernteausſichten ſehr zurückhält und ruſſiſcher
Roggen entgegenkommend angeboten wurde.
Exportnach=
frage beſteht wohl, aber meiſt zu unlohnenden Preiſen.
Etwas widerſtandsfähiger als der Julipreis, der ſeit
14 Tagen 6¼ Mark verloren hat, erwies ſich der
Herbſt=
termin, deſſen um zirka 20 Mark niedrigeres
Preis=
niveau mehrfach zu Käufen benutzt wurde. Für Hafer
machte ſich nur vorübergehend etwas mehr Nachfrage
geltend. Im allgemeinen war das Geſchäft ſehr ſtill und
namentlich auf dem Lieferungsmarkte mußten die Preiſe
ſtärker nachgeben. Für Gerſte hat die zweite Hand ihre
Forderungen ſtark ermäßigt zu den gewichenen Preiſen
trat zuletzt wieder einige Nachfrage hervor. Auch die
argentiniſchen Maisforderungen haben erheblich
nach=
gelaſſen, um ſich zuletzt wieder leicht zu befeſtigen: Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide wie folgt:
Weizen
Hafer
Roggen
185
Königsberg. . 222
)197
.219 (— 2 ) 185½
192
Danzig
193
.225
198
Stettin
Oaa
222.
Poſen
193
189
.225
192
Breslau .
193
193
Berlin
208
228
196
Magdeburg .224
209
218
200
.223
Halle
.226 (— 2 ) 201
Leipzig
217
210
.223
198
Dresden
.221 (— 3 ) 191
)196
Roſtock
212
Hamburg . . 228 (—6 ) 200
.220 (— 6 ) 200
214
Hannover
Düſſeldorf .235 (— 5 ) 210
207 (*13
Frankfurt a. M. 235
) 210
220
1
Mannheim . . 240
207½
222‟
Straßburg . . 237½
½) 210
227½
2½)
22
.244 (—
München
228
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Juli 225,50 (*1,50),
Sept. 204,50 (—0,50), Peſt Okt. 196,55 (* 5,75),
Liver=
pool Juli 171,70 (—0,75), Chicago Juli 166,80 (—0,40),
Roggen: Berlin Juli 189 (— 6,26), Sept. 172,25 (— 3,25)
Hafer: Berlin: Juli 191,25 (— 7,25), Sept. 166 (—5,75).
Futtergerſte: frei Hamburg unverzollt ſchwim. 154,50
(— 11,50), Mai 153 (— 12), Juni 149,50 (—10,50), Mais:
La Plata April=Mai 118 (— 8), Mai=Juni 114 (—6) Mk.
Sport.
sr. Der Deutſche Reichsausſchuß für Olympiſche
Spiele hielt am Montag in Berlin unter Vorſitz von
Exzellenz Podbielski eine Sitzung ab. Der wichtigſte
Beſchluß, der gefaßt wurde, war der, den Grafen
Sier=
ſtorpff zu ermächtigen, bei dem Internationalen
Olympi=
ſchen Komitee den Antrag zu ſtellen, die Olympiſchen
Spiele 1916 in Berlin abzuhalten, da die
Fertigſtellung des Stadions geſichert erſcheint, falls der
Union=Klub in ſeiner am Samstag ſtattfindenden
außer=
ordentlichen Generalverſammlung die Finanzierung
über=
nimmt. Um die Spiele rechtzeitig vorzubereiten, ſind
ſeitens des Reichsausſchuſſes die Herren Dr. Martin
und Diem beauftragt worden, ſchon während der
dies=
jährigen Spiele in Stockholm eingehende Studien über
die Vorbereitung und Durchführung einer ſolchen
Ver=
anſtaltung zu machen. Was die Beteiligung
Deutſch=
lands an der diesjährigen Olympiade anbelangt, ſo
wurde zunächſt der Beſchluß der Deutſchen Turnerſchaft,
ich fern zu halten, mit Bedauern zur Kenntnis
genom=
men. Weiter wurde feſtgeſtellt, daß für die deutſchen
Teilnehmer, deren Zahl zwiſchen 150 und 180 ſchwankt,
zirka 44000 Mark zur Verfügung ſtehen, die nach einem
von der Verſammlung genehmigten Schlüſſel aufgeteilt
werden. Außerdem wurden u. a. Exzellenz
Generalfeld=
marſchall Freiherr von der Goltz=Paſcha, Freiherr von
Schenckendorf, Admiral von Aſchenborn und Exzellenz
von Bockelberg zu Mitgliedern des Reichsausſchuſſes
er=
wählt und der Deutſche Schwerathletik=Verband und der
deutſche Fechter=Verband aufgenommen.
* Radrennen. Bei prachtvollem Wetter ging die am
Sonntag verregnete 100 Kilometer=
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland in Leipzig vor etwa 8000
Zuſchauern vor ſich. In dem von Günther, Ebert,
Stellbrink, Scheuermann und Walthour beſtrittenen
Dauerrennen lag Stellbrink bis zur 105. Runde an der
Spitze, fiel aber dann durch mehrere Raddefekte zurück.
Günther, der vorher ebenfalls durch einen Raddefekt
meh=
rere Runden verloren hatte, erlangte nunmehr die Spitze,
die er auch bis zum Schluſſe behielt. Walthour folgte
durchweg in ausſichtsloſer Poſition. Günther ſiegte in
1 Stunde 17 Minuten 59½ Sekunden vor Ebert 8 Runden,
Scheuermann 8 Runden 80 Meter, Walthour 22 Runden
und Stellbrink 23 Runden zurück.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Mai: Dem Laternenwärter Adam
Brunner, Obergaſſe 30, ein S. Adam. Am 29.: dem
Lokomotivheizer bei der Staatsbahn Emil Schuſter,
Blumenthalſtraße 73, eine T. Eliſabeth. Am 31.: dem
Lokomotivheizer bei der Staatsbahn Philipp Opper,
Blumenthalſtraße 50, eine T. Anna Maria. Am 30.:
dem Taglöhner Martin Keil, Ballonplatz 3, ein S.
Ernſt Ludwig. Am 1. Juni: dem Modellſchreiner
Baltha=
ſar Schäfer, Magdalenenſtraße 20, eine T. Viktoria
Philippine. Am 26. Mai: dem Schriftſetzer Johann
Georg Weimer, Neue Ireneſtraße 3, ein S. Karl Ernſt.
Am 27.: dem Gefangenenaufſeher Martin Karl Veith,
Neue Ireneſtraße 8, eine T. Am 1. Juni: dem
Kauf=
mann Philipp Chriſtoph Steinmetz,
Wendelſtadt=
ſtraße 50, eine T. Luiſe Margarete. Am 28. Mai: dem
Schneidermeiſter Wilhelm Philipp Gorr,
Ludwigs=
platz 8, eine T. Chriſtina Erna. Am 3. Juni: dem
Guß=
putzer Karl Chriſtian Wedel, Kirſchenallee 13, ein S.
Ludwig. Am 2.: dem Maſchinenſchloſſer Wilhelm Georg
Neubauer, Neue Ireneſtraße 22, eine T. Margarete
Helene Käthchen. Am 30. Mai: dem Taglöhner Ludwig
Jakob Brunner, Landwehrſtraße 15, eine T. Anna
Eli=
ſabeth. Am 29.: dem Schneider Ludwig Walz,
Bleich=
ſtraße 17, ein S. Ludwig.
Aufgebotene. Am 30. Mai: Bäcker Ludwig Wilhelm
Häußer, Erbacherſtraße 46, mit Anna Maria Eckert,
Erbach i. O. Fahrburſche Wilhelm Schmidt,
Schlacht=
hausplatz 3, mit Dienſtmädchen Roſina Kramer,
Land=
wehrſtraße 62. Hüttenarbeiter Albert Heinrich Wilhelm
Kreuzer, Oberſcheld, mit Karoline Sirvent,
Ober=
ſcheld. Lithograph Heinrich Alfred Adolf Huber, hier,
mit Schneiderin Eliſabetha Gehrig, Langendiebach.
Fabrikarbeiter Wilhelm Hedrich, Billertshauſen, mit
Dienſtmagd Minna Henkel, Wahlen. Am 31.:
Rechts=
anwalt Dr. Max Zuntz, Frankfurt a. M., mit Henriette
Sondheimer, Karlſtraße 14. Pedell Peter Konrad
Reidel, Soderſtraße 30, mit Köchin Karoline Will,
Bismarckſtraße 24. Leutnant im Garde=Dragoner=Regt.
Nr. 23 Gerh. Karl Gernand von Guſtedt, Hügelſtr. 79,
mit Karoline Suſanne Anna Marie Eliſabeth Ewald,
Neckarſtraße 7. Kaufmann Guſtav Wöhler
Eliſa=
bethenſtraße 35, mit Verkäuferin Maria Albertine
Michel, Sandſtraße 40. Schloſſer Adam Delp,
Rößler=
ſtraße 81, mit Dienſtmädchen Maria Katharina
Dahl=
manns, Ludwigſtraße 18. Eiſenbahnſchloſſer Karl Auguſt
Heuſer, Kahlertſtraße 41, mit Katharina Bickelhaupt,
Mathildenſtraße 28. Am 1. Juni: Schloſſer Hermann
Heinrich Friedrich Schünemann, Eberſtadt, mit
Eliſa=
bethe Meyer, Eberſtadt. Schriftſetzer Joſeph Karl
Hagemann in Kaiſerslautern, mit Chriſtine Döß,
Darmſtadt, Grafenſtraße 9. Inſtallateur Ernſt Waſſer,
Alexanderſtraße 13, mit Maria Mayer,
Pankratius=
ſtraße 4. Metzger Karl Wilhelm Althaus,
Offen=
bach a. M., mit Eliſabeth Anna Bleicher,
Frank=
furt a. M. Diplom=Ingenieur und
Regierungsbau=
meiſter Wilhelm Franz Ganß, hier, mit Franziska
Maria Anna Wilhelmine Boniſeth, Worms. Am 3.:
Kaufmann Franz Kattwinkel, Bamberg, mit Julie
Lang, Liebfrauenſtraße 91. Ingenieur Martin
Chri=
ſtian Schifferdecker, Viktoriaſtraße 24, mit Julie Auguſte
Marie Heinecke, Viktoriaplatz 8. Dachdecker Heinrich
Löchel, Alexanderſtraße 6, mit Katharina Antoinette
Körber, Langegaſſe 17. Königl. preuß. Regierungsrat
Dr. Alfred Fabian, Frankfurt a. M., mit Mathilde (
ge=
rufen Tilly) Waldmann, Viktoriaſtraße 42.
Eheſchließungen. Am 30. Mai: Muſiklehrer Wilhelm
Beh mit Schneiderin Eliſabeth Dietz, beide hier.
Am 1. Juni: Inſtallateur Peter Maſſing mit Theres
Höcherl, beide hier. Eiſendreher Friedrich
Ehren=
käufer mit Eliſe Chelius, beide hier. Landwirt
Niko=
laus Breitwieſer in Kleeſtadt mit Katharina Dieter
in Richen.
Geſtorbene. Am 30. Mai: Johanna Friederike
Pau=
line Schnitzſpahn, geb. Keiber, Ehefrau des
Poſtdirek=
tors a. D., 61 J., ev., Grüner Weg 7. Katharine Doll,
geb. Heppenheimer, Ehefrau des Bauarbeiters, 26 J., ev.,
Erbacherſtraße 12. Am 31.: Friederike Fick, geb.
Ben=
der, Ehefrau des Geſchäftsreiſenden, 64 J., ev.,
Kranich=
ſteinerſtraße 55. Eliſabeth Treuſch, o. B., Tochter des
verſtorbenen Sattlers Konrad Treuſch, zuletzt wohnhaft
in Reichelsheim, 16 J., ev. Louiſe Wilbrand, geb.
Keim, Ehefrau des Geheimerats, 65 J., kath.,
Heinrich=
ſtraße 145. Am 1. Juni: Schreiner Georg Heinrich
Spahn, 76 J., ev., Alexanderſtraße 5. Am 2.: Anna
Maria Waldſchmitt, Tochter des Fahrradhändlers
Ludwig Waldſchmitt, 11 Tage, kath., Hölgesſtraße 1.
Wil=
helmine Ganßert, Tochter des Lokomotivführers
Theo=
dor Ganßert, 11 J., ev., Neue Ireneſtraße 62. Landwirt
Georg Kopp, 52 J., ev., Frankfurterſtraße 35.
Katha=
rine Knapp, o. B., Tochter des Metzgers Matthäus
Knapp in Ober=Roden, 16 J., kath. Am 3.: Anna
Marga=
retha Ehrhard, geb. Rebſcher, Witwe des
Schuhmacher=
meiſters in Kirch=Brombach Kreis Erbach, 83 J., ev.
Kirchliche Anzeigen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Mittwoch, den 5. Juni, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Donnerstag, den 6. Juni 1912
Fronleichnam
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt.
— Um 9 Uhr: Hochamt und Prozeſſion. — Um 11 Uhr:
etzte hl. Meſſe. — Nachm. um 3 Uhr: Vesper; nach
Be=
endigung der Vesper Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Frei=
tag, vorm. um ¼9 Uhr: Segenamt zu Ehren des Herzens
Jeſu und abends um ½7 Uhr: Sakramentaliſche
An=
dacht. — Samstag, vorm. um ¼9 Uhr: Segenmeſſe. —
Abends ½7 Sakramentaliſche Andacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Donnerstag,
vor=
mittags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Donnerstag,
vormit=
tags um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Mittwoch, den 5. Juni,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 6. Juni 1912
Fronleichnamsfeſt
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um 9 Uhr: Hochamt mit Prozeſſion. —
Nachm. um 2 Uhr: Sakramentaliſche Andacht. —
Frei=
tag, nachmittags um 5½ Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Mittwoch, den
5. Juni, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 6. Juni 1912
Fronleichnamsfeſt
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt.
Nachmittags um ½3 Uhr: Feſtandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Mittwoch, den 5. Juni, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Donnerstag, den 6. Juni 1912
Fronleichnam
Vormittags um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um
½7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Amt und Prozeſſion mit den 4 Evangelien nach
Mat=
thäus, Markus, Lukas und Johannes. — Nachm. um
½2 Uhr: Andacht. — Um 3 Uhr: Spaziergang nach
Traiſa. — Werktags, vorm. um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
In Pfungſtadt fällt an dieſem Tage der
Gottes=
dienſt aus.
Gewinnanezug
der
226. Königlich Preußiſchen Klaſſenlotteris.
5. Klaſſe. 19. Ziehungstag. 3. Juni 1912.
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 15000 Mk. 77686
4 Gewinne zu 10000 Mk. 127452 174318
6 Gewinne zu 5000 Mk. 40117 42727 84005
48 Gewinne zu 3000 Mk. 1658 4511 12855 26424
39090 45832 46669 49749 57268 75223 84669 91085
102687 113604 116223 121681 130100 148636 151598
153139 163755 165224 173905 178747
96 Gewinne zu 1000 Mk. 956 5619 7887 9014
24889 31250 31897 36046 43749 71281 80486 8374g
85560 95528 95558 96816 99375 99663 110234 112735
113451 115762 116413 118923 119468 119874 125257
126748 128997 130105 132573 136510 138076 140880
141383 141686 141878 150666 151020 151562 153481.
156479 161746 166738 168829 172567 176411 182977
180 Gewinne zu 500 Mk. 163 3368 4035 4605
6298 6623 8811 8996 13898 17883 19746 22802
26575 28934 29979 31040 31207 35802 43532 44077
44166 46604 47786 52857 55797 57802 58463 64083
64918 65522 75956 77664 79147 82372 82758 83442
85428 100256 103030 104704 106054 108264 108439
109320 115961 115993 116696 118996 119954 120152
120325 123525 124700 125831. 126089 126121 126893
129379 129616 130582 138057 139675 139682 140150
140461 140933 148821 152833 153352 155015 157057
158615 164317 164951. 167913 167996 170988 172950
176794 177280 178426 178616 180934 181751 183027
164664 185386 186629 186736 187268
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 118279
4 Gewinne zu 5000 Mk. 128141 139646
54 Gewinne zu 3000 Mk. 5454 8992 20946 22747
29201 42814 4664670360 84006 84108 94138 103455
126017 126343 138350 140628 156371 157581 165424
170538 172354 174549 181742 182151 182866 187295
188767
90 Gewinne zu 1000 Mk. 12077 14211 15570 16022
17463 19305 19430 27767 28948 30316 30510 38354
41465 47995 49534 55810 59333 72925 76239 89379
93928 97127 100400 101475 110882 113872 115377
121392 121943 123974 124545 125264 126139 126539
128148 138225 140511 145268: 147170 155330 157635
164914 173519 177120 183636
170 Gewinne zu 500 Mk.: 6799 8208 11500 12878
15258 17941 20398 22022 22122 23441. 24545— 25865
26739 28132 32832 33143 36363 36823 36921 38127
42740 48198 49086 55122 56115 56669- 56920 59414
59835 62439 63255 67852 75763 75890 76689- 79082
79891 81573 82816 87287 88468 88745 88880à 89489
90175 91336 91493 93461 96323 96522 98106 X 99896
103061 103305 106157 110176 114942 119251* 127053
128254 128359 129876 138472 141133 142581 144790
145905 150513 151355 152617 154844 155427: 158200
162164 162845 165217 167904 168628 169938 173080
176153 177035 179606 182385 184149
eine neuartige Haushaltſeife
von
fabelhafter Waſchkraft.
Stück 20 Pf.
ganz ohne Soda.
(12289)f