Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Staatsſekretär des
Reichskolonial=
amtes Dr. Solf hat eine etwa viermonatige
Dienſtreiſe nach Südweſtafrika angetreten.
Der Direktor der Grafenſtadener Fabrik
hat ſeine Entlaſſung eingereicht und erhalten.
Bei einem Zugzuſammenſtoß auf der Strecke
Salzburg=Berchtesgaden wurden 7
Per=
ſonen ſchwer und 30—40 leichter verletzt.
Die Bevölkerung Frankreichs hat nach einer
offiziellen Statiſtik im Jahre 1911 um 34869 Seelen
abgenommen.
Die engliſche Regierung berief eine
Konfe=
renz aller Parteien über den
Dockarbeiter=
ſtreik zum 31. Mai ein.
Der engliſche Kriegsminfſteer Lord
Hal=
dane iſt zu zweitägigem Aufenthalt in Wetzlar
eingetroffen.
Marokko.
— Man darf den Tag nicht vor dem Abend loben!—
Als die Franzoſen in Fez einmarſchiert waren und in
dem Sultan ein willfähriges Werkzeug fanden, glaubten
ſſie, daß ihnen Marokko nunmehr gehöre, und auf dieſen
Umſtand iſt wohl auch ihre Hartnäckigkeit bei den
Berli=
ner Verhandlungen zurückzuführen geweſen. Die
Ernüch=
terung ſollte aber bald kommen, hie und da machte ſich
Widerſtand ſeitens der Eingeborenen geltend, und gegen
mehrere Stämme mußten militäriſche Expeditionen
unter=
nommen werden. Wirkliche Ruhe iſt ſeit der franzöſiſchen
Okkupation nicht eingetreten, im Gegenteil, der fanatiſche
Fremdenhaß regt ſich mehr und mehr, und jetzt treffen
Meldungen ein, welche die Lage in Marokko in einem
höchſt bedenklichen Lichte erſcheinen laſſen. Diesmal
han=
delt es ſich aber nicht um entfernt wohnende Stämme,
ſondern es geht um den Beſitz der Hauptſtadt Fez ſelbſt.
Von verſchiedenen Seiten aus haben Berberſtämme
An=
griffe auf Fez gemacht und verſucht, in die Stadt
einzu=
dringen. An einigen Punkten ſoll es ihnen ſogar
gelun=
gen ſein, in das Innere der Stadt einzudringen.
Mögen auch die Angriffe — wenigſtens nach den
franzöſiſchen Meldungen — zurückgeſchlagen worden ſein,
ſo ſind die Vorgänge doch ein Zeichen dafür, wie mißlich
es mit der Franzoſenherrſchaft ſteht. Ein Beweis hierfür
iſt auch ein Befehl des Kriegsminiſters Millerand, die
von dem General Liautey verlangten
Truppenverſtärkun=
gen ſofort nach Marokko abgehen zu laſſen. Wie verwickelt
die Situation iſt, erhellt daraus, daß nicht nur ein
Ge=
genſultan ſich hat aufſtellen laſſen, ſondern daß auch der
jetzige Sultan Muley Hafid mit ſeiner Abdankung ernſt
macht. Dies dürfte aber nicht ohne neue Zwiſchenfälle
abgehen, und es ſteht außer Frage, daß neue ſchwere
Unruhen zu erwarten ſind. Die Franzoſen ſind ſich deſſen
ſehr wohl bewußt, und ſie ſchicken ſich denn auch an, nach
den beſonders unzuverläſſigen Gegenden größere
Trup=
penmaſſen zu entſenden.
Es zeigt ſich hierbei, wie verderblich eine
abenteuer=
liche Politik wirkt, wenn man ſich von Intereſſenten
be=
einfluſſen läßt, die andere für ſich die Haut auf den
Markt tragen laſſen. Wenn man erſt einmal dazu
kom=
men wird, die marokkaniſche Rechnung aufzumachen,
dürf=
ten gar manchem die Haare zu Berge ſtehen, und man
wird ſich dann die Frage vorlegen laſſen müſſen, ob denn
die hohen Poſten wirklich in Einklang mit den Erfolgen
ſtehen. Es fehlt jetzt an der Seine nicht an Stimmen, die
einſichtig genug ſind, Deutſchland zu beglückwünſchen,
daß es darauf verzichtet hat, in Markko territoriale
Er=
werbungen anzuſtreben, und daß man in der
Wilhelm=
ſtraße allem Anſcheine nach ſchlauer geweſen iſt als am
Quai d’Orſay.
Eine ſehr peſſimiſtiſche Schilderung der
Lage in Marokko gibt ein franzöſiſcher
Korreſpon=
dent in einem Briefe aus Fez, den ein Pariſer Blatt
ver=
öffentlicht.
„Es bedurfte der Maſſacres von Fez” heißt es da,
zum die öffentliche Meinung zu wecken. Seit dieſen roten
Tagen ſpricht man in Frankreich wieder von Marokko, wie
es ſchon lange nicht mehr der Fall war. Seitdem haben
ſich ganz unbegreifliche Hoffnungen und Befürchtungen
bemerkbar gemacht und ebenſo grandioſe wie kindliche
Eroberungspläne aus der Feder von Taktikern in der
Stube hervorgewagt. Die Zeitungen haben ganze
Spal=
ten unbedeutenden Scharmützeln eingeräumt, während
kurz vorher die Operationen vom Tafudeit, wo wir
enorme Verluſte an Mannſchaften und Offizieren erlitten
haben und wo die Kolonne Taupin eines Tages ſogar
den Leichnam eines Offiziers in den Händen der
Marok=
kaner zurücklaſſen mußte, völlig mit Stillſchweigen
über=
gangen wurden. Da die öffentliche Meinung ein
beruhig=
tes Marokko wollte, war es die Aufgabe, zu ſchweigen.
Aber Marokko iſt ganz und gar nicht friedlich Wenn man
auf einer großen Karte den von uns beſetzten Teil rot
färbt, ein wie kleiner Fleck iſt das auf dem großen weißen
Felde! Wir ſind allerdings nach Fez gegangen; aber wir
waren 10000 Mann, wir fanden ein reiches, wenig
hüge=
liges Land, in dem wir die 75 mm=Kanonen anwenden
und den Feind erwarten konnten, indem wir ſeine Ernten
niederbrannten. Jetzt ſind wir mit unſerer Beſetzung bis
zu den Bergen gelangt. Die Völker des Diebel Hedid
haben wir vorläufig zur Ruhe gebracht; aber jetzt
gelan=
gen wir in Verührung mit den Zaians, einem Glied
des berühmten „Berberblocks‟. Dies iſt ein kriegeriſcher,
trefflich organiſierter Stamm, der ſich aus ſehr gut
be=
waffneten Männern zuſammenſetzt und der ſeine beſte
Unterſtützung in einem äußerſt ſchwierigen Verrain
fin=
det, das ſich ſelbſt verteidigt und das die Leute höchſt
ge=
ſchickt auszunutzen wiſſen. Wir müſſen darauf gefaßt
ſein, daß wir noch Kämpfe zu beſtehen haben, und zwar
ſchwerere, als die bisherigen geweſen ſind Die Gegner,
mit denen nir zu tun bekommen, ſind ſehr zu fürchten:
ſie ſind nicht mehr bewaffnet mit „mukhalas”, mit
krum=
men Kolben und langem Lauf; kaum daß man hier und
dort noch Gewehre auflieſt, die mit rauchendem Pulver
ſchießen: faſt alle haben ſie Lebel=Gewehre oder =
Kara=
biner und Schnellfeuergewehre neueſten Modells. Sie
ſind ausgezeichnete Schützen: auf 1200, 800 und 400
Me=
ter treffen ihre Kugeln ſehr genau, und in einem Kampf
hatte eine Abteilung, die in Linie kämpfte in anderthalb
Minuten fünf Mann am Boden liegen; einer der
Ver=
wundeten hatte drei Schüſſe erhalten. Kann man dieſe
Tatſache einem Zufall zuſchreiben? . General
Liau=
tey hat in Fez jedenfalls eine außerordentlich ſchwierige
Aufgabe, die er ſofort in Angriff nehmen kann. Er hat
alle Eigenſchaften, die ihm zum Erfolge verhelfen können,
verſichern diejenigen, die ihn bei der Arbeit beobachtet
haben; aber es iſt hohe Zeit, daß er handelt . . .
Der engliſche Transportarbeiterſtreik.
* Sir Eduard Clark, der von der Regierung mit
der Unterſuchung der Urſache des Streiks
betraut war, hat ſeinen Bericht erſtattet. Dieſer Bericht
wird als Grundlage für die Verhandlungen der
Kom=
miſſion aus allen Parteien dienen, die die
Regie=
rung auf Freitag einberufen hat und bei der Sir
George Asquith den Vorſitz führen wird. Der Bericht
behandelt ſieben Streitpunkte, die aus einer verſchiedenen
Auslegung des Abkommens entſtanden ſind, das den
Streik im letzten Sommer beendet hat. Die Beſchwerden
der Arbeiter werden in fünf Punkten anerkannt. Für
be=
ſtimmte Fälle wird eine geſetzliche Regelung empfohlen.
Nicht anerkannt wird der Anſpruch der Gewerkſchaften auf
Ausſchluß Nichtorganiſierter. Der Bericht klagt, daß zur
Erledigung der vorhandenen Streitigkeiten nicht von dem
Einigungsverfahren Gebrauch gemacht worden iſt Die
Londoner Hafenbehörde gibt bekannt, daß ſie auch in
Zu=
kunft keinen Unterſchied zwiſchen organiſierten und
nicht=
organiſierten Arbeitern machen würde. Auf dem
Zentral=
fleiſchmarkt von Smithfields herrſchen normale
Verhält=
niſſe. Es ſind reichliche Vorräte vorhanden und nach den
Erfahrungen vom Dienstag, wo die Fleiſchtransporte
unter polizeilichem Schutz ungehindert vor ſich gingen,
herrſcht eine optimiſtiſche Auffaſſung vor. Man glaubt,
daß die Verſorgung Londons mit Fleiſch auch bei einer
verlängerten Dauer des Streiks keine Schwierigkeiten
machen wird. Auch die übrigen Lebensmittelmärkte ſind
durch den Streik nicht weſentlich geſtört worden.
Nach der Beratung der Streikkomitees
veröffentlichte der Leiter derſelben Tillett eine
Bekannt=
machung, in der erklärt wird, daß das Streikkomitee einen
Nachrichtendienſt der Organiſation der allgemeinen
Streiks eingerichtet habe, das Ergebnis der im
Miniſte=
rium des Innern ſtattſindenden Konferenz jedoch
abgewartet werden ſolle. Das Komitee proteſtiert
dage=
gen, daß die Behörden im Einverſtändnis mit dem
Schiffahrtsverband gegen die Transportarbeiter vorgehen
und fügt hinzu, der Erekutivausſchuß habe beſchloſſen, daß
die Seeleute, Heizer, Kranarbeiter, Maſchiniſten, Stauer,
Dock= und Hafenarbeiter, die Arbeiter der Lagerhäuſer,
alle Bootsleute und Auslader ſofort die Arbeit
nie=
derlegen ſollen.
Deuiſches Reich.
— Staatsſekretär des
Reichskolonial=
amts Dr. Solf trat eine etwa viermonatige
Dienſt=
reiſe nach Deutſch=Südweſtafrika und den engliſchen
Ko=
lonien Südafrikas an.
— Abgeſagte Jeſuitenkonferenzen. Die
Jeſuitenfrage iſt während der dringenden
Parlaments=
arbeit der letzten Zeit in den Hintergrund getreten. Wann
ſie ihre Löſung erfahren wird, ſteht noch dahin.
Bekannt=
lich iſt vom Bundesrat ein Antrag Bayerns auf
Ausdeh=
nung des Jeſuitengeſetzes zu beraten. Bei dieſer
Gele=
genheit wird der Kampf zwiſchen dem Reich und Bayern
entſchieden werden. Die L. N. N. teilen dazu mit: „Daß
hinter den Kuliſſen doch bereits ſcharfe und energiſche
Winke von ſeiten der Reichsregierung erteilt worden ſind,
ging nicht nur aus einer Mitteilung der Köln. Volksztg.
hervor, nach der die großen religiös=wiſſenſchaftlichen
Jeſuitenvorträge der St. Martinskirche in Köln für
die=
ſes Jahr abgeſagt werden, ſondern auch aus anderen
Tei=
len des Landes kommen ähnliche Meldungen. So waren
in Berlin in der katholiſchen St. Matthiaskirche am
Win=
terfeldplatz jedes Jahr am Himmelfahrtstag
Jeſuitenkon=
ferenzen abgehalten worden. Das letztemal ſprach ein
Jeſuit über die Trennung der Kirche vom Staat. In
dieſem Jahr iſt auch ein Himmelfahrtsvortrag eines
Je=
ſuiten mit der Motivierung abgeſe; worden, daß
wäh=
rend der Sommermonate die Konferenzen nicht
ſtattfin=
den können. Offenbar alſo hat man einen deutlichen Wink
bekommen und will nun auch in Preußen das
Jeſuiten=
geſetz befolgen, da man zweifellos ſeine endgültige
Auf=
hebung von dem in Ausſicht ſtehenden Antrag des
Zen=
trums erwartet. Auf dieſe Erwartung deutet auch
be=
reits eine Bemerkung der Köln. Volksztg., die von den
Kölner Konferenzen ſchrieb, daß ſie vorausſichtlich im
nächſten Jahr wieder aufgenommen werden könnten.
— Eine Studienreiſe engliſcher
Arbei=
ter durch Deutſchland. Etwa hundert engliſche
Arbeiter ſind zu einer Studienreiſe durch Deutſchland in
Düſſeldorf eingetroffen. Sie ſind Gäſte der deutſchen
Ar=
beiter, die im vergangenen Jahr England beſuchten. Die
Engländer werden außer Düſſeldorf Köln, Wiesbaden
und Frankfurt a. M. beſuchen, von wo ſie die Rückfahrt
nach England antreten.
Ausland.
Italien.
Wehrvorlagen. In der Kammer wurden
Ge=
ſetzentwürfe vorgelegt, die für das Heer einen
außer=
ordentlichen Kredit von 60 Millionen zur
Vervollſtändi=
gung der Ausrüſtung und zur Bewaffnung mit einem
neuen Gewehr fordern, ferner für die Marine 21½ Mill.,
und zwar 15 Millionen für den Bau von Torpedobooten
und 6½ Millionen für die Vermehrung des
Mannſchafts=
beſtandes von 31000 auf 33000 Mann.
Frankreich.
Die Entvölkerung Frankreichs. Das
Miniſterium der Arbeiten und Sozialen Fürſorge
ver=
öffentlicht eine Bevölkerungsſtatiſtik Frankreichs für 1911.
Danach betrug die Zahl der Geburten 742114, die der
To=
desfälle 776983, woraus hervorgeht, daß die
Bevölke=
rung im Vorjahre um 34869 Seelen abgenommen hat.
Die Geburtenziffer von 1911 war die niedrigſte, welche die
vorhandenen ſtatiſtiſchen Ausweiſe Frankreichs jemals zu
verzeichnen gehabt haben. Beſonders ſtark war die
Sterb=
lichkeit, wie ſchon früher, auch jetzt in dem Departement
der Normandie, ſowie in einigen Gegenden der Bretagne
und der Provence.
Die Kammer bewilligte eine Reihe von
Kredit=
vorlagen, darunter eine Ausgabe von 200000 Franken
zum Empfange der Königin vor Holland, die am
Sams=
tag nach Paris kommt. Sie nahm dann die vor Oſtern
abgebrochenen Verhandlungen über die Wahlreform
wie=
der auf und erledigte in raſcher Reihenfolge ſämtliche
Ar=
tikel der Vorlage, die ſich auf die Aufſtellung der
Wähler=
liſten und die Feſtſtellung des Wahlreſultats beziehen,
und zwar in der Hauptſache nach den Vorſchlägen der
Kommiſſion.
Spanien.
Die andaluſiſchen
Eiſenbahngeſell=
ſchaften und die Ausſtändigen haben ihren
Seite 8e
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Streitfall dem Gouverneur von Malaga zur
ſchieds=
gerichtlichen Entſcheidung unterbreitet. Der Gouverneur
beabſichtigt, den beiden Parteien einen Ausgleich
vorzu=
ſchlagen, wonach die Penſionskaſſen abgeſchafft und die
Gelder unter die Angeſtellten verteilt werden ſollen.
Vereinigte Staaten.
Rooſevelt und Taft. Rooſevelt hat 20000
Stimmen Mehrheit in New=Jerſey, wo Taft trotz
inten=
ſivſter Anſtrengungen keinen einzigen Delegierten zum
Nationalkonvent ſerlangte. Einige Rooſevelt feindlich
gefinnte Blätter verlangen, Taft ſolle doch trotz aller
Nie=
derlagen ſeine Kandidatur nicht aufgeben, andere, wie
das Morgenblatt Sun, deuten an, die Konſervativen
müßten eventuell die Demokraten unterſtützen.
Deutſch=amerikaniſche Beziehungen.
Aus Anlaß des zehnjährigen Beſtehens der Vereinigten
deutſchen Geſellſchaft New=Yorks fand ein Feſtbankett
ſtatt, auf dem der ſtellvertretende Generalkonſul Ziegler
als Vertreter des Botſchafters Graf Bernſtorff die
deutſch=
amerikaniſchen Beziehungen beleuchtete und darauf
hin=
wies, daß gelegentlich der Finanzkriſe 1897 alle
Barbe=
ſtände des Schatzamtes gleich Null geweſen und
Deutſch=
land Amerika 200 Millionen Dollars zur Verfügung
ge=
ſtellt habe. Daß die Beziehungen zwiſchen den beiden
Ländern gleich gute bleiben mögen, ſei der Wunſch aller.
Vizekonſul Conway feierte die deutſchen Bürgertugenden.
* Die Niederfüllbacher Stiftung und
der koburgiſche Landtag. Im koburgiſchen
Speziallandtag hatte Landtagspräſident Arnold
folgen=
den, von ſämtlichen Abgeordneten unterzeichneten
Dring=
lichkeits=Antrag eingebracht: Der Landtag möge die
Herzogliche Staatsregierung erſuchen, mit allen ihr zu
Gebote ſtehenden Mitteln die Rechte des Landes
gegen=
über der Königlich belgiſchen Staatsregierung in Sachen
der Niederfüllbacher Stiftung zu vertreten. Der Antrag
ſtand in der letzten Sitzung zur Beratung, und der
Prä=
ſident Arnold begründete ihn in längerer Rede, deren
Reſumee war: 1. Das Kapital der Niederfüllbacher
Stif=
tung iſt ausſchließlich Privateigentum des Königs
gewe=
ſen; der belgiſche Staat hat daran keine Anſprüche, 2. Die
Niederfüllbacher Stiftung beſteht in Deutſchland zu Recht.
Belgien kann der rechtsgültigen deutſchen Stiftung nicht
auch für Deutſchland die Rechtsperſönlichkeit abſprechen.
3. Dieſes Vorgehen ebenſo wie die Einmiſchung der
bel=
giſchen Regierung in die Stiftungsverwaltung, die im
Abkommen vom 28. Januar 1911 liegt, ſind Eingriffe
in die Souveränität eines deutſchen
Bun=
desſtaates. 4. Belgien iſt verpflichtet, das Kapital
der Stiftung, das es ſich infolge pflicht=, ja rechtswidrigen
Verhaltens der Stiftungsverwalter hat aneignen können,
auch ohne vorgängiges Urteil der Gerichte dieſer
zurück=
zugeben. 5. Zu dieſem Zwecke hat die Koburger
Regie=
rung durch Vermittelung des Bundesrats die
geeig=
neten diplomatiſchen Schritte bei Belgien zu veranlaſſen.
* Frankfurt a. M., 29. Mai. Die
Metall=
arbeiter haben heute früh mit der
Wiederauf=
nahme der Arbeit begonnen. Die
Wiedereinſtel=
lung der Arbeiter in den verſchiedenen Betrieben erfolgt
etappenweiſe, ſodaß in zirka 8 Tagen alle Plätze wieder
voll beſetzt ſein werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 30. Mai.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Klein=Auheim, Kreis Offenbach,
Michael Winter auf ſein Nachſuchen.
* Aus Anlaß des Hinſcheidens des kaiſerlich ruſſiſchen
Botſchafters in Berlin, Grafen von der Oſten=
Sacken, der von 1869 bis zu Anfang der 80er Jahre
Miniſterreſident am Großherzoglichen Hofe war, findet
heute vormittag 11½ Uhr eine Seelenmeſſe in der
ruſſiſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe ſtatt.
Vom Hoftheater. In dem Rückblick des Großh.
Hoftheaters iſt ein Fehler unterlaufen. Hofopernſängerin
Frl. Longin iſt noch auf ein weiteres Jahr dem
Hof=
theater verpflichtet.
Die diesjährige (59.) Verſammlung
mittelrheini=
ſcher Aerzte wird am Sonntag, den 2. Juni, in
Heidel=
berg tagen. Die wiſſenſchaftliche Sitzung wird um 1 Uhr
nachmittags im großen Hörſaal der mediziniſchen Klinik
abgehalten; ein gemeinſchaftliches Mittageſſen findet
nach=
mittags 4 Uhr im Grand=Hotel ſtatt. Vor Beginn der
wiſſenſchaftlichen Sitzung iſt Gelegenheit zur Beſichtigung
der ſtädtiſchen Sammlungen, des Samariterhauſes und
des ſtädtiſchen Hallenſchwimmbades geboten.
* Darmſtädter Sanitätsſoldaten im italieniſch=
tür=
kiſchen Kriege. Von der Darmſtädter Sanitätskolonne vom
Roten Kreuz iſt der Krankenpfleger Georg Knecht mit
hinausgezogen, um auf fernem Kriegsſchauplatz im Dienſte
Heine in ungedruckten Briefen ſeines
Verlegers.
C2 Heine hat ſich über den Verleger ſeiner Werke,
Julius Campe, in Anerkennung und noch häufiger in
wildem Aerger unzweideutig in zahlreichen Briefen
aus=
geſprochen; wie aber der Verleger über ſeinen Dichter, mit
dem er ein glänzendes Geſchäft machte, dem er aber auch
durch ſeine Tüchtigkeit zur allgemeinen Verbreitung
ver=
half, dachte, darüber unterrichten uns neue, noch
unge=
druckte Dokumente, die Prof. Werner Deetjen in dem vom
Goethe= und Schillerarchiv bewahrten Nachlaß
Immermanns fand und in den Grenzboten
veröffent=
licht.
Immermann und Heine hatten ſich als „
Mit=
ſtrebende” gefunden, gegenſeitig ihre poetiſche Begabung
anerkannt und wurden dann beſonders durch die Fehde
mit Platen enger zuſammengeſchloſſen. Heine empfahl
Campe, etwas von Immermann zu verlegen, und an dieſe
Empfehlung anknüpfend, beginnt der Verleger einen
Brief=
wechſel mit dem Schöpfer des „Oberhofs” in dem er ihm
allerlei von Heine erzählt. Heine hatte damals den erſten
Band der Reiſebilder herausgegeben und lebte in
Lüne=
burg bei ſeinen Eltern. „Uebrigens befindet er ſich wohl,”
ſchreibt Campe am 7. Dezember 1826, „klagt aber über
Langeweile, die in Lüneburg zu Hauſe iſt. Heine iſt zu
gütig gegen mich geweſen. Er glaubt, daß ich für den
Au=
tor mehr tue wie andere Verleger; daher wünſchte er
längſt, daß Sie mir etwas zum Verſuch übergeben möchten.
So ziemlich kenne ichedas belletriſtiſche. Publikum mit ſeinen
des Roten Kreuzes tätig zu ſein. In einem an die
hie=
ſigen Kameraden gerichteten Briefe gibt er Kenntnis von
der aufreibenden Tätigkeit des Roten Kreuzes in Tripolis.
Er ſchreibt u. a.: Unſere Expedition iſt eine der ſchwerſten,
die je entſandt worden iſt. Denn als wir am 13. Januar
in Berlin abfuhren, waren wir 2 Profeſſoren, 2 Stabsärzte
und 12 Pfleger alle geſund und frohen Mutes. Nun
wur=
den wir entſandt nach Tripolis. Aber Tripolis iſt gar
groß, ſo wußte niemand bis auf die letzte halbe Stunde,
wo wir hinkamen, bis wir endlich am 6. Februar abends
um 9 Uhr in Garian ankamen. Garian ſelbſt liegt auf
einem Berg von 800 Meter Höhe (ein Steinhaufen) den
man nur mit großer Mühe beſteigen kann, der Ort iſt
be=
wohnt von lauter Höhlenbewohnern, auch liegen hier 3
Regimenter Soldaten. Wir erfuhren ſchon bei unſerer
An=
kunft, daß wir hier ſehr notwendig ſeien, denn der ganze
Ort, Soldaten wie Einwohner, waren alle ſchwer an
Ty=
phus erkrankt. Wir leiſteten gleich am nächſten Tag die
erſte Hilfe, aber auch ſchon nach einigen Tagen forderte der
Typhus von uns ſein Opfer. Am 15. Februar erkrankte
Herr Profeſſor Schütze aus Berlin und verſtarb am 8.
März. Am 1. März erkrankte an Typhus unſer guter
Kamerad Paul Duckſtein aus Magdeburg und verſtarb am
12. März, und bis heute liegen noch 4 Pfleger ſchwer an
Typhus danieder. Ich ſelbſt fühle mich bis heute Gott ſei
Dank noch geſund und wünſche mir, daß es ſo bleibt bis
zum 1. Juli, wo wir in unſere Heimat zurückkehren, denn
länger iſt es hier, der Hitze wegen, nicht auszuhalten.
Heute ſind es im Schatten ſchon 30 Grad Celſius. Trotzdem
habe ich den Mut nicht ſinken laſſen.
* Siegreiche Sänger. Der Geſangverein
Sänger=
luſt‟=Darmſtadt errang in der III. Stadtklaſſe auf dem
Wettſtreit in Arheilgen den 1. Preis mit
233 Punkten.
* Das Corps Rhenania feiert ſein 40. Stift
ungs=
feſt am Samstag, den 15. Juni, durch einen
Feſtkom=
mers im Kaiſerſaal.
A Heugrasernte von der ſtädtiſchen Pallaswieſe. Am
Dienstag nachmittag iſt dieſe Ernte unter zahlreicher
Be=
teiligung der Landwirte aus der Stadt und beſonders
aus den umliegenden Landorten verſteigert worden. Das
Gras ſteht im allgemeinen recht gut. Von der etwa 40
Hektar — 160 altheſſiſche Morgen großen Fläche ſind 45
Morgen teils mit Runkelrüben, teils mit Hafer, teils mit
Gemüſen angepflanzt oder ſonſtwie benutzt. Der Reſt von
etwa 115 Morgen wurde verſteigert und ergab einen Erlös
von rund 7000 Mark für die Stadtkaſſe, das ſind im
Durch=
ſchnitt 60 Mark für den Morgen. Die Heuernte muß von
den Steigerern bis zum 25. Juni weggebracht ſein.
* Vogelsberger Höhenklub. Die diesjährige
Wan=
derung des Vogelsberger Höhenklubs (Zweigverein
Darii=
ſtadt) in den Vogelsberg findet am 8. und 9. Juni ſtatt.
Dieſe Wanderung verſpricht beſonders genußreich zu
wer=
den, da einige der ſchönſten Punkte des Vogelsbergs, das
Jägerhaus bei Laubach, das Lehrerheim bei Schotten,
Bilſtein, Hoherodskopf und Taufſtein, berührt werden.
Der außerordentlich geſteigerte Fremdenverkehr macht die
vorherige Anmeldung der Teilnehmer erforderlich,
umſo=
mehr, als bereits weitere auswärtige Wandervereine ſich
für denſelben Tag in Schotten angeſagt haben. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
* Der Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Umgegend (E. V.), der ſchon manche Probe echt
ſport=
licher Tätigkeit abgelegt hat, wird wie mitgeteilt, am
nächſten Sonntag wieder eine Ausſtellung von
Hun=
den aller Raſſen in der neuerbauten Halle des
ſtädtiſchen Schlachthofes abhalten. Es kommen hierbei
große Preiſe zur Vergebung im Betrage von 300 Mark;
ferner Vergebung des Wanderpreiſes des Deutſchen
Dog=
genklubs, Abteilung Frankfurt a. M., im Betrage von 250
Mark. Großh. Heſſiſche Staatspreiſe, um welche ſämtliche
Raſſen in Wettbewerb treten können, ſind genehmigt.
Be=
ſonders ſtark ſind zu der diesjährigen Ausſtellung
Schä=
ferhunde, Dobermänner, Boxer, deutſche Doggen, Airedale
und alle Raſſen von Schoßhunden gemeldet. Die
Prä=
miierung geht vormittags präzis 9 Uhr an und dürfte es
für jeden Hundefreund von Intereſſe ſein, derſelben
bei=
zuwohnen.
* Darmſtädter Brieftauben=Klub. Pfingſten hielt
der Klub ein Preisfliegen mit alten Tauben von
Eyſtrup, 320 km Entfernung, ab, das zugleich ein
Fliegen um ſilberne und bronzene Staatsmedaillen war.
Die Konſtatierungsfriſt währte zwei Tage. Laut
Tele=
gramm um 8 Uhr 20 Min. bei gutem Wetter aufgelaſſen,
durchflogen die Tauben die Strecke in knapp 4¾ Stunden
mit einer Geſchwindigkeit von 1140 m pro Minute.
Von den ausgeſetzten Preiſen erhielten die Herren:
L. Beſt 1. Preis, L. Stoll 2. Peis, Ph. Deutſch 3. Preis,
Hch. Thierolf 4. Preis, K. Heß 5. Preis, E. Achen
6. Preis. Dem Fluge ging 8 Tage vorher, am 19. Mai,
ein Fliegen mit einjährigen Tieren voraus, welcher ſehr
gut verlief, die ausgeſetzten Preiſe waren in kürzeſter
Zeit vergriffen. Es erhielten die Herren: Hch. Thierolf
1. Preis, L. Beſt 2. Preis, E. Achen 3. Preis, Ph. Deutſch
4. Preis, L. Stoll 5. Preis. Der nächſte Flug findet
am 9. Juni ab Hasloh 426 km ſtatt.
* Städtiſcher Saalban. Heute findet das wegen
ungünſtigen Wetters verſchobene 1. Donnerstags=
Konzert der Kapelle des Leibgarde=Regiments ſtatt.
Die Vortragsordnung iſt aus der Anzeige erſichtlich=
Sie enthält eine Reihe klaſſiſcher und wertvoller
Ton=
werke. Bei ungünſtigem Wetter Streichkonzert im
großen Saale nach beſonderem Programm.
* Hotel Heß. Heute, Donnerstag, findet wieder
ein Operetten=Abend mit ausgewählt ſchönem
Pro=
gramm ſtatt. (Siehe Anzeige.)
* Hugenſchütz’ Felſenkeller. Freitag, den 31. Mai
abends, findet das zweite diesjährige Konzert der voll
zähligen Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 6
unter Herrn Muſikmeiſter Webers Leitung ſtatt. Dat
Programm iſt wieder abwechslungsreich.
Beſonder=
intereſſieren werden die vier preisgekrönten Militär
märſche der Zeitſchrift „Woche”, welche vom Kaiſer
Armeemärſchen beſtimmt wurden, Quartette für vie
Poſaunen (Volkslieder) und ein Teil neuer Kompo
ſitionen von Paul Lincke werden dem Abend beſonderer
Reiz verleihen. (Siehe Anzeige und Plakate.)
§ Fahrraddiebſtähle. Am Dienstag vormittag gege
10 Uhr iſt ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit vor der
Poſtgebäude in der Rheinſtraße aufgeſtellt war, ge
ſtohlen worden. Weiter wurde am Nachmittag gege=
1 Uhr ein vor einem Hauſe in der Stiftſtraße aufgeſtell
geweſenes Fahrrad ebenfalls geſtohlen.
§ Diebſtahl. Am erſten Pfingſtfeiertag iſt ein a
einem Hauſe in der Mühlſtraße angebracht geweſene
Firmenſchild abgeſchraubt und entwende
worden.
* Pfungſtadt, 29. Mai. Zur Gauturnfahrt ar
kommenden Sonntag, den 2. Juni, werden die Turne
des Main=Rheingaues in dem gaſtfreundlichen Pfungſtat
zu ausgedehnter turneriſcher Arbeit Einkehr halten. Nahe
zu 400 Turner haben zu den turneriſchen Vier= und Fün
kämpfen und zum Ringen ſich gemeldet. Im Tauziehe
werden acht Mannſchaften und im Eilbotenlauf (6 Man
à 100 Meter) neun Mannſchaften ihre Kräfte meſſen. Ein
beſonders große Zahl Wettſpiele in Fauſt=, Tamburir
und Fußball müſſen zum Austrag gebracht werder
denn es ſind hierzu 44 Mannſchaften angeſagt. Die Tur
ner ſammeln ſich in Darmſtadt und benutzen von d
den eigens zur Gauturnfahrt eingelegten Sonderzug a.
Darmſtadt morgens 7 Uhr 34 Min. zur gemeinſame
Fahrt nach Pfungſtadt. Zum Feſte ſind alle Vorbereitur
gen getroffen. Samstag abend wird für die bereits ar
gekommenen Turner eine Begrüßungsfeier ſtattfinder
Für den Sonntag iſt eine Militärkapelle engagiert, di
vormittags und nachmittags konzertieren wird. Am
Mi=
tag iſt gemeinſamer Ausmarſch der Turner. Nach beendig
tem turneriſchen Programm folgt Volksfeſt, abend
Konzert, Feuerwerk und Tanz auf dem Turn= und Feſ
platze. Große Zelte bieten auch bei ungünſtiger Witter
ung genügende und gute Unterkunft.
h- Zwingenberg, 28. Mai. Heute nachmitlag fan
in Anweſenheit des Gemeinderats und zahlreichen Pr
blikums die Eröffnung der vom Obſtverwertungsverei
neu erbauten Markthalle an der Wieſenpromenader
ſtraße ſtatt. Die Eröffnungsrede hielt Herr Finanzre
Knab, der Gründer des Obſtmarktes und der Erbaue
der Markthalle. Bei dieſer Gelegenheit wurde der dies
jährige Markt, und zwar mit Frühkirſchen, deren etw
30—40 Körbe angefahren waren, eröffnet. Bezahlt wurd
das Pfund mit 30—35 Pfg.
V Groß=Gerau, 29. Mai. Der Magiſtratsſekretä=
Joh. Petermann begeht am 1. Juni ſein 25jäh
riges Dienſtjubiläum. P. iſt erſt 39 Jahrelalt
alſo mit 14 Jahren bereits als Schreibgehilfe aufder
Bürgermeiſterei beſchäftigt geweſen. Da heute die=Ais
fangsaltersgrenze bedeutend höher iſt, dürfte Petermann
der einzige heſſiſche Stadtſekretär ſein, der in ſo jungen
Jahren ein derartiges Jubiläum feiern kann,
Offenbach, 29. Mai. Ein ſchwerer Einbruchs
diebſtahl wurde im Bureau des Sekretärs des heſſi
ſchen Landesvorſtandes der ſozialdemokratiſchen Parte
verübt. Der Täter erbrach einen Schrank und entwen
dete daraus die darin angeſchraubte Geldkaſſette, in de
ſich ein größerer Geldbetrag befand. Von dem
Täte=
der mit den Lokalverhältniſſen genau vertraut geweſe
ſein muß, fehlt bisher jede Spur.
Mainz, 29. Mai. Der im Dienſte der Automobilzen
trale ſtehende Buchhalter Ludwig Karl Mühlen
pfordt ging flüchtig, nachdem er ſich zum Nachteil ſei
ner Firma bedeutende Unterſchlagungen in noc
nicht feſtgeſtellter Höhe, aber über 3000 Mark, hat z
Schulden kommen laſſen. Am Samstag kehrte er nol
einmal nach Hauſe zurück, um einige wichtige Angeleger
heiten zu ordnen, aber die Polizei erhielt Kenntnis da
von und er wurde dann in ſeiner Wohnung ver
haftet und in das Unterſuchungsgefängnis gebrach
— Es iſt jetzt gelungen, die Perſon des Selbſtmörders
der am 15. Mai von der Kaiſerbrücke in de
Rhein ſprang und ertrank, zu ermitteln. In de
Leiche, die am Pfingſtſonntag in Freiweinheir
ans Land geſpült wurde, erkannte man den von Biebric
gebürtigen Dienſtknecht Edmund Brunck, der im An
fang der 30er Jahre ſtand. Man glaubt, daß Kränklich
keit den Mann zu dem Selbſtmord veranlaßt hat.
* Gonſenheim, 29. Mai. Bei dem großen Geſang
wettſtreite in Flörsheim a. M. errang der Männergeſang
verein „Cäcilia”=Gonſenheim unter ſehr ſcharfer Konkur
O e err
Eigenheiten. Gern war ich dazu willig, doch hätte ich zum
Anfang etwas vom Ihnen erhalten mögen, worauf Sie
einen beſonderen Wert legten. Ich glaube nicht, daß er
Ihnen jemals etwas davon geſagt hat: da er für ſeine
Freunde ſorgt, ohne darüber zu ſprechen.” Während der
zweite Band der Reiſebilder bald nachfolgte, verzögerte
ſich das Erſcheinen des dritten außerordentlich. Am 18.
Auguſt 1827 klagt Campe: „Von Heine habe ich vor acht
Wochen einen Brief aus Brighton gehabt, dorthin mußte
ich ihm auch Ihre Adreſſe geben. Er befand ſich ſchlecht
(krank): ob das mehr wie gewöhnlich war, weiß ich noch
nicht, denn ich erhielt keine Zeile ſpäter, obgleich ich mit
dem erſten Dampfboote ein Mehreres bekommen ſollte,
das nun ſiebenmal leer für mich angekommen iſt. Er klagt
und ſingt nur Klagelieder: „London, das übertriebene,
das unmenſchliche London habe ihn in jeder Hinſicht
rui=
niert.‟ Nach Margate wollte er gehen, um die Seebäder
zu gebrauchen. Er wird ſich ſehr läſtig dort befinden und
mit Unannehmlichkeiten aller Art zu kämpfen haben. In
acht Wochen wollte er über Holland zurückkehren, dann
hoffe er endlich ſeine Lieblingskarikaturen zu ſehen (die
Holländer). Ja, mit unſerem lieben Heine habe ich große
Not, ſelbſt um Kleinigkeiten von ihm zu bekommen.”
Nach ſeiner Rückkehr von London ſchildert der Verleger
ſeinen Autor folgendermaßen: „Seit vierzehn Tagen iſt
Heine hier; er will nach Leipzig und dort den dritten
Reiſe=
bilderband ſchreiben. Das Verbot der Reiſebilder am
Rhein, was ich als eine Munizipal Angelegenheit
be=
trachte, da im übrigen Preußen alles beim alten hlieb,
hat ihn unbegreiflich gekitzelt und eitel gemacht; eine
Er=
ſcheinung, die michraufrichtig betrüßt. Dieſer Kitzel wird
ihn der Poeſie entrücken und der Politik zuführen, wo meh
Ruhm zu erlangen iſt, wenigſtens mit weniger Mühe.
Heine tritt bald darauf, wie Campe bereits gefürchtet, i
die Dienſte Cottas, bleibt aber weiter dem Verleger ſeine
Reiſebilder befreundet. „Er war kränklich und fürchtet
ſein Ende! Für den Fall ſollte ich ſeine Papiere haber
Wenn das Klima ihm läſtig werden will, geht er nac
Italien. Unendlich würde es mich ergötzen, ihn dor
zu ſehen, mit ſeinem plaſtiſchen Blick. Er würde un
Italien auf eine neue Weiſe eröffnen: des bin ich über
zeugt. Heine iſt ein guter Botaniker, der verſteht, überal
die Blumen zu finden, wo andere nur die Sträucher und
Blätter ſehen, daher erwarte ich von ſeiner Exkurſion viel!
Wirklich geht Heine nach Italien und ſchreibt aus Florenz
„wo er den Macchiavell und die Medizäiſche Venus ſtu
diert.”
Intereſſant iſt, was Campe 1839 an Immermann übe
den Eindruck des Buchs der Lieder beim Publikun
ſchreibt: „Es iſt offenbar, daß das Buch der Lieder tie
eingreift; das Schickſal der Gedichteſammlung iſt ent
ſchieden gemacht. Ich werde durch Partiepreiſe dafür ſor
gen, daß der günſtige Augenblick erfaßt wird und ein
größere Verbreitung ſtattfindet. Heines Lieder ſind nich
ſo populär, wie Uhland und Rückert, die meiſtens zu
Geſchenken für Mädchen und Frauen verwendet werden
ſeine fleiſchlichen Tendenzen treten hinderlich in den Wes
, jene ſind ganz rein, dagegen iſt er bei den Studenter
förmlich ein Montierungsſtück geworden; jeder recht
ſchaffene Burſch muß ſeinen Heine haben.”
Nummer 125.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Seite 3.
inz im Klaſſenſingen, an dem ſich acht Vereine
beteilig=
in, den erſten Preis mit 201 Punkten (200 Mark bar)
nd im Singen um die Ehrenpreiſe den zweiten
Ehren=
reis mit 96 Punkten, einen Pokal, geſtiftet vom
feſt=
ebenden Verein; ebenſo beim allerhöchſten Ehrenſingen
nter 18 Vereinen den zweithöchſten Ehrenpreis mit 247
unkten. Letzterer wurde von Herrn Kommerzienrat F.
pel in Rüſſelsheim geſtiftet und iſt ein goldener Pokal
r hochfeiner Ausführung, der einen anſehnlichen Wert
epräſentiert. Der Verein, der ſchon viele gleich ſchöne
rfolge errungen, ſteht zur Zeit unter der vortrefflichen
eitung des Herrn Hofkonzertmeiſters Ernſt
Schmidt=
armſtadt.
Ibersheim, 28. Mai. Mit kochendem Kaffee
chwer verbrüht hat ſich das ¾ Jahre alte Kind
ines Landwirts. In einem unbewachten Augenblick
chtete es ſich auf und ſtieß die in der Nähe ſtehende
affeekanne um. Es erlitt ſchwere Brandwunden.
Nieder=Saulheim, 29 Mai. Aus Nieder=Saulheim
ird geſchrieben: „Jedes Jahr zur Frühlingszeit, wo
der Menſch, der für das Leben und Treiben in der
reien Natur ein offenes Auge hat, den Wandertrieb in
ch fühlt und ſo oft als möglich die engen dumpfen
Zim=
ter mit dem Aufenthalt im Freien vertauſcht, kann man
ie traurige Beobachtung machen, daß zu Tauſenden
lumen, Baumzweige und Blüten von
Spa=
iergängern unbarmherzig abgeriſſen werden. Statt
och weiter Herz und Auge zu erfreuen, liegen die
Blu=
ien und Zweige bald welk auf dem Erdboden, abgeſehen
on dem Schaden, der in Feld und Flur durch ſolch
ſcho=
ungsloſes Treiben entſteht. Meiſtens wird dieſer Unfug
dohl von Kindern verübt. Von dieſer Tatſache
ausge=
end, beſchloſſen hier in Nieder=Saulheim ſämtliche
Leh=
er, ihren Schülern zu verbieten, an
Sonnta=
en vor das Dorf zu gehen. Die
Gemeindever=
haltung ſchloß ſich dieſem Vorgehen an und ließ durch
ie Ortsſchelle bekanntmachen, daß Kinder unter 14
Jah=
en Sonntags die Gemarkung nicht mehr
be=
reten dürfen.” Mit Recht bemerkt hierzu das M.
gbl.: Das rückſichtsloſe und übermäßige Abreißen von
flüten und Zweigen iſt ganz gewiß ein Unfug — aber
II man deswegen den Kindern ſo ſchlankweg verbieten,
berhaupt vor’s Dorf zu gehen?! Wo ſollen die Buben
nd Mädchen denn den ganzen Sonntag über bleiben?
nd ob wohl auch die eigentlichen Uebeltäter durch dies
verbot getroffen werden? Es gibt auch genug Erwachſene,
ie es nicht übers Herz bringen können, an einer ſchönen
lume vorbeizugehen, ohne ſie abzubrechen. Und gerade
ir Städter müſſen da reuig an unſere Bruſt ſchlagen.
Fir ſündigen hierbei doch das meiſte. Man ſehe ſich doch
inmal unſere Spaziergänger und Ausflügler an, wenn
e abends nach Hauſe kommen und ganze
Wagenladun=
en von grünem Zeug mit heim ſchleppen. Die
Land=
rute haben das nicht nötig; die haben in ihren Gärten
jlumen genug. Aber wenn auch die Bauernjungen mal
raußen im Wald und Feld wirklich Unfug treiben
lit, Einſperren iſt da nicht viel geholfen. Durch
Er=
ehung, nicht durch Verbote, ſollen die Lehrer beſſern
Gießen, 29. Mai. Am Nachmittag des zweiten
ffingſtfeiertages wurde, wie ſchon kurz gemeldet, in
er Parterrewohnung der Goetheſtraße, die von den
vei unverheirateten Geſchwiſtern Emma und Anna
Bal=
r bewohnt wird, eingebrochen und achttauſend
kark geraubt. Als die Damen von ihrem gewohnten
ſpaziergang nach Hauſe zurückkehrten, machten ſie ſofort
e Entdeckung und riefen die Hilfe der Polizei an. Ein
olizeihund verfolgte die Spur der oder des Täters bis
im Bahnhof. Der Polizeihund hat auf der Bahn eine
ach Frankfurt reiſende Dame geſtellt, die eine Taſche
ug. Auf ihren energiſchen Proteſt und nachdem ſie ihre
rankfurter Adreſſe genannt hatte, die telephoniſch als
chtig erkannt wurde, wurde die Dame aber freigelaſſen.
die polizeilichen Ermittelungen nehmen ihren
Fort=
ang. Die Nummern der geſtohlenen Wertpapiere ſind
ekannt. Geſtohlen ſind zwei goldene Damen=
Remontoir=
hren mit goldenen Ketten und eine eiſerne Kaſſette mit
50 bis 500 Mark, zumeiſt in 100=Markſcheinen.
Friedberg, 28. Mai. Von einem Perſonenzug der
inie Friedberg-Homburg ließ ſich geſtern abend ein
5jähriger Burſche aus Niederrosbach überfahren.
der Lebensmüde wurde auf der Stelle getötet. — Beim
Jolzenwerfen nach einer Scheibe wurde der Gaſtwirt
Heng ſo unglücklich von einem Geſchoß ins Auge
getroffen, daß deſſen Sehkraft verloren ging.
Bad Nauheim, 28. Mai. Am kommenden Samstag
findet im neuen Konzerthauſe das erſte große
Künſt=
lerkonzert ſtatt. Es iſt eine der bedeutendſten
Sänge=
rinnen der Gegenwart, Frau Martha Leffler=
Burckard, Königl. Kammerſängerin vom Hoftheater
zu Wiesbaden, verpflichtet. Die Künſtlerin, die auch durch
ihre glänzenden Erfolge bei den Bayreuther Feſtſpielen,
wie bei den Feſtaufführungen im Prinzregenten=Theater
zu München bekannt iſt, ewird die große Arie der Rezia
aus „Oberon”: „Ozean, du Ungeheuer” ſowie Lieder
von Weingartner und Richard Strauß zum Vortrag
bringen. Das Konzert wird ein künſtleriſches Ereignis
in unſerem Muſikleben darſtellen.
(*) Lich, 28. Mai. Das heutige 65. Jahresfeſt
des Evangeliſchen Rettungshauſes Arnsburg
war wieder ſtark beſucht. Beſonders gilt dies von dem
Miſſionsfeſt, das am Ufer der Wetter im Kloſterwald
ſtattfand. Dicht gedrängt ſaßen und ſtanden hier die
An=
dächtigen. Den Gottesdienſt leitete Pfarrer Weber=
Lang=Göns. Feſtprediger waren Profeſſor Dr.
Born=
häuſer=Marburg und Pfarrer Ettling aus Rödgen bei
Siegen. Der Poſaunenchor Holzheim begleitete die
Cho=
räle. Eine Nachfeier fand hinter der alten Kloſterkirche
ſtatt. Auch Fürſt Karl von Lich und Graf Wilhelm von
Laubach hatten ſich zum Jahresfeſt eingefunden.
Laubach, 29. Mai. Der Heſſiſche
Hauptver=
ein der Guſtav Adolf Stiftung wird ſeine
68. Jahresverſammlung am 25. und 26. Juni in Laubach
abhalten. Die Vorbereitungen zu dem Feſte ſind in
vol=
lem Gange. Vier Redner aus der Diaſpora werden zum
Wort kommen. Sowohl in der öffentlichen
Abendver=
ſammlung des erſten Tages als auch in der
Nachver=
ſammlung auf dem Ramsberg am Hauptfeſttage wird ein
elſäſſiſcher Pfarrer über die Guſtav Adolf=Arbeit im
Elſaß reden. In der Nachverſammlung werden zwei
heſſiſche Guſtav Adolf=Pfarrer ſprechen, Ferner werden
in der Vorverſammlung ein Vertreter des Heſſ.
Haupt=
vereins der Guſtav Adolf=Stiftung und ein Vertreter des
Heſſiſchen Hauptvereins des Evangeliſchen Bundes
ſpre=
chen. Im Feſtgottesdienſt predigt ein Diaſporapfarrer;
Anſprachen werden gehalten von dem Vorſitzenden des
Hauptvereins der Guſtav Adolf=Stiftung und einem
Ver=
treter der Kirchenbehörde. Allem Anſchein nach wird es
ein echt volkstümliches Feſt werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. Mai. Die Abreiſe von
28 Herren der Berliner Stadtvertretung unter
Führung des Oberbürgermeiſters Kirſchner nach Wien
erfolgte heute abend nach 6 Uhr. Im Auftrage des
öſter=
reichiſchen Eiſenbahnminiſteriums wurden ſie von dem
Chef der Berliner Auskunftsſtelle der k. k. Staatseiſenbahn,
Kaiſerlichen Rat Viltſchek. geleitet. Die Rückkehr ſoll am
Samstag ſtattfinden. — Am Donnerstag wird, wie ſchon
gemeldet, in Brandenburg an der Havel in
Gegen=
wart des Kaiſers der Brunnen feierlich enthüllt
wer=
den, den Prof. Ludwig Manzel, der künftige
Präſi=
dent der Berliner Akademie der Künſte, geſchaffen hat.
Die Stadt ſtiftete ihn dem Andenken an Friedrich I., den
erſten Hohenzollernherrſcher der Mark, dem die Havelſtadt
bei ſeiner Ankunft gerade vor fünfhundert Jahren als erſte
märliſche Stadt huldigte. Auf dem Altſtädtiſchen Markt
am alten, aus dem 15. Jahrhundert ſtammenden Rathaus,
das jetzt wieder hergeſtellt wurde und gleichfalls am
Don=
nerstag ſeine Weihe erhalten wird, erhielt der Brunnen
ſeinen Platz. — Der ehemalige Küchenmeiſter
des Sultans Abdul Hamid, Franz Keſſels, der
zurzeit als Geſchäftsführer in einem hieſigen großen
Wein=
hauſe angeſtellt iſt, hat in dem Prozeß, den er wegen
rückſtändigen Gehalts uſw. gegen den türkiſchen Großherrn
anſtrengen mußte, ein obſiegendes Urteil erſtritten. Es
heißt darin, daß der Beklagte (Abdul Hamid) verurteilt
wurde, dem Kläger 5166 Mark zu zahlen und die Koſten
des Rechtsſtreites zu tragen. Mit Herrn Keſſels waren
noch neun andere Deutſche, die zum Teil lange Jahre in
Dienſten des Exſultans als Architekten, Ueberſetzer,
Mu=
ſiker, Obergärtner uſw. geſtanden hatten, klagbar
gewor=
den, da alle Geſuche um Auszahlung ihrer Kompetenzen
unbeachtet blieben. Keſſels iſt der einzige, der nach Berlin
zurückgekehrt iſt, während die anderen in Konſtantinopel
verblieben, da ſie ſich ſchon im vorgerückten Lebensalter
hefinden. Der Auszahlung des Geldes dürfte nun nichts
mehr im Wege ſtehen, da Abdul Hamid bekanntlich noch
ein Depot auf der Reichsbank im Betrage von 12
Mil=
lionen Mark hat und die Geſamtforderungen aller Kläger
ie Summe von 100000 Mark nicht überſteigen dürften.
Herr Keſſels war ſeinerzeit aus dem hieſigen Hotel Briſtol
durch Vermittelung des Generals Kamphöfner=Paſcha für
das Jildis=Palais auf ſechs Jahre, von 1903 bis 1909,
engagiert worden. Bekanntlich unterhielt der Sultan
eine Anzahl von Köchen verſchiedener Nationalitäten, um
dem Geſchmack und der Gewohnheit ſeiner fürſtlichen Gäſte
entſprechen zu können. In die Zeit der dortigen Tätigkeit
fiel auch der Beſuch des deutſchen Kronprinzen, des
Prin=
zen Eitel Friedrich, des Herzogs von Sachſen=Koburg=
Gotha und anderer Fürſtlichkeiten, die Herrn Keſſels durch
Orden auszeichneten.
Frankfurt, 29. Mai. Das Polizeipräſidium ſetzt auf
die Ergreifung des Mörders des
Dienſtmäd=
chens Frieda Veſter eine Belohnung von 500 Mark aus.
Die gerichtliche Obduktion der Leiche ſtellte außer den
tödlichen Verletzungen am Halſe, ſowie dem Stich in die
Oberlippe, noch mehrere Stiche in den linken Arm, die
linke Seite und in den Rücken feſt. Bis jetzt hat die
Un=
terſuchung noch keinerlei Anhaltspunkte hinſichtlich des
Täters ergeben.
München, 29. Mai. Auf der Strecke Berchtesgaden-
Schellenberg iſt heute morgen der Zug Nr. 35 infolge
Ueberfahrens einer Kreuzungsſtation mit dem Zuge
Nr. 34 zuſammengeſtoßen. Sechs Perſonen ſind
ſchwer, ungefähr zwanzig leichter verletzt, darunter auch
das öſterreichiſche Zugperſonal. Die Strecke iſt geſperrt.
München, 28. Mai. Eine Tochter Wilhelm v.
Kaul=
bachs, Frau Geheimrat Marie v. Völk, eine Frau von
vornehmſter Bildung, die die geſellſchaftliche und
kultu=
relle Tradition des Hauſes Kaulbach würdig vertrat, iſt,
wie gemeldet, geſtorben. Von den vier Kindern des
großen Künſtlers lebt nur noch die jüngſte Tochter.
Stuttgart, 29. Mai. Der König von Belgien
iſt geſtern abend 8,48 Uhr abgereiſt. Die Königin
bleibt bis zur Beiſetzung hier. Der König geleitete den
König von Belgien zur Bahn.
Karlsruhe, 29. Mai. Auf ſeltſame Weiſe fanden hier
wei Kinder den Tod. Die beiden Kinder des
Tagelöhners Wernſtein krochen in Abweſenheit der
El=
tern beim Spielen in einen Koffer. Dieſer klappte
plötz=
lich zu und die beiden Kinder erſtickten, ehe Hilfe zur
Stelle war.
Remſcheid, 29. Mai. Die Verwaltung des Marokko=
Minen=Syndikats in Remſcheid hat telegraphiſch die
Mit=
teilling erhalten, daß keiner der Gebrüder
Mannesmann in Tarudant feſtgehalten wird.
Sigmaringen, 29. Mai. Heute abend 7 Uhr 13 Min.
wird Exkönig Manuel von Portugal zum
Be=
ſuch am fürſtlichen Hof eintreffen.
Kaſſel, 29. Mai. Auf einem Kohlenlagerplatz hatte
ſich geſtern während der Mittagspauſe ein Arbeiter zum
Schlafen in den Keller gelegt. Andere Arbeiter, die einen
Waggon Sägeſpäne ausluden, verſchütteten den
Schlafenden, den ſie nicht bemerkt hatten. Als ſie ſpäter
die Sägeſpäne im Keller zuſammenſchaufelten, fanden ſie
den Unglücklichen erſtickt.
Wetzlar, 29. Mai. Der Wetzlarer Anzeiger meldet:
Der engliſche Kriegsminiſter Lord Haldane
iſt geſtern abend um 6 Uhr 10 Minuten in Wetzlar
ein=
getroffen und im Hotel „Zum Herzgglichen Hof”
abgeſtie=
gen. Der Miniſter wird wahrſcheinlich zwei Tage hier
bleiben. Sein Aufenthalt gilt den Goetheerinnerungen
in Wetzlar.
Eiſenach, 29. Mai. Der Burſchentag beſchloß,
zur Jahrhundertfeier der Gründung der deutſchen
Bur=
ſchenſchaft im nächſten Jahre, den Bau eines
Burſchen=
ſchaftshauſes. Der Bauanſchlag beträgt 70000 Mk.
Hamburg, 28. Mai. Eine dem Altonaer
Zigarren=
fabrikanten Peterſen gehörige Segeljacht wurde
geſtern nacht bei der Rückfahrt von Glückſtadt nach Altona
in der Nähe von Lühe von einem unbekannten Dampfer
angerannt. Von den vier Inſaſſen ſind die beiden
Kaufleute Steindorf und Flaßhof ertrunken.
Feuilleton.
Arthur Nikiſch über ſeine Kunſt des Dirigierens.
rthur Nikiſch hat ſich über ſeine Ziele und Abſichten beim
irigieren einem Interviewer der Zeitſchrift Muſical
merica gegenüber in intereſſanter und überraſchender
eiſe ausgeſprochen. Der Grundton ſeines
Selbſtbekennt=
ſſes klang darin aus, daß er beſtimmte „techniſche Ziele‟
verhaupt nicht verfolge. „Wenn mich einer meiner
Kol=
gen,” meinte er, „nach einem Konzert fragen würde, wie
5 dieſe oder jene beſondere Wirkung hervorgebracht habe,
wäre ich unfähig, ihm darauf zu antworten. Man
agt mich, wie ich mein Fühlen meinen Muſikern mitteile:
5 tue es einfach, ohne daß ich weiß, wie. Wenn ich eine
ompoſition dirigiere, ſo iſt es die erregende Macht der
kuſik, die mich fortreißt. Ich folge durchaus keinen
be=
immten und feſten Regeln der Interpretation. Ich ſetze
ich nicht etwa hin und denke mir im Voraus aus, wie ich
n jede Note eines Werkes ſpielen laſſen werde. So
echſelt denn meine Interpretation in Einzelheiten faſt
ei jedem Konzert, in Uebereinſtimmung mit den Mächten
es Gefühls, die in mir beſonders ſtark erregt werden.
ber ich bemerke ausdrücklich: nur in Einzelheiten. Eine
ymphonie Beethovens heute in einer beſtimmten Weiſe
r erleben und morgen in einem völlig verſchiedenen Stil
as wäre ebenſo lächerlich wie unlogiſch. Das wäre nur
er Trick eines Gauklers und hätte mit Kunſt nichts zu
in.”
C Luxus in der Hundemode. Die Pariſer
Hunde=
usſtellung, die ſoeben ihre Pforten geöffnet hat, verſetzt
ie Verehrer der Toutous in ſchwärmeriſche Verzückung,
nd ſie ſtehen begeiſtert verſunken vor dem berühmten
olley Scotch, der in ſeiner ariſtokratiſchen Feinheit an
men verwunſchenen Prinzen erinnert, oder vor dem
köſt=
chen Phun, dieſem „lebenden Muff.” Aber faſt noch mehr
ls die Tiere werden ihre Toiletten, ihre Ausſtattung, die
nterieurs, in denen ſie ſich präſentieren, bewundert.
ieſe Ariſtokraten der Hundewelt ſind mit Koffern auf die
usſtellung gereiſt, die en miniature die Luxuskoffer ihrer
errinnen vollkommen nachahmen. In der unteren
Abteil=
ng liegen ihre Sommer= und Winter=, ihre Zimmer= und
usgehdecken, hängen Promenaden= und Automäntel aus
eicher Seide, die ſich wie ein Handſchuh feſt um den
Kör=
er ſchmiegen und das Seidenhaar des Lieblings gegen
le Unbilden der Witterung ſchützen. Ihre Verſchläge und
ställchen ſind wahre Schmuckkäſtchen; da iſt einer ganz
aus Kupfer, mit mattgrünem Seidenbrokat ausgeſchlagen;
andere wieder haben Wände aus lichtem Mahagoni mit
Inkruſtationen. Die Liliputs dieſer Hundeelite ſtrecken
ſich behaglich in koſtbar geflochtenen Körben, die mit
Gold=
pitze und Stickereien verziert ſind. Dieſe Hunde ſchlafen
auf weicher, ſchwerer Seide und ſchmücken ſich mit
Ju=
welen. Die eleganten Halsbänder beſtehen aus
Antilopen=
haut in altroſa mit Gold= und Silberinkruſtationen, zu
denen ein paſſendes Fußband getragen wird. Zuhauſe
erſcheint der Modehund in einem altroſa Seidenband, das
mit niedlichen Rokokoroſen aus Gold= und Seidenſtoff
ge=
ziert iſt. Altroſa iſt gegenwärtig die Modefarbe. Die
Sommermäntel beſtehen aus ſchwarzem oder dunkelblauem
Etamine über einem orange= oder rubinfarbenen Grund.
Gelegentlich trägt der Toutou auch eine Toilette aus
Leinenſtickerei, um mit ſeiner Herrin an Eleganz zu
wett=
eifern. Aus der winzigen Taſche lugt das mit einem
Hundeköpfchen beſtickte Taſchentuch, das bei Foxterriers
gepunktet oder geſtreift iſt. — Die Franzöſinnen ſcheinen
mehr für Hunde, als für kleine Kinder zu ſchwärmen.
* Eine „anſtändige Familie”. Vor wenigen Tagen
beſuchte Prinz Heinrich die Schlachtfelder und kam in
Rezonville auch in das bekannte Häuschen an der
Chauſſee von Metz nach Verdun, in dem die Heſſen
wäh=
rend der für ſie ſo ruhmvollen Tage Unterkunft fanden.
Er traf dort noch die Eigentümerin des Häuschens, eine
heute recht bejahrte Frau, die damals einigen hohen
heſſi=
ſchen Militärs Gaſtfreundſchaft gewährt hatte. Der Prinz
ließ ſie ihre Erinnerungen, ſoweit dies möglich, an jene
große Zeit auffriſchen und fragte ſie, ob ſie ſich auch noch
des Großherzogs Ludwig IV. von Heſſen erinnere,
der im Kriege die heſſiſche (25.) Infanterie=Diviſion führte.
„Gewiß,” ſagte die Alte. Aber Sie, junger Herr,
er=
innern ſich des Mannes gewiß nicht mehr, denn Sie waren
damals noch ein petit garcon.” „Ich habe aber den
Herrn ſpäter kennen gelernt,” antwortete der Prinz, „ich
habe nämlich eine Tochter von ihm geheiratet.”
„Da können Sie von Glück ſagen, daß Sie eine Frau aus
ſolch anſtändiger Familie bekommen haben.
Der Vater war wirklich ein ſehr ordentlicher Menſch, er
hat mir von jener Zeit ab bis zu ſeinem Tode jedes Jahr
ein größeres Geldgeſchenk geſchickt.” Lächelnd ſteckte der
Prinz der würdigen Matrone ebenfalls eine Gabe in die
Hand. „Hier, das iſt vom Schwiegerſohn des ordentlichen
Menſchen, er kann zuweilen auch ordentlich ſein!“
* Gar ſeltſame Wohnplätze ſuchen ſich oft unſere
be=
fiederten Sänger aus, wenn ſie im Begriffe ſtehen, eine
Familie ſich zu gründen. So iſt zur Zeit in Flörsheim
am Main ein Rotſchwänzchenpärchen in ſeiner
Zutrau=
lichkeit ſo weit gegangen, daß es den Regulator in der
Wohnſtube des dortigen Einwohners Gg. Bender zu
ſei=
nem Niſtplatze auserwählte. Die Tierchen kamen eines
Tages durch das offene Oberfenſter hereingeflogen und
ſetzten ſich oben auf dem Regulator feſt. Da man ſie
ruhig gewähren ließ, ſo entſtand bald auf dem
merk=
würdigen Plätzchen ein niedlich Neſtlein, und jetzt
ſchauen aus demſelben 5 muntere Jungen heraus, die
verwundert dem Schlage der Uhr lauſchen, die ihre
erſten Lebensſtunden anzeigt. — Bei Gau=Algesheim
hat ſich ein Bachſtelzenpaar ein weit gefährlicheres Heim
ausgeſucht. Es baute unter eine Eiſenbahnſchwelle der
Kreuznacher Linie. Die vielen über den Köpfen
hin=
brauſenden Züge ſtören die Vöglein keineswegs in ihrem
Brutgeſchäft.
* Die Gemeinde der Becker. „Die Bewohner von
Gonſenheim in Rheinheſſen ſind ein Volk. das
Becker heißt” ſo ſchrieb einmal ein in dem benachbarten
Mainz auf einer Informationsreiſe anweſender
Fran=
zoſe in ſein Tagebuch. Der gute Mann hat mit ſeiner
Behauptung vollkommen recht. Nach dem Adreßbuch ſind
nämlich nicht weniger als 202 Haushaltungsvorſtände
mit dem Namen Becker in der Villenvorſtadt von Mainz
anſäſſig. Rechnet man nun durchſchnittlich jede Familie
dieſes Namens zu 6 Perſonen, was bei der bekannten
Fruchtbarkeit der Beckerſchen Sippe gewiß das Richtige
trifft, ſo beherbergt die Gemeinde gegenwärtig 1200
Perſonen mit dem Namen Becker, das ſind 20 Prozent
der Bevölkerung des Ortes überhaupt. Aus dieſem
Grunde iſt es auch durchaus begreiflich, daß jüngſt, als
auf einem kaufmänniſchen Bureau zu Mainz zwei junge
Leute angeſtellt wurden. die Tatſache ſehr auffiel, daß der
eine aus Gonſenheim war und nicht Becker hieß, der
andere dagegen Becker hieß, aber nicht aus Gonſenheim
war.
* Berliner Humor. Ein Leſer erzählt der Tägl.
Rundſchau folgendes ſelbſterlebte Beiſpiel ſpreeatheniſchen
Witzes: Vor der Tür einer Kellerkneipe in der
Chauſſee=
ſtraße hielt der mit einem Hund beſpannte kleine Wagen
eines Grünkramhändlers. Während dieſer noch in der
Kneipe iſt, bemerkt ein herankommender Schuſterjunge, daß
der Hund mit dem Wagen auf und davon geht. Eiligſt
ſtürzt er an die Tür der Kneipe, ſtößt ſie auf und ruft:
„Männeken, Ihr Jeſchäftsführer jeht
Ihnen durch!‟
Seite 4e
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Nummer 125.
Malchin i. Mecklbg., 28. Mai. Auf dem Kummerowſee
kenterte infolge ſtarken Wellenganges ein mit drei
Perſonen beſetztes Boot. Die Inſaſſen, Student Peters
und zwei Primaner Nippe und Popp, ertranken. Das
Boot wurde heute abend bei Verchen ans Ufer getrieben.
Die Leichen wurden noch nicht gefunden.
Danzig, 28. Mai. Bei einer Segelpartie
ver=
unglückten am Pfingſtſonntag drei Matroſen
der Fliegerſtation durch Kentern des Bootes. Alle drei
ertranken. Bisher iſt es nur gelangen, die Leiche des
einen Matroſen zu bergen.
Wien, 29. Mai. Bei einem Zuſammenſtoß eines
Feuerwehrautomobils mit einem
Privat=
automobil wurde der im letzteren ſich befindende 62 ſerbiſche Konſul John Waſſiliewitſch ſehr ſchwer
verletzt, während ſeine ihn begleitende Tochter mit
leich=
teren Verletzungen davonkam. Die Verunglückten
muß=
ten, da das Automobil vollſtändig zertrümmert war, aus
dem Fenſter herausgezogen werden.
Innsbruck, 28. Mai. Bei der Beſteigung der
Ham=
merſpitze iſt der Lübecker Touriſt Jennemann
abge=
ſtürzt. Er war ſofort tot. Die Leiche wurde geborgen
und nach Steinach übergeführt.
Peſt, 29. Mai. Geſtern explodierte in ſpäter
Nachtſtunde auf der Treppe des Parlamentsgebäudes
eine Dynamitpatrone und zertrümmerte unter
großem Getöſe einige Fenſterſcheiben, richtete aber ſonſt
keinen Schaden an. Man vermutet, daß die Patrone
während der Arbeiterunruhen gelegt wurde. Sie iſt von
der Art, wie ſie in den Bergwerken zur Verwendung
gelangt.
Paris, 29. Mai. In Villa=Savary (Aube=
Departe=
ment) ſtürzte in der vergangenen Nacht ein Haus
ein und begrub ſämtliche Bewohner unter den
Trüm=
mern. Zwei Frauen und zwei Kinder wurden getötet;
vier Perſonen ſchwer verletzt.
Paris, 28. Mai. Aus Toulon wird gemeldet: Ein
Bauer ertappte zwei Soldaten, als ſie an einem
Kirſch=
baum naſchten. Er feuerte auf ſie ein Gewehr ab,
er=
ſchoß einen und verwundete den anderen tödlich.
Madrid, 28. Mai. Prinzeſſin Beatrice (geb.
Prinzeſſin von Sachſen=Koburg=Gotha), die Gemahlin
des Prinzen Alfons von Orleans, iſt von einem
Prin=
zen glücklich entbunden worden.
Villa Real, 28. Mai. Zu dem Unglück im
Kine=
matographentheater wird noch gemeldet: Das
Theater befand ſich in einem alten Laden und hatte nur
einen Ausgang. In der Nähe des Ausganges war
der Projektionsapparat aufgeſtellt, deſſen Exploſion
als=
bald die Tür verſperrte. Es herrſchte eine entſetzliche
Panik. Die Zuſchauer bemerkten eine zweite Tür auf der
entgegengeſetzten Seite und ſtürzten nach dieſer Richtung;
aber die Tür war verſchloſſen. Die Menge ſtaute
ſich und faſt alle kamen um, wurden zertreten, erſtickten
und verbrannten. Die meiſten Leichen bieten einen
ſchau=
derhaften Anblick.
Waſhington, 28. Mai. Senator Smith hielt eine
Rede, durch welche er den Senat mit den Ergebniſſen der
von dem Senatskomitee geleiteten Unterſuchung der
„Titanic”=Kataſtrophe bekannt machte. Er tadelte
das engliſche Handelsamt, das durch ſeine Nachſicht für
das Unglück ſtark verantwortlich ſei. Kapitän Smith
machte ſich ſchuldig, durch übermäßige Vertrauensſeligkeit
und dadurch, daß er die Eiswarnungen nicht beachtete.
Senator Smith verurteilte den Mangel an Diſziplin an
Bord nach dem Zuſammenſtoß mit dem Eisberg, die
un=
genügende Bemannung der Rettungsboote. Faſt
fünf=
hundert Menſchen ſeien nutzlos geopfert worden durch
Mängel an Ordnung und Diſziplin bei Beſetzung der
Ret=
tungsboote Leider müſſe er feſtſtellen, daß einige jüngere
Offiziere die erſte Gelegenheit benutzten, das Schiff zu
verlaſſen. Große Verantwortung laſte auf dem Kapitän
der „Californian” der er ſich nur ſchwer entziehen könne.
Senator Smith deutete an, daß er die „Californian” für
das Schiff halte, deſſen Signallaterne von den
Schiff=
brüchigen geſehen worden iſt. Er empfahl die genauere
Bezeichnung der Reiſerouten, den feſteren Bau der Schiffe
und beſſere Ausrüſtung mit Rettungseinrichtungen und
mächtigen Scheinwerfern. Alle Schiffe ſollten Bojen
füh=
ren, um im Falle eines Unglückes die Lage des Wracks
zu bezeichnen. Die Zahl der Beſatzung ſei zu erhöhen.
Endlich empfahl Senator Smith internationale
Beſtim=
mungen für die drahtloſe Telegraphie, höhere Löhne für
die Telegraphenbeamten und ſtändigen Telegraphendienſt
bei Tag und Nacht an Bord der Paſſagierſchiffe.
Kongreſſe und Verbandstage.
Fünfzehnter Allgemeiner Deutſcher
Neuphilologentag.
— Frankfurt, 29. Mai. Die Zuſammenkunft
ſämt=
licher bisher eingetroffenen Teilnehmer am diesjährigen
wie in der Regel zu Pfingſten jeden zweiten Jahres
ſtatt=
findenden — Neuphilologentage zur Begrüßung
im Saale der Alemannia wies eine ſo beängſtigende Fülle
auf, daß der Raum die Erſchienenen nicht zu faſſen
ver=
mochte und eine Parallelverſammlung in dem
benach=
barten Börſenreſtaurant ſtattfinden mußte. In der
Ale=
mannia entwickelte ſich nach den Begrüßungsworten des
Herrn Direktor Ehrichs ein äußerſt reges und vergnügtes
Zuſammenſein, das bei gemeinſamem Geſang der von dem
rührigen Vergnügungsausſchuß in geſchmackvollem
Büch=
lein zuſammengeſtellten Lieder, ſowie durch zahlreiche
hu=
morvolle Darbietungen verſchiedenſter Art — u. a. ein Hans
Sachsſches Faſtnachtsſpiel, aufgeführt von Mitgliedern des
Marburger Philologiſchen Vereins — Gäſte und Wirte
lang vereinte.
Am Dienstag vormittag um 9¾ Uhr eröffnete
Direk=
tor Dörr die Verhandlungen des 15.
Neu=
philologentages und erteilte Herrn Rektor Prof.
Panzer von der Akademie das Wort zur Begrüßung von
der Stelle welche den Tagungen ein gaſtliches Heim
ge=
boten hat. Daran ſchloſſen ſich begrüßende Anſprachen
ſeitens der Staats= uſw. Behörden. Geh. Reg. Rat Prof.
Dr. Engwer für das Preußiſche Kultusminiſterium, Geh.
Rat Dr. Kaiſer für das Prov.=Schulkollegium in Kaſſel,
Direktor Liermann (Wöhler=Realgymnaſium) ſpricht für
die Frankfurter Direktoren= Rektoren= und
Lehrerver=
einigungen, Oberlehrer Dr. Wirtz für den Frankfurter
Ver=
ein akademiſch gebildeter Lehrer. Für dieſe Begrüßungen
zunächſt dankend, teilt Direktor Dörr ſodann die große
Zahl ſchriftlicher Begrüßungen mit, die eingelaufen ſind
und dankt all den verſchiedenen Perſonen und
Körperſchaf=
ten, die ſich um das Gelingen der Tagung bemüht haben.
Er ſchließt daran einen Nachruf für die ſeit der letzten
Verſammlung Verſtorbenen, unter ihnen beſonders der
Männer gedenkend, die ſich um den Neuphilologen=Verband
hervorragende Verdienſte erworben haben, wie Wetz,
Brey=
mann und vor allem des jüngſt verſtorbenen Geheimrats
Münch. Zum ehrenden Gedenken aller Heimgegangenen
erhebt ſich die Verſammlung von den Sitzen. Hieran
ſchloſſen ſich die Begrüßungen ſeitens der Vertreter von
Behörden des In= und Auslandes, Für die neupbilolo=
giſchen Verbände und Vereine Deutſchlands und
Oeſter=
reichs ſprach Prof. Schipper (Wien), ebenſo wie Prof.
Francois (Genf) für die Schweiz, Prof. Delobel (Paris)
für das franzöſiſche Unterrichtsminiſterium, Prof. Varenne
für die Akademie Frangaiſe, Mr. Stephens (London) für
die Board of Education, Staatsrat v. Loew (Petersburg)
für das ruſſiſche Unterrichtsminiſterium, Dr. Trivunatz
(Belgrad) für Serbien, Prof. Peterſen (New=Haven) für
die Yale Univerſity.
Nach geſchäftlichen Mitteilungen ſeitens einiger
Aus=
ſchüſſe übernahm hierauf Herr Prof. Curtis von der
hieſigen Akademie den Vorſitz und es folgten die drei auf
der Tagesordnung des Vormittags ſtehenden Vorträge
der Herren Sadler (Leeds), Brunot (Paris) und Morf
(Berlin). Der erſtere wies in engliſcher Sprache auf die
Wechſelbeziehungen der deutſchen und engliſchen
Wiſſen=
ſchaft und Literatur hin und betonte all das, was ſeine
Landsleute den deutſchen Dichtern und Denkern verdanken.
Die feſſelnden Vorträge der Herren Brunot und Morf
ergänzten ſich in trefflicher Weiſe, indem jener die
Wichtig=
keit des autoritativen Elements für die Sprachentwickelung
in hiſtoriſcher Darlegung vom 16. bis 19. Jahrhundert
hervorhob während der begeiſtert empfangene Liebling
Frankfurts auf dem Berliner Lehrſtuhl vor allem das
be=
tonte, daß in der Sprache und beſonders im
Sprachunter=
richt die Freiheit der Entwickelnug zu achten ſei und daß
im Leben der Linguiſt höher ſteht, als der Grammatiker,
wenn auch die Schule der grammatiſchen Regelung die
führende Stelle nicht verſagen kann.
Hierauf folgte die Verſammlung einer Einladung der
ſtädtiſchen Behörden zur Begrüßung in den Römer, wo
Bürgermeiſter Grimm die große Zahl der Erſchienenen
empfing.
Deutſcher Lehrertag.
II.
— Berlin, 28. Mai. In Anweſenheit des
Kultus=
miniſters v. Trott zu Solz trat, wie ſchon gemeldet, heute
der Deutſche Lehrertag zu ſeiner erſten
Hauptver=
ſammlung im Zirkus Schumann zuſammen. Der
Rie=
ſenraum war ſchon eine Stunde vor Beginn der
Verhand=
lungen dicht gefüllt. Der Vorſitzende dankte dem Miniſter
für ſeine (ſchon mitgeteilten) Begrüßungsworte und fügte
hinzu: Ich darf die Verſicherung geben, daß der deutſche
Lehrerſtand nach wie vor bemüht ſein wird, ein Geſchlecht
heranzubilden, das treu iſt ſeinem Herrgott (ſtürmiſcher
Beifall), treu ſeinem Vaterland und ſeinem Kaiſer, daß
wir bemüht ſein werden, ein Geſchlecht heranzuziehen,
von dem man ſagen darf, daß in ſeinem geſunden Körper
auch eine geſunde Seele wohne. Der Vorſitzende
präzi=
ſierte dann unter großem Beifall den Standpunkt des
Deutſchen Lehrervereins zu den wichtigen Kulturfragen.
Wir verlangen, ſo führte er aus, einen Platz neben der
Kirche. Der Deutſche Lehrerverein iſt kein Schrittmacher
der Sozialdemokratie; er verlangt einen Jugendunterricht
auf nationaler Grundlage. Er vertritt die Forderung der
Einheitsſchule, der Zulaſſung der Lehrer zu den
Univer=
ſitäten, der Beſeitigung der Ausnahmeſtellung, in der ſich
die Lehrer vielfach noch befinden, der angemeſſenen
Beſol=
dung. Der Verein wird ſich von keiner politiſchen Partei
einfangen laſſen; er will keine Scheidung der Lehrer nach
der Konfeſſion, ſondern die Vereinigung aller im Dienſte
von Staat, Schule und Vaterland.
Darauf trat die Verſammlung in die Tagesordnung
ein. Das Thema des heutigen Tages bildete die
Ar=
beitsſchule. Der Referent, Oberlehrer Dr. Ernſt
Weber=München, ſtellte hierzu folgende Leitſätze auf:
1. Die deutſche Lehrerſchaft wendet ſich gegen eine „
Ar=
beitsſchule” die manuelle Tätigkeit hauptſächlich um der
Handgeſchicklichkeit willen und im Hinblick auf einen
ſpä=
teren Beruf fordert und darum gegen die Einführung
des Handfertigkeitsunterrichts als beziehungsloſes Fach.
2. Sie erklärt ſich jedoch für eine „Arbeitsſchule” die
danach ſtrebt, die Arbeit in den Dienſt der geiſtigen
Bild=
ung zu ſtellen, einen wünſchenswerten Ausgleich in der
Pflege der ſeeliſchen Kräfte und der Sinnesorgane
her=
beizuführen und mehr als bisher dem inneren Erleben,
der Luſt zum körperhaften Geſtalten, der kindlichen
Selbſt=
tätigkeit und Eigenart gerecht zu werden. 3. In dieſer
Ausdeutung läßt ſie auch die Handtätigkeit als eines der
Mittel gelten, die nach jenem Ziele führen. Sie betont
jedoch, daß manuelle Tätigkeit — auch als methodiſch
dienendes Prinzip — nur in einzelnen Fächern und auf
beſtimmten Entwickelungsſtufen Anwendung finden kann.
4. Mit allem Nachdruck weiſt die deutſche
Lehrerverſamm=
lung darauf hin, daß die unter dem Begriff „
Arbeits=
ſchule” ſich ſammelnden Reformideen nur dann
Reform=
taten werden können, wenn dem Lehrer größere
Selbſtän=
digkeit in Hinſicht auf Maß, Auswahl, Verteilung und
Behandlung des Lehrſtoffes gewährt wird. Darum
fordert ſie Fernhaltung eines bureaukratiſchen
Aufſichts=
ſyſtems, das jeder individuellen pädagogiſchen Arbeit
un=
überſteigliche Schranken in den Weg ſtellt.
In der Diskuſſion begründete zunächſt Lehrer Gläſer=
Hamburg einen Antrag der Geſellſchaft für vaterländiſche
Kultur in Hamburg, der die Leitſätze des Referenten
da=
hin abgeändert wiſſen will, daß die Handfertigkeit nicht
als eines der Mittel zur Entwickelung der im Kinde
ſchlummernden Kräfte betrachtet werden ſoll, ſondern
als das Mittel. — Lehrer Guttmann=München bekennt
ſich als einen entſchiedeneren Gegner der Arbeitsſchule,
als der Referent. Sollte das Kind den Gang des
Unter=
richts allein beſtimmen, dann wäre eine intellektuelle
Anarchie im Unterrichtsweſen proklamiert. Der Wille
des Kindes muß einer feſten Leitung unterſtellt werden
und im Notfalle auch gebrochen werden können. — Vogel=
Leipzig ſtimmt namens des Sächſiſchen Lehrervereins
im großen und ganzen den Theſen des Referenten zu.
Im weiteren Verlaufe der Debatte werden noch
Abänder=
ungsanträge geſtellt. Die Verſammlung geht aber auf
Antrag des Berliner Vereins über alle
Abänderungs=
anträge zur Tagesordnung über und nimmt die Theſen
des Referenten gegen eine kleine Minderheit an.
Damit waren die heutigen Verhandlungen beendet.
Es folgten noch eine Reihe von Sitzungen der
verſchie=
denen Abteilungen. Morgen gehen die Verhandlungen
weiter.
* Berlin 28. Mai. Auf Befehl des Kaiſers wurde
heute abend im Schauſpielhaus als Feſtvorſtellung
für die Teilnehmer an der in Berlin tagenden
Deut=
ſchen Lehrerverſammlung 1912 Lauffs „Der
große König” gegeben. Die Gäſte füllten das ganze Haus
bis auf den letzten Platz. In der kleinen Loge erſchienen
der Kaiſer und Prinz Adalbert. Die vortreffliche
Vorſtel=
lung mit Herrn Clewing in der Titelrolle weckte
wieder=
holt ſtarken Beifall. Bei dem glänzenden Siegesbild von
Hohenfriedberg erhoben ſichemit dem Kaiſer alle
Anweſen=
den und brachen, als die Gardine ſich geſchloſſen hatte, in
brauſende, begeiſterte Hochrufe aus. Sodann ſtimmten
die Lehrer „Heil dir im Siegerkranz” an, worauf ſich der
Kaiſer freundlich dankend verneigte. Der Kaiſer, der
vom Neuen Palais nach Berlin gekommen war, kehrte
nach der Vorſtellung dorthin zurück.
21. Verbandstag des Deutſchen Techniker=
Verbandes.
— Köln, 28. Mai. Der Verbandstag wurde mi
einem Vortrage des Liz. Traub=Dortmund über „Das
Koalitionsrecht und die Angeſtellten” im ehrwürdiger
Gürzenich eröffnet. Am Samstag nachmittag beganner
die Beratungen in Kommiſſionen. Im Mittelpunkt de
ganzen Tagung, die von über 300 Abgeordneten beſchick
iſt, bei überfüllten Tribünen, ſteht die Errichtung eine
neuen Satzung. Der Deutſche Techniker=Verban
wurde vor faſt 30 Jahren als paritätiſche Organiſatio
gegründet, entwickelte ſich aber durch die Verhältniſſe z
einer Angeſtellten=Organiſation. Die vom Verbandsta
angenommene Satzung trägt dieſer veränderten Lag
Rechnung, weil Arbeitgeber in Zukunft von der Au
nahme ausgeſchloſſen ſein ſollen. Bemerkenswert iſt we
ter auch, daß eine ſtraffere Zentraliſation der Leitun
durchgeführt wurde, die in einer einheitlichen Mitglie?
ſchaft zum Ausdruck kommt. Der Verbandsbeitrag wurd
mit der neuen Satzung auf 24 Mark feſtgeſetzt. Di
Jahresberichte erſtatteten Schwenkler=Lichterfeld
und Lenz=Berlin. Daraus geht hervor, daß der Verban
über 30000 Mitglieder zählt und ein Vermögen vo
630000 Mark beſitzt. Kaufmann=Berlin referiert
über die Durchführung des Verbandsprogramms. Ber
ger=Elberfeld ſprach als Korreferent. In Leitſätzer
die dieſe Referate ergaben, wurden Selbſthilfe un
Staatshilfe als die Mittel bezeichnet, die für eine
Ve=
beſſerung der wirtſchaftlichen, rechtlichen und ſoziale
Lage der techniſchen Angeſtellten in Anſpruch zu nehme
ſind. Die Selbſthilfe beſteht in der Einwirkung auf d
Arbeitgeber und ſetzt die Erziehung der Mitglieder—
ſolidariſchem Handeln voraus. Beſonders heiß umſtri
ten war der Satz, der zum Ausdruck brachte, daß vo
allen geſetzlich zuläſſigen Mitteln Gebrauch gemacht we
den ſolle, wenn friedliche Auseinanderſetzungen erfolglo
blieben, um eine Schädigung wirtſchaftlicher Intereſſe
der Techniker abzuwehren. Durch Beeinfluſſung de
Geſetzgebung ſoll die Staatshilfe angeregt werden,
un=
die Mitglieder ſind deshalb verpflichtet, in den politiſche
Parteien zu wirken. Die letzten Gedanken über da
parteipolitiſche Wirken der Mitglieder wurden in einer
Referat klargeſtellt, das Lenz=Berlin über „Berufsorge
niſation und Parteipolitik” hielt. Der Verband muß de
Parteien neutral gegenüberſtehen. Eine parteipolitiſck
Betätigung der Leiter der Berufsorganiſation iſt de
mit jedoch nicht ausgeſchloſſen. Zu dieſem Thema we
Kreß=Poſen als Korreferent beſtellt. Er ſchloß ſich de
Ausführungen des Referenten ſoweit an, daß er ein
leidenſchaftsloſe, faſt rechneriſche Mitwirkung der Mi
glieder am Parteileben wünſchte. Die endgültige Löſun
der Frage parteipolitiſcher Neutralität ſei Frage de
Takts und Geſchicks der Organiſationsleiter. Eine allz
große Aengſtlichkeit ſei ebenſo verwerflich, als das be
dingungsloſe Hertraben hinter einer Partei. „Ange
ſtellte und Wirtſchaftspolitik” war das Thema, über da
der Redakteur der Deutſchen Techniker=Zeitung, E. Ridk
Schubert=Berlin, ſprach. In einer Entſchließung kan
zum Ausdruck, daß der Verband grundſätzlich jede Be
ſtrebung unterſtütze, die geeignet ſei, einen Ausgleic
zwiſchen der geringen Höhe des Gehaltes der Angeſtell
ten und der Kaufkraft des Geldes zu ſchaffen. Die
Ein=
wirkung der Mitglieder auf die politiſchen Parteienzur
Förderung einer allgemeinen Konſumentenpolitikſſt
forderlich.
In Anbetracht der angekündigten Verbeſſerungs
Angeſtelltenrechts für Handlungsgehilfen durch eine
No=
velle zum Handelsgeſetzbuch fand die nachfolgende
Re=
ſolution einſtimmige Annahme unter lebhaften
Pro=
teſten der Verſammlung gegen die abermalige
Zurückſetz=
ung der Techniker: „Da ſeit langem die Verbeſſerungs
bedürftigkeit des Technikerrechts von Regierung un
Reichstag anerkannt worden iſt, gibt der in Köln ve
ſammelte 21. Verbandstag des Deutſchen Techniker=Ve
bandes ſeinem Befremden Ausdruck, daß die Regierun
es ablehnt, bei der geplanten unvollkommenen Regelun
der Sonntagsruhe und Konkurrenzklauſel nur für Hand
lungsgehilfen auch das rückſtändige Recht der teck
niſchen Angeſtellten zu verbeſſern. Der 21. Verbandsta
proteſtiert entſchieden gegen die abermalige unbegrür
dete Verſchleppung der längſt verſprochenen
Rechtsve=
beſſerungen um ſo ſchärfer, weil die zu erſtrebende
Ve=
einheitlichung des Angeſtelltenrechts dadurch weſentli
erſchwert wird.” Gegen Schluß der Tagung wurden di
Wahlen für den künftigen Vorſtand vorgenommen.
Luftfahrt.
Sr. Berliner Flugwoche. Fünfter Ta
Nachdem anfangs der Wind noch etwas böig war un
die Flieger nur ſpärlich herauskamen, war von 6 Ul
ab ein glänzender Betrieb auf dem Flugfelde, ſodaß zei
weiſe 11 Flieger in der Luft waren und bis zum Schlu
des Abends um 8 Uhr nie weniger als 8 Aviatiker au
einmal in der Luft kreiſten. Die beiden erſten Frühprei
gewann Abramowitſch auf ſeinem Wriaht=Doppeldecke
der dann zum Schluß noch einen ſehr ſchönen Höhenflu
mit der Fürſtin Tſchaikowska machte. Den dritten
Frü=
preis gewann Beyerlein mit einem Start um 5,36 Uh
Im übrigen machten Flüge von längerer Dauer Mohn
Marſchall, Roſenſtein und Stiploſchek, während außer de
Genannten noch Stöffler, von Goriſſen, Alig, Schwand
Alberts, Krüger, Rupp und Wechsler teilweiſe mehre
Aufſtiege unternahmen. Nach dem Schlußzeichen ſtarte
noch Hirth mit einem Paſſagier und dem neuen Rumple
Eindecker.
* Mannheim, 29. Mai. Das Luftſchif
„Schütte=Lanz” ſtieg heute früh 5,20 Uhr zu eine
Werkſtättenfahrt auf. Die Führung hatte Haup
mann v. Müller. Das Herausbringen aus der Hal
und die Abfahrt verlief ſehr glatt. Die Fahrt dien
in erſter Linie zur Erprobung der geänderten Seitenſteue
Sämtliche vorgenommenen Manöver funktionierten te
dellos, ſodaß die Fahrt weiter ausgedehnt und auch de
Stadt Mannheim ein Beſuch abgeſtattet werden konnt
Die Landung erfolgte nach mehr als zweiſtür
diger Fahrt um 7,30 Uhr ſehr glatt auf dem Ankervla
vor der Luftſchiffhalle Nach 10 Minuten war das Luf
ſchiff wieder in der Halle untergebracht.
* Düſſeldorf, 29. Mai. Das Luftſchif=
„Viktoria Luiſe”, das heute vormittag eine zweß
ſtündige Rundfahrt unternommen hatte, konnte nach de
Rückkehr wegen des heftigen Sturmes nicht in die Hall
gebracht werden und mußte vor ihr verankert werden.
Sport.
hieſt
* Billard=Sport. Im Wiener Cafs „Imperial” ſins
det am 3. Juni ein Herausforderungsturnier eines
gen Billard=Amateurs gegen einen in Darmſtädter Kreiſen
bereits bekannten Profeſſional ſtatt. Die Partie iſt jeſt=
Nummer 125.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912
Seite 5.
Die Berliſier Stadtverordneten in Wien.
* Wien, 29. Mai. Die Abordnung der Berliner
Stadtvertretung traf heute früh hier ein und
durde im Nordweſtbahnhof vom deutſchen Botſchaftsrat
Jrafen Stolberg, dem Bürgermeiſter Neumayer und etwa
00 Gemeinderäten, ſowie zahlreichen Gemeindebeamten
egrüßt. Bürgermeiſter Neumayer bot einen herzlichen
Villkommengruß, auf den Oberbürgermeiſter Kirſchner
ind der ſtellvertretende Vorſteher der
Stadtverordneten=
erſammlung, Caſſel, erwiderten. Die Berliner Gäſte
uhren unter lebhaften Ovationen der Bevölkerung ins
dotel.
* Wien, 29. Mai. Die Blätter widmen dem
heuti=
en Beſuch der Abteilung der Berliner
Stadt=
ertretung herzliche Begrüßungsartikel. Sie betonen,
aß die Gäſte für die Wiener keine Fremden, ſondern
reue Freunde ſeien. In allen Wiener Herzen lebe der
Bunſch, daß das an ſich völlig unpolitiſche Zuſammenſein
er Berliner und Wiener zur Verinnerlichung und
Ver=
jefung der alten Ziele und des Bündniſſes zwiſchen
Oeſterreich=Ungarn und dem Deutſchen Reiche beitragen
nöge.
* Wien 29. Mai. In einer Begrüßungsrede
n die Berliner Stadtverordneten führte
Jürgermeiſter Neu mayer aus, die Wiener hätten
en Moment des Beſuches ſchon lange von Herzen
herbei=
geſehnt. Wien war von jeher beſtrebt, mit der mächtigen
Stadt Berlin in engere Fühlung zu treten; nicht aus
küh=
er Berechnung, ſondern von der Macht des Blutes
ge=
rieben. Die Wiener hießen die Stadtverordneten nicht
ur als Vertreter einer der bedeutendſten Städte der Welt
ind als Angehörige eines Reiches, deſſen Aufblühen den
anzen Erdkreis in Erſtaunen ſetzt, willkommen, ſondern
nsbeſondere als liebe deutſche Blutsfreunde und
Stam=
gesgenoſſen. Die Rede klang mit einem dreifachen Hoch
uf die Stadt Berlin, den Oberbürgermeiſter und die
Stadtverordneten aus.
Die Ueberſchwemmungen in Ungarn.
* Peſt, 28. Mai. Die Ueberſchwemmungen im
Marosgebiet haben einen lſeit Menſchengedenken
roch nicht dageweſenen Umfang angenommen. Ganze
Herden Borſten= und Hornviehs ſind in den Fluten
um=
gekommen. Militär arbeitete die ganze Nacht an der
Verſtärkung der Dämme. Heute früh ſind vier Tote aus
dem Maros gezogen worden, darunter befand ſich auch
ein Säugling. An vielen Stellen ſind die Schutzdämme
geborſten und die Fluten überſchwemmen weite Strecken
Landes. Beſonders das Semeſer Komitat iſt ſtark
heim=
geſucht worden. In Gattaja fanden eine alte Frau und
ein junges Mädchen in den Wellen ihren Tod. In vielen
Zemeinden ſind zahlreiche Häuſer eingeſtürzt und Brücken
fortgeriſſen worden. In Temesvar ſind die Anlagen in
Sefahr überſchwemmt zu werden.
* Nagy=Becskerek, 28. Mai. Der Temes=
Fluß iſt aus den Ufern getreten und durchbrach die
Dämme. Mehrere Ortſchaften ſind überflutet, viele
Häuſer ſind eingeſtürzt. Die Ortſchaft Rudna iſt in
gro=
ßer Gefahr.
* Nagy=Varad, 28. Mai. Das Hochwaſſer
verurſachte im Biharer Komitat beträchtliche Schäden.
Zahlreiche Häuſer ſind eingeſtürzt, verſchiedene Brücken
wurden fortgeſchwemmt.
* Lugos, 28. Mai. Das Hochwaſſer iſt im
Abnehmen begriffen. 289 Häuſer ſind
einge=
ſtürzt.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Konſtantinopel, 28. Mai. Bis geſtern abend
hat das deutſche Konſulat nur etwa 50 Päſſe mit
beſon=
deren Zertifikation, die die Ausweiſung beſcheinigen,
ür die Italiener ausgegeben. Es iſt jedoch nicht
bekannt, ob alle dieſe Italiener abgereiſt ſind.
Voraus=
ſichtlich wird von morgen ab der Andrang beginnen.
In=
folge der für die Dauer des Krieges erfolgten
Außer=
kraftſetzung der Kapitulationen gegenüber Italien
muß=
ten die Italiener Gewerbeſteuer für das erſte Halbjahr
entrichten. Die Behörden treiben nun von einigen
Ita=
lienern auch die zweite Halbjahrsrate ein, obwohl die
Betreffenden abreiſen müſſen. In Smyrna mußten
ei=
nige Italiener ihr Mobiliar zu niedrigen Preiſen
ver=
kaufen, um den Mietzins oder die Immobiliarſteuer
erle=
digen zu können. Von anderen angeblichen
Bedrückun=
gen iſt in hieſigen beteiligten kompetenten Kreiſen nichts
bekannt.
* Paris. 28. Mai. Dem Temps wird aus
Kon=
ſtantinopel bezüglich des Zwiſchenfalles des Poſt=
Dampfers „Caucaſe” gemeldet, die türkiſche Regierung
hätte die Abſicht, von der franzöſiſchen Regierung Scha=
Denerſatz zu verlangen, weil der Dampfer nicht gleich
infolge des erſten blinden Schuſſes angehalten hätte,
ſo=
daß die Forts von Smyrna genötigt geweſen ſeien,
zwei Schüſſe abzufeuern.
Marokko.
* Paris, 29. Mai. Das von General Liautey
geſtern abend 7 Uhr 30 Min. aus Fez abgeſandte
Tele=
gramm enthält keine Information, die über das aus
Madrid ſtammende Gerücht über die
Niedermetzel=
ung von Europäern Aufklärung gibt. Liautey
berichtete von einer Bewegung unter den Stämmen, die
einen neuen Angriff auf Fez befürchten laſſe. Seitdem iſt
eine neue amtliche Meldung, die über einen erfolgten
An=
griff berichtet, nicht eingelaufen.
* Paris, 29. Mai. Der Miniſter des Aeußern
er=
hielt bis heute mittag keine Beſtätigung des neuen
Angriffes auf Fez. Das letzte hierher gelangte
Telegramm rührt von General Liautey her und iſt in Fez
am 28. d. M. abends 6 Uhr 30 Min. aufgegeben worden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 29. Mai. Zu dem angeblichen
Automo=
bilunfall des rumäniſchen Thronfolgers
teilt die hieſige rumäniſche Botſchaft mit: Die Meldung
von einem ſchweren Automobilunfall beruht auf einem
Irrtum. Kronprinz Ferdinand wollte mit ſeinen
älte=
ſten Kindern, dem Prinzen Carol und der Prinzeſſin
Eli=
ſabeth, das rumäniſche Königspaar und die
Kronprinzeſ=
ſin beſuchen, die auf einer Donaufahrt begriffen waren.
Auf der von Regengüſſen aufgeweichten Straße zwiſchen
Bukareſt und dem Donauhafen Olbenita blieb das
Auto=
mobil ſtecken und konnte trotz ſofort herbeigeholter Hilfe
nicht befreit werden. Nach zweiſtündiger Verſpätung traf
der Kronprinz mit den Kindern in einem aus Bukareſt
herbeigeholten Automobil beim Königspaar ein. Aus der
Verſpätung iſt das Gerücht des Unfalles entſtanden. Das
Befinden des Kronprinzen und der Kinder iſt
ausge=
zeichnet.
* Mülhauſen, 29. Mai. Wie mitgeteilt wird, hat
Direktor Heller von der Grafenſtadener Fabrik
ſich im Intereſſe der Arbeiterſchaft entſchloſſen, ſeine
Ent=
laſſung einzureichen. Dieſe wurde von dem
Aufſichts=
rat der Geſellſchaft genehmigt.
* Dresden, 29. Mai. Der bayeriſche
Miniſterpräſi=
dent Freiherr v. Hertling trifft am Montag hier ein,
um dem König ſeine Aufwartung zu machen und dem
Miniſter des Aeußern ſeinen Antrittsbeſuch abzuſtatten.
* Kiel, 29. Mai. Der Ausſchuß der Deutſchen
Turnerſchaft iſt heute vormittag unter Vorſitz von
Dr. Ferdinand Goetz=Leipzig im Kollegienſaal des
Rat=
hauſes zu einer Tagung zuſammengetreten.
* London 29. Mai. Wie in den letzten Tagen wurden
auch heute unter polizeilicher Bedeckung Ladungen
ge=
frorenen Fleiſches und anderer Lebensmittel, die
in den verſchiedenen Docks ohne Störung ausgeladen
wurden, von den Docks nach dem Markte in Smiethfield
gebracht. 500 penſionierte ſtädtiſche Polizeibeamte
wur=
den heute für den Dienſt während des Streikes
angewor=
ben, ſodaß 1200 Beamte neu eingeſtellt ſind.
* Liſſabon, 29. Mai. Das Perſonal der
elektri=
ſchen Straßenbahn und der Drahtſeilbahnen iſt
ausſtändig. Sie verlangen die Wiedereinſtellung
ent=
laſſener Angeſtellter. Der Betrieb iſt eingeſtellt. Die
Ruhe wurde nirgends geſtört.
* Waſhington, 28. Mai. Der Senat hat eine
Re=
ſolution angenommen, dem Kapitän Reſtron von der
Carpathia” den Dank auszuſprechen und 1000 Doll.
für eine Erinnerungsmedaille für den Kapitän
auszu=
werfen. Das Haus hat ferner einen Antrag
angenom=
men, der Mannſchaft der „Carpathia” den Dank
auszu=
ſprechen.
* Froſchhauſen, 28 Mai. Der 42 Jahre alte
Zigar=
renmacher Jakob Müller von hier machte am zweiten
Pfingſtfeiertage mit einem geliehenen Fahrrad eine Tour
nach Seligenſtadt. Auf dem Heimwege rannte er auf dem
ſteilen Eiſenbahndamm mit voller Wucht gegen
einen Obſtbaum, ſtürzte kopfüber die hohe
Böſchung hinunter und blieb in bewußtloſem
Zu=
ſtande liegen, bis er von Straßenpaſſanten aufgefunden
wurde. Dr. Steinhauer von Seligenſtadt legte dem
Ver=
unglückten einen Notverband an und ordnete ſeine
Ueber=
führung in das Kreiskrankenhaus nach Seligenſtadt an,
wo er in bewußttloſem Zuſtande daniederliegt.
An ſeinem Aufkommen wird gezweifelt, da er ſich eine
ſchwere Gehirnerſchütterung zugszogen hat.
— Schöneberg, 29 Mai. An der Metzſtraße
ſtie=
ßen geſtern abend zwei Automobile mit großer
Ge=
walt zuſammen. Beide Gefährte wurden
zertrüm=
mert, die beiden Chauffeure und zwei Fahrgäſte erheblich
verletzt.
— Kaſſel, 29. Mai. Vier Kinder aus Frankenberg
bei Rothenburg an der Fulda ſind am Sonntag in den
Wald gegangen, um Maiblumen zu pflücken. Man
hat ſie bis heute noch nicht aufgefunden. Es wird
befürch=
tet, daß die Kinder entführt oder verunglückt ſind.
— Sangerhauſen, 29. Mai. Hier legten ſämtliche
un=
beſoldeten Stadträte nach heftigen
Auseinanderſetz=
ungen mit dem erſten Bürgermeiſter ihre Aemter
nieder.
— Dresden, 29. Mai. Heute vormittag verunglückten
dicht bei Dresden der Hutfabrikant Koeckeritz ſeine
Frau, ſein Sohn und der Chauffeur bei einer
Auto=
mobilfahrt. Der Sohn führte den Wagen und durch
einen noch nicht ermittelten Umſtand fuhr das Automobil
gegen einen Baum, wobei es ſich überſchlug. Die Inſaſſen
wurden herausgeſchleudert und ſchwer verletzt.
— Lankwitz, 29. Mai. Bei einer Gasexploſion
wurden ein Schloſſermeiſter und ſein Sohn ſehr ſchwer
verletzt. Es beſteht wenig Hoffnung, den Schloſſermeiſter
am Leben zu erhalten.
H. B. Salzburg, 29. Mai. Der Zuſammenſtoß
auf der Linie Salzburg-Berchtesgaden
ſtellt ſich als ein ſchweres Unglück heraus. Die beiden
elektriſchen Motorwagen und 6 Perſonenwagen wurden
demoliert. Es wurden im ganzen 7 Perſonen ſchwer und
30 bis 40 leichter verletzt. Sechs Schwerverletzte haben
im Krankenhauſe zu Berchtesgaden Aufnahme gefunden.
Drei Paſſagiere aus Wien konnten erſt befreit werden,
nachdem die Seitenwände eines Motorwagens
einge=
ſchlagen waren. Mehrere andere Paſſagiere mußten
mit=
tels Leitern aus den Wagen hervorgeholt werden. Unter
den Schwerverletzten befindet ſich auch ein
Motorwagen=
führer, zwei Beamte aus Wien, eine Offizierswitwe aus
Hannover und zwei Damen aus Nordamerika. Sie
ha=
ben meiſt Knochenbrüche erlitten, Einem Paſſagier mußte
ein Bein abgenommen werden.
H. B. Rom, 29. Mai. In der vergangenen Nacht
dran=
gen Diebe in den Belvedere=Hof im Vatikan
ein und ſtahlen, indem ſie, ohne von den päpſtlichen
Gen=
darmen, noch von den zahlreichen Wachtpoſten geſtört zu
werden, über die Hofmauer kletterten, Wäſche und viele
Wertgegenſtände aus dem Beſitz einiger Nobel=Gardiſten.
H. B. Paris, 29. Mai. Heute morgen 3 Uhr wollte ein
Geheimſchutzmann in der Rue de Capron eine
Frau verhaften, wobei ſich ein des Weges kommender Mann
einmiſchte und für die Frau Partei ergriff. Der
Schutz=
mann, der in dem Glauben war, es mit einem Apachen zu
tun zu haben, ſtreckte den Mann durch 5 Schüſſe tot zu
Boden. Durch die Schüſſe angelockt, fand ſich noch ein
Neugieriger ein, auf welchen der Geheimſchutzmann eben=
falls ohne weiteres feuerte und ihn gleichfalls tötete.
Die beiden Leichen wurden zunächſt nach dem nächſten
Polizei=Bureau gebracht.
H. B. Nancy, 29. Mai. Der ſeit langen Wochen von
der Polizei geſuchte Mörder, der unter dem
Spitz=
namen Bill bekannt iſt und von dem man glaubt, er
gehöre zu der Bande der Automobil=Apachen,
wurde heute vormittag dem Unterſuchungsrichter
vorge=
führt, und zwar durch ſeinen Rechtsanwalt ſelbſt. Bill
ſoll ſich ruhig in Nancy aufgehalten haben, während man
ihn an allen Ecken Frankreichs und ſelbſt im Auslande
ſuchte.
London, 29. Mai. Auf einem Dock bei London
explodierte der Dampfkeſſel des Dampfers
„Telegraph” wobei zwei norwegiſche Matroſen getötet
wurden.
H. B. New=York, 29. Mai. Die Kellner aller
größeren Hotels legten geſtern abend ohne vorherige
Ankündigung plötzlich die Arbeit nieder. Tauſende
von Gäſten warteten vergeblich auf ihre Speiſen. Viele
Reſtaurants mußten geſchloſſen werden. Der Kellnerſtreik
dehnt ſich zwar nur langſam aus, führte jedoch bereits
mehrfach zu Krawallen am Broadway und zum Eingreifen
der Polizei. Einzelne Reſtaurants bewilligten die
For=
derungen nach dreiſtündigem Streik, um das
Abend=
geſchäft nicht zu verlieren. Der Generalſtreik iſt noch nicht
durchgeführt.
Briefkaſten.
Alter Heiner! Es iſt keineswegs ein Widerſpruch
in beiden Artikeln. Leſen Sie ſie nur aufmerkſam durch.
Wenn allerdings Ihr „Verſtändnis” auf gleicher Stufe
ſteht wie Ihre Orthographie, iſt Ihr Urteil begreiflich.
Nichts für ungut! Ihr temperamentvoller Brief hat uns
S.
im übrigen viel Spaß gemacht.
Immer neue Anerkennungen
welche den Erfolg des Bioſon preiſen.
Ein Brief vom 9. Januar 1912.
Wir verwandten Ihr Bioſon zur Kräftigung und
Blut=
erneuerung bei Blutarmut, Magenſchwäche und
Appetit=
loſigkeit und kann ich Ihnen über den Erfolg nur das
denkbar beſte Zeugnis ausſtellen. Als ich vor einiger Zeit
derart geſchwächt war, daß mein Magen keine Speiſen mehr
vertragen konnte, trank ich Ihr Bioſon, was mir dagegen
immer ſehr gut bekommen iſt und mich merklich kräftigte.
Als meine beiden Töchter an hochgradiger Blutarmut litten,
verſuchten ſie alles mögliche, jedoch ohne jeden Erfolg. Nur
Ihr Bioſon verfehlte auch beiihnen ſeine glänzende Wirkung
nicht und verdanke ich nur ihm allein, daß ſie allmählich
wieder kräftiger wurden, Appetit bekamen und ein geſundes,
friſches Ausſehen annahmen. Ich konnte mir nach Empfang
der von Ihnen mir vor einigen Tagen geſandten Doſe
Bioſon nicht ſchnell genug eine Taſſe des Getränkes bereiten,
ſo ſehr ſehnte ich mich nach Ihrem Stärkungsmittel, nachdem
ich vorher einige Zeit ausgeſetzt hatte. Seit denletzten Tagen
fühle ich denn auch ſchon wieder eine bedeutende Beſſerung
des Appetits und des Allgemeinbefindens. Ich kann Ihnen
mitteilen, daß Ihr vortreffliches Präparat in unſerer
Fa=
milie geradezu ſchon Wunder getan und wäre es ein
Segen für jeden Schwachen, dieſes Mittel kennen zu lernen.
Berlin NO., Fliederſtr. 3 pt. Hochachtungsvoll Frau
Chriſt. Unterſchrift beglaubigt: Caſimir Strachowski,
Königl. Preuß. Notar. Bioſon, hergeſtellt unter
Benutz=
ung des D. R. P. 171371, iſt das beſte und billigſte
Nähr= und Kräftigungsmittel ſeiner Art, Doſe (ca.
Kilo) Mark 3.— in Apotheken, Drogerien. (12021D
Zahn-Créme
eſetzt auf 1000 Points bei Vorgabe von 400 Points an
en Amateur. Das Spiel iſt freie Partie und wird bis
Schluß ausgeſpielt.
Handel und Verkehr.
D Schiffsliſte für billige Briefe nach den
ereinigten Staaten von Amerika (10 Pfg.
är je 20 g): Die Portoermäßigung erſtreckt ſich nur auf
Friefe, nicht auch auf Poſtkarten, Druckſachen uſw. und
ilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten von
lmerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas,
B. Kanada. „Amerika” ab Hamburg 30. Mai, „George
Vaſhington” ab Bremen 1. Juni, „Kronprinz Wilhelm”
b Bremen 4. Juni, „Prinz Friedrich Wilhelm” ab
Iremen 8. Juni, „Kaiſer Wilhelm II.” ab Bremen
1. Juni, „Kaiſerin Auguſte Viktoria” ab Hamburg
3. Juni, „Kaiſer Wilhelm der Große” ab Bremen
8. Juni, „Berlin” ab Bremen 22. Juni, „Kronprinzeſſin
ecilie” ab Bremen 25. Juni, „Amerika” ab Hamburg
7. Juni, „George Waſhington” ab Bremen 29. Juni,
Kronprinz Wilhelm” ab Bremen 2. Juli. (
Poſt=
hluß nach Ankunft der Frühzüge.) Alle dieſe Schiffe
nd Schnelldampfer oder ſolche, die für eine
be=
immte Zeit vor dem Abgange die ſchnellſte
Beför=
erungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt ſich, die Briefe
rit einem Leitvermerke wie „direkter Weg” oder „über
3remen oder Hamburg” zu verſehen.
Mundwasser
ereiten die Abendmahlzeiten in der Nacht
Be=
ſchwerden, ſo tun magenſchwache Perſonen gut,
abends ein wohlſchmeckendes Neſtle=Süppchen zu trinken.
Das unangenehme Gefühl der Völle im Magen
ver=
ſchwindet und ruhiger Schlaf tritt ein. Erhältlich in
Apotheken und Drogerien ꝛc. zu Mk. 1.40 per ¼ und
75 Pf. per ½ Doſe. Von Neſtle’s Kindermehl G. m.
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Tagen ſtattfindenden Ziehung der 5. Arnſtädter
Geldlotterie. Es wird ausdrücklich darauf aufmerkſam
gemacht, daß die Ziehung ganz beſtimmt am 4. und
5. Juni ſtattfindet und eine Verlegung ausgeſchloſſen
iſt. Loſe à 1 Mark ſind beim Gengraldebit
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(2044a
[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Me
912.
Nummer 125.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten
Gatten, unseren guten Bruder, Grossvater, Schwager, Onkel u. Schwiegervater
HertnV Inem-Vveber
Inhaber des eisernen Kreuzes
im 63. Lebensjahr unerwartet heute Nacht ½1 Uhr zu sich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmstadt, den 29. Mai 1912.
(12060
Die Beerdigung findet Freitag, den 31. Mai, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause,
Heinrich-
strasse 117 aus, statt. Einsegnung ½ Stunde vorher.
NB. Kondolenzbesuche dankend verbete
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Wilhelm Weber, Kaufmann
findet am Freitag, den 31. Mai, nachmittags
5 Uhr, vom Sterbehaus Heinrichſtraße 117
aus, ſtatt.
(12060
Wir erſuchen die Kameraden von
Eck=
hard bis Heppenheimer ſowie des
6. Bezirks, ſich dort zu verſammeln.
Der Vorſtand.
Kriegerkameradſchaft
Germania
Darmſtadt.
Todes=Anzeige.
Freunden, Verwandten und Bekannten die
ſchmerzliche Nachricht, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, meinen innigſtgeliebten,
unvergeßlichen Gatten, unſeren treubeſorgten,
lieben, guten Vater, Sohn, Bruder,
Schwieger=
ſohn, Schwager und Onkel
(12038
Herrn Gustav Vogt
Fuhrunternehmer
im 35. Lebensjahre infolge eines Unfalles nach
ſchwerem Leiden in die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Margarethe Vogt.
Darmſtadt, den 28. Mai 1912.
Die Beerdigung findet Freitag, den 31. d. M.,
nachmittags 4 Uhr, vom ſtädtiſchen
Kranken=
hauſe aus, ſtatt.
Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Nachricht, daß meine liebe Gattin,
unſere gute Mutter
(12058
Frau Katharine Hofmann
geb. Hofmann
heute morgen im Eliſabethenſtift nach
vier=
tägigem Krankenlager an einem Herzſchlag
ſanft verſchieden iſt.
Griesheim, den 29. Mai 1912.
Gaſthaus zum Adler.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren langjährigen Kameraden
(12041
Gustav Vogt
Fuhrunternehmer
nach kurzem, ſchwerem Krankenlager zu ſich
abzurufen.
Die Beerdigung findet Freitag, 31. Mai,
nachmittags 4 Uhr, vom ſtädtiſchen
Kranken=
haus aus, ſtatt. Sammlung der Kameraden
um ¾4 Uhr daſelbſt.
Der Vorſtand.
Die
tags
Heinrich Hofmann VI.
nebst Kindern.
Beerdigung findet am Freitag, nachmit=
3 Uhr, in Griesheim vom
Trauer=
hauſe aus, ſtatt.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 31. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Ludwig Volk (
Mühl=
ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Petri (
Pan=
kratiusſtraße 58) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Huck (
Heidel=
bergerſtraße 61) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 und 4 Uhr
Ludwigshöhſtraße 4.
Heugras=Verſteigerung um 5 Uhr (
Zuſammen=
kunft an der Kreisabdeckerei).
Pferd=Verſteigerung um 3 Uhr im Rathaus zu
Auerbach.
Verkehrs=Vereint öſentiches Verkeſtäümt
Ernſt Ludwigsplatz (Zentrale der elekriſchen
Straßenbahn). Auskünfte jeder Art.
Tageskalender.
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. — Hotel Heß um 8
Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr.
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
ge=
öffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): König
Friedrich VIII. von Dänemark auf dem Totenbett;
Porträts vom Tage; eine Attacke der Fürſtenwalder
Ulanen; das Ozean=Luftſchiff „Suchard”.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdkuclere,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feulleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Münchener Löwenbräu
Platanengarten.
Pilsner Urquell.
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Kurſe vom 29. Mai 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
5f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,00
80,80
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,00
89,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
92,50
3½
do.
3
84,30
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,20
88,80
31
do.
3
79,10
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 99,70
89,00
3½
do.
3
78,10
do.
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,20
4 Württemberger v. 1907 100,10
do.
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾/ Griechen v. 1887 . . 54,80
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 92,30
4 do. Goldrente . . . 96,30
4 do. einheitl. Rente 88,90
3 Portug. unif. Serie I 64,40
3 do. unif. Ser. III 67,40
3 do. Spezial . . . . 9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 91,60
4 Ruſſen v. 1880 .
90,50
4 do. v. 1902 . . . . 90,50
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
31 Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,20
4 Türk. Admin. v. 1903 83,70
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,30
4. Ungar. Goldrente . . . 91,20
4 do. Staatsrente, . . 89,50.
In Proz.
Zf.
5 Argentinier .
.101,30
do.
87,00
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,20
5 Chineſ. Staatsanleihe .
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 94,65
5 Innere Mexikaner . . . 94,60
do.
61,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 89,75
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,40
3 Buenos Aires Provinz 71,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 142,10
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,70
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,75
8 Baltimore und Ohio . 107½
6½ Schantungbahn . . . 135,00
6½ Luxemb. Prince Henri 159,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 16,25
6 Pennſtylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger .
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 507,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
254,50
30 Farbwerke Höchſt . . 608,30
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim .
10 Cement Heidelberg . . 154,20
30 Chem. Werke Albert 459,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 313,50
4=Lahmeyer=ece . . 128.00
Eehte
Inſreo.
Divid.
71 Schuchert, Nürnberg 160,00
12 Siemens & Halske . 238½
5 Bergmann Electr. . . 136,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 176,50
0 Gummi Peter . . . . 134,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 178,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer
. . . 499,75
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 196,00
8 Steana Romana Petr. 140,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 236,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. .
.213,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 121,60
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede .
.189,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. 229,25
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
178,50
10 Gelſenkirchener .
.191,00
8 Harpener . . . . . . . 188,20
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 259½
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . .
86,00
4 Laurahütte
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 192,80
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,70
4 Eliſabethbahn, freie . . . 95,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 90,70
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,80
5 Oeſterr. Staatsbahn . 105,50
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,40
3
do.
78,50
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
18t.
Inptra
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,20
do.
53,85
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt.
. 88,50
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,50
do.
88,00
4 Wladichawchas . . . . 88,90
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb.
75,70
do.
91,70
24/10 Livorneſer . . . . . 67,25
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn .
84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,90
4 Miſſouri=Pacific. . . . 73,00
4 Northern=Paciſic .
4 Southern=Pacific
. 95,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,40
5 Tehuantepec . . . . . . 99,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 196,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
.150,40
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166½
6½ Darmſtädter Bank . 121,50
12½ Deutſche Bank . . . 254,40
6 Deutſche Vereinsbank . 123,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 184,20
8½ Dresdener Bank . . 152,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 217,70
6½ Mitteld. Kreditbank 119,75
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,10
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,10
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,70
7½ Wiener Bankverein . 133,50
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98.60
Znßrot,
A. Pfandbrieſe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
. 89,5
S. 19 . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
6½
88,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
8½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. . 100,35
8½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,50
S. 3—5
89,30
S. 9—11
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
3½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,10
3½ do. (unk. 1914) . . 88,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
8½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . .
do.
8½
89,50
4 Frankfurt.
§ 100,00
8½ do.
93,00
4 Gießen
3½ do.
91,50
4 Heidelberg
99,00
3½ do.
4 Karlsruhe
98,80
3½ do.
89,00
4 Magdeburg. .
3½ do.
4 Mainz
99,00
3½ do.
89,80
4 Mannheim .
3½ do.
88,80
4 München
99,90
3½ Nauheim
4 Nürnberg . . . . . . . 100,00
3½ do.
89,80
4 Offenbach .
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Nummer 125.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
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Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Seite 9.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizekiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Her Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
nden ſich: 1 ſchott. Schäferhund, 1 Wolfshund (zugelaufen). Die
unde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
löſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
(12027
ortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekannt machung.
Im hieſigen Schlachthof iſt am 26. ds. Mts. bei einem
Trans=
ort von Schweinen die Maul= und Klauenſeuche feſtgeſtellt
orden. Sämtliche Schlachttiere daſelbſt wurden alsbald abgeſchlachtet
nd die Desinfektion vorgenommen. Die Seuche iſt demnach als
(12040
eloſchen zu betrachten.
Darmſtadt, den 28. Mai 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Verloſung von Schuldverſchreibungen
der Stadt Darmſtadt.
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt
Darm=
adt ſind heute nachſtehende 3½%ige Schuldverſchreibungen auf den
nhaber durch Verloſung zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:
I. Rückzahlbar am 1. September 1912:
Buchſt. V Abt. I zu 2000 Mk. Nr. 8, 69, 89, 220, 267, 330, 478,
518, 547, 645, 716, 721, 738,
„ V „ II zu 1000 Mk. Nr. 12, 19, 43, 131, 148, 166, 358,
409, 419, 671, 685, 760,
„ V „ III zu 500 Mk. Nr. 3, 12, 64, 103, 261, 279, 298,
353, 433, 459, 464, 504, 711, 780,
„ V „ IV zu 200 Mk. Nr. 3, 11, 368, 383, 396, 399, 420,
432, 473, 506, 563, 640, 728, 730, 799, 874, 920, 930.
II. Rückzahlbar auf den 1. November 1912:
Buchſt. 3 Abt. I zu 2000 Mk. Nr. 84, 138, 174, 180, 251, 304, 392,
412, 482, 509, 556, 685,
II zu 1000 Mk. Nr. 3, 140, 152, 239, 240, 278, 373,
458, 518, 521, 639, 641, 772,
„ III zu 500 Mk. Nr. 62, 156, 157, 225, 232, 431, 452,
„ 3
483, 484, 556, 592, 625, 635, 748, 757, 846, 954,
IV zu 200 Mk. Nr. 16, 25, 126, 146, 161, 422, 441.
Die Einlöſung geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt, ſowie
ei der Bank für Handel und Induſtrie in Darmſtadt und Berlin
nd deren übrigen Niederlaſſungen.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört mit den oben
enannten Verfallterminen auf.
Die nachverzeichneten 3½%igen Schuldverſchreibungen ſind
ereits gekündigt, aber noch nicht zur Einlöſung gekommen, und zwar:
auf den 1. September 1907:
Zuchſt. V Abt. IV zu 200 Mk. Nr. 392,
auf den 1. Februar 1911:
Zuchſt. H Abt. I zu 2000 Mk. Nr. 524,
„ H „ II zu 1000 Mk. Nr. 187,
auf den 1. Juli 1911:
Buchſt. K Abt. II zu 1000 Mk. Nr. 788,
„ 809,
„ K „ IV „ 200
auf den 1. September 1911:
Buchſt. V Abt. II zu 1000 Mk. Nr. 647,
„ 365,
III „ 500
„ 930,
„ M „ III „ 500
auf den 1. Oktober 1911:
Buchſt. L. Abt. III zu 500 Mk. Nr. 2061,
„ A Gaswerksſchuldverſchreibung) zu 200 Mk. Nr. 1243,
auf den 1. November 1911:
Buchſt. J Abt. II zu 1000. Mk. Nr. 532,
auf den 1. Februar 1912:
Buchſt. H Abt. II zu 1000 Mk. Nr. 545,
H „ IV zu 200 Mk. Nr. 72 und 436.
Die Verzinſung dieſer Schuldverſchreibungen hat von den
an=
gegebenen Tagen ab aufgehört.
Darmſtadt, den 22. Mai 1912.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
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Montag, den 3. Juni l. J., vorm. 9 Uhr
infangend, verſteigere ich im Auftrag der Erben aus dem Nachlaß
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und ſämtliche Vorhänge und ſonſt. Hausrat.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
(12037ds
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 30. Mai 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das
Vermögen des Kaufmanns
Fried=
rich Pfeffer, Alleininhabers der
Eiſenhandlung Friedrich Pfeffer
in Darmſtadt, iſt nach erfolgter
Abhaltung des Schlußtermins auf=
(12016
gehoben worden.
Darmſtadt, 24. Mai 1912.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Betreffend: Konkurs überdas
Ver=
mögen des Heinrich
Schul, alleiniger
In-
haber der Firma Gebr.
Schul in Darmſtadt.
Beſchluß.
Da der im Termin vom 11. April
1912 angenommene
Zwangsver=
gleich rechtskräftig beſtätigt iſt,
wird das Konkursverfahren auf=
(12015
gehoben.
Termin zur Abnahme der
Schluß=
rechnung wird beſtimmt auf:
Donnerstag, 20. Juni 1912,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer Nr. 219,
Darmſtadt, 24. Mai 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Heugras=
Verſteigerung.
Freitag, den 31. Mai wird die
Heugrasernte von den früher
Wienerſchen Wieſen meiſtbietend
verſteigert. Zuſammenkunft 5 Uhr
an der Kreisabdeckerei. (11911sd
Großh. Hofmeierei.
Verſteigerung.
Freitag, den 31. d. M.,
nachmittags 3 Uhr,
wird vor dem Rathaus zu
Auer=
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1 Schimmelſtute
auf Grund gerichtlicher Anordnung
gegen bar verſteigert.
(12013
Zwingenberg, 25. Mai 1912.
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Großh. Gerichtsvollzieher.
Zichung am 26. und 27. Juni.
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den ſie auf der Bühne annahm, ahnen ließ, verzeihen Sie
mir, daß ich Ihre Einſamkeit ſtöre. Aber ich muß Ihnen
doch endlich einmal meine aufrichtige Bewunderung
aus=
ſprechen. Ich ſtimme dem Direktor Brüggemann
vollſtän=
dig bei — Sie ſind eine Künſtlerin . .
Eine heiße Glut überflammte Elfriedens Wangen.
Sie ſenkte die Augen.
Wenn es mir gelang, die Rolle einigermaßen
durchzu=
führen, ſo lag es wohl weniger an mir ſelbſt, als an der
Rolle, an der ganzen Umgebung und der freundlichen
An=
leitung, die mir Direktor Brüggemann zuteil werden ließ,
entgegnete ſie mit leiſer Stimme.
Er betrachtete ſie mit einem eigenen ſinnenden
Aus=
druck. Mich täuſchen Sie nicht, Fräulein Elfriede, ſagte er
dann. In Ihnen ſteckt eine große Künſtlerin! Ich werde
Sie eines Tages auch auf der Bühne als Kollegin hes
grüßen.
Herr Norbert
Erſchreckt Sie dieſe Ausſicht in ſolchem Maße? fuhr
er fort, indem ein düſtrer Zug ſeine Stirn verfinſterte.
Steht unſere Kunſt auch bei Ihnen nochin ſolch ſchlechtem
Auſ, daf ſchnde Gchante derm ſch der öähne n nch
men, als ein Verbrechen gilt?
Da ſtreckte ſie ihm in der Aufwallung des Augenblickes
die Hand entgegen und ſah ihn groß und feſt an.
Nein, Herr Norbert, verſetzte ſie mit leicht bebender
Stimme, ich ſchätze Ihre Kunſt ſehr hoch! Und wenn ich
meinem freien Willen folgen dürfte, ich würde keinen
anderen Beruf wählen.
Ich danke Ihnen für dieſe Worte, entgegnete er
auf=
atmend und mit warmem Druck ihre Hand umfaſſend.
Es tut wohl, wenn man ſolchem Verſtändnis begegnet.
Ja, fuhr er mit einer gewiſſen Bitterkeit fort, auf der
Bühne läßt man ſich dem Schauſpieler, den Künſtler
ge=
fallen, da jubelt man ihm zu, wenn er die Worte des
Dichters zu lebenswahren Geſtalten verkörpert — im
Le=
ben jedoch begegnet man noch jetzt dem „Komödianten”
mit Mißtrauen und Verachtung!
Sie tun Unrecht, ſo zu ſprechen, Herr Norbert. Im
Gegenteil — mir ſcheint es, als ſtreue man den
künſtle=
riſchen Größen oft allzuviel Weihrauch!
Ja — einer berühmten Sängerin oder Tänzerin, oder
Virtuoſin, die mit allen Mitteln der Reklame arbeitet und
dem Publikum die gewürzte Koſt der Modedichter
vor=
ſetzt! Aber wo finden Sie noch ein tieferes Intereſſe an
dem wahren Drama, an den klaſſiſchen Werken unſerer
unſterblichen Dichter?
Hat man Ihnen hier nicht Intereſſe entgegengebracht?
Er lachte leicht und kurz auf.
Hier waren die klaſſiſchen Werke ſo gut wie
Rari=
täten, für die Direktor Brüggemann tüchtig die
Reklame=
trommel rührte. Aber in gewiſſer Beziehung haben Sie
recht — man ſoll ſich mit dem Edelſten und Beſten, was
unſere Poeſie, unſere Kunſt beſitzt, nur an das Volk, an
die Jugend wenden. Da findet man die warme
Begeiſte=
rung wieder, die man in unſeren erſten Tempeln der
Kunſt/vergeblich ſucht. Sie, Fräulein Elfriede, ſind ja der
beſte Beweis hierfür, Ihre warme, jungfräuliche Seele,
die noch halb erfüllt iſt von den Träumen, den
Hoffnun=
gen der Kindheit, die ſich an den edlen Perlen erhabener
Dichterwerke begeiſtert. Ich habe Sie ſeit einigen Wochen
im ſtillen beobachtet, ich kenne Sie, Ihr Denken und
Emp=
finden. Ihrer Seele ſind Schwingen gewachſen beim
Ver=
tiefen in den reinen Aether der wahren Poeſie — niemals
werden Sie in die dumpfe Enge ihres bisherigen Lebens
zurückzukehren vermögen — oder Sie werden zu Grunde
gehen, wenn man die Schwingen Ihrer Seele feſſelt.
Zer=
reißen Sie die Feſſeln, Elfriede! Entfalten Sie frei die
Schwingen Ihrer Seele, und Sie werden glücklich ſein.:—
Mir fehlt die Kraft, flüſterte ſie leiſe und ſcheu,
wäh=
rend eine dunkle Glut ihre Wangen überflammte und ihre
Augen ſich mit brennenden Tränen füllten.
Solche Worte hatte noch niemand zu ihr geſprochen.
Was unklar in ihre geweſen, dieſe Worte brachten
Klar=
heit in ihr Weſen, in ihr Denken. Jetzt erkannte ſie den
Nummer 125.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Seite 17.
Aich Fran inme Schie int ſeit elgt heruge
rauſcht. Vergeblich hatte ſie während der Rede des
Pro=
feſſors nach Elfriede Umſchau gehalten, aber ſie wagte doch
nicht, das feierliche Schweigen während der Rede zu
un=
terbrechen. Jetzt ſah ſie Elfriede im Hintergrund der
Bühne neben Norbert ſtehen und eilte auf ſie zu.
Wo ſteckſt du denn, Kind? fragte ſie mit einem
miß=
trauiſchen Blick in das erregte Antlitz ihres Enkelin. Ee
iſt Zeit, daß du dich zum Tanz umkleideſt!
Ich möchte lieber nach Hauſe gehen, Großmama,
ent=
gegnete Elfriede tief aufatmend.
Es kam ihr wie eine Entweihung der eben durchlebten
Minuten vor, ſich jetzt dem Vergnügen des Tanzes
hinzu=
geben. Aber die Großmutter wollte vom Fortgehen nichts
wiſſen.
Was fällt dir ein? ſagte ſie in ſcharfem Tone, Da
würden die Leute ſchöne Augen machen, wenn du dich
zurückziehen wollteſt. Man brennt darauf, dir
Kompli=
mente zu ſagen. Du haſt wirklich ganz wunderhübſch
ge=
ſpielt. Wenn ich nur wüßte, woher du dieſes Talent zum
Komödieſpielen haſt?! Na, einerlei — komm jetzt in die
Garderobe, daß du dich umziehſt. Adieu, Herr Norbert.
Der Künſtler verbeugte ſich ſchweigend. Auf ſeinem
Antlitz ruhte ein feines, ironiſches Lächeln, er kannte jetzt
das Bleigewicht, das die Schwingen des geliebten Mäd. beſchwerten.
Nur einen ſcheuen, flüchtigen Blick warf Elfriede ihm
noch zu, — dann folgte ſie mit geſenktem Hauvte der
Großmutter.
Sie wußte, ihr Traum war zu Ende.
(Fortſetzung folgt.)
daſtehen — nur ſich ſelbſt und Ihrer Kunſt lebend — daun
werde ich eine andere Frage an Sie richten — ich werde
Sie fragen, ob Sie ſich mir anvertrauen wollen für Zeit
und Ewigkeit .
Er hatte ſie jetzt feſt an ſich gezogen, ſie ruhte
willen=
los in ſeinem Arm. Ein beſeligender Traum hielt ihre
Seele im Zauberbann und umhüllte die Welt und das
Leben mit einem magiſchen Schleier. Mit innigem Blick
ſah ſie zu ihm empor.
Willſt du dann mein eigen ſein, Elfriede? flüſterte
er leidenſchaftlich und ſie ſchmiegte ſich feſter in ſeine Arme
und ſprach mit freudig feſter Stimme: Ja, dann will ich
dein eigen ſein .
Er küßte ſie auf die zuckenden Lippen und flüſterte ihr
heiße, leidenſchaftliche Worte zu. Ich liebte dich vom
erſten Augenblick an, als ich doch ſah, Elfriede. Schon
da=
mals, als ich zuerſt in den Räubern auftrat, habe ich dich
bemerkt — ſchon damals fühlte ich, daß ſich ein magiſches
Band zwiſchen uns knüpfte, daß unſere Seelen
geheimnis=
volle Zwieſprache hielten, wenn wir ſelbſt uns auch noch
fremd waren. Und nun ſage mir, geliebtes Mädchen, ob
du nicht dieſelbe Empfindung gehabt haſt.
Ja — auch ich habe dieſe Empfindung gehabt — auch
ich habe dich geliebt ſeit jenem erſten Abend.
Sie verbarg ihr von lieblicher Scham übergoſſenes
Antlitz an ſeiner Bruſt und er küßte ihr blondes Heer, das
wie ein goldenes Diadem ihr Haupt krönte.
Da ſcholl der Lärm lauter Stimmen und
Beifallsklat=
ſchen von der Bühne und dem Zuſchaueraum herüber,
Profeſſor Kurdelbaum hatte ſeine Rede beendigt und die
Menge ſtrömte jetzt hinter die Kuliſſen unter Lachen und
Scherzetz,
Deg, den ſie gehenr muſte und der ihr doch dunch undern
teigbare Schranken verbaut war.
Die Kraft — ja, es gehört Kraft und Willensſtärke
azu, ſich durchzukämpfen, ſprach er mit merkwürdig
har=
er Stimme. Ich habe das an meinem eigenen Leben
er=
ahren — auch ich habe mich durchkämpfen müſſen — auch
ch war gezwungen, mit meinem früheren Leben zu
bre=
hen und manche liebe Illuſion der Kindheit, der Jugend
iber Bord zu werfen.
Sie ſind ein Mann .
Ja, ein Mann? Er reckte ſich empor. Dann fuhr er
leiſer fort: Ich weiß, daß einem jungen Mädchen auf dem
Wege, den zu gehen ich Ihnen raten möchte, manche
Klippen und Untiefen drohen. Er geht nicht immer über
blumige Auen und durch maiengrüne Wälder. Schmutz
und Sumpf liegen auf dem Wege und oftmals zerzauſt
der Sturm mitleidslos unſer Haar und zerreißt unſere
Kleider. Aber glauben Sie mir, Elfriede, einem edlen
Streben, einem ſtarekn Willen vermögen dieſe Gefahren
nichts anzutun. Es iſt damit, wie in dem Märchen von
dem friſchen, frohen Burſchen, der ausging, das Fürchten
zu lernen; man muß den Geſpenſtern nur ſtark und mutig
und mit reiner Seele in die Augen ſchauen, dann
ver=
ſchwinden ſie machtlos.
Ich fürchte mich nicht vor dieſen Geſpenſtern, verſetzte
Elfriede mit einem ſtolzen Lächeln.
So iſt es recht! Und nun verſprechen Sie mir, Ihr
ZZiel nicht aus dem Auge zu verlieren!
Er ergriff ihre Hand und zog ſie unwillkürlich näher
an ſich, um dann fortzufahren: Und wenn Sie Ihre
Schwingen entfaltetcheben, wemn Sie frei, mutig und ſtark
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P 125.
Donnerstag, 30. Mai.
1912.
Jogelsberger Höhenklub
Zweigverein Darmſtadt.
Samstag, den 8. und Sonntag, den 9. Juni:
3. Wanderung
Laubach-Schotten (Uebernachtung),
Schotten-Hoherodskopf-Hartmannshain.
Marſchzeit: Samstag 3 Std Sonntag 5 Std.
Abfahrt: Samstag Vorm. 111* Uhr (Hptbhf.);
Rückkunft: Sonntag Abend 914 Uhr.
Gäſte ſind willkommen.
Zwecks Vorausbeſtellung der Quartiere in Schotten iſt
vor=
erige Anmeldung der Teilnehmer unbedingt erforderlich. Die
An=
reldungen bittet man bis ſpäteſtens nächſten Dienstag, den 4. Juni,
u richten an Herrn Adam Dietz, hier, Eliſabethenſtraße 30
Laden).
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St. Elisabethen-Kirche
Kirchchkoßzert
im Sonntag, den 2. Juni 1912, zum Beſten der
Einrichtung eines katholiſchen Gottesdienſtes
in Arheilgen.
Mitwirkende: Konzertſängerin Frl. E. Philipps (Alt), Herr
Domkapellmeiſter Vogt (Orgel), beide von Mainz; Großh.
Hof=
pernſängerin Frl. W. Lehmann (Sopran), die Herren:
Konzert=
inger F. Mülier (Tenor), Kammermuſiker F. Mehmel (Violine),
dofmuſiker A. Weyns (Cello), Großh. Muſikdirektor M. Klassert
Orgel) und Bankvorſteher J. B. Lechner (Orgel) alle von hier.
Aus der Vortragsordnung: Orgelkompoſitionen von J. S. Bach,
F. Lux und E. Grieg; Vokalkompoſitionen von J. S. Bach, F.
Hän=
el F. Hiller, F. Hummel und Mendelsſohn=Bartholdy;
Inſtrumen=
alkompoſitionen von E. Guiraud, W. A. Mozart und R.
Schu=
lann. Näheres durch Programm.
Anfang abends 8 Uhr. — Ende ¾10 Uhr:
Eintrittskarten zu 3, 2, 1 und 0.50 Mk.
Kartenverkauf durch die Damen des Komitees; außerdem bei
H. Thies Nachf. (L. Schutter), Hofbuchhändler Bergſträßer, im
Gerkehrsbüro, ſowie am Konzertabend von 7 Uhr ab im Pfarrhaus
St. Eliſabeth.
(11806fd
Städtischer Saalbau.
Das infolge ungünstiger Witterung verschobene
I. Donnerstags-Konzert
ler Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Obermusikmeister Hauske
findet statt heute, am 30. Mai, abends 8 Uhr.
Aus der Vortragsordnung: Beethoven: Ouvertüre zu=König
Stephane. Tschaikowsky: Valse des fleurs aus d. Ballet=Der
Tussknackers. Mendelssohn: Fantasie aus=Ein
Sommernachts-
raume. Chopin: Polonaise Nr. 6. Mozart: Titus, Arie. Puccini:
Jonbilder aus -La Toskas. R. Wagner: Ouvertüre zu =Der
liegende Holländere. Baron: Stücke aus =Rund um die Alsters.
Eintritt 50 Pfg., Studierende u. Militär 30 Pfg.,
Butzendkarten zu 4 Mk. im Verkehrsbüro und an der
Abendkasse.
NB. Bei ungünstigem Wetter Streichkonzert im grossen
Saale nach besonderem Programme.
(12022
Hugenschütz-Felsenkeller.
(Telephon 1445).
Freitag, den 31. Mai, abends 8 Uhr:
Grosses Itur Konzert
vollzählige Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Reg.
Nr. 61
Leitung: Herr Muſikmeiſter M. WEBER.
Im Programm:
Die 4 preisgekrönten Militär-Märsche der Woche.
Solo-Vorträge: Quartette für 4 Posaunen.
III. Teil:
Die neuesten Schlager von Paul Lincke.
Eintritt mit Programm 10 Pfg.
Hans Tod, Restaurateur.
*13323df)
Konzertsaal Perkeo
Alexanderstrasse 12 und 14.
(12034a
Täglich das grosse Variété- u. Theaterprogramm.
Zoblogischer Gärken Frankfurt u. Main
Vom 1. bis 24. Juni 1912 Schaustellung von
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Vorſtellungen um 11½, 4, 5½ u. 7 Uhr.
Eintritt zum Zoologiſchen Garten 1 Mark, Kinder 50 Pfg.
Abonnenten bei Vorzeigen der Karten frei.
Beſonderes Eintrittsgeld zur Schauſtellung 20 Pfg.
Sitztribüne 20 Pfg. extra.
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Donnerstag bis Samtstag
täglich friſch eintreffend:
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Filiale: (12056
Ludwigsplatz, gegenüber der
Stadt Pfungstadt.
Telephon 40.
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Seite 14:
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Mai 1912.
Nummer 125.
Die nene Maß= und Gewichtsordung.
* Die Maß= und Gewichtsordnung (abgekürzt M. u.
G. O.) vom 30. Mai 1908, die am 1. April in Kraft
vetreten iſt, hat dem Deutſchen Reiche vier
weſent=
liche Neuerungen gebracht, deren Kenntnis für alle
Be=
ſtzer von Maß= und Gewichtsgeräten wichtig iſt. Dieſe
Neuerungen können mit folgenden Stichworten
gekenn=
zeichnet werden:
1. Freizügigkeit des Eichſtempels im ganzen Reichsgebiet,
2. Ausdehnung des Eichzwanges,
3. Einführung der geſetzlichen Nacheichungspflicht,
4. Verſtaatlichung des Eichweſens.
1. Freizügigkeit des Eichſtempels
im ganzen Reichsgebiet.
Seither galt der Eichſtempel von Bayern nicht im
übrigen Teil des Reiches, und der ſonſt gleichmäßig!
Reichs=Eichſtempel galt nicht in Bayern. Dies hatte
be=
deutenden Nachteil für die Fabrikanten von Meßgeräten,
da ſie über die ſo geſchaffene Gültigkeitsgrenze hinüber
geeichte Geräte weder ein= noch ausführen konnten. Es
hatte aber auch erhebliche Beläſtigungen im gewerblichen
Verkehr in der Nähe der Grenze Bayerns zur Folge (z. B.
bei Mannheim und Ludwigshafen, wenn die Verkäufer
im Marktverkehr für Baden und Bayern zweierlei
Meß=
geräte benutzen oder ſich der Gefahr ausſetzen mußten,
wegen ungültigen Eichſtempels beſtraft zu werden und
ihre Geräte beſchlagnahmt zu ſehen). Die neue M. u.
G.O. beſeitigt dieſen unerträglichen Zuſtand. Das
ſeit=
herige bayeriſche Reſervat iſt nur noch inſofern gewahrt,
als der bayeriſche Eichſtempel im Bild des gewundenen
Bandes ſtatt der ſonſt allgemein angenommenen
Buch=
ſtaben D R (Deutſches Reich) die Buchſtaben K B (
König=
reich Bayern) führt. Im übrigen aber gilt der
Reichs=
ſtempel künftig auch in Bayern und der bayeriſche künftig
auch im Reich.
2. Ausdehnung des Eichzwanges.
Seither war der Umfang des eichpflichtigen
Ver=
kehrs beſtimmt durch Artikel 10—13 der alten M. u. G.O.,
wonach (Art. 10) zum Zumeſſen und Zuwägen im
öffent=
lichen Verkehr nur gehörig geſtempelte Maße Gewichte
und Wagen angewendet werden durften; ebenſo (Art. 11)
beim Verkauf weingeiſtiger Flüſſigkeiten nach
Stärkegra=
den gehörig geſtempelte Alkoholometer und Thermometer;
(Art. 12) der in Fäſſern zum Verkauf kommende Wein
durfte dem Käufer nur in ſolchen Fäſſern, auf welchen
die den Rauminhalt bildende Zahl der Liter durch
Stem=
pelung beglaubigt iſt, überliefert werden (ausgenommen
beim Weiterverkauf ausländiſchen Weines in
Original=
gebinden); und endlich (Art. 13) Gasmeſſer, nach welchen
die Vergütung für den Verbrauch von Leuchtgas beſtimmt
wird, ſollten gehörig geſtempelt ſein.
Die M. und G.O. hat den Eichzwang ſowohl a) auf
weitere Zweige des Verkehrs, wie auch b) auf
weitere Arten von Gegenſtänden ausgedehnt.
a) Jetzt iſt die Eichpflicht der Maße, Gewichte und
Wagen vorgeſehen (§ 6 M. u. G.O.) zum Meſſen und
Wägen im öffentlichen Verkehr, ſofern dadurch der
Umfang von Leiſtungen beſtimmt werden
ſoll (alſo auch Frachtverkehr der Eiſenbahnen und
Poſt=
anſtalten, ſteueramtliche Verwiegungen). Zum
öffent=
lichen Verkehr gehört der Handelsverkehr auch dann,
wenn er nicht in offenen Verkaufsſtellen
ſtattfindet (z. B. Konſumvereine, Molkerei=
Genoſſenſchaf=
ten, Speditionsräume bei Großhandelsfirmen uſw.). Auch
die Maße, Gewichte und Wagen zur Ermittelung
des Arbeit slohnes in fabrikmäßigen
Be=
trieben ſind jetzt ausdrücklich eichpflichtig erklärt,
ob=
wohl der Verkehr zwiſchen Arbeitgeber und Arbeiter
natürlich kein „öffentlicher” iſt. Ebenſo (§ 7) die
För=
derwagen und Fördergefäße im
Berg=
werksbetriebe, ſoweit ſie zur Ermittelung des
Ar=
beitslohnes dienen. Endlich ſind (Art. 8) Gasmeſſer nicht
nur für Leuchtgas, ſondern für Gas überhaupt, alſo
bei=
ſpielsweiſe auch Heizgas, Kochgas, Azetylen uſw.,
ent=
ſprechend der modernen Entwickelung der Gastechnik,
jetzt der Eichpflicht unterworfen.
Alſo nicht bloß der öffentliche Verkehr
begründet künftig die Eichpflicht, ſondern auch der
in=
nere Verkehr unter den vorgenannten Vorausſetzungen.
Richt eichpflichtig bleiben hiernach z. B. im öffentlichen
Verkehr die automatiſchen Perſonenwagen, welche gegen
Einwurf eines Geldſtückes das Gewicht anzeigen; denn
hier wird durch die Wägung nicht der Umfang der
Leiſt=
ung beſtimmt. Falls ſolche Wagen aber etwa zum Wiegen
von Laſten benützt würden, die nach dem Gewicht bezahlt
werden, müßten ſie geeicht werden (ſofern ihre
Konſtruk=
tion überhaupt eichfähig wäre). Nicht eichpflichtig
blei=
ben im inneren Verkehr z. B. eines großen
Fabrikbetrie=
bes alle Meßgeräte, mittels deren nur eine Ueberführung
von Waren aus einer Arbeitsabteilung in eine andere,
oder eine Materialkontrolle uſw. erfolgt, ſofern dadurch
nicht der Umfang von Leiſtungen beſtimmt wird.
Beſondere Erörterung verdient die Stellung der
landwirtſchaftlichen Betriebe zur Eichpflicht.
Sie ergibt ſich aus dem Vergleich der Strafbeſtimmungen,
wie ſie ſeither galten und wie ſie künftig gelten werden:
Bisher wurden nach § 369 Ziffer 2 des
Strafgeſetz=
buches beſtraft: Gewerbetreibende, bei denen
zum Gebrauch in ihrem Gewerbe geeignete. mit dem
ge=
ſetzlichen Eichungsſtempel nicht verſehene oder unrichtige
Maße Gewichte oder Wagen vorgefunden wurden. Im
Hinblick auf den Ausdruck Gewerbetreibende haben leider
eine ganze Reihe von Gerichten ſeither die Eichpflicht der
Landwirte ſelbſt in ſolchen Fällen verneint, wenn dieſe
Landwirte aus dem Handel mit ihren landwirtſchaftlichen
Erzeugniſſen eine regelrechte „auf Erwerb gerichtete
Tätigkeit” gemacht haben. Infolgedeſſen iſt die Eichpflicht
den Landwirten gegenüber bisher nur in einem ganz
ungerechtfertigt kleinen Umfange anerkannt geweſen und
das Maß= und Gewichtsweſen dieſer Kategorie von
Han=
delstreibenden liegt unleugbar im Argen; dies gilt auch
von den ländlichen Bezirken des Großherzogtums, wo
meh=
rere gerichtliche Entſcheidungen der wirkſamen
Durchführ=
ung des Eichzwanges bisher entgegenſtanden.
Die neue M. u. G.O. droht nun in § 22 mit Strafe
demjenigen: „Wer in Ausübung eines Gewerbes den
Vorſchriften der §§ 6 bis 9 . . . oder den ſonſtigen
Vor=
ſchriften der Maß= und Gewichtpolizei zuwiderhandelt.”
Auch der Geſchäftsbetrieb der Konſumvereine iſt hierbei
noch ausdrücklich genannt. Wenn bei dieſer Faſſung des
neuen Geſetzes auch vielleicht der Anſchein erweckt wird,
als ſei es bezüglich der Landwirte beim Alten geblieben,
ſo belehrt doch die Begründung zur M. u. G.O., ſowie der
Kommiſſionsbericht des Reichstages dazu eines Beſſeren.
Die Begründung ſtellt ausdrücklich feſt: „Daß der Täter
ein Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung betreibe,
wird nicht erfordert; Vorausſetzung für die Strafbarkeit
ſoll vielmehr lediglich ſein, daß die Zuwiderhandlung
innerhalb einer auf fortgeſetzten Erwerb gerichteten
Tätig=
keit erfolgt. Hieraus folgt, daß auch die in einem
land=
wirtſchaftlichen Betriebe ſtattfindenden Verkäufe
ſelbſt=
gewonnener Erzeugniſſe, ſofern es ſich nicht lediglich um
eine vereinzelte gelegentliche Veräußerung
handelt, der Vorſchrift des § 22 unterworfen ſind.” Auch
in den Beratungen der Reichstagskommiſſion iſt über dieſe
Frage ausführlich und wiederholt verhandelt worden.
Dabei wurde unter Hinweis auf die vorzitierte
Erläuter=
ung in den Motiven zur M. u. G.O. auf das beſtimmteſte
und einmütigſte erklärt, daß kein Zweifel an der
Eichpflicht der Meßgeräte der Landwirte im Verkehr mit
Abnehmern ihrer Erzeugniſſe beſtehen könne. Dagegen
unterliegen der Eichpflicht natürlich nicht die Meßgeräte,
mit denen zum Beiſpiel der Landwirt das Futter für ſein
eigenes Vieh oder den Kunſtdünger für ſeine einzelnen
Ackerſtücke verteilt. Auch liegt keine Eichpflicht vor, wenn
z. B ein Landwirt, der für gewöhnlich ſeine Erzeugniſſe
nur für ſeinen eigenen Haushalt verwendet, einmal einem
Nachbarn oder ſonſt jemanden einen Poſten Kartoffeln
oder Aepfel oder ein paar Liter Milch uſw. gegen Entgelt
zuwägt oder zumißt. Immerhin bleibt dies wohl der
Ausnahmefall. Als Regel muß man künftig die
Eich=
pflicht der Landwirte für ihre Wagen und Gewichte
beim Verkauf von Getreide, Vieh, Butter, Obſt,
Kartof=
feln uſw. und für ihre Maße beim Milchhandel
anneh=
men. Allerdings kommt es bei den Milchkannen, die im
Bahnverſand gebräuchlich ſind, darauf an, ob ſie lediglich
Transportgefäße ſind — dann ſind ſie nicht eichpflichtig
oder ob nach ihrem Inhalt der Verkaufspreis berechnet
wird — dann ſind ſie eichpflichtig. Verkauft der
Land=
wirt die Milch direkt literweiſe an die einzelnen
Haushal=
tungen, wobei er ein geeichtes Flüſſigkeitsmaß zu
ver=
wenden hat, ſo braucht die Milchkanne nicht geeicht zu
ſein. Liefert er dagegen täglich ſo und ſoviel Kannen
Milch an einen Großabnehmer oder an einen Händler, der
ſie weitervertreibt, dann ſind auch die Kannen eichpflichtig,
weil ſie das Maß im Verkehr zwiſchen Landwirt und
Händler oder Abnehmer ſind.
b) Erweitert hat ſich die Eichpflicht auch bezüglich
mehrerer Arten von Gegenſtänden, die ihr ſeither nicht
unterlagen. Die Fördergefäße im Bergwerksbetriebe
wur=
den bereits erwähnt. Weit wichtiger iſt aber der neu
ge=
ſchaffene Eichzwang für Bierfäſſer und
Obſt=
weinfäſſer. Dieſe Fäſſer waren zwar nach den alten
Heſſiſchen Landesvorſchriften bis 1872 bereits eichpflichtig
geweſen ſeitdem aber unter der Herrſchaft der alten
Reichs=M. u. G.O., welche nun außer Kraft getreten iſt,
vom Eichzwang befreit geweſen. Wenn auch eine große
Zahl von Bier= und Obſtweinfäſſern ſchon in der
Zwi=
ſchenzeit freiwillig zur Eichung gebracht worden iſt, ſo
bedeutet dieſe Ausdehnung des Eichzwanges auf den
Bier= und Obſtweinverkehr doch ſchon deshalb einen
weſentlichen Fortſchritt, weil ſeither ſolche Fäſſer, wenn
ſie auch wirklich einmal freiwillig geeicht waren, nicht den
polizeilichen Vorſchriften über die dauernde Richtigkeit
und Fehlergrenze unterworfen waren, alſo zu Unrecht
auch dann noch das Eichzeichen weiter führten, wenn ihr
Inhalt durch Antreiben der Reifen, durch Reparaturen
uſw. weſentliche Aenderungen gegenüber der amtlichen
Inhaltsbezeichnung erfahren hatte. Künftig werden alſo
die Eich= und Polizeivorſchriften auf Bier= und
Obſtwein=
fäſſer gerade ſo wie ſchon früher auf Weinfäſſer
Anwend=
ung finden. Für andere Flüſſigkeiten ſind geeichte Fäſſer
nicht erforderlich; doch iſt ſelbſtverſtändlich die Eichung
auch hier zuläſſig. Vom Standpunkte der Abnehmer muß
es bedauert werden, daß nicht wenigſtens auch für die
Branntwein= und ſonſtigen Spirituoſenfäſſer die
Eich=
pflicht vorgeſchrieben iſt, zumal es ſich dabei oft um ſehr
hochwertigen Inhalt handelt. Von den
Milchtransport=
gefäßen war bereits oben die Rede. Auch bei Eſſig,
Oelen, Petroleum iſt die Bedürfnisfrage für Einführung
des Eichzwanges verneint worden.
Von den ſonſtigen Erweiterungen der Eichpflicht
be=
ſitzt allgemeineres Intereſſe noch die Einführung des
Halb= und Viertelpfundgewichts, oder wie
die amtliche Bezeichnung lautet, des 250=Grammſtückes
und des 125=Grammſtückes. Das Pfund iſt bekanntlich
ſchon ſeit vierzig Jahren keine geſetzliche Gewichtsgröße
mehr. Da aber die werbende Kraft des metriſchen
Ge=
wichtsſyſtems in vierzig Jahren nicht vermocht hat, die
alte Pfundrechnung im öffentlichen Verkehr zu beſeitigen,
ſo hat der Reichstag in die neue M. u. G. O. die beiden
genannten Gewichtswerte, die der Pfundrechnung
ent=
ſtammen, wieder eingeführt. Mag man dies auch aus
theoretiſchen Erwägungen mißbilligen, ſo hat es doch
zweifellos das Gute, daß die Benachteiligung des Käufers
im Kleinhandel leichter verhütet werden kann. Es iſt
bekannt, daß nicht ſelten dem Käufer, der ein Viertelpfund
(alſo 125 Gramm) einer Ware fordert, nur 120 Gramm
(oder gar nur 100 Gramm, alſo ein Fünftelpfund)
zuge=
wogen werden. Daß dies ein Betrug iſt, kann auch
dann nicht beſtritten werden, wenn der Verkäufer „
reich=
lich” wiegt. Seither ſind ein Viertelpfund immer drei
Gewichtsſtücke (100, 20, 5 Gramm). Künftig ſind
ein Viertelpfund entweder dieſe drei, oder aber nur ein
Gewichtsſtück (125 Gramm). Stehen nur zwei
Gewichts=
ſtücke auf der Wage, ſo erhält der Käufer kein Viertelpfund
zugewogen. Ein halbes Pfund ſind bisher immer minde
ſtens zwei Stücke (200 Gramm, 50 Gramm), künftig
ent=
weder dieſe 2 oder nur das neue 250=Grammſtück allein. Die
neuen Viertel= und Halbpfundſtücke ſind von Meſſing und
an ihrer hohen Form von den flachen 100=Gramm=und
200=Grammſtücken zu unterſcheiden.
Nicht eichpflichtig ſind bis auf weiteres, wie
auch ſchon ſeither, die Waſſermeſſer und
Elektrizitäts=
meſſer, obwohl mit ihnen ja ein Meſſen zum Zweck der
Beſtimmung des Umfanges von Leiſtungen ſtattfindet.
Die Befreiung dieſer Meßgeräte hat ihren Grund in der
ſeitherigen Unvollkommenheit, welche eichtechniſchen
An=
forderungen nicht genügen kann.
(Schluß folgt.)
Gewinnauszug
der
226. Königlich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
5. Klaſſe. 14. Ziehungstag. 28. Mai 1912.
Auf iede gepogene Ramner ſind zwet gleich hoße Genimne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.‟
Glachdmut berdeten)
(öhne Gewſhr. A. St.cl. . 3.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
6 Gewinne zu 30000 Mk. 13362 120560 135232
2 Gewinne zu 15000 Mk. 72021
10 Gewinne zu 5000 Mk. 900 20827 61728 71274
117426
58 Gewinne zu 3000 Mk. 1994 10731 12579 12961
42243 56937 63531. 68405 73266 74703 78472 84667
86922 86975 97266 97739 99473 109157 125144
126777 135097 141574 153505 157410 159792 165384
182809 185712 189610
94 Gewinne zu 1000 Mk. 10408 10649 30451 34709
39645 39845 44339 44479 46627 48302 49346 54046
57622 64752 68213 72551 78036 79060 79671 87838
87876 91921 99078 104014 107692 111870 114039
126209 127102 129951 138014 145338 146110 152492
153027 153994 156053 162034 163669 16a438 16505
160606 175057 1700es 170757 195075 193150
176 Gewinne zu 500 Mk. 1738 2861. 3032 3466
10254 11323 12081 13755 14091 17753 18557 22913
24394 30187 30698 31684 31967 32354 32602 36443
38973 46957 47906 49222 52911 53934 56334 57513
58262 65352 66926 67704 69736 70784 75503 76106
92722 88606 37545 97076 97575 97666 90996 10205
104275 108140 108576 110342 111348 111952 112469
113039 116327 122461 123675 124283 126869 197640
130763 131048 132617 133686 135373 136353 16f469
137664 139275 139672 140257 144980 145322 10006
152409 152700 152759 156221 165032 166226 165565
174971 175267 175516 176497 176871 180600 18200
187132 189365
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 40 000 Mk. 163540
2 Gewinne zu 30 000 Mk. 157226
2 Gewinne zu 10000 Mk. 149629
4 Gewinne zu 5000 Mk. 13484 125701
72 Gewinne zu 3000 Mk. 3703 7993 13276 17400
19334 24210 31156 32787 33114 33816 35663 41619
42273 66422 77843 81262 81772 87310 91593 92065
93984 107765 109502 113013 124304 124617 125700
120238 199590 196075 13007s 190078 153056 19712s
168028 171692
106 Gewinne zu 1000 Mk. 12220 14043 17982 20440
23016 26829 32093 45756 50320 51427 59902 61440
63092 63898 64995 70156 71209 79600 91775 02977
101614 105062 105610 108521 109882 111366 117022
118302 123838 129727 134284 147307 149264 149402
150602 150941 152270 156049 156164 159328 161100
162749 163518 165738 167911 168615 170257 176682
177853 179188 182697 184562 189644
178 Gewinne zu 500 Mk. 1492 3687 10416 12438
14350 17041. 22509 23343 24653 27013 29422 32181
32776 33965 34262 38542 43863 60176 60320 60858
62115 64125 65823 73234 73749 75025 77921 78743
79937 80122 80212 82371 82825 85183 93489 93998
94577 96610 96656 90057 98750 10706c 109406 113175
113262 114213 112057 115279 115971. 117307 11705
120717 126191 128013 128665 129541 130013 131219
135830 137003 139598 141244 144563 147633 148150
151984 153820 154180 154436 154630 156879 158532
158824 160733 161623 162370 162560 162904 166235
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