Inſerafe
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175. Jahrgang
ionatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
ärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ir Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
hriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
rgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
as Großherzogspaar hat geſtern von Livadia
ſeine Rückreiſe nach Darmſtadt angetreten.
ie Beiſetzung des Prinzen Georg
Wil=
helm von Cumberland hat geſtern in Gmunden
ſtattgefunden.
er öſterreichiſch=ungariſche Miniſter des Aeußern, Graf
Berchtold iſt in Wien wieder eingetroffen.
n Ungarn iſt durch Hochwaſſer großer Schaden
angerichtet worden.
n Villareal (in Spanien) iſt ein Kinotheater
ab=
gebrannt, wobei 80 Perſonen ums Leben
gekommen ſind.
er Sultan von Marokko, Muley Hafid, hat ſich
endgültig entſchloſſen, abzudanken.
Die Berliner Konferenzen.
* Der Kabinettsſekretär Graf Hoyos, welcher den
frafen Berchtold nach Berlin begleitet hat, hat ſich
ort einem Vertreter der Neuen Freien Preſſe gegenüber
ber den Inhalt der Beſprechungen mit den deutſchen
ſtaatsmännern etwa folgendermaßen geäußert:
Den Hauptinhalt der Konferenzen des Grafen Berch=
Ild mit den deutſchen Staatsmännern hat der
ita=
ieniſch=türkiſche Krieg gebildet, der natürlich
ie beiden verbündeten Regierungen jetzt vor allem
be=
häftigt. Leider beſteht zunächſt keine Ausſicht, zu einer
eberbrückung der Gegenſätze zwiſchen Italien und der
ürkei zu gelangen, da Italien die Souveränität über
ripolis etwas voreilig erklärt hat und auf der andern
leite die Türkei verſichert, daß ſie gerade auf die
Souve=
inität über Tripolitanien nicht verzichten kann. Ein
usweg aus dieſen Schwierigkeiten iſt einſtweilen nicht
t finden.
Von einer Triploliskonfereenz iſt zwiſchen
en Regierungen noch nicht die Rede geweſen. Der Nutzen,
en eine ſolche Konferenz bringen könnte, iſt auch nicht
icht einzuſehen. Ueberdies würden ſich deren
Zuſtande=
immen große Schwierigkeiten in den Weg ſtellen. Es
t immer leichter, von einer Konferenz zu ſprechen, als
e zuſammenzubringen. Daß die Fortdauer des Krieges
len Frieden auf dem Balkan ſtören ſollte, iſt,
die die Dinge gegenwärtig liegen, nicht zu befürchten. Die
alkanſtaaten haben bisher eine Haltung bewahrt, die im
ntereſſe des Friedens mit Genugtung zu begrüßen iſt,
nd werden in dieſer ruhigen Haltung wohl auch
weiter=
in verharren. Italien hat bisher den Schauplatz ſeiner
rilitäriſchen Aktionen begrenzt und hat verſichert, daß
Im die Erhaltung des Friedens auf dem Balkan am
Her=
en liege.
Auf die Frage nach einer Entente zwiſchen
tußland und Italien verwies Graf Hoyos auf
ie Aeußerungen Saſonows, daß ein ruſſiſch=italieniſches
invernehmen nicht eriſtiere. Bezüglich der
angeb=
chen Verſtimmungen zwiſchen Deutſchland und
Oeſter=
eich=Ungarn, welche in den letzten Tagen im Deutſchen
leichstage von einigen Abgeordneten erwähnt worden
nd ,ſagte der Graf, von dieſen angeblichen
Verſtimmun=
en ſei in der Preſſe die Rede geweſen, aber die
Aus=
orache des Grafen Berchtold mit den deutſchen
Staats=
nännern habe gezeigt, daß ein volles, ungetrübtes
Ein=
ernehmen zwiſchen den beiden verbündeten
Re=
ierungen beſteht, und daß die beiden Regierungen ſich
uch in Zukunft gegenſeitig unterſtützen werden in der
Verfolgung der Ziele einer konſervativen Politik, d. h.
iner Politik, die darauf gerichtet iſt, den Frieden zu
ichern und den Status quo aufrecht zu erhalten
Von Zeit zu Zeit kann es nichts ſchaden, die feſte
Zu=
ammengehörigkeit der beiden Verbündeten gewiſſen
Nächten vor Augen zu führen, die immer wieder
ver=
uchen, Mißtrauen zu ſäen, um die Eintracht zu ſtören und
Oeſterreich von Deutſchland abzubringen. Dieſe
Beſtre=
ungen haben in Wien ſelbſt ihren Sitz, wo bekanntlich
eer engliſche Botſchafter ſich derart benommen hat, daß
r nur noch aus Anſtandsgründen auf ſeinem Platze
ge=
elieben iſt, und auch der franzöſiſche Botſchafter Crozier
ſt an dieſen Machenſchaften vielleicht nicht ganz
unbetei=
igt geweſen. Insbeſondere iſt es die Balkanpolitik, in
er man Oeſterreich Schlingen zu ſtellen ſucht. Nun, ſolche
Dinge ſind für uns nichts neues, man kann über ſie zur
Tagesordnung übergehen, ſie werden nicht imſtande ſein,
der Intimität Deutſchlands und Oeſterreich=Ungarns
Ab=
bruch zu tun.
Ein neuer Generalſtreik in England.
* England ſteht wieder vor einem
Transportarbeiter=
ſtreik, der das ganze Land umfaßt. Das Streikkomitee
hat am Sonntag abend nach mehrſtündiger Sitzung den
Beſchluß veröffentlicht, daß von morgen an alle
Transportarbeiter der vereinigten Königreiche
die Arbeit niederzulegen haben. Der Streik,
der ſich bisher auf London beſchränkte, greift ſomit auch
auf die Zentren des Landes über. Es ſteht zu befürchten,
daß England ähnlich ſchlimmen Tagen entgegengeht, wie
im Auguſt v. Js., wo die Transportarbeiter ſtreikten und
im März ds. Js., als der große Kohlenarbeiterſtreik ſeine
verderblichen Wirkungen auf alle Induſtrien und den
ge=
ſamten Handel Englands geltend machte.
Das Londoner Streikkomitee hat ſich an die
Gewerkſchaften der anderen Häfen gewandt, um das
Löſchen von Schiffen, die aus dem Londoner
Ha=
fen kommen, zu verhindern. Derſelbe Appell iſt an den
Internationalen Transportarbeiterverband ergangen.
Ferner hat das Streikkomitee ein Manifeſt erlaſſen,
das alle Transportarbeiter zum Streik auffordert und
das gegen die Verwendung von Polizei und Militär zum
Schutze der Arbeitgeber proteſtiert. Die Polizei hat ſtrikte
Order erhalten, die Beförderung von Lebensmitteln aus
dem Hafen ſicherzuſtellen und Einſchüchterungsverſuche
von Arbeitswilligen zu verhindern. Ueber die
Streik=
poſten iſt angeordnet worden, daß ſie ſich nur einzeln an
die Arbeiter wenden dürfen und auch nur dann, wenn
dieſe damit einverſtanden ſind. Wer ein Pferd aufhält
oder einen Fuhrmann beläſtigt, ſoll ſofort verhaftet
werden.
Der Generalſtreik der Transportarbeiter geht, laut
dem Vorwärts, auf folgende Forderungen zurück: 1. Von
den organiſierten Arbeiter ſoll nicht verlangt werden, daß
ſie mit nichtorganiſierten zuſammenarbeiten. 2. Im
Ha=
fen von London ſollen innerhalb der verſchiedenen
Arbei=
terkategorien durchweg gleiche Löhne gezahlt werden.
Zur Baſis dieſer Löhne ſollen die höchſten Sätze
genom=
men werden, die gegenwärtig gezahlt werden.
Die erſte Forderung bedeutet die kaum verſchleierte
Einführung des Koalitionszwanges. Denn, indem die
organiſierten Arbeiter das Recht erhalten, mit
Unorgani=
ſierten nicht zuſammenzuarbeiten, wird für die
Unorga=
niſierten ein mittelbarer Zwang zum Einritt in die
Orga=
niſation ausgeübt. Die zweite Forderung räumt mit dem
Grundſatz auf, daß verſchiedene Arbeitsleiſtungen
ver=
ſchieden zu entlohnen ſeien. Die Tragweite dieſes
Schrit=
tes wird dadurch geſteigert, daß die höchſten Sätze zur
Grundlage des für alle gleichen Lohnes genommen
wer=
den ſollen. Welche Rückwirkung dieſe einſchneidenden
ſozialiſtiſchen Forderungen auf die öffentliche Meinung
Englands ausüben werden, bleibt abzuwarten. Die
libe=
rale Mehrheit des Unterhauſes iſt der Arbeiterſchaft durch
die Einführung des Mindeſtlohnes im Bergbau ziemlich
weit entgegengekommen. Ob die Forderungen der
Lon=
doner Transportarbeiter im Zuſammenhang mit einem
Streik, der dem engliſchen Wirtſchaftsleben naturgemäß
gewaltige Verluſte zufügen muß, nicht einen Umſchwung
zur Folge haben werden, iſt eine offene Frage.
Deutſches Reich.
— Regierung, Deckungsfrage und
Be=
ſitzſteuer. Ueber die Beſchaffung der
Wehrvorlagen=
deckung durch Zuhilfenahme einer Beſitzſteuer und über
die Stellung der Verbündeten Regierungen zu dieſer
Angelegenheit ſchreibt die offiziöſe Nordd. Allg. Zta.:
Konnte ſchon ſeit geraumer Zeit mit Sicherheit darauf
gerechnet werden, daß die bürgerlichen Parteien den
Wehrvorlagen ihre Zuſtimmung geben würden, ſo ſchien
bis in die letzten Tage die Beſchaffung der Deckung
nicht ungefährdet. Je größer die hieraus
entſpringen=
den Meinungsverſchiedenheiten waren ,deſto erfreulicher
iſt es, daß es gelang, einen Weg zu finden, der bereits
jetzt eine Löſung bringt und die erforderliche Deckung
ſchafft, ohne die Zukunft zu verbauen. Bei der
Beſei=
tigung der ſogenannten Liebesgabe kam es darauf an,
die Einnahmen aus der Branntweinſteuer zu vermehren,
ohne einem wichtigen Produktionsgewerbe die
Grund=
lagen geſunder Enwickelung zu entziehen. Dieſem
Zwecke dient es, und es liegt auch im Sinne der
bisheri=
gen Geſetzestendenz, wenn die Hälfte der Mehrerträge
zur Unterſtützung des gewerblichen Spiritus verwandt
wird, und die Verbündeten Regierungen konnten ſich
da=
her mit dieſem Entſchluß einverſtanden erklären, nachdem
für eine andere Deckung Sorge getragen war. Die
Ver=
bündeten Regierungen haben auch dazu ihre Zuſtimmung
erklärt, daß dieſe Deckung in einer allgemeinen
Beſitz=
ſteuer beſtehen ſoll. Der Reichsfinanzverwaltung wird
nunmehr die Ausarbeitung einer allen Arten des Beſitzes
gerecht werdenden Beſitzſteuervorlage obliegen. Ob es
gelingen wird, eine Beſitzſteuer zu finden, die auch allen
Arten der Parteianſchauungen und Lehrmeinungen
ge=
recht wird, iſt allerdings eine andere Frage, zumal die
Möglichkeiten einer allgemeinen Beſitzesbelaſtung
be=
ſchränkte ſind. Jedenfalls aber iſt es vom Standpunkte
der Finanzpolitik aus das einzig richtige geweſen, die
bedeutſame Frage jetzt nicht über das Knie zu brechen
und die ſorgſam geſchonte Reſerve nicht ohne zwingenden
Grund hinzugeben, vielmehr eine gründliche und Dauer
verſprechende Ausgeſtaltung des Steuerprojektes
vorzu=
bereiten. — Vor allem für bedeutſam erklärt die
Nord=
deutſche es, daß die geſetzgebenden Körperſchaften an deni
Grundſatze: „Keine Ausgabe ohne Deckung” feſtgehalten
haben Damit ſei es der Reichsfinanzverwaltung
ermög=
licht, die in den letzten Jahren mit Erfolg beſchrittenen
Wege weiter zu verfolgen.
— Frhr. v. Marſchall. Zu Ehren des am
Mon=
tag nächſter Woche über Paris abreiſenden Frhrn. v.
Mar=
ſchall findet Freitag abend ein Abſchiedseſſen beim
türki=
ſchen Miniſter des Aeußern ſtatt. Samstag verabſchiedet
ſich der Botſchafter von der deutſchen Kolonie. Die
Ab=
ſchiedsaudienz beim Sultan iſt auf den 29. ds. Mts.
feſt=
geſetzt.
Angeſtellte und
Beitragsentrich=
tung für die Verſicherung. Die neuen
Beſtim=
mungen über die Beitragsentrichtung für die
Angeſtellten=
verſicherung von der Reichsverſicherungsanſtalt ſind mit
Genehmigung des Reichskanzlers nunmehr erlaſſen
wor=
den. An Stelle von Marken, wie ſie für die
Arbeiterver=
ſicherung vorgeſchrieben ſind, ſoll danach das
Poſtſcheck=
verfahren treten. Die Beſtimmungen haben die ungeteilte
Zuſtimmung der zahlreichen Arbeitgeber und Angeſtellten
gefunden, die als Vertreter von Handels= und
Landwirt=
ſchaftskammern ſowie von Arbeitgeber= und
Angeſtellten=
verbänden gehört worden ſind. Auf die Einzelheiten der
Regelung wird an Hand der amtlichen Bekanntmachung
im Reichsanzeiger noch zurückzukommen ſein.
— Zum Fall Borchardt. Prof. L. v. Bar in
Göttingen, der hervorragende Kenner des öffentlichen
Rechts, äußert in der letzten Nummer der juriſtiſchen
Fachzeitſchrift „Das Recht” eine Anſicht über die vom
ſo=
zialdemokratiſchen Abgeordneten Borchardt ins Rollen
gebrachte Rechtsfrage, ob der Präſident des preußiſchen
Abgeordnetenhauſes auf juriſtiſch feſtem Boden ſich
be=
fand, als er den Abgeordneten mit Polizeigewalt aus dem
Sitzungsſaal entfernen und für den Schluß der Sitzung
daraus fernhalten ließ. Er bejaht dieſes Recht. Es
liege Notwehr des Parlaments gegen die rechtswidrigen
Uebergriffe eines einzelnen Abgeordneten vor. Dieſe
Notwehr berechtige das Parlament, insbeſondere ſeinen
Vertreter, den Präſidenten, diejenigen Maßnahmen zu
er=
greifen, die zur Abwehr der Störung erforderlich ſeien.
Wie die Entziehung des Wortes zuläſſig ſei, ſo könnten
auch noch ſtärkere Maßregeln ſich als notwendig erweiſen.
Und wenn die vorhandene Dienerſchaft nicht zur
Entfer=
nung genüge, ſo dürfe die Polizei auf Anfordern des Präs
ſidenten die Notwehrhilfe leiſten. Aus dieſer
Begrün=
dung des präſidialen Rechts würde ſich ergeben, daß es
auch bereits vor Erlaß der neuen Geſchäftsordnung
be=
ſtanden habe. v. Bar hält es ſogar für bedenklich, dieſes
Recht ausdrücklich in einer parlamentariſchen
Geſchäfts=
ordnung feſtzuſetzen, da dieſe Feſtlegung die Würde des
Parlaments zu beeinträchtigen geeignet ſei.
Ausland.
Frankreich und Marokko.
Der Sultan von Marokko empfing General Liautey
in Audienz. General Liautey hob in einer Anſprache
die politiſche Weisheit und die Energie des Sultans
rüh=
mend hervor und verſicherte, daß die letzten Ereigniſſe in
keiner Weiſe dem Fortſchrittswerk der beiden
Regierun=
gen Hinderniſſe bereiten könnten. Frankreich ſei
entſchloſ=
ſen, unter voller Achtung der Machtbefugniſſe des
Sul=
tans ſowie der Religion und der Sitten ſeiner
Unter=
tanen ihm wirkſame Hilfe bei der Einführung eines
Regi=
mes der Ordnung und der Ziviliſation zu leihen. Der
Sultan erwiderte hierauf, er zweifle nicht an dem
Ge=
lingen der Aufgabe Liauteys, deſſen Gefühle der Achtung
vor den Einrichtungen und der Religion des Landes ihm
eine vertrauensvolle Garantie böten. Liautey könne auf
Seite 2.
Darmſtarter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 191.
Nummer 124,
die Freundſchaft und die Aufrichtigkeit der Gefühle der
marokkaniſchen Regierung rechnen. Und ſo heiße er ihn
und ſeine Begleitung willkommen.
England.
Veränderung in Englands
Mittel=
meerſtellung. Wie ein Kabelbericht aus Kairo
mel=
det, wird Lord Kitchener ſich zu einer
vier=
tägigen Zuſammenkunft mit Premierminiſter Asquith
und dem Erſten Lord der Admiralität Winſton Churchill
nach Malta begeben. In Kairo verlautet, der Zweck der
Zuſammenkunft ſei die ägyptiſche Okkupationsarmee zu
verſtärken und die Baſis der engliſchen
Mittelmeertrup=
pen von Malta nach Aegypten zu verlegen. Die
Erhö=
hung des Truppenkontingents wird damit begründet, daß
die Bevölkerung im Sudan ſtark zunehme und daß andere
mit England in Verbindung ſtehende Länder
Zentral=
afrikas eine Erhöhung fordern. Auch Tripolis und andere
Nachbarländer Aegyptens ſpielen bei der Erhöhung des
Kontingents eine Rolle.
Vereinigte Staaten,
Der Zweck der ReiſedesStaatsſekretärs
Knox. Auf einem Bankett der Pan=Amerikaniſchen
Ge=
ſellſchaft erklärte Staatsſekretär Knox in einer Rede, der
Hauptgrund ſeiner letzten Miſſion nach dem Caribiſchen
Weere ſei geweſen, die kommende Eröffnung des
Pana=
makanals zu einer Botſchaft brüderlicher Grüße an die
benachbarten Nationen zu geſtalten und ſie zu verſichern,
daß die Eröffnung des Kanals den Beginn einer neuen
Aera enger, verſöhnlicher Beziehungen aller Amerikaner
bedeuten würde. Der Vorſitzende der Kommiſſion für
Auswärtige Angelegenheiten, Sulzer, führte aus;
Er ſei mit Staatsſekretär Knox in der mexikaniſchen Frage
einverſtanden. Wenn die Mexikaner ihren
internationa=
len Verpflichtungen nachkommen, würden die Vereinigten
Stgaten nicht intervenieren. Der ſchlimmſte Fehler oder
pielmehr ein Verbrechen wäre es, wenn die Vereinigten
Staaten Mexiko überfallen wollten. Von einem
Erobe=
rungskriege dürfe keine Rede ſein. Obendrein würde ein
ſolcher Eroberungskrieg nicht weniger als 300000 Mann
und 300 Millionen Dollars erfordern.
Perſien.
Eine vollſtändige Rekonſtruktion des
Miniſteriums iſt zu erwarten, ſohald die Expedition
gegen Salar ed Dauleh ihr Ziel erreicht hat. Hierbei
ſird wahrſcheinlich das Bachtiarenelement aus dem
Mi=
niſterium verſchwinden, da die Anweſenheit der
Bachtja=
ren=Khans in ihren eigenen Gebieten ſehr nötig iſt. Man
nimmt an, daß der Regent bis nach der Neubildung des
Fabinetts hier bleiben wird. Man nennt den Sepahdar
als möglichen Premierminiſter.
* Die am Montag verſtorbene Herzogin Amalie
von Urach war die Gattin des Herzogs Wilhelm von
Urach und Mutter von 10 Kindern, von denen das jüngſte
vor kurzem geboren war. Zwei Kinder ſind ihr im Tode
porangegangen. Die Herzogin war 46 Jahre alt
und die Tochter des verſtorbenen Herzogs Karl Theodor
in Bayern und Schweſter der Königin von Belgien und
der Prinzeſſin Rupprecht von Bayern. Die Herzoge
von Urach, Grafen von Württemberg, ſind Nachkommen
des Herzogs Wilhelm von Württemberg (*f 1830) aus
deſſen Ehe mit der Freifrau von Tunderfeldt. Der
Her=
zog Wilhelm hat ſeinen Wohnſitz in Ludwigsburg.
* Hannover, 28. Mai. Die Ausſperrung
in der Metallinduſtrie iſt hier jetzt vom
Ver=
ein der Metallinduſtriellen in der am 11. Mai
beſchloſſe=
nen Höhe von 60 Prozent der Arbeiterſchaft durchgeführt.
Infolgedeſſen haben auch die übrigen Arbeiter auf den
meiſten Werken gemäß den Beſchlüſſen der Organiſation
die Arbeit niedergelegt, fodaß faſt vollſtändige
Arbeits=
ruhe herrſcht. Nur in einzelnen Betrieben wird die Arbeit
mit einer geringen Arbeiterzahl aufrecht erhalten.
* Paris, 27. Mai. Präſident Fallißres
wohnte heute nachmittag in den Tuillerien in
Anweſen=
heit einer gewaltigen Menſchenmenge dem Vorbeimarſch
der franzöſiſchen und ausländiſchen Vereine bei, die an
dem diesjährigen internationalen
muſikali=
ſchen Wettbewerb teilgenommen hatten Bei dem
Vorbeimarſch der ausländiſchen Vereine erhob ſich der
Präſident und grüßte. Die Vereine brachten dem
Präſi=
denten durch Zurufe ihre Huldigung dar. Beſondere
Ovationen wurden den elſaß=lothringiſchen Vereinen
be=
reitet.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. Mai.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Oberbrandmeiſter und 2. Kommandanten
der freiwilligen Feuerwehr zu Darmſtadt Ludwig Vogel
das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen, ſowie dem Brandmeiſter Ludwig
Müller und dem 1. Steigerführer und Rechner Jakob
Bauſcher, beide Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr
zu Darmſtadt, das Silberne Kreuz desſelben Ordens.
* Ernannt wurde der Hilfsdiener beim Amtsgericht
Mainz Friedrich Ludwig zum Kreisdiener bei dem
Kreisamt Offenbach mit Wirkung vom Tag ſeines
Dienſt=
antritts an; ferner die Schulamtsaſpirantin Huldg
Waldner aus Waſſelnheim (Elſaß) zur Lehrerin an
der Eleonorenſchule zu Darmſtadt, unter Belaſſung in
der Kategorie der Volksſchullehrerinnen.
* Entlaſſen wurde der Lehrer an der
Gemeinde=
ſchule zu Nieder=Ingelheim, Kreis Bingen, Leonhard
Muntermann auf ſein Nachſuchen aus dem
Schul=
dienſte.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde die Lehrerin
an der katholiſchen Schule zu Bingen Franziska Hutter
auf ihr Nachſuchen bis zur Wiederherſtellung ihrer
Geſundheit.
Poſtkartenwoche J. K. H. der Frau
Groß=
herzogin. Die Vorbereitungen ſind in vollem Gange.
Der Vertrieb wird meiſt von örtlichen Komitees oder
Vertrauensmännern in einer den lokalen Verhältniſſen
entſprechenden Weiſe durchgeführt. Die Probebilder ſind
überallhin verſandt worden, und die Beſtellungen
be=
weiſen, daß ſie in der Bevölkerung Anklang finden.
Zahlreiche Körperſchaften beteiligen ſich an dem
Ver=
trieb zum Beſten der guten Sache. Diejenigen Vereine,
die ſich über die Beſtellungen bis ietzt noch nicht ſchlüſſig
geworden ſind, werden darauf aufmerkſam gemacht, daß
nach dem 1. Juni eingehende Beſtellungen vielleicht nur
noch teilweiſe berückſichtigt werden können. Es empfiehlt
ſich daher, etwaige Beſtellungen baldigſt vorzunehmen.
(Kreiskomitee, Adr. Gr. Kreisamt in Darmſtadt auch
in den durch Plakate bezeichneten Läden,)
s. Preßbeleidigung. Nachdem kaum der bekannte
zweite Beleidigungsfall Berndt mit Verurteilung des
Angeklagten, Redakteur Hirſch, durch die Strafkammer
Mainz zu 2 Monaten Gefängnis geendigt hat und
vorausſichtlich in die Reviſionsinſtanz am Reichsgericht
gehen wird, naht ein neuer Verhandlungstermin in dem
erſten Strafverfahren Berndt=Schapiro gegen Hirſch
vor der hieſigen Strafkammer I. Sie wird ſich, weil
das Reviſionsgericht das auf 6 Monate Gefängnis
lautende Mainzer Strafkammerurteil aufgehoben und
den Fall zur Entſcheidung an das hieſige Landgericht
verwieſen hat, in der Dienstag, den 18. Juni d. Js.,
beginnenden, vorausſichtlich eine ganze Woche dauernden
Verhandlung mit dem ſehr umfangreichen Fall befaſſen.
Es ſind ſchon jetzt 108 Zeugen hierzu geladen. Den
Vorſitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Nagel,
Anklage=
vertreter iſt wahrſcheinlich Staatsanwalt Bernhards; als
Anwälte der Nebenkläger Berndt und Schapiro werden
die Rechtsanwälte Dr. Pagenſtecher und Juſtizrat Dr.
Cauſe, beide in Mainz, und als Verteidiger die
An=
wälte Dr. Bernſtein=München und Dr. Bopp hier tätig
ſein. Die Verhandlung findet im großen
Schwur=
gerichtsſaal ſtatt.
* Einäſcherung. Am Samstag vormittag 11 Uhr
wurde im Offenbacher Krematorium die ſterbliche Hülle
Karl Hepps eingeäſchert. Die nächſten Verwandten
waren zum Teil aus weiter Ferne herbeigeeilt, mit
Darmſtädter Freunden des verewigten Dichters
ver=
ſammelt, um Heyp die letzte Ehre zu erweiſen und ihm
den Dank für das, was er an Liebe, Freundſchaft und
geiſtigem Gute geſpendet, auszuſprechen. Als Vertreter
von Darmſtädter Vereinigungen, dem Verein für
Wiſſenſchaft, Kunſt und Literatur, dem Goethe=Bund
und dem Journaliſtene und Schriftſteller=Verein, ſprachen
die Herren Inſpektor Scheyrer und Profeſſor Dr. W.
Nagel in längeren Ausführungen Worte der Würdigung
des umfaſſenden Wirkens Hepps. Ernſte Weiſen Joh.
Seb. Bachs und Beethovens gaben der einfachen und
dadurch um ſo eindrucksvolleren Feier die künſtleriſche
Weihe.
* Kleyer=Stiftung. Der für Förderung des
Auto=
mobilbaues und der Luftſchiffahrt an der Großh.
Tech=
niſchen Hochſchule in Darmſtadt errichteten „Kleyer=
Stiftung” iſt vom Großherzog am 11. Mai die
Aller=
höchſte Genehmigung nach § 80 des Bürgerlichen
Geſetzbuches und Artikel 7 des Heſſiſchen
Ausführungs=
geſetzes erteilt worden.
* Jubiläum. Am geſtrigen Tage feierte der
Bau=
führer Johannes Heß aus Weiterſtadt im Hauſe des
Herrn Architekten und Bauunternehmers Ludwig
Wagner ſein 25jähriges Arbeitsjubiläum.
Von ſeinem Chef wurde ihm ein namhafter
Geld=
betrag und von dem Buchhalter im Namen des Perſonals
eine ſilherne Uhr üherreicht.
O 25. Stiftungsfeſt des Bäckergehilfen=Vereins. Unter
zahlreicher Beteiligung hieſiger und auswärtiger
Berufs=
vereine beging am Montag der
Bäckergehilfen=
verein Darmſtadt ſein 25. Stiftungsfeſt. Am
Vor=
mittag fand die Begrüßung der auswärtigen Vereine
am Bahnhofe ſtatt, woran ſich eine Beſichtigung der
Sehenswürdigkeiten unſerer Stadt, ſowie ein gemein
ſames Mittageſſen anſchloß. Um 3 Uhr bewegte ſich ein
impoſanter Feſtzug nach dem Städtiſchen Saalbau, w.
ſich in dem Saalbaugarten bei dem Feſthankett ein
rechte Feſtesfreude entwickelte. Eingeleitet wurde de
Feſtakt durch einen Begrüßungsmarſch der Kapelle de
Leibgarde=Regiments Nr. 115, an welchen ſich ein Begri
ßungschor der Geſangvereine Germania und Olympic
Darmſtadt ſchloß, Frl. El. Metz begrüßte den Jubelverei
mit einem Prolog. In ſeiner Feſtanſprache dankte de
erſte Vereinsvorſitzende Gg. Schilling den Prinzipale
und Gründern des Vereins, insbeſondere dem Ehrer
vorſitzenden Herrn Bäckermeiſter Gg. Kraus und Herr
Obermeiſter Gg. Finger, für die Unterſtützung de
Vereinsbeſtrebungen. Der Ehrenvorſitzende gab ſodan
ein Bild von der Gründungszeit und dem Werdegan
des Bäckergehilfenvereins. Sein Hoch galt der Einigke
zwiſchen Meiſter und Gehilfenſchaft. Zahlreiche Graty
lationen und Feſtgeſchenke wurden dem Jubelverei
noch dargebracht. Den Schluß des Feſtbanketts bildete
Muſikvorträge ſſowie Männerchöre der Geſangverein
Lyra und Olympia und eine reich ausgeſtattete Tombol
Ein Jubiläumsfeſtball im großen Saalbauſaale gab de
ſchön verlaufenen Feſte einen würdigen Abſchluß,
* Siegreiche Sänger. Der Geſangverein
Ljede=
kranz Darmſtadt errang auf dem großen nationale
Geſangwettſtreit in Arheilgen unter ſtarker Konkurrer
im Klaſſenſingen in der 2. Stadtklaſſe mit 235 Punkte
den 2. Preis, im Ehrenpreisſingen mit 140 Punkten de
1. Ehrenpreis. Beim Singen um den höchſten Ehren
preis, woran ſich 19 Vereine beteiligten, gelang es der
Verein, den höchſten Ehrenpreis, geſtiftet von Sr. König
Hoheit dem Großherzog, mit 235 Punkten zu erringei
* Der Heſſiſche Odenwaldverein machte an
Sonntag einen großen Ausflug. Es verſammelten ſie
die Mitglieder, ſowie eine Anzahl Gäſte früh morgen
5 Uhr am Oſt=Bahnhof und dann gings in
her=
licher Fahrt bis zur Station Gaimühle, von hie
zu Fuß mit Muſik nach Waldkatzenbach, wo das
Frü=
ſtück eingenommen wurde. Nach einer Stunde Raſt gin
es weiter durch die ſchöne Wolfsſchlucht nach Zwinger
berg am Neckar und weiter nach Eberbach, woſelbſt da
Mittageſſen ſtattfand. Um 4 Uhr erfolgte d
Weiterfahrt per Dampfer durch das ſchöne Neckarthe
nach Heidelberg, wo man um 8 Uhr ankam und nac
einem gemütlichen Beiſammenſein die Rückfahrt na=
Darmſtadt um ½10 Uhr wieder antrat.
— Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſunger
ſtraße 28) wurden im Monat April 610 Bücher
en=
liehen; eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April 218. — G
ſchenke gingen ein: von Frau Geh. Oberforſtrat D
Walther 3 Bände und 5 Jahrgänge Zeitſchriften, vo
Ungenannt 2 Bände. Den gütigen Gebern herzliche
Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von Bücher
und guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zur
„Verein für Verbreitung von Volksbildung” (Mindeſ
beitrag 2 Mark) werden vom Vorſtand des Verein
gerne entgegengenommen. Unentgeltliche Bücherausgab
Dienstag, Donnerstag und Samstag von abends 71
bis 9 Uhr; dort auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pfennig
§ Feſtgenommen. Am zweiten Pfingſtfeiertage ſin
hier feſtgenommen worden ein 17 Jahre altes Dienſt
mädchen aus Fehlheim wegen Diebſtahl und ein
43 Jahre alter Uhrmacher aus Koblenz wegen
Betrug.
M Wolfskehlen, 28. Mai. Die hieſige Sparund
Darlehenskaſſe hatte im abgelaufenen Geſchäfts
jahr einen Kaſſenumſatz von 271191 Mark. Der
Reln=
gewinn beträgt 1070 Mark.
M Trebur, 28. Mai. Die zu unſerer Gemarkung ge
hörende, Nackenheim gegenüberliegende Oberau wurd
von ihrem ſeitherigen Beſitzer, Alexander Hinkel, at
Herrn Wilhelm Lübſen in Oldenburg verkauft, der au
dem 220 Morgen großen, fruchtbaren Obſt= und Wieſen
gelände eine Pferdezuchtſtation in größerer
Aufmachun=
errichten will.
Dieburg, 28. Mai. Der geſtern hier verſammelt
Kreistag des Kreiſes Dieburg hat einſtin
mig die Errichtung eines Kreiswaſſerwerks be
ſchloſſen und zu dieſem Zwecke 30000 Mark für die Vox
arbeiten zur Verfügung geſtellt. Eine dreigliedrig
Kommiſſion wurde ſogleich beauftragt, die nähere
Schritte zu tun, damit das Werk zum Segen des Krei
ſes, insbeſondere der Gemeinden des nördlichen Teils
bald ins Leben treten kann. Eine gute Quelle mit vor
züglichem Waſſer iſt im Gerſprenztale bei Hergershauſer
bereits erbohrt.
M. Langen, 28. Mai. Bei einer Mitgliederzahl von 8
Perſonen hatte die hieſige Spar= und Darlehenskaſſe in
Vorjahre einen Kaſſenumſatz von 1982941 Mark und er
zielte einen Reingewinn von 3197 Mark.
Offenbach, 28. Mai. Am Samstag abend wurde ir
der Karlſtraße der 5jährige Peter Kriegsmann vor
einem Trambahnwagen der Bürgeler Linie erfaß
und zu Boden geworfen. Der Knabe erlitt dabei ſchwer
Schädel= und Unterleibsverletzungen, dener
er im Krankenhaus erlegen iſt. — Am Samstag vor
mittag verſammelten ſich die ausgeſperrten und ſtreiken
Auch eine Rede an das deutſche Volk.
K. Heißt’s doch im „Fauſt”: „Denn eben, wo Begriffe
fehlen, da ſtellt ein Wort zur rechten Zeit ſich ein” Vor 60
und 70 Jahren ſang das deutſche Volk: „Schleswig=Holſtein
meerumſchlungen — — bis ein ſchön’rer Morgen tagt“
und der hat getagt, und den ſchwer geprüften
Elbherzog=
tümern iſt ihr Recht geworden, up ewig ungedeelt, und
auch dem hart geprüften deutſchen Volk begann ein
ſchön=
rer Morgen zu tagen. Und jetzt ſchwärmt und ſingt man
gedankenlos von Elſaß=Lothringen! Wo iſt aber da das
angeſtammte Recht? Als vor Jahrhunderten Frankreich,
leider unter Beihilfe von Mitgliedern edelſter deutſcher
Geſchlechter, die Bistümer Straßburg, Metz, Toul,
Ver=
dun wie Fetzen aus dem Mantel des ſinkenden Deutſchen
Reiches riß, da war der Name Elſaß=Lothringen nur ein
leerer geographiſcher Begriff, gerade ſo wie etwa die
Pieardie, Bretagne oder Franche=Comté, ohne jegliche
politiſche Geltung, ſeitdem die Schöpfer der franzöſiſchen
Zentralgewalt ſie jeder Sonderrechte bergubt hatten.
Wohl aber leſen wir in den Berichten der Zeitgenoſſen
wie noch am Ende des 18. Jahrhunderts zumal die
Be=
wohner der einſt lothringiſchen Bistümer ſich mit zäher
Hartnäckigkeit gegenüber dem Eindringen des
Franzoſen=
tums in ihr Gebiet gewehrt haben. Denn gerade dieſem
Sonder= bezw. Cantönligeiſt haben die Begründer der
einigen und unteilbaren fränkiſchen Republik den Garaus
machen wollen, indem ſie alle hiſtoriſchen Sonderrechte
durch die Departementseinteilung radikal ausrotteten.
Als dann 1870/71 das unter preußiſcher Führung
ge=
einte Deutſchland „mit Donnerhall, wie Schwertgeklirr
und Wogenprall” ſein Eigentum wieder nahm, das ihm
einſt mit Hinterliſt und offener Gewalt entriſſen worden
war, da war das kein Elſaß=Lothringen, ſondern eben
nur ein paar Departements; es fehlte ja auch jetzt noch
Toul, Verdun, Nanzy und Mömpelgard, von deren
geſetz=
licher Zuſammengehörigkeit in dem Eingangs
erwähn=
ten Sinn auch gar keine Rede war. Die Pariſer haben
ihren einſt blutgetränkten Platz, den ſie jetzt Place de la
Concorde nennen, mit einer Anzahl weiblicher
Stand=
bilder geziert, davon ſie einem den Namen Straßburg
gaben. Als ich 1858 einige Monate in Paris mich
auf=
hielt und man ahnungslos der kommenden Dinge von
den ehemals deutſchen Ländern ſprach, da war von einem
Elſaß oder Lothringen nirgends die Rede, man konnte
nur die Departements Haut=Rhin, Bas=Rhin, de la
Meuſe uſw., woher die Pariſer Reſtaurants ihre
deutſchſprechende Aufwärterſchaft bezogen. Die trauernde
Alſace=Lorraine haben ſie erſt nach 71 jenſeits der
Vo=
geſen gleichzeitig mit der Grotte von Lourdes entdeckt.
Es iſt eben ein bedauerlicher Irrtum, daß die guten
Deutſchen gerade ſo, wie ſeinerzeit die Krinoline und den
Humpelrock, auch dieſen neueſten „Artiele de Paris”
un=
beſehen annahmen und gar darin eine Parallele zur
Schleswig=Holſteinfrage gefunden haben wollen. Es
gibt eben und gab nie ein Land Elſaß=Lothringen mit
einem beſonders verbrieften Recht!
Es ſind doch immer nur gewiſſe, ſich abſondernde
Parteibeſtrebungen, die eigentlich in internationalem
Bo=
den wurzeln und ſolche Vorſtellungen gern für ihre
Son=
derzwecke ausnützen. Und gerade im neuen Reichsland
ſind es diejenigen, welche ſich nicht mehr darauf beſinnen
wollen, was ihre Vorfahren einſt gelitten, als die gierig
Macht von Weſten her an dem zerbröckelnden Deutſcher
Reich das Rezept anwandte, was jetzt wieder in Nord
Afrika verſucht wird, in den Zeiten des roi soleil und
unter der Herrſchaft einander ſich ablöſender königliche:
Buhlweiber, bis zu dem Volksbeglücker Eulogius Schnei
der und Genoſſen, die ja auch ſchon ihre Lohredner
fanden,
Wenn es kläglicherweiſe auch welche dort gibt, die
ihren angeſtammten Schwabennamen mit einem e mue
oder einem accent aigu franzöſiſch auffriſieren, tun ſi
es doch nur gerade ſo, wie die Scoulez und Müllers
kofsky, den Polaken zu gefallen. Was macht das, wenn
ſie ins Geſicht der deutſchen Nation offen ihr Bedauern
ausſprechen über das große Unrecht, das die
Allemands lourds ihren Freunden angetan, als ſie ihner
bei Wörth, Spichern, Gravelotte und Sedan alle die
Schläge ausbezahlt haben, welche dieſe umgekehrt jenen
bei ihrem geplanten Spaziergang in Berlin zugedacht
hatten.
Freudig kann es daher nur in jedem deutſchen Her
zen mitklingen, wenn unſer Kaiſer denen, die ſo tapfe
hinter dem vermeintlichen Geſetzzaun hervorbellen, weil
ihnen da Niemand was tun könne, ſtatt des gewohnten
Zuckerbrots endlich einmal die eherne Fauſt gezeigt hat
Landgraf, werde hart!
Einer, der auch einſt nach ſeinen ſchwachen Kräften
mitgeholfen hat und damals den Traum ſeiner
Jugend erfüllt ſah.
n Metallarbeiter des Kreiſes Offenbach, um zu
n Abmachungen mit den Unternehmern Stellung zu
hmen. Die Abſtimmung ergab deren Annahme mit
00 gegen 200 Stimmen. Der volle Betrieb in den in
etracht kommenden Fabriken wird Mittwoch, den 29.
ai, wieder aufgenommen.
Mörfelden, 28. Mai. Der Rangierer Schulmeyer
urde auf dem Bahnhof von einem Rangierzug
berfahren. Schwer verlert wurde ier nglückliche
ich dem Frankfurter Krankenhaus gebracht, wo ihm das
rke Bein und der linke Arm abgenommen werden
ußten.
Raunheim, 28. Mai. Der vor einigen Tagen im
ain bei der Raunheimer Schleuſe geſunkene, mit
ackſteinen beladene Kahn „Donauzille” konnte am
amstag gehoben werden. Die Mainſchiffahrt,
e wegen des geſunkenen Bootes geſperrt war, wurde am
eichen Tage freigegeben und die Schleppzüge und
ampfer, die ſich während der Zeit der Sperrung in
gro=
r Zahl vor und hinter der Unfallſtelle angeſammelt
hat=
i, konnten ihre Fahrten fortſetzen.
Heuſenſtamm, 27. Mai. Geſtern abend ereignete ſich
r ein ſchwerer Unfall. Zurzeit wird die Brücke
er den Bieberbach, die von der Dampfwalze eingedrückt
dir, neu aufgebaut; die Kreisſtraße iſt infolgedeſſen
ge=
errt. Die Fuhrwerke ſowie Automobile müſſen ihren
eg durch das rechtsſeitige Bachbett nehmen. Das
links=
tige iſt für den Fußgängerverkehr hergerichtet. Gegen
un Uhr kam nun gleichzeitig ein Auto von Offenbach
d ein Auto von Rembrücken an der fraglichen Brücke an.
r Führer des von Rembrücken kommenden Autos
rubte, man könne auch links fahren und überfuhr im
ben Augenblick den 10jährigen Sohn Peter des
rtefeuillers Joh. Groh von hier, der unter das Auto
riet und lebensgefährlich verletzt wurde. Er
ißte noch in der Nacht in das Krankenhaus nach
Offen=
ch verbracht werden.
tt. Burg Otzberg, 28. Mai. Man ſchreibt uns: Gegen
0 Damen und Herren wanderten den ſteil aufwärts
hrenden Weg zum Otzberg hinan zur
Hauptverſamm=
ng des „Vereins für Heimatpflege im
reiſe Dieburg‟ Die Erſchienenen wurden von
errn Kreisrat Dr. Wagner aufs herzlichſte begrüßt.
e wies beſonders darauf hin, daß der Verein „
Heimat=
lege” es als ſeine Haupttätigkeit für die Zukunft
er=
hten müſſe, Heimatliebe, Heimatſinn und Heimatfreude
erzeugen durch zahlreiche Exkurſionen unter
ſach=
mäßer Führung. Es gelte, die Heimatpflege in die
atur zu verlegen, ſtatt aufs Papier. Danach betrat
err Pfarrer Schuſter=Hering die mit Tannengrün
zierte Rednertribüne und hielt einen Vortrag über die
Feſchichte des Otzberges und ſeiner Veſte‟ Glänzende
hetorik, reiches Wiſſen in Zeit= und Ortsgeſchichte,
iſſenſchaftliche Durcharbeitung des Stoffes und doch
ieder volkstümliche Form des Vortrages, gewürzt von
rudelndem Humor und luſtigen Anekdoten, feſſelten
rs höchſte Intereſſe auch des letzten Teilnehmers. Der
ortrag bot eine überreiche Fülle lebensvoller Tatſachen
eimatlicher Geſchehniſſe; von allen Seiten wurde der
bhafte Wunſch geäußert, derſelbe möge in unſerer
Ver=
nszeitſchrift „Die Heimat” zum Abdruck gelangen. Nach
ngehender Beſichtigung der erhaltenen Burgteile ging
zum Abſtieg nach dem idylliſch gelegenen „Zipfen”
jer folgte nun ein zweiter inſtruktiver Vortrag des
errn Oberlehrers Dr. Völſing=Groß=Umſtadt über
die Geologie des Otzberges” Auch dieſer Redner
ußte durch ſeine von tiefem Studium zeugenden
Aus=
hrungen, die durch vollendete zeichneriſche Darſtellungen
läutert wurden, nachhaltiges Intereſſe zu erzeugen;
icher Beifall lohnte ſeine hoch zu ſchätzende Arbeit.
Hier=
if erfolgte ein ausführlicher Rechenſchaftsbericht,
ver=
inden mit Rechnungsablage ſeitens des Vereinskaſſiers,
*s Herrn Schulrats Gunderloch=Dieburg. Aus
m Rückblick vom Jahre 1911 ſei bekannt gegeben: Das
eimatblatt erſcheint jetzt in doppeltem Umfang gegen
üher, an Mitgliedern zählt der Verein heute 270. Das
ereinsjahr ſchließt mit einem Ueberſchuß von 25 Mark
Nach Prüfung der Rechnung wird Herrn Schulrat
underloch Decharge, ſowie Dank für ſeine gewiſſenhafte
rbeit ſeitens des Vorſitzenden erteilt. Bedeutungsvolle
nregungen im Sinne unſerer Heimatpflegebeſtrebungen
rben noch die Herren Kreisrat Dr. Wagner, Herr
rofeſſor Dr. Diehl=Dieburg, Herr Baurat
Klump=
ieburg u. a. Von Seiten des Vorſitzenden wurde die
nſchaffung eines Epioſkopes empfohlen. Im Herbſt
II ein gemeinſchaftlicher Ausflug nach Seligenſtadt
nternommen werden. Herr Oberlehrer Malſi=Dieburg
ird den geſchichtlichen Teil und Herr Baurat
Klump=
ieburg den bautechniſchen Teil der Beſichtigung der
iſtoriſch denkwürdigen Stätten Seligenſtadts überneh=
men. Nachdem die Tagesordnung erledigt, gedachte der
Vorſitzende unſeres Landesfürſten, des genialen
Förde=
rers heimatlicher Kunſt. Die Tagung war gleich einem
reichen Born, der ſeine friſchen Quellen ergießt in die
durch Alltagsſtaub faſt vertrockneten Menſchenherzen.
Möge ein recht reges Leben auch im neuen Vereinsjahr
einſetzen und die Mitgliederzahl wiederum verdoppelt
werden, damit die großen Gedanken einer verſtändigen
Heimatpflege in immer weitere Volkskreiſe dringen.
Lindenfels, 27. Mai. Der diesjährige
Pfingſt=
verkehr war hier und an der ganzen Bergſtraße äußerſt
lebhaft. Schon am Samstag waren die Hotels beſetzt
und am erſten Feiertag war in vielen Orten ſelbſt keine
Privatwohnung mehr zu haben. — Die für
Automo=
bile ſo gefährliche Kurve in der Nähe unſeres
Waſſerwerkes wird nun beſeitigt. Bekanntlich
fuh=
ren vor 14 Tagen an dieſer Stelle zwei Automobile
zu=
ſammen.
Mainz, 28. Mai. Eine ſchwere
Meſſerſteche=
rei fand in der Nacht zum Montag auf einem hier am
Rheinufer vor Anker liegenden Schiff zwiſchen
Ma=
troſen ſtatt. Zwei Matroſen wurden durch
Meſſer=
ſtiche in Kopf, Arme, Beine und Leib ſchwer
ver=
letzt. Die Täter wurden verhaftet. — Ein Wirtsſohn
aus der Hinteren Bleiche wurde vorgeſtern plötzlich
irr=
ſinnig. Er warf Flaſchen und Gläſer durchs Fenſter
auf die Straße. Die Sanitätswache brachte den
Irrſin=
nigen ins Spital. — Ein Arbeiter bekam in einer
Wirt=
ſchaft der Schönbornſtraße mit der Wirtin Streitigkeiten.
Plötzlich ergriff er ein Bierglas und ſchlug es der
Wirtsfrau auf den Kopf. Es entſtand eine
der=
artige Verletzung, daß die Frau ins Rochushoſpital
ge=
bracht werden mußte
Mainz=Kaſtel, 28. Mai. Der Flaſchenbierhändler
Weigandt aus Wiesbaden befand ſich am Morgen des
zweiten Pfingſtfeiertages im Hofe einer hieſigen
Bier=
brauerei, um Bier abzuholen. Er zog in dem abſchlüſ
ſigen Hof einen ſchweren Karren beiſeite, wobei er
der=
art zwiſchen den Karren und eine Mauer geriet, daß er
erheblich an Bruſt und Leib gequetſcht wurde.
Die Verletzungen waren derart, daß er kurze Zeit nach
ſeiner Einlieferung ins Krankenhaus ſtarb
Gonſenheim. 28 Mai. Auf dem Güterbahnhof waren
Pfingſtſamstag Arbeiter mit dem Ausladen der
Holz=
maſten für das Elektrizitätsortsnetz beſchäftiat, als durch
einen Zufall der Wagen ins Laufen kam.
Wäh=
rend ſich die anderen Arbeiter in Sicherheit bringen
konn=
ten, kam der Arbeiter Joſeph Wohn unter den Wagen
zu liegen und konnte nur mit ſchweren inneren
Verletzungen befreit werden. Die Sanitätskolonne
legte Notverbände an und brachte den Verletzten in das
Rochushofpital nach Mainz.
(*) Gießen, 27. Mai. Heute abend ſuchte die
Poli=
zei mit ihren Hunden fortgeſetzt die Züge ab. In der
Goetheſtraße iſt nachmittags eine beträchtliche
Geld=
ſumme — man ſpricht von 20000 Mark — geſtohlen
worden. Das Abſuchen des Bahnhofs und der Züge
blieb in dem ſtarken Menſchengedränge erfolglos.
* Bad Nauheim, 28. Mai. Ueber den Kurerfolg
der Kaiſerin verlautet, daß dieſelbe außerordentlich
damit zufrieden ſei. Sie iſt imſtande, große
Spazier=
gänge, ſelbſt über eine Stunde während, ohne jede
Be=
ſchwerde auszuführen. Am Tage ihrer Abreiſe von
Hom=
burg ließ die Kaiſerin ihren Nauheimer Arzt, Profeſſor
Dr. Groedel, nochmals zum Abſchied kommen und konnte
ſich derſelbe bei dieſer Gelegenheit davon
über=
zeugen, daß die erfreulicherweiſe hier erzielte große
Beſſerung im Befinden der Kaiſerin eine nachhaltige iſt.
Schlitz, 28. Mai. Im Jahre 812 weihte Erzbiſchof
Richolf von Mainz die Kirche in Schlitz in Oberheſſen zu
Ehren der hl. Margarete ein. Zur Erinnerung an
die=
ſen Tag ſoll am 20. Sevtember ds Is das
elfhun=
dertjährige Jubiläum des Beſtehens der Kirche
durch die jetzt evangeliſche Kirchengemeinde feſtlich
be=
gangen werden. Bei der Feier dieſes ſeltenen Feſtes
wer=
den vorausſichtlich der Kaiſer und der Großherzog in
Schlitz anweſend ſein.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Mai. Der Kaiſer
empfing geſtern mittag im Neuen Palais Frl. Mathilde
Kirſchner, die Tochter des Oberbürgermeiſters, den
Leib=
arzt Dr. Niedner und den Konſul Chriſtoph, den
General=
direktor der Niskyſchen Barackenfirma. Es handelte ſich
um den Bau eines Erholungsheimes, das der
Kaiſer für mittelloſe Arbeiterkinder Berlins an der
Oſt=
ſeeküſte errichten will. Frl. Kirſchner hat ſich bereit
erklärt, die Leitung der Anſtalt zu übernehmen. Die
Anlage iſt ſo geplant, daß monatlich 150 Kinder Auf=
nahme finden können. Die Einrichtung wird mithin im
ganzen jährlich 700—800 erholungsbedürftigen
Arbeiter=
kindern zugute kommen. — Das neue pommerſche
Jagdſchloß des Kronprinzen ,das Fiſchereigut
„Moritzhof” über deſſen Ankauf durch den Fiskus wir
be=
richteten, liegt zwiſchen dem großen und dem kleinen
Mützelburger See, in der Nähe des Städtchens Neuwarp
(Kreis Ueckermünde). Das Gut umfaßt etwa 900
Mor=
gen, faſt der ganze übrige Teil beſteht aus Wieſen, auf
die die Rehe aus den anliegenden wildreichen Wäldern
hinüberwechſeln. Der kleine Mützelburger See iſt ſehr
reich an Aalen und Zandern, während der große See
we=
gen ſeines zu geringen Kalkgehaltes und niedrigen
Waſ=
ſerſtandes faſt gar keinen Beſtand an brauchbaren Fiſchen
aufweiſt. Das Fiſchereigut „Moritzhof” wurde Ende der
60er Jahre von einem Fiſcher aus Prenzlau für den
Preis von 90000 Mark erworben. Damals ſtand dort
nur ein einfacher Fiſcherkaten. Die folgenden Beſitzer
haben neue Wirtſchaftsgebäude aufgeführt und viel für
das Gut getan. — Auf dem Exerzierplatz am Bahnhof
Eichkamp wurde am Pfingſtſonntag die Heerſchau
der Pfadfinder durch Generalfeldmarſchall Frhr.
von der Goltz abgehalten. Am Montag war Ruhepauſe.
Am Abend verſammelten ſich die Pfadfinder am
Oſtbahn=
hof, von wo im Sonderzug die Fahrt nach Harnekop, dem
Schloſſe des Grafen Häſeler angetreten wurde. Hier
au=
gekommen, bezogen die Pfadfinder in drei Dörfern
Nacht=
quartier — Die Pfingſttage brachten die
gefürch=
teten kalten Tage des Monats Mai. Der Verkehr war
erheblich geringer als in den letzten Jahren. — Ueber den
Flugplatz Johannisthal zoa am Montag gegen 6 Uhr
nachmittags eine ſchwere Regenböe, die ſtarke
Wirbel=
winde brachte Alle in der Luft befindlichen Flieger
ſchritten unverzüglich zur Landung und
brach=
ten ſich und ihre Maſchinen in Sicherheit. — In der
Villa eines bekannten Bildhauers in Werder ereignete
ſich ein Unglücksfall durch Gasvergiftung, der eine
Freundin der Tochter des Künſtlers, ein 16jähriges
Mäd=
chen, zu m Opfer fiel.
Aſchaffenburg, 28. Mai. Der verheiratete
Stations=
gehilfe Chevalier wurde in der vergangenen Nacht auf
dem Hauptbahnhof von einer Rangierabteilung über
fahren und ſtarb kurz darauf im Krankenhaus.
Nürnberg, 28. Mai. Am Samstag vormittag wollte
bei einer Probe für das an den Pfingſttagen ſtattfindende
Preisreiten Frau Klara Kuppenheim, die Gattin
eines Fabrikanten aus Pforzheim, eine Hürde nehmen,
wurde aber von dem Pferde abgeworfen. Das Pferd
blieb an einem Hindernis hängen, fiel auf die Frau und
erdrückte ſie.
Pirmaſens, 27. Mai. In große Aufregung ſind die
hieſigen Hausfrauen verſetzt worden: wenige Tage
vor dem Feſt ſahen ſie ſich gezwungen, in ihren Familien
die vegetariſche Koſt einzuführen, denn — die
Flei=
ſchermeiſter ſtreiken! Sie haben ihre Läden
geſchloſſen, da es ihnen angeblich unmöglich war, unter
den vom Stadtrat erlaſſenen neuen ortspolizeilichen
Vor=
ſchriften weiter zu arbeiten, wenn ſie nicht dem ſicheren
Ruin entgegengehen wollten. Die Innung ſcheint
ent=
ſchloſſen zu ſein, den Kampf mit dem Stadtrat bis zum
äußerſten durchzufechten. Sie richtet nämlich im Verein
mit dem Vorſtand des Bezirksvereins Rheinpfalz und
dem Vorſtand des Deutſchen Fleiſcherverbandes an alle
Fleiſcherinnungen und Fleiſchermeiſſer im Deutſchen
Reiche „die herzliche und dringende Bitte, ihr in der
ſchwierigen Lage ihre Sympathie zu bezeugen und ihr
durch Zuwendung möglichſt reichlicher Geldſpenden das
Ausharren bis zu einer günſtigen Entſcheidung möglich
zu machen” Bearündet wird dieſe Bitte, die in den
Fachblättern veröffentlicht wird, damit, daß die
Metzger=
innung in Pirmaſens den ſchweren Kampf nicht nur für
die eigene Exiſtenz führe, ſondern auch für die Erhaltung
und Selbſtändiakeit des ganzen Fleiſcherhandwerks.
Darum ſei es Pflicht aller deutſchen Fleiſchermeiſter, die
Kollegen in Pirmaſens auf das nachdrücklichſte und
tat=
kräftigſte zu unterſtützen, damit ſie den Kampf zu einem
guten Ende führen könnten. — Man darf neugierig ſein,
wer in dieſem eigenartigen Streit Sieger bleiben wird.
Koblenz. 28. Mai. In der erſten Pfingſtnacht wurde
in einem Wäldchen bei Koblenz=Neuendorf ein Sergeant
des 28. Infanterie=Regiments ermordet
aufgefun=
den. Der Getötete hielt in der einen Hand ein
Taſchen=
meſſer, mit dem er ſich anſcheinend, nachdem ihm das
Seitengewehr entriſſen worden war, verteidigt hat. Es
cheint ſich um eine Schlägerei zu handeln.
Aachen, 28. Mai. Eine Geſellſchaft junger Leute
be=
fuhr in einem Kahn einen Weiher bei Aachen. In ihrem
Uebermut ſchaukelten ſie ſo lange, bis der Kahn um=
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Das Kino
m Dienſte der Kirche. Die Morgenpoſt meldet
us Mailand: Kinematographiſche Vorführungen in
atholiſchen Kirchen zur Illuſtrierung der heiligen
Ge=
chichte und des Katechismus ſind auf Verlangen
katholi=
cher Bildungsgeſellſchaften nunmehr vom Vatikan
ge=
rattet worden. Vom Papſt ſind folgende Vorſchriften
rlaſſen worden. Während der Aufführung iſt das
Sakra=
gent aus der Kirche zu entfernen. Beide Geſchlechter
nüſſen getrennt ſitzen. Die Pfarrer haben für reichliche
Zeleuchtung in den Pauſen zu ſorgen und ſcharfe Aufſicht
u üben. Auch iſt die Erlaubnis des zuſtändigen Biſchofs
ür die Vorführungen erforderlich.
Deutſche Preiſe für einen
Geſangswett=
kreit in Amerika. Deutſche Sängerbünde
umſpan=
ten auch Amerika. 46 deutſche Männerchöre bilden den
tordöſtlichen Verband deutſch=amerikaniſcher
Geſangver=
ine. Sie bereiten einen großen Geſangwettſtreit vor,
der in den Tagen vom 29. Juni bis 4. Juli in
Phila=
delphia ſtattfinden ſoll, wo man damit beſchäftigt iſt
eine Rieſenhalle zu errichten, die über 13300 Plätze
ent=
halten wird, davon 8555 zu ebener Erde und 4746 auf
er=
höhten Rängen, während das Podium 5000 Sängern
Raum bieten ſoll. Die Baukoſten betragen 130000
Dol=
kar, alſo mehr als eine halbe Million Mark. Zahlreiche
Preiſe ſind für den Geſangwettſtreit geſtiftet, darunter
einer vom deutſchen Kaiſer und mehrere von
deutſch=
rmerikaniſchen Großinduſtriellen. Unter den Preiſen
be=
indet ſich auch ein prachtvoller Pokal, den die Firma
Ge=
drüder Stollwerck, Köln und New=York, in der
Gold=
chmiede=Kunſtanſtalt von Gabriel Hermeling herſtellen
jeß und den die Vereine als Wanderpreis behandeln
vollen.
Spielplan der Frankfurter Theater.
L. Opernhaus. Mittwoch, 29. Mai: Einmaliges
Saſtſpiel des Herrn George Baklanoff von der k. u. k
Hofoper in Wien: Rigoletto. Donnerstag, 30.: Carmen.
Freitag, 31., geſchloſſen. Samstag, 1. Juni: Triſtan und
Iſolde, Sonntag, 2.: Der Troubadour. Montag, 3.: Alt=
Wien. Dienstag, 4.: Figaros Hochzeit. — 2. Schau
ſpielhaus. Mittwoch, 29. Mai: Der Kaufmann von
Venedig. Donnerstag, 30.: Cyrano von Bergerac.
Frei=
tag, 31.: 1. Gaſtſpiel von Ernſt von Poſſart: Freund Fritz
Samstag, 1. Juni: Büxl. Sonntag, 2.: 2. Gaſtſpiel Ernſt
von Poſſart: Clavigo; hierauf: Gelehrte Frauen.
Mon=
tag, 3.: Schöne Frauen. Dienstag, 4.: 3. (letztes)
Gaſt=
ſpiel Ernſt von Poſſart: Nathan der Weiſe. — 3. Neues
Theater. Mittwoch, 29. Mai: Das Leutnantsmündel.
Donnerstag, 30. (zum erſten Male, Wiener
Autoren=
abend): Der Kuß, Groteske in einem Akt von L. Huna:
hierauf: Die glücklichſte Zeit, Luſtſpiel in drei Akten von
R. Auernheimer. Freitag, 31.: Das Leutnantsmündel.
Samstag, 1. Juni: Der Kuß; hierauf: Die glücklichſte
Zeit. Sonntag, 2., 3½ Uhr, ermäßigte Preiſe, zum
letz=
ten Male: Das kleine Café. Abends 8 Uhr: Der Kuß;
hierauf: Die glücklichſte Zeit.
Spielplan des Großh. Hof= und
Natio=
naltheaters Mannheim. Mittwoch, 29. Mai:
Madame Butterfly. Donnerstag, 30.: Die Jungfrau von
Orleans. Freitag, 31.: Der fidele Bauer. Samstag,
1. Juni: Pentheſilea; Der zerbrochene Krug. Sonntag
2.: Die Hochzeit des Figaro. Montag, 3.: Kaufmann von
Venedig.
cl. Weimarer Theaterbrief: Der „Urfauſt” au
der Bühne. Aus Weimar, 25. Mai, wird uns
geſchrie=
ben: Zu Ehren der Tagung der Goethe=
Geſell=
ſchaft wurde diesmal im Weimarer Hoftheater
eine Aufführung des „Urfauſt” veranſtaltet. Dieſe
Erſt=
aufführung wird mit einer Wiederholung, die man
in=
folge der Ueberfüllung des Hauſes am Goethetage am
zweiten Pfingſtfeiertage geben wird, vorausſichtlich wohl
auch die einzige bleiben. Es handelt ſich um die erſte,
noch in den Frankfurter Tagen abgefaßte Niederſchrift
des jungen Goethe, wo ihm — als nicht ganz verſtandenes
Ideal — der ſchnelle Szenenwechſel der Shakeſpeare=
Bühne vorgeſchwebt haben mag. Erich Schmidt, der eine
Abſchrift dieſes „impreſſioniſtiſchen” und realiſtiſchen
Fragments entdeckt hatte, bewirkte auch die Aufführung,
die Goethe nicht gewollt hatte vor dem verſammelten
Ilm=Athen und den Goethe=Gäſten. Die Intendanz gab
bekannt, daß dieſes Bruchſtück als „aparte Feſtgabe” für
einen „ausgewählten Kreis von Kennern” dargeboten
werde; gleichſam wie Skizzen großer Maler den „
Ein=
geweihten” intereſſieren, ſo könne es auch einmal eine
Bühnenſkizze tun. Der Vergleich hinkt inſofern, als es
gar keine Bühnenſkizze iſt und nicht ſein ſollte,
höch=
ſtens eine Manuſkriptſkizze, eine Art „Kladde” des
poeti=
ſchen Stoffes und der erſten Eingebung. Goethe hat nicht
zugegeben, daß das 1790 etwas erweiterte „Fragment”
aufgeführt wurde. Wie viel weniger dieſes! Als ein
verhältnismäßig abgeſchloſſenes Ganze hebt ſich von
die=
ſem Rohmaterial nur die „Gretchen=Tragödie” ab.
Die Bühnenwiedergabe des „Urfauſt” iſt ſomit als
ein wenig dankenswertes Experiment hinzunehmen. Die
techniſchen Mittel der in jeder Weiſe gut ausgeſtatteten
Hofbühne retteten die Aufführung, ſo gut es eben gehen
mochte. Allen Goethe=Freunden, Forſchern und „Goethe=
Philologen” insbeſondere, wird aber trotzdem dieſer
merkwürdige Abend in Weimar unvergeßlich bleiben. In
der Darſtellung verſuchte Herr Illiger (Fauſt), ſein
ſchau=
ſpieleriſches Unvermögen nach beſten Kräften zu
ver=
bergen. Als Mephiſto hat man Herrn Dr. Pohl aus
Ber=
lin kommen laſſen, der ſich mit der unvollendeten
Teufels=
geſtalt ſo „vollendet” wie eben möglich abfand. Eine den
meiſten Zuhörern erfreuliche Ueberraſchung bot Fräulein
Pils als Gretchen. Erſcheinung, Ton und Spiel waren
ſehr wirkſam und die Steigerung bis zur Wahnſinnsſzene
künſtleriſch hervorragend. Frau von Springer als „Frau
Marthe Schwertlein” brachte ihre etwas ſtereotypen
Be=
wegungen und Sprechmanierismen ſehr gut zur Wirkung.
Die Szenen im Garten zwiſchen den luſtwandelnden
vieren: Mephiſtopheles und Marthe, Heinrich (oder
Jo=
hannes!) und Margarete gelangten im Sinne
ſhakeſpea=
reſcher Bewegung und Lebensfülle am beſten zur
Dar=
ſtellung.
Zum Andenken an die anmutige, am 22. September
1797 ſo jung verſtorbene Schauſpielerin Chriſtiane
Neumann=Becleur (Goethes Euphroſyne) wurde
im Weimarer Park eine Kopie des früheren Euphroſyne=
Denkmals in unmittelbarer Nähe von Goethes
Garten=
haus aufgeſtellt. Fräulein Eliſabeth Schneider
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Nummer 124.
ſchlug. Ein junger Mann, der einem Mädchen beiſtand,
ertrank mit dieſem.
en, 28. Mai. Geſtern abend nach 9 Uhr wurde
nach Geſthäftsſchluß der Filiale einer Bäckerei in der See=
Vorſtadt auf eine junge Verkäuferin ein
Raubüber=
fall verübt. Das Mädchen hatte bereits den Rolladen
nach der Straße zu heruntergelaſſen, als an der hinteren
verſchloſſenen Tür gepocht wurde. Das Mädchen öffnete
und ein Menſch von etwa 20 Jahren trat ein, der noch
einige Semmeln verlangte. Er machte dann die Türe
hinter ſich zu, während das Mädchen das Verlangte
her=
beiholte. Der Eindringling verſuchte nun, ſich der
Laden=
kaſſe zu bemächtigen. Das Mädchen leiſtete Widerſtand,
worauf ſie von dem Räuber mehrere Schläge über den
Kopf erhielt. Auf ihr Hilfegeſchrei eilten Leute herbei
worauf der Räuber die Flucht ergriff und die Ladenkaſſe
im Stich ließ. Es gelang ihm, zu entkommen. Das
Mädchen iſt ſchwer verletzt.
Plauen i. V., 28. Mai. In der Nähe von Oberpirk
gerieten zwei Automobile Plauener Fabrikanten, die
von Mühltroff kamen, beim Ueberholen an einer ſteilen
Straßenböſchung aneinander. Sie wurden die Böſchung
hinabgeſchleudert. Das eine Automobil
über=
ſchlug ſich vollſtändig. Seine fünf Inſaſſen wurden
herausgeſchleudert und ſchwer verletzt. Eine Perſon iſt
bereits geſtorben.
Hamburg, 26. Mai. Heute nachmittag 2 Uhr ſtürzte
auf der Bille ein an der Billhörner Brückenſtraße
gele=
gener Anlegeponton ein, in dem Augenblick, als ſich
auf ihm etwa 60 Mitglieder eines Geſangvereins, der
einen Ausflug unternehmen wöllte, befanden. Von den
dabei ins Waſſer gefallenen Perſonen iſt, ſoweit bekannt,
eine Frau ertrunken. Noch in den Abendſtunden
war die Feuerwehr mit dem Abſuchen der Bille nach
etwaigen weiteren Leichen beſchäftigt.
Peſt, 27. Mai. Wegen verſchiedener
Ausſchrei=
tungen bei den letzten Demonſtrationen wurden
wei=
tere 43 Perſonen verhaftet. Von der
Staats=
anwaltſchaft iſt gegen 15 Anklage erhoben worden.
Caſtellon de la Plana (Spanien), 28. Mai. Aus
Villar Real wird gemeldet: In einem Kinotheater
iſt ein Brand ausgebrochen, wobei 80 Perſonen
um=
gekommen ſind und viele andere ſchwer verletzt worden
ſeien.
Parkamentariſches.
*X* Darmſtadt 28. Mai. Der vierte
Aus=
ſchuß der Zweiten Kammer wird am Donnerstag,
den 30. Mai, vormittags zu einer Sitzung zuſammentreten
und ſich in erſter Linie mit der Frage der Gültigkeit des
Mandats des Abg. Joutz=Butzbach beſchäftigen. Abg.
Joutz war ſ. Zt von ſeinem früheren Wohnort nach
Frankfurt a. M. verzogen und dorthin gerichtete
Sen=
dungen der Zweiten Kammer waren als unbeſtellbar
zu=
rückgelommen. Zur Beratung ſtehen weiter die Anträge:
Molthan und Gen., betr. Sonntagsruhe der
Eiſen=
bahnbeamten, Singer und Gen., betr. Arbeitsloſe, Dr.
Zuckmeyer und Gen., betr. Vergebung öffentlicher
Ar=
beiten, Ulrich und Gen., betr. Sanitätsbezirke, die
Apotheken als Staatseigentum ꝛc., Grünewald und
Gen, betr, die Gehaltsregulierung der Beamten ꝛc. Auch
die Vorſtellungen der heſſiſchen Bauaſpiranten und des
Verbandes Deutſcher Handlungsgehilfen zu Leipzig
wegen des Fortbildungsſchulzwanges für weibliche
kauf=
männiſche Angeſtellte ſollen zur Beratung kommen.
Der „altuationalliberale Reichsverband‟
In den letzten Wochen ging durch die ganze Preſſe
eine Anzahl von Mitteilungen über die Gründung
eines altnationalliberalen
Reichsver=
bandes die ſo widerſprechend waren, daß wir ſie nur
kurz regiſtriert haben. Heute werden uns über die neue
politiſche Gründung folgende intereſſanten Mitteilungen
gemacht:
Als nach der Reichsfinanzreform die nationalliberale
Partei bei den Nachwahlen eine Reihe von Mandaten
verloren hatte und die Preſſe unausgeſetzt gegen den ſog.
ſchwarz=blauen Block zu Felde zog, womit beſonders der
Sozialdemokratie die Wege für ihre Agitation gebahnt
wurden und ſich der Linksabmarſch der Parkei immer
deutlicher dokumentierte, trat vor etwa 1½ Jahren in
Braunſchweig eine Reihe von Politikern zuſammen, die
ſich zur Aufgabe ſetzten, die Partei wieder auf die
mitt=
lere Linie zurückzuführen, den Linksabmarſch aufzuhalten
unter Wahrung der vollen Selbſtändigkeit nach links
und nach rechts gleichmäßig Fühlung zu nehmen, und in
der Preſſe für eine objektivere Beurteilung der
innerpoli=
tiſchen Verhältniſſe einzutreten.
Die Beſprechung führte zur Bildung eines „
Elferaus=
ſchuſſes” deſſen Tätigkeit ſich zwar nicht vor aller
Oef=
fentlichkeit zeigte, die aber manches Unheil von der Par=
tei ferngehalten hat. Das bekannte Wolffſche Telegramm
nach der Präſidentenwahl, das eine Maſſenflucht aus der
Partei verhinderte, die Vorbereitung zur
Zentralvor=
ſtandsſitzung, in der die bekannten Anträge gegen die
Jungliberalen Annahme fanden, die 30 weißen Zettel,
die gegen Baſſermanns Taktik abgegeben wurden, die
Wahl zum geſchäftsführenden Ausſchuß, ſind
Aeußerun=
gen der zielbewußten, nur von ſachlichen
Geſichtspunk=
ten geleiteten ſtillen Arbeit des „Elferausſchuſſes”
Als auf dem Delegiertentag in Berlin der Abg.
Dr Friedberg im Gegenſatz zu dem Abg. Baſſermann
rückhaltslos die verſchiedene Auffaſſung zwiſchen den
Altnationalliberalen und den Jungliberalen klargelegt,
insbeſondere die Stellung zur Sozialdemokratie als das
entſcheidende Merkmal in den Vordergrund geſtellt hatte,
mußte naturgemäß auch der „Elferausſchuß” der
Braun=
ſchweiger Vereinigung Stellung nehmen, weshalb ſich am
Abend des Delegiertentages eine große Anzahl von
De=
legierten und Parlamentariern im preußiſchen
Abgeord=
netenhaus zuſammenfanden, unter denen ſich auch eine
große Anzahl heſſiſcher Delegierter befand. Die
Aus=
ſprache ergab volle Einmütigkeit der Auffaſſung der Lage
und die Notwendigkeit, ſofort an den Ausbau der
Orga=
niſation in großem Maßſtabe heranzutreten. Es gelang,
den ſeitherigen Generalſekretär der nationalliberalen
Partei, Herrn Fuhrmann, als geſchäftsführendes
Vor=
ſtandsmitglied zu gewinnen, der ſeine Stellung bereits
angetreten hat. Das Bureau des neuen Verbandes
be=
findet ſich vom 1. Juni ab Berlin, Schellingſtr. 4. Im
Laufe des Monats Juni wird die Zuſammenberufung
des größeren Ausſchuſſes ſtattfinden. um die Organiſation
in den einzelnen Landesteilen in die Hand zu nehmen.
Die Richtlinien, die ſich der Verband gegeben, ſind
unge=
fähr auch diejenigen, die der heſſiſche
Nationalliberalis=
mus ſeit Jahren befolgt hat, und die nur von einigen
kleinen Gruppen nicht gebilligt werden dürften. Es ſteht
deshalb zu erwarten, daß ſich auch in Heſſen ganze
Wahlkreiſe dem neuen Verband anſchließen werden. und
daß dadurch mancher, der mit der Taktik Baſſermanns
nicht einverſtanden iſt, ſich der Reichspartei zuwenden
wollte, der nationalliberalen Parei erhalten bleibt.
Odenwald=Klub.
* Man ſchreibt uns: Die Ortsgruppe Darmſtadt
ver=
fügt trotz ihrer numeriſchen Stärke leider immer noch
nicht über die zur weiteſtgehenden Förderung ihrer
idea=
len Beſtrebungen erforderliche Anzahl von Mitgliedern.
Sie wendet ſich daher mit folgendem Werbeſchreiben an
die Oeffentlichkeit:
„Wenn ſich Wald und Fluren mit jungem Grün
ſchmücken und in den Wieſengründen die erſten Blumen
blühen, dann erwacht neue Wanderluſt. Die milden
Strahlen der Frühlingsſonne bringen Groß und Klein
auf die Beine. Tauſende durchziehen wieder unſer
Klub=
gebiet, den herrlichen Odenwald. Sie laſſen ſich von den
Wegbezeichnungen des Odenwaldklubs über Berg und
Tal, vorbei an munteren Bächlein durch zaubervolle Pfade
zur freien Halde führen. Ausſichtstürme bieten den
Wanderern prächtige Fernſichten. Ungehindert gleitet der
Blick von hier aus weithin über die Gipfel der
heimat=
lichen Berge, herab zu lieblichen Tälern und anmutigen
Dörfern.
Es hat einer langjährigen und großen Arbeit des
Odenwaldklubs bedurft, erhebliche Mittel mußten
aufge=
wendet werden, bis das Klubgebiet ſo dem Verkehr
er=
ſchloſſen war, wie dies heute der Fall iſt. Wegweiſer=
Anlagen aller Art, die Farbenmarkierungen,
Ausſichts=
türme, Schutzhütten, Ruheplätze uſw. zeugen von einer
er=
folgreichen, hervorragend gemeinnützigen Tätigkeit, die ſich
aber nicht allein auf die Schaffung von Vorausſetzungen
für ein genußreiches Wandern beſchränkt.
Die einzelnen Ortsgruppen des Odenwaldklubs
ver=
anſtalten für ihre Mitglieder regelmäßig Wanderungen,
im Winter auch Vortragsabende, die ſich großer
Beliebt=
heit erfreuen. Beſondere Fürſorge widmet der Klub den
Jugendwanderungen. Durch bewährte Führer läßt er
alljährlich tauſende von Schülern und Schülerinnen
höhe=
rer Lehranſtalten und der Volksſchule rechtes Wandern
lehren und hilft ſo mit ein geſundes Geſchlecht bilden, das
ſeine Heimat kennt und liebt.
Vieles iſt erreicht. Unter den deutſchen
Wanderver=
einen ſteht der Odenwaldklub mit an erſter Stelle. Von
der allgemeinen Achtung, die er genießt, von ſeinem
idea=
len Streben und der Herz und Gemüt erfriſchenden
Ge=
ſelligkeit ſeiner Mitglieder gab erſt wieder das letzte
Deko=
rierungsfeſt unſerer Ortsgruppe Kunde. Es iſt das
unbe=
ſtrittene Verdienſt des Klubs, die Schönheiten des
Oden=
waldes allgemein zugänglich gemacht zu haben. Der
immer mehr ſich ſteigernde Verkehr hat für Stadt und Land
materielle und ideelle Vorteile gebracht. Nicht zuletzt auf
heimatspolitiſchem Gebiete kann der Klub reiche Erfolge
verzeichnen. Aber noch iſt nicht alles getan, noch harrt
manche Aufgabe der Löſung. Die beſtehenden
Einrich=
tungen und Anlagen des Klubs müſſen unterhalten,
ver=
beſſert und vermehrt werden. Die Jugendwanderungen
ſind ſtets tatkräftig zu fördern. Das alles erfordert
natürlich ſo erhebliche Mittel, daß wir auf die
Unterſtütz=
ung der weiteſten Kreiſe angewieſen ſind.”
Es ergeht dann an Alle, die Intereſſe für die Sache
des Odenwaldklubs haben, die von ſeinen Einrichtungen
Gebrauch machen, das Erſuchen, der hieſigen Ortsgruppe
beizutreten. Der Jahresbeitrag beträgt nur 3 Mark
(2 Mark für die Ortsgruppe und 1 Mark für den
Geſamt=
klub). Möchten ſich recht Viele alsbald entſchließen, dem
Erſuchen zu entſprechen. Sie helfen dadurch Beſtrebungen
fördern, die friſche und fröhliche Wanderluſt bei Jung und
Alt beleben, zum Wohle der Allgemeinheit, im Dienſte der
Heimat.
Kongreſſe und Verbandstage.
Deutſcher Lehrertag.
— Berlin, 27. Mai. Unter Beteiligung von übe
8000 Lehrern aus allen Teilen des Reiches ſowie aus der
Auslande begannen heute in der Reichshauptſtadt d
Verhandlungen der diesjährigen deutſchen Lehrer
verſammlung, die vom Allgemeinen Deutſchen Lel
rerverein mit dem Sitz in Berlin veranſtaltet iſt. All
zwei Jahre treten bekanntlich die Vertreter der größte
Lehrervereinigung der Welt, als die ſich der Deutſch
Lehrerverein darſtellt, zu wichtigen und bedeutſamen Ver
handlungen und Kundgebungen zuſammen. Neben de
Reichsregierung ſind auch Vertreter der preußiſche
Staatsregierung zu den Beratungen erſchienen. Ferne
haben verſchiedene andere Bundesſtaaten offizielle Del
gierte entſandt und ebenſo eine große Anzahl deutſche
Kommunalverwaltungen. Sehr ſtark iſt die Beteiligun
aus Süddeutſchland, vor allem aus Bayern,
Württen=
berg und Baden ferner hat auch das Königreich Sachſel
zahlreiche Delegierte entſandt. Aus dem Ausland ſir
Vertreter der Lehrerſchaft Englands, Schwedens, Be
giens, Japans, Rußlands und vor allem aus Deutſc
Oeſterreich erſchienen.
Den Verhandlungen ging die Eröffnung ein
Schulausſtellung vorauf, die im preußiſchen Al
geordnetenhauſe untergebracht iſt und ein überſichtliche
Bild bietet über die Fragen der Schulhygiene, der He
matkunde und des Werkunterrichts Am heutigen Nac
mittag traten die vereinigten deutſchen Prüfung
ausſchüſſe für Jugendſchriften zu ihrer
die=
jährigen Hauptverſammlung zuſammen. Die
Ausſchüf=
wurden im Jahre 1892 auf dem Deutſchen Lehrertag
Halle auf Veranlaſſung des ſchon ſeit 1887 beſtehende
Ausſchuſſes von Berlin gegründet und umfaßt derzeit 1.
Ausſchüſſe. Die Verſammlung beſchäftigte ſich heute z
nächſt mit dem Thema „Volksbibliotheken un
Jugendliteratur‟ Der Referent, Lehrer Na
mann=Meißen hatte hierzu Leitſätze aufgeſtellt, in dene
er ausführte, daß die Jugendabteilung von der
Meh=
zahl der Bibliotheken in den allerbeſcheidenſten Grenze
ausgebaut iſt. Am auffälligſten trete das Elend unſer=
Jugendliteratur in den Bücherbeſtänden der Bibliotheke
zu Tage. Faſt überall ſeien die Bücher der
Jugendabte=
lung ſowohl nach dem äußeren Zuſtand wie nach der
inneren Gehalt minderwertig. Als Urſache dieſer Z1
ſtände glaubt der Referent zunächſt den Umſtand bezeich
nen zu dürfen, daß die meiſten Verwaltungsbeſören
den hohen Bildungswert eines guten Buches
nichter=
kannt haben; darum ſtatten ſie ihre Bibliotheken
mit=
zureichenden Mitteln aus. In größeren
Bibliotſelel=
mit reichen Mitteln und literariſch gebildeten Bibliothe
karen wird die Jugendabteilung oft nebenſächlich
behar=
delt. Der Referent ſtellte dann Grundſätze für die Eit
richtung und Verwaltung von Jugendabteilungen in de=
Bibliotheken auf. Die Volksbibliotheken ſeien zum Zwe= Errichtung von Jugendabteilungen von den Verwa
tungsbehörden mit ausreichenden Mitteln auszuſtatte
Die Bücherauswahl habe in erſter Linie nach literariſch
Geſichtspunkten zu erfolgen. — An zweiter Stelle beſche
tigte ſich die Hauptverſammlung mit dem Then
„Literariſche Erziehung und Arbeits
ſchule‟ Der Referent Rüttgers=Düſſeldorf er
pfahl hier die Leiſätze, die von der Ortsgruppe Leipz
aufgeſtellt waren. Darin wird ausgeführt: Die liter
riſche Erziehung in der Arbeitsſchule iſt ein Proble
deſſen fortſchreitende= Verwirklichung mit der
Erforſchu=
des kindlichen Sprachlebens aufs inniaſte zuſamme
hänat. Das Ziel aller ſprachlichen Betätigung im Sin
der literariſchen Erziehung iſt pſychiſche Sprachaneignur
alſo ſprachliches Schaffen und Geſtalten aus innerer A
ſchanung heraus. Der Aufſatzunterricht muß das Ki
anleiten. aus eigenem Schauen und Empfinden hera
zu geſtalten, um zu eigenem Stil zu gelangen. Der Le
Me
vom Hamburger Schauſpielhaus (früher am hieſigen
Hof=
theater) ſprach zur Feier der Enthüllung eine Dichtung
Ernſt von Wildenbruchs, auf deſſen Wunſch das Denkmal
wieder Aufſtellung gefunden hat.
D. Sir Julius Wernher. Von in Darmſtadt
wohnenden Verwandten des Sir Julius Wernher
wird uns mitgeteilt: Der Vater Sir Julius
Wern=
hers war nicht General, ſondern ſeines Zeichens
In=
genieur. Er kam in den 40er Jahren in die
Maſchinen=
fabrik des Münzrats Rößler hier und wohnte in der zur
Fabrik gehörigen Wohnung, der ſog. „Schmelz” am
Maintor, einem alten bekannten Darmſtädter Gebäude,
das heute nicht mehr exiſtiert. Dort wurde Sir Julius
Wernher geboren. Sein Vater baute ſpäter die
Taunus=
bahn, wurde Direktor derſelben und dann
Baudirek=
tor der Heſſiſchen Ludwigsbahn, in welcher
Stellung er die Ruhr-Siegburg=Bahn von Limburg
nach Weſtfalen baute. Er iſt in ſeinem Fach ein
hoch=
geachteter und bedeutender Mann geweſen.
C.K. Die neueſten Sonnenſchirme. Die kegelförmige
Geſtalt des Sonnenſchirms, die ſo lange als die einzig
mögliche galt, iſt in den letzten Jahren mehr und mehr
aufgegeben worden; in dieſem Sommer aber ſind an die
Stelle dieſer klaſſiſchen Form Geſtaltungen von ſo
merk=
würdigem Ausſehen getreten, daß ſie bald unſer
Straßen=
bild verändern werden. Die beliebteſte und erfolgreichſte
der neuen Formen hat das Ausſehen einer Glockenblume.
Der Schirm beſteht aus zwei deutlich geſonderten Teilen,
einer flachgerundeten Kuppel und einem Vieleck, das aus
zahlreichen, ſenkrecht heruntergehenden Stäben gebildet
wird. Die beiden Teile beſtehen bisweilen aus dem
glei=
chen Material in gleicher Farbe; viel häufiger aber iſt
der breite, eckige Rand aus einem zu dem flachen Dach
kontraſtierenden Stoff gearbeitet und reich mit Spitzen
und Volants verziert. Neben dieſer Glockenblumen=Form
gibt es Schirme, die die Form eines Rechtecks oder eines
Quadrats haben; der Hauptakzent liegt ſtets auf der rei=
chen Dekorierung des „Randes” der nunmehr den
wich=
tigſten Teil des Schirmes bildet. Recht wunderlich
wir=
ken die ganz flachen japaniſchen Schirme, denen ſich
exo=
tiſche Modelle in der Art perſiſcher Schirmformen
zuge=
ſellen Die letzte Neuheit iſt ein Schirm, der aus einer
Kuppel und einem viereckigen Unterteil beſteht.
Dieſe mathematiſch reine Form unterliegt jedoch
wieder mannigfachen Varianten, ſo daß man bei ſolchen
wunderlich aus Kurven und Ecken zuſammengeſetzten
Ge=
bilden, die über dem Haupt der ſchönen Trägerin
ſchwan=
ken, unwillkürlich an jene merkwürdigen Dachformen
den=
ken muß, die manchmal ſo verdreht und kraus auf alten
Bauernhäuſern ſitzen
* Oeffentlicher Ausbruch eines „ſchweren Jungen”
Eine ergötzliche Aufnahme für den „Kientopp” fand, wie
wir in der Voſſiſchen Zeitung leſen, in Berlin, und zwar
in dem alten, dem Untergange geweihten Krögel ſtatt,
einer ſchmalen, dunklen Gaſſe, die vom Molkenmarkt nach
dem Spreeufer zu läuft. An der Weſtſeite zieht ſich das
alte Unterſuchungs= und Strafgefängnis hin. Dieſer alte
Bau wurde nun zur Zielſcheibe der Aufnahme gemacht,
aber man begnügte ſich nicht mit dem Gebäude ſelbſt, in
draſtiſcher Weiſe wurde vielmehr der Ausbruch eines
„ſchweren Jungen” aus einer der früheren
Verbrecher=
zellen, die am Ende der alten Straßen, unweit der Spree,
liegen, gemimt. Ein junger Mann, mit glattraſiertem
Geſicht, hatte ſich dementſprechend koſtümiert, indem er
einen Gefängnisanzug mit Knüpftuch angelegt hatte. Drei
von den Eiſenſtäben, die ſich vor dem Zellenfenſter
ent=
lang ziehen, waren vorher durchſchnitten worden, und
durch die ſo entſtandene Oeffnung ließ ſich der „ſchwere
Junge” ſeelenvergnügt zum großen Jubel der unten
ſtehen=
den Zuſchauermenge an einem Seil herunter. Gegen
die=
ſen verwegenen Ausbruch hatte merkwürdigerweiſe das
ganz in der Nähe am Molkenmarkt 1 befindliche neue
Polizeibezirksamt Berlin=Mitte nichts einzuwenden.
Eine Pfingſtfahrt im Auto.
Wer zu Fuß die Welt durchwandert und es verſte
in Feld und Wald zu ſchauen, der ſchwört darauf, d
nur er imſtande iſt, die Natur wahrhaft und erſchöpfe
zu genießen. Ihm offenbart ſie in tauſend Einzelheit
eine Fülle ihrer unendlichen Kleinmalerei in Blume u
Halm und Baum und Strauch und bringt ihm nach ſtr.
denlanger Wanderung auch wohl durch einen Anbl
gigantiſcher Berge oder weiter Täler ihre Erhabenh
zum Bewußtſein. Umfangreicher und wechſelvoller, al
weniger detailliert, ſind die Bilder, die deß Auge
bieten, der auf flinkem Stahlroß durch die Fluren ro
und wieder anders genießt die Natur, wer Wagen u
Pferd zur Verfügung hat. Wer von all dieſen hätte ni
ſchon, halb neidvoll, halb mitleidig, Zweifel geäuße
daß die Inſaſſen ſauſender Autos überhaupt etwas
nießen von der Natur, die ſie kilometerfreſſend dur
fliegen. Wir ſind oft gar ſchnell bei der Hand mit e
fälligem Urteil. Unſer Kleingeiſt lernt ſchwer Halt
machen, wo menſchliche Kritik eitel Selbſterhebung blei
Der unverſiegbare Urborn aller Schönheit, die die Nat
dem Menſchen ſchenkt, bietet ſo unendlich, ſo unerſchöt
lich viel, und ſeine Gaben ſind ſo vielgeſtalten u
wechſelvoll, daß ſie immer und immer wieder überwäl
gend dem offenen Auges Schauenden in Bann ſchlä
Mag er wandern oder fahren, mag er im Auto ſauf
oder — fliegen, unſer herrlicher deutſcher Frühling bie
jedem von ſeinen Reizen in verſchwenderiſcher Fülle.
Zwei Tage, die uns ein herrliches Stück der der
ſchen Heimat erſchloſſen, liegen hinter uns. Die Fal
durch ein Stück heſſiſchen Odenwaldes, durch Baden u.
Bayern und durch die geſegneten Gefilde des lieblich
Schwabenlandes bot uns Bilder von berauſchend
Schönheit. Ueppiges Sprießen und Blühen von zat
ſtem Farbenreiz, wie ihn nur der Süden vermuten lät
Nummer 124.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Seite 5.
unterricht ſoll nicht Hilfsdienſte zur Vermittelung von
Wiſſen und Moral leiſten, ſondern ſich in den Dienſt der
Sprachkultur ſtellen. Dieſes Ziel erfordert, daß nur
Stoffe von künſtleriſcher Qualität ,nicht Tendenzſtücke, an
das Kind herangebracht werden, insbeſondere Stoffe
der Volksliteratur Aehnliche Theſen hatte die
Orts=
gruppe Berlin aufgeſtellt.
Die Freie Vereinigung für
philoſo=
shiſche Pädagogik hielt unter dem Vorſitz des
Oberlehrers Steglich=Dresden ihre 11. Tagung ab.
Direk=
or Ruthe=Berlin ſprach über „Die Frage der
Arbeits=
chule vom Standpunkt der Erziehungsphiloſophie” aus.
Außerdem trat heute unter dem Vorſitz des Rektors Dr.
Bünther=Berlin eine Verſammlung des Vereins zur
Förderung der Schulſtatiſtik zuſammen, in
der der Direktor des Statiſtiſchen Amtes Berlin, Prof.
Dr. Silbergleit, einen Vortrag über die „Wiſſenſchaftlichen
Frundlagen vereinsſtatiſtiſcherArbeiten” hielt. Ferner
ſpra=
hen Lehrer Goldhahn der Vorſitzende der Comenius=
Stif=
ung in Leipzig, über „Grundſätzliches zur Statiſtik des
Schulaufwandes” In einer geſchloſſenen Sitzung der
Vertreter der Schulpolitiſchen Vereinigung
prach der Vorſitzende der Vereinigung für Schulpolitik
n Breslau, Ertel, über „Aufgaben und Arbeitsgebiete
der Vereinigung für Schulpolitik”.
Am Nachmittag traten die Delegierten des Deutſchen
Lehrervereins zu einer geſchloſſenen
Vertreterverſamm=
ung im Lehrervereinshaus zuſammen; außerdem tagten
der Deutſche Verein für Naturkunde und der Verband
Deutſcher Schulgeographen.
Den Höhepunkt des heutigen Tages erreichte der
Deutſche Lehrertag mit dem Begrüßungsabend im Zirkus
Schumann.
* Berlin, 28. Mai. Die deutſche
Lehrer=
verſammlung wurde heute vormittag im Zirkus
Schumann von dem erſten Vorſitzenden Lehrer Roel=
Ber=
lin mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiſer eröffnet.
Es wurde beſchloſſen, dem Kaiſer ein
Huldigungstele=
gramm zu ſenden. Darauf wurde Oberlehrer Schubert=
Augsburg zum zweiten, Lehrer Herter=Berlin zum
drit=
ten Vorſitzenden gewählt. Kultusminiſtier
v. Trott zu Solz begrüßte darauf die Verſammlung
im Namen der preußiſchen Regierung und der
Reichs=
behörden. In ſeiner Rede ſagte er u. a., was
Deutſch=
land, ſpeziell Preußen für die Volksſchule getan habe,
lehre die Geſchichte. Man habe Preußen das klaſſiſche
Land der Volksſchule genannt; es habe auch ſein
möglich=
ſtes getan, um ſich dieſen Rang zu erhalten. Freilich
gin=
gen auch innerhalb der Lehrerſchaft über das, was dem
Wohle der Volksſchulen entſpreche, die Meinungen
aus=
einander. Wenn es auch unvermeidlich ſei, daß die
Leh=
rer in den poitiſchen Kampf gezogen würden, dürfte doch
die Schule nicht davon berührt werden. Sie müſſe frei
bleiben von jeder Politik. Die Lehrer hätten die
Auf=
gabe, die ihnen anvertrauten Kinder zu gebildeten,
vater=
landsliebenden Kindern zu erziehen. Sodann begrüßte
Bürgermeiſter Reicke die Verſammlung im Namen der
Stadt, Lehrer Herter=Berlin im Namen der Berliner
Leh=
rerſchaft, darauf ſprach Weber=München über die
Ar=
beitsſchule,
* Frankfurt a. M, 28. Mai. Heute vormittag 9½
Uhr wurde der 16. Deutſche Neuphilologentag
durch Direktor Dörr in der Aula der Akademie eröffnet.
Nach Begrüßungsanſprachen ſeitens des Rektors der
Akademie und der Vertreter der ſtädtiſchen und ſtaatlichen
Behörden begannen die Vorträge. Herr Sadler aus
Leeds ſprach über das Thema: „Was England der
deut=
ſchen Erziehung verdankt”. Herr Brunot aus Paris und
Profeſſor Morf aus Berlin hielten ebenfalls Vorträge.
Hierauf fand die Begrüßung durch die ſtädtiſchen
Behör=
den im Römer ſtatt.
* Eisleben 27. Mai. Am 25., 26. und 27. Mai
keierte der Deutſche Stenotachygraphen=
Ver=
band in Eisleben unter Beteiligung der Behörden und
von etwa 200 Abgeordneten aus allen Teilen
Deutſch=
lands, ſowie durch zahlreiche Glückwunſchtelegramme
be=
grüßt, ſein und des gaſtgebenden Vereins ſilbernes
Grün=
dungsfeſt. Aus den Beſchlüſſen ſei hervorgehoben:
Ein=
ſtimmige Wahl des Reichs= und Landtagsabgeordneten Dr.
Thoma, deſſen Name auch aus den von ihm geſtellten
Ver=
mittlungsanträgen des 23er Ausſchuſſes zur
Herbeiführ=
ung eines Einheitsſyſtems in Erinnerung iſt, zum
Ehren=
vorſitzenden, ſowie Gründung einer eigenen Kanzlei mit
beſoldeter Hilfskraft in Berlin. Vorſitzender wurde
Land=
gerichts=Oberſekretär Amey=Stendal, Vorſitzender der
Prüfungskommiſſion blieb Redakteur Bratengeyer,
Schriftleiter des Verbandsblattes Hoffmann=
Wies=
aden. Die Mitgliederzahl des Verbandes befindet ſich in
ſtark aufſteigender Linie. Namentlich im letzten Halbjahr
haben ſich ihm an 60 neue Vereine und Unterverbände
an=
geſchloſſen.
Sport.
* Darmſtädter Radrennen. Die am
Sonn=
tag, den 2. Juni vom Velociped=Klub
Darm=
ſtadt angeſetzten Rennen haben eine vorzügliche
Be=
ſetzung erfahren. Im Preis Straßburg-Darmſtadt”
einem Dauerrennen mit Motorſchrittmachern treffen ſich
Roſenlöcher=Dresden, Wißmann=Dortmund und Thiele=
Erfurt, von denen beſonders die zwei Erſtgenannten
intereſſieren. Denn beide haben bereits verſchiedentlich
über die beſten deutſchen Dauerfahrer geſiegt und zählen zu
den erfolgreichſten Rennfahrern der letzten Saiſon. Auch
Thiele=Erfurt wird in Sportskreiſen günſtig beurteilt,
ſo=
daß der Kampf dieſes Trios am Sonntag recht heiß
wer=
den dürfte. Die Berufsfahrer=Flieger=Rennen erfreuen ſich
ebenfalls guter Beſetzung. Es ſtarten in den
verſchiede=
nen Rennen u. a. der Weltmeiſter Otto Meyer, der
Welt=
rekordmann Jul. Bettinger, die Hamburger Heinemann
und Radlein, die Kölner Chr. Müller, Buntenbroich,
Aſchoff, Sonntag u. a. der Züricher Kradolfer, ferner
Frings=Aachen, Brehmer=Hannover, ſowie die ſämtlichen
Mainzer, Frankfurter und Darmſtädter Berufsfahrer.
Unter Hinzurechnung der an der Fernfahrt Straßburg-
Kolmar-Darmſtadt beteiligten Fahrer, von denen die
beſten beſondere Rennen auf der Rennbahn beſtreiten,
findet ſich am Sonntag eine auserleſene Rennmannſchaft
hier ein. Die Eintrittspreiſe zum Rennen hat der
Velo=
ciped=Klub trotz der großen Ausgaben nicht erhöht,
ſo=
daß ihn hoffentlich ein guter Beſuch für ſein Beſtreben,
gute Rennen zu bieten, entſchädigt.
Luftfahrt.
sr. Berliner Frühjahrs=Flugwoche. Die
beiden Pfingſtfeiertage brachten den dritten und vierten
Tag der Frühjahrsflugwoche, von denen am Pfingſt=
Sonntag wegen des ſtürmiſchen Wetters nur von
Abramovitſch Flüge ausgeführt wurden, der durch drei
Aufſtiege die drei Frühpreiſe von 500, 300 und 200 Mk.
gewann. Am Pfingſtmontag ſah die Witterung
an=
fangs ebenfalls ſehr ungünſtig aus und die Beteiligung
der Flieger war anfangs ſehr ſchwach, bis dann gegen
7 Uhr zeitweiſe ſieben und acht Apparate in der Luft
waren. Die Frühpreiſe erhielten Steffler (1. Prris),
Mohs (2. Preis) und Abramovitſch (3. Preis). Im
übrigen wurden nur kleinere Flüge ausgeführt, von
denen allerdings ein Höhenflug von ca. 1000 Metern
von Abramovitſch bemerkenswert iſt. Es ſtarteten im
ganzen 10 Flieger. Der am Samstag verunglückte
Fokker, deſſen Paſſagier Leutnant Schlichting (2.
Eiſen=
bahn=Regiment) den Tod fand, hatte nur eine leichte
Gehirnerſchütterung erlitten und war am Pfingſtmontag
ſchon wieder auf dem Flugplatz.
Handel und Verkehr.
— Patentanmeldungen: L. 33 572.
Sicher=
heitsvorrichtung an Eiſenbahnfahrzeugen zur
Verhin=
derung des Ueberfahrens von Streckenſignalen. Peter
Leber Griesheim b. Darmſtadt. —
Patent=
erteilungen: 247820. Aetze für Flachdruckformen
aus Metall unter Verwendung komplexer und
oxi=
dierender Salze. Dr. Otto C. Strecker, Eberſtadt, Kr.
Darmſtadt. — 247990. Verfahreu zur Darſtellung eines
therapeutiſch wertvollen Derivates des
Hexamethylen=
tetramins. Fa. E. Merck u. Dr. W. Eichholz,
Viktoria=
ſtraße 50½ , Darmſtadt. — Gebrauchsmuſter=
Eintragungen: 508904. Reguliervorrichtung für
Prognathie. Hans Muhn, Darmſtadt, Kahlertſtr. 25. —
507 672. Bolzen mit Hülſen für natürliches Haarwellen
(Ondulation) und andere verwandte Zwecke. Philipp
Wallhäuſer, Darmſtadt, Wilhelminenſtr. 10.
Hochwaſſer in Ungarn.
* Peſt, 28. Mai. Aus vielen Ortſchaften werden
Hochwaſſerſchäden gemeldet. Der Wallfahrtsort
Mariaradna iſt überſchwemmt. Im Arader Komitat ſind
mehrere Häuſer eingeſtürzt. In Szilagyſoukyo, Szaſz=
Regen und Maros=Vaſarhely in Siebenbürgen
ver=
urſacht das Hochwaſſer einen Schaden von
Millio=
nen. Mehrere Brücken der Maros ſind fortgeſchwemmt
und der Bahndamm beſchädigt. Der Verkehr iſt an
vielen Stellen unterbrochen. Es laufen weiter zahlreiche
Meldungen ein, daß Häuſer eingeſtürzt ſind. Auch
Men=
ſchen ſind den Fluten zum Opfer gefallen.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
Die Ausweiſung der Italiener.
* Rom, 26. Mai. Die Agenzia Stefani meldet: In
Brindiſi und Neapel treffen fortwährend
ausgewie=
ſene Italiener ein, und in Ancona und Venedig
werden weitere Schiffe erwartet. Die Ausgewieſenen
kamen, von ſämtlichen Habſeligkeiten entblößt, an, da ſie
vor ihrer Abreiſe vollſtändig ausgeplündert worden ſind.
Einige von ihnen mußten unter Androhung von
Gefäng=
nis den türkiſchen Beamten ihre letzten Erſparniſſe
aus=
liefern, die ihnen unter dem Vorwand abgenommen
wur=
den, es müßten der türkiſchen Regierung die Steuern für
ein Jahr im voraus bezahlt werden. (2) Die
italie=
niſche Regierung gewährt den Ausgewieſenen jede
Unter=
ſtützung; von allen Seiten, von Privatperſonen und
öffentlichen Anſtalten werden ihr Geldmittel und
Arbeits=
gelegenheit für die Ausgewieſenen angeboten. Die
ita=
lieniſche Bevölkerung, die bei der Ausſchiffung der G
fangenen Gefühle des Erbarmens und des Mitleids
äußerte, iſt durch den Anblick des Elends der
Ausgewie=
ſenen erbittert.
Die Blätter widmen der Ausweiſung der
Italiener aus der Türkei lange Berichte und
er=
zählen zahlreiche Grauſamkeiten, die die Türken bei
der Ausweiſung begangen haben ſollen, Corriere
d’Ita=
lia behauptet, die Türkei verletze durch die Ausweiſung
die Kapitulationen, nach denen alle in der Türkei
leben=
den Fremden dem gemeinen Recht unterſtänden, und weiſt
darauf hin, daß alle Staaten an der Aufrechterhaltung
der Kapitulationen das größte Intereſſe haben. —
Tri=
buna fordert die Regierung auf, energiſcher gegen den
Feind vorzugehen, bisher habe Italien der beſonderen
Lage der Türkei Rechnung getragen und alle mögliche
Rückſicht geübt Aber dieſe Art der Politik werde
ſchwie=
rig, da die Türkei Italiens Langmut für Schwäche halte.
Es ſtehe jetzt nur noch ein Weg offen, um den törichten
und anmaßenden Feind zur Vernunft zu bringen.
* Konſtantinopel, 28 Mai. Die im Ausland
verbreiteten Gerüchte über die
Beläſtigungausge=
wieſener Italiener ſind falſch. Bisher ſind
über=
haupt nur wenige Italiener abgereiſt. Lediglich in
Smyrna verlangten die Behörden, wie verlautet, von
we=
nigen Italienern die Zahlung einer Gewerbeſteuer.
Beſchießung eines franzöſiſchen
Damp=
fers durch die Türken.
* Rom, 26. Mai. Giornale d’Italia meldet aus
Neapel: Der Dampfer „Caucaſe” der Meſſageries
Maritimes iſt heute morgen hier angekommen. Der
Ka=
pitän des Schiffes berichtete, daß die Offiziere des
Ha=
fens von Smyrna, nicht zufrieden, den Dampfer
„Texas” in Grund gebohrt zu haben, fortführen, die
Schiffe der neutralen Nationen zu
beſchie=
ßen. Er erzählt: Die „Caucaſe” hatte ſoeben mit 60
ausgewieſenen Italienern an Bord, einem Lotſenſchiffe
folgend den Hafen von Smyrna verlaſſen, als plötzlich
das kleine Fort beim Leuchtturm zwei Schüſſe abfeuerte.
Ich ließ ſofort die Maſchinen ſtoppen. Jedoch wenige
Minuten nachher pfiffen zwei Geſchoſſe über die Maſten
des Schiffes hin und fielen 300 Meter von der „Caucaſe‟
entfernt ins Waſſer. Der Paſſagiere bemächtigte ſich eine
Panik und nur mit großer Mühe gelang es der
Be=
ſatzung, die Ruhe wieder herzuſtellen, Ich ließ durch
Sig=
nale um Aufklärung bitten, jedoch das Lotſenſchiff
ant=
wortete, ohne irgend welche Aufklärung zu geben, die
„Caucaſe” ſolle die Reiſe fortſetzen. Der Kapitän des
Schiffes erſtattete dann dem franzöſiſchen Konſul
Be=
richt, der verſprach, ſofort ſeine Regierung zu
benachrich=
tigen. Der Konſul befragte die Beſatzung und die
Paſſa=
giere über den Vorgang und erhielt von ihnen eine
Be=
ſtätigung der vom Kapitän abgegebenen Darſtellung. In
dem Bericht des Kapitäns heißt es wörtlich: Ich halte
dieſe Hanilung für durchaus verbrecheriſch. Ich
pro=
teſtiere lebhaft dagegen und bitte, daß energiſche
Maß=
regeln gegen ſolche Handlungsweiſe ergriffen werden,
welche die ſchwerſten Folgen, wie bei der „Texas” hätte
haben können. Ich bitte durch eine Unterſuchung den
Tatbeſtand feſtzuſtellen, um der franzöſiſchen Flagge
Ge=
nugtuung verſchaffen zu können.
* Paris, 28. Mai. Der franzöſiſche
Kon=
ſul in Neapel hat an ſeine Regierung einen Bericht
über den Zwiſchenfall des Poſtdampfers „Caucaſe”
ab=
geſandt, der beim Verlaſſen des Hafens von Smyrna
von den Forts der Stadt bombardiert worden ſein ſoll.
Die Regierung wird, ſobald ſie dieſen Bericht erhalten
hat, über die in dieſer Angelegenheit zu ergreifenden
Maßnahmen Beſchluß faſſen.
und kraftvoll=herbe, kernhafte Wald= und
Berglandſchaf=
ten, wie ſie die deutſche Heimat charakteriſieren.
Fauchend und knatternd gehts durchsdie Straßen.
Der Selbſtfahrer iſt bequem und — was viel wichtiger
erſcheint zuverläſſig. Am Steuer ſitzt der Beſitzer und
neben ihm ſeine junge Gattin. Für uns Inſaſſen eine
doppelte Verſicherung. Wir können uns alſo ruhig ganz
dem Naturgenuß hingeben, den die Pfingſtfahrt
vermitteln ſoll, die keine Sportfahrt iſt. Nun hinein in
den friſchen Pfingſtmorgen. Wie in einem wandelnden
Panorama ziehen die Bilder, hier noch bekannt und längſt
geliebt, an uns vorüber. Ueber Ober=Ramſtadt und
Rein=
heim gehts durchs liebliche Gerſprenztal. Zwar die
Sonne iſt noch ungnädig und ein kühler, faſt rauher Wind
weht, zunehmend mit zunehmender Höhe. Aber
wunder=
bar friſch und rein iſt die Luft und der Blick reicht weit
in die Lande. Bald taucht der Otzberg auf in der Ferne,
in ganz leichten Dunſtſchleier ſein burggekröntes Haupt
gehüllt, wie ihn Auguſt Wondra ſo gern gemalt.
Mehr=
mals noch grüßt er uns ſo nach Wegwenden in immer
anderer, ſtets reizvoller Beleuchtung. Und auch der
Schnellerts grüßt herüber aus dem ſagenvollen
Herrſch=
gebiet des wackeren, trinkfeſten Rodenſtein, deſſen
Burg=
ruine in wild=romantiſches, jagendes Gewölk getaucht.
Weiter gehts zwiſchen Bergwaldhängen, die ſaftige
Wie=
ſen und wogende Felder trennen, vom Wegrain im
pran=
genden Blumenſchmuck begrenzt. Ganz plötzlich öffnet
eine Wegbiegung den Blick auf des Odenwaldes Perle,
Lindenfels, das lieblich am Höhenhange liegt. Ueber
Michelſtadt und Hetzbach gehts auf Höhenwegen, die
Landſchaftsbilder von wunderſamem Reiz enthüllen, zur
Höhe des „Krähbergs” deſſen Gipfel zur erſten Raſt
aus=
erſehen. Wie reizend iſt ſo ein Frühſtück im Freien nach
50 Kilometer in friſcher Höhen= und Waldesluft. Es
mundet trefflich und perlenden Schaumweins
Inſpira=
tion leiht dem Austauſch der Eindrücke der Fahrt —
wei=
tere Wagen von Offenbach und Darmſtadt haben ſich
in=
zwiſchen angeſchloſſen — poeſievollen Ausdruck.
Nun iſt auch die Sonne Siegerin geworden über das
ſcwere neue Gewölk und ihre Goldſtraßlen ſpenden
wohltuende Wärme. Und ſie leuchtet wunderſam
ver=
ſchönend über die Talſchnitte und Hänge, deren Grün
ein vorausgegangener Regen erfriſcht und von Staub
gereinigt hat. In tauſend Nuancen ſchimmert im Glanze
ihrer Strahlen die herrliche Natur, die auf der
Weiter=
fahrt ſo unendlich viel wechſelvolle Bilder bietet. Wenn
wir — die nerventötende Auspuffklappe hat infolge eines
im Stillen geſegneten Drahtſeilbruches ſich geſchloſſen
faſt geräuſchlos gleiten auf Chauſſeen und
Hochwald=
wegen, die bei jeder Kurve neue Ausblicke erſchließen,
ſehen, wie ganz weit hinten die Burgen und Höhen den
Horizont begrenzen, wie die Sonne, für uns als
Strah=
lenquell nicht ſichtbar, weit hinten liegende Strecken als
Einzelbilder ſcharf umriſſen heraushebt, aus dem ganz
leichten bläulichen Dunſt, aus dem Dunkel ſchwarzgrüner
Tannen, deren ernſtes Gewand der Frühling übermütig
mit zahlloſen gelbgrünen Spitzchen neuer Triebe
pfingſt=
lich geſchmückt, aus den unendlich weiten, ſaftig=grünen
Wieſenmatten, von ſilbernen Wäſſerchen durchzogen,
be=
lebt von Strauch und Unterholz, und mit
Frühlings=
blumen geziert; oder wenn der Strahlen herrliches
Far=
benſpiel eins der maleriſch gruppierten Oertchen und
Städtchen trifft, die weit unten ſo winzig erſcheinen, ſo
niedlich wie Spielzeug; da verſtummen die
gegenſeiti=
gen Zu= und Ausrufe „wie ſchön” „wie wunderbar
ſchön” und wir beginnen ſchweigend die Schönheiten
unſerer Pfingſtfahrt zu genießen, ſo überwältigend
ſind ſie.
Spielend nimmt unſer braver Wagen — eine gute
deutſche Marke — die Steigungen, mögen ſie plötzlich
kommen, mögen ſie in Serpentinen ſich emporſchrauben
zur Höhe. Bald hinter Kailbach wird die Grenze Badens,
aus dem der Katzenbuckel längſt uns grüßte, zum erſten
Male paſſiert und dann gehts zur Mittagsraſt nach
Eber=
bach, das reizend am Neckar liegt. Wir hatten Grund
nicht lange zu weilen. Uns winkt die wunderbare Fahrt
am Neckar entlang, über 40 Kilometer, bis Wimpfen.
Es iſt bei der Fülle der Naturgenüſſe, die die ganze Fahrt
uns bot, nicht leicht, zu entſcheiden, doch darf wohl
kon=
ſtatiert werden, daß dieſe Strecke der Pfingſtfahrt ſchön=
ſter Abſchnitt war in ihrem ſteten Wechſel von Berg und
Tal, von Feld und Wieſenrain, von Wald und Halde.
In Eberbach Mittagsmahl, in Wimpfen der Kaffee, das
bringt nur das Auto zuwege. Das hoch liegende „
Mat=
hildenbad” in Wimpfen bot gaſtliche Stätte. Von der
Veranda, auf der ſchnell der braune Trank ſerviert war,
genoſſen wir mit ihm die ſchönſte Augenweide. Wie eine
ins Rieſenhafte ausgebaute wohlgepflegte Schloßterraſſe
liegt die Neckartallandſchaft tief unter uns gebreitet im
Halbkreis, umgrenzt vom Neckar. Unendlich weit reicht
der Blick über dieſes geſegnete Stück Heimat. Stieglitze
und Finken fliegen ohne jede Scheu herein in die Loggia
und picken die Kuchenreſte. Faſt wolkenlos iſt jetzt der
weitgewölbte ſtrahlend blaue Himmel. Hoch oben zieht
eine Weihe in ſtolzem, majeſtätiſch ruhigem Fluge ihre
Kreiſe. Faſt wie Hirths „Taube” ſieht ſie aus, aber wie
viel kann der Menſch wohl noch lernen von dieſem Flug!
Der ſinkenden Sonne Strahlen tauchten die Landſchaft
weit hinten in mattgoldenen Schimmer und übergoſſen
die grünen in zarten Dunſtſchleier gehüllten Matten mit
Bluſt.
Nun geht die Fahrt hinein ins geſegnete
Schwaben=
land. Vorzügliche Chauſſeen und faſt durchweg
automo=
bilfreundliche Bevölkerung überall. Die Landſchaftsbilder
der ganzen Schwabenfahrt ſind wieder voller Schönheit.
und eigenartigem Reiz. Ohne Aufenthalt — das
intereſ=
ſante Heilbronn ließe das eigentlich bedauern —, ging’s
nach Schwäbiſch=Hall, des erſten Tages Abſchluß.
220 Kilometer liegen hinter uns.
Der letzte Abſchnitt dieſer Fahrt brachte ſportlich einige
Schwierigkeiten. Bis Weinsberg und ſpäter vor
Löwenſtein gehts in drei= und mehrfachen Serpentinen
ſteil aufwärts. Einen der Teilnehmer erreichte dann
vor Löwenſteins Stadttor auch ſein Schickſal:
Zuſammen=
ſtoß mit einem linksfahrenden Fuhrwerk. Der Gaul, den
ſein Lenker, natürlich zu ſpät, herumreißen will, attackiert
das Auto. Mit den Vorderhufen zertrümmert er die
Scheiben des Führerſitzes, die Laternen, die Kühlerdecke
und wer weiß, was noch geſchehen wäre, wenn der heiße
Kühler ihm nicht etwas unangenehm des Leibes empfind=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Nummer I2a.
2 Konſtantinopel, 2. Nat. Die Ftalien
ner die auf Rhodos eine italieniſche Behörde
ein=
ſetzten, unterließen die Einrichtung von Garniſonen und
Behörden auf den übrigen beſetzten Inſeln. Vizeadmiral
Presbytero erließ eine Proklamgtionan die
Be=
pölkerung von Kalymnos, daß die Verwaltung wie
unter der türkiſchen Regierung beibehalten werde und bis
auf weiteres ſteuerfrei bleibe, und daß ferner die
Beſitz=
tümer der türkiſchen Regierung auf die Lokalverwaltung
übergehen würden. Italieniſche Schiffe würden die Inſel
häufig beſuchen, um die Bewohner zu ſchützen.
Marokko,
* Paris, 28. Mai. Nach einer offiziöſen Mitteilung
dürfte Muley Hafid, der von ſeinen
Abdank=
ungsabſichten nicht abzubringen iſt, von der
fran=
zöſiſchen Regierung erſucht werden, ſeine geplante Reiſe
nach Rabat zu verſchieben, da man befürchtet, daß ſeine
Abreiſe auf die Stämme einen ſchlimmen Eindruck
aus=
üben könnte und überdies die zu ſeiner Begleitung
erfor=
derlichen Truppen gegenwärtig für die Verteidigung von
Fez unentbehrlich ſeien.
* Paris, 28. Mai. Der Entſchluß Muley
Hafids, dem Thron von Marokko zu entſagen, iſt
nun=
mehr endgültig und unwiderruflich. In einer langen
Unterredung mit Liautey erklärte Muley Hafid
neuer=
dings kategoriſch, daß er entſchloſſen ſei, abzudanken
und Fez unverzüglich zu verlaſſen. Der Sultan wird
aller Wahrſcheinlichkeit nach ſchon in dieſer Woche mit
dem nach Paris zurückkehrenden Reſidenten Regnault von
Fez aufbrechen und die Reiſe nach Rabat antreten.
* Paris, 27. Mai. Nach telegraphiſchen
Meldun=
gen des Generals Liautey über den vorgeſtrigen
und geſtrigen Kampf im nördlichen Stadtteile von Fez
warf die Garniſon die Aufſtändiſchen, die in Häuſer und
Gärten eingedrungen waren, Schritt für Schritt zurück.
Um 1 Uhr vormittags wurde im Norden von Fez die
Offenſive ergriffen, die den Rückzug der Angreifer zur
Folge hatte. Ebenſo wurden ſie im Oſten der Stadt
zu=
rückgeworfen und verfolgt und erlitten große Verluſte.
Die franzöſiſchen Truppen haben ſich tapfer geſchlagen.
Die Zahl der franzöſiſchen Verluſte iſt noch nicht
feſtge=
ſtellt. Europäiſche Zivilperſonen wurden nicht verletzt.
* Paris 28. Mai. Aus Fez wird über den
An=
griff der Berber vom 26. d. M. mittels
Funken=
ſpruch gemeldet: Ein Teil der Angreifer, dem es
ge=
lungen war, durch eine Breſche in die Stadt einzudringen,
hatte bereits mit dem Plündern begonnen, dach wurden
die Angreifer vertrieben Zwei Moſcheen, in die ſie ſich
geflüchtet hatten, wurden bombardiert und teilweiſe
zer=
ſtört. Zwei vereinzelte franzöſiſche Poſten, die von den
Berbern umzingelt worden waren und große Verluſte
er=
litten hatten, wurden durch Verſtärkungstruppen befreit.
* Paris 28. Mai. Im Miniſterrat unter dem
Vor=
ſitze des Präſidenten Fallieres brachte Miniſterpräſident
Poincaré Telegramme des Generals Liautey zur
Kenntnis des Inhalts, daß der Angriff auf Fez
zu=
rückgewieſen wurde und die Angreifer bedeutende
Ver=
luſte erlitten hätten. Auf die Bitte Liauteys werden neue
Verſtärkungen, beſtehend aus Kolonial=Infanterie,
Tir=
railleurs, Spahis und Gebirgs=Artillerie nach
Marokko=
entſandt, ſodaß der Effektivbeſtand der Truppen auf
47000 Mann erhöht wird.
Vermiſchtes.
— Ein jüdiſcher Koloniſationsfonds.
Einer der intereſſanteſten, durch allgemeine Volksſpenden
ufgebrachten Koloniſationsfonds iſt zweifellos der im
Jahre 1902 nach Anregung des Heidelberger Profeſſors
Schapira begründete „Jüdiſche Nationalfonds‟ Der
Fonds, der dazu beſtimmt iſt, in Paläſtina Grund und
Boden für die jüdiſche Koloniſation zu erwerben und
als unveräußerliches Eigentum des jüdiſchen Volkes zu
bewahren, ſetzt ſich aus ganz kleinen
Gelegenheitsſpen=
den zuſammen und erreichte ſo bereits im Jahre 1906 die
erſte, 1910 die zweite Million und hat ſeit Ende 1911 ein
Vermögen von über drei Millionen Mark aufzuweiſen.
Intereſſant iſt die Steigerung der Einnahmen in den
letzten Jahren, ein deutliches Zeichen für die raſche
Vor=
wärtsentwickelung der zioniſtiſchen Weltorganiſation, die
den Fonds begründet hat. Die Jahreseinnahmen
be=
trugen 1908 229700 Mark. 1909 427750 Mark, 1910
147300 Mark und überſchritten 1911 zum erſten Male die
halbe Million mit 553700 Mark. In Deutſchland allein
wurden im Jahre 1911 zirka 111600 Mark aufgebracht.
Von dem geſamten Vermögen des Jüdiſchen
National=
fonds ſind zurzeit ſechzig Prozent bereits in Paläſtina
inveſtiert. Auf dem zu Pfingſten in Poſen
ſtattfinden=
den 13. Delegiertentage wird Dr. Max Sichel=Chemnitz
ein beachtenswertes Referat über die Tätigkeit des
Jü=
iſchen Nationalfonds erſtatten, das die Aufmerkſamkeit
weiter deutſcher Kreiſe auf dieſen raſch populär
gewor=
denen Koloniſationsfonds lenken wird, deſſen weiteres
Gedeihen im Intereſſe des jüdiſchen Koloniſationswerkes
dringend zu wünſchen iſt.
Literariſches.
Wie Menzel ein Königreich vergaß, darüber
plau=
dert in humorvoller Weiſe ein Aufſatz des neueſten (17.)
Heftes der illuſtrierten Zeitſchrift Moderne Kunſt
(Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57; Preis des
Vier=
zehntagsheftes 60 Pfg.). Aus dem übrigen Inhalt des
reich ausgeſtatsten Heftes ſei noch beſonders der mit
künſtleriſchem Material verſehene Aufſatz Georg
Mal=
kowskys über Otto Soltaus Malerei mit ihren
geiſtvol=
len, grotesken Motiven, ferner O. Chriſts feſſelnde
Plau=
derei vom Turf „Die Peitſche” hervorgehoben. Der
bel=
letriſtiſche Teil enthält eine humorvoll einſetzende, flotte
Erzählung von Horſt Bodemer: Der Millionär” die den
Leſer ſogleich in ſeinen Bann ſchlägt. Ebenſo muß
Eliſa=
beth Goedickes geiſtvolle Skizze aus der Schriftſtellerwelt
„Nicht umſonſt” genannt werden. Der Bilderſchmuck
ent=
hält farbenprächtige Aquarell=Fakſimiles und ſchwarze
Kunſtbeilagen nach gediegenen, ſchon durch ihre Motive
feſſelnden Gemälden bedeutender Künſtler. Da ſchließlich
der Zick=Zack auch diesmal an Ueberraſchungen aus dem
Kunſt= und Varieté=Leben reich iſt, ſo wird dieſes
inhalt=
reiche Heft unſeren Leſerkreiſen hochwillkommen ſein.
— Die Sammlung Spielbücher bringt in dieſem
Jahre wieder ein neues Bändchen mit dem Titel „
Zau=
berkunſtſtücke und Taſchenſpielereien” von
A. Czepa (Verlag Otto Maier, Ravensburg), das ebenſo
wie die bisher erſchienenen Bändchen wieder auf gute
Aufnahme ſicherlich rechnen kann. Die langen
Win=
tertage verlangen alle möglichen Unterhaltungen, und ſo
bringt dieſes Bändchen mit ſeinen oft luſtig wirkenden
Vorführungen neuen Stoff dafür. Amüſant iſt es, wenn
eines aus der Geſellſchaft es verſteht, derartige
Vorführ=
ungen mit ganz einfachen Mitteln zum Beſten zu geben,
und hierzu bietet gerade das vorliegende Büchlein (Preis
80 Pfg.) eine Unmenge Stoff. Es iſt eine hübſche
Zu=
ſammenſtellung aller möglichen Taſchenſpielereien, die
viel angenehme Unterhaltung bieten.
liche Unterſeite gekitzelt. Nervenſchock und Ohnmacht der
Inſaſſinnen. Achſen verbogen und das linke Vorderrad
gänzlich zertrümmert. In bewundernswerter Weiſe
wahrt der Lenker, Herr Dominik=Offenbach, ſeine Ruhe.
Der Schaden wird unterſucht und — repariert! Keiner
hätt’s für möglich gehalten. Um 3 Uhr nachts, nach 7
ſtün=
diger Arbeit, kam er in Hall an, ohne eine Fabrik in
An=
ſpruch genommen zu haben; acht neue Speichen, ſelbſt
gezimmert, waren eingezogen. Das Waſſer im Kühler
kochte, daß ziſchend eine Dampffahne wehte. Aber die
Pfingſtfahrt wurde zu Ende gefahren.
In Hall iſt’s bei unſerer Ankunft noch hell, ſo daß
etwa anderthalb Stunden noch der Beſichtigung gewidmet
werden können. Das reizende, an hiſtoriſchen
Sehens=
würdigkeiten reiche und ſtädtebaukünſtleriſch
hochintereſ=
ſante Städtchen, eine ehemalige Reichsſtadt, liegt in einem
tiefen Tale amphitheatraliſch zu beiden Seiten des
Ko=
chers. Es bietet mit ſeinen Türmen und ſonſtigen
mittel=
alterlichen Baudenkmalen, ſtattlichen Kirchen,
altertüm=
lichen Häuſern (ein entzückendes Renaiſſancehaus in der
Heilbronner Straße!), und ſeiner maleriſchen Umgebung
(Burgruine Limpurg, kocheraufwärts das ehemalige Stift
Komburg, gegen Südoſten der bewaldete Einkorn), einen
prächtigen Anblick, beſonders von jenſeits des Kocher.
Freundlich hat der Herr „Poſchthalter”, der Wirt des
Hotels „Lamm — Poſt” uns begrüßt, und wir ſind
vor=
züglich bei ihm aufgehoben. Man rüſtet in Hall zum
allpfingſtlich wiederkehrenden „Siedersfeſt”. Maleriſche
Zünftler und Landsknechte marſchieren mit Trommeln
und Pfeifen durch die Straßen. Es herrſcht allgemeine
Fröhlichkeit. Nur uns wollte ein übereifriger Diener
der ſchwäbiſch=hallſchen Hermandad ſie wehren. Aber aus
dem ſo ernſt angelegten Akt wurde ſchließlich ein
Inter=
mezzo, das uns mit dem Schutzmann Nr. 1 noch lange
Heiterkeitsſtoff bot.
Früh um 6 Uhr weckt uns erneuter Trommelwirbel
der Landsknechte, und es geht zum Aufbruch. Benzin
faſſen, Wagen nachſehen, kleine Reparaturen erfordern
doch noch Stunden, ſo daß es wohl bald 9 Uhr war, als
unſere Wagen=nach herzlichem Abſchied knatternd und
fauchend die ſteile Straße erklommen, die uns zur
Chauſ=
ſee nach Ilshofen führt. Unſer nächſtes Ziel und das der
Fahrt überhaupt iſt Rothenburg o. d. Tauber
das wir nach anderthalbſtündiger flotter Fahrt erreichen.
Mitten in des Feſtes Trubel fahren wir hinein. Weit
über 100 Autos ſind in den Straßen verteilt und den
Marktplatz und die angrenzenden Straßen ſind ſchwarz
von Menſchen. Alle Mundarten hört man; zuerſt
natür=
lich „Dammſtädtiſch” und faſt alle fremden Sprachen.
Rothenburg rüſtet zum hiſtoriſchen Feſtſpiel: „Der
Meiſtertrunk” über das eine ausführliche
Beſprech=
ung bereits früher an dieſer Stelle erſchien. — Der
Höhe=
punkt unſerer Pfingſtfahrt war damit erreicht.
Rothen=
burg ſelbſt iſt einesteils zu bekannt, um ſeine einzigartigen
Schönheiten hier kurz zu ſchildern, und eingehendere
Schilderung verbietet der Raum. So viel aber mag
ge=
ſagt ſein, daß das entzückende Städtchen immer von
neuem feſſelt und immer neue Reize offenbart, wenn man
ſeine Straßen durchwandert. Dazu aber iſt’s beſſer zu
einer Zeit ohne Feſtſpiel und ohne Tauſende von
Fremden.
Die Weiter= reſp. Rückfahrt verlief glatt und brachte
die gleichen Schönheiten in immer anderem Rahmen.
Ueber Röttingen und Mergentheim gings und durch
Kö=
nigshofen und Tauberbiſchofsheim; dann
halb=
links abgeſchwenkt nach Hardheim und nach
Milten=
berg, wo nochmals Raſt gehalten wurde am Ufer des
Mains. Und dann ging’s in den dämmernden Abend
hinein. Ein prachtvolles Schauſpiel bot uns noch die
ſinkende Sonne, deren Untergang wir faſt ununterbrochen
beobachten konnten auf der 14 Kilometer langen, ebenen
und weit überſichtlichen Strecke zwiſchen Obernburg und
Aſchaffenburg. Ueber Babenhauſen und Dieburg wurde
die heſſiſche Reſidenz mit dem hereinbrechenden Abend
wieder erreicht. 250 Kilometer waren am zweiten Tage
zurückgelegt. Die herrliche Pfingſtfahrt war beendet. Es
war eine Tour, die jeden Automobiliſten, der neben ſeinem
Kraftwagen auch die Natur noch liebt, warm empfohlen
werden kann.
M. St.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 28. Mai. Der frühere Direktor der Mainzer
Lederwerke, Heinrich Herrmann, hat in einem Anfall
geiſtiger Umnachtung ſeinem Leben durch Erhängen ein
Ende gemacht.
* Stuttgart, 28. Mai. Die Beiſetzung der
Herzo=
gin von Urach findet am Donnerstag, den 30. ds.
Mts., mittags 12 Uhr, in der Schloßkirche zu
Ludwigs=
burg ſtatt, nachdem zuvor in Stuttgart im Palais Urach
eine Trauerfeier abgehalten wurde. Die Leiche wurde
geſtern nachmittag einbalſamiert. Geſtern ſind der K
ö=
nig und die Königin von Belgien hier
einge=
troffen und haben im Beſidenzſchloß Wohnung
genom=
men. Eingetroffen ſind ferner die Herzogin Karl
Theo=
dor und Herzog Franz Joſef von Bayern. Angemeldet
ſind: Erzherzog und Erzherzogin Franz Salvator, Prinz
und Prinzeſſin Rupprecht von Bayern, Herzog Ludwig
von Bayern, Prinz Max von Sachſen.
Luxemburg, 28. Mai. Das Luxemburger. Wort
meldet: In Nieder=Donven an der Moſel erſchoß ein
junger Winzer namens Krier die 18jährige Tochter eines
Winzers aus Ahn aus einem Hinterhalt. Das Mädchen,
um deren Hand ſich Krieger vergebens bewarb, wollte
Donnerstag heiraten. Ferner ſeuerte Krier auf den
Bruder des Mädchens einen Schuß ohne zu treffen. Nach
der Tat verſchanzte ſich der Mörder, mit mehreren
Geweh=
ren bewaffnet, in ſeinem Haus. Er drohte, jeden der
ſich ihm nähere, zu erſchießen. Die Wohnung wird von
ſechs Gendarmen bewacht.
* London, 28. Mai. Die Lage auf den Docks
iſt unverändert. Tauſende von Kiſten mit Aepfeln,
Ba=
nanen, Orangen und Kartoffeln können infolge des
Aus=
ſtandes der Transportarbeiter hicht abgeliefert werden
und verkommen. Eine beſondere Polizei macht auf den
Docks die Runde, worüber die Ausſtändiſchen unwillig
ſind. Das Geſchäft auf dem Fleiſchmarkt in Smithfields
iſt faſt normal und es beſteht keine Schwierigkeit, das
Fleiſch in der ganzen Hauptſtadt zu verteilen. Gefrorenes
Rindfleiſch iſt im Preis geſtiegen. Für Hämmel, Schweine
und friſches Fleiſch iſt der Preis unverändert.
* Sewaſtopol, 28. Mai. Das
Großherzogs=
paar von Heſſen hat ſeine Rückreiſe nach
Deutſchland heute vormittag angetreten. Das ruſſiſche
Kaiſerpaar begleitete die Herrſchaften von Livadia bi
hierher auf der kaiſerlichen Jacht „Standard”
* New=York, 28. Mai. Der braſilianiſcheG
ſandte hielt geſtern auf dem Pan=Amerikaniſchen Ba
kett eine Rede die großes Aufſehen erregte. (
proteſtiert energiſch gegen die Beſchlagnahme braſilian
ſcher Kaffeevorräte und erklärte, ſeine Hoffnung auf B
ginn einer neuen Aera in den Handelsbeziehu
gen zwiſchen Braſilien und den Vereinigte
Staaten erlitten in dem Augenblick einen ſchwere
Stoß, wo — wie der Geſandte ſich ausdrückte „, die Ve
einigten Staaten willkürliche, geradezu revolutionä
Doktrinen aufſtellten. Daß die Waren im Auslande nicht
dem dort geforderten Preis, ſondern zu dem Preiſe
kaufen ſein müßten, den die amerikaniſchen Kaufleute za
len wollten, das ſei eine ganz neue Doktrin. Die Ve
einigten Staaten ſeien anſcheinend geneigt, ſie anzuwe
den, wenn ſie dadurch auch eine internationale Freun
ſchaft von langer Dauer opferten.
* Norfolk, 28. Mai. Die Schlachtſchiffe „Lor
ſiana” „Kanſas” „New=Hamſphire” und „South Car
ling” ſowie fünf Torpedoboote ſind hier eingetroffe
um das deutſche Geſchwader zu empfangen.
Berlin, 28. Mai. Ein ſchweres Automobi
unglück, bei dem ſechs Perſonen erheblich
verle=
wurden, ereignete ſich geſtern, am zweiten Pfingſtfeil
tage, in Rudow unweit Britz. Dort fuhr der Kra
wagen des Hofbuchdruckereibeſitzers Görlich aus Gro
lichterfelde mit ſolcher Wucht gegen einen Baum, daß d
Wagen völlig zertrümmert wurde. Alle ſec
Inſaſſen erlitten ſo ſchwere Verletzungen, daß ſie in
Krankenhaus gebracht werden mußten. Nach einer ſpär
ren Meldung iſt in dem Befinden des verunglückten
Bu=
druckereibeſitzers Görlich und Familie eine Beſſerung ei
gotreten, ſo daß die Frau und der Knabe nach ihr
Wohnung in Groß=Lichterfelde übergeführt werden konnt
Dagegen läßt der Zuſtand des Ehepaares Kober i
Ueberführung noch nicht zu.
— Eberbach (Baden), 28. Mai. Auf dem Katzenbuck
wurde am Sonntag nachmittag die faſt entblößte Leick
eines 20jährigen Mannes, die eine Wunde an der Bru
ſowie deutliche Spuren von Strangulationen aufwie
aufgefunden. Die Hoſe hing an einem Baum; ſonſtie
Kleidungsſtücke fehlten.
— München, 28. Mai. Die Tochter des Malers W.
helm v. Kaulbach iſt heute geſtorben.
H. B. Deſſau, 28. Mai. Prinz Joachim Ernſ.
der Thronerbe des Herzogtums Anhalt, hat ſich ein
Blinddarmoperation unterziehen müſſen. De
Befinden des Prinzen wird von den behandelnden Aer
ten als ſehrernſt bezeichnet.
— Wien, 28. Mai. Vor dem Karltheater wurden di
Portierfrau Leopoldine Ratt und ihre 18jährige Tochte
von einem Automobil überfahren und ge
tötet. Die Polizei nahm den Chauffeur feſt. Sie
konnt=
ihn nur ſchwer gegen die wütende Menge ſchützen, die ih
lynchen wollte.
H. B. Gmunden, 28. Mai. Die feierliche Bei
ſetzung des verunglückten Prinzen Georg
Wil=
helm von Cumberland fand heute vormittagit
Mauſoleum zu Gmunden ſtatt, an der mehrere hunden
Perſonen teilnahmen. Enorm war die Zahl der einge
gangenen Kranzſpenden. Auf dem Wege zum Mauſoleim
bildete eine tauſendköpfige Menſchenmenge SpalierAch
dem geiſtlichen Akt im Mauſoleum verabſchiedete ſichdie
Familie des Herzogs von Cumberland und die
Verſad=
ten in ergreifender Weiſe von der Leiche. Nachmiltags
fand die Fürſtentafel im herzoglichen Schloß undde
Marſchalltafel im Hotel Auſtria ſtatt. Daran ſchloßſich
ein Empfang ſämtlicher hannoverſcher und
braunſchwei=
giſcher Vereine durch den Herzog von Cumberland.
II. B. Paris, 28. Mai. Die heute über die allge
meine Lage in Portugal verbreiten Nachrichten
beſtätigen die ſehr erheblichen Fortſchritte der monarchi
ſtiſchen Agitation in der Hauptſtadt, ſowie in Oporto und
anderen Provinzſtädten. Der Miniſter des Innern ha
bei ſeiner in der vorigen Woche unternommenen Inſpek
tionsreiſe die Wahrnehmung gemacht, daß der Nord
oſten Portugals gegen etwaige Ueberfälle ganz unzu
reichend geſchützt iſt. Ein großer Teil der Garniſon vor
Oporto erhielt Bereitſchaftsbefehl, um auf die erſte De
peſche hin nach Norden marſchieren zu können.
— Paris, 28. Mai. Geſtern plünderten Ban
diten den Poſtwagen des Expreßzuges Paris=Nizz
aus Der Wert der geraubten Poſtſachen iſt nicht ſeh
hoch.
Kindermehl.
inkenk
Tausendfach bewährte
Nahrung bei:
Brechdurchfall,
Diarrhöe,
Darmkatarrh, etc.
Ine Amerlean B0 60.
Cnächst dem Bis-
Ernst-Ludwigstrasse 23 (marck-Denkmal
Neuer Spielplan
von Mittwoch, 29. Mai bis inkl. Freitag, 31. Mai.
Der Deserteur
Spannendes Drama in 2 Akten.
31Jahre unschuldig
im Kerker
(12010
— Rührendes Drama
sowie das sonstige
[ ← ][ ][ → ]Nummer 124
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Seite 7.
erkaufs-
ellen durch
eses Plakat
enntlich.
VI 6419
Fabrik ant:
August Jacobi
Darmstadt.
Während der Reisezeit
ſenden wir auf Verlangen unſeren verehrlichen
Abonnenten das
„Darmstädter Tagblatt
nach allen Orten des Deutſchen Reiches und des
Auslandes. Die Nachſendung kann überallhin
durch Kreuzband erfolgen. Poſtüberweiſungen
ſind nur im Deutſchen Reiche zuläſſig u. empfehlen
ſich dann, wenn der Aufenthalt an einem Platze
länger als 3 Wochen dauert und zu Anfang
eines Monats beginnt.
Die tägliche Zuſendung durch Kreuzband
koſtet innerhalb Deutſchland u. Oeſterreich=Ungarn
pro Woche 40 Pfg.; ins Ausland pro Woche
80 Pfg. Porto.
Die Ueberweiſungsgebühr beträgt pro Monat
25 Pfg.; die Zuſtellungsgebühr im Betrage von
14 Pfg. pro Monat hat der Zeitungsempfänger dem
Beſtellpoſtamte direkt zu erſtatten, bezw. werden
von dem betreffenden Brieſträger ſtillſchweigend
kaſſiert. Für jeden angefang. Monat iſt die
Ueber=
weiſungs= und Zuſtellungsgebühr voll zu
entrich=
ten. Anträge auf Ueberweiſung erbitten wir uns
einige Tage vor der Abreiſe
unter genauer Angabe der Adreſſe, weil dadurch
Un=
terbrechungen im Abonnement vermieden bleiben.
Poſtabonnenten unſeres Blattes müſſen die
Ueberweiſung bei ihrem zuſtändigen Poſtamte
beantragen.
Darmstädter Tagblatt.
Die Rashernbriderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
Tel. Nr 1073.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber ganz Mittel= und Südeuropa lagert ein
aus=
gedehntes Hochdruckgebiet, dem ein ausgeprägtes Tief
über der Oſtſe gegenüber liegt. Bei mäßigen
Nord=
weſtwinden herrſcht in Deutſchland meiſt wolkiges
Wetter Niederſchläge ſind nur an der Küſte gefallen.
Randwirbel der nordöſtlichen Zyklone dürften morgen
unſer Weter leicht beinfluſſen.
Ausſichten für Mittwoch, den 29. Mai 1912:
Wolkig, vereinzelt leichte Regenfälle, mäßig warm.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines guten, unvergeßlichen
Gatten, unſeres Vaters, Bruders,
Schwieger=
vaters, Großvaters, Schwagers und Onkels
Herrn Heinrich Schüler
ſagen wir Allen, die ihm die letzte Ehre erwieſen,
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden unſeren
beſten Dank. Insbeſondere danken wir auch für
die Kranzſpenden der Herren Beamten und
Ar=
beiter, dem Arbeiterverein der
Eiſenbahnwerk=
ſtätte, dem Sparverein „Zur Tanne” und dem
Herrn Pfarrer für die troſtreichen Worte.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 28. Mai 1912. (B12009
Dür die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Verluſte meines geliebten, unvergeßlichen
(11976
Gatten und unſeres Vaters
Georg Riemenschneider
ſagen innigen Dank
Lina Riemenschneider, geb. Keller,
und Kinder.
Darmſtadt, den 28. Mai 1912.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe der Teilnahme beim
Heimgang unſerer unvergeßlichen Schweſter,
(11964
Schwägerin und Tante
Frau Kathi Hau
geb. Schmehl
ſagen wir tiefgefühlten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Anna Schmehl,
Johanna Schmehl,
Guſtav Schmehl.
Darmſtadt, 28. Mai 1912.
Tageskalender.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
3 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Schützenhof um 8
Uhr.
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
ge=
öffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u . Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): König
Friedrich VIII. von Dänemark auf dem Totenbett;
Porträts vom Tage; eine Attacke der Fürſtenwalder
Ulanen; das Ozean=Luftſchiff „Suchard”.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 30. Mai.
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der
Dragoner=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art 5
nach Münchner Art
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n feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
2453a
aus Gummi, rohe u. gummierte
Hanfschläuche (9917a
Strahlrohre, Verschraubungen
sowie sämtliche Zubehört eile.
If.
Kurſe vom 28. Mai 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Staatspapiere.
Dtſche. Reichsſchatzanw. 100, 00
½ Deutſche Reichsanl. . 90,00
80,70
do.
* Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,80
80,60
§ do. do.
1 Bad. Staatsanleihe . „ 99,80
92,50
do.
84,00
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,70
89,00
3½
do.
79,10
8
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe .
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
8375
do.
3½
3
78,00
do.
.. 80,20
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100, 10
95,00
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,70
15 Griechen v. 1887 . . 54,80
3‟ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 92,40
4 do. Goldrente . . . 96,50
4 do. einheitl. Rente 89,40
3 Portug. unif. Serie I 64,50
3 do. unif. Ser. III 68,00
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 . . 94,80
4 do. v. 1905 . . 91,80
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,50
4 do. v. 1902 . . . . 90,60
4½ do. v. 1905 . . . . 100,30
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,20
4 Türk. Admin. v. 1903 83,70
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 91,20
* de. Staatsrente . . . 89,704
In Proz.
5 Argentinier . . . . . . 101,20
bo.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,20
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,20
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 94,55
5 Innere Mexikaner . . . 94,50
60,20
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,90
3 Buenos Aires Provinz 71,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 144,00
5 Nordd. Lloyd .
. .118,80
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
„Einz. Mk. 408 . . 113,50
8 Baltimore und Ohio . 107,20
6½ Schantungbahn . . . 135,50
6½ Luxemb. Prince Henri 159,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 16,50
6 Pennſylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
.75,00
4 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. . . . 507,75
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.. . 257,00
30 Farbwerke Höchſt . . 609,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 154,00
30 Chem. Werke Albert 459,40
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.. . 312,50
4 Lahmeyer . . . . . . . 128,60
Inſtro.
Boid.
7½ Schuchert, Nürnberg 160,00
12 Siemens & Halske . 241,80
5 Bergmann Eletr. . . 14 ,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 177,00
0 Gummi Peter . . . . 134,25
0 Kunſtſeide Frankfurt 174,80
30 Abler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 496,50
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 141,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 236,90
12½ Bad. Zucker=Wag=
. 213,00
häuſel:
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 117,50
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 191,25
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.231½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. . 180,00
10 Gelſenkirchener . . . . 192,50
8 Harpener
.. 190,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 261,20
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 106%
4 Laurahütte . . . . . . 178,75
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
„ Weſteregeln 192,50
7½ South Weſt Africa 148,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,50
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,90
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 90,70
3 Prag=Durer . . . . . . 76,10
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,30
3
do.
78,40
15 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
Inſtra.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,30
do.
53,90
3 Raab=Oedenburg
. 77,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 95,50
4 Ruſſ. Südweſt. .
. 88,40
4½ Moskau=Kaſan .
. 96,30
do.
88,00
4 Wladichawchas . . . . 88,90
4 Rjäſan Koslow.
3 Portugieſ. Eiſenb.
. 75,70
do.
91,50
2½ Livorneſer . . . . . 68,10
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn .
84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,90
4 Miſſouri=Paciſie. . . . 73,00
4 Northern=Pacific . . . 100,20
4 Southern=Paeifie
. 95,50
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,40
5 Tehuanteper . . . . . . 90,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 196,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,40
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,75
6½ Darmſtädter Bank . 121,50
12½ Deutſche Bank .255,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 184,50
8½ Dresdener Bank . . 153,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 217,70
6½ Mitteld. Kreditbank 119,90
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,30
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 125,00
7½ Wiener Bankverein . 133,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,60
9. Pfandbrieſe. Zukrez
3½ Frankſ. Hypoth.=Bank
S. 15.
. . 89,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
* Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
8½
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
do.
8½
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 18, 16
.100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. .
.100,35
½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,50
S. 3—5 . .
89,30
S. 9—11
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
3½
do.
,89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,10
3½ do. (unk. 1914) . . 88,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
8½
do.
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 98,60
8½ do.
89,60
4 Frankfurt.
a 100,00
8½ do.
93,00
4 Gießen .
3½ do.
91,50
4 Heidelberg
99,00
3½ do.
4 Karlsruhe
98,80
8½ do.
89,00
4 Magdeburg.
3½ do,
4 Mainz .
99,00
3½ do.
89,80
4 Mannheim
do.
4 München .
99,80
3½ Nauheim
4 Nürnberg:
100,00
3½ do.
89,80
4 Offenbach . . . . . . . 97,90
e
8.
3½ Offenbach . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 100,00
89,80
19), do.
4 Worms .
„ 98,50
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 „
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 136,90
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,30
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . .
. 136,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,00
3 Oldenburger . .
. 126,00
2½ Raab=Grazer ſl. 150 115,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
. ſl. 7
Augsburger. . .
Braunſchweiger Tlr. 20 198,20
Freiburger . .
. Fs. 15
Mailänder .
.. Fs.45
.Fs. 10 —
do.
ſt. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 533,00
bo. v. 1858fl. 100 451,80
Ungar. Staats . . fl. 100 377,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 172,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,45
20 Franks=Stücke . .
16,22
Amerikaniſche Noten..
4,19
Engliſche Noten . .
20,48
Franzöſiſche Noten..
81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,65
80,45
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75=
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 81,00
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Nummer 124.
Sonntag, don 2. Jumi 1512: Grosse allgemeins
veranstaltet vom Verein der Hundefreunde von Darmstadt und Umgegend, e. V., in den neuen Verkaufs.
hallen des Schlachthofs. Geldpreise in allen Klassen, grosse Zuchtpreise, wertvolle Ehrenpreise.
Geschäftsstelle: L. Kapfenberger, Elisabethenstr. 39.
Meldeschluss: 26. Mai. 11015a,
ichl Häpp
Tiroler Kapelle
Eintritt stets frei.
Eintritt stets frei.
(11900a
2224
1 Gasberd, Sporl=Siz=Llegewag,
zu verk. Kranichſteinerſtr. 1, I. (*13164
lucke mit Jungen (rebh. It.) zu
verk. A. Otto,
Frankfurter=
ſtraße 115, a. Nordbahnh. (*12949fm
Sonntag, den 2. Jnni cr., nachm. 3½ Uhr,
auf der Radrennbahn, Heidelbergerſtraße:
Grosse Steher-
und Flieger-Weftbewerbe
für Berufsfahrer
im Preis von Straßburg-Darmſtadt
Dauerrennen mit Motorſchrittmachern,
am Start:
Bosenlöcher-Dresden, einer der bedeutendſten
Dauerfahrer Deutſchlands.
Wissmann-Dortmund, der bekannte Meiſterfahrer
von Weſtfalen.
Thiele=Erfurt, Meiſterfahrer von Thüringen.
Flieger=Hauptfahren, Mehrſitzerfahren,
Prämien=
fahren, Entſchädigungsfahren.
Hier treffen ſich: der Weltmeiſter Otto Meyer,
Jul. Bettinger, Weltrekordmann, Sonntag
und Aschoff=Köln, bekannte Sechstagefahrer u. a.
Austragung der Meiſterſchaft von Heſſen.
Ankunft der Fernfahrer der 367 km
langen Fahrt Straßburg=Darmſtadt.
Schlußkämpfe derſelben in einem beſonderen Rennen.
Es treffen ein die beſten Matadore der Straße,
ſca. 70 an der Zahl, hierunter:
Hans Ludwig, Sieger der bisher größten und
bedeutendſten Fahrt quer durch Deutſchland über
1500 km.
Strasser-München, Sieger der gigantiſchen Fahrt
Mailand=München 1911.
Ernst-Wien, Sieger von Nürnberg=Stuttgart.
Hartmann-Schwabach, Sieger der klaſſiſchen Fahrt
Wien=Berlin.
Siewert-Berlin, Sieger von Halle-Potsdam-Halle.
Kraft-Straßburg, der bekannte Meiſterfahrer von
. Elſaß.
Braun=Nürnberg, der bekannte Meiſterfahrer von
Franken. — Ferner Gebr. Zander,
Rott=
nick uſw.
Eintrittspreiſe nicht erhöht, ſondern wie bisher. — Mitglieder
haben freien Eintritt.
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und den durch Plakate kenntlichen Stellen.
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Iugekaufen braungeſteckter
O Dackel (H.=M. 4708). Näher.
in der Expedition.
(*13177
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Waſſerhöhe am Pegel 3.78 m.
Luſtwärme 90 G.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 160C.
Woog=Polizei=Wache.
Progranim
zu dem am Mittwoch, de
29. Mai, von 12—1 Uhr mit
tags vor dem Neuen Palais ſtatt
findenden Konzert der Kapeli
des Großh. Heſſ.Art.=Regts. Nr. 61
1. „In die weite Welt, Marſe
G. Gnauck. 2. Intermezzo und
Danse Espagnole aus der Suit
„I'Arlesienne‟ von G. Bize
3. „Eva=Waizer” aus der Operett
„Die moderne Eval von J. Gilber=
4. „Wenn der Bräutigam mit de
Nelſon
Braut”, Lied von R.
5. „La Tzigane‟, Zigeuner=M
zurka von L. Ganne. 6. „Mariette
moderner Chanſon v. Kier Corauin=
Im Herbst ds. Js. gedenkt der Hessie
sche Hauptverein des Evangelischen
Bundes sein
25jähriges Jabiläum
in unserer Stadt zu feiern. Um dieset
Feier ein besonders festliches Gepräge
2
zu geben, ist beschlossen worden, hier
eine Reihe von Aufführungen des überall, zuletzt in unserer
Nachbarstadt Worms, mit so grossem Erfolg gegebenen
Volks-Festspiels
„Luther
von Dr. Otto Devrient
zu veranstalten.
Wir zweifeln nicht daran, dass Devrients „Luther”auch dieses.
Mal wie vor 16 Jahren seine Wirkung nicht verfehlen, sonderg
seine hinreissende Kraft in allen Schichten der Bevölkerung wieder
aufs glänzendste bewähren wird.
Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange und bereits
so weit gediehen, dass die offizielle Rollen-Anmeldung und
-Verteilung nun stattfinden soll. Es sind dafür zunächst zuel
Versammlungen in Aussicht genommen, zu deren recht zahlreichem
Besuch hierdurch eingeladen wird.
Für die Herren: Montag, den 3. Juni 1912, abends 8½Uhn
im Fürstensaal, Grafenstrasse 20,
(11986ms
Für die Damen: Dienstag, den 4. Juni 1912, nachmitags
6 Uhr im Fürstensaal, Grafenstrasse 20.
Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Mitwirken
den allen Kreisen der hiesigen evangelischen Bevölkerung und
den verschiedensten Lebensaltern angehören.
Ausser einem recht zahlreichen Angebot von Herren, auch
solchen in vorgerücktem, ja selbst hohem Alter, ist namentlch
auch die Anmeldung singbegabter Damen dringend erwünscht.
Für den Festspielausschuss:
Pfannmüller, Professor.
Nummer 1243
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
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Roman von O. Elſter.
(Nachdruck verboten.)
Friedrich Wilhelm Schulze wußte weder von alten
noch von neuen Werken des Profeſſors und ſah den Doktor
verſtändnislos an.
Das Werk, fuhr dieſer fort, behandelt die Einführung
der Reformation in hieſiger Stadt. Es iſt eine
hervor=
ragende Arbeit und behandelt den Konflikt der damaligen
Zeit in durchaus verſöhnendem Sinne. Zur Aufführung auf
dem hieſigen Theater iſt es zu umfangreich. Wir haben
nun beſchloſſen, ein Feſtſpiel zu arrangieren, bei dem nur
einige Hauptrollen durch Berufsſchauſpieler gegeben
wer=
den, die übrigen Rollen jedoch durch hieſige Dilettanten.
Direktor Brüggemann wird den Pfarrer Asmus geben,
Ernſt Norbert hat den Junker Diether von Stahleck
über=
nommen — aus reiner Gefälligkeit, um ſich für die
freund=
liche Aufnahme in hieſiger Stadt dankbar zu erweiſen. Die
meiſten Rollen ſind ſchon beſetzt, es fehlt uns nur noch eine
Dame, welche die Käthe Asmus, die Tochter des Predigers
und die Geliebte des Junkers Diether gibt. Da dachten
wir an Fräulein Elfriede, die ſchon bei den Vorſtellungen
im Kaſino den Beweis eines hervorragenden Talentes
er=
bracht hat.
Eine heiße Glut überflammte die Wangen Elfriedens
und ihr Herz krampfte ſich in heißem Schreck zuſammen.
Sie ſollte mit Ernſt Norbert zuſammen ſpielen? Und
gar ein Liebespaar? Unmöglich! Sie würde kein Wort
über die Lippen gebracht haben.
Herr Schulze räuſperte ſich verlegen.
Ich weiß wirklich nicht, Herr Doktor . . . da müßten
wir vorher doch mit meiner Frau ſprechen . . .
Gewiß Herr Schulze. Aber ich bin gewiß, daß Ihre
Frau Gemahlin nichts dagegen haben wird. Die jungen
Damen der erſten Geſellſchaft ſpielen mit — zum Beiſpiel
die Tochter des Amtsrichters, des Sanitätsrats, des
Pro=
feſſors Kurdelbaum und des Kanzleirats Bangemann. Nicht
wahr, gnädiges Fräulein, wandte er ſich an Elfriede, Sie
laſſen uns nicht im Stich?
Elfriede hatte ihre Faſſung wieder gewonnen. Was
ihr als ſchöner Traum vorgeſchwebt, die edle Geſtalt eines
wahren Dichterwerkes zu verkörpern, das ſollte jetzt
Wirk=
lichkeit werden! Sie zieh ſich innerlich der Feigheit und
Zaghaftigkeit, daß ſie im erſten Augenblicke von dieſer
Aufgabe zurückgeſchreckt war. Hier wurde ihr Gelegenheit
geboten, zu zeigen, welch reichen Schatz ihr Inneres barg;
hier vermochte ſie ſich aus der dumpfen Atmoſphäre ihres
Lebens in eine reinere Luft, in eine höhere Welt zu
ver=
ſetzen — wäre das nicht töricht von ihr geweſen, dieſe
Ge=
legenheit zurückzuweiſens
Wenn meine Großeltern es geſtatten, entgegnete ſie mit
feſter Stimme, werde ich ſehr gern die Rolle übernehmen.
Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein, im Namen des
Komitees und habe die Ehre, Ihnen ein Exemplar des
Schauſpiels, betitelt „Glaube und Liebe”, zu überreichen.
Leſen Sie es bitte durch. Sie werden dann zugeben, daß
es das Werk eines wirklichen Dichters iſt. Die Rolle der
Käthe Asmus iſt eine ſehr ſympathiſche und dürfte Ihner
gewiß gefallen. Wollen Sie dann die Güte haben,
über=
morgen abend um 6 Uhr im Kaſino zu einer Leſeprobe zu
erſcheinen?
Sehr gern, wenn meine Großeltern erlauben.
Ich habe nichts dagegen, Kind, ſagte Großpapa Schulze.
gutmütig lächelnd.
Frau Minna Schulze machte freilich anfangs große
Augen, als ſie hörte, um was es ſich handelte, Sie hielt
nicht viel von der Schauſpielerei, und daß Ernſt Norbert
mitſpielte, machte ihr die Sache erſt recht verdächtig. Als
ſie jedoch hörte, daß die Töchter der Kanzleirätin
Bange=
mann mitwirkten, da meinte ſie: „Was die können, das
kann unſere Elfriede erſt recht Du kannſt mitſpielen
aber ich werde dich in alle Proben begleiten und
wäh=
rend der Vorſtellung hinter den Kuliſſen bleiben.
So war es denn beſchloſſene Sache und am
nächſt=
folgenden Abend begab ſich Elfriede zur erſten Leſeprobe.
Seite 13.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
Nummer 124.
Neueröffnetes Spezial-Haus
M.
Die Aufführung des Pfarrer Asmus war glänzend
verlaufen. Die größte Ueberraſchung aber bereitete Allen
das Spiel Elfriedens. Da war nichts von Dilettantismus
zu bemerken, nichts von Befangenheit oder Unnatur; jeder
Situation wußte ſie ſich in durchaus edler, natürlicher Weiſe
anzuſchmiegen, jeder Gedanke, jede Empfindung fand bei
ihr den treffenden Ausdruck und, wäre doch etwas zu
kadeln geweſen, ſo war es die allzu große
Leidenſchaftlich=
keit in den Augenblicken des Affektes.
Direktor Brüggemann war entzückt, hingeriſſen.
Mein Fräulein, Sie ſind ein künſtleriſches Talent erſten
Ranges, ſagte er begeiſtert. Sie ſollten zur Bühne gehen.
Ich verpflichte mich, Sie binnen einem Jahre ſo
auszu=
bilden, daß Sie jedem Theater Ehre machen.
Elfriede ſchüttelte ernſt den Kopf. Was würden meine
Verwandten dazu ſagen, entgegnete ſie. Ich glaube, ſie
würden mich für verrückt erklären, ſetzte ſie für ſich hinzu.
Eine Enkelin Friedrich Wilhelm Schulzes auf der Bühne
— das war einfach undenkbar.
Dennoch fühlte ſie, daß Direktor Brüggemann ihre
Be=
gabung richtig beurteilte. Und nie in ihrem Leben, ſeit ſie
ſelbſtändig zu denken vermochte, hatte ſie ſich ſo vollkommen
glücklich gefühlt, wie während der Zeit der Vorbereitungen
mit Proben zu dieſer Aufführung. Da war ſie in ihrem
Lebenselemenſt geweſen, Ha fühlte ſie ſich über alle
Kleinig=
keiten ihres Daſeins emporgehalten, da war ſie ganz, was
ſie ſein ſollte, da erfüllte ſie die von einer gütigen Fee
ver=
liehenen Gaben und Talente.
Ihr Stimmung wurde noch erhöht durch das
Zu=
ammenſpiel mit Ernſt Norbert. Sie erbebte innerlich und
erblaßte, als ſie zum erſten Mal dem jungen, genialen
Schauſpieler gegenübertrat. Sie war befangen und
ver=
wirrt, als ſie mit ihm die Bühne betrat und wie er, wie
es ſeine Rolle mit ſich brachte, in leidenſchaftlichen Worten
zu ihr ſprach. Aber an ſeinem Talent, an ſeinem ruhigen,
ernſten Weſen richtete ſie ſich bald wieder auf. Im
Zu=
ſammenſpiel mit ihm vergaß ſie die perſönlichen
Empfin=
dungen, ſie war nur Künſtlerin, nur der Charakter, den
der Dichter geſchaffen. In den Zwiſchenpauſen jedoch war
ſie befangen und ſuchte eine Begegnung mit Ernſt Norbert
zu vermeiden. Wohl bemerkte ſie, wie ſein ernſtes Auge
oft mit forſchendem Ausdruck auf ihr ruhte, wie er
ver=
ſuchte, ſich ihr zu nähern, und wie er ſich unmutig
zurück=
zog, wenn ſie in den Kreis der mitſpielenden Damen trat
oder ſich an die Seite ihrer Großmutter ſetzte, die mit
miß=
trauiſchen Argusaugen die Vorgänge auf der Bühne und
hinter den Kuliſſen beobachtete.
So kam es, daß Robert keine Gelegenheit fand,
Elfriede allein zu ſprechen, obgleich beide fühlten, daß ſie
ſich nach einer Ausſprache ſehnten.
Der Beifall war verrauſcht. Die Darſteller hatten ſich
hinter die Kuliſſen zurückgezogen und ſchauten
neugierig dem feierlichen Akte auf der Bühne zu, wo das
Feſtſpielkomitee dem Dichter einen mächtigen Lorbeerkranz
unter einer ehrenden Anſprache überreichte. Profeſſor
Kurdelbaum zeigte ſich ſehr gerührt; ſeine Würde erlaubte
es nicht, ohne Dankesrede von dem Publikum zu ſcheiden.
Wenn Profeſſor Kurdelbaum aber erſt einmal zu reden
anfing, dann fand er ſobald kein Ende. Er berauſchte ſich
an ſeinen eigenen Worten, die in ſchönen, langen Perioden
von ſeinen Lippen ſtrömten. Alles lauſchteraufmerkfam die=
ſen ſchönen Worten, denn es galt als ungebildet, an der
Rednerkunſt des Profeſſors Kurdelbaum zu zweifeln.
Nur Elfriede befand ſich nicht unter den Zuhörern.
Ste war überwältigt, gleichſam betäubt von dem
Ein=
druck, den die Darſtellung auf ſie gemacht; ſie hatte ſich
ſelbſt in ihrer Rolle vergeſſen, und ſich mit
leidenſchaft=
licher Erregung dem Spiel hingegeben; jetzt vermochte ſie
ſich kaum noch aufrecht zu erhalten, die Tränen ſtürzten
aus ihren Augen, in einem entfernten Winkel der Bühne
war ſie auf einen Stuhl geſunken.
Niemand achtete auf ſie. Selbſt ihre Großmutter nicht,
die ſich in die erſte Reihe der Zuhörer des Profeſſors
Kur=
dembaum gedrängt hatte, um ja kein Wort zu verlieren.
Elfriede konnte ſich ohne Störung ihren
Empfindun=
gen und Gefühlen hingeben, die ihre Seele mit
ſchmerz=
lich ſüßer Wehmut erfüllten.
Da hörte ſie plötzlich ihren Namen — die Stimme,
die ihn ſprach, durchbebte ſie mit freudigem Schreck
Ernſt Norbert ſtand vor ihr.
Ein ſanftes, glückliches Lächeln ſchwebte auf ſeinem
blaſſen, geiſtreichen Antlitz. Er befand ſich bereits im
modernen Geſellſchaftsanzuge, das einfache Schwarz
des=
ſelben hob ſeine edle Geſtalt ſowie die Bläſſe ſeines
Ge=
ſichtes noch mehr hervor, als das mittelalterliche Koſtüm
es tat. Dunkle, kurzgehaltene Locken umhüllten ſein
Ant=
litz und die hohe Stirn. Unter den ſtarken,
geſchwunge=
nen Augenbrauen blickten die grauen Augen klug und
ſanft zugleich hervor; eine Flamme innerer Begeiſterung
leuchtete in ihnen.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Mai 1912.
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leider keinen Preis davongetragen. Nun findet vom 1.
bis 30. Juni in der Billard=Akademie Hotel „Heß” ein
Billard=Preis=Spiel ſtatt; bei welchem jedem
Spieler die beſte Gelegenheit gegeben iſt, einen Preis zu
gewinnen. Preiſe ſind: 1. Preis im Werte von 40
Mk., 2. Preis im Werte von 30 Mk., 3. Preis im Werte
von 10 Mark. Ehrenpreiſe. Nähere Auskunft über die
Bedingungen des Wettſpieles erteilt und Anmeldungen
nimmt entgegen der Leiter des Preisſpiels, Billardmeiſter
L. Haubl, Hotel „Heß”
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Seidlitz=Sandreczkis Narſes (Spear), 2. Bascaville (Ted
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Haupt=Geſtüt Graditz’ Matterhorn (F. Bullock), 2. Rahana
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Handicap 10000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Freiherrn
Hans v. Reiſchachs Five o'Clock (F. Bullock), 2. Banderilla
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3200 Meter: 1. Hrn. Haſpergs jr. Guards Chapel (Lt.
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20, 11:10. — Verkaufs=Jagd=Rennen, 1200 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Hrn. V. M. Fels Kneißel (Lt. Zeltmann),
2. Recluſe (Lt. Dietzſch), 3. Saint Antonius (Lt. Graf
Holck). Tot. 26:10. — Tribünen=Preis, 10000 Mark,
Diſtanz 2000 Meter: 1. Hrn. A. Schürmanns Saint Rules
(Leiner), 2. Labrador (Cleminſon), 3. Sideslip (Schläfke).
Tot. 206:10. — Herzog Albrecht=Jagd=Rennen, Ehrenpreis
und 5000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. H. Peils
Chateauvert (Lt. v. Moßner), 2. Loveley Grace (Lt. v.
Berchem), 3. Lola Beeth (Hr. Leibbrand). Tot. 32110.
Preis von Donaueſchingen, 2000 Mark, Diſtanz 2000
Meter: 1. Hrn. N. Löbſteins Satire (Wedgewood), 2.
Blauer Dunſt (Schläfke), 3. Mouche (Jeſſop). Tot. 26:10.
Preis von Scharnhauſen, 1500 Mark, Diſtanz 2500
Meter: 1. Hrn. C. Fröhlichs Großvenor Gardens (Lt. v.
Moſch), 2. Aman (Lt. Graf Holck), 3. Protege (Lt. v.
Moß=
ner). Tot. 28:10.
Montag=Damen=Preis Ehrenpreis und 2000 Mark,
Diſtanz 1800 Meter: 1. Hrn. F. Noethers Rutland Arms
(Lt. Graf Holck), 2. Junker (Lt. v. Moßner), 3. Sonnenblick
(Lt. v. Moſch). Tot 24:10. — Subſkriptions=Preis, 8000
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1 Geſt. Weils Trotz (Schläfke),
2. Artus (Breſſel), 3. Poucette (Schuller). Tot. 14:10. —
Preis von Eßlingen, Ehrenpreis und 2200 Mark, Diſtanz
3500 Meter: 1. Hrn. V. M. Fels Kneißel (Lt. Zeltmann),
2. Succours (Lt. v. Moſch), 3. Jhope ſo (Beſ.). Tot. 34:10.
Union=Klub=Rennen, 4000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Hrn. C. Fröhlichs Labrador (Schläfke), 2. Nicolaus
(Dye), 3. Geraldine (Wedgewood). Tot. 20110. — Preis
von Weil, Ehrenpreis und 12000 Mark, Diſtanz 5000
Meter: 1. Hrn. Rannertshauſens Bauernfänger (Lt. Graf
Holck), 2. Blitzmädel (Beſ.), 3. Raiſuli (Hrn. Jahrmarkt).
Tot. 20:10. — Herzog Philipp=Jagd=Rennen. Ehrenpreis
und 1650 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. Dietzſchs Blue
Boy (Beſ.), 2. Hunwick (Graf Schaesberg), 3. Judelle II
(Beſ.). Tot. 48:10.
Rennen in Grunewald. — Gaſtfreund=Rennen,
5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Geſtüt Gürzenichs
Quartus (Spear), 2. Octopus (Shurgold), 3. Germot
(Jentzſch). Tot. 62110. — Caius=Handicap, 10000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. E. v. Buddenbrocks Fliegender
Holländer (Oleijnik), —2. Königsleutnant (Jentzſch),
—-2. Loretta (Bleuler). Tot. 149110. — Das Freudenauer
Rennen mußte mangels Beteiligung ausfallen. — Kineſem=
Rennen, 25000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Hrn. A.
u. C. v. Weinbergs Fervor (Janek), 2. Kalchas (Spear),
3. Hüon (Lane). Tot. 15:10. — Internationales Hürden=
Rennen, 20000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Monſ. H.
de Mumms Clin d’Oeil (OConnor), 2. Horridoh (G.
Winkler) 3. Dinna Ken (O'Leary). Tot. 27110. — Preis
von Onkel Tom, 4200 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Hrn.
C. Brocks Sardanapal (Theilen), 2. Fairfax (Streit), 3.
Edda (Weishaupt). Tot. 83:10. — Feſt=Jagd=Rennen)
Ehrenpreis und 7000 Mark, Diſtanz 4500 Meter: 1. Hrn.
K. v. Tepper=Laskis Hart (Dr. Rieſe), 2. Procles (Lt.
Graf Einſiedel), 3. Brampton Laß (Rittm. Keyſer). Tot.
21110.
Rennen in Magdeburg. Elbe=Jagd=Rennen,
Ehrenpreis und 1800 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt.
Nehrings Colette (Lt. v. Kramſta), 2. Delaware (Lt. von
Berchem), 3. Polykrates (Beſ.). Tot. 29110. — Verkaufs=
Handicap, 5800 Mark, Diſtanz 1350 Meter: 1. Hrn. E.
v Davids Parazs (Pretzner), 2. Drakon (W. Bullock), 3.
Skipio (F. Bullock). Tot. 28:10. — Preis der Provinz
Sachſen, Ehrenpreis und 25000 Mark, Diſtanz 1350 Meter:
Lindenſtädts Oranien (F. Bullock), 2. Santuzza (W.
Bul=
lock), 3. Huſarenliebe (Yeomans). Tot. 28;10. — Sperber=
Handicap, 6000 Mark, Diſtanz 1350 Meter: 1. Hrn. F.
Lindenſtädts Oranien (F. Bullock), 2. Santuſſa (W.
Bul=
lock), 3. Black River (Pretzner). Tot. 18110. — Tuki=
Rennen, 3800 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. F. W.
Mayers Dürkheim (O. Müller), 2. Rayon dOr (F.
Bul=
lock), 3. Teſta (Yeomans). Tot. 40110.
Rennen zu Breslau. Pfingſt=Jagd=Rennen,
Ehrenpreis und 1600 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Frau
E. Hildebrandts Bieſelberg (Theilen), 2. Douceur (
Brede=
recke), 3. Merry I (Schiemann). Tot. 16:10. — Korps=
Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 1600 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Lt. v. Kroſchützis Ill Bell (Beſ.), 2. Germanikus
(K. Schöller), 3. Folletto (Beſ.). Tot. 22:10. —
Kirſch=
blüthe=Hürden=Rennen, 5000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Hrn. Herbſts Erda (Schiemann), 2. Galvani (Wiſchek
3. Iſtvan (Sandmann). Tot. 17110. — Kronprinz
helm=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſta
4000 Meter: 1. Lt. A. v. Hanſemanns Alpenfex (Lt. Gra
Bethuſy), 2. Lady Angus (Lt. v. Uechtritz), 3. Talmon
(Hr. v. Weſternhagen). Tot. 40110.
Bei den Rennen in Königsberg ſiegter
Tagesſonne (33:10), Piſeke (15:10), Almanſor (33110
Fürſtin (74:10), Maianfang (30:10), Lätitia (26:10).
Rennen zu Wien. Große Wiener Sommer
Steeple=Chaſe, 12000 Kronen, Diſtanz 6400 Meter
Elgin (Szenze), 2. Yatagan (Sparkes), 3. Miutan (
meny). Tot. 29110. — Oeſterreichiſcher Stuten=Preis
35000 Kronen, Diſtanz 2400 Meter: 1. Acte (Dillon),
Libuska (Varga), 3. Magali (Miles). Tot. 14:10.
* Lawn=Tennis=Spiele. Die mit Spannung erwartet
Begegnung der Mannſchaft des All=Englandklub=Londo
mit den beſten deutſchen Vertretern des Lawn=Tennis
Sports ging am Pfingſt=Samstag und=Sonntag vor ſid
Wider Erwarten zeigten ſich die deutſchen Spieler
der ganzen Linie ihren Gegnern mehr oder weniger über
legen. Am erſten Tage ſchlug der Berliner O. v. Mülle
mit 6—3, 9—7, 6—3 Hillyard. R. Kleinſchroth=Münche
fertigte Stoward 7—5, 6—0, 6—3 ab und im Herren=Dop
pelſpiel unterlagen Gore Powell mit 6—8, 3—6, 1—6 geg
Rahe=H. Kleinſchroth. Froitzheim=Straßburg ſiegte nac
wunderſchönem Kampf über den All=England=Meiſte
Gore 8—6, 6—4, 6—4, während G. H. Lowe gegen Kreu
zer=Frankfurt a. M. 6—1, 3—6, 3—6, 4—6 unterlag.
Herren=Doppelſpiel R. Kleinſchroth=O. v. Müller gege
Hillyard=Stoward endete 1—6, 2—6, 5—7 zugunſten de
Deutſchen. Die Senſation des Tages bildete der Sie
von F. W. Rahe=H. Kleinſchroth über das engliſche Brü
derpaar A. H. Lowe=G. Lowe, die nach erſtklaſſigem Spie
6—4, 3—6, 2—6, 3—6 unterlagen. Am Sonntag trafe
ſich Hillyard=Stoward und Froitzheim=Kreuzer. Die En,
länder unterlagen trotz aller Anſtrengung dem ſchöne=
Kombinationsſpiele des deutſchen Paares 2—6, 5—
2—6. Den erſten Sieg für ihre Farben erfochten die
brüder Lowe dann gegen von Müller=R. Kleinſchroth be
einem ſehr ausgeglichenen Spiel mit 2:6, 6:4, 610,
Im Herren=Doppelſpiel unterlagen A. H. Lowe und Gor
nach ebenfalls intereſſantem Spiel gegen Rahe und Ott
von Müller 3—6, 2—6, 6—1, 6—4, 7—9. Ebenſo wurde
Gore=K. Powell nach ganz überlegenem Spiele von Froitz
heim=Kreuzer 1—6, 3—6, 1—6 geſchlagen.
* Fußballſport. Holſtein=Kiel Deutſche
Fußlballmeiſter. Am Pfingſt=Sonntag trafen ſie
in Hamburg auf dem Viktoria=Platze die Meiſter de
ſüd= und des norddeutſchen Verbandes im Entſcheidungs
kampf um die Deutſche Fußballmeiſterſchaft. Karlsruh
ſpielte gegen Wind. Während der ganzen erſten Hälft
war Kiel bedeutend überlegen, auch im Zuſammenſpie
und in der Schnelligkeit beſſer. Der ſüddeutſche Innen
ſturm verſagte. Bis Halbzeit wurde nichts erzielt. Ach
Minuten nach der Pauſe verwirkte Karlsruhe durch un
faires Spiel einen Elfmeterball, den der bekannte inter
nationale Linksaußenſtürmer Möller unhaltbar ins To
ſandte. Auch im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte
hatten die Norddeutſchen mehr vom Spiel, doch fand kein
Schuß mehr den Weg ins Tor. Holſtein-Kiel
gewinn=
damit zum zweiten Male die ſeit dem Jahre 1902 zun
Austrag gelangende Deutſche Fußballmeiſterſchaft.
Berliner Fußball=Vereine. Union ſiegte
in Dresden mit 211 gegen Sportluſt, verlor aber übe
raſchenderweiſe in Leipzig mit 214 gegen den Leipzie
Ballſpielklub. Der Berliner Meiſter Preußen weilen
Mittweida, verlor aber mit ſchwacher Mannſchaft mit
3:5 gegen den Mittweidaer Ballſpielklub. Konkordia
ſpielte in Chemnitz unentſchieden 222 gegen
Sturm=
vogel. Viktoria wurde in Wien von dem Wiener
Sport=
klub, einer der beſten öſterreichiſchen Mannſchaften, mi
2:4 geſchlagen. Der total aufgeweichte Boden machte das
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Mai=Heſt 1912
der
Heſſiſchen Chronik
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl
Inhalt: Stadtpfarrer D. Dr. Wilh. Diehl: Aus dem Hausbuch des
Amts=
verweſers Johann Philipp Lichtenberg. — Profeſſor K. Henkelmann: Zur
Einwanderung der Schweizer in den Odenwald. — Wilhelm Müller:
Rad=
brennen, ein alter Gerichtsbrauch im Ingelheimer Grund. — Dr. Albert
Becker: Zur Verlobungsgeſchichte der „Großen Landgräfin”. — Geheimerat
Guſtav Kobelt: Erlebniſſe eines heſſiſchen Feldjägers 1793 bis 1795.
Dr. F. Schrod: Hofrat Bernhard Meyer. Mit Abbildungen. —
Stadt=
archivar Ferdinand Dreher: Cuſtines Schutzbrief für Friedberg in der
Wetterau. — Aachener Wappen und Genealogien. — Bücherſchau.
Aus Zeitſchriften. — Umfragen. — Nachrichten.
Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte:
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.
Man abonniert bei dem Verlag der „Heſſiſchen Chronik”
(L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt) und allen
(9318dso
Buchhandlungen.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den g9. Wnt 19120
Seite 15.
piel ungehener ſchwierig. In Verkin ſchlug der
portklub Charlottenburg den Fußball=Sportverein
Frank=
rt aus Frankfurt a. M. nach beiderſeitig mäßigem Spiele
1 (Pauſe 111).
Die Würzburger Kickers beſiegten auf eigenem
oden am Pfingſtmontag den 1. F.=K. Bamberg, welcher
r Oſtkreisliga angehört, mit 611 Toren.
* Radrennen. Rennen in Straßburg i. E.
m B.=Z.=Preis gewann Miquel den erſten Lauf über
Kilometer in 4 Min. 27 Sek. mit 200 Meter Vorſprung
r Böſchlin, während Walthour infolge Motordefekts
ifgab. Im zweiten Lauf über 10 Kilometer ſiegte Böſch=
* in 8 Min. 24 Sek. knapp vor Miquel, 71 Meter und
falthour 200 Meter zurück. Auch den dritten Lauf über
Kilometer landete Böſchlin in 21 Min. 56,2 Sek. vor
falthour, 800 Meter und Miquel 1200 Meter zurück.
jalthour lag bis zur 25. Runde an der Spitze, fiel aber
inn durch Kettendefekt zurück. Geſamtklaſſement 1. Böſch=
1, 2. Miquel, 3. Walthour. Im Radwelt=Preis über
Kilometer lag Walthour durchweg in Front und ſiegte
43 Min. 33 Sek. mit 2000 Meter Vorſprung vor
Böſch=
n, der in der 82. Runde Reifendefekt hatte. — In dem
0 Kilometer=Rennen ſiegte Böſchlin überlegen in 1 Std.
Min. 42½ Sek. vor dem indisponierten Franzoſen
riquel.
Beim Großen Preis der Grafſchaft Berg über 100
ilometer wurde Sieger Guignard in 1 Std. 17 Min.
Sek. vor Günther, 93,600 Kilometer, Hall 93,550
Kilo=
eter und Linart 93,360 Kilometer, die ſämtlich unter
ad= und Motordefekten zu leiden hatten. Das
Haupt=
hren gewann Schürmann vor Hoffmann und Münzner
nd im Tandemrennen ſiegte ebenfalls Schürmann mit
reidenbach als Partner vor Chr. Müller=Buntenbroich
nd Hoffmann=Münzner.
Die Radrennen in Mailand ergaben in dem
auerfahren über je 15 Kikometer den Sieg des
Fran=
iſen Contenet vor Bruni und dem Italiener Bordoni.
ie Einzelreſultate waren: 1. Lauf; 1. Bruni 14:27, 2.
jordoni; 2, Lauf: 1. Contenet 15:10, 2. Bordoni, 500
keter; 3, Lauf: 1. Contenet 15:30, 2. Bordoni 250 Meter
trück.
Die Radfernfahrt Bordegur-Paris
ge=
ingte während der Pfingſtfeiertage zum 22. Male zum
ustrag. Es ſtarteten von 62 gemeldeten Fahrern 50.
mile Georget, der Sieger des Rennens von 1910,
ge=
ann in 19 Std. 32 Min. vor Petit Breton 19141
Garri=
ou und Salmon. Das Rennen iſt 592 Kilometer lang
nd wird ſeit dem Vorjahre über die erſte Hälfte ohne
nd über die zweite Hälfte mit Schrittmachern (auf
Ein=
elmaſchinen) gefahren.
Auf der Pariſer Prinzenſtarkbahn
ge=
ingte aus Anlaß der dort eintreffenden Teilnehmer der
ſernfahrt Bordeaux-Paris das klaſſiſche Rennen um
en „Prix Zimmermann” hinter Tandemführung zur
Ent=
heidung. Paul Didier ſiegte vor Hourlier.
In Antwerpen gelangte ein 50 Kilometer=
Ren=
en zum Austrag, das von Somers in 39 Min. 52 Sek.
ewonnen wurde. Luycken 500 Meter, Verhoeven 1100
Neter zurück. Im Zweiſtunden=Mannſchafts=Rennen
ſieg=
m Verlinden=Janſſens, die 77,600 Kilometer zurücklegten,
mit 20 Punien vor Banweter=Sck 21 und Mauwers=
Vanhymbeck 41 Punkte.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 —5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene, Am 20. Mai: Dem Steinmetz Georg
Schnauber, Kahlertſtr. 49, eine T. Maria Margarete.
Am 23: dem Fahrradhändler Ludwig Waldſchmitt,
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Philipp Jährling, Nieder=Ramſtädterſtr. 62, eine T.
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Leihgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Heinrich Broſt,
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ſtraße 15½, ein S. Albert Peter.
Aufgebotene. Am 23. Mai: Fabrikbeſitzer Max Georg
Kermes zu Hainichen, und Johanna Emma Regina
Wenzel, Georgenſtr. 13. Am 25.: Architekt Ludw. Nohl
zu Offenburg, mit Anna Katharina Kamp, geb. Weigold
zu Auerbach.
Eheſchließungen. Am 23. Mai: Bankbeamter Ludwig
Metzger mit Auguſte Riedmatter, beide hier.
Bäcker=
gehilfe Ludwig Oberndörfer mit Marie Buſch, beide
in Jugenheim a. d. B. Am 24.: Lehrer und Kantor
Iſi=
dor Horwitz in Zülpich, mit Roſa Mainzer, hier.
Reiſe=
ſekretär Heinrich Merz mit Auguſte Luck, beide hier.
Am 25.: Kaufmann Ludwig Kling, hier, mit
Buch=
halterin Emma Bauer, in Weinheim a. d. B.
Buchbin=
der Ludwig Schildknecht mit Elifabethe Riehl, beide
hier. Dreher Friedrich Haſſelmann mit Büglerin
Ka=
tharina Friedrich, beide hier. Schriftſetzer Philipp
Flach mit Katharina von der Heyden, beide hier,
Bankbeamter Wilhelm Ehrhard mit Margareta
Rein=
hardt, beide hier. Lehrer Joſef Leilich in Klein=
Krotzen=
burg, mit Anna Meier, hier. Oberfeuerwerker Richard
Fiſcher mit Johanna Steuernagel, beide hier.
Weiß=
binder Chriſtian Gunkel mit Magdalena Janſohn,
beide hier. Bankbeamter Wilhelm Konrad mit
Bar=
bara Giegerich, beide hier. Großh. Seminarlehrer
Philipp Gutzler in Bensheim, mit Henriette Wilhelminna
Zeitz, in Frankfurt a. M. Bahnarbeiter Philipp
Ben=
der, hier, mit Maria Trautmann in Wahlen.
Geſtorbene. Am 23. Mai: Hofſchauſpielerin i. P.
Johannette Wilhelmine Schimmer, 66 J., ev.,
Pankra=
tiusſtr. 52. Privatier Johann Karl Jacob Hepp, 71
J., moniſtiſcher Rel., Frankfurterſtr. 11. Generalmajor zur
Dispoſition Karl von Gerlach, 53 J., ev., Riedeſelſtr.
23. Katharine Hau, geb. Schmehl, Witwe des
Kürſch=
ners, 54 J., ev., Gervinusſtr. 36. Am 24.: Kaufmann
Wilhelm Leonh. Georg Heinrich Riemenſchneider, 56
J., ev., Schützenſtr. 5. Martin Friedrich Büchner, 1 J.,
ev., Schloßgaſſe 18. Büglerin Charlotte Henn, 23 J.,
ev., Sandſtr. 40.
Gewinnauezng
der
226. Königlich Preußiſchen Klaſſenlatterte.
5. Klaſſe. 13. Ziehungstag. 25. Mai 1912.
Auf ede gezogene Ranner ſund zwei gleich dohe Gebiane
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
tu den beiden Abteilungen 1 und II.
Gachdruck verwoten)
(Ohne Geuchr. u. Stchl. ſ. 3)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 75000 Mk. 90915
4 Gewinne zu 10000 Mk. 53202 187692
2 Gewinne zu 5000 Mk. 34685
70 Gewinne zu 8000 Mk. 4570 4829 6228 6416
7733 9581 10918 23188 23775 25549 41460 42506
46352 48928 50517 68938 65956 85686 90282 92077
92206 93738 113082 122355 123477 129084 155155
155751 163142 165598 171913 178986 179276 183169
185202
82 Gewinne zu 1000 Mk. 2754 11535 14430 29159
80584 32656 43190 45292 48759 49129 54126 55532
62945 70193 75707 76066 65201 86918 89399 99431
106999 107260 114089 118484 121934 125186 127343
184164 139446 140498 146879 156771 16614s 171710
173625 177273 178017 182944 183900 185594 187636
166 Gewinne zu 500 Mk. 1982 2421 4865 5062
6459 6287 7624 10290 10350 14215 14997 16905
19262 21438 22771 28011 29730 30567 30767 31932
36107 37948 38648 40381 41946 43583 51817 56226
56368 59486 59668 61575 71799 72373 74858 77202
77386 78505 78877 80172 82971. 84082 84127 85012
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119598 119639 125001 128051. 128792 132610 134427
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ſtadt, eingereicht, daß unſer Meiſter, Herr
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meiſter Karl Kahrhof, die ortsüblichen Löhne
nicht zahle.
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