Abonnementspreis
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
175. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Zweite Kammer trat geſtern wieder zuſammen
und wird heute die Beratung der
Beamtenbeſol=
dungsvorlage beginnen,
Die Mehrforderungen für die
Feldartil=
lerie wurden von der Budgetkommiſſion
des Reichstags bewilligt.
Der deutſche Botſchafter in Konſtantinopel Frhr.
Mar=
ſchall von Bieberſtein iſt in Berlin eingetroffen
und hat mit dem Reichskanzler konferiert.
Am Montag abend wurde auf den Erdbebenwarten ein
ſtarkes Fernbeben regiſtriert, als deſſen Herd
Island bezeichnet wird.
Die Revolution in Mexiko breitet ſich weiter
aus.
Die Lage im Ueberſchwemmungsgebiet des
Miſſifſippi wird immer ernſter.
Was geht vor?
C) „Es geht etwas vor, man weiß nur nicht, was”.
Dieſer tiefſinnige Satz kann jetzt wieder einmal
Anwen=
dung finden auf die Reiſe des Frhrn. v. Marſchall
nach Deutſchland. Von einem oft zu offiziöſen
Auslaſ=
ſungen benutzten rheiniſchen Blatte wurde dieſer Tage
gemeldet, Herr v. Marſchall ſei dazu auserſehen, den
ſei=
nen Londoner Botſchafterpoſten verlaſſenden Grafen
Metternich zu erſetzen. Andererſeits hieß es wieder,
der jetzige Botſchafter in Konſtantinopel ſei zum
Nach=
folger des Staatsſekretärs v. Kiderlen=Wächter
auserſehen. Genaues weiß man nicht! Auffallen müßte
es allerdings, daß Freiherr von Marſchall, der das
Ter=
rain ſo gut kennt wie kaum ein anderer und in den 15
Jahren, die er bereits am Bosporus weilt, es verſtanden
hat, großen Einfluß zu gewinnen, gerad zu einer für die
Türkei ſo kritiſchen Zeit wie die jetzige, Konſtantinopel
ver=
laſſen ſollte. Wer hätte eine ſolche Karriere dem ehemaligen
Staatsanwalt vorausgeſagt! Mit auswärtigen Dingen
völlig unvertraut, übernahm er ſeinerzeit das Auswärtige
Amt, aber er verſtand es ſchnell, ſich in dasſelbe
hinein=
zuarbeiten und trotz aller Schwierigkeiten, die eine
ge=
wiſſe Clique ihm zu bereiten ſuchte, ſtand er ſeinen Mann.
Dann ging er nach Konſtantinopel als Botſchafter und
ihm haben wir es zu verdanken, wenn infolge ſeiner
be=
harrlichen und umſichtigen Tätigkeit es gelang
Deutſch=
land am Goldenen Horn zur ausſchlaggebenden Macht
zu machen. Es hat ja nicht an Schwankungen gefehlt,
aber immer wieder ſiegte die Autorität Deutſchlands und
auch nach dem Sturze Abdul Hamids verſtand er es, auch
bei dem neuen Regime ſehr bald wieder Vertrauen zu
ge=
winnen. Dieſer bewährte Diplomat ſoll nun trotz ſeines
hohen Alters nach London? Man kann es eigentlich
kaum glauben, daß man gerade jetzt Herrn v. Marſchall
aus ſeinem erfolgreichen Wirken in Konſtantinopel
her=
ausreißen ſollte. Liegt es nicht viel näher, anzunehmen,
daß man das Bedürfnis hat, eingehende perſönliche
Be=
ſprechungen über die Lage im Orient mit ihm zu
pfle=
gen, zumal ja der Kaiſer jetzt von ſeiner Erholungsreiſe
von Korfu zurückkehrt? Auf dem heißen Londoner
Bo=
den wäre er ein Neuling, und es iſt nicht ſo leicht, hinter
die Schliche der engliſchen Politik zu kommen. Man
ver=
traut aber wohl vielleicht darauf, daß Herr v. Marſchall
ſich an der Themſe gleichfalls leicht hineinarbeiten werde,
und daß er der geeignete Mann wäre, die deutſch=
eng=
liſchen Verſtändigungsverhandlungen zu führen.
Daß Graf Metternich zurücktritt, iſt ziemlich ſicher,
aus welchen Gründen, weiß man nicht ſo recht. Verfehlt
wäre es aber, anzunehmen, daß der jetzige Vertreter
Deutſchlands in London immer der Mann der ſanften
Tonart geweſen ſei, ſelbſt engliſche Blätter geben zu, daß
er mehr als einmal in ſcharfer Weiſe vorgegangen ſei;
andererſeits habe er es aber auch verſtanden, eine
Atmoſphäre zu ſchaffen, die einer engliſch=deutſchen
An=
näherung günſtig war. Die Entſcheidung über all die
er=
warteten Veränderungen dürfte nach der Rückkehr des
Kaiſers fallen; bis dahin hat es wenig Zweck, ſich den
Kopf zu zerhrechen und aufs Raten zu verlegen.
London, 6. Mai. Die Mitteilungen über den
wahrſcheinlichen Abgang des Barons Marſchall vom
Poſten des Konſtantinopeler Botſchafters und ſeine
Ver=
ſetzung auf den Londoner Poſten machen viel von
ſich reden. Es ſind zunächſt hauptſächlich die Berliner
Be=
richterſtatter der hieſigen Blätter, die den Gegenſtand
be=
handeln und mit allerlei ſchmeichelhaften Bemerkungen
für und hiſtoriſchen Erinnerungen an Baron Marſchall
verarbeiten. Das miniſterielle Daily Chronicle bezeichnet
in ſeinen Leitartikelſpalten die angedeutete Verſetzung als
eine ſehr intereſſante Möglicheit, erinnert daran, daß
Baron Marſchall für den bedeutendſten Diplomaten im
Reichsdienſt gelte, und meint, ſein überwiegender
Ein=
fluß in Konſtantinopel ſei ſo groß, daß man ihn ſicher
nicht ohne ganz beſonderen Grund von dort verſetze.
„Wir unſererſeits”, ſchließt das Blatt ſeine Bemerkungen,
„würden uns freuen, ihn hier zu haben, da wir glauben,
daß eine Beſſerung der engliſch=deutſchen Beziehungen
eine Aufgabe von ſo allerhöchſter Wichtigkeit iſt, daß auf
beiden Seiten die allerbeſten Männer dazu in den Dienſt
geſtellt werden ſollten, und auch, daß von den
Bemühun=
gen ſolcher Männer eine entſcheidende Beſſerung
zuver=
ſichtlich zu erwarten wäre.”
Neues vom Kriege.
Ausſichten auf den Luftkrieg.
* Aus Konſtantinopel, 2. Mai, wird der Köln. Ztg.
geſchrieben: Auf dem Lande hat der Krieg nicht viel
Gutes für die Italiener ergeben; die Kriegsmittel zu
Waſſer haben auch nichts erreicht, außer einigen Löchern
in alten Mauern. Es erwartet uns nun das Schauſpiel
eines Krieges in der Luft. Die Italiener haben hierin
einen großen Vorſprung. Sie beſitzen ſeit Jahren
Luft=
ſchiffe und Flugdrachen; ſie haben ausgebildete Offiziere,
die ſeit einem halben Jahr in Afrika Erfahrungen
ſam=
meln. Es heißt hier, daß die Inſel Lemnos als
Stütz=
punkt für italieniſche Angriffe in der Luft auserſehen ſei;
bereits ſollen dort ein Luftſchiff und mehrere Flugdrachen
eingetroffen ſein. Wenn das richtig iſt, ſcheint die
Ab=
ſicht zu beſtehen, den Befeſtigungen und Schutzmitteln der
Dardanellen von oben her auf den Leib zu rücken, da der
Angriff auf der gleichen Höhe der Erde und des Waſſers
etwas ungeſund für die Beteiligten werden kann.
Viel=
leicht iſt der Gedanke gut, und vielleicht haben die
italie=
niſchen Flieger ſchon gelernt, ihre Bomben richtig auf ſo
kleine Ziele zu werfen, wie Schiffe und Schanzen es ſind.
Koſtbare Zeit iſt bei den Türken vergangen, Millionen
Piaſter ſind zwecklos geſpart worden. Nun endlich
begin=
nen ſie ſich auch auf die vierte Waffe zu beſinnen. Einige
Offiziere ſind in Frankreich ausgebildet worden; unter
Leitung des Oberſtleutnants Sureja iſt eine Fliegerſchule
bei S. Stefano eröffnet worden. In dieſen Tagen haben
ſie Flüge unter Leitung engliſcher und franzöſiſcher
Flie=
ger begonnen. Das Material iſt vortrefflich, die Lehrer
ſind ihrer Sache ſicher, die Schüler eifrig und kaltblütig.
Wie bei der Heerſchau vor dem Sultan die Flieger
in ihrem Drachen unter dem Jubel des Volkes
mitmach=
ten, ſo ſollen ſie binnen kurzem ausziehen, um wenigſtens
in der Luft die Fühlung mit dem Feinde zu gewinnen,
deren Fehlen der junge türkiſche Offizier bisher ſo
ſchmerzlich beklagt.
Die Beſetzung von Rhodos.
Die Agenzia Stefani meldet aus Rhodos vom 5. ds.:
Der etwa 3000 Mann ſtarke Feind wurde geſtern
mehr=
mals geſchlagen und bis unter die Mauern von Rhodos
zurückgeworfen. Nachts zog er ſich in kleinen Gruppen
ins Innere der Inſel zurück. Die Italiener hatten ſieben
Verwundete, von denen einer geſtorben iſt. Der Feind
hatte 23 Tote und 4 Verwundete, 57 Türken, darunter
ein Offizier, wurden gefangen. Heute früh wurde die
Uebergabe der Stadt binnen einer Stunde unter
Androhung der Beſchießung im Falle der Weigerung
ge=
fordert. Um 8 Uhr erſchien der zeitweilige Gouverneur
im italieniſchen Lager, um die Unterwerfung anzubieten.
Um 9 Uhr beſetzten Truppen und Matroſen die Stadt.
Sie wurden von der Bevölkerung gut aufgenommen.
Ge=
neral Ameglio erließ ſofort eine Bekanntmachung und
traf Vorkehrungen für die Aufrechterhaltung der
öffent=
lichen Ordnung und Sicherheit.
Deutſches Reich.
— Die Budgetkommiſſion des
Reichs=
tages bewilligte die Wehrforderungen für die
Feld=
artillerie für Preußen, Bayern, Sachſen und
Württem=
berg unverändert nach der Vorlage.
Die Jeſuitenfrage im preußiſchen
Landtag. Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe kam
es bei der dritten Leſung des Etats auch zu einer
Er=
örterung der Jeſuitenfrage. Der nationalliberale Abg.
Dr. v. Campe äußerte im Namen ſeiner Freunde:
Wir wollen keine Debatte über die Jeſuitenfrage
her=
vorrufen; aber eine Frage und eine Bitte habe ich auf den
einmütigen Wunſch meiner Freunde an die Regierung zu
richten. Hat die Staatsregierung ſchon Stellung
genom=
men, wie ſie ihre Stimmen im Bundesrat gegen das
bayer=
iſche Vorgehen zu inſtruieren gedenkt? Und iſt ſie in der
Lage, uns heute ſchon Erklärungen darüber abzugeben? Die
recht dringende Bitte geht dahin, daß die Regierung doch
an der Auslegung, die ſie dem Jeſuitengeſetz bis dahin hat
angedeihen laſſen, unentwegt feſthalten möchte. Es kann
doch nicht angängig ſein, ohne weiteres eine Auslegung,
die man ſeit 40 Jahren beim Bundesrat und allen deutſchen
Staatsregierungen feſtgehalten hat, über den Haufen zu
werfen. Die Staatsregierung hat in offiziöſer Form am
5. April durch die Norddeutſche Allgemeine Zeitung
er=
klären laſſen, daß ſich an der Rechtsauffaſſung der
preußi=
ſchen Staatsregierung in dieſer Beziehung bis dahin nichts
geändert habe. Es ſollte mich freuen, wenn dieſe
Rechts=
auffaſſung auch nach dem 5. April ſich nicht geändert haben
ſollte. Ich bitte alſo die Regierung, bei dieſer Auffaſſung
zu verbleiben im Intereſſe des Anſehens des Staates, der
Autorität unſerer Geſetze und des inneren Friedens, dreier
Güter, die niemand im Augenblic entbehren kann.
Der Kultusminiſter v. Trott zu Solz verwies in einer
kurzen Bemerkung darauf, daß über die Auslegung und
Handhabung des Reichsgeſetzes der bayeriſche Antrag dem
Bundesrat vorliege, daß der Reichskanzler die bekannten
Erklärungen im Reichstag abgegeben habe, und daß men
es unter dieſen Umſtänden verſtehen werde, wenn er auf
die Bemerkungen der Vorredner nicht eingehen könne. Die
Sache ſei beim Bundesrat anhängig, und die preußiſche
Regierung habe bisher noch keine Veranlaſſung gehabt, eine
neue Stellung zu nehmen.
— Böswillige Verdächtigungen. Die
Jungliberalen Blätter weiſen eine Verdächtigung der
Süddeutſchen Nationalliberalen Korreſpondenz zurück=
In dieſer Koreſpondenz war behauptet worden, daß dem
Reichsverband der Vereine der nationalliberalen Jugend
„anſehnliche Summen” zur Verfügung geſtellt worden
ſeien, und ſie knüpft daran die Bemerkung, daß „Herr
Streſemann oder Herr Rießer oder beide Auskunft geben
könnten”, woher dieſe Summen ſtammten. Die Kölniſche
Volkszeitung, die den Artikel der ſüddeutſchen
Korre=
ſpondenz abdruckte, knüpfte daran die Notiz: „Dieſe
Be=
merkung zielt natürlich auf den Hanſabund‟. Die
Jung=
liberalen Blätter nennen es eine böswillige
Verdächti=
gung, die indirekte Behauptung aufzuſtellen, die
Jung=
liberalen würden von dem Hanſabund unterſtützt. Der
Reichsverband ſei niemals von dem Hanſabund
unter=
ſtützt worden; er habe weder von Herrn Dr. Rießer noch
dem Hanſabund Geldunterſtützung erhalten.
— Eine elſaß=lothringiſche
Mittel=
partei. In Straßburg wurde eine „elſaß=lothringiſche
Mittelpartei” gegründet, in der ſich gemäßigt liberale
und nationalgeſinnte Elemente zuſammengeſchloſſen
ha=
ben, denen die Entwickelung der Fortſchrittlichen
Volks=
partei in Elſaß=Lothringen nicht zuſagte. Das
Pro=
gramm der neuen Partei vertritt in kulturellen, ſozialen
und wirtſchaftlichen Fragen gemäßigt liberale Wünſche
und enthält als erſte Forderung den feſten Anſchluß an
das Reich unter beſonderer Pflege der elſaß=
lothringi=
ſchen Eigenart. Nach der Wahl des proviſoriſchen
Vor=
ſtandes konſtituierte ſich ſofort die Straßburger
Orts=
gruppe und nahm ihre Vorſtandswahlen vor. Die
Grün=
dung anderer Ortsorganiſationen in Ober= und Unter=
Elſaß ſteht unmittelbar bevor.
Ausland.
Frankreich.
Die Gemeinderatswahlen. Sämtliche
Wahlreſultate aus 359 Hauptorten der Arrondiſſements
liegen nunmehr vor. Gewinne und Verluſte halten ſich
die Wage. Es ſind 121 Stichwahlen erforderlich.
Bulgarien.
Ein offiziöſes Dementi. Die Agence
Bul=
gare iſt ermächtigt, alle Gerüchte von einem Bündnis
oder einer Entente Bulgariens mit Rußland oder
Grie=
chenland formell zu dementieren, desgleichen die Behaup:
tung, daß Bulgarien bei ſeinen bei der Pforte zu Gun=
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Nummer 108.
ſten der Wiedereröffnung der Dardanellen
unternomme=
nen Schritten von Rußland unterſtützt oder gar dazu
gedrängt worden ſei.
Serbien.
Miniſterkriſis. Der Kriegsminiſter
Stepano=
witſch trat zurück, weil der Thronfolger Alexander bei
dem letzten Offiziersavancement ſeinen Willen gegen
die Vorſchläge des Miniſters durchſetzte. Infolge der
Schwierigkeiten einer Koalition zwiſchen Alt= und
Jung=
radikalen wird auch der Miniſter des Innern Protitſch
abdanken. Der Rücktritt Protitſchs wird den
Geſamt=
rücktritt des Kabinetts nach ſich ziehen.
Griechenland.
Die kretiſche Frage. Das Regierungsblatt
Akropolis meint, die Vertagung des Parlaments auf
ei=
nen Monat habe ihren Grund darin, daß nach dem
Monat Mai eine Löſung der kretiſchen Frage zu erhoffen
ſei, ſodaß dann die kretiſchen Abgeordneten in das
grie=
chiſche Parlament eintreten könnten. Miniſterpräſident
Venizelos äußerte, die Löſung der Kretafrage werde in
kürzeſter Zeit erfolgen.
Mexiko.
Der Sturz Maderos. Durch die Erwählung
des Emilio Vasques Gomez zum einſtweiligen
Prä=
ſidenten Mexikos iſt die Lage in das entſcheidende
Sta=
dium getreten. Die Revolutionäre haben 60000
wohl=
gerüſtete Leute im Feld und beherrſchen zwei Drittel des
ganzen Landes. Zwei Staatsparlamente ſind ihnen
offen zugefallen. Die Revolutionsführer, auch Zapata
im Staate Morelos, ſind einig in der Anerkennung des
Emilio Gomez als zeitweiligen Präſidenten. Rueda
behauptet, das ganze Land ſtehe in Brand. Madero ſei
unfähig, ſeine eigenen Leute zu beſchützen, ganz
abge=
ſehen von den Fremden. Seine Rurales frühere
Ban=
diten, hätten unmenſchliche Grauſamſeiten verübt.
Gleicheitig mit Rueda iſt ein neuer mexikaniſcher
Ge=
ſandter, Calero, in Waſhington eingetroffen. Er war
bisher der Miniſter des Aeußern und hat kürzlich Amerika
eine ſehr grobe Antwort auf ſeine Warnungsnote
gege=
ben. Der Sun bringt einen ſcharfen Artikel gegen die
amerikaniſche Regierung, die auf Grund der
Monroe=
doktrin die fremden Mächte am Eingreifen hindere, ſelbſt
aber nichts für die Fremden tue. China und Spanien
könnten nichts tun, aber Deutſchland, gegen deſſen
An=
gehörige in Cavadonga ſcheußliche Greuel verübt
wor=
den ſeien, ſei fähig und willens, einzuſchreiten, wenn
die Monroedoktrin dem nicht im Wege ſtände. Der
Fort=
beſtand der gegenwärtigen Anarchie mache die Stellung
der mexikaniſchen Regierung unhaltbar.
* New=York 6. Mai. Heute hat hier der Prozeß
der Regierung zur Auflöſung des Stahltruſts
be=
gonnen. Die Beweisaufnahme wird zwei Monate dauern
und es wird die Vernehmung hervorragender Männer als
Zeugen erwartet Auch Rooſevelt wird vernommen
wer=
den. Der erſte Zeuge namens Wallace Büll, ein früherer
Beamter der American Steel and Wire Company machte
heute Angaben über die Preisabkommen von 1898 und
1906. Die Entſcheidung des Prozeſſes, für den ein
beſon=
derer Richter ernannt worden iſt, wird in zwei Jahren
er=
wartet.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 8. Mai.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Peter Vollrath aus Reichelsheim i. O., Kreis Erbach,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Nieder=
Flor=
ſtadt, Kreis Friedberg; dem Schulamtsaſpiranten Jakob
Wolf aus Rockenberg, Kreis Friedberg, die Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Aſchbach, Kreis Heppenheim.
* Ernannt wurden der Aktuariatsaſſiſtent bei dem
Amtsgericht Alzey Wilhelm Jung zum
Aktuariats=
aſſiſtenten bei dem Amtsgericht Mainz, der
Gerichts=
ſchreibergehilfe Adam Hartnagel in Lampertheim
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Alzey,
beide mit Wirkung vom 10. Mai 1912, der
Gerichts=
ſchreibergehilfe Julius Hartmann in Ulrichſtein zum
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Herbſtein mit
Wirkung vom 11. Mai 1912.
-g. Strafkammer. Der 18jährige Arbeitsburſche Otto
Ernſt Didiviszus aus Leipzig=Volkmarsdorf hatte
ſich geſtern wegen mehrerer Diebſtähle zu verantworten.
Der ſchon mehrfach vorbeſtrafte Angeklagte hatte im
An=
fang des Juni vorigen Jahres ſeinem Arbeitskollegen
Herm. Kreuzberg das Arbeitsbuch geſtohlen, mit deſſen
Hilfe er ſich in Dieburg Beſchäftigung bei der Obſternte
verſchaffte. Als er nach einigen Wochen die Arbeit
wie=
der verließ, ließ er eine ſeinem Arbeitgeber gehörige Hoſe
mitgehen. Er begab ſich ſpäter nach Darmſtadt, wo er
am 19. Juli ſeinem Logiskollegen einen Geldbetrag von
50 Mark ſtahl, indem er deſſen Geldbehälter erbrach. Das
Gericht verurteilte den geſtändigen Angeklagten zu drei
Monaten drei Wochen Gefängnis. Auf die
Unterſuchungshaft werden ihm drei Wochen angerechnet.
— Wegen Vergehen gegen § 7 des Geſetzes gegen den
unlauteren Wettbewerb war der Geſchäftsführer der
Darmſtädter Konſum=, Spar= und Produktions=
Genoſſen=
ſchaft Joſeph Kaindl vom Schöffengericht zu 30 Mk.
Geldſtrafe verurteilt worden. In dem Geſchäftsbericht
war bei dem angefügten Warenverzeichnis in kleiner
Schrift bemerkt, daß Wäſche zur Räumung verkauft
würde. Auf Antrag des Detailliſtenvereins erhob die
Staatsanwaltſchaft Anklage gegen den Geſchäftsführer
da der Ausverkauf nicht vorher bei der Handelskammer
angemeldet wurde. Gegen das ſchöffengerichtliche Urteil
legte der Verurteilte Berufung ein, indem er beſtritt, daß
die Konſumvereine unter das Geſetz betr. den unlauteren
Wettbewerb fallen. Auch ſei die Ankündigung nicht die
Ankündigung eines Ausverkaufs geweſen. Die
Straf=
kammer erachtete die Gründe der Berufung nicht für
berechtigt, ſetzte jedoch die Strafe auf 5 Mark herab.
Der 21jährige Spediteur Ludwig Adolf
Mittel=
dorf von hier wurde nach nichtöffentlicher Verhandlung
wegen Zuhälterei zu ſechs Monaten Gefängnis
verurteilt. Von der Unterſuchungshaft werden ihm zwei
Monate angerechnet.
RbG. Der Ehrenkoder der Offiziere und die
Privat=
beleidigungsklage. Der Gerichtsaſſeſſor Jakob Ernſt
Günther hatte als vertretender Richter mit dem
Juſtizrat Gärtner eine berufliche Auseinanderſetzung,
wobei Gärtner den Aſſeſſor beleidigt haben ſoll durch
den Vorwurf der verſuchten unzuläſſigen Einwirkung.
Da der Juſtizrat dem Aſſeſſor auf deſſen Verlangen keine
genügende Ehrenerklärung gab, ſo ließ der Aſſeſſor, der
ebenſo wie der Juſtizrat dem Offizierſtande der Reſerve
angehörte, durch den Oberlehrer M. dem Juſtizrat eine
Säbelforderung überbringen. Gärtner erſtattete ſofort
Anzeige bei der Staatsanwaltſchaft gegen den
Kartell=
träger, den Oberlehrer, wegen Nötigung und ſtellte in
der Anzeige anheim, gegen den Aſſeſſor wegen
Mittäter=
ſchaft oder Beihilfe vorzugehen. Infolge dieſer Anzeige
wurde der Aſſeſſor vernommen und erfuhr ſo von dem
Vorgehen des Juſtizrats. Darauf richtete er ſofort ein
Schreiben an den Ehrenrat des Bezirkskommandos
Worms, in welchem er den Gärtner als einen ganz
ge=
wöhnlichen Denunzianten bezeichnete, der nicht mehr
An=
ſpruch auf die Achtung eines Ehrenmannes habe. Dabei
hat Günther dieſe beleidigenden Worte gewöhnlicher
De=
nunziant noch unterſtrichen. Auf Grund dieſes
Schrei=
bens erhob nunmehr Gärtner Privatklage wegen
Belei=
digung, und in dem vor der Strafkammer anberaumten
Termin wurde der Aſſeſſor freigeſprochen, weil ihm der
Schutz des § 193 zugebilligt wurde. Gegen dieſen
Frei=
ſpruch erhob ſowohl der Staatsanwalt als auch der
Nebenkläger Berufung, und die Strafkammer Darmſtadt
erkannte am 29. Januar 1912 ebenfalls auf Freiſprechung.
Der Aſſeſſor beſtritt, die Abſicht gehabt zu haben, den
Juſtizrat als Perſon in dem Schreiben beleidigen zu
wollen. Nach dem Ehrenkodex der Offiziere ſind derartige
Anzeigen beiForderungsverweigerung als unehrenhaft
an=
zuſehen. Wie er nun in Erfahrung gebracht habe, daß der
Ehrenrat von der Denunziation des Juſtizrats bei der
Staatsanwaltſchaft Kenntnis hatte und trotzdem nicht
gegen Gärtner vorging, habe er ſich in ſeiner
Offiziers=
ehre verletzt geſehen und geglaubt, mit kräftigen Mitteln
den Ehrenrat zum Einſchreiten veranlaſſen zu müſſen, und
dies habe auch inſofern gewirkt, als nunmehr der
Juſtiz=
rat G. mit ſchlichtem Abſchied aus dem Offizierkorps
aus=
geſchloſſen wurde. Gegen das freiſprechende Urteil der
Strafkammer legte der Nebenkläger Reviſion beim
Reichsgericht ein und macht materielle und
pro=
zeſſuale Rügen geltend. Prozeſſuell, daß im Urteil ſeine
ſchlichte Verabſchiedung verwertet worden ſei, ohne daß
die betreffende Urkunde verleſen worden ſei. Materiell
ſei wiederum der Begriff der Form von der Strafkammer
verkannt. Der Reichsanwalt hält die Prozeßrüge für
unbegründet, da ja der Inhalt der
Verabſchiedungsur=
kunde durch die Zeugenausſagen dem Gericht bekannt
geworden ſein könne. Auch materiell könne das Urteil
nicht angefochten werden, weil lediglich die
Beweiswür=
digung angefochten werde. Er beantrage deshalb
Ver=
werfung der Reviſion. Dieſem Antrage trat der hohe
Senat bei und erkannte auf koſtenpflichtige
Ver=
werfung der Reviſion des Nebenklägers. (
Nach=
druck verboten.)
* Zur Poſtkartenwoche. Auch in den
Land=
gemeinden des Kreiſes Darmſtadt bildet ſich
eben die Organiſation für die Poſtkartenwoche der
Großherzogin. Obwohl Proben noch nicht vorliegen,
beträgt die Beſtellung aus 11 Gemeinden bereits
15000 Stück. Wegen des Vertriebs in der Stadt
Darmſtadt ſchweben Verhandlungen mit dem
Papier=
händlerverband.
O Landwirtſchaftliche Haushaltungsſchulen zu
Lan=
gen und Lindheim. Die Landwirtſchaftskammer
Darm=
ſtadt eröffnet am 1. Juli 1912 den zweiten
fünfmonat=
lichen Haushaltungskurſus für das Jahr 1912 an ihren
Haushaltungsſchulen zu Langen und Lindheim. Der
praktiſche und theoretiſche Haushaltungsunterricht erſtreckt
ſich auf die Anleitung im ſelbſtändigen Kochen mit
Rück=
ſicht auf die Bedürfniſſe des ländlichen und bürgerlichen
Tiſches, Zubereitung und Aufbewahrung der Speiſen,
in der Käſebereitung, Federviehpflege, Gartenwirtſchaft,
im Waſchen und Bügeln, Reinhalten des Hauſes,
Buch=
führung. Da in dieſem Kurſus auch ein ſehr gründlicher
Handarbeitsunterricht, in welchem das Stricken, Wäſche=
Schnittzeichnung, Wäſchezuſchneiden, Hand= und
Maſchi=
nennähen, Ausbeſſern erlernt wird, da ferner auch
allge=
mein bildende Fächer wie Aufſatz, Rechnen, Singen.
Ge=
ſundheitslehre und Krankenpflege gelehrt werden, iſt die
Teilnahme an dem Unterricht nicht nur Töchtern von
Landwirten, ſondern auch denen des Mittelſtandes ſehr
zu empfehlen. Hinzuweiſen iſt noch auf die gründliche
Ausbildung in den laufenden Arbeiten im Obſt= und
Ge=
müſebau, ſpeziell auf die Konſervierung, das Einmachen
des Obſtes und der Gemüſe. Ebenſo werden der Ernte
und Winteraufbwahrung des Obſtes und der Gemüſe
große Beachtung geſchenkt. Daß zur Erlernung eines ſo
großen Lehrplanes wie des eben angeführten ein
mehr=
monatlicher Lehrkurſus notwendig iſt, iſt als
ſelbſtver=
ſtändlich zu betrachten. Wenn auch in letzter Zeit
viel=
fach kurze Wander=Haushaltungskurſe errichtet wurden,
auf denen in wenigen Wochen die Einführung in einige
Obliegenheiten des Haushaltes bezweckt werden ſoll. ſo
muß doch jeder Vater, der ſeiner Tochter die gründliche
Ausbildung in den hausmütterlichen Pflichten geben
laſ=
ſen will. ſeinem Kinde eine längeren Unterricht
zukom=
men laſſen. Die Landwirtſchaftskammer kommt den
El=
tern ſehr entgegen. indem ſie Unterrichts= und
Penſions=
preis denkbar niedrigſt feſtgeſetzt hat.
* Aus Jägerkreiſen ergeht an uns die Bitte, darauf
hinzuweiſen, daß die Setzzeit der Haſen und Rehe, die
Brut=
zeit von Feldhühnern und Faſanen gekommen iſt. Bei dem
noch hilfloſen Zuſtande, in dem ſich das junge Wild befindet,
iſt erhöhter Schutz und beſondere Aufmerkſamkeit
not=
wendig. Für den Jäger und Naturfreund iſt dies
ſelbſtver=
ſtändlich. Viel wird aber durch die Gedankenloſigkeit des
gro=
ßen Publikums geſündigt, hauptſächlich durch das Laufenlaſſen
von Hunden aller Art im Wald und Feld. Sie ſtöbern niche
nur das Wild in allen Lagern und Schlupfwinkeln auf und
beunruhigen das Jagdgebiet derart, daß das Wild ſich
all=
mählich vollſtändig in andere Gegenden verzieht, ſondern
die noch unbehilflichen Jungen fallen ihnen zum Opfer, die
brütenden Faſanen und Feldhühner verlaſſen auf
Nimmer=
wiederkehr Gelege und Neſter, die Brut geht zu Grunde;
Rehkitze und junge Haſen werden tot gebiſſen, ohne daß der
harmloſe Spaziergänger und Hundebeſitzer etwas davon
merkt. Kommt dies — wie häufig in der Nähe großer
Städte — öfter vor, dann wird die Jagd vollſtändig
rui=
niert. Bei der Höhe der heutigen Jagdpachtpreiſe und der
großen Mühe und hohen Unkoſten, die auf die Hegung des
Wildes verwandt werden müſſen, iſt ein derartiger Zuſtand
für den Jagdpächter unerträglich und bringt eine
Gemark=
ung in Jägerkreiſen in Verruf, der ſich bei der nächſten
Ver=
pachtung auch für die Gemeindeeinnahmen und Steuern
un=
angenehm bemerkbar machen muß. Aber auch ganz
abge=
ſehen von jagdlichen Intereſſen ſollte jeder anſtändig
Den=
kende ſeinen Hund im Revier niemals unangeleint
mit=
führen. Wer einmal das Entſetzen und die Angſt mit
ange=
ſehen hat, die zum Beiſpiel eine Rehgeis erfaßt, wenn ſich
ihr Kitz von einem Hund bedroht ſieht, oder wer ſich dier
Qualen der dem Hungertode preisgegebenen Jungen
vor=
ſtellt, deren Mutter von einem Hund geriſſen wurde, der
wird ohne weiteres zugeben, daß es direkt als eine Roheit
zu bezeichnen iſt, Hunde im Revier jagen zu laſſen
An alle Hundebeſitzer ergeht daher die dringende Bitte,
ganz beſonders in den nächſten Wochen ihre Hunde
ent=
weder zu Hauſe zu laſſen oder an der Leine zu führen. Ganz.
Im Frühling zum Bordenberg.
Von Joſeph Lößer.
Der Lenz ſchmückt die Fluren und ladet zur
Wander=
ung in Darmſtadts ſchöner Umgebung ein. Sorgfältig
gepflegte Anlagen, duftende Blüten und Blumen, friſche
Wieſengründe und der Geſang der Vögel in den Zweigen
und Lüften locken hinaus vor allem aber die unſere Stadt
in weitem Kranze umgebenden, im jungen Laube
ſtehen=
den Wälder, um ihr Frühlingsweben mitzuleben,
ver=
ſtehen zu lernen und, wohltuend für Körper und Geiſt
auf uns einwirken zu laſſen. Eine Reihe von Wegen
führt zu ihnen. Diesmal, freundlicher Leſer, bitte ich
mich auf der landſchaftlich abwechſelungsreichen Nieder=
Ramſtädter Straße zu begleiten, um beim Böllenfalltor
wo einſtens ein forſtliches Falltorhaus bei den Böllen
(Pappeln) ſtand, in den Schatten des Waldes einzutreten.
Wir ſehen vor uns dunkle Kiefern (Föhren) und Fichten
welche wie ein Mantel die in zartem Hellgrün
leuchten=
den Buchen umgeben, und treffen gleich auf eine
ehrwür=
dige, alte Eiche, deren weit ausgreifende Krone im
An=
fang des Blätterſchmuckes ſteht, mit der Bezeichnung
„Johann Heinrich Merck=Eiche‟. Eine paſſende Wahl
wegen der Nähe des Herrgottsberges, wo der junge, 22 Goethe in Schwärmerei für die Natur ſo gerne
mit ſeinem geiſtreichen Freunde Merck und anderen
Darmſtädter Bekannten verkehrte.
Schon die erſten (Rot=) Buchen des Hochwaldes, den
wir nun auf dem Nieder=Ramſtädter Pfad betreten,
zei=
gen allerliebſte Zweige, an denen neben jungen Blättchen
männliche Blüten, kugelig zuſammengedrängt, an dünnen
Stielen herabhängen, die weiblichen aber in der Form
zierlicher Köpfchen aufrecht ſtehen. Auf dem Boden, aus
dem dürren Laub, ſchaut auch der kleine Nachkomme der
vorjährigen Frucht hervor, ein Pflänzchen mit zwei
gro=
ßen, dunkelgrünen, dickfleiſchigen Keimblättern. — Der
Buch= oder Edelfink trippelt am Wege, eifrig nach
Nah=
rung ſuchend; wenn wir uns nähern, fliegt er auf zu den
Zweigen der Bäume; der kräftige Schlag des ſchmucken,
bunt gefiederten Männchens ertönt im Waldesdom,
wäh=
rend das ſchlicht ausſehende Weibchen nur ein kurzes
„pink pink” hören läßt. Auch von der lebhaften
Kohl=
meiſe hört man dieſe Laute, während aus der Ferne das
getragene Lied der Amſel ertönt.
Der Pfad zieht durch ſandigen Boden, entſtanden
durch Ablagerungen und Verwehungen in der ſpäteren
Diluvial= und nachfolgenden Zeit, während das aus
Granit und Diabas beſtehende Geſtein des Herrgotts= zur Rechten weit älter und ſeiner Zeit als
feuer=
flüſſige Maſſe aus dem Innern der Erde gequollen iſt,
wobei ſich unter Umwandelung des Nachbargeſteins
(Schiefer) auch ſogen. Diabashornfels gebildet hat. Wir
kreuzen den Herrgottsbrunnenweg, durchſchreiten Beſtände
junger Fichten, Buchen und Buchenhochwald bis zum
Weſterwellerpfad, von wo ſich eine Sandfläche mit
ein=
zelnen hohen Bäumen und vorzugsweiſe aus kleinen
Fichten beſtehendem Unterwuchs bis zur Schlagſchneiſe
ausdehnt. Ihre zarten, gelbgrünen Frühlingstriebe
heben ſich ſcharf ab von den überwinterten dunklen
Na=
deln, welche über acht Jahre ausdauern können, während
die Nadeln der gewöhnlichen Kiefer nur zwei bis drei
Jahre aushalten. Nun tritt wieder der geſchloſſene hohe
Buchenwald auf mit dichtem Unterholz, wo ein lieblicher
Sänger, das zutrauliche Rotkehlchen, mit ſeinen großen,
klugen Augen und nickenden Bewegungen heimiſch iſt.
Wenn wir die alte Bogenſchneiſe überſchreiten, kommen
wir in ein Gebiet, das geologiſch aus Uralit=Diabas
be=
ſteht, der urſprünglich als Diabas in feuerflüſſigem
Zu=
ſtande emporgedrungen, ſpäter aber verändert worden iſt.
Bei der Dommerbergſchneiſe blicken wir hinüber zum
wuchtigen Bismarckturm mit weiter Ausſchau über die
Wipfel der Bäume, dem trefflichen Sinnbild des Mannes
der Tat, ſeines gewaltigen Willens und Handelns in
Schaffung des Deutſchen Reiches, womit dem deutſchen
Volke auch ein Frühling gegeben worden iſt.
Nun aber winkt eine an einer Buche angebrachte
Tafel nach dem hinteren Bordenberg. Dahin, freundlicher
Begleiter, möchte ich Dich führen, wenn Du nach einer
wahren Waldſtimmung Verlangen trägſt; abſeits vom
Getriebe der Menſchen, dem Geräuſch und dem Staube
der Autos, hinein in des Waldes Einſamkeit mit ſeinen
lauſchigen Pfaden, auf= und abwärts, mit
außerordent=
lich wechſelnder vertikaler Gliederung des Bodens
wo=
durch fortwährend neue Naturbilder geſchaffen werden=
Und nicht müde wirſt du werden, denn der verdienſtvolle
Verſchönerungsverein hat zahlreiche Bänke an paſſenden
Plätzen zum Ruhen und Beobachten aufſtellen laſſen,=
Gleich links vom Pfad eine wahre Prachteiche, von
ſel=
tener Höhe, die noch keinen Namen trägt; ſoll die
hoheits=
volle Stolze deshalb im Blick auf andere glücklichere
Schweſtern trauern? Jedenfalls; wer beſtimmt werden
ſollte, ſie zu taufen, wäre auch damit beſonders geehrt.
Wir kommen, wieder ein ſchmales Gebiet mit
Sand=
charakter überſchreitend, zur Kirchſchneiſe; rechts bedeckt
Sauerklee mit feinen, fünfblätterigen weißen, violett
ge=
aderten Blättchen den Boden; jenſeits der Schneiſe in
einer Senkung mit feuchtem Grunde — uns zunächſt
junge Schwarzerlen, aber auch liebliche Blumen wie die
Zypreſſen=Wolfsmilch, die gemeine Gundelrebe mit
blau=
violetten, der kriechende Günſel mit himmelblauen, die
Goldneſſel mit gelben Lippenblüten. Links ſteigt die
Kirchſchneiſe mit Stufen ſteil aufwärts; wir kreuzen ſie
und gelangen in beſonders dichten Buchenwald, deſſen
ſchlanke Stämme faſt bis zum Boden junge Blätter
tra=
gen und mit ihren Kronen einen hohen Laubgang bilden,
der mit milden Schatten das Licht des Tages unterbricht.
Bald kommen wir auf Boden mit Gneis und
Glimmer=
ſchiefer, welche der älteſten Geſteinsformation der
Erd=
rinde angehören; erſterer hat im allgemeinen die
minera=
liſche Zuſammenſetzung des Granits, iſt aber im
Gegen=
ſatz zu dieſem „geſchichtet” Glimmerſchiefer hat als
Be=
ſtandteile Quarz und Glimmer. Hinter der Lochſchneiſe
über den Weinweg tritt auf eine kurze Strecke Flugſand
dazwiſchen. Rechts ſehen wir hohe, dunkle Fichten ſich
maleriſch abheben vom lichten Grün der Buchen, und nun
tritt jenſeits des Weinwegs auch die Kiefer (Föhre) auf,
ſowie die Lärche mit ihrem feinen, jungfräulichen „
Kro=
nengefieder” unter denen Waldveilchen und
Windrös=
chen (Anemonen), die beliebten Frühlingsboten des Hai=
Nummer 108.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Seite 3.
abgeſehen davon, daß die Hunde durch das Jagen nach
Wild der Zucht entwachſen und das Herumſtromern ſehr
raſch lernen, wird jeder, der ſeinen Hund außerhalb der
er=
laubten Verbindungswege über 100 Schritte von
dieſen entfernt frei herumlaufen läßt, oder deſſen Hund allein
in der angegebenen Weiſe frei herumläuft, nach Art. 25,
des Heſſiſchen Jagdſtrafgeſetzbuches beſtraft. Jagd= und
Feldſchützen ſind zur Anzeige verpflichtet und machen ſich
ſelbſt ſtrafbar, wenn ſie dieſe unterlaſſen. In Bayern
kann jeder derartig frei jagende Hund ohne weiteres vom
Jagdberechtigten weggeſchoſſen werden; in Preußen beſteht
in einzelnen Landesteilen die Beſtimmung, daß in dieſem
Falle der Hundebeſitzer auch das Schußgeld zu erſetzen hat
und ſchließlich läßt ſich das Wegſchießen ſeit Inkrafttreten
des Bürgerlichen Geſetzbuches in ganz Deutſchland als
er=
laubte Selbſthilfe rechtfertigen. Schon um
Unannehmlich=
keiten zu vermeiden, empfiehlt es ſich daher, unſerer Bitte
nachzukommen.
W. 25 Jahre Vorturner. Man ſchreibt uns: Am
Mon=
tag waren 25 Jahre verfloſſen, ſeitdem dem früheren
erſten Turnwart der Turngemeinde Darmſtadt, Herrn
Schneidermeiſter Georg Maurer, das Amt eines
Vor=
turners übertragen wurde. Die Vorturnerſchaft hatte
deshalb am Dienstag abend dem Jubilar zu Ehren eine
echt turneriſche, im Sinne Maurers würdige, ſchlichte
Feier veranſtaltet. Nach dem allgemeinen Riegenturnen
verſammelten ſich die Turner im Kneipſaal, wo ſich auch
der Vorſtand eingefunden hatte, um den Gefeierten zu
ehren. Der erſte Turnwart begrüßte die Anweſenden
mit herzlichen Worten, gab ein Bild über die Tätigkeit
Maurers während der 25 Jahre, in welchen er als
Vor=
turner wirkte, und bemerkte, daß Maurer während dieſer
Zeit dank ſeiner praktiſchen wie auch theoretiſchen
Kennt=
niſſe nicht nur der Turngemeinde als Turnwart und
Vorturner, ſondern auch dem Main=Rhein=Gau, bei dem
er das Amt eines Gauturnwartes inne hatte, und von
dem er bei ſeinem Abgang zum Ehren=Gauturnwart
er=
nannt wurde, weſentliche Dienſte geleiſtet und ſich um die
Turnſache verdient gemacht habe. Als offener, ehrlicher
Charakter könne Maurer eine große Anzahl Freunde ſein
eigen nennen. Das auf den Jubilar ausgebrachte Gut
Heil! fand allgemeine Aufnahme. Der Obmann der
Singmannſchaft überreichte dem Jubilar einen mächtigen
Fliederſtrauß, mit dem Wunſche, daß Maurer noch recht
lange der Turngemeinde und der deutſchen Turnſache
erhalten bleiben möchte. Im Namen des Vorſtandes
über=
brachte der erſte Sprecher in markigen Worten
Glück=
wünſche; auch er hob in ſeiner Anſprache die Verdienſte
Maurers hervor. Maurer dankte für die ihm
dargebrach=
ten Ehrungen und ſchilderte ſeine Tätigkeit vom Eintritt
in die Turngemeinde bis zum heutigen Tage; ſein Gut
Heil! galt der ihm lieb gewordenen deutſchen Turnſache,
im beſonderen aber der Turngemeinde Darmſtadt.
Zum Zuverläſſigkeitsflug am Oberrhein. Se.
Königl. Hoheit der Großherzog haben ſein
leb=
haftes Intereſſe an dem zweiten deutſchen
Zuverläſſig=
keitsflug am Oberrhein 1912 dadurch bekundet, daß
außer einem der Oberleitung für den Wettbewerb in
ſchnellem Aufſteigen zur Verfügung geſtellten Ehrenpreis
der heſſiſchen Flugſtudiengeſellſchaft für die
Zwiſchen=
landung in Darmſtadt am 17. Mai ein größerer
Geld=
beitrag geſpendet wurde.
* Sonderzüge zum Flugtag. Am 17. Mai. dem
gro=
ßen Darmſtädter Flugtag, läßt die Süddeutſche
Eiſen=
bahngeſellſchaft beinahe 30 Sonderzüge zu den
verſchiedenſten Zeiten, beginnend 5.18 Uhr morgens, nach
und vom Truppenübungsplatz laufen. Es wird dadurch
während des ganzen Tages Fahrgelegenheit geboten,
ſodaß man jederzeit nach dem Flugplatz und von dort
nach Darmſtadt gelangen kann.
* Exkurſion. Die am Montag von dem
Exkur=
ſionsamt der Freien Studentenſchaft der Techniſchen
Hochſchule veranſtaltete 100. Exkurſion nach
Frank=
furt a. M. erfreute ſich einer äußerſt regen Beteiligung.
Ungefähr 200 Studierende beſichtigten die Luftſchiffhalle
nebſt dem dort ſtationierten Zeppelinluftkreuzer „Viktoria
Luiſe‟ Die Exkurſion nahm dank der ausgezeichneten
Organiſation einen günſtigen Verlauf. Die Leitung
hatte Herr Geh. Baurat Profeſſor Gutermuth
freund=
lichſt übernommen.
* Der deutſchvölkiſche Turnverein „Jahn”
veran=
ſtaltet am Sonntag, den 12. Mai, ein volkstümliches
Frühlingsfeſt am Glasberg. Auf freier Naturbühne
wird dort die „Frühlingsfahrt” Nachdichtung aus der
Edda, von Dr. E. Wachler aufgeführt. Auch werden noch
andere Darbietungen das Feſt in urdeutſcher Weiſe
ver=
ſchönen helfen. Insbeſondere machen wir aber Freunde
germaniſcher Heldendichtung auf das Feſtſpiel
aufmerk=
ſam. (Näheres Anzeige)
* Die Atelier=Ausſtellung Hanns Pelar, die
während der letzten Tage außerordentlich ſtark beſucht
war, iſt nunmehr geſchloſſen.
Sektion Darmſtadt, Deutſcher u.
Oeſter=
reichiſcher Alpenverein. Die Mitglieder und Freunde
der Sektion, ſowie die Teilnehmer an den
Vor=
trägen über die Balkanländer im
Volksbildungs=
verein werden auf den Vortrag des Herrn
Pro=
feſſor Dr. Ed. Anthes am Donnerstag, den
9. Mai, im Gelben Saal der Reſtauration Sitte
noch ganz beſonders aufmerkſam gemacht, da hier ein
terfflicher Kenner der Verhältniſſe auf Grund vielfacher
perſönlicher Anſchauung über die Oeſterreichiſchen
Balkan=
länder ſprechen wird.
* Zur Nieder=Modauer Affäre. Der Verband der
Heſſiſchen landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften hielt am
Montag, wie auswärtige Blätter melden, im
Saalbau=
ſaale eine aus allen Landesteilen gutbeſuchte
Haupt=
verſammlung ab, zu der die Preſſe keine
Ein=
ladungen erhalten hat. Wie man hört, ſollen
ins=
beſondere die Verhältniſſe der zuſammengebrochenen
Nieder=Modauer Kaſſe einer Beſprechung unterzogen
worden und heftige Angriffe wegen der
unzu=
reichenden Reviſion gefallen ſein.
* Die offizielle Gewinnliſte der großen heſſiſchen
Rote Kreuz=Geld=Lotterie liegt in der Expedition
unſeres Blattes zur Einſichtnahme auf.
* Hotel „Heß‟ Heute nachmittag findet im Hotel
„Heß” wieder eins der beliebten Kaffee=Konzerte
ſtatt. Herr Violinvirtuoſe Otto wird hierbei einige
Soli, unter anderem „Die Uhr” von Löwe und „
Groß=
mütterchen” von Lange. zum Vortrag bringen.
Der I. Darmſtädter Kino bringt in ſeinem
vom 8.—10. Mai laufenden Senſationsprogramm
Dornenkronen der Liebe, in der Titelrolle die
Gräfin Wolff=Metternich; auch der übrige Spielplan
iſt hervorragend. (S. Anz.)
§ Unfall. Am Montag nachmittag kurz nach 3 Uhr
iſt ein fünf Jahre altes Mädchen in der Landwehrſtraße
von einem Fuhrwerk überfahren und an den Beinen
verletzt worden. Das Kind wurde durch die
Rettungs=
wache mittelſt Krankenautomobils nach dem Städtiſchen
Krankenhaus verbracht, woſelbſt es auch Aufnahme
ge=
funden hat.
=gs. Ein neugeborenes Kind wurde geſtern
nach=
mittag gegen 4 Uhr lebend bei dem Stellwerk am
Sensfelder Weg, bei der Kreuzung der Aſchaffenburger=
und der alten Main=Neckarbabn, zwiſchen den Schienen
aufgefunden. Das Kind wurde von der Rettungswache
im Krankenautomobil nach dem Krankenhaus gebracht.
§ Hundefang. Während des Monats April ſind
durch den hieſigen Polizei=Hundeaufſeher 35 Hunde
ein=
gefangen worden. Hiervon wurden 19 Hunde von
ihren Eigentümern wieder ausgelöſt, 4 Hunde wurden
verkauſt und 12 Hunde mußten getötet werden.
* Eberſtadt, 7. Mai. Am Sonntag, den 12. Mai,
wird der 25 Mann ſtarke Kirchenchor aus Schwanheim
bei Frankfurt a. M. in der hieſigen katholiſchen Kapelle
beim Hochamt, das vormittags 9¼ Uhr beginnt, die
„Miſſa angelica” von Mitterer vortragen.
* Jugenheim a. d. B., 6. Mai. Der hieſige
Geſang=
verein „Sängerluſt”, der im Mai 1913 auf ſein
25jähriges Beſtehen zurückblickt, wird dieſes Feſt mit
ei=
nem großen Konkurrenzſingen verbinden und iſt hierbei
auch noch nicht preisgekrönten Vereinen Gelegenheit
gebo=
ten, einen wertvollen Preis zu erringen. Die herrliche
Lage unſeres viel und gern beſuchten Kurortes wird
ge=
wiß viele Vereine veranlaſſen, ſich anedem Feſte zu
betei=
ligen, umſomehr, als es der erſte Geſangswettſtreit iſt,
der an der mittleren Bergſtraße ſtattfindet, mit ganz
ge=
ringen Koſten für Sänger und Vereine verknüpft iſt und
wertvolle Preiſe zu erringen ſind.
Offenbach, 7. Mai. Fünf Mitglieder der Sektion
Offenbach des deutſch=öſterreichiſchen Alpenvereins
ſtatte=
ten dem Rotenfels bei Kreuznach einen Beſuch ab.
Als die Herren einen bisher noch nicht begangenen Weg
zum Aufſtiege benutzten wollten und der erſte von ihnen
am Rande einer jäh abfallenden Felswand angelangt war
ſtürzte er ab, ſchlug mehrmals auf die Felſen und
kam völlig zerſchmettert unten in den
Weinber=
gen an.
Worms, 7. Mai. Ein Straßenbahn=Unfall
hat ſehr bedauerliche Folgen gehabt. In der oberen
Kämmererſtraße wurde eine Frau Weber von Hofheim,
die ein Kind auf dem Arme trug. von der
Straßen=
bahn erfaßt und gegen die Häuſer geſchleudert. Das
Kind, das in weitem Bogen auf die Straße geſchleudert
wurde, blieb faſt unverletzt, während die bedauernswerte
Frau ſo ſchlimme Verletzungen erlitt, daß ſie
ſogleich ins Krankenhaus gebracht werden mußte, wo ſie
ſchwer daniederliegt.
(*) Klein=Linden, 6. Mai. Zwiſchen hier und Gr.=
Linden ſchoſſen zwei junge Burſchen auf vorbei=
gehende junge Leute mit einem Flobert. Dem 16
jähri=
gen K. Adolph von hier drang ein Geſchoß in den
Oberſchenkel. Er mußte in die Klinik gebracht werden.
Wieſeck, 5. Mai. Heute früh fiel der etwa 10 Jahre
alte Sohn des Arbeiters Juſtus Rohrbach von der
Scheuer des Wirtes Erb herab und brach das Genick,
ſo daß er ſofort tot war.
Ulrichſtein, 6. Mai. Durch die hieſigen Gendarmen
und den Forſtwart Jung aus Feldkrücken wurde heute
ein Zigeuner und zwei Weiber, die mit Pferd und
Wagen durch den Oberwald zogen, in der Nähe des
Taufſtein feſtgenommen und nach dem hieſigen
Gerichtsgefängnis verbracht. Da man vermutet, daß dieſe
Zigeuner zur Bande Ebender gehören, ſollen ſie
photo=
graphiert werden, damit an Hand der Photographien
anderwärts die Perſonalien feſtgeſtellt werden können.
Im Wagen fand ſich ein zweiläufiges Jagdgewehr.
(*) Allendorf a. d. Lahn, 6. Mai. Heute früh fanden
Bahnarbeiter auf dem Bahnkörper der Strecke Gießen-
Wetzlar die vollſtändig verſtümmelte Leiche einer
Frauensperſon. Die Frau hat ſich bereits geſtern
im Wäldchen herumgetrieben; ſie machte den Eindruck
einer Geiſtesgeſtörten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Mai. Die Trauerfeier
für den früheren Gouverneur von Deutſch=Oſtafrika und
nachmaligen Direktor der Kolonialgeſellſchaft für
Südweſt=
afrika Rudolf v. Bennigſen fand heute nachmittag
in der Friedhofskapelle in Charlottenburg=Weſtend unter
zahlreicher Beteiligung amtlicher und privater
Kolonial=
kreiſe ſtatt. Auch der Staatsſekretär des
Reichskolonial=
amts Dr. Solf und der bisherige Gouverneur von Deutſch=
Oſtafrika, Frhr. v. Rechenberg, waren erſchienen. — Der
Bruder des Paſtors a. D. Liebe erklärt, daß die ganze
Geſchichte von dem Millionenſchatz ſeines Bruders
eine Dichtung ſei. Von jeher habe der Verſtorbene ſich mit
dem Sammeln von Mineralien befaßt. Beſonderer Wert
ſei der Steinſammlung keineswegs beizulegen. Die
Ver=
ſicherungsſumme betrage nur 10000 Mark Juwelen,
Dia=
manten, und andere Schmuck=Gegenſtände, die angeblich
einen Millionenwert haben ſollen, habe ſein Bruder nie
be=
ſeſſen. Dieſe Angaben werden von einem Sachverſtändigen
beſtätigt, der die Steine zu prüfen hatte. — Vor dem
Schwurgericht begann heute die Verhandlung gegen den
des dreifachen Raubmordes angeklagten Schloſſer
Ernſt Oswald Trenkler, der am 17. Januar den
Gold=
arbeiter Schulze, deſſen Frau und Tochter ermordet hat.
Der Angeklagte, der hochgradig ſchwindſüchtig iſt, bekennt
ſich des dreifachen Totſchlags ſchuldig. Er gibt auf
Be=
fragen des Vorſitzenden eine ausführliche Schilderung der
Einzelheiten der Tat, ohne eine Spur von Reue zu zeigen.
Der Angeklagte erzählt dann, wie er mit den geraubten
Juwelen und dem auf das Sparkaſſenbuch erhobenen Gelde
nach ſeiner Heimat, Kleinſchönau bei Zittau, gefahren und
ſpäter bei den Bemühungen, die Sachen an einen
Alt=
händler zu verkaufen, der Kriminalpolizei in die Hände
ge=
fallen ſei. Nach einer längeren Pauſe, die der Zuſtand des
Angeklagten erforderlich machte, erklärt der Angeklagte auf
Befragen des Vorſitzenden, weiter verhandeln zu können.
Der Gerichtsarzt bezweifelt dies; er habe geſehen, daß in
der Pauſe der Angeklagte eine beträchtliche Menge Blut aus
Mund und Naſe verloren habe, der Puls ſei rapide
ge=
ſunken, und er ſei am Ende ſeiner Kräfte. Es ſei deshalb
nötig, abzubrechen und zu verſuchen, morgen weiter zu
verhandeln. Eine Garantie für die Verhandlungsfähigkeit
könne er nicht geben, denn der Angeklagte, der ſchon 1911
Blutſtürze gehabt habe und in einer Lungenheilſtätte
ge=
weſen ſei, zeige ſinnfällige Zeichen einer fortſchreitenden
Tuberkuloſe. In Uebereinſtimmung mit dem Verteidiger
beſchließt das Gericht, die Verhandlung morgen
fort=
zuſetzen.
Aſchaffenburg, 7. Mai. Außerhalb der Station Lohr=
Bahnhof ſtürzte geſtern bei Güterzug 1921 ein Ochſe
aus einem Wagen und geriet unter die Räder, wodurch
acht Wagen zur Entgleiſung kamen. Der Ochſe wurde
getötet. Der Verkehr wurde wegen Sperrung der Gleiſe
der Linie Würzburg-Aſchaffenburg durch eingleiſigen
Be=
trieb zwiſchen den Stationen Lohr=Bahnhof und
Parten=
ſtein aufrechterhalten. Vom Zugperſonal wurde niemand
verletzt.
Neuſtadt a. d. Haardt, 7. Mai. Die Frau eines
hieſigen Fabrikanten hat geſtern Vierlingen das
Le=
ben gegeben, und zwar drei Mädchen und einem Knaben,
die ſämtlich am Leben ſind.
Düſſeldorf, 7. Mai. Hinter dem Verkaufslokal eines
unbedeutenden Papierwarengeſchäfts wurde ein
Spieler=
neſt entdeckt, in dem 10 Perſonen beim Rouletteſpiel
feſt=
genommen und hohe Geldbeträge beſchlagnahmt werden
konnten.
nes, blühen. Aber auch Rehe, die flüchtigen Gazellen des
Waldes, beleben das Revier. Bergab treffen wir auf die
dicke Steinſchneiſe; darüber hinaus, an Eichen und
Fich=
ten vorbei, auf den oberen Lindenbergweg. Dieſen
auf=
wärts begleiten uns junge, kräftige Fichten, dahinter
ſchlanke, junge Buchen; dann wird der Weg durch Zurück
treten des Nadelholzes freundlicher, heller; er führt auf
ein liebliches Plätzchen, wo fünf Wege oder Pfade
zuſam=
menkommen. In dieſer Gegend fehlt auch Lampe nicht
der Haſe, und die Umgebung dichteſten Waldes bietet
unſeren gefiederten Sängern den beſten Aufenthalt, die
denn auch hier neben der ſchön gezeichneten Turteltaube
mit ihrem klangvollen „turtur” um die Wette ihre Weiſen
ertönen laſſen. Auf einem ſauberen Pfad weiter
auf=
wärts gelangen wir zur Hüttenſchneiſe, durchqueren dann
einen hohen Fichtenſchlag in kühler Dämmerung und
fin=
den Gefallen an einer am linken Wegſaum ſtehenden
kleinen, niedlichen Buche, die ihr Gezweige ſchirmartig,
aber ganz flach in weitem Kreiſe ausſtreckt. Dann kom
men wir über die Vogelſchneiſe, die das dem Odenwald=
und Bergſtraßbeſucher bekannte Zeichen „blau=weißes
Kreuz” führt, und befinden uns bald auf einem Gebiet
mit Diorit, ebenfalls einem Eruptivgeſtein, das
nament=
lich auch bei Lindenfels vertreten iſt. Hohe, ſchlanke
Buchen, gemiſcht mit Eichen und Lärchen, bilden den
Waldbeſtand, in dem nun frei liegende, ſtark zerklüftete
Dioritfelſen auftreten; beſonders auffallend rechts der
freien Stelle, wo ſechs Wege oder Pfade zuſammentreffen.
Wie ein Altar liegt hier ein mächtiger Felsblock, hinten
und ſeitwärts von großen und kleinen, neben= und
über=
einander liegenden Stücken gleicher Art umfaßt;
dazwi=
ſchen das dunkle Grün von Fichten, die im Hintergrunde
zu größerer Höhe anwachſen und wie ernſte Wächter
her=
abſchauen; vorn aber entfalten Ginſterſtauden wie zum
Schmucke goldgelbe Blüten. Wir haben ein Waldbild vor
uns, das wie eine bedeutende, Ehrfurcht einflößende
Grabſtätte wirkt.
Nun hinauf zum Bordenberg, deſſen Geſtein
vorzugs=
weiſe aus einer beſonderen Art Gneis, dem Dioritgneis,
beſteht. Du befindeſt dich auf einer großen Waldblöße
mit Geſtrüpp von Brombeeren, Ginſter, Eichen, Hollunder,
beſcheiden blühenden Walderdbeeren, Wolfsmilch uſw.;
daraus in weiten Abſtänden einige Lärchen hoch und
ſchlank ſich erheben. Man hört den einförmigen Geſang
des Goldammers, der das ſonnige Randgebüſch des
Wal=
des liebt. — Bekannt iſt, daß hier eine Fingerhutart mit
gelber Blüte in großer Menge vorkommt; dieſe giftige
Pflanze ſteht zur Zeit erſt in der Entwickelung des
Krau=
tes, ihre Blüte iſt ſpäter, im Juni und Juli, zu erwarten.
Mein Begleiter wird aber mit Recht mehr verlangen, als
ich hier geſchildert. Steigen wir daher auf die Plattform
des Ausſichtsgerüſtes. Ueber uns ein weiter, freier
Him=
melsraum, nach Süden ein ununterbrochener Kranz von
Bergen, die ſich in Kuppen und ſanften Wellenlinien, in
den verſchiedenſten Tönen von Waldesgrün, jenſeits des
Modautales hinziehen. Wir erkennen den Frankenſtein
mit Ruine, ſehen dort in lieblichem Tal= und
Wieſen=
grund das auf kulturellem Gebiete rege vorwärts
ſchrei=
tende Nieder=Ramſtadt, gleich vorn einen bedeutenden
Bau, eine Stätte wohltätigen Wirkens; an den
Berg=
hängen freundliche Landhäuſer. In nebelig hellvioletten
Tinten zeigen ſich Felsberg und Neunkircher Höhe über
der nahen, farbenfriſchen Bergkette, die ſich über Ober=
Ramſtadt hinaus mit den ſchönen waldumſchatteten
Er=
hebungen bei der Ludwigshöhe zu verbinden ſcheint
Hinten in der Ferne noch ein Bild vom Sandſtein=
Oden=
wald, und unſer Auge trifft im weiteren Rundblicke die
nahen Bekannten Kirchberg und Lindenberg. Links
da=
von in anmutigen Konturen zum Horizont die
Ludwigs=
höhe und über das induſtrielle Pfungſtadt hinaus in
dunklen und hellen Farbentönen die Ebene des Rheines.
Wahrlich, ein vielumfaſſendes, feſſelndes Panorama!
Vielleicht nimmſt du Abſchied von dieſer Szenerie.
wenn die untergehende Sonne ihre purpurnen Strahlen
herüberſendet, um auch den Rückweg durch den Wald zu
nehmen, wo in der Dämmerung des Abends die Lieder
der Droſſel, Amſel, des Rotkehlchens und der Ruf des
Kuckucks dich begleiten. In ſolcher Frühlingsſtimmung
der Natur bleiben die Eindrücke der Wanderung lebendig
und du wirſt zufrieden und wohlgemut heimwärts kehren.
Feuilleton.
CK. Ein Gemälde von Raffael entdeckt. Der
fran=
zöſiſche Kunſtkritiker Boyer d’Agen hat, wie der Figaro
berichtet, vor kurzem ein hervorragendes Werk von
Raf=
fael entdeckt. Bei den umfangreichen Vorarbeiten für
ein Werk über „Raffaels Korreſpondenten” kam er an
die verſchiedenſten Orte, in denen er Beziehungen zu dem
großen Meiſter aufzuſpüren hoffte, und auf dieſen
Wan=
derungen konnte er in La Rochelle die Hand auf eines
ſeiner Hauptwerke legen, das man ſeit langer Zeit
ver=
loren glaubte. Es handelt ſich um das Porträt von
Eliſabeth Gonzaga, Herzogin von Urbino; ein Bild, von
deſſen Vorhandenſein man wußte, deſſen Spuren aber
verloren waren. Der Herzog Guidobaldo von Urbino
hatte dieſes Gemälde mit anderen Geſchenken nach
Lon=
don geſandt, um dem König Heinrich VII. ſeinen Dank
dafür abzuſtatten, daß er ihn zum Ritter des
Hoſenband=
ordens gemacht hatte. Boyer d’Agen vermutet nun, daß
Jakob II. das Bild mit ſich genommen habe, als er
wäh=
rend ſeiner Verbannung in Frankreich in La Rochelle
landete und daß das Werk dann in dieſer Stadt
zurück=
gelaſſen worden ſei. Jedenfalls ſcheint das Gemälde
durchaus authentiſch zu ſein. Es träat die Signatur
Raffaels von der Hand des Malers ſelbſt, mit dem
Da=
tum 1505: irgend ein obſkurer Künſtler hatte jedoch ein
Stück Leinwand über dieſen Namenszug geklebt und
ſei=
nen eigenen Namen daraufgeſetzt. Dies Bild iſt vor
kur=
zem ſeinen bisherigen Beſitzern für eine
verhältnis=
mäßig beſcheidene Summe abgekauft worden und wartet
nun auf ſeine weitere Beſtimmung.
* Theaterkritik und Ehrverletzung. Vor dem
Ober=
gericht in Zürich iſt kürzlich eine Klage verhandelt
wor=
den, die die allgemein intereſſierende Frage aufwarf:
Wann liegt in der Kritik einer
ſchauſpiele=
riſchen Leiſtung eine Ehrverletzung? Der
Kritiker einer Züricher Tageszeitung hatte mit Bezug
auf eine die Iphigenie darſtellende Schauſvielerin in
ſei=
ner Rezenſion nachſtehendes ausgeführt: „Den großenStil
Krefeld, 7. Mai. In der Papierwarenfabrik Lehren in
Süchteln wurde der Deckel von einem Keſſel, in dem
Papierrohſtoffmaſſe kochte, durch übermäßigen Druck
herabgeſchleudert. Die ſiedende Maſſe ergoß ſic
über drei Arbeiter, die verbrannten.
Detmold, 6. Mai. Mit den Irrfahrten eines
Volksſchullehrers der das Glück in Monako
zwin=
gen wollte, beſchäftigte ſich die hieſige Strafkammer. Der
Angeklagte, Wilhelm Potthaſt, war ſeit einigen Jahren in
einer benachbarten kleinen Gemeinde als Lehrer angeſtellt
und gehörte als Rechnungsführer auch dem Schulvorſtande
an. In dieſer Eigenſchaft hatte er die Kaſſe der Schule zu
verwalten, die um die fragliche Zeit verhältnismäßig hoch
war, da die Gemeinde beabſichtigte, einen Neubau
aufzu=
führen. Der Angeklagte, der aus ſeiner Ausbildungszeit
her noch Schulden hatte, ließ ſich nun verleiten, nach und
nach kleinere Beträge der ihm anvertrauten Kaſſe zu
ent=
nehmen. Die Unterſchlagungen wußte er durch falſche
Buchungen zu verſchleiern. Als der Termin der
Auszahl=
ung der Gelder für den Schulneubau heranrückte, belief ſich
der Betrag der unterſchlagenen Gelder auf 6000 Mark, in
der Kaſſe befanden ſich noch 11000 Mark. Der Angeklagte
erwirkte ſich einen Urlaub von 4 Tagen und fuhr mit den
11000 Mark nach Monte Carlo. Er begann zu ſpielen und
hatte anfangs auch Glück. Dadurch wurde er kühn gemacht
und ſpielte höher. Das Ende war, daß er in einer halben
Stunde nicht nur die gewonnenen 5000 Francs, ſondern
auch die mitgebrachten 11000 Mark verloren hatte Er kehrte
dann nach Deutſchland zurück, und es gelang ihm, ſich durch
Vorſpiegelung falſcher Tatſachen noch einen Betrag von
etwa 2000 Mark zu verſchaffen. Mit dieſem verſchwand er
nach Amerika, um ſich dort eine neue Exiſtenz zu ſchaffen.
Das gelang ihm aber nicht, er kehrte nach Deutſchland
zu=
rück, wo er ſich bei der Behörde ſtellte. In der
Verhand=
lung gab er an, er habe geglaubt, durch Glücksſpiel ſeine
Schulden und ſeine Unterſchlagungen decken zu können. Er
habe daher auch mehrere Jahre hindurch drei ganze Loſe
der Preußiſchen Klaſſenlotterie geſpielt. Im übrigen war
der Angeklagte geſtändig. Das Urteil des Gerichtshofes
lautete auf drei Jahre Gefängnis und
Aberkenn=
ung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre.
Dömitz, 6. Mai. Heute nachmittag erfolgte in der
hie=
ſigen Sprengkapſelfabrik eine Exploſion.
Ein Mann wurde getötet, einer ſchwer verwundet.
Einzel=
heiten fehlen noch.
Osnabrück, 7. Mai. Ein Brand zerſtörte in
Nord=
horn das Zentral=Hotel, ſowie zwei Geſchäftshäuſer. Das
Rathaus iſt beſchädigt.
Halle a. d. S., 7. Mai. Bei der Exploſions=
Kataſtrophe auf dem Kaliwerk Rüdershall ſind nicht,
wie urſprünglich gemeldet, ſechs, ſondern 14 Perſonen
verunglückt, davon 7 ſchwer und 7 leicht. Zwei der
Verunglückten ſind bereits geſtorben.
Paris, 7. Mai. Der auf der Fahrt von Philippsville
(Algerien) nach Marſeille begriffene Dampfer „Felix
Touache” ſichtete unter 39 Grad 59 Minuten nördlicher
Breite und 3 Grad 58 Minuten öſtlicher Länge das engliſche
Schiff „Kirkdale” das folgendes Notſignal zeigte:
Lebens=
mittel zu Ende, ſterben Hungers‟ Der Kapitän des „Felix
Touache”ließ ſofort Lebensmittel in hinreichenden Mengen
an Bord des Schiffes bringen, deſſen Kapitän erzählte, daß
er vor 52 Tagen Gibraltar verlaſſen hätte und ſeither
in=
folge von Havarie im Mittelmeer umhergeirrt ſei.
Mancheſter, 7. Mai. Die Anklagejury beſchloß, daß
gegen Tom Mann das Hauptverfahren wegen
Auf=
reizung der Truppen zur Meuterei eröffnet werden
ſoll. Tom Mann hatte während des Bergarbeiterſtreiks
im Syndikaliſt die Soldaten aufgefordert, im Fall eines
Aufruhrs oder induſtrieller Unruhen dem Kommando, zu
ſchießen, nicht zu gehorchen.
Chicago, 7. Mai. Trotz des Druckerſtreiks
er=
ſcheinen heute die Zeitungen wie gewöhnlich. Die
Poſtausgaben werden in den benachbarten Städten
expe=
diert. In den Vorſtädten wurden die Zeitungen auf
Karren unter polizeilichem Schutz expediert. Auch der
Zeitungsverkauf auf den belebten Straßen fand unter
polizeilichem Schutz ſtatt.
New=Orleans, 6. Mai. Die Lage im Ueber
ſchwemmungsgebiet wird immer ernſter. Von
Vicksburg bis New=Orleans iſt der Miſſiſſippi beträchtlich
höher als bei früheren Ueberſchwemmungen. Die
Schutz=
dämme ſind mit Handwerkern beſetzt, welche verſuchen, ſie
gegen den Strom zu halten. Motorboote ſind abgeſandt
worden, um die Leute von den Hausdächern aufzunehmen.
Sie kamen in vielen Fällen zu ſpät; bisher iſt es
unmög=
lich, die Zahl der Opfer zu ſchätzen.
Kunſtuotizen.
Ueber Werke, Känſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden. Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Beethovens neunte Sinfonie. Nachdem
die an muſikaliſchen Darbietungen verſchiedener Art ſchier
überreiche Konzertſaiſon vor kurzem zur Rüſte ging, ſoll
noch einmal der Größte unter den Herrſchern im Reiche der
Töne zu Worte kommen und um ſein unſterbliches
Meiſter=
werk, die „Neunte” alle diejenigen ſcharen, die jede
Dar=
bietung desſelben als ein künſtleriſches Ereignis erkennen
und eine Feierſtunde edelſter und erhabenſter Art erleben
wollen. Das Werk gelangt nach dreijähriger Pauſe durch
die Hofkapelle, den Muſikverein und den Lehrerſängerchor
am Freitag, den 24. Mai, im Saalbau zur Aufführung.
Eine ſehr glückliche Löſung findet die gerade in der „
Neun=
ten” äußerſt heikle Soliſtenfrage durch Beteiligung des vor
kurzem entſtandenen Darmſtädter Vokalquartetts der
Damen Schmidt=Illing, Diefenthäler und der
Herren Franz Müller und Stephani. Auch das
Mit=
wirken Guſtav Havemanns, der das Violinkonzert von
Brahms ſpielt, iſt geeignet, dem Konzert für Viele eine
beſondere Anziehungskraft zu verleihen.
Die deutſche Seeſchiffahrtskonferenz.
* Berlin, 6. Mai. Staatsſekretär Dr. Delbrück
eröffnete heute vormittag um 11 Uhr die Konferenz zur
Beratung von Sicherheitsmaßnahmen für
überſeeiſche Perſonenbeförderung. Er
führte aus: Der deutſche Kaiſer der dieſer
Angele=
genheit ſein lebhaftes Intereſſe zuwendet, ſtellte ein
Programm für die Konferenz auf, das ſich auf folgende
Hauptpunkte erſtreckt: Sicherung gegen das Sinken
hava=
rierter Dampfer; Rettungsboote; Drahtloſe Telegraphie;
Dampferrouten; Sonſtige navigatoriſche
Sicherheitsmaß=
nahmen (Fahrgeſchwindigkeit uſw.). Der Zweck der
heu=
tigen Konferenz iſt, im Einvernehmen mit den beteiligten
Intereſſenten und Sachverſtändigenkreiſen die
deut=
ſchen Sicherheitsvorſchriften im einzelnen nachzuprüfen
und die erforderlichen Unterlagen für anzuſtrebende
internationale Vereinbarungen zu gewinnen: Bei
Eintritt in die Beratung der Hauptpunkte wurde zunächſt
ſeſtgeſtellt, daß die gegenwärtig in Kraft ſtehenden
deut=
ſchen Vorſchriften für die Sicherung der Schiffe
den ausländiſchen Vorſchriften mindeſtens ebenbürtig, in
vielen Punkten ſogar überlegen ſind und daß
ferner kein einziger auswärtiger Staat bezüglich der
Ausſtattung mit Rettungsbooten größere Anforderungen
ſtellt als Deuſchland.
Das erſte Referat betraf die Sicherung
ge=
gen das Sinken havarierter Dampfer. Auf
Antrag des Referenten wurde eine beſondere Kommiſſion
eingeſetzt zur Prüfung folgender Fragen: Verſchärfung
der Schottenvorſchriften für große Paſſagierdampfer
da=
hin, daß im Vorſchiff mehr als zwei waſſerdichte
Abtei=
lungen voll Waſſer laufen können, ohne das Schiff zum
Sinken zu bringen; Reviſion der Vorſchriften hinſichtlich
der Genauigkeit der üblichen Berechnungsmethode der
Stabilität havarierter Schiffe, der Prüfung der Schotten
unter dem Waſſerdruck, des Wertes von waſſerdichten
Längsſchotten, der Schottenſchließvorrichtungen und der
Pumpeneinrichtungen.
In dem zweiten Referat wurde die Frage
er=
örtert, welcher Bootsraum für eine volle
Bele=
gungsſtärke als erforderlich erachtet werden ſollte.
Ferner wurde erörtert die Größe der Boote, Ausrüſtung
der Boote mit Motoren. Lage des Bootsdecks und
Auf=
ſtellung der Boote auf mehreren Decks übereinander, die
Möglichkeit, die Boote einer Schiffsſeite bei dem
Vorhan=
denſein einer Schlagſeite auf der anderen Seite zu
Waſ=
ſer zu bringen. Bootsübungen, ſowie die geſamte
Orga=
niſation des Rettungsdienſtes. — Im Laufe der
Erörter=
ungen hoben die Vertreter der größeren
Schiffahrtsgeſell=
ſchaften hervor, daß bereits jetzt Vorſorge getroffen ſei
möglichſt für jede an Bord befindliche Perſon (
Paſſa=
giere und Beſatzung) genügenden Bootsraum zu ſchaffen.
Die eingeſetzte Kommiſſion ſoll Grundſätze ausarbeiten,
die von Deutſchland der internationalen Konferenz
un=
terbreitet werden ſollen. Allſeitig wurde anerkannt, daß
von den Beſatzungen der deutſchen transatlantiſchen
Paſ=
ſagierdampfer die größte Zahl ſeemänniſch ausgebildet
und ruderkundig iſt, weil ſie in der Marine gedient hat.
Ein drit tes Referat betraf die
drahtloſe Telegraphie. Es
wur=
den folgende Leitſätze aufgeſtellt: 1. Die
Apparate für drahtloſe Telegraphie auf den Schiffen
müſ=
ſen untertags und nachts ſo überwacht ſein, daß
Hilfe=
rufe aufgefangen werden können. 2. Auf den großen
Paſſagierdampfern. die zu gewiſſen Tages= und
Nachtzei=
ten Preßnachrichten von Landſtationen aufnehmen, ſind
Vorkehrungen zu treffen, daß während dieſer Zeit
Hilfe=
rufe nicht überhört werden. 3. Drahtloſe Notſignale ſind
mit Vorrang vor allen anderen Meldungen zu
behan=
deln. 4. Es iſt anzuſtreben, daß ein drahtloſer
Telegra=
phendienſt auch noch ſichergeſtellt iſt, wenn die elektriſche
Hauptzentrale überflutet oder anderswie außer Betrieb
geſetzt iſt. Zur Ausarbeitung geeigneter Vorſchläge
wurde eine beſondere Kommiſſion eingeſetzt. Mit Bezug
auuf den Eisnachrichten dienſt wurde allgemein
anerkannt, daß deſſen amtliche und
internatio=
nale Regelung mit den Fragen der drahtloſen
Telegra=
phie in engem Zuſammenhange ſtehe, und betont, daß erſt
nach dieſer Regelung ſich Erfahrungen darüber
heraus=
ſtellen würden, in welchem Umfange ſich die Ergebniſie
einer planmäßigen Sammlung, Bearbeitung und
Ver=
breitung der Eisnachrichten für die Routenfeſtſtellung und
die Schiffsführung ausnutzen llaſſen. Die Frage Aer
Dampferrouten wurde der Kommiſſion für die Frage der
drahtloſen Telegraphie überwieſen die zu dieſem Zweck
durch Nautiker verſtärkt werden ſoll.
Da mit der Eisgefahr in der Regel unſichtiges
Wetter verbunden iſt, ſind die Schiffsführer durch die
See=
ſtraßenordnung für ſolche Fälle gezwungen, mit
ge=
mäßigter Geſchwindigkeit zu fahren. Bei
kla=
rem Wetter iſt es nach den übereinſtimmenden
Erfahrun=
gen Sachverſtändiger bisher ſelbſt in der Nacht immer
möglich geweſen, bei richtiger Aufmerkſamkeit Eisbergen
und Eisfeldern rechtzeitig aus dem Wege zu gehen. Die
Verſammlung hält es für notwendig, darauf hinzuweiſen,
daß ein beſonders guter, eventuell durch einen Offizier
vermehrter Ausguck bei ſchwierigen Eisverhältniſſen
an=
geordnet wird. und daß Vorkehrungen getroffen
werden. um Meldungen des Ausgucks unter allen
Umſtänden ſchnell und ſicher nach der Kommandobrücke
ge=
langen zu laſſen.
Nach Schluß der Verſammlung konſtituierten ſich die
Kommiſſionen. Nach Abſchluß ihrer Beratungen
wird eine neue Konferenz einberufen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 7. Mai. Präſident Dr. Kaempf
eröff=
net die Sitzung um 1,10 Uhr. Erſte Beratung der
Haushaltungsrechnung für die
Schutz=
truppengebiete
ausſchließlich Kiautſchou für 1909.
Abg. Noske (Soz.): Auch im Jahre 1909 ſind
ähn=
liche Etatsüberſchreitungen, wie wir ſie beim
Kolonial=
etat nachgerade gewohnt ſind vorgekommen. Ich
bean=
trage Verweiſung dieſer Sache an die
Rechnungskom=
miſſion. — Nach kurzer unerheblicher Erörterung wird die
Etatsrechnung der Rechnungskommiſſion überwieſen.
Es folgt der mündliche Bericht der verſtärkten
Geſchäftsordnungskommiſſion
über die Frage, ob eine Reichstagsgruppe, die nicht 15
Mitglieder ſtark iſt, als Fraktion anzuerkennen ſei.
Abg. Gröber (Zentr.) empfiehlt als Berichterſtatter der
Kommiſſion, den Grundſatz auszuſprechen, daß als
Frak=
tion nur eine Mitgliedervereinigung von mindeſtens 15
Mitgliedern (Vollmitgliedern und Hoſpitanten)
anzuer=
kennen ſei. Was die Reichspartei in der gegenwärtigen
Seſſion trifft, iſt im Jahre 1887 auch den Polen und So=g
zialdemokraten zuteil geworden, und zwar iſt dieſer
Standpunkt auf Betreiben der Reichspartei
eingenommen=
worden. Zugegeben ſei, daß in einer der früheren
Legis=
laturperioden der Wirtſchaftlichen Vereinigung und der
Deutſchen Reformpartei eine Zuzählung der Mitglieder
zur Erreichtung der Fraktionsſtärke für Vertretungen zu
den Kommiſſionen zugelaſſen worden ſei, doch dürfte dieſe
Methode der Zuzählung namentlich für die
Vertretung=
im Seniorenkonvent zu weit gehen. — Die
Reichs=
partei beantragt, neben den Vollmitgliedern und den
Hoſpitanten auch die Zugezählten für die Fraktionsſtärke
gelten zu laſſen. Die Wirtſchaftliche Vereinigung
bean=
tragt in Verbindung mit der Reichspartei den Zuſatz:
Für=
die Vertretung in den Kommiſſionen gilt jede Gruppe von
mindeſtens 15 Mitgliedern als Fraktion, wenn ſie ſich
zum Zwecke gemeinſamer, einheitlicher Vertretung in den
Kommiſſionen vereinigt und dem Präſidenten des
Reichs=
tages dies ſchriftlich mitteilt.
Ueber den Antrag der Reichspartei wird morgen
namentlich abgeſtimmt werden. Auch die übrise
gen Abſtimmungen werden morgen vorgenommen
wer=
den. — Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.): Unſer Antrag iſt
mitunterzeichnet worden von Mitgliedern aller kleineren
Gruppen. Daraus ergibt ſich, daß es ſich hier nicht um
eine eigene Angelegenheit der Reichspartei handelt. Der
ſtändigen Praris des Reichstags entſpricht es, bei
Zu=
laſſung zum Seniorenkonvent die Zuzählung zu geſtatten,
Vor 34 Jahren hat der Seniorenkonvent, als es ſich in
einem beſtimmten Falle um die Beteiligung an den
Kom=
miſſionen handelte, zwei Gruppen, die einzeln nicht 15
Mitglieder zählten, zuſammen in einer Vertretung in der
Kommiſſion zu einer Gruppe vereinigt. Ausnahmen
be=
ſtätigen die Regel. Der vom Abgeordneten Gröber aus
dem Jahre 1887 angeführte Fall iſt nur das Ergebnis
einer flüchtigen Seniorenkonventsberatung, das nicht
aus=
ſchlaggebend ſein kann. Ich wundere mich, daß der
An=
trag der Geſchäftsordnungskommiſſion ſich lediglich auf
die Beteiligung im Seniorenkonvent beziehen ſoll, nicht
auf die Beratung in den Kommiſſionen. Ich bitte Sie,
unſeren Antrag anzunehmen. Der Kommiſſionsantrag
iſt nicht genügend klar. (Beifall.)
Abg. Haaſe=Köniasbera (Soz.): Wir beantras
gen folgenden Zuſatz: „Als Fraktion gilt ferner eine
Mitgliedervereinigung, deren Partei bei den letzten
allge=
meinen Wahlen mindeſtens 15 Mal ſo viel gültige
Stim=
men erhalten hat wie der 397. Teil aller bei der Wahl
abgegebenen gültigen Stimmen beträgt.‟ Die Reichs
partei hat uns ſeinerzeit beim Sozialiſtengeſetz keinen
Sitz in der Kommiſſion eingeräumt. Käme die Reichss
partei in die gleiche Lage wie wir damals, ſo würden
wir nicht nur gegen ein ſolches Geſetz ſtimmen, ſondern
ihr möglichſt mehrere Sitze in der Kommiſſion einräus
men.
Abg. Kreth (konſ.): Das nächſte Mal dürfte die
Reichspartei wieder in einer Stärke hier erſcheinen, die
keinen Ausnahmezuſtand für ſich in Anſpruch nehmen
kann. Auch unſerer und manch anderer Partei ſind
ein=
mal Wahlniederlagen zuteil geworden, deshalb wollen
wir darauf Rückſicht nehmen, die ſtets eifria tätig
gewe=
ſene Reichspartei jetzt von der poſitiven Mitarbeit nicht
auszuſchließen. Ich bitte Sie, den Antrag der
Reichs=
partei anzunehmen, ſonſt aber unſerem Antrage
ſtattzu=
geben. die Sache an die Geſchäftsordnungskommiſſion
zurückzuverweiſen und einſtweilen die Vereinigung der
Mitglieder und Hoſpitanten einer Partei als Fraktion
anzuerkennen, wenn ſie mit den Zugezählten 15
Mitglie=
der erreicht.
habe ich umſonſt geſucht. Der Darſtellerin der Iphigenie
fehlten ſchon ein paar unerläßliche Requiſiten. Was ſie
an Stelle eines griechiſchen Profils hatte, dafür hätte man
vor der Reiſe Franz Drakes, die für Europas
Ernäh=
rung ſo wichtig war, nicht leicht einen Vergleich
gefun=
den.‟ — Die Schauſpielerin erhob gegen den Rezenſenten
Klage, die das Gericht aber abwies. Auch die Beſchwerde
wurde vom Obergericht als unbegründet zurückgewieſen
und zwar vertrat das Gericht folgenden Standpunkt:
Der Rezenſent hat die Künſtlerin nicht beleidigen
wol=
len, ſondern nur der Theaterleitung und der Darſtellerin
zu verſtehen gegeben, daß nach ſeiner Anſicht zu einer
Iphigenie eine Perſon mit griechiſchem Profil
unum=
gänglich notwendig ſei. Auch wenn der Kritiker den
Paſ=
ſus mit der Abſicht, die Künſtlerin lächerlich zu machen,
niedergeſchrieben habe, ſo ſei daraus immer
noch keine Ehrverletzung zu erſehen. Als ſolche
kann nur ein Angriff auf die Sittſamkeit und
Rechtſchaffenheit in Frage kommen. Beſchreibungen
kör=
perlicher Gebrechen enthalten ebenſo wenig einen Angriff
auf die bürgerliche Ehre, als die Kritik über die
Zutei=
lung einer Rolle, weil der Inhaber derſelben nach ſeiner
körverlichen Beſchaffenheit untauglich ſei. Das Gericht
erklärte noch, daß der in Rede ſtehende Paſſus der Kritik
geſchmacklos und einer Dame gegenüber taktlos ſei.
Die Parade der New=Yorker Suffragettes. Die
Schauluſt der New=Yorker konnte am Samstag
nach=
mittag reiche Ernte halten: zwei Stunden vor Einbruch
der Abenddämmerung hielten die amerikaniſchen
Suffra=
gettes ihre Frühjahrsparade ab, die in einer
Demon=
ſtration gipfelte, wie ſie in dieſem gewaltigen Umfange
frühere Paraden nie erreicht haben. Vom Waſhington
Square brach der endloſe Zug auf, zog über die 5. Avenue
bis zur Carnegie=Hall bei den ſchmetternden Klängen
von nicht weniger als zwanzig Muſikkapellen. Man
ſchätzt die Zahl der Teilnehmerinnen auf 15—20000
Suffragettes. Dem Zuge voran trabten hoch zu Roß 200
Amazonen des Stimmrechts in hellen Gewändern, auf
dem Kopfe einen großen, einfachen ſchwarzen Strohhut
mit einer weißen Kokarde, denn es war die Parole aus=
gegeben: keine teuren Hüte. Und ſo beherrſchte denn
die=
ſer ſchwarze Strohhut das Feld, der „
Frauenrecht=
lerhut” der während der Prozeſſion an allen
Straßen=
ecken verkauft wurde und den ein jeder Freund
phanta=
ſtiſcher Kopfbedeckungen ſehr preiswert für 30 Cents
er=
ſtehen konnte. Der Kavallerie der Suffragettes folgten
alle Frauenvereine New=Yorks, die ſtolz ihre Banner
im Abendwinde flattern ließen; aber das Hauptintereſſe
der Zuſchauer erregten doch die Gruppen ausländiſcher
Frauenrechtlerinnen, eine Anzahl modern geſinnter
Chi=
neſinnen, ein Verein finniſcher Frauenrechtlerinnen,
eine Gruppe Schwedinnen, Ruſſinnen, Auſtralierinnen
und Argentinierinnen. Sie marſchierten ſtolz hinter
ihren Flaggen einher, die ihre Nationalfarben zeigten
aber zugleich durch luſtige Inſchriften eindringlich die
ſofortige Notwendigkeit des Frauenſtimmrechts zu
be=
weiſen trachteten. Alles vollzog ſich in ſchönſter Ordnung,
unter den ſchmetternden Klängen fröhlicher Fanfaren
marſchierten die Studentinnen, die Aerztinnen in ihren
Doktortalaren, die Advokatinnen in ihrer Anwaltsrobe
und die Krankenpflegerinnen in ihrer Tracht durch die
Straßen. In der Mitte des Zuges erblickte man einige
über und über mit Fahnen geſchmückte Karoſſen: das
waren ſieggekrönte Veteraninnen des Frauenſtimmrechts,
Vorkämpferinnen der Suffragettes aus Wyoming, Utah,
Kalifornien, Colorado und aus dem Staate Waſhington,
wo die Frauen das Stimmrecht ſchon beſitzen. Hinter
ihnen marſchierten die Mütter, die demonſtrativ ihre
kleinen Babies auf den Armen trugen; ſie wollten damit
beweiſen, daß politiſche Betätigung und
Frauenſtimm=
recht Mütter und Gattinnen niemals abhalten würden,
ihre Pflichten gegen die Familie zu vernachläſſigen. Den
Schluß des Zuges bildete eine Schar von Männern, die
als überzeugte Anhänger des Frauenſtimmrechts an der
Demonſtration teilnahmen. Nirgends kam es zu
Zwi=
ſchenfällen. Als es dunkel wurde, zündeten die vielen
Tauſende von Frauen Lampions und Laternen an, der
rieſige Zug verwandelte ſich in eine gewaltige Kette von
Illuminationen, die ſich dann allmählich auflöſte; denn
nach getaner Arbeit ging man zufrieden nach Hauſe.
Nummer 108.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Seite 5
Abg. Dr. v. Laszewski (Pole): Wir ſtimmen für
den Antrag der Reichspartei, weil wir die Schwachen
ſchützen wollen und dies für ein Gebot der Pflicht halten.
— Abg. Arendt (Rp.): Wir verlangen kein
Ausnahme=
recht fur uns. Im Seniorenkonvent ſollten alle Gruppen
vertreten ſein. Die Kommiſſionen ſollten der Stärke aller
Parteien entſprechend zuſammengeſetzt werden. Die
Her=
ren Graf Poſadowsky und Warmuth, die uns zugezählt
werden wollen, ſtehen im großen und ganzen auf dem
Standpunkt unſeres Programms, ſie wollen ſich uns nur
nicht offiziell anſchließen, weil ſie als
Kompromißkandi=
daten gewählt worden ſind. Die Zuzählung dieſer
Her=
ren iſt ebenſo unbedenklich, wie die Zuzählung, die bei
anderen Fraktionen ſtattfinden. — Abg. Dr. Müller=
Meiningen (Fortſchr. Vp.): So begeiſtert wie heute
habe ich noch niemals einen Konſervativen für die
Min=
derheit ſprechen hören. Opportunitätsgründe können für
uns heute nicht in Frage kommen. Wir werden für die
Kommiſſionsbeſchlüſſe eintreten und die
Abänderungs=
anträge ablehnen.
Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Es handelt ſich hier
um eine Anfrage des Seniorenkonvents bei der
Geſchäfts=
ordnungskommiſſion über die Hinzuziehung der
Fraktio=
nen zu ſeinen Beratungen. Die jetzt eingegangenen
An=
träge haben mit der eigentlichen Sache ſomit nichts zu
tun. Die Bildung der Kommiſſion hat vollſtändig
auszu=
ſcheiden. Majoritäts= und Minoritätsfragen haben in
dieſer Hinſicht nichts zu bedeuten. Es fragt ſich nur, ob
auch kleine Gruppen Einfluß auf den Seniorenkonvent
haben ſollen, und das müſſen wir ablehnen. Der
Se=
niorenkonvent hat nur die Geſchäfte des Hauſes zu regeln
und deshalb iſt es nur von Wert, Mitglieder von Gruppen
zu hören, von deren Einwirkung die Abwickelung unſerer
Geſchäfte beeinflußt werden kann. Deshalb muß daran
feſtgehalten werden, daß eine Zahl von 15 Mitgliedern
zur Bildung einer Kommiſſion notwendig iſt.
Abg. Dr. Will Schlettſtadt (Elſ.): Wir ſtimmen
dem Antrag der Reichspartei zu. Der Antrag der
Ge=
ſchäftsordnungskommiſſion iſt eine Gewaltmaßregel.
(Lebhaftes Hört! Hört! bei der Rp.) Das Zentrum und
die Sozialdemokraten ſollten ſich hüten, Ausnahmegeſetze
einzuführen. Es könnte leicht kommen, daß andere
Par=
lamente, wo ſie ſchwach vertreten ſind, die Praxis des
Reichstages übernehmen werden. (Sehr richtig!) Unſere
Wähler verlangen von uns, daß wir, die wir dem
Zen=
trum ſehr nahe ſtehen, doch geſondert daſtehen. Der
Se=
niorenkonvent hat hier einen Gewaltſtreich verſucht.
(Vizepräſident Dove bittet, ſolche Ausführungen nicht zu
machen.) — Abg. Liz. Mumm (Wirtſch. Vgg.): Wir
befinden uns nicht in der Notlage wie andere kleine
Parteien, denn wir haben uns den Deutſch=Konſervativen
zuzählen laſſen. Ein Parlament ehrt ſich ſelbſt, wenn es die
Minorität ſchützt. — Abg. Junck (nl.): Ein
Gewohn=
heitsrecht iſt durch die bisherige Praxis nicht geſchaffen
worden. In dem Zuzählen liegt ein Widerſpruch gegen
die Wahrheit. Eine beſtimmte Grenze nach unten muß
ge=
zogen werden. Wir wollen keine kleinen Parteien züchten.
Abg. Haaſe=Königsberg (Soz.): Die Mitglieder
der kleinen Parteien, die heute hier zu Worte gekommen
ſind, wollen alle Vorteile genießen, die Nachteile,
die die großen Fraktionen auf ſich zu
neh=
men haben, wollen ſie aber nicht übernehmen.
Das Zuzählen zu beſtimmten Zwecken iſt daher nicht zu
rechtfertigen. Wir werden ſtets dafür eintreten, daß
auch die kleinen Fraktionen zum Worte kommen.
Abg. Gröber (Ztr.): Der Antrag der Kommiſſion
ſollte eigentlich für alle Parteien annehmbar ſein, denn
er bezieht ſich lediglich auf die Vertretung der einzelnen
Fraktionen im Senioren=Konvent. — Abg. Schulz
(Reichsp.) bittet, den zweiten Abſatz des konſervativen
Antrages dahin abzuändern, daß 15 Mitglieder
ein=
ſchließlich der Zugezählten ausreichend ſind zur
Teil=
nahme an dem Senioren=Konvent und der Vertretung
in den Kommiſſionen. — Damit ſchließt die Debatte.
Die Abſtimmung wird auf morgen vertagt.
Es folgt die Fortſetzung der Debatte über das
Ver=
bot der Miſchehen in Samoa (Reſt des
Kolo=
nialetats). Abg. Gröber (Ztr.): Der Erlaß bedeutet
eine große Brutalität. Gewiß ſind die Miſchehen eine
unerfreuliche Erſcheinung, aber die Raſſenmiſchung iſt
ſpraktiſch unvermeidlich. Baſtarde ſollen nicht immer
unbrauchbare Menſchen ſein, zumal die Samoanerinnen
als ſympathiſche Erſcheinungen geſchildert werden. Ich
habe hier das Bildnis einer Samoanerin, die die Frau
eines deutſchen Pfarrers wurde. Wenn das möglich
iſt, kann das Verbot nicht aufrecht erhalten werden.
Abg. v. Böhlendorf (konſ.): Gegen die Miſchehen
ſind wir ganz außerordentlich eingenommen. Wir
ſchlie=
ßen uns dem Abänderungsvorſchlag der
Budgetkommiſ=
ſion an. — Abg. v. Richthofen (natlb.) verteidigt
dieſen Abänderungsvorſchlag. — Abg. Brabant
(Fortſchr. Vpt.): Aus der Debatte hat ſich ergeben, daß
wir uns darin einig ſind, daß es in abſehbarer Zeit
aus=
geſchloſſen iſt, die weiße Bevölkerung in dem Maße zu
vermehren, daß Miſchehen ausgeſchloſſen ſind. Ob man
die Ehe mit Eingeborenen geſtattet oder nicht, iſt daher
ganz gleich, aber eine Klärung der Rechtsverhältniſſe der
Kinder aus Miſchehen iſt erforderlich. — Abg. Zürn
(Reichsp.): Die Reſolution der Kommiſſion halten wir
für eine geeignete Grundlage zur Erreichung einer
ein=
heitlichen Rechtsordnung in den Kolonien. — Abg. Liz.
Mumm (wirtſch. Vgg.): Auch wir verwerfen die
Raſſen=
miſchung unter allen Umſtänden. — Abg. Gröber
(Ztr.) beantragt über die Reſolution der Kommiſſion
namentliche Abſtimmung, die dann gleichzeitig bei der
morgen ſtattfindenden Abſtimmungen erledigt werden
ſoll. — Ein Antrag v. Liebert (Rp.) will den
An=
trag der Kommiſſion dahin abgeändert wiſſen, daß auch
gleichzeitig die Rechtsverhältniſſe der Kinder aus
Miſch=
ehen unter voller Wahrung der kirchlichen
Inter=
eſſen geregelt werden. — Abg. Ledebour (Soz.):
Wir treten für den Kommiſſionsantrag ein und lehnen
alle Abänderungsanträge ab. — Der Antrag Liebert
wird zurückgezogen und die Weiterberatung auf
Mitt=
woch, 1 Uhr, vertagt. — Außerdem namentliche
Ab=
ſtimmungen, Etat des Reichsſchatzamts und kleinere
Etats. Schluß nach 7 Uhr.
* Berlin, 7. Mai. Im weiteren Verlaufe der
Sitz=
ung bewilligte die Budgetkommiſſion des
Reichstages die Mehrforderungen für die
Verkehrs=
truppen, darunter für Preußen eine Funkenkompagnie und
Fliegertruppe, für Bayern eine Telegraphenkompagnie und
eine Fliegerkompagnie, für Sachſen und Württemberg je
ein Detachement bei der preußiſchen Fliegertruppe. —
Nach=
dem der ſächſiſche Kriegsminiſter den Antrag begründete,
die am letzten Freitag abgelehnten zwei
Landwehrinſpek=
tionen für Sachſen nachträglich zu genehmigen, wurde
die=
ſem Antrage gegen die Stimmen der Sozialdemokraten
ſtattgegeben, die Landwehrinſpektion für Württemberg aber
abgelehnt.
Luftfahrt.
* Frankfurt, 6. Mai. Das Luftſchiff „
Vikto=
ria Luiſe” wird für die nächſten Tage ſeine Fahrten
einſtellen, da ein Teil der Steuerung einem
Umbau unterzogen wird. Der Grund für dieſe
Aen=
derung, die ſchon ſeit längerem geplant iſt, liegt lediglich
auf konſtruktivem Gebiet und bedeutet gegenüber der
bis=
herigen Anlage eine vorteilhaftere Ausnützung des
Pro=
pellerſtromes und eine Verſtärkung des Steuerapparates.
* Die Deutung des Ausdrucks „
Zuver=
läſſigkeitsflug” wird anläßlich des 2. Deutſchen
Zuverläſſigkeitsfluges am Oberrhein, der vom 12.—22.
Mai ſtattfindet, vielfach erörtert. Jeder Flug ſoll doch
eigentlich zuverläſſig ſein! Die Südweſtgruppe des
Deutſchen Luftfahrer=Verbandes hat in der von Dr. Linke
verfaßten Denkſchrift über den 1. Zuverläſſigkeitsflug
folgendes feſtgelegt: Die ganze Flugſtrecke ſoll von
demſelben Flugzeug ohne Wechſel
durch=
flogen werden. Der Begriff umfaßt ferner die
Schnellig=
keit, weil ein ſchnelleres Flugzeug gegen ſtärkere Winde
ankämpfen kann, alſo an einer größeren Anzahl von
Tagen brauchbar iſt. Ferner verſteht man darunter
ſtabi=
len Flug, ſicheres Funktionieren aller Teile, beſonders
des Motors, und endlich die Bedingung der
Landungs=
fähigkeit. Flugzeuge, die beim Landen leicht beſchädigt
werden, können nicht auf die Eigenſchaft zuverläſſig
An=
ſpruch machen. Für die Flieger bedeutet zuverläſſig
gute Orientierungsgabe und Wetterkenntnis. Beim
erſten Flug am Oberrhein iſt das ſchnellſte Flugzeug bei
der Landung zerſchellt; es hat tatſächlich die
zuverläſ=
ſigſte Maſchine, entſprechend der gegebenen Definition,
den Sieg davongetragen.
* Freiballonfahrten. Am Sonntag
vormit=
tag ſtieg in Griesheim der Ballon „Taunus” auf und
überflog den Taunus nach der Lahn zu. Nach
ſieben=
ſtündigem Manövrieren gelang es den Ballonführern,
den Aſſeſſoren Dr. Landmann und Seefried, unter
Aus=
nutzung entgegengeſetzter Luftſtrömungen, den Ballon
wieder auf dem Aufſtiegplatze zur Landung
zu bringen. Dies iſt ein augenſcheinlicher Beweis, daß
auch ein Freiballon unter günſtigen Umſtänden in
be=
ſchränktem Maße lenkbar iſt.
* Internationale
Flugveranſtaltun=
gen in Wien. Der K. K. Oeſterreichiſche Aero=
Klub veranſtaltet in der Woche vom 23. bis 30. Juni
in Wien auf dem neuen Flugfelde ein großes
Inter=
nationales aviatiſches Meeting, für welches
neben Dauer= und Diſtanzflügen folgende Wettflüge in
Ausſicht genommen ſind: 1. Höhenkonkurrenz. 2.
Steig=
geſchwindigkeitskonkurrenz. 3. Geſchwindigkeitsrennen
über eine Strecke von 100 Kilometern im Umkreis. 4.
Konkurrenz der Differenzen der Geſchwindigkeit. 5.
Wurfgeſchoßkonkurrenz nach Art der Cible=Michelin.
6. Landungskonkurrenz auf einem umgrenzten Felde aus
einer beſtimmten Höhe. 7. Kreisflug. 8.
Ballonverfolg=
ung. Die Geſamtſumme der Preiſe wird ſich auf etwa
200000 Kronen belaufen.
* Todesſturz in Johannisthal. Geſtern
früh um 6 Uhr 25 Min. ſtürzte der Flugſchüler
Pach=
meyer ab. Er war ſoforttot. Die Urſache des
Ab=
ſturzes iſt noch unbekannt.
* Flieger=Unfälle. Ein tödlicher Flieger=
Abſturz ereignete ſich in Frankreich in der Nähe von
Nizza. Dort unternahm Conte Georges de Kobillar=
Cosnac ſeit längerer Zeit Trainingsflüge mit einem
An=
toinette=Eindecker, mit dem er ſich auch an dem Fluge
Nizza-Korſika beteiligen wollte. Als er nach einem
größeren Ueberlandfluge auf dem Flugfelde von Lac
Californie bei Nizza wieder landen wollte, brachen
die durch heftige Böen ſtark in Anſpruch genommenen
Flügel, die erſt kürzlich einer anſcheinend nicht
aus=
reichenden Reparatur unterzogen waren. Der Apparat
ſtürzte zur Erde und zertrümmerte auf einem
Bahndamm. Der Graf erlitt einen Bruch der
Wir=
belſäule und konnte nur tot unter den Trümmern
der Maſchine hervorgezogen werden. — Gleichfalls
töd=
lich verletzt wurde die ruſſiſche Aviatikerin
Galan=
tſchikow, die bei Riga Schauflüge unternahm. Aus
dem Publikum hatte man einen Stock gegen die ziemlich
niedrig fliegende Aviatikerin geworfen, die in dem
Mo=
ment die Herrſchaft über ihre Maſchine verlor und
ab=
ſtürzte. — Schwer verletzt wurde bei einem
Trainings=
fluge bei Charlottenburg der Flugſchüler Lecontelec
der infolge eines Motordefektes auf einem Acker landen
mußte, auf dem ſich die Maſchine ſo unglücklich
über=
ſchlug, daß der Pilot ſchwere Kopfverletzungen erlitt.
Auch bei Antwerpen ereignete ſich ein ſchwerer
Flugun=
fall. Auf dem dortigen Aerodrom ſtürzte der belgiſche
Aviatiker Olbrechts der in heftigen Böen die
Herr=
ſchaft über ſeine Maſchine verloren hatte, aus
verhält=
nismäßig geringer Höhe ab und erlitt einen Bruch der
Schädeldecke. Er wurde in hoffnungsloſem
Zu=
ſtande ins Hoſpital übergeführt.
H. B. Antwerpen. 7. Mai. Der belgiſche Flieger
Olbrecht, der auf dem Aerodrom von St. Job mit einem
Doppeldecker abgeſtürzt war, iſt geſtern nachmittag in der
Klinik zu Antwerpen ſeinen Verletzungen
er=
legen. Olbrecht war erſt 19 Jahre alt.
Erdbeben.
Jugenheim, Erdbebenwarte, 7. Mai.
Geſtern abend wurde hier, wie auf den meiſten europäiſchen
Erdbebenwarten, ein ſtarkes Fernerdbeben
re=
giſtriert. Der Beginn der Aufzeichnung war 8 Uhr 4 Min.
35 Sek., die Dauer faſt 2 Stunden. In Hamburg wurde
der Beginn bereits 4 Min. 7 Sek., in Heidelberg 4 Min.
41 Sek., in Hohenheim bei Stuttgart 4 Min. 48
Sek., in Breslau 5 Min. 0 Sek. beobachtet. Die
Erd=
bebenwellen kamen alſo von Nordweſt, und zwar liegt nach
vorläufiger Berechnung der Ausgangspunkt 64½ Grad
nördlicher Breite und 21½ Grad weſtlicher Länge, auf
Island, nahe der Stadt Reykjavik. Das Beben
fand nach Isländer Zonenzeit nachmittags kurz vor ſechs
Uhr ſtatt.
Das letzte ſtarke Isländer Beben fand am 22. Januar
1910 ſtatt. Damals lag das Epizentrum etwa 200
Kilo=
meter nördlich von Island, im Meere, und trotz der
Heftgkeit der Erſchütterung blieben damals die Stadt
Reyk=
javik und die Südküſte der Inſel verſchont. Diesmal liegt
das Epizentrum vermutlich auf der Inſel ſelbſt oder
in unmittelbarer Nähe, ſodaß bei der Stärke der
Erſchüt=
terung zu befürchten iſt, daß Schaden im Süden der Inſel
angerichtet wurde.
* Heidelberg, 7. Mai. Geſtern abend verzeichnete
der Seismograph der Königſtuhlwarte ein ſehr ſtarkes
Fernbeben, deſſen beide Vorbeben um 8 Uhr 8 Min.
24 Sek. einſetzten. Das rund zwei Stunden anhaltende
Hauptbeben begann um 8 Uhr 12 Min. Die Entfernung
des Zentrums wird auf 2700 Kilometer geſchätzt.
2 Stuttgart, 7. Mal. Die Erdbebenwarte
in Hohenheim verzeichnete geſtern abend ein großes
Fernbeben. Um 8 Uhr 4 Min. 48 Sek. begannen die
In=
ſtrumente große Ausſchläge aufzuzeichnen, die ihr
Maxi=
mum um etwa 8¼ Uhr erreichten. Die Inſtrumente
blie=
ben bis 9 Uhr 20 Min. in Bewegung. Der zweite
Vor=
läufer ſetzte um 8 Uhr 8 Min. 44 Sek. ein. Daraus ergibt
ſich eine Herdentfernung von 2—3000 Kilometern.
* Straßburg, 7. Mai. Ein ſehr ſtarkes
Erd=
beben wurde geſtern abend von den Inſtrumenten der
kaiſerlichen Hauptſtation für Erdbebenforſchung
aufgezeich=
net. Die Störungen begannen um 8 Uhr 4 Min. 43 Sek.
und hielten länger als 3 Stunden an. Der Herd liegt in
einer Entfernung von 2500 Kilometern, wahrſcheinlich in
Kleinaſien.
* Straßburg, 7. Mai. Nach Meldungen anderer
Erdbebenſtationen, die bei der hieſigen Hauptſtation
ein=
gelaufen ſind, konnte feſtgeſtellt werden, daß das geſtern
abend hier regiſtrierte Erdbeben bei Island
ſtatt=
gefunden hat.
* Breslau, 7. Mai. Die Apparate der
Erdbeben=
warte zu Krietern verzeichneten geſtern abend um 8 Uhr
5 Min. ein kataſtrophales Erdbeben in einer
Entfernung von 2600 Kilometern. Die Bewegung dauerte
über zwei Stunden und betrug im Maximum mehrere
Millimeter, ſodaß die Apparate im ganzem Ausmaß der
Bewegung nicht folgen konnten.
Zum Fall Soxhlet=Wagner.
In Nr. 103 des Darmſtädter Tagblatts hat Frau
Pro=
feſſor Dorſch den Beſchluß des Großh. Landgerichts,
Strafkammer II, veröffentlicht, der ſich dem Antrage der
Staatsanwaltſchaft, Frau Prof. Dorſch außer Verfolgung
zu ſetzen, anſchließt. Die Begründung der
Staatsanwalt=
ſchaft enthält Darlegungen, gegen die mein Rechtsanwalt
an zuſtändiger Stelle eingehend begründete Verwahrung
eingelegt hat, worüber die gerichtliche Entſcheidung noch
ausſteht. Ich habe mich bis dahin einer öffentlichen
Aeußer=
ung über die Angelegenheit zu enthalten, und ſolange der
Soxhlet=Prozeß noch ſchwebt, verbietet mir auch das
Preß=
geſetz, die Aktenbelege zu veröffentlichen, die mich
recht=
fertigen und die ganze Angelegenheit, die man bekanntlich
zu keiner öffentlichen Gerichtsverhandlung hat kommen
laſſen, klären werden.
Darmſtadt, 7. Mai 1912.
Prof. P. Wagner=
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Beröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktiss
teinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Ein kürzerer Wegnach dem Hauptbahnhof.
Es wäre ſehr wünſchenswert, wenn die Tore an
der Wald=, Hügel= und Riedeſelſtraße, durch die man
früher nach der Laderampe fuhr, möglichſt bald geöffnet
würden und man daſelbſt einen Fußweg über den
ſeit=
herigen Bahnhof der Main=Neckar=Bahn anlegte,
da=
mit die Bewohner genannter Straßen direkt auf den
Exerzierplatz gelangen können und, dieſen überquerend,
ein Stück Wegs nach dem nun ſo viel weiter gelegenen
Bahnhof abſchneiden können.
K. B.
Perſonenaufzüge im neuen Bahnhof.
Bekanntlich ſind im neuen Bahnhof, zu jedem
Bahn=
ſteig führend, Aufzüge angebracht, die aber zurzeit
aus=
ſchließlich zur Gepäckbeförderung verwendet werden. Ließe
es ſich nicht ermöglichen, dieſe Aufzüge auch von
Per=
ſonen benutzen zu laſſen, die vielleicht Alters oder
Krank=
heit wegen das Treppenſteigen nicht vertragen können?
Die Eiſenbahnverwaltung käme damit gewiß berechtigten
Wünſchen entgegen.
X.
Handel und Verkehr.
— Patentanmeldungen: J. 23174.
Vorrich=
tung zum Reinigen und Keimfreimachen von
Bierleitun=
gen. Hermann Jacoby, Eberſtadt bei Darmſtadt.
Patenterteilungen: 247122. Pumpe zur
Förde=
rung dampf= oder gashaltiger Flüſſigkeiten. Beck E
Roſenbaum Nachf., Darmſtadt. — 247 286. Vorrichtung,
um beim Auf= oder Abwickeln von Papier= oder
Stoff=
bahnen das gewählte Spannungsverhältnis oder den
ge=
wählten Voreilungsgrad zwiſchen Wickelſtab und
Stoff=
führung aufrecht zu erhalten; Zuſatz zu Patent 216 475.
Jean Goebel, Darmſtadt, Griesheimerweg 25. —
Ge=
brauchsmuſter=Eintragungen: 505896. Aus
zweierlei Material hergeſtellter Kragenknopf, deſſen aus
Metall beſtehender Oberteil mit beweglichem oder
feſt=
ſtehendem Kopf mit dem aus einer nichtmetalliſchen Maſſe
beſtehenden, beſonders geformten Unterteil vermittels
eines Metallſtiftes verbunden wird Heinrich Werner,
Darmſtadt, Obere Liebfrauenſtr. 44. — 505537.
Sicher=
heits=Hängeſchloß mit verdecktem Verſchlußbolzen.
Wil=
helm Neuzeit, Darmſtadt, Kaſinoſtraße 17. — 506 440
Schutzgitter gegen das Durchſchlüpfen von Kindern in
Ab=
teilungen der mehrteiligen Schiffsſchaukel. Georg
Hof=
ferbert. König im Odenwald. — 506 043. Schieberverſchluß
für Schüttgut. Friedrich Krukenberg, Darmſtadt,
Schieß=
hausſtraße 80.
H. Frankfurt a. M., 7. Mai. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt blieb die feſte Stimmung
vorherrſchend, wobei das Angebot ſehr geringfügig war.
Aber auch die Kaufluſt hielt ſich in engen Grenzen,
ſo=
daß kaum nennenswerte Preisänderungen zu verzeichnen
ſind. Hafer bei kleinem Konſum etwas höher. Mais
ſehr ſtill und eher williger. Für Mehl ſind die
Forder=
ungen zwar unverändert, dagegen war aus zweiter Hand
billiger anzukommen. Futterartikel behauptet. Der
Mannheimer Getreidemarkt verkehrt in feſter
Tendenz. An der Berliner Produktenbörſe
war ebenfalls feſter Grundton auf den ungünſtigen
preu=
ßiſchen Saatenſtandsbericht und auf Deckungen.
Beſon=
ders gefragt war Mairoggen, da die Verpflichtungen für
dieſe Sichten noch bedeutend ſind, die Inhaber mit der
Ware zurückhalten und der Vorrat an Roggen knapp iſt.
Hafer lag feſt auf die Trockenheit und teuere
Inlands=
offerten. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und New=York) war Weizen ſchließlich kaum behauptet
auf größere Zufuhren im Innern der Vereinigten
Staa=
ten, trotz des hauſſelautenden Viſible Supply=Ausweiſes.
Mais ſpäter abgeſchwächt und kaum ſtetig auf
Voraus=
ſage günſtigen Wetters und ſtärkeren Baiſſedruck. Die
ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von
51,20 Mill. Buſh. auf 47,64 Mill. Buſh. und die
Mais=
vorräte von 8,01 Mill. Buſh. auf 7,49 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen. Auch in Kanada haben die Weizenvorräte
in dieſer Woche eine Verminderung von 31,41 Mill.
Buſh. auf 22,28 Mill. Buſh. erfahren.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 24,50—24,65, Nord=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Nummer 108.
deutſcher 24,50—24,65, Kurheſſiſcher 24,50—24,65, Ruſſi
ſcher 25,25—26,50, La Plata 25—26,50, Rumäniſcher
25,25—26,25, Redwinter 25—26,50, Manitoba 25—26,50,
Kanſas 25—26,50, Walla Walla 25—26,50; Roggen,
hieſiger, 21—21,25, Bayeriſcher (Pfälzer) 21—21,30,
Ruſ=
ſiſcher 21,25—21.75, Amerikaniſcher —, Rumäniſcher 21,25
bis 21,75; Gerſte, Pfälzer, —, hieſige und
Wetter=
ſauer — Riedgerſte — Ungariſche —, Fränkiſche — ruſ
ſiſche Futtergerſte —; Hafer, hieſiger, 22—22,50,
Baye=
riſcher 22—22,50, Ruſſiſcher 21,50—22,50, Amerikaniſcher
20—21, Rumäniſcher 21,50—22,50, Mais mixed 18—18,75.
Ruſſiſcher 18—18,75, Donaumais 18—18,75, Rumäniſcher
18—18,75, La Plata 18—18,75, weißer Mais 18—18,75,
Weizenſchalen 14,40—14,50, Weizenkleie 14,40—14,50,
Roggenkleie 14,75—15, Futtermehl 16—16,50, Biertreber,
getrocknet, 15,50—15,60; Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab
Mannheim), Nr. 0: 33,50—33,75, feinere Marken 34 bis
34,25, Nr. 1: 32,25—32,50, feinere Marken 32,75—33,
Nr. 2: 30,25—30,50, feinere Marken 30,75—31, Nr. 3: 29,25
bis 29,50, feinere Marken 29,75—30, Nr. 4: 26,25—26,50,
feinere Marken 26,75—27: Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0:
28—28,25, Nr. 1: 26—26,25, Nr. 2: 23,75—24.
Vermiſchtes.
* Die Koloniale Rundſchau bringt in ihrer
März=
nummer einen ſehr beachtenswerten Artikel über „Die
finanzielle Entwickelung der deutſchen
Kolonien 1910—1911” der auf Grund der kürzlich
erſchienenen Denkſchriften über die deutſchen Schutzgebiete
1910/11 eine weitere günſtige Entwickelung der
Kolo=
nien feſtſtellt. Der Geſamthandel iſt gegen das Vorjahr
um 30,2 Prozent auf über 230 Millionen Mark geſtiegen.
Beſonders bedeutſam ſind die folgenden Ausführungen,
die gleichzeitig eine nachdrückliche Rechtfertigung des
ſtets von der evangeliſchen Miſſion zu der Frage der
Eingeborenen=Politik eingenommenen Standpunktes
ent=
halten: „Ueber Erwarten groß ſind die Einnahmen aus
der Beſteuerung der Eingeborenen. Faſt aus allen
Ko=
lonien wird berichtet, daß die Steuern über den
Vor=
anſchlag hinaus gut und reichlich eingegangen ſeien. Das
iſt ein ſicheres Zeichen für den wachſenden Wohlſtand der
einheimiſchen Bevölkerung und für das weitere
Vordrin=
gen einer geordneten, auch das Leben des Einzelnen
be=
einfluſſenden europäiſchen Verwaltung. Die
Eingebore=
nenſteuern ſind in den deutſchen Kolonien niedriger als
in den meiſten anderen afrikaniſchen Beſitzungen, ſie
bil=
den alſo für die Bevölkerung nicht eine hemmende
Be=
drückung, ſondern nur einen geſunden Anſporn zur
Ar=
beit. Bemerkenswert iſt der Hinweis der Denkſchrift auf
die Tatſache, daß die Steuer zum weitaus größten Teile
nicht von Europäern, ſondern von den Eingeborenen, und
zwar von den ſelbſtändig produzierenden Eingeborenen
gezahlt werde. Im Vergleich zu dieſen ſpielt die Anzahl
der auf Pflanzungen und induſtriellen Unternehmungen
beſchäftigten Steuerzahler keine erheblich Rolle. Nimmt
man dazu die Tatſache, daß der zweite
Haupteinnahme=
poſten der Kolonien die Zölle ſind, die ebenfalls zum
überwiegenden Teil von den Eingeborenen getragen
werden, ſo erhellt daraus, daß die finanzielle
Selbſtän=
digkeit unſerer Schutzgebiete im Weſentlichen auf dem
ſeine eigene Scholle bewirtſchaftenden Eingeborenen
be=
ruht; es liegt deshalb durchaus im Intereſſe einer
ge=
ſunden Entwickelung, der Erhaltung und Stärkung eines
wirtſchaftlich ſelbſtändigen Eingeborenenſtandes unſere
Aufmerkſamkeit zu widmen.”
Literariſches.
— Die Sprache des Kaufmanns und
ſeiner Korreſpondenz. Von Dr. phil. L.
Wen=
delſtein, Backnang (Württemberg). I—VI und 132 S.
Preis geh. 1.80 Mk., geb. 2.40 Mk. Verlag von B. G.
Teubner, Leipzig und Berlin. Das vorliegende Buch
behandelt als Ergänzung zu den vielen Lehrbüchern der
Handels=Korreſpondenz die Sprache des Kaufmanns ſie
als ſelbſtändige ſchriftliche Berufsſprache auffaſſend, nicht,
indem es tadelt und rügt, ſondern dadurch, daß es erklärt
und anleitet. Das Buch wird allen, die ſich über Werden
und Weſen der kaufmänniſchen Sprache unterrichten
wollen, willkommen ſein; vor allem aber es dem
Kauf=
mann ermöglichen, der es ernſt meint mit ſeinen
Pflich=
ten, ſowohl ſeiner deutſchen Mutterſprache wie ſeinem
Beruf gegenüber, nach eigener Einſicht zu bemeſſen, wie
er beide im praktiſchen Leben miteinander vereinen kann.
— „Wie ſchneidere ich das Kleid von heute?” betitelt
ſich eine ſoeben im Verlag der Internationalen
Schnittmanufaktur, Dresden, erſchienene
Bro=
ſchüre, die allen ſelbſtſchneidernden Frauen mit Rat und
Tat zur Seite ſtehen und ihnen Anregungen geben will,
wie ſie mit geringen Mitteln durch eigenen Fleiß und
Geſchicklichkeit ihr Kleid auf das modernſte ausſtatten
können. Das empfehlenswerte Heftchen iſt zum Preiſe
von 60 Pfg. durch den oben genannten Verlag zu
be=
ziehen.
Franz Söhns, Wort und Sinn. Be
griffswandlungen in der deutſchen Sprache. (IV und
149 S.) 8. 1911. Gebunden 2 Mk. Verlag von B. G.
Teuhner, Leipzig und Berlin. Das Werkchen iſt nicht
nur ein Nachſchlagebuch, ſondern eine anregende
Lek=
türe für jeden Gebildeten, der Herz und Sinn für ſeine
Sprache hat. Eine reiche Anzahl von Belegſtellen ſoll
den Leſer zu eigenem Denken und Schlüſſen anregen,
denn nirgends deutlicher als in ſeiner Sprache ſpiegelt
ſich die Kultur des Menſchen, ſpiegelt ſich der Menſch
ſelbſt.
Marokko.
* Paris, 6. Mai. Eine ſichtlich offiziöſe
Mit=
teilung des Journal des Débats bemerkt: Weder
der Miniſterpräſident noch der Leiter der politiſchen
Ange=
legenheiten hatte Kenntnis davon, daß zwiſchen Muley
Hafid und der franzöſiſchen Regierung ein regelrechtes
Abkommen beſteht, durch das die letztere ſich
verpflich=
tet hat, dem Sultan gegebenenfalls zu geſtatten,
abzu=
danken und zu leben, wo es ihm beliebt. Es handelt ſich
nicht um einen Brief des früheren Miniſter de Selves,
ſon=
dern in der Tat um ein Abkommen, dem man ohne
Wort=
bruch ſich nicht entziehen kann, obzwar ſich die Regierung
vollſtändig klar darüber iſt, daß die vom Sultan
beabſich=
tigte Reiſe nach Rabat ſehr bedauerlich iſt. Demzufolge, ſo
heißt es weiter, hätten der Miniſterpräſident Poincaré und
der Kriegsminiſter Millerand nach Rückſprache mit dem
Ge=
neralreſidenten Lyautey dem Geſandten Regnault und
dem General Moinier telegraphiſch die Weiſung erteilt,
alles zu verſuchen, um den Sultan von ſeinem Entſchluß
abzubringen, jedoch für den wahrſcheinlichen Fall,
daß ihre Bemühungen vergeblich blieben, alle notwendigen
Maßnahmen zu treffen, um etwaige unangenehme
Zwiſchenfälle auf der Reiſe des Sultans nach Rabat zu
ver=
hindern. Im übrigen ſoll unterſucht werden, wieſo das
Abkommen bisher geheim gehalten werden konnte und in
den häufigen Unterredungen, die der Geſandte Regnault
und die Abteilungsdirektoren des Miniſteriums des
Aeußern mit Poincaré über die Ausarbeitung des
Protek=
toratsvertrages gehabt haben, dieſes Abkommen mit keinem
Wort erwähnt worden iſt.
* Paris, 6. Mai. Nach einer Blättermeldung aus
Fez hat General Moinier die Regierung um ſchleunige
Ab=
ſendung von drei Bataillonen erſucht, da dieſe für
die Ueberwachung der Etappenſtraße von Fez nach Rabat
unbedingt notwendig ſeien. Man glaubt, daß dieſe
Ver=
ſtärkungen noch vor der Ankunft des Generals Lyautey in
Fez abgehen ſollen. Die Regierung hat auch die Abſendung
mehrerer Batterien nach Marokko ins Auge gefaßt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Heidelberg, 7. Mai. Geſtern nachmittag um 4 Uhr
ſtatteten das Großherzogspaar, von Karlsruhe
kom=
mend, der Königin=Witwe von Schweden im
hieſigen Schloßhotel einen einſtündigen Beſuch ab.
* Stockholm, 7. Mai. Nachdem die freiwillige
Landesſammlung für den Bau eines
Panzer=
ſchiffes hundert Tage gedauert hat und ſchon lange die
als notwendig berechnete Summe von 12 Millionen
Kro=
nen erreicht iſt, hat eine Deputation dem König dieſe
Summe als Gabe für den Staat überreicht. Der König
drückte der Deputation ſeinen Dank über die Gabe, ſeine
Freude über dieſe Opferwilligkeit und Vaterlandsliebe des
Volkes aus. Die Sammlung wird noch fortgeſetzt.
Gegen=
wärtig ſind außerdem noch mindeſtens fünf Millionen durch
dieſe und andere Sammlungen zur Verſtärkung der
ſchwe=
diſchen Marine zuſammengebracht worden.
* Conakry (Franzöſiſch=Guinea), 7. Mai. Der Wali
von Gumba, der im März die Ermordung zweier
fran=
zöſiſcher Offiziere anſtiftete, iſt heute hingerichtet
worden.
H. B. Berlin, 7. Mai. Der deutſche Botſchafter in
Kon=
ſtantinopel, Freiherr Marſchall von Bieberſtein,
iſt heute morgen mit dem Orient=Expreßzug auf dem
Bahnhof Friedrichſtraße eingetroffen. Er nahm im Hotel
Kaiſerhof Wohnung. Heute morgen 10 Uhr begab ſich der
Botſchafter zum Reichskanzler zu einer Konferenz, der
vor=
ausſichtlich noch weitere folgen werden. Ueber den Zweck
ſeiner Berliner Reiſe wollte der Botſchafter aus
begreif=
lichen Gründen ſich zunächſt nicht weiter äußern. Ehe er
nicht mit den amtlichen Stellen Fühlung genommen hat,
fühlt er ſich zu Mitteilungen für die Oeffentlichkeit nicht
berufen. Freiherr von Marſchall wird in den nächſten
Tagen mit den maßgebenden Perſönlichkeiten in Berlin
wiederholte und eingehende Beſprechungen haben und
Herrn von Bethmann=Hollweg Ende der Woche zum
Vor=
trage beim Kaiſer nach Karlsruhe begleiten, wo
wahrſchein=
lich die Entſcheidung über die weitere Verwendung des
Freiherrn von Marſchall im diplomatiſchen Dienſte fallen
wird.
Die Ratsherrnbruderſchaft
Unterfertigter C. C. erfüllt
hier-
mit die traurige Pflicht, s. 1. A. H.
A. H. u. ia. Cb. ia. Cb. von dem am
7. Mai 1912 erfolgten Ableben s. I. Cb.
dur Naver
(X2) 1910/11
Einj.-Freiw.-Getr. i. Bayr. Feld-Art.-
10734) Regt. Nr. 8 Nürnberg
geziemend in Kenntnis zu setzen.
Der C. C. der „Obotritia‟ zu Darmstadt.
I. A.:
Eugen Zimmermann
Darmstadt, den 8. Mai 1912.
Danksagung.
Allen, die mir so liebevolle
Be-
weise der Freundschaft beim
Hin-
scheiden meiner unvergesslichen
Gat-
tin gegeben, hierdurch meinen
tief-
gefühltesten, herzlichsten Dank.
Georg Chr. Weicker.
Darmstadt, 7. Mai 1912.
(*11720
Die Pflege der Stimme
erweist sich immer mehr als ebenso notwendig wie
diejenige etwa der Hände und der Zähne. Unter
allen Mitteln, die eine klare freie Stimme schaffen,
wohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen
Ge-
ruch aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur
annähernd so verbreitet und behauptet, als die in
ihrer Wirkung unvergleichlichen Wybert-Tabletten.
Sie gehören zum eisernen Bestande jedes Haushaltes,
wie Seife und Zahnpulver. Die lange ausreichende
Schachtel kostet in allen Apotheken und Drogerien
1 Mark. Niederlagen in Darmstadt: in sämtlichen
Apotheken: Drogerie von Fr. Beckenhaub,
Kirch-
strasse 27: Drogerie G. Liebig & Co., Luisenstr. 4;
Martins-Drogerie, Pankratiusstr. 41; Drogerie Chr.
Schwinn, Rheinstr. 8: Drogerie C. Watzinger,
Wil-
helminenstrasse 11; Zentral-Drogerie,
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Bitte Schaufenster beachten.
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
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Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber dem Kontinent liegt hoher Druck, während
ſich die weſtliche Depreſſion wenig verändert hat.
Das=
angedeutete Randtief brachte geſtern in Deutſchland
vielfach zum Teil erhebliche Niederſchläge. Heute morgen
iſt bei mäßigen Winden meiſt wolkiges Wetter. Die
Temperaturen liegen in Deutſchland alle über 10%, im
Nordoſten noch unter dem Gefrierpunkt (Archangel — 5.%.
Randwirbel des weſtlichen Tiefs dürften uns leicht
be=
einfluſſen.
Ausſichten für Mittwoch, den 8. Mai 1912:
Bewölkung langſam zunehmend, doch noch trocken, warm.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Ein
Sommer=
nachtstraum”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant „Metropol” und „Perkeo” um
8 Uhr.
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
ges=
öffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von. 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage ((Auslage Rheinſtraße 23): Vom
Stapellauf des Linienſchiffes „König Albert” in
Dan=
zig; von der Einweihung der neuen deutſchen Kirche
in Kairo; von der Feſtnahme der Pariſer
Automobil=
banditen; tripolitaniſche Araber im italieniſchen Dienſte
gegen die Türken.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 9. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Fr. Balle und Jakob=
Mohr (Dieburgerſtraße 96) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Acker= u. Lagerplatz=Verſteigerung (am
Juden=
brunnen) der Philipp und Philipp Wilhelm Adam um
10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Zigaretten=Verſteigerung um 10 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Aus dem Geſchäftsleben.
Dem Vernehmen nach ſtellt die Firma L. Spiegel
u. Sohn, Kgl. Hoflief. in Ludwigshafen a. Rh.,
an=
läßlich des Badiſchen Gaſtwirte=Verbandstages am 8. und
9. Mai zu Weinheim intereſſante Muſikneuheiten aus,
u. a. ein Orcheſter=Piano mit Federaufzug, das beſonders
den Gaſtwirten, die keine elektriſche Kraft beſitzen, ein
willkommenes Inſtrument ſein wird.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereig=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Nummer 108.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Seite 7.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 90,20
81,10
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,30
81,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,20
3½
93,00
do.
84,20
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,60
do.
3½
89,20
3
do.
79,50
4 Hamburger Staatsanl. 100,10
4 Heſſ. Staatsanleihe 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
3½
89,30
do.
3
do.
78,30
3 Sächfiſche Rente.
. 81,00
4 Württemberger v. 1907 100,20
do.
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,60
3½ Italiener Rente . . 93,50
4½ Oeſterr. Silberrente 92,30
4 do. Goldrente . . . 96,50
4 do. einheitl. Rente . 89,60
3 Portug. unif. Serie I 64,70
3 do. unif. Ser. III 67,50
3 do. Spezial . . . . 10,20
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 . . 94,70
4 do. v. 1905
91,60
.90,80
4 Ruſſen v. 1880 .
. 90,40
4 do. v. 1902
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
31½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 84,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,60
4 Ungar. Goldrente . . . 91,20
1 de. Staatsrente . . . 89,70
Zf.
In Proz.
5 Argentinier .
..100,20
4
do.
87,50
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,40
do.
4½
. 94,70
4½ Japaner .
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
60,30
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Paket=
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Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,25
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6½ Schantungbahn . . . 138,25
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4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,20
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,20
3 Prag=Durer . . . . . . 77,60
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,20
3
do.
78,50
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
Inprag,
3.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,90
20
do.
54,10
3 Raab=Oedenburg
. 77,30
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt . . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,90
do.
88,50
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2½ Livorneſer . . . . . 68,80
3 Salonique=Monaſtir . 65,20
4 Bagdadbahn . .
83,90
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,20
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,60
4 Northern=Pacific . . . 100,20
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.. . 151,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 169,80
6½ Darmſtädter Bank . 122,70 8½ do.
12½ Deutſche Bank . . . 258,20
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,60
10 Diskonto=Kommandit 186,90
8½ Dresdener Bank . . 156,20
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,60
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,95
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,20
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,25
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 129,70
7½ Wiener Bankverein . 134,00 4 Nürnberg
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
Inßroß,
3. Pfandbrieſe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
89,80
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
89,00
8½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
18½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.. 100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. 100,35
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,50
S. 3—5 .
89,30
S. 9—11
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
3½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
3½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
99,00
8½ do.
89,30
4 Frankfurt .
e 100,50
93,00
4 Gießen .
3½ do.
89,70
4 Heidelberg
98,40
3½ do.
89,00
4 Karlsruhe
99,00
3½ do.
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
99,00
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
100,50
3½ Nauheim
99,60
3½
do.
90,00
4 Offenbach
Inpro),
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 100,20
3½ do.
89,90
4 Worms . . . .
3½ do.
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Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 136,40
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . .
.. 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,50
3 Oldenburger . . . . . . 124,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,00
Unverzinsliche
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Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 199,80
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Fs. 45
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Fs. 10 31,60
fl. 7
Meininger .
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Italieniſche Noten . . . 80,35
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Nummer 108.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Nummer 108.
Zweite Kammer der Stände.
29. Sitzung.
St. Darmſtadt, 7. Mai.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat Dr.
Becker, Miniſterialräte Hölzinger, Dr. Kratz,
Geh. Landesökonomierat Müller.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10¼
Uhr, begrüßt die Abgeordneten nach der Oſterpauſe und
teilt mit, daß die gegenwärtige Tagung nur dieſe Woche
dauern werde, da ſie im weſentlichen nur der Beratung
der Beſoldungsordnung gewidmet ſein ſoll, die
morgen (Mittwoch) beginnen wird.
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Die
Regierungsvorlage, Summariſche Ueberſicht
der Einnahmen und Ausgaben der
Staats=
ſchuldenverwaltung für 1908 betreffend, die
Regierungsvorlage, Abtretung von
Wegparzel=
len des Großherzogtum=Landseigentum
in der Gemarkung Gernsheim betreffend
ſo=
wie die Neuwahl eines Abgeordneten für den 14.
Wahl=
kreis der Provinz Rheinheſſen (Provinzial=Hauptſtadt
Mainz), die Neuwahl eines Abgeordneten für den 16.
Wahlkreis der Provinz Rheinheſſen (Kreisſtadt Worms)
betreffend, die Neuwahl eines Abgeordneten für den 5.
Wahlkreis der Provinz Starkenburg (Fürth=
Reichels=
heim) betreffend werden debattelos erledigt durch
Bei=
tritt zu den Ausſchußanträgen.
Es folgt Beſprechung der Anfrage der Abgeordneten
Dr. Boxheimer und Genoſſen,
die Bekämpfung der Rebſchä dlinge und
Tierſeuchen
betreffend, und Beſprechung der dringlichen Anfrage des
Abgeordneten Dr. Winkler,
Bekämpfung des Heu= und Sauerwurms
betreffend.
Abg. Finger macht hierzu längere Ausführungen,
die bei der allgemein im Hauſe einſetzenden
Privatunter=
haltung auf der Journaliſtentribüne total unverſtanden
bleiben. Auch das mehrfache Erſuchen des Präſidenten
Köhler, die Privatunterhaltung leiſer zu führen, bleibt
ohne Erfolg. Redner ſpricht ſo über eine Stunde lang
nur für den Stenographen, der direkt neben ihm Platz
genommen.
Abg. Beſt will ſich im Gegenſatz zum Vorredner
kurz faſſen. Vor allem möchte er das Kreisamt Worms
in Schutz nehmen gegen den Vorwurf, als ob es
Maß=
nahmen getroffen habe, die wertlos waren. Das
Gegen=
teil ſei der Fall. Die vom Kreisamt angeordneten
Maß=
regeln wurden allgemein gern durchgeführt und waren
vom beſten Erfolg, wie auch die Ernte bewieſen hat, die
in angrenzenden Bezirken, die nicht die gleichen
Maß=
nahmen trafen, viel ungünſtiger geweſen iſt. Vor allem
habe das Abbürſten ſich durchaus bewährt.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach:
Der Standpunkt der Regierung, der bereits in den
Druck=
ſſachen dargelegt iſt, iſt auch durch die heutigen mündlichen
Ausführungen der Interpellanten nicht erſchüttert
wor=
den. Ich brauche darum nur auf die Antwort der
Re=
gierung zu verweiſen. Daß die Anſichten der
Interpel=
lanten auch in dieſem Hauſe nicht allgemein geteilt
wer=
den, hat auch die heutige Debatte der Abgeordneten aus
dem Kreiſe Worms erwieſen. Ich brauche heute um ſo
weniger näher darauf einzugehen, als die Wünſche der
Abgeordneten Boxheimer und Dr. Winkler ſich bereits
zu einem Antrage verdichtet haben. Ueber dieſen
An=
trag ſind wir zunächſt mit dem zuſtändigen Miniſterium
der Juſtiz in Verbindung getreten, und es wird demnächſt
das Miniſterium des Innern dazu Stellung nehmen. Ich
kann mir weitere Ausführungen darum erſparen, bis
die=
ſer Antrag auf der Tagesordnung ſteht.
Abg. Dr. Boxheimer ſtellt feſt, daß er die
Maß=
nahmen des Kreisamts Worms nicht an ſich abfällig
kritiſiert habe. Er habe nur beanſtandet, daß die
Ver=
fügung des Kreisamtes zu einer Zeit erfolgte, da ſie
ohne Wirkung bleiben mußte, und daß die
Verordnun=
gen derart abgefaßt waren, daß ſelbſt die Richter ſich
nicht darüber einig waren, ob ſie zweckdienlich ſind oder
nicht. Weiter vertrete er die Anſicht, daß die
Maß=
nahmen, auch wenn ſie gut ſind, nichts nutzen, wenn ſie
nicht gemeinſam in allen Weinbaubezirken durchgeführt
werden. Tatſache ſei, das könne er beweiſen, daß durch
das Abbürſten, weil es zu ungeigneter Zeit geſchah, mehr
Schaden als Nutzen erwachſen ſei. Der Zweck ſeiner
Interpellation ſei in erſter Linie geweſen, daß die
Stra=
fen, die wegen Nichtbefolgung dieſer Verordnungen
er=
gangen ſind, gemildert, wenn nicht erlaſſen werden.
Abg. Dr. Winkler möchte doch feſtſtellen, daß die
Meinung der Interpellanten von einer großen Anzahl
der Mitglieder des Hauſes geteilt werde. Daß die
Ab=
geordneten Finger und Beſt der Interpellation
wider=
ſprechen, ſei nur natürlich, denn die beiden Herren haben
ja die betreffenden Verordnungen mit verbrochen, ſie
ſprechen gewiſſermaßen in eigener Sache. Das Haus
tue alſo beſſer daran, wenn es den Standpunkt der
bei=
den Interpellanten teile, die der Sache objektiv
gegen=
überſtehen. Der Kernpunkt ſei doch der, daß die
Ver=
ordnungen — ganz gleich, ob ſie gut oder ſchlecht ſind, —
zu einer Zeit erlaſſen wurden, als ihre allgemeine
Durch=
führung nicht möglich war, und daß man trotzdem mit
ſcharfen Zwangsmaßnahmen vorging, was zur
Erbit=
terung und Erregung führte. Redner hätte gewünſcht,
daß der Abg. Finger, auch wenn er die Maßnahmen
ſelbſt verteidigte, angeſichts der Tatſache, daß ſie, noch
nicht erprobt, zu ungeeigneter Zeit ergingen und ihre
rigoroſe Durchführung große Erregung mit Recht
her=
vorrufen mußte, doch dem Antrage auf Aufhebung der
Strafen zuſtimmen werde.
Abg. v. Brentano meint, man müſſe eigentlich
allen vier Vorrednern Recht geben. Er ſei überzeugt,
daß der Erlaß des Kreisamts Worms in beſten
Abſich=
ten ergangen iſt und daß an dieſem ſelbſt gar keine Kritik
geübt werden ſoll. Aber andererſeits hat der Abg. Dr.
Winkler recht, daß die Art der Durchführung der
Ver=
ordnung und die Zeit dazu ungeeignet war. Die
Aus=
nahmezuſtände, die nun einmal dadurch geſchaffen
wur=
den, ſollten die Regierung veranlaſſen, Milde walten
zu laſſen. Das würde die Maßnahmen des Kreisamts
Worms am beſten empfehlen.
Abg. Finger verteidigt nochmals das Kreisamt
Worms. Damit ſchließt die Beſprechung.
Auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Oſann und
Lang, betreffend:
Teuerungsverhältniſſe bei den
Eiſen=
bahnarbeitern:
„Iſt der Regierung bekannt, daß weite Kreiſe der
Eiſenbahnarbeiter unter der Teuerung der
Lebensver=
hältniſſe außerordentlich zu leiden haben? Will die
Re=
gierung nicht bei dem Eiſenbahnminiſterium in Berlin
oder bei der Eiſenbahndirektion in Mainz auf eine
Lohn=
erhöhung hnwirken?”
verlieſt Finanzminiſter Braun Exz. eine 4½“
Regierungsantwort, in der es u. a. heißt:
„Der Frage, ob die Löhne der Arbeiterſchaft der
all=
gemeinen wirtſchaftlichen Lage und den Koſten der
Lebenshaltung hinreichend angepaßt ſind, iſt von den zu=
ſtändigen Organen der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft nach deren Mitteilung ſtete Aufmerkſamkeit
gewidmet worden. Nach dieſen Beobachtungen wurden
ſchon immer Lohnverbeſſerungen dort angeordnet, wo
ein Bedürfnis zu ſolchen hervortrat. Das ſtärkere
An=
ziehen der Lebensmittelpreiſe gab insbeſondere während
der beiden letzten Etatsjahre 1910 und 1911 Anlaß zu
umfaſſenden Aufbeſſerungen der Löhne.
Dieſe Maßnahmen erforderten einen
Geſamtmehr=
aufwand von 412000 Mark für das Jahr. Hierbei iſt die
Eiſenbahnverwaltung indeſſen nicht ſtehen geblieben.
Als ſich im Herbſt 1911 die Folgen der Teuerung immer
fühlbarer machten, wurden die Verhältniſſe erneut
ge=
prüft und viele Dienſtſtellen wurden in höhere
Lohnklaſ=
ſen verſetzt. Hierdurch verbeſſerten ſich die Löhne der
Arbeiter abermals um zuſammen 250000 Mark für das
Jahr. Insgeſamt ſind demnach für die Erhöhung des
Dienſteinkommens der Arbeiterſchaft in dem Bezirke der
Königlich Preußiſchen und Großh. Heſſiſchen
Eiſenbahn=
direktion Mainz in den beiden letzten Etatsjahren 662000
Mark mehr aufgewandt worden.
Im Bezirke der Königl. Eiſenbahndirektion
Frank=
furt a. M. haben in den Etatsjahren 1910 und 1911 zu
drei verſchiedenen Zeiten größere Lohnaufbeſſerungen
ſtattgefunden. Für das Jahr berechnet, betrug der
Ge=
ſamtmehraufwand, den die verſchiedenen
Lohnerhöhun=
gen im heſſiſchen Teile des Eiſenbahndirektionsbezirkes
Frankfurt a. M. erforderlich machten: vom 1. April 1910
ab 42000 Mark, vom 1. Januar 1911 ab 84000 Mark,
vom 1. Dezember 1911 ab 94000 Mark, zuſammen 220000
Mark. Nach Anſicht der Eiſenbahnverwaltung und der
Großh. Regierung beſteht zur Zeit kein Bedürfnis zu
weiteren Maßnahmen. Es wird indeſſen der Frage der
Lohnbemeſſung der Arbeiterſchaft nach wie vor volle
Aufmerkſamkeit zugewendet bleiben und beſſernd
einge=
griffen werden, ſobald ſich die Notwendigkeit dazu
er=
giebt.”
Auf die Anfrage der Abgeordneten Kredel und
Ge=
noſſen, betreffend:
Waſſerſchäden in Ober= und Unter=
Sens=
bach und Hiltersklingen:
„Wir erlauben uns die Anfrage, ob Großh.
Regier=
ung die am 3. Juni vor. Jahres in der Gemarkung Ober=
und Unter=Sensbach und der Gemarkung Hiltersklingen
entſtandenen erheblichen Waſſerſchäden durch
Sachver=
ſtändige hat feſtſtellen laſſen und ob Ausſicht vorhanden
iſt, daß dieſen Gemeinden eine Entſchädigung aus dem
Fonds für Waſſerſchäden gewährt wird”
verlieſt Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
Exz. die Regierungsantwort, in der es u. a. heißt:
„Wie bereits in der Sitzung Zweiter Kammer vom
7. Juli 1911 zum Ausdruck gebracht, iſt Vorausſetzung
für die Gewährung von Beihilfen aus dem der
Regier=
ung für Waſſerſchäden zur Verfügung ſtehenden Fonds,
daß ohne ſtaatliche Hilfe die Betroffenen — Gemeinden
als ſolche kommen überhaupt nicht in Frage — in ihrer
Exiſtenz bedroht ſind. Nach den angeſtellten
Ermittelun=
gen trifft dieſe Vorausſetzung in keinem der hier
frag=
lichen Fälle zu; alle Betroffenen werden nach der
über=
einſtimmenden Anſicht der gehörten, mit den örtlichen und
wirtſchaftlichen Verhältniſſen genau vertrauten
Perſön=
lichkeiten imſtande ſein, aus eigenen Mitteln die
entſtan=
dene Schädigung zu überwinden. Bei dieſer Sachlage
kann daher die Gewährung von Beihilfen aus der
Staats=
kaſſe nicht in Ausſicht geſtellt werden.”
Es wird zu beiden Antworten Drucklegung und
Vertagung der Debatte beſchloſſen. Damit ſchließt
die Debatte. — Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
Eine Wohltat
für Kranke wie Gesunde.
Salbe Mk. 1.30
Pillen
„ 1.30
Zäpfchen
„ 2.00
Katarrh, Hartleibigkeit. Ich bin in der glücklichen Lage, Ihnen mit
teilen zu können, dass ich vor . . Wochen durch Behandlung mit Dunsslbe und
Dunpillen von einam überaus heftigen Katarrh in kurzer Zeit befreit wurde.
Derselbe fing mit Schluckbeschwerden an, und ich war fast betüubt vor lauter
Elend. Tch verspürte sofbrt Linderung nach Einreiben mit Dansalbe und Auf.
jeyen von Danpflaster um den Hals. Der Appetit stellte zich bereits am andern
Dag wieder ein. Vielen herslichen Dank für diese wirksame Hülfe. Zugleich
dräsgt es mich noch zu sagen, dass Ihre Dunpillen mich schon vor lüngerer Zei
von einer lästigen und hartnückigen Hartleiblgkelt befreit haben, die von einer
Blinddarmentsündung zurückgeblieben war. Auch dle Schmerzen, die von
der-
gelben Krankheit herrührten, uind verschwunden, zeit ich Dunpillen einnehras.
Nach dafür meinen herslichen Dank, dass ich durch ein ae einfsches Mittel ven
diesem Uebel befreit bin.
Darmstadt, Schwester M. Müller.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 108s
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 kleines grünes Portemonnaie mit einem
Geld=
ſchein und einigen Pfennigen. 1 goldener Siegelring mit roſa Stein
u. Wappen. 1 Portemonnaie mit einigen Pfennigen und 2 Loſen.
1 grauer Zimmerläufer. 1 ſchwarze Zwickerſchnur mit gold. Häkchen.
1 Damenſchirm mit braunem Griff. 1 Roſenkranz. 2 gr. Schlüſſel.
1 blaues Kinder=Handtäſchchen. 1 Paar neue braune
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ſchuhe. 1 Paar weißlederne Offizierhandſchuhe. 1 Seepferdchen.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 gold.
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(10699
Schlüſſel im Etuis.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund, 1 Wolfshund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(10682
ſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
die Weiterſtädter Straße zwiſchen der Feldberg= und Land
wehrſtraße vom 8. bis zum 14. Mai ds. Js. für den Fuhrwerksverkehr
(10683
geſperrt.
Aushändigung der Loſungsſcheine
an die Militärpflichtigen.
Diejenigen Militärpflichtigen, die ſich im laufenden Jahre dahier
zur Muſterung geſtellt haben und in der Stadt Darmſtadt wohnhaft
ſind, werden hierdurch aufgefordert, ihre Loſungsſcheine in der Zeit
von Montag, den 6. Mai, bis einſchließlich Samstag, den
11. Mai ds. Js., vormittags von 9—12 Uhr, in dem
Stadt=
hauſe, Rheinſtraße 18, Zimmer Nr. 44, abzuholen oder gegen
vor=
zulegende Empfangsbeſcheinigung abholen zu laſſen.
Nach Ablauf dieſer Friſt erfolgt Zuſtellung auf Koſten der
(10397a
Säumigen.
Darmſtadt, den 1. Mai 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
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Donnerstag, den 9. Mai, von vorm. 10 Uhr ab,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
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breitung dieſer ſchädlichen Pflanze
zu verhüten, fordere ich die
Wie=
ſenbeſitzer auf, die Entfernung der
Herbſtzeitloſen bis zum 20. ds.
Mts. vorzunehmen, andernfalls
dies auf Koſten der Säumigen,
deren Beſtrafung außerdem nach
§ 37 des Feldſtrafgeſetzes veranlaßt
(10705
wird, erfolgen muß.
Darmſtadt, 6. Mai 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
V.: Jaeger.
Die Anfuhr von Grund
auf das Gelände am neuen
Haupt=
bahnhof und am Dornheimer Weg
iſt von nun ab unterſagt. Dagegen
kann die Anfuhr von Grund und
Bauſchutt geſtattet werden nach:
der Landgraf Georg=Straße,
hinter dem Woog,
dem Faſanerie=Weg,
hinter der Aktien=Ziegelei,
dem Täubches=Höhlen Weg,
hinter dem Nordbahnhof.
Erlaubnisſcheine ſind bei dem
Tiefbauamt, Hügelſtraße 31/33,
ein=
zuholen.
(10630
Darmſtadt, 6. Mai 1912.
Städtiſches Tiefbauamt.
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8. Mai, von 12—1 Uhr
mit=
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ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Feſtmarſch aus dem Es-Dur-
Konzert von L. van Beethoven.
2. Ouverture zur Oper „Das
gol=
dene Kreuz” v. J. Brüll. 3. „Grigri”=
Walzer nach Motiven der
gleich=
namigen Operette von P. Lincke.
4. Bruchſtücke aus der Oper „Der
Bajazzo” von R. Leoncavallo.
5. „Flieder und Jasmin” ein
Blu=
menmärchen v. L. Jeſſel. 6. „Ein
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Seite 12.
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Der Hof des Schweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
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39)
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Ravna Jonſon aber war auf ſeinem groben Holzſtuhl
zuſammengeſunken. Sein braunes Geſicht war bleich, und
unſtät flackerten ſeine Augen.
Geh hinaus, gebot er dem Knecht barſch, ſo daß dieſer
zuerſt erſtaunt, dann aber zornig zu ſeinem Herrn aufſah.
Ich habe mit Hallgerdr allein zu reden, erklärte Ravna
wie zur Entſchuldigung.
So denkt daran, was Ihr Euerer Tochter zu ſagen
habt, antwortete der Knecht drohend.
Dann ging er mit ſchweren Schritten zur Tür.
Hallgerdr trat ganz dicht an ihren Vater heran. Die
geheime Scheu, die ſie immer von ihm zurückhielt, tapfer
bekämpfend, ſprach ſie, ſanft ihre Hand auf das tief
ge=
beugte, graue Haupt des Alten legend:
Welche Gewalt, Vater, hat Bjarni Petrurſſon über
Dich, daß Du ihm Dein eigenes Kind zum Opfer bringen
willſt?
Der Alte ſah ihr ſtarr ins Geſicht.
Frage nicht, antwortete er dann dumpf. Es iſt genug,
zu wiſſen, daß Du Bjarni zu gehorchen haſt.
So iſt es wahr? fragte das Mädchen mit flammenden
Augen, die blonden Flechten in den Nacken werfend, daß
Bjarni etwas weiß, was Du verbergen mußt?
Ravna Jonſon ſah unſicher zu ſeinem Kinde auf.
So frage doch nicht ſo viel. Ich ſagte Dir, es muß ſein,
Nein, ſchrie Hallgerdr auf. Was es auch ſein mag, das
Dich an Bjarni bindet. Das Opfer werde ich nicht.
Der üll lache heiſer.
Verſuch’s doch, mein Püppchen, die verrückte Alte hat
es ja ſchon ausgeplaudert. Mord hockt auf der Schwelle.
So hat Bjarni recht mit dem, womit er mir da draußen
auf dem ſtillen Kirchhof drohte, als er mich des Nachts
überfiel und mich mit Gewalt an ſich reißen wollte?
Er hat Dir etwas geſagt? Er hat Dir verraten, Dir,
meinem Kinde?
Nur ſtoßweiſe kamen die Worte von Ravnas Lippen.
Das Geſicht war erdfahl.
Eine Härte ohne gleichen kroch über Hallgerdr warmes
Herz. Warum ſollte ſie Mitleid haben, wo der eigene
Vater ſie ſo erbarmungslos preisgab?
Er hat mir geſagt, nahm ſie mit erhobener Stimme das
Wort, daß Du im Begriff geweſen, ein Menſchenleben zu
vernichten, und daß er, Bjarni, es gehindert hat. Iſt das
wahr?
Der Alte ſchwieg.
Die Wahrheit, Vater, drängte das Mädchen. Bei dem
Andenken an meine Mutter, die Du doch lieb gehabt haſt,
und die ſo ſchwer und tief gelitten in dem ſtillen Haus,
keine Lüge in dieſem Augenblick. Wollteſt Du töten?
Ravna Jonſon neigte ſtumm ſein weißes Haupt in
ſeine braunen Hände.
Vater, ſchluchzte Hallgerdr, vor ihm niederkniend, auf,
barmherziger Gott, Vater!
Er legte die Hand auf ihren blonden Scheitel und
ſagte leiſe:
Wer Renſchenblut vergißt, des Blut ſoll wieder
ver=
goſſen werden, ſo ſteht es in dem heiligen Buche, in dem
ich oft leſe, mein armes Kind. Bjarni bewahrte mich vor
einer böſen Tat, Bjarni gehört mein Leben. Ein Wort
von ihm, und es iſt um mich geſchehen. Bjarnis Zeugnis.
eiein wicde liclich nich enſgen, dbr unß öhmn weig
es, und wenn der Mord auch nicht geſchehen, ich würde
doch zeitlebens ein Geächteter ſein und Du mit mir.
Hallgerdr ſchauerte fröſtelnd zuſammen.
Vater, es iſt nicht ſo, wie Du ſagſt. Du, der ſo ſtill
und gut, wenn auch traurig und weltfremd geweſen, Du
konnteſt nicht wiſſentlich einem Wehrloſen Böſes tun?
Voll irrer Angſt hingen ihre Augen an des Vaters uns
bewegten Zügen.
Mit vollem Bewußtſein, Hallgerdr, wollte ich den
Feind erſchlagen, der in mein ſtilles, wehrloſes Haus drang,
Ich fühlte es wie eine Pflicht, eine heilige Offenbarunge
den Fluch zu löſen, der auf dem Widarhof laſtet.
Du biſt krank, Vater, flüſterte das zitternde Mädchen,
ſich erhebend, und das greiſe Haupt des Alten liebevoll an
ihre Bruſt ziehend. Fürchte Dich nicht. Bjarnis Drohen
kann uns nicht ſchrecken. Gib ihm alles, was Du willſt,
den ganzen Hof und all Deine Habe, und laß mich mit
Dir heimatlos hinausziehen, ich will für Dich arbeiten,
für Dich ſorgen, wir werden nicht untergehen, aber
Bjar=
nis Weib werde ich nie.
So wird ſich Dein und mein Schickſal erfüllen,
Hall=
gerdr, entgegnete der Greis, das Mädchen weit von ſich
ſchiebend, Du ſelbſt, das vergiß nicht, trägſt die Schuld.
Und wenn ich Dir nun geſtehe, daß ich den Mann, dem
Du nach dem Leben trachteſt, liebe? Wenn ich Dir nun
ſage, daß ich ſein Weib werden will in Glück, in Not und
Tod, was dann?
Dann wird mein Fluch Dich treffen, denn meinen
Tod=
feind haſt Du Dir erkoren, den Mann, der Dich und mich
vernichten wird und alle, die nach uns kommen, ſobald
er=
erfährt, daß wir es ſind, die einſt erbarmungslos ſeinen
Großvater in den Tod gehetzt. Ja, ſieh mich nicht ſo wild
an. Der Mord ſtand ſchon damals auf der Schwelle des
Widarhofes, als vor langen, langen Jahren ein Mann
über das Eis kam und um Hilfe für ſich und ſeine
Gefähr=
ten flehte.
Man ließ das Schiff da draußen auf dem Meeer
ſcheitern, die Männer ſtarben, die vom Widarhof Hilfe
erwarteten, denn man hoffte auf Beute. Das Eis brachte
ſie dann auch ſpäter, Treibholz und allerlei Schätze, die
man in die Truhen barg.
Auch die Leichen trugen die Wellen bei Reykjavik an
den Strand. Ingwald Anderſen, der Führer der Katla,
die da draußen ſcheiterte, war der Großvater des
Man=
nes, der nach. Island gekommen, das ganze verfluchte
Geſchlecht zu ſtrafen, das Schuld daran iſt, daß auch ſein
Vater ums Leben kam. So, nun weißt Du es, und
warum ich den Mann erſchlagen wollte, ehe er uns
treffen konnte. Und nun ſage noch einmal, daß Du den
Mann liebſt, den ich haſſe, haſſen muß.
Ein leiſes Stöhnen nur war die Antwort.
Zuſam=
ſammengekauert hockte Hallgerdr auf dem Boden. Die
blonden Flechten hatten ſich gelöſt und ſchleiften lang
über die weißen Dielen.
Hilf mir, mein Herr und Gott, flehte ſie, hilf mir.
Ja, ſo habe ich oft gebetet und gerungen, kam es
von Ravna Jonſons Lippen, aber kein Gott hat mich
er=
hört. Bete Kind, bete, daß Du nie, nie den Mann
wie=
derſiehſt, der uns vernichten wird und mnk.
Er weiß es nicht, er hat keine Ahnung, daß unſer
Hof das Haus der Verfluchten iſt?
Nein, er weiß es nicht.
Und leiſe im heimlichen Flüſterton begann Ravna
Jonſon ſeinem erſchauernd aufhorchenden Kinde zu
er=
zählen, was Ingwald Anderſen ihm vertraut, als er zum
erſten Male im Widarhof nächtigte.
Wirſt Du nun gehorchen und Bjarnis Weib werden?
forſchte Ravna hart, als er geendigt.
Hallgerdr blickte ganz verſtört um ſich.
Lieber den Tod! ſchrie ſie dann auf.
Niemals kannſt Du dem Manne angehören, den Du
liebſt, mahnte der Alte.
Er kann mich töten, Vater, lächelte ſie voll
herzzerrei=
ßenden Wehs, Ingwald Anderſen kann mich von ſich
ſtoßen, wenn er hört, daß ich zu den Verfluchten,
Ge=
haßten gehöre, an denen er ſeine Vorfahren rächen will,
aber er kann mir nicht verbieten, ihn zu lieben, ihn, den
ich haſſen ſollte, und zu deſſen Füßen ich doch jauchzend
ſterben will, wenn ſeine Hand mir den Todesſtreich
ver=
ſetzt.
Und dann lag Hallgerdr lang hingeſtreckt, wie
vor=
hin die alte Gynna, auf dem Boden, und Ravna
Jon=
ſon meinte, ſie wäre tot.
Hallgerdr, die Starke, Beſonnene, die nie krank
ge=
weſen, war zum erſten Male in ihrem Leben ohnmächtig.
Auf den Ruf des Bauern eilte Gymna herbei.
Drohend hob ſie die dürre Hand.
Ein Schiff liegt draußen, ſagte ſie feierlich, juſt an
der Stelle, wo einſt das andere ſank. Es ſteckt tief im
Eiſe. Und er kommt über das Eis, ganz ſicher kommt
er. Der Mann verſinkt nicht wie der andere. Er kommt
in den Widarhof. Hüte Dich, Bauer, er kommt.
Schaff das Kind ins Bett, gebot Ravna Jonſon,
auf Hallgerdr deutend, als hätte er die Worte der Magd
nicht gehört, aber im tiefſten Innerſten ſeines Herzen, da
bebte ein geheimes Grauen.
Die Alte hatte noch immer wahr geträumt. Sie
hatte Dinge geſehen, die tief verſchleiert in weiter Ferne
lagen, die niemand kannte.
Der Mann, der über das Eis kam, den ſah ſie
im=
mer, wenn Unheil über die Schwelle des ſtillen Hauſes
trat. Er kündete Leid an von Geſchlecht zu Geſchlecht.
Oft brachte ſein Erſcheinen den Tod.
Ravna Jonſon war ein aufgeklärter Mann, aber der
Hang zum Aberglauben, zur Myſtik, der ſeinem Volke
eigen, wurzekte doch zu feſt in ihm, und darum wußte
er, auch wie er es damals gewußt, als der Kapitän zum
erſten Male in den Widarhof trat und die Alte ſein
Er=
ſcheinen kündete, daß das Leid nahe war.
In dichten Schwärmen umkreiſten die Raben den
Hof des Schweigens.
Wie ſchwarze Todesſchatten ſchwebten ſie über den
Hof.
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Nummer 108.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Seite 15.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 30. April bis 6. Mai.
Der Weltmarkt für Getreide ſtand in der Berichtswoche
noch unter dem Eindruck der Sperrung der Dardanellen.
Bei dieſer Sperrung hat ſich klar gezeigt, daß Deutſchland
nach Rußland für die Lieferung von Roggen das wichtigſte
Land bildet. Wohl ſelten iſt, auch im Auslande, eine ſo
ſtarke Nachfrage nach deutſchem Roggen geweſen, wie in
der Berichtswoche. In Deutſchland war die Marktlage für
Getreide im allgemeinen eine feſte, vor allem für Roggen.
Die Gründe beruhen zum großen Teil in den zurzeit
un=
günſtigen Ausſichten für die diesjährige Ernte. Wenn auch
in Süddeutſchland und zum Teil auch im Weſten die
Ver=
hältniſſe noch relativ günſtig liegen, muß doch für den
ganzen Norden und Oſten die Lage zurzeit als bedenklich
hingeſtellt werden. Nach der amtlichen Saatenſtandsnote
in Preußen hat ſich zwar der Weizen von 2,5 zu Anfang
April auf nur 2,6 zu Anfang Mai verſchlechtert, dagegen
der Roggen von 2,3 zu Anfang April auf 2,7 zu Anfang
Mai. Zwar läßt der Saatenſtand für Getreide, ſowohl
für die Winter= als Sommerſaiſon, bei baldiger günſtiger
Witterung noch eine Durchſchnittsernte erwarten, dagegen
ſind die Ausſichten für die Futterernte außergewöhnlich
ſchlechte. Die während der letzten Tage in verſchiedenen
Gebieten Norddeutſchlands gefallenen Niederſchläge ſind
nicht genügend ſtark geweſen und haben, abgeſehen von
einer kleinen Erfriſchung der Felder, eine nennenswerte
Verbeſſerung des allgemeinen Standes nicht herbeigeführt.
Deshalb ſind ausgiebige Niederſchläge in nächſter Zeit
un=
bedingt erforderlich, wenn nicht die deutſche Landwirtſchaft
einer vielleicht noch ſchwereren Zeit wie im vergangenen
Jahre entgegengehen ſoll. Angeſichts dieſer Sachlage war
es begreiflich, daß die Marktlage für Getreide an den
deut=
ſchen Märkten mit wenigen Ausnahmen ſich noch weiter
befeſtigt hat. Zu den bereits erwähnten Umſtänden kamen
noch Klagen über niedrigen Waſſerſtand der Flüſſe, der
ſo=
wohl durch die Trockenheit im Monat April, wie auch durch
die Nachwirkung der Trockenheit des Vorjahres veranlaßt
worden iſt. Auch die Frachten haben eine erhebliche
Stei=
gerung zu verzeichnen:
Roggen
Weizen
Hafer
Königsberg .229 (— 3 ) 193½ (*1½) 204 (*1 )
196½ (*2 ) 202
Danzig
Stettin
.233
197 „(*3
204 (*2
Poſen
„232 (- 2.) 192 (*3 ) 199
.227
Breslau
192 (*2 ) 199 (41
233
Berlin
½) 202 (*4 ) 214
Magdeburg .230 (— 4 ) 201
1 ) 203 (*1
.230 (— 6 ) 203 (*3 ) 215 (—
Halle
.233 (— 1
203 (*3 ) 222
Leipzig
Dresden . . . 233
219
202
.227 (* 2 ) 194
Roſtock
203
205 (*3
Hamburg . . 240
218
Hannover . . 234 (— 2 ) 210 (*2
222
210 (*6
Düſſeldorf . . 242 (—
220
Köln
.238 (— 2 ) 213
218
Frankfurt a. M. 246½ (— 1
212½
225
Mannheim . . 250
215
225
Straßburg . . 245
230
215
225
München . . 252
228
Weltmarktpreiſe Weizen: Berlin Mai 233,75
2,50)
Sept. 210,75
1), Peſt Mai 201,35 (* 1,35), Liverpool
Mai 180,05 (— 1,15), Paris Mai 250,70 (— 1,25), Chicago
Mai 179,45 (*0,40), Roggen: Berlin Mai 203 (* 4,50),
Sept. 181,25 (*0,50), Hafer: Berlin Mai 203,75
(42,75), Sept. 178,75 (—1). Futtergerſte frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 172,50 (— 4), April 172 (* 3), Mais:
Donau fällig 150 (—), La Plata April=Mai 127 (—2),
Mai=Juni 121,50 (— 2,50) Mark.
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Hoppegarten. Die
Reſultate am Montag waren: Jungfern=Rennen, 5000
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmieders Siena
(J. Lane), 2. Grace (H. Teichmann), 3. — Vilja (Torke),
3. Sturmflut (Shurgold). Tot. 18:10. — Goldene Peitſche,
7500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Kgl. Hauptgeſtüt
Gra=
ditz’ Flagge (F. Bullock), 2. Fervor (Archibald), 3. Eſche
(Fox). Tot. 16:10. Pl.: 10, 11:10. — Edgardo=Rennen,
7300 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. Dr. Lemckes
Kal=
chas (Spear), 2. Major Fife (Weatherdon), 3. Werra II
(F. Bullock), Tot. 16110. Pl.: 15, 26:10. — Balbeck=
Ren=
nen, 3800 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. G. Goldbergs
Eilige (Steffen), 2. Abdul Hamid (Drechsler), 3. Ordnung
(Nitſche). Tot. 275:10. — Ausmärker=Rennen, 5000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. A. u. C. v. Weinbergs Pelleas
(Fox), 2. Oktopus (Shurgold), 3. Mansfeld (Evans). Tot.
89110. — Potrimpos=Handicap, 5000 Mark, Diſtanz 1400
Meter: 1. Graf E. Henckels Pfalzgraf (Torke), 2. Hellia
(Fox), 3. Marſes (Spear). Tot. 95:10. — Zwei=Klaſſen=
Erſatzpreis, 5000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Kgl.
Haupt=
geſtüt Graditz’ Semmering (F. Bullock), 2. Watermann
(Raſtenberger), 3. Raubgeſell (O. Müller). Tot. 13110.
Pl.: 11, 12110.
* Radſport. Auf der Rennbahn in Tours kam ein
Vierermatch in drei Läufen zwiſchen Pouchois,
Elle=
gaard, Dupre und Hourlier zum Austrag und ergab im
Geſamtklaſſement den Sieg von Pouchois mit 5 Punkten,
vor dem Weltmeiſter Ellegaard 6, Dupre 7 und Hourlier
9 Punkte.
* Automobilſport. Bei der Sternfahrt nach Abbazia
erhielt bei der allgemeinen Klaſſifizierung Herr Hans
Pariſer (Audy=Wagen) vom Berliner Automobilklub
mit 66 Punkten als erſten Preis den Ehrenpreis des
Oeſterreichiſchen Automobilklubs. Zweiter wurde mit der
gleichen Punktzahl Herr Alfred Fiſcher=Berlin (Mercedes=
Wagen) und Dritter mit 61 Punkten Herr E. Straßer
(Rex=Simplex). Als Vierter plazierte ſich Bela von
Toe=
roek=Wien. Der von Erzherzog Karl Franz Joſef
ge=
ſtiftete Ehrenpreis für die beſte Klubmannſchaft fiel an den
Wiener Automobilklub. Den von der Kurkommiſſion von
Abbazia geſtifteten Entfernungs=Preis erhielt Herr Hans
Pariſer=Berlin. Den vom Kaſino des Etrangers
geſtif=
teten Schönheits=Preis für offene Karoſſerien gewann Herr
Wilhelm Herzing=Dresden. Den vom Adriaklub
geſtifte=
ten Ehrenpreis für geſchloſſene Karoſſerien bekam Herr
Peter Kagan=Wien. Den vom Protektor der Veranſtaltung,
Erzherzog Karl Stephan, ausgeſetzten Chauffeur=Preis
er=
hielt der Chauffeur Otto Spröd des Herrn K.
Baum=
gärtl=Dresden.
* Fechtſport. Im großen Saale der Philharmonie
fand am Sonntag ein Mannſchafts= und
Schau=
fechten des Märkiſchen Fechtverbandes ſtatt.
In dem Mannſchaftsfechten am Vormittag waren
ver=
treten: Sachſen mit 3 Mannſchaften zu je vier Vertretern
(Leipzig=Weſt, Leipzig=Lindenau, Leipzig=Reudnitz),
Bran=
denburg mit zwei Mannſchaften und Bayern, ſowie
Thüringen (Jena) mit je einer. Schöne ausgeglichene
Leiſtungen boten insbeſondere die Leipzig=Weſt=Mannſchaft
mit ihrem Fechtwart Schubert und die erſte Brandenburg=
Mannſchaft mit Kelteborn an erſter Stelle. Reſultat:
1. Sachſen, Leipzig=Weſt, 249 Punkte. Mannſchaft: Heike=
Jgnaz=Schubert=Wilhelm. 2. Brandenburg, 1. Mannſchaft,
247 Punkte. Mannſchaft: Caſimir=Hoops=Kelteborn=
Kuſchke. 3. Thüringen (Jena), 187 Punkte. 4. Bayern, 185
Punkte, 5. Brandenburg, 2. Mannſchaft, 180 Punkte. 6.
Sachſen, Leipzig=Lindenau, 172 Punkte. 7. Sachſen,
Leip=
zig=Reudnitz, 154 Punkte.
* Fußballſport. Der Fußball=
Länderwett=
kampf Oeſterreich=Ungarn kam zum 16 Male in
Wien zum Austrag, ergab aber nach ſpannendem,
abwech=
ſelungsreichen Kampfe nur ein unentſchiedenes Reſultat
von 111. — Ein Fußballſtädteſpiel zwiſchen Prag und
Dresden in Prag ſah die Dresdner mit 5:2 als leichte
Sieger.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Mai: Dem Eiſendreher Heinrich
Wilhelm Römer, Neue Ireneſtraße 20, ein S. Karl
Jakob. Am 1.: Ein unehelicher S. Wilhelm Chriſtian.
Am 30. April: Eine uneheliche Tochter Johanna Karola.
Dem Kaufmann Karl Pflugfelder, Eliſabethenſtraße 40
ein S. Wilhelm. Am 29.: dem Bankbeamten Karl Guſtav
Eck, Rhönring 107, ein S. Am 30.: dem
Bureaubeam=
ten Nikolaus Arnold, Wenckſtraße 56, eine T. Maria
Anna Chriſtine. Am 4. Mai: dem Hauſierer Philipp
Mahler, Große Bachgaſſe 9, ein S. Ludwig. Am 1.:
dem Maſchinentechniker Ludwig Wilhelm Chriſtoph
Werkmann, Kranichſteinerſtraße 22, eine T. Maria
Eli=
ſabetha Katharina.
Aufgebotene. Am 2. Mai: Pfarrer Wilhelm
Köh=
ler, Gonſenheim, mit Friederika Katharina Helena
Schäfer, Rhönring 143. Dreher Ludwig Friedrich
Haſſelmann, Schwanenſtraße 65, mit Büglerin Katha
rina Friedrich, Liebfrauenſtraße 40. Am 3.: Kaufmann
Arthur Haas, hier, mit Klara Goldſchmidt,
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furt a. M. Am 4.: Schreiner Georg Kaffenberger
Rüſſelsheim a. M., mit Anna Dingeldein, Reichels
heim i. O. Maurer Heinrich Weil, Obbornhofen, mit
Emma Metzger, Inheiden. Am 6.: Schmiedgeſelle
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bert mit Köchin Johanna Barbara Schwenk, beide
Kaupſtraße 42.
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Wil=
helm Wegerich, mit Katharina Ettling, beide hier.
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4.: Grundarbeiter Georg Schuchmann, mit Maria
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mann, geb. Reeg, beide hier. Schmied Georg Jakob
Edelmann, hier, mit Eliſabetha Uhl in Ober=
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klingen. Kaufmann Anton Gorr, hier, mit Katharina
Kopp in Langen. Bankbeamter Chriſtian Schneider
in Wiesbaden mit Eliſabeth Schallenberger, hier
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hier. Bureauaſſiſtent Ludwig Merkel mit Roſa Köh
ler, beide hier. Regierungsbaumeiſter Berthold Anton
in Eſſen mit Maria Blümlein, hier. Landwirt Peter
Müller mit Katharina Schweitzer, beide in Eſſelborn.
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de Waal, 53 J., kath., Rheinſtraße 14. Johanna
Leo=
pold, geb. Fraas, Witwe des Steueraufſehers, 75 J.,
kath., Erbacherſtraße 59. Am 4.: Anna Katharine Knell,
geb. Knell, Ehefrau des Landwirts, 79 J., ev., Ueberau.
Pferdeburſche Georg Friedrich Haag, 19 J., ev.,
Mann=
heim. Am 5.: Katharina Böhm, geb. Kirchner, Witwe
des Poſtſchaffners, 74 J., ev., Neckarſtraße 11. Eliſabeth
Graf, geb. Kammler, Witwe des Hutmachers, 68 J.,
ev., Gervinusſtraße 49. Kaufmann Johann Heinrich
Müller, 51 J., ev., Neue Ireneſtraße 12. Am 4.: Adam
Buchsbaum, S. des Maurers, 1 J., ev., Groß=Zimmern.
Am 5.: Feldſchütz Heinrich Kreuzer, 66 J., ev
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Mai 1912.
Nummer 108.
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Phila=
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New=York, 4. Mai 12 Uhr
10 Minuten mittags Cuxhaven
paſſiert.
Dampfer „Preſident Lincoln”, von
New=York kommend. 5. Mai
6 Uhr abends von Cherbourg.
Dampfer „Pretoria” 4. Mai 2 Uhr
nachmittags von New=York über
Boulogne nach Hamburg.
Dampfer „Prinz Oskar” nach
Phi=
ladelphia, 5. Mai 9 Uhr 20
Mi=
nuten abends Cuxhaven paſſiert.
Dampfer „Steiermark”, 4. Mai
3 Uhr 30 Minuten nachmittags
in Newport News.
Dampfer „Cleveland”, zweite
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reiſe, 5. Mai in Kairo.
Vergnügungsdampfer „Meteor”.
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Hermia
Hr. Wagner
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Zum Beſten des Witwen= und
Waiſenfonds der Großh. Hofmuſik
unter Mitwirkung des Herrn
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bert Hutt vom Opernhaus in
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badour.” Manrico . Hr. Hutt.
Anfang 7 Uhr. (Vergl. beſ. Anz.)
Allgemeiner Verein gegen Verarmung
und Bettelei.
Geſchäftsbaricht von 1877 bis 1912.
(Schluß.)
Der Verein g. B. u. B. bemüht ſich, ohne Anſehen
der Konfeſſion, ſeine Tätigkeit auf der Grundlage der
all=
gemeinen Nächſtenliebe überall da zu entfalten, wo es
eben nötig erſcheint, insbeſondere wo die öffentliche
Armenpflege nicht, oder nicht ausreichend zu helfen in
der Lage iſt. Selbſtverſtändlich wird hierbei von den
Vereinsorganen mit größter Gewiſſenhaftigkeit zu Werke
gegangen und eine Unterſtützung nicht ohne Grund
ge=
währt. Beiſpielsweiſe wurden im erſten Vereinsjahre
117 und im letzten abgelaufenen 246
Unterſtützungs=
geſuche als für die Vereinshilfe nicht geeignet
abge=
lehnt. Mit dieſer Tatſache kann der — wenn auch nur
vereinzelt — erhobene Einwurf, daß der Verein die
Leutte zur Bettelei ermuntere oder an Unterſtützungen
gewöhne, zurückgewieſen werden. Um der vielfach als
Grund der Not geltend gemachten
Arbeitsloſig=
keit zu ſteuern und um private wie öffentliche
Armen=
pflege zu entlaſten, wurde im Jahre 1894 unter
Mitwirk=
ung des Vereins eine öffentliche Arbeitsnachweisſtelle
eingerichtet, welche ſich bis heute ſehr bewährt hat.
Das Vereinslokal wurde infolge Umbaues des
Hauſes Luiſenſtraße 20 am 1. April 1886 nach
Hügel=
ſtraße 13, und aus demſelben Grunde von da am 1. April
1899 nach Grafenſtraße 29 verlegt. Beſonderer Umſtände
halber ſiedelte man am 1. Juli 1903 nach
Bismarck=
ſtraße 58 über, wo die Vereinsräume zurzeit ſich noch
befinden.
Zum Schluſſe mögen noch einige perſönliche
Angaben geſtattet ſein. In der eingangs erwähnten
konſtituierenden Generalverſammlung wurden gewählt:
Miniſterialrat Dr. Jaup als 1. Vorſitzender,
Rentner W. Schwab als 2. Vorſitzender,
Rentner Herm. Petſch als 1. Schriftführer,
Rechnungsrat Ackermann als 2. Schriftführer,
Landeswaiſenkaſſerechner Wagner als
Finanzkon=
trotleur.
Die weiteren Vorſtandsmitglieder bezw.
Bezirksvor=
ſteher waren: Frau Gaule, geb. Kahlert; Frau Hof
gerichtsrat von Heſſe; Frau Marie Merck, geb. Hoffmann;
Frau Hauptmann Selzam; Rentner Ganß; Rentner
Harres; Buchdruckereibeſitzer Herbert; Hofger.=Advokat
Krug II., Rabbiner Dr. Landsberger; Hofger.=Rat
Mau=
rer; Geh. Finanzrat Menges; Obermed.=Rat Dr. Pſeiffer
Hofmaurermeiſter Riedlinger; Kirchenrat Ritſert;
Kauf=
mann Roſenheim; Major Freiherr von Rotsmann
Kaufmann F. Schäfer; Stadtpfarrer Dr. Sell; Buch=
druckereibeſitzer Ferd. Wittich; Zimmermeiſter Ruths=
Stadtverordneter H. Lehr; Diviſionspfarrer Strack,
Hof=
weißbindermeiſter Beſt; Kaufmann Krätzinger, Privatier
Dr. Reitz, Inſt.=Vorſteher Stamm, Rechnungsrat Petſch.
Von den vorſtehend Genannten ſind die meiſten
be=
reits ins Grab geſunken; am Leben ſind nur noch Frau
Geh. Rat von Heſſe, Frau Hauptmann Selzam, Rentner
L. Harres, Prof. Dr. Sell, Geh. Staatsrat Krug von
Nidda, Kirchenrat Stamm und Stadtv. Lehr; letzterer
gehört zurzeit noch dem Vorſtande an.
Geh. Rat Dr. Jaup legte am 1. Oktober 1894 aus
Geſundheitsrückſichten das Amt des 1. Vorſitzenden
nieder; in Würdigung ſeiner Verdienſte wurde ihm eine
Dankadreſſe überreicht. An ſeine Stelle trat
Oberlandes=
gerichtsrat Maurer, welcher aus gleicher Urſache am 1.
Oktober 1899 zurücktrat. Sein Nachfolger wurde der
Geh. Regier.=Rat von Zangen, welcher den Verein leitete
bis Ende 1911. Vor ſeinem durch vorgerücktes Alter
be=
dingten Rücktritte hat derſelbe den Grundſtock zu einem
„Fonds für Kohlen” gelegt, welcher vom Vorſtand in
dankbarer Anerkennung ſeiner langjährigen Tätigkeit
„von Zangenſche Gedächtnisſtiftung” benannt wurde.
Seit Anfang dieſes Jahres befindet ſich die Leitung des
Vereins i. V. in Händen des 2. Vorſitzenden, Geh.
Ober=
konſiſtorialrates D. Peterſen.
Der 2. Vorſitzende, Rentner W. Schwab († 22. Juli
1891) hatte bereits im Jahre 1890 ſein Amt niedergelegt,
nachdem er vorher in Anerkennung ſeiner
außerordent=
lichen Verdienſte um den Allgem. V. g. V. u. B. zum
Ehrenpräſidenten ernannt worden war.
Sein Nachfolger war bis Ende 1899 Profeſſor
Trümpert; dieſem folgte Pfarrer Eger. Nach deſſen
Wegzug wurde im März 1901 Geh. Oberkonſiſtorialrat
D. Peterſen 2. Vorſitzender, welcher, wie bereits erwähnt,
mit 1912 i. V. die Leitung des Vereins übernahm. Seit
dem Rücktritte des Schriftführers, Rentner
Petſch, Ende 1899, verſieht bis heute Oberlehrer Hanſtein
dieſes Amt. Die Finanzkontrolle wurde nach
dem Ableben des Rechnungsrats Wagner vom Jahre
1890 bis 1. April 1901 durch Oberrechnungsreviſor
Kreutzer ausgeübt, welcher an dieſem Tage für den
ver=
ſtorbenen Bankdirektor Bernhard die Führung der
Vereinsrechnung übernahm. Von genanntem
Tage ab bis Oktober 1905 verſah Oberrechnungsreviſor
Pepler die Stelle des Kontrolleurs; ſeitdem werden deſſen
Funktionen von dem Stadtſekretär Löſchhorn verſehen
Nicht unerwähnt ſei noch, daß im Jahre 1895 Prälat
D. Habicht gelegentlich der Feier ſeines 50jährigen
Dienſtjubiläums in Würdigung ſeiner Verdienſte um den
Allg. V. g. V. u. B. zum Ehrenmitglied ernannt wurde
Möge dieſe Darlegung überall eine freundliche Auf=
nahme finden und dazu beitragen, dem Verein neue
Freunde und Gönner zuzuführen, welche bereit ſind, die
Beſtrebungen desſelben zu fördern und mitzuhelfen, daß
es ihm immer mehr ermöglicht werde, ſeiner dem Wohle
der Notleidenden dienenden Aufgabe auch fernerhin in
vollſtem Umfange gerecht zu werden.
Der Verein, der ſeit 35 Jahren ganz im Stillen ſeine
ſegensreiche Tätigkeit ausgeübt hat, hat, wie aus obiger
Darlegung hervorgeht, über ſeiner ihm ſelbſt bewußten
raſtloſen Betätigung, unterlaſſen, die Oeffentlichkeit
immer wieder, etwa in Form jährlicher gedruckter
Rechenſchaftsberichte, auf ſeine Wirkſamkeit aufmerkſam
zu machen und dadurch ſeine alten Mitglieder auf dem
Laufenden zu erhalten und neue zu werben. Er hat
des=
wegen das Los ſo mancher anderer Wohlfahrtsvereine
teilen müſſen, daß er über dem Werben neuer Vereine
etwas in Vergeſſenheit geriet. Nicht vergeſſen haben ihn
alle diejenigen, die heute wie ſeit 35 Jahren genötigt
waren und ſind, ſeine Hilfe in Anſpruch zu nehmen. Dem
Verein wird durch letzteren Umſtand die Berechtigung
und Notwendigkeit ſeiner Exiſtenz vor der
Oeffentlich=
keit bezeugt und ihm zugleich das Recht gegeben und die
Pflicht auferlegt, ſich an die Einwohnerſchaft unſerer
Stadt mit der dringenden Bitte zu wenden, ihn
nicht gegenüber den unabweisbaren Anſprüchen und
Auf=
gaben im Stiche zu laſſen. Er wird, durch die
Erfahr=
ung belehrt, in Zukunft jedes Jahr ſeinen Mitgliedern
gedruckte Rechenſchaftsberichte zukommen laſſen und ſolche
auch in verkürzter Form durch die Tagespreſſe
ver=
öffentlichen. Er bittet ſeine alten Mitglieder inſtändig,
ihm ihre Beiträge nicht zu entziehen, vielmehr nach
Mög=
lichkeit ſie zu erhöhen. Die Jahresbeiträge ſind in ihrer
Mindeſtform ((2 Mark) ſo gering, daß ſie den Beitritt
der Meiſten ohne weiteres ermöglichen, andererſeits aber
in keinem Verhältnis zu den an den Verein geſtellten
Anſprüchen und der von ihm geleiſteten Hilfe ſtehen. Der
Verein hat aber das Vertrauen zu dem ſozialen
Empfin=
den unſerer beſſer geſtellten Mitbürger, daß ſie in
men=
ſchenfreundlicher Selbſteinſchätzung ihre Beiträge nach
Möglichkeit ſo bemeſſen, daß durch ſie der Verein ſich in
ſeinen Beſtrebungen wirkſam unterſtützt ſieht. Eine
wei=
tere unſchätzbare Unterſtützung würde ihm zuteil, wenn
die alten Mitglieder die Ziele des Vereins ſo zu den
ihren machten, daß ſie in ihren Kreiſen neue Mitglieder
zu werben ſich angelegen ſein ließen. Endlich würde
dem Verein und ſeinen Zwecken dauernd gedient, wenn
vermögende Mitglieder, wie es bereits geſchehen iſt, durch
Vermächtnis des 25fachen Betrags oder mehr ihrer bei
Lebzeiten geleiſteten Jahresbeiträge über den Tod
hin=
aus dem Verein in den Zinſen ſolchen Vermächtniſſes
ihre Beihilfe dauernd ſichern wollten.
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