Darmstädter Tagblatt 1912


04. Mai 1912

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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 42 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Kaiſer hat zwei Farmen in Deutſch= Süd=
weſtafrika
käuflich erworben.
Der Reichstag vertagte ſich geſtern bis Diens=
tag
.
Von der Budgetkommiſſion des Reichstags
wurde der Antrag auf Herabſetzung der Dienſt=
zeit
bei der Kavallerie mit Stimmengleichheit
abgelehnt.
Der König von Sachſen empfing geſtern in Dres=
den
den Staatsſekretär v. Kiderlen= Wäch=
ter
.
Dem Profeſſor von Froriep=Tübingen iſt es
gelungen, den echten Schädel Schillers in Wei=
mar
wieder aufzufinden.
Der bekannte Leipziger Dichter Edwin Bormann iſt
geſtern im 62. Lebensjahre geſtorben.
Bei dem Einſturz einer Brücke im Rheinauhafen
bei Mannheim kamen 4 Arbeiter ums Leben.
An der Weſtküſte von Island wurde ein islän=
diſcher
Fiſcherdampfer von einem franzöſiſchen
Schooner in den Grund gebohrt, wobei 14 Perſonen
ertranken.
Der türkiſche Miniſter des Aeußern über=
reichte
den Vertretern der fremden Mächte eine Note, in
der die Wiedereröffnung der Dardanellen
bekannt gegeben wird.

Die Wiedereröffnung der Dardanellen.

** Man kann der Pforte die Anerkennung nicht ver=
ſagen
, daß ſie mit ihrem Entſchluß, die Straße der Dar=
danellen
dem Handelsverkehr wieder zu öffnen,
viel Entgegenkommen gezeigt hat, zumal ſie irgendwelche
Garantie der Mächte, daß die Italiener ſich eines Angriffs
auf die Meerenge enthalten, kaum in Händen haben
dürfte. Vernünftigem Zureden hat ſich die Türkei, wie
die Geſchichte der letzten Jahrzehnte lehrt, ja immer noch
zugänglich erwieſen, und überdies handelt es ſich im vor=
liegenden
Falle um einen Akt der Klugheit. Gerade in
der gegenwärtigen Lage, in der das Ottomanenreich ſich
befindet, kann es ihm nicht gleichgültig ſein, wenn es ſich
das Wohlwollen der Mächte verſcherzt. Gewiß, es han=
delt
ſich bei der Schließung der Zufahrtsſtraße zum Bos=
porus
angeſichts der Aktion der italieniſchen Flotte im
Aegäiſchen Meere um eine zwingende Notwendigkeit, und
aus den internationalen Verträgen kann man auch das
Recht der Pforte, in ſolchem Falle die Dardanellen zu
ſperren, herausleſen. Aber die Verträge, die von den
Dardanellen ſprechen, ſind ſo mannigfaltig, und ihre Aus=
legung
keineswegs ſo über jeden Zweifel erhaben, daß die
Konſtantinopeler Regierung es hätte wagen dürfen, ihr
Recht unter allen Umſtänden auf dieſe Verträge hin durch=
zuſetzen
gegenüber Proteſten anderer Staaten.
Und an ſolchen Proteſten fehlte es bekanntlich nicht
angeſichts der empfindlichen Störung, welche der inter=
nationale
Verkehr durch die Sperrung der Meerenge er=
litt
. Vor allen Dingen war es Rußland, das getroffen
wurde. Seine Getreideausfuhr aus den Häfen am
Schwarzen Meer war völlig lahngeleat, ebenſo die Zu=
fuhr
aus dem Mittelländiſchen Meere nach dem Süden
des Reiches. Die Petersburger Regierung hatte denn
auch bereits entſprechende Schritte in Konſtantinopel ge=
tan
. Auch England empfand die Schließung der Meer=
enge
ſtörend, nicht minder wurde auch der deutſche Handel
ſchwer dadurch geſchädigt, daß die Schiffe vor den beiden
Mündungen der Straße lagen und nicht peſſieren konn=
ten
. Zwangsmaßregeln gegen die Türkei in Anwendung
zu bringen, nahm man bisher Abſtand, umſo größere Be=
friedigung
ruft allenthalben der Beſchluß der Pforte,
die Sperre aufzuheben, hervor, und im wirtſchaftlichen
Intereſſe kann man nur wünſchen, daß kein Fall eintritt,
der die Türkei zwingt, neuerdings die Schließung der
Dardanellen für den Handelsverkehr anzuordnen.

Die Note der Pforte über die Wiedereröff=
nung
der Dardanellen hat folgenden Wortlaut:
Das kaiſerliche Miniſterium des Aeußern teilt den aus=
wärtigen
Miſſionen mit, daß die ottomaniſche Regierung
beſchloß, die Dardanellen der neutralen Schiffahrt unter
denſelben Bedingungen wie vor der Sperrung wieder
zu öffnen, das heißt, mit der Verpflichtung der Han=
Helsſchiffe, ſich den Vorſchriften über die Anwendung von

Lotſen zu unterwerfen. Die Meerenge wird der Schiff=
fahrt
unter den früheren Bedingungen nach der Friſt frei=
gegeben
, die zur Hebung der die Verteidigung ergänzen=
den
Minen materiell unerläßlich iſt. Selbſtverſtändlich
hält die kaiſerliche Regierung ihr legitimes Recht unum=
ſchränkt
aufrecht, die Meerengen vollſtändig zu ſperren, ſo=
bald
ſich das Bedürfnis danach fühlbar machen wird.
Nach einem Lloydtelegramm aus Konſtantinopel wer=
den
die Dardanellen wahrſcheinlich am Montag wie=
der
freigegeben. Schiffe mit der Beſtimmung nach Kon=
ſtantinopel
werden nicht eher in die Dardanellen higein=
gelaſſen
, als bis die innerhalb der Dardanellen liegenden
Schiffe ausgelaufen ſind.
Im engliſchen Parlament war die Darda=
nellenfrage
der Gegenſtand ausführlicher Erörterungen.
Im Unterhauſe ſagte Sir Edward Grey, er
beklage den dem neutralen Handel bereits zugefügten
Schaden, halte es aber für richtig, zu ſagen, daß die Wie=
deröffnung
der Dardanellen Rückſichtnahme auf die neu=
tralen
Intereſſen beweiſe, was man anerkennen müſſe.
Im Oberhauſe führte der Lordpräſident des Geheimen
Rats Viscount of Morley aus: Die engliſche Regierung
iſt ſtändig in Verbindung mit der Türkei und Italien ge=
weſen
, und die Türkei hat, wie bereits bekannt, beſchloſſen,
die Dardanellen wieder zu öffnen. Wenn der Briefwech=
ſel
veröffentlicht werden würde, würde das Land ſagen,
daß die engliſche Regierung mit Sorgfalt und Feſtigkeit
ihre Pflicht als neutrale Macht den Kriegführenden gegen=
über
vollſtändig erfüllt hat. Die türkiſche Regierung hatte
zweifellos das Recht, alle legitimen Mittel zu ihrer eige=
nen
Sicherheit zu ergreifen. Die Türkei war aber ver=
pflichtet
, die Meerenge für den neutralen Handel offen
zu halten, außerdem, wenn eine dringende Notwendigkeit
vorlag, ſie im Intereſſe der Sicherheit der Türkei zu ſchlie=
ßen
. Dieſe für die Türkei beſtehende Notwendigkeit lege
ihr aber andererſeits die Pflicht auf, dieſes Prinzip im
Laufe des Krieges mit anderen Mächten nicht zu über=
ſpannen
. Es wäre ein großer Irrtum, wenn wir hin=
ſichtlich
der Türkei die gewaltigen mohammedaniſchen
Intereſſen außer Acht ließen mit denen wir zu tun haben,
und hinſichtlich Italiens wäre es andererſeits ein unge=
heuerlicher
und ſogar beklagenswerter Irrtum, unſere
lange traditionelle Freundſchaft zu vergeſſen, und mehr
als das, wenn wir unſer Intereſſe an ſeiner Lage und
den Beziehungen als Mittelmeermacht in einer leicht denk=
baren
Zukunft vergeſſen wollten. Lord Landsdowne
ſagte: Lord Morleys Rede hat das Haus davon über=
zeugt
, daß die engliſche Regierung den ſchweren Ernſt der
Lage voll erkannt hat. Die Türkei hat behauptet, daß
die zeitweilige Schließung der Dardanellen für die Si=
cherheit
Konſtantinopels unerläßlich wäre, und könnte.
denke ich, billiger Weiſe hinzugefügt werden, die Türkei
habe den Krieg nicht geſucht. und es ſei auch keine Hand=
lung
der Türkei daran ſchuld, daß der Kriegsſchauplatz
eine weitere Ausdehnung genommen hat. Welches aber
auch immer die Rechte der Türkei ſein mögen, ſie dürfen
nicht überſpannt werden, und die äußerſte Rückſicht muß
auf alle, die am Handel im öſtlichen Mittelmeer inter=
eſſiert
ſind genommen werden. Es iſt rühmlich für die
Türkei, daß ſie das erkannt hat.

Die Sozialdemokratie als Unternehmerin.

* Vor kurzem hatte die Landesorganiſation der ſo=
zialdemokratiſchen
Partei Hambrurgs mit dem Ge=
werkſchaftskartell
von Hamburg, Altona und Umgegend
eine gemeinſame Verſammlung abgehalten, um die dies=
jährige
Maifeier zu beſprechen. Der Bericht, den das
ſozialdemokratiſche Echo in Hamburg darüber veröf=
fentlichte
, wird ſo bemerkt die Köln. Ztg. außerhalb
der Partei nicht viel geleſen worden ſein, obwohl er
manche intereſſante Einzelheit enthält. Vereinzelt wurde
gewünſcht, daß auf den Maizug verzichtet und der Welt=
feiertag
der Arbeit nur durch abendliche Verſammlungen
begangen werde, da ja ohnehin die Parole dahin laute,
die Arbeit am 1. Mai in den Betrieben ruhen zu laſſen,
wo es ohne wirtſchaftliche Schädigung möglich iſt.
Dieſe vernünftigen Anregungen fanden freilich keine Ge=
genliebe
. Beſonders bemerkenswert war die Kritik ei=
nes
Genoſſen, daß in verſchiedenen ſozialdemokra=
tiſch
bezw. gewerkſchaftlich geleiteten Be=
trieben
am 1. Mai für einige Stunden ge=
arbeitet
werden ſolle. Das geſchehe in mehreren
Genoſſenſchaften, denen die Gewerkſchaften ebenſo be=
ſtimmt
entgegentreten ſollten wie in den Privatbetrieben.
Nun war es ausgerechnet die ſonſt ſo unentwegte Ge=
noſſin
Steinbach, die den Kritikern an der beeinträchtig=
ten
Maifeierruhe mit den nötigen Aufklärungen diente,
die ſich in ihrer Art ganz bourgeois ausnahmen. Die
Dame führte nämliſh vernünftiger= und logiſcherweiſe
aus: Wenn die Verkaufsgenoſſenſchaft Produktion am
1. Mai einige Stunden hindurch verkaufe, und wenn eine

andere Parteigenoſſenſchaft am 1. Mai Milch liefere, ſo
geſchehe das zur Befriedigung dringender Bedürfniſſe,
die ſich nicht nach dem Arbeiterfeiertag richteten. Sollen
wir etwa ſo fragte die Genoſſin am 1. Mai unſere
Milch in den Rinnſtein gießen? Oder glaubt jemand,
daß auf dem von uns erworbenen Gut am 1. Mai nicht
gemolken und das Vieh nicht gefüttert werden müßte?
Ein anderer Genoſſe ſtimmte dem zu und ſagte, beſon=
ders
da, wo kleine Kinder ſeien, müſſe man Milch bekom=
men
können. Und ſchließlich hörte man von einem Mit=
gliede
der Kartellkommiſſion, dieſe habe die Beſchäftigung
der Angeſtellten zur Sicherung der Milchverſorgung gut=
geheißen
, weil eine zwingende Notwendigkeit vorlag.
Man erſieht hieraus wieder einmal, wie dienlich es
ſein kann, wenn Sozialdemokraten Unternehmer werden.
Sie machen alsdann die Erfahrung, daß die Unterneh=
merarbeit
ein Ding iſt, das unumgängliche Pflichten auf=
erlegt
, und nicht nur im Intereſſe des Unternehmens,
ſondern auch im allgemeinen Intereſſe Pflichten, die ſich
auch ſelbſt zugunſten eines Arbeiterweltfeiertages nicht
kurzerhand mißachten laſſen. Es wäre nur wünſchens=
wert
, daß die Sozialdemokratie dieſe im eigenen Hauſe
gewonnene Erkenntnis auch ſinngemäß auf bürgerliche
Unternehmungen übertrüge und deren Bedürfniſſen und
Pflichten gegen die Allgemeinheit mit mehr Verſtändnis
und Verantwortlichkeitsgefühl gegenüberſtünde, als es
bisher der Fall iſt.

Deutſches Reich.

Der Kaiſer als Farmbeſitzer. Der
Kaiſer hat auf den Rat des gegenwärtig Deutſch= Süd=
weſtafrika
bereiſenden Hofkammerrats Haeckel die Far=
men
Dickdorn und Koſof im Bezirk Gibeon für 96000 Mk.
gekauft. Die Farmen ſollen dem Betrieb von Wollſchaf=
zucht
dienen. Der bisherige Beſitzer, der Farmer Emil
v. Koenen, bleibt Pächter. Die beiden Farmen liegen
etwa 40 Kilometer nördlich von Gibeon unmittelbar an
der Nord=Süd=Bahn und zwar an der Oſtſeite der Bahn=
ſtrecke
. In der Nähe befindet ſich die Farm Vogtsgrund,
deren Beſitzer einer der älteſten Südweſt=Afrikaner, einer
der bekannten vier Brüder Vogt, iſt, die in Windhuk das
erſte Handelsgeſchäft beſitzen. Das Gebiet, um das es
ſich handelt, war eines der Hauptkampfſtätten in dem
ſchweren Kriege mit den Eingeborenen. Die Wollſchaf=
zucht
in Südweſtafrika wird ſchon ſeit langem betrieben
und namentlich das Wollſchafzucht=Syndikat, an dem
u. a. der Fürſt von Schaumburg=Lippe finanziell betei=
ligt
iſt und dem der frühere Oberbürgermeiſter von Bücke=
burg
, Külz, angehört, betreibt eine große Zucht von Me=
rino
=Schafen. In den letzten Jahren hat die Schafzucht
ſchwer unter Pockenſeuche zu leiden gehabt, man hofft
aber jetzt, dieſe Krankheit eindämmen zu können. Die
Ausfuhr von Wolle aus Deutſch=Südweſtafrika ſcheint
umſo ausſichtsvoller, als auch die deutſche Kammgarn=
Induſtrie finanziell ſich an verſchiedenen Unternehmun=
gen
der Wollſchafzucht beteiligt hat.
Die Militärvorlage in der Budget=
kommiſſion
. In der Budgetkommiſſion des Reichs=
tages
wurde der ſozialdemokratiſche Antrag, die Herab=
ſetzung
der Dienſtzeit der Kavallerie, mit 13 gegen 13
Stimmen abgelehnt. Dafür ſtimmen außer den Sozial=
demokraten
die Fortſchrittliche Volkspartei, die Polen
und ein Zentrums=Elſäſſer. Der übrige Teil des Antra=
ges
, der die Dienſtzeit der Artillerie auf zwei und die
der Infanterie auf ein Jahr herabſetzen will, wurde ab=
gelehnt
. Die Budgetkommoſſion hat den § 5 des Geſetz=
entwurfes
zur Abänderung des Reichsmilitärgeſetzes in
ſolgender Faſſung genehmigt: Das Gebiet des Deutſchen
Reiches wird in militäriſcher Hinſicht in 25 Armeekorps
eingeteilt. Auf eine Anfrage gab Generalmajor Wandel
Erklärungen über die Neueinteilung der Korpsbezirke
infolge Errichtung der beiden neuen Korps. Das 20.
Armeekorps werde im weſtlichen und ſüdlichen Teile Oſt=
preußens
bis zur Weichſel ſtehen, das 21. Armeekorps
werde von der Südgrenze des jetzigen 8. Armeekorps=
bezirks
nach Elſaß=Lothringen hinüberreichen.
Die Branntweinſteuervorlage. Durch
die Annahme des Antrages Dietrich in der Branntwein=
ſteuerkommiſſion
des Reichstages iſt der aus der Regie=
rungsvorlage
zu erwartende, für die Deckung der Wehr=
vorlagen
beſtimmte Ertrag um 16 Millionen Mark ge
kürzt worden. Der Antrag wurde, wie gemeldet, von den
Konſervativen, Polen, Nationalliberalen und vom Zen=

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Seite 3.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

(zum unterſtützt. Die Branntweinſteuervorlage wäre
hierdurch, wenn der Beſchluß auch im Plenum beſtehen
bleibt, tatſächlich zur Hälfte aus der Welt geſchafft
Am Donnerstag beriet die Branntweinkommiſſion
über die ſüddeutſche Spannung. Bekanntlich hat die Vor=
lage
der Verbündeten Regierungen verſchiedene Sätze
für die landwirtſchaftlichen und die gewerblichen Bren=
nereien
der ſüddeutſchen Staaten und außerdem nach der
Größe der Brennereien aufgeſtellt.
Eine Reihe von Anträgen der ſüddeutſchen Mitglie=
der
verlangen eine größere Spannung, während der Abg.
Nehbel (konſ.) einen Antrag in entgegengeſetzter Rich=
tung
eingebracht hat. Die Abſtimmung ergibt die An=
nahme
eines Antrages des württembergiſchen Abgeord=
neten
Vogt (konſ.). Danach wird die in der Vorlage
eingeführte Ermäßigung der Verbrauchsabgaben für die
ſüddeutſchen landwirtſchaftlichen Brennereien um 7,05
Mark für das Hektoliter Kontingentſpiritus erweitert auf
12 Mark bei den kleinen Brennereien bis zu 100 Hektoliter
Jahreserzeugung, und auf 10 Mark für die Brennereien
von 100 bis 300 Hektoliter, ſoweit ſie vor dem 1. April
1912 betriebsfähig hergerichtet ſind und das ihnen zuge=
wieſene
Kontingent nicht überſchreiten. Für die gewerb=
lichen
ſüddeutſchen Brennereien bleibt die Spannung
durchweg auf 5 Mark wie in der Vorlage.
Das Rettungsweſen zur See. An der
nächſten Montag ſtattfindenden Konferenz im Reichsamt
des Innern über die Sicherung der Scefahrt werden auch
die Reichskommiſſare der Seeämter und die Reichskom=
miſſare
für das Auswandererweſen teilnehmen. Die Ab=
ſicht
der Behörden geht dahin, die Geſetze und die Vor=
ſchriften
zur Sicherung der Perſonenbeförderung über
See nachzuprüfen, und ferner zu unterſuchen, ob und in=
wieweit
auch etwa die in den beſtehenden Geſetzen und
Vorſchriften noch nicht berückſichtigten Einrichtungen der
Schiffe zu vervollkommnen oder verbindlich zu geſtalten
wären. Es handelt ſich zunächſt darum, durch eine Be=
ſprechung
aller einſchlägigen Fragen Klarheit zu gewin=
nen
und das gewonnene Material alsdann im Einklang
mit den zuſtändigen Stellen, beſonders der Seeberufs=
genoſſenſchaft
, formal zu bearbeiten.

Ausland

Italien.
Die Wahlreform. In der Kammer begann die
Beratung des Wahlreformentwurfs, der ein faſt allgemei
nes Wahlrecht einführt und die Wählerzahl von drei auf
mehr als acht Millionen erhöht. Ferner ſind zahlreiche be=
deutende
Reformen des Wahlverfahrens vorgeſehen, wo=
urch
auch gewiſſe Klaſſen von Analphabeten das Wahl
recht erhalten und die unabhängige geheime Wahl voll
gewährleiſtet wird.
Spanien.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen Verhand=
lungen
. Im Verlauf des Miniſterrats teilte der Mi=
niſterpräſident
dem König mit, die in den franzöſiſch= ſpani=
ſchen
Verhandlungen aufgetretenen Schwierigkeiten ſeien
ausgeglichen. Es ſei zu hoffen, daß die Verhandlungen
ſchnell zu einer befriedigenden Löſung führen.
Niederlande.
Schutz der Kolonien in Oſtaſien. In der
Zweiten Kammer brachte bei der Beratung über den Bau
eines Panzers für die niederländiſch=oſtindiſche Station
der Abgeordnete Lohmann (chriſtlich=hiſtoriſcher) einen
Antrag ein, durch den die Regierung aufgefordert wird,
vor der Entſcheidung über den Bau des geplanten Schif=
fes
eine königliche Kommiſſion einzuſetzen, die beauftragt
werde, zu prüfen, wie unter den gegenwärtigen Zeit= und
Finanzverhältniſſen die niederländiſchen Kolonien in Oſt=
indien
gegen Angriffe und Neutralitätsverletzungen ver=
teidigt
werden könnten. van Karnebeek (liberal) trat dem
Antrag bei und empfahl den Bau von 4 Panzerſchiffen
nach dem Typ Eſpana von 15000 Tonnen. Die indi=

ſchen Kolonien ſollten zur Hälfte ſich an den Herſtellungs=
koſten
beteiligen. Die Ausgaben für den Bau ſollen auf=
gebracht
werden durch eine Anleihe von 40 Millionen,
zahlbar in 23 Jahresraten.
Belgien.
Lärmſzenen in der Kammer. Bei der Bera=
tung
des Budgets des Unterrichtsminiſteriums in der
Kammer warf der Sozialiſtenführer Vandervelde einem
Mitgliede der klerikalen Partei vor, es ſtehe in Verbin=
dung
mit unſauberen Blättern, die die Mitglieder der
Oppoſition beleidigten. Als der Präſident Vandervelde
nicht zur Ordnung rief, veranlaßten mehrere Mitglieder
der klerikalen Partei Skandalſzenen, die ſchließlich dahin
ausarteten, daß ein Mitglied der ſozialiſtiſchen Partei
mit einem Mitglied der Rechten handgemein wurde. Es
entſtand ein unbeſchreiblicher Tumult. Der Präſident
mußte die Sitzung aufheben und die Tribünen räumen
laſſen. Nach einer halben Stunde wurde die Sitzung wie=
der
aufgenommen und die Beratungen nahmen einen
ruhigen Fortgang.
Griechenland.
Griechenland und die kretiſche Frage.
Nach amtlichen Telegrammen aus Athen iſt die griechiſche
Regierung bei den Schutzmächten dahin vorſtellig gewor=
den
, die augenblicklich in Haft gehaltenen kretiſchen De=
putierten
freizulaſſen. Die Freilaſſung mildere die durch
die Feſtnahme der Deputierten hervorgerufene Erregung
auf Kreta. Dem Reuterſchen Bureau wird weiter aus zu=
ſtändiger
Quelle gemeldet: Die griechiſche Regierung
hat die Handlungsweiſe der Kreter, den Mächten ihre
Wünſche bekannt zu machen, ausdrücklich mißbilligt und
ſie davon abzuhalten verſucht. Die griechiſche Regierung
habe ſich bemüht, den Kretern von der Entſendung von
Deputierten nach Athen abzuraten. Auf keinen Fall
könnten die in Haft gehaltenen kretiſchen Deputieren zur
griechiſchen Kammer zugelaſſen werden, da ſie nicht nach
den Beſtimmungen des griechiſchen Wahlgeſetzes gewählt
ſeien. Die abgeänderte Verfaſſung verlange die Beſtä=
tigung
aller neu gewählten Deputierten durch die Mächte,
ehe ſie in die Kammer eintreten und zwar durch einen
ad hoc zuſammengetretenen Gerichtshof. Die kretiſchen
Deputierten würden von dieſem Gericht nicht zur Kammer
zugelaſſen.
China.
Die Anleihe. Die Verhandlungen zwiſchen dem
Miniſterpräſidenten Tangſchaoyi und dem Vertreter der
fremden Banken haben nicht zu dem Abſchluß einer An=
leihe
geführt.

Zum Kampfe in der Metallinduſtrie
wird uns geſchrieben: In den am Mittwoch geführten
Einigungsverhandlungen hat der Verband
der Metallinduſtriellen das weitgehendſte Entgegenkom=
men
gezeigt. Außer weſentlichen Zugeſtändniſſen in
allen anderen Punkten hat er eine Verkürzung der =
chentlichen
Arbeitszeit auf 56 Stunden nebſt entſprechen=
dem
Lohnausgleich bewilligt. Weiter konnte und kann
der Verband hinſichtlich der Arbeitszeit unter keinen Um=
ſtänden
gehen, auch deshalb nicht, weil ſeine Organiſation
es nicht zuläßt, die wöchentliche Arbeitszeit unter 56
Stunden zu verringern; mehr wird übrigens ſeitens der
Arbeiter auch an vielen anderen Orten gar nicht verlangt.
Seitens der Arbeiter werden dieſe Zugeſtändniſſe als un=
genügend
bezeichnet, man beharrt auf der Forderung der
54ſtündigen Arbeitswoche. Infolgedeſſen wird die Aus=
ſperrung
der übrigen Arbeiter in den anderen, dem Ver=
bande
verpflichteten Betriebe nunmehr zur Tatſache
werden und es iſt als beſtimmt anzunehmen, daß eine
Ausſperrung über ganz Süddeutſchland
in Kürze folgen wird, wenn die Arbeiter nicht endlich
zur Einſicht kommen und ihre nun einmal unerfüllbare
Forderung zurückziehen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 4. Mat.

* Ernannt wurden durch Entſchließung Großh. Mi=
niſteriums
der Finanzen die Finanzreferendare Dr. Karl
Knab zu Worms und Dr. Heinrich Werner zu Mainz
zu Finanzaſſeſſoren.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Heinrich Hebell
zu Fleſchenbach, Kreis Lauterbach, die Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Reichlos, in demſelben Kreiſe; dem
Lehrer Georg Schäfer zu Gelnhaar, Kreis Büdingen,
die Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Effolderbach, in
demſelben Kreiſe.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Weichen=
ſteller
in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
Philipp Mang zu Heppenheim auf ſein Nachſuchen
wegen geſchwächter Geſundheit und ihm aus dieſem
Anlaß das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift
Für treue Dienſte verliehen.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 18 enthält:
1. Geſetz zur Ausführung des Reichsviehſeuchengeſetzes
vom 26. Juni 1909 (Reichsgeſetzblatt S. 519). 2. Geſetz
die Entſchädigung für an Maul= und Klauenſeuche ge=
fallenes
Rindvieh betreffend. 3. Bekanntmachung des
Wortlauts des Geſetzes über die Entſchädigung für an
Milzbrand, Rauſchbrand und Schweinerotlauf gefallene
Tiere. 4. Verordnung wegen Aufhebung der Verord=
nung
vom 12. März 1881 (Reg.=Bl. Nr. 11) zur Aus=
führung
des Reichsgeſetzes über die Abwehr und Unter=
drückung
von Viehſeuchen. 5. Anweiſung zur Auss
führung 1. des Reichsviehſeuchengeſetzes vom 26. Jum
1900 (Reichsgeſetzblatt S. 519), 2. des Geſetzes zu deſſen
Ausführung vom 29. April 1912, 3. des Geſetzes über
die Entſchädigung für an Maul= und Klauenſeuche ge=
fallenes
Rindvieh vom 29. April 1912. 6. Anweiſung
betreffend die Ausführung des Geſetzes über die Ent=
ſchädigung
für an Milzbrand, Rauſchbrand und Schweine=
rotlauf
gefallene Tiere in der Faſſung vom 29. April
1912, ſowie die beim Auftreten des Rauſchbrands und
Schweinerotlaufs zu ergreifenden veterinärpolizeilichen
Maßnahmen.
g. Strafkammer. Der 17jährige Schreinerlehrlig
Erwin Bähne aus Neu=Iſenburg war auf Grund von
Indizienbeweiſen wegen Diebſtahls vom Schöffengericht
zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Auf ſeine
Berufung hat geſtern die Strafkammer das erſtinſtanz=
liche
Urteil aufgehoben und ſprach ihn wegen Mangels
an Beweiſen frei. Bähne war bei dem Schreinermeiſter
Mühlen in Neu=Iſenburg tätig und dieſem war am 11.
November 1911 eine Geldrolle von 50 Mark abhanden
gekommen. Der Verdacht des Diebſtahls fiel auf den An=
geklagten
, da er zur Zeit mehrere Ausgaben, u. a. hatte
er ſich eine Taſchenuhr gekauft, gemacht hatte, trotzdem
er nur ſehr wenig Taſchengeld bekam. Die Strafkammer
erachtete den Verdacht zwar für äußerſt ſchwerwiegend,
die Beweiſe aber zu einer Verurteilung nicht ausreichend
und erkannte auf Freiſprechung. Die Betriebsleiterin
der Seligenſtädter Filiale einer Offenbacher Poſamen=
tenfabrik
, Frau Roth, war wegen Vergehen gegen die
Paragraphen 144 und 151 der Gewerbeordnung in einem
Falle zu 5 Mark Geldſtrafe verurteilt worden, weil ſie
eine Arbeiterin noch über die ſchon vom Kreisamt er=
laubte
ausgedehntete Arbeitszeit hinaus beſchäftigte.
In einem Falle war ſie freigeſprochen, da die Angeklagte
die Weiterarbeit verboten hatte, als ſie die Fabrik ver=
ließ
. Die Staatsanwaltſchaft legte Berufung ein, da in
dieſem Falle wegen Fahrläſſigkeit Verurteilung erfolgen
müſſe. Die Strafkammer verwarf die Berufung als m=
begründet
.
In dem geſtrigen Bericht über die Verhandlung we=
gen
Vergehens gegen das Poſtgeſetz ſeitens des Beför=
derungsinſtituts
Rote Radler hier heißt es irrtümlich,
der Angeklagte Schwarting ſei Angeſtellter der
Firma, während er Inhaber iſt, was hiermit richtig=
geſtellt
ſei.
* Als Stenden für den Zweiten deutſchen Zu=
verläſſigkeitsflug
am Oberrhein ſind bereits namhafte
Beträge eingelaufen. Wenn auch den Siegern nur
Ehrenpreiſe winken, ſo werden allen Teilnehmern doch
die ſehr erheblichen Geldkoſten in barem Gelde erſetzt.
Ehrenpreiſe haben geſtiftet: Prinz Heinrich von
Preußen, der Großherzog von Baden, Prinz Max von
Baden, das Kriegsminiſterium, der Bezirkspräſident von
Lothringen, der Breisgauer Verein für Luftfahrt, Ottol
Dyckerhoff. Bares Geld haben gegeben die Stadt Frei=
burg
8000 Mk., der Statthalter Graf v. Wedel, eine Reihe
von Bürgern der Stadt kleinere Summen, die Stadt

Schillers Chter Schädel wieder
aufgefunden!

* Nach längeren Unterſuchungen von Profeſſor von
Frorie p=Tübingen iſt es gelungen, den echten Toten=
ſchädel
Schillers feſtzuſtellen. Er ließ vor Jahres=
friſt
das alte Grabgewölbe öffnen und ſtellte unter 70
aufgefundenen Schädeln jetzt denjenigen Schillers mit
Sicherheit feſt. Profeſſor v. Froriep, ein geborener Wei=
maraner
und Nachkomme von Goethes Freund Bertuch,
veröffentlicht das Ergebnis ſeiner Nachgrabungen an
Schillers erſter Begräbnisſtätte, im Kaſſengewölbe auf
dem Weimarer Friedhof in der Weimariſchen Landes=
zeitung
Deutſchland‟. Die Veröffentlichung trägt die
Ueberſchrift: Das Hauptergebnis meiner
Nachgrabungen an Schillers erſter Be=
gräbnisſtätte
beim Jakobskirchhof und
lautet folgendermaßen:
Endlich iſt es mir möglich, die Hülle fallen zu laſſen
und meinen verehrten Landsleuten in Weimar mitzu=
teilen
, daß es mir gelungen iſt, den wahren Schädel
Friedrich Schillers, ſowie die weſentlichen, zu
dieſem gehörigen Gebeine aufzufinden.
Daß dies das eigentliche Ziel war, dem die Arbeit
geholten hat, dies die ſtarke Triebfeder, die mir die Kraft
gegeben, alle Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, die
mit der Unternehmung verbunden waren, ſiegreich zu
überwinden, das haben manche der Weimarer Freunde
gewußt, andere vermutet. Der Oeffentlichkeit mußte ich
es, im Intereſſe des Gelingens, verbergen, was mir
hoffentlich nun verziehen wird.
Zum Verſtändnis der Angelegenheit iſt zuvörderſt,
da es doch vielleicht nicht allgemein bekannt, hervorzu=
heben
, daß der 1826 unter der Leitung des Bürger=
meiſters
Karl Lebrecht Schwabe ausgewählte Schädel
nicht Schillers Schädel iſt. Dies konnte von Hermann
Welcker (weiland Profeſſor der Anatomie in Halle)
1883 einwandfrei nachgewieſen werden, dank mehrerer
Umſtände. Einmal war vor der endgültigen Beiſetzung
ein Gipsabauß des vermeintlichen Schiller=Schädels an=
gefertigt
worden, und ferner wurde auch eine Toten=
maske
, die ſich im Beſitz der Familie Schwabe befunden

hatte, zugänglich zu einer Zeit (in den 70er Jahren), wo
die anatomiſche Wiſſenſchaft gerade dazu gelangt war
eine Methode auszuarbeiten, um die Zuſammengehörig=
keit
oder Nichtzuſammengehörigkeit eines gegebenen
Schädels und einer etwa vorhandenen Totenmaske mit
Sicherheit nachzuweiſen. Dies konnte man vorher nicht
und wir dürfen deshalb gegen die hochangeſehenen
Aerzte, deren Gutachten 1826 für die Wahl eines unrich=
tigen
Schädels entſcheidend wurde, keinen Vorwurf er=
heben
, nicht ſie tragen die Schuld, fondern die Wiſſen=
ſchaft
, die damals noch nicht weit genug war.
Der Eindruck, den der Welckerſche Nachweis, daß
Schädel und Totenmaske unvereinbar ſind, hervorbrachte,
war ein peinlicher; dadurch jedoch, daß die Einſichtnahme
in den wahren Sachverhalt ſich zunächſt auf die wiſſen=
ſchaftlichen
Kreiſe beſchränkte, blieb das größere Publie
kum unberührt, und der Ernſt der hochehrwürdigen
Stätte, an, der die fremden Gebeine unter dem Namen
des Dichters ruhen, wurde vorläufig nicht geſtört.
Der Anatom freilich konnte ſich dabei nicht beruhi=
gen
. Er mußte ſich fragen: wenn jener Schädel der falſche
iſt, wo iſt dann der echte geblieben? Und ich beſonders
als Weimaraner wurde die quälende Empfindung nicht
mehr los, daß hier eine heilige Pflicht der Pietät vor=
liege
, und ich der Berufene ſei, ſie zu erfüllen.
So habe ich es durch Jahr und Tag vorbereitet und
endlich unternommen, im vollen Bewußtſein der äußerſt
geringen Ausſicht auf Erfolg. Ein hochangeſehener und
in Grabungen ſehr erfahrener Fachmann ſagte am Tage
vor dem Beginn meiner Arbeit zu mir: Na, finden wer=
den
Sie ja natürlich nichts, aber es iſt immerhin ehren=
wert
, zu ſuchen.
Wäre ich der durch Julius Schwabe und Welcker ge=
ſchaffenen
Legende, als ob die aus dem Kaſſengewölbe
geräumten Gebeine in der nordöſtlichen Ecke des Kirch=
hofs
verſcharrt worden wären. gefolgt, dann hätte ich
allerdings nichts gefunden. Von dieſer Legende habe
ich mich aber auf Grund aktenmäßiger Nachweiſe frei
machen können. Daß mir dieſe in reichem Maße zugäng=
lich
wurden, verdanke ich der Unterſtützung durch einen
ausgezeichneten Kenner der Weimariſchen Archive, Herrn
G. Schnaubert, deſſen Eifer und Spürſinn meine weit=
gehendſten
Wünſche befriedigte. Ich gewann ſo die

Ueberzeugung, daß im gewöhnlichen Lauf der Dinge
niemals Gebeine aus dem Kaſſengewölbe entfernt wor=
den
ſind, und durfte mir daher ſagen: wenn Reſte des
Schiller=Schädels noch exiſtieren, dann müſſen
ſie ſich im Grunde des verſchütteten Kaſſengewöl=
bes
finden. Damit aber war mein Entſchluß zur Frei=
legung
des Kaſſengewölbes gefaßt.
Den Verlauf der Grabung zu ſchildern, wäre in der
Kürze dieſes Berichts kaum möglich. Alle Einzelheiten
treten ja auch neben dem einen Hauptergebnis weit
zurück. Einige Angaben mögen folgen.
Unterhalb von 3 Metern, die von Erdreich, Schutt
und Gebäudetrümmern eingenommen waren, kam ich,
am Nachmittag des zweiten Tages, auf die am Boden
der Gruft angeſammelten Sargreſte und Knochen: eine
von den Wurzeln der benachbarten Akazie dicht durch=
wachſene
Moderſchicht von mehr als ½ Meter Mächtig=
keit
. Die Menge der menſchlichen Gebeine in dieſer
Schicht war eine ſehr beträchtliche. An den von mir ge=
borgenen
, mehr oder weniger leidlich erhaltenen Schä=
deln
abgezählt, wären es 53 Perſonen, außerdem fanden
ſich noch zerſtreute Schädelbruchſtücke von Kindern und
von Erwachſenen, ſodaß ich im ganzen auf 60 bis 70 In=
dividuen
komme, was der Zahl der, aktenmäßig nach=
weisbar
, Beigeſetzten ungefähr entſpricht.
Meine Vorausſetzung war demnach richtig, die Reſte
der ſämtlichen im Kaſſengewölbe zu erwartenden Bei=
geſetzten
waren vorhanden, alſo mußten ſich auch die
Gebeine Schillers unter denſelben befinden.
Von der großen Zahl der Skelette befanden ſich nün
aber nur ganz wenige ſo in Lage, daß die Zuſammen=
gehörigkeit
der Knochen aus der Lagerung erkennbar
geweſen wäre. Vielmehr zeigte ſich der von C. L.
Schwabe gebrauchte Ausdruck zutreffend: es war ein
Chaos‟ Eine gewiſſe Ordnung in der Unordnung war
nur inſofern zu erkennen, als ähnliche Knochen ver=
ſchiedener
Individuen zuſammengehäuft waren, hier iſo=
lierte
Schädel, dort Unterkiefer, wieder an anderer Stelle
Maſſen von Röhrenknochen oder aufeinander geſchichtete
Sargreſte. Alles verſtändlich aus dem Beſtreben der
Totengräber, jeweilen Platz zu ſchaffen für neu beizu=
ſetzende
Särge.

[ ][  ][ ]

Seite 3

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Mainz 15000 Mk., mehrere Mainzer Firmen
im ganzen gegen 5000 Mk., Metzer Firmen 7000 Mk.
Mit, dieſen Spenden iſt aber die Opferwilligkeit am
Oberrhein noch lange nicht erſchöpft. Es iſt zu hoffen,
daß auch die Reſidenz Darmſtadt nicht durch
Mainz in den Schatten geſtellt wird, zumal hier den
Bewohnern und in erſter Linie den Spendern flug=
ſportliche
Schauſpiele geboten werden, die man vielleicht
nie wieder zu ſehen bekommt. Auch für die nationale
Flugſpende laufen von allen Seiten die Gelder ein.
Die Beträge, die für den 2. Deutſchen Zu=
verläſſigkeitsflug
gegeben werden, muß
man natürlich der Nationalſpende hin=
zurechnen
.
Für die Zeppelinfahrten nach und von
Darmſtadt aus ſind bekanntlich die Fahrpreiſe er=
heblich
ermäßigt worden. Die Anmeldungen zur
Fahrt im Zeppelinkreuzer laufen erfreulicherweiſe zahl=
reich
ein und müſſen, da die Liſte ſpäteſtens am 12. d. M.
abgeſchloſſen wird, nunmehr beſchleunigt werden.
Anmeldungen werden entgegengenommen im Bureau
der Heſſiſchen Flugſtudiengeſellſchaft, Rheinſtraße 14, und
bei dem Darmſtädter Vertreter der Delag, Adolf
Rady, Zimmerſtraße.
A. J. Mordtmann *. Die Beiſetzung des bekann=
ten
Schriftſtellers und langjährigen Chefredakteurs
der Münchener Neueſten Nachrichten, Herrn Aug. Juſt.
Mordtmann, erfolgte geſtern mittag auf dem hieſi=
gen
Friedhof. Herr Pfarrer Kleberger hielt in Gegen=
wart
der trauernden Familie und der übrigen Leidtra=
genden
in der Friedhofskapelle eine ergreifende Gedächt=
nisrede
. An der offenen Gruft ſprach als Vertreter des
Verlags und der Redaktion der Münchener Neueſten
Nachrichten Herr Redakteur E. Grimm herzliche Ab=
ſchiedsworte
und legte einen von dieſen gewidmeten
prächtigen Lorbeerkranz mit der Inſchrift nieder: In
treuem Gedenken. Verlag und Redaktion der Münch
N. N. Auch der Münchener Journaliſten= und Schrift=
ſtellerverein
und die Münchener Penſionskaſſe Deutſcher
Schriftſteller ließen einen Lorbeerkranz niederlegen. Dann
hielt noch ein früherer Schüler des Verſtorbenen, Chef=
redakteur
Ferdt vom Heidelberger Tagblatt, einen Nach=
ruf
auf den Dahingeſchiedenen, dem ſeine zahlreichen Be=
rufsgenoſſen
, Freunde und Kollegen jederzeit das ehren=
vollſte
Andenken bewahren würden.
Verein Volksküche. (Unter dem Protektorat der
Großherzogin.) Die andauernd unfreundliche, faſt win=
terliche
Witterung in dem Monat April d. J. hat gar
manchen der Koſtgänger der Volksküche immer von neuem
und immer eindringlicher ſei es mit oder ohne Dank=
barkeit
die Wohltaten und den Segen einer derartigen
Einrichtung erkennen laſſen. Die Gewißheit einer guten
und billigſten Verpflegung zur Mittags= und Abend=
eſſenszeit
in freundlichem und gut erwärmtem Speiſeſaal
kennzeichnet das ſichtlich vertrauensvolle Kommen des
Einzelnen, der geſunde Appetit der Ankömmlinge drängt
nach raſcheſtem Empfang der ausgewählten Erfriſchun=
gen
, und an den Beſitz der letzteren reiht ſich die erſehnte
Erholung. Das iſt Genuß, und zwar beſonderer Genuß,
weil in der Volksküche bei unveränderter Güte und un=
verändertem
Quantum der verabreichten Speiſen, Milch
Kaffee, bislang ununterbrochen die althergebrachten nied=
rigen
Vergütungsſätze erhoben werden, trotz der ſeit dem
Vorjahre eingetretenen weſentlichen Erhöhung der An=
ſchaffungskoſten
für die unentbehrlichſten Lebensmittel,
und trotz der Erhöhung der geſamten Betriebskoſten der
privaken Wohltätigkeitsanſtalt. Die Schützlinge der
Volksküche kümmert es ja nicht, daß und inwieweit dies
alles nur durch größere Ausgaben erreicht werden kann,
und ſie ahnen nicht, daß und in welchem Umfange die
Möglichkeit dieſes Mehrkoſtenaufwands an Geldmitteln
einzig der beſonderen Opferfreudigkeit wahrer Nächſten=
liebe
zu verdanken iſt. Nach den üblichen Durchſchnitts=
berechnungen
haben mit 21 Betriebstagen in dem Monat
April I. J. täglich 419 Koſtgänger zu Mittag und zu
Abend geſpeiſt, und es ſind im ganzen durchſchnittlich
täglich verabreicht worden: 122 Stück Brot (mit und ohne
Butter) 77 Wecke, 88 Becher (½ Liter) Kaffee (mit und
ohne Zucker), 130 Becher Milch, 22 Portionen Wurſt und
Fleiſch für ſich, 71 Portionen Suppe (mittags und
abends), 157 Portionen Beilagen (Salat, Gemüſe, ge=
röſtete
Kartoffeln), 55 Portionen Suppe und Gemüſe zu=
ſammen
, 6 Portionen Suppe und Fleiſch zuſammen, 37
Portionen Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 30 Portionen
Suppe, Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 41 Portionen
Hering mit Kartoffeln. Dabei kamen 523 Freikarten ( be=
reits
bezahlte Gutſcheine à 10 Pfg.) zur Ablieferung und
Verwertung.
Die Monatsverſammlung des GartenNauvereins
fand am Donnerstag im Kaiſerſaal ſtatt. Herr Lehrer
Grimm erläuterte durch vorzügliche Lichtbilder eine

erfolgreiche, allerdings für den Baum nicht ungefährliche
Methode, unfruchtbare Obſtbäume zum Tragen zu bringen.
Durch einen Ringſchnitt an den unfruchtbaren Aeſten
unterbindet er die Saftzufuhr und veranlaßt den Baum
zum Treiben von Fruchtholz. Auch einige andere Radi=
kalkuren
erläuterte der Vortragende. Es wurde ihm für
ſeinen intereſſanten Vortrag lebhafter Beifall zuteil, den
Herr Direktor Fuldner durch Dankesworte ergänzte.
Herr Naumann teilte einen von ihm beobachteten
Fall mit, wo er einen Winter=Calville=Baum, der zu tief
eingeſetzt wurde und deshalb wilde Wurzeln trieb, durch
Abſchneiden dieſer Triebe zu reicher Blüte brachte. Es
wurden ſodann einige Fragen beantwortet, worauf die
Verſammlung ihr Ende fand.
Verband evangeläſch=kirchlicher Frauenvereine im
Großherzogtum Heſſen. Es ſei nochmals auf die näch=
ſten
Mittwoch, den 8. Mai, nachmittags 3 Uhr, auf dem
Heiligen Kreuzberg ſtattfindende Vorſtände=
und Mitgliederverſammlung hingewieſen.
Das Thema: Urſachen der Anordnung von Zwangs=
erziehung
welches Fräulein Dr. M. Kröhne=Worms
ihrem Vortrage zugrunde legt, wird allen, die ſich auf
irgend einem Gebiete der Jugendfürſorge, Wohlfahrts=
und Erziehungspflege betätigen, höchſt willkommen ſein.
Die Rednerin, die noch durch ihren im Januar gehaltenen
Vortrag hier in gutem Andenken ſteht, wird auch dieſes
Thema erſchöpfend und zu allſeitiger Befriedigung be=
handeln
.
Die Freiwillkge Sanitätshauptkolonne vom Roten
Kreuz in Darmſtadt läßt auch in dieſem Frühjahr vor
Beginn der Uebungen im Gelände an alle patriotiſch
geſinnten, gediente und ungediente Männer den Aufruf
ergehen, ſich möglichſt als aktive Sanitätsleute vom
Roten Kreuz ausbilden zu laſſen und ſich der Kolonne
anzuſchließen. Nach dem heutigen Stande des notwen=
dig
werdenden Bedarfs an freiwilligen Kriegs=
Krankenträgern und =Pflegern iſt es dringend er=
forderlich
, daß ſich noch eine größere Anzahl
deutſcher Männer und Jünglinge zum ſoforti=
gen
Eintritt in die Kolonne meldet. Koſten ſind,
außer 1 Mark Eintrittsgeld in die Unterſtützungskaſſe
und einem monatlichen Beitrag von 10 Pfg. in dieſelbe,
weiter nicht damit verbunden. Die entſtehenden Koſten
für die Ausbildung und Ausrüſtung werden von der
Kolonne ſelbſt getragen, ebenſo bei Beteiligung an größe=
ren
Geländeübungen, etwaige Reiſe= bezw. Verpfleg=
ungskoſten
. Es ſei noch ferner darauf hingewieſen, daß
im Anfang nächſten Jahres die Kolonne Darmſtadt ihr
25jähriges Beſtehen feiern wird. Alles Nähere
auf der Rettungswache, Bismarckſtraße 28, Televhon
Nr. 1707, oder durch die Kolonnenführung. (Siehe
Aufruf im Anzeigenteil.)
* Radrennen. Das Dauerfahren für Berufsfahrer
mit Motorſchrittmachern hat in letzter Stunde eine
Aenderung in der Beſetzung erfahren. Der u. a. ge=
meldete
Nürnberger Fahrer Aug. Braun wird nicht am
Start erſcheinen können, da er an einer ſchweren Er=
kältung
leidet. Dagegen hat der Veloziped=Klub den
Meiſterfahrer von Eſſen, H. Przygodda, Eſſen, als
vollwertigen Erſatz gewonnen, dem der Ruf eines ſehr
guten Fahrers vorausgeht, auf den die Sportpreſſe
wiederholt hingewieſen hat. Przygodda iſt der kleinſte
Dauerfahrer der Welt, der mit ſeiner Geſtalt und ſeiner
ſchneidigen Fahrweiſe an den früheren Weltmeiſter
Michael erinnert. Jedenfalls dürfte der kleine Mann
ein ernſtes Wort in der Konkurrenz mitreden. (Siehe
auch Anzeige.)
. Elizabeth Duncan=Schule. Im Feſtſaale der
Elizabeth Duncan=Schule auf der Marienhöhe findet am
Sonntag, den 12. Mai, um halb 6 Uhr ein Vortrag
des Dozenten der Wiener Univerſität Dr. Paul Kam=
merer
ſtatt, und zwar über das Thema: Körperkultur
und Raſſe Zu dem Vortrage werden nur 80 Karten
à 3 Mk. ausgegeben. Dieſelben ſind im Verkehrsbureau
und in der Hofbuchhandlung Bergſträßer zu erhalten.
Damit eröffnet die Elizabeth Duncan=Schule einen Zyklus
von Vorträgen, die das Ziel ihrer Beſtrebungen darlegen
ſollen.
* Die Turngemeinde Darmſtadt macht heute ſchon
auf ihr am 11. Mai ſtattfindendes Frühjahrsvergnügen
mit Tanz aufmerkſam. Den Vorbereitungen nach zu
urteilen, wird das Feſt äußerſt intereſſant werden. Das
Programm wird ſorgfältig zuſammengeſtellt. Mitwir=
kende
ſind Frl. Sturmfels (Sopran), Herr Roth ( Bari=
ton
), Herr Mechler (Humoriſt), Herr Etzold (Cello), ſo=
wie
die Turn= und Singmannſchaft. Fremde haben Zu=
tritt
. (Näheres ſiehe Anzeige.)
* Städtiſche Leſehalle. Im Monat April wurde
die Leſehalle im ganzen von 3157 Perſonen beſucht (im
April 1911 von 3197), durchſchnittlich an jedem Tage von
105 Beſuchern. Aus der Bücherhalle nach Hauſe entliehen

* Rüſſelsheim, 3. Mai. Der Schützenverein
Rüſſelsheim a. M., der in dieſem Jahre auf ein
50jähriges Beſtehen zurückblickt, veranſtaltet anläßlich ſei=
ner
Jubelfeier am 9. und 10. Juni ein großes Preis=
ſchießen
. Zahlreiche und wertwolle Ehrengaben
vom Frankfurter Schützenverein uſw. ſind bereits ge=
ſtiftet
. Möge der Verein ſich auch weiterhin gedeihlich
entwickeln.
Erbach, 30. April. In unſerem Kreiſe bilden ſich
eben Komitees für die Poſtkartenwoche der Groß=

wurden im genzen 10 283 Bände (1911: 9653, darunter
3650 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke. Die Zahl
der ſeit dem 1. April ds. Js. neu eingeſchriebenen Leſer
betrug 1913. An Büchergeſchenken gingen in dieſem Mo=
nat
weiter ein: Von Herrn Stud. Albrecht 1 Band, von
Herrn Stadtpfarrer D. Dr. Diehl und Frl. Amalie Schä=
del
ein von ihnen herausgegebenes Werk, von Herrn
Ingenieur Förſter 3 Bände, vom Freien Deutſchen Hoch=
ſtift
in Frankfurt a. M. 1 Band, von der Chemiſchen
Fabrik Knoll und Co. in Ludwigshafen 1 Band, von
Herrn Eiſenbahnſekretär Körner 1 Band, von Herrn
Oberlehrer Dr. Lotz 3 Jahrgänge Zeitſchriften, von Frl.
Römer 1 Jahrgang Zeitſchriften, von Frau Ing. Schultz
21 Bände, von Frau Miniſterialſekretär Sittmann 20
Bände und 40 Jahrgänge Zeitſchriften, von Herrn Kauf=
mann
Ad. Trier eine Anzahl Schriften, von Herrn Poſt=
direktor
Trommsdorff 10 Bände und 25 Jahrgänge Zeit=
ſchriften
, von Herrn Prof. Weis 4 Bände, von Herrn P.
Werth 6 Jahrgänge Zeitſchriften. Allen Gebern herz=
lichen
Dank. Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweit
ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Der Militär=Wohnungs=Anzeiger iſt ſoeben in be=
kannter
Reichhaltigkeit und Ueberſichtlichkeit erſchienen
und zum Preiſe von 30 Pfg. in den bekannten Verkaufs
ſtellen zu haben. Er enthält die Adreſſen ſämtlicher mili=
täriſcher
Behörden und Perſonen, Fahrpläne, die Armee=
Einteilung und die einzelnen Armeekorps.
Der Poſtbericht für Darmſtadt, gültig vom 1. Mai,
iſt erſchienen und an den Poſtſchaltern, ſowie durch die
Briefträger zum Preiſe von 25 Pfennig zu beziehen.
* Von der Wach= und Schließgeſeltſchaft wird uns
mitgeteilt: Im Monat April ergaben die fortlaufenden
Reviſionen unſerer Nachtwachbeamten folgende Fälle:
341 offene Haustüren und Tore vorgefunden, 84 mal
brannte Licht in Geſchäfts= und Bureaulokalitäten,
Kellern und Bodenräumen, bezw. wurde vergeſſen, das=
ſelbe
zu löſchen, 18 defekte Schlöſſer und Türen ſowie
ſteckengebliebene Schlüſſel vorgefunden, 9 offenſtehende
Parterrefenſter ermittelt, 12 Hausbewohnern, die ihre
Schlüſſel vergeſſen hatten, geöffnet.
* Schützenhof. Morgen Sonntag abend nehmen
die Sommerkonzerte durch die Kapelle des Garde=Drag.=
Regts. unter Herrn Mittelſtädts Leitung ihren Anfang.
Herr Mittelſtädt hat hierzu ein großes Extra=Programm
aufgeſtellt.
* Auf der Ludwigshöhe konzertiert Samstag und
Sonntag das Muſikkorps des Leibgarde=Regiments nach
einer vorzüglich gewählten Vortragsordnung. Es ſei
auf dieſe Konzerte, die unter Leitung des Obermuſik=
meiſters
Hauske ſtehen, beſonders aufmerkſam gemacht.
(Siehe Anzeige.)
* Lionel, der Löwenmenſch. Ueber einen intereſſan=
ten
Verſuch mit dem Löwenmenſchen zur Zeit der
Münchener Oktollerwioſe ſchrieben die Münchener N.
Nachr.: Der Impreſario Lionels hegte im Stillen ſchon
längſt die Anſchauung, daß das Intereſſe an dem =
wenmenſchen
ſich noch weſentlich ſteigern würde, wenn
dem Publikum Gelegenheit geboten wäre, Vergleiche zwi=
ſchen
dem Löwenmenſchen und dem Löwentier zu ziehen.
Lionel mußte alſo Dompteur werden. Zu dieſem Zwecke
begab ſich Lionel mit ſeinem Impreſario in Hagenbecks
Arena. Zunächſt trat Lionel vor einen Käfig, in dem ſich
die männlichen Löwen befanden. Wider Erwarten zeig=
ten
nun die Tiere nicht die geringſte Aufregung. Einen
flüchtigen Blick nur warfen ſie auf den Löwenmenſchen,
dann nahmen ſie keinerlei Notiz mehr von ihm. Nach
dieſem Ergebnis wurden ſämtliche Löwen in die große
Vorführungs=Arena gebracht, die dann Lionel mit dem
Dompteur betrat. Da machte man die überraſchende
Wahrnehmung, daß die männlichen Löwen ſich vollſtändig
ruhig verhielten, während die weiblichen Tiere, die Lio=
nel
zum erſten Make ſahen, die Köpfe reckten, den Löwen=
menſchen
aufmerkſam betrachteten, hierauf unruhig hin
und her liefen und die ungewohnte Erſcheinung wieder
betrachteten. Lionel, der Löwenmenſch, iſt nur noch vier
Tage auf der Meſſe zu ſehen, es ſind daber die Preiſe
ermäßigt. Es wolle niemand verſäumen, dieſes
Weltwunder zu ſehen. (Siehe Anzeige.)

Ungefähr 30 Zentimeter tief in dieſe dichtgefügte
Moderſchicht eingebettet, fand ſich gegen Abend des vier=
ten
Tages der Schädel, den ich heute mit Sicherheit als
Schillers Schädel vorlegen kann. Sein Erhalt=
ungszuſtand
wäre an ſich kein ſchlechter. Er lag aber mit
der rechten Schläfe in einem Haufen von Steinen auf=
gepreßt
, wie ſolche ſich leider, zum Unglück für die Kno=
chen
, in großer Zahl innerhalb der Moderſchicht verteilt
fanden. Dadurch war er in der Ohr= und Oberkiefer=
gegend
beſchädigt, doch iſt es ſpäter gelungen, durch ſorg=
fältige
Zuſammenfügung ihn in befriedigender Weiſe
wieder herzuſtellen.
In einiger Entfernung von dem Schädel fand ſich
bei einer größeren Anzahl zuſammengelegter Unterkiefer
auch der, den die genauere Unterſuchung ſpäter als zum
Schädel paſſend erwies. Wenn ſchon der Oberkiefer ſich
durch gute Bezahnung bemerklich gemacht hatte, ſo war
der Unterkiefer nun geradezu verblüffend durch die
tadelloſe Geſundheit, Schönheit und regelmäßige Stel=
lung
ſeiner 16 Zähne. Dies wäre ſchon für ſich allein
ein gutes Zeugnis für die Echtheit des Schädels, da dieſe
Eigenſchaften für die Unterzähne Schillers zuverläſſig
bezeugt ſind. Desgleichen ſtimmt auch der Befund am
Oberkiefer mit den verbürgten Ausſagen von Schillers
Diener überein, daß nämlich als einziger im Leben ver=
lorener
Zahn der zweite kleine Backzahn der linken Seite
fehlt.
Aber noch überzeugender als dieſe Einzelmerkmale
ſpricht die in die Totenmaske genau ſich einfügende Ge=
ſamtform
für die Identität mit dem Schädel Schillers.
Insbeſondere gemahnt die nicht ſehr hohe, aber frei ge=
wölbte
Stirn, die ſchwach entwickelten Augenbrauen=
bögen
, die feine Naſenwurzel und das freigeſchwungene
bedeutende Naſenſkelett an die einem jeden vertrauten
Züge des geliebten Dichters.
Auf dieſen kurzen Bericht muß ich mich beſchränken.
Es iſt bei der Fülle und Eigenart des Stoffes unmöglich,
an dieſer Stelle und ohne Abbildungen eine ausführ=
liche
und anſchauliche Darſtellung zu geben. Eine ſolche
wird in Buchform mit Tafeln, wie ich hoffe, bald erſchei=

nen. Auf ſie muß ich den Leſer, falls manche ſeiner Fra=
gen
hier unbeantwortet geblieben ſind, verweiſen.
Im Hinblick auf die große Verantwortung, welche
die Feſtſtellung der Identität des Schädels in dieſem
beſonderen Falle mir auferlegt, habe ich es für meine
Pflicht gehalten, meine Unterſuchung, ehe ich irgend
jemandem Kunde davon gäbe, dem Urteil der nam=
hafteſten
meiner Fachkollegen zu unterbreiten. Dazu bot
ſich Gelegenheit auf dem diesjährigen Anatomen=
kongreß
, der vom 22. bis 24. April in München
tagte. Dort habe ich über meine Arbeit berichtet und
den Schädel allen anweſenden Mitgliedern der Anato=
miſchen
Geſellſchaft eingehend demonſtriert unter gleich=
zeitiger
Vorführung der Totenmaske. Dieſer Areopag
von Sachverſtändigen hat einſtimmig die Richtigkeit mei=
ner
Beweisführung anerkannt und ſich meinem Urteil
angeſchloſſen, dahin lautend, daß der von mir vorgelegte
und mit Schillers Totenmaske in Einklang erwieſene
Schädel der Schädel Schillers iſt.
Nachdem ich dieſe Autorität nun an meiner Seite
hatte, bin ich hervorgetreten und habe als dem Erſten
Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog die Ange=
legenheit
unterbreitet. Nachdem ich am 30. April Vor=
trag
darüber erſtattet, haben Seine Königliche Hoheit
aufs eingehendſte über meinen Befund ſich unterrichtet
und mit meiner Auffaſſung einverſtanden erklärt.
Nun noch ein Wort zur Frage über den Aufbau des
Kaſſengewölbes. Die Leſer dieſes Blattes werden jetzt
beſſer als früher verſtehen, warum ich mit ſo großem
Ernſte dafür eingetreten bin, daß jener geweihten Stätte
ihre urſprüngliche Geſtalt zurückgegeben werde. Wir
wiſſen jetzt, daß nicht an Schillers früherer Begräb=
nisſtätte
, ſondern über ſeinen irdiſchen Reſten
ſelbſt im Jahre 1854 die Zerſtörung gewütet hat. Un=
geſchehen
können wir dies leider nicht machen. Aber
eine gewiſſe Sühne wäre die Wiederaufrichtung des
Denkmals doch. Und ich kenne keine andere.
Weimar, 1. Mai 1912.
Prof. Dr. v. Froriev.

Konzerte.

Die Mandolinen= und Gitarre= Ver=
einigung
veranſtaltete am Donnerstag im Fürſtenſaal
einen Konzertabend unter Leitung ihres Dirigenten
Herrn Hofmuſiker W. Manecke und unter Mitwirkkung
von Frl. P. Manecke (Lieder zur Laute). Der Fürſten=
ſaal
war voll beſetzt und das geſchmackvoll zuſammen=
geſtellte
Programm fand ungeteilten, lebhaften Beifall.
Frl. Paula Manecke war entweder ganz ausgezeichnet
disponiert oder ſie hat tatſächlich ſeit ihrem letzten Auf=
treten
vor einigen Wochen mit regſtem Fleiß an ihrer Wei=
terbildung
gearbeitet. Ihre hervorragende geſangliche
Leiſtung bewies die Berechtigung deſſen, was wir nach
ihrem Traube‟=Konzert ſchrieben, daß ſie uns berufen
ſcheint, eine der Führenden auf dem ebenſo intereſſanten
und eigenartigen, als ſchwierigen Gebiete des Lied=
geſanges
zur Lautenbegleitung zu werden. Sowohl Ver=
borgene
Liebe von Hildach, wie das nach dem bekannten
Luſtigen Bua von der jungen Künſtlerin umgearbeitete
Luſtige Maid gelangen ihr in Geſang und Vortrag ganz
ausgezeichnet, ſodaß ſtürmiſch eine Zugabe verlangt wurde.
Einige ſpäter geſungene Lieder mit Klavierbegleitung
gaben der Künſtlerin Gelegenheit, ihre ſchöne ſtimmliche
Begabung auch im Kunſtlied zu beweiſen. Herr Ma=
necke
erfreute durch ein vortrefflich geblaſenes Waldhorn=
Solo: Canto amoroſo von Samartini. Den Soliſten
wurden Blumen= und Kranzſpenden überreicht.
Im übrigen enthielt das Programm für die Mando=
linen
= und Gitarreſpieler: Fantaſie aus der Oper Huge=
notten
von Meyerbeer; Sogno d’un' Odalisca von Gr.
Walter; Fra Cipreſſi von Sartori; Mandolinen= Quar=
tett
: Ritornera Romanze von Marzuttini. Für 3 Lauten:
a) Fuagerin=Danz Saltarello; b) Torgauermarſch und
zum Schluſſe Fantaſie a. d. Op.: Barbier von Sevilla Auch
dem Chor wurde reicher Beifall mit Recht und wohlver=
dient
geſpendet.

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

herzogin. Das Intereſſe iſt rege. Es ſind jetzt ſchon etwa
11000 Poſtkarten feſt beſtellt.
Mainz, 2. Mai. Geſtern wurde in der Schleifung der
Feſtung abermals ein bedeutſamer Schritt vorwärts getan.
Man begann mit der Sprengung des Binger
Tors. Der erſte Schuß, der um ½5 Uhr fiel, ebenſo
der zweite um 6 Uhr, hatten allerdings noch wenig Wirk=
ung
, man hofft aber, das Tor in den nächſten Tagen nie=
derzulegen
.
Mainz, 3. Mai. Die diesjährigen größeren
Pionierübungen am Rhein werden in der Woche
vom 5. bis 10. Auguſt abgehalten, wobei ein Kampf
im Strömgebiet zwiſchen Mainz und St.
Goar zur Darſtellung kommen wird, an dem etwa drei
Infanterieregimenter, mehrere Batterien Feldartillerie
ſowie die Pionierbataillone Nr. 15 in Straßburg, Nr.
20 in Metz und Nr. 25 in Mainz, außerdem eine kriegs=
ſtarke
bayeriſche und ſächſiſche Pionierkompagnie teilneh=
men
werden. Dieſe Uebung, bei der verſchiedene Brük=
kenſchläge
über den Rhein ausgeführt werden ſollen, wird
vom Generalleutnant v. Reppert, Inſpekteur der 2. Pio=
nier
=Inſpektion in Mainz, geleitet.
Mainz= Kaſtel, 3. Mai. Geſtern nachmittag befanden
ſich eine Anzahl Mitglieder der Reichskommiſſion,
einige ſtaatliche und ſtädtiſche Baubeamte und Herren des
Garniſonsbauamts I und der Garniſonverwaltung Mainz
hier auf dem Gelände, das für Bauten des Be=
kleidungsamts
für unſer Armeekorps vorgeſehen iſt.
Es fand eine ſehr umfangreiche Beſichtigung mit Abmeſ=
ſungen
und Abpflöckungen ſtatt, die am Nachmittag fort=
geſetzt
wurde. Die erſte Baurate iſt bereits jetzt durch
den Reichstag genehmigt; in aller Kürze werden die Ar=
beiten
dafür öffentlich ausgeſchrieben. Die Bauten für
das Bekleidungsamt erhalten ihre Hauptfront nach der
Ringſtraße und nach Kaſtel zu und dehnen ſich an der Ein=
mündung
der Frankfurterſtraße in die Ringſtraße bis zur
Einmündung der Landſtraße nach Koſtheim hin aus und
zerfallen in eine Anzahl verſchiedener größerer Gebäude.
Das Baubüreau für das Bekleidungsamt kommt in die
Räume der leerſtehenden Reduitkaſerne.
Gießen, 3. Mai. Die Ortsgruppe Gießen des Heſſi=
ſchen
Vereins für Luftfahrt hat ſich von dem
Marburger Verein getrennt und ſich unter dem Namen:
Luftfahrer=Verein Gießen ſelbſtändig gemacht.
Der junge Verein iſt dem neu gegründeten Großherzoglich
Heſſiſchen Verbande für Flugweſen, Sitz Darmſtadt, Mainz
und Gießen, unter dem Protektorat des Großherzogs, bei=
getreten
. Damit iſt, wie der G. Anz. hört, ein Wunſch
unſeres Großherzogs, das ganze Heſſenland zur Erfüllung
der neuen, durch den ungeahnten Aufſchwung der Luftfahrt
entſtandenen idealen Aufgaben zuſammenzufaſſen, aufs
glücklichſte verwirklicht worden.
Hungen, 3. Mai. Auf der Strecke Friedberg-
Hungen wurde der um 11 Uhr nachts die Strecke paſ=
ſierende
Zug durch das Explodieren von drei
Jagdpatronen zum Halten gebracht. Die Patronen
vurden entweder aus Scherz oder aber von verbrecheriſcher
Hand auf die Schienen gelegt. Ein Unglücksfall kam nicht
vor. Die Nachforſchungen nach dem Täter blieben er=
folglos
.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 2. Mai. In der Stadtver=
ordnetenverſammlung
wurde der Beigeordnete Emil
Berndt=Mainz zum beſoldeten Stadtrat, Stadtrat
Böſe=Schöneberg zum Kämmerer anſtelle des zum
Direktor des Zweckverbandes gewählten Dr. Steiniger
gewählt. Weil ein Kabel in der Kraftſtation ſchadhaft
geworden war, kam es geſtern zu einer Störung im
Straßenbahnverkehr, die ſich auf das ganze
Stadtgebiet von Neukölln erſtreckte. Der geheimnis=
volle
und noch unaufgeklärte Todesfall des 52 jähri=
gen
Diviſionspfarrers a. D. Liebe aus Wil=
mersdorf
iſt geſtern durch den Fund eines Millionen=
ſchatzes
an Edelſteinen in der Wohnung des Verſtorbe=
nen
um ein ebenſo unerwartetes, wie Aufſehen erregen=
des
Rätſel vermehrt worden. Liebe war in ſeinen jünge=
ren
Jahren Miſſionar und als ſolcher in aller Herren
Länder geweſen. Als Sohn eines preußiſchen Generals
war er nicht unbegütert. Der Landtagsabgeordnete und
Beigeordnete Bürgermeiſter von Aachen Klauſener wurde
in dem Augenblick von Taſchendieben heimgeſucht,

als er den D=Zug beſtieg. Eine Freikarte erſter Klaſſe
und ſeine Legitimationskarte ſind ihm geſtohlen worden.
Mannheim, 2. Mai. Die in Reparatur befindliche
Aufbereitungsbrücke des Kohlen=, Koks= und Holzkohlen=
geſchäfts
von M. Strohmeyer im Rheinauhafen ſtürzte
heute nachmittag zuſammen, wodurch vier Arbeiter aus
einer Höhe von 12 bis 15 Metern mit in die Tiefe geriſſen
wurden. Ein Arbeiter, ein Monteur aus Mannheim, blieben
ſofort tot am Platze liegen, zwei andere Arbeiter aus der
Nähe von Mannheim wurden ſo ſchwer verletzt, daß ſie
auf dem Transport nach dem Allgemeinen Krankenhaus
verſtorben ſind. Der vierte Arbeiter erlitt ebenfalls ſo
ſchwere Verletzungen, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt
wird.
Homburg, 3. Mai. Wie ſchon gemeldet, wird die
Kaiſerin am 12. Mai in Homburg zu längerem Kur=
aufenthalt
eintreffen. Die innere Einrichtung des Schloſſes
iſt beendet, und alles iſt auf das bequemſte eingerichtet.
Die hohe Frau wird in dem ſogenannten Engliſchen Flügel
Wohnung nehmen, von wo aus ein herrlicher Blick über
den Kaiſerlichen Schloßpark möglich iſt und das nahe Tau=
nusgebirge
ſich wie ein Panorama vor den Augen aus=
breitet
.
München, 3. Mai. Der Verwaltungsgerichtshof hat
der Frau Herberich, die einer angeſehenen Frankfurter
Familie entſtammt und im Jahre 1910 den Gatten er=
ſchoß
, das volle Witwengehalt zugeſprochen.
Die Familentragödie, diesdamals in Nürnberg großes
Aufſehen erregte und deren Opfer der allgemein beliebte
Töchterſchuldirektor Dr. Georg Herberich bildete, endete im
Winter 1910/11 mit der Verurteilung der Frau Herberich
zu 4½ Jahren Gefängnis, die ſie zurzeit verbüßt. Wenn
die Mörderin auch noch einige Zeit hinter Gefängnis=
mauern
zubringen muß, ſo war ſie doch darauf bedacht,
für die Sicherſtellung ihres zukünftigen Lebensunterhaltes
zu ſorgen. Sie ſtrengte gegen die Stadtgemeinde Nürnberg
eine Klage an auf Zahlung des Witwengehalts unter
Bezugnahme auf die Stellung ihres Mannes als Schul=
direktor
. Nunmehr hat, wie ſchon geſagt wurde, der Mün=
chener
Verwaltungsgerichtshof ihrem Antrage ſtattgegeben
und ſich damit in Widerſpruch geſetzt zu den Erkenntniſſen
der vorhergehenden Inſtanzen. Die Begründung dieſes
Urteils ſtützt ſich auf den Umſtand, daß Dr. Herberich im
Dienſte geſtorben ſei.
Köln, 2. Mai. Heute vormittag erfolgte auf dem
Rhein ein Zuſammenſtoß zwiſchen dem mit Paſſa=
gieren
flußaufwärts fahrenden Dampfer Niederwald
und einem Fährboot. Der Dampfer wurde derart beſchä=
digt
, daß er ſchleunigſt das Kölner Ufer aufſuchen und die
Paſſagiere wieder an Land ſetzen mußte.
Kiel, 3. Mai. Am neuen Güterbahnhof iſt nachts
bei Baggerarbeiten eine Wand eingeſtürzt.
Zwei Arbeiter wurden getötet, einer wurde ſchwer ver=
letzt
. Die Baggermaſchine wurde vollſtändig zer=
trümmert
.
Flensburg, 3. Mai. Im Alſenſund kenterte ein
Marine=Segelboot. Der Inſaſſe, Kapitänleut=
nant
Detring, verſuchte, ſich durch Schwimmen an Land
zu retten, doch verließen ihn die Kräfte und er ging unter.
Hilfe kam zu ſpät. Die Leiche konnte noch nicht geborgen
werden. Der Verunglückte ſtammt aus Stettin. Er war
unverheiratet.
Paris, 3. Mai. Geſtern nachmittag wurde Herr
Baron, der Beſitzer des Stickereigeſchäftes in der Nähe
der Banque de France, in ſeinem im zweiten Stock bele=
genen
Bureau von ſeinem Kaſſierer Chevron erſchof=
ſen
. Den Revolver in der Hand, erreichte der Täter,
von keinem ker 30 in dem Kontorraum anweſenden Beam=
ten
und Dienern angehalten, das Haustor. Hier wollte
ihm die Hausbeſorgerin, die die Schüſſe gehört hatte,
den Weg vertreten. Chevron ſtieß die alte Frau bei
Seite und deren Rufe: Aufhalten! blieben von den Paſ=
ſanten
unbeachtet. Die Polizei hat hinter dem Flüch=
tigen
einen Streckbrief erlaſſen. Beamte erzählen, daß
Chevron, der 6 Jahre hindurch Angeſtellter der Firma
war, ſchon vorgeſtern abend wegen Unregelmäßigkeiten
in der Kaſſenführung eine Auseinanderſetzung mit dem
Prinzipal hatte.
Paris, 3. Mai. Die Pariſer Polizei entdeckte die
Zufluchtsſtätte des Automobilbanditen Garnier
und ſeines Genoſſen in der Nähe des Oſtbahnhofes in
einer Vorſtadt von Paris. Das Haus wurde umzingelt.
Man hofft, innerhalb 24 Stunden der Verbrecher habhaft
zu ſein. Andere Mitglieder der Bande ſollen in ein Haus

bei Meaux (Departement Seine=et=Marne) geflüchtet
ſein.
Bukareſt, 2. Mai. Hier beging die Familie Filipo=
witſch
, beſtehend aus zehn Perſonen, nämlich Eltern, Groß=
mutter
und ſieben Kindern zwiſchen 18 und 10 Jahren,
Selbſtmord durch Kohlengas. Außerdem ſind
zwei erwachſene Söhne ſpurlos verſchwunden. Nach einem
zurückgelaſſenen Brief iſt Elend die Urſache.
Stockholm, 2. Mai. Strindberg wurde heute aber=
mals
operiert. Die Operation verlief gut und brachte dem
Kranken eine Erleichterung im Schlaf. Augenblicklich be=
ſteht
keine abſolute Lebensgefahr.
New=York, 3. Mai. Am Miſſiſſippi iſt faſt das
ganze Delta überſchwemmt. Ein Dammbruch
von 70 Meter Breite verurſachte eine ungeheure Ueber=
ſchwemmung
. 200000 Menſchen wurden obdachlos. Eiſen=
bahnzüge
wurden zur Rettung von Menſchen und Vieh=
abgeſandt
. Da das Unglück unerwartet eintraf, iſt es
faſt ein Wunder, daß nur 5 Tote zu beklagen ſind. Tau=
ſende
brachten die Nacht unter freiem Himmel zu.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin 3. Mai. Der Präſident Dr. Kaemp
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 2 Min. Vor Eintrittein
die Tagesordnung erbittet und erhält der Präſident die
Ermächtigung, Seiner Kaiſerlichen Hoheit dem Kron=
prinzen
zum Geburtstage die Glückwünſche des
Hauſes ausſprechen zu dürfen.
Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt der Bericht der
verſtärkten Geſchäftsordnungskommiſſion über die
Abänderung der Beſtimmungen der Ges
ſchäftsordnung.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ich habe im Namen
der verbündeten Regierungen zu erklären: Nach § 34 der
Reichsverfaſſung hat der Reichstag ſeine Geſchäftsord=
nung
allein zu regeln. Dementſprechend verzichten die
verbündeten Regierungen darauf, an Ihren Verhandlun
gen teilzunehmen, halten es aber für notwendig, auss
drücklich feſtzuſtellen, daß die Geſchäftsordnung einſeitiges
Recht des Reichstags und ſeiner Mitgliedſchaft iſt, daß
daher die von Ihnen zu beſchließenden Abänderungen
der Geſchäftsordnung weder eine Erweiterung der ver=
faſſungsmäßigen
Rechte des Reichstages noch eine Be=
ſchränkung
der verfaſſungsmäßigen Rechte des Kaiſers,
der verbündeten Regierungen und des Reichskanzlers
herbeiführen (Sehr richtig! rechts, Hört hört! links), und
deswegen irgendwelche ſtaatsrechtlichen Konſequenzen
für den Reichskanzler gegenüber dem Reichstage nicht
haben können. (Unruhe links.) Unter dieſer ausdrück= Verwahrung erkläre ich hier, daß der Reichskanzler=
Ihren Wünſchen auf eine; weitere Ausgeſtaltung Ihrer
Geſchäftsordnung inſoweit entgegenzukommen bereit iſt,
als er unter Wahrung des Rechtes der Ablehnung im ein=
zelnen
Falle die in Ausſicht genommenen kurzen Anfragen
nach Möglichkeit zu beantworten oder durch ſeine Ver=
treter
beantwortzn laſſen will, ſofern der Gegenſtand
zur verfaſſungsmäßigen Kompetenz des Reichstages ge=
hört
und nicht ein ſchwebendes Gerichts= oder Verwal=
tungsverfahren
betrifft. (Bravo! rechts. Unruhe links)
Die Regierungsvertreter verlaſſen den Saal.
Abg. Dr. Gröber (Ztr.) als Berichterſtatten
Den Mitgliedern des Reichstags ſoll geſtattet ſein, an
den Reichskanzler kurze Anfragen zu ſtellen, die ſchrift=
lich
einzureichen ſind und ſich auf die Bezeichnung der Tat=
ſachen
, über welche Auskunft gewünſcht wird, beſchrän=
ken
müſſen. In den Sitzungen am Dienstag und Freitag=
jeder
Woche wird die erſte Stunde auf die Anfragen ver=
wendet
werden. Eine Beſprechung der Antworl des
Reichskanzlers und Anträge zur Sache ſind unzuläſſig,
Dagegen können bei Beſprechung einer Interpelldtion
Anträge geſtellt werden, welche die Feſtſtellung verlangen,
daß die Behandlung der den Gegenſtand der Intervella=
tion
bildenden Angelegenheit durch den Reichskanzler der
Anſchauung des Reichstages entſpricht, oder daß ſie ihl

Feuilleton.

* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Eine neue Re=
form
=Schule. Der Reform des Erziehungsweſens ſoll,
wie uns geſchrieben wird, eine neue Schule dienen, die
vor einiger Zeit in der ſchönſten Gegend des hohen Vo=
gelsberges
errichtet iſt, die Dürerſchule Hoch=
waldhauſen
. Ihre Errichtung iſt unter den Auſpizien
zahlreicher bekannter Perſönlichkeiten erfolgt, die als Hoch=
ſchullehrer
, Aerzte, Künſtler, Geiſtliche uſw. beſtimmenden
Einfluß auf die kulturelle Entwickelung unſerer Zeit haben.
Unter den Patronen der Schule befinden ſich die Pro=
feſſoren
Natorp=Marburg, Meſſer=Gießen, die Schriftſteller
Rudolf Herzog, ſowie Führerinnen der deutſchen Frauen=
bewegung
: Adele Schreiber, Helene Stöcker. Die Anſtalt
hat den Zweck, im Einvernehmen mit der ſtaatlichen Schule
und den maßgebenden Behörden einen neuen Schultypus
zu ſchaffen, der den Bedürfniſſen der Gegenwart mit ihren
erweiterten Anſprüchen an Unterricht und Erziehung am
beſten entſpricht. Zur Durchführung ihrer Abſichten wird
die Anſtalt fortdauernd durch einen Erziehungsbeirat aus
den erwähnten Kreiſen beraten.
Das Mannheimer Muſikfeſt zum Gedächtnis
Guſtap Mahlers am 10. und 11. Mai bringt am erſten
Abend Das Lied von der Erde Symphonie für Alt= und
Tenor=Solo und großes Orcheſter, ſowie die vierte Sym=
phonie
, am zweiten Abend die achte Symphonie an
deren Ausführung ein Feſtorcheſter aus 150 Muſikern der
beiden Hoftheater=Orcheſter Karlsruhe und Mannheim,
zwei gemiſchte Chorvereinigungen und ein Kinderchor, ins=
geſamt
über 800 Sänger, nebſt 7 hervorragenden Soliſten
beteiligt ſind. Die Geſamtleitung hat Herr Hofkapellmeiſter
Arthur Bodanzky. Als Ehrengäſte des Philharmoniſchen
Vereins wird außer der Gattin Guſtav Mahlers eine An=
zahl
hervorragender Perſönlichkeiten den Feſtkonzerten
beiwohnen.
Gemäldefund in Auerbachs Keller. Unter
einer gewöhnlichen Zimmerdecke iſt in dem berühmten
Auerbach=Keller in Leipzig ein barocke, reich mit Stuck und
Fresken ausgeſchmückte Decke zum Vorſchein gekommen,
die in der erſten Hälfte des 18. Jahrhunderts entſtanden
ſein kann; ſie hat eine Länge von 11 Metern, bei 8 Meter
Breite. Das Hauptbild, eine Allegorie, iſt etwa 5 Meter
lang. Man nimmt an, daß es ſich um die Arbeit bedeuten=
der
Leipziger Künſtler aus der Barockzeit handelt, deren
Perſönlichkeiten vielleicht noch feſtgeſtellt werden können.
Es wird alles aufgeboten, die wertvolle Decke zu erhalten,

die ſpäter in dem neuen Gebäude des Auerbach=Hofes den
Weinkeller zieren ſoll, der an die Stelle des alten tritt.
Eine aufgefundene Büſte Friedrichs des
Großen. Aus Weimar wird geſchrieben: Nach Mitteil=
ung
eines hieſigen Lokalblattes hat der Antiquar Weſt=
phal
=Weimar in Halleſchem Privatbeſitz eine Büſte Fried=
richs
des Großen entdeckt, die von dem bedeutendſten Bild=
hauer
des klafſiſchen Weimar, Martin Klauer, herrührt und
für verſchollen galt. Die Identität des Werkes iſt ein=
wandfrei
feſtgeſtellt. Das wiedergefundene Kunſtwerk iſt
den königlichen Muſeen in Berlin zum Kauf angeboten
worden.
C2) Die großen Treffer der Mme. de Thèbes. Die Kata=
ſtrophe
der Titanie hat der berühmten Pariſer
Pythia Mme. de Thèbes in zwei Prophezeiungen
Recht gegeben, die ſie bereits vor längerer Zeit gemacht
hat. William Stead war ein intimer Freund der Wahr=
ſagerin
, und wenn immer er nach Paris kam, verſäumte
er nie, die heute weißhaarige, zurückgezogen lebende alte
Dame aufzuſuchen, die er ſeit vielen Jahren kannte. Bei
dieſen Gelegenheiten bat er Mme. de Thèbes auch, ihre
Kunſt des Handleſens an ihm zu verſuchen, und als Er=
gebnis
ihrer Prüfung erklärte ihm die Freundin, er möge
ſich vor dem Waſſer hüten, das Waſſer ſei ſein tödlicher
Feind. Aber Stead, der ſich in den letzten Jahren bekannt=
lich
eifrig mit Spiritismus beſchäftigte, ſchüttelte lächelnd
den Kopf und meinte, wenn ihm wirklich eine Gefahr drohe,
würden ſeine Familiengeiſter ſchon gewarnt haben.
Mme, de Thèbes kannte auch den Colonel Aſtor und kurz
nach ſeiner Verheiratung gab ſie ihm den gleichen Wink
wie Stead: er möge ſich vor dem Waſſer hüten. Aber
Aſtor erwiderte ein wenig ſpöttiſch: Was Sie mir da
ſagen, Madame, das iſt recht ſchlimm, denn ich bin ein
Waſſerfreund und verbringe die meiſte Zeit meines Lebens
auf den Wellen. Das Journal erzählt in dieſem Zu=
ſammenhang
von anderen merkwürdigen Prophezeiungen
der Pariſer Hellſeherin, die ihren Kriegsnamen übrigens
dem jüngeren Dumas verdankt, der ihre hellſeheriſchen
Fähigkeiten zuerſt erkannte und ſie auf den Gedanken
brachte, die Vorausſage kommender Ereigniſſe zu ihrem
Lebensberuf zu machen. Denn Mme. de Thèbes ſtammt aus
einer ſehr guten Familie, hatte eine ausgezeichnete Er=
ziehung
genoſſen und ſtand als junges Mädchen vor der
Frage, einen Beruf zu erwählen. Sie war ungewöhnlich
ſchön und verſuchte ihr Glück auf den Brettern, aber trotz
der erſten Erfolge mußte ſie dieſen Plan aufgeben, da ihre
Geſundheit nicht kräftig genug war, um die Anſtrengungen

einer Bühnenlaufbahn zu überwinden. In ihren Muße
ſtunden begann ſie ſich nun mit Chiromantie zu beſchäfs
tigen. Der jüngere Dumas war über die merkwürdigen
Fähigkeiten der jungen Handleſerin ſehr verblüfft, er a=
beitete
an einem Roman, dem er den Titel Der Weg nach
Theben geben wollte; das Werk wurde nicht vollendet
aber der Titel ging in der Form Mme, de Thèbes auf
die junge Chiromantin über und iſt ihr ſeitdem geblieben
Das Journal erzählt von merkwürdigen Prophezeiungen
dieſer Frau, die ſich ſpäter erfüllten. Als ſie vor vielen
Jahren zum erſten Male in einem Salon den Marquis
de Morés kennen lernte und ſeine Hand betrachtete, ſagte
die Chiromantin laut in Anweſenheit aller Gäſte, von
denen ſich noch viele der eigenartigen Szene erinnern
Gehen Sie nie zu den Wilden, ſie werden Sie zerreißen.
Man weiß, daß der Marquis ſpäter eine Forſchungsreiſe
antrat, auf der er unter tragiſchen Umſtänden ermordet
und zerſtückelt wurde. Der furchtbare Brand des großen
Wohltätigkeitsbaſars in Paris, bei dem 136 Frauen und
drei Männer lebendig verbrannten, war von Mme. de
Thèbes vorhergeſagt worden, und ſie ſoll einmal auch der
Kaiſerin Eliſabeth von Oeſterreich den Rat ge=
geben
haben, ſich vor Mördern zu ſchützen. Ein intereſſan
tes Beiſpiel aber dafür, wieviel man auf die Prophezei=
ungen
der berühmten Chiromantin in Paris gibt, ereigs
nete ſich bei der ſchweren Erkrankung des Prinzen von
Wales, des ſpäteren Königs Eduard. Der Prinz er
krankte im Jahre 1902 ſo ſchwer, daß man an ſeinem Aufs
kommen zweifelte und alle engliſchen und iriſchen Wahr
ſagerinnen prophezeiten, der Prinz würde ſterben, ohne
gekrönt worden zu ſein. Damals reiſte trotz ſeiner Krank=
heit
der ſchon halberblindete Mr. Blowitz von der Lon=
doner
Times nach Paris, um Mme. de Thèbes zu befragen.
Er erhielt die Antwort: Ich kenne die Hand des Prinzen
ganz genau: er wird gekrönt und er wird König werden.
Vor einigen Jahren ſuchte auch die bekannte Pariſer Schau=
ſpielerin
Lantelme, deren tragiſcher Tod im Rhein noch
in Erinnerung iſt, die Pariſer Pythia auf. Nach einer ges
nauen Prüfung der Handlinien kam die Erklärung: Wenn
ich Ihre Hand hätte, würde ich niemals ein Schiff oder ein
Boot beſteigen und ſei es auch nur auf der Seine. Hüten
Sie ſich vor dem Waſſer, es iſt Ihr ſchlimmſter Feind.
Und damals erwiderte die junge Schauſpielerin vergnügt
und lächelnd: Schön. Mme, de Thèbes, ich werde mich
ſogar nicht mehr waſchen und nie mehr baden.
* Ein ſeltſamer Philanthrop. Kurz gegen 2 Uhr au
einem Nachmittag dieſer Woche, als in der Sleetſtreet

[ ][  ][ ]

Nummer 105

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Seite 5.

nicht entſpricht. Dieſe Anträge müſſen von mindeſtens 30
anweſenden Mitgliedern unterſtützt werden. Die Abſtim=
mung
muß vertagt werden, wenn dies von mindeſtens
30 anweſenden Mitgliedern verlangt wird. Sie erfolg=
alsdann
am nächſten Sitzungstage. Andere Anträge zur
Sache ſind nicht zuläſſig. Ich bitte den Beſchlüſſen der
Kommiſſion beizutreten.
Präſident Dr. Kaempf teilt mit, daß zu mehreren
Punkten der Vorlage der Kommiſſion und dazu geſtellten
Anträgen namentliche Abſtimmung beantragt iſt.
Abg. Ledebour (Soz.): Die Erklärungen des
Staatsſekretärs waren entweder überflüſſig oder nicht be=
rechtigt
. Namens meiner Partei kann ich erklären, daß
wir, wenn wir eine Erweiterung der Machtbefugniſſe des
Reichstags erſtreben, es durch direkte Anträge auf Ver=
faſſungsänderung
zum Ausdruck bringen, aber nicht auf
Umwegen zu erreichen ſuchen. In Einzelheiten haben
wir doch Bedenken und behalten uns Anträge vor. So
ſollte die Beſtimmung über die kurzen Fragen dahin er=
weitert
werden, daß zur Ergänzung oder Berichtigung
nicht nur der Frageſteller nochmals das Wort verlangen
dürfe, ſondern jedes Mitglied des Hauſes. Sonſt wird
ein Anfragemonopol für eine beſtimmte Partei geſchaffen
Abg. Kreth (konſ.): Beabſichtigt oder nicht, tatſächlich
werden auf dieſem Umwege die Rechte des Reichstages
auf Koſten der verbündeten Regierungen erweitert. Wir
haben auch auf dem Standpunkt geſtanden, daß eine Aender=
ung
der Geſchäftsordnung, die eine Verſchiebung der Ver=
hältniſſe
zwiſchen Regierung und Reichstag zum Ziel hat,
nur auf dem Wege der Verfaſſungsänderung vorzunehmen
iſt. Unſere Anregung auf ſofortige Zuziehung von Regier=
ungskommiſſaren
zur Kommiſſionsberatung wurde abge=
lehnt
und erſt ſpäter fand man ſich dazu bereit, als an den
Beſchlüſſen nichts mehr zu ändern war. Wir verlangen,
daß die zu ſtellenden Fragen von allgemeiner Bedeutung
ſein ſollen, nicht etwa Wahlkreisfragen. Wir wiederholen
deshalb unſeren ſchon in der Kommiſſion geſtellten Antrag,
daß die Anfragen ſich auf innere und äußere Politik zu
beſchränken haben. Abg. Liſt=Eßlingen (natl.): Wir
begrüßen den Antrag der Kommiſſion bezüglich der kleinen
Anfragen, da dadurch ein lebhafterer und erſprießlicher
Meinungsaustauſch mit der Regierung ſtattfinden kann,
als es bisher der Fall war. Die hier eingebrachten Ab=
änderungsanträge
lehnen wir ab. Es handelt ſich um die
Einführung von Einrichtungen, die zunächſt Schwierigkeiten
bereiten werden, doch erwarten wir, daß dieſe neuen Ge=
ſchäftsordnungsbeſtimmungen
ſachgemäß angewendet und
nicht mißbraucht werden. Eine gewiſſe Feſtſetzung des
Fragerechts iſt notwendig, aber die Erweiterung dieſes
Rechts auf jedes Mitglied des Hauſes, wie es der Abge=
ordnete
Ledebour wünſcht, geht meiner Anſicht nach zu weit.
Wenn die Regierung in loyaler Weiſe zu den Anträgen
Stellung nehmen wird, dann wird die Folge ein gutes Ver=
hältnis
zwiſchen Reichstag und Regierung ſein. Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Auch wir be=
grüßen
die Beſchlüſſe der Kommiſſion. Daß der Reichstag
nicht in ein ſchwebendes Gerichts= oder Disziplinarver=
fahren
eingreifen wird, iſt ſelbſtverſtändlich; aber Anfragen,
die das Verwaltungsverfahren betreffen, kann doch der
Reichskanzler nicht ablehnen, ſonſt wären wir wieder ge=
zwungen
, das ſchwere Geſchütz der Interpellationen aufzu=
fahren
. Die kurzen Anfragen erſparen dem Parlament
viel Zeit und Kraft. Die geſtellten Abänderungsanträge
lehnen wir ab. Abg. v. Halem (Rpt.): Die kurzen An=
fragen
ſind in allen Staaten beliebt. Eine angemeſſene
Einſchränkung der kurzen Fragen iſt zu wünſchen. Deshalb
machen wir unſere Zuſtimmung abhängig von der An=
nahme
des konſervativen Abänderungsantrages. Abg.
Bell (Ztr.): Ein Eingreifen in die Verfaſſung iſt ausge=
ſchloſſen
. Dazu ſind die Aenderungen in der Geſchäftsord=
nung
gar nicht geeignet. Eine Beſchränkung der kurzen
Anfragen auf ſolche allgemeiner Natur entſpricht nicht
unſeren Wünſchen, dagegen wollen wir ebenfalls ſolche An=
fragen
ausſchließen, die in ein Verwaltungsgerichtsver=
fahren
eingreifen. Abg. Graf Weſtarp (konſ.): Ich bin
nicht davon überzeugt worden, daß die kurzen Anfragen
ein nützliches Inſtitut ſein werden. Unſere Kautelen wer=
den
wahrſcheinlich abgelehnt werden. Deshalb (lehnen
wir die ganze Aenderung ab. Angeſichts der veränderten
Situation, die durch die Erklärung des Staatsſekretärs ge=
ſchaffen
worden iſt, beantragen wir die Zurückverweiſung
an die Kommiſſion. Das würde der Würde des Hauſes
entſprechen. (Lachen und Widerſpruch links.) Die An=
fragen
werden in ungeahnter Zahl uns beſchäftigen, ſo über
das Vereinsrecht. Auch das Verwaltungsverfahren muß

von London das Leben und Treiben am ſtärkſten war,
verurſachte ein junger Mann in hellgrünem Plüſchanzug,
hellgrünem Filzhut, grünen Schuhen und grünem Schlips
bei den Paſſanten viel Heiterkeit und Erregung. Er blieb
plötzlich mitten auf der Straße ſtehen, griff in die Taſche
und warf eine Hand voll Schillingſtücke auf die Straße.
Alles ſtürzte natürlich darauf los, um das Geld aufzu=
ſammeln
. Und bald verbreitete ſich das Gerücht, daß man
Goldſtücke verdienen könnte, wenn man nur den Rücken
zum Aufheben krumm machen wollte. Ein großer Men=
ſchenſchwarm
folgte dem ſeltſamen Philanthropen, und
als er eine zweite Hand voll Geld unter die Menge warf,
ſtürzte einer über den anderen her. Der ganze Straßen=
verkehr
ſtockte und ſchließlich mußte die Polizei eingreifen
Dem Hellgrünen ſchien die Sache Spaß zu machen, und
als ihn ein Schutzmann zur Polizeiwache mitzukommen
einlud, folgte er bereitwillig. Dort wurde er zu ſeiner
ſeigenen Sicherheit zurückbehalten, da die Menſchenmenge
derartig angewachſen war, daß er möglicherweiſe hätte
Gefahr laufen können, erdrückt zu werden. Wie bekannt
wird, ſoll er ein Amerikaner ſein, der kürzlich durch den
Tod ſeines Vaters zu Vermögen gekommen iſt. Am
Dienstag nachmittag ſoll er auf dieſe Weiſe gegen zwei=
tauſend
Mark losgeworden ſein.
ml. Die Henkersmahlzeit an Bord der Titanic‟.
Man weiß, daß Bruce Ismay am Abend vor dem Unter=
gang
der Titanic den Paſſagieren der erſten Kajüte
ein Feſtmahl gegeben hat. Das Menu dieſes opulenten
Diners hatte einer der Gäſte zu ſich geſteckt, und nach
ſeiner Rettung fand er die Tiſchkarte in der Rocktaſche
vor. So iſt die Speiſenfolge dieſer Henkersmahlzeit dem
naſſen Grabe entriſſen worden, und ein Londoner Blatt
druckt jetzt die ominöſe Menu=Karte ab. Hier iſt ſie:
R. M. S. Titanic, April 14, 1912. Verſchiedene Hors
d'Oeupre Auſtern Lachspaſtete mit Gurkenſauce
Filet Mignon à la Lili Ragout von Lyoner Küken
Gebackenes Pflanzen=Mark Lammbraten mit Minz=
tunke
Junge Ente mit Apfeltunke Rindsnierenſtück
mit Schloßkartoffeln Junge Schoten=Karotten mit
Rahm=Reis à la Parmentier und neuen Kartoffeln
Punch Romain Gebratene Täubchen mit Kreſſenſalat
Eingemachter Spargel Gänſeleberpaſtete Sellerie=
ſalat
Waldorf=Pudding Pfirſichgelée in Chartreuſe
Schokoladen= und Vanilletorte Franzöſiſcher Eis
ereme.

geſchützt werden, ſonſt ſchaffen wir ein Eingreifen des
Reichstags in ſchwebende Verfahren. Bedenklich iſt der
Antrag, weitere Ergänzungsfragen zu ſtellen, dadurch wird
die Erledigung vieler anderer Anfragen verzögert und
ſchließlich ausgeſchloſſen werden. Abg. Müller=
Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Früher verhielt ſich die Rechte
nicht ſo ablehnend. Unnötige Anfragen dürften ausge=
ſchloſſen
werden, dafür werden ſchon die Parteien ſelbſt
ſorgen. Abg. Ledebour (Soz.): Den Zentrums=
antrag
, die Erwägungen oder Berichtigungen nur einmalig
zuzulaſſen, lehnen wir ab. Graf v. Weſtarp ſchränkt das
Recht des Reichstages ein, anſtatt es zu erweitern. Abg.
Bell (Ztr.): Ich ziehe unſeren Abänderungsantrag an=
geſichts
des Widerſtandes der Linken zurück (Bravo links).
Wir erwarten, daß die Praxis ſich günſtiger erweiſen wird,
als hier vermeint wurde. Abg. Schulz=Bromberg
(Rpt.): Die Frage der kurzen Anfragen iſt hochwichtig.
Wir ſollten ſie nicht ſo leichthin erledigen. Die linksliberale
Preſſe hat über die Wichtigkeit der Sache hinweggetäuſcht.
Laſſen wir das Gerichtsverfahren aus dem Spiel, ſonſt
machen wir nervöſe Richter. Graf v. Weſtarp (konſ.):
Wir wollen unter allen Umſtänden vermieden wiſſen, daß
in ein ſchwebendes Verfahren eingegriffen wird. Abg.
Gröber (Ztr.): Wenn es die Beſchränkung auf allge=
meine
Gegenſtände bewerkſtelligt, iſt, dann werden die
weiteren Regelungen in der Kommiſſion zu treffen ſein.
Graf v. Weſtarp (konſ.): Die Befugniſſe des Präſidenten
müſſen erweitert werden, ſonſt ergeben ſich aus dieſer Ge=
ſchäftsordnungsänderung
die ſchlimmſten Konſequenzen.
(Lärm, große Unruhe links). Abg. Kreth (konſ.): Wenn
die Dinge ſo harmlos wären, wie Sie (nach links) es immer
darſtellen, ſo verſtehe ich nicht Ihre Unruhe und Ihren
Eifer, die Materie in einem ſo ſchnellen Tempo zu er=
ledigen
. Graf v. Poſadowsky (Wildkonſ.): (Mit
großer Unruhe empfangen): Wir haben geſtern lang und
breit über Diamanten und Diamantſchleifereien geſprochen,
dann wird es mir nicht verübelt werden, auch über eine
derartig fundamentale ſtaatsrechtliche Frage einige Aus=
führungen
zu machen. Es iſt auf die engliſchen Verhält=
niſſe
hingewieſen worden, dort liegen die Verhältniſſe aber
ganz anders als bei uns. Die Regierung iſt lediglich ein
Ausſchuß der Mehrheitsparteien und das Parlament hat
dort viel übrige Zeit zu Erlaſſen, die hier von der Regierung
erledigt werden.
Vizepräſident Dove: Es dürfte doch zu weit führen,
wenn Sie ſämtliche Unterſchiede zwiſchen der deutſchen
und engliſchen Verfaſſung aufführen wollten. ( Heiter=
keit
links.)
Abg. v. Poſadowsky (fortfahrend): Jede An=
lehnung
an den Parlamentarismus lehne ich ab (Bravo!
rechts), weil dieſer nicht der geſchichtlichen Entwickelung
Deutſchlands entſpricht und ich ein Parlament für un=
fähig
halte (großer Lärm), die Zügel der Regierung zu
ergreifen. Wenn wir uns über die Frage, ob parlamen=
tariſche
oder monarchiſche Regierungsform, entſchließen
ſollten, würde ich ſtets für die Monarchie ſein. Abg.
Graf v. Oppersdorf (Zentr.): Die Beſtimmungen
über kurze Anfragen ſind nicht den Bedürfniſſen ent=
ſprechend
.
Damit ſchließt die Beſprechung und die Beſtimmung
wird in der Kommiſſionsfaſſung angenommen. Es folgt
die Regelung der
Interpellationen.
Abg. Bell (Zentr.): Den Beſchlüſſen der Geſchäfts=
ordnungskommiſſion
können wir nur beitreten; den ſozial=
demokratiſchen
Antrag auf Zulaſſung der Mißbilligung
oder Billigung einer Regierungsvorlage lehnen wir ab.
Abg. Kreth (konſ.): Wir erblicken in der Möglichkeit,
zu Interpellationen Anträge zur Abſtimmung zu brin=
gen
, einen Eingriff in den föderativen Charakter des
Reiches. In der Budgetkommiſſion befanden wir ung
einer geſchloſſenen Mehrheit der Linken gegenüber und
konnten deshalb mit unſeren Anträgen nicht durchdrin=
gen
. Wenn dem Reichstag das Recht zugeſtanden wird,
einen Beſchluß über die Politik des Reichskanzlers zu
faſſen, ſo geht das über den Kanzler hinweg zu einer
Kritik des Kaiſers. Wir wollen die Schwierigkeiten, die
die Regierung genug hat, nicht noch vermehren. Wir
wollen uns vor der Autorität beugen, aber nicht vor der
Majorität. Abg. Dr. David (Soz.): Herr Kreth hat
die wahren Gründe ſeiner Ablehnung nicht ausgeſpro=
chen
. Für ihn iſt das Interpellationsrecht überflüſſig,
weil ſeine Partei die Regierung als einen Exekutivaus=
ſchuß
ihrer Beſchlüſſe betrachtet. Er will den Vertrauens=
mann
des Kaiſers nicht angreifen laſſen, und doch waren
es gerade die Konſervativen, die ſchon ſo manchen Mini=
ſter
haben über die Klinge ſpringen laſſen. (Lebhafter
Beifall links, Händeklatſchen auf der Tribüne.) Vize=
präſident
Dove: Derartige Kundgebungen auf der Tri=
büne
müſſen unterbleiben; eventuell bin ich gezwungen,
die Tribüne räumen zu laſſen. Abg. Dr. David
(fortfahrend): Herr Kreth hat an den Ernſt ſeiner Aus=
führungen
ſelbſt nicht gelaubt. Es kann dem Reichskanz=
ler
und dem Kaiſer nur recht ſein, wenn ſie einmal die
wirkliche öffentliche Meinung zu hören bekommen. Wir
wünſchen, daß Interpellationen, die vierzehn Tage nach
der Einbringung nicht beantwortet ſind, als abgelehnt zu
erachten ſind, und daß dann ſofort darüber beraten wer=
den
kann. Abg. Junck (natl.): Der konſervative An=
trag
auf namentliche Abſtimmung kann uns nur recht
ſein, um einmal feſtzuſtellen, wer gegen ſolche maßvolle
Beſtimmungen ſtimmt. Wir wollen nur ein mäßiges
Recht für den Reichstag. Die Regierung hat dem Reichs=
tag
gegenüber ein viel größeres Recht, nämlich das der
Auflöſung. Eine maßvolle Kritik kann der Regierung
nichts ſchaden. Abg. Gröber (Zentr.): Wir bitten,
es bei den Beſchlüſſen der Kommiſſion zu belaſſen. Die
Oeffentlichkeit hat unter gewiſſen Verhältniſſen ein Recht
darauf, die Meinung der Volksvertretung zu hören.
Abg. v. Laszewski (Pole): Wir erblicken in den
neuen Beſtimmungen einen weſentlichen Fortſchritt.
Abg. v. Halem (Reichspt.): Geſtatten Sie mir, einen
hiſtoriſchen Rückblick über die Entwickelung des Interpel=
lationsrechtes
zu geben. (Gr. Unruhe links, Abg. Lede=
bour
ruft: Sie wollen wohl Ihr Referendarexamen
machen? Große Unruhe. Rufe: Unerhört!) Von
Ihrer Partei iſt doch oft über weſentlich geringere Dinge
ſtundenlang geſprochen worden. Das republikaniſche
Nordamerika hat kein Interpellationsrecht. (Zuruf: Ruß=
land
!) Rußland hat ein ſehr ausgedehntes Interpella=
tionsrecht
, und zwar iſt zu den Ausführungen der Mini=
ſter
in Beantwortung der Interpellationen das Einver=
ſtändnis
des Kaiſers erforderlich. Die Vorſchläge der
Kommiſſion bedeuten ein Rütteln an der Reichsverfaſ=
ſung
. Abg. Bell (Zentr.): Auch wir wollen das Recht
der Krone wahren. Abg. Liz. Mumm (Wirtſch. Vgg.):
Die Hoffnung auf maßvolle Anwendung der Beſtimmun=
gen
ſchwebt völlig in der Luft. Abg. Graf v. Weſtarp
(konſ.): Daß ſich die Sozialdemokraten über die längere
Rede Kreths aufhalten, iſt eine Heuchelei und Ueberheb=
ung
, wie ſie bis jetzt nicht vorgekommen iſt. (Präſident
Dr. Kaempf rügt dieſen Ausdruck.) Abg. Gröber
(Zentr.): Staatsrechtliche Bedenken ſind nicht berechtigt,

ſchon darum, weil man damit keinen Staat machen kann.
Abg. Dove (Fortſchr. Vpt.): Wir ſind hier als Ver=
treter
des geſamten Deutſchen Reiches und haben als
ſolche Preußen für alles zu danken, was es bis jetzt für
das Reich getan hat. Vorrechte können wir ihm aber
auch nicht gewähren.
Nach weiteren Aeußerungen des Abg. Grafen von
Weſtarp (konſ.) ſchließt die Debatte. Die Abſtim=
mung
über das Interpellationsrecht wird auf Mitt=
woch
vertagt.
Nächſte Sitzung Dienstag pünktlich 1 Uhr.
Tagesordnung: Rechnungsſachen, Abſtimmung über die
Reſolution betr. Miſchlingsehen, Beſchlußfaſſung über
die Anerkennung der Reichspartei als Fraktion, Etat des
Reichsſchatzamtes. Schluß 7 Uhr 15 Min.

* Berlin, 3. Mai. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages ſetzte die Beratung der Wehr=
vorlag
en bei den geforderten 22 neuen Landwehr=
inſpektionen
fort. Die Fortſchrittliche Volkspartei bean=
tragte
hierzu folgende Reſolution: Die Kommiſſion wolle
beſchließen, die Anforderung der 22 Landwehrinſpektio=
nen
für die verſchiedenen Kontingente ſei ungerechtfertigt.
Die Reſolution wurde mit 14 gegen 13 Stimmen abge=
lehnt
. Dafür ſtimmten neben den Sozialdemokraten die
Fortſchrittliche Volkspartei, der Pole und der Zentrums=
elſäſſer
. In der Abſtimmung wurden für Preußen für
1912 ſtatt ſechs vier Inſpektionen bewilligt. Für Bayern
iſt der Landtag zuſtändig, die geforderte Inſpektion für
Sachſen wurde abgelehnt die für Württemberg ſoll mor=
gen
erledigt werden.
* Berlin, 3. Mai. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages bewilligte ſämtliche Forderungen
der Vorlage an die Infanterie, Kavallerie, Fußartillerie,
Pioniere und Train für Preußen, Bayern, Sachſen und
Württemberg.

Luftfahrt.
Erſter Deutſcher Waſſerflugmaſchinen=Wettbewerk.

Dem Deutſchen Fliegerbund, der ſeinerzeit durch die
Veranſtaltung des erſten Deutſchen Ueberlandfluges Frank=
furt
-Mainz-Mannheim bahnbrechend vorgeſchritten iſt,
iſt es nach langen Verhandlungen mit dem Kaiſerlichen
Reichsmarineamt gelungen, den erſten Deutſchen
Wettbewerb für Waſſerflugmaſchinen aus=
zuſchreiben
. Der Wettbewerb zerfällt in zwei Teile, einen
Ausſcheidungswettbewerb und einen Hauptwettbewerb.
In dem Ausſcheidungswettbewerb, welcher in ganz Deutſch=
land
ſtattfindenkann, ſollen diejenigen fünf Maſchinen je2000
Mark erhalten, welche von einem beſtimmten Platz auf dem
Lande aufſteigen, 10 Minuten in der Luft bleiben und
dann auf dem Waſſer niedergehen. Nach dem Niedergehen
auf dem Waſſer muß der Motor abgeſtellt werden. Es iſt
ſodann vom Waſſer wieder aufzuſteigen und nach dem
Startplatz auf dem Lande zurückzukehren. Der Aus=
ſcheidungswettbewerb
beginnt am 15. Juni und endigt am
20. Auguſt. Für die Hauptkonkurrenz iſt die Zeit vom
29. Auguſt bis 5. September in Ausſicht genommen; der Ort
iſt noch nicht feſtgeſtellt. Zugelaſſen zu dem Wettbewerb
ind nur Flieger und Fluggäſte deutſcher Reichsangehörig=
eit
und Flugzeuge, welche in allen Teilen mit Ausnahme
des Motors in Deutſchland gebaut ſind. Die zu erfüllende
Aufgabe beſteht darin, von einem beſtimmten Platze auf
dem Lande aufzuſteigen. eine Stunde in der Luft zu bleiben,
darauf auf einem vorher beſtimmten und durch Bojen be=
zeichneten
Quadrat von zirka 150 Meter Seitenlänge auf
dem Waſſer niederzugehen, darauf vom Waſſer wieder auf=
zuſteigen
, eine Höhe von 500 Meter aufzuſuchen und nach
dem Startplatz auf dem Lande zurückzukehren. Sieger ſind
diejenigen drei Bewerber, welche die größte Anzahl Flüge
zur Ausführung bringen und zwar in der Reihenfolge der
Anzahl. Bei gleicher Anzahl der gewerteten Flüge ent=
ſcheidet
die geringſte Summe ſämtlicher Anlaufzeiten vom
Waſſer. Für die Hauptkonkurrenz ſtehen 70000 Mark zur
Verfügung. Durch die Geſamtdotation des Wettbewerbs
mit 80000 Mark dürfte demſelben eine große Beteiligung
icher ſein.

* Berlin, 2. Mai. Der Siemens=Schuckert=
Ballon machte heute früh eine gelungene Landung auf
dem Müggelſee. Bei der Rückkehr des Ballons in die
Halle konnten nach dem Abſtellen der Motore die Haltetaue
nicht ſchnell genug ausgeworfen werden. Der Ballon
wurde gegen den die Landungsſtelle umgebenden Wald ge=
trieben
. Hierbei wurden die Propeller verbogen und das
vordere Höhenſteuer zerbrochen. Die Ballonhülle blieb un=
verſehrt
. Der Materialſchaden iſt gering.
* Friedrichshafen, 3. Mai. Das neue Luft=
ſchiff
L. Z. 12, hat heute früh um 9 Uhr ſeine Werk=
ſtättenfahrten
wieder aufgenommen. Die heute mittag im
Kurgartenhotel tagende Eiſenbahnkommiſſion wird mittags
auf dem Gelände des Luftſchiffbaues zu einer Beſichtigung
der geſamten Anlage erwartet, an die ſich ein Imbiß in der
Zelthalle anſchließen ſoll. Graf Zeppelin wird um ½1
Uhr von Stuttgart zurückkehren. Nach dem Imbiß ſind
ein oder zwei Aufſtiege des Luftſchiffes vorgeſehen, an
denen Mitglieder der Kommiſſion teilnehmen werden.
* Friedrichshafen 3. Mai. Heute mittag um
1 Uhr trafen die Mitglieder der hier tagenden Eiſen=
bahnkommiſſion
auf dem Gelände der Luftſchiff=
baugeſellſchaft
ein, wo ſie vom Grafen Zeppelin, der eben
aus Berlin zurückgekehrt war, in der Zelthalle mit einem
kleinen Imbiß bewirtet wurden. Inzwiſchen wurde das
Luftſchiff L. Z. 12 zur Fahrt fertig gemacht und trat
alsdann mit ſieben Herren der Kommiſſion an Bord eine
halbſtündige Spazierfahrt über den Bodenſee an. Nach
Beendigung der Fahrt geleitete Graf Zeppelin ſeine Gäſte
zu der Halle, wo das im Bau befindliche Luftſchiff einer
Beſichtigung unterzogen wurde. Graf Zeppelin gab Er=
klärungen
über das Luftſchiff. Um halb 4 Uhr traten die
Teilnehmer an der Konferenz eine Rundfahrt auf dem
Bodenſee an. Heute abend findet im Kurhotel ein Eſſen
ſtatt.
* Graz, 3. Mai. Der Militäraviatiker Ober=
leutnant
Nitt ner der um 6 Uhr morgens von dem
Wiener=Neuſtädter Flugfelde mit einem Etricheindecker auf=
geſtiegen
war, iſt, nachdem er den Semmering in Höhe von
2000 Metern und ſodann den Sonnwendſtein überflogen
hatte, um 8 Uhr früh hier glatt gelandet.

Reichsfliegerſtiftung. Die vom Reichs=
flugverein
e. V., früher Verein Deutſcher Flugtechniker, ins
Leben gerufene Reichsfliegerſtiftung hat von dem Marine=
miniſterium
durch Ueberweiſung einer Subvention von
5000 Mark (zunächſt für 1912) und andere Stiftungen eine
erfreuliche Förderung erfahren. Es iſt dadurch der Ver=
waltung
der Reichsfliegerſtiftung gelungen, den beabſich=
tigten
Kollektiv=Verſicherungsvertrag für ſämtliche deutſchen
Flugzeugführer, die ſich in die von der Reichsfliegerſtiftung
geführte Liſte eintragen laſſen, für Deutſchland, Oeſterreich=
Ungarn und Dänemark abzuſchließen.

[ ][  ][ ]

Seite 6

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105

Sr. Auf dem Flugplatz Johannisthal wurde
im Monat Mai an 26 Tagen geflogen, nur vier mal ruhte
der Sport Nicht weniger als 87 Flieger, die größte bisher
in Johannisthal erreichte Zahl, beteiligte ſich an den Flug=
übungen
. Leutnant Krüger auf Harlan hat mit 197 Auf=
ſtiegen
ſowohl die größte Anzahl von Flügen wie mit 18
Std. 25 Min. 15 Sek. die längſte Flugzeit zu verzeichnen.
Ueberlandflüge führten Hirth, Leutnant Coerper, Leutnant
Fiſcher, Hoffmann und Rupp aus. Auch in Bezug auf die
Piloten=Prüfungen wurde mit 23 beſtandenen Flieger=
Examen ein neuer Rekord aufgeſtellt. 16 der jungen Pi=
loten
ſind Offiziere.
Der franzöſiſche Aviatiker Helen hat
ſeinen Verſuch um den Preis Deutſch de la Meurthe er=
neuert
, um die aufgeſtellte Leiſtung Tabuteaus zu ver=
beſſern
. Helen ſtieg mit einem 70 PS. Nieuport=Eindecker
auf und erreichte eine Durchſchnittsgeſchwindigkeit von 126.
Kilometer pro Stunde, indem er die 200 Kilometer lange
Strecke in 33 Min. 7 Sek. zurücklegte. Er hat alſo die
Leiſtung Tabuteaus, der eine Durchſchnittsgeſchwindigkeit
von 112 Kilometer erzielte, ſoweit überboten, daß er erſter
Anwärter auf den Preis iſt.

Handel und Verkehr.

Bargeldloſer Zahlungsverkehr. Von
den Einrichtungen zur Förderung des bargeldloſen Zah=
lungsverkehrs
wird noch nicht in dem Umfange Gebrauch
gemacht, wie dies nach den Vorteilen, die die Einrichtun=
gen
bieten, erwartet werden darf. Insbeſondere ſcheint
es nicht hinreichend bekannt zu ſein, daß die Giro= und
Poſtſcheckkonten zur Begleichung ein= und auszuzahlender
Beträge auf Poſtanweiſungen, Zahlkarten und Zahlungs=
anweiſungen
benutzt und Zahlungen an Poſtkaſſen mit=
tels
Schecks geleiſtet werden können. Für die Verwendung
von Poſtſchecks bietet ſich auch Gelegenheit bei Entrich=
tung
von Fernſprechgebühren, geſtundeten Portobeträ=
gen
und Telegrammgebühren, Schließfachgebühren, Zei=
tungsgeld
ſeitens der Bezieher, ſowie bei Einkauf von
Wertzeichen im Betrage von mindeſtens 20 Mark. Hat
die Verkehrsanſtalt ſelbſt ein Poſtſcheckkonto, ſo kann an=
ſtatt
eines Schecks auch eine Ueberweiſung in Zahlung
gegeben werden. Ueber die näheren Beſtimmungen, die
bei Zahlungen an Poſtkaſſen mittels Schecks Anwendung
finden, geben die Ortspoſtanſtalken Auskunft.

Brände.

* Schwerin 2. Mai. In Gadebuſch herrſcht
ſeit heute mittag Großfeuer. Acht Gebäude, darun=
ter
das Hotel Stadt Hamburg ſind verbrannt. Es
weht ein ſtarker Wind. Von Schwerin eilte die Feuer=
wehr
im Sonderzuge zu Hilfe.
* Uelzen (Hannover), 2. Mai. Durch die Explo=
ſion
von Granaten auf dem Ehrhardtſchen Schießplatz bei
Unterlüß entſtand heute mittag ein mächtiger Wald=
brand
der 3000 Morgen Waldes vernichtete. Aus Celle
wurde Militär zur Hilfeleiſtung requiriert.
* Solingen, 2. Mai. Die Wälder in den Wup=
perbergen
bei Sudberg ſtehen ſeit heute mittag in Flam=
men
. Große Teile der Wälder ſind bereits vernichtet
Obwohl die Bewohner der umliegenden Ortſchaften hel=
fen
, dehnt ſich das Feuer aus.
H.B. Brüſſel, 3. Mai. Die anhaltende Trockenheit
beginnt ſich ſehr fühlbar zu machen. In der Umgebung
von Antwerpen ſind zahlreiche Tannenwaldungen
in Brand geraten und mehrere Hektar Wald ſind
zerſtört worden. Die Kartoffelernte iſt infolge der Trok=
kenheit
ebenfalls in Frage geſtellt. Bei Antwerpen ſind
längs der Bahnlinie durch Auswerfen glühender Aſche
aus den Lokomotiven mehrere Häuſer in Brand geraten.
Zahlreiche Bewohner haben dadurch ihre Habe verloren
und leiden große Not.

Zum Untergang der Titanie.

* London, 2. Mai. Die Unterſuchung des
Titanic=Unglücks hat begonnen. Lord Merſey,
der Vorſitzende des Unterſuchungsgerichts, eröffnete die
Verhandlungen mit einer Sympathiekundgebung für die
Verwandten der Opfer. Sir Rufus Jſaacs erklärte als
Vertreter des Handelsamtes, die Unterſuchung müſſe
ehr ſorgfältig und eingehend ſein. 60 Anwälte vertreten
die verſchiedenen Intereſſen. Nach Beendigung der Er=
öffnungsformalitäten
wurde die Verhandlung auf mor=
gen
vertagt.
H. B. Halifax, 3. Mai. Bei den aufgefundenen
Leichen von der Titanie ſind Geld und Wert=
ſachen
in Höhe von 50000 Dollar gefunden worden. Bei
der Leiche Aſtors fand man 5000 Dollar in Banknoten,
bei zahlreichen anderen Leichen wertvolle Juwelen.

Der italieniſch=türkiſche Krieg.

* Konſtantinopel, 2. Mai. Die Pforte hat
in einem Communiqué den Schiffsmaklern die Wieder=
eröffnung
der Dardanellen angezeigt, Sie hat hinzuge=
fügt
, daß die notwendigen Arbeiten zur Oeffnung
der Meerenge in Angriff genommen würden und daß
die Entfernung der Minen in vier Tagen möglich ſein
werde. Dann werde eine weitere Benachrichtigung, die
die endgültige Oeffnung bekanntgibt, erfolgen. Um Un=
glücksfällen
vorzubeugen, die aus der Anſammlung der
Schiffe, die die Durchfahrt erwarten, ſich ergeben könn=
ten
, hat die Kammer für die auswärtige Schiffahrt der
Hafenpräfektur eine Denkſchrift zugeſtellt, die eine Reihe
von Wünſchen enthält, namentlich aber die Reihenfolge
der Durchfahrt nach den Daten der Ankunft. Poſtdamp=
fer
erhalten den Vorzug.
* Rom 3. Mai. Popolo Romano weiſt auf die
diplomatiſche Niederlage der türkiſchen
Regierung in der Dardanellenfrage hin, die
einen Erfolg der Diplomatie Rußlands und Italiens dar=
ſtelle
. Die Mächte hätten den Verſuch der Türkei, ſowie
den Präzedenzfall territorialer Unverletzbarkeit für die Dar
danellen zurückgewieſen Es bleibe im übrigen feſtſtehend,
daß die Schließung der Dardanellen ſowohl im Frieden wie
im Kriege eine Prinzipienfrage von europäiſchem und nicht
nur von türkiſchem Charakter ſei. Meſſagero und Vita ver=
öffentlichen
ähnliche Artikel.

Marokko.

HB. Paris 3. Mai. Petit Pariſien berichtet:
Muley Hafid wird ſich nach Rabat begeben, um dem
General=Reſidenten Liauthey entgegenzufahren. Ge=
neral
Moinier und der Geſandte Regnault haben ernſtlich
darauf beſtanden, daß der Sultan dieſe Fahrt unter=
nimmt
. Vorläufig beſteht noch nicht die Abſicht eines Be=
ſuches
des Sultans in Paris. Die Lage in Marokko
bleibt ernſt, beſonders im Süden. Deutſchland hat gu=
tem
Vernehmen nach Frankreich auf die Gefahr hingewie=
ſen
, welcher die Deutſchen ausgeſetzt ſind. Der Kreuzer

Gloir wird Tanger verlaſſen, um ſich nach Mogador
zu begeben, während der Kreuzer Bombay ſich nach
Agadir begibt.
* Paris 3. Mai. Aus Fez wird unterm 29. April
gemeldet: Ein Brief Muley Hafids, der vor den
ſcherifiſchen Truppen verleſen wurde, ſchildert und miß=
billigt
gewiſſe Taten der Askaris. Dieſe handelten, ohne
an die Folgen der Handlungsweiſe und die unausbleib=
liche
Vergeltung zu denken. Muley Hafid erklärte den
Truppen, ſie hätten dem Lande und den Bewohnern zu
dienen. Unſere Majeſtät, heißt es weiter in dem Briefe,
iſt völlig eins mit der franzöſiſchen Regierung,
mit der uns eine enge Freundſchaft verbindet. Jede bös=
willige
Handlungen, die einer von euch begeht, ſteht in
Widerſpruch mit unſeren Wünſchen ſowie den Anſichten
des Machſen und läuft auch den Intereſſen der Nation
und des Landes zuwider. Der Brief ſchärft den Askaris
ein, die Disziplin zu beobachten, Ruhe zu halten, und
ſich den Anordnungen der Inſtrukteure zu fügen.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktlon
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Einen dringenden Wunſch vieler Arbeiter würde
die hieſige Straßenbahnverwaltung erfüllen, wenn der
erſte Wagen der Elektriſchen Straßenbahn ab Landskron=
ſtraße
ſtatt 6½ ſchon 6" ging, da dann noch viele Arbeiter
ihren Geſchäftsbeginn um 7 Uhr erreichen würden, was
bei der jetzigen Abfahrtszeit nicht möglich iſt.

Literariſches.

* Das Badiſche Verkehrsinſtitut in
Freiburg i. Br. hat fünfteilige kleine Ta=
ſchenführer
herausgegeben, die in Automaten auf
badiſchen Staatsbahnhöfen verkauft werden. Für 10 Pfg.
der Teil der Gegend, in der ſich der Reiſende befindet,
und für 50 Pfg. alle 5 Teile. Die Führer enthalten in
den 5 Teilen alles Wiſſenswerte und Schöne in knapper
Form von ganz Baden, von dem ganzen Schwarzwald
und von den angrenzenden Teilen der heſſiſchen, würt=
tembergiſchen
, bayeriſchen, öſterreichiſchen und ſchwei=
zeriſchen
Ländern. Der erſte Teil umfaßt das Karten=
viereck
Darmſtadt-Mannheim-Karlsruhe-Heilbronn-
Würzburg mit Ueberſichtskarte. Das Badiſche Verkehrs=
inſtitut
hat mit dieſen kleinen Taſchenführern eine präch=
tige
Idee zur Ausführung gebracht.
Im Verlag Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in
Stuttgart erſcheint ein Lieferungswerk Die Wunder
der Welt. Von E. von Heſſe=Wartegg. Voll=
ſtändig
in 34 Lieferungen zu je 60 Pfennig. Was in allen
Zeiten die Naturkräfte an Merkwürdigem hervorbrachten
in plötzlicher, gigantiſcher Umwälzung oder in unabläſ=
ſiger
Arbeit von Jahrmillionen, was Menſchengeiſt
Großartiges erſann und unter Menſchenhänden erſtehen
ließ, der ſtaunenden Nachwelt zur Bewunderung, was
fremde Kultur und Sitte an Abſonderlichkeiten ſchuf
das alles iſt in dem Werk Die Wunder der Welt zu
einem umfaſſenden Ganzen zuſammengetragen: ein feſ=
ſelndes
Anſchauungs= und Bildungsmaterial für alt und
jung, für Haus und Schule, für Gelehrte und Laien
ein Bilderſgal der Weltwunder für jederman. Die Aus=
ſtattung
des Werkes iſt hervorragend.
Sengender Mittag, Gedichte von Albrecht
Doorn. Verlag E. W. Bonfels u. Co. München.) Viel=
ſeitig
in der Dichtſorm, iſt dieſe Lyrik inhaltlich nicht
immer geſund. Vielleicht kritiſiert am beſten das ſelbſt=
gewählte
Motto die Gedichte: Halbwegs in ſengend
Lüften Langſam nun zu verbluten! Aufjauchzend in
das Prachten der tiefſten Liebesgluten!

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Berlin, 3. Mai. Der geſtern unter dem Verdachte
mehrerer ſtrafbarer Handlungen verhaftete Rechtsanwalt
Dr. Ehrhardt iſt heute vormittag gegen Stellung einer
Kaution von 200000 Mark auf freien Fuß geſetzt worden.
* Karlsruhe, 3. Mai. Die zweite Kammer ver=
handelte
heute über die Interpellationen und Anträge
der Fortſchrittlichen Volkspartei, des Zentrums und der
Nationalliberalen über die Beſeitigung des
Branntweinſteuerkontingents. Staatsmini=
ſter
Dr. von Duſch erklärte, daß die badiſche Regierung
auch diesmal der Ausdehnung der Erbſchaftsſteuer
auf Abkömmlinge und Ehegatten zugeſtimmt hätte, ſich
aber den zurzeit dagegenſprechenden Gründen der Reichs=
regierung
nicht habe verſchließen können. Finanzmini=
ſter
von Rheinbold legte dann die Bemühungen dar,
auf hinreichenden Schutz des badiſchen Brennereigewer=
bes
und betonte, daß die Regierung alles getan habe,
damit die Exiſtenz der badiſchen Brenner, insbeſondere
der kleinen und mittleren nicht gefährdet werde. Die
Vorlage laſſe dann auch erkennen, daß ihre Bemühungen
nicht vollſtändig ergebnislos geweſen ſeien. Das Haus
ſah von einer längeren Debatte ab und nahm einſtimmig
einen Antrag der Budgetkommiſſion dahingehend an, daß
die badiſchen Brenner außer den im Geſetzentwurf vor=
geſehenen
Ermäßigungen der Reichsabgabe weitere Er=
mäßigungen
erhalten bis zu dem Betrage, welcher den
Unterſchied der Produktionskoſten in Baden gegenüber
denen in Norddeutſchland ausgleicht, und daß dieſe Er=
mäßigung
unter Reſervatrecht geſtellt wird. Auch ſoll
für die Obſtbrennereien eine weitere Vergünſtigung ge=
fordert
werden.
* Mannheim, 3. Mai. Der Monteur Wahl von
Katſch, der bei dem geſtrigen Einſturz des 15 Meter hohen
Hängegerüſtes im Rheinauhafen ſchwer verletzt wurde.
iſt noch geſtern abend im hieſigen Krankenhaus ſeinen
Verletzungen erlegen. Der Monteur Joes von
Mannheim, der bei dem Einſturz ſofort getötet wurde,
hinterläßt eine Frau mit acht Kindern.
* Dresden, 3. Mai. Der König empfing heute mit=
tag
1 Uhr in ſeiner Villa Wachwitz den Staatsſekretär
v. Kiderlen=Wächter in Audienz. Im Anſchluß
hieran fand königliche Tafel ſtatt, zu welcher außer dem
Staatsſekretär auch Graf Vitzthum v. Eckſtädt und der
preußiſche Geſchäftsträger Legationsſekretär Wolczeck ge=
laden
waren. Heute abend begibt ſich der König zu etwa
achttägigem Aufenthalt nach Tarvis.
* Leipzig, 3. Mai. Der Dichter und Schriftſteller
Edwin Bermann ſiſt in vergangener Nacht ge=
ſtorben
. Er war am 14. April 1851 in Leipzig gebo=
ren
und iſt beſonders durch ſeine humoriſtiſchen Dialekt=
dichtungen
bekannt geworden. Daneben beſchäftigte er
ich auch mit dem Studium Shakeſpeares und ſuchte nach=
zuweiſen
, daß Bacon der Dichter der Shakeſpeare zuge=
ſchriebenen
Dramen ſei, hat aber das Unglück gehabt,
nicht recht ernſt genommen zu werden.

* Willhelmshaven, 3. Mai. Das Kriegsgerich
der zweiten Marine=Inſpektion verurteilte zwei Heizer
wegen militäriſchen Aufruhrs zu je fünf Jahren
Gefängnis.
* Duisburg, 3. Mai. In Ruhrort wurden die
Vorſitzenden des Holländiſchen Schifferbundes, Kerh
hoff und van Hoff, die hier weilten, um über den
Anſchluß der holländiſchen Schiffer an den Rheinſchiffers
ſtreik zu verhandeln, nachts von der Polizei feſtgenom=
men
und als läſtige Ausländer ausgewieſen.
* Belfort, 3. Mai. Der aus Eſſen gebürtige Chaufs
feur Berghoff iſt der Spionage verdächtig verhaf
tet worden, weil er auf dem Feſtungsglacis Notizen
und Skizzen gemacht hat.
* Achilleion, 3. Mai. Der Kaiſer verlieh den
griechiſchen Miniſterpräſidenten das Großkreuz
des Roten Adlerordens.

H. B. Hamburg, 3. Mai. Fräulein Roſenkranz, eine
in den Hamburger Kreiſen des Reitſports ſehr bekannte
junge Dame, wurde auf einem Spazierritt von
einem Hunde angekläfft. Das Pferd ſcheute und ging mit
der Reiterin durch. An einer Straßenkreuzung warf das
Pferd die Reiterin aus dem Sattel. Fräulein Roſenkranz
ſtürzte dabei ſo unglücklich gegen einen Laternenpfahl,
daß ihr der Kopf zertrümmert wurde und ſie in wenigen
Sekunden ſtarb.
Poſen, 3. Mai. Die Leiche der ſeit dem
April aus Grünberg im Landkreiſe Bromberg verſchwun=
denen
Eigentümersfrau Appolonia Schulz wurde in
der Feldmark Kruſchdorf vergraben aufgefunden. Unter
dem dringenden Verdacht, dieſelbe ermordet zu haben
wurde ihre Schwiegermutter, die Altſitzerin Marianng
Schulz, verhaftet, welche geſtand, die Schwiegertoch=
ter
im Streit mit einem Holzpantoffel erſchlagen zu ha
ben. Als die Mörderin, die vor einigen Tagen auch das
Haus ihres Sohnes in Brand ſteckte, dem Unterſuchungs=
richter
vorgeführt werden ſollte, wurde ſie erhängt
aufgefunden.
H. B. Kopenhagen, 3. Mai. An der Weſtküſte von
Island wurde der isländiſche Fiſcherdampfer
Svanur von dem franzöſiſchen Schoner St. Yves
bei heftigem Schneeſturm angerannt und in den
Grund gebohrt. Von der 26 Mann ſtarken Beſatze
ung ſind 14 ertrunken. Die übrigen konnten ſich
durch Ueberſpringen auf den Schoner retten, unter ihnen
auch der Kapitän. In dem Sturm ging ferner ein
isländiſches Fiſcherboot mit ſechs Mann Beſatzung
unter.
H. B. New=York, 3. Mai. In Chieago iſt heute das
Perſonal der Zeitungsdruckereien in den
Streik getreten. Sämtliche Abendblätter, mit
Ausnahme einiger ſozialiſtiſchen, ſind nicht erſchienen.
Der Streik iſt dadurch verurſacht worden, daß die Arbeis
ter=Union die Anzahl und die Löhne aller in der Preſſe
beſchäftigten Arbeiter zu beſtimmen verlangt. Die
Druckereibeſitzer lehnen dieſe Forderung ab, da ihnen da=
durch
unerſchwingliche Laſten auferlegt werden.

Brieffaſten.
Dienstag=Stammtiſch Nagel. 4 Meter 40 Zentimeter=

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Das kontinentale Hoch hat ſich weiterhin verflatht
während die Depreſſion, die geſtern nördlich von Eng
land lag, oſtwärts gewandert iſt und Norddeutſchland
in ihren Bereich gezogen hat. So kamen wir an der
Nordſeite des Hochs in den Bereich ſüdweſtlicher Winde,
die Erwärmung brachten, doch trat nachts bei heiterem
Himmel noch vielfach leichter Froſt ein. Niederſchläge
ſind in unſerem Bezirk keine gefallen. Randwirbel der
nördlichen Zyklone dürften unſer Wetter vorübergehend
beeinfluſſen.
Ausſichten für Samstag, den 4. Mai 1912s
Zeitweiſe bewölkt, höchſtens geringe Regenfälle, mild,
Gewitterneigung.

Mlie ſoll die Nahrung des Kindes ſein? 1. Nähr=
kräftig
. 2. Unbedingt verdaulich. 3. Wohl=
ſchmeckend
. Eine Vereinigung und Verwirklichung
dieſer drei Vorzüge iſt Neſtle’s Kindermehl. Erhältlich
in allen Apotheken, Drogerien ꝛc. zu Mk. 1.40 per
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Kannſt du vielleicht das Wetter machen?
Nein? Na alſo, dann mußt du dich auch vor
ſehen, damit das ſchlechte Wetter dir nicht ge=
fährlich
wird. Du wirſt dir alſo eine Schachtel
Fays ächter Sodener Mineral=Paſtillen in die Taſche
ſtecken, wenn du Touren machſt; und wirſt noch
ein paar Schachteln im Vorrat mitnehmen, und
dann kannſt du ziemlich ſicher ſein, daß du allen
Erkältungsgefahren ſicher begegnen kannſt. Ich
hab’s ausprobiert und weiß, daß ich dir etwas
Beſſeres nicht empfehlen kann. Die Schachtel
koſtet überdies nur 85 Pfg. Achte aber darauf,
daß du keine Nachahmung erhältſt.
(10381)

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[ ][  ][ ]

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Seite 7.

Statt jeder besonderen Anzeige.

Anzeige
Todes-

Tief erschüttert die traurige Mitteilung, dass heute morgen mein
innigstgeliebter, treubesorgter Gatte
(10509

infolge eines Schlaganfalles in noch nicht vollendetem 54. Lebensjahre, ver-
sehen
mit den heil. Sterbesakramenten, sanft dem Herrn entschlafen ist.
In tiefer Trauer:
Marie de Waal, geb. Hitze.
Darmstadt, 3. Mai 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Mai, nachmittags 4½ Uhr, vom Trauerhause
Rheinstrasse 14 aus, statt. Einsegnung 1 Stunde vorher. Das Seelenamt für den Ver-
storbenen
ist am Montag, den 6. Mai, 8¼ Uhr, in der St. Ludwigskirche.

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hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
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, Medellen u. Skizzen in
jeder Preislage.

B7091

Lanitennacheichten=
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes=Anzeige.
Geſtern nachmittag 4 Uhr verſchied plötzlich
im 73. Lebensjahre meine liebe Mutter, unſere
Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin
und Tante
(B10485
Frau
Michael Fischer Wes
geb. Buxmann.
Darmſtadt, den 3. Mai 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Fischer.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Mai,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe Kiesberg=
ſtraße
13 aus, auf dem Beſunger Friedhof
ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem ſchmerzlichen Verluſte unſerer innigſt=
geliebten
, treubeſorgten Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schweſter, Schägerin und Tante
Frau veremlas Lang wno.
geb. Becker
ſowie für die zahlreichen Kranz= und Blumen=
ſpenden
, ſagen wir Allen, insbeſondere für die
troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Flbel, ſowie
den Krankenſchweſtern der Petrusgemeinde, hiermit
auf dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Feremias Lang.
Darmſtadt, den 3. Mai 1912. (B10434

Tageskalender.

Samstag, 4. Mai.
Stiftungsfeſt des Chauffeur=Vereins um 8 Uhr im
Schützenhof
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant Metropol und Perkeo um
8 Uhr.
Sonntag, 5. Mai.
Hoftheater, Anfang ½6 Uhr (Außer Abonnement):
Götterdämmerung.
Ueberreichung der Geſellenbriefe um 10½ Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.

Konzerte: Ludwigshöhe und Hugenſchütz’ Felſenkeller
um 4 Uhr. Hotel Heß, Bürgerkeller, Reſtaurant
Metropol um 4 u. 8 Uhr. Schützenhof um 8 Uhr.
Rad= und Motorrennen des Beloeiped=Klubs um
3 Uhr auf der Rennbahn an der Heidelbergerſtraße.
Jubiläumsfeier ehemaliger 115er bezw. 4/138er
(Sammlung um 10 Uhr im Reſtaurant Gottwald).

Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe ( ge=
öffnet
von 106 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 6. Mai.
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Zeilharder Ge=
meindewald
(Zuſammenkunft bei Gaſtwirt Schneider,
Station Meſſeh).
Moos=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.

Druc und Beriagt z. 6. Piticſte Soſtuchtruchert.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſtripte werden nicht
zurückgeſandt.

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[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

Reichurur def
Feiistet
Unter vorſtehender Stichzeile brachte die Reichardt=Geſellſchaft vor ungefähr 4 Wochen unter meiner Ver=
antwortung
ein Inſerat folgenden Wortlauts:
Nachdem die wiſſenſchaftliche Erkenntnis, daß insbeſondere eine trinkbare Nahrung mit dem Grade ihrer feinen
Verarbeitung an Appetitlichkeit und Verdaulichkeit gewinnt, auch ins Publikum gedrungen iſt, wiederholen ſich Inferate:
von Fabrikanten, die den Anſchein erwecken, als ob die höchſte, techniſch erreichbare Kornfeinheit, die eine ſpezifiſche Eigen=
ſchaft
der Reichardt=Kakaos darſtellt, neuerdings auch von ihnen erzielt ſei.
Wir weiſen demgegenüber darauf hin, daß ſich durch Centrifugalverfahren, wie ſie ſonſt in unſerer Induſtrie
zur Anwendung gelangen, nicht im entfernteſten das ſonnenſtäubchenfeine Fabrikat erzielen läßt, wie durch das nur uns
patentierte Luftdruckverfohren. Enthält doch 1 Gramm Reichardt=Kakao nach mikroſkopiſchen Meſſungen vereidigter Fach=
gelehrter
bis zu 20 Milliarden Partikelchen, eine Kornfeinheit, die andere Fabrikate auch nicht annähernd aufweiſen. Allex
ſich mit dieſen Tatſachen in Widerſpruch ſetzenden Behauptungen anderer Fabriken bilden eine unlautere Reklame im
Sinne des Wettbewerbgeſetzes.
Die unerläßliche Vorbedingung für die ideale Kornfeinheit des Reichardt=Kakaos beſteht außerdem aber in
einer ungemein ſorgfältigen Behandlung und Reinigung des Rohmaterials. Schon die Auswahl der Bohnen beim Ein=
kauf
geſchieht nach Grundſätzen, die weit über den Rahmen der ſonſt im Kakaohandel üblichen Qualitätsprüfung hinaus=
gehen
. Ebenſo peinlich wird bei der Reinigung der Bohnen verfahren. Indeſſen nicht nur um der Erzielung höchſter=
Kornfeinheit, ſondern auch um der Appetitlichkeit willen befolgen wir hierin bereits ſeit jeher auf das genaueſte die Vor=
ſchriften
, die auf den internationalen Kongreſſen leider immer noch erſt als erſtrebenswertes Ziel ins Auge gefaßt ſind,
und beſeitigen dadurch im Kakaogetränk den ungenießbaren Bodenſatz völlig. Die in Betracht kommenden Vorſchriften
gehen dahin, daß die Rohbohnen nach der Röſtung nicht nur von ihren Schalen, ſondern auch von den die völlige Rein=
heit
und den Genußwert beeinträchtigenden Samenhäutchen und Keimen befreit werden ſollen.
An vorſtehenden Ausführungen gab es ſelbſt für die Gegner der Reichardt=Geſellſchaft nichts zu deuteln. Der
nächſte zweizeilige Satz, durch den das Publikum für die Einführung erhöhter Reinheitsvorſchriften in der geſamten
Kakao=Induſtrie intereſſiert werden ſollte, ſtellte die unbeſtreitbare Tatſache feſt, daß ſich die für Deutſchland beſtehenden
Beſtimmungen leider immer noch darauf beſchränken, lediglich eine Entfernung der Schalen zu fordern.
Nur gegen dieſe Feſtſtellung wandten ſich einige Gegner der Reichardt=Geſellſchaft und extrahierten unter Ent=
ſtellung
des Wortlautes und Wortſinnes, ſowie entgegen den Vorſchriften der Reichszivilprozeßordnung und entgegen
der ſtändigen oberſtgerichtlichen Judikatur einen vorläufigen Beſchluß, durch deſſen Veröffentlichung ſeitens eines Anwalts
das Publikum offenbar von dem Kerne der Sache abgelenkt werden ſoll.
Die kritiſche, im Inſerate von mir getroffene Feſtſtellung iſt vollkommen wahr.
Tatſache iſt, daß die auf den Internationalen Kongreſſen in Genf, Paris und Bern beſchloſſenen Theſen den
Grundſatz aufſtellten, die Kakaobohnen bei ihrer Verarbeitung zu Fabrikaten nicht nur von
Schalen, ſondern auch von Samenhäutchen und Keimen zu befreien.
Tatſache iſt, daß dieſes Reinheitsideal ſeit jeher bei allen Reichardt=Marken gleichmäßig und in techniſcht
vollkommenſter Weiſe verwirklicht wird.
Tatſache iſt, daß die Reichardt=Geſellſchaft alle Kräfte daran geſetzt hat, ihre Reinheitsbeſtrebungen zum
Gemeingut der geſamten deutſchen Induſtrie zu machen, und daß ſie eine dem gleichen Endzwecke
dienende Eingabe an den Bundesrat gerichtet hat.
Tatſache iſt, daß die Gegner dieſe Eingabe trotz der Bitten der Reichardt=Compagnie nicht unterſtützt haben.
Tatſache iſt, daß der Vertreter der Gegner für den Berner Kongreß in einem Erſuchen, ihm weitere Voll=
machten
zu erteilen, unterm 3. 8. 1911 wörtlich folgendes ſchreibt: Die Verbandsleitung hat faſt
zwei Jahre daran gearbeitet, um eine Beſeitigung der Genfer Beſchlüſſe zu ermöglichen.
Tatſache iſt, daß die unter Mitwirkung der Gegner zuſtande gekommenen Beſtimmungen des Deutſchen
Nahrungsmittelbuches (Abſchn. X. Kap. 4. S. 234) auch heute noch folgendermaßen lauten:
1. Kakaomaſſe iſt das Produkt, welches lediglich durch Mahlen und Formen der geröſteten und
entſchälten Kakaobohnen gewonnen wird.
3. Kakaopulver, entölter (auch löslicher, aufgeſchloſſener) Kakao, ſind Produkte aus geröſteten,
entſchälten, mehr oder minder entölten bezw. auch aufgeſchloſſenen Kakaobohnen in
Pulverform.
Tatſache iſt, daß Analyſen gerichtlicher Sachverſtändiger über Fabrikate von Gegnern u. a. zu folgendem
Reſultat gelangen: In No. 8507 I und No. 8509s wurden Schalenteile in merklicher Menge beobachtet, in
No. 8509 vereinzelt Schimmelmyeel. No. 5154/5266 enthält Schalenelemente in ziemlich reichlicher Menge; er iſt mit
Zimmt gewürzt und mit ſpirituslöslichem Eoſin verſetzt. Die Mahlung iſt ziemlich grob. Sand wurde in Spuren beobachtet.
Ich kann daher dem Publikum die Entſcheidung darüber anvertrauen, ob die von den Gegnern bekämpfte
Feſtſtellung auf Wahrheit beruht.
An der Behauptung einer wahren und unbeſtreitbaren Tatſache kann ſchließlich Niemand gehindert werdenz
und jetzt habe ich namens der Reichardt=Compagnie die Gegner vor Gericht geladen.
In ihrem Beſtreben, im Intereſſe des Publikums die weitgehendſte Reinigung als Allgemeinpflicht der Induſtrie
durchzuſetzen, wird ſich die Reichardt=Compagnie durch irgendwelche Praktiken ihrer Gegner ebenſowenig beirren laſſen,
wie es bei dem noch in aller Gedächtnis befindlichen Kampfe über den Entölungsgrad des Kakaos der Fall geweſen iſt.
Die Reichardt=Geſellſchaft aber wird ſtets hervorheben können, daß ihr die peinliche Reinigung in Verbindung
mit der außergewöhnlich ſtrengen Auswahl des Rohmaterials das Recht gibt, über ihre Fabrikate zu ſagen:

194790

Wandsbek, den 30. April 1912.

Dr. jur. Max von Obſtfelder
Syndikus der Kakao=Compagnie Theodor Reichardt.

[ ][  ][ ]

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Seite 9.

Kleiderstotfe
II

Einen sehr großen Posten besserer Damenkleiderstoffe stelle ich
zu ganz bedeutend ermässigten Preisen,
Tei unter der Mälle des regalren Werien, zum Verkaut
Nachstehend aufgeführte Genres geben nur einen kleinen Ueber-
blick
über die Größe u. Preiswürdigkeit dieses Gelegenheitspostens.

1.10
1.20

Ein Posten gestreifte Stoffe
Soretrlihe Husit in ridten Falben, 5o en breit . . . . jetr. 1.10
Ein Posten Stoffe mit Seidenstreifen
nur in zarten Farben, oo cm breit
Ein Posten Wollbatist mit Bordüre
für Kinderkleider sehr geeignet, go cm breit . .
Ein Posten Alpacca
1.50
sehr elegante Ware, in feinen Farben, rro cm breit
Ein Posten Crépon (Halbseide)
1.50
für Sommer- und Gesellschaftskleider, rro cm breit . .
Ein Posten Popeline mit breiter Bordüre
sehr aparter Geschmack, rio cm breit .
Mtr. 2.
Ein Posten Stoffe englischer Art
0
2

nur grau für Jackenkleider geignet, 120 em breit . Mr.
Viele Blousen-Stoffe in Wolle und Halbseide.

Sämtliche Stoffe sind der herrschenden Mode entsprechend und
von vorzüglicher Qualität.
Muster können von dieser Partie nicht gegeben werden.

((1042f


N
Soht

10
N
Ernst-Ludwigsplatz Markt-Ecke.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

Nachdruck verboten.

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Würzburg, Nürnberg, Stuttgart, Straßburg, Köln, Aachen, Dortmund, Leipzig,
Linden, Hannover, Hamburg, Breslau, Düsseldorf, Duisburg, Hamm, Bonn.

Serie I
Echt Chevreaux

Kurſe vom 3. Mai 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,40
81,30
do.
5
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,50
81,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,00
do.
3½
3
84,20
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,90
89,20
do.
3½
3
79,70
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
A Heſſ. Staatsanleihe 99,80
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
89,20
3½
78,30
8
do.
. 80,80
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,20
95,00
3½
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
1¾/ Griechen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 92,40
4 do. Goldrente . . . 96,60
4 do. einheitl. Rente 89,40
3 Portug. unif. Serie I 64,80
3 do. unif. Ser. III
3 do. Spezial . . . . 10,40
5 Rumänier v. 1903 . . 101,75
4 do. v. 1890 . . 94,70
4 do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,80
4 do. v. 1302 . . . . 90,30
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
89,90
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 86,20
4 Türk. Admin. v. 1903 84,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 80,80
4 Ungar. Goldrente . . . 91,40
4 do. Staatsrente . . . 89.60

In Proz.
5 Argentinier
.101,20
do,
87,80
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,50
5 Chineſ. Staatsanleihe .
do.
94,90
4½ Japaner .
95,00
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3.
do.
59,80
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,90
3 Buenos Aires Provinz 71,90
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt

.146,25
5 Nordd. Lloyd .
117,40
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,20
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,00
8 Baltimore und Ohio .110,60
Schantungbahn . . . 137,40
6" Luxemb. Prince Henri 163,50
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17½
6 Pennſylvania R. R. . 120,00
etzte Induſtrie=
Aktien.
Divt
4 Brauerei Werger . . 73,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
.499,00
14 Chem. Fabrik Gries=.
heim
.265,50
30 Farbwerke Höchſt . . 582,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 344,00
10 Cement Heidelberg . . 156,45
30 Chem. Werke Albert 454,50
12½ Holzverkohlung Kon=
.323,00
ſtanz
4 Lahmeyer .
130,75

Hröid.
7½ Schuchert, Nürnberg 163,70
12 Siemens & Halske . 246,00
5 Bergmann Electr. . . 155,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 178½
0 Gummi Peter . . . . 137,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 181,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 489,00
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 196,00
8 Steang Romana Petr. 140,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 239,50
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 214,90
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 123,50
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,40
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.236,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. 186,20
10 Gelſenkirchener .
.198,25
8 Harpener
195,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 266,30
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Carb. .
. 109,60
4 Laurahütte .
. . . 183,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 193,80
7½ South Weſt Africa 153,50
Prioritäts=
Obligationen.
Südd. Eiſenb.=Geſ. 90,00
Nordd. Lloyd=Obl. 100,20
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,60
3 Prag=Duxer
77,60
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
do.
78,75
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 100,00

Inftre
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 80,00
do.
54,00
3 Raab=Oedenburg
77,20
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,00
4 Ruſſ. Südweſt ..
88,70
4½ Moskau=Kaſan .
97,00
do.
88,50
4 Wladichawchas
88,90
4 Rjäſan Koslow.
. 89,00
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 77,00
do.
91,00
247 Livorneſer . .
. 69,20
3 Salonique=Monaſtir . 65,25
4 Bagdadbahn .
. 84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,20
4 Miſſouri=Pacifie.
. 74,80
4 Northern=Pacific . . . 100,40
4 Southern=Pacific
. 95,30
5 St. Louis und San
Francisco . .
. 88,00
5 Tehuantepec . . . . F. 99,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 198,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,60
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,30
6½ Darmſtädter Bank . 122,75
12½ Deutſche Bank . . . 257,40
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,80
10 Diskonto=Kommandit 186,60
8½ Dresdener Bank . . 156,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,40
6½ Mitteld. Kreditbank 118,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 124,20
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,30
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,25
A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 129,50
½ Wiener Bankverein . 134, 10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98.80

Bf. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
0,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 9½,50
do.
89,00
31
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
do.
3½
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
1823 . .
. 100,35
8½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68
89,80
S. 35
89,60)
S. 911
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,5.
do.
3½
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917)
98,.30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
8½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
99,00
do.
8½
89,60
4 Frankfurt.
100,50
3½ do.
93,00
4 Gießen .
3½ do.
91,50
4 Heidelberg
3½ do.
89,00
4 Karlsruhe
99,20
8½ do.
89,00
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
99,00
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
89,30
4 München .
100,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,60
3½ do.
90,00
4 Offenbach ..
100,00

3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 100,20
3½ do.
4 Worms . . . . . . . . 98,50
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . 79,50
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 136,60
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 63,09
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,30
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,40
3 Oldenburger . . . . . . 124,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 198,80
Freiburger . . . . Fs.15
Mailänder . . . . Fs. 45
. . . . Fs. 10
do.
.. fl. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 522,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 171,20
Gold, Silber und
Banknoren.
Engl. Sovereigns . . . . 20,15
20 Franks=Stücke . . . . 16,23
Amerikaniſche Noten . . . 4, 19½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Nöten. . . . 169,45
Italieniſche Noten . . . 80,35
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
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[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

N8 52.

Samstag, 4. Mai.

1912.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 6., 7., 9., 10., 13.,
14. nud 17. Mai 1912, von vormittags 7 Uhr bis zum Dunkelwerden, Schießen mit
ſcharfer Munition von Truppenteilen des 18. Armeekorps auf dem Schießplatz bei
Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel, in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
.Weſten: Dammweg=Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,

Oſen. Aler Oftenthaler Wea und deſen Verlängerung über Miches=
wieſe
-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln ab=
geſperrt

Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. ( Polizeiver=
ordnung
Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. Sep=
tember
1909.)
Wenn das Schießen früher beendet iſt, werden die Gemeinden Meſſel und
(10253a
Offenthal von Aufhebung der Abſperrung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Anliche Nahrichten dis Groſh. Poligkans Darmſtadt=

Gefunden: 1 Portemonnaie mit einigen Pfennigen u. 2 Loſen.
1 kleiner Leiterwagen. 3 Servietten. 1 braunes Portemonnaie mit
einigem Inhalt. 1gold. Armband. 1 goldene Damenuhr. 1 goldene
Herrenuhr. 1 altes Portemonnaie mit 3 Pfennigen. 1 gold. Damen=
zwicker
. 1 Taſchenmeſſer mit weißem Stiel und Futteral. 1 ſchwarz.
Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 grauer Havelock (vor einiger
Zeit in einer Wirtſchaft hängen geblieben. 1 Vorhängeſchloß mit
4 Schlüſſeln und Drücker. 1 Kartenſpiel. 1 Armband mit Sicherheits=
kettchen
. 1 großer Schlüſſel. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 großer
Kinderſtrohhut (weiß mit blau).
(10444
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
kinden
ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10422
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 5. Mai,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 3 Uhr abends ſolgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.

Bekanntmachung,

betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt=
und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 5. Mai 1912,
für die Stadt ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten
iſt, wird hiermit auf Grund des § 105 b Abſatz 2 der Reichsgewerbe=
ordnung
und der § 143 und 145 der Ausführungsverordnung zur
Gewerbeordnung für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen
Verkaufsſtellen einſchließlich der Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit
von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
(1017oms
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (8823
per ½ kg
per ½ kg
Ochſenfleiſch
96 Pfg. Dörrfleiſch
. . 100 Pfg.
Rindfleiſch
90
Schinken m. Bein . . . 110
Kalbfleiſch
. 100
Rollſchinken
. 130
. 100
Hammelfleiſch
Schweineſchmalz, roh
Bruſt . . 60
u. ausgelaſſen .
. 86
Schweinefleiſch
Schwartenmagen,
86
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Fleiſch= u Bratwurſt
86
Speck, geräuchert
Leber= u. Blutwurſt.
110
70

Bekanntmachung.

Störungen der Ruhe und Ordnung durch Muſizieren betreffend
Anhaltendes Muſizieren, insbeſondere Klavierſpielen, Singen
Spielenlaſſen von mechaniſchen Muſikautomaten (Grammophonen
und dergleichen) im Freien oder bei offenen Fenſtern bildet meiſt
eine erhebliche Beläſtigung der Nachbarſchaft und erfüllt häufig den
Tatbeſtand des § 360 Ziffer 11 des Reichsſtrafgeſetzbuchs ( ungebühr=
liche
Erregung ruheſtörenden Lärms oder Verübung groben
Unfugs).
Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, gegebenen Falls einzu=
ſchreiten
.
Darmſtadt, den 1. Mai 1912.
(10317fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Aushändigung der Loſungsſcheine
an die Militärpflichtigen.
Diejenigen Militärpflichtigen, die ſich im laufenden Jahre dahier
zur Muſterung geſtelt haben und in der Stadt Darmſtadt wohnhaft
ſind, werden hierdurch aufgefordert, ihre Loſungsſcheine in der Zeit
von Montag, den 6. Mai, bis einſchließlich Samstag, den
11. Mai ds. Js., vormittags von 912 Uhr, in dem Stadt=
hauſe
, Rheinſtraße 18, Zimmer Nr. 44, abzuholen oder gegen vor=
zulegende
Empfangsbeſcheinigung abholen zu laſſen.
Nach Ablauf dieſer Friſt erfolgt Zuſtellung auf Koſten der
Säumigen.
(10397a
Darmſtadt, den 1. Mai 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Die Restbestände
Herren-, Knaben= und Jünglings=
Kinrigen hen. gechatrigen
& = und Blusen etc. e

werden wegen Aufgabe dieſer Artikel größtenteils zu und
unter Seibſtkoſtenpreis ausverkauft. (10357
Gebr. Blum
5 Markt 5.
Dieſen Meß=Sonntag von 117 Uhr geöffnet.

eete e
G verkaufen, ſowie 1 ſaſt neuer
Gehrock=Anzug, mittlere Figur.
Roth, Pankratiusſtraße 48. (*11366

Mod. Gartenzaun (Holzi 12.m
M lang, weiß geſtrichen, billia
abzugeben. Offerten unt. II 435
an die Expedition ds. Bl. (*11449

Bekanntmachung.

Der Armenarzt, Herr Dr. Langs-
dort
, iſt bis Mitte Mai ds. Js.
verreiſt und wird während dieſer
Zeit in der Armenpraris durch
Herrn Dr. Bönning, Mauerſtraße 1
wohnhaft, vertreten. (10416
Darmſtadt, 2. Mai 1912.
Städtiſches Pflegeamt.
Krapp.

Bekanntmachung.

Montag, den 20. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Johann Schnell Witwe
Martha, geb. Stolzenbach, und
deren Kindern dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. am
22 512/100 129 Hofreite Blu=
menthalſtr
.,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
34/11
Darmſtadt, 15. April 191
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (B9406

Bekanntmachung.

Samstag, 18. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Friedrich Ewald da=
hier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm.
III 284 124 Hofreite Ober=
gaſſe
Nr. 4.
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K21/12
Darmſtadt, 2. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
V8391

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 22. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schreinermeiſter Karl
Nau Eheleuten dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II. 672 453 Hof=
Nieder=
reite

II 673 47. Gras= Ram=
ſtädter
ſtädter=
garten

II 683¾/10 177 Grab=ſtraße
Nr. 9,
garten
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K212
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 27. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V10386

Bekanntmachung.
Samstag, den 15. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Gaſtwirts
Johann Friedrich Tumm dahier
und deren Kindern zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr.
22 61½10o 254½ Hofreite
Pallas=
wieſenſtr
.
Nr. 35,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K114/11!
Darmſtadt, 1. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V10387.

la Wiesenheu

ſowie Korn= u. Haferſtroh, eine
große Kaute Miſt, 28 Malter
Futterkartoffel verkauft (5140a
Karl Grünig IV., Makler,
Pfungſtadt, Feldbergſtraße 14.

Ziwan 20 Mk., ½ Geige u. Kaſt.
D 6 Mk. Mülilerſtr. 12 p. (*11351

eteet eticn
Melerele

Verdingung von Kaualiſationsarbeiten.

Die zur Herſtellung eines Kanals in der Eberſtädterſtraße der
Stadt Pfungſtadt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, und zwar:
Los I. Materiallieferung frei Bauſtelle (460 m Steinzeug=
röhren
25 cm l. W. nebſt 4 Sinkkaſten und Eiſenteile)
Los II. Erd= und Rohrverlegungsarbeiten (690 chm Erd=
arbeiten
ſowie Herſtellung von 6 Repſionsſchächten)
ſollen durch ſchriftliche Angebote vergeben werden.
Pläne und Bedingungen ſind bei uns, letztere auch bei der
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt einzuſehen. Ange=
botsvordrucke
ſind nur von uns und zwar für jedes Los gegen Bar=
einſendung
von 2.50 Mk. (nicht in Briefmarken). zu beziehen.
Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift
verſehen, aus der die Losnummer ſowie der Unternehmer zu erſehen
iſt, bis längſtens
Samstag, den 18. Mai 1912, vorm. 10 Uhr,
beider unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen,
woſelbſt auch die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es
können nur Angebote unter Benutzung der Vordrucke ohne Text=
änderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt
ausdrücklich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Darmſtadt, den 1. Mai 1912.
(10358ss
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.

Moos=Verſteigerung.

Montag, den 6. Mai 1912, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt aus Diſtrikt
Malchertanne
ca. 212 Haufen Moosſtreu
meiſtbietend verſteigert.
Pfungſtadt, den 2. Mai 1912.
(10413
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
In Vertretung: Nungeſſer.

Holzverſteigerung.

Montag, den 6. und Dienstag, den 7. Mai I. J.,
vormittags 10 Uhr, werden im Zeilharder Gemeindewald verſteigert:
Stämme
1 Lärche 0,75 fm., 304 Fichten 111,02 km Inhalt.
Breunholz
Scheiter rm: 15 Eichen, 2 Erlen, 9 Kiefern,
Knüppel 10 Eichen, 7 Eſchen, 234 Kiefern und Fichten,
Stöcke 35, Kieſern und Fichten.
Das Stammholz kommt am erſten Tage zum Ausgebot Die
Zuſammenkunſt iſt bei Gaſtwirt Schneider bei Station Meſſel.
Zeilhard, den 28. April 1912.
(10190H
Großh. Bürgermeiſterei Zeilhard.
Kühn.

Verſteigerungs=Anzeige.

Unterzeichneter verſteigert
Mittwoch, den 8. Mai d. J., nachmittags 5 Uhr,
in ſeiner Hofreite in der Ernſt=Ludwigſtraße Nr. 9 zu Ober= Ram=
ſtadt
wegen Aufgabe des Poſtfuhrwerks:
3 ſehr gute Pferde, verſchiedene Geſchirre,
2 Chaiſen, Teppiche, Decken, 1 neuen Wagen
mit 2 Paar Leitern, 1 Pfuhlfaß und ſonſt ver=
ſchiedene
Gegenſtände
gegen gleich bare Zahlung. Bemerke daß alles, da nur kurze Zeit ge=
braucht
, in ſehr gutem Zuſtande iſt.
(10414so
Heinrich Ackermann, Poſthalterei Ober=Ramſtadt,
gegenüber der Poſt.

Mannheimer Mai-Markt 1912
S. bis 8. Mai
Pferderennen 5., 7. und 12. Mai.
Ziehung der Lotterie bar Geldsofort-ams. Mai
35 Hauptgewinne. Erster Preis: 2 Paar Wagenpferde.
1965 Silberpreise und andere Gegenstände.
zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 50 000..
(6728fI
Für die Wagenpferde 75%, für die Arbeitspferde u. Rindvieh-
gewinne
80% bar, für die Silberpreise der volle Geldwert.
Los Mk. 1., 11 Lose Mk. 10..
Kassier: Ichs. Peters, C 4 Nr. 1.
Mannheim, im-Januar 1912.
Landwirtschaftlicher Bezirksverein. Badischer Rennverein.

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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

Seite 12.

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7.25, 7.50, 7.75, 8.50, 8.75, 9.50, 9.75, 10.50, 10.75, 11.50,
11.75, 12.50, 12.75, 13.50, 14.50, 14.75, 15.50, 16.50
16.75, 17.50, 18.50, 18.75, 19.50, 19.75, etc. bis 200 Mk.

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volles
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am 17. Mai

mit Landung der Viktoria Luiſe=
auf
dem Griesheimer Schießplatz.
Einlaßkarten ſind zu haben auf der Geſchäftsſtelle
der Flugſtudiengeſellſchaft, Rheinſtraße 14,
dem Verkehrsbüro,
der Expedition des Darmſtädter Tagblatt.

Preiſe der Einlaßkarten:
Reſervierter Platz Mk. 10.,
1. Platz . . . . Mk. 3.
2. Platz . . . . Mk. 1.. (10449
Platzkarte je vormittags 20 Pfg., nachmittags 20 Pfg.

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7. Mai, die an Großartigkeit u. wundervollem Spiel
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Erſt= und
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Darmſtadt.
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Ein Drama, tief ergreifend, voll von packenden Mo=
menten
; dargeſtellt von erſten ſchwediſchen Schauſpielern.
2. Eine Tragöllie an Bord, Feuer an Bord, ſowie
die Exploſion, die das ganze Schiff in die Luft
ſprengt, zeigend.
3. Die Rache des Wärters, wundervoll koloriertes
Tierdrama.
4. Lempke fürchtet sich, guter Humor.
5. Moritz und der Zauberstaub, humoriſtiſch.
6. Des Fischers Traum, gut geſpielte Komödie.
7. Durchs Albtal nach St. Blasien, prachtvolle
Naturaufnahme.
8. Bilder aus dem unteren Pinzgau, herrliche
Naturſtudie.
9. Winter in den Alpen, herrliche Naturaufnahme.
Die Naturbilder 7, 8 und 9 werden durch Mitglieder
des Ziterklubs Darmſtadt II, begleitet. *11446

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Schön. sep. Nebenz. m. Klav. (*11359

National:
ende.
la
F

Im Anſchluſſe an den Aufruf des Protektors der National=
Flugſpende, des Prinzen Heinrich von Preußen, geſtattet ſich das
unterzeichnete Kreiskomitee an die Einwohnerſchaft in Stadt und Land
die herzliche Bitte um Spenden freiwilliger Gaben zur Förderung
des deutſcheu Flugweſens zu richten.
Es gilt einer vaterländiſchen Sache im Wettbewerbe mit
anderen Nationen zum Siege zu verhelfen! Ein Zurückbleiben
darf es für Deutſchland nicht geben! Treten wir alle mit Be=
geiſterung
für die große Sache ein, für die im gegenwärtigen
Augenblicke eine einmütige, machtvolle Kundgebung beſonders
nötig iſt!
Darmſtadt, den 28. April 1912.
Chefredakteur Ammen, Bürgermeiſter Appel, Nieder=Ramſtadt,
Dr. Aſcher, Eberſtadt, Direktor Baier, Bürgermeiſter Becker, Weiter=
ſtadt
, Chefredakteur Behre, Stadtverordneter Dr. Bender, Bürger=
meiſter
Benz, Arheilgen, Beigeordneter Benz, Arheilgen, Ober=
konſiſtorialrat
Dr. Bernbeck, Lehrer Berck, Malchen, Rechtsanwalt
Dr. Bopp, Miniſter der Finanzen Dr. Braun, Apotheker Breitwieſer,
Ober=Ramſtadt, Oberſtleutnant Bullrich, Traiſa, Chefredakteur Dr.
Buſchmann, Rechtsanwalt Buß, Bauunternehmer H. Dächert II.,
Eberſtadt, Kommerziearat Diſchinger, Fabrikant Doerr, Nieder=
Ramſtadt, Dekan Dr. Elz, Finanzrat Emmerling, Prinz Viktor zu=
Erbach=Schönberg, Staatsminiſter Dr. Ewald, Provinzialdirektor
Fey, Profeſſor Dr. Frenzel, Juſtizrat Gallus, Bürgermeiſter Geibel,
Hahn, Bürgermeiſter Geibel, Nieder=Beerbach, Regierungsrat Gennes,
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Kommerzienrat Göbel, Bürger=
meiſter
Götz, Eſchollbrücken, Juſtizat Grünewald, Generaladjutant
Generalmajor Hahn, Hauptmann von Hahn, Juſtizrat Hallwachs,
Hauptlehrer Haſſenzahl, Arheilgen, Geh. Kommerzienrat Hedderich,
Kreisausſchußmitglied Beigeordneter Heim, Ober=Ramſtadt, Kreis=
ausſchußmitglied
Geh. Forſtrat Heinemann, Stadtverordneter und
Landtagsabgeordneter Henrich, Oberſtaatsanwalt von Heſſert, Kreis=
ausſchußmitglied
Heß, Pfungſtadt, Generalmajor Freiherr von Heyl,
Kommerzienrat Heyn, Bürgermeiſter Hickler, Meſſel, Sanitätsrat=
Dr. Arthur Hoffmann, Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach, Hauptlehrer Huff,
Kreisausſchußmitglied Baurat Jaeger, Kommerzienrat Jakobi,
Schloſſermeiſter Jakobi, Prinz Leopold zu Iſenburg=Birſtein,
Stadtverordneter Kalbfuß, Kreisausſchußmitglied. Rentner Ph.
Keller VI., Griesheim, Ludwig Kichler, Verleger des Darmſtädter
Tägl. Anzeiger‟. Profeſſor Kiſſinger, Geheimerat Kittler, Rentner
Kleinſchmitt, Schneppenhauſen, Fabrikbeſitzer Moritz Klönne, Bürger=
meiſter
Koch, Eich, Oberamtsrichter Kolb, Generalleutnant Korwan,
Oberlandesgerichtspräſident Kullmann, Bürgermeiſter Kunz, Gries=
heim
, Bürgermeiſter Kunz, Schneppenhauſen, Geh. Juſtizrat Dr.
Lahr, Bürgermeiſter Lang, Pfungſtadt, Stadtverordneter Ober=
meiſter
Lautz, Stadtverordneter Lehr, Bürgermeiſter Lorenz, Roß=
dorf
, Oberleutnant a. D. Lotheißen, Direktor Lutz, Stadtverordneter
Markwort, Geh. Medizinalrat Dr. E. Merck, Geh. Kommerzienrat
Dr. Louis Merck, Dr. Willy Merck, Oberpoſtdirektor Milkau, Oberſt=
leutnant
Mootz, Bürgermeiſter Mueller, Regierungsrat Müller, Orts=
gerichtsvorſteher
Müller, Provinzialausſchußmitglied Müller, Eber=
ſtadt
, Hauptlehrer Müller, Eberſtadt, Hans Müller=Hickler, Geh.
Schulrat, Landtagsabgeordneter Münch, E. von Mörs, Verleger der
Neuen Heſſiſchen Volksblätter Regierungsrat Noack, Eiſenbahn=
oberſekretär
Nohe, Eberſtadt, Stadtverordneter Dr. med. Nöllner,
Hoflieferant Kaufmann Ober, Kammerherr Freiherr von Oetinger,
Mitglied der II. Kammer der Landſtände Dr. Oſann, Bürger=
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Petri, Gräfenhauſen, Bürgermeiſter Pfaff, Wixhauſen, Ge=
neralleutnant
von Plüskow, Geheimerat Dr. Preetorius, Fabrikant
Preß, Pfungſtadt, Stadtverordneter Ramdohr, Generalmajor von
Randow, Kreisausſchußmitglied, Kommerzienrat Röder, Geheimera
Römheld, Geh. Baurat Rötelmann, Bürgermeiſter Rückert, Ober=Ramz
ſtadt, Bierbrauereibeſitzer Rummel, Stadtverordneter Säng, Kreisausn
ſchußmitglied Sames, Bürgermeiſter Schäfer, Eberſtadt, Bürger
meiſter Schmidt, Braunshardt, Beigeordneter Schmitt, Dekan
Schneider, Weiterſtadt, Stadtverordneter Schupp, Rentner Wilhelm
Schwab, Kaufmann Stähle, Direktor der Volksbank Stein, Kreis=
usſchußmitglied
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Landesgerichtspräſident Theobald, Kommerzienrat Trier, Hofs
Hofmarſchall Freiherr von Ungern=Sternberg, Chefredakteur Du
Waldaeſtel. Hauptmann a. D. Waldecker, Bürgermeiſter Walter,
Malchen, Bürgermeiſter Walther, Traiſa, Bürgermeiſter Wanne=
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, Erzhauſen, Verwaltungsgerichtspräſident Dr. Auguſt Weber,
Regierungsrat von Werner, Rektor der Techniſchen Hochſchule
Mickop, Hauptlehrer Winter, Griesheim, Hofbuchdruckereibeſitzen
Carl Wittich und Hofbuchdruckereibeſitzer Rudolf Wittich, Verlegen
des Darmſtädter Tagblatt Hauptlehrer Würtenberger, Ober= Ram=
ſtadt
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Sammelſtellen bilden: die Poſtanſtalten, die Zeitungen, die ſich
bereit erklärt haben oder erklären. Die Bank für Handel und In=
duſtrie
und die Volksbank in Darmſtadt. (Etwaige Zuſchriften
bittet man an die Geſchäftsſtelle des Kreiskomitees, z. H. des Herrn
Regierungsaſſeſſor Dr. Pabſt, Annaſtraße 24, hier, zu richten.) (10336

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Nummer 105

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

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Der warme Frühlingsſonnenſchein hat ſie diesmal
zeitiger als ſonſt hervorgelockt die jüngſten Kinder der
Frühjahrsmode und der Frauenwelt bleibt es vorbehalten,
Kritik zu üben und mit Mode zu machen . Hängt es
doch im weſentlichen von der Gunſt des Publikums ab,
ob ſich ein Modell derart zu behaupten weiß, daß es zu
einem Modetyp erhoben wird, nur darf man nicht glauben,
daß dafür praktiſche oder hogieniſche Rückſichten maß=
gebend
ſind. Gefällt es aber derart, daß es zu einem
Schlager avaneiert, ſo iſt ſein Weg
gemacht und aus der Großſtadt verbreitet
es ſich mit überraſchender Schnelligkeit nach
allen Seiten hin.
Es iſt kein Geheimnis mehr, daß wir
langſam aber ſicher einer neuen Moderichtung
zuſteuern, die ſich als eine Verſchmeizung
alter Stilarten mit typiſch modernen Linien
offenbaren wird. Etwas Rokoko, etwas
Empire, eine kleine Doſis Revolutionsſtil
mit der heutigen Schlankheit verbunden,
das iſt das Rezept, aus dem die kommende
Mode gebraut wird. Den Uebergang zu
vermitteln ſcheint vor allem der Taft, der
Modeſtoff des Frühlings, berufen, der alle
übrigen Gewebe beiſeite drängend, mit
ſeinen Puffen, Rüſchen, Volants, ſeinen
gereihten Röcken allmählich auf eine Um=
wandlung
vorbereitet. Denn dieſes weiche,
aber nicht ſonderlich ſchmiegſame Material
iſt der ſchlanken Linie ſchon deshalb feind,
weil es ſich das Bauſchen nicht nehmen
läßt. Und darum werden die Frauen in
Taft immer etwas rundlicher ausſehen.
Hat ſich die Linie aber erſt gewandelt, ſo
folgt das übrige Drum und Dran von ſelbſt
nach. Noch ſind die Röcke auch der Taft=
kleider
, ſelbſt wenn ſie gereiht und mit Puffen
garniert ſind, ziemlich eng, aber ſchon lauert
im Hintergrunde ein Senſatiönchen, das
ihnen ein völlig neues Gepräge geben will.
Das Panier! Glatt den Hüften anliegend,
in der vorderen Mitte geteilt oder auch im
ganzen und oberhalb der Knie zu einem
rege rechten Bauſch erweitert, den eine Puffe
oder ein Bandreiſen unten zuſammenhält.
läßt es den eigentlichen Rock noch enger, als er ohnehin
ſchon iſt, erſcheinen. Vorläufig heißt es jedoch noch
zabwarten, ob ſich dieſe Mode von morgen das
Publikum erobern wird, denn das typiſche Taftkleid von
heute gefällt ſich dazu im Gegenſatz in ziemlicher
Schlichtheit, die nur durch duftige Lingeriegarnituren ge=
mildert
wird. Unſere Abb. Nr. 6486 zeigt ein ſolches mit
glatter Schoßbluſe, wodurch es ſich auch für die Straße
eignet. Mit Kriſtallknöpfen geſchloſſen und einem breiten
Pierrotkragen aus weißem Tüll ſowie Püffchen garniert.
wird es durch einen ſchlanken, oben leicht gereihten Rock
vervollſtändigt, auf dem ſich die Puffengarnitur dreimal

in Abſtänden wiederholt. Das große Interreſſe, das
man der Rockfrage nicht nur hinſichlich der Weite ent=
gegenbringt
, hat allerlei Verſuche und neue Formen ge=
zeitigt
, die das Rockkapltel höhſt abwechslungsreich
geſtalten, So gilt der unten ausgebogte Rock als ſpezielle
Neuheit für Taftkleider, bei denen er zu einer gleichfalls
gebogten Taille oder Schoßbluſe getragen wird, deren
Bogen dann gleichfalls mit Taftſtreifchen eingefaßt ſind.
In leichteren Stoffen ſind es nehen den Volant= und

Sonnenpliſſeeröcken vor allem wieder die ſchlankfallenden
Etagenröck, die, wie unſere Abb. 5619 zeigt, ſogar für
Bordürenkleider mit Erfolg verwendet werden. Bei
dieſem Kleide, einer der wenigen Formen, die ſich unbe=
dingt
für Kantenſtoffe eignen, ſind die Teile geradfadig
geſchnitten, ſo daß die Verarbeitung der Bordüre keinerlei
Mühe macht. So viel aber auch die Induſtrie die
Bordürengewebe (und in welch reizenden und aparten
Muſtern!) auf den Markt wirft und die Auslagen damit
überflutet, ſo verhältnismäßig wenig ſieht man ſie als Kleider
verarbeitet. Der Haken, an dem die Kaufluſt ſcheitert.
ſcheint alſo das Problem der Verarbeitung zu ſein! Da

dürfte es denn für manche ſelbſchneidernde Frau von
Intereſſe ſein, zu hören, daß auch für dieſe Stofe die
Induſtrie eine Anzayl Schnittformen herausgebracht hat,
die die Herſtellung weſentlich erleichtern. Unſere dritle
Abb. Nr. 5650 veranſchaulicht ein Frühjahrskleid mit
leicht verkürzter Taillenlinie und reicher Soutacheſtickerei,
das, ſpeziell für kräftige Wollſtoffe geeignet, in ſeiner
Schlichtheit und ſchlanken Linienführung typiſch für das
moderne Wollkleid iſt An ihm feiert die panzer=
artige
reiche Soutacheſtickerei wieder fröhliche
Auferſtehung, die gegenüber den groben
bunten Woliſtickereien, mit denen man
Taillen und Bluſen gern belebt, ſtets ruhig
und ſolid wirkt. Bei den noch immer hoch=
gegürteten
Taillen ſind es zunächſt die
Aermel und die Haszarnitur, die einen
neuen Zug ins Ganze bringen. Zwar=
müſſen
ſich die neuen Formen erſt Schritte
für Schritt das Feld erkämpfen, denn wie
ungern man ſich von dem beliebten Kimono=
ärmel
trennt, das beweiſen die zahlreichen
neuen Bluſen, die immer wieder unter der
Flagge Kimono ſegeln. Ihm ähnlich iſt=
der
einer verlängerten Achſel tief angeſetzte
Aermel, der zuweilen geſchlitzt, gern durch
eine kurze Puffe vervollſtändigt wird. Be=
ſonders
charakteriſtiſch aber iſt der glatt
eingeſetzte, enge lange Aermel, der bis obei
hinauf mit Knöpfchen garniert, am Hand=
gelenk
durch reiche Spitzenfriſuren eine ges
wiſſe Eleganz erhält. Hierzu paſſen die=
verſchiedenerlei
reizenden Lingerie= und
Vierrotkagen, die, von der halsfreien
Mode außerordentlich begünſtigt, ſchnell
einen kühnen Rivalen gefunden haben
den Robespierrekragen, der in genialem
Schwung vorn den Hals in einer Spitze
freilaſſend, zumeiſt in Begleitung duſtigen
Jabots erſcheint. Er iſt noch offenherziger
als die durchſichtigen Paſſen, die ſo leicht
über einen grauen Hals hinwegtäuſchteſt
und verſteht es, ſchon durch ſein künſte
leriſches Gepräge, ſich ſein Publikum zu
wählen.
Was die heurige Frühjahrsmode noch
beſonders charakteriſiert, iſt ihre große Farbenfreudigkeitz,
die ſie zum großen Teil den in allen Regenbogenfarben
ſchillernden Taft und den noch immer beliebten zweit
ſeitigen Geweben verdankt.
Von einer beſtimmten Modefarbe zu ſprechen, wäre
unvorſichtig, denn Senf= und Honigfarbe ſtreiten ſich
mit Braun, Erika, einem ſcharfen Violett und Grün um
die führende Stellung in der großen Farbenſinfonie, in
der Kirſchrot mit hellem Grün, Pupurrot mit ſatem
Blau gepaart, neue eigenartige und gewagte Kontraſte
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ZurzGeſchichte der evangeliſchen
Pfarrei Eberſtadt.

I. Eine geſchichtliche Rede.
h. Vor demzSchreiber dieſer Zeilen liegt, aus
Alt=Eberſtädter Familie ihm freundlichſt hinübergereicht,
eine gar ernſt dreinſchauende, kleine, achtſeitige Schrift:
Butzbach, Druck von Moritz Kuhl, 1851 aber der ſonni=
gen
, lebensfrohen Bergſtraße, inſonders dem Großdorf
an der Modau zu Erb und eigen
Worte, am Grabe des am 27. Januar 1851 ver=
ſtorbenen
Großh. Pfarrers Herrn Juſtus Guntrum zu
Eberſtadt geſprochen und als ein ſchlichtes Denkmal herz=
licher
Liebe der Familie und der Gemeinde gewidmet
von Wilhelm Steinberger, evangeliſchem
Pfarrer.
Um des, nun auch längſt verewigten, Redners
willen, den er anfangs der 70er Jahre vorigen Jahr=
hunderts
in ſeinem ſpäteren Wirkungskreiſe Auerbach
an der Bergſtraße aufs intimſte kennen gelernt, ſodaß
der Verkehr bis zum Tode Steinbergers über ein Jahr=
zehnt
lang der denkbar innigſte blieb, zogen zunächſt die
vergilbten Blätter den Referenten mächtig an, dann aber
auch um Eberſtadts willen, von deſſen Kirchberg
er ſich ſo pft des unvergleichlich lieblichen Blickes auf
die Bergſttaße von ihren Darmſtädter Ausläufern
bis zu dem hier die Bergkette ſcheinbar abſchließenden
herrlichen Mälchenberg herzlich erfreuen durfte!
Spricht doch gerade dieſes Bild ſo recht zu Her=
zen
, voll intimen Reizes; wie geſchaffen für neueſt=
zeitliche
, minnig=ſinnige Heimatbewegung; ein Bild, bei
welchem dem Goethefrohen immer wieder das Wort des
Dichterfürſten über die Pfarrfrau von Seſenheim in den
Sinn kommt: Man konnte ſie wie hier die Bergſtraße
nicht anſehen, ohne ſie ſogleich zu lieben und zu
ſchauen, wobei ſchauen nach damaligem Sprach=
gebrauche
ſich mit andächtig verehren deckt!
Aber zurück zu dem erſten Gange an Steinber=
gers
Seite.In der meiſterhaft ſtimmungsvollen, ſchlicht,
aber ſtreng logiſch aufgebauten Rede, voll Eigenart, wie
ſie dem ſchönzeiſtigen Pfarrer ſtets aller Herzen förm=
lich
faszinierend gewann, intereſſiert nun den Hiſto=
riker
neben den Rückblicken auf Pfarrer Guntrums
Amtstätigkeit, als welche übrigens vor der erbau=
lichen
Abwandelung des Grabtextes, Lukas 2, 29:
Herr, nun läſſeſt du deinen Diener in Frieden fahren
ganz in den Hintergrund treten, ein epiſodenhaft ein=
geſchobenes
Stück Eberſtädter Kirchengeſchichte, das des=
halb
ausgehoben ſei:

Bevor wir ſcheiden von dieſem theuren Grabe,
ein kurzes Wort noch an Dich, evangeliſche Gemeinde.
Seit 55 Jahren haſt Du keinen Deiner Pfar=
rer
begraben ſehen. Der letzte war Herr Jo=
hannes
May. Aber am 12. Dezember 1843 ſtandet
Ihr morgens um 8 Uhr an derſelben Stelle, und der
Sohn, der heute am väterlichen Grabe ſteht, feierte da=
mals
das Gedächtnis des früh verblühten Gerechten, der
unter dieſem Steine ruht, mit unvergeſſenen Worten.
Nicht wahr, dieſer Ort und dieſer weiße Denkſtein ſpre=
chen
noch laut genug zu Eurem Herzen und reden von
Friedrich Ludwig Dingeldey, weiland Pfarrvikar all=
hier
? Laſſet uns heute auch auf dieſes Grab, bei dem
wir ſtehen, einen friſchen grünen Kranz liebender Er=
innerung
niederlegen. Nun liegen ſie ja bei
einander eine Wendung, die jeder Auerbacher
aus Steinbergers Grabreden kennt die beiden
Hirten inmitten ihrer Herde; ſo ſchlummern ſie im Tode
beiſammen, die ſich im Leben ſo nahe ſtanden, mein lie=
ber
Vorgänger und mein väterlicher Freund.
Wiſſen Sie Beſcheid hinſichtlich der Eberſtädter
Pfarrgräber fragt der Berichterſtatter mit die=
ſer
ſtimmungsvoll hiſtoriſchen Rede in der Hand den
derzeitigen ſtellvertretenden Kirchendiener der evangeli=
ſchen
Gemeinde, den er ſchon öfters als Lokal=Hiſtoriker
bewundert hatte.
Ei gewiß und wenige Minuten ſpäter ſtan=
den
wir vor dem lieben alten Kirchlein, das demnächſt
einen Erweiterungsbau gewinnt und wieder eine
Weile ſpäter auf dem ſchönen Friedhofe.
II: . . Dem unvergeßlichen Andenken.
Wundermilde Frühlingslüfte umwehen die Ein=
tretenden
.
Und die Birken ſtreu’n mit Neigen
Ihren ſüßen Weihrauch aus
Wie geſagt: Die Plattform des Eberſtädter Kirch=
berges
iſt ein Paradiesgärtlein, oder, um mit Gerhard
Terſteegens Buchtitel zu reden, ſo recht ein Blumen=
gärtlein
inniger Seelen. Ländlich=ſinnigen
Gemütes dabei in ſeiner Art gewiß ein Phänomen,
da er den ganzen erſten Teil des Goetheſchen Fauſt
auswendig weiß und den zweiten nicht minder ver=
ſteht
, oft genug treffend daraus Zitate in ſeine charak=
tervolle
Rede einflechtend hat der Glöckner die Ge=
ſträuchgruppen
des allmählich mehr zu einer Zieranlage
umgeſtalteten Ruheplatzes der Toten mit Himmels=
ſchlüſſelchen
und Blauveigelein umſäumt und wie ge=
nau
weiß er hier Beſcheid über jeden der alten, zum
Teil uralten und ſtark vom Zahn der Zeit benagten
Grabſteine.
Er führt jetzt zum Eingang der Sakriſtei: links da=
neben
iſt ein Zenotaph in die Mauer eingelaſſen:
Dem unvergeßlichen Andenken einer ewig gelieb=
ten
Freund= vnd Gattin, der weyl. tugendſamen vnd
wertheſten Fraven Maria Philippina Juſtina geborene
Friedlein, welche 1724 den 24ten Auguſt in dem Drey=
eichenhayn
gebohren vnd nach einem 22jährigen ver=
gnügten
vnd geſegneten Eheſtand am 13ten Febr. 1773

ſelig verſchieden. Aus Hochachtung vnd Liede erichtet
von dem
tiefgebeugten Witwer Johannes May, Pfarrer
alhier, 1773."‟
Alles Vorſtehende iſt, nebenbei bemerkt, in Antiqua
eingehauen.
Das iſt auch des überlebenden Pfarrherrn Denk=
ſtein
, denn zweifellos hat man ihn neben der Gattin
zur Ruhe gebettet, obwohl kein Grabmal dävon
zeugt vielleicht gerade auf Wunſch des ehrlich= beſchei=
deneu
, ſchlichten Mannes.
Urkundliches darüber liegt nicht vor.
Möglich, daß man derlei bei demnächſtigem Umbau
der Kirche aus dem Schoß der Erde gräbt: nicht zwar
Grabmaltrümmer, aber Sargreſte und Gebeine
Faſt völlig ausgeſchloſſen erſcheint die Möglichkeit,
daß man den Pfarrherrn bei der Anlage des jetzigen
Gottesackers nach dort übergeführt habe, obſchon ein
alter Eberſtädter dem Berichterſtatter davon ſprach: er
glaube, in ſeiner Jugend etwas davon gehört zu haben,
wiſſe es aber nicht mehr beſtimmt
Wohlerhalten findet man dagegen auf dem neuen
Friedhof die beiden Gräber, an denen Steinberger ge=
ſtanden
: ſogleich links, faſt am Anfange des Haupt=
weges
.
Und ſeltſam: Er ſpricht bei Vikar Dingeldey von
weißem Denkſtein, während er aus rotem Sandſtein
gehauen iſt; ſeltſam allerdings weniger für den wel=
cher
Pfarrer Steinberger, deſſen Enkel heute in Darm=
ſtadt
ein Lehramt bekleidet, näher gekannt hat: ſeine
durchaus ſchöngeiſtige Veranlagung entrückte ihn gar
oft der umgebenden Wirklichkeit; das Weiß der
Unſchuld paßte ſeinem Gefühle weit mehr zu dieſer
anima candida‟ und flugs wandelte er, ſich ſelbſt
unbewußt, das Rot des Lebens, das ihm nicht paſſend
ſchien, in ein Weiß
Stimmung, Milieu ſagen wir Modernen.
III. Aus dem Kirchen Protocoll von
Eberſtatt
Angefangen vom Jahre 1788 svon mir Johannes
May Pfarrer ſo zu leſen auch heute noch in dem ent=
ſetzlich
ſtillos neuen Pfarrhauſe, in welches auch noch
das ältere Kirchenbuch von 1650 gerettet wurde; wei=
ter
zurück nichts mehr derartiges.
Hier findet ſich nun unter 1796 folgender Eintrag:
D. 12. Febr. ſtarb der Fürſtl. Pfarrer Herr Jo=
hannes
May in ſeinem 73ſten Jahr und in dem
döſten Amts Jahr. Er war gebohren anno 1724 d.20.
Ebris (Dezember) zu Hänlein O. Amts Zwingenberg,
und kam anno 1751 als Pfarrer hierher, nachdem er zu=
vor
in Darmſtadt als Candidat ſich mit Privat Infor=
mation
beſchäftigt. Sein Andenken bleibt bey allen die
ihn kannten im Segen.
Am Ende des Verzeichniſſes der Toten leſen wir:
Hier ſchließt ſich das Verzeichnis der Verſtorbenen,
es fängt mit dem Jahr 1808 in dem neuen Kirchen=
buch
an.
May, Pfarrer.
Da dieſes vorliegende Buch nur eine kirchliche Be=
urkundung
aller Copulierten, Gebohrenen und Getauf=

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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

ten, Eonſirmierten, Verſtorbenen und Poeni=
tentes
iſt, dient zu Weiterem und ſo auch zur Identifi=
zierung
dieſes zweiten May die Chronik der evange=
liſchen
Gemeinde Eberſtadt, angefangen im Jahre 1858"
in welche der uns auch vom Friedhoſe her bekannte ſpä=
tere
Kirchenrat Kißner die einleitenden Aelteſten Nach=
richten
über den Ort Eberſtadt eingetragen hat. Als
ſeine Hauptquelle gibt hier Genannter unſeren bekannten
Geſchichtsforſcher Dr. Scriba an hinzufügend: Die=
ſes
Werkchen, mein Eigentum, werden ich übrigens gut
einbinden laſſen und zu den Pfarrliteralien geben Eine
Unterſtreichung und ein Fragezeichen am Rande
deutet ſeinen Verluſt an!
Es folgen Nachrichten in kirchlicher Beziehung
(p. 7); Geſchichte der Kirche zu Eberſtadt (p. 10);
Einführung der Reformation in der Herrſchaft Fran=
kenſtein
(p. 16); Oeffentliche und ſonſtige aus alter
Zeit herrührende Gebäude und Anſtalten, insbeſondere
die Pfarrgebäude und Friedhöfe zu Eberſtadt
lp. 18). Darunter auch die Pfarrer bis jetzt.
May dem Aelteren begegnen wir p. 39: es iſt
hier das erſterwähnte Kirchen=Protokoll kopiert und noch
angefügt: Heute alſo 1858 leben in der Gemeinde
noch Leute, die von dem Herrn Pfarrer May getauft und
confirmirt worden ſind. Sein Andenken ſteht noch in
Segen. Ihm folgte ſein Sohn Ernſt Wilhelm
May nicht in Eberſtadt begraben, ſondern in ſei=
ner
ſpäteren Pfarrei Reinheim.

Alle in, die Gegenpart hineinragenden EGberſiädter
Pfarrherrengräber gehören unſerer Zeit an, aber
auch auf diejenigen, welche nur unſer geiſtiges Auge
ſieht, auf ſie alle wenden wir Steinbergers Schluß=
worte
an:
Sie haben euch im Chriſtentum unterwieſen, auch
confirmiert, eure Ehen eingeſegnet ſie ſtanden bei euch
in den heiligſten Stunden und waren Gehülfen und Ge=
noſſen
eurer Freude und eures Schmerzes. O, gehet
nicht kalt und gleichgiltig an dieſen Gräbern vprüber.
Ziehet eure Schuhe aus, denn das Land, worauf ihr
ſtehet, iſt heiliges Land! Ja, nehmt die Inſchrift zu
Herzen, die wir hier leſen: Gedenket an eure Lehrer, die
euch das Wort Gottes geſagt haben, welcher Ende ſchauet
an und folget ihrem Glauben nach. Amen.
IV. Die alten Friedhofs=Anlagen.
Schauer des Todes waren den Friedhöfen um die
hochliegenden Dorfkirchen der Bergſtraße überhaupt nie=
mals
eigen; jede Düſternis fehlte und fehlt da! Alles
iſt in Licht getaucht, und während in Gegenden, die mehr
zur Askeſe neigen, wie beiſpielsweiſe im Bergiſchen,
ſogar jede bunte Blüte zum Grabſchmucke gemieden
wird, umflutet das Licht hier auch Farbenfülle: Nun
aber iſt der Tod verſchlungen in den Sieg!
Und der gärtneriſche Schmuck, die Flora des Gottes=
ackers
um die Eberſtädter Kirche iſt auch hiſtoriſch!
Kirchenrat Kißner berichtet in ſeiner letzterwähnten
Chronik wörtlich:

Die Aulagen zun ächſt der Kirche wurden ſchont
in 1851 gemacht dem Jahr des großen Kirchen=
umbaues
und damit im folgenden Jahre auf dem
ganzen Kirchhofe fortgefahren. Den Plan machte Hof=
garten
=Inſpektor Frey aus Darmſtadt. Allerhand Sträu=
cher
dazu ſchenkte Se. Königliche Hoheit de
Großherzog Ludwig III. aus den Gartens
Anlagen zu Seeheim. Die beiden Linden wurden
auch im Jahre 1852 gepflanzt. Die ſchon ziemlich ſtars
ken Bäume gab Herr Oberförſter Saurmann aus dem=
herrſchaftlichen
Walde. Die eine ſteht zunächſt dem=
Thurm nach dem Orte zu und die andere gegenüber an=
der
Mauer nach dem Melibokus hin. Leider iſt
auch hier ſo und nicht Malchenberg zu leſen.
Dieſe Bäume ſollen den von der Weſtſeite aus ſehr kahl
ausſehenden und ſich deshalb nicht gut ausnehmenden=
Thurm markieren.
Heute prangt dieſes nach Eberſtadt verpflanzte Stück
Seeheimer Hoflager ſamt den zwei Prachtlinden ind
herrlichſtem Lenzſchmucke.

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und Waschbrett recht gründlich von Schmutz, Staub und Schweiß
zu befreien. Anders dagegen Gretel! Diese schüttete aus einer
Schachtel etwas weißes Pulver in den mit Wasser gefüllten Ressel,
verrührte es gut, tat dann die Wäsche hinein und brachte sie
zum Kochen. Dann setzte sie sich und nahm eine Handarbeit vor:
Schon nach etwa einer viertel Stunde nahm Gretel die Wäsche
wieder heraus und mit Erstaunen und nicht geringem Schreck
bemerkte Gustel, daß jedes Stück ihrer Mitbewerberin schneeweiß
und herrlich gebleicht erschien, während sie selbst noch nicht zur
Hälſte fertig gewaschen hatte. Da gab sie die Wette verloren
und weinte bitterlich! Gretel aber umfaßte sie liebevoll und sprach:
Sieh’ her und merke Dir das Zaubermittel, durch dessen Hilfe
mein Teil Wäsche so schnell und schön weiß gewaschen wurde.
Dabei reichte sie ihr die Schachtel, deren Inhalt sie vorher in,
den Kessel entleert hatte, und Gustel las darauf!

Hans jörg war der schmuckste Gesell im ganzen Städtchen.
Kein Wunder, daß ihn die Mädchen gern sahen! Namentlich hatte
er auf Gustel und Gretel, zwei bildsaubern Wäschermädels, einen
teſen Eindruck gemacht! Beide geſielen ihm indessen gleich gut
und so wurde ihm die Wahl schwer. Da nun Hans Jörg eine
große Vorliebe für schöne weiße Wäsche hatte, beschloß er, der-
jenigen
sein Herz zu schenken, die ihre Arbeit am besten und
schnellsten verrichten würde. Sie verabredeten also, daß beide
Mädchen um die Wette waschen sollten, die Siegerin wollte
Hans Jörg dann zum Altar führen!
Als nun der Tag der Entscheidung gekommen war, machten
sich die Mädchen hurtig ans Werk. Namentlich Gustel mühte
sich im Schweiße ihres Angesichts ab. die Wäsche mit Bürste

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mat 1913.

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Am Start im Preis von Starkenburg
Dauerrennen mit Hotorschrittmachern

in 3 Läufen:
Bäumler, Meisterfahrer von Bayern,
Kraft, Meisterfahrer von Elsass,
H. Przygodda, Meisterfahrer von Essen.
Motor-Rennen
in mehreren. Läufen, von ersten Bahnmatadoren bestritten.
Große Flieger-Wettbewerbe.
Am Start: Weltmeister Rode; H. Weiss, 2. Sieger in
100 Km Weltmeisterschaft; W. Kellner, Gewinner des Kaiser-
preises
; Gg. Drescher, Europameister, und ca. 30 der
besten Flieger!
(10084ids
Vorgabe-Mehrsitzer-,
Klub-u. Mannschaftsfahren.

Preise der Plätze wie bekannt.
Vorverkauf zu ermässigten Preisen: Verkehrsbüro, sowie bei den
Fahrradhandlungen Haas & Bernhardt, Benz & Co., Donges & Wiest
u. bei S. Guttmann. Wendelstadtstr. 26, Hoffriseur Hermes, Luisen-
strasse
2, Arnold Rode, Ernst-Ludwigstr., Kaiser-Automat, Rheinstr.;
num. Karten nur Verkehrsbüro.
Mitglieder haben freien Eintritt gegen Vorzeigung der Mitgl.-Karte.

Veransiater: Veloziped-Clnb Darmstadt

Rugenschutz-Feisengelter.
Morgen Sonntag, den 5. Mai

Grosses

rühlinosfest
mit Militär-Konzert.
Eintritt frei.
Eintritt frei.
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Grammophon abzugeben
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15000 M.
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4000, 2000 Mk.
ferner 10 Pferde oder Fohlen
1. W. v.
5800 Mk.
sowie 438 Gewinne i. W. v.
3200 Mk.
Lose à 1 Mk. (Liste u. Porto
20 Pfg.) d. L. F. Ohnacker,
Darmstadt u. all. bekannten
Verkaufsstellen. (9482a

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Zahlungsbedingungen bezieh. Off.
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Eigenheimer frühe Induſtrie,
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Uptodate, liefert
J. Triebert, Viktorigſtr. 63.

Srigemerinerindermeicht

Die feierliche Ueberreichung der Geſellenbriefe
an die in dieſem Jahre die Geſellenprüfung beſtandenen Lehrlinge
findet, verbunden mit einer
Ausstellung von Gesellenstücken
am Sonntag, den 5. Mai, vormittags ½11 Uhr,
im Festsaal der Turngemeinde
(Woogsplatz) ſtatt.
Wir laden hiermit die Herren Lehrmeiſter, Prüfungsmeiſter
und =Gehilſen, ſowie die Eltern der Prüflinge und ſonſtigen Inter=
eſſenten
herzlich ein, an der Feier teilzunehmen.
(10356
Der Geſellenprüfungsausſchuß.
Georg Hild, I. Vorsitzender.
NB. Die auszuſtellenden Geſellenſtücke müſſen am Samstag
nachmittag von 5 Uhr ab eingeliefert werden.

Tuengemeinde Darmſtadt.
Protektor Se. Kgl. Koheit der Grossherzog.
Samstag, den 11. Mai, abends 9 Uhr,
Frühjahrs-Vergnügen
*
.
. mit Tanz .

unter gütiger Mitwirkung des Frl. Sturmfels (Sopran), des Herrn
Roth (Bariton), des Herrn Mechler (Humoriſt) und Herrn Etzold
(Cello), ſowie der Turn= und Singmannſchaft.
(10481sf
Fremdenkarten ſind bei dem Hausmeiſter erhältlich.
Ausweis für Mitglieder 1. Quartalskarte.
Der Vergnügungs=Ausſchuß.

Restaurant Metropole
5 Alexanderstrasse 5.
Täglich
Gross
Konzerte

Elite-Damen-Orchesters

Vom echfen Obstmost
jnicht zu unterscheiden
1Lifer stell sich auf ca. 6 .

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Ge

Niederlag.: Darmſtadt: Andreas
Jacobi, Schuſtergaſſe 11; Groß=
Zimmern: Wilh. Volk, Küfer.

Dir.: Paul Schleßinger.

Sonntag, Anfang 4 Uhr. Stets freier Eintritt.
Bürgerlicher Mittagstisch von 122 Uhr.
Abends Stammessen von 60 Pfg. an.
Um geneigten Zuspruch bittet
Adolf Holz, Inhaber.
*11423

[ ][  ][ ]

Neuer Spielplan
vom. 4. Mai bis
inkl. 7. Mai

Samstag und Sonntag
Streich-Konzert!

10418)

Konzert-, Varzeté- u. Theatersaal Perkeo.

Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mat 1912.

Nummer 105.

Monat Mai täglich abends 8 Uhr
Willy Engers Variété=Programm
und Eölner Burlesken

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Das Tagesgeſpräch von Darmſtadt.
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ohne Charge 10 Pfg.
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am weissen
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Größtes u. elegantestes
Lichtspielhaus Hessens

Von heute Samstag ab
neues
Programm

Motto:
Was man zu heftig fühlt
Fühlt man nicht allzulang
(Goethe)
Die Schlange
am Basen.
Dreiakter.
Die Geschichte einer Ehe.

Wochenchronik des R.-T
Die neuesten Ereignisse
darunter
Dlllanſe
Naturaufnahme.

Tranen- Gef
Rede!
Amerikanischer Schlager.

Eine
Darenjage.

Humor.

Forizels
Eroßerung

Humor.

Maturgeschichte
der Bewohner
v. Ingleton Park
(Naturaufnahme).

Der abgewiesene

Freien

Humor.

Einlagen

Mat
tversammlung

des Verbandes heſſiſcher Privat=Architekten in
der Stadthalle zu Mainz am Sonntag, den
12. Mai, vormittags 11 Uhr. (*11352
Tagesordnung:
1. Bericht. 2. Anträge. 3. Zur Gründung des deutſchen Privat=
Architekten=Verbandes. 4. Vorſtandswahl. 5. Verſchiedenes,
Der Vorstand.
Ludwioshohe
(B1048p
Sonntag, den 5. Mai:
Aitar-Konzere
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Obermuſikmeiſter Hauske.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
Schutzenhol.
Sonntag, den 5. Mai, abends 8 Uhr
grosses Militar-Konzert.
Kapelle des Drag.=Reg. Nr. 23.
Leitung: Herr Musikmeister Mittelstädt.
Großes Extra=Eröffnungs=Programm
NB. Bei ungünſtiger Witterung Konzert im Saal. (*11426

Hetel-Restaurant Kölnischer Hof,Darmstadt
Angenehmes Familien-Restaurant
Neu renoviert
Neu renoviert
Biner von 80 Pfg. an und höher, von 6 Uhr ab Stamm-
platten
70 Pfg., sowie reichhaltige Speisekarte.
Von heute ab Ausschank des beliebten Apostelbräu-
bieres
(Wergersche Brauerei A.-G. Worms) und
Münchener Spatenbräu.
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Um geneigten Zuspruch bittet
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guten bürgerlichen
Mittag-
und Abendtisch.
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Juſtizrat Dr. E. C. Hoff=
100.
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Geh. Juſtizrat Sander

Summa M. 189.50
Fernere Spenden nimmt entgegen
Darmſtädter Tagblatt=Exped.

Programm
zu dem am Samstag, den
4. Mai, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23.
1. Deutſch ands Fürſten, Marſch
von Blankenburg. 2. Ouverture
zur Oper Die Italiener in Algier
von Roſſini. 3. Fantaſie aus Das
Nachtlager in Granada v. Kreutzer=
4. Czardas v. Raſchdorf. 5. Ge=
ſchichten
aus dem Wiener Wald,
Walzer von Strauß. 6. Potpourri
aus Margarethe von Gounod.
7. Hobomoko, indiſche Romanze
von Reeves.

Großherzogl. Hoftheater
Sonntag, 5. Mai.
Außer Abonnement.
Der Ring des Nibelungen.
Bühnenfeſtſpiel in 3 Tagen und
einem Vorabend v. Rich. Wagner.
Dritter Tag=
Götterdämmerung
(in 3 Aufzügen u. einem Vorſpiel).
Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Spielleitung: Oberregiſſ. Valdek.
Perſonen im Vorſpiel:
Siegfried
Hr. Becker
Brünnhilde.
. Fr. von Sugh
Erſte
Frl. Howard
Fr. Speiſer=
Zweite
Norn
Suchanek
Dritte
Frl. Bruker
Perſonen im Drama:
. Hr. Becker
Siegfried
Hr. Weber
Gunther .
Hagen
Hr. Stephani
Hr. Hoff
Alberich
Fr. von Sugh
Brünnhilde:
Gutrune
Frl. Geyersbach
Waltraute
Frl. Howard
Fr. Speiſer=
Woglinde,
Suchanek
Frl. Bruker
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Floßhilde, 1 S Frl. Howard
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Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremden=
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6 Mk., Balkonloge 5 Mk.,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.13. Reihe)
4 Mk., (14.20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie:
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anf. 5½ Uhr. Ende gegen 10½ Uhr.
Kartenverk. 111 u. v. 4½ Uhr an.
Anfang des 2. Aufzuges 7¾ Uhr.
Anfang des 3. Aufzuges 9 Uhr.
Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 6. Mai. 167. Ab.=V.
D 42. Der Störenfried.
Hierauf: Champagner= Vi=
ſionen
(Ballett). Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 7. Mai. 168. Ab.=V.
B 42. La Traviata.: Al=
fred
. . Hr. Dr. Coponi vom Hof=
und Nationaltheater in Mann=
heim
, als Gaſt. Kleine Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 8. Mai. 169. Ab.=V.
A 43. Ein Sommernachts=
traum
. Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 9. Mai. 170. A.=V.
C 43. An Schillers Todestag:
Maria Stuart. Kl. Preiſe.
Anfang 6½ Uhr.

[ ][  ][ ]

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Seite 23.

sohmnertrisenen, Austlugserte, Horeis, Restaurants

Wildbad im württemberg. Schwarzwald. Mit dem
1. Mai hat die Saiſon in dem von der Natur ſo reich
begünſtigten Kur= und Badeort mit ſeinen als unüber=
trefflich
bekannten Radium=Thermalquellen ihren offi=
ziellen
Anfang genommen. Die Bäder und Kuranſtalten
ſind wieder in Betrieb geſetzt und die Hotels und Logier=
häuſer
haben ihre gaſtlichen Pforten geöffnet und ſind
zur Aufnahme der Gäſte wohl gerüſtet. Durch tägliche
Konzerte des Kurorcheſters auf dem Kurplatze, in der
Trinkhalle und den Kuranlagen, ſowie Künſtler= und
Sinfoniekonzerte, Kammer= und Operettenmuſikabende
im Kurſaal, iſt für Unterhaltung Sorge getragen. In der
Vorſaiſon ſind Kurtaxe und Wohnungspreiſe bedeutend

ermäßigt, auch ſonſt bietet eine Frühkur manche Vorteile,
Eine ſtattliche Anzahl alter Stammgäſte hat ſich bereits
eingefunden. Im Vorjahre betrug die Frequenz 20 906
Perſonen.
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ort
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lieblicher Bucht des Vierwaldſtätterſees am Oſtfuße des
Pilatus. Das Dorf mit ſeinen 1200 Einwohnern bietet
in baumgeſchmücktem Grün, anſteigenden üppigen Wieſen
halb verborgen eine heimelige Stätte wohliger Ruhe in=
mitten
entzückender Umgebung. Die geſchützte Lage und
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ſchwachen
bald in ſpürbarer Kräftigung geltend macht.
Hergiswil beſitzt eine vorzügliche Waſſerverſorgung beſter
Quellen des Pilatus. Würzige Alpenmilch erquickt den
Beſucher aufs angenehmſte. Eine elektriſche Beleuchtung
fehlt der Ortſchaft ebenfalls nicht und Straßenbeſpreng=
ung
wehrt läſtigem Staube. Die Verkehrsverbindungen
(18 Züge und 10 Dampfboote) ſind für Hergiswil aus=
gezeichnet
. Dieſe und noch viele andere gute Eigenſchaf=
ten
haben dem Kurorte Hergiswil in den letzten Jahren
zu einem raſchen Aufblühen verholfen und bleibt gewiß
jedem hier Weilenden der Aufenthalt in angenehmer Er=
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Seite

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105,


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Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.

Als Ingwald Anderſen über die Schwelle trat, hatte
er plötzlich das Gefühl, als wälze ſich eine ſchwere Bürde
auf ſeine Seele, als träte ihm ein ungeheueres Etwas, für
das er keine Erklärung fand, mit wuchtigem Schritt ent=
gegen
, um einen vernichtenden Schlag auf ſein Haupt zu
fällen.
Iſt jemand hier? fragte er, wie ein Blinder die Hände
ausſtreckend und ſich unſicher weiter hinein in die Kabine
taſtend. Iſt jemand hier?
Ja, ich bin’s! klang da plötzlich eine dumpfe Stimme
zurück.
Helga! ſchrie er entſetzt auf, bis zur Tür zurücktaumelnd,
und die dunkle Geſtalt, die ſich von dem Divan emporrichtete,
mit beiden Händen abwehrend.
Gelaſſen drehte ſie das elektriſche Licht an und ſtand
nun ihrem Mann bei tagheller Beleuchtung mit einem
bitteren, faſt verächtlichen Lächeln gegenüber.
Du haſt mich nicht erwartet, ſagte ſie kurz, aber ich bin
doch gekommen.

Was willſt Du hier? grollte er. Warum erſchwerſt
Du die ohnehin ſchrecklichen Verhältniſſe noch mehr? Hat
Einar Aßmuſſen Dir nicht meine Wünſche vertraut?
Helga ſah in das kalte, unbewegte Geſicht ihres Man=
nes
, der nach dem erſten Schreck ſeine ganze Kaltblütigkeit
wiedergefunden hatte.
Sie hatte natürlich nicht auf einen freudigen Empfang
gerechnet, daß aber die ganze, glücksfrohe Vergangenheit,
die ſie mit Ingwald verlebt, ſo urplötzlich in ein Nichts
verſunken ſein ſollte, das begriff ſie nicht.
War es notwendig, nahm ſie ganz ruhig das Wort,
daß Du einen Fremden zum Dolmetſcher Deiner Gefühle
machen mußteſt? War ich es nicht wert, daß Du mir ſelber
ſagteſt, daß Deine Treue, die Du mir gelobt, ins Wanken
geriet?
Ein Fremder, betonte der Kapitän, dem es ſehr unbe=
haglich
unter dem Blick der ernſten, grauen Augen wurde.
Iſt Einar Dir ein Fremder?
Nein, ein Freund, gab ſie ſchnell zurück, aber ein Frem=
der
, wenn es ſich um das geheiligte Gefühl handelt, das
Mann und Weib mit den geheimſten Fäden verbindet. Was
wir uns zu ſagen haben, Ingwald Anderſen, verträgt
keinen Dritten. am allerwenigſten den Mann, den Du Dir

im Geheimen, um Deine Schurkerei vor Dir ſelber zu be=
mänteln
, als Deinen Nachfolger ausgeſucht. Brennt Dir
denn nicht die Schamröte auf den Wangen, fuhr ſie erregt
fort, daß Du in dem Augenblick wo Du mich die Mutter
Deines Kindes, von Dir abſchüttelteſt wie ein läſtiges In=
ſekt
, zu Einar Aßmuſſen ſagen konnteſt, Du hätteſt es ge=
wußt
, daß er mich immer geliebt? War es nicht ein Preis=
geben
, ein Feilbieten Deines Eigentums? Wie der ges
meine Schächer ein Weib verſchenkt oder es für eine gering=
artige
Münze verkauft, ſo warfſt Du Einar Aßmuſſen Dein
Weib zu, als Du ſeiner überdrüſſig geworden, und Du
Deine frevelnden Hände nach einem anderen Weibe aus=
ſtreckteſt
. Verteidige Dich, wenn Du kannſt.
Wie Keulenſchläge trafen Helgas Worte Ingwalds
Haupt.
Er war noch wie betäubt von ihrem Hierſein, trotzdem
ſeine Haltung frei und aufrecht ſchien.
Laß uns doch möglichſt leidenſchaftslos zu Werke gehet
Helga, lenkte er mühſelig ein. Laß uns in Ruhe beſpre=
chen
, was notwendig iſt, und dann laß uns ſtill auseinan=
dergehen
, ohne Groll, ohne Haß, wie zwei gute Freunde,
die eine herrliche Wegſtrecke ihres Lebens gemeinſam durch=
meſſen
, deren letzter Lebensweg aber abſeits voneinanden
führt, führen muß.

[ ][  ][ ]

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

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dem ihren gegenüber, aber ſie durfte nicht ſchwach ſein,
ſie mußte dieſen Kampf auf Leben und Tod durchhalten,
ihres Kindes wegen, das fern in dem ſtillen Helgenaes nach
ſeinem Vater weinte.
Ich habe nicht die Abſicht, bemerkte ſie beherrſcht,
Deinen Wunſch zu erfüllen.
Das wirſt Du wohl müſſen, kam es kalt zurück. Ich
dächte, Helga Anderſen iſt kein Weib, das einem Mann
nachläuft, wenn er ihr ſagt, daß er ſie nicht mehr liebt.
Wie von einem Peitſchenhieb getroffen, zuckte ſie zu=
ſammen
.
Ingwald ſah ſie bis in die Lippen erbleichen und las
das herzzerreißende Weh bei ſeinen ſchonungsloſen Worten
in ihrem leidvollen Antlitz, und er erſchrack vor ſich ſelber
und ſeiner erbarmungsloſen Grauſamkeit.
War es möglich, daß er das Weib, das er doch einſt
ſo innig lieb gehabt, die Mutter ſeines blonden Jüngen,
ſo unendlich kränken, ſo ohne alle Schonung abtun konnte,
nur um ſich ſelber ein Glück zu retten, das vielleicht gar
keins war?
Kein Glück?
Er lachte plötzlich gellend auf, und faßte mit hartem
Druck Helgas eiskalte Hände.
Willſt Du mich eigentlich wahnſinnig machen, Weib,
keuchte er. Soll ich vielleicht Gewalt brauchen, um frei zu
werden, wie es mein Herz verlangt?
Gewalt, lächelte ſie hohnvoll. Wie denkſt Du Dir das?
Willſt Du mich vom Bord der Katla hinabſtoßen in das
ſchäumende Meer? Die Nacht iſt dunkel, Ingwald Ander=
ſen
, und die Nacht iſt verſchwiegen. Tue es doch, was
Dein wildbewegtes Herz Dir zuraunt. Tue es doch. Nie=
mand
wird danch fragen. Helga Anderſen wird an den
ſcharfen Eisbergen oder den ſchwarzen Klippen ſich das
Haupt zerſchmettern, und niemand wird ſagen können, wie
ſie geendigt. Nur ein Kind wird einſt von Dir Rechenſchaft

ſerden, Den einenes ſicd, ſähſt damn vem Du es uie
wieder ſiehſt. In einſamen Nächten, wo Du Luſt und
Wonne erſehnſt, wird es ſich zu Dir ſchleichen, ganz leiſe,
wie die Engel ſchreiten, und wird Dich fragen:
Warum bracheſt Du meiner Mutter das Herz, warum
verſtießeſt Du ſie und warum haſt Du ſie getötet?
Und die kleinen, zarten Kinderhände werden drohend
das Richtſchwert heben und werden Dich zermalmen. Töte
mich doch, Ingwald Anderſen! Wehrlos ſtehe ich hier,
ganz in Deiner Gewalt. Töte mich, dann biſt Du frei.
Niemand hat mich geſehen, als ich auf die Katla kam,
nur der alte Stevens. Wie leicht kannſt Du ihm ein Mär=
chen
aufbinden. Töte mich, Ingwald. Wenn ich nicht mehr
bin, dann kannſt Du mit dem blonden Weibe, das Dich
treulos machte, glücklich ſein.
Weib! ſchrie der Kapitän wild, Helga bei den Schultern
packend und ſie in wilder Verzweiflung ſchüttelnd, Weib,
biſt Du denn ein Teufel, daß Du mit Deinen höhnenden
Worten meine Bruſt peitſchſt und Gedanken erweckſt, die
mein Inneres nie gekannt.
Ein faſt irrſinniges Lachen brach aus Helgas Munde.
Feige biſt Du auch noch, keuchte ſie, zu feige zu dem
letzten Streich. Mich da hinab in das ſchwarze Waſſer zu
ſtoßen, da zögerſt Du aus anerzogener Moral, oder wie
das Ding ſonſt heißen mag, aber mir das Schwert in die
Bruſt zu bohren, das tauſend Tode bringt, das macht Dir
nichts aus. Ich möchte lachen, wenn ich nicht bitter weinen
müßte, nein ſchreien, daß mein Kind einen ehrloſen
Vater hat.
Nun iſt es aber genug, brauſte der Kapitän auf. Nur
zu lange ſchon habe ich Deine phantaſtiſchen und, verzeih,
albernen Reden mit angehört. Wir ſtehen hier auf ganz
realem Boden. Du kennſt meine Wünſche und Vorſchläge,
und ich hoffe von Deiner Einſicht, daß Du Dich dieſen Wün=
ſchen
fügſt.
Nein, niemals! Ich bin keine Frau, die man wegwirft
wie ein verbrauchtes Spielzeug. Ich kam hierher, weil ich
das Unglaubliche nicht für möglich hielt. Mit meinen

eigenen Augen wollte ich mich überzeugen, ob es wahr ſei,
daß eine ſinnloſe Leidenſchaft es vermag, einen ehrlichen
Mann, einen liebenden Gatten und Vater vom Pfade der
Pflicht zu lenken. Ich wollte Dich bitten, Ingwald, auf
meinen Knien wollte ich Dich bitten, es noch einmal mit
mir zu verſuchen, mit mir und dem Kinde. Für krank hielt
ich Dich, Deine wunde Seele wollte ich heilen. Nur ganz
ſtill, von ferne wollte ich Dir helfen, mit meiner treuen
Liebe das große Leid Deines Lebens zu bannen.) Deine
Freundin wollte ich ſein. Nichts begehrend als Dein Ver=
trauen
und das Glück, Dir helfen, Dich aufrichten zu dür=
fen
, wenn Deine Seele nach dem entflohenen Glück ſchrie,
das Dich wie eine Fata Morgana auf Irrpfade lockte.
Unſere ganze Jugend, die Erinnerung an ſie, an unſer
Glück, unſer einziges Kind ſollten mir Bundesgenoſſen ſein,
Dich aufzurichten, damit wir als treue Weggenoſſen, wenn
auch ohne unſere Liebe, die zerbrochen lag, Orms wegen
wieder gemeinſam gehen konnten. Du haſt es nicht gewollt,
Du haſt mich ſo erbarmungslos zurückgeſtoßen, ſo unmenſch=
lich
grauſam, wie Deine kraſſe Selbſtſucht es Dir eingab.
Nun rüſte ich mich zum Kampf für mein Kind. Ich will
nicht, daß es ſeinen Vater verachten ſoll. Und ſo wahr ich
vom barmherzigen Himmel meines einzigen Kindes Glück
und Leben erflehe, ſo wahr iſt, daß nur mein Tod Dich
frei macht von dem Band, das uns verbindet. Nun wähle,
Ingwald Anderſen. Ich werde, wenn Du das letzte biß=
chen
Mut nicht haſt die Feigheit iſt ein Vorrecht der
Männer, die ihre Frauen betrügen Deinen=Lebensweg
nicht mehr kreuzen. Aber vor Gott und Menſchen bleibe ich
Dein Weib, und niemals ſoll ein anderes Weib die Stelle
einnehmen, die mir, der Mutter Deines Kindes, gebührt.
Sage das Deiner blonden Islandsmaid, Ingwald An=
derſen
, ſage es ihr. Und nun entſcheide Dich. Wehrlos,
ohne zu zucken, will ich zum Tode gehen. Wenn Du willſt,
kann ich ja auch eine Beſcheinigung hinterlaſſen, daß ich
freiwillig aus dem Leben ſchied. Du kannſt dann ruhig
und ungeſtraft Dein Lebensglück genießen. Aber entſcheide
(Fortſetzung folgt.)
Dich, meine Zeit iſt um.

[ ][  ][ ]

Seitr 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mat 1912.

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Nummer 105.

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Seite 27.

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Seite 28.

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Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

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den Namen Dr. Hommel. (VI1746

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
ydruck verboten

Widerſprüche. Luxus und Entbehrung. Die große
Berliner Kunſtausſtellung. Ihre Eröffnung. Ernſte
Worte. Unſere Künſtler gegen den Kunſtſchmutz. Was
die Ausſtellung bietet. Städtiſche Kunſtpflege. Billige
Muſik. Die Werſtatt des Werdenden. Nette Ideale.
Ein ſonderbarer Abend.
Zwei kürzlich erſchienene Berliner Zeitungsmeldungen
geben Veranlaſſung zu merkwürdigen, beſtimmte Verhält=
niſſe
der Weltſtadt beleuchtenden Betrachtungen. Die eine
teilte mit, daß im Tiergartenviertel jetzt einzelne Woh=
nungen
unter anderm 20 Meter lange Bildergalerien er=
halten
, die andere, daß es bei uns ambulante Künſtler
gibt, die auf der Straße für ein geringes Entgelt die
Paſſanten in Aquarell porträtieren. Dort äußerſter Luxus,
der eine Sammlung mehr oder weniger erleſener jeden=
falls
recht teurer Kunſtwerke in Betracht zieht, hier das
ſchlimmſte Elend bei einzelnen Vertretern der akademiſchen
Kunſt, die ſich auf die Gaſſe begeben müſſen, um das Aller=
notwendigſte
für ihre Exiſtenz zu erwerben. Und da=
zwiſchen
ſteht die dieſer Tage eröffnete Große Ber=
liner
Kunſtausſtellung, die in mehr denn 60

größeren und kleineren Räumen an 2500 Gemälde, Skulp=
turen
, Zeichnungen, architektoniſche Entwürfe uſw. enthält.
2500 Kunſtwerke auf einen Platz vereint! Welche
Unſumme von Arbeit vertritt dieſe Ziffer, wieviele Hin=
gebung
, Hoffnungen, Wünſche, Erwartungen und Berech=
nungen
birgt ſie! Ach, und wie wenig geht davon in Er=
füllung
. Und man darf gar nicht erſt noch an die 2000 Werke
denken, die keine Gnade vor den Augen der Jury fanden
und den Abſendern wieder dankend zur Verfügung geſtellt
wurden. Früher bedeutete die Eröffnung dieſer großen
Ausſtellung ein Ereignis im Berliner Leben, von dem man
vorher und nachher lange ſprach. Das iſt ſchon ſeit ge=
raumer
Friſt vorbei. Berlin iſt zu ſehr Kunſtſtadt ge=
worden
und hat zu viele Kunſtſalons jeder Gattung erhal=
ten
, die fortgeſetzt die Aufmerkſamkeit kunſtliebender Kreiſe
feſſeln, als daß ſich jene Ausſtellung, ſo abwechslungsvoll
und intereſſant ſie an ſich iſt, die allgemeine Beachtung er=
zwingen
könnte. Dazu kommen noch die ſteten Kämpfe
innerhalb unſerer Künſtlerſchaft und die journaliſtiſchen
Aeußerungen beſtimmter, mit den Sezeſſioniſten eng ver=
ſchwägerter
und befreundeter Kunſtkritiker welche die
große Ausſtellung möglichſt mau zu machen trachten:
Liebe Leſer, geht gar nicht erſt hin, ihr findet ja dort doch
nicht, was euch befriedigen könnte! Als ob die in ihrem
Dunſtkreis eingeſponnenen Herren wüßten, was ihre
lieben Leſer befriedigt!
So ſang= und klanglos ſich auch diesmal wieder die
Eröffnung vollzog es fehlt eben, mag man darüber
denken und ſchreiben, was man will, der Kaiſer und die mit
ſeinem Erſcheinen verbundene glänzende, feſtfreudige Auf=
machung
ſo iſt ſie dennoch diesmal bedeutſamer, als es
in den letzten Jahren der Fall geweſen. Unſere Künſt=
ler
beſinnen ſich endlich darauf, daß ſie gegen die ſich
immer breiter machenden, immer kecker auftretenden, unter
dem Deckmantel der Kunſt auf die häßlichſten Inſtinkte
ſpekulierenden, teils albernen, teils frechen und rohen Aus=
ſtellungen
wie Publikationen der ſogenannten Modernſten
das Wort in aller Oeffentlichkeit erheben müſſen. So be=

konte der diesmalige Larſtzende der Ausſtelungekem=
miſſion
, Maler Max Schlichting, in ſeiner Eröff=
nungsrede
eindringlich: Ich möchte aber hier auch des
Fehlers gedenken, der uns Künſtler beſonders angeht, der
ſich im Hauſe der Kunſt ſelbſt einniſten will, ich meine den
Schmutz in Wort und Bild, der nicht nur verſteckt
auf Hintertreppen, ſondern offen in manchen Zeitſchriften
ſich breit macht. Unſere, der Künſtler Sache iſt es, dagegen
Widerſpruch zu erheben, wenn dies geſchieht unter An=
rufung
der Freiheit, unter Mißbrauch des Namens der
Kunſt. Denn der ſchlechte Zweck entheiligt die Mittel=
Gegen dieſes Uebel hat unſer großer ſüddeutſcher Meiſter
Thoma vor Jahren in einer Parlamentsrede den Staats=
anwalt
auf den Plan gerufen. Aber die Wurzel des Uebels
ſitzt tiefer in dem ungenügenden Kunſtverſtändnis. Denn=
dem
wahren Kunſtfreund können ſolche Dinge nichts an=
haben
; er wird ſie mit Verachtung, mit einem äſthetiſchen
Mißbehagen beiſeite ſchieben. Gilt es alſo, überall das
Kunſtverſtändnis zu heben ſo dürfen wir wohl unſere Auss
ſtellung ſo beſcheiden wir ſie auch ſonſt einſchätzen mögen
in die Reihe der Streiter einſtellen. Noch mehr Ein=
druck
machten die Aeußerungen des als Vertreter der Stadt=
Berlin erſchienenen Bürgermeiſters Dr. Georg Reicke
bei dem der Eröffnung ſich anſchließenden Feſtmahl der
Künſtler. Denn er, der bisher der Sezeſſion mancherlei
Sympathien erwieſen, rückte jetzt nachdrücklich von ihr ab,
was ihre Auswüchſe, die Verherrlichung der blödeſten
fremden Kunſtmache und den ſenſationslüſternen Ge=
ſchäftsgeiſt
, deſſen Quelle uns ja allen hier zur Genüge
bekannt iſt, anbelangt.
Die Ausſtellung ſelbſt, die ſpäter des eingehende=
ren
gewürdigt werden ſoll, erfüllt keine beſonderen Er=
wartungen
, enttäuſcht aber auch nicht. Mehr und mehr ent=
wickelt
ſie ſich zu einer überſichtlichen Vertretung der meiſt
recht tüchtigen Leiſtungen unſerer Berliner Künſtler, ſoweit
ſie nicht abſeits vom Wege ſtehen. Denn von Jahr zu
Jahr ſpärlicher, was Zahl wie Güte anbelangt, werden die
Münchener, Düſſeldorfer, Karlsruher uſw. Gruppen. Jene

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Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mat 1912.

Seite 31.

Städte haben ihre eigeten regeinäßigen großen Aus=
tellungen
neben den ſtets zunehmenden internationalen,
pelch' letztere einen beſſeren Kaufmarkt verſprechen, als
Berlin. Ihren alten guten Ruf bewährt unſere Malerei
vieder auf den Gebieten der Landſchaft und des Porträts,
pährend Hiſtorie und Genre noch ſpärlicher vorhanden ſind,
ils ſonſt. Auffallend mäßig in jeder Beziehung zeigt ſich
die ernſtere Bildhauerei, die ſich kaum noch mit großen
monumentalen Aufgaben zu beſchäftigen ſcheint, ſehr tüchtig
dagegen iſt auf dem Plan die Kleine Skulptur erſchienen,
ſie macht’ viel Freud’ und nähret ihren Mann.
In ſeiner eben erwähnten Rede teilte, unter lautem
Beifall, unſer Bürgermeiſter mit, daß der Magiſtrat die
Schaffung einer Städtiſchen Kunſthalle beſchloſſen
habe! Das iſt eine willkommene Nachricht, die hoffentlich
ihre würdige Verwirklichung findet. Berlin folgt damit,
wenn auch ſpät, dem Beiſpiel anderer großer deutſcher
Städte aber beſſer ſpät, als garnicht. Mit warmen Sym=
pathien
wurde es auch begrüßt, daß die Stadt unſerem
trefflichen Philharmoniſchen Orcheſter, deſſen
Beſtand gefährdet erſchien, eine jährliche materielle Hilfe
von 60 000 Mark gewährt, wofür das Orcheſter die Ver=
pflichtung
übernommen hat, 35 Sommer= und 5 Winter=,
ſowie 6 Schüler=Konzerte zu geben. Mit den erſteren wird
anfangs des kommenden Monats begonnen, ſie finden in
fünf der größten, ſich auf verſchiedene Stadtgegenden ver=
teilenden
Sälen ſtatt, zu einem Einheitspreiſe von 30 Pfg.

für das Bilt, ohne Garderoden= und Getränezwang.
Das iſt im beſten Sinne Volkstumkunſt, die regſte Förder=
ung
verdient.
* Das gerade Gegenteil muß man der ſogenannten
Elitekunſt gegenüber anwenden, die uns die Werk=
ſtatt
der Werdenden verheißt. Hinter dieſem tönen=
den
Namen verbirgt ſich ein Kreis jüngerer Leute, die, wie
es uns angekündigt war, den Verſuch unternimmt, unter
Hintanſetzung aller materiellen Intereſſen aus beſten
Kräften für fremde und eigene Ideale einzutreten. Nette
Ideale in der Tat, die wir kürzlich abends im Künſt=
lerhauſe
bei dem erſten Hervortreten der Werdenden
lennen lernten! Der Eintritt war nur mittels der auf den
Namen ausgeſtellten Einladungen geſtattet, denn es ſollte
uns allerhand Beſſeres geboten werden, ſo Wedekinds
Tod und Teufel was ſonſt die Polizei nicht zu einer
öffentlichen Aufführung frei gegeben. Eine merkwürdig zu=
ſammengeſetzte
Geſellſchaft, viele der meiſt jüngeren Herren
im Frack oder Smoling, viele der Damen in eleganten
Toiletten, die jüngeren in Hell, eine von dieſen auf der
erſten Reihe mit einem großen, duftenden Blumenſtrauß,
dann Schriftſteller, Künſtler, Schauſpieler. Goethes Vor=
ſpiel
auf dem Theater bildete die Einleitung und ſollte
wohl gleichzeitig des näheren das Programm der Wer=
denden
dar= und klarlegen. Die gute Exzellenz wird ſich
ein paarmal in der Weimarer Fürſtengruft umgedreht
haben über die Auslegung ihrer Worte. Goethe war nie

abhold einer geſunden Simtſchreit, beſto zorniger häte
er dieſer ſchwülen und verlogenen Erotik gegenübergeſtan=
den
, die uns hier, zum Teil von blutigen Dilettanten, in
Beaudelaires Lieder der Liebe in einer inhaltsloſen
Pantomime Das Kiſſen der Aſtarte und mit kühner, aber
auch abſtoßender Perverſität in dem genannten Wedekind=
ſchen
Einakter vorgeführt ward. Den Inhalt des letzteren
auch nur in Andeutungen wiederzugeben, verbietet ſich von
ſelbſt; ſo ſtark einzelnes feſſelt, auch der moraliſche‟ Aus=
klang
, ſo zahlreich ſind die brutalen Lächerlichkeiten und
ſo widerwärtig berührt uns das ganze Thema und die Be=
handlung
desſelben. Am widerwärtigſten aber, daß man
einem jungen Mädchen zumutete, die Rolle der liebes=
erfahrenen
, lüſtern=verwegenen Liſiska zu ſpielen, und daß
ſich ein junges Mädchen dazu gefunden; es genügt die Be=
merkung
, daß jenes Fräulein die Rolle in einem Kleid=
ungsſtück
wiederzugeben hat, das man morgens zuerſt an=
und abends zuletzt ablegt, und daß die ſiebzehnjährige
Schönheit, deren aufgelöſte, blonde Haare ein zartes Ge=
ſicht
umrahmen, Sachen zu ſagen hat, die den ausgepich=
teſten
Lebemann zum Erröten bringen! Genug davon!
Aber ſehr neckiſch iſt es, daß, wie erzählt ward, die ganze
Veranſtaltung als Polterabend=Ueberraſchung für die
Schweſter des Hauptmitwirkenden, jene blumentragende
Dame in der erſten Reihe, gedacht war. O ja, in Berlin
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Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nuzumer 105.

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Seite 34.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

Man verlange

Freisliste.

Vertreter: Haas & Bernhard, Darmstadt, Rheinstr. 19.

Zur Regierungsvorlage über die
Beamtenbeſoldung

ſchreibt man uns aus intereſſierten Kreiſen: Nächſten
Dienstag tritt die Zweite Kammer der Landſtände zu
einer für die ganze heſſiſche Beamtenſchaft hochbedeut=
ungsvollen
Tagung zuſammen. Auf der Tagesordnung
ſteht als wichtigſter Beratungsgegenſtand die Regier=
ungsvorlage
über die Beſoldungsreform mit den bei=
gegebenen
Geſetzentwürfen.
In der nächſten Woche wird es ſich alſo zeigen, ob
die heſſiſche Beamtenſchaft endlich und bald auf Er=
füllung
ihrer allſeits als berechtigt und dringend aner=
kannten
Wünſche wird rechnen dürfen. Die Großh. Regier=
ung
hat durch die Vorlage das in der Thronrede wieder=
holt
gegebene Verſprechen wegen zeitgemäßer Aufbeſſer=
ung
der Beamtengehalte eingelöſt, und die große Mehr=
heit
der Beamten iſt ihr dafür herzlich dankbar, obgleich
niemand verkennt, daß die aus dem Drange der Verhält=
niſſe
geborene und gewählte Art der Löſung der Frage
nicht alle Fehler der jetzigen Beſoldungsordnung beſei=
tigt
und nicht alle berechtigten Wünſche erfüllt. Eine
Reform mit einigen Lücken iſt aber doch beſſer, wie keine,
und darum gibt es nur wenige Beamte, die lieber noch
länger warten wollen, als ſich mit dem Proviſorium zu=
nächſt
zufrieden zu geben.
An den Herren Landtagsabgeordneten liegt es nun,
ob die Beamten bald etwas bekommen werden oder
nicht. Die Verſprechungen bei den Wahlen ſind nun
einzulöſen, jetzt heißt es für jeden einzelnen Volksver=
treter
Worte in Taten umzuſetzen und zu zeigen, daß man

nicht nur in Wahlzeiten ein warmes Herz für die Beam=
tenſchaft
hat, daß man nicht nur groß im Verheißen, daß
man nicht nur ein Mann von ſchönen Redensarten, ſon=
dern
auch zu Taten, zum Bewilligen von Mitteln bereit
iſt und daran feſthält: Ein Mann, ein Wort!
Mehr wie je wird die heſſiſche Beamtenſchaft das
Verhalten der verſchiedenen Parteien und deren Abge=
ordneten
bei Beratung der Beſoldungsreform verfolgen
und daraus ihre Schlüſſe für die nächſten Wahlen wohl
zu ziehen haben. Schönheitsfehler, die der Vorlage an=
haften
, können bei derem proviſoriſchem Charakter kein
Grund ſein, ſie ſcheitern zu laſſen. Abgeordnete, die ſich
hinter Kleinigkeiten verſtecken und durch das Aufrollen
von Prinzipienfragen bei Beratung der Koſtendeckungs=
vorſchläge
ſich eine Kuliſſe für ihr ablehnendes Veto ver=
ſchaffen
wollten, werden bei der Beamtenſchaft keinen
Glauben finden, und ſie werden beſſer tun, offen und frei
zu bekennen: Wir ſind Gegner einer Gehaltsaufbeſſer=
ung
für die Beamten denn Offenheit verdient immer
Beachtung und zeugt von Mannesmut. Iſt es den
Herren Landtagsabgeordneten ernſt um die baldige Be=
ſeitigung
der Mängel, die auch nach der jetzigen Beſold=
ungsvorlage
noch beſtehen bleiben, dann liegt es an
ihnen, mit der Großh. Regierung hierfür eine beſtimmte
Zeit zu vereinbaren. Die Abſicht der Regierung iſt es
ohne jeden Zweifel, zunächſt dem Notſtand abzu=
helfen
und dann erſt das Beſoldungsgeſetz in ſeinem
organiſchen Aufbau zeitgemäß zu ändern. Zu dieſem
weiteren Schritt iſt aber nötig, daß zuvor die Vereinfach=
ung
der Staatsverwaltung durchgeführt wird. Darum
ergeht an die Herren Landtagsabgeordneten die
dringende Bitte, die Beſoldungsordnung auch dann
anzunehmen, wenn die Großh. Regierung erklären ſollte,
für jetzt keinesfalls weiter gehen zu können, denn das
wollen die Beamten nicht, daß dieſes ſoziale Werk ſchei=
tern
ſoll, wenn die vorhandenen Unſtimmigkeiten nicht
ſofort ausgeglichen werden.
Für die Beamten ohne Ausnahme iſt vor allem eine
Verbeſſerung der pekuniären Verhältniſſe dringend nötig,
und das bringt die Regierungsvorlage.

Sport.

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3000 Mark, Diſtanz 3400 Meter: 1. Rittm. v. Kneſebecks
Laurin (Leutn. Graf Baudiſſin), 2. Cymbal (Leutn.O
v. Mitzlaff), 3. Edda (Leutn. v. Dörnberg)., Tot. 34:10,
Pl. 17, 20:10. Unpl.: Toncſi (4), Magdalena, Fetlars
Fortune. Ueberlegen, 2 Lg.-Hals. Aſchenbrödel=
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erfragen Holzſtr. 23. (*11378so

Frau u. Mädchen ſuchen Lauf=
dienſt
, auch Laden putzen. Frau
Seipp, Sackgaſſe 7. (*11444

Junge Frau ſucht Laufſtelle
2 Stunden vormittags. Näheres
Viktoriaſtr. 98, 2. St. I. (*11221sm

Eine ſaubere Frau ſucht halbe
Tage Waſchen und Putzen.
Alte Niederſtr. 15, I. St. (*11427

Anſtändiges
junges Mädchen,
welches nähen, ſervieren und alle
Hausarbeit verſteht, ſucht Stellung
in beſſerem Hauſe z. 1. Juni. Off.
unt. H 15 an die Exped. (B10320

J. Frau ſucht Lauſd. m. 2 St.
*11358) Liebfrauenſtr. 81. Arnold.

Tücht. erf. Frau ſ. n. Kund. z.Waſch.
u. Putz. Arheilgerſtr. 54, Hth. (*11377

Männtien

Tüchtiger, erfahr., gewiſſenhafter
Buchhalter
ſucht, geſtützt auf la Referenzen,
anderw. Engagement. Gefl. Off.
unter H 46 a. d. Exped. (*11363

Junger, tücht. Kaufmann
d. Krankh. ſtellenlos geword., ſucht
u. beſch. Anſpr. Stell. auf Büro od.
Lager. Off. u. H 64 Exp. (*11438

Kaufmann
durchaus perfekt in Buchh., inkl.
abſchl. Kaſſe, Korreſpondenz, Re=
klameweſen
, Kalkulation, Reiſe,
Lohnweſen ꝛc., in ungek. Stell., w.
ſich per 1. Juli a. c. zu verändern.
Off. u. H 13 a. d. Exp. (*11238fs

Ein Genoſſenſchafts=
Bücher=Reviſor
der die amerik. Buchführung, Bi=
lanzſtellung
ſeit viel. Jahr. gründl.
kennt, ſucht anderweit. Stellung.
Derſelbe übern, auch den Nachtrag
von Büchern ſtundenweiſe in der
Stadt und außerhalb. Gefl. Off.
unt. H 24 an die Exp. (10335fso

Ein Schreibgehilfe ſ. Stelle.
Näheres Expedition. (*11324

Solider, gewiſſenh., langjähriger
Verwalter eines herrſchaftl. Gutes
ſucht paſſende Vertrauensſtellung,
als Hausverwalter, Kaſſenbote od.
ſonſt irgend welcher Art.
Gefl. Offerten erbeten unt. E89
(9655a
an die Exv. ds. Bl.

Junger Mann wünſcht ſchri tl.
Arbeiten nachm. für Geſchäft oder
Büreau gegen mäßige Vergüt. zu
übern. Off. u. G 76 Exp. (*11081dsi

Kurz-, Weiß- und
Wollwarenbranche.
Schneiderei-Artikel!
Junger Kaufmann (militärfrei)
aus obiger Branche (flotter Steno=
graph
) ſucht geſtützt auf gute Waren=
und Kontor=Kenntniſſe ſowie Ia
Zeugn ſſe paſſende Stellung per
1. Juli, eventl. auch für Reiſe.
Gefl. Off. erb. u. H 59 Exp. (*11420

Junger verh. Mann mit guter
Handſchrift ſucht Stellung als
Bürodiener oder ſonſtigen Poſten.
Offerten unter H 31 an die
(*11333
Exvedition d. Bl.

Junger, ordentl., ſauberer Mann
von 17 Jahren, mit guten Zeug=
niſſen
, ſucht Stelle als Ausläufer
oder ſonſtige Beſchäftigung per ſof.
Off. unt. H 27 an die Exp. (*11282fs

Kräftig. Mann in den 30er Jahr.
ſucht Stellung als Packer, Kiſten=
ſchreiner
od. ſonſtige Beſchäftigung.
Gute Zeugniſſe ſtehen zu Dienſten.
Wo? ſagt die Exped. (*1142isid

Burſche, 16 Jahre, ſ. Stellung
als Hausburſche od. dergl. Näh. b.
Ripper, Rheinſtr. 47. (*11061dfs

Lehrſtelle in Mechaniker= oder=
Feinſchloſſer=Werkſtätte geſucht.
Gefl. Offerten unter B 100 an
die Tagblatt=Filiale, Beſſunger=
ſtraße
47.
(B10468

Fräulein
in Stenographie u. Maſchinenſchr.
ausgebildet ſucht Anfangsſtelle.
Off. u. G 32 a. d. Exv. (*10865ids

ucht per
Siuze eraiter
ofort o
ſpät. Stellung, gleich welch. Branche.
Offert. u. H 55 a. d. Exp.
11408

Weiblich
Mehrere
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die das Zuſchneiden gelernt
haben, für Zuſchneide=Hilfe
per ſofort geſucht. (10068ids
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Schulſtraße 2.
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Schustergasse 16.

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Näherinnen
für die Tapezier=Werkſtätte per
ſofort für dauernd bei guter Be=
(10355so
zahlung geſucht.
Joseph Trier
Wilhelminenſtraße 25.

Mehrere perfekte
Näherinnen
für beſte Arbeiten bei guter
Bezahlung ſofort auf Werk=
ſtatt
geſucht.
(10066ids
Oppenheimer & Co.
Schulſtraße 2.

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Verändern geſucht Arheilgerſtr. 75,
1. St. Eingang Ireneſtr. (*11383
Jüng. Konfektions=Arbeiterin,
ſowie ein Lehrmädchen ſof. geſ.
Mühlſtraße 40, I.
(*11456so

Tüchtige Büglerin für dau rnd
(*11385so
ſofort geſucht
Sandbergſtraße 32.

Modes.
Tüchtige Arbeiterin u. Lehr=
mädchen
a. gut. Familie geſucht.
Minna Schmitts, (*11372
Wilhelminenſtraße 29, I. Et.

Tüchtige Arbeiterin geſucht
Kreſtan, Damenſchneider, Mar=
(B10471
tinsſtr. 95.

Arbeiter mnen i. Lehrmadchen
ſucht Korfektion Bayer-Haack,
(10474a
Kapellrlaitz 4.

Tüchtige
Zeitungsträgerinnen
bei hohem Verdienſt von morgens
68 Uhr ſofort geſucht. (*11440
Cellarius, Bleichstr. 53.

Büglerin geſucht, regelmäßie
alle 14 Tage einen Nachmittag.
(*11376
Näh. in der Exp.

Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht (*11016ms
Konfektion, Kranichſteinerſtraße 57.

Arbeiterin ſof. geſ. Mathilden=
ſtraße
34, parterre. (*11400so
Anſt. Mädchen, das ſchneidern
erl. will, ſofort geſucht Moller=
ſtraße
39, part.
(*11183dso

Lehrmädchen
gegen ſof. Vergütung geſ. (10314fso
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gegen ſofortige Ver ütung geſucht.
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(*11391

Hausmädchen
mit guten Zeugniſſen und
gewandt in allen Arbeiten
zum 1. Juli geſucht. Näh.
Expedition d. Bl. (10141mdfso
osädet

Tüchtig., älteres Dienſtmädchen
ſofort geſucht Herber, Wil=
helminenſtraße
10. (*11168dfs

Tüchtiges, nicht zu junges
Küchenmädchen
geſ. Lohn 25 Mk. E. Rollhäuſer,
Off.=Kaſino Train=Bat. 18 (*11233fe

Saub. zuverl. Lauffrau ſ. 2 3
St. nachm. von 2 Uhr ab geſucht.
Erbacherſtraße 67, I. (*11331so

Kinderl. Herrſchaft ſucht p. 1. Jnni
autempfohlenes Alleinmädchen.
Hügelſtraße 30, 1. St. (*11322

Ein ſolides
tüchtiges Hausmädchen
die alle Arbeit gründlich verſteht,
in gutem Hauſe nach Offenbach
geſucht ſof. od. 15. Mai. (*10958ms
Erfragen Frankfurterſtr. 7, pt.

Tüchtiges Mädchen
das Hausarbeit übernimmt und
kochen kann, baldigſt geſucht. Lohn
27 Mk. Vorſtellen von 911 u.
47 Uhr. Näheres in der Ex=
pedition
ds. Bl.
(*10753oms

Geſucht wird zum 15. Mat ſein
älteres, zuverläſſiges
Mädchen
oder unabhängige junge Frau von
vormittags ½8 Uhr bis nach dem
Spülen. Näh. Exvedition. (1048

Zum 1. Junt gewandtes
Hausmädchen
mit guten Zeugn. für Herrſchaftsh.
geſucht Hermannſtr. 35. (10483so
Ein fleißiges, ſauberes Lauf=
mädchen
für mittags 2 Std. ſof
geſucht Waldſtr. 23, II., I. (*11442

Z mmer= und Reſtaurantkelner,
ſprachkd., Haus= u. Servierburſche,
junger Kellner, 1820 Jahre, jung.
Koch, ſelbſtänd, geſucht. Gute Zeu n.
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1457
mittler, Schüczenstr. 10½, Tel-Ruf 53 1.(6

Lauffrau für 2 Stunden vor=
mittags
geſucht Wilhelminen=
ſtraße
21, Uhrgeſchäft.
(*1133

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Tuchtiges Mädchen geſucht=
Näheres Martinſtr. 31, II. (*11439
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Führung eines Haushaltes aufs
Land geſucht. Frau Kathariug=
Jager, gewerbsmäßige Stellen=
vermittlerin
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Saubere Laufrau 1 Std. geſ.
Wenkſtraße 26 part. r. (*11

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pfohlenes
Alleinmädchen, ddas
kochen kann und die Hausarbeit
gründlich verſteht, in ſehr ruhigen
Haushalt (2 Perſonen) gegen guten
Lohn geſucht. Vorerſt ſchriftliche
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pedition
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ſonen ein
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tücht., ſolid. Mädchen, b. kochen
kann, Hausarbeit verſteht und
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(B1039

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kochen kann, von morgens 84 Uhr,
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ches kochen kann, in kleinen Haus=
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reichſtraße
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nenfabrik
geſucht. Stebſame, zu=
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Stellung reflektieren, gut ſteno=
graphieren
, Maſchine ſchreiben und
ſicher rechnen, woll. Angebote mit
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anſprüchen
unter H 18 an die
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reichen
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[ ][  ][ ]

Nummer 105.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Seite 37.

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[ ][  ][ ]

Seite 38.

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Für den Beſuch unſeres Platzes im Jahre 1912 gelten fol=
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Bedingungen:
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Unſeren Mitgliedern mit Familie und Gäſten ſteht der Be=
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des Spielplatzes frei.
2. Luft- u. Sonnenbäder (für Damen u. Herren getrennt).
a) Eintrittspreiſe für Mitglieder:
1. Einzelkarten 20 Pfg.
2. Abonnementskarten für die ganze Badeſaiſon für Einzel=
perſonen
6 Mk.
3. Desgl. für Familien für die ganze Badeſaiſon 8 Mk.
4. Für Angehörige werden auf Namen lautende Beikarten
ausgeſtellt, und zwar für Kinder bis zu 18 Jahren frei,
während für über 18 Jahre alte Familienglieder je 1 Mk.
zu zahlen iſt.
b) Eintrittspreiſe für Nichtmitglieder:
1. Einzelkarten 35 Pfg.
2. Abonnementskarten für die Badeſaiſon 12 Mk. für jede
einzelne Perſon.
(Familienkarten werden an Nichtmitglieder nicht abgegeben.
3. Der Tennispiatz.
Tennisſpieler zahlen für eine auf den Namen lautende Abonnements=
karte
für die Saiſon 4 Mk.
Nichtabonnenten zahlen für die Perſon und Stunde 10 Pfg.
Der Tennisplatz iſt in erſter Linie für unſere Mitglieder
beſtimmt. Durch Mitglieder einzuführende Nichtmitglieder
bezahlen 6 Mk. bezw. 15 Pfg.
Für den Beſuch des Spielplatzes, der Lichtluft= und Sonnen=
bäder
, ſowie des Tennisplatzes gelten die in den Satzungen feſt=
geſtellten
Bedingungen, die auch von Nichtmitgliedern zu be=
achten
ſind. Herausgreifen wollen wir, daß das Rauchen nicht ge=
ſtattet
iſt und daß Hunde auf den Platz nicht mitgenommen werden
dürfen.
Den Anordnungen des Vorſtandes, ſowie des Aufſichts=
führenden
iſt jederzeit Folge zu geben. Etwaige Wünſche nehmen
die Mitglieder des Spielplatz=Ausſchuſſes entgegen.
Der Platz liegt am Lichtwieſenweg, 5 Miniten von der
Halteſtelle, Schießhausſtraße der Elektriſchen Bahnentfernt.
Die Karten für die Bäder werden nur auf dem Spielplatz
von dem aufſichtführenden Herrn ausgegeben.
Die Aufnahme neuer Mitglieder kann dagegen nur bei dem
Vorſitzenden des Vereins, Herrn Stadtverordneten Saeng,
Kirchſtraße 20, erfolgen.
(10112is
Beſichtigung des Platzes iſt gern geſtattet.
Der Vorstend.
Darmſtadt den 30 Aprl 1912.

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Seite 40.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.


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Die Anmeldepapiere ſind auf der ſtändigen Rettungswache,
Bismarckſtraße 28, zu haben, können dort unter Anleitung ausgefüllt
und zur Weiterbeförderung zurückgelaſſen werden.
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Die Führerſchaft der Freiwilligen Sanitäts=Hauptkolonne
vom Roten Kreuz in Darmſtadt.
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[ ][  ]

Seite 42.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 4. Mai 1912.

Nummer 105.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. April: dem Fabrikarbeiter Johann
Philipp Grieſer, Arheilgerſtr. 53, ein S. Wilhelm. An
26.: dem Inſtallationsvorarbeiter Georg Wilhelm Mar=
quardt
, Darmſtr. 6, ein S. Wilhelm. Dem Kellner Georg
Ferdinand Schneider, Langgaſſe 39, eine T. Franziska
Am 28.: dem Mechaniker Philipp Sattler, Schwanenſtr.
31, eine T. Anna Margareta. Am 24.: dem Bierbrauer
Johann Schuberth, Kaupſtr. 48, ein S. Jakob. Am 29.
dem Kaufmann Joſeph Clemens Maria Watzinger
Aliceſtr. 26½, eine T. Maria Elfriede Walpurga. Am 30.
dem Sergeant und Trompeter im Garde=Drag.=Regt. Nr.
23, Paul Friedrich Wilhelm Kaſack, Neckarſtr. 24, eine T.
Erna Johanna Chriſtine. Am 26.: dem Hauptmann und
Adjutant der 25. Feldartillerie=Brigade, Reinhold Oswald
Wilhelm Herbel, Eſchollbrückerſtr. 10, ein S. Peter Albert
Wilhelm. Ein unehel. Sohn Rudolf. Am 25.: dem Metzger
Jakob Anthes, Karlſtr. 27, eine T. Karoline. Am 26.
dem Chauffeur Ernſt Heinrich Mauer, Wendelſtadtſtr. 49,
eine T. Katharine. Am 27.; dem Hilfsarbeiter Peter Luft,
Heinheimerſtr. 90, ein S. Auguſt.
Aufgebotene. Am 30. April: Landwirt Johannes
Weisgerber zu Wächtersbach, und Anna Zeuch zu Wan=
fried
. Ingenieur Albrecht Weihl, hier, und Genovefa
Förſte zu Mainz. Mechaniker Jakob Aloiſius Geßner
zu Rheinau (Baden), und Katharina Gottmann zu
Lindenfels. Am 1. Mai: Hüttner Joſeph Hahner, und
Berta Adelheid Möller, beide zu Niederkalbach. Gypſer
Heinrich Hotz, und Dienſtmädchen Anna Maria Beutel,
beide zu Seckmauern. Sattler Friedrich Kramer, und
Dienſtmagd Johanna Kraft beide zu Goddelau. Großh.
Heſſ. Regierungsbaumeiſter Wilh. Fauth zu Graudenz,
und Emilie Katharina gerufen Kalli Heiß, Roßdörferſtr.
22. Bankbeamter Wilhelm Konrad, Kiesſtr. 14, und
Barbara Anna Giegerich, Landgraf Georg=Straße 1.
Former Philipp Anton Karl Heinrich Lehr, Feldbergſtr.
105, und Köchin Anna Clara Heering, Schulſtr. 6. Schrift=
ſetzer
Johann Phil. Flach, und Anna Katharina von der
Heyden, beide Kahlertſtr. 36. Trompeter und Sergeant im
Garde=Drag.=Regt. Nr. 23, Friedrich Albert Wehlan,
Marienplatz 1, und Köchin Marie Wagner, Annaſtr. 36.
Am 2.: Friſeur Wilhelm Ferdinand Seiler, und Katha=
rina
Metz, beide in Pfeddersheim. Buchbinder Ludwig
Schildknecht, Riegerplatz 13, und Eliſabethe Emilie Riehl,
Riegerplatz 13.
Geſtorbene. Am 29. April: Chriſtine Altendorf, geb.
Poth, Ehefrau des Taglöhners, 31 J., ev., Pfungſtadt.
Mechaniker Peter Weicker, 15 J., ev., Malchen. Händler
Pietro Fortura, 18 J., kath., Kirſchenallee 13. Kaufmann
Mar Weiner, 49 J., iſrael. Marktplatz 10. Taglöhner
Julius Schwende, 40 J. Am 30. Chefredakteur i. P.
Auguſt Juſtus Mordtmann, 73 J., ev., Heinrichſtr. 62.
Dienſtmagd Auguſte Marie Ladach, 30 J., kath., Heinrich=
ſtraße
12. Privatin Amalie Kurſchmann, 47 J., ev., Eich=
bergſtr
. 7.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Cantate, den 5. Mai 1912
Hofkirche: Samstag, den 4. Mai, abends um 6 Uhr:
Beichte. Sonntag, den 5. Mai, vorm. um ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. Kollekte für evangeliſche
Auslandsgemeinden. Mittwoch, den 8. Mai, abends
um 6. Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland. Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer D. Dr.
Diehl. Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.
Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Beringer.
Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
5. Mai, vormittags um 11½ Uhr: Chriſtenlehre für den
Südweſt bezirk. Pfarrer Velte.
Im Feierabend (Stiftſtraße 51): Sonntag, den
5. Mai, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk (Mädchen). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Salzſieder. Vormittags um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Süd=
bezirk
im Gemeindehaus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk.

Pfarrer Widmann. Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Widmann.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Pfarrer Hickel. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 8½ Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrverwalter Flöel. Vorm. um
10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrverwalter Flöel. Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Flöel.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Rückert.
Montag, den 6. Mai, nachmittags 5¼ Uhr: Monats=
verſammlung
des Frauenvereins.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Cantate, den 5. Mai, nachmit=
tags
um 5 Uhr, im Feierabend, Stiftſtr. 51: Pfarrer
Anthes.
Großh. Schloßkapelle zu Kranichſtein: Sonntag, den
5. Mai, vormittags um 11¼ Uhr: Gottesdienſt. Pfarr=
aſſiſtent
Adolph.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 5. Mai,
vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde von Reiſeprediger Schmid.
Jugendbund. Teilnahme an der Jugendbund= Kon=
ferenz
in Groß=Zimmern. Nachm um 4 Uhr: Im Saale
von Herrn Pullmann, Waldſtraße. Thema: Jugend=
freunde
und Jugendfeinde‟. Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. Montag, den 6. Mai, abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. Dienstag, den 7. Mai,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und Blau=
kreuzſtunde
. Mittwoch, den 8. Mai, nachmittags von
23 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben. Von 3 4 Uhr:
Hoffnungsbund für Mädchen. Abends um 8½ Uhr:
Uebung des gemiſchten Chors. Donnerstag, den
9. Mai, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Freitag, den
10. Mai, abends um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung.
Abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für Männer
und Jünglinge. Filiale der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtraße 88, Hinterbau): Sonntag, den 5. Mai,
vormittags um 11¼ Uhr Kindergottesdienſt. Freitag,
den 10. Mai, abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.

Gettesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntaa, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde glänbig getaufter Ehriſten (Waptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 5. Mai, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule.
Nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Nachm. 5½ Uhr:
Jugendverein: Vortrag über Zinzendorf. Mittwoch,
den 8. Mai, abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung.
donnerstag, den 9. Mai, abends um 8½ Uhr: Sonntags=
ſchullehrer
=Verſammlung. Freitag, den 10. Mai, abends
um 8½ Uhr: Geſangverein.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 5. Mai, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). Um 4 Uhr: Predigt. Prediger
utz aus Frankfurt a. M. Freitag, den 10. Mai,
abends um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Prediger
Eckert aus Offenbach a. M. Jedermann herzlich will=
kommen
.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 4. Mai, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Oſtern, den 5. Mai 1912
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachmittags
um 3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt
und Prozeſſion. An allen Werktagen, vormittags um
6 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte und abends um
8 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Farmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr:
Vortraa und Verſammlung im Mädchenheim. Abends
um 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabetbenkirche: Samstag, den 4. Mai, nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 5. Mai 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe
nit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Maiandacht. Dienstag
und Freitag, nachm. um 5½ Uhr: Maiandacht.

St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
4. Mai, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr;
Gelegenheit zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Oſtern, den 5.. Mai 1912.
Kollekte für den Fürſorgeverein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte,
Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag, nachmittags von=
6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 4. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit=
4. Sonntag nach Oſtern, den 5. April 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½7 Uhr;
Austeilung der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
amt
und Predigt. Nachmittags um 5 Uhr: Marien=
predigt
eines Ordensgeiſtlichen und kurze Andacht; darauf
Beichte. Werktags, vorm. um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 4. Sonntag nach Oſtern,
den 5. Mai, vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit,
Um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Die Nachmittagsandacht fällt im Monat Mai mit
Rückſicht auf die Predigt in Eberſtadt aus.

The Church of England Service
4th Sunday after Easter, 5th May 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. de Ste. Croix, British Chaplain at Heidel
berg, will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 28. April: Eine unehen
liche T. Eliſabeth, geb. 7. März. Dem Schloſſer Ludwig
Ganß S. Anton Theodor, geb. 5. April. Eine uneheliche
* Henriette Friederike, geb. 8. April. 2. Mai: Dem
Schreiner Rudolf Joſeph Franz Pfeffer T. Martha, geb.
11. März. 28. April: Dem Schloſſer Johann Friedrich
Karl Abel T. Margarethe Mathilde Marie, geb. 18. Febr.
Dem Gärtner Karl Konrad Naumann T. Anna Auguſte,
geb. 6. April.
Martinsgemeinde: 24. April: Dem Lackierer
Karl Waſſum S. Karl Adam, geb. 23. März. 28. April=
Dem Buchhalter Georg Friedrich Karl Bernhard
Luiſe Julie Eliſe, geb. 2). März. 21. April: Dem Schloſſer
Leonhard Hörr T. Anna Marie, geb. 17. März. 28. Aprilz
Dem Diener an der techn. Hochſchule Peter Hoffmann
T. Margarete, geb. 16. April.
Petrusgemeinde: 28. April: Dem Glaſer Karl
Julius Hoffner S. Heinrich, geb. 12. Febr. Dem Bürodiener
Wilhelm Kumpf, T. Lina Wilhelmine, geb. 18. März.
Paulusgemeinde: 28. April: Dem Hofgarten=
arbeiter
Ludwig Kraft T. Eliſabeth Margarethe, geb
14. März.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 27. April: Eiſenbahn=Ober
ſekretär Reinhold Kunze und Marie Wagner, geb. Ebrecht,
Weichenſteller Reinhard Wilhelm Thielmann in Bad=
Nauheim und Helene Karoline Boller.
Martinsgemeinde: 25. April: Kirchendiener
Johann Eduard Edenmüller und Marie Stein, beide
hier. 1. Mai: Hofchorſänger Wilhelm Wegerich und Anng
Katharine Ettling, beide hier. 20. April: Poſtſchaffner
Louis Schmidt und Eliſe Born.
Petrusgemeinde: 27. April: Gärtner Georg
Philipp Fauſt und Suſanna Widerſchein. 28. Aprils
Schuhmacher Ludwig Delp und Magdalena Sophie
Johanna Chriſtiane Geyer. Wagner Wilhelm Georg
Schneider und Juliane Katharina Geyer.
Peerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. April: Berthold Sulzbach,
S. des Gärtners, 1 J., ſtarb 24. April. 29. April: Doros
thea Philippine Schäfer geb. Liker, Ehefrau des Speng=
lers
und Inſtallateurs, 40 J., ſtarb 26. April. Johanna
Dreſch, T. des verſtorbenen Oberkellners, 19 J., ſtarh
27. April. 26. April: Apothekenbeſitzer Karl Ströher aus
Zell a. H., Baden, 33 J., ſtarb 23. April. Georg Hellep
mann, 7 Mon., 24. April.
Johannesgemeinde: 30. April: Buchbinde
Adam Weil, 19 J., ſtarb 27. April.
Martinsgemeinde: 30. April: Lackierer Kail
Waſſum, 27 J., ſtarb 28. April.
Petrusgemeinde: 2. Mai: Witwe Anna Maß=
arethe
Lang geb. Becker, 80 J., ſtarb 29. April.
Paulusgemeinde: 24. April:Eliſabeth Guntrum
T. des Forſtmeiſters in Heppenheim a. d. B., 13
ſtarb 24. April. 25. April: Privatier Ludwig Volz, 74
ſtarb 25. April.

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2. im charakteriſtiſchen Eigengeſchmack jeder Sorte,
3. in der Ausgiebigkeit und daher Billigkeit. (VI 10475
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