Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von, unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Auf dem Städtiſchen Friedhofe fand geſtern,
am 100. Geburtstage des Komponiſten, eine Flotow=
Gedenkfeier ſtatt.
Der Kaiſer hat beſchloſſen, auf die Einladung
der Stadtbehörden New=Yorks im Juni ein
deutſches Geſchwader dorthin zu entſenden.
Bei den Wahlen zum Wiener Gemeinderat
haben die Chriſtlich=Sozialen 3 Sitze verloren,
behalten aber noch die Mehrheit mit 11 gegen 10.
Im Stadttheater von Sevilla ſchleuderte
ein Mann eine Bombe ins Parkett. Drei Perſonen
wurden getötet und viele ſchwer verletzt.
Im Walde von Fontainebleau iſt geſtern ein
großer Waldbrand ausgebrochen, dem große
Waldflächen zum Opfer fielen.
*
Der Expreßzug pon Andaluſien iſt in der
Nähe von Jaen Villagordo entgleiſt, wobei drei
Perſonen getötet und 12 ſchwer verletzt wurden.
Politiſche Wochenſchau.
— Der Reichstag hat ſich in dieſer Woche mit den
Wehrvorlagen beſchäftigt, und wieder einmal hat ſich der
Satz des alten Bamberger bewahrheitet, der da ſagte:
Es kommt allemal anders. Man hatte eine groß
ange=
legte Debatte erwartet, mit lebhaften Zwiſchenfällen,
dazu überfüllte Tribünen, die den hohen Reden mit
An=
dacht lauſchten; aber nichts von alledem, wenn auch das
Haus gut gefüllt war und die Debatten von nicht
weni=
ger als vier Regierungsvertretern eingeleitet wurden.
Von Begeiſterung hat man diesmal nichts wahrnehmen
können; kühl und ſachlich behandelten die meiſten Redner
die wichtige Vorlage, wie etwas Selbſtverſtändliches,
was kommen mußte. Ueber das, was ſich hinter. den
Kuliſſen abgeſpielt hat, wird man Mehreres in der
Kom=
miſſion hinter verſchloſſenen Türen zu hören bekommen,
und es ſteht wohl außer Frage, daß die Argumente der
Regierung für die Vorlagen dort eine weitere
Kräftig=
ung finden werden. Nach Beendigung der erſten Leſung
am Donnerstag wurden die Wehrvorlagen an die
Bud=
getkommiſſion und die Deckungsvorlage mit 2 Stimmen
Mehrheit an eine beſondere Kommiſſion von 28
Mit=
gliedern verwieſen. Daß, wie man es in
Regierungs=
kreiſen gern haben möchte, die Verabſchiedung bis zu
Pfingſten erfolgt, muß als fraglich gelten, denn eine ſo
hochwichtige Frage kann nicht überſtürzt werden, und es
kommt wirklich auf ein paar Wochen früher oder ſpäter
nicht an.
In Bundesratskreiſen ſcheint übrigens nicht alles ſo
zu ſtimmen, und zwar wegen des bayeriſchen
Jeſuiten=
erlaſſes Es iſt auffallend, daß der bayeriſche Geſandte
in Berlin Graf Lerchenfeld, auf einige Tage nach
Mün=
chen gefahren iſt, um dort in der Angelegenheit ſich mit
dem Miniſterpräſidenten Freiherrn von Hertling zu
be=
raten. Es iſt wohl auch nicht von ungefähr, wenn man
in München die Beantwortung der von der Linken im
Landtage gleichfalls geſtellten Interpellation
hinaus=
ſchiebt und deswegen warten will, bis die Antwort der
Reichsregierung im Reichstage erfolgt iſt. Uebrigens
ſoll für Bayern, wie es heißt, nicht Freiherr von
Hert=
ling ſprechen, in welchem man wohl hie und da gar zu
ſehr den Parteimann erblickt, ſondern Graf Lerchenfeld,
dem es obliegen wird, die Gründe des bayeriſchen
Er=
laſſes darzulegen und den Nachweis zu führen, daß der
Erlaß im Einklang ſtehe mit den Beſtimmungen des
Jeſuitengeſetzes.
Die Beratungen des Reichstages über die
Wehrvor=
lagen ſind nicht ohne Eindruck auf das Ausland
geblie=
ben; ja, ſie ſind dort vielleicht mehr beobachtet worden,
als bei uns, und lebhafte Kommentare haben ſich
ins=
beſondere an die Reden des Reichskanzlers und der
übri=
gen Regierungsvertreter geknüpft. Inſeits des
Ka=
nals ſind natürlich, wie immer, die Hetzer an der Arbeit,
um für ihre Zwecke Kapital herauszuſchlagen, während
man jenſeits der Vogeſen ruhiger denkt und die Anſicht
vertritt. Deutſchland könne auf dieſem Gebiete tun, was
es wolle, denn andere Staaten machten es ebenſo.
Aller=
dings hat man augenblicklich in Frankreich andere
Schmerzen, und zwar iſt es Marokko, das man totſicher in
der Taſche zu haben glaubte. Man hatte aber den
Fana=
tismus der Eingeborenen nicht in Rechnung gezogen,
und es hat nur eines geringen Anſtoßes bedurft, um eine
große antifranzöſiſche Bewegung hervorzurufen, die in
Fez zu einer direkten Revolution ausartete der eine
ganze Reihe franzöſiſcher Militärs und Ziviliſten zum
Opfer gefallen ſind. Zwar iſt der Aufſtand ſehr bald
niedergeſchlagen worden, immerhin aber iſt der
Zwi=
ſchenfall ſehr lehrreich; er zeigt, daß die Franzoſen bei
Ausübung ihres „Protektorats” manches Haar in der
Suppe finden und nicht ſo bald auf ihre Koſten kommen
werden.
Wehrfragen ſind es auch, die unſeren
Bundesgenoſ=
ſen an der Donau beſchäftigen. In der öſterreichiſchen
Delegation hat man dieſer Tage die Heeresvorlage
er=
örtert, und Miniſterpräſident Stürgkh hat dieſe mit
den=
ſelben Argumenten begründet, wie der Reichskanzler.
Hat man im deutſchen Reichstage in dieſer Frage auf
teilweiſen Widerſtand zu rechnen, ſo iſt dies in weit
höherem Maße in den Parlamenten der Donaumonarchie
der Fall, wo die Militärvorlage ſchon ſeit Monaten zur
Beratung ſteht, ohne vorwärts zu kommen. Nachdem
bisher die Schuld hieran in Transleithanien zu ſuchen
war, hat man jetzt auch in Cisleithanien mit der
Obſtruk=
tion begonnen, und zwar ſind es die Kroaten, die auf
dieſe Weiſe Vergeltung dafür üben, daß in ihrem Lande
die Verfaſſung ſuspendiert worden iſt. So kommt man
in Oeſterreich=Ungarn nimmer zur Ruhe.
Der italieniſch=türkiſche Krieg ſcheint jetzt wirklich in
ein neues Stadium getreten zu ſein, indem man allem
Anſcheine nach mit einer lebhafteren Aktion der Flotte in
dem Aegäiſchen Mere zu rechnen hat. Die Durchfahrt
durch die Dardanellen dürfte man ja wohl nicht noch
ein=
mal zu erzwingen verſuchen, nachdem man ſich blutige
Köpfe geholt hat, dagegen iſt allem Anſcheine nach
ge=
plant. mehrere Inſeln zu beſetzen, um ſie als Stützpunkte
für kleinere Flottenaktionen zu benutzen. Wenn man
freilich geglaubt hat, durch dieſe erhöhte Tätigkeit des
italieniſchen Kriegsgeſchwaders Eindruck auf die Türken
zu machen, damit dieſe ſich zum Friedensſchluß geneigter
zeigen, ſo. hat man ſich geirrt, denn die Stimmung am
Goldenen Horn iſt nach wie vor gegen einen
Friedens=
ſchluß, der die Aufgabe der Sotveränität über Tripolis
und die Chrenaika in ſich bürgt. Darum iſt auch die
jüngſte Vermittelungsaktion, die wieder einmal die
Federn der Diplomaten in Bewegung gebracht hatte,
vollſtändig geſcheitert.
Schiffahrtsfragen.
* Der Köln. Ztg. wird aus Verlin, 25. April,
ge=
ſchrieben: Heute hat hier aus Anlaß der durch den
Un=
tergang der „Titanic” hervorgerufenen Fragen eine
Vorbeſprechung ſtattgefunden, an der die
Vertre=
ter unſerer erſten Reedereien beteiligt waren. Die
Anſicht ging im allgemeinen dahin, daß, ehe man zu
ei=
nem abſchließenden Urteil über die Kataſtrophe komme,
den Ausgang der Unterſuchung vor dem engliſchen
See=
gericht abwarten müſſe. Nach den bisherigen Berichten
ſei noch vieles ungeklärt, und es ginge nicht an, ſich auf
einer ſo unſicheren Grundlage ein endgültiges Urteil
auf=
zubauen. Auch darin war man ſich bei dieſen
Beſpre=
chungen einig, daß das Rückgrat für den Sicherheitsdienſt
auf den Schiffen nicht allein in den eigentlichen
Rettungs=
mitteln, ſondern darin zu ſuchen ſei ,daß Schiffsunfälle
nach Möglichkeit durch vorbeugende
Maßnah=
men verhütet werden müßten. Eine unbedingte
Sicher=
heit gegen den Untergang von Schiffen könne nicht
ge=
boten werden, wohl aber könne man die Gefahr ganz
weſentlich verringern. Darauf ſeien ſchon ſeit langen
Jahren die Bemühungen der Reedereien gerichtet, und
ein Unfall, wie der der „Titanic”, könne nur antreibend
wirken. Die Erfahrung lehre, daß Boote und Flöße
bei Schiffsuntergängen nur ganz ſelten zur vollen
Aus=
nutzung kommen könnten, weil ſie bei unruhigem Wetter,
bei vorhandener Schlagſeite nur ſchwer zu Waſſer
ge=
bracht werden könnten. Obgleich man alſo den
Ret=
tungsbooten nicht dieſelbe praktiſche Bedeutung
zu=
ſchreibt, wie das jetzt zumeiſt in der Oeffentlichkeit
ge=
ſchieht, ſo zeigte ſich doch eine weitgehende
Bereitwillig=
keit, den laut gewordenen Wünſchen in den Grenzen der
Möglichkeit nachzukommen. Ein ganz beſonderes Gewicht
wurde darauf gelegt, daß diejenigen Anordnungen, die
man nach dem endgültigen Ausgang der Unterſuchung
einführen würde, auf dem Wege internationaler
Vereinbarung zu treffen ſeien, damit die den
Ree=
dereien aufzuerlegenden Opfer ſich in gleichmäßiger und
jede Bevorteilung einzelner ausſchließender Weiſe auf
die Handelsmarinen verteilten. Das Zuſammenwirken
der ſchiffahrttreibenden Nationen würde auch eine
Sicher=
heit dafür bieten, daß keine übereilten und ungeeigneten
Beſchlüſſe gefaßt würden, die die Wirtſchaftlichkeit der
Reedereibetriebe in Frage ſtellen könnten. Es wurde
darauf hingewieſen, daß auf einer Eiſenbahnkonferenz
die Frage bejaht wurde, ob eine weſentlich größere
Si=
cherheit der Züge dadurch erreicht werden würde, wenn
man hinter der Lokomotive und am Ende des Zuges je
zwei Leerwagen laufen ließe. Gleichzeitig wurde dort
aber erklärt, daß das mit Rückſicht auf die finanziellen
Erforderniſſe unmöglich ſei. Aehnlich liegt es bei der
Schiffahrt, die die Mitführung von Rettungsmitteln auch
nur in begrenztem Maße vertragen kann. Trotzdem war
beſter Wille vorhanden, das Mögliche zu leiſten.
Abgeſehen von den eigentlichen Rettungsmitteln
be=
ſchäftigte man ſich auch mit den Verbeſſerungen
im Bau der Schiffe und im Dienſtbetriebe,
durch die die Gefahr des Schiffbruchs gemindert werden
könne. Vervollkommnungen im Schottenſyſtem
wurden dabei in den Bereich der Betrachtungen gezogen.
durch die die Schiffe noch „unſinkbarer” gemacht werden
können, ſoweit man überhaupt von „unſinkbaren” Schiffen
reden kann. Nach einer Seite hin hat der Untergang der
„Titanic” ſchon eine Lehre von unmittelbarer
Trag=
weite gebracht: es iſt notwendig, daß, wie das ſchon
auf den größten Schiffen der Fall iſt, nicht nur ein,
ſon=
dern zwei Beamte für drahtloſe
Telegra=
phie vorhanden ſind, ſodaß der Dienſt ununterbrochen
ausgeübt werden kann.
Die jetzt begonnenen Beſprechungen werden
fortge=
ſetzt werden, und es wird, wie ſchon mitgeteilt, am 6.
Mai im Reichsamt des Innern eine Konferenz
aller Intereſſenten unter Beteiligung der
Staatsbehörde abgehalten werden. Bei dem guten
Wil=
len aller Beteiligten iſt zu erwarten, daß man mit Ernſt,
aber auch ohne Ueberhaſtung zu einem Ergebnis
kom=
men wird, das einerſeits berechtigte Intereſſen ſchont,
an=
derſeits aber die Einrichtungen auf unſeren Seeſchiffen
immer mehr im Sinne der denkbar größten Sicherheit
ausbildet.
Die deutſche Regierung hat aus Anlaß des
Unter=
ganges der „Titanic” eine internationale Abmachung
über die zur Sicherheit der Fahrgäſte zu erhebenden
An=
forderungen in Anregung gebracht. Dieſe Anregung, die,
wie bekannt, nicht zuletzt auf den Kaiſer ſelbſt
zurückzu=
führen iſt, hat jetzt ſchon bei einigen Regierungen eine
freundliche Aufnahme gefunden.
Deutſches Reich.
— Das Zentrum und der preußiſche
Kriegsminiſter. Die Erklärung, die der Vorſitzende
der Zentrumsfraktion, Spahn, gegen Schluß der
Donners=
tagsſitzung im Reichstag im Namen ſeiner Partei über
die Worte des Kriegsminiſters abgab, iſt die offene
Kampfanſage des Zentrums an den Miniſter. Spahn
ſprach mit einer Entſchiedenheit und Energie, die man gar
nicht an ihm gewöhnt iſt. Das Haus hatte ſich dicht um
die Tribüne gedrängt und nach den wenigen Worten
Spahns ertönte von allen Seiten Beifall. Nur die
Kon=
ſervativen verhielten ſich ſtill.
Die Tägliche Rundſchau ſchreibt: Mit der
Spahn=
ſchen Erklärung ſagt das Zentrum Herrn v. Heeringen
einen Kampf auf Leben und Tod an. Obgleich von geſtern
auf heute zwiſchen dem Zentrum und der Regierung in
dieſer Sache verhandelt worden iſt, ohne daß man dabei
zu einer wirklichen Einigung gelangen konnte, hatte man
ſich im Kriegsminiſterium einer ſo ſcharfen Kampfanſage
nicht verſehen. — Die Voſſiſche Zeitung fragt: Soll die
ſcharfe Verwahrung auf ein anderes Gebiet
hinüberſpie=
len, wo das Zentrum glaubt, ſich eher als Märthrer
hin=
ſtellen zu können und auf dem es einer allgemeinen
Zu=
ſtimmung ſicher iſt? — Das Berliner Tageblatt meint:
Der Herr Kriegsminiſter hat ſich in ſeiner biederen
Offen=
heit derartig feſtgerannt, daß ihm nur ein Rückzug in
aller Form übrig bleibt (!), den vor aller Welt
anzutre=
ten er ſich ſcheut. Ob ihm in der Kommiſſion das
Zen=
trum den ſchweren Schritt erleichtern wird, bleibt
ab=
zuwarten. Einſtweilen aber iſt das Tiſchtuch zerſchnitten.
Der Vorwärts als tertius gaudens ſchreibt: Wird das
Zentrum wirklich Ernſt damit machen, daß unſere
Brü=
der im Waffenrock ebenſo wie die katholiſchen Offiziere
in ihren Ueberzeugungen nicht verfolgt werden? An
uns ſoll es nicht fehlen. Aber wir werden die Taten
des Zentrums erſt ſehen müſſen, um daran zu glauben.
Geſetzentwurf über die
Schadens=
erſatzpflicht und Hilfeleiſtung bei
Zuſam=
menſtoß von Schiffen. Ein Geſetzentwurf über
den Zuſammenſtoß von Schiffen und die Hilfeleiſtung
und Bergung in Seenot wird dem Reichstag jetzt
zu=
gehen, nachdem ihn der Bundesrat erledigt hat. Der
Entwurf iſt eine Folge der im Jahre 1910 zwiſchen 24
Seeſtaaten abgeſchloſſenen Vereinbarung über das
See=
recht. Er beſteht in einer Abänderung des
Handels=
geſetzbuches, in dem die betreffenden Beſtimmungen des
Seerechts geändert werden müſſen. Die Brüſſeler Kon=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
vention regelt in erſter Linie die Erſatzpflicht bei
Zu=
ſammenſtößen: Für den durch Tötung oder
Körperver=
letzung entſtandenen Schaden ſollen die ſchuldigen Schiffe
Dritten gegenüber als Geſamtſchuldner haſten,
vorbe=
haltlich des Rückgriffrechts desjenigen Schiffes, das mehr
bezahlt hat, als ihm tatſächlich zur Laſt fällt. Der
Lan=
desgeſetzgebung iſt es vorbehalten geblieben, zu
beſtim=
men, welche Tragweite und Wirkung in Bezug auf dieſes
Rückgriffsrech4 die geſetzlichan Beſtimmungen haben,
durch welche die Haftung der Schiffseigentümer
gegen=
über den an Bord befindlichen Perſonen beſchränkt wird.
— Die Militärverwaltung über die
klei=
nen Garniſdnen. Die Petitionskommiſſion des
Reichstages verhandelte die Eingabe des Städtetages
der Städte mit unter 25000 Einwohnern um Belegung
mit kleinen Garniſonen.
Der Vertreter der Militärverwaltung gab hierzu
eingehende Erklärungen ab. Er teilte mit, daß die Zahl
der Geſuche zurzeit ſich auf 273 belaufe, es beſtehe alſo
nicht entfernt die Möglichkeit, auch beim beſten Willen
alle Geſuche zu erfüllen. Grundſätzlich ſtehe man der
Eingabe durchaus wohlwollend gegenüber. Der
Kriegs=
miniſter ſei bereit, den Wünſchen nach Möglichkeit
ent=
gegenzukommen, namentlich für die Städte, die ſchon
ein=
mal Garniſonen hatten. Allein in erſter Linie müſſen doch
die militäriſchen Erwägungen ſtehen. Es kommen weiter
in Betracht die Unterkunftsverhältniſſe. Hier ſpiele das
Entgegenkommen der Gemeinden in Stellung von
Exer=
zierplätzen und von Kaſernen, die der Heeresverwaltung
mietweiſe überlaſſen werden, eine Rolle. Weiter
kom=
men in Betracht die ſanitären Verhältniſſe, die Schul=
und Wohnungsverhältniſſe für die Familien der
Offi=
ziere, Beamten und Unteroffiziere. Der
Regierungsver=
treter gab im übrigen die Erklärung ab: falls die
Hee=
resvorlage bewilligt werde, werde damit die
Möglich=
keit geſchaffen ſein, eine Reihe der vorgelegten Wünſche
zu erfüllen. Die Kommiſſion beſchloß, die Petition ſamt
den Einzelgeſuchen von Städten der Budgetkommiſſion
zugleich mit der Erklärung des Regierungsvertreters zu
überweiſen.
— Südweſtafrika. Die Budgetkommiſſion des
Reichstages erledigte den Etat für Südweſtafrika durch
Annahme zweier Beſchlüſſe. Der eine wünſcht für das
nächſte Etatsjahr zur Verminderung der Ausgaben für
die Kolonie unter Heranziehung des Landesfiskus
An=
ordnungen über Verwendung der Schutztruppe zu
öffent=
lichen wirtſchaftlichen Arbeiten (Waſſererſchließung,
Wege=
bauten uſw.) durch Errichtung von techniſchen
Kompag=
nien, ferner über eine anderweitige Einrichtung der
Lan=
despolizei und auf Herabſetzung der Stärke der
Schutz=
struppe und der Landespolizei. Der andere Beſchluß
wünſcht ein Kompetenzgeſetz für ſämtliche Schutzgebiete;
insbeſondere ſoll in Südweſtafrika die
Selbſt=
verwaltung einen weiteren Ausbau erfahren;
es ſoll eine Vertretung geſchaffen werden auf
der Grundlage des allgemeinen gleichen Wahlrechts; der
Reichstag müſſe allerdings ſich die Schlußentſcheidung
über den Etat der einzelnen Schutzgebiete ſo lange
vor=
behalten, wie noch Zuſchüſſe des Reiches zu den
Aus=
gaben der Schutzgebiete notwendig ſeien.
— Das braunſchweigiſche Wahlgeſetz.
Der Landtag des Herzogtums Braunſchweig hat die
Be=
ſtimmung des neuen Wahlgeſetzes, wonach die Wahl der
Abgeordneten unmittelbar und geheim ſein ſoll,
ange=
nommen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Wehrvorlagen. In dem Wehrausſchuß
des öſterreiſhiſchen Abgeordnetenhauſes beendeete der
Abg. Treſic ſeine unterbrochenen Ausführungen in einer
zweiſtündigen Rede und beantragte Vertagung der
Be=
ratung, bis die Regierung die genaue Ueberſetzung des
Textes der dem ungariſchen Abgeordnetenhauſe
vorge=
legten Wehrvorlagen dem Ausſchuß unterbreitet habe.
Der Landesverteidigungsminiſter ſtellte mit Genuatuung
feſt, daß die Grundprinzipien der Wehrvorlagen in der
Debatte meiſt Zuſtimmung fanden. Der Miniſter appel=
lierte an den Ausſchuß, die Politik von der Armee
fern=
zuhalten und dieſen trennenden Faktor zum Heile des
Staates und aller Völker bei der Beratung
auszuſchal=
ten. Er bat, in die Spezialdebatte einzutreten.
Wiener Gemeinderatswahlen. Bei den
Wiener Gemeinderatsſtichwahlen im vierten Wahlkörper
wurden 7 Chriſtlichſoziale, 3 Sozialdemokraten und 1
Deutſchfreiheitlicher gewählt. Mithin ſind 11
Chriſtlich=
ſoziale, 9 Sozialdemokraten und 1. Deutſchfreiheitlicher
gewählt. Die Chriſtlichſozialen verlieren 3, die
Sozial=
demokraten gewinnen 2, die Deutſchfreiheitlichen
gewin=
nen 1 Mandat. Die Chriſtlichſozialen behalten alſo noch
die Mehrheit.
Frankreich.
Die Verhandlungen mit Spanien. Nach
einer Madrider Meldung begründet die ſpaniſche
Re=
gierung ihre ablehnende Haltung gegenüber den
An=
ſprüchen Frankreichs auf das Uergatal hauptſächlich
da=
mit, daß dieſes Gebiet den Schlüſſel zum Rifgelände
bilde. Ein Verzicht auf das geſamte Uergatal würde
eine ſtändige Gefahr für die ſpaniſchen Beſitzungen an
der marokkaniſchen Nordküſte bedeuten.
Die großen franzöſiſchen Manöver
wer=
den ungefähr am 7. September bei Tours an der Loire
ſtattfinden und nicht weniger wie 140000 Mann für ſie
zuſammengezogen werden. Auch zwei Kavallerie=
Divi=
ſionen werden teilnehmen, unter ihnen die in und bei
Paris liegende Kavalleriediviſion. Tours ſoll deshalb
gewählt worden ſein, weil die Truppen von da im
Not=
fall ſchnell zur Verfügung ſtehen. Im übrigen iſt man
in militäriſchen Kreiſen geneigt, an eine „nicht
provozie=
rende friedliche Politik Deutſchlands” während der
näch=
ſten zwölf Monate zu glauben, da Deutſchland für die
Verfolgung einer Angriffspolitik ſicher die Vollendung
der Formierung und die genügende Vorbereitung der
beiden neuen Armeekorps abwarten würde.
England.
Das Unterhaus hat das Geſetz betreffend die
Trennung von Staat und Kirche in Wales mit 331 gegen
263 Stimmen in erſter Leſung angenommen.
Vereinigte Staaten.
Taft gegen Rooſevelt. Präſident Taft ſetzte
in Boſton ſeine Angriffe auf Rooſevelt fort. Rooſevelt
habe Aeußerungen Tafts entſtellt und ſein feierliches
Verſprechen, nicht wieder zu kandidieren, verletzt. Das
Verſprechen und die Art, wie er danach gehandelt hat,
werfen ein Licht auf den Wert, den man jetzt ſolchen
Ver=
ſprechen beimeſſen darf, die Mr. Rooſevelt in Zukunft
abgeben wird. Wenn Rooſevelt in dieſer Wahlkampagne
Erfolg hätte, dann könnte er lebenslänglich Präſident
bleiben.
Japan.
Koreaner=Verſchwörung gegen Japan.
Aus Tokio wird gemeldet, daß die japaniſche Regierung
einer großen Verſchwörung in Korea auf die Spur kam,
die ſich gegen die japaniſche Herrſchaft wendete. Ueber
100 Perſonen ſind bereits verhaftet woden; neue
Ver=
haftungen ſtehen bevor. Die Verſchwörer bezogen große
Mengen von Waffen und Munition aus der Mandſchurei.
Die Verſchwörung bezweckte, die Unabhängigkeit Koreas
wieder herzuſtellen.
* New=York 25. April. Der deutſche
Botſchaf=
ter Graf Bernſtorff benachrichtigte den Bürgermeiſter
Gaynor, daß der Kaiſer die Einladung der
Stadt=
behörden angenommen habe und im Juni ein
deutſches Geſchwader hierher entſenden werde.
Die Stadt trifft umfangreiche Vorbereitungen zum
Empfang des Geſchwaders. Die Schiffe, die nach New=
York gehen werden, ſind „Moltke” „Stettin” und die
auf der amerikaniſchen Station befindliche „Bremen”.
* Waſhington, 25. April. Das
Staatsdepar=
tement ſprach auf die geſtrige Mitteilung des deutſchen
Botſchafters die prinzipielle Annahme ſeines
Vor=
ſchlages betreffend die Sicherung der Paſſagiere
auf den Ozeandampfern aus und drückte ſein
lebhaftes Intereſſe aus für den Erfolg der
internationa=
len Verhandlungen und die Erwartung, daß Deutſchland
dieſe internationale Konferenz einberufe.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. April.
* Ernannt wurden die Schulamtsaſpirantinnen
Pauline Bommes aus Kurzel (Lothringen) und Gerda
Mayrhofer aus Erlangen zu Lehrerinnen an der
höheren Mädchenſchule in Mainz unter Belaſſung in der=
Kategorie der Volksſchullehrerinnen.
g. Provinzialausſchuß. Der Provinzialausſchuß
be=
ſchäftigte ſich in ſeiner geſtrigen Sitzung mit der Klage
des Ortsarmenverbandes Hanau gegen den
Orts=
armenverband Klein=Steinheim wegen Erſatz
von 102.75 Mark Pflegekoſten nebſt 5 Proz. Zinſen vom
Tage der Klageerhebung. Die Sache beſchäftigte ſchon
einmal den Provinzialausſchuß, und war dieſe damals
vertagt worden, um Beweis darüber zu erheben, wo der=
Vater des Kindes Heil, durch deſſen Unterbringung in
einem Krankenhaus die Koſten entſtanden waren, in der
Zeit vom 14. Mai bis Ende Auguſt 1909 ſeinen
Wohnſitz=
gehabt hat, da von Hanau behauptet wurde, er hätte in
dieſer Zeit in Klein=Steinheim bei ſeiner damaligen=
Braut und jetzigen Frau gewohnt, während dies von
Klein=Steinheim beſtritten wurde. Es iſt inzwiſchen
Be=
weiserhebung durch eidliche Zeugenvernehmung vor dem=
Amtsgericht Offenbach erfolgt. Daraus war ein Beweis
nicht erbracht worden, daß Heil in Klein=Steinheim
wohnhaft geweſen iſt, weshalb der Provinzialausſchuß
die Klage des Ortsarmenverbandes Hanau
koſten=
pflichtig abwies. — Der Ortsarmenverband Gr
Gerau klagt gegen den Ortsarmenverband Wolfs= um Erſatz von Armenunterſtützung, die dem 50 Feldſchützen Aug. Heinrich Fuchs aus
Wolfs=
kehlen gewährt worden iſt. Fuchs kam am 8. Auguſt 1911
nach Groß=Gerau und nahm bald danach die
Armen=
unterſtützung der Gemeinde Groß=Gerau in Anſpruch. Es
wurden ihm zunächſt 7 Mk. 50 Pfg. wöchentliche
Unter=
ſtützung gewährt. Als in Erfahrung gebracht wurde,
daß er eine Invalidenunterſtützung von 12,60 Mark
er=
hält, wurde die Unterſtützung auf 4 Mark herabgeſetzt,
die nunmehr von Wolfskehlen angefordert wurden.
Wolfskehlen beſtreitet ſeine Verpflichtung nicht, weigert
aber den Erſatz mit der Begründung, daß Fuchs nicht
unterſtützungsbedürftig iſt, weil zwei erwachſene Söhne
zuſammen 25 bis 30 Mark wöchentlich verdienen und alſo
in der Lage ſind, ihren Vater zu unterhalten. Der
Pro=
vinzialausſchuß gab der Klage ſtatt und verurteilte=
Wolfskehlen zur Zahlung der Unterſtützung
nebſt=
hlung eines Averſionalbetrages von 10 Mark an die
Provinzialkaſſe. Ferner wurde ihre Verpflichtung zur
Erſtattung noch entſtehender Unterſtützung ausgeſprochen.
— Die Hermann Hahn Ehefrau hat um Erteilung der
Wirtſchaftskonzeſſion für das Haus Mühlſtraße 68
nach=
geſucht. In dem Hauſe iſt ſeit 1868 eine Wirtſchaft
be=
trieben worden. zuletzt eine Weinwirtſchaft. Der Beſitzer
hat das Lokal an die Wergerſche Brauerei in
Worms=
vermietet. Der bisherige Wirt Treuſch, dem von der
Brauerei das Lokal verpachtet wurde, konnte nicht
auf=
ſeine Koſten kommen, da er trotz der größten
Bemüh=
ungen ſeinen Bierumſatz nicht über anderthalb Hektoliter
Bier wöchentlich ſteigern konnte. Aus dieſem Grunde
kann die Wirtſchaftskommiſſion der
Stadtverordnetenver=
ſammlung und der Gaſtwirteverein die Erteilung nicht
befürworten. Der Provinzialausſchuß lehnt die
nach=
geſuchte Konzeſſion aus dieſen Gründen ab. — In der
Sache betr. Antrag der Großh. Bürgermeiſterei
Heppen=
heim auf Beſtrafung von ſieben
Gemeinderatsmitglie=
dern wegen unentſchuldigten Verlaſſens und gegen fünf
Gemeinderatsmitglieder wegen Verſäumnis von
Ge=
meinderatsſitzungen iſt der Rekurs gegen die Entſcheidung
des Kreisamtes zurückgenommen worden. Es handelte
ſich hier um erregte Auseinanderſetzungen innerhalbedes
Gemeinderates anläßlich der Frage der Anſtellung eines
beſoldeten Bürgermeiſters.
g. Strafkammer. Wegen Jagdvergehens waren die=
Forſtwarte Wilhelm Karn und Friedrich Mey aus=
Neu=Iſenburg vom Schöffengericht Offenbach zu je fünf
Mark Geldſtrafe und Einziehung der Gewehre verurteilt
worden. Sie hatten am 19. Oktober 1911 an einer vom
Jagdpächter der Sprendlinger Jagd veranſtalteten
Treiß=
jagd teilgenommen und waren hierbei durch ein einge
zäuntes Gartengelände gegangen. Da eingezäunt
Grundſtücke vom Jagdrecht des Jagdpächters ausge
ſchloſſen ſind, erachtete das Schöffengericht unberechtigtes
Jagen als vorliegend und verurteilte die beiden
Ange=
klagten wie erwähnt. Auf die Berufung der
Angeklag=
ten erkannte die Strafkammer auf Freiſprechung, da das
Grundſtück wohl eingezäunt war, aber die Umzäunung
faſt vollſtändig verfallen und leicht überſteiabar war. Auch
war die Tür zum Grundſtück nicht verſchließbar. Der
Staatsanwalt beantragte ſelbſt Freiſprechung.
Wie die Tiere Toilette machen.
C) In einem Vortrage des vor kurzem beendeten
Pſychologen=Kongreſſes, der allerlei Vorurteile gegen die
Affen zerſtörte, das ihnen zugeſchriebene
Nachahmungs=
talent ins Reich der Fabel verwies und den Begriff der
„Affenliebe” auf ein beſcheidenes Maß zurückführte,
wur=
den dieſe ſo arg verdächtigten Tiere auch von dem
Vor=
wurf gereinigt, daß das bei ihnen ſo beliebte „Krauen”
zur Entfernung irgendwelchen Ungeziefers diene. Die
Affen vollziehen durch dieſe putzigen Pfotenbewegungen
vielmehr das höchſt reſpektable Geſchäft der täglichen
Toi=
lette, und ſie tun damit etwas, was überhaupt im
Tier=
leben viel allgemeiner iſt, als wir hochmütigen Menſchen
gewöhnlich annehmen. Daß die meiſten Tiere recht
ſorg=
ſam Toilette machen und die Dandies, ſowie die eleganten
Damen unter ihnen durchaus nicht ſelten ſind, beweiſt ein
inhaltsreicher Aufſatz des amerikaniſchen Zoologen
En=
field Joiner in der Volta=Rewiew, in dem anmutige
Bil=
der aus dem Tierreich gezeichnet werden.
Wohl glaubt man allgemein, daß das Tier, wenn es
am Morgen aufwacht, ſogleich fertig und bereit iſt für
des Tages Luſt und des Tages Mühen. aber das iſt in
vielen Fällen ein Irrtum. Auch die Tiere machen erſt
Toilette und zwar beſteht dieſe gewöhnlich in einem Bad,
im Glattſtreichen und Ordnen der Haare und Federn;
doch begnügen ſich damit manche Tiere noch nicht. Viele
von ihnen ſuchen zu dieſem Geſchäft die einſamſten Plätze
am frühen Morgen auf, und deshalb bleiben dieſe „
Kul=
turtaten” dem menſchlichen Auge verborgen. Die
ſauber=
ſten Mitglieder des Tierreiches ſind wohl die Vögel;
viele von ihnen müſſen täglich ihr Bad haben; manche
benutzen dazu das Waſſer, andere Erde und noch andere
Waſſer und Erde. Beim Waſſerbad ſind ſie zum Teil
recht anſpruchsvoll. Ein Kanarienvogel z. B. wird ſich
weigern, in ſeinem Waſſernapf die tägliche Waſchung
vor=
zunehmen, wenn das Waſſer nicht völlig rein iſt.
Schwal=
ben baden nicht jeden Tag, denn das einzige Waſſer, das
ſie benutzen, iſt friſches Regenwaſſer. Auch die Enten
ſchei=
nen Regenwaſſer für ihr Bad zu bevorzugen. Spendet
ihnen der Himmel das reinigende Naß, dann breiten ſie
ihre Federn aus und laſſen den Regen darüber fluten.
Darnach beginnt das langdauernde Geſchäft des Glättens,
wobei ſie eine ölige Subſtanz benutzen, die ihr Körper
enthält, damit ſie ihre Toilettenſorgen befriedigen
kön=
nen. Wilde Enten, die das Meer ihre Heimat nennen,
fliegen oft lange Strecken über Land hin, um friſches
Waſſer für ihr Bad zu finden. Die Vögel. die Erdbäder
benutzen, ſind ſehr forgſam in der Auswahl des Bodens,
auf dem ſie Toilette machen. Lerchen und Sperlinge
wäh=
len feinen, trockenen. harten Staub. Sie flattern und
wälzen ſich darin, wie andere Tiere im Waſſer, und wenn
ſie fertig ſind, dann bringen ſie ihr zerzauſtes Federkleid
mit den Schnäbeln ſehr geſchickt in Ordnung. Rebhühner
reinigen ſich im Lehm; ſie graben ſich gleichſam hinein
und kratzen ihn auf, bis ihre Federn ganz voll davon
ſind; dann ſchütteln ſie den Lehm wieder ab, ſäubern ſich
und ſind nach dieſer eigenartigen Prozedur ſo ſauber und
friſch, wie nur irgendeine Dame, die ihrer Badewanne
entſteigt. Die Bewohner des Hühnerhofes baden ſich in
ganz ähnlicher Weiſe, indem ſie ſich im Staub wälzen und
ihn dann abſchütteln.
Unter den Vierfüßern ſind alle Mitglieder der
großen Katzenfamilie beſondere Freunde der Toilette und
verwenden mehr Zeit darauf als andere Tiere. Tiger
und Panther benutzen die Vorderpfoten, die ſie naß
machen, als Badeſchwämme und die Zunge als Kämme,
gerade wie es unſere kleinen Katzen tun, und nicht viel
anders benehmen ſich die Löwen. Kaninchen und
Opoſ=
ſums waſchen ebenfalls ihre Geſichter mit den Füßen.
Auch die Hunde haben ein ausgeſprochenes Reinlichkeits=
gefühl: wenn ſie es unterlaſſen. ſich z. B. nach einer Jagd
an Büſchen oder im Gras zu reinigen. ſo iſt das ein
Zei=
chen für ſehr große Ermüdung, wie Jäger vielfach
beob=
achtet haben. Ratten, die man gewöhnlich für ſchmutzig
hält, waſchen und bürſten ſich ſelber, wie Katzen;
beſon=
ders Waſſerratten ſind ſehr ſauber. So kann man
wohl=
ſagen, daß die Tiere vielfach in Hinſicht der Sauberkeit
hinter dem Menſchen nicht zurückſtehen. Manche Tiere
beſorgen ihre Toilette nicht allein, ſondern laſſen ſich von
anderen helfen. Pferd und Kuh, die auf demſelben Felde
weiden, lecken ſich gegenſeitig, und im allgemeinen alaubt
man, daß ſie gute Freunde ſind und ſich ſo ihre Zuneigung.
beweiſen. Der wahre Sinn dieſer Gewohnheit iſt aber
wohl, daß ſie einander bei der Toilette helfen. Ebenſo
unterſtützen ſich die eigentlichen „Elegants” des Waldes,
die Giraffe, das Reh. die Antilope, bei der Toilette. Die
Tiere können die anßerordentliche Sauberkeit, die ſie zur
Schau tragen, nicht allein an ſich durchführen. Das zeigt
die Beobachtung des engliſchen Zoologen Corniſh, der
einer Giraffe im Londoner Zoologiſchen Garten zuſah,
die ſich täglich wuſch und ihr Fell überall glänzend und
glatt machte, ausgenommen an dem langen Hals, den ſie
mit der Zunge nicht erreichen konnte. Nach einigen
Wo=
chen war der Hals beträchtlich dunkler als der übrige
Körper. Die Pelztiere, deren Kleider einen ſo großen
Wert repräſentieren, halten gewöhnlich ihr köſtliches Fell
in größter Sauberkeit.
Die Inſekten, ſo die Ameiſen und die Bienen,
baden ſich nicht nur, ſondern unterſtützen einander bei der
Toilette. Die Weſpe aber muß ſich ſelbſt helfen. Ein=
Naturforſcher beſchmierte einmal Flügel und Körper einer
Weſpe und einer Biene mit Honig und ließ ſie dann frei;
ſogleich kamen Bienen ihrer Schweſter zu Hilfe, aber die
arme Weſpe blieb in ihrer Not ganz allein, obgleich andere
ihrer Art um ſie herumflogen.
Seite 3.
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
— Nichtöffentliche Stadtverordnetenſitzung. In
der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten=
Verſammlung am Donnerstag wurde der Ankauf des
zur Durchführung der Lichtenbergſtraße zwiſchen
Kranich=
ſteinerſtraße und Wenckſtraße erforderlichen Geländes
ge=
nehmigt und einem Tauſchvertrag mit dem Großh.
Kabinett zugeſtimmt, wodurch die Stadt nunmehr auch
in Beſitz des weſtlichen Teils des
Platanen=
hains gelangt iſt. Eine durchgreifende Umgeſtaltung
des Erheber= und Aufſichtsdienſtes der ſtädtiſchen
Ottroi=
verwaltung, die teits durch die veränderten
Bahnhofs=
verhältniſſe, teils durch den Wegfall von
Oktroi=
einnahmen veranlaßt worden iſt, wurde genehmigt. Sie
vermindert den Perſonalbeſtand der
Oktroi=
verwaltung um 10 Mann (1 Erheber und 9 Aufſeher)
und bedeutet eine Erſparnis an den
Verwaltungs=
koſten von rund 1460 Mk.
* Die Verkehrs=Einnahmen aus dem Perſonen= und
Gütervertehr betragen nach vorläufiger Feſtſtellung: 1.
für die Eiſenbahndirektionsbezirke Frankfurt a. M. und
Mainz: a) im Monat März 1912 11125000 Mark oder
gegen das Vorjahr mehr 639000 Mark — 6,09 Prozent;
b) in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres
142557000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 8 470000
Mark — 6,32 Prozent; 2. für die Preußiſch=Heſſiſche
Eiſenbahngemeinſchaft: a) im Monat März 1912
184 702000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 12323000
Mark — 7,15 Prozent, b) in der Zeit vom Beginn des
Rechnungsjahres 2 199181000 Mark oder gegen das
Vorjahr mehr 169809000 Mark — 8,37 Prozent.
C) Major von Kraemer=Elſterſtein P. Geſtern ſtarb
im Jagdhaus bei Ormesheim, Pfalz, der Major z. D.
und Großherzoglich Heſſiſche Flügeladjutant à la suite
von Kraemer=Elſterſtein. Er wurde am 20.
April 1863 zu Elſterſtein in der Pfalz geboren, trat 1882
beim Garde=Dragoner=Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23
in den Militärdienſt, wurde am 13. September 1884 zum
Leutnant, am 25. März 1893 zum Oberleutnant befördert
und am 15. Juli 1893 in das Leib=Dragoner=Regiment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 verſetzt; am 27. Januar 1899
zum Rittmeiſter befördert und am 3. Juli 1899 als
Eskadronchef wieder in das Garde=Dragoner=Regiment
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23 verſetzt. Im Herbſt 1899 wurde
er zum Flügeladjutanten Seiner Königlichen Hoheit des
Großherzogs von Heſſen ernannt, wurde dann ſpäter
noch Kommandeur der Großh. Heſſ. Garde=
Unteroffizier=
kompagnie, am 27. Januar 1907 zum Major befördert,
im Februar 1908 mit der geſetzlichen Penſion zur
Dis=
poſition geſtellt und zum Flügeladjutanten à la suite
Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ernannt.
Erſt vor kurzem wurde er in den erblichen Adelsſtand
erhoben.
* An dem zweiten Deutſchen
Zuverläſſigkeits=
flug am Oberrhein 1912, der, wie mehrfach gemeldet,
auch in Darmſtadt große Flugveranſtaltungen bringen
wird, werden folgende Flieger teilnehmen:
Aktive deutſche Offizierz auf Flugzeugen der deutſchen
Militärverwaltung: Oberleutnant Barends, Inf.=
Regt. 144, Rumpler=Taube, 100 PS. Argus=Motor.
Leutnant Mahnke, Eiſenbahn=Regt. 1, Aviatik=
Ein=
decker, 100 Ps. Argus. Leutnant Engewer, Eiſenbahn=
Regt. 2, Aviatik=Eindecker, 100 PS. Argus. Leutnant
Fiſch, Tel.=Bat. 4, Wright, 55 PS. N. A G. Rittmeiſter
Graf Wolffskehl v. Reichenberg, Otto=Doppeldecker,
Argus. Oberleutnant Wirth, Inf.=Regt. 14, Otto=
Doppeldecker, 70 PS. vierzyl. Motor. — Deutſche aktive
Offiziere, mit Uniform verabſchiedete Offiziere und
Offiziere des Beurlaubtenſtandes auf fremden
Flug=
zeugen: Leutnant Freiherr v. Thüna, Grenad.=Regt. 1,
Luftverkehrsgeſellſchaft=Eindecker, 70 PS. Daimler.
Kam=
merichtsreferendar Caſpar, Leutnant d. Reſ., Rumpler=
Taube, 100 PS. N. A. G. Leutnant Pohl, Inf.=Regt. 136,
Aviatik=Doppeldecker, 100 Ps. Argus. Oberleutnant
z. See Hartmann, A. F. G.=Doppeldecker, 100 Ps
N. A. G. Oberleutnant Vogel vom Falkenſtein, Königin
Auguſta=Garde=Grenad.=Regt., Albatros=Doppeldecker,
100 Ps. Argus. Leutnant Schmickäly, Inf.=Regt. 64,
Aviatik=Doppeldecker, 100 PS. Argus. Oberleutnant
Keller, Rumpler=Taube, 100 PS. Mercedes. — Deutſche
Flugzeugführer auf eigenen Flugzeugen: Herr Diplom=
Ingenieur C. W. Witterſtätter, Aviatik=Eindecker,
100 Ps. Argus. Herr Ingenieur Joſ. Suvelak, Aviatik=
Eindecker, 100 Ps. Argus. Herr Ober=Ingenieur
Hell=
nuth Hirth, Rumpler=Eindecker, 100 PS.
* Vom Darmſtädter Kunſtgewerbe. Man ſchreibt
uns: In einem Schaufenſter der Firma Gg. Karp,
Hof=
uhrmacher, Ludwigſtraße 20, iſt einige Tage eine
Standuhr für eine Diele ausgeſtellt, die von hieſigen
Firmen gefertigt wurde und für eine Villa am Rhein
eſtimmt iſt. Der Entwurf iſt von Herrn Architekt
Jakob Krug hier. An der Ausführung ſind beteiligt
geweſen: Hofmöbelfabrik J. Glückert fertigte das
Ge=
häuſe, Zifferblatt und Pendel ſind von
Hofſchloſſer=
meiſter Wilhelm Emmel getrieben, Uhrwerk und Montage
ſt von Hofuhrmacher Gg. Karp. Das Schlagwerk der
Uhr beſitzt den bekannten klangvollen Weſtminſterſchlag
auf 8 Gongſtäben, genau in der Abſtimmung wie die
Turmuhr der Weſtminſter=Abtei in London. Die ſchöne
Uhr macht dem Künſtler, der den Entwurf gefertigt,
den ausführenden Firmen, und ſomit dem hieſigen
Kunſtgewerbe, alle Ehre.
g. Darmſtädter Heimverband. Der Heimverband
hielt geſtern nachmittag im Stadtverordneten=
Sitzungs=
ſaal ſeine zweite Mitglieder=Verſammlung ab,
die ſehr gut beſucht war. Die Vorſitzende Frau
Sanitäts=
rat Dr. Hüſfell eröffnete die Verſammlung und gab
zunächſt bekannt, daß in der letzten Sitzung des
Arbeits=
ausſchuſſes Frau Finanzrat Balſer als zweite
Vor=
ſitzende gewählt wurde, womit ſich die Verſammlung
ein=
verſtanden erklärte. Sie teilte des weiteren mit, daß ſich
der Arbeitsausſchuß damit beſchäftigt hatte, ein
geeigne=
tes Gebäude für ein Damenheim ausfindig zu machen
ferner mit Ausarbeitung eines Aufrufs, der Propaganda
für die Beſtrebungen des Vereins bezwecken ſoll, und
ſchließlich hatte der Arbeitsausſchuß die Satzungen
aus=
gearbeitet, die von Frau Ramſpeck verleſen wurden.
Die Satzungen wurden einſtimmig genehmigt und die
Eintragung des Vereins als juriſtiſche Perſon nach
aus=
führlichen Darlegungen des Herrn Bürgermeiſters
Mueller über die Vor= und Nachteile dieſer Eintragung
beſchloſſen. Die Vorſitzende berichtete ſodann über die
fortgeſetzten Bemühungen um Ausfindigmachung eines
den Zwecken eines Damenheims entſprechenden
Grund=
ſtückes. In dem Hauſe Annaſtraße 53 iſt ein äußerſt
günſtiges Objekt gefunden worden. Von den
vorhan=
denen 15 Zimmern ſind bereits 8 Zimmer ausgewählt
und haben ſich die Damen zum Einziehen am 1. Oktober
feſt verpflichtet. Die Miete dieſes Hauſes läßt ſich als
durchaus billig und angemeſſen bezeichnen. Es hat Gas,
elektriſches Licht, Zentralheizung und einen
gro=
ßen Garten mit altem Obſtbaumbeſtande. Der
Arbeits=
ausſchuß beantragt, die Mitgliederverſammlung wolle
beſchließen, dieſes Haus vom 1. Oktober 1912 ab auf 6
Jahre zu mieten. Der Antrag wurde einſtimmig
ange=
nommen. Der Heimverband iſt ſomit in die Lage
ver=
ſetzt, einem Teil ſeiner Mitglieder, wie beabſichtigt, ein
behagliches Heim mit guter Verpflegung zu billigem
Preiſe zu bieten. Es iſt zu hoffen, daß der Verband
bald in die Lage verſetzt wird, mit eigenen Mitteln ein
oder mehrere Heime zu erbauen. Aus der
Verſamm=
lung wurde der Vorſitzenden, Frau Sanitätsrat Dr.
Hüffell, lebhafter Dank ausgeſprochen für ihre
uneigen=
nützige Tätigkeit im Arbeitsausſchuß. — Der
Verſamm=
lung ſchloß ſich noch eine Sitzung des
Arbeitsaus=
ſchuſſes an.
O Verlegung des Poſtamts 2. Das in dem Hauſe
Landgraf Philipp=Anlage 3 untergebrachte Poſtamt 2
wird zum 1. Mai in das Poſtgebäude am neuen
Hauptbahnhofe verlegt werden. Vom gleichen
Tage ab gehen die Pakete und Wertbriefbeſtellung im
Ortsbezirk und die geſamte Eilbeſtellung der Pakete
und Wertbriefe im Orts= und im
Landbeſtell=
bezir ke vom Poſtamt 1 (Rheinſtraße) auf das
Poſt=
amt 2 über.
* Die Oktroi=Erheb= und Wiegeſtelle an der
Eliſa=
hethenſtraße wird am 28. d. M. aufgehoben; die
Abgabe für oktroipflichtige Gegenſtände iſt bei der Stelle
Heidelbergerſtraße 17 zu entrichten.
* Turngemeinde Darmſtadt. Man ſchreibt uns:
Außer dem Turnen und Spielen uſw. pflegen die
Turn=
vereine Geſelligkeit und den Sinn der
Zuſammengehörig=
keit. Hierzu dienen beſonders die jeden Samstag
ſtatt=
findenden Wochenverſammlungen. Die Turngemeinde
Darmſtadt legt beſonderen Wert darauf, daß ihren
Mit=
gliedern an genannten Abenden auch auf dem Gebiete des
Wiſſens uſw. möglichſt viel geboten wird, und ſind für die
nächſten Wochen mehrere ſehr intereſſante Vorträge
zuge=
ſagt. Wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, findet heute,
Samstag, abend, ein Vortrag des Herrn Redakteur
Theuerkauf über „Jungdeutſchland und die deutſche
Turnerſchaft” ſtatt, der beſonders die Mitglieder und
An=
hänger der Turnſache intereſſieren wird. Wir verfehlen
deshalb nicht, nochmals beſonders darauf aufmerkſam zu
machen.
* Frauenverein für den Schloßbezirk. Sonntag,
den 28. April, abends, hält der Frauenverein für
den Schloßbezirk im Gemeindehaus Kiesſtraße 17
einen Familienabend ab. Das Programm weiſt
neben muſikaliſchen Darbietungen und der Aufführung
„Am Fuße der Wartburg” einen Vortrag von Pfarrer
D. Dr. Diehl auf über „Jugendpflege in Darmſtadt
in alter und neuer Zeit”. Eintritt 30 Pfg. für Teekarte.
* Der Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein ſchreibt
uns: Mo itag, den 29. April, abends, hält der
Darm=
ſtädter Hausbeſitzer=Verein e. V. in der Reſtauration
Sitte ſeine diesjährige Hauptverſammlung ab. Die
Mitglieder werden hoffentlich zahlreich erſcheinen, auch
Gäſte, welche dem Verein beitreten wollen, ſind
will=
kommen. In der Zeit, wo jeder Kathederſozialiſt
Klage=
lieder über Wohnungsreform, Wohnungselend ertögen
läßt, wo die Gartenſtadtbewegung lebhaft einſetzt, wo
die Laſten und Steuern auf den Immobilienbeſitz
immer ſtärker werden, iſt es dringend nötig, daß die
Hausbeſitzer ſich zuſammenſchließen. Erfreulicherweiſe
hat der Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein 83 neue
Mit=
glieder erhalten und zählt jetzt an 900 Mitglieder.
* Das Preisſchießen des Schießvereins deutſcher
Jäger fand am Mit.woch nachmittag auf dem
Schieß=
haus der Priv. Schützengeſellſchaft ſtatt. Bei guter
Be=
teiligung, auch von auswärts, errangen ſich Herr Riehl,
Dr. Bach und Beck die drei erſten Preiſe.
s. Warnung vor einem gefährlichen Irren. Aus dem
Philippshoſpital Hofheim iſt der als gemeingefährlich
dort untergebrachte 33jährige Taglöhner Heinrich Schmidt
von Sprendlingen, Kreis Offenbach, entſprungen. Es
vird ſeitens der Behörde nach ihm gefahndet. Nach ſeinem
Vorleben kann man ſich Einbruchsdiebſtähle und
der=
gleichen von ihm gewärtigen, da er bis zu der im Jahre
1902 aus Anlaß einer Diebſtahlsunterſuchung erfolgten
Feſtſtellung der Unzurechnungsfähigkeit und Verbringung.
ins Irrenhaus bereits fünf derartige Verurteilungen
er=
litten und gerade erſt ſeine letzte Strafe von 5 Jahren
Zucht=
haus verbüßt hatte. Er iſt etwa 1,65 Meter groß, ſchlank
und beſitzt blondes Haar.
* Ludwigshöhe. Das Konzert am Sonntag, den 28.
pril, wird vom Muſikkorps des Leibgarde=
Re=
giments nach einer ſchönen Programmauswahl
durch=
geführt werden. Im heutigen Kurkonzert werden zum
Gedächtnis des 100. Geburtstages Fr. v. Flotows
vier ſeiner beſten Werke im Programm vertreten ſein,
ſo z. B. die ſeltener geſpielte Jubelouvertüre, das
ſtim=
mungsreiche „Ave Maria” aus Indra, Fragmente aus
Stradella und die Ouvertüre zur Oper Martha. (Siehe
Anzeige.)
* Hugenſchütz=Felſenkeller. Das große
Frühlings=
feſt, das von dem Evangel. Arbeiter= und
Handwerker=Verein auf Hugenſchütz=Felſenkeller
arrangiert wird, verſpricht, den Darbietungen nach zu
ſchließen, zu einem ſchönen Feſte zu geſtalten. Die
ge=
ſamte Kapelle des Train=Bataillons Nr. 18 unter
per=
ſönlicher Leituna ihres Dirigenten Herrn Muſikmeiſter=
Aſpiranten W. Klein konzertiert. (Alles Nähere durch
Anzeigen und Plakate.)
Schuls Felſenkeller. Aus Anlaß der Eröffnung
der Gartenwirtſchaft findet morgen Sonntaa bei freiem
Eintritt Künſtler=Garten=Konzert von 4 Uhr an ſtatt.
(Siehe Anzeige.)
* Das Reſidenztheater bringt von Samstag ab
das letzte Bild der erſten Aſta Nielſen=Serie. Wer bis
jetzt den wunderbaren Vorführungen der Aſta Nielſen=
Serie gefolgt iſt, wird auch diesmal nicht verſäumen, das
letzte Bild ſich anzuſehen. Das Drama „Zu Tode gehetzt”
führt uns ein Mädchenſchickſal vor Augen von packender
und rührender Gewalt. Im Mittelnunkt dieſer Trägödie
ſteht eine Heldin, der die berühmte däniſche Darſtellerin Aſta
Nieſſen zur reſtloſen Verkörperung verholfen hat. Auch
die anderen Nummern verdienen erwähnt zu werden, ſo
daß ein Beſuch des Reſidenztheaters jedem empfohlen
werden kann. (Siehe Anzeige.)
* Der erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt in ſeinem von heute ab 4 Tage laufenden
Pro=
gramm zwei erſtklaſſige Schlagerneuheiten. Ein
hervor=
ragender, das Leben eines Berliner Arbeiters
behan=
delnder Film, betitelt „Aus dem
Scheunenvier=
tel” und die Tragödie eines Erdenbürgers, betitelt
„Erſchoſſen ſeines Bruders wegen” als
auch der übrige Teil des Programms laſſen einen Beſuch
ſehr emfpehlen.
gs- Selbſtwordverſuch. Geſtern morgen gegen
½10 Uhr verſuchte ſich ein junges Mädchen im
Platanenhain zu vergiften. Dasſelbe wurde mittelſt
Krankenautomobil durch die Rettungswache nach dem
Krankenhaus verbracht.
* Offenbach, 25. April. Man teilt uns mit, daß von
4976 durch den Streik frei gewordenen Arbeitsſtellen über
700 inzwiſchen wieder beſetzt worden ſind, zum Teil
durch Neueingeſtellte, zum weitaus größeren Teile durch
Rückkehr der ſtreikenden Arbeiter.
Mainz, 26. April. Ueber die geſtern nachmittag im
Berliner Stadtrat in geheimer Sitzung ſtattgehabte Wahl
eines beſoldeten Stadtrats von Berlin erhält das
Tag=
blatt folgenden telegraphiſchen Bericht: „Der Ausſchuß
empfahl für den Poſten eines Stadtrats den Beigeordneten
Emil Berndt aus Mainz. Wider Erwarten gab es jedoch
ine längere Perſonal=Debatte, da die freie Fraktion
be=
intragte, die Wahl des Stadtrats zu vertagen, und
begrün=
dete ihr Vorgehen damit, daß es ſich empfehle, die am 18.
Juni zu erwartende Entſcheidung des Darmſtädter
Ge=
ichts in Sachen des bekannten Schapiroprozeſſes
abzu=
warten, da der vorgeſchlagene Kandidat in demſelben als
Thef der Mainzer Polizei angegriffen ſei. Gegen die
Per=
ſönlichkeit des Kandidaten hatten die Redner der freien
Fraktion nichts einzuwenden. Der Vertagungsantrag
wurde abgelehnt, und ſo darf man annehmen, daß Herr
Berndt am nächſten Donnerstag ziemlich einſtimmig
ge=
wählt werden wird.
Bingen, 26. April. Behufs Einleitung der
Vorarbei=
ten für den Brückenbau Bingen-Geiſenheim
werden bereits Bohrungen bei Kilometer 357,5
unter=
halb Geiſenheim vorgenommen. Da das hierzu dienende
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 25. April.
„Martha.”
W—l. Zur Feier des 100. Geburtstags Flotows
gelangte heute deſſen Oper „Martha” wieder zur
Auf=
führung. Einen irgendwie feſtlichen Charakter trug die
Vorſtellung nicht. Ein Prologdichter ſcheint ſich nicht
ge=
funden zu haben, obwohl zwiſchen Flotow und
Darm=
ſtadt, wie bekannt, engere Beziehungen beſtanden haben
und bei dieſer Gelegenheit auch dem genius loci hätte
gehul=
digt werden können. Die Mitwirkung eines Gaſtes war
nicht der Gedächtnisfeier zu danken, ſondern war durch
die Erkrankung des Herrn Hacker veranlaßt worden.
Neben der Oper „Stradella” kam nur „Martha” für
dieſen Tag in Frage, da die Oper „Indra” bei ihrer
letz=
ten Aufführung einen Mißerfolg erzielt hat. Vielleicht
gibt die Flotow=Feier Veranlaſſung zu einer gerechteren
und objektiveren Beurteilung der Bedeutung Flotows
als Opernkomponiſt, denn die zünftige Kritik möchte
ſeine „Martha” am liebſten als Leierkaſtenmuſik abgetan
wiſſen. Das geht zu weit und nach dieſem Grundſatze
müßte man mindeſtens die Hälfte der modernen Luſtſpiele
und Poſſen in das Gebiet der Schundliteratur verweiſen.
Neben der klaſſiſchen und der gelehrten Oper hat auch die
populäre Oper eine Exiſtenzberechtigung, nur muß man
dieſe nicht mit dem Maßſtab jener meſſen wollen. Ein
gerechtes Urteil wird den Reichtum und Fluß der
Melo=
dien, die meiſterhafte Behandlung der Singſtimmen wie
die leichtflüſſige Inſtrumentierung, die allerdings bei den
modernen Komponiſten vermißt werden — ob aus Prinzip
eder aus Unvermögen, bleibt dahingeſtellt — anerkennen
müſſen. So behauptet auch die Oper „Martha” heute noch
mit Recht ihren Platz auf dem Spielplan, und die Gefahr.
den Geſchmack des Publikums zu verflachen, droht von
ganz anderer Seite.
Ihren andauernden ſtarken Erfolg verdankt die Oper
in erſter Linie ihren dankbaren Partien, aber ſie
ver=
langt ſtimmbegabte und ſangestüchtige Sänger. Was
aus der Partie des Lyonel zu machen iſt, hat heute Herr
Robert Hutt vom Opernhauſe in Frankfurt a. M. von
neuem bewieſen. Außer Herrn Laffitte iſt unſeres
Wiſ=
ſens keinem Tenor hier ſo einmütiger und begeiſterter
Beifall geſpendet worden wie ihm. Mit wahrhaft
glän=
zenden ſtimmlichen Mitteln, einem ſieghaften Organ von
herrlicher Ausgeglichenheit, geht eine meiſterliche
Behand=
lung des bel canto Hand in Hand. Mühelos überwindet
er die gefährlichſten Höhen und ſchwelgt in dieſen höchſten
Regionen, in die ſich andere nur mit Vorſicht und Furcht
hinaufwagen, in dem Bewußtſein ſeiner Vollkraft und
nie verſagender Sicherheit. Das Publikum war teils
überraſcht, teils fasziniert und hätte, wie der rauſchende
Beifall bewies, die unvergleichlich ſchön geſungene Arie
„Ach ſo fromm” gerne da capo gehört. Auch das Spiel des
Herrn Hutt zeugt von Intelligenz und künſtleriſchem
Takte. Für die Flotow=Gedächtnisfeier konnte man ſich
ſomit keinen beſſern Vertreter des Lyonel wünſchen und
wir hoffen, Herrn Hutt in dieſer Saiſon noch öfter hier zu
hören.
Die übrigen Partien waren durch Herrn Stephani
(Plumkett), Frau Speiſer=Suchanek (Martha) und
Frl. Howard (Nancy) in bekannter trefflicher Weiſe
beſetzt und ſo hinterließ die Aufführung, von einigen
Schwankungen der Chöre abgeſehen, einen ſehr
befriedi=
genden Eindruck.
Feuilleton.
* Der neue Campanile. Um den Kern der alten
Grundmauern des Campanile liegt ein kräftiger Gürtel
aus iſtriſchem Stein, Trachit und Sandſtein aus
Mug=
gia. Dieſer Gürtel liegt auf einem kräftigen Eichenfloß,
das mit dem alten Floß verbunden iſt und auf 3076
Lär=
chenſtämmen lagert. Während das alte Grundwerk nur
eine Oberfläche von 202 Quadratmetern hatte, beſitzt das
neue 407. Die Belaſtung, die früher 9930 Kilogramm per
Quadratmeter betrug, iſt nun auf 4300 Kilogramm
her=
abgeſetzt. Die Glockenkammer wurde ſo gebaut, daß die
Schwingungen der Glocken ſich ſo wenig als möglich dem
Mauerwerk mitteilen. Das Aeußere des Turmes gleicht
ſelbſtverſtändlich ganz dem alten. Eine Million
Back=
ſteine erforderte der Bau. Das Mauerwerk wurde
dop=
pelt aufgeführt; die äußere Wand hat eine Dicke von zwei
Metern, die innere von 2,10 Metern. Zwiſchen dieſen
beiden Mauern iſt, wie beim alten Campanile, eine
ſchmale Rampe angebracht. In der Mitte iſt ein
elektri=
ſcher Aufzug. Für den Turmhelm ſind 2500
Marmor=
blöcke verwendet worden.
** Wie Sarah Bernhardt das Sterben lernte. Sarah
Bernhardt, die gegenwärtig als Königin Eliſabeth in
einer großen Sterbeſzene die Pariſer begeiſtert, hat als
Schauſpielerin die Kunſt des Sterbens von einem
ein=
achen Zirkusclown erlernt. Der berühmten
Tra=
gödin war die ungewöhnliche Gewandtheit aufgefallen,
mit der ſich dieſer Clown als dummer Auguſt in der
Arena auf dem Rücken zu Boden fallen ließ, und ſie
be=
ſchloß ſofort, von dem Clown die techniſchen
Geheim=
niſſe dieſer Fallmethode zu erlernen. Der dumme Auguſt
wurde von Sarah Bernhardt in ihre Wohnuna gerufen,
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
ſchwimmende Gerüſt nicht ausweichen kann, ſind der
Schiffahrt Beſchränkungen auferlegt.
Gießen, 25. April. In der heutigen
Stadtver=
ordnetenverſammlung teilte Oberbürgermeiſter
Mecum mit, die Regierung habe die Errichtung eines
Lehrſtuhls für Soziale Medizin an der
hie=
ſigen Univerſität zugeſagt. 6 Berufsgenoſſenſchaften, ferner
die Stadt Gießen und die hieſige Ortskrankenkaſſe haben
ſich daraufhin bereit erklärt, einer Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung beizutreten, die die Erbauung und den
Betrieb eines Unfallkrankenhauſes in Gießen
übernimmt. Dem Heilſtättenverein wurde ie Erlaubnis
zur Errichtung eines Lupusheims im Klinikviertel auf der
Höhe des Seltersberges erteilt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 25. April. Eine
Vereinig=
ung von Berliner Schauſpielern veranſtaltet am
11. Mai im großen Theaterſaal der „Orpheusſäle”
Brücken=
ſtraße 2, eine einmalige Aufführung von Gorkis „
Nacht=
aſyl” deren Reinertrag der Nationalflugſpende
zufließt. — Der Direktor der Borſigwalder Terrain=
Geſell=
ſchaft, der ſich ſeinerzeit große Unterſchleifen zuſchulden
kommen ließ und dann angeblich Selbſtmord
be=
ging, ſoll gar nicht geſtorben ſein und der Sarg nicht ſeine
Leiche enthalten haben. Nach einer an amtlicher Stelle
aus Paris eingegangenen Karte ſoll ſich Hempel dort
auf=
halten. Polizei und Staatsanwaltſchaft haben bereits die
nötigen Schritte unternommen. Der Sarg mit der
an=
geblichen Leiche Hempels ſoll heute oder morgen exhumiert
werden. — In einer Lauben=Kolonie im
Baum=
ſchulenweg entſtand heute abend ein Brand, dem etwa
20 Lauben zum Opfer fielen. Viele Hunde, Schweine,
Ziegen und Kaninchen ſind in den Flammen umgekommen.
Man befürchtet, daß auch Menſchen, die dorr genächtigt
haben, dem Brande zum Opfer gefallen ſind.
Frankfurt, 26. April. Heute mittag kurz vor 12 Uhr
ereignete ſich auf der Landſtraße zwiſchen
Oberſchwein=
ſtiege und Goldſtein ein ſchwerer
Automobil=
unfall, bei dem ein Mitfahrer namens Henniger aus
Frankfurt getötet und zwei Perſonen verletzt wurden.
Anſcheinend iſt der Wagen ins Schwanken gekommen und
ſtreifte infolgedeſſen mit dem hinteren Rad einen
Fuß=
pfadpfoſten. Henniger blieb auf der Stelle tot. Die
bei=
den anderen der Chauffeur Pietzen und ein Ruſſe,
wur=
den ins Städtiſche Krankenhaus verbracht.
Kaſſel, 25. April. In der heutigen
Stadtverordne=
tenverſammlung wurde der Beigeordnete Dr. Scholz=
Düſſeldorf mit 57 von 64 Stimmen zum
Oberbürger=
meiſter von Kaſſel gewählt.
München, 25. April. In der Kammer fragte bei der
Beratung des Etats des Miniſteriums des Aeußern der
Referent Giehrl die Staatsregierung, wie es ſich mit dem
Befinden des Königs Otto verhalte. Der
Miniſterpräſident erklärte: Ich muß dieſelbe Antwort
geben, die meine Vorgänger gaben. Das Befinden des
Königs iſt völlig unverändert. Ich habe mich perſönlich
davon überzeugt, als ich vor zwei Tagen nach
Fürſten=
ried fuhr.
München, 26. April. In Zellingen verurſachten zwei
Knaben in einer Scheune durch Spielen mit Streichhölzern
einen Brand. Die Kinder flüchteten in eine
Nachbar=
ſcheune, die aber ebenfalls von den Flammen ergriffen
wurde. Die beiden Kinder ſind verbrann t.
Köln, 25. April. Auf den Humboldtwerken in Kalk
wurde, vermutlich infolge Verſagens des Manometers,
bei einer Druckprobe ein Behälter zerfprengt.
Ein Keſſelſchmied wurde ſo ſchwer verletzt, daß er auf
dem Wege zum Krankenhaus verſtarb. Vier andere
Perſonen, darunter der Betriebschef, wurden leicht
ver=
letzt.
Leipzig, 26. April. Die Schlußſteinlegung des
Völkerſchlacht=Denkmals findet am 13. Mai, dem
Geburtstage des Kammerrats Thieme, des Urhebers des
Denkmal=Gedankens, ſtatt. Der deutſche Patrioten=Bund
beſchloß geſtern abend die Errichtung eines Stadions in
Verbindung mit dem Völkerſchlacht=Denkmal. Die Koſten
ſind auf eine Million Mark berechnet. Ein Viertel davon
iſt bereits gezeichnet.
Kiel, 25. April. Prinz Heinrich hat ſich in der
Eigenſchaft als Generalinſpekteur der Marine nach
Saß=
nitz begeben, um dem Schluß des Manövers des
Lehr=
geſchwaders beizuwohnen.
Neuſtrelitz, 26. April. In der vergangenen Nacht fiel
der die Tertia beſuchende 13jährige Sohn des
Superin=
tendenten Pfannſchmidt=Granſee in mondſüchtigem
Zuſtande vom Fenſterſims eines im zweiten Stocke
gelegenen Zimmers und hat ſich lebensgefährlich verletzt.
Beuthen, 25. April. Die geſtern von einem Breslauer
Blatte gebrachte Meldung, daß die Kirche auf dem
Kal=
varienberge in Deutſch=Pilkar angeblich bei dem
Erdbeben in Oberſchleſien am 15. April derartige Riſſe
erhalten habe, daß ihre Schließung notwendig wurde, ent=
ſpricht nicht den Tatſachen. Bei der vor kurzem von der
ſtaatlichen Aufſichtsbehörde vorgenommenen Reviſion
wurde feſtgeſtellt, daß die Baudenkmäler, ſowie die
Wall=
fahrtskirche ſelbſt in letzter Zeit arg vernachläſſigt wurden
und einer ſofortigen Reparatur bedürften. Es wurde daher
die behördliche Anordnung getroffen, den ganzen
Wall=
fahrtsbetrieb und die erwähnte Kirche bis auf weiteres zu
ſperren und erſt dann wieder eröffnen zu laſſen, wenn die
Mängel beſeitigt ſind.
Venedig, 25. April. Der Bürgermeiſter erhielt
aus Korfu folgende Depeſche: An dem Tage, da Dank
dem hochſinnigen Schwung der italieniſchen Nation in
ſeinem alten Glanze als Denkmal der Größe Venedigs der
wiedererſtandene Campanile von St. Markus
glücklich eingeweiht wird, entbiete ich den Venezianern
meinen Gruß und meinen aufrichtigen Wunſch für das
Wohl und das Gedeihen der Stadt, in der ich ſo oft und
ſo gern geweilt habe. Wilhelm, I. R. — Geſtern abend
waren die Markuskirche und derCampanile, ſowie der Platz
von San Marco elektriſch illuminiert. Eine
große Menſchenmenge fand ſich auf dem Platze ein und
erfreute ſich an dem feenhaften Anblick. Die Stadt gab
zu Ehren des Herzogs von Genua, der Vertreter der
Re=
gierung, des Parlaments und der fremden Staaten ein
Bankett, in deſſen Verlauf zahlreiche Trinkſprüche
ge=
wechſelt wurden.
Sevilla, 25. April. Geſtern abend ſchleuderte in dem
hieſigen Stadt=Theater ein Mann eine Bombe ins
Parkett. Die Wirkung war ſchrecklich. Drei Perſonen
wurden auf der Stelle getötet, 20 andere haben ſchwere
Verletzungen erlitten. Der Theater=Beſucher bemächtigte
ſich eine ungeheure Panik. Alles drängte ſich den
Aus=
gängen zu. Hierbei wurden viele Perſonen ohnmächtig
und von den anderen zur Seite geſtoßen und
niederge=
treten. Ihre Verletzungen ſind ziemlich ernſter Natur.
Der Attentäter konnte verhaftet werden. Es iſt ein
be=
kannter Anarchiſt.
Paris, 26. April. Auf dem Perron des Bahnhofes von
Orleans wurde geſtern nachmittag in der Nähe des
Ueberganges nach der Stadt eine Handtaſche gefunden,
die nicht weniger als 400 goldene Uhren enthielt, die
einen Wert von zirka 40000 Francs repräſentieren. Die
Uhren entſtammen einer Pariſer Firma. Man weiß noch
nicht, ob es ſich um einen Diebſtahl handelt oder ob etwa
ein Reiſender der Firma den Koffer hat ſtehen laſſen, was
jedoch kaum anzunehmen iſt.
London, 26. April. Man glaubt, daß die Olympie
heute endlich die Reiſe nach New=York antreten kann,
nach=
dem ſich die White Star=Line bereit erklärt hat,
umfaſſen=
des Rettungsmaterial zur Verfügung zu ſtellen.
Petersburg, 26. April. Mit dem Hauptmann
Dreßler wurde auch ein Regimentsſchreiber in Kowno
verhaftet, der angeblich wichtige Papiere verkauft hat.
Dreßler bat vor ſeiner Verhaftung, nach Hauſe gehen zu
dürfen um die Kleider zu wechſeln, was ihm indeſſen nicht
geſtattet wurde, da man darin ein Manöver witterte, um
die Spuren zu verwiſchen. Wie verlautet, ſchreitet die
Unterſuchung raſch fort. Dreßler genießt in der Komnoer
Feſtung jede Rückſicht.
Lodz, 25. April. In der Wydzewaſtraße ſtürzte
ein im Bau befindliches fünfſtöckiges Haus ein.
Ein Arbeiter wurde getötet, vier Arbeiter wurden
ſchwer, einer leicht verletzt. Man vermutet, daß zwei
Arbeiter unter den Trümmern begraben wurden.
Sebaſtopol, 25. April. Während des herrſchenden
Sturmes ſind drei Segelſchiffe gekentert. Mehrere
Schiffe erlitten Havarien. Mehrere Perſonen ſind
um=
gekommen.
v. Flotow=Gedächtnisfeier.
C Darmſtadt, 26. April.
Am Grabe des unvergeſſenen Meiſters, unter dem
trefflich und eindrucksvoll komponierten Monument, von
deſſen Krönung die ſcharfgeſchnittenen Züge des
Ver=
ewigten, das lockenumwallte Bronzehaupt heute geſchmückt
mit dem Lorbeer unvergänglichen Ruhmes, herabblickten
auf eine kleine aber treue Schar von Anhängern ſeiner
Muſik, fand heute, an ſeinem 100. Geburtstage, eine ſchlichte
aber erhebende und eindrucksvolle Gedächtnisfeier ſtatt.
Am Fuße des ſeine letzte Ruheſtätte deckenden Denkmals
lag ein Kranz mit der Widmung: „Dem geliebten Vater
ſein Sohn Fritz”. Schwere Krankheit hinderte den Sohn,
ſelbſt an der Freier teilzunehmen; aber in einem Briefe,
an Herrn Kammermuſiker Kugler gerichtet, gab der Sohn
dem Dank und der Freude Ausdruck für die Ehrung des
Vaters. Viele Stadtverordnete, zahlreiche Freunde des
Meiſters und ſeiner Kunſt, nahmen an der Feier teil. U. a.
auch Hofrat Edward. Aber das Hoftheater, dem Flotows
populäre Opern ſo oft das Haus gefüllt, war nicht
ver=
treten.
Die Klänge des Beethovenſchen „Die Himmel
rüh=
men” von der Kapelle unſeres Leibgarde=Regiments unter
Obermuſikmeiſter Hauske ganz vortrefflich zu Gehör
gebracht, leiteten die Feier ein. Dann hielt
Bürger=
meiſter Mueller die eindrucksvolle
Gedächtnisrede:
Einen Geburtstag feiern wir heute an dieſer Stätte
des ewigen Friedens, den Geburtstag eines Toten. Ein
Feſt der Freude, durchzittert von Gedanken der
Weh=
mut. — Aber, ſo ſehr wir uns des tiefen Ernſtes dieſer
Umgebung bewußt ſind, ſie gibt doch unſerer Feier nur den
verklärenden, ſtimmungsvollen Rahmen. Die Empfindung
einer reinen Freude überwiegt. Wir denken heute nicht
daran, daß wir Friedrich von Flotow nicht mehr beſitzen,
daß der Tod ſeinem Schaffen ein Ziel geſetzt hat. Unſere
Vorſtellungen ſind losgelöſt von körperlichen Dingen, von
Raum und von Zeit. Wir feiern heute, was unſterblich
iſt an dem heimgegangenen Meiſter. Sein ehernes Bild
iſt ein Symbol dieſer Unvergänglichkeit, mit gütigen Augen
ſchaut er über uns hinweg in den unendlichen Raum. Die
hohe Stirn ſchmückt ein Kranz als ein Sinnbild des
un=
vergänglichen Lorbeers, den der Genius der Kunſt ihm
um die Schläfen gewunden hat.
Faſt 30 Jahre ſind vergangen, da man den Leib des
großen Komponiſten hier der Erde übergeben hat,
und=
vielen von uns iſt der Tag der Beſtattung, der ſich zu einer
großen ernſten Feier geſtaltete, noch in lebhafter
Erinne=
rung. Am 26. April 1884, dem 72. Geburtstage des
Mei=
ſters, wurde dann dies herrliche Denkmal, ebenfalls unter
großen Feierlichkeiten, enthüllt. Bei beiden Anläſſen kam
in erhebender Weiſe die Liebe und Verehrung für die
Per=
ſönlichkeit des Meiſters und die hohe Würdigung
ſeiner=
künſtleriſchen Bedeutung zum Ausdruck. Schon damals
war das Urteil über ſeine muſikaliſche Begabung und ſeine
Verdienſte, namentlich auf dem Gebiete der feinen
Kon=
verſationsoper, längſt geſprochen. Und, daß ſich heute in
dieſer Auffaſſung nichts geändert hat, beweiſt am beſten
den unvergänglichen Wert ſeiner Schöpfungen. Als echtes
Talent hat ſich Flotow ſchon in früher Jugend gegen ſtarke
Widerſtände ſeiner Familie durchgeſetzt, die ihn für die
diplo=
matiſche Laufbahn beſtimmt hatte. Der berühmte
Klari=
nettenvirtuos Iwan Müller, der auf einer Kunſtreiſe in
der mecklenburgiſchen Heimat Flotows deſſen Begabung
er=
kannt hatte, erwirkte ihm ſchließlich die väterliche
Erlaub=
nis, ſich der Muſik zu widmen. Seine Pariſer Studien
unter der Leitung des angeſehenen Theoretikers Anton
Reicha und ſein vieljähriger Aufenthalt in der Seineſtadt,
ſeine dortigen Beziehungen zu zahlreichen bedeutenden
Perſönlichkeiten haben Flotows Kunſtrichtung, wenn nicht
beſtimmt, ſo doch zweifellos weſentlich beeinflußt. Das
graziöſe Moment, die lebendige Bewegung, der müheloſe
Fluß der Melodien ſind charakteriſtiſch für ſein Schaffen.
Und doch konnte Hof=Theaterdirektor Wünzer am Tage der
Denkmalsweihe Flotow mit vollem Recht als deutſchen
Tondichter feiern. Die gemütvolle Eigenart des
Meck=
lenburgers kommt in der tiefen inneren Empfindung, die
ſeine Muſik bei aller Glätte der Inſtrumentierung beſeelt,
zum unzweideutigen Ausdruck. Und gerade dieſe
Mi=
ſchung von Grazie und Gefühl iſt es, die Flotows
Schöp=
fungen ihren eigenen Reiz geben. Sie hat nicht zum
we=
nigſten zu den ungewöhnlichen Erfolgen beigetragen, die
„Aleſſandro Stradella” und „Martha” erzielt haben. Sie
iſt es auch, die dieſer bedeutſamen Hinterlaſſenſchaft des
Meiſters ihren dauernden Wert verleiht. Auch ein
Mei=
ſter der Form iſt Flotow geweſen; durch gründliche
Stui=
dien hatte er ſich mit den Anforderungen der Bühne genau
vertraut gemacht. Als ein beſonderes Verdienſt wird ihm
angerechnet, daß er den Dialog in der komiſchen Oper
be=
ſeitigt und damit zuerſt die Anſicht widerlegt hat, es ſei
hier der Dialog durchaus notwendig.
Nicht ſowohl ſeiner Abſtammung von einem alten
mecklenburgiſchen Adelsgeſchlecht als auch dieſer ſeiner
Kenntnis des Theaters und der Kunſt der Regie iſt dann
Flotows Berufung als Intendant an die Schweriner
Hofoper zu danken, die ſich demnächſt unter ſeiner
vor=
trefflichen Leitung zu einem der geachtetſten deutſchen
Kunſtinſtitute entwickelte. Nach ſiebenjähriger Tätigkeit
kehrte Flotow nach Wien zurück, das er ſchon vor ſeiner
Ueberſiedelung nach Schwerin zum dauernden Aufenthalt
erkoren hatte. Es folgte nun eine Periode neuen
frucht=
bringenden Schaffens und höchſter Anerkennungen, ſo ſeine
Ernennung zum korreſpondierenden Mitaliede der
fran=
zöſiſchen Akademie der Künſte und Wiſſenſchaften. Im
November 1880 kam Flotow nach Darmſtadt. Auf dem
ſeiner Schweſter gehörigen Gute „Heiliger Kreuzber
wollte er in behaglicher Ruhe ſeinen Lebensabend pe
bringen. Doch hat er bis zu ſeinem Lebensende den
Drange muſikaliſchen Schaffens nicht widerſtehen können
und hier noch eine Reihe von Liedern komponiert, die er
ſeiner Lebensgefährtin widmete. Auch die leider
un=
vollendet gebliebenen Erinnerungen aus ſeinem Leben
ſind in Darmſtadt entſtanden, darunter die „
Entſtehungs=
geſchichte der Martha”. Ein ernſtes Augenleidene
ſchwerte ihm das Arbeiten in zunehmendem Maße. Unter
dem Eindruck der Seelenſtimmung, die ihn wegen dieſes
Leidens befiel, iſt ſein Schwanengeſang „Der blinde Mu=
man verabredete regelrechte Unterrichtsſtunden und dann
begannen die praktiſchen Unterweiſungen. Und nun
zeigte der Clown der Tragödin, wie ſie bei dieſem Falle
den Nacken zu halten habe, wie den Kopf und wie bei
dem Sturze alles darauf ankomme, den Anprall beim
Aufſchlagen mit den beiden Schulterblättern
aufzu=
fangen. Im Zimmer waren ein paar weiche Teppiche
aufgelegt, Sarah Bernhardt begann zu probieren, nach
ein paar Stunden wagte ſie das Experiment auch auf
dem harten Parkett, und nach der zehnten Stunde hatte
der dumme Auguſt ſeine Pflicht erfüllt: Sarah verſtand
nun, wie ein wirklicher Leichnam zu fallen. Und ſo
er=
lernte die Tragödin in zehn Unterrichtsſtunden die
ſchwie=
rige Kunſt des Sterbens.
C Wie man in Amerika für die Kirche wirbt. Die
Trinity=Kirche in Chicago hat ſchlechte Zeiten; mit jener
Schnelligkeit, mit der ſich in Großſtädten Umwandlungen
vollziehen, war um ſie herum ein großes Geſchäftsviertel
aufgewachſen; die reichen Pfarrkinder zogen in die
Vor=
ſtädte und die Gemeinde, die vorher ihren getreuen Stamm
von Mitgliedern aufgewieſen hatte, ſah ſich plötzlich auf
das unſtete und wenig fromme Volk von jungen
Geſchäfts=
angeſtellten aller Art angewieſen, die in die Umgegend
ge=
zogen waren. Kirche und Pfarrhaus ſtanden leer und die
Geiſtlichen hatten nichts zu tun. Da faßte der erſte
Pre=
diger der Kirche, Rev. John Mc. Gann den reſoluten
Ent=
ſchluß, die Jugend dem frivolen Leben in Gaſthäuſern und
Klubs zu entfremden, indem er ihnen die gleichen Genüſſe
in ſeiner Pfarrei gewährte. Die Methode, die er dabei
ver=
folgte, hat er in einem Aufſatz der New=Yorker
Kirchen=
zeitſchrift The Churchman allen Kollegen zur Nachahmung
empfohlen. Ueberall in die Nachbarſchaft ſchickte er ſchön
gedruckte Karten, auf denen folgendes zu leſen ſtand: „Wie
ſoll man ſeine Sonntag=Abende verbringen? Erſtens: Iß
mit uns um 6.30 Uhr! Preis 10 Cents. Das Abendeſſen
iſt warm und appetitlich, guter Kaffee! 2. Vor und nach
dem Abendeſſen iſt der ganze zweite Stock des Pfarrhauſes
zu Deiner Verfügung. Eine Anzahl junger Mädchen
(und Herren) wird glücklich ſein, Deine Bekanntſchaft zu
machen. Schreibzimmer, Rauchzimmer uſw. ſind
vorge=
ſehen. 3. Um 7.30 Uhr findet ein Orgelkonzert, von einem
erſten Künſtler ausgeführt, gleich nebenan in der Kirche
ſtatt. Dann werden gemeinſam ſchöne Lieder geſungen.
Komm nächſten Sonntag, und Du wirſt jeden Sonntag
kommen!‟ Der Erfolg dieſer Aufforderung war groß;
dank dieſer Hilfsmittel ſind jetzt die Sonntagsabend=
Ver=
ſammlungen der Trinity=Kirche die beſuchteſten in Chicago.
Die Einladung erfolgt nicht mehr per Karte, ſondern mit
einem Koſtenaufwand von 300 Dollars ſind zwei große
Lichtreklamen angebracht, die von den Veranſtaltungen der
Trinity=Kirche Kunde geben. Außer den Sonntagabend=
Soupers hat nämlich Rev. Mc. Gann noch eine ganze Reihe
anderer Attraktionen geſchaffen. Da gibt es am Montag
Tanzunterricht für die Sonntagsſchüler; Montag= und
Donnerstag=Abend verſammelt ſich der Boys Klub im
Pfarrhauſe, der am Donnerstag ſeine Tanzſtunden abhält;
am Samstag findet gewöhnlich ein Kinderfeſt ſtatt, und
be=
reits erwachſene Mädchen erhalten Turnſtunde. Aber die
beliebteſte Veranſtaltung der Trinity=Kirche iſt doch der
Donnerstagabend=Klub geworden, der in ganz Chicago
eine Berühmtheit genießt. In einem 100 Fuß langen und
27 Fuß breiten Saal im erſten Stock des Pfarrhauſes
fin=
det ein Tanzkränzchen ſtatt. Das Parkett des Saales iſt
beſonders für Tanzzwecke eingerichtet. Im zweiten Stock
befinden ſich Empfangs= und Leſeräume; auch ein für
Kartenſpiel reſerviertes Zimmer wird viel benutzt. Für
die, die nicht tanzen, findet eine Vorleſung ſtatt oder man
ſieht andere Unterhaltung vor. Alles das iſt unentgeltlich,
nur die Aufnahme in den Klub der Trinity=Kirche koſtet
einen Dollar Einſchreibegebühr und dann wird für das
Tanzen eine Kleinigkeit erhoben. Jedenfalls ſind nun die
ſchlechten Zeiten für die Kirche endgültig vorbei, ein fröh=
licher Menſchenſtrom füllt an allen Tagen Pfarrhaus und
Gotteshaus und Rev. Mc. Gann ſorgt dafür, daß über den
Beluſtigungen auch der Ernſt dieſer Veranſtaltungen nicht
bergeſſen wird.
— Muley Hafid und der Zauberkünſtler. Die jüngſten
blutigen Vorgänge in der Hauptſtadt Marokkos erinnern
ein Pariſer Blatt an eine eigenartige Epiſode, dienſich
vor einiger Zeit in Marrakeſch ereignete und die einem
ſehr geſchickten franzöſiſchen Zauberkünſtler leicht hätte
den Kopf koſten können. Es war zu der Zeit, als Muley
Hafid noch der Prätendent des Südens” war und in
Marrakeſch reſidierte. Der franzöſiſche Zauberkünſtler
hatte ſich durch das Verſprechen auf fürſtliche Belohnung
dazu überreden laſſen, zu Muley Hafid zu reiſen, um
ihm eine Probe der „ſchwarzen Kunſt” zu geben. Der
gute Mann „arbeitete” ausgezeichnet und mit
verblüffen=
der Geſchwindigkeit. Der Haupttrick kam zum Schluſſen
der Künſtler nahm zwei Tauben, eine weiße und eine
ſchwarze, ſchnitt ihnen den Kopf ab, ſetzte dann den Kopf
der ſchwarzen Taube auf die weiße und den der weißen
auf die ſchwarze, worauf die beiden Tiere anſcheinend
kreuzvergnügt davonflatterten. Muley Hafid hatte die
Kunſt des weißen „Magiers” mit Intereſſe betrachtet;
nun aber kam ihm eine Idee: Er ließ ein Schwert
kom=
men und lud den Künſtler ein, dieſelbe Operation mit
zwei Frauen aus dem Harem des ſpäteren Sultans
vor=
zunehmen; die eine war brünett, die andere blond. Zum
Glück war der Zaubermeiſter geiſtesgegenwärtig genug,
um ſich aus der Affäre zu ziehen. „Die Sterne ſind heute
nur den Tieren günſtig: erſt in vierzehn Tagen wird der
Himmel auch Menſchen günſtig ſein.” Muley Hafid
ge=
währte dem Manne dieſe Friſt, die der Magier natürlich
dazu benutzte, zu verſchwinden, denn ſonſt hätte das
Experiment ihn zum Schluſſe auch noch ſeinen Kopf koſten
können.
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Seite 3a
ſikant” erllungen, zu deſſen Dichtung Flotow ſelbſt dem
Verfaſſer Georg Leopold Mohr die Anregung gegeben
hatte. Aber das Intereſſe für ſeine Kunſt hat Flotow
bis in ſeine letzten Tage bewahrt, und oft konnte man den
charakteriſtiſchen Kopf des greiſen Tondichters in größeren
Konzerten ſehen und ſich an dem Intereſſe erfreuen, mit
dem er die Erzeugniſſe neuerer Kunſtſchöpfungen
ver=
folgte. Beſonders eng, ja herzlich ſind noch im letzten
Jahre ſeines Lebens ſeine Beziehungen zu dem „
Darm=
ſtädter Männergeſangverein” geweſen. Flotow beteiligte
ſich mit ſeiner Gattin aktiv an zwei Konzerten des
Ver=
eins, während dieſer unter der kunſtbegeiſterten Leitung
ſeines hochverdienten Dirigenten, Herrn Kammermuſiker
Kugler, Schöpfungen des Meiſters zu überaus
wirkungs=
vollem Vortrag brachte. Wenige Tage nach dem letzten
Konzert haben ſich Flotows Augen für immer geſchloſſen.
Sein Leiden war kurz, ſein Abſchied iſt ein freundlcher
geweſen, die ſorgende Liebe ſeiner Lebensgefährtin hat
ihn ihm erleichtert. Und wenn auch ſeine Augen ſchon
umſchattet waren, ſo ſind doch die Melodien ſeiner Kunſt
bis zur Stunde des Scheidens in ihm lebendig geweſen,
bis ſie wohl in einem harmoniſchen Akkord verklungen
ſind.
Heute aber iſt Flotows hundertſter Geburtstag, und
wenn es uns nicht mehr vergönnt iſt, ihm unſere Wünſch
darzubringen, ſo beglückwünſchen wir uns und unſere
Mit= und Nachwelt, ſo beglückwünſchen wir nicht zuletzt
unſere Stadt, daß ſie Flotow auch als den Ihrigen in
Anſpruch nehmen und in ihm das Andenken eines
Mei=
ſters verehren darf, den uns der Tod wohl genommen
hat, deſſen Werke aber unvergänglich ſind.
Darauf trat Herr Georg Jöckel zum Denkmal und
brachte nachſtehendes Gedicht von Karl Schäfer,
unſe=
rem erfolgreichen Heimatsdichter, der auch ſelbſt bei der
Feier anweſend war, „Am Grabe Friedrich von Flotows”,
rethoriſch vorzüglich zu Gehör:
Nun floſſen hundert Jahre
Im Zeitenſtrom dahin,
Seit dir der Lenz, der klare,
Zum erſtenmale ſchien.
In Lorbeerſchmuck gekleidet
Liegt deines Grabes Sand,
Und Kränze ſind gebreitet
Darauf von lieber Hand.
Vom Raſen grüßt und Zweigen
Voll Duft ein Blütenmeer.
Wir weilen ſtumm und neigen
Das Haupt, von Trauer ſchwer.
Von deinem Hügel kreiſen
Die Lerchen auf im Chor
Und tragen deine Weiſen
Zum Herrn der Welt empor.
Da fällt vom Himmelsſchoße
Ein Tropfen Tau herab
Und weckt die erſte Roſe
Auf deinem ſtillen Grab.
Der Nachtigallen Schlagen
Erſchallt aus Halm und Blatt
Und übertönt die Klagen
An deiner Ruheſtatt.
Doch ob du auch geſtorhen
Und wir in Wehmut ſtron,
Was du der Welt erworlen,
Wird nimmermehr vergeha.!
Der Vortrag des „Ave Maria” aus v. Flotows
Indra” durch die Kapelle des Leibgarderegiments
be=
ſchloß die ſchöne Feier. Das Denkmal ſelbſt war durch
die Stadtgärtnerei mit Blumen und Pflanzengrün hübſch
und ſinnig geſchmückt.
Parlamentariſches.
* Die Tagesordnung für die 29. Sitzung der
Zweiten Kammer am Dienstag, den 7. Mai, iſt
folgende: 1. Regierungsvorlage, Summariſche Ueberſicht
der Einnahmen und Ausgaben der
Staatsſchuldenver=
waltung für 1908 betreffend. 2. Regierungsvorlage,
Ab=
tretung von Wegparzellen des Großherzogtum=
Landes=
eigentums in der Gemarkung Gernsheim betreffend. 3.
a) Die Neuwahl eines Abgeordneten für den 14.
Wahl=
kreis der Provinz Rheinheſſen (Provinzialhauptſtadt
Mainz); b) die Neuwahl eines Abgeordneten für den
16. Wahlkreis der Provinz Rheinheſſen (Kreisſtadt
Worms) betreffend. 4. Die Neuwahl eines
Abgeordne=
ten für den 5. Wahlkreis der Provinz Starkenburg
(Fürth=Reichelsheim) betreffend. 5. a) Beſprechung der
Anfrage der Abgg. Dr. Boxheimer und Genoſſen, die
Be=
kämpfung der Rebſchädlinge und Tierſeuchen betreffend;
b) Beſprechung der dringlichen Anfrage des Abg. Dr.
Winkler, Bekämpfung des Heu= und Sauerwurms
be=
treffend. 6. Beſprechung der Anfrage der Abgg. Korell=
Königſtädten und Genoſſen, die
Ausführungsbeſtimmun=
gen zum Reblausgeſetz betreffend. 7. Beſprechung der
Anfrage der Abag. Dr. Oſann und Genoſſen, die
Bau=
aſpiranten betreffend. 8. Beſprechung der dringlichen
Anfrage des Abg. von Brentano, Ueberbrückung der Nahe
betreffend. 9. Anfrage der Abgg. Dr. Oſann und Lang,
Teuerungsverhältniſſe bei den Eiſenbahnarbeitern
be=
treffend. 10. Anfrage der Abgg. Kredel und Genoſſen,
Waſſerſchäden in Ober= und Unter=Sensbach und
Hilters=
klingen betreffend. 11. Antrag der Abgg. Ulrich und
Ge=
noſſen, die Gewerbe=Inſpektion betreffend. 12. Antrag
der Abgg. Ulrich und Genoſſen, die Arbeiter und
Hilfs=
angeſtellten in den Staatsbetrieben betreffend. 13.
An=
trag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, den Bau einer
Nebenbahn durch das Modaulil betreffend.
Es iſt beabſichtigt, die Sitzung am Dienstag, den
7. Mai, um 12 Uhr zu ſchließen, damit den Fraktionen
Gelegenheit gegeben iſt, ſich mit der Beſoldungsvorlage,
welche am zweiten Verhandlungstage im
Plenum zur Beſprechung kommt, zu befaſſen.
R. Zur Frage der Sicherheit auf den
Rhein=
dampfern wird von den Mainzer
Landtagsabgeord=
neten Adelung (Soz.) und Molthan (Ztr.) in der
Zwei=
ten Heſſiſchen Kammer eine Interpellation
ein=
gebracht, da die großen Paſſagierdampfer auf dem Rhein
bis zu 2000 Menſchen faſſen, dagegen nur wenige
Ret=
tungsboote und Schwimmaürtel mit ſich führen. Es wird
in der Interpellation gebeten, in eine genaue Prüfung
der berührten Verhältniſſe einzutreten und für eine
be=
friedigende Regelung die nötigen Schritte zu tun.
Kongreſſe und Verbandstage.
— Am 23. April traten auf Einladung des
Deutſch=
nationalen Handlungsgehilfen=
Verban=
des, Sitz Hamburg, im Kaufmänniſchen Vereinshaus in
Frankfurt a. M. unter dem Vorſitz des Herrn Karl
Lud=
wig Schäfer vom Deutſchen Verband kaufmänniſcher
Ver=
eine die Vertreter von 16 kaufmänniſchen Verbänden und
Arbeitsnachweiſen zu einer Konferenz zuſammen, um
über die Durchführung gemeinſamer
Grund=
ſätze in der Stellenvermittlung zur
Beſſe=
rung der wirtſchaftlichen Lage der Handlungsgehilfen zu
beraten. Nach eingehender Beſprechung wurden u. a.
fol=
gende Entſchließungen angenommen:
1. Die Konferenz gibt der Ueberzeugung Ausdruck,
daß die Anfangsgehälter der Handlungsgehilfen vielfach
den geſteigerten Anforderungen an den notwendigſten und
ſtandeswürdigen Lebensunterhalt nicht entſprechen. Es
erſcheint deshalb dringend erforderlich, darauf
hinzuwir=
ken, daß die kaufmänniſchen Arbeitsnachweiſe bei der
Ver=
mittelung offener Stellen hinſichtlich der dabei zu
fordern=
den Mindeſtgehälter nach gleichmäßigen Grundſätzen
ver=
fahren. Solche erblickt die Konferenz in dem Verlangen
eines allgemeinen Anfangsgehaltes für ausgebildete
kauf=
männiſche Angeſtellte von mindeſtens 960 Mk., bei freier
Station 360 Mk. jährlich. Inwieweit den wirtſchaftlichen
Verſchiedenheiten der Ortsgrößenklaſſen und
Wirtſchafts=
gebiete durch eine entſprechende Erhöhung des
Mindeſt=
ſatzes Rechnung getragen werden ſoll, bleibt weiteren
Feſt=
ſetzungen vorbehalten. Als brauchbare Grundlage für
der=
artige Vereinbarungen erkennt die Konſerenz folgende
Staffelung an: für Großſtädte mit über 100000
Einwoh=
nern und Orte mit gleich teurer Lebenshaltung 1080 Mark
Bargeld, für Orte, die in der Servisklaſſe A des
Beamten=
beſoldungsgeſetzes ſtehen und Orte mit gleich teurer
Le=
benshaltung 1200 Mark Bargeld.
2. Die Konferenz erklärt einſtimmig, daß in der
Kon=
kurrenzklauſel eine ſchwere Beeinträchtigung der
Frei=
zügigkeit und Erwerbsmöglichkeit der kaufmänniſchen
An=
geſtellten zu erblicken iſt, die zu ihrer wirtſchaftlichen Sché
digung führt. Darum hält es die Konferenz einmütig für
ein erſtrebenswertes Ziel, bei den kaufmänniſchen
Arbeits=
nachweiſen die Vermittelung von Stellen bei denen eine
ſolche Konkurrenzklauſel vorgeſchrieben wird, grundſätzlic
abzulehnen. Wegen der einem ſolchen Verfahren heute
noch entgegenſtehenden Schwierigkeiten würde die
Konfe=
renz es als einen Fortſchritt begrüßen, wenn die
kauf=
männiſchen Arbeitsnachweiſe Stellen mit
Konkurrenz=
klauſeln nur vermitteln würden, wenn dafür ein
Jahres=
gehalt von mindeſtens 5000 Mark bezahlt wird, die
Bin=
dung nicht länger als ein Jahr dauert und für die Dauer
der Bindung die Fortzahlung eines angemeſſenen
Gehal=
tes, als welches die Konferenz mindeſtens ¾ ſeiner Höhe
anſieht, gewährleiſtet wird.
Dieſe Beſchlüſſe werden den Leitungen der einzelnen
beteiligten Verbände zur Anerkennung unterbreitet, worauf
im Herbſt d. J. eine weitere Konferenz ſtattfinden ſoll.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin. 26. April. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1,15 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſtehen zunächſt Wahlprüfungen. Ohne Debatte
werden für gültig erklärt die Wahlen der Abgeordneten
Brandes=Halberſtadt (Soz.), Angerpointer (Zentr)., Dr
Belzer (Zentr.) Meyer=Celle (nl.) und Aſtor (Zentr.)
Es folgt die
Interpellation der Nationalliberalen
betr. den Vollzug des Jeſuitengeſetzes
Die Interpellation lautet: 1. Erkennt der Herr
Reichs=
kanzler in dem Erlaß des königlich bayeriſchen
Staats=
miniſteriums des Innern an die königlichen Regierungen
betr. Vollzuas des Jeſuitengeſetzes eine Verletzung des
Reichsgeſetzes vom 4. Juli 1872 und der Bekanntmachung
des Reichskanzlers vom 15. Juli 1872? 2. Welche Schritte
gedenkt der Herr Reichskanzler gegenüber dieſem
Vor=
gehen der königlich bayeriſchen Staatsregierung zu tun,
um das kaiſerliche Recht zur Ueberwachung der
Aus=
führung der Reichsgeſetze zu wahren?
Der Reichskanzler von Bethmann Hollweg erklärt ſich
zur ſofortigen Beantwortung der Interpellation bereit.
Abg. Junck (nl.): Unſere Interpellation ſteht auf
ſtaatsrechtlicher unanfechtbarer Grundlage. Es handelt
ſich hier um eine auffällige Verletzung der Reichsgeſetze.
Der Erlaß war vertraulich und damit vielleicht noch
ge=
fährlicher als ein nicht vertraulicher Erlaß. So lange
Reichsgeſetze beſtehen, entſpricht es der Verpflichtung der
Einzelſtaaten, ſie dem Reiche zum Gehorſam und zur
Achtung der Geſetze, ſowie auch dem Geiſte nach zu
erfül=
len. Hier hat ſich geſtern mit Recht ein
Zentrumsabge=
ordneter darüber beſchwert, daß ſich ein Miniſter über die
Geſetze hinweggeſetzt habe. Dasſelbe iſt der Fall bei der
Außerachtlaſſung des Jeſuitengeſetzes ſeitens Bayern. Die
Uieberwachuna der Reichsgeſetze unterſteht der
Reichs=
kanzler, nicht dem Bundesrat, wenn der letztere auch als
letzte Inſtanz zu entſcheiden hat, wenn
Meinungsver=
ſchiedenheiten zwiſchen Reich bezw. Reichskanzler und
einem Bundesſtaate entſtehen. Bei dieſer Frage liegt
tat=
ſächlich eine Meinungsverſchiedenheit zwiſchen Reich und
Einzelſtaat vor. Ein derartiger Zuſtand wäre aber auf
die Dauer unerträglich. Es fraat ſich, was gefährlicher
iſt, eine offene Verletzung des Geſetzes oder eine ſolche,
die ſich in den Schein des Rechts einhüllt. Bei dem
Er=
laß des Jeſuitengeſetzes wollte man den Jeſuitenorden
in allen ſeinen Erſcheinungen treffen und jede
Ordens=
tätigkeit ſeiner Angehörigen verbieten. Eine mildere
oder ſtrengere Ausleaung eines Geſetzes gibt es nicht.
Entweder wird es richtig oder nicht richtig angewendet.
Gewiß aibt es einzelne Beſtimmungen, die der
ſubiek=
tiven Auffaſſung des Richters einigen Spielraum laſſen,
ſo der Beariff der öffentlichen Ordnung und der guten
Sitten. Aber in dieſer Frage, wie ſie hier vorliegt, gibt
es nur eine Auffaſſungsmöglichkeit: Miſſionen
abzuhal=
ten iſt ein ordensgeiſtliches Verbot. Zu dieſen Miſſionen
muß man aber auch die Konareſſe rechnen, die faſt ſtets
einen religiöſen Charakter haben und die deshalb im
Gegenſatz zur Auffaſſung der bayeriſchen Regierung
ſtehen. Wir ſind der Anſicht, daß nicht bei jeder
Dif=
ferenz ein Eingreifen der Reichsaufſicht erwünſcht iſt.
In dieſem Falle aber wäre es nötia geweſen, da nicht
un=
tergeordnete Behörden ſich eines Verſtoßes ſchuldig
ge=
machſt haben, ſondern ein arunkſſätzlicher Erlaß einſer
Zentralhehörde eines Bundesſtaates vorliegt. Dieſer
Erlaß kann als erſter Vorſtoß gegen die kirchenrechtliche
Geſetzgebung angeſehen werden. für einen Ballon d’Eſſay
Es ſind aber auch politiſche Gründe vorhanden, die den
Reichskanzler veranlaſſen können. zu erwägen, ob nicht
das Ueberwachungsrecht des Reiches eingreifen müſſe.
(s iſt auffällta, daß es die erſte Handlung des
Mini=
ſteriums Hertlina war, dieſen Erlaß herauszugeben. Der
Bundesrat mag boſitiv beſtimmen, was auf dem Boden
des Geſetzes erlauht und was verboten iſt. Damit würde
der Reichskanzler im Sinne des konfeſſionellen Friedens
handeln. Hier muß es beißen: Videant consules,
da=
mit das Reich keinen Schaden leidet.
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg: Das
Reichsaeſetz vom 4. Juli 1822 ſchließt in § 1. den Orden
der Geſellſchaft Jeſu und die ihm verwandten Orden und
Ordenskongregationen vom Gebiete des Deutſchen Rei
ches aus und unterſagt die Errichtung von
Niederlaſſun=
gen. Auf Grund des § 3 des Geſetzes, der beſtimmt, daß
die zur Ausführung und Sicherſtellung des Vollzugs des
Geſetzes erforderlichen Anordnungen vom Bundesrat
er=
laſſen werden, hat der Bundesrat, wie bekannt,
aus=
weislich der Bekanntmachung des Reichsanzeigers vom
5. Juli 1872 beſchloſſen, daß, da der Orden der
Geſell=
ſchaft Jeſu vom Deutſchen Reiche ausgeſchloſſen iſt, den
Angehörigen dieſes Ordens die Ausübung der
Ordens=
tätigkeit ſowohl in Kirche wie in Schule und die
Abhal=
tung von Miſſionen nicht zu geſtatten ſei. Dem
Bundesrats=
protokoll über dieſen Beſchluß iſt der Satz einzufügen:
„Der erfolgloſe Beſchluß wurde mit dem
ſelbſtverſtänd=
lichen Vorbehalte gefaßt, daß ergänzende und abändernde
Anordnungen getroffen werden können, wenn im Laufe der
Zeih aufGrund der auf Ausübung desGeſetzes aFmachten
Er=
fahrungen ſich die Notwendigkeit des Erlaſſes weiterer
Beſtimmungen herausſtellen ſollte.‟ Eine beſtimmte
Definition des Begriffes Ordenstätigkeit war hiernach
vom Bundesrat nicht gegeben worden. Trotzdem iſt die
Auslegung dieſes Begriffes bis auf die neueſte Zeit in
ſämtlichen Bundesſtaaten im weſentlichen die gleiche
ge=
weſen. (Hört! Hört! bei den Nl.) Danach hat man jede
Art der ſeelſorgeriſchen Tätigkeit und jede Art von
prie=
ſterlichen Funktionen als Akte der Ordenstätiakeit
be=
trachtet und nur das Leſen ſogenannter Primizmeſſen
als zuläſſig erachtet, ſofern ſie den Charakter einer
Fami=
lienfeier trugen. Des weiteren hat man, ſoweit nicht
lan=
desgeſetzliche Vorſchriften entgegen ſtanden, auch das Le
ſen ſtiller Meſſen ſowie das Spenden der
Sterbeſakra=
mente geſtattet. Auch die ſogenannten Konferenzvorträge
religiöſen und ſozialen Inhalts ſind unter gewiſſen
Vor=
ausſetzungen zugelaſſen oder geduldet, ſoweit ſie in
profa=
nen Räumen ſtattfinden. Zu einer hiervon abweichenden
Auslegung des Begriffs Ordenstätigkeit iſt in letzter Zeit
die kgl. bayeriſche Regierung gelangt und hat durch
Er=
laß vom 1. März feſtgelegt, daß zur verbotenen
Ordens=
tätigkeit in Zukunft nicht gerechnet werden ſollten die
Konferenzen und Vorträge, auch nicht die, die in
kirch=
lichen Räumen ſtattfinden und mit denen Gelegenheit zum
Empfang der heiligen Sakramente verbunden iſt.
Nach=
dem mir durch die Preſſe der Erlaß bekannt geworden
war, habe ich an die bayeriſche Regierung das amtliche
Erſuchen gerichtet, mir den Wortlaut dieſes Erlaſſes
mit=
zuteilen. Dieſem Erſuchen hat die Regierung ſofort
entſprochen. Ich habe mich unmittelbar danach an den
Bundesrat gewendet zu dem Zwecke, eine authentiſche
Interpretation des Begriffes verbotener Ordenstätigkeit
zu erlangen. Dieſer Antrag liegt dem Bundesrat
gegen=
wärtig vor und es iſt Sorge dafür getragen, daß bis zur
Entſcheidung durch den Bundesrat auch in Bayern wie
bisher die Handhabung des Geſetzes gleichmäßig wie ir
den anderen Bundesſtaaten erfolgt, während nach der
Entſcheidung durch dieſe eine einheitliche Grundlage für
das ganze Reich geſchaffen iſt. Eine Diskuſſion über die
Definition des Begriffes verbotene
Ordenstätigkei=
glaube ich mir bei der Sachlage bis zur bevorſtehenden
Entſcheidung durch den Bundesrat vorbehalten zu müſſen
Bayeriſcher Bundesratsbevollmächligter Graf von
Lerchenfeld: Der Abg. Junck hat meiner Regierung
Geſetzesverletzung vorgeworfen, ſpäter hat er dies
einge=
ſchränkt und nur noch von einer objektiven Verletzung ge
ſprochen. Ich kann nur ſagen, daß ſich die bayeriſche Re
gierung innerhalb des Rahmens des Geſetzes gehalter
hat. Der Bundesrat hat jetzt das Wort, dem will ich
nicht vorgreifen und nur ſagen, daß die bayeriſche
Re=
gierung ſo verfahren iſt, wie ſie verfahren konnte. (
Wie=
derholter Widerſpruch bei den Nl., Beifall im Zentr.)
Auf Antrag des Abg. Baſſermann findet Be
ſprechung der Interpellation ſtatt.
Abg. Bloos (Soz.): Hätten wir das ganze
Je=
ſuitengeſetz beſeitigt, ſo wären wir nicht zu der
Inter=
pellation gekommen. Man ſoll dieſen Torſo beſeitigen.
Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Wir werden bei
Bera=
tung unſeres Antrages auf Aufhebung des ganzen
Je=
ſuitengeſetzes Gelegenheit haben, uns ausführlich über
dieſe Dinge zu unterhalten. Bayern hat aber durchaus
ſo gehandelt, wie es im Sinne des Geſetzes liegt. — Abg.
Graf v. Weſtarp (konſ.): Nach der Erklärung des
Reichskanzlers brauche ich auf die materielle Seite der
Sache nicht näher einzugehen. Wir ſind der Anſicht, daß
die Regierung nicht innerhalb des Geſetzes und der ihr
verfaſſungsmäßia zuſtehenden Rechte gehandelt hat.
Aba. Dove (Fortſchr. Vp.): Nach der Erklärung des
Reichskanzlers ſcheinen Unſtimmiakeiten zwiſchen Bayern
und dem Reiche zu herrſchen. Die Stellung des
Reichs=
kanzlers gegenüber den Einzelſtaaten muß möglichſt
ge=
ſtärkt werden. Der Erlaß der bayeriſchen Regierung
läuft darauf hinaus, einer Beſeitigung des § 1 des
Je=
ſnitengeſetzes vorzuarbeiten. Wir wollen aber nicht die
Vorherſchaft der Einzelſtaaten begünſtigen. — Abg
Mertin (Rv.): Der Erlaß ſteht in großem
Wider=
ſpruch zu der bisherigen Praxis. — Abg. Dr. Ortmann
(nl.): Die Erklärung des Reichskanzlers iſt nicht im
Stande, die Beſorgnis, die weite Volkskreiſe ergriffen
hat, zu zerſtreuen. Ordens= und Prieſtertätigkeit laſſen
ſich nicht voneinander trennen. Die Begriffe Konferenz
und Miſſion ſind im Sinne des Geſetzes gleich zu
erach=
ten. Wir tun dem Zentrum nicht den Gefallen, einen
Kulturkampf zu entfeſſeln. (Sehr gut! bei den
Na=
tionalliberalen.) — Abg. von Morawski (Pole):
Das Jeſuitengeſetz wird ſchärfer gehandhabt, als es
der Geſetzaeber wünſchte. Die mildere Handhabung
in Bavern iſt durchaus am Platze. — Aba. Gröber (Ztr.):
Dem Abg. Junck danke ich für ſeine objektive einwandfreie
Begründung. Dagegen muß ich dem letzten
nationallibe=
ralen Redner, der ſich auf anonyme Angaben ſtützte, ein
Armutszeugnis ausſtellen. Juſtizgeſetze müſſen immer
ge=
nau nach dem Buchſtaben gehandhabt werden. Das
Jeſuitengeſetz iſt aber kein Juſtizgeſetz, ſondern ein
Ver=
waltungsgeſetz. Der Bundesrat ſollte bei ſeiner
dem=
nächſtigen Prüfung überhaupt berückſichtigen, ob es
an=
gänaia iſt, die Ordenstätigkeit als ſolche zu verbieten. Nach
Beſeitigung des § 2 des Jeſuitengeſetzes verliert auch der
§ 1 in dieſer Hinſicht ſeine Berechtigung. Wie es der
Heilsarmee erlaubt iſt, in öffentlichen Verſammlungen
Beichten abzunehmen und das Sakrament zu ſpenden,
ſollte es auch den Jeſuiten erlaubt ſein. Daß zwingende
Gründe für dieſes Ausnahmegeſetz vorliegen, beſtreite ich.
Dieſe Maßregel gegen die Katholiken widerſpricht dem
Prinzip der Gleichberechtigung. — Abg. Mumm (W.
Vag.): Die Grundſätze des Jeſuitengeſetzes widerſprechen
der Aufhebung des § 1. Wir wollen keine
Gelegenheits=
politik. ſondern feſte Grundſätze. — Abg. Junck (natl.):
Ich habe immer das Gefühl des Bedauerns, wenn ſich
ernſte Männer über Tatſachen nicht einigen können. Ein
Unterſchied zwiſchen Konferenzen und Miſſionen iſt nicht,
vorhanden. Ich=glaube, daß darüber keine Diſſerena hei
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99
ſteht. — Hiermit ſchließt die Debatte und es wird in die
Fortſetzung der am letzten Samstag abgebrochenen
zweiten Leſung des Etats der
Reichs=
eiſenbahnen
Eingetreten. Abg. Lieſching (Fortſchr. Vpt.): Die
Un=
zufriedenheit in Elſaß=Lothringen mit der weiten
Ent=
fernung der Zentralleitung ihrer Eiſenbahnen iſt
er=
klärlich. Um die Schwankungen in den Einnahmen der
Reichseiſenbahnen zu vermeiden, iſt die Schaffung eines
Ausgleichsfonds notwendig, wie es bei den Eiſenbahnen
anderer Bundesſtaaten auch üblich iſt. Auf Koſten des
Perſonals zu ſparen, iſt nicht angängig, ſo ſehr die
Spar=
ſamkeit bei der Eiſenbahn auch zu begrüßen iſt. Die
Löhne der Eiſenbahner in Elſaß=Lothringen dürfen nicht
ſchlechter ſein, als in anderen Bundesſtaaten, zumal wir
da noch manche moraliſche Eroberung zu machen haben.
Wir legen Wert darauf, daß die Eiſenbahnverwaltung
in Elſaß=Lothringen ein Muſterbetrieb genannt werden
kann, damit die Elſaß=Lothringer nicht das Gefühl mehr
haben, als ſeien ſie gegen die Einwohner anderer
Bun=
desſtaaten zurückgeſetzt. — Abg. Weil (Soz.): Die
Löhne der Arbeiter ſollten mit denen der übrigen
Staa=
ten gleichen Schritt halten. Die Frage der ſtrategiſchen
Bahnen ſollte nunmehr endlich erledigt ſein. Die
Ver=
waltung muß energiſch nach der Schaffung der
Reichs=
eiſenbahn=Betriebsgemeinſchaft ſtreben. Die Löhne der
Arbeiter ſind trotz der allgemeinen Teuerung
unberück=
ſichtigt dieſelben geblieben. Das rückſichtsloſe Verhalten
der Verwaltung zeigt ſich beſonders in der
Verweiger=
ung des Koalitionsrechtes. Wir verlangen, daß der
Eiſenbahnarbeiter dasſelbe Staatsbürgerrecht hat, wie
jeder andere Bürger. Die Anweiſungen des Miniſters
ſchlagen aller Gerechtigkeit ins Geſicht.
Hierauf wird die Sitzung vertagt auf Samstag,
11 Uhr. — Tagesordnung: Etat des
Reichskolo=
nialamts. — Schluß 7 Uhr.
* Berlin, 26. April. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages wird in ihrer nächſten Sitzung am
Dienstag mit der Generaldebatte der Wehrvorlagen
be=
ginnen. — Der Seniorenkonvent des Reichstages kam
berein, in den nächſten Tagen den Etat der
Reichseiſen=
bahnen und den Kolonialetat zu beraten, wofür vier Tage
vorgeſehen ſind. Folgen ſoll die Beratung der von der
Geſchäftsordnungskommiſſion beſchloſſenen Anträge, betr.
leine Anfragen und Petitionen.
Steuerſchwindeleien.
Kurz vor Oſtern iſt hier eine Betrugs= und
Steuer=
hinterziehungsaffäre zur Kenntnis der Behörden und
der Oeffentlichkeit gelangt, die immer weitere Kreiſe zog
und nun ihres koloſſalen Umfanges wegen auch die
Steuerbehörden des Reiches beſchäftigt. Die
hinter=
zogene Steuerſumme kann in die Hunderttauſende gehen
und das Ende der Affäre iſt noch nicht abzuſehen. Wir
haben zunächſt von der Sache nicht Notiz genommen,
können aber nunmehr, da wenigſtens einigermaßen Licht
in die Sache gebracht wurde, eine Darſtellung der
An=
gelegenheit geben, ſoweit ſie zu unſerer Kenntnis
ge=
langt iſt und den Gang der Unterſuchung nicht ſtört.
Der Zigarettenfabrikant Jacobſohn, der ſich im
Moment, da ſeine Verhaftung erfolgen ſollte, am
Sams=
tag vor Oſtern dieſer durch die Flucht entzogen hat, hat
vor Jahren damit begonnen, Steuerbanderolen für
Ziga=
retten von gebrauchten Packungen abzulöſen, wieder
ſorgfältig zuſammen zu ſetzen und wiederholt zu
be=
nutzen. Schließlich ging er dazu über, ſich den mittleren
Teil der Banderolen, der die Stückzahl und die
Steuer=
klaſſe im Aufdruck zeigt, bei der Firma „Vereinigte
Kunſtdruckereien” hierſelbſt, beſonders drucken zu
laſſen. Er kaufte dann Banderolen für 10 Stück, ſchnitt
dieſen mittleren Teil heraus und erſetzte ihn durch
denneu=
gedruckten Teil mit der Bezeichnung „100 Stück” uſw.,
ſchädigte alſo den Staat jedesmal um 80 und mehr Prozent
der Steuer. Das dauerte mehrere Jahre und, obwohl
die Steuerbehörde durch einen Konkurrenten des J.
zwei=
mal darauf hingewieſen wurde, daß die
Banderolier=
ſung des J. nicht in Ordnung ſein könne, da die billigen
Preiſe desſelben, die alle anderen Fabrikanten
unter=
böten, nicht zu erklären wären, wurden die Fälſchungen
ht entdeckt, bis endlich ein Frankfurter
Konkur=
kent des J., der auf eigene Fauſt Nachforſchungen
an=
ſſtellte, durch ein etwas ſchief aufgeklebtes Mittelſtück
einer Banderole hinter die Fälſchungen kam. Auf Grund
dieſer Beweisſtücke ſchritt dann die Steuerbehörde ſofort
ſein. Hausſuchungen ergaben reiches Material und es
wwurde alsbald die Verhaftung des J. verfügt. Doch
entfloh dieſer, wie man hört, nach Belgien. Bei all
ſei=
inen Abnehmern wurden nun ebenfalls Hausſuchungen
abgehalten und alle mit gefälſchten Banderolen verſehene
Ware beſchlagnahmt. Dieſe beſchlagnahmte
Ware beläuft ſich auf etwa 20000 Mark.
Man kann daraus leicht auf die Summen ſchließen, um
die der Staat geſchädigt wurde.
Aufſehen erregte es. als am Dienstag, den 16. d. M.,
der ſich des beſten Anſehens erfreuende Zigarrenhändler
Daniel Numrich unter der Anſchuldigung der
Mit=
täterſchaft verhaftet wurde, und zwar auf Grund eines
Briefes, den J. von Stuttgart aus an die hieſige
Staats=
anwaltſchaft ſandte, in dem er ſeine Schuld zugeſtand, aber
gleichzeitig N. als mitſchuldig, reſp. als treibende Kraft
bezeichnete. Numrich beſtritt jede Schuld und iſt geſtern
mittag 12 Uhr nach mehrtägigen umfangreichen
Zeugen=
ausſagen, die abſolut nichts Belaſtendes für
ihn ergaben, wieder aus der Haft entlaſſen
worden.
Wie man uns von beteiligter Seite mitteilt, iſt der
Grund der Anſchuldigung in einem Racheakt zu ſuchen,
weil J. durch eine Verkettung von Umſtänden die
Ueber=
zeugung gewinnen mußte, die Entdeckung ſeiner
Betrüge=
reien und die Anzeige ſei durch N. erfolgt. N. hatte
näm=
lich aus Gründen, die die Oeffentlichkeit kaum intereſſieren,
mit Jacobſohn die geſchäftlichen Beziehungen längſt
ab=
gebrochen, mußte aber bis in die jüngſte Zeit hinein
Ware von J. beziehen, um zu ſeinem Gelde zu kommen.
Veranlaßt durch ein unſchönes Konkurrenzmanöver, ſchickte
N. dann etwa fünf Tage vor Oſtern dem J. die Ware, die
er noch im Geſchäft hatte, zurück. Da kurz darauf dann
die Verhaftung des J. erfolgen ſollte, glaabte dieſer wohl
an einen Zuſammenhang beider Momente und ſandte
aus Rache den denunzierenden Brief an die
Staatsanwalt=
ſchaft. Doch ergaben die umfangreichen
Zeugenvernehm=
ungen, die bis Donnerstag abend dauerten. keinerlei
Be=
weis für irgend eine Schuld des N., ſodaß deſſen
Haft=
entlaſſung alsbald verfügt wurde.
Luftfahrt.
H.B. Berlin, 26. April. Die
Stadtverord=
neten=Verſammlung beſchloß geſtern die
Ermäßig=
ung des für den deutſchen Rundflug bewilligten
Betrages von 50 000 auf 10000 Mark, weil die Veranſtalter
des deutſchen Rundfluges dieſen auf einen Rundflug um
Berlin beſchränkt haben.
* Johannisthal, 26. April. Heute morgen
unter=
rahm die Baronin von Leitner mit ihrem Fluglehrer
Fokker als Paſſagier auf einem Fokker=Eindecker
Flugver=
ſuche. Der Apparat rutſchte in einer Kurve an, weil die
Baronin das Seitenſteuer zu ſtark angezogen hatte, und
wurde total zertrümmert. Die Fliegerin erlitt
innere Verletzungen, während Fokker unverletzt blieb.
* Friedrichshafen, 26. April. Das auftſchiff
„L. Z. 12‟ iſt heute früh 7 Uhr 20 Minuten unter Führung
des Grafen Zeppelin zu ſeiner zweiten
Ver=
ſuchsfahrt aufgeſtiegen. Wie der Schwäbiſche
Merkur erfährt, geht das Schiff Ende Mai in den Beſitz
der Militärverwaltung über. Das nächſte Schiff, die
„Hanſa” die wieder ein Paſſagierluftſchiff wird, wird im
Juli fertiggeſtellt ſein. Dann folgt ein Marineluftſchiff.
Für den Herbſt hofft man wieder auf einen neuen Auftrag
der Heeresverwaltung.
* Leipzig, 26. April. Auf dem Flugplatz
Lin=
denthal landete heute morgen 7 Uhr ein Albatroß=
Militärdoppeldecker mit Leutnant Cörper als Führer und
Leutnant Fink als Mitfahrer. Die Offiziere waren heute
morgen um 5 Uhr in Döberitz aufgeſtiegen und
beabſich=
tigen, ſpäteſtens heute abend nach Weimar weiterzufliegen.
Sport.
* Pferderennen. Rennen zu Karlshorſt. Die
Rennen zu Karlshorſt brachten am Donnerstag folgende
Reſultate: Ritterſporn=Hürden=Rennen, 3000 Mark,
Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn. Orbergs Arnulf (Koch), 2.
Landesvater (Naſh), 3. Bojar (Niedermayr). Tot. 47:10,
Pl. 28, 18:10. — Demminer Jagd=Rennen, Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Rittmeiſter v.
Roſen=
bergs Voigt (Lt. v. Egan=Krieger), 2. Le Nil (Lt. v.
Uech=
tritz), 3. Emſig I (Lt. v. Zobel). Tot. 22:10. Pl. 15, 15:10.
— Handicap der Vierjährigen, 7000 Mark, Diſtanz 3400.
Meter: 1. Hrn. F. Grunows Orion (Printen), 2. Cobden
(Sandmann), 3, Tanzſtunde (Wurſt). Tot. 70110. Pl. 17,
17, 18:10. — Roſenberg=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und
8000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Hrn. O. Brekows Fair
King (Lt. v. Egan=Krieger), 2. Laertes (Hr. Purgold), 3.
Reine du Jour (Hr. W. Dodel). Tot. 49110. Pl. 17, 14,
17110. — Wannſee=Jagd=Rennen, 3200 Mark, Diſtanz 3400
Meter: 1. Hrn. P. O. Mönchs Procles (Seeliſch), 2.
Cym=
bal (Wiſcheck), 3 Kilruddery (Scholz). Tot. 53110. Pl.
23, 14:10. — Eichen=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 3800
Mark, Diſtanz 3400 Meter: 1. Hrn. B. Burchardts
Abend=
ſonne (Hr. Jahrmarkt), 2 Doppelgänger (Lt. Braune), 3.
Der Dragoner (Beſ.). Tot. 14:10. — Preis von
Pichels=
werder, 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. P.
Kö=
nigs Abendſtern (Schläfke). 2. Fromme Helene (Bleuler),
3. Skipper (Wedgewood). Tot. 43:10.
* Fußballſport. Das Entſcheidungsſpiel
um den engliſchen Fußball=Pokal zwiſchen
Weſt Bromwich Albion und Barnsley, das bei dem erſten
Zuſammentreffen der beiden Mannſchaften, das
unentſchie=
dene Reſultat von 0:0 ergeben hatte, wurde in Sheffield
in Gegenwart von faſt 50000 Zuſchauern ausgetragen.
Barnsley verlegte ſich Anfangs auf die Verteidigung und
ſo kam es, daß bei Ablauf der Spielzeit wiederum auf
keiner Seite ein Tor zu verzeichnen war. Nach
Verlänger=
ung des Spieles glückte es überraſchenderweiſe Barnsley,
ein Tor zu erzielen und ſo die wertvolle Trophäe an ſich zu
reißen.
Zum Untergang der „Titanic”.
* New=York, 25. April. Der Dampfer „Mackay
Bennett” meldet, daß er 205 Opfer der „Titanic”=
Kata=
ſtrophe barg. Der Kapitän glaubt, daß die Mehrzahl
der Leichen niemals wieder an die Meeresoberfläche
ge=
langen werde.
* New=York, 26. April. Nach Anſicht der Aerzte
iſt bei den Perſonen, die mit der „Titanic” in die Tiefe
gingen, der Tod durch Waſſerdruck ſofort eingetreten.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Konſtantinopel, 25. April. Nach amtlichen
Meldungen, die der Pforte zugegangen ſind, befand ſich die
italieniſche Flotte in Stärke von 26 Einheiten vor
ſechs Tagen auf der Höhe von Lemnos. Seitdem ſind
zwanzig Schiffe abgedampft und ſechs zurückgeblieben.
* London, 25. April. Auf eine Anfrage erklärte
Parlamentsunterſekretär Acland im Unterhaus, die
Mächte richteten an Italien und die Türkei Anfragen,
unter welchen Bedingungen ſie bereit wären, eine
freund=
ſchaftliche Vermittelung anzunehmen. Die
Ant=
worten wären bereits eingegangen, aber da ſie von den
in Betracht kommenden Mächten noch unerörtert ſeien,
würde es nicht wünſchenswert ſein, bei dem gegenwärtigen
Stande mehr zu ſagen. Er hoffe, ſagte Aeland, Grey gebe
in der nächſten Woche Erklärungen ab, da er ſicher ſei,
daß er es zu tun beabſichtigt, ſobald die Antworten von
den Mächten erwogen ſind.
H. B. London. 26. April. Beim Lloyd iſt aus
Kon=
ſtantinopel die Meldung eingetroffen, daß bisher von
Seiten der Regierung keinerlei Maßregeln verfügt worden
ſind, welche darauf ſchließen laſſen, daß die
Dardanel=
len wieder geöffnet werden. Gegenwärtig befinden ſich
in Konſtantinopel 19 Schiffe immobiliſiert. Ueber den
Schaden, den die Schiffahrt durch die Sperrung der
Dardanellen erleidet, verlautet an zuſtändiger Stelle, daß
derſelbe täglich etwa 6000 Pfund betrage.
* Rom, 26. April. Die Tribuna ſchreibt: Die Pforte
fordert in ihrer Antwort auf den Schritt der
Mächte nicht nur die Widerrufung des Annerionsdekrets,
ſondern auch die Zurückziehung der italieniſchen Truppen
aus Libyen. Dieſe naive Anmaßung der Jungtürken
widerleat die Meinung, die von verſchiedenen Seiten der
italieniſchen Regierung gegenüber ausgeſprochen worden
iſt daß der Friede ohne Annexionsdekret bereits
geſchloſ=
ſen wäre. Die Haltung der Jungtürken beſtätigt im
Gegen=
teil den von der Tribuna ſtets vertretenen Standpunkt,
daß die dünkelhaften Politiker in Stambul, die ſich über
ihre Lage nicht klar ſind, nur mit Gewalt, das heißt durch
den Krieg. zur Vernunft gebracht werden können.
H. B. Konſtantinopel. 26. April. Trotz der von
der türkiſchen Regierung verfügten Sverkruug der
Dardanellen und der wiederholten Warnung vor der
Minengefahr, verſuchten geſtern zwei Schiffe die
Dar=
danellen zu paſſieren. Der Schleppdampfer Samſon”
fuhr dabei beim Eingange der Dardanellen auf eine Mine,
die ſofort explodierte. Das Schiff wurde ſchwer
beſchädigt.
Marokko.
* Paris 25. April. Aus Fez wird von dem
Son=
derberichterſtatter der „Agence Havas” gemeldet, die
Aus=
ſagen der feſtgenommenen Meuterer beſtätigten, daß ein
Teil der Bevölkerung mit den Aufrührern in vollem
Einverſtändnis war. Einer der Mörder des
Unter=
indentanten Lory geſtand, daß er und ſeine Helfershelfer
in dies Haus auf Anſtiften von Weibern eingedrungen
waren. Das Judenviertel, welches einen rauchenden
Schutthaufen bildet, ſieht aus, als ob es von einem
Erd=
beben heimgeſucht worden wäre.
* Fez, 25. April. Die franzöſiſchen
Trup=
pen halten alle Tore beſetzt. 80 ſcherifiſche Deſerteure
wurden durch die Beni Mter angehalten und vier getätet,
Die Entwaffnung der ſcherifiſchen Tabors wird fortgeſetzt.
Ein franzöſiſcher Transportzug wurde bei El Hajeb
an=
gegriffen; zwei Schützen wurden getötet.
* Feze 25. April. Siebentauſend Juden, die
bei=
dem Blutbad in Mellah entkamen, ſuchten halbnackk in den
Gärten des Sultans Zuflucht, wo ſie ſich ohne Obdach
be=
finden. Einige fanden in den leeren Käfigen der Menagerie
des Sultans Unterſchlupf. Man iſt jetzt beſchäftigt,
Zelte=
zu errichten. Während des Aufſtandes wurden 51
Juden=
getötet und 36 verwundet.
* Fez, 26. April. 1200 Askaries gaben ihre Waffen=
und die Munition ab. Die Stadt iſt in verſchiedene
Be=
zirke eingeteilt, deren jeder einen verantwortlichen Leiter
hat. Die Hausſuchungen werden fortgeſetzt. Der Sultan,
der für ſein Leben fürchtete, iſt wieder beruhigt.
Verſtärk=
ungen treffen andauernd ein. General Moinier ſoll
beah=
ſichtigen, nach Sefru zu marſchieren, wenn in Fez dier
Ruhe wieder vollkommen hergeſtellt iſt.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebakties
letnerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umjange der Einſender verantwortlich.)
— Mit großer Freude und Genugtuung hat man
allſeits die Ausführungen des Herrn Direktors Baſtian,
hier, in Ihrem geſchätzten Blatte vom Dienstag, 23. d. M.,
aufgenommen, weil man daraus erſieht, daß berufene
Elemente endlich einmal einſehen, daß einem Notſtande,
wie ſolcher im Modautal durch die Nieder=Modauer Kaſſe
hervorgerufen wurde, abzuhelfen wäre. Ich bin
über=
zeugt, daß Mittel und Wege gefunden werden, um den
beregten Notſtand aus der Welt zu ſchaffen. Um ſo
mehr iſt es zu verwundern, daß in unſerer Stadt es
eine auswärtige G. m. b. H.” fertig bringen konnte,
auf geſetzlichem Wege bis jetzt bereits über 100 Anweſen
an ſich zu bringen. Es wäre deshalb ebenſo an der Zeit,
Mittel und Wege zu ſuchen, um dieſem Vorgehen ein
Ziel=
zu ſetzen. Hier iſt der Notſtand mindeſtens ebenſo groß,
wie im Modautal.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 26. April. Zu dem ſonderbaren
Gerücht=
über den Direktor Hempel wird jetzt bekannt,
daß ſich die Mitteilung aus Paris als „Scherz”
erwie=
ſen hat. Um etwaigen Mißverſtändniſſen vorzubeugen,
ſei erwähnt, daß der Konkursverwalter mit dem Gerücht
nichts zu tun hat.
* Berlin, 26. April. Im Methylalkohol=Ver
giftungsprozeß wurde heute vormittag die
Beweis=
aufnahme geſchloſſen. Der Angeklagte Meyn wurde vom
Gericht aus der Unterſuchungshaft entlaſſen; ferner wurde
die von dem Angeklagten Dahle geſtellte Kaution
freige=
geben. Morgen ſollen die Plaidoyers ſtattfinden.
* Beuthein, 26. April. Geſtern nachmittag hat das=
Bankhaus Sorauer u. Forſter den
Konkurser=
öffnet. Konkursverwalter iſt Rechtsanwalt Winſter
* Paris, 26. April. Drei unbekannte Männer, die
geſtern abend auf dem Place d’Italie eine
Automobil=
droſchke nach Corbeil gemietet hatten, entführten
im Walde von Senart den Wagen, nachdem einer von
ihnen dem Chauffeur Pfeffer in die Augen geſtreut hatte.
Sie fuhren nach Paris zurück, wo das Automobil heute
früh wieder gefunden wurde. Die Unterſuchung wurde
eingeleitet, doch glaubt die Polizei nicht, daß dieſer
Vor=
gang mit der Bande Bonnots in Beziehung ſteht.
* Liſſabon, 26. April. Im Senat gab geſtern der
Juſtizminiſter Kenntnis von einem Telegramm an das
portugieſiſche Miniſterium aus Pontevedra, wonach
100 Kiſten mit Mauſergewehren, 18 Kiſten Patronen,
ſowie einige Kiſten mit Ausrüſtungsgegenſtänden
be=
ſchlagnahmt worden ſind. Der Miniſter füate hinzu
dieſe Waffen ſeien augenſcheinlich für portugieſiſche
Ver=
ſchwörer beſtimmt. Die Beſchlagnahme ſei ein Beweis
für die Aufmerkſamkeit der ſpaniſchen und portugieſiſchen
Behörden.
— Leipzig, 26. April. Der kürzlich aus einer Heil
anſtalt entlaſſene Oberlehrer Dr. Doering=Leipzig
warf ſich geſtern nachmittag bei Sangerhauſen vor dier
Lokomotive eines Schnellzuges und wurde ſofort
getötet.
H. B. Paris, 26. April. Im Walde von
Fon=
tainebleau brach geſtern ein durch Artilleriefeuer
verurſachter ungeheurer Brand aus, dem großer
Waldflächen zum Opfer fielen. Wie viele Hektar
ver=
brannt ſind, iſt noch nicht einmal annähernd feſtgeſtellt.
Militär in großem Aufgebot und Forſtwächter helfen an
der Eindämmung des Brandes, die aber noch nicht
ge=
lungen iſt. Dieſe Arbeit wird dadurch ganz beſonders
gefährlich, daß zahlreiche, nicht krepierte Granaten
mitten in der Feuerzone liegen, die unter der
Einwirk=
ung der Hitze jeden Moment explodieren können. Ein
Automobil ſtieß eine dieſer Granaten, die von einem
Soldaten beiſeite geſtellt worden war, um, jedoch zum
Glück, ohne Entzündung herbeizuführen, was aber nicht
für die Güte des franzöſiſchen Geſchoßmaterials ſpricht
H. B. Madrid, 26. April. Der Expreßzug von
Andaluſien, der eine umfangreiche Poſt mit ſich
führte, iſt in der Nähe von Jaen Villagordo
ent=
gleiſt. Die Maſchine und ſechs Wagen wurden
voll=
ſtändig zertrümmert. Der Lokomotivführer, Heis
zer und Zugführer, wurden auf der Stelle getötet
während 12 Reiſende ſchwere Verletzungen davontrugen.
Ein ſofort nach der Unfallſtelle entſandter Hilfszug
brachte die Toten und Verwundeten nach dem Spital in
Faen. Die Urſache der Kataſtrophe iſt nicht bekannt.
— London, 26. April. Das mit unſchätzbaren
Kunſt=
gegenſtänden angefüllte Schloß Clumber=Houſen
des Herzogs von New=Caſtle iſt geſtern abend beinahe
ein Raub der Flammen geworden, die einen
gro=
ßen Teil des Dachſtuhls zerſtörten. Im ganzen wird
der Schaden auf 160000 Mark geſchätzt. Erſt nach
Stun=
en gelang es, des Feuers, deſſen Urſache unbekannt iſt,
Herr zu werden.
Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
den Namen Dr. Hommel.
VI 1135)
Nummer 99,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Seite 7.
über Vermögens=, Fami=
Eiuskunffe lien- u.
Geſchäftsverhält=
niſſe, Beobachtungen,
Ermittelungen bei Eheſcheidungs= u.
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zeſſen! Solide Preiſe! Zahlreiche Empfehlungen.
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Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 27. April
Wolkig, vereinzelt leichte Regenfälle, Temperatur wenig
verändert.
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(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die ſchmerzliche Nachricht daß mein
lieber, treuſorgender Gatte, unſer Vater,
Groß=
vater, Bruder, Schwiegervater, Schwager und
(B10010
Onkel
ſanft verſchieden iſt.
Um ſtilles Beileid bitten
die tieſtrauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen:
Eliſabethe Volz, geb. Nohl.
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. April,
nachm. 2 Uhr, vom Sterbehauſe
Wittmann=
ſtraße 30 aus, ſtatt.
3
E
Gegründet
1832
Telephon
25 1667
Todes-Anzeige.
Hiermit machen wir Verwandten, Freunden
und Belannten die traurige Mitteilung, daß
meine innigſtgeliebte Gattin, unſere gute,
treu=
beſorgte Mutter
(10015
Philipoine Schäfer
geb. Lücker
geſtern abend 7¾ Uhr nach langem, ſchwerem,
mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von
40 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Schäfer, Installateur
nebst Kindern,
Mühlſtraße 5.
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Die Beerdigung findet Montag, den 29. April,
nachmittags 2 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
empfehlen als SPEZIALITAT:
Knöpfe, Kragen- und Mützen-
Ab-
zeichen, Tressen, Schnüre u.
Achsel-
stücke für Livreen, sowie für Post-
und Bahnbeamte usw.,
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rationen, Vereinsabzeichen, Kleider-
und Möbel-Posamenten jeder Art,
Borden, Fransen, Kordeln usw.,
Altgold- u. Silberborden u. -Spitzen.
zz: 10 Wilhelminenstraße 10 z*§ 710
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Für die beim Ableben des Ierrn
Holhrich Oeere Fahl
2
Oberbahnassistent
RICHARD PAUE
TELIER FÜR GRRBMALKUNST
DARMSTADT, GRAFENSTR. 4.II
Könsre. GRABDENKMALE, EIN-
FASSUNGEN U. S. W. IN ALLEN
MATERIALIEN UND PRElSLAGEN.
AussTELtUNG V. ZEiCHNUNGEN U. MöD.
IM OKTROIHAUScHEN A. D. KUNSTHALLE.
bewiesene Teilnahme sagen herzlichen
Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmstadt, den 26. April 1912.
ie zweite Geld=Lotterie zum Ausbau der Veſte
Coburg gelangt ſchon am 13., 14., 15., 17. und
18. Mai zur Ziehung. Wieder kommen in derſelben die
Rieſengewinne von 100000 Mk., 50000 Mk. uſw.,
ins=
geſamt 17553 Geldgewinne im Geſamtbetrage von
360000 Mk. zur Verloſung. Die ſchon jetzt ſtark
be=
gehrten Loſe à 3 Mk. (Porto und Liſte 30 Pfg. extra)
ſind zu beziehen durch das unter „Glücksmüller”
rühm=
lichſt bekannte Bankhaus Lud. Müller & Co., in Berlin C
Breiteſtr. 5, ſowie durch H. C. Kröger, Berlin W.,
Friedrichſtr. 193a und Ferd. Schäfer, Düſſeldorf.
Königs=
allee 52, ebenfalls hier durch alle bekannten
Loſe=
verkaufsſtellen.
Dankſagung.
Für die bewieſene Teilnahme bei dem
Ab=
leben, ſowie bei der langen, ſchweren Krankheit
unſeres lieben
(9992
Wilhelm Horlacher
herzlichſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Luiſe Horlacher Wwe., geb. Schubkegel.
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Tageskalender.
Samstag, 27. April.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
„Robert und Bertram”.
Wahl der Mitglieder zur Landwirtſchaftskammer.
Hauptverſammlung der Kreisgruppe Darmſtadt des
deutſchen Flottenvereins um 7 Uhr im Reſt. „Kaiſerſaal”.
Generalverſammlung der Gemeinnützigen Garten
ſtadt=Genoſſenſchaft um 8 Uhr im Reſt. „Kaiſerſaal”
Hauptverſammlung d. deutſchvölkiſchen Turnvereins
„Jahn” um 9 Uhr bei Achenbach (Arheilgerſtraße).
Wochenverſammlung der Turngemeinde Darmſtadt
um 9 Uhr.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr.
Sonntag, 28. April.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Der Schmuck
der Madonna”.
Familienabend des Frauenvereins für den
Schloß=
bezirk um 7½ Uhr im Gemeiudehaus.
Kirchengeſangverein St. Ludwig: Abfahrt nach
Zwingenberg um 1.06 Uhr.
Frühlingsfeſt des Evang. Arbeiter= und Handwerker=
Vereins um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Konzerte: Ludwigshöhe und Schuls Felſenkeller um
4 Uhr. — Hotel Heß und Bürgerkeller um 4 u. 8 Uhr
Verſteigerungskalender.
Montag, 29. April.
Altmaterial= ꝛc. Verſteigerung um 11 Uhr im
ſtädtiſchen Gaswer
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 26. April 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Jf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100, 10
3½ Deutſche Reichsanl. . 90.70
81,20
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100, 10
. 90,90
3½ do. Conſols
81,10
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100, 10
93,20
do.
3½
84,00
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,5
3½
do.
89,20
3
do,
4 Hamburger Staatsanl. 100,30
4 Heſſ. Staatsanleihe 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
88,90
3½
do.
78,20
3
do.
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,80
4 Württemberger v. 1907 100,70
3½
95,00
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾/ Griechen v. 1887 . . 55,30
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 92,30
4 do. Goldrente . . . 96,50
4 do. einheitl. Rente . 89,25
3 Portug. unif. Serie I 65,00
3 do. unif. Ser. III 68,00
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,60
4 do. v. 1890 . . 94,80
4 do. v. 1905 . . 91,30
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,95
4 do. v. 1902 . . . . 90,40
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden . . . .
89, 10
4 Serbier amort. v. 1895 85,20
4 Türk. Admin. v. 1903 84,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,60
4 Ungar. Goldrente . . . 91,20
4 do. Staatsrente. . . 89,60
In Proz.
5 Argentinier
.101,25
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,20
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,50
do.
4½
94,60
4½ Japaner . . .
95,00
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
do.
59,70
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,80
3 Buenos Aires Provinz 71,80
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . .144,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 114,75
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,60
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,30
8 Baltimore und Ohio . 109,00
6½ Schantungbahn . . . 138,00
64 Luxemb. Prince Henri 161½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 16,70
6 Pennſylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. . 497,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
.. 263,00
30 Farbwerke Höchſt . . 579,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim
339,00
10 Cement Heidelberg . . 155,6
32 Chem. Werke Albert 450,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.324,25
4 Lahmeyer
.126.80
Inkron
Drbb.
7½ Schuchert, Nürnberg 163,00
12 Siemens & Halske . 243,00
5 Bergmann Electr. . . 156,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 177,00
0 Gummi Peter . . . . 135,25
0 Kunſtſeide Frankfurt 188,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 468,50
10 Maſchinenf. Badenia 182,00
6 Wittener Stahlröhren 190,50
8 Steana Romana Petr. 145,00
15 Zellſtoff Waldhof . 243,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 212,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 124,00
3 Südd. Immobilien . 69,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 230,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. . . 185,50
10 Gelſenkirchener . . .
8 Harpener .
.197,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 263,60
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 103,00
4 Laurahütte . . . . . . 180,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 168,00
Weſteregeln 192,00
10
7½ South Weſt Africa 155,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 89,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,50
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,70
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,30
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,70
4 Oeſterr. Staatsbahn .
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,70
In Proz.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,70
do.
79,80
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,00
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 88,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,85
do.
88,50
4 Wladichawchas . . . . 82,80
4 Rjäſan Koslow .
89,00
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,20
do.
2¾/10 Livorneſer . .
. 69,20
3 Salonique=Monaſtir . 65,60
4 Bagdadbahn .
. . 83,50
½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,50
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,50
4 Northern=Pacific . . . 100,20
4 Southern=Pacific . . . 95,10
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,25
5 Tehuantepec . . . . . . 100,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . 199,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
. . . 150,40
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,75
3½ Darmſtädter Bank . 121,90
12½ Deutſche Bank . . . 255,70
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,40
10 Diskonto=Kommandit 183,60
8½ Dresdener Bank . . 153,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,70
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 128,20
7½ Wiener Bankverein . 134,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
Bf. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
. 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamd. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
8½
89,
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
do.
3½
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.. 100,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. 100,45
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,80
S. 3—5
89,60
S. 9—11 . . . . . . . 89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
do.
3½
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917)
98,40
3½ do. (unk. 1914) . . 88,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
3½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
99,00
8½ do.
90,60
4 Frankfurt . . . . . . . 100,70
3½ do.
93,00
4 Gießen . . . . . . . .
3½ do.
Heidelberg
99,30
3½ do.
4 Karlsruhe
99,70
3½ do.
90,50
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
99,20
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
89,10
4 München .
100,40
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,60
3½ do.
90,20
4 Offenbach
Zf.
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 100,00
do,
90,00
4 Worms . .
98,90
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 136,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,00
3 Madrider . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 137,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,00
3 Oldenburger . . . . . . 134,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,30
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 198,60
Freiburger . . . . Fs. 15 75,50
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs. 10
Meininger . . . . . fl. 7 35,00
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 522,00
do. v. 1858 fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30 44,40
Türkiſche . . . . Fs. 400 171,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,45
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4, 19½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . 80,45
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard 85f 6
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
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Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
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966
[ ← ][ ][ → ]Bekanntmachung.
In Gemäßheit der Art. 39 und 92 des Geſetzes vom
12. Juni 1874 wird das Prototoll über die Sitzung des
Provinzialtags vom 27. v. Mts. zur öffentlichen Kenntnis
gebracht.
Darmſtadt, den 20. April 1912.
Der Vorſitzende des Provinzialtags.
(9920
Fey.
Protokoll
über die öffentliche Sitzung des Provinzialtags der
Provinz Startenburg am 27. Marz 1912.
I. Der Vorſitzende: Großh. Provinzialdirektor Fey;
II. Provinzialbaubeamter: Baurat Baltz:
III. Direktor Dr. Textor von der Provinzial=
Pflege=
anſtalt bei Eberſtadt;
IV. Die Provinzialtags=Abgeordneten:
1. Kammerdtrektor Baur=Lindenfels, Bürgermeiſter
Dr. Frenay=Bensheim, aus dem Kreis
Bens=
heim;
2. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing=Darmſtadt,
Ober=
landesgerichtsrat Dr. Berchelmann=Darmſtadt,
Stadtverordneter Sames=Darmſtadt,
Stadtverord=
neter Juſtizrat Gallus=Darmſtadt, Rentner
Nun=
geſſer=Griesheim Bürgermeiſter Lang=Pfungſtadt,
Bürgermeiſter Schäfer=Eberſtadt,
Ortsgerichtsvor=
ſteher Müller=Darmſtadt, Rentner Schwab=
Darm=
ſtadt, aus dem Kreis Darmſtadt;
3. Oekonomierat Jakob Walter XVl.=Lengfeld,
Rent=
ner Georg Bernhard Weber=Groß=Umſtadt,
Rent=
ner Wilhelm Grünewald=Babenhauſen,
Oekonomie=
rat Heinrich Heil II.=Habitzheim, Mühlenbeſitzer
Wilhelm Bauer=Nieder=Modau, aus dem Kreis
Dieburg;
4. Bürgermeiſter Stegmüller=Erbach, Poſtſekretär Olt=
Höchſt, aus dem Kreis Erbach:
5. Bürgermeiſter Nuß=Gernsheim, Holzhändler Horſt=
Goddelau, Kommerzienrat Wilhelm Opel=
Rüſſels=
heim, Oekonomierat Hammann=Biebesheim, aus
dem Kreis Groß=Gerau;
6. Bürgermeiſter Lennert=Fürth i. O., Bürgermeiſter
Trautmann=Rimbach, aus dem Kreis
Hep=
penheim:
7. Bauunternehmer Forſter=Offenbach, Fabrikant
Huppe=Offenbach, Stadtverordneter Neſſel=Offenbach,
Bürgermeiſter Fecher=Weißkirchen, Bürgermeiſter
Metzger=Langen, Bürgermeiſter Kaiſer=Hauſen,
Fa=
brikant Böhm=Offenbach, Bürgermeiſter Pons=Neu=
Iſenburg, Beigeordneter Porth=Offenbach, Fabrikant
Schmaltz=Offenbach, Bürgermeiſter Wenzel=
Hain=
ſtadt, Fabrikant Heyne=Offenbach, aus dem
Kreis Offenbach;
V. die nicht zum Provinzialtag gehörenden Mitglieder
des Provinzialausſchuſſes: Oberkonſiſtorialrat Dr.
Bernbeck=Darmſtadt, Juſtizrat Grünewald=
Darm=
ſtadt, Beigeordneter Müller=Eberſtadt, Rentner
Schmidt=Offenbach;
VI. die Kreisräte der Provinz: Eckſtein=
Bens=
heim, Dr. Wagner=Dieburg, Freiherr von Starck=
Erbach, Geheimer Regierungsrat Dr. Wallau=Groß=
Gerau, von Hahn=Heppenheim, Lochmann=Offenbach
und Regierungsrat von Werner=Darmſtadt;
VII. der Protokollführer: Bureauvorſteher
Bern=
auer.
Die Einladungen zur heutigen Verſammlung waren
am 4. März d. J. an die Provinzialtags=Abgeordneten,
ſowie die Mitglieder des Provinzialausſchuſſes und die
Vertreter der Kreisverwaltungen ergangen und außerdem
hatte die vorſchriftsmäßige Veröffentlichung in der
Darm=
ſtädter Zeitung; ſowie in den Kreisblätern der Provinz,
mit Angabe der Tagesordnung, ſtattgefunden.
Ein Exemplar jener Einladung iſt dieſem Protokoll
bei=
gelegt. (Anlage 1).
Die Zahl der Mitglieder des Provinzialtags
be=
trägt 51.
Da mehr als die Hälfte der Mitglieder des
Provinzial=
tags anweſend war, ſo lag gemäß Art. 36 und 92 der Kreis=
und Provinzialordnung Beſchlußfähigkeit vor.
Es hatten ihr Fehlen entſchuldigt: Rentmeiſter
Rohn=Schwanheim, Oberamtsrichter Dr. Fiſcher=
Lorſch, Altbürgermeiſter Zerweck=Zwingenberg, Gutsbeſitzer
Vorheimer=Lampertheim, Bürgermeiſter Dingeldein=
Reichelsheim, Bauunternehmer Rein=Michelſtadt,
Bürger=
meiſter Hardt=Kelſterbach, Oberamtsrichter Bierau=Fürth,
Rentner Grünewald=Offenbach, Fabrikant Feiſtmann=
Offen=
bach, ſowie das Mitglied des Provinzialansſchuſſes,
Ge=
heimer Zuſtizrat Dr. Lahr=Darmſtadt.
Nach Eröffnung der Sitzung und Begrüßung der
Ab=
geordneten und der Vertreter der Kreisverwaltungen durch
den Vorſitzenden, ſtellte derſelbe die Beſchlußfähigkeit der
Verſammlung feſt und brachte die Mitglieder,
Oberbürger=
meiſter Dr. Gläſſing und Ortsgerichtsvorſteher Müller, als
Urkundsperſonen in Vorſchlag. Dieſer Vorſchlag wurde von
der Verſammlung einſtimmig gutgeheißen.
Der Vorſitzende gedachte hierauf der verſtorbenen
Abgeordneten Bürgermeiſter Müller=Roßdorf und
Fabri=
kant Kreutzer=Lindenfels, die ſtets an den Verhandlungen
des Provinzialtags, der erſtere auch an der
Kreisverwalt=
ung als Mitglied des Kreisausſchuſſes, mit Umſicht und
Sachkenntnis regen Anteil genommen haben und deren
Tätigkeit man ein dankbares Andenken ſchulde. Herr
Kreutzer habe auch als Großinduſtrieller nicht allein
inner=
halb der Provinz, ſondern weit über deren Grenzen hinaus
in hohem Anſehen geſtanden. Er erſuchte die Verſammlung
ſich zum Zeichen ehrenden Gedenkens an die Verſtorbenen
von den Sitzen zu erheben, was geſchah.
Es wurde ſodann in die Tagesordnung eingetreten:
1. Vorlage des Verwaltungsberichtes des Provinzial=
Ausſchuſſes.
Der Vorſitzende verweiſt darauf, daß der
Verwalt=
ungsrechenſchaftsbericht den Provinzialtagsabgeordneten
im Druck zugegangen iſt und führt weiter das Folgende aus:
Ich freue mich, feſtſtellen zu können, daß die Lage der
Provinz in finanzieller und wirtſchaftlicher Hinſicht
durch=
aus günſtig iſt. In finanzieller Hinſicht liefert der
Abſchluß der Rechnung für 1910/11 ein ſehr erfreuliches
Vild. Es wurde durch Erſparniſſe in verſchiedenen
Ge=
ſchäftszweigen und durch Vereinfachung in verſchiedenen
Einrichtungen der Provinz im ganzen ein Ueberſchup
von 83000 Mark erzielt. Es iſt im Voranſchlag für
1912 daher möglich, neben einer Herabſetzung der
eetereen
verſtärkte Schuldentilgung, insbeſondere auch
eine raſchere Tilgung der Koſten der Kleinpflaſteranlagen
eintreten zu laſſen. Die Kommunalſteuerkapitalien zeigen
ein fortwährendes Anwachſen. Sie betrugen in 1908/09:
9413000 Mark, in 1900/10: 9675 00 Mark, in 1910/11:
9922000 Mark, und in 1911/12: 10 269213 Mark. Die
Kommutalſteuerkapitalien der Provinz Rheinheſſen
be=
tragen 1911/12: 8889 000 Mark, und diejenigen der Provinz
Oberheſſen 5115000 Mark. Von den Steuerkapitalien
1911/12 entfallen auf die einzelnen Kreiſe: Darmſtadt
3367780,20 Mark, Offenbach 3 213970,20 Mark, Groß=Gerau
989 782 Mark. Dieburg 774327,10 Mark. Bensheim
873 258,20 Mark, Heppenheim 551 766,30 Mark, Erbach
498 62840 Mark.
In wirtſchaftlicher Hinſicht habe ich ſchon
früher darauf hingewieſen, daß bei Wahrung der
provin=
ziellen Intereſſen eine Zerſplitterung der Kräfte und Mittel
der Provinz vermieden und daß ein Hauptaugenmerk auf
größere Ziele gerichtet werden muß, die im gemeinſamen
Intereſſe der Kreiſe, Städte und Landgemeinden liegen.
Auch im Jahre 1911 wurde dieſer Grundſatz feſtgehalten.
Sofanden Verhandlungen und Beratungen ſtatt wegen eines
elektriſchen Ueberlandwerks wegen
Ar=
beits= und Herbergsſtätten für Wanderer, wegen des
allge=
meinen öffentlichen Arbeitsnachweiſes in der Provinz,
wegen Verbeſſerung und einheitlicher Unterhaltung der
Hauptverkehrsſtraßen, wegen Förderung der Handels= und
Verkehrsintereſſen der Provinz am Rhein, Main und
Neckar, wegen der Provinzialſiechenanſtalt, insbeſondere
wegen Feſtſetzung der Pflegegelder und wegen Aufnahme
von Pfleglingen, ſowie wegen Vergebung von Freiſtellen.
Die Kreiſe haben ein dringendes Intereſſe daran, daß
wichtigere Angelegenheiten auf dem Gebiete des Handels
und Verkehrs, die bei unſerer modernen
Verkehrsentwicke=
lung an den Kreisgrenzen nicht halt machen und die von
außerhalb der Kreisgrenzen gelegenen Urſachen oft
beein=
flußt werden, im Rahmen der Provinz zur Erörterung
kommen. Die Provinz iſt der größte wirtſchaftliche
Selbſtverwaltungskörper, deſſen Betätigung für die
fort=
ſchreitende Entwickelung, namentlich auch des Verkehrs
in der Provinz nicht unterſchätzt werden darf. Die
Selbſt=
verwaltung in Kreis und Provinz muß lebenskräftig und
entwickelungsfähig erhalten werden, es beſteht deshalb
aber auch ein wichtiges öffentliches Intereſſe daran, daß
die Vereinigung des Bauweſens mit der Selbſtverwaltung
der Kreiſe und Provinzen aufrecht erhalten und ähnlich
wie bei den Städten ausgeſtaltet wird. Dies liegt
nament=
lich auch im Intereſſe der ländlichen Verhältniſſe. Ich
verweiſe in dieſer Hinſicht auf das S. 11 des
Verwaltungs=
berichtes eingehender Bemerkte.
Aus einzelnen Verwaltungszweigen der
Provinz iſt folgendes hervorzuheben:
Kunſtſtraßen.
Die von der Provinz in Vorſchlag gebrachte
Unter=
ſcheidung von Hauptverkehrsſtraßen und Nebenſtraßen bei
der Straßenunterhaltung hat ſich als praktiſch erwieſen.
Ebenſo hat ſich die Anlage von Kleinpflaſter auf denjenigen
Straßenſtrecken, wo dies infolge des geſteigerten Verkehrs,
insbeſondere des Automobilverkehrs, zweckmäßig und
finanziell gerechtfertigt erſcheint, durchaus bewährt.
Ver=
zinſung und Tilgung der Anleihen für Kleinpflaſter iſt in
den Unterhaltungsvoranſchlägen einbegriffen. Die Länge
der Kunſtſtraßen bei deren Unterhaltung die
Pro=
vinz beteiligt iſt, beträgt zurzeit 1747 Kilometer. Die
Unterhaltungskoſten für 1912 belaufen ſich auf
1 002 400 Mark wovon der Staat 337000 Mark, die
Pro=
vinz 332 700 Mark und die Kreiſe zuſammen 332700 Mark
aufbringen. Für 1911 betragen die Unterhallungskoſten
999 438 Mark. Die Provinz hat, einſchließlich Verzinſung
und Tilgung der Kleinpflaſterkoſten, für 1912 nur 1500 Mk.
mehr aufzubringen. Für Kleinpflaſterungen ſind vargeſehen,
einſchließlich Kreisanteile 360 000 Mark. Die
Kreisverwal=
tungen waren im abgeſchloſſenen Rechnungsjahre bemüht,
die zur Verfügung ſtehenden Voranſchlagsſummen
einzuhal=
ten, ſo daß nur geringe Ueberſchreitungen vorkamen und
im ganzen ein Ueberſchuß von 9500 Mark verblieb. Für
Neubauten wurden von Staat und Provinz im
Rech=
nungsjahre 1910/11 aufgewendet 67000 Mark, für 1912/13
ſind vorgeſehen 54 000 Mark. Hierin ſind die Beiträge
der Kreiſe und Gemeinden noch nicht enthalten. Nimmt
man dieſe Beiträge in demſelben Betrage an, wie den
Bei=
trag der Provinz, ſo ergibt ſich eine
Geſamtaufwen=
dung für Neubauten im Jahre 1910/11 von 107200
Mark, in 1912/13 von 86 400 Mark. Der Wert der
Kunſtſtraßen der Provinz iſt auf Veranlaſſung der
Provinzialdirektion im letzten Jahre ermittelt worden.
Er beträgt 45 462000 Mark. Hiervon entfallen auf
Ge=
ländewert: 12 446000 Mark, Bauwert 30848009 Mark,
Obſtbäume 1 763 000 Mark, Grasnutzung 405000 Mark.
Auf den Kunſtſtraßen ſind 279 Straßenwärter beſchäftigt,
die zuſammen 260 295 Mark Lohn beziehen, außerdem
ſind noch 76 753 Mark für Taglöhner ausgeworfen.
Arbeits= und Herbergsſtätten
für Wanderer.
Durch Beſchluß zum Voranſchlag für 1910 wurde der
Provinzialausſchuß ermächtigt, eine Aenderung der
ſeitherigen Organiſation zu treffen, welche in
Berück=
ſichtigung der, durch das preußiſche
Wanderarbeits=
ſtättengeſetz in den benachbarten preußiſchen Bezirken
neu getroffenen Einrichtungen auch für unſere Provinz
dieſen Gegenſtand neu regeln ſollte. Dieſe
Neuorgani=
ſation iſt von dem Provinzialausſchuß inzwiſchen getroffen
worden. Dem Arbeitsnachweis bei den „Arbeits=
und Herbergsſtätten” wird ein beſonderes Augenmerk
zu=
gewendet und für ſeinen ſachgemäßen Ausbau wird
Sorge getragen. Die Zahl der Wanderer betrug 1911/12
mit Ausnahne des Monats März, im ganzen 8626, die
Verpflegungskoſten betrugen 7586 Mark, während der
gleichen Zeit 1910/11 betrug die Zahl der Wanderer
23 925, die Summe der Verpflegungskoſten 18 160
Marl. Die von der Provinzialdirettion im
Ein=
verſtändnis mit den Kreisämtern im November 1911
er=
laſſenen Maßnahmen gegen Zigeuner haben gut
gewirkt. ſie werden auch weiter Erfolg haben, wenn alle
Ortsbehörden den Beſtimmungen richtig nachkommen.
Auch der
Ausgeſtaltung des allgemeinen
öffent=
lichen Arbeits= und Stellennachweiſes
in der Provinz wendet die Provinzialverwaltung eine
fort=
dauernde Aufmerkſamkeit zu. — Die Förderung der
länd=
lichen Wohlfahrts= und Heimatpflege, welche
ſich die Provinz angelegen ſein läßt und welche für die
Folge noch in erhöhtem Maße berückſichtigt werden ſoll,
beit uichte Secmeneneſen der geienten Wutr.
rung der Provinz.
Auch der Krüppelfürſorge, der Fürſorg
für Tuberkulöſe, ſowie für epileptiſche
Kin=
der wendet die Provinz ihr beſonderes Augenmerk zu.
Ebenſo unterſtützt ſie finanziell die auf Bekämpfung
der Infektionskrankheiten gerichteten
Beſtreb=
ungen. Ferner ſoll das „Braunshardter Heim”
für unterkunftsloſe Mädchen unterſtützt werden. Die Provinz
leiſtet weiter namhafte Beiträge zur Förderung des
land=
wirtſchaftlichen Winterſchulweſens und zu der
landwirtſchaftlichen Haushaltungsſchule. Sie
fördert außerdem die Fürſorgeerziehung, ſowie
die Beſtrebungen auf dem Gebiete der
Säuglings=
pflege und des Mutterſchutzes, insbeſondere auch
durch Leiſtung von Beiträgen.
Eine weſentlich in den Vordergrund tretende
Tätig=
keit der Provinz iſt aber die Fürſorge für alte und
ge=
brechliche, ſowie ſieche Perſonen, wie ſie in der
Provinzialpflegeanſtalt
bei Eberſtadt ausgeübt wird. In der Anſtalt
wurden 1910/11 542 Perſonen verpflegt und zwar
301 Männer und 241 Frauen. Im Jahre 1910/11
hat der Betrieb der Anſtalt eine Ausgabe von 158000 Mark
verurſacht, einſchließlich des Zuſchuſſes der Provinz von
65 000. Mark. Für 1912/13 betragen die Ausgaben 187000
Mark. Der Betriebszuſchuß der Provinz iſt aber infolge
Erhöhung der Pflegegelder, auf 35000 Mark
herunter=
gegangen. Die regelmäßige Verzinſung und Amortiſation
des Anlagekapitals beträgt ebenfalls 36000 Mark.
Neue Aufgaben ſind der Provinz durch die
Aus=
dehnung
elektriſcher Licht= und Kraftanlagen
auf das Land und durch die Einrichtung
von elektriſchen Ueberlandwerken
er=
wachſen. Wenn auch eine weſentliche Mitwirkung hierbei
den Kreiſen und Gemeinden zukommt und die Provinz
nach Lage der jetzigen Geſetzgebung keine Genehmigungs=
und Zulaſſungsrechte beſitzt ſo hat ſich doch ihre
Beteilig=
ung bei dieſen großen wirtſchaftlichen Unternehmungen
zur Wahrung der allgemeinen Intereſſen der Provinz und
namentlich auch im Intereſſe der Landbevölkerung, ſowie
im Intereſſe des Ausgleichs zwiſchen verſchiedenartigen,
miteinander ſtreitenden Beſtrebungen als
außerordent=
lich wichtig und notwendig erwieſen. Die
Provinzialver=
waltung hat, nachdem ſie von dem Uebergreifen der
rhein=
heſſiſchen Ueberlandwerke auf die Provinz Kenntnis
er=
halten hatte, ſich bemüht, das weitere Vordringen dieſer
Werke durch Verhandlungen mit Kreiſen und Gemeinden
zurückzuhalten und die noch freien Teile der Provinz für
in der Provinz ſeßhafte Unternehmungen zu gewinnen.
Es iſt dies auch für wichtige Teile der Provinz gelungen.
Zurzeit ſind in der Vorbereitung die Ueberlandwerke
von Darmſtadt und Offenbach. Bei erſterem
Ueberlandwerk handelt es ſich um eine Geſellſchaft (
Aktien=
geſellſchaft), die ſich zuſammenſetzt aus der Stadtgemeinde
Darmſtadt und der Süddeutſchen Eiſenbahngeſelſchaft.
Dieſer Geſelſchaft ſoll die Provinz mit einer zwar Reinen,
in vielen Fällen aber ausſchlaggebenden Beteiligung
bei=
treten, um den kommunalen Charakter dieſer Geſellſchaft
zu wahren. Die Stadt Darmſtadt wird 50 Stimmen, die
Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft 49 Stimmen und die
Provinz 1 Stimme erhalten, ſodaß die kommunalen
Stim=
men alſo das Uebergewicht haben. Für dieſes
Ueberland=
werk kommen zurzeit weſentlich nur die Kreiſe Darmſtadt,
Bensheim und Dieburg, ſowie ſpäter Teile der Kreiſe
Erbach und Heppenheim in Betracht. Nur die beteiligten
Kreiſe ſollen daher auch für einen etwaigen Ausfall
an Dividenden aufkommen. Die Stadt
Offen=
bach beabſichtigt, ihr eigenes Werk als Ueberlandwerk
auszubauen und ſich den Kreis Offenbach, ſowie
Gemein=
den im nördlichſten Teile des Kreiſes Dieburg
anzu=
ſchließen. Die Provinzialverwaltung hat ſich erboten.
bei Abgrenzung des Intereſſengebietes dieſer
Ueberland=
werke vermittelnd und ausgleichend einzutreten. Zum
Unterſchied von den rheinheſſiſchen und oberheſſiſchen
Ueberlandwerken ſei bemerkt, daß die Darmſtädter neue
Geſellſchaft außer der Licht= und Kraftverſorgung von
vornherein den Betrieb und den Bau verſchiedener
elektriſcher Bahnen als Zweck der Geſellſchaft aufgenommen
hat, während es ſich bei den erſtgenannten Werken um Licht=
und Kraftverſorgung handelt.
Ich konnte hier nur einen Ueberblick über das
be=
trächtliche Arbeitsfeld der Provinz auf ſozialem Gebiete
und auf wirtſchaftlichem Gebiete geben. Ich kann aber
nicht ſchließen, ohne noch mit wenigen Worten der
Tätig=
keit der Provinz auf dem Gebiete der
Verwaltungsrechtſprechung
zu gedenken. Die Zahl der bei dem
Provinzial=
ausſchuß anhängig gewordenen Streitſachen betrug
1908: 96, 1909: 101, 1910: 117, 1911: 161. Neben
dieſen in öffentlichen Sitzungen erledigten Sachen
wurden 1911 in nichtöffentlichen Sitzungen noch 107
Ver=
waltungsſachen erledigt. Bei der Größe der Provinz
(590 468 Einwohner), bei dem fortwährenden Wachstum
der Bevölkerung und der größeren Städte der Provinz iſt
es erklärlich, daß der Geſchäftsumfang fortwähend
zu=
nimmt. Dazu kommt noch die Uebertragung neuer
Zu=
ſtändigkeit an den Provinzialausſchuß durch verſchiedene
Geſetze und Verordnungen. Ich darf ſchließlich noch
ver=
ſichern, daß die im Verhältnis zu dem zu bewältigenden
Arbeitsgebiet ſehr geringe Zahl von Beamten der Provinz
mit Freudigkeit auch fernerhin ihre Kraft in den Dienſt
der Provinz ſtellen wird. Wir wollen alle, wie ſeither, ſo
auch für die Folge in einer gedeihlichen und ſegensreichen
Weiterentwickelung der Provinz das ſchönſte Ziel unſerer
Tätigkeit ſuchen und hoffentlich auch finden!
Der Vorſitzende richtete hierauf an die Verſammlung
die Frage ob zu dem Verwaltungsberichte etwas zu
be=
merken ſei. Da niemand das Wort ergriff. ſo ſtellte der
Vorſitzende die weitere Frage, ob die Verſamnlung die
Ausführungen des Berichts, insbeſondere auch diejenigen
auf S. 11, gutheiße. Dies wurde einſtimmig bejaht.
2. Begutachtung der Provinzialkaſſerechnung und derjenigen
der Provinzial=Pflegeanſtaltskaſſe für 1910 (Ri.).
Der Vorſitzende bemerkte, daß das Ergebnis
der Rechnung mit dem Verwaltungsbericht den
Abgeord=
neten im Druck zugegangen ſei und daß das
Provinzial=
ausſchußmitglied Dr. Bernbeck mit der Vorprüfung der
Rechnungen betraut geweſen ſei. Bemerkungen ſeien
nicht erhoben worden. (Anlage 2)
Ueber die Rechnung der Provinzialpflegeanſtalt, den
Rechenſchaftsbericht und den Voranſchlag dieſer Anſtalt,
Nummer 49.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Samstag, den 27. April 1912,
die den Mitgliedern des Provinzialtages ebenfalls im
Drucke zugegangen ſind, veroreitete ſich Diretior Dr.
Textor.
Abgeordneter Sames beanſtandet, daß die
Submiſſionsunterlagen der Pflegeanſtalt fur
Nahrungs=
mittel ſich nicht deckten mit denjenigen der übrigen
An=
ſtalten und dem Miniſterialerlaß. Danach habe eine
Be=
grenzung der zur Lieſerung gerangenden Mengen
ſtatt=
zufinden. Auch) die Beſtimmung, daß Beämte und
An=
geſtellte der Anſtalt von Lieferanten Waren zu denſelven
Preiſen bezieyen könnten, wie ſie bei Anſtalten
vor=
komme, führe zu Erſchwerungen der Submiſſionen. Es
könne dies auch zu unliebſamen Weiterungen Anlaß
geben.
Direktor Dr. Textor entgegnet, daß die
Sub=
miſſionsbedingungen ausgearbeitet worden ſeien auf
Grund der Bedingungen fur die Staatsanſtalten. Die
Anſtalt konne ſich nicht auf beſtimmte Mengen feſtlegen.
Es müſſe der Verwaltung überlaſſen bleiven, von dem
einen oder anderen Poſten meyr oder weniger zu
ent=
nehmen, damit ſie einen, ihr gutdüntenden Wechſel in der
Vertoſtigung vornehmen könne. Ueber die
Verabfolg=
ung von Waren an Beamte der Anſtalt enthielten die
Submiſſionsvorſchriften keine Bedingungen.
Abgeordneter Sames hält im Intereſſe
eines reelen Handels an ſeiner Auffaſſung über die
Be=
grenzung der zu liefernden Mengen jeſt. Jedenfaus ſei
es wünſchenswert, daß ein Spielraum von 20—25
Pro=
zent gelaſſen werde.
Der Vorſitzende ſtellt hiernach feſt, daß die
Sub=
miſſionsbedingungen der Provinzialſiechenanſtalt die
Bedingung, daß Beamten derſelben zu gleichen Preiſen
Waren zu liefern ſind, wie der Anſtalt, nicht enthalten.
Im übrigen ſollen die vorgebrachten Anregungen geprüft
und gegebenenfalles berückſichtigt werden. Der
Vor=
ſitzende bemerkt ſodann noch, daß der
Provinzialaus=
ſchuß, um den von Ortsarmenverbänden verpflegten
Perſonen die Vorteile der Stockhauſen=Mettingh=Stiftung
beſſer zugänglich zu machen, einen dreijährigen Wechſel
der Freiſtellen unter verſchiedenen, den Kreisämtern
be=
reits mitgeteilten Bedingungen beſchloſſen habe.
Da ſich zu dieſem Punkte der Tagesordnung niemand
mehr zum Wort meldet, ſo ſtellt der Vorſitzende die
Frage, ob die Rechnungen vorbehaltlich der Prüfung
durch die Oberrechnungskammer nicht beanſtandet werden.
Dies wird einſtimmig bejaht.
Abgeordneter Stegmüller=Erbach fragt
an, wo die Anmeldung zur Erhaltung von Freiſtellen aus
der von Stockhauſen=Mettingh=Stiftung zu erfolgen
habe.
Der Vorſitzende antwortet, daß derartige
Ge=
ſuche an den Provinzialausſchuß zu richten ſind.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und
desjenigen für die Provinzialpflegeanſtalt
für 1912 (Rj.).
Von dem Entwurf des Voranſchlags und ſeinen
An=
lagen iſt jedem Provinzialtagsabgeordneten ein
gedruck=
tes Exemplar, wie ſolches dem Protokoll beiliegt (
An=
lage 3), zugeſtellt worden.
Unter Hinweis hierauf wurden von dem
Vorſitzen=
den die im Voranſchlag vorgeſehenen Beträge,
insbeſon=
dere ſoweit Abweichungen gegen das Vorjahr vorliegen,
rubrikenweiſe vorgetragen und dabei bemerkt, daß die
Zuſtimmung des Provinzialtages zu jedem einzelnen
Poſten des Entwurfs angenommen werde, wenn ſich nach
Verleſen derſelben niemand zum Wort melde.
Es fanden nur bei den nachbenannten Anſätzen
An=
fragen und Erörterungen ſtatt, und es wurden die
nach=
ſtehenden beſonderen Beſchlüſſe gefaßt:
Zu Rubrik Nr. 28: Bau und Unterhaltung
von Kreisſtraßen.
A. Unterhaltung.
Provinzialbaubeamter Baurat Baltz
iſt der Anſicht, daß für die Kleinpflaſterherſtellungen
eine Breite von 5 Metern nicht überall notwendig ſei,
daß vielmehr vielfach eine ſolche von geringerer Breite
ausreiche. Bei Straßen mit weniger lebhaftem Verkehr
habe die Erfahrung gezeigt, daß bei 5 Meter Breite auf
der freien Strecke ein Streifen von ca. ¾ Meter
bei=
derſeits unbenutzt bleibe. Da die Herſtellungskoſten
des Kleinplaſters bei 5 Meter Breite ca. 30000 Mark pro
Kilometer betragen, ſei gerade im Intereſſe möglichſter
Ausdehnung des Kleinpflaſters, wo es angängig, eine
Herabſetzung dieſer Koſten anzuſtreben. Der nicht in
Kleinpflaſter umgewandelte Teil der Breite der
bisheri=
gen Fahrbahn ſtehe als Chauſſierung nach wie vor dem
Verkehr zur Verfügung.
Kreisrat Lochmann=Offenbach iſt mit
der Anſicht des Provinzialbaubeamten nicht
einverſtan=
den. Eine Breite von 5 Metern ſei im Intereſſe der
Verkehrsſicherheit unbedingt notwendig. Eine vom
Kreisamt Offenbach veranſtaltete Probefahrt habe dieſe
Notwendigkeit einwandfrei ergeben. Auf den
Haupt=
verkehrsſtraßen, wo ein ſtarker Automobilverkehr
ſtatt=
finde, ſei eine Breite von 5 Metern das
Mindeſt=
erfordernis, da zu berückſichtigen ſei, daß bei dem
Be=
gegnen zweier Autos ein Zwiſchenraum von 1 Meter
vorhanden ſein müſſe, um Kolliſionen zu vermeiden.
Würden die Kleinpflaſterſtrecken in geringeren Breiten
angelegt, dann ſei außerdem zu befürchten, daß die
Bankette benutzt werden würden.
Geheimer Regierungsrat Dr. Wallau
kſt der Auffaſſung, daß man ohne Bedenken von der
Breite von 5 Metern abgehen könne, weil links und rechts
Chauſſee bleibe. Er habe ſogar die Hoffnung, daß man
die Breite des Kleinpflaſters auf 3,50 Meter und ſogar
auf 2,50 Meter verringern könne, wenn die Chauſſierung
beiderſeits als ſolche in ihrer bisherigen Geſamtbreite
beibehalten würde. Mit Rückſicht darauf, daß man mit
denſelben Summen dann weit größere Strecken in
Klein=
pflaſter bauen könne, empfehle ſich ſehr, geringere
Brei=
ten zu wählen.
Provinzialbaubeamter Baurat Baltz
bemerkte, daß die von Kreisrat Lochmann erwähnte
Ver=
kehrsſicherheit von der Breite des Kleinpflaſters kaum
berührt werde, da ja, wie bereits bemerkt, die ſeitherige
Breite der befeſtigten Fahrbahn nicht verringert werde
und zwiſchen Kleinpflaſter und Fußweg immer noch ein
Streifen Chauſſierung für den Fuhrverkehr zur
Ver=
fügung ſtehe. Es könne ſich mit Rückſicht auf die hohen
Koſten wohl kaum darum handeln, die Chauſſeen in ihrer
geſamten Fahrbahnbreite für alle Fälle in Kleinpflaſter
herzuſtellen, ſondern es werde für die freien Strecken
genügen, wenn eine dem Hauptverkehr entſprechende feſte
und ſtaubfreie Bahn vorhanden ſei, und die bisherige
Art der Straßenbefeſtigung nur noch für den Notfall
be=
mutzt werde. Man ſolle deshalb von Fall zu Fall
unter=
ſſuchen, mit welcher Kleinpflaſterbreite man ausreiche.
Auf Vorſchlag des Vorſitzenden erklärte
ſiich die Verſammlung damit einverſtanden, daß der
Provinzialausſchuß von Fall zu Fall nach
Lfberen Ermittelungen die Breiten des Kleinpflaſters
feſtſetze. Dies ſolle namentlich hinſichtlich der Straße
Offenbach=Sprendlingen geſchehen, die zunächſt in Frage
ſiehe.
Kreisrat von Hahn bemerkte, daß in dem
Straßenunterhaltungsvoranſchlag des Kreiſes
Heppen=
heim 3500 Mark abgeſetzt worden ſeien, weil die Frage,
ob der Umbau der Straße Wimpfen-Heinsheim als
Neubau oder Unterhaltungsarbeit zu betrachten ſei, noch
nicht hinreichend geklärt erſcheine. Im Intereſſe des
Fremdenverkehrs in Wimpfen ſei es dringend
wünſchens=
wert, daß die Herſtellung baldmöglichſt erfolge. Werde
beſchloſſen, daß es ſich um einen Neubau handele, dann
ſei die Folge die, daß die Ausführung ſich nochmals um
ein Jahr hinausziehe.
Der Vorſitzende beantragt hierauf, das
Pro=
jekt zu genehmigen, den Kreis Heppenheim zur
alsbaldi=
gen Ausführung desſelben zu ermächtigen und die Frage
der Koſtenverteilung ſpäterer Beſchlußfaſſung
vorzu=
behalten.
Der Antrag wurde einſtimmig genehmigt.
Abgeordneter Sames regt im Intereſſe
vieler Einwohner von Arheilgen und Darmſtadt an, daß
der Ausbau des ſog. Dreiſchlägerwegs von Arheilgen
nach Darmſtadt als Kreisſtraße erfolge, da der Ausbau
durch die Verlegung des Bahnhofs und durch die Bauten
bei Kranichſtein ein dringendes Bedürfnis geworden ſei.
Der Vorſitzende erwiderte, daß die
Kreisver=
waltung von der Notwendigkeit der Herſtellung der
Straße als Kreisſtraße überzeugt ſei. Das Projekt
werde bereits bearbeitet und es beſtehe die Hoffnung,
daß die Herſtellung im nächſten Jahre erfolgen werde,
vorausgeſetzt, daß die Schwierigkeiten, die wegen der
Geländeſtellung mit der Stadt Darmſtadt beſtehen,
recht=
zeitig behoben werden können, was unter den
veränder=
ten Verkehrsverhältniſſen zu hoffen ſei.
Kreisſtraße Harreshauſen-Babenhauſen.
Auf Antrag des Kreisamtes Dieburg iſt, wie der
Vorſitzende ausführte, das Projekt zur Genehmigung in
den Provinzialkaſſevoranſchlag für 1912 eingeſtellt worden.
Inzwiſchen ſind aber Bedenken dahin erhoben worden,
daß das Projekt die alte, zwiſchen Babenhauſen und
Har=
reshauſen ziehende fiskaliſche Allee verunſtalte. Der
Ge=
meinderat von Babenhauſen hat ſeinen anfänglichen
Widerſpruch gegen die Straße aufgegeben und der
Kreis=
verwaltung die Angelegenheit überlaſſen. Der
Ge=
meinderat von Harreshauſen wünſcht dringend die
Straße und hält ſie für eine Lebensfrage für den Ort.
Die Forſtbehörde hat die Anlage der Straße
befür=
wortet und das Gelände zur Verfügung geſtellt. Mit
Rückſicht auf die erwähnten Beſchwerden, welche erhoben
wurden, weil die Straße vom Standpunkte des
Natur=
ſchutzes zu beanſtanden ſei, wird nunmehr beantragt, den
Provinzialausſchuß zu ermächtigen, die Genehmigung
zu dem Projekte zu erteilen, nachdem er die neuerdings
erhobenen Beſchwerden geprüft hat. Der Provinzialtag
beſchließt dem Antrag gemäß.
B. Neubau.
Der Vorſitzende bemerkte weiter, daß ein ſchriftlicher
Antrag des Kreisamtes Dieburg auf Erbauung einer
Kreisſtraße Lengfeld-Nieder=Klingen unter
dem 12. März 1912 ohne Pläne eingegangen ſei; das
Projekt müſſe erſt noch ausgearbeitet werden. Der
Provinzialausſchuß ſei der Anſicht, daß dem Projekt erſt
näher getreten werden könne, wenn Pläne vorliegen.
Auch empfehle ſich vielleicht, die Genehmigung der Straße
bis zur Aufſtellung des allgemeinen Wegnetzes der
Feld=
bereinigung zu verſchieben.
Abgeordneter Walter=Lengfeld
ent=
gegnet, daß die Straße vor der Feldbereinigung
ange=
legt werden müſſe. Ehe das Wegnetz projektiert werde,
müſſe die Straße vorhanden ſein.
Kreisrat Dr. Wagner=Dieburg,
Pro=
vinzialbaubeamter Baltz und
Beigeord=
neter Porth=Offenbach beſtätigen dieſe Anſicht.
Abgeordneter Sames iſt der Anſicht, daß
man über ein Projekt noch nicht beſchließen könne, für
das noch keine Pläne vorhanden ſeien. Er beantrage
Vertagung bis zum nächſten Jahre. Die Gemeinde
Leng=
feld habe übrigens mehr Intereſſe an dem Bau der
Straße, als Nieder=Klingen.
Abgeordneter Walter erwidert, daß die
Ge=
meinde Nieder=Klingen eine Straße nach der Bahn haben
wolle, deshalb habe ſie das größte Intereſſe an dem Bau
dieſer Straße. Die Gemeinde Lengfeld habe nur
inſo=
fern ein Intereſſe, als die Straße vor der
Feldbereinig=
ung gebaut werden müſſe.
Abgeordneter Bauer=Nieder=Modau
bittet, dem Projekt nicht zuzuſtimmen. In der Lage, wie
die Gemeinde Nieder=Klingen, ſeien noch eine ganze
An=
zahl anderer Gemeinden. Es handele ſich bei der
jetzi=
gen Straßenverbindung nur um einen kleinen Umweg
zur Bahn, der für den Fuhrverkehr ohne Bedeutung ſei.
Für den Fußgängerverkehr ſei der Bau einer Kreisſtraße
nicht erforderlich.
Kreisrat Dr. Wagner betonte, daß die
Ge=
meinde Nieder=Klingen das allergrößte Intereſſe daran
habe, daß die Straße gebaut werde, während Lengfeld
gar kein Intereſſe habe.
Kreisrat Lochmann ſteht als früherer
Kreis=
rat des Kreiſes Dieburg auf einem anderen Standpunkt.
Die Straße ſei unnötig, da es ſich um einen geringen
Verkehr handele.
Abgeordneter Walter beantragt nochmals,
daß die Straße gebaut werde, bevor die Feldbereinigung
durchgeführt werde, weil ſonſt Mißſtände unvermeidlich
ſeien. Der Umweg zur Bahn betrage 1 Kilometer;
außerdem ſei die bedeutende Steigung in Betracht zu
ziehen.
Abgeordneter Heil=Habitzheim
unter=
ſtützt den Antrag.
Abgeordneter Sames bezweifelt die
Not=
wendigkeit mit Rückſicht darauf, daß der Umweg zur
Bahn kaum 1 Kilometer betrage. Die Feldbereinigung
könne unabhängig von der Frage, ob das
Straßen=
projekt ausgeführt werde oder nicht, geſchehen, wenn das
für die Wegverbindung in Betracht kommende Gelände
zunächſt als Feldweg angelegt werde. Als Kreisſtraße
könne der Feldweg, wenn erforderlich, noch ſpäter
aus=
gebaut werden.
Ueber den Antrag Walter wird alsdann abgeſtimmt
und derſelbe mit allen gegen vier Stimmen abgelehnt.
Ab geordneter Trautmann bemerkte, daß
der Provinzialvoranſchlag im Kreiſe Heppenheim nicht
befriedige, weil für kein einziges Straßenprojekt Mittel
in den Voranſchlag eingeſtellt worden ſeien. Er weiſt
auf Seite 1 der Beilage I zum Voranſchlag hin. Der
dort vertretene Standpunkt ſei richtig, er werde aber
verlaſſen, wenn man ſich die Seite 9 dieſer Beilage
an=
ſehe. Die Wegverbindungen im Kreiſe Heppenheim ſeien
zum großen Teil ſehr ſchlecht. Hauptſächlich habe die
Land=
wirtſchaft treibende Bevölkerung unter dem ſchlechten
Zu=
ſtand der Wegverbindungen zu leiden. Der überall eben
einſetzende wirtſchaftliche Aufſchwung ſei hier unmöglich,
weil es an den nötigen Wegverbindungen fehle. Was
das Straßenprojekt Bonsweiher-Juhöhe anbelange, ſo
ſei dieſes bereits in den Provinzialvoranſchlag für
1908/09 und 1909/10 eingeſtellt und bedingungsweiſe
ge=
nehmigt worden. Die Ausführung ſei aber unterblieben.
Die beiden anderen Strecken, Mackenheim-Weiher und
Lörzenbach-Fahrenbach, ſeien ebenfalls dringend
not=
wendig, weil es ſich um ſchlecht unterhaltene Feldwege
handele. Die Landwirte ſeien nicht in der Lage, ihre
Produkte auf den Markt bringen zu können. Es ſei ſchon
vorgekommen, daß Leute von Mackenheim Kleie vom
Bahnhof Kreidach aus auf der Schulter hätten nach
Hauſe tragen müſſen. Dringend bitte er nochmals, daß
die Straße Bonsweiher-Juhöhe, die eine ſehr wichtige
Verbindung mit der Bergſtraße herſtelle, in den
Vor=
anſchlag eingeſtellt werde, bezw. daß die früheren
zu=
ſtimmenden Beſchlüſſe vom 15. April 1908 und 17. April
1909 wieder hergeſtellt werden. Die Zuſtimmung könne
ja unter der Vorausſetzung erteilt werden, daß ſich die
Provinz für ihren Teil an den Kapitalzinſen beteilige.
Kreisrat von Hahn verlieſt hierauf die, in den
Beilagen I zu den Provinzialvoranſchlägen für 1908/09,
1909/10 und 1910/11 wegen des Straßenprojekts Bons=-Juhöhe enthaltenen Anträge und die
Begründ=
ungen dazu und bittet ebenfalls um Zuſtimmung zu
einem Straßenprojekt, das der Provinzialtag ſchon
drei=
mal genehmigt habe. Die damalige ablehnende
Haltung=
der Regierung treffe heute nicht mehr zu, da die als
dringender bezeichneten Straßenprojekte inzwiſchen
aus=
geführt ſeien.
Der Vorſitzende bemerkt, daß die vom
Ab=
geordneten Trautmann bezeichneten Straßenprojekte ja
alle in den Voranſchlag eingeſtellt ſeien, nur habe der
Provinzialausſchuß ſich nähere Prüfung der
Notwendig=
keit des Baues noch vorbehalten und bei dem
Provinzial=
tag deshalb darum nachgeſucht, daß dem
Provinzial=
ausſchuß die Genehmigung der Straßenprojekte
vor=
behalten bleiben ſolle. Das Projekt Lörzenbach-
Fahren=
bach hänge mit dem Bau einer Güterverladeſtelle auf
Station Lörzenbach zuſammen. Die drei Projekte
ver=
urſachen einen Koſtenaufwand von zuſammen 148200
Mark. Die Provinz ſtehe dem Straßenbau im
Oden=
wald durchaus wohlwollend gegenüber; er kenne
perſön=
lich die einſchlägigen Verhältniſſe als früherer Kreisrat
eines Odenwaldkreiſes. Die Straße Bonsweiher=
Juhöhe könne nicht ſofort genehmigt werden, denn der
Staat habe früher ſeinen Beitrag verſagt, weil dieſer
Straßenbau nicht dringlich ſei. Es frage ſich daher
zu=
nächſt, ob der Staat jetzt einen anderen Standpunkt
ein=
nehme. Das müſſe doch erſt feſtſtehen. Andernfalls
könn=
ten für Provinz, Kreis und Gemeinden große
finan=
zielle Nachteile entſtehen. Was das Projekt
Macken=
heim-Weiher anbelange, ſo habe der Kreistag ſelbſt
Be=
denken gehabt, wie die Verhandlung im Kreistag
be=
weiſe. Das Projekt ſei auch nur mit 7 gegen 4
Stim=
men genehmigt worden. Zunächſt ſei noch zu prüfen,
wie groß das Intereſſe des Hauptgrundbeſitzers in der
Gemarkung Mackenheim an dem Bau der Straße ſei und
ob er im Verhältnis zu dieſem Intereſſe zu den
Straßen=
baukoſten genügend beitrage.
Kreisrat von Hahn bittet wegen des Projekts
Mackenheim-Weiher um Ortseinſicht, damit ſich die
zu=
ſtändigen Organe ſchlüſſig machen könnten darüber, ob
gebaut werde oder nicht. Wegen des Projekts Bons=-Juhöhe weiſe er nochmals darauf hin, daß das
Miniſterium damals geſagt habe, daß nur zur Zeit
dem Bau nicht nähergetreten werden könne, weil
not=
wendigere Bauten auszuführen ſeien. Dieſe ſeien jetzt
gebaut, die Anſtände ſeien behoben. Er bitte, in den
Voranſchlag die Mittel für den Bau einzuſtellen.
Was das Projekt Lörzenbach-Fahrenbach anbelangt, ſo
ſei auf Seite 10 der Anlage I zum Voranſchlag lediglich
darauf Bezug genommen, daß die Straße nur gebaut
werden würde, wenn die Güterhalteſtelle errichtet werde.
Für den Bau der Straße ſprächen aber noch andere=
Gründe, nämlich, daß die jetzige Wegverbindung
außer=
ordentliche Mängel zeige; der vorhandene Weg ſei zum
Teil ſteil und in einem tiefen Einſchnitt gelegen.
Bei=
ſchweren Regenwettern werde der tiefer liegende Teil
überſchwemmt und unpaſſierbar gemacht. Deshalb könne
der Bau nicht allein von der Errichtung der Güterhalle
abhängig gemacht werden. Die Notwendigkeit ſtehen
außer Zweifel. Er bitte, daß der Provinzialausſchuß
eine eingehende Prüfung der Verhältniſſe vornehme und
daß im nächſten Jahre die Mittel bewilligt werden.
Abgeordneter Nuß bekundet, daß der
Pro=
vinzialausſchuß die Projekte mit größter Berückſichtigung
der Verhältniſſe der Gemeinden und des Kreiſes
Heppen=
heim geprüft habe und weiter prüfen werde. So müſſe
der Provinzialausſchuß auch die Notwendigkeit der
Straße Bonsweiher-Juhöhe zunächſt genau prüfen, er
beantrage aber, die auf den Anteil der Provinz
ent=
fallenden Zinſen für das Anlehen zum Bau der Straße
dem Kreiſe Heppenheim zurückzuvergüten, wenn die
Straße vom Provinzialausſchuß genehmigt und ſodann
vom Kreis alsbald gebaut wird.
Der Vorſitzende empfiehlt ebenfalls dieſen
An=
trag und bringt ihn zur Abſtimmung; dieſe ergibt die
einſtimmige Annahme des Antrags. Auch die übrigen
in der Anlage I des Provinzialvoranſchlags eingeſtellten
Neubauten wurden den darin enthaltenen Anträgen
ent=
ſprechend einſtimmig genehmigt.
Es wurden weiter noch auf Vortrag des Vorſitzenden
die Anträge der Kreisverwaltungen auf Erhöhung
der Straßenwartlöhne in den Kreiſen
Bensheim und Groß=Gerau mit
Wirkung=
vom 1. April 1912 an genehmigt. Soweit
Erſpar=
niſſe in 1912 gemacht werden, ſollen die Meyrkoſten aus
dieſen entnommen werden, andernfalls ſoll die
Ein=
ſtellung der erforderlichen Mittel in 1913 erfolgen und
ſollen die Kreiſe ſolche einſtweilen vorlegen. Entſprechende
Verminderung der Zahl der Straßenwärter, wo
Klein=
pflaſteranlagen ausgeführt ſind, ſoll ſtattfinden.
Ferner erwähnt der Vorſitzende, daß das
Kreis=
amt Bensheim an die Provinz einen Antrag des=
Inhalts gerichtet habe, es möge die Genehmigung zur
Beſchaffung der Materialien für das im
Voranſchlags=
jahr 1913 herzuſtellende Kleinpflaſter jetzt ſchon erteilt
werden. Es ſei dies aus finanziellen Gründen, ſowie,
um während des Winters Arbeiter beſchäftigen zu können,
gerechtfertigt. Der Provinzialausſchuß beantragt
dem=
gemäß, der Provinzialtag wolle ihn ermächtigen, die
Be=
ſchaffung der oben bemerkten Materialien für 1913 zu
genehmigen, nachdem das Projekt mit Unterlagen,
ins=
beſondere den Beſchlüſſen der Stadtvertretungen, des
Kreisausſchuſſes und Kreistages, dem
Provinzialaus=
ſchuſſe vorgelegt iſt und ſich der Provinzialausſchuß über
die Anlagen näher informiert, ſowie ſodann dieſelben für
zweckmäßig und richtig befunden hat.
Der Provinzialtag beſchließt einſtimmig, dieſem
Antrage gemäß.
Nummer 49.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Samstag, den 27. April 1912.
Weiter bemerkt der Vorſitzende, daß in der
Anlage IV zum Voranſchlag (Nachtrag zu
Rubrik 28,e) Unterhaltung des
Klein=
pflaſt ers) in Ziffer 2 Seite 2 aus Verſehen die
Worte „und Erneuerung” ſtehen. Dieſe Worte ſeien zu
ſtreichen, da es ſich hier nur um Beſtimmungen für die
Unterhaltung des Kleinpflaſters handelt. Der
Provin=
zialtag billigt hierauf den Strich dieſer Worte.
Zu Rubrik 35: Beteiligung bei der „
Heſſi=
ſchen Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft”.
Abgeordneter Porth findet einen
Wider=
ſpruch zwiſchen den Satzungen und dem Vortrag im
Vor=
auſchlag. Nach den Satzungen ſtehe nicht feſt, daß die
Provinz für alle Zukunft durch die einprozentige
Betei=
ligung den Einfluß, den ſie bei der Gründung des Werkes
haben ſolle, behalte. Beſonders ſkeptiſch ſtehe er den
ein=
gebrachten Werten gegenüber.
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing betont,
daß die Prüfung des angegebenen Stammkapitals in erſter
Linie Sache des Regiſterrichters ſei. Im übrigen ſind die
zwei Millionen Anlagekapital von der Aufſichtsbehörde
feſtgelegt worden. Vor allem müſſe beachtet werden, daß
die Linien der Süddeutſchen Eiſenbahngeſellſchaft
außer=
ordentlich gut rentieren. Der Einfluß der Provinz ſei
durch ihre Beteiligung ausreichend gewahrt.
Der Vorſitzende vertritt denſelben Standpunkt
unter dem Hinweis darauf, daß auch kleinere Verbände
noch zu der Geſellſchaft unter gewiſſen
Bedingungen=
durch Erwerb von Aktien beitreten können; vorläufig
käme freilich nur der Kreis Dieburg in Frage. Mit der
verhältnismäßig kleinen Summe von 40000 Mark erwirbt
die Provinz ein nicht zu unterſchätzendes Recht. Sie
be=
komme einen Sitz im Aufſichtsrat und könne dadurch
leicht die Wünſche und Forderungen der beteiligten
Landgemeinden zur Sprache bringen.
Abgeordneter Porth möchte lediglich auch
für die Zukunft das Recht der Provinz geſichert wiſſen,
da doch bei der Elektrifizierung der Dampfſtraßenbahn
bedeutende Abſchreibungen erfolgen müßten.
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing betont
zunächſt die Vorteile der gemiſchten Verwaltung
der=
artiger Unternehmungen. Erſtaunt ſei er geweſen, als
er von dem Vorhaben der Stadt Offenbach gehört habe,
ihr Elektrizitätswerk zum Ueberlandwerk auszubauen.
Das habe auf ihn den Eindruck gemacht, als wolle ſich
die Stadt Offenbach mit ihrem Vorgehen eine beſondere
Poſition ſchaffen. Es muß doch aber berückſichtigt wer=
den, daß Darmſtadt nur aus allgemeinem Intereſſe
vor=
geht und nicht, um glänzende finanzielle Einnahmen zu
machen. Er warne Offenbach davor, derartige
ſchwer=
wiegende Pläne nur aus kommunalen Mitteln zu
be=
ſtreiten. Gerade hier gibt die Einbeziehung von
Privat=
kapital die Möglichkeit, uferloſe Pläne nicht aufkommen
zu laſſen. Das Beiſpiel Mannheims ſpricht auch dafür,
daß eine Privatgeſellſchaft ſehr wohl die
Allgemeininter=
eſſen mit vertreten kann. Er bitte, die Beteiligung der
Provinz im Intereſſe der Landgemeinden, deren
Wohl=
ergehen auch im Intereſſe Darmſtadts liegt, einſtimmig
anzunehmen.
Abgeordneter Gallus hält die Befürchtung
des Abgeordneten Porth für unbegründet. Die Provinz
werde mit ihrem 1 Prozent immer den Ausſchlag geben,
weil die Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft nur 49
Pro=
zent habe. Eine etwaige Erhöhung des Grundkapitals
ſei ohne jeglichen Einfluß auf dieſe Beteiligungsziffer.
Abgeordneter Porth iſt nach wie vor der
Anſicht, daß im Falle der Erhöhung des Aktienkapitals
der Einfluß nicht mehr da ſei. Deshalb müſſe darauf
geſehen werden, daß die Provinz den Einfluß behalte,
den ſie nach dem Erläuterungsheft zum Voranſchlag
haben ſoll.
Die Beteiligung der Provinz bei der Heſſiſchen
Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft wie im Voranſchlag und
ins=
beſondere in den Erläuterungen zu Rubrik 35, vorgeſehen,
wird einſtimmig genehmigt.
Zu Rubrik 40: B etriebskapital.
Abgeordneter Porth iſt für die Einſtellung
eines höheren Betriebskapitals und für die Beluſſung
der Beiträge der Kreiſe auf ſeitheriger Höhe. Dadurch
werde ermöglicht, daß die ganzen Kaſſevorräte dem
Aus=
gleichsfonds zugeführt werden könnten.
Der Vorſitzende hält die Wiedererhöhung der
Kreis=
beiträge, die im Voranſchlag um 20000 Mk. herabgeſetzt
ſind, nicht für notwendig, da vorausſichtlich an den
ſach=
lichen Ausgaben Erſparniſſe in Höhe von 30—50000
Mark gemacht werden namentlich dadurch, daß die
Koſten für Kleinpflaſteranlagen angeliehen würden,
die früher aus laufenden Mitteln beſtritten worden
wären. Außerdem ſei eine außerordentliche Tilgung von
52000 Mark vorgeſehen, die nicht zur Ausführung komme,
falls das Rechnungsjahr 1911 ein ungünſtiges
finanziel=
les Ergebnis liefere. In dem vorliegenden Voranſchlag
ſei zu Rubrik 38 der Erläuterungen ein diesbezüglicher
Vorbehalt gemacht.
Der Voranſchlag der Provinzialpflegeanſtalt wurde
hierauf von Direktor Dr. Textor vorgetragen. Es
ergaben ſich keine Einwendungen und es wurde derſelbe
einſtimmig gutgeheißen.
Hiernach wurde der Voranſchlag der
Provinzial=
pflegeanſtalt, ſowie der Voranſchlag der Provinzialkaſſe
mit Einſtellung des Zuſchuſſes zu der Pflegeanſtalt im
Betrage von 36615,96 Mk. im ganzen angenommen und
die Einnahme und Ausgabe
a) bei der Provinz auf . .
. . 864,631,18 Mk.,
b) bei der Provinzialpflegeanſtalt auf . 187129,88 Mk.
feſtgeſetzt.
An Stelle von Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, der
verhindert war der Sitzung bis zum Schluſſe
beizuwoh=
nen, wurde auf Vorſchlag des Vorſitzenden Abgeordneter
Dr. Frenay als Urkundsperſon gewählt, der dieſes Amt
nunmehr übernahm.
3. Neuwahl der bürgerlichen Mitglieder der Ober=Erſatz=
Kommiſſion für den II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade
auf drei Jahre von 1912 bis einſchließlich 1914.
Wegen Ablebens bezw. wegen abgelaufener
Dienſt=
zeit ſind ausgeſchieden: Bürgermeiſter Müller von
Roß=
dorf als Mitglied und Bürgermeiſter Lang von
Pfung=
ſtadt als Erſatzmann.
Auf gemachten Vorſchlag werden durch Zuruf
ge=
wählt:
Bürgermeiſter Lang=Pfungſtadt als Mitglied,
Kammerdirektor Baur=Lindenfels als Erſatzmann.
4. Neuwahl des Vorſtandes der Genoſſenſchaftskaſſe für
Kommunal=Forſtwarte für die Rechnungsjahre 1911 bis
1915 einſchließlich; hier Erſatzwahl für den verſtorbenen
Stellvertreter, Bürgermeiſter Müller=Roßdorf, für den
Reſt der Wahlperiode.
Auf gemachten Vorſchlag wird durch Zuruf gewählt:
Rentner W. Grünewald=Babenhauſen.
Damit war die Tagesordnung erledigt und der
Vor=
ſitzende ſchloß die Verſammlung.
Der Vorſitzendes
Fey.
Die Urkundsperſonen:
Dr. Gläſſing,
Müller,
Dr. Frenay.
Der Protokollführer:
Bernauer.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße Darmſtadt-Gräfenhauſen wird wegen Einwalzens der
Fahr=
bahn von km 5,7—7,7 von Donnerstag, den 2. Mai l. J. ab auf etwa 2 Wochen für
Fuhrwerke, Automobile, Motorräder und dergl. Fahrzeuge geſperrt.
Die Großh. Bürgermeiſtereien Schneppenhauſen, Gräfenhauſen und Wixhauſen
(9847fs
wollen Vorſtehendes in ortsüblicher Weiſe bekannt geben.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung
Philipp Frey, Metzger in Arheilgen, beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur III,
Nr. 637¾/10, gelegen zu Arheilgen, eine Schlächterei zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
im Amtsverkündigungsblatt an gerechnet, auf dem Büro der Großh. Bürgermeiſterei
Arheilgen zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
(9919
bei Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen vorzubringen.
Darmſtadt, den 22. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 29., und 30. April
von vormittags 8 Uhr bis zum Dunkelwerden, am 3., 6., 7., 9., 10., 13., 14. und
17. Mai 1912 von vormittags 7 Uhr bis zum Dunkelwerden, Schießen mit ſcharfer
Munition von Truppenteilen des 18. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel
abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel, in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
im Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20.
Sep=
tember 1909.)
Wenn das Schießen früher beendet iſt, werden die Gemeinden Meſſel und
Offenthal von Aufhebung der Abſperrung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(7489a
Fey.
Bekanntmachung.
Da die Maul= und Klauenſeuche in Arheilgen erloſchen iſt, ſämtliche
er=
krankt geweſenen Tiere ſeit länger als 3 Wochen abgeheilt und die vorgeſchriebenen
Desinfektionen aller verſeucht geweſenen Gehöfte vorgenommen worden ſind, werden
die mit unſerer Bekanntmachung vom 7. März ds. Js. (Amtsverkündigungsblatt
Nr. 28 vom 9. März ds. Js.) erlaſſenen Anordnungen hiermit aufgehoben.
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Die vorſtehende Bekanntmachung wollen Sie ſofort ortsüblich veröffent=
(9956
lichen laſſen
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 goldene Herrenuhr. 1 ſilb. Damenuhr mit
Gold=
rand. 1 Briefmappe mit Inhalt. 1 braunes Damen=Portemonnaie
mit Schülerkarte. 1 Stöpſelſchnur für Telephon. 1 mittelgroßer
Schlüſſel mit Meſſingſchild. 2 Hundemarken (154) und 1014). 1 gold.
Ring mit rotem Stein. 1 weißer Kinderſtrumpf mit woll. Schuhchen.
1 langer Riemen mit Wagentürdrücker, 2 mittelgroße Schlüſſel an
einem Ring. 1 Paar weiße Turnſchuhe mit grünem Sack. 2 Schlüſſel
und 1 Drücker an einem Ring. 1 ſilbernes Kettenarmbändchen mit
Anhänger. — Zugelaufen: 1 weißer Spitz. — Zugeflogen: 1
Brief=
taube mit Kl.=R. J. C.: R. 11. 08 B. 981.
(9955
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. Die Hunde können von den Eigentümern bei
dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(9954
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 28. April,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr eiends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Frühjahrsmeſſe 1912.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziff. 10 St. G. B., Art. 264 Pol.
St. G. und Art. 129b Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer
der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände gegenüber dem
Hallen=
ſchwimmbad ſtattfindenden Frühjahrsmeſſe folgendes angeordnet;
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und
Verkaufs=
buden zu reiten oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art,
namentlich auch mit Fahrrädern, zu fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen
(Lindenhof=, Mühl= und Landgraf=Georgs=Straße) darf nur
im Schritt gefahren oder geritten werden.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
(9900soi
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (8823
per ½ kg
Ochſenfleiſch
. 96 Pfg
Rindfleiſch
90
Kalbfleiſch
100
Hammelfleiſch
. 100
Bruſt
30
Schweinefleiſch
86
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Speck. geräuchert
. 110
per ½ kg
Dörrfleiſch
. 100 Pfg.
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken
130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
86
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 86
Leber= u. Blutwurſt . . 70
Aufhebung der Oktrei=Erheb=
und Wiegeſtelle an der
Eliſabethenſtraße.
Infolge Schließung des
Güter=
bahnhofs zunächſt der
Eliſabethen=
ſtraße am 28. ds. Mts. wird die
obige Oktroi=Erheb= und
Wiege=
ſtelle aufgehoben.
Von dieſem Tage ab iſt die
Ab=
gabe für oktroipflichtige
Gegen=
ſtände bei der nächſten Erheb= und
Wiegeſtelle Heidelbergerſtr. 17
(Ecke Eſchollbrückerſtraße) zu ent=
(10012so
richten.
Darmſtadt, den 26. April 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
Städt. Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5. (859a
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 15. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Jakob Mohr
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
350 1644 Hofreite
I
Neckarſtr.,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K30/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 1. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V8862
Gebr. Kinderliegewagen
und Soxlettapparat bill. abzug.
Wienersſtraße 44, 2. St. (10011soi
Eine
quterhaltene Konzertflöte
mit Piccolo u. Etui zu verkaufen
Niedeſelſtraße 74, pt.
(*10710
Vorauſchlag 1912.
Der durch die Stadtverordneten=Verſammlung feſtgeſtellte
ſtädtiſche Hauptvoranfchlag für 1912 (1. April 1912 bis dahin
1913) und die Voranſchläge der Nebenverwaltungen werden vom
26. April bis 2. Mai ds. Js. in den bekannten Dienſtſtunden
auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 39, offengelegt. Die Beteiligten
können innerhalb der Offenlegungsfriſt den Voranſchlag einſehen
und ſchriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen ſeinen Inhalt
orbringen.
In dem Voranſchlag iſt die Erhebung einer Umlage beſchloſſen,
zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.
(9776ds
Darmſtadt, den 22. April 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Betr.: Lohntarif der Glaſer.
In der Sitzung des Gewerbegerichts Darmſtadt als
Einigungs=
amt vom 23. April 1912 wurde der Schiedsſpruch dahin gefällt:
„Der § 2 des Tarifvertrags vom 26. Juni 1911 iſt dahin
auszulegen, daß der Stundenlohn für Gehilfen, der im
vorigen Jahr 55 Pfg. betrug, mit Wirkung vom 2. April
(9897
1912 ab auf 59 Pfg. zu erhöhen iſt.”
Beide Teile haben ſich dem Schiedsſpruch unterworfen.
Darmſtadt, den 25. April 1912.
Das Einigungsamt:
Mueller, Vorſitzender.
Darmſtädter, Gerichtsſchreiber.
Guſtav Thomä,
Vertrauensmänner der Arbeitgeber.
Philipp Geiſt,
Heinrich Delp, Vertrauensmänner der Arbeitnehmer.
Joſeph Hü’ſch.
auch die schwersten
Sprachleiden,
Atem-
beschwerden, nervös.
Unruhen
undAengst-
lichkeit,
Erkrankun-
gen der Stimmorgane
(7626a
Ortern
Dlr. F. Daum,
Wilhelminenstrasse 35, II., Ecke Hügelstrasse.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkraft zu erhalten. — Anerkennungen von Behörden,
Fro-
fessoren, Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.
Eisscehrank, mitl. Größ, gut
erhalt., iſt zu verkauf.
Eliſabethen=
ſtraße 22, II.
(*1031s
roße Phönix und Dracnine
(*10631
billig zu verkaufen.
Frankfurterſtraße 7, pt.
Seite 56.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 23. April: Dem Taglöhner Adam
Bauer, Große Kaplaneigaſſe 18, ein S. Johann Adam
Am 21.: dem Schloſſer Wilhelm Kiefer, Hohler Weg 11
eine T. Philippine Wilhelmine. Dem Maſchinenputzer
Karl Morweiſer, Blumenthalſtraße 109, eine T. Lina.
Dem Schuhmacher Wilhelm Schwarz, Mauerſtraße 17,
eine T. Elſa. Am 22.: ein unehelicher Sohn Karl.
Friedrich. Am 17.: dem Mechaniker Peter Joſeph
Kirſchner, Soderſtraße 34, ein S. Kurt Karl. Am 21.:
dem Spengler und Inſtallateur Ludwig Franz Karl
Wegerich, Fuhrmannſtraße 16, eine T. Eliſabeth. Am
19.: dem Spengler und Inſtallateurmeiſter Johann
Gott=
fried Balthaſar Beck, Karlſtraße 39, eine T. Alice
Marie. Dem Schloſſer Johannes Stähr,
Helfmann=
ſtraße 32, ein S. Wilhelm Alois. Am 17.: dem
Eiſen=
bahnſchloſſer Chriſtian Friedrich Gottlieb Dorbritz,
ge=
nannt Schmidt, Rößlerſtraße 81 eine T. Am 23.: dem
Tapezier Karl Ernſt Engel, Hinkelsgaſſe 18, ein S.
Friedrich Emil. Am 18.: dem Schloſſer Karl Andreas
Heilig, Schloßgaſſe 12, ein S Jakob. Am 24.; dem
Handlungsgehilfen Joſeph e Marr, Obere
Liebfrauen=
ſtraße 34, ein S. Peter Walter. Am 25.: dem
Zement=
arbeiter David.Burlon, Pankratiusſtraße 47, ein S.
Udarigo. Am 22.: dem Finanzaſpiranten Hermann
Friedrich Karl Noll, Gutenbergſtraße 17, ein S. Eduard
Friedrich. Dem Diplom=Ingenieur Architekt Guſtav Karl
Theodor Schmoll, genannt Eiſenwerth,
Frankfurter=
ſtraße 27, ein S. Peter Michgel. Am 25.: dem Färber
Georg Peter Pfeifer, Arheilgerſtraße 83, eine T.
Frieda. Am 20.: dem Schloſſer Jakob Wagner
Fuhr=
mannſtraße 14, eine T. Juliane Eliſe. Am 23.: dem
Hausburſchen Hermann Merz, Erbacherſtraße 16, eine
T. Maria Franziska. Am 22.: dem Maſchiniſten
Fran=
ziskus Leonhard Reul, Waldſtraße 39, ein S. Alois
Maria Joſeph. Dem Chauffeur Emil Wörner,
Holz=
ſtraße 12, eine T. Anng.
Aufgebotene. Am 22. April: Taglöhner Wilh.
Wen=
del Koch, Helfmannſtraße 56, mit Laufmädchen Emma
6 Zörgiebel, Langegaſſe 27. Am 23.: Buchhalter Peter
* Dörſam mit Eleonore Hager beide in Bensheim.
Kaufmann Alfred Rudolf Erich Salhoff, hier, mit
Ka=
roline Anna Ziegler, Friedberg. Kreisaſſiſtent Emil
Utſch, Siegburg mit Gertrud Starcke, Kiesſtraße 22.
Milchhändler Karl Hellermann mit Katharina Hirz,
beide Wienersſtraße 48. Architekt Heinrich Karl Rau,
Waldſtraße 5. mit Eliſabethe Kreuſcher, Neu=Iſenburg.
Bierbrauer Johann Leibl mit Maria Aſam, beide
Liebfrauenſtraße 92. Vizewachtmeiſter im Leib=Drag.=
Regt. Nr. 24 Johannes Rauſch, Holzhofallee 25, mit
Schneiderin Karolina Klöter, Worms. Am 24.:
Fabrik=
arbeiter Ludwig Spengler Weinheim, mit
Schnei=
derin Johanna Egly, hier. Schmied Wilhelm Meub,
Frankfurt a. M. mit Eliſe Margarete Rock, Langen=
Brombach Br. S. Lageriſt Georg Luckhaupt VI. mit
Dienſtmädchen Eliſabetha Möver, beide in Nieder=
Ramſtadt. Oberfahnenſchmied Sergeant Heinrich
Thierolf, hier, mit Marie Pracht, Höchſt i. O.
Mau=
rer Joſeph Köbel, Klein=Zimmern, mit Dienſtmagd
Emma Margarethe Hock, Dorndiel. Am 25.: Poſtbote
Philip. Hillgäriner, mit Dienſtbote Emilie Auguſte
Diels, beide Luiſenſtraße 34.
Geſtorbene. Am 23. April: Gärtner Wilhelm
Hor=
lacher, 30 J., ev., Kleine Bachgaſſe 1. Am 22.: Ernſt
Blechſchmitt, S. des Hausburſchen, 7 Mte., kath.,
Schul=
zengaſſe 3. Fuhrmann Johann Friedrich Gütlich,
59 J., ev., Arheilgerſtraße 19. Am 23.: Apollonia
Gehbauer, geb. Ganßmann, Ehefrau des
Schreiner=
meiſters, 63 J., kath., Beſſungerſtraße 70. Marie
Weickert, T. des Fabrikarbeiters, 3 J., ev.,
Biebes=
heim. Am 24.: Berthold Sulzbach. S. des Gärtners,
1 J., ev., Brandgaſſe 14. Georg Hellermann, S. des
Lokomotivheizers, 7 Mte ev., Wienersſtraße 48.
Eliſa=
beth Guntrum, T. des Forſtmeiſters, 13 J., ev.,
Heppen=
heim an der Bergſtraße. Eliſabeth Rabe, geb. Jahn,
Ehefrau des Fabrikarbeiters, 25 J., kath., Arheilgen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. April: dem Fabrikant Dr. Otto
Karl Röhm, Heerdweg 61, ein S. Otto Guſtav Herm.
Afred. Am 11.; dem Pianofortefabrikanten Karl
Lud=
wig Arnold, Gutenbergſtraße 38, ein S. Walter Heinr.
Auguſt. Am 15.: dem Fuhrunternehmer Wilhelm o Huhn,
Ludwigshöhſtraße 28, eine T. Eliſabethe Marie. Am 9.:
dem Kaufmann Miguel Frau, Kirchſtraße 17, ein S.
Bartholomäus. Am 11.; ein unehel. Sohn Ernſt Ludwig.
Am 15.: dem Kaufmann Johann Ludwig Karl Krebs,
Roßdörfer Straße 67, ein S. Karl Heinrich. Am 10.: dem
Bäcker Johann Heinz, Schießhausſtraße 29, eine T.
Marie Magdalene. Am 11.: dem Schneider Jak. „ Arras,
Sandbergſtraße 37, eine T. Erna Eliſe. Am 17.; dem
Lackierer Chriſtian Dietz, Weinbergſtraße 5, eine T.
Margarete. Am 16.: dem Magazinier Johann Theodor
e Moock, Donnersbergring 32, ein S. Julius Theodor.
Dem Taglöhner Joſeph Sanderbeck, Ludwigshöhſtraße
Nr. 10, eine T. Eliſe. Am 17.: dem Sergeant bei dem
Bezirkskommando II Darmſtadt Emil Heinrich
Erd=
mann, Tannenſtr. 35, eine T. Eliſabeth Erneſtine Marie.
Am 18.; dem Sergeant im Trainbataillon Nr. 18 Chriſt,
Friedrich Lerch, Forſtmeiſterſtraße 5, eine T. Anna
Maria. Am 12.: dem Beamten der Rentenanſtalt Phil.
Jakob Georg Schuchmann, Moosbergſtraße 97, eine T.
Am 19.; dem Tapezier Heinrich o Becker, Neue
Nieder=
ſtraße 13, eine T. Eliſabeth. Am 17.: dem Metzger Joſeph
Jaud, Beſſunger Straße 115, ein S. Joſeph. Am 20.;
dem Taglöhner Ernſt Chriſtian Gottlieb Arnolv,
Forſt=
meiſterſtraße 11, eine T. Eliſabeth. Am 21.: dem Großh.
Oberlehrer Profeſſor Heinrich Ludwia Ploch,
Lands=
kronſtraße 61, eine T. Irmgard Erika Franziska. Am 19.;
ein unehel. Sohn.
Aufgebotene. Am 15. April: Kolonialwarenhändler
Johann Baptiſt Eyßen, Heidelberger Straße 96, und
Klara o Eyßen, dafelbſt. Am 16.: Weißbinder Philip
2 Emig, Beſſunger Straße 83, und Johanna Karoline
Pauline Pfeifer, Weinbergſtraße 14. Am 17.: Heizer
bei der Staatsbahn Adam Baus, Eliſabethenſtraße 25,
und Chriſtine Friedrike Korell, Tannenſtraße 1½. Am
19.: Schloſſer Jakob Sanderbeck, Ludwigshöhſtraße 10,
und Luiſe Kathar. Widerſchein, Weinbergſtraße 16.
Ehsſchließungen. Am 13. April: Schloſſer Hermann
Richard Schulz, Beſſunger Straße 94, und Eliſabethe
Dorothea Margar. Aßmuth, Wingertsgäßchen 8. Am
13.: Bahnmeiſterdiätar Nikolaus Geißler, Ahaſtr. 10,
und Anna Margaretha Ockenfels zu Cochem. Am 16.:
Oberkehrer Dr. phil. Ernſt Nobert Alerander o
Heine=
mann zu Wilhelmshaven und Margaretha Henriette
Martha Knörzer, Roßdörfer Straße 70. Am 17.; prakt.
Arzt Dr. Heinrich Breidenbach zu Waldrach und
Frie=
derike Johanna Eliſabethe Ethaler, Inſelſtraße 34.
Am 18.: Diplom=Ingenieur Hans Wallot,
Hoffmann=
ſtraße 45, und Ottilie Anna Kraußer ebendaſelbſt. Am
20.: Schloſſer Wilhelm Wagner. Beſſunger Straße 48,
und Marie Katharina „ Emig, Wittmannſtraße 9. Am
22.: Handelsmann und Muſikant Chriſtian Eckſtein,
Sandbergſtraße 40, und Paulina Steinberger,
eben=
daſelbſt.
Geſtorbene. Am 16. April: Kunſtmaler Jak. Wick;
77 Jahre, ev., Heidelberger Straße 120. Am 18.: Bäcker
Joſeph Franz Kappler, 35 Jahre, kathol.,
Sandberg=
ſtraße 32. Am 9.: Hausdiener Peter Roth, Neue
Irene=
ſtraße 57. 21 Jahre, ev., ledig. Am 25.: Bureaudiener
i. P. Ludwig o Volz, 74 Jahre, ev., Wittmannſtr. 30.
uelle
Offenbacher Kaiser Friedrich
ist bei Katarrhen der Luft- u. Verdauf
ungsorgane, sowie bei Anfällen von
Gicht, Rheumatismus, Blasen- und
Nierenlelden vorzugsw. zu empfehlen
San.-Rat Dr. S. schreibt: -Lässt man Kaiser Friedrich Quelle längere Zeit und reichlich trinken, so wird der sichere Erfolg ohne schädl. Nebenwirkung nicht ausbleibens.
Med-. Rat Prof. Dr. O. schreibt, dass unter dem Gebrauch des Offenbacher Wassers gichtisch-rheumatische Störungen verschwunden sind.
San.-Rat Dr. Sch. nennt Kriser Friedrich Quelle ein fast souveränes Mittel gegen Gicht und Nierensteine.
Med.-Rat Dr. K. sagt. das Wasser bekommt dem Magen vorzüglich. Hat es ja unter allen gegen Gicht gebrauchten Wässern den geringsten Kalkgehalt. 0,01605 gegen
0,6253 von Fachingen ete. Die Gefahr der Kalkablagerungen in den Gefässwandungen ist bei diesem Wasser sicher nicht vorhanden.
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Meinen werten Freunden und Bekannten zur gefl. Kenntnis,
daß ich ab Montag, den 29. ds. Mts., das bisher von
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übernhme und bitte, das demſelben entgegengebrachte Vertrauen
auch auf mich übertragen zu wollen.
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fhre Kinder frähzeltigst zu einer
rationellen Piege der Hare. in der
Hebung der natürlichen Funktionen
des Hiares durch regelimässige
Waschungen mittels
„Shampoon mit der
schwarzen Kopf‟
besitzen wir das geeignetsie Attel,
die Zersetzungsprodukte der Ko, maut, den Staub und die ev.
Krankheits-
ereger des Hares zu beseitigen und dadurch eine kräli. und Regenerierung des Haares zu ermöglichen. Das
millionenfach bewährte Haarpflegemittel „Shampoon mit
dem schwarzen Kopf: macht das Hiaar Seiupenkrei,
glänzend und gibt auen dürtigem Haar volles-Ausschen.
2. Man verlange beim Einkauf ausdrücklich., Shampoen
mit dem schwarzen Kopf‟ mit der nebenstehenden
Schuiemarke und lehne Nachahmungen des Original-
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kates katenorischab. (Pak 20 Pf. 7 Pake. M. 1.20). auchmit Eiz:
Teer- oder Kamillen-Zusatzr (Pal. 25 Pf. 7 pat. u ſcg;
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.H., Berlis N 37.
Nummer 99
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 27. April 1912.
Seite IV.
Rirchtiche Anzeigen
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Jubilate, den 28. April 1912
Hoftirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. — Mittwoch, den 1. Mai, abends um 6 Uhr:
Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Velte. —
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
— Abends um 6 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
28. April, vorm. um 3½ Uhr: Ehriſtenlehre für den
Kaplaneibezirk. Pfarrer Beringer. — Vorm. um
9 Uhr: Chriſtenlehre für den Schloß bezirk. Pfarrer
D. Dr. Diehl. — Vorm. um 11 Uhr: Chriſtenlehre für
den Südoſtbezirk. Pfarrer Kleberger.
Im Feierabend (Stiftſtr. 51): Sonntag, den
28. April, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk. Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Salzſieder. — Vormittags um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus,
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vorm.
um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nordbezirk im
Ge=
meindehaus. Pfarrer Kraus.
Martiuskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
— Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für, den
Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz. — Nachm. um 2 Uhr:
Ebriſtenlehre für den Nord bezirk in der Kirche, für den
Oſt bezirk im Martinsſtift, für den Weſt bezirk im
Ge=
meindehaus. — Um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift.
Pfarrer Veller.
Abends um ¾8 Uhr veranſtaltet die
Jugendvereini=
gung im Gemeindehaus, Mollerſtraße 23, ihren
Konfir=
manden=Abend.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Stein. — Vorm. um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Flöel.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfart=
aſſiſtent Herpel. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 28. April,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Um 4 Uhr im
Vorder=
haus: Jugendbund für E. C. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. — Montag, den 29. April, abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den 30. April,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und
Blau=
kreuzſtunde. — Mittwoch, den 1. Mai, nachmittags von
2—3 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben. Von 3—4 Uhr:
Hoffnungsbund für Mädchen. — Abends um 8½ Uhr:
Uebung des gemiſchten Chors. — Donnerstag, den 2. Mai,
abends 8½ Uhr: Bibetſtunde. — Freitag, den 3. Mai,
abends um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung. — Abends
um 8½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für Männer und
Jüng=
linge. — Filiale der Stadtmiſſion (
Beſſunger=
ſtraße 88, Hinterbau): Sonntag, den 28. April, vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Freitag, den 3. Mai,
abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gländig gelanſter Ehriſten (Paptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 28. April, vorm. um 9½ Uhr:
Bibelſtunde für nach Wahrheit Suchende. — Vorm. um
10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags um 4 Uhr:
Predigt. — Abends um 6 Uhr: Jugendverſammlung.
Jedermann herzlich willkommen.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 28. April, nachmittags um ¾ 3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Schubert aus Frankfurt a. M. — Freitag, den 3. Mai,
abends um ½ 9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde.
Jeder=
mann herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 27 April,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
etn e er er e eitmne
Vorm. von ½ 6 Uhr an= Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erite bl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdieſt
mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. —
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachmittags
um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen
der Gemeinde. — Abends um 6 Uhr: Herz=Mariä=
Bruder=
ſchaftsandacht mit Predigt. — An allen Werktagen, vorm.
um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. — Von
Mitt=
woch bis Samstag, abends um 8 Uhr: Maiandacht.—
Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Freitag, vorm. um ½9 Uhr: Segenamt zu
Ehren des Herzens Jeſu.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. — Um 4 Uhr: Vortrag für die
Jugend=
abteilung der Jungfrauen=Kongregation. — Um ½5 Uhr:
Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Jräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 27. April,
nach=
mittags um ½ 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 28. April 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Andacht: darauf Sodalität.
— Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Beichtgelegenheit. —
Freitag, nachm. 5½ Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
27. April, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
3. Sonntag nach Oſtern, den 28. April 1912
Feſt des hl. Joſeph
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ¾7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½ 5 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Armenſeelenandacht.
— Bibliothei (Herdweg 28): Dienstag, nachm. von 6 bis
7 Uhr. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Maiandacht. —
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl.
Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 27. April, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
3. Sonntag nach Oſtern, den 28. April 1912.
Vorm. um 6 Uhr= Beichtgelegenheit. — Um ½7 Uhr;
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachmittags um ½ 2 Uhr:
Chriſten=
lehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags, vorm. um
¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 3. Sonntaa nach Oſtern, den
28. April. vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit. —
Um ½ 8 Uhr: Hochamt mit Predigt.
The Church of England Service
3th Sundav after Easter, 28th April 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. de Ste. Croix, British Chaplain from
Heidel-
berg, will officiate.
Grtaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. April: Dem
Lokomotiv=
heizer Johannes Hönig T. Anna Margarete, geb. 2. Apr.
Dem Tapezier Paul Kaiſer S. Rudolf, geb. 25. März.
17. April: Dem Packer Jakob. Egly S. Hans, geb.
20. Dez. 21. April: Dem Küfer Johann Friedrich Poth
S Georg Friedrich, geb. 10. März. Dem Metzger Adam
Poth T. Anna Marie, geb. 28. Febr. Dem Taglöhner
Georg Kraft T. Emma, geb. 13. Sept. Dem Schneider
Jakob Schmitt T. Käthe, geb. 5. März. Dem Schloſſer
Karl Wilhelm Schwarz S. Jakob, geb. 24. März. Dem
Bankbeamten Wilhelm Friedrich Häußermann S. Eduard
Georg, geb. 3. April. 24. April: Dem Zimmermeiſter
Philipp Spieß S. Adolf, geb. 3. März. 25. April: Dem
Elektromonteur Joſeph Petry T. Erna Eliſe, geboren
23. März.
Johannesgemeinde: 21. April: Dem Maurer
Karl Fuchs S. Georg Wilhelm, geb. 5. April. Dem
Fabrikarbeiter Gottfried Huther S. Emil Kurt, geb.
4. April.
Martinsgemeinde: 19. April Dem Rechaniter
Willy Liſemer T. Anna, geb. 10. Febr. 21. April: Dem
Regiſtrator Heinrich Lipp S. Auguſt, geb. 23. März.
Dem Hilfsheizer Adam Johann Ludwig Morchel T.
Eliſabeth Margarete, geb. 27. März.
Petrusgemeinde: 11. April: Dem
Eiſenbahn=
ſchaffner Guſtav Neumann S. Philipp, geb. 9. Januar.
12. April: Dem Taglöhner Wilhelm Hofmann S. Willi.
geb. 30. März. 21. April: Dem Oktroiaufſeher Johannes
Adam Foshag T. Eliſabethe geb. 24. März. Dem
Hausdiener Friedrich Spaar T. Maria Magdalena, geb.
26. Febr. Dem Schloſſer Adam Dingeldein T. Gertrude
Katharine, geb. 29. Febr.
Paulusgemeinde: 8. April: Dem Maler und
Lackierer Carl Wilhelm Dotzert T. Anna Emilie geb.
14. März. 14. April: Dem Taglöhner Philipp Weicker
T. Margarete Marie. geb. 11. März. Dem Gaſtwirt
Heinrich Wilhelm Funk S. Karl, geb. 20. März. 21.
März: Dem Diplom=Ingenieur Louis Auguſt Friedrich
Runte S. Friedrich Auguſt Werner, geb. 5. Dez. Dem
Inſtallateur Guſtav Emil Pettaſch T. Emma Juliane,
geb. 21. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. April: Diplom=Ingenieur
Friedrich Withelm Strack in Dellwig=Borbeck und Anna
Margareta Hotz dahier. 6. April: Schuhmachermeiſter
Ludwig Stein dahier und Maria Magdalena Zamponi.
20. April: Schriftſetzer Johannes Weimar in Heppenheim
und Barbara Conrath dahier. Poſtbote Adam Stamm
und Chriſtina Hubach dahier. Inſtallateurmeiſter Georg
Brunner dahier und Helene Luiſe Emilie Weres=
Gerichtsaſſeſſor Berthold Küchler und Hedwig
Diefen=
bach. 21. April: Chauffeur Franz Felber von Auerbach
und Suſanne Grimm. Kaufmann Karl Stier und
Ka=
tharine Marie Henriette Leußler. 20. April:
Bankbe=
amter Johann Heinrich Henkel und Marie Reh.
Johannesgemeinde: 20. April: Diplom=
In=
genieur Heinrich Schreiner in Offenbach und Joſefine
Eckert von hier. Schreiner Leo Niebling von hier und
Sofie Wiegand von Eronberg. Dreher Wilhelm Müller
und Katharine Meckes von hier Tapeziermeiſter Philipp
Hoth in Mainz und Karoline Frank von hier.
Lokomo=
tivführer Georg Marquard und Mathilde Becher von
hier.
Paulusgemeinde: 18. April: Diplom=Ingenieur
Hans Wallot und Ottilie Anna Kraußer.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 20. April: Anna Dieter. geb.
Vogel, Witwe des Kaufmanns, 66 J., ſtarb 17. April.
24. April: Rechtsanwalt Dr. jur. Adolf Lochmann, 79 J.,
ſtarb 21. April. 12. April: Emmy Römheld, 25 J., ſtarb
5. April zu Nervi. 15. April: Anna Dietrich, 3 J., ſtarb
12. April. 25. April: Gärtner Wilhelm Horlacher, 30 J.,
ſtarb 22. April. 20. April. Barbara Neumeyer, geb=
Schneider, Witwe des Hofſpenglers und Inſtallateurs,
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19. April.
Johannesgemeinde: 20. April:
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aſſiſtent Heinrich Fuhr, 55 J., ſtarb 18. April.
Marga=
rethe Schweitzer, geb. Liſt, Witwe des Handarbeiters,
74 J., ſtarb 17. April. 24. April: Privatin Sophie
Uebelshäußer, ledig, 77 J., ſtarb 21. April.
Martinsgemeinde: 20. April: Marie Röth,
geb. Wüſt, Witwe des Bau= und Möbelſchreiners, 72 J.
ſtarb 17. April. Anna Katharine Roth, geb. Lang,
Ehe=
frau des Schneidermeiſters, 43 J., ſtarb 17. April.
Luiſe Günther, geb. Storck, Ehefrau des Schreiners, 23 J.,
ſtarb 17. April. 21. April: Pfründner Johann Adam
Strömsdörfer, 81 J., ſtarb 19. April. 22. April: Marie
Ackermann, T. des Monteurs, 19 J., ſtarb 19. April.
Erwin Waldemar Kurt Winter, 3 Mon., ſtarb 20. April.
24. April: Zimmermann Jakob Appelmann, 45 J., ſtarb
21. April. 25. April: Fuhrmann Friedrich Johann
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lich, 59 J., ſtarb 23. April.
Petru’sgemeinde: 12. April: Gärtner Johann
Philipp Grünewald, 61 J., ſtarb 10. April. 18. April:
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Der Hof des Hchweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
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Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Müde ſuchten alle bald ihre Schlafſtätten.
Obwohl es in Island nichts Ungewöhnliches iſt, in
der Kirche zu übernachten — in alter Zeit tanzte man
ſogar in der Kirche — ſo legte es ſich doch über alle wie
ein Bann, als ſie ſo unter dem hohen Dach der
geheilig=
ten Stätte lagen.
Durch die Fenſter brach die helle Nacht des Nordens
und der Schlaf wollte nicht kommen.
Alles, was an Myſtik und Aberglauben auf dem
weltfernen Inſellande üppig wucherte, hier in dem
heili=
gen Haus nahm es für die erregten Sinne unheimliche
Geſtalt an und jeder empfand mit geheimem Schauer,
daß es mehr gab zwiſchen Himmel und Erde als ſie
er=
gründen konnten.
Faſt alle hatten ihre Decken bis hoch über die Augen
gezogen, das heimliche Grauen zu meiſtern, das ſelbſt
dem Mutigſten ins Herz ſchlich.
Kein Lachen und Flüſtern, auch keine
Geſpenſterge=
ſchichten, die der Isländer ſo ſehr liebt, überall nur ein
beklommenes, dumpfes Schweigen.
Und die Stunden rannen, und die Augen wurden
nun doch dem einen und dem anderen ſchwer und fielen zu.
Nur Hallgerdr konnte nicht ſchlafen. Sie hatte nicht,
Die die andern, die Decke über den Kopf gezogen — die
Schloſtiten der Mämner iagen aunf der anden Seit
des Altars — ſondern ſtarrte mit offenen Augen in die
Kirche.
Der Mond, der mit bleichem Licht jetzt durch die hohen
Kirchenfenſter lugte, ſpielte mit wieichen Strahlen um
das große, goldene Kreuz vor dem Altarbilde, über
wel=
ches geſpenſtiſche Schatten huſchten.
Hallgerdr drehte ſich ſeufzend auf die andere Seite.
Sie mochte die Schatten nicht ſehen. Sie dachte an die
Spinnſtube auf dem Widarhof und all die ſeltenen Mären,
die Knechte und Mägde im Winter bei den
Schneeſtür=
men erzählen.
Da war die Geſchichte von dem Mägdelein, das in
der Kirche von Skalholt tanzte. Sie tanzte über all die
Falltüren, die den ganzen Boden der Kirche bedeckten.
Unter jeder Falltür ein Grab — ein Biſchofsgrab. Sie
lachte und tanzte immerzu mit roten Schuhen, ſo viel
die anderen auch mahnten. Und ſie führte übermütig
den Kelch, den heiligen Kelch an die Lippen und trank
den Gefährten zu. Da taten ſich all die alten Gräber
plötzlich auf und aus ihren Grüften ſtiegen ſie empor, die
alten, toten Biſchöfe mit ihren Knochengliedern. Ein
Dröhnen war in der Luft, die Erde erbebte und das
Mägdlein tanzte noch immer zwiſchen den
Knochenmän=
nern in ihren goldgeſtickten Mänteln und den hohen
Biſchofsmützen, aber ſie war vor Schreck, Grauen und
Entſetzen wahnſinnig geworden.
Nach ihr hat in Island niemand in einer Kirche
ge=
tanzt,
belgerdr ichtet i0 ih von ihren deiſege mhit
und ſah erſchreckt um ſich. War es nicht, als ob ſich auch
hier die Steinplatten am Boden bewegien? Streckten
ſich nicht aus den Grüften dürre Totenhände nach ihr aus?
Hatte denn auch ſie Böſes getan wie die Maid in
altersgrauer Vorzeit?
Hallgerdr ſprang erſchreckt auf. Wirr ſah ſie um ſich
Ueberall ſah ſie ſich von dunklen Schatten umdrängt.
Ein ſcheuer Blick ſtreifte die Schläfer. Keiner rührte
ſich. Leiſa, mit unhörbaren Schritten glitt das
Mäd=
chen dem Ausgange der Kirche zu.
Nun ſtand ſie auf dem kleinen Friedhof.
Mondlicht floß über die Gräber, über die morſchen,
halbverwitterten, windſchiefen Kreuze.
Hallgerdr ſteht faſt geblendet vor der ſilbernen Pracht,
die weithin über den kleinen Friedhof gleißt.
Aus blauen Nebeln mit Silberſchleiern grüßen in
der Ferne Zinnen und Gletſcher, die ſtolze Hekla allen
voran, ihr Reiſeziel.
Und dazu dieſe traumhafte, märchenſüße Stille
rings=
um, kein Hauch, kein Laut. Nur in der Pfarrſtube brennt
ein Licht, das leuchtet traulich hinaus in die ſtille
Mon=
dennacht.
Hallgerdr ſchreitet weiter durch die ſilbrige Lichtflut
Sie ſtreicht faſt zärtlich mit der Hand über die
verwitter=
ten Kreuze.
Wie habt ihr es gut, fliegt es durch ihre Seele.
Und da drüben im Pfarrhofe ringen und beten ſie
jetzt vielleicht um das Leben ihres Kindes.
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
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Tod und Tod Leben?
Hallgerdr bebte fröſtelnd zuſammen. Ihr lichtgelbes,
frei herabwallendes Haar umſpann ſie im Mondlicht wie
ein ſilberner Mantel und auf ihrem Antlitz lag ein faſt
heiliger Glanz.
Plötzlich ſtockte ihr Herzſchlag. Woher kam der lange
Schatten in dem weißen Licht?
Unwillkürlich haſtete Hallgerdr vorwärts, aber immer
näher kam ihr das dunkle Geſpenſt.
Wie gejagt floh das Mädchen vorwärts.
Jetzt, jetzt war es ganz nahe.
Hallgerdr ſchrie leiſe auf, da hatte ſie aber ſchon eine
grobe Hand gefaßt und Bjarnis Stimme klang ziſchend
an ihr Ohr:
Iſt das eine Art, hier des Nachts mutterſeelenallein
auf dem Kirchhof herumzulaufen? Augenblicklich gehſt
du zurück in die Kirche.
Hallgerdr hatte, ſobald ſie Bjarni erkannt, ihre ganze
Sicherheit wieder gefunden.
Abweiſend richtete ſie ſich auf und ihre Stimme klang
herriſch, als ſie entgenete:
Kümmere dich um dich ſelber. Augenblicklich läßt du
mich los.
In den Augen des Knechtes loderte es wie Flammen.
Warte, drohte er, dich will ich lehren. Ja, das könnte
dir wohl ſo paſſen, hier in der ſtillen Nacht heimlich mit
deinem Liebſten herumzukoſen, während die anderen
ſchla=
fen? Sofort folgſt du mir zurück und wehe dir, wenn ich
dich wieder hier draußen treffe.
Hallgerdrs Herz erbebte vor Furcht, aber ihre
Hal=
tung war ſtolz und kühl, als ſie ſpottete:
Du haſt getrunken, Bjarni. Der Wein hat dir den
Verſtand umnebelt. Geh ſchlafen, daß du wieder zu
Sinnen kommſt.
Laß den Hohn, ſchrie er ſie an. Gehorchen ſollſt du!
Das wäre das letzte, daß ich mich von einem Weibe
kom=
mandieren ließe.
Du vergißt, wer du biſt, Bjarni, gab Hallgerdr ruhig
zurück. Wenn du heim kommſt, ſoll dir der Vater die
Wege weiſen.
Der Vater? Der hat mir unbeſchränkte Gewalt über
dich gegeben. Dein Sträuben, mein Täubchen, nützt dir
nichts, wenn ich dich halte.
Das wird ſich zeigen, lachte das Mädchen
verächt=
lich auf. Augenblicklich gibſt du jetzt den Weg frei, oder
ich zeige dir, daß deine Herrin zu dir redet.
So, meinſt du? wütete Bjarni, denkſt du, ich weiß es
nicht, daß du nach dem vornehmen Kapitän ausſchauſt,
der dir den hübſchen Kopf verdreht und nachher über dich
lacht? Art gehört zu Art und deine Art iſt von der
mei=
nen. Ravnas Tochter gehört mir und kein Fremder ſoll
ſie mir nehmen.
Niemals! ſagte das Mädchen ſtolz mit herriſchen Au=
gen. Ich ſagte dir ſchon einmal, lieber den Tod als dich,
denn du biſt mir zuwider, in tiefſter Seele zuwider.
Hoho, mein Püppchen, pfeifſt du in der Tonart, dann
kann ich dazu tanzen, dann will ich dir zeigen, daß dein
Wehren umſonſt iſt, daß Bjarni Petrurſſon ſich mit
Ge=
walt nimmt, was du ihm verweigerſt.
Und ehe Hallgerdr ſich beſinnen konnte, hatte er ſie
in wilder Gier an ſeine Bruſt geriſſen und ſeine Lippen
ſuchten ihren Mund.
Hallgerdr wehrte ſich in wilder Verzweiflung.
Ein Hilferuf entrang ſich angſtzitternd ihrer Bruſt
und dann noch einmal.
Schon fühlte ſie ihre Kraft erlahmen, ſchon war
Bjar=
nis heißer Atem ihrem Munde ganz nahe, da fühlte ſie
ſich plötzlich aus Bjarnis Armen geriſſen und ſie ſah, wie
der Knecht, von einer mächtigen Fauſt getroffen,
zurück=
taumelte. Ingwald Anderſen ſtand, den erhobenen
Re=
volver in der Rechten, ihr zur Seite, während ſein freier
Arm ſie feſt umſchlang.
Bjarni wollte ſich mit einem wilden Schrei auf ihn
ſtürzen.
Zurück, donnerte Ingwald dem Knecht zu. Nicht
einen Schritt weiter, oder ich ſchieße!
Bjarni wich ſcheu, die Augen in verzweifelter Gier
auf Hallgerdr gerichtet, einen Schritt zurück.
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über:
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den lieben Abgeſchiedenen, Segen mit dem guten
Schutzgeiſt, der jedem Menſchen beigegeben iſt. Iſt
es Sünde mit Geiſtern zu verkehren? Sicherheit
Geiſter zu unterſcheiden, ob ſie gut oder böſe ſind.”
Eintritt: I. Platz 50 Pfg, II. Platz 30 Pfg.
Turngemeinde Darmſtadt.
Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog.
Hente Samstag, 27. April 1912,
abends pünktlich 9 Uhr,
Wochen-versammiung
Vortrag des Herrn Redakteur Theuerkauf
über:
„Jung=Deutſchland und die Deutſche Turnerſchaft.”
Wir bitten unſere Mitglieder um recht zahlreiches Erſcheinen.
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Die Redewarte.
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Unſere Mitglieder werden hiermit zum Beſuch der
Hauptversammlung
auf Dienstag, 30. April d. J., abends 9½ Uhr,
im „P ER K E0% eingeladen.
Die Rechnung liegt bei dem Rechner 8 Tage lang offen.
Tagesordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Jahresbericht des
Vor=
ſitzenden. 3. Neuwahl des Vorſtandes.
(9844fs
Der Vorstand.
Verein zum Felsrabend.
Die Generalversammlung des Vereins findet Mittwoch,
den 1. Mai ds. Js., nachmittags 6 Uhr, im Vereinslokal, Stift=
(9942
ſtraße 47, ſtatt.
Tagesordnung: Rechnungsablage,
Neuwahl des Vorſtandes,
Sonſtiges.
Der Vorstand.
Chauffeur-
Verein
Darmstadt
Gegr. 1910.
Zu unserem Samstag, den 4. Mai, abends 8 Uhr,
im Saale des Schützenhof stattfindenden
II. Stiftungsfest
mit Konzert, humoristischen, theatralischen Vorträgen
und nachfolgendem
Festball
ladet die Mitglieder nebst Angehörigen, sowie Freunde und
Der Vorstand.
Gönner des Vereins höflichst ein
Eintrittskarten 50 Pfg., mit Tanz 1 Mk. sind in den
Zigarrengeschäften von Herrn Ludwig Meyer, Ecke
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Schützenhof zu haben. Eingeführte Damen frei. (9894sf
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten.
Die Nationalflugſpende. — Ein hallender Ruf. —
Gegen=
wart und Zukunft. — Ein Manifeſt. — Worte und Worte.
— Der Streit um das neue Opernhaus. — Vom
Hagen=
beckſchen Tierpark. — Ein ſtädtiſches Darlehen. —
Opp=
ſition. — Der Ethnologiſche Garten. — Aus dem
Theater=
leben.
„Deutſche vordie Front!” — wiederum erklingt
der in gefahrvoller Zeit auf fernem aſiatiſchen Boden aus
fremdem Munde gefallene Ausruf. Diesmal aber ertönt
er von deutſcher Seite innerhalb der deutſchen Lande, im
Intereſſe der Nationalflugſpende, für die gewiß
von allen Seiten die Gaben reichlich fließen werden. Ernſte
und würdige Worte fordern dazu auf, ernſte und würdige
Männer haben ſie unterſchrieben, ein deutſches
Reichs=
komitee bildet den Mittelpunkt, um keine Zerſplitterung
der Sammlungen herbeizuführen, es gibt die Gewähr, daß
die Spende ihren wichtigen praktiſchen und hohen idealen
Zielen in entſprechender Weiſe dienen wird, zur Ehre des
deutſchen Namens und Vaterlandes. Selten geſchieht es,
daß in dieſer Weiſe, vom rein nationalen Standpunkt aus,
die Gebefreudigkeit aller Kreiſe unſeres Volkstums
ange=
rufen wird; man darf ſicher erwarten, daß der Ruf ein
hallendes Echo erweckt und das materielle Ergebnis die
Erwartungen überſteigt. Das wird auch ſeinen Eindruck
jenſeits unſerer Grenzen nicht verfehlen und vielleicht
dämpfend auf die phantaſtiſchen Hoffnungen unſerer
weſt=
lichen Nachbarn einwirken. Denn daß dieſe, denen der
Kamm gehörig geſchwollen iſt, nur auf den geeigneten
Zeitpunkt warten, mit uns anzubinden, iſt nach
vertrau=
lichen, zuverläſſigen Nachrichten eine unbedingte Tatſache;
der kriegeriſche Enthuſiasmus, nicht nur in der Armee und
der heranwachſenden Jugend, ſondern auch in vielen
Volks=
ſchichten, kann ſeitens der beſonnenen Elemente nur mit
Mühe zurückgehalten werden.
Da iſt’s gut, für das Kommende gerüſtet zu ſein und
in der Gegenwart für die Zukunft zu ſorgen. Allerdings
in anderer Weiſe, als es die Herren „Futuriſten” die
Zukunftskünſtler, tun, deren wahnſinniger, zu einer „
Aus=
ſtellung” vereinigter Schmierereien ſchon gedacht ward.
Jetzt laſſen ſie hier auf den Straßen ein von einem Signor
Marinetti ſtammendes „Manifeſt” verbreiten, in dem
die „guten Brandſtifter mit den karbolduftenden Fingern”
aufgefordert werden, die Bibliotheken in Brand zu ſtecken,
die Kanäle abzuleiten, um die Muſeen zu überſchwemmen,
mit Spitzhacke und Hammer die Grundmauern der
hoch=
ehrwürdigen Städte zu untergraben. Dann heißt es
weiter: „Die älteſten von uns ſind dreißig Jahre alt; wir
können alſo wenigſtens zehn Jahre unſere Pflicht tun.
Diehesangssrohe
braucht nicht auszufallen, meine
Herren, wennSiesich angewöhnen,
Wybert-Tabletten bei sich zu
führen u. bei belegter Stimme oder
rauhen Hals davon zu nehmen.-Es
gibt kein besseres Mittel, um die
Stimme sofort klar und frisch zu machen.‟ Dies ist
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Sind wir vierzig Jahre, ſo mögen Jüngere und Tapferere
uns in den Papierkorb werfen wie unnütze Manuſkripte!
Von weither werden ſie uns entgegenkommen, tanzend nach
dem leichten Rhythmus ihrer erſten Gedichte. Mit ihren
hakenförmigen Fingern werden ſie in die Luft kritzeln und
vor den Türen der Akademien den guten Geruch unſerer
verweſenden Geiſter einatmen, die ſchon den Katakomben
der Bibliotheken verſprochen ſind.”
Poetiſch geſagt, nicht wahr und ſo anſchaulich! Dieſe
herrlichen Offenbarungen finden eine Ergänzung in der
Ankündigung, die kürzlich auf dem Theaterzettel eines in
den Kammerſpielen des Deutſchen Theaters gegebenen,
glatt abgefallenen Stückes von Przybyszepski hapſi: „Die
Mutter” enthalten war: „Unter Pſychoſen und Neuroſen
kündigt ſich der „neue Menſch” an, der Dinge fühlt und
ſieht, die für andere nicht vorhanden ſind, — der
Sehnſuchts=
menſch Chopin=Przybyszewskis hapſi. Dieſes neue Wer= wird vielleicht Generationen aufſaugen, aus Neuroſen
und Pſychoſen wird es geboren, denn wir ſind Uebergangss
menſchen mit einem Reſiduum alter Kräfte und Inſtinkte,
ſo daß ſich das Neue als Krankheit offenbart.” Uff!
Alſo=
auch hier die Zukunftsmuſik, und was für einel=
Ein Lärmen und Toben, um ſich im übrigen Chorus
be=
merkbar zu machen, dort der edle Italiener Marinetti, hier
der famoſe Pole Przybyszewski (hapſi).
Und wir brauchen gar nicht die fremden Propheten
und Zukunftsmuſiker mit ihrem Grimm und Streit, wir
ſorgen ſchon ſelbſt für die nötigen Kämpfe. So wird beis
ſpielsweiſe der um das neue Opernhaus immer
energiſcher und heftiger geführt und iſt von einzelnen
Heerrufern leider ſchon auf das perſönliche Gebiet übere
tragen worden. Sachlicher ging’s im Bund deutſcher
Ar=
chitekten und im Verein Berliner Künſtler zu. Während
der erſtere kein Gewicht auf einen öffentlichen Wettbewerb
legte, aber den Wunſch ausſprach, es möge ſeinen Mit= und den übrigen deutſchen Architekten geſtattet=
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Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Seite 25.
werden, auf Grund eines gelätrten Baubrogkramns und
unter Ueberlaſſung der nötigen Unterlagen Ideenſkizzen
einzureichen, für welche der Arbeitsaufwand auf ein
zweck=
mäßiges Maß einzuſchränken ſein dürfte, trat unſer
Künſt=
ler=Verein für Ausſchreibung eines allgemeinen
Wett=
bewerbes auf geänderter Grundlage ein. Wenn bei beiden
Forderungen nur viel herauskommt! Denn gerad” auf
dem ſchwierigen Felde des Theaterbaus ſind die Kräfte
recht ſpärlich vorhanden und iſt, eben wegen der
langjäh=
rigen, umfaſſenden Erfahrungen, auf neue Talente kaum zu
rechnen, die bewährten alten aber müßten in der Jury
ſitzen und wären dadurch von einer Beteiligung
ausge=
ſchloſſen. Und deshalb wird’s trotz aller Proteſte wohl ſo
bleiben, wie es bis dato hochweislich beſchloſſen worden.
Ein anderer Zwiſt iſt mit der geplanten Errichtung
des Hagenbeckſchen Tierparks in der
Jungfern=
heide verbunden. Nach dem bewährten Stellinger Muſter
ſollen uns nun auch auf märkiſchem Boden die Tiere „in
Freiheit dreſſiert” vorgeführt werden, auf einem 180
Mor=
gen großen Grundſtück, das die Stadt dem Unternehmer
nicht nur billig abtritt, ſondern ihm auch ſonſt noch
ent=
gegenkommt, indem ſie ihm die Kaufſumme zinsfrei auf
zwei Jahre ſtundet und ihm auch für ſpäter die günſtigſten
Zahlungsbedingungen ſtellt. Damit nicht genug, will der
Magiſtrat Herrn Hagenbeck reſp. der von ihm gegründeten
Geſellſchaft ein ſtädtiſches Darlehen von einer baren
Mil=
lion Mark gewähren zu 4 Prozent und unter der
Beding=
ung, daß den Zöglingen aller ſtädtiſchen Anſtalten der
Eintritt für 10 Pfg. geſtattet iſt. Nun, da iſt die
magiſtrat=
liche Nächſtenliebe ſchon auf die Spitze getrieben, was auch
die Stadtverordneten finden, die bisher, auch in der Mitte
dieſer Woche abgehaltenen Sitzung, die Hergabe der
Bar=
mittel verweigert. Und dieſer Standpunkt iſt wohl
ver=
ſtändlich, er braucht durchaus keine perſönliche Note zu
haben, wird aber begründet durch das alte: „was dem
einen recht iſt, iſt dem andern billig‟ Daneben fürchtet
man, daß jener mit gewaltigem ReklameſApparat in
Szene geſetzte neue Tierpark eine Beeinträchtigung unſeres
muſterhalt verwalteten und eingerichteten Zoologiſchen
Garteus bedeuten wird, der in allen
Bevölkerungs=
ſchichten ſeine treuen Freunde hat, die jede Schädigung
desſelben als direkte Feindſeligkeit gegen ſich ſelbſt
be=
trachten.
Und die daher auch mit Mißtrauen — einem in
ver=
ſchiedener Hinſicht berechtigten — dem im Grunewald
projektierten „Ethnologiſchen Garten” mit dem
Untertitel einer „Internationalen Völkerſchau größeren
und vornehmſten Stiles” gegenüberſtehen. Dieſes jüngſte
Berliner Wunder ſoll uns nahe den Pichelsbergen
er=
blühen, um einen ſchönen landſchaftlichen Rahmen jenem
fremdartigen Gebiete zu geben, das uns die ganze
Zauber=
welt fernſter Länder erſchließen will. Die intereſſanteſten
Menſchenraſſen und Typen aus allen Weltteilen ſollen uns
hier in ganzen Stämmen und Familien in der
charak=
teriſtiſchen Umgebung ihrer Heimat mit deren Tier= und
Pflanzenwelt vorgeführt werden. Ein Völkergarten ſoll
erſtehen, in dem jedermann aus eigener Anſchauung die
fernen Menſchen in ihrem heimatlichen Treiben und
Wir=
ken beobachten kann. Geſonderte große Pavillons ſollen
für jeden einzelnen Weltteil errichtet werden als
Aus=
ſtellungshallen und zur Aufſtellung ethnologiſcher
Samm=
lungen. Eine weite Halle für beſonders große
Schau=
ſtellungen und eine Arena mit verſchiebbarem Dache ſind
als weitere Bauten vorgeſehen, deren „Höhepunkt” ein
ge=
waltiger Ausſichtsturm bilden ſoll. Neben populären
Vor=
trägen berufener Gelehrter wird auch ein großes
Kine=
matographen=Theater nicht fehlen, in welchem die neueſten,
ethnoldgiſch intereſſanten Aufnahmen aus aller Welt
vor=
geführt werden, wie es ebenſo ſelbſtverſtändlich iſt, daß für
die innere Labung der die fremden Menſchen beguckenden
Mitteleuropäer in ergiebigſter Weiſe geſorgt werden dürfte.
Alles das wird uns verheißen — vorläufig auf dem Papier,
denn dieſer Gründungsſcherz koſtet 6½ Millionen Mark
der Hagenbeckſche 8½ — und es fehlen noch viele, viele
Emmchen, bis das uns ſo verlockend geſchilderte Gebilde
zur Wirklichkeit wird.
Die Theaterwoche brachte uns Gutes und Schechtes.
Gutes in der Kurfürſten=Oper mit der
Erſtaufführ=
ig der dreiaktigen Muſiktragödie: „Oberſt Chabert”
von G W. von Waltershauſen, von dem auch das
nach einer Balzac’ſchen Novelle bearbeitete außerordentlich
dramatiſche Libretto ſtammt. Gleich dem Text mit dem
be=
währten Enoch Arden=Motiv feſſelt uns die ſich ihm
tem=
peramentvoll anſchmiegende Muſik, die gefällig und
wirk=
ſam zugleich iſt und für die fernere Entwicklung des jungen
Tondichters Bedeutendes verſpricht. Modern im beſten
Sinne des Wortes, vermeidet er alle Klippen, an denen ſo
viele Nacheiferer der beiden Richards — Wagner und
Strauß — geſcheitert. Die ſorgſame Aufführung trug zu
dem großen und erfreulichen Erfolg bei. — Ueber den
„Turm des Schweigens”, das im Neuen
Schau=
ſpielhauſe dargeſtellte dreiaktige Stück des Schweden
Guſtav Colijn, bewahrt man am beſten Schweigen.
Ein ernſter Anlauf im erſten Aufzug erweckt Ausſichten,
die bitter enttäuſcht werden. Wenn man ſchon Semiramis
und Stabrobates auf dem Zettel lieſt, hat man böſe
Ahn=
ungen! — Eine glänzende Aufführung des Verdiſchen
„Rigoletto” beſcherte uns unſere Königliche Oper.
Auf der Bühne Francesco d’Andrade, Frieda
Hempel, Jadlowker, der neugewonnene Tenor, am
Kapellmeiſterpult Dr. Muck, ein ausverkauftes,
beifalls=
frohes, angeregtes Haus. Jadlowker war hörbar erkältet,
deſto glänzendere Leiſtungen im Geſang und Spiel boten
d’Andrade als Rigoletto und Frieda Hempel als Gilda, ein
Künſtlerpaar, das ſich in vornehmſter Weiſe zu überbieten
ſchien. Francesco d’Andrade, der uns eine
gerade=
zu vollendete Leiſtung aus einem Guß bot, war leider,
lei=
der als „einmaliger” Gaſt auf der Stätte ſeiner früheren
Triumphe erſchienen. Sollte unſere Generalintendantur
keine Mittel und Wege finden, dieſen in jeder Beziehung
hervorragenden Künſtler zu mehrfachen Gaſtſpielen
im Laufe jeder Saiſon zu gewinnen? Das Publikum wäre
freudig damit einverſtanden!
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Seite 31.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Mir ſtehn heit vor eme große Ereigniß, for eme
garg große Ereigniß, indem daß morje unſer neier
Bahnhof eigeweiht werd. Un deß aarg große
Er=
eigniß hott ſchun jahrelang ſei Schadde vorausgeworfe,
wie mer deß iwwerhaubt vun jedem aſtändige Ereigniß,
deß wo noch e bische wos uff ſich halte dhut, verlange
kann.
Un die Schadde ſin langſam klenner un klenner
worrn — jetzt ſieht mer beiſchbielsmeßig nor noch e paar
ganz klaane Schlagſchadde un aach die werrn verſchwinde
in e paar Jahr, wann emol der neie Waldfriedhof fertig
is un der Rheindarmkanal un der Luftſchiffverkehr
Darm=
ſtadt-Heidelberg un wann die Makhall ſteht un des
Schwimmbad rentiert un die Maddiensvertelſer ihr
Elek=
triſch hawwe. .
Sie maane vielleicht, do weer in meim kindliche
Un=
verſtand mei ausſchweifend Fandaſie widdermol mit mer
dorchgange un bis des alles eidreffe dhut un bis mer
im Nache dorch die Rheinſtroß gondele kann un in de
Elektriſch dorch die Bangertsgaß, deß kennt noch e paar
ſcheene Jahrn dauern un mer dhete valleicht bis dahin
immer noch uff unſerm alte Kirchhof eigereiht werrn.
Mag ſei. Awwer wann ſe ſich in aller Ruh
iwwer=
lege dhun un iwwer die Welt nochdenke un iwwer die
Errungenſchafte, die wo mer in de letzte Jahrn all zu
ver=
zeigne gehatt hawwe, dann is mei bische Fandaſie vun
wege dem Waldfriedhof un dem Rhein=Darmkanal un de
Makhall noch vieler zu beſcheide. Wer hett zum Beiſchbiel
vor hunnert Jahr ſichs draame loſſe, daß mer emol in
eme Wage fahrn kann, der wo vun ſelwert dem Berg enuff
laafe dhu, un der wo ganz vun allans ſtinkt?! — Ei wann
dazumols aaner e Raas gemacht hat vun hier uff
Frank=
fort, dann hott er vun ſeine Liewe Abſchied genumme un
ſei Freunde hawwem des Gelaad gewe bis vors „
Maa=
dhor” un merhatt e Gefiehl, als gings uff Lewe un Dood
bei dere Raas.
Un heit? — Wann heit aaner vum Ständehaus uff
die Poſt geht, dann macht er ſich vorher ſei Teſtament
un geht in die Unfall= un Lewensverſicherung.
Noch vor zehe Jahr hott mer den Zeppelin for en
komplette Narr erkleert, weil er mit eme Luftballong in
de Luft erum fahrn will, hin und her, nuff un runner,
ganz wie’s em baßt. Un heit? — Heit wunnert mer ſich
noch net emol, wänn die „Sieddeitſch” uff de Mitte
Rhein=
ſtroß ſtehobleibt un nemmer hinner ſich un vor ſich
kann.
Un dann des Delefoh! — Wer hett ſich’s frieher
draame loſſe, daß mer e Wixkäſtche an die Wand henkt mit
ere Leyer un eme Schebblöffel newe dra un eme Drichter
mitte drinn, un daß mer ſich dorch des Käſtche mit
Gott=
waaß wem „verbinde” loſſe kann, un daß mer, wann mer
Glick hott, igachswerklich mit demjenige ſchwäzze kann.
Wann mer ftieher aam beiſchbielsmeſig was
Wageneh=
mes zu ſage hatt, daß mer ſei Geld braiche dhet un ſo,
dann hott mer ſich noch zwaa, drei handfeſte Brieder
mit=
genumme un is hingeſchowe; un wann aam der hott
kumme ſehe, dann — war er eifach net dehaam.
Un heit? — Heit geht mer aafach ans Käſtche, leijert
emol, ſeegt „die Nummer” un wann mer net die
ver=
kehrt krickt, dann riefts gleich druff:
„Bitte, wer dort!“
Un dann kann mer loslege, ohne daß mer gleich die
Drebb enunner geworfe werd un kann ſeim Aerjer Luft
mache un kann aam die Mahnung ſage dick un dinn, bis
daß er in ſich geht un uff die Knie ſinkt wie e Sinder un
vor lauter Zerknerſchheit nor noch das Wort eraus
bringt: „Schluß!”
Un dann die Dellegravieh! — Wann frieher emol
ganer e Redd geredd hott, un mer war net zufellig debei,
dann hott mer’s erſt e paar Woche denooch erfahrn un der
Gegeſtand, iwwer den wo er geredd hott, war lengſt net
mehr wahr un es hott jeder geſagt: „Der hott awwer
widder mol en Zimmt verzabbt!“
Un heit? — Wann heit zum Beiſchbiel e Miniſter
odder ſo in ſeim kindliche Leichtſinn enausblabbert, mir
mißte widder mol e paar Dutzend Kriegsſchiffe aſchaffe
un e halb Hunnerd neie Reſchemender, dann waaß es
e vertel Stund densoch die aanz Welt un dann kumme
mer in diblomahdiſche Schwullidhäte un es gibt e
mordsmeßig Sauerei. Un wann ſich de Könige un ſo Leit
als emol zum Mitdageſſe eilade un es ſeegt do der aane
zum annern: „Gude=Maddien!” un dann kann mer am
annern Dag in ſeine Zeitung leſe, de Herr Kaiſer vun
doundo hett beim König vun doundo en „Dooſt”
aus=
geſproche vun wege Verbriederung un ſo ehnliche Sache,
die wo die Herrn Engelenner net vertrage kenne. un dann
werd hin un her gezerrt bis an dem ganze „Dooſt” kaa gut
Hickelche mer bleibt un dann folgt acht Dag denooch e
amtlich Demendie. Alles dorch de Delegravieh.
Un dann des Kino! — Wann zum Bleiſtift frieher
e groß Unglick baſſiert is, en Brand, odder en Raubmord,
odder e Schiffsunglick odder ſo, dann konnt mer froh ſei,
wann mer’s e halb Jahr denooch uff de Meß im „
Guck=
kaſte” nadurgetrei abgebild’ geſehe hott. Un heit —
Wos iwwer e bische e Kinnemadegraf is, der wo wos
uff ſei Rennomeh halte dhut, der bringt ſo e
Begewen=
heit in lawendiger Fotogravieh ſchun e paar Stund
de=
nooch. Ja, wann’s präſſiert, ſogar acht Dag frieher. Un
wann mer ſich ſunſt nooch des Dages Mieh un Arweit
am Stammdiſch zuſamme gefunne hott unner dem
Leid=
modief:
Nichts Schön’res weiß ich mir an Sonn= und Feiertagen,
Als ein Geſpräch von Krieg und Kriegsgeſchrei;
Wenn hinten, weit in der Türkei,
Die Völker aufeinander ſchlagen.
ſo geht mer heit ins Lichtſchbielhaus un do kann mer
an de Leinwand die Siege vun de Idalljehner
bewun=
nern un kann ſehe, wie ſe uff em Kreisamt
Konſtandi=
nobbel de „kranke Mann” makieren. Alles for en
Fuff=
ziger!
Aach des Gas is noch zu den neimodige
Errungen=
ſchafte zu rechne. Dann wie lang is es her, do hawwe
uff de aane Seit vun de Heinrichſtroß ſchun die Gas=
laterne gebrennt un uff de annern Seit die
Petroliums=
funſeln. Heit laafe die dinne Röhrncher in jed Bajes un
die ärmſt Familie kocht uff em Gasherd. Sogar im
ſchäwigſte Bauernneſt, wo’s iwwerhaubt kag Dag werd
do brenne ſe heit elektriſch Licht.
Un wer hett ſich’s vor e paar Johr, wie die „
Drä=
ßiehne” uffkumme ſinn, gedenkt, daß de Menſch emol in
de Luft erum fliggt wie e Raab, wohie er will —
voraus=
geſetzt, daß er net gezwunge is, e Notlandung
vorzu=
nemme.
Un ſo gibt’s noch e Maſſe Sache, vun dene ſich unſer
Schulweisheit nix hott draame loſſe. Odder kenne Se
ſich vielleicht en Begriff mache vun de Funkedellegravieh,
odder vun de Dunſalb, odder vun de Streichholzſteier,
odder vun de alkohohlfreie Zigaan un vum nikodienfreie
Bier, odder vum Fernlenkboot un vun de
Bulljongwer=
fel, odder vum Marokkoabkumme un vun de Heſſiſche
Eiſebah=Aktzie=Geſellſchäft, odder vun de Kochkiſt un vum
Grammofohn, odder vun de Suggeſtjon un vun de
Hut=
nadel, odder vum Humbelrock un de Zigarettebanderol.
.. Ja des ſin alles Errungenſchafte des menſchlichen
Schennies, die mer miterlewe durfte, die mer ſo kwaſie
miterfunne hawwe, un ohne die mer uns des Lewe gor
net mehr vorſtelle kenne. All die Errungenſchafte nemme
mer heit als ganz ſelbſtverſtendlich hie — noochdem mer
vorher driewwer geuzt un gelacht hott.
Un ſo geht’s aach mit em neie Bahnhof. E mancher,
der uff ſeim Sunndagsnoochmitdagsſpaziergang die
Baute dounne beſichtigt hott, der hott mit em Kobb
ge=
ſchiddelt, un je fertiger als der braadſpurige Bau worrn
is, deſto heftiger hott er geſchiddelt. Hott der gane
ge=
ſagt, der neie Bahnhof dhet ausſehe wie e Heiſchubbe, ſo
hott en der anner mit ere Mauſefall vergliche un hott
gemaant, die Ei= un Ausgäng weern vieler zu klaa un
zu niedrig; der dritte hott gemaant, uff die Regedächer
kennte die Reiſende ihr Zigaanſtebbel lege, wann ſe de
Gepächträger bezahle dhete. Der nächſte hott dem
Darm=
ſtädter Verkehrsvereinsjubliäumsbrunne mit em
Brumm=
dobſch vergliche. Korz un gut, es is kridiſiert worrn, daß
es dem Herr Brofeſſer in aaner Duhr in de Ohrn
geſin=
gelt hawwe muß, un wann er ſich for Bahnhofsbaute
intereſſiern dhet. dann hett er ſich nor emol
Sunndags=
mitdags unners Volk miſche ſolle, do hett er geheert, wie
e Bahnhof gebaut muß werrn.
Wie geſagt, ich perſönlich bin vorſichtig un hab mich
bis dado noch net geaißert, dann wege mir hett der
Bahnhof iwwerhaubt net verlegt zu werrn brauche da
es awwer nu doch emol geſchehe is, ſo muß er aach
eige=
weiht werrn, dann deß is immerhin e Ereigniß, deß, wo
mer ſo ſchnell net widder erlewe.
Deshalb ſetz ich alſo morje mei Angſtrohr aach uff
un weih en ei, un wann des Friehſtick vorbei is, zu dem
ich ja leider Gottes, Gott ſei Dank widder mol net
eige=
lade bin, dann loß ich noch e paar Johr verſtreiche, bis
de Waldfriedhof ferdig is, un de Rhein=Darm=Kanal
un die Makhall und die Elektriſch im Maddiensvertel.
un bis dohin werd mer ſich aach e Bild mache kenne, wie
die Sach ausſehe muß. Un dann — kumm ich, dann
werd ich mei Mahnung aißern un werr ſen ſage, wie’s
gemacht hett miſſe werrn un iwwerhaubt un ſo.
Ob mer awwer bis dohin noch en Bahnhof brauche?
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zur Eröffnung des neuen Bahnhofes Darmſtadt.
M. St. Darmſtadt, 27. April 1912.
Nun iſt das Rieſenwerk vollendet. 5 Jahre lang
währte die Arbeit, die Darmſtadt ein Werk ſchuf, wie es
von gleicher Größe, gleicher Bedeutung kaum je für eine
Stadt gleicher Größe erſtand; und wie es gleich tief
ein=
ſchneidend kaum je eines Gemeinweſens Lebensader, den
Verkehr, umwälzend und — hoffentlich — machtvoll
för=
dernd, berührte. Ja, es darf wohl geſagt werden, daß
dieſe Umwälzung von Einfluß und Bedeutung iſt für das
ganze Heſſenland, deſſen Reſidenz nur Träger, nur
Zen=
trale dieſer Verkehrsadern werden wird, ja, daß ihr
Ein=
fluß bis zum gewiſſen Grade das ganze Reich berührt,
inſoweit ſtrategiſche Momente in Frage kommen. Es ſoll
heute nicht erinnert werden an den Streit für und wider,
und es ſoll auch nicht Stellung genommen werden jetzt,
da jede Kritik von Uebel Aber es darf in dieſem
hochbe=
deutſamen Augenblick darauf verwieſen werden, daß, wie
im Leben der Menſchen, der Einzelne ſich oft unterordnen
muß zum Beſten des Ganzen, ſo im Staaten= und
Reichs=
betriebe ein einzelnes Gemeinweſen; mags zum ſcheinbaren
Nachteil oder Vorteil ſein. Zum ſcheinbaren, das
ſoll nöchmals betont werden. Denn wer vermag mit
Be=
ſtimmtheit zu ſagen, welche Bedeutung das neue
Rieſen=
werk für Darmſtadt haben wird in Zukunft. Wie oft ſchon
wurde menſchliche Berechnung zuſchanden! Wiſſen
ſoll=
ten nur alle, daß dem Verkehr die Gegenwart und aller
menſchlichen Vorausſicht nach auch die nächſte Zukunft
ge=
hört. Unſere ganze kulturelle Entwickelung beweiſt das.
Und daß dieſes neue ſtolze Werk deutſcher Technik und
deutſcher Ingenieurkunſt dem Verkehr dienen und
denſel=
ben mächtig fördern wird, dieſer Ueberzeugung wird
niemand ſich entziehen können. Und wir, die wir unſere
Vaterſtadt, unſere ſchöne Heſſenreſidenz lieben, wir
ſoll=
ten uns heute einig zuſammenfinden in dem herzlichen
Wunſche, daß Gottes Segen auf dem neuen Werke ruhen
möge und daß allen Hoffnungen, die man für die
Zu=
kunft Darmſtadts daran knüpft, Erfüllung wird.
Der Rieſenbau iſt vollendet!
Nach fünf Jahren langer emſiger Arbeit wird
Darm=
ſtadts neuer Bahnhof morgen eingeweiht, ſeiner
Beſtim=
mung übergeben. Da iſt es wohl angebracht, einen Blick
zurück zu werfen auf die Geſchichte des Baues und noch
weiter auf die langwierigen und eingehenden
Verhand=
lungen vorher zwiſchen Stadt und Staat und
Eiſenbahn=
behörde, in der Kommunalverwaltung und
Stadtverord=
netenverſammlung.
Die Vorverhandlungen.
Der alte Main=Neckarbahnhof war eröffnet
wworden am 1. Auguſt 1846. Damals zählte Darmſtadt
80000 Einwohner. Am 1. Auguſt 1858 trat das alte
Ge=
bäude, am 15. Oktober 1875 das neue der Heſſiſchen
Ludwigsbahn hinzu. Heute iſt die Einwohnerzahl
Darmſtadts geſtiegen auf faſt 90 000. In den letzten 3
Jahr=
zehnten hat ſich der Perſonen= Güter= und
Zug=
verkehr auf den Darmſtädter Bahnhöfen
verdrei=
facht. Man baute damals noch nicht, wie heute, auf
100 Jahre Zukunft. Ohne weiteres iſt damit der Beweis
der Unzulänglichkeit, die Notwendigkeit eines neuen
gro=
ßen Bahnhofes erbracht. Niemand beſtritt das auch.
Nur über das wie und wo tobte der Kampf. Nach dem
Verwaltungsbericht der Bürgermeiſterei teilte ſchon am
31. Dezember 1901 das Großherzogliche
Miniſte=
rium der Finanzen der Bürgermeiſterei mit, daß
gleich=
zeitig mit dem Abſchluß des Staatsvertrags zwiſchen
Preußen, Baden und Heſſen über die Vereinfachung der
Verwaltung der Main=Neckar=Bahn ein feſtes Abkommen
über die alsbaldige Inangriffnahme des
Umbaues der Darmſtädter Bahnhöfe unter Beſeitigung
der alten Zentralwerkſtätte der Mäin=Neckar=Bahn und
er=
heblicher Vergrößerung der Hauptwerkſtätte der Königlich
Preußiſchen und Großherzoglich Heſſiſchen Staatsbahn
getroffen worden ſei, wobei die Lage der Bahnhöfe
beibe=
halten werden würde. Demzufolge wurde von der
Eiſen=
bahndirektion Mainz ein Entwurf für dieſe Bahnanlage
ausgearbeitet.
Dieſer erſte Entwurf wurde alsbald aufs ſchärfſte
bekämpft. Nach den Plänen ſollten die Niveauübergänge
am Rheintor, an der Stadt=Allee und an der Frankfurter
Straße durch Ueberführungen bzw. Unterführungen beſei
tigt werden, das Empfangsgebäude des
Ludwigsbahn=
hofs ſollte unter Verwendung des ſüdlich desſelben
gele=
genen freien Platzes verarößert, erweitert und mit für
alle Fahrtrichtungen günſtig gelegenen Warteſälen uſw.
verſehen werden. Der beſtehende Main=Neckar=Bahnhof
wäre dadurch als Empfangsgebäude überflüſſig geworden
mit Ausnahme des Fürſtenpavillons, und ſollte zu
Ver=
waltungszwecken verwendet werden. An den Koſten ſollte
Hie Stadt ſich in folgender Weiſe mitzutragen verpflichten
1. durch einen Barzuſchuß von 400000 Mk.; 2. durch
un=
entgeltliche Stellung des ganzen für die Ueberführung am
Rheintor nötigen Geländes und des freien
Bahnhofs=
platzes, ſoweit er zum Umbau nötig ſei; 3. unentgeltliche
Stellung des bei Verlegung der Aſchaffenburger Linie
nötigen Geländes im Austauſche mit dem freiwerdenden;
4. Verlegung der vorhandenen Kanäle, Gas=, Waſſer= uſw.
Leitungen auf ſtädtiſche Koſten, und 5. Unterhaltung und
Beleuchtung ſämtlicher Rampen= uſw. Anlagen, Ueber=
und Unterführungen.
Ferner ſollte es der Stadt überlaſſen ſein, mit der
Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft, die wegen des
unbe=
hinderten Verkehrs ihrer Vorortzüge und Wagen infolge
der Straßenüberführungen ebenfalls in Betracht kam,
we=
gen der Teilnahme an den Koſten und Leiſtungen ſich
aus=
einanderzuſetzen, ebenſo mit der Militärverwaltung
we=
gen der Unterführung an der Stadt=Allee.
Als ein weſentlicher Uebelſtand des Entwurfs wurde
die für die Stadt Darmſtadt ſo nachteilige Anordnung
einer Straßenſchleife am Rheintor angeſehen. Die
ſchie=
nenfreie Ueberführung des Straßenzuges Rheinſtraße-
Breite Allee über die Eiſenbahngleiſe war nämlich nicht
in geradliniger Richtung, ſondern in Geſtalt einer
langge=
zogenen Schleife vorgeſehen. Da die Entwickelungslänge
namentlich für die öſtliche Zufahrt der Bahnüberbrückung
in dem unteren Teile der Rheinſtraße nicht erreicht
wer=
den konnte, waren die Anrampungen der Schleife ſeitlich
neben der Bahn entwickelt. Um die für die Ausführung
des Planes in erſter Linie maßgebende Stärke des
Ver=
kehrs kennen zu lernen, wurde eine Verkehrszählung am
Rheintor vorgenommen. Dieſe Zählung hatte folgendes
Ergebnis: 1771 Fuhrwerke, 591 Reiter, 846 Radfahrer und
248 Truppenkörper paſſierten im Tagesdurchſchnitt den
Bahnkörper in der Rheinſtraße. Da ſich die ſtädtiſche
Ver=
tretung hier vor eine Entſchließung von weittragender
Be=
deutung geſtellt ſah, wurde man ſich ſowohl in den
ſtädti=
ſchen Ausſchüſſen als auch in der
Stadtverordnetenver=
ſammlung im Februar 1902 dahin ſchlüſſig, über den
Ent=
wurf die Gütachten Sachverſtändiger zu erbitten. Mit
der Begutachtung wurden die Herren Oberbaurat
Profeſ=
ſor Baumeiſter, Karlsruhe, Oberingenieur Gleim,
Ham=
burg, und Geh. Baurat Profeſſor Koch, Darmſtadt,
be=
traut.
Noch ehe die Sachverſtändigen an ihre Aufgabe
her=
antraten, bemächtigte ſich der Einwohnerſchaft Darmſtadts
eine große Erregung und Unzufriedenheit
mit den Projekten, die ihren Ausdruck fanden in einer am
27. Februar 1902 ſtattgehabten, von der Großherzoglichen
Handelskammer und den Vorſtänden des Handelsvereins,
des Ortsgewerbevereins, des Detailliſtenvereins und des
Verkehrsvereins einberufenen und zahlreich beſuchten
Pro=
teſtverſammlung. Unter Führung der Großherzoglichen
Handelskammer erhoben die genannten Körperſchaften als
Vertreter des gewerbetreibenden Teiles der
Einwohner=
ſchaft in einer Eingabe an die Zweite Kammer der
Land=
ſtände Einſpruch gegen dieſen Entwurf der Eiſenbahn=
Direktion.
Eine weitere Beſprechung des Entwurfs, die am 22.
April 1902 in Mainz ſtattfand, hatte nur das Ergebnis,
daß ſtädtiſcherſeits die vollſtändige
Ausſichts=
loſigkeit des Entwurfs auf Annahme ſeitens der
Stadtverwaltung ausgeſprochen wurde.
In einem zweiten Entwurf ſollte unter
Bei=
behaltung des erſten Entwurfs für die Geſamtanlage
ſüd=
lich des Bahnhofs, eine vollſtändige Umgeſtaltung der
An=
lage nördlich des Bahnhofs, nämlich: Vereinigung der
Linien Worms, Mainz, Aſchaffenburg und
Odenwald=
bahn nahe der damaligen Verbindungsbahn und
gleich=
laufende Einführung dicht neben der Main=Neckar=Bahn,
Nebeneinanderlegung der Güterbahnhöfe für Stückgut und
Wagenladungsverkehr, und endlich Verlegung der
Werk=
ſtätten nördlich der Verbindungsbahn und öſtlich der
Frankfurter Straße ſtattfinden Aber auch dieſer Entwurf
mußte von der Stadt abgelehnt werden, weil kein
Entwurf, er mochte im übrigen geartet ſein wie er wollte,
ſeitens der Stadt angenommen werden konnte, der die
eigenartige Straßenüberführung in einer Schleife am
weſt=
lichen Ende der Rheinſtraße, oder überhaupt eine
Be=
laſſung der Main=Neckar=Bahn in der dermaligen
Höhen=
lage vorſah.
Alsdann legte die Bürgermeiſterei die von ihren
Sachverſtändigen ausgearbeiteten Pläne vor, erläuterte ſie
und betonte, daß die in dieſer Bearbeitung vorgeſehene
Tie=
ferlegung der Main=Neckar=Bahn um 4,5 Meter in bau=
und betriebstechniſcher Hinſicht ausführbar erſcheine, daß
die Vorſchläge dem Betriebe keine ungerechtfertigten
Schwierigkeiten bereiten würden, daß durch dieſe
Tiefer=
legung der Main=Neckar=Bahn, unter Beibehaltung der
übrigen Bahnlinien in der dermaligen Höhenlage eine
gradlinige und faſt rampenloſe Ueberführung der
Rhein=
ſtraße ermöglicht werde, eine ſehr bequeme
Perſonenbahn=
hofs=Anlage ſich ſchaffen laſſe, und daß dadurch die
Mög=
lichkeit gegeben werde, alle noch übrigen Straßen ohne
be=
ſondere Schwierigkeit ſchienenfrei zu überführen oder zu
unterführen.
Gegen dieſe Vorſchläge wurden verſchiedenerlei
Ein=
wände betriebstechniſcher und finanzieller Art erhoben, die
hier nicht weiter berührt werden ſollen.
Bei dieſem verwickelten Stand der Dinge war die
Eiſenbahndirektion zur Bearbeitung weiterer Entwürfe
ge=
nötigt und mußte mit dem Miniſterium der öffentlichen
Arbeiten in Berlin wiederholt in Verbindung treten, was
geraume Zeit in Anſpruch nahm, derart, daß ſich die
Stadt erſt im Jahre 1904 mit der Angelegenheit
wie=
der befaſſen konnte. Im März des genannten Jahres
be=
richtete ſodann der Oberbürgermeiſter der
Stadtverord=
neten=Verſammlung, daß vom Miniſterium der
öffent=
lichen Arbeiten ein neuer Entwurf des
Bahnhofs=
umbaues eingetroffen ſei und weitere Verhandlungen
be=
vorſtänden. Daraufhin fand am 28. März eine
Beſpre=
chung dieſes neuen dritten Entwurfs ſtatt.
Dieſer dritte Entwurf ging wie der frühere,
ſtädtiſcher=
ſeits bearbeitete Vorſchlag von dem Grundſatz aus,
die Main=Neckar=Bahn tiefer zu legen, beſchränkte
indeſ=
ſen unter Beibehaltung der Höhenlage des
Ludwigsbahn=
hofs in ſeiner Eigenſchaft als Kopfſtation die
Tieferle=
gung der Main=Neckar=Bahn an der Kreuzungsſtelle mit
der Rheinſtraße auf nur 2,56 Meter, ſo daß die
Rhein=
ſtraße, obgleich nunmehr in geradliniger Richtung,
do=
noch Rampen zur ſchienenfreien Ueberführung bis zu 3,44
Meter Höhe erhalten mußte, wodurch eine unſchöne
Un=
ebenheit im Straßenzuge entſtanden wäre. Die
Emp=
fangsgebäude beider Bahnhöfe ſollten dahin umgebaut
werden, daß in einem zwiſchen beiden Bahnhöfen zu
er=
ſtellenden Zwiſchenbau die Empfangshalle, die
Fahrkar=
tenausgabe und die Gepäckausgabeſtelle enthalten waren.
Hierbei war die Benutzung eines Teiles des zwiſchen
beiden Bahnhöfen gelegenen Platzes beabſichtigt. Die
Koſten dieſes Entwurfes wurden auf 10 478000 Mark
ver=
anſchlagt, wovon allein 2½ Millionen auf Grunderwerb
entfielen; von den Geſamtkoſten ſollten auf die Stadt
ent=
fallen, außer der ſchon in früheren Entwürfen erwähnten
erforderlichen Geländeſtellung, Unterhaltung der Anlagen
uſw. noch ein Barzuſchuß von 1 480000 Mark. Die im
April 1904 ſtattgehabten allgemeinen Beſprechungen dieſes
Entwurfs ſowohl als auch die ſich daran anſchließenden
Erörterungen führten zu der übereinſtimmenden Anſicht,
daß an der Forderung der von den Sachverſtändigen der
Stadt vorgeſchlagenen und von der Stadt vertretenen
wei=
teren Tieferlegung der Main=Neckar=Bahn um 3.44 Meter
gegenüber der beſtehenden Gleisanlage der Bahn
unbe=
dingt feſtgehalten werden müſſe. Daraufhin erſtatteten die
Sachverſtändigen der Stadt ihr ausführliches Gutachten
über den Entwurf der Eiſenbahnverwaltung, das nebſt
ihren Vorſchlägen im Auguſt 1904 der Eiſenbahn=
Direk=
tion eingereicht wurde. In den darauf folgenden
Beſpre=
chungen wurden die ſtädtiſchen Vorſchläge von den
Ver=
tretern der Eiſenbahnverwaltung deshalb als
unan=
nehmbar bezeichnet, weil geſetzliche Beſtimmungen über
das Gefälle auf Hauptgleiſen entgegenſtünden, welche die
Tieferlegung der Main=Neckar=Bahn in dem geforderten
Maße nur zuließen, wenn aleichzeitig die geſamten
Ge=
leisanlagen des Ludwigs=Bahnhofs entſprechend tiefer
gelegt würden, was ein Aufgeben der jetzigen Kopfſtation
des Heſſiſchen Ludwigs=Bahnhofs und eine Verſchiebung
dieſes Bahnhofs bis in die Nähe der Rheinſtraße. kurz
eine vollſtändige Umarbeitung des ganzen Entwurfs zur
Folge haben müſſe. Auch würden die hierdurch
entſtehen=
den bedeutenden Mehrkoſten von der Eiſenbahnverwaltung
nicht übernommen werden können. Die Beſprechung
brachte wohl Aufklärung für beide Teile, verlief aber
er=
gebnislos, da eine Einigung nicht zu erzielen war.
Infolge der von der Stadt feſtgehaltenen Forderung
ſah ſich die Eiſenbahnverwaltung genötigt, ſich von neuem
an das Miniſterium der öffentlichen Arbeiten in Berlin
zu wenden, um eine endgültige Entſcheidung
herbeizufüh=
ren. Man ſtand nunmehr vor der Frage, entweder den
Umbau der Bahnhöfe in einem größeren Umfange nach
anderen Geſichtspunkten vollſtändig neu zu entwerfen, oder
davon abzuſehen und unter tunlichſter Belaſſung der
Bahnanlagen nur den greifbaren Mißſtänden abzuhelfen
und dabei eine Erweiterung der
Wagenreparaturwerk=
ſtätte und Verlegung des Lokomotivſchuppens vorzuſehen.
Die Mitteilung über dieſen Stand der Dinge traf im Juni
1905 ein, nachdem der zweite Vorſitzende der
Großherzog=
lichen Handelskammer eine Unterredung mit dem Herrn
Seite 342
agblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
Ueberſichtsplan I.
In dem obenſtehenden überſichtsplan ſind noch einmal die alten und die neuen Gleis= — die neuen Gleiſe bezeichnen. Auch die Lage der alten und der neuen Bahngebäude ſind im
anlagen zuſammen dargeſtellt, ſodaß genau erſichtlich iſt, wie die Züge zurzeit und wie ſie in Plan eingezeichnet, ſodaß, die Entfernung, die Zugangswege uſw. genau zu erkennen ſind. Von
Zukunſt laufen werden. Die alten Gleisanlagen ſind bezeichnet, während die vollen
beſonderem Intereſſe iſt, welches rieſige Terrain zu dem früheren Stadtgebiethinzugekommeniſt.
Miniſter der öffentlichen Arbeiten in Berlin gehabt hatte.
Nach weiteren Verſuchen, befriedigende Löſungen zu
erlan=
gen, wurde ſchließlich die Neubearbeitung des Entwurfs
beſchloſſen, deſſen Grundzügen in einer Beſprechung am
15. Auguſt von den Vertretern der Stadt im weſentlichen
zugeſtimmt werden konnte.
So kam ſchließlich ein Fünfter Entwurf der
Eiſanbahnverwaltung. Die vollſtändige Neus
bearbeitung des Entwurfs, die vorauszugehende
Verſtän=
digung zwiſchen dem Herrn Miniſter der öffentlichen
Ar=
beiten in Berlin und dem Großherzoglichen Miniſterium
der Finanzen in Darmſtadt, deren Zuſtimmung zu dem
Entwurf in erſter Linie erforderlich war, die Klärung der
verwickelten finanziellen Fragen, nahm naturgemäß
län=
gere Zeit in Anſpruch. Der ſo vorbereitete Entwurf
wurde am 26. Mär: 1906 in Anweſenheit der
Ver=
treter des Großherzoglichen Miniſteriums der Finanzen,
der Königlich Preußiſchen und Großherzoglich Heſſiſche
Eiſenbahn=Direktion Mainz, ſämtlicher Mitglieder der
Großherzoglichen Bürgermeiſterei und den Vertretern der
Stadtverordneten=Verſammlung im Großherzoglichen
Mi=
niſterium der Finanzen bekannt gegeben und unter
Vor=
ſitz des Finanzminiſters Exzellenz Gnauth in Verbindung
mit allen dabei in Betracht kommenden Angelegenheiten
einer eingehenden Beratung unterzogen. Es war dies
der Entwurf V der Eiſenbahn=Direktion, der nunmehr
allſeitige Billigung fand, genehmigt
wurde und der Ausführung zu Grunde
kiegt.
In der Stadtverordnetenverſammlung
vom 26. April 1906 teilte Oberbürgermeiſter
Mor=
neweg mit, daß die Eiſenbahndirektion Mainz vor
eini=
gen Tagen amtlich die Pläne zum Bahnhofsumbau
vor=
gelegt habe und ebenſo auf Erſuchen das
Finanzminiſte=
rium Vorſchläge über die Finanzierung des Projektes.
Oberbürgermeiſter Morneweg ſtellte feſt, daß dieſes
Pro=
jekt wohl das beſte iſt, was man erreichen konnte,
und was auch die anderen lautgewordenen Vorſchläge
nie=
mals erreicht häten. Sehr wichtig für uns ſei namentlich,
daß ein großes Stück Gelände in den Stadtbereich
einbe=
zogen wurde, das ſonſt ſchwer zugänglich war. Die
Ver=
legung eines Bahnhofs ſei für eine Stadt eine
außer=
ordentlich wichtige Sache und kann von weittragendſten
Folgen ſein. Durch das vorliegende Projekt tritt keine
Verſchiebung der Werte für die Stadt ein, was ſonſt in
jedem Falle eingetreten wäre. Alle beſtehenden Werte
bleiben und es kommen viele neue hinzu. Es hatte
be=
reits eine vierſtündige gemeinſame Sitzung der Eiſenbahn=
Direktion mit dem Hochbau=, Finanz= und
Verkehrsaus=
ſchuß ſtattgefunden und die Eiſenbahnbehörde hatte ſich
ſehr entgegenkommend gezeigt. Es wurde von der Stadt
verlangt ein einmaliger Beitrag von 500 00 Mark
a fond perdu und die Beteiligung an der Verwertung des
freiwerdenden Geländes in Höhe von 2700 000 Mk. Das
geſamte Gelände iſt großherzoglich heſſiſcher Beſitz und
wird geſchätzt auf 7400 000 Mark. Der Stadt wird
an=
heimgeſtellt, für 2700000 Mark Gelände zu erwerben
ent=
weder zur freien Verwertung oder zur gemeinſamen, ſo
daß an eventuellen Veräußerungen der Staat und die
Stadt beteiligt ſind im Verhältnis von 4,7:2,7. Der
Koſtenzuſchuß von 500 000 Mark ſei ein ſehr geringer zu
nennen, aus dem Geländeerwerb erwüchſen jedoch der
Stadt ganz erhebliche und ſchwerwiegende Aufgaben durch
die Anlagen der Straßen, der Kanaliſation, Waſſerleitung
nſw., was ganz enorme Ausgaben erfordert. Was den
Bebauungsplan betrifft, ſo werde man ſich vorerſt darauf
zu beſchränken haben, zunächſt Hauptſtraßen zur
Verbin=
dung mit den Verkehrszentren zu ſchaffen und mit der
Bebauung ſehr vorſichtig und langſam vorzugehen, ſchon
um die landſchaftliche Schönheit der Gegend dort nicht zu
beeinträchtigen und namentlich den Blick auf den Wald
zu erhalten. Die Arbeiten müßten möglichſt beſchleunigt
werden, da die Eiſenbahnbehörden darauf rechnen, den
Bahnhof in längſtens 31 Jahren in Betrieb zu nehmen.
Die Ausführung des Projektes werde von der oben
erör=
terten finanziellen Beteiligung der Stadt abhängig
ge=
macht. Ein Handeln gebe es nicht, wenn die Stadt ſi
nicht im genannten Sinne beteilgt, ſei das Projekt als
gefallen zu betrachten.
Die Stadtverordneten ſtimmten zu, das
Projekt fiel nicht und heute ſtehen wir vor
dem volkendeten Werk.
Nachdem die Pläne des Bahnhofsumbaues
ordnungs=
gemäß in der Zeit vom 28. April bis 18. Mai 1906
öffent=
lich zu jedermanns Kenntnis ausgelegen hatten, wurde
am 23. Mai 1906 der erſte landespolizeiliche
Prüfungs=
termin für die Wege und Vorfluten des Entwurfes unter
dem Vorſitz des Vertreters der Großh. Heſſ. Regierung
abgehalten. Erſchienen waren ſerner die Vertreier der
Eiſenbahnverwaltung, des Großh. Kreisamtes, des
Großh. Kabinetts, der Bürgermeiſterei, der Süddeutſchen
Eiſenbahngeſellſchaft und andere Intereſſenten. Ein
Einſpruch gegen den Entwurf im
allgemei=
nen wurde von keiner Seiteerhoben, dagegen
wurden Forderungen mehr untergeordneter Bedeutung
vom Kreiſe, von der Stadt und der Süddeutſchen
Eiſen=
bahngeſellſchaft geltend gemacht, die durch Entſcheidung
des Großh. Miniſteriums vom 5. September 1906 zum
größten Teil zugeſtanden wurden. Nur gegen die
Li=
nienführung der Odenwaldbahn von der Dieburger
Straße bis zur Frankfurter Straße wurden, und zwar
vorwiegend von den Ziegeleibeſitzern, Bedenken erhoben,
da deren Beſitz durch die neue Bahnlinie ungünſtig
durch=
ſchnitten und der Ziegeleibetrieb zum Teil ſich ſehr ungünſtig
geſtaltet haben würde. Auch wurde von der Stadt eine
ſchienenfreie Ueberſchreitung der Kranichſteiner Straße
verlangt. In der Tat haben die geltend gemachten
Be=
denken der Intereſſenten die Eiſenbahnverwaltung zu
einer abgeänderten Linienführung der Odenwaldbahn
geführt. Für den neuen Entwurf dieſer Bahnſtrecke, der
in der Zeit vom 31. Oktober bis 7. November 1906 offen
lag, fand der landespolizeiliche Prüfungstermin am
9. November 1906 ſtatt. In dieſem Entwurf hatte die
Eiſenbahnverwaltung den früher ausgeſprochenen
Wün=
ſchen Rechnung getragen, allerdings konnte dies nur auf
Koſten der Linie ſelbſt geſchehen, die nunmehr in weitem
Bogen ſämtliche Ziegeleien umging und erſt unweit des
Schnittpunktes des Dreiſchlägerweges mit der
Kranich=
ſteiner Straße an der nördlichen Ecke der Faſanerie
wie=
der in weſtlicher Richtung einſchwenkt. Gegen dieſe
Li=
nienführung im allgemeinen wurden keine
Einwendun=
gen erhoben, die Wünſche der Ziegeleibeſitzer waren
er=
füllt, eine Unterführung der Kranichſteiner Straße unter
der Bahn war vorgeſehen und außerdem konnte die
Stadt die weiter, ausholenderen Bogen der Bahn, die
Hinausſchiebung des tiefen Bahneinſchnittes mit Rückſicht
auf die Einbeziehung eines größeren Flächenraumes in
den Stadtbezirk nur willkommen heißen. Den
vorge=
brachten Forderungen der Stadt auf Anlage einer
Ueber=
brückung für den Hohlen Weg und des Großh. Hauſes
auf Ueberbrückung der Kaſtanien=Allee wurde ſpäter durch
Miniſterialentſcheidung vom 10. Dezember 1906
ſtattge=
geben. In der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung gelangte der geänderte Entwurf am
15. November 1906 zur Vorlage und zur An=
nahme. Die Regierung und die beiden
Kammern der Stände haben das Projekt
gebilligt und ſchon im Staatsbudget für
1906 die erſte Baurate bewilligt.
Durch den endgültigen
ausgeführten Entwurf,
zu deſſen beſſerem Verſtändnis wir oben einen
Ueber=
ſichtsplan bringen, der ſowohl die alte wie die
neue Anlage und Linienführung zeigt, wurden die beiden
alten Hauptbahnhöfe mit ſamt den mit ihnen in
Verbin=
dung ſtehenden Eiſenbahnanlagen ganz aufgegeben und
durch den nun vollendeten neuen
Durchgangs=
bahnhof erſetzt, der 800 Meter von der alten
Anlage entfernt weſtlich der Stirnſchneiſe liegt
und die beiden ehemals getrennten Bahnhöfe in ſich
ver=
einigt. Die bisherige Richtung des Straßenverkehrs von
der Stadt nach dem Hauptbahnhof wird in der
Haupt=
ſache gewahrt. Die Umlegung der Bahnhofsanlage
auf=
vollſtändig freies Gelände ermöglichte, frei von jeglichen=
Einſchränkungen, eine äußerſt günſtige, geradezu ideale
Ausgeſtaltung ſämtlicher neu herzurichtender Bahnhofſt
anlagen.
Die Anordnung der Bahngleiſe.
(Siehe Ueberſichtsplan II auf nächſter Seite.)
Während die neuen Bahnanlagen ſüdlich der Breiten
Allee in normaler Weiſe nur zweigleiſig und öſtlich der
Frankfurter Straße ein= oder zweigleiſig verlaufen,
ge=
ſtalteten ſich die Bahnanlagen in dem durch die Breite
Allee und Frankfurter Straße eingeſchloſſenen
Gelände=
viertel ſehr umfangreich und verwickelt. Verankaßt war
dies beſonders durch die eiſenbahn=betriebstechniſch
be=
gründete Forderung der ſchienenfreien
Ueber=
ſchneidungen der ſich kreuzenden Bahngleiſe und
durch den zwecks überſichtlicher und pünktlicher
Zugabfer=
tigung im Hauptbahnhof vorgeſehenen Richtungsverkehr.
Der Richtungsverkehr hat nicht allein große
Vor=
züge für die Reiſenden, ſondern er erleichtert, vereinfacht
und ſichert den Bahnbetrieb in beſonderem Maße. Er
be=
ſteht darin, daß die Perſonenzüge für eine beſtimmte
Rich=
tung nicht auf beliebigen Gleiſen des Hauptbahnhofes
ein= und auslaufen, ſondern immer nur auf ein und
dem=
ſelben Gleiſe. Hierdurch wird es ermöglicht, die aus
verſchiedenen Orten im Hauptbahnhof ankommenden und
nach ein und derſelben Richtung gehenden Perſonenzüge
jeglicher Gattung, ſeien es Perſonen= oder Schnellzüge
uſw., ebenſo wie die Züge in umgekehrter Richtung, ſtets
auf ein und demſelben Bahnſteig abzufertigen, was zum
ſchnellen Zurechtfinden der Reiſenden und zur leichteren
Ueberſicht des Betriebes weſentlich beiträgt. Dieſe
Ver=
einfachung im Verkehr bedinat aber bei der großen
An=
zahl der verſchiedenen Bahnlinien eine ſehr verwickelte
Geleisanordnung zur Einmündung in den Hauptbahnhof,
und zwar deshalb, weil die Hin= und Hergeleiſe einer
jeden Linie nicht mehr nebeneinander in den Bahnhof
eingeführt werden können, ſondern mit den aus anderen
Richtungen kommenden, deren Züge nach dem gleichen
Ziel beſtimmt ſind, gepaart werden müſſen. Die
Doppel=
geleiſe jeder Linie müſſen deshalb ſchon in größerer
Ent=
fernung von dem Hauptbahnhof von einander getrennt
und auseinander gezogen, gehoben oder geſenkt werden,
um die im Wege beſindlichen übrigen Geleiſe
ſchienen=
frei über= oder unkerfahren zu können. Es wurden
hier=
durch, abgeſehen von den neu anzulegenden Brücken und
Tunnels, für die Straßen und Wege über zehn große
Brückenbauten im Bahngelände erforderlich. Der
Bahn=
körper an der Breiten Allee liegt ſo tief im Einſchnitt, daß
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Seite 35.
die Straße nahezu in beiehender Hößenlage überführt
werden wunte. Suolich davon veroleior die Bahn im
Ein=
ſchnitt bis zur Wiedereinmündung in die alte Linie der
Main=Neckar=Bahn, wobei ſamtliche die Bayn kreuzende
Straßen überführt werden, während nördlich davon ſich
der Einſchnitt allmählich verringert, derart, daß nach
Ueberbrückung der Bahn im Zuge des Dornheimerwegs
ſchon die Pallaswieſenſtraße unter den Bahnlinien
hin=
durchgeführt werden kann. Während die
Grafenhäuſer=
ſtraße noch unterführt wird, erreichen die Gleiſe der
Oden=
wald=, der Aſchaffenburger Bahn und nach dem
Haupt=
güterbahnhof Kranichſtein nahezu bei der Frankfurterſtraße
ſchon Straßenhöhe, ſodaß hier für die Ueberſchreitung
der Gleiſe eine Straßenbrücke von etwa 6 Meter Höhe
mit beiderſeitigen Straßenrampen erforderlich wird.
Die Geleiſe für die durchgehenden
Güter=
züge ſind im Bahnhof weſtlich unmittelbar neben den
Hauptgeleiſen angeordnck. Der Hauptgüterbahnhof in
Kranichſte i’n wurde beibehalten und durch
Geleis=
verbindungen iſt für die in Frage kommenden Bahnlinien
zur Entlaſtung der Hauptgeleiſe eine Umgehung des
Per=
ſonenbahnhofs vorgeſehen. Die Bauwerke für die
Stra=
ßenunter= oder =Ueberführungen ſind zum Teil von
bedeu=
tender Ausdehnung, ſo iſt beſonders zu erwähnen die
Brücke für den Dornheimerweg mit zirka 140 Meter Länge
und der Tunnel für die Pallaswieſenſtraße von zirka 100
Meter Länge.
Durch die Vereinigung beider Hauptbahnhöfe und die
Neuanlage iſt jetzt ein weiterer Durchgangsverkehr
ermöglicht für: Mainz=Darmſtadt=Hridelberg und
um=
gekehrt, Worms=Darmſtadt=Heidelberg und umgekehrt,
Heidelberg=Darmſtadt=Aſchaffenburg und umgekehrt,
wäh=
rend die Züge Mainz=Darmſtadt=Aſchaffenburg und
um=
gekehrt, zwar in den gemeinſchaftlichen Hauptbahnhof
ein=
fahren können, aber hier umſetzen müſſen.
Der Güterbeahnhof wurde unter Einziehung
der beſtehenden Güterbahnhöfe auf einen beſchränkt, der.
indeſſen eine ſehr günſtige Lage zum Stadtgebiet erhielt.
Er konnte 400 Meter vor den Hauptgeleiſen, unweit des
Hauptbahnhofes zwiſchen Dornheimer= und
Landwehr=
weg, alſo um die gleiche Entfernung näher an die Stadt
angeordnet werden. Hier ſind die Güter=, Eilgut= und
Zollſchuppen dicht an dem Eingang zum Güterbahnhof
cetc etche eiterneten nene
und Lagerplätze vorgeſehen.
Die neuen Eiſenbahnanlagen in nächſter Nähe der
Stadt ſtellen ſich als ein den weiteren Umkreis des
Stadt=
gebietes umſchließenden Gürtel dar, in ähnlichem
Ver=
lauf wie die beſtehenden Bahnanlagen des
Odenwald=
bahndammes und der Main=Neckar=Bahn, jedoch in einem
größeren, zwiſchen 800 bis 1200 Meter wechſelnden
Ab=
ſtande von der Stadt, der ſich nur beim Güterbahnhof auf
etwa 400 Meter verringert. Die Bahnanlagen
umſchlie=
ßen im Umkreiſe nahezu drei Viertel des weiteren
Stadt=
gebietes, indem ſie bei der Dieburgerſtraße beginnen und
erſt wieder unweit der Pelzſchneiſe in die jetzige
Bahn=
linie der Main=Neckar=Bahn einmünden. Da faſt
ſämt=
liche Bahnanlagen innerhalb dieſes Gürtels beſeitigt
wer=
den müſſen, wird nicht allein das jetzige Bahngelände
frei, ſondern das Hintergelände mit einem Flächeninhalt
von 700 bis 800 Hektaren wird in den Stadtbereich
einge=
ſchloſſen.
Das für die neuen Bahnanlagen erforderliche Gelände
benötigte im Vergleich zu den alten Bahnanlagen mehr
als die doppelte Fläche und war vorwiegend Privatbeſitz,
nur im Weſten der Stadt wurden ſtädtiſche und ſtaatliche
Waldungen in größerem Umfange in Anſpruch
genom=
men. Auch das Eigentum des Militärfiskus wurde
be=
rührt beim Exerzierplatz hinter der neuen
Kavallerie=
kaſerne und bei der Eſchollbrückerſtraße, wo kine
Verle=
gung der Pulverhäuſer erforderlich wurde.
Ein weſentlicher Vorteil des Bahnbaues
beſteht in der Beſeitigung faſt aller Wegeſchranken in des
Weiſe, daß die beſtehenden Straßenzüge und Wege in
auskömmlicher Breite ſchienenfrei entweder über= oder
unterführt wurden, und zwar unter Vermeidung von
An=
rampungen und unter Anwendung mäßiger Steigungen
bei ſolchen Bauwerken, wo Auffahrt= und Abfahrtrampen
unvermeidlich waren. Indeſſen mußten einzelne
Stra=
ßenzüge vollſtändig abgeſchnitten werden, ſo der
Gries=
heimerweg, der nun ſtumpf vor dem Empfangsgebäude
endigt, deſſen Fortſetzung aber von untergeordneter
Be=
deutung iſt und durch die etwa 300 Meter entfernten
Ueberführungen der Breiten Allee und des
Landwehr=
wegs erſetzt wird. Für den Arheilger= und Elfeicherweg
ſind Uebergänge errichtet woden.
Verzeichnis der Straßen Ueber= und Unterſührungen.
Nachſtehendes Verzeichnis enthält nähere Angaben
über die von dem Bahnhofsumbau betroffenen Straßen
und Wege:
Die Dieburger Straße wurde in einer Breite von
15 Metern überführt.
2. Der Hohle Weg wurde in ſenkrechter Richtung zur
Bahnlinie in einer Breite von 12,5 Metern überführt; die
Rampen erhielten eine Steigung von 1:40 auf der
weſt=
lichen Seite und eine ſolche von 1:25 auf der öſtlichen
Seite. Durch einen Seitenweg von der Ueberführung
der Dieburger Straße nach der Ueberführung des Hohlen
Weges, öſtlich der Bahnlinie, wurden die Zugänge zu
den daſelbſt gelegenen Grundſtücken aufrecht erhalten;
auf der weſtlichen Seite wurde eine gerade
Straßenver=
bindung von der Ueberführung nach dem jetzigen
Bahn=
übergang geſchaffen.
3. Der Feldweg hinter der Aktienziegelei wurde in
einer Breite von 12,5 Metern überführt, wodurch eine
gute Verbindung des Hohlenweg=Viertels nach dem
Ge=
lände in der Richtung des alten Arheilger Wegs und der
Frankfurter Straße hin geſichert wurde
4. Der zweite Feldweg hinter der Aktienziegelei ging
ein, das heißt, er wurde durch Seitenwege an die oben
genannte Ueberführung angeſchloſſen.
5. Die Kaſtanien=Allee wurde in einer Breite von
4,5 Metern überführt; die weſtliche Rampe erhielt eine
Steigung von 1:25, während die öſtliche nahezu wagrecht
bis zum Parktor verkäuft.
6. Die Kranichſteiner Straße wurde in einer Breite
von 14 Metern unterführt; die beiderſeitigen Rampen
erhielten eine Steigung von 1:10.
7. Der alte Arheilger Weg wurde in Schienenhöhe
6 Meter breit mit Rampen 1:30 überführt; ebenſo der
Elfeicherweg in der Richtung nach Arheilgen in einer
Preite von 4 Metern.
8. Die Frankfurter Straße wurde in einer Breite von
18 Metern am Kreuzungspunkte mit der jetzigen
Güter=
verbindungsbahn überführt, die Rampen erhielten eine
Neigung von 1:50. In der Nähe der Brücke iſt die
Halteſtelle „Darmſtadt=Nord” errichtet.
9. Der Pfarrwieſenweg wurde in einer Breite von
6 Metern unterführt,
Ueberſichtsplan II.
Dieſer Ueberſichtsplan II zeigt genau die umfangreiche neue Schienenführung, die und die Breite Allee hinab oder Bleichſtraße, Griesheimer Weg uſw. Man kommt dann in
Lage des Empfangsgebäudes mit Fürſtenhalle, den Bahnſteig und die rieſige Halle und die Wirklichkeit zunächſt zu dem Bahnhofsplatz mit dem Hauptgebäude ꝛc. und darüber zu den
les Uehrige
zum neuen Bahnhofe führenden Straßenzüge Man orientiert ſich wohl am beſten in dem dahinter, im Plan darunter liegenden Bahnſt
iſt aus dem Plan leicht zie
Plan, wenn man annimmt, nach dem Bahnhof herunter zu
n, d. h. die Rheinſtraße
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912.
Nummer 99.
10. Die Gräfenhäuſer Straße wurde in einer Breite
von 14 Metern unterführt.
11. Die Pallaswieſenſtraße wurde in einer Breite
von 14 Metern unterführt.
12. Der Weiterſtädter Weg wurde nach der
Pallas=
wieſenſtraße verlegt und mit dieſer gemeinſam unterführt.
13. Der Landwehrweg wurde öſtlich der
Bahnan=
lagen in einer Breite von 14 Metern verlegt und mit dem
Weiterſtädter Weg verbunden.
14. Der Dornheimer Weg erhielt eine Ueberführung
in der Breite von 14 Metern über die Bahnanlagen, die
öſtliche Zuführung liegt wagrecht, die weſtliche Rampe
erhielt eine Neigung von 1:40.
15. Der alte Griesheimer Weg wurde abgeſchnitten.
Auf der Weſtſeite der Bahnanlagen ſind indeſſen nördlich
und ſüdlich Längswege zur Verbindung mit den
benach=
barten Straßenzügen angelegt. Auf der Oſtſeite mündet
der Griesheimer Weg auf das Empfangsgebäude des
Hauptbahnhofs.
16. Die Straße von Darmſtadt nach Griesheim
(Breite Allee) wird in einer Breite von 25 Metern
über=
führt und zwar ebenſo wie die Ueberbrückung des
Dorn=
heimer Wegs in eiſernem Ueberbau; die öſtliche
Ramp=
für die Breite Allee=Ueberführung liegt horizontal die
weſtliche erhielt eine Neigung von 1:65, welche der
Steig=
ung in der Rheinſtraße zwiſchen Saalbauſtraße und Poſt
entſpricht.
17. Zwiſchen Salzlack= und Kapellſchneiſe iſt eine
14 Meter breite Ueberführung errichtet, die auch der
ſpä=
teren Erſchließung des Exerzierplatzes als Baugelände
zu ſtatten kommen wird.
18. Die Holzhof=Allee wurde in der Breite von 14
Metern überführt, desgleichen
19. die Stadt=Allee in der Breite von 12,50 Metern.
20. Eſchollbrücker Straße und Beſſunger Weg
ſind an ihrer Kreuzungsſtelle mit einem 15 Meter breiten
eiſernen Ueberbau überführt, der zur Ueberführung beider
Straßen dient.
21. Der Eſchollbrücker Weg wird am ſüdlichen Ende
des Bahnhofs „Darmſtadt=Süd” in der Breite von 10
Metern überführt.
Aus der Baugeſchichte.
Kaum waren einige Wochen darüber verſtrichen, als
die Frage: „wohin kommt der neue Bahnhof?” noch eine
brennende war, weniger noch als man über die
Geeignet=
heit oder Ungeeignetheit des Platzes ſich noch ſtritt, da war
untn auf dem rieſigen Gelände ſchon eine Arbeit geleiſtet
worden, von deren Bedeutung und Umfang man ſich kaum
eine Vorſtellung machen kann. Ein Stück unſeres ſchönen
Tannnwaldes war gefallen und ein Wald von Eiſengeruſten
war erſtanden, die Natur war der raſtlos ſiegreich
fortſchrei=
tenden Induſtrie gewichen. Hügel ſind verſchwunden,
Tal=
mulden entſtanden oder Hügel und Tiefen im Gelände haben
wechſeln müſſen, um einen Ausgleich zu ſchaffen und ebenes
Gelände für die Schienen= und Bau=Anlagen zu ſchaffen.
Maſchinen, aller Art, wie man ſie ſonſt in Darmſtadt nicht
zu ſehen gewohnt iſt, waren tätig, dazu viele Hunderte
kraf=
tiger Arbeiter unter Leitung von Ingenieuren, Technikern
und Aufſehern. Kein Laie kann ſich eine Vorſtellung davon
machen, welche ungeheure Arbeit erforderlich war dieſe
moderne Bahnhofsanlage zu bauen. Für den Reiſenden
exiſtiert im Grunde genommen, nur der Bahnhof, das
Empfangsgebäude, und dieſes iſt der kleinſte faſt der
neben=
ſächlichſte Teil der ganzen Anlage.
Eine der wichtigſten und gewaltigſten Arbeiten und
eine Arbeit, die nach der Abholzung des Waldſtückes zuerſt
erledigt werden mußte, war alſo die Erdbewegung, die
gleichzeitig auch eine der intereſſanteſten Arbeiten war. Auch
von dieſer Rieſenarbeit kann der Laie ſich kaum einen
Be=
griff machen. Einige Zahlen werden das erleichtern. Für
die Gleislegung der nach Süden führenden
Durchgangs=
gleiſe war ein Einſchnitt zu machen, der 180 Meter
breit und zwiſchen 4 und 13 Meter tief iſt; er verteilt
ſich auf die größte Hälfte der Länge des zu bearbeitenden
Terrains, das insgeſamt 1 Million und 700000
Quadratmeter umfaßt! Der Löwenanteil zur
Be=
wältigung dieſer gigantiſchen Arbeit fiel begreiflicherweiſe
der Maſchine zu. Ein Trockenbagger, ähnlich dem
Syſtem des bekannteren Schwimmbaggers zur Reinigung
und Vertiefung des Flußbettes, hatte dieſe Herkulesarbeit
zu verrichten, die anfänglich durch ſteiniges und
durch=
wurzeltes Erdreich ſehr erſchwert wurde. Der auf Schienen
laufende Trockenbagger höhlte mit ſeinen an endloſer Kette
laufenden Eimerſchaufeln das Erdreich aus und ſchüttete
den Sand unmittelbar in Lowries, die, in langen Zügen
der Feldbahnen vereint, ihn ſofort wieder an Stellen
be=
förderten, die aufgeſchüttet werden mußten. Die
Bagger=
maſchine förderte täglich 2100 Kubikmeter Sand; ſie füllte
täglich 21 Züge von 30 Wagen Länge, die jedesmal 100
Kubikmeter Erdreich fortſchafften. Fünf
Dampflokomo=
tiven waren fortgeſetzt unterwegs. Die Ausſchachtung des
rieſigen Abſchnittes erfolgte der Länge nach.
Die Erdarbeiten wurden vorgetrieben bis zur Breiten
Allee, deren Ueberführung ein ſehr bedeutendes Bauwerk
bildet und erhebliche Schwierigkeiten bereitete.
Die gewaltige Arbeit der Erdbewegung war aber
keineswegs allein auf die maſchinelle Tätigkeit des
Trocken=
baggers beſchränkt. Zur Schaffung des Baugrundes für
den im Oſten liegenden Güterbahnhof waren ebenfalls
um=
fangreiche Ausbaggerungen nötig, die durch Handarbeiter
geleiſtet wurden. Hunderte von Arbeitern waren hier mit
Graben beſchäftigt, ſie förderten täglich etwa 850
Kubik=
meter, ſodaß insgeſamt pro Tag rund 4000 Kubikmeter
Erd=
bewegung bewältigt wurde. An den verſchiedenſten Stellen
des über 12 Kilometer lang ausgedehnten Bauterrains
wurde gleichzeitig emſig geſchafft. Während hier noch der
Boden geebnet, planiert ward, erhoben ſich dort ſchon
Grundmauern, Eiſenpfeiler uſw über dem Erdboden, und
auch in der Erde wurde ein rüſtiges Stück Arbeit geleiſtet,
die Verlegun g der Kanäle. Durch die Tieflage der
Bahnlinie im Zuge des Griesheimerwegs und der
Eſcholl=
brückerſtraße werden beide daſelbſt befindlichen Hauptkanäle
durchſchnitten. Hier mußte die Stadt von der
Eiſenbahn=
verwaltung einen entſprechenden Erſatz ausbedingen mit
der Maßgabe, daß dieſer den ſeitherigen Grundſätzen des
Kanalſyſtems entſpricht, womit Unterdückerungen unter der
Bahn ausgeſchloſſen waren. Die betroffenen Kanäle
muß=
ten deshalb zur Erreichung der tieferen Lage unter der
Bahn mit Kaskaden und die Weiterführung unter
natür=
lichem Gefälle bis zur Ausmündung in den Darmbach
ent=
worfen werden. Gleichzeitig konnten zur Verbeſſerung der
Kanaliſation, mit Rückſicht auf das Wachſen der Stadt und
die Erweiterung des Stadtgebietes, die Kanalprofile für
die umzubauenden und neu anzulegenden Strecken ge=
räumiger ausgebildet werden, ſodaß die neuen
Kanal=
anlagen auf Jahre hinaus auskömmlich bemeſſen ſind. Der
neue Hauptkanal mißt 2,25 Meter Kreisdurchmeſſer.
Der Werkſtättenbahnhof, ein ſymetriſcher Bau
wurde ganz in Eiſenkonſtruktion ausgeführt. Die
nörd=
liche und ſüdliche Hälfte des Baues enthält je ein
Schiebe=
bühnenfeld und zu beiden Seiten desſelben je ein Feld für
Arbeitsſtände. In der Mitte der Hauptabteilungen liegt,
von allen Seiten bequem zu erreichen, die Dreherei.
In dieſer mächtigen Werkſtätte können zu gleicher Zeit 84
Lokomotiven repariert werden, d. h. für 84 Lokomotiven iſt
eine ſogen. Arbeitsgrube vorhanden, ein auszementierter
bequemer Gang, um auch von unten an die Lokomotive
heran zu können, die darüber gefahren wird. Von der Größe
dieſer Anlage kann man ſich vielleicht einen Begriff machen,
wenn man ſich die alte Anlage vorſtellt, in der höchſtens 20
Lokomotiven gleichzeitig bearbeitet werden konnte.
Um dieſen gewaltigen Bau herum liegen noch einige
kleinere Werkſtätten. Südlich die Keſſelſchmiede mit
Siederohr=Werkſtätte, weſtlich die Schmiede.
Nach der Straße zu liegt der Arbeiterſpeiſeſaal,
Magazin=
gebäude und Verwaltungsgebäude. Nach Eröffnung des
Betriebes werden in der Lokomotivwerkſtätte uſw. 300
Ar=
beiter beſchäftigt ſein, bald wird ihre Zahl auf 6—700
ſteigen. Für Ausdehnung der Werkſtätte nach Oſten durch
Anbaumöglichkeit iſt von vornherein Sorge getragen
wor=
den. Im Anſchluß an die Lokomotivwerkſtätte iſt weiter
errichtet die Wagenreparaturwerkſtätte.
Zum Bau dieſer Rieſenarbeitsſtätte wurden 2200
Tonnen Eiſen gebraucht, das ſind 44000 Zentner. Daß nur
die neueſten Konſtruktionen und die beſten praktiſchen
Er=
fahrungen berückſichtigt wurden, bedarf keines beſonderen
Hinweiſes. Außerordentliche Helligkeit und Luftigkeit
zeich=
nen die Arbeitsräume aus. Zur Bedachung des Baues iſt
eine neue ſehr praktiſche und vorteilhafte
Deckenkonſtruk=
tion — Bimsbeton — verwendet, die durch breite
Glas=
dachungen unterbrochen iſt und reichlich Oberlicht einläßt.
Dieſe Konſtruktion iſt ſeuerſicher, leicht und ſehr dauerhaft
und erfordert wenig Unterhaltungskoſten und=Arbeiten.
Die Hauptfaſſade des Baues, in Mauer= und
Sandſtein=
bauwerk, architektoniſch einfach und wuchtig gehalten, liegt
nach Weſten.
Zur Herbeiſchaffung der Baumaterialien
war ein beſonders Gleiſe, abſchwenkend von dem
Haupt=
gleiſe, auf der Weiterſtädter Chauſſee gelegt worden.
Spä=
ter mußte dann eine Abſchwenkung der Gleiſe von der
Wormſer Linie erfolgen und mußte dazu eine Blockſtation
errichtet werden. Die Aufſchüttungsarbeiten dehnten ſich
bis zur Hammelstrifft aus.
Zu den wichtigſten und intereſſanteſten Arbeiten
ge=
hörte die Herſtellung der ſogenannten Bauwerke, d.ſ.
Ueber= und Unterführungen von Straßen
und Wegen. Eine ganze Anzahl von Straßen und Wegen
wurde, wie ſchon bemerkt, von den neu anzulegenden
Schienenſträngen geſchnitten, und in keiner Straße wird
der Verkehr dadurch im geringſten beeinträchtigt. Ein
minuten= ja viertelſtundenlanges Warten vor
geſchloſſe=
nen Barrieren, wie jetzt noch zum Beiſpiel am Rheintor,
gibt es in Zukunft nicht mehr; unbehindert um Fuß= oder
Wagenverkehr ſauſt die Bahn über oder unter den
Straßen hinweg, gleichzeitig eine ſichere Maßnahme zur
Vermeidung von Unglücksfällen. Bei Anlage dieſer
Ueber= und Unterführungen wurde nach Möglichkeit
dar=
auf geſehen, daß die Straßenwege eine auskömmliche
Breite erhielten, daß Anrampungen vermieden wurden
und daß da, wo Auffahrt= und Abfahrtrampen nicht zu
vermeiden waren, nur eine mäßige Steigung eintrat.
Neben dem Griesheimer= wurde auch der Landwehr=Weg
abgeſchnitten und geht in die Weiterſtädter Straße auf,
die wiederum nach ſeitlicher Verlegung — Abſchwenkung
— mit der Pallaswieſenſtraße vereinigt
und in einem gemeinſamen Strange unter der Bahn
hin=
durchgeführt wurde.
Dieſes, die genannten Straßenzüge unter ſich
ver=
einigende „Bauwerk” iſt eines der größten und
intereſ=
ſanteſten. Die Ueberführung iſt über 14 Meter breit und
von beträchtlicher Höhe. Gewaltige Eiſenträger wurden
den mächtigen Granit= und Sandſteinlagern eingefügt
zur Aufnahme der Schienenſtränge. Die Straße wurde
an dieſer Stelle um etwa 1½ Meter tiefer gelegt. Ueber
ſiebenhundert Arbeiter waren an den Bauten
beſchäftigt, die in der Mehrzahl in Wohnbaracken
unter=
gebracht waren.
Das bebaute Gelände reicht vom Ausgange des
Bahnhofs Arheilgen bis an die
Gemark=
ungsgrenze Darmſtadt-Eberſtadt, im Süden
bis an die Gemarkung Weiterſtadt zum Schnittpunkt der
Gräfenhäuſer Straße mit der Linie Mainz-Darmſtadt.
Im Oſten zieht es hinter dem Orpheum und den
Ziege=
leien herum bis zur Dieburger Straße. Wenn man das
ganze Baugelände umlaufen wollte, würde man einen
ganzen Tag dazu benötigen. So ſtellen ſich die neuen
Anlagen als ein den weiteren Umkreis des Stadtgebietes
umſchließender Gürtel dar, in ähnlichem Verlauf wie die
beſtehenden Bahnanlagen des Odenwaldbahndammes
und der Main=Neckar=Bahn, jedoch in einem größeren,
zwiſchen 800 bis 1200 Meter wechſelnden Abſtande von der
Stadt, der ſich nur beim Güterbahnhof auf etwa 400
Meter verringert. Die Bahnanlagen umſchließen im
Um=
kreiſe nahezu drei Viertel des weiteren Stadtgebietes.
1700000 Quadratmeter Privatbeſitz mußten
erworben werden. Dazu waren mit über 3000 Beteiligten
Verhandlungen zu führen, die ſämtlich in Händen des
Herrn Regierungsrats Schneider lagen.
Die Anlagekoſten und der Anteil der Stadt an der
Koſtenbeſtreitung.
Was die Koſten des neuen Bahnhofs anbelangt, ſo
waren dieſe zunächſt auf 13,7 Millionen Mark und
ein=
ſchließlich der Nachforderungen von 1,4 Millionen auf
15, 1 Millionen Mark veranſchlagt. Nach
dem Eiſenbahngemeinſchaftsvertrage zwiſchen Preußen
und Heſſen müſſen die Anlagekoſten von dem heſſiſchen
Staate aufgebracht werden, wobei die Aufwendungen bei
Verteilung der Ueberſchüſſe eingerechnet werden. Als
Bei=
trag zu den Anlagekoſten hat die Stadt einen
Bar=
betrag von 500000 Mark als Gegenleiſtung für
die Vorteile des Wegfalls läſtiger Uebergänge in
Schienen=
höhe und der Schaffung neuer Bauquartiere zu leiſten.
Nach dem Eiſenbahngemeinſchaftsvertrage geht das
ver=
fügbar werdende Eiſenbahngelände nicht in den Beſitz der
Gemeinſchaft über, ſondern wird Eigentum desjenigen
Staates, in deſſen Gebiet das Gelände liegt, im
vorlie=
genden Falle an den heſſiſchen Staat. Ausgenommen
hiervon ſind beſtimmte Geländeflächen, hauptſächlich in
näch=
ſter Umgebung der jetzigen Empfangsgebäude, die ſich die
Eiſenbahnverwaltung für ihre Zwecke vorbehalten hat.
Das freiwerdende Bahnhofsgelände mit einem
Flächen=
inhalt von ca. 33,3 Hektaren iſt auf 7,4 Millionen Mark ge=
ſchätzt; die Stadt hat ſich in einem Geſellſchaftsverhältnis
mit dem Fiskus hierbei mit dem Betrage von 2,7
Mil=
lionen Mark beteiligt, ſo daß die Stadt am
Bahnhofsneubau zwar mit 3,2 Millionen Mark in
An=
ſpruch genommen iſt, dagegen ihr ein Geländewert zugute
kommt, deſſen Höhe vorläufig zu 2,7 Millionen Mark
ge=
ſchätzt wurde. Außerdem wurde der Stadt das Vorrecht
bei den Geländeveräußerungen eingeräumt. Der von der
Stadt für Grunderwerb aufzubringende Betrag von 2,7
Millionen Mark iſt erſt nach Erſchöpfung des Heſſiſchen
Staatsfonds in Höhe von 10½ Millionen Mark zu
er=
ſtatten.
Tatſächlich betragen die Geſamtkoſten
für die Umgeſtaltung der Darmſtädter
Bahnanlagen, zu denen die Stadt
Darm=
ſtadt einen Barbeitrag von 500000 Mk.
leiſtete, rd. 17 Millionen Mark, wovogz
über 4 Millionen Mark auf den
Grund=
erwerb und rd. 1 Million auf das Emps
fangsgebäude entfallen. Die Lokomotivs
werkſtätte koſtet rd. 5 Millionen Mark.
Statiſtiſches und Allgemeines.
Zuſammengefaßt ſei hier nochmals kurz nach dem
zur Verfügung geſtellten amtlichen Material folgendes
wiedergegeben: Es waren 1700000 Kbm.
Bodenmaſs=
ſen zu bewegen, 32 Kunſtbauten zu errichten, 100 Km.
Geleiſe zu legen.
Mit den Bauarbeiten wurde im Frühjahr 1907
begonnen, zunächſt mit den für die
Lokomotivwerk=
ſtätte; dieſe wurde bis Sommer 1909 fertiggeſteut und im
Auguſt 1909 in Betrieb genommen. Im Oktober 1907
wurden die Arbeiten für den Bahnhofsneubau begonnen.
1909 waren die Bauwerke vollendet, 1910 die Straßen,
Wege und Kanäle, 1911 die Geleiſe und
Sicherungs=
anlagen. Das für die neuen Bahnanlagen erforderliche
Gelände benötigt im Vergleich zu den alten Bahnanlagen
mehr als die doppelte Fläche.
Auf der Oſtſeite des Betriebsbahnhofs für den
Perſo=
nenverkehr iſt der Ortsgüterbahnhof errichtet, und
zwar zunächſt dem Perſonenbahnhof die Anlage für den=
Eilgutverkehr, während die Anlagen für den
Frachtgut=
verkehr zwiſchen Dornheimerweg und Landwehrweg lie
gen. Der Eilgutſchuppen hat eine nutzbare Grundfläche
von 530 Quadratmetern, der Stückgutſchuppen von rund
3400 Quadratmetern, wovon der nördlichſte Teil der
Steuerverwaltung als Zollabfertigung und Zollſchuppen
dient. Den Verfrachtern ſtehen an 4 Ladeſtraßen rund
1800 Meter Gleiſe zur gleichzeitigen Aufſtellung von etwa
200 Wagen zur Verfügung. An der Landwehrſtraße
be=
finden ſich Lagerplätze mit einer Grundfläche von 16000
Quadratmetern, für die zwei Zufahrtſtraßen mit 4
Gelei=
ſen vorgeſehen ſind. In der Nähe iſt das von der Stadt
auf Eiſenbahngelände errichtete Lagerhaus zur zollfreien
Niederlage von Gütern errichtet. Am Eingang zum
Güter=
bahnhof am Griesheimer Weg befindet ſich ein ſtädtiſches
Oktroihäuschen nebſt zwei Wagen.
Auf der Weſtſeite des Betriebsbahnhofs, nördlich des
Dornheimer Wegs, ſind die Anlagen für den
Loko=
motiv= und Triebwjagenverkehr (
Lokomotiy=
ſchuppen mit 32 Ständen, Drehſcheiben, Kohlenlagerplätze,
Waſſerkranen uſw.)
Weſtlich der Lokomotivſtation, zwiſchen Dornheimer
Weg und Pallaswieſenſtraße iſt der Werkſtätten
bahnhof mit den Werkſtättenanlagen errichtet. Die
Lokomotivreparaturwerkſtätte faßt 92 Stände und
beſchäf=
tigt über 700 Arbeiter. Bemerkenswert ſind die hierzu
gehörigen Wohlfahrtseinrichtungen, das
Arbeiterſpeiſe=
haus und die Badeanſtalt. An der Mittelſchneiſe mitten
im Wald iſt eine Arbeiterwohnkolonie mit
Wohnungen für zunächſt 24 Familien
er=
richtet.
Bei den Neubauten waren folgende Bes
amte der Eiſenbahndirektion Mainz tätig=
Geſamtentwurf: Oberbaurat Everken in Köln, bis
1. April 1907 in Mainz, Reg.=Baumeiſter Schmidt:
Per=
waltungsanlegelegenheiten: Regierungsrat Dr. Schneider;
Ausarbeitung der Sonder= und Einzelentwürfe für die
Ingenieurbauten und Oberleitung der Bauausführunge
Regierungsbaumeiſter Schmidt; desgl. für die
Sicherungs=
anlagen: Regierungs= und Baurat Horn; elektriſche und
maſchinelle Anlagen: Geh. Baurat Kirchhoff, Geh.
Ball=
rat Liepe, Regierungsbaumeiſter Wagner:
Empfangs=
gebäude und ſonſtige Hochbauten: Regierungs= und
Bau=
rat Mettegang, Regierungsbaumeiſter Müller, Architekten
Panthel und Schuh, Regierungsbauführer Morneweg
Bauaſſiſtent Frommann; örtliche Bauleitung:
Regierungs=
baumeiſter Haack für die Neubauſtrecken weſtlich der alten
M.=N.=B. und ſüdlich der alten Wormſer Linie;
Regie=
rungsbaumeiſter Wolfskehl, öſtlich der alten M.=N.=B. und
nördlich der atlen Wormſer Linie, vom 1. März 1910 ab
geſamte örtliche Bauleitung; Bauaufſichtsbeamte: Techn.
Eiſenbahnſekretär Hartmann, Bauaſſiſtenten Klein, Klink,
Ingenbrand. Ingenieur Auguſt von 1911 ab für die
Bahn=
ſteigüberdachung, Brückenbauten und Eiſenkonſtruktionen;
Grunderwerbsbeamter: Eiſenbahn=Oberſekretär Meißner.
Die architektoniſche Geſtaltung des Empfangsgebäudes,
des Wirtſchafts= und Amtsgebäudes, des
Fürſten=
pavillons und des Bahnhofsplatzes rührt von Profeſſor
Pützer her.
Das Empfangsgebäude.
Zur Erlangung von Entwürfen für das
Empfangs=
gebäude des neuen Bahnhofes war bekanntlich ein
Preis=
ausſchreiben erlaſſen worden, an dem ſämtliche
deutſchen Baukünſtler ſich beteiligen konnten. Doch blieb
das Ausſchreiben ohne unmittelbares Reſultat. Klar iſt,
daß das Haupt= und Empfangsgebäude eines Bahnhofes
der ganzen Anlage das Gepräge gibt, obwohl es nicht
den größten Teil der Bauſumme für ſich beanſprucht. Die
bahntechniſche Anlage eines Bahnhofes fällt dem
Unein=
geweihten weniger ins Auge; der Reiſende iſt in
Deutſch=
land heute daran gewöhnt, daß in dieſer Beziehung bei
Neugnlagen nur das allermodernſte und als praktiſchſt
Erprobte ausgeführt wird, er nimmt das als etwas
ſelbſt=
verſtändliches hin. Anders iſt es mit dem Gebäude,
das er beim Betreten der Stadt zuerſt betritt, das ihm die
erſten Eindrücke vermittelt und welches für ſeine
Be=
urteilung der ganzen Stadt von erheblichem Einfluß iſt.
Mit der Kunſt ſelbſt als ſolcher bei
Bahnhofsbau=
ten iſt es eine eigene Sache. Sie darf ſich nicht in
Einzel=
heiten, in „Kleinigkeiten” ergehen und muß ihr Augenmerk
mehr auf das Große, Monumentale richten. Der Reiſende
hat heute, wenn er einen Bahnhof betritt, keine Zeit, erſt
lange nach den Schönheiten der Innenarchitektur zu ſuchen,
oder nach intimen künſtleriſchen Anlagen und
Ausarbei=
tungen, an denen z. B. der neue Wormſer Bahnhof ſo
Nummer 99.
ril 1912.
Darmſtädter Tagblatt, Samstac
eite 37.
außerordentlich reich iſt. Auf ihn
muß die Geſamtanlage, das
Bau=
werk an ſich, wirken. Da war es
nun ſehr erfreulich, daß die
Eiſen=
bahngemeinſchaft beim Darmſtädter
Bahnhof allen deutſchen Künſtlern
Gelegenheit gab, ſich an der Löſung
der Aufgabe zu beteiligen. Der
Er=
folg des Ausſchreibens entſprach
je=
doch, wie geſagt, nicht den
Erwar=
tungen und ein Reſultat konnte erſt
ſpäter, nach gründlicher Um=, faſt
Neugeſtaltung eines der
preisgekrön=
ten Entwürfe erzielt werden.
In dem Wettbewerb wurde ein
erſter Preis nicht erteilt.
An deſſen Stelle wurde den beiden
gleichwertigen in erſter Linie
aus=
erwählten Entwürfen von Profeſſor
Pützer=Darmſtadt und Profeſſor
Klingholz=Aachen je ein Preis
von 4000 Mark zuerkannt. Den
zwei=
ten Preis erhielt Prof. Olbrich in
Darmſtadt. Die beiden dritten Preiſe
entfielen auf Karl Bonatz und Georg
Martin in Straßburg und Taut in
Stuttgart. Zum Ankauf wurden
empfohlen die Entwürfe von
Kling=
holz=Aachen, Reinhardt und
Sü=
ßenguth in Charlottenburg, Paul
Bonatz und E. F. Scholer in Stutt=
gart und Billing und Vittali in
Karlsruhe.
Profeſſor Pützer=Darmſtadt
wurde dann mit der Umarbeitung
ſeines reſp. mit der Ausarbeitun
eines neuſn Projektes beauftrag
das nach mehrfachen Aenderunger
bei denen bekanntlich auch Wünſche
des Kaiſers zu berückſichtigen waren
dann zur Ausführung beſtimm
wurde.
Auf der Titelſeite der zweiten
Beilage bringen wir die
Haupt=
anſicht des nun fertigen Gebäudes
nach einer Zeichnung ſeines Schöy
fers.
Das nebenſtehende Bild,
eben=
falls nach einer Zeichnung Profeſſor
Pützers, zeigt den Fürſten
empfangspavillon mit der
davorgelagerten Anlage, die einer
außerordentlich harmoniſchen Ab
ſchluß erhielt durch den vom
Ver=
kehrsverein aus Anlaß ſeines
Jubi=
läums geſtifteten Brunnen. Auch
dieſen Brunnen hat Profeſſor Pützer
entworfen. Er iſt aus bayeriſchem
Granit hergeſtellt und erhielt eine
geſchmackvolle goldene Krönung der
Säulenkuppel durch Profeſſor Ernſt
Riegel von der Künſtlerkolonie.
Der Fürſtenempfangspavillon mit Verkehrsvereins=Brunnen.
Das Empfangsgebäude und der Bahnhofsplatz.
Die geſamte Anlage des Bahnhofsplatzes präſentiert
ſich nun nach der Vollendung wenigſtens des
beſtimmen=
den Teils außerordentlich reizvoll und großzügig, und
macht dem genialen Schöpfer der Geſamtanlage, auf
deſſen Spuren man überall da trifft, wo es galt, etwas
Beſtimmendes zu ſchaffen, Herrn Prof. Pützer=
Darm=
ſtadt in jeder Beziehung Ehre, ohne daß mit dieſer
Feſt=
ſtellung die gewiß großen Verdienſte der ſonſt
Beteilig=
ten, beſonders der genannten Beamten der
Eiſenbahn=
direktion Mainz irgendwie geſchmälert werden ſollen.
Man wird vergeblich ſuchen in dem Kranz der deutſchen
Städte, um einen Bahnhofsplatz von gleicher Schönheit,
von gleicher Geſchloſſenheit der architektoniſchen
Geſtal=
tung, trotz der überall betonten Zweckmäßigkeit, zu
fin=
den. Mit beſonderem Glück und künſtleriſchem Takt iſt
die Gruppierung der Baumaſſen erfolgt, die von allen
Zugangsſtraßen aus das gleich reizvolle, impoſante,
da=
bei ruhige und von größter Selbſtverſtändlichkeit
be=
herrſchte Bild ergibt. Iſt ſo die Aufgabe der
Geſamt=
anlage, die ihren Abſchluß erſt in hoffentlich nicht zu
fer=
ner Zukunft erhalten ſoll, reſtlos gelöſt, ſo ſind es auch
die Gebäude ſelbſt und ſie bieten von neuem den Beweis
dafür, daß man nie — voreilig kritiſieren ſoll.
Geſtern abend war zum erſten Male den Vertretern
der Preſſe Gelegenheit gebolen, in einem Rundgang
unter liebenswürdiger und ſachkundiger Führung des
Herrn Regierungsrats Mettegang die neuen
Haupt=
gebäude in Augenſchein zu nehmen und dieſen
Rund=
gang den geſchätzten Leſer als Abſchluß unſeres
Be=
richtes nachempfinden zu laſſen, iſt uns angenehme Pflicht.
Der Hauptzugang wird aller Vorausſicht nach von
der Breiten Allee aus zum Bahnhof führen, ſodaß wir
den Platz von Süden betreten und nun von der
Ge=
bäudegruppierung zuerſt den Eindruck erhalten, den
un=
ſer Bild auf der Titelſeite vermittelt. Und durch das
ſüdliche Hauptportal, nachdem wir den hübſchen
Ver=
kehrsverſſinsbrunnen vor dem Fürſtenpavillon paſſiert
haben, betreten wir die Halle des
Empfangsgebäudes.
Ein Vordach, das, ebenſo wie ſämtliche Türen — wir
können das jetzt aus eigener Anſchauung beſtätigen,
wirklich hoch genug iſt, ſchützt das Portal. Vor dem
Eintritt haben uns die dienſtbereiten Gepäckträger bereits
etwaige Gepäckſtücke abgenommen und unbehindert durch
dieſe, denn ſie werden durch einen beſonderen Eingang
befördert, paſſieren wir die Pendeltür, die den Verkehr
nach rechts und links von ſelbſt regelt und können uns
nun zunächſt — ſpäter, wenn wir Reiſepublikum ſind,
fehlt dazu die Zeit — ein paar Minuten dem
impoſan=
ten Eindruck der großen und ſchönen Halle hingeben. Sie
iſt viel größer und ſchöner, als man dem verhältnismäßig
kleinen Bau von außen anſieht. Etwa 38 Meter lang,
16½ Meter breit und 15 Meter hoch. Ohne
aufdring=
lichen oder überflüſſigen architektoniſchen oder
maleri=
ſchen Schmuck iſt doch der Eindruck nichts weniger als
nüchtern. Die mächtige Bogendecke wird durch zahlreiche
große Beleuckſtungskörper belebt. Der Boden beſtellt
aus Terrazzoplatten, der untere Teil der Wände aus
weißverfuater Verblendung von klinkerartigen
Back=
ſteinen. Die oberen Teile der Wände ſind in Naturputz
gehalten; die Decke iſt eine Kaſſettendecke mit ſchräg
lau=
fenden Kaſſetten. Die hohen Fenſter ſind mit
Kathedral=
glas veralaſt, mit Medaillons in den oberen Teilen.
Drei aroße Zifferblätter von Uhren künden die Zeit an.
Der Blick nach links fällt auf rieſige Gepäckräume, wo
unſere draußen dem dienſtbaren Geiſt übergebenen Koffer
ſchon der Abfertigung harren. Rechts ſind die
Fahrkar=
tenſchalter, 9 an der Zahl. äußerſt zweckmäßig und
prak=
tiſch angelegt. Daß Aufſchriften genau bezeichnen, wo
die Karten der verſchiedenen Richtungen ausgegeben
werden, iſt ſelbſtverſtändlich. Aber in vieler Beziehung
bringen die Schalter gegen alles Bekannte Vorteiſe
Ge=
ſchickt erdachte Sprechmembranen ſind ſchräg ſeitlich
ge=
ſtellt, ſodaß der Beamte und der Reiſende ſich durch die
Scheibe ungebindert ſehen können, ohne ſich bücken oder
recken zu müſſen, und ermöglichen ein aanz vorzügliches
Hören. Auch die Zahlbrettchen ſind praktiſch und beauem
und vor den Schaltern ſind in den den Zutritt regelnden
Scheidewänden die Heizkörver angebracht, die nicht nur
den Schalterbeamten vor ſchädigendem Zug ſchützen,
ſon=
dern ſicher auch von dem Publikum angenehm
empfun=
den werden. Hat man hier ſeine Fahrkarte erſtanden.
wird geradüber das Gepäck erpediert und die Zeit bis
zur Abfahrt des Zuges noch dem Beſuch der
Warteſäle
gewidmet. Dieſe liegen für 1. und 2. und für 3. und 4.
Klaſſe nebeneinander angeordnet, nach Norden, alſo dem
ſüdlichen Hauptportal gegenüber. Vor dem Eingang
in der Mitte erhebt ſich ein monumentaler Brunnen, der
zweite von den insgeſamt 13, der ſäulenartig komponiert.
aus den gleichen dunkelalaſierten Klinkerſteinen hergeſtellt
iſt, wie die unteren Wandfelder. Das Becken iſt mit
Schar=
vogel=Keramiken verkleidet. Die mächtige Brunnenſäule
wird durch einen goldenen Kugelaufbau gekrönt, den Prof.
Ernſt Riegel geſchaffen hat. Rechts vor dem Eingang
zu den Warteſälen iſt das öſtliche Hauptportal vom
Griesheimer Weg. Wir betreten zuerſt den
Warte=
ſaal 1. und 2. Klaſſe. Das Portal iſt ebenfalls mit
Flieſen aus der Großh. Keramiſchen Manufaktur
ver=
kleidet, wie überhaupt dieſer Warteſaal mit den
daran=
ſtoßenden Speiſeſaal uſw. den reichſten künſtleriſchen
Schmuck trägt. Der Fußboden iſt aus Eichenholzparkett,
und graubräunlich gehaltene Eichenholztäfelung umzieht
auch rundum die Wände bis zu beträchtlicher Höhe. Der
obere Teil der Wände hat eine großzügige
Flächenauf=
teilung erfahren. Die einzelnen Felder werden durch,
ſcheinbar tragendes Moment für die Decke bildende
Pi=
laſter begrenzt, die auf rohem Verputz diskrete Malerei
tragen. Die Felder ſelbſt ſind in ſattem Grün gehalten
und werden von farbigen blumengemuſterten Girlanden
ebenfalls auf Putz gemalt, umzogen. Die der Tür
gegen=
überliegende Wand trägt im oberen Teil inmitten
rei=
cherer Malerei das Wappen der Stadt Darmſtadt auf
ſchwarzem Grunde. Die Decke iſt ebenfalls als
Kaſſetten=
decke in quadratiſchen Muſtern ausgebildet, mit leichter
Schattierung. Der niedrigere in den Quadervorbau
rei=
chende Teil hat eine Eichenholz=Tafel=Decke. Die dieſen
Raum vom Hauptraum trennenden Pfeiler zeigen reichen
keramiſchen Schmuck; ebenſo die nach Norden den
Speiſe=
ſaal abſchließenden Pfeiler. Ueber der Tür iſt unter der
Uhr das Abrufläutewerk angebracht. Hier ertönt
vor Abgang jedes Zuges ein Glockenſignal und
gleich=
zeitig erſcheint eine Tafel mit der Bezeichnung des Zuges.
Durch dieſen Warteſaal gelangt man vorbei an dem
bequemen, prakliſchen und dem künſtleriſchen
Geſamt=
bilde gut eingefügten Büfett in den nicht großen, aber
reizenden Speiſeſaal. Auch hier ſind der Durchgang
und vilefach die Wände mit Keramiken künſtleriſch
ge=
ſchmückt. Und wieder plätſchert leiſe ein Brünnlein, das
ganz reizend aus Keramiken hergeſtellt, von einer
hüb=
ſchen Plaſtik von Prof. Jobſt gekrönt wird. Der
Speiſe=
ſaal hat eine reich bemalte und vergoldete Kuppeldecke
erhalten, die aus mehreren buntverglaſten Rundfenſtern
das Oberlicht vermittelt und deren unterer Rand die
Pendel=Beleuchtungskörper trägt. Mit dem Speiſeſaal
verbunden iſt noch ein kleinerer, wohl vornehmlich für
Frauen beſtimmter, intim ausgeſtatteter Warteraum.
Weiter nach Norden gelangt man in ein ungemein reizvoll
geſtaltetes Höfchen, das Reſtaurationszwecken dienen ſoll
und das ſpäter, wenn die es umziehenden Pergolen erſt
von duftendem Grün berankt ſind, ein bevorzugter
Aufent=
halt für Darmſtadts Bürger werden dürfte. Uebrigens
plätſchert hier ein weiteres Brünnlein.
Weſentlich einfacher gehalten iſt der Warteſaal 3. und
4. Klaſſe, deſſen künſtleriſche Ausgeſtaltung, wenn von
ſolcher geſprochen werden kann, mehr den Volkston trifft,
aber in außerordentlichem Maße praktiſch und bequem
iſt. Die hohe, rot gehaltene Tafeldecke wird durch
Gur=
ten in Naturputz getragen. Auch die Felder der Wände
ſind in Naturputz gehalten und ein Fries aus Muſchelkalf
ſchließt den unteren Teil wirkungsvoll ab. Der Eingang
iſt zu einem mächtigen Holzportal ansgebildet, mit
run=
den Holzſäulen, um die ſich Blumengewinde ſchlingen.
Dem Eingang gegenüber iſt zur Orientierung der
Reiſen=
den eine rieſige, übrigens noch der Vervollſtändigung
be=
dürfende Landkarte des Eiſenbahndirektionsbezirks Mainz
an die Wand gemalt. Nach der Bahnſeite iſt ein
nie=
driger Vorraum vorgelagert, der mit dunkler
Holzkaſſet=
tendecke verſehen iſt. Ein kleiner geſonderter Warteraum
iſt für Nichtraucher beſtimmt. Der Fußboden aller
Räume 3. und 4. Klaſſe iſt aus Terrazzoplatten
herge=
ſtellt. Zwiſchen den Warteſälen liegt von beiden
erreich=
bar das große, teilweiſe ebenfalls mit Keramiken reich
geſchmückte Büfett und hinter dieſem die Küche, wie
über=
haupt der ganze Wirtſchaftsflügel mit der Wohnung des
Bahnhofsreſtaurateurs Herrn Niemann, den Vorrats=
und Kellerräumen uſw.
Die Außenfaſſade, in Muſchelkalk und Tuffſtein
er=
richtet, iſt von großer Ruhe und ſachlicher
Ausführlich=
keit. Ueber dem öſtlichen Portal erhebt ſich der mächtige
erhöhte Mittelbau. in dem zwei breite Pilaſter zum Dach
hinausfführen. Dieſe Pilaſter tragen figürlichen
bild=
haueriſchen Schmuck von Prof. Jobſt, Herkules
dar=
ſtellend, wie er die Kraft der Elemente bändigt.
Wir verlaſſen die Warteſäle, um, vorbei an den
be=
quem zu paſſierenden zwei Schaltern für Handgepäck zu
der Bahnſteighalle
und zu den Zügen uns zu begeben. Rechts auf dem
bequem breiten Gange iſt noch angeordnet ein Zimmer
für Damen des Mädchenſchutzvereins, ein Raum für die
Sperrſchaffner, eine große Blumen= und
Bücherverkaufs=
halle; und links die Bedürfnisanſtalten, Telephonzellen
uſw. Noch 4 Sperrſchalter, wo die Fahrkarten geknipſt
werden, ſind zu paſſieren und wir betreten die
Bahn=
ſteighalle. Wieder iſt es zunächſt ein Ausruf des
Staunens, der den Lippen unwillkürlich entflieht, über
die koloſſale Größe dieſer Halle, die hinter dem
Em=
pfangsgebäude faſt verſchwindet, weil ſie, geſpe die
Gleiſe über 6 Meter tiefer liegen. Und ſchon beim erſten
Blick auf die Gleiſe erhält die Behauptung Beweiskraft
daß dieſer Bahnhof, was Ueberſichtlichkeit der
Gleisanlagen uſw. betrifft, tatſächlich bis jetzt einzig da
ſteht. Auch den beiden nach gleichen Geſichtspunkten
an=
gelegten neuen Bahnhöfen Hamburg und Lübeck fehlt
dieſe Ueberſicht. In ganz Deutſchland iſt
Darm=
ſtadts Bahnhof der erſte dieſer Art und ſeine
Anlage wird ſicher bahnbrechend ſein. Auch die erſt=
Halle gleicher Dimenſion und Art, die ohne Ober
licht errichtet wurde, das gar zu leicht verrußt und dann
oft mit ſchweren Mühen und Koſten gereinigt werden
muß. Wir betreten in der Halle zunächſt einen langen
brei=
ten bequemen Perſonenſteg, der vorausſichtlich von den
wartenden oder erwartenden Publikum mehr beſucht wer
den wird, als die Warteſäle. Von hier aus führen be
queme Treppen hinunter zu den Bahnſteigen. Schon von
oben kann man ſich leicht genaueſtens orientieren, welch=
Treppe man hinabſteigen, zu welchem Bahnſteig man
ge=
langen muß. Unter dieſem Steg fahren nun die Z
hindurch und beſondere Vorrichtungen verhützn nach
Möglichkeit Rauchbeläſtigungen uſw. Von hier aus
hat man nach Oſten einen ſchönen Blick auf die Wirt
ſchaftsräume und Wohnſtätten und nach Weſten von
ei=
ner kleinen Eckwirtſchaft aus hat man einen prachtvollen
Ausblick auf den Wald, der die ganze Bahnanlage ja ſo
ungemein ſtimmungsvoll wie ein grüner Gürtel un
ſchließt. Etwa 30 m breit iſt die Halle und 70 m lang.
Mit dieſem Perſonenſteg varallel läuft ein ſölcher
Gepäckbeförderung und der Fürſtenſteg. Auch vo
dieſem aus führen Treppen zu jedem Bahnſteig und bei
ganz beſonderen Anläſſen, Maſſenbeſuchen uſw., wit
auch dieſer für das Publikum freigegeben
Der Fürſtenbau
Sonderzüge von Fürſtlichkeiten werden ſtets in den
Bahnſteig I geleitet, von dem aus man in eine Art Vor
empfangsraum gelangt, der innen noch ganz mit
Kera=
miken verkleidet werden ſoll. Ein elektriſcher Aufzug und
eine Treppe führen dann in das reich und künſtleriſch
ausgeſtattete Fürſtenempfangszimmer, deſſen Pracht der
ſchlichte Bau in ſeiner ſtrengen Symmetrie und ernſten
Außenarchitektur nicht vermuten läßt. Bis zu der reie
gezierten Decke hinauf ſind die Wände mit fein poliertem,
vielfach mit Intarſien geziertem Birkenholz verkleidet
Nehen den Türen ſind Füllungen eingelaſſen, die ganz
entzückende Malereien — ſtiliſierte Vogelmuſter von
Pro=
feſſor Kleukens tragen. Die kaſſettierte Decke iſt reich
ver=
oldet und bemalt und trägt zahlreiche
Beleuchtungs=
icheger mit opaliszierenden Glasperkleidungen. Durch
Berlien Vorhang iſt von dieſem Raum ein ebenfalls
ent=
zückender kleiner Rundbau abgetrennt, ein
Schreibzim=
mer, das auch zu den Appartements führt.
Die oberen Fenſter dieſes entzückenden Raumes
zei=
gen, Glasmalereien ebenfalls von Profeſſor Kleukens.
Die Auffahrt zu dem Fürſtenbau erfolgt auf dem
Bahn=
hofsplatz auf der Südſeite des Fürſtenzimmers, wo eine
geräumige Halle mit weitausladendem Vordach
vorge=
legt iſt. Vor dieſem Fürſtenbauſteht der
Verkehrsvereinsbrunnen.
Eigenartig und reizvoll paßt dieſer hübſche Brunnen
der ganzen Anlage ſich ein, als ob er von vornherein ſo
und nicht anders gedacht war. Doch iſt dem nicht ſo. Der
Erbauer des Bahnhofes war ſich wohl darüber klar, daß
dem Fürſtenbau eine ihn gewiſſermaßen reſervierende
Anlage vorzulegen ſei und daß dieſe Anlage einen archi
tektoniſchen Abſchluß erhalten mußte. Aber die
Eiſen=
bahnverwaltung verſagte. Da kam in dankenswerter Weiſe
der Verkehrsverein mit ſeiner Stiftung und dieſer
Summe entſprechend galt es nun, etwas zu ſchaffen, das
der Geſamtanlage ſich harmoniſch einpaßt und dieſem
beſonderen Teil einen monumentalen Abſchluß gibt. So
entſtand der Brunnen. Wohl Vorbildern, wie man ſie
in Oberitalien antrifft, nachempfunden, gab die
eigent=
liche Anregung zur Idee der Großherzog. Prof.
Pützer ſchuf den Entwurf einfach und ſchlicht, aber von
monumentaler Wirkung. Aus einem 15 Meter langen, oval
geformten Granitbecken erhebt ſich die granitene
Brun=
nenſchale und aus dieſer ragt die mächtige ſchlichte Säule
aus gleichem Stein. Seitlich von oben und unten
er=
gießen ſich 6 Waſſerſtrahlen in die Becken und geben,
im Verein mit der ſeitlich durchgebildeten Goldkrönung
der Säule, dem ganzen trotz der hochragenden
Rundfor=
men, doch eine ſeitliche, gewiſſermaßen flächige
Geſtal=
tung, die aanz wunderbar den Platz abſchließt und zur
Vereinheitlichung des Geſamteindrucks viel beiträgt.
Blieben noch zu erwähnen das die Geſamtanlage
des Bahnhofs nach Süden abſchließende Dienſtgebäude
das die Räume der Betriebsinſpektionen uſw. aufnimmt
und das Gebäude des Bahnpoſtamtes, das in
Verbin=
dung mit dem daneben reizend in dem Waldreſt liegenden
Dienſtwohngebäude, hinter dem der Güterbahnhof
ſicht=
bar wird, den Platz nach Norden bearenzt. Von
Bahnhöfen Nord und Süd, ſowie von den
Werkſtät=
tenanlagen wird ſpäter noch zu reden ſein=
Soir
Sehbus
Grösstes Spezialhaus vornehmer Herren- und Kinder-Moden.
Ludwigsplatz
Ecke Schulstraße.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. April 1912g
Nummer 99
Seite 50
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Nettes, ſaub. Mädchen ſ. Stell.
z. ſelbſt. Führ. d. Haush. Zu erfr.
Nd.=Ramſtädterſtr. 13, II. I. (*10544fs
Madchen
das früher als Alleinmädchen 4 J.
auf einer Stelle war, nähen, büg
und friſieren kann, ſucht Stellung
in beſſerem Hauſe als Zofe oder
1. Hausmädchen für 15. Mai oder
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mäßige Stellenvermittlerin, Eliſa=
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Berückſichtigt werden nur Offerten mit genauer
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teile ich gerne umſonſt briefl.
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vollen Leiden befreit wurde.
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