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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Stadtverordneten=Verſammlung von
Frankfurt a. M. nahm mit 43 gegen 26 Stimmen
die Univerſitätsvorlage an.
Eine deutſch=franzöſiſche Konferenz zur
Feſtſetzung der Grenze im Kongogebiete ſoll im Mai
d. Js. in Bern ſtattfinden.
Der Ertrag der Subſkription für eine
italie=
niſche Luftflotte überſteigt bis jetzt 1 Million
Lire.
Die nationale Sammlung des ſchwediſchen
Panzerbootvereins hat innerhalb 3 Mongte
14 Millionen Kronen ergeben.
Durch Großfeuer und Sturm wurden 2000
Häuſer der Stadt Matſumoto (japaniſche
Provinz Nagano) zerſtört.
Deutſchland und England.
— Als vor mehreren Monaten der engliſche
Kriegs=
miniſter Haldane ſeinen ſenſationellen Beſuch in
Berlin machte, um die Grundlagen für eine
Annähe=
rung zwiſchen Deutſchland und England
anzubahnen, ſtellte man ſich wohl allenthalben in
Deutſch=
land der ganzen Sache recht peſſimiſtiſch gegenüber, indem
man ſich von dieſer Miſſion nur geringen Erfolg verſprach.
Im großen und ganzen haben dieſe Mißtrauiſchen Recht
behalten, denn ſeitdem iſt man über einige belangloſe
Vor=
beſprechungen nicht hinausgekommen, alles iſt nach wie
vor beim alten, und auch aus den Reden der engliſchen
Staatsmänner und ihren Maßnahmen ging zur Genüge
hervor, daß man von einer Annäherung himmelweit noch
entfernt iſt und weiter an eine Abrechnung mit
Deutſch=
land denkt, wenn man auch zugeben muß, daß der Ton
nicht ſo ſchroff klang, wie im Vorjahre. Von
Verhand=
lungen zwiſchen beiden Mächten hat man in der
Zwiſchen=
zeiſt wenig gehört, jetzt verlautet aber von gut
unterrich=
teter Seite, daß die Verhandlungen doch nicht gänzlich
abgebrochen ſeien, ſondern daß man ſie auf einem
Ge=
biete weiter führen will, wo am eheſten eine Einigung
möglich iſt.
Die engliſche Regierung war übel beraten, als ſie
ſeinerzeit wegen der Einſchränkung der
Rüſtun=
gen in Berlin ſondieren ließ; denn einen derartigen
Eingriff in ihre Rechte wird ſich keine Großmacht
zgefal=
len laſſen, und man kennt auch zur Genüge die Gründe,
aus denen heraus Großbritannien in der Verſtärkung
ſeiner Seewehr ſtoppen möchte, das nämlich etwa nicht
uns zuliebe geſchieht, ſondern weil man in finanzieller
Hinſicht kaum noch weiter kann. Dagegen hat man auch
in Deutſchland ſchon lange für eine Verſtändigung
auf kolonjalem Gebiete plädiert, in der
Erwä=
gung, daß die hier beſtehenden Reibungsflächen nicht ſo
groß ſind, als daß ſie ſich nicht ohne große
Schwierig=
keiten ausgleichen ließen. Nach dieſer Richtung hin
ſol=
len jetzt die Verhandlungen erneut eingeſetzt haben. Die
engliſchen Vorſchläge ſollen ſich in der Hauptſache auf
Gebietsregelungen in Afrika erſtrecken, und man
erwar=
tet nunmehr im engliſchen Kolonialamt die deutſchen
Gegenvorſchläge. Man weiß, daß ſchon vor vielen
Jah=
ren ein koloniales Abkommen zwiſchen Deutſchland und
England über Afrika in die Wege geleitet und bereits
abgefaßt war, daß es aber zu einer Ratifikation nicht
ge=
kommen iſt. Auf der Baſis dieſes Vertrages dürfte wohl
erneut eingeſetzt werden, wenn ſich auch ſeit jener Zeit
in Afrika manches geändert haben dürfte.
Welche Punkte man im Einzelnen erörtert, iſt nicht
bekannt, es ſteht aber wohl außer Frage, daß man eine
Verſtändigung über die portugieſiſchen Kolonien anſtrebt,
deren Verkauf nur eine Frage der Zeit iſt. Des ferneren
dürften die aus der Nachbarſchaft mit der Kapkolonie
ſich ergebenden Verhältniſſe einer Prüfung unterzogen
werden, um hier die notwendige endgültige Regelung zu
finden. Bei einigem guten Willen kann man auf dieſem
Gebiete eine Verſtändigung erzielen, die vielleicht auch
von guten Erfolgen für die übrigen politiſchen
Beziehun=
gen begleitet ſein kann.
Die Marokko=Sphinx.
*⁎* Den letzten Berichten zufolge iſt in Fez, nachdem
die Meuterer ſich unterworfen haben, die Ruhe wieder
hergeſtellt worden. Es hat nicht geringer Anſtrengungen
ſeitens der Franzoſen bedurft, der Lage Harr zu werden
und ihre ſowie des Sultans Autorität durchzuſetzen, und
die franzöſiſchen Truppen ſollen dabei ganz erhebliche
Verluſte erlitten haben. Dieſe Vorgänge laſſen tief blicken
und geben den Herren an der Seine einen Vorgeſchmack
deſſen, was ihrer noch bei der Ausübung des
Protek=
torats in Marokko wartet. Letzteres hat den Franzoſen
in den letzten Jahrzehnten ſchon ein ſchönes Stück Geld
und erhebliche Opfer an Menſchen gekoſtet; mit allen
Mit=
teln, die nicht immer ſehr ſauber waren, verſuchten ſie,
ihre Herrſchaft im Maurenlande zu befeſtigen und was
der ſanften Ueberredung nicht gelang, wurde durch die
brutale Gewalt erreicht. Frankreich, das auch nicht eine
Spur eines wirklichen Anrechts auf Marokko hatte, ſah
ſich ſchließlich am Ziele ſeiner Wünſche, vom Forum der
Mächte wurde jenes nicht exiſtierende Anrecht feierlich
beſtätigt und der Protektoratsvertrag, welcher den
Sul=
tan zu einem franzöſiſchen Vaſallen macht, konnte
voll=
zogen werden. Wenn man aber in Paris glaubte, daß
damit alle Schwierigkeiten überwunden ſeien, ſo haben
die Ereigniſſe in Fez gezeigt, daß das ein Irrtum war.
Von amtlicher franzöſiſcher Seite wird der Aufruhr
lediglich auf den ſpontanen Ausbruch von
Unzufrieden=
heit unter einem kleinen Teile der Truppen des Maghzen
zurückgeführt. Dem widerſpricht aber der Umfang der
Empörung, die ſich nicht auf die Sultanstruppen
be=
ſchränkte, und der große Apparat, den die Franzoſen zur
Unterdrückung aufbieten mußten, beſtätigte, daß es ſich
um mehr handelte, nämlich um einen wohlvorbereiteten
und umfaſſenden Anſchlag gegen den Sultan, den man
für den Verluſt der Unabhängigkeit des Landes
verant=
wortlich machte. Die Franzoſen haben es bisher nicht
verſtanden, ſich Sympathien im Scherifat zu erwerben,
deſſen Bewohner ſie als Vernichter ihrer Freiheit
an=
ſehen. Wie es in Fez zu offener Empörung kam, ſo wird
es auch anderwärts der Fall ſein, und für die Franzoſen
werden die Kämpfe vielleicht erſt recht jetzt beginnen, wo
ihre Herrſchaft in Marokko offen in die Erſcheinung tritt.
Das ſind trübe Ausſichten für die Staatsmänner an der
Seine, die alles ſo ſchön geordnet glaubten, nachdem
Deutſchland abgefunden worden war. Und dabei ſtehen
ſie erſt am Anfange ihres Koloniſations= und
Ziviliſa=
tionswerkes, ſie haben es mit einer fanatiſchen
Bevölke=
rung zu tun, die zu allem fähig und in der Lage iſt,
Frankreich die Freude an den Errungenſchaften ſeiner
Diplomatie zu vergällen. Jedenfalls wird Marokko, das
haben die letzten Ereigniſſe in Fez gelehrt, den Männern
der Republik noch manches Rätſel aufgeben und an ihre
Ausdauer und Kraft weitere große Anforderungen ſtellen.
Dentrches Reich.
Die Ueberſchüſſe von 1911. Wie die
Berl. Politiſchen Nachr. melden, beträgt der
vorausſicht=
liche Ueberſchuß der Reichseinnahmen im
Rechnungs=
jahre 1911 nicht nur, wie in der Denkſchrift zur Deckung
der Koſten der Wehrvorlagen angegeben wurde, 230
Mil=
lionen, ſondern ſchätzungsweiſe 265 Millionen. Der
end=
gültige Ueberſchuß ſtellt ſich bekanntlich erſt bei dem
Final=
abſchluß der Reichshauptkaſſe heraus, der für das
Rech=
nungsjahr 1911 in einigen Monaten feſtgeſtellt werden
kann.
— Die Oberverſicherungsämter in
Preu=
ßen. In der Budgetkommiſſion des
Abgeordnetenhau=
ſes wurde von Seiten der Staatsregierung feſtgeſtellt, daß
die Oberverſicherungsämter in Preußen beſtimmt am
1. Juli in Funktion treten. Ob dieſer Termin
hinſicht=
lich der Verſicherungsämter feſtgeſetzt werden kann, ließe
ſich zur Zeit noch nicht überſehen.
— Regierung und Zentrum in Elſaß=
Lothringen. Schon vor der Oſterpauſe war im
elſaß=lothringiſchen Landtag feſtzuſtellen, daß die
Regie=
rung ſich bemühte, dem Zentrum in allen Dingen ſo weit
als möglich entgegenzukommen. Einen weiteren Schritt
zur Annäherung bildet, wie aus Straßburg geſchrieben
wird, die bevorſtehende Berufung des früheren klerikalen
Reichstagsabgeordneten Rechtsanwalts Vonderſcheer als
Landgerichtsrat nach Kolmar. Vonderſcheer gehört zu
den Führern des elſaß=lothringiſchen Zentrums. Seine
Berufung, die einen ungewöhnlichen Vorgang darſtellt,
wird mit den Dienſten erklärt, die Vonderſcheer als
Mit=
glied der Reichstagskommiſſion zur Beratung der
elſaß=
lothringiſchen Verfaſſungsvorlage leiſtete.
— Der preußiſch=bayeriſche
Lotterie=
vertrag? Wie bereits erwähnt, ſind Anzeichen
vor=
handen, daß das Zentrum auf ſeiner bisherigen ſchroff
ablehnenden Haltung gegen den Vertrag auf die Dauer
nicht beharren wird. Die bayeriſche Finanzlage iſt
keineswegs ſo roſig, daß man ein paar ſichere Millionen
leichten Herzens fahren laſſen kann. Man lenkt alſo
lang=
ſam und allmählich ein. Der Bayeriſche Kurier
veröffent=
licht gegenwärtig eine Artikelſerie, die offenbar beſtimmt
iſt, dieſem Einlenken vorzuarbeiten. Er ſieht die ganze
Angelegenheit jetzt als eine „reine Ermeſſensfrage” an
und hat es deshalb für angezeigt erachtet, den ihm „von
ſehr bemerkenswerter Seite” zugegangenen
Ausführun=
gen, die ſich für den Lotterievertrag ausſprechen, Raum
zu geben. Der Artikelſchreiber kommt zu dem Ergebnis,
daß der Vertrag für Bayern äußerſt günſtig ſei und daß
Preußen kein finanzielles Intereſſe daran habe, daß der
Vertrag zuſtande komme. Intereſſant iſt die
Schlußbe=
merkung im zweiten Artikel, „daß zwar die neue
bayeri=
ſche Regierung den Staatsvertrag mit Preußen nicht
ab=
geſchloſſen hat, daß es aber ihrem Anſehen im Reich kaum
beſonders förderlich ſein wird, wenn ſie nicht in der
Lage iſt, die Zuſtimmung des Landtags zu dieſem
Bayern zweifellos vorteilhaften Vertrag zu erreichen.”
Mit anderen Worten, der jetzigen Regierung gibt das
Zentrum gern, was es der vorigen nicht ultramontanen
Regierung verſagte.
— Die ſächſiſche Zweite Kammer hat
be=
ſchloſſen, die Regierung zu erſuchen, beim Reich zu
bewir=
ken, daß feſtſtehende Kinotheater dem § 33a der
Reichsge=
werbeordnung unterſtellt würden, und, wenn das
geſche=
hen ſei, vom Reich eine Zentralſtalle für die Prüfung von
Kino=Vorführungen errichtet werde.
Tuslattd.
Oeſterreich=Ungarn.
Das neue ungariſche Regierungs=
Pro=
gramm. Herr v. Lukacs begann ſeine Verhandlungen
mit der Oppoſition und hatte erſt eine
anderthalbſtün=
dige Beſprechung mit Koſſuth. Er erklärte, daß er die
Wahlreform auf demokratiſcher Grundlage, jedoch mit der
Sicherung der national=ungariſchen Intereſſen
verwirk=
lichen wolle und ſich in der Wehrreform einer Erwägung
der etwa auftauchenden Bedenken nicht verſchließen werde.
Gegenüber den von öſterreichiſcher Seite durch
Auffen=
berg und Stürgkh erfolgten Einmiſchungen in die innern
Angelegenheiten Ungarns werde die neue Regierung
eine befriedigende Erklärung abgeben. Nach einer in der
Juſthpartei verbreiteten, anſcheinend richtigen Nachricht
plant Lukacs neben der Beibehaltung des gegenwärtigen
Wahlrechts die Schaffung einer Kurie des allgemeinen
Wahlrechts mit etwa 120 Mandaten. Der Plan findet
in der Juſthpartei ungünſtige Aufnahme, ſo daß die
Be=
ſeitigung der Obſtruktion noch nicht als gewiß betrachtet
werden kann.
Italien.
Die Schaffung einer Luftflotte. Der
König ſtiftete 100 000 Lire für die Subſkription zur Schafz
fung einer Luftflotte. Der Ertrag der Subſkription
über=
ſteigt nunmehr eine Million Lire. Sämtliche 19
Provin=
zen Italiens haben beſchloſſen, dem Staate je ein
lenk=
bares Luftſchiff nebſt einer Halle zum Geſchenk zu machen.
England.
Die Schließung der Dardanellen. Auf
eine Anfrage wegen Schließung der Dardanellen erklärte
Parlamentsunterſekretär Acland im Unterhauſe, wenn
England auch in der Mitteilung an die türkiſche
Regie=
rung das Recht der Türkei anerkannte, Maßregeln zur
Selbſtverteidigung zu ergreifen, ſo drückte es doch die
Hoffnung aus, daß die türkiſche Regierung eine
Möglich=
keit ausfindig mache, um die Durchfahrt durch die
Dar=
danellen für den fremden Handel möglichſt bald wieder
zu eröffnen. Mit Rückſicht auf den großen Schaden, der
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 191:
Nummer 96.
der Handelsſchiffahrt durch die Schließung der
Darda=
nellen verurſacht werde, habe man Grund zu der
An=
nahme, daß die Türkei ſich der Wichtigkeit dieſer Frage
voll bewußt ſei, aber unter den obwaltenden Umſtänden
keine Zuſicherung abgeben könne.
Vereinigte Staaten.
Der Kampf gegen die Truſts. Der Oberſte
Gerichtshof beſchloß, daß die Bahnhofsgeſellſchaft (
Ter=
minal Railroad Aſſociation) in St. Louis und 14
Eiſen=
bahnen, welche in die Stadt und das Gelände der
Geſell=
ſchaft einfahren, eine Kombination ſind, welche eine
Ver=
letzung des Antitruſtgeſetzes darſtellt. Der Richter Lurton
bemerkte bei der Bekanntgabe der Entſcheidung, ſie
be=
haupte nicht, daß jede Bahnhofsgeſellſchaft das Geſetz
ver=
letze. Solche Geſellſchaften könnten auch eine
Erleichte=
rung anſtatt einer Behinderung für den Handel ſein.
Samuel Untermeyer=New=York und Eduard K. Farrar=
Chicago wurden von den Repräſentanten des Banken=
und Münzkomitees als Anwälte angeſtellt, um die
Unter=
ſuchung gegen den ſogenannten Münztruſt zu führen, als
Einleitung zu den formalen Verhören durch das Komitee.
China.
Die Anleihefrage. Die chineſiſche Regierung
iſt bemüht, zu erfahren, was ſie tun müſſe, um den
Wün=
ſchen der internationalen Bankengruppe in der
Anleihe=
frage zu entſprechen. Wahrſcheinlich wird die Regierung
auf die letzte Mitteilung der Geſandten Frankreichs,
Eng=
lands, Deutſchlands und der Vereinigten Staaten eine
befriedigende Antwort geben, ſodaß die
Anleiheverhand=
lungen dann wieder aufgenommen werdon können.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. April.
* Staatsvertrag zwiſchen Heſſen und Oeſterreich wegen
Beſeitigung von Doppelbeſteuerungen. Auf Grund des
Art. 2 des Geſetzes vom 15. Februar 1908 über die
Ver=
meidung von Doppelbeſteuerungen zwiſchen Heſſen und
Oeſterreich iſt am 3. Januar 1912 zu Berlin ein
Staats=
vertrag abgeſchloſſen worden, der jetzt zur öffentlichen
Kenntnis gebracht wird. Die Ratifikationsurkunden ſind
am 31. März lfd. Js. ausgetauſcht worden, der
Staats=
vertrag iſt daher am 1. April dieſes Jahres in Kraft
ge=
treten. Darnach werden heſſiſche, beziehungsweiſe
öſter=
reichiſche Staatsangehörige zu den direkten Staatsſteuern
nur in dem Staate herangezogen, in dem ſie ihren
Wohn=
ſitz haben, in Ermangelung eines ſolchen nur in dem
Staate, in dem ſie ſich aufhalten. Mit demſelben
Vorbe=
halte werden heſſiſche, beziehungsweiſe öſterreichiſche
Staatsangehörige, die in beiden Staaten einen Wohnſitz
haben, nur in dem Staate zu den direkten Staatsſteuern
herangezogen, deſſen Staatsangehörigkeit ſie beſitzen.
Ein Wohnſitz im Sinne dieſer Vereinbarung iſt an dem
Orte vorhanden, an dem jemand eine Wohnung unter
Umſtänden inne hat, die auf die Abſicht der dauernden
Beibehaltung einer ſolchen ſchließen laſſen. Ohne
Rück=
ſicht auf die Staatsangehörigkeit oder den Wohnſitz des
Steuerpflichtigen wird der Grund= und Gebäudebeſitz
und der Betrieb eines ſtehenden Gewerbes, ſowie das
aus dieſen Quellen herrührende Einkommen nur in
dem=
jenigen Staate zu den direkten Staatsſteuern
herangezo=
gen, in dem der Grund= und Gebäudebeſitz liegt, oder
das Gewerbe betrieben wird. Erſtreckt ſich der Betrieb
eines Gewerbes auf beide Staaten, ſo erfolgt die
Heran=
ziehung zu den direkten Staatsſteuern in jedem Staate
nur nach Maßgabe des innerhalb desſelben ſtattfindenden
Betriebes. Hinſichtlich der ſteuerlichen Behandlung von
Hypothekarforderungen und des Einkommens aus ſolchen
bleibt es bei der uneingeſchränkten Anwendung der in
Heſſen, beziehungsweiſe in Oeſtarreich beſtehenden
geſetz=
lichen Beſtimmungen. Sofern im Sinne des
öſterreichi=
ſchen Geſetzes betreffend die direkten Perſonalſteuern vom
25. Oktober 1896 die Beſteuerung von Zinſen und
Ren=
tenbezügen im Abzugswege zu erfolgen hat, wird ſig
un=
eingeſchränkt zur Ausübung kommen. Hierdurch wird
jedoch das dem heſſiſchen Staate nach den heſſiſchen
Ge=
ſetzen zuſtehende Beſteuerungsrecht in keiner Weiſe
be=
rührt. Aus einer Staatskaſſe (Kronkaſſe, Hofkaſſe,
Lan=
deskaſſe) zahlbare Beſoldungen, Penſionen. Wartegelder
und Unterſtützungen werden nur in dem Staate. aus dem
die Zahlung zu erfolgen hat, zu den direkten Staatsſteu=
ern herangezogen. Ueber die zur tunlichſten Beſeitigung
der Doppelbeſteuerung ſolcher Perſonen, die ſowohl
heſſi=
ſche, als öſterreichiſche Staatsangehörige ſind und zugleich
in den Gebieten beider Staaten ihren Wohnſitz haben,
etwa noch erforderlichen beſonderen Beſtimmungen
wer=
den ſich die Regierungen der beiden Staaten, für welche
dieſer Vertrag zu gelten hat, vorkommendenfalls ins
Einvernehmen ſotzen und der Vereinbarung entſprechende
Anordnungen treffen.
g. Strafkammer, Wegen ſchweren Diebſtahls hatten
ſich geſtern vor der hieſigen Strafkammer zwei
Taglöhner zu verantworten. Beide Angeklagte ſind
verheiratet und hatten am 8. Februar, als ſie
längere Zeit arbeitslos waren, mittels
Einſtei=
gens zwei Säcke Briketts im Werte von 1,88
Mark dem Kohlenhändler Wilhelm Stumpf
ent=
wendet. Sie gaben den Diebſtahl zu und wollten aus
Not gehandelt haben. Das Gericht verurteilte ſie zu je
drei Monaten Gefängnis. — Der Schreiner
Schmidt ſchuldete dem Fuhrunternehmer Phil. Joh.
Andel von hier einen Betrag für Werkſtättenmiete
weshalb dieſer Handwerkszeug Schmidts als Pfand für
ſich behielt, das er im Pferdeſtall verſchloß. Als Schmidt
ſich von Andel das Werkzeug erbat, ging Andel in den
Stall hinein, während Schmidt an der Stalltüre ſtehen
blieb. Plötzlich erhielt Schmidt einen Schlag ins Geſicht,
daß er bewußtlos liegen blieb. Als er zu ſich kam, wurde
er von Andel mit Schimpfworten bedacht und u. a. auch
mit Totſchlag bedroht. In der Verhandlung vor dem
Schöffengericht behauptete Andel, Schmidt wäre vom
Pferde geſchlagen worden. Das Gericht erkannte unter
Anerkennung dieſer Behauptung auf Freiſprechung. Auf
Berufung der Amtsanwaltſchaft wurde Andel von der
Strafkammer wegen Bedrohung und Körperverletzung zu
30 Mark Geldſtrafe verurteilt. — Auf Antrag der
Maggi=Geſellſchaft wurde gegen den 32jährigen
Kauf=
mann Peter Kreß aus Neckarſteinach wegen Vergehens
gegen das Warenzeichengeſetz verhandelt. Der
Ange=
klagte ſoll im Jahre 1911 Knorr=Sos oder eine andere
Suppenwürze als Maggis Suppenwürze verkauft haben.
Von Beauftragten der Firma waren von dem
Angeklag=
ten Proben von Suppenwürze gekauft und unterſucht
worden. Die Unterſuchungen ergaben ein ſpezifiſches
Gewicht von 1,2437, 1.2456 und 1,2533, während Maggi
ein ſpezifiſches Gewicht von mindeſtens 1,260 aufweiſt.
Die Maggi=Vertreter ſind der Anſicht, daß das verkaufte
Produkt Knorr=Sos geweſen ſei, während der Angeklagte
behauptet, ſeit Juni 1911 kein Knorr=Sos mehr zu
füh=
ren. Das Gericht erkannte auf 150 Mark
Geld=
ſtrafe; der Nebenklägerin wird die Publikation des
Urteils zugeſprochen. Der Verurteilte hat außerdem die
Koſten der Nebenklägerin zu tragen. Das Gericht nahm
an, daß dem Angeklaaten nachgewieſen ſei, daß er ein
Produkt als Maggi=Würze verkauft hat, das kein reines
Maggi=Produkt war. Was für ein Produkt die verkaufte
Ware war, ſei gleichgültig.
D Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starkenburg am Montag, den 29. April, vormittags
9½ Uhr, lautet: Konzeſſionsgeſuch der Firma chemiſche
Fabrik Griesheim=Elektran, Werk Oehler zu Offenbach.
Enteignung von Geländ= zur Erwerbung eines 11 m
breiten Streifens für die Hauptzufuhrſtraße C nach dem
neuen Südbahnhof in Darmſtadt.
* Landwirtſchaftskammer für das
Großherzog=
tum Heſſen. In der Sitzung des Vorſtandes wurde
der Hauptvoranſchlag der Landwirtſchaftskammer für
das Jahr 1912 feſtgeſetzt. Weiter beſchäftigte ſich der
Vorſtand mit einigen Verwaltungsangelegenheiten, ſowie
hauptſächlich mit der Frage der Aufhebung der
ſoge=
nannten Liebesgabe. Der Vorſtand hält den
Geſetzent=
wurf der Reichsregierung inſolange für unannehmbar,
als nicht die heſſiſchen Brenner, deren Kontingent unter
300 hl beträgt, den anderen ſüddeutſchen Brennereien
vollſtändig gleichgeſtellt werden. Zur weiteren
Be=
ſprechung des Geſetzentwurfs ſoll zunächſt eine
Vorbe=
ſprechung mit verſchiedenen Brennern, ſowie alsdann
eine Verſammlung ſämtlicher Brenner Heſſens
ſtatt=
finden. Die konſtitulerenden Sitzungen der Ausſchüſſe
der Landwirtſchaftskammer werden alsbald nach der
Neuwahl am 27. April durch den Vorſitzenden der
Land=
wirtſchaftskammer einberufen werden. Die
Hauptver=
ſammlung der Landwirtſchaftskammer wird in der
Woche zwiſchen Himmelfahrt und Pfinaſten ſtattfinden
Gelegentlich der jetzt von der Landwirtſchaftskammer
in Ausarbeitung begriffenen Denkſchrift wurde
feſt=
geſtellt, daß der derzeitige Vorſitzende, Herr Geheimerat
Haas, bei den erſtmaligen Wahlen zu der im Jahre 1872
erweiterten Zentralſtelle für die Landwirtſchaft und die
landwirtſchaftlichen Vereine in ſeiner damaligen Stellung
als Kreisaſſeſſor bei dem Kreisamt Friedberg in dieſe
Behörde gewählt wurde. Es ſind alſo gerade jetzt 40
Jahre, ſeitdem Geheimerat Haas ſeine hervorragende
Arbeitskraft der Landwirtſchaft zur Verfügung geſtellt hät.
. Die Bruno Joachimſche Geſangſchule hielt am
Montag abend im ſehr gut beſuchten „Kaiſerſaal” eine
Geſangs=Aufführung ab, welche die Ziele und
künſtleriſch=ernſten Beſtrebungen dieſer Anſtalt in beſtem
Lichte zeigte. Es darf ruhig geſagt werden, daß die
Schüler, die ihre Ausbildung einem ſo erfahrenen und
begabten Lehrer anvertraut haben, und ſeine
Anweiſun=
gen genau befolgen, ſehr wohlberaten ſind; wer von
ihnen den Lehrgang nicht zu früh verläßt, und durch
unausgeſetzte ſorgfältige ſprachliche Tonbildungsübungen
in ſeiner Stimme die nötige Feſtigkeit erlangt hat, darf
des beſten Erfolges immer ſicher ſein, wie einige der
vorgeſchrittenſten Leiſtungen bewieſen. Auch die
Sicher=
heit im Auftreten und die muſikaliſch=techniſche
Genauig=
keit bei der Ausführung ſchwieriger Melismen und
Ko=
loraturen zeugte allgemein für die Treue einer
gewiſſen=
haften Anleitung in allen Spezialausbildungsfächern,
deren ſorgliche Pflege gerade Sängern ganz
beſon=
ders nötig iſt.
Die Vielſeitigkeit des reichhaltigen, aber ſehr geſchickt
angeordneten Programms war bedingt durch die
ver=
ſchiedenen Ziele der angehenden Künſtler, die zum Teil
dem Konzert= und Oratoriengeſang zuſtreben,
anderen=
teils den Operngeſang mit Glück pflegen. Eine kleine
Programmänderung veranlaßte (wegen Aenderung des
Spielplanes) die Abſage einer bereits an einem
Stadt=
theater angeſtellten früheren Schülerin, an deren Stelle
Fräulein Elske und Landzettel zwei Lieder=Duette von
Mendelsſohn gutklingend und ſchön ſangen. Zwei
Opern=Duette von Mozart, aus „Don Juan” und das
gefällige Papageno=Duett, der beſte Prüfſtein für
ſprach=
liche und muſikaliſche Gewandtheit, zeigten Fräulein
Kümmel und Herrn Sulzmann als bereits recht
vorge=
ſchrittene Sänger mit abſolut ſicherem Vortrag und ſehr
guter ausgeglichener Tonbildung. Auch das Duett
aus=
dem unlängſt hier gehörten Oratorium „Die Geburt
Chriſti” von Heinrich von Herzogenberg fand durch den
beſeelten Vortrag von Frau Joachim und Herrn
Sulz=
enann (mit Cellobegleitung von Herr Kammermuſiker
Andrä) eine ſehr warme Aufnahme. Im Sologeſang
(Arie aus „Paulus”) dürfte Herr Sulzmann indeſſen
einem gleichmäßigeren, logiſch begründeten An= und
Ab=
ſchwellen der Phraſen und der Vokaliſation noch einige
Beachtung ſchenken. Eine Arie aus Haydns „Schöpfung”
ſang ferner Frau Joachim mit guter Dispoſition. In
Herrn C. W. Wilhelm lernten wir in einem Geſang aus
den „Meiſterſingern” einen tüchtigen Sänger mit ſtarker
und klangvoller Baritonſtimme und deutlicher ſchöner
Ausſprache kennen. Ueber ſtarke und ausgiebige
Stimm=
mittel verfügt auch Herr Landzettel, deſſen Rezitativ und
Arie aus der „Schöpfung”: („Und Gott ſchuf den
Men=
ſchen”) mit großer Sicherheit vorgetragen wurden; mehr
äußere Ruhe und tieferes Eindringen in den Geiſt des
Rezitativs, ſowie die klangvollere Ausbildung der Höhe
und paſſender Falſettgebrauch dürfte ihm bei ſeinen
guten muſikaliſchen und ſtimmlichen Anlagen noch leicht
gelingen.
Eine vollendete Ausbildung, poeſievollen Vortrag
und ſehr edle Ausſprache zeigte der wohlklingende
Mezzo=
ſopran von Fräulein Marie Becker in zwei Liedern von
Lorleberg, beſonders das zarte Vibrato in dem zweiten,
das nur dem techniſch fertigen Sänger ſo vollkommen
gelingt. war von ſehr guter Wirkung. Ihr
vorgeſchrit=
tenes Vortragstalent konnte auch Fräulein Agathe
Land=
zettel gut zur Geltung bringen in zwei Geſängen von
C. Saint=Saéns aus Samſon und Dalila” Weiter
beteiligten. ſich Fräulein Toni Erb und Fräulein Elſe
Elske mit korrekt ausgeführten Geſängen aus Obern,
deren Stimmittel bei weiterer kräftigerer Entwickelung
gute Reſultate verſprechen dürften. Auch Herrn Fückels
bereits taktfeſter Geſana („Winterſtürme” aus „Walküre‟
bedarf noch der ſorgfältigen Ausgleichung. Ein
anſpre=
chender Frauenchor=Geſang „Im Maien” von Jan
Gallt=
bildete einen harmoniſchen Abſchluß. Die zum Teil rechte
anſpruchsvolle Begleitung der Geſänge hatte Herr
Kam=
mermuſiker Delp gut durchgeführt. Ein hübſcher
Lor=
beerkranz wurde dene verehrten Lehrer von ſeinen
Schü=
lern in Dankbarkeit gewidmet.
* Schlittſchuhklub=Svortverein. Früher wie je zuvorg
gelanaten in dieſem Jahre die Tennisſchläger aus
dem Wintergewahrſam ans Tageslicht. Schon die
letz=
ten ſchönen Februartage hatten Spielerinnen und
Spie=
ler auf die Sportplätze am Böllenfalltor herausgelockt,
und ſeitdem herrſcht dort wieder regſtes ſportliches
Trei=
ben. Alle 25 Tennisplätze ſind in autem Zuſtande
und=
an jedem Nachmittage beſetzt. Die Bälle fliegen hin
und=
her und manch froher Zuruf ſchallt durch die Luft. Vor
den Augen des Zuſchauers entwickelt ſich ein reizendes
Bild jugendlicher Freude und ſportlichen Lebens in
fri=
ſcher Luft, unter blauem Himmel und umrahmt von
ts
Vom „praktiſchen‟ Amerika.
Von Ernſt Max Floeſſel.
Nachdruck verboten.)
E. Auch wer die Vereinigten Staaten von Amerika
nur flüchtig durchreiſt, dem wird dort manches in die
Augen fallen, das praktiſcher eingerichtet iſt, als in
Eu=
ropa und dem Amerikaner den Beinamen „der
Prak=
tiſche” eingetragen hat. Wer aber jahrelang dort gelebt
hat, lernt noch weit mehr ſolcher praktiſcher
Einrichtun=
gen kennen, die er nach der Rückkehr nach Deutſchland
anfangs ſchmerzlich vermißt, bis er ſie wieder, wenn
auch nur ungern, entbehren gelernt hat. Allerdings
ame=
rikaniſiert ſich Deutſchland in den letzten Jahren immer
mehr, in gutem wie in unſchönem Sinne, aber auf manche
eminent praktiſche Dinge, die in Amerika zum
Alltäg=
lichen zählen, werden wir in Deutſchland wohl noch
lange warten müſſen.
Das erſte Praktiſche, das dem Ankommenden
ange=
nehm wird, iſt die regelmäßige Bauart der Städte. Man
mag ſie langweilig finden, praktiſch aber iſt es ungemein,
die Längsſtraßen als Avenues und die Querſtraßen mit
Ziffern zu bezeichnen, und die ganze Stadt in eine obere
und untere oder nördliche und ſüdliche, ſowie nach einer
Hauptſtraße in der ungefähren Mitte in Oſt= und
Weſt=
ſeite einzuteilen. Jeder Fremde und jedes Kind findet
leichter die obere Ecke der 125. Straße und 3. Avenue
als die Ecke der Schiller= und Hamburger Straße. Die
Wege in den Parks, ſelbſt über Hügel führende
Fuß=
pfade, ſind meiſt aſphaltiert, ſodaß man auch nach
ſtar=
kem Regen die Parks bald beſuchen kann.
Trinkwaſſer=
ſtänder ſind hier überall reichlich angebracht, im
Som=
mer kann man auch an manchen Stellen unentgeltlich
Eiswaſſer haben, das auch in den Eiſenbahnwagen
gra=
tis verabreicht wird. Auch ſonſt iſt reichlich Waſſer für
Toiletten und Waſchräume in den Bahnwagen
vorhan=
den, Telegramme kann man während der Fahrt
auf=
geben, die Lokomotiven nehmen in voller Fahrt Waſſer
aus Waſſergräben mittels einer Rinne auf, die Poſtſäcke
werden ebenfalls während der Fahrt eingenommen und
ausgeworfen, auf der New=Yorker Hochbahn wird in
New=York ſchon bei der Abfahrt von einer Station die
nächſte aufgerufen, ſodaß man ſich zum Ausſteigen
be=
reit machen kann. Die Einrichtungen der
Luxusbahn=
wagen, wie Bibliothek, Badezimmer, Barbierſalon, ſollen
hier, weil ihre Benutzung teuer iſt, gar nicht in Betracht
gezogen werden.
Sehr bequem iſt die Gepäckbeförderung denn man
braucht ſich, nachdem man es gegen eine Marke dem
Ge=
päckmeiſter übergeben hat, gar nicht mehr um das Gepäck
zu kümmern, findet es am Beſtimmungsort vor und kann
es ſchon vom Zug aus durch eine Agentur ins Hotel oder
Haus beſorgen laſſen. Die Straßenbahnen ſind im
Win=
ter geheizt und wenigſtens die Hauptlinien verkehren
die ganze Nacht. In allen großen Städten zahlt man,
auch wenn man umſteigt und ſtundenlang fährt, nur einen
Nickel und nur beim Umſteigen erhält man ein Billett
ſonſt markiert der Kondukteur den bezahlten Fahrpreis
an einer Kontrolluhr, und man kennt nicht das läſtige
Vorzeigen der Billette, wenn die Kondukteure wechſeln
oder der Kontrolleur inſpiziert. Telegramme kann man
in jedem Telegraphenbureau, deren es in großen Städten
Hunderte gibt, die ganze Nacht hindurch aufgeben, in
der Hauptpoſt iſt ein Schalter ebenfalls Tag und Nacht
offen, und an den Schaltern in Poſt, Theater uſw. ſtellt
jeder ſich von ſelbſt als letzter an die Reihe, ohne daß
ein Poliziſt hier für Ordnung ſorgen muß. Wer etwa
leicht vergeßlich iſt, ſteckt ſeinen Brief oder die Poſtkarte
an den Hut und kann ſicher ſein, daß ihm beim Paſſieren
des Briefkaſtens jemand zuruft: „Vergeſſen Sie Ihren
Brief nicht!” Ganz unbekannt ſind bei uns auch noch
die „Luncheon=Companies” Geſellſchaften bei denen
man zu ganz billigen Preiſen auf das Frühſtück
abonnie=
ren kann, worauf dann ein Bote täglich vormittags in
das Bureau ein Körbchen bringt, in dem jeden Tag ein
anderes Frühſtück. Brot, kaltes Fleiſch, und Obſt, in einer
Serviette appetitlich ſerviert, enthalten iſt.
Außerordentlich praktiſch ſind aber beſonders die
Einrichtungen in den Häuſern und Wohnungen.
Wäh=
rend man es jetzt bei uns als einen großen Fortſchritt
begrüßt, daß jetzt auch in den Mietshäuſern gemeinſame
Badezimmer mit Gasautomaten eingerichtet werden,
die=
allen Hausbewohnern zur Verfügung ſtehen, iſt das
drüben ein längſt überwundener Standpunkt der
Rück=
ſtändigkeit. Selbſt in großen Mietskaſernen hat ſchon ſeit
vielen Jahrzehnten mindeſtens jede Etage ein
gemein=
ſames Badezimmer, in allen beſſeren Häuſern aber jede
Wohnung. Die drüben noch viel mehr als bei uns
herr=
ſchende Dienſtbotennot hat dort auch eine ganze Reihe
anderer Einrichtungen geſchaffen, die zu großer
Erleich=
terung der Hauswirtſchaft beitragen. Natürlich iſt hier
nicht die Rede von Wohnungen der Reichen, denn da
würden ja ſolche Einrichtungen nichts Bemerkenswertes
ſein. (Es ſind hier die teuren New=Yorker Verhältniſſe
zugrunde gelegt — in anderen Städten ſind die Preiſe
erheblicher billiger.) Gerade in Wohnungen, „fats
genannt, zum Preiſe von 600—1200 Mark Jahresmiete
wie ſie drüben in den untern Preislagen beſſere Arbeiter,
Handwerker uſw., in den oberen kaufmänniſche Angeſtellte,
Lehrer uſw. innehaben, findet man Annehmlichkeiten, die
auch in Großſtädten hierzulande meiſt ganz unbekannt
ſind. Zu ſolchen „Improvements” genannten
Einricht=
ungen zählt in erſter Linie das Badezimmer und die
Warmwaſſerleitung, die neben der Kaltwaſſerleitung in
Bad und Küche vorhanden iſt. In der Küche ſind ferner
zwei mit Zink ausgeſchlagene, große, nach unten zu
ab=
geſchrägte Käſten, „washtubs” angebracht, über denen ſich
ebenfalls heiße und kalte Waſſerleitung befindet, und die
zum Waſchen der Wäſche dienen. Allerdings iſt es in den
Vereinigten Staaten Uſus, jeden Montag zu waſchen,
ſo daß es dort keine ſo „große Wäſche” gibt, wie in
Deutſchland.
Um die Wäſche aufzuhängen, iſt entweder ein mit
Dampf geheizter Trockenboden vorhanden, oder es ſind
in den Höfen hohe Maſtbäume aufgeſtellt, von denen
aus nach den verſchiedenen Stockwerken Wäſcheleinen an
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Seite 3.
unſeren herrlichen Wäldern. Alle Freunde des Sports,
beſonders die Angehörigen der Spielenden, ſollten recht
häufig den Sportplatz beſuchen, um ſich zu freuen an der
Freude, die dort herrſcht, und um ſich zu überzeugen, wie
gerade das Tennisſpiel mit ſeinen ſchnellen,
geſchmei=
digen Bewegungen ſo recht dazu geeignet iſt, den Körper
zu kräftigen und an ſchnelles Handeln zu gewöhnen. Mit
großem Eifer ſind die meiſten unſerer Spielenden bemüht
ihr Können auf eine immer größere Höhe
hinaufzubrin=
gen, Hierzu ſollen auch in dieſem Jahre wieder die ſo
ſehr beliebten Sonntags=Wettſpiele und größeren Städte=
Wettſpiele beſondere Anregung geben. Das alle Jahre
ſtattfindende Internationale Darmſtädter
Preisturnier welches in dieſem Jahre durch den
Tennis=Bund auf den 17. Mai und die folgenden Tage
feſtgeſetzt iſt, erfreut ſich in den weiteſten Kreiſen der
Tennisleute einer immer noch mehr zunehmenden
Wert=
ſchätzung. Nur durch das lebhafte Intereſſe, welches eine
große Zahl hieſiger Freunde unſeres Sports dieſer
Ver=
anſtaltung entgegenbringt, war es dem Schlittſchuhklub=
Sportverein möglich, dieſelbe auf die derzeitige Höhe zu
bringen. Für das bevorſtehende Turnier ſind die
Vor=
bereitungen in vollem Gange, und es ſteht zu hoffen,
daß dasſelbe wieder eine große Zahl beſter auswärtiger
Spielerinnen und Spieler in Darmſtadt vereinigen und
wieder einen guten Verlauf nehmen wird. Wenn auch
einige der beſten Darmſtädter, beſonders die Herren R.
Koch, H. Landmann und E. Lichtenſtein, die manchen
Sieg für ihren Klub errungen haben, zur Zeit hier das
Racket nicht ſchwingen können, ſo darf doch die
Darm=
ſtädter Mannſchaft, die ſich durch das Heranwachſen manch
guter junger Kraft wohl geſtärkt hat, mit vollem
Ver=
trauen ſich mit den auswärtigen Spielern meſſen, um ſo
mehr, da auch viele ihrer Damen über ganz
hervorragen=
des Können verfügen. So dürfte auch das diesjährige
große Turnier eine Reihe ſchöner Spiele und den
Betei=
ligten, wie auch den Zuſchauern, recht genußreiche
Stun=
den bringen.
* Eine neue Fahne. Man ſchreibt uns: In dem
Schaufenſter der Buchhandlung Waitz, Eliſabethenſtraße,
iſt eine intereſſante Arbeit ausgeſtellt; eine der
Jugend=
vereinigung=Petrusgemeinde geſtiftete Fahne. Was
be=
ſonders ins Auge fällt, iſt die geſchmackvolle aparte
Ein=
fachheit und Zuſammenſtellung der Farben und
Sinn=
bilder in den einzelnen Feldern auf blauem Grunde.
Gerade auf dem Gebiete der Fahnenſtickerei wird noch
heute ſo viel Unſchönes, Geſchmackloſes, Unheraldiſches
mit unnötigem Pompe und mit unpaſſender
Ueber=
ladung ausgeführt, daß auch hier einmal
verſtändnis=
volle geeignete Künſtler ihren Einfluß geltend machen
ſollten. Die Ausführung lag in den bewährten Händen
von Frl. Marie Lagemann, die durch dieſes Werk
wieder einmal gezeigt, daß ſie Meiſterin ihrer Kunſt iſt,
und daß es ihr ehrliches Streben iſt, der
geſchmack=
loſen Schablonenarbeit auf dieſem Gebiete zu ſteuern.
Möge dieſe Arbeit zum Vorbild und zur Nachahmung
für andere Vereinigungen und Korporationen dienen. —
Nicht allein das Fahnentuch, ſondern auch die dazu
er=
forderliche Stange iſt in zweckentſprechender Weiſe
aus=
geführt worden. Die Form der Stange iſt ein an den
Ecken abgeſtumpftes Quadrat mit einer aus geſchlagenem
Eiſenblech hergeſtellten Kugelbekrönung. Die geſamte
Arbeit iſt nach Angabe und Entwurf von Herrn cand.
arch. Lieſenbein gefertigt.
* Arbeitsjubiläum. Auf eine 25 jährige
ununter=
brochene Tätigkeit als Kartolithograph bei der Firma
C. Welzbacher blickt morgen, Donnerstag, Herr
Rudolf Aßmuth zurück.
* Todesfall. Der vor einigen Tagen in einer
chemiſchen Fabrik in Staufen infolge einer Exploſion zu
Tode gekommene Joſef Boll war vorher fünf Jahre
in der hieſigen Papierhandlung Thomaſius in Stellung.
Er war ein in weiten Kreiſen höchſt beliebter junger
Mann, deſſen früher tragiſcher Heimgang von Allen,
die ihn kannten, aufrichtig betrauert wird.
* Vorträge in der St. Eliſabethenkirche. Heute
abend 8 Uhr findet in der St. Eliſabethenkirche der
apologetiſche Monatsvortrag des Hochw. Herrn Prof.
Schwarz=Frankfurt ſtatt. Das Thema llautet: Trennung
von Kirche und Staat.
* Eine neue Leihbibliothek hat, wie aus der
Anzeige dieſer Nummer erſichtlich, die Buchhandlung Carl
Köhler, Schulſtraße 10, eingerichtet durch Ankauf einer
größeren auswärtigen Leihbibliothek, die nach Darmſtadt
verlegt wurde.
— Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſunger Straße
Nr. 48) wurden im Monat März 1631 Bücher entliehen;
eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April 572. Geſchenke gingen
ein: Von Herrn Münzdirektor Kraus 5 Bde. und 13 Bde
Zeitſchriften, von Freifrau von Schenck zu Schweinsberg
1 Jahrg. Zeitſchr., von Frau M. Brück Wwe. 3 Jahrg.
desgl., von Frau Dr. Fehr 20 Bde. desgl., von Frau
Bildhauer Scholl 41 Bde. und 21 Bde. Zeitſchr., von Herrn
Regierungsrat Dr. Wüſt 5 Bde. von Sybel: „Begründung
des Deutſchen Reiches‟ Den gütigen Gebern herzlichen
Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von Büchern
und guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zum
„Verein für Verbreitung von Volksbildung” (
Mindeſtbei=
trag 2 Mark), werden vom Vorſtand des Vereins gerne
entgegengenommen. — Unentgeltliche Bücherausgabe:
Dienstag, Donnerstag und Samstag von abends 7½
bis 9 Uhr. Daſelbſt auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pfg
In dem mit dem 31. März abgeſchloſſenen Vereinsjahre
wurde die Bibliothek von 8568 Perſonen beſucht;
dar=
unter waren 5117 Männer und 3451 Frauen. Von den
Männern gehörten 50,1 Prozent dem Arbeiterſtande an.
Die Geſamtzahl der ausgeliehenen Bücher betrug in
die=
ſem Jahre 10526 Bände hiervon entfallen 56,3 Prozent
auf Unterhaltungsliteratur.
* Hotel „Heß‟. Es wird nochmals auf das morgen
nachmittag von 3 bis 6 Uhr im Hotel „Heß” ſtattfindende
Kaffee=Konzert aufmerkſam gemacht. (S. Anz.)
Bensheim, 23. April. Der Rittergutsbeſitzer Becker=
Bartmannshagen, jetzt in Bensheim wohnhaft,
hat ſeine dreimonatige Gefängnisſtrafe wegen
Beleidi=
gung des Landrats von Greifenhagen in der Strafanſtalt
Preungesheim angetreten.
-h- Zwingenberg, 23. April. Nächſten Sonntag findet
die Grundſteinlegung der neuen katholiſchen
Kirche und zwar in der feierlichſten Weiſe ſtatt. An die
Feier ſchließt ſich im Hotel „Zum Löwen” eine Nachfeier,
wobei auch der Kirchenchor der St. Ludwigsgemeinde in
Darmſtadt mitwirken wird. Die ganze Einwohnerſchaft
nimmt den regſten Anteil an der Feſtlichkeit und dies zeugt
von dem guten Verhältnis, das zwiſchen den verſchiedenen
Konfeſſionen unſeres Städtchens beſteht.
Offenbach, 23. April. Durch die geforderte
Heeres=
vermehrung wird auch die Offenbacher Garniſon
eine Verſtärkung erhalten. Neben dem jetzigen
In=
fanteriebataillon ſoll eine Maſchinengewehrkompagnie nach
Offenbach garniſoniert werden. Für den Neubau und die
Ausſtattung einer Kaſerne hierfür nebſt Zubehör, für die
insgeſamt 224000 Mark vorgeſehen ſind, werden als erſte
Rate für Entwurf und Grunderwerb, ſowie zum
Bau=
beginn 120 000 Mark angefordert.
Offenbach, 23. April. Nach 14tägiger
Gefan=
genſchaft wurde, wie das Auswärtige Amt Berlin den
hieſigen Angehörigen mitteilte, der als Vertreter der
Ge=
brüder Mannesmann in Marokko tätige Deutſche
Stein=
wachs, ein geborener Offenbacher, durch die Bemühungen
des franzöſiſchen Konſuls von Mogador wieder
freige=
laſſen. — Wie ſeinerzeit mitgeteilt wurde, hatte der
Händ=
ler Wilhelm Büttner den Händler Nikolaus Liebler
nachdem er ſelbſt durch ſechs Meſſerſtiche verwundet
wor=
den war, im Streite getötet. Die Strafkammer I des
Landgerichts der Provinz Starkenburg beſchloß in der
Er=
wägung, daß die Schutzbehauptung des Angeſchuldigten,
in Notwehr gehandelt zu haben, nicht widerlegt
wer=
den konnte, dieſen außer Verfolgung zu ſetzen.
A Beerfelden, 22. April. Der hieſige
Ortsge=
werbeverein hielt geſtern in der Gewerbeſchule eine
Geſellenprüfung ab. Außer den prüfenden Lehrern
und Prüfungsmeiſtern waren Eltern und andere
Inter=
eſſenten anweſend. Als Vertreter der Großh. Zentralſtelle
war Herr Hauptlehrer Teichmann=Michelſtadt
er=
ſchienen. Mittags wurden den 8 beſtandenen Prüflingen
die Geſellenbriefe feierlich überreicht. Dabei ſprachen der
Vorſitzende des Gewerbevereins, Herr Schloſſermeiſter
Berger ferner Herr Teichmann=Michelſtadt, Herr
Spenglermeiſter Preiß als Vorſitzender des
Prüfungs=
ausſchuſſes; zu dieſem Akt war auch Herr Fachlehrer
Schultz=Erbach erſchienen. In dem einen Zeichenſaal waren
die Geſellenſtücke und eine Auswahl von in der
Gewerbe=
ſchule angefertigten Zeichnungen zu einer Ausſtellung
ver=
einigt.
Mainz, 23. April. Das Großh. Kreisamt Mainz hat
die Pflegekinderaufſicht im Kreiſe Mainz neu
geregelt. Von jetzt ab darf in den Gemeinden, in denen
Beratungsſtellen für Mutter= und Säuglingsfürſorge
be=
ſtehen, kein Kind aufgenommen werden, ohne daß
vor=
her ein Erlaubnisſchein erwirkt worden iſt. Die
Ortspoli=
zeibehörde bedient ſich bei ihrer Aufſicht der Kreispflegerin
der Großh. Zentrale. Alle Pflegekinder in Hechtsheim,
Bretzenheim, Weiſenau, Koſtheim, ſowie in Gonſenheim
und Finthen müſſen an die Beratungsſtelle der Großh.
Zentrale gebracht werden. Zuwiderhandlungen gegen die
geſetzlichen Verpflichtungen werden aufs ſtrengſte beſtraft.
Die Pflegemütter wurden in ihrem eigenen Intereſſe davor
gewarnt, ein Kind aufzunehmen, ehe ein Erlaubnisſchein
erteilt iſt. Für jedes Kind muß ein neuer Erlaubnisſchein
ausgeſtellt werden. Dieſelbe Einrichtung iſt im Landkreiſe
Darmſtadt eingeführt. — Dem Eiſenbahndirektionspräſi=
denten Dr. Michaelis in Mainz iſt das
Kommandeur=
kreuz 2. Klaſſe des Großh. Badiſchen Ordens vom
Zährin=
ger Löwen verliehen worden.
Mainz, 23. April. Heute nacht um 4½ Uhr hat ſich
ein in der Zanggaſſe wohnhafter Silberarbeiter
anſchei=
nend mit Zyankalium vergiftet. Er kam um
dieſe Zeit nach Hauſe und ging zunächſt in die Küche.
Gleich darauf kam er mit einer Taſſe in das
Schlafzim=
mer, kleidete ſich aus, legte ſich zu Bett und trank die Taſſe
aus. Ein ſofort herbeigerufener Arzt konnte nur noch
den Tod feſtſtellen.
Bingen, 23. April. Der Kahn „Maria” der Firma
Paul Diſch liegt quer unterhalb Eltville im Fahrwaſſer
feſt. Derſelbe hat 30000 Zentner Kalkſteine geladen und
muß leichtern. Für die zu Berg fahrenden Dampfer
iſt es ſehr hinderlich und müſſen Kähne losgemacht
wer=
den, um vorbeikommen zu können.
Ingelheim, 22. April. Ein Fall von präjudizieller
Be=
deutung wird demnächſt durch die heſſiſchen
Verwaltungs=
gerichte, zunächſt in erſter Inſtanz durch den Kreisausſchuß
des Kreiſes Bingen, zur Entſcheidung gebracht, ſchreibt
die M. Volksztg. In der Landgemeinde Nieder=Ingelheim
iſt vor einiger Zeit der dort angeſtellte
Volksſchul=
lehrer Muntermann zum Bürgermeiſter gewählt
worden. Die Partei des unterlegenen ſeitherigen
Bürger=
meiſters Saalwächter focht die Wahl mit der Motivierung
an, daß der Gewählte am Tage der Wahl Volksſchullehrer
geweſen ſei und daß Volksſchullehrer nach den auch in die
neue Landgemeindeordnung übernommenen
Ausnahmebe=
ſtimmungen nicht wählbar ſeien. Tatſächlich befindet ſich
der zum Bürgermeiſter gewählte Lehrer jetzt noch im
Schul=
dienſt, weil er die Annahme der Wahl von der
Beſoldungs=
frage des Bürgermeiſters von Nieder=Ingelheim abhängig
machte. Eine Penſionierung wurde von der Regierung
ab=
gelehnt. Gegen eine Beurlaubung proteſtiert die
unter=
legene Partei, weil damit der neue Bürgermeiſter noch
den Amtscharakter als Volksſchullehrer habe, was nach den
geſetzlichen Beſtimmungen mit dem Amte des
Bürgermei=
ſters unvereinbar ſei. Da der Lehrer bis jetzt ſeine
Ent=
laſſung aus dem Staatsdienſte noch nicht nachgeſucht hat,
iſt die Rechtsfrage zu entſcheiden, ob die Wahl gültig iſt
oder nicht.
Armsheim, 22. April. Das 23.
Kirchengeſang=
feſt des Evangeliſchen Kirchengeſangvereins für Heſſen
wird am Sonntag, 5. Mai, in Armsheim in Rheinheſſen
gefeiert werden. Es beginnt vormittags ½11 Uhr in der
Kirche mit der Hauptprobe der zur Mitwirkung
be=
rufenen Vereine von Albig, Armsheim, Eppelsheim,
Flon=
heim, Gundersheim, Ober=Flörsheim und Uffhofen unter
der Leitung des Kirchenmuſikmeiſters Profeſſor Arnold
Mendelsſohn. Um ½12 Uhr folgt unter dem Vorſitz von
Prälat D. Dr. Flöring die diesjährige Hauptverſammlung
des Evangeliſchen Kirchengeſangvereins für Heſſen im
Ge=
meindehaus. Der Feſtgottesdienſt beginnt um ¾2 Uhr;
Feſtprediger iſt Pfarrer Eſchenröder von Worms, Liturg
Pfarrer Durſt von Armsheim, während die Orgel vom
Stadtorganiſten Zimmermann von Worms geſpielt wird.
Um ¾4 Uhr ſoll eine geſellige Nachfeier mit Anſprachen
und Geſängen im Gaſthaus „Zur Germania” das Feſt
beſchließen.
Gießen, 23. April. Auf Anregung des Gießener
Lehrervereins wird im Sommerhalbjahr an der
Hoch=
ſchule wieder ein wiſſenſchaftlicher
Fortbil=
dungskurſus für Volksſchullehrer
ein=
gerichtet. Es leſen: Geh. Kirchenrat Profeſſor D.
Krü=
ger (Das kirchliche Bekenntnis im Lichte der Geſchichte),
Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer (Die Methoden
der Intelligenzprüfung und die Bedeutung der
angebo=
renen Anlage für die Erziehung), Prof. Dr. Dannemann
(Urſachen der Geiſtesſtörung und Geiſtesſchwäche;
Vor=
beugungsmaßregeln mit beſonderer Berückſichtigung des
Entwicklungsalters) und Prof. Dr. Berliner (Der Zweck
der Fürſorgeerziehung; ihre praktiſche Bedeutung und die
Aufgaben des Pſychiaters bei dieſer; der weitere Ausbau
der Erziehungsgeſetzgebung). Die Vorleſungen beginnen
am 1. Mai und finden während der Monate Mai und
Juni jeden Mittwoch, nachmittags von 4½ bis 6 Uhr,
im Hörſaal der Klinik für pſychiſche und nervöſe
Krank=
heiten ſtatt.
Büdingen, 22. April. Der Syndikus des Bundes der
Landwirte, Dr. König, iſt an den Folgen einer
Ope=
ration geſtorben. Der Verſtorbene iſt auf dem Hof
Herrnhaag geboren, er wurde zuerſt Landwirt und übte
die=
ſen Beruf auf dem Hofe Konradsdorf aus, er gründete dann
in Kairo eine Molkerei, kehrte nach Deutſchland zurück, um
Jura zu ſtudieren, machte ſein Examen und war in
Bü=
dingen als Referendar tätig. Eine Arbeit über landw.
Fragen der Heimat brachte ihm den Doktortitel. Sein
Be=
ruf als Anwalt fand dadurch ein Ende, daß der Bund der
Landwirte ihn als Syndikus angeſtellt hat. Jetzt iſt er im
Flaſchenzügen laufen. Die Hausfrau braucht da nur die
Fenſter zu öffnen und die Wäſche auf der an einem
da=
neben befindlichen Haken mittels Rolle befeſtigten Leine
aufzuhängen und weiterzuziehen. Die Wäſchemaſten ſind
mit Steigeiſen verſehen, und faſt täglich geht vormittags
ein Mann durch die Höfe, ruft ſeine „Leinen” aus und
bringt für die Neueingezogenen die Leinen in Ordnung.
Eine außerordentlich praktiſche Einrichtung iſt ferner der
„Dumbwaiter” — Stummer Aufwärter — ein Aufzug,
der vom Souterrain durch das ganze Haus geht, ſich
ent=
weder in der Küche oder im Korridor befindet und etwa
ausſieht, wie das Schrankgehäuſe einer altdeutſchen Uhr.
Im Souterrain ſind an dieſem Aufzuggehäuſe ſoviel
porzellanene Pfeiflöcher angebracht, als es Wohnungen
im Hauſe gibt. In ganz großen Häuſern mit mehreren
Flügeln hat natürlich jeder Flügel ſeinen „Dumbwaiter”
Bläſt nun hier frühmorgens der Bäckerburſche, der
Flei=
ſcherlehrling und dergleichen in ein Pfeifloch, ſo ertönt
in der betreffenden Wohnung ein Pfiff. Dann erhält
oder beſtellt die Hausfrau ihre Waren durch den Aufzug
ohne das Haus verlaſſen zu müſſen. Zu beſtimmten
Stunden des Tages, gewöhnlich vormittags gegen 11
Uhr und nachmittags gegen 6 Uhr, pfeift der Hausmann
(Janitor) und ruft ein Pails” (Eimer) durch den
Auf=
zug herauf, und die Hausfrau ſtellt dann ihre Blecheimer
mit Küchenabſällen oder, wo noch Kohlenöfen in der
Küche vorhanden ſind, mit Aſche auf den Aufzug und
er=
hält ſie geleert zurück. Hier liefern auch die Warenhäuſer
ihre Pakete ab, denn was man auch, und ſei es eine
Kleinigkeit, in einem Warenhauſe kaufen mag, — es wird
prompt ins Haus beſorgt. Haben doch die großen
Waren=
häuſer Hunderte von Wagen und Automobilen zu dem
Zwecke der Ablieferung (Delivery) der Waren bereit. Daß
man in jeder Wohnung ſeinen Beſuch mittels elektriſcher
Klingel ankündigen und daß man auch die Haustür von
der Wohnung aus mittels Ziehens an einem Handgriffe
öffnen kann, iſt ja auch hier nichts Neues. Eine
Einrich=
tung aber, die ſich drüben auch bei den billigeren der
ge=
nannten Wohnhäuſer findet, kennt man in Deutſchland
noch faſt gar nicht, die nämlich, daß vor dem Hauſe auf
dem Trottoir ſich ein mittels Eiſendeckels verſchloſſenes
rundes Loch, Mannloch, befindet, wodurch es ermöglicht
wird, die Kohlen, Holz uſw. mittels einer Holzrinne
direkt vom Wagen in dieſem Lochſchachte nach dem Keller
zu befördern.
Aber Holz und Kohlen kennt man in den meiſten
Wohnungen von etwa 750 Mark Jahresmiete an
über=
haupt nicht. Hier wird für dieſen Preis vom Hauswirt
nicht nur heißes Waſſer, ſondern auch Dampf= oder
Heiß=
luftheizung geliefert. Gas iſt auch in den billigeren
Woh=
nungen als Beleuchtungsmaterial ſelbſtverſtändlich, aber
auch der Gasofen iſt ſeit etwa zehn Jahren immer mehr
anzutreffen. Hierzu tragen die bequemen Gasautomaten,
die für 25 Cents (1 Mark) 100 Kubikmeter Gas liefern.
weſentlich bei. In den Wohnungen von der genannten
Preislage findet man noch andere Dinge, von denen ſich
freilich eine deutſche Hausfrau noch auf Jahrzehnte
hin=
aus nichts träumen laſſen darf. Ich laſſe dabei den
Fahr=
ſtuhl (Elevator, Lift in England) ganz außer Betracht,
denn den gibt es nur in den letzten Preislagen der
er=
wähnten Wohnungen. Wo aber fände man in
Deutſch=
land eine Wohnung zu 800—1000 Mark Wohnungsmiete,
in der es außer den vorher genannten „Improvements”
wie Bad, Heiß= und Kaltwaſſerleitung, „Dumbwaiter”
hübſchen Gaskronen, Gasofen in der Küche, „Waſhtubs”
Dampfheizung auch in den Korridoren und teppichbeleg
ten Treppenhäuſern, in der Küche noch einen
Küchen=
ſchrank, in der Wohnung einen eingebauten Eisſchrank
mit Waſſerabfluß in die Abflußröhren, im „Parlor” dem
Salon, einen franzöſiſchen Kamin mit Marmoraufſatz
und großem Spiegel darüber, im Wohn= und
Speiſezim=
mer außer dem Kamin mit Spiegel ein Büffet mit
Spiegelaufſatz und mit ſamtausgeſchlagenen Schubladen
für das Silberzeug, in dem oder den Schlafzimmern
ein=
gebaute Wandſchränke und entweder im Schlaf= oder
meiſt im Badezimmer neben der weißemaillierten Wanne
reit Brauſeduſche noch eine Marmorwaſchtoilette mit
be=
ſonderer Warm= und Kaltwaſſerleitung gäbe? Wie wür=
den ſich deutſche Hauswirte geberden, müßten ſie infolge
der Konkurrenz ihren Mietern ſolche halbmöblierte
Woh=
nungen für 800 Mk. gewähren. Auch Rouleaux (Blinds)
an den Fenſtern gehören noch zum Inventar faſt jeder
Wohnung.
Wie man ſieht, iſt in den Wohnungen alles danach
eingerichtet, ein Dienſtmädchen möglichſt entbehrlich zu
machen. Dem gleichen Zweck dient die ja auch bei uns
bekannte Teppichkehrmaſchine, ſowie eine „Mop” genannte
Vorrichtung, die einen Hader an einer Stange derart
be=
feſtigt, daß man mit letzterem feucht aufwiſchen und ihn
auswinden kann, ohne ſich die Hände feucht machen oder
ſich bücken zu müſſen. Endlich benutzen viele
Amerika=
nerinnen beim Geſchirraufwaſchen noch
Gummihand=
ſchuhe, die man ja neuerdings auch bei uns kennt, wenn
ſie auch infolge des Preiſes vielleicht noch nicht die
Ver=
breitung gefunden haben wie drüben, wo die Hausfrauen
weniger aufs Geld ſehen, wenn es gilt, die Gatten mit
„zarter” Hand durchs Leben zu führen, als bei uns.
Manche praktiſche Einrichtung Amerikas hat ſich aber,
wie geſagt, ſchon bei uns eingebürgert, ſo zum Beiſpiel
das Inſtitut der „Meſſenger Boys” der „Roten Radler”
in unſeren Großſtädten. Nur iſt dieſes Syſtem drüben
noch weit vollkommener als bei uns. Man braucht nicht
erſt am Telephon ſo lange zu warten, bis man die
Num=
mer des Inſtituts erhält. In allen beſſeren Wirtſchaften,
in den Bureaus uſw. befindet ſich ein beſonderer
elektri=
ſcher Apparat, „Tall” durch den man mittels einfacher
Kurbeldrehung einen „Meſſenger Boy” bei Tage wie bei
Nacht herbeirufen kann. Soll man wünſchen, daß wir
uns ſo weit amerikaniſieren, um ſolche Einrichtungen und
andere, wie die Nacht=Banken, Nacht=Bäder uſw. nötig
zu haben? Ich glaube nicht! Die Nacht in Tag zu
ver=
wandeln, am Tage haſtig zu verdienen und nachts ebenſo
haſtig dem Vergnügen nachzujagen, iſt nicht mehr
prak=
tiſch, dafür aber höchſt ungeſund. So wird auch Amerika
in ſeinen praktiſchen Einrichtungen zu dem Lande der
Widerſprüche, das es wohl für immer bleiben wird!
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Nummer 96
Aller von nur 4 Jahren geſtorden. Die Beerdigung
findet am Mittwoch hier ſtatt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. April. Ueber den
Sommeraufenthalt dier kronprinzlichen
Familie wird bekannt, daß die Kronprinzeſſin mit
ihren Kindern Mitte Juli Langfuhr auf längere Zeit
verlaſſen und ſich wahrſcheinlich zunächſt auf einige Zeit
nach Gelbenſande begeben wird. Der Kronprinz wird
im Juli durch die großen Kavallerieübungen auf dem
oſtpreußiſchen Truppenübungsplatz Arys, an denen die
Leibhuſarenbrigade beteiligt iſt, in Anſpruch genommen
und ebenſo im Auguſt durch die Vorbereitungen für
die Herbſtmanöver und durch dieſe ſelbſt, die vom 6. bis
etwa 20 Sept. ſtattfinden. Für einen etwaigen kürzeren
Sommeraufenthalt der kronprinzlichen Familie kommt
vielleicht das kaiſerliche Gut Cadinen bei Elbing in
Frage. — Rechtsanwalt Walther Braun teilt mit daß
ihm auf ſeine Beſchwerde gegen den Beſchluß der I.
Zivil=
kammer des Landgerichts III der Beſcheid zugegangen iſt,
wonach der von ihm angefochtene Beſchluß des
Vor=
mundſchaftsrichters über ſeine Abſetzung als Vormund
der Frau von Schoenebeck=Weber vom
Land=
gericht aufgehoben iſt. Gleichzeitig iſt ſeinem
perſön=
lichen Antrage auf Entlaſſung aus ſeinem Amte als
Vormund ſtattgegeben worden. — Die Kammerſängerin
Frieda Hempel machte am Sonntag nachmittag eine
teure Droſchkenfahrt. Als ſie von Paulsborn
nach ihrer Wohnung in der Augsburger Straße
zurück=
fuhr, ließ ſie im Kraftwagen ihre krokodillederne
Hand=
taſche liegen, die ein Geldtäſchchen mit einem neuen
Fünfhundertfrankſchein, einem Hundertmarkſchein und 50
Mark in Gold und Silber, ſowie eine Brillantbroſche mit
rotem Stein und Perle enthielt. — Im
Aſyliſten=
prozeß verzichten die Berichterſtatter auf weitere
Tätigkeit, da ſie ſich durch das Vorgehen des Vorſitzenden
am letzten Samstag brüskiert fühlen.
Frankfurt, 22. April. In der heutigen
Stadtver=
ordnetenverſammlung ſtand die
Univerſi=
tätsvorlage zur Beratung. Die vereinigten Rechts=
und Finanz=Ausſchüſſe, denen die Univerſitätsvorlage zur
Beratung überwieſen wurde, haben in einer größeren
An=
zahl von Sitzungen die rechtliche und finanzielle Seite
ge=
prüft und ſind zu folgendem Antrag gekommen: Den
Ma=
giſtrat zu ermächtigen, den Univerſitätsvertrag unter
Zu=
laſſung etwa erforderlich werdender unerheblicher
Aender=
ungen abzuſchließen, ſobald die Einkünfte des im
Ausſchuß=
bericht als „nachzuweiſend” bezeichnenden Kapitalbedarfs
von Mk. 7212000 — als dauernd der Univerſität zur
Ver=
fügung ſtehend — und zwar davon mindeſtens Mk. 6 000000
mit Zinsgenuß vom Tag der Univerſitäts=Eröffnung dem
Finanz= und Rechtsausſchuß nachgewieſen werden. Bei der
Abſtimmung über die Anlage ſtimmten dagegen 22
Sozial=
demokraten und 4 Mitglieder der fortſchrittlichen
Volks=
partei, dafür 43 andere Stadtverordnete. Von den 70
Stadtverordneten fehlte nur Montanus (Mittelſt.), der mit
ja geſtimmt hätte. Die Annahme der Vorlage die
von der Mehrheit und der Galeris mit ſtürmiſchem Beifall
begrüßt wurde, geſchah in folgender von Dr. Bruck und
Kämpf vorgeſchlagenen Faſſung: „Der Magiſtrat wird
ermächtigt, den der Vorlage vom 29. März 1912 anliegenden
Vertrag unter Zulaſſung etwa erforderlich werdender
un=
erheblicher Abänderungen abzuſchließen, ſobald dem
Finanz= und Rechts=Ausſchuß der Stadtverordneten=
Ver=
ſammlung nachgewieſen iſt, daß die Zinſen des laut
vor=
liegenden Berichts noch aufzubringenden Kapitalbetrages
von 7212000 Mark dauernd der Univerſität zur Verfügung
ſtehen und zwar die Zinſen aus einem Kapital von
min=
deſtens ſechs Millionen Mark vom Tag der Univerſitäts=
Eröffnung ab. Die Ausſchüſſe haben alsbald der
Stadt=
verordneten=Verſammlung Bericht zu erſtatten. Der
Vor=
ſitzende Geheimer Juſtizrat Dr. Friedleben bemerkte, daß
die Stadtvertretung noch ſelten einen Beſchluß von ſo
weit=
tragender Bedeutung gefaßt habe, wie heute. Er hoffe,
daß der Beſchluß der Stadt zum Segen gereiche.
Croſſen a. d. Oder, 23. April. Durch Fahrläſſigkeit
ent=
ſtand geſtern nachmittag im nördlichen Teil des Kreiſes
Croſſen, im Jagen 83 bei Neumühl, ein großer
Wald=
brand. Das Feuer breitete ſich bis zu der Revierförſterei
Kuttel aus, die in großer Gefahr ſchwebte, jedoch durch das
Eingreifen der Feuerwehr gehalten werden konnte. 1200
Morgen Schonung und Stangenholz, Fürſtlich=
Hohenzol=
lernſches Eigentum, ſind vernichtet worden.
Mörs, 22. April. Hier ereignete ſich heute ein
ſchwe=
res Brandunglück. In der Wohnung des
An=
ſtreichers Wehring explodierte ein Lackbehälter. Die in der
Nähe ſtehende Frau des Meiſters wurde von den Flammen
ergriffen. Mit brennenden Kleidern eilte ſie ins
Schlaf=
zimmer, holte ihr Kind und lief damit auf die Straße.
Lebensgefährlich verletzt wurden beide ins Hoſpital
ge=
ſchafft.
Wien, 21. April. Die 26jährige Chanſonette Fräulein
Hedwig Herdina die mit ihrem bürgerlichen Namen
Hedwig Zimmermann hieß, wurde, wie ſchon gemeldet,
heute vormittag in ihrer Wohnung im Bett erſchoſſen
aufgefunden. Aus einem hinterlaſſenen Schreiben geht
her=
vor, daß die Varietékünſtlerin Selbſtmord verübt hat; als
Motiv wird finanzielle Not angegeben. Die Kabarettiſtin,
die in Wien an den verſchiedenſten Varietés auftrat, iſt aus
Dortmund gebürtig. Hedi Herdina erregte vor zehn Jahren
durch ihr Talent und ihre Erſcheinung im alten Boulevard=
Varieté in der Friedrichſtraße zu Berlin die Aufmerkſamkeit
der „Kunſtkenner”. Mit der Zeit wurde ſie eine der
beſt=
bezahlten Soubretten. Vom Boulevard aus ging die
da=
mals 16jährige zunächſt zum neugegründeten
Linden=
kabarett im Paſſagetheater. Später trat ſie auch im
Winter=
garten und im Apollotheater auf, und dann zog ſie als
ge=
feierte Kabarettdiva durch Deutſchland und England. Auf
ihren Reiſen lernte ſie einen bekannten, reichen Türken
ken=
nen, der mit ihr nach Aegypten ging. Mit vielem Gelde
kehrte ſie vor 2½ Jahren nach Berlin zurück und trat wieder
im Lindenkabarett auf. Vor vier Monaten ſiedelte ſie
dann nach Wien über. Ihr Vermögen, das ſchätzungsweiſe
drei= bis vierhunderttauſend Mark betrug, legte ſie zu einem
beträchtlichen Teile im dortigen Metropol=Varieté an.
Bald erlitt das Unternehmen Schiffbruch und Hedi
Her=
dina verlor das in das Etabliſſement hineingeſteckte
Ka=
pital. Mit dem Geſchäftsführer des Varietés übernahm
ſie nun das bekannte Wiener Tanz= und Nachtlokal
Ta=
barin. Auch dieſes Unternehmen ging ſehr ſchnell in die
Brüche. Ihr Sozius, dem ſie faſt den ganzen Reſt ihres
Vermögens anvertraut hatte, ſuchte das Weite, und die
gutmütige Hedi war abermals die Enttäuſchte. In der
Verzweiflung hierüber griff ſie, die ſchon einmal in
Frank=
furt einen Selbſtmordverſuch unternommen hatte, zum
Revolver.
Paris, 23. April. In der St. Privat=Kirche in
Cammaux entzündete ſich während einer Leichenfeier ein
aus Celluloid angefertigter Kranz und eine hohe Flamme
ſchlug bis an das Kirchengewölbe hinauf. Es entſtand eine
furchtbare Panik. Alles drängte zum Ausgang der Kirche.
Zehn Perſonen erlitten dabei erhebliche Verletzungen.
Paris, 23. April. In der Villa des engliſchen
Kapi=
täns Vyner in Cannes war ein geheimnisvoller
Ju=
welen=Diebſtahl verübt worden, bei dem den
Die=
ben Schmuckſachen im Werte von mehr als 100000 Francs
in die Hände fielen. Eine genaue Liſte der geſtohlenen
Gegenſtände wurde an die Juweliere und Pfandleih=
An=
ſtalten weitergegeben.
Aſtrachan, 22. April. Während des letzten Sturmes
ſind ſechs Fiſcherboote gekentert. 25 Fiſcher ſind
um=
gekommen.
New=York, 23. April. In der Nähe des Kap Hatteras
(Nord=Karolina), iſt geſtern der Dampfer „Cretam”
mit dem Ueberſeedampfer „Iroquis”
zuſammenge=
ſtoßen. Erſterer wurde ziemlich ſchwer beſchädigt und
erbat Hilfe. Der Dampfer „City” iſt zu Hilfe geeilt, um die
Paſſagiere an Bord zu nehmen.
Yokohama, 22. April. Heute nacht ſind durch
Groß=
feuer und Sturm, die 4 Stunden andauerten, 2000
Häu=
ſer der Stadt Matſumoto (Provinz Nagano)
zer=
ſtört worden. Es wurden Truppen vom 50. Regiment
zur Hilfeleiſtung aufgeboten. Die größeren Bauten ſind
gerettet.
Parlamentariſches.
* Die Tagesordnung der fünften Sitzung der
Erſten Kammer am Samstag, den 27. April,
vor=
mittaas 10 Uhr, lautet: I. Mitteilungen. II. Beratung
und Abſtimmung über: 1. Antrag des Abg. Leun, die
Bildung der Landtagswahlkreiſe der Provinz Oberheſſen
betreffend, 2. Regierungsvorlage, betreffend
Geſetzent=
wurf die Ausführung des Reichsviehſeuchengeſetzes vom
26. Juni 1909, 3. Regierungsvorlage, betreffend den
Ge=
ſetzentwurf, die Entſchädigung für an Mau== und
Klauenſeuche gefallenes Rindvieh, 4. Antrag der Abgg.
Leun, Korell=Angenrod u. Gen. Veteranenbeihilfe
be=
treffend, 5. Regierungsvorlage, betreffend die
Ver=
äußerung von fiskaliſchen Grundſtücken. III. Anfrage
des Mitglieds der Erſten Kammer der Stände, Herrn
Geh. Kommerzienrat Dr. Bamberger, betreffend:
Er=
bauung einer Eiſenbahnbrücke über den Rhein im
Rheingau.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 23. April. Präſident Kaempf.
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. — Die
erſte Leſung der Wehrvorlage
wird fortgeſetzt.
Abg. Gans Edler Herr zu Putlitz (konſ.): Wir
müſſen uns darüber klar ſein, daß unſere Wehrmacht im
letzten Ende doch aus politiſchen Rückſichten geſchaffen
worden iſt und aus politiſchen Rückſichten auf ihrer Höhen
erhalten werden muß. Wenn wir auch im tiefſten
Frie=
den leben, ſo dürfen wir doch nicht im Unklaren darüber
ſein, daß Chauvinismus und Völkerſtrömungen in
an=
deren Ländern (Zuruf bei den Soz.: Bei uns!)
plötz=
liche Exploſionen verurſachen können. Bei der
Flotten=
wie bei der Heeresvorlage ſind die Mehrforderungen
darin begründet, daß ſich die Notwendigkeit einer
ander=
weitigen Organiſation herausgeſtellt hat. Wir werden
ſowohl die Heeres= wie die Marinevorlage in der
Kom=
miſſion prüfen und das bewilligen, was uns notwendig
erſcheint, um vollkommen ſchlagfertig zu ſein. Auch wir
ſind überzeugt, daß das Schwergewicht unſerer
Rüſtun=
gen auf dem Landheer beruht. Die letzte und wichtigſte
Entſcheidung dürfte auf dem Schlachtfelde erfolgen,
nicht von der Flotte. (Sehr richtig! rechts.) Mit
Freu=
den haben wir es begrüßt, daß die Löhnung der
Mann=
ſchaften erhöht werden ſoll, und auch wir ſind der
An=
ſicht, daß es wünſchenswert iſt, ſie ſo früh als möglich
eintreten zu laſſen. Wir meinen, daß wir auf den
Fi=
nanzgrundlagen von 1909 verbleiben ſollen. An ſich
ſind die Gründe der Denkſchrift ſolide. Mit
Befriedig=
ung erfüllt es uns, daß im Jahre 1914 die Zuckerſteuer
herabgeſetzt werden ſoll. Zu prüfen iſt nur, ob nicht
die=
angegebenen Summen zu optimiſtiſch gehalten ſind.
Es=
muß damit gerechnet werden, daß das Jahr 1911 einen
beſonders günſtigen Ueberſchuß geliefert hat.
Vorbehalt=
lich der Prüfung in der Kommiſſion ſind wir der
An=
ſicht, daß die Deckungsvorlagen vorſichtig bemeſſen ſind.
Ich kann nicht verhehlen, daß wir gegen die neue
Be=
laſtung des Brennereigewerbes ſchwere ſachliche
Beden=
ken hegen. Wir hatten geglaubt, daß die Brennereien,
nachdem ſie im Jahre 1909 mit erheblichen neuen
Steuer=
laſten beſchwert worden waren, für längere Zeit nicht
beunruhigt würden. Gleichwohl werden wir der
Regier=
ung auf dem Wege folgen und verſuchen, die
Steuergeſetz=
gebung für Brennereien in eine Form zu bringen, in
der die von vielen geſchmähte und von wenigen
ver=
ſtandene Liebesgabe beſeitigt werden ſoll. Ich hoffe, daß
die Steuer ſo gefaßt wird, daß die Brennereien als
landwirtſchaftliche Nebengewerbe erhalten werden. Die
Sozialdemokraten betrachten die Vorlagen nicht vom
deutſchen, nationalen Standpunkte aus, ſondern vom
internationalen Standpunkte aus. (Sehr richtig! rechts.)
Sie (zu den Soz.) wären die erſten, die im Ernſtfalle der
Regierung die Schuld zuſchieben würden. Sie haben
nicht den deutſchen Geiſt (Zurufe und Unruhe), Sie
haben ſtets unſere Wehrmacht zu ſchwächen verſucht
da=
durch, daß Sie ſtets den antimilitariſtiſchen
internatio=
nalen Geiſt predigten. (Zurufe bei den Soz.: 1806!)
Die=
ſelben Offiziere, die 1806 gefochten haben, haben die
Freiheitskriege mitgefochten und alles wieder gut
ge=
macht. Unſere Junker treten für eine ſtarke Wehrmacht
ein und ſind bereit, ihr Blut für das Vaterland
einzu=
ſetzen. (Zurufe bei den Soz.: Um was zu verdienen!
Große Unruhe rechts. Ruf: Pfui! — Präſident Kaempf
rügt den Pfui=Ruf.) Kriege werden nur noch
ausgefoch=
ten wegen Exiſtenzfragen der Nation, deshalb müſſen
wir uns gewappnet halten. Ein ſtarkes Heer iſt der beſte
Feuilleton.
— Die „Tell”=Freilichtſpiele in Interlaken. Dieſen
Sommer werden in Interlaken, auf Veranlaſſung der
Dramatiſchen Geſellſchaft, eine Anzahl Aufführungen von
Schillers „Wilhelm Tell” im Freilicht ſtattfinden. Die
Veranſtaltung wird zirka 45000 Franken koſten, wovon
auf Bauten und Koſtume zirka 35000 Mark entfallen. Die
natürliche, abwechſelungsreiche Geſtaltung des Terrains,
einer reizenden wald= und bergumſchloſſenen
Wieſen=
mulde am Rugenpark, hat den Unternehmern viele
Tau=
ſende von Franken erſpart. Die Koſtüme werden nach
Entwürfen der Kunſtmaler Rudolf Münger in Bern und
A. Schmied in Dieſſenhofen durch die Firma L. Kaiſer
in Baſel angefertigt. Da die Vorſtellungen Mitte Mai
beginnen ſollen, herrſcht ſchon jetzt im Rugenpark eine
eifrige Tätigkeit der Landſchaftsgärtner, Zimmerleute
und Maler. Das idylliſche Gelände ſoll raſcheſtens für
die Proben, die ſeit einiger Zeit unter Leitung des Herrn
Profeſſor Haug aus Schaffhauſen draußen im Gange
ſind, für den neuen Zweck in Stand geſetzt werden.
Be=
reits ſieht man oben im Walde den Zwinghof Uri
ent=
ſtehen, überragt von einem mächtigen Turm. Die
Häu=
ſer und Häuschen, Stadel und Scheuerlein, die ſich an der
Dorfgaſſe von Altdorf entlang aufreihen und hoch oben
vom uralten Kirchlein beherrſcht ſein werden, zeigen ſich
in der Hauptſache erſt in ihren Profilen; dieſe verraten
aber doch ſchon eine originelle Anlage. Im Weltkurort
Interlaken will man etwas Neues, etwas Eigenartiges
bieten. „Tell” im Freilicht iſt es, und die leitenden
Künſtler verſprechen ſich eine große Wirkung.
* Ein Denkmal für den Telegraphiſten der „Titanic”.
Aus London wird gemeldet: Der „Klub der Offiziere der
engliſchen Handelsflotte” hat in ſeiner letzten Sitzung eine
bemerkenswerte Anregung gegeben, die er in einem
Auf=
rufe allen Volksklaſſen nahebringen will. Für einen der
Helden der „Titanie” den Telegraphiſten Philipps,
ſoll ein Denkmal in einer großen Hafenſtadt errichtet
werden, da er mit faſt übermenſchlicher Kraft bis zum
letz=
ten Augenblick an ſeinem drahtloſen Apparat ausharrte,
um dem furchtbar verletzten Schiffe die letzte Möglichkeit
einer Rettung nicht zu rauben. Bekanntlich hat Philipps
mit ſeinem drahtloſen Apparat den Schreckensruf, daß das
Schiff in Gefahr ſei, in alle Weltrichtungen hinausgeſandt
und iſt auch von ſeinem Poſten nicht gewichen, als bereits
das Schiff im Sinken war und ſich alle anderen Paſſagiere
und Mannſchaften daran machten, den verlorenen Dampfer
zu verlaſſen. Das Denkmal für dieſen Helden wird der
ungewöhnlichen Veranlaſſung ſeiner Entſtehung Rechnung
tragen und ſchon in ſeiner äußeren Form auf die
Geſcheh=
niſſe hinweiſen, die ſich während jener entſetzlichen Nacht
auf dem Atlantiſchen Ozean abſpielten: Philipps ſoll ein
Denkmal erhalten, das gleichſam auch das erſte
Denk=
mal für drahtloſe Telegraphie genannt
wer=
den kann, denn es wird in ſtiliſierter Form den drahtloſen
Telegraphenapparat als ſeinen Hauptbeſtandteil aufweiſen.
Es iſt derart gedacht, daß Philipps in Ueberlebensgröße an
einem drahtloſen Apparat ſitzend dargeſtellt wird, wie er
gleichſam die Hilferufe für das ſinkende Schiff ausſchickt.
Die Sammlungen für dieſes Denkmal ſollen ſofort
be=
ginnen. Die Entwürfe werden vorausſichtlich durch einen
Wettbewerb beſchafft werden, an dem ſich Künſtler aller
Nationen beteiligen können.
C Das vielumſtrittene Fez. Das meuternde Fez, das
nun von franzöſiſchen Truppen beſetzt wurde, iſt ſeit
altersher eine Stätte der Unruhen und Kämpfe. Schon
im 13. Jahrhundert kannten die Berber=Sultane die allzu
enge Nachbarſchaft von Unterwürfigkeit und Trotz, von
Treue und Verrat, die ſeit jeher die Bevölkerung dieſer
eigenartigen Doppelſtadt ausgezeichnet hat. Damals
beſchloſſen die Sultane auch, der eigentlichen Stadt Fez,
dem Fez=Bali, eine neue befeſtigte Stadt
entgegenzuſtel=
len, in der das Schloß des Sultans, die Zitadelle und
das Judenviertel ein Aſyl finden ſollten; ſeit jenen
Zei=
ten führt dieſes Stadtviertel auch den Namen Fez=
Dſche=
did. Aus einer Meuterei heraus iſt ſie erſtanden und
Meutereien und Straßenkämpfe haben ſeitdem, trotz der
befeſtigten „Neuſtadt” immer wieder die Straßen
durch=
tobt. Bald erhoben ſich die beiden Städte gemeinſam
gegen einen neuen Herrſcher — wie im 16. Jahrhundert
gegen die ſadiſche Dynaſtie — bald zog Fez=Bali gegen
Fez=Dſchedid zu Felde. Um das wetterwendiſche Fez=
Bali zu beherrſchen, ließen die Sultane auch im 16.
Jahr=
hundert die beiden hochgelegenen Forts errichten, das
Nordfort und das Südfort, das nun von dem
franzöſi=
ſchen Kommandanten Fellert beſetzt worden iſt. Aber
dieſe Baſtionen genügten nicht, um den Herrſchern
Ma=
rokkos in der eigenen Hauptſtadt Frieden zu ſichern. Der
Sultan Muley Abdullah mußte im 18. Jahrhundert ſeine
Reſidenzſtadt zweimal belagern; das erſte mal im Jahre
1729 und das zweite mal 1747. Aus jener Zeit ſtammt
auch das Dar=Debibagh, wo jetzt das franzöſiſche Lager
errichtet iſt, der befeſtigte Ort in der Nähe von Fez, in
den ſich der Sultan immer retten konnte, wenn eine
Meu=
terei ihn zwang, die Hauptſtadt zu verlaſſen. Die letzte
große Belagerung, die die viel umſtrittene Stadt über
ſich ergehen laſſen mußte, war die vom Jahre 1873, als
Muley el Haſſan den Thron beſtieg. Von einem Volks=
redner, von Hadſchi Ahmed Errais, aufgewiegelt, ſchloß
Fez=Bali dem Sultan die Tore und weigerte ſich, die
Beia, den Treueid, zu leiſten. Der Kampf zog ſich lange
hin, da der Sultan aus Furcht, das verehrte Heiligtum
des Muley Idris zu beſchädigen, die Stadt nicht zu
bom=
bardieren wagte; nur durch Liſt konnte ſchließlich die
Meuterei überwältigt werden. Damals ließ der Sultan
die Militärſtadt Fez=Dſchedid unmittelbar mit Fez=Bali
verbinden, um ohne Hinderniſſe zu jeder Zeit von dem
einen Stadtteil in den anderen gelangen zu können.
— Wozu eine Kinderpiſtole gut iſt. Aus New=York
wird berichtet: Die Schulkinder, die dieſer Tage nach
ge=
taner Arbeit vergnügt nach Hauſe wandelten, wurden in
der New=Yorker Decatur=Avenue die Zeugen eines
un=
gewöhnlichen Straßenbildes: Mit geſenktem Kopf und
herabhängenden Armen ſchritt gehorſam wie ein Lamm
ein großer, kräftiger Mann den Bürgerſteig hinab,
ge=
folgt von einer gutgekleideten, zierlichen Frau, die dem
willenloſen Rkeſen mit kurzen Kommandoworken den
Weg diktierte. Das Auffälligſte aber war, daß jene
reſo=
lute Dame in der ausgeſtreckten Rechten einen blitzenden
Revolver hielt, der unausgeſetzt auf den Kopf des
Man=
nes gerichtet war. An einer Straßenecke ſtieß das
ſelt=
ſame Paar endlich auf einen Schutzmann, der von der
Dame energiſch herbeigerufen wurde und es übernahm,
den Verbrecher auf die Polizeiwache zu bringen. Denn
es war ein Verbrecher, ein gefährlicher Einbrecher, der
hier von einer Frau auf friſcher Tat verhaftet und der
Behörde übergeben worden war. Die unerſchrockene
Dame, Mrs. Ehrlich, kehrte von Einkäufen aus der Stadt
in ihre Wohnung in der Decatur=Avenue zurück, das
Dienſtmädchen und alle Mitglieder des Haushaltes waren
ausgegangen, aber als Mrs. Ehrlich die Tür öffnete,
hörte ſie, wie in ihrem Hauſe jemand die Treppe
hinauf=
ging. Sie rief und alsbald erſchien jener kräftige Burſche,
der jetzt in Polizeigewahrſam ſitzt. Mrs. Ehrlich fragte
ihn, was er hier im Hauſe zu ſchaffen habe und der
Fremde erwiderte, er habe eine Rechnung einkaſſieren
ſollen, wobei er ſich jedoch der Straßentür zuwandte.
Mrs. Ehrlich ging ins Speiſezimmer und als ſie dort ihr
ganzes Silber zu Paketen zuſammengeſchnürt ſah, begriff
ſie ſofort, daß ſie es mit einem Einbrecher zu tun hatte.
In der Ecke auf einem Brett lag eine kleine Kinderviſtole:
Sie nahm dieſe harmloſe Waffe und ſtürzte dem Manne
nach, der inzwiſchen die Straße erreicht hatte. Als der
Burſche den Lauf der vermeintlichen Mordwaffe auf ſich
gerichtet ſah, verließ ihn alle Kühnheit und er ließ ſich
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Seite 5.
Hort des Wirtſchaftslebens. (Bravo rechts.) Wir werden
nicht vor Steuern zurückſchrecken, die unſer Vermögen
treffen. (Sehr richtig! rechts.) Wir hoffen, daß wir
einmütig die Vorlagen verabſchieden werden, damit der
Eindruck im Auslande ein nachhaltiger iſt. (Beifall
rechts.)
Abg. Baſſermann (natl.): Wir werden das
Notwendige für die Wehrmacht bewilligen. Die
Wehr=
vorlage bitte ich an die Budgetkommiſſion zu verweiſen,
die Deckungsvorlage an eine beſondere Kommiſſion von
28 Mitgliedern. Nur ſo wird es möglich ſein, die
Vor=
lage noch vor Pfingſten zu erledigen. Der
Reichskanz=
ler beſchwor die Mehrheit, ja nicht die Erbſchafsſteuer
in dieſem Stadium der Verhandlungen hervorzuholen,
die den Frieden in den bürgerlichen Parteien gefährden
würde. Weshalb wendet ſich der Reichskanzler nicht an
die rechte Seite des Hauſes mit der Mahnung, die
Stel=
lung zu ändern? Der vorige Reichsſchatzſekretär iſt
ge=
gangen, weil er mit der Form der Deckung nicht
einver=
ſtanden war. Er hat in der Deutſchen Revue dargelegt,
daß eine Beſitzſteuer an die Reihe hätte kommen müſſen,
eben die Erbanfallſteuer. Dieſe Auffaſſung des Herrn
Wermuth deckt ſich mit derjenigen eines großen Teiles
des Hauſes und wir begrüßen es, daß auch der jetzige
Staatsſekretär des Schatzamtes auf dem Boden der
Erb=
anfallſteuer ſteht. Bei den in den Vorlagen vorgeſehenen
Forderungen wird es nicht bleiben. Wir haben aus den
Ausführungen der Regierungsvertreter, beſonders des
Herrn von Tirpitz, kommende neue Steuern heraushören
können. Wenn man die Ueberſchüſſe des Etats bis zum
letzten Tropfen auspreßt, was ſoll dann mit den anderen
Dingen geſchehen, die im Laufe der Jahre noch in
Aus=
ſicht genommen worden waren? Manche Wünſche auf
Beſeitigung verſchiedener Steuern, manche
Beſoldungs=
wünſche müſſen da unberückſichtigt bleiben. Da bekommt
man ein trübſeliges Bild von der Zukunft. Der
Reichs=
kanzler hat bezüglich Aufhebung der Liebesgabe an die
Linke appelliert. Sie hätte immer deren Aufhebung
ge=
fordert, jetzt ſolle ſie ſie annehmen. So einfach liegt die
Sache denn doch nicht. Ich befürchte, daß die Aufhebung
des Kontingents zur Folge haben wird, daß um die
Summe, die die Steuer einbringt, der Konſum
zurück=
geht und daß dann neue Steuern erforderlich erſcheinen.
Wir erkennen an, daß die Heeresvorlage unſere
Schlag=
fertigkeit erhöhen ſoll. Damit iſt die Heeresverwaltung
auf dem richtigen Wege. Die waffenfähige Mannſchaft
wird bei uns nicht ſo herangezogen, wie in Frankreich.
86000 Mann unſerer Reſerviſten und Landwehrleute
werden bei uns nicht mit der Waffe ausgebildet. Für
dieſe ſollten zur Erleichterung der Reſerviſten und
Land=
wehrleute jährliche Uebungen eingerichtet werden. Mit
den Maſchinengewehrkompagnien haben wir einen
be=
deutenden Vorſprung. Die Kavallerie wird ihre hohe
Bedeutung behalten, wenn auch weniger für Attacken,
als für den Aufklärungs= und Verſchleierungsdienſt. Bei
der Artillerie haben wir ein großes Minus an Pferden.
(Hört, hört!) Zu begrüßen iſt auch, daß in der
Luft=
ſchiffahrt der franzöſiſche Vorſprung eingeholt werden
ſoll, ebenſo auch im Flugweſen. Bedenklich iſt das
Miß=
verhältnis zwiſchen den Lebensbedürfniſſen und den vom
Staate gewährten Bezügen. Dieſes bringt es mit ſich,
daß viele brauchbare Elemente verloren gehen, um ſich
im Handel und in der Induſtrie das Brot zu ſuchen. Die
Offiziere auf den Grenzgarniſonen ſollten nicht ſo lange
auf den kleinen Orten belaſſen werden, ſoll nicht auch der
pflichttreue Offizier erlahmen und die
Mannſchaftsaus=
bildung darunter leiden. Die Klagen über ſchlechtes
Avancement werden durch die vielen neuen Stellen
be=
hoben werden. In der vorliegenden Flottenvorlage liegt
keine aggreſſive Politik. Ueber unſere Stellung zu
Eng=
land brauche ich hier nicht mehr einzugehen. Der
eng=
liſche Marineminiſter hat erklärt, daß England bei ſei
nem Flottenbau nicht nur auf Deutſchland Rückſicht
nimmt. Die gegen den Staatsſekretär von Tirpitz von
manchen Seiten erhobenen Vorwürfe ſind unberechtigt
Er hat einerſeits ſich als großartiger Organiſator der
deutſchen Flotte gezeigt (Bravo!), andererſeits hat er
es als kluger Staatsmann verſtanden. jedes Uebermaß
der Forderungen zu vermeiden. Ruhig und ſtetig hat
er die deutſche Flotte auf den Stand gebracht, den ſie
heute einnimmt. Die Marokkokriſe hat uns blitzartig
gezeigt, in welcher Gefahr Deutſchland ſich befand. Der
Chauvinismus in Frankreich hat außerordentliche
Dimen=
ſionen angenommen. Auch die Sozialdemokraten
er=
kannten das umſchrieben an. Deshalb müſſen wir
namentlich das Landheer auf der Höhe halten. Wir
hoffen, daß die Wehrvorlagen noch vor Pfingſten
verab=
ſchiedet werden, damit die Kriegsgelüſte in den
ande=
ren Staaten gedämpft werden. (Widerſpruch bei den
Soz.) Das Schlußreſultat, wenn die Vorlagen möglichſt
erledigt ſind, wird ſein, daß das Anſehen Deutſchlands
auf der Höhe gehalten und dadurch der Friede gewahrt
wird. (Beifall bei den Natl.)
Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Mit
Ueberweiſung der Wehrvorlage an die Budgetkommiſſion
und des Branntweinſteuergeſetzes an eine beſondere
Kom=
miſſion ſind wir einverſtanden. Wir werden dort
ernſt=
lich prüfen, was im Intereſſe der Wehrfähigkeit von Heer=
und Flotte notwendig iſt. Eine Bewilligung der
gefor=
derten Mittel im blinden Vertrauen iſt nicht angebracht,
da wäre ja der Reichstag überhaupt überflüſſig. Die im
letzten Jahre in den verſchiedenen Ländern vorhanden
geweſene Aufregung iſt lediglich auf das Treiben einiger
Chauviniſten zurückzuführen. Der Reichsſchatzſekretär kann
ſein Mäntelchen je nach dem Winde hängen; im vorigen
Jahre hieß es, es ſei kein Geld da, um den Veteranen zu
helfen; heute klingt es ganz anders. Wem ſoll man nun
glauben, Wermuth oder Kühn? Der Unterſchied zwiſchen
beiden iſt nur der, daß Kühn keinen Gebrauch von ſeinen
Anſchauungen macht und auf die Einbringung der
Erb=
ſchaftsſteuer verzichtet. (Zuruf links: Sie bekämpften ja
früher auch die Erbſchaftsſteuer.) Ja, wir ſind geſcheiter
geworden, Sie aber nicht. Das deutſche Volk hat am
12. Januar geſprochen, es will die Erbſchaftsſteuer haben.
Die vorgeſchlagene Deckungsart muß finanzpolitiſch das
größte Bedenken erwecken; jetzt, wo wir Gelegenheit haben,
zu einer geſunden Schuldentilgung übergehen zu können,
ſollen wir den rechten Augenblick verpaſſen. Die
Erbſchafts=
ſteuer für Deſzendenten ſtammt vom Zentrum und iſt von
ihm nur abgelehnt worden, um Bülow zu Fall zu bringen.
Der Reichskanzler ermahnte uns an unſere patriotiſche
Pflicht, das war im höchſten Maße überflüſſig. Das
Zen=
trum hat die Drehkrankheit bekommen, ſodaß es überhaupt
nicht mehr weiß, welchen Standpunkt es einnehmen ſoll.
Wenn wir die Aufhebung des Kontingents beſchließen,
ſo iſt das eine glatte Konſumſteuer und der Konſum wird
ſo zurückgehen, daß die ganze uns aufgemachte Rechnung
in die Brüche geht. Der Herr Reichskanzler hätte ſich ſeine
Vorleſungen über Vaterlandsliebe ſparen ſollen; er ſollte
ſich nicht Kanzler nennen, ſondern Abkanzler der Linken.
Nicht von der Größe der Rüſtung hängt die Machtſtellung
eines Landes ab, ſondern von ſeinen kulturellen Leiſtungen.
Unſere Aufgabe ſoll es ſein, zu prüfen, was notwendig iſt
und was nicht. Wenn ſich Parlament und Regierung in
dieſer Frage entgegenkommen, wird ſie zur Zufriedenheit
geregelt werden können.
Admiral von Tirpitz: Es iſt vom Vorredner unter
anderem eine Reviſion des Preßbureaus des Marineamts
gefordert worden. Das Amt wird von drei aktiven
Offi=
zieren geleitet, beſondere journaliſtiſche Befähigung kann
natürlich von ihnen nicht gefordert werden. Das Amt
be=
richtet über alle aktuelle Fragen und gibt bereitwilligſt
Aus=
kunft. Seine Tätigkeit hat ſogar den Beifall der liberalen
Preſſe gefunden. Stimmungsmache wird dort nicht
ge=
trieben. Dem Flottenverein ſind ſchwere Vorwürfe
ge=
macht worden, es muß doch aber andererſeits unumwunden
anerkannt werden, daß dieſer Verein erſt den Sinn für die
Verſtärkung unſerer Wehrmacht zur See im deutſchen
Volke erweckt hat. — Reichsſchatzſekretär Kühn: Der
Ab=
geordnete Müller=Meiningen hat mir den Vorwurf gemacht,
keine Grundſätze zu haben. Davon hätten ihn einerſeits
ſeine parlamentariſche Schulung und andererſeits ſeine
perſönlichen Erfahrungen, die er über mich gemacht hat,
abhalten ſollen. Ich bin vor allen Dingen von dem
Grund=
ſatze, alles ſachlich zu prüfen, nicht abgegangen. Daß
Be=
richtigungen des Etats vorkommen können und vorkommen
müſſen, iſt unbeſtreitbar. Unſer Beſtreben ging vor allem
dahin, dem Hauſe ein möglichſt zutreffendes Etatsbild zu
entwerfen. Daß ich damit eine Irreführung des Hauſes
beabſichtige, muß ich energiſch zurückweiſen. — Frhr. von
Gamp (Reichspt.): Dem Empfinden der großen Maſſe
des Volkes hätte es mehr entſprochen, wenn der
Reichs=
kanzler mit einer Darlegung unſerer allgemeinen
politiſchen Lage die Verſtärkung unſerer Wehrmacht
be=
gründet hätte. Eine Verſtärkung iſt nötig, darüber ſind
ſich wohl die meiſten Parteien einig. Die Wünſche des
Abg. Haaſe nach Errichtung einer Bürgerwehr werden im
Lande in keiner Weiſe geteilt, Der Abg. Baſſermann iſt
nicht genügend orientiert geweſen, als er dem
Reichs=
marineamt ſo ſchwere Vorwürfe machte. Er iſt auch kein
junger Heißſporn mehr, über deſſen Aeußerungen man
ein=
fach hinwegſehen könnte. Dem Flottenverein kommt das
große Verdienſt zu, daß er im Volke Intereſſe für unſere
Flotte geſchaffen hat. Wir können uns von England nicht
das Verlangen gefallen laſſen, dem Standard 2 zu 1
zu=
zuſtimmen. Tun wir das, ſo ſind allerdings die Ausgaben
für unſere Flotte vergebens und wir kommen zu einer
Luxusflotte. Bezüglich der Deckung können wir dem
Reichskanzler folgen. Hoffentlich kommt hernach nicht
wie=
der eine Finanzmiſere heraus. — Reichsſchatzſekretär
Kühn: Es iſt kein Zufall, daß die Wertzuwachsſteuer den
Erwartungen nicht entſprochen hat, da alle Steuern im
erſten Jahre einen Rückſchlag erfahren. Unſere
Berech=
nungen für 1911 ſind aber ſo bemeſſen, daß die angeſetzten
Beträge beſtimmt zu erwarten ſind.
Weiterberatung Mittwoch, 1 Uhr. — Schluß
¾46 Uhr.
Die Wehrvorlagen.
* Berlin, 23. April. Die geſtrigen Ausführungen
des Reichskanzlers im Reichstage zur
Ein=
bringung der Wehr=Vorlagen werden in der Preſſe
allgemein günſtig beurteilt. Aus den Kommentaren geht
mit aller Deutlichkeit hervor, daß für die Wehrvorlagen
eine große Mehrheit bei den bürgerlichen Parteien aller
Richtungen vorhanden iſt, auch in Bezug auf die
Deckungs=
frage werden recht milde Töne angeſchlagen. Mit
beſon=
derer Genugtuung heben die Blätter aller
Parteirich=
tungen den Paſſus der Bethmannſchen Rede hervor, der
feſtſtellt, daß unſere auswärtigen Beziehungen völlig
be=
friedigend ſind und nicht die Veranlaſſung zur
Einbrin=
gung der Wehrvorlagen waren. — Im Einzelnen hebt die
Kreuzzetung beſondars hervor, daß der Reichskanzler
davor warnte, durch die Aufwerfung der Erbſchaftsſteuer
die Kluft zwiſchen den bürgerlichen Parteien zu
erwei=
tern. — Die Deutſche Tageszeitung ſieht in den
Ausfüh=
rungen Bethmanns über die Deckungsfrage nichts Neues.
— Die Poſt iſt unzufrieden darüber, daß der
Rcichskanz=
ler nicht patriotiſchere Töne angeſchlagen hat. — Die
Ger=
mania ſagt, Bethmanns Appell an die Linke war recht
glücklich, die Begründung für die Nicht=Vorlegung der
Erbſchaftsſteuer durchſchlagend. — Das Berliner Tageblatt
nennt die Rede ſympathiſch, bemängelt aber den
Hin=
weis auf die Stimmen aus dem Volke, die eine ſtärkere
Wehrvorlage verlangt haben. — Die Morgenpoſt
jam=
mert: keine ſtaatsmänniſche Weisheit vertiefte, kein
Aus=
bruch elementarer Leidenſchaft belebte ſie, kein geflügeltes
Wort erheiterte die Debatte. — Die Freiſinnige Ztg.
meint, der Reichskanzler ging über die bei ſolchen
Ge=
legenheiten üblichen Redewendungen nicht hinaus. Ueber
die Deckungsfrage ſetzte man ſich mit einigen kühnen
Rede=
wendungen hinweg. — Der Vorwärts nennt die
Regie=
rungs=Vertreter, die geſtern geſprochen haben,
Sach=
walter einer winzigen Minderheit, die in ihrem
Unter=
gange einen brutalen Schrei nach Ener Gewaltpolitik
innerhalb der eigenen Grenzpfähle wie in der Weltpolitik
ausſtößt und ſieht in der deutſchen Sozialdemokratie die
ſtärkſte Friedens=Bürgſchaft.
* London 23. April. Die Times ſchreibt in
Be=
ſprechung der geſtrigen Reichstagsdebatte: v. Bethmann
Hollweg, der ſich in einer ſchwierigen Lage befindet, ſpricht
in Bezug auf die anderen Länder mit Nüchternheit und
Mäßigung, die wir an ihm gewohnt ſind, und der
Kriegs=
miniſter und der Staatsſekretär der Marine folgen bis
zu einem gewiſſen Grade ſeinem Beiſpiel. Der
Reichs=
kanzler iſt ernſtlich beſtrebt, im Hauſe und zugleich im
weiteren Publikum und im Auslande die Annahme zu
verhindern, als ob die Vorſchläge der Regierung auf der
Beſorgnis vor einer unmittelbaren Bedrohung des
Frie=
dens beruhten. Er erklärt ausdrücklich, daß die
euro=
päiſche Lage den Verbündeten Regierungen keinen
Grund zur Unruhe gebe. Das Blatt fährt fort, der Kanz=
von Mrs. Ehrlich willig abführen. Erſt ſpäter erfuhr er,
daß ſein Heldenmut an einer harmloſen Kinderpiſtole
Schiffbruch erlitten hatte.
— Die Arbeit im Hauſe — der beſte Svort. Die
faſhionablen Damen der vornehmen Geſellſchaft in
Bo=
ſton. die vor einigen Tagen zu einer Conférence des
be=
kannten Harvard=Profeſſors, Dudley=Sargent, rauſchten,
um von dem Gelehrten, wenn möglich, allerlei
Schmeichel=
haftes über weiblichen Sport und die Leiſtungsfähigkeit
der Frauen auf dieſem Gebicte zu hören,. waren nicht
wenig verblüfft und entrüſtet, als der Gelehrte den
ge=
rade bei der amerikaniſchen Damenwelt ſo belicbten
Sports=
arten temperamentvoll den Krieg erklärte. „Alle dieſe
For=
men des Sports”, ſo erklärte Prof. Dudley=Sargent ſeinen
eleganten Zuhörerinnen, „ſind nur ein Vorwand, um mit
vielen Koſten und viel Zeitverluſt die Eitelkeit, die
Ko=
ketterie und den Flirt zu betreiben. Wenn Sie, meine
verehrten Damen, einen wirklich vernünftigen
hygieni=
ſchen Sport treiben wollen. der Ihrem Körper ſeine ganze
normale Schönheit ſchenken und erhalten ſoll, ſo kann ich
Ihnen dieſen Sport verraten: die häusliche Arbeit, die
Tätigkeit im Haushalt. Um die Beinmuskeln zu ſtählen
und Fettleibigkeit zu verhindern. gibt es kein beſſeres
Mittel als häufiges Trevpenſteigen. Um die Bruſt und
die Wirbelſäule zu kräftigen, iſt Knien und Aufwaſchen
das Beſte, vor allem, wenn man dabei mit beiden
Hän=
den zu gleicher Zeit arbeitet. Um die Schultern
ſchmieg=
ſam zu machen. iſt die Arbeit mit einem Beſen das idealſte
Mittel, außerdem das Tragen von Eimern. Backen
ver=
ſchafft Ihnen die ſchönſten Unterarme und eine Stunde
Waſchen erſetzt Ihnen in hnaieniſcher Beziehung eine
ganze Woche Tennisſpielen‟ Der Vortraa Prof. Dudley=
Sargents wird viel umſtritten: die Mehrzahl der
Män=
ner neigt zu der Anſicht, daß der Gelehrte ſehr klua und
weiſe dächte, aber die ſchönen Frauen ſind aufs Tiefſte
entrüſtet, daß der Gelehrte „in Wirklichkeit ein Barbar
iſt, an dem ein Negerhändler verloren gegangen ſei”
* Fortſchritt allerwegen. In der letzten Woche ging
eine engliſche Jacht in Breſt vor Anker. Man bemerkte auf
dem Verdeck einen großen prächtigen Phonographen. Der
Sonntag kam heran. Man ſah da die Leute der
Bemann=
ung von 9 Uhr morgens an mit der Mütze in der Hand
um den ſtrahlenden Apparat ſtehen; aus dem Schalltrichter
ertönten die Worte einer Predigt, der bald einige fromme
Lieder folgten. Am Abend aber erſetzte der Prediger=
Phonograph die Kirchenlieder und die Predigt durch
Tanz=
melodien und kecke Straßenweiſen.
Kunſthalle am Rheintor.
Nach der viel und verſchieden kritiſierten, aber
intereſſanten Ausſtellung franzöſiſcher Impreſſioniſten
bringt der Kunſtverein nun als — für unſer Empfinden
hocherfreuliches — Pendant eine Ausſtellung deutſcher
Porträtiſten und deutſcher Graphik. Der
Graphik ſind die unteren Räume, das Treppenhaus und
der kleinſte obere Saal angewieſen. Die Porträtiſten
reſidieren im Ehrenſaal und im anſchließenden Raum IV,
während der Raum III ausſchließlich dem Karlsruher
Max Lieber
zur Verfügung geſtellt wurde. Es ſind prächtige, friſche
urwüchſige, unmittelbar wirkende Landſchaften, die den
Karlsruher Künſtler von ſeiner beſten Seite zeigen. und
aus denen echte, ernſte Kunſt und ausgeprägtes
Natur=
empfinden ſpricht. Mit alücklichem Erfolg ſind ruhige
Sachlichkeit der Technik mit kraftvollem Naturalismus in
der Auffaſſung des Vorwurfs und friſchem, farbenfrohen
aber fein und innig geſtimmten Kolorit geeint. Dazu
kommt ein geradezu muſterhaftes, bildmäßiges Sehen
und eine Wahl des Ausſchnittes, die bei dem Können
dieſes Künſtlers beſte Wirkung von vornherein
aaran=
tiert. So ſteht man beim Betrachten dieſer Landſchaften
unter dem Eindruck wahrer und großer Kunſt, die durch
die für manches Empfinden vielleicht hin und wieder zu
ſtark beionte Sachlichkeit nicht beeinflußt wird. Mit aanz
wenigen Ausnahmen ſind dieſe Bilder von
unmittelba=
rem Eindruck, ohne weiteres verratend, daß ſie vor der
Natur entſtanden oder doch ſo weitgehond ſkizziert
wur=
den, daß der Atelierarbeit nur die „letzte Feile” verblieb.
Und ſie ſpiegeln auch wieder, in welchem Maße der
Vor=
wurf den Künſtler ſelbſt gefeſſelt. ihn zum Schaffen. zum
Feſthalten dieſer Stimmungen gedrängt; zum Schaffen
von Warken der Schönbeit, die auch da ausgepräat iſt.
wo im Vorwurf Herbheit, rauhe Stimmung herrſcht
Mar Lieber verſteht es gewaltige Komplere der Natur
auf verhältnismäßig kleiner Leinwand zu bannen, ohne
den imponierenden Eindruck des Monumentalen,
Ueber=
ragenden irgendwie zu beeinträchtigen. Seine
meiſter=
hafte Perſpektive läßt Rieſenausſchnitte ſehen, die nichts
vernachläſſigen, was für den Geſamteindruck wichtig. und
doch vermeidet er ſtrena, ſich in Nichtigkeiten zu verliaren.
Er malt Luft und Licht und Wind und Wolken und ſpie=
gelt das Leben der Natur wieder. Man ſehe die
ſchwe=
ren Wolkenvartien in „Ballige Luft”, den blauen
Him=
mel, der ſie hin und wieder durchſtrahlt, beachte die
Stim=
mung, die das ganze Bild beherrſcht, die ſich unwillkürlich
dem Beſchauer übermittelt. Man ſehe weiter das
ähn=
liche Bild „Wetterböe” das ganz beſonders die
Aus=
drucksfähigkeit des Künſtlers widerſpiegelt, und dann
die ungemein reizvolle Landſchaft „Windverweht” wohl.
das beſte Stück der Kollektion, mit der erſchöpfenden
Wie=
dergabe des Vorwurfs, dem reichen, aber wunderbar
ſtimmungsvollen Kolorit, der kernhaften Friſche
natura=
liſtiſcher Auffaſſung. Andere atmen mehr Ruhe und
Frieden. Nicht alle Bilder der Kollektion ſind von
glei=
chem künſtleriſchen Wert, aber es ſind, es ſei geſtattet,
mich ſo auszudrücken, echt deutſch empfundene
Landſchaf=
ten, die zum Sichverſenken im Anſchauen einladen, an
denen man ſich nie müde ſehen wird. weil ſie immer neue
Reize entfalten. Vielleicht wäre in einigen mehr
Sonne und mehr Weichheit von Vorteil geweſen.
Stim=
mungsvoll ernſt iſt auch das einzige Interieur der
Kol=
lektion, Inneres einer alten Dorfkirche”, das viel
kolo=
riſtiſche Reize birgt.
Und nun zu den
Deutſchen Porträtiſten.
Es handelt ſich hierbei um eine Wanderausſtellung
des Verbandes Deutſcher Kunſtvereine. Es ſind Namen
von beſtem Klange unter den Ausſtellern, aber auch
weniger bekannte Künſtler, und es iſt ſehr erfreulich, auch
unter deren Werken ſolche von bedeutendem Wert und
maßgebender Charakteriſtik zu finden. Wenn dieſe
Wan=
derausſtellung auch bei weitem nicht alles umfaßt, was
für die deutſche Porträtmalerei maßgebend und von
Be=
deutung iſt, ſo läßt ſie auf Grund der außerordentlichen
Verſchiedenheit, die die Vielſeitigkeit dieſes wichtigen
Sonderzweiges der Malerei offenbart, doch immerhin
bis zum gewiſſen Grade eine Beurteilung der ganzen
deutſchen Porträtmalerei der Gegenwart zu. Und
die=
ſes Urteil darf mit Genugtuung und mit Freude
er=
füllen. Es dünkt uns, als dürften wir hier einen gewiſſen
Grad von Ueberlegenheit gegenüber den franzöſiſchen
und auch engliſchen Malern feſtſtellen, der vielleicht
ge=
rade in dieſer Vielſeitigkeit begründet iſt, in dem
Fern=
halten von einſeitiger Betonung entweder der Malerei
oder des Porträts im Bildwerk. Das darf vielleicht doch
konſtatiert werden auch bei Anerkennung der
Schwierig=
keit, die Geſamtwirkung einer derartigen Gruppe zu
be=
urteilen, die unter ſich ſo grundverſchieden iſt, ſowohl
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Nummer 96.
ler gebe zu, daß niemand Deutſchland angreifen will,
und er betont, daß Deutſchland niemand anzugreifen
gedenke. Die Times fragt, weshalb aber
Deutſch=
land neue Steuern aufbürde, weshalb man dem Heere
zwei neue Armeekorps hinzufüge und die aktive Flotte
erheblich verſtärke, obwohl man wiſſe, daß dieſe
Ver=
ſtärkung beſtimmt und automatiſch entſprechende
Ver=
ſtärkungen der engliſchen Flotte und jedenfalls auch der
Flotten und Heere der anderen Mächte herbeiführen
werde. Die Times ſchließt: Deutſchland will keinen
Krieg, aber es will, ſo oft es ihm paßt, in der Lage ſein,
ſeine Diplomatie durch einen bezeichnenden Hinweis
auf ſeine wachſende militäriſche und maritime Macht
zu ſtärken.
in der Technik als in der Auffaſſung vom Maleriſchen
und Charakteriſtiſchen im Porträt.
Im weſentlichen dürfen die Bilder dieſer Kollektion
wohl in drei Gruppen geſchieden werden, und zwar in
ſſolche, in denen die Betonung des Bildmäßigen, des
Ge=
mäldes, vorherrſchend iſt, dann in ſolche, die auf das
Porträt den größeren Wert legen, und endlich in ſolche,
die beides gleich oder doch annähernd gleich betonen,
die alſo im Grunde genommen die idealſten Erzeugniſſe
der Porträtmalerei darſtellen. Aus allen drei Gruppen
enthält die Ausſtellung Werke von an ſich verſchiedenem,
aber bis zum höchſten künſtleriſchen Wert. Zu der
letztge=
nannten Gruppe möchten wir aus Raum IV in erſter Linie
das Damenbildnis von Alexander Fuks zählen,
wohl die Gattin des Künſtlers darſtellend, in dem wir
eine außerordentlich glückliche Einheit von Porträt und
Gemälde ſehen. Die Aehnlichkeit dieſes Bildes iſt
natür=
lich nicht zu beurteilen, aber ſie darf wohl kaum
bezwei=
felt werden, denn das Geſicht iſt durchaus ſachlich
ge=
malt und zeichneriſch vollendet durchgearbeitet. Mehr
aber ſagt trotz dieſer Sachlichkeit die innige
Heraus=
arbeitung des Geſichtsausdrucks, beſonders der
leben=
digen, inneres Erleben widerſpiegelnden Augen, des
fei=
nen, geiſtvollen Geſichts. Iſt ſo das Porträt erſchöpft,
gibt die ſubtile ſtoffliche Behandlung der Gewänder,
des ſchwarzen Chiffon= und Seidenkleides, des Pelzes
mit dem ſeidenen Futter, vor allem aber das
kontraſt=
reiche, doch aufs feinſte abgeſtimmte Kolorit mit der als
herrſchend im ganzen Bilde ſtarken Betonung der
Fleiſch=
töne des Geſichts und des tiefen Dekoletés, dem ſehr
ge=
ſchickt bunte Steine als Schmuck zugefügt wurden, in
dem dunklen, nur ganz diskret durch etwas rot belebten
Hintergrund, dem Bild etwas ungemein Feſſelndes und
verleiht ihm maleriſche Reize, wie nur wenige Bilder
und nur ſolche mit bedeutend größerer Farbenfülle ſie
zeigen.
Dann mag Paul Kießlings (Dresden) Bildnis
des Malers Chibert Oury genannt ſein, in dem der
etwas geſuchte maleriſche Reiz des Kolorits dadurch
er=
reicht wurde, daß die Geſtalt im dunklen Anzug zur Hälfte
vor lebhaft roten Hintergrund geſtellt wurde. Etwas
geſucht, wie geſagt, aber reizvoll und keineswegs un=
künſtleriſch. Der Kopf des Objektes iſt dann aber ſehr
fein herausgearbeitet und gibt, obwohl die Zeichnung
ſehr ſtark betont wird (was wir immer für vorteilhaft
halten) ein ſcharfes Charakteriſtikum des Porträts im
Gemälde.
Stärker iſt das Maleriſche betont in dem Bilde von
Oskar Zwintſcher=Dresden. „Dame mit Narziſſen”,
in dem vielleicht die etwas zu tote Farbe der halb
ent=
blößten Arme ſtört, das ſonſt aber ohne Zweifel als ein
Werk ſtarken Könnens, feinen Farbenſinnes und guter
Charakteriſierungskunſt anzuſprechen iſt, trotz der etwas
gewollt antikiſierenden Aufmachung, die der modernen
Frauengeſtalt eigentlich nickß entſpricht, ihr jedenfalls
etwas feſſelndes, myſtiſches verleiht, und trotz der
Bunt=
heit des Hintergrundes, die aber zur Charakteriſierung
dieſes Obiektes beiträgt, vielleicht dazu unentbehrlich iſt.
Vielleicht können in dieſem Zuſammenhange noch
einige Kinderbildniſſe genannt werden. So vor allem
das ganz entzückende „Baby mit Apfelſine” von Fritz
Rhein=Berlin, in dem der kindliche Geſichtsausdruck
ganz außerordentlich glücklich feſtgehalten ſcheint, dann
die Kinderbilder von Fritz Haas der in dem Bild der
Komteſſe Lerchenfeld die kleine Komteſſe ſehr fein
charak=
teriſiert, und Artur Kampf. Charlottenburg, mit
ſei=
nem lebhaft kolorierten, ausdrucksvollen Knabenbildnis,
während in dem Knaben=Porträt Walter Georgis
mehr das Dekorative betont iſt. bedingt durch die Technik
und Auffaſſung des Bildmäßigen.
Auch Eugen Spiros Dame auf grüner Bank,
mehr aber noch ſein Doppelporträt, das auch den
Darm=
ſtädtern bekannte Künſtlerpaar. Thereſe und Artur
Schna=
bel darſtellend, gehören in dieſe Gruppe. Obaleich
ſchein=
bar in dieſem Doppelbildnis ſchon, durch die Kompoſition
bedingt, das Bildmäßige überwiegt, ſcheint uns doch
gerade zur Charakteriſierung der Porträts dieſes
Künſt=
lerpaares die Kompoſition des Geſamtbildes viel
beizu=
tragen, wenn nicht den Ausſchlag zu geben. Koloriſtiſch
iſt übrigens die „Dame auf grüner Bank” trotz oder
viel=
leicht gerade wegen der im Gegenſatz zu dem
Doppelpor=
trät bedeutend weniger großen Farbenfülle ſehr reiz=
M. St.
voll.
Luftfahrt.
* Berlin, 23. April. In der Nähe von Gattersleben
bei Quedlinburg ging aus noch nicht aufgeklärter
Ur=
ſache geſtern nachmittag ein Ballon nieder, deſſen
drei Inſaſſen aus einer Höhe von zirka 15 Metern
ab=
ſtürzten. Der eine von ihnen, Oberleutnant v. Bülow
vom 172. Infanterie=Regiment, trug ſchwere
Verletz=
ungen davon, leichtere der Leutnant Nechalt vom 173.
Infanterie=Regiment. Der Ballonführer kam mit leichten
Quetſchungen davon.
* Frankfurt a. M., 23. April. Das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” unternahm heute vormittag eine
zweiſtündige Paſſagierfahrt. Von der für
heute geplanten Fahrt der „Viktoria Luiſe” nach Baden=
Baden und der daſelbſt ſtationierten „Schwaben” nach dem
hieſigen Luftſchiffhafen wurde wegen der ungünſtigen
Wet=
terlage Abſtand genommen. Beide Schiffe befinden ſich in
ihren Hallen.
H.B. Friedrſchshafen, 23. April. Das neue
Zeppelin=Luftſchiff „L. Z. 12‟, das künftige
Militärluftſchiff „Z. 3‟, iſt heute gefüllt worden. Morgen
ſoll mit den Probefahrten begonnen werden, die lange
Zeit in Anſpruch nehmen dürften, da man die
Leiſtungs=
fähigkeit verſchiedener Propeller=Modelle ausproben will.
Im Mai ſoll der neue Kreuzer dann an die Militär=
Ver=
waltung abgeliefert werden.
* Osnabrück, 23. April. In der geſtrigen
Stadt=
verordnetenſitzung wurden 10000 Mark für den
Nord=
weſtdeutſchen Rundflug bewilligt. 25000 Mark
ſollen dem Kaiſer mit der Bitte überreicht werden, die
Summe zur Beſchaffung eines Flugzeuges zu verwenden,
das den Namen „Osnabrück” führt.
* Alderſhot, 22. April. Das Militärluftſchiff
„Gamma” flog von Farnborough nach London
und umkreiſte die St. Paul=Kathedrale. Als es nach der
HHalle in Farnborough zurückkehrte, ſtieß es mit dem
Militärluftſchiff „Beta”, das gerade aus der
Halle gebracht worden war, zuſammen. „Beta” wurde
bei dem Verſuch, der „Gamma” auszuweichen, ſtark
be=
ſchädigt. Die Hülle wurde durch die an der Seite der
HHalle hervorſtehenden Eiſenteile zerriſſen.
* Für den „Zweiten Deutſchen
Zuver=
kläſſigkeitsflug am Oberrhein” wird das
Intereſſe immer größer, da die praktiſchen Aufgaben für
die Konkurrenz fortgeſetzt erweitert werden. Das
baye=
riſche Kriegsminiſterium hat ſoeben noch
einen wertvollen Ehrenpreis geſtiftet, ebenſo der
Be=
zirkspräſident von Lothringen, Freiherr von Gemmingen.
Durch die Teilnahme des Freiwilligen Automobil=Korps
der Luftſchiffe, durch Einſchaltung des Flugzeugzelt=
Wettbewerbes wird die Veranſtaltung außerordentlich
vielſeitig. Bei der Aufklärungsübung zwiſchen Metz und
Saarbrücken wird man wahrſcheinlich
Meldeſammel=
ſtellen, die mit Automobilen des Freiwilligen Automobil=
Korps beſetzt ſind, einrichten. Die Luftfahrzeuge haben
hier ihre Meldungen abzugeben; eventuell ſollen die
Meldungen aus dem Flugzeug herabgeworfen werden,
um Erfahrungen darüber zu ſammeln, ob dies
prak=
tiſch iſt.
Ausſchreibung des Flugzeugzelt=
Wett=
bewerbs beim 2. Deutſchen
Zuverläſſig=
keitsflug 1912. Das preußiſche Kriegsminiſterium
und die Inſpektion des Militär=Luft= und Kraft=
Fahr=
weſens haben großes Interſſe an dem Flugzeugzelt=
Wett=
bewerb bekundet, den die Südweſtgruppe des Deutſchen
Luftfahrer=Verbandes gelegentlich des 2. Deutſchen
Zu=
verläſſigkeitsfluges am Oberrhein ausgeſchrieben hat. Es
ſkönnen ſich an dieſer Konkurrenz Firmen des In= und
Aus=
ſlandes beteiligen, die ſich bis zum 1. Mai bei der
Geſchäfts=
ſſtelle des Deutſchen Zuverläſſigkeitsfluges, Straßburg i. E.,
Blauwolkengaſſe 21, melden. Jedes Zelt ſoll für zwei
Flugzeuge beſtimmt ſein; es kann jedoch auch aus zwei
Einzelzelten beſtehen. Das Gewicht mit allem Zubehör
darf nicht mehr als 3000 Kilogramm betragen; die
Ein=
fahrtbreite muß 15 Meter, die Einfahrthöhe 4,5 Meter
groß ſein. Die frei benutzbare Fläche muß bei einem
Ein=
zelzelt 15X13 Meter, bei einem Doppelzelt 15X20
Meter=
betragen. Erwünſcht iſt die Möglichkeit, das Flugzeug
auf allen Seiten ein= und auszuführen. Die Zelte müſſen
am 17. Mai, 6 Uhr früh, auf dem Truppenübungsplatze in
Griesheim bei Darmſtadt zur Benutzung fertig geſtellt ſein.
Zum Aufbau und Abbruch werden je 12
Militärmannſchaf=
ten zur Verfügung geſtellt, während die Teilnehmer am
Wettbewerb ihrerſeits nur 2 Monteure tätig ſein laſſen
dürfen. Zu einer noch zu beſtimmenden Zeit werden die
Zelte zu gleicher Zeit abgebrochen, auf Laſtautomobilen
nach Frankfurt transportiert und im dortigen
Luftſchiff=
hafen am Rebſtock wieder aufgerichtet. Das Abmontieren
darf die Zeit von 2 Stunden, das Aufbauen die Zeit von
4 Stunden nicht überſchreiten. Für die Beurteilung der
Zuverläſſigkeit kommen in Betracht: a) ſturmſichere
Kon=
ſtruktion, b) guter, imprägnierter Stoff, der eine
Verwend=
ung von mindeſtens 3 Jahren garantiert, und endlich
mög=
lichſte Vermeidung von Holzteilen. Es ſtehen zwei Preiſe
von je 500 Mark zur Verfügung für dasjenige Zelt,
wel=
ches am ſchnellſten aufgebaut und abgebrochen werden kann,
ſowie für das am haltbarſten erſcheinende Zelt. Der
An=
kauf eines der ſiegenden Zelte iſt in Ausſicht geſtellt. Das
Preisgericht ſetzt ſich zuſammen aus den Vertretern der
Militärbehörden und der Veranſtalter. Der Spruch des
Preisgerichts iſt endgültig, Anrufung der Gerichte iſt
aus=
geſchloſſen.
* Eine intereſſante Freiballon=
Höhen=
fahrt, bei der 9000 Meter Höhe erreicht wurden, führten
die Herren Direktor Wolff vom Meteorologiſchen Inſtitut
zu Potsdam und Oberſtabsarzt Koſchel vom Auguſta=
Regiment aus. Sie benutzten den 2300 Kubikmeter großen
Ballon „Herward III” der in Bitterfeld mit
Waſſerſtoff=
gas gefüllt worden war. In der Nähe von Osnabrück
ſtellte man eine Höhe von 9000 Metern feſt und eine
Tem=
peratur von Minus 40 Grad. Der Freiballon=Höhenrekord
wird von den Herren Profeſſoren Berſon und Süring mit
10800 Metern gehalten.
sr. Der neueſte Parſeval=Luftkreuzer
P. L. XIII” der bekanntlich für die japaniſche Regierung
beſtimmt iſt und in der letzten Woche ſeine Abnahme=
Prüfung vor einer japaniſchen Militär=Kommiſſion
ab=
ſolvierte, hat in der Nacht vom Freitag zum Samstag
nun auch ſeine letzte Prüfung beſtanden und iſt von der
Kommiſſion abgenommen worden. Der Ballon ſtieg um
8 Uhr 40 Minuten in Bitterfeld auf und flog in einer
durchſchnittlichen Höhe von 1000 Metern während einer
Dauer von 10 Stunden. Er landete morgens kurz vor
7 Uhr wieder glatt in Bitterfeld. Der Ballon wird
als=
dann nach Japan verladen werden.
sr. Ein ſchwerer Fliegerabſturz mit
töt=
lichem Ausgang ereignete ſich am Freitag auf dem
Flug=
platz von Verdun, wo der Flieger=Offizier Ville
d’Avray zu einem Fluge nach St. Michel aufgeſtiegen
war. Der Pilot hatte den Abflugsort noch nicht verlaſſen,
als man den Apparat plötzlich aus zirka 50 Meter Höhe mit
gebrochenen Flügeln abſtürzen ſah. Die Maſchine ſchlug
hart auf dem Erdboden auf und ging vollſtändig in
Trümmer. Ville d’Avray lag unter dem Motor, der die
Beine des Piloten völlig zertrümmert hatte. In
leben=
dem Zuſtande ſchaffte man den unglücklichen Aviatiker
nach dem Hoſpital von Verdun, wo er bald darauf ſtarb.
Der Unfall ſcheint auf die mangelhafte Konſtruktion des
Holzrahmens zurückzuführen zu ſein, der nachgab und
das Brechen der Flügel verſchuldete.
sr. Die Nachforſchungen nach dem vermißten
irländiſchen Flieger Allan, der am Mittwoch von
Lon=
don nach Dublin zu fliegen beabſichtigte, ſind immer noch
erfolglos geblieben. Man glaubt annehmen zu
müſſen, daß er in der iriſchen See ertrunken iſt, denn die
Hoffnung, daß er von einem ausfahrenden Dampfer
auf=
genommen worden ſein könnte, iſt ſehr gering. Es wird
auch noch ein zweiter Flieger namens Wilſon vermißt,
der dieſelbe Reiſe geplant hatte und ſeit ſeinem Aufſtieg
kein Lebenszeichen mehr von ſich gegeben hat. Man
ver=
mutet jedoch, daß der Aviatiker in dem Gebirge von Wales
hat niedergehen müſſen.
Handel und Verkehr.
— Poſtſcheckverkehr. Der Verkehr der
Poſt=
ſcheckämter Berlin, Breslau, Köln, Frankfurt a. M.,
Ham=
burg und Leipzig mit den Abrechnungsſtellen der
Reichs=
bank hat ſich im erſten Vierteljahr 1912 recht günſtig
ge=
ſtaltet. Zwiſchen den Poſtſcheckämtern und den übrigen
Mitgliedern der Abrechnungsſtellen wurden über 87000
Schecks im Geſamtbetrage von 938 Millionen Mark ohne
Bewegung von Barmitteln abgerechnet.
H. Frankfurt a. M., 23. April. (
Frucht=
marktbericht.) Der Wochenmarkt war wieder recht
feſt geſtimmt. Die Schließung der Dardanellen, einer
der bedeutendſten Getreidezufuhrpaſſagen, bewirkte eine
weſentliche Preiserhöhung, doch kaufte der Konſum nur
das Notwendigſte; die Schließung dürfte indes
vorüber=
gehend ſein, denn der enorme Schaden durch Hemmnis
des Handels trifft alle Nationen, die eine baldige
Be=
ſeitigung erreichen werden. Für Landweizen waren die
Forderungen am teuerſten, ſodaß der Preis den des
aus=
ländiſchen Weizens faſt erreichte, während Landroggen
mäßiger anzog. Futterartikel feſt und ſtill, ebenſo Mehl
kaum gehandelt.
Der Mannheimer Getreidemarkt war bei
teilweiſe heraufgeſetzten Forderungen in feſter Tendenz.
Futtergerſte ſtramm. An der Berliner
Produkten=
börſe hielt die Getreidehauſſe an, unterſtützt durch
Käufe des Auslandes, insbeſondere Englands. Nach
den letzten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Getreidemärkten (Chicago und New=York) war
Weizen feſt auf die Meldungen über naſſes, kaltes
Wet=
ter im Weſten der Vereinigten Staaten und die beſſere
Lokonachfrage. Mais gut behauptet auf die
unbeſtän=
dige Witterung und den hauſſelautenden Viſible Supply=
Ausweis. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 56,11 Millionen Buſhels auf 54,46
Mil=
lonen Buſhels und die Maisvorräte von 12,44
Millio=
nen Buſhels auf 10.59 Millionen Buſhels
zurückgegan=
gen, hingegen die Weizenvorräte in Kanada in dieſer
Woche von 29,80 Millionen Buſhels auf 31,09 Millionen
Buſhels geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 24.50—24,75,
Nord=
deutſcher 24,50—24,75, Kurheſſiſcher 24,50—24,75,
Ruſſi=
ſcher 25—26, La Plata 25—26, Rumäniſcher 25—26,
Kan=
ſas 25—26, Walla Walla 25—26, Redwinter 25—26,
Ma=
nitoba 25—25,75; Roggen. hieſiger, 20,90—21,
Baye=
eriſcher (Pfälzer) 21—21,10, Ruſſiſcher 21—21,50.
Ameri=
kaniſcher —, Rumäniſcher 21—21,50; Gerſte, Pfälzer
hieſige und Wetterauer — Riedgerſte —, Ungariſche
Fränkiſche —, ruſſiſche Futtergerſte —; Hafer, hieſiger,
21,75—22, Bayeriſcher 21,75—22,25, Ruſſiſcher 22—23,
Amerikaniſcher 20—20.50, Rumäniſcher 22—22,75; Mais
mixed 18—18,25, Ruſſiſcher 18,10—18 25, Donaumais 180
bis 18,25. Rumäniſcher 18,10—18.25, La Plata 18—18,15,
weißer Mais 18,10—18.25, Weizenſchalen 14—14.25,
Weizenkleie 14—14,25. Roggenkleie 14.50—14,75,
Futter=
mehl 15,50—16.50, Biertreber, getrocknet, 15.50—15.75;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim), Nr. O: 33,25
bis 33,50. feinere Marken 33.75—34, Nr. 1: 32.25—32.75,
feinere Marken 33—33.25, Nr. 2: 30,25—30.50, feinere
Marken 30,75—31,25, Nr. 3: 29,25—30,25, feinere
Mar=
ken 30.50—30,75, Nr. 4: 25,25—25,50, feinere Marken
25,75—26; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 27—27,50, Nr. 1:
25,25—25,75, Nr. 2: 22,50—22,75.
Stimmen ans dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebakties
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 bes
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Unſer ſchöner Herrngarten hat ſoweit wieder ſein
herrliches Frühlingsgewand angelegt, um für Jung und
Alt, beſonders aber für Rekonvaleszenten und
Natur=
freunde einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Auch
die Gartenverwaltung war ſehr bemüht, denſelben zu
verſchönern, indem ſie abſtändige Bäume gefällt und durch
neue erſetzte, das Buſchwerk gründlich ausſchneiden ließ
und neues pflanzte, ſowie den Boden derſelben umgrub
und von weggeworfenen alten Flaſchen gründlich
rei=
nigte. Größere Raſenflächen wurden mit verſchiedenen
Edeltannen bepflanzt, wodurch dieſelben nicht mehr ſo
eintönig wirken. Möchte doch nun auch diejenige
Schon=
ung dieſem ſchönen Naturbild zuteil werden, die es
ver=
dient, und man fernerhin nicht mehr weggeworfene
Pa=
piere, Flaſchen und dergleichen Gegenſtände ſieht. Auch
das Abreißen und Wegwerfen von Zweigen ſollte
ſtreng=
geahndet werden.
— In der hübſchen Maulbeeren=Allee (Hammelstrift)
wird ſoeben vonſeiten der Stadt Darmſtadt die
Waſſer=
leitung verlegt, ſo daß alle daſelbſt erbaute Häuſer ſich
anſchließen können. Es iſt dieſes als ein Fortſchritt
zur Eingemeindung Arheilgens mit großer Freude zu
J. C.
begrüßen.
Vermiſchtes.
— Die Gründung des 58er
Wandere=
bundes iſt am zweiten Oſtertage in Uelzen vollzogen
worden. Damit iſt der Zuſammenſchluß aller zum Teil
ſchon ſeit vielen Jahren innerhalb des Vereins für
Handlungs=Commis von 1858 beſtehenden
Wan=
derabteilungen erfolgt, um die Pflege des Wanderns unter
den kaufmänniſchen Gehilfen und Lehrlingen planmäßig
immer mehr fördern zu können. Die Beteiligung an der
Gründungsverſammlung war trotz des ſehr ſchlechten
Wetters recht gut; es hatten ſich an 200 wanderluſtige
Be=
rufsgenoſſen eingefunden. Die Bezirke Hamburg, Altona,
Wandsbek, Harburg, Bremen, Oldenburg, Hannover,
Lüneburg, Uelzen, Goslar hatten Vertreter entſandt,
wäh=
rend von zirka 100 Bezirken, Wanderabteilungen und
Ein=
zelmitgliedern telegraphiſch bezw. ſchriftlich Glückwünſche
übermittelt wurden. Es wurde zunächſt ein proviſoriſcher=
Vorſtand aus 17 Perſonen gewählt, der ſich über das ganze
Reich verteilt; dagegen iſt der geſchäftsführende
Ausſchuß=
auf allgemeinen Wunſch aus 6 Herren gebildet worden,
die=
in Hamburg bezw. deſſen nächſter Umgebung wohnen. Der
Beitrag iſt für alle 58er Mitglieder vorläufig auf Mk. 1.—
jährlich feſtgeſetzt; Beitrittserklärungen ſind zu haben bei
Herrn Philipp J. Schmidt, Rheinſtraße 33, der auch gern
Auskunft über Bundes= und Vereinsangelegenheiten
er=
teilt.
Literariſches.
Von deutſcher Art und Heldenfahrt,
lyriſch=epiſche Geſänge von Volker (Profeſſor Dr.
Strick=
ſtrack). Verlag E. W. Bonſels und Co., München. In
markiger, kernhafter Sprache und tadelloſer Versform
be=
ſingt der Autor die deutſche Art, der Vorväter Können
und Taten, Empfinden und Heldenleben. Im erſten
Teil=
ſchildert er in ſeinen ſtimmungsvollen Geſängen
Germa=
niſches Urwaldleben und im zweiten gib er eine
umfaſ=
ſende Neudichtung der Nibelungenſage, ſingt von
Sieg=
frieds Leben und Tod, von Chriemhilden und
Brünn=
hildens Lieben und Haſſen, von König Gunhers
Schwäche und von des grimmen Recken Hagen Treue;
von Armin und Thusnelda, von Wittekind uſw. Ein
köſtliches Buch, das in der Bibliothek keines Deutſchen
fehlten ſollte; gleich begeiſternd und erhebend für Jung
und Alt.
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912
Seite 7.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Wien 22. April. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Konſtantinopel Der Hafen von
Konſtanti=
nopel bietet einen nie geſehenen Anblick der
Schiff=
fahrtsſtockung. Bis heute ankern im Bosporus
Handels=
dampfer aller Flaggen. Die meiſten führen Getreide
einige Mehl, Petroleum oder Perakleakohlen, finden
aber Gelegenheitskäufer, wodurch die Teuerung
einiger=
maßen gemildert wird. Die Stadtverwaltung warnt vor
Spekulation und das Kriegsgericht beſtraft die ſpekulative
Verteuerung der Lebensmittel. Der öſterreichiſche Zucker,
der infolge der Seeſperre von 1½ auf ſechs Piaſter ſtieg,
kommt auf der Donau an. 7000 Sack Mehl werden mit
der anatoliſchen Bahn von Angora erwartet. Momentan
herrſcht kein Brotmangel, dagegen hört der Fremdenzufluß
faſt vollſtändig auf. Die ägyptiſche Khedivial=Linie plant,
die Paſſagiere für Konſtantinopel in Dedſagatſch zu landen,
doch trifft die Orientbahn ſelbſt Anſtalten, ihre Züge von
Saloniki im Falle eines türkiſchen Angriffs auf Dedſagatſch
auf dem Umwege über Badenia und Heredſchik
hierherzu=
führen.
* Saloniki, 23. April. Die
Kabelverbind=
ung mit Chios, Tonedos, Rhodos und
Im=
bros iſt unterbrochen. Imbros berichtet jedoch
mit=
tels Heliographen, daß zwanzig italieniſche Kriegsſchiffe
vor der Inſel vorüberfuhren in der Richtung auf die
Dar=
danellen. Ueber Hawala trifft die Meldung ein, daß vor
Lemnos lebhafter Verkehr italieniſcher Kriegsſchiffe herrſcht.
Die Landung der Italiener iſt aber noch nicht erfolgt.
Zum Untergang der „Titanie‟
* Braunſchweig, 22. April. Wie die
Braun=
ſchweiger Landeszeitung aus gut unterrichteter Quelle
er=
fahren hat, haben ſämtliche deutſche
Verſiche=
rungsgeſellſchaften, die an dem Untergang der
„„Titanic” intereſſiert ſind, durch Rundſchreiben den
Be=
ſchluß gefaßt, auf Grund der Ausſagen der Geretteten die
„Withe Star Line” für jeden ihnen erwachſenden
Scha=
den verantwortlich zu machen.
* New=York 22. April. Direktor Ismay
von der White Star Line hat geſtern abend in New=York
eine längere Erklärung veröffentlicht, in der es unter
anderem heißt: „Nur aus Höflichkeit gegen die
Unter=
ſuchungskommiſſion des Senats habe ich mich veranlaßt
geſehen, die lächerlichen Beſchuldigungen gewiſſer
Blätter nicht zu beantworten, doch möchte ich heute die
beſtimmte Erklärung abgeben, daß ich an Bord der
unter=
gegangenen „Titanie” niemals irgend welche Vorrechte
ge=
noſſen habe. Ich bin auch niemals über den
einzuſchlagen=
den Weg, über Schnelligkeit oder irgend welche Frage,
die allein den Kapitän angeht, befragt worden. Ebenſo iſt
auch die Behauptung falſch, daß wir beabſichtigt hätten,
einen neuen Schnelligkeitsrekord aufzuſtellen.
Ich habe auch niemals daran gedacht, in die für die
Frauen und Kinder beſtimmten Rettungsboote zu ſteigen.
Ich ſelbſt habe mich über zwei Stunden an den
Rettungs=
arbeiten beteiligt, und dafür geſorgt, daß die Frauen und
die Kinder in die Rettungsboote eingeſchifft würden.
Hoffentlich werden alle Reeder an der furchtbaren
Kata=
ſtrophe gelernt haben. Vor allen Dingen darf man in die
waſſerdichten Schotten kein allzugroßes Vertrauen ſetzen.
Auch die Rettungsboote, wie ſie eben gebaut werden, ſind
vollkommen veraltet.”
Waſhington, 22. April. Die
Senatskom=
miſſion, welche die Unterſuchung über den
Un=
tergang der „Titanie” führt, ſetzte heute das
Ver=
hör fort. Franclin der Vizepräſident der „White
Star Line” wurde hauptſächlich wegen der beruhigenden
Nachricht befragt, welche die „White Star Line” am 15.
(April veröffentlichte. Franclin gab zu, daß ſie nur auf
Berichten und Gerüchten beruhte, die einige Zeitungen
aus Cap Race gemeldet hatten. Es habe keine
authen=
tiſche Nachricht bis zu dem Abend gegeben, an dem er
ſo=
fort die Preſſe von dem Sinken der „Titanic” in Kenntnis
geſetzt habe. Franclin beſtritt entſchieden, daß er in irgend
ieiner Weiſe verſucht habe, über die drahtloſen Nachrichten
der „Carpathia” eine Zenſur auszuüben. Franclin legte
weiter dar, wie er ſich bemüht habe, genaue Nachrichten zu
erhalten. Er habe keine Nachrichten unterdrückt und
be=
ſtritt daß die „Titanic” einen neuen Rekord
auf=
ſtellen ſollte. Niemand ſei für die Kataſtrophe
verantwortlich. Die Ausrüſtung übertraf das vom
Geſetz geforderte Maß. Man hielt ein Sinken für
unmög=
lich. Er bat die Aſſociated Preß, die erſte Nachricht
zurück=
zuhalten, bis die Sache unterſucht ſei, um eine unnötige
Beunruhigung zu vermeiden. Es beſtand nicht die Abſicht,
die Beamten und die Mannſchaft nach England
zurückzu=
ſchicken, um ſie dem Verhör zu entziehen. Er habe die
Credic trotz Ismays Depeſchen nicht zurückgehalten.
* Halifax, 22. April. Das Kabelſchiff
Minia” geht heute ab, um das Kabelſchiff „Mc Kay
Bennet” abzulöſen. Es nahm 150 Särge und 60
Ton=
nen Eis mit ſich. Die nicht zu identifizierenden Leichen
werden im Meere beſtattet. Der „Me Kay Bennett” hat
Befehl erhalten, mit den 50 geborgenen Leichen, die zu
identifizieren waren, nach Halifax zurückzukehren.
Regierungserklärungen im engliſchen Unterhaus.
* London, 22. April. In Beantwortung
verſchiede=
ner Anfragen erklärte Handelsminiſter Buxton
im Unterhauſe, es ſeien ſofort Schritte unternommen
wor=
den, daß ſich eine Unterſuchungskommiſſion bilde, die mit
der peinlichſten Sorgfalt die Urſachen des
Unter=
ganges der „Titanie” feſtſtellen ſolle. Angeſichts
des außergewöhnlichen Ernſtes des Ereigniſſes hält der
Miniſter die Sonderernennung eines Mannes von hoher
juriſtiſcher Bedeutung für geboten, der, unterſtützt durch
Beiſitzer, ein unabhängiges Unterſuchungs=Gericht zu
bilden haben würde. Inzwiſchen halte der Beirat für die
Handelsſchiffahrt Sitzungen ab zur Beratung verſchiedener
Mißſtände, die bei der Kataſtrophe zutage getreten ſeien.
Sobald er die Ergebniſſe der Unterſuchungskommiſſion
und des Beirats für die Handelsſchiffahrt erhalten habe,
werde er dem Hauſe mitteilen können, ob eine weitere
Unterſuchung durch die Kommiſſion oder den Beirat
nötig ſei, oder ob die Unterſuchung einen nationalen oder
internationalen Charakter zu tragen habe,
Im ſpäteren Verlauf der Sitzung gab Handelsminiſter
Buxton bekannt, daß Lord Merſey, der frühere
Präſi=
dent der Admiralitätsabteilung des Oberſten
Gerichts=
hofes, mit der Unterſuchung des Unglücks der
„Titanic” beauftragt ſei. Er werde Vollmacht
erhal=
ten, Zeugen vorzuladen. Das Zeugnis von Paſſagieren
werde, wenn erforderlich, in den Vereinigten Staaten
ab=
genommen. Die White Star=Geſellſchaft verbürge ſich,
daß alle Mitglieder der Beſatzung der „Titanic” deren
Zeugenausſagen von dem Gerichtshof für notwendig
er=
achtet werden ſollten, perſönlich erſcheinen.
Der Aufruhr in Fez.
* Paris 22. April. Aus Fez vom 18. d. Mts. wird
gemeldet, daß die Aufrührer die Häuſer der
Fran=
zoſen ſorgfältig mit Merkzeichen verſehen hatten
und daß nur Franzoſen niedergemetzelt wurden. Von
anderer Seite wird berichtet, daß auch vier Spanier,
dar=
unter ein Arzt vermißt werden, die wahrſcheinlich während
des Aufruhrs den Tod gefunden haben.
* Paris, 22. April. Der
Miniſterpräſi=
dent forderte den Geſandten Regnault auf, über die
unmittelbaren oder entfernteren Urſachen der Ereigniſſe
in Fez ſchleunigſt Unterſuchungen anzuſtellen und der
Re=
gierung ſobald als möglich einen begründeten Bericht
zu=
gehen zu laſſen!
* Paris, 22. April. Die Regierung veröffentlicht
eine Liſte der Opfer. Darunter ſind ſieben
Haupt=
leute und drei Leutnants tot, zwei Hauptleute und ein
Leutnant verwundet; ferner werden zwei Leutnants
ver=
mißt. Die funkentelegraphiſchen Verbindungen
voll=
ziehen ſich zwiſchen den marokkaniſchen Poſten ohne
Störung auf dem alten Wege.
* Tanger, 22. April. Ein Drittel des
Stadtvier=
tels Mellah in Fez wurde während der Meuterei in
Brand geſteckt. 50 Leichen von Juden wurden
auf=
gefunden. General Moinier befindet ſich im Lager von
Dardebibagh. Alle Tore der Stadt ſind von franzöſiſchen
Truppen beſetzt. Die Ruhe dauert an.
* Paris, 23. April. Nach den Berichten der Blätter
aus Fez kann es keinem Zweifel unterliegen, daß der
Aufſtand der marokkaniſchen Soldaten
einem wohlvorbereiteten Plane entſprang.
Am 17. April meuterten die Soldaten eines ſcherifiſchen
Tabors, ſie beſchimpften, mißhandelten und töteten
mehrere franzöſiſchen Inſtrukteure. Dies bildete das
Signal zum allgemeinen Aufruhr. Alle Soldaten des
Machſen überfielen ihre Inſtruktionsoffiziere, machten
mehrere derſelben nieder und zogen dann durch die
Stra=
zen, wobei ſie ausriefen, der Augenblick ſei gekommen, um
die Europäer davonzujagen. Die Bevölkerung jubelte
ihnen überall mit großer Begeiſterung zu. Furchtbare
Szenen ſpielten ſich bei dem Angriff der Marokkaner auf
das Haus der franzöſiſchen Telegraphiſten ab. Die
An=
greifer erſtiegen die Terraſſe und durchbrachen dieſelbe,
um in das Innere des Hauſes zu gelangen. Da ſie
zurück=
geſchlagen wurden, ſchleuderten ſie durch das Loch
bren=
nende Balken hinein und ſchütteten Petroleum darauf. Erſt
jetzt konnten die Marokkaner eindringen und metzelten drei
Telegraphiſten nieder. Der vierte, welcher einen
Selbſt=
mordverſuch verübt hatte, wurde von den Marokkanern
als tot liegen gelaſſen und entkam ſpäter. Er erlag jedoch,
wie es heißt, der erlittenen Verwundung.
Letzte Nachrichten.
H. B. Berlin, 23. April. Die Verhandlung im
Schar=
mach=Prozeß wurde heute wieder aufgenommen. Da
der Vorſitzende, Landgerichtsrat Brieskorn, es unterließ,
ſeine in der letzten Sitzung gemachte Aeußerung gegen die
Preſſe zurückzunehmen, beſchloſſen die
Gerichtsbericht=
erſtatter ſämtlicher Zeitungen einmütig, den
Verhand=
lungen auch weiterhin fern zu bleiben.
* Bern, 23. April. Die ſchweizeriſche Geſandtſchaft in
Paris teilte dem Bundesrat offiziell mit, es beſtehe
die Abſicht, eine deutſch=franzöſiſche
Kon=
ferenz, die in Ausführung des Marokkovertrages die
genauen Grenzen der abzutretenden Gebiete am Kongo
feſtſetzen ſoll, im Mai 1912 nach Bern einzuberufen. Die
Konferenz ſoll aus vier deutſchen und vier franzöſiſchen
Delegierten beſtehen.
Paris, 23. April. Nach einem Privattelegramm
aus Oebero brach in einem Kinema
ographen=
theater unter den Beſuchern eine Schlägerei aus.
Die Poliziſten gebrauchten ihre Notſignale. Es entſtand
eine wilde Panik, da die Menge glaubte, es ſei Feuer
ausgebrochen. Viele Frauen und Kinder wurden
nieder=
getreten. 15 Perſonen wurden ſchwer verletzt.
H. B. Stockholm, 23. April. Der ſchwediſche
Pan=
zerboot=Verein hat innerhalb drei Monaten 14
Millionen Kronen geſammelt. Das macht bei einer
Einwohnerzahl von 5½ Millionen 3 Kronen auf den Kopf
der Bevölkerung, was eine große Kraftprobe bedeutet.
H. B. New=York, 23. April. Der Streik der
Koh=
len=Bergleute iſt ſeiner Beilegung nahe. Es iſt eine
Verſtändigung über die Hauptpunkte erzielt worden.
Da=
gegen droht neuerdings ernſtlich ein Streik der
Lokomotiv=
führer auf 50 öſtlichen Bahnen. Die ſchon lange
ſchweben=
den Verhandlungen ſind reſultatlos verlaufen. Der
Aus=
bruch des Streiks iſt vollkommen vorbereitet und wird
ſtünd=
lich erwartet.
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daß wir unsere Agentur für dort
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Frau Gabel ist berechtigt, vom genannten
Zeitpunkt an die Abonnementgebühren und
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Darmstädter Tagblatt.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
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Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Statt beſonderer Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten
die traurige Nachricht, daß heute nacht mein
lieber Mann, unſer guter Vater, Bruder,
Schwager und Onkek
(9717
Wilhelm Horlacher
Gärtner
nach langem, ſchwerem Leiden verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Luiſe Horlacher, geb. Schubkegel.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
4 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus, ſtatt.
Todes-Anzeige
Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die ſchmerzliche Mitteilung, daß heute
früh meine liebe Frau, unſere gute Mutter
und Großmutter
(B9756
1
geb. Gansmann
nach kurzem Krankenlager verſchieden iſt.
Gustav Gehbauer,
Heinrich Gehbauer,
Friedrich Gehbauer,
nebst 6 Enkelkindern.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
25. April, nachmittags 3 Uhr, von der
Leichen=
halle des Darmſtädter Friedhofs aus.
Hoflieferant S. K. H. des Grossherzogs.
nach Pilsner Art 5
nach Münchner Art
Hell Export GuGu
— feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Nummer 96.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer
lieben Tochter und Schweſter
(9705
Mariechen
Dankſagung.
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrers,
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden, ſprecher
wir allen Nachbarn, Freunden, Verwandten und
Bekannten unſeren innigſten Dank aus.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Adam Ackermann, Monteur.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
Danksagung.
Für die aufrichtigen und wohltuenden
Be=
weiſe herzlicher Teilnahme, die mir beim
Hin=
ſcheiden meiner unvergeßlichen, lieben Frau ſo
zahlreich zuteil wurden, ſage ich meinen
tief=
gefühlten, herzlichſten Dank.
(9674
Gebhard Rästle,
Friedrichſtraße 23.
Für die in ſo reichem Maße erwieſene
herz=
liche Anteilnahme bei dem Hinſcheiden unſerer
lieben, unvergeßlichen Mutter
(9673
geb. Schneider
ſowie für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrers
und für die ſo zahlreichen Blumenſpenden, ſagen
hiermit tiefgefühlten Dank
die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Geschw. Neumeyer.
Darmſtadt, den 22. April 1912.
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme, für die
troſt=
reiche Grabrede des Herrn Pfarrer Vogel, ſowie
für die zahlreichen Kranzſpenden ſagen innigſten
Dank
(9668
die trauernden Hinterbliebenen:
A. Habermehl,
J. Erni und Frau.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten und
unſeres Vaters
(B9734
Herrn Leonhard Hörr
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Herpel für die troſtreiche Grabrede, der
Kranken=
ſchweſter, ſowie dem Kriegerverein herzlichen Dank.
Frau Marie Hörr Witwe, geb. Plößer,
nebst Kindern.
Amtlicher Weterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen=
Unter dem Einfluß des nordöſtlichen
Hochdruck=
gebiets fielen in Deutſchland geſtern nur ganz geringe
Niederſchläge. Heute morgen war es durchweg heiter.
bei normalen Temperaturen. Der hohe Druck ſtellt
wenig Aenderung des herrſchenden Wetters in Ausſicht.
Ausſichten für Mittwoch, den 24. April 1912:
Meiſt heiter und trocken, warm.
Druk und Belags z. r. Pilichſche Benucheniaenct
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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dunkel eichen
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weißen Rößl”.
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Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
um 3 und 8 Uhr. — Bürgerkeller und Reſt. „Metropol”
um 8 Uhr.
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im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
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Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
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Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Eine
Geſamtanſicht von dem untergangenen Rieſendampfer
„Titanic” die Turnhalle an Bord eine
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kabine, Photographien bekannter Perſönlichkeiten, die
bei dem Unglücksfall umgekommen ſind; ein im Ozean
ſchwimmender Eisberg.
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9 und 2 Uhr im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 und 3 Uhr in
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Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
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Herrenzimmer
dunkel eichen
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1 Schreibsessel mit Leder
1 runder Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
eichen oder hell nußbaum
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 dreitüriger Schrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.
Küche taubengraulackiert Küche carolinapine natur 1 Küche carolinapine natur
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Tisch
Stühle
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Dunpillen von einem überauns hefligen Falarri, in kurrer Seit Tefreit wurie.
Verpolbe Ape mit Gehnekbeschwerden en, und h war kat bestlabt vor lauter
Elend. lein Verspärte sofhrt Linderung nunch Miureiben mit Damsalbe und Auk.
jeren von Danpäster um den Hals. Dor Appetit stellte sich bereite am andern
Tag wieder ein. Vielen hernliche Dank fr dliese wirtname Malfs. Zugleieh
drüngt es wich noch zu sagen, dss Ihre Dunplen mieb schon vor Ungerer Tel
von einer Metigen und hartnlebieen Hartleibigket befrelt haben, die von einer
Mcehereten erterenten, eute ret ecteretr 1. . ere
geihen Kankheit herrührten, and vorschwunden, seit ich Dunpilm elanehres=
Tuch dafur meinen heraliches Dant, daes ieb Gureh ein so elnbecher Mtiel ros
desem Uebel bekroit bin.
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Entlaufen
ein ſchwarz u. braunes
ſeiden=
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Angaben über dasſelbe bittet man
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im Theater bis an den Wagen
Landskronſtraße, im Wagen, bis
zur Hermannſtraße Nr. 39.
Da=
ſelbſt gegen gute Belohnung
ab=
zugeben.
(*10197im
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21120000 Doll. Barmitgift,
ferner 38jähr. kinderl. Witwe ohne
Anhang 75000 Kr., 18 ähr. Serbin
150000 Frcs., 25jähr. evang.
Land=
wirtstochter 50 000 Mk., 23j. Ruſſin
50000 Rubel, 28j. Majorswitwe
420000 Kr. Verm. und noch viele
100 vermögende Damen mit
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raſche Heirat.
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100000 M. bar, w. ſich zu verh.
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ren, w. a. ohne Verm. Frau Aug.
Scott, Berlin SW., 61. 8924a
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grösste, beste und schönste Lichtbildbühne
Darmstadts bringt in ſeinem erſtklaſſigen, faſt nur
aus Schlagern beſtehendem Programm die ſo
hervor=
ragende Tragödie des Ingenieurs eines Großinduſtriellen
betitelt:
(*10354
Schlager!
Schlager!
Die Stunde der Rache
deſſen Tochter im Uebermut ein grauſames Spiel mit
demſelben getrieben. Nur noch auf Rache ſann der
un=
glückliche Mann. In letzter Sekunde gewahrte die
Mutter den ſchrecklichen Plan ihres Sohnes und brachte
ihn ab. Wie gehetzt ſprang er ins Werk, riß die Hebel,
die eben auf Starkſtrom geſtellt werden ſollten, herum,
und trat gebrochen und tief unglücklich den Heimweg
mit ſeiner Mutter an, den Heimweg ins Dunkel der Nacht.
Ein Drama voll von packenden Momenten.
Das Vaterland über alles, ein Konflikt zwiſchen
dem Herzen und dem Gewiſſen, zwiſchen Liebe und
Glück eines jungen genialen Erfinders.
Quentin Duward nach dem berühmten Roman von
Walter Scott, in Szene geſetzt von Louis Mauzin.
Die Liebe des Fischers, reizende Komödie.
Toto als Portier, gelungener Humor.
Eine Zigeunerhochzeitin Serbien, herrl. Naturauf.
Fritzchen auf der Suche, köſtlicher Humor.
Mittwoch, 24. April
Kaſſee-Konzert
HOTEI, „HESS‟ (157
Kind wird in liebevolle Pflege
aufs Land genommen. Näh.
in der Exped. ds. Bl. (*10280
aus beſſ. Kreiſen wird
Kind in nur gute, gewiſſenh.
Pflege aufs Land genommen.
Beſte Empfehlungen. Off. unter
F 5 an die Exp. (*10284mfo
eſunde Frau ſucht Kind zum
Mitſtillen Frau Itzel,
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ſchinautem
Hauſe.
Johannisviertel. Offert.
Bürgerlicher
Mittagstisch
gut und reichlich, von beſſerem
Herrn geſucht. Off. mit Preisang.
u. E 74 an die Exped. (9604om.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
24. April, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Der Möllendorfer Marſch
von. 2. Ouverture zu „Ruz
Blas” von Mendelsſohn. 3.
Fan=
taſie aus „La Tosca” von G.
Puccini. 4. Frühlingslied von Ch.
Gounod. 5. „An der ſchönen blauen
Donau”, Walzer von Joh. Strauß.
6. „Dorfkomteſſe‟, Marſch von
Danziger.
April 1912.
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81,10
do.
4 Preuß. Schatzanweifg. 100,00
90,70
3½ do. Conſols
81,10
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
92,70
do.
3½
84,00
do.
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89,10
do.
31
do.
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4 do. do. (unk. 1918) 99,80
89,00
do.
3½
78,20
do.
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4 Württemberger v. 1907 100,60
95,00
3½
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
12 Griechen v. 1887 55,60
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,50
4 do. Goldrente . . . 96,40
4 do. einheitl. Rente 89,30
3 Portug. unif. Serie I 64,75
3 do. unif. Ser. III 67,75
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,30
4 do. v. 1890 . . 94,70
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880
90,50
89,80
4 do. v. 1902 .
4½ do. v. 1905 .
. 100,30
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895 84,90
4 Türk. Admin. v. 1903 84,40
4 Türk. uniſiz. v. 1903 91,40
4 Ungar. Goldrente . . . 91,00
H. Staatsrente . . . 89,70
In Proz.
5 Argentinier . . . . . . 101,30
88,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,20
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,40
4½
do.
94,60
94,30
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
do.
59,60
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,20
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,50
3 Buenos Aires Provinz 72½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
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5 Nordd. Lloyd . . . . . 110,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,90
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,00
8 Baltimore und Ohio . 107½
6½ Schantungbahn . . . 136,40
64 Luxemb. Prince Henri 161,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,00
6 Pennſylvania R. R. .119,50
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Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. . 495,00
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14 Chem. Fabrik Gries=
.258,00
heim
30 Farbwerke Höchſt . . 577,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,00
10 Cement Heidelberg . . 152,80
32 Chem. Werke Albert 453,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 318,50
4 Lahmeyer . . . . . . . 126.80
Letzte
Iub
Dwvid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,75
12 Siemens & Halske .241,50
5 Bergmann Electr. . . 155,00
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 176,00
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.. . . 470,50
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10 Maſchinenf. Badenia 175,00
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4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,50
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4½ Moskau=Kaſan . . . 96,80
do.
88,40
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3 Portugieſ. Eiſenb.
77,00
4
do.
24/0 Livorneſer . . . . . 69,10
3 Salonique=Monaſtir . 66,00
4 Bagdadbahn .
83,30
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,50
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,50
4 Northern=Pacific . . . 100,10
4 Southern=Pacific . . . 95,10
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,25
5 Tehuantepec .
99,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 196,80
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn
. . 150,40
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166‟
6½ Darmſtädter Bank . 121,75
12½ Deutſche Bank . . . 254,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,3
10 Diskonto=Kommandit 184, 10
3½ Dresdener Bank . . 153,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,50
6½ Mitteld. Kreditbank 118,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,20
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 127,75
7½ Wiener Bankverein . 137,50
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
Bf. Pfandbriefe. InPro
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
. . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
89,00
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
8½
do.
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.100,40
S. 14, 15, 17, 24/26
.100,45
18—23 . .
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,80
S. 3—5 .
89,60
S. 9—11
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
do.
3½
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,50
3½ do. (unk. 1914) . . 88,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
3½
89,60
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4 Darmſtadt . . . .
8½ do.
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100,50
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93,50
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3½ do.
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4 Wiesbaden .
100,00
3½ do.
94,80
4 Worms .
99,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 136,90
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,60.
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,60
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 198,40
Freiburger
Fs. 15 75,50
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
.fl. 7 34,00
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 523,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 371,50
Venediger . . . . Fs. 30 43,80
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,45
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4, 191,
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10.
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,40
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,70
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbauk=Lombard 39f. 6
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 goldene Herrenuhr. 1 ſilb. Damenuhr. 1 ſchwarze
Stahluhr mit langer Kette. 1 goldener Zwicker. 1 ſilbernes Armband.
1 noch neuer weißer Kinderſtrohhut. 1 kleines Taſchenmeſſer mit
Perlmuttſtiel. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 gelb. ovaler
Manſchettenknopf. 1 Milchkanne. 1 altes Portemonnaie mit einem
Geldſtück. 1 Brille. 1 Kopfkiſſenbezug mit Federn. 1 Notizbuch für
Schulzwecke. 1 Metallanhänger. 1 ſchwarzes Taftband. 1 altes
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2 Portemonnaies mit Inhalt. 1 kleiner goldener Damenring mit
blauen Steinchen. 1 lange goldene Schlüſſelkette mit 2 kl. Schlüſſeln.
(9719
— Zugelaufen: 1 Hund.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(9718
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 25. April 1912, nachm. 4 Uhr,
werden im Saale der „Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich,
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5 Wirtstiſche, 88 Gartenſtühle, 1 Monometer, 1
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geſchirr (für ſchweres Zugpferd), 1 Federrolle, 1
ausge=
ſtopfter Auerhahn (ſchönes Exemplar), 1 Jagdtaſche mit
Patronen;
b) vorausſichtlich: 3 Büfetts, 2 Kleider=, 1 Weißzeug=
und 1 Spiegelſchrank, 1 Regulator, 1 Anrichte, 1 Gaslampe,
1 Waſchkommode, 9 Bilder, 1 kl. Tiſch, 1 Bauern=, 1 Blumen=
und 2 Stegtiſche, 1 Kommode, 1 Spielbild, 2 Vertikos,
1 Sofa, 2 Diwans, 2 Spiegel, 1 Seſſel, 1
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1965 Silberpreise und andere Gegenstände.
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zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 50 000.−.
Für die Wagenpferde 75% für die Arbeitspferde u.
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gewinne 80% bar, für die Silberpreise der volle Geldwert.
Los Mk. 1.—, 11 Lose Mk. 10.—.
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Die Anfuhr von Grund
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kann gegen von uns auszuſtellende
Erlaubnisſcheine geſtattet werden:
Nach der Landgraf Georgsſtraße
hinter dem Woog.
* dem neuen Faſanerieweg
hinter der Aktienziegelei.
dem neuen
Täubcheshöhlen=
weg unter dem
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hof an der Frankfurter
Straße.
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Darmſtadt, 22. April 1912.
Städtiſches Tiefbauamt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Mai 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Wilhelm Groh zu
Arheilgen in der Gemarkung
Beſ=
ſungen gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 152//10 322 Hofreite
Karl=
ſtraße 50,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
ein der Schätzung entſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 20. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (V7313
ebrauchte Nähmaſchine, gut
erhalten, billig abzugeben.
Näh. Riegerplatz 14. (*10357
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Mai 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Haller
Ehe=
leuten von Darmſtadt, jetzt in
Hoch=
emmerich, im Grundbuch der
Ge=
markung Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 283 75 Hofreite
Ober=
gaſſe Nr. 6,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K27/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 18. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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45740)
Der Hof des Schweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdruc verboten.)
27)
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Hallgerdr war ſo verwirrt vor Schreck, daß ihre Füße
ſie kaum trugen, ſie meinte, auf einer dieſer Steinplatten
zuſammengebrochen zu ſein, und fühlte das kochend heiße
Waſſer über ſich dahinwallen. Sie weiß, daß ſie
ver=
loren iſt, aber dennoch ſcheint es ihr geradezu
unmög=
lich, ſich zu rühren.
Da reißt ſie eine kräftige Hand zurück. Sie fühlt ſich
hoch emporgehoben und kommt erſt wieder zu ſich, als ſie
an einer geſicherten, mit Gras bewachſenen Stelle
außer=
halb des bedrohten Gebietes ſteht und auf die mächtige
weiße Waſſerſäule ſtarrt, die kochend und dampfend
bei=
nahe die roſenroten Wolken küßt.
Willſt Du Dich denn umbringen, Hallgerdr, grollt
eine grobe Stimme neben ihr, und Bjarnis braune
Hand gibt jetzt endlich ihren Arm frei, den er feſt
um=
klammert hielt.
Du biſt es, Bjarni, ſtößt ſie, mühſam nach Atem
rin=
gend, hervor, langſam wie aus einem Traumzuſtand
er=
wachend.
Ja, ich bin es, antwortet er brüsk. Haſt Du
viel=
leicht einen anderen erwartet?
Forſchend und doch zugleich kühl abweiſend trifft
ihn ihr Blick.
Bin ich Dir vielleicht Rechenſchaft ſchuldig?
Ja, gibt er grob zurück, ſich in ſeiner ganzen Breite
vor dem Mädchen hinpflanzend, Du weißt, daß ich Rechte
an Dich habe.
Ein leiſes, hartes Spottlachen iſt die Antwort.
Die Reiſe ſcheint Dir nicht gut zu tun, mein teurer
Bjarni. Es wäre beſſer, Du ſäßeſt zu Hauſe bei der
Tranlampe und Deinen Sagabüchern.
Schweig ſtill und laß den Spott. Du weißt, was
Dein Vater beſtimmt hat. Gott ſei Dank, iſt es in
Js=
land noch Brauch, daß des Vaters Gebot gilt.
Du glaubſt, Du könnteſt mich zwingen, Bjarni?
Ein verächtliches Zucken um den Mund des
Mäd=
chens bringt ihn in Wut, aber noch beherrſcht er ſich.
Dein Vater hat wohl erwogen, was uns beiden
frommt. Ich heirate nicht, wie andere Isländer, die
Zahl Deiner Schafe und die Säcke von Eiderdaunen, die
in den wohlgefüllten Scheuern liegen, ſondern ich will
Dich, Dich nur allein.
Und den Widarhof, ergänzte Hallgerdr verächtlich.
Ich ſchenke ihn Dir, gutar Bjarni. Lieber, das ſage ich
Dir, will ich durch ganz Island betteln gehen, ehe ich
Dich zum Manne nehme.
Der Bauer kochte vor Grimm und Wut, aber ſein
Geſicht zuckte nicht, nur ſeine Augen glühten dunkel auf,
und das Haar ſträubte ſich ihm wild empor, als er mit
leiſe ziſchender Stimme ſagte:
Wenn ich wüßte, daß es Dein Ernſt iſt, Mädchen,
dann hätte Dich vorhin meine Hand nicht vom
Verder=
ben zurückgeriſſen, dann hätte ich Dich ekendiglich ſterben
laſſen, als Du da drüben auf den glatten Steinplatten
ſtürzteſt und nicht viel gefehlt hätte,, daß die kochenden
Waſſer über Dich hinweggingen.
Hätteſt Du mich doch liegen laſſen, Bjarni. Ich
danke Dir mein Leben nicht, das ja tot wäre, wenn ich
es an Deiner Seite verbringen müßte.
Des Vaters Wille iſt Geſetz, drohte der Knecht.
Verſuche es doch, rief das Mädchen, ſich trotzig
auf=
richtend, mich zu zwingen. Ich fürchte Dich nicht.
So werde ich es Dich lehren, Du Uebermütige. Mein
ganzes Leben habe ich darum Deinem Vater und Dir
gedient. Man munkelt, es ruhe ein Fluch auf dem Hof
des Schweigens, eine alte, ungetilgte Schuld, aber nies
mand weiß, was es geweſen iſt. Ich aber weiß mehr,
und bei Gott, ich will das, was ich weiß, wohl nützen.
Baerstochter, hüte Dich. Mord hockt auf der Schwelle
des Widarhof.
Hallgerdr taumelte einen Schritt zurück. Sie merkte
es gar nicht, daß die aus der Erde ſteigenden Dämpfe
ſie immer dichter einhüllten, ſie ſtarrte nur in das jetzt
von geheimem Zorn entſtellte Geſicht des Bauern, deſſen
lauernde Augen ſich funkelnd in die ihren bohrten.
Biſt Du verrückt geworden, Bjarni, ſtieß ſie hervor.
Willſt Du uns ſchmähen?
Der Knecht lächelte geringſchätzig.
Als jener Mann dort, grollte er, nach dem Geyſirhotel
deutend, dem Du jetzt ſo voll heißen Feuers in die
Au=
gen blickſt, zum erſten Male als Gaſt in den Widarhof
kam, wo Du ihn küßteſt, da ſchlich heimlich in der Nacht
Dein Vater, die blanke Axt im Arm, zu der Kammertür
des Fremden, ihn zu ermorden.
Du lügſt, erbärmlicher, gemeiner Wicht. Ausgedacht
haſt Du Dirs, um mich Dir gefügiger zu machen.
Ge=
ſtehe es.
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Seite 13.
Ich habe nichts zu geſtehen, als die Wahrheit. Ich
war es, der Deinen Vater durch mein
Dazwiſchenkom=
men an der Ausführng des Mordes hinderte. Eynna
wird es bezeugen, daß ſie die Art vor der T.ür am
Bo=
den fand und in der Kammer barg.
Hallgerdr ſtarrte mit entſetzten, weit geöffneten Augen
in das braune Geſicht Bjarnis.
Ihr Vater, der hätte einen Mordanſchlag planen
können gegen den Mann, der das heiligſte aller Rechte,
das Gaſtrecht, bei ihm genoß, gegen ihn, den ſie liebte,
der ihre ganze Seele, ihr ganzes Sein mit glühendem
Verlangen erfüllte?
Nein, nein, ſtieß ſie ganz laut hervor. Du lügſt, Du
ſcheuſt eben kein Mittel, Dein Ziel zu erreichen. Ich aber
lage Dir, Bjarni Petrurſſen, ehe ich Dich zum Manne
nehme, lieber ſpringe ich dort in das heiße Waſſer. Ich
haſſe Dich, ſchon weil Du Dich nicht ſcheuſt, meinen alten
Vater ſo gemein zu verleumden, um mich leichter zwingen
zu können. Ich haſſe Dich!
Du kannſt ja denken, wie Du willſt, antwortete
Bjarni, den borſtigen Kopf in den Nacken werfend und
das Mädchen faſt mit ſeinen Augen durchbohrend, aber
das ſei gewiß, wenn Du Dich ſträubſt, werde ich, ſobald
ich heimkehre, dem Syſſelmann (Kreisrichter) erzählen,
was ich weiß. Ravna Jonſon kann dann die Schande
tragen und Du mit ihm. Wer weiß, was früher ſchon
alles auf dem Widarhof geſchehen, ſchloß er boshaft. Na,
wer ſucht der findet auch, und ich werde ſuchen. So, und
nun wage es, noch weiter mit dem Kapitän ſchön zu tun.
Alle Knochen breche ich dem Kerl entzwei. Dir werde ich
ſchon Deinen Eigenſinn und Deine Mucken austreiben.
Wenn der erſte Schnee ſchmilzt, wird unſere Hochzeit ſein,
bis dahin baſt Du noch Zeit, Dich auf die Ehe vorzube=
reiten, wie ich ſie will. Vergiß nicht, daß das Leben
Dei=
nes Vaters in Deine Hände gegeben iſt. Willſt Du nicht
wie ich, ſo iſt meine Langmut zu Ende. Das merke Dir.
Bjarni ging, ohne Hallgerdr noch eines Blickes zu
würdigen, langſam vor ſich hinpfeifend, dem Hauſe zu.
Sie ſah ihm wie in einem Taumel nach. Beide Arme
warf ſie wildempor, dann brach ſie auf einer der harten
Steinplatten zuſammen.
In der Aufregung des Augenblicks hatte ſie garnicht
geſpürt, daß ſie ſich vorhin bei dem Sturz den Fuß
ver=
letzt, und daß auch jetzt ihre Hand blutete. Sie hielt das
ſcharfe Geſtein mit beiden Händen umklammert, und ein
heißes, wildes Schluchzen kam aus ihrer Bruſt.
Er will mich nur ſchrecken, tröſtete ſie ſich dann ſelber,
Es iſt alles nicht wahr, Bjarni iſt eben jedes Mittel recht
und doch war in ihrer Bruſt die heimlich nagende Angſt,
daß nicht alles, was er geſagt, Lüge geweſen ſein könnte,
und daß ihr Vater und ſie in Bjarnis Hand gegeben.
Sie hörte wie aus weiter Ferne das Lachen und
Jubeln ihrer Reiſegefährten, die zum Geyſir aufbrachen,
und die hier und da übermütig den kleinen Springquellen
aus dem Wege hüpften.
Hallgerdr wußte, man würde ſie jetzt vermiſſen. Man
würde ſie vielleicht ſuchen, wen man ſie nicht am Geyſir
fand. Ingwald Anderſen würde ſich vielleicht in Angſt und
Sorge um ſie verzehren. Aber Hallgerdr rührte ſich nicht.
Sie drückte ihren Leib nur noch enger an den blanken,
glattgeſchliffenen Stein, deſſen ſcharfe Kanten ihr die
Hände blutig ritzten. Sie hielt unwillkürlich ihren Atem
an, damit niemand ſie bemerkte. Sie konnte jetzt niemand
ſehen, auch ihn nicht, den ſie liebte.
Als die Freunde vorüber waren, ſtand Hallgerdr
müh=
ſelig auf. Ihr blühendes Antlitz war totenbleich, und in
den Augen ſtand es wie ein Grauen. Müde ſchleppte ſie
ſich ins Hotel zurück. Dort ſank ſie wie gebrochen auf ihrem
harten Pferch zuſammen.
Wie in totenähnlicher Bewußtloſigkeit lag ſie lange,
während draußen die gewaltige Waſſerſäule des Geyſir
majeſtätiſch emporſtieg bis hoch in die Wolken hinein.
Ich wollte, ich wäre tot, zuckte es da in Hallgerdrs
Bruſt wild empor, und dann kamen ihr endlich die
erlöſen=
den Tränen. Sie ganz allein in dem kleinen Holzhauſe am
Geyſir, umhüllt von den heißen, beklemmenden
Waſſer=
dämpfen, vor denen jetzt ihre Seele erſchauerte.
Da kamen auch ſchon die anderen zurück.
Bald wird man aufbrechen, um zum Gulfoß, einem
der ſchönſten und gewaltigſten Waſſerfälle Islands zu
reiten.
Hallgerdr verſuchte, alle ihre Kraft und ihren Stolz
aufzubieten. Niemand ſollte ſie ſchwach ſehen, am
wenig=
ſten aber Bjarni, dem ſie zeigen wollte, daß ſie noch immer
die Herrin war.
Sicher, unnahbar ſitzt Hallgerdr zu Pferde, trotzdem
es nicht ihr Falbe iſt, der ſich noch immer nicht ganz erholt
hat, ſondern ein fremder Brauner, deſſen Eigenart ſie noch
nicht kennt.
Die verletzten Hände machen es ihr ſchwer, die Zügel
zu halten, aber der Pony ſcheint ſeinen Weg zu kennen.
Ingwalds erſtaunt fragende Blicke, die voll Beſorgnis
auf ihrem blaſſen Antlitz ruhen, ignoriert Hallgerdr. Jons
erſchrecktes Forſchen, ob ihr etwas fehle, weiſt ſie
entſchie=
den zurück.
Nur etwas müde fühlte ſie ſich, das war alles.
Bjarni lächelt höhniſch, aber er ärgert ſich doch, daß
Hallgerdrs Blick ihn nicht einmal ſtreift.
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Fett, Kohlehydrate und Mineralsalze. Kakao
bildet daher frisches Blut, stärkt Muskeln, Nerven
und Gehirn und schafft so Gesundheit, seelische
Stärke und Widerstandskraft.
Reichstäg und Bundesrat erkannten die
hervor-
ragenden Eigenschaften des Kakaos für die
Volks-
ernährung und Volksgesundheit dadurch an, dass
sie durch Herabsetzung des Zolles dieses
wertvolle Nahrungsmittel breiteren Schichten
des Volkes zugänglich machten.
Kakao bewahrt nur dann volles, frisches
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schmack, wenn er durch luftdichte
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Nummer 90.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Seite 21.
Etwas vom Frauenſtimmrecht.
Auch in Deutſchland traten neuerdings die
Beſtre=
bungen zur Einführung des Frauenſtimmrechts ſtärker
hervor. Kürzlich haben wir in Darmſtadt einen
Vor=
trag hören können, und im Reichstage iſt ſogar der
Ab=
geordnete Baſſermann, wenn auch noch in verhüllter
Weiſe, dafür eingetreten. Kurzum, die Tatſache beſteht,
daß eben überall eine beſondere Rührigkeit entfalter
wird, ſo daß es den Anſchein gewinnen könnie, als
han=
dele es ſich um eine Angelegenheit von hoher Bedeutung,
hinter der die überwältigende Mehrheit der Frauen
ſtünde. Tatſächlich iſt dies nicht der Fall. Nur
ver=
ſchwindend wenige, dafür aber um ſo lautere, zumeiſt
unverheiratete Frauen ſind es, die ſich für das
Frauen=
ſtimmrecht ins Zeug legen. Starke und gut gegliederte
Frauenvereine in Amerika und England treten planvoll
und ſatzungsgemäß gegen das Frauenſtimmrecht auf
und auch für Deutſchland iſt ein ähnlicher Verein in
Ausſicht genommen. Dieſer Tage iſt in der Londoner
Zeitung „Wider das Frauenſtimmreche” eine Zuſchrift
der Lady Glasgow, der Vorſitzenden der
Glas=
gower Gruppe des Bundes ſchottiſcher
Stimmrechts=
gegnerinnen, erſchienen. Die Hamburger Nachrichten
erwerben ſich das Verdienſt, dieſe Zuſchrift zu
veröffent=
lichen, und wir möchten einige Stellen aus ihr auch hier
mitteilen. Lady Glasgow iſt die Gattin des früheren
Statthalters von Neuſeeland und zwar desjenigen, der
das Geſetz über das neuſeeländiſche Frauenſtimmrecht
untrzeichnete. Sie ſchreibt: „Ich habe in ſehr häufiger
Verbindung und im Briefwechſel mit den vorzüglichſten
und fähigſten Männern und Frauen in jener Kolonie
geſtanden, mit Menſchen, die jahrelang gearbeitet und
geſtimmt haben für das Frauenſtimmrecht, und die jetzt
herzlich gern die gleiche Arbeit aufwenden
würden wenn ſie jenes Geſetz rückgängig
machen könnten. . . Ich ſage dies nicht auf meine
eigene Ueberzeugung hin, ſondern auf Grund der
Ueber=
zeugung von vielen tüchtigen Männern und Frauen, die
bitterlich enttäuſcht ſind durch die
Ergeb=
niſſe dieſer Maßregel. . . . Ich bin der Meinung,
daß das Frauenſtimmrecht für England viel
unheil=
vollere Folgen hätte als in Neuſeeland, wo die
Geſetz=
gebung immer durch die Männer gehemmt werden kann,
die die Frauen an Zahl mit übertreffen.. Wenn wir
in England das Stimmrecht bekommen, ſo bedeutet es
daß die Frauen, die die Männer an Zahl übertreffen,
tatſächlich die Regierung in ihrer Gewalt
haben. Sie können das Land zu einem Kriege zwin=
gen, der ganz Europa verwirrt, ſie können eine Schwä
chung unſeres Heeres und unſerer Flotte erzwingen unter
dem Vorwande drängender ſozialer Reformen, da die
Frauen als Maſſenurbedenken, was ihnen
am nächſten liggt und unfähig ſind, größere
Geſichtspunkte aufzuſtellen. Die eigentlichen
Tugenden der Frau, ihre Erregbarkeit, ihre Abſcheu vor
Unterdrückung und Grauſamkeit, machen ſie nach meiner
Meinung zu einer weiten und ſtaatsmänniſchen
Auf=
faſſung nationaler Fragen unfähig, und ſo ſehr ich die
Frauen in ihrem eigenen Arbeitsbereich bewundere, ſo
wenig habe ich den Wunſch, von ihnen regiert zu
wer=
den. Wenn ich das Stimmrecht habe, ſo kann ich
es nicht gebrauchen ohne ernſtes Studium der politiſchen
Tagesfragen; ich werde viel von der Arbeit
aufzugeben haben von der ich weiß, daß
ich dazu geeignet bin und ſie verſtehe, um
Fragen zu ſtudieren von denen ich nichts
weiß. . . . Wir wiſſen, wie es auch in Neuſeeland der
Fall war, daß die große Mehrheit der Frauen
das Stimmrecht nicht wünſcht, und ich hoffe
zuverſicht=
lich, ſo unangenehm es iſt für ruhige, das Haus liebende
Frauen, die in ausgezeichneter Weiſe ihre Pflicht in ihren
Häuſern tun, um vorwärts zu kommen, daß alle guten,
treuen Frauen, die Gründer und Schöpfer unſeres
ge=
ſegneten Familienlebens, ſich zu Tauſenden erheben und
Verwahrung einlegen werden gegen eine ihnen
aufge=
zwungene Maßregel, die nicht nur ihrem Ideal von treuer
Weiblichkeit widerſpricht, ſondern die unheilvoll für unſer
Volk und Reich ſein würde.‟ Da der Brief der Lady
Glasgow einige der ſchärfſten Gründe gegen das
Frauen=
ſtimmrecht klar hervortreten läßt und unmittelbar auch
für deutſche Verhältniſſe gilt, ſo möchte ich ihn für ſich
wirken laſſen und für heute keine weiteren Zuſätze
O. N.
machen.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 15. bis 22. April.
Nach den bei der Preisberichtſtelle eingelaufenen
Be=
richten haben die Saaten durch die Aprilfröſte ſtellenweiſe
gelitten, doch hofft man, daß günſtiges Wetter die Schäden
wieder ausheilen wird. Die dazu nötigen Niederſchläge
ſind bisher allerdings ausgeblieben. Der Eintritt ſchöner
und warmer Witterung bewirkte zu Beginn der
Berichts=
woche eine Abſchwächung, der aber im weiteren Verlaufe
eine neuerliche Aufwärtsbewegung folgte. Anlaß dazu
gaben die mit Saatenſtandsklagen zuſammenhängenden
amerikaniſchen Preisſteigerungen, ſowie der Umſtand, daß
die Sperrung der Dardanellen den Bezug vom Schwarzen
Meer für längere Zeit zu unterbinden droht. Die
Nach=
frage des Auslandes für deutſchen Weizen war weiter ſehr
lebhaft, es erfolgten auch mehrfach Verkäufe vom Berliner
Lager, und im Zuſammenhange damit wurden im
Liefer=
ungsgeſchäft Deckungen vorgenommen, die den Maispreis
um ca. 8 Mark anziehen ließen; ungefähr im gleichen Maße
gingen die Preiſe für prompte Ware in die Höhe.
Aehn=
lich geſtaltete ſich die Tendenz auf dem Roggenmarkte; die
anfängliche Abſchwächung galt mehr der Herbſtſicht als den
Terminen der alten Ernte, denn das Angebot vom Inlande
iſt keineswegs reichlich und erzielt an der Küſte andauernd
beſſere Preiſe als in Berlin, auch ſind die Mühlen allge=
mein ſchwach verſorgt und griffen zuletzt wieder ſtärker zu
Im Lieferungsgeſchäft gewann Mai 3½ Mk., Juli 2 Mk.
und September 1¾ Mk. Auf dem Hafermarkte blieb die
anfängliche Zurückhaltung der Käufer nicht ohne Einfluß
auf die Forderungen, die ſich im Anſchluß an Brotgetreide
indes zuletzt wieder befeſtigten. Rußland und Argentinien
offerieren wenig, ſuchen vielmehr fortgeſetzt zurückzukaufen.
Futtergerſte ſetzte ihre Aufwärtsbewegung nach kurzer
Un=
terbrechung weiter fort: für ſchwimmende Gerſte wurden
zuletzt 178½ Mk. frei Hamburg unverzollt gefordert. Mais
war gleichfalls teuerer. Amerika iſt nicht im Markte,
viel=
mehr ſelbſt Käufer für La Platamais. Das Angebot von
der Donau iſt knapp und teuer, und in Argentinien wird
über ungünſtiges Erntewetter geklagt, wodurch ſich die
Ab=
ladungen wahrſcheinlich verzögern dürften. Es ſtellten
ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markt=
tage:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg . 227½
½) 190½(4 1½) 204
Danzig
. 232
204
192½
Stettin
193 (*1) 200
.232
.228 (*
Poſen
189 (*1 ) 196
Breslau
196
187
.2
Berlin
. 234
8 ) 197 (*3 ) 214
Magdeburg .230
197 (*2
212
Halle
.233
6 ) 200 (*2 ) 216
.230 (*
Leipzig
220
200
222 (* 2 ) 192 (*3 ) 199
Roſtock
.232 (* 2 ) 198 (*1 ) 218 (*3
Hamburg
.230
Hannover
200 (*3 ) 220 (*4
Düſſeldorf . . 240
210
208 (*3
Köln
. 240
215. (*9 ) 220 (*10
Frankfurt a. M. 247½ (* 7½) 210 (*5 ) 220
Mannheim . . 247½ (- 5 ) 212½(-7½) 222½ (45 )
Straßburg . .240 ( 2½) 210 (*2½) 2
5.
München . .250 (* 7 ) 220 (*5 ) 220 (*4.
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 235 (—7,75),
Sept. 210,50 (- 3,50), Peſt April 203,60 (*5), Liverpool
Mai 182,25 (- 2,10), Paris April 247,75, (4,45), Chicago
Mai 177,35 (—8,10), Roggen: Berlin Mai 197,75 (* 3,50),
Sept. 178,50 (— 1,75), Hafer: Berlin Mai 200,75 (— 0,75),
Futtergerſte frei Hamburg unverzollt ſchwimm 178,50
(* 3), April 175 (*2), Mais: Donau fällig 148, La
Plata Mai=Juni 124 (— 1) Mark.
Literariſches.
A. Hartlebens Statiſtiſche Tab elle
über alle Staaten der Erde. 20. Jahrgang 1912.
Ueber=
ſichtliche Zuſammenſtellung von Regierungsform,
Staats=
oberhaupt, Thronfolger, Flächeninhalt, abſoluter und
re=
lativer Bevölkerung, Staatsfinanzen (Einnahmen,
Aus=
gaben, Staatsſchuld), Handelsflotte, Handel (Einfuhr
und Ausfuhr), Eiſenbahnen, Telegraphen, Zahl der
Poſt=
ämter, Wert der Landesmünzen in deutſchen Reichsmark
und öſterreichiſchen Kronen, Gewichten, Längen und
Flä=
chenmaßen, Hohlmaßen, Armee, Kriegsflotte. Landes
farben, Hautpſtadt und wichtigſten Orten mit
Einwohner=
zahl nach den neueſten Angaben für jeden einzelnen
Staat. Es iſt erklärlich, daß dieſe Statiſtiſche Tabelle
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Seite 22.
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Mittwoch, den 24. April 1912.
Nummer 96.
Reuer Spielplan vom 24. bis Incl. 26. April lozz.
Heimverband Darmſtadt.
Mitglieder=Verſammlung
am Freitag, den 26. April, nachmittags 4 Uhr
im alten Rathaus am Markt.
Tages=Ordnung:
1. Verleſung der Satzungen.
2. Bericht über Mietung eines Hauſes.
Gäſte willkommen.
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Die Vorſitzende.
Heute, Mittwoch, den 24. April, abends 8 Uhr:
Vortrag des Hochw. Herrn Prof. Schwarz
in der St. Eliſabethenkirche.
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Trennung von Kirche und Staat.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
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darauf aufmerksam, dass wir unser Geschäft als
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wie seither weiter betreiben.
Der Eingang zu unseren Geschäfts- und Büroräumen führt zum
I. Stock durch den Torbogen, woselbst nach wie vor der Verkauf von
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stattfindet.
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Mitwoch, 24. Aprl.
1912.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3—— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 22. April: Dem Bezirksbeamten der
Karlsruher Lebensverſicherung Ernſt Otto Gündner,
Roßdörferſtraße 11, eine Tochter. Am 13.: dem Diplom=
Ingenieur Architekt Heinrich Karl. Müller, wohnhaft
in Auerbach an der Bergſtraße, eine T. Eliſabeth Karla
Franziska, Heinrichſtraße 73. Am 15.: dem Trödler Itzik
Joſeph Schnitzer Schloßgaſſe 11, eine T. Bertha. Am
19.: dem. Fuhrmann Joſeph Karl Koberſtein,
Alice=
ſtraße 43, ein S. Andreas Eugen. Dem Fabrikarbeiter
Philipp Ehrhardt, Darmſtraße 8, eine Tochter. An
16.: dem Taglöhner Philipp Hummann, Große
Kaplaneigaſſe 21, ein S. Heinrich. Am 21.: dem
Fuhr=
mann Wilhelm Hirz, Arheilgerſtraße 33, eine T. Frieda.
Am 17.: dem Inſtallateur Valentin Knapp,
Moller=
ſtraße 10, eine T. Emilie. Am 16.: dem Kaufmann
Chriſtoph Wilhelm Nungeſſer, Dieburgerſtraße 10, ein
S. Wilhelm Chriſtoph. Am 18.: dem Fuhrmann Georg
Weidner, Alexanderſtraße 11, ein S. Paul. Am 17.:
dem Lokomotivführer bei der Staatsbahn Johannes
Weißmantel, Gräfenhäuſer Weg 45, eine T. Eliſabeth
Marie Doris. Am 16.; dem Kutſcher Ehriſtian o Weſp,
Gardiſtenſtraße 7, ein S. Chriſtian. Am 17.: dem
Bier=
brauer Johann Zwicknagel, Gutenbergſtraße 53, ein S.
Hans Karl Friedrich.
Aufgebotene. Am 18. April: Schloſſer Georg
Burk=
hardt mit Dienſtmädchen Antonia Fieger, beide in
Nieder=Ramſtadt. Metzger Karl Sauerwein VI.,
Zeil=
hard, mit Anna Katharina Hörr, Unter=Oſtern, Am 10.;
Landwirt Iphannes Andreas Aumüller, Seckach, mit
Roſa Helene Stich, Schlierſtadt. Bureaugehilfe Louis
Alfred Biedermann, Gräfenhäuſer Weg 31, mit Anna
Klara Gödicke, Großleinungen. Am 20.: Poſtbote
Friedrich Wenzens mit Margareihe s Ruths, beide in
Groß=Bieberau. Metzger Wilhelm Rückert mit Eliſe
Erhard, beide in Frankfurt a. M. Kellner Franz
Joſeph Koch mit Antonie Wilhelmine Schütz, beide
in Herne. Am 22.: Bankbeamter Wilhelm Karl
Lud=
wig Metzger, Soderſtraße 53, mit Auguſte Eliſabeth
Riedmatter, Soderſtraße 61.
Feuerverſicherungsbeam=
ter Georg Alwin Mitſchka, Eckhardtſtraße 35, mit
Thereſia Reinhard, Wirtheim. Oberfeuerwerker Karl
Richard Fiſcher, Pankratiusſtraße 23, mit Johanna
Eleonore Steuernagel, Fuhrmannſtraße 7. Kaufmann
Heinrich Wilhelm Kröh, Kiesſtraße 58, mit Franziska
Joſefa Tiefenböck, Stiftſtraße 14.
Eheſchließungen. Am 16. April: Bureaudiätar Emil
Heim in Eſſen a. d R. mit Magdalena Scherer, hier.
Am 19.: Gerichtsaſſeſſor Berthold Küchler mit
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wig Diefenbach, beide hier. Am 20.: Sergeant
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Köchin Karoline Haber beide hier Sergeant und
Zahlmeiſter=Aſpirant Johannes Riedel, hier, mit
Margarete Sattler in Frankfurt=Bockenheim.
Schrift=
ſetzer Johannes Weimar in Heppenheim mit Barbara
Conrath in Brandau. Chauffeur Franz Felber in
Z. mit Suſanne o Grinm, hier.
Metzger Heinrich Wittig mit Eliſabeihe Scherf,
beide hier.
Geſtorbene. Am 17. April: Marie Röth, geb. Wüſt,
Wwe. des Schreinermeiſters, 71 J., ev., Neue
Irene=
ſtraße 5. Barbarg Neumeyer, geb. Schneider, Wwe.
des Hofſpenglers, 72 J., ev., Große Ochſengaſſe 22. Am
18.: Anna Marig Flauaus, 10 Mte ev., Große
Kaplaneigaſſe 39. Am 17.: Eva Margarethe Schweitzer,
geb. Liſt, Wwe, des Handarbeiters. 74 J., ev.,
Feldberg=
ſtraße 67. Am 18.: Oberbahnaſſiſtent Heinrich Geora
Fuhr, 54 J., ev., Bleichſtraße 45. Privatier Karl
Weick, 53 J., ev., Eberſtadt. Am 17.: Eliſabethe Louiſe
Günther, geb. Stork, Ehefrau des Schreiners, 24 J.,
ev., Pankratiusſtraße 69. Am 19.: Schneider Johann
Adam Strömsdörfer, 81. J., ev., Frankfurterſtraße 35,
Katharina Habermehl, geb. Hartmann, Witwe des
Straßenmeiſters, 69 J., ey., Soderſtraße 34. Am 20.;
Schneiderin Anna Malterer 18 J., kath.,
Schloßgarten=
ſtraße 51. Am 19.: Erwin Waldemar Kurt o Winter,
S. des Stadtbauaufſehers, 3 Mte., ev., Arheilgerſtraße 4.
Marie Barbara Ackermann, ohne Beruf, 19 J., ev.,
Neue Ireneſtraße 18. Gardefüſilier Wilhelm Parr
21 J., ev., Alexanderſtraße 27. Am 20.: Karl Wilhelm
Hübner, S. des Formers, 1 J., ev., Pankratiusſtraße 33.
Anna Barbara Treuſch, geb. Arras, Ehefrau des
Ge=
meindeeinnehmers, 63 J., ev., Pfaffenbeerfurth. Am 21.:
Rechtsanwalt a. D. Dr. Adolf Chriſtian Wilhelm
Hein=
rich Thielmann Lochmann, 79 J., ev. Saalbauſtraße 70.
Privatin Sophie Louiſe Marie Chriſtiane Joſephine
Uebelshäußer, 77 J., ev., Grafenſtraße 6. Am 22.:
Frieda Eliſabeth Gertrud Baumeiſter, geb. Freeſe,
Ehefrau des Hofſchauſpielers, 41 J., ev., Hobrechtſtraße 12.
Am 21.: Hermann Heberle, S. des Fuhrmanns, 8 Mte.,
ev Hinkelsgaſſe 19. Zimmermann Johann Ludwig
Jakob o Appelmann, 45 J., ev., Rhönring 15.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. April 1912.
Nummer 96.
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* Pferderennen. Rennen zu Strausberg.
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bünen=Handicap, 2000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Hrn.
E. F. Gütſchows Burggraf (M. Aylin), 2. Abelard (
Shur=
gold), 3. Bleibtreu II. (W. Bullock). Tot. 35110, Pl. 13,
15, 14:10. Unpl.: Gutes Zeichen (4), Skipper, Carol,
Fäl=
iſcher. Sicher ½—1 Lg. — Preis von Radebrück, 2000
Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Hrn. F. Solloways Charis
(H. Brown), 2. Hadrian (Sandmann), 3. Nena Sahib
(Wanoth). Tot. 26:10, Pl. 10, 10:10. Unpl.: Sardanapal
(4). Ueberlegen 5—2 La. — Forſt=Jagd=Rennen,
Ehren=
preis und 2000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Hrn. E.
Bauers Tittle Tattle (Lt. v. Keller), 2. Turandot (Hr.
Pur=
gold), 3. Eilig (Lt. v. Dörnberg). Tot. 36.10, Pl. 13,
12:10. Unpl.: Prinzeß Joſephine (4), Südpol, Knight
Miſtreß. Kanter 4—2 Lg. — Strausberger Frühjahrs=
Preis, Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
Rittm. Bramſchs Tanzſtunde (Wurſt), 2. Avanti (T.
Baſtian), 3. Oberbayer. Tot. 18:10. Pl. 14, 20:10. Unpl.:
Sageſſe. Ueberlegen 4—4 Lg. — Preis vom Daxberg,
Chrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn.
Caſſlers Miſtoe Light (Lt. v. Keller) 2. Dinnet (Lt. v.
Tresckow), 3. Hemani (Hr. v. Weſternhagen) Tot.
16110. Pl. 44, 28:10. Unpl.: Braxfield, Forward II,
Clutch. Kampf ¼—1 Lg. — Bieſower Hürden=Rennen,
2000 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Frau H. v. Bentheims
Royal Flaſh (Wurſt), 2. Blißful (T. Baſtian), 3. Altieri
(G. Winkler). Tot. 61:10. Pl. 19, 21, 17.10. Unpl.:
Gal=
ley (4), Vermont (gef.), Manila (ausgebr.), Dorothy (ſteh.
gebl.). Sicher 4—2 Lg.
Rennen zu Köln a. Rh. Saraband=Rennen, 5000
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. L. Peſchs Blumenflor
(Cleminſon), 2. Bürgermeiſter (Wedgewood), 3.
Sports=
man (Kühl). Tot. 27110. Pl. 14, 14110. Unpl.: Milo.
Sicher ½—3 Lg. — Nicoſia=Rennen, 5000 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Monſ. P. Hirſchbergers Montyon. (
Bel=
houſe), 2. Zanpieri (Cleminſon), 3. Blue in Blue (
Bark=
eben). Tot. 16:10. Pl. 12, 12:10. Unpl. Kakadu,
Cam=
bronne I. Kampf Hals — 2 Lg. — Lilienhof Jagd=Rennen,
Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Monſ.
Hirſchbergers Corampopulo (Monſ. de Oultremont), 2.
Ma=
riani (Lt. Kneel), 3. Ether (Lt. Frey). Tot. 15:10. Pl. 13,
24:10. Unpl.: Hengiſt. Sicher 1—10. — Ard Patrick=
Handi=
cap, 7500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Lt. Richards,
Werra II (Lanc), 2. Sans Atout (T. Rice), 3. Traum
(Schläfke). Tot. 24:10. Pl. 17, 25.10. Unpl. Caligula,
Stigma (4)=Salut. Sicher ¾—34 Lg. — Walburg Jagd=
Rennen, Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1. Monſ. H. de Sincays Choiſe le Roin (Comte de
Oultre=
mont), 2 Kreppwör (Hr. v. Weſternhagen), 3. Chateauvert
(Lt. p. Moſch). Tot. 14:10. Pl. 14, 18110 Unpl.;
Counter=
feit, Piece dor (4), Diſcharged. Ueberlegen 10—4 Lg. —
Preis von Annaberg, Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
3800 Meter: 1. Hrn. E. Brummes Alvo (Lt. v. Berchem),
2. Drud Hil (Dr. Rieſe), 3. Edſu. (2, v. Mohner. Tot.
64:10. Pl. 15, 13, 12110. Unpl.: Gaspard, Nickelkönig,
Corbais (4), Roſe Noir, Don Juan. Sehr leicht 3—5 Lg.
Calveley Hürden=Handicap, 2500 Mark, Diſtanz 2900
Meter: 1. Hrn. Peters Tarpaulin (Torke), 2. Peene (
John=
ſon jr.), 3. Cophetua (Cartwright) Tot 16:10. Pl. 12,
13, 30110. Unpl.: Bolondora (4), Roſe Friquet, Leſter Jim,
Dalmigavie. Handgalopp 3—4 Lg.
Rennen zu Leipzig. Rhode=Rennen, Ehrenpreis
und 2000 Mk., Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn A. v. Schilgens
Celius (Beſ.), 2. Hendred (Beſ.), 3. Samum (Beſ.), Tot.
24:10. — Verkaufs=Flach=Rennen, 3000 Mk. Diſtanz 1350
Meter: 1. Hern A. v. Schilgens Argile (W. Bullock), 2.
Peking (M. Aylin), 3. Parma (Jentzſch). Tot. 38:10. Pl.
11, 11, 15.10. — April=Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 2500
Mk., Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. Nehrings Colette (Lt. v.
Kramſta), 2. Versbau (Lt. v. Dörnberg), 3. Schwärmerin
(Beſ.). Tot. 36:10. Pl. 25, 42:10. — Leipziger=Handicap,
8200 Mk., Diſtanz 1350 Meter: 1. Herrn Orbergs Erfinder
(Weatherdon), 2. Huſarenliebe (W. Bullock), 3. Singberg
(Evans). Tot. 29110. Pl. 13, 14, 15:10. — Frühjahrs
Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 3000 Mk., Diſtanz 3600
Meter: 1. Lt. Graf Baudiſſins Princeß of Wales (Beſ.),
2. St. Mihiel (Herr Herfeld), 3. Bocskoros (Herr v.
Weſternhagen). Tot. 200:10. Pl. 47, 14, 37.10. — Pleiße=
Handicap, 3300 Mk., Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn
Or=
bergs Primier (M. Aylin), 2. Waterman (Raſtenberger),
3. Gernot (Shurgold). Tot 22110. Pl. 11, 11, 13110.
Die Eröffnungsrennen in Breslau.
Kundſchützer Jagd=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 3000
Me=
ter: 1. Herrn C. Schmäckes Old Girl (Th. Baſtian).
Mikulas (Schiemann), 3. Beſſy (Berndt). Tot. 16:10,
Pl. 11, 11.10. — Altheider Jagd=Rennen; Ehrenpreis
und 3000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Graf
Francken=
bergs Jupiter (Herr Purgold), 2. Meerbraut (Lt. Graf
Einſiedel), 3. Jamaika (Lt. Graf Bredow). Tot. 14:10,
Pl. 11, 13:10. — Frühjahrs=Handikap=Jagdrennen; 10000
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Rittm. Frhr. W. von
Richt=
hofens Florian (Schiemann), 2. Billy Goat (Charvat),
3. Trill (Th. Baſtian). Tot. 9510, Pl. 21, 58, 17110.
Jockei=Hürdenrennen; 3500 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
4. Lt. A. v. Hanſemanns Alpenfer (Lommatzſch), 2. Erda
(Schiemann), 3. Lord Mayor (Th. Baſtian). Tot. 1510.
— Sileſia=Jagdrennen; Ehrenpreis und 4800 Mark. Diſt.
3500 Meter: 1. Prinz A. Taris Cherry Bob (Lt.
Streſe=
mann), 2. Le Nil (Lt. von Uechtritz), 3. Bieſelberg (Hr.
Purgold). Tot. 57110, Pl. 24, 22.10. — Klettendorfer
Hürden=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1.
Ritt=
meiſter Keyſers Triglav (Bredereck), 2. Mrs. Dot (
Char=
pat) 3. Mir auch mal (Schiemann). Sehr leicht, 2—1 Lg.
— Ohlauer Jagd=Rennen: Ehrenpreiſe den erſten vier
Reitern, Diſtanz 3000 Meter:: 1. Herrn G. von Sprengers
Lady Angus (Lt. von Uechtritz), 2. Follette (Beſ.), 3.
Ardelle (Beſ.) Tot. 16:10. Pl. 11, 12 16:10.
Rennen zu Wien. Denek=Rennen; Preis 12000
Kronen, Diſtanz 2000 Meter: 1. Graf M. Arco=Zinnebergs
Mirage (Janek), 2. Chilperic (Carlslake), 3. Lira (
Ba=
luska). Tot. 38.10 Pl. 47, 46.20.
* Radrennen. Die Straßenmeiſterſchaft von Frankreich
kam am Sonntag bei Paris über 100 Kilometer zum
Austrag. Sie endete wiederum mit dem Siege von Octape
Lapize, der 2 Std. 43 Min. 40,1 Sck. benötigte. 2. Engel
2:45:28, 3. Charron, 4. Leonhard, 5. Chriſtoph, 6.
Crupe=
land.
Auf der Pariſer Prinzenparkbahn ging
am Sonntag als Hauptkonkonkurrenz ein 80 Kilometer=
Fahren vor ſich das von, den fünf beſten franzöſiſchen
Dauerfahrern beſtritten wurde. Darragon ſiegte in 1 Std.
1 Min. 2 Sek., Lavallade blieb 2½, Seres 3 Runden, Guig=
nard Pg und Hidier 107. Runden zurick. Ein Fleger=
Match in 3 Läufen gewann Dupre mit 4 Punkten vor
Martin und Fournous mit je 6 Punkten.
In Antwerpen gelangte am Sonntag, der Große
Preis der Diamanten=Induſtrie über 100 Kilometer zum
Austrag, an dem neben den Belgiern Linart und Arthur
Vanderſtuyft die beiden Deutſchen Günther und Ebert
teil=
nahmen. Vanderſtuyft ging nach einem irregulärem Start
mit der Spitze ab, dicht gefolgt von Günther, der ſich über
die erſten 50 Kilometer in einem Abſtande von nur 10
Meter hinter dem Führenden hielt. Günther erlitt dann
an ſeiner Maſchine Reifenſchaden und gleich darauf auch an
ſeinem Motor Defekt, wodurch der Schrittmacher Ullrich zu
Fall kam. Linart ſpielte keine Rolle, ebenſo Ebert, der ſtark
indisponiert war. Vanderſtuyfts Schrittmachermaſchine
entſprach nicht den Vorſchriften. Der Belgier ſiegte in 1
Std. 14 Min. 31 Sck. vor Linart, 95,750 Kilometer, Günther
90,325 Kilometer und Ebert mit 84,800 Kilometer.
Neue Motorrad=Weltrekords wurden von
dem engliſchen Motorrad=Rennfahrer Arthur
Moor=
houſe auf der bekannten Brooklandsbahn bei London
auf=
geſtellt. Moorhouſe legte in 2 Stunden 130 Meilen 1020
Yards, in 3 Stunden bedeckte er 197 Meilen 1271 Yards, in
4 Stunden 250 Meilen 1045 Yards und in 5 Stunden 277
Meilen 950 Yards. Auch für 150 Meilen ſtellte Moorhouſe
mit einer Fahrzeit von 2 Std. 16 Min. 18 Sek. eine neue
Weltrekordzeit auf, ebenſo für 200 Meilen mit 3 Std. 1
Min. 54 Sck. und für 250 Meilen mit 3 Std. 55 Min, 30
Sek. Ein Defekt hinderte den kühnen Fahrer, ſeine
Re=
tordjagd weiter auszudehnen. Moorhoufe benutzte ein 7
PS. Indian=Motorrennrad.
* Ein tödlicher Motorrad=Unfall ereigs
nete ſich auf der Londoner Brooklandsbahn bei dem Mees
ting des Britiſchen Motorrad=Rennklubs. Der Rennfahrer
Moorhouſe, der im Einſtundenrennen geſtartet war, wollis,
während er im 70 Meilentempo dahinfuhr, einen locker
gewordenen Schalldämpfer wieder befeſtigen, verlor dabei
aber die Richtung und karambolierte mit einer
Telegra=
phenſtange ſo unglücklich, daß er einen ſchweren
Schädel=
bruch erlitt und auf der Stelle tot war. Die Rennen
wur=
den daraufhin ſofort abgebrochen.
* Fußball. Das Entſcheidungsſpiel um
den engliſchen Fußballpokal wurde im Criſtal=
Palace zu London zwiſchen Weſt=Bromwich Albion und
Barnsley in Gegenwart von etwa 70000 Zuſchauern
ge=
ſpielt. Es gelang aber keiner der beiden Mannſchaften,
Tore zu erzielen, obwohl Weſt=Bromwich Albions Tok
gkrade in der zweiten Hälfte des Spieles häufig hart
be=
drängt wurde. Das unentſchiedene Spiel muß nun
noch=
mals wiederholt werden — Das Entſcheidungsſpiel um
den Amateur=Fußballpokal, das bereits einmal ein
unent=
ſchiedenes Reſultat ergeben hatte, wurde in Middlesbrough
zwiſchen Stockton und Raſton United in Gegenwart von
12000 Zuſchauern wiederholt und ergab einen Sieg von
Stockton von 1.0. — Die Kämpfe um die engliſche
Liga=
meiſterſchaft ergaben am letzten Spieltage wiederum einige
Ueberraſchungen. So konnte Tottenham Hotspur mit 10
die Bolton Wanderers beſiegen. Auch Newcaſtle United
erlitt eine unerwartete Niederlage durch Aſton Villa mit
0.2. Ferner ſiegten Everton gegen Sheffield Wednesday
3.0, Sunderland gegen Breſton Northend 3:0, Liverpool
gegen Sheffield United 210, Mancheſter City gegen Bury
231, Mancheſter United gegen Oldham Aethletiks 311.
In Fürth ſiegten im letzten Kreisſpiel um die
Meiſter=
ſchaft von Bayern (Klaſſe B) die Würzburger
Kickers über den F.=C. Fürth mit 2:0 Toren; mit der
höchſt erreichbaren Zahl von 12 Punkten und einem
Tor=
verhältnis von 224 ſind die Würzburger zum 1. Male
Oſtkreismeiſter.
Au Verigung von Moten
Vhe
Sicher erbrobtes, unbedingt zuverlassiges Mittel und deren Srut 1st.
Dr. Weinreich’s
0Sehscher
Attest
Oberhofmarschallamtes seit Jahren
Hofhaltungen
Schwerin.
Grossherzogliches Marstallamt
Das unterzeichnete Grossherzogliche
Marstall-
amt bestätigt Ihnen hiermit gerne dass das von
demselben bezogene Präparat „Mottenäther” hier
mit gutem Erfolg verwendet worden ist.
Hofmarschall-Amt Seiner Königlichen Hoheit
des Herzogs von Cumberland, Herzogs zu
Gmunden.
Braunschweig und Lüneburg,
Auf die Anfrage erwidert das
Hofmarschall-
amt, dass der von Ihnen bezogene Mottenäther
sich gut bewährt hat.
Düsseldorf.
General von Baver-Ehrenberg.
Mit dem von Ihnen bezogenen Dr. Weinreich’s
Mottenäther habe ich sehr gute Resultate erzielt.
Frau Fabrikbes. Schlegelmilch, Falkenberg O.-S.
Senden Sie mir gefl. sofort 3 FI. Dr.
Wein-
reich’s Mottenäther à 6.— M. Seitdem ich diesen
Mottenäther in meinem grossen Haushalt
ver-
wenden lasse, habe ich von Motten nichts mehr
gemerkt.
II. Bat. Infanterie-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Gross-
Giessen.
herz. Hessen) Nr. 116.
Der von der Firma bezogene Mottenäther hat
sich nach einstimmigem Urteil aller
Verbrauchs-
stellen gut bewährt.
Sr. Majestät des Kaisers
Regim.-Bekleidungskommission, Kaiser Franz
Berlin
Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2,
Auf Ihr Schreiben vom 6. ds. Mts. wird Ihnen
mitgeteilt, dass sich Dr. Weinreich’s Mottenäther
sehr gut bewährt hat.
Norddeutscher Lloyd, Abt. Proviantamt, Bremen.
Wunschgemäss bestätigen wir Ihnen in
Er-
ledigung Ihrer Anfrage vom 6. Oktober, dass wir
mit dem im Juli ds. Js. von Ihnen bezogenen
Mottenäther sehr gute Resultate erzielt haben.
Weinheim.
Dr. Weissbrod,
Ihr Mottenäther ist wirklich was
Ausgezeich-
netes und Vollkommenes, Ich wüsste nichts
Besseres für Motten.
Würzburg.
B. Aussia,
Es macht mir Vergnügen, Ihnen mitteilen zu
können, dass ich mit Dr. Weinreich’s Mottenäther
geradezu glänzende Erfolge erzielt habe.
Celle.
Frau Reg.-Assessor Dr. Wolff,
Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich mit dem
von Ihnen bezogenen Dr. Weinreich’s
Motten-
äther sehr zufrieden war. Die Motten, die sich
vor Anwendung des Mittels zeigten, verschwanden
nachdem vollkommen.
ständig im Gebrauch
Julius Spirgatis, Tuchhandlung, Königsberg Pr.
Auf Ihr Schreiben vom 3. November teile ich
Ihnen mit, dass sich Ihr Mottenäther ganz
aus-
gezeichnet bewährt hat und habe ich diesen
meh-
reren Familien empfohlen. Ich werde im nächsten
Jahre wieder davon Gebrauch machen, weil dieser
Aether ganz entschieden in der Vertilgung der
Motte schnell und sicher mehr leistet, als jedes
andere von mir versuchte Präparat.
G. Friess,
München.
Der Mottenäther Dr. Weinreich’s hat mir
vor-
zügliche Dienste geleistet. Wir hatten hier eine
Unmenge von Motten; ohne dieses Präparat
müssten wir mit grossem Schaden rechnen. Es
ist das Beste, was ich je angewendet habe.
Wilh. Weber,
Annaberg.
Auf Ihre werte Zuschrift, Erfolge des
Motten-
äthers betreffend, kann ich Ihnen erwidern, dass
ich damit vollkommen zufrieden und der Erfolg
bei Verwendung an meinen Möbeln ein durch:
schlagender war.
Hauptmann Schultz,
Riesa.
Mit Dr. Weinreich’s Mottenäther bin ich sehr
zufrieden. Ich habe ihn in Schränken und
Jagd-
sachen, Uniformen und Zivil sowie auf Möbeln
im Zimmer angewendet u. keine Motten gefunden.
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