Inſerate
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175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Drei Darmſtädter Touriſten ſind am erſten
Oſterfeiertage bei einer Beſteigung des Falkenſchroffen
(Baden) abgeſtürzt. Zwei kamen mit leichten
Ver=
letzungen davon, der dritte wurde ſchwer verletzt ins
Krankenhaus nach Offenburg gebracht.
Die Kaiſerin hat ſich geſtern nach Bad Nauheim
begeben, woſelbſt die Ankunft heute erfolgt.
Das türkiſche Parlament iſt zum 18. April
ein=
berufen worden.
Ein Dampfer mit einer Geſellſchaft Ausflügler iſt
am Montag auf dem Nil geſunken. 200
Men=
ſchen ſollen ertrunken ſein.
Die Handhabung des Jeſuitengeſetzes.
— Der Geheimerlaß der bayeriſchen
Re=
gierung über den Vollzug des Jeſuitengeſetzes wurde
in den Blättern aller Parteirichtungen lebhaft diskutiert
und veranlaßte den Reichskanzler noch vor ſeiner
Ab=
reiſe nach Korfu, in der Norddeutſchen Allgemeinen
Zeitung erklären zu laſſen, daß dieſe Angelegenheit von
der allein dazu berufenen Stelle einer Prüfung
unter=
zögen werden ſoll. Herr von Bethmann Hollweg hat
alſo die Abſicht, ſich mit dem Kaiſer eingehend über die
Sache zu unterhalten, ſodaß man nach ſeiner Rückkehr
weiteres erfahren wird. Inzwiſchen hat aber das
offi=
ziöſe Regierungsorgan ſich auch eingehend über die
Hand=
habung des Jeſuitengeſetzes ausgelaſſen, vermutlich
gleichfalls noch nach Rückſprache mit dem Reichskanzler,
der ſich an dieſem Tage auf der Durchreiſe in München
aufhielt und dort einige Stunden in der preußiſchen
Ge=
ſandtſchaft verweilte. Das Kanzlerorgan ſtellt einen ſehr
weſentlichen Unterſchied zwiſchen dem bayeriſchen
Ge=
heimerlaß und der preußiſchen mündlichen Weiſung feſt.
Danach iſt den Oberpräſidenten nach Aufhebung des § 2
des Jeſuitengeſetzes, der den Behörden die Befugnis zur
Ausweiſung ausländiſcher und zur Internierung
inlän=
diſcher Jeſuiten auf Grund ihrer Eigenſchaft als
Jeſui=
ten erteilte, empfohlen worden, jede Verſchärfung des
gegenwärtigen Standpunktes nach Möglichkeit zu
vermei=
den. Weiter iſt den Oberpräſidenten erklärt worden:
„Als verbotene Ordenstätigkeit ſei auch weiterhin,
ent=
ſprechend der Entſcheidung des Oberverwaltungsgerichtes
vom 9. Mai 1900 das Halten von religiös=
wiſſenſchaft=
lichen Vorträgen durch Jeſuiten anzuſehen. Unter die
hiernach verbotene Ordenstätigkeit fallen
ſelbſtverſtänd=
lich auch die ſogenannten Konferenzvorträge und alle
prieſterlichen Handlungen, die zum Zwecke
vorübergehen=
der Aushilfe in der Seelſorge vorgenommen werden. In
Preußen iſt ſtets daran feſtgehalten, daß zwiſchen der
Ordenstätigkeit der Jeſuiten und anderen prieſterlichen
Funktionen derſelben ein Unterſchied nicht zu machen ſei.”
Dieſe Weiſung iſt bereits im Jahre 1904, als der § 2
des Jeſuitengeſetzes aufgehoben war, an die preußiſchen
Oberpräſidenten ergangen. Ob ſie kurz vor den letzten
Reichstagswahlen erneuert worden iſt oder nicht, darüber
gibt die Norddeutſche Allgemeine Zeitung keine Auskunft.
Allerdings erklärt ſie ausdrücklich, daß in der Auffaſſung
der preußiſchen Regierung keine Aenderung eingetreten
ſei. Der preußiſche Miniſterpräſident iſt alſo nach wie
vor der Anſicht, daß Konferenzvorträge der Jeſuiten mit
dem gegenwärtigen Rechtszuſtand ſich nicht vereinbaren
laſſen. Demgemäß müßte eigentlich Herr von Bethmann
Hollweg, der nicht nur preußiſcher Miniſterpräſident,
ſon=
dern auch Reichskanzler des Deutſchen Reiches iſt, ſich in
der letzteren Eigenſchaft mit der bayeriſchen Regierung
im Sinne der offiziöſen=Erklärung auseinanderſetzen.
Das wird er aber erſt wohl dann tun, wenn er mit der
berufenen Stelle in Korfu Rückſprache genommen hat.
Die Germania, das Berliner Zentrumsorgan, vertritt
die Anſicht, daß es ſich hier um Ausführungsbeſtimmungen
der preußiſchen Regierung handelt, zu denen ſie ſich als
Landespolizeibehörde berechtigt alaubt, daß aber die
bayeriſche Regierung als Landespolizeibehörde in
glei=
cher Weiſe berechtigt ſei, für ihren Bezirk
Ausführungs=
beſtimmungen zu treffen, die bei Wahrung des
materiel=
len Inhaltes des § 1 des Jeſuitengeſetzes eine andere
Handhabung empfehle, die etwas mehr „milde und
ver=
ſöhnlich” erſcheine, als die Weiſung der
preu=
ßiſchen Regierung an die Oberpräſidenten. Der
bayeriſche Jeſuitenerlaß ſtehe durchaus nicht im
Widerſpruch mit den geſetzlichen Beſtimmungen,
die bayeriſche Regierung habe auch deshalb eine
Nachprüfung nicht zu fürchten.
Nichtsdeſtoweniger wird man allenthalben mit
leb=
haftem Intereſſe dem Reſultat dieſer Nachprüfungen
ent=
gegenſehen können.
* Wie die Braunſchweigiſche Landeszeitung aus
zu=
verläſſiger Quelle erfahren haben will, hat der
Reichskanzler vor ſeiner Abreiſe nach Korfu über
den dem Reichs=Jeſuitengeſetz zuwiderlaufenden
bay=
eriſchen Miniſterialerlaß das bayeriſche
Staats=
miniſterium um eine amtliche Erklärung für die
Reichs=
regierung erſucht. Die Berliner Morgenpoſt meldet
dagegen aus München: In einer Erklärung von einer
mit der Vorgeſchichte des bayeriſchen Jeſuitenerlaſſes
genau vertrauten Seite wird behauptet, der
Reichskanz=
ler kenne den Inhalt des Erlaſſes genau. Die Meldung,
der Kanzler habe das bayeriſche Staatsminiſterium vor
ſeiner Abreiſe nach Korfu um eine amtliche Erklärung
er=
ſucht, ſei unrichtig. Eine Aenderung in der Ausführung
des Jeſuitengeſetzes in Bayern ſei ausgeſchloſſen.
Das Ende des engliſchen Bergarbeiterſtreiks.
* Die Abſtimmung der engliſchen
Berg=
leute über die ihnen vorgelegte Frage, ob die Arbeit
wieder aufgenommen werden ſolle, hatte eine Mehrheit
von rund 43000 Stimmen für die Fortſetzung des Streiks
ergeben. Von den 588000 Mitgliedern der Miners
Fe=
deration hatten 445000, alſo 75 Prozent, abgeſtimmt.
Davon hatten ſich 244000 für die Fortſetzung des Streiks,
201000 für die Wiederaufnahme der Arbeit
ausgeſpro=
chen. Die Zahl derer, die für die Fortſetzung des Kampfes
waren, war alſo um 200000 niedriger als die Zahl derer, die
im Januar für den Streik ſtimmten, während die Zahl
der Streikgegner um 85000 gewachſen iſt. Zieht man noch
in Betracht, daß auch die ſchwache Abſtimmungsziffer, die
gegen die vom Januar um etwa 116000 zurückbleibt, ein
Zeichen der verminderten Streikluſt iſt und daß die Zahl
der gegen die Wiederaufnahme der Arbeit Votierenden
auch weit hinter der abſoluten Mehrheit der geſamten
Federation zurückbleibt, ſo wird man den Standpunkt
des Exekutivkomitees für gerechtfertigt halten, das auf
Grund dieſes Abſtimmungsergebniſſes die Beendigung
des Streiks empfahl. Man hatte ſich in der Konferenz
auf heftigen Widerſtand, namentlich aus den nördlichen
Bezirken Englands und Schottlands, gefaßt gemacht, doch
trug der am Karfreitag trotz des Feiertags beobachtete
Andrang von Arbeitswilligen, die ſich ſogar bereit
erklär=
ten, die Oſterfeiertage durchzuarbeiten, um einen Teil
ihres Lohnausfalles wieder einzuholen, ſtark dazu bei,
die Widerſtrebenden gefügig zu machen.
Der Streik wurde am 29. Februar beſchloſſen, er hat
alſo ſiebenunddreißig Tage gedauert. Der Verluſt an
Löhnen für die Bergarbeiter beträgt nach Schätzungen
der Blätter 120 Millionen, die Zuſchüſſe aus den
Gewerk=
ſchaftsfonds 40, der Lohnverluſt anderer Arbeiter 160,
der Verluſt der Kohlenproduzenten und anderer
Indu=
ſtrien je 200 Millionen, zuſammen 720 Millionen Mark,
wozu noch 280 Millionen für nicht feſtgeſetzte Schäden
zu rechnen ſind. Der Zuſtand der Kohlengruben geſtattet
nicht, wieder ſofort mit der Kohlengewinnung zu
begin=
nen. Ein Teil der Gruben ſteht unter Waſſer. In
ande=
ren müſſen die Stollen geſtützt werden. Die Arbeiter
über Tag wollen die Arbeit erſt wieder aufnehmen, wenn
auch ihnen der Minimallohn und Achtſtundentag
bewil=
ligt wird.
* London, 8. April. In den Kohlengruben
des Aberdare Valley=Diſtrikts in Südwales werden
Vorbereitungen getroffen, die Arbeit morgen wieder
auf=
zunehmen, doch ſind die Ausſichten hierfür nicht günſtig,
da der Streit mit dem Verbande der Maſchiniſten von
Monmouthſhire und Südwales noch nicht beigelegt iſt.
In den Kohlengruben von Derbyſhire wird die
Ar=
beit morgen wieder aufgenommen; desgleichen iſt
Aus=
ſicht auf eine baldige Wiederaufnahme der Arbeit in den
Kohlenbergwerken von Northumberland
vor=
handen. Die Wiederaufnahme wird in den meiſten
Gru=
ben für Mittwoch erwartet. Von dem Yorkſhirer
Berg=
arbeiterverband, der heute zuſammentrat, wird
empfoh=
len, die Arbeit ſo bald als möglich wieder zu beginnen.
Deutſches Reich.
— Herzog Adolf Friedrich als
Gouver=
neur von Togo.: Wie die Hamburger Nachrichten
erfahren, iſt endgültig die Entſcheidung darüber
gefal=
len, daß Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg nicht
nach Oſtafrika, ſondern nach Togo als Gouverneur gehen
wird. Herzog Adolf Friedrich wird nun alſo
Gelegen=
heit haben, die gewonnenen afrikaniſchen Erfahrungen
im Verwaltungswege zu erproben. Togo iſt diejenige
Kolonie, deren Verwaltung wohl die wenigſten
Schwierig=
keiten bietet und über die auch kaum Klagen laut geworden
ſind. Das Augenmerk wird hier außer den Fragen der
wirtſchaftlichen Produktion hauptſächlich der Bekämpfung
der Schlafkrankheit zuzuwenden ſein.
— „Verwilderung der öffentlichen
Mei=
nung.‟ Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt: „Die
Betrach=
tungen über Verwilderung der öffentlichen Meinung
haben ſich in der letzten Zeit gehäuft. Von einem
national=
liberalen Blatt iſt über Preßverwilderung gegenüber den
Parlamentariern geklagt worden, ein kiberales Blatt,
die Weſer=Zeitung, hat mit Bitterkeit von der
Verwilde=
rung der parlamentariſchen Sitten geſchrieben. Ein
rechts=
ſtehendes Blatt, die Schleſiſche Zeitung, hat die allgemeine
Erſcheinung der Verwilderung auf publiziſtiſchem Gebiete
beleuchtet. Die Berechtigung dieſer Klagen wird faſt
täglich neu erwieſen. So hat ein Teil der Preſſe unſere
Aeußerungen zu einem — im authentiſchen Wortlaut noch
nicht bekannten — bayeriſchen Erlaß zum § 1 des
Jeſuiten=
geſetzes mit Erörterungen begleitet, deren perſönliches
Uebelwollen durch keinerlei ſachliche Ueberlegungen
ge=
mäßigt war. Man hat es fertig gebracht, unſeren
Hin=
weis auf die Stelle, die verfaſſungsmäßig zur
Ueber=
wachung der Ausführung der Reichsgeſetze berufen iſt,
ſo auszulegen, als wolle ſich der Reichskanzler hinter dem
Kaiſer verſtecken. Von anderer Seite hat man die
Unter=
ſtellung nicht geſcheut, als ſei das Vorgehen der
bayeri=
ſchen Regierung in Sachen des Jeſuitengeſetzes zwiſchen
Berlin und München längſt abgekartet und als handele
es ſich jetzt nur noch darum, der Oeffentlichkeit durch
Preß=
notizen Sand in die Augen zu werfen. Alles in allem
eine Behandlung von politiſchen und
verfaſſungsrecht=
lichen Dingen, die ſich nur aus tendenziöſer
Vorein=
genommenheit erklären läßt.
Ein deutſcher Germaniſten=
Ver=
band. Von Frankfurt aus ergeht von zahlreichen
Ver=
tretern der deutſchen Sprach=, Literatur= und
Kultur=
wiſſenſchaft ein Aufruf zur Gründung eines Deutſchen
Germaniſten=Verbandes, der den Zweck verfolgt, das
deutſche Geiſtesleben ſtärker als bisher auf nationale
Grundlage zu ſtellen und zu dieſem Zwecke auf eine
ge=
eignete Ausbildung des deutſchen Unterrichts hinzuwirs
ken. Der Aufruf iſt unterzeichnet von ungefähr 150
Ver=
tretern der germaniſtiſchen Wiſſenſchaften an den
Unver=
ſitäten und höheren Schulen, in ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Verwaltungen oder literariſchen Berufen. Die
begrün=
dende Verſammlung ſoll in der Akademie zu Frankfurt
a. M. in der Pfingſtwoche ſtattfinden.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Zur ungariſchen Kriſe. Die Nachrichten auz
Ungarn lauten andauernd recht ungünſtig. Allgemein
gilt der Rücktritt des Grafen Khuen=Hedervary als
be=
vorſtehend. Im Zuſammenhange mit dieſer Tatſache
wird weiter berichtet, daß der Kriegsminiſter von
Auf=
fenberg demnächſt ſeine Demiſſion geben wird.
Spanien.
Die Verhandlungen mit Frankreich.
Im Verlaufe des Miniſterrates, der am Montag
nach=
mittag ſtattfand, teilte Miniſterpräſident Canalejas mit,
die Antwort Frankreichs werde am Donnerstag bei des
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Nummer 84.
Rückkehr des franzöſiſchen Botſchafters Geoffray
über=
reicht werden. Die Regierung hoffe, die Verhandlungen
würden Ende des Monats vor der Eröffnung der
Cor=
tes abgeſchloſſen werden.
England.
Gegen die Homerule. Der Führer der
Unio=
niſten, Law, hat in Irland ſeinen Feldzug gegen die
Homerule unternommen. Bei ſeiner Ankunft in Belfaſt
wurde ihm ein begeiſterter Empfang bereitet. In der
ganzen Stadt wurde der Tag in feſtlicher Weiſe
began=
gen. Ueberall ſah man unioniſtiſche und orangiſtiſche
Farben. Zahlreiche Petitionen ſind Law zugeſtellt
wor=
den. Man erwartet, daß die Kundgebung die größte ſein
wird, die je in Irland ſtattgefunden hat. Man rechnet
auf eine Beteiligung von über 200000 Kundgebern.
Türkei.
Das Parlament wird durch ein Jrade des
Sul=
kans zum 18. April einberufen.
Aſien.
Zur chineſiſchen Anleihe. Nach einem
Nan=
kinger Telegramm der Korreſpondenz des ſernen Oſtens
vom 5. hat Tangſchaoji der Nankinger Volksvertretung
als die nächſten Aufgaben der Regierung die folgenden
drei geſtellt: 1. Die Anerkennung der chineſiſchen
Repu=
blik durch die Mächte. 2. Die Anleihefrage. 3. Die
Ver=
abſchiedung der Truppen. Als die ſchwierigſte hat er
da=
bei die Anleihefrage bezeichnet. Er bemüht ſich, die
bei=
den ſtreitenden Gruppen, die der Viermächte=Banken und
die belgiſch=engliſch=ruſſiſche miteinander zu verföhnen.
Dieſem Zweck dient auch der folgende durch ein Pekinger
Telegramm vom 5. übermittelte Vorſchlag über die
Tientſiner Konzeſſionen. Die meiſten Mächte beſitzen in
Tientſin Konzeſſionen, auf denen ſie die Polizeigewalt
ausüben und Truppen unterhalten. Sie dienen ihren
Landesangehörigen im Falle von Unruhen auch als
Zufluchtsſtätten. Man will durch die chineſiſche
Regie=
rung das Konzeſſionsgebiet zugunſten der Belgier
ver=
größern laſſen. Bei den Boxerunruhen 1900 hat der
bel=
giſche Konſul ein nicht ſehr ausgedehntes Gelände im
Namen Belgiens als belgiſche Konzeſſion in Beſitz
ge=
nommen. Die Grenzen dieſes Gebietes ſind zwiſchen
Belgien und China ſtreitig. Es würde jetzt den
belgi=
ſchen Wünſchen entſprechend erweitert werden. Das
wäre eine Entſchädigung für den Fall, daß die
belgiſch=
engliſch=ruſſiſche Anleihe für ungültig erklärt würde. Die
Verhandlungen darüber ſind wie die über die
belgiſch=
ruſſiſche Anleihe überhaupt von Rußland geführt
wor=
den. Rußland hat dabei die Vereinigung der Viermächte=
Gruppe mit der belgiſch=engliſch=ruſſiſchen Gruppe
vor=
geſchlagen. Dieſe Gruppe erhielt dann ein Sechſtel des
bei der Erweiterung der Viermächte= zu einer
Sochs=
mächte=Gruppe Rußland zuſtehenden Sechſtels. Man
glaubt aber nicht, daß ſich die belgiſchen und engliſchen
Teilnehmer der Gruppe und der Staat Belgien mit
die=
ſen Zugeſtändniſſen zufrieden geben.
* Die katholiſche Geiſtlichkeit und die
Politik. Das Berliner Tageblatt erfährt aus
angeb=
lich gut informierter Quelle, daß demnächſt ein
Hand=
ſchreiben Pius X. an die deutſchen Biſchöfe
erſchei=
nen ſoll, wodurch allen Welt= und Ordensgeiſtlichen das
öffentliche Auftreten in politiſchen
Ver=
ſammlungen irgendwelcher Art unter Strafe einer
Zenſur verboten wird, desgleichen die Teilnahme an
ſol=
chen Verſammlungen. Das Auftreten der Geiſtlichen in
ſozialer Hinſicht, in Arbeitergeſellenvereinen uſw. wird
nicht unterſagt. Die Meldung bedarf der Beſtätigung.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. April.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin empfingen am Samstag mittag 12 Uhr im
Neuen Palais Frau Oberbürgermeiſter Köhler aus
Worms und hierauf Freiin Sophie von Follenius. —
Die Großherzoglichen Herrſchaften beſuchten am Sonntaa
vormittag den Gottesdienſt in der Hofkirche. — Prinz
und Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen nebſt Prinzen=
Söhnen, ſowie Prinz Alexander von Griechenland
trafen am Sonntag 1.03. Uhr im Neuen Palais ein,
ahmen an der Frühſtückstafel teil und reiſten um
5.46 Uhr wieder ab; ferner nahmen an der
Frühſtücks=
tafel teil: Prinzeſſin Franz Joſeph von Battenberg und
Prinz. Victor zu Erbach=Schönberg. — Nachmittags
2.30 Uhr begaben ſich die Großherzoglichen Herrſchaften
mit den hier zu Beſuch weilenden Gäſten im Auto nach
Schloß Kranichſtein und nahmen daſelbſt den Tee. —
Prinz Alexander von Griechenland iſt am Montag
vor=
mittag 10.03 Uhr im Neuen Palais eingetroffen und
nachmittags 5.46 Uhr wieder abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen wurden den Lehrern Jakob Guſtav
Arnold zu Volxheim, Kreis Alzey, Karl Joſeph
Kinsberger zu Dalheim, Kreis Oppenheim, dem
Reallehrer Georg Klimm zu Gernsheim, den
Schul=
amtsaſpiranten Emil Adelberger aus Fürfeld, Kreis
Alzey, Julius Reiber aus Gießen, Georg Rögler
aus Kaiſerslautern, Ludwig Nikolaus Schmitt aus
Finthen, Kreis Mainz, Jakob Wirth aus Pleitersheim,
Kreis Alzey, Albert Zimmermann aus Ilbenſtadt,
Kreis Friedberg, Lehrerſtellen an der Volksſchule zu
Mainz; den Schulamtsaſpirantinnen Maria
Eich=
mann, Maria Hartleb und Maria Kottmaier
aus Mainz, Eliſabeth Wittich aus Darmſtadt,
Margareta Zimmermann aus Mainz Lehrerinſtellen
an der Volksſchule zu Mainz; dem Lehrer Karl Stockert
in Gras=Ellenbach, Kreis Heppenheim, eine Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Viernheim, in demſelben Kreiſe;
dem Lehrer Georg Bürſtlein zu Rabertshauſen,
Kreis Gießen, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Hungen, in demſelben Kreiſe; der Schulamtsaſpirantin
Luiſe Claß aus Blödesheim, Kreis Worms, eine
Lehrerinſtelle an der Gemeindeſchule zu Oſthofen, in
demſelben Kreiſe.
* Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs Jatob Schäfer VIII.
und Julius Mannheimer zu König, Kreis Erbach.
* Ernannt wurde Johannes Theiß aus Elpenrod
zum Oberaufſeher und Verwalter im Kurhaus der
Bade=
anſtalt Bad Nauheim.
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Kaiſerlichen
Poſtſekretär Georg Wolf in Bangkok die Erlaubnis zur
Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj.
dem König von Siam verliehenen Offizierkreuzes des
ſiameſiſchen Weißen Elefanten=Ordens, der Rachamongol
Medaille, der Rachamangkala Medaille und der Borom
Rachapiſek Medaille erteilt.
* Großh. Hoftheater. In der heutigen Vorſtellung
der „Räuber” ſpielt Herr Weſtermann erſtmalig die
Rolle des Franz Moor.
(*) Von der Kriegerkameradſchaft Haſſia. Die
„Haſſia” umfaßt laut Jahresbericht jetzt 970 Krieger= und
Militärvereine mit faſt 70000 Mitgliedern. Im
abge=
laufenen Verbandsjahr traten 8 Vereine und 1408
Mit=
glieder bei. Die Haſſia verfügt über ein Verbands= und
Stiftungsvermögen von 285310 Mark, gegen das Vorjahr
ein Mehr von 21406 Mark, die Kriegervereine dagegen
haben ein Kapitalvermögen von 647300 Mark und einen
Inventarwert von 502300 Mark. Die Verbandszeitung,
Heſſiſcher Kamerad, erſcheint jetzt in einer Auflage von
12 100 Stück, doch betrug der Minusertrag noch 343 Mark.
Die Zahl der Leſer iſt ſtets im Steigen begriffen. Die
Haſſiaſterbekaſſe hat 19523 Perſonen mit 5 Millionen Mark
verſichert. Sterbegelder wurden in dem kaum
vier=
jährigen Beſtehen 70157 Mark ausbezahlt, davon 1911 in
178 Fällen 24710 Mark. Die Haſſia hatte einen
Gewinn=
anteil von 5415 Mark. Sehr intereſſant iſt es, daß
anläß=
lich des 40jährigen Reichsjubiläums 232
Ge=
meinden und Vereine die Veteranen von 1870/71 durch
Ehrentafeln und Geldſpenden ehrten. Ehrentafeln
wur=
den ſeitens des Verbandes an 7 Vereine und 71
Kame=
raden verliehen. Eine Anzahl ſehr verdienter
Kame=
raden erhielten ſilberne und bronzene Denkmünzen.
8 Vereine erhielten die Erlaubnis zur Führung des Großh.
Wappens in ihren Fahnen, 15 Vereinen wurde die
Kaiſer=
ſchleife verliehen. An die Vereine wurden von der
Mili=
tärverwaltung 395 Gewehre und 120340 Patronen
abge=
geben. Das Scheibenſchießen kommt bei den Vereinen
immer mehr zur Einführung. In 1911 wurden 360
Vor=
träge gehalten und dafür rund 3500 Mark ausgegeben.
Im Vortragsweſen iſt die Haſſia für andere Verbände ein
Vorbild. Das Unterſtützungsweſen zeigt, daß 637 Geſuche
bewilligt und vom Verband 15650 Mark ausgezahlt
wur=
den, die Vereine unterſtützten ihre Mitglieder mit 50 732
Mark; ſeit Beſtehen der Vereine wurden an
Unterſtütz=
ungen 1050750 Mark ausgezahlt. Die
Waiſenunterſtütz=
ung aus der Ernſt Ludwig=Stiftung betrug an 323
Waiſen 3230 Mark. Der Haſſiakalender wurde in etwa
55000 Exemplaren geleſen, die Haſſia erhielt einen
Ge=
winnanteil von 7344 Mark. Das Sammelweſen hat ſich
wiederum gehoben, es ergab eine Einnahme von 6815
Mark. Die Providentia” zahlte an die Haſſia laut
Ver=
trag 25060 Mark, in den 32 Vertragsjahren beträgt dieſe
Zahl 403000 Mark. Von der Zürich” erhielt die Kaſſe
5704 Mark. Der Schatzmeiſter der Haſſia, Hauptmann
Waldecker, blickt auf ſeine 25jährige Amtstätigkeit zurück.
Die Haſſia hat ſich auch der Jung=Deutſchland=Bewegung
angenommen und dafür 1000 Mark in den Voranſchlag
eingeſtellt. Der Landesverband gehört dem „
Kyffhäuſer=
bund” an, der eine Geſamtſtärke von 30650 deutſchen
Kriegervereinen und 2700800 Mitgliedern hat. Die
diesjährige Hauptverſammlung der Haſſia
findet am 16. Juni 1912 in Nieder=Olm ſtatt.
* Die akademiſchen Volksunterrichtskurſe haben
ſich in dieſem Semeſter als Abteilung an die
Organi=
ſation der Nichtinkorporierten, an die Freie
Studenten=
ſchaft, angegliedert. Dieſer Schritt bedeutet lediglich
eine Anpaſſung an die vorliegenden Zuſtände; denn ſeit
dem Beſtehen der Kurſe hatten ſich nur nichtinkorporierte
Studenten als Lehrkräfte gemeldet. Der Unterricht
wird in der gleichen Weiſe wie früher erteilt werden; die
Lehrpläne für das kommende Halbjahr werden nächſtens
in den Zeitungen und durch Plakate bekannt gegeben. —
Im Winterhalbjahr 1911/12 wurden 8 Kurſe abgehalten:
3 Deutſchkurſus, 3 Rechenkurſus, 1 Stenographiekurſus,
1 Geogrophiekurs. Der Unterricht wurde abends von 8½
bis 10 Uhr erteilt; jeder Kurs umfaßte etwa 15
Unter=
richtsabende. Oeffentliche Führungen wurden
veran=
ſtaltet: durch die Hochſchulzentrale, die
Antialkoholaus=
ſtellung, das Städtiſche Schlachthaus und das Städtiſche
Gaswerk; die durchſchnittliche Teilnehmerzahl betrug
etwa 60. Herr Th. Gengnagel zeigte den Hörern an
zwei Sonntagen die Gemäldeſammlung des
Landes=
muſeums. Die Zahl der Teilnehmer an den Kurſen
be=
trug 83, ſowie eine Teilnehmerin. 37 Teilnehmer nahmen
an mehr als einem Kurſus teil; die Geſamtzahl der
An=
meldungen betrug 131.
Einzahlungen bei der Großh. Bezirkskaſſe
Darm=
ſtadt. Mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums der
Finanzen iſt beſtimmt, daß bei Einzahlungen auf
das Poſtſcheckkonto der Großh. Bezirkskaſſe
mit=
tels Zahlkarte anſtatt der ſeitherigen Gebühr von 5 Pfg.
für je 500 Mark oder einen Teil dieſer Summe künftig
von dem Schuldner eine Gebühr von 10 Pfg. mit
einzu=
zahlen iſt.
nn: Dem Landeslehrerverein und der Ludwig=
und Alice=Stiftung wurde von der Berliner
Lebens=
verſicherungs=Geſellſchaft für das Jahr 1911 eine
Boni=
fikation von 1860 Mk. 96 Pf. zugewieſen. Dieſer
Be=
trag ſetzt ſich zuſammen aus 2% Prämienrabatt aus
allen Lehrerverſicherungen und 2% Abſchlußvergütung
von den im abgelaufenen Jahr der Geſellſchaft durch
heſſiſche Lehrer zugewieſenen Verſicherungen aus anderen
Berufskreiſen. Der Zugang im Jahre 1911 beziffert
ſich auf 38 Verſicherungen von Lehrern mit einem
Ver=
ſicherungskapital von 144000 Mk. und 19 Verſicherungen
von Nichtlehrern mit 106000 Mk. Der Hauptteil der
Verſicherungen entfällt auf die Provinzen Starkenburg
und Rheinheſſen, während Oberheſſen ſechs neue
Ver=
ſicherungen aufweiſt. Die Geſamtſumme der von der
Berliner Geſellſchaft an die Kaſſen des
Landeslehrer=
vereins bis jetzt ausgezahlten Bonifikationen beträgt
32 494 Mk., die faſt ſämtlich für die Wohlfahrtsaufgaben
des Vereins Verwendung fanden.
* Geſellenprüfungen. Auf Veranlaſſung der Heſſ.
Handwerkskammer fand geſtern vormittag im
Fürſtenſaal dahier eine Verſammlung der
beteilig=
ten Kreiſe über die Durchführung der
Geſellen=
prüfungen im Großhezrogtum Heſſen ſtatt. Der Zweck
der Verſammlung war, eine Ausſprache über die im Laufe
der Jahre geſammelten Erfahrungen herbeizuführen,
etwaige Wünſche auf Aenderung oder Verbeſſerung des
Prüfungsweſens zu hören und an Ort und Stelle einer
eingehenden Beſprechung zu unterziehen. Anweſend
waren von ſeiten der Handwerkskammer die
Vorſtands=
mitglieder Falk=Mainz, Rockel=, Lautz= und
Sa=
mes=Darmſtadt und Syndikus Engelbach=
Darm=
ſtadt, die Vorſitzenden der Ortsgewerbevereine,
Innun=
gen, Geſellenprüfungsausſchüſſe, ſowie zahlreiche, ſich
ebenfalls für die Prüfungsfrage interaſſierende
Per=
ſonen. Nach Begrüßung der Verſammlung durch
Ge=
werberat Falk leitete Syndikus Engelbach mit einem
kurzen Referat über das Prüfungsweſen die
Verhand=
lungen ein. Er beſprach die Frage der Zulaſſung zu den
Prüfungen, die Abgrenzung der Bezirke, die Prüfungen
der in Großbetrieben ausgebildeten Lehrlinge, die
Tä=
tigkeit und Aufgaben der Beiſitzer, die Bewertung der
Geſellenſtücke, insbeſondere auch die Bewertung der
theo=
retiſchen Prüfung uſw. Eine anregende Ausſprache
er=
gab eine Klärung mancher Fragen, ſodaß mit der
Ver=
ſammlung ſelbſt der Zweck der Ausſprache vollkommen
erreicht wurde. Die Verhandlungen hatten einen
anre=
genden Verlauf genommen. Der Fürſtenſaal war bis
zum letzten Platz beſetzt.
* Heſſenbund=Landesbundesfeſt. Man ſchreibt
uns: Der Heſſenbund (ev. Jünglingsbund für das
Großherzogtum Heſſen) gedenkt am Sonntag, den 5. Mai,
das Landesbundesfeſt in Groß=Gerau zu feiern. Dem
Verband ſind zurzeit 26 Vereine mit 1222 Mitgliedern
angeſchloſſen. Der Tag wird durch Choralblaſen des
Groß=Gerauer Poſaunenchors eingeleitet, dem ſich präzis
10 Uhr ein feierlicher Feſtaottesdienſt anſchließt, wobei
vier der beſten Poſaunenchöre in Heſſen (Arheilgen,
Darmſtadt „Wartburg”, Mainz „Wartburg” und Groß=
Gerau mitwirken. Die Feſtprogramme werden am Ein=
Kleiderreform im Reich der Mitte.
C) Der europäiſchen Kleiderinduſtrie
winken im nauen China goldene Berge; mit dem
Zopfe beginnt die chineſiſche Tracht zu fallen,
unaufhalt=
ſam ſchreitet die Kleiderreform vorwärts. Sie hat nicht
geſtern begonnen, ſie wird nicht morgen beendet ſein; die
politiſche Umwälzung wird ihr Tempo gewiß
beſchleu=
nigen, aber bis ganz China ſeinen Zopf ablegt und die
Tracht Europas annimmt, wird noch viel Waſſer den
gelben Strom hinablaufen. Es ſind nicht praktiſche
Ge=
ſichtspunkte allein, die die Kleiderreform im Reiche der
Mitte vorantreiben; der in Peking weilende britiſche
Korreſpondent Putnam Weale gibt einen intereſſanten
Einblick in die äſthetiſchen und pſychologiſchen Momente,
die als treibende Faktoren bei dieſer Evolution der Mode
im fernen Oſten mitwirken.
Schon der Mandſchu=Rock, der die
Ming=
koſtüme verdrängte, nähert ſich in mancher Beziehung
der europäiſchen Kleidung, die Beinkleider ſind enger
ge=
worden, die langen Röcke zu kurzen Jacketts. Mit dem
Eindringen neuer Ideen, die jetzt in den politiſchen
Um=
wälzungen Tatſachenwert erhalten haben, begann der
Angriff auf den Zopf. Für die vielen Tauſende, die
die=
ſen falſchen oder echten Haarſchmuck opferten, ergab ſich
ein merkwürdiges Problem. Man verſuche, den Zopf
abzuſchneiden und das im Grunde ſehr bequeme und
praktiſche chineſiſche Gewand beizubehalten: es geht nicht,
irgend etwas klingt nicht zuſammen. Das fühlt nicht nur
der Europäer, das ſieht auch das Auge des Chineſen.
der zopfloſe Chineſe iſt abſurd, er fühlt das inſtinktiv und
er beginnt zu experimentieren. Das erſte, was er von
Europa annimmt, iſt die Kopfbedeckung. Der Chineſe
folgt damit dem Beiſpiel Japans, wo noch heute
Millio=
nen von Menſchen den maleriſchen Kimono tragen und
dazu einen europäiſchen Hut. Der Chineſe will gern
etwas Weiches auf dem Kopfe haben, eine Tuchmütze,
weichen Filz; und damit beginnt die Europäiſierung.
Hat er ſeinen Hut gefunden, ſo blickt er auf die Füße,
ſieht die merkwürdige bootförmige Fußbekleidung aus
Stoff, die ſehr bequem iſt und doch unausgeſetzt der
Pflege bedarf, weil ſie ſo leicht zerreißt. Was tun? Das
Ende iſt faſt ausnahmslos der Ankauf eines Paar
ſchlech=
ter häßlicher japaniſcher Lederſchuhe, die nur einen
Vor=
zug haben: den der großen Billigkeit. Er zahlt für dieſe
Schuhe vier, fünf, vielleicht gar ſechs Schilling, während
ſeine Stoffſchuhe ihm früher nur zwei koſteten; aber wie
ſchlecht die japaniſchen Schuhe auch ſind: ſie halten
zwölf=
mal ſo lange als die Stoffſchuhe. Hier liegt bereits eine
gewaltige Möglichkeit für die europäiſche Induſtrie: mit
billigem Schuhwerk wären in China ungezählte
Millio=
nen umzuſetzen. Dem Hute und den Schuhen folgen
dann langſam, aber unwiderſtehlich, die europäiſche Wäſche
und der europäiſche Anzug. Pſychologiſche Momente ſpielen
eine große Rolle. Man hat die Ueberlegenheit der
Frem=
den kennen gelernt, hat an nationaler Selbſtachtung
ein=
gebüßt, fühlt ſich von den Europäern über die Achſel
an=
geſehen und möchte ſich rehabilitieren, nicht vor ihnen,
ſondern auch vor ſich ſelbſt. Der Weg, der dabei die Form
dem Inhalt voraufgehen läßt, mag zunächſt vielleicht
kind=
lich erſcheinen; aber er iſt menſchlich verſtändlich und wird
darum von allen betreten.
Weale erzählt von einem ihm perſönlich bekannten
chineſiſchen Advokaten, der jetzt in Peking eine große
Stellung bekleidet. Er hat in London ſtudiert, ſeinen
Doktor gemacht, ſeinen Zopf geopfert; doch als er
heim=
kehrte, legte er wieder heimiſche Tracht an und ſchmückte
ſein Haupt mit einem falſchen Zopf. Heute iſt er ein
Prophet moderner Kleiderreform. Er erzählte mir
wörtlich, daß er, wenn er in europäiſchen Niederlaſſungen
Chinas im chineſiſchen Gewande umherging, an hunderk
kleinen Einzelheiten fühlte, daß Männer und Frauen auf
ihn herabſahen und ihn als etwas Untergeordnetes
be=
handelten. Er ging nach Hauſe, zog ſich ſeinen enaliſchen
Anzug an, unternahm von neuem den gleichen
Spazier=
gang, begegnete denſelben Leuten und verſpürte ſofort,
daß der Grund jenes herablaſſenden Weſens nicht
Raſſen=
unterſchied war. Er wurde nicht länger beiſeite geſtoßen,
er wurde als Gleichberechtigter angeſehen. Die Frage
birgt intereſſante pſychologiſche Rätſel, deren Wirkung
jetzt überall fühlbar wird. Denn jeder aufgeklärte moderne
Chineſe, der früher noch ſein Heimatskleid trug, ſtrebt
jetzt zur europäiſchen Kleidung: ſie wird ihm zu einem
Symbol, zu einem Mittel zur Erhöhung der Selbſtachtung,
zu einem Wahrzeichen moderner Geſinnung und
moder=
ner Kultur. Hier liegen auch die gewaltigen
Möglich=
keiten für die europäiſche Kleiderinduſtrie. Die Japaner
haben den Weg ſchon beſchritten: ihre Webereien in Oſaka
vermögen die Fülle der Aufträge auf Tuchmützen für
China nicht mehr zu bewältigen und arbeiten ſeit
Mo=
naten mit Ueberſtunden. Und nun ſchicken ſich
weit=
blickende engliſche Induſtrielle an, demnächſt in Shanghat
große Warenhäuſer für billige europäiſche Kleidung zu
errichten, um ihrer heimiſchen Induſtrie im neuen China
den erſten Platz zu erobern.
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 3.
gang zum Gottesdienſt ausgegeben. Ein
Promenaden=
konzert der vereinigten Poſaunenchöre auf dem
Markt=
platz, Kampf= und Wettſpiele, Schauturnen uſw. werden
auch den Fernerſtehenden zeigen, daß es ſich auch in einem
chriſtlichen Verein junger Männer leben läßt, ohne daß
man dadurch zum Kopfhänger wird, unter welch' irriger
Anſchauung auch heute noch viele leiden. Eine
Bundes=
verſammlung mit Anſprachen, gemeinſamen Geſängen
uſw. wird den Tag würdig beſchließen.
* Das Jubiläum von Fräulein Minna Geiß
nahm, entſprechend den Sympathien, die ſie in weiten
Kreiſen genießt, einen ſehr ſchönen Verlauf. Herr
Ge=
heimerat Römheld überreichte die vom Großherzog
verliehene ſilberne Verdienſtmedaille des
Ludewigs=
ordens. Von der Firma E. L. Vietor wurde Frl. Geiß
zur Prokuriſtin ernannt, von den Chefs und dem
Per=
ſonal erhielt ſie wertvolle ſinnige Geſchenke, aus dem
Kunden=, Freunden= und Bekanntenkreiſe eine Fülle von
Blumen, Telegrammen, Kartengrüßen und Gedichten.
* Zum Volksliederabend Elſa Laura von
Wol=
zogen ſchreibt man uns noch: Für die Beſucher des
internationalen Volksliederabends der Baronin Elſa
Laura von Wolzogen dürfte es von Intereſſe ſein, zu
erfahren, daß im Verlag von Friedrich Hofmeiſter in
Leipzig ihre Lieder geſammelt unter dem Titel „Meine
Lieder zur Laute (4 Bände) erſchienen und durch
ſämt=
liche Muſikalienhandlungen zu beziehen ſind. Das
Per=
zinaharfenklavier, das von Frl. Wilhelmine Heiß
ge=
ſpielt wird, iſt von der Firma Karl Arnold zur
Ver=
fügung geſtellt worden.
* Stenographie. Morgen abend 8½ Uhr eröffnet
der Gabelsberger Stenographenverein 1861 in der
Ballon=
ſchule einen Kurſus für Anfänger in Stenographie. Hier
iſt Gelegenheit geboten, die Stenographie, dieſes
ge=
wichtige Hilfsmittel im heutigen Erwerbsleben, und zwar
inicht allein im kaufmänniſchem, ſondern in allen
ſchreibenden Berufsarten, zu erlernen. Die ſtändige
Nachfrage nach ſtenographiekundigen Kräften iſt zur
Genüge Beweis für die Bedeutung, welche der
Steno=
graphie in unſerer Zeit beigemeſſen wird. (Näheres iſt
aus der heutigen Anzeige erſichtlich).
* Gartenbauverein Darmſtadt. Wie im
Anzeigen=
ſteil zu erſehen iſt, findet am nächſten Donnerstag abend
eine Hauptverſammlung ſtatt. Bei dieſer Gelegenheit
wird Herr Kontre=Admiral z. D. Weſtphal unter
Be=
nutzung von Lichtbildern über das Thema ſprechen:
„Unſere Flotte und das Leben an Bord‟
* Beſitzwechſel. Bei dem Großh. Ortsgericht
Darm=
ſtadt I wurden im Monat März 1912 Kaufverträge
abge=
ſchloſſen: 5 unbebaute Grundſtücke mit einem Kaufpreis von
114815 Mark, 5 Stück bebaute mit einem Kaufpreis von
206850 Mark, insgeſamt 321665 Mark.
Das Reſidenztheater am Weißen Turm bringt
von heute ab ein Rieſenprogramm mit
abwechſelungs=
greichen Dramen, humoriſtiſcher Aufführungen und
Natur=
bilder. Das ſpannende amerikaniſche Drama „Die
Tochter des Meſtizen” führt in das Innere Amerikas
mit glänzenden Aufnahmen. Im übrigen wird auf die
Anzeigen aufmerkſam gemacht.
§ Unfall. Am Samstag abend gegen 9 Uhr ging eine
in der Großen Ochſengaſſe wohnhafte ältere Frau mit einer
brennenden Lampe in den Keller. Sie verfehlte beim
Hinuntergehen einen Treppentritt und ſtürzte in den
Keller. Hierbei ging die Lampe entzwei, das
Petroleum goß ſich über die Kleider der Frau, welche in
Brand geriet en und hierdurch die Frau Brandwunden
erlitt. Auch die ſofort hinzugekommenen Töchter der Frau,
welche Hilfe leiſteten, trugen einige Brandwunden an
Armen und Händen davon.
§ Schlägereien. In der Nacht von Samstag auf
Sonntag fand in der Obergaſſe zwiſchen einem
Durch=
reiſenden und vier Unbekannten eine Schlägerei ſtatt.
Hierbei wurde der Durchreiſende am Kopfe verletzt und
mußte durch die Sanitätswache in das Städtiſche
Kranken=
haus verbracht werden. — In der Nacht von Sonntag
auf Montag entſtand in der Ernſt=Ludwigſtraße eine
Schlägerei, wobei ein Mann und ein in ſeiner
Be=
gleitung befindlicher Musketier des Infanterie=Regiments
Nr. 117 Verletzungen davontrugen. Dem Soldat wurde
auf dem Polizeirevier ein Notverband angelegt.
§ Bewußtlos aufgefunden. In der Nacht vom
Samstag auf Sonntag wurde in der Landgraf=Philipp=
Anlage ein junger Kaufmann in bewußtloſem Zuſtande
aufgefunden. Er wurde durch die Sanitätswache in das
Städtiſche Krankenhaus verbracht.
§ Zimmerbrand. In dem Hauſe Schloßgartenſtraße
Nr. 41 iſt am Montag vormittag kurz nach 9 Uhr
ein Zimmerbrand entſtanden, wobei verſchiedenes
Bettzeug verbrannte. Das Feuer wurde durch die
her=
beigerufene Feuerwehrwache alsbald wieder gelöſcht.
* Jugenheim, 9. April. Durch eine umſtürzende
Mauer erlitt geſtern der Referendar Bowald aus
Oberurſel tödliche innere Verletzungen. Er hatte die
Mauer erſtiegen, um ein Grabmal zu beſichtigen, wobei
die altersſchwache Wand einſtürzte und ihn unter ſich
begrub. Er wurde nach dem Darmſtädter Städtiſchen
Krankenhauſe transportiert, wo er noch in der Nacht
ſei=
nen ſchweren Verletzungen erlag.
A Aus dem ſüdlichen Odenwalde, 8. April. Der
Oſterverkehr war heuer lebhafter, als in den
letz=
ten Jahren. Beſonders die Jugend hat die Wanderluſt
gepackt; Männlein und Fräulein ziehen mit Stock und
Ruckſack unter Geſang und Zupfgeigenklang munter
da=
hin. Die „Wandervögel” ſtärkte der ſelbſtgebraute
Kaffee, nachdem der gaſtliche Heuboden ihnen Ruheſtatt
war. — Daß dem winterlichen Anfang der erſten
April=
woche ein ſo ſchönes Frühlingsende folgte, hoffte man
nicht. Wie immer, hat der April ſeine Muſterkarte
vor=
gelegt: Schnee, Regen, Sturm, Sonnenſchein. Noch mehr
als ſonſt macht er diesmal ſeinem Namen Ehre. Aperine
— öffne dich; er iſt der Monat, in dem ſich die Erde
wie=
der zu neuem Leben öffnet. Und ſie hat ſich ſchon auf den
rauhen Höhen geöffnet: alle Bäume und Sträucher
knoſpen und treiben Laub und ſogar ſchon Blüten, überall
grünt es.
O. Groß=Gerau, 8. April. Ein blutiger
Ueber=
fall ereignete ſich in der Nacht zum zweiten Feiertag,
als der Rangierer Riemaſch aus einer Wirtſchaft
aus=
getreten war. Drei Perſonen, darunter eine aus
Weiter=
ſtadt und ein Eiſenbahner, ſchlugen auf ihn ein und
rich=
teten ihn derart zu, daß er ſich bei Dr. Hoffmann
ver=
nähen und verbinden laſſen mußte. Anzeige iſt erſtattet.
Koſtheim, 8. April. Geſtern nachmittag unternahm
der Kranenführer Joſef Boller eine Spazierfahrt auf dem
Main. Gleich an der Schleuſe ſchlug der Nachen infolge
des Sturmes um und der 15jährige Sohn des Joſef
Boller ertrank. Der Vater und der andere Sohn
konnten ſich an dem Nachen retten. Die Leiche wurde
ſpäter geländet.
Worms, 9. April. Durch das Umfallen einer
Stea=
rinkerze, die das Kinderbettchen in Brand ſteckte, erlitt
ein 9 Monate altes Kind in Neuhauſen derartige
Brandwunden, daß es kurze Zeit darauf ſtarb.
— Nachdem erſt vor kaum einem Jahre die
Dachpappen=
fabrik von Philipp Weickel, das ſog. Weinsheimer
Zollhaus, faſt vollſtändig niedergebrannt iſt, wurde
Samstag abend das neu erbaute Fabrikgebäude wieder
ein Raub der Flammen. Das Feuer wurde gegen
7 Uhr entdeckt und bald waren die Weinsheimer Wehr,
die Löſchſektion Worms und die Feuerwehr der Firma
Cornelius Heyl zur Stelle und ihren vereinten
Anſtren=
gungen gelang es ſchließlich, des Feuers Herr zu
wer=
den, das an den Teerprodukten reichlich Nahrung fand.
Der Materialſchaden iſt bedeutend, doch durch
Verſiche=
rung gedeckt. — Der größte Teil der Arbeiter des
Dach=
pappenwerkes befindet ſich wegen Lohndifferenzen ſeit
Mittwoch im Ausſtand.
Guntersblum, 9. April. In der Mühle der Firma
Gebr. Prizybilla wurde eingebrochen und
mehrere Säcke Mehl geſtohlen. Ein Polizeihund
aus Worms wurde geholt und verfolgte ſofort die Spur.
Sie führte in das Haus des Müllers Johann Popp. Da
der Geſtellte leugnete wurde zur Sicherheit die Suche
wiederholt mit demſelbon Erfolg. Da der Müller immer
noch leugnete, wurde Hausſuchung gehalten und dabei
wurden denn auch die Säcke mit dem Aufdruck „Gebr
Prizpbilla” gefunden, ebenſo das geſtohlene Mehl.
Alzey, 9. April. Am Samstag vormittag zwiſchen
10 und 11 Uhr drang aus der im dritten Stock des
Meſſingerſchen Hauſes in der Ochslergaſſe gelegenen
Woh=
nung des Arbeiters Heinrich Dauſcher dichter Qualm.
Als mehrere Leute ſich nach der Urſache des Rauches
er=
kundigen wollten, fanden ſie die Zimmertüre verſchloſſen,
worauf der Sohn des Metzgers Meſſinger die Türe
ge=
waltſam einſchlug. Nachdem der Rauch ſich etwas
ver=
zogen hatte, bot ſich den Eingetretenen ein fürchterlicher
Anblick. In der Vorderſtube lag ein dreijähriger Junge
in halberſticktem Zuſtande, der raſch ins Freie geſchafft
wurde. Im Hinterzimmer ſtand ein brennendes
Bett und darin lagen zwei Kinder im Alter von 1 und
2 Jahren. Mit Todesverachtung holten die Männer
die beiden ſchon ſtark durch Brandwunden verletzten
Kin=
der aus den Flammen und löſchten das Feuer. Die
Kin=
der wurden in das Kreiskrankenhaus verbracht. Das eine
Kind iſt derart am Unterkeib verbrannt, daß deſſen Tod
bald eintreten dürfte, das andere Kind erlitt ebenfalls
ſchwere Brandwunden. Die Eheleute Dauſcher waren laut
Alz. Ztg. auf ihrer Arbeitsſtelle und die Kinder ohne
Aufſicht zu Hauſe. Man vermutet, daß der dreijährige
Junge das Bett mit einem Streichhölzchen in Brand
ge=
ſetzt hat. — Seine Gläubiger befriedigt hat
der von hier nach Kreuznach verſetzte Rangiermeiſter. Er
erhielt nicht hier, ſondern in Kreuznach ſein Gehalt aus=
gezahlt, worauf er ſofort ſeine Rechnungen, ſoweit es ihm
möglich war, beglich.
Friedberg, 8. April. Die Eiſenbahndirektion zu
Frankfurt a. M. hat auf die Ergreifung eines
Unbekann=
ten, der vor kurzem auf dar Eiſenbahnſtrecke Friedberg-
Homburg v. d. H. ein Feldbahngleis auf die
Schienen gelegt und dadurch einen Bahntransport
ge=
fährdete, eine Belohnung von 500 Mark ausgeſetzt.
Bad Nauheim, 9. April. Wie nunmehr feſtſteht, trifft
die Kaiſerin am Mittwoch früh 8 Uhr 15. Minuten
im Sonderzug auf dem hieſigen Bahnhof ein. Das
Ge=
päck und die Wagen ſind bereits vor einigen Tagen hier
angekommen und in Louiſa untergebracht. — In den
Oſtertagen war unſere Stadt das Ziel von vielen
Tau=
ſenden, die die geſchmückten Straßen und das
Sanato=
rium Groedel in Augenſchein nahmen. Als eine Folge
des hohen Beſuches, der etwa 8 Wochen dauern wird,
dürfte die erhebliche Steigerung der Kurfrequenz in den
letzten Tagen anzuſehen ſein. Die Zahl der Kurgäſte hat
das erſte Tauſend gleich überſchritten. Faſt alle Hotels
haben ihren Betrieb ſchon wieder aufgenommen.
Hochwaldhauſen, 9. April. Man ſchreibt uns:
Nachdem die Gemeinde Grund und Boden ſozuſagen
koſtenfrei dargeboten und den Kauf weiteren Geländes
(zirka 75000 Quadratmeter — 30 Morgen) zu billigem
Preis vermittelt hat, gelangt der Plan der Errichtung
einer Erziehungsſchule mit den Zielen des
Real=
gymnaſiums bezw. der Oberrealſchule zur
Verwirklich=
ung. Die Schule wird den Namen „Dürerſchule
Hoch=
waldhauſen” führen und lehnt ſich an die von Dr. Liez
begründeten deutſchen Landerziehungsheime an; eine
Reihe vornehmer Perſönlichkeiten ſind Patrone und
Stifter dieſer Anſtalt, die ſchon im Monat Mai in
provi=
ſoriſchen Räumen ihre Tätigkeit in den unteren Klaſſen
aufnimmt. Es handelt ſich bei dieſer Anſtalt nicht nur
um die Vermittelung geiſtigen Wiſſens, ſondern um volle
Erziehung zum Leben und dies in möglichſter Freiheit;
Lehrer und Schüler bilden eine Familie, in der treue
Ka=
meradſchaft herrſcht und einer den anderen zu den
höch=
ſten Leiſtungen anſpornt. Zielbewußte Arbeit wechſelt
mit Spiel und Sport, für die körperlichen Bedürfniſſe
vird auf das Beſte geſorgt, die Pflege der Hygiene ſteht
mit in erſter Linie und wird durch den Anſtaltsarzt
über=
wacht. Die Wahl fiel auf den Höhenluftkurort
Hochwald=
hauſen wegen deſſen herrlicher landſchaftlicher Lage,
ſo=
wie wegen der reinen, belebenden Waldluft des
Vogels=
gebirges, deſſen Waſſerreichtum zugleich einen Vorzug
bildet.
Lauterbach, 9. April. Der für die beſſere Ausbildung
und für die Fortbildung der Privatförſter ſchon ſeit
Jah=
ren lebhaft und erfolgreich tätige Verein für
Pri=
vatforſtbeamte Deutſchlands hält vom 3. bis
29. Juni d. J. einen forſtlichen Lehrgang für
Privat=
förſter in Lauterbach ab. Lauterbach iſt der Sitz der
Verwaltung der reichbegüterten Freiherren Riedeſel zu
Eiſenbach. Der zugehörige Wald hat eine Flächengröße
von 12 550 Hektar, ſtockt teils auf Baſalt, teils auf
Bunt=
ſandſtein und beſteht aus 60 Prozent Laubholz (meiſt
Rotbuche), 21 Prozent Kiefern und 19 Prozent Fichten.
Dieſer Forſt iſt den Teilnehmern an dieſem Lehrgange
zu Unterrichtszwecken geöffnet. Den Waldbegängen ſoll
beſondere Aufmerkſamkeit gewidmet werden. Das Ziel
der Wirtſchaftsführung iſt die Verbilligung der
Produk=
tionskoſten und damit die Steigerung der Reineinnahme.
Die Leitung dieſes forſtlichen Lehrganges liegt in der
Hand des Freiherrlich Riedeſelſchen Forſtrats
Eule=
feld zu Lauterbach, Oberheſſen. Die übrigen
Lehr=
kräfte ſind aus dem Norden und Süden, aus dem Oſten
und Weſten unſeres Vaterlandes gewonnen. Dadurch
iſt Gewähr geleiſtet, daß die mannigfachen Erfahrungen
auf dem Gebiete der Forſtwirtſchaft zum Vortrage
kom=
men. Alles weitere iſt von der Geſchäftsſtelle des
Ver=
eins für Privatforſtbeamte Deutſchlands zu Halenſee=
Berlin, Karlsruher Straße 13, zu erfragen und aus dem
Vereinsblatte Deutſche Forſt=Zeitung in Neudamm zu
erſehen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. April. Das
Reſi=
denztheater, in dem ſeit einigen Wochen das
Zug=
ſtück „Alles für die Firma” gegeben wird, war heute
bend, als ſich das Publikum zur Vorſtellung einfand,
von der Polizei beſetzt, die alle Eingänge bewachte
und niemanden einließ. Um den Beſtimmungen für die
Karwoche zu entgehen, hatte die Direktion der
Auffüh=
rung des Zugſtückes den Charakter einer
Vereinsvorſtel=
lung gegeben und die Billetts unter der Hand vertrieben.
Die Polizei erfuhr davon und vereitelte nun das
Manö=
ver. Im letzten Augenblick genehmigte ſie noch die
Auf=
führung eines Trauerſpiels, auf das aber der weitaus
größte Teil des Publikums verzichtete. — Am
erſten Feiertage, als der Sturm zunahm, kenterten
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 8. April.
Zum erſten Male:
„Der Schmuck der Madonna”,
Oper in drei Akten aus dem neapolitaniſchen Volksleben.
Handlung und Muſik von Ermanno Wolf=Ferrari.
Verſe von C. Zangarini und E. Goliſcani.
W-l. Der italieniſche Komponiſt Wolf=Ferrari, der ſich
vor einigen Jahren durch ſeine elegant gearbeitete,
gra=
ziöſe Rokoko=Oper „Die neugierigen Frauen” bekannt
gemacht hat, iſt jetzt mit einer neuen, auf den ernſten Ton
geſtimmten Oper an die Oeffentlichkeit getreten, die in
kurzer Zeit ihren Weg über alle Bühnen machen dürfte,
denn es iſt eine echte Bühnenoper.
Die Handlung, die wir bei unſeren Leſern als bekannt
vorausſetzen dürfen, führt uns mitten in das
neapolita=
niſche Volksleben hinein, das mit lebhafteſten Farben und
bis in alle Einzelheiten hinein getreu nach dem Leben
geſchildert wird. Der Komponiſt, der ſich als echter
Ken=
ner des Charakters, der Sitten und Gebräuche des
neapo=
litaniſchen Volkes erweiſt, hat für die ganze Handlung
einen ſo peinlich ſorgfältig ausgearbeiteten, mit genauen
ſzeniſchen und bühnentechniſchen Angaben verſehenen
Plan ausgearbeitet, daß er dem Regiſſeur und den
Sän=
gern dadurch ihre Aufgaben erleichtert hat. Auch hierin,
wie in allen anderen Dingen, bekundet ſich ſein
hervor=
ragendes bühnenpraktiſches Verſtändnis. Daß dieHandlung
den halben Erfolg einer Oper ausmacht, bewahrheitet ſich
auch an dieſer Oper, die mit ihren bunt bewegten Szenen
aus dem Volksleben und der Camorra und dem
kirch=
lichen Pomp eine mit ſüdländiſcher Leidenſchaft
geſchil=
derte ſpannende und dramatiſch geſteigerte tragiſche
Lie=
besgeſchichte vereinigt. Iſt es das „ewig Geſtrige” das
uns in der Kunſt langweilt, ſo iſt es andererſeits das
Temperament, ſind es die Vollblutmenſchen mit allen
ihren Vorzügen und Mängeln, die unſer ganzes Intereſſe
in Anſpruch nehmen. Und dies vermag die Oper, an
deren Handlung nichts gemacht und konſtruiert, ſondern
alles natürlich und ſelbſtverſtändlich erſcheint. Auch der
ſcheinbare Widerſpruch zwiſchen Banditentum und
Fröm=
migkeit, der uns bei den Camorriſten entgegentritt und
uns wohl unverſtändlich erſcheinen mag, erklärt ſich aus
dem Charakter und der Erziehung des neapolitaniſchen
Volkes, wobei natürlich nur an eine rein äußerliche
Frömmigkeit zu denken iſt.
Die Muſik ſteht mit der Handlung im Einklang, ſie
paßt ſich ſowohl dem leichten und leidenſchaftlichen
Cha=
rakter der beweglichen Volks= und der wilden
Camorra=
ſzenen, als auch dem feierlich=pomphaften Charakter der
kirchlichen Szenen an und ſteigert ſich in Szenen des
Affektes zu hohem dramatiſchen Schwung und Pathos es
iſt eben echte und rechte Bühnenmuſik. Der Stil der Oper
entfernt ſich wieder — zu ihrem Vorteil — von dem
veri=
ſtiſchen Charakter der Opern Leoncavallos und Puccinis.
der Komponiſt iſt beſtrebt — und darin erblicken wir das
charakteriſtiſche Merkmal und den Hauptvorzug der
Oper —, wieder ſchöne Muſik zu ſchreiben und die Geſetze
der Harmonie auch in den gewagteſten und muſikaliſch
beladenſten Szenen nicht aus dem Auge zu laſſen und ſich
von dem muſikaliſchen Bombaſt der Veriſten, bei dem
Inhalt und Form ſich oft widerſprechen, loszumachen.
Im einzelnen ſeien als beſonders gelungene
Num=
mern der Oper hervorgehoben: im erſten Akte das Duett
zwiſchen Gennaro und Carmela und die Prozeſſionsſzene,
das Vorſpiel zum zweiten Akte, die Mondſcheinſerenade
und die Schlußſzene, das Vorſpiel zum dritten Akte, die
Tarantella und die Schlußſzene, Geſang Gennaros; die
Be=
handlung der Volks= und Enſembleſzenen iſt ein Beweis
für die glänzende Inſtrumentationskunſt des
Komponi=
ſten und ſeine ſouveräne Beherrſchung aller techniſchen
Mittel.
Die Aufführung konnte, wie ſchon bemerkt, als
muſter=
gültig bezeichnet werden. Herr Oberregiſſeur Valdek
hatte ſich um die Einſtudierung, die ſehr viel Fleiß und
Mühe erfordert, beſonders verdient gemacht. Herr
Kapell=
meiſter Kittel dirigierte mit ganzer künſtleriſcher Hin=
gabe und friſchem Temperament, Herr Hoftheatermaler
Kurt Kempin hatte neue, prachtvolle, echt neapolitaniſch
anmutende Dekorationen mit entzückenden Details und
wundervoller Farbenabtönung gemalt, für die er in
Neapel ſelbſt eingehende Studien gemacht hat; auch auf
die mitwirkenden Künſtler war etwas von dem die Oper
und die Muſik durchflutenden ſüdländiſchen Temperament
übergegangen. Ihnen, namentlich den Repräſentanten
der drei Hauptpartien ſtellt die Oper hohe Aufgaben. Frl.
Geyersbach als wilde, heißblütige Maliella ging ganz
in ihrer Rolle auf und bot, nachdem ſie eine anfängliche
Indispoſition überwunden hatte, eine in der harmoniſchen
Vereinigung von Spiel und Geſang vorbildliche,
hoch=
künſtleriſche Leiſtung. Herr Becker, dem die Partie des
Gennaro in jeder Hinſicht gut liegt, entfaltete heute viel
impulſives Temperament und ſang ſehr ſchön, desgleichen
Herr Weber, der dem Führer des Camorra Rafaele auch
eine prächtige Verkörperung und Darſtellung zuteil werden
ließ. Von den übrigen Sängern und Sängerinnen ſeien
noch die charakteriſtiſchen Geſtalten der Mutter Carmela
des Frl. Howard, des Schreibers Biaſo des Herrn
Speiſer und des ſtimmfriſchen Totonno des Herrn
Jahn hervorgehoben und die Chöre im allgemeinen
lobend erwähnt. Die orgienmäßige, von der Regie
aller=
dings gemilderte Tarantella des 3. Aktes, eine Art
Apachen=
tanz, wurde von den Damen Huber und Croneberg
mit der ihrem Charakter entſprechenden wilden
Leiden=
ſchaft getanzt.
Das ſehr zahlreich erſchienene Publikum nahm, wie
ſchon im Vorbericht bemerkt, die Oper enthuſiaſtiſch auf.
Die Künſtler wurden nach jedem Akte mehrere Male und
nach dem letzten Akte ſechs bis ſieben Male hervorgerufen.
Zum Schluß erſchienen mit den Künſtlern auch die um
die Aufführung beſonders verdienten Herren Oberregiſſeur
Valdek. Kapellmeiſter Kittel, Hoftheatermaler
Kem=
vin und Oberinſpektor Schwerdtfeger auf der
Bühne und dankten dem Publikum für die Hervorrufe.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
zahlreiche Boote. Auf dem Müggelſee ſchlugen allein
8 Sportruderboote um. Die Inſaſſen konnten ſich durch
Schwimmen retten. Auf dem Langenſee forderte das
Kentern eines Segelbootes ein Menſchenleben. Die mit
drei jungen Leuten beſetzte Jacht war in den
Wellen=
ſchlag eines vorüberfahrenden Dampfers geraten und
wurde umgeworfen. Nur zwei der Verunglückten konnten
gerettet werden, der dritte, ein Kaufmannsgehilfe namens
Bergmann, fand den Tod im Waſſer. Auch auf der Spree
und der Havel kamen zahlreiche Bootsunfälle vor.
Bei einem Zuſammenſſoß zweier
Straßen=
bahnwagen geſtern vormittag an der Kreuzung der
Kaiſer=Allee und der Pariſer Straße trugen drei Schüler
Kopfwunden und an Armen und Händen Wunden davon.
— In der Nacht zum Sonntag wurden zwei
Einbre=
cher, die in der Synagoge in der Prinzenallee
Altar=
gerät geraubt hatten, von zwei Schutzleuten nach ſchwerem
Kampfe überwältigt und verhaftet. Zwei weitere
Ver=
brecher gaben ſcharfe Schüſſe auf die Beamten ab und
entkamen. Die Beamten blieben unverletzt.
Marburg, 9. April. Die Tagung Deutſcher
Wandervögel, zu der über 1000 Teilnehmer aus ganz
Deutſchland eingetroffen ſind, wurde heute hier auf dem
Marktnlatz mit einem Begrüßungsakt eröffnet.
München, 8. April. Zu dem Unglück auf dem
Chiemſee teilen die Neueſt. Nachrichten noch mit:
Man hatte die jungen Leute gewarnt, ſich bei dem
werdenden Sturm auf den See zu wagen. Vielleicht im
Vertrauen darauf, daß ihr Boot ein unkenterbarer
Floſ=
ſenkieler war, haben ſie der Warnungen nicht
ge=
achtet. Sogar die Warnung der beſorgten Mutter hat
die Segler von ihrem Wagnis nicht abgehalten. Frau
Profeſſor Roubaud hatte in ihrer Villa in Hochſtätt den
Sturm kommen ſehen. Sie wußte, ihre Kinder befanden
ſich mit dem Beſuch, einer jungen Dame aus München
und dem Studenten Ferſtel aus Wien, auf
Frauenchiem=
ſee. Sie telephonierte ihnen und bat ſie, vorſichtig zu
ſein. Um 4,15 Uhr fuhren die jungen Leute von der
Fraueninſel wea, um über die Paulsruhe nach Hauſe nach
Hochſtätt zu gelangen. An der Paulsruhe erfaßte ſie die
volle Gewalt des Sturmes. Der Fock mußte
preisgege=
ben werden und trotz ſtarken Raffens faßte das Schiff
mehr und mehr Waſſer, ſodaß die Inſaſſen ſich zum
Schöpfen entſchließen mußten. Zuerſt hielten ſie ſich in
der Nähe der Herreninſel. Dann aber mißlang ſcheinbar
ein Manöver und nun mußten ſie ſuchen, das jenſeitige
Ufer zu erreichen, da das Schiff von jeder Welle mehr
und mehr mit Waſſer belaſtet wurde. Frl. Roubaud
wurde, ſcheinbar erſtarrt — das Waſſer hatte nur fünf
Grad — von den Wellen über Bord geſchlagen. Es war
Zufall, daß man von Prien aus die Not der Segler
er=
kannte. Landgerichtsrat a. D. Dahn, der Sohn des
ver=
ſtorbenen Dichters Felix Dahn, hatte von ſeiner Villa
aus mit einem vorzüglichen Fernglas die gefährliche
Lage der Segler erkannt und ſofort telephoniſch den
Dampfſchiffbeſitzer Feßler in Stock und die
Adminiſtra=
tion auf Herrenwörth in Kenntnis geſetzt. Von Stock
aus ging ſofort die Dampfbarkaſſe mit Herrn Feßler jun.,
zwei Kapitänen und einem Obermaſchiniſten und von
Herrenwörth aus ein Boot mit Adminiſtrator Köck,
ei=
nem Bootführer und zwei Arbeitern ab. Die
aufgepeitſch=
ten Wogen erſchwerten den Helfern natürlich ihr Werk.
Nur mühſam kamen ſie vorwärts, und wenn ſie auch nicht
alle Verunglückten retten konnten, wurde ihr Opfermut
doch belohnt. Unter großen Mühen konnten ſie den
Sohn des Prof. Roubaud und die Dame aus Nürnberg
retten, die ſich am Steuer feſtgeklammert hatten, der
junge Student Ferſtel war, kurz bevor die Retter an die
Unglücksſtelle kamen, untergeſunken. Die beiden
Ueber=
lebenden wurden von dem Ruderboot nach
Frauenchiem=
ſee gebracht. Der ertrunkene Heinz Ferſtel aus Wien
war Student der Medizin, 24 Jahre alt und der einzige
Sohn des Prof. Ferſtel an der Wiener Techniſchen
Hog=
ſchule. Er war vorgeſtern von Wien nach Prien
abge=
reiſt, um Oſtern auf dem dortigen Familienbeſitz zu
ver=
bringen.
Wien. 8. April. Erzherzogin Ella, Enkelin des
Kaiſers Franz Joſef, hat ſich am Oſterſonntaa in Wallſee
mit dem Dragonerleutnant Graf Georg Waldburg
verlobt. Der Bräutigam, der einem mit den regierenden
Fürſtenhäuſern ebenbürtigen Geſchlecht angehört, war
Er=
zieher der Brüder ſeiner Braut.
Paris, 7. April. Präſident Falliéres hat heute
die beiden zum Tode verurteilten Verbrecher André und
Nutzol begnadigt, die einen Bürger in Nancy aus
offener Straße getötet hatten, um ihn zu berauben. Die
Begnadigung erregt angeſichts der Zunahme von
Ver=
brechen großes Aufſehen.
Paris, 9. April. Eine ſchreckliche Kataſtrophe
ereignete ſich in Hondain im Arrondiſſement Avesnes.
Während eines Konzerts ſtürzte eine brennende
Petro=
leumlampe von der Decke in den Saal und zerſchellte.
Die hoch auflodernde Flamme des brennenden Petroleums
rief unter den Anweſenden eine wilde Panik hervor. Das
Publikum ſtürzte mit rückſichtsloſer Haſt dem Ausgange
zu und ſtaute ſich auf der engen Treppe. Frauen und
Kinder wurden mit Füßen getreten; 7 Frauen und
Mäd=
chen fanden den Tod und 15 erlitten zum Teil ſchwere
Verletzungen.
Athen, 7. April. Der Kronprinz hat heute den=
16. Orientaliſten=Kongreß eröffnet.
An=
weſend waren die königliche Familie, der Kronprinz von
Sachſen und zahlreiche Orientaliſten aus der ganzen Welt,
u. a. Profeſſor Delbrück von der Univerſität Jena.
New=York, 9. April. Aus dem Hochwaſſergebiet des
Miſſiſſippi wird noch gemeldet, daß infolge der
zwei=
wöchigen Ueberſchwemmung durch den Miſſiſſippi
bis jetzt 30000 Perſonen obdachlos geworden ſind.
Dreißig Menſchen ſind ertrunken, 2000 Quadratmeilen
Land ſind überſchwemmt. Der Schaden beträgt etwa 40
Millionen Mark. Tag und Nacht wird an der Verſtärkung
der Deiche gearbeitet, um ein weiteres Ausbreiten des
Waſſers zu verhindern. Hunderte von Perſonen befinden
ſich noch in Gefahr.
New=York, 9. April. Der Dampfer „Ontario”
von der Baltimore=Boſton=Schiffahrtslinie geriet in der
Nähe von Montauk=Point an der Weſtküſte von Long=
Island in Brand. Der Kapitän ließ das Schiff auf
Strand laufen und rief durch ein drahtloſes Telegramm
Rettung herbei. Die 90 Paſſagiere wurden von
Hilfs=
dampfern an Land gebracht, während die Mannſchaft an
Bord blieb und die ganze Nacht den im vorderen Raume
wütenden Brand vergeblich zu löſchen verſuchte.
Vom Luftſchiffhafen in Frankfurt a. M.
* Das neueſte Zeppelin=Luftſchiff „Viktoria Luiſe‟
iſt in ſziner neuen Heimat Frankfurt a. M. bereits zu
einer gewohnten, faſt täglichen Lufterſcheinung geworden.
Das Surren von Motoren und Luftſchrauben verkündet
ſchon von weitem die Bewegung des Luftkreuzers in
ſei=
nem Element, ein Schauſpiel, das von der
Straßen=
jugend jedesmal mit dem weithin gellenden und
lang=
gezogenen Alarmruf begrüßt wird: Zeppelin! Zeppelin!
Die Beſichtigung des Luftkreuzers aus nächſter Nähe in
der Luftſchiffhalle am Rebſtockhof bietet des
Intereſſan=
ten ungemein viel.
Bei unſerem Eintritt in das umzäunte weite
Flug=
gelände erhebt ſich vor uns in etwa 250 Meter
Entfer=
nung die impoſante Luftſchiffhalle, die wir durch eine
gleich rechts von der Stirnſeite befindliche Seitentür
be=
treten. Der erſte Eindruck iſt überwältigend; ſeitwärts
von der Stirnſeite aus ſchweift unſer Blick an dem in
Tauſvannungen und von zahlreichen Ballaſtſäcken
gefeſ=
ſelten Rieſenkörper entlang. Die großen Fenſter des
einer mächtigen Bahnhofshalle in moderner
Eiſenkon=
ſtruktion gleichenden Hallengebäudes ſpenden reichliches
Licht. Zwei breite Fußſteige an der Stirn= und linken
Längsſeite der Halle geſtatten ſelbſt bei Maſſenbeſuch eine
ungehinderte Beſichtigung des einige Meter über dem
Boden ſchwebenden Luftſchiffkörpers. Derſelbe hat eine
Länge von 148 Meter bei einem Durchmeſſer von 14
Me=
ter und einen Rauminhalt von 19000 Kubikmeter. Das
ganze aus Aluminium beſtehende Gerippe und die darin
eingeſchloſſenen 18 Gaszellen ſind mit einem
imprägnier=
ten Baumwollſtoff umkleidet. Unterhalb des Tragkörpers
hängen zwei Maſchinengondeln und eine Paſſagierkabine.
In der vorderen Gondel, von der aus das Luftſchiff
ge=
lenkt wird, befinden ſich ein Motor, ſowie alle Steuer=
räder, Ballaſt= und Ventilzüge; die hintere Gondel
ent=
hält zwei Motoren, die je eine vierflügelige Luftſchraube
bewegen, während der vordere Motor ein Paar
zwei=
flügelige Luftſchrauben, die 500 Umdrehungen in der
Mi=
nute machen, treibt. Am hinteren Ende des Luftſchiffes
befinden ſich die Seiten= und Höhenſteuer, ſowie ferner
noch rechts und links je eine große wagerechte Floſſe, die
ſogenannten Stabiliſierungsflächen. Die Maſchinen
ent=
wickeln insgeſamt 435 Pferdeſtärken und verleihen dem
Luftſchiffe eine Höchſtgeſchwindigkeit von 72 Kilometer
in der Stunde.
Zur Führung des Luftſchiffes gehören etwa 8 oder 9
Perſonen: 1 Führer, 1 Fahringenieur, 2 Stauerleute und
4 oder 5 Monteure. Die zwiſchen den beiden
Maſchinen=
gondeln unter der Mitte des Luftſchiffes hängende
Paſſa=
gierkabine bietet Raum für 20 Perſonen. Sie iſt ſo in
das Luftſchiff eingebaut, daß Längsträger des Luftſchiffes
zugleich Träger der Kabine ſind und im übrigen an 12
Stahldrähten doppelt in ihrer Lage ſo geſichert, daß ſie
unverrückbar dahängt, ſelbſt wenn aus irgend einem
un=
wahrſcheinlichen Zufall ein paar Streben ſich verbiegen
oder brechen ſollten. Ein Nebenraum der Kabine iſt für
den Küchenbedarf mit Flaſchenſchrank und Anrichte
ver=
ſehen. Die Kabine mit ihrer inneren
Mahagoniverklei=
dung und reicher Perlmutterzinlegearbeit erſcheint als
ſehr eleganter Raum, deſſen außerordentlich ſtarker
Fuß=
boden mit einem Teppichbelag verſehen iſt. Große
Klappfenſter, an denen bequeme leichte Korbmöbel ſtehen,
geſtatten einem ungehinderten Ausblick nach allen Seiten.
Ebenſo intereſſant wie das Luftſchiff ſelbſt ſind auch
die Vorbereitungen zu ſeiner Fahrt. Das große
zwei=
flügelige Tor an der Ausfahrtſeite der Halle öffnet ſich
langſam auf maſchinellem Wege. In den
Maſchinen=
gondeln wird es lebendig, die maſchinellen Teile werden
erprobt und ein mächtiges Getöſe erfüllt für einige
Mi=
nuten den weiten Hallenraum. Ein Glockenſignal und
eine Arbeiterſchar von etwa 60 Mann tritt zur
Bedie=
nung des Luftſchiffes an. Die mitfahrenden
Mannſchaf=
ten nehmen ihre Plätze ein, während zur Ausgleichung
des Gewichtes eine Anzahl Ballaſtſäcke abgehängt und
Waſſerballaſt abgelaſſen wird. Ein weiteres
Glocken=
zeichen mahnt die inzwiſchen an der Kabinentreppe
ver=
ſammelten Paſſagiere zum Einſteigen. Nachdem den
Gä=
ſten die Fahrſcheine abgenommen, beſteigen ſie die
Ka=
bine; die letzten Ballaſtſäcke werden entfernt, weiterer
Ballaſt abgelaſſen. Wer von den Paſſagieren Luſt
ver=
ſpürt, ſich vor der Auffahrt in die ätheriſchen Gefilde im
photographiſchen Bilde feſthalten zu laſſen, der ſtellt ſich
in dieſem feierlichen Moment am geöffneten
Kabinenfen=
ſter dem unten harrenden Photographen zur Verfügung.
Noch iſt der rieſige Schiffskörper durch ſtarke Taue mittels
ſog. Laufkatzen zwiſchen zwei zu beiden Seiten der Halle
im Zementfußboden bis weit ins Gelände ſich
hinziehen=
den Doppelſchienen derart ſicher eingeſpannt, daß ſein
Transport aus der Halle und in dieſelbe ſelbſt bei
plötz=
lichen Windſtößen ungefährdet vollzogen werden kann.
Mittlerweile haben ſich die Hilfsmannſchaften an dem
vom Schiffsrumpf herabhängenden Strickleitern und
Leit=
ſeilen poſtiert, um an dieſen das Schiff auf Kommando
des Kapitäns ins Freie zu ziehen. Hier werden die
ſchweren Taue der Laufkatzen ausgehängt und nunmehr
wird das Ungetüm, nur noch von kräftigen
Männer=
fäuſten an Seilen gefeſſelt, in die Mitte des Flugplatzes
bugſiert. Der Schiffskörver iſt auf ſeine Fahrtrichtung
eingeſtellt. Mannſchaften klettern an den Strickleitern
em=
por, ſchwingen ſich an ein nebenhängendes Seil, um die
Strickleitern auszuhaken. Ein letztes Kommando für dieſe
Hilfsmannſchaften läßt ſie mit affenartiger
Geſchwindig=
keit zur Erde niedergleiten. Das Luftſchiff iſt von jeder
Erdenfeſſel befreit, die Höhenſtener arbeiten, die Motoren
ſetzen die Luftſchrauben zu wirbelndem Spiel in
Bewe=
gung, und die zahlreiche Zuſchauermenge ruft der
maje=
ſtätiſch in die Lüfte entſchwebenden „Viktoria Luiſe” und
ihren Paſſagieren „Glückliche Fahrt” zu.
Luftfahrt.
sr. Der bekannte amerikaniſche
Avia=
tiker Rodgers iſt bei Schauflügen in dem Küſten=
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Neue Funde auf
dem Palatin. Der Leiter der großen Ausgrabungen
auf dem Forum Romanum, Giacomo Boni, hat einem
Re=
dakteur der Tribuna einige außerordentlich intereſſante
Mitteilungen über die glücklichen jüngſten Erfolge der
Grabungen auf dem Palatin gemacht. Es handelt ſich um
die Arbeiten, die die Einzelheiten des kaiſerlichen Palaſtes
des Domitian ans Licht bringen ſollen. Man hat jetzt in
der unmittelbaren Umgebung der Baderäumlichkeiten die
Uebetreſte der alten Waſſerleitungen entdeckt, die
ihre Waſſer dem neroniſchen Aquädukt entnahmen und
durch ein weitverzweigtes kompliziertes Röhrenſyſtem
dem kaiſerlichen Schloſſe zuführten. In der privaten
Baſi=
lika zur Rechten konnte eine Treppe freigelegt werden, die
zu mächtigen unterirdiſchen Gewölben hinabführte.
Dieſe Anlagen weiſen ganz merkwürdige konſtruktive
Eigentümlichkeiten auf. Die Fortſetzung der
Ausgrab=
ungen wird durch die ſtarken Erdrutſche und
Geländever=
ſchiebungen erſchwert, die ſich zwiſchen dem Palatin und
dem Germanum im Laufe der Zeit vollzogen haben. Auf
der Richtung zu dem Gewölbe des Caligula ſtieß man auf
ein anderes noch älteres Gewölbe. Beſonders wertvoll
aber iſt die Auffindung des prachtvollen
Fuß=
bodens im kaiſerlichen Speiſeſaal, der nicht nur ein
wertvolles Dokument darſtellt, ſondern zugleich ein
Kunſt=
werk von wunderbarer Pracht und Schönheit. Er beſteht
aus eingelegten Kreiſen und Ornamenten aus ägyptiſchem
Granit, dazwiſchen tauchen immer wieder Stücke
purpur=
farbenen griechiſchen Marmors auf und auch der gelbe
Marmor Numidiens iſt kunſtvoll zur Steigerung der
Farbenwirkung verwendet. Man iſt jetzt damit beſchäftigt
die aufgefundenen Fragmente wieder zuſammenzufügen,
die in ihrer Geſamtheit einen anſchaulichen Begriff von der
Pracht und dem Prunk des kaiſerlichen Roms geben. Aber
außer dieſem Fußboden entdeckte man noch in derſelben
Erdſchicht eine zweite wundervolle Bodenbekleidung, die
jetzt gehoben wird, und die Boni bei der Koſtbarkeit des
verwendeten Materials und der Schönheit der
Ausführ=
ung das Prächtigſte nennt, was wir bisher an altrömiſchen
Fußböden kennen. Die Muſterung zeigt Blumenmotive
und ſoll von unvergleichlicher Schönheit ſein.
Spielplan des Frankfurter Theaters.
1. Opernhaus. Mittwoch, 10. April.: Die Zauberflöte.
Dongerstag, 11.: Undine. Freitag, 12.: Alt=Wien.
Sams=
tag, N.: Der fliegende Holländer. Sonntag, 14.: zum
erſten Wale: Dunja, hierauf: Der Bajazzo. Montag, 15.:
Alt=Wien. Dienstag, 16.: Dunja, hierauf, neueinſtudiert:
Flotte Burſche. — Schauſpielhaus. Mittwoch, 10.
April.: Heimat. Donnerstag, 11.: Götz von Berlichingen.
Freitag, 12.: Schöne Frauen. Samstag, 13.: Cyrano von
Bergerac. Sonntag, 14.: ½4 Uhr: Die Vergnügungsreiſe.
7 Uhr: Schöne Frauen. Montag, 15.: König Lear,
Dienstag, 16.: Doktor Klaus. — 3. Neues Theater.
Mittwoch, 10.: Das kleine Café. Donnerstag, 11.: Das
kleine Café. Freitag, 12.: Meyers. Samstag, 13.: Das
kleine Café. Sonntag, 14.: Das kleine Café. Montag, 15.:
Geſchloſſene Vorſtellung. Dienstag, 16.: Herrn
Sonnen=
ſtößers Höllenfahrt.
Spielplan des Großh. Hof= und
Natio=
nal=Theaters Mannheim. Mittwoch, 10. April:
Mignon. Donnerstag, 11.: Lumpaci Vagabundus.
Freitag, 12.: Der Freiſchütz. Samstag, 13.: Keine
Vor=
ſtellung. Sonntag, 14.: Götterdämmerung. Montag, 15.:
Martha. Dienstag, 16.: Gudrun.
Frankfurter Muſikbrief: Geiſtliches Muſikfeſt
in Frankfurt a. M. Aus Frankfurt a. M. wird uns
ge=
ſchrieben: Die Karwoche ſcheint hier mit jedem Jahre in
weiterem Maße eine Woche großangelegter muſikaliſcher
Feiern werden zu ſollen. Am Karfreitag 1911 wurde in
unſerer Feſthalle die Matthäuspaſſion Bachs vor 15000
Zuhörern aufgeführt und der Eindruck war ſo nachhaltig
ſtark, daß man heuer eine Wiederholung des Konzertes mit
dem gleichen Rieſenapparat von 2000 Mitwirkenden hat
wagen dürfen. Dazu iſt dieſes Mal ein würdiges
Seiten=
ſtück aus der jüngſten muſikaliſchen Literatur getreten:
Guſtav Mahlers Achte Sinfonie erlebte ihre erſte
Aufführung hier. Willem Mengelberg, der
Amſter=
damer Dirigent, zugleich der Leiter der Frankfurter
Mu=
ſeumskonzerte, hat mit dieſer Aufführung zum erſten Male
den von Mahler vor zwei Jahren ausgeſprochenen Wunſch
erfüllt, daß das Werk einmal im allergrößten Rahmen
ge=
ſpielt werden möge. Die 18000 Perſonen faſſende
Frank=
furter Feſthalle mit dem monumentalen Schwung ihrer
Eiſenkonſtruktion iſt ein Raum wie geſchaffen für die
adä=
quaten Rieſenmaße des Mahlerſchen ſinfoniſchen
Kunſt=
werkes. Mögen für den Zuhörer auf einzelnen Plätzen
Einzelheiten verloren gehen, die Klangmaſſen dieſer Achten
Sinfonie, ihre ungeheuer weitgeſchwungenen Rhythmen
können ſich doch nur in einem ſolchen modernen Rieſenſaale
ſozuſagen ganz ausleben. Und die gewaltigen inneren
Ge=
ſichte, die auf den Zuhörer eindringen und in einem
kleine=
ren Saale ihn faſt erdrücken müſſen, finden hier angeſichts
des ſchlechthin erhabenen Raumes ein wohltuendes
äußeres Spiegelbild. Endlich klingt und ſingt ſo viel
Volks=
tümliches, ſo allgemein Menſchliches in dieſer größten
Mahlerſchen Schöpfung, daß ſie auch deshalb aus den
exkluſiven Konzertſälen heraus, vor Tauſende, vor das
Volk, gebracht zu werden verdient. Der erſte Teil, der
Hymnus Veni, ereator spiritus” gab vor allem den
Doppel= und Knabenchören (darunter der Frankfurter
Cäcilien=Verein und die erſte Amſterdamer „
Zangver=
eeniging”), ſowie den zwei Orcheſtern vom Frankfurter
Stadttheater und vom Amſterdamer „Concertgebouw”
Gelegenheit zur Entfaltung unerhörter Klangpracht und
ſtaunenswerter rhythmiſcher Geſchloſſenheit. Im zweiten
Teil, der Schlußſzene aus Goethes „Fauſt II”, boten in
erſter Linie die Geſangsſoli erleſene Freuden; lerchenleicht,
glockenklar, überſtrahlte die Muſik der Zweitauſend der
Sopran Gertrude Förſtels in ſatten Farben leuchtete
die Altſtimme der Frau Ottilie Metzger=
Latter=
mann, und den Doktor Marianus ſang der Leipziger
Hel=
dentenor Jacques Urlus mit wundervolk weicher und
beſeelter Tongebung. Man mochte ſich im Lhufe der
Auf=
führung nicht immer und überall ſogleich klar ſein, ob man
wirklich ein Werk von unbedingt bleibender Bedeutung
höre; aber als ſchließlich Piccoloflöte und Harmonium
mit einer himmelgeborenen Melodie zum Chorus
mysti-
aus überleiteten, da öffneten ſich dem inneren Blick alle
Wolken des Zweifels, man ſah die ewigen Sterne der
großen Kunſt, und der Chor ſelbſt — „Alles Vergängliche
iſt nur ein Gleichnis” — eine Muſik voll abſoluter
Wahr=
heit und Schönheit, wurde zu einem wahrhaft
metaphy=
ſiſchen Kunſterlebnis, deſſen abgrundtiefe Weltentrücktheit
nicht ſeinesgleichen hat. Wie dann die 15000 Hörer dem
Führer des gewaltigen muſikaliſchen Körpers, Willem
Mengelberg (der demnächſt auch in Berlin das Werk
diri=
gieren wird), zehn Minuten lang jubelnd und
tücher=
ſchwenkend huldigten, auch das war ein Erlebnis.
Dr. C. W.
* Gleiche Rechte, gleiche Pflichten . . . In einer
größe=
ren engliſchen Provinzſtadt hat die Straßenbahngeſellſchaft
eine Neuerung eingeführt, die von den engliſchen
Hunde=
freunden begeiſtert begrüßt wird; man kann künftig gegen
Löſung eines zweiten Fahrſcheins ſeinen Hund mit in den
Wagen nehmen, vorausgeſetzt, daß es ſich nicht gerade um
einen Bernhardiner oder um eine Däniſche Dogge handelt.
Nun entſpann ſich kürzlich in einem Straßenbahnwagen
folgendes Geſpräch: „Wenn ich für meinen Hund,”
be=
gann die alte Dame, „ſo viel wie für mich bezahle, hat
mein Hund hoffentlich auch die gleichen Rechte wie jeder
andere Paſſagier: das Recht auf einen Sitzplatz.” Worauf
der Schaffner nach kurzer Ueberlegung zuſtimmend
er=
widerte: „Gewiß, meine Dame, unter denſelben
Beding=
ungen wie alle Mitfahrenden, er darf ſitzen, aber nicht
da=
bei die Füße auf das Sitzbrett legen . . .
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 5.
rort Longbeach in Kalifornien tödlich verunglückt, und
zwar ſtürzte er bei der Verfolgung einer Schar von
Möwen aus etwa 80 Meter Höhe ins Meer und fand
dort ſeinen Tod. Rodgers hatte ſich beſonders durch
ſeinen Flug vom Atlantiſchen zum Stillen Ozean im
Vorjahre einen Namen gemacht.
Vertreterverſammlung des Heſſiſchen
Landes=Lehrervereins.
Die diesjährige Vertreterverſammlung des Heſſiſchen
Landes=Lehrer=Vereins wurde am Dienstag, den 9.
April, zu Mainz abgehalten und war aus allen Teilen
des Großherzogtums äußerſt zahlreich beſucht.
Sämt=
liche 103 Bezirke hatten ihre Verkreter entſandt. Bei
allen Verhandlungen trat volle Einmütigkeit zutage; alle
in der letzten Zeit hervorgetretenen Gegenſätze
inner=
halb des Vereins waren beiſeite geſtellt. Einen breiten
Raum in den Verhandlungen nahm die Beſprechung über
die Beamten= und Lehrerbeſoldungsvorlage ein. Sie
fand ihren Ausdruck in folgender, einſtimmig
angenom=
mener Entſchließung:
Die am 9. April 1912 in Mainz tagende
Vertreter=
verſammlung des Heſſiſchen Landes=Lehrer=Vereins
be=
dauert auf das lebhafteſte, daß die Vorlage der Großh.
Regierung vom 30. März 1912, die Gehalte der
Volks=
ſchullehrer betreffend, unſeren gerechten und billigen
Wünſchen nicht entſpricht. Eine Härte liegt beſonders
darin, daß für die Lehrer an den Volksſchulen im
Ver=
gleich zu den Reallehrern und im Vergleich zu den
Be=
amten, denen ſie ſich nach Vorbildung und Wichtigkeit des
Berufes zweifellos gleichſtellen können, eine ſo geringe
Aufbeſſerung vorgeſchlagen iſt, daß die bisher ſchon
be=
ſtehenden, aber nicht zu rechtfertigenden Unterſchiede
in dem Geſamteinkommen noch bedeutend vergrößert
werden. Unter Wahrung unſeres grundſätzlichen
Stand=
punktes, der Gleichſtellung im Gehalte mit den
erwähn=
ten Beamten, gibt ſich die heutige Vertreterverſammlung
der zuverſichtlichen Hoffnung hin, daß von Regierung
und Ständekammer eine den Zeitverhältniſſen vollſtändig
entſprechende Beſoldungsordnung zum Geſetz erhoben
werde. Als ſolche kommt nur ein Beſoldungsgeſetz in
Betracht, das allen Volksſchullehrern in Stadt und Land,
ob an Volks= oder an höheren Schulen, die Gehalte
ge=
währt, wie ſie für die mittleren Beamten vorgeſchlagen
ſind.
Im Intereſſe einer gedeihlichen Schularbeit und im
Hinblick auf die Stellung des Lehrers in der
Land=
gemeinde, ſowie im Intereſſe einer großen Anzahl jetzt
ſchon ſchwer belaſteter Gemeinden halten wir es für ſehr
bedenklich, wenn die geſetzgebenden Körperſchaften einen
Teil der Mehrausgabe der Gemeinde= ſtatt der
Staats=
kaſſe auferlegen.
Die Aenderung des Geſetzes, die Witwen= und
Wai=
ſenkaſſe der Volksſchullehrer betreffend, begrüßt die
Ver=
treterverſammlung freudigſt.”
Gegen die ſchweren Anſchuldigungen, die der Abg.
Uebel in der Zweiten Ständekammer wider einen großen
Teil der Lehrerſchaft erhoben hat, nahm die
Verſamm=
lung in folgender Entſchließung Stellung: „Die
Vertreter=
verſammlung des Heſſiſchen Landes=Lehrer=Vereins weiſt
einmütia die in der Zweiten Kammer erhobenen
ſchwe=
ren Anſchuldigungen des Landtagsabgeordneten Uebel
gegen einen großen Teil der heſſiſchen Lehrerſchaft zurück,
Zugleich ſpricht ſie dem Abgeordneten Bach und allen
übrigen Abgeordneten den Dank für die Zurückweiſung
dieſer Verdächtigungen aus.”
Der geſamte Vorſtand wurde auf Grund der Statuten
neu gewählt. Zum erſten Obmann wurde Herr
Haupt=
lehrer Huff=Darmſtadt. zum zweiten Vorſitzenden
ein=
ſtimmia Herr Hauptlehrer und Landtagsabaeordneter
Bach=Mainz, zu Schriftführern die Lehrer Lutz=Darmſtadt
und Loos=Darmſtadt, zu Beiſitzern die Herren Moll=
Sel=
zen. Jöſt=Offenbach, Waaner=Großen=Buſeck. Lana=
Beer=
felden, Linck=Rudingshain und Koch=Friedberg gewählt.
Erſatzmänner ſind die Herren Kochhafen=Ober=Saulheim
und Rodenbach=Wöllſtein.
Schwerer Unfall Darmſtädter Touriſten.
Aus Achern in Baden wird gemeldet: Auf
ei=
ner Bergwanderung ſind am erſten Oſterfeiertage
drei Touriſten aus Darmſtadt beim Beſteigen des
Fal=
kenſchroffens eine 25 Meter hohe Felswand
her=
untergeſtürzt. Während zwei mit leichteren
Ver=
letzungen davonkamen, erlitt der dritte ſchwere innere
und äußere Verletzungen, einen kompliziertan
Schädel=
bruch, einen Schlüſſelbeinbruch und einen Armbruch, ſowie
eine Darmzerreißung. Der Schwerverletzte wurde nach
Offenburg ins Vinzentiuskrankenhaus übergeführt. Es
iſt fraglich, ob er mit dem Leben davonkommen wird.
Wie wir zu dem bedauerlichen Unfall noch erfahren,
ſtellen ſich die Folgen desſelben doch nicht ganz ſo ſchlimm
ar, wie die erſte Meldung vermuten ließ. Immerhin iſt
der Unfall ſchwer. Die drei Touriſten ſind die Herren
Diplomingenieur Oſſe, Studierender der
Papierfabri=
kation an der Techniſchen Hochſchule, Bauführer
Ferdi=
tand Schütz vom Baubureau des neuen Bahnhofes und
Karl Mittler, bei der Firma Heinr. Lautz hier. Sie
hatten eine Klettertour im Schwarzwald vorgenommen
die u. a. auch auf den etwa 25 Meter hohen
Falken=
ſchroffen, einen freiſtehenden Felſen im
Gottſchläg=
tal in der Nähe der Hornisgrinde führte. Der Felſen
war von den dreien von einer verhältnismäßig leicht
zugänglichen Seite bereits bezwungen und ſollte nun
ein zweites Mal von bedeutend ſchwierigerer Stelle, der
ſog. „Schokoladenſeite” erſtiegen werden. Hierbei
hat=
en die Kletterer ſich gegenſeitig angeſeilt. Bis zu etwa
drei Viertel war der Felſen auch dieſes zweite Mal
be=
zwungen, als beim Probieren einer beſonders
gefähr=
lichen Stelle, die ſich als nicht paſſierbar erwies, beim
Rückzug Schütz, vermutlich durch glattes Moos, ins
Rutſchen kam und infolge nicht genügender Sicherung
des Seiles abſtürzte und ſeine beiden Gefährten mit
hinab=
riß. Schütz konnte ſich im Fallen noch in einer Tanne
fangen, die beiden Gefährten ſtürzten an ihm vorbei und
zogen dann auch Schütz mit in die Tiefe, der dann als
letzter auf den untenliegenden Mittler fiel. Alle drei
erlitten Gehirnerſchütterung und waren nach dem
Falle bewußtlos. Sie blieben ſo über
eine Stunde liegen. Der ſchwer verletzte
Mitt=
ler kam, wohl durch die großen Schmerzen, zuerſt zum
Bewußtſein und danach auch die beiden Gefährten.
Sie konnten dann alle drei trotz ſtark
bluten=
der Verletzungen gegen 6 Uhr den Rückweg
an=
treten. Die Herren ſuchten zuerſt den in der
Nähe gelegenen „Schmelzle
Bauern=
hof” auf, wo den dreien bereitwilliaſt Aufnahme
ge=
währt wurde und ſie die Nacht zum Montag verblieben,
da der von Ottenhöfen herbeigeholte Arzt es für beſſer
hielt. zunächſt den ſchwerverletzten Mittler nicht zu
trans=
portieren. zumal die Darmzerreißung nichts alsbald
feſt=
geſtellt werden konnte. Am Vormittag des zweiten
Feiertages wurde Mittler dann mittels Automobils nach
Offenburg ins Vinzentiuskrankenhaus verbracht, wo
er etwa gegen 10 Uhr Aufnahme fand, während die
bei=
den Gefährten, die mit Hautabſchürfungen, leichten
Kopf= und Schienbeinverletzungen davongekommen waren,
nach Darmſtadt zurückfuhren.
Der ſchwerverletzte Karl Mittler iſt 23 Jahre
alt und ſtammt aus Augsburg. Er iſt in dem hieſigen
Papierwaren= uſw. Geſchäft von Heinrich Lautz.
Rhein=
ſtraße, angeſtellt und nahm auch an einem Kurſus für
Papierfabrikation an der Techniſchen Hochſchule teil. Der
an ſich nicht ſehr gefährliche Sturz wurde ihm dadurch
zum Verhängnis, daß der nachſtürzende Schütz ihm auf
den Leib fiel, wodurch die ſpäter feſtgeſtellte
Darmzer=
reißung hervorgerufen wurde. Mittler war nach ſeiner
Einlieferung ins Krankenhaus bis zur Operation bei
vollem Bemußtſein. Die Opeation wurde gegen 3 Uhr,
alſo noch innerbalb der erſten 24 Stunden nach dem Sturz.
durch den Krankenhausarzt De. Hoffmann
vorgenom=
men und verlief durchaus zufriedenſtellend, ſodaß bei der
ungewöhnlich ſtarken Körverkonſtitution des
Verunglück=
ten trotz der Schwere der Verlatzungen Ausſicht
vor=
handen iſt, daß er die Folgen des Sturzes
überſteht. Allerdings dürfte er das dann nur ſeiner
ungewöhnlich kräftigen Natur verdanken. Nackſ
tale=
phoniſcher Mitteiſuna des Arztes von aeſtern abend
ver=
lief auch der geſtrige Taa für den Patienten den
Umſtän=
den entſprechend durchaus günſtig.
Ueber
den Falkenſchroffen
gehen uns von geſchätzter Seite noch folgende
Mittei=
lungen zu:
Nur wenige hundert Schritt abſeits von dem Wege,
den der Touriſtenſtrom im nördlichen Schwarzwald zu
nehmen pflegt, liegt in hochwilder Einſamkeit das
Gott=
ſchlägtal, ausgezeichnet durch ſeinen ausgeſprochen
al=
pinen Charakter. Aus dem Grunde dieſes Tales erhebt
ſich wie ein Zahn der etwa 25 Meter hohe kahle
Falken=
ſchroffen, welcher von den Karlsruher und Straßburger
Touriſten mit Vorliebe als Kletterſchule benutzt wird.
Wer’von der Bahnſtation Ottenhöfen kommend, den Weg
rechter Hand zum Blöchereck hinauf nimmt, und dann
ſchwach links in den nach dem Edelfrauengrab führenden
Graben einbiegt, ahnt nicht, daß ihm im äußerſten Grunde
des Tales ein Anblick von ſo ſeltener herber Schönheit
bevorſteht, wie es beim Gottſchlägtal der Fall iſt. Vom
kleinen Hotel am Fuße der Edelfrauengrab=Waſſerfälle
geht man den ſchmalen Steig über mehrere einfache
Brücken empor in den Talboden. Links wird der Hang
überragt vom Eichhaldenfirſt, ein kahler Felsgrad mit
mehreren ſeitlichen Ausläufern, unter denen der ſog=
Karlsruher Grat der bedeutendſte iſt. Im großen
Tal=
boden liegen zerſtreut einige beſcheidene
Schwarzwald=
häuschen. Nach etwa einer Viertelſtunde Wanderung
macht der Weg eine Biegung und plötzlich taucht in ſeiner
ganzen Größe vor dem Wanderer der ſteile Falkenſchroffen
auf. Es führt nun der Weg von der Oſtſeite her im
kur=
zen Bogen zum Fuße des Falkenſchroffen, deſſen
Süd=
ſeite ein niedrigerer Steinkegel, der kleine Schroffen,
vor=
gelagert iſt. Auf den Falkenſchroffen führen zwei Wege,
ein leichterer auf der Weſtſeite, der von Kletterern mit
genügender Körperlänge ohne Schwierigkeit bewältigt
werden kann. Erheblich ſchwieriger und nur von
ge=
übten Touriſten benutzbar iſt die Oſtſeite, die ſog.
Scho=
koladenſeite, deren Zugang durch einen Kriechkamin
ge=
bildet wird. Auf dem Gipfel des Schroffens iſt ein
klei=
nes Steinmännchen mit Givfelbüchſe aufgeſtellt.
Es iſt ein Genuß von ſeltener Schönheit, an einem
ſchönen Sommerabend auf dem Gipfel dieſes Schroffens
zu liegen. Nach Weſten öffnet ſich das Tal gegen das
Achertal hinaus. Auf den grünen Matten heben ſich die
ſchmucken Schwarzwaldhäuschen deutlich ab. Nach
Nor=
den liegt der langgezogene Eichhaldenfirſt, von dem harab
ſich lange Geröllfelder, namentlich im Grunde des Tales,
erſtrecken. Der höchſter ſichtbare Gipfel im Oſten iſt der
bewaldete Melkereikopf.
Der Kaiſer in Korfu.
* Korfu, 9. April. Der Militäroberpfarrer Goens
hielt heute vormittag an Bord der „Kolberg” den
Gottesdienſt ab. Viele Deutſche nahmen daran
teil. Von Bord wurden Huldigungstelegramme an den
Kaiſer und die Kaiſerin geſandt. Am Nachmittag wurde
in Gaſturi eine uniformierte Muſikkapelle, die aus
jun=
gen Leuten des Dorfes gebildet war, auf Anordnung
des Kaiſers in einem deutſchen Wirtshauſe mit Kaffee
und Kuchen bewirtet. Sodann ſpielte die Kapelle unter
Oliven zum korfiotiſchen Nationaltanze auf, den
reich=
geſchmückte Frauen und Mädchen des Dorfes
polonäſe=
artig ausführten. Das Volk aus der Umgegend, Städter,
zahlreiche Fremde und viele deutſche Matroſen hatten
ſich eingefunden, um am ſonnigen Nachmittag das
eigen=
artige Schauſpiel zu genießen. Gegen 5 Uhr erſchien der
Kaiſer und ſtellte ſich mit dem Prinzen und den
Prinzeſſin=
nen, dem Reichskanzler, dem Fürſten zu Fürſtenberg und
den Umgebungen mit in den Ring, der ſich um die
Tän=
zerinnen gebildet hatte. Auch der Geſandte von
Wangen=
heim und der griechiſche Präfekt waren anweſend. Der
Tanz wurde fortgeſetzt. Sodann trat die Muſikkapelle
in den Ring und ſpielte abwechſelnd mit der Dorfkapelle
kokfiotiſche Tänze. Im weiteren Verlaufe intonierte die
deutſche Kapelle den alten Rheinländer „Im
Grune=
wald iſt Holzauktion” deſſen Rhythmus dem eines
grie=
chiſchen Tanzes entſpricht. Die Griechinnenstanzten
da=
nach luſtig weiter unter allgemeiner Fröhlichkeit.
Man=
ches ſehr elegante Füßepaar wiegte ſich im Takte. Am
Schluſſe ſpielte die deutſche Kapelle und die griechiſche
Dorfkapelle die deutſche Hymne, die der Kaiſer und alle
Anweſenden unbedeckten Hauptes mit anhörten. Nach
bei=
nahe anderthalbſtündigem Verweilen begab ſich der
Kai=
ſer und ſeine Begleitung nach dem Achilleion zurück.
Sturm.
* Hamburg, 9. April. Durch den herrſchenden
Sturm wurden an verſchiedenen Stellen des Hafens
Schuten und andere Fahrzeuge voll Waſſer geſchlagen
und ſind geſunken. Mehrere Schlepper riſſen ſich los und
wurden beſchädigt. Ein von Middlesbro
aufgekomme=
ner norwegiſcher Dampfer „Varild” kollidierte im
Kai=
ſer Wilhelms=Hafen mit dem Dampfer „Braſilia”. Beide
wurden leicht beſchädigt. Eine im Hafen belegene Straße
iſt überſchwemmt. Sämtliche in den niedrigen
Stadt=
teilen belegenen Kellerräume ſtehen unter Waſſer.
— Itzehoe, 9. April. Der Sturm deckte in
ver=
gangener Nacht das Dach der Portlandzementfabrik ab.
Ein Arbeiter wurde getötet.
Die deutſche Frau der Neuzeit und die
ſchöpferiſche Handarbeit.?)
Die Ausſtellung: „Die Frau im Haus und Beruf”
gab zum erſten Male einen Ueberblick über die
Tätigkeit der Frau inmitten des heutigen
Kultur=
lebens, und es ergab ſich ein erfreuliches Geſamtbild ihrer
Leiſtungsfähigkeit in den verſchiedenen, gleichwertigen
Gruppen. An dieſer Aktivität der deutſchen Frau zweifelt
wohl niemand. Die Ausſtellung ließ auch deutlich
er=
kennen, daß die deutſche Frau nicht darin ihr Ziel ſieht,
„Berufs=Konkurrentin” des Mannes zu werden, daß zwar
das Bewußtſein aufgeſpeicherter Kraft, aber nicht die Gier
nach Geld und Erfolg, ſondern höhere Ideale ihre
treiben=
den Kräfte ſind. So kam auch das Verhältnis der heutigen
Frau zu Kunſt und Kunſtgewerbe zu Wort; die
Stickerei=Abteilung wurde recht gut beſchickt. Der Katalog
bezeichnete ſogar die „Stickerei=Kunſt als das
eigent=
lichſte Gebiet der Frau”. Doch beginnt ihre Zeit erſt
anzu=
brechen. Noch wird ſie etwas über die Achſel angeſehen.
Erſt jetzt erwacht ſie aus ihrem Dornröschenſchlaf. Seit
Jahrzehnten wurde die Handarbeitskunſt als blutloſes,
freudloſes Zwitterding auf magere Koſt geſetzt, eingelullt
und künſtlich niedergehalten. Der Stumpfſinn und die
Be=
quemlichkeit wurden genährt und jedes ſelbſtändige,
freu=
dige Arbeiten ausgeſchaltet. . . . . Langſam beginnen ſich
nun die Augen zu öffnen. Eine Ahnung von Schönheit
von der Möglichkeit der ſchöpferiſchen Arbeit iſt in
der deutſchen Frau erwacht. Sie fühlt, daß ſie erſt in der
ſchöpferiſchen Betätigung die Wertſchätzung erreichen wird,
die ſie anſtrebt, wie immer jene den Höhepunkt im Leben
eines Volkes oder einzelnen Menſchen, den Gipfelpunkt, das
letzte Ideal darſtellt. Sie empfindet den Reiz und die
Macht in der formgebenden Tätigkeit, die ungleich mehr
Befriedigung gewährt als jede andere Betätigung. Die
ihr innewohnenden ſtarken Seelenkräfte und ſeeliſchen
Er=
lebniſſe, — die heute ſo häufig durch „Verdrängung” zur
Nervoſität und Hyſterie ausarten, die auch zu jenen bar=
*) Aus dem reich illuſtrierten April=Heft der
Stickerei=Zeitung und Spitzen=Revue
(Einzelheft 1 Mk.), Verlag Alexander Koch, Darmſtadt.
bariſchen Erſcheinungen in der Suffragetten=Tragi=
Ko=
mödie führten, — ſie können ſich in der Kunſt gebändigt
ausleben, in echt weiblicher Kunſtbetätigung ein
harmo=
niſches Kunſtſchaffen ergeben. — Dieſer edle Ehrgeiz der
deutſchen Frau braucht nicht erſt geweckt zu werden, er iſt
im Keime überall vorhanden, er braucht nur unterſtützt und
angeſpornt zu werden. Die deutſche Frau iſt nicht ſo
oberflächlich, wie es oft dargeſtellt wird, ſie iſt nicht
zu=
frieden mit geiſtlos=automatenhafter Nachbildnerei, ſie
will höher, und wenn ſie erſt den Weg klar vor ſich ſieht,
ſo wird ſie mit der ihr eigenen Ausdauer und Kraft
vor=
wärts ſchreiten.
In der hohen Kunſt wird die Frau zum mindeſten nur
ſelten ſich hervortun, ihre formgebende Kraft kann
unmög=
lich dafür ausreichen; in der Malerei iſt die
Widerſtands=
loſigkeit des Materials ihre ſtete Gefahr. Die
Stickerei=
kunſt war aber von jeher das ureigene Gebiet der
kunſt=
ſinnigen Frau: die edlen Stoffe, die bildſamen Materiale
der Seide, der Wolle, des Leinens fügen ſich der weiblichen
Hand und ſetzen ihr nur ſoviel Widerſtand entgegen als
nötig iſt, um Stil” zu erzielen. Gerade als höher
ent=
wickeltes Individuum, mit ausgebildeteren Augen und
Sinnen und mit reiferem Schönheitsempfinden vermag die
heutige Frau mit ihren Händen Koſtbarkeiten zu ſchaffen.
Die Farbenfreudigkeit unſerer neuzeitlichen Malerei wird
ihr dabei weſentliche Förderung geben. —
Deutſch=
land iſt nach dem Reinigungsprozeß der letzten
Jahrzehnte das Land der neuzeitlichen künſtleriſchen
Kultur; es wird uns auch eine neue deutſche Stickerei=
und Spitzenkunſt beſcheren! Der nordiſche architektoniſche
Formwille, bereichert durch das ſüdlich=ſinnliche Element,
das von Wien her das deutſche Kunſtgewerbe
beein=
lußt, — wird uns eine nochmalige Blüte organiſcher,
ausdrucksvoller, reichornamentaler Kunſt bringen.
Eng=
land und Frankreich haben nicht die vitalen Kräfte wie
Deutſchland das erſt ſeiner Weltmachtſtellung
entgegen=
geht, die Stickerei= und Spitzenkunſt wird in
Deutſchland einen Höhepunkt einnehmen. Wir
wollen keine importierten japaniſchen, chineſiſchen und
gar noch amerikaniſchen Stickereien und Spitzen, ſondern:
Deutſche Stickereien und Spitzen für die
deutſche Frau! — Die Mode fordert nun gebiete=
riſch edle Handarbeiten! Die Frau kann ſich nicht
aus=
ſchließen, ſie muß entweder kaufen oder ſelbſt anfertigen.
Nicht nur die Kleidung der Frau, ſondern das Haus des
Wohlhabenden wie das Haus des Minderbemittelten
werden ſchöne, freudeſpendende Handarbeiten ſchmücken.
Wohl gemerkt: es handelt ſich aber um vollwertige Werke
der Handarbeitskunſt, die mit Aufwand von Zeit, Mühe,
mit Empfinden und Können gefertigt ſind! Um den
Abſatz ſolcher Arbeiten braucht man nicht beſorgt zu ſein.
Kunſt iſt noch nie ein ſo „gut bezahltes Objekt” geweſen,
wie heute. — Ein Kunſtwerk läßt ſich aber nicht in einer
Viertelſtunde machen; ſolches iſt Aufgabe der Maſchine.
Die Maſchineninduſtrie braucht indes die Konkurrenz
der Handarbeit nicht zu fürchten. Schädigen einander
etwa gute Gemälde und Illuſtrationsdrucke, oder nützen
ſie ſich nicht vielmehr gegenſeitig im Abſatz?
Das Kunſthandwerk blüht in der Gegenwart
auf, daran läßt ſich nicht rütteln; und zwar liegt hier nicht
ein künſtliches Indiehöheſchrauben vor, ſondern ein
inneres, mit den Zeitperioden zu ammenhängendes
not=
wendiges Wachstum. Die Kunſt aber muß als
koſtbar=
ſtes Kleinod gehegt und gepflegt werden, darüber ſind ſich
alle kultivierten und maßgebenden Kreiſe heute einig. Das
ſieht ſchon Amerika heute ein, während der deutſche
Michel vor ſtaunender Bewunderung des „
Maſchinenzeit=
alters” nahe daran war, ſein Beſtes, ſeine nationale
Eigenart, ſeine reiche, vielfältige und ausdrucksvolle
deutſche Formenwelt aufzugeben! Ernſte Arbeit
fordern wir, kein Dilletieren. Nur aus einer harmoniſchen
Vereinigung von echter Empfindung, ausgebildeter
Phantaſie und tüchtigem Können, aus der wirklichen
Be=
herrſchung der Techniken der Handarbeit erwächſt eine
Handarbeitskunſt, die Stil hat. Nachdem nun eine
ge=
wiſſe Höhe erreicht iſt, und nicht mehr Kraft in Verſuchen
vergeudet wird, unzweckmäßige und häßliche Formen
zu verarbeiten, nachdem nun die Schönheit, vor allem
die der Blume und der Pflanze, und die reichdekorative
Wirkung als das Weſentliche erkannt ſind, iſt die Auf
gabe, die ſich jeder Frau bietet, durchaus nicht ſo ſchwer!
Sie muß nur wieder Freude an der edlen Handarbeit
gewinnen, und dieſe iſt ſtändig im Zunehmen begriffen.
Lang=Danoli.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Nummer 84.
* Breslau, 9. April. Die Stürme der letzten Tage
richteten in den Waldungen des Rieſen= und Iſergebirges
großen Schaden an. Viele Zehntauſende Feſtmeter
Hoch=
wald ſind niedergebrochen. Wie aus Gottesberg gemeldet
wird, haben die furchtbaren, zuweilen orkanartigen
Stürme im ganzen Waldenburger Berglande ungeheueren
Schaden verurſacht. Am Samstag und Sonntag war der
Aufenthalt im Freien gefährlich, ja geradezu unmöglich.
Die Fernſprechleitungen und die elektriſchen Lichtleitungen
vieler Gemeinden wurden zerſtört. Die Straßen von
Got=
tesberg waren am Sonntag von Mauerwerk, Ziegeln,
Glasſplittern und zerbrochenen Schaufenſterſcheiben
überſät.
Helgoland, 9. April. Der ſchon tagelang
an=
dauernde Sturm wurde in der vergangenen Nacht
zum Orkan. Zwei Frachtſchiffe ſind bereits geſunken, ein
Schoner auf der Düne geſtrandet. Siebzehn Perſonen
konnten noch nachts von dieſen Fahrzeugen geborgen
werden. Auch bei Kuxhaven, und zwar auf dem
Mittel=
grund beim vierten Feuerſchiff, iſt heute früh bei
ſchwe=
rem Südweſtſturm der Viermaſter „Alſterfee” geſtrandet.
Er wurde in manövrierunfähigem Zuſtand durch drei
Schlepper nach Hamburg bugſiert.
* Weſterland (Sylt), 9. April. Der in der Nacht
herrſchende und noch andauernde orkanartige Weſtſturm
hat die Wieſen der Inſel überflutet und die
Landungs=
brücke bei Munkmarſch unter Waſſer geſetzt. Die
Funda=
mente der bei Weſterland begonnenen großen
Strand=
mauer wurden durch die ſchwere Brandung zerſtört. Zwei
Dampframmen und eine Lokomobile wurden im Sande
begraben.
London, 9. April. Durch den Sturm wurde
geſtern in Rokerwood ein Schutzhaus umgeworfen,
wo=
bei eine Anzahl Knaben von den Trümmern bedeckt
wurde. Ein Knabe wurde ſchwer verletzt, die anderen
kamen mit geringfügigen Verletzungen davon.
Die Bergarbeiterbewegung.
* London, 9. April. Nach den Zeitungen wird es
noch einige Wochen dauern, bis der Betrieb in den
Kohlengruben wieder in vollem Gange iſt.
Ein paar Gruben werden vielleicht geſchloſſen bleiben;
andere Gruben ſind durch den Streik ſo in Unordnung
geraten, daß man etwa eine Woche brauchen wird, die
Wege wieder frei zu machen und die Auszimmerung zu
erneuern. Ueberall ſind beim Wiederbeginn der Arbeit
beſondere Vorkehrungen gegen Unfälle nötig. Es iſt
nuch nicht zu erwarten, daß nach dem langen Streik die
Veraleute ſchon in der erſten Woche ihre volle
Leiſtungs=
fähigkeit beſitzen werden. Der größte Teil der
pflicht=
geförderten Kohle geht an die Eiſenbahnen, die
allmäh=
lich den vollen Betrieb wieder aufnehmen. Ende dieſer
Woche werden vorausſichtlich auch verſchiedene Induſtrien
in den Stand geſetzt ſein, den Betrieb wieder
aufzu=
nehmen.
Vermiſchtes.
— Deutſcher Bankbeamten=Verein. Wie
das Reichsarbeitsblatt bereits mitgeteilt hat, hatte der
Verein im verfloſſenen Jahr nächſt dem ſogenannten 58er
Verein mit 4155 neuen Mitgliedern die ſtärkſte Zunahme
von allen Privatbeamten=Verbänden zu verzeichnen. Die
Ausbreitung der Organiſation iſt in der letzten Zeit auch
beſonders im Ausland ſchnell fortgeſchritten. So
ent=
ſtanden neben dem Zweigverein London, der bereits
einen Beſtand von über 300 Kollegen hat, in dieſer
Ge=
ſchäftsperiode die Zweigvereine Paris und Brüſſel,
während in Rio de Janeiro, Bahia, Buenos Aires,
Val=
paraiſo und Santiago und an anderen Plätzen des
Aus=
landes Ortsgruppen errichtet werden konnten. Im Monat
März wurde auch eine Ortsgruppe in Mexiko gegründet,
während es in New=York gelang, einen Zweigvere in
ins Leben zu rufen, dem foſort über 50 Bankbeamte
bei=
traten. Durch dieſe Ausdehnung ſeiner Verbindungen
kann der Verein den Berufsgenoſſen, die außerhalb
Deutſchlands ihr Glück verſuchen, wertvolle Unterſtützung
leiſten, und der in den betreffenden Orten herbeigeführte
Zuſammenſchluß trägt auch dazu bei, die Verbindung mit
der Heimat zu feſtigen und aufrecht zu erhalten. Der
Deutſche Bankbeamten=Verein zählt jetzt beinahe 29000
Mitglieder, die in 92 Zweigvereinen und gegen 200
Orts=
gruppen organiſiert ſind.
Literariſches.
— Geſellſchaft für Heimkultur, Sitz
Wiesbaden. Die neu gegründete gemeinnützige
Geſellſchaft, deren Vorſtand u. a. Profeſſor Metzendorf,
Profeſſor Schwindrazheim, Profeſſor Zell, Profeſſor
Wienkoop, Palmengarten=Direktor Siebert, Direktor E.
Abigt uſw. angehören und in deren Arbeitsausſchuß
mehr als 100 führende bekannte Perſönlichkeiten aus
allen Gebieten des öffentlichen Lebens, der Kunſt und
Wiſſenſchaft, aus Handel und Induſtrie ſitzen, tritt jetzt
mit ihrem Publikationsorgan „Heimkultur” an die
Oeffentlichkeit. Jährlich vier wertvolle Beigaben, deren
jede ſonſt 3—4 Mark koſtet, erhalten die
Vereinsmitglie=
der neben der Zeitſchrift koſtenfrei.
Stremels Goethe=Zimmer.
Vorzugs=
druck des Kunſtwarts. Verlag von Georg D. W. Callwey,
München. Bildgröße 30X37, Blattgröße 62½X49½. Preis
2 Mk., auf Karton aufgezogen 2,50 Mk. Das Bild zeigt
nicht nur einen ſchönen Innenraum, in dem zufällig einmal
Goethe gewohnt hat, es vermittelt uns vielmehr durch das
ſcheinbar Aeußerliche einen Hauch von Goethes Weſen.
Dieſes merkwürdige Gemälde gibt uns nicht nur eine
Augenfreude durch den vollen und gedämpften
Zuſammen=
klang ſeiner reichen und kraftvollen Farben, ſondern ein
ganzes Erlebnis. Die farbige Wiedergabe des Gemäldes,
in einer Art Steindruck, wurde vom Künſtler ſelbſt
über=
wacht, ſie darf Anſpruch auf Muſtergültigkeit erheben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Gießen, 9. April. Im Walde von Wißmar wurde
geſtern ein Zigeuner verhaftet, von dem man
annimmt, daß er der jüngere Bruder des wegen Mordes
verfolgten Ebender iſt. Die in ſeiner Begleitung
befind=
liche Zigeunerin, angeblich ſeine Braut, wurde ebenfalls
feſtgenommen und nach Gladenbach gebracht.
* Tiflis, 9. April. Das Konzept der
Thron=
entſagungsakte Napoleons iſt von dem
Bibliophilen Korganow im Familienarchiv der Aſtafjew
aufgefunden worden. Das Schriftſtück trägt den
Ver=
merk des Generaladjutanten Aſtafjew aus dem Jahre
1840, die Echtheit des Dokuments beſtätigend.
* Kairo, 9. April. Ein Dampfer mit einer
Geſell=
ſchaft Ausflüglern iſt geſtern abend elf Uhr auf dem Nil
geſunken. Der Agence Havas zufolge ſollen
zwei=
hundert Menſchen ertrunken ſein. In der Stadt herrſcht
große Aufregung.
H.B. Berlin, 9. April. Die Wiederaufnahme
der Arbeit in der Herren=Maßſchneiderei
wird, wie bei den Verhandlungen in Jena beſchloſſen
worden iſt, in dieſer Woche in allen Betrieben Groß=
Ber=
lins erfolgen und zwar am Donnerstag früh. Die
Lohn=
erhöhungen betragen 8 bis 8½ Prozent. Die Gehilfen
haben alſo von ihren Forderungen abgelaſſen, während
die Arbeitgeber weiter entgegen gekommen ſind, als ſie
urſprünglich beabſichtigten. Der Münchener
Schneider=
ſtreik geht heute mit der Annahme eines 9prozentigen
Zu=
ſchlages auf den Ortstarif zu Ende.
— Stuttgart, 9. April. Der 19jährige Fabrikarbeiter
Zimmermann iſt auf einer Oſtertour in den Felſengärten
bei Eßlingen abgeſtürzt und blieb tot. Seine Leiche
iſt geborgen.
— Zürich, 9. April. Der Bankbeamte de Werra
von Sitten ſtürzte mit einem Freunde eine ſenkrechte
Wand bei den Anthrazitgruben in Chandolin ab. Werra
war ſofort tot, ſein Freund wurde leicht verletzt. —
Am Pilatus wurde der Automobilhändler Bronzinzevitch
aus Agram durch einen Steinſchlag tödlich verletzt
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Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
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Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Cas ſchönſte Geſchenk iſt ein Los zu 3 Mk., mit
dem ſchon wenige Tage nach Oſtern der Kapital=
Gewinn von 75000 Mk. oder ein anderer der
Haupt=
gewinne von 30000 Mk., 20000 Mk., 10000 Mk. uſw.
gewonnen werden kann; im ganzen bietet die Geld=
Lotterie zur Wiederherſtellung des Straßburger
Münſters 9339 Gewinne, die ohne Abzug zur
Aus=
zahlung gelangen. Neben den vorzüglichen Gewinn=
Chancen, welche dieſe Geld=Lotterie bietet, kann jeder
Los=Käufer die Genugtuung haben, daß er zur
Er=
haltung eines unſerer herrlichſten kirchlichen
Baüdenk=
mäler beigetragen hat; die Straßburger Münſter Geld=
Loſe ſind zu 3 Mk. in allen bekannten Lotterie=Geſchäften
und Loſe=Verkaufsſtellen zu haben und auch zu beziehen
durch den General=Debit Lud. Müller & Co. in Berlin,
Breiteſtraße 5, ſowie J. Stürmer, Straßburg i. E,
Langſtraße 107.
Unterrichtsweſen.
Man ſchreibt uns: Offenbach, 2. April. An der
hieſigen Goetheſchule (Privat=, Real= und
Handels=
ſchule mit der Berechtigung zum einjährigefreiwilligen
Militärdienſt) erwarben ſich bei der mündlichen Abſchluße
prüfung, die unter dem Vorſitze des Herrn Geh.
Ober=
ſchulrates Block im März abgehalten wurde, 40
Unter=
ſekundaner den Einjährigen=Schein. Nach dem
Jahres=
bericht war die Goetheſchule im Schuljahre 1911/12 von
356 Schülern beſucht. Der Lehrplan iſt übereinſtimmend
mit dem der heſſiſchen Realſchulen. Die Einjährigen=
Prüfung wird jährlich zweimal abgehalten, im Frühjahr
und Herbſt. Mit der Anſtalt iſt auch ein Penſionat
verbunden. Der Neubau der Goetheſchule macht gute
Fortſchritte und ſoll noch im Schuljahre 1912/13
be=
zogen werden.
as Spezialhaus fürDamen-Konfektion
EHERMANN BERGEh, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren mög-
Ir lichst billig zu liefern. z: :: 3:
Aus Bädern und Sommerfriſchen.
Das „Hotel Hochſpeſſart” im Luftkurort
Lichtenau, wegen ſeiner wunderbaren Lage „Die
Perle im Speſſart” genannt, hat am 1. März d. Js.
ſchon ſeine Pforten den Beſuchern geöffnet. Sämtliche
Logis= und Reſtaurationsräume ſind neu hergerichtet
und elektriſch beleuchtet; von Pfingſten an ſteht Vereinen
und größeren Geſellſchaften ein neu erbauter großer
Speiſeſaal zur Verfügung.
Ossansnsnsgahsgsc
Wür die uns anlässlich unserer
T Silbernen Hochzeit in so reichem
Masse erwiesenen Ehrungen sagen
wir auf diesem Wege, da es uns
nicht möglich ist jedem persönlich
zu danken, Allen unseren
herz-
lichsten Dank.
(8544
Jacob Dillmann u. Frau,
Weiterstädterstr. 35.
Für die uns übermittelten Gra-
tulationen zu unserer Vermählung
danken herzlichst
(*8877
Willy Joseph und
Frau Lisbeth, geb. Jehmlich,
nebst Eltern.
Allen, die an meinem
Jubiläumstage
in so liebenswürdiger Weise meiner
gedacht haben, sage ich meinen
tiefgefühlten herzlichsten Dank.
Minna Geiss.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Nachricht, daß unſer
innigſtge=
liebter Vater, lieber Sohn, Bruder, Schwager
und Onkel
(8677
Heinrich Notti
nach kurzem, ſchwerem Leiden im 50.
Lebens=
jahre in Berlin ſanft verſchieden iſt.
Neu=Brandenburg, Mannheim, Darmſtadt,
6. April 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet auf dem Darmſtädter
Friedhof am Donnerstag, den 11. ds. Mts.,
nachmittags 4 Uhr, ſtatt.
nach Pilsner Art u
nach Münchner Art
Hell Export Gauh
feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
2453a
[ ← ][ ][ → ]Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 7.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute nacht 1 Uhr entſchlief ſanft in
Heidel=
berg im Alter von 68 Jahren unſer lieber
Schwager und Onkel, der
(8629
Großherzogliche Senatspräſident i. P.
Hermann Schäfer.
Wir bitten ihm ein gutes Andenken zu
bewahren.
Darmſtadt, 9. April 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Einäſcherung findet in Heidelberg ſtatt.
Von Blumenſpenden bittet man abzuſehen.
Danksagung.
Für die vielen Beweise der Liebe
und aufrichtigen Teilnahme, welche
uns in diesen schweren Tagen
er-
wiesen wurden, sagen ihren
tief-
empfundenen und innigsten Dank
Georg Viel, Dentist,
und Familie.
8543)
Darmstadt, 10. April 1912.
Todes-Anzeige.
Statt jeder beſonderen Mitteilung zeige
hierdurch an, daß meine liebe Frau, unſere
gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
geb. Roeder
heute nacht 3 Uhr ſanft verſchieden iſt. (8553
Darmſtadt, den 9. April 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
G. F. Braun,
Parkusſtraße 8.
Auf Wunſch der Verſtorbenen erfolgt die
Be=
erdigung in der Stille.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der
Ent=
ſchlafenen.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Die Räuber”.
Orpheum, Anfang 8¼ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer.
Bauerntheaters („Der Jäger von Fall”.
Saalbautheater, Anf. 8 Uhr: „Polniſche Wirtſchaft”.
Volkslieder=Abend von Elſa Laura v. Wolzogen
um 8 Uhr im Hotel „Zur Traube‟
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
und Reſtaurant „Metropol” um 8 Uhr.
Koloniale Jagd= u. Meerfiſche=Ausſtellung
im „Kaiſerſaal” (geöffnet von 9—8 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 11. April.
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Drag.=
Kaſerne (Regiment Nr. 23).
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß mein unvergeßlicher,
treubeſorgter Gatte, unſer guter Vater, Bruder,
Schwager und Onkel
(8617
Herr
Heinrich Umbreit
Photograph
nach kurzem, ſchwerem Leiden im Alter von
54 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Eliſabethe Umbreit, geb. Heß,
und Kinder.
Darmſtadt, den 8. April 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 11. April,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe
Soder=
ſtraße 8 aus, ſtatt. Einſegnung ¼ Stunde
vorher.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Südſkandinavien liegt eine ſtarke Depreſſion.
Sie verurſachte bei ſtürmiſchen Winden in ganz
Deutſch=
land mit geringen Ausnahmen Niederſchläge. Auf ihrer
Nordſeite iſt die Temperatur wieder gefallen. Auf der
Rückſeite des abziehenden Tiefs iſt ein Kälterückfall zu
erwarten. Regen= und Schneeſchauer ſtehen in Ausſicht;
ſpäter dürfte es langſam aufheitern.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 10. April:
Veränderlich, Regen= und Schneeſchauer, kälter (
Nacht=
froſt), ſpäter langſam aufheiternd.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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im
Maushiatt
ist die
Sr
Jeder hascht nach ihr, wenn sie durch das
Zimmer fliegt, weil man die
Zerstörungs-
wut dieses unscheinbaren Wesens kennt.
Kein Polster, kein Kleidungsstück, kein
Teppich, kein Pelzwerk ist vor ihr sicher.
Mit Bangen denkt die Hausfrau in der
Sommerfrische, ob ihre
Wohnungseinrich-
tung gegen Mottenschaden genügend
ge-
schützt sei. Inzwischen leidet der zu Hause
gebliebene Ehemann unter dem üblen Geruch
von Naphthalin u. Kampfer in allen Zimmern.
Machen Sie das
Experiment:
e
Fuunachuachliten
Anwendung, ohne zu Hecken
oder Nlachteile für dle
behan-
delten Stoffe, zegenchmer
zo-
fert sich wisder verſtüchligest
der Gerach.
Preis Mk. 1.25
ekid:
Thafk-ähon G. K. 5. II.
Garin w. 55.
Eine lebende Motte in
ein umgestülptes Glas
mit Kampfer, Naphtha-
Iin oder sonst eines
der bekannten Motten-
Vertreibungsmittel
Lesetzt, wird
dar-
in vergnügt
und munter
weiter-
leben.
Vergnügte Motten
unter einem Glase
mit Kampfer,
Ein sicher erprobtes, unbedingt zuverlässiges und geruchloses Mittel
ist
Dr. Welreick
Eine Königliche Schlossverwaltung schreibt:
Gern komne ich Ihrer Bitte nach, in persönlicher Form nein Urteil
über Ihren Mottenäther abzugeben. In Jahre langen Gebrauch und der
Absicht, dense lben bei zubehalt en., liegt Ja wohl die beste Bmpfeh. lung
denn in einer Schlossverwaltung gibt es die vielseibigste
Verwen-
dung bei einfachsten wie den kostbarsten Dingen.
Kampfer Pfeffer, Insektenpulver sind vegen Staub, Geruch usw.
nicht überall verwendbar und nicht zuverlässig wirksam
Mottenäther hölt entstandenen Schaden auf, verhütet solchen bei
achtsamer rechtzeitiger Verwendung und hab hier altze Brutstäbben.
völlig zerstört. Nachteilige Wirkungen habe ich nicht bemerkt . In.
meiner sehr Jangjährigen Erfahrung habe ich kein besseres Mittel
kennen gelernt und keinen Anlass, dandch zu suchen.
Königliche und
fürst-
liche Hofhaltungen,
militärische
Kleider-
kammern, Königliche
Theater, Museen usw.
benutzen seit Jahren
Dr. Weinreich’s
Motten-
Aether
Laut Bestätigung des Ober-Hofmarschallamtes kommt in den Hofhaltungen
Seiner Majestät des Kaisers und Königs
Dr. Weinreich’s MOTTENAETHER seit Jahren mit Erfolg in Anwendung.
„ist für alle, ob grosse oder kleine Haushaltungen, Lagerstätten von Tuch, Garn, Pelzwaren, Konfek-
Dr. Weinreich’s Mottenäther tionswaren, Möbeln, Polstermöbein, Federlager usw. zum Schutz vor grossem Schaden unentbehrlich.
Besondere Vorzüge: Sichere prompte Vertilgung der Motten und deren Brut, andauernde Wirkung, absolute Unschädlichkeit auch für die kostbarsten
Stoffe, sparsam im Gebrauch. Die Stoffe, Möbel, Kleidungsstü ke werden mittels Zerstäuber, wie sie zum Zerstäuben von Parfüm verwendet werden,
eingespritzt und sind so für die ganze Saison vor Motten bewahrt. Zimmer, in denen behandelte Gegenstände sich befinden, können gelüftet, Kleidungsstücke
jederzeit getragen werden, da ihnen kein unangenehmer Geruch anhaftet. Dr. Weinreich’s Mottenäther ist in Flaschen à M. 1.25 und M. 2.— für kleine,
M. 3.50 für mittlere und M. 6.— für Grosse Haushaltungen, passende Zerstäuber à M. 1.10 und 2.— in Apotheken, Drogerien, Parfümerien und
ein-
schlägigen Geschäften zu haben; wo nicht erhältlich, wende man sich an die nachstehende Fabrik. Für Grossverbraucher Lieferung in Ballons à 10
und 15 Liter zu ermässigtem Preise. Auskunft und Prospekte mit zahlreichen glänzenden Anerkennungsschreiben durch den alleinigen Fabrikanten
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Um nielt minderwertige Nachaßmungen zu erhelten, achte man stets auf den Namen „Dr. Weinreich‟
Nummer 84.
Seite 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
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gearbeitet hat, wünſcht mit
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Nummer 84.
V.
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Zahezlehendurghdie Drngerien a. Kolanialwarengeschäfte.
machte allfdie Schatzmarka
Wanderungen durch das Städtiſche
Mnſeum.
III.
Johann Adam Groh.
Der Teil unſeres Muſeums, der durch die raſtloſe, mit
feinſtem Sachverſtändnis ſchon ſeit Jahrzehnten ausgeübte
Sammeltätigkeit des Herrn Sanitätsrats Dr. Maurer
zuſammengebracht, in muſterhafter Weiſe aufgeſtellt
und durch ein von ihm verfaßtes, beſchreibendes mit
vor=
züglichen Bildern geſchmücktes Verzeichnis den Beſuchern
leicht zugänglich gemacht iſt, das Odenwaldmuſeum, hat in
letzter Zeit einige neue Zugänge erhalten, die wir in dieſer
dritten Wanderung berückſichtigen wollen.
Das Zimmer, in dem hauptſächlich die Odenwälder
Trachten untergebracht ſind, iſt mit einigen Bildern von
Männern, die ſich um den Odenwald verdient gemacht
haben, geſchmückt worden. In der Mitte von allerlei
Män=
nern des Odenwaldklubs und über unſerem Odenwaldmaler
Auguſt Wondra hängt ein Bild von Adam Groh
Da der ſchon über ein Menſchenalter verſtorbene Pfarrer
Groh den wenigſten bekannt ſein dürfte, wollen wir hier
eine kurze Ueberſicht ſeines Lebenswerkes geben. Das Bild
führt die Unterſchrift „ein um die Begründung des
heſſi=
ſchen Genoſſenſchaftsweſens und die Hebung der
Landwirt=
ſchaft des Odenwalds hochverdienter Mann‟ Daß dem ſo
iſt, ſoll im folgenden gezeigt werden.
Johann Adam Groh wurde am 30. Juni 1824
zu Vielbrunn, faſt an der bayeriſchen Grenze, als der
dritte und jüngſte Sohn geboren. Sein Vater, ein
kern=
hafter, ſchlichter Bauer und Bäckermeiſter, bekleidete lange
Jahre hindurch das Amt eines Bürgermeiſters. Da ſich
ſchon früh die ungewöhnlichen Fähigkeiten des Kindes
zeigten, wurde er Oſtern 1835 in die Realſchule nach
Michel=
ſtadt und dann auf das Gymnaſium zu Darmſtadt geſchickt.
Er bezog 1843 die Landesuniverſität Gießen, philoſophiſchen
und theologiſchen Studien ſich widmend. Hier wirkte
be=
ſonders ſein engerer Landsmann, der junge Profeſſor der
praktiſchen Theologie Guſtav Baur auf ihn ein, der zu
Lindenfels geborene, in Leipzig verſtorbene ältere Bruder
von Wilhelm Baur. Daneben wird Groh die günſtige
Gelegenheit benutzt und bei Liebig die theoretiſchen
Kennt=
niſſe über die gerade damals auf neuer wiſſenſchaftlicher
Grundlage errichtete Landwirtſchaftswiſſenſchaft ſich
er=
worben haben. Nach gut beſtandener Fakultätsprüfung
be=
ſuchte er 1847 das Predigerſeminar zu Friedberg, beſtand
im Dezember 1849 ſein Staatsexamen und trat mit dem 12
Januar 1851 in den Dienſt der Kirche als Pfarrverwalter
und Schullehrer zu Wilsbach bei Gladenbach. Ein
ſchönes Witzwort iſt aus dieſer Zeit von Groh überliefert.
Er und ſeine Schule befanden ſich nämlich in einem
Wirts=
hauſe. Nun ſagte er, als nach einer Schulviſitation er
aufge=
fordert wurde, etwaige perſönliche Anliegen vorzubringen
ich muß den Pfarrer verklagen, „der kommt Tag und
Nacht nicht aus dem Wirtshaus heraus.”
Zu=
erſt habe der Viſitator geſtutzt, dann aber, als er den Witz
begriffen, habe er Abhilfe zugeſagt. Das wahre Witzwort
kennzeichnet trefflich die Art und Weiſe Grohs. Viele
ſeiner Erfolge ſind ſolchem ſchlagfertigen, die Dinge oft
durch ein einziges Wort ſcharf beleuchtenden Ausdrucke zu
verdanken. Hier lernte er auch ſeine treue Lebensgefährtin
Karoline Cellarius, Tochter des Pfarrers C. in
dem nahen Erda bei Wetzlar, kennen und führte mit ihr
über 25 Jahre eine muſterhafte Ehe. Am 12. Februar 1855
wurde Groh zum Pfarrer des umfangreichen Kirchſpiels
Kirch=Brombach, es hat 12 Tochtergemeinden, berufen.
Hier zeigte er nun ſofort ſein großartiges Geſchick in der
Be=
urteilung und Behandlung der Menſchen. Die Gemeinde
Kirch=Brombach war ſeit dem Jahre 1848, hauptſächlich
durch die Verhetzungen eines gewiſſen Vikars Kattmann
itief zerrüttet, hatte in dem tollen Jahre ihren Pfarrer
fortgejagt. Kattmann hatte ſogar eine „freie Gemeinde‟
gebildet. Auch nachdem dieſer, der viel auf dem Kerbholz
hatte, nach Amerika geflüchtet war, wollte es trotz eifriger
Bemühungen nicht gelingen, die Gemeinde wieder zu
ver=
einigen. Groh gelang es bald, geregelte Verhältniſſe
her=
zuſtellen. Und zwar ſoll vorzüglich ein Vorkommnis die
Umſtimmung mitbewirkt haben. Es war nämlich eine
An=
hängerin der „Kattmänniſchen” ein junges Mädchen,
ge=
ſtorben. Alle Welt erwartete nun, Groh würde in der
Leichenrede tadelnde Worte einfügen. Statt deſſen hielt er
eine ergreifende Gedächtnisrede und hob namentlich die
Treue des Mädchens rühmend hervor. Das führte ihm im
Sturm die Herzen aller noch grollend abſeits Stehenden zu.
Seine Gemeinde ging fortan für ihn durchs Feuer. Er
war ein durch und durch in dem Leben drin ſtehender
Mann, der nicht blos für das Seelenheil ſeiner Pfarrkinder
ſorgte, ſondern auch ebenſo gut für das leibliche
Wohl=
ergehen. Es war damals eine böſe Zeit. Durch die
ver=
änderten Zeitumſtände, ſowie durch den drückenden
Wett=
bewerb namentlich Englands, waren die im Odenwald
alt=
einheimiſchen Gewerbe, beſonders die Weberei u. a., faſt
ganz eingegangen. Infolge davon waren die Odenwälder
in Scharen, darunter auch viele Kirch=Brombacher,
ausge=
wandert. Für den Haupterwerb, die Landwirtſchaft, kam
noch die in den 40er Jahren ſchrecklich wütende
Kartoffel=
krankheit hinzu. Es trat an verſchiedenen Stellen als
Ge=
folge dieſer Nöte der Hungertyphus auf. Da rang ſich in
Adam Groh, der mitten im Leben drin ſtand, die
Ueber=
zeugung durch, daß nur durch eine Neubegründung der
wirtſchaftlichen Grundlage, der Landwirtſchaft dem
Oden=
wald, ſowie dem ganzen Vaterlande gründlich geholfen
werden könnte. Insbeſondere die volkswirtſchaftliche Seite
der Frage, wie dem verarmten Bauer geholfen, namentlich
auch dem als Begleiterſcheinung dabei zutage tretenden
Wucher geſteuert werden könne, beſchäftigte ihn eingehend
und ließ in ihm den Plan zur Begründung von
Darlehens=
kaſſen reifen. Ob er ihn unabhängig von dem Begründer
dieſer Kaſſen in den Preußiſchen Teilen der Rheinlande,
dem Bürgermeiſter Raiffeiſen gefaßt hat, iſt noch nicht
ganz klar geſtellt. Ein Freund und Mitarbeiter Grohs,
der damals als Lehrer in Langen=Brombach tätige,
jetzt als Seminarlehrer a. D. und eifriger Odenwälder
Schriftſteller in Bensheim lebende Herr Philipp
Buxbaum ſchrieb mir darüber: „Er trug ſich mehrere
Jahre damit und oft hat er auch mit mir darüber
ge=
ſprochen. Erſt als die Gründung ſpruchreif war, hörte er
von den Kaſſen, wie ſie Raiffeiſen ſchuf. Die erſten
For=
mulare für die Buchführung wichen denn auch von den
Raiffeiſenſchen ab und machten dem erſten Rechner
Joſeph viel Kopfweh. Da wurde oft im „Jägerhauſe‟
hin und her gerechnet, verglichen und geändert, aber der
ernſte Wille beſiegte alle Hinderniſſe.” Mit dieſen
Mit=
arbeitern, zu denen ſich noch der geiſtig über das Mittelmaß
hervorragende Bauer Peter Krenz, der „Krenze Peter”
wie er allgemein hieß, geſellte, trat nun Groh als der
Vor=
kämpfer für die Landwirtſchaft öffentlich auf. Auf ſeine
Anregung trat bereits im Winter 1856/57 ein ſogenanntes
landwirtſchaftliches Kränzchen ins Leben, das
bis 1874 beſtand und in dem die ſchwebenden Fragen eifrig
beſprochen wurden. Im Jahre 1862 erfolgte dann die
Be=
gründung einer Darlehenskaſſe ſowie eines
land=
wirtſchaftlichen Konſumvereins als wirkſamſte
Dämme gegen den Wucher. Groh war aber nicht der
Mann, der bei einem glücklichen Erfolge es ſchon hätte
be=
wenden laſſen. Er war ein Mann der Tat. Sein raſtlos
alles erfaſſender Geiſt verſtand es mit wahrer Meiſterſchaft,
auch die anderen Zweige des landwirtſchaftlichen Gewerbes
zu neuem=Leben anzuregen. Seinen jahrelangen eifrigen
Bemühungen iſt es gelungen, die Viehzucht, jetzt der
Schwerpunkt der Landwirtſchaft, in unſerem ſüdöſtlichen
Odenwalde zu größerem Anſehen zu bringen. Vor mir
liegt eine große Reihe von Grohs Haushaltungsbüchern,
in denen mit größter Genauigkeit alles Mögliche verzeichnet
iſt. Mit dem Jahre 1858 beginnend, enthalten ſie nicht
bloß eine genaue Buchführung, ſondern neben dem kurzen
Entwurf zur Predigt auch noch Berechnungen über den
Nutzen von allerlei landwirtſchaftlichen Verrichtungen,
z. B. über das Abblatten der Dickwurzel u. a. Aehnlich
wurde auf ſeine Anregung hin in Kirch=Brombach ein
Grundſtück zum Verſuchsfeld umgewandelt, in etwa 20
verſchiedene Verſuchsfeldſtücke eingeteilt und nun für jedes
ein anderer Dünger mit Ausſchluß des Stalldüngers:
Guano, Knochenmehl, Aſche uſw. gewählt. Dies alles
lange, bevor es eine landwirtſchaftliche Verſuchsſtation in
Heſſen und anderswo gab. Auf dem Gebiete der
land=
wirtſchaftlichen Gewerbe ging Groh bahnbrechend vor
durch Anſchaffung einer Dreſchmaſchine für ſeine Gemeinde
und Anregung und Begründung einer
Dreſchge=
noſſenſchaft welche Art Genoſſenſchaft ſich bald in
ganz Heſſen ausbreitete. Sein praktiſcher Verſtand, der ſich
auch in einem förmlichen Rechentalent äußerte, machte
Groh auch vorzüglich befähigt zum Leiter einer Spar=
kaſſe, zunächſt als Mitglied des Ausſchuſſes der
Breuberger Sparkaſſe ſpäterhin ſogar als ihr
Präſident. Das große Organiſations= und
Verwaltungs=
talent ließ dieſe Eigenſchaften ſich vorzüglich bewähren
bei dem Verbande der landwirtſchaftlichen
Konſumvereine als Mitglied, dann auch bis zu
ſeinem Tode als ihr zweiter Vorſtand. Kräftigſte und
regſte Unterſtützung ließ ihn auch die Bildung der
land=
wirtſchaftlichen Kreditgenoſſenſchaften
fördern, die ſich als ſogenannte Darlehenskaſſen
bildeten und für welche eine Geldausgleichſtelle in der
Landwirtſchaftlichen Kreditbank zu
Frankfurt a. M., der Groh als Vizepräſident
vor=
ſtand, geſchaffen war. Im Jahre 1879 wurde Groh von
ſeiten des Starkenburger Landwirtſchaftlichen
Provin=
zialvereins als Mitglied der Großh. Landwirtſch.
Zentralſtelle gewählt. In allen dieſen Stellungen
leiſtete er Hervorragendes durch ſeinen Scharfblick, der
den Nagel auf den Kopf traf, durch ſeine unermüdliche,
ſelbſtloſe, zum Wohle der Geſamtheit geleiſtete Arbeit,
durch ſeinen liebenswürdigen Humor, mit dem er die
Herzen eroberte. „Wir haben uns oft gefragt, ſchreibt ein
Freund von ihm in einem Nachruf, wie Groh alle dieſe
verſchiedenen Aemter — im Jahre 1874 waren es nach
ſeiner eigenen Zuſammenſtellung 23 — mit den damit
verbundenen körperlichen Strapazen und geiſtigen
Auf=
regungen und Ermüdungen bewältigen könne, und haben
die Antwort nur gefunden in ſeiner ſeltenen Manneskraft
und Geſundheit und ſeiner unvergleichlichen
Geſchäfts=
gewandtheit, in ſeiner uneigennützigen Hingabe, wo es
des Volkes Wohl galt.” Trotz ſeiner gewaltigen
Arbeits=
kraft mag ihn doch das Gefühl beſchlichen haben, ein
weniger umfangreiches Amt in einem Städtchen, von
dem er bequem ſeine Nebenämter verſehen könnte, zu
übernehmen. Aus dieſen Gründen, nur mit ſchwerem
Herzen, entſchloß er ſich im Sommer 1878, ſeinen
lang=
jährigen, ihm ans Herz gewachſenen Wirkungskreis
Kirchbrombach zu verlaſſen und in das benachbarte
König überzuſiedeln, wo er ſeit 1880 auch die
Deka=
natsgeſchäfte übernahm. Nachdem er noch als
Abge=
ordneter ſeines heimatlichen Wahlbezirkes in die
Zweite Kammer gewählt war, wurde er ſchon vor
dem Zuſammentritt des neuen Landtages durch den Tod
abberufen. Nach kaum 14tägigem Krankſein, infolge
eines Gehirnleidens, ſtarb er am 3. Oktober 1881, beweint
und betrauert von Vielen, denen er im Leben mit Rat
und Tat beigeſtanden hatte. Seine beiden Kinder, ein
Sohn und eine verwitwete Tochter, leben noch hier in
Darmſtadt. Die Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften
waren ſich bewußt, was ſie an Groh verloren; ſie
errich=
teten ihm im folgenden Jahre auf ſeinem Grabhügel ein
Denkmal, um die lebensvollen Züge des Entſchlafenen
auch den Nachkommen zu erhalten. Der erſte Präſident,
der damalige Polizeirat, jetzige Geheimerat Haas, ſprach
damals die bezeichnenden Worte: „Im Namen der
heſſi=
ſchen Genoſſenſchaften, im Namen von vielen Tauſenden
heſſiſchen Landwirten, lege ich unſerem leider zu früh
geſchiedenen Freunde und Mitarbeiter J. Adam Groh,
dem Vorkämpfer auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt,
den Lorbeerkranz aufs Grab. Ja, er hat ſich um ſeine
Mitbürger verdient gemacht; aus dem Volke
hervorge=
gangen, hat er mit dem Volke, hat er für das Volk gelebt
und gewirkt. Er kannte das Volk und ſeine Bedürfniſſe;
das Volk verſtand ihn. Im Herzen der Bevölkerung
wird ſein Andenken immerdar ein geſegnetes ſein!“
Wie ſehr Groh in den Herzen ſeiner Odenwälder
lebte, beweiſt der Umſtand, daß ſich die Sage mit ihm
beſchäftigte. Ein guter Freund von ihm, der auch eine
Zeitlang als Rentamtmann in König lebende bekannte
Volksſchriftſteller Georg Schäfer berichtet in einem
Aufſatz „Odenwälder Volksleben” (vgl. „Der Odenwald”
von G. Volk, S. 197), der Glaube ſei verbreitet, daß eine
von Grohs Hand ſelbſt am Eingang des Pfarrhofs
ge=
pflanzte Trauerweide wehmütig ihre Aeſte geneigt habe,
als die Leiche Grohs an dem Baum vorüber getragen
wurde.‟)
Daß Groh auch an den Geſchicken des geſamten
Deutſchlands warmen Anteil nahm, beweiſt ein zufällig
erhaltenes längeres volkstümliches Gedicht auf Bismarck,
das nebſt einer Antwort ſeines Freundes
Michelſtäd=
ter in der Bismarck=Ausſtellung im Original
ausgelegt iſt.
*) Der Schreiber dieſer Zeilen iſt augenblicklich mit
der Abfaſſung einer Lebensbeſchreibung Grohs
beſchäf=
tigt. Zu dieſem Zweck bittet er alle, die Briefe, Gedichte,
Aufſätze uſw. von Grohs Hand beſitzen, ihm dieſe kurze
Zeit zur Kenntnisnahme gütigſt zu überſenden. (Adreſſe:
Stadtbibliothekar Noack, Orangerieſtr. 13.) Für baldige
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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Monat März in den Wagen der elektriſchen Straßenbahn liegen
geblieben und von der Verwaltung abgeliefert: 1 farbiger Damen=
Silbergürtel. 2 große Schlüſſel. 1 Stück ſchwarzer Tüll. 1 Zwicker.
1 rotbraunes Handtäſchchen mit Portemonnaie, 1 weiße geſtickte
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monnaie mit einigem Inhalt. 1 Rolle blaues Band. 1 Paket Tee.
1 Damen= und 1 Herrenſchirm. 1 Damenrocktaſche mit einigen
Pfennigen ꝛc. 1 Diplom für Turner.
(8552
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher. 1 Hofhund, 1 Jagdhund, 1 Wolfshund
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag vormittags um
(8551
10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Betr.: Polizeiliche Schutzmaßregeln in den bei Darmſtadt
ge=
legenen Waldungen.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß mit Wirkung
vom 6. April I. Js. der Sicherheitsdienſt in der Waldumgebung der
Stadt, gleichwie in den Vorjahren, wiederum in Kraft tritt. Der
Aufſichtsdienſt wird von 7 Forſtaufſehern ausgeübt, welche die
Uni=
form der ſtaatlichen Forſtwarte tragen und mit Gewehr ausgerüſtet
ſind. Ihre Aufgabe iſt die ſtändige Beaufſichtigung der die Stadt
umgebenden Waldungen unter beſonderer Berückſichtigung der von
dem Publikum begangenen Spazierwege.
Da den Forſtaufſehern die polizeiliche Ueberwachung der
Wald=
umgebung obliegt, ſind ſie von dem Großh. Kreisamt eidlich als
Polizeibeamte auf den Polizeiſchutz verpflichtet und im Beſitz einer
von dem unterzeichneten Polizeiamt ausgeſtellten Ausweiskarte.
In der Ueberzeugung, daß durch die ſtändige polizeiliche
Ueber=
wachung der Waldungen eine erhöhte Gewähr für die Sicherheit des
Spaziergängerpublikums gegeben iſt, richten wir hiermit an die
Ein=
wohnerſchaft die Bitte, von etwaigen verdächtigen Wahrnehmungen
in den Wäldern bei Begegnung die Forſtaufſeher oder aber das
unterzeichnete Polizeiamt in Kenntnis ſetzen zu wollen.
Darmſtadt, den 3. April 1912.
(8370sim
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Lauteſchläger.
Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen gegen Beſchädigungen der Straßenpaſſanten
bei der Vornahme von Dachdecker=Arbeiten.
Wir haben wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß
Dach=
decker bei der Vornahme von Dacharbeiten, nachdem ſie an beiden
Enden des betreffenden Gebäudes die üblichen Warnungszeichen
(quer ausgelegte Latten) aufgeſtellt haben, ohne weiteres Ziegel= und
Schieferſtücke auf die Straße herunterwerfen, die nicht ſelten
außer=
halb des Abſperrungsgebietes niederfallen. Mit Rückſicht auf die
hierdurch hervorgerufene erhebliche Gefährdung der Vorübergebenden
ſehen wir uns veranlaßt, die betreffenden Handwerker darauf
auf=
merkſam zu machen, daß ſie bei Vornahme von Dach= und Haus=
Reparaturen verpflichtet ſind, nicht nur gemäß Art. 295 Pol.=
Straf=Geſ. Warnungszeichen aufzuſtellen, ſondern mit Rückſicht
auf § 386 Ziff. 8 R.=St.=G.=B. und Art. 292 Pol.=Straf=Geſ. alle
Vorkehrungen zu treffen, um das Herabfallen von Ziegel= und
Schieferſtücken zu verhindern. Insbeſondere ſind während der
fraglichen Arbeiten an der unteren Dachkante Brettvorlagen
anzubringen; unter keinen Umſtänden dürfen, auch wenn
War=
nungszeichen ausgeſtellt ſind, Ziegel= oder Schieferſtücke
abſicht=
lich auf die Straße geworfen werden.
Solche Gegenſtände ſind vielmehr in Körben oder dergleichen
zu ſammeln und herunter zu tragen.
Zuwiderhandlungen haben die Beſtrafung auf Grund der
ge=
nannten Geſetzſtellen zur Folge.
Da es immerhin vorkommen kann, daß trotz aller
Vorſichts=
maßregeln Ziegel= und Schieferſtücke auf die Straße fallen, ſo
er=
ſuchen wir das Pnblikum, die Warnungszeichen gehörig zu
be=
achten.
(8549ms
Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, die Beachtung obiger
Vorſchriften zu überwachen und gegen Zuwiderhandelnde Anzeige
zu erheben. Paſſanten, welche durch herabfallende Gegenſtände
ver=
letzt oder gefährdet werden ſollten, wollen auf dem zuſtändigen
Poli=
zeirevier alsbald hiervon Anzeige machen, damit der Sachverhalt
ſofort feſtgeſtellt werden kann.
Darmſtadt, den 6. April 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
I. V.: Lauteſchläger.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Bekämpfung der Schnakenplage.
Im Anſchluß an unſere öffentliche Aufforderung vom 11.
Ja=
nuar d. Js. und unter Hinweis auf § 3 ff. der Polizeiverordnung
des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 11. März 1911 fordern wir
die Grundſtückseigentümer auf, in den Monaten April bis einſchl.
September die auf ihren Grundſtücken befindlichen Jauche= und
Abortgruben mit einem zur Vernichtung der Schnakenbrut
ge=
eigneten Mittel (Saprol, Petroleum oder dergl.) mindeſtens
einmal monatlich zu übergießen.
Darmſtadt, den 6. April 1912.
(8548ms
Großherzogliches Polizeiamt.
I. V.: Lauteſchläger.
Landwirtſchaftskammerwahl.
Am 13. April 1912, von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr
nachmittags, findet die Wahl eines Vertrauensmanns (Wahlmanns)
für den Vertrauensmännerkreis Darmſtadt II in dem Vorſaale des
Städt. Saalbanes ſtatt.
Wahlberechtigt iſt nur, wer in die feſtgeſtellte Wählerliſte
ein=
getragen iſt.
Zur perſönlichen Teilnahme an der Wahl ſind ſolche
Verbands=
angehörige berechtigt, die zur Zeit der Wahl deutſche Reichsangehörige,
männlichen Geſchlechts und volljährig ſind. Ein perſönlich
Wahl=
berechtigter kann ſich bei der Stimmabgabe durch einen Bevollmächtigten
vertreten laſſen.
Das Wahlrecht von Verbandsangehlrigen, die unter
Vormund=
ſchaft oder Pflegſchaft ſtehen oder nicht natürliche Perſonen ſind, iſt
von ihren geſetzlichen Vertretern, das Wahlrecht von weiblichen
Verbandsangehörigen durch Bevollmächtigte auszuüben.
Ein Bevollinächtigter muß denſelben Erforderniſſen entſprechen
wie ein perſönlich Wahlberechtigter, braucht jedoch nicht
Verbands=
angehöriger zu ſein. Er darf nicht mehr als eine Vollmacht
über=
nehmen. Die Vollmacht bedrf der ſchriftlichen Form und iſt von
der Bürgermeiſterei des Betriebsſitzes des Verbandsangehörigen
koſten= und ſtempelfrei zu beurkunden.
Der Wahlvorſtand beſteht aus dem Weinhändler Karl Malzi
als Vorſitzenden, Oekonom Martin Kaus deſſen Stellvertreter, und
den Beiſitzern Privatier Ludw. Wilh. Aßmuth und Landwirt Wilh.
Ludw. Maurer III. hier.
Darmſtadt, am 9. April 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.. Ekert.
86622
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 22. Mai1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Peter Günther
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebenen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
XIII 291½/100 435 Hofreite
Sand=
bergſtr. 64,
XIII 2917/100 426 Hofreite
da=
ſelbſt 62,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Darmſtadt, 3. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (V8597
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Mai 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Wilhelm Groh zu
Arheilgen in der Gemarkung
Beſ=
ſungen gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 152/10 322 Hofreite
Karl=
ſtraße 50,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
ein der Schätzung entſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 20. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (V7313
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Mai l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Haller
Ehe=
leuten von Darmſtadt, jetzt in
Hoch=
emmerich, im Grundbuch der
Ge=
markung Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 283 75 Hofreite
Ober=
gaſſe Nr. 6,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K27/12
Darmſtadt, 18. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
Müller.
(V7312
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Johann
Fried=
rich Trautwein, Kaufmann in
Darmſtadt, Inhabers der Firma
Peters & Trautwein, Holz= und
Kohlenhandlung in Darmſtadt, iſt
zur Abnahme der Schlußrechnung
des Verwalters, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das
Schluß=
verzeichnis der bei der Verteilung
zu berückſich tigenden Forderungen
— und zur Beſchlußfaſſung der
Gläubiger über die nicht
verwert=
baren Vermögensſtücke — der
Schlußtermin auf
Montag, den 29. April 1912,
nachmittags 5 Uhr,
vor dem Großherzoglichen
Amts=
gerichte I hierſelbſt, Zimmer Nr. 219,
beſtimmt.
(8615
Die Vergütung des
Konkurs=
verwalters wurde auf 1500 Mark,
der Betrag deſſen Auslagen auf
23 Mk. 51 Pfg. feſtgeſetzt.
Darmſtadt, 4. April 1912.
Der Gerichtsſchreiber
des Großh. Amtsgerichts I.
In dem Konkursverfahren
über den Nachlaß des Studenten
Erwin Hilgendorf in Darmſtadt
beträgt bei der bevorſtehenden
Schlußverteilung die vorhandene
Maſſe Mk. 461.08, während die
zu berückſichtigenden
nichtbevor=
rechtigten Forderungen Mk. 1386.83
(3613
betragen.
Die Schlußrechnung, ſowie das
Schlußverzeichnis liegen auf der
Gerichtsſchreiberei des
Großher=
zoglichen Amtsgerichts Darmſtadt I
zur Einſicht offen.
Darmſtadt, 6. April 1912.
Der Konkursverwalter:
Kurl Dechert.
Dünger=Verkauf.
Am Donnerstag, den 11. April
1912, von 9½ Uhr vormittags
ab, wird auf dem hinteren Hofe
deralten Kavalleriekaſerne in
Darm=
ſtadt die Matratzenſtreu von einer
Eskadron öffentlich meiſtbietend
(8560
verſteigert.
Garde=Dragoner=Regiment
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
Dünger=Verkauf.
Am Samstag, den 13. April
1912, von vormittags 9½ Uhr
ab, wird auf dem hinteren Hofe
der alten Kavalleriekaſerne in
Darmſtadt die Matratzenſtreu von
einer Eskadron öffentlich meiſtbie=
(8666df
tend verſteigert.
Garde=Dragoner=Regiment
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
Bekanntmachung,
die Aufſtellung der Kehrichtgefäße betreffend.
Beſtehender Vorſchrift zufolge iſt das Aufſtellen der
Kehricht=
gefäße vor den Hofreiten auf der Straße verboten. Ebenſo dürfen
offene Kehrichtgefäße innerhalb der Hofreiten an den Eingängen nicht
ſo aufgeſtellt werden, daß ihr oft widerwärtiger oder Ekel erregender
Inhalt von der Straße aus geſehen werden kann. Zur
Aufbewah=
rung des Hauskehrichts eignen ſich am beſten die mit Deckel verſehenen
Kehrichtgefäße, wie ſie von hieſigen Firmen in den Handel gebracht
werden. Dieſe runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran
befeſtigtem Deckel verhindern das Herausſcharren und Verſchleppen
des Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entleerung der Behälter
bei der Abfuhr und ſind, wenn ſie, wie vorgeſchrieben, innerhalb der
Hofreiten an den Eingängen aufgeſtellt werden, für das
Straßen=
bild nicht mißſtändig.
Darmſtadt, den 6. April 1912.
(8547ms
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Lauteſchläger.
Landwirtſchaftskammerwahl.
Am 13. April 1912, von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr
nachmittags, findet die Wahl eines Vertrauensmanns (Wahlmanns)
für den Vertrauensmännerkreis Darmſtadt I in dem Vorſaale des
Städtiſchen Saalbaues ſtatt.
Wahlberechtigt iſt nur, wer in die feſtgeſtellte Wählerliſte
ein=
getragen iſt.
Zur perſönlichen Teilnahme an der Wahl ſind ſolche
Verbands=
angehörige berechtigt, die zur Zeit der Wahl deutſche
Reichsange=
hörige männlichen Geſchlechts und volljährig ſind. Ein perſönlich
Wahlberechtigter kann ſich bei der Stimmabgabe durch einen
Bevoll=
mächtigten vertreten laſſen.
Das Wahlrecht von Verbandsangehörigen, die unter
Vormund=
ſchaft oder Pflegſchaft ſtehen oder nicht natürliche Perſonen ſind, iſt von
ihren geſetzlichen Vertretern, das Wahlrecht von weiblichen
Verbands=
angehörigen durch Bevollmächtigte auszuüben.
Ein Bevollmächtigter muß denſelben Erforderniſſen entſprechen
wie ein perſönlich Wahlberechtigter, braucht jedoch nicht
Verbands=
angehöriger zu ſein. Er darf nicht mehr als eine Vollmacht
über=
nehmen. Die Vollmacht bedarf der ſchriftlichen Form und iſt von
der Bürgermeiſterei des Betriebsſitzes des Verbandsangehörigen
koſten= und ſtempelfrei zu beurkunden.
Der Wahlvorſtand beſteht aus dem Buchbindermeiſter Alwin
Kreſſer als Vorſitzenden, Landwirt Peter Karl Seibel deſſen
Stell=
vertreter, und den Beiſitzern Landwirt Adam Gründler und Landwirt
Ludwig Möſer III., hier.
(8663
Darmſtadt, den 9. April 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
Die Verſteigerungen im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Nach Ausſchreibung der Pfänderverſteigerung laufen
erfahrungs=
gemäß ſtets mündliche oder ſchriftliche Geſuche von
Pfandhausſchuld=
nern bei uns ein, teils auf Verſchiebung der Verſteigerung ihrer
Pfänder, teils auf gänzliche Ausnahme derſelben von der
Verſteige=
rung gerichtet. Um den Schuldnern zweckloſe Gänge und Mühe zu
erſparen, geben wir hiermit bekannt, daß alle derartige Geſuche
ab=
gewieſen werden müſſen, da die Pfandhausordnung die Verſteigerung
aller verfallenden Pfänder, deren Einlöſung oder Verlängerung
inner=
halb des hierfür beſtimmten Zeitraums vor dem Verſteigerungstermin
nicht erfolgt, ausdrücklich vorſchreibt und Ausnahmen von dieſer
Vor=
ſchrift nicht zuläſſig ſind.
Darmſtadt, den 3. April 1912.
(8516im
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Aus der Landrichter Dr. Müllerschen Stiftung
zu Darmstadt
ſind durch die unterzeichnete Behörde
1. vier Unterſtützungslegate von je 500 Mk. jährlich an
bedürf=
tige elternloſe Studierende der Rechtswiſſenſchaft aus den
Provinzen Starkenburg und Oberheſſen,
2. ein Unterſtützungslegat von jährlich 500 Mk. an eine
bedürf=
tige, nicht kinderloſe Witwe eines richterlichen Mitgliedes
bei einem der Amtsgerichte oder Landgerichte der Provinzen
Starkenburg oder Oberheſſen, vorzugsweiſe als Beihilfe zur
Erziehung minderjähriger Kinder
zu vergeben. Bewerbungen um dieſe Legate ſind binnen vier Wochen
bei der unterzeichneten Behörde einzureichen.
Darmſtadt, den 2. April 1912.
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Kurſe vom 9. April 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,60
3
do.
81,70
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,90
3 do.
do.
81,70
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
3½
do.
93,30
3.
do.
83,60
4=Bayr. Eiſenbahnanleihe 101,00
3½
do.
89,20
3
do.
79,70
4 Hamburger Staatsanl. 100,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,10
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
do.
3½
89,20
3
do.
78,40
3 Sächſiſche Rente . . . . 81,25
4 Württemberger v. 1907 100,80
3½
do.
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
1¾/ Griechen v. 1887 . . 55,70
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 93,40
4 do. Goldrente . . . 96,80
4 do. einheitl. Rente . 89,70
3 Portug. unif. Serie I. 64,30
3 do. unif. Ser. III 67,55
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,45
4 do. v. 1890 . . 95,10
4 do. v. 1905 . . 91,70
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,40
4 do. v. 1902 . . . . 90,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . . . .
93,25
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 84,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 91,60
4 do. Staatsrente . . . 90,00
In Proz
Zf.
Argentinter . . . . . . 100,50
4
do.
84,00
4½ Chile Gold=Anleihe . 9½,20
5 Chineſ. Staatsanleihe . 101,20
do.
4½
95,30
4½ Japaner . . . . . . . 95,00
5 Innere Mexikaner . . . 93,50
3
do.
59,50
4 Gold=Mexikaner v. 1904 86,60
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,25
8 Buenos Aires Provinz 72,75
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 140,50
8 Nordd. Lloyd . . . . . 109,75
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 115,50
8 Baltimore und Ohio . 108,50
3 Schantungbahn . . . 139,65
6½ Luxemb. Prince Henri 160,75
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,75
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
.. . 497,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.. 259,00
27 Farbwerke Höchſt . . 574,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 340,00
8 Cement Heidelberg . . 156,8
32 Chem. Werke Albert 453,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 307,80
4 Lahmeyer . . . . . . . 126,80
Letzte
In Proz.
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 163,80
12 Siemens & Halske . 244,00
12 Bergmann Electr. . . 150,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 184,50
25 Gummi Peter . . . 138,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 160,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 470,10
12 Maſchinenf. Badenia
16 Wittener Stahlröhren 211,00
8 Steana Romana Petr. 136,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 207,25
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 128,10
3 Südd. Immobilien . 80,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . 196,50
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 230,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 188,90
10 Gelſenkirchener . . . . 200,50
7 Harpener . . . . . . . 200,40
15 Phönix Bergb, und
Hüttenbetrieb . . . 259,20
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 87,8
4 Laurahütfe . . . . . . 178,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 194,50
10
5 South Weſt Africa . 108,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 91,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 97,40
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 92,20
3 Prag=Duxer . . . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,25
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,50
3
do.
78,50
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99.00.
In Proz.
Zf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,70
54,60
do.
26/10
.77,70
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,50
89,00
4 Ruſſ. Südweſt . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,3
89,00
do.
4 Wladichawchas . .
89,60
4 Rjäſan Koslow .
77,80
3 Portugieſ. Eiſenb.
do.
92,20
2¼/10 Livorneſer . . . . . 70,30
3 Salonique=Monaſtir . 65,90
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,60
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,70
4 Northern=Pacific . . . 100,25
4 Southern=Paciſic . . . 95,25
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,30
5 Tehuantepec . . . . . . 99,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 194,50
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 133,25
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 168,30
6½ Darmſtädter Bank . 122,90
12½ Deutſche Bank . . . 256,25
6 Deutſche Vereinsbank . 124,2.
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,70
10 Diskonto=Kommandit 184, 70
3½ Dresdener Bank . . 154,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,40
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 137,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,25
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 128,50
7½ Wiener Bankverein . 137,40
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
In Proz.
Zf. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
31
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
31
do.
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
.100,40
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23
.100,45
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1. u. 2, 6—8 . . . 89,80
S. 3—5 .
89,60
S. 9—11
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,70
do.
3½
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
89,60
8½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 99,80
3½ do.
89,60
4 Frankfurt..
* 100,25
½ do.
93,75
4 Gießen .
3½ do.
Heidelberg
99,00
do.
3½
4 Karlsruhe
99,00
8½ do.
89,50
4 Magdeburg
3½
4 Mainz
99,60
3½ do.
4 Mannheim
. 99,20
3½ do.
90,10
4 München .
99,70
3½ Nauheim
4 Nürnberg . . . . . . . 99,80
3½
do.
90,30
4 Offenbach .
In Proz
Zf.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . . 99,20
31
do.
94,60
4 Worms . . .
½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 172,50
3½ Cöln=Mindner 100 136,50
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,60
3 Oldenburger .
. . 125,50
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
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Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger . . . . Fs. 15 75,50
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Js. 10
Meininger . . . . . fl. 7. 34,90
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 527,90
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 370,00
Venediger . . . . Fs. 30
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Engliſche Noten . . . . . 20,45
Franzöſiſche Noten. . . . 81,30
Holländiſche Noten. . . . 169,50
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
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Der Hof des Schweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
115)
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Ihr ſeid krank, Herr, wehrte Hallgerdr ängſtlich,
zag=
ſhaft die geringe Entfernung meſſend, die ſie noch vom
Strande trennte.
Krank? Das ſagen ſie alle. Nein, ich war nie geſunder
als heute. Mein Recht will ich! Verſteht Ihr das? Mein
Recht am Leben! Ihr ſeid ein furchtſam Kind, ſchönſte
Frau, Ihr müßt lachen über das Leid anderer, das müßt
IIhr lernen. Wollt Ihr das üben?
Nein, nein, wehrte das Mädchen, dem immer
angſt=
voller und beklommener wurde. Wie könnt Ihr nur ſo
ſſeltſam reden.
Unwillkürlich war ſie ein wenig zur Seite gerückt, die
Nähe des Kapitäns bedrückte ſie, und doch zwang ſie ein
warmes Mitgefühl, ſich ihm troſtſpendend zu neigen.
Da legte er feſt den Arm um ihre bebende Geſtalt.
Mein mußt Du ſein, flüſterte er mit heißen Lippen in
ihr Ohr, mein, denn ich liebe Dich, ſchöne Islandsmaid,
mehr als mein Leben.
Mit einem Ruck fuhr das Boot auf den Sand.
Hallgerdr ſprang auf. Halb ohnmächtig taumelte ſie
ſſin Jons Armen, der am Strande ſchon lange ängſtlich
aus=
geſchaut hatte, ob Hallgerdr noch immer nicht käme.
Sie warten alle im Klubhaus, flüſterte er ihr zu. Eile
Dich, wir kommen ſonſt zu ſpät.
Nach Hauſe, nein, nach Hauſe, gab ſie erregt zurück.
Führe mich, Jon, ich bitte Dich.
Schützend legte er den Arm um ihre bebende Geſtalt.
Jetzt trat auch der Kapitän mit ſchweren, müden
Schritten zu Hallgerdr. Es war, als wäre er plötzlich ein
alter Mann geworden.
Verzeiht, was ich ſo töricht ſprach, ſagte er abbittend,
mit abweſenden, in die Ferne gerichteten Augen.
Sorgt Euch nicht, gab ſie ernſt zurück. Ich weiß, daß
etwas ſchwer Euere Seele peinigt, und daß Ihr mich nicht
kränken wolltet. Jon Thorkjel wird mich geleiten, gute
Nacht.
Gute Nacht, ſprach er ihr nach. Im blaſſen Mondlicht,
das kalt durch die dunklen Wolken brach, ſah er noch lange
ihren Schleier wehen.
Jon Thorkjel ſprach kein Wort.
Sorgſam führte er die bebende Geſpielin zu ſeiner
Eltern Haus.
Was hatte ihr der fremde Mann geſagt, das ſie, die
Beherrſchte, ſo ganz aus allen Fugen brachte?
Er wagte nicht zu fragen, aber in wildem Schmerz
preßte ihm die jäh aufſteigende Eiferſucht das Herz
zu=
ſammen.
Nun hatten ſie bald das Haus erreicht, über welches
jetzt ſilberne Mondenſtrahlen huſchten.
Willſt Du mir verſprechen, Jon, bat Hallgerdr, als ſie
die Haustür erreichten, immer in meiner Nähe zu bleiben,
wenn mir am Montag weit in das Land hinein zu dem
Geyſir reiten?
Dunkle Glut färbte das bleiche Antlitz des Jünglings.
Ich kann mir nichts Lieberes wünſchen, Hallgerdr.
So danke ich Dir ſchon im voraus. Sei geſegnet, Jon.
Der Herr ſegne Dich, Hallgerdr.
Mit dem alten isländiſchen Segensgruß aus der
Kin=
derzeit gingen ſie auseinander, aber ſie lagen noch lange
wach in dem ſtillen Haus.
Hallgerdr hörte noch immer in ihren Gedanken die
fie=
bernde Stimme des Mannes, den ſie erſt ſo kurze Zeit
kannte, und der doch ihr ganzes Sinnen gefangen nahm.
Sie ſpürte ſeine werbende Glut und die fiebernde Angſt
in ſich, dieſer Glut zu erliegen.
Jon aber träumte lächelnd von tauſend weißen
Blumen, die wand er für Hallgerdr zu duftigen Kränzen,
und Hallgerdr lächelte ihm zu und drückte ihm einen Kranz
auf die Locken, ſo wie man Dichter kränzt.
Und ringsumher färbten ſich das Meer und die weißen
Schneeberge purpurrot. Die ganze Welt ſtand in
Flam=
men, und inmitten dieſer wabernden Lohe er und ſie —
ſie beide ganz allein.
Aber über dem träumenden Knaben mit dem wirren
Lockenhaar dräute leiſe ein dunkler Schatten in der
flim=
mernden Mondennacht in Reykjavik.
Der ſah mit ernſtem, kaltem Antlitz auf den Träumer,
der ein Dichter war, hernieder, und hob leiſe winkend die
weſenloſe Hand.
Ich zeige Dir den Weg, ging es wie ein Raunen durch
das ſtille Haus, gerade als die anderen lachend und
ſchwatzend heimkehrten.
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 15.
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iſt vollſtändig frei von Krankheiten, beſonders von der
Rollkrankheit, iſt widerſtandsfähig und reichtragend.
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Deutſchland exiſtierenden Frühkartoffeln, die den
Namen „Diamant” verdient, da ſie die alleredelſte,
feinſchmeckendſte iſt. Wunderbar ſchöne, äußerſt
feinſchalige, delikat ſchmeckende, prächtig
gelb=
fleiſchige Nierenkartoffel, die als ein Diamant unter
Aſämtlichen exiſtierenden Kartoffeln als ſolche bezeichnet
werden kann; denn friſch aus der Erde geerntet, hat
dieſe ein prächtiges Ausſehen. Sie iſt die alleredelſte
* Kartoffel, die je exiſtiert hat und was ihr noch beſonders
Wert verleiht, daß ſie Anfang Juni ſchon abgeerntet
werden kann. Diamant darf auf keiner Tafel fehlen;
denn ſie iſt eine wirkliche Delikateſſe, ſchmeckt ſehr pikant
und wird deshalb auch Butterkartoffel genannt.
Trotz=
dem ſie ſo fein und die Erſte auf dem Markte iſt,
kann man 200 Ztr. pro Morgen ernten. Die früheſte
aller Kartoffelſorten. Herr H. Grätner, Gutsbeſitzer,
Arnſt., ſchreibt: „Mit Ihrer Siegfrieds Edelkartoffel Diamant bin ich ſehr zufrieden, es iſt die
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erblickt ihre Hauptaufgabe darin, Krankheiten zu
verhindern. Dieses Ziel wird in erster Linie durch
sachgemässe Ernährung erreicht. Wer
Schäd-
liches meidet, Nützliches geniesst, macht seinen
Körper widerstandsfähig. Schon bei Beginn
des Tages geniesse man zum Frühstück, statt
nervenaufregender Getränke, guten reinen Kakao.
Dieser sättigt, ohne zu beschweren, regt an, ohne
zu schaden und ist der beste Blut- und
Muskel-
bildner für jedermann.
Da Kakao unverpackt leicht fremden Geruch
annimmt, kaufe man ihn nur ineluftdichter
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Signes Abſchiedsgrüße an die Offiziere, die ſie
heim=
geleitet, klangen hell durch die Nacht.
Dann aber lag das blaugrüne Haus im tiefſten Frieden.
Am Ende des Geirangerfjords, einer der ſchönſten
Meeresbuchten Norwegens, mit ſeinen ſchroffen
Felswän=
den und ſtürzenden Waſſerfällen, liegt auf einer alten
Mo=
räne Merok, ein kleiner, nur aus wenigen Häuſern
beſtehen=
der Ort. Wie kleine Vogelneſter ſchmiegen ſich die mir
Wellblech gedeckten Häuſer an den blauen Fjord.
Darüber thront auf einer Talſtufe maleriſch eine weiße
Kirche mit rotem Dach und ſchwarzem Turm.
Unweit der Kirche, abſeits von den übrigen Häuſern,
und dieſe zum Teil überragend, erhebt ſich der ſtattliche
Hof Helgenaes.
Er hat breite Fenſter mit tiefen Niſchen, von denen
man weit hinaus blickt über den blauen Fjord, auf zackige
Bergketten mit weißen Schneefeldern und flimmernden
Gletſchern.
Es iſt ein grauer, trüber Tag. Wild toſen die
ſtürzen=
den Waſſer zu Tal.
In der weiten Halle des Hauſes mit dem dunklen
Gebälk flackert ein helles Feuer im Kamin.
Im roten Schein der Flammen ſitzen zwei Frauen.
Die eine iſt alt. Voller Runzeln iſt das welke Geſicht,
und weiß, ſchlohweiß das volle Haar. Aber in den hellen,
blauen Augen loht noch die Kraft der Jugend, wenn auch
die Hände müde ſind und die Glieder ſchwer.
Ihr gegenüber in dem hochlehnigen Stuhl ſtarrt eine
kraftvolle, faſt üppige Frauengeſtalt in die rote Glut.
Die Frau mochte einige dreißig Jahre zählen. Ihre
hellen, von dunklen Brauen überwölbten Augen leuchten
in dem mattweißen Geſicht mit dem energiſchen, etwas zu
großem, rotem, halbgeöffnetem Mund, der ſchimmernde,
weiße Zähne ſehen läßt. Ihr Haar iſt ſchwer und
dunkel=
braun, faſt ſchwarz, wie man es nur ſelten bei
Nordlände=
rinnen findet.
Die grauen Augen wandern jetzt finſter in der Halle
umher, und bleiben auf einem Ruhebett haften, über
wel=
ches ein weißes Eisbärenfell gebreitet iſt. In dieſem
Fell, faſt vergraben, lag ein etwa vierjähriger, blonder
Knabe, läſſig hingeſtreckt und ſchlief den köſtlichen,
ſorg=
loſen Schlaf der Jugend.
Der grollende Blick der grauen Augen wurde etwas
milder, als er den reizenden, kleinen Schläfer gewahrte,
aber nur einen Moment, dann faltete ſich finſter die Stirn
der jungen Frau, und ſie ſagte mit tiefer, ungeduldiger
Stimme zu der Alten, die ſinnend in die Glut blickte:
Auch heute wieder keine Nachricht, Mutter. Es iſt
zum Verzweifeln.
Die kräftigen Hände der jungen Frau bebten, trotzdem
ſie die Finger feſt ineinander legte, als könnte ſie ſich
da=
durch zur Ruhe zwingen.
Du mußt es aufgeben, Helga, tatenlos zu warten, gab
Frau Ragnheid, die Mutter Helga Anderſens, zurück. Zu
lange ſchon vergißt Dein Mann über ſeinen Abenteuern
Weib und Kind. Es iſt Deine Pflicht, ihn endlich energiſch
zurückzurufen. Seit Wochen liegt die „Katla” ſchon im
Hafen von Reykjavik. Als Ingwald es Dir meldete,
ver=
hieß er baldige Heimkehr, da ſeiner Expedition auch dieſes
Mal wieder nicht glückte, den Hof zu finden, den ſchon
ſein Vater vergeblich ſuchte. Drei Jahre blieb Ingwald
fern, drei unendlich lange, ſchwere Jahre. Als er fortzog,
war der Junge dort ganz klein. Orm hat noch nie die
liebkoſende Vaterhand geſpürt, nie das Lächeln ſeines
Vaters geſehen.
Quäle mich doch nicht, Mutter, ſtöhnte die junge
Frau, den langen, ſchwarzen Schleier feſter um ihre
Schulter ziehend, du weißt, daß ich Ingwald nicht rufe.
Allein muß er den Weg zu Weib und Kind zurück finden.
Sein Hof und ſein Herd ſind bereitet. Sie warten auf
ihn, wie wir alle Tage.
Ich habe viel im Leben erfahren, lächelte die alte
Frau trübe, denn ich bin alt geworden in Schmerzen,
aber nie iſt mir ein Menſch begegnet, der ſo fanatiſch
einem Phantom nachjagt, wie Ingwald Anderſen. Er
muß ganz von Sinnen ſein, wie ſein Vater von Sinnen
war. Seine Mutter ging daran zugrunde, und auch du
wirſt zugrunde gehen, wenn du dich nicht aufraffſt und
endlich handelſt.
Ich laufe ihm nicht nach, Mutter. Das kann ich nicht.
Ich habe die feſte Zuverſicht, daß, wenn ſeine Zeit
ge=
kommen, Ingwald Anderſen heimkommt nach Helgenaes,
zu Weib und Kind. Jetzt kann ich nichts tun als warten,
immer warten.
So warte bis zum jüngſten Tag, grollte Frau
Ragnheid. Als Ingwald im Polarmeer Jahr und Tag
zwiſchen Schnee und Eis feſtſaß, da konnte ich ſein
Schweigen verſtehen, aber jetzt, wo er doch alle paar
Wochen Gelegenheit hätte, von Reykjavik einen Brief
zu ſenden, meine ich, er muß nicht heimkehren wollen.
Wenn er ſich nicht ſehr eilt, iſt ohnedies die Zeit vorbei
und Eis und Schnee halten ihn wieder in Island feſt,
darum mußt du jetzt handeln, Helga.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912:.
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Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
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mus, Follette, Scribo, Seganti, Lady Harrey, Lady
Forfar, Bojar, Polycrates, Artus, Little Mite, L’Abbe
Royal, Illuſive, Scotch Poſt, Schmetterlingsſchlacht.
Ueberlegen 4—10 Lg. — Fels=Rennen; 10000 Mark
Diſtanz 1350 Meter: 1. Geſt. Weils Ordnung (Schläfke),
2. Schönbrunn (O. Müller), 3. Drakon (Jentzſch). Tot.
66:10, Pl. 20, 22, 19110. Unpl.: Solomons Wosdom,
Gutes Zeichen, Brennus, Erato. Kanter, 3 Lg.-Kopf
Oſtrometzko=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 1600
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. Graf Strachwitz’
Now=
ton (Beſ.), 2. Water Ouzel (Beſ.), 3. Colette (V. Kramſta)
Tot. 19110, Pl. 12, 15, 22110. Unpl.: Fidra II, Eis, Lord
Byron, Prognoſe, Pakſhai. Sicher 1—4 Lg. — Großes
Magdeburger Handikap; Ehrenpreis und 26000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Frhrn. S. A. v. Oppenheims
Mars (Rice), 2.— Five o’clock (F. Bullock), 2.—
Taft=
joy (Jentzſch). Tot. 59110, Pl. 25, 39, 54:10. Unpl.:
Geyer (4), Kakadu, Elſe, Gargamelle, Secret, Lord
Da=
rey, Lombardei, Spion, Oregon, Oranier, Werra II.
Leicht Hals—=Rennen-Kopf. — Flieger=Handikap:
Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Graf
E. Henckels Principal (F. Bullock), 2. Mindenkem (
Shur=
gold), 3. Pesztonka (Pretzner). Tot. 34:10, Pl. 13, 29,
15110. Unpl.: Norton Con, Jrokeſe, Giſela, Sati
Stigma. Gegenwehr ½—1 Lg. — Salzwedeler
Halb=
blut=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 3100 Mark, Diſtanz
1100 Meter: 1. Hauptm. v. Hippels Heidenkind (Beſ.)
2. Scherz (Beſ.), 3. Ready (Beſ.). Tot. 25110, Pl. 10,
11, 11.10. Unpl.: Mappe, Carara, Quitte, Chanſonette.
Leicht 2—3 Lg.
Rennen zu Dresden. Preis von Hütten;
Ehrenpreis und 2200 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Prinz
A. Taxis’ Jock (Lt. Streſemann), 2. Saint Rules (Herr
W. Schulze), 3. Mikado IV. (Herr M. Lücke). Tot. 51:10,
Pl. 17, 14, 16:10. Unpl.: Osmos, Real Gem, Brimeur,
Triglav, Chevre Rocho. Sicher, 1½—* Lg. — Preis von
Königſtein; 2500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hr. P.
Solloways Herbert (Weatherdon), 2. Heimat (Jangl)
3. La Turbie (H. Teichmann). Tot. 15:10, Pl. 10, 11:10.
Drei liefen. Sehr leicht, 3—8 Lg. — Moritzburger
Hür=
den=Handikap: 3000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Hr. B.
Wolffs Eo ipſo (Leutn. v. Moſch), 2. Fairfar (Beſ.), 3.
Douceur (Hr. v. Weſternhagen). Tot. 40:10, Pl. 16, 16110.
Unpl.: Annexion, Gruna, Apatin. Sehr ſicher, 1½
Länge. — Ehrenpreis=Handikap: Ehrenpreis und 7000 M.;
Diſtanz 1500 Meter: 1. Hr. W. Biſchoffs Jack Horner (
Cle=
minſon), 2. Celius (Torke), 3. Premier (Weatherdon).
Tot. 64:10, Pl. 20, 22, 17110.‟ Unpl.: Roſy Letty (4),
Ca=
bronne, Monſalvat, Konſtantin, Zampieri, Fox, Argile,
Gernot, Peſſimiſt, Mortimer II. Ueberlegen, 2½—1½
Längen. — Elbtal=Jagdrennen; Ehrenpreis und 3000 M.,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Hr. A. v. Schilgens Fifth Ace (Hr.
von Weſternhagen), 2. Schwärmerin (Beſ.), 3.
Sun=
burſt II (Leutn. Streſemann). Tot. 30110, Pl. 17, 17110.
Unpl.: Melton Pet (4), Alike. Sehr ſicher, 1½—2 Lg. —
April=Flachrennen; 2000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hr.
B. Wolffs Black River (Torke), 2. Ambo (Jangl), 3.
Phönix (Brederecke). Tot. 16:10, Pl. 13, 26110. Unpl.:
Muſchy (4), Paradox, Mariner. Leicht, 2—2 Lg.
Rennen zu Dortmund. Erſtes Rennen:
1. Ruby Mc Kie (Broſſel), 2. Nicolaus (Cartwright)
3. Kriegsbruder (Piplies). Tot. 86:10, Pl. 36, 47110.
Unpl.: Bettelſtudent, Lady Iim (4), Mansfield. 1½—3
Längen. — Zweites Rennen: 1. La Sylvie (Hr. Purgold),
2. Florimond Robertet (Leutn. v. Berchem), 3. Procles
(Leutn. Fryer). Tot. 40:10, Pl. 16, 14:10. Unpl.:
Dalmi=
gavie, Pr. of Sonna. — Drittes Rennen: 1.—— Harmlos
(Kühl), 1.— Bolondora (Gehrke), 3. Ormsby (Johnſon).
Tot. 16. (Harmlos), 21 (Bolondora) :10, Pl. 12, 14:10.
Unpl.: Ruhne, Binty, Placide, Lisnagarvy. — Viertes
Rennen: 1. Fliege (Kühl), 2. Lümmel I (Johnſon), 3.
Corbais (Gehrke). Tot. 31110, Pl. 12, 12, 14:10. Unpl.:
Meagher, Chateauvert, Faultleß, Irene de S. (4).
Fünftes Rennen: 1. Silver Sea (Leutn. von Berchem),
2. Counterfeit (Beſ.), 3. Gay Paris (Beſ.). Tot. 22110,
Pl. 13, 14:10. Unpl.: Kunſtſtück. 6—12 Lg. — Sechſtes
Rennen: 1. Sternbild (Taranczewski), 2. Hausfrau (
Ohl=
maier), 3. Suſe (Vogt). Tot. 33:10, Pl. 20, 18:10.
Un=
plaziert: Terciaba (4), Blumenhanne, Hippe. 2½—1 Lg.
Przedſwit=Handikap in Wien. Das mit
12000 Kronen ausgeſtattete Fliegerrennen wurde von dem
Rieſenfelde von 18 Pferden beſtritten und brachte das
Verſagen aller Favoriten. Hrn. Drehers Doper (Varga)
ſiegte nach Kampf mit einer halben Länge gegen Re
Con=
tra, fünfviertel Längen zurück endete Radoteur als
Drit=
ter. Tot. 116:10, Pl. 79, 355, 58:20.
Prix du Preſident de la Republique.
Guerleins Hopper mit Jockei Bourdale im Sattel
be=
herrſchte die Situation. Hopper gewann leicht mit zwei
Längen gegen Kumamoto (Henad); anderthalb Längen
zurück folgte Georget (Moreau) vor Héron, Le Tremblay
und Salomon. Tot. 226:10, Pl. 82, 53, 125:10.
* Fußball. Berliner Fußballer auf
Rei=
ſen. Viktoria ſpielte in Stuttgart gegen die
hervorragen=
den Stuttgarter Kickers und gewann mit 211 (211). Am
zweiten Tage waren die Berliner in Karlsruhe gegen den
Karlsruher Fußballverein mit 311 erfolgreich. — Preußen
weilte in München und verlor am erſten Feiertage mit 033
gegen den dortigen Männerturnverein, gewann aber am
Oſtermontag mit 1:0 gegen Bayern. — Britannia
unter=
lag in Jena gegen den Fußballtlub Karl Zeiß=Jena mit
122, ſiegte dagegen in Würzburg gegen die Würzburger
Kickers 211 und ſpielte gegen Pfeil in Nürnberg
unent=
ſchieden 222. — Charlottenburg ſpielte in Fürth gegen die
dortige Spielvereinigung unentſchieden 111. — Minerva
weilte in Breslau und beſiegte Schleſien knapp mit 211.
Oſterfußballſpiele in Berlin. Der Club
des Sports Athletiques de Paris unterlag ſowohl gegen
Hertha wie gegen Union. Tasmania unterlag gegen
Ver=
ein für Raſenſport 4:5, während das Auguſta=Regiment=
Berlin ſich dem guten Spiele des Marineſportklubs=
Wil=
helmshaven mit der überraſchend hohen Torzahl von 3:9
beugen mußte. Osram=London ſiegte leicht über
Kreuz=
ſtern mit 6:0. Das Geſellſchaftsſpiel Konkordia=Tennis=
Boruſſia ſah erſteren Verein mit 3:2 ſiegreich.
Die Spiele um die engliſche Liga=
Meiſterſchaft der erſten Klaſſe ergaben auch am
letz=
ten Spieltage überraſchende Reſultate. So konnte
Ever=
ton Sunderland mit dem hohen Score von 4:0 ſchlagen,
während Sheffield=Wednesday mit 3:0 gegen Wollwich=
Arſenal ſiegreich blieb. Bury ſchlug Bradford City 2:0,
Neweaſtle United mit 20, Mancheſter United, Aſlon Villa
mit 211, Liverpool, Blackburn Rovers mit 2:0 Mancheſter
City, Middlesrough mit 1:0 Bolton Wanderers, während
Tottenham Hotſpur mit Sheffield United und Notts
County mit Oldham Athletiks 110 untentſchieden ſpielte.
Bei den engliſchen Pokalſpielen wurde
der Favorit Weſt Bromswich Albion durch
Middles=
brough 1:0 geſchlagen. Ferner ſiegten Bolton Wanderers
gegen Aſton Villa 1:0, Liverpool gegen Sunderland 211,
Mancheſter gegen Tottenham Hotſpur 211, Everton gegen
Notts County 3:0, Preſton Northend gegen Sheffield
United 3:0. Wollwich Arſenal gegen Mancheſter United
210 und Newcaſtle United ſpielten mit Oldham Athletiks
unentſchieden 111.
* Radrennen. Radfernfahrt Berlin-
Bres=
lau. 1. Hans Hartmann=Schwabach, 9 Stunden
29 Minuten 56 Sekunden; 2. E. Aberger=Berlin, 2½ Lg.
zurück; 3. G. Schulze, 5 Lg. zurück; 4. K. Zander=Berlin
9:30104, 5. Peter Straſſer=München 9:30227, 6. W.
Sie=
wert=Berlin 9:32117, 7. R. Kotſch=Kyritz, 8. K. Fahle=
Trebbin, 9. J. Hübner=Dresden, 10. Th. Hartmann=
Schwabach, 11. K. Haedicke=Berlin, 12. R. Weiſe=Berlin.
Berliner Olympia=Radrennbahn. 25=
Kilometer=Rennen: 1. Miquel, 19 Min. 46 Sek.; 2.
Gün=
ther, 800 Meter zurück; 3. Janke, 1390 Meter zurück; 4. van
Neck, 1640 Meter zurück. — 60=Kilometer=Rennen: 1.
Mi=
quel, 50 Min. 43,2 Sek; 2. Günther, 920 Meter zurück;
3. van Neck, 2420 Meter zurück; 4. Janke, 4090 Meter
zu=
rück; 5. Gnilka, 4480 Meter zurück. — Neulingsfahren:
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für Flieger: 1. Stabe. 2. Wegener, 3. Techmer. —
Vor=
gabefahren: 1. Beck 90 Meter.
Eröffnungsradrennen in Hannover. Den
Oſterpreis, ein Dauerrennen über 75 Kilometer, gewann
der Berliner Schipke in 1 Stunde 14 Min. 10 Sek. gegen
den bekannten Berliner Sechstagefahrer Saldow. Dritter
(wurde Galvin, 3700 Meter zurück. Salzmann gab beim
50. Kilometer auf. Das Eröffnungs=Hauptfahren gewann
Oſtermeyer mit einer halben Länge vor Breidenbach
Dritter wurde Aſchoff, während im Vorgabefahren
Brei=
denbach (15 Meter) mit einer Länge vor Brehmer (40
Meter) und Sonntag (5 Meter) ſiegte.
Radrennen in Barmen. Erſter Lauf, 30
Kilo=
meter: 1. Hall, 30 Min. 51 Sek.; 2. Contenet, 3500 Meter
zurück; 3. Roſenlöcher, 3800 Meter zurück; 4. Hoppe, 5200
Meter zurück. — Zweiter Lauf, 50 Kilometer (beim 42.
Kilometer abgebrochen wegen Sturmes): 1. Roſenlöcher,
42 Min. 53 Sek.; 2. Hall, 1600 Meter zurück; 3. Hoppe
17,300 Kilometer zurück; 4. Contenet, geſtürzt.
Geſamt=
klaſſement: 1. Hall, 2. Roſenlöcher, 3. Hoppe, 4. Contenet
Oſterradrennen in Straßburg.
Begrüßungs=
preis (15 Kilometer): 1. Böſchlin, 14:09½; 2.
Bou=
hours, 100 Meter zurück; 3. Eſſer, wegen Raddefekts weit
zurück. — Großer Frühjahrspreis (20 Kilometer): 1.
Böſchlin, 18:32½; 2. Bouhours, 300 Meter zurück; 3. Eſſer
weit zurück. — 30 Kilometer: 1. Böſchlin, 27:00; 2.
Bou=
hours, 600 Meter zurück; 3. Eſſer, weit zurück. — Match
Gruber-Kraft in zwei Läufen über 20 und 25 Kilometer:
Sieger wurde Kraft, — Oſterpreis, 1. Lauf, 10
Kilo=
meter: 1. Kraft, 9221,1; 2. Bouhours, 200 Meter zurück;
3 Eſſer, 3 Runden zurück. — 2. Lauf, 25 Kilometer:
1. Bouhours, 23:40; 2. Kraft, 425 Meter zurück; 3. Eſſer,
5 Runden zurück. — 3. Lauf, eine halbe Stunde: 1. Kraft,
31,200 Kilometer; 2. Bouhours, 280 Meter zurück; 3. Eſſer,
aufgegeben.
Der Große Eröffnungspreis von
Chem=
nitz ergab den überlegenen Sieg von Walthour.
Zwei=
ter wurde Scheuermann mit 3490 Meter, Dritter Rudel
mit 6300 Meter und Vierter A. Stellbrink mit 9890 Meter
Abſtand. Die beiden Rennen der B=Klaſſe über 10 und
25 Kilometer ergaben im Geſamtklaſſement den Sieg des
Lokalmatadors Klaſterka in 33 Min. 50 Sek. vor dem
Dänen Kjeldſen, 3980 Meter zurück, Jenske und Stutz.
Radrennen in Düſſeldorf. Großer
Früh=
jahrspreis (20 Kilometer): 1. Schelling, 17:39, 2. Schipke
410 Meter zurück; 3. Hall, 2410 Meter zurück; 4. Contenet,
4500 Meter zurück. — 30 Kilometer: 1. Schelling, 25:30;
2. Schipke, 10 Meter zurück; 3. Contenet, 3800 Meter
zu=
rück, 4. Hall, 4330 Meter zurück, — 40 Kilometer: 1.
Schipke. 33:27; 2. Schelling, 1600 Meter zurück; 3.
Con=
tenet, 5100 Meter zurück; 4. Hall, 6960 Meter zurück.
Ge=
ſamtergebnis: 1. Schipke, 89,580 Kilometer; 2. Schelling,
88,400 Kilometer; 3. Contenet, 76,600 Kilometer; 4. Hall,
76,300 Kilometer.
Die Eröffnungsradrennen in Leipzig.
100=Km.=Rennen, 1. Lauf (40 Km.): 1. Linart 36114, 2.
Scheuermann 37:37½/, 3. Miquel 38:37½/, 4. Evert 40:20½
— 2. Lauf (60 Km.): 1. Linart 52112½, 2. Ebert 59141,
3. Scheuermann 61:09, 4. Miquel 62:03½.
Geſamtergeb=
nis: 1. Linart 1:28:26, 2. Scheuermann 1338:47½, 3.
Ebert 1:40:01½, 4. Miquel 1:40:45%.
Rennen zu Köln. Großer Oſterpreis. 1. Lauf
(20 Kilometer): 1. van Neck 16:53, 2. Günther 17104½,
3. Buttler 18:13, 4. Janke19:28. — 2. Lauf (30 Kilometer):
1. van Neck 24:59, 2. Janke. 25:27½, 3. Günther 26:11½,
4. Buttler 26:41½. — 3. Lauf (50 Kilometer): 1. Günther
37737½, 2. Janke 44:06½, 3. Buttler 45:56, 4. van Neck,
weit zurück. Geſamtklaſſement: 1. Günther 1:20:53½,
2. Janke 1:29102½, 3. Buttler 1:30:55½, 4. van Neck, nicht
mehr gewertet.
In Antwerpen ſiegte im 10=Kilometer=Rennen
der Belgier Vanderſtuyft in 7145 mit 300 Meter Vor=
blatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Nummer 84.
ſprung vor ſeinem Landsmann Jvan Goor. Dritter
Timmermann, 600 Meter zurück; 4. Dickentmann, 1400
Meter zurück. Im Stundenrennen bewies Vanderſtuyft
ebenfalls ſeine gute Form und gewann mit 79,100
Kilo=
meter vor dem Holländer Dickentmann. 75,200 Kilometer;
Goor, 74,200 Kilometer und Timmermann, 69,800
Kilo=
meter.
Klaſſiſche Radfernfahrt Paris-
Rou=
baix. Cruppeland ſchlug im Endſpurt mit einer Länge
Garrigou. Oktave Lapize, der Sieger der drei letzten
Jahre, kam erſt als Vierter ein. Das Klaſſement war:
1. Crupeland, 8 Stunden 35 Min.; 2. Garrigou, 1 Länge
zurück; 3. Leturgie, 8:36:00; 4. O. Lapize; 5. Deffroye:
6. Maſſelis; à7. Deruyter.
Pariſer Prinzenparkbahn. Pouchois
ge=
wann den erſten Zwiſchenlauf des Großen Oſterpreiſes
vor Ellegaard und Rettich, Friol den zweiten
Zwiſchen=
lauf vor Moretti und Didier und Hourlier den dritten
Zwiſchenlauf vor Dupré und Jacquelin. Im Endlauf
beſtätigte Pouchois dann ſeine bisher gezeigte große Form
und ſchlug Friol knapp mit Handbreite. Hourlier kam
zwei Längen zurück als Dritter ein. Im Stundenrennen
hinter Motoren ſiegte nach ſcharfem Kampfe Guignard
mit nur 100 Meter Vorſprung vor Darragon mit 77,630
Kilometer; 3. Lavallade, weitere 300 Meter zurück.
(Guignard-Daragon-Lavallade). Das Prämienfahren
landete der Elſäſſer Rettich vor Didier und Dupont.
* Hockey. Internationale Hockey=Woche
in Hamburg. Berliner Hockeyklub gegen
Harveſte=
huder Hockeyklub 633, Preußen=Berlin 4:3 gegen den
Münchener Sportklub. Oxford=Cambridge gegen
Uhlen=
horſter Hockeyklub 222, gegen den Hannoverſchen
Hockey=
klub 111, Eilbecker Hockeyklub II gegen Hannoverſchen
Hockeyklub II 311, Uhlenhorſter Hockeyklub II gegen
Hannoverſchen Hockeyklub II 8:3, Am Samstag ſchlug
Preußen mit 210 Uhlenhorſt, während der Berliner
Hockeyklub gegen den Eilbecker Hockeyklub 2:2
unentſchie=
den ſpielte. Orford=Cambridge ſchlug den Münchener
Sportklub mit 210, erlitt aber durch den Bonner
Hockey=
klub eine unerwartete Niederlage mit 133.
* Waſſerſport. Ein neuer Weltrekord im
Schwimmen über 100 Meter wurde von dem
bekann=
ten deutſchen Meiſterſchwimmer Kurt Bretting=
Magdeburg anläßlich des Internationalen
Schwimm=
feſtes in Brüſſel aufgeſtellt. Es gelang Bretting, die
Diſtanz in 1 Minute 2 Sekunden zurückzulegen und ſo
den früheren, von C. M. Daniels (Amerika) ſeit dem
Jahre 1910 gehaltenen Rekord um ½ Sekunde zu
ver=
beſſern.
Die Waſſerballmeiſterſchaft von
Deutſch=
land gelangte am Oſtermontag im Stadtbade zu
Char=
lottenburg zur Entſcheidung. Im Schlußkampf ſtanden
ſich Schwimmerbund Schwaben=Stuttgart, der
Waſſer=
ballmeiſter von Süddeutſchland, und der Berlin=
Branden=
burger Meiſter S. C. Germania gegenüber. Germania,
die ſich bis Halbzeit mit 3:2 ſchon einen knappen
Vor=
ſprung geſichert hatte, konnte in der zweiten Spielhälfte
noch ein Tor plazieren und damit als Sieger mit 4:2 aus
dem Kampfe hervorgehen.
Literariſches.
— Das Schaufenſter von Adolf Beuhne,
Profeſſor an der ſtaatlichen Kunſtgewerbeſchule in
Ham=
burg. (3. Bändchen der kaufmänniſchen Bücherei.) 96
Sei=
ten Text. 55 Textabbildungen und 7 Tafeln. Preis 1,50
Mark. Verlag von Georg D. W. Callwey, München. Das
Buch geht von den rein praktiſchen Grundlagen der
Schaufenſtergeſtaltung aus, die eigenen Erfahrungen des
Verfaſſers mit denen anderer zuſammenfaſſend, es
erläu=
tert die Forderungen, die man heute an ein
wohlgeord=
netes Schaufenſter zu ſtellen berechtigt iſt, und bringt
Beiſpiele verkehrter und ſachlicher, unſchöner und ſchöner
Auslagen.
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Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
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Geborene. Am 29. März: dem Augenarzt Dr. med.
Guſtav Arthur Ollendorff, Frankfurterſtr. 42, ein S. Fritz.
Am 4. April: dem Packer Anton Vonderſchmitt,
Guten=
bergſtr. 31, ein S. Anton Wilhelm. Am 1.: dem Gaſtwirt
Guſtav Adolph Rittweger, Wieſenſtr. 9, eine T.
Mar=
gareta Anna. Am 5.: dem Stationsſchaffner Johann
Bap=
tiſt Kunz, Wingertsbergſtr. 7, eine T. Katharina Antonia
Eliſabetha. Am 1.: dem Schloſſer Lorenz Jakob Herget,
Dornheimerweg 19, ein S. Karl. Am 4.: dem
Fabrik=
arbeiter Gottfried Joſeph Huther, Blumenthalſtr. 113,
ein S. Emil Kurt. Am 6.: dem Vorſchloſſer Karl Heinrich
Gottfried Schedel, Blumenthalſtr. 57, ein S. Willi Karl.
Am 3.: dem Poſtboten Adam Ittmann, Waldſtr. 39,
eine T. Frieda Anna Marta Paula Emilie Margarete.
Am 1.: dem Schutzmann Ludwig Joſeph Karl Pulg,
Schwanenſtr. 74, ein S. Wilhelm. Am 2.: dem
Lokomotiv=
heizer bei der Staatsbahn, Johannes Hönig,
Riedeſel=
ſtraße 72, eine T. Anna Margarete.
Aufgebotene. Am 6. April: Steinhauer Karl
Schimpf III. mit Dienſtmagd Eliſabeth Meiſter, beide
in Heubach. Kreisſäger Johann Philipp Michel mit
Eliſabetha Weidmann, beide in Erbach. Fabrikarbeiter
Johann Adam Weidmann II. mit Margarete
Hart=
mann, beide in Erbach.
Eheſchließungen. Am 3. April: Bierbrauer Taver
Dirſcherl mit Köchin Eliſabetha Schmitt, beide hier.
Am 4.: Betriebs=Ingenieur Heinrich Hirt in Preßburg
mit Katharina Winkel hier. Kutſcher Hermann Schäfer
mit Anna Lutz, beide hier. Diplom=Ingenieur Wilhelm
Strack in Dellwig=Borbeck mit Anna Hotz hier.
Schuh=
machermeiſter Ludwig Stein mit Maria Magdalena
Zamponi, beide hier. Verſicherungsinſpektor Bruno
Lehmann in Saarbrücken mit Julie Kilian hier.
Bild=
hauer Chriſtian Hartmann mit Anna Joſt, beide hier.
Elektromonteur Karl Gutfreund mit Schneiderin
Eliſa=
bethe Henkelmann, beide hier. Schauſteller Friedrich
Frickel mit Schauſtellerin Katharina Funk, beide hier.
Am 6.: Fuhrmann Jakob Bub mit Anna Rapp, geb.
Gerbig, beide hier. Dachdeckermeiſter Ludwig Krenkel
mit Anna Geyer, beide hier. Kaufmänniſcher Expedient
Friedrich Roth mit Roſa Knell, beide hier.
Fabrik=
arbeiter Heinrich Seibel mit Magdalene Steinbrenner,
beide hier. Kaufmann Peter Hotz mit Anna Hauck,
beide hier. Handlungsgehilfe Wilhelm Joſeph in
Ham=
burg mit Eliſabetha Femlich hier. Wagner Otto
Gei=
ger mit Eliſabethe Kröh, beide hier. Architekt Wilhelm
Göller mit Eliſabethe Stumpf beide hier.
Eiſenbahn=
ſchloſſer Johann Betz mit Emma Döring, beide hier.
Taglöhner Chriſtian Münk mit Barbara Jöckel, beide
hier. Kellner Otto Irmſcher in Hamm mit Luiſe
Nick=
las hier. Schneider Joſef Veſely mit Köchin Johanna
Grimmer, beide hier. Glasſchleifer Heinrich Kahl mit
Schneiderin Johanna Müller, beide hier. Bankbeamte
Hermann Waldmann mit Johannette Haas, beide hier.
Schreiner Jakob Stein mit Margarete Delp, beide hier.
Schriftſetzer Philipp Metzler hier mit Eliſe Repp in
Michelbach.
Geſtorbene. Am 4. April: Logendiener Daniel Weil,
51 J., isr., Neckarſtr. 20. Am 6.: Willy Brunner, S. des
Taglöhners, 1 J., ev., Große Ochſengaſſe 32. Am 5.:
Bäcker Leonhard Heinrich Eckhardt, 26 J. alt, ev., Höchſt.
Am 6.: Dorothea Funk, geh. Fey, Ehefrau des
Tag=
löhners, 58 J. alt, ev., Liebfrauenſtr. 74. Am 5.: Privatin
Kathr. Seifried, 76 J. alt, ev., Magdalenenſtr. 5. Am 6.:
Heinrich Müller, S. des Gärtners, 1 J. alt, ev.,
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bringt von Mittwoch, den 10. bis Freitag, den
12. April 1912 in ſeinem
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Programm
Erſtklaſſiger
Erſtklaſſiger
Schlager Wehn Frauen hassen Schlager
aus dem Leben der Direktoren einer Aktiengeſellſchaft
in der Zeit ſchlechten Geſchäftsganges, geſpielt von
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bis zu'Ende.
Wildweſt= Die Liebe der Indianerin
Wildweſt=
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Moritz als Forschungsreisender, gut humoriſtiſch
Eine Alligatorenzüchterei, belehr. Naturaufnahme
Miss Puller, Varietéakt
Die Ameisen, das Leben und Treiben dieſer Tiere.
Fritzchen trifft ins Schwarze
gut humoriſtiſcher Schlager Lachſalven entwickelnd.
Modernstes, panik- u.
feuersicherstes
Licht-
spieltheater am Platze
Ganz besonders sei
hier-
mit, im Programmvom
10. bis einschl. 12.
ds. Mts., auf den großen
aus dem Leben
Napoleons I.
hingewiesen.
Die brillante
Inszenier-
ung und die wahrhaft
dramatische Handlung
werden nicht verfehlen,
auf das Publikum einen
unwiderstehlichen Reiz
auszuüben und seine
Spannung von Szene zu
Szene steigern. (8646
Heiz e Vorstellung 15. April.
Nummer 84
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Seite 23.
Gastspiel Michl Dengg’s
Oberbapr. Bauerntheater
Mittwoch,
den 10. April
— Erst-Aufführung:
Der Jüger von Falt
Volksstück in 4 Akten
von Ludwig Ganghofer.
Eee Neue Ausstattung 2 msen
Donnerstag, 11. April
Die Kreuzelschreiber
von L. Anzengruber.
Preise und Vorverkauf wia bekannt.
(8665)
werd. jed. Geſchmack entſpr.
Hille ſchick garuiert, ältere Hüte
werd. umgearb. in u. außer d. Hauſe
Ludwigspl. 8, Vorderh. III. (7695a
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, 10. April.
151. Abonnem.=Vorſtellung. A 38.
Die Räuber.
Schauſpiel in 5 Akten v. Schiller.
Spielleitung: Regiſſeur Hacker
Perſonen:
Maximilian, Graf
von Moor . . Hr. Knispel
Karl, 1 ſeine . . Hr. Baumeiſter
Franz, Söhne. . Hr. Weſtermann
Amalie, ſ. Nichte Frl. Uttmann
. Hr. Jürgas
Spiegelberg
Hr. Heinz
Schweitzer
Hr. Kroczak
Grimm
Hr. Peterſen
Schufterle
Hr. Semler
Roller
Razmann . . . Hr. Dobski
. Hr. Klotz
Schwarz.
. Hr. Weiß
Roſinsky
Hermann, Baſtard
eines Edelmanns Hr. Schneider
Ein Pater . . . Hr. Wagner
Daniel, ein alter
. . Hr. Kräger
Diener .
Ein Bedienter. . Hr. Jungmann
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loge 5 Mk., Balkonloge 4.50 Mk.,
1. Rang 4 Mk., 2. Rang: 1—6.
Reihe 2 Mk., 7. u. 8. Reihe 1.60 Mk.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.50 Mk.,
14.—20. Reihe 3 Mk., Parterre:
1.—5. Reihe 2.20 Mk., 6.—8. Reihe
1.80 Mk., 1. Galerie 1 Mk., 2.
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lerie 50 Pfg.
Anf. 7 Uhr. Ende nach 10½ Uhr.
Kartenverk. v. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 11. April. Außer
Abonnem. Erſtes Gaſtſpiel des
Kgl. Bayer. Kammerſängers
Hein=
rich Knote vom Hoftheater in
München. „Siegfried.”
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fried Hr. Knote. Große Preiſe.
Anfang 6 Uhr. (Vgl. beſ. Anz.)
Freitag, 12. April. 152. Ab.=V.
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Außer Abonnement.
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Sperrſitz 1.50 Mk.
Der Kartenverkauf zu dieſer
Vorſtellung findet Freitag, den
12. April, ſowie an den
darauf=
folgenden Tagen vormittags von
11—1 Uhr, an der Tageskaſſe ſtatt.
Die Hoftheaterhauptkaſſe iſt an
allen Wochentagen, vormittags
von 10—12½ Uhr, geöffnet.
Aus dem Spielplan.
Sonntag, 14. April. Auß. Ab.
Zweites und letztes Gaſtſpiel des
Kgl. Bayer. Kammerſängers
Hein=
rich Knote vom Hoftheater in
München. „Lohengrin.”
Lo=
hengrin Hr. Knote. Gr. Preiſe.
Anfang 6½ Uhr. (Vgl. beſ. Anz.)
Programm
zu dem am Mittwoch, den
10. April, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Artillerie=Korps.
1. „Durch Kampf zum Sieg‟
Marſch von Lehnhardt. 2.
Diver=
tiſſement aus „Troubadour” von
Verdi. 3. „Tartajada‟, Walzer aus
ſpaniſchen Motiven von Morena.
4. Melodien aus „Boccaccio” von
Suppé. 5. „Lockenköpfchen”,
Inter=
mezzo von Powel. 6. „Im Luna=.
Park”, Marſch von Gilbert.
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Mittwoch, den 10. April 1912, abends 8 Uhr,
Volkslieder-Abend
von
Eisd Laufd von wolzegen
Lieder zur Laute.
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Hoflieferant, Eliſabethenſtraße 12, im Vorverkauf Mk. 3, 2, 1.50 u. 1,
an der Abendkaſſe Mk. 4, 3, 2 und 1.50.
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Zwei Vorträge
aus
von Rektor Trappmann Barmen
im Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18.
Donnerstag, den 11. April, abends 8½ Uhr,
nur für Frauen:
„Die Stellung der Frau im Kampf gegen
die Unſittlichkeit‟
Eintritt 20 Pfg.
Freitag, den 12. April, abends 8½ Uhr,
nur für Männer:
Ce
„Hrennende Pragen der Stttlichken .
Eintritt 20 Pfg.
(8644
Karten sind im Verkehrs-Bureau zu haben.
Gartenbauverein Darmstadt.
Hadprversammung
Donnerstag, 11. April abends 8 Uhr, im „Fürstensaal‟
1. Rechnungsvorlage für 1911. 2.
Tagesordnung. Lichtbildervortrag des Kontre-
Ad-
miral z. D. Westphal über „Unsere Flotte u. das Leben
an Bord‟.
Die Abgabe von Freilosen findet nur gegen Vorzeigung der
Mitgliederkarte statt und wird mit Beginn der Sitzung ge
schlossen.
(8624
Der Vorstand.
erein für Verbreitung von Volksbildung.
Karten zur Jagd= und Meerſiſche=
Ausſtel=
lung ſind für Vereinsmitglieder zu ermäßigtem
Preiſe im Verkehrsbüreau zu haben.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. April 1912.
Nummer 84.
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Mittwoch, den 17. April d. J., vorm. 11¼ Uhr,
im Stadthausſaale (Rheinſtraße) dahier ſtattfindenden
ordentlichen Mitgliederverſammlung
geſtatten wir uns, die Vereinsmitglieder ergebenſt einzuladen.
Tagesordnung:
1. Entgegennahme des Geſchäftsberichts;
2. Abnahme und Genehmigung der Jahresrechnung;
3. Wahl des Vorſtandes;
4. Wahl von 2 Rechnungsprüfern für das laufende
Geſchäftsjahr.
Darmſtadt, den 9. April 1912.
(8657mo
Der Vorſtand des Vereins Walderholungsſtätte.
Mueller, I. Vorſitzender.
Ziehung 23. und 24. April
Südpolar-
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7770 Geldgewinne bar ohne
Ab-
zug zahlbar im Betrage von Mark
210000
60000
0000
20000
10000
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1 Uhr nachmittags von Genua
nach New=Vork.
Dampfer „Graf Walderſee”, von
New=York kommend, 5. April
9 Uhr 30 Min. morgens Dover
paſſiert.
Dampfer „Hamburg‟, 4. April
2 Uhr nachmittags von New=
York nach Italien.
Dampfer „Preſident Lincoln”, nach
Rew=York, 6. April 12 Uhr 45
Mi=
nuten morg. von Southampton.
Dampfer „Pretoria”, von Boſton
und Baltimore kommend, 6. April
6 Uhr morgens in Hamburg.
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