Darmstädter Tagblatt 1912


04. April 1912

[  ][ ]

Abonnementspreis
Inſerafe
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertell. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Ber
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 26 Seiten.

Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Samstag.

Das Neueſte vom Tage.

Der Bundesrat iſt zu einem Einverſtändnis auch
über die Deckungsvorlage, für die neuen
Wehrvorlagen gelangt. Der Geſetzentwurf zur
Abänderung der Kontingentsbeſtimmungen des Brannt=
weinſtauergeſetzes
ſoll dem Reichstag bei ſeinem Wie=
derzuſammentritt
nach Oſtern gleichzeitig mit den Wehr=
vorlagen
zugehen.
In der Zweiten elſaß=lothringiſchen
Kammer wurde ein Antrag auf Errichtung
einer Techniſchen Hochſchule in Elſaß=
Lothringen einſtimmig angenommen.
Die allgemeine Luftfahrzeug= Ausſtel=
lung
in Berlin, die Ala, wurde geſtern vormittag
durch den Prinzen Heinrich eröffnet.
Zur Beilegung des Ausſtandes im Schnei=
dergewerbe
wurde in Jena eine Einigungs=
kommiſſion
gewählt.
Der König von England hat dem Präſidenten der
Lokalverwaltung, Burns, 1000 Guineen, die Königin
und die Königin=Mutter je 1000 Pfund zur
Linderung der durch den Kohlenarbeiterſtreik
verurſachten Not zugehen laſſen.
Die letzten Ziffern über die Abſtimmung der
engliſchen Bergleute lauten 156 247 gegen
und 141540 für die Aufnahme der Arbeit.
Die ſchwediſche Regierung ha) im Reichstag
eine Vorlage eingebracht, nach der den Frauen das
aktive und paſſive Wahlrecht verliehen werden ſoll.
Die Nationalverſammlung in Peking be=
ſchloß
, den Sitz der proviſoriſchen Regie=
rung
nach Nanking zu verlegen.

Der Prinz von Wales in Paris.

* Aus London, 1. April, wird der Köln. Ztg. ge=
ſchrieben
: Heute morgen um 11 Uhr reiſte der Prinz
von Wales, begleitet von ſeinem Gouverneur, Herrn
Hanſell, vom Bahnhof Victoria ab, um einige Monate
in Paris zu verbringen, ſich in der franzöſiſchen Sprache
zu vervollkommnen und inkognito als Earl of Cheſter,
halb privatim ſeine erſten Schritte in die Außenwelt zu
tun. Der König gab ſeinem Sohne das Geleit, und
das zahlreiche Publikum, das den beliebten Zug benutzte,
ſah mit freundlicher Teilnahme den Thronerben zum er=
ſten
Male von ſeinem Vater Abſchied nehmen, um in die
Welt hinaus zu ziehen. Der Prinz wird im Juni ſein
achtzehntes Jahr vollenden. Er iſt ein friſches, geſun=
des
Vürſchchen, einſtweilen noch nicht ſehr groß, aber,
ohne gerade hübſch zu ſein, eine angenehme blonde Er=
ſcheinung
, von einem Typ, dem man hier unter ſeinen
Altersgenoſſen zu Hunderten begegnet. Obſchon der
Prinz nach der häuslichen Ausbildung wie ſein Vater
ſeine Lehrjahre zu Lande und zu Waſſer in der Flotte
durchgemacht hat, iſt er in Erſcheinung und Weſen ſehr
jung für ſein Alter geblieben und hat einen Zug von
Schüchternheit behalten, der ihn nicht übel kleidet, der
aber allmählich bei dem Thronfolger eines großen Rei=
ches
einer gewiſſen Sicherheit des Auftretens Platz
machen ſollte. Vielleicht hat das auch ſeinen Eltern den
Pariſer Aufenthalt nahegelegt. Wie es heißt, ſoll der
Prinz eine Zeitlang an wenigſtens einer der alten eng=
liſchen
Univerſitäten ſtudieren und dann in ein Kaval=
lerie
=Regiment eintreten. Doch für beides wäre erſt eine
Uebergangszeit und die erwähnte größere Sicherheit
und Selbſtändigkeit erwünſcht. Dieſen Uebergang nun
ſoll der junge Herr im Hauſe und in der Familie des
Marquis de Bretenic in Paris durchmachen, der ein lang=
jähriger
Freund ſeines Großvaters und jahraus, jahr=
ein
ein häufiger Hausgaſt auf dem Schloſſa zu Sand=
ringham
war.
Der Marquis iſt mit einer Amerikanerkn aus gutem
Hauſe vermählt, hat zwei Söhne von 18 und 20 Jahren,
ſeht in Paris und auf dem Lande viel ſehr gute fran=
Zöſiſche und ausländiſche Geſellſchaft bei ſich, und ſein

Haus gewährt nach Anſicht der Eltern die nötigen
Sicherheiten und die richtige Umwelt, in der der Earl
of Cheſter ſeine erſten ſelbſtändigen Schritte in der Ge=
ſellſchaft
machen könnte. Selbſtverſtändlich wird er die
vielen intereſſanten und ſchönen Dinge ſehen, die den
ausländiſchen Kunſtliebhaber unwiderſtehlich nach der
franzöſiſchen Hauptſtadt locken, aber außerdem auch unter
anderem Vorträge über Völkerrecht hören und vor allem
nur Franzöſiſch ſprechen. Seine Eltern haben die Not=
wendigkeit
von beidem erkannt. Königin Mary ſpricht
Franzöſiſch wie Deutſch vortrefflich, der König dagegen
iſt kein großer Sprachgelehrter. Man erinnert ſich, daß
er als zweiter Sohn urſprünglich nicht zum Kronprinzen
ausgebildet worden war, und wie weiland Alexan=
der
III. von Rußland ſchon in den Mannesjahren ſtand,
als ihn der Tod ſeines Bruders, des Herzogs von
Clarence, in die direkte Linie der Erbfolge verſetzte. Man
hatte es bei dem für die Flotte beſtimmten Prinzen viel=
leicht
mit den Sprachen nicht ſo ernſt genommen, kurz
der damalige Herzog von York hat ſeit den Tagen, wo
er Thronfolger wurde, und bis heute die Gewandtheit
im Umgange und in der franzöſiſchen und deutſchen
Sprache, die ſeinem Vater in beſonderem Grade eigen
war, empfindlich vermißt. Wenn es richtia iſt, was viel
erzählt wird, daß Königin Alexandra es noch leichter
mit dem Unterricht genommen habe, und daß vor allem
Wert darauf gelegt wurde, daß Prinzen und Prinzeſſin=
nen
nur recht engliſch wurden, ſo wird einerſeits das
Ergebnis, anderſeits aber auch der Grund verſtändlich,
warum das gegenwärtige Königspaar wieder nach der
anderen Richtung einſchwenkt und die Erſprießlichkeit er=
kennt
, dem Stammhalter in Paris zeitig die Zunge löſen
zu laſſen.
Daß dieſer Gedanke den Nachbarn und Entente=
genoſſen
ſchmeichelt, gerade zu einer Zeit, wo infolge
der Verhandlungen zwiſchen Frankreich und Spanien,
die für England ein ganz beſonderes Intereſſe beſitzen,
ſich hier der wirklich politiſchen Gemüter eine kleine Span=
nung
bemächtigt hat, wird in den Augen leitender Per=
ſönlichkeiten
hier nicht ohne Wert ſein. Die Zähigkeit,
mit der die Leiter der franzöſiſchen Politik Gibraltar
gegenüber den Spaniern mehr abzudrücken ſuchen, als
man hierzulande von Anfang an im engliſchen Intereſſe
für zuläſſig erachtete, hat hier ſelbſt unter den begeiſterten
Anhängern der Entente ſo ſehr verſtimmt, daß hier und
da bezeichnende Kundgebungen laut wurden. Man be=
ſann
ſich auf einmal darauf, daß es doch vielleicht nicht
ratſam ſei, die ſchon bedeutend geſchwächte Mittelmeer=
flotte
von Malta nach Gibraltar zu verſchieben und ſozu=
ſagen
zum Anhängſel der Kanalverteidigung zu machen,
und zwar gerade zu einer Zeit, wo Italien mehr als
zuvor als Seemacht hervortritt und ſich am öſtlichen
Nordrande Afrikas feſtſetzt. Man vernahm an ganz un=
erwarteter
Stelle das Wort, es ſei am Ende einſeitig und
verkehrt, wie hypnotiſiert nur nach den deutſchen Flotten=
rüſtungen
zu ſpähen. Und heute wird in einem Artikel
des miniſteriellen Daily Chronicle über auswärtige Po=
litik
ganz vernünftig auseinandergeſetzt, daß es ſchließ=
lich
ganz verſtändlich ſei, wenn Deutſchland ſeine =
ſtungen
verſtärke, ohne daß man dabei notwendig An=
ſchläge
gegen England wittern dürfte. Denn im vorigen
Sommer ſei man bei uns zu der Erkenntnis erwacht, daß
Frankreich mit weniger als zwei Dritteln der Bevölke=
rung
Deutſchlands dieſem mit ſeiner Heeresmacht ganz
gewachſen ſei, daß die Heere des ganzen Dreibundes
zuſammen kleiner ſeien als das ruſſiſche allein, und daß
Rußland mehr an ſeine Flotte wende als Deutſchland.
Angeſichts ſolcher Tatſachen, meint das Chronicle, ſei es
durchaus erklärlich, daß man in Deutſchland mit anderen
Gefahren vor Augen ſich gegen die Auffaſſung auflehne,
daß England von keiner andern Seite als von Deutſch=
land
bedroht ſei. Es iſt eine erfreuliche Erſcheinung, daß
man hier endlich aus der entſetzlichen Einſeitigkeit der
Auffaſſung erwacht und zur Erkenntnis kommt, daß auch
noch andere Leute in der Welt ſind.

Anläßlich der Ankunft des Prinzen von Wales
ſchrieb der Temps: Der Prinz von Wales iſt an einem
denkwürdigen Tage eingetroffen, nämlich an dem Tage,
an dem Frankreich das Protektorat über Marokko durch
Unterzeichnung der Akte durch Muley Hafid endgültig
übertragen wurde. Vor 8 Jahren war das Abkommen

über die Zukunft des ſcherifiſchen Reiches zwiſchen der
britiſchen und der franzöſiſchen Regierung zuſtande ge=
kommen
. Während der peinlichen Kriſe, die die Alge=
ciraskonferenz
mit ſich brachte, hat England uns von ſei=
ner
freundſchaftlichen Geſinnung und Zuneigung für
uns durch hervorragende Dienſte, die es uns geleiſtet
hat, überzeugt. Wir hoffen, daß es uns in der Gegen=
wart
oder in der Zukunft gelingen wird, das Wohlwol=
len
, das uns unſer britiſcher Nachbar entgegenbringt,
zu rechtfertigen. Wir werden beſtrebt ſein, unſeren Nach=
barn
über dem Kanal ſeine Verdienſte zu belohnen, in=
dem
wir verſuchen werden, Gleiches mit Gleichem zu
vergelten. In dieſem Gefühle heißen wir heute den
ſympathiſchen Prinzen von, Wales in der Hauptſtadt
unſeres Landes herzlichſt willkommen.

Der Protektoratsvertrag Frankreichs
über Marokko.

* Aus Fez wird vom 1. April gemeldet: Der Ver=
trag
, betreffend das Protektorat Frankreichs
über Marokko, umfaßt 7 oder 8 Artikel. Der Sul=
tan
unterzeichnete den Vertrag eigenhändig. Es geht
das Gerücht, daß der Sultan am erſten Tage nicht ge=
neigt
war, zu unterzeichnen, aber ſpäter keine Schwierig=
keiten
machte. Der Text, den Regnault aus Paris mitge=
bracht
hatte, blieb unverändert. Der Agence Havas
wird aus Fez gemeldet: Der Protektoratsvertrag erklärt,
daß Frankreich und Marokko übereingekommen
ſind, ein neues Regime zu errichten. Der Vertrag
erklärt ſodann Freiheit der Religion und gibt Frank=
reich
das Recht der militäriſchen Beſetzung unter dem
Geſichtspunkt der Aufrechterhaltung der Ordnung in
allen Punkten, wo ſich dies als notwendig erweiſen ſollte.
Die Beſetzung ſei dem Sultan vorher zu notifizieren.
Der Vertrag ſpricht des weiteren davon, daß dem Sul=
tan
zur Aufrechterhaltung ſeiner Autorität Unterſtützung
zu gewähren ſei. Er ſetzt die Vollmachten des General=
reſidenten
feſt, er ordnet die diplomatiſche Vertretung
Marokkos durch Frankreich, gibt die Grundzüge einer
finanziellen Neuordnung und unterſagt die Aufnahme
von Anleihen ohne Zuſtimmung der franzöſiſchen Re=
gierung
.
Präſident Fallisres hat dem Sultan telegraphiſch
ſeine Glückwünſche zum Abſchluß der Unterhandlungen
ausgeſprochen und ihn zugleich der Unterſtützung Frank=
reichs
verſichert.
Der Matin voröffentlicht eine Unterredung ſei=
nes
Fezer Berichterſtatters mit Muley Hafid, der
u. a. geſagt habe: Gewiß, Frankreich iſt mächtig und
könnte ſein Regime mit Gewalt durchſetzen. Es würde
das marokkaniſche Volk durch Furcht und Schrecken be=
herrſchen
, aber dieſes Vorgehen würde den Franzoſen
ſchwere Opfer an Menſchen und Geld auferlegen und bei
der erſten Geleganheit würde unter den Marokkanern
ein Aufſtand ausbrechen. Frankreich wird ſich, um ein
erfreuliches Ergebnis zu erzielen, möglich der Vermitte=
lung
des Maghzen bedienen müſſen. Betreffs der Auf=
nahme
des neuen Regimes durch die Marokkaner ſagte
Muley Hafid: Man muß einen Unterſchied machen zwi=
ſchen
den die Ebene bewohnenden Arabern und den in
den Bergen wohnenden Berberſtämmen. Dieſe werden
anfangs die Aktion Frankreichs ohne entſprechenden
Zwang nicht zulaſſen und man wird in einen Kampf
mit ihnen eintreten müſſen. Deshalb wird die Aufgabe
Frankreichs viel Geduld und Ausdauer erfordern. Der=
ſelbe
Berichterſtatter meldet: Die zur Feier des Protek=
toratsvertrages
geplanten Geſchützſalven ſeien unterblie=
ben
, weil an demſelben Tage bei Sefru ein heftiger
Kampf zwiſchen den franzöſiſchen Truppen und den auf=
ſtändiſchen
Stämmen ſtattgefunden und man befürchtet
habe, daß durch die Kanonenſchüſſe in der Bevölkerung
eine Panik hervorgerufen warden könnte.

Deutſches Reich.

Die Wahl in Alzey=Bingen. Der Be=
richt
der Wahlprüfungskommiſſion des Reichstags über
die Wahl in Alzey=Bingen ging jetzt dem Reichstag zu.
Die Kommiſſion beantragt, die Wahl des national=
liberalen
Abg. Dr. Becker zu beanſtanden und den Reichs=
kanzler
zu erſuchen, durch Vermittelung der großherzog=
lich
heſſiſchen Regierung eine Reihe von Beweiserhebun=
gen
anſtellen zu laſſen. Der Bericht kommt zu folgen=

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

dem Schluß: Durch die mitgeteilten endgültigen Be=
ſſchlüſſe
der Kommiſſion beläuft ſich die Stimmenzahl für
Becker auf 12016 und die für Korell auf 12013. Hierdurch
iſt alſo die Mehrheit für Dr. Becker nicht beſeitigt. Da
die eventuelle Wirkung der für erheblich erachteten Pro=
teſtpunkte
im Falle ihrer Bewahrheitung weit über die
Stimmenmehrheit des Abg. Dr. Becker hinausgehen
würde, gelangt die Kommiſſion einſtimmig zur vorläu=
figen
Beanſtandung der Wahl. Es wurde noch die Frage
erörtert, ob dem Wunſche ſtattgegeben werden könnte,
vorläufig nur einen Teil der beſchloſſenen Beweiſe zu
erheben, um Zeit zu erſparen, weil bek der geringen
Mehrheit, die hier in Frage kommt, ſchon die Feſtſtel=
lung
einiger Unregelmäßigkeiten genügen könnte, um die
Gültigkeit der Wahl zu beſeitigen. Die Kommiſſion hat
aber von einem ſolchen Beſchluß Abſtand genommen,
weil ſie der Anſicht war, daß ihrer endgültigen Entſchei=
dung
ein nach allen Richtungen hin vollſtändiges Bild
zugrunde liegen müſſe.
Der Bundelsrat und die Wehrvor=
lagen
. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt:
Der Bundesrat gelangte vor Eintritt in die Oſterpauſe
zu einem Einverſtändnis auch über die Deckungsvorlage.
Der für die neuen Wehrforderungen hier noch aufzuſtel=
lende
Geſetzentwurf zur Abänderung der Kontingents=
beſtimmungen
des Branntweinſteuergeſetzes wird bin=
nen
kurzem ſeine formale Ausgeſtaltung erhalten. Es iſt
mit Sicherheit zu erwarten, daß er dem Reichstag bei
ſeinem Wiederzuſammentritt nach Oſtern gleichzeitig mit
den Wehrvorlagen zugehen wird.
Ein Entwurf über die geſetzliche Re=
gelung
des Poſtſcheckverkehrs wird, wie eine
parlamentariſche Korreſpondenz mitteilt, dem Reichstage
nach Oſtern zugehen. In dem Entwurfe werden nur die
grundlegenden Beſtimmungen des Poſtſcheckverkehrs feſt=
gelegt
werden, während Abänderungen der Poſtſcheckord=
nung
in Zukunft auf dem Verordnungswege veranlaßt
werden. Der Entwurf wird die geltende Poſtſcheck=
ordnung
in verſchiedenen Punkten abändern, ſo wird die
Zuſchlagsgebühr von 7 Pfg. beſeitigt, die Einzahlungs=
gebühr
beträgt für alle Zahlungen 10 Pfg. (jetzt 5 Pfg.),
die Steigerungsgebühr (ein Zehntel pro Mille) fällt fort,
die Vorauszahlungsgebühr ſoll 5 Pfg. für je 500 Mark
betragen. Die 3 Pfg.=Ueberweiſungsgebühr bleibt. Eine
Beſchränkung in der Einzahlungsſumme fällt fort, auf
einen Schack dürfen 20000 Mark (bisher 10000 Mark)
gezahlt werden. Der Verkehr zwiſchen Poſtſcheckamt und
Konto=Inhaber bleibt wie bisher portopflichtig, ſofern
die Konto=Inhaber nicht im Bezirke des Poſtamtes für
das Poſtſcheckamt wohnen.
Die Oſtmarkenzulage. Da die Oſtmar=
kenzulage
für die Poſtbeamten vom Reichstag in zweiter
Leſung geſtrichen wurde, ſo hat der Staatsſekretär des
Reichspoſtamtes die Weiſung gegeben, daß die Oſtmar=
kenzulage
vorläufig nicht weiter gezahlt wird. Es wird
jedoch jetzt die Frage ventiliert, ob dieſe Poſtbeamten
nicht gegen den Reichsfiskus Klage auf Weiterzahlung
der Oſtmarkenzulage erheben können, da ſie im Ver=
trauen
auf die Zulage nach den öſtlichen Provinzen ge=
gangen
ſind und ſich dort eingerichtet haben.
Zum bayeriſchen Jeſuitenerlaß. Nach
der Kölniſchen Volkszeitung wären der Miniſter des
Innern, Frhr. von Soden, und der Kultusminiſter von
Knilling an der Ausarbeitung des von ihnen gezeichneten
Jeſuitenerlaſſes unbeteiligt. Vielmehr ſtamme dieſer
Erlaß noch vom Kultusminiſter Dr. v. Wehner her. Noch
unter ſeiner Leitung des Kultusminiſteriums ſei der Er=
laß
zuſtande gekommen und dem Bundesrat als die
bayeriſche Interpretation des Jeſuitengeſetzes zugegan=
gen
. Gegen die neue bayeriſche Auslegung des Jeſui
tengeſetzes erhebt auch die Kreuzzeitung Widerſpruch und
bemerkt:
Danach ſollen alſo die Jeſuitenpater in allen katho=
liſchen
Kirchen Bayerns predigen und die Beichte hören
dürfen. Es unterliegt für uns keinem Zweifel, daß da=
mit
dem Sinn und Zweck des Jeſuitengeſetzes zuwider

wird es meine Pflicht ſein, alles zu tun, was ich vermag,
um die nötigen Deckungen zu finden, um jene Zwecke durch=
zuführen
. Als ich mich mit den Ausgaben für 1912/13 be=
ſchäftigte
, ſagte ich, mit Bezug auf den Flottenetat, daß
ich eine bedeutende Ermäßigung für dieſes Jahr in Aus=
ſicht
genommen hätte, und drückte dieſe Hoffnung aus, als
ich das Budget des letzten Jahres einbrachte. Dies war
nicht bloß der Ausdruck meines perſönlichen Wunſches, ſon=
dern
ich hatte zuvor mit dem erſten Lord der Admiralität
Rückſprache genommen. Dieſer hatte damals die Hoffnung,
daß ſich für dieſes Jahr eine bedeutende Ermäßigung und
im nächſten Jahre eine noch bedeutendere würde durchfüh=
ren
laſſen. Aber unglücklicherweiſe traten Bedingungen
ein, worüber wir keine Kontrolle hatten. Der Etat für die=
ſes
Jahr wurde bedeutend höher, als ich in Ausſicht ge=
nommen
hatte. Ich fürchte, daß die Ausſichten, eine Ein=
ſchränkung
in unſerem Flottenetat vorzunehmen, nicht ſehr
glänzend ſind. Wir werden allen Grund zur Freude
haben, wenn wir dieſes Jahr ohne eine weſentliche Er=
höhung
der Ausgaben und im nächſten Jahre ohne eine
noch größere Erhöhung auskommen werden.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Unterhauſes
verurteilte Auſten Chamberlain ſcharf die Vorſchläge Lloyd
Georges, den Ueberſchuß in die Reſerve einzuſtellen, anſtatt
zur Schuldentilgung zu verwenden. Der Betrag über=
ſteige
weit die Summe, welche vorausſichtlich in dieſem
Jahre auf der von Churchill aufgeſtellten Grundlage ver=
langt
werden könne. Die Einſtellung der Summe in die
Reſerve würde den ohnehin ſchon in der Depreſſion befind=
lichen
Markt, ebenſo die britiſchen Staatspapiere und die
Mächte, die Anleihen in London unterzubringen ſuchen, un=
günſtig
beeinfluſſen. Der Liberale Lough erklärt, die
Ausgaben für Rüſtungen ſeien unter Lloyd George weit
ſtärker geſtiegen, als unter irgend einem Schatzkanzler in
Friedenszeiten, und proteſtiert gegen die Vermehrung der
Flottenausgaben, die ſich auf den durch Panik hervor=
gerufenen
Flottenetat ſtütze.
Die Budgetkommiſſions=Reſolutionen wurden ange=
nommen
, die Debatte wird aber nach Oſtern fortgeſetzt.
Spanien.
Die Verhandlungen mit Frankreich.
Nach einer Meldung des offiziöſen Mundo ſeien die
Grundlagen für eine Verſtändigung zwiſchen Frankreich
und Spanien gefunden worden. Danach würde Spanien
auf das Gebiet des Uergafluſſes verzichten und an Frank=
reich
einen breiten Landſtreifen abtreten, durch den die
Bahn von Tanger nach Fez geführt werden ſoll. Dafür
würden die Spanier weitere Gelände im Norden erhal=
ten
, ſodaß ſich die ſpaniſche Zone bis Teruan erſtrecken
würde.
Amerika.
Präſident Madero über die mexika=
niſche
Revolution. Der Matin hat an den Prä=
ſidenten
von Mexiko Madero telegraphiert, um von ihm
zu erfahren, wie es eigentlich mit der neuen mexikani=
ſchen
Revolution ſteht. Der Präſident antwortete im
weſentlichen folgendes: Die Niederlage, die die Bundes=
truppen
letzthin erlitten haben, iſt bei weitem weniger
ſchwer als man anfangs glaubte. Dagegen haben die
Truppen des aufſtändiſchen Generals Orozco enorme
Verluſte erlitten und ihre Vorräte an Munition und
Lebensmitteln ſind beinahe erſchöpft, ſodaß ſie nicht ein=
mal
verſucht haben, die Kolonne des Generals Trucy
Albert nach Süden hin zu verfolgen. Die Bundestrup=
pen
haben ſich bereits wieder formiert und rücken nach
Norden vor, um den Rückzug Trucy Alberts zu decken,
und die Offenſive zu ergreifen. Der Ausgang des Feld=
zuges
kann für niemand zweifelhaft ſein, da die Bun=
destruppen
an Zahl, Diſziplin und Bewaffnung den
Gegnern überlegen ſind. Der Abfall des Generals
Orozco iſt weit entfernt, der Regierung ſchädlich zu ſein,
ſogar nützlich, da er einen ungeheueren Umſchlag der
öffentlichen Meinung hervorgebracht hat. Die Streit=
kräfte
Zapatas ſind beinahe vernichtet. Die Geſamtlage
der Republik beſſert ſich ſehr ſchnell und die Blätter, die
alarmierende Nachrichten brachten, haben ſtark über=
trieben
.
3

* Dem Andenken des Fürſten Bismarck
widmen die Leipziger Neueſten Nachrichten folgende
Zeilen: Nur drei Jahre noch, dann wird das deutſche
Volk den hundertſten Geburtstag ſeines größten Sohnes
feiern, indem im Reichstage vielleicht Genoſſe Wendel,

gehandelt würde. Die Köln. Volkszeitung ſagt, der Er=
laß
ſei dem Bundesrate als die bayeriſche Interpre=
tation
des Jeſuitengeſetzes zugegangen. Wenn das
wahr iſt, muß ſich das bayeriſche Miniſterium einem
Geſetzesirrtum hingeben. Nach Artikel 17 der Reichs=
verfaſſung
ſteht die Ueberwachung der Ausführung aller
Reichsgeſetze nicht dem Bundesrate, ſondern dem Kaiſer
zu. Und dieſe Entſcheidung wird abzuwarten ſein, be=
vor
man die ſeltſame und überraſchende Interpretation
des Jeſuitengeſetzes als zuläſſig erachten kann.
Die liberale bayeriſche Landtagsfraktion wird nach
den Oſterferien eine Interpellation im Landtage einbrin=
gen
, in der ſie das Jeſuitengeſetz und ſeine neuerliche
Interpretation durch die Miniſter von Soden und von
Knilling einer Beſprechung unterzieht.
Amneſtie für Stezuerhinterziehung.
Wie in anderen Ländern, beſtand auch bei der badiſchen
Steuerverwaltung ſeit langer Zeit der Verdacht, daß die
Einſchätzungen zur Vermögens= und Einkommenſteuer
vielfach zu niedrig ſeien. Zur Beſeitigung des Uebel=
ſtandes
wendet ſich jetzt der badiſche Finanzminiſter mit
Zuſtimmung des Staatsminiſteriums an die Bevölkerung
mit der Erklärung, daß alle diejenigen, die in dieſem
Monat das Verſäumte nachholen, ſtraffrei bleiben und
auch keine Steuer nachträglich zu bezahlen haben. Auf
den Erfolg dieſes in Ausſicht geſtellten Generalpardons
darf man mit Recht geſpannt ſein.

Ausland.

Schweiz.
Der Kaiſerbeſuch und die Sozialdemo=
kratie
. Kaiſer Wilhelm wird am 7. September in
Luzern übernachten und am nächſten Vormittag in Be=
gleitung
des Bundespräſidenten Forrer nach Flüelen
fahren, von wo ihn der Landamtmann von Uri und der
Präſident der Tellſpiele zum Tell=Spielhaus geleiten
werden. Das Parteikomitee der ſchweizeriſchen ſozial=
demokratiſchen
Partei beſchloß einmütig, Kundgebungen
gegen den Beſuch Kaiſer Wilhelms zu unterlaſſen. Das
ſozialdemokratiſche Hauptorgan Züricher Volksrecht rät
den Neuburger Sozialiſten, die durch Maueranſchlag ge=
gen
den Kaiſerbeſuch zu proteſtieren beſchloſſen hatten,
ſich den Parteibeſchlüſſen zu fügen.
Schweden.
Das politiſche Wahlrecht der Frauen.
Dem Reichstage wurde der Geſetzentwurf der Regierung
über das politiſche Wahlrecht der Frauen vorgelegt.
Der Geſetzentwurf bezweckt die Verleihung des aktiven
und paſſiven Wahlrechts an Frauen in gleichem Maße
wie an Männer. Verheiratete Frauen, deren Männer
in den letzten drei Jahren keine Steuern bezahlten, ſollen
kein Wahlrecht haben.
England.
Englands Finanzen. Bei der Einbringung
des Budgets führte der Schatzkanzler aus: Der erzielte
Ueberſchuß von 6 545000 Pfund Sterling ſei der größte
jemals verzeichnets. Der Voranſchlag der Ausgaben
für 1912/13 betrage 186885000 Pfund Sterling. Die
Steigerung von 5619000 Pfund Sterling gegenüber
dem Budget von 1911/12 ſei hauptſächlich zurückzufüh=
ren
auf das Verſicherungsgeſetz und die Verſtaatlichung
des Telephondienſtes.
Die Flottenrüſtungen. Der Schatzkanzler
Lloyd George äußerte ſich über die Flottenrüſtungen fol=
gendermaßen
:
Niemand beklagt die ungeheueren Ausgaben für
Rüſtungen mehr als ich. Sie ſind eine Bürde für die
nationale Tatkraft und beſchränken den Staat in ſeiner
Tätigkeit für dringende ſoziale Bedürfniſſe. Ganz bedeu=
tende
Werte, die für weit beſſere Zwecke frei würden, wer=
den
dieſen durch die epileptiſchen Anfälle von Militaris=
mus
entzogen, die die ziviliſierte Welt von Zeit zu Zeit
befallen. Solange ſie andauern, können wir nicht ruhen.
Es hängt ſo viel von der Sicherung der abſoluten Unver=
letzlichkeit
unſerer Küſten ab, daß wir, wenn wir irren,
nach der Seite unſerer Sicherheit hin irren müſſen. So=
lange
wie ich überzeugt bin, daß Churchill nur den Etat
verlangt, der, ſo hoch er iſt, doch nur dem Minimum ent=
ſpricht
, das für unſere Sicherheit notwendig iſt, und ſolange
ich die Ehre habe, das Amt des Schatzkanzlers zu bekleiden,

Jeruſalems Oſterſtätten.

C*) Moltke hat einmal geſagt, daß das einzige von
der Geſchichte übrig gebliebene Stück Wirklichkeit der Ort
iſt, auf dem ſich die Dinge einſt abſpielten; aus dieſem
Grunde wird auch Jeruſalem ſtets ſeine hohe Bedeutung
für die Kultur der Menſchheit behalten, und beſonders in
der Oſterzeit richten ſich unſere Augen nach der heiligen
Stadt, in der ſich das Schickſal des Herrn erfüllte. Es
iſt freilich ſchwierig, ſich aus dem heutigen Jeruſalem
den Hintergrund für das Leben und Leiden Jeſu aufzu=
bauen
; aber auf Grund der eingehenden Beſchreibung
der Stadt von Joſephus iſt es durch die jüngſten Aus=
grabungen
gelungen, die Stätten, von denen die Evan=
gelien
erzählen, anſchaulich zu machen und durch ſie wie=
der
das Bild der Paſſion zu beleben. Im neueſten Band
des bei E. S. Mittler u. Sohn erſcheinenden Paläſtina=
Jahrbuches entwirft Paul Mickley ein eingehendes Ge=
mälde
von Jeruſalem zur Zeit Chriſti und beſtimmt da=
bei
auch die Oſterſtätten in einer ſchärferen Weiſe, als es
bisher möglich war.
Am ſtärkſten wird in dem Beſucher des heutigen
Jeruſalem das Bewußtſein, auf dem durch Chriſtus ge=
weihten
Boden zu ſtehen, auf dem Oelberg, geweckt,
der oſtwärts der Stadt gegenüber liegt und durch die tiefe
Schlucht Kedron von ihr getrennt wird. Die Ausſicht
etwa vom mittleren Oelbergweg, von der Stätte Domi=
nus
flevit verſetzt uns lebhaft in die Zeit Jeſu; hier
muß die Stelle geweſen ſein, da der Heiland im Abend=
glanz
hinüberblickte nach der vieltürmigen Stadt, deren
Silhouette ſcharf hervorragte aus dem glühenden Leuch=
ten
des Himmels, an dem die Sonne ſoeben hernieder=
geſunken
. Von dem Randgebirge des Oſtjordanlandes
wachſen die Schatten immer höher und wuchtiger; fern
dehnt ſich die Wüſte, ein graues Meer, und das geiſterhafte
Antlitz der Felſenſtadt enthüllt ſeine rätſelhaften Züge.

die Jeſus in ſeinen ergreifenden Worten über das Schick=
ſal
Jeruſalems gedeutet. Der feierliche Einzug
des Herrn führte durch die Dörfer Bethphage und Be=
thanien
über den Oelberg; im Tempel hat er dann
gelehrt, wie ja Tempelplatz und Heiligtum damals das
Zentrum von Jeruſalem waren. Auf dem von weiten
Hallen eingefaßten Platz, der von vier Toren in den
verſchiedenen Himmelsrichtungen zugänglich war und
der äußere Vorhof genannt wurde, hatten die
Geldwechsler und Viehhändler ihren Stand, die Jeſus in
heiligem Zorn austrieb. Innerhalb dieſes großen
Tempelplatzes, des heutigen Haram, lag ein abgeſchloſ=
ſener
ummauerter Tempelbezirk, der innere oder
eigentliche Vorhof, der durch eine Mauer in einen öſtlichen
für die Frauen und einen weſtlichen für die Männer
geteilt war. Es iſt nirgends eine Andeutung vorhanden,
daß Jeſus weitergegangen ſei, als in dieſen inneren
Vorhof. Im Vorhof der Frauen hat er das
Gleichnis von dem Scherflein der Witwe erzählt; dort
waren 13 trompetenförmige Opferſtänder für die Gaben
der Beſucher aufgeſtellt. Das von Herodes neu funda=
mentierte
und geſchmückte Tempelhaus hat Jeſus nicht
betreten; es war mäßig groß und hatte wie der alte
Tempel zwei Teile, das Heilige und das leere, finſtere
Allerheiligſte, die durch einen Vorhang getrennt waren.
In der Todesſtunde Jeſus riß dieſer Vorhang entzwei.
Nach der Gefangennahme des Herrn wird im Markus=
Evangelium, das die genaueſten Angaben über die Oert=
lichkeit
der Paſſionsgeſchichte gibt, zunächſt der Palaſt
des Hohenprieſters erwähnt; er befand ſich wahr=
ſcheinlich
an der unterſten Terraſſe des Südweſthügels in
der Nähe des Hasmonäerpalaſtes. Hier hat wohl wegen
der Dringlichkeit der Sache um Mitternacht die erſte Sitz=
ung
des Sanhedrin ſtattgefunden, während die zweite
dann vorſchriftsmäßig bei Sonnenaufgang im Sitzungs=
zimmer
des Tempels abgehalten wurde.

Die Szene des nächſten Vorganges iſt dann die Reſi=
denz
des römiſchen Statthalters, das Prätorium;
das römiſche Regierungsgebäude und die römiſche Gar=
niſon
war damals die gewaltige Herodesburg, das
größte Bauwerk der Altſtadt, das Herodes 23 v. Chr.
bezogen hatte. Das Verhör Jeſu fand in oder vor dieſem
Herodespalaſt auf dem Südweſthügel Jeruſalems ſtatt.
Der Richterſtuhl des Pilatus ſtand auf einer Stätte, die
hebräiſch Gabbatha heißt und von Luther mit Hoch=
pflaſter
überſetzt iſt. Es kann ſich dabei nach der Schil=
derung
des Johannes=Evangeliums nur um eine Eſtrade
oder Rampe handeln, die an dem Palaſtgebäude lang
und breit vorſprang, ſo daß der Prokurator nur aus dem
Regierungsgebäude herauszutreten brauchte, um einer
auf dem Platze verſammelten großen Volksmenge ſicht=
bar
zu werden und mit ihr zu verhandeln. Darauf ſtand
dann auch die sella eurulis, der Richterſtuhl (Bema).
Die Geißelung und die Verſpottung durch die Soldaten
vollzog ſich im Palaſt. Im Lukas=Evangelium wird
dann noch berichtet, daß Pilatus den Angeklagten, der
Galiläer war, zu dem gerade in Jeruſalem weilenden
Tetrachen von Galiläa und Paraea Herodes Antiphas
geſchickt habe. Chriſtus wurde dazu nach dem Palaſt
der Hasmonäer ganz unten am Südweſthügel, hart
an der Nordmauer, geführt: Der ſtattliche Bau war ein
Werk von Hyrkanus I. geweſen, nach der Ausrottung der
Hasmonäer aber in den Beſitz des Herodes und ſeiner
Familie übergegangen.
An dieſen Oertlichkeiten hat ſich alſo Verhör und
Verurteilung Jeſu abgeſpielt; ihre Lage wurde erſt durch
die neueſten Forſchungen genau beſtimmt, während man
über die Stätten der Kreuzigung und der Grablegung
ja ſchon früher durch eingehende Studien unterrichtet
worden iſt.

[ ][  ][ ]

Nummer 81

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 3

der dann 30 Lenze zählen wird, ihn einen Bluthund ſchilt,
und Genoſſe Ledebour die Entrüſtung ſeiner Mannesſeele
gegen den Depeſchenfälſcher ſpeit. Bleibt der Reichs=
tag
beiſammen, dann wird der Gedanke, den Geburtstag
des Fürſten Bismarck als einen Feſttag der Nation zu
feiern, dieſelbe Mehrheit gegen ſich vereinigt ſeheu, die
ſich zwanzig Jahre zuvor zuſammenfand, um dem Alten
im Sachſenwalde den Gruß der Ehrerbierung zu ver=
ſagen
. Wäre Bismarck ein Franzoſe geweſen, ſo wäre
kein Pantheon herrlich genug, ihn aufzunehmen, ſo hatte
einſt beim Anblick deutſcher Jämmerlichkeit ein geiſtiger
Führer der Beſiegten geſagt wir wählen uns Wendel
und Ledebour und laſſen durch ſie die Poſaune des Ruh=
mes
deutſcher Größe blaſen. Ein Morgengruß zu Bis=
marcks
Geburtstag! Ein Ständchen, das deutſche Dank=
barkeit
darbringt.
.. . Für uns iſt er der Staatsmann, der in jeder
Lage, ob uns im Kampfe um Schleswig=Holſtein Eng=
land
bedrohte, ob uns in den Tagen nach Königgrätz
Napoleon der Siegesfrucht zu berauben ſuchte, ob wäh=
rend
des großen Krieges die neutralen Mächte ſich ver=
mittelnd
herandrängten, nicht nur einen kümmerlichen
Ausweg, ein dürftiges Kompromißlein fand, ſondern der
ſtets in kluger und entſchloſſener Art uns aus ſolchen
Engen zur Höhe führte. . . . Dem Genie folgte die Be=
ſchränktheit
, die ſich immer durch den guten Willen zu
rechtfertigen ſucht und es vergißt, daß nur der Erfolg
adelt. Die gewaltige Geſtalt des Fürſten Bismarck wird
immer gewaltiger wirken, je kleiner die Menſchen ſelbſt
werden mit ihren Zielen und mit ihrem Können, je mehr
profeſſorales Gebaren ſich als Herrn und Meiſter des
Lebens fühlt. Stets wird die Autorität ſinken, wenn
ihre Träger gebrechlich werden; das Leben einer Nation
wird veröden, wenn die Führer nicht die Pflugſchar mit
ſtarker Hand über den Boden führen. Man ſoll gerecht
ſein und nicht das Kleinere immer mit dem Größten ver=
gleichen
; aber das Kleinere darf auch nicht klein genug
ſein, um immer nur die Sehnſucht nach dem Großen
und mit ihr das Bedürfnis des Vergleichs zu wecken.
* Jena 2. April. Das Schiedsgericht zur Beileg=
ung
der Streitigkeiten im Schneiderge=
werbe
trat unter dem Vorſitz des Magiſtratsſyndikus
Dr. Hiller=Frankfurt (Main) zuſammen. Die Vermittel=
ungsvorſchläge
des Syndikus Hiller wurden von der über=
wiegenden
Mehrheit der Arbeiter abgelehnt. Die für
heute vorgeſehene allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit
iſt nicht erfolgt. Es gelang jedoch den Bemühungen der
Unparteiiſchen, zu erreichen, daß das aus den Herren Ma=
giſtratsrat
v. Schulz=Berlin, Gerichtsdirektor Dr. Prenner=
München, Syndikus Dr. Hiller=Frankfurt (Main) beſtehende
Schiedsgericht von ſämtlichen Parteien als Einigungs=
Kommiſſion anerkannt wurde, welche nunmehr den
Weg zu einer Verſtändigung finden ſoll. Die Verhand=
lungen
dauern fort.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 4. April.

* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Groß=
herzogin
wohnte am Dienstag nachmittag 4½ Uhr
im Alice=Hoſpital einer Sitzung des Alice=Frauen=
Vereins an. (Darmſt. Ztg.)
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
empfingen geſtern den Generalmajor z. D. und
Flügeladjutanten à la suite v. Herff, den Oberſtleutnant
Doerr beim Stabe des Leibgarde=Infanterie=Regiments
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Oberſtleutnant Sonntag
beim Stabe des Infanterie=Regiments Nr. 99 in Zabern.
den Hauptmann Schultz, Adjutant des Generalkommandos
16. Armeekorps in Metz, die Leutnants Seggern, Baldes,
Frhrn. Treuſch v. Buttlar=Brandenfels, Böcking, Gnauth,
Andrege, Blombach, Sellſchopp, Funke, Becker und Pohlig
von der Reſerve des Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh.
Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25: die Leutnants
Voßkühler, Stahl und Rohlſen von der Reſerve des
2. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61, den
Bankdirektor Reims von Mainz, den Profeſſor Pützer,
den Profeſſor Dr. Muth von Oprenheim; zum Vortrag
den Staatsminiſter Ewald, den Finanzminiſter Braun,
den Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach, den
Oberjägermeiſter Frhrn. van der Hoop, den Vorſtand
des Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Kreisarzt des Kreisgeſundheitsamts Mainz,
Medizinalrat Dr. Auguſt Balſer, zum vortragenden Rat
in der Abteilung für öffentliche Geſundheitspflege des Mi=
niſteriums
des Innern mit dem Amtstitel Obermedizinal=
rat
mit Wirkung vom 16. April 1912 an; den Kreisamt=
mann
bei dem Kreisamte Friedberg, Regierungsrat Dr.
Emil Gaßner, zum Vorſtande des Polizeiamts Offen=
bach
unter Belaſſung des Titels Regierungsrat mit Wir=
kung
vom Tage ſeines Dienſtantritts an, den Kreisamt=
mann
bei dem Kreisamte Lauterbach, Heinrich Herberg,
zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Friedberg, den
Kreisamtmann bei dem Kreisamte Groß=Gerau, Dr. Otto

Michel, zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Darm=
ſtadt
, den Feldbereinigungskommiſſär zu Friedberg, Kreis=
amtmann
Ferdinand Kirnberger, zum Kreisamtmann
bei dem Kreisamte Offenbach, den Regierungsaſſeſſor Dr.
Auguſt Heß zu Dieburg zum Kreisamtmann bei dem
Kreisamte Lauterbach, den Regierungsaſſeſſor Hugo
Schneider zu Offenbach zum Kreisamrmann bei dem
Kreisamte Groß=Gerau, den Regierungsaſſeſſor Dr. Karl
Jann zu Darmſtadt zum Feldbereinigungskommiſſär in
Friedberg, ſämtlich mit Wirkung vom 16. April 1912 an;
den Direktor der Frauenklinik an der Akademie für prak=
tiſche
Medizin in Düſſeldorf, Profeſſor Dr. Erich Opitz,
zum ordentlichen Profeſſor der Gynäkologie und Geburts=
hilfe
in der mediziniſchen Fakultät der Landesuniverſität
Gießen und zum Direktor der Univerſitätsfrauenklinik; den
Hilfsbibliothekar Dr. jur. Karl Eſſelborn in Darm=
ſtadt
zum Bibliothekar an der Hofbibliothek; den Vorſteher
und erſten Lehrer der Präparandenanſtalt zu Lindenfels
Peter Joſeph Jans und den Lehrer an derſelben An=
ſtalt
Wilhelm Knobeloch zu Seminarlehrern an dem
Vorſeminar zu Lindenfels, den Vorſteher und erſten Leh=
rer
an der Präparandenanſtalt zu Lich Heinrich Lorentz
und den Lehrer an derſelben Anſtalt Richard Oßwald
zu Seminarlehrern an dem Vorſeminar zu Lich, den Vor=
ſteher
und erſten Lehrer an der Präparandenanſtalt zu
Wöllſtein Aloys Müller zum Seminarlehrer an dem
Vorſeminar zu Wöllſtein; den Bibliotheksgehilfen an der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt Otto Hunſinger
zum Reviſor bei dieſer Behörde und den Hauswärter am
nördlichen Kollegiengebäude zu Darmſtadt Auguſt Berg
zum Kanzleidiener bei dem Miniſterium des Innern.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen: dem Feuerwerkshauptmann
a. D. Kage, ſeither bei der Kommandantur des Truppen=
übungsplatzes
Darmſtadt; das Ritterkreuz 2. Klaſſe
desſelben Ordens: dem Oberleutnant Soldan im
4. Thüring. Infanterie=Regiment Nr. 72, ſeither im
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, und dem Oberleutnant a. D. Felix Graf zu
Sayn=Wittgenſtein=Berleburg, ſeither Leut=
nant
im Leibgarde=Infanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ.)
Nr. 115; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:
Für Verdienſte, dem Sergeant der Landwehr II
Schorſch, ſeither Hoboiſt im Leibgarde=Infanterie=
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den ordentlichen Profeſſor
für neuere Sprachen an der Techniſchen Hochſchule in
Darmſtadt Geheime Hofrat Dr. phil. Philipp Hangen
auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner lang=
jährigen
mit Treue und Eifer geleiſteten erſprießlichen
Dienſte, mit Wirkung vom 1. Mai 1912 an und ihm
aus dieſem Anlaß das Ehrenkreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen. In den Ruhe=
ſtand
verſetzt wurde ferner der Bahnwärter in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Georg Wiegand
zu Bürſtadt vom 1. Juli 1912 an.
-g. Kreisausſchuß. Der Kreisausſchuß hielt geſtern
nachmittag unter dem Vorſitz des Herrn Regierungsrats
Reinhart eine öffentliche Sitzung ab. Es wurde zunächſt
die Beſchwerde der Chriſtiane Lederer zu Ober= Ram=
ſtadt
wegen verweigerter Armenunterſtützung verhandelt.
Frau Lederer erhielt bis zum 1. März eine monatliche
Unterſtützung von 5 Mark ſeitens der Gemeinde. Die Ge=
meinde
ließ die Unterſtützung fallen, da feſtgeſtellt wurde,
daß die Kinder der Witwe ſich in guten Verhältniſſen be=
finden
und einen erheblichen Aufwand machen und durch=
aus
in der Lage ſeien, ihre Mutter zu unterſtützen. Der
Kreisausſchuß verwirft die Beſchwerde als unbegründet.
Ludwig Gelfius in Darmſtadt ſucht um Erlaubnis
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe Mollerſtr. 2
nach. In dem Hauſe war früher eine Schankwirtſchaft
vorhanden, die jedoch nicht rentierte. Erſt als der Inhaber
Kellnerinnenbedienung einführte, kam er auf ſeine Koſten.
Der Nachfolger führte dann die Wirtſchaft als Schankwirt=
ſchaft
ohne Kellnerinnenbedienung weiter, gab jedoch im
Auguſt 1911 unter Verzicht auf die Konzeſſion die Schank=
wirtſchaft
auf. Die Anfang dieſes Jahres nachgeſuchte
Konzeſſion war vom Kreisausſchuß in geheimer Sitzung
abgelehnt worden, da die Bedürfnisfrage zu verneinen ſei.
Der Geſuchſteller beantragte öffentliche Verhandlung und
erklärte, die Wirtſchaft ohne Kellnerinnen führen zu wollen.
Der Kreisausſchuß ſetzt die Sache um drei Monate aus,
um die Bedürfnisfrage eingehend prüfen zu können.
Der Beſitzer der Spaniſchen Weinſtube am Mathildenplatz,
Juan Prim, ſucht um Erlaubnis zum Betrieb einer Schank=
wirtſchaft
im Hauſe Nieder=Ramſtädterſtraße 45, nach.
In dem Hauſe war ſeit 1891 eine Wirtſchaft betrieben wor=
den
, die jedoch ſpäter als unrentabel aufgegeben wurde.
Ein früheres Geſuch, um Neuerteilung der Konzeſſion, war
bereits abſchlägig beſchieden worden, ebenſo das am 20.
Januar 1912 eingereichte Geſuch des Juan Prim. Der Ge=
ſuchſteller
ſtellte Antrag auf mündliche Verhandlung vor

dem Kreisausſchuſſe. Ein eingeholtes Gutachten der ſtädti=
ſchen
Wirtſchafts=Deputation befürwortet die Erteilung, da
wohl ein Bedürfnis für den Verſchank von billigem ſpani=
ſchen
Wein als vorliegend erachtet werden könne. Der
Kreisausſchuß erteilt die nachgeſuchte Konzeſſion.
g. Strafkammer. Der 42jährige, verheiratete und
mehrfach vorbeſtrafte Portefeuiller Franz Ludwig
Schmidt aus Offenbach wurde wegen fortgeſetzten
Verbrechens nach § 173, 1 und § 176,3 zu 5 Jahren
Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
Der 28jährige Taglöhner Wilhelm Weißenſtein aus
Offenbach erhielt wegen Diebſtahlsverſuch 6 Wochen
Gefängnis, wovon 2 Wochen als durch die Unter=
ſuchungshaft
verbüßt erachtet wurden. Er hatte verſucht,
Steinkohlen zu ſtehlen, war aber dabei überraſcht worden.
D Wahlen zur Landwirtſchaftskammer. Auf
Grund der §§ 7 und 27 der Wahlordnung vom 23. De=
zember
1911 und 16. Januar 1912 wird durch Bekannt=
machung
Großh. Miniſteriums des Innern beſtimmt,
daß die Wahlen der Vertrauensmänner zur Landwirt=
ſchaftskammer
Samstag, den 13. April I. Js., und die
Wahlen der Mitglieder der Landwirtſchaftskammer und
der Ausſchüſſe für die Provinzen am Samstag, den
27. April l. Js., vorzunehmen ſind.
7.) Aus dem ſtädtiſchen Voranſchlag für 1912. Das
Hallenſchwimmbad hat einen Etat von 175000
Mark. Es iſt unter den ſtädtiſchen Betrieben ein rechtes
Sorgenkind, denn es erfordert aus der Stadtkaſſe einen
Zuſchuß von 77000 Mark. Die Einnahme aus Bädern
iſt zu 80000 Mark, diejenige aus abgegebener Wäſche
zu 1000 Mark veranſchlagt. Neben den eigentlichen Be=
triebsausgaben
ſind 50510 Mark für Verzinſung des
Anlagekapitals und 12984 Mark für die planmäßige
Schuldentilgung aufzuwenden. Die Heizung, Beleucht=
ung
und der Waſſerverbrauch erfordern 51500 Mark, Ge=
halte
und Löhne 36500 Mark. Demnächſt ſoll auf der
Nordſeite des Bades, nächſt der Landgraf=Georgsſtraße,
eine gärtneriſche Anlage hergeſtellt werden, wofür 750
Mark vorgeſehen ſind. Die Knaben=Arbeits=
Anſtalt bedarf, bei einem Etat von 23 240 Mark, eines
Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe von 6200 Mark. An Zin=
ſen
aus dem eigenen Kapitalvermögen von 218060 Mark
vereinnahmt ſie 8030 Mark. Die Einnahme aus Feld=
und Gartenerzeugniſſen iſt mit 7000 Mark etwas ge=
ringer
veranſchlagt, als im Vorjahre, da die Durchführ=
ung
der Landgraf=Georgs=Straße durch das Gelände
der Anſtalt dieſe Erzeugniſſe vermindern wird. Der
Arbeitsverdienſt der Knaben iſt mit 1800 Mark einge=
ſtellt
, wovon 250 Mark den Konfirmanden bar aus=
bezahlt
, 1550 Mark aber für die anderen Knaben bei der
Sparkaſſe angelegt werden. Das Städtiſche
Pfandhaus bedarf bei einem Etat von 210 100 Mark
auch in dieſem Jahre keines ſtädtiſchen Zuſchuſſes; es
erhält ſich ſelbſt aus den verfallenden Zinſen und Ge=
bühren
. An Darlehen auf verſetzte Pfänder und an
Rückzahlung für wieder eingelöſte Pfänder ſind je 187300
Mark vorgeſehen. Der Städtiſche Saalbau hat
einen Etat von 51730 Mark; die Stadt leiſtet einen Zu=
ſchuß
von 14500 Mark. Unter den Einnahmen ſind wei=
ter
hervorzuheben 7500 Mark aus Vermietungen, 3500
Mark Reſtaurationspacht, 2700 Mark Ertrag der Garde=
robe
und 4040 Mark Erſatz für Heizung, Beleuchtung
und Reinigung. An Zinſen für das Anlagekapital ſind
10 754 Mark, für die planmäßige Schuldentilgung 5464
Mark erforderlich.
* Das Städtiſche Muſeum (Schloßgraben 9) hat auch
in den letzten Monaten wertvolle und intereſſante Zuwen=
dungen
erhalten, wodurch ſich das lebhafte Intereſſe wei=
ter
Kreiſe für ſeine Sammlungen kundgibt. Geſchenke
ſind gegeben worden von: Frau Heinrich Andriano
Witwe, Profeſſor Dr. R. Becker, Hauptmann a. D. von
Berswordt, Direktor Dr. Boßler Witwe, Bureauaſſiſtent
Ph. Brüchmann, Kanzlei=Inſpektor Frank Witwe, Frl.
E. Heß, Uhrmacher Heinrich Heußlein Witwe, Pfarrer
i. P. Heyer, Kaſſierer i. P. Karl Jäger, Geheimerat Ko=
belt
, Sanitätsrat Dr. Maurer, Kammerdirektor i. P. Mül=
ler
Stadtbibliothekar Noack, Frl. Amalie Schädel, Frl.
Eliſe Zimmermann. Allen Gebem wird beſtens ge=
dankt
. Weitere Geſchenke werden im Sädtiſchen Mu=
ſeum
(Schloßgraben 9), ſowie im Stadthaus, Rhein=
ſtraße
16/18, gern entgegengenommen. Das Städtiſche
Muſeum (lokalgeſchichtliche Sammlungen) iſt unentgelt=
lich
geöffnet: an allen Sonn= und Feiertagen (mit Aus=
nahme
des Karfreitags, Fronleichnamstages, des erſten
Oſter=, Pfingſt= und Weihnachtsfeiertages), ſowie Mitt=
wochs
und Freitags: vormittags von 111 Uhr, nach=
mittags
von 35 Uhr. Gegen Löſung von Eintritts=
karten
(30 Pfg. für die Perſon) öffnet der Muſeums=
diener
auf Anläuten: Dienstags, Donnerstags und
Samstags, vormittags von 10 bis 1 Uhr.
Neubauten am neuen Hauptbahnhof. Man ſchreibt
uns: Wie bereits bekannt iſt, hat die Firma J. Diſchinger
das ſeither der Stadt gehörige Gelände gegenüber dem
Empfangsgebäude des neuen Hauptbahnhofes erworben

Ein Erlaß des Scheich=ul=Islam gegen
die Mode.

Der Scheich=ul=Islam, der die höchſte religiöſe Be=
hörde
in der Türkei darſtellt, hat ſoeben eine Prokla=
mation
erlaſſen, die die beſcheidenen Modegelüſte der
türkiſchen Frauen verdammt und zugleich ein Beweis
dafür iſt, daß der kurze Frühling der türkiſchen
Frauenemanzipation durch die Strenge der kon=
ſervativen
Rechtgläubigkeit bereits wieder zerſtört wird.
Es hatten ja, nachdem die Jungtürken zur Herrſchaft ge=
kommen
, lindere Lüfte im Leben der Frau zu wehen an=
gefangen
. In dieſen Blütetagen einer freieren Auffaſſung,
in denen man den Frauen nicht mehr nach dem Gebot
Allahs die Seele abſprechen wollte, waren Männer mit
ihren Frauen zuſammen ausgefahren und ausgegangen,
ein bis dahin unerhörter Anblick; ein Frauenklub war
gegründet worden; neue Schulen waren entſtanden, in
denen Reformen in der Mädchenerziehung durchgeführt
wurden. Natürlich hatte ſich auch in der Mode dieſe
freiere Regung ausgedrückt. Wenn auch nur ganz
wenige Frauen wagten, ſich europäiſch zu kleiden, ſo
wichen doch viele Mohammedanerinnen von der alther=
gebrachten
und durch den Koran vorgeſchriebenen Kleid=
ung
ab; wurde auch der Schleier nicht aufgegeben, ſo
erſchien er doch immer weniger dicht, immer dünner und
feiner; ja er wurde ſogar in den europäiſchen Vierteln
über den Kopf zurückgeſchlagen. Dieſe liberalen Ideen
haben nun aber in weiten Kreiſen tiefe Erbitterung und
Verſtimmung hervorgerufen. Die Regierung mußte ein=
ſehen
, daß die Toleranz, die ſie gegen die Beſtrebungen
der Frauen zeigte, ihre eigene Autorität untergrub, daß
immer häufiger behauptet wurde, nur ein Verächter der
Lehren des Koran, ein ſchlechter Muſelmann, könne der=
artige
Zügelloſigkeit beſtärken.

Seit einiger Zeit iſt deshalb ein völliger Wandel in
den Anſichten und Zielen der maßgebenden Kreiſe ein=
getreten
; die kurze Freiheit, in der die türkiſche Frau auf=
atmen
durfte von ihrer hundertjährigen Knechtſchaft, iſt
neuer Bedrückung gewichen. Vor allem richteten ſich
gegen die gottloſen Abweichungen von der alten Kleider=
mode
ſtrenge Verbote; die Polizei erhielt den Befehl,
jede Frau, die mit einem dünnen Schleier erſcheine, die
auffällige und anſtößige Kleider trage, zu verhaften, und
es wurden auch einige Exempel ſtatuiert. Nachdem den
Damen ſo das Tragen dünner Schleier unmöglich ge=
macht
worden war, kam eine Mode auf, nach der der
Tſchartſchaf, das große Umſchlagetuch, von den elegan=
ten
Türkinnen willkürlich verändert wurde, in ſeinen
Dimenſionen zuſammenſchrumpfte und nur noch ein klei=
nes
feſches Cape war; ebenſo wurden die Röcke enger
und enger und zeigten eine gewiſſe Verwandtſchaft mit
dem berüchtigten Humpelrock. Gegen dieſe neue Unbot=
mäßigkeit
hat nun der Scheich=ul=Islam ſeinen ſtrengen
Erlaß gerichtet, in dem er über die Verletzung der Vor=
ſchriften
des Islam klagt. Dieſe Befehle tun nicht nur
Gutes, ſondern wenden auch viel Uebel ab, ihre Wohl=
taten
ſind von weiſen Leuten gutgeheißen. Nichtsdeſto=
weniger
werden leider dieſe religiöſen und nationalen
Forderungen vernachläſſigt. Die Tſchartſchafs, die von
altersher von Mohammedanerinnen getragen werden,
ſind in ihrer Form zum Entſetzen aller fühlenden Män=
ner
verändert worden. Es ſei Pflicht aller Männer,
ſich gegen dieſe unmoraliſche und dem Koran zuwider=
handelnde
Sitte zu wehren. Die Regierung habe des=
halb
dem Strafgeſetzbuch einen Paragraphen hinzugefügt,
nach dem jedes Mitglied einer religiöſen Gemeinſchaft
beſtraft werde, das ſich gegen die Lehren ſeines Glau=
bens
vergehe. Die Modedamen, die in Schleiern und
Tüchern ſündigen, ſollen alſo unter die Gottesläſterer
eingereiht werden.

Feuilleton.

* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Der Nachlaß
Emin Paſchas. Das Hamburger Kolonialinſtitut
hat den geſamten ſchriftlichen Nachlaß Dr. Emin Paſchas
erworben. Es handelt ſich um ſechs Bände Tagebücher
vom 15. Oktober 1874, alſo von der erſten Ausreiſe nach
Afrika an bis zum 23. Oktober 1892, dem Tage der Er=
mordung
des Forſchers. Außerdem ſind noch elf Bände
oder Pakete mit wiſſenſchaftlichen Aufzeichnungen ver=
ſchiedenſter
Art vorhanden. Das Kolonialinſtitut beab=
ſichtigt
die Veröffentlichung des Nachlaſſes.
Techniſche Hochſchulen in Elſaß= Lothrin=
gen
. In der Zweiten elſaß=lothringiſchen Kammer
wurde ein Antrag auf Errichtung einer Techniſchen Hoch=
ſchule
in Elſaß=Lothringen einſtimmig angenommen.
Gründonnerstag. Der Donnerstag vor Oſtern wird
in der chriſtlichen Kirche ſeit dem 7. Jahrhundert als Ge=
dächtnistag
der Einſetzung des heiligen Abendmahles ge=
feiert
. Vielleicht hängt die Wahl dieſes Tages, wie ſo
vieles im chriſtlichen Kult, mit einem alten heidniſchen
Brauch zuſammen, denn ſchon den Germanen galt der
Donnerstag vor großen Feſten als ein beſonders heili=
ger
Tag. Man beſuchte dann den Boträ, einen Baum,
der gewiſſen Geiſtern zur Wohnung dienen ſollte, und
opferte dort unter Zauberſprüchen in der Hoffnung, da=
durch
Unheil von Menſch und Vieh abwehren zu können.
Weil der Donnerstag ſeinen Namen nach dem Gotte Do=
nar
, des Beſchützers des Landbaues, erhalten hat, opfer=
ten
die Heiden beſonders zur Frühlingsſonnenwende
das erſte Grün, um den Gott gütig zu ſtimmen. Und der
Brauch, am Donnerstag grünes Gemüſe zu eſſen, hat
ſich bis heute erhalten. Man wird leichthin annehmen,
daß die Kirche, als ſie die heidniſchen Bräuche zu ihrem
Ideenkreis paſſend umdeutete, am Gründonnerstag die

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

und wird dieſes mit Geſchäfts= und Wohnhäuſern beſtellen.
Zunächſt iſt die Erbauung eines Hotel=Reſtaurants, einer
weiteren Wirtſchaft, ſowie zweier Wohn= und Geſchäfts=
häuſer
mit Läden im Erdgeſchoß ins Auge gefaßt. Die
Baupläne, die von der Firma Mahr u. Markwort gefertigt
ſind, liegen zurzeit zur Genehmigung den Behörden vor.
Am verfloſſenen Donnerstag wurden Ingenieur Markworr
und Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing von Sr. Kgl. Hoheit
dem Großherzog empfangen, um das Modell der ganzen
Bebauung, das 18 Häuſer umfaßt, vorzuſtellen. Die An=
lage
hat die volle Anerkennung Sr. Kgl. Hoheit gefunden.
Einige Wünſche des Großherzogs ſollen bei der weiteren
Planbearbeitung Berückſichtigung finden. Mit den Bauten
wird noch in dieſem Monat begonnen werden, ſo daß ſich
am neuen Bahnhof bald eine rege Privatbautätigkeit ent=
wickeln
wird.
* Bismarck=Ausſtellung in dem ſtädtiſchen Muſeum
(Ecke der Schloßgaſſe und Schloßgraben). Seit der Er=
öffnung
am 1. April ſind noch nachträglich mehrere an=
ziehende
, in hieſigem Privatbeſitz befindliche Gegenſtände
hinzugenommen. Die kleine Sonderausſtellung wird durch
fleißigen Beſuch aus allen Bevölkerungskreiſen gewürdigt.
Da ſie wohl nur bis zum 15. April dauert und am Kar=
freitag
geſchloſſen iſt, wird als Erſatz nächſten Samstag
freier Eintritt gewährt von 10 bis 1 Uhr. Weiter iſt freier
Eintritt am 1. Oſterfeiertag von 11 bis 1 und 3 bis 5 Uhr,
ferner am Mittwoch und Freitag zu derſelben Zeit. Da=
gegen
Dienstag, Donnerstag und Samstag gegen 30 Pfg.
Eintrittsgeld von 10 bis 1 Uhr. Ein Führer durch die
Ausſtellung mit dem Bericht eines ſeither unveröffentlichten
Bismarckbriefes iſt bei dem Diener für 5 Pfg. zu kaufen.
* Varein der Detailliſten von Darmſtadt. In der
letzten Vorſtandsſitzung, der zum Schluſſe auch Vertre=
ter
des hieſigen Papierhändler=Vereins beiwohnten,
wurde zu den zurzeit aktuellen Fragen Stellung genom=
men
. Eine auswärtige Buchhandlung hatte ſich erboten,
den Vereinsmitgliedern Bücher jeder Art auf monatliche
Abzahlung zu liefern. Es wurde ihr erwidert, daß der
Detailliſten=Verein dazu da ſei, die Intereſſen der an=
ſäſſigen
Geſchäftsleute alſo auch der Buchhändler
zu wahren. Aus Kreiſen der Handels= und Geſchäfts=
welt
wird geklagt, daß in der in Frankfurt erſcheinen=
den
Handels= und Gerichtszeitung Veröffentlichungen
erfolgen, die das Anſehen und den Kredit der hieſigen
Geſchäftswelt zu ſchädigen drohen. Der Vorſtand wird
bei der Redaktion des genannten Blattes vorſtellig wer=
den
und außerdem werden die Vorſtandsmitglieder die
Veröffentlichungen in Zukunft genau überwachen. Zum
Kampfe gegen das Zugabe= und Geſchenkunweſen iſt von
den vereinigten großen Detailliſten=Verbänden Deutſch=
lands
ein Flugbatt herausgegeben worden, das der
Verein demnächſt auch hier in geeigneter Weiſe zur Ver=
teilung
bringen wird. Anläßlich eines vorgeſtern in
den hieſigen Zeitungen erſchienenen Artikels, der die
großen Vorteile der kaufmänniſchen Fortbildungsſchule
hervorhob, wurde in lebhafter Beſprechung betont, daß
die hieſige kaufmänniſche Fortbildungsſchule allerdings
ſehr ſegensreich und anerkennenswert arbeite. Von allen
Seiten wurden aber auch die großen Schwierigkeiten
hervorgehoben, die durch die jetzige Unterrichtszeit in
den Geſchäftsbetrieben entſtehen. Der Verein ſteht nach
wie vor auf dem Boden des in Friedberg gefaßten Ver=
bandsbeſchluſſes
und wird zur geeigneten Zeit wieder
die Agitation für die Jahresvorſchule aufnehmen.
Eine große Anzahl Fälle unlauteren Wettbewerbes
wurde durchgeſprochen und dem Bedauern Ausdruck ge=
geben
, daß die Großh. Staatsanwaltſchaft faſt alle Kla=
gen
ablehnt. Die Angelegenheit wird in der am
23. ds. Mts. ſtattfindenden Hauptverſammlung eingehend
beſprochen werden.
Das Landesmuſeum iſt am Karfreitag und am
erſten Oſterfeiertag geſchloſſen, dagegen am zweiten
Feiertag von 101 Uhr vormittags und von 35 Uhr
nachmittags, ferner am Oſterdienstag von 111 Uhr
unentgeltlich geöffnet.
* Devrients Lutherfeſtſpiel. Man ſchreibt uns: In
den Kreiſen der evangeliſchen Bevölkerung unſerer Stadt
regt ſich ein lebhaftes und ſehr erfreuliches Intereſſe an
der im Herbſt d. J. anläßlich der 25jährigen Jubelfeier des
Heſſiſchen Hauptvereins des Evangeliſchen Bundes hier
ſtattfindenden Aufführung des Devrientſchen Lutherfeſt=
ſpiels
. Von allen Seiten gelangen Anfragen an den Aus=
ſchuß
von ſolchen, die ſich gerne in den Dienſt der guten
Sache ſtellen wollen und bereit ſind, eine Rolle in genann=
tem
Feſtſpiel zu übernehmen. Ihnen allen diene hiermit
nochmals zur Nachricht, daß in der dritten Woche nach
Oſtern eine größere Verſammlung gehalten werden ſoll, in
welcher unter anderem auch die Rollen=Anmeldung ſtatt=
findet
. Aber auch jetzt ſchon werden ſchriftliche oder per=
ſönliche
Anmeldungen zur Mitwirkung geneigter Damen
und Herren von dem Vorſitzenden des Feſtſpiel=Ausſchuſſes,
Profeſſor Pfannmüller, Mathildenſtraße 10, entgegengenom=
men
. Außerdem liegt in der Hofbuchhandlung von Johs.

Waitz, Eliſabethenſtraße 16, eine Liſte zur Einzeichnung
offen. Als Darſteller des Luther wurde Herr Albert
Schmidthoff, früher Meiningiſcher Hofſchauſpieler, gewon=
nen
, der vor einiger Zeit mit ſeiner Familie nach Darm=
ſtadt
übergeſiedelt iſt. Ein größerer Feſtausſchuß iſt in der
Bildung begriffen. Aufforderungen zum Beitritt ſind er=
gangen
bezw. werden in dieſen Tagen ergehen.
Orpheum-Bauerntheater. Das Michl Denggſche
oberbayeriſche Bauerntheater brachte am Dienstag abend
als Novität Die Thurnbacherin‟ Drama in drei=
Akten von Rud. Greinz zur Aufführung. Sowohl das
Stück wie die ganz vorzügliche Aufführung errangen
einen nachhaltigen Erfolg. Nicht ſonderlich reich an
Handlung iſt das Stück, aber der außerordentlich wirk=
ſame
, logiſche Aufbau in der Schilderung tiefſter menſch=
licher
Leidenſchaften erheben es weit über das literariſche
Niveau des durchſchnittlichen Volksſtückgenres. Trotz=
dem
der Autor alles Aeußerliche verſchmäht und ſchlichte.
aber wahre Menſchen aus dem Leben zeichnet, mit all
ihrer feſtwurzelnden Liebe zur freien Luft der Berge, zur
heimatlichen Scholle, die Generationen hindurch ſchon der
Väter Ahnenreihe bearbeitet, mit ihrem ſtarren Sinn und
ihren Leidenſchaften der Liebe und Sinnlichkeit, kurz mit
allen menſchlichen Schwächen und Vorzügen. Ein blü=
hendes
Weib, ſtrotzend von Kraft und Geſundheit, iſt die
Thurnbacherin, die nicht aus Liebe, nur um Bäuerin zu
werden vom ſchönſten Hof des Gebirgs den Sepp ge=
heiratet
, der krank und ſiech war und ihr nicht geben
konnte, was ſie bei dem gleich ihr geſundheitsſtrotzenden
Knecht Hias nur zu willfährig fand. Und als das Grau=
ſen
vor dem ſiechen Körper ihres Mannes in ſtürmiſcher
Nacht ſie vollends packt, zieht ſie ihm, der von einem
erſtickenden Huſten geplagt, die Bettdecke übers Geſicht
und beſchleunigt ſo ſein Ende. Sie will frei ſein. Sepps
Bruder, ihr Schwager Friedl, der ſeine Leidenſchaft für
ſeines Bruders Weib, das ihm heilig, niederkämpft, von
den Qualen der Eiferſucht gepeinigt, iyr nachgeſchlichen,
als ſie aus Hias Armen zum Schlafgemach des Mannes
ging, war Zeuge der Tat. Aber er ſchweigt, um die bis
zum Wahnſinn Geliebte nicht zu verderben. Doch als die
Leidenſchaft ihn übermannt und er, der von der Moid
verlangt, was ſie dem Knecht nur zu gern gewährt, von
ihr verhöhnt wird in einer hochdramatiſchen Szene, ver=
riet
er den Mord dem Vater, dem alten Thurnbacher
der dann furchtbare Rache nimmt an der Schwieger=
tochter
für den gemordeten Sohn. Damit ſchließt das
Stück. Geſpielt wurde ganz ausgezeichnet. J. Kirch=
ner
=Lang, der längſt eine der Hauptſtützen des En=
ſembles
geworden und noch ſtetig Fortſchritte macht in
der Verkörperung ſchwieriger Charakterrollen, war ein
Thurnbacher wie er lebenswahrer und überzeugender
nicht dargeſtellt werden konnte. Auch Joſef Raab, der
den Friedl gab, blieb ſeiner Rolle nichts ſchuldig. Er
ſpielte den von drückendem Schuldbewußtſein, von nagen=
der
Eiferſucht und verzehrender Leidenſchaft für das Weib
des Bruders zerrüttoten jungen Bauern ganz ausgezeich=
net
. Daß auch Anna Dengg die Titelrolle ſowohl
darſtelleriſch wie in der Auffaſſung reſtlos erſchöpfte,
braucht kaum beſonders betont zu werden. Aus der Bau=
ernſchauſpielerin
von ehedem iſt längſt eine reife Künſt=
lerin
geworden, die mit feinem Verſtändnis in das We=
ſen
ihrer Rollen einzudringen vermag. Die übrigen klei=
neren
Rollen lagen bei Edi Hertl (Hias), Roſa Kirch=
ner
=Lang (Magd Thres) und Hans Hofmann
(Stamſer Lois) in beſten Händen.Als Spielleiter ge=
bührt
Herrn Jak. Kirchner=Lang ein beſonderes
Lob.
Im Silberkranz. Am Montag, den 8. April. 2. Oſter=
feiertag
, feiern Herr Weißbindermeiſter Jacob Dillmann
und Frau, Weiterſtädterweg Nr. 35, das Feſt der Silbernen
Hochzeit.
* Preisgekrönte Schützen! Bei dem Vereinsſchießen
der Schützengeſellſchaft Fortuna errang die Zimmer=
ſchützengeſellſchaft
Tell mit 132 Ringen den I. Ehren=
preis
!
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Im März wurde
die Leſehalle im ganzen von 3734 Perſonen beſucht (im
März 1911 von 3700), durchſchnittlich an jedem Tage 120
Beſucher. Aus der Bücherhalle nach Hauſe entliehen
wurden im ganzen 11997 Bände (1911: 11 268), darunter
4453 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke. Die Zahl
der ſeit dem 1. April vorigen Jahres neu eingeſchriebe=
nen
Leſer ſtieg auf 4608. Während des abgelaufenen
Verwaltungsjahres (1. April 1911 bis 31. März 1912)
wurde die Leſehalle insgeſamt von 41699 Perſonen be=
ſucht
(gegen 40880) im Vorjahre). Aus der Bücherhalle
nach Hauſe entliehen wurden zuſammen 110477 Bände
(im Vorjahre 103745), darunter 45527 wiſſenſchaftliche
und belehrende Werke. Die Geſamtzahl der eingeſchrie=
benen
Leſer betrug 4608 (im Vorjahre 4317). An Bücher=
geſchenken
gingen in dieſem Monat weiter ein: Von

Frau Konſiſtorialſekretär Beck 36 Bde, aus dem Nachlaß
des Geh. Rats Buchner 81 Bde., von Herrn Ingenieur
Heyl 160 Bde., von Herrn Privatier Hölzel 6 Bde., von
Herrn Hofbuchhändler Kleinſchmidt 7 Bde., von Frl.
Memminger 2 Bde., von Frau Ingenieur Schultz 5 Bde.,
von Herrn Reſtaurateur Tix ein von ihm verfaßtes
Werk, von Herrn Kaufmann Ad. Trier ein Jahrgang
Zeitſchriften, von Herrn Geh. Baurat Prof. v. Willmann
drei von ihm verfaßte Schriften. Allen Gebern herz=
lichen
Dank! Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweis
ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Deutſchnationaler Handlungs=Gehilfen=Verband,
Ortsgruppe Darmſtadt (Abteilung für
Lehrlinge). In einer ſtark beſuchten Mit=
gliederverſammlung
ſprach am Montag abend der im
Heere dienende Herr Noa über Den Nutzen des Heeres=
weſens
für die deutſche Volkswirtſchaft. Dem Redner gee
lang es, der kaufmänniſchen Jungmannſchaft die unermeß=
liche
Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht für die Volks=
wirtſchaft
und Volksgeſundheit überzeugend nachzuweiſen.
Die großen Opfer, welche das deutſche Volk bringen müſſe,
ſeien als Verſicherung anzuſehen, da unſer Daſein als
Volk und Staat ohne ſtarke Rüſtung vollſtändig undenkbar
ſei. Im Intereſſe der Volksgeſundheit könne die Armee
gar nicht entbehrt werden. Die ſtraffe Zucht in der Kaſerne
und die damit verbundene ſyſtematiſche körperliche Ausbil=
dung
und Abhärtung ſei zum unentbehrlichen Gegenmittel
gegen die entnervten und verweichlichenden Folgen unſerer
heutigen Ziviliſation geworden. Die Folgen eines Krie=
ges
mit ungünſtigem Ausgange ſeien gar nicht abzuſehen;
ganz abgeſehen von der moraliſchen Bedeutung einer Nie=
derlage
, ſei eine große Nation wie die deutſche nach einem
verlorenen Kriege gezwungen, viele Jahrzehnte lang die
ganze wirtſchaftliche Kraft zur Heilung der Schäden und
Wunden aufzuwenden, ſodaß ſelbſtverſtändlich an die
Löſung von Kulturaufgaben lange Zeit nicht mehr gedacht
werden könne. Es ſei vornehmſte Pflicht des deutſchen
Volkes, mit wachem Auge darauf zu ſehen, daß Armee
und Flotte immer auf der Stufe höchſter Vollendung bleibe.
Stürmiſcher Beifall folgte den Ausführungen des Redners.
* Lohnerhöhung für die Straßenwärter. Zu
den Beſchlüſſen des Provinzialtages iſt noch nachzutra=
gen
, daß den Straßenwärtern der Kreiſe Bens=
heim
und Groß=Gerau die von den Kreisverwaltungen
Anfang März nach Fertigſtellung und Drucklegung des
Provinzialkaſſevoranſchlages beantragten Erhöhungen
der Löhne auf Antrag des Provinzialausſchuſſes trotz=
dem
vom 1. April 1912 an bewilligt wurden. Die
Erhöhungen werden von den Kreiſen für 1912 vorlägs=
weiſe
beſtritten und denſelben im Provinzialkaſſevoran=
ſchlag
für 1913 zurückerſetzt. Gegenteilige Nachrichten
ſind unrichtig. Da in dieſen Kreiſen umfangreiche Klein=
pflaſteranlagen
ſtattfinden, ſo werden übrigens demnächſt
einige Straßenwärterſtellen dort eingehen.
* Stenographie. Der unter dem Protektorat Sr.
Kgl. Hoheit des Großherzogs ſtehende Gabelsberger
Stenographenverein eröffnet wieder neue Anfängerkurſe
in Stenographie, die nach langjährig erprobter und be=
währter
Methode mit Gründlichkeit und Gewiſſenhaftig=
keit
geleitet werden. (Näheres ſ. heutige Anzeige.)
* Die Turngemeinde Darmſtadt macht hiermit ihre
Mitglieder auf den am zweiten Oſterfeiertag ſtattfinden=
den
Waldſpaziergang nochmeſls aufmerkfam. Da der
Weg durch einen Teil unſerer ſchönſten Waldungen führt,
dürfte einem jeden Teilnehmer ein genußreicher Nach=
mittag
in freier Natur in Ausſicht ſtehen.
* Zur Frühjahrsmeſſe. Am Dienstag fand im oberen
Saale der Turnhalle am Woogsplatz die Verſteiger=
ung
von Plätzen für die diesjährige Frühjahrsmeſſe
ſtatt. Es gelangten zum Ausgebot die Plätze für große
Zucker= und Waffelbuden aller Art, für Schuhſtände, ſo=
wie
für Geſchirr, Glas und Porzellan. Die Plätze gingen
im allgemeinen zum Taxbetrag ab. Für die 3 Zucker=
budenplätze
wurden je 150 Mark, für einen Waffelbuden=
platz
80 Mark gelöſt. Der Erlös bei der Verſteigerung
am Dienstag betrug zuſammen 2206 Mark gegen 2035
Mark für die gleichen Plätze bei der Herbſtmeſſe 1911. Die
Geſamteinnahme für Meßplätze der Frühjahrsmeſſe be=
trägt
zuſammen 8294 Mark gegen 7962 Mark bei des
letzten Herbſtmeſſe.
* Adreßbuch=Nachtrag. Der Nachtrag zum Adreß=
buch
von Darmſtadt für 1912 iſt im Druck erſchienen. Der=
ſelbe
wird gegen Rückgabe des dem Adreßbuch für 1912
am erſten Blatt beigefügten Kupons bei der Arnold=
Bergſträßerſchen Hofbuchhandlung gratis verabfolgt.
gs- Exploſion. Geſtern vormittag explodierte in
einer hieſigen Färberei in der Pallaswieſenſtraße ein Ben=
zinfaß
. Einem Heizer flogen brennende Benzinſpritzer
ins Geſicht und verletzten ihn derart, auch an den Händen,
daß er nach Anlegung von Notverbänden durch die
Rettungswache mittelſt Krankenautomobil ins ſtädtiſche
Krankenhaus verbracht werden mußte. Das Feuer wurde

Erinnerung an die Palmen aufgefriſcht wiſſen wollte.
Aber der Kalendername für Gründonnerstag iſt dies
viridium d. h. Tag der begnadigten Büßer eigent=
lich
Tag der grünen Menſchen. Den Leuten, die ſich in
Kirchenſtrafen befinden, wird am Gründonnerstag Ver=
zeihung
zuteil. Sie werden, wie Eyckmann im 15. Jahr=
hundert
ſagte, ön sunde sin, grun Sie werden wieder
lebenskräftige, fruchtbringende Zweige der Kirche, im
Gegenſatz zu den abgeſtorbenen, zum Stock gewordenen
Sündern.
C. K. Der 5=Uhr=Tee der Pudel. Mit dankenswerter
Ausführlichkeit berichten die New=Yorker Zeitungen von
einer eigenartigen Neuerung im geſellſchaftlichen Leben
von Baltimore. Telegramme melden, daß Miß Geor=
giana
Williams in Baltimore, um einem lang empfunde=
nen
Bedürfnis der Tierſeele Befriedigung zu ſchenken,
einen 5=Uhr=Tee für Schoßhunde eingerichtet hat, der
fortan in gewiſſen Zwiſchenräumen wiederholt werden
ſoll. Am vergangenen Samstag feierte der franzöſiſche
Pudel Bunny, Miß Williams’ krauslockiger Liebling,
das denkwürdige Feſt ſeines Geburtstages; der Tag
ſollte würdig mit einem 5=Uhr=Tee für Hunde gefeiert
werden, und ſchon beizeiten luden parfümierte Billetts
die Schoßhunde der Freundinnen und Damen der Geſell=
ſchaft
von Baltimore zu dieſem Ereignis. Die guten
Tiere mögen am Vormittag manches geduldig oder unge=
duldig
ertragen haben, denn als ſie um 5 Uhr Bunnys
Salon betraten, waren ſie alle friſch gebadet, parfümiert,
ja einige von ihnen ſogar kunſtvoll gepudert. Natürlich
fuhren die meiſten Hunde, von ihren Herrinnen geleitet,
im Automobil vor; die Zahl der Fußgänger blieb jeden=
falls
ſtark in der Minderheit. Fluffy hatte abgeſagt.
Er hatte durch ſeine Herrin Miß Williams mitteilen
laſſen, daß er ſich zu ſeinem Bedauern das Vergnügen
nicht ſchenken könne, da er ſich nicht ganz wohl fühlte. Die
Zuſammenkunft der Hunde bot zugleich eine Modeſchau
des in dieſem Frühjahr herrſchenden Geſchmacks. Die

meiſten erſchienen in hübſch garnierten Mänteln; ſehr be=
vorzugt
ſind in dieſem Jahre breite Halskrauſen aus
Taft oder Rohſeide. Freilich waren einige dieſer Mode=
herrlichkeiten
aus dem Reiche der Hunde bei Bunnys
Tee nur in einem etwas derangierten Zuſtand zu be=
wundern
, da einige der geladenen Gäſte ſich vor der
Haustür auf den Gartenwegen trafen und aus irgend
welchen Meinungsverſchiedenheiten in einen heftigen
Wortwechſel gerieten, der mit Biſſen endete. Die Lecker=
biſſen
wurden den Hunden auf Tellern ſerviert; bei den
Sanftmütigen übernahmen die Damen die Bedienung,
die jähzornigen Elemente dagegen genoſſen wohl oder
übel die Freiheit, ſich ſelbſt zu füttern. Nach dieſem
Vorbild von Baltimore wird es die Ehre der vorneh=
men
New=Yorker Hundebeſitzerinnen nicht länger dulden,
hinter der ſüdlicheren Stadt zurückzuſtehen, und ſo gehen
die oberen vierhundert Hunde Amerikas vorausſicht=
lich
einer ſehr anſtrengenden geſellſchaftlichen Saiſon
entgegen.
* Luſtiges von der franzöſiſchen Verbrecherjagd. Der
plötzlich mit wilder Gewalt losgebrochene Feuereifer der
franzöſiſchen Polizei bei der Jagd auf die Automobilban=
diten
zeitigt täglich neue komiſche Zwiſchenfälle, aber die
luſtigſte von all dieſen irrtümlichen Verhaftungen hat ſich
in Mantes ereignet, denn hier fingen ſich die Jäger im
eigenen Netz. Von Paris aus fuhren ſechs Detektivs in
einem Polizeiautomobil auf eine Erkundigungsfahrt; in
dem friedlichen Mantes aber wurde ihnen plötzlich die
Durchfahrt geſperrt, und an der Spitze ſeiner bewaffneten
Macht erſchien der Herr Polizeikommiſſar von Mantes,
verhaftete die Pariſer Kriminalbeamten und telegraphierte
triumphierend in alle Winde, die Raubmörder ſeien jetzt
endlich gefangen genommen. Es dauerte mehrere Stun=
den
, ehe man endlich mit vieler Mühe dem Polizeigewal=
tigen
von Mantes klar machte, daß er tüchtige Kriminal=
beamte
, darunter gleich zwei Vorgeſetzte, entſchloſſen ins
Loch geſperrt habe.

Neuzeitliche Friedhofskunſt.

Die letzte Ruheſtätte der vom Erdenwallen Abberufenen
war von altersher der Gegenſtand pietätvoller Fürſorge der
Ueberlebenden, denn in der Treue des Andenkens beſteht
das ſtarke Band, das eine Generation mit der anderen ver=
bindet
. Da draußen vor der Stadt, wo Ruhe und Frieden
wohnen, wo aller Prunk und Schein vor der Majeſtat des
Todes ihre Nichtigkeit enthüllen, rührt der Anblick des Ver=
gänglichen
an unſere tiefſten Gefühle. Deshalb ſollen dieſe
Stätten durch ein rechtes Zuſammenwirken von Natur und
edler, ernſter Kunſt zu weihevoller Wirkung erhoben wer=
den
. Nirgends ſonſt ſind ja Herz und Sinne gleich offen für
die Sprache der Kunſt wie an dem Ort, wo der Leid=
tragende
ſeine verlorenen Lieben beſucht, und wo er zugleich
Troſt und Erhebung zu finden hofft. Die Friedhofskunſs
hat darum zugleich eine Miſſion zu erfüllen.
Wie ſah es aber bis vor kurzer Zeit, ja, wie ſieht es
heute noch auf unſeren Friedhöfen aus?, Meiſtens ſind es
eintönige Gräverfelder mit gleichförmig gepreßten Hügeln
und die Erinnerungszeichen und Grabdenkmäler, die dort
in Reih’ und Glied ſtehen, ſind zum allergrößten Teil gleich=
mäßige
und gleichgültige Fabrikware. Solch ein Friedhof
macht einen peinigenden Eindruck und mutet wie der Lager=
platz
einer Grabſteinfabrik an.
Nun hat die Kunſt unſerer Zeit mit friſcher Kraft hier
einzugreifen begonnen. Es entſtehen künſtleriſche Fried=
hofsanlagen
, in denen nicht die endloſe, ſtarre Reihe vor=
herrſcht
, die nirgends den für die innere Sammlung ſo
notwendigen Abſchluß der Teile gegeneinander hat, ſondern
die neuen Friedhöfe werden als Organismus gefaßt und
die gärtneriſchen Anlagen entſprechen dem Gedenkſtein, in=
dem
die Raumbildung und Einteilung von künſtleriſches
Geſichtspunkten geleitet wird. Der Darmſtädter
Friedhof, iſt ja in ſeiner Anlage und mit dem ernſten,
ſtimmungsvollen Schmuck ſeiner wundervollen Cypreſſen
eine ſchöne und ſeltene Ausnahme, gegenüber den meiſten

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 5.

durch die Feuerwache gelöſcht. Der Färbereibetrieb iſt
nicht geſtört.
Die Freiwillige Feuerwehr ſendet hierzu
folgenden Brandbericht: Geſtern vormittag 8 Uhr
48 Minuten wurde der Feuerwehr gemeldet: Feuer
Pallaswieſenſtraße 146. In der chemiſchen Waſchanſtalt
des Herrn Reich war in dem Benzinwaſchraum Feuer
entſtanden, welches die vorhandenen Holzteile und das
Dach in Brand ſetzte und ſtarke Flammen erzeugte. Das
Feuer wurde mit zwei Schlauchleitungen raſch bekämpft.
Durch eine vorher erfolgte Exploſion wurde ein Arbeiter
im Geſicht und Händen verbrannt und, nachdem ihm
ein Notverband angelegt worden war, nach dem Kran=
kenhaus
verbracht. Durch den Brand wird der Geſchäfts=
betrieb
keine Störung erleiden. Die Entſtehungsurſache
war Selbſtentzündung. Wache zurück 9 Uhr 48 Minuten.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats März
wurde in dem im Lokale des zweiten Polizeireviers
in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für Obdachloſe
325 Perſonen und in demjenigen im Lokale des fünften
Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße 31 Perſonen,
zuſammen 356 Perſonen, Obdach gewährt.

Offenbach a. M., 2. April. Im hieſigen Kranken=
haus
wurde vor einigen Tagen ein Patient einge=
liefert
, der ſich einen falſchen Namen beigelegt hatte
und nunmehr geſtorben iſt. Der Mann hatte dem in
Frankfurt wohnenden Schreiner Jakob Haas die Aus=
weispapiere
geſtohlen und war unter deſſen Namen auf=
getreten
. Wie feſtgeſtellt wurde, handelt es ſich um einen
alten Verbrecher, der ſchon zahlreiche Vorſtrafen hinter
ſich hat. Es iſt der 39jährige Seiler Theodor Betker aus
Riga, der ſich längere Zeit in Frankfurt aufhielt und dort
mit mehreren Kumpanen zahlreiche Einbrüche verübt hat.
B. hat erſt kürzlich eine längere Freiheitsſtrafe in Preun=
gesheim
verbüßt und dann unter ſeinem richtigen Namen
in Offenbach in der Ludwigſtraße gewohnt. Die Leiche,
die der Anatomie der Gießener Univerſität überliefert
wurde, wurde durch einen Gefangenenaufſeher der Preun=
gesheimer
Strafanſtalt als die des B. feſtgeſtellt.
Jugenheim, 3. April. Der größte Teil der Prinz
Battenbergiſchen Waldungen ging durch Kauf an den
Fiskus über.
LB. Michelſtadt, 3. April. Frl. Marie Detrez aus
Darmſtadt und Herr Alfred Ilma aus Mainz veran=
ſtalteten
ein Konzert in Schmerkers Gartenſaal. Die hie=
ſige
Kritik ſchreibt wie folgt: In Frl. Marie Detrez lern=
ten
wir einen Mezzoſopran kennen, der an Reinheit und
Innigkeit nichts zu wünſchen übrig ließ. Beſonders gut
gelangen ihr die Koloraturen der Arie aus den Luſtigen
Weibern von Windſor, ſowie die Arie der Dalila aus
der Oper Samſon und Dalila. Auch in den Duetten, die
ſie mit dem ſtimmbegabten Heldenbariton Herrn Alfred
Ilma ſang, erntete ſie großen Beifall, ſodaß an dieſer
Stelle noch der Wunſch ausgeſprochen ſei, das Konzert
in Bälde zu wiederholen. Die Klavierbegleitung führte
Herr Kapellmeiſter Landwich mit gewohnter Sicher=
heit
aus.
Lindenfels, 3. April. Die Eiſenbahnbaugeſellſchaft
Kontinentale hat nun mitgeteilt, daß ſie an dem Projekt
durch das Schönberger Tal feſthalten müſſe. Die
Linienführung der Bahn durch das Zeller Tal würde um
420000 Mark teurer kommen.
Mainz, 2. April. In der Sitzung der Stadtver=
ordneten
erfolgte die Beratung der Haushalts=
voranſchläge
für das Rechnungsjahr 1912. Die
Umlagen wurden, wie im Vorjahre, auf 106,5 Prozent
feſtgeſetzt. Zur Ausgleichung des Voranſchlages der Be=
triebsrechnung
werden die Ueberſchüſſe früherer Jahre
mit 307546 Mark, ſowie ein Teil von 206 396 Mark aus
den für außerordentliche Tilgungen beſtimmten Summen
benutzt. Bezügl. des neuen Waſſerwerks am Schönauer
Hof bei Groß=Gerau erklärte der Oberbürgermeiſter, daß
das Projekt ſoweit gefördert ſei, daß in zwei Jahren das
Werk vollendet wäre; die Stadt werde gutes und aus=
reichendes
Waſſer erhalten. Von der Errichtung eines
Hallenſchwimmbades, die angeregt wurde, ſoll der großen
Koſten halber vorläufia Abſtand genommen werden.
Bad=Nauheim, 2. April. Viele Hände regen ſich in
emſiger Arbeit, um den Empfang der Kaiſerin
würdig zu geſtalten. Am Neubau des Bahnhofs, dem
winterlichen Schmerzenskind aller Reiſenden, wird mit Ein=
lage
von Nachtſchichten ununterbrochen gearbeitet, um ihn
zur Ankunft der Kaiſerin fertig zu ſtellen. Zahlreiche Ar=
beiter
ſind neu eingeſtellt worden und Oſtern wird ſich der
Verkehr bereits auf den tiefer gelegten Schienen die es
ermöglichen, vom Abteil ohne Trittbenützung auf den Bahn=
ſteig
zu treten abwickeln. Beſondere Aufmerkſamkeit er=
regt
bei den infolge des milden Wetters ſchon zahlreich an=
weſenden
Kurgäſten das Heim, das die Kaiſerin während
ihres Kuraufenthalts bewohnen wird. Sie wird in der
Terraſſenſtraße in dem Sanatorium Grödel, dem behan=
delnden
Arzte Prof. Dr. Grödel gehörig, Wohnung nehmen.
Das Erdgeſchoß und der erſte Stock ſind für die Kaiſerin
und ihre Umgebung gemietet. Dem Wunſch der Kaiſerin
entſprechend, iſt dem Beſitzer in der Verwendung der
übrigen Räume des Hauſes keine Beſchränkung auferlegt,
ſo daß die alten Kurgäſte des Hauſes ihre altgewohnten
Zimmer nicht zu entbehren brauchen. Die Beſitzung liegt

im ſchönſten Teile Nauheims, ganz nahe dem Kurhauſe und
gegenüber dem großen Park.
Geilshauſen, 2. April. =Einen vorzeitigen
Aprilſcherz machten ſich einige Herren aus Gießen,
indem ſie in der Lumda die Enten der Bauern fiſchten,
die ſie für herrenlos gehalten hatten. Nachdem die En=
ten
acht Tage lang die Stadtluft gekoſtet hatten, brachte
ſie heute einen der Fänger in einen großen Sack zur
Freude der Beſitzer wieder zurück. Auch die in der Groß=
ſtadt
gelegten Eier wurden, dem G. A. zufolge, prompt
bezahlt. Beſſer konnten die trauernden Entenzüchter nicht
in den April geſchickt werden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 2. April. In vergangener
Nacht ſtarb der Chefarzt des Garniſonlazaretts Ber=
lin
II=Tempelhof, Oberſtabsarzt Dr. Grüder, im Alter
von 41 Jahren. Er hatte ſich bei einer Operation eine
Blutvergiftung zugezogen. Nachdem der Betrieb
der Untergrundbahnſtrecke Spittelmarkt-
Leipziger Platz in vollem Umfange wieder auf=
genommen
worden iſt, machen die Arbeiten zur Beſeitig=
ung
der Ueberſchwemmung in der offenen Baugrube
große Fortſchritte. Die Tunnelſtrecke unterhalb der
Spree iſt noch nicht gedichtet. Das Waſſer dringt noch
immer in großen Mengen ein und wird mit ſieben Krei=
ſelpumpen
wieder herausgepumpt, die über 50000 Liter
in der Stunde fördern. Auch der dritte vermißte
Schüler Sohn eines Majors in Friedenau, hat ſich
eingefunden. Heute vormittag gegen 11 Uhr gab der
Maurerpolier Schulze auf die von ihrem Mann ge=
ſchiedene
Ehefrau Gohlke, welche in einem Haus
in der Linienſtraße ein Grünkramgeſchäft betreibt, aus
Eiferſucht drei Revolverſchüſſe ab, von denen
zwei in die Bruſt, einer in den Kopf traf. Der Täter
wollte fliehen und ſchoß auf die vor dem Laden ange=
ſammelte
Menſchenmenge. Ein Schutzmann wurde an
der Hand verletzt. Die Menge richtete den Schulze, der
ſchließlich verhaftet wurde, ſchrecklich zu. Frau Gohlke
wurde in hoffnungsloſem Zuſtande in die Charitee ge=
bracht
.
Frankfurt, 3. April. Bei einer Geſangprobe im Dom
wurde geſtern abend um 8¾ Uhr der Muſikdirektor und
Dirigent des Domchors, Georg Hübner, in dem
Augenblick von einem Schlaganfall betroffen, als er ein
Lied dirigierte. Er fiel plötzlich um und war auf der
Stelletot. Er iſt nur 30 Jahre alt geworden.
Hanau, 3. April. Durch eine Benzinexploſion
in der Dunlop=Gummifabrik wurden die dort beſchäftig=
ten
Arbeiter Werner aus Groß=Krotzenburg und Dies
aus Hainſtadt ſchwer verletzt, ſodaß Lebensgefahr
beſteht.
Karlsruhe, 2. April. Wie der Polizeibericht meldet,
hat die hieſige Kriminalpolizei den 26jährigen Kaufmann
Renato Damora verhaftet, der vom Unterſuchungs=
richter
in Rom wegen Scheck= und Banknoten=Fälſchungen
im Betrage von 9½ =Millionen Lire ſteckbrieflich verfolgt
wird. Die Verhaftung erfolgte in dem Augenblick, als
Damora in ſeinem Auto davonfahren wollte.
Stargard i. Pommern, 2. April. Zu der angeblichen
Verſchleppung des jungen Mädchens in die
Eilenriede wird bekannt, daß es ſich um die Plätterin
Marta Sonnenberg aus Nörenberg handelt. Sie war
ihrem Bräutigam nach Hannover nachgereiſt und ſtellte ihn
zur Rede, weil er ſie nicht heiraten wollte. Auf deſſen wie=
derholte
Weigerung nahm das Mädchen einen Revolver,
verletzte ihren Bräutigam ſchwer und tötete ſich ſelbſt durch
einen Schuß ins Herz.
Siegen, 2. April. In der Dynamitfabrik in Wür=
gendorf
explodierte ein mit eintauſend Kilogramm
Säure gefüllter Behälter, der ſich in Reparatur befand.
Ein Schloſſermeiſter wurde ſofort getötet, ein Inge=
nieur
erlitt ſo ſchwere Brandwunden, daß er bald dar=
auf
ſtarb.
Bernburg, 3. April. Auf dem Kaliſchacht Anhalt
bei Ilberſtedt explodierten geſtern abend aus un=
bekannter
Urſache 13 Zentner Dynamit. An Gebäuden
der Umgegend wurde erheblicher Schaden angerichtet.
Menſchen ſind nicht verletzt.
Breslau, 3. April. Heute vormittag wurde vor dem
hieſigen Landgericht der Opernſänger Georg Beeg wegen
Wahlbetrugs zu drei Tagen Gefängnis ver=
urteilt
. Er hatte den Schauſpieler Schwarz beauftragt,
für ihn bei der Reichstagswahl die Stimme abzugeben.
Schwarz war dieſer Aufforderung nachgekommen und wurde
dafür mit drei Wochen Gefängnis beſtraft.
Wien, 2. April. Fürſt Albert von Monaco,
der geſtern zum Ehrenmitglied der öſterreichiſchen Geo=
graphiſchen
Geſellſchaft ernannt wurde, hielt heute abend
auf Einladung der Geſellſchaft einen mehrſtündigen Vor=
trag
über die Ozeanographie. Zahlreiche Mitglieder des
Kaiſerlichen Hauſes und des diplomatiſchen Korps, dar=
unter
auch der deutſche Botſchafter v. Tſchirſchky mit
Gemahlin, die Miniſter, die Spitzen der Behörden und
Vertreter der Kunſt und Wiſſenſchaft wohnten dem Vor=
trag
bei, der mit großem Intereſſe und lebhaftem Bei=
fall
aufgenommen wurde.
Paris, 3. April. Die 50 Preisträger des
Schülerwettbewerbs des Journal d’Allemagne

ſind geſtern hier eingetroffen und von dem Direktor Foyer
3. Lécole Nouyrit begrüßt worden. Im Namen der Schü=
ler
dankte der Führer Dr. Schmid. Die Schüler begaben
ſich in das College Sainte Barbe, wo ſie beherbergt wer=
den
. Heute früh beſichtigten ſie das Louvremuſeum.
Paris, 3. April. In Albi iſt geſtern das Waiſen=
baus
Saint Jean verbrannt. Die Kleiderr und
Wäſcheräume wurden vernichtet. Etwa 100 Kinder konn=
ten
ſich, notdürftig bekleidet, ins Freie retten.
London, 2. April. Erſt heute wird bekannt, daß
von Samstag auf Sonntag ein verwegener Dia=
mantenraub
in der Regent=Street verübt wurde.
Die Gauner hatten drei Wände von 18 Zoll Dicke zu
durchbrechen und andere große Hinderniſſe zu überwin=
den
, ehe ſie in das Juwelengeſchäft von Paul Ettlinger
gelangten, aber ihre Beute lohnte ſich: es waren Schmuck=
ſachen
im Werte von 300000 Mark. Sie verſchafften ſich
zunächſt durch eine Hintertür Einlaß in den Cottage=
Teeſaal, ſtiegen drei Stockwerke empor und brachen von
hier aus ein Loch von drei Fuß Breite in die Mauer des
angrenzenden Hauſes, in dem ſich ein Lager der Iriſh
Linen=Comp. befindet. Ein gleich großes Loch in die
nächſte Mauer verſchaffte ihnen Zutritt zu Goodyers
Antiquitätengeſchäft, und von hier aus wurde ein drittes
Loch in die Mauer des Hauſes gebrochen, in dem ſich
der Juwelenladen befindet. Um das Geräuſch zu
dämpfen, wurden koſtſpielige Damenunterkleider aus
dem Leinenladen und wertvolle Stoffe aus dem Anti=
quitätengeſchäft
zuhilfe genommen. Alle Schaukaſten
wurden entleert und der größte der Stahlſchränke erbro=
chen
und ſeines geſamten Inhaltes beraubt. Die Poli=
zei
iſt der Meinung, daß mindeſtens vier Perſonen an
dem Raub beteiligt waren. Die Verbrecher müſſen ſich
viele Stunden dabei aufgehalten haben und ſcheinen
dann und wann nach dem Teeſaal zurückgekehrt zu ſein,
um ſich zu erfriſchen. Sie rauchten die beſten Zigarren,
die ſie vorfanden, und erbrachen die Kaſſe, die die Ein=
nahmen
vom Samstag enthielt. Nach der Theorie der
Geheimpoliziſten haben ſich die Räuber auf demſelben
Wege, auf dem ſie gekommen waren, wieder entfernt, in=
deſſen
deutet eine zurückgelaſſene Strickleiter darauf hin,
daß ſie auf eilige Flucht gefaßt waren. Zur ſelben
Zeit wurden aus einer Privatwohnung im Marylebone
Schmuckſachen im Werte von 40000 Mark geraubt.
New=York, 2. April. Der Miſſiſſippi und alle
Nebenflüſſe ſteigen unabläſſig. Es wird der
höchſte jemals erreichte Waſſerſtand erwartet. Vielfach
wanken die Deiche. Ganze Städte ſtehen unter Waſſer.
Ein beträchtlicher Schaden droht.
Tokio, 2. April. Kriegsminiſter Baron
Ishimoto iſt geſtorben.
Tokio, 3. April. Der Vulkan Miharayama auf
der Inſel Oſchima befindet ſich in heftiger Tätigkeit.
Lava droht die Dörfer zu verſchlingen. Die Einwohner
ſind in Fiſcherbooten geflohen. Der letzte Ausbruch des
Vulkans hat im Jahre 1868 ſtattgefunden.

Luftfahrt.

H.B. Frankfurt a. M., 3. Aprik. Für Donners=
tag
, den 4. dieſes Monats, bei ungünſtiger Witterung
Samstag, den 6., iſt die erſte Begegnungsfahrt
der beiden Zeppelinluftſchiffe Viktoria
Luiſe und Schwaben mit Treffpunkt in Mannheim
und gemeinſamer Umkreiſung dieſer Stadt geplant. Die
Abfahrt der beiden Schiffe von Baden=Baden bezw. von
Frankfurt a. M. iſt auf 10 Uhr vormittags feſtgeſetzt.
* Luftſchiff und Luftballon. Der Mittel=
rheiniſche
Verein für Luftſchiffahrt veranſtaltete, wie
ſchon kurz mitgeteilt, am Sonntag unter Führung des
Hauptmanns Eberhard vom Feldartillerie=Regiment
Nr. 27 von Mainz aus ein Ballonfahrt. Um 8.35 Uhr
erfolgte der Aufſtieg, an den ſich wieder eine äußerſt ge=
lungene
herrliche Fahrt bei prächtigem Wetter über die
im erſten Vorfrühlingsſchmuck prangenden Taunusberge,
Wetterau, Vogelsgebirge, Speſſart und das heſſiſche
Bergland anſchloß. Die Landung erfolgte glatt um 4.30
Uhr nachmittags in der Nähe von Kaſſel, direkt neben
einem Bahnhof. Ein beſonders ſchönes und intereſſan=
tes
Erlebnis hatten die Luftſchiffer zwiſchen 9 und 10 Uhr
in der Gegend von Hofheim. Ein fernes Surren wurde
hörbar und aus dem Dunſt, der Frankfurt umlagerte,
taucht der helle, ſchlanke Körper des Zeppelinluft=
ſchiffes
auf, ein wunderbarer Anblick. Leider hatte
das Schiff eine andere Richtung, und zwar anſcheinend
über Höchſt nach Wiesbaden, auch fährt es viel tiefer als
der Ballon, der ſich oben in 600 Meter Höhe befindet. Da
in der Nähe von Höchſt hebt ſich der Vorderteil des Schif=
fes
, es ſteigt langſam in die Höhe und macht gleichzeitig
zur größten Freude der Luftſchiffer eine ſcharfe Wend=
ung
direkt auf den Ballon zu. Nun iſt es kein Zweifsl.
das Luftſchiff will ſeinen Bruder Freiballon begrüßen.
Näher und näher kommt das Schiff; ſchon iſt der Name
zu leſen, ſchnell werden die einzelnen Teile deutlich ſicht=
bar
, bald iſt es nur noch wenige Meter entfernt, ſo daß
die Perſonen zu erkennen ſind und fährt eine Kleinigkeit
tiefer am Ballon vorbei, deſſen Inſaſſen es mit Be=
geiſterung
durch Mützenſchwenken und Zutrinken begrü=
ßen
. Es war ein wirklich erhebender Anblick. Lange
noch konnte das Schiff verfolgt werden, wie es in elegan=

deutſchen Friedhöfen, die Grabmale ſind aber auch vielfach
dem bisherigen Zeitgeſchmack entſprechend gehalten. Auch
darin ſoll nun Wandel geſchaffen werden. In deu Geſtalt=
ung
der Grabdenkmäler hat der Künſtler ein lange vernach=
läſſigtes
Arbeitsfeld wiedergewonnen, wie es ehedem war,
wo in den Denkmalen der ganze Reichtum eines hoch ent=
wickelten
inneren Lebens zum Ausdruck kam. Dieſe Vor=
bilder
der Antike, der altchriſtlichen Kunſt, und der Re=
naiſſance
geben unſeren Künſtlern eine reiche und wert=
volle
Anregung, Neues und wahrhaft Schönes zu ſchaffen,
und vor auem das Kreuz, deſſen tiefe Symbolik neben allen
anderen Formen immer ihre Bedeutung in der Friedhofs=
kunſt
haben ſoll und wird, kann durch leiſe Umbildung oder
ausdrucksvolle Vereinfachung von Künſtlerhand zu neuem
Leben erweckt werden.
Wie der Ton, ſo hat auch die Form ihre Sprache, und
dieſe Sprache hat ihre feſten Geſetze, die unabhängig ſind
von Mode und Laune der Zeiten. Der Künſtler wird daher
vor allem auf einen ſtreng harmoniſchen Geſamteindruak
hinarbeiten. Grundform, Ornament und Schrift müſſen
in künſtleriſchem Einklang ſtehen und ſie ſollen außerdem
wirken durch die gediegene, edle, dem Geiſt des Mate=
rials
entſprechende Formgebung. Gerade das Mate=
rial
iſt nicht nur für die künſtleriſche Stimmung eines Fried=
hofs
von Wichtigkeit, es iſt auch von Bedeutung für die
Ausbreitung der neuen Friedhofskunſt, denn eine Reiye
wetterfeſter, deutſcher Steine, wie Sandſtein, Kalkſtein,
deutſche Marmorarten und vor allem Muſchelkalk, alles hei=
miſche
Steine von warmer Tönung und lebendig farbigem
Reiz der körnigen Oberfläche, eignen ſich trefflich für die

künſtleriſche Bearbeitung und fügen ſich mit ihren weichen
Farben und ihrer Neigung zur Patina ſo ſchön in unſere
Natur ein Daß ſich auch aus Granit und Marmor künſt=
leriſch
wertvolle Steine herſtellen laſſen, wenn man ſich
nicht an die früheren üblichen, ſchlechten und ſchablonen=
haften
Formen hält, iſt ſelbſtverſtändlich, denn kein Mate=
rial
iſt an ſich künſtleriſch oder unkünſtleriſch, ſondern wird
es erſt durch die ſtilgemäße, reſpektive ſtilloſe Behandlung.
Auch durch die Feuerbeſtattung ſind der bildenden Kunſt in der
Modellierung von Urnendenkmalen neue Aufgaben
geſtellt, deren ſchöpferiſche Löſung ſich unſere Künſtler mit
Ernſt angelegen ſein laſſen. Und all das Gute, das auf
dem Gebiet der Grabmalkunſt heute ſchon wieder von
deutſchen Künſtlern geleiſtet wird, iſt ebenſo billig wie
die nichtsſagenden Erzeugniſſe der Maſſenfabrikation.
Wenn man für eine beſondere Gelegenheit ein Geſchenk
für ſeine Lieben auswählt, dann überlegt man, um doch ſa
etwas wirklich Schönes und Wertvolles ausfindig zu
machen, aber auf dem Friedhof, wo es ſich um das Tiefſte
und Letzte handelt, das wir unſeren Lieben noch geben
können, da war uns lange Zeit hindurch ſtarre, phantaſie=
loſe
Maſſenware gut genug. Das ſoll nun wieder anders
werden! Welch zarter Hauch elegiſcher Stimmung weht
um die Denkmäler, die uns aus der Zeit der Urgroßeltern
erhalten ſind! Auch unſere Zeit hat ſich jetzt darauf be=
ſonnen
, daß ein Grabdenkmal mehr ſein ſoll als ein glatter,
nach ſchablonenhaften Muſtern zugeſchnittener Stein. Nein,
das Grabdenkmal ſoll dem Trauernden wohl ſeinen Ver=
luſt
und ſeinen Schmerz gegenwärtig halten, aber es ſoll
ihn auch aufrichten und tröſten und durch die milde, aus=

drucksreiche Sprache der Kunſt zu ihm reden von Hoffnung
und der ſtarken Kraft des Ueberwindens. So wird es
ſeine hohe Miſſion erfüllen, indem es die Trauer gleich=
ſam
verklärt und eine ergreifende und zugleich erhebende
Wirkung von ihm ausgehen. Wenn wir auf dem jetzt ein=
geſchlagenen
Wege weiter fortſchreiten, wenn wir das Grah=
mal
für unſere heimgegangenen Lieben bei wirklichen
Künſtlern beſtellen, die ſich eine möglichſt perſönliche Ge=
ſtaltung
des Denkmals angelegen ſein laſſen, dann werden
unſere Friedhöfe wieder zu Stätten der Weihe, der ſtillen
Schönheit und ſchlichten, zu Herzen gehenden Kunſt werden
und wir werden vor dem Urteil unſerer Nachkommen be=
ſtehen
können, denn auch die Grabdenkmale ſind nicht zu=
letzt
Zeichen der Kultur eines Volkes!
Die Anregung zu ſolchen Gedanken haben uns einige
neue Grabmale bei einem Beſuche des Darmſtädter Fried=
hofs
gegeben. Wir wollen nur das Familiengrabmar
Valdek auf dem vorderen Teil unſeres Friedhofes und ganz
in der Nähe davon das Denkmal Kemmler erwähnen, die,
meiſterhaft in Entwurf und Bearbeitung des Materials,
mit ihren ſchönen Reliefs in echter Bronze dem Leidtragen=
den
ſo zu Herzen ſprechen, wie wir es oben als die vollen=
detſte
Aufgabe eines Grabdenkmals bezeichnet haben. Auf
dem neuen Teil des Friedhofs ſind es u. a. die Familien=
grabmale
Hanſel und Maul, die in ihrer wohlproportio=
nierten
Form und künſtleriſchen Geſtaltung ebenfalls keinen
Wunſch unbefriedigt laſſen, und die aus dem Atelier des
Herrn Architekten Richard Paul hier hervorgegangen ſind.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

ten Bewegungen den Feldberg umkreiſte und dann zu
ſeiner Halle zurückkehrte.
* Paris, 3. April. Der Aviatiker Hamel, der
in Begleitung einer Dame geſtern früh in Hendon bei
London bei einem Fluge nach Paris aufgeſtiegen
war, iſt am Abend wohlbehalten in Iſſy=les=Moulineaux
angekommen.

Sport.

* Fußball. Nachdem am letzten Sonntag die erſte
Mannſchaft des Fußballklubs Olympia= Darmſtadt
gegen die bekannte Mannſchaft des Fußballklubs Ale=
mannia
=Karlsruhe ſich in ſchöner Form gezeigt hat,
wird die hieſige Mannſchaft am zweiten Oſterfeiertage
die Serie der Privatſpiele gegen den Sportverein Gießen
fortſetzen. Der Sportverein Gießen verfügt über ein
hervorragendes Spielermaterial. Die äußerſt ſtarke Ver=
teidigung
wird noch ergänzt durch eine ſehr raſche Stür=
merreihe
. Dieſer Mannſchaft war es in ihrer jetzigen
Aufſtellung vergönnt, alle Vereine ihres Bezirkes zu
ſchlagen, ſo daß ſie heute bei den Meiſterſchaftsſpielen in
ihrem Bezirk an erſter Stelle ſteht. Man ſieht deshalb
dem Zuſammentreffen des Fußballklubs Olympia=
Darmſtadt mit dem Gießener Verein allerſeits mit
Spannung entgegen. Das Spiel findet auf dem Olym=
piaſportplatz
an der Heidelberger Straße ſtatt und ſteht
unter der unparteiiſchen Leitung des Herrn Mittelrhein=
gauvorſitzenden
Gg. Delp. Vorher ſpielt die Alte=
Herren=Mannſchaft des Fußballklubs Olympia gegen
die gleiche des Fußballklubs Germania=Frankfurt.

Handel und Verkehr.

H. Frankfurt a. M., 2. April. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Die bevorſtehenden Feiertage übten bereits
am Wochenmarkt ihren Einfluß aus durch geringeren
Beſuch und größere Geſchäftsunluſt. Landweizen
und Landroggen wurden in mäßigen Quantitäten
zu etwas beſſerem Preiſe gehandelt, auch Hafer, für
welchen etwas mehr Nachfrage beſtand, leicht anziehend.
Gerſte und Mais ſehr ſtill. Futterware preis=
haltend
, aber ruhig. Die Forderungen für Mehl blie=
ben
trotz des Feiertagsbedarfs unverändert, da durch den
ſeitherigen ſchlechten Abſatz die Vorräte der Mühlen noch
bedeutend und daher Abgabeluſt vorherrſchend iſt.
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigt
recht feſte Stimmung für alle Artikel. An der Ber=
liner
Produktenbörſe war Getreide feſt auf die
weitere Steigerung der Ozeanfrachten und der erhöhten
Forderungen Argentiniens. Die anſehnliche Zunahme
des hieſigen Getreidelagers im März blieb ohne Eindruck.
Sehr feſt war Futtergetreide auf die Frachtenverteue=
rung
, ebenſo Hafer um 1,50 Mark, Lokogerſte um 3 Mark
und Mais um 2 Mark beſſer. Nach den letzten Kabel=
nachrichten
von den amerikaniſchen Getreide=
märkten
(New=York und Chicago) war Weizen wil=
liger
auf günſtige Berichte über die Ernteverhältniſſe. Die
aus Nebraska vorliegenden Ziffern weiſen höhere Zif=
fern
auf, auch im Staate Oklahoma iſt gute Ernte. Mais
ſchließt hingegen gut behauptet auf die Verringerung des
Farmer=Angebots. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind
dort in dieſer Woche von 58.89 Mill. Buſh. auf 57.64
Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 16.20 Mill. Buſh.
auf 15.91 Mill. Buſh. zurückgegangen. In Kanada ſtie=
gen
die Weizenvorräte in dieſer Woche von 28,39 Mill.
Buſh. auf 29.13 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 22.2522,35, Kurheſſi=
ſcher
22.2522.35, Laplata 23,2524.25, Kanſas 23.25 bis
24.25, Redwinter 23,5024.25, Nordd. 22,2522.35, Ruſ=
ſiſcher
2424,50. Rumäniſcher 23,2524, Walla Walla
2424,50. Manitoba 23.2524.25; Roggen hieſ. 19.80
bis 20, Ruſſiſcher 2020,25. Rumäniſcher 2020,25, Baye=
riſcher
(Pfälzer) 19,9020; Hafer hieſ. 21,1021.25
Ruſſiſchexr 21,2521,75. Rumäniſcher 21.2521,50, Baye=
riſcher
2111021,25, Amerikaniſchhr 20.7521; Mais
mixed 17,9018.10, Donaumais 17.9018. Laplata 17175
bis 17,90, Ruſſiſcher 17.9018.10, Rumäniſcher 17.90 bis
18.10, Weißer Mais 1818.10, Weizenſchalen 14,25 bis
14.50, Weizenkleie 1414,25, Roggenkleie 14.2514.50,
Futtermehl 1616.50, Biertreber getrocknet 15.2515.50,
Weizenmehl hieſ. Nr. 0 31.2531.50, feinere. Marken 31.75
bis 32. Nr. 1 30,2530,50. feinere Marken 30,7531,
Nr. 2 28.2528.50, feinere Marken 28,7529, Nr. 3 27.25
bis 27,50. feinere Marken 27,7528. Nr. 4 23,5023.75.
feinere Marken 2424,25. Roggenmehl hieſ. Nr. 0 28 bis
28,25, Nr. 1 2626,25, Nr. 2 21,7522.25.
* Höchſt a. M., 3. April. In der Aufſichtsrats=
ſitzung
der Farbwerke vorm. Meiſter, Lucius und
Brüning, wurde die Bilanz, pro 1911 vorgelegt. Nach
Abſchreibungen von 3 462007,54 Mark ausſchließlich der
im Vorjahre zurückgeſtellten 500000 Mark ergibt ſich ein
Gewinnergebnis von 16 135 196,15 Mark mit Saldovor=
trag
aus 1910, gegen 14221 408,67 Mark im Vorjahre.
Es wurde beſchloſſen, der am 4. Mai ſtattfindenden Ge=
neralverſammlung
die Gewährung von 30 Prozent
Dividende (im Vorjahre 27 Prozent) vorzuſchlagen.
* Würzburg, 3. April. Der Aufſichtsrat
der Bayeriſchen Bodenkreditanſtalt hat be=
ſchloſſen
, der auf den 24. April einzuberufenden General=
verſammlung
eine Dividende von 4 Prozent wie im
Vorjahre vorzuſchlagen.

Die Bergarbeiterbewegung.

* Prag, 2. April. Die Lage im ganzen Streik=
gebiet
iſt günſtiger. Es herrſcht überall Ruhe.
Die Werksbeſitzer ſind zu gewiſſen Aufbeſſerungen ge=
neigt
. In Kladno und Schlan ſind die Verhältniſſe
normal.
* Teplitz, 2. April. Die ſozialdemokratiſche
Bergarbeiterunion beſchloß in ihrer heutigen
Sitzung, in der die neulichen Zugeſtändniſſe der Zechen=
beſitzer
mitgeteilt wurden, den Streik abzubrechen.
*. Teplitz, 2. April. Die Zugeſtändniſſe
der Braunkohlengrubenbeſitzer an die ſtrei=
kende
Arbeiterſchaft, die den Ausſtand nunmehr beendet
hat, beſtehen in einer durchſchnittlichen Erhöhung der
Löhne um 8 Prozent, in einer Alterszulage für ledige
und einer doppelt ſo großen für verheiratete Arbeiter,
und außerdem in der Beibehaltung des erhöhten Kohlen=
deputats
.
* London, 3. April. Die letzten Ziffern über die
Abſtimmung der Bergleute lauten: 156247
gegen und 141540 für die Aufnahme der Arbeit. Nach
den Zeitungen iſt es zweifelhaft, ob eine einfache oder
eine Zweidrittelmehrheit erforderlich iſt, um über die
Fortſetzung des Streiks zu entſcheiden. Der General=
ſekretär
des Bergarbeiterverbandes, Mr. Aſton, erklärte
eine Zweidrittelmehrheit für notwendig; der Vorſitzende

des Verbandes der Bergarbeiter, Mr. Enoch Edwards,
meinte, die Entſcheidung der Frage liege allein bei dem
Ausführenden Ausſchuß und er glaube, dieſer würde am
Donnerstag die Wiederaufnahme der Arbeit empfehlen,
auch wenn eine Mehrheit dagegen vorliege.
* Petersburg, 2. April. Von 10000 Arbeitern
in den Goldbergwerken an der Lena in Oſtſibirien
ſtreiken ſeit drei Wochen 8000 Mann. Sie verlangen
Einführung des 8ſtündigen Arbeitstages und eine Lohn=
erhöhung
von 30 Prozent. Die Bergwerke ſind faſt ganz
in engliſchen Händen.

Vermiſchtes.

Aus dem Palmengarten in Frankfurt.
Unter den Florblumen, an denen wir uns zur Frühjahrs=
zeit
im Palmengarten erfreuen, nimmt die Gattung
Azalea einen hervorragenden Platz ein. Alljährlich kön=
nen
wir dieſen Prachtſtrauch, der, wie die Camellia, China
und Japan zum Vaterlande hat, in ſeiner Blütenpracht be=
wundern
und, wenn wir, wie jetzt, den Geſamteindruck
dieſer impoſanten Schauſtellung, die in dem Haus Nr. 4
der Schauhäuſergruppe angeordnet iſt, auf uns wirken
laſſen können, ſo kann uns nur ein Gefühl der Freude beim
Anblick dieſer farbenreichen Blütenpflanzen ergreifen. An
der Vervollkommnung der Azaleen haben auch deutſche
Gärtner mit großem Erfolge gearbeitet, es ſeien nur Mard=
ner
in Mainz und Schulz in Hanau aus unſerer näheren
Umgebung genannt, ſie haben Sorten gezüchtet, die ſich
noch heute eines Weltrufes erfreuen und unübertroffen
ſind. Die Farbenſkala iſt ſehr reichhaltig, vom glühendſten
Rot bis zum ſchneeigen Weiß ſchimmern die Blumen, apart
iſt eine violette Tönung und eine zart lilaroſa Farbe,
ebenſo hübſch ſind die bunten Varietäten, die meiſt auf
weißem Grunde in verſchiedenen Variationen von rot und
roſa gezeichnet ſind. Die Form, in der ſich die Pflanzen
präſentieren, iſt ebenfalls mannigfaltig, ſie ſind teils
buſchig, teils pyramidenförmig und in Kugelform gezogen,
immer aber zeigen ſie ein entzückendes Bild von unnach=
ahmlichem
Reize. Es iſt eine herrliche Sammlung der
beſten Sorten, die jetzt im Palmengarten in Vollblüte zu
ſehen iſt.
Deutſche Bahnhofsmiſſion. Unter Hin=
weis
auf die bemerkenswerten Reichstagsverhandlungen
vom 23. Februar über den Geſetzentwurf, betreffend die
Bekämpfung des Mädchenhandels, wird uns
von zuſtändiger Seite mitgeteilt, daß in dem ſpeziell gegen
dieſes Uebel ankämpfenden Deutſchen Nationalkomitee‟
alle die Vereinigungen vertreten ſind, welche in gleichem
Sinne arbeiten. Beſondere Gelegenheit zur Aufklärung
über die gefährlichen Machenſchaften der Mädchenhändler
bietet der reiſenden weiblichen Jugend die Bahnhofs=
miſſion
deren Helferinnen auf den Bahnhöfen durch
Verteilen von Warnungszetteln ſegensreiche Dienſte ver=
richten
, durch ihre Anweſenheit fragwürdige Elemente vom
Bahnſteig fernhalten und, wo es ihnen ſelbſt nicht möglich
iſt, die Sicherheitsorgane und Polizeibeamten zum Ein=
ſchreiten
veranlaſſen. Wie aus den jetzt in ſämtlichen Ab=
teilen
der Eiſenbahnwagen 3. und 4. Klaſſe aushängenden
Plakaten mit Schutzadreſſen erſichtlich iſt, ſind die Evan=
geliſche
Bahnhofsmiſſion (Intern. Verein der
Freundinnen junger Mädchen und Verband der evang.
Jungfrauenvereine Deutſchlands), ſowie der Katho=
liſche
Mädchenſchutzverband und der Jüdiſche
Frauenbund zu dieſer gemeinſamen Kundgebung zu=
ſammengetreten
. Auch die Plakate an den Bahnhöfen wei=
ſen
ſolche, die des Schutzes der Bahnhofsmiſſion bedürfen,
auf die Stelle hin, wo ihnen Rat und Hilfe gewährt wird.
Im Ratgeber des Freundinnenvereins ſind außerdem
Schutzadreſſen für alle Länder der Welt angegeben. Die
Einrichtung der Bahnhofsmiſſion ſteht jedem jungen Mäd=
chen
ſtets unentgeltlich zu Dienſten. Alle diejenigen, die
ſich für dieſe Arbeit intereſſieren, ſeien darauf hingewieſen,
daß am 17. Mai in Nürnberg eine Konferenz der Deutſchen
Bahnhofsmiſſion ſtattfinden wird. zu welcher alle Freunde
des Werkes herzlichſt eingeladen ſind. (Genaues Programm
erhältlich am Bureau der Deutſchen Bahnhofsmiſſion, Ber=
lin
Nr. 4, Tieckſtr. 17.)
C. K. Die Sterblichkeit der Gaſtwirte. Der
franzöſiſche Mediziner Dr. Louis Jacquet veröffentlicht
in der Preſſe medicale die Ergebniſſe intereſſanter Forſch=
ungen
, die angeſtellt wurden, um den Zuſammenhang zwi=
ſchen
Beruf und Sterblichkeit zu ergründen. Das Haupt=
augenmerk
des Forſchers war dabei auf den Stand gerich=
tet
, der Alkohol ausſchenkt und verkauft, alſo auf die Gaſt=
wirte
. Das Ergebnis der vergleichenden Unterſuchungen
iſt die intereſſante Feſtſtellung, daß in allen Ländern die
Gaſtwirte und Beſitzer von Branntweinſchenken eine un=
gleich
größere Sterblichkeit aufweifen, als die Allgemein=
heit
. Während beiſpielsweiſe in Paris die Sterblichkeit
der Männer zwiſchen 30 und 49 Jahren 36,1 für das Tau=
ſend
beträgt, erreicht ſie unter den Gaſtwirten nicht weniger
als 46,9. Und ähnlich liegen die Verhältniſſe in der
Schweiz; hier iſt die Sterblichkeit der Männer in dem an=
gegebenen
Alter 25,8 von tauſend, die der Gaſtwirte aber
42.59. Das reichſte und vollſtändigſte ſtatiſtiſche Material
liefert England, wo ſeit 1860 die Todesurſachen genau
regiſtriert werden. Die engliſche Statiſtik berechnet die
Sterblichkeitsziffer in anderer Form und kalkuliert die
Zahl der Männer zwiſchen 25 und 65 Jahren, die erforder=
lich
wäre, um in einem Jahre 1000 Todesfälle aufzuwei=
ſen
. Da zeigt ſich nun, daß in der Periode 188082 auf
64000 erwachſene Männer 1000 Todesfälle entfallen,
während zur gleichen Zeit 64000 Gaſtwirte nicht weniger
als 1521 Todesfälle zu verzeichnen haben würden. 189092
ergaben 61000 Männer 1000 Todesfälle, während 61000
Gaſtwirte 1642 Todesfälle zu verzeichnen hätten. Und von
190002 verſchiebt ſich die Zahl noch weiter zu ungunſten
der Gaſtwirte; während auf 71000 Bürger 1000 Sterbe=
fälle
entfallen, würden im gleichen Zeitraum 71000 eng=
liſche
Gaſtwirte mit 1669 Todesfällen zu rechnen haben.

Literariſches.

Dem Frauen=Kongreß, der vom 27. Februar bis
2. März 1912 zu Berlin im Anſchluß an die erfolgreiche,
ja glänzende Ausſtellung Die Frau in Haus und Be=
ruf
ſtattfand, widmet die Gartenlaube, dieſe älteſte
und viel geleſene Zeitſchrift des deutſchen Hauſes in
dem ſoeben erſchienenen Heft 12 eine Extrabeilage, die
dem Hefte eingefügt wurde. Auch die Welt der Frau,
die in der großen Ausgabe der Gartenlaube ſeit Jahren
den ſpeziellen Intereſſen unſrer Frauen dient, hat fort=
laufend
über Ausſtellung und Kongreß in Wort und
Bild berichtet. Die Gartenlaube mit Welt der Frau
iſt wöchentlich für 25 Pfg. durch alle Buchhandlungen
und die Filialen von Auguſt Scherl, G. m. b. H., zu be=
ziehen
.
Geſundheitspflege im täglichen
Leben. Von Profeſſor Dr. E. Grawitz. Zweite, ver=
beſſerte
und vermehrte Auflage (7.12. Tauſend).
(Verlag von Ernſt Heinrich Moritz in Stuttgart.) Broſch.
1,50 Mark, gebunden 2 Mark. Das vorliegende Buch, der

3. Band der bekannten Stuttgarter Bibliothek der Ge=
ſundheitspflege
, verdient das eigentliche, für alle be=
ſtimmte
Vademekum der Geſundheitspflege im täglichen
Leben genannt zu werden. Trotz guter Ausſtattung iſt
das Werk ſehr billig, es kann jedem zur Anſchaffung ſehr
empfohlen werden.
Straſſers Taſchenbuch der Wiener
Börſe. (Preis 65 Heller, Taſchenformat. Verlag von
Straſſers Taſchenvuch der Wiener Börſe, Wien L. Gra=
ben
17.) Dieſe in bequemem Taſchenformat erſcheinende
kleine und billige Kurstabelle ſtellt in überſichtlicher
Form, von allen an der Wiener Börſe gehandelten Pa=
pieren
, die höchſten, niedrigſten und letzten Kurſe der
jüngſten drei Jahre zuſammen. Sie enthält außerdem
alle wichtigen Angaben über Kapital, Stücke, Zinſen,
Tilgung uſw., ſowie die neuen Dividenden der Aktien=
Geſellſchaften.
In der bekannten Beckſchen Sammlung deutſcher
Reichsgeſetze (Taſchenformat, in rote Leinwand gebunden.
Verlag von C. H. Beck in München) iſt ſoeben eine neue
die achte Auflage der Textausgabe der Gewerbe=
ordnung
erſchienen. Dieſe neue Auflage gibt den Text
der Gewerbeordnung in der Faſſung, in der das Geſetz
vom 1. April 1912 an gelten wird; ſie berückſichtigt die No=
velle
vom 27. Dezember 1911 und das Einführungsgeſetz
zur Reichsverſicherungsordnung. Die Ausgabe kann mit
Fug und Recht als die reichhaltigſte unter den Textaus=
gaben
der Gewerbeordnung bezeichnet werden. Der Preis
beträgt für das 246 Seiten ſtarke Bändchen nur 1,20 Mk.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 3. April. Prinz Heinrich von
Preußen eröffnete heute nach einer kurzen Anſprache
des Herzogs Viktor von Ratibor die Allgemeine
Luftfahrzeug=Ausſtellung 1912 mit einem
dreifachen Hoch auf den Kaiſer. Anweſend waren u. A.
Prinz Friedrich Leopold von Preußen mit Gemahlin, Toch=
ter
und Sohn, Prinz Friedrich Siegismund, der ausſtellt;
ferner der Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, Vize=
admiral
von Heeringen, General Frhr. v. Lyncker, Staats=
ſekretär
Dr. Solf, ſowie zahlreiche Generäle und Offiziere.
Der Flieger Hirth war auf einer Rumpler=,Taube von
Johannisthal gekommen und kreiſte zur Zeit der Eröff=
nung
über der Ausſtellung. Er erregte durch ſeinen ele=
ganten
Flug allgemeines Aufſehen.
* Berlin, 3. April. Die Verteidiger im Schar=
machprozeß
, die geſtern nachmittag die Verteidigung
niedergelegt hätten, nahmen dieſe heute wieder auf. Auch
im Laufe der heutigen Sitzung kam es zu Zuſammenſtößen
zwiſchen dem Vorſitzenden und der Verteidigung. Rechts=
anwalt
Dr. Jaffe wurde wiederum mit einer Ord=
nungsſtrafe
von hundert Mark belegt.
* Jena, 3. April. Ueber die Verhandlungen des
Schiedsgerichts zur Beilegung des Kampfes im Schnei=
dergewerbe
wird noch berichtet: Die Unparteiiſchen
unterbreiteten den Parteien einen neuen Einigungsvor=
ſchlag
, daß die einzelnen örtlichen Vertreter ihre Wünſche
vor den Unparteiiſchen zur Geltung zu bringen haben,
die durch endgültigen Schiedsſpruch entſcheiden ſollen
und daß hierauf die Abſtimmung innerhalb der örtlichen
Organiſationen ſtattfinden darf. Die Wiederauf=
nahme
der Arbeit erfolgt ſpäteſtens Dienstag nach
Oſtern. Die Parteien nahmen den neuen Vorſchlag an.
Hierauf wurde in die Erörterung der Tarifverträge der
einzelnen Städte eingetreten. Geſtern wurden nur
zwei Städte, Bochum und Chemnitz, durch Schiedsſpruch
erledigt. Es ſtehen noch zur Verhandlung die Tarifver=
träge
von 24 Städten, die vorausſichtlich die ganze Woche
das Schiedsgericht in Anſpruch nehmen. Die endgültige
Beileaung des Schneiderſtreiks dürfte im Laufe der näch=
ſten
Woche erfolgen.
* Wien, 3. April. Infolge des außerordentlich
ſchlechten Wetters verſchob der Kaiſer ſeine Reiſe
nach Wallſee. Günſtiges Wetter vorausgeſetzt, er=
folgt
die Abreiſe am Samstag.
* Pilſen. 3. April. Das hiſtoriſche Schloß Karzerow
bei Plaß, Eigentum der Fürſtlich Metternichſchen Familie,
iſt geſtern nachmittag vollſtändig niedergebrannt.
* Pola, 3. April. Bei einem Scheibenmanöver des
Linienſchiffes Erzherzog Karl kenterte die Jolle des
Scheibenſchleppers Büffel Zwei Mann ertranken,
die übrigen konnten gerettet werden.
* Achilleion. 3. April. Der Kreuzer Colberg
geht heute nach Brindiſi zwecks Kohleneinnahme. Am 6.
April wird der Kreuzer mit dem Reichskanzler zurück=
erwartet
.
* London, 3. April. Die Mornina Poſt meldet aus
Schanghai vom 2. April: Die regulären Truppen von
Tſchekiang, die kürzlich von Schanghai nach Hankau zurück=
gekehrt
ſind, haben geſtern gemeutert und gedroht, die
Wohnung ihres Generals niederzubrennen. Die Züge von
Hankau nach Schanghai ſind mit Flüchtlingen überfüllt.
* London. 3. April. Die Times meldet aus Schang=
hai
vom 2. April: Die Nationalverſammlung in Nanking
hat nach einer erbitterten Debatte mit 20 gegen 6 Stimmen
beſchloſſen, den Sitz der proviſoriſchen Regierung nach
Peking zu verlegen.
* Konſtantinopel. 3. April. Das Haus des ermor=
deten
Fürſten von Samos in Jenikoei am Vos=
porus
iſt niedergebrannt. Die Unterſuchung iſt ein=
geleitet
.
* Memphis (Tenneſſee), 3. April. Die Ueber=
ſchwemmung
am Miſſiſſippi iſt die größte ſeit
Menſchengedenken. Zweihundert Meilen Dämme ſind be=
droht
. Bei Hickmann (Kentucky) ſind weite Gebiete über=
flutet
. tauſende von Menſchen ſind obdachlos, tauſende lei=
den
Hunger. Von Kairo (Illinois) bis Helena (Arkanſas)
verlaſſen die Bewohner der Niederungen die Häuſer und
ſchaffen ihr Hab und Gut auf die Höhen. Der Material=
ſchaden
iſt groß. Bisher ſind zwei Todesfälle zu ver=
zeichnen
.

H. B. Trier, 3. April. Das neu zu errichtende Ka=
vallerie
=Regiment kommt nach Trier. Die
2. Schwadron der 7. Dragoner wird am 1. Oktober von
Saarbrücken nach Trier verſetzt werden. Sie wird mit
zur Stammbildung des neuen Regiments verwendet.
Friedenau, 3. April. In der optiſchen Anſtalt
von Goertz explodierte heute morgen ein neuer
Trockenofen, wobei ein Monteur und ein Meiſter
durch herumgeſchleuderte Eiſenteile gefährliche Ver=
letzungen
im Geſicht und an den Armen erlitten.
H. B. Leipzig, 3. April. Heute vormittag ſtürzte vor
dem Berliner Bahnhofe das Automobil des Konſuls
Offermann, in dem ſich dieſer und der Direktor der Leip=
ziger
Wollkämmerei, Pix, befand, um. Beide Herren
wurden herausgeſchleudert und trugen ſo ſchwere Ver=
letzungen
davon, daß ſie ins Krankenhaus geſchafft wer=
den
mußten.

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 7.

2 Zunsbruc, 3. April. As Täter des vor kurzem
an einem Kaufmann in Südtirol verübten Mordes
wurde ein früherer Angeſtellter des Ermordeten ermittelt.
Als derſelbe heute morgen verhaftet werden ſollte, wider=
ſetzte
er ſich dem Gendarmen. Es entſpann ſich ein
Kampf, wobei der des Mordes Verdächtige erſchoſſen
wurde.
H. B. Prag, 3. April. Wegen Wiedergabe eines aus
der Berliner Preſſe entnommenen Artikals, in dem die
bekannte Audienz des ungariſchen Miniſterpräſidenten
beim Kaiſer beſprochen wurde, wurden die heutigen Aus=
gaben
dreier tſchechiſcher Blätter beſchlag=
nahmt
.
H. B. Rom, 3. April. Der italieniſche Major Lang,
der bei dem Attentat auf König Viktor Emanuel ſchwer
verletzt wurde, iſt heute geheilt aus dem Hoſpi=
tal
entlaſſen worden.

Zahn-Créme

Mundwasser

Jwea-Geme
z SCaubf.
Sleäde
Nires-Seife: 50 Pf. Niven-Creme in Des
zu 10, 20 Pf. u. 1.00 M., in Tuben zu 40 u. 75 Pf.
O. Gelendouf &Co.Kamug
Hersteller der Zahnpasta PEBECO

A
Begeiſterter Freund,

der rechßzeitig die großen Vorteile erkannte.
Ein Brief Weihnachten 1911.
Bei Neuraſthenie und Blutarmut hatte ich immer über
Mattigkeit und Appetitloſigkeit zu klagen, weshalb ich
mich entſchloß, zur Stärkung Ihr Bioſon zu nehmen.
Ueber die Wirkung war ich einfach überraſcht, denn
während mein Appetit früher ſo ſchlecht war, daß ich
ſtets vor dem Eſſen ein Anregungsmittel nehmen mußte,
hob ſich derſelbe nach Gebrauch des Bioſon derart, daß ich
kaum die Mahlzeiten erwarten konnte. Meine Kräfte
wurden merklich geſteigert u. ich fühle mich jetzt friſcher u.
geſünder denn je. Auch hat ſich mein Körvergewicht um
5 Pfund gehoben, ſodaß ich infolge dieſer äußerſt zufrieden=
ſtellenden
Reſultate Ihr vorzügliches Präparat vielen Be=
kannten
empfohlen habe. Ich habe ſ. Z. mit einigen Be=
kannten
verſchiedene ch miſche Nährmittel verſucht, von
denen wir aber bald wieder abkamen und zu Bioſon über=
gingen
. Auch mein Arzt hält die Bioſonkur für mich für
ſehr zweckmäßig, zumal er es im Gegenſatz zu anderen
ähnlichen Mitteln ſehr preiswert findet. Hochachtend M.
Friedeberg. Pankow b. Berlin, Kreuzſtr. 3. Unterſchrift
beglaubigt: Dr. Lippelt, Königl. Notar. Bioſon das
beſte u. billigſte Nähr= u. Kräftigungsmittel ſeiner Art,
Doſe (ca. ½ Kilo) 3 Mk. in Apotheken, Drogerien. Ver=
langen
Sie vom Bioſonwerk Frankfurt (Main) Gratis=
probe
und intereſſante Broſchüre: Die Lebenskraft und
(D8281
ihre Erhaltung‟.

4022a

Darmſtädter Aöbelfabrik
6. m. b. H.
bis zur vornehmſten Ausführung
fertigt Wohnungseinrichtungen Erſtrlaſſige Arbeit Dauernde Garantie
Sehenswerte Ausſtellungen von 300 Muſterzimmern
Fabrik und Hauptausſtellungshaus: Darmſtadt, Heidelbergerſtr. 129
Zweiggeſchäfte: Darmſtadt, Rheinſtr. 28 Frankfurt a. M., Kaiſer=Wilhelm=Daſſage

Illuſtrierte Koſtenanſchläge gratts!

Verlangen Sie ausdrücklich in Ihrer Apoth.,
Drog. o. Friſ. Dr. Kuhn’s Nürnberger
Brennessel-Haarwasser. Hilft ſofort gegen
Haarausfall, Schuppen, Haarſpalte. Keine
Glatze mehr! Depot: Seifenfabrik Grodhaus. (V8288
Vor Katarrh sich schützen
ist wichtiger, als ihn vertreiben und leichter dazu;
denn es genügt, bei drohender Erkältung, rauhem
Hals u. dergl. ein paar der bekannten Wybert-
Tabletten zu nehmen, die dem Hals so wohl tun,
die Verschleimung beheben und die Stimme frei und
klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken
und Drogerien 1 Mark.
(2080M

Statt Karten.

(*8690

Hilda Sommerfeld
Arthur Herrmann
Verlobte

Darmstadt
Pallaswiesenstr. 25

Frankfurt a. M.
Adlerflychtplatz

Sädansnänändns 8
(*8701P
Statt Karten.
Ihre am Samstag, den 6. April, nachmit-

5

tags um 3 Uhr, in der Martinskirche
stattfindende

87
Trauung
(8
56 beehren sich ergebenst anzuzeigen
Elisabeth Jehmlich
Willy Joseph
Hamburg.
Darmstadt
Gggge

Glückliche Geburt
eines kräftigen Jungen
zeigen hocherfreut an
Alexander Gawrilow
und Frau Marie geb. Tarasow.

Darmstadt, den 3. April 1912.
Seitersweg 8, I.

(*8720

aarfürben mit Hennd. Sahlen,
Friseur Müller
Wilhelminenpl. 2, a. d. kath. Kirche. Tel. 1466.
Kopfwaschen 1.25 mit Ondulieren 1.50,
auch Sonntags von 912 Uhr. (6584a

Trauerkleider
färbt unzertrennt innerhalb 24 Stunden
Hoffärberei C. & Ch. REICH
Grösste u. leistungsfähigste Färberei in Darmstadt
Telephon 1501 und 1472.
(125a


dedes Zimmer
Mk. 2.50 inkl. Frühstück, Elektr. Licht, Heizung.
Hotel-Restaurant Darmstädter Hof.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach langem, ſchwerem, mit größter
Geduld ertragenem Leiden, meine innig geliebte Frau, die
Freifrau Alir von Doernbera
geb. Freiin Schenck zu Schweinsberg
im 34. Lebensjahre zu ſich zu nehmen.
Hans-Carl Freiherr von Doernberg
Oberleutnant und Attaché der Kaiſerl. Deutſchen Geſandtſchaft in Bern
Bürich, den 1. April 1912.
Die Beiſetzung ſindet in aller Stille in Darmſtadt ſtatt.
(B8277


Dar die Ostersrelerldge

(HELL).
Vorzüglicher Feiertagstrunk!
den 1. April.
Versand ab Montag!
Bestellungen nehmen jetzt schon die bekannten Verkaufsstellen
(7599sd
sowie die Brauerei selbst Telephon 385 entgegen.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

Todes-Anzeige.

(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen, hat es gefallen, unſere innigſtgeliebte Tante und Großtante
Frau Julie Joſt, geb. Decker
Witwe des Großh. Oberlandesgerichtsrats Otto Joſt
heute nachmittag 3½ Uhr nach kurzem Leiden im 78. Lebensjahre zu ſich zu rufen.
Darmſtadt, 3. April 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Dr. jur. Ferdinand Rohde,
Großh. Geheimer Oberfinanzrat.
Die Beerdigung ſindet auf dem Darmſtädter Friedhof Karfreitag, 5. d. Mts., nachmittags
5 Uhr, die Einſegnung eine Viertelſtunde vorher im Trauerhauſe, Heinrichſtraße 90, ſtatt.

(B8342

Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass
heute früh unsere innigstgeliebte, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und
Grossmutter, Schwägerin und Tante
Frau Mathilde Diel, geb. Laval
im nahezu vollendeten 82. Lebensjahre nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Viel, Dentist, und Familie.
Darmstadt, 3. April 1912.
Die Beerdigung findet am Karfreitag, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen
Friedhofes aus, statt.
(8314

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Gründonnerstag, den 4. April 1912
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmel=
dung
von ½8 Uhr an in der Sakriſtei.
Karfreitag, den 5. April 1912
Am Karfreitag wird der Nachmittagsgottesdienſt in
der Stadtkirche, um zwiſchen ihm und der Auf=
führung
der Matthäuspaſſion eine längere Zwiſchenzeit
zu gewinnen, ſchon um 4 Uhr beginnen.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Lie Schettler.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Feier des heil. Abendmahls mit Vorberei=

tung. Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei.
Nachm. um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt=
bezirk
. Pfarrer D. Waitz. Nachm. um 25 Uhr:
Liturgiſche Feier unter Mitwirkung des Kirchengeſang=
vereins
. Pfarrer D. Waitz. Kollekte für die Chorſchule.
Abends 8 Uhr: 6. Paſſionsgottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von 7¼ Uhr an in der Sakriſtei. Nachm.
um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des hl. Abendmahls.

Altkatholiſche Gemeinde: Karfreitag, den 5. April, vor=
mittags
um 10 Uhr: Gottesdienſt und Gelegenheit zum
Empfang des hl. Abendmahls im Saale des evangeli=
ſchen
Gemeindehauſes, Kahlertſtr. 26. Herr Pfarrer Ull=
mann
von Heßloch.

Todes-Anzeige.
Geſtern früh entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem Leiden mein lieber Gatte, unſer
Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Adam Kleinschmidt
im 38. Lebensjahre.
(*8687
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 3. April 1912.
Die Beerdigung findet am Freitag, nachmit=
tags
½3 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.

Die letzte Ausgabe
vor den Oſter=Feiertagen erſcheint Samstag früh.
Die für dieſe Nummer beſtimmten Anzeigen erbitten wir
uns bis ſpäteſtens
Donnerstag Nachmittag 5 Uhr.
Das erſte Blatt nach Oſtern gelangt dann am
Dienstag, 9. April 1912, früh, zur Ausgabe. An=
nahmeſchluß
für Inſerate in dieſer Nummer iſt am
Samstag, 6. April, nachmittags 5 Uhr.
Größere Anzeigen bitten wir früher aufzugeben.
Todes=Anzeigen für die Dienstags=Nummer können an
beiden Oſtertagen beim Portier, Rheinſtraße 23, ab=
gegeben
werden.
Darmſtädter Tagblatt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber ganz Weſt= und Mitteleuropa lagert ein aus=
gedehntes
Hochdruckgebiet. Sein Kern mit mehr als
775 mm liegt über der Biskaya. Im Norden ziehen
Depreſſionen in öſtlicher Richtung vorüber, ohne unſere
Witterung beeinfluſſen zu können. Wir werden auch
morgen im Bereich des Hochs trockenes Wetter haben.
Ausſichten für Donnerstag, den 4. April 1912:
Wolkig, doch trocken, kühl, nordweſtliche Winde, ſtellene
weiſe Nachtfroſt.

Tageskalender.
Donnerstag, 4. April.

Orpheum, Anfang 8½ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer.
Bauerntheaters (Die Thurnbacherin).
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um 7 Uhr
in der Stadtkirche.
Generalverſammlung der Bank für Handel und
Induſtrie um 11 Uhr im Geſchäftslokal.
Freitag, 5. April.
Konzert des Muſikvereins um 7 Uhr in dor Stadtkirche.

Koloniale Jagd= u. Meerfiſche=Ausſtellung
im Kaiſerſaal (geöffnet von 98. Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etages
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden niche
zurückgeſandt.

Trinken Sie das beliebte
Feiertags=Flaschenbier
Rerbekerdu
Detgt

Pur die Pelertage
empfehle meine vorzügl.
Praschenwolte

p. Fl. m. CI. 0.85
095
, 1.20
Oppenheimer , . 1.40
1.50
, 1.60
1.35

Ingelheimer
Alsaeimer
Edenkobener
Kiersteiner
Trabener
Ital. Rotwein 0.85
St. Estephé
Ober-Ingelheimer 1.35
St. Emilion
1.65
Fst. Apfelweinsekt
8307
Gg. Ludwig Kriegk
Rheinstr. 17. Fernspr. 779.
Versand nach allen Stadtteilen.

wird in gute Pflege gegeb.,
Kind am liebſten nach auswärts.
Off. u. N. N. hauptpostlag. (*8489mf

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagolatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 9.

sowie

Alsters und Raglans

in sorgfältigster Ausführung, angefertigt aus
besten deutschen und englischen Stoffen und
in 25 Herren-Grössen fertig am Lager:

Preiser 23. 28. 33.- 38.- 48.- 53.- 58.-
Estra feine Qualitäten: 68. 75.- 82.- 90.- 105.-

Besondere Spezialität:
Kleidung für korpulente Herren.

Franko-Versand unseres Haupt-Katalogs. a
amberger & Herlz
Frankfurt a. M.
Zeil 112 (neben der Hauptpost)

Erste und zweite Etage (Fahrstuhl).

(8338V

Beſonders empfehlenswert!
Reine Eier-Gemüse-Rudeln
von Knorr
Kätchen von Heilbronn, p. Pfd. 56
Schwab’s Gemüse- u. Suppen-Nudeln
täglich friſch.
Hochfeines Mischobst!
Clot’ſche Heidelbeeren 2 Pfund=Doſe 54
Clot’ſche Reineclanden . 2 Pfund=Doſe 68
Clot’ſe
P
Mirabellen Doſ 72

Schwerste
baprische Sied-Eier-Trink
10 Stück . . . . 65
25 Stück
. 1.60
100 Stück . . . 6.20
Nur ein Preis!
Keine Aussortierung!

Ioriz Lahdau
Mathildenplatz 1.
Telefon 116.

Für die Oster-Feiertage
empfehle, friſch eingetroffen:
1 Waggon Spanische Valeneia-Orangen
zum größten Teil Blut-Orangen von beſter Qualität.
Ferner empfehle, friſch eingetroffen:
Feigen, Dattein, Almeria-Trauben,
Ananas, Bananen,
Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse,
Mandeln.
Billige Preise.
(*8698
Zum Dalencia-Garten
Ludwigs-Platz 4 G. Bernardon Ludwigs-Platz 4.

Geschäfts
Verlegung


s

K. H. Heusslein
Uhren und Goldwaren

8339ds

jetzt
25 Grafenstr. 25
gegenüber dem Kino.

[ ][  ][ ]

dass Sie am Platze vorteilhafter kaufen, als auswärts,
d. h. mindeſtens ebenſo gut, ſchön und billiger, liefern
Ihnen die in meinen Schaufenſtern ausgeſtellten

Herren=
Garderoben

Exproben Siel

Ein Verſuch überzeugt!

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt
nnerst
April 1912.

Nummer 81.

Har Alispdehf

Hoflieferant

Ernst=Ludwigsplatz 1

Einziges Spezialgeſchäft erſtklaſſiger Herrengarderobe am Platze.

8336

rivat-
sachen

Drucl

(7585s

. Besuchskarten
Verlobungs-Anzeigen
Trauer-Anzeigen

fertigt geschmackvoll in kürzester Zeit
L. B. Müller
Hoflieferant
Schulstrasse 14.
Telephon 226.

Hessische Handeis Lenranstatt

Fernsprecher 923

DARMSTADT

Rheinstrasse 6.

Gründliche, gewissenhafte Ausbildung in allen Handelsfächern durch
beste, langjährig bewährte Lehrkräfte.
Spezialität: Buchführung nach allen Systemen mit Abschluss, sowie Bank- und Ge‟
schäftsrechnen. 2 Rechenmaschinen.
Maschinenschreiben nach allen eingeführten Systemen, besonders nach Tastsystem
zur Schonung der Nerven trotz erhöhter Leistungen in deutscher, lateinischer,
französischer, englischer und itallenischer Sprache.
Das Sommersemester beginnt Dienstag, den 16. April.
Prospekte und Aufnahmebedingungen durch
(5546a
Wilhelm Siedersleben
Sprechstunden:
staatl. geprüfter Handelslehrer
Montag bis Freitag
und gerichtlich beeidigter Bücherrevisor.
121 und 35 Vhr.

Sfenographie.
Anfängerkurse beginnen
GAßEL8a) für Herren: Donnerstag, 11. April
1912, abends 8½ Uhr, im Schul=
haus
am Ballonplatz, 2. St. links.
BEBgks
b) für Damen: Donnerstag, 11. April
1912, nachmittags 45 Uhr, und
Freitag, 12. April, abends 89 Uhr.
bei Fräulein Clara Eppert, Hoff=
mannſtraße
8, 3. St. (8315dm
Honorar 6 Mark.
Wöchentlich je zwei Stunden.
Gabelsberger Stenographenverein (1861)
Protektor Seine Königlicke Foheit der Grossherzog.
A. Schrimpff und Frau
Neckarstrasse 22, parterre.
Institut für Tanzkunst und Kallisthenie!
An einem Privatkursus für Gymnasiasten können noch
Damen und Hetren beitreten. Anmeldungen für den Sommer=
Kursus nehmen wir täglich entgegen.
(*8712
Privatstunden jederzeit.
u. Technisches Bureau
s H. Uhris
Hlent Darmstadt, Rheinstr. 47.
erwirkt und verwertet Patente, Gebrauchsmuster u. Warenzeichen.
Sachverständige Beratung auf allen Gebieten des gewerblichen
Rechtsschutzes durch erfährene Spezialingenieure. Bereitwillige
Auskunft unverbindlich und kostenlos.
(7238a
Empfehle meine Neuheiten in (6764a
modernen Schuhwaren
beſonders in den Preislagen 10.50, 12.50, 14.50, 16.50 M.
Kinderſchuhe äußerſt billig, ſchwarz und farbig.
Jean Lotz, Saalbaustr. 38. Telef. 1308.

Serlitz Schso,
Grösstes Sprachinstitut, Wilhelminenstrasse 19, II., Telefon 613

Englisch, Französisch, Italienisch u. Spanisch
beginnen am 15. April 1912 neue Anfänger-Abendkurse.
Ferner Beginn neuer Tages=Zirkel u. Separat-Damen-Zirkel
(7272a
für Anfänger, Vorgeschrittene und Konversation.
Deutsch für Ausländer.

Prospekt und Anmeldungen im Büro.

Bürozeit: von 91 und 38 Uhr.

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

5 39.

Donnerstag, 4. April.

1912.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 1., 2., 11., 12., 15.,
16., 18., 19., 22., 23., 25., 26., 29., 30. April 1912, von 8 Uhr vormittags bis zum
Dunkelwerden, Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des 18. Armeekorps
auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel, in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
wieſe
-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln ab=
geſperrt
.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. ( Polizeiver=
ordnung
Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. Sep=
tember
1909.)
Wenn das Schießen früher beendet iſt, werden die Gemeinden Meſſel und
Offenthal von Aufhebung der Abſperrung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(7489a
Fey.

Bekanntmachung.

Die Kreisſtraße von den Hirſchköpfen bis zum Einſiedel (Gemarkung Darm=
ſtadt
) iſt wegen Einwalzen der Fahrbahn von Mittwoch, den 10. k. Mts, ab, auf ca.
3 Wochen für Fuhrwerke, Automobile, Motorräder u. dergl. geſperrt.
(8265
Darmſtadt, den 30. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.

Das Kreuzungsgeleis auf Bahnhof Roßdorf ſoll verlängert werden. Der
abgeänderte Planentwurf liegt in der Zeit vom 6. bis 16. April einſchließlich
auf Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf zu jedermanns Einſicht offen.
Termin zur landespolizeilichen Prüſung des Projekts wird anberaumt auf
Dienstag, den 23. April ds. Js., nachmittags 4 Uhr,
auf Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf.
Einwendungen gegen das Projekt ſind bei Meidung des Ausſchluſſes in dem
Termin vorzubringen.
(8266
Darmſtadt, den 2. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Poizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polzei=
lſcher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Jagdhund, 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag
(8267
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Karfreitag, den 5. April,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr alends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Das neue ſtädtiſche Niederlage=Gebände am
neuen Gliertahpiſgt in Dainſehner Begt

iſt ſoweit fertiggeſtellt, daß die Benutzung am 1. Mai ds. Js. in
Ausſicht genommen werden kann. Eine Abtrennung der einzelnen
vermietbaren Lagerräume kann erſt vorgenommen werden, wenn
beſtimmte Angaben der Intereſſenten über die benötigten Raum=
größen
vorliegen. Wir empfehlen daher allen Geſchäftsinhabern,
die auf längere Zeit Lagerräume mieten wollen, ſchon jetzt mit dem
Stadtbauamt ſich zu verſtändigen, damit Verzögerungen vermieden
werden.
Die Mietpreiſe können nach dem Entwurf des Gebührentarifs,
deſſen Feſtſetzung der Stadtverordneten=Verſammlung vorbehalten
(7915ids
bleibt, von dem Stadtbauamt angegeben werden.
Darmſtadt, den 30. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Ekert.

Bekanntmachung.

Betreffend: Vorkehrungen zur Verhütung von Ueberſchwem=
mungen
kanaliſierter Grundſtücke.
Im Hinblick auf die bei heftigen Regenfällen eintretenden Ueber=
ſchwemmungen
kanaliſierter Grundſtücke innerhalb der Stadt erſcheint
es angezeigt, nachſtehend einige Schutzmaßregeln bekannt zu geben,
durch deren Beachtung ſolchen Ueberſchwemmungen vorzubeugen iſt.
Nach unſeren Feſtſtellungen ſind die Ueberſchwemmungen
meiſtenteils zurückzuführen auf eine unſachgemäße Anordnung oder
mangelhafte Unterhaltung und Bedienung der Hausentwäſſerungs=
anlagen
und der in dieſe eingeſchalteten Rückſtauverſchlüſſe.
* Wir empfehlen den Hausbeſitzern, deren Grundſtücke ſeit=
her
infolge unzureichender Ausbildung der Entwäſſerungsanlagen
durch Ueberſchwemmungen zu leiden hatten, ſich mit dem Tief=
bauamte
ins Benehmen zu ſetzen, das dann durch eine genaue
Unterſuchung feſtſtellen wird, in welcher Weiſe mit nicht zu hohen
Koſten Abhilfe zu ſchaffen iſt.
Die Hofſinkkaſten ſind möglichſt rein von Sand und Schlamm
zu halten und iſt beſonders darauf zu achten, daß der Einfluß des
Waſſers nicht durch die Ueberdeckung der Einfallgitter mit Laub,
Papier, Stroh ꝛc. erſchwert wird.
Zur Verhütung des Eindringens von Waſſer in die Gebäude
ſind die Hofſinkkaſten von dieſen mindeſtens 2 Meter entfernt, am
beſten im mittleren Teile des Hofes, zu verſetzen. Aus gleichem Grunde
ſollen Kellerfenſter, Lichtſchachte, Keller= und Hauseingänge mit ihren
Schwellen erhöht gegen die anſchließenden Hof= und Straßenflächen
ſitzen.
Iſt ſolches nicht zu ermöglichen, ſo müſſen Schutzvorkehrungen
gegen den Eintritt des Waſſers in tiefgelegene Räume geſchaffen
werden, wie die Abdeckung der Lichtſchachte durch Glasplatten, An=
bringung
von Kellerkränzen an den Kellerfenſtern, von Falzen und
dichtſchließenden Schutzbrettern an tiefgelegenen Eingängen.
Die in die Hausentwäſſerungen eingeſchalteten Vorrichtungen
gegen Rückſtau ſind während der Zeit der heftigen Regenfälle alſo
von Mitte März bis Mitte September, in betriebsfähigem Zuſtande
zu erhalten. Es empfiehlt ſich, dieſe Vorrichtungen mit Beginn ge=
nannter
Periode und auch nach jedem heftigen Regenfalle in allen
Teilen vom Schmutze zu reinigen und bei Klappporrichtungen die
Scharniere, bei Hähnen die Gleitflächen des Konus und bei Schiebern
die Schieberſcheibe, die Gleitflächen und Schrauben gründlich einzu=
fetten
. Um ſolches bequem ausführen zu können, ſollen die Vorrich=
tungen
an einem leicht zugänglichen Orte verſetzt ſein.
Selbſtverſtändlich hängt die richtige Wirkung der Rückſtau=
Vorrichtungen auch von einer zweckentſprechenden Einfügung derſelben
in die Hausleitungen ab.
Nicht ſelten werden ſolche derart in den Hauptſtrang eingefügt,
daß durch ſie allerdings der Rückſtau aus dem angeſtauten Straßen=
kanal
verhütet, dabei aber auch der Abfluß des Regenwaſſers vom
Grundſtück nach dem Straßenkanal unmöglich gemacht wird. Ueber=
ſchwemmungen
der Grundſtücke durch die ſich allmählich anſammelnden
Regenmengen ſind die Folge hiervon. Um ſolches zu verhüten, dürfen
daher Rückſtau=Vorrichtungen nur in Zweigleitungen eingeſetzt
werden, in die Regenabfallrohre und Regeneinläufe oberhalb
der Rückſtau=Vorrichtung nicht einmünden.
Die im Keller verſetzten Eingüſſe und Reviſionsſchachte ſind
durch geeignete Verſchlußvorrichtungen gegen den Rückſtau zu ſichern.
Die von Hand bedienbaren Vorrichtungen ſind während der Periode
der heftigen Regenfälle geſchloſſen zu halten, und ſollen dieſelben
jedenfalls nicht über Nacht offen ſtehen.
Die an die Kanäle angeſchloſſenen Regenrohre ſind bei Eintritt
des Frühjahrs zu unterſuchen, ob ſolche nicht unter der Einwirkung
des Froſtes gelitten haben und ſind etwa vorgefundene Mängel zu
beſeitigen.
Nächſt den Fundamentmauern ſollen die Regenrohranſchlüſſe
nur aus ſoliden eiſernen Rohren gebildet werden, da die Tonröhren
eine zu geringe Widerſtandsfähigkeit gegen den Froſt beſitzen und auch
bei Setzungen des Straßenuntergrundes leicht Beſchädigungen aus
geſetzt ſind.
Häufig wird auch der Abfluß des Dachwaſſers durch die An=
ſammlung
von Feſtkörpern in den Regenrohrkanälen erſchwert. Der=

ſerite Beſeſtite verden e deuch de enen uchnt
eiſerner Sinkaſten mit feſtſtehendem Gitter.
Bei manchen älteren Hausentwäſſerungsanlagen finden ſich
noch in den Keller räumen ſchlecht gedichtete Tonrohre, die infolge ihrer
undichten Stellen die Veranlaſſung zu Ueberſchwemmungen geben. Da
die hierdurch veranlaßten Mißſtände von nachteiligſter Einwirkung
auf den Geſundheitszuſtand der Hausbewohner ſind, ſo ſollten der=
artige
undichte Tonrohrleitungen durch ſolide eiſerne, mit Blei zu
dichtende Rohrſtränge erſetzt werden; zum mindeſten müßten aber
die mit Letten gedichteten Muffen ſolcher Tonrohr=Stränge nachträg=
lich
gut ummauert werden, um dem Austritt des Schmutzwaſſers
und der Kanalgaſe vorzubeugen.
Nicht ſelten tritt auch das Regenwaſſer von Straßen und Höfen
durch undichte Stellen der Grundmauern in die Keller ein, beſon=
ders
dort, wo die Verſorgungsleitungen und die Kanalanſchlüſſe
durch dieſe Mauer geführt ſind. Die hierdurch veranlaßten Aus=
waſchungen
der Mauerfugen ſind von nachteiligſter Einwirkung auf
den Beſtand der Grundmauern, und es ſollte dem Tiefbauamt unver=
züglich
Mitteilung von derartigen Mängeln gemacht werden, damit
dasſelbe eine genaue Feſtſtellung, der Urſache veranlaſſen kann. Eine
ſorgfältige Ausbeſſerung und Dichtung der Grundmauern iſt in
ſolchen Fällen dringend geboten.
(8293
Darmſtadt, den 1. April 1912.
Städtiſches Tiefbauamt.
Keller.

Grossb. Ludwig- Georgs=Gymnasium u. Vor-
ſechaſt
e behtin Sunehlen enbharmeinen

Anmeldungen für das Ludwig=Georgs=Gymnaſium und die
gemeinſame Vorſchule des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums und des
Neuen Gymnaſiums nimmt der Unterzeichnete, ſoweit ſie nicht ſchon
erfolgt ſind, noch Samstag, den 13. April, von 912 Uhr im
Direktorzimmer des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karlſtraße 2),
entgegen; dabei ſind Geburtsſchein, Impfſchein und gegebenenfalls
Abgangszeugnis der bisher beſuchten Schule vorzulegen. Wenn
die Eltern ſchriftliche Anmeldung vorziehen, erbitten wir ſie bis
(7464a
zum 10. April.
Die Großherzogliche Direktion
Dr. Mangold.

Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer=
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum Ein=
jährigen
-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
(B5564

Grüner Weg 19.
Fernſprecher 1512.
Die Anſtalt bereitet in ſorgfältigem Unterricht zur
Einj.= Prim.=, Fähnrich= und Reiſeprüfung
vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl ermöglicht eine durch=
aus
individnelle Behandlung in Unterricht und Erziehung; beſte
Lehrträfte; nachweisbar ausgezeichnete Erfolge. Nähere Auskünfte,
Prüfungsergebniſſe uſw. durch den Vorſteher
H. Rupp.
Br98c)

zum Abiturienten-xamen für Damen u.
Vorbereifung Herren (u. Primareife) u. zum Binjähr.-
Freiw.-Exam. Internat f. Auswärtige. Beginn 15. April. (7455M
Aellestes Institut
Dr. Haenle’s Institut, Strassburg, Steinring 11. au Pla ze. Frosp

Oktroi=Rückvergütung.

Anſprüche auf Oktroi= Rückver=
gütung
aus dem Verwaltungs=
jahr
1911 (1. April 1911 bis 31. März
1912) müſſen unter Vorlage der
bezügl. Ausfuhrbeſcheinigungen ( zu=
ſammengeſtell
und der Lutt=
tungen
über die bezahlte Oktroi=
abgabe
längſtens bis zum 1. Mai
d. Js. geltend gemacht werden.
Darmſtadt, 2. April 19190
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. (8323ds

Konkurzverfahren.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Andreas
Eberth in Nieder=Ramſtadt iſt zur
Abnahme der Schlußrechnung des
Verwalters, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das Schluß=
verzeichnis
der bei der Verteilung
zu berückſichtigenden Forderungen
und zur Beſchlußfaſſung der
Gläubiger über die nicht verwert=
baren
Vermögensſtücke , ſowie
zur Prüfung der nachträglich ange=
meldeten
Forderungen der Schluß=
(8264
termin auf
Dienstag, 23. April 1912,
vormittags 11 Uhr,
vor dem Großherzoglichen Amts=
gericht
II hierſelbſt, neues Gerichts=
gebäude
, Erdgeſchoß, Zimmer 118,
beſtimmt.
Darmſtadt, 29. März 1912.
Merkel,
Gerichtsſchreiber des Großherzogl.
Amtsgerichts II.

Meitnſchen.

Das Konkursverfahren über das
Vermögen des Wolf Wartens=
leben
in Ober=Ramſtadt wird nach
erfolgter Abhaltung des Schluß=
(8263
termins hierdurch aufgehoben. (82
Darmſtadt, 29. März 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.

Bekanntmachung.

Donnerstag, 25. April 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die der Witwe des Wendel
Barth, Marie, geb. Merkel, dahier,
und deren Kindern zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
Fuhr=
manns
=
IV 365¾/10 199 Hofreite
und Pan=
IV 365//10 204 Hofreite
kratius=
ſtraße

Nr. 26½,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B13111
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 22. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V8276

Ur Berdch und 1

Leiter: Emil Held
Handel -lehrer n. Beeid. Fücherrevisor

10 Luisenstr. 10

Hieron. Schneider
Handelslehrer u. Bücherrevisor

Gründliche Ausbildung für den kaufmännischen Beruf
durch 5 bewährte Lehrkräfte in vollen Tages- oder Abendkursen.
Einzel- und Privat-Unterricht: Beginn jederzeit.
Fremde Sprachen: Engl., Franz., Span. u. Ital., bes. Handels-Korrespondenz.
Maschinenschreiben nach neu eingeführtem, eigenen Tafelsystem mit deutschem,
englischem u. französischem Diktat.
Stenographie: Verkehrs- und Redeschrift nach Gabelsberger.
Beginn neuer Kurse: 15. April, vormittags 8 Uhr.
Getrennter Klassenunterricht für Fortbildungsschüler, der vom Besuche
der obligatorischen Fortbildungsschule befreit.
(4438a
Sprechstunden zur Anmeldung und Auskunft täglich zwischen 121 Uhr.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

Das Uhenbucher

Zial-Lederwarenhaus

21 Ernst-Ludwigstrasse 21

empfiehlt für Konfirmation= u. Kommuniongeſchenke die letzten Neuheiten in Damentaschen, Brieftaschen, Reise-Necessaires, Porte-
monnaies
und anderen feinen Lederwaren. Ferner bringe ich mein großes Lager in Reise-Artikeln aller Art in empfehlende Erinnerung.

Reelle Bedienung.

Billigste Preise.

Eigene Fabrikation in Offenbach a. M.

(8259ds

tra
billig

Seegras-Matratzen
3teilig, mit voller Füllung . . . anfgd. 12.50
Woll-Matratzen
3teilig, solider Drell .
.. rstet 190
Kapock-Matratzen
Rosshaar-Matratzen
sehr billig!
Fertige Bettbezüge
Fertige Deckbetten
Kissenbezüge, Koltertücher
enorm billig!
Patent-Matratzen
äusserst solid . .

an

.

12.50

Manzer Warenaus

7 Markt 7.

(8320

Wer beteiligt sich?
ſtill mit 5000 Mk. an gewinnbringen=
dem
Unternehmen.
Erfolg nachweisbar. Risiko ausgeschlossen.
Bestimmtes Einkommen garantiert.
Gefl. Offerten unter A 93 an die
(8317ds
Expedition dieſes Blattes.

Straußfedern-
Rudolf Wolff
:: Engroshaus
Bismarckstrasse 55
Spezialhaus allerersten Ranges
in

Straussfedern
Pleureusen:: Reiher
Bekannt riesige, nicht zu übertreffende Auswahl in

allen Farben und Preislagen.

(8285a

Einzelverkauf zu Engrospreisen und nur gegen bar.


Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle
Bedienung
(883a
Peter Karn,
Friedhof=Allee. Telephon 13 )
Wohnung: Friedrichſtraße 11

Aelt. Herr
f. Penſion b. vorzügl. Verſorg. in
vornehm gehalt. freigeleg. Villa,
jährl. 3000 Mk.
Offerten unter A 90 an die
Expedition d. Bl.
(*8660

e

3- od. 4-Zimmerw.
von beſſ. ruh. Beamtenfam. ab
1. Juli in der Nähe d. Bahnh.
geſucht. Dauermieter! Off. unt.
A 87 a. d. Exped. d. Bl. (*8661di

Neckarsuimer
Holerräder
Modelle 1912
Unübertroffen an Leiſtungs=
fähigkeit
und einfachſter
:: :: Handhabung::::
Gebrauchte Motorräder
ſchon von 150 Mark an
mit Garantie.
L. Beudt Nachf.
Inh. L. Waldschmitt
Hölgesſtraße 1. (7103a

Fer uch Uster Deudff
Bunte OBER-HEMDEN
aus neuestem Zephir und Percal, mit festen Manschetten
Mk. 7.50, 6.50, 5.50, 4 50,
mit Piqué-Einsätz.
beste Verarbeitung
Weile Oberneimderr Mk. 6.75, 5.50 u. 4.25
SPORT-HEMDEN
Mk. 5.75, 4.75, 3.50
in Selbstbind., Kragen, Manschetten
Fruhjahrs-Neuhelten - Vorhemden, Taschentüchern
8332
Ernst-Ludwigstr.
Spezial-
62.0
* 23
Geschäft Lauwid Schwab

(7896a

Blumen

Kästen aus Holz igrün geſtrichen)
i. 6 Größen à 1.10, 1.25, 1.40,
1.60, 1.75, 1.95 empf.
8326a
E. Crämer, Ludwigſtraße 2

4 komplettes Bett und 1 Tafel=
1 klavier zu verkaufen Friedrich=
ſtraße
9, 1. Stock.
(*8470ms

Wie ich eine
chicke Frau wurde?
Dadurch, dass ich meine
überall bewundert. Kleider
nur nach d. entzückenden
Favorit-Moden-Album,
Preis nur 60 Pf., wählte u.
nach den vorzügl. Favorit-
schnitten
leichtu preiswert
selbstschneiderte. Favorit-
Mstr. sind einzig. Hundert-
tausende
benutz. nur diese.
Die Verbraucher erh. 1912
wertv. Jub.-Gaben. Präm.-
Liste gratis d. alle Agent.
Ferner empfohlen:
Jugend-Moden-Album 60 Pf.
Favorit-Handarbelts-Album 60 Pf.
Verlag: Internat. Schnitt-
manufaktur
Dresden-N. 8.
Arthur Sittig, Louisenplatz 4.
Jodernes Jackenkleid, mittl.
M Figur (mausgrau), brauner
Tafthut u. dunkelbl. Sommer=
mantel
billig abzugeben (8325
Inſelſtraße 21, 1. St. rechts.

eier tnen untget
Aleint. Her, Mite derioer,
ev., Beſ. e. kl. Landhauſ. a. d.
Bergſtr., ſ. d. Bekanntſch. e.
Fräul., n. unt. 30 J., v. ruh.
frohſ. Weſ., Herzensbild., w.
b. gegenſ. Symp. ihm Lebens=
gefährt
. werd. m. Etw. Verm.
erw., d. beſch. Rente auskömml.
zu geſt. Antw. m. aufricht.
Ang. all. Verh. g. ſtr. T iskr.
u. V. J. hanptpost: (*865

Heirat!

Inhaber eines kunſtgewerblichen
Geſchäfts, kath., ſucht die Bekannt=
ſchaft
einer gebildeten jungen
Dame zwecks Heirat. Werte
Offerten unter A 24 an die Ex=
pedition
ds. Bl. erbeten. (*8428id

Stolze-
Schrey’schen
Steno fraph.-
Verein
Unterricht,
Fortbild. De-
Ba
battenschr.
Uebung Freitags, abends 8½ Uhr.
Beseisc er Hof. ihelminenet

Eeint, Nähm.,
Mefintalte
im, Abitur.
Umenau i. Thür. Prosp. frei. 5630H)

wünſcht engut g.
Engländerin Unterricht zu er=
teiler
Wilhelminenplatz 19, I. (5295a

Mathematik
durch akadem. gebild. Lehrer. Vor=
bereitung
für alle Examina (Einj.=,
Finanz=, Geom. I. u. II., Matur.).
Repet. f. Hochſchüler. Verſicherungs=
mathematik
. Sorgfältig ſchnelle
Förderung. Mäßiges Honorar.
Wittmannſtr. 30, 1. St. (B7209

u. Nachhilfe in
Unterricht allen Schulfächern
erteilt Lehrerin. Sprach naustausch.
Riedlingerſtraße 20.
5545a)

Pricht versetzte Schüter er=
18 reichen ſicher ohne Zeitverlu‟
die höh. Klaſſe durch Privatſtunden
bei gewiſſenhaftem, reſpektab em
Privatgelehrten (längere Zeit in
England und Frankreich geweſen).
Auch erfolgreiche Ueberwachung
ſchwach begabt. od. nachläſſ. Schüler.
Individuelle Behandl. Gefl. Adreſſe
unter A 1 an die Exv. erb. (*8333imdf

Fraul. erteilt billig gründlichen
Anfangs=Unterrichtin Klav.
1569a) Gutenbergſtr. 12, 1. St.

vollchndig neue

Klapp-Kamera 9X12
ſtatt Mk 245, für 175 Mk. zu verk.
Off. u. B 4 an die Exped. (*8713ds

ſucht Filiale
Junge Frau oder ein gut=

gehend. Geſchäft vorerſt zu mieten,
ſpät. Kauf nicht ausgeſchloſſen. Off.
unter § 52 an die Exped. (6300a

Ainderloſes Shepar ſucht
am liebſten
Filiale, dgirrengeschäft,
als Nebenverdienſt zu übernehmen.
Näheres i. d. Exd. d. Bl. (*8431imd
Sch warne hiermit jedermann, mei=
ner
Frau Chriſtina Reuter, geb.
Kroll, etwas zu leihen oder zu bor=
gen
, da ich für nichts hafte. (*8668
J. Reuter.

Post-Quittungsbuch
verloren gegangen. Gegen Belohn.

abzugeben Zetzſche & Co.,
warengeſchäft, Markt 1.

Spiel=
(*8646

Verloren
goldenes Kettenarmband.
Gegen gute Belohnung ab=
zugeben
, da Andenken,
*8665ds)
Karlſt aße 31, I.

Auf dem Heimwege vom
Evangelimann‟ am ver=
gangenen
Donnerstag goldene
Brosche mit großem Amitiſt
verloren. Gegen 10 Mark Be=
lohnung
abzugeben
(*8704ds
Hölgesſtraße 14, part.

Deutſche
Schäferhündin
wolfsfarbig, auf den Namen
Ledi hörend, entlaufen.
Vor Ankauf wird gewarnt.
Abzugeben gegen Belohnung bei
Christoph Schupp, Griesheim,
Schaafgaſſe.
(8296

auf den
Dobermann
Namen
Prinz hörend, entlaufen. Gegen
Belohnung abzugeben. Koban,
Freitwieſenberg 11.
(8102md

von Reitinſtiut Rei=
Entlaufen mann ein weibliches
Kätzchen (3 Junge), dunkelbraun u.
ſchwarz, ſammetweiches Fell. Bitte
einfangen. Nachrichten unt. A 64.
an die Expedition d. Bl.
20 Mark Belohnung für Er=
mittelung
der Katze.
(*8553md

Petits
Pois fins
feine, junge, grüne, französ.,
eingem. Erbsen
2 Pfd-Dose 95 Pfg. bei
10 Dosen 90 Pfg.
Ia zarte
Kopfspargel
1 Pfd.-Doze 65 Pfz.,
2 Pfd.-Doze 1.25 ffg.
A. Reichard
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telef. 104. (7768

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 13.

Farren!

Extra-Angebot!
Den verwöhnteſten Raucher befriedigen meine anerkannt
hervorragend milde und aromatiſche
Spezial Sormmente Shlammmonlu
Sort. 1
6

40 Pfg. 50 Pfg. 60 Pfg. 70 Pfg. Mk. 1. Mk. 2.
6 Stück 6 Stück 6 Stück 6 Stück 6 Stück 5 Stück
Dieſe Cigarren ſind nur aus edelſten überſeeiſchen Tabaken
hergeſtellt und bieten Garantie für erſtklaſſige Qualität und
beſondere Preiswürdigkeit.
(8341
4
Lei S havuahaus

Obere Wilhelminenstraße 8,

Telephon 1817.

Hasherd zu verkaufen
s Sackgaſſe 7, 2. St.
*8673
eichen, 1 Mtr.
4 Fenſt
auf 2 Mtr. mit
Steinrahmen, gut erhalten, zu ver=
kaufen
Roßdörferſtr. 42. (7749sm

Moderner Kinder-Liegwagen
ſehr gut erhalten, zu verk. (*8702
Sandſtr. 40, Hinterh., part. links.
Sitz= und Liegewagen zu verk.
*8674) Arheilgerſtr. 57, I. r.

Die Deutsche Vereinsbank Filiale Darmstadt

hält ihre Geschäftsräume

Samstag, den 6. April, nachmittags
nur von 2½ bis 4 Uhr geöffnet.
(8316

heiſtwein, eigenes Gewäcs,
Liter ohne Glas 1 Mk., verk.
P. Clauß, Liebigſtr. 6, II., Wein=
gutsbeſ
. in Guntersblum. (*8700ds
uter bürgerl. Mittag= und
Abendtiſch in gutem Hauſe.
Näh. Expedition. (8213a
Autoren
bietet vornehmer, bekannter
Buchverlag f. belletr. u. wiſſen=
ſchaftl
. Werke j. Art vorteilhafte
Verlagsverbindung
Anfr. unt. § A 20 an Haasen-
stein
& Vogler A.-G. Leipzig. (62591

(85.
Soennecken
Tedein

Überal)
vorrätig

Das Beste
was die
Schreibfedern-Fabri-
Kation zuleisten vermag
1 Auswahl 25 Pf 1 Gros 012: M 2.50
F. Soennecken Schreibfedern-Fabrik Bonn
Berlin Taubenstr. 16 Loipzig Markt 1.
Grüssel 1910, Grand Prſ

Kurſe vom 3. April 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,60
3
81,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols .
90,80
3 do. do.
82,00
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,80
3½
93,10
do,
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,90
3½
do.
89,40
3
do.
79,90
4 Hamburger Staatsanl. 100,30
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,90
4 do. do. (unk. 1918) 39,90
do.
3½
89,10
do.
3
78,30
3 Sächſiſche Rente.
. 81,30
4 Württemberger v. 1907 100,80
do.
31
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
1¾ Griechen v. 1887 . . 55,80
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente
4 do. Goldrente . . . 96,60
4 do. einheitl. Rente . 89,75
3 Portug. unif. Serie I 64,30
3 do. unif. Ser. III 67,55
3 do. Spezial . . . . 9,80
5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 92,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
4 do. v. 1902 . . . . 90,80
4½ do. v. 1905 . . . . 100,70
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,50
4 Türk. Admin. v. 1903 83,80
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,60
4 Ungar. Goldrente . . . 91,40
* do. Staatärente . . . 90,00

In Proz
Zf.
5 Argentinter . . . . . . 100,50
4
do.
88,80
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 101,20
95,10
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 93,30
59,00
do.
3
4 Gold=Mexikaner v. 1904 86,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,60
3 Buenos Aires Provinz 72½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 138,00
3 Nordd. Lloyd . . . . . 108,90
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,70
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%.
Einz. Mk. 408 . . 115,00
8 Baltimore und Ohio . 106,50
6 Schantungbahn . . . 139,25
6½ Luxemb. Prince Henri 160,25
O Leſt. Südbahn (Lomb.) 172
6 Pennſylvania R. R. . 119,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . . . 496,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

..259,00
27 Farbwerke Höchſt . . 565,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 340,50
8 Cement Heidelberg . . 156,70
32 Chem. Werke Albert 451,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 300,70
4 Lahmeyer . . . . . . . 127,00

Letzte
In Proz.
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 161,00
12 Siemens & Halske . 243,00
12 Bergmann Electr. . . 154,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 181,50
25 Gummi Peter . . . .
0 Kunſtſeide Frankfurt 157,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 463,00
12 Maſchinenf. Badenia
16 Wittener Stahlröhren 208,23
8 Steana Romana Petr.
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,00
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 207,40
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 128,10
3 Südd. Immobilien . 80,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 192,50
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . 228,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 185,00
10 Gelſenkirchener . . . . 198,60
7 Harpener . . . . . . . 198,25
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 256,70
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 86,20
4 Laurahütte . . . . . . 178,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
10 Weſteregeln 196,50
5 South Weſt Africa . 157,50
Prioritäts=
Obligation=
3½ Südd. Eiſen!
91,00
4½ Nordd, Lloyd=Ob
4 Eliſabethbahn, freie . . 97,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 92,80
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,69
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,00
3
do.
78,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99.50

In Prot
Sf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,50
54,25
2¾/10 do.
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,20
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 89,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,00
do.
4 Wladichawchas . . . . 90,50
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,90
4½
91,40
do.
70,00
2¾/10 Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,50
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,50
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,50
4 Northern=Pacific . . . 100,30
4 Southern=Paciſic . . . 95,10
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,30
5 Tehuantepec . . . . . . 98,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 193,60
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 168,20
6½ Darmſtädter Bank . 125,00
12½ Deutſche Bank . . . 257,20
6 Deutſche Vereinsbank . 124,80
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,60
10 Diskonto=Kommandit 184, 20
8½ Dresdener Bank . . 153,80
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,50
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,50
5½ Pfälziſche Bank . . 130,0
6.48 Reichsbank . . . . . 137,40
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 127,30
7½ Wiener Bankverein . 137,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80

Bf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19
90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
31
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
do.
3½
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.100,40
S. 14, 15, 17, 24/26
1823 . .
.. 100,45
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68
89,80.
89,60
S. 35 . . .
S. 911
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,70
3½
89,50
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
89,90
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
.. . 99,00
3½ do.
4 Frankfurt.
* 100,10
do.
3½
95,90
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
99,00
3½
do.
89,50
4 Karlsruhe
99,00
do.
3½
89,50
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
98,70
3½ do.
90,10
4 München .
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,50
do.
90,40
4 Offenbach

Zf.
In Proz
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
99,20
3½ do.
*94,60
4 Worms
3½ do.
89,30
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 136,50
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . .. 135,60
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 34,00
Braunſchweiger Tlr. 20 198,50
Freiburger . . . . Fs.15 68,00
Fs.45
Mailänder
do. . . . . Js. 10. 32,50
Meininger . .. . . fl. 7 34,50
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 524,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 370,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 172,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,43
Franzöſiſche Noten. . . . 81,30
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 81,20

Reichsbank=Diskonto. . .
Reichsbank=Lombard 3sf. 6

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Weiblich

Filia leiterin
wünſcht ſich bald zu verändern.
Chem. Waſchanſtalt od. Konditorei.
Off. unt. A 23 an die Exp. (*8115ids

empfiehit ſich in
Schneiderin und außer dem
Hauſe. Näheres in der Exp. ds.
Blattes.
(*8656

Schneiderin empfiehlt ſich den
geehrten Herrſchaften hier u. aus=
wärts
. Offerten unter A 86 an
die Exped. ds. Bl. erbeten. (*8655

Fran empf. ſich im Ant. v. Enaben=
Anz., Weibnähen, ſow. Flicken u. Büg.
7191a) Arheilgerſtr. 52, part.

Suche für ein ſaub. kräſt. 15 jähr.
Mädchen Stelle in gut. Haush.
Grosshaus Arheilgerſtr. 92, II. (*8270oid

Stelle ſucht ein beſſ. Mädchen
als einfache Stütze od. 1. Zimmer=
mädchen
auf 15. April od. 1. Mai.
Gute Zeugn. und beſte Empfehl.
Offerten an Berthel Barho,
Lahr in Baden, Bergſtr. 11. (7846a

Sach Stenung
bei älterem gebildeten Herrn,
erfahren in feiner Küche und
im Hausweſen, ſowie in Kran=
kenpflege
bewandert, kräftig
und geſund, 45 Jahre alt,
Heſſin. Beſte Referenzen der
ſeitherigen Stellungen zur Ver=
fügung
. Näheres im Martha-
haus
.
(4298t

Aelteres, im Koch. erf. Mädchen
ſucht Aushilfe. Offerten unter
A 78 an die Exped. erbet. (*8634

Beſſeres Mädchen, w. Liebe z.
Kindern hat, perf. nähen, ſticken u.
büg. k., ſ. Stell. Zu erfr. v. 8 bis
12 Uhr Schuknechtſtr. 60, p. (*8630

Mädchen, 22 J. alt, welch. einf.
kochen kann und alle Hausarbeit
verſt., ſucht n. Oſtern oder ſpäter
Stelle. Off. u. A 97 Exp. (*8688

Tächtige Wirischafterin
in Sanatorium, Anſtaltsweſen er=
fahren
u. im Kochen gewandt, mit
gut. Empfehlungen, ſucht Stellung.
Offerten unter E 488 a. d. Tage=
blatt
, Heidelberg. (*8658

Stellen ſuchen: erfahr. Kinder=
frau
, Stütze, w. perf. näh. kann;
ält. Kinderfrl. (Lehrerst.), 18 J. a.,
zu erw. Kind.; mehr. ſchulentlaſſ.
Landmädch. für 15. April u. 1. Mai.
Frau Minna Dingeldein, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Schützenſtr. 10½, Tel. 531. (*8706

Stell. ſuch.: 17 u. 211. Mädch. u.
erfahr. ält. Kinderm., perf. im Näh.
Frau Sidonie Frank, gewerbsmäßige
Ste lenvermittlerin, Schulstrasse 9. (*8675

Männlici

Junger Mann
mit ſchöner Handſchrift, durchaus
zuverläſſig, ſucht Stellung
Offerten unter W 70 an die
Expedition ds. Bl.
(7737a

Aelt. Buchhalter ſucht ſtunden=
weiſe
Beſchäftigung im Beitragen
der Bücher, firm in doppelter Buch=
führung
, Korreſpondenz, deutſch,
engl., franz., Bilanz. Gefl. Offert.
unter A 95 an die Exped. (*8676

Fabrikant
ſucht für ſeinen Sohn, der zu Oſtern
die Schule verläßt, paſſende
Lehrstelle
auf größerem, kaufmänn. Bureau.
Gefl. Offerten erbeten unter A 5
a. d. Expedition ds. Bl. (7876imd

Offene Stellen

Weiblich

Stenotypistin
(zuverläſſig, per ſofort geſucht. Of=
fferten
u. A 89 a. d. Exp. (*8666

Einfaches, ehriches Mädchen
als Verkäuferin
in Früchtenhandlung ſofor:
geſucht. Gefl. Offerten unter
A 88 an die Expedition. (*8669

Schneiderin
(7538a
auf Jahresſtelle ſucht
Hermann Berger, Ernſt=Ludwigſtr. 10.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912,

Nummer 81.

sehr preiswert

Herren-Hemden

weiss und farbig, gute solide Qualitäten
Oberhemden als ganz enorm billig
.. 2.60
Qualitäten, in allen Grössen
Macco-Hemden,
3.25, 2.80, 2.25, 1.65
für die Uebergangszeit,
Normal-Einsatzhemden mit farbigem Einsatz,
moderne Muster
. . . Stück nur 1.95

Herren-Cravatten

breites Fasson, neueste Dessins
Selbstbinder,
Stück 2.50, 1.50, 95, 75, 50
hübsche neue Muster, sowie in schwarz, mit u.
Regattes, ohne Band
. . Stück 1.10, 95, 75, 60
in farbig, schwarz und weiss, grosse Auswahl
Diplomats
Stück 1.10, 80, 60, 50, 45

Herren-Kraden

geschlossenes, sowie offenes Fasson mit
Stehkragen, runden oder spitzen Ecken . . . Stück 62
Stehumlegekragen, garantiert 4fach . . . Stück 45
Umlegekragen für Herren in weiss u. farbig Stück 35

uarnitüren

bestehend aus Serviteur und
Manschetten, neue Dessins,
gute Qualität
. anfgd. 85

Hosenträger

gute, solide Qualitäten
Paar 95

Endwell-Träger mit Ersatz-
teilen
. . . Paar anfgd. 70

Serviteurs
weiss, mit u. ohne Fältchen
anfgd. Stück 35
farbig . . . anfgd. Stück 45
Herren-Schirme
in grosser Auswahl, Garantie
für gutes Tragen
anfgd. Stück 3.50

Socken, Handschuhe, Manschetten.

(8321

Markt 7 Guggenheim & Marx
Markt 7.

Erste Modistin

zum sof. Eintritt bei hoh. Gehalt gesucht.

Jahresstellung.

Gebr. Unger,

Ludwig-
straße
9

Tüchtige, dlancheundige
Verkäuferin
zum baldigen Eintritt geſucht.
Hermann Berger,
Damenkonfektion,
8283a) Ernſt=Ludwigſtr. 10.

Erste Taillenarbeiterin
im Aufſtecken u. Garnieren perfekt
find. ſof. Jahresſtellung (7925a
Fayer-Haack,
Kapellplatz 14.

Tüchtige Arbeiterinnen,
Damenſchneider, ſowie Lehr=
mädchen
geſucht
Konfektion Bayer-Haack,
Kapellplatz 14. (7926a

(*8645
geſucht
Friſterfrau Wienersſtr. 46, II. r.

Ein Lehrmädchen
für den Laden geſucht Georg
Graelf, Kürſchnerei u. Hutgeſchäft,
Wilhelminenſtraße 31. (8284a

Mädchen geſucht in kl. Wein=
reſtaurant
für Küche u. Hausarbeit
Nieder=Ramſtädterſtr. 14. (*8623md

Jung. Mädch. nachm. zu einem
Kinde geſ. Eliſabethenſtr. 1, Stb. I.
Daſ. kann ein Mädchen das Putz=
fach
gründlich erlernen. (*8511md

Alemmäochen, in Ktüche und
Hausarbeit erfahren, ſofort oder
ſpäter geſucht oder Aushilfe. Zu
ſpr. bis 11 u. 35 Uhr Soder=
ſtraße
44, 2 Treppen. (7930a

Geſucht für ein Herrſchaftshaus
ſogleich ein ſauberes Mädchen mit
guten Empfehlungen, nicht unter
20 Jahren, das etwas kochen kann
und Luſt hat, von einer perfekten
Köchin angelernt zu werden.
*8560md) Arbeitsnachweis,
Waldſtr. 6, Z mmer Nr. 6

eſucht ver ſofort ſaub. Lanfrau
von 810 u. 23. Victoria=
(*8620md
ſtraße 94, II.

Ordentlich. Mädchen
ir leichte Arbeit per ſofort geſucht.
Näheres Expedition. (8482mds
Zäverl. Hädchen
mit guten Zeugniſſen geſucht
Schuchardſtraße 14, I. (8232md

Herr ſucht zu ſeiner Bedienung
p. 1. Mai ältere, ehrbare Dame
gegen freie Koſt und Wohnung.
Gefl. Offerten unter A55 an die
Expedition dieſes Blattes. (*8638

Sauberes Laufmädchen tags=
über
geſucht Konditorei Schütz,
Bleichſtraße 43.
(*8642

Keſucht zum baldigen Eintritt
für Privathaus

1 Kochn
die ſelbſtändig kocht u. etwas Haus=
arbeit
übernimmt. Ebenfalls ein
Hausmädchen,
welches den Zimmerdienſt verſteht,
nähen und bügeln kann. Mädchen,
die auf eine dauernde Stelle re=
flektieren
, wollen ſich vorſtellen.
Hotel zur Traube,
Zimmer Nr. 56.
*8662)

geſucht Gutenberg=
Lauffrau ſtraße 15, II. (8260

für vormittage
Lauffrau 2 Std. geſucht
35
Viktoriaſtraße 85, 3. Stock.

Saubere Lauffrau od. Mädchen
geſ. Lucasweg 13, 2. Stock. (*866-

Tüchtige Haushälterin
ſofort oder ſpäter geſucht für das
Alice=Hoſpital, Dieburgerſtr. 21.
Nur ſolche mit gut. Zeugn. mögen
ſich melden b. d. Vorſteherin. (5904a

1 kräftiges, junges
Spülmädchen
(7933id
ſofort geſucht
Britania-Hötel.

Einfaches Mädchen morgens
2 Stunden u. nachm. 1 Kind aus=
zufahren
Mühlſtr. 68, I. (*8695

Saubere Frau für morg. 2 Std.. Wo? ſagt die Exped. (*8664

Suche perſ. Herrſchaftsköchinnen,
Alleinmädch., w. ſelbſt. koch. können,
Haus=u. Küchenmädch. f. h. u. ausw. f.
ſof. u. 1. Mai Frau Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Schützenſtr. 10½. Teleph. 531. (*8707

Die Kleinkinderſchule, Mauer=
ſtraße
5, ſucht ein Mädchen für
die Küche und ein Mädchen tags=
über
für die Kinder. Vorzuſtellen
vormittags vor 11 oder mittags
zwiſchen 2 u. 3 Uhr Mathilden=
ſtraße
25, part.
(8298ds

Tüchtige Kellnerin ſof. geſucht
Große Ochſengaſſe 14.
(*8685

Mädchen oder Junge v. 12 J.
für Samstag mittags z. Zeitungs.
tragen geſucht Heinrichſtraße 68.
Gartenhaus, 2. Stock.
(*8643

Nännlich

Lebensſtellung.
Als Lagerverwalter ( kaufmän=
niſche
Bildung nicht nötig) von
hieſigem größeren Detailgeſchäft
ein zuverläſſiger junger Mann
gegen gute Zahlung ſofort geſucht.
Da Vertrauenspoſten, kleine Kau=
tion
Bedingung. Schriftliche An=
gebote
mit Anſprüchen und Refe=
renzen
erbeten unter B 1 an die
Exp. ds. Bl.
(8335ds

aller Beruſee
Offene Stellen enthält ſtets di
Zeitung: Deutſche Vakanzen=Poſt
Eßlingen 143. (2533M

Schiffsjungen
erhalten gratis Auskunft über
Karriere u. Ausrüstung. (5822E
I. Brandt, Altona a. Elbe, Fischmarkt 20.

Kaufleute, Handwerker,
oder Händler
die noch ein Nebengeſchäft betreib.
wollen, bietet ſich die beſte Gelegen=
heit
, ein gutes Geſchäft mit zu über=
nehmen
. Erforderl. 121500 Mk.
Branchekenntnis nicht nötig, da
Käufer angelernt wird. Gefl. Off.
unter A 82 an die Exp. erb. (8257ds
Geprüfter Heizer geſucht.
(*8392imd
Landwehrſtr. 79.

Ein jüngerer Schmiedgeſelle
geſucht bei Peter Weimar,
(*8424imd
Arheilgerſtr. 38.
Tücht. Schneidergehllfe
geg. hoh. Lohn f. dauernd geſ (*gsrzimd
Gg. Schmeck, Mathildenpl. 3 II.

Tüchtiger, gewiſſenhafter
Polsterer
f. Ledermöbel nach d. Rheinlande
geſ. Geeignete Bewerber belieben
gefl. Off. unter A81 an die Exped.
dieſes Blattes zu ſenden. (*8636ds

Schneider.
Tüchtige Großſtückarbeiter
finden dauernde Beſchäftigung
A. Kowalski, Schulſtr. 7, I. (*8653dsi

Züvell Nahn
unbeſtraft, als Wächter geſuch
Wach-u. Schliessgesellsch:
Darmstadt.
(82311

Jüngerer Hausbursche
mit guten Zengniſſen, ſofort geſucht.
Hotel S adt Frankfurt
Bleichſtraße. (*8628

Lehrling geſucht
Tapezier-
A. Meurer,
Kiesſtraße 55.
3499md

Ein Lehrling k. eintreten (
Eduard Haumbach, Mechanisch
Werkstätte, Müh ſtraße 23. (*8515c

Herr mit den nötien Eigenſchaften für die
Reise.
er mit den Verhältniſſen im Bezirk
Oberhessen=Starkenburg
bekannt iſt, kann ſich bei einem angeſehenen ſüddeutſchen Aktien=
Unternehmen bei ernſthaftem Bemühen eine
ufe Lebensſtellung

mit festem Gehalt,
Tagesspesen,
Provision
erwerben. Bisheriger Beruf gleichgültig. Off. m. Bild u. kurzem
Lebenslauf erbeten unter F. O. U. 976 an Rudolf Mosse.
Frankfurt a. M.
(8291)I

[ ][  ][ ]

Nümmer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 15.

Voranzeid

Warten Sie mit Ihren Einkäufen in Kostümstoflen, 130 bis 150 cm breit,
bis Dienstag, den 9. Aprilz es bietet sich da eine ganz hervorragende Ein-
kaufsgelegenheit
in den feinsten, besten und modernsten Original englischen und
edelsten deutschen Kostümstoffen.
Nur Neuheiten von dieser Saison.
(T8218
Beachten Sie mein Angebot mit Preisangabe am Samstag, den 6. April. .9
Es wird ein Angebot, das weit über die Grenzen Frankfurts Aufsehen erregen wird.

Sr Zohhai

An der Markthalle
5
1. Etage. 2

Dantlartatn


olzarbeiter
ichtung
Die Darmſtädter Möbelfabrik, G. m.
b. H, ſucht unorganiſierte Schreiner, Ma=
ſchinenarbeiter
, Beizer und Polierer.
Die Arbeiter des Betriebes ſtehen wegen
Vertragsbruches der Firma im Ausſtand.
Laſſe ſich kein rechtdenkender Arbeiter
verleiten, zum Verräter an der Arbeiter=
ſache
zu werden.
Deutſcher Holzarbeiter=Verband Darmſtadt.
J. A.: Herm. Rupprecht.
(*8648

Für Büro und Lager einer
hieſ. Kohlenhandlung wird
zum baldigen Eintritt ein
Behrling
mit guten Schulzeugniſſ. geg.
Vergütung geſucht. Offerten
unter A. 92 an die Exped.
ds. Bl. erbeten. (8305ids

Jung. Sauberer Hausbursche
per 9. April geſucht Hermann
Stephan, Stiftſtr. 29. (*8440id

Lehrling.
Für unser kaufmänn, Büro
suchen wir zu Ostern ein.
jungen Mann mit Berechtig.
zum Einj.-Freiw. (8097mds
Gg. Ehrhardt & Söhne
Möbelfabrik, Feldbergstr. 36

Stangenspargel
offeriert für die Feiertage in
ſchönſter Ware
8333)
per Pfund von Mk. 1.20 an
Bernhard Held
Karlſtraße 24.
Telefon 478.

Ia Speise-u. Sautkartoffel
Industrie (Ueberrheiner),
Eichenheimer (gelbe),
Up to dat.
Woltmann u. Zwickauer (frühe)
empfiehlt billigſt
Gg. Crössmann Nachfolger,
Grafenſtraße 16.
(8312dsi

K roß. 2tür. Kleiderſchr., Kommode,
Pfeilerſchr., Etagere, Küchenſchr.
m. Anrichte, 2 Tiſche, bill. zu verk.
E. Jansen, Bleichſtraße 1. (*8680

Zebr. Singer-Nähmaschine, gut n.,
für 8 M., Kanarienweibchen f.
2 M. abzug Mauerſtr. 17, p. (*8699

SUhne ungesen. Einern
die Gartenbau u. Gartenkunst
erlernen sollen, find. unt. günstig.
Bedingungen zeitgemässe höhere
Fachausbild. ev. Berechtigung z. 1 jähr.. Dienst an der bestempfohl.
und stärkst besuchten (7159a
Gärtnerlehranstalt Köstritz
Thüringen. Bahn Gera-Leipzig.
Man verl. Prosp. d. Lehrlings-Abt.
Für das Kontor eines hieſigen
Fabrikgeſchäftes ein (8258dsi
Lehrlina
mit guter Schulbildung geſucht.
Gefl. Off. u. A 85 a. d. Exp. erb.

Schöner 3 arm. Meſſing= Gas=
lüſter
, komplett, billig zu ver=
kaufen
Ireneſtr. 4, 2. St., an der
Frankfurterſtraße.
(*8697
Halblanger
ſchwarzer Sommermantel
bill. zu verk. Ireneſtr. 4, 2. St.,
an der Frankfurterſtraße.
*8696

Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene,
kauft fortwährend zu den höchſten
(3272a
Preiſen
B. Kanzler, Friſeur, Marktſtr. 3.

Für
Konfrmationen!

Alkoholfreie
Schaumweine
Ananas-Traubensekt Mk. 1.40
Mk. 1.90
Traubensekt
Mk. 1.20
Apfelsekt
alkoholfreie
Rhein-Weine
von herrlichem erfrischenden
Wein-Geschmack, nicht süss.
½ Fl. 60, ½ Fl. 1.00
Lorcher
Tischwein
½ Fl. 60, ½ Fl. 1.00
Kapellenberger ½ Fl. 70, ¼ Fl. 1.20
Niersteiner ½ Fl. 70, ½ Fl. 1.25
Auch zu überaus bekömm-
lichen
Mai-Bowlen geeignet.
Wormser Weinmost
Johannes Horn
Alexanderstr. 4, I.
(5833

etr beſ. 20 t.
ſehr bill. abzug., Diwans, pr. Polſter.
u. Garantie Spiegelſchr., Schreib=
tiſch
, Vertiko, Trumeauſp., Flur=
garderoben
, Bücherſchr., Büfett,
eichen Schlafzimm., Speiſezimm.,
Küche, Kleiderſchr., Waſchkommo=
den
, Bettſtellen, Matratzen. (*8693
Blisabethenstr. 46. Vorderh. part.

Schmetterlingſammlung 22g
1 Aqnarium mit Fiſchen,
1 Hängelampe u. a. zu verkaufen
Karlſtraße 19, Hinterh. (*8705

Gutgeh. ſeit 25 Jahren beſtehende
Glaserei
umſtändehalber (7739a
ſofort zu verkaufen.
Offerten unter W 69 a. d. Exp.


Wiele

im Schneppenzahl, Flur 24, 51¾/10,
53¾/10, 5900 am, per ſofort zu
verpachten. Näheres Holzhof=
(7845a
Allee 1, Kontor.

Die Hofreite
Karlſtr. 110
14,75 m Straßenfront, zuſammen
345 Um Flächeninhalt, iſt erb=
teilungshalb
. unt. der ortsgericht=
lichen
Taxation zu verkaufen.
Auskunft w. ert. Karlſtraße 104½1
Laden.
(B4442

Landhaus für 8875 Mk.
zu verkaufen!
Verkaufe mein freiſt. Landhaus,
20 Minuten von Darmſtadt, mit
größerem Garten, 5 ger. Zimmern,
1 Badez., Küche, Speiſekammer,
Kloſetts, Waſchküche uſw., einem
Hinterbäuchen, ſofort unter günſti=
gen
Bedingungen. Das Anweſen
iſt jeden Tag beziehbar. An=
zahlung
nach Uebereinkunft. Der
Reſt kann ſtehen bleiben zu 4%=
Offerten unter B 2 an die
Expedition zu richten. (8340a

in ausgeb. lebh.
Bauplatz Str., m. 2 Giebeſr.
für 4X4 Zim.=Haus u. Hintergeb.,
288 am, für Milcherei od. Geſchäft
geeignet. Näh. Waldſtr. 24, p. (*8667
verkauft ſein Beſitztum? Wer
Wer ſucht Hypothel? Off. unter
B. B. 69 Alzey postlagernd. (*8534md

M
Wleiht ſeſtaungeſtellem Beamien
2000 Mark
gegen Sicherheit.
Gefl. Offerten unter K G 100
Mainz. Bahnpoſtlagernd. (*8391id

17000 Mark
erſte Hypothek, ſofort geſucht.
Off. u. A. 20 a. d. Exrped. (B7947

erhält ſolches auf Wechſel, Schuld=
ſchein
, Mobiliar in ieder Höhe,
bequeme Ratenrückzahlung, durch
Riedesel-
E. Mauthe, str. 43, I.
v. 912 und 26 Uhr.

u Cotork

empfehlen wir:

Vorzügliche
preiswerte

aus eigener Kellerei per Flaſche
mit Glas= Weisser Tischwein , 85 Pf. Waldböckelheimer . 100 Oppenheimer . 120 Deidesheimer 140 Niersteiner 150 Nitteler (Moſel) 100 Lieserer 120 Berncasteler (Moſel) . 130 Ellerer Höll 140

Rotweine:
Roter Tischwein .
Flaſche 75 Pf
Cötes du Röne .
85
naturrein, beſonders preiswürdig
Ingelheimer, deutſch
110
Bordeaux-Weine, naturrein, direkt importiert,
Flaſche 100, 120, 150, 200 Pfg.
Samos, vortr. Deſſertwein
100
Südweine
½ Flaſche 85, 90, 95 Pf., ¼ Fl. 150, 160, 180 Pf.
Schaumweine Champagner
Bei Abnahme von 6 Flaschen in der Preis-

lage v. 85 Pf. an pro Flasche 5 Pfg. billiger.

Schade
Füllgrabes

Kafee

nach unſerem bewährten Verfahren vor dem Röſten
gewaſchen, von ſchädlichen Beſtandteilen befreit und
garantiert naturell ohne jeden Zuſatz geröſtet, zeichnet
ſich durch feinen Geſchmack und große Bekömmlich=
keit
aus.
½ Pfd. 75, 80, 85, 90, 100 Pf.
billigere Sorten ½ Pfund 70, 73 Pfg. (8319

Für Hausbeſitzer.
in allen
Aelterer Bauführer, Bau=
ſachen
reichliche Erfahrung, über=
nimmt
bei mäß. Berechnung Ver=
waltung
von Häuſer und Liegen=
ſchaften
, Pläne jegl. Art Bauleit.
bei Bauausführung. u. Wohnungs=
herrichtung
, Ausmaße und Rech=
nungsſtellung
. Off. u. Anfr. unter
K 62 an die Exp. d. Bl. (438a

Her ntärtwäſche wird wie neu
gebügelt, auch bill. gewaſchen
*8644ds) Lauteſchlägerſtr. 6. II. r.

werd. jed. Geſchmackentſor
Hüle ſchick garniert, ältere Hüte
werd. umgearb. in u. außer d. Hauſe
Ludwigspl. 8, Vorderh. III. (7695a
werden gew. und
Strohhüte faſſon. (*8407id
haſtraße 20. Hinterh.

w. w. neu
Stärkwäsche
gebügelt.
Bügeln kann erlernt werden
Mauerſtraße 10, 1. Stock. (3036a
Sapezierenp. Rolles. Pf., ſauber,
D unt. Gar, Aufarb. v. Matraten.
u. Polſtermöbel zu bill. Pr. K. Roih,
Tapezier, Schloßgartenſtr. 49. (*8692

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

2 Markt 2

e0!

Sischild

Mitglied des Rabatt-Sparvereins

Fernsprecher 2551

Für die Jesttage

Damen Konfektion
aus farbigen Stoffen
Jackenkleider
23.00, 19.50, 1350
, aus Stoffen englischer Art 9000
Jackenkleider
56.00, 48.00, 42.00, 29
marine Cheviot
Jackenkleider
32.00, 29.00, 26.00, 2200
Farbige Paletots
. 9.75, 4.75,
mit Kragen
Farbige Paletots
350
16 50, 12.50,
mit oder ohne Besatz
Marine Paletots 25.00, 21.00, 16.50, 1150
Mousseline, aparte Streif.
Taillenkleider
32.00, 24.00, 19.50, 1450
aus farbigen Stoffen
Kostümröcke
8.50, 675, 29
marine oder schwarz Che-
6
Kostümröcke viot 18.00, 12.50, 9.50,
Blusen weiss Batist . . . 4.50, 2.50, 1.35, 68
Blusen Wollbatist, reine Wolle 9.75, 6.50, 4.50, 295

Kinder-Konfektion

Kinder-Kleider, Oxford, Hängerfasson, helle
und dunkle Muster, Anfangsgröße von .
Kinder-Kleider, reinwoll. Cheviot, Hänger-
Fasson m. Vol., in soliden Farben, Anfangs-
größe
von . . . . . . . . .
Kinder-Kleider, B’wollflanell, getupft oder
gestreift, mit farb. Garnitur, für das Alter von
512 Jahren, Anfangsgröße von . . .
Kinder-Kleider, reinwoll. Cheviot, in prakt.
Farb., Kimonoform m. abstechend. Passe u Man-
schett
. für das Alterv. 612 Jahr., Anfangsgr. v.
Kinder-Paletots,
marine Cheviot, mit Abzeichen, von . .
Kinder-Paletots,
für das Alter von 514 Jahren, marine Cheviot,
mod. I. Fassons, von . .

795
an
an
an
75
3 an
125

Küte

Champag.
farb. Bretonform 0
mit flotter Seidengarnierung
Jugend-
licher
Panama-Hut 5
mit flotter, roter Bandgarnierung 6
Kinder-Hüte
garniert, von . . . . . 69
Formen in großer
Auswahl, billig!
Südwester für Kinder
Engl. Stoffart von . . 65 an
Waschstoff von . . . . 95 an
Wachstuch von . . . . 95 an

Russenkittel farbige Waschstoffe
von 75 aa

(8302

Beachten Sie unsere Schaufenster-Auslagen!

Institut zur Vernichtung jegl. Ungeziefers
Darmstadt, Dieburgerstrasse 10
Inh.: Ch. Schenk
Wanzen, Käfer, Mäuſe, Natten, Motten uſw.
vertilgt unter Garantie bei billigſter Berechnung
Beſtellg. erb. ſchriftl. od. Tel. 2067.
Koſtenloſer Beſuch nach hier u auswärts. (7551a

HASSIA
IVervielfältigungs-
Büro
Inh. S. Guttmann
Vendelstadtstr. 26
Telefon 1679.
(6916a
Schrei bmaschinen-
Arbei ten
Diktate
in separatem Raum
Vervielfältigungen
ohne Fettrand.
Zeugnis-Abschriften
schneld-sauber
diskret-billig.
Phaiſelongue billig zu verkauf.
Rhönring 135, III., r. (*8709
Conserven

Eingem. Erbsen, 6 Qual.
Erbsen u. Carott., 2Oual.
Princeßbohnen
Schneidebohnen, 3 Qual.
Brechbohnen
Brech-Perlbohnen
Carotten, 2 Qual.
Gemischte Gemüse
Leipz ger Allerlei
Tomatenpurée
Cardon
Arti chokenböden
Stangenspargel, 5 Qual.,
Brechspargel, 3 Qual.
Spargelköpfe, 2 Qual.
Kohlrabi, ganz u. i. Sch.
Engl. Sellerie
Sellerie in Scheiben
Spinat, fein gewiegt
Champignons, 5 Qual.
Morcheln
Steinpilze
Pfifferlinge (5674a
Trüffeln
in Dosen à ¼ ½, ¼ u. 2 Kilo
Alle Sorten
feinste Compolfrüchte.
A. Reichard
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telefon 104.

Für die Charwoche empfehlen:

Tordsee- Kotzungen, Bratschellnsc
Seezungen, Steinbutt, Lachsforellen
in
Ia Zander
1 Maifische Heilbutt Ausehnit

Lehende Karpfen, Schleie, Hal, Hechte, Forellen

ganz vorzügl.
Backfisch
per Pfd.

Rheinsalm, Wesersalm
(8329
Silber-Salm im Ausschuilt per Pfd. Mk. 1.50
Echte Bratbücklinge, Matjes-Heringe
Gewässert. Stockfisch
Gebrüder Hösinge
Hotlieferanten. Telephon Nr. 40
Grafenstrasse 19. Filiale: Elisabethenstrasse
am Ludwigsplatz.
NB. Am Charfreitag sind unsere Geschäfte von 711
Uhr geöffnet. Aufträge bis Donnerstagabend 9 Uhr erbeten.

ee ee
Bruteiel, per Dutzend 5 Mk.
abzugeb. Lagerhausſtr. 3z. (*8542md
artenschlauch, faſt neu
billig zu verkaufen Roßdörfer=
(*8703ds
ſtraße 44, 1. St.

Gercehten. u te. e
pperkt Lichtenderaſtr.16, I. 12105
Ein Stamm junger Hühner
wegen Platzmangel zu verkaufen.
Riedeſelſtraße 34.
(*8411imd

[ ][  ][ ]

39 51.

Donnerstag, 4. April.

1912.

denzierkomeferant, vorm. A. Gaertler, Llebigstr. 2 1 Telephon 977

Gegründet 1832

Spezialität:
Wandplatten
Ton- und Mosaikplatten
Wetterfeste Verblender
Wandbrunnen
Heizkörperverkleidungen
Kunstmarmor

Grosses Lager
fertigaufgesetzter
Kächel-Oefen
Kamine
Dauerbrandöfen

Leferurg u e

Man verlange Offerte. Prima Referenzen.
Ausführung von Reparaturen.
Aeltestes Spezial-Geschäft am Platze.:

(7160a

Unſere verehrliche Kundſchaft benachrichtigen wir hierdurch, daß
wir unſere bisherige Beſtellungsannahme Viktoriaſtraße 77
Herrn A. Gärtner, Kolonialwaren,
Pallaswieſenſtraße 32, Ecke Viktoriaſtraße,
übertragen haben. Wir bitten um die Fortdauer des uns bislang
(7940ids
entgegengebrachten Wohlwollens.
Hochachtungsvoll

Max Pfaelzer G. m. b. H.
Kohlenhandlung.
Hauptbureau Grafenſtraße 31. Telephon 2557.

etruse.

Euterehutg.

Unsere Büroräume befinden sich von
jetzt ab.
Rheinstr. 19 1.

Mpl.Ing.

Patent- und Ingenieur-Büro
Darmstadt.
Tel. 1695.

(7779a

Warenseichen.

Eaietaubung anlage.

Geſchäfts=AUebergabe und=Empfehlung.
Meiner verehrl. Kundſchaft die höfl. Mitteilung, daß ich mein
Herds und Ofengeſchäft
Herrn Martin Reinheimer, Kiesſtraße 31, übertragen habe,
und bitte, ſich bei fernerem Bedarf an dieſen wenden zu wollen.
Hochachtungsvoll
Jakob Kohl, Luiſenſtraße 32.

Höfl. Bezug nehmend auf Vorſtehendes empfehle ich mich allen
Intereſſenten im
Liefern von Oefen, Herden,
ſowie in ſämtlichen Reparaturen, Reinigen ꝛc.
dei prompter und ſachgemäßer Bedienung und billigſter Berechnung.
Geneigten Zuſpruch gerne erhoffend, zeichne
Hochachtungsvoll
Martin Reinheimer, Ofen- u. Herdsetzer,

3280

Kiesſtraße 31.

Moderne Frisuren
mit bester und haltbarster
Ondulation
alle vornehmen
Haar-Ersatzteile
erhält jede Dame zur Zufriedenheit bei
Hoffriseur Gelfius
Ernst-Ludwigstr. 21. (1158a

Klappsportwagen
und
Kinderwagen
in großer Auswahl zu mäßigen
Preiſen (7534fod
Spielwaren
Gummibälle
Sandspiele
Osterhasen
Ostereier
Konfirmandengeschenke
Schmuckwaren
Lederwaren
in reichhaltigen Sortimenten
Ansgabe ſchwarz=weißer
Rabattmarken
Letzsche & C0.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
1 Marktplatz 1.

JEDER
weiss, wo ihn der
SchUh BRückr!
Nur der nicht, welcher
Dr. Diehl-Stiefel
trägt

Din. Rieſel,
Dr. Diehls pneumatische
Plattfuss-Einlegesohle!!
Alleinverkauf (7361a
Heinrich Bober
3 Ludwigstrasse 3.
gegenüber M. Schneider.

ehrock, Frack.= Suolingelmn=
züge
, Zulinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (7695a

Rezid-John, Hanulakturnaren. 515a

Kabens

eine Zigarre von besonderer
Güte liefert nur die

Tel. 979 Elisabethenstrasse 12
Eigene Fabrikation Fabrikpreis.

Tel. 979

7671smd

Privai-Kur- und Badennstalt

Telefon 835.
Landgraf-Philippanlage 62 Marienbad
Ununterbrochen, auch für Damen, geöffnet von früh 7 Uhr bis
Uhr abonds.
Alle Bäder, wie Licht-, Dampf-, Fichtennadel-, Sool-
bäder
etc. etc. Fango-Packungen.
Massagen werden von mir seibst ausgeführt.
(Für Damen ärztl. gepr. Masseuse zur Verfügung.)
Spezialität: Kohlensäurebäder nach Patent Keller.
Bei ärztlicher Verordnung bitte einen Versuch zu machen.
A. Anger.

Alle Krankenkassen sind zugela

(4933a

Zur Frühjahrspflanzung
empfehlen:
Rosenhochstämme in ff. Sorten. Buschrosen-Neuheiten.
Schlingrosen-Neuheiten in ff. Sorten. Strauch-Wildrosen
in ff. Sorten. Schlingpflanzen, wie Clematis, Glyeine, Gaisblatt etc.
Ampelopsis Veitchi, selbstklimmender Wein. Blütenstauden
in ff. Sorten für Vasenschmuck u. Rabatten, winterhart. Fiätem-
gehölze
in ff. Sorten, darunter veredelte japanische Zieräpfel
(8110mds
und Zierkirschen.
Odenwälder Pflanzenkulturen
Kayser & Seibert, Rossdorf bei Darmstadt.

Modern illustriertes Preisbuch auf Anfrage frei.

Elegante Oohnungs-Einrichtungen,
einzeine Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer,
vornehme Junggesellenzimmer und Salons, Klubsessel.
Teppiche, sowie einzelne Stücke liefert in modernster gedie-
genster
Ausführung unter strengster Diskretion leistungs-
fähigste
Berliner Spezial-Möbel-Firma an Private zu Ka-
talogpreisen
ge
Verzinsung auf

Teilzahlun

Kein Inkasso dürch Boten. Kataloge werden nicht versandt. Da
unsere Vertreter ständig ganz Deutschland bereisen erbitten gekl.
Anfragen, wann der unverbindliche Besuch behufs Vorlegung von
Mustern und Zeichnungen erwünscht ist, unter K. 1000 durch
Rudolf Mosse, Berlin, Königstrasse 56/57.
(8166)l

Braut=Ausſtattungen
in kompletten Kücheneinrichtungen von Mk. 20 an.
Verſand nach allen Stadtteilen.
Spezial-Magazin für Haus- u. Kücheneinrichtungen
Martinsviertel‟ Inh. Hans Neurohr.
Ecke Pankratins- u. Wenckstrasse 2. (6113a

[ ][  ][ ]

Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Nummer 81.
Kompl. Schlafzimmer, Speisezimmer, Herren-
zimmer
, Küchen, sowie einzelne Möbelstücke

kaufen Sie in nur solider Ausführung aus
st billig bei

6145a

Hofstallstrasse 6
(nächst dem Mathildenplatz)

3

Hofstallstrasse 6
(nächst dem Mathildenplatz)

Grosse Posten Zigarren
offeriere ausserordentlich billig!
Abgabe von 50 bezw. 100 Stück an.
(8285a
Wiederverkäufern, Händlern, Wirten etc. sehr zu empfehlen.
Garantie für Qualität. Nichtzusagendes wird gegen Barvergütung zurückgenommen.
Zigaretten an Wiederverkäufer zu vorgeschriebenen Fabrikpreisen.
Zigarren-
Wilh. Lader versand Ludwigstrasse 6.

22 Reimmanden-Waldsehule
Besonders günstiger Gelegenheitskauf
prima Ziegenleder per Paar 2.20 Mk.
Schwarze Damen- und Herren-Glagé-Handschuhe per Paar 2.20, 2.60 u. 3.00 Mk.
Prima Ziegenleder per Paar 3.75 Mk.
Herren-Wäsche, Crawatten, Hosenträger etc. in grösster Auswahl.
Grösste Handschuh-Wäscherei am Platze.
G. Hauptmann, Rheinstr. 19.

Schwarz-weisse Rabattmarken.

(6033a

die einzige mit Mandelmilch hergestellte
Pflanzen-Butter-Margarine.
Hur echt mit dem Namenszug des Geb. Medizinalrat Prof, Dr. Oskar Llebreich.

MmunnnaseneennanunaennaeneannnnannanEnnen

in unseren Schaufenstern

: z haben wir eine grosse Auswahl aparter :: 34
Blumenarrangements zum Osterfest
in jeder Preislage ausgestellt und bitten bei Bedarf
um gütige Beachtung.
Inn
Gleichzeitig machen wir auf die von uns eingeführten
Wochen-Blumen-Abonnements
aufmerksam. Wir liefern zur Ausschmückung der
Wohnräume lose, abgeschnittene Blumen zum Füllen
von Vasen und zum Tafelschmuck zu folgenden Preisen:

Alleinige Producenten: Sana-Gesellschaft m. b. H., Cleve,
welche die Möglichkelt, einen vollwertigen Butter-Ersatz nur aus Pfanzenfetten herzustellen,
zuerst erkannt und seit 1904 verwirklicht hat.
Nachahmungen weise man zurück!

Machen Sie einen Versuch
mit einer Probelieferung!
In
Alle Schnittblumen der Saison
haben wir stets frisch in allerbesten Qualitäten vor-
rätig
. Schnellster Postversand nach auswärts unter
Garantie pünktlichster Ankunft. (7378a
In
Hofblumenhand
ng
inrich Henkel z Co.
Darmstadt
Kaiserlich u. Königliche Hoflieferanten
Grossherzogliche Hof-Bouquetlieferanten
Telephon-Nr. 16 :: Telegt.-Adr.: Blumenhenkel
15 Ernst-Ludwigstrasse 15.

L Se e
IBlumen-Kübel u. -kistchen) Gelb-

3617f

für Fenſter u. Balk., per Stück von
20 Pfg. an hat fortw. abzug. (6392a
Mauls Maragrinegesch., Schuſterg. 5.

Heisch. LusKarfortenn
p. Ztr. 4.50 Mk. abzug. Schwarz,
Hofmeierei, Telef. 184. (6619a

Der Hof des Hchweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdrua verboten.)
12)

Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Dr. Gudmund hatte eine gute Praxis in Reykjavik.
Er konnte einer Frau, ſelbſt von Signes Anſprüchen, ein
behagliches Leben bieten, und es waren viele isländiſche
Mädchen, die gern den jungen Dänen, der ſich bei ihnen
heimiſch gemacht, zum Manne hätten. Nur Signe lächelte
geringſchätzig und übermütig über ihn hinweg, und er
hatte oft das Gefühl, als könnte er einen Mord begehen,
wenn ſich ihm dieſer rote Mund, nach dem er ſo verlangend
dürſtete, verſagte.
Jetzt ſtand er ſchwer atmend am Büffet und hielt ein
Glas Sekt in der Hand, ohne zu trinken.
Nicht weit von ihm ſtand Signe im Kreiſe ihrer
Tänzer und trank ihnen lächelnd zu, ohne daß ein Blick
von ihr zu ihm herüber flog.
Und plötzlich hob er ſein Glas ihr entgegen, als
wollte er ſie zu ſich zwingen, und da ſah ſie ihm plötzlich
ins Geſicht.
Wie eine Flamme ſchlug es aus ihren großen, leuch=
tenden
Augen in die ſeinen.
Bis auf den letzten Tropfen leerte er das Glas, dann
warf er den Kelch gegen den Reeling, daß er in tauſend
Stücke ſprang und ſtürzte Signe, der ſchlanken, törichten
Signe mit dem weichen, goldbraunen Haar, das wie rote
Flammen unter dem weißen Schleier flimmerte, entgegen.

Er ſprach kein Wort, aber ſeine kräftige Hand umſchloß
mit einem heißen Druck die ihre. Feſt und ſicher führte
er ſie aus dem lachenden und ſchwatzenden Kreiſe, und ſie
lehnte willenlos an ſeiner Bruſt und flog mit ihm wie
im wilden, bacchantiſchen Taumel dahin.
Welch ein wundervolles Paar, flüſterten die Damen
des Blücher und ſahen der ſchönen Signe bewundernd
nach, und in den Augen der Männer blitzte es begehrend
auf in Glut und Leidenſchaft.
Das war ein Weib! Und man hatte immer geglaubt,
die ſchönen Nordländerinnen trügen einen Eispanzer
um die ſtolze Bruſt, den keine Liebesglut ſchmelzen
könnte. Und nun zeigte hier die isländiſche Schöne, daß
in dieſm Eislande das unterirdiſche Feuer nicht nur in
den Tiefen der Erde tobt, ſondern daß es auch in ſeinen
Frauen lodert und glüht.
Jetzt hatte das tanzende Paar faſt das Ende des
Decks im Tanze erreicht.
Signes Atem ging ſchwer.
Wollen Sie mich zu Tode tanzen? lächelte ſie matt.
Er hörte ſofort auf, aber noch hielt ſein Arm die
ſchlanke Geſtalt gegen ſeine heftig arbeitende Bruſt ge=
preßt
.
Nein, ſagte er dann plötzlich hart, ſie wie ein zartes,
zerbrechliches Spielzeug aus ſeinen Armen laſſend, dazu
verſpreche ich mir zu viel von Ihrem Leben.
Wenn Sie ſich nur nicht täuſchen, beſter Doktor.
Ich glaube nicht, Signe Thorkjel. Jeder Menſch hat

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912

Seite 19.

Was wünſchen Sie? fragte Signe unwillig, ihre
Hand aus der ſeinen ziehend.
Sie ſollen mich lieben, ich will es. Tauſendmal
ſchon haben mir Ihre Augen geſtanden, daß auch Sie es
wollen. Ich habe es ſatt, Ihr kokettes Spiel. Wenn
Sie mir nicht noch heute ſagen können, daß Sie mir ge=
hören
wollen, dann iſt es aus mit uns. Ich will nicht Ihr
Spielzeug ſein.
Signes Bruſt atmete ſchwer. Ein wildes Triumph=
gefühl
frohlockte in ihrer Seele.
Nun hatte ſich der Stolze, Herriſche, den ſie oft haßte,
doch völlig in ihre Hand gegeben. Sie brauchte die
Hand, ihre feine, ſchlanke Hand, mit der ſie immer ſelber
liebäugelte, nur auszuſtracken und Ole Gudmund gehörte
ihr.
Sie wollte aber nicht. Was ging ſie der blonde
Däne an mit ſeiner Liebe? Ihr Herz hegte ganz andere
Zukunftsträume. Vorläufig brauchte ſie ihn aber noch.
Auf der Tour zum Geyſir ſollte Ole Gudmund ihr hel=
fen
, Inwald Anderſen zu betören, der ſo ſtolz, ſo unnah=
bar
tat.
Signe lachte verſtohlen in ſich hinein. Wie töricht
waren doch die Männer, und wie blind und wie dumm.
Wollen Sie mir endlich Antwort geben, gebot der
Arzt, ſeine breite Rieſengeſtalt ihr halb zuneigend.

Sie preßte beide Hände ängſtlich, wie ein geſcholtenes
Kind gegen die zarte Bruſt.
Ich fürchte mich ſo, klagte ſie, und ſah ihn mit ſehn=
ſüchtig
flackernden Augen voll ſcheuer Lieblichkeit an, die
ihn ſofort entwaffnete.
Signe bat er weich.
Sie ſchürzte die roten Lippen, und ihre Stimme klang
ſüß, voll beſchwichtigender Zärtlichkeit, als ſie leiſe ſagte:
Durch die wilden Waſſer unſeres Landes geht ein
Brauſen. Das heißt Liebe. Bald ſchon ziehen wir weit
in unſer ſchönes Land hinein . Ich habe gehört, Sie
werden mit uns gehen zum Geyſir. Genügt es Ihnen,
wenn ich Ihnen geſtehe, daß ich mich deſſen freue, genügt
es Ihnen, Ole Gudmund?
Signe ſtammelte er, ſüße, betörend ſüße, reizende
Signe.
Still, kein Wort mehr, lächelte ſie, und ließ es ge=
ſchehen
, daß er ihre ſchlanken Hände an ſeinen heißen
Mund preßte. Ich habe ſo Sehnſucht, mit Ihnen, Ole
Gudmund, über die Thingwallebene zu jagen. Das iſt
der Ort, wo, wie Sie ja wiſſen, Jahrhunderte hindurch
in Island Recht geſprochen wurde. Da auf der Thing=
ebene
am Lögberg (Geſetzesberg) mögen Sie mir noch
einmal wiederholen, ob ich Unrecht tat, wenn ich mein
Herz nicht ſprechen ließ, wie es wollte.

Süßes, geliebtes Mädchen, kam es wie im Jubel von
ſeinen Lippen, und es war, als wollte er die ſchlanke
Mädchengeſtalt in dem weißen, wallenden Gewande, wild
an ſich reißen.
Sie entſchlüpfte ihm lachend, ehe er es hindern
konnte. Aber er ſah noch ihren verheißungsvollen,
ſchmachtenden Blick und ihren roten, halb geöffneten
Mund, von dem er immer des Nachts träumte, wenn er
einſam heimritt von den Höfen, wo er Kranke beſuchte.
Nun ſah er ſchon wieder Signes weißen Schleier im
Tanzſaal wehen, und der ſtarke Mann ſtand da und
preßte beide Hände gegen die mächtig klopfende Bruſt,
als könnte er das Glück nicht zum Schweigen bringen
das darinnen jubelte und ſang.
Sehnſüchtig blickte er dann hinaus auf das Meer.
In tiefem Blau dunkelten die ſenkrecht aufſteigenden
Felſen, über denen die Gletſcher aufleuchteten wie duf=
tige
, blaue Schleier aus Mondenglanz gewoben.
Das Leuchtfeuer von Grotta warf ſein blendendes
Licht.
Ole Gudmund dünkte es wie ein verheißender Stern.
Sie liebte ihn doch, dieſe reizende, lächelnde Signe.
So konnten dieſe leidenſchaftlichen, heißen Augen nicht
lügen, ſo nicht.
(Fortſetzung folgt.

aurdrbeken

unerreicht in Qualität und Preis
kaufen Sie am vorteilhaftesten bei

Shampoonieren nach bestbewährter
hygienischer Methode.

Lager sämtlicher in- und
ausländischer Parfüme-
eien
u. Toilette-Artikel.

Elektrische Haartrockenanlage
: Elektrische Kopfmassage.

Konfirmanden=Stiefel
für Mädchen Mk. 4.50, 5.50, für Knaben Mk. 5.50, 6.50,
6.50, 7.25 und höher (5052a) 7.50, 8.50 und höher
ſowie alle übrigen Schuhwaren kaufen Sie am billigſten bei
Markt6 G. Keilmann Markt6
Grösstes Lager in Schuhwaren am Markt. Schwarz-weisse Rabattmarken.

Sie finden bei uns

unübertroffene Auswahl

geschmackvoller Neuheiten

werden unter Garantie gegen Mot=
ten
und Feuersgefahr aufbewahrt. (5999a
nur Wilhelminenstrasse 7
rI Hau
Telefon 1533.

Parkett-, Piich-pine-, Linoleum-Böden eic

werden gereinigt. Teppich=Reinigung, Wohnungs= u. Neubauten
Reinigung.
Institut Noris‟ Kiesſtraße 27.

Unsere Verbindungen mit den ersten Fabriken bürgen für

erstklassige Ware und billigste Preise!

Hoflieferanten

(7485dsd

7644M)

Vertreter: Benz & Co., Darmstadt, Grafenstr. 35.

Percy Jones 2 Co. Ltd.
Manchester und London

Silberne Bestecke
0,800 geſtempelt,
versilberte Bestecke
vorzüglicher Qualität,
in viel. Muſt. ſehr preiswürdig
L. Borné, Hoflieferant, 25 Ernst-Ludwigstr. 25.
Thren, Uhrketten, Goldwaren, Hilberwaren.
(636a

Meunen Frocſen
Marke am Kontinent
Nur in erstklassigen Geschäften erhältlich.
Garantie für neueste Modeformen, tadellose Qualität und Ausstattung.
Man verlange ausdrücklich die Marke Percy Jones & Co. Ltd.

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Nummer 81.

Achtung

Achtung

Für die
Feiertages Weitere große Preisherabsetzung
auf unser noch gut sortiertes Lager in:
Eleganten Herren- und Knaben-Anzügen, Paletots.
Fantasie-Westen, einzelnen Hosen, Jovven
Konfirmanden-Anzüge.
Große Geldersvarnis in unserem Total-Ausverkauf

35

wegen gänzlicher Geschäftsaufgabe.

11
10

2 Elisabethenstr. 2


enner
0
2e

(8294ds

am Ludwigsplatz.
1

Ssterolferte
Feinſtgemäſtetes Geflügel:
Diesjährige Hamburger Gänſe,
Römiſche Enten,
Hähnchen,
Chalon=Poularden, ſteyr. Welſche und Capaunen
deutſche Poularden und Hahnen, zarte Frikaſſee=Hühner,
junge Tauben, Perlhühner;
Wild=Geflügel:
friſchgeſchoſſene Waldſchnepfen,
Junge Faſanenhähne, Rhein=Wildenten,
Haſel=, Schnee= und Birkwild.
Wild:
Friſchgeſchoſſenes Reh von badiſchen Jagden,
Damwild=, Edelhirſch=u. Renntier=Braten i. Ausſchnitt
Lapins
(8297
Heinrich Grimin Hofieferant.

Mache auf meine reichhaltige
Oster-Ausstenung
aufmerkſam und lade zu deren Beſuche höflichſt ein.
Grösste Auswahl

in Schokolade-Hasen u.-Eier, feinſte gefüllte
Dessert-u. Trink-Eier; ferner Nuss-, Marzipau-,
Croquant-, Nongat-, Mandeln- u. Fondant-
Eier, Nestchen, Körbehen, Muscheln,
Fantasie-Eier etc.
(8141
Täglich frische Biskuit-Eier u. -Hasen.
Eigene Anfertigung faſt ſämtlicher Oſter=Artikel, daher
billigſte Preiſe bei beſter Material=Anwendung.
Immer frische Ware.

Konditorei & Café
Schulstr. 4 Otto Schürg Schulstr. 4.

Konfirmations-
Geschenke!
Gold, ſchwere, 585 geſt. Herren=
Uhr 50 M., ſchöne ſilb. Herren=
Uhr (Ankerwerk) 15 M., neue gold.,
585 geſt. Damen=Uhr 20 M., gold.
Damen=Uhr mit Sprungdeck. 30 M.,
Brillantring (1 Stein) 30 Mk.,
1 Damenring m. 3 Diamant. 10 M.,
gold. Kettenarmband 25 M., ſilb.
Kettenarmband 3,50 M., ſilb. Hals=
kette
m. Anh. 6 Mk., gold. Bleiſt.
m. echt. Saphir 15 M., ſilb. Damen=
Uhr, 2 ſilb. Deckel (10 St.), f. 10 M.,
ſilb. Herren=Uhr 6 M., gold. Anh. m.
echt. Perle 15 M., gold. Broſche 7M.,
ſilb. Kaffeelöffel à 1,50 und 2 M.
das Stück, und vieles andere billig
8230) Viktoriaſtr. 50, 3. St.

Eine Partie prima
Kinderstiefel 25-35
u. Herrenstiefel
ſehr billig
(*8348imds
Neue Ireneſtraße 12, 1. St.

Kücheneinrichtung, 2 Betten,
1 Nachttiſch, 1 Spiegel, billig zu
verk. Grafenſtraße 31, II. (*8647

Faſt neue Singer=Nahmaſchine
(Hand= u. Fußb.) für nur 80 Mk.
zu verk. Näh. Exped. d. Bl. (*8645

Brillanten, Platin,
Gold, Silber, ſowie
Räufe alte u. zerbroch. Zahn=
gebiſſe
z. höchſt. Preiſe. A. Kurtz,
Lädagogſtr. 2. Tel. 1202 (7862a

getrag. Herren=
u
. Damenkleid.,
Ich Ruufe Schuhe. Zable d.
höchſten Preiſe. Poſtk. gen. (7273a
J. Schnitzer, Schloßgaſſe 11.

Frische Daverische Eer
zu ſtets konkurrenzlos billigen Preiſen
Sied=Eier 10 Stück 54 Pfg., 25 Stück Mk. 1.32
Sied=Eier 10 Stück 59 Pfg., 25 Stück Mk. 1.45
Sied=Eier 10 Stück 68 Pfg., 25 Stück Mk. 1.65
Sied=Eier 10 Stück 75 Pfg., 25 Stück Mk. 1.80
Bei 25 Stück Eier ein Paket Eierfarbe gratis
Lieferung frei Haus von 10 Stück an. Bei Abnahme von hundert
Stück 6,30 Mark
Täglich frische ff. holl. Süssrahm-Reichsstempelbutter s
vom Block, ſowie in ½ Pfund=Stücken zum äußerſten Tagespreisg
ſowie alle Sorten Käſe
(*8449id
ff. Allgäuer Limburger im ganzen Stein per Pfd. 50 Pfg.
Eier-, Butter- und Käse-
E Walds
Spezialgeschäft
Telephon 1163. Obergasse 4 (nächst der Infanterie Kasernei

e e e
Quedlinor-Eierfarben,
(Hasenfiguren u. Bilder z. Aufstellen)
Guedlinor-Papier,
Ostara-Papier:
Die hiermit gefärbten u. dekorierten
Eier färben nicht ab und erhalten
natdrichen Hochglanz, Hande und
Gefässe bielben sauber.
Neuf Manik-Papier Veu!
Eurbernerunge Oetereer miteigen.
händigen Schriftzügen (Versen, Wid-
wungen
, Sider bei gleichzeitiger
Marmorierung.
Käuflich in

Drogenhandlungen u. Apotheken.

Erſtes Darmſtädter
Fartiewarengeſch.
Täglich treffen Waren= Sendun=
gen
in großer Auswahl ein, als
Herren= u. Knaben=Ueberzieher,
Herren= u. Knaben=Anzüge, ſow.
einzelne Hoſen, Sackröcke und
Weſten, ſowie Herren=, Damen=
und Kinderſchuhe und Leib= und
Bettwäſche aller Art, Kamiſols
und geſtrickte Weſten; ferner
Herren= und Kinder=Hüte und
Kappen zu außergewöhnl. billigen
Preiſen abzugeben hei (7476a
Jakob Friedel,
Obergasse 33 (Laden)

e
Salon=Pianino
mit großem edlem Ton und mo=
dernem
Nußbaum=Gehäuſe, faſt
(7461a
nen, billig abzugeben.
Wilh. Arnold,
Königl. Bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg.

Herrenrad, la Ausf mit Frei=
lauf
und Garantieſchein billig
zu verkaufen Stiftſtr. 52. (2304imd

Wegen Oinzug verk.:

zu
1 ſehr gut erh. Gasbadeeinrich=
tung
, 2 Holzbetten m. Sprung=
federmatratzen
, 1 gr. Kleiderſchr.,
1 Fenſtertritt. Wilhelm=
ſtraße
2.
(8256dsi

getr. Herren=
u
. Damenkl.,
Ieh Käufe Schuhe, zahle
die höchſten Preiſe. Poſtk. genügt.
T. Naigass, Schloßgaſſe 10,
Telephon 1754.
(7274a

Wie neu
werden Vorhänge, Gar=
dinen
, Spitzen, Kleider ꝛc.
mit meiner in Ausgiebigkeit,
Schönheit und zartem Ton
bis jetzt unübertroffenen
Créme-Farbe.
Nur echt in Flaſchen mit
Gebrauchs=Anweiſung und
Firmar
Fr. Beckenhaub
Drogen- und Farben-Handlung
Ecke Schul= und Kirchſtraße.
Drogerie C. Watzinger
Wilhelminenſtraße 11.
(6364a)

G
G
Unerreicht in Qualität und Preis!
(4993a
Preislagen: Mk. 85.-, 115.-, 125.-, 135.-, 145.
August Engel
Schuchardstr. 8. Darmstadt Telephon 1128.

tlicht mehr
Stiftſtraße 89, part., ſondern
Ballonplatz 10, part.
findet der Verkauf v. guterhalt.
getrag. Kleidern ſtatt.
(8252

(*3488ms
Zöpfe:
Empfehle zu Oſtern eine große
Partie von 2 Mk. an, ohne Kordel
u. graune von 5 Mk. an. Anfer=
tigung
aller Haararbeiten wie be=
kannt
zu den biligſten Preiſen=
Damen=Kopfwaſch. m. Friſ. 1 M,
A. Daniel, Friseur,
Ludwigsplatz 8.

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 21.

Aus unserem
oiider-verkauf
während der OSTER-WOcHE

Zillige

Spachtel-, Stickerei- u. Macramé-Kragen Stück 95
Damen-Kalb-Lackgürtel schwarz . . . Stück 9
Tüll-Motive elegante Sachen .
. . . . Stück 95
einzelne Sachen,
Gürtel-Schließen regulärer Wert weit höher . . Stück
9.
abgepaßt Chiffon, mit Perl-Effekten,
Kimonoblusen regalärer Wert bis 6. 76 . . . . Stück
BRodewarer
Batist-Taschentücher mit Hohlsaum: . Dirtzend 95

sum
Damen-Ledertaschen Aussuchen in verschletenen
Teller-Mützen
Farben Stück 95 und 1.95 Stück 35

(8301
ebr. Rothschild, Markt 2.

Willſt du jung bleiben und
elaſtiſch, ſo
oni,
ein hochgeſchätztes, unvergleich=
liches
Volksheilmittel, da er das
Blut reiniat und neue friſche
Säfte bildet. (6255a
Garantiert naturreine
Bienen-Schlender-Honige
in groß. Auswahl
preiswert bei
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Schulstr. und Wilhelminenstr. 11
(Mitgl. d. Starkenb. Bienenz.=V.)
Enpſchle eine
Enten, Kapaunen, Suppen-
hühner
, Hahnen, Tauben,
Rehe alle Teile (*8691
K. Glückner, Darmſtr. 33a, II.
Jeden Samstag auf d. Markt.

Wirzahlen
die höchſten Preiſe
für alt. Eiſen u. Metalle, Papier=
abfälle
, Geſchäftsbüch. u. Akten,
ant. Garantie des Einſtampfens.
Alle Aufträge werden nur
im Hauſe abgeholt und finden
prompteſte Erledigung. (1182a
M. Löb & Co.
Liebigſtr. 30. Telefon 479
Warenlager
jeder Branche
kaufe ich gegen
ſofortige Kaſſa.
Gefl. umgeh. Off. m. Angabe der
Artikel unt. R 67 Exped. (6004a

Der Stempel: P. J. Schembs auf der
Sohle verbürgt Eleganz und Qualität.

omlanus Schane
Frühjahrs-Neuheiten
Entzückénde, hochaparte Dessins in den neuesten Formen und Farben
sind eingetroffen.
Unserem Prinzip treu, nur das Beste und Schönste zu bringen, zeigen wir in
unserer Ausstellung wieder etwas ganz Hervorragendes.
P. J. Schembs, Rheinstrasse 20

neben Hotel Hess.

Telefon 1965.

Unsere Spezialabteilung in Touristen-, Jagd- und Sportstiefeln für Damen und
Herren empfehle besonderer Beachtung.
Schuhpflegeartikel: Créme etc. in besten Marken.
(8324

Konkurrenzlos
im Preis wie in der Aus=
führung
ſind die (8300a
Kunſthaararbeiten
der Firma
Lrhstkonter
Verückenmacher und Damenfriſeur
Ernst-Ludwigstr. 22
Kein Laden. Tel. 1682. Entreſol.

Geſchäfts=Eröffnung und =Empfehlung.
Meiner werten Nachbarſchaft, ſowie früherer Kundſchaft zur
gefälligen Mitteilung, daß ich Samstag, den 6. April d. J., nach=
mittags
, die
Schweinemetzgerei Mathildenplatz 10
wieder ſelbſt übernehme.
Unter Zuſicherung prompteſter Bedienung zeichne
Hochachtend
A. L. Dieter.
*8710)

Räucher- u. Aufbewahrungschränke
D. R. G. M. 179324 und 313967 (verzinkt), für heißen
und kalten Rauch erzeugend
Hausbacköfen D. R. G. M. 342527
mit Extra=Feuerung, iſt zerlegbar, kann deshalb leicht
an jedem Platz aufgeſtellt werden, wird auf Chamotte=
ſteinen
gebacken, hat Feuer= und Schwadenſchieber
fertigt und empfiehlt unter Garantie
Herd- und Ofenfabrik
A. Ruckelshausen, Pfungstadt.

Proſpekte aratis und franko.

(3664a

W.Kohler
627 Telephon 627.
Kontor: Karlstrasse 34
en-Roke D
etts
n grot
en detail (4550a
Man verlange Probezentner und Preise.

Zu kaufen geſ. ein gebr. Bett
D und Steppdecke billig. Off.
unt. A 91 an die Exp. (*8684

1 Iſit. Sportwag., 1. Nähmaſch. erhalt., ſof. billig zu verk.
*8670) Mühlſtr. 37, Seitenb.

Für altes Eisen, alte Metalle,
Fapierabfälle aller Art, Ge-
schäftspap
. Bücher u. Akten
unter Garantie des Einſtampfens
zahle ſtets die höchſt. Preiſe. (8299a
Lippmann May,
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
Aufträge werd. jederz. prompt erled

Nr. ige, deutſche Schäferhunde,
P eine 2jähr. Hündin und ein
ſehr wachſ. Wolfsſpitz zu vk. Eber=
ſtadt
b. D., Oberſtraße 17. (*8388id
Sunger kräftiger Zughund zu
a kaufen geſucht von Obſthändl.
Gunkel, Pfungſtadt. (*8004fif

Beseltigen Sie das
Zeichen des Aiters
diskret, ohne dass es Ihre Um-
gebung
merkt, mit Fr. Tillmann’s
:: Haarfarbe-Wiederhersteller :3

GLORIA

Preis per Flacon 2.50 Mk.,
für mehrere Monate reichend.
Fr. Tillman
Elisabethenstrasse 21.

Chlotbldde:
Suchard, Kohler, Tobler,
Stollwerk, Hildebrand,
Gala Peter, Caillers,
Sprengel ꝛc.
Hochf. Kochchorolade
p. Pfd. 1., 1.20 ꝛc.
Chocolade-Atrappen
-- und Ostereier .
Bisquit
friſch eingetroffen, diverſe
Sorten v. Bahlſen, Hannover,
Tet Packung. (8309
Mischungen
in jeder Preislage
Georg Ludwig
Kriegk
Rheinſtr. 17, Fernſpr. 779
Mitgl. d. Rab.-Sp.-Vereins.

Stols
moderne
Frack-

hlte
urock-

zu verleihen
(6756
Soderstr. 44, I., Ecke Stiftstrasse.

Nachlaß.
mit 10-30 00 Bsistfür
Frauen hochwichtiga
nur künstl. Handarbeiten zu
kaufen und anzufertigen, da
nur solche dauernd von Wert.
Auch erweisen sich solche als
äußerst dankbare Geschenke.
Hess. Gardinen- u. Stiek.-Manuf.
G. m
H. Portune b. I.
Darmstadt, Bleichstr. 1c, Tel. 1615.

(757a

werden chie und vilig
Hülte garn., alte Sachen ver=
wendet
. Form. u. Zutat. auf Lager.
Kaupstr. 32 bei u. Krick. (*33 3id
ſchön u. bill. garn.,
Hüte Ates verwendet (7240a
Eliſabethenſtraße 49, Htb.

[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912=

Nummer 81.

Uebler Geruch aus dem Munde. Faſt ſtets haben
Menſchen mit ſchlechtem Gebiß auch übelriechenden Arem.
Das Anbehagen bei einer Anterredung mit ſolchen Menſchen
iſt häuſig ſo ſtark, daß es abſtoßend auf uns wirkt. Man
mag mit dieſen Leuken nicht gern zu tun haben. Beruf,
Karriere und Stellung können dadurch in hohem Maße
beeinträchtigt werden; auch leidet die Geſelligkeit meiſt
darunter: Tägliches, zweimaliges Dutzen der Zähne mit
Kosmodont=Zahncreme mit aktivem Sauerſtoff (Tube 60
Pfennig) beſeitigt den üblen Geruch. In allen ein=
ſchlägigen
Geſchäften zu haben. Drobetube gratis durch
die Kolberger Anſtalten für Exterikulkur, Oſtſeebad Kolberg.

Badajoz.

Ein Erinnerungsblatt zur 100jährigen Wiederkehr der
Verteidigung.
Von Hauptmann E. Maurer, Freiburg i. B.
(Fortſetzung ſtatt Schluß.)
An han g.
Beilage I.
Wir können es uns nicht verſagen, als einen erfreu=
lichen
, ſchönen Beweis von deutſchem Gemeinſinn und
lebhaftem Bewußtſein der Zuſammengehörigkeit deut=
ſcher
Waffenbrüderſchaft für die Ehre und den Ruhm
unſeres Vaterlandes und Volkes, den vereits im Texte
angeführten, in der Zeitſchrift für Kunſt, Wiſſenſchaft
und Geſchichte des Krieges im 109. Bd. S. 5354 von
preußiſchen Offizieren der Redaktion veröffentlichten
Aufſatz, in den eigenen, warmen, faſt poetiſchen Worten
derſelben, hier vollſtändig mitzuteilen, wie folgt:
Schluß= und Kranzſtein zur Kriegs=Ehrenſäule
des Großherzoglich Heſſiſchen 4. Infanterie=
Regiments für ſeine Verteidigung von Badajoz
am 6.7. April 1812.
Der Waffenruf eines berühmten, tapferen Trup=
penteils
iſt ebenſo zarter, leicht verletzlicher Natur, als
der einer ſchönen Jungfrau, er kann ebenſo wenig als
ein reiner, heller Kriſtallſpiegel einen böſen Anhauch er=
tragen
und dulden.
Es iſt nun ſattſam beſprochen und bekannt, daß Herr
Thiers in dem dreizehnten Bande ſeiner Geſchichte des
Konſulats und des Kaiſerreichs mit allzu großer Leicht=
fertigkeit
oder Leichtgläubigkeit verfahren, und in dem
Bemühen, den Ruhm der großen Nation auf Koſten
ihrer damaligen, allzu gutmütigen und kriegsmutigen
deutſchen Verbündeten hervorzuheben und höher zu
ſtellen, ein ſolcher böſer Anhaucher der tapferen Heſſen
in Badajoz geweſen, von dieſen aber ſeitdem ſo ſchla=
gend
ab und zur Ruhe verwieſen iſt, daß er hoffentlich
wohl ein Haar darin gefunden haben wird, in dem ein=
zigen
und bis jetzt noch ſchuldig gebliebenen achtzehnten
Bande ſeines mehr geiſtreichen als getreuen, großen Ge=
ſchichtswerkes
noch irgend eine ähnliche Beſchuldigung,
wie die hier ſo ſiegreich widerlegte, an= und vorzu=
bringen
.
Der geſchichtliche Tatbeſtand jenes kriegeriſchen Er=
eigniſſes
iſt ſeitdem ſo wahr und klar feſtgeſtellt, ſo
gründlich und ausführlich mitgeteilt, ſo unparteiiſch und
kritiſch beleuchtet, daß auch nicht der leiſeſte Flugſchatten
mehr obwaltet, und die Waffenehre des Großherzoglich
Heſſiſchen 4. Infanterie=Regiments reiner und heller als
je im kriegeriſchen Sonnenglanze hervortritt.
Und dennoch behielt die göttliche Nemeſis für Wahr=
heit
und Recht bis jetzt noch einen Kranz= und Schluß=
ſtein
zur Ehrenſäule des 4. Regiments zurück, um dieſe

nun erſt um ſo ſichtlicher und köſtlicher damit zu zieren
und zu ſchmücken.
Nach langem, vergeblichem Suchen iſt es gelungen,
das von dem Chef des Generalſtabes, Oberſten Lamare,
verfaßte, von dem Gouverneur von Badajoz, General
Philippon, eigenhändig unterſchriebene Dokument, das
ſich über das ehrenvolle Benehmen des heſſiſchen Regi=
ments
ausſpricht, wieder aufzufinden.
Dr. G. Maurer, Großherzoglich Heſſiſcher Major,
damals Grenadier=Lieutenant und Mitkämpfer auf den
Breſchen von Badajoz, machte es in Nr. 7 der diesjäh=
rigen
Darmſtädter Allgemeinen Militärzeitung vom 18.
Februar durch ein von der Großherzoglichen Gerichts=
behörde
beglaubigtes Fakſimile bekannt, welches hier
beigefügt wird und in der deutſchen Ueberſetzung wie
folgt lautet:
Wir Diviſions=General, Reichs=Baron, Gouver=
neur
von Badajoz, bezeugen, daß von Anfang der Be=
lagerung
des Platzes bis zu deren Ende das Regi=
ment
Heſſen=Darmſtadt, welches einen Teil der Be=
ſatzung
ausmachte, ſich immer in der tapferſten Weiſe
betragen; es hat wie alle anderen Bataillone Beweiſe
von Tapferkeit und Mut gegeben. Man muß das Be=
nehmen
dieſes Regiments nur lobend anerkennen.
zu Liſſabon, den 19. April 1812.
Philippon.
General Philippon und Oberſt Lamare ſind aber
die Richter, Kläger und Zeugen, nach deren Urteil und
Ausſpruch Thiers dieſe Tatſachen in ſeine Geſchichte des
Kaiſerreichs aufgenommen haben will. Er iſt damit nur
in die Fußſtapfen Voltaires getreten, der verſichert hat,
Geſchichte ſei nichts anderes, als Tatſachen auf Lügen,
und Lügen auf Tatſachen gegründet, und der der be=
ſtimmten
Anſicht iſt, die Menſchen wollten nur belogen
ſein, freilich immer mit einigem Geſchick (savoir faire),
das bekanntlich keiner Nation mehr eigen iſt, als der
franzöſiſchen.
Mein Herr!
In der Einleitung zum 12. Band Ihrer Geſchichte
des Konſulats und des Kaiſerreichs ſagen Sie auf
Seite 26: Wenn ich ſchon bei dem Gedanken erröte, eine
unverbürgte Tatſache zu berichten, ſo erröte ich nicht
weniger bei dem Gedanken einer Ungerechtigkeit gegen
die Menſchen und weiter unten ſagen Sie: Die Un=
gerechtigkeit
zu Lebzeiten, meinetwegen. Die Schmeich=
ler
ſind dazu da, um den Verkleinerern die Wage zu
halten, obwohl für edle Herzen nichtige Schmeicheleien
die Bitterkeit der Verleumdung nicht aufheben. Aber
nach dem Tode verlangen wir Gerechtigkeit, und zwar
Gerechtigkeit ohne Lobhudelei oder Anſchwärzung,
Gerechtigkeit, wenn nicht für den, der ſie vergebens er=
wartete
, ſo doch für ſeine Kinder. Wohlan, Herr Thiers,
laſſen Sie dieſe Gerechtigkeit den heſſiſchen Soldaten
widerfahren, die ſich auf den Wällen zu Badajoz mit
Heldenmut verteidigten und in Ehren fielen und die
Ihre Feder im 13. Buch Ihrer Geſchichte verunglimpft
hat, auf falſche, lügenhafte Dokumente hin des Gene=
rals
Philippon, Gouverneurs dieſes Platzes, und ſeines
Generalſtabschefs, des Oberſten Lamare.
Nun iſt aber, dank der ewigen Gerechtigkeit, die ge=
ſchichtliche
Wahrheit gerettet worden durch das authen=
tiſche
Zeugnis eben dieſer Verleumder. Ich ſchicke
Ihnen beigeſchloſſen das Fakſimile des Originals, das
der Generalſtabschef Lamare abgefaßt und der Gouver=
neur
, General Philippon, unterzeichnet hat:
Wir, Diviſionsgeneral, Reichsbaron, Gouverneur

von Badajoz, bezeugen, daß ſich das Heſſen=Darmſtädtiſche
Regiment, das einen Teil der Beſatzung bildete, von An=
fang
der Belagerung des Platzes bis zu deren Ende aufs
tapferſte geführt hat. Es hat, wie alle anderen Ba=
taillone
, ſich tüchtig und tapfer bewieſen. Man kann das
Verhalten des Regiments nur loben. Liſabon,
19. April 1812.
Dieſes klaſſiſche Dokument hat ſich nach faſt einem
halben Jahrhundert durch Zufall wiedergefunden oder
vielmehr durch die Gnade der ewigen Vorſehung, auf
daß die geſchichtliche Wahrheit, die Ihre leichte und glän=
zende
Feder entſtellt hat, gerettet werde. Auch möchte
ich Sie bitten, mein Herr, den Bericht über die Vertei=
digung
von Badajoz gebührend zu beachten, den der
Bataillonsführer im Kaiſerlichen Artilleriekorps, Lespag=
nol
, und der Geniehauptmann Lefaivre, aus dem Can=
tonnement
von Llanfylling aus Wales, den 5. Auguſt
1812 an den Kriegsminiſter, General Clarke, Herzog von
Feltre, gerichtet haben, und der beglaubigt und unter=
zeichnet
iſt von 3 Oberſten, 5 Bataillonsführern und 42
Subalternoffizieren der Garniſon von Badajoz, ſämtlich
Kriegsgefangenen. In dem Bericht heißt es:
Man erwartete, der General werde Befehle ertei=
len
, man hatte nach allen Richtungen geſchickt, um ſeine
Abſichten zu erfahren, man fand ihn nicht, weil er ſchon
nicht mehr am Platze war.
Der Gouverneur war mit ſeinem Generalſtabschef
während der kräftigen Verteidigung der tapferen Gar=
niſon
feige entflohen. Er hatte ſich in die Feſtung Chriſto=
val
auf dem rechten Ufer des Guadiana gerettet, wo er
am Morgen des 7. April kapitulierte und ſich den Eng=
ländern
ohne Schwertſtreich ergab. Ich erlaube mir noch
einige weitere Bemerkungen. In Ihrer bereits erwähn=
ten
Einleitung zu Ihrer Geſchichte des Kaiſerreichs ſagen!
Sie auf Seite 30:
Ich weiß nicht, was das Publikum darüber denken:
wird. Ein Urteil wird es jedoch fällen, wenn ich mich
nicht täuſche, nämlich, daß mein Werk tief durchdrungen
iſt von dem Gefühl der Gerechtigkeit und der Wahr=
haftigkeit
.
Nach dem Urteil eines unparteiiſchen, berufenen Pu=
blikums
täuſchen Sie ſich jedoch hierin, mein Herr, denn
Ihre Geſchichte iſt nicht tief durchdrungen von jenem
Gefühl der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, ſondern
eher von einem ausgeſprochenen Gefühl der Eitelkeit
und der nationalen Voreingenommenheit, die Sie hin=
reißt
, den eitlen Ruhm zu vergöttern, die Saat der
Helden, die koſtbare Saat von der Sie ſagen: Schon
geht ſie auf in unſerem Land, um uns die Sieger von
Sebaſtopol zu ſchenken.
Aber leider führt dieſer eitle Ruhm auch zu Ent=
täuſchnugen
und Kataſtrophen, die zu viel koſtbares Blut
fordern, ohne irgend einen Vorteil für die Menſchheit
oder die Ziviliſation, die die Franzoſen zwar ſehr rüh=
men
, aber niemals verwirklichen. Das iſt die ſchlichte,
hiſtoriſche Wahrheit, die Ereigniſſe und Menſchen unpar=
teiiſch
beurteilt und nach Billigkeit uni euique suum
verleiht.
Empfangen Sie, mein Herr, den Ausdruck wahrer
Hochachtung, mit der ich die Ehre habe zu ſein
Ihr aufrichtiger Korreſpondent
Dr. G. Maurer,
Bataillonskommandeur, ehemals Leutnant des Heſſiſchen
Grenadier=Regiments, Augenzeuge und Mitkämpfer auf
den Breſchen von Badajoz.
Darmſtadt, im Februar 1860.
(Schluß folgt.)

6 der mechanisch
Mulcuto , vollkommene
Sicherheits-Rasierapparat,
weicher vollständig schmerzlos rasiert.
Mk. 2.50, m. versib. Schaumfänger Mk. 3.50
Die echte MULCU7o Rasierklinge
trägt die Schutzmarke MULCUro
eingestempelt. Versand täglich
durch die alleinigen Fabrikanten
Mulento-Stahlwaren-Fabrik
Paul Müller & Co.,
Solingen.
(870a

1ogkure Bazillus, den grössten

enthält den Maya-
Feind der schädlichen
Magen- und Darmbakterien, tötet die Letzteren,
heilt Stuhlverstopfung,
und alle Magen- und Darmleiden und die Krankheiten des
Stoffwechsels.
Von mehr als 30000 Aerzten anerkannt und verordnet.
Natura-Toghurt-Ferment M. 2.50
Natura-Toghurt-Tabletten M. 2.50

zur Herstellung der Toghurt-
milch
. Apparat Thermodour
dazu M. 3.

Fl. M. 1.25. Ersatz für
Toghurt-Milch z. Rohgenuss.
Broschüre von Aerzten kostenfrei. (6948a
Reformgeschäft Arista gesundheitliche
Nahrungs- und Genussmittel
Anton Braunwarth

Ernst-Ludwigstrasse 3.

Fernsprecher 971.

tarberer C Och. Keich

Chem. Waschanstalt

Gardinen-Wäscherei.

Anerkannt hervorragende Leistungen
Schnelle Bedienung
(6206a
Mässige Preise.
Größte u. modernste Färberei u. chem. Waschanstalt
in Darmstadt, Pallaswiesenstraße 146.
Rheinstraße 12½, Karlstraße 115,
Lädeh: Nieder-Ramstädterstraße 16.
Mainz: Schillerstrasse 50.

wie neu, ſehr
Wanderer-Rad, billig

4429a)

Hrafenſtraße 26.

Eine faſt noch neue Lochſtanze
u. eine Bohrmaſchine zu verk.
Arheilgerſtr. 38.
(*8397imc

Gelsbereeeseesesechtessesshedeessbbhtee

Telephon 367

Telephon 367

Sparſame
Hausfrauen=
kaufen
gegen bar und
ſammeln die ſchwarz=
weißen
Rabatt=
marken
des
8287a
Rabatt=
Spar=Yereins
Darmſtadt.
aeet
Scc8 28255
je363335353535e3::::

Frisch eingetroffen:
Paterno-Doppelt-Blut-Orangen
ohne Kerne u. innen blutrot, Dtzd.
80 und 90 Pfg. empfiehlt Joh
Walther, Ecke Roßdörfer= und
Wienersſtraße, Tel, 1598. (*8546md

Schönehängeiampe, gebr., m. 6 Kerzen=
halter
z. verk. Taunusſtr. 24. (*dm

guterh. Fussball u. Torstangen bill.
1 z. verk. Weinbergſtr. 35 II. (B8207

Beste Bettenfüllung
ſind die vorzüglich füllenden, ſehr
elaſtiſchen, echt chineſiſchen
Monopoldaunen
(geſetzl. geſchützt) Pfund Mk. 2.85
34 Pfund genügen zum großen Oberbett.
Verſand gegen Nachnahme. Verpackung frei.
Gustav Lustig
BERLIN S. 49 Prinzenstr. 46
Größtes Betkfedern= Spezial=
geſchäft
Deutſchlands.

(39020

für die Karwoche empfohle:
Echten Rheisaim, Snlversaid

Hummer, Forellen, Rbeinzander,
LebendRheinbechte, Weissfische, Bresem,
Rheinkarpfen, Spiegelkarpfen,
Vorrungt Schleien in allen Grössen etc.

Prima beste
Nordsee-

im Ausschnitt
Schellfische, Cabliau, Seehecht,
Rotzungen, Schollen, Seezungen,
Steinbutt, Heilbutt, Limandes etc.

Seosogss!

Gewäss. Stockfisch u. Laberdan
3
Sossgsese

Soeg
sowie alle weiteren Sorten
Fluss- und Seefische
Räucherfische, Marinaden, Fischkonserven
aller Art in reichhaltigster Auswahl, nur erste Qualitäten
reelle Preise.
D
Zudwig Nosinger
Tuans-l.nur untere
ſn .
4 2
Elisabethenstrasse
42
zwiſchen Zimmer= und Saalbauſtraße.

ewährt ſich nun=
Jahre mehr Retter’s
Haarwaſſer (München)
ſtaatl. gepr. u. begutachtet.
Z. h. um 40 3 u. 1.10 bei
M. W. Prassel, Schulstr. 10 (33731

Eie hete
imit. Chevr.-Stiefel
Gr. 3135, br. Form, Lackkappe, j.
Paar nur 3,75 Mk., abzugeben
8327imds) Neue Ireneſtr. 12, I.

[ ][  ][ ]

Nummer 81.

Darmſtädter Tagblatt. Donnerstag, den 4. April 1912.

Seite 23.

Säde c e S 5. S. e 6 S S S S Sg 2 . .
Mainzer Aktien-Brauerei.
Böhmisch Doppel
Lankies Marzen

(von ganz heller Farbe)

(nach Münchner Art)

Viktoriastr.
58

Die beliebtesten Feiertagsbiere. Versand in Flaschen.
Leonhard Kaisers Biergrosshandlung

(8254
Telephon
129

Sessegessseeeseeeeeeseseseeeee6eeeeeee

Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg,
Prinzessin von Battenberg.

sche
Akädcmie imr Tonkanse
Fol Th. Schmites
zugleich Gesangschule für Konzert, Oper und Haus.
Gegründet 1851.
Elisabethenstr. 36.
Fernsprecher 1026.
Beginn des Sommer-Semesters am 15. April 1912.
Ausbildung in sämtlichen Fächern der Tonkunst.
Einzel= und Klassenunterricht je nach Wunsch. Kunst-, Dilettanten- und Vorschule.
Schriftliche oder mündliche Anmeldungen bei der Direktion, Elisabethenstr. 36.
Sprechstunden während der Ferien vormittags von 1012½ Uhr.
Prospekte kostenfrei durch die Direktion, die Musikalienhandlungen und das Verkehrsbüro.
Die Direktion: Wilhelm Schmitt, Willy Hutter.
8238a)

Vom 30. März bis 10. April im Kaisersaal, Grafenstr.
Heöffnet von morgens 9 Uhr bis abends 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg.
Reichhaltige Sammlungen von Jagdtrophäen, präparierten
Meerfischen und Vögeln, Waffen und Kriegsausrüstungen der
Eingeborenen aus deutschen Kolonien, ethnologische und ethno-
(BR7542
graphische Gegenstände, Pflanzen, Literatur.

Eurngeneinde Darmſicdl.

Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog.
II. Osterfeiertag
Wald=Spaziergang
Sammlung präzis 2 Uhr am Bahnübergang
(6306
Dieburgerſtraße.
Von abends 7 Uhr ab gemütliches Zuſammen=
undél

ſein mit Tanz im kleinen Turnſaal.
(Bei ungünſtiger Witterung abends Zuſammenkunft im kleinen
Turnſaal mit Tanz.)
Der Vergnügungs=Ausſchuß.

Ludwigshröhe.
Jeden Mittwoch u. Samstag
Kur-Konzer t.

Eintritt 25 Pfg. 10 Abonnementskarten zu
1.50 ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe. (B7897

Kirchliche Anzeige
Freireligiöſe Gemeinde
1. Oſtertag, 6 Uhr nachmittags,
25
Jugendweihe (Konſirmation)
in der Freimaurerloge, Sandſtr. 18 (*8472ds

Restaurant Schweizerhaus‟

Telefon 282

Eberstadt Mühltalstr. 19

Kaffee Tee Schokolade Liköre
Weine ff. Biere Vorzügl. Küche
Geräumige Lokalitäten:: Schöner Garten u. Terassen
idealster Ausflugs- und Erholungs-Aufenthalt bei mässigen Preisen.

Harmstäider Koneune, Spar= und
Produktionsgenossenschaft e. G. m. b. H.
Unſeren verehrlichen Mitgliedern zur gefl. Kennt=
nis
, daß wir mit der eigenen Fabrikation von
Selterswaſſer und Limonaden heute begonnen
haben.
Bei unſerer techniſch vollkommenen Einrichtung und dem guten
Rohmaterial garantieren wir für
tadelloſes Erfriſchungsgetränk zu billigen Preiſen.
In allen Abgabeſtellen zu haben. Lieferung auch an Wieder=
verkäufer
billgſt. Für Mitglieder von 25 Flaſchen an frei ins
Haus. Flaſchenpfand 10 Pfg.
Der Vorſtand.

Frankfurt a. M.
Direktion: Vallé u. Scheuerl
Täglich
ab ½9½ 11 Uhr
Indercharwoche
mit Ausnahme Charfreitag
Grosse Vorstellung
Trocadero
Jeden Abend
von ½112 Uhr
Meltaliteg
Entré frei.
Ostersonntag
und Ostermontag
Grosse

im Intimen Theater
und im (8140mds
Trocadero
Grosses Festprogramm.

e
amd
M A Z Z EN
MAINZER, Bleichstr. 13
Dienſtag und Mittwoch
Feiertage wegen geſchloſſen

Bäckerei= und
Konditoreiwaren
Täglich friſche Kaffee=
und Nußkränze
von 50 Pfg. an
Fruchtkränze Stück 30 Pf.
Schneckennudel Stück 4 Pf.
friſche Käſetorte, Käſekuchen
ſowie alle andere Sorten Torten
und Kuchen (5995a
Kaffee= und Teegebäck in ver=
ſchied
. Auswahl. Beſtellungen
werden pünktlich ausgeführt.
Edmund Fürtmanm
Grafentsr. 19 Telef. 1425

Leufsche Luffschiffahrts
Aktien=Gesellschaft.

Am Donnerstag, den 4. April (bei ungünſtiger
Witterung Samstag, den 6. April) iſt die erſte
Begegnungsfahrt
der beiden Zeppelin=Luftſchiffe:
Viktoria Luise und Schwaben‟
mit Treffpunkt in Mannheim und
gemeinſamer Umkreisung dieſer Stadt geplant.
Abfahrt der Schwaben von Baden=Baden
10 Uhr vormittags, Abfahrt der Viktoria Luiſe von
Frankfurt ebenfalls 10 Uhr vormittags.
Preis per Platz in jedem Schiff Mk. 200..
Anmeldungen, Fahrkarten und Einzelheiten bei der
Hamburg-Amerika-Linie
Abteilung Luftschiffahrt,
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 14, Fernsprecher 1. 3370.
Telegr.-Adr. Hapag.
Baden-Baden, Sophienstr. 5, Fernsprecher 788.
Telegr.-Adr. Hapag.
(8253
Vertreter in Darmstadt, Adolph Rady, Zimmerstr. 1.

r. eeit mrete Za.

Großer, vorzüglich erhaltener
Restaurationsherd, mehr. Gas-
lüster
u. Wirts-Reklamelaterne
(7490a
billig abzugeben
Lerch, Ernſt=Ludwigſtraße 1.

ſchwarzes Sommer= Damen=
jackett
für mittl. ſtarke Perſon
zu kaufen geſucht. Offerten unter
X 80 an die Expedition. (*3632

Sehr ſchöne Bueen (Palmentilieg)
preiswert abzugeben
*8631ds) Seitersweg 12, 1. Stock. 14430a)

Direktion: Willy Roemheld.
Nur 5 Abende!
Dienstag bis Samstag
9. bis 13. April, 8 Uhr:
Berliner (7805a

Eantnit zuteh Deugern
Oberbapr. Bauerntheater

Donnerstag,
Ge
den 4. April

ADie Thurnbacherin
Max Walden-Ensemble

nische

Drama in 3 Akten von
Lud. Greinz.

Kar-Freitag, 5. April:
E keine Vorstellung

Samstag, 6. April:

Operetten-Possein3 Aktenv.
C. Kraatz u. G. Okonkowsky.
Gesänge von A. Schönfeld.
Musik von J. Gilbert.

Preier9., 2, 1.50 u. 5.
Vorverkauf: nur Verkehrsbüro.

frete us ferneien ein ennt.

Ghere

vierrädrig, ſtart
gen,
gebaut, geſucht.
(*8640
Expedition.

guterhaltener Gasherd
1 2flammig, billig abzugeben
*8627ds) Heinrichſtraße 64, part.

zuſammenlegbar. Sportwagen
billig abzug. Lichtenbergſtr. 20
(Ecke Gutenbeigſtraße).
(*8652

zolz, Kohlen, Briketts, Holz
S
(7861a
gehackt, billigſt.
Ph. Hild, Kiesſtraße 21.
neu,
Adler-Rad, billig zu vert.

Grafenſtraße 26.

I9ller
Naturwein
Flaſche von 80 Pfg. an
(7335a
bei
Gg. Sauerwein, Landwehrſtr. 7.

Möbel, ganze Hotels,
Kaufe alle Wohngs.= u. Bürealt=
Einricht., Pianos, Kaſſenſchr. auch
außerhalb zu reellem Wert (7831a
Tel. 1202. Kurtz, Pädagogſtr. 2.

Achtung!
Kammerjäger Schwarz
empfiehlt ſich zur Vertilgung v.
Ratten, Mäuſen, Schwaben,
Wanzen u. Ungeziefer jed. Art
Bitte Offerten in der Expedition
ſchriftl. niederzulegen. (*8659ds

(ein gebrauchtes Erbbegrabuis
zu kaufen geſucht. (*8362imd
Offerten u. A 9 a. d. Exp. d. Bl.

[ ][  ][ ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, hen 4. April 1912.

Nummer 81.

Tenhen 370

Ludwigsplatz

und in

sind in überreicher Auswahl eingetroffen und bitten wir um zwanglose Besichtigung.
Beide Abteilungen haben wir in dieser Saison ganz besonders vorteilhaft herausgebracht,
sowohl in den enormen Sortimenten, die zur Auswahl stehen, als auch in der hervorragenden
Preiswürdiokeit.
Beachten Sie unsere Schaufenster!
Beachten Sie unsere Schaufenster!
Auch in

für Anzüge und Paletots etc. ist das Lager mit allen Neuheiten der Saison reichlich ergänzt
und auch hierin bringen wir bekanntlich nur verbürgt gute Qualitäten zu billigsten Preisen.

(8261

Empfehle den Damen meinen
zeitgemäss eingerichteten

D Kopfwaschen mit Frisur 1.00 Mk.
Kopfwasch. mit Ondulation 1.50
G Kinderkopfwaschen . . 6.75
Neneste 17
Zeutraltrockenanlage
gesünd. Behandlung d. Haare.

Anfertigung aller Haar-
arbeiten
. Grosses Lager
in Zöpfen, Locken, Haar-
Unterlagen usw.
zu billigsten Preisen.
(672a

Elisabethenstr. 21.

hervorragend milde

Pfg. Zigarre

(0ods

Waren=Expedition
Elisabethenstr. 12
Tel. 979
Eigene Fabrikation Fabrikpreis.
Kuterh. Fahrrad m. Freil. ſpottb.
Wendelstadtstr. 47, Stb. (*8385imd

Induſtrie zur Saat
per Zentr. 5 Mk.
prima dicke
Steiſekarioſein
per Zentr. 4,50 Mk.
Johannes Seeger
Gr Kaplaneig. 34 (*8577md

Eine Partie

Ia Ausführung
regulärer Wert 1213 Mk., jedes
ſc9 135

Paar nur

Mk.

*8345imds) Neue Ireneſtr. 12, I.

Buchenſcheitholt
kurz geſchnitten und geſpalten
la trocken (7001a
per Ztr. Mk. 1,30, frei Keller

eet c gteh e

Bleichstr. 1. Leonhard Menger. Tel. 1608.
Dämpfen, Reinigen u. Desinfizieren
aller Bettfedern. Lager in Federn,
Daunen u. Barchent i. all Preisl. (646a

dum Wohnungswechſel! Gas=
lampen
, Gasherde jeder Art

Für die Feiertage!

billigſt. Vorjähr. Muſter weit unter Kalbsbraten, Kalbsrücken,
Preis. Aufarbeiten von Beleuch= Hammelbraten, Osterlamm-
tungskörpern
, Umänderungen, Ab=braten im Ausſchnitt, gerollter
u. Anmontieren prompt u. billigſt Kalbsnierenbraten in allen
Größen vorrätig. Spezialität: ff.
(5579a gehackte Kalbskoteletis bei (7808a
A. Guntrum

52 Stiftſtraße 52 (nächſt der Roß=
dörferſtraße
). Teieſon 1467.

Schönes hellgraues Empire=
kleid
zu verkaufen. (*8361imd
Nieder=Ramſtädterſtr. 75, Vorderh.
ebr. Schuhwerk aller Art kauft
zu höchſt. Preiſ. C. Minkler,
(*7678idid
Langegaſſe 10.

Louis Hein
Hoflieferant, Schuſtergaſſe 19.

eigenes Fabrikat
den Eölner Marken an Güte
gleich, nur bedeutend billiger
als diese, empfiehlt in Flaschen
und lose ausgewogen. (7507a
Fr. Beckenhaub,

Medizinal-Drogerie und
Parfümerie
Schul- und Wilhe lminenstrasse.

I. Hess. Versich. geg. Ungeziefer
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
Schuchardſtr. 14, p. Telephon 461.

Vertilgung von Ungeziefer jeder
Art wie Wanzen, Käfer, Ratten,
Mäufe uſw. billigſt unt. Garantie
und ſtrengſter Diskretion.

Für hausbeſ. Hotekes, Bälereien,
Reſtaur. uſw. Verſicherung geg.
Ungeziefer beſond. zu empfehlen.
Aeußerſt geringe Jahresprämie.
Koſtenloſe Ausſprache an Ort und
1Stelle. Poſtkarte genügt. (1198a

not. begl. Zeugniſſe
von Aerzten und
0000 Privaten verbürgen
den ſicheren Erfolg.
Aeußerſt bekömmliche und
wohlſchmeckende Vonbons
Paket 25 Pfg., Doſe 50 Pfg. zu
haben in Darmſtadt bei=
Chr. Schwinn, Drogerie, Ludw.
Zink. Drogerie, Weinbergſtr. 2,
kr. Seibert, Drog., Pallas=
wieſenſtr
. 44, Karl Steinhäuser,
N.=Ramſtädterſtr., Ph. Streh,
Bismarck=Drogerie, Fr. Becken-
haub
, Ecke Schul= u. Kirchſtr.,
C. Watzinger, Drogerie, Wil=
helmſtr
. 11. Adlsr-Drogerie,
Frankfurterſtr. 12/14, Fr. Schz-
fer
, Emanuel Fuld, Peter Keil,
Gg. Petry. Roßdörferſtr. 52,
Ph. Huwert, Ecke Wieners= u.
Roßdörferſtr. 21, Gg. Held,
Roßdörferſtr. 35, Ant. Braun-
warth
, Marktplatz, Wilh. Ritsert
jr. Grüner Weg 30, Otto Erb,
H. Wagenbrenner, Heidelberger=
ſtr
. 17, Garlslackin Nied= Ram=
ſtadt
, Adam Hartmann in Fränk.=
Crumbach, G. L. Friedrich in
Brensbach, Frisdrich Becker II.
u. G. u. Stühlinger, Reinheim.

pro Sack 10 Pfg.
Darmſtädter Fenſterfabrik
Wilhelm Werner
Ludwigshöhſtraße 13½ (*8396id

Weige, Phonograph, Gaslyra,
Gbiltig zu verkaufen Kies=
ſtraße
76, 1. Stock.
(*8505md

Ein gut erh. Sportwagen zu verk.
C=Schuknechtſtr. 56, III. (*8502mdk

[ ][  ][ ]

38 8l.

Donnerstag, 4. April.

1912.

3
Sei
adfer

elegant und
modern, beste
Verarbeitung
mit
tadellos. Sitz
in größter
Auswahl
ganz enorm
billig

bei

5253a

Flert

Grafenstrasse 231

Mühlſtraße 18, 2. Stock, ſchöne
14= event. 5 Zimmerwohnung mit
reichlichem Zubehör ſofort zu ver=
mieten
. Näheres part. (7966a Obere Liebfrauenſtraße 108
ruhiges 4 Familienhaus bei der
Taunusſtraße, beſſere Lage, iſt der
hübſche I. Stock. 4 Z. u. Zubehör,
zu 520 M. p. 1. Juli zu verm. Näh.
bei Sior, oberſter Stock. 8242a Viktoriaſtraße 90, 3. Stock,
ſchöne gr. 4 Zimmerwohnung mit
2 Manſardenzimmern, 2 Keller,
Trockenboden, Bleichplatz u. ſonſt
allem Zubehör per 1. Juli zu verm.
Auskunft wird part. erteilt. (7959ms Mauerſtraße 26, 1. Stock,
ſchöne 4 Zim.=Wohnung billig
zum 1. Juli z. vm. Näh. daſelbſt
wohnhausu. Kiesſtr. 84, part. (8275ms zweiſtöckig, mit Manſarde, Lauteschlägerstr. 5 2
r=2. u. 3. St. je 4 Zim., neuztl., an
mruh. Mieter. Näh. 1. St. (*8615ds
er Karlſtraße 63½, ſehr ſchöne
n
4 Zimmer=Wohnung mit Veranda
und allem Zubehör per 1. Juli.
Näheres parterre.
(8310ms Zimm Ludwigsplatz 4
3. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohng.
mit Küche, Keller u. Bodenraum
per ſofort oder 1. Juli zu vermiet.
Näheres daſelbſt im 1. St. (7908ids Wenerſtr. 35

parterre, 3 Zimmerwohnung auf
1. Juli mit Zubeh. zu verm. (7906t Waldſtraße 7, 1. Stock, 3 Zim.,
Kabinett und Zubehör, per 1. Juli.
Auskunft parterre. (*8394imdf Eine ſchöne 3 Zimmerwohnung
bis 1. Juli zu vermieten. Näh.
Nieder=Ramſtädterſtraße 31 bei
W. Wenner, Bäckerladen. (7961t Viktoriastr. 98, pt.
eine 3 Zimmerwohn. per 1. Juli
mit allem Zubehör. Zu erfragen
(8080ms 1
Manſarden=Wohnung
3 Zimmer, Küche mit Gas
Waldstr. 33, I. St. u. allem Zubehör per 1. Juli Garienſtraße 17, St, 3 Zim.
per ſofort zu vermieten. Näheres
Viktoriaſtraße 26, part. (8269id Löffelgaſſe 26, part., ſchöne
. 3 Zimmerw. mit Glasabſchl. Zu
elerfr. Gardiſtenſtr. 17, I.
8637 ne Gegenüber, auf 1. Juli ev. Schloßgaſſe 21 eine 3 Zim=nur f. beſſ. Herrn, vollk. freie ruh.
früher wegzugshalber zu vermieten. merwohnung, monatlich 20 Mk. 1
Neubau

Dieburgerſtr. 11 (*8682ds
6X3 Zimmerwohnungen per 1. Juli
zu verm. Näh Vorderh., part. Pankratiusſtr. 1 ſchöne 3 Zim=
merwohnung
per 1. Mai, event.
15. Mai, zu vermieten. Preis
(8327ms
300 Mk.

Mlete Ztmme

Schulſtraße 10,
erſter Stock, enth. 10 Zimmer,
Bad, Gas, Elektr. (auf Wunſch
Garten), p. 1. Oktbr. od. früher
zu vermieten. Die Wohnung iſt
tadellos hergerichtet. (7756ids

195 Heidelerger
e strasse 105
Einfamilien-

zu verkaufen. Näh. Roßdörfer=
ſtraße
9, 1. Stock.
(8282a

Rossdörfer
strasse 60
ſchöne große 7=Zimm.=
Wohnung, 2 Treppen
hoch, zum 1. Juli d. J.
zu vermiet. Einzuſehen
von 111 Uhr. (7878imd

Wienersſtr. 5223 Zimmerw.,
Werkſtatt ſofort.
(*8654ds

Wendelſtadtſtr. 49 2 Zimmer=
wohnung
zu vermieten. (8250a

ue
Ei

Holzſtr. 10 (bei J. Strauß) eine
Zimmer=Wohnung mit Küche ſo=
(3966ids
fort zu vermieten.

Wendelſtadtſtr. 39 1 großes
(8249a
Zimmer mit Küche.

Bei einer Dame ſind 1 oder
2 Zimmer an eine Dame ab=
die
Expedition ds. Bl.
8677

klein. Manſard.=
Mühlstr. 28 Logis,beſtehend
aus Zim., Kammer, Küche, Keller u.
Holzſtall, 10 Mk. monatl., per ſof.
zu verm. Anzuſeh. von 122 Uhr.
Zu erfragen Hinterhaus. (8311t

Schwanenſtraße 41 eine ſchöne
Manſardenwohnung mit allem
Zubehör zu verm.
(*258a

Gutenbergſtraße 12
1. Stock, ſchöne 5=Zimmerwohn., 11. Stock rechts.
der Neuzeit entſpr. eingerichtet, mit
allem Zubehör p. ſofort zu vm.
Näh. daſ. v. 25 Uhr. (6617ids

5=Zimmerwohn. mit Zubehör per1 zu vermieten. Preis M. 350.
ſofort zu v. Näh. 2. St.r. (6262omf) Landwehrſtr. 10. (8274t

Heinrichstr. 134, I.
elegante 5 Zimmerwohnung mit
Badeeinricht., Fremden= u. Mädch.=

Näh. daſelbſt 1. Stock, part. (6618t Zu erfr. 2. Stock.
Sssssatsteteg
Bisnarckstrasse 15
5 Zimmerw. per ſofort zu verm.
Einzuſ. tägl. v. 1012 u. 35 Uhr.
Näh. daſ. part.
(6214t

Heinrichstr. 130, part.
5 Zimmerwohnung (neuzeitl.) per
1. Juli. Anzuſ. 24 Uhr. Näh.
Hochſtraße 6, part.
(8273ms

Heinrichstr. 160, 1. St.
5 elegante Zimmer mit allem Zu=
behör
für 1. Juli zu verm. Näh.
Mathildenſtr. 41, 2. St. (8270ms
1 Zimmer
Mauerſtraße 22, 1. Stock,
ſchöne 4=Zimmerwohn. p. 1. Maſ
zu verm. Näh. part. (*8331ids
Seitersweg 10, I.
ſchöne 4 Zimmerw mit Veranda,
Bad u. allem Zubehör per 1. Juli
zu verm. Näh. 2. St. daſ. (*8398imds
Enlsaberlenstraße 45
ſchöne 45 Zim.=Wohn. m. Zubeh.
Näh. Vorderhaus 2. St. (4645if

Landaraf Gengſtr. 54
ſchöne 4 Zimmerw. per 1. Juli zu
verm. Näheres Carl Philipp Müller
Ww. Kelterei.
(8268ms

Dreibrunnenſtraße 7
verſetzungshalber ſchöne Manſarde,
3 Zimmer, Küche, Gas u. Zubehör,
per ſofort oder 1. Juli.
(*8678

O=Zim.=Manſ. mit Küche, Keller u.
Zub. a. ruh. beſſ. L. od. einz. D.
per ſofort z. v. Einſicht v. 12 Uhr al
Karlſtr. 67 pt., Halteſt. (B7126ids

Langegaſſe 11, Zweizimmerw.
mit Küche u. Waſſerleitung. Näh.
Waldſtraße 10, 2. Stock. (*8094sid

Nieder=Ramſtädterſtraße 75
kleine 2 Zimmerwohnung zu ver=
mieten
.
(7912a

Herdweg 13, 2. Stock, hübſche
kl. Wohnung an einzelne Dame
(B7348
ſofort zu vermieten.

Schulſtraße 10, im Seitenbau
parterre ſchöne Räume für Büro
geeignet, auf Verlangen großes
Magazin und gute Keller, zu ver=
mieten
.
7756ids

Eisabethenstrasse 17
Ecke der Wilhelminenſtr., 1. Stock,
auch zu Geſchäftszwecken ſehr ge=
eignet
, per ſofort zu verm. (45if

Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke ſind
größ. Büro=Räume zu vermieten.
H. Lautz.
(8289ms

nebſt Magazin mit
Hell. Laden oder ohne 3 Zim., für jed. Geſchäft geeign.
Eckt Saalbauſtr. u. Marienpl. 8,
iſt per ſofort eventuell ſpäter zu
vermieten. Näheres Hügelſtr. 27,
Kontor.
(730od

Lauteſchlägerſtraße 8
Werkſtätte ſof. zu verm. (*8594mds

Ecke Beck- u. Darmstr. 51
2. Stock, ſofort feines
Wohn= u. Schlafzimmer
Lage, herrl. Ausſicht, Balkon, Gas,
(*8641ds alle Bequemlichk., ſehr preiswert zu
verm., daſ. per ſofort auch (7003ids

Landgraf Georgſtr. 70, 2. St.,
eundlich möbliertes Zimmer zu
rmieten.
(5584id

Neckarſtr. 16, Gartenbau, gut
nöbl. Wohn= u. Schlafz. (5565ids
Mathildenplatz3, II., groß., gut

Obere Hügelſtr. 19, II., Ecke
Schützenſtr., ſchön möbl. Zimmer
zu vermieten.
(7617t

Saalbauſtr. 36 (Lad.) gut möbl.
Zim., auch mit Penſ., z. v. (*7651ids

Hölgesſtr. 11, part, ein ſchön
möbl., großes Zimmer, Schreib=
kommode
vorhanden, erfüllt den
Zweck als Schreibtiſch. (7468ids

Im rintenviertel
Schießhausſtr. 128, zum 1. Mai,
ev. früher, 3 ev. 2 gut möblierte
Zimmer nebſt gedecktem Balkon,
freie Südlage, Zentral=Heizung,
Gas. Einzuſ. 23 Uhr. (B7239ids
Beſſungerſtraße 8, III., möb=
liertes
Zimmer ſof. z. verm. (B7895

Lauteſchlägerſtraße 8
2 Zimmer für Aufbewahren von
Möbel ſofort zu vermieten. Näh.

daſelbſt, 3. Stock.

(*8595mds

Lauteschlägerstr. 5½
2 kleine Zimmer mit Kochofen an
alleinſteh. Frau oder Frl. zu vm.
Näheres 1. Stock.
(*8614ds

Nieder=Ramſtädterſtraße 16,
Gartenhaus, part., r., ſchön möbl.
(7860a
Zimmer per ſofort.
Luiſenſtraße 16, 2. Stock,
möbl. Zimmer.
(*8356ids

Inſelſtraße 38, I. frdl. möbl.
Zimmer, geſ., ruh. Lage, mit oder
oh. Penſ. zu verm. (*8280omf

Grafenſtr. 41 gut möbliertes
(7478a
Zimmer zu vermieten.

Eliſabethenſtr. 26, 1. St. (bei
Klein) großes gut möbl. Zimmer ar
Herrn od. Fräul. ſof. zu verm. 7736 St., gut
Alexanderſtr. 4, möbliert.
Zimmer mit od. ohne Penſion
an 1 od. 2 Herren zu vm. (6858t Martildensſah , Stb. Sten
einf. möbl. Zim. bill. zu verm. (7172f zugeben. Offerten u. A 94 an Martinſtraße 2 wegzugshalber
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
großer, geſchl. Glasveranda u. Ga
per ſofort zu verm. (B5426t Waldstrasse 2 3 möblierte
Zimmer, zuſammen oder getrennt,
ſofort zu vermieten.
(5010 Mühlſtr. 10, part., möbl. Zim.,
3,50 Mk. pro Woche, zu vm. (6859t Landwehrſtr. 13, 2. St., ein
ſchön möbl. Zimmer mit Penſion
per ſofort zu verm. (7256t Schloßg. 2, part., möbl. Zimmer
mit 1 od. 2 Betten zu verm. (7292t Eliſabethenſtr. 49, part., gut
möbl. Zimmer zu verm. (7371t Saalbauſtr. 40, 3. St., freundt.
möbl. Zim. ſofort zu verm. (7566t Karlstrasse 11, II.
ſehr großes hübſch möbliertes
Zimmer mit Schreibtiſch preis=
wert
zu vermieten. (7565t Eliſabethenſtr. 31, 1. St, möl
Zim., Preis 17 Mk., zu v. (7564t Hügelſtraße 89, freundl. möbl.
Zimmer, 15 Mk., auch für 2 Herren
mit Penſ. ſofort zu verm. 7754t Soderſtr. 4, I., elegant möbl.
Zimmer an beſſern Herrn, p. ſofort
zu vermieten.
7757t Soderſtr. 4, II. (Kapellplatz),
hübſch möbl. Zimmer im Zentr.
der Stadt ſ. zu verm. (*8328imd Neue Schwanenſtr. 72, II.,
gut möbl. Wohn= u. Schlafz. an ſol.
Herrn, auch paſſ. f. 2 Herrn. (*8427imd Waldſtraße 15, part., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*8358imd Kiesſtraße 18 ſchön möbl. un=
genierte
Zimmer, ev. Penſ. (7929a Ernſt=Lndwigſtr. 1, 3. Stock,
2 ſchön möbl. gr. Zim. ſof. (7928a Erbacherſtr. 5, pt., möbl. Zimm.
mit ſep. Eingang ſofort. (*8513mds Louiſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel,
einf. mbl. Zimmer m. Penſ. (*8524mds Rundeturmſtr. 15 möbl. Part.=
Zimmer, ſep. Eingang. (*8574md Gut möbliertes Zimmer,
alles neu, ſofort billig abzugeben.
Waldſtraße 26, 1. St. (*8526md bei Ph. Hild, frdl.
Kiesſtr. 51 möbl. Zim. mit od.
ohne Penſion bill. zu verm. (5008if Wieſenſtraße 9, part., ſchön
möbl. Zimmer, ſepar. Eingang, per
ſofort zu verm.
(6002oifs dh., 1. St. r. möbl. Z.
Karlſtr. 69 billig z. v. (B4671oif Hofſtallſtr. 8, 1. Stock links,
möbl. Zimmer zu verm. (6708if Mauerſtraße 12, II., gut möbl.
Zimmer mit Penſion ſof. (6565ods Eliſabethenſtr. 29, 1. St., 2
mbl. Z. (Wohn= u. Schlafz.) (*8266sods Ernſt=Ludwigſtr. 5, 2. Stock,
hübſch möbl. Zim. zu vm. (6733dso Hochſtr. 6, part., großes, ſchön
möbl. Zim. an ſol. Herrn. (8272ms Feldbergſtr. 30, 1. St., ſch. mbl.
Zim. mit Penſion, ſofort. (8271t Roßdörferſtr. 46, part., frdl.
möbl. Zimmer zu verm. (8304a Grafenſtr. 8, II., ſchön möbl.
Zimmer mit Schreibtiſch. (*8694

23 Schüler

finden liebevolle Aufnahme
in gutem Hauſe L. Pabst=
Rheinſtraße 29, 3. Stock. (6542a

Moderner
Aden
mit 2 großen Schaufenſtern in
guter Geſchäftslage dauernd zu
mieten geſucht. Offerten mit
Preisangabe unter A 84 an dier
Expedition ds. Bl.
(*8651

Herrſchaftliche
5 Zim.=Wohnung
mit Bad, wenn möglich Veranda.
und Garten, in guter und ruhiger
Lage ſofort geſucht.
Offerten mit Preisangabe unt.
L. K. 15 poſtlagernd. (*8689

eſucht per 1. Juli (f. 4 erw.
6 Perſ.) ſonnige 4 Zimmer=
Wohnung. Off. mit Preis unt.
A 34 a. d. Expedition. (*8461imd
3 Perſ) ſucht
Penſ. Beamter 4 Zimmerw.
zum 1. Mai in gutem Hauſe.
Offerten mit Preis und genauer
Angabe u. A 79 Exped. (*8633dsi
ſucht f. 1. Zunt,
Kleine Familik event. 1. Jult
4 Zimmerwohnung (parterre) in
verkehrsreicher Straße. Off. unt.
(*8415dsi
A 98 an die Exp.
3=Zimmerwohnung
per 1. Mai geſucht.
Gefl. Offerten mit Preisangabe
unter A 35 an die Exp. (*8463imd
62 Zimmerwohnung, wenn mög=
lich
mit Kochgas u. Bad, mögl.
i. d. Nähe v. Großh. Schloßgarten.
Off. mit Preis u. ſonſt. Angaben
unt. A 96 an die Exp. (*8671
ſucht ſch. 2 Zim.=
Brautpadl Wohn. m. Zub.
bis 1. oder 15. Mai. Angebote
mit Preisangabe unter B 3 an
die Expedition ds. Bl. (*8711
2 fein möblierte Zimmer
in der mittleren Heidelbergerſtraße
oder deren Nähe ab 14. Mai auf
2 Monate von Reſ.=Offiz. geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
A 54 bef. d. Exp. d. Bl. (8109mds
ſucht ungeniert möbliert.
Helt Zimmer im Zentrum. Off.
Frankfurt a. M., Schillerſtr. 7,
(*8679
1. St., bei Baldinger.
M äe
Zu verkaufen
aller Art,
Maurerwerkzeuge
ſowie Blendſteine, Fenſterbänke,
Fenſter, Läden, Falzziegel,
Flügeltüren, Haustüre, Tor=
pfeiler
, Gerüſtholz uſw. (*8672
Näh. Lagerplatz, Rhönring 45,
nachmittags 23 Uhr.
Zu verkaufen
eine Salongarnitur, 1 Diwan,
1 runder polierter Tiſch
Soderſtraße 64.
*8681)
Es ist der Mühe wert
ſich unſeren ausführlichen Katalog
gratis kommen zu laſſen (2562a
Geflügelhof Westfalen, Eiserfeld-Sieg.

Ludwigsplatz 4, II., möbliertes
Zimmer zu vermieten. (*8683ds

Waldſtr. 24, 1. St., gut möbl.
Zimmer. Näh. Vdh. part. (8313ids

der in Darmſtadt
Schüler, höh. Lehranſt. beſ.
will, findet Penſion in ev. Lehrers=
familie
bei voll. Fam.=Anſchl., ge=
wiſſenh
. Verpfleg. u. Beaufſicht. d.
Schularb. Preis mäßig. Off. u.
A 76 a. d. Exp.
(*8617md

Auschaut des berümten
:: Wormser Weinmostes::

Kein Trinkzwang. (114
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4, 1. Stock.

[ ][  ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912

Heilbewährt bei Katarrhen, Husten,
Heiserkeit, Verschleimung. Magen-
säure
, Influenza u. foigezustände.
Überzil erhältlich in Apotheken, Hragen und
Mineralwasser-Handlunnen.

Luftfahrt.

Die Allgemeine Luftfahrzeug=Ausſtellung Berlin 1912
wurde geſtern durch den Prinzen Heinrich von Preußen in
den Ausſtellungshallen am Zoologiſchen Garten eröffnet.
In den einheitlich mit erleſenem Geſchmack dekorierten
großen Hallen ſind in den Mittelfeldern in der Hauptſache
komplette Flugmaſchinen ausgeſtellt, die ſich von dem
blauen Untergrunde der Podien und von den gleichfalls
in blau und gold gehaltenen Drapierungen vorteilhaft
abheben.
In bunter Reihe wechſeln Ein= und Zweidecker der
verſchiedenſten Typen miteinander ab. Neben einer der
älteſten Maſchinen, auf denen einſt Wright ſeine erſten
Schauflüge auf dem Tempelhofer Felde dem ſtaunenden
Berliner Püblikum vorführte, ſah man eins der modern=
ſten
Flugzeuge, eine mit einer vollſtändig geſchloſſenen
Karoſſerie ausgeſtattete Taube von der Firma Rumpler=
Berlin, die wohl ſpeziell für die Ausſtellung erbaut wor=
den
iſt, und ſicher eine der Attraktionen der Ausſtellung
bilden wird. Auf der anderen Seite bewundern wir
ein ſturmerprobtes Euler=Flugzeug, auf dem
Prinz Heinrich von Preußen ſeine erſten Flüge aus=
führte
und auch ſein Piloten=Examen beſtand. Nicht weit
davon wiederum winkt eine ganz moderne Albatros=
Maſchine herüber, die mit beſonderer Sorgfalt herge=
richtet
wurde und bereits auf dem Pariſer Aero=Salon
die deutſche Induſtrie würdig vertreten hatte. Sie iſt
wohl für militäriſche Zwecke gedacht, denn rechts und
links von dem Führerſitz ragen mächtige Scheinwerfer
hervor, die die Orientierung und Beobachtung des
Geländes auch bei Flügen in der Nacht er=
möglichen
ſollen. So reihen ſich die Konſtruktio=
nen
faſt aller deutſchen Firmen aneinander; immer
wieder wird das Auge von neuen Ueberraſch=
ungen
gefeſſelt; wir leſen außer Albatros, Euler, Rump=
ler
, die Namen Aviatik, Guſtav Otto=München, Harlan,
Deutſche Flugzeug=Werke, Goedecker, Grade, Wright,
Haefelin u. a., die ſämtlich einen guten Klang haben.
Inzwiſchen reihen ſich in den Mittelfeldern die
großen Motoren=Fabriken, die gleichfalls mit beſonderen
Ueberraſchungen aufwarten und auf deren neuen Kon=
ſtruktionen
ſpäter eingegangen werden ſoll. Vorläufig
decken zum Teil noch ſchützende Hüllen die ſchmucken Aus=
ſtellungsſtücke
. Beſonders reizvoll iſt der Blick von der
oberen Galerie herab in die großen Hallen, denn von dort

aus hat man die ſeltene Gelegenheit, die Flugmaſchinen
auch einmal aus der Vogelperſpektive beobachten zu
können, die ſonſt aus ſchwindelnden Höhen überlegen zu
uns herabſchauen. Auf der Galerie hat die große Zahl
der Zubehör=Firmen Unterkunft gefunden, die durchweg
auch ſehr reichhaltiges und intereſſantes Material zur
Ausſtellung bringt. Dort befinden ſich auch die wiſſen=
ſchaftliche
und die kunſthiſtoriſche Abteilung, die eines
ernſten Privatſtudiums wert erſcheinen und mit ganz
beſonderem Fleiß und Geſchick zuſammengeſtellt ſind.
Bei der Reichhaltigkeit des Gebotenen iſt zu erwarten,
daß nicht nur ein engerer Kreis von Intereſſenten und
Flugtechnikern in der Ausſtellung auf ſeine Koſten kom=
men
wird, ſondern daß auch das große Publikum, das
ſpeziell in der Reichshauptſtadt ſo lebhaften Anteil an der
Entwickelung des Flugweſens nimmt, die Gelegenheit
nicht vorübergehen laſſen wird, um ſich über den derzeiti=
gen
Stand der deutſchen Flugzeug=Induſtrie zu infor=
mieren
. Das iſt ja eine der Hauptaufgaben der Aus=
ſtellung
, das Intereſſe für die Aviatik noch in weitere
Kreiſe zu tragen und der aufſtrebenden, aber ſchwer
kämpfenden deutſchen Flugzeug=Induſtrie dadurch wei=
tere
Förderer und Anhänger zu gewinnen.
Flugleiſtungen in Johannisthal. Trotz
der ungünſtigen Witterung des März wurde an 26 Tagen
geflogen. Ausgeführt wurden die Flüge von 79 Aviati=
kern
. Der Harlan=Flieger Leutn. Krüger hat mit 14
Stunden 29 Minuten 4 Sekunden ſowohl die größte
Flugzeit, wie mit 76 Aufſtiegen auch die größte Anzahl
von Flügen zu verzeichnen: Ueberlandflüge vom Flug=
platz
führten 10 Flieger aus. Die Pilotenprüfung be=
ſtanden
Leutn. Blüthgen (Luftverkehrsgeſellſchaft). Ober=
leutnant
v. Detten (Taube), Leutn. v. Gorriſſen ( Deutſch=
land
), Leutn. Joly (Taube), Oberleutn. Keller (Taube),
Leutn. Siber (Taube).

Landwirtſchaftliches.

Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 26. März bis 1. April 1912.
Die einerſeits durch den engliſchen Kohlenarbeiterſtreik,
andererſeits durch den italieniſch=türkiſchen Konflikt hervor=
gerufene
Knappheit an Schiffsraum und die damit zu=
ſammenhängende
Verteuerung der Seefrachten macht ſich im
internationalen Getreidehandel empfindlich fühlbar. Die
Weltverſchiffungen hielten ſich wieder in mäßigen Grenzen,
bemerkenswert war vor allem der geringere Umfang der
argentiniſchen Wochenausfuhr, wobei außer den Verhält=
niſſen
des Frachtenmarktes auch der Umſtand mitzuſprechen
ſchien, daß es am La. Plata an den zur Erfüllung früherer
Abſchlüſſe erforderlichen Quantitäten mangelt. Die am
Weltmarkte herrſchende Knappheit ſowie die Erhöhung der

Forderungen für den ausländiſchen Weizen laſſen die Kon=
ſumgebiete
andauernd auf deutfchen Weizen zurückgreifen,
ſo daß ſich in der Berichtswoche wieder ein lebhaftes Ge=
ſchäft
nach Italien, Frankreich, Belgien, England und nach
dem Rhein entwickeln konnte. Außerdem hatten hieſige
Händler wieder mehrfach Gelegenheit, ausländiſchen Wei=
zen
vorteilhaft nach Hamburg zu verkaufen. Alles das be=
wirkte
im Lieferungsgeſchäft lebhaften Deckungsbegehr und
ein Anziehen des Maipreiſes um 4½ Mark. Sehr ruhig
ging es demgegenüber auf dem Roggenmarkte zu, denn der
Export ſtellt nur geringe Anſprüche und die Mühlen kaufen
ſehr vorſichtig. Immerhin wirkte das Beiſpiel des Weizen=
marktes
anziehend, und auch der geringe Umfang desinländi=
ſchen
Angebotes bei vermehrtem Intereſſe Weſtdeutſchlands
ſtützte die Tendenz. Die neuerliche ſcharfe Steigerung der
Preiſe für ruſſiſche Gerſte blieb gleichfalls nicht ohne Ein=
fluß
, da man infolgedeſſen mit einem ſtärkerem Roggen=
verbrauch
zu Futterzwecken rechnet. Die Lage im Handel
mit Ruſſengerſte ſpitzt ſich immer mehr zu, die letztwöchent=
lichen
Verſchiffungen betrugen nur noch 8000 Tonnen, ein
Zeichen, daß ſelbſt bei den ungewöhnlich hohen Preiſen
keine Ware in Rußland zu beſchaffen iſt. Hafer hatte zwar
weiter ruhiges Geſchäft, doch gaben ruſſiſche und argen=
tiniſche
Rückkäufe dem Markte ein feſtes Gepräge. Mais
konnte trotz der in Ausſicht ſtehenden großen argentiniſchen
Ernte ſeinen Preisſtand gleichfalls um 12 Mark verbeſſern.
Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letz=
ten
Markttage wie folgt:

Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg .217
182½(441
195
*1½
Danzig
.218

184 (*8
194 (*3
215 (* 6 ) 185
Stettin
193
Poſen
.207 (4
181 (*
190
Breslau .
.208 (F 5 ) 180 (*1
191
Berlin
188 (*2
.218
208
Magdeburg .214
189 (*2
206
.216 (*
194 (*3 ) 213
Halle .
195 (*4
.218
Leipzig
213 (4
184
.212 (* 3
Roſtock
195 (*2
.216
197
Hamburg
212
4
Hannover
191 (*1
.212
214 (*1
208 (
Düſſeldorf
200 (*
4
222
3 ) 197 (4
.223
Köln
207 (*1 )
Frankfurt a. M. 222½ (* 1 ) 199
212½
Mannheim . . 230 (* 21
200 (*2½) 215
215
202½
Straßburg . . 230
München
220
215
235
. 233 (*2
2
Stuttgart
213
211

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 221,25(4,50),
Peſt April 192,20 (*0,59), Liverpool Mai 176,65 (P 3,95),
Paris April 231,95 (0,40), Chicago Mai 157,90 (0,95),
Roggen: Berlin Mai 193,75 (*. 2,75), Hafer: Berlin Mai
197,25 (P 3,25), Futtergerſte frei Hamburg unverzollt
ſchwim. 169,50 (*7), April 165 (*5), Mais: La Plata
Mai=Juni 120 (* 1) Mk.

Finkkure

Der Biatarmarund Sleiensuchf
mit Kasseler Hafer-Kakao sind sehrzu empfehlen.
Man trinkt den Kasseler Hafer-Kakao in Milch
gekocht 4mal täglich und zwar zum ersten
Frühstück, vor dem Schlafengehen, ausserdem
zwischen 1011 vormittags und 45 abends.
Wird diese Kur längere Zeit fortgesetzt, so be-
wirkt
sie eine Besserung der Blutbeschaffen-
heit
und reichliche Anbildung der Körpergewebe,
Muskulatur und von Fett. Kasseler Hafer-Kakao
ist nur echt in blauen Kartons für 1 Mark
27 Würfel für 4050 Tassen), niemals lose.
(8290M

Muosotil!

Eine Umwälzung auf dem Gebiet
der Haarpflege durch neueſte hygie=
niſche
Erforſchung. Keine Kräuter,
kein Teer, kein Alkohol, keine Nach=
waſchung
. Großartig, angenehm
wirkend auf Haut, Haar und
Nerven. Ein noch jüng. Herr, der
trotz all. vorh. Mittel ſich nicht mehr
Stärke dein Haar mit zu helfen wußte, teilt uns mit: Zu
mein. größt. Freude kann ich Ihnen
Mvosotlf, mitteil., daß das von Ihnen bezog.
Myoſotil v. großart. Wirk. iſt. Nach
Kein Haarausfall, keine Schin= Gebr. d. erſt. halb. Flaſche war der
nen, kein frühzeitiges Ergrauen Ausfall ſchon gehemmt, hörte dann
mehr, kein Weiterleben von ganz auf, u. werde ich nach weit.
Mikroben. Amtl. unterſucht, Gebr. w. ein geſund. Wachstum erziel.
patentamtl. geſch. Von größ. Hochacht. P. B., Beamter. Ein ca.
Heil=Inſtit. beſond. empfohl. 60jähr. Herr ſtaunte, daß ihm eine faſt
Von hoh. ärztlich. Autorit, enthaarte Stelle nach kurz. Gebr. m.
im Gebrauch.
Mhoſotil wied. auswuchs. Mütter

Depots: G. F. Frank, Parf., Eliſabethenſtr., C. Schwinn, Hof=Drog.
Rheinſtr., G. Liebig & Co. Nachf., Drog., Luiſenſtr., G. Schmidt
(7901H
Nachf., Parf., Luiſenſtraße.

r dort ?
35
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett. ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

Rhabarberpflanzen zu verkaufen
Schlachthausplatz 1, 1. St. (*8363ids

2085!!
Wer dort ?
Hier M. Obstfeld, Althändler,
7 Kleine Bachgaſſe 7.
Kaufe getr. Kleider, Schuhe, Möbel
alte Waffen, Fahrräder, Zahn=
gebiſſe
. Tel.=Nr. 2085 oder Poſt=
karte
, komme auch auswärts. (7625a

Pianino
für 150 Mk. zu verk., frei geliefert
Pfungſtadt, Kaiſerſtraße 6. (*8629

(318sHI)

Kaufe

74191)

getrag. Kleider,
Schuhe ꝛc. zu den
höchſten Preiſen.
Poſtkarte genügt.
M. Schnitzer
Schloßgaſſe 20

Fan neues Mädchenbet, Bet. m.
Matr. u. guterh. Eisſchrank f. Ge=
ſchäfth
. paſſend, billig zu verk.
8635ds) Saglhauſtraße 37, part.

3oceecee
Sssesseeeeee
Empf. für die Feiertage:
fst. franz.
s Eiernudeln
per Pfund 65 Pfg.
Maccaroni
v. Rivoire u. Carret, per Pfd.
65 Pfg.
(8308s

s Hochf. Eiernndeln
5
. und Maccaroni:
Marke drei Glocken
5
Kalif. u. fürk. Zweischen
8 p. Pfd. 55, 60 u. 80 Pfg.
Apfelringe, Apri-
5 kosen, Prünellen
in nur pr. Qualitäten
§ Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtr. 17 Fernſpr. 779
Mitgl. d. Rab.-Sp.-Vereins.
1ocseeeé

Strauss C Derhwurt
Mathildenplatz 2 Telephon 2572
empfehlen
ausser ihrem reichhaltigen Lager in allen Sorten
Därmen und Gewürzen:
Füllmaschinen
Fleischmühlen
Eisschränke
Laden- u. Wiegeblöcke
Wagen und Gewichte
Mengmulden
Messer, Stähle, Haken
Theken u. vollständige
Laden-Einrichtungen
u. S. W.
(8303a

Sie lauſen Waſſer,
verehrte Hausfrau,
wenn Sie Butter ſtatt Kunerol verwenden. Erſtere hat 1516%
Waſſer und koſtet billigſt 1.35 Mk. per Pfund. Letzteres iſt waſſer=
und zuſatzfreies Kokosnußfett, koſtet 70 Pfg. per Pfund und wird
als beſonders zuträglich ſelbſt in Hoſpitälern benutzt. Es iſt geſchmack=
und keimfrei, unbegrenzt haltbar und vorzüglich für alle Küchen=
zwecke
. Die Pflanzenbutter=Margarine Kunerona (aus Kunerol
und Milch) gleicht an Duft, Geſchmack und Aroma feinſter Tafelbutter.
Kunerolwerke G. m. b. H., Bremen.
Achtung vor Nachahmungen!
(V8279

Schuisücher gebunden, vorrätig bei
earr Konter, Schulstrasse 10

in den neuesten Auflagen,
sowie in antiquar. Exempl.
für sämtliche Schulen, gut
(7519a
Zuchhandlung