Abonnementspreis
Inſerafe
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertell. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Ber
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Samstag.
Das Neueſte vom Tage.
Der Bundesrat iſt zu einem Einverſtändnis auch
über die Deckungsvorlage, für die neuen
Wehrvorlagen gelangt. Der Geſetzentwurf zur
Abänderung der Kontingentsbeſtimmungen des
Brannt=
weinſtauergeſetzes ſoll dem Reichstag bei ſeinem
Wie=
derzuſammentritt nach Oſtern gleichzeitig mit den
Wehr=
vorlagen zugehen.
In der Zweiten elſaß=lothringiſchen
Kammer wurde ein Antrag auf Errichtung
einer Techniſchen Hochſchule in Elſaß=
Lothringen einſtimmig angenommen.
Die allgemeine Luftfahrzeug=
Ausſtel=
lung in Berlin, die „Ala”, wurde geſtern vormittag
durch den Prinzen Heinrich eröffnet.
Zur Beilegung des Ausſtandes im
Schnei=
dergewerbe wurde in Jena eine
Einigungs=
kommiſſion gewählt.
Der König von England hat dem Präſidenten der
Lokalverwaltung, Burns, 1000 Guineen, die Königin
und die Königin=Mutter je 1000 Pfund zur
Linderung der durch den Kohlenarbeiterſtreik
verurſachten Not zugehen laſſen.
Die letzten Ziffern über die Abſtimmung der
engliſchen Bergleute lauten 156 247 gegen
und 141540 für die Aufnahme der Arbeit.
Die ſchwediſche Regierung ha) im Reichstag
eine Vorlage eingebracht, nach der den Frauen das
aktive und paſſive Wahlrecht verliehen werden ſoll.
Die Nationalverſammlung in Peking
be=
ſchloß, den Sitz der proviſoriſchen
Regie=
rung nach Nanking zu verlegen.
Der Prinz von Wales in Paris.
* Aus London, 1. April, wird der Köln. Ztg.
ge=
ſchrieben: Heute morgen um 11 Uhr reiſte der Prinz
von Wales, begleitet von ſeinem Gouverneur, Herrn
Hanſell, vom Bahnhof Victoria ab, um einige Monate
in Paris zu verbringen, ſich in der franzöſiſchen Sprache
zu vervollkommnen und inkognito als Earl of Cheſter,
halb privatim ſeine erſten Schritte in die Außenwelt zu
tun. Der König gab ſeinem Sohne das Geleit, und
das zahlreiche Publikum, das den beliebten Zug benutzte,
ſah mit freundlicher Teilnahme den Thronerben zum
er=
ſten Male von ſeinem Vater Abſchied nehmen, um in die
Welt hinaus zu ziehen. Der Prinz wird im Juni ſein
achtzehntes Jahr vollenden. Er iſt ein friſches,
geſun=
des Vürſchchen, einſtweilen noch nicht ſehr groß, aber,
ohne gerade hübſch zu ſein, eine angenehme blonde
Er=
ſcheinung, von einem Typ, dem man hier unter ſeinen
Altersgenoſſen zu Hunderten begegnet. Obſchon der
Prinz nach der häuslichen Ausbildung wie ſein Vater
ſeine Lehrjahre zu Lande und zu Waſſer in der Flotte
durchgemacht hat, iſt er in Erſcheinung und Weſen ſehr
jung für ſein Alter geblieben und hat einen Zug von
Schüchternheit behalten, der ihn nicht übel kleidet, der
aber allmählich bei dem Thronfolger eines großen
Rei=
ches einer gewiſſen Sicherheit des Auftretens Platz
machen ſollte. Vielleicht hat das auch ſeinen Eltern den
Pariſer Aufenthalt nahegelegt. Wie es heißt, ſoll der
Prinz eine Zeitlang an wenigſtens einer der alten
eng=
liſchen Univerſitäten ſtudieren und dann in ein
Kaval=
lerie=Regiment eintreten. Doch für beides wäre erſt eine
Uebergangszeit und die erwähnte größere Sicherheit
und Selbſtändigkeit erwünſcht. Dieſen Uebergang nun
ſoll der junge Herr im Hauſe und in der Familie des
Marquis de Bretenic in Paris durchmachen, der ein
lang=
jähriger Freund ſeines Großvaters und jahraus,
jahr=
ein ein häufiger Hausgaſt auf dem Schloſſa zu
Sand=
ringham war.
Der Marquis iſt mit einer Amerikanerkn aus gutem
Hauſe vermählt, hat zwei Söhne von 18 und 20 Jahren,
ſeht in Paris und auf dem Lande viel ſehr gute fran=
Zöſiſche und ausländiſche Geſellſchaft bei ſich, und ſein
Haus gewährt nach Anſicht der Eltern die nötigen
Sicherheiten und die richtige Umwelt, in der der Earl
of Cheſter ſeine erſten ſelbſtändigen Schritte in der
Ge=
ſellſchaft machen könnte. Selbſtverſtändlich wird er die
vielen intereſſanten und ſchönen Dinge ſehen, die den
ausländiſchen Kunſtliebhaber unwiderſtehlich nach der
franzöſiſchen Hauptſtadt locken, aber außerdem auch unter
anderem Vorträge über Völkerrecht hören und vor allem
nur Franzöſiſch ſprechen. Seine Eltern haben die
Not=
wendigkeit von beidem erkannt. Königin Mary ſpricht
Franzöſiſch wie Deutſch vortrefflich, der König dagegen
iſt kein großer Sprachgelehrter. Man erinnert ſich, daß
er als zweiter Sohn urſprünglich nicht zum Kronprinzen
ausgebildet worden war, und wie weiland
Alexan=
der III. von Rußland ſchon in den Mannesjahren ſtand,
als ihn der Tod ſeines Bruders, des Herzogs von
Clarence, in die direkte Linie der Erbfolge verſetzte. Man
hatte es bei dem für die Flotte beſtimmten Prinzen
viel=
leicht mit den Sprachen nicht ſo ernſt genommen, kurz
der damalige Herzog von York hat ſeit den Tagen, wo
er Thronfolger wurde, und bis heute die Gewandtheit
im Umgange und in der franzöſiſchen und deutſchen
Sprache, die ſeinem Vater in beſonderem Grade eigen
war, empfindlich vermißt. Wenn es richtia iſt, was viel
erzählt wird, daß Königin Alexandra es noch leichter
mit dem Unterricht genommen habe, und daß vor allem
Wert darauf gelegt wurde, daß Prinzen und
Prinzeſſin=
nen nur recht engliſch wurden, ſo wird einerſeits das
Ergebnis, anderſeits aber auch der Grund verſtändlich,
warum das gegenwärtige Königspaar wieder nach der
anderen Richtung einſchwenkt und die Erſprießlichkeit
er=
kennt, dem Stammhalter in Paris zeitig die Zunge löſen
zu laſſen.
Daß dieſer Gedanke den Nachbarn und
Entente=
genoſſen ſchmeichelt, gerade zu einer Zeit, wo infolge
der Verhandlungen zwiſchen Frankreich und Spanien,
die für England ein ganz beſonderes Intereſſe beſitzen,
ſich hier der wirklich politiſchen Gemüter eine kleine
Span=
nung bemächtigt hat, wird in den Augen leitender
Per=
ſönlichkeiten hier nicht ohne Wert ſein. Die Zähigkeit,
mit der die Leiter der franzöſiſchen Politik Gibraltar
gegenüber den Spaniern mehr abzudrücken ſuchen, als
man hierzulande von Anfang an im engliſchen Intereſſe
für zuläſſig erachtete, hat hier ſelbſt unter den begeiſterten
Anhängern der Entente ſo ſehr verſtimmt, daß hier und
da bezeichnende Kundgebungen laut wurden. Man
be=
ſann ſich auf einmal darauf, daß es doch vielleicht nicht
ratſam ſei, die ſchon bedeutend geſchwächte
Mittelmeer=
flotte von Malta nach Gibraltar zu verſchieben und
ſozu=
ſagen zum Anhängſel der Kanalverteidigung zu machen,
und zwar gerade zu einer Zeit, wo Italien mehr als
zuvor als Seemacht hervortritt und ſich am öſtlichen
Nordrande Afrikas feſtſetzt. Man vernahm an ganz
un=
erwarteter Stelle das Wort, es ſei am Ende einſeitig und
verkehrt, wie hypnotiſiert nur nach den deutſchen
Flotten=
rüſtungen zu ſpähen. Und heute wird in einem Artikel
des miniſteriellen Daily Chronicle über auswärtige
Po=
litik ganz vernünftig auseinandergeſetzt, daß es
ſchließ=
lich ganz verſtändlich ſei, wenn Deutſchland ſeine
Rü=
ſtungen verſtärke, ohne daß man dabei notwendig
An=
ſchläge gegen England wittern dürfte. Denn im vorigen
Sommer ſei man bei uns zu der Erkenntnis erwacht, daß
Frankreich mit weniger als zwei Dritteln der
Bevölke=
rung Deutſchlands dieſem mit ſeiner Heeresmacht ganz
gewachſen ſei, daß die Heere des ganzen Dreibundes
zuſammen kleiner ſeien als das ruſſiſche allein, und daß
Rußland mehr an ſeine Flotte wende als Deutſchland.
Angeſichts ſolcher Tatſachen, meint das Chronicle, ſei es
durchaus erklärlich, daß man in Deutſchland mit anderen
Gefahren vor Augen ſich gegen die Auffaſſung auflehne,
daß England von keiner andern Seite als von
Deutſch=
land bedroht ſei. Es iſt eine erfreuliche Erſcheinung, daß
man hier endlich aus der entſetzlichen Einſeitigkeit der
Auffaſſung erwacht und zur Erkenntnis kommt, daß auch
noch andere Leute in der Welt ſind.
Anläßlich der Ankunft des Prinzen von Wales
ſchrieb der Temps: „Der Prinz von Wales iſt an einem
denkwürdigen Tage eingetroffen, nämlich an dem Tage,
an dem Frankreich das Protektorat über Marokko durch
Unterzeichnung der Akte durch Muley Hafid endgültig
übertragen wurde. Vor 8 Jahren war das Abkommen
über die Zukunft des ſcherifiſchen Reiches zwiſchen der
britiſchen und der franzöſiſchen Regierung zuſtande
ge=
kommen. Während der peinlichen Kriſe, die die
Alge=
ciraskonferenz mit ſich brachte, hat England uns von
ſei=
ner freundſchaftlichen Geſinnung und Zuneigung für
uns durch hervorragende Dienſte, die es uns geleiſtet
hat, überzeugt. Wir hoffen, daß es uns in der
Gegen=
wart oder in der Zukunft gelingen wird, das
Wohlwol=
len, das uns unſer britiſcher Nachbar entgegenbringt,
zu rechtfertigen. Wir werden beſtrebt ſein, unſeren
Nach=
barn über dem Kanal ſeine Verdienſte zu belohnen,
in=
dem wir verſuchen werden, Gleiches mit Gleichem zu
vergelten. In dieſem Gefühle heißen wir heute den
ſympathiſchen Prinzen von, Wales in der Hauptſtadt
unſeres Landes herzlichſt willkommen.”
Der Protektoratsvertrag Frankreichs
über Marokko.
* Aus Fez wird vom 1. April gemeldet: Der
Ver=
trag, betreffend das Protektorat Frankreichs
über Marokko, umfaßt 7 oder 8 Artikel. Der
Sul=
tan unterzeichnete den Vertrag eigenhändig. Es geht
das Gerücht, daß der Sultan am erſten Tage nicht
ge=
neigt war, zu unterzeichnen, aber ſpäter keine
Schwierig=
keiten machte. Der Text, den Regnault aus Paris
mitge=
bracht hatte, blieb unverändert. Der Agence Havas
wird aus Fez gemeldet: Der Protektoratsvertrag erklärt,
daß Frankreich und Marokko übereingekommen
ſind, ein neues Regime zu errichten. Der Vertrag
erklärt ſodann Freiheit der Religion und gibt
Frank=
reich das Recht der militäriſchen Beſetzung unter dem
Geſichtspunkt der Aufrechterhaltung der Ordnung in
allen Punkten, wo ſich dies als notwendig erweiſen ſollte.
Die Beſetzung ſei dem Sultan vorher zu notifizieren.
Der Vertrag ſpricht des weiteren davon, daß dem
Sul=
tan zur Aufrechterhaltung ſeiner Autorität Unterſtützung
zu gewähren ſei. Er ſetzt die Vollmachten des
General=
reſidenten feſt, er ordnet die diplomatiſche Vertretung
Marokkos durch Frankreich, gibt die Grundzüge einer
finanziellen Neuordnung und unterſagt die Aufnahme
von Anleihen ohne Zuſtimmung der franzöſiſchen
Re=
gierung.
Präſident Fallisres hat dem Sultan telegraphiſch
ſeine Glückwünſche zum Abſchluß der Unterhandlungen
ausgeſprochen und ihn zugleich der Unterſtützung
Frank=
reichs verſichert.
Der Matin voröffentlicht eine Unterredung
ſei=
nes Fezer Berichterſtatters mit Muley Hafid, der
u. a. geſagt habe: Gewiß, Frankreich iſt mächtig und
könnte ſein Regime mit Gewalt durchſetzen. Es würde
das marokkaniſche Volk durch Furcht und Schrecken
be=
herrſchen, aber dieſes Vorgehen würde den Franzoſen
ſchwere Opfer an Menſchen und Geld auferlegen und bei
der erſten Geleganheit würde unter den Marokkanern
ein Aufſtand ausbrechen. Frankreich wird ſich, um ein
erfreuliches Ergebnis zu erzielen, möglich der
Vermitte=
lung des Maghzen bedienen müſſen. Betreffs der
Auf=
nahme des neuen Regimes durch die Marokkaner ſagte
Muley Hafid: Man muß einen Unterſchied machen
zwi=
ſchen den die Ebene bewohnenden Arabern und den in
den Bergen wohnenden Berberſtämmen. Dieſe werden
anfangs die Aktion Frankreichs ohne entſprechenden
Zwang nicht zulaſſen und man wird in einen Kampf
mit ihnen eintreten müſſen. Deshalb wird die Aufgabe
Frankreichs viel Geduld und Ausdauer erfordern. —
Der=
ſelbe Berichterſtatter meldet: Die zur Feier des
Protek=
toratsvertrages geplanten Geſchützſalven ſeien
unterblie=
ben, weil an demſelben Tage bei Sefru ein heftiger
Kampf zwiſchen den franzöſiſchen Truppen und den
auf=
ſtändiſchen Stämmen ſtattgefunden und man befürchtet
habe, daß durch die Kanonenſchüſſe in der Bevölkerung
eine Panik hervorgerufen warden könnte.
Deutſches Reich.
— Die Wahl in Alzey=Bingen. Der
Be=
richt der Wahlprüfungskommiſſion des Reichstags über
die Wahl in Alzey=Bingen ging jetzt dem Reichstag zu.
Die Kommiſſion beantragt, die Wahl des
national=
liberalen Abg. Dr. Becker zu beanſtanden und den
Reichs=
kanzler zu erſuchen, durch Vermittelung der
großherzog=
lich heſſiſchen Regierung eine Reihe von
Beweiserhebun=
gen anſtellen zu laſſen. Der Bericht kommt zu folgen=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Nummer 81.
dem Schluß: Durch die mitgeteilten endgültigen
Be=
ſſchlüſſe der Kommiſſion beläuft ſich die Stimmenzahl für
Becker auf 12016 und die für Korell auf 12013. Hierdurch
iſt alſo die Mehrheit für Dr. Becker nicht beſeitigt. Da
die eventuelle Wirkung der für erheblich erachteten
Pro=
teſtpunkte im Falle ihrer Bewahrheitung weit über die
Stimmenmehrheit des Abg. Dr. Becker hinausgehen
würde, gelangt die Kommiſſion einſtimmig zur
vorläu=
figen Beanſtandung der Wahl. Es wurde noch die Frage
erörtert, ob dem Wunſche ſtattgegeben werden könnte,
vorläufig nur einen Teil der beſchloſſenen Beweiſe zu
erheben, um Zeit zu erſparen, weil bek der geringen
Mehrheit, die hier in Frage kommt, ſchon die
Feſtſtel=
lung einiger Unregelmäßigkeiten genügen könnte, um die
Gültigkeit der Wahl zu beſeitigen. Die Kommiſſion hat
aber von einem ſolchen Beſchluß Abſtand genommen,
weil ſie der Anſicht war, daß ihrer endgültigen
Entſchei=
dung ein nach allen Richtungen hin vollſtändiges Bild
zugrunde liegen müſſe.
— Der Bundelsrat und die
Wehrvor=
lagen. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt:
Der Bundesrat gelangte vor Eintritt in die Oſterpauſe
zu einem Einverſtändnis auch über die Deckungsvorlage.
Der für die neuen Wehrforderungen hier noch
aufzuſtel=
lende Geſetzentwurf zur Abänderung der
Kontingents=
beſtimmungen des Branntweinſteuergeſetzes wird
bin=
nen kurzem ſeine formale Ausgeſtaltung erhalten. Es iſt
mit Sicherheit zu erwarten, daß er dem Reichstag bei
ſeinem Wiederzuſammentritt nach Oſtern gleichzeitig mit
den Wehrvorlagen zugehen wird.
— Ein Entwurf über die geſetzliche
Re=
gelung des Poſtſcheckverkehrs wird, wie eine
parlamentariſche Korreſpondenz mitteilt, dem Reichstage
nach Oſtern zugehen. In dem Entwurfe werden nur die
grundlegenden Beſtimmungen des Poſtſcheckverkehrs
feſt=
gelegt werden, während Abänderungen der
Poſtſcheckord=
nung in Zukunft auf dem Verordnungswege veranlaßt
werden. Der Entwurf wird die geltende
Poſtſcheck=
ordnung in verſchiedenen Punkten abändern, ſo wird die
Zuſchlagsgebühr von 7 Pfg. beſeitigt, die
Einzahlungs=
gebühr beträgt für alle Zahlungen 10 Pfg. (jetzt 5 Pfg.),
die Steigerungsgebühr (ein Zehntel pro Mille) fällt fort,
die Vorauszahlungsgebühr ſoll 5 Pfg. für je 500 Mark
betragen. Die 3 Pfg.=Ueberweiſungsgebühr bleibt. Eine
Beſchränkung in der Einzahlungsſumme fällt fort, auf
einen Schack dürfen 20000 Mark (bisher 10000 Mark)
gezahlt werden. Der Verkehr zwiſchen Poſtſcheckamt und
Konto=Inhaber bleibt wie bisher portopflichtig, ſofern
die Konto=Inhaber nicht im Bezirke des Poſtamtes für
das Poſtſcheckamt wohnen.
— Die Oſtmarkenzulage. Da die
Oſtmar=
kenzulage für die Poſtbeamten vom Reichstag in zweiter
Leſung geſtrichen wurde, ſo hat der Staatsſekretär des
Reichspoſtamtes die Weiſung gegeben, daß die
Oſtmar=
kenzulage vorläufig nicht weiter gezahlt wird. Es wird
jedoch jetzt die Frage ventiliert, ob dieſe Poſtbeamten
nicht gegen den Reichsfiskus Klage auf Weiterzahlung
der Oſtmarkenzulage erheben können, da ſie im
Ver=
trauen auf die Zulage nach den öſtlichen Provinzen
ge=
gangen ſind und ſich dort eingerichtet haben.
— Zum bayeriſchen Jeſuitenerlaß. Nach
der Kölniſchen Volkszeitung wären der Miniſter des
Innern, Frhr. von Soden, und der Kultusminiſter von
Knilling an der Ausarbeitung des von ihnen gezeichneten
Jeſuitenerlaſſes unbeteiligt. Vielmehr ſtamme dieſer
Erlaß noch vom Kultusminiſter Dr. v. Wehner her. Noch
unter ſeiner Leitung des Kultusminiſteriums ſei der
Er=
laß zuſtande gekommen und dem Bundesrat als die
bayeriſche Interpretation des Jeſuitengeſetzes
zugegan=
gen. Gegen die neue bayeriſche Auslegung des Jeſui
tengeſetzes erhebt auch die Kreuzzeitung Widerſpruch und
bemerkt:
Danach ſollen alſo die Jeſuitenpater in allen
katho=
liſchen Kirchen Bayerns predigen und die Beichte hören
dürfen. Es unterliegt für uns keinem Zweifel, daß
da=
mit dem Sinn und Zweck des Jeſuitengeſetzes zuwider
wird es meine Pflicht ſein, alles zu tun, was ich vermag,
um die nötigen Deckungen zu finden, um jene Zwecke
durch=
zuführen. Als ich mich mit den Ausgaben für 1912/13
be=
ſchäftigte, ſagte ich, mit Bezug auf den Flottenetat, daß
ich eine bedeutende Ermäßigung für dieſes Jahr in
Aus=
ſicht genommen hätte, und drückte dieſe Hoffnung aus, als
ich das Budget des letzten Jahres einbrachte. Dies war
nicht bloß der Ausdruck meines perſönlichen Wunſches,
ſon=
dern ich hatte zuvor mit dem erſten Lord der Admiralität
Rückſprache genommen. Dieſer hatte damals die Hoffnung,
daß ſich für dieſes Jahr eine bedeutende Ermäßigung und
im nächſten Jahre eine noch bedeutendere würde
durchfüh=
ren laſſen. Aber unglücklicherweiſe traten Bedingungen
ein, worüber wir keine Kontrolle hatten. Der Etat für
die=
ſes Jahr wurde bedeutend höher, als ich in Ausſicht
ge=
nommen hatte. Ich fürchte, daß die Ausſichten, eine
Ein=
ſchränkung in unſerem Flottenetat vorzunehmen, nicht ſehr
glänzend ſind. Wir werden allen Grund zur Freude
haben, wenn wir dieſes Jahr ohne eine weſentliche
Er=
höhung der Ausgaben und im nächſten Jahre ohne eine
noch größere Erhöhung auskommen werden.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Unterhauſes
verurteilte Auſten Chamberlain ſcharf die Vorſchläge Lloyd
Georges, den Ueberſchuß in die Reſerve einzuſtellen, anſtatt
zur Schuldentilgung zu verwenden. Der Betrag
über=
ſteige weit die Summe, welche vorausſichtlich in dieſem
Jahre auf der von Churchill aufgeſtellten Grundlage
ver=
langt werden könne. Die Einſtellung der Summe in die
Reſerve würde den ohnehin ſchon in der Depreſſion
befind=
lichen Markt, ebenſo die britiſchen Staatspapiere und die
Mächte, die Anleihen in London unterzubringen ſuchen,
un=
günſtig beeinfluſſen. — Der Liberale Lough erklärt, die
Ausgaben für Rüſtungen ſeien unter Lloyd George weit
ſtärker geſtiegen, als unter irgend einem Schatzkanzler in
Friedenszeiten, und proteſtiert gegen die Vermehrung der
Flottenausgaben, die ſich auf den durch Panik
hervor=
gerufenen Flottenetat ſtütze.
Die Budgetkommiſſions=Reſolutionen wurden
ange=
nommen, die Debatte wird aber nach Oſtern fortgeſetzt.
Spanien.
Die Verhandlungen mit Frankreich.
Nach einer Meldung des offiziöſen Mundo ſeien die
Grundlagen für eine Verſtändigung zwiſchen Frankreich
und Spanien gefunden worden. Danach würde Spanien
auf das Gebiet des Uergafluſſes verzichten und an
Frank=
reich einen breiten Landſtreifen abtreten, durch den die
Bahn von Tanger nach Fez geführt werden ſoll. Dafür
würden die Spanier weitere Gelände im Norden
erhal=
ten, ſodaß ſich die ſpaniſche Zone bis Teruan erſtrecken
würde.
Amerika.
Präſident Madero über die
mexika=
niſche Revolution. Der Matin hat an den
Prä=
ſidenten von Mexiko Madero telegraphiert, um von ihm
zu erfahren, wie es eigentlich mit der neuen
mexikani=
ſchen Revolution ſteht. Der Präſident antwortete im
weſentlichen folgendes: Die Niederlage, die die
Bundes=
truppen letzthin erlitten haben, iſt bei weitem weniger
ſchwer als man anfangs glaubte. Dagegen haben die
Truppen des aufſtändiſchen Generals Orozco enorme
Verluſte erlitten und ihre Vorräte an Munition und
Lebensmitteln ſind beinahe erſchöpft, ſodaß ſie nicht
ein=
mal verſucht haben, die Kolonne des Generals Trucy
Albert nach Süden hin zu verfolgen. Die
Bundestrup=
pen haben ſich bereits wieder formiert und rücken nach
Norden vor, um den Rückzug Trucy Alberts zu decken,
und die Offenſive zu ergreifen. Der Ausgang des
Feld=
zuges kann für niemand zweifelhaft ſein, da die
Bun=
destruppen an Zahl, Diſziplin und Bewaffnung den
Gegnern überlegen ſind. Der Abfall des Generals
Orozco iſt weit entfernt, der Regierung ſchädlich zu ſein,
ſogar nützlich, da er einen ungeheueren Umſchlag der
öffentlichen Meinung hervorgebracht hat. Die
Streit=
kräfte Zapatas ſind beinahe vernichtet. Die Geſamtlage
der Republik beſſert ſich ſehr ſchnell und die Blätter, die
alarmierende Nachrichten brachten, haben ſtark
über=
trieben.
3
* Dem Andenken des Fürſten Bismarck
widmen die Leipziger Neueſten Nachrichten folgende
Zeilen: Nur drei Jahre noch, dann wird das deutſche
Volk den hundertſten Geburtstag ſeines größten Sohnes
feiern, indem im Reichstage vielleicht Genoſſe Wendel,
gehandelt würde. Die Köln. Volkszeitung ſagt, der
Er=
laß ſei „dem Bundesrate als die bayeriſche
Interpre=
tation des Jeſuitengeſetzes zugegangen”. Wenn das
wahr iſt, muß ſich das bayeriſche Miniſterium einem
Geſetzesirrtum hingeben. Nach Artikel 17 der
Reichs=
verfaſſung ſteht die Ueberwachung der Ausführung aller
Reichsgeſetze nicht dem Bundesrate, ſondern dem Kaiſer
zu. Und dieſe Entſcheidung wird abzuwarten ſein,
be=
vor man die ſeltſame und überraſchende Interpretation
des Jeſuitengeſetzes als zuläſſig erachten kann.
Die liberale bayeriſche Landtagsfraktion wird nach
den Oſterferien eine Interpellation im Landtage
einbrin=
gen, in der ſie das Jeſuitengeſetz und ſeine neuerliche
Interpretation durch die Miniſter von Soden und von
Knilling einer Beſprechung unterzieht.
— Amneſtie für Stezuerhinterziehung.
Wie in anderen Ländern, beſtand auch bei der badiſchen
Steuerverwaltung ſeit langer Zeit der Verdacht, daß die
Einſchätzungen zur Vermögens= und Einkommenſteuer
vielfach zu niedrig ſeien. Zur Beſeitigung des
Uebel=
ſtandes wendet ſich jetzt der badiſche Finanzminiſter mit
Zuſtimmung des Staatsminiſteriums an die Bevölkerung
mit der Erklärung, daß alle diejenigen, die in dieſem
Monat das Verſäumte nachholen, ſtraffrei bleiben und
auch keine Steuer nachträglich zu bezahlen haben. Auf
den Erfolg dieſes in Ausſicht geſtellten Generalpardons
darf man mit Recht geſpannt ſein.
Ausland.
Schweiz.
Der Kaiſerbeſuch und die
Sozialdemo=
kratie. Kaiſer Wilhelm wird am 7. September in
Luzern übernachten und am nächſten Vormittag in
Be=
gleitung des Bundespräſidenten Forrer nach Flüelen
fahren, von wo ihn der Landamtmann von Uri und der
Präſident der Tellſpiele zum Tell=Spielhaus geleiten
werden. Das Parteikomitee der ſchweizeriſchen
ſozial=
demokratiſchen Partei beſchloß einmütig, Kundgebungen
gegen den Beſuch Kaiſer Wilhelms zu unterlaſſen. Das
ſozialdemokratiſche Hauptorgan Züricher Volksrecht rät
den Neuburger Sozialiſten, die durch Maueranſchlag
ge=
gen den Kaiſerbeſuch zu proteſtieren beſchloſſen hatten,
ſich den Parteibeſchlüſſen zu fügen.
Schweden.
Das politiſche Wahlrecht der Frauen.
Dem Reichstage wurde der Geſetzentwurf der Regierung
über das politiſche Wahlrecht der Frauen vorgelegt.
Der Geſetzentwurf bezweckt die Verleihung des aktiven
und paſſiven Wahlrechts an Frauen in gleichem Maße
wie an Männer. Verheiratete Frauen, deren Männer
in den letzten drei Jahren keine Steuern bezahlten, ſollen
kein Wahlrecht haben.
England.
Englands Finanzen. Bei der Einbringung
des Budgets führte der Schatzkanzler aus: Der erzielte
Ueberſchuß von 6 545000 Pfund Sterling ſei der größte
jemals verzeichnets. Der Voranſchlag der Ausgaben
für 1912/13 betrage 186885000 Pfund Sterling. Die
Steigerung von 5619000 Pfund Sterling gegenüber
dem Budget von 1911/12 ſei hauptſächlich
zurückzufüh=
ren auf das Verſicherungsgeſetz und die Verſtaatlichung
des Telephondienſtes.
Die Flottenrüſtungen. Der Schatzkanzler
Lloyd George äußerte ſich über die Flottenrüſtungen
fol=
gendermaßen:
Niemand beklagt die ungeheueren Ausgaben für
Rüſtungen mehr als ich. Sie ſind eine Bürde für die
nationale Tatkraft und beſchränken den Staat in ſeiner
Tätigkeit für dringende ſoziale Bedürfniſſe. Ganz
bedeu=
tende Werte, die für weit beſſere Zwecke frei würden,
wer=
den dieſen durch die epileptiſchen Anfälle von
Militaris=
mus entzogen, die die ziviliſierte Welt von Zeit zu Zeit
befallen. Solange ſie andauern, können wir nicht ruhen.
Es hängt ſo viel von der Sicherung der abſoluten
Unver=
letzlichkeit unſerer Küſten ab, daß wir, wenn wir irren,
nach der Seite unſerer Sicherheit hin irren müſſen.
So=
lange wie ich überzeugt bin, daß Churchill nur den Etat
verlangt, der, ſo hoch er iſt, doch nur dem Minimum
ent=
ſpricht, das für unſere Sicherheit notwendig iſt, und ſolange
ich die Ehre habe, das Amt des Schatzkanzlers zu bekleiden,
Jeruſalems Oſterſtätten.
C*) Moltke hat einmal geſagt, daß das einzige von
der Geſchichte übrig gebliebene Stück Wirklichkeit der Ort
iſt, auf dem ſich die Dinge einſt abſpielten; aus dieſem
Grunde wird auch Jeruſalem ſtets ſeine hohe Bedeutung
für die Kultur der Menſchheit behalten, und beſonders in
der Oſterzeit richten ſich unſere Augen nach der heiligen
Stadt, in der ſich das Schickſal des Herrn erfüllte. Es
iſt freilich ſchwierig, ſich aus dem heutigen Jeruſalem
den Hintergrund für das Leben und Leiden Jeſu
aufzu=
bauen; aber auf Grund der eingehenden Beſchreibung
der Stadt von Joſephus iſt es durch die jüngſten
Aus=
grabungen gelungen, die Stätten, von denen die
Evan=
gelien erzählen, anſchaulich zu machen und durch ſie
wie=
der das Bild der Paſſion zu beleben. Im neueſten Band
des bei E. S. Mittler u. Sohn erſcheinenden Paläſtina=
Jahrbuches entwirft Paul Mickley ein eingehendes
Ge=
mälde von Jeruſalem zur Zeit Chriſti und beſtimmt
da=
bei auch die Oſterſtätten in einer ſchärferen Weiſe, als es
bisher möglich war.
Am ſtärkſten wird in dem Beſucher des heutigen
Jeruſalem das Bewußtſein, auf dem durch Chriſtus
ge=
weihten Boden zu ſtehen, auf dem Oelberg, geweckt,
der oſtwärts der Stadt gegenüber liegt und durch die tiefe
Schlucht Kedron von ihr getrennt wird. Die Ausſicht
etwa vom mittleren Oelbergweg, von der Stätte „
Domi=
nus flevit” verſetzt uns lebhaft in die Zeit Jeſu; hier
muß die Stelle geweſen ſein, da der Heiland im
Abend=
glanz hinüberblickte nach der vieltürmigen Stadt, deren
Silhouette ſcharf hervorragte aus dem glühenden
Leuch=
ten des Himmels, an dem die Sonne ſoeben
hernieder=
geſunken. Von dem Randgebirge des Oſtjordanlandes
wachſen die Schatten immer höher und wuchtiger; fern
dehnt ſich die Wüſte, ein graues Meer, und das geiſterhafte
Antlitz der Felſenſtadt enthüllt ſeine rätſelhaften Züge.
die Jeſus in ſeinen ergreifenden Worten über das
Schick=
ſal Jeruſalems gedeutet. Der feierliche Einzug
des Herrn führte durch die Dörfer Bethphage und
Be=
thanien über den Oelberg; im Tempel hat er dann
gelehrt, wie ja Tempelplatz und Heiligtum damals das
Zentrum von Jeruſalem waren. Auf dem von weiten
Hallen eingefaßten Platz, der von vier Toren in den
verſchiedenen Himmelsrichtungen zugänglich war und
der äußere Vorhof genannt wurde, hatten die
Geldwechsler und Viehhändler ihren Stand, die Jeſus in
heiligem Zorn austrieb. Innerhalb dieſes großen
Tempelplatzes, des heutigen Haram, lag ein
abgeſchloſ=
ſener ummauerter Tempelbezirk, der innere oder
eigentliche Vorhof, der durch eine Mauer in einen öſtlichen
für die Frauen und einen weſtlichen für die Männer
geteilt war. Es iſt nirgends eine Andeutung vorhanden,
daß Jeſus weitergegangen ſei, als in dieſen inneren
Vorhof. Im Vorhof der Frauen hat er das
Gleichnis von dem Scherflein der Witwe erzählt; dort
waren 13 trompetenförmige Opferſtänder für die Gaben
der Beſucher aufgeſtellt. Das von Herodes neu
funda=
mentierte und geſchmückte Tempelhaus hat Jeſus nicht
betreten; es war mäßig groß und hatte wie der alte
Tempel zwei Teile, das Heilige und das leere, finſtere
Allerheiligſte, die durch einen Vorhang getrennt waren.
In der Todesſtunde Jeſus riß dieſer Vorhang entzwei.
Nach der Gefangennahme des Herrn wird im Markus=
Evangelium, das die genaueſten Angaben über die
Oert=
lichkeit der Paſſionsgeſchichte gibt, zunächſt der Palaſt
des Hohenprieſters erwähnt; er befand ſich
wahr=
ſcheinlich an der unterſten Terraſſe des Südweſthügels in
der Nähe des Hasmonäerpalaſtes. Hier hat wohl wegen
der Dringlichkeit der Sache um Mitternacht die erſte
Sitz=
ung des Sanhedrin ſtattgefunden, während die zweite
dann vorſchriftsmäßig bei Sonnenaufgang im
Sitzungs=
zimmer des Tempels abgehalten wurde.
Die Szene des nächſten Vorganges iſt dann die
Reſi=
denz des römiſchen Statthalters, das Prätorium;
das römiſche Regierungsgebäude und die römiſche
Gar=
niſon war damals die gewaltige Herodesburg, das
größte Bauwerk der Altſtadt, das Herodes 23 v. Chr.
bezogen hatte. Das Verhör Jeſu fand in oder vor dieſem
Herodespalaſt auf dem Südweſthügel Jeruſalems ſtatt.
Der Richterſtuhl des Pilatus ſtand auf einer Stätte, die
hebräiſch Gabbatha heißt und von Luther mit „
Hoch=
pflaſter” überſetzt iſt. Es kann ſich dabei nach der
Schil=
derung des Johannes=Evangeliums nur um eine Eſtrade
oder Rampe handeln, die an dem Palaſtgebäude lang
und breit vorſprang, ſo daß der Prokurator nur aus dem
Regierungsgebäude herauszutreten brauchte, um einer
auf dem Platze verſammelten großen Volksmenge
ſicht=
bar zu werden und mit ihr zu verhandeln. Darauf ſtand
dann auch die sella eurulis, der Richterſtuhl (Bema).
Die Geißelung und die Verſpottung durch die Soldaten
vollzog ſich im Palaſt. Im Lukas=Evangelium wird
dann noch berichtet, daß Pilatus den Angeklagten, der
Galiläer war, zu dem gerade in Jeruſalem weilenden
Tetrachen von Galiläa und Paraea Herodes Antiphas
geſchickt habe. Chriſtus wurde dazu nach dem Palaſt
der Hasmonäer ganz unten am Südweſthügel, hart
an der Nordmauer, geführt: Der ſtattliche Bau war ein
Werk von Hyrkanus I. geweſen, nach der Ausrottung der
Hasmonäer aber in den Beſitz des Herodes und ſeiner
Familie übergegangen.
An dieſen Oertlichkeiten hat ſich alſo Verhör und
Verurteilung Jeſu abgeſpielt; ihre Lage wurde erſt durch
die neueſten Forſchungen genau beſtimmt, während man
über die Stätten der Kreuzigung und der Grablegung
ja ſchon früher durch eingehende Studien unterrichtet
worden iſt.
Nummer 81
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Seite 3
der dann 30 Lenze zählen wird, ihn einen Bluthund ſchilt,
und Genoſſe Ledebour die Entrüſtung ſeiner Mannesſeele
gegen den „Depeſchenfälſcher” ſpeit. Bleibt der
Reichs=
tag beiſammen, dann wird der Gedanke, den Geburtstag
des Fürſten Bismarck als einen Feſttag der Nation zu
feiern, dieſelbe Mehrheit gegen ſich vereinigt ſeheu, die
ſich zwanzig Jahre zuvor zuſammenfand, um dem Alten
im Sachſenwalde den Gruß der Ehrerbierung zu
ver=
ſagen. „Wäre Bismarck ein Franzoſe geweſen, ſo wäre
kein Pantheon herrlich genug, ihn aufzunehmen,” ſo hatte
einſt beim Anblick deutſcher Jämmerlichkeit ein geiſtiger
Führer der Beſiegten geſagt — wir wählen uns Wendel
und Ledebour und laſſen durch ſie die Poſaune des
Ruh=
mes deutſcher Größe blaſen. Ein Morgengruß zu
Bis=
marcks Geburtstag! Ein Ständchen, das deutſche
Dank=
barkeit darbringt.
.. . Für uns iſt er der Staatsmann, der in jeder
Lage, ob uns im Kampfe um Schleswig=Holſtein
Eng=
land bedrohte, ob uns in den Tagen nach Königgrätz
Napoleon der Siegesfrucht zu berauben ſuchte, ob
wäh=
rend des großen Krieges die neutralen Mächte ſich
ver=
mittelnd herandrängten, nicht nur einen kümmerlichen
Ausweg, ein dürftiges Kompromißlein fand, ſondern der
ſtets in kluger und entſchloſſener Art uns aus ſolchen
Engen zur Höhe führte. . . . Dem Genie folgte die
Be=
ſchränktheit, die ſich immer durch den guten Willen zu
rechtfertigen ſucht und es vergißt, daß nur der Erfolg
adelt. Die gewaltige Geſtalt des Fürſten Bismarck wird
immer gewaltiger wirken, je kleiner die Menſchen ſelbſt
werden mit ihren Zielen und mit ihrem Können, je mehr
profeſſorales Gebaren ſich als Herrn und Meiſter des
Lebens fühlt. Stets wird die Autorität ſinken, wenn
ihre Träger gebrechlich werden; das Leben einer Nation
wird veröden, wenn die Führer nicht die Pflugſchar mit
ſtarker Hand über den Boden führen. Man ſoll gerecht
ſein und nicht das Kleinere immer mit dem Größten
ver=
gleichen; aber das Kleinere darf auch nicht klein genug
ſein, um immer nur die Sehnſucht nach dem Großen
und mit ihr das Bedürfnis des Vergleichs zu wecken.
* Jena 2. April. Das Schiedsgericht zur
Beileg=
ung der Streitigkeiten im
Schneiderge=
werbe trat unter dem Vorſitz des Magiſtratsſyndikus
Dr. Hiller=Frankfurt (Main) zuſammen. Die
Vermittel=
ungsvorſchläge des Syndikus Hiller wurden von der
über=
wiegenden Mehrheit der Arbeiter abgelehnt. Die für
heute vorgeſehene allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit
iſt nicht erfolgt. Es gelang jedoch den Bemühungen der
Unparteiiſchen, zu erreichen, daß das aus den Herren
Ma=
giſtratsrat v. Schulz=Berlin, Gerichtsdirektor Dr. Prenner=
München, Syndikus Dr. Hiller=Frankfurt (Main) beſtehende
Schiedsgericht von ſämtlichen Parteien als Einigungs=
Kommiſſion anerkannt wurde, welche nunmehr den
Weg zu einer Verſtändigung finden ſoll. Die
Verhand=
lungen dauern fort.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 4. April.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin wohnte am Dienstag nachmittag 4½ Uhr
im Alice=Hoſpital einer Sitzung des Alice=Frauen=
Vereins an. (Darmſt. Ztg.)
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen geſtern den Generalmajor z. D. und
Flügeladjutanten à la suite v. Herff, den Oberſtleutnant
Doerr beim Stabe des Leibgarde=Infanterie=Regiments
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Oberſtleutnant Sonntag
beim Stabe des Infanterie=Regiments Nr. 99 in Zabern.
den Hauptmann Schultz, Adjutant des Generalkommandos
16. Armeekorps in Metz, die Leutnants Seggern, Baldes,
Frhrn. Treuſch v. Buttlar=Brandenfels, Böcking, Gnauth,
Andrege, Blombach, Sellſchopp, Funke, Becker und Pohlig
von der Reſerve des Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh.
Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25: die Leutnants
Voßkühler, Stahl und Rohlſen von der Reſerve des
2. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61, den
Bankdirektor Reims von Mainz, den Profeſſor Pützer,
den Profeſſor Dr. Muth von Oprenheim; zum Vortrag
den Staatsminiſter Ewald, den Finanzminiſter Braun,
den Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach, den
Oberjägermeiſter Frhrn. van der Hoop, den Vorſtand
des Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Kreisarzt des Kreisgeſundheitsamts Mainz,
Medizinalrat Dr. Auguſt Balſer, zum vortragenden Rat
in der Abteilung für öffentliche Geſundheitspflege des
Mi=
niſteriums des Innern mit dem Amtstitel „
Obermedizinal=
rat” mit Wirkung vom 16. April 1912 an; den
Kreisamt=
mann bei dem Kreisamte Friedberg, Regierungsrat Dr.
Emil Gaßner, zum Vorſtande des Polizeiamts
Offen=
bach unter Belaſſung des Titels „Regierungsrat” mit
Wir=
kung vom Tage ſeines Dienſtantritts an, den
Kreisamt=
mann bei dem Kreisamte Lauterbach, Heinrich Herberg,
zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Friedberg, den
Kreisamtmann bei dem Kreisamte Groß=Gerau, Dr. Otto
Michel, zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte
Darm=
ſtadt, den Feldbereinigungskommiſſär zu Friedberg,
Kreis=
amtmann Ferdinand Kirnberger, zum Kreisamtmann
bei dem Kreisamte Offenbach, den Regierungsaſſeſſor Dr.
Auguſt Heß zu Dieburg zum Kreisamtmann bei dem
Kreisamte Lauterbach, den Regierungsaſſeſſor Hugo
Schneider zu Offenbach zum Kreisamrmann bei dem
Kreisamte Groß=Gerau, den Regierungsaſſeſſor Dr. Karl
Jann zu Darmſtadt zum Feldbereinigungskommiſſär in
Friedberg, ſämtlich mit Wirkung vom 16. April 1912 an;
den Direktor der Frauenklinik an der Akademie für
prak=
tiſche Medizin in Düſſeldorf, Profeſſor Dr. Erich Opitz,
zum ordentlichen Profeſſor der Gynäkologie und
Geburts=
hilfe in der mediziniſchen Fakultät der Landesuniverſität
Gießen und zum Direktor der Univerſitätsfrauenklinik; den
Hilfsbibliothekar Dr. jur. Karl Eſſelborn in
Darm=
ſtadt zum Bibliothekar an der Hofbibliothek; den Vorſteher
und erſten Lehrer der Präparandenanſtalt zu Lindenfels
Peter Joſeph Jans und den Lehrer an derſelben
An=
ſtalt Wilhelm Knobeloch zu Seminarlehrern an dem
Vorſeminar zu Lindenfels, den Vorſteher und erſten
Leh=
rer an der Präparandenanſtalt zu Lich Heinrich Lorentz
und den Lehrer an derſelben Anſtalt Richard Oßwald
zu Seminarlehrern an dem Vorſeminar zu Lich, den
Vor=
ſteher und erſten Lehrer an der Präparandenanſtalt zu
Wöllſtein Aloys Müller zum Seminarlehrer an dem
Vorſeminar zu Wöllſtein; den Bibliotheksgehilfen an der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt Otto Hunſinger
zum Reviſor bei dieſer Behörde und den Hauswärter am
nördlichen Kollegiengebäude zu Darmſtadt Auguſt Berg
zum Kanzleidiener bei dem Miniſterium des Innern.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen: dem Feuerwerkshauptmann
a. D. Kage, ſeither bei der Kommandantur des
Truppen=
übungsplatzes Darmſtadt; das Ritterkreuz 2. Klaſſe
desſelben Ordens: dem Oberleutnant Soldan im
4. Thüring. Infanterie=Regiment Nr. 72, ſeither im
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, und dem Oberleutnant a. D. Felix Graf zu
Sayn=Wittgenſtein=Berleburg, ſeither
Leut=
nant im Leibgarde=Infanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ.)
Nr. 115; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:
„Für Verdienſte”, dem Sergeant der Landwehr II
Schorſch, ſeither Hoboiſt im Leibgarde=Infanterie=
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den ordentlichen Profeſſor
für neuere Sprachen an der Techniſchen Hochſchule in
Darmſtadt Geheime Hofrat Dr. phil. Philipp Hangen
auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
lang=
jährigen mit Treue und Eifer geleiſteten erſprießlichen
Dienſte, mit Wirkung vom 1. Mai 1912 an und ihm
aus dieſem Anlaß das Ehrenkreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen. — In den
Ruhe=
ſtand verſetzt wurde ferner der Bahnwärter in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Georg Wiegand
zu Bürſtadt vom 1. Juli 1912 an.
-g. Kreisausſchuß. Der Kreisausſchuß hielt geſtern
nachmittag unter dem Vorſitz des Herrn Regierungsrats
Reinhart eine öffentliche Sitzung ab. Es wurde zunächſt
die Beſchwerde der Chriſtiane Lederer zu Ober=
Ram=
ſtadt wegen verweigerter Armenunterſtützung verhandelt.
Frau Lederer erhielt bis zum 1. März eine monatliche
Unterſtützung von 5 Mark ſeitens der Gemeinde. Die
Ge=
meinde ließ die Unterſtützung fallen, da feſtgeſtellt wurde,
daß die Kinder der Witwe ſich in guten Verhältniſſen
be=
finden und einen erheblichen Aufwand machen und
durch=
aus in der Lage ſeien, ihre Mutter zu unterſtützen. Der
Kreisausſchuß verwirft die Beſchwerde als unbegründet.
Ludwig Gelfius in Darmſtadt ſucht um Erlaubnis
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe Mollerſtr. 2
nach. In dem Hauſe war früher eine Schankwirtſchaft
vorhanden, die jedoch nicht rentierte. Erſt als der Inhaber
Kellnerinnenbedienung einführte, kam er auf ſeine Koſten.
Der Nachfolger führte dann die Wirtſchaft als
Schankwirt=
ſchaft ohne Kellnerinnenbedienung weiter, gab jedoch im
Auguſt 1911 unter Verzicht auf die Konzeſſion die
Schank=
wirtſchaft auf. Die Anfang dieſes Jahres nachgeſuchte
Konzeſſion war vom Kreisausſchuß in geheimer Sitzung
abgelehnt worden, da die Bedürfnisfrage zu verneinen ſei.
Der Geſuchſteller beantragte öffentliche Verhandlung und
erklärte, die Wirtſchaft ohne Kellnerinnen führen zu wollen.
— Der Kreisausſchuß ſetzt die Sache um drei Monate aus,
um die Bedürfnisfrage eingehend prüfen zu können.
Der Beſitzer der Spaniſchen Weinſtube am Mathildenplatz,
Juan Prim, ſucht um Erlaubnis zum Betrieb einer
Schank=
wirtſchaft im Hauſe Nieder=Ramſtädterſtraße 45, nach.
In dem Hauſe war ſeit 1891 eine Wirtſchaft betrieben
wor=
den, die jedoch ſpäter als unrentabel aufgegeben wurde.
Ein früheres Geſuch, um Neuerteilung der Konzeſſion, war
bereits abſchlägig beſchieden worden, ebenſo das am 20.
Januar 1912 eingereichte Geſuch des Juan Prim. Der
Ge=
ſuchſteller ſtellte Antrag auf mündliche Verhandlung vor
dem Kreisausſchuſſe. Ein eingeholtes Gutachten der
ſtädti=
ſchen Wirtſchafts=Deputation befürwortet die Erteilung, da
wohl ein Bedürfnis für den Verſchank von billigem
ſpani=
ſchen Wein als vorliegend erachtet werden könne. Der
Kreisausſchuß erteilt die nachgeſuchte Konzeſſion.
g. Strafkammer. Der 42jährige, verheiratete und
mehrfach vorbeſtrafte Portefeuiller Franz Ludwig
Schmidt aus Offenbach wurde wegen fortgeſetzten
Verbrechens nach § 173, 1 und § 176,3 zu 5 Jahren
Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
Der 28jährige Taglöhner Wilhelm Weißenſtein aus
Offenbach erhielt wegen Diebſtahlsverſuch 6 Wochen
Gefängnis, wovon 2 Wochen als durch die
Unter=
ſuchungshaft verbüßt erachtet wurden. Er hatte verſucht,
Steinkohlen zu ſtehlen, war aber dabei überraſcht worden.
D Wahlen zur Landwirtſchaftskammer. Auf
Grund der §§ 7 und 27 der Wahlordnung vom 23.
De=
zember 1911 und 16. Januar 1912 wird durch
Bekannt=
machung Großh. Miniſteriums des Innern beſtimmt,
daß die Wahlen der Vertrauensmänner zur
Landwirt=
ſchaftskammer Samstag, den 13. April I. Js., und die
Wahlen der Mitglieder der Landwirtſchaftskammer und
der Ausſchüſſe für die Provinzen am Samstag, den
27. April l. Js., vorzunehmen ſind.
7.) Aus dem ſtädtiſchen Voranſchlag für 1912. Das
Hallenſchwimmbad hat einen Etat von 175000
Mark. Es iſt unter den ſtädtiſchen Betrieben ein rechtes
Sorgenkind, denn es erfordert aus der Stadtkaſſe einen
Zuſchuß von 77000 Mark. Die Einnahme aus Bädern
iſt zu 80000 Mark, diejenige aus abgegebener Wäſche
zu 1000 Mark veranſchlagt. Neben den eigentlichen
Be=
triebsausgaben ſind 50510 Mark für Verzinſung des
Anlagekapitals und 12984 Mark für die planmäßige
Schuldentilgung aufzuwenden. Die Heizung,
Beleucht=
ung und der Waſſerverbrauch erfordern 51500 Mark,
Ge=
halte und Löhne 36500 Mark. Demnächſt ſoll auf der
Nordſeite des Bades, nächſt der Landgraf=Georgsſtraße,
eine gärtneriſche Anlage hergeſtellt werden, wofür 750
Mark vorgeſehen ſind. — Die Knaben=Arbeits=
Anſtalt bedarf, bei einem Etat von 23 240 Mark, eines
Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe von 6200 Mark. An
Zin=
ſen aus dem eigenen Kapitalvermögen von 218060 Mark
vereinnahmt ſie 8030 Mark. Die Einnahme aus Feld=
und Gartenerzeugniſſen iſt mit 7000 Mark etwas
ge=
ringer veranſchlagt, als im Vorjahre, da die
Durchführ=
ung der Landgraf=Georgs=Straße durch das Gelände
der Anſtalt dieſe Erzeugniſſe vermindern wird. Der
Arbeitsverdienſt der Knaben iſt mit 1800 Mark
einge=
ſtellt, wovon 250 Mark den Konfirmanden bar
aus=
bezahlt, 1550 Mark aber für die anderen Knaben bei der
Sparkaſſe angelegt werden. — Das Städtiſche
Pfandhaus bedarf bei einem Etat von 210 100 Mark
auch in dieſem Jahre keines ſtädtiſchen Zuſchuſſes; es
erhält ſich ſelbſt aus den verfallenden Zinſen und
Ge=
bühren. An Darlehen auf verſetzte Pfänder und an
Rückzahlung für wieder eingelöſte Pfänder ſind je 187300
Mark vorgeſehen. — Der Städtiſche Saalbau hat
einen Etat von 51730 Mark; die Stadt leiſtet einen
Zu=
ſchuß von 14500 Mark. Unter den Einnahmen ſind
wei=
ter hervorzuheben 7500 Mark aus Vermietungen, 3500
Mark Reſtaurationspacht, 2700 Mark Ertrag der
Garde=
robe und 4040 Mark Erſatz für Heizung, Beleuchtung
und Reinigung. An Zinſen für das Anlagekapital ſind
10 754 Mark, für die planmäßige Schuldentilgung 5464
Mark erforderlich.
* Das Städtiſche Muſeum (Schloßgraben 9) hat auch
in den letzten Monaten wertvolle und intereſſante
Zuwen=
dungen erhalten, wodurch ſich das lebhafte Intereſſe
wei=
ter Kreiſe für ſeine Sammlungen kundgibt. Geſchenke
ſind gegeben worden von: Frau Heinrich Andriano
Witwe, Profeſſor Dr. R. Becker, Hauptmann a. D. von
Berswordt, Direktor Dr. Boßler Witwe, Bureauaſſiſtent
Ph. Brüchmann, Kanzlei=Inſpektor Frank Witwe, Frl.
E. Heß, Uhrmacher Heinrich Heußlein Witwe, Pfarrer
i. P. Heyer, Kaſſierer i. P. Karl Jäger, Geheimerat
Ko=
belt, Sanitätsrat Dr. Maurer, Kammerdirektor i. P.
Mül=
ler Stadtbibliothekar Noack, Frl. Amalie Schädel, Frl.
Eliſe Zimmermann. Allen Gebem wird beſtens
ge=
dankt. Weitere Geſchenke werden im Sädtiſchen
Mu=
ſeum (Schloßgraben 9), ſowie im Stadthaus,
Rhein=
ſtraße 16/18, gern entgegengenommen. Das Städtiſche
Muſeum (lokalgeſchichtliche Sammlungen) iſt
unentgelt=
lich geöffnet: an allen Sonn= und Feiertagen (mit
Aus=
nahme des Karfreitags, Fronleichnamstages, des erſten
Oſter=, Pfingſt= und Weihnachtsfeiertages), ſowie
Mitt=
wochs und Freitags: vormittags von 11—1 Uhr,
nach=
mittags von 3—5 Uhr. Gegen Löſung von
Eintritts=
karten (30 Pfg. für die Perſon) öffnet der
Muſeums=
diener auf Anläuten: Dienstags, Donnerstags und
Samstags, vormittags von 10 bis 1 Uhr.
— Neubauten am neuen Hauptbahnhof. Man ſchreibt
uns: Wie bereits bekannt iſt, hat die Firma J. Diſchinger
das ſeither der Stadt gehörige Gelände gegenüber dem
Empfangsgebäude des neuen Hauptbahnhofes erworben
Ein Erlaß des Scheich=ul=Islam gegen
die Mode.
— Der Scheich=ul=Islam, der die höchſte religiöſe
Be=
hörde in der Türkei darſtellt, hat ſoeben eine
Prokla=
mation erlaſſen, die die beſcheidenen Modegelüſte der
türkiſchen Frauen verdammt und zugleich ein Beweis
dafür iſt, daß der kurze Frühling der türkiſchen
Frauenemanzipation durch die Strenge der
kon=
ſervativen Rechtgläubigkeit bereits wieder zerſtört wird.
Es hatten ja, nachdem die Jungtürken zur Herrſchaft
ge=
kommen, lindere Lüfte im Leben der Frau zu wehen
an=
gefangen. In dieſen Blütetagen einer freieren Auffaſſung,
in denen man den Frauen nicht mehr nach dem Gebot
Allahs die Seele abſprechen wollte, waren Männer mit
ihren Frauen zuſammen ausgefahren und ausgegangen,
ein bis dahin unerhörter Anblick; ein Frauenklub war
gegründet worden; neue Schulen waren entſtanden, in
denen Reformen in der Mädchenerziehung durchgeführt
wurden. Natürlich hatte ſich auch in der Mode dieſe
freiere Regung ausgedrückt. Wenn auch nur ganz
wenige Frauen wagten, ſich europäiſch zu kleiden, ſo
wichen doch viele Mohammedanerinnen von der
alther=
gebrachten und durch den Koran vorgeſchriebenen
Kleid=
ung ab; wurde auch der Schleier nicht aufgegeben, ſo
erſchien er doch immer weniger dicht, immer dünner und
feiner; ja er wurde ſogar in den europäiſchen Vierteln
über den Kopf zurückgeſchlagen. Dieſe liberalen Ideen
haben nun aber in weiten Kreiſen tiefe Erbitterung und
Verſtimmung hervorgerufen. Die Regierung mußte
ein=
ſehen, daß die Toleranz, die ſie gegen die Beſtrebungen
der Frauen zeigte, ihre eigene Autorität untergrub, daß
immer häufiger behauptet wurde, nur ein Verächter der
Lehren des Koran, ein ſchlechter Muſelmann, könne
der=
artige „Zügelloſigkeit” beſtärken.
Seit einiger Zeit iſt deshalb ein völliger Wandel in
den Anſichten und Zielen der maßgebenden Kreiſe
ein=
getreten; die kurze Freiheit, in der die türkiſche Frau
auf=
atmen durfte von ihrer hundertjährigen Knechtſchaft, iſt
neuer Bedrückung gewichen. Vor allem richteten ſich
gegen die gottloſen Abweichungen von der alten
Kleider=
mode ſtrenge Verbote; die Polizei erhielt den Befehl,
jede Frau, die mit einem dünnen Schleier erſcheine, die
auffällige und anſtößige Kleider trage, zu verhaften, und
es wurden auch einige Exempel ſtatuiert. Nachdem den
Damen ſo das Tragen dünner Schleier unmöglich
ge=
macht worden war, kam eine Mode auf, nach der der
„Tſchartſchaf”, das große Umſchlagetuch, von den
elegan=
ten Türkinnen willkürlich verändert wurde, in ſeinen
Dimenſionen zuſammenſchrumpfte und nur noch ein
klei=
nes feſches Cape war; ebenſo wurden die Röcke enger
und enger und zeigten eine gewiſſe Verwandtſchaft mit
dem berüchtigten Humpelrock. Gegen dieſe neue
Unbot=
mäßigkeit hat nun der Scheich=ul=Islam ſeinen ſtrengen
Erlaß gerichtet, in dem er über die Verletzung der
Vor=
ſchriften des Islam klagt. „Dieſe Befehle tun nicht nur
Gutes, ſondern wenden auch viel Uebel ab, ihre
Wohl=
taten ſind von weiſen Leuten gutgeheißen.
Nichtsdeſto=
weniger werden leider dieſe religiöſen und nationalen
Forderungen vernachläſſigt. Die Tſchartſchafs, die von
altersher von Mohammedanerinnen getragen werden,
ſind in ihrer Form zum Entſetzen aller fühlenden
Män=
ner verändert worden.‟ Es ſei Pflicht aller Männer,
ſich gegen dieſe „unmoraliſche und dem Koran
zuwider=
handelnde” Sitte zu wehren. Die Regierung habe
des=
halb dem Strafgeſetzbuch einen Paragraphen hinzugefügt,
nach dem jedes Mitglied einer religiöſen Gemeinſchaft
beſtraft werde, das ſich gegen die Lehren ſeines
Glau=
bens vergehe. Die Modedamen, die in Schleiern und
Tüchern ſündigen, ſollen alſo unter die Gottesläſterer
eingereiht werden.
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Der Nachlaß
Emin Paſchas. Das Hamburger Kolonialinſtitut
hat den geſamten ſchriftlichen Nachlaß Dr. Emin Paſchas
erworben. Es handelt ſich um ſechs Bände Tagebücher
vom 15. Oktober 1874, alſo von der erſten Ausreiſe nach
Afrika an bis zum 23. Oktober 1892, dem Tage der
Er=
mordung des Forſchers. Außerdem ſind noch elf Bände
oder Pakete mit wiſſenſchaftlichen Aufzeichnungen
ver=
ſchiedenſter Art vorhanden. Das Kolonialinſtitut
beab=
ſichtigt die Veröffentlichung des Nachlaſſes.
Techniſche Hochſchulen in Elſaß=
Lothrin=
gen. In der Zweiten elſaß=lothringiſchen Kammer
wurde ein Antrag auf Errichtung einer Techniſchen
Hoch=
ſchule in Elſaß=Lothringen einſtimmig angenommen.
— Gründonnerstag. Der Donnerstag vor Oſtern wird
in der chriſtlichen Kirche ſeit dem 7. Jahrhundert als
Ge=
dächtnistag der Einſetzung des heiligen Abendmahles
ge=
feiert. Vielleicht hängt die Wahl dieſes Tages, wie ſo
vieles im chriſtlichen Kult, mit einem alten heidniſchen
Brauch zuſammen, denn ſchon den Germanen galt der
Donnerstag vor großen Feſten als ein beſonders
heili=
ger Tag. Man beſuchte dann den Boträ, einen Baum,
der gewiſſen Geiſtern zur Wohnung dienen ſollte, und
opferte dort unter Zauberſprüchen in der Hoffnung,
da=
durch Unheil von Menſch und Vieh abwehren zu können.
Weil der Donnerstag ſeinen Namen nach dem Gotte
Do=
nar, des Beſchützers des Landbaues, erhalten hat,
opfer=
ten die Heiden beſonders zur Frühlingsſonnenwende
das erſte Grün, um den Gott gütig zu ſtimmen. Und der
Brauch, am Donnerstag grünes Gemüſe zu eſſen, hat
ſich bis heute erhalten. Man wird leichthin annehmen,
daß die Kirche, als ſie die heidniſchen Bräuche zu ihrem
Ideenkreis paſſend umdeutete, am Gründonnerstag die
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Nummer 81.
und wird dieſes mit Geſchäfts= und Wohnhäuſern beſtellen.
Zunächſt iſt die Erbauung eines Hotel=Reſtaurants, einer
weiteren Wirtſchaft, ſowie zweier Wohn= und
Geſchäfts=
häuſer mit Läden im Erdgeſchoß ins Auge gefaßt. Die
Baupläne, die von der Firma Mahr u. Markwort gefertigt
ſind, liegen zurzeit zur Genehmigung den Behörden vor.
Am verfloſſenen Donnerstag wurden Ingenieur Markworr
und Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing von Sr. Kgl. Hoheit
dem Großherzog empfangen, um das Modell der ganzen
Bebauung, das 18 Häuſer umfaßt, vorzuſtellen. Die
An=
lage hat die volle Anerkennung Sr. Kgl. Hoheit gefunden.
Einige Wünſche des Großherzogs ſollen bei der weiteren
Planbearbeitung Berückſichtigung finden. Mit den Bauten
wird noch in dieſem Monat begonnen werden, ſo daß ſich
am neuen Bahnhof bald eine rege Privatbautätigkeit
ent=
wickeln wird.
* Bismarck=Ausſtellung in dem ſtädtiſchen Muſeum
(Ecke der Schloßgaſſe und Schloßgraben). Seit der
Er=
öffnung am 1. April ſind noch nachträglich mehrere
an=
ziehende, in hieſigem Privatbeſitz befindliche Gegenſtände
hinzugenommen. Die kleine Sonderausſtellung wird durch
fleißigen Beſuch aus allen Bevölkerungskreiſen gewürdigt.
Da ſie wohl nur bis zum 15. April dauert und am
Kar=
freitag geſchloſſen iſt, wird als Erſatz nächſten Samstag
freier Eintritt gewährt von 10 bis 1 Uhr. Weiter iſt freier
Eintritt am 1. Oſterfeiertag von 11 bis 1 und 3 bis 5 Uhr,
ferner am Mittwoch und Freitag zu derſelben Zeit.
Da=
gegen Dienstag, Donnerstag und Samstag gegen 30 Pfg.
Eintrittsgeld von 10 bis 1 Uhr. Ein Führer durch die
Ausſtellung mit dem Bericht eines ſeither unveröffentlichten
Bismarckbriefes iſt bei dem Diener für 5 Pfg. zu kaufen.
* Varein der Detailliſten von Darmſtadt. In der
letzten Vorſtandsſitzung, der zum Schluſſe auch
Vertre=
ter des hieſigen Papierhändler=Vereins beiwohnten,
wurde zu den zurzeit aktuellen Fragen Stellung
genom=
men. Eine auswärtige Buchhandlung hatte ſich erboten,
den Vereinsmitgliedern Bücher jeder Art auf monatliche
Abzahlung zu liefern. Es wurde ihr erwidert, daß der
Detailliſten=Verein dazu da ſei, die Intereſſen der
an=
ſäſſigen Geſchäftsleute — alſo auch der Buchhändler
zu wahren. Aus Kreiſen der Handels= und
Geſchäfts=
welt wird geklagt, daß in der in Frankfurt
erſcheinen=
den Handels= und Gerichtszeitung Veröffentlichungen
erfolgen, die das Anſehen und den Kredit der hieſigen
Geſchäftswelt zu ſchädigen drohen. Der Vorſtand wird
bei der Redaktion des genannten Blattes vorſtellig
wer=
den und außerdem werden die Vorſtandsmitglieder die
Veröffentlichungen in Zukunft genau überwachen. Zum
Kampfe gegen das Zugabe= und Geſchenkunweſen iſt von
den vereinigten großen Detailliſten=Verbänden
Deutſch=
lands ein Flugbatt herausgegeben worden, das der
Verein demnächſt auch hier in geeigneter Weiſe zur
Ver=
teilung bringen wird. — Anläßlich eines vorgeſtern in
den hieſigen Zeitungen erſchienenen Artikels, der die
großen Vorteile der kaufmänniſchen Fortbildungsſchule
hervorhob, wurde in lebhafter Beſprechung betont, daß
die hieſige kaufmänniſche Fortbildungsſchule allerdings
ſehr ſegensreich und anerkennenswert arbeite. Von allen
Seiten wurden aber auch die großen Schwierigkeiten
hervorgehoben, die durch die jetzige Unterrichtszeit in
den Geſchäftsbetrieben entſtehen. Der Verein ſteht nach
wie vor auf dem Boden des in Friedberg gefaßten
Ver=
bandsbeſchluſſes und wird zur geeigneten Zeit wieder
die Agitation für die Jahresvorſchule aufnehmen.
Eine große Anzahl Fälle unlauteren Wettbewerbes
wurde durchgeſprochen und dem Bedauern Ausdruck
ge=
geben, daß die Großh. Staatsanwaltſchaft faſt alle
Kla=
gen ablehnt. Die Angelegenheit wird in der am
23. ds. Mts. ſtattfindenden Hauptverſammlung eingehend
beſprochen werden.
Das Landesmuſeum iſt am Karfreitag und am
erſten Oſterfeiertag geſchloſſen, dagegen am zweiten
Feiertag von 10—1 Uhr vormittags und von 3—5 Uhr
nachmittags, ferner am Oſterdienstag von 11—1 Uhr
unentgeltlich geöffnet.
* Devrients Lutherfeſtſpiel. Man ſchreibt uns: In
den Kreiſen der evangeliſchen Bevölkerung unſerer Stadt
regt ſich ein lebhaftes und ſehr erfreuliches Intereſſe an
der im Herbſt d. J. anläßlich der 25jährigen Jubelfeier des
Heſſiſchen Hauptvereins des Evangeliſchen Bundes hier
ſtattfindenden Aufführung des Devrientſchen
Lutherfeſt=
ſpiels. Von allen Seiten gelangen Anfragen an den
Aus=
ſchuß von ſolchen, die ſich gerne in den Dienſt der guten
Sache ſtellen wollen und bereit ſind, eine Rolle in
genann=
tem Feſtſpiel zu übernehmen. Ihnen allen diene hiermit
nochmals zur Nachricht, daß in der dritten Woche nach
Oſtern eine größere Verſammlung gehalten werden ſoll, in
welcher unter anderem auch die Rollen=Anmeldung
ſtatt=
findet. Aber auch jetzt ſchon werden ſchriftliche oder
per=
ſönliche Anmeldungen zur Mitwirkung geneigter Damen
und Herren von dem Vorſitzenden des Feſtſpiel=Ausſchuſſes,
Profeſſor Pfannmüller, Mathildenſtraße 10,
entgegengenom=
men. Außerdem liegt in der Hofbuchhandlung von Johs.
Waitz, Eliſabethenſtraße 16, eine Liſte zur Einzeichnung
offen. Als Darſteller des „Luther” wurde Herr Albert
Schmidthoff, früher Meiningiſcher Hofſchauſpieler,
gewon=
nen, der vor einiger Zeit mit ſeiner Familie nach
Darm=
ſtadt übergeſiedelt iſt. Ein größerer Feſtausſchuß iſt in der
Bildung begriffen. Aufforderungen zum Beitritt ſind
er=
gangen bezw. werden in dieſen Tagen ergehen.
Orpheum-Bauerntheater. Das Michl Denggſche
oberbayeriſche Bauerntheater brachte am Dienstag abend
als Novität „Die Thurnbacherin‟ Drama in drei=
Akten von Rud. Greinz zur Aufführung. Sowohl das
Stück wie die ganz vorzügliche Aufführung errangen
einen nachhaltigen Erfolg. Nicht ſonderlich reich an
Handlung iſt das Stück, aber der außerordentlich
wirk=
ſame, logiſche Aufbau in der Schilderung tiefſter
menſch=
licher Leidenſchaften erheben es weit über das literariſche
Niveau des durchſchnittlichen Volksſtückgenres.
Trotz=
dem der Autor alles Aeußerliche verſchmäht und ſchlichte.
aber wahre Menſchen aus dem Leben zeichnet, mit all
ihrer feſtwurzelnden Liebe zur freien Luft der Berge, zur
heimatlichen Scholle, die Generationen hindurch ſchon der
Väter Ahnenreihe bearbeitet, mit ihrem ſtarren Sinn und
ihren Leidenſchaften der Liebe und Sinnlichkeit, kurz mit
allen menſchlichen Schwächen und Vorzügen. Ein
blü=
hendes Weib, ſtrotzend von Kraft und Geſundheit, iſt die
Thurnbacherin, die nicht aus Liebe, nur um Bäuerin zu
werden vom ſchönſten Hof des Gebirgs den Sepp
ge=
heiratet, der krank und ſiech war und ihr nicht geben
konnte, was ſie bei dem gleich ihr geſundheitsſtrotzenden
Knecht Hias nur zu willfährig fand. Und als das
Grau=
ſen vor dem ſiechen Körper ihres Mannes in ſtürmiſcher
Nacht ſie vollends packt, zieht ſie ihm, der von einem
erſtickenden Huſten geplagt, die Bettdecke übers Geſicht
und beſchleunigt ſo ſein Ende. Sie will frei ſein. Sepps
Bruder, ihr Schwager Friedl, der ſeine Leidenſchaft für
ſeines Bruders Weib, das ihm heilig, niederkämpft, von
den Qualen der Eiferſucht gepeinigt, iyr nachgeſchlichen,
als ſie aus Hias Armen zum Schlafgemach des Mannes
ging, war Zeuge der Tat. Aber er ſchweigt, um die bis
zum Wahnſinn Geliebte nicht zu verderben. Doch als die
Leidenſchaft ihn übermannt und er, der von der Moid
verlangt, was ſie dem Knecht nur zu gern gewährt, von
ihr verhöhnt wird in einer hochdramatiſchen Szene,
ver=
riet er den Mord dem Vater, dem alten Thurnbacher
der dann furchtbare Rache nimmt an der
Schwieger=
tochter für den gemordeten Sohn. Damit ſchließt das
Stück. — Geſpielt wurde ganz ausgezeichnet. J.
Kirch=
ner=Lang, der längſt eine der Hauptſtützen des
En=
ſembles geworden und noch ſtetig Fortſchritte macht in
der Verkörperung ſchwieriger Charakterrollen, war ein
„Thurnbacher” wie er lebenswahrer und überzeugender
nicht dargeſtellt werden konnte. Auch Joſef Raab, der
den „Friedl” gab, blieb ſeiner Rolle nichts ſchuldig. Er
ſpielte den von drückendem Schuldbewußtſein, von
nagen=
der Eiferſucht und verzehrender Leidenſchaft für das Weib
des Bruders zerrüttoten jungen Bauern ganz
ausgezeich=
net. Daß auch Anna Dengg die Titelrolle ſowohl
darſtelleriſch wie in der Auffaſſung reſtlos erſchöpfte,
braucht kaum beſonders betont zu werden. Aus der
Bau=
ernſchauſpielerin von ehedem iſt längſt eine reife
Künſt=
lerin geworden, die mit feinem Verſtändnis in das
We=
ſen ihrer Rollen einzudringen vermag. Die übrigen
klei=
neren Rollen lagen bei Edi Hertl (Hias), Roſa
Kirch=
ner=Lang (Magd Thres) und Hans Hofmann
(Stamſer Lois) in beſten Händen.Als Spielleiter
ge=
bührt Herrn Jak. Kirchner=Lang ein beſonderes
Lob.
Im Silberkranz. Am Montag, den 8. April. 2.
Oſter=
feiertag, feiern Herr Weißbindermeiſter Jacob Dillmann
und Frau, Weiterſtädterweg Nr. 35, das Feſt der Silbernen
Hochzeit.
* Preisgekrönte Schützen! Bei dem Vereinsſchießen
der Schützengeſellſchaft „Fortuna” errang die
Zimmer=
ſchützengeſellſchaft „Tell” mit 132 Ringen den I.
Ehren=
preis!
— Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Im März wurde
die Leſehalle im ganzen von 3734 Perſonen beſucht (im
März 1911 von 3700), durchſchnittlich an jedem Tage 120
Beſucher. Aus der Bücherhalle nach Hauſe entliehen
wurden im ganzen 11997 Bände (1911: 11 268), darunter
4453 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke. Die Zahl
der ſeit dem 1. April vorigen Jahres neu
eingeſchriebe=
nen Leſer ſtieg auf 4608. Während des abgelaufenen
Verwaltungsjahres (1. April 1911 bis 31. März 1912)
wurde die Leſehalle insgeſamt von 41699 Perſonen
be=
ſucht (gegen 40880) im Vorjahre). Aus der Bücherhalle
nach Hauſe entliehen wurden zuſammen 110477 Bände
(im Vorjahre 103745), darunter 45527 wiſſenſchaftliche
und belehrende Werke. Die Geſamtzahl der
eingeſchrie=
benen Leſer betrug 4608 (im Vorjahre 4317). An
Bücher=
geſchenken gingen in dieſem Monat weiter ein: Von
Frau Konſiſtorialſekretär Beck 36 Bde, aus dem Nachlaß
des Geh. Rats Buchner 81 Bde., von Herrn Ingenieur
Heyl 160 Bde., von Herrn Privatier Hölzel 6 Bde., von
Herrn Hofbuchhändler Kleinſchmidt 7 Bde., von Frl.
Memminger 2 Bde., von Frau Ingenieur Schultz 5 Bde.,
von Herrn Reſtaurateur Tix ein von ihm verfaßtes
Werk, von Herrn Kaufmann Ad. Trier ein Jahrgang
Zeitſchriften, von Herrn Geh. Baurat Prof. v. Willmann
drei von ihm verfaßte Schriften. Allen Gebern
herz=
lichen Dank! Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweis
ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Deutſchnationaler Handlungs=Gehilfen=Verband,
Ortsgruppe Darmſtadt (Abteilung für
Lehrlinge). In einer ſtark beſuchten
Mit=
gliederverſammlung ſprach am Montag abend der im
Heere dienende Herr Noa über „Den Nutzen des
Heeres=
weſens für die deutſche Volkswirtſchaft”. Dem Redner gee
lang es, der kaufmänniſchen Jungmannſchaft die
unermeß=
liche Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht für die
Volks=
wirtſchaft und Volksgeſundheit überzeugend nachzuweiſen.
Die großen Opfer, welche das deutſche Volk bringen müſſe,
ſeien als Verſicherung anzuſehen, da unſer Daſein als
Volk und Staat ohne ſtarke Rüſtung vollſtändig undenkbar
ſei. Im Intereſſe der Volksgeſundheit könne die Armee
gar nicht entbehrt werden. Die ſtraffe Zucht in der Kaſerne
und die damit verbundene ſyſtematiſche körperliche
Ausbil=
dung und Abhärtung ſei zum unentbehrlichen Gegenmittel
gegen die entnervten und verweichlichenden Folgen unſerer
heutigen Ziviliſation geworden. Die Folgen eines
Krie=
ges mit ungünſtigem Ausgange ſeien gar nicht abzuſehen;
ganz abgeſehen von der moraliſchen Bedeutung einer
Nie=
derlage, ſei eine große Nation wie die deutſche nach einem
verlorenen Kriege gezwungen, viele Jahrzehnte lang die
ganze wirtſchaftliche Kraft zur Heilung der Schäden und
Wunden aufzuwenden, ſodaß ſelbſtverſtändlich an die
Löſung von Kulturaufgaben lange Zeit nicht mehr gedacht
werden könne. Es ſei vornehmſte Pflicht des deutſchen
Volkes, mit wachem Auge darauf zu ſehen, daß Armee
und Flotte immer auf der Stufe höchſter Vollendung bleibe.
Stürmiſcher Beifall folgte den Ausführungen des Redners.
* Lohnerhöhung für die Straßenwärter. Zu
den Beſchlüſſen des Provinzialtages iſt noch
nachzutra=
gen, daß den Straßenwärtern der Kreiſe
Bens=
heim und Groß=Gerau die von den Kreisverwaltungen
Anfang März nach Fertigſtellung und Drucklegung des
Provinzialkaſſevoranſchlages beantragten Erhöhungen
der Löhne auf Antrag des Provinzialausſchuſſes
trotz=
dem vom 1. April 1912 an bewilligt wurden. Die
Erhöhungen werden von den Kreiſen für 1912
vorlägs=
weiſe beſtritten und denſelben im
Provinzialkaſſevoran=
ſchlag für 1913 zurückerſetzt. Gegenteilige Nachrichten
ſind unrichtig. Da in dieſen Kreiſen umfangreiche
Klein=
pflaſteranlagen ſtattfinden, ſo werden übrigens demnächſt
einige Straßenwärterſtellen dort eingehen.
* Stenographie. Der unter dem Protektorat Sr.
Kgl. Hoheit des Großherzogs ſtehende Gabelsberger
Stenographenverein eröffnet wieder neue Anfängerkurſe
in Stenographie, die nach langjährig erprobter und
be=
währter Methode mit Gründlichkeit und
Gewiſſenhaftig=
keit geleitet werden. (Näheres ſ. heutige Anzeige.)
* Die Turngemeinde Darmſtadt macht hiermit ihre
Mitglieder auf den am zweiten Oſterfeiertag
ſtattfinden=
den Waldſpaziergang nochmeſls aufmerkfam. Da der
Weg durch einen Teil unſerer ſchönſten Waldungen führt,
dürfte einem jeden Teilnehmer ein genußreicher
Nach=
mittag in freier Natur in Ausſicht ſtehen.
* Zur Frühjahrsmeſſe. Am Dienstag fand im oberen
Saale der Turnhalle am Woogsplatz die
Verſteiger=
ung von Plätzen für die diesjährige Frühjahrsmeſſe
ſtatt. Es gelangten zum Ausgebot die Plätze für große
Zucker= und Waffelbuden aller Art, für Schuhſtände,
ſo=
wie für Geſchirr, Glas und Porzellan. Die Plätze gingen
im allgemeinen zum Taxbetrag ab. Für die 3
Zucker=
budenplätze wurden je 150 Mark, für einen
Waffelbuden=
platz 80 Mark gelöſt. Der Erlös bei der Verſteigerung
am Dienstag betrug zuſammen 2206 Mark gegen 2035
Mark für die gleichen Plätze bei der Herbſtmeſſe 1911. Die
Geſamteinnahme für Meßplätze der Frühjahrsmeſſe
be=
trägt zuſammen 8294 Mark gegen 7962 Mark bei des
letzten Herbſtmeſſe.
* Adreßbuch=Nachtrag. Der Nachtrag zum
Adreß=
buch von Darmſtadt für 1912 iſt im Druck erſchienen.
Der=
ſelbe wird gegen Rückgabe des dem Adreßbuch für 1912
am erſten Blatt beigefügten Kupons bei der Arnold=
Bergſträßerſchen Hofbuchhandlung gratis verabfolgt.
gs- Exploſion. Geſtern vormittag explodierte in
einer hieſigen Färberei in der Pallaswieſenſtraße ein
Ben=
zinfaß. Einem Heizer flogen brennende Benzinſpritzer
ins Geſicht und verletzten ihn derart, auch an den Händen,
daß er nach Anlegung von Notverbänden durch die
Rettungswache mittelſt Krankenautomobil ins ſtädtiſche
Krankenhaus verbracht werden mußte. Das Feuer wurde
Erinnerung an die Palmen aufgefriſcht wiſſen wollte.
Aber der Kalendername für Gründonnerstag iſt „dies
viridium” d. h. „Tag der begnadigten Büßer”
eigent=
lich Tag der grünen Menſchen. Den Leuten, die ſich in
Kirchenſtrafen befinden, wird am Gründonnerstag
Ver=
zeihung zuteil. Sie werden, wie Eyckmann im 15.
Jahr=
hundert ſagte, „ön sunde sin, grun” Sie werden wieder
lebenskräftige, fruchtbringende Zweige der Kirche, im
Gegenſatz zu den abgeſtorbenen, zum „Stock” gewordenen
Sündern.
C. K. Der 5=Uhr=Tee der Pudel. Mit dankenswerter
Ausführlichkeit berichten die New=Yorker Zeitungen von
einer eigenartigen Neuerung im geſellſchaftlichen Leben
von Baltimore. Telegramme melden, daß Miß
Geor=
giana Williams in Baltimore, um einem lang
empfunde=
nen Bedürfnis der Tierſeele Befriedigung zu ſchenken,
einen 5=Uhr=Tee für Schoßhunde eingerichtet hat, der
fortan in gewiſſen Zwiſchenräumen wiederholt werden
ſoll. Am vergangenen Samstag feierte der franzöſiſche
Pudel Bunny, Miß Williams’ krauslockiger Liebling,
das denkwürdige Feſt ſeines Geburtstages; der Tag
ſollte würdig mit einem 5=Uhr=Tee für Hunde gefeiert
werden, und ſchon beizeiten luden parfümierte Billetts
die Schoßhunde der Freundinnen und Damen der
Geſell=
ſchaft von Baltimore zu dieſem Ereignis. Die guten
Tiere mögen am Vormittag manches geduldig oder
unge=
duldig ertragen haben, denn als ſie um 5 Uhr Bunnys
Salon betraten, waren ſie alle friſch gebadet, parfümiert,
ja einige von ihnen ſogar kunſtvoll gepudert. Natürlich
fuhren die meiſten Hunde, von ihren Herrinnen geleitet,
im Automobil vor; die Zahl der Fußgänger blieb
jeden=
falls ſtark in der Minderheit. „Fluffy” hatte abgeſagt.
Er hatte durch ſeine Herrin Miß Williams mitteilen
laſſen, daß er ſich zu ſeinem Bedauern das Vergnügen
nicht ſchenken könne, da er ſich nicht ganz wohl fühlte. Die
Zuſammenkunft der Hunde bot zugleich eine Modeſchau
des in dieſem Frühjahr herrſchenden Geſchmacks. Die
meiſten erſchienen in hübſch garnierten Mänteln; ſehr
be=
vorzugt ſind in dieſem Jahre breite Halskrauſen aus
Taft oder Rohſeide. Freilich waren einige dieſer
Mode=
herrlichkeiten aus dem Reiche der Hunde bei Bunnys
Tee nur in einem etwas derangierten Zuſtand zu
be=
wundern, da einige der geladenen Gäſte ſich vor der
Haustür auf den Gartenwegen trafen und aus irgend
welchen Meinungsverſchiedenheiten in einen heftigen
Wortwechſel gerieten, der mit Biſſen endete. Die
Lecker=
biſſen wurden den Hunden auf Tellern ſerviert; bei den
Sanftmütigen übernahmen die Damen die Bedienung,
die jähzornigen Elemente dagegen genoſſen wohl oder
übel die Freiheit, ſich ſelbſt zu füttern. Nach dieſem
Vorbild von Baltimore wird es die Ehre der
vorneh=
men New=Yorker Hundebeſitzerinnen nicht länger dulden,
hinter der ſüdlicheren Stadt zurückzuſtehen, und ſo gehen
die „oberen vierhundert” Hunde Amerikas
vorausſicht=
lich einer ſehr anſtrengenden geſellſchaftlichen Saiſon
entgegen.
* Luſtiges von der franzöſiſchen Verbrecherjagd. Der
plötzlich mit wilder Gewalt losgebrochene Feuereifer der
franzöſiſchen Polizei bei der Jagd auf die
Automobilban=
diten zeitigt täglich neue komiſche Zwiſchenfälle, aber die
luſtigſte von all dieſen irrtümlichen Verhaftungen hat ſich
in Mantes ereignet, denn hier fingen ſich die Jäger im
eigenen Netz. Von Paris aus fuhren ſechs Detektivs in
einem Polizeiautomobil auf eine Erkundigungsfahrt; in
dem friedlichen Mantes aber wurde ihnen plötzlich die
Durchfahrt geſperrt, und an der Spitze ſeiner bewaffneten
Macht erſchien der Herr Polizeikommiſſar von Mantes,
verhaftete die Pariſer Kriminalbeamten und telegraphierte
triumphierend in alle Winde, die Raubmörder ſeien jetzt
endlich gefangen genommen. Es dauerte mehrere
Stun=
den, ehe man endlich mit vieler Mühe dem
Polizeigewal=
tigen von Mantes klar machte, daß er tüchtige
Kriminal=
beamte, darunter gleich zwei Vorgeſetzte, entſchloſſen ins
Loch geſperrt habe.
Neuzeitliche Friedhofskunſt.
Die letzte Ruheſtätte der vom Erdenwallen Abberufenen
war von altersher der Gegenſtand pietätvoller Fürſorge der
Ueberlebenden, denn in der Treue des Andenkens beſteht
das ſtarke Band, das eine Generation mit der anderen
ver=
bindet. Da draußen vor der Stadt, wo Ruhe und Frieden
wohnen, wo aller Prunk und Schein vor der Majeſtat des
Todes ihre Nichtigkeit enthüllen, rührt der Anblick des
Ver=
gänglichen an unſere tiefſten Gefühle. Deshalb ſollen dieſe
Stätten durch ein rechtes Zuſammenwirken von Natur und
edler, ernſter Kunſt zu weihevoller Wirkung erhoben
wer=
den. Nirgends ſonſt ſind ja Herz und Sinne gleich offen für
die Sprache der Kunſt wie an dem Ort, wo der
Leid=
tragende ſeine verlorenen Lieben beſucht, und wo er zugleich
Troſt und Erhebung zu finden hofft. Die Friedhofskunſs
hat darum zugleich eine Miſſion zu erfüllen.
Wie ſah es aber bis vor kurzer Zeit, ja, wie ſieht es
heute noch auf unſeren Friedhöfen aus?, Meiſtens ſind es
eintönige Gräverfelder mit gleichförmig gepreßten Hügeln
und die Erinnerungszeichen und Grabdenkmäler, die dort
in Reih’ und Glied ſtehen, ſind zum allergrößten Teil
gleich=
mäßige und gleichgültige Fabrikware. Solch ein Friedhof
macht einen peinigenden Eindruck und mutet wie der
Lager=
platz einer Grabſteinfabrik an.
Nun hat die Kunſt unſerer Zeit mit friſcher Kraft hier
einzugreifen begonnen. Es entſtehen künſtleriſche
Fried=
hofsanlagen, in denen nicht die endloſe, ſtarre Reihe
vor=
herrſcht, die nirgends den für die innere Sammlung ſo
notwendigen Abſchluß der Teile gegeneinander hat, ſondern
die neuen Friedhöfe werden als Organismus gefaßt und
die gärtneriſchen Anlagen entſprechen dem Gedenkſtein,
in=
dem die Raumbildung und Einteilung von künſtleriſches
Geſichtspunkten geleitet wird. Der Darmſtädter
Friedhof, iſt ja in ſeiner Anlage und mit dem ernſten,
ſtimmungsvollen Schmuck ſeiner wundervollen Cypreſſen
eine ſchöne und ſeltene Ausnahme, gegenüber den meiſten
Nummer 81.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Seite 5.
durch die Feuerwache gelöſcht. Der Färbereibetrieb iſt
nicht geſtört.
Die Freiwillige Feuerwehr ſendet hierzu
folgenden Brandbericht: Geſtern vormittag 8 Uhr
48 Minuten wurde der Feuerwehr gemeldet: „Feuer
Pallaswieſenſtraße 146‟. In der chemiſchen Waſchanſtalt
des Herrn Reich war in dem Benzinwaſchraum Feuer
entſtanden, welches die vorhandenen Holzteile und das
Dach in Brand ſetzte und ſtarke Flammen erzeugte. Das
Feuer wurde mit zwei Schlauchleitungen raſch bekämpft.
Durch eine vorher erfolgte Exploſion wurde ein Arbeiter
im Geſicht und Händen verbrannt und, nachdem ihm
ein Notverband angelegt worden war, nach dem
Kran=
kenhaus verbracht. Durch den Brand wird der
Geſchäfts=
betrieb keine Störung erleiden. Die Entſtehungsurſache
war Selbſtentzündung. Wache zurück 9 Uhr 48 Minuten.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats März
wurde in dem im Lokale des zweiten Polizeireviers
in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für Obdachloſe
325 Perſonen und in demjenigen im Lokale des fünften
Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße 31 Perſonen,
zuſammen 356 Perſonen, Obdach gewährt.
Offenbach a. M., 2. April. Im hieſigen
Kranken=
haus wurde vor einigen Tagen ein Patient
einge=
liefert, der ſich einen falſchen Namen beigelegt hatte
und nunmehr geſtorben iſt. Der Mann hatte dem in
Frankfurt wohnenden Schreiner Jakob Haas die
Aus=
weispapiere geſtohlen und war unter deſſen Namen
auf=
getreten. Wie feſtgeſtellt wurde, handelt es ſich um einen
alten Verbrecher, der ſchon zahlreiche Vorſtrafen hinter
ſich hat. Es iſt der 39jährige Seiler Theodor Betker aus
Riga, der ſich längere Zeit in Frankfurt aufhielt und dort
mit mehreren Kumpanen zahlreiche Einbrüche verübt hat.
B. hat erſt kürzlich eine längere Freiheitsſtrafe in
Preun=
gesheim verbüßt und dann unter ſeinem richtigen Namen
in Offenbach in der Ludwigſtraße gewohnt. Die Leiche,
die der Anatomie der Gießener Univerſität überliefert
wurde, wurde durch einen Gefangenenaufſeher der
Preun=
gesheimer Strafanſtalt als die des B. feſtgeſtellt.
Jugenheim, 3. April. Der größte Teil der Prinz
Battenbergiſchen Waldungen ging durch Kauf an den
Fiskus über.
LB. Michelſtadt, 3. April. Frl. Marie Detrez aus
Darmſtadt und Herr Alfred Ilma aus Mainz
veran=
ſtalteten ein Konzert in Schmerkers Gartenſaal. Die
hie=
ſige Kritik ſchreibt wie folgt: In Frl. Marie Detrez
lern=
ten wir einen Mezzoſopran kennen, der an Reinheit und
Innigkeit nichts zu wünſchen übrig ließ. Beſonders gut
gelangen ihr die Koloraturen der Arie aus den Luſtigen
Weibern von Windſor, ſowie die Arie der Dalila aus
der Oper Samſon und Dalila. Auch in den Duetten, die
ſie mit dem ſtimmbegabten Heldenbariton Herrn Alfred
Ilma ſang, erntete ſie großen Beifall, ſodaß an dieſer
Stelle noch der Wunſch ausgeſprochen ſei, das Konzert
in Bälde zu wiederholen. Die Klavierbegleitung führte
Herr Kapellmeiſter Landwich mit gewohnter
Sicher=
heit aus.
Lindenfels, 3. April. Die Eiſenbahnbaugeſellſchaft
„Kontinentale” hat nun mitgeteilt, daß ſie an dem Projekt
durch das Schönberger Tal feſthalten müſſe. Die
Linienführung der Bahn durch das Zeller Tal würde um
420000 Mark teurer kommen.
Mainz, 2. April. In der Sitzung der
Stadtver=
ordneten erfolgte die Beratung der
Haushalts=
voranſchläge für das Rechnungsjahr 1912. Die
Umlagen wurden, wie im Vorjahre, auf 106,5 Prozent
feſtgeſetzt. Zur Ausgleichung des Voranſchlages der
Be=
triebsrechnung werden die Ueberſchüſſe früherer Jahre
mit 307546 Mark, ſowie ein Teil von 206 396 Mark aus
den für außerordentliche Tilgungen beſtimmten Summen
benutzt. Bezügl. des neuen Waſſerwerks am Schönauer
Hof bei Groß=Gerau erklärte der Oberbürgermeiſter, daß
das Projekt ſoweit gefördert ſei, daß in zwei Jahren das
Werk vollendet wäre; die Stadt werde gutes und
aus=
reichendes Waſſer erhalten. Von der Errichtung eines
Hallenſchwimmbades, die angeregt wurde, ſoll der großen
Koſten halber vorläufia Abſtand genommen werden.
Bad=Nauheim, 2. April. Viele Hände regen ſich in
emſiger Arbeit, um den Empfang der Kaiſerin
würdig zu geſtalten. Am Neubau des Bahnhofs, dem
winterlichen Schmerzenskind aller Reiſenden, wird mit
Ein=
lage von Nachtſchichten ununterbrochen gearbeitet, um ihn
zur Ankunft der Kaiſerin fertig zu ſtellen. Zahlreiche
Ar=
beiter ſind neu eingeſtellt worden und Oſtern wird ſich der
Verkehr bereits auf den tiefer gelegten Schienen — die es
ermöglichen, vom Abteil ohne Trittbenützung auf den
Bahn=
ſteig zu treten — abwickeln. Beſondere Aufmerkſamkeit
er=
regt bei den infolge des milden Wetters ſchon zahlreich
an=
weſenden Kurgäſten das Heim, das die Kaiſerin während
ihres Kuraufenthalts bewohnen wird. Sie wird in der
Terraſſenſtraße in dem Sanatorium Grödel, dem
behan=
delnden Arzte Prof. Dr. Grödel gehörig, Wohnung nehmen.
Das Erdgeſchoß und der erſte Stock ſind für die Kaiſerin
und ihre Umgebung gemietet. Dem Wunſch der Kaiſerin
entſprechend, iſt dem Beſitzer in der Verwendung der
übrigen Räume des Hauſes keine Beſchränkung auferlegt,
ſo daß die alten Kurgäſte des Hauſes ihre altgewohnten
Zimmer nicht zu entbehren brauchen. Die Beſitzung liegt
im ſchönſten Teile Nauheims, ganz nahe dem Kurhauſe und
gegenüber dem großen Park.
Geilshauſen, 2. April. =Einen vorzeitigen
Aprilſcherz machten ſich einige Herren aus Gießen,
indem ſie in der Lumda die Enten der Bauern fiſchten,
die ſie für herrenlos gehalten hatten. Nachdem die
En=
ten acht Tage lang die Stadtluft gekoſtet hatten, brachte
ſie heute einen der Fänger in einen großen Sack zur
Freude der Beſitzer wieder zurück. Auch die in der
Groß=
ſtadt gelegten Eier wurden, dem G. A. zufolge, prompt
bezahlt. Beſſer konnten die trauernden Entenzüchter nicht
in den April geſchickt werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 2. April. In vergangener
Nacht ſtarb der Chefarzt des Garniſonlazaretts
Ber=
lin II=Tempelhof, Oberſtabsarzt Dr. Grüder, im Alter
von 41 Jahren. Er hatte ſich bei einer Operation eine
Blutvergiftung zugezogen. — Nachdem der Betrieb
der Untergrundbahnſtrecke Spittelmarkt-
Leipziger Platz in vollem Umfange wieder
auf=
genommen worden iſt, machen die Arbeiten zur
Beſeitig=
ung der Ueberſchwemmung in der offenen Baugrube
große Fortſchritte. Die Tunnelſtrecke unterhalb der
Spree iſt noch nicht gedichtet. Das Waſſer dringt noch
immer in großen Mengen ein und wird mit ſieben
Krei=
ſelpumpen wieder herausgepumpt, die über 50000 Liter
in der Stunde fördern. — Auch der dritte vermißte
Schüler Sohn eines Majors in Friedenau, hat ſich
eingefunden. — Heute vormittag gegen 11 Uhr gab der
Maurerpolier Schulze auf die von ihrem Mann
ge=
ſchiedene Ehefrau Gohlke, welche in einem Haus
in der Linienſtraße ein Grünkramgeſchäft betreibt, aus
Eiferſucht drei Revolverſchüſſe ab, von denen
zwei in die Bruſt, einer in den Kopf traf. Der Täter
wollte fliehen und ſchoß auf die vor dem Laden
ange=
ſammelte Menſchenmenge. Ein Schutzmann wurde an
der Hand verletzt. Die Menge richtete den Schulze, der
ſchließlich verhaftet wurde, ſchrecklich zu. Frau Gohlke
wurde in hoffnungsloſem Zuſtande in die Charitee
ge=
bracht.
Frankfurt, 3. April. Bei einer Geſangprobe im Dom
wurde geſtern abend um 8¾ Uhr der Muſikdirektor und
Dirigent des Domchors, Georg Hübner, in dem
Augenblick von einem Schlaganfall betroffen, als er ein
Lied dirigierte. Er fiel plötzlich um und war auf der
Stelletot. Er iſt nur 30 Jahre alt geworden.
Hanau, 3. April. Durch eine Benzinexploſion
in der Dunlop=Gummifabrik wurden die dort
beſchäftig=
ten Arbeiter Werner aus Groß=Krotzenburg und Dies
aus Hainſtadt ſchwer verletzt, ſodaß Lebensgefahr
beſteht.
Karlsruhe, 2. April. Wie der Polizeibericht meldet,
hat die hieſige Kriminalpolizei den 26jährigen Kaufmann
Renato Damora verhaftet, der vom
Unterſuchungs=
richter in Rom wegen Scheck= und Banknoten=Fälſchungen
im Betrage von 9½ =Millionen Lire ſteckbrieflich verfolgt
wird. Die Verhaftung erfolgte in dem Augenblick, als
Damora in ſeinem Auto davonfahren wollte.
Stargard i. Pommern, 2. April. Zu der angeblichen
Verſchleppung des jungen Mädchens in die
Eilenriede wird bekannt, daß es ſich um die Plätterin
Marta Sonnenberg aus Nörenberg handelt. Sie war
ihrem Bräutigam nach Hannover nachgereiſt und ſtellte ihn
zur Rede, weil er ſie nicht heiraten wollte. Auf deſſen
wie=
derholte Weigerung nahm das Mädchen einen Revolver,
verletzte ihren Bräutigam ſchwer und tötete ſich ſelbſt durch
einen Schuß ins Herz.
Siegen, 2. April. In der Dynamitfabrik in
Wür=
gendorf explodierte ein mit eintauſend Kilogramm
Säure gefüllter Behälter, der ſich in Reparatur befand.
Ein Schloſſermeiſter wurde ſofort getötet, ein
Inge=
nieur erlitt ſo ſchwere Brandwunden, daß er bald
dar=
auf ſtarb.
Bernburg, 3. April. Auf dem Kaliſchacht „Anhalt”
bei Ilberſtedt explodierten geſtern abend aus
un=
bekannter Urſache 13 Zentner Dynamit. An Gebäuden
der Umgegend wurde erheblicher Schaden angerichtet.
Menſchen ſind nicht verletzt.
Breslau, 3. April. Heute vormittag wurde vor dem
hieſigen Landgericht der Opernſänger Georg Beeg wegen
Wahlbetrugs zu drei Tagen Gefängnis
ver=
urteilt. Er hatte den Schauſpieler Schwarz beauftragt,
für ihn bei der Reichstagswahl die Stimme abzugeben.
Schwarz war dieſer Aufforderung nachgekommen und wurde
dafür mit drei Wochen Gefängnis beſtraft.
Wien, 2. April. Fürſt Albert von Monaco,
der geſtern zum Ehrenmitglied der öſterreichiſchen
Geo=
graphiſchen Geſellſchaft ernannt wurde, hielt heute abend
auf Einladung der Geſellſchaft einen mehrſtündigen
Vor=
trag über die Ozeanographie. Zahlreiche Mitglieder des
Kaiſerlichen Hauſes und des diplomatiſchen Korps,
dar=
unter auch der deutſche Botſchafter v. Tſchirſchky mit
Gemahlin, die Miniſter, die Spitzen der Behörden und
Vertreter der Kunſt und Wiſſenſchaft wohnten dem
Vor=
trag bei, der mit großem Intereſſe und lebhaftem
Bei=
fall aufgenommen wurde.
Paris, 3. April. Die 50 Preisträger des
Schülerwettbewerbs des Journal d’Allemagne
ſind geſtern hier eingetroffen und von dem Direktor Foyer
3. Lécole Nouyrit begrüßt worden. Im Namen der
Schü=
ler dankte der Führer Dr. Schmid. Die Schüler begaben
ſich in das College Sainte Barbe, wo ſie beherbergt
wer=
den. Heute früh beſichtigten ſie das Louvremuſeum.
Paris, 3. April. In Albi iſt geſtern das
Waiſen=
baus Saint Jean verbrannt. Die Kleiderr und
Wäſcheräume wurden vernichtet. Etwa 100 Kinder
konn=
ten ſich, notdürftig bekleidet, ins Freie retten.
London, 2. April. Erſt heute wird bekannt, daß
von Samstag auf Sonntag ein verwegener
Dia=
mantenraub in der Regent=Street verübt wurde.
Die Gauner hatten drei Wände von 18 Zoll Dicke zu
durchbrechen und andere große Hinderniſſe zu
überwin=
den, ehe ſie in das Juwelengeſchäft von Paul Ettlinger
gelangten, aber ihre Beute lohnte ſich: es waren
Schmuck=
ſachen im Werte von 300000 Mark. Sie verſchafften ſich
zunächſt durch eine Hintertür Einlaß in den Cottage=
Teeſaal, ſtiegen drei Stockwerke empor und brachen von
hier aus ein Loch von drei Fuß Breite in die Mauer des
angrenzenden Hauſes, in dem ſich ein Lager der „Iriſh
Linen=Comp.” befindet. Ein gleich großes Loch in die
nächſte Mauer verſchaffte ihnen Zutritt zu Goodyers
Antiquitätengeſchäft, und von hier aus wurde ein drittes
Loch in die Mauer des Hauſes gebrochen, in dem ſich
der Juwelenladen befindet. Um das Geräuſch zu
dämpfen, wurden koſtſpielige Damenunterkleider aus
dem Leinenladen und wertvolle Stoffe aus dem
Anti=
quitätengeſchäft zuhilfe genommen. Alle Schaukaſten
wurden entleert und der größte der Stahlſchränke
erbro=
chen und ſeines geſamten Inhaltes beraubt. Die
Poli=
zei iſt der Meinung, daß mindeſtens vier Perſonen an
dem Raub beteiligt waren. Die Verbrecher müſſen ſich
viele Stunden dabei aufgehalten haben und ſcheinen
dann und wann nach dem Teeſaal zurückgekehrt zu ſein,
um ſich zu erfriſchen. Sie rauchten die beſten Zigarren,
die ſie vorfanden, und erbrachen die Kaſſe, die die
Ein=
nahmen vom Samstag enthielt. Nach der Theorie der
Geheimpoliziſten haben ſich die Räuber auf demſelben
Wege, auf dem ſie gekommen waren, wieder entfernt,
in=
deſſen deutet eine zurückgelaſſene Strickleiter darauf hin,
daß ſie auf eilige Flucht gefaßt waren. — Zur ſelben
Zeit wurden aus einer Privatwohnung im Marylebone
Schmuckſachen im Werte von 40000 Mark geraubt.
New=York, 2. April. Der Miſſiſſippi und alle
Nebenflüſſe ſteigen unabläſſig. Es wird der
höchſte jemals erreichte Waſſerſtand erwartet. Vielfach
wanken die Deiche. Ganze Städte ſtehen unter Waſſer.
Ein beträchtlicher Schaden droht.
Tokio, 2. April. Kriegsminiſter Baron
Ishimoto iſt geſtorben.
Tokio, 3. April. Der Vulkan Miharayama auf
der Inſel Oſchima befindet ſich in heftiger Tätigkeit.
Lava droht die Dörfer zu verſchlingen. Die Einwohner
ſind in Fiſcherbooten geflohen. Der letzte Ausbruch des
Vulkans hat im Jahre 1868 ſtattgefunden.
Luftfahrt.
H.B. Frankfurt a. M., 3. Aprik. Für
Donners=
tag, den 4. dieſes Monats, bei ungünſtiger Witterung
Samstag, den 6., iſt die erſte Begegnungsfahrt
der beiden Zeppelinluftſchiffe „Viktoria
Luiſe” und „Schwaben” mit Treffpunkt in Mannheim
und gemeinſamer Umkreiſung dieſer Stadt geplant. Die
Abfahrt der beiden Schiffe von Baden=Baden bezw. von
Frankfurt a. M. iſt auf 10 Uhr vormittags feſtgeſetzt.
* Luftſchiff und Luftballon. Der
Mittel=
rheiniſche Verein für Luftſchiffahrt veranſtaltete, wie
ſchon kurz mitgeteilt, am Sonntag unter Führung des
Hauptmanns Eberhard vom Feldartillerie=Regiment
Nr. 27 von Mainz aus ein Ballonfahrt. Um 8.35 Uhr
erfolgte der Aufſtieg, an den ſich wieder eine äußerſt
ge=
lungene herrliche Fahrt bei prächtigem Wetter über die
im erſten Vorfrühlingsſchmuck prangenden Taunusberge,
Wetterau, Vogelsgebirge, Speſſart und das heſſiſche
Bergland anſchloß. Die Landung erfolgte glatt um 4.30
Uhr nachmittags in der Nähe von Kaſſel, direkt neben
einem Bahnhof. Ein beſonders ſchönes und
intereſſan=
tes Erlebnis hatten die Luftſchiffer zwiſchen 9 und 10 Uhr
in der Gegend von Hofheim. Ein fernes Surren wurde
hörbar und aus dem Dunſt, der Frankfurt umlagerte,
taucht der helle, ſchlanke Körper des
Zeppelinluft=
ſchiffes auf, ein wunderbarer Anblick. Leider hatte
das Schiff eine andere Richtung, und zwar anſcheinend
über Höchſt nach Wiesbaden, auch fährt es viel tiefer als
der Ballon, der ſich oben in 600 Meter Höhe befindet. Da
in der Nähe von Höchſt hebt ſich der Vorderteil des
Schif=
fes, es ſteigt langſam in die Höhe und macht gleichzeitig
zur größten Freude der Luftſchiffer eine ſcharfe
Wend=
ung direkt auf den Ballon zu. Nun iſt es kein Zweifsl.
das Luftſchiff will ſeinen Bruder Freiballon begrüßen.
Näher und näher kommt das Schiff; ſchon iſt der Name
zu leſen, ſchnell werden die einzelnen Teile deutlich
ſicht=
bar, bald iſt es nur noch wenige Meter entfernt, ſo daß
die Perſonen zu erkennen ſind und fährt eine Kleinigkeit
tiefer am Ballon vorbei, deſſen Inſaſſen es mit
Be=
geiſterung durch Mützenſchwenken und Zutrinken
begrü=
ßen. Es war ein wirklich erhebender Anblick. Lange
noch konnte das Schiff verfolgt werden, wie es in elegan=
deutſchen Friedhöfen, die Grabmale ſind aber auch vielfach
dem bisherigen Zeitgeſchmack entſprechend gehalten. Auch
darin ſoll nun Wandel geſchaffen werden. In deu
Geſtalt=
ung der Grabdenkmäler hat der Künſtler ein lange
vernach=
läſſigtes Arbeitsfeld wiedergewonnen, wie es ehedem war,
wo in den Denkmalen der ganze Reichtum eines hoch
ent=
wickelten inneren Lebens zum Ausdruck kam. Dieſe
Vor=
bilder der Antike, der altchriſtlichen Kunſt, und der
Re=
naiſſance geben unſeren Künſtlern eine reiche und
wert=
volle Anregung, Neues und wahrhaft Schönes zu ſchaffen,
und vor auem das Kreuz, deſſen tiefe Symbolik neben allen
anderen Formen immer ihre Bedeutung in der
Friedhofs=
kunſt haben ſoll und wird, kann durch leiſe Umbildung oder
ausdrucksvolle Vereinfachung von Künſtlerhand zu neuem
Leben erweckt werden.
Wie der Ton, ſo hat auch die Form ihre Sprache, und
dieſe Sprache hat ihre feſten Geſetze, die unabhängig ſind
von Mode und Laune der Zeiten. Der Künſtler wird daher
vor allem auf einen ſtreng harmoniſchen Geſamteindruak
hinarbeiten. Grundform, Ornament und Schrift müſſen
in künſtleriſchem Einklang ſtehen und ſie ſollen außerdem
wirken durch die gediegene, edle, dem Geiſt des
Mate=
rials entſprechende Formgebung. Gerade das
Mate=
rial iſt nicht nur für die künſtleriſche Stimmung eines
Fried=
hofs von Wichtigkeit, es iſt auch von Bedeutung für die
Ausbreitung der neuen Friedhofskunſt, denn eine Reiye
wetterfeſter, deutſcher Steine, wie Sandſtein, Kalkſtein,
deutſche Marmorarten und vor allem Muſchelkalk, alles
hei=
miſche Steine von warmer Tönung und lebendig farbigem
Reiz der körnigen Oberfläche, eignen ſich trefflich für die
künſtleriſche Bearbeitung und fügen ſich mit ihren weichen
Farben und ihrer Neigung zur Patina ſo ſchön in unſere
Natur ein Daß ſich auch aus Granit und Marmor
künſt=
leriſch wertvolle Steine herſtellen laſſen, wenn man ſich
nicht an die früheren üblichen, ſchlechten und
ſchablonen=
haften Formen hält, iſt ſelbſtverſtändlich, denn kein
Mate=
rial iſt an ſich künſtleriſch oder unkünſtleriſch, ſondern wird
es erſt durch die ſtilgemäße, reſpektive ſtilloſe Behandlung.
Auch durch die Feuerbeſtattung ſind der bildenden Kunſt in der
Modellierung von Urnendenkmalen neue Aufgaben
geſtellt, deren ſchöpferiſche Löſung ſich unſere Künſtler mit
Ernſt angelegen ſein laſſen. Und all das Gute, das auf
dem Gebiet der Grabmalkunſt heute ſchon wieder von
deutſchen Künſtlern geleiſtet wird, iſt ebenſo billig wie
die nichtsſagenden Erzeugniſſe der Maſſenfabrikation.
Wenn man für eine beſondere Gelegenheit ein Geſchenk
für ſeine Lieben auswählt, dann überlegt man, um doch ſa
etwas wirklich Schönes und Wertvolles ausfindig zu
machen, aber auf dem Friedhof, wo es ſich um das Tiefſte
und Letzte handelt, das wir unſeren Lieben noch geben
können, da war uns lange Zeit hindurch ſtarre,
phantaſie=
loſe Maſſenware gut genug. Das ſoll nun wieder anders
werden! Welch zarter Hauch elegiſcher Stimmung weht
um die Denkmäler, die uns aus der Zeit der Urgroßeltern
erhalten ſind! Auch unſere Zeit hat ſich jetzt darauf
be=
ſonnen, daß ein Grabdenkmal mehr ſein ſoll als ein glatter,
nach ſchablonenhaften Muſtern zugeſchnittener Stein. Nein,
das Grabdenkmal ſoll dem Trauernden wohl ſeinen
Ver=
luſt und ſeinen Schmerz gegenwärtig halten, aber es ſoll
ihn auch aufrichten und tröſten und durch die milde, aus=
drucksreiche Sprache der Kunſt zu ihm reden von Hoffnung
und der ſtarken Kraft des Ueberwindens. So wird es
ſeine hohe Miſſion erfüllen, indem es die Trauer
gleich=
ſam verklärt und eine ergreifende und zugleich erhebende
Wirkung von ihm ausgehen. Wenn wir auf dem jetzt
ein=
geſchlagenen Wege weiter fortſchreiten, wenn wir das
Grah=
mal für unſere heimgegangenen Lieben bei wirklichen
Künſtlern beſtellen, die ſich eine möglichſt perſönliche
Ge=
ſtaltung des Denkmals angelegen ſein laſſen, dann werden
unſere Friedhöfe wieder zu Stätten der Weihe, der ſtillen
Schönheit und ſchlichten, zu Herzen gehenden Kunſt werden
und wir werden vor dem Urteil unſerer Nachkommen
be=
ſtehen können, denn auch die Grabdenkmale ſind nicht
zu=
letzt Zeichen der Kultur eines Volkes!
Die Anregung zu ſolchen Gedanken haben uns einige
neue Grabmale bei einem Beſuche des Darmſtädter
Fried=
hofs gegeben. Wir wollen nur das Familiengrabmar
Valdek auf dem vorderen Teil unſeres Friedhofes und ganz
in der Nähe davon das Denkmal Kemmler erwähnen, die,
meiſterhaft in Entwurf und Bearbeitung des Materials,
mit ihren ſchönen Reliefs in echter Bronze dem
Leidtragen=
den ſo zu Herzen ſprechen, wie wir es oben als die
vollen=
detſte Aufgabe eines Grabdenkmals bezeichnet haben. Auf
dem neuen Teil des Friedhofs ſind es u. a. die
Familien=
grabmale Hanſel und Maul, die in ihrer
wohlproportio=
nierten Form und künſtleriſchen Geſtaltung ebenfalls keinen
Wunſch unbefriedigt laſſen, und die aus dem Atelier des
Herrn Architekten Richard Paul hier hervorgegangen ſind.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Nummer 81.
ten Bewegungen den Feldberg umkreiſte und dann zu
ſeiner Halle zurückkehrte.
* Paris, 3. April. Der Aviatiker Hamel, der
in Begleitung einer Dame geſtern früh in Hendon bei
London bei einem Fluge nach Paris aufgeſtiegen
war, iſt am Abend wohlbehalten in Iſſy=les=Moulineaux
angekommen.
Sport.
* Fußball. Nachdem am letzten Sonntag die erſte
Mannſchaft des Fußballklubs „Olympia”= Darmſtadt
gegen die bekannte Mannſchaft des Fußballklubs „
Ale=
mannia”=Karlsruhe ſich in ſchöner Form gezeigt hat,
wird die hieſige Mannſchaft am zweiten Oſterfeiertage
die Serie der Privatſpiele gegen den Sportverein Gießen
fortſetzen. Der Sportverein Gießen verfügt über ein
hervorragendes Spielermaterial. Die äußerſt ſtarke
Ver=
teidigung wird noch ergänzt durch eine ſehr raſche
Stür=
merreihe. Dieſer Mannſchaft war es in ihrer jetzigen
Aufſtellung vergönnt, alle Vereine ihres Bezirkes zu
ſchlagen, ſo daß ſie heute bei den Meiſterſchaftsſpielen in
ihrem Bezirk an erſter Stelle ſteht. Man ſieht deshalb
dem Zuſammentreffen des Fußballklubs „Olympia”=
Darmſtadt mit dem Gießener Verein allerſeits mit
Spannung entgegen. Das Spiel findet auf dem
Olym=
piaſportplatz an der Heidelberger Straße ſtatt und ſteht
unter der unparteiiſchen Leitung des Herrn
Mittelrhein=
gauvorſitzenden Gg. Delp. — Vorher ſpielt die Alte=
Herren=Mannſchaft des Fußballklubs „Olympia” gegen
die gleiche des Fußballklubs „Germania”=Frankfurt.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 2. April. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Die bevorſtehenden Feiertage übten bereits
am Wochenmarkt ihren Einfluß aus durch geringeren
Beſuch und größere Geſchäftsunluſt. Landweizen
und Landroggen wurden in mäßigen Quantitäten
zu etwas beſſerem Preiſe gehandelt, auch Hafer, für
welchen etwas mehr Nachfrage beſtand, leicht anziehend.
Gerſte und Mais ſehr ſtill. Futterware
preis=
haltend, aber ruhig. Die Forderungen für Mehl
blie=
ben trotz des Feiertagsbedarfs unverändert, da durch den
ſeitherigen ſchlechten Abſatz die Vorräte der Mühlen noch
bedeutend und daher Abgabeluſt vorherrſchend iſt.
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigt
recht feſte Stimmung für alle Artikel. — An der
Ber=
liner Produktenbörſe war Getreide feſt auf die
weitere Steigerung der Ozeanfrachten und der erhöhten
Forderungen Argentiniens. Die anſehnliche Zunahme
des hieſigen Getreidelagers im März blieb ohne Eindruck.
Sehr feſt war Futtergetreide auf die
Frachtenverteue=
rung, ebenſo Hafer um 1,50 Mark, Lokogerſte um 3 Mark
und Mais um 2 Mark beſſer. — Nach den letzten
Kabel=
nachrichten von den amerikaniſchen
Getreide=
märkten (New=York und Chicago) war Weizen
wil=
liger auf günſtige Berichte über die Ernteverhältniſſe. Die
aus Nebraska vorliegenden Ziffern weiſen höhere
Zif=
fern auf, auch im Staate Oklahoma iſt gute Ernte. Mais
ſchließt hingegen gut behauptet auf die Verringerung des
Farmer=Angebots. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind
dort in dieſer Woche von 58.89 Mill. Buſh. auf 57.64
Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 16.20 Mill. Buſh.
auf 15.91 Mill. Buſh. zurückgegangen. In Kanada
ſtie=
gen die Weizenvorräte in dieſer Woche von 28,39 Mill.
Buſh. auf 29.13 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 22.25—22,35,
Kurheſſi=
ſcher 22.25—22.35, Laplata 23,25—24.25, Kanſas 23.25 bis
24.25, Redwinter 23,50—24.25, Nordd. 22,25—22.35,
Ruſ=
ſiſcher 24—24,50. Rumäniſcher 23,25—24, Walla Walla
24—24,50. Manitoba 23.25—24.25; Roggen hieſ. 19.80
bis 20, Ruſſiſcher 20—20,25. Rumäniſcher 20—20,25,
Baye=
riſcher (Pfälzer) 19,90—20; Hafer hieſ. 21,10—21.25
Ruſſiſchexr 21,25—21,75. Rumäniſcher 21.25—21,50,
Baye=
riſcher 21110—21,25, Amerikaniſchhr 20.75—21; Mais
mixed 17,90—18.10, Donaumais 17.90—18. Laplata 17175
bis 17,90, Ruſſiſcher 17.90—18.10, Rumäniſcher 17.90 bis
18.10, Weißer Mais 18—18.10, Weizenſchalen 14,25 bis
14.50, Weizenkleie 14—14,25, Roggenkleie 14.25—14.50,
Futtermehl 16—16.50, Biertreber getrocknet 15.25—15.50,
Weizenmehl hieſ. Nr. 0 31.25—31.50, feinere. Marken 31.75
bis 32. Nr. 1 30,25—30,50. feinere Marken 30,75—31,
Nr. 2 28.25—28.50, feinere Marken 28,75—29, Nr. 3 27.25
bis 27,50. feinere Marken 27,75—28. Nr. 4 23,50—23.75.
feinere Marken 24—24,25. Roggenmehl hieſ. Nr. 0 28 bis
28,25, Nr. 1 26—26,25, Nr. 2 21,75—22.25.
* Höchſt a. M., 3. April. In der
Aufſichtsrats=
ſitzung der Farbwerke vorm. Meiſter, Lucius und
Brüning, wurde die Bilanz, pro 1911 vorgelegt. Nach
Abſchreibungen von 3 462007,54 Mark ausſchließlich der
im Vorjahre zurückgeſtellten 500000 Mark ergibt ſich ein
Gewinnergebnis von 16 135 196,15 Mark mit
Saldovor=
trag aus 1910, gegen 14221 408,67 Mark im Vorjahre.
Es wurde beſchloſſen, der am 4. Mai ſtattfindenden
Ge=
neralverſammlung die Gewährung von 30 Prozent
Dividende (im Vorjahre 27 Prozent) vorzuſchlagen.
* Würzburg, 3. April. Der Aufſichtsrat
der Bayeriſchen Bodenkreditanſtalt hat
be=
ſchloſſen, der auf den 24. April einzuberufenden
General=
verſammlung eine Dividende von 4 Prozent wie im
Vorjahre vorzuſchlagen.
Die Bergarbeiterbewegung.
* Prag, 2. April. Die Lage im ganzen
Streik=
gebiet iſt günſtiger. Es herrſcht überall Ruhe.
Die Werksbeſitzer ſind zu gewiſſen Aufbeſſerungen
ge=
neigt. In Kladno und Schlan ſind die Verhältniſſe
normal.
* Teplitz, 2. April. Die ſozialdemokratiſche
Bergarbeiterunion beſchloß in ihrer heutigen
Sitzung, in der die neulichen Zugeſtändniſſe der
Zechen=
beſitzer mitgeteilt wurden, den Streik abzubrechen.
*. Teplitz, 2. April. Die Zugeſtändniſſe
der Braunkohlengrubenbeſitzer an die
ſtrei=
kende Arbeiterſchaft, die den Ausſtand nunmehr beendet
hat, beſtehen in einer durchſchnittlichen Erhöhung der
Löhne um 8 Prozent, in einer Alterszulage für ledige
und einer doppelt ſo großen für verheiratete Arbeiter,
und außerdem in der Beibehaltung des erhöhten
Kohlen=
deputats.
* London, 3. April. Die letzten Ziffern über die
Abſtimmung der Bergleute lauten: 156247
gegen und 141540 für die Aufnahme der Arbeit. Nach
den Zeitungen iſt es zweifelhaft, ob eine einfache oder
eine Zweidrittelmehrheit erforderlich iſt, um über die
Fortſetzung des Streiks zu entſcheiden. Der
General=
ſekretär des Bergarbeiterverbandes, Mr. Aſton, erklärte
eine Zweidrittelmehrheit für notwendig; der Vorſitzende
des Verbandes der Bergarbeiter, Mr. Enoch Edwards,
meinte, die Entſcheidung der Frage liege allein bei dem
Ausführenden Ausſchuß und er glaube, dieſer würde am
Donnerstag die Wiederaufnahme der Arbeit empfehlen,
auch wenn eine Mehrheit dagegen vorliege.
* Petersburg, 2. April. Von 10000 Arbeitern
in den Goldbergwerken an der Lena in Oſtſibirien
ſtreiken ſeit drei Wochen 8000 Mann. Sie verlangen
Einführung des 8ſtündigen Arbeitstages und eine
Lohn=
erhöhung von 30 Prozent. Die Bergwerke ſind faſt ganz
in engliſchen Händen.
Vermiſchtes.
Aus dem Palmengarten in Frankfurt.
Unter den Florblumen, an denen wir uns zur
Frühjahrs=
zeit im Palmengarten erfreuen, nimmt die Gattung
Azalea einen hervorragenden Platz ein. Alljährlich
kön=
nen wir dieſen Prachtſtrauch, der, wie die Camellia, China
und Japan zum Vaterlande hat, in ſeiner Blütenpracht
be=
wundern und, wenn wir, wie jetzt, den Geſamteindruck
dieſer impoſanten Schauſtellung, die in dem Haus Nr. 4
der Schauhäuſergruppe angeordnet iſt, auf uns wirken
laſſen können, ſo kann uns nur ein Gefühl der Freude beim
Anblick dieſer farbenreichen Blütenpflanzen ergreifen. An
der Vervollkommnung der Azaleen haben auch deutſche
Gärtner mit großem Erfolge gearbeitet, es ſeien nur
Mard=
ner in Mainz und Schulz in Hanau aus unſerer näheren
Umgebung genannt, ſie haben Sorten gezüchtet, die ſich
noch heute eines Weltrufes erfreuen und unübertroffen
ſind. Die Farbenſkala iſt ſehr reichhaltig, vom glühendſten
Rot bis zum ſchneeigen Weiß ſchimmern die Blumen, apart
iſt eine violette Tönung und eine zart lilaroſa Farbe,
ebenſo hübſch ſind die bunten Varietäten, die meiſt auf
weißem Grunde in verſchiedenen Variationen von rot und
roſa gezeichnet ſind. Die Form, in der ſich die Pflanzen
präſentieren, iſt ebenfalls mannigfaltig, ſie ſind teils
buſchig, teils pyramidenförmig und in Kugelform gezogen,
immer aber zeigen ſie ein entzückendes Bild von
unnach=
ahmlichem Reize. Es iſt eine herrliche Sammlung der
beſten Sorten, die jetzt im Palmengarten in Vollblüte zu
ſehen iſt.
— Deutſche Bahnhofsmiſſion. Unter
Hin=
weis auf die bemerkenswerten Reichstagsverhandlungen
vom 23. Februar über den Geſetzentwurf, betreffend die
Bekämpfung des Mädchenhandels, wird uns
von zuſtändiger Seite mitgeteilt, daß in dem ſpeziell gegen
dieſes Uebel ankämpfenden „Deutſchen Nationalkomitee‟
alle die Vereinigungen vertreten ſind, welche in gleichem
Sinne arbeiten. Beſondere Gelegenheit zur Aufklärung
über die gefährlichen Machenſchaften der Mädchenhändler
bietet der reiſenden weiblichen Jugend die „
Bahnhofs=
miſſion” deren Helferinnen auf den Bahnhöfen durch
Verteilen von Warnungszetteln ſegensreiche Dienſte
ver=
richten, durch ihre Anweſenheit fragwürdige Elemente vom
Bahnſteig fernhalten und, wo es ihnen ſelbſt nicht möglich
iſt, die Sicherheitsorgane und Polizeibeamten zum
Ein=
ſchreiten veranlaſſen. Wie aus den jetzt in ſämtlichen
Ab=
teilen der Eiſenbahnwagen 3. und 4. Klaſſe aushängenden
Plakaten mit Schutzadreſſen erſichtlich iſt, ſind die „
Evan=
geliſche Bahnhofsmiſſion („Intern. Verein der
Freundinnen junger Mädchen” und „Verband der evang.
Jungfrauenvereine Deutſchlands”), ſowie der „
Katho=
liſche Mädchenſchutzverband” und der „Jüdiſche
Frauenbund” zu dieſer gemeinſamen Kundgebung
zu=
ſammengetreten. Auch die Plakate an den Bahnhöfen
wei=
ſen ſolche, die des Schutzes der Bahnhofsmiſſion bedürfen,
auf die Stelle hin, wo ihnen Rat und Hilfe gewährt wird.
Im „Ratgeber des Freundinnenvereins” ſind außerdem
Schutzadreſſen für alle Länder der Welt angegeben. Die
Einrichtung der Bahnhofsmiſſion ſteht jedem jungen
Mäd=
chen ſtets unentgeltlich zu Dienſten. Alle diejenigen, die
ſich für dieſe Arbeit intereſſieren, ſeien darauf hingewieſen,
daß am 17. Mai in Nürnberg eine Konferenz der Deutſchen
Bahnhofsmiſſion ſtattfinden wird. zu welcher alle Freunde
des Werkes herzlichſt eingeladen ſind. (Genaues Programm
erhältlich am Bureau der Deutſchen Bahnhofsmiſſion,
Ber=
lin Nr. 4, Tieckſtr. 17.)
C. K. Die Sterblichkeit der Gaſtwirte. Der
franzöſiſche Mediziner Dr. Louis Jacquet veröffentlicht
in der Preſſe medicale die Ergebniſſe intereſſanter
Forſch=
ungen, die angeſtellt wurden, um den Zuſammenhang
zwi=
ſchen Beruf und Sterblichkeit zu ergründen. Das
Haupt=
augenmerk des Forſchers war dabei auf den Stand
gerich=
tet, der Alkohol ausſchenkt und verkauft, alſo auf die
Gaſt=
wirte. Das Ergebnis der vergleichenden Unterſuchungen
iſt die intereſſante Feſtſtellung, daß in allen Ländern die
Gaſtwirte und Beſitzer von Branntweinſchenken eine
un=
gleich größere Sterblichkeit aufweifen, als die
Allgemein=
heit. Während beiſpielsweiſe in Paris die Sterblichkeit
der Männer zwiſchen 30 und 49 Jahren 36,1 für das
Tau=
ſend beträgt, erreicht ſie unter den Gaſtwirten nicht weniger
als 46,9. Und ähnlich liegen die Verhältniſſe in der
Schweiz; hier iſt die Sterblichkeit der Männer in dem
an=
gegebenen Alter 25,8 von tauſend, die der Gaſtwirte aber
42.59. Das reichſte und vollſtändigſte ſtatiſtiſche Material
liefert England, wo ſeit 1860 die Todesurſachen genau
regiſtriert werden. Die engliſche Statiſtik berechnet die
Sterblichkeitsziffer in anderer Form und kalkuliert die
Zahl der Männer zwiſchen 25 und 65 Jahren, die
erforder=
lich wäre, um in einem Jahre 1000 Todesfälle
aufzuwei=
ſen. Da zeigt ſich nun, daß in der Periode 1880—82 auf
64000 erwachſene Männer 1000 Todesfälle entfallen,
während zur gleichen Zeit 64000 Gaſtwirte nicht weniger
als 1521 Todesfälle zu verzeichnen haben würden. 1890—92
ergaben 61000 Männer 1000 Todesfälle, während 61000
Gaſtwirte 1642 Todesfälle zu verzeichnen hätten. Und von
1900—02 verſchiebt ſich die Zahl noch weiter zu ungunſten
der Gaſtwirte; während auf 71000 Bürger 1000
Sterbe=
fälle entfallen, würden im gleichen Zeitraum 71000
eng=
liſche Gaſtwirte mit 1669 Todesfällen zu rechnen haben.
Literariſches.
— Dem Frauen=Kongreß, der vom 27. Februar bis
2. März 1912 zu Berlin im Anſchluß an die erfolgreiche,
ja glänzende Ausſtellung „Die Frau in Haus und
Be=
ruf” ſtattfand, widmet die Gartenlaube, dieſe älteſte
und viel geleſene Zeitſchrift des deutſchen Hauſes in
dem ſoeben erſchienenen Heft 12 eine Extrabeilage, die
dem Hefte eingefügt wurde. Auch die Welt der Frau,
die in der großen Ausgabe der Gartenlaube ſeit Jahren
den ſpeziellen Intereſſen unſrer Frauen dient, hat
fort=
laufend über Ausſtellung und Kongreß in Wort und
Bild berichtet. Die Gartenlaube mit Welt der Frau
iſt wöchentlich für 25 Pfg. durch alle Buchhandlungen
und die Filialen von Auguſt Scherl, G. m. b. H., zu
be=
ziehen.
Geſundheitspflege im täglichen
Leben. Von Profeſſor Dr. E. Grawitz. Zweite,
ver=
beſſerte und vermehrte Auflage (7.—12. Tauſend).
(Verlag von Ernſt Heinrich Moritz in Stuttgart.) Broſch.
1,50 Mark, gebunden 2 Mark. Das vorliegende Buch, der
3. Band der bekannten Stuttgarter „Bibliothek der
Ge=
ſundheitspflege”, verdient das eigentliche, für alle
be=
ſtimmte Vademekum der Geſundheitspflege im täglichen
Leben genannt zu werden. Trotz guter Ausſtattung iſt
das Werk ſehr billig, es kann jedem zur Anſchaffung ſehr
empfohlen werden.
Straſſers Taſchenbuch der Wiener
Börſe. (Preis 65 Heller, Taſchenformat. Verlag von
Straſſers Taſchenvuch der Wiener Börſe, Wien L.
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ben 17.) Dieſe in bequemem Taſchenformat erſcheinende
kleine und billige Kurstabelle ſtellt in überſichtlicher
Form, von allen an der Wiener Börſe gehandelten
Pa=
pieren, die höchſten, niedrigſten und letzten Kurſe der
jüngſten drei Jahre zuſammen. Sie enthält außerdem
alle wichtigen Angaben über Kapital, Stücke, Zinſen,
Tilgung uſw., ſowie die neuen Dividenden der Aktien=
Geſellſchaften.
— In der bekannten Beckſchen „Sammlung deutſcher
Reichsgeſetze” (Taſchenformat, in rote Leinwand gebunden.
Verlag von C. H. Beck in München) iſt ſoeben eine neue
— die achte — Auflage der Textausgabe der
Gewerbe=
ordnung erſchienen. Dieſe neue Auflage gibt den Text
der Gewerbeordnung in der Faſſung, in der das Geſetz
vom 1. April 1912 an gelten wird; ſie berückſichtigt die
No=
velle vom 27. Dezember 1911 und das Einführungsgeſetz
zur Reichsverſicherungsordnung. Die Ausgabe kann mit
Fug und Recht als die reichhaltigſte unter den
Textaus=
gaben der Gewerbeordnung bezeichnet werden. Der Preis
beträgt für das 246 Seiten ſtarke Bändchen nur 1,20 Mk.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 3. April. Prinz Heinrich von
Preußen eröffnete heute nach einer kurzen Anſprache
des Herzogs Viktor von Ratibor die Allgemeine
Luftfahrzeug=Ausſtellung 1912 mit einem
dreifachen Hoch auf den Kaiſer. Anweſend waren u. A.
Prinz Friedrich Leopold von Preußen mit Gemahlin,
Toch=
ter und Sohn, Prinz Friedrich Siegismund, der ausſtellt;
ferner der Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg,
Vize=
admiral von Heeringen, General Frhr. v. Lyncker,
Staats=
ſekretär Dr. Solf, ſowie zahlreiche Generäle und Offiziere.
Der Flieger Hirth war auf einer Rumpler=,Taube” von
Johannisthal gekommen und kreiſte zur Zeit der
Eröff=
nung über der Ausſtellung. Er erregte durch ſeinen
ele=
ganten Flug allgemeines Aufſehen.
* Berlin, 3. April. Die Verteidiger im
Schar=
machprozeß, die geſtern nachmittag die Verteidigung
niedergelegt hätten, nahmen dieſe heute wieder auf. Auch
im Laufe der heutigen Sitzung kam es zu Zuſammenſtößen
zwiſchen dem Vorſitzenden und der Verteidigung.
Rechts=
anwalt Dr. Jaffe wurde wiederum mit einer
Ord=
nungsſtrafe von hundert Mark belegt.
* Jena, 3. April. Ueber die Verhandlungen des
Schiedsgerichts zur Beilegung des Kampfes im
Schnei=
dergewerbe wird noch berichtet: Die Unparteiiſchen
unterbreiteten den Parteien einen neuen
Einigungsvor=
ſchlag, daß die einzelnen örtlichen Vertreter ihre Wünſche
vor den Unparteiiſchen zur Geltung zu bringen haben,
die durch endgültigen Schiedsſpruch entſcheiden ſollen
und daß hierauf die Abſtimmung innerhalb der örtlichen
Organiſationen ſtattfinden darf. Die
Wiederauf=
nahme der Arbeit erfolgt ſpäteſtens Dienstag nach
Oſtern. Die Parteien nahmen den neuen Vorſchlag an.
Hierauf wurde in die Erörterung der Tarifverträge der
einzelnen Städte eingetreten. Geſtern wurden nur
zwei Städte, Bochum und Chemnitz, durch Schiedsſpruch
erledigt. Es ſtehen noch zur Verhandlung die
Tarifver=
träge von 24 Städten, die vorausſichtlich die ganze Woche
das Schiedsgericht in Anſpruch nehmen. Die endgültige
Beileaung des Schneiderſtreiks dürfte im Laufe der
näch=
ſten Woche erfolgen.
* Wien, 3. April. Infolge des außerordentlich
ſchlechten Wetters verſchob der Kaiſer ſeine Reiſe
nach Wallſee. Günſtiges Wetter vorausgeſetzt,
er=
folgt die Abreiſe am Samstag.
* Pilſen. 3. April. Das hiſtoriſche Schloß Karzerow
bei Plaß, Eigentum der Fürſtlich Metternichſchen Familie,
iſt geſtern nachmittag vollſtändig niedergebrannt.
* Pola, 3. April. Bei einem Scheibenmanöver des
Linienſchiffes „Erzherzog Karl” kenterte die Jolle des
Scheibenſchleppers „Büffel” Zwei Mann ertranken,
die übrigen konnten gerettet werden.
* Achilleion. 3. April. Der Kreuzer „Colberg”
geht heute nach Brindiſi zwecks Kohleneinnahme. Am 6.
April wird der Kreuzer mit dem Reichskanzler
zurück=
erwartet.
* London, 3. April. Die Mornina Poſt meldet aus
Schanghai vom 2. April: Die regulären Truppen von
Tſchekiang, die kürzlich von Schanghai nach Hankau
zurück=
gekehrt ſind, haben geſtern gemeutert und gedroht, die
Wohnung ihres Generals niederzubrennen. Die Züge von
Hankau nach Schanghai ſind mit Flüchtlingen überfüllt.
* London. 3. April. Die Times meldet aus
Schang=
hai vom 2. April: Die Nationalverſammlung in Nanking
hat nach einer erbitterten Debatte mit 20 gegen 6 Stimmen
beſchloſſen, den Sitz der proviſoriſchen Regierung nach
Peking zu verlegen.
* Konſtantinopel. 3. April. Das Haus des
ermor=
deten Fürſten von Samos in Jenikoei am
Vos=
porus iſt niedergebrannt. Die Unterſuchung iſt
ein=
geleitet.
* Memphis (Tenneſſee), 3. April. Die
Ueber=
ſchwemmung am Miſſiſſippi iſt die größte ſeit
Menſchengedenken. Zweihundert Meilen Dämme ſind
be=
droht. Bei Hickmann (Kentucky) ſind weite Gebiete
über=
flutet. tauſende von Menſchen ſind obdachlos, tauſende
lei=
den Hunger. Von Kairo (Illinois) bis Helena (Arkanſas)
verlaſſen die Bewohner der Niederungen die Häuſer und
ſchaffen ihr Hab und Gut auf die Höhen. Der
Material=
ſchaden iſt groß. Bisher ſind zwei Todesfälle zu
ver=
zeichnen.
H. B. Trier, 3. April. Das neu zu errichtende
Ka=
vallerie=Regiment kommt nach Trier. Die
2. Schwadron der 7. Dragoner wird am 1. Oktober von
Saarbrücken nach Trier verſetzt werden. Sie wird mit
zur Stammbildung des neuen Regiments verwendet.
— Friedenau, 3. April. In der optiſchen Anſtalt
von Goertz explodierte heute morgen ein neuer
Trockenofen, wobei ein Monteur und ein Meiſter
durch herumgeſchleuderte Eiſenteile gefährliche
Ver=
letzungen im Geſicht und an den Armen erlitten.
H. B. Leipzig, 3. April. Heute vormittag ſtürzte vor
dem Berliner Bahnhofe das Automobil des Konſuls
Offermann, in dem ſich dieſer und der Direktor der
Leip=
ziger Wollkämmerei, Pix, befand, um. Beide Herren
wurden herausgeſchleudert und trugen ſo ſchwere
Ver=
letzungen davon, daß ſie ins Krankenhaus geſchafft
wer=
den mußten.
Nummer 81.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Seite 7.
2 Zunsbruc, 3. April. As Täter des vor kurzem
an einem Kaufmann in Südtirol verübten Mordes
wurde ein früherer Angeſtellter des Ermordeten ermittelt.
Als derſelbe heute morgen verhaftet werden ſollte,
wider=
ſetzte er ſich dem Gendarmen. Es entſpann ſich ein
Kampf, wobei der des Mordes Verdächtige erſchoſſen
wurde.
H. B. Prag, 3. April. Wegen Wiedergabe eines aus
der Berliner Preſſe entnommenen Artikals, in dem die
bekannte Audienz des ungariſchen Miniſterpräſidenten
beim Kaiſer beſprochen wurde, wurden die heutigen
Aus=
gaben dreier tſchechiſcher Blätter
beſchlag=
nahmt.
H. B. Rom, 3. April. Der italieniſche Major Lang,
der bei dem Attentat auf König Viktor Emanuel ſchwer
verletzt wurde, iſt heute geheilt aus dem
Hoſpi=
tal entlaſſen worden.
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der rechßzeitig die großen Vorteile erkannte.
Ein Brief Weihnachten 1911.
Bei Neuraſthenie und Blutarmut hatte ich immer über
Mattigkeit und Appetitloſigkeit zu klagen, weshalb ich
mich entſchloß, zur Stärkung Ihr Bioſon zu nehmen.
Ueber die Wirkung war ich einfach überraſcht, denn
während mein Appetit früher ſo ſchlecht war, daß ich
ſtets vor dem Eſſen ein Anregungsmittel nehmen mußte,
hob ſich derſelbe nach Gebrauch des Bioſon derart, daß ich
kaum die Mahlzeiten erwarten konnte. Meine Kräfte
wurden merklich geſteigert u. ich fühle mich jetzt friſcher u.
geſünder denn je. Auch hat ſich mein Körvergewicht um
5 Pfund gehoben, ſodaß ich infolge dieſer äußerſt
zufrieden=
ſtellenden Reſultate Ihr vorzügliches Präparat vielen
Be=
kannten empfohlen habe. Ich habe ſ. Z. mit einigen
Be=
kannten verſchiedene ch miſche Nährmittel verſucht, von
denen wir aber bald wieder abkamen und zu Bioſon
über=
gingen. Auch mein Arzt hält die Bioſonkur für mich für
ſehr zweckmäßig, zumal er es im Gegenſatz zu anderen
ähnlichen Mitteln ſehr preiswert findet. Hochachtend M.
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Ihre am Samstag, den 6. April, nachmit-
5
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stattfindende
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56 beehren sich ergebenst anzuzeigen
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Darmstadt, den 3. April 1912.
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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach langem, ſchwerem, mit größter
Geduld ertragenem Leiden, meine innig geliebte Frau, die
Freifrau Alir von Doernbera
geb. Freiin Schenck zu Schweinsberg
im 34. Lebensjahre zu ſich zu nehmen.
Hans-Carl Freiherr von Doernberg
Oberleutnant und Attaché der Kaiſerl. Deutſchen Geſandtſchaft in Bern
Bürich, den 1. April 1912.
Die Beiſetzung ſindet in aller Stille in Darmſtadt ſtatt.
(B8277
Dar die Ostersrelerldge
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Vorzüglicher Feiertagstrunk!
den 1. April.
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Bestellungen nehmen jetzt schon die bekannten Verkaufsstellen
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sowie die Brauerei selbst — Telephon 385 — entgegen.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
Nummer 81.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen, hat es gefallen, unſere innigſtgeliebte Tante und Großtante
Frau Julie Joſt, geb. Decker
Witwe des Großh. Oberlandesgerichtsrats Otto Joſt
heute nachmittag 3½ Uhr nach kurzem Leiden im 78. Lebensjahre zu ſich zu rufen.
Darmſtadt, 3. April 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Dr. jur. Ferdinand Rohde,
Großh. Geheimer Oberfinanzrat.
Die Beerdigung ſindet auf dem Darmſtädter Friedhof Karfreitag, 5. d. Mts., nachmittags
5 Uhr, die Einſegnung eine Viertelſtunde vorher im Trauerhauſe, Heinrichſtraße 90, ſtatt.
(B8342
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass
heute früh unsere innigstgeliebte, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und
Grossmutter, Schwägerin und Tante
Frau Mathilde Diel, geb. Laval
im nahezu vollendeten 82. Lebensjahre nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Viel, Dentist, und Familie.
Darmstadt, 3. April 1912.
Die Beerdigung findet am Karfreitag, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen
Friedhofes aus, statt.
(8314
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Gründonnerstag, den 4. April 1912
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmel=
dung von ½8 Uhr an in der Sakriſtei.
Karfreitag, den 5. April 1912
Am Karfreitag wird der Nachmittagsgottesdienſt in
der Stadtkirche, um zwiſchen ihm und der
Auf=
führung der Matthäuspaſſion eine längere Zwiſchenzeit
zu gewinnen, ſchon um 4 Uhr beginnen.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Lie Schettler.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Feier des heil. Abendmahls mit Vorberei=
tung. Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. —
Nachm. um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer D. Waitz. — Nachm. um 25 Uhr:
Liturgiſche Feier unter Mitwirkung des
Kirchengeſang=
vereins. Pfarrer D. Waitz. Kollekte für die Chorſchule.
— Abends 8 Uhr: 6. Paſſionsgottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von 7¼ Uhr an in der Sakriſtei. — Nachm.
um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Feier des hl. Abendmahls.
Altkatholiſche Gemeinde: Karfreitag, den 5. April,
vor=
mittags um 10 Uhr: Gottesdienſt und Gelegenheit zum
Empfang des hl. Abendmahls im Saale des
evangeli=
ſchen Gemeindehauſes, Kahlertſtr. 26. Herr Pfarrer
Ull=
mann von Heßloch.
Todes-Anzeige.
Geſtern früh entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem Leiden mein lieber Gatte, unſer
Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Adam Kleinschmidt
im 38. Lebensjahre.
(*8687
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 3. April 1912.
Die Beerdigung findet am Freitag,
nachmit=
tags ½3 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.
Die letzte Ausgabe
vor den Oſter=Feiertagen erſcheint Samstag früh.
Die für dieſe Nummer beſtimmten Anzeigen erbitten wir
uns bis ſpäteſtens
Donnerstag Nachmittag 5 Uhr.
Das erſte Blatt nach Oſtern gelangt dann am
Dienstag, 9. April 1912, früh, zur Ausgabe.
An=
nahmeſchluß für Inſerate in dieſer Nummer iſt am
Samstag, 6. April, nachmittags 5 Uhr.
Größere Anzeigen bitten wir früher aufzugeben.
Todes=Anzeigen für die Dienstags=Nummer können an
beiden Oſtertagen beim Portier, Rheinſtraße 23,
ab=
gegeben werden.
Darmſtädter Tagblatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber ganz Weſt= und Mitteleuropa lagert ein
aus=
gedehntes Hochdruckgebiet. Sein Kern mit mehr als
775 mm liegt über der Biskaya. Im Norden ziehen
Depreſſionen in öſtlicher Richtung vorüber, ohne unſere
Witterung beeinfluſſen zu können. Wir werden auch
morgen im Bereich des Hochs trockenes Wetter haben.
Ausſichten für Donnerstag, den 4. April 1912:
Wolkig, doch trocken, kühl, nordweſtliche Winde, ſtellene
weiſe Nachtfroſt.
Tageskalender.
Donnerstag, 4. April.
Orpheum, Anfang 8½ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer.
Bauerntheaters („Die Thurnbacherin”).
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um 7 Uhr
in der Stadtkirche.
Generalverſammlung der Bank für Handel und
Induſtrie um 11 Uhr im Geſchäftslokal.
Freitag, 5. April.
Konzert des Muſikvereins um 7 Uhr in dor Stadtkirche.
Koloniale Jagd= u. Meerfiſche=Ausſtellung
im „Kaiſerſaal” (geöffnet von 9—8. Uhr).
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Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden niche
zurückgeſandt.
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[ ← ][ ][ → ]Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
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1912.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 1., 2., 11., 12., 15.,
16., 18., 19., 22., 23., 25., 26., 29., 30. April 1912, von 8 Uhr vormittags bis zum
Dunkelwerden, Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des 18. Armeekorps
auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel, in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe -Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20.
Sep=
tember 1909.)
Wenn das Schießen früher beendet iſt, werden die Gemeinden Meſſel und
Offenthal von Aufhebung der Abſperrung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(7489a
Fey.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von den Hirſchköpfen bis zum Einſiedel (Gemarkung
Darm=
ſtadt) iſt wegen Einwalzen der Fahrbahn von Mittwoch, den 10. k. Mts, ab, auf ca.
3 Wochen für Fuhrwerke, Automobile, Motorräder u. dergl. geſperrt.
(8265
Darmſtadt, den 30. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Das Kreuzungsgeleis auf Bahnhof Roßdorf ſoll verlängert werden. Der
abgeänderte Planentwurf liegt in der Zeit vom 6. bis 16. April einſchließlich
auf Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf zu jedermanns Einſicht offen.
Termin zur landespolizeilichen Prüſung des Projekts wird anberaumt auf
Dienstag, den 23. April ds. Js., nachmittags 4 Uhr,
auf Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf.
Einwendungen gegen das Projekt ſind bei Meidung des Ausſchluſſes in dem
Termin vorzubringen.
(8266
Darmſtadt, den 2. April 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Poizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polzei=
lſcher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Jagdhund, 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag
(8267
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Karfreitag, den 5. April,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr alends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Das neue ſtädtiſche Niederlage=Gebände am
neuen Gliertahpiſgt in Dainſehner Begt
iſt ſoweit fertiggeſtellt, daß die Benutzung am 1. Mai ds. Js. in
Ausſicht genommen werden kann. Eine Abtrennung der einzelnen
vermietbaren Lagerräume kann erſt vorgenommen werden, wenn
beſtimmte Angaben der Intereſſenten über die benötigten
Raum=
größen vorliegen. Wir empfehlen daher allen Geſchäftsinhabern,
die auf längere Zeit Lagerräume mieten wollen, ſchon jetzt mit dem
Stadtbauamt ſich zu verſtändigen, damit Verzögerungen vermieden
werden.
Die Mietpreiſe können nach dem Entwurf des „Gebührentarifs”,
deſſen Feſtſetzung der Stadtverordneten=Verſammlung vorbehalten
(7915ids
bleibt, von dem Stadtbauamt angegeben werden.
Darmſtadt, den 30. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Ekert.
Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen zur Verhütung von
Ueberſchwem=
mungen kanaliſierter Grundſtücke.
Im Hinblick auf die bei heftigen Regenfällen eintretenden
Ueber=
ſchwemmungen kanaliſierter Grundſtücke innerhalb der Stadt erſcheint
es angezeigt, nachſtehend einige Schutzmaßregeln bekannt zu geben,
durch deren Beachtung ſolchen Ueberſchwemmungen vorzubeugen iſt.
Nach unſeren Feſtſtellungen ſind die Ueberſchwemmungen
meiſtenteils zurückzuführen auf eine unſachgemäße Anordnung oder
mangelhafte Unterhaltung und Bedienung der
Hausentwäſſerungs=
anlagen und der in dieſe eingeſchalteten Rückſtauverſchlüſſe.
* Wir empfehlen den Hausbeſitzern, deren Grundſtücke
ſeit=
her infolge unzureichender Ausbildung der Entwäſſerungsanlagen
durch Ueberſchwemmungen zu leiden hatten, ſich mit dem
Tief=
bauamte ins Benehmen zu ſetzen, das dann durch eine genaue
Unterſuchung feſtſtellen wird, in welcher Weiſe mit nicht zu hohen
Koſten Abhilfe zu ſchaffen iſt.
Die Hofſinkkaſten ſind möglichſt rein von Sand und Schlamm
zu halten und iſt beſonders darauf zu achten, daß der Einfluß des
Waſſers nicht durch die Ueberdeckung der Einfallgitter mit Laub,
Papier, Stroh ꝛc. erſchwert wird.
Zur Verhütung des Eindringens von Waſſer in die Gebäude
ſind die Hofſinkkaſten von dieſen mindeſtens 2 Meter entfernt, am
beſten im mittleren Teile des Hofes, zu verſetzen. Aus gleichem Grunde
ſollen Kellerfenſter, Lichtſchachte, Keller= und Hauseingänge mit ihren
Schwellen erhöht gegen die anſchließenden Hof= und Straßenflächen
ſitzen.
Iſt ſolches nicht zu ermöglichen, ſo müſſen Schutzvorkehrungen
gegen den Eintritt des Waſſers in tiefgelegene Räume geſchaffen
werden, wie die Abdeckung der Lichtſchachte durch Glasplatten,
An=
bringung von Kellerkränzen an den Kellerfenſtern, von Falzen und
dichtſchließenden Schutzbrettern an tiefgelegenen Eingängen.
Die in die Hausentwäſſerungen eingeſchalteten Vorrichtungen
gegen Rückſtau ſind während der Zeit der heftigen Regenfälle alſo
von Mitte März bis Mitte September, in betriebsfähigem Zuſtande
zu erhalten. Es empfiehlt ſich, dieſe Vorrichtungen mit Beginn
ge=
nannter Periode und auch nach jedem heftigen Regenfalle in allen
Teilen vom Schmutze zu reinigen und bei Klappporrichtungen die
Scharniere, bei Hähnen die Gleitflächen des Konus und bei Schiebern
die Schieberſcheibe, die Gleitflächen und Schrauben gründlich
einzu=
fetten. Um ſolches bequem ausführen zu können, ſollen die
Vorrich=
tungen an einem leicht zugänglichen Orte verſetzt ſein.
Selbſtverſtändlich hängt die richtige Wirkung der Rückſtau=
Vorrichtungen auch von einer zweckentſprechenden Einfügung derſelben
in die Hausleitungen ab.
Nicht ſelten werden ſolche derart in den Hauptſtrang eingefügt,
daß durch ſie allerdings der Rückſtau aus dem angeſtauten
Straßen=
kanal verhütet, dabei aber auch der Abfluß des Regenwaſſers vom
Grundſtück nach dem Straßenkanal unmöglich gemacht wird.
Ueber=
ſchwemmungen der Grundſtücke durch die ſich allmählich anſammelnden
Regenmengen ſind die Folge hiervon. Um ſolches zu verhüten, dürfen
daher Rückſtau=Vorrichtungen nur in Zweigleitungen eingeſetzt
werden, in die Regenabfallrohre und Regeneinläufe oberhalb
der Rückſtau=Vorrichtung nicht einmünden.
Die im Keller verſetzten Eingüſſe und Reviſionsſchachte ſind
durch geeignete Verſchlußvorrichtungen gegen den Rückſtau zu ſichern.
Die von Hand bedienbaren Vorrichtungen ſind während der Periode
der heftigen Regenfälle geſchloſſen zu halten, und ſollen dieſelben
jedenfalls nicht über Nacht offen ſtehen.
Die an die Kanäle angeſchloſſenen Regenrohre ſind bei Eintritt
des Frühjahrs zu unterſuchen, ob ſolche nicht unter der Einwirkung
des Froſtes gelitten haben und ſind etwa vorgefundene Mängel zu
beſeitigen.
Nächſt den Fundamentmauern ſollen die Regenrohranſchlüſſe
nur aus ſoliden eiſernen Rohren gebildet werden, da die Tonröhren
eine zu geringe Widerſtandsfähigkeit gegen den Froſt beſitzen und auch
bei Setzungen des Straßenuntergrundes leicht Beſchädigungen aus
geſetzt ſind.
Häufig wird auch der Abfluß des Dachwaſſers durch die
An=
ſammlung von Feſtkörpern in den Regenrohrkanälen erſchwert. Der=
ſerite Beſeſtite verden e deuch de enen uchnt
eiſerner Sinkaſten mit feſtſtehendem Gitter.
Bei manchen älteren Hausentwäſſerungsanlagen finden ſich
noch in den Keller räumen ſchlecht gedichtete Tonrohre, die infolge ihrer
undichten Stellen die Veranlaſſung zu Ueberſchwemmungen geben. Da
die hierdurch veranlaßten Mißſtände von nachteiligſter Einwirkung
auf den Geſundheitszuſtand der Hausbewohner ſind, ſo ſollten
der=
artige undichte Tonrohrleitungen durch ſolide eiſerne, mit Blei zu
dichtende Rohrſtränge erſetzt werden; zum mindeſten müßten aber
die mit Letten gedichteten Muffen ſolcher Tonrohr=Stränge
nachträg=
lich gut ummauert werden, um dem Austritt des Schmutzwaſſers
und der Kanalgaſe vorzubeugen.
Nicht ſelten tritt auch das Regenwaſſer von Straßen und Höfen
durch undichte Stellen der Grundmauern in die Keller ein,
beſon=
ders dort, wo die Verſorgungsleitungen und die Kanalanſchlüſſe
durch dieſe Mauer geführt ſind. Die hierdurch veranlaßten
Aus=
waſchungen der Mauerfugen ſind von nachteiligſter Einwirkung auf
den Beſtand der Grundmauern, und es ſollte dem Tiefbauamt
unver=
züglich Mitteilung von derartigen Mängeln gemacht werden, damit
dasſelbe eine genaue Feſtſtellung, der Urſache veranlaſſen kann. Eine
ſorgfältige Ausbeſſerung und Dichtung der Grundmauern iſt in
ſolchen Fällen dringend geboten.
(8293
Darmſtadt, den 1. April 1912.
Städtiſches Tiefbauamt.
Keller.
Grossb. Ludwig- Georgs=Gymnasium u.
Vor-
ſechaſt e behtin Sunehlen enbharmeinen
Anmeldungen für das Ludwig=Georgs=Gymnaſium und die
gemeinſame Vorſchule des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums und des
Neuen Gymnaſiums nimmt der Unterzeichnete, ſoweit ſie nicht ſchon
erfolgt ſind, noch Samstag, den 13. April, von 9—12 Uhr im
Direktorzimmer des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karlſtraße 2),
entgegen; dabei ſind Geburtsſchein, Impfſchein und gegebenenfalls
Abgangszeugnis der bisher beſuchten Schule vorzulegen. — Wenn
die Eltern ſchriftliche Anmeldung vorziehen, erbitten wir ſie bis
(7464a
zum 10. April.
Die Großherzogliche Direktion
Dr. Mangold.
Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer=
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum
Ein=
jährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
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Die Anſtalt bereitet in ſorgfältigem Unterricht zur
Einj.= Prim.=, Fähnrich= und Reiſeprüfung
vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl ermöglicht eine
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Lehrträfte; nachweisbar ausgezeichnete Erfolge. Nähere Auskünfte,
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Oktroi=Rückvergütung.
Anſprüche auf Oktroi=
Rückver=
gütung aus dem
Verwaltungs=
jahr 1911 (1. April 1911 bis 31. März
1912) müſſen unter Vorlage der
bezügl. Ausfuhrbeſcheinigungen (
zu=
ſammengeſtell und der
Lutt=
tungen über die bezahlte
Oktroi=
abgabe längſtens bis zum 1. Mai
d. Js. geltend gemacht werden.
Darmſtadt, 2. April 19190
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. (8323ds
Konkurzverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Andreas
Eberth in Nieder=Ramſtadt iſt zur
Abnahme der Schlußrechnung des
Verwalters, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das
Schluß=
verzeichnis der bei der Verteilung
zu berückſichtigenden Forderungen
— und zur Beſchlußfaſſung der
Gläubiger über die nicht
verwert=
baren Vermögensſtücke —, ſowie
zur Prüfung der nachträglich
ange=
meldeten Forderungen der Schluß=
(8264
termin auf
Dienstag, 23. April 1912,
vormittags 11 Uhr,
vor dem Großherzoglichen
Amts=
gericht II hierſelbſt, neues
Gerichts=
gebäude, Erdgeſchoß, Zimmer 118,
beſtimmt.
Darmſtadt, 29. März 1912.
Merkel,
Gerichtsſchreiber des Großherzogl.
Amtsgerichts II.
Meitnſchen.
Das Konkursverfahren über das
Vermögen des Wolf
Wartens=
leben in Ober=Ramſtadt wird nach
erfolgter Abhaltung des Schluß=
(8263
termins hierdurch aufgehoben. (82
Darmſtadt, 29. März 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
Donnerstag, 25. April 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die der Witwe des Wendel
Barth, Marie, geb. Merkel, dahier,
und deren Kindern zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
Fuhr=
manns=
IV 365¾/10 199 Hofreite
und Pan=
IV 365//10 204 Hofreite
kratius=
ſtraße
Nr. 26½,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B13111
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 22. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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der obligatorischen Fortbildungsschule befreit.
(4438a
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912.
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5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 92,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
4 do. v. 1902 . . . . 90,80
4½ do. v. 1905 . . . . 100,70
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,50
4 Türk. Admin. v. 1903 83,80
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,60
4 Ungar. Goldrente . . . 91,40
* do. Staatärente . . . 90,00
In Proz
Zf.
5 Argentinter . . . . . . 100,50
4
do.
88,80
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 101,20
95,10
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 93,30
59,00
do.
3
4 Gold=Mexikaner v. 1904 86,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,60
3 Buenos Aires Provinz 72½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 138,00
3 Nordd. Lloyd . . . . . 108,90
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,70
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%.
Einz. Mk. 408 . . 115,00
8 Baltimore und Ohio . 106,50
6 Schantungbahn . . . 139,25
6½ Luxemb. Prince Henri 160,25
O Leſt. Südbahn (Lomb.) 172
6 Pennſylvania R. R. . 119,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . . . 496,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
..259,00
27 Farbwerke Höchſt . . 565,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 340,50
8 Cement Heidelberg . . 156,70
32 Chem. Werke Albert 451,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 300,70
4 Lahmeyer . . . . . . . 127,00
Letzte
In Proz.
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 161,00
12 Siemens & Halske . 243,00
12 Bergmann Electr. . . 154,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 181,50
25 Gummi Peter . . . .
0 Kunſtſeide Frankfurt 157,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 463,00
12 Maſchinenf. Badenia
16 Wittener Stahlröhren 208,23
8 Steana Romana Petr.
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 207,40
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 128,10
3 Südd. Immobilien . 80,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 192,50
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . 228,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 185,00
10 Gelſenkirchener . . . . 198,60
7 Harpener . . . . . . . 198,25
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 256,70
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 86,20
4 Laurahütte . . . . . . 178,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
10 „ Weſteregeln 196,50
5 South Weſt Africa . 157,50
Prioritäts=
Obligation=
3½ Südd. Eiſen!
91,00
4½ Nordd, Lloyd=Ob
4 Eliſabethbahn, freie . . 97,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 92,80
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,69
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,00
3
do.
78,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99.50
In Prot
Sf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,50
54,25
2¾/10 do.
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,20
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 89,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,00
do.
4 Wladichawchas . . . . 90,50
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,90
4½
91,40
do.
70,00
2¾/10 Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,50
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,50
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,50
4 Northern=Pacific . . . 100,30
4 Southern=Paciſic . . . 95,10
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,30
5 Tehuantepec . . . . . . 98,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 193,60
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 168,20
6½ Darmſtädter Bank . 125,00
12½ Deutſche Bank . . . 257,20
6 Deutſche Vereinsbank . 124,80
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,60
10 Diskonto=Kommandit 184, 20
8½ Dresdener Bank . . 153,80
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,50
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,50
5½ Pfälziſche Bank . . 130,0
6.48 Reichsbank . . . . . 137,40
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 127,30
7½ Wiener Bankverein . 137,10
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
Bf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19
90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
31
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
do.
3½
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.100,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
.. 100,45
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,80.
89,60
S. 3—5 . . .
S. 9—11
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,70
3½
89,50
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
89,90
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
.. . 99,00
3½ do.
4 Frankfurt.
* 100,10
do.
3½
95,90
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
99,00
3½
do.
89,50
4 Karlsruhe
99,00
do.
3½
89,50
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
98,70
3½ do.
90,10
4 München .
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,50
do.
90,40
4 Offenbach
Zf.
In Proz
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
99,20
3½ do.
*94,60
4 Worms
3½ do.
89,30
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Verzinsliche
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3½ Cöln=Mindner , 100 136,50
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . .. 135,60
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
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Augsburger . . . . . fl. 7 34,00
Braunſchweiger Tlr. 20 198,50
Freiburger . . . . Fs.15 68,00
Fs.45
Mailänder
do. . . . . Js. 10. 32,50
Meininger . .. . . fl. 7 34,50
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 524,00
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Franzöſiſche Noten. . . . 81,30
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
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Seite 14.
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Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdrua verboten.)
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Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Dr. Gudmund hatte eine gute Praxis in Reykjavik.
Er konnte einer Frau, ſelbſt von Signes Anſprüchen, ein
behagliches Leben bieten, und es waren viele isländiſche
Mädchen, die gern den jungen Dänen, der ſich bei ihnen
heimiſch gemacht, zum Manne hätten. Nur Signe lächelte
geringſchätzig und übermütig über ihn hinweg, und er
hatte oft das Gefühl, als könnte er einen Mord begehen,
wenn ſich ihm dieſer rote Mund, nach dem er ſo verlangend
dürſtete, verſagte.
Jetzt ſtand er ſchwer atmend am Büffet und hielt ein
Glas Sekt in der Hand, ohne zu trinken.
Nicht weit von ihm ſtand Signe im Kreiſe ihrer
Tänzer und trank ihnen lächelnd zu, ohne daß ein Blick
von ihr zu ihm herüber flog.
Und plötzlich hob er ſein Glas ihr entgegen, als
wollte er ſie zu ſich zwingen, und da ſah ſie ihm plötzlich
ins Geſicht.
Wie eine Flamme ſchlug es aus ihren großen,
leuch=
tenden Augen in die ſeinen.
Bis auf den letzten Tropfen leerte er das Glas, dann
warf er den Kelch gegen den Reeling, daß er in tauſend
Stücke ſprang und ſtürzte Signe, der ſchlanken, törichten
Signe mit dem weichen, goldbraunen Haar, das wie rote
Flammen unter dem weißen Schleier flimmerte, entgegen.
Er ſprach kein Wort, aber ſeine kräftige Hand umſchloß
mit einem heißen Druck die ihre. Feſt und ſicher führte
er ſie aus dem lachenden und ſchwatzenden Kreiſe, und ſie
lehnte willenlos an ſeiner Bruſt und flog mit ihm wie
im wilden, bacchantiſchen Taumel dahin.
Welch ein wundervolles Paar, flüſterten die Damen
des „Blücher” und ſahen der ſchönen Signe bewundernd
nach, und in den Augen der Männer blitzte es begehrend
auf in Glut und Leidenſchaft.
Das war ein Weib! Und man hatte immer geglaubt,
die ſchönen Nordländerinnen trügen einen Eispanzer
um die ſtolze Bruſt, den keine Liebesglut ſchmelzen
könnte. Und nun zeigte hier die isländiſche Schöne, daß
in dieſm Eislande das unterirdiſche Feuer nicht nur in
den Tiefen der Erde tobt, ſondern daß es auch in ſeinen
Frauen lodert und glüht.
Jetzt hatte das tanzende Paar faſt das Ende des
Decks im Tanze erreicht.
Signes Atem ging ſchwer.
Wollen Sie mich zu Tode tanzen? lächelte ſie matt.
Er hörte ſofort auf, aber noch hielt ſein Arm die
ſchlanke Geſtalt gegen ſeine heftig arbeitende Bruſt
ge=
preßt.
Nein, ſagte er dann plötzlich hart, ſie wie ein zartes,
zerbrechliches Spielzeug aus ſeinen Armen laſſend, dazu
verſpreche ich mir zu viel von Ihrem Leben.
Wenn Sie ſich nur nicht täuſchen, beſter Doktor.
Ich glaube nicht, Signe Thorkjel. Jeder Menſch hat
Nummer 81.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912
Seite 19.
Was wünſchen Sie? fragte Signe unwillig, ihre
Hand aus der ſeinen ziehend.
Sie ſollen mich lieben, ich will es. Tauſendmal
ſchon haben mir Ihre Augen geſtanden, daß auch Sie es
wollen. Ich habe es ſatt, Ihr kokettes Spiel. Wenn
Sie mir nicht noch heute ſagen können, daß Sie mir
ge=
hören wollen, dann iſt es aus mit uns. Ich will nicht Ihr
Spielzeug ſein.
Signes Bruſt atmete ſchwer. Ein wildes
Triumph=
gefühl frohlockte in ihrer Seele.
Nun hatte ſich der Stolze, Herriſche, den ſie oft haßte,
doch völlig in ihre Hand gegeben. Sie brauchte die
Hand, ihre feine, ſchlanke Hand, mit der ſie immer ſelber
liebäugelte, nur auszuſtracken und Ole Gudmund gehörte
ihr.
Sie wollte aber nicht. Was ging ſie der blonde
Däne an mit ſeiner Liebe? Ihr Herz hegte ganz andere
Zukunftsträume. Vorläufig brauchte ſie ihn aber noch.
Auf der Tour zum Geyſir ſollte Ole Gudmund ihr
hel=
fen, Inwald Anderſen zu betören, der ſo ſtolz, ſo
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bar tat.
Signe lachte verſtohlen in ſich hinein. Wie töricht
waren doch die Männer, und wie blind und wie dumm.
Wollen Sie mir endlich Antwort geben, gebot der
Arzt, ſeine breite Rieſengeſtalt ihr halb zuneigend.
Sie preßte beide Hände ängſtlich, wie ein geſcholtenes
Kind gegen die zarte Bruſt.
Ich fürchte mich ſo, klagte ſie, und ſah ihn mit
ſehn=
ſüchtig flackernden Augen voll ſcheuer Lieblichkeit an, die
ihn ſofort entwaffnete.
Signe bat er weich.
Sie ſchürzte die roten Lippen, und ihre Stimme klang
ſüß, voll beſchwichtigender Zärtlichkeit, als ſie leiſe ſagte:
Durch die wilden Waſſer unſeres Landes geht ein
Brauſen. Das heißt Liebe. Bald ſchon ziehen wir weit
in unſer ſchönes Land hinein . Ich habe gehört, Sie
werden mit uns gehen zum Geyſir. Genügt es Ihnen,
wenn ich Ihnen geſtehe, daß ich mich deſſen freue, genügt
es Ihnen, Ole Gudmund?
Signe ſtammelte er, ſüße, betörend ſüße, reizende
Signe.
Still, kein Wort mehr, lächelte ſie, und ließ es
ge=
ſchehen, daß er ihre ſchlanken Hände an ſeinen heißen
Mund preßte. Ich habe ſo Sehnſucht, mit Ihnen, Ole
Gudmund, über die Thingwallebene zu jagen. Das iſt
der Ort, wo, wie Sie ja wiſſen, Jahrhunderte hindurch
in Island Recht geſprochen wurde. Da auf der
Thing=
ebene am Lögberg (Geſetzesberg) mögen Sie mir noch
einmal wiederholen, ob ich Unrecht tat, wenn ich mein
Herz nicht ſprechen ließ, wie es wollte.
Süßes, geliebtes Mädchen, kam es wie im Jubel von
ſeinen Lippen, und es war, als wollte er die ſchlanke
Mädchengeſtalt in dem weißen, wallenden Gewande, wild
an ſich reißen.
Sie entſchlüpfte ihm lachend, ehe er es hindern
konnte. Aber er ſah noch ihren verheißungsvollen,
ſchmachtenden Blick und ihren roten, halb geöffneten
Mund, von dem er immer des Nachts träumte, wenn er
einſam heimritt von den Höfen, wo er Kranke beſuchte.
Nun ſah er ſchon wieder Signes weißen Schleier im
Tanzſaal wehen, und der ſtarke Mann ſtand da und
preßte beide Hände gegen die mächtig klopfende Bruſt,
als könnte er das Glück nicht zum Schweigen bringen
das darinnen jubelte und ſang.
Sehnſüchtig blickte er dann hinaus auf das Meer.
In tiefem Blau dunkelten die ſenkrecht aufſteigenden
Felſen, über denen die Gletſcher aufleuchteten wie
duf=
tige, blaue Schleier aus Mondenglanz gewoben.
Das Leuchtfeuer von Grotta warf ſein blendendes
Licht.
Ole Gudmund dünkte es wie ein verheißender Stern.
Sie liebte ihn doch, dieſe reizende, lächelnde Signe.
So konnten dieſe leidenſchaftlichen, heißen Augen nicht
lügen, ſo nicht.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 4. April 1912=
Nummer 81.
Uebler Geruch aus dem Munde. Faſt ſtets haben
Menſchen mit ſchlechtem Gebiß auch übelriechenden Arem.
Das Anbehagen bei einer Anterredung mit ſolchen Menſchen
iſt häuſig ſo ſtark, daß es abſtoßend auf uns wirkt. Man
mag mit dieſen Leuken nicht gern zu tun haben. Beruf,
Karriere und Stellung können dadurch in hohem Maße —
beeinträchtigt werden; auch leidet die Geſelligkeit meiſt
darunter: Tägliches, zweimaliges Dutzen der Zähne mit
Kosmodont=Zahncreme mit aktivem Sauerſtoff (Tube 60
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ſchlägigen Geſchäften zu haben. Drobetube gratis durch
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(Fortſetzung ſtatt Schluß.)
An han g.
Beilage I.
Wir können es uns nicht verſagen, als einen
erfreu=
lichen, ſchönen Beweis von deutſchem Gemeinſinn und
lebhaftem Bewußtſein der Zuſammengehörigkeit
deut=
ſcher Waffenbrüderſchaft für die Ehre und den Ruhm
unſeres Vaterlandes und Volkes, den vereits im Texte
angeführten, in der Zeitſchrift für Kunſt, Wiſſenſchaft
und Geſchichte des Krieges im 109. Bd. S. 53—54 von
preußiſchen Offizieren der Redaktion veröffentlichten
Aufſatz, in den eigenen, warmen, faſt poetiſchen Worten
derſelben, hier vollſtändig mitzuteilen, wie folgt:
Schluß= und Kranzſtein zur Kriegs=Ehrenſäule
des Großherzoglich Heſſiſchen 4. Infanterie=
Regiments für ſeine Verteidigung von Badajoz
am 6.7. April 1812.
Der Waffenruf eines berühmten, tapferen
Trup=
penteils iſt ebenſo zarter, leicht verletzlicher Natur, als
der einer ſchönen Jungfrau, er kann ebenſo wenig als
ein reiner, heller Kriſtallſpiegel einen böſen Anhauch
er=
tragen und dulden.
Es iſt nun ſattſam beſprochen und bekannt, daß Herr
Thiers in dem dreizehnten Bande ſeiner Geſchichte des
Konſulats und des Kaiſerreichs mit allzu großer
Leicht=
fertigkeit oder Leichtgläubigkeit verfahren, und in dem
Bemühen, den Ruhm der großen Nation auf Koſten
ihrer damaligen, allzu gutmütigen und kriegsmutigen
deutſchen Verbündeten hervorzuheben und höher zu
ſtellen, ein ſolcher böſer Anhaucher der tapferen Heſſen
in Badajoz geweſen, von dieſen aber ſeitdem ſo
ſchla=
gend ab und zur Ruhe verwieſen iſt, daß er hoffentlich
wohl ein Haar darin gefunden haben wird, in dem
ein=
zigen und bis jetzt noch ſchuldig gebliebenen achtzehnten
Bande ſeines mehr geiſtreichen als getreuen, großen
Ge=
ſchichtswerkes noch irgend eine ähnliche Beſchuldigung,
wie die hier ſo ſiegreich widerlegte, an= und
vorzu=
bringen.
Der geſchichtliche Tatbeſtand jenes kriegeriſchen
Er=
eigniſſes iſt ſeitdem ſo wahr und klar feſtgeſtellt, ſo
gründlich und ausführlich mitgeteilt, ſo unparteiiſch und
kritiſch beleuchtet, daß auch nicht der leiſeſte Flugſchatten
mehr obwaltet, und die Waffenehre des Großherzoglich
Heſſiſchen 4. Infanterie=Regiments reiner und heller als
je im kriegeriſchen Sonnenglanze hervortritt.
Und dennoch behielt die göttliche Nemeſis für
Wahr=
heit und Recht bis jetzt noch einen Kranz= und
Schluß=
ſtein zur Ehrenſäule des 4. Regiments zurück, um dieſe
nun erſt um ſo ſichtlicher und köſtlicher damit zu zieren
und zu ſchmücken.
Nach langem, vergeblichem Suchen iſt es gelungen,
das von dem Chef des Generalſtabes, Oberſten Lamare,
verfaßte, von dem Gouverneur von Badajoz, General
Philippon, eigenhändig unterſchriebene Dokument, das
ſich über das ehrenvolle Benehmen des heſſiſchen
Regi=
ments ausſpricht, wieder aufzufinden.
Dr. G. Maurer, Großherzoglich Heſſiſcher Major,
damals Grenadier=Lieutenant und Mitkämpfer auf den
Breſchen von Badajoz, machte es in Nr. 7 der
diesjäh=
rigen Darmſtädter Allgemeinen Militärzeitung vom 18.
Februar durch ein von der Großherzoglichen
Gerichts=
behörde beglaubigtes Fakſimile bekannt, welches hier
beigefügt wird und in der deutſchen Ueberſetzung wie
folgt lautet:
„Wir Diviſions=General, Reichs=Baron,
Gouver=
neur von Badajoz, bezeugen, daß von Anfang der
Be=
lagerung des Platzes bis zu deren Ende das
Regi=
ment Heſſen=Darmſtadt, welches einen Teil der
Be=
ſatzung ausmachte, ſich immer in der tapferſten Weiſe
betragen; es hat wie alle anderen Bataillone Beweiſe
von Tapferkeit und Mut gegeben. Man muß das
Be=
nehmen dieſes Regiments nur lobend anerkennen.
zu Liſſabon, den 19. April 1812.
Philippon.”
General Philippon und Oberſt Lamare ſind aber
die Richter, Kläger und Zeugen, nach deren Urteil und
Ausſpruch Thiers dieſe Tatſachen in ſeine Geſchichte des
Kaiſerreichs aufgenommen haben will. Er iſt damit nur
in die Fußſtapfen Voltaires getreten, der verſichert hat,
Geſchichte ſei nichts anderes, als Tatſachen auf Lügen,
und Lügen auf Tatſachen gegründet, und der der
be=
ſtimmten Anſicht iſt, die Menſchen wollten nur belogen
ſein, freilich immer mit einigem Geſchick (savoir faire),
das bekanntlich keiner Nation mehr eigen iſt, als der
franzöſiſchen.
Mein Herr!
In der Einleitung zum 12. Band Ihrer Geſchichte
des Konſulats und des Kaiſerreichs ſagen Sie auf
Seite 26: „Wenn ich ſchon bei dem Gedanken erröte, eine
unverbürgte Tatſache zu berichten, ſo erröte ich nicht
weniger bei dem Gedanken einer Ungerechtigkeit gegen
die Menſchen” und weiter unten ſagen Sie: „Die
Un=
gerechtigkeit zu Lebzeiten, — meinetwegen. Die
Schmeich=
ler ſind dazu da, um den Verkleinerern die Wage zu
halten, obwohl für edle Herzen nichtige Schmeicheleien
die Bitterkeit der Verleumdung nicht aufheben. Aber
nach dem Tode verlangen wir Gerechtigkeit, und zwar
Gerechtigkeit ohne Lobhudelei oder Anſchwärzung,
Gerechtigkeit, wenn nicht für den, der ſie vergebens
er=
wartete, ſo doch für ſeine Kinder.” Wohlan, Herr Thiers,
laſſen Sie dieſe Gerechtigkeit den heſſiſchen Soldaten
widerfahren, die ſich auf den Wällen zu Badajoz mit
Heldenmut verteidigten und in Ehren fielen und die
Ihre Feder im 13. Buch Ihrer Geſchichte verunglimpft
hat, auf falſche, lügenhafte Dokumente hin des
Gene=
rals Philippon, Gouverneurs dieſes Platzes, und ſeines
Generalſtabschefs, des Oberſten Lamare.
Nun iſt aber, dank der ewigen Gerechtigkeit, die
ge=
ſchichtliche Wahrheit gerettet worden durch das
authen=
tiſche Zeugnis eben dieſer Verleumder. Ich ſchicke
Ihnen beigeſchloſſen das Fakſimile des Originals, das
der Generalſtabschef Lamare abgefaßt und der
Gouver=
neur, General Philippon, unterzeichnet hat:
„Wir, Diviſionsgeneral, Reichsbaron, Gouverneur
von Badajoz, bezeugen, daß ſich das Heſſen=Darmſtädtiſche
Regiment, das einen Teil der Beſatzung bildete, von
An=
fang der Belagerung des Platzes bis zu deren Ende aufs
tapferſte geführt hat. Es hat, wie alle anderen
Ba=
taillone, ſich tüchtig und tapfer bewieſen. Man kann das
Verhalten des Regiments nur loben. Liſabon,
19. April 1812.”
Dieſes klaſſiſche Dokument hat ſich nach faſt einem
halben Jahrhundert durch Zufall wiedergefunden oder
vielmehr durch die Gnade der ewigen Vorſehung, auf
daß die geſchichtliche Wahrheit, die Ihre leichte und
glän=
zende Feder entſtellt hat, gerettet werde. Auch möchte
ich Sie bitten, mein Herr, den Bericht über die
Vertei=
digung von Badajoz gebührend zu beachten, den der
Bataillonsführer im Kaiſerlichen Artilleriekorps,
Lespag=
nol, und der Geniehauptmann Lefaivre, aus dem
Can=
tonnement von Llanfylling aus Wales, den 5. Auguſt
1812 an den Kriegsminiſter, General Clarke, Herzog von
Feltre, gerichtet haben, und der beglaubigt und
unter=
zeichnet iſt von 3 Oberſten, 5 Bataillonsführern und 42
Subalternoffizieren der Garniſon von Badajoz, ſämtlich
Kriegsgefangenen. In dem Bericht heißt es:
„Man erwartete, der General werde Befehle
ertei=
len, man hatte nach allen Richtungen geſchickt, um ſeine
Abſichten zu erfahren, man fand ihn nicht, weil er ſchon
nicht mehr am Platze war.”
Der Gouverneur war mit ſeinem Generalſtabschef
während der kräftigen Verteidigung der tapferen
Gar=
niſon feige entflohen. Er hatte ſich in die Feſtung
Chriſto=
val auf dem rechten Ufer des Guadiana gerettet, wo er
am Morgen des 7. April kapitulierte und ſich den
Eng=
ländern ohne Schwertſtreich ergab. Ich erlaube mir noch
einige weitere Bemerkungen. In Ihrer bereits
erwähn=
ten Einleitung zu Ihrer Geſchichte des Kaiſerreichs ſagen!
Sie auf Seite 30:
„Ich weiß nicht, was das Publikum darüber denken:
wird. Ein Urteil wird es jedoch fällen, wenn ich mich
nicht täuſche, nämlich, daß mein Werk tief durchdrungen
iſt von dem Gefühl der Gerechtigkeit und der
Wahr=
haftigkeit.”
Nach dem Urteil eines unparteiiſchen, berufenen
Pu=
blikums täuſchen Sie ſich jedoch hierin, mein Herr, denn
Ihre Geſchichte iſt nicht tief durchdrungen von jenem
Gefühl der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, ſondern
eher von einem ausgeſprochenen Gefühl der Eitelkeit
und der nationalen Voreingenommenheit, die Sie
hin=
reißt, den eitlen Ruhm zu vergöttern, „die Saat der
Helden, die koſtbare Saat” von der Sie ſagen: „Schon
geht ſie auf in unſerem Land, um uns die Sieger von
Sebaſtopol zu ſchenken.”
Aber leider führt dieſer eitle Ruhm auch zu
Ent=
täuſchnugen und Kataſtrophen, die zu viel koſtbares Blut
fordern, ohne irgend einen Vorteil für die Menſchheit
oder die Ziviliſation, die die Franzoſen zwar ſehr
rüh=
men, aber niemals verwirklichen. Das iſt die ſchlichte,
hiſtoriſche Wahrheit, die Ereigniſſe und Menſchen
unpar=
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verleiht.
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Hochachtung, mit der ich die Ehre habe zu ſein
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Darmſtädter Tagblatt. Donnerstag, den 4. April 1912.
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Die Allgemeine Luftfahrzeug=Ausſtellung Berlin 1912
wurde geſtern durch den Prinzen Heinrich von Preußen in
den Ausſtellungshallen am Zoologiſchen Garten eröffnet.
In den einheitlich mit erleſenem Geſchmack dekorierten
großen Hallen ſind in den Mittelfeldern in der Hauptſache
komplette Flugmaſchinen ausgeſtellt, die ſich von dem
blauen Untergrunde der Podien und von den gleichfalls
in blau und gold gehaltenen Drapierungen vorteilhaft
abheben.
In bunter Reihe wechſeln Ein= und Zweidecker der
verſchiedenſten Typen miteinander ab. Neben einer der
älteſten Maſchinen, auf denen einſt Wright ſeine erſten
Schauflüge auf dem Tempelhofer Felde dem ſtaunenden
Berliner Püblikum vorführte, ſah man eins der
modern=
ſten Flugzeuge, eine mit einer vollſtändig geſchloſſenen
Karoſſerie ausgeſtattete Taube von der Firma Rumpler=
Berlin, die wohl ſpeziell für die Ausſtellung erbaut
wor=
den iſt, und ſicher eine der Attraktionen der Ausſtellung
bilden wird. Auf der anderen Seite bewundern wir
ein ſturmerprobtes Euler=Flugzeug, auf dem
Prinz Heinrich von Preußen ſeine erſten Flüge
aus=
führte und auch ſein Piloten=Examen beſtand. Nicht weit
davon wiederum winkt eine ganz moderne Albatros=
Maſchine herüber, die mit beſonderer Sorgfalt
herge=
richtet wurde und bereits auf dem Pariſer Aero=Salon
die deutſche Induſtrie würdig vertreten hatte. Sie iſt
wohl für militäriſche Zwecke gedacht, denn rechts und
links von dem Führerſitz ragen mächtige Scheinwerfer
hervor, die die Orientierung und Beobachtung des
Geländes auch bei Flügen in der Nacht
er=
möglichen ſollen. So reihen ſich die
Konſtruktio=
nen faſt aller deutſchen Firmen aneinander; immer
wieder wird das Auge von neuen
Ueberraſch=
ungen gefeſſelt; wir leſen außer Albatros, Euler,
Rump=
ler, die Namen Aviatik, Guſtav Otto=München, Harlan,
Deutſche Flugzeug=Werke, Goedecker, Grade, Wright,
Haefelin u. a., die ſämtlich einen guten Klang haben.
Inzwiſchen reihen ſich in den Mittelfeldern die
großen Motoren=Fabriken, die gleichfalls mit beſonderen
Ueberraſchungen aufwarten und auf deren neuen
Kon=
ſtruktionen ſpäter eingegangen werden ſoll. Vorläufig
decken zum Teil noch ſchützende Hüllen die ſchmucken
Aus=
ſtellungsſtücke. Beſonders reizvoll iſt der Blick von der
oberen Galerie herab in die großen Hallen, denn von dort
aus hat man die ſeltene Gelegenheit, die Flugmaſchinen
auch einmal aus der Vogelperſpektive beobachten zu
können, die ſonſt aus ſchwindelnden Höhen überlegen zu
uns herabſchauen. Auf der Galerie hat die große Zahl
der Zubehör=Firmen Unterkunft gefunden, die durchweg
auch ſehr reichhaltiges und intereſſantes Material zur
Ausſtellung bringt. Dort befinden ſich auch die
wiſſen=
ſchaftliche und die kunſthiſtoriſche Abteilung, die eines
ernſten Privatſtudiums wert erſcheinen und mit ganz
beſonderem Fleiß und Geſchick zuſammengeſtellt ſind.
Bei der Reichhaltigkeit des Gebotenen iſt zu erwarten,
daß nicht nur ein engerer Kreis von Intereſſenten und
Flugtechnikern in der Ausſtellung auf ſeine Koſten
kom=
men wird, ſondern daß auch das große Publikum, das
ſpeziell in der Reichshauptſtadt ſo lebhaften Anteil an der
Entwickelung des Flugweſens nimmt, die Gelegenheit
nicht vorübergehen laſſen wird, um ſich über den
derzeiti=
gen Stand der deutſchen Flugzeug=Induſtrie zu
infor=
mieren. Das iſt ja eine der Hauptaufgaben der
Aus=
ſtellung, das Intereſſe für die Aviatik noch in weitere
Kreiſe zu tragen und der aufſtrebenden, aber ſchwer
kämpfenden deutſchen Flugzeug=Induſtrie dadurch
wei=
tere Förderer und Anhänger zu gewinnen.
Flugleiſtungen in Johannisthal. Trotz
der ungünſtigen Witterung des März wurde an 26 Tagen
geflogen. Ausgeführt wurden die Flüge von 79
Aviati=
kern. Der Harlan=Flieger Leutn. Krüger hat mit 14
Stunden 29 Minuten 4 Sekunden ſowohl die größte
Flugzeit, wie mit 76 Aufſtiegen auch die größte Anzahl
von Flügen zu verzeichnen: Ueberlandflüge vom
Flug=
platz führten 10 Flieger aus. Die Pilotenprüfung
be=
ſtanden Leutn. Blüthgen (Luftverkehrsgeſellſchaft).
Ober=
leutnant v. Detten (Taube), Leutn. v. Gorriſſen (
Deutſch=
land), Leutn. Joly (Taube), Oberleutn. Keller (Taube),
Leutn. Siber (Taube).
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 26. März bis 1. April 1912.
Die einerſeits durch den engliſchen Kohlenarbeiterſtreik,
andererſeits durch den italieniſch=türkiſchen Konflikt
hervor=
gerufene Knappheit an Schiffsraum und die damit
zu=
ſammenhängende Verteuerung der Seefrachten macht ſich im
internationalen Getreidehandel empfindlich fühlbar. Die
Weltverſchiffungen hielten ſich wieder in mäßigen Grenzen,
bemerkenswert war vor allem der geringere Umfang der
argentiniſchen Wochenausfuhr, wobei außer den
Verhält=
niſſen des Frachtenmarktes auch der Umſtand mitzuſprechen
ſchien, daß es am La. Plata an den zur Erfüllung früherer
Abſchlüſſe erforderlichen Quantitäten mangelt. Die am
Weltmarkte herrſchende Knappheit ſowie die Erhöhung der
Forderungen für den ausländiſchen Weizen laſſen die
Kon=
ſumgebiete andauernd auf deutfchen Weizen zurückgreifen,
ſo daß ſich in der Berichtswoche wieder ein lebhaftes
Ge=
ſchäft nach Italien, Frankreich, Belgien, England und nach
dem Rhein entwickeln konnte. Außerdem hatten hieſige
Händler wieder mehrfach Gelegenheit, ausländiſchen
Wei=
zen vorteilhaft nach Hamburg zu verkaufen. Alles das
be=
wirkte im Lieferungsgeſchäft lebhaften Deckungsbegehr und
ein Anziehen des Maipreiſes um 4½ Mark. Sehr ruhig
ging es demgegenüber auf dem Roggenmarkte zu, denn der
Export ſtellt nur geringe Anſprüche und die Mühlen kaufen
ſehr vorſichtig. Immerhin wirkte das Beiſpiel des
Weizen=
marktes anziehend, und auch der geringe Umfang
desinländi=
ſchen Angebotes bei vermehrtem Intereſſe Weſtdeutſchlands
ſtützte die Tendenz. Die neuerliche ſcharfe Steigerung der
Preiſe für ruſſiſche Gerſte blieb gleichfalls nicht ohne
Ein=
fluß, da man infolgedeſſen mit einem ſtärkerem
Roggen=
verbrauch zu Futterzwecken rechnet. Die Lage im Handel
mit Ruſſengerſte ſpitzt ſich immer mehr zu, die
letztwöchent=
lichen Verſchiffungen betrugen nur noch 8000 Tonnen, ein
Zeichen, daß ſelbſt bei den ungewöhnlich hohen Preiſen
keine Ware in Rußland zu beſchaffen iſt. Hafer hatte zwar
weiter ruhiges Geſchäft, doch gaben ruſſiſche und
argen=
tiniſche Rückkäufe dem Markte ein feſtes Gepräge. Mais
konnte trotz der in Ausſicht ſtehenden großen argentiniſchen
Ernte ſeinen Preisſtand gleichfalls um 1—2 Mark verbeſſern.
Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am
letz=
ten Markttage wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg .217
182½(441
195
*1½
Danzig
.218
184 (*8
194 (*3
215 (* 6 ) 185
Stettin
193
Poſen
.207 (4
181 (*
190
Breslau .
.208 (F 5 ) 180 (*1
191
Berlin
188 (*2
.218
208
Magdeburg .214
189 (*2
206
.216 (*
194 (*3 ) 213
Halle .
195 (*4
.218
Leipzig
213 (4
184
.212 (* 3
Roſtock
195 (*2
.216
197
Hamburg
212
4
Hannover
191 (*1
.212
214 (*1
208 (—
Düſſeldorf
200 (*
4
222
3 ) 197 (4
.223
Köln
207 (*1 )
Frankfurt a. M. 222½ (* 1 ) 199
212½
Mannheim . . 230 (* 21
200 (*2½) 215
215
202½
Straßburg . . 230
München
220
215
235
. 233 (*2
2
Stuttgart
213
211
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 221,25(—4,50),
Peſt April 192,20 (*0,59), Liverpool Mai 176,65 (P 3,95),
Paris April 231,95 (—0,40), Chicago Mai 157,90 (—0,95),
Roggen: Berlin Mai 193,75 (*. 2,75), Hafer: Berlin Mai
197,25 (P 3,25), Futtergerſte frei Hamburg unverzollt
ſchwim. 169,50 (*7), April 165 (*5), Mais: La Plata
Mai=Juni 120 (* 1) Mk.
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