Darmstädter Tagblatt 1912


30. März 1912

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175. Jahrgang
rmonatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 42 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Die großherzogliche Familie wird ſich nach
dem Oſterfeſte zu mehrwöchigem Beſuch des Zarenpaa=
res
nach Livadia begeben.
Die Zweite Kammer hat ſich geſtern auf unbe=
ſtimmte
Zeit vertagt.
Zum Präſidenten des Verwaltungs=
gerichtshofes
wurde Herr Geheimerat Weber
ermannt.
Der Friede im Schneidergewerbe iſt nach
den Verhandlungen in Frankfurt geſichert.
Das engliſche Oberhaus nahm die Mindeſt=
lohnbill
in dritter Leſung ohne Zuſatzanträge an.
Am Freitag ſollte ſie die Zuſtimmung des Königs
erhalten.
Die engliſche Frauenſtimmrechtsbill wurde
zur allgemeinen Ueberraſchung mit 222 gegen 208 Stim=
men
vom Unterhauſe abgelehnt.

Politiſche Wochenſchau.

Der neue Reichstag hat ſeinen erſten Tagungsab=
ſchnitt
hinter ſich und iſt in die Ferien gegangen. Es hat
in dieſem Abſchnitt nicht an Aufregungen und wichtigen
politiſchen Momenten gefehlt, die bezeichnend waren für
die geſamte innerpolitiſche Konſtellation. Vor allem wa=
ren
es die Kämpfe um die Präſidentenwahl, die als
Symptom für die ganze Situation gelten konnte. Die
Dinge ſind noch friſch in aller Erinnerung, kurz, der Aus=
gang
war der, daß ganz im Gegenſatz zu der ziffern=
mäßigen
Zuſammenſetzung des Hauſes zwei Fortſchritt=
ler
im Präſidium ſitzen neben einem Nationalliberalen,
nachdem der ſozialdemokratiſche erſte Vizepräſident bei
der zweiten Wahl. ausgemerzt wurde. Während der Ver=
handlungen
hat es nicht an Zuſammenſtößen gefehlt,
immerhin ſind dieſe doch glatter von ſtatten gegangen,
als man vielfach erwartet hatte. Die Etatsdebatte wurde
wia immer recht in die Länge gezogen, insbeſondere
gilt dies vom Etat des Reichsamts des Innern, den
man zu mehr als ergiebiger Ausſprache benutzte, und
bei dem namentlich die parlamentariſchen Neulinge Gele=
genheit
nahmen, ihr Sprüchlein herzuſagen. Bei der
allgemeinen Ausſprache anläßlich der erſten Etatsleſung
waren auch vom Regierungstiſche programmatiſche Er=
klärungen
gefallen ſowohl vom Reichskanzler wie vom
Schatzſekretär Wermuth, und es hatte faſt den Anſchein,
als ob man innerhalb der Reichsregierung der nenen An=
ſammenſetzung
des Hauſes bis zu einem gewiſſen Grade
Rechnung tragen wolle. Bei der Frage der Deckung
der angekündigten Wehrvorlagen ſprachen beide genannte
hohe Reichsbeamte mehr oder weniger für die Heran=
ziehung
der Erbſchaftsſteuer. Auf der Rechten und im
Zentrum rief das einen Entrüſtungsſturm hervor, der
weniger im Parlament, als in der Preſſe tobte und
ſelbſtverſtändlich auch bei den Gegenparteien ein nicht
allzu freundliches Echo fand. Dieſe Differenzen ſcheinen
nicht ohne Einfluß auf die Haltung der leitenden Kreiſe
geweſen zu ſein, die Löſung der Deckunasfrage wurde
immer weiter hinausgeſchoben, bis endlich eine Konfere=
der
leitenden bundesſtaatlichen Miniſter ſtattfand, die
ein völlig unerwartetes Ergebnis zeitigte: Die Erwei=
terung
der Erbſchaftsſteuer wurde fallen gelaſſen, als ein
Heilmittel ſchlug man neben den Ueberſchüſſen die An=
hebung
der Branntweinſteuer=Liebesgabe vor, in der
Hoffnung, dadurch die Linke zu beſchwichtigen. Damit
hat man aber in der Hauptſache wohl nur erreicht, daß
man ſich zwiſchen zwei Stühle ſetzte. denn die Aufhebung
hat auf der Rechten gemiſchte Gefühle hervorgerufen,
und die Linke iſt davon keineswegs befriedigt, weil ſie
befürchtet, daß angeſichts des unzureichenden Ertrages
der Branntweinſteuerabgabe die alte Borawirtſchaft
wieder einreißen würde. Dazu kam, daß der Schatzſekre=
tär
Wermuth, der ſich für Erbſchaftsſteuer eingeſetzt hatte.
ſeinen Abſchied nahm, der ihm in ſchroffer Form gewährt
wurde. Die Wehrvorlagen ſind kürzlich ihrem Inhalte
nach mitgeteilt worden. und ſie ſind zum Teil, wenigſtens
was das Landheer anlangt. recht weitgehend. und die
Koſten ſind nicht geringe. Allcs hat den Anſchein, als
ob der Tanz nach den Oſterferien erſt losgehen ſoll, und
man darf ſich dabei auf recht hitzige Debatten gefaßt
machen. Wie der Ausgang ſein wird, läßt ſich heute mit
Beſtimmtheit noch nicht ſagen, denn wenn auch für die
Wehrvorlagen an und für ſich eine Mehrheit, und zwar
eine beträchtliche vorhanden iſt, ſo iſt es doch etwas ande=
res
, welchen Gang die Angelegenheit bei der Deckungs=
fraag
nehmen wird, die ja mit den Wehrvorlagen direkt
verknüpft iſt.
Der Kaiſer iſt nunmehr in Korfu eingetroffen, um
ſich dort einige Wochen der Erholung hinzugeben, wenn
freilich auch die Regierungsgeſchäfte nicht ganz ruhen
werden. Auf der Hinreiſe hat er aber noch zwei wichtige
Staatsakte erlediat, die zweifellos von hoher politiſcher
Bedeutung ſein dürften. In Wien hat eine Begegnung
mit dem greiſen Kaiſer Franz Joſef ſtattgefunden, und

in Venedig ein Zuſammentreffen mit dem König von
Italien. Was bei dieſen Beſprechungen erörtert worden
iſt und zu welchem Reſultate man gelangte, iſt nicht be=
kannt
geworden und man iſt daher auf Kombinationen
angewieſen. Daß hierbei die augenblickliche nationale
Lage, insbeſondere der tripolitaniſche Krieg, zur Dis=
kuſſion
ſtand, kann man ohne weiteres behaupten. Un=
bekümmert
aber um den Inhalt der Unterredungen=darf
man die beiden Monarchenbegegnungen als ein erfreuli=
ches
Zeichen für die Feſtigkeit des Dreibundgs anſehen,
und gerade der herzliche Charakter, den die Tage von
Venedig trugen, iſt ein Beweis dafür, daß der Dreibund
unerſchüttert daſteht und daß man auch in Italien un=
bedingt
an ihm feſthalten will.
Was den Tripolis=Krieg ſelbſt anlangt, ſo iſt der
Stand der Dinge hier noch immer völlig unverändert.
Die Aktion der Truppen iſt auf ein Minimum herabge=
ſunken
. Auch die Federn der Diplomaten ſcheinen zu
ruhen, weil ihre Bemühungen völlig erfolalos geblieben
ſind und auch keinerlei. Ausſicht vorhanden iſt, mit Erfolg
vermittelnd einzugreifen. Man hat zwar in letzter Zeit
viel davon geſprochen, daß Italien den Frieden erzwin=
gen
wolle, indem es eine energiſche Flottenaktion in dem
öſtlichen Mittelmeer unternimmt, man hat aber noch
immer davon Abſtand genommen, wohl um weitere Kom=
plikationen
zu vermeiden, da leicht ein Eingreifen der
Großmächte eintreten könnte, deren Intereſſen dadurch ge=
fährdet
werden könnten. Unter dieſen Umſtänden iſt
ein Ende des Krieges noch lanag nicht abzuſehen.
Aehnlich ſteht es mit dem wirtſchaftlichen Kampf. in
England, wo der Beraarbeiterſtreik noch immer andauert
und Millionen über Millionen verloren gehen. Im Par=
lament
iſt zwar die Mindeſtlohnbill durchgegangen, aber
in einer Form, die die Arbeiterpartei nicht befriedigt, und
ſo dauert denn der Streik weitor fort. Erneuerte Ver=
handlungen
zwiſchen den ſtreikenden Parteien unter Ver=
mittlung
der Regierung haben wiederum zu keinem Re=
ſultate
geführt. Die Not unter den Arbeitern wird mmer
größer und die Stockung in Handel und Wandel nimmt
immer mehr zu. Vielleicht wird der Streik durch dieſe
Notlaac ein natürliches Ende finden, auch ohne daß vor=
her
eine Einigung zuſtandegekommen iſt.

Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe.

** Nach jahrelangen Vorbereitungen hat die Reichs=
regierung
nunmehr einen Geſcttzentwurf fertiggeſtellt, der
die Beſchäftigungszeit von Gehilfen, Lehrlingen und
Arbeitern im Handelsgewerbe an den Sonntagen herab=
ſetzt
und gleichmäßiger regelt, als dies bisher geſchehen
war. Die genannten Perſonen ſollen an den drei hohen
erſten Feiertagen überhaupt nicht, an den übrigen Feſt=
tagen
und an den Sonntagen in offenen Verkaufsſtellen
bis zur Dauer von drei Stunden, die von der höheren
Verwaltungsbehörde für Orte mit größerer Landkund=
ſchaft
auf vier Stunden erweitert, ſonſt aber auch von der
Gemeinde durch ſtatutariſche Beſtimmungen eingeſchränkt
werden kann, beſchäftigt werden. In den Kontoren uſw.
kann eine Beſchäftigung bis zur Dauer von zwei Stun=
den
geſtattet werden. Für eine gewiſſe Anzahl von
Tagen im Jahre, ſowie für beſtimmte Beſchäftigungen
ſind Ausnahmen von dieſen Beſchränkungen zuläſſig.
Das iſt kurz der hauptſächlichſte Inhalt des Geſetz=
entwurfs
. Er entſpricht im allgemeinen den ſeinerzeit
vom Beirat für Arbeiterſtatiſtik gemachten Vorſchlägen,
gegen welche ſich freilich eine ganze Reihe von Handels=
vertretungen
ablehnend geäußert hatten namentlich
hinſichtlich der Regelung der Arbeitszeit in den kaufmän=
niſchen
Kontoren des Großkapitals , weil hier das zu
bewältigende Arbeitsmaterial zu gewiſſen Zeiten ſehr
ſtark anwachſe, ſodaß eine geſetzliche Schabloniſierung
der Verhältniſſe verfehlt ſei. Auch gegen die Ausdeh=
nung
der Sonntagsruhe in offenen Verkaufsgeſchäften
wurden Bedenken laut, aber dieſe letzteren kamen ja auch
zum Ausdruck, als vor einigen Jahrzehnten die damals
ganz ungewohnte Sonntagsruhe in dem Umfange, wie
ſie jetzt beſteht, für das Handelsgewerbe geſchaffen wurde,
und ſie machen ſich geltend, ſobald ein früherer Laden=
ſchluß
an Wochentagen angeregt wird. Publikum und
Gewerbe leben ſich bald in die neuen Verhältniſſe hinein
und ſchwerlich wird heute jemand die alten Zuſtände wie=
der
herbeiwünſchen, wo auch an Sonn= und Feſttagen
die Verkaufsgeſchäfte bis zum ſpäten Abend offen waren
und das Perſonal keinerlei Sonntagsruhe kannte.
Wie die Regierung ſchon früher ankündigte, hat ſie
mit ihrem Entwurfe die goldene Mittelſtraße eingeſchla=
gen
und nach Mögleichkeit einen annehmbaren Ausgleich
zwiſchen den Intereſſen der Chefs und der Angeſtellten
herbeizuführen geſucht unter gleichzeitiger Rückſichtnahme
auf die=Intereſſen des Publikums. Dieſes wird ſich an

die verkürzte Verkaufszeit unſchwer gewöhnen, zumal,
wenn bei der Beratung des Geſetzentwurfs im Reichs=
tage
noch dieſe oder jene Milderung der neuen Vorſchrif=
ten
, namentlich auch in Bezug auf das Zuendebedienen
der Kundſchaft beim Geſchäftsſchluß, eingeführt wird.
Von nicht geringer Bedeutung iſt die künftige größere
Einheitlichkeit der Beſtimmungen über die Sonntags=
ruhe
im ganzen Reiche mit Rückſicht auf die Gleichför=
migkeit
der Produktionsbedingungen.
Wir glauben nicht, daß der Entwurf im Reichstage
auf erheblichen Widerſtand ſtoßen wird.

Deutſches Reich.

Der nationalliberale Vertretertag
der Reichstagsfraktion, der nach Beſchluß des
Zentralvorſtandes am 24. März innerhalb ſechs Wochen
einberufen werden ſollte, um die Gegenſätze in der Partei
zu klären, wird der National=Zeitung zufolge am 12. Mai
in Berlin im Zoologiſchen Garten ſtattfinden.
Zum Inkrafttreten der neuen Maß=
und Gewichtsordnung. Die Maß= und Gewichts=
ordnung
(abgekürzt M. u. G.O.) vom 30. Mai 1908, welche
am bevorſtehenden 1. April in Kraft tritt, bringt dem
Deutſchen Reiche vier weſentliche Neuérungen, die ſich
erſtrecken auf die Freizügigkeit des Eichſtempels im gan=
zen
Reichsgebiet, die Ausdehnung des Eichzwanges, die
Einführung der geſetzlichen Nacheichungspflicht und die
Verſtaatlichung des Eichweſens.
Frhrn. von Hertlings Politik. In der
bayeriſchen Kammer der Abgcordneten führte Miniſter=
präſident
Freiherr von Hertling in Erwiderung auf eine
Bemerkung des Abgeordneten Müller=Hof aus: Was die
Stellung Bayerns im Reiche betrifft, betone ich, daß ich
kein Feind des Dreibundes bin. Wenn Müller mir das
Gegenteil unterſchob, iſt er zwar nicht päpſtlicher als der
Papſt, aber italieniſcher als Italien. Meine Ernennung
zum Miniſterpräſident hat in Italien u. Rom kein Aufſehen
erregt. Wohl ſprach ich einmal auf einem Katholikentag
über die Wiedererrichtung des Kirchenſtaates, ich fügte
aber hinzu, daß uns nichts ferner liege als dies. Die Be=,
fürchtungen Müllers, daß ich als Vorſitzender des Aus=
ſchuſſes
für auswärtige Angelegenheiten im Bundesrat
das Deutſche Reich zu einer italienfeindlichen Politik
dränge, dürfen ruhig zurückgeſtellt werden. Die Leitung
der auswärtigen Politik liegt beim Reiche. Der Aus=
ſchuß
iſt nicht ſo gedacht, daß er gleichſam die leitende
Politik direkt beeinfluſſen ſolle.
Aus Elſaß=Lothringen. . Die Zweite
Kammer des elſaß=lothringiſchen Landtags bewilligte in
zweiter Leſung entſprechend dem vorausgegangenen Be=
ſchluß
der Kommiſſion den früher geſtrichenen kaiſerlichen
Gnadenfonds mit 33 gegen 24 Stimmen. Staatsſekretär
v. Bulach hatte erklärt, daß es dem monarchiſchen Gedan=
ken
und dem Charakter des Fonds widerſpreche, ein par=
lamentariſches
Kontrollrecht dafür einzuräumen. Aber
die Regierung ſei bereit, mündlich und in vertraulicher
Weiſe dem Präſidenten und einer Subkommiſſion Auf=
ſchlüſſe
zu geben. Bei dem Etat des Statthalters und
ſeinem Bureau, der in zweiter Leſung nach den Beſchlüſ=
ſen
der Kommiſſion genehmigt wurde, erhob Staats=
ſekretär
Zorn v. Bulach Bedenken gegen die Vorſchläge
der Kommiſſion, wonach künftig die auf 200000 Mark
bezifferten Repräſentationskoſten als wegfallend
bezeichnet werden, da der Vergleich mit den
Repräſentationskoſten des Reichskanzlers unzutreffend
ſei. Eine Summe von 100000 Mark entſpreche
nicht der Würde des Standes. Der Kommiſſionsvorſchlag
ging aber durch. Der Dispoſitionsfonds des Statthal=
ters
von 130000 Mark wurde bewilligt. Abg. Wolf zog
ſeinen Antrag, der Kürzung um 30000 Mark verlangt,
zurück zugunſten eines Antrages des Zentrums und des
Lothringer Blocks, der verlangt, daß künftig der Fonds
herabgeſetzt werda.
Baden und die Aufhebung der Liebes=
gabe
. Zur Frage der Beſeitigung der Branntwein=
Liebesgabe und den dazu im badiſchen Landtage von
mehreren Parteien eingebrachten Interpellationen wird
in einer offiziöſen Auslaſſung der Karlsruher Zeitung
erklärt, die badiſche Regierung könne der Beſeitigung
des Kontingents unter der Bedingung zuſtimmen, daß!
die bisherigen Reſervatrechte Badens berückſichtigt wür=
den
und demgemäß namentlich die Exiſtenz der beſonders

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Marz 1912.

Nummer 774

durch das Schwarzwälder Kirſchwaſſer rühmlichſt be=
kannten
Kleinbrenner auch für die Zukunft ſichergeſtellt
werde.
Braunſchweig und die Erbſchafts=
ſteuer
. Zu der Mitteilung der Nordd. Allg. Ztg. über
die Haltung des Bundesrates in der Frage der Erbſchafts=
ſteuer
gibt Staatsminiſter Hartwig einem Redaktions=
mitgliede
der Braunſchweiger Neueſten Nachrichten fol=
gende
Erklärung: Die Braunſchweiger Regierung hat
in der Erbſchaftsſteuerangelegenheit noch keine Stellung
genommen, aus dem einfachen Grunde, weil von Seiten
der Reichsregierung an das Herzogliche Staatsminiſte=
rium
bislang keine Aufforderung ergangen iſt, ſich über
die Erbſchaftsſteuer zu äußern. Auch in den Verhandlun=
gen
, die kürzlich im Bundesrat in Gegenwart der Staats=
miniſter
der einzelnen Bundesſtaaten ſtattgefunden haben,
iſt die Erbſchaftsſteuer gar nicht in Erwägung gezogen
worden. Daß aber über kurz oder lang die Erbſchafts=
ſteuer
eingeführt werden muß, daran zweifelt man in
Bundesratskreiſen nicht.
Eine Chauſſee=Steuer für Automo=
bile
. Die Herzoglich Gothaiſche Regierung trägt ſich
ſchon ſeit längerer Zeit mit dem Plane, von den Automo=
bilbeſitzern
eine beſondere Steuer für die Benutzung der
Straßen im Großherzogtum zu erheben. Dieſe Steuer
ſoll eine ziemlich beträchtliche ſein, denn es ſind 40 Pfg.
für die deutſche Meile in Ausſicht genommen. Natürlich
hat die Idee die Automobilbeſitzer des Herzogtums
mobil gemacht. Der Mitteldeutſche Automobil=Klub rief
eine große Verſammlung ein, die im Schloßhotel tagte.
Als ein pikantes Moment darf es betrachtet werden, daß
der Herzog ſich in der Verſammlung durch ſeinen dienſt=
tuenden
Adjutanten vertreten ließ. In der Verſammlung
wurde betont, daß die geplante Maßnahme eine ſchwere
Schädigung der Intereſſen des Herzogtums bedeuten
würde. Es wurde einſtimmig eine Reſolution angenom=
men
, in der es heißt, daß die Automobiliſten im Falle der
Annahme dieſes verkehrsfeindlichen Geſetzes geneigt ſeien,
nach Maßgabe ihrer Satzungen im Verein mit den übri=
gen
automobiliſtiſchen Vereinigungen Deutſchlands ihren
Mitgliedern von dem Beſuch des Herzogtums Gotha ent=
ſchieden
abzuraten, ſodaß der geſamte Automobilverkehr
auf andere, Gotha meidende Wege abgeleitet wird.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die Waſſerſtraßennovelle. Das öſter=
reichiſche
Abgeordnetenhaus begann am Freitag die erſte
Leſung der Waſſerſtraßennovelle.
Der Handelsminiſter Rößler verwies auf den gro=
ßen
Aufſchwung, den Frankreich und Deutſchland ihren
Waſſerſtraßen verdanken, und erklärte die Waſſerſtraßen
auch für Oeſterreich als unbedingte Notwendigkeit; wo=
bei
nicht kleinliche und Einzelintereſſen maßgebend ſein
dürften, ſondern der große Geſichtspunkt, daß Waſſer=
ſtraßen
und Flußregulierungen für das ganze wirtſchaft=
liche
Leben gebaut werden ſollen. Auch die Frage, ob die
Flußregulierungen auf deutſchem oder böhmiſchem Ge=
biet
durchzuführen ſeien, ſollte keine Rolle ſpielen. Die
Durchführung des Waſſerſtraßengeſetzes von 1901, für
welche materiell nicht genügend vorgeſorgt’war, ſſoll ſuk=
zeſſiv
und ſyſtematiſch derart erfolgen, daß zunächſt die
wichtigſten und dringendſten Arbeiten in Angriff genom=
men
werden, insbeſondere die Flußregulierungen an der
mittleren Elbe, ſowie der Moldau, waſſerwirtſchaftliche
Bauten in Schleſien, Mähren und Niederöſterreich, und
endlich der Bau eines galiziſchen Kanals von der ſchleſi=
ſchen
Landesgrenze bis Krakau. Aus dem Kredit des
Waſſerſtraßengeſetzes von 1901 verbleiben bis Ende 1912
vorausſichtlich 117 Millionen Kronen unverwendet, ſo

daß nach Bewilligung von in der Novelle angeſprochenen
193 Millionen die Regierung über einen Geſamtbetrag
von 310 Millionen verfügen wird. Arbeitsminiſter Troka
beſprach vornehmlich die geplanten Flußregulierungen.
Zur erſten Leſung der Waſſerſtraßennovelle brachte
eine Reihe von Abgeordneten Wünſche vor. Gegen den
Schluß erneuerten ſich bei Anfragen an den Präſidenten
die heftigen Läumſzenen. Es kam zu tumultuöſen Kontro=
verſen
zwiſchen den Sozialdemokraten und den Deutſch=
Nationalen. Der Präſident ſchloß die Sitzung.
Italien.
Das Ergebnis der Zuſammenkunft in
Venedig. Popolo Romano ſchreibt: Einige auslän=
diſche
Zeitungen verbreiteten die Nachricht, daß aus der
Zuſammenkunft in Venedig große Ereigniſſe hervorgehen
würden. Dieſelben Blätter behaupten jetzt, die italieniſche
Preſſe, die auf Frieden hoffte, ſei enttäuſcht. In= Wirk=
lichkeit
iſt aber in der italieniſchen Preſſe von einer Ent=
täuſchung
keine Rede, da ſie, wie das italieniſche Publi=
kum
keinen Grund hatte, auf Wunder zu hoffen. Jene
ausländiſchen Zeitungen haben offenbar jene angebli=
chen
Hoffnungen nur erfunden, um daraus eind Enttäu=
ſchung
ableiten zu können. In Italien begreift man
die ſchwierige und delikate Stellung, die die Neutralität
den Großmächten auferlegt. Italien iſt den Mächten
dankbar für die Vermittlungsaktion und wünſcht nur, daß
die Türkei bald auf die Vorſchläge Italiens antwortet.
Frankreich.
Das Flottenprogrammimsenat. Im Senat
legte der Berichterſtatter Chautemps bei der Beratung des
Flottenprögrammes dar, daß es für Frankreich notwen=
dig
ſei, ſeinen Rivalen zu folgen und ſeinen Verbündeten
die ſchätzbare Wichtigkeit ſeiner Streitkräfte zur See zu
zeigen, die Frankreich der gemeinſamen Sache zur Siche=
rung
das Weltfriedens zur Verfügung ſtellen könne.
(Beifall.) In Beantwortung verſchiedener Anfragen
teilte Marineminiſter Delcaſſé mit, daß die neuen Schiffe
ohne Ausnahme zehn Geſchütze für das Breitſeitfeuer
haben würden. Deſtournelles de Conſtant beklagte die
Vermehrung der Flottenausgaben, ſowie die Zerſplitte=
rung
der militäriſchen und finanziellen Kräfte. Wir wer=
den
, erklärte er, bauen, einzig, um zu bauen, denn unſer
Programm wird immer unzureichend ſein. Delcaſſé er=
läuterte
das Flottenprogramm ausführlich. Er erkannte
an, daß die von dem Lande geforderte finanzielle An=
ſtrengung
bedeutend ſei. Aber im Hinblick auf die Flot=
tenprogramme
der anderen Nationen ſei ſie unabweisbar,
um Frankreich Sicherheit zu verſchaffen. Das Flotten=
programm
einſchränken, hieße den Einfluß Frankreichs
im Rate ſeiner Freunde und Verbündeten vermindern.
In ihrer Stärke müſſe die Nation die Bürgſchaft für den
Frieden ſuchen. Dieſe Bürgſchaft werde durch das dem
Senat unterbreitete Flottenprogramm gefeſtigt.
England.
Die Verſöhnungsbill‟ Das Unterhaus
begann die zweite Leſung der Frauenſtimmrechtsbill, be=
kannt
unter dem Namen Verſöhnungsbill, weil ſie ein
Kompromiß zwiſchen den verſchiedenen Richtungen der
Anhänger des Frauenſtimmrechts darſtellt. Die Bill, die
von Mitgliedern beider Parkeien eingebracht worden iſt,
würde ungefähr einer Million Frauen das Wahlrecht ver=
leihen
. Viele Liberale, die für das Frauenſtimmrecht
ſind, widerſetzen ſich jedoch der Vorlage, weil ihnen das
Wahlrecht nicht demokratiſch genug iſt. Die zweite Leſung
der Bill war im vorigen Jahre mit einer Majorität von
167 Stimmen beſchloſſen worden, doch glaubt man, daß

die Mehrheit wegen der jüngſten Ausſchreitungen der
Suffragettes diesmal bedeutend geringer ſein wird: Der
Geſetzentwurf wurde mit 222 gegen 208 Stimmen abge=
lehnt
. Das Ergebnis der Abſtimmung rief allgemein
Ueberraſchung hervor und wurde von den Gegnern des
Frauenſtimmrechts mit ungeheurem Jubel aufgenommen.
Premierminiſter Asquith und Kolonialminiſter Harcdurt
ſtimmten gegen das Geſetz, Finanzminiſter Lloyd George
und Miniſter des Auswärtigen Grey dafür.
Die Mindeſtlohnbill. Das Oberhaus nahm
die Mindeſtlohnbill in dritter Leſung ohne Zuſatzanträge
an. Am Freitag ſollte das Geſetz die Zuſtimmung des
Königs erhalten.
Perſien.
Belohnung für gutes Verhalten. Da
die Antwort Perſiens auf die jüngſte engliſch=ruſſiſche
Note befriedigend ausgefallen iſt, haben England und
Rußland der perſiſchen Regierung je 100000 Pfund Ster=
ling
vorgeſchoſſen.
* Frankfurt a. M. 28. März. Der Frie de
im Schneidergewerbe iſt nunmehr endgültig
geſichert. Nach dreitägigen Verhandlungen vor dem
Magiſtratsſyndikus Dr. Hiller zu Frankfurt a. M. iſt die
Einigung wieder hergeſtellt worden. Der letzte Einig=
ungsvorſchlag
des Verhandlungsleiters wurde von den
Arbeitgebern angenommen und die Arbeitnehmer
verpflichteten ſich einſtimmig, dieſen Vorſchlag der in den
nächſten Tagen ſtattfindenden Verſammlung der Arbeit=
nehmer
dringend zu Annahme zu empfehlen. Der Einig=
ungsvorſchlag
ſichert den Arbeitern eine 5prozentige
Erhöhung der Grundlöhlne und überträgt die
Entſcheidung über weitergehende Forderungen der Ar=
beiter
einem noch von zwei weiteren Unparteiiſchen zu
bildenden Schiedsgericht, das vom 2. April ab in Jena
tagen ſoll. Am gleichen Tage wird die Wiederaufnahme
der Arbeit erfolgen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 30. März.

* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Großherzog.
empfing am Donnerstag mittag 12 Uhr im Neuen
Palais den Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing und den
Stadtverordneten Markwort. Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing wurde hierauf von J. K. H. der Großher=
zogin
empfangen. Prinz Heinrich von Preußen iſt
geſtern früh 4½ Uhr im Auto abgereiſt. Die Groß=
herzoglichen
Herrſchaften werden ſich mit den Prinzen=
Söhnen nach dem Oſterfeſte zu mehrwöhigem Beſuch der
Ruſſiſchen Majeſtäten nach Livadia begeben. (Darmſt. Ztg.)
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Große
herzog dem Miniſterialrat i. P. Geheimerat Ferdinand
Emmerling die Krone zum Komturkreuz 1. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Miniſterialrat im Miniſterium des Innern
und Vorſitzenden der Abteilung für öffentliche Geſund
heitspflege Geheimerat Dr. Dr.=Ing. Auguſt Webe
zum Präſidenten des Verwaltungsgerichtshofes, de
Miniſterialrat im Miniſterium des Innern Geheimera
Wilhelm Beſt zum Vorſitzenden der Abteilung dieſes
Miniſteriums für öffentliche Geſundeitspflege, den vor=
tragenden
Rat im Miniſterium des Innern Geheimen
Oberregierungsrat Dr. Ernſt Weber zum Miniſterialrat
in dieſem Miniſterium; ferner den Sekretariatsaſſiſtenten
bei dem Miniſterium der Finanzen, Abteilung für Bau=
weſen
, Adolf Schäfer zum expedierenden Sekretär bei
dem Geſandten und Bundesratsbevollmächtigten in
Berlin, ſämtlich mit Wirkung vom 1. April d. Js. an.
* Kirchenperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den evangeliſchen Dekan des
Dekanats Oppenheim, Kirchenrat Ludwig Völſing zu
Gimbsheim auf ſein Nachſuchen unter Anerkennung
ſeiner langjährigen treu geleiſteten Dienſte und unter Ver=
leihung
der Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſt=
ordens
Philipps des Großmütigen, mit Wirkung vom

Betrachtungen zur Mondfinſternis
am 1. April und Sonnenfinſternis am
17. April d. 3s.
Von Joſeph Lößer.

Im laufenden Jahre bietet uns der Himmel in einer
kurzen Zeitſpanne die Erſcheinungen einer Mond= und
Sonnenfinſternis. Dieſe Vorgänge haben von jeher das
Intereſſe der Menſchen, freilich in ſehr verſchiedenem
Sinne, wachgerufen. In alter Zeit knüpften ſich daran die
wunderlichſten Vorſtellungen, meiſt gab man ihnen
ſchlimme unheilvolle Deutung. Noch Shakeſpeare läßt in
ſeiner erſchütternden Tragödie König Lear den Grafen von
Gloſter ſagen:
Die neulichen Verfinſterungen an Sonne und Mond
bedeuten nichts Gutes. Mag die Kenntnis der Natur
ſie nun auf dieſe oder jene Art erklären, immer findet
ſich die Natur ſelbſt durch ihre Folgen gegeißelt. Die
Liebe erkaltet, die Freundſchaft zerfällt, die Brüder
trennen ſich. In Städten gibt es Aufruhr, auf dem Lande
Zwietracht, in den Paläſten Verrat, und das Band
zwiſchen Vater und Sohn wird zerriſſen.
Heute ſind es außer den beſonderen Nebenerſcheinun=
gen
bei den totalen Sonnenfinſterniſſen (Corona, Protube=
ranzen
uſw.) die über die Finſterniſſe angeſtellten For=
ſchungen
, deren Erklärung, namentlich ihrer Urſachen, der
Zeiten ihres Eintretens und Verlaufs und ihrer Verſchie=
denartigkeit
, welche den Menſchen feſſeln. Gewähren dieſe
Kenntniſſe doch einen tiefen Einblick in das den Geſetzen
der Ordnung gehorchende Getriebe der uns nächſten drei
Welten Erde, Mond und Sonne, wobei wir ſtaunen und
bewundern, wie es möglich war bei den außerordentlich
verwickelten Bewegungsverhältniſſen des Mondes, dem
bei beiden Himmelsſchauſpielen die Hauptrolle zugeteilt
iſt, Zeit, Ort und Umfang derſelben ſo genau zu beſtim=
men
. Es feiert in dieſem Zweig der Aſtronomie die
Uebereinſtimmung der Rechnungsreſultate mit den Vor=
gängen
am Himmel den höchſten Triumph.
Diesmal handelt es ſich neben der partiellen Mond=
finſternis
um die ſeltene Erſcheinung einer ringförmigen
Sonnenfinſternis und es ſoll, ſo unterſchiedlich dieſe Vor=
kommniſſe
immerhin ſind, unter anderem auch gezeigt
werden, daß doch ein Zuſammenhang zwiſchen ihnen be=
(Sc4.
Ei: 22. Oktober 2137 v. Chr., als Kaiſer Tſchung=kangh
Ir das chineſiſche Reich regierte, hatte dieſes Land eben=

falls eine ringförmige Sonnenfinſternis. Schon zu jener
Zeit war den Chineſen die Zeitperiode bekannt, nach der
die Sonnen= und Mondfinſterniſſe regelmäßig wiederkehren
und es hatten die Hofaſtronomen die ſtrenge Weiſung, die=
ſelben
rechtzeitig bekannt zu geben, damit das Volk gerüſtet
ſei, durch allerlei lärmende Kundgebungen die ſchwarzen
Ungetüme, welche die Gottheiten Sonne und Mond zu ver=
ſchlingen
drohten, zu verjagen. Im Weinrauſche aber hat=
ten
die Aſtronomen Hi und Ho es verabſäumt, den Eintritt
jener Finſternis zu verkünden und als ſie unerwartet,
alſo auch unvorbereitet eintrat, war die Beſtürz=
ung
und Aufregung ſo groß, daß man beide ihr
amtswidriges Verſäumnis mit dem Tode büßen ließ.
Freilich war den alten Chineſen, ſowie ſpäter den Ba=
byloniern
, Chaldäern, und Hindus das Weſen der Sonnen=
und Mondfinſternis noch fremd, aber ſie hatten doch durch
aufmerkſame Beobachtung oder Ueberlieferung die Erfah=
rung
gewonnen, daß die eine wie die andere ſich in Pe=
rioden
von 6585½ Tagen unter ähnlichen Umſtänden wieder=
holt
, Allerdings, ſo zuverläſſig wie die einſchlägigen Vor=
gänge
jetzt angegeben werden können, dazu fehlten ihnen
die Vorausſetzungen. Selbſt noch im 17. Jahrhundert er=
wartete
man in Rom eine totale Sonnenfinſternis, wäh=
rend
ſich nur eine teilweiſe Bedeckung der Sonne einſtellte.
Auch zu Anfang des folgenden Jahrhunderts unterliefen
in der Zeitberechnung manchmal noch Fehler bis zu 45
Minuten.
Die nächſte, bei uns ſichtbare Mondfinſternis iſt eine
partielle, beginnt am 1. April abends 10 Uhr 25,8 Minuten
und endigt am 2. April nachts um 12 Uhr 2,8 Minuten,
dauert demnach 1 Stunde 37 Minuten. Man ſieht
hier alſo Zeitangaben bis zu Zehntelminnten
Nach der Hälfte der Dauer, d. h. 48,5 Minuten nach Beginn
demnach um 11 Uhr 14,3 Minuten, tritt die weiteſigehende
Verfinſterung und zwar im ſüdweſtlichen Teil der Mond=
ſcheibe
ein, es ſind dann aber nur 0,376 ihres Halbmeſſers
bedeckt.
Bekanntlich tritt eine Mondfinſternis ein, wenn der
Mond durch den Schatten (Kernſchatten) geht, welcher auf
der der Sonne abgekehrten Seite der Erde vorhunden iſt.
Bei dieſem Vorgang ſteht der Mond in der Verlängerung
der Linie Sonne-Erde, der Sonne gerade gegenüber, es
iſt alſo Vollmondszeit. Der in Rede ſtehende Erdſchatten
hat die Form eines Kegels, deſſen Baſis durch den Erdum=
fang
gebildet wird und deſſen Achſe die Verbin=
dungslinie
ſeines Endes, ſeiner Spitze mit vem Mittel=
punkt
der Erde im Mittel 1383 130 Kilometer lang iſt.
Da die Entfernung des Mondes von der Erde nur 365310

bis 405 530 Kilometer ausmacht, ſo iſt damit die Möglich=
eit
ſeines Durchgangs durch den Erdſchatten gegeben.
Dies würde auch jedesmal während eines Umlaufs des
Mondes um die Erde, d. i. in durchſchnittlich 29½ Tagen,
geſchehen, wenn die Ebene der Mondbahn mit der Ebene
der Bahn der Erde um die Sonne zuſammenfiele. Dies
iſt aber nicht der Fall, ſie haben vielmehr eine Neigung
von etwa 5 zueinander. Der Mond tritt alſo während
eines Umlaufs einmal über und einmal unter die Erd=
bahnebene
oder die Hälfte der Mondbahn liegt über
(nördlich), die andere Hälfte unter (ſüdlich) jener Ebene=
Von der einen Durchgangsſtelle zur anderen braucht er
nicht ganz 14 Tage. Die Erörterung, warum der Mond=
hierzu
nicht ganz die Hälfte des vorerwähnten Zeitraumes
von 29½ Tagen braucht, würde hier zu weit führen. Da=
durch
aber, vaß derſelbe über und unter der Erdbahn=Ebene
hergeht, kann er zur Vollmondszeit ſich auch über oder un=
ter
dem Erdſchatten befinden, was ja die Regel iſt. Jeden=
falls
müſſen die Stellen ſeines Durchgangs durch dieſe
Ebene ſich nahe genug beim Erdſchatten befinden, wenn
eine Mondfinſternis ſtatthaben ſoll. Diesmal paſſiert der
Mond nur den nördlichen Schattenteil, um erſt kurze Zeit
darauf die Stelle zu erreichen, wo er unter die Erdbahn=
Ebene tritt. Der kreisförmige Querſchnitt des Erdſchat=
tens
hat in der Mond=Entfernung einen etwa 2½ Mal
größeren Durchmeſſer als die Mondſcheibe, iſt alſo weniger
gekrümmt als die letztere, ſo daß die teilweiſe Verfinſte=
rung
des Mondes die Form eines biconvexen Ausſchnittes
haben wird, deſſen innere Wölbung ſich flacher darſtellt
als die äußere.
Erdſchatten und Mond (die ſcheinbare weſtliche Bewe=
gung
derſelben in Folge der täglichen Erdrotation hier
außer Acht gelaſſen) wandern auf dem Himmelsgrund in
geſchloſſener Kreisbahn zu 3600 von Weſten nach Oſten;
der Erdſchatten braucht hierzu 1 Jahr, der Mond nur etwa
27 Tage 8 Stunden. Mit ungefähr 13mal ſchnellerer Be=
wegung
holt alſo der Mond den Erdſchatten von Weſten
nach Oſten ein, ſo daß die Verfinſterung auf ſeiner öſt=
lichen
Sonne beginnt und weſtſeitig endigt. Da dieſelbe in
einer unmittelbaren Verdunkelung eines Teils der Mond=
ſcheibe
beſteht, wird das Ereignis auf allen Gebieten der
Erde, für welche der Mond über dem Horizont ſteht,
gleichzeitig und auch faſt gleichartig beobachtet. ungefähr
ſo wie der ſchwarze Anſtrich einer entfernten hellen Kugel,
einerlei wo man ſich befindet, wenn man überhaupt nur
die Kugel ſehen kann, wobei die Zeitangaben der Uhren an
den verſchiedenen Beobachtungsorten natürlich nicht in
Uebexeinſtimmung zu ſein brauchen. Wir werden erfahren,

[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 3.

Tag des Dienſtantritts ſeines Nachfolgers, von dieſem
Almte enthoben.
Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben den Privatdozenten Dr. Leo Roſen=
lb
erg in Göttingen zum außerordentlichen Profeſſor
lsei der juriſtiſchen Fakultät der Landesuniverſität mit
Wirkung vom 1. April 1912 an ernannt ferner den
(Zehrer an der Präparandenanſtalt zu Lich; Dr. Georg
Kilian zum Lehrer an dem Lehrerſeminar zu Bens=
h
eim, den Lehrer an der Präparandenanſtalt zu Lich
Albert Schmidt zum Lehrer am Lehrerſeminar zu
Bensheim, den Lehrer am Lehrerſeminar zu Alzey Karl
Maurer zum Lehrer am Seminar für Volksſchul=
leehrerinnen
zu Darmſtadt, den Lehrer an der Präpa=
gandenanſtalt
zu Wöllſtein Karl Bentz zum Lehrer
am Lehrerſeminar zu Alzey, den Reallehrer am Real=
ymnaſium
und der Realſchule zu Gießen Johann
Hoffmann zum Lehrer am Lehrerſeminar zu Alzey,
äämtlich mit Wirkung vom 16. April d. Js. an; die
Oberlehrer an dem Ludwig=Georgs=Gymnaſium zu
Darmſtadt Profeſſor Dr. Ferdinand Wamſer, Pro=
neſſor
Friedrich Axt, Dr. Theodor Ranft zu Ober=
nehrern
an der Liebigs=Oberrealſchule zu Darmſtadt,
Profeſſor Ernſt Kleinen, Profeſſor Adolf Kemmer,
Auguſt Hohenſtein, Dr. Eugen Köſer zu Ober=
hehrern
an dem Realgymnaſium zu Darmſtadt, Otfried
Prätorius zum Oberlehrer an der Viktoriaſchule
und dem Lehrerinnenſeminar zu Darmſtadt; die Ober=
lehrer
an dem Oſtergymnaſium zu Mainz Profeſſor
Dr. Karl Schmidt, Profeſſor Karl Schmitt zu
Oberlehrern an dem Realgymnaſium zu Mainz, Pro=
eſſor
Dr. Hans Reis zum Oberlehrer an der höheren
Mädchenſchule und dem Lehrerinnenſeminar zu Mainz,
Profeſſor Dr. Jakob Curſchmann, Profeſſor D. Dr.
Theodor Friedrich zu Oberlehrern an der Ober=
gealſchule
zu Mainz, Profeſſor Heinrich Peth zum
Oberlehrer an der Realſchule und dem Progymnaſium
zu Alzey, Otto Hotz zum Oberlehrer an dem Gymnaſium
zu Offenbach, Dr. Joſef Köhm zum Oberlehrer an der
Oberrealſchule zu Mainz, den Oberlehrer an der höheren
Bürgerſchule zu Reichelsheim i. O. Karl Heyl zum
Oberlehrer an der Oberrealſchule zu Worms, den Ober=
Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Langen Wilhelm
Wüſtenhöf erzum Oberlehrer an dem Realgymnaſium
und der Oberrealſchule zu Gießen, den Oberlehrer an
dem Realgymnaſium zu Mainz Otto Diemer zum
Oberlehrer an der Oberrealſchule zu Alsfeld, den Ober=
lehrer
an der Oberrealſchule zu Worms Profeſſor
Heinrich Habermehl zum Oberlehrer an dem Gym=
maſium
zu Worms, den Oberlehrer an der Auguſtinerſchule
AGymnaſium und Realſchule) zu Friedberg Dr. Karl
Weimer zum Oberlehrer an dem Realgymnaſium und
ider Oberrealſchule zu Gießen, den Oberlehrer an dem
WGymnaſium Fridericianum zu Laubach Profeſſor Dr.
Adam Keller zum Oberlehrer an der Oberrealſchule
aam Friedrichsplatz zu Offenbach, den Oberlehrer an
ider Oberrealſchule zu Alsfeld Johannes Lahr zum
Oberlehrer an der Realſchule und dem Progymnaſium
zzu Alzey, den Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule
zu Nidda Rektor Wilhelm Kolb zum Oberlehrer an
ider höheren Bürgerſchule zu Langen, den Oberlehrer
kan der höheren Bürgerſchule zu Grünberg Dr. Peter
Ehrhard zum Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule
izu Bingen, den Zeichenlehrer an der Oberrealſchule zu
Worms Max Hecker zum Zeichenlehrer an der Ober=
realſchule
zu Heppenheim, den Zeichenlehrer an der
Oberrealſchule zu Heppenheim Philipp Dörr zum Zeichen=
lehrer
an der Oberrealſchule zu Worms, ſämtlich mit
Wirkung vom 1. April 1912 an; den Oberlehrer an der
Oberrealſchule zu Alsfeld Philipp Rupp zum Ober=
lehrer
an der höheren Mädchenſchule und dem
Lehrerinnenſeminar zu Mainz und den Oberlehrer an der
höheren Bürgerſchule zu Lauterbach Otto Diehl zum
Oberlehrer an der Oberrealſchule zu Alsfeld, den Real=
lehrer
an der Realſchule zu Michelſtadt Peter Kaffen=
berger
zum Reallehrer an der Realſchule und dem
Progymnaſium zu Alzey unter Belaſſung in der Kate=
gorie
der Volksſchullehrer, letzteren mit Wirkung vom
16. April 1912 an.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben den
nachſtehend genannten Oberlehrern den Charakter als
Profeſſor erteilt: Dr. Karl Bernius an der Real=
und Landwirtſchaftsſchule zu Groß=Umſtadt, Ernſt
Franz an der Realſchule zu Michelſtadt, Friedrich

Franz an dem Gymnaſium Fridericianum zu Laubach,
Karl Goertz an der Oberrealſchule zu Mainz, Rektor
Ludwig Hertſch an der höheren Bürgerſchule zu
Schotten, Dr. Joſef Köhm am Neuen Gymnaſium zu
Mainz. Wilhelm Müller an der Realſchule und dem
Progymnaſium zu Bingen, Rektor Guſtav Nennſtiel
an der höheren Bürgerſchule zu Vilbel, Ludwig Ploch
an dem Seminar für Volksſchullehrerinnen zu Darmſtadt,
Robert Reinig an der Oberrealſchule am Friedrichs=
platz
zu Offenbach, Jakob Rohr an der Oberrealſchule
zu Mainz, Joſef Roos an dem Seminar für Volks=
ſchullehrerinnen
zu Darmſtadt, Guſtav Spiegel an
der Realſchule zu Oppenheim, Wilhelm Vollhardt
an der Oberrealſchule zu Worms, Karl Weißer an
der Oberrealſchule zu Mainz.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben
den Oberlehrer an dem Gymnaſium zu Bensheim Dr.
Karl Hahn auf ſein Nachſuchen ſeines Dienſtes mit
Wirkung vom 1. April 1912 an entlaſſen; in den
Ruheſtand verſetzt wurde der Reallehrer an der
Realſchule und dem Progymnaſium zu Alzey Friedrich
Heuſel auf ſein Nachſuchen, unter Anerennung ſeiner
langjährigen treuen Dienſte, vom 16. April 1912 an.
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Georg Walldorf aus Partenheim, Kreis Oppenheim,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Bauſchheim,
Kreis Groß=Gerau, mit Wirkung vom 15. April d. Js.
an; dem Lehrer Friedrich Schaab in Södel, Kreis
Friedberg, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
König, Kreis Erbach; dem Lehrer Georg Bingel zu
König, Kreis Erbach, eine Lehrerſtelle an der Ge=
meindeſchule
zu Södel, Kreis Friedberg; dem Schul=
amtsaſpiranten
Heinrich Blaß aus Jugenheim, Kreis
Bingen, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Großen=Linden, Kreis Gießen.
Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſen=
bahngemeinſchaft
. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben den Oberbahnaſſiſtenten Franz
Schreher zu Worms wegen geſchwächter Geſundheit
unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte,
der Eiſenbahnunteraſſiſtent Friedrich Metzger zu Mainz,
den Bahnmeiſter Philipp Adam zu Gundersheim, den
Wagenwärter Karl Delp zu Darmſtadt, ſämtlich auf
Nachſuchen vom 1. April ds. Js. an in den Ruheſtand
verſetzt.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben
aus Anlaß ihrer am 1. April ds. Js. erfolgenden Ver=
ſetzung
in den Ruheſtand verliehen dem Bahn=
meiſter
Philipp Adam zu Gundersheim das Silberne
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen,
dem Eiſenbahnunteraſſiſtenten Friedrich Metzger zu
Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift
Für treue Dienſte, den Bahnwärtern Chriſtian
Kirſch zu Mainz=Mombach und Philipp Schnell
bach er zu Höchſt i. O. das Allgemeine Ehrenzeichen mit
der Inſchrift Für treue Dienſte, dem Maſchinenputzer
Michael Schaab zu Biſchofsheim das Allgemeine
Ehrenzeichen mit der Inſchrift Für treue Arbeit.
* Aus dem Miniſterium des Innern. Mit den
Perſonalveränderungen im Miniſterium des Innern
tritt auch eine Verſchiebung in den Dezernaten der
Miniſterialräte ein. Geheimerat Beſt übernimmt an
Stelle des zum Präſidenten des Verwaltungsgerichts=
hofs
ernannten Geheimerat Dr. Weber den Vorſitz der
Miniſterialabteilung für öffentliche Geſundheitspflege und
behält aus ſeinem bisherigen Referat das Dezernat über
Gemeindeverwaltung und die damit zuſammenhängenden
Angelegenheiten. Miniſterialrat Dr. Weber übernimmt
die ſonſtigen Teile aus den Referaten der Geheimeräte
Dr. Weber und Beſt, insbeſondere das Dezernat über
Hochſchulangelegenheiten. Die frei gewordene Stelle
eines juriſtiſchen vortragenden Rats im Miniſterium
des Innern ſoll zunächſt mit einem Hilfsarbeiter beſetzt
werden. (Darmſt. Ztg.)
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 9 enthält:
1. Verordnung, die Vollzugsverordnung zur Gewerbe=
ordnung
betreffend. 2. Ausführungsverordnung zur
Gewerbeordnung.
* Uebertritt in den preußiſchen Staatsdienſt. Herr
Lehramtsreferendar Dr. phil. Odo Becker aus Darm=
ſtadt
, zuletzt hier an der Viktoriaſchule und dem Lehrerin=
nenſeminar
tätig, tritt vom 1. April ab in den preußi=
ſchen
Staatsdienſt, nachdem er Ende Dezember vorigen
Jahres unter 32 Bewerbern von dem Magiſtrat der

Stadt Sorau (Niederlauſitz, Provinz Brandenburg) zum
Oberlehrer des dortigen Lyzeums (höhere Mädchenſchule)
gewählt worden war und dieſer Tage die Beſtätigung
der preußiſchen Regierung erhalten hatte.
Strafkammer. Die Verhandlung gegen den wegen
Kreditbetruges angeklagten Kaufmann St. von hier nahm
geſtern vormittag mit der Verleſung der protokollierten
Zeugenausſagen der geſchädigten Lieferanten ſeinen Fort=
gang
. Hierbei wurde feſtgkſtellt, daß St. nach Leiſtung
eines Offenbarungseides wegen 12 Mark noch bedeutende
Lieferungen beſtellte. Wenn Geſchäfte auf vorherige Be=
zahlung
drangen oder nur mit Nachnahme liefern wollten,
ſtellte er ſich in den Erwiderungen äußerſt entrüſtet, ſodaß
ſich dadurch viele Geſchäftsleute doch zur Lieferung be=
wegen
ließen. Der Angeklagte wird wegen Betrugs zu
8 Monaten Gefängnis und wegen Konkursver=
gehens
zu 50 Mark Geldſtrafe verurteilt. Das Gericht
nahm an, daß wenigſtens nach Leiſtung des Offenbarungs=
eides
die Abſicht des Betruges vorliege, denn es mußte
dem Angeklagten klar geweſen ſein, daß er niemals die
Waren bezahlen konnte.
s. Fall Beridt=Schapiro gegen Hirſch. Die gegen
Redakteur Hirſch in Mainz erhobene Anklage wegen
Preßbeleidigung, welche durch das Reichsgericht durch
Aufhebung des auf 6 Monate Gefängnis lautenden
Mainzer Strafkammerurteils hierher verwieſen worden
kſt, wird vorausſichtlich im Juni vor der Strafkammer
zur Verhandlung gelangen. Es war bereits auf den
8. Mai Verhandlungstermin anberaumt, doch mußte
wegen Verhinderung der Anwälte beider Nebenkläger
eine Terminsverlegung Platz greifen und iſt jetzt der
18. Juni d. J. für Beginn der mehrere Tage dauern=
den
Verhandlung beſtimmt.
s. Grundbuchweſen. Die Stadt Darmſtadt gehört
bekanntlich zur Zahl derjenigen heſſiſchen Amts=
gerichtsbezirke
, in denen das neue Grundbuch noch nicht
beſteht, während ſolches für den Landbezirk Darmſtadt
bereits ſeit Jahren in Gebrauch iſt. Bevor man hier
an die Anlegung herantreten konnte, mußte die inner=
halb
der letzten Jahre durchgeführte neue Parzellenver=
meſſung
beendigt ſein. Seit Ende vorigen Jahres war
die Gerichksſchreiberei des Amtsgerichts Darmſtadt I
mit den erforderlichen Vorarbeiten beſchäftigt und
dieſe ſind nun ſoweit gediehen, daß am 1. April d. J.
die richterliche Tätigkeit zur eigentlichen Grundbuchs=
anlegung
beginnen wird. Die zu bewältigende,
längere Jahre in Anſprch nehmende Arbeit iſt
eine ebenſo umfangreiche und nicht einfache, als auch
verantwortliche, und ſie bedarf außer dem Hilfsperſonal
noch zweier gichterlicher Beamten. Mit Wahrnehmung
der einen dieſer Stellen wurde Gerichtsaſſeſſor Dr. Eiſe
(zuletzt Amtsanwalt hier) beauftragt, die andere Stelle
harrt noch der Beſetzung. Das neue Grundbuchamt er=
hält
, weil in beiden Juſtizgebäuden kein Platz mehr ver=
fügbar
iſt, ſeine Dienſträume in dem vor einigen Jahren
durch den Staat angekauften früheren Kochſchen Hauſe,
Ecke Mathildenplatz und Bismarckſtraße. Es wird mit
Flur 1 der Altſtadt beginnen.
C) Städtiſcher Voranſchlag für 1912. Von den
ſtädtiſchen Betrieben iſt das Gaswerk der umfang=
reichſte
. Sein Etat ſchließt in Einnahme und Ausgabe
mit 2048 654 Mk. ab. Für die Geſamtgasabgabe von
8 358000 cbm ſollen 1 190 428 Mk. erlöſt werden,
darunter 19917 Mk. für 140000 cbm Gasabgabe in
Arheilgen. Die erwähnte Gasmenge wird erzeugt
aus 23 400 Tonnen Steinkohlen, welche 7137000 cbm
Gas ergeben, wozu noch 1506000 cbm ölkarburiertes
Waſſergas kommen, zu deſſen Herſtellung 980 Tonnen
Koks und 375 Tonnen Oel nötig ſind. Wegen des Aus=
falls
des Gasverbrauchs der Staatsbahn, die mindeſtens
280000 cbm Gas verbrauchte, iſt die Einnahme aus
Gas entſprechend niedriger angeſetzt als im Vorjahr.
Dafür wird die Staatsbahn Abnehmerin von elektriſchem
Strom aus dem neuen ſtädtiſchen Elektrizitätswerk. Für
Koks ſollen 235000 Mk. erzielt werden, für Teer und
Teerpech iſt die Einnahme zu 41 427 Mk., für Ammoniak=
waſſer
und Cyanſchlamm zu 24 160 Mk. veranſchlagt.
Bei der Ausgabe ſind an Kapitalzinſen 80 481 Mk., für
Schuldentilgung 30546 Mk aufzubringen. Der Preis
des Steinkohlenbedarfs von 23 400 Tonnen (die Tonne
zu 20 Zentnern) iſt zu 20 Mk. die Tonne, alſo 1 Mk.
der Zentner, angenommen. Der reine Betriebsüberſchuß

daß dies bei den Sonnenfinſterniſſen anders iſt. Wenn
alſo geſagt wird, daß die nächſte Mondfinſternis im weſt=
lichen
Auſtralien, in Aſien, im indiſchen Ozean, in
Europa, Afrika, im atlantiſchen Ozean, und in
Südamerika zu beobachten iſt, ſo ſchließt dies auch ein,
daß dieſes Ereignis in den genannten Gebieten zu der=
ſelben
Zeit wahrgenommen wird wie in Darmſtadt, nur
wird der Mond, je weiter öſtlich um ſo höher, je weiter
weſtlich um ſo niedriger ſtehen als bei uns und dort die
Uhr eine ſpätere, hier eine frühere Zeit angeben, ſo weit
nicht mitteleuropäiſche Zeit in betracht kommt. Am
1. April geht der Mond ungefähr 7 Uhr abends auf und
6 Uhr morgens unter, befindet ſich alſo in der Mitte dieſes
Zeitraumes, um 12 Uhr 30 Minuten in der Meridian=
Gegend von Darmſtadt; ſeine Verfinſterung findet hier
demnach vor Eintritt ſeines Höchſtſtandes über dem Ho=
rizont
ſtatt. Wenn dieſelbe beginnt, ſind ſeit Mondaufgang
3 Stunden 26 Minuten verfloſſen. Diejenigen Gebiete,
welche den Mond nun nach deren Uhr 6 Uhr morgens
untergehen ſehen, bilden die öſtliche Grenze der Sicht=
barkeit
. 5 Stunden 3 Minuten nach Mondaufgang hat die
Finſternis ihr Ende erreicht und es bilden die Gebiete,
welche den Mond dann aufgehen ſehen nach deren Uhr
7 Uhr abends die weſtliche Grenze der Sichtbarkeit.
Zwiſchen 10 Uhr 26 Minuten abends (Beginn der Mond=
finſternis
bei uns) und 6 Uhr morgens liegen aber
Stunden 34 Minuten, dem entſprechen, weil zu der Zeit=
differenz
von 1 Stunde nahezu 15 Breitegrade ge=
hören
, 113½ öſtlich von Darmſtadt. Ferner zwiſchen
7 Uhr abends und 12 Uhr 3 Minuten nachts (Ende der
Mondfinſternis bei uns) liegen 5 Stunden 3 Minuten, das
ergibt 75¾ weſtlich von Darmſtadt. Dieſer Berechnung
entſpricht nun recht gut die Finſterniszone ab weſtlicher
Teil Auſtraliens (im Oſten) bis Südamerika (im Weſten).
Von der ringförmigen Sonnenfinſternis am 17. April
hören wir, daß ſie in Darmſtadt um 11 Uhr 59 Minuten
vormittags beginnt und um 2 Uhr 41 Minuten nachmit=
tags
endet. Hier iſt alſo ausdrücklich von Darmſtadt die
Rede, an anderen Orten, ſoweit ſie in der Richtung des
Mondlaufes liegen, wird ſie ſich früher oder ſpäter ereig=
nen
. Dies iſt zunächſt ein weſentlicher Unterſchied gegen=
über
einer Mondfinſternis, welche ja überall gleichzeitig
geſehen wird. In Berlin findet die Sonnenfinſternis erſt
in der Zeit von 12 Uhr 8,3 Minuten bis 2 Uhr 46,9 Minu=
ten
ſtatt. Wenn wir 9 Uhr 54 Minuten haben, beginnt ſie
ſchon in der öſtlichen Hälfte Nordamerikas, wird dann im
nordöſtlichen Teil von Südamerika, im atlantiſchen Ozean,
nordweſtlichen Teil Afrikas, in Europa und ſchließlich in

der weſtlichen Hälfte Aſiens ſichtbar, wo ſie um 3 Uhr 15
Minuten nachmittags endet. Woher nun dieſe Zeitunter=
ſchiede
? Eine Sonnenfinſternis entſteht dadurch, daß der
Mond in ſeiner Weſt=Oſt=Bewegung (um die Erde zwiſchen
Erde und Sonne tritt, letztere alſo im Blick von der Erde nach
der Sonne verdeckt. In dieſer Stellung kehrt der Mond uns
die unbeleuchtete, dunkle Seite zu, es iſt Neumondszeit.
Nun hat der Mond von der Erde im Mittel einen Abſtand
von 384420 Kilometer, die Sonne aber iſt, im Mittel
149000000 Kilometer von uns entfernt, es geht alſo ein
verhältnismäßig naher und kleiner Körper vor einem etwa
387mal weiter entfernten, großen Körper vorüber. Den=
ken
wir uns nun dieſes Verhältnis auf zwei irdiſche
Gegenſtände übertragen, ſo werden Beobachter an ver=
ſchiedenen
Orten im allgemeinen den kleinen Körper nicht
gleichzeitig an dem größeren vorüberziehen ſehen oder des
letzteren Deckung wahrnehmen. Befindet man ſich auf
der Seite, von welcher der ſich bewegende Körper herkommt,
ſo wird hier die Deckung früher erfolgen als auf der ande=
ren
Seite. Und denkt man ſich die beiden Körper ſchräg
gegen uns gerichtet, wie es bei Sonne und Mond der Fall
iſt, wird der vordere Körper, wenn man ſich ihm nähert
höher, wenn man ſich von ihm entfernt, niedriger vorüber
zu ziehen ſcheinen. In dem einen und anderen Falle wird
der hintere Körper vielleicht nur teilweiſe oder nicht mehr
bedeckt, während er in einer Zwiſchenſtellung des Beob=
achters
ganz bedeckt erſcheint. So werden die Sonnen=
finſterniſſe
je nach Lage des Beobachtungsortes auch ver=
ſchiedenartig
wahrgenommen und das iſt der zweite
weſentliche Unterſchied gegenüber den Mondfinſterniſſen.
Wenn aber der Mond vor die Sonne tritt, wirft er
in der Richtung zur Erde einen Schatten, da dies die
von der leuchtenden Sonne abgekehrte Seite des Mondes
iſt. Dieſer Schatten (Kernſchatten) iſt im Minmum 370 320
Kilometer lang, während die größte Entfernung des
Mondes von der Erde 405 530 Kilometer beträgt. Es kann
ſich alſo treffen, daß die Spitze des Mondſchattens die
Erde nicht erreicht und es iſt dies die Vorausſetzung einer
ringförmigen Sonnenfinſternis. Da wo die Verlängerung
der Achſe dieſes Schattenkegels (Verbindungslinie
ſeiner Spitze mit dem Mondmittelpunkt) die Erde
trifft, ſieht man den dunklen Mond konzentriſch vor der
Sonnenſcheibe, alſo ſo, daß der ihn umgebende leuchtende
Ring überall dieſelbe Breite hat. Von dieſem Beobach=
tungsort
entfernt. verſchiebt ſich die dunkle Mondſcheibe
etwas nach der einen oder anderen Richtung, bis ſie bei
noch weiterer Entfernung ſich nicht mehr ganz auf der

Sonne projiziert, deren Verfinſterung oder richtiger Be=
deckung
alſo partiell wird, bis ſie ſchließlich überhaupt
nicht mehr ſtattfindet. Die ringförmige, ebenſo eine to=
tale
Sonnenfinſternis, wird nur auf einem verhältnis=
mäßig
ſchmalen Streifen unſerer Erde geſehen, der z. B.
in Deutſchland in keinem Falle 400 Kilometer Breite er=
reicht
; die Zonen zu beiden Seiten, wo die Sonne nur
partiell bedeckt erſcheint, ſind weſentlich breiter. Natür=
lich
geht auch der ringförmigen Sonnenfinſternis eine
partielle voraus und nach und zwar in der Hauptrichtung
von Weſten gegen Oſten, in der ſich der Mond um die
Erde dreht, ſodaß die Verdunkelung der Sonne auf ihrer
rechten Seite beginnt und entgegengeſetzt aufhört. Die
größte Verfinſterung währt in unſerem vorliegenden
Falle nur wenige Minuten um die Zeit 1 Uhr 20 Min.
herum. Zu dieſem Zeitpunkt ſteht der Mittelpunkt des
Mondes ein wenig über dem Mittelpunkt der Sonne, da
er kurze Zeit vorher die Ebene der Erdbahn von unten
nach oben oder von Süden nach Norden paſſiert hat, ſo=
daß
die Verfinſterung nicht rein konzentriſch (zentral) iſt,
der Mond vielmehr dem oberen Rande der Sonne näher
ſteht als dem unteren; es werden hierbei von 100 Teilen
ihres Durchmeſſers 95 Teile bedeckt.
Wir würden eine totale Sonnenfinſternis haben, wenn
der Kernſchatten des Mondes bei uns wenigſtens bis
zur Oberfläche der Erde reichte. Da dieſer bis zu 383 120
Kilometer lang ſein kann und die Entfernung des Mon=
des
von der Erde im Minimum 363 310 Kilometer be=
trägt
, alſo mitunter kleiner iſt als die Schattenlänge, ſo
iſt damit die Möglicheit der totalen Sonnenfinſternis ge=
geben
. Eine ſolche tritt in unſerer Gegend aber erſt wie=
der
am 7. Oktober 2135 ein. Der Mond iſt ja allerdings
bedeutend kleiner wie die Sonne, er vermag aber unter
den vorſtehend angegebenen Verhältniſſen doch die Son=
nenſcheibe
ganz zu decken, weil er dann wegen ſeiner Nähe
den gleichen oder einen noch etwas größeren Sehwinkel
haben kann als das Tagesgeſtirn.
Unſere dermalige Sonnenfinſternis ſolgt der Mond=
finſternis
vom 1. April ſehr bald; zwiſchen ihren größten
Phaſen liegen nur 15 Tage 14 Stunden 6 Minuten. Was
liegt dem zu Grunde? Man erinnere ſich, daß Mondfin=
ſternis
nur zur Vollmondszeit, Sonnenfinſternis nur zur
Neumondszeit ſtattfinden kann. Nun iſt am 1. Avril
abends 11 Uhr 4.6 Minuten genau Vollmond und zugleich
Mondfinſternis, der Mond alſo nahe der Erdbahn=Ebene,
um ſie in abſteigender Richtung demnächſt zu erreichen. Bis

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Mürz 1912.

iſt zu 438000 Mk. veranſchlagt, welcher Betrag an die
Stadtkaſſe abgeliefert werden ſoll.
* Jubiläum. Fräulein Minna Geiß begeht am 4
April den Tag ihrer 25jährigen Tätigkeit bei der Firma
E. L. Pietor.
* Fortfall der Knips= und Schülerkarten bei der
Straßenbahn. Infolge der Zuſammenlegung der
Städtiſchen Straßenbahn mit der Dampfſtraßenbahn
tritt vom 1. Mai ab eine neue Tarifordnung in Kraft.
Die Knips= und Schülerkarten verlieren
daher mit Ende des Monats April ihre
Gültigkeit. (Siehe Anzeige.)
* Bismarck=Ausſtellung in dem ſtädtiſchen Muſeutm.
Auf die Aufforderung in den hieſigen Zeitungen liefen
noch ſo zahlreiche Gegenſtände, Bilder, Briefe, Büſten,
Medaillen u. a. m. bis herab zu Viſitenkarten (wovon
eine beſonders beachtenswert iſt) ein, daß zwei Räume
dazu nötig wären, alles aufzunehmen. Die kleine Aus=
ſtellung
berückſichtigt nur Sachen, die die Beziehungen
Bismarcks zu Darmſtadt veranſchaulichen. Eröffnet wird
ſie am 1. April, nachmittags 2 Uhr, und wird an dieſem
Tage das Muſeum ausnahmsweiſe bis 4 Uhr offen ſein.
Sonſt iſt ſie nur an den allgemeinen Oeffnungszeiten zu=
gänglich
: Sonn= und Feiertags (mit Ausnahme des
Karfreitags), ſowie Mittwochs und Freitags von 111
und 35 Uhr unentgeltlich; Dientags, Donnerstags und
Samstags von 101 Uhr gegen Entgelt von 30 Pfg.
Die Ausſtellung wird vorausſichtlich nur 14 Tage
dauern. Ein Abdruck von ausgeſtellten Briefen und Er=
läuterung
einiger Ausſtellungsgegenſtände kann in der
Ausſtellung zu 5 Pfg. erworben werden.
* Die Darmſtädter Jugendſchriften=Ausſtellung im Rat=
haus
, die in ihren Buch= und Kunſtauslagen diesmal be=
ſonders
die Konfirmationszeit berückſichtigt hat, iſt noch
einmal am Samstag, den 30. März, und Sonntag, den 31.
März, geöffnet. Es ſei heute beſonders hingewieſen auf
eine Anzahl neu eingegangener Werke, die ſich vorzüglich
zu Geſchenkzwecken eignen; wir nennen u. a. die Bände der
Töchterbibliothek: Aus klaren Quellen, Bücher des Le=
bens
und der Freude (2,50 Mk.), ſowie die trefflichen Bände
aus dem Baſeler Verlag Reinhardt: Von edlen Frauen,
Männer aus eigner Kraft Unſere Vorbilder (1,60 Mk.).
Aus dem Stuttgarter Verlag für Volkskunſt (R. Kentel)
ſtammen die in den Fenſterniſchen des Ausſtellungslokals
lausgelegten Bildwerke erſter Meiſter in hervorragender
Druck= und Farbentechnik und in Preislagen bis herab zu
50 Pfg. und 20 Pfg. Schluß der Oſter=Ausſtellung Sonn=
tag
abend um 7 Uhr. Eintritt wie bisher frei.
* Mädchen=Mittelſchule I, Viktoriaſtraße. Samstag,
den 30. März und an den zwei folgenden Tagen ſind im
Zeichenſaale der Mädchen=Mittelſchule I (Viktoriaſtraße) die
Zeichnungen des vergangenen Schuljahres ausgeſtellt.
Beſuchszeit 106 Uhr.
* Ausſtellung in der hauswirtſchaftlichen Fort=
bildungsſchule
. Wie alljährlich, ſo findet auch dieſes
Jahr zum Schluß des Schuljahres eine Ausſtellung von
Schülerinnenarbeiten ſtatt, und zwar am Sonntag
und Montag von 35 Uhr nachmittags in den
Unterrichtsräumen der Abteilung III, Hermann=
ſtraße
21. Im. Ausſtellungsraume werden Anmel=
dungen
für das neue Schuljahr, das am 22. April
beginnt, und zwar für alle drei Abteilungen der Schule,
entgegengenommen. (Siebe Anzeige.)
m. Auf dem Rangierbahnhof Kranichſtein werden
umfangreiche Veränderungen vorgenommen. Zunächſt
ſind zwei neue Geleiſe gelegt worden, welche nur dem
Perſonenzugverkehr auf der Aſchaffenburger Strecke
dienen. Die Rangiergeleiſe ſind nach der entgegen=
geſetzten
Seite vermehrt worden und das Rangieren
geſchieht von einem Rangierhügel aus. Die Geleis=
anlagen
ziehen ſich bis weit in den Wald hin. Der Weg
Arheilger Viehtrift iſt vollſtändig durch einen neu auf=
geworfenen
Damm geſperrt, ſodaß ſich an dieſer Stelle
ein kleiner See gebildet hat. Das äußerſte Gele’ſe reicht
bis an die Sükz, die unmittelbar am Fuße des Diana=
hügels
flieſt. Um num hier den Rangierdienſt ungehin=
dert
ausführen zu können, iſt eine hohe Eiſenbrücke auf=
geführt
worden, auf der man das Bahntgrrain über=
queren
kann. Zu der Brücke führen langgeſtreckte in
Serpentinen angelegte Zufahrten, welche die Verbind=
ung
des durch den Bahnbau unterbrochenen Waldweges
Viehtrift wieder herſtellen. Wie man hört, ſollen die
Koſten der vorgenommenen Aenderungen die Summe
von einer halben Million überſteigen. Da eime Ver=
mehrung
des Bahnperſonals wegen geſteigerten Be=

triebes auf dem Rangierbahnhof ſtattgefunden hat, ſind
im letzten Jahre nach der Arheilger Seite zu mehrere
nette Beamtenhäuſer aufgeführt worden.
* Zuſammenkunft ehemaliger Neuner. Der Verein
ehemaliger Neuner Fürſt Wrede‟=Aſchaffenburg und
Umgebung feiert in der Zeit vom 20.22. Juli das Feſt
der Fahnenweihe. Gleichzeitig hat es der Verein über=
nommen
, an dieſem Tage eine Zuſammenkunft aaller ehe=
maliger
Neuner zu veranſtalten. Nachdem nun 9 Jahre
verfloſſen ſind, ſeitdem ſich die Neuner beim 100jährigen
Regimentsjubiläum in Würzburg getroffen haben und
damals allgemein der Wunſch ausgeſprochen wurde, es
möchten ſich die alten Kameraden wieder einmal, wenn
auch nur auf Stunden, zuſammenfinden, glaubt der Ver=
ein
im Sinne aller Regimentskameraden von nah und
fern gehandelt zu haben, wenn er ſie anläßlich ſeiner
Feſtlichkeiten zu einer gemütlichen Zuſammenkunft nach
dem gaſtfreien Aſchaffenburg, dem bayerkſchen Nizza,
einladet. Anfragen und Anmeldungen ſind zu richten
an den Vorſitzenden des Feſtkomitees, Herrn Eiſenbahn=
ſekretär
Chriſtian Eulefeld, Aſchaffenburg, Eliſen=
ſtraße
16.
* Konfirmanden=Abend. Am Sonntag, den 31. d. M.,
abends, findet im Saale des Chriſtlichen Vereins junger
Männer, Riegerplatz 3 nächſt der Martinskirche, eine Kon=
firmandenfeier
mit muſikaliſchen und deklamatoriſchen Dar=
bietungen
, Chorgeſang, Teepaufe und Anſprache ſtatt, zu
der jedermann, insbeſondere Konfirmanden und deren An=
gehörige
, herzlich willkommen iſt. Auch der genannte Ver=
ein
möchte an ſeinem Teil mit dazu beitragen, daß die der
Schule entwachſenen jungen Männer einen feſten Halt be=
kommen
gegen die mancherlei Gefahren, die das Leben mit
ſich bringt. Der Abend ſoll auch Fernſtehenden einen Ein=
blick
in das Vereinsleben gewähren.
* Predigten in der St. Ludwigskirche. Am Palm=
ſonntag
wird P. Schillings aus dem Orden der Oblaten
in der hieſigen St. Ludwigskirche einen Zyklus von Pre=
digten
eröffnen, der bis zum Karfreitag einſchließlich
dauern wird. Die Predigten finden jeweils abends um
8 Uhr ſtatt.
Der katholiſche Kirchengeſangverein St. Ludwig
wird unter Leitung ſeines Dirigenten, des Großh. Muſik=
direktors
M. Klaſſert am Palmſonntag während der
Palmonweihe und des darauffolgenden Hochamtes fol=
gende
ſehr wirkungsvolle vierſtimmige Chöre zur
Aufführung bringen: Hoſanna von Jomelli, In monte
Oliveti von Martini, Ecce quomodo moritur von
Handl; Popule meus und O bone Jeſu von Pa=
leſtrina
; Crux fidelis von Johann IV., König von Por=
tugal
; Inter veſtibulum von Perti und Impro=
perium
von Caſali.
m. Dke warmen Tage haben die Vegetation mächtig
gefördert. In den=Vorgärten blühen Pfirſich=, Apriko=
ſen
=, ja an ganz geſchützten Stellen auch ſchon Kirſch=
bäume
. Der vergangene heiße Sommer hat alſo dieſen
Fruchtbäumen in ihrem Knoſpenanſatz nicht geſchadet.
Dieſe Bäume ſind mit Blüten geradezu überſät. Am
mächtigſten treiben die Roßkaſtanien, deren Blätter an
manchen Orten ſchon über Fingerlänge erreiht haben.
Die Magnolien, Frühblüher, enthüllen eben ihre mäch=
tigen
, weißen und roſaangehauhten Blüten, ehe noch
ein Anſatz zu ihren Blättern wahrzunehmen iſt. Die
meiſten Vorgärten ſind ſchon in voller Frühlingsform,
der Winterſchutz iſt entfernt. Ueberall iſt ein Drängen
und Sprießen zu beobachten, das den Menſchen mahnt,
hinaus ins Freie zu eilen und Körper und Geiſt in der
friſchen, würzigen Luft zu baden.
* Orpheum. Als Volksvorſtellung bei kleinen Preiſen
geht am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, das erfolgreiche
Bauernſtück Um Liab und Leben in Szene. Sonntag
abend gelangt Ganghofers wirkungsvolle Bauernkomödie:
Der Geigenmacher von Mittenwald zur Aufführung
(Siehe Anz.)
* Im Reſtaurant Metrovole, Alexanderſtr. 5, findet
heute abend großes Abſchiedskonzert des beliebten Damen=
Orcheſters R. Nobitſchek ſtatt. (Näh. ſiehe Anz.)
§ Geiſtesgeſtört. Ein in der Wilhelmſtraße be=
dienſtetes
Mädchen wurde am Dannerstag mittog
zwiſchen 12 und 1 Uhr plätzlich geiſtesgeſtört. Es
wurde durch die Sanktätswoche mittelſt Krankenauto=
mobils
in das Städtiſche Krankenhaus gebracht.
§ Feſtgenommen. Ein 23 Jahre alter Schmied aus
Muſteinau iſt wegen Diebſtahl feſtgenommen
worden.

-h- Jugenheim, 27. März. Der größte Teil der Prinz
Battenbergiſchen Waldungen ging durch Kauf
an den Fiskus über. Die Steuerverhältniſſe
unſeres Kurorts haben ſich durch den Zuzug vermögender
Fremder derart gebeſſert, daß unſere Gemeinde für das
kommende Etatsjahr nur noch 93 Prozent erhebt. Das
ſchöne Jugenheim iſt damit wohl der niedrigſt beſteuerte
Ort an der ganzen Bergſtraße.
-h. Von der Bergſtraße, 28. März. Die Kirſch=
bäume
haben überall zu blühen begonnen. Nur noch
einige Tage und die ganze Gebirgswand ſteht in präch=
tigem
Blütenſchnee.
Erbach, 29. März. Am 29. April wird Herr Ober=
lehrer
Will ein halbes Jahrhundert reichgeſegneter
Arbeit im Schuldienſt hinter ſich haben. 90 Prozent ſei=
ner
Arbeit hat den heranwachſenden Geſchlechtern unſerer
Stadt gegolten, ſodaß der weitaus größte Teil unſerer
einhaimiſchen Bevölkerung bei ihm in die Schule gegan=
gen
iſt.
Mainz, 29. März. Abermals hat eine ganze
Wirtsfamilie das Weite geſucht und nicht
allein zahlreiche Lieferanten um ihre Forderungen be=
trogen
, ſondern auch den Hauswirt um ſeine Miete ge=
bracht
. Vor einigen Tagen noch haben die Wirtsleute
ihre Wirtseinrichtungen zu einem wahren Spottpreis ver=
ſchleudert
, ferner haben ſie die noch vorrätigen Getränke,
wie Champagner, Liköre, Bier uſw. geradezu verſchenkt.
Die Flaſche Chamagnper verkaufen ſie für eine Mark,
die Flaſche Berliner Weißbier zu 12 Pfg. uſw. Für dieſe
Sachen fanden ſie natürlich willige Abnehmer.
Bretzenheim, 29. März. In der Hechtsheimer Straße
wurde beim Legen einer Leitung in nicht erheblicher
Tiefe ein ungefähr anderthalb Meter breiter, 1 Meter
hoher und 3 Meter langer Gang bloßgelegt. in
dem u. a. auch Formen aus Chamottemaſſe, ſowie Blei=
kugeln
von 3 Zentimeter und größerem Durchmeſſer ge=
funden
wurden. Da ſich auch Drahtzänne dabei fanden,
iſt man der Anſicht, daß es ſich hierbei um einen ehemals
zu Belagerungszwecken dienenden Graben handelt, und
daß, da Chamotte eine Erfindung nicht ſehr alten Da=
tums
iſt, dieſer Gang vielleicht bei dem Franzoſenkrieg
zu Anfang des vorigen Jahrhunderts banutzt wurde.
Eich, 29. März. Der Sohn des Gutsbeſitzers von
Büngener, der aus Unvorſichtigkeit den Schuhmacher=
meiſter
Gg. Ziegler erſchoſſen hat, iſt infolge der Auf=
regung
derart erkrankt, daß er nach Alzey ins Kran=
kenhaus
gebracht werden mußte.
Gießen. 29. März. Bei der Erinnerungsfeier des
75jährigen Beſtehens des evangeliſchen Predigerſeminars
zu Friedberg am 27. März wurde von der theologiſchen
Fakultät Dr. Jakob Schoell, Profeſſor am Prediger=
ſeminar
, zum Doktor der Theologie ehrenhal=
ber
promoviert.
Friedberg, 29. März. Zur Feier des 75jährigen
Beſtehens unſeres Predigerſeminars wurde
um 10 Uhr morgens in der Stadtkirche Feſtgottesdienſt
abgehalten. Der Direktor der Anſtalt, D. Eger, hielt
die Feſtpredigt, das Wort der Schrift zugrunde legend
Chriſtus geſtern, heute und in alle Ewigkeit. Er ge=
dachte
der Profeſſoren, die früher am Seminar gewirk
und ermahnte die vielen anweſenden Geiſtlichen, die a
in Friedberg ſtudiert hatten. Treue der Anſtalt zu be=
wahren
. Nach ihm erariff Prälat D. Dr. Flöring das
Wort. Der evangeliſche Kirchengeſangverein trug Zzur
Erhebung der Feier weſentlich bei. Um 11 Uhr fand im
Fiſtſaal der Anſtalt eine gut arrangierte akade=
miſche
Feier ſtatt, der auch Vertreter der oberſten Kirchen=
behörde
, der ſtaatlichen u. ſtädtiſchen Behörden beiwohn=
ten
. An dieſe Feier ſchloß ſich die Entlaſſung der neun
zu Oſtern abaehenden Kandidaten, in deren Namen
Kandidat Schultheis Worte des Abſchiedes ſprach.
Ein Feſtmabl im Hotel Trapp beſchloß die Feier.
k. Bad=Nauheim, 28. März. In der geſtrigen Stadt=
verordnetenverſammlung
wurde u. a. beſchloſſen, 69300
Mark für den Neubau der Sprudelapotheke zu
bewilligen. Ein Unfall ereignete ſich am Donners=
tag
vormittag wiederum auf dem Neubau des Heſchkeſchen
Grand=Hotels, Ein Schloſſer aus Frankfurt war auf einem
Balkon mit dem Anbringen von Abwäſſerungsrinnen be=
ſchäftigt
, wobei er aus 5 Meter Höhe abſtürzte und
ſchwere Verletzungen erlitt.

er dann wieder in aufſteigender Richtung zu dieſer Ebene
kommt, verfließen, wie früher erörtert, etwa 14 Tage.
Dann ſteigt er über dieſelbe, um am 17. April 12 Uhr 40,2
Minuten nachmittags als Neumond zu erſcheinen, wo er
aber noch ſo nahe der Durchgangsſtelle iſt, daß er, von
der Erde geſehen, auch vor die Sonne tritt, alſo dieſe
verfinſtert.
Der Fall, daß in einem Zeitraum von etwa ½ Monat
eine Sonnenfinſternis auf eine Mondfinſternis folgt, wie=
derholt
ſich öfter; ſo noch im laufenden Jahre, wenn auch
bei uns unſichtbar, am 26. September und 10. Oktober.
Aus den gleichen Gründen kann aber auch eine Mond=
finſternis
in ſo kurzer Zeitſpanne auf eine Sonnenfinſter=
nis
folgen, es ereignete ſich dies am 21. Juli und 4. Auguſt
1906. Ja es trat 15 Tage nach letzterem Datum ſchon wie=
der
eine Sonnenfinſternis ein.
Wie ſchon früher angegeben, ſind die Be=
ziehungen
zwiſchen Vollmond, Neumond und deren Stel
lung zur Erdbahn=Ebene derart, daß ſich die Finſterniſſe
innerhalb 6585½ Tagen 18 Jahren 11½ Tagen mit
ziemlicher Genauigkeit wiederholen. Damit und unterſtützt
durch die dem Aſtronomen jetzt zu Gebote ſtehenden wei=
ter
reichenden Hilfsmittel können von bekannton Finſter=
niſſen
aus andere aufs genaueſte vor= und rückwärts be=
rechnet
, bezügliche Angaben aus früheren, ſelbſt alten Zei=
ten
präziſiert oder auf ihre Richtigkeit geprüft werden.
So weiß man z. B. nun, daß die von Thales voraus=
geſagte
Sonnenfinſternis, welche die von dem Meder
Kyaxares dem König Aliattes von Lydien gelieferte
Schlacht unterbrach, am 28. Mai 585 v. Chr. ſtattgefunden
hat. Die Finſterniſſe ſind alſo ein eigenartiges, wertvol=
les
Hilfsmittel geſchichtlicher Forſchung geworden.
Unſer Heiland erlitt den Kreuzestod zur Erlöſung der
Menſchheit am 3. April 33 und nachdem das Tagesgeſtirn
hinter den weſtlichen Bergen Judäas niedergegangen und
über Golgatha der Abend gekommen war, ſtieg im Oſten
Jeruſalems der Vollmond auf und verfinſterte ſich im
Schatten der Erde. Eine Mondfinſternis markierte den
Tag des für die Chriſtenheit ergreifendſten Ereigniſſes.
Wenn die Bibel meldet, daß am Todestage Chriſti ſich
eine Sonnenfinſternis begeben habe, ſo iſt dies wohl nur
auf einen Ueberſetzungs=Irrtum zurückzuführen.

Konzerte.

3. Am Donnerstag abend veranſtalteten Liſa und
Sven Scholander aus Stockholm im Saale des
Hotels Zur Traube einen Liederabend. Dieſer fand
ausnahmsweiſe vor völlig ausverkauftem Saale ſtatt;
ein Beweis, daß die leichte und unterhaltende Kunſt
heutzutage ein viel größeres Publikum findet, als die
ernſte und ſchwere Kunſt. Wer wollte ſich darüber wun=
den
? Herr Scholander war übrigens hier ſchon von
einem früheren Auftreten her bekannt, und darauf ſind
auch wohl die Sympathien zurückzuführen, die ihm das
hieſige Publikum entgegengebracht hat.
Vater und Tochter Scholander ſcherzweiſe be=
merkte
er, daß er nicht, wie auf dem Programm zu leſen
ſei, Schlanoder heiße trugen abwechſelnd Duette und
Einzellieder vor, die von Herrn Sholander auf einer
alten ſchwediſhen Laute begleitet wurden. Obwohl
Frl. Scholander ſtimmlich leidlich gut begabt iſt und
recht hübſch ſingt und er die Laute mit Meiſterſchaft be=
handelt
, iſt es doch weniger ihre Kunſt ſelbſt, als die
eigenartige Aufmachung die das Publikum animiert
und feſſelt, vor allem die die Vorträge begleitende Mi=
mik
und das Spiel, ja Herr Scholander iſt in dieſem
Sinne ein ſolcher Virtuoſe und verſteht das Publikum
ſo zu intereſſieren, daß man ganz vergißt, daß er im
Grunde keine Geſangsſtimme hat. Mehr noch als die
nach dem Programm vorgetragenen deukſchen, franzöſi=
ſchen
und polniſchen Volkslieder ſchlugen die Zugaben
durch, darunter das köſtliche Württembergiſche Volks=
lied
I waaß nit, wie mir is und die eigene Kompo=
ſition
Der Muſikant des Herrn Scholander, das rhei=
niſche
Lied Voder, ich will en Ding han von Frl. Scho=
lander
und das engliſche Duett philosophy. Das Publi=
kum
, das in eine ähnlich animierte Stimmung, wie
durch die Vorträge des Marcell Salzer verſetzt wurde,
ſpendete den Künſtlern enthuſiaſtiſchen Bekfall, und es
iſt gewiß ein Beweis dafür, wie Harr Scholander das
Publikum mit fortzureißen verſteht, daß er es zum
Schluß dahin brachte, das Lied Freut Euch des Lebens
in choro mitzuſingen Freut Euch des Lebens, das iſt
das Motto ſeiner Kunſt.

Vorträge.

Vor einer von den Vorſtänden der hieſigen
Kriegervereine einberufenen Verſammlung ſprach

am Donnerstag abend im Schützenhof Herr Kamerad
Chefredakteur Ammenn über: Staaten= Bünd=
niſſe‟
. Leider war die Verſammlung ſchwach befucht.
Der Redner zeigte zunächſt, wie ſich in dem Begriffe
Bündniſſe der menſchliche Vergeſellſchaftungstrieb aus=
ſpreche
, dem ſich natürlich auch die Staaten als eine Ge=
meinſchaft
von Menſchen nicht entziehen könnten. An Bei=
ſpielen
aus der Geſchichte führte der Redner in die Weſens=
art
der ſtaatlichen Umwälzungen hauptſächlich in Europa
ein und betonte, wie ſich aus der urſprünglichen kriegeriſchen
Tendenz der Staatenbündniſſe die Tendenz der Toleranz
und des Friedens unter dem Geſichtswinkel der Gleich=
gewichtspolitik
heraus entwickelt hat und wie damit die
Staatengeſellſchaft zu einem bedeutenden Kulturfaktor ge=
worden
iſt. Nach eingehender Behandlung der verſchiede=
nen
Erſcheinungsformen der Staatenbündniſſe, unter denen
er das ſogenannte Nützlichkeitsprinzip als maßgebend für
die moderne Bündnispolitik bezeichnete, ging der Redner
auf die Entwickelung der europäiſchen Staatengeſellſchaft
ſeit der friderizianiſchen Zeit ein und zeigte in großen
Zügen, wie ſich die heutige politiſche Lage garnicht ſo ſehr
von der vor hundert Jahren unterſcheidet, ſondern daß nur
die Zwiſchenzeit angefüllt iſt mit in das Leben der Staaten
tief einſchneidenden Ereigniſſen. Einen größeren Raum
nahm natürlich die geſchichtliche Entwickelung des Deutſchen
Reiches ein unter beſonderer Berückſichtigung der Bi marck=
ſchen
Bündnispolitik, die in ſeiner Hand die Geſchicke
Europas zu vereinen verſtand. Selbſtverſtändlich gehörte
hierher auch die Dreibundfrage mit der anſchließenden Er=
örterung
, ob ſich dieſes impoſante Bündnisgebilde nicht nach
modernen Grundſätzen und aus der Mächtekonſtellation der
Gegenwart heraus ausbauen ließe. Redner deutete an,
daß es möglich ſein könnte, daß man auf dem Boden des
Dreibundes eine neue Mächtegruppierung ſchaffe unter Ein=
ſchluß
Rußlands und der Türkei. Als Vorbedingung hier=
für
forderte er aber, daß Bismarcks Idee, das Bündnis=
verhältnis
zwiſchen dem Deutſchen Reiche und Oeſterreich
verfaſſungsmäßig feſtzulegen, verwirklicht würde.
Welchen außerordentlichen Eindruck der fein ausgearbeitete
Vortrag hervorrief, der viele aktuelle Fragen ausführlich
behandelte, bewieſen die Beifallskundgebungen am Schluſſe
des Vortrages, Herr Hauptmann a. D. Waldecker dankte
dem Redner im Namen der Verſammlung in warmen
Worten.

[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Mürz 1912.

Seite 5.

K. Bad Nauheim, 28. März. Unſere Ernſt Ludwig=
Schule, die ſeit Oſtern 1911 in die Reihen der militärberech=
rtigten
Lehranſtalten aufgenommen wurde, hat von da ab
einen bedeutenden Aufſchwung genommen. Schon mit
Beginn des nun abgelaufenen Schuljahres ſtieg die Zahl
der Schüler auf 169, gegen 133 am Schluſſe des vorher=
gehenden
Jahres. Der Höchſtbeſtand der Schülerzahl be=
trug
1911/12: 187; davon ſind 62 Schülerinnen. Die Ober=
ſekunda
, die ſeit Gründung der Schule kaum beſtehen konnte
zählt jetzt 23 Schüler, darunter 9 Schülerinnen. Die wiſ=
ſenſchaftliche
Befähigung zum einjährig=freiwilligen Mili=
tärdienſt
haben 11 Schüler und 2 Schülerinnen erworben.
22 Oberſekundaner, darunter 5 Schülerinnen, wurden mit
dem Zeugnis der Reife für die Prima einer heſſiſchen Ober=
realſchule
entlaſſen. Das Lehrerkollegium beſteht aus 10
Lehrern und einer Lehrerin. Die evangeliſche, katholiſche
und israelitiſche Religion wird von den Kirchenbehörden
unterrichtet. Ein günſtiger Moment für die große Fre=
quenzzunahme
war der Wegfall der Oberſekunda an den
Realſchulen Friedberg und Butzbach. Zuzug auswärtiger
Schüler erhielt die Anſtalt aus 8 Orten der Umgebung.
In dem raſchen Anwachſen der Schülerzahl erkannte die
Verwaltung die Gewähr für eine gedeihliche Weiter=
entwickelung
der Schule zur Oberrealſchule und be=
willigte
die Mittel zum Ausbau derſelben zu einer Voll=
anſtalt
, und ſtellte entſprechenden Antrag bei der Großh.
Regierung.
(*) Lollar, 28. März. Die Herſtellung einer elektri=
ſchen
Licht= und Kraftanlage iſt beſchloſſen wor=
den
. Einer Siegener Firma wurden die Arbeiten für
rund 47000 Mark übergeben. Für die Straßenbeleuchtung
ſollen Lampen von 200 Kerzenſtärken benutzt werden.
Ranſtadt, 29. März. In einer hieſigen Ziegelei
verunglückte der 26jährige Ziegler L. Rullmann
von Ober=Mockſtadt dadurch, daß ihm herabſtürzende
Erdmaſſen in einer Grube ſtarke Quetſchungen der
Bruſt herbeiführten. Kurze Zeit darauf erlag der
Verunglückte ſeinen erheblichen Verletzungen.
Heuchelheim, 29. März. In dem ſtark angeſchwollenen
Bieberbach fand das dreijährige Söhnchen der
Familie Gerband ſeinen Tod. Alle angeſtellten Wie=
derbelebungsverſuche
waren ohne Erfolg.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 28. März. Die Ueber=
ſiedelung
der Hofhaltung des jüngſten Kaiſerſohnes, des
Prinzen Joachim nach Straßburg wird in der
zweiten Hälfte des April erfolgen. Für den Prinzen
und ſein Gefolge ſind Räumlichkeiten im Kaiſerſchloß zu
Straßburg eingerichtet. Prinz Joachim wird zum Som=
merhalbjahr
immatrikuliert und belegte einige Vorle=
ſungen
aus dem Gebiete des Staatsrechts und der allge=
meinen
Rechtskunde. Der Generalkonſul von Coſta=
rica
, Hugo Müller, der in der Seydelſtraße eine große
Poſamenterie= und Konfektionsfabrik betrieb. iſt, wie der
Lokalanzeiger meldet, geſtern unter Hinterlaſſung großer
Schulden geflüchtet. Eingeweihte Kreiſe ſchätzen die
Unterbilanz auf etwa eine Million. Mehrere Großban=
ken
ſollen geſchädigt ſein. Die Geſchäftsräume wurden
von der Staatsanwaltſchaft geſchloſſen und verſiegelt.
Ein Steckbrief ſoll heute hinter Müller erlaſſen werden.
Der Oberjägermeiſter Hintze wurde geſtern beim
Ueberſchreiten der Charlottenburger Chauſſee von einer
Autodroſchke umgeriſſen, ſodaß er ſich Verſtanchun=
gen
und eine Gehirnerſchütterung zuzog. Sein Befinden
gibt zu ernſten Beſorgniſſen Anlaß. Das aus dem
Märkiſchen Muſeum entwendete Bild des Malers
Papien wurde von einem Antiquitätenhändler, der es
ohne Kenntnis von dem Diebſtahl gekauft hatte, dem
Muſeum zurückgegeben. Der Dieb iſt nicht er=
mittelt
.
Spandau. 29. März. Bei dem Bau des Rathauſes
ſtürzte geſtern nachmittag während der Veſperpauſ=
die
Brandmauer des Turmes ein. Das Mauer=
werk
durchſchlug ſämtliche Decken der vier Stockwerke.
Verletzt wurde niemand.
Beuthen. 29. März. Das Schwurgericht verur=
teilte
geſtern den 26jährigen Grubenarbeiter Plaſa,
die aus Eiferſucht ſeine Geliebte, die 16jährige Modla
aus Königshütte, erſchoſſen hatte, zum Tode. Der Gru=

benarbeiter Morta wurde wegen Beihilfe zu 14 Jahren
Zuchthaus verurteilt.
Gleiwitz, 29. März. Der Klempner Mainuſch, der
in einen ſeit Jahren verſchloſſenen Brunnen geſtiegen
war, um Vorarbeiten für Reparaturen auszuführen,
wurde durch die in dem Brunnen angeſammelten Stick=
gaſe
betäubt und ſtürzte ab. Die herbeigeruſene
Feuerwehr konnte ihn nur als Leiche aus dem Brunnen
fördern.
Königsberg, 29. März. Der Schauplatz der Tra=
gödie
von Allenſtein, die Villa des von dem
Hauptmann v. Goeben erſchoſſenen Majors v. Schöne=
beck
ſoll, wie die Königsb. Allgem. Ztg. meldet, vom
Erdboden verſchwinden. An ſich war dieſes ſchmucke.
ungemein ſolide gebaute alte Häuschen eine Art Idyll.
In den zumeiſt ziemlich engen, aber freundlichen Räu=
men
des Einfamilienhauſes atmete alles Traulichkeit und
Behaglichkeit, und ein ſehr ausgedehnter Obſt= und Ge=
müſegarten
maleriſch an den Ufern der vorbeifließenden,
plätſchernden Alle und ganz in der Nähe des überragen=
den
alten Allenſteiner Schloſſes gelegen, gehörte mit zu
dieſem Beſitztum. Nach der Mordtat ſtand das Haus
eine Zeit lang leer. Die Haushaltungsſchule wurde nach
dem Tode der Leiterin aufgelöſt. Das Gebäude ſtand
nun wieder leer. Allerhand Gerüchte gingen in Allen=
ſtein
um. Zwei Damen, die dort gewohnt, erklärten mit
aller Entſchiedenheit, ſie hätten bei Wiederkehr der Mord=
nacht
ganz deutlich einen Schuß gehört In ein Haus
mit ſolcher Vergangenheit, in dem es noch dazu ſpukte,
wollte trotz ſeiner prächtigen Lage niemänd einziehen.
Ein Allenſteiner Geſchäftsmann hat nun im vorigen
Jahre das Grundſtück mit dem großen Garten zu dem
äußerſt billigen Preis von 54000 Mark das Haus
allein iſt beinahe ſo viel wert angekauft. Jetzt wird
dort ein modernes Gebäude errichtet. Da ſich in dieſer
Gegend das wachſende Allenſtzin überhaupt erweitert,
ſo wird bald jede Spur von dem Schaulpatz der trauri=
gen
Tat eines wie heute wohl allgemein angenom=
men
wird Wahnſinnigen verſchwunden ſein.
Eſſen, 27. März. Während das Stadttheater häufig
recht mangelhaft beſucht iſt, machen die zahlreichen Kine=
matographentheater
durchweg ganz vorzügliche
Geſchäfte. Nach der Mitteilung eings Stadtverordneten
in einer Verſammlung des Altſtädtiſchen Vereins leat
die ſtädtiſche Kartenſteuer den Kinos eine Abgabe von
rund 180000 Mark im Jahre auf. Trotz dieſem kräftigen
Aderlaß iſt die Zahl der Kinos in einer ſtändigen Zu=
nahme
beariffen: augenblicklich wird in unſerer Stadt
die Konzeſſion für ſechs neue nachgeſucht.
Wien, 28. März. Die ſeit Sonntag in dem Dachſtein=
gebiet
vermißten Wiener Skifahrer Bauer. Sar
und Klotz ſind woblbehalten in Halſtatt eingetroffen.
Die nach dem Hochſchwabgebiet abgegangene Rettungservedi=
tion
fand unweit des Zagelkogel Spuren der vermißten
vier Wiener Touriſten und ſtellte auch feſt, daß vom Zagel=
kogel
eine Lawine ins Rauchtal niedergegangen iſt, die
die Touriſten wahrſcheinlich verſchüttete. Die Nachforſch=
ungen
im Rauchtal werden fortgeſetzt.
Peſt. 28. März. Die Ortſchaft Tratzena im Ko=
mitat
Arva iſt vollſtändia eingeäſchert wor=
den
. Ueber 300 Häuſer ſamt Nebengebäuden und viele
Haustiere ſind verbrannt.
Pompeji, 29. März. Geſtern wurde die Faſſade
eines Hauſes entdeckt, die vielleicht das Herrlichſte
iſt, was von antiker Kunſt überhaupt erhalten wurde. Die
Faſſade iſt mit Fresken und Götterbüſten geſchmückt und
weiſt einen gemalten Fries auf, der ein feierliches Opfer
der Göttin Kybele darſtellt.
Paris, 29. März. Die kürzlich zur Ueberwachung
anrüchiger Bankiers und bedenklicher Bank=
inſtitute
errichtete neue Abteilung der hieſigen Staats=
anwaltſchaft
iſt geſtern zum erſten Male in Wirk=
ſamkeit
getreten. Auf ihre Veranlaſſung wurde gegen
eine vor einigen Monaten unter dem Namen Crédit Ar=
gentin
gegründete Hypothekenbank, welche verſucht hatte,
Obligationen im Betrage von 10 Millionen auszugeben,
die ſtrafrechtliche Unterſuchung eingeleitet. Die in Paris
und in der Provinz bereits gezeichneten Beträge von
400000 Francs wurden mit Beſchlag belegt. Eine in der
Bank vorgenommene Durchſuchung ergab, daß von dem

angeblichen Aktienkapital von 5 Millionen Franken nur
2000 Francs vorhanden waren. Der Direktor der Ban
hat die Flucht ergriffen.
Paris, 29. März. Der Leiter der Sicherheitsbehörde,
Guichard, iſt zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Auto=
mobilbanditen
in Paris Unterſchlupf gefunden
haben und nur auf eine Gelegenheit warten, um mit dem
geraubten Gelde ins Ausland zu flüchten. Man vermutet,
daß ſie hier mehrere Mithelferinnen haben, die ſie mit
Lebensmitteln verſorgen. Infolge der von der Société
Genérale ausgeſchriebenen Belohnung von 100000 Francs
hat Guichard bisher nicht weniger als 1200 Briefe über das
vermutliche Verſteck der Automobilbanditen erhalten: die
darin gemachten Angaben erwieſen ſich jedoch durchweg
als wertlos. Die durch die Bluttaten von Montgéron
und Chantilly hervorgerufene Beunruhigung findet,
wie der Matin berichtet, auch darin ihren Ausdruck, daß
die meiſten friedlichen Bürger ſich jetzt bewaffnen. Wie
durch eine bei den Waffenhändlern veranſtaltete Umfrage
feſtgeſtellt wurde, hat der Verkauf von Revolvern ſeit vier
Tagen um das zehnfache zugenommen.
London, 28. März. Die Anhängerinnen des Frauen=
ſtimmrechts
, Frau Pankhurſt und Frau Lawrence,
ſowie deren Gatten wurden dem Gericht zur Aburteil=
ung
überwieſen. Frau Tuke wurde freigelaſſen. Herr und
Frau Lawrence wurden gegen Bürgſchaft aus der Haft ent=
laſſen
.
Salford, 28. März. Das Gericht genehmigte die
Haftentlaſſung des Arbeiterführers Tom
Mann, nachdem es ſchriftliche Bürgſchaft dafür erhalte,
daß der Angeklagte, ſo lange das Verfahren gegen
ihn ſchwebt, die die Soldaten zur Meuterei aufreizenden
Erklärungen nicht wiederholt.
Konſtantinopel, 28. März. Das in der Nähe der deut=
ſchen
Botſchaft liegende Palais des Miniſters des Aeußern
wurde durch eine Feuersbrunſt zerſtört.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchicht, behäl: ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

* Saalbautheater. Die Polniſche Wirt=
ſchaft
die die populärſten Nummern der Gegenwart
enthält, kommt nun endlich auch bei uns zur Aufführung.
Es iſt Herrn Direktor Willy Römheld gelungen, das be=
rühmte
Berliner Max Walden=Enſemble unter Leitung
der Direktoren Egon Jantſch und Mar Walden für fünf
Abende zu verpflichten. Das Enſemble gaſtierte bisher
mit ungeheurem Erfolge in den größten Städten des
Deutſchen Reiches, u. a. in Breslau (Schauſpielhaus),
Frankfurt a. M., Köln, Mannheim, Dortmund, Bremen,
Eſſen, Aachen, Halle a. S., Leipzig. Wir ſehen dieſen
fünf Gaſtſpielen, am Dienstag, den 9., Mittwoch, den 10.,
Donnerstag, den 11., Freitag, den 12. und Samstag, den
13. April, mit größtem Intereſſe entgegen, da ſie uns
einen mit Humor und liebenswürdiger Muſit reich be=
dachten
Genuß verſprechen. Der alleinige Vorverkauf im
Verkehrsbureau, Wartehalle am Ernſt Ludwigsplatz, iſt
bereits eröffnet.

Verband für Jugendfürſorge.

-g. Der Verband für Jugendfürſorge in der Stadt
Darmſtadt hielt geſtern nachmittag im Herrſchaftsſaale
des Städtiſchen Saalbaues ſeine Sitzung ab. Herr
Bürgermeiſter Mueller eröffnete die Sitzung, be=
grüßte
die zahlreich Erſchienenen und machte zunächſt
einige Mitteilungen. Der Magiſtrat Aſchaffenburg hat
mitgeteilt, daß ſich in Aſchaffenburg ein Jugendfürſorge=
verband
gebildet hat. Der Gewerkverein für Heim=
arbeiterinnen
hat ſich an den Verband gewendet und
um Unterſtützung ſeiner Beſtrebungen gebeten. Der
Vorſtand hat in Erfüllung dieſes Wunſches an die Her=
berge
zur Heimat und das Rettungshaus in Hähnlein
entſprechende Schreiben gerichtet. Die Zentrale für
private Fürſorge in Frankfurt hat Mitteilung von einem
demnächſt ſtattfindenden Kurſus über Jugendfürſorge
mit anſchließenden Beſichtigungen gemaht und um
Teilnahme gebeten. Anläßlich des kürzlich hier abge=
haltenen
Kurſus war vielfach der Wunſch geäußert wor=
den
, die gehaltenen Vorträge im Druck erſcheinen zu
laſſen. Die hohen Koſten laſſen eine derartige Maß=

Fenilletot.

* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Ehrungen für
Poſſart. Ernſt v. Poſſart iſt vom Kaiſer zum Ehren=
mitglied
des Kgl. Schauſpielhauſes ernannt worden.
Gleichzeitig iſt dem Künſtler eine Einladung des Kaiſers
zur diesjährigen Nordlandreiſe übermittelt worden.
Kunſtauktion. Zu einem bedeutungsvollen Er=
eignis
auf dem Kunſtmarkte geſtaltet ſich die Eröffnung
des neuen Berliner Kunſtauktionshauſes Gebr. Heilbron,
Zimmerſtraße 13. Der künſtleriſche Nachlaß von Rein=
hold
Begas, dieſes Titanen der deutſchen Bildhauerkunſt,
gelangt am 15. April dieſes Jahres zur Verſteigerung.
Dieſe reiche bildneriſche Hinterlaſſenſchaft zeigt das Werk=
ſeines
Lebens, denn es iſt nicht der allen bekannte Denk
mal=Begas, der, getragen von Kaiſergunſt, die Reichs=
hauptſtadt
mit ſeinen Bildwerken ſchmückte, ſondern wir
ſehen auch den jungen Künſtler römiſcher Eindrücke voll
und den Altmeiſter, aus deſſen großen Händen eine
Klein=Plaſtik reizvollſter Erfindung und impreſſkoniſti=
ſcher
Belebung hervorgegangen iſt. Der Nachlaß umfaßt
25 fertige Werke des Meiſters in Marmor und Bronze
und ungefähr 100 Skizzen und Modelle in Gips, die
größtenteils mit dem Reproduktionsrecht verſteigert wer=
den
. An die Verſteigerung des Begasſchen Nachlaſſes
ſchließt ſich die Verſteigerung bekannter Gemäldeſamm=
lungen
, unter anderem der beiden Münchener Sammler:
Profeſſor Alfons Spring und Hofzahnarzt K. Elchinger,
an; Sammlungen von ungefähr 300 Gemälden, die
Namen wie Leibl, Lenbach, Stuck, Rottmann, Voltz u. a.
enthalten.
Die Mutprobe des Torero. Die blutigen Grau=
ſamkeiten
, die mit einem echten ſpaniſchen Stierkampfe
untrennbar verknüpft ſind, haben ſchon manchen fremden
Gaſt einer ſpaniſchen Arena voll Abſcheu aus der Plaza
de toros getrieben, und ſelbſt unter den durchaus nicht
ſenſationsfeindlichen Badegäſten des faſhionablen Kur=
ortes
San Sebaſtian gibt es nicht wenige Beſucher, die
ſchon nach dem erſten Gange der Arena den =Rücken keh=
ren
, um weiteren Nervenproben aus dem Wege zu gehen.
Sie verſäumen damit ein eigenartiges Schauſpiel, das
ſich von den blutigen Zwiſchenfällen des regelrechten
Stierkampfes durch die für ein ſpaniſches Nationalſpiel
merkwürdige Tatſache unterſcheidet, daß noch nie bei die
ſer Feuervrobe männlichen Mutes auch nur ein einziger
Tropfen Blut gefloſſen iſt. Und doch fordert dieſe Probe
des Don Tancredo die in der Arena von San Seba=
ſtian
gewöhnlich zwiſchen dem dritten und vierten Gang

geleiſtet wird, Nerven von Stahl und einen Mut, der
dem Tode gerade ins Auge ſieht, ohne auch nur mit einer
Wimper zu zucken. In der Pauſe wird ein etwa 60 bis
80 Zentimeter hoher weißer Sockel aus Holz in die Arena
getragen und dann erſcheint einer der Toreros, in ein
antikes weißes Gewand gehüllt, und durchſhreitet die
Arena. Alles an ihm iſt weiß, Sandalen, Trikots, Hals,
Geſicht und Haare ſind unter einer dichten Puderſchicht
verhüllt; in der atemloſen Stille beſteigt der Mann jenen
Sockel, kreuzt die Arme und bietet damit in völliger Un=
beweglichkeit
den täuſchenden Anblick eines
marmornen Standbildes. Ein Wink: und der junge
wütende Stier ſtürmt in die Arena. Noch hat
er die ſeltſame Geſtalt in der Mitte des Fel=
des
nicht geſehen; er verſchwindet faſt in einer Staub=
wolke
, die ſeine zornig ſcharrenden Hufe und ſein wild
den Sand peitſchender Schweif auſwirft. Dann plötzlich
kommt der Augenblick furchtbarer Spannung: das Tier
hat den unbeweglich daſtehenden Torero erblickt; es ſenkt
den Kopf, ein Fauchen des Zornes dringt aus den =
ſtern
, und in der nächſten Sekunde ſtürmt das wütende
Tier auf das lebende Standbild zu. Schon macht ſich im
Publikum die bis zur höchſten Aufregung emporgeveitſchte
Nervenſpannung in wilden Schreien Luft; blitzſchnell
vermindert ſich der Abſtand zwiſchen dem daherſtürmen=
den
Tiere und ſeinem ſcheinbar ſicheren Opfer; noch 10
Meter, jetzt nur noch 5: aber der Torero ſteht unbeweg=
lich
auf ſeinem Poſtament, ſein Blick geht ſtarr ins Weite
und alle wiſſen. jetzt beißt er die Zähne aufeinander, um
mit keinem Gliede ſeines Körpers zu zucken. Faſt hat
der Stier ſein Ziel erreicht, da geſchieht etwas Selt=
ſames
. Die weiße Farbe, die Unbeweglichkeit der Geſtalt,
die ſteinerne Ruhe des Mannes auf dem Sockel verwir=
ren
das Tier. Kaum zwei Meter von dem Manne ent=
fernt
. ſtemmt ſich das Tier plötzlich zurück; noch peitſcht
der Schweif den Boden, aber es bleibt ſtehen und ſtarrt
wie erſtaunt auf das weiße Weſen, das ſeinem Zorne
trotzt. Ein paar Mal umſchreitet das Tier mißtrauiſch
den regungsloſen Torero, wendet ſich fort, kehrt wie
zweifelnd wieder zurück; aber er unternimmt keinen An=
griff
. Wenn der Stier ſchließlich auf der Suche nach
einem anderen Opfer davontrabt, ſpringt der Torero
mit einem eleganten Satze von ſeinem Poſtament und
verbeugt ſich lächelnd vor dem in wilder Begeiſterung
raſenden Publikum.
Das iſt die Probe des Don Tancredo, die ſeit Jahren
regelmäßig ſtattfindet und bei der noch nie ein Unglück
geſchah, wenngleich nur eine einzige unwillkürliche Be=

wegung genügen würde, um denStier den Betrug durch=
ſchauen
zu laſſen. Und dann wäre das Schickſal des
mutigen Toreros beſiegelt.
* Der Papſt und das Geläut von San Marco. Der
Papſt, der vor ſeiner Wahl Erzbiſchof ſeiner Heimatdiözeſe
Venedig geweſen iſt, hat wiederholt den Wunſch geäußert,
das Feſtgeläut bei der am 25. April ſtattfindenden Ein=
weihung
des neu errichteten Markusturmes in Venedig zu
hören. Da Pius X. den Vatikan nicht verläßt, ſo plante
man zunächſt, das Einweihungsgeläut der vom Papſt ge=
ſtifteten
vier neuen Glocken phonographiſch aufzunehmen
und die Platten nach Rom zu ſenden. Nunmehr aber hat
man eine vollkommenere Befriedigung des päpſtlichen
Wunſches ausgedacht. Mehrere große Apparate die auf
dem Markusplatz aufgeſtellt werden, ſollen das Feſtgeläut
aufnehmen und es auf dem Draht direkt zum Vatikan
weitergeben, wo der Papſt in ſeinen Gemächern ſitzend das
Geläut hören kann. Das Verhalten der italieniſchen Re=
gierung
iſt ein Akt zarteſter Aufmerkſamkeit für den Papſt,
denn die Ausführung des Planes wäre nicht möglich, ohne
die Zuſtimmung des Poſtminiſters. Von den fünf Glocken
des Markusturmes wurden, wie erinnerlich ſein wird, vier
beim Einſturz zerſtört, und die neuen ſind ein Geſchenk des
Papſtes. Die größte, die ſogenannte Marangona wurde
ſeinerzeit unverſehrt aus den Trümmern des Turmes ge=
zogen
.
sh. Feſtnahme mit Hilfe des Kursbuches. Auf eine pri=
ginelle
Weiſe iſt die Feſtnahme eines betrügeriſchen Ange=
ſtellten
in Magdeburg gelungen, der nach Unterſchlagung
von über 10000 Mark geflüchtet war. Der Mann war von
ſeinem Bruder zu der Untreue angeſtiftet worden, was im
Laufe der Unterſuchung der Behörde bekannt wurde. Man
nahm daher mit Recht an, daß der Entflohene verſuchen
werde, mit ſeinem Bruder in Verbindung zu bleiben. Es
wurde deshalb über den Bruder die Briefſperre verhängt.
Nach einiger Zeit traf bei dieſem ein Schreiben mit an=
ſcheinend
falſcher Unterſchrift ein. In dieſem Schreiben
wurde der Adreſſat erſucht, ſich an einem beſtimmten Orte
einzufinden; der Ort und das fragliche Hotel ſeien aus
Königs Kursbuch, und zwar auf Seite 38 erſichtlich. Die
Polizeibehörde ſah nun nach, was auf Seite 38 des
Königſchen Kursbuches verzeichnet ſteht und fand heraus,
daß es ſich nur um die Stadt Elberfeld und ein beſtimmtes
Hotel, das auf der fraglichen Seite inſeriert hatte, handeln
konnte. Die Elberfelder Polizei wurde benachrichtigt und
dieſe fand auch wirklich den Geſuchten, der noch faſt die ge=
ſamte
Summe in ſeinem Beſitz hatte.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

nahme nicht für geraten erſcheinen. Schließlich teilte
der Vorſitzende noch mit, daß Herr Amtmann Krapp
demnächſt einen Vortrag halten wird über Armenpflege
und Arbeitszwang. Der Termin wird noch beſtimmt
werden.
Der Satzungsentwurf wird unverändert angenom=
men
und das Inkrafttreten für den 1. April 1912 geneh=
migt
. Es wurde hierbei angeregt, die Rechtsfähigkeit
des Vereins zu veranlaſſen. Es wird beſchloſſen, mit
der Rechtsfähigkeit vorläufig noch zu warten. Es folgt
hiernach die Wahl der gemäß Paragraph 10 der Satz=
ungen
zu bildenden Arbeitsausſchüſſe.
Zum Arbeitsausſchuß für die bewahrende Ju=
gendfürſorge
werden vorgeſchlagen und geneh=
migt
: Großherzogliches Polizeiamt; Städtiſches Pflege=
amt
; Freiwilliger Erziehungsbeirat für ſchulentlaſſene
Waiſen und ſonſtige einer Fürſorge bedürftige Kinder;
Verein Freundinnen junger Mädchen; Katholiſcher
Frauenbund, Abteilung Jugendbund; Katholiſcher
Mädchenſchutzverein; Heſſiſcher Landesverein für innere
Miſſion; Allgemeiner Deutſcher Frauenverein, Orts=
gruppe
Darmſtadt; Abteilung Jugendhort; Darmſtädter
Lehrerverein; Darmſtädter Lehrerinnenverein; Heſſiſcher
Diakonieverein; Die katholiſchen Jugendvereine (für die
männliche Jugend); Knabenarbeitsanſtalt; Verein Feier=
abend
; Landesverſicherungsanſtalt (Beratungsſtelle für
Alkoholkranke); Evangeliſche Jugendvereinigung; Vor=
mundſchaftsgericht
.
Zum Arbeitsausſchuß für die rettende Ju=
gendfürſorge
: Großh. Kreisamt Darmſtadt;
Großh. Polizeiamt Darmſtadt; Vormundſchaftsgericht;
Großh. Staatsanwaltſchaft Darmſtadt; Städtiſches
Pflegeamt; Verein Freundinnen junger Mädchen;
Deutſch=evangeliſcher Frauenbund, Ortsgruppe Darm=
ſtadt
, Abteilung II; Katholiſcher Fürſorgeverein; Heſſi=
ſcher
Schutzverein für entlaſſene Gefangene; Brauns=
hardter
Heimverein; Allgemeiner Deutſcher Frauenver=
ein
, Ortsgruppe Darmſtadt; Heſſiſcher Landesverein für
innere Miſſion; Darmſtädter Lehrerverein; Katholiſcher
Lehrerinnenverein; Erziehungsbeirat für das evange=
liſche
Dekanat Darmſtadt; Darmſtädter Lehrerinnenver=
ein
; Pfarramt der evangeliſchen Stadtgemeinde Darm=
ſtadt
; Pfarramt der katholiſchen Gemeinde.
Zum Arbeitsausſchuß für Jugendpflege im
ſchul= und vorſchulpflichtigen Alter: Großh.
Polizeiamt; Städtiſches Pflegeamt; Abteilungen I u. II
des Alice=Frauen=Vereins für Krankenpflege; Großh.
Zentrale für Mutterſchutz und Säuglingsfürſorge;
Deutſch=evangeliſcher Frauenbund, Ortsgruppe Darm=
ſtadt
, Abteilung II; Katholiſcher Frauenbund, Abteil=
ung
Kinderhort; Katholiſcher Fürſorgeverein; Die
Frauenvereine der evangeliſchen Pfarrbezirke; Allgemei=
ner
Deutſcher Frauenverein, Ortsgruppe Darmſtadt, Ab=
teilung
Jugendhorte; Verein Kleinkinderſchule ( Mauer=
ſtraße
); Verein Beſſunger Krippe; Katholiſcher Lehre=
rinnenverein
; Kuratorium der kätholiſchen Kleinkinder=
ſchule
, Herdweg 28; Knabenarbeitsanſtalt.
Zum Vorſitzenden des Ausſchuſſes für bewahrende
Jugendfürſorge wurde Herr Profeſſor Kiſſinger, des
Ausſchuſſes für rettende Jugendfürſorge Herr Bürger=
meiſter
Mueller und zum Vorſitzenden des Ausſchuſſes
für Jugendpflege im ſchul= und vorſchulpflichtigen Alter
Herr Amtmann Krapp gewählt.
Herr Pfarrer Waitz ſprach ſodann den Herren, die
bisher ſo tatkräftig für den Verein gewirkt haben, ins=
beſondere
dem Herrn Bürgermeiſter, im Namen des
Vereins den herzlichſten Dank für ihre Arbeit aus.
Der Beitritt des Verbandes zur deutſchen Zentrale
für Jugendfürſorge in Berlin wird mit einem Beitrag
von 10 Mark beſchloſſen. Die Zentrale unterhält eine
Auskunftsſtelle und ſendet auf Wunſch Material. Die
Zeitſchrift der Zentrale wird auch den Ausſchüſſen zur
Verfügung geſtellt werden.
Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Beaufſichtigung
der zuziehenden weiblichen Jugend, erſtattet Bürger=
meiſter
Mueller Bericht. Vom Vorſtand ſind Schreiben
an die zuſtändigen Stellen in Frankfurt, Aſchaffenburg,
Mainz, Wiesbaden und Heidelberg geſandt worden
durch die ſie gebeten wurden, dem ſtädtiſchen Armen=
und Fürſorgeamt in Darmſtadt alsbald von allen aus
ihrer Gemeinde wegziehenden weiblichen Minderjähri=
gen
Kenntnis zu geben, wenn ihnen dabei bekannt wer=
den
ſollte, daß ſie als zukünftigen Aufenthaltsort die
Stadt Darmſtadt beſtimmt haben. Seitens der ent=
ſprechenden
Vereine ſollen künftig alle hier zuziehenden
weiblichen Minderjährigen durch die Vermittelung des
Verbandes in Schutzaufſicht genommen werden. Da es
für den Erfolg dieſer Arbeit ſehr weſentlich iſt, daß ſie
von Anfang an einſetzt, ſo erſcheint es notwendig, daß
der Arbeitsausſchuß möglichſt frühzeitig Kenntnis von
der Ankunft ſolcher Frauen erhält. Die polizeilichen
Anmeldungen abzuwarten, würde unliebſame Verzöger=
ungen
herbeiführen und die Arbeit gerade bei denjeni=
gen
Minderjährigen wirkungslos machen, die einer Für=
forge
am meiſten bedürfen. Der Vorſtand ſoll dann die
entſprechenden Ausſchüſſe mit der Aufſicht betrauen. In
der Diskuſſion ſprachen ſich alle Redner begeiſtert für
dieſes Vorgehen aus. Doch wurde betont, daß wohl
vorſichtig vorgegangen werden müſſe, um die Herrſchaf=
ten
der jungen Mädchen nicht mißtrauiſch zu machen.
Die angeſtellten Ermittelungen haben ergeben, daß
monatlich etwa 60 junge Mädchen nach Darmſtadt zu=
ziehen
; dem Verband erwächſt alſo eine tüchtige Ar=
beit
. Es wurde ſchließlich noch angeregt, auch die Kran=
kkenhausverwaltung
zu der Mitteilung von zu entlaſſen=
den
jungen Mädchen zu veranlaſſen. Dies wurde vom
Vorſitzenden zugeſagt. Es wurde noch auf den Schaden
hingewieſen, der bei der Jugend durch unpaſſende
Kinematographenvorſtellungen entſteht. Bürgermeiſter
Mueller ſchlug vor, eine Eingabe an das Miniſterium
des Innern zu machen, die Konzeſſionspflicht für Kine=
matographentheater
einzuführen, womit ſich die Ver=
ſammlung
einverſtanden erklärte. Auf eine weitere Be=
merkung
, den Mädchen unter 18 Jahren das Betreten
des Tanzſaales zu verbieten, antwortete Bürgermeiſter
Mueller, daß das Miniſterium des (Innern eine dahin=
gehende
Eingabe abgewieſen hat mit der Begründung.
die unteren Verwaltungsorgane hätten genügende
Macht, gutdünkende Vorſchriften dieſer Art durchzufüh=
ren
. Er ſei darauf beim Kreisamt vorſtellia geworden,
die Entſcheidung ſtehe aber noch aus. Hiermit war
die Tagesordnung erſchöpft und mit Dankesworten an
die Erſchienenen ſchloß der Vorſitzende die Verſammlung.

Eine koloniale Jagd= und Meerfiſche=
Ausſtellung.

Im Kaiſerſaal wird heute vormittag die Koloniale
Jagd= und Meerfiſch=Ausſtellung eröffnet, die bereits
geſtern nachmittag fertiggeſtellt und den Vertreten der
Preſſe zu einer Vorbeſichtigung zugänglich war. Die Aus=
ſtellung
enthält vornehmlich Erzeugniſſe unſerer Koloniep

aus allen Gebieten der Jagd und aus vielen des kolonialen
Volks= und Kulturlebens. Außerordentliche Reichhaltigkeit
an hochintereſſanten Stücken und ganzen Kollektionen, gute,
überſichtliche und geſchmackvolle Anordnung zeichnen die
Ausſtellung beſonders aus. Für Jäger und Jagdfreunde
werden die verſchiedenen Sammlungen von Jagdtrophäen
aus Privatbeſitz von beſonderem Intereſſe ſein. Da iſt
z. B. eine 42 Nummern umfaſſende Sammlung von Anti=
lopen
=, Büffel= und Gazellen=Gehörnen und präparierten
Schädeln. Der hierbei ausgeſtellte Kaffernbüffelſchädel
dürfte wohl einer der größten ſein, welcher bis jetzt erlegt
wurde. Auch die beiden Mähnenſchafe ſind Kapitalſtücke
erſten Ranges. Dann eine Sammlung afrikaniſcher Tier=
ſchädel
, Schilder der Rieſenſchildkröte, Straußeneier, Felle.
Ferner präparierte Säugetiere und Vögel der ſeltenſten
Art. Von den präparierten Säugetieren iſt beſonders der
Schimpanſe hervorzuheben. Ein Schimpanſe, deſſen Bild
in der Ausſtellung ausgeſtellt iſt, nämlich Jeny, 4 Jahre
alt, war ein Jahr im Beſitz des Leiters der Ausſtellung,
Herrn Zrenner=Darmſtadt; ferner der Guerzaaffe, der
ſchönſte Affe der ganzen Welt, und als Gegenſtück der Mantel=
pavian
. Reizende. Tiere ſind die Katta, ſie gehören zu den
Halbaffen und ſind nur auf Madagaskar, einem franzöſi=
ſchen
Kolonialbeſitz in Afrika, zu finden. Von den Vögeln
ſei der Hornrabe beſonders hervorgehoben, er iſt ein Cha=
raktervogel
Afrikas und beſonders in Nieder=Guinea und
Abeſſinien häufig zu finden. Von den ausgeſtellten Jagd=
trophäen
ſind beſonders intereſſant der Muntdſchak aus
dem Himalayagebirge, ſehr ſelten, das Mufflon aus Per=
ſiſch
=Turkeſtan, ferner das Argali=Rieſenwildſchaf, ein Ka=
binettſtück
erſten Ranges von der hohen Gobi, die ſibiriſchen
Renntiere und der Damhirſch aus Perſiſch=Turkeſtan. In
der Sammlung der Paradiesvögel ſind die ſchönſten und
ſeltenſten Arten vertreten, z. B.: Aſtrapia nigra, Paradiſea
quilielmi, welche einen großen Wert beſitzen. Außerdem
ein ſchwarzer Arakakadu und ein Borſtenkopfpapagei; letz=
terer
iſt ſehr wertvoll, dem teuerſten Paradiesvogel gleich
und in allen Muſeen ſehr ſelten.
Weiter enthält die Ausſtellung intereſſante Waffen=
ſammlungen
von Eingeborenen, Schmuckgegenſtände und
gewerbliche und induſtrielle Erzeugniſſe kolonialen Ur=
ſprungs
. Unter der Meerfiſchſammlung ſind die ſeltenſten
Seeungeheuer in durchweg tadelloſen Exemplaren aus=
geſtellt
. Ferner Reptilien, Schmetterlings= und Käfer=
Sammlungen u. v. a. Von Darmſtädter Ausſtel=
lern
ſeien u. a. genannt Herr Oberſtabsarzt Dr. med. H.
Langheld mit diverſen Antilopengehörnen aus Afrika,
perſönlich erlegt in freier Wildbahn, diverſen ethnographi=
ſchen
Gegenſtänden und Waffen aus Afrika, eine alte Krie=
gerrüſtung
aus Japan, vollſtändiger Schmuck und Aus=
rüſtung
eines Hereroweibes, Sägefiſchzähne uſw.; Herr Dr.
med. Wilh. Vix mit diverſen Gehörnen und ethnograpi=
ſchen
Gegenſtänden aus Deutſch=Neu=Guiena und Deutſch=
Oſtafrika. Weiter zwei ſiameſiſche Hirſche, Waffen, Aus=
rüſtungsgegenſtände
von den Südſee=Inſulanern (Deutſch=
Neu=Guinea), ausgeſtellt von Herrn Dr. med. Karl
Koepke=Darmſtadt; Jagdtrophäen aus freier Wildbahn,
und Bilderſammlung des Herrn Friedrich Zimmer=
mann
=Darmſtadt, derſelbe war vom 26. Mai 1896 bis
30. November 1899 bei der Kaiſerlichen Schutztruppe in
Deutſch=Südweſtafrika. Geweihe und Gehörne, ausgeſtellt
von Herrn Guido Kneip, Felle und Decken von Herrn
Gottlieb Lorz, Literatur und Bilder von Herrn L.
Schlapp; ethnographiſche Gegenſtände, beſonders Klei=
dungsſtücke
, Schmuckſachen, chineſiſche Stickereien uſw., aus=
geſtellt
von H. Lingermann=Eberſtadt (ehemaliger
Chinakämpfer); Kaffee, Honig. Oel und Konſerven. Impört
und Export für die Kolonien. Ausſteller M. W. Praſſel;
Trikotagen aus Kolonial=Baumwolle, Ausſteller Ludw.
Schwab: Schweds chem. Reinigung, hergeſtellt aus
Pflanzen=Extrakten von den Kolonien, Ausſteller Adolf
Fuld.
Während der Ausſtellung finden Lichtbilder= Vor=
träge
ſtatt, deren Zeiten im Anzeigenteil bekannt ge=
geben
ſind.

Luftfahrt.

* Frankfurt, 28. März. Die Stadtverordneten=
Verſammlung bewilligte heute dem Frankfurter Verein
für Luftſchiffahrt zum zweiten deutſchen Zuverläſ=
ſigkeitsflug
am Oberrhein im Mai und zu dem
Rundflug durch Süddeutſchland, der im Au=
auſt
ſtattfinden ſoll, einen Zuſchuß von je 10000 Mark.
Dagegen ſtimmten nur die Sozialdemokraten.
* Hannover, 29. März. Zur Förderung
der Militärluftſchiffahrt bewilligten die ſtädti=
ſchen
Kollegien einſtimmig 21000 Mark. Ein Be=
ſchluß
darüber, wie die Summe zur Verfügung geſtellt
werden ſoll, wurde noch nicht gefaßt, ſondern es ſoll Ge=
genſtand
weiterer Erwägung ſein, ob der Betraa dem
Kriegsminiſterium oder der in Bildung begriffenen
Zentralſammelſtelle überwieſen werden ſoll.
* Magdeburg, 29. März. Die Handelskammer
fordert in einem Aufruf an die Kaufmannſchaft zu einer
Gelderſammlung für dene Ankauf eines
Flugzeuges auf, das dem 4. Armeekorps zur Ver=
fügung
geſtellt werden ſoll. Die vorgeſtern aufgelegte
Liſte ergab 15000 Mark. Weitere namhafte Beträge
wurden in Ausſicht geſtellt.
* Paris, 29. März. Der Flieger Vedrines
erklärte eincm Berichterſtatter, daß er im Laufe des näch=
ſten
Monats den Verſuch unternehmen werde, in ei=
nem
Tage und in einem Fluge von Brüſſel nach
Madrid zu fliegen. Er ſei überzeugt, daß dieſer
Flug gelingen werde, denn er könne ſich auf ſeinen neuen
kurzflügeligen Eindecker, der mit einem Motor von 140
Pferdekräften verſehen ſei, vollſtändig verlaſſen. Sein
weiterer Plan beſtehe darin, etwa 50 Flieger heranzu=
bilden
, um zu zeigen, was man mit Kaltblütigkit, Ver=
wegenheit
und Todesverachtung leiſten könne. Wenn
Frankreich einmal ſolche Korſaren der Luft beſitze, die
in einem Tage über 2000 Kilometer zurücklegen könnten,
werde es ruhig ſein, denn Brüſſel-Madrid werde nichts
ſein im Vergleich zu den Leiſtungen, die er und ſeine Kor=
ſaren
vollführen würden, wenn man ihrer einmal be=
dürfen
werde.
sr. Ein Aeroplan=Wettbewerb mit Prei=
ſen
in Höhe von 500 000 Lire ſchreibt das italieniſche
Kriegsminiſterium aus. Von dieſer Summe
ſollen zunächſt 100000 Lire für den erfolgreichſten Appa=
rat
bei dieſem Wettbewerb gegeben werden; dem Kon=
ſtrukteur
der Maſchine ſollen außerdem 10 Flugzeuge zum
Preiſe von je 40000 Lire in Auftrag gegeben werden.
Zu dieſem Wettbewerb ſollen auch ausländiſche Fa=
briken
zugelaſſen werden, wenn ſie auf italieni=
ſchem
Boden eine ſtändige Vertretung haben.

Die Ueberſchwemmung der Berliner
Untergrundbahn.

* Berlin, 28. März. Die Feuerwehr, die
geſtern den ganzen Tag an den Pumparbeiten im
Untergrundbahntunnel teilgenommen hat, war
noch im Laufe der Nacht abgerückt, nachdem die Baulei=
tung
einige Kreiſelpumpen, von denen jede einzelne fünf
Kubikmeter Waſſer in der Minute fördert, in Betrieb
geſetzt hatte. Die Arbeiten auf dem Rangierbahnhol
Spittelmarkt gehen bei einigen flackernden Gaſolinlam=
pen
vor ſich. Auf den beiden Kanälen, die von den
Gleisſchächten gebildet und faſt anderthalb Meter tief
ſind, werden ununterbrochen Balken und anderes Dich=
tungsmaterial
herangeflößt. An der Bruchſtelle
des Fangdammes ſind einige Taucher damit beſchäf=
tigt
, die Bruchſtelle zu unterſuchen, um über die Urſachen
der Störung Klarheit zu gewinnen. Fachleute neigen
der Anſicht zu, daß die direkte Urſache des Bruches Ueber=
laſtung
iſt. Gegenüber dem Fangdamm ſteigen an
zwei Stellen große Luftblaſen an die Oberfläche. Die
Annahme der Ingenieure, daß die Decke des Tun=
nels
eingeſtürzt ſei, beſtätigt ſich. Taucher ver=
ſuchen
von dem in der Wallſtraße gelegenen fertigen
Luftſchacht in das Innere des Tunnels vorzudringen,
um die Größe des Schadens feſtzuſtellen.
* Berlin, 28. März. Während der Nachmittags=
ſtunden
erfolgte ein erneutes Steigen des Waſſers
im Untergrundbahnhof Spittelmarkt. Bis
7,30 Uhr trat dann ein Sinken des Waſſerſpiegels ein.
Um 9 Uhr abends war die Lage ungefähr wie vor 24
Stunden. Zwiſchen der Wall= und der Inſelſtraße ſind
augenblicklich zwei Taucher beſchäftigt, die Vorarbeiten
für einen neuen Fangdamm auszuführen; eher dieſer
nicht fertiggeſtellt iſt, was kaum vor übermorgen mög=
lich
iſt, muß man ſich darauf beſchränken, das Waſſer nicht
höher ſteigen zu laſſen. Es ſind noch vier weitere Pum=
pen
aufgeſtellt worden, ſodaß jetzt insgeſamt elf Kreiſel=
pumpen
in Tätigkeit ſind.
* Berlin, 29. März. Infolge des Betriebes von
elf Kreiſelpumpen fällt das Waſſex in der Unter=,
grundbahn langſam. Im Bahnhof Spittelmarkt ſind die
Bahnſteige vollkommen frei. Aus Kiel ſind noch zwei
Taucher eingetroffen.

Der Mord in Oſterode.

* Das Berliner Tageblatt und der Berliner Lokal=
Anzeiger melden aus Oſterode: Hauptmann Reetſch=
hatte
geſtern vormittag nach dem Exerzierdienſt um 11 Uhr=
zum
Kleider= und Stiefel=Appell antreten laſſen. Kurz
nachdem dem Hauptmann die Kompagnie vom Feldwebel
gemeldet worden war und Hauptmann Reetſch ſich an=
ſchickte
, die erſten Leute ſeiner Kompagnie zu muſtern, fiel
plötzlich aus einem Gangfenſter des zweiten Stockwerks
der Kaſerne ein ſcharfer Schuß. Im gleichen Augenblick
ſtürzte Hauptmann Reetſch lautlos zu Boden. Der Feld=
webel
und ein Leutnant bemühten ſich ſofort um den an
der Erde Liegenden, ſahen aber gleich, daß dem Verletzten
nicht mehr zu helfen war. Gleich darauf krachte ein zwei=
ter
Schuß im Gange des zweiten Stockwerks. Nachdem
der Täter den Erfolg ſeines Schuſſes geſehen, ſetzte er die
Mündung ſeines Gewehrs zwiſchen Kinn und Kehle und
zog den Abzug mit der Fußſpitze ab. Der Schuß durch
ſchlug den Kopf und trat an der oberen Schädeldecke heraus.
Auch der Musketier war ſofort tot. Die erſte Kompagnie,
vor deren Front der Hauptmann, dem das Spitzgeſchoß in
den Hals gedrungen und zum Unterleib wieder heraus=
getreten
war, tot auf der Erde lag, wurde ſogleich in die
Kaſerne entlaſſen. Die Unterſuchung wird darüber Auf=
klärung
zu ſchaffen haben, wie es möglich war, daß der
Musketier in den Beſitz von ſcharfen Patronen gelangte:
Ueber den Beweggrund zur Tat verlautet nichts,
da die Kameraden der beiden Toten ſtrengſtes Stillſchwei=
gen
über die Angelegenheit bewahren müſſen. Der Mus=
ketier
Emersleben war 19 Jahre alt und ſtammte aus dem
Herzogtum Anhalt. Er war im September vorigen Jah=
res
eingezogen worden und hat ſich während der Rekruten=
ausbildung
, die im Februar beendigt war, nichts zuſchulden
kommen laſſen. Auch nach der Rekrutenbeſichtigung hat
er ſeinen Dienſt ſtets zur Zufriedenheit ſeiner Vorgeſetzten
getan und hat nie Differenzen gehabt. Er war der Sohn
eines Seilers in Bernburg. Sein Bruder iſt Reſerveoffi=
zier
. Den tödlichen Schuß feuerte Emersleben durch ein
geſchloſſenes Fenſter. Man nimmt an, daß er geiſtesgeſtört
war. Der Hauptmann erfreute ſich allgemeinen Anſehens.
Er hatte Emersleben ſogar in ſeinem Tagebuch für die
Beförderung zum Gefreiten vorgemerkt. Der Hauptmann
war in früheren Jahren wegen ſeiner Strenge bekannt, doch
machte ſich dies in der letzten Zeit weniger bemerkbar. Er
ſtand im 45. Lebensjahre und war unverheiratet. Er
ſtammt aus Pommern.
H. B. Oſterode, 29. März. Der erſchoſſene
Hauptmann Reetſch, der unverheiratet war und
deſſen Mutter erſt vor einigen Wochen geſtorben iſt, galt
als gewiſſenhafter, ſelbſtloſer, dienſtfreudiger Offizier. Als
alleinſtehender Mann gab er ſich ganz und gar dem Sol=
datenſtande
hin. Aus vielen Anzeichen war geſchloſſen
worden, daß der Verſtorbene ein zu ſtrenger Offizier ge=
weſen
ſei. Davon kann aber, wie aus hieſigen Offiziers=
kreiſen
mitgeteilt wird, nicht die Rede ſein und jeder Hin=
weis
auf den Fall Kroſigk iſt ſtreng von der Hand zu wei=
ſen
. Was den Täter, Musketier Emersleben, anbelangt. ſo
war er ſehr eigenartig in ſeinem Weſen. Vor längerer Zeit
ſoll er ſchon davon geſprochen haben, daß er den Haupt=
mann
beſeitigen wolle. Dem Kaiſer iſt von dem Vorfall
telegraphiſch Nachricht gegeben worden.

Die Bergarbeiterbewegung.

* Prag, 28. März. Aus dem nordweſtböh=
miſchen
Braunkohlenbecken, ſowie dem Fal=
kenau
= und Elbogenerrevier eingetroffenen Meldungen
zufolge iſt im allgemeinen eine geringe Beſſer=
ung
der Lage zu verzeichnen. Unbedeutend nahm
die Zahl der Streikenden in den Bezirken Auſſig und
Komotau zu. Eine Abnahme hat ſich ergeben in Brüx
und Dux, unverändert iſt ſie in Karlsbad, normal in
Kladno und im Schlaner Kohlenrevier. Die Bemüh=
ungen
der Unioniſten, den Streik allgemein zu geſtalten,
ſind geſcheitert. Der Verein für die bergbaulichen
Intereſſen Nordweſtböhmens richtete an alle Bezirks=
hauptmannſchaften
des Braunkohlenbeckens eine Ein=
gabe
, in der um ausgiebigen Schutz der Arbeitswilli=
gen
erſucht wird. Im Teplitzer Bezirk iſt keine weſent=
liche
Aenderung eingetreten. Von der Frühſchicht ſind
von 1405 Mann nur 381 erſchienen.
* London, 29. März. Obwohl noch keine defini=
tiven
Beſchlüſſe der Grubenbeſitzer und der
Bergarbeiter vorliegen, iſt doch die allgemeine

[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 7.

Stimmung binſichlich einer Beendigung des
Streiks weſentlich optimiſtiſcher geworden. Man
fnimmt an, daß der Streik ſeinem Ende nahe iſt. Im
Taufe des geſtrigen Tages wurden einige Gruben wie=
Der geöffnet. Die 350 Bergarbeiter, die in Chirk in
Mordwales einfuhren, konnten, geſchützt durch Truppen,
rungeſtört arbeiten. Ebenſo gingen die Unterhaltungs=
rarbeiten
auf der Grube Littleton in Staffordſhire unge=
ſtört
vor ſich. Seit dem 1. März haben die Gewerkſchaf=
tten
1043000 Pfund Sterling an Streikgeldern ausge=
rzahlt
. In den Kaſſen befinden ſich noch 951000 Pfund.
* London, 28. März. Premierminiſter Asquith
ſwohnte einer Verſammlung liberaler Parlamentarier
daus den Kohlendiſtrikten bei und erklärte: Die Annahme
Dder Bill über das Lohnminimum ſchuf eine andere
Situation. Seit die Regierung eingriff, wurde dem
Prinzip des Lohnminimums von einem erheblichen Teil
rder Kohlengrubenbeſitzer zugeſtimmt. Wenn es das
=Parlament ablehnte, in die Bill beſtimmte Zahlen auf=
zzunehmen
, ſo müſſe dies nicht ſo ausgelegt werden, als
ſob ein Teil des Parlaments der Meinung ſei daß die
geforderten Zahlen unbillig ſind. Den Diſtriktsämtern
ſollte vertrauensvoll die Feſtſetzung der Raten für die
Diſtrikte überlaſſen werden.
* London, 28. März. Die Führer der Arbei=
terpartei
im Unterhauſe haben an die Strei=
kenden
in den Bezirken, wo die Arbeit teilweiſe wieder
aufgenommen worden iſt, einen Aufruf erlaſſen, Aus=
ſchreitungen
zuvermeiden, da ſie ſonſt ſich die
öffentliche Meinung entfremden und gegneriſche Inter=
eſſen
fördern würden.
H. B. New=York, 29. März. Der Grubenarbei=
ter
=Ausſtand iſt für nächſten Montag beſchloſſen
worden. Die Unterhandlungen zwiſchen den Arbeit=
gebern
und den Delegierten der Arbeiter haben zu kei=
nem
Reſultat geführt. Der Vorſitzende des Verbandes
der ſondizierten Grubenarbeiter teilt mit, daß 3500
Bergleute die Arbeit einſtellen werden. Sämtliche
Anthrazitkohlengruben werden geſchloſſen ſein und nur
wenige, Bergwerke dükften den Betrieb aufrecht erhal=
ten
. Auch das Syndikat der Eiſenbahn=Mechantter ün=
digt
an, daß demnächſt der Ausſtand für dieſe Arbeiter=
kategorie
proklamiert werden wird.

Handel und Verkehr.

Die R eichspoſt und die Bar=
frankierun
g. Die Wünſche der Handels=
welt
wegen Einführung einer vereinfachten Fran=
kierung
für die von einem Abſender in grö=
ßerer
Zahl gleichzeitig eingelieferten Briefſendungen
(Maſſenauflieferungen) werden jetzt in Erfüllung gehen,
da die Reichspoſt, zunächſt für mehrere große Orte, die
Aufſtellung von Maſchinen vorbereitet, die ge=
gen
einfache Barfrankierung die Briefſendungen mit der
Freimarke bekleben, die Marken zugleich entwerten, ſowie
dieſe Marken und die Sendungen automatiſch zählen.
Die Vorarbeiten hierfür wurden vom Reichspoſtamt be=
reits
aufgenommen, lange bevor 1910 in Bayern die Bar=
frankierung
durch Frankoſtempel in einigen Orten zur
Einführung kam. Es bedurfte mehrerer Jahre ange=
ſtrengter
Arbeit, bis jene Verſuche zu einem befriedigen=
den
Ergebnis führten. Das neue Barfrankierungsver=
fahren
der Reichspoſt beſitzt weſentliche Vorteile vor dem
bayeriſchen Verfahren, zumal der bayeriſche Franko=
ſtempel
nur auf Inlandſendungen anwendbar iſt, da im
Weltpoſtverkehr die Frankierung ſtets durch Freimarken
erfolgen muß. Während daher alle Sendungen nach dem
Auslande in Bayern von dem Bedrucken
mit dem Frankoſtempel ausgaſchloſſen bleeben,
beſteht für die Barfrankierungsmaſchinen der Reichspoſt
eine derartige läſtige Beſchränkung nicht. Die neuen
Maſchinen werden vorausſichtlich ſchon im April in Be=
trieb
genommen werden. Daneben ſtellt das Reichspoſt=
amt
gegenwärtig noch Verſuche mit einem anderen, je=
doch
dem gleichen Zwecke dienenden Maſchinentyp an, der
vorausſichtlich ebenfalls für die Barfrankierung wird
benutzt werden können,
29 Millionen Mark vierprozentige
Anleihe des Großherzogtums Baden wur=
den
von einem Konſortium, beſtehend aus der Direktion
der Diskontogeſellſchaft, der Deutſchen Bank (Berlin), dem
Bankhaus Speyer=Elliſſen (Frankfurt) Jakob S. H.
Stern, der Badiſchen Bank, der Rheiniſchen Kreditbank,
der Süddeutſchen Diskontogeſellſchaft (Mannheim) dem
Hauſe Veit L. Homburger und dem Hauſe Straus und
Co, in Karlsruhe übernommen. Die Anleihe iſt bis 1921
unkündbar.
* Berlin, 29. März. In der Sitzung des Zentral=
ausſchuſſes
der Deutſchen Reichsbant erklärte
Präſident v. Havenſtein, daß ein Anlaß zu einer Aende=
rung
des Diskonts nicht vorliege. Ueber die Veränderun=
gen
des Status der Bank vom 23. März bis 27. März
wurde mitgeteilt, daß die Anlagen um 153 Millionen zu=
genommen
hätten, gegen eine Zunahme von 123 Millionen
im Vorjahre. Hierzu ſei bemerkt, daß namentlich viele
lange Wechſel eingereicht worden ſind. Der Barvorrat
nahm um ſechs Millionen Mark zu gegen eine Abnahme

von 20 Millonen im Voriahre. Die frenden Gelder ver=
mehrten
ſich um 78 Millionen, gegen eine Vermehrung von
66 Millionen des Vorjahres. Der Betrag der ungedeckten
Noten belief ſich am 27. März auf 295 Millionen, gegen
283 Millionen im Vorjahre.
* Luxemburg, 28. März. Der lurembur=
giſche
Staat iſt im Begriff, ſeine letzten Erz=
konzeſſionen
zu vergeben. Die inländiſchen
Hüttenwerke hatten zwecks Erwerbs derſelben ein Syn=
dikat
gebildet. Sie boten dem Staate für die Ausbeutung
der 581 Hektar großen Erzfelder eine während 50 Jah=
ren
zu zahlende jährliche Rente von 720 Mark pro Hek=
tar
, die ſpäter auf 800 Mark erhöht werden ſollte. Heute
hat nun, wie das Luxemburger Wort von offizieller Seite
erfährt, der Großinduſtrielle Auguſt Thyſſen von der
Gewerkſchaft Deutſcher Kaiſer ein Uebergebot von 20
Prozent gemacht. Er bietet dem luremburgiſchen Staate
960 Mark pro Hektar und erklärt ſich bereit, die ſtaatliche
Klauſel betr. die Verhüttung der Erze im Luxemburger
Lande vorzunehmen. Thyſſen hat ſich an das Gebot bis
zum 1. Juli 1912 gebunden erklärt.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktios
leinerlet Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abf. 2 bes
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Heſſennummer. Der Verlag J. J. Weber
hat am 21. März 1912 den 138ten Band der Flluſtrirten
Zeitung als Heſſennummer erſcheinen laſſen. Auf 107
Seiten ſoll darin die Geſchichte, die Bedeutung und die
Schönheit des Heſſenlandes geſchildert und durch zahl=
reiche
Bilder veranſchaulicht werden. Allein bei näherer
Durchſicht verſtimmt das Gefühl, daß für den Verlag bei
der Stoffauswahl keineswegs ſachliche Gründe den Aus.
ſchlag gaben, ſondern vornehmlich geſchäftliche
Vorteile. Friedberg z. B., der geſchichtlich denkwür=
digſte
Ort Oberheſſens, deſſen Liebfrauenkirche, Juden=
bad
(Kaſtell), Burg und Kaiſerſtraße jedweden Beſucher
feſſeln, deſſen Gymnaſium, Schwimmbad, Kranken=
haus
und Vorſchußvereinsbau von ſeiner heutigen Bedeu=
tung
zeugen, wird mit ſechs farbloſen Zeilchen und einem
wenig geeigneten Bild abgetan, während andere ober=
heſſiſche
Orte (Butzbach) reklamemäßig ins Auge ſprin=
gen
. Der von der Stadt Friedberg geleiſtete Druckkoſten=
zuſchuß
hat dem Verlag offenbar nicht genügt. Aber auch
andere Städte, wie Mainz, Offenbach, Worms, Bingen,
Bad Nauheim und Gießen ſind in der Heſſennummer
bildlich und tertlich durchaus unzureichend behandelt.
Alles in allem bedeutet die Heſſennummer für den
Verlag Weber einen Fehlwurf: die durch umfangreiche
Voranzeigen im Heſſenland erregten Erwartungen ſind
keineswegs erfüllt.
Dreher.
Friedberg (Heſſen), 28. März.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Berlin, 29. März. Der von den Strafbehörden ge=
ſuchte
Generalkonſul Coſtaricas Müller ſtellte ſich
ſelbſt. Er befindet ſich in einem Sanatorium in Wol=
tersdorfer
Schleuſe bei Berlin, da er ſchon längere Zeit
krank iſt. Der Gerichtsarzt begab ſich ins Sanatorium,
um feſtzuſtellen, ob Müller haftfähig iſt.
* München, 29. März. In der Abgeordneten=
kammer
erklärte Dr. Günther bezüglich der Aeußer=
ung
des Abgeordneten Held in einer Verſammlung in
Schwandorf, daß ein Mann von Ehre der liberalen Par=
tei
nicht mehr angehören könne, namens der Liberalen,
die Aeußerung ſtelle eine Beleidigung der geſamten üibe=
ralen
Partei dar. Er ſagte, für die Liberalen ſei Held
weder in parlamentariſcher noch in geſellſchaftlicher Hin=
ſicht
vorhanden. Präſident Orterer bemerkte, die
Aeußerungen überſchritten weitaus das Maß des Er=
laubten
. Es ſei unzuläſſig, auszuſprechen, daß ein Mit=
glied
des Hauſes geſellſchaftlich für die anderen nicht
mehr da ſei. Das ſſei ein Vorgang, der ſich im Hauſe
noch nicht ereignet habe. Dr. Günther erwiderte, das
ſei wohl noch nicht dageweſen, aber auch die Urſache da=
für
noch nicht. Wie die Handlung, ſo die Behandlung.
Der größte Teil des Zentrums verließ den Saal.
Dr. Günther ſprach dann zum Etat weiter,
* Wien, 29. März. Abgeordnetenhaus. Zu
Beginn der Sitzung erteilte der Präſident Sylveſter ein=
zelnen
Abgeordneten Ordnungsrufe und Rügen wegen der
geſtrigen Zwiſchenfälle und drückte ſein tiefſtes Bedauern
aus über die widerwärtigen Szenen am geſtrigen Sitz=
ungsſchluß
. Er knüpfte die Mahnung an, durch Ruhe und
Selbſtbeherrſchung die Würde des Hauſes zu wahren.
(Beifall Zahlreiche lebhafte Zwiſchenrufe und erregter
Wortwechſel zwiſchen den Deutſchnationalen und Sozial=
demolraten
Andauernder großer Lärm.) Der Präſident
drohte mit Unterbrechung der Sitzung. Nach eingetretener
Ruhe wurde die erſte Leſung der Waſſerſtraßennovelle fort=
geſetzt
.
* Peſt, 29. März. Graf Khuen=Hedervary
iſt, wie aus Wien gemeldet wird, heute vormittag in
Schönbrunn zu einer halbſtündigen Audienz beim
Kaiſer erſchienen, nach welcher er ſämtliche Mitglieder

der ungartiſchen Reglerung auforderte, nach Wien zu
reiſen, wo im ungariſchen Palais abends ein ungari=
ſcher
Miniſterrat ſtattfindet. Der Finanzminiſter Lu=
kacs
iſt bereits geſtern mit dem Miniſterpräſidenten
nach Wien gereiſt. Die Regierung ſteht, wie verlautet,
vor ernſten Entſchlüſſen.
* Lemberg, 29. März. Wie die Blätter aus Prze=
myſel
melden, entſandten die Schüler des ruthe=
niſchen
Gymnaſiums heute früh eine Abordnung
zum Direktor mit der Bitte, den Unterricht ausfallen zu
laſſen. Da dies abgelehnt wurde, verließen die Schü=
ler
der Oberklaſſen, denen ſich ein Teil der Schüler der
Unterklaſſen anſchloß, die Anſtaltsgebäude und begaben
ſich zum Schloßberg, um eine Verſammlung abzuhalten.
** Konſtantinopel, 29. März. Der Miniſter des
Aeußern und Gemahlin verbrachten die Nacht in der
deutſchen Botſchaft. Ein Teil der Möbel Aſſin Beys, die
nicht verſichert waren, ſind verbrannt. Der Mini=
ſter
bezieht den alten Konak Ferid Paſchas. Allgemein
wurde der Mut der deutſchen Matroſen bewundert, die
ſich bei den Rettungsarbeiten auszeichneten. Nament=
lich
reiteten ſie den Schmuck der Gemahlin des Mini=
ſters
, koſtbare Teppiche und Möbel. Der deutſche Bot=
ſchafter
weilte an der Brandſtätte und wies den Ret=
tungsdienſt
an. Die Bibliothek und das koſtbare Tafel=
ſervice
konnten gerettet werden.
* Konſtantinopal, 29. März. Nach brieflichen Be=
richten
aus Samos ſoll der Mörder Kopaſſis, der
nach dem Attentat von einem Adjutanten Kopaſſis ver=
folgt
und durch Revolverſchüſſe verletzt wurde, jetzt ſei=
nen
Verletzungen erlegen ſein. Der Mörder ſoll zugege=
ben
haben, durch eine größere Geldſumme zu dem Atten=
tat
angeſtachelt worden zu ſein.

Bochum, 29 März. Auf der zur Harpener
Bergbaugeſellſchaft gehörigen Zeche Scharn=
horſt
iſt heute früh ein Grubenbrand ausgebro=
chen
. Bei dem Grubenbrand haben acht Mann durch
Einatmen von Brandgaſen gelitten. Es wurde ihnen
ſofort ärztliche Hilfe zuteil. Sechs Mann konnten ſich
in ihre Wohnungen begeben, zwei Mann wurden ins
Krankenhaus gebracht, weitere zwei Mann werden noch
vermißt ſie ſind wahrſcheinlich tot. Von den Nach
barzechen ſind Rettungsmannſchaften herbeigeeilt.

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regelmäßig genommen, macht
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Aus dem Geſchäftsleben.

Stuttgarter Lebensverſicherungsbank a. G.
(Alte Stuttgarter). Die Geſchäftsergebniſſe des ab=
gelaufenen
Jahres 1911, des 57. Geſchäftsjahres, in dem
die Bank die erſte Milliarde erreichte und überſchritt,
waren äußerſt günſtig und übertrafen in jeder Be=
ziehung
die der Vorjahre. Es wurden eingereicht 16058
neue Anträge über 108,5 Millionen Mark (im Vorjahre
12 393 Anträge über 93,5 Millionen Mark). Zur Auf=
nahme
kamen 13368 (i. V. 10 453) Verſicherungen mit
87,8 i. V. 77,9) Millionen Mark Kapital. Der vorzeitige
Abgang durch Kündigung, mangels Zahlung ꝛc. iſt weiter
ſtark zurückgegangen und betrug nur 0,61% (i. V. 0,71%=
1909: 0,79%), der im Laufe des Jahres auf den Todes=
fall
verſichert geweſenen Summen. Nach Abzug des
Geſamtabganges verbleibt in der Todesfollverſicherung
ein Reinzuwachs von 9735 (i. V. 6923) Verſicherungen
mit 62,9 (t. V. 54,7) Millionen Mark Kapital. Einſchließlich
der Altersverſicherung betrug Ende 1911 der Geſamt=
beſtand
der Bank 156551 (i. V. 147 282) Verſicherungen
mit einer Milliarde und 19,2 Millionen Mark (i. V. 957,6)
Verſicherungsſumme.

Familiennachrichten.

Todes-Anzeige.
Heute nacht ¼12 Uhr entſchlief nach langem,
ſchwerem Leiden, genau vier Wochen nach dem
Hinſcheiden ihres Gatten, unſere treubeſorgte
Mutter, Tochter, Schweſter, Schwägerin u. Tante
Frau Karl Dauth Witwe
Johanna, geb. Weiermann.
Um ſtille Teilnahme in dieſem erneuten
ſchweren Leid bitten
(7712
die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Berta Dauth,
Wilhelm Weiermann.
Darmſtadt, Frankfurt a. Main, Seligen=
ſtadt
, 29. März 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, 31. März,
nachmittags 2 Uhr, vom Portale des Darm=
ſtädter
Friedhofes aus.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Mannes ſage
innigen Dank.
(7769
Darmſtadt, 29. März 1912.
Anna Schllck,
geb. Hilger.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Tiefbetrübt machen wir Verwandten, Freun=
den
und Bekannten die ſchmerzliche Mitteilung,
daß unſere liebe, gute und treubeſorgte Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter,
(7702
Schwägerin und Tante
Elise Volk Witwe
geb. Mahr
geſtern abend 11 Uhr nach kurzem Krankſein
im nahezu vollendeten 73. Lebensjahre ſanft
dem Herrn entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 29. März 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. März,
nachmittags 3½ Uhr, vom Sterbehauſe Nieder=
Ramſtädterſtraße 5½ aus, ſtatt; die Einſegnung
¼ Stunde vorher.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man abſehen
zu wollen.

Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute abend 8 Uhr meinen guten, treubeſorgten
Gatten, unſeren lieben Vater, Schwiegervater
(7730
und Großvater
Herrn P Günther
Glasermeister
nach kurzem Leiden zu ſich zu nehmen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 28. März 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. März,
nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehauſe Heidel=
bergerſtraße
70 aus, ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir höflichſt ab=
zuſehen
.

Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine innigſtgeliebte Gattin, unſere treu=
beſorgte
Mutter
(7752
Frau
Katharina Nonnengess
geb. Hofmann
heute nach langem, ſchwerem, mit Geduld er=
tragenem
Leiden im 77. Lebensjahre in die
Ewigkeit abzurufen.
Darmſtadt (Darmſtr. 7), 28. März 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Johann Nonnengess.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. März,
nachmittags 2½ Uhr vom Portale des ſtädti=
ſchen
Friedhofes aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme bei dem Hin=
ſcheiden
meines lieben Mannes, unſeres herzens=
(B7745
guten Väters
Herrn Jakob Bauer
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Vollrath für ſeine troſtreichen Worte und dem
Beſſunger Bürgerverein für die letzte Ehrung am
Grabe, unſeren tiefgefühlten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Bauer und Kinder.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Frau
Wilhelmine Hummel
geb. Lochmann
innigen Dank.
(7558
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Hummel, Expeditor i. P.
Darmſtadt, den 28. März 1912.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und überaus zahlreichen Blumenſpenden bei dem
Hinſcheiden unſeres lieben Bruders, Schwagers
und Onkels
(7546
Herrn Hausmeiſter
Philipp Kaiser
ſprechen wir Allen, insbeſondere den beteiligten
Vereinen, unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.

erete

C. A. S. Vorſchriften bezüglich der Anrede beſtehen
nicht. Es iſt neuerdings üblich, die Höflichkeitsfloskeln
ganz wegzulaſſen in der Anrede.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Die nördliche Zyklone zieht langſam oſtwärts ab,
während von Südweſten her ſich ein Hochdruckgebiet
über das Feſtland ausbreitet. Es zieht uns immer mehr
in ſeinen Bereich, ſo daß wir meiſt keiteres und trockenes
Wetter erwarten dürfen. Bei nordweſtlichen Winden
wird die Temperatur etwas ſinken. Randwirbel dürften
noch einzelne Regenſchauer bringen.
Ausſichten für Samstag, den 30. März 1912:
Meiſt heiter, höchſtens einzelne Regenſchauer, kühl.

Tageskalender.
Samstag, 30. März.

Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement);
Der Graf von Luxemburg.
Orpheum, Anfang 8½ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer,
Bauerntheaters (Sündige Liab).
Schlußprüfung der Kaufm. Fortbildungsſchule de
Handelskammer um 3 Uhr Schulſtraße 9.
Hauptprüfung um 3½ u. 8 Uhr im Konſervatorium
für Muſik (Mühlſtraße).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. Reſtaurant Metropol
um ½ 8 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23.)
Zur Einweihung des Campanile von San Marco;
vom Untergang des engliſchen Dampfers Oceana
das Attentat auf das italieniſche Königspaar; der
engliſche Miniſter Winſton Churchill.
Sonntag, 31. März.
Orpheum: Gaſtſpiel des Oberbayer. Bauerntheaters
(4 Uhr: Um Liab und Leb’n, 8¼ Uhr: Der
Geigenmacher von Mittenwald‟).
Konfirmanden=Abend um 8 Uhr Riegerplatz 3
(Chriſtlicher Verein junger Männer).
Ausſtellung von Schülerinnen=Arbeiten der Haus=
wirtſchaftlichen
Fortbildungsſchule im Schulhaus in
der Hermannſtraße (geöffnet von 35 Uhr).
Ausſtellung von Büchern ꝛc. im Rathaus (geöffnet
Samstag von 47 Uhr, Sonntag von 111ℳ¼ und
47 Uhr).
Koloniale Jagd= u. Meerfiſche=Ausſtellung
im Kaiſerſaal (geöffnet von 98 Uhr).
Vorſtellungen in Holzmüllers Menagerie um 4, 6
und 8 Uhr am Hallenſchwimmbad.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.

Verſteigerungskalender.
Montag, 1. April.

Lumpen= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr im ſtädt.
Kraukenhaus.
Dünger=Verſteigerung um 8 Uhr in der Artillerie=
Kaſerne (Regiment Nr. 61).
Stamm= und Stangenholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Roßdorfer Gemeindewald (Zuſammenkunft
auf der Kub g).
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im Schaaf=
heimer
Gemeindewald (Zuſammenkunft auf der Straße
Schaafheim-Babenhauſen am Diſtrikt Neuwäldchen).
Pferde= ꝛc. Verſteigerung um 2 Uhr zu Wies=
baden
, Dotzheimerſtraße 19.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

.

-Koniekt

(V14264)

das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahl eichen
Aerzten wärmstensempfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M. 1,
Man hüte sich ver minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN.

[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 9.

Besonders billiges

Konfektion

Jackenkleider, Kammg.-Cheviot
und Stoffe engl. Art
32. 24. 19.50
Jackenkleider, blau und andere
moderne Farben, aparte Fassons
52. 45.- 36.-
Engl. Paletots mit garnierten
Kragen und Knopfgarnitur
12.25 10.50 7.25
Engl. Paletots, blau Cheviot
sowie Stoffe engl. Geschmacks in
eleganter Ausführung
24. 18. 14.50

Woll-Blusen in allen modernen
Farben, reich garniert
4.75 3.75 2.90
Tüll-Blusen, auf farbiger und
weisser Seide, schick verarbeitet
12.50 7.75 5.90
Kostüm-Röcke in hellen und
dunklen Stoffen
9.50 6.25 3.90
Kostüm-Röcke in schwarz oder
blau Kammgarn-Cheviot, moderne
Verarbeitung
12.50 7.75 5.90

Damen-Wäsche

Damen-Hemden, Schulterschluss
mit gestickter Passe u. Schalfasson
1.65 1.45 1.10
Damen-Hemden, prima Qualität.
mit eleganten Stickerei-Garnituren
2.75 2.25 1.95
Knie-Beinkleider, feinfäd. Ge-
webe
, mit reichem Stickerei-Volant
1.95 1.65 1.25

Damen-Beinkleider, solid. Cre-
tonne
, mit reichem Stickerei-Volant
1.65 1.35 95
Stickerei- Unterröcke mit
Feston-Einsätzen und Volant
5.50 4.25 3.25
Untertaillen mit reich gestickt.
Vorderteil und Rücken-Garnitur
1.35 1.10 95

Strümpfe
Korsetts

Damen-Strümpfe, glatt, in braun
und schwarz
75 50 35
Damen-Strümpfe, durchbroch.,
schwarz und farbig
1.25 95 785
Kinderstrümpfe, schwz. u. braun
Grösse 1 2 3 4 5 6

Korsetts mit Spiralfedern, aus
gutem Drell
1.65 1.35 95
Frack-Korsetts aus Ia. Satin-
Drell mit schöner Spitzengarnitur
2.95 2.25 1.95
Directoire-Korsetts aus prima
Satin-Dreil

4.25
3.50 2.50
5 30 35 40 45 50

Unterröcke

Wasch-Unterröcke in gut sor-
tierten
Streifen, hübsch garniert
2.50 1.95 1.45
Lüster-Unterröcke, Ia. Verar-
beitung
, mit hochgarniertem Volant.
in modernen Farben
6.25 4.50 3.25

Leinen-Unterröcke, reichhaltig
mit Einsätzen und Spitzen garniert,
solide Qualitäten
5.50 3.95 2.95
Moiré-Unterröcke aus gutem
Moiré, uni und gestreift
7.50 6.50 5.50

Durz

Neue engl. Hüte, solideste Ge-
flechte
mit schicken Garnituren
4.75 2.95 1.80
Neue Wiener Hüte ausnurleicht.
Geflechten, mit elégant. Garnituren
11.75 8.50 6.75
Neue Kinder-Glocken, solide
Geflechte, mit kleidsam. Garnituren
4.75 3.50 2.50
Neue Kinder-Hüte in weiss und
farbig, mit Schleifengarnitur
2.45 1.35 95

Neue Toque-Formen, aus mod.
Geflecht m. d. verschied. Garnituren
8.75 7.25 5.90
Schicke jugendl. Hüte aus imit.
Rosshaar und Phantasie-Geflechten,
mit flotten Garnituren
10.50 8.50 6.75
Eleg. Rund-Hüte, imit. Rosshaar,
Bast- und Phantasie-Geflecht, mit
schick. Blumen- u. Band-Garnituren
17.50 14.75 1.75
Neue Rund-Hüte in mod. Ge-
flechten
u. mit hübschen Garnituren
11.25 9.75 7.50

Schürzen

Zierschürzen mit Träger, weiss
Batist mit Stickerei
1.95 1.35 95
Weisse Servierschürzen, mit
reicher Feston-Stickerei
2.10 1.75 1.25
Prinzess- u. Blusenschürzen
gestr. Siamosen, Volant u. Tasche,
mit reicher Garnierung
2.25 1.65 1.25

Zier-Schürzen mit Träger, tür-
kischer
Satin, schicke Macharten
1.75 1.25 95
Kinder-Schürzen, grosse Posten,
extra billig
1.25 95 75
Knaben-Schürzen, einfarbig
und gestreift
95 68 58

Modewaren
Handschuhe

Damen-Handschuhe, weiss,
dicht und porös
95 65 38
Damen-Handschuhe, schwarz
und farbig, glatt u. durchbrochen
1.25 75 45
Damen-Handschuhe, alle mo-
derne
Kleiderfarben, Trikot u. Seide
1.55 1.25 85

Samt-Gummigürtel, mit ele-
ganten
Schnallen
1.25 95 58
Brokat-Gummigürtel, aparte
Neuheiten
85 58
1.10
Jabots in Spitzen, Batist mit
Stickerei und Brüsseler Art
1.25 95 55 35

Herren-Artike

Macco-Hemden mit Schulter-
und Vorderschluss
1.95 1.55 1.25
Macco-Hosen, gute Qualitäten,
volle Grössen
1.85 1.50 1.25
Hosenträger, dauerh. Qualitäten
1.25 78 58

Bunte Garnituren, bestehend
aus Serviteur und Manschetten
1.65 1.25 85
Krawatten, Diplomaten- und
Regattes-Fassons, schöne Dessins
1.25 80 48
Selbstbinder, breite Fassons.
uni und gemustert
1.25 85 48

Rabattmarken oder 5 Prozent in bar.

aumaus

In Cohneider

Darmstaut
2 Ludwigstraße 2
Ecke Kirchstraße.

[ ][  ][ ]

Seite 10

Darmſtädter Tagbiatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

Frühlahr

Neuheiten

Anzügen
Uister
Paletots
Hosen
für Herren und Knaben.
Da ich einen grossen Teil meiner
Confektion selbst anfertigen lasse.
bin ich imstande, meiner werten
Kundschaft die grössten Vorteile
zu bieten.

Offenlage des Ein=
quartierungskataſters
.
Das auf Grund des Steuerheb=
regiſters
neu aufgeſtellte Ein=
quartierungskataſter
liegt in der
Zeit vom 10. bis 23. k. Mts. im
Stadthaus, Rheinſtraße 18, Zim=
mer
Nr. 21, während der üblichen
Bureauſtunden zur Einſicht der
Beteiligten offen.
Einſprachen gegen die Anſätze
des Kataſters ſind innerhalb=
21 Tagen nach erfolgter Offenlage,
alſo in der Zeit vom 24. April bis
einſchließlich 14. Mai l. Js. bei uns
vorzubringen.
(7723
Darmſtadt, 25. März 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.

Matratzenſtreu=
Verkauf.
Am Montag, 1. April 1912,
um 8 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger
Weg die Matratzenſtreu aus einem
Batterieſtall öffentlich und meiſte
dietend verſteigert. (7283idfs
* Darmſtadt, im März 1912.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.

Mittwoch, den 3. April 1912,
vormittags 9 Uhr, (7721
wird auf dem Hofe der Train=
kaſerne
in der Heidelbergerſtraße 49
die Matratzenſtreu der 2. Kom=
pagnie
meiſtbietend verſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18.

Modernes

auch die schwersten
Sprachleiden, Atem-
beschwerden
, nervös.
Unruhen undAengst-
lichkeit
, Erkrankun-
gen
der Stimmorgane
heilt
(7626a
Kern
2r
Drr. 1. Daum,
Bismarckstrasse 48
vom 1. April ab Wilhelminenstrasse 35.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkraft zu erhalten. Anerkennungen von Behörden, Pro-
fessoren
, Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.

1 Geſchäftswagen (Break)
1 l. Einſpänner Federn=Rolle,
2 räderig. Handwagen mit
Federn, 2 gr. Eisſchränke,
1 Hundewägelchen, 2 neue,
ſchw. Einſp.=Pferdegeſchirre
preiswert abzugeben (7676
Aliceſtraße 21, p.

G

ut erh. Kinderw. bill. z. verk.
Grafenſtr. 12, 4. St. (*8233

Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (859a

Betten, Schränke,
Gelegenhell. g. rl. Tiſche, Stühle,
Seſſel und Sofas, u. a. mehr,
ſofort billig zu verkaufen. Näh.
Riegerplatz 8, Schreinerei. (*8193

N

el=Tourenrad zu verkaufen
8254so) Lichtenbergſtr. 76, I. I.

Aatomobt

erſtklaſſiges Fabrikat, 4 Zylinder,
merik. Verdeck, wenig gefahren,
wegen Krankheit des Beſitzers für
die Hälfte des Wertes
zu verkaufen.
Off. u. WV 56 an die Exp. (*8102

1 weiße Kind.=Bettſt., 1 Kind.=
Klappſtuhl, 1 Schüſſelbrett bill.
zu verk. Arheilgerſtr. 79, p. (*8100

Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady, Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer Barcelona 27. März
2 Uhr 15 Min. nachmittags in
Baltimore
Dampfer Kaiſerin Auguſte Vik=
toria
von Aegypten und Italien
27. März 2 Uhr 30 Min. mor=
gens
in New=York.
Dampfer Zieten von Portland
(Maine) kommend, 27. März
7 Uhr 30 Minuten abends von
Rotterdam nach Hamburg.
Dampfer Cincinnati große
Orientfahrt, 27. März 2 Uhr
nachmittags in Meſſina.
Vergnügungsdampfer Meteor,
dritte Mittelmeerfahrt, 27. März
7 Uhr morgens in Palma.
Dampfer Viktoria Luiſe vierte
Weſtindienfahrt, 27. März in
Barbados.

Kurſe vom 29. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,25
81,40
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,25
81,40
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
93,50
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,40
89,20
do.
3½
3
do.
79,60
4 Hamburger Staatsanl. 99,90
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 99,90
do.
89,10
3½
78,20
do.
3
3 Sächſiſche Rente . . . . 81,00
4 Württemberger v. 1907 100,70
3½
94,90
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . 55,5
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,90 6½ Luxemb. Prince Henri 160,00
4 do. Goldrente . . . 96,60
4 do. einheitl. Rente 89,75
3 Portug. unif. Serie I 64,20
3 do. unif. Ser. III 67,50
3. do. Spezial . . . . 100,00
5 Rumänier v. 1903 . . 100,90
4 do. v. 1890 . . 95,20
4 do. v. 1905 . . 92,00
4 Ruſſen v. 1880 .
90,90
4 do. v. 1902
. 90,50
4½ do. v. 1905
. 100,40
3½ Schweden . .
92,75
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 83,60
4 Türk. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente 91,40
4 do. Staatsrente . . . 89,70

In Proz.
Zf.
5 Argentinter . . . . . . 100,50
4
88,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,50
5 Chineſ. Staatsanleihe .
94,50
do.
4½
4½ Japaner . . . .
94,70
5 Innere Mexikaner . . . 93,80
59,50
3
do.
4 Gold=Mexikaner v. 1904 87,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,50
3 Buenos Aires Provinz 72%
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=Paket=
. . . . 138,20
fahrt
3 Nordd. Lloyd . . . . . 105,90
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 115,00
8 Baltimore und Ohio . 106,10
6 Schantungbahn . . . . 136,80
10 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17½
6 Pennſylvania R. R. . 118,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 496,75
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

. . . 260,00
27 Farbwerke Höchſt . . 568,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 338,00
8 Cement Heidelberg . . 156,80
32 Chem. Werke Albert 448,50
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 306,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 124,50

In Proz.
Leßte
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 159,25
12 Siemens & Halske . 239,75
12 Bergmann Electr. . . 162,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 179,50
85 Gummi Peter . . . . 144,90
0 Kunſtſeide Frankfurt 155,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 463,75
12 Maſchinenf. Badenia 190,00
16 Wittener Stahlröhren 212,00
8 Steana Romana Petr. 134,80
15 Zellſtoff Waldhof . . 244,50
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 207,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 124,00
3 Südd. Immobilien . 80,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . 192,00
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 227,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 185,20
10 Gelſenkirchener . . . . 199,50
7 Harpener
. 199½
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 255,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
.103,00
4 Laurahütte . . . . . . 176,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
10
Weſteregeln 192,00
5 South Weſt Africa . 156,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 90,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,10
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,90
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,00
3
do.
79,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,80

Inpro,
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,30
54,40
do.
20/10
Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,10
88,80
4 Ruſſ. Südweſt.
96,60
4½ Moskau=Kaſan.
88,00
do.
89,00
4 Wladichawchas
89,00
4 Rjäſan Koslow
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 78,20
92,50
4
do.
70,40
2¼/0 Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 64,90
83,70
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 97,40
74,50
4 Miſſouri=Pacific.
.100,20
4 Northern=Pacific
. 95,20
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
. 88,30
Francisco.
98,30
5 Tehuantepec
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . .
8½ Bergiſch=Märkiſche
. . . 149,80
Bahn .
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 172,00
6½ Darmſtädter Bank . 125,00
12½ Deutſche Bank . 258,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,80
10 Diskonto=Kommandit 184,30
8½ Dresdener Bank . . 158½
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 121,90
5½ Pfälziſche Bank . . 130,00
6.48 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 130,75
½ Wiener Bankverein . 137,50
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80

Zf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
89,00
31
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
89,80
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
.100,40
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
. 100,45
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6t
89,80
S. 35
89,60
S. 911
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,70
do.
89,50
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914): . 89,00
1 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100, 40
do.
½
89,90
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 99,75
3½ do.
4 Frankfurt . . . . . .. 100,00
3½ do.
95,90
4 Gießen .
3½ do.
90,00
4 Heidelberg
99,00
3½ do.
89,50
4 Karlsruhe
98,60
3½ do.
89,00
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do,
90,5
4 Mannheim
98,60
do.
90,10
4 München .
100, 10
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,20
3.
do.
4 Offenbach .

In Proz.
Sf.
3½ Offenbach
99,20
4 Wiesbaden .
94,30
3½ do.
98,50
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 168,10
3½ Cöln=Mindner , 100 135,60
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 135,10
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 199,00
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
do.
. Fs. 10 34,20
fl. 7 35,60
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 524,00
do. v. 1858fl. 100 451,00
Ungar. Staats . . fl. 100 368,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 173,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43.
20 Franks=Stücke . . . . 16,25
4,19
Amerikaniſche Noten .
Engliſche Noten . . . . . 20,43
Franzöſiſche Noten. . . . 81,15
Holländiſche Noten. . . . 169,20
Italieniſche Noten .
80,55
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,70
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 80,90
Reichsbank=Diskonto . .
Reichsbank=Lombard 3sf. 6

[ ][  ][ ]

37.

Samstag. 30. März.

1912.

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf die §§ 3, 1527 der Verordnung vom 6. Mai 1977, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verfäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1912
von heute ab bis 31. März 1912 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
sei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
Dierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
worzubringen. Anträge, die nach dem 1. April 1912 geſtellt werden, können keine
Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.

C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Nadfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtelt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§. 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzuklebyn und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Radfahr=
karten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19. .u.
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Diekurg Di) und dahinter in d em hohen Ziſſern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind.
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Nummer=
platte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten wer=
den
muß, iſt in der Richtung der Längsare des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal, und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes läng=
ſtens
binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen Wohn=
oder
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der=Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
porübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
ſpruch
genommen, ſo iſt vorzulegen:

Uin den Fäln der Iiſer l eine Beſcheimigung der vorgeſepten Dienſtbehörde da=
hingehend
, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Voraus=
ſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Beſcheinig=
ung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum Mit=
führen
einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten Per=
ſonen
, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtenpel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſiet
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine Gelb=
ſtrafe
verwirkt, welche dem bierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
kommt
, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriſten
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abf. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53, 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
ſchriften
des Artikels 31 Abſ. 2 bis 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beauſichtigung, ſo haſtet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haſtbarkeit tritk
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen,
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4719a

Bekanntmachung.

Durch das am 1. April ds. Js. in Kraft tretende Geſetz, betreffend die Abän=
derung
der §§ 114a kk. der Gewerbeordnung, vom 26. Dezember 1911 (Reichsgeſetzblatt
von 1912, Seite 139) iſt die bisherige Vorſchrift, daß in Fabriken für minderjährige;
Arbeiter Lohnzahlungsbücher einzurichten ſind, beſeitigt worden. Dafür iſt in § 134
Abſatz 2 neuer Faſſung beſtimmt, daß nunmehr in Betrieben mit mindeſtens 20 Ar=
beitern
bei der regelmäßigen Lohnzahlung allen Arbeitern ohne Unterſchied ein.
ſchriſtlicher Beleg über den Betrag des verdienten Lohnes und dereinzeinen Arten der
vorgenommenen Abzüge auszuhändigen iſt. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchrift
werden nach § 150 Abſatz 1, Nr. 2 der Gewerbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 20 Mk.
und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 3 Tagen für jeden Fall der Verletzung des
(77514
Geſetzes beſtraft.
Die einſchlägige Geſetzesſtelle lautet:
Den Arbeitern iſt bei der regelmäßigen Lohnzahlung ein ſchriftlicher Be=
leg
(Lohnzettel, Lohntüte, Lohnbuch uſw.) über den Betrag des verdienten
Lohnes und der einzelnen Arten der vorgenommenen Abzüge auszuhändigen.
Wir weiſen die Inhaber von Betrieben, in denen in der Regel mindeſtens 20
Arbeiter beſchäftigt werden auf die genaue Befolgung dieſer Vorſchrift hin.
Darmſtadt, den 29. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 1., 2., 11., 12., 15.,
16., 18., 19., 22., 23., 25., 26., 29., 30. April 1912, von 8 Uhr vormittags bis zum
Dunkelwerden, Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des 18. Armeekorps
auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel, in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
wieſe
- Sauwieſe-=Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln ab=
geſperrt
.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. ( Polizeiver=
ordnung
Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. Sep=
tember
1909.)
Wenn das Schießen früher beendet iſt, werden die Gemeinden Meſſel und
Offenthal von Aufhebung der Abſperrung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(7489a
Feh.

Dem Rabattſparverein Darmſtadt iſt zu ſeiner beabſichtiaten Pramtenverloſung
die miniſterielle Genehmigung erteilt worden. Es ſollen 2000 Mark Ueberſchuß der
alten Rabattmarkenſerie den Markenſammelnden zurückvergütet werden, und zwar in
der Weiſe, daß Jeder, der ein Sparbuch zur Einlöſung bringt, eine auch auf dem
Buche zu vermerkende Nummer erhält. Je nach Zahl der eingelöſten Sparbücher
wird eine gewiſſe Anzahl ausgezählt und den Inhabern der ausgezählten Buchnum=
mern
wird eine Prämie von fünf Mark ausgezahlt werden. Die Zeit, bis zu welcher
die Einlöſung der Sparbücher zuläſſig iſt, und den Termin der Auszahlung der ein=
(7596
gelöſten Bücher wird der Rabattſvarverein noch bekannt geben.

[ ][  ][ ]

Nummer 37.

Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Samstag, den 30. März 1912.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß durch Anordnung Großh.
Miniſteriums der Finanzen die Beitreibungsbezirke für die Großh. Bezirkskaſſe Darm=
ſtadt
vom 1. April l. Js. an wie folgt eingeteilt worden ſind:
Beitreibungsbezirk 1 umfaßt die Schuldner in der Stadt Darmſtadt, deren Fa=
miliennamen
mit den Buchſtaben Aka anfangen, und die Untererhebeſtellen Gries=
heim
und Wolfskehlen;
Beitreibungsbezirk II umfaßt die Schuldner in Darmſtadt, deren Familien=
namen
mit den Buchſtaben He-P anfangen, und der
Beitreibungsbezirk III die Schuldner in der Stadt Darmſtadt, deren Familien=
namen
mit den Buchſtaben O2 anfangen.
Dagegen werden von demſelben Tage an die Untererhebeſtellen Arheilgen und
Nieder=Ramſtadt dem Beitreibungsbezirk Dieburg zugeteilt.
Gleichzeitig werden übertragen:
Beitreibungsbezirk I dem Großh. Pfandmeiſter Böttcher,
Friedrich und
III
Filſinger.
Darmſtadt, den 28. März 1912.
(7590
Großh. Bezirkskaſſe Darmſtadt I.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1912.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft vom 1. bis 24. April
lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorgenommen werden.
Die Muſterung findet in folgender Weiſe ſtatt:
Montag, den 1. April: der ſämtlichen Militärpflichtigen aus der Stadt Darm=
ſtadt
, deren Namen mit den Buchſtaben A bis C beginnen.
Dienstag, den 2. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe D bis F.
2. Gemeinde Hahn.
Mittwoch, den 3. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe G, 2. Ge=
meinde
Weiterſtadt. 3. Gemeinde Wixhauſen.
Mittwoch, den 10. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben H und J.
Donnerstag, den 11. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe K,
2. Gemeinde Gräfenhauſen.
Freitag, den 12. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L und M.,
2. Gemeinde Eſchollbrücken. 3. Gemeinde Schneppenhauſen.
Samstag, den 13. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben N bis R.
2. Gemeinde Eich. 3. Gemeinde Meſſel.
Montag, den 15. April desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S, jedoch
nur die in den Jahren 1890 und 1891 geborenen Militärpflichtigen.
2. Gemeinde Erzhauſen. 3. Gemeinde Traiſa.
Dienstag, den 16. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S, die
im Jahre 1892 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Malchen.
3. Gemeinde Roßdorf.
Mittwoch, den 17. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben I bis Z,
Donnerstag, den 18. April: desgleichen 1. Gemeinde Braunshardt, 2. Ge meinde
Arheilgen.
Freitag, den 19. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Gemeinde Nieder=
Beerbach.
Samstag, den 20. April: desgleichen Gemeinde Griesheim.
Montaa, den 22. April: desgleichen 1. Gemeinde Nieder=Ramſtadt, 2. Gemeinde
Ober=Ramſtadt.
Dienstag, den 23. April: desgleichen Gemeinde Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1892 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzähligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
hahen, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1890 und 1891 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.

Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. Januar l. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 5 von 1912) die im Jahre 1892 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen Militär=
pflichtigen
, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht bean=
tragt
haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im Muſterungs=
termin
zu tun.
Mittwoch, den 24. April findet die Loſung ſtatt, und zwar von vormittags
8 Uhr ab für die Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt, von 10 Uhr ab für
die Militärpflichtigen aus den Landgemeinden.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt l. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn, Ver=
krüppelung
ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei=
glaubhafte
Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben ver=
lieren
unter Umſtänden die Berechtigung, an der Loſung teilzunehmen, ſowie die aus
Reklamationsgründen erwachſenen Anſprüche und werden, neben Verurteilung in eine=
Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefängnisſtrafe, vorweg zum Militärdienſt
herangezogen.
Das perſönliche Erſcheinen bei der Loſung bleibt den Militärpflichtigen überlaſſen,
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),
das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige Bekannt=
machung
vom 7. Februar l. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 23) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Perſonen, zu deren Gunſten wegen Arbeite= und=
Aufſichtsunfähigkeit die Zurückſtellung eines Militärpflichtigen in Anſpruch genommen
wird (Eltern und Geſchwiſter ꝛc. derſelben), vor der Erſatz=Kommiſſion an dem Tage
zu erſcheinen haben, an welchem die Muſterung der betreffenden Militärpflichtigen ſtatt=
findet
. Die Geſuche ſind alsbald, ſoweit noch nicht geſchehen, bei den Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien vorzubringen.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1910 und 1911 wegen häus=
licher
ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind, inſofern ſie eine weitere Zuruckſtellung
bezw. die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern
und mit ihren Söhnen vor der Erſatzkommiſſion zu erſcheinen, gegenfalls die Reklama=
tionen
unberückſichtigt bleiben.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und Landwehr=, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 9. März 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart Reg.=Rat.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 2 Metall=Kettenarmbänder mit Anhänger. 1 Poſt=

buch und 2 Anweiſungen. 1 altes Portemonnaie. 1 kl. Kinder=
Leiterwagen. 1 Metzgerlittel. 3 Schlüſſel an einem Ring. 1 brauner
(7600
Filzhut. Zugelaufen: 1 Huhn.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Boxer. 1 Dachshund (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier aus=
gelöſt
werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(77.4
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 31. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr alends folgende
Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr
ab geſchloſſen.

Verkaufspreiſe der Kleiſch= u. Warſtwaren t. d. Haupt= u. Keſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563

per ½ kg
Ochſenfleiſch
90 Pfg.
84
Rindfleiſch
90
Kalbfleiſch
90
Hammelfleiſch
Bruſt
60
86
Schweinefleiſch
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Speck, geräuchert . . . 110

per ½ kg
Dörrfleiſch
. 100 Pfg.
Schinken m. Bein .
110
Rollſchinken
. 130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
86
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 86
Leber= u. Blutwurſt .
70

Vergebung von Leinen, Stoffen zu
Kleidern uſw.
für das Stadtkrankenhaus zu Darmſtadt.

Die verſchloſſenen Angebote auf vorgeſchrievenem Formular,
zu haben auf der Geſchäftsſtube des Krankenhauſes, ſind
Montag, den 22. April I. Js., vormittags
zwiſchen 10 und 11 Uhr,
in den am Haupteingange angebrachten Angebotkaſten einzulegen.
Mit Kennzeichen verſehene Muſterſtücke ſind bei dem Oberverwalter
abzugeben. Auskunft erteilt unter Vorlage von Muſtern der Ober=
verwalter
. Bemerkt wird, daß nur gute Ware verlangt wird.
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter
allen Anbietenden bleibt Großh. Bürgermeiſterei vorbehalten.
Darmſtadt, den 30. März 1912.
(7714ss
Die Krankenhaus=Direktion:
Dr. Fiſcher.


Verſteigerung.


Dienstag. den 2. April, vormittags 10 Uhr,

ſollen im Großherzoglichen Hofmarſtall dahier einige ausrangierte
Kummt= und Bruſtblattgeſchirre, Zügel, Pferdedecken, Teppichgurten
uſw. gegen Barzahlung verſteigert werden.
(7330ms
Darmſtadt, den 22. März 1912.
Großherzogliches Hofmarſtall=Amt.
Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach.

Jaſeleber-Verkauf.
Mittwoch, 3. April 1912, vormittags 11 Uhr,

ſoll ein der Gemeinde Hahn gehöriger, gut genährter Faſeleber
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Zuſammenkunft bei Bäcker=
meiſter
Daniel Starck II.
(7748
Hahn bei Pfungſtadt, den 28. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.

Lieferung
von Papier und Briefumſchlä=
gen
für die ſtädtiſche Verwal=
tung
im Rechnungsjahr 1912.

Angebote nebſt Muſter von
Schreib= und Deckenpapier, ſowie
von Briefumſchlägen uſw. ſind bis
Donnerstag, 4. April I. Js.
einzureichen.
Bedingungen und Muſter liegen
im Stadthaus, Zimmer Nr. 39,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht auf.
(7720so
Darmſtadt, 27. März 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Bekanntmachung.
Montag, den 29. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſoll die den Zimmermann Lud=
wig
Boßler Eheleuten dahier zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 511 209 Hofreite Kl.
Kaplanei=
gaſſe
5,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K28/12
Darmſtadt, 28. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V7601.

Bekanntmachung.
Montag, den 15. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſoll die zum Nachlaß des Schrei=
nermeiſters
Konrad Stein dahier
gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 181%/160 423 Hofreite Fried=
richſtraße
20,
zwecks Aufhebung der zwiſchen den
Erben beſtehenden Gemeinſchaft in
unſerem Bureau zwangsweiſe ver=
ſteigert
werden.
(K140/11-
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 28. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V7602

Dünger=Verkauf.
Dienstag, den 2. April 1912,
vormittags 9 Uhr.

wird auf dem Hofe der Artillerie=
kaſerne
(Heidelbergerſtraße) in
Darmſtadt die Matratzenſtreu von
zwei Batterien meiſtbietend ver=
kauft
.
(7733
Feld=Artillerie=Regiment Nr. 25.
billig
Blauer Sitzliegewagen z. ver=
kauf
. Mathildenpl. 5, II, Hs. (*8192

Bekanntmachung.

Infolge der bevorſtehenden Zuſammenlegung der ſtädtiſche
Straßenbahn mit der Dampfbahn der Süddeutſchen Eiſenbahn= Ge=
ſellſchaft
bei Bildung der Heſſiſchen Eiſenbahn=Altiengeſellſchaft tritt
vom 1. Mai ds. Js. ab eine neue Tarifordnung in Kraft.
Nach dieſer Tarifordnung ſollen die jetzt beſtehenden Knips=
und Schülerkarten in Wegfall kommen.
Wir machen deshalb ausdrücklich darauf aufmerkſam, daß die
im Laufe des Monats April ds. Js. noch auszugebenden Kaips=
und Schülerkarten mit Ende des Monats April ds. Js. ihre Gültig=
keit
verlieren.
(7591
Darmſtadt, den 28. März 1912.
Städtiſche Straßenhahn=Verwaltung.

Stammholz-Verſteigerung.
Montag, den 1. April I. J., vormittags 10 Uhr

anfangend, werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt Neu=
wäldchen
, verſteigert:
83 Eichenſtämme von 20 56 cm Durchm. 65 fm.
Zuſammenkunft auf der Kreisſtraße Schaafheim=Babenhauſen,
am Diſtrikt Neuwäldchen.
(7329ms
Schaafheim, am 25. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hauck.

Stungen= und Brennholz=Verſteiterung.
Dienstag, den 2. April, vormittags 9 Uhr

anfangend, werden im Ober=Ramſtädter Gemeindewald im Diſtrikt
Geiſenwald an Ort und Stelle verſteigert:
473 Stück Fichten=Derbſt. v. 79 cm mittl. Durchm., 812 m Länge
*96
810
Reisſt. 6
6 rm Kiefern=Scheiter; 61m Erlen, 66 Kiefern u. 18 Fichten=Knüppel.
Bemerkt wird, daß ſich die Stangen als Wagnerholz zu Leiter=
bäumen
u. dergl., ſowie für Weißbinder zu Gerüſtholz ſehr gut eignen.
Zuſammenkunft im Diſtrikt Geiſenwald auf der Kreisſtraße
Ober=Ramſtadt-Roßdorf.
Ober=Ramſtadt, den 25. März 1912.
(7598so
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.

in

Herren- und Knaben-Anzügen :.
Konfirmanden- u. Jünglings=Anzügen
Hoſen, Waſch-Anzügen u. Bluſen etc.
werden wegen Aufgabe dieſer Artikel größtenteils zu und
unter Selbſtkoſtenpreis ausverkauft. (7414msi

5. Markt 5.

[ ][  ][ ]

Nummer 77a

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 13.

Pferde= und Fuhrwerks=
Inventar=Versteigerung.
Wegen Veränderung des Betriebes läßt Herr
Fritz Wink am Montag, den 1. April er.,
ſachmittags 2 Uhr beginnend, im Kaiſerſaale‟
Dotzheimerſtraße 19, zu Wiesbaden einen Teil des
Pferde= und Fuhrwerks=Inbentars:
11 Luxus= und Arbeits=Pferde,
elegante Luxuswagen, als:
3 Landauer, ein= und zweiſpännig,
2 Viktoria auf Gummi,
4 Coupées auf Gummi u. Eiſen, ein= u. zweiſpännig,
2 Kremſer für je 16 Perſonen, mit Einrichtung für Eis
und Proviant,
1 kleiner Kremſer für 8 Perſonen,
2 moderne Jagdwagen. 1 Pürſchwagen,
4 elegante Schlitten, 5 Paar Schellengeläute,
1 Prunkſchlitten à la Ludwig XIV. mit echter Löwendecke=
und Kopf,
ca. 15 Paar elegante Ein= und Zweiſpänner= Pferde=
geſchirre
, 1 kompl. Reitſattel mit Zivilzaumzeug (faſt
neu), Livreen;
ferner: 5 Federrollen, ein= u. zweiſpännig, 1 Fuhrwagen mit Lei=
tern
, große Anzahl Ein= u. Zweiſpänner=Pferdegeſchirre für
Rollfuhrwerk, waſſerdichte Wagendecken, Bindeſeile u. Ketten,
2 Verdeckgeſtelle, Pferdedecken, Haferkaſten, Stall=Utenſilien,
ſowie Fuhrgerätſchaften aller Art, ſowie 1 eleg. Leichen=
wagen
mit Pferdegeſchirr und Schabracken
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freiwillig meiſtbietend gegen Barzahlung verſteigern.
Beſichtigung am Verſteigerungstage vorm. von 9 Uhr ab im Kaiſerſaale.
Wilhelm Heffrich, Auktionator u. Taxator
Wiesbaden, Schwalbacherstr. 23.
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b) Gipsabgüſſe Modelle Studien.
Daran anſchließend:
Gemälde=Verſteigerung aus den Nachläſſen
Profeſſor Alfons SpringMünchen
Heſzahnarzt Karl Elchinger München
Montag, 15. April, bis Mitt=
Versteigerung: woch, 17. April, von 10 Uhr an,
Freitag, 12. April, bis Sonn=
Ausstellung: tag, 14. April, von 10 bis 2 Uhr.
Katgloge gratis. Illuſtr. Kataloge mit 85 Lichtdrucktafeln
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Stenographie notdürftig nach der alten Methode zu lernen,
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Seite 14:

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Ravna Jonſon ſah ganz deutlich, wie ein tiefes Er=
blaſſen
über das braune Geſicht Ingwald Anderſens
lief, er ſah aber auch, wie tadellos ſich dieſer fremde
Mann in der Gewalt hatte.
So darf man euch Glück wünſchen zu dieſem Schwie=
gerſohn
, ſagte er höflich. Er ſcheint ein verſtändiger
Burſche und eure ſchöne Tochter wird gewiß ſehr glück=
lich
mit ihm werden.
Das hoffe ich zuverſichtlich, gab der Alte zurück.
Und dann kam Hallgerdr, den Gaſt in die Kammer
zu geleiten.
Sie tat es mit der freien, ruhigen Sicherheit und
Würde, die den isländiſchen Mädchen eigen.
Ohne Scheu bot ſie dem fremden Mann, nachdem ſie
ihm ſorglich das Lager bereitet, die friſchen Lippen zum
Kuß, wie es ſeit uralen Zeiten Brauch iſt auf Island.
Wehe dem Gaſt, der mehr begehren würde, wenn ſich
ihm keuſch und rein die Mädchenlippen der Tochter ſeines
Gaſtfreundes bieten. Heilig muß ihm die Maid ſein,
heilig das Haus, das ſie birgt, und heilig das Gaſtrecht,
das er genießt.
Und trotzdem Ingwald Anderſen die Sitte nicht zum
erßten Mal erlebte, durchflammte ihn, als ſich einen

Augenblick die friſchen Lippen Hallgerdrs auf ſeinen
Mund legten, das Gefühl einer wilden Seligkeit, daß er
all ſeine Kraft zuſammen nehmen mußte, um das ſchöne,
blonde Weib nicht wild in ſeine Arme zu reißen, um ſich
nicht ſatt zu trinken an dieſem roten, weichen und doch
ſo zarten, halb geöffneten Munde.
Gott ſegne euer Kommen, Herr, ſagte Hallgerdr leiſe.
Er ſchenke euch eine geruhſame Nacht im Widarhof.
Habt Dank, ſchönes Kind, und wenn meine Augen
euch morgen früh nicht mehr ſchauen ſollten, ſchon bei
Tagesgrauen muß ich weiter ziehen, ſo hoffe ich, daß ihr,
bis wir uns in Reykjavik wiederſehen, freundlich meiner
gedenkt.
Ich werde es nicht vergeſſen, Herr, daß ihr es gewe=
ſen
, der bei dem Vater die Erlaubnis für den Schiffsball
und das Konzert in der Stadt und zu dem Ausflug nach
dem Geyſir erwirkt hat.
Freut euch das?
Ueber alle Maßen. Ich bin ſo glücklich und froh
darüber. Sagt das bitte John und Signe Thorkjel, und
grüßt mir auch Frau Groa und die kleine Jorum.
Ich werde es ausrichten. Gute Nacht, ſchönes Kind.
Gute Nacht, Herr!
Die Tür fiel ins Schloß. Schwer atmend fiel der
Kapitän auf ſein Lager zurück. Welch beklemmender
Druck ſchnürte ihm plötzlich die Bruſt zuſammen? Warum
brannte der reine, keuſche Kuß des Mädchens, den ſie,
um den Gaſt zu ehren, mit reinem, kindlichem Herzen
gab, wie Feuer auf ſeinem Munde? Warum ſchrie

plötzlich etwas heiß in ſeiner Bruſt nach dem blonden
Weibe, das er jüngſt in der Nacht geſehen, wie es einen
anderen Mann küßte? Schon damals war ein Feuer=
funken
in ſeiner Seele aufgeflammt, ſchon damals hatte
er, als er über die blanken Wellen hinüber zu ſeiner Katla
ruderte, einen Moment voll ſüßen, geheimen Schauerns
empfunden, wie es ſein müßte, wenn die blonde Jslän=
derin
ihn geküßt?
Und nun hatten ihn die Lippen Hallgerdrs berührt.
Zart und weich wie Roſenblätter hatte er ihre Lippen
auf ſeinem Munde geſpürt, und immer wieder fühlte er
den Kuß, immer heißer entflammten ſich ſeine trunkenen
Sinne im Nacherleben jenes wonnigen Augenblickes.
Was hatte der Alte geſagt? Sie ſei Bjarni Petrurſ=
ſons
Braut? Dieſer ſtruppige, borſtige Kerl, dieſer Bau=
ernknecht
und das ſchöne, blonde Mädchen, das einer
Königstochter glich?
Ingwald Anderſen lächelte. Nein, die würde nie
Bjarnis Weib. Aber wer war der andere, den ſie damals
in der Nacht geküßt? Eine qualvolle Unruhe, eine heiße,
verzehrende Angſt trieb ihn ruhelos von ſeinem Lager,
um ihn gleich wieder darauf niederzuwerfen und ihn mit
wachen Augen in phantaſtiſches Träumen zu verſtricken.
Was war das mit ihm? Das blonde Mädchen, diefe
Bauerstochter, nahm Beſitz von ſeiner Seele mit einer
Kraft, die ihn mit Bangigkeit erfüllte. Umſonſt ſuchte er
ſich ein anderes Frauenbild vor die von Leidenſchaft
trunkene Seele zu zaubern, ein Frauenbild, von dem er
wußte, daß es in der Heimat voll Leid und Weh auf ihn

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Nummer 77.

Darmſtädter Tagb att, Samstag, den 30. März 1912.

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warit, Jahr in dahr Er ſch in beiſe ihr langes,
braunes Haar und ihre grauen, klaren Augen, ganz dunkel
vor Leid. Er ſah ſie verzweiflungsvoll die Hände nach
ihm ausſtrecken und ſich dann im tiefen Schmerz über
eine Kinderwiege beugen. Er ſah aber auch, wie er
weiter und immer weiter ſich von ihr entfernte.
Eisblöcke erhoben ſich zwiſchen ihm und dem braun=
haarigen
Weibe. Wie eine Silberflotte war es anzuſehen,
und in dem ſtolzeſten Schiff, der Katla, ſtand vorn im
Steven hochaufgerichtet Hel, und das hieß ſterben.
Nein, nein! ſchrie Ingwald ganz laut. Leben wollte
er, leben und lieben. Das goldhaarige Weib dort mit den
ſüßen, weichen Blumenlippen. Was wollte die andere
mit den verweinten Augen? Warum verfolgte ſie ihn
bis über das Meer?
Wie Geſpenſter zwiſchen Gräbern ſtanden die glitzern=
den
Eisberge auf dem blauen Meer.
Voll Grauen blickte er in das Totenreich.
Zurück, zurück! rief er, wild um ſich ſchlagend und
dann beide Hände über die Augen deckend. Ihr nehmt
mir den Lebensquell, ihr Eisberge, laßt mich los!
Aber immer ſchwerer legte ſich das Eis auf ſein
glühendes Herz.
Das war eine wirre, von dunklen Träumen zer=
wühlte
Nacht, die Ingwald Anderſen im Widarhof ver=
brachte
.
Und in ihrer ſtillen Mädchenkammer ſoß Hallgerdr

aufihen douer und hundie ſch des gabere doerund
ſchlang es zu langen Flechten kunſtgerecht zuſammen.
Sie lauſchte mit halbem Ohr auf das Geſpräch der
Mägde und Knechte nebenan in der Spinnſtube. Sie
hörte auch den üblichen abendlichen Tviſong ( Zwiege=
ſang
), den Bjarni Petrurſſon und ein anderer Knecht mit
ihren tiefen, weichen Stimmen erklingen ließen. Wie ein
Sterbelied wollte es ihr dünken.
Ein Talglicht erhellte nur ſpärlich die Kammer, aber
Hallgerdr ſchritt doch zur Truhe mit der alten Runen=
ſchrift
, die ſie nicht verſtand. Lächelnd entnahm ſie der
Lade von ſchwerem Holz das weiße, weiche, langherab=
wallende
Feſtgewand, den Gürtel von Edelmetall voll
ſeltſamer Zeichen, den weißen Atlashelm mit dem Gold=
reifen
und blitzendem Stern, von dem der weiße, ſpinn=
webzarte
Schleker lang herniederwallte.
Und ſie probierte das Diadem, das Islands Frauen
bei feſtlichen Gelegenheiten ſchmückt, und warf den lang=
herabwallenden
, mit Hermelin verbrämten Königsmantel
von purpurrotem Sammet um ihre Schultern. Und ſie
fand, daß ſie ſchön war und lächelte ihrem Spiegelbilde
glückſelig zu. Langſam verſonnen ließ ſie die Kleider
von ihrem blühenden Körper zur Erde gleiten, dann
ſtreckte ſie ſich wohlig aus in ihrem Pferch, einem dürf=
tigen
Lager zwiſchen vier hohen Brettern mit einer dün=
nen
Decke von Eiderdaunen.
Hallgerdr ſchloß lächelnd die Augen, und ſie dachte
plötzlich, daß der Gaſt, dem ſie heute die Lippen geküßt.

ſieſs ſeiſen oneſchen an enber aus abde Nimer,
denen ſie ſonſt den Gaſtgruß geboten. Sie dachte, daß
ſeine Lippen heiß waren, faſt ſo heiß, nein, heißer noch
als die von Kaare Myrdal, und doch ganz anders.
Die weißen Arme unter dem blonden Kopf vergra=
ben
, lag das Mädchen und ſtarrte in die ſilbergraue Nacht
hinaus.
Ein Rauſchen wie Glockengetön war plötzlich in der
Luft. Ein ſeltſames Klingen und Singen. Mit brau=
ſendem
Flügelſchlage kam es daher über den ſtillen Hof.
Singſchwäne flogen im ſilbernen Licht dem Meere zu.
Hallgerdr lauſchte, bis der letzte Ton weit in der
Ferne wie ein Hauch verhallte.
Das war wie Brautgeläut.
Ein Lächeln auf den roten Lippen ſchlief das Mäd=
chen
ein.
Der Widarhof lag im tiefſten Schweigen, nur ganz
leiſe brandete das Meer.
Einer aber im Hauſe wachte, wachte die ganze Nacht.
Ravna Jonſon wanderte ruhelos in der Wohnſtube
umher. Wirr hing ihm das graue Haar um die breite,
eckige, braune Stirn.
Finſter waren die buſchigen, grauen Augenbrauen
gefaltet. Eine mit Tran gefüllte Lampe aus Zinn mit
ſchwelendem Docht gab nur ein kärgliches Licht. Dunkle
Schatten krochen über die weiß getünchte Wand, von der
ſich die ſchweren Ledermöbel finſter abhoben.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

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Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

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Nummer 77

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 23.

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Förderung des Flugweſens. Es gilt gegenüber den außerordent=
llichen
Anſtrengungen der Nachbarländer, unſere Wehrkraft und
mnſere Induſtrie auf dieſem Gebiete zu heben und zu ſtärken.
EEs droht die Gefahr, daß wir, wenn nicht die größten Anſtrengungen
ggemacht werden, hinter dem Auslande zurückbleiben. Deéhalb iſt
ſes eine patriotiſche Pflicht, daß ganz Deutſchland für die Förderung
es Flugweſens aufs kräftigſte eintritt und jeder Einzelne an
fſeinem Teile ſich dieſe Förderung angelegen ſein läßt.
In den Tagen vom 12. bis 22. Mai ds. Js. findet als
größte deutſche flugſportliche Veranſtaltung der
Oberrheiniſche Zuverläſſigkeitsfiug
unter dem Protektorate Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Heinrich
von Preußen ſtatt. Das Intereſſe, das Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Flugweſen entgegenbringt, hat Hochderſelbe
erſt in den letzten Tagen dadurch erneut zum Ausdruck gebracht,
daß Hochderſelbe das gemeinſchaftliche Protektorat über die Heſſiſche
Flugſtudien=Geſellſchaft und den Verein für Flugweſen in Mainz
übernommen hat, unter dem Namen Großh. Heſſ. Verbaud für
Flugweſen. Mit dem Zuverläſſigkeitsfluge, der über den Flug=
platz
bei Darmſtadt, bekanntlich einen der beſtgelegenen und über=
ſichtlichſten
Flugplätze in Deutſchland, führt, ſollen großzügige Auf=
klärungs
= und ſonſtige Aufgaben für Militärflieger verbunden
werden. Zeppelinſchiffe ſollen die Flieger auf ihrem Wege begleiten.
Die Heſſiſche Flugſtudien=Geſellſchaft Darmſtadt wird
am 17. Mai eine
Grosse Flugveranstaltung
treffen. Es findet ein
gleichzeitiger Abflug von wenigſtens 810 Fliegern
mit Preisbewerbung um den kürzeſten Abflug ſtatt.
Das Luftſchiff Viktoria Luiſe wird am gleichen Tage
landen und Fahrten unternehmen.
Es liegt im Intereſſe des geſamten Flugweſens, daß die er=
heblichen
Mittel, welche die Veranſtaltung auf dem hieſigen Flug=
platze
verlangt, aufgebracht werden. Die Stadt Darmſtadt hat
bereits in dankenswerter Weiſe einen erheblichen Beitrag geſtiftet,
der jedoch bei weitem nicht ausreicht. Es ergeht deshalb die herz=
liche
Bitte, durch freiwillige Beiträge das Unternehmen kräftig zu
unterſtützen. Ein etwaiger Ueberſchuß der Veranſtaltung
ſoll, entſprechend dem Beiſpiel an vielen anderen Orten,
zur Beſchaffung eines Flugzeuges mit dem Namen
Heſſen verwendet werden.
Beiträge nehmen die Bank für Handel und Induſtrie in Darm
ſtadt, ſowie die Expedition dieſer Zeitung entgegen.
Den Zeichnern freiwilliger Beiträge werden Vergünſtigungen
für den Eintritt auf dem Flugplatz zugeſtanden.
(7717
Der Ausſchuß:
Direktor Baier. Rechtsanwalt Buß. Finanzrat Emmerling.
Provinzialdirektor Geheimerat Fey. Regierungsrat Gennes. Ober=
bürgermeiſter
Dr. Gläſſing. Kommerzienrat Göbel. Hauptmann
von Hahn. Geheimerat Kittler. Bürgermeiſter Kunz, Griesheim.
Oberleutnant a. D. Lotheißen. Direktor Lutz. Dr. Willy Merck.
Bürgermeiſter Mueller. Regierungsrat Müller. Oberſtleutnant
Mootz. Kaufmann Ober. Kammerherr Frhr. von Oetinger.
Generalmajor von Randow. Regierungsrat Dr. Reinhart. Geheime=
rat
Römheld. Stadtverordneter Sames. Stadtverordneter Stemmer.
Hofbuchdruckereibeſitzer Karl Wittich. Finanzaſſeſſor Zimmer.

Krankenkaſſe fürdie Angeſtellten der Mitgliedel
des Gaſtwirtevereins Darmſtadt E. H. Nr. 2.
Einladung.
Mittwoch, den 3. April 1912,
nachmittags 3½ Uhr,
findet im Nebenſaale der Reſtauration W. Preusch, Karlſtr. 104
die ordentliche Generalversammlung
obiger Kaſſe gemäß § 37 des Statuts ſtatt.
Tagesordnung:
Vorlage der Jahresrechnung, Bericht über dieſelbe und
(5791a
Statutenänderung.
Der Vorſtand:
W. Preusch, II. Vorſitzender. L. Lind, Schriftführer.

Kein Wonig
(Haltestelle der
Truppenübungsplatz vampfstrassenbahn)
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Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen

WARNUNG!
VI 1135)

Man verlange ausdrücklich
den Namen Dr. Hommel.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten).

Fremde Urteile. Berlins amerikaniſcher Anſtrich.
Bodenwüchſigkeit. Mit Vermorſchtem wird aufgeräumt.
Das allmähliche Ende der Droſchken. Muß i denn. ..".
Unſere Droſchkenkutſcher. Echte Berliner. Albert
Trägers Tod. Aus dem Theaterleben.
Es iſt immer intereſſant, aus fremdem Munde ein Ur=
teil
über ſeine Heimat zu hören, namentlich, wenn
es objektiver Beobachtung entſpringt. Manchmal freilich
kann man nur ſchwer ein Lächeln unterdrücken ob der Leicht=
fertigkeit
, mit der an ſich recht hervorragende Menſchen, die
ſich einen oder einige Tage unter uns aufgehalten, ihre
Folgerungen aus ein paar flüchtigen Eindrücken ziehen und
eine Kritik Berlins in Bauſch und Bogen geben. Andere
wieder benutzen irgend ein vorhandenes Schema, papageien=
mäßig
das Gehörte oder Geleſene nachplappernd, die wenig=
ſten
haben die Offenheit, einzugeſtehen, daß man, um eine
Weltſtadt und deren Bevölkerung zu erfaſſen, geraume Zeit
dort leben muß, ehe man ſeine Schlüſſe aus eigenen Ve=
obachtungen
ziehen kann. Emile Verhaeren, der auch
bei uns geſchätzte belgiſche Dichter, weilte im letzten Winter
24 Stunden auf Berliner Boden, hier eine Vorleſung ſeiner
Dichtungen haltend, und hat dieſer Tage in Brüſſel einem
deutſchen Ausfrager mitgeteilt, daß Berlin gewiß eine
große und moderne Stadt iſt, eine Stadt mit vielen In=
tereſſen
, daß ſie aber heute ſchon einen amerikaniſchen An=
ſtrich
hat.
Ach, dieſer amerikaniſche Anſtrich, er iſt uns
ſchon oft aufs tägliche Brot geſchmiert worden, und vielen
Berlinern mundete dieſe Koſt ganz gut auch beim Ge=
ſchmack
wird ja das Fremdländiſche bevorzugt. Nun hat
aber gerad’ Berlin ſoviel Bodenwüchſiges, daß die obige
allgemeine Beurteilung eine ganz ſchiefe iſt. Amerikaniſch,
aber auch nur in gewiſſer Hinſicht, dürfte es ſein, daß man
bei uns verhältnismäßig ſchnell das nicht mehr recht Le=
bensfähige
abſtößt und durch Praktiſcheres erſetzt, daß man
ohne viel Lamento ſich ſchnell ins Unvermeidliche findet
wie bei der Ueberſchwemmung der Untergrundbahn
und Unangenehmes energiſch aus dem Wege räumt, aber
echt deutſch iſt’s, daß man noch lange des Vorhandengeweſe=
nen
gedenkt, mit ſorglicher Pietät. Das eine lachende und
das eine weinende Auge tritt da oſt in die Erſcheinung,
das erſtere für die Gegenwart, das letztere für die Ver=
gangenheit
.
Man merkt’s jetzt wieder, wo unſeren Droſchken
allmählich das Lebenslicht ausgeblaſen werden ſoll. Da=
mit
verſchwindet abermals ein Stück echten und rechten
Berlinertums, das, fremden Urſprungs, ſich hier allmählich
tiefwurzelndes Heimatsrecht erworben. Schon der Name
Droſchke iſt ja ruſſiſchen Urſprungs, und die Gefährte,

die bier 1914 zuerſt auſtauchten und deren Zahl bimen drei
Jahren auf ſiebzig ſtieg, waren ruſſiſchen Vorbildern nach=
geahmt
, ebenſo der Anzug der Kutſcher. Dieſe ſelbſt aber
waren mit echteſtem Spreewaſſer getauft, und wenn ſich
im Laufe der Zeiten auch manches an den Droſchken ſelbſt
verändert hat, ihre Lenker ſind die gleichen geblieben. Das
wohlgenährte, oft rötlich angehauchte Geſicht ſtets in eine
gewiſſe Gönnermiene gelegt, ſo ſitzt ſolch’ ein Kutſcher, gleich
einem Burgherrn auf ſeiner Burg, auf dem Bock ſeines
Wagens, der ihm ſein Haus, ſeine Feſtung iſt, in die er ſich
aus äußeren Gründen flüchtet bei ſchlimmem Unwetter
und ſtarkem Regen und die er aus inneren Gründen ver=
läßt
, wenn der Durſt zu ſtark auftritt und ihm in der Nähe
das lockende Schild einer Deſtille oder eines Weißbier=
kellers
, mit ſaftigem Schinken auf dem Holzſchilde draußen,
winkt. Letzteren ſucht er im allgemeinen lieber als erſtere
auf, vielleicht weil er, der ſich, den Bock beſteigend, ſo oft
ſelbſt erhöht, auch ſelbſt erniedrigen will, denn er iſt ein
Philoſoph, unſer Kutſcher, und mit philoſophiſcher Ruhe
wartet er der Dinge, die da kommen ſollen. Er hat dieſelben
gemächlichen Bewegungen, wie ſein Pferd, und wie dieſes
regt er ſich nie auf, mag ihm auch die Polizei häufig ſein
Leben verſauern, mögen ihm ſeitens der Fahrgäſte aller=
hand
Vorwürfe nicht erſpart bleiben, mag es ſchneien oder
ſtürmen oder regnen, mag er Geſchäfte machen oder nicht:
er iſt der Gleichmütige, der alles an ſich herankommen läßt.
Neben ſeiner treuen Kameradſchaftlichkeit iſt die Sorge
für ſein Pferd ſpeziell zu rühmen; wie oft hört man einen
Kutſcher zu einem harrenden Fahrgaſt ſagen, indem er auf
das Pferd zeigt: Nehmen Se man eenen andern, et hat
noch nich jefreſſen! oder auch: Et is müde, et hat jrade
eenen langen Marſch gemacht! Obwohl das Pferd ſelten
dem Kutſcher gehört, pflegt er es wie ſein beſtes Eigentum;
er ſagt ihm gute Worte, holt von weither das Waſſer, füttert
das Tier aufmerkſam und hüllt es bei Unwetter, ehe er ſich
ſelber den Mantel anzieht, in warme Decken. Wer ihm ſein
Pferd auch wenn dies der traurigſte Jammergaul iſt
ſchlecht macht, kann von ihm allerhand wenig erbauliche
Schmeicheleien vernehmen, das iſt der Punkt, wo er ſterblich
iſt. Wie ſehr er ſein Pferd ſchonend und rückſichtsvoll be=
handelt
, davon zeugt ein niedliches Geſchichtchen: ein Herr
nahm ſich zu einer ſehr langen Fahrt eine Droſchke: unter=
wegs
hält mehrfach der Kutſcher, ſteigt vom Bock, ſchlägt
dröhnend den Schlag, nachdem er ihn geöffnet, zu, erklettert
wieder ſeinen Thron und fährt getroſt weiter. Als ſich der
Herr verwundert nach ſeinem ſeltſamen Beginnen erkundigt,
erwidert jener, auf ſein Pferd zeigend, treuherzig: Et is
ja bloß um den da; er is nen bisken ſchwach uf die Knochen,
und ick darf ihm keene zu lange Fahrt zutrauen; wenn ick nu
halte un de Tür zuſchmeiße, denkt er, et is neneue
Tour, und jeht wieder friſch ankt Werk! Nicht minder be=
zeichnend
iſt die Frage eines Kutſchers an einen ſehr be=
leibten
Herrn, der ihm aufträgt, ihn von dem Lützowplatz
nach dem Roſenthaler Tor, alſo faſt durch die ganze Stadt,
zu fahren: Uf eenmal lieber Herr? und ein ſchmun=
zelnder
Blick fällt dabei auf den umfangreichen Bauch des
Fahrgaſtes. Hier war es wohl weniger die Sorge um ſein
Pferd, als der unwiderſtehliche Drang, einen guten Witz
auf jeden Fall los zu werden, einen Drang, dem, ſelbſt in
den ernſteſten Lagen ein echter und rechter Berliner nicht
widerſtehen kann. Und zu dieſen Vollblutberlinern gehören
unſere Kutſcher, die, ſich alle untereinander duzend, ja auch
unerſchütterlich treu an der Sprache ihrer Väter feſthalten.
Denn die letzteren waren gleichfalls Berliner und auch wohl

deren Väter, und daher erlärt ſich nicht nur ihrer Rahtl
kommen klaſſiſch reines Berliniſch, wie man es ſo undes
fälſcht kaum unter den Zugehörigen eines anderen Standes
vernimmt, ſondern auch ihre Ehrlichkeit, ihr Gefühl für Ge=
rechtigkeit
, nicht zuletzt ihre Grobheit und ihr ſchnelles Sich=
zurechtfinden
in jeder Situation.
Denn es dürfte kaum etwas geben, was ſie faſſungslds
macht, ihnen imphniert nichts, ebenſowenig wie ſie ſich über=
rumpeln
laſſen, weder durch ein Ereignis noch etwa gar
durch einen Ausruf oder eine Frage; gerade dieſe letztere
Eigenſchaft wird durch ein hübſches Erlebnis beſtätigt,
welches vor Jahr und Tag einem unſerer bekannteſten Ges
lehrten begegnete. Derſelbe kam im Winter ſpät aus einer
bei einem hieſigen Geſandten ſtattgefundenen Geſellſchaft.
und fand glücklich noch bei dem herrſchenden ſchlimmen
Regenwetter auf dem Pariſer Platz eine einſame Droſchke,
die ihn nach ſeiner im fernen Charlottenburg gelegenen
Wohnung bringen ſollte; nach manchem vergeblichen Ver= hatte er endlich den Droſchenkutſcher aus ſeinei=
Schlummer erweckt und das Gefährt ſetzte ſich ſchließlichein
Bewegung, aber nach der entgegengeſetzten Richtung
Unſer Profeſſor ruft das dem Kutſcher zu, dieſer wendet
ſeinen Wagen und paſſiert richtig das Brandenburger Tor=
worauf
nun, da jetzt der Weg ein ganz direkter war, der=
Fahrgaſt ſich zurücklehnt und alsbald ſanft entſchlummert;
nach einiger Zeit erwachend und aus dem Fenſter ſehend,
bemerkt er, daß der Kutſcher, der in irgend einem Er=
friſchungshafen
des Guten zuviel getan, den geduldigen
Gaul ganz mechaniſch immer wieder und wieder, wer weiß=
zum
wievieltenmale, um die Siegesſäule lenkt. Die Lage=
überſchauend
donnert unſer Profeſſor, der nicht vergeblich
manches Reiſeabenteuer in fernen Landen beſtanden dem
biederen Roſſelenker ein energiſches Halt! zu; dann be=
merkend
, daß. wez und breit kein anderer Wagen ſichtbar
und daß bei dem immer ſtärker werdenden Regen der weite=
Weg nach Hauſe höchſt beſchwerlich ſein würde, befiehlt er=
dem
Kutſcher, herabzuſteigen und ſich in den Wagen zu
ſetzen, hierauf erklettert er den Bock, ergreiſt die Peitſche
und nun gehts drunter und drüber durch den ſchweigenden
Tiergarten den Penaten zu. Vor ſeinem Hauſe angelangt
hat der neue Kutſcher viele Mühe, den alten aus einem har=
moniſchen
Schnarch=Konzert zu erwecken, endlich gelingts=
und neben dem Fahrlohn erhält jener noch ein gutes
Trinkgeld; hin und her wendet dieſer jedoch die Geldſtücke
auf ſeiner Handfläche und kraut ſich verlegen den Kopf.
Nun, fragt verwundert der Profeſſor, iſts nicht genugs=
Sie haben ja noch mehr bekommen, als nötig, und außer=
dem
hab’ichmich ja nochſelbſt nach Hauſe ges
fahren! Ja, et ſtimmt wohl ſo, lieber Herr, aberſcht
Nun was fürn Aber, Ja, aberſcht wer
fährt mir dennnu wieder nach Hauſe ?!
Ein verſtändnisvoller Freund des Humors im allge=
meinen
und des Berlinertums im beſonderen iſt mit Al=
bert
Träger von uns genommen worden. Es iſt hier
nicht der Platz die Bedeutung des Verſtorbenen als Polig
tiker zu würdigen, als Menſch hatte er, wie es auch im
Reichstage hervorgehoben ward, keinen Feind. Seine Per=
ſönlichkeit
gehörte hier zu den bekannteſten, volkstümlichen
Erſcheinungen, wo er auftauchte, mit den überbuſchten, klug
blickenden Augen und dem wallenden weißen Bart, waſhiſet
ſich ihm das Intereſſe zu, das ebenſo dem vielgenannten
Parlamentarier und bekannten Dichter wie dem großen
Lebenskünſtler galt. Denn nie war Albert Träger eſtt
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[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 25.

inr und der war ihm Bedürfinis, auch der Achtzſgſchrige=
bogte
noch gern mehreren Einladungen an einem Tage,
harall freudig bewillkommnet als anregender Geſellſchafter
d moderner Frauenlob: Seine Trinkſprüche in Poeſie
d Proſa auf die Damen waren gewiſſermaßen zu einer
Herliner Spezialität geworden, und wo Albert Träger an
er Tafel ſaß, da wäre es von den Gaſtgebern wie von den
häſten als ſchweres Vergehen betrachtet worden, wenn ein
ſtllderer das Wohl der holden Weiblichkeit ausgebracht.
luich dem Theater wandte er rege Beachtung zu und
mohnte, falls nicht ein wichtiger Hinderungsgrund vorlag,
ttets den bedeutſamſten Premieren bei, mit ſeinem offenen
lurteil über die Irrwege unſerer neuen Dramatiker nicht
zrrückhaltend.
Wie ſcharf und rückſichtslos wäre ſeine Kritik geweſen,
käätte er der Erſtaufführung der Moritz Heimann=
ſchhen
Tragödie: Der Feind und der Bruder im
eeutſchen Theater beiwohnen können. Ein Rätſel=
ſoiel
aus der Renaiſſancezeit mit Blutſchande, Gift, Mord
umd Selbſtmord, eingehüllt in eine ſpitzfindige, unklare und
unwahre Sprache, aus der hier und da einzelnes Schöne
vervorleuchtet, um ſchnell wieder durch einen Wuſt ausge=
Tügelter Redensarten erſtickt zu werden. Daher nehmen
wir auch nicht den geringſten Anteil an den Perſonen und
Ereigniſſen, und die bis auf wenige Ausnahmen matte
Darſtellung tat auch nichts, unſer Intereſſe irgendwie zu
arwecken. O du langmütiges Berliner Publikum, was wagt
man dir doch alles zu bieten!
Im Königlichen Schauſpielhauſe begann
Ernſt von Poſſart mit ſeinem Abſchied von der deut=
ichen
Bühne. Derſelbe wird etwas lange dauern, da er ja
uen der Mehrzahl der ganz großen, größeren, mittleren,
kleineren, kleinen Städte ſtattfinden wird. Als Advokat
Berent in Björnſons Falliſſement bot uns der 70jährige
Künſtler nichts Neues; es war eine gut abgerundete
ſſchauſpieleriſche Leiſtung die aber doch woyl manchen, der
vvon dem berühmten Gaſt mehr erwartet, enttäuſcht haben
rmochte. Warmblütig und überzeugend dagegen war Poſ=
fſart’s
Rabbi Sichel in Erckmann=Chatrian’s Freund Fritz.
Hier gab er uns etwas ganz Perſönliches, mit liebenswür=
digem
Humor, mit einfachen und umſo wirkſameren Mitteln,
eine ſehr freundliche und willkommene Gabe, die auch mit
herzlichem Dank aufgenommen wurde

Sport.

Fußball. Der Fußballlkub Olympia‟=Darmſtadt
hat ſich für den morgigen Sonntag, den 31. März, den
F.=K. Alemannia=Karlsruhe für ein Privatwett=
ſpiel
nach Darmſtadt verpflichtet. Wer die Klaſſe der
Südkreisvereine einzuſchätzen verſteht und die ſportlichen
Erfolge dieſer hervorragenden Mannſchaft verfolgt hat,
weiß es, daß der F.=K. Olympia‟= Darmſtadt einen
ſchweren Stand gegen den Karlsruher Gaſt haben wird.
Die Darmſtädter Sportgemeinde ſieht dieſerhalb dem
Zuſammentreffen des Fußballklubs Olympia mit dem
Südkreisverein mit großem Intereſſe entgegen. Das
Spiel, das auf dem Olympiaſportplatz zum Austrage
gebracht wird, beginnt um 3 Uhr.
Am Sonntag ſpielt auf dem Sportplatz die 1. Mann=
ſchaft
der Fußballvereinigung Mannheim=
Neckarau gegen die gleiche des Darmſtädter Sportklubs

1905. Es dürfte ein hochintereſſantes Spiel zu erwarten
ſein. Das Spiel beginnt nachmittags um 3 Uhr.
* Weiterſtadt, 28. März. Der Fußballklub
Teutonia=Weiterſtadt veranſtaltet am Sonntag, den
21. April, einen Fußballwettſtreit (Sechſerkämpfe), ver=
bunden
mit olympiſchen Spielen. Die olympiſchen Spiele
beſtehen in 15 Kilometer=Wettgehen, 100=, 200= und 400=
Meterlaufen, Fußballweitſtoß uſw.
Pferderennen. Rennen zu Strausberg. Im
einleitenden Flachrennen am Donnerstag beſtätigte
Droma ihre kürzlich gezeigte gute Form und konnte gegen
ihre in den Wetten bevorzugte Stallgefährtin Reichspoſt
einen knappen, aber ſicheren Sieg erringen. In Lochlee
konnte Trainer Plüſchke, deſſen Stall ſich in guter Form
befindet, einen zweiten Sieger ſtellen. Die Reſultate
waren: Vogelsdorfer Flachrennen; 2000 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Herrn H. Schlöskes Droma (Gagelmann),
2. Reichspoſt (Wahl), 3. Fromme Helene (Bleuler). Tot.
58:10, Pl. 19, 18, 25:10. Annathal=Jagdrennen; 2000
Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Leutn. Martins Hernani
(Herr v. Weſternhagen), 2. Leiceſter Square (Leutn.
v. Uechtritz), 3. Kikeriki I (Herr Bendheim). Tot. 64:10,
Pl. 20, 26, 37110. Preis vom Strausſee; 2000 Mark,
Diſtanz 3500 Meter: 1. Herr Vogts Lochlee (Stübing),
Hacklers Beauty (Th. Baſtian), 3. Tittle Tattle
(Theilen). Tot. 217110, Pl. 47, 27, 67110. Ermunter=
ungs
=Hürdenrennen; 2000 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1.
Hrn. G. Perchners Horridoh (Naſh), 2. Alpenfex (Torke),
3. Spießer (Theilen). Tot. 23:10, Pl. 13. 19110. Preis
vom Strauß; 2000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Rittm.
v. d. Kneſebecks Laurin (Leutn. v. Keller), 2. Pallaſch
(Herr Purgold), 3. Delaware (Leutn. O. v. Mitzlaff).
Tot. 29110, Pl. 17, 25:10. Preis von Eggersdorf; 2300
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Rittm. H. b. Mackenſens
Conto loro (Shurgold), 2 Roſy Letty (Raſtenberger),
3. Hondred (V. Roſack). Tot. 42110, Pl. 16, 17, 32:10.
Radrennen. V. Berliner Sechstagerennen.
Am Mittwoch abend 9 Uhr (93. Stunde) iſt der Stand
folgender: Rütt=Stol, Lorenz=Saldow, Moran=Root, Pou=
lain
=Miquel 2921,500 Kilometer, Stabe=de Mara 1 Rd.,
Schilling=Pawke, Galvin=Großmann 3 Rd.. Stellbrink=
Rudel 5, Roſellen 6.= Arend=Carapezzi 7, v. Natzmer=Marx
10 Runden zurück. Gleich darauf ſcheiden v. Natzmer=Marx
aus. Gegen ½11 Uhr abends ereignet ſich ein bedauer=
licher
Uglücksfall, der an der Spitze fahrende Schil=
ling
führt das Feld ſohr hoch in die Kurve. Poulain gerät
dabei gegen die Barriere, rutſcht ab und reißt Arend,
Lorenz und Stellbrink mit in die Tiefe. Während die drei
Erſtgenannten mit dem Schrecken davonkamen, bleibt
Stellbrink, vor Schmerzen wimmernd, liegen, ſodaß er
mit der Bahre ins Krankenzimmer getragen werden muß.
Die Unterſuchung vermittelſt Röntgenſtrahlen ergibt er=
freulicherweiſe
, daß keine Brüche vorliegen, ſondern daß
der rechte Arm nur ausgekugelt iſt. Der Schaden wird
bald wieder repariert, doch iſt er immerhin auf mehrere
Wochen außer Gefecht geſetzt. Mit 3009,333 Kilometer
ſchließt der vierte Tag. Damit iſt zum erſten Male der
Weltrekord nicht mehr erreicht worden. Der Stand iſt
unverändert, nur hat ſich das Feld durch das Ausſcheiden
von Arthur=Stellbrink=Rudel auf 9 Paare verkleinert. Um
1 Uhr nachts gelangt der 20 Runden=Spurt um eine von
m ehemaligen Weltmeiſter A. Lehr geſtiſtete Goldene

Medaille zum Austrag. Schilling ſichert ſich in der vor=
letzten
Runde die Spitze vor Lorenz und Rütt, doch zieht
der Berliner überlegen an ihm vorbei und ſchlägt auch
einen Angriff von Rütt unter dem Jubel der Menge
ſpielend zurück. Wieder werden alle Mannſchaften über=
rundet
, nur die vier Paare der führenden Gruppe wanken
und weichen nicht. Plötzlich ſtürzt Roſellen in der Kurve
ind bleibt mit gebrochenem Schlüſſelbein liegen. Wäh=
rend
ſich alles um den Kölner bemüht, der ſich durch gutes
Fahren weitgehende Sympathien erworben hat, entſteht
plötzlich im Radfahrerlager ein großer Tumult. Die
beiden alten Feinde Moran und de Mara liefern ſich vom
Rade aus einen Boxkampf. Zwiſchen ihnen liegt der ganz
unbeteiligte Franzoſe Poulain. Es entſteht ein wüſtes
Durcheinander, ein Poliziſt muß unter Toben und Pfeifen
des Publikums einſchreiten, um die Kämpfenden zu tren=
nen
. Das Rennen wird unterbrochen, bis ſich die Auf=
regung
wieder einigermaßen gelegt hat. Die beiden Ame=
rikaner
ſollen dem Verband Deutſcher Radrennbahnen
zur Beſtrafung angezeigt werden. Die übrigen Nachtſtun=
den
verlaufen ruhiger. Drei Einhundert=Markprämien
holt ſich Rütt. Allmählich reißt dann die gewöhnliche
Bummelei wieder ein, ſodaß die zurückgelegte Diſtanz
immer mehr hinter dem bisherigen Weltrekord zurück=
leibt
. Mittags 12 Uhr (108. Stunde) ſind bei unverän=
dertem
Stand 3324,66 Kilometer zurückgelegt. In den
Tagesſtunden bietet ſich das gleiche ruhige Bild. Da die
Fahrer einen ziemlich erſchöpften Eindruck machen, iſt an
eine Wiedererreichung der alten Weltrekords, von denen
ſchon mehr als 20 Km. trennen, kaum noch zu denken.
115. Stunde (abends 7 Uhr) Spitzengruppe: Rütt=Stol,
Lorenz=Saldow, Moran=Root, Poulain=Miquel 5497
Kilometer. Stabe=de Mara 2 Rd., Galvin=Großmann,
Schilling=Pawke 4 Rd., Arend=Carapezzi 9 Rd. zurück.
Der Stand am Donnerstag um 7 Uhr morgens (127
Stunden) iſt folgender: Rütt-Stol, Lorenz-Saldow,
Moran-Root, Poulain-Miquel 3827,666 Kilometer;
Demara-Stabe 4, Schilling-Pawke, Galvin- Groß=
mann
je 7, Arend-Carapezzi 9 Runden zurück. Am Vor=
mittag
geht es nach den Anſtrengungen der Nacht ſehr
ruhig zu. Um 12 Uhr mittags ſind 3910,500 Kilometer
zurückgelegt. Der Stand iſt folgender: Spitzengruppe:
Rütt-Stol, Root-Moran, Lorenz-Saldow, Miquel-.
Poulain; Stabe-de Mara 4, Galvin-Großmann 6,
Schilling-Pawke 7, Arend-Carapezzi 8 Runden zurück.
Nach 139 Stunden ſind bei unverändertem Stand 4103
Kilometer gefahren.
Automobilſport. Bei der Internationalen
Automobilwoche von Cannes, die in dieſem
Jahre eine beſonders ſtarke Beteiligung gefunden hatte,
konnte ein deutſcher Benz=Wagen gute Erfolge
erzielen. Er gewann den Pokal des Automobilklubs
von Cannes, der für Wagen mit fünf beſetzten Plätzen
ausgeſetzt war gegen ſtarke Konkurrenz. In der Klaſſe
für Wagen mit zwei beſetzten Plätzen gewann ein kleiner
Peugeot=Wagen den Pokal Durand.
Segelſpont. Ein Ehrenpreis der Kaiſerin
iſt dem Norddeutſchen Regattaverein, deren Protektorin
die Kaiſerin iſt, zur Verfügung geſtellt worden und zwar
als Extrapreis für die Wettfahrt der großen Schoner=
Klaſſe am 23. Juni während der Kieler Woche.

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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77,


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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77,

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[ ][  ][ ]

Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 31.

Die Pflege der Stimme
gerweist sich immer mehr als ebenso notwendig wie
bdliejenige etwa der Hände und der Zähne. Unter
gallen Mitteln, die eine klare freie Stimme schaffen,
vwohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen Ge=
gruch
aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur
Annähernd so verbreitet und behauptet, als die in
jhrer Wirkung unvergleichlichen Wybert-Tabletten.
äSie gehören zum eisernen Bestande jedes Haushaltes,
vwie Seife und Zahnpulver. Die lange ausreichende
2Schachtel kostet in allen Apothekenf und Drogerien
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Schwinn, Rheinstr. 8; Drogerie C. Watzinger, Wil-
helminenstrasse
11; Zentral-Drogerie, Elisabethen-
strasse
30.
(1993M

Zweite Kammer der Stände.
28. Sitzung.
St. Darrmſtadt, 29. März.

Am Regierungstiſch: Miniſter des Innern v. Hom=
bergk
zu Vach Exz., Geheimerat Dr. Weber Ge=
heimer
Obermedizinalrat Dr. Lorenz, Landesökono=
mierat
Müller.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung 9,15 Uhr.
Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein und
ſetzt die Beratung der Regierungsvorlage betr. das Ge=
ſetz
die Ausführung des Reichsviehſeuchen=
geſetzes
vom 26. Juni 1909 fort.
Die Artikel 1 und 2 werden angenommen; ebenſo
Artikel 3 mit einer vom Ausſchuß beantragten Aender=
ung
, und Artikel 4 und 5. Dem Artikel 6 beantragen
die Abgg. Buſold und Genoſſen folgende Faſſung in
Abſatz 1 zu geben: Iſt im Einzelfall eine Befangenheit
der Schätzen zu befürchten oder gibt das Schätzungser=
gebnis
zu Bedenken Anlaß, ſo kann das Kreisamt beſtim=
men
, daß andere Schätzer, namentlich ſolche aus anderen
Gemeinden, zuzuziehen ſind. Es muß geſchehen, wenn
der Beſitzer des Tieres darauf anträgt und die Mehr=
koſten
zu tragen bereit iſt!
Die Abgg. Wolf=Stadecken und Stephan bbe=
kämpfen
dieſen Antrag, der auch der Stellungnahme des
Abg. Fulda im Ausſchuß entgegenſteht. Abg. Bu=
ſold
bittet trotzdem, den Antrag anzunehmen. Der
Antrag wird abgelehnt und der Ausſchußan=
trag
angenommen, dem Abſatz 1 folgende Faſſung
zu geben: Iſt im Einzelfall eine Befangenheit von
Schätzern zu beſorgen, ſo kann das Kreisamt auf Antrag
eines Beteiligten, wie auch von Amtswegen beſtimmen,
daß andere Schätzer, namentlich auch ſolche aus anderen
Gemeinden, zuzuziehen ſind.
Artikel 7 wird angenommen. Zu Artikel 8 beantra=
gen
die Abgg. Buſold und Genoſſen im Abſatz 2 die
folgende Faſſung: Der Viehbeſitzer, ſein Vertreter oder
der von dem Tierhalter Bevollmächtigte iſt zur Schätz=
ung
einzuladen, wenn dies nach Lage der Verhältniſſe
angeht.
Dieſer Antrag wird von dem Ausſchuß akzeptiert
und nach kurzer Debatte angenommen.
Ohne Debatte werden nach den Ausſchußanträgen
erledigt die Artikel 9 und 10.
Die Abgg. Wolf (Stadecken) und Lutz beantragen
zu Artikel 11 Abſatz 2 als zweiten Satz und als Abſ. 2a:
Wer nach erfolgter Aufnahme einen Rindviehbeſtand
neu anſchafft oder den zur Zeit der Aufnahme vorhan=
denen
Rindviehbeſtand um mehr als ein Fünftel ver=
mehrt
, hat die Zahl der zugegangenen Tiere bei der Bür=
germeiſterei
anzumelden. Bei Viehhändlern werden 10

Prozent ihres Jahresumſatzes als der für die Berech=
nung
des Beitrages maßgebende Viehbeſtand angenom=
men
. Dieſer Antrag wird angenommen.
Die Artikel 12 bis 18 werden genehmigt.
Zu Artikel 19 beantragen die Abgg. Buſold und
Genoſſen: Alle Koſten der Desinfektion uſw. ſind auf
die Staatskaſſe oder Kreiskaſſe zu übernehmen.
Geheimerat Dr. Weber: Mit dieſem Antrag kann
die Regierung ſich unter keinen Umſtänden einverſtanden
erklären. Würde er angenommen, ſo würde dadurch das
Geſetz erheblich gefährdet. Die gleiche Stellung hat auch
die Reichsregierung im Reichstage, eingenommen und
auch dort iſt der Antrag gefallen.
Abg. Hauck befürwortet den Antrag. Die Desinfek=
tionen
erfolgen nicht im Intereſſe der Viehbeſitzer, ſon=
dern
in dem der Allgemeinheit.
Geheimerat Dr. Weber tritt dem entgegen. Wenn
in einem Rindviehſtall die Maul= und Klauenſeuche aus=
bricht
, ſo hat daran die Allgemeinheit gar kein Intereſſe,
wohl aber der Viehbeſitzer. Bei epidemiſchen Krankhei=
ten
der Menſchen ſei das natürlich anders. Da liege
Grund vor, die Koſten der Bekämpfung ſolcher Krankhei=
ten
auf breitere Schultern zu legen und eventuell auf den
Staat zu übernehmen.
Abg. Buſold ſteht auf entgegengeſetztem Stand=
punkt
. Die Regierung könne auch das Geſetz gar nich
ſcheitern laſſen, denn ſie ſei ja gezwungen, ein Ausführ=
ungsgeſetz
zu erlaſſen. Die Abgg. Stephan, Schott,
Lutz, Wolf=Stadecken ſprechen gegen, die Abgg. Raab,
Hauck und Buſold für den Antrag,
Geh. Medizinalrat Dr. Lorenzerörtert nochmals
die betreffenden Bundesratsbeſtimmungen und meint,
wenn die Koſten auf die Staatskaſſe übernommen wer=
den
, würden ſie ins Ungeheuere wachſen. Die Regier=
ung
könne dem Antrag unter keinen Umſtänden zu=
ſtimmen
.
Der Ausſchuß beantragt, zwiſchen Abſ. 2 und 3
folgenden neuen Abſatz als Abſatz 3 einzufügen: Die
Koſten, die den Viehbeſitzern dadurch erwachſen, daß ſie
infolge der auf Grund des Reichsgeſetzes getroffenen
Anordnungen tierärztliche Unterſuchungen von Viehbe=
ſtänden
verlangen, können durch Kreisſtatut auf dieſe
Viehbeſitzer ausgeſchlagen werden. Die Zahlung hat in
dieſem Falle durch Vermittelung der Kreiskaſſe zu er=
folgen
.
Dieſer Antrag wird angenommen; der Antrag
Buſſold abgelehnt.
Der Abg. Wolf=Stadecken beantragt zu Artikel 22
als Abſatz 2: Vorſtehendes Geſetz hat Gültigkeit auf die
Dauer von fünf Jahren. Der Antrag wird
angenommen.
Die Vorſtellung des Landesverbandes Heſſiſcher Ge=
flügelzüchter
, Freigabe von Geflügel bei Aus=
bruch
der Maul= und Klauenſeuche von der Sperre und
der Beobachtung betr., wird für erledigt erklärt. Ebenſo
der Antrag Beſt betr. die Vorſchriften für die Seuchen=
polizei
, und der Antrag Molthan und Genoſſen betr.
die Koſten der Kreistierärzte bei Viehſeuchen. Ange=
nommen
wird hingegen der Antrag Korell= Angen=
rod
, daß dem Antrag des Ausſchuſſes folgender Zuſatz
gegeben wird: Inbezug auf die Ausführung der vom
Bundesrat vorgeſchriebenen oder von dieſem den Behör=
den
vorbehaltenen Anordnungen wird den Kreisämtern
empfohlen, geeignete Perſonen aus Intereſſentenkreiſen
zu hören.
Es folgt Beratung der Regierungsvorlage betreffend
den Geſetzentwurf die Entſchädigung für an
Maul= und Klauenſeuche gefallenes Rind=
vieh
.
Die Artikel 1 und 2 werden debattelos angenom=
men
. Zu Artikel 3 beantragt der Abg. Lutz für Zif=
fer
3 folgende Faſſung: Für Tiere, die innerhalb einer
Friſt von 14 Tagen vor der Feſtſtellung der Seuche in

das Landesgebiet eingeführt worden ſind, wenn nicht der
Beweis erbracht wird, daß ihre Anſteckung erſt nach der
Einführung in das Landesgebiet erfolgt iſt. Abgg.
Buſold und Gen. beantragen in Artikel 3 Ziffer 5
folgenden Zuſatz: Es ſei denn, daß der Beſitzer oder der
mach Artikel 4 Abſatz 1 ſonſt noch Verpflichtete durch
einen außerhalb ihrer Perſon oder ihres Willens liegen=
den
Grund an der Anzeige gehindert wurden.
Es handelt ſich hierbei um Verſagung der Entſchä=
digung
für Tiere, die vor erſtatteter Anzeige vom Aus=
bruch
der Seuche oder vom Seuchenverdacht oder inner=
halb
24 Stunden nach dieſem Zeitpunkt verendet ſind.
Nach längerer Debatte wird der Ausſchußan=
trag
, der auch den Antrag Lutz übernommen hat, am=
genommen
, der Antrag Buſold abgelehnt.
Zu Artikel 4 wird ein Antrag Lutz angenom=
men
, nach dem keine Entſchädigung gewährt wird,
wenn der Beſitzer entgegen der Vorſchrift des Artikels 2
Abſatz 2 Satz 2 des Geſetzes über die Ausführung des
Reichsviehſeuchengeſetzes . . . . . nachträglich erworbene
Rindviehſtücke nicht angemeldet hat.
Die Artikel 58 werden debattelos angenommen.
Zu Artikel 9 beantragt Abg. Lutz, als Abſatz 2
neu einzufügen: Als berechtigt zur Empfangnahme einer
Entſchädigung gemäß Abſatz 1 kann anſtelle des entſchä=
digungsberechtigten
Beſitzers auch ein Ortsviehverſicher=
ungsverein
angeſehen werden, vorausgeſetzt, daß dieſer
den nach Abſatz 1 Berechtigten bereits eine Entſchädigung
für an Maul= und Klauenſeuche gefallenes Rindvieh aus=
bezahlt
hat. Die einem Ortsviehverſicherungsvereön zu
gewährende Entſchädigung darf weder die aus Abſatz 1
ſich ergebende Höhe, noch auch die dem Verein ſelbſt aus=
gezahlte
Entſchädigung überſteigen.
Aög. Leun beantragt in der Beſtimmung: Rind=
viehbeſitzer
, die in der Zeit vom 11. November 1910 bis
zum Inkrafttreten dieſes Geſetzes durch Verenden von
Rindvieh an Maul= und Klauenſeuche ſolche Verluſte
erlitten haben, daß ſie in ihrer Exiſtenzfähig=
keit
bedroht ſind erhalten auf Antrag Unterſtütz=
ungen
, deren Höhe der Bedürftigkeit der Geſchädigten zu
entſprechen hat und zwei Drittel des ihnen durch Ver=
enden
von Tieren an der Seuche erwachſenen Verluſtes
nicht überſteigen darf, die geſperrt gedruckten Worte zu
ſtreichen.
Abg. Buſold beantragt als Amendement zu dieſem
Antrag Leun, hinter überſteigen darf zu ſetzen: Die
Bedürftigkeit iſt gegeben bei einem Einkommen
unter 1800 Mark.
Auch hierüber entſpinnt ſich eine längere Debatte.
Auf Vorſchlag des Geheimerat Dr. Weber werden
einige redaktionelle Aenderungen vorgenommen, die vor=
zugsweiſe
Schönheitsfehler beſeitigen.
Die Anträge Buſold und Leun werden ſchließ=
lich
zurückgezogen, der Antrag L u tz wird ange=
nommen
. Ebenſo der Antrag Lutz dem Geſetz den
Schlußſatz zu geben: Vorſtehender Geſetzentwurf:
hat Gültigkeit auf die Dauer von fünf Jahren
Damit iſt das Geſetz erledigt.
In Verbindung hiermit ſtehen die Beſprechung der
Anfrage der Abgg. Dr. Oſann und Genoſſen und die Be=
ſprechung
der Anfrage der Abgg. Brauer und Genoſſen,
Maul= und Klauenſeuche betreffend.
Da niemand das Wort ergreift, ſchließt die Be=
fprechung
.
Abg. Dr. Schmitt beantragt hierauf zur Geſchäfts=
ordnung
, die noch rückſtändigen Poſitiomen der Tages=
ordnung
zu vertagen. Das Haus ſtimmt unter leb=
haftem
Bravo zu.
Vizepräſident Korell vertagt ſodann das Haus
auf unbeſtimmte Zeit und ſchließt mit den beſten
Oſterwünſchen für die Abgeordneten um halb 12 Uhr die
Sitzung.

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27; Arnold Kleber, Bismarck-
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Grosse Ochsengasse 24; Georg Hof
(Inh. Edgar Wetzstein), Hofpapier-
handlung
; W. Heckmann, Mühlstrasse 72, gegenüber
der Stadtkapelle; Gebrüder Unger, Ludwigstrasse 9.
L. & M. Fuld, Kirchstrasse 12, Zum weissen Schwanen‟;
Geschw. Merkel, Pankratiusstrasse 23; Adam Rühl,
Kasinostrasse 25; L. Engelhardt Nachf., J. Scheuer-
mann
, Grosse Ochsengasse 27; Math. Becker, Kirch-
strasse
17, sowie in allen durch Plakate kenntlich ge-
(6390a
machten Verkaufsstellen.
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und Verpackungen, sowie denselben Benennungen.

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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77,

Die ſtark hervortretende Mode in Mänteln läßt dem
Geſchmack und der Liebhaberei den weiteſten Spielraum.
Da aber der Mantel entweder dem praktiſchen Gebrauch
oder nur dem Schmuck dient, und gerade dem Zweck ent=
ſpricht
, wofür er eigentlich gemacht iſt, daher empfiehlt es
ſich, aus einer großen Auswahl das Richtige zu beſtimmen.
Dieſe Auswahl bieten wir in der um=
faſſendſten
Weiſe.
Jedes einzelne Genre bildet ein Sortiment, ein Ganzes
für ſich und enthält in den Preislagen der Konſumſorten
ſowohl wie in der eleganten Ware vielſeitige Auswahl. Lange
Formen kommen in dieſem Frühjahr zumeiſt nur in Frage.
Zuerſt die engliſchen Paletots in wirklichbecht
engliſchen Stoffen und ſolchen deren Charakters für die
Straße, Sport und Reiſe.
Auch hier dominiert das große Herrenrevers. Im
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ohne Riegel, zeigen viele Modelle Blendenaufſätze.

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ſind mit Seide belegt
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Fantaſicſtoffen.
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u. Cheviot. In modern.
Fantaſieſtoffen ꝛc
Mk. 62.- 68.- 70.-

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zu tragen

Blauer Cheviot=Mantel
mit modernem langen
Revers. Reverspartic
mit andersfarbiger
Tucheinlage und Treß=
garnitur
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Mk. 28.

Mäntel in verſchieden=
artiger
Kragenauf=
machung
. Uni Cheviots
in diverſen modernen
Farben
Mk. 34.

Paletot in Stoffen engl.
Charakters. Große Revers=
form
. Rücken mit moder=
nem
Riegel.
M. 17. 27. 32. ꝛc.

Paletot in Fantaſieſtoffen.
Streifen Noppen aus aller
gangbaren modernen Ge=
weben
.
M. 27. 40. ꝛc.

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Damen in marine
kammgarn. Diberſe
Fantaſieſtoffe engl.
Charakters
Mk. 60. 65.

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[ ][  ][ ]

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Samstag. 30. März.

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Seite 34.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

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Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 35.

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Dienſtbotennöte im Orient.

* Unſere Hausfrauen, die ſich über die Dienſtboten=
trage
die Köpfe zerbrechen, mögen ſich damit tröſten, daß ihre
Möte’ gering ſind im Vergleich zu denen, die eine deutſche
Sausfrau im Orient durchzumachen hat. Dorothea Schuh=
macher
widmet eine amüſante Plauderei in Ueber Land und
MMeer der vielgeſtaltig bunten Galerie von Hausgeiſtern,
mit denen ſie in Kairo ihre wirtſchaftlichen Erfahrungen
nrachen mußte. Sie begann mit einem kleinen Laufjungen,
uer ihr Beſorgungen machen ſollte, und endete mit hochbe=
ahlten
Dienſtmädchen, aber ob männlich oder weiblich,
üb weiß, braun oder ſchwarz in der Hautfarbe, ſie alle um=
Schlang das gemeinſame Band der Unbrauchbarkeit. Der
Aeine Achmed, ein ebenſo ſchlauer wie niedlicher brauner
Wicht von 10 Jahren, eröffnet den Reigen. Schwatzhaftig=
heit
, Naſchhaftigkeit und Zerſtreutheit waren ſeine Fehler,
laber er war doch ein recht begabtes, vielverſprechendes Kind.
Sein Nachfolger war Hammed, deſſen Gutmütigkeit wie
Maivität keine Grenzen kannten. Ich traf ihn einmal im
Salon wie er mit dem Schrubberbeſen gefliſſentlich den
Staub vom Piano fegte. Ein anderes Mal rieb Hammed
mmit dem Eifer eines dankbaren und mit ſich zufriedenen
Dieners die Fenſterſcheiben ab und zwar mit meiner
mmeuen Flanellbluſe! Er hatte ſie ergriffen, da er den
rähnlich geſtreiften Stoff, den ich ihm zu jener Arbeit an=
gewieſen
, als Turbantuch verwendet hatte. Auf meine
fſprachloſe Ueberraſchung reagierte er mit einem ſcheuen
Hundeblick, ließ die mißhandelte Bluſe fallen und ſchlich
hinaus, um den Reſt des Tages, jede Arbeit verſchmähend,
fin der Badeſtube zu bleiben. .
Ein Gewaltsmenſch war Manſſur, der jede Dreinrede
als Beleidigung empfand und behauptete, daß er als Ber=
beriner
allein wiſſe, was aufräumen ſei. Ich ergab mich
und dachte: gut, wie er reinmacht, ſoll mir gleich ſein;
jeder nach ſeiner Art! Als ſich aber mein Widerſpruch
gelegentlich noch einmal mächtig regte, warf er mir voller
Empörung die Scheuerbürſte vor die Füße, ſprang von der
hohen Hausleiter mit einem fürchterlichen Sätz herab und
zum Fenſter hinaus! Da europäiſche Nerven der=
artigem
nicht gewachſen ſind, mußte Manſſur uns verlaſſen.
Von dem männlichen Geſchlecht hatte unſere Hausfrau
genug; ſie wollte es mit einer europäiſchen bonne à tout
kaire wie ſich im Orient unſer ſchlichtes Mädchen für
alles nennt, verſuchen. Nachdem ſie durch das Inferno
der Vermieterinnen hindurch gegangen war, fand ſie
Mizzi. Sie ſtammte angeblich aus Kärnten und hatte
nur eine Leidenſchaft: die Anfertigung von öſterreichiſchen
Mehlſpeiſen. Dies geſchah auf Koſten der übrigen Ar=
beiten
, die ſie mir zu überlaſſen gedachte. Mizzi probierte
meine Duldſamkeit aus, indem ſie ihren Bedingungen täg=

lich eine neue anfügte. Mit der letzten meine Küche zu
vergrößern war meine Geduld zu Ende! Sie ging be=
reits
nach acht Tagen, hatte aber ihr Mietgeld von einem
halben Pfund Sterling und ein Pfund Sterling Wochen=
lohn
ſchon vorweg.
Nach einer älteren Malteſerin, Mary, die durch
ſimulierte Krankheit ſchwere Sorgen und Koſten veranlaßt,
erſcheint eine etwas reife, für maleriſchen Putz eingenom=
mene
Schönheit italieniſcher Abſtammung, Annette‟. Für
die vernachläſſigte Arbeit des Beſteckpolierens, Geſchirr=
trocknens
und Fenſterputzens entſchädigte ſie mich durch
kunſtvolles, echt italieniſches Drapieren bunter Kleidungs=
ſtücke
an Balkonen und Fenſtern. Annette kochte und wuſch
den lieben langen Tag auf ſehr ſummariſche Art. Für ſie
gab es nur ein Gericht: Allerlei in dem alle Arten
von Fleiſch, Gemüſen und Gewürzen ſaft= und kraftlos
miteinander verkocht waren. Bei ihrem Schaffen ſang
Annette vom Morgen bis zum Abend im tremolierenden
Sopran. Nun ging die Hausfrau von den von euro=
päiſcher
Kultur beleckten dienſtbaren Geiſtern zu Mädchen
über, die die Beziehung zur Urwüchſigkeit eines primitiven
Lebens noch nicht verloren hatten. Eine ſehr ſolide aus=
ſchauende
rieſenhafte Fellachin Sarda ſcheuerte für vierzig
Mark monatlich das ganze Haus, ſchien aber zu glauben;
eine heimatliche fellachiſche Lehmhütte um ſich zu haben,
da ſie den ideellen Wert polierter Möbel, neuer Teppiche
und friſcher Tiſchwäſche nicht erfaßte und würdigte. Sand
und Waſſer waren Saidas Loſung. Leider fand ich
überall die Spuren ihrer echt fellachiſchen Reinlichkeit; ſie
nahm z. B. Bücher, Hefte und Photographien einzeln in
ihre energiſche Behandlung mit dem tropfnaſſen Scheuer=
tuch
. Nach meinen Vorwürfen ließ ſie ſich ſtets mit indig=
niertem
Gemurmel und mit voller Wucht auf die Stein=
flieſen
der Halle nieder und bat mich obendrein noch um
Kaffee zur Stärkung! Hoſſ’na, die Negerin, iſt durch
nichts aus ihrem Schmutz herauszubringen, und die
ſchlanke, junge Araberin, Amina, hat noch zu viele Re=
miniszenzen
an das Zeltleben der Voreltern, häuft beim
Aufräumen alles in einer Decke aufeinander, als ſollte das
Zelt abgebrochen werden kann ſich an eine europäiſche
Form des Deckens und Servierens nicht gewöhnen. Aber
ſchließlich erſcheint ein ruhender Pol in dieſer Erſchein=
ungen
Flucht: durch die Anſtelligkeit und Tüchtigkeit einer
jungen Griechin, Eukraſia, findet die Dienſtbotennot ein
Ende.

Vermiſchtes.

Das Schreibmaterial des Altertums. Die reichen
Funde Aegyptens geben uns eine umfaſſende Auskunft
darüber, unter welchen techniſchen Bedingungen die Schrift=
werke
des Altertums hergeſtellt wurden. Denn in Aegyp=
ten
allein wurden durch das trockene Klima die leicht zer=
ſtörbaren
Papyrusrollen= und Blätter, das Gerät
des ſchreibenden Geſchäftsmannes und des Lohnſchreibers
durch die Jahrtauſende bewahrt. Aus Aegypten hat die
ganze Kulturwelt der Mittelmeerländer den wichtigſten
Beſchreibſtoff, den Papyrus, und damit auch das übrige
Handwerkszeug des Schreibers bezogen. Auf Grund der
zahlreichen Sammlung in der ägyptiſchen Abteilung der
Berliner Muſeen macht Dr. W. Schubart, der Verfaſſer des
bekannten Werkes über das antike Buch, in den amtlichen
Berichten aus den Königlichen Kunſtſammlungen eingehende
Mitteilungen über das Schreibmaterial des Altertums. Der
Papyrus wurde in den Fabriken in Ballen oder, wie man zu

ſagen pflegt, in Rollen hergeſtellt. Man benutzte je nach Be=
durf
eine vollſtändige Rolle für ein umfangreiches Schrift=
werk
oder ein aus den Ballen geſchnittenes Blatt für Ur=
kunden
, Briefe und andere kleinere Aufzeichnungen. Bei
dem antikenBuch wurde die Schriftkolunzie, die man gerade
las, aufgeröllt, während der größte Teil des Buches in dem
dicken Ballen zuſammengerollt blieb. Die Urkunvenrollen
waren naturgemäß viel kleiner; ſie wurden zur Sicherung
häuſig mit Papyrusbändern verſchnürt und mit Nilſchlamn;
verſiegelt. Bisweilen wurde die Rolle dann noch zuſammen=
gefaltet
, um ſie handlich zu machen. In der älteſten Zeit
ſchrieb man mit wie ein Pinſel aufgefaſerten Binſen, von.
denen der ägyptiſche Schreiber mehrere in ſeiner hölzernen
Palette ſtecken hatte. =Eine Vertiefung am oberen Ende der
Palette diente zum Verreiben der Farbe, doch beſaß man
nuch dafür beſondere kegelförmige Näpfe. Erſt ziemlich ſpät=
kam
die zugeſpitzte, härtere Rohrfeder in Gebrauch der Kala=
mus
, der auch heute noch im Orient vielfach vor der Stahl=
feder
den Vorzug findet. Mehrere Schreibrohre wurden in
einen zylindriſchen Behälter geſteckt, an den das Tintenfaß
gebunden war. So konnte man das Ganze bequem in den
Gürtel ſtecken, wie es noch jetzt der Orientale tut. Neben die
Papyrusrolle trat allmählich als Beſchreibſtoff das Perga=
ment
und außerdem waren im täglichen Leben die ſoge=
nannten
Wachstafeln ſehr verbreitet, Holztafeln, deren
Innenfläche vertieft und mit Wachs ausgeſtrichen wurde.
Dieſe Wachstafeln waren zu zweien oder mehreren zuſam=
mengefügt
und ergaben=ſo mehrteilige Hefte, die der
Ausgangspunkt unſerer heutigen Buchform geworden ſind:
Flüchtige Aufzeichnungen, Entwürfe, Schulübungen, Notizen
jeder Art wurden hier eingetragen. Man ritzte die Schrift
mit Metallgriffeln, die Stilus genannt wurden und häufig
ſehr zierlich und fein ansgearbeitet waren, auf den Wachs=
tafeln
ein. Die Berliner Sammlung beſitzt mehrere Täfelchen-
die
Präparationen und andere Uebungen von Schülern= ent=
halten
.

Literariſchee.

Der Graf von Luxemburg, das bekannte Werk des
populären Operettenkomponiſten Franz Lehär, bildet den
Inhalt des erſten Teiles des ſoeben erſchienenen neueſten
Heftes der beliebten Notenzeitſchrift Muſik für Alle‟
Im weiteren Inhalt des Lehär=Heftes finden wir vier
derſchönſten Stücke aus ſeiner Operette Wiener Frauen.
Den Beginn macht das Walzerlied von den hübſchen
Wienerinnen, es folgt die Hauptnummer: der ſchneidige
Nechledil=Marſch. Die beiden letzten Stücke ſind eine
Spaniſche Romanze und ein ungemein charakteriſtiſches
Böhmiſches Lied‟. Das Lehär=Heft der Muſik für
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Seite 38.
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Nummer 77.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Seite 39.

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Hierdurch beehre ich mich, einem geehrten p. t. Publikum
ergebenst anzuzeigen, dass ich mein
Friseurgeschäft u. Nebenzweige
an Herrn Augo Ortmann übergeben habe.
Für das mir in den langen Jahren meines Geschäftsbetriebes
in so reichem Maße gezeigte Wohlwollen meinen verbindlichsten
Dank sagend, bitte ich, dasselbe auch freundlichst auf meinen
Nachfolger übertragen zu wollen.
Hochachtend
Valentin Grab, Großh. Hoffriseur
vormals L. NAcHTIGALL.

Auf Obiges bezugnehmend, gestatte ich mir, einem hoch-
geehrten
p. t. Publikum von Darmstadt und Umgebung davon
Mitteilung zu machen, dass ich das
Friseurgeschäft des Herrn Hoffriseur Valentin Grab,
sowie die damit verbund. Handlung mit Parfümerien,
Toilette-, Luxus- u. Badeartikel und als Spezialität das
* Haar-Atelier
übernommen habe. Indem ich höflichst bitte, das meinem Vor-
gänger
bisher reichlich bewiesene Vertrauen auch auf mich über-
tragen
zu wollen, werde ich stets bestrebt sein, mir dieses durch
zuvorkommendste und beste Bedienung zu erhalten, wozu mich
meine langjährige Tätigkeit in nur allerersten Geschäften der Gross-
städte
, Bäder etc., in Stand setzen.
Ganz besonders gestatte mir aber, die hochgeehrten Damen
darauf aufmerksam zu machen, dass ich mich speziell einer äusserst
sorgfältigen und individuellen Bedienung der Haarpflege widmen
werde und in durchaus fachverständiger Weise die Anfertigung und
Renovierung aller Haararbeiten übernehme.
Mit der wiederholten Bitte um geneigtes Wohlwollen
Hochachtungsvoll
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betreffend mündelsichere Kapitalanlage können von der Bank
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1 Rolle geſchriebene Noten.
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*8187) Roßdörferſtr. 41, 2. St.

m. atctat
erhält Derjenige, welcher die
Perſon angeben kann, welche am
Sonntag, den 17. März, das
Portemonnaie (Inhalt 3 Loſe u.
ca. 225 Mk.) in der Schloßgarten=
ſtraße
aufgehoben hat. Näheres
in der Expedition ds. Bl. (*8081

Goldene Brosche
m. gr. Amethyſt Donnerstag abend
vom Theater nach Wilhelminenſtr.
verloren. Gegen gute Belohnung
abzugeb. Hölgesſtr. 14 part. (7784s0

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[ ][  ][ ]

Seite 40.

Darmſtädter Tagblätt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

Wronners Earrd-Verkauf

für den

beginnt heute

den 30. Marz.

(629

Nur solange
Vorrat!

Nachstehender Auszug gibt zwar nur ein teilweises Bild von der Grosszügigkeit und
Preiswürdigkeit dieses Extra-Verkaufs. Alle unsere Abteilungen haben sorgfältige
Vorbereitungen getroffen, um unserer werten Kundschaft eine selten günstige Kauf-
gelegenheit
zu bieten. Die zum Verkauf gelangenden Waren sind nur zum Teil in
unseren Fenstern ausgestellt.

Nur solange
Vorrat!

Konfirmation- und
Kommunion-Artikel:

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4
reicher Garnitur
Mädchen-Hüte mit reichen Blumen-
95
und Bandgarnituren 6.50, 5.75, 4
Knaben-Serviteurs . . . 85, 60, 55
50
6
Knaben-Oherhemden
Kommunion-Kränze
1.85, 1.35, 95

Strümpfe u. Handschuhe.
Damenstrümpfe, schwarz und braun,
Paar 38
Damenstrümpfe, durchbrochen, in
allen modernen Kleiderfarben, Paar 75
Herren-Socken, grau, mit verstärkten
Fersen und Spitzen Paar 95, 65, 32
Kinderstrümpfe, braun und schwarz
Paar 65, 50, 38
Damen-Handschuhe, Trikot, in
neuen Farben
... Paar 48
Damen-Handschuhe, lang, durch-
brochen
, schwarz u. weiss . . Paar 25
Korsetts.
Korsett, aus grauem Drell mit Spitzen-
95
gornitur . .
Korsett, aus hellgestreiftem Drellstoff 145
170
mit Stramptbänder
Korsett, Frackfasson, aus gepunktem 945
270
Drellstoff mit Strumpfhalter
Korsett, Direktoireform, aus Ia Satin- 990
drell mit Strumpfhalter
. 2
Taschentücher.
Herren-Seiden-Batist-Tücher
mit schön, waschecht. Rand Stück 38
Damen-Batist-Tücher, mit hübsch.
Nändern . . . . Stück 25, 16, 12
Kinder-Taschentücher, weiss, karr.
und mit bunten Kanten, 12, 8, 5
Taschentücher, weiss, gebrauchsfertig,
gute Qualität
. 6 Stück 95
Taschentücher, reines Leinen, sehr 975

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mit handgestickter Passe
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2.45, 1
Knie- oder lange Formen mit Sticke-
Damen-Beinkleider reivolants
1.65, 125, 95
mit Stickerei-Ein- und Ansatz . .
195
Damen-Beinkleider
275, 2.45, 1

mit Fältchen und Besatz
Damen-Nachtjacken
1.95, 1.45, 95
mit reicher Stickerei-Garnierung . . 945
Damen-Nachtjacken
*275, 2

Weisse Kissenbezüge
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1.25, 95,
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1.65. 1.25,

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95

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1.25, 95,
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Jackettkragen, Spachtel, moderne
Shawlform, in fein. Ausmusterungen
2.75, 1.95,
Kinder-Kragen-Garnituren,
Stickerei und Linon, mit Spachtel-
motiven
und Spitzen 1.55, 1.25, 95.
Damen-Gummi-Gürtel, Samt und
modern. Fantasiegewebe, mit schön.
Schlüssen
. . . 1.35, 95,
Damen-Jabots, neueste Formen, in
Täll, mit feinen Spitzentarnierungen
1.85, 95.: 65,
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Mädchen-Schulschürzen, aus ge-
streiften
Stamosenstoffen, mit Borden
besetzt . . . 1.40, 1.25, 1.10,
Knaben-Schürzen, einfarbig und
. . . 95, 75,
gestreikt
Hausschürzen, aus guten waschbaren
Stoffen . . . 1.90, 1.45, 95,
Blusenschürzen, neueste Macharten,
aus guten Stoffen . . 1.90, 1.45,
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aus hervorragend. Stoffen 3.60, 2.90,
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Untertaillen
mit Stickerei- und Spitzengarnierung
1.65, 1.25 0.95 0.5

Tischbestecke, mit Holzgriff,
Paar 3.75, 2.95,
per ½, Dts.
Eblöffel, Britannia
Stück 22, 20,
EBlöffel, Alpacca
Stück
Kaffeeservice, echt Porzellan.
für 6 Personen, fein dekoriert
Kuchenteller, bunt
Stück.
Fleischhackmaschine
Kaffeekannen, Porzellan
68, 58, 48,
Satzschüsseln,
6 Stück
Speiseservice, dekoriert,
für 6 Personen
Eierständer, für 30 Eier

155
1
15
38
975
2
33.
995
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38
95
6%
95

[ ][  ][ ]

3. Beilage
zum Darmſtädter Tagblatt.
heint ef.

Samstag, 30. März.

Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges.
Darmstadt, Ernst-Ludwigstr. 18.

Eine Broſchüre mit Anleitung zum Stopfen von Wäs
wird gratis an Jedermann abgegeben.

1912.

Das grosse Geheimnis

einer rieſigen Kartoffelernte liegt in einem geeigneten
Saatenwechſel. Um Ihre Kartoffelernte zu vermehren,
empfehle ich einen Verſuch mit meiner neueſten Züchtung
Original Siegfrieds Edelkartoffel Diamant‟. Dieſelbe
iſt vollſtändig frei von Krankheiten, beſonders von der
Rollkrankheit, iſt widerſtandsfähig und reichtragend.
Meine Edelkartoffel Diamant iſt die früheſte aller in
Deutſchland exiſtierenden Frühkartoffeln, die den
Namen Diamant verdient, da ſie die alleredelſte,
feinſchmeckendſte iſt. Wunderbar ſchöne, äußerſt
feinſchalige, delikat ſchmeckende, prächtig gelb=
fleiſchige
Nierenkartoffel, die als ein Diamant unter
ſämtlichen exiſtierenden Kartoffeln als ſolche bezeichnet
7 werden kann; denn friſch aus der Erde geerntet, hat
dieſe ein prächtiges Ausſehen. Sie iſt die alleredelſte
Kartoffel, die je exiſtiert hat und was ihr noch beſonders
Wert verleiht, daß ſie Anfang Jnni ſchon abgeerntet
werden kann. Diamant darf auf keiner Tafel fehlen;
denn ſie iſt eine wirkliche Delikateſſe, ſchmeckt ſehr pikant=
und wird deshalb auch Butterkartoffel genannt. Trotz=
dem
ſie ſo fein und die Erſte auf dem Markte iſt,
kann man 200 Ztr. pro Morgen ernten. Die früheſte
aller Kartoffelſorten. Herr H. Grätner, Gutsbeſitzer,
Arnſt., ſchreibt: Mit Ihrer Siegfrieds Edelkartoffel Diamant bin ich ſehr zufrieden, es iſt die
feinſchmeckendſte Kartoffel, die wir jetzt haben. Von einer anderen Firma bezog ich ebenfalls Diamant,
die im Geſchmack nicht ſo waren und kaum die Hälfte ergaben. Ich liefere eine echte, garantiert
reine züchteriſche, hochwertige Saat.
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beſte, ſchönſte n. größte Lichtbildbühne Darmſtadts
Nur beſte Aufnahmen, techniſch vollendete Vorführung.
Spielplan
von Samstag, den 30. bis inkl. Dienstag, den 2. April.
Als Erſtaufführung für Darmſtadt bringen wir
das von den beſten Kräften deutſcher Bühnen in ſo
hervorragender lebenswahrer Weiſe geſpielte Drama:
hervorragend.
hervorragend.
deutscher Das Ende deutscher
Schlagerfilm.
Schlagerfilm.
Motto: Am Ende ſiehts ein Tor
Ein Klügerer, in der Mitte
Und nur der Weiſe ſieht:
Das Ziel, beim erſten Schritte.
Dieſes Drama beſitzt etwas dämoniſch Anziehendes
für alle diejenigen, welche gern einen Blick in die Welt,
in der man ſich langweilt, werfen möchten. Nichts
könnte lebenswahrer ſein, als die Charaktere, wie die=
ſelben
in dieſem Spiel gezeichnet ſind. Die in dieſem
Film ſpielenden deutſchen Künſtler geben bei dieſer
Darſtellung ihr Beſtes, auch die Qualität der Photo=
graphien
iſt hervorragend, ſodaß unſere werten Beſucher
ſicher, wie immer, befriedigt unſer Theater verlaſſen werden.

Stärker als der Tod
hervorragender erſtklaſſiger Schlager.
Dieſes hiſtoriſche Drama, ein Schlager erſten Ranges,
zeigt unſeren werten Beſuchern, was wahre, echte Liebe
vermag, die nicht zurückweicht, ſelbſt vor dem Schreck=
lichſten
. Was wagſt Du? Du, bitteſt um die Hand
meiner Tochter? ſprach der Markgraf. Hilde und ich
liebenuns, war die einfache Entgegnung des Hauptmannes
Eine verhängnisvolle Lüge
Da ſtürzt im kritiſchſten Moment die Frau vor den
Richtertiſch und ruft: Sprechen Sie ihn frei, ich bin
eine ungetreue Gattin geweſen.
Eine Pflanze, die Vorräte sammelt
ſehr intereſſanter lehrreicher Film.
Motorbootrennen
ſehr intereſſ. Sportfilm, reich an aufregenden Momenten.
Die Wasserfälle von Monasterio de Piedro
herrl. kol. Naturaufnahme.
In der Blüte des Frühlings
herrlich kolorierte Naturaufnahme. (*8238

Olympid=
Theater
Rheinstr. 2, 1. Etage
Modernſt. u. panikſicherſt.
Lichtſpieltheater am
Platze.
Das neue Programm
von Samstag bis Diens=
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enthält u. a. folgende
außergewöhnliche Sujets:
Im Banne der
Leidenschalt
aus dem ſozialen Leben.
Kunst
und Unschuld
Hervorragender Kunſtfilm.
Landbriefträger
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dem Westen
Spannende Scenen.
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Damen=Auſnr, fr Dietr, lle
Etienne, Heb., Schweinfurt. (4427a
v. 9 u. 10
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(Volkeſchüler) werden ſofort einf.
Pflegeeltern geſ. Ein Bett kann
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Sol. Herr, Mitte 30er, mit an=
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. ſich. Exiſtenz, ſucht Be=
kanntſch
. mit nett. unabh. Dame
m. etw. Verm. od. kl. Exiſt. Nur
reelle ausführl. Off. u. W 79 an
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Zum Schlossgarten
Samstag, den 30. März
Große

wozu freundl. einladet
(*8211
Philipp Kreh.
Programm
zu dem am Samstag, den
30. März, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. Im bunten Rock Marſch
von Kockert. 2. Ouverture mili=
taire
, op. 24, von Mendelsſohn=
Bartholdy. 3. Kukokama-Estapo
aus der Operette Grigri v. Lincke.
4. Was mir ſo g’fallen hat in
Wien, Walzer aus der Operette
Das Muſikantenmädel von
Jarno. 5. Große Fantaſie aus der
Oper Traviata von Verdi.
6. Fanfare militaire von Aſcher.

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Cicht, lschias,
Nervenleidenden
teile ich gerne umſonſt briefl.
mit, wie ich von meinen qual=
vollen
Leiden befreit wurde.
Carl Bader, Illertiſſen
bei Neu=Ulm, Bayern. (116

[ ][  ]

Seite 42.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. März 1912.

Nummer 77.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 23. März: Dem Monteur Eugen Emil
Marchetti, Bleichſtr. 40, ein S. Arthur Willi. Dem
Lackierer Karl Waſſum, Pankratiusſtr. 69, ein S. Karl
Adam. Dem Maſchinenſchloſſer Johann Brauburger,
Fuhrmannſtr. 10, eine T. Emilie. Am 26.: dem Maler und
Lackierer Johann Georg Reitz, Pankratiusſtr. 71, ein S.
Karl. Am 25.: dem Wirt Robert Kümmerlein, Erbacher=
ſtraße
41, ein S. Hans. Am 28.: dem Faktor Emil Johann
Fuchs, Liebigſtr. 44, eine T. Karolina. Am 23.: dem
Regiſtrator Heinrich Lipp, Schwanenſtr. 38, ein S. Auguſt.
Am 24.: Ingenieur Johann Floeth, Ruthsſtr. 20, ein S.
Georg Auguſt Kurt.
Aufgebotene. Am 25. März: Betriebsleiter und Be=
triebs
=Ingenieur der ſtädt. Elektrizitätswerke in Preßburg
(Poſzong) Heinrich Hirt, und Katharina Helena Winkel,
Mollerſtr. 30. Kaufmann Leonhard Siefert, Rheinſtr. 5,
und Margareta Katharina Kilian, zu Reinheim. Am 26.:
Architekt Ludwig Herth in Schaffhauſen, mit Ida
Bodmer in Schaffhauſen. Sergeant im Leib=Drag.=Regt.
Nr. 24, Hermann Henkelmann, hier, und Landwirtin Eliſe
* Döring, zu Storndorf. Großh. Regierungsbaumeiſter
Karl Eugen Berck zu Bad=Nauheim, und Kath. Eliſab.
Marg. Hartmann zu Groß=Bieberau. Kirchendiener Jo=
hann
Eduard Eidemüller, Mollerſtr. 23, und Marie
Stein zu Alsfeld in Oberheſſen. Maurer Georg Hoff=
mann
, und Maria Anna Wiedekind, beide zu Groß=
Zimmern. Am 27.: Sergeant und Zahlmeiſter=Aſpirant
Johannes Riedel, Artillerieſtr. 10, und Anna Margarete
Sattler zu Frankfurt=Bockenheim. Weichenſteller Rein=
hard
Wilhelm Thielmann, zu Bad=Nauheim, und Helene
Karoline Boller, Soderſtr. 42.
Geſtorbene. Am 23. März: Hausmeiſter Philipp Ja=
kob
Kaiſer, 41 J., kath., Friedrichſtr. 30. Am 26.: Wilh.
Hummel, geb. Lochmann, Ehefrau des Expeditors i. P.,
68 J., ev., Liebigſtr. 42. Rohrleger Johannes Walter,
53 J., ev., Schulzengaſſe 7. Am 27.: Marie Rupp, geb.
Friedrich, Ehefrau des Maurers, 28 J., ev., Goddelau.
Schreinermeiſter Karl Wilhelm Kahlbach, 71 J., ev.,
Langgaſſe 37. Apotheker Julius Schlick, 62 J., ev.,
Viktoriaſtr. 68. Heinrich Endres, S. des Kaufmanns,
1 J., kath., Luiſenſtr. 6. Am 28.: Helene Margarethe Rei=
nemer
, Witwe des Sterbekaſſedirektors, 44 J., ev., Beck=
ſtraße
73.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. März: dem Maſchiniſt Heinrich
Zimmer, Frankenſteinſtr. 52, ein S. Johann Ludwig.
Am 15.: dem Großh. Oberrechnungsreviſor Emil Schliff,
Nieder=Ramſtädterſtr. 87, ein S. Hellmut Wilhelm Emil.
Am 14.: dem Hofgartenarbeiter Ludwig Kraft, Beſſunger=
ſtraße
92, eine T. Eliſabetha Margarethe. Dem Kreisamts=
gehülfen
Johann Friedrich Kammer, Heidelbergerſtr.
102a, eine T. Gertrude Maria. Am 16.: dem Gärtner Jo=
hann
Georg Kramer, Schießhausſtr. 69, eine T. Marie
Luiſe. Am 19.: dem Dachdecker Konrad Kunkelmann,
Schießhausſtr. 5, eine T. Katharina. Am 18.: dem Eiſen=
bahngehülfen
Friedrich Arras, Neue Niederſtr. 15, ein S.
Heinrich Otto Alexander. Am 24.: dem Oktroiaufſeher Jo=
hannes
Adam Foshag, Tannenſtr. 4, eine T. Eliſabeth.
Am 23.: dem Hilfstriebwagenführer Wilhelm Trapp,
Beſſungerſtr. 92, ein S. Ernſt. Am 18.: dem Bürodiener
Wilhelm Kumpf, Beſſungerſtr. 68, eine T. Lina Wil=
helmina
. Am 20.: dem Wirt Heinrich Wilhelm Funk,
Orangerieſtr. 1, ein S. Karl. Am 23.: dem Schreiner Karl
Riſch, Beſſungerſtr. 114, ein S. Wilhelm Karl. Am 22.:
dem Kaufmann Emil Freund, Tannenſtr. 4, ein S. Ru=
dolf
Walter. Am 21.: Dem Sergeant im Garde=Drag.=Regt.
Nr. 23, Philipp Lepper, Saalbauſtr. 78, eine T. Auguſta
Katharina Maria. Am 26.: dem Weißbinder Valentin
Chriſtoph Peter Stier, Sandbergſtr. 29, eine T. Barbara
Eliſabeth.
Aufgbeotene. Am 18. März: Hilfsarbeiter Wilhelm
Philipp Kniß, Herdweg 39, und Luiſe Maria Geyer,
daſelbſt. Am 22.: Handelsmann und Muſikant Chriſtian
Eckſtein, Sandbergſtr. 40, und Pauline Steinberger,
daſelbſt. Am 25.: Bäcker Georg Philipp Fauſt, Bleichſtr.
13, und Suſanna Widerſchein, Weinbergſtr. 16.
Eheſchließungen. Am 16. März: Sergeant im Großh.
Art.=Korps, Georg Becker, Heidelbergerſtr. 47, und Anna
Marie Kurz, Ahaſtr. 22. Gärtner Heinrich Ludwig
Geyer, Klappacherſtr. 76, und Anna Jacobi, Weinberg=
ſtraße
27. Am 23.: Dipl.=Ingenieur Philipp Auguſt
Schuchmann, Wienersſtr. 78, und Johanna Henriette
Charlotte Nau, Steinackerſtr. 12.
Geſtorbene. Am 15. März: Oberſtleutnant z. D.
Guſt. Joſ. Back, 60 J., ev., Martinſtr. 64. Am 25.: Fuhr=
mann
Chriſtoph Jakob Bauer, 51 J., ev., Sandbergſtr. 23.
Ludwig Friedrich Malchus, S. des Formers, 2 Mon.,
kath., Beſſungerſtr. 59. Karl Kredel, 11 J., ev., Tannen=
ſtraße
33. Am 26.: Eliſabethe Wambold, geb. Eigenbrodt,
Ehefrau des Landwirts, 35 J., ev., Hofgartenſtr. 11. Am
27.: Bürodiener i. P. Martin Creter I., 70 J., ev., See=
ſtraße
3.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Palmarum, den 31. März 1912
Landes=Buß= und Bettag
Kollekte für hilfsbedürftige evangeliſche Gemeinden der
Landeskirche
Hoſkirche: Samstag, den 30. März, abends um
6 Uhr: Beichte. Sonntag, den 31. März, vormittags
um ½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kom=
munion
in der Sakriſtei. Vormittags um 10 Uhr:

Haupigottesdienſt mit Feier des heil. Abendmahls.
Nachm. um 3 Uhr: Vesper. Mittwoch, den 3. April,
abends um 6 Uhr: 7. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Vorm.
um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Dr. D. Diehl.
Abends um 6 Uhr: Pfarrer Dr. D. Diehl. Nach der
Predigt: Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Vogel.
Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Salzſieder. Vormittags um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kraus. Nachm. um 5½ Uhr: Pfarrer Dingeldey.
In beiden Gottesdienſten heil. Abendmahl mit Vor=
bereitung
. Abends um 8 Uhr: Aufführung der Matthäus=
paſſion
von Hch. Schütz durch den Kirchengeſangverein.
Eintritt frei. Text 20 Pfg.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. Nachm. um
2 Uhr: Chriſtenlehre für den Weſt bezirk im Gemeinde=
haus
. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Widmann. Feier
des heil. Abendmahls. Anmeldung von ½6 Uhr an in
der Sakriſtei. Die Bibelſtunde im Martinsſtift fällt aus.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Stein. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Nachm. um 3 Uhr: Liturgiſche Paſſions=
andacht
. Die liturgiſche Paſſionsandachten finden an
jedem Tage der Karwoche nachm. um 3 Uhr ſtatt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. Feier des hl. Abendmahls mit Vor=
bereitung
. Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrverwalter Lie.
Dr. Vollrath. Feier des heil. Abendmahls mit Vor=
bereitung
.
Pankuskirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert. Feier des heil. Abendmahls.
Anmeldungen von ½ 10 Uhr an in der Sakriſtei.
Nachm. um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Herpel. Feier des hl.
Abendmahls. Anmeldung von ½ 6 Uhr an in der Sakriſtei.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 31. März,
vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittagsum
4 Uhr: Bibelſtunde und Jugendbund für E. C.
Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. Montag,
den 1. April, abends um 8½ Uhr: Frauen=Biebelſtunde.
Dienstag, den 2. April, abends um 8½ Uhr: Jung=
frauen
=Bibelſtunde und Blaukreuzſtunde. Mittwoch,
den 3. April, nachmittags von 24 Uhr: Hoffnungs=
bund
für Knaben. Von 46 Uhr: Hoffnungsbund für
Mädchen. Abends um 8½ Uhr: Geſangſtunde.
Gründonnerstag, den 4. April, fällt die Bibelſtunde aus.
Karfreitag, den 5. April, nachm. um 4 Uhr: Evangeli=
ſation
für jedermann, beſonders ſind die Leſer der chriſt=
lichen
Blätter herzlich eingeladen. Abends um 8½ Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für Männer. Filiale der
Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hinterbau): Kar=
freitag
, den 5. April, abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.

Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Raptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 31. März, vorm. um 9½ Uhr
und nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. Abends um
8 Uhr: Vortrag: Pfarrer Jatho und ſeine Religion.
Montag, den 1. April, abends um 8½ Uhr: Geſangverein.
Dienstag, den 2. April, abends um 8½ Uhr: Männer=
chor
. Mittwoch, den 3. April, abends um 8½ Uhr:
Gebetsverſammlung.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 31. März, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). Um 4 Uhr: Prediat. Prediger
Eckert aus Offenbach. Karfreitag, den 5. April, abends
um ¼9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Jedermann herz=
lich
willkommen.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 30. März, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Palm=Sonntag, den 31. März 1912.
Kollekte für arme Erſtkommunikanten
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt.
Um ½10 Uhr: Palmenweihe und Hochamt Um
11 Uhr: letzte hl. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Paſſions=
andacht
. Sonntag bis Donnerstag einſchließl., abends
um 8 Uhr: Predigt, gehalten von dem Oblatenpater
Schillings. Montag, Dienstag und Mittwoch, vorm.
um 6 Uhr: Beichte.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. Um 6 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabelhenkirche: Samstag, den 30. März, nach=
mittags
um ½ 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 31. März 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt. Nachmittags um 2 Uhr:
Andacht. Abends um 8 Uhr: Faſtenpredigt des hochw.
Herrn Oberlehrer Zinſer=Offenbach. Dienstag, nach=
mittags
um 5½ Uhr: Faſtenandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
30. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.

Palm=Sonntag, den 31. März 1912
Kollekte für arme Erſtkommunikanten
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit
Palmenweihe. Nachmittags um ½3 Uhr: Armenſeelen=
andacht
. Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag, nachm.
von 6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 30. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Palm=Sonntag, den 31. März 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
amt
. Vorher werden die Palmen geweiht. Während des
Amtes wird zum erſten Male die Leidensgeſchichte unſeres
Herrn nach dem Evangeliſten Matthäus in deutſcher
Sprache vom Kirchenchor geſungen. Nachmittags um
½ 2 Uhr: Chriſtenlehre und um 2 Uhr: Faſtenandacht.
Montag, Dienstag und Mittwoch, morgens um ½ 8 Uhr:
Singmeſſe. Mittwoch, abends um ½6 Uhr: Faſten=
andacht
und darauf Beichtgelegenheit.
Kapelle zu Pſungſtadt: Palm=Sonntag, den 31. März,
vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit, dann Palmen=
weihe
und Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr: Andacht.
Montag, nachmittags um ½ 5 Uhr: Faſtenandacht.
The Church of England Service
Palm-Sunday, 3ist March 1912.
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 4,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain at Heidelberg
will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. März: Dem Kaufmann Jo=
hann
Heinrich Heß S. Fritz Johann Georg Heinrich,
geb. 19. Nov. 24. März: Dem Maſchiniſt Otto Albert
Auguſt Schubert T. Margarethe Eliſabeth, geb. 14. Jan.
Dem Mechaniker Leonhard Wöbes S. Heinrich, geb.
23. Febr. 15. März: Dem Kellner Hermann Reinhold
Undeutſch S. Reinhold Wilhelm Karl, geb. 25. Febr.
24. März: Dem Metzger Peter Scherer S. Ludwig, geb.
6. Febr. 26. März: Unehelicher Sohn Georg Alexander
Chriſtoph, geb. 24. Febr. 24. März: Dem Lehramts=
aſſeſſor
Ludwig Pöpperling T. Hilde Berta Luiſe, geb.
16. Nov. Dem Kaufmann Peter Caſtritius T. Gertrude,
geb. 26. Dezember.
Johannesgemeinde: 24. März: Dem Bier=
brauer
Joſeph Fiſch T. Frieda, geb. 24. Febr. Dem
Maſchinenſchloſſer Karl Volk T. Babette Annemarie
Hertha, geb. 19. Febr. Dem Bahnaſſiſtent Leonhard
Weigel S. Karl, geb. 8. März.
Martinsgemeinde: 25. März: Dem Tagelöhner
Chriſtoph Huthmann T. Emma, geb. 26. Jan. 14. März:
Uneheliche T. Eliſabeth, geb. 7. März. 24. März: Dem
Invaliden Johannes Hofmann T. Anna Katharina, geh.
6. März.
Petrusgemeinde: 24. März: Dem Finanz=
aſpiranten
Peter Hanauer Hedwig Marie, geb.
21. Febr. Dem Bäcker Adam Wilhelm Müller S. Georg
Wilhelm, geb. 25. Febr. 28. März: Dem Schloſſermeiſter
Georg Gimbel S. Gero, geb. 26. Febr.
Paulusgemeinde: 17. März: Dem Zimmer=
mann
Phil. Joh. Wohlfarth T. Anna, geb. 22. Februar.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. März: Maler und Lackierer
Friedrich Johann Heinrich Wolff und Anna Erhard.
Martinsgemeinde: 23. März: Inſtallaten
Johann Georg Naßauer und Anna Eliſabeth Weber.
Paulusgemeinde: 17. März: Gärtner Heinrich
Ludwig Geyer und Anna Jacobi. 23. März: Diplom=
Ingenieur Philipp Auguſt Schuchmann und Johanna
Henriette Charlotte Nau.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. März: Eliſabetha Haber,
geb. Braner, Ehefrau des Poſtſchaffners, 51 J., ſtarb
14. März. 23. März: Marie Keller, T. des Reſtaurateurs,
¾ Jahr, ſtarb 21. März. 9. März: Natalie Marie Rich=
ter
, Buchhalterin, T. von Franz Richter in Nordhauſen,
25 J., ſtarb 6. März. 17. März: Rentner Chriſtian
Böttinger, 83 J., ſtarb 15. März. 24. März: Emilie
Köhrich, geb. Berdux, Ehefrau des Reſtaurateurs, 45 J.,
ſtarb 21. März. 22. März: Eliſabethe Keſting, geb.
Hahn, Witwe des Schuhmachermeiſters, 83 J., ſtarb
20. März. 25. März: Schuhmacher und Laternenwärter.
Theodor Bickhardt, 68 J., ſtarb 22. März. 26. März:
Johanna Banger, geb. Endner, Witwe des Kammer=
muſikers
, 79 J., ſtarb 24. März. 27. März: Privatin
Georgiana Mohr, 56 J., ſtarb 24. März zu Jena.
24. März: Schuhmachermeiſter Auguſt Knopf, 80 J., ſtarb
22. März. Eliſabeth Samesreuther, geb. Broſius, Wit=
we
des Apothekers, 78 J., ſtarb 23. März. 26. März:
Leutn. Andreas Steinacker, Gr. Kreisoberwachtmeiſter a. D.,
67 J., ſtarb 24. März. 24. März: Buchhalter Peter
Engelleitner, 32 J., ſtarb 22. März. 27. März: Theodora.
Bachmann, geb. Both, 49 J., ſtarb 24. März.
Johannesgemeinde: 26. März: Kaufmann
Georg Jahn, 21 J., ſtarb 23. März. 28. März: Wilhel=
mnine
Hummel, geb. Lochmann, Ehefrau des Expeditors
t. P., 69 J., ſtarb 26. März. 29. März: Apotheker Julius
Schlick, 62 J., ſtarb 27. März.
Martinsgemeinde: 21. März: Oberpoſtſchaffner
i. P. Johann Adam Krämer, 67 J., ſtarb 19. März.
27. März: Theodora Marie Philippine Bachmann, Ehe=
frau
des Privatiers, 49 J., ſtarb 24. März.
Petrusgemeinde: 27. März: Jakob Bauer,
51 J., ſtarb 25. März. 28. März: Karl Kredel, 11 J.,
ſtarb 26. März. Eliſabeth Wambold, geb. Eigenbrodt,
35 J., ſtarb 26. März.
Paulusgemeinde: 23. März: Privatin Amalie
Piſtor, 77 J., ſtarb 21. März in Alsbach. 25. März:
Luiſe Bach, geb. Eiſenhuth, Ehefrau des Kanzleirates,
52 J., ſtarb 22. März.

Keh-ansenlchien Orten
(VI7603)
Sild
MAGGls Suppen die besten!

Für den Magen ist nur das Beste gut genug!

me

Feüe