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monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelf. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
175. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 147,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Nordd. Allg. Ztg. macht nähere Mitteilungen
über den Inhalt der Wehrvorlagen.
Die bedingungsloſe Wiederaufnahme der
Arbeit durch die Bergarbeiter im
Ruhr=
bezirk hat ſich ohne Störung vollzogen.
Die Mindeſtlohnbill wurde vom engliſchen
Unterhauſe mit 348 gegen 225 Stimmen in
zwei=
ter Leſung angenommen.
Die Aniwort der peerſiſchen Regierung
auf die engliſch=ruſſiſche Note iſt am 20.
dieſes Monats übereicht worden und lautet
entgegen=
kommend.
*
Durch eine Feuersbrunſt in Tokio wurden
ein Stadtteil und 800 Häuſer zerſtört.
Politiſche Wochenſchau.
— „Die innere Kriſis!” So lautete in den jüngſten
Tagen vielfach die Ueberſchrift in den Leitartikeln der
Tagespreſſe. Mit einem Male lebten wir in der
ſchön=
ſten Kriſe . .. wenigſtens wollte man das glaubhaft
machen. Das geflügelte Roß der Phantaſie war mit
manchem Reiter durchgegangen, und ſo hörte man die
wunderbarſten Märchen erzählen, Was wurde da nicht
alles „auf Grund von Informationen an zuſtändiger
Stelle” den gläubigen Leſern aufgebunden, die
anneh=
men mußten, daß der Verfaſſer jener Mitteilungen ein
Herzensfreund von Miniſtern ſei, dem dieſe ihr
bedräng=
tes Herz ausſchütteten! Schon ſeit langem iſt nicht ſo
viel — ſagen wir direkt: geſchwindelt worden — als
dieſer Tage, und es mag auch wirklich Leute gegeben
ha=
ben, die die wunderbarſten Kombinationen als bare
Münze genommen haben. Sprach man doch von nichts
Geringerem als von einem Rücktritt des Reichskanzlers,
der dem Schatzſekretär Wermuth in die Wüſte folgen
wolle, ebenſo ſagte man die Demiſſion des
Staatsſekre=
tärs des Aeußern von Kiderlen=Wächter voraus, der als
Botſchafter nach Konſtatinopel gehen wolle und auch
noch eine Reihe anderer Veränderungen in hohen
Beam=
tenſtellen wurde angekündigt. Ferner wurde die
Ver=
ſchiebung der Reiſe des Kaiſers nach Wien und Korfu,
ſo=
wie der Beſuch des Monarchen bei Herrn von Tirpitz
mit der Flottenrede Churchills in Verbindung gebracht,
während es ſich nachher herausſtellte, daß der Kaiſer nach
langjähriger Gewohnheit dem Leiter des
Reichsmarine=
amtes ſeinen Geburtstagsglückwunſch dargebracht hatte.
Auch verfehlte man nicht, Herrn von Tirpitz, in dem man
ſchon den Nachfolger Bethmann Hollwegs erblicken
wollte, nachzuſagen, daß er ſich bemühe, auf die
Geſtal=
tung der Außenpolitik Einfluß zu gewinnen, und daß
nicht zuletzt aus dieſen Beſtrebungen heraus die ganze
Kriſis reſultiere. Dies waren, wie geſagt, Phantaſie,
gehilde. Gleichwohl muß zugegeben werden, daß die
ge=
ſamte Lage nichts weniger als erfreulich iſt, und daß
zwiſchen einzelnen Reſſorts vielleicht Reibungen beſtehen,
die indeſſen keinesfalls einen derartigen Umfang haben,
daß ſie zu einer ſchweren Kriſis Anlaß geben. Bei der
Aufſtellung von Forderungen für wichtige Vorlagen hat
es ſelten an derartigen Differenzen gefehlt. Herr von
Bethmann Hollweg hat auf die Erbanfallſteuer
verzich=
tet und an deren Stelle die Aufhebung der Branntwein=
Liebesgabe geſetzt, die aber ſchwerlich ſo viel ausmacht,
wie für die Deckung der Wehrvorlage erforderlich iſt,
ſo=
daß Herr von Tirpitz vielleicht doch ſeine Wüſche hat
etwas einſchränken müſſen. Auch die parlamentariſche
Lage iſt durch die Beſchlüſſe der leitenden
bundesſtaat=
lichen Miniſter hinſichtlich der Deckungsfrage keineswegs
geklärt worden. Herr Wermuth, der an der
Erbanfall=
ſteuer feſthielt, nahm ſeinen Abſchied; er hat in dem
Un=
terſtaatsſekretär Kühn, der ſchon ſeit langen Jahren in
dem Amte arbeitet, ſeinen Nachfolger gefunden. Ob es
aber dieſem gelingen wird, die finanzielle Seite der
Wehrvorlage mit Erfolg zu vertreten, läßt ſich heute noch
keineswegs überſehen. Auf der Rechten iſt man über
die Aufhebung der ſogenannten Liebesgabe keineswegs
erfreut, und die leitenden Blätter dieſer Richtung äußern
alles andere als Sympathie für dieſen Vorſchlag. Auch
die Abſicht, die Linke durch Beſeitigung der dieſer
ver=
haßten Liebesgabe zu gewinnen, dürfte allem Anſchein
nach fehlſchlagen. Die Maßnahme hat dort keinen
ſon=
derlichen Eindruck hervorgerufen, weil man der Anſicht iſt.
daß noch andere Steuerguelln herangezogen werden
müßten. Die erwartete Beruhigung der Gemüter dürfte
daher ausbleiben, und der Kampf um die Wehrvorlage
wird ſich daher nach Oſtern in der Volksvertretung recht
lebhaft geſtalten.
Die Verſchiebung der Kaiſerreiſe, die anfänglich zu
ſenſationellen Gerüchten Anlaß gab, ſoll ihre Urſache
le=
diglich im Bergarbeiterſtreik gehabt haben, vor deſſen
Erledigung der Kaiſer ſich nicht ins Ausland begeben
wolle. Aun iſt aber Mitte dieſer Wolge das Ende des
Ausſtandes erfolgt, und der Kaiſer hat am Freitag
Ber=
lin verlaſſen, um ſich im Süden zu erholen. Freilich
wird hierbei auch die Politik zu ihrem Rechte kommen,
pielleicht weniger in Wien, wo der Kaiſer einen Tag
Aufenthalt nimmt, als in Venedig, zumal ſich dort im
Gefolge des Königs Viktor Emanuel der Miniſter des
Aeußern di San Giuliano befindet. Mit minder banger
Sorge wird der Kaiſer ſich ins Ausland begeben können,
nachdem der wirtſchaftliche Kampf in Weſtdeutſchland
zu Ende gegangen iſt. Mit einem erfolgloſen Ausgang
des Streiks im Ruhrrevier war ja von vornherein zu
rechnen, nur erwartete man die Wiederaufnahme der
Ar=
beit noch nicht ſo ſchnell. Erfreulicherweiſe haben die
Führer des „Dreibundes” die Konſequenzen daraus
ge=
zogen, um weitere Verluſte zu vermeiden, denn ſie
muß=
ten ſehen, wie von Tag zu Tag die Zahl der
Arbeits=
willigen wuchs. Der Streik war überhaupt verfehlt, als
die chriſtlichen Verbände erklärten, ihn nicht mitmachen
zu wollen. Im Lager des Dreibundes hatte man wohl
gehofft, den größten Teil der Chriſtlichen mit
hinüber=
ziehen zu können, man hat ſich aber getäuſcht, und ſo war
der Ausſtand von vornherein ſo gut wie ausſichtslos.
Auch die Autorität der ſozialdemokratiſchen Parteileitung
dürfte unter den Nachwirkungen des erfolgloſen Streiks
zu leiden haben und man kann nicht gerade ſagen, daß
ihre Taktik in dem Parlament, wo die Vorgänge im
Ruhrrevier zur Sprache kamen, ſehr glücklich
abgeſchnit=
ten hätte. — Auch in Enaland ſcheint der große
Berg=
arbeiterſtreik allmählich abflauen zu wollen. Man wird
unter der Arbeiterſchaft wegen der langen Dauer des
Streiks mißmutig, da bittere Not ſich einzuſtellen. beginnt
und außer den Bergleuten noch weitere Arbeiterkreiſe in
Mitleidenſchaft gezogen ſind. Die Lage wird dadurch
noch verwickelter, daß das von der Regierung zur
Beile=
gung des Streiks eingebrachte Minimallohngeſetz den
Bergarbeitern nicht gefällt, die die von ihnen ſelbſt
ge=
forderten Minimalarenzen geſetzlich feſtgeſtellt wiſſen
wollen, wozu die Regierung ſich nicht zu entſchließen
ver=
mag. Dieſe Zuſpitzung der ganzen Stitnation dürſte leicht
noch politiſche Folgen nach ſich ziehen.
Vielleicht um die Blicke von der mißlichen inneren
Lage abzuwenden, hat Herr Churchill die Einbringung
der Flottenvorlage in einer ſo ſcharfen Form beſprochen,
daß ſie in der ganzen Welt Aufſehen erregt hat. Mit
einer nicht mehr zu überbietenden Deutlichkeit hat er als
den einzigen Gegner Englands, mit dem dieſes einmal
abzurechnen haben werde, Deutſchland hingeſtellt und
offen bekundet, daß man entſprechend den deutſchen
Ma=
rinebauten die ſeinigen einrichten wolle. Die ſeltſame
Rede hat begreiflicherweiſe beſonders in Deutichland viel
Staub aufgewirbelt: Bei unſeren leitenden Stellen will
man in ihr aber kein erſchwerendes Moment erblicken,
ſondern iſt der wohl nicht unrichtigen Anſicht, daß Herr
Churchill in der Hauptſache ſo geſprochen hat, um für
die Flottenvorlage Stimmung zu machen, und daß man
dergeſtalt die Rede nach dem Milieu, in dem ſie gehalten
wurde, beurteilen muß. Im Zuſammenhang mit der
Rede hieß es, daß die Verhandlungen zwiſchen
Deutſch=
land und England zwecks einer Verſtändigung
abgebro=
chen worden ſeien. Indeſſen entſpricht dies nicht den
Tatſachen, wenn allerdings wohl möglich iſt, daß bisher
noch keine ſonderlichen Fortſchritte zu verzeichnen waren.
Da man an all dieſen inneren Kriſen noch nicht genng
hat, glauben findige Leute auch von einer allgemeinen
politiſchen Weltkriſis zu wiſſei, die der Tripoliskrieg
im Gefolge gehabt haben ſoll. Man ſpricht davon, daß
Rußland geneigt ſei, ſich Italien in ſeinem Vorgehen
gegen die Türkei anzuſchließen, um endlich die
Dardanel=
lenfrage und andere Dinge auf dem Balkan zur Löſung
zu bringen. Es iſt dies natürlich nichts weiter als
Stimmungsmache, denn eben erſt iſt der ruſſiſche
Bot=
ſchafter am Goldenen Horn. Herr Tſcharykow. geflogen.
weil er eigenmächtige und draufgängeriſche Politik auf
dem Balkan machte, während man an der Newa nicht
daran denkt, ſich derart vorzuwagen. Es iſt wohl nicht
von ungefähr, daß dieſe Nachricht von Paris aus
aus=
flatterte, wo gewiſſe Leute wieder gern einmal im
Trü=
ben fiſchen möchten.
Zur Beendigung des Streiks im Ruhrbezirk.
* Ueber die Urſachen des ſchnellen Endes des
Streiks bemerkt die Rhein=Weſtf. Ztg., daß die Zechen
über und über mit Vorräten beladen waren.
Auf den Magerkohlenzechen an der Ruhr lagerten
ſeit Jahr und Tag Briketts, die ſchon mehr Bergwellen
glichen als einem Lager und die Koksvorräte z. B. auf
Hibernia und auf den Harpener Zechen waren ungeheuer.
Dieſe=Vorräte, die nicht zu Streikvorbereitungen,
ſon=
dern aus Abſatzmangel hingelegt waren, waren
aber eine gewaltige Reſerve; aus ihnen konnte die
In=
duſtrie für 5—6 Wochen leben. Sie waren vielleicht auf
die Hälfte ihres Wertes bereits von den Zechen
abge=
ſchrieben und die Börſe hatte ganz recht, wenn ſie den
Streik mit einer Hauſſe begrüßte; denn dieſe Vorräte
wurden nun ſogar über den Marktpreis abgeſetzt.
Ueber die wirtſchaftlichen Schäden des
Streiks wird geſagt:
Der Förderausfall der Zechen an der Hand
der Wagengeſtellungen ſtellte ſich, wenn man 280000
Ton=
nen als arbeitstägliche Fördermöglichkeit annimmt
am 1. Streiktag auf 110730 Tonnen
158 400
„ 165 750
75
165 110
4.
148710
„5.
132920
120110
101100
„ 8.
Geſamt=Förderausfal 110850 Tonnen.
im Werte von etwa 12 Millionen Mark. Dieſer Betrag
wäre alſo den Zechen während der 8 Tage direkt als
Brutto=Einnahme entgangen. Wenn man als
Reinver=
dienſt auf die Tonne Kohlen 0,75 Mark annimmt, ſo
würde der den Zechen entgangene Reinverdienſt
au dem direkten Förderausfall 827122 Mark betragen.
Der wirkliche Nachteil dürfte indeſſen doch etwas
größer für die Zechen ſein, da bei nicht ausgiebiger
Förderung bekanntlich die unterirdiſchen Verhältniſſe
etwas leiden und ſpäter Aufwältigungsarbeiten mehr
Koſten verurſachen. Aber da die Förderung ja wohl auf
keiner Zeche ganz geruht hat, werden die Förderſtrecken
wohl kaum erheblich gelitten haben.
Der Lohnausfall der Arbeiter wird auf
etwas über ſechs Millionen, oder 40,50 Mark auf den
Kopf berechnet.
Deutſches Reich.
— Einen neue Senſation? Die Voſſiſche
Zeitung meldet aus Dresden: In politiſchen Kreiſen hat
die erfolgte plötzliche Reiſe des Königs von Sachſen nach
Wien Ueberraſchung hervorgerufen. Das Aufſehen wurde
noch verſtärkt durch die Tatſache, daß der König ſofort
nach ſeiner Ankunft vom Kaiſer Franz Joſef in Andienz
empfangen wurde und ſeinen Aufenthalt bis Samstag
ausdehnen wird. Als Zweck der Reiſe war angegeben
worden, daß der König ſeiner Schweſter, Erzherzogin
Maria Joſefa, einen Beſuch abſtatten wollte. Dieſer
er=
folgte aber erſt nach der Audienz bei dem Kaiſer. Dem
Berliner Lokalanzeiger wird hierzu aus Dresden depe=,
ſchiert, der hochpolitiſche Charakter der Reiſe des Königs
nach Wien werde hier kaum in Zweifel gezogen; aber
die maßgebenden politiſchen Kreiſe bewahren das
ſtrengſte Stillſchweigen über den tatſächlichen Zweck der
Reiſe.
— Reichstagspräſident und Miniſter.
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: Das
Berliner Tageblatt ſchreibt in ſeiner Abendausgabe vom
Mittwoch: Miniſter v. Dallwitz erlaubte ſich im
Preu=
ßiſchen Abgeordnetenhauſe eine mittelbare Kritik der
Ge=
ſchäftsführung des Reichstagspräſidenten. Wenn
näm=
lich v. Dallwitz behauptet, ein Mitglied des Reichstages
habe unter dem Schutze der Immunität Beſchimpfungen
ausſtoßen können, ſo richtet ſich ſeine Kritik natürlich
gegen die Präſidenten, die während jener Rede den
Vor=
ſitz führten. Der Miniſter des Innern bezog ſich hier,
auf den von dem Abgeordneten Sachſe im Reichstag von
den Polizeibeamten gebrauchten Ausdruck „Bluthunde”.
Der damals amtierende Vizepräſident rief den Abg.
Sachſe wegen dieſes Ausdrucks, den er als unzuläſſig
bezeichnete, ſofort zur Ordnung. Der Miniſter hat ſich
in ſeiner Rede vom 19. März auch ausdrücklich auf dieſen
Ordnungsruf berufen und darauf hingewieſen, daß ſeine
Auffaſſung von der allerkompetenteſten Stelle im
Reichs=
tage, nämlich dem Präſidenten, geteilt worden iſt. Er
hat alſo keineswegs den Präſidenten kritiſiert, ſondern
lediglich ſich der Kritik angeſchloſſen, die der Präſident
ſelbſt ausgeführt hat. Die Ehrlichkeit, die das Berliner
Tageblatt in dieſem Falle an den Tag legt, ſteht ganz
auf der Höhe ſeiner von dem Miniſter im
Abgeordneten=
hauſe zutreffend charakteriſierten falſchen tendenziöſen
Berichte aus dem Ausſtandsgebiet.
— Die Zentrumsfraktion hielt am
Don=
nerstag abend eine Sitzung ab, in der Abgeordneter Dr.
Spahn an Stelle des Frhrn. v. Hertling einſtimmig zum
Vorſitzenden gewählt wurde. Abgeordneter Spahn
nahm die Wahl dankend an.
Sturm in der bayeriſchen Kammer.
Im bayeriſchen Landtag begann am Donnerstag die
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 191.s
Nummer 71.
Generalabrechnung der Parteien. Die Abrechnung
be=
gann mit einer Erklärung des Zentrums, die der
Frak=
tionsvorſitzende Abg. Lerno gab. Das Zentrum verwahrt
ſich gegen den Vorwurf, es habe die Verfaſſung
gebro=
chen und die Landtagsauflöſung durch dieſen Bruch
her=
vorgerufen. Mit der Programmrede des
Miniſterpräſi=
denten erklärte ſich das Zentrum einverſtanden. Sodann
erhob ſich im Namen der Liberalen Dr. Caſſelmann zu
einer mehr als zweiſtündigen Rede. Zunächſt erklärte er,
daß die Programmrede des neuen Miniſterpräſidenten
ein völliges Preisgeben des Amtsvorgängers ſei und
daß ſie den ſchweren Vorwurf enthalte, als ſeien früher
bis in die höchſten Regierungsſtellen die Beamten nicht
ſtaatstreu geweſen. Hertling müſſe erklären, ob das
frühere Miniſterium unrecht gehabt hat oder nicht, als
es dem Zentrum Verfaſſungsbruch vorwarf und den
Landtag auflöſte. Beging das Zentrum keinen
Verfaſ=
ſungsbruch, dann wäre die Auflöſung des Landtags und
der Aufruf an das bayeriſche Volk eine Komödie
gewe=
ſen, die die Regierung mit dem Volke geſpielt habe.
Unter lautem Gelächter holte Caſſelmann eine frühere
Kritik des früheren Zentrumsblattes, des Bayeriſchen
Kuriers, hervor, worin es heißt: „In dieſem Briefe
zeigt Frhr. v. Hertling wieder die grenzenloſe
Unkennt=
nis über Bayerns Verhältniſſe, er wird nie in der Lage
ſein, in Bayern einmal eine führende Rolle zu ſpielen.”
Dr. Caſſelmann wies es unter ſchärfſter Entrüſtung zurück,
daß ein Zentrumsabgeordneter erklärt habe, wer noch
Ehre im Leibe hätte, könne mit den Minderheitsparteien
nicht mehr gemeinſame Sache machen. Die Liberalen und
Sozialdemokraten erhoben ſich hier von den Sitzen und
ſchrien ein über das andere Mal in den Saal: Pfui!
Der Vizepräſident Hofrat Fuchs erteilte den Pfuirufern
Ordnungsrufe. Dr. Caſſelmann rief: Ich nehme das
Pfui auf mich und verantworte es. Nunmehr rief der
Präſident Dr. Caſſelmann zur Ordnung. Mit erhobener
Stimme ſagte hierauf Dr. Caſſelmann: Ich bin ſtolz
auf dieſen Ordnungsruf. Der Präſident erwiderte:
Wegen Mißachtung des Präſidiums rufe ich Herrn Dr.
Caſſelmann zum zweitenmal zur Ordnung. Es dauerte
mehrere Minuten, bis ſich der Sturm der Erregung
wieder einigermaßen gelegt hatte und Dr. Caſſelmann
in ſeiner Kritik der Programmrede Hertlings fortfahren
konnte, die wohl äußerlich ein glattes Gewand gezeigt
habe, innerlich aber voller Widerſprüche ſei,
Ausland.
Frankreich.
Die Wahlreform. Eine Abordnung der
Par=
teten der Linken ſetzte Poincaré auseinander, daß die
republikaniſche Partei entſchloſſen ſei, die Wahlreform
mit Hilfe der republikaniſchen Mehrheit durchzuführen,
aber den Wunſch hege, die Regierung möge ſich mit der
Zurücknahme der Dringlichkeit des Geſetzentwurfes
ein=
verſtanden erklären. Poincaré erwiderte, er werde dem
Miniſterrat hiervon Mitteilung machen und verpflichtete
ſich aufs neue, die Wahlreform mit der republikaniſchen
Mehrheit durchzuführen.
Ziu den ſpaniſch=franzöſiſchen
Ma=
rokko=Verhandlungen wird in einer ſichtlich
offiziöſen Note erklärt, daß man in den neuen
ſpani=
ſchen Vorſchlägen einen erſten Schritt zur Verſtändigung
erblicke. Man erwarte jedoch in Paris noch beſſere.
Spanien biete gegenwärtig in der Südzone 45000
Qua=
dratkilometer anſtatt 25000 Quadratkilometer.
England.
Die Mindeſtlohnbilll im Unterhauſe=
Mit nicht viel mehr als 100 Stimmen wurde die Min=
deſtlohnbill am Donnerstag vom Unterhauſe angenom
men.
In der Begründung des Antrages, die
Mindeſtlohn=
bill abzulehnen, erklärte Balfour, niemand ſei mit
der Bill und ihrer Löſung der ſchwierigen Lage
zufrie=
den. Eine ſchwere Verantwortung ruhe auf dem Hauſe.
Das Land habe niemals einer ſo bedenklichen Kriſis
ge=
genübergeſtanden. Wenn er auch die ernſten
Bemühun=
gen des Premierminiſters Asquith, den Frieden
herbeizu=
führen, anerkenne, ſo habe doch die Regierung niemals
ſich und das Haus mehr getäuſcht. In ihrem Hauptzweck
werde die Bill fehlſchlagen. Für die Regierung liege
daher keine Berechtigung vor, den Verſuch zu machen,
dieſe ungeheure Umwälzung in einer Woche durch das
Haus zu erzwingen. Die Oppoſition werde ſich bemühen,
die Meinung des Hauſes bei der zweiten Leſung auf die
Probe zu ſtellen. Aber wenn die zweite Leſung
ange=
nommen werde, ſo werde die Oppoſition ihr Beſtes dazu
tun, daß die Politik der Regierung erfolgreich ſei. Sollte
aber die Regierung geſchlagen werden, ſo brauche
des=
wegen das Haus nicht aufgelöſt zu werden, da das Land
nicht die allgemeine Verwirrung bei der Wahl zu den
Schrecken des Streiks hinzutreten laſſen könne. Er
be=
antrage die Ablehnung der Bill aus klaren Gründen
ei=
ner nationalen, ſtaatsmänniſchen Politik. —
Premier=
miniſter Asquith erklärte, Balfours Rede entbehre
vollkommen praktiſcher Hinweiſe. Die in der
Bill enthaltenen Vorſchläge ſeien mit jenen identiſch, die
den beiden Parteien vor drei Wochen von der Regierung
unterbreitet worden ſeien. Die Regierung hätte ſich
voll=
kommen unparteiiſch gehalten. Er bitte das Haus, die
Bill anzunehmen, nicht als Teil eines dauernden
Geſetz=
gebungswerkes, ſondern als zeitweiligen Notbehelf
ge=
gen den herrſchenden Notſtand. Die Bill ſei eine
not=
wendige Vorſtufe für ein Weiterſchreiten. Auſtin
Chamberlain ſprach gegen die Bill, da die in ihr
vorgeſchlagene Löſung der Schwierigkeiten nur zur
Ver=
ſchärfung der Lage und zu einer Ausdehnung der
Un=
ruhen auch auf andere Gewerbe führen werde. — Asquith
erwiderte, er glaube nicht, daß die Bill zukünftig
Un=
ruhen ſtiften werde, die auch ſonſt entſtehen würden. Eine
ſchnelle Beendigung des Streiks ſei notwendig, um der
Gefahr eines Anwachſens der Erbitterung vorzubeugen.
Die Reden der Mitglieder der Arbeiterpartei im
Un=
terhauſe bewieſen, daß ſie die zweite Leſung der Bill
betreffend die Minimallöhne unterſtützen und bei der
Debatte über die Klauſeln auf Einfügung eines
Amen=
dements beſtehen wollen, welches den allgemeinen
Mini=
mallohn auf fünf Schilling täglich für alle Arbeiter
un=
ter Tage feſtſetzt. Ebenſo verſuchten ſie mit allem Eifer
die Gehaltsſkala, die am 2. Februar ausgearbeitet
wor=
den iſt, einzufügen, beſtanden jedoch nicht unbedingt
darauf.
Schließlich wurde die Bill mit 348 gegen 225
Stim=
men in zweiter Leſung angenommen. Die iriſchen
Na=
tionaliſten und die Mitglieder der Arbeiterparkei
unter=
ſtützten das Geſetz.
Nach der Debatte und Abſtimmung herrſchte im
Un=
terhauſe bei den Anhängern der Regierung wieder eine
optimiſtiſche Auffaſſung der Lage vor. Es hat ſich
ge=
zeigt, daß die Koalition zuſammenhält, und die
Erklä=
rung Mr. Balfours, daß neue Wahlen ausgeſchloſſen
ſeien, wird ſo aufgefaßt, daß das Oberhaus die Bill der
Regierung annehmen werde. Die Anſichten ſind geteilt,
ob die Regierung die Forderungen des
Bergarbeiterver=
bandes auf Diktierung der Minimallöhne von 5 Schilling
für Männer und von 2 Schilling für junge Leute in das
Geſetz aufnehmen werde, aber man ſchließt aus dem
ver=
ſöhnlichen Ton der Rede des Arbeiterführers Enoch
Ed=
ward, daß eine baldige Beilegung des Streiks in Sicht
iſt. — Die Eiſenbahnen kündigen weitere
Einſchränkun=
gen des Dienſtes an.
Griechenland.
Volkskundgebung in Athen. In Athen
hat eine große Volkskundgebung ſtattgefunden, an der
30000 Perſonken teilnahmen. Miniſterpräſident
Veni=
zelos hielt bei dieſer Gelegenheit eine Anſprache, in der
er der Vollendung des nationalen Aufſchwunges
ge=
dachte, an das Programm der Regierung, das er ſchon
in den Provinzen dargelegt habe, erinnerte und
ver=
ſprach, mit der Arbeit an der immer weiteren
Ausgeſtal=
tung des begonnenen Werkes fortzufahren. Der
Mini=
ſterpräſident gab ſodann eine Kritik der einzelnen
poli=
tiſchen Parteien und forderte dazu auf, für die ganze
Liſte der Regierungskandidaten zu ſtimmen. Die
Aus=
führungen Venizelos wurden mehrfach von begeiſtertem
Beifall unterbrochen.
Rußland.
Die Reform der Wehrpflicht. Bei der
Be=
ratung der Reform der Wehrpflicht nahm die
Reichs=
duma in ihrer Geheimſitzung mit 110 gegen 104 Stim= den vom Oktobriſten Baratynski eingebrachten
An=
trag an, in dem die Regierung aufgefordert wird, die
Frage über die Art der Ableiſtung der Wehrpflicht durch
die den legalen chriſtlichen Sekten angehörenden
Perſo=
nen, denen die Religion den Gebrauch der Waffen und
Blutvergießen verbietet „in ernſte Erwägung zu ziehen.
Amerika.
In Paraguay herrſcht vollkommene Anarchie.
Seit mehreren Monaten ſtreiten die Parteien um die
Vorherrſſchaft. Jetzt belagern die Revolukionäre und
radikalen Anhänger Gondras Aſuncion. In der
Um=
gebung der Hauptſtadt kam es zu einem heftigen Kampfe,
wobei es auf beiden Seiten zahlreiche Tote und
Ver=
wundete gab. Der Kampf war unentſchieden. Der
frü=
here Präſident Oberſt Jara trifft mit zahlreichen
Streit=
kräften im Innern des Landes Vorbereitungen, um
ebenfalls in den Kampf einzutreten.
* Berlin, 22. März. Der Kaiſer gedenkt ſich
heute abend nach Wien=Schönbrunn und von dort über
Venedig nach Korfu zu begeben. Er wird begleitet vom
Prinzenpaar Auguſt Wilhelm und der Prinzeſſin
Vik=
toria Luiſe. In ſeinem Gefolge werden ſich befinden
Oberhofmarſchall Graf Eulenkurg, Gencraloberſt von
Pleſſen, die Generale à I. s. v. Gontard, v. Chelius,
Ka=
pitän zur See von Bülow, Oberſtabsarzt Dr. Niedner,
der Chef des Zivilkabinetts v. Valentini, der Chef des
Militärkabinetts Frhr. v. Lyncker, der Chef des
Marine=
kabinetts Admiral v. Müller, der Vertreter des
Aus=
wärtigen Amtes Frhr. v. Jeniſch, Hauptmann à 1. s Zeyß,
der Führer der Automobilabteilung. Als Gäſte des
Kai=
ſers nehmen an der Reiſe teil: der Fürſt von
Fürſten=
berg (ab Venedig), Militäroberpfarrer Göns, General
der Infanterie von Löwenfeld (für die Oſterfeiertage)
und Marinemaler Profeſſor Bohrdt. Im Gefolge des
Prinzenpaares Auguſt Wilhelm befinden ſich die
Hof=
dame Gräfin Klinkowſtröm und Oberleutnant v. Behr,
und im Gefolge der Prinzeſſin Viktoria Luiſe Frl. von
Saldern.
* Berlin, 21. März. Der Jahresempfang
der auswärtigen Preſſe, der heute nachmittag
abgehalten wurde, verſammelte in den feſtlichen
Reprä=
ſentationsräumen des Hotels Eſplanade eine überaus
zahlreiche glänzende Geſellſchaft von Damen und Herren.
Die Botſchafter und Geſandten der fremden Staaten
wa=
ren teils perſönlich erſchienen, teils ließen ſie ſich
vertre=
ten von einheimiſchen Perſönlichkeiten. U. a. waren
zu=
gegen der Staatsſekretär des Reichskolontalamtes Dr.
Solf, Unterſtaatsſekretär im Auswärtigen Amt
Zimmer=
mann, der Dirigent der politiſchen Abteilung desſelben
Amtes Dr. v. Stumm, der hanſeatiſche Geſandte Dr.
Klügmann, der Preſſedezernent im Miniſterkum des
In=
nern Geh. Rat Dr. Rödenbeck und Geheimrat Winter von
der Generalintendanz der Kgl. Schauſpiele, ferner
zahl=
reiche Abgeordnete, an ihrer Spitze der Präſident des
Herenhauſes v. Wedel=Prsdorf, Vizepräſident des
Reichstags Dr. Paaſche, dazu hervorragende Vertreter
von Wiſſenſchaft und Kunſt.
* Wien, 21. März. Nach dem offiziellen Programm
empfängt der Kaiſer oder ein Erzherzog als deſſen Ver=
Frühjahrsmode in Monte Carlo.
Von Ida Barber.
Nachdruck verboten.)
B. Und trotz der überfüllten Spielſäle und der daſelbſt
zu beklagenden Vermögensverluſte iſt Monte Carlo doch
der ſchönſte, eleganteſte, anregendſte Kurort der Riviera!
Man erlebt, ſieht, bewundert hier in einer Stunde mehr,
als in den Nachbarorten in einem Jahre, ſieht die Welt
hier mit anderen Augen an, glaubt, daß das Meer
nir=
gends ſo blau, der Palmen kunſtvoll geformte Wedel
nirgends ſo formvollendet, der Blumen Duft nirgends
ſo berauſchend, wie hier. Frau Sonne ſendet ihre
leuch=
tendſten Strahlen, und all die Frauen hier, alte und
junge, ſchöne und häßliche, paſſen ſich dem wunderbaren
Rahmen, den die Natur, oder richtiger geſagt, der
Spiel=
pächter Blanc geſchaffen, an, und erſcheinen in Toiletten,
wie wir ſie oft geſchildert, die aber von der Tagesmode
alljährlich metamorphoſiert, einen ſtets neuen Reiz
aus=
üben.
Es war gerade Mittag, als wir, von unſerem ſtillen
San Remo kommend, in Monte Carlo anlangten. Schon
am Bahnhof, wo auch eben der aus Nizza kommende Zug
einfuhr, war reges Leben. Damen, ganz anders wie ſonſt
an Vormittagen gekleidet, in hellen, ſeidenen Gewändern,
die ſie beim Verlaſſen des Wagens hochraffen, ſo daß die
wie Ballkleider ausſehenden Röcke, die weißen Stiefel,
die durchbrochenen ſeidenen Strümpfe zur Geltung
kom=
men. Große, helle, mit wercher Seide gefütterte
Tuch=
mäntel mit Goldborten und Stickereien beſetzt, rieſige
Blumenhüte mit Brillantagraffen beſteckt, wollen
bewun=
dert werden; nun geht es zwiſchen Blumenbeeten die
ſechzig Stufen zum Kaſino hinan, eine wahre
Mode=
promenade.
Und oben auf der Terraſſe vor dem Kaſino iſt die
elegante Welt, die ſich dieſen ſchönſten aller Erdenwinkel
zum Domizil auserkoren, bereits verſammelt; man wird
farbenblind, weiß nicht, ſoll man erſt die Wunder der
Natur, die ſich dem entzückten Auge darbieten, in ſich
auf=
nehmen, oder den lieben Mitmenſchen, die ihr Möglichſtes
getan, das liebe Ich herauszuputzen, Beachtung ſchenken?
Noch einen Blick in die weite Runde, auf das
azur=
blaue, diamantſchillernde Meer, hinüber nach dem auf
hohen Felſen gelegene Fürſtenſchloſſe, und nun zu euch,
ſchöne Modedamen, die ihr mich fragend anſchaut: „Sind
wir nicht Lebenskünſtlerinnen? Haben wir es nicht
treff=
lich verſtanden, uns in ſeidene, farbenſchillernde
Gewän=
der zu hüllen, der Blumen Pracht auf unſeren großen
Rivierahüten zur Geltung zu bringen, im Strahlenfeuer
unſere Brillantboutons und der zwiſchen Spitzen
einge=
betteten großen Brillantagraffen ſchön zu ſein?”
„Ja ſchön, leider zu ſchön: Denn die von Dichtern
hochgeprieſene und auch von anderen Erdgeborenen
hoch=
geſchätzte „Holde Weiblichkeit” kommt hier, wo ſich die
Frau von Welt wie die gewöhnlichſte Pariſer Kokette
an=
zieht, nicht zur Geltung. Dieſe wie jene erſcheint nach
gleichen Modellen gekleidet, dieſe wie jene iſt gepudert,
geſchminkt, parfümiert, kokett friſiert, dieſe wie jene
ent=
blödet ſich nicht, die obligate Fußparade in weißen, oder
ſafranfarbigen, hochroten oder goldgelben Lackſchuhen zu
machen und von der Fußbekleidung nach aufwärts, wenn
ſie die Stufen zum Kaſino heraufhüpft, mehr zu zeigen,
als mit den Geſetzen der Wohlanſtändigkeit vereinbar.
Ja, hätte ich meine Anſchauungen von Moral und
Sittſamkeit daheim gelaſſen, gar manche, die ich da im
munteren Geplauder mit eleganten Dandys ſehe, würde
mir beſſer gefallen. Und doch ſagte man mir, daß dieſe
und noch gar manche, die mir gerade durch ihre mehr als
kokette Tracht auffallen, ſehr ladylike, ſehr ehrenwert
ſeien!
Beim Spiel, welcher Putz! Die meiſten ſpielen mit
weißen Glacehandſchuhen, oder, falls dieſe fehlen, mit
Ringen, deren Brillantflächen die vier oberen
Finger=
glieder decken. Die Luft in den Spielſälen iſt erſtickend
heiß; deshalb durchſichtige, mit koſtbaren Stickereien
be=
deckte Grenadinekleider, weiße Tüllblumen, mit
Valen=
ciennes gemuſterte Seidenkleider, deren lange Schleppen
von den Füßen der hinter den Spielenden Stehenden
unbarmherzig getreten werden. Die richtige Spielerin,
die mit fieberhafter Aufregung dem Lauf der Kugel
folgt, achtet darauf nicht. Abends zum Diner wird ja
eine andere Toilette genommen, und geht man nach
dem=
ſelben nochmals in die Spielſäle, vielleicht wieder eine
andere, dekolletiert wie zu einem Ball, denn man muß
ja die Kolliers und Brillantrivieren zeigen, die man
mit=
genommen, die großen Straußenfedern=Fächer, die, ſtets
in der Farbe der Toilette gewählt, ein echter Modeartikel
geworden ſind.
Eine brünette Schönheit aus Buenos=Aires wurde
heute im Kaſino in einer weißen, mit Veilchenbuketts
beſtickten Atlasrobe bewundert, deren Schleppe, mit lila
ſpaniſchen Seidenſpitzen umrandet, ſich auf einem
Hofball=
hätte ſehen laſſen können. Neben ſolchen Erſcheinungen
ſieht man auch Damen in einfachen Tuch= und
Kaſchmir=
kleidern, die keinen Anſpruch auf Eleganz machen können.
Die Kroupiers nehmen die Gold= und Silberſtücke ohne
Anſehen der Perſon, ſie ſind ungemein tolerant, nur
wenig mitteilſam.
Intereſſanter als der Aufenthalt in den Spielſälen
iſt es nachmittags im Café de Paris. Man hat von hier
einen Blick auf den Eingang zum Kaſino, ſieht da die
Da=
men und Dämchen die Stiege hinanhüpfen, die
Equi=
pagen vorbeifahren, die Automobile ſich ihrer Inſaſſen
entledigen, und in den Sälen, wo die Zigeuner ſpielen,
ein echt internationales Publikum in phantaſtiſchen
Trachten, wie man ſie ſonſt in keinem Weltkurorte ſieht=
Ich ſkizziere hier einige der markanteſten
Erſchein=
ungen: Dame mit hochrotem, ſeidenem Prinzeßkleide,
letzteres durchweg pliſſiert, dazu Mohnblumenhut mit
rotem Gazeſchleier; — Mulattin in weißem Tuchkleide,
lila ſeidene Schärpe, mit japaniſchen Stickereien verziert;
— blonde, ſchlanke Amerikanerin in kornblumenblauem
Gazekleid, mit zahlloſen Volants, großem, weißem
Tuch=
mantel, Dolmanform, blaue Federſtola, weißem Tüllhut
mit Kornblumenkranz und Brillantagraffe; — alte Dame,
auf Krückſtock ſich ſtützend, in fliederfarbener Robe aus
Lindener Samt, Caſaque feſt anſchließend, auf dem
wei=
ßen Haare kokett ſitzendes Veilchenhütchen, die Falten
des Geſichts mit Puder bedeckt, Lorgnon mit Brillanten
eingefaßt; — feſche Italienerin mit kupferfarbigem, durch
weg mit Jet benähtem Gazekleid, auf dem hochtoupierten
ſchwarzen Haar eine Toque von Goldlackblumen, reichen
Opalſchmuck, der allgemein Bewunderung erregt. Den
ſich ihr ſoeben mit einem Teller nahende Zigeuner, der
abſammelnd von Tiſch zu Tiſch geht und da und dort
manches Francsſtück erhält, wirft der reich geſchmückten
Schönen einen verächtlichen Blick zu und legt ihr dask
Fünfcentimeſtück, das ſie ihm mit den weißbehandſchuhten
Händen hingeworfen, mit dem Bemerken zurück: „Habd
nichts herauszugeben!“
Toiletten und Nobleſſe ſind hier ſelten gleichbedeug
tend. Manche Dame in eleganteſter Kleidung hat abei
auch nicht noch einen Sou übrig behalten, wenn ſie das
Kaſino verläßt. Nouveautés, die daheim erſt zur Gell
tung kommen, wenn die Mailüfterl wehen, ſind hier
he=
reits in allen Geſchäften ausgeſtellt und werden mit Ggld
aufgewogen. Eine phantaſiebegabte Modiſtin ſtellte Hüte
Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 3.
ſtreter Kaiſer Wilhelm, das Prinzenpaar Auguſt
Wilhelm und die Prinzeſſin Viktoria Luiſe am Samstag
11 Uhr vormittags auf dem Penzinger Bahnhof. Hierauf
begeben ſich die Fürſtlichkeiten nach Schönbrunn, wio
Kaiſer Wilhelm die Erzherzoginnen begrüßt und die
ge=
meinſamen Miniſter und Hofwürdenträger empfängt. Um
12,30 Uhr findet Familiendejeuner, um 7 Uhr abends
Tafel in der großen Galerie in Schönbrunn ſtatt.
9 Uhr abends reiſen die kaiſerlichen Gäſte zum
Hetzen=
dorfer Bahnhof, wo keine Aufwartungen ſtattfinden.
* Greenrock, 21. März. Der Ueber=
Dread=
mought „Ajar” iſt heute vom Stapel gelaufen.
Die Herzogin von Southerland vollzog den Taufakt. Das
Schiff hat eine Waſſerverdrängung von 23 600 Tonnen
rund läuft 22 Knoten in der Stunde.
* Die „Enttäuſchung der Bonapartiſten”
Der Figaro veröffentlicht eine Unterredung mit einem
Anhänger des Prinzen Viktor Napoleon, der
zu. a. ſagte: Die Bonapartiſten haben durchaus keine
Enttäuſchung empfunden bei der Nachricht, daß Prinz
Wiktor Napoleon Vater einer Tochter geworden ſei. Die
mapoleoniſche Idee beruht aber nicht auf der Erblichkeit
der Dynaſtie. Schon zweimal iſt ein Napoleon dem
Volke berufen worden, um der parlamentariſchen
Anar=
chie ein Ende zu machen und Frankreich eine ſtarke
Re=
gierung zu geben, die gleichzeitig die Beſtrebungen der
Demokratie wie das Ordnungs= und
Sicherheitsbedürf=
mis der Konſervativen befriedigen konnte. Das iſt die
rgeſchichtliche Miſſion der Bonavartes. Alles deutet
darauf hin, daß ein Napoleon dieſe Miſſion zum dritten
MMale erfüllen werde, denn abgeſehen von den
Konſer=
wativen ſind zahlreiche Republikaner in die Reihen der
Bonapartiſten eingetreten. Dieſe Republikaner wollen
idie Republik nicht zerſtören, ſondern ihr eine andere
Form geben. Ihr Ideal iſt die konſulare Republik. Die
Geburt eines Prinzen hätte dieſen Republikanern
viel=
kleicht Bedenken eingeflößt; die Geburt einer Prinzeſſin
lhat ihre Beſorgniſſe vor einer möglichen ſpäteren
Um=
rgeſtaltung der Regierungsform beſeitigt. Die
neugebo=
erene Prinzeſſin hat vielleicht die Ausſichten des Prinzen
Viktor Napoleon auf einen baldigen Amtsantritt nur
rvermehrt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. März.
Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß=
Herzog empfingen am Donnerstag vormittag 11 Uhr
äm Neuen Palais den Hofrat Weber aus Leipzig. —
Frau von Egidy nahm am Donnerstag an der
Früh=
ſſtückstafel im Neuen Palais teil. — Ihre Königl. Hoheiten
Die Großherzogin und Prinzeſſin Heinrich von
Preußen mit Prinz Sigismund folgten nachmittags
5 Uhr einer Einladung des Prinzen und der Prinzeſſin
Franz Joſeph von Battenberg zum Tee. — Abends 6 Uhr
15 Min. begab ſich Se. Königl. Hoheit der Großherzog
in Begleitung des Oberleutnants v. Schröder im Auto
mach Frankfurt und wohnte im Frankfurter Hof einem
Vortrag über Luftfahrzeuge an. (Darmſt. Zig.)
* Poſtkartenwoche J. K. H. der Frau
Groß=
herzogin. Wie wir hören, wird in dieſem Jahr ein
Blumentag, wie er im vorigen Jahr am 6. Mai
ſſtattfand, nicht wiederholt werden. Dagegen
beab=
ſſichtigen der Großherzog und die Großherzogin
während einer Woche im Mai d. Js. einen
allge=
meinen Verkauf von Wohlfahrtspoſtkarten in den
Läden anzuregen, wobei im ganzen Land zum Beſten
Der Mutter= und Säuglingsfürſorge eigene Aufnahmen
Der Herrſchaften verkauft werden ſollen. Es werden zu
Dieſem Zweck beſondere Originalaufnahmen hergeſtellt,
Die nur in d eſer Woche zum Verkauf gelangen.
O In der nicht öffentlichen Sitzung der
Stadt=
verordneten=Verſammlung hat dieſe ſich damit
ein=
werſtanden erklärt, daß die Gemeindeſteuer für die Folge
einzielig, d. h., wie die Staatsſteuer, in 6 Zielen,
bei=
getrieben wird und die Zuſtellung von Mahnzetteln für
Steuer= und Schulgeldrückſtände künftig durch die Poſt
erfolgt.
* Verein Braunshardter Heim in
Darm=
ſſtadt (E. V.). Nächſten Montag, den 25. März,
nach=
mittags 4 Uhr, findet, wie bereits durch Anzeige bekannt
gemacht wurde, im Strafkammerſaal des neuen
Gerichts=
gebäudes (Mathildenplatz 12 in Darmſtadt) die
ordent=
liche Mitglieder=Verſammlung des Vereins
ſſtatt, worauf nochmals hingewieſen ſei.
* Kirchenmuſikaliſche Abendfeier. Kommenden
Mittwoch, den 27. März, abends 8 Uhr, findet in der
Stadttirche wieder eine „kirchenmuſikaliſche Abendfeier”
ſtatt, die letzte dieſes Winters. Es wirken dabei mit
Frau Geheimerat Römheld (Geſang) und Freiin
Marietta von Rabenau (Violine).
* Evangeliſation. Man ſchreibt uns: Seit dem
17. ds. Mts. wirkt hier im Stadtmiſſionsſaale,
Mühlſtraße, der 81 jährige Evangeliſt, Herr Prediger
Elias Schrenk=Barmen, mit wunderbarer Kraft und
Friſche. Sein einfaches, klares Zeugnis von Jeſum
Chriſtum, als dem völligen Heiland und Erretter der
Welt, führt Hunderte herzu, ſo daß der Saal ſtets
ge=
drängt beſetzt iſt. Außer Freitag und Samstag, abends
8½ Uhr, redet er am Sonntag nachmittag 4 Uhr. Am
Montag, den 25. d. Mts., abends 8½ Uhr, iſt
Evange=
liſation für Frauen und Jungfrauen. Am Dienstag,
den 26. ds. Mts., wird er über das Thema ſprechen:
„Der Anſpruch unſerer Zeit an die Männerwelt‟
Ein=
tritt nur für Männer und Jünglinge. Zu allen Vor
rägen iſt freier Eintritt.
— Franzöſiſche Vorträge. Auch der zweite gut
beſuchte Vortrag über „Moliére et ses oeuvres” von
Monſieur le Profeſſeur J. Berryer hatte einen großen
Erfolg zu verzeichnen. Nach einer kurzen Schilderung von
Molieres Leben ſprach der gewandte Redner beſonders über
le Bourgeois gentilhomme und la Cotterie de Scapin,
welche die Heiterkeit und warmen Beifall der Zuhörer
hervorriefen. Für den dritten Vortrag „Alph. Daudet et
ses oeuvres und monologue”, welcher Montag, 25. März
8½ Uhr abends, im Kaiſerſaal, Grafenſtraße, ſtattfindet,
ſind 20 numerierte Plätze im Vorverkauf vorausgegeben
worden. (Siehe Anzeige.)
* Deutſcher Frauenverein vom Roten Krenz für
die Kolonien. Zu dem Vaterländiſchen
Feſt=
abend ſei noch ern ähnt, daß auch die Damen der
Jugendgruppe eifrig tätig ſind, um zur Verſchönerung
des Abends beizutragen. Sie werden einen kleinen
Bazar errichten. Die voll Phantaſie erdachten Arbeiten
ſind mit den einfachſten Mittein hergeſtellt und haben
meiſt Bezug auf die Kolonien. Da man bei
Ueber=
raſchungen nicht aus der Schule ſchwätzen darf, ſo ſei
nur mitgeteilt, daß der Crös der verkauften Sachen für
eine Spende an die erſte heſſiſche Schweſter verwendet
werden ſoll, welche gleich nach ihrem Eintritt ins
Eppen=
dorfer Krankenhaus ſelbſt ſchwer erkrankte, jetzt aber
mit neuem Mut ſich wieder im Dienſt der
Nächſten=
liebe bet itigt.
* Vortrag. Nächſten Mittwoch, 25. März, wird in
der Turnhalle am Woogsplatz D. Friedrich
Nau=
mann im Auftrage des Bundes für
Volks=
kultur ſprechen. Das. Thema des Vortrages lautet:
„Individualismus und Sozialismus‟. Da ſicher auf
einen großen Beſuch zu rechnen iſt, empfiehlt es ſich,
Karten ſofort im Verkehrsbureau zu holen. Die
Ein=
trittspreiſe ſind aus der heutigen Anzeige erſichtlich.
* Die Oſter=Ausſtellung des Darmſtädter
Jugendſchriften=Ausſchuſſes bietet all den
Familien=
gliedern, die nach einem Konfirmandengeſchenk
Umſchau halten, hübſche Gelegenheit, unter reicher
Bücher= und Bilderauslage eine paſſende Auswahl zu
treffen. Die Ausſtellung im Rathaus am Markt iſt
wieder geöffnet am Samstag, den 23., und Sonntag,
den 24. März, nachmittags von 4—7 Uhr; am Sonntag
auch von 11—12¼ Uhr.
* Der Ortsgewerbeverein macht ſeine Mitglieder
und Gäſte nochmals auf die morgen nachmittag
ſtatt=
findende Wanderung vom Böllenfalltor aus über
Bordenberg, Papiermühle, Kohlberg, Mordach uſw. nach
Nieder=Ramſtadt aufmerkſam (S. Anzeige).
* Bismarckfeier auf dem Hoherodskopf. Auf
der vorjährigen Hauptverſammlung des Vogelsberger
Höhenklubs wurde beſchloſſen, alljährlich an demjenigen
Samstag, der dem 1. April, dem Geburtstag Bismarcks,
am nächſten liegt, eine Bismarckfeier auf dem
Hoherods=
kopf abzuhalten und die Zweigvereine Taufſtein=Gießen
und Hoherodskopf wurden mit der Vorbereitung und
Leitung dieſer Feier beauftragt. In dieſem Jahre wird
das Feſt am Samstag, den 30. März, abgehalten. Dabei
wird bei eintretender Dunkelheit ein Freudenfeuer auf
dem Bismarckturm auf dem Taufſtein abgebrannt und
dann ein Kommers im Klubhaus auf dem
Hoherods=
kopf abgehalten werden. Sicherlich wird das Feſt ſich
einer zahlreichen Teilnahme der Mitglieder des
Höhen=
klubs, unter denen ſich viele begeiſterte Anhänger des
großen deutſchen Mannes befinden, zu erfreuen haben.
* Kalligraphie. Herr Hofer, Kalligraphie=Lehrer,
beginnt Dienstag, den 26. März, mit ſeinem letzten
Kurſus im kaufmänniſchen Schnell=Schönſchreiben für
Erwachſene, worauf Intereſſenten aufmerkſam gemacht
werden. (Siehe Anzeige.)
Der Naturheil=Verein Darmſtadt veranſtaltet am
Sonntag einen Ausflug nach Eberſtadt, auf den an dieſer
Stelle hingewieſen ſei. (Siehe Anzeige.)
* Kaufmänniſche Fortbildungsſchule der Großh.
Sandelskammer Darmſtadt. Das neue Schuljahr
be=
ginnt am Montag, den 15. April d. J., nachmittags
1 Uhr. Der Unterricht iſt auf 1—3 Uhr und an einzelnen
Tagen auf 1—4 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. Die
Auf=
nahme der neu eintretenden Schüler findet am
Frei=
tag, den 29. März, nachmittags von 4—6 Uhr, und
Samstag, den 30. März, mittags von 12—1 Uhr, im
Schullokale, Schulſtraße 9 (Hinterbau), durch Herrn
Lehrer Speckhardt ſtatt. (Siehe Anzeige.)
* Koloniaie Jagd= und Meerfiſche=Ausſtellung
im Kaiſerſaal. Man ſchreibt uns: Mit dem
Näher=
rücken des Eröffnungstermins der Ausſtellung am
30. ds. Mts. erſcheint es zweckmäßig, darauf hinzuweiſen,
daß die Veranſtaltung nicht nur ein Bild bieten wird,
wie man es meiſtens auf Jagd= oder Geweih=
Aus=
ſtellungen findet. Schon die umfangreiche Ausſtellung
von präparierten Meerfiſchen, von denen hier nur einige
beſonders große Exemplare von Sägehai, Menſchenhai,
Tigerhai, Alligatorfiſch, Seewolf, Seeteufel, der große
Igelfiſch, ſowie eine japaniſche Rieſenkrabbe von 3,45 m
Durchmeſſer erwähnt werden mögen, zeigen den großen
Unterſchied des in Rede ſtehenden Unternehmens mit
Veranſtaltungen anderer Art. Ferner ſei noch darauf
hingewieſen, daß auch von Darmſtädter
Kolonial=
freunden eine intereſſante und reichhaltige Sammlung
ausgeſtellt wird, von der wir heute nur eine
Alt=
japaniſche Kriegsrüſtung, der vollſtändige Schmuck,
ſowie die Ausrüſtungsgegenſtände eines Hereroweibes,
Lanzen, Schwerter, Pfeile und Bogen von Eingeborenen
des Hinterlandes von Kamerun, Tanzſpeere,
Tanz=
masken, Götzen und Amuletten von Eingeborenen der
Salomoninſeln, die bisher noch in keiner Ausſtellung
gezeigt werden konnten, nennen wollen, ferner eine
großartige Sammlung der ſeltenſten Paradiesvögel.
* „ Millerſch Lisl vum Michlboch”. Durch den
koloſſalen Erfolg der beiden erſten Aufführungen fühlt
ſich die Vorturnerſchaft der Turngemeinde Beſſungen zu
einer nochmaligen Aufführung dieſes beliebten
Volks=
ſtückes heute Samstag, 23. März, in ihrem Turnhauſe an
der Heidelberger Straße Nr. 131 veranlaßt.
Michl Denggs Oberbayeriſches Bauerntheater
ſetzt ſein Gaſtſpiel im Orpheum mit
außerordent=
lichem künſtleriſchem Erfolge fort. Thomas beiden
Ein=
akter „I. Klaſſe” und „Die Medaille” haben ihre
Anzieh=
ungskraft wieder bewieſen und koloſſal gefallen. Geſtern
ging Ludwig Ganghofers Geigenmacher in
Mit=
tenwald” in ganz vorzüglicher Darſtellung in Szene
und wird heute wiederholt. Der Beſuch der
Vorſtellun=
gen darf wiederholt warm empfohlen werden. — Als
Volksvorſtellung bei kleinen Preiſen geht am Sonntag,
nachmittag 4 Uhr, das erfolgreiche Bauern=Stück
„'s Muſikanten=Dirnd’l” in Szene. Morgen (Sonntag
abend) gelangt wiederum Thomas einzigartiger Schwank:
„I. Klaſſe” zur Aufführung, vorher „Im Pfarrhaus” von
Hans Werner. (S. Anz.)
* Ludwigshöhe. Das nächſte Sonntags=Konzert
wird von der Kapelle des Leibgarde=Regiments unter
Obermuſikmeiſter Hauske ausgeführt. Die
Vortrags=
ordnung (ſiehe Anzeige) bringt in reichem Wechſel
Ern=
ſtes und Heiteres, Altes und Neues und verſpricht einige
genußreiche Stunden. Beſonders hingewieſen ſei auf die
berühmte Titus=Arie von Mozart, in welcher Herr
Eim=
ler die Solo=Oboe und Herr Heynau die Solo=Klarinette
blaſen.
* Der American Bio bringt ab Samstag den
erſtklaſ=
ſigen Kunſtfilm „Die beiden Waiſen” Drama in drei
Akten, zur Aufführung. Was am bemerkenswerteſten bei
dem Film iſt, iſt beſonders die ſzeniſche Ausſtattung und
die wunderbare Charakteriſierung der Perſonen durch
die Schauſpieler der Selig Polyſcope Co. Die beiden
Waiſen, Henriette und Louiſe, werden durch Kathlyn
Williams und Winnifred Greenwood in vollendetſter
Form geſpielt. In der Feſtſzene bei dem Marquis de
Presles ſpielt Miß Williams mit unvergleichlicher
Würde und Schönheit. Die große Schauſpielerin führt
ihre Rolle mit einer Kunſt und Lebenswahrheit vor, wie
ſie nie übertroffen werden kann. Ferner enthält das
Pro=
gramm: Ein Erlebnis des Kaiſers auf der
Nordland=
reiſe.
* Das Reſidenz=Theater am weißen Turm bietet
ſeinen Beſuchern von heute ab wieder ein ſpannendes
Drama: „Die Vampyrtänzerin”. Wo das Stück bis
j tzt aufgeführt wurde, hat es einen durchſchlagenden
Er olg zu verzeichnen gehabt. Auch die anderen Dar=
daus Illuſionstüll in Weiß, Créme, Hellblau aus, innen
mit gleichfarbigen Straußfedern geputzt, obenauf paſſende
Reiher, Brillantenagraffen und aus Tüll geformte
Ro=
ſſetten, die wie Blumen ausſehen und mit Kelchblättern,
Staubfäden adjuſtiert ſind, — eine andere Pariſer
Schön=
heitskünſtlerin, die auch Haare färbt, Teint präpariert,
Magere korpulent, Korpulente mager machen kann und
großen Zuſpruch hat, ſtellt reizende Hütchen aus
ſilber=
ſchillernden Strohborten aus, die an unſere großen Alt=
Wiener=Formen erinnern, mit unter dem Kinn zu
bin=
denden großen Tüllbarben ausgeſtattet, unter der vorn
wweit abſtehenden Krempe mit einer Blumenfülle garniert
ſſind, daß ſich die bewußte Kuh daran ſatt eſſen könnte.
Zumeiſt ſieht man Toques von farbigem Stroh, nach
rrückwärts mit hängenden Blumen garniert, die, von
duftigem Schleiertüll überwallt, trefflich kleiden. Die
großen Rundhüte aus pailliertem Tüll, gezogener
Sei=
dengaze, aus Taffet und à jour eingeſetzten Spitzen haben
twenig Blumen= und Federnſchmuck ſie wirken durch
ori=
ginelle Einbiegung, durch Garnitur von duftigen
Tüll=
ggewinden, die oft beſſer zu Geſichte ſtehen, als die
teuer=
ſſten Strauß= und Reiherfedern.
Die Automobiliſtinnen gefallen ſich in Mützen von
wweißem Leder, beſtehend aus rundem Deckel und einer
den Schirm bildenden Krempe, die vorn tief auf das
Weſicht herabfallend den Augen Schutz gewährt. Eine
den Kopf einhüllende Haube aus weichem Seidenſtoff iſt
mnter dem Kinn mit zwei Knöpfen geſchloſſen und
ſſchützt Hals, Ohren und Hinterkopf, praktiſch, wenngleich
micht ſchön.
Trotz aller Machtfülle der Sonne iſt die Rivieraluft
wenn man im Automobil dahinſauſt, ſcharf; Herren wie
Damen tragen bei ihren Automobilfahrten Pelze: als
letzte Neuheit gelten große Paletots, die mit dem hellen
Fell eines jungen Füllens bezogen ſind; Kragen,
Man=
ſſchetten und Revers ſind von dunklerem Pelz gefertigt.
Ueberhaupt wird viel Pelz getragen.
Indem ich eben meinen Bogen zuſammenfalte, um
ühn mit Grüßen nach der Heimat zu ſenden, neſtelt eine
blonde Schöne, die neben mir im Schreibſaal des
Kaſi=
mos Platz genommen und mit fieberhafter Eile mehrere
Bogen voll geſchrieben, drei ihrer Bracelets ab und
über=
ribt ſie dem Diener mit den Worten: „Laſſen Sie ſich
hierfür im Mont de piété (Leihhaus) 5000 Franes
geben; wenn ich Geld von meinem Mann bekomme, löſe
ich ſie wieder ein!‟ Dann ſingt mir die Bedauernswerte
ein Lied von der Oede unſeres Geſellſchaftslebens vor,
von den Freuden des edlen Hazards, die ihr über alles
gehen, einen Nervenreiz gewähren, den ſie nicht mehr
entbehren mag. Zu Hunderten ſieht man hier ſolche
Opfer der Spielleidenſchaft, deren Leben keinen Inhalt
hat, arme reiche Leute, die von der Aufregung des
Spie=
les leben, die herrlichen, ſonnendurchleuchteten Tage in
den halbdunklen, von ſchlechter Luft erfüllten Spielſälen
zubringen.
Zweites Winterkonzert des Mozart=Vereins
am 25. März.
— Den Beſuchern des Konzerts werden die
nach=
ſtehenden Notizen über die darin zur erſtmaligen
Auf=
führung gelangenden Chorwerke willkommen ſein. Dem
die zweite Abteilung des Abends ausfüllenden Werke
„Bonifazius” von Hrch. Zöllner liegt die Dichtung
„Winfried” von W. Oſterwald zu Grunde; der große
Apo=
ſtel der Deutſchen iſt der Held derſelben. Die Handlung
ſchildert die von der Prieſterin Wodans aufgeſtachelten
heidniſchen Germanen in ihrem Gegenſatz zu den
Send=
boten des Chriſtentums und gipfelt in der Fällung der
Wodanseiche. Bonifazius kühne Tat, die von Wodan
ungerächt bleibt, führt die Heiden unter dem Eindruck
der gewaltigen Perſon des Apoſtels in die Arme des
Chriſtentums.
Die ſich gegenüberſtehenden Gruppen der Heiden und
Chriſten, die geſteigerte Spannung, die Kataſtrophe und
das Auflöſen der Gegenſätze in der Heidenbekehrung,
ge=
ben prächtige muſikaliſche Bilder, an deren meiſterhafte
Ausgeſtaltung der Komponiſt ſein ganzes
hervorragen=
des Können geſetzt hat. In der muſikaliſchen Einleitung
taucht zunächſt das Motiv der heidniſchen Prieſterin auf
und gipfelt in einem haßerfüllten leidenſchaftlichen Gebet
an Wodan. In flammendem Sang kündet ſie den
Ger=
manen die Gefahr, die dem Wodansbaume droht und
ruft des Gottes Rache auf den Frevler drohend herab;
in dauerndem Uniſono antworten ihre Mannen. Da er=
tönt von ferne der Chor der heranziehenden Chriſten
in demütiger, gläubiger Ruhe, aber dieſe „weichlich
wim=
mernde Weiberklage” erneuert nur den Groll der Heiden.
Die Prieſterin ſchwebt mit ihrem Sang über dem
Gan=
zen, den Haß der Ihrigen befeuernd. Nun erſcheint
Bonifazius und kündet begeiſternd ſeinen Willen, die
Wodanseiche zu fällen, dem Heidengotte zum Trotze und
zum Zeichen ſeiner Ohnmacht. In ſein Gebet miſcht ſich
das der Prieſterin und das der andern. Unter dem frommen
Flehen der Chriſten und den in wilder Angſt
hervor=
geſtoßenen Rufen der Heiden ſtürzt die Eiche von
Boni=
fazius' Hand und kein Wodan ſtraft den Frevel. Mit
furchtbarem Getöſe bricht der Baum zuſammen, alles
Flehen iſt umſonſt. Dumpfes Entſetzen bemächtigt ſich
der Heiden und in verzweifelter Weiſe prophezeit die
Prieſterin den furchtbaren Tag der Weltvernichtung und
Götterumnachtung. Bonifazius verkündet dagegen den
verzagten und erſchütterten Heidenherzen die frohe
Bot=
ſchaft von dem Erlöſer. In erhebendem Sange ſchildert
er mit dem Chriſtenchor die Herrlichkeit des neuen
Glau=
bens. Ueberwältigt beugen endlich die Heiden ihre Knie
und empfangen die Taufe, indem ſie mit den Chriſten die
Seligpreiſungen Bonifaziusf, wohl die ſchönſte Stelle
des Werkes, in tiefer Ergriffenheit wiederholen. In
ernſtem, erbebendem Preiſe des allmächtigen Gottes
klingt das Werk weihevoll aus.
Als weitere intereſſante und bedeutende Neuheiten
des Chorprogramms ſeien noch kurz die beiden Chöre:
„Ein Harfenklang” mit Altſolo und „An den Miſtral”
von Karl Bleyle hervorgehoben, einem unſerer
talent=
vollſten und erfolgreichſten jüngeren Chorkomvoniſten.
Derſelbe iſt am 7. Mai 1880 zu Feldkirch in Vorarlberg
geboren, abſolvierte das Kal. Konſervatorium in
Stutt=
gart und vollendete ſeine Studien bei dem verſtorbenen
Lud. Thuille in München, wo er ſich gegenwärtig ganz
ſeiner kompoſitoriſchen Tätigkeit widmet. Dieſem
letz=
teren iſt auch das vorerwähnte famoſe Miſtral=Lied
zuge=
eignet, welches innerhalb der letzten Jahre über 100
Auf=
führungen erlebte und ſich allerorten als ein Stück von
wahrhaft genialem Schwunge erwies.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
bietungen, ſo die herrliche kolorierte Naturaufnahme
Eine Kahnfahrt auf der Loir, Die Wochenreoue des
Reſidenz=Theaters, Der verlorene Kragenknopf uſw. ſind
wert, erwähnt zu werden. (Siehe Anzeige.)
* Wander=Menagerie. Auf dem Platz vor dem
Schwimmbad hat die große Wander=Menagerie unter
der Leitung der Firma Holzmüller Aufſtellung
ge=
nommen. Die Eröffnungsvorſtellung findet
Samstag, den 23. März, abends 8½ Uhr, ſtatt.
Ueber dieſe große Wander=Tierſchau wird uns folgendes
geſchrieben: „Was die Menagerie an Tieren betet, ſo
übertrifft dies ſowohl an Anzahl, wie auch an Qual tit
weit das ſonſt übliche. Beſonders die Vertreter der
großen Katzenarten ſind in ſelten großer Anzahl und in
wirklichen Prachtexemplaren vorhanden. Bewunderung
erregen zwei wild eingefangene Königslöwen von
außer=
ordentlick er Schönheit und Größe. Ein ebenſo
präch=
tiger Vertreter ſeiner Art iſt ein ausgewachſener,
eben=
falls wild eingefangener Königstiger. Ein gewiß
jeder=
mann beſonders erfreuender Anblick iſt eine Löwin mit
drei, ungefähr 10 Wochen alten Jungen, niedliche
Tierchen, die durch ihre munteren Spiele einen herzigen
Anblick gewähren. Was die Vorführungen anbetrifft,
ſo iſt beſonders eine aus 7 Löwen beſtehende Gruppe
zu erwähnen, die einen prachtvollen Anblick gewähren.
Sämtliche Dreſſuren werden mit einer vornehmen Ruhe
und Sicherheit ausgeführt, welche die Bewunoerung der
Zuſchauer erregen. Alles in allem kann ein Beſuch der
Menagerie nur empfohlen werden.
Viernheim, 22. März. Der Gasarbeiter Hofmann
fand im Viernheimer Wald in der ſogenannten „Stube‟
eine männliche Leiche, die ſchon ſtark in Verweſung
übergegangen war. Es wurde feſtgeſtellt, daß es ſich um
den ſchon ſeit Faſtnacht vermißten Arbeiter Leonhard
Burgert handelt.
Mainz, 22. März. Das 21jährige Dienſtmädchen Anna
Engel, das in der Hafenſtraße bedienſtet iſt, war geſtern
mit Fenſterreinigen beſchäftigt. Plötzlich wurde das
Mädchen vom Schwindel befallen und ſtürzte auf die
Straße; mit ſchweren inneren Verletzungen wurde ſie
von der Sanitätswache ins Krankenhaus gebracht. — Der
39jährigeFuhrmann Karl Dörſchuck geriet unter
ſein Fuhrwerk, wobei ihm die Füße überfahren
wurden. Der Verunglückte wurde von der Sanitätswache
ins Krankenhaus gebracht
Kaſtel, 22. März. Mit Mühe und Entſchloſſenheit
retteten zwei hieſige Knaben, die Halbwaiſen ſind, einen
anderen Knaben vom Tode des Ertrinkens im
Rhein. Vom Großherzog erhielten ſie dafür ein ſchönes
Geldgeſchenk, das ihnen in den letzten Tagen auf
dem Kreisamt in Mainz ausgehändigt wurde.
Worms, 22. März. Die geſtrige
Stadtverord=
neten=Verſamm lung genehmigte den
Voran=
ſchlag der ſtädtiſchen Verwaltung für das
Rechnungs=
jahr 1912, deſſen Betriebsrechnung in Einnahme und
Ausgabe mit 3 109731 Mark ſchließt. Die
Vermögens=
rechnung ſchließt in Einnahme und Ausgabe mit 2814 792
Mark, in der die zweite Rate für den Schlachthofneubau
mit 933800 Mark, die Koſten der Erweiterung des
Gas=
werks mit 42000 Mark, die Aufwendung für
Vergröße=
rung der Anlage des Elektrizitätswerks einſchließlich der
rechtsrheiniſchen Anſchlüſſe mit 936 350 Mark und für die
Reſtzahlung auf den Aktienwert bei dem
Elektrizitäts=
werk Rheinheſſen mit 1170000 Mark enthalten ſind. Nach
dem Uebergang von dem auf dem 1909er Anlehen
ver=
fügbaren Reſtbeſtand von 390656 Mark in das
Rech=
nungsjahr 1912, wird nach deſſen Verbrauch eine
Kapi=
talaufnahme in Höhe von 2 162530 Mark erforderlich
wer=
den. — Auf dem alten Friedhof am Bahnhof wurde
heute morgen ein Mädchen, das ſich mit Lyſol
ver=
giftet hatte, tot aufgefunden. Es konnte alsbald
feſt=
geſtellt werden, daß die Tote die 17 Jahre alte, zu
Hechts=
heim geborene Katharina G. iſt. Ueber den Beweggrund
zu dem Selbſtmord iſt nichts bekannt. — Dieſer Tage
wurde aus dem Privatzimmer eines Reſtaurateurs ein
Handtäſchchen mit 35 Mark und eine goldene Damenuhr
geſtohlen. Man zog den Polizeihund Herta zu und
ließ ihn Witterung nehmen ,worauf der Hund nach dem
Zimmer des Dienſtmädchens lief und dort ein
Taſchen=
tuch und die Handſchuhe des Mädchens apportierte. Die
geſtohlenen Sachen wurden zwar nicht gefunden, doch
gab das Dienſtmädchen auf Vorhalt zu, an der
Schub=
lade geweſen zu ſein und 1 Mark von dem Geld
genom=
men zu haben; die Wegnahme der übrigen Sachen
leug=
net es.
Ober=Ingelheim, 22. März. Die rheinheſſ.
Bis=
marckſäule, deren Errichtung der Rheinheſſ. Bismarck=
verein ſich als ehrenvolle Aufgabe geſtellt hatte, iſt nun
vollendet, und von der Höhe der Waldeck aus grüßt
ſie weithin in die Lande. Die Baukoſten dieſes maſſigen
und wuchtig wirkenden Denkmals belaufen ſich auf 70000
Mark. Das verwendete Steinmaterial wurde der
Berges=
höhe, auf der die Säule ſteht, ſelbſt abgewonnen, und die
tadelloſe Bearbeitung der Steine macht den
Bauunter=
nehmern Hauswald (Mainz) und Biſchel (Gau=
Algesheim) alle Ehre. Eine Höhe von 27 Metern hat die
Säule, von deren Plattform aus der Beſucher eine
wunder=
bare Ausſicht auf den herrlichen Rheinſtrom von Mainz bis
Bingen und in das gegenüberliegende Rheingau, vom
Nationaldenkmal bis zu den hohen Taunusgipfeln
Feld=
berg und Altkönig genießt. Die Einweihung der
Bis=
marckſäule findet ſtatt am Sonntag, 12. Mai. Die
Vor=
bereitungen hierzu ſind bereits begonnen worden, ſo daß
dieſe Feier, zu der die Teilnehmer aus ganz Rheinheſſen
von nah und fern beſtimmt in großer Zahl erſcheinen
wer=
den, eine impoſante vaterländiſche Kundgebung zu werden
verſpricht.
k. Bad=Nauheim, 22. März. In der Villa „Royal”,
Beſitzer Bittong, wurde geſtern die Leiche eines
neuge=
borenen Kindes in einer Schachtel verpackt aufgefunden.
Bedienſtete fanden dieſe auf dem Boden direkt unter dem
Dache. Die Leiche war ſchon ſtark in Verweſung
über=
gegangen und mochte ſchon ſehr lange Zeit da gelegen
haben. Die Polizei war ſofort erſchienen und ſpäter trafen
auch die Vertreter der Staatsanwaltſchaft Gießen ein,
die den Tatbeſtand aufnahmen und Unterſuchungen
an=
ſtellten. — Die Bahnhofsbauarbeiten ſchreiten
jetzt rüſtig vorwärts. Seit Freitag wurde von zahlreichen
Arbeitern auch während der Nacht gearbeitet. Die
neu=
gelegten Schienenſtränge Gießen und Frankfurt ſollen am
1. April in Betrieb genommen werden.
(*) Butzbach, 21. März. Die Gründung einer
Orts=
gruppe des Jungdeutſchlandbundes wurde
geſtern abend im Taunushotel endgültig vollzogen.
Hauptlehrer Storch ſprach über Zwecke und Ziele der
Be=
ſtrebungen. An der Ausſprache beteiligten ſich die Herren
Dr. Vogt, Profeſſor Wamſer, Pfarrer Loos u. a. Es
wurde beſchloſſen, am 31. März einen Spielnachmittag
auf dem Exerzierplatz abzuhalten. Hierzu wird die
ge=
ſamte Jugend Butzbachs eingeladen.
Lanzenhain (Kreis Lauterbach), 22. März. Bei den
Arbeiten zur Kultivierung von Oedland ſtießen die
Ar=
beiter auf Altertümer. Man fand, dem G. A. zufolge,
unter einer länglichen Erderhöhung einen Brandplatz, in
der Nähe kamen altertümliche graue Topfſcherben, Knochen
und ein durchlochtes ſpitzes Eiſen zum Vorſchein. Das
Intereſſanteſte aber iſt ein großes, aus einſeitig glatten
Baſaltſteinen von ungleicher Form und Größe hergeſtelltes
Pflaſter, das etwa 30—50 Zentimeter tief unter der Erde
und Raſen angetroffen wurde. Das Pflaſter, deſſen Steine
ſehr abgetreten ſind, nahm die Fläche eines Rechtecks von
etwa 10 zu 12 Meter im Geviert ein. Leider muß man
ſagen: „nahm ein”; denn die Unwiſſenheit und
Gleichgül=
tigkeit der Leute in ſolchen Dingen iſt — trotz aller
Denk=
malſchutzgeſetze — immer noch ſo groß, daß man das ganze
Pflaſter, vielleicht bis auf einige Ecken und Ränder,
umge=
brochen hat. Zum Glück ſitzen wenigſtens noch die Steine
beiſammen. Auch ein größerer lagerhafter Stein fand ſich
in der Erde auf dem Pflaſter liegend. Vor einigen
Jah=
ren ſoll man in nächſter Nähe bei Anlegung eines
Hoch=
behälters der Waſſerleitung ſchon einmal auf ähnliches
Pflaſter geſtoßen ſein. Der Ortsgeiſtliche, der zufällig am
Sonntag von den Funden Kenntnis erhielt, machte den
Vorarbeiter auf die Beſtimmungen des Denkmalſchutzes
und die Wichtigkeit der Sache aufmerkſam und erſtattete
dem Kreisamt Lauterbach Bericht, damit die
Denkmal=
pflege veranlaßt wird, einen Sachverſtändigen den
weite=
ren Arbeiten beiwohnen und alles, was ſich noch feſtſtellen
läßt, feſtſtellen zu laſſen. Der Sage nach ſoll ehemals
Lan=
zenhain an der Stelle gelegen haben. Auch die Flurnamen
der Fundſtelle und ihrer nächſten Umgebung ſind
alter=
tümlich und eventuell ein wichtiges Hilfsmittel zur
Auf=
klärung des Charakters der alten Siedlung. Das Pflaſter
macht den Eindruck, daß es der vielbetretene Fußboden
eines für frühere Verhältniſſe großen
Verſammlungsrau=
mes geweſen ſein könnte.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 21. März. Das
Kaiſer=
paar, der Kronprinz, das Prinzenpaar Eitel Friedrich,
Prinz Joachim und Prinzeſſin Viktoria Luiſe wohnten
im Schauſpielhauſe der Aufführung von Björnſtjerne
Björnſons Schauſpiel „Ein Falliſſement” bei, in dem
Ernſt von Poſſart die Rolle des Advokaten Berent ſpielte.
Das Kaiſerpaar beteiligte ſich lebhaft an dem Beifall,
den der Gaſt in ſeiner bekannten Glanzrolle erntete. — In
dem Beleidigungs=Prozeß gegen den Haupts
mann von Kunowski iſt das Urteil geſprochen worden
Das Kriegsgericht konnte nicht die Ueberzeugung gewin
nen, daß der Angeklagte ſich der ihm zur Laſt gelegten
Beleidigung feines Vorgeſetzten, des Majors Schütt,
ſchuldig gemacht habe und gelangte infolgedeſſen zu einem
freiſprechenden Urteil. — Ein tragiſcher Vorfall
ereignete ſich heute nachmittag auf dem Fundbureau am
Schleſiſchen Bahnhof Dort wurde eine kleine Browning=
Piſtole als gefunden abgegeben, die, wie ſich ſpäter
herausſtellte, voll geladen war. Der dienſttuende
Be=
amte, der 26jährige Arbeiter Preuſſe, betrachtete die
Schuß=
waffe und drehte ſie in der Hand herum. Dabei muß
er=
mit dem Finger an den Abzug gekommen ſein. Ein
Schuß krachte plötzlich und die 60 Jahre alte
Reinemache=
frau brach, in die Bruſt getroffen, tot zuſammen.
— In der Gartenſtraße 35 wurden heute vormittag der
39jährige Muſiker Pietſch und die Frau des
Fabrik=
arbeiters Schulz aus Schöneberg, welche zuſammen
leb=
ten, bewußtlos aufgefunden. Sie hatten wegen
Nahrungsſorgen Sublimat genommen und wurden nach
dem Moabiter Krankenhaus gebracht, wo ſie bedenklich
darniederliegen.
Kaſſel. 21. März. In dem Steinbruchgebiet der
Eder=
thalſperre wurde durch vorzeitiges Explodieren von
Sprengmaſſen eine Exploſion verurſacht. Eine
da=
neben liegende Pulverkiſte flog in die Luft; ein
Schieß=
meiſter und drei Arbeiter wurden ſchwer verletzt.
Metz, 22. März. Heute vormittag begann vor der
Strafkammer die auf zwei Tage bemeſſene
Ver=
handlung wegen Tötung des Hoboiſten Sergeanten
Maaſch vom hieſigen Infanterie=Regiment Nr. 139,
der in der Nacht zum 11. Dezember vorigen Jahres durch
ein Mitglied der inzwiſchen aufgelöſten „Jeuneſſe
Lor=
raine” auf der Straße erſchoſſen wurde. Der Täter, der
19jährige Schreiber Ludwig Martin, geſtand nach
anfänglichem Leugnen ein, den Schuß abgegeben zu
haben, jedoch ohne die Abſicht, zu töten; er habe lediglich
einen Schreckſchuß abgegeben. Was dem Prozeß eine
über den Rahmen des lokalen Intereſſes hinausgehende
Note verleiht, iſt der Umſtand, daß in die
Angelegenheit=
auch die beiden Brüder Samain verwickelt ſind, in deren
Geſellſchaft ſich Martin im Augenblick der Tat befand=
Die Anklage lautet gegen Martin, die Brüder Alexis und
Paul Samain, den Geſchäftsführer Karl Geny und den
Elektriker Lück, der ſich in Bealeitung des Maaſch befand,
auf Beteiligung an einer Schlägerei, in die ſie nicht
ohne=
ihr Verſchulden hineingezogen wurden, und durch die der
Tod des M. verurſacht wurde (§ 227 Strafgeſetzbuches);
ferner gegen Martin auf Tragen einer geheimen Waffe
und fahrläſſige Tötung, und gegen die beiden Samain
und gegen Geny auf gemeinſchaftliche vorſätzliche
körper=
liche Mißhandlung des mit ihnen angeklagten Lück.
München, 22. März. Die 31jährige Konzertſängerin
Sonderegger, eine von ihrem Manne, einem
Kunſt=
maler, geſchiedene Finnländerin, vergiftete ſich in
einem Anfalle von Schwermut bald nach ihrer Ankunft
in München.
Nürnberg, 21. März. Vier Einjährig=
Frei=
willige des 8. Artillerie=Regiments in Fürth hatten
während der Rekrutenausbildung von ihrem Sergeanten
den Befehl erhalten, ein Geſchütz über einen
klei=
nen Hügel zu ſchieben. Die Einjährigen ven
mochten es nicht, den Auftrag auszuführen, und zu
Strafe hierfür ließ der Sergeant ſie mehrmals hintereins
ander auf= und abprotzen, auf= und abſitzen, und zum
Schluß einen Laufſchritt über 200 Meter zur Reithalle
machen. Die Einjährigen wurden dadurch ſo erſchöpft,
daß einer von ihnen ohnmächtig wurde und zwei andere
in ärztliche Behandlung kamen. Das Kriegsgericht der
5. Diviſion verurteilte den Sergeanten wegen
vorſchrifts=
widriger Behandlung zu zwei Tagen gelinden Arreſt,
Hiergegen legten der Sergeant und der Gerichtsherr
Be=
rufung ein. In dem Termin vor dem Oberkriegsgericht
des 3. Armeekorps machte der Batteriechef des
Sergean=
ten, Hauptmann Freiherr von Gagern, intereſſante
An=
gaben: Das diesjährige Einjährigenmaterial ſei nicht
nur weit unter dem Durchſchnitt des normalen
Einjähri=
genmaterials, ſondern weit unter dem Durchſchnitt des
Mannſchaftsmaterials überhaupt. Bei der Art, wie der
Sergeant die Uebung vornehmen ließ, indem er beim
Auf= und Abſitzen die Nummern wechſelte, könne von
einer Ueberanſtrengung der Leute nicht die Rede ſein
Der Hügel, der den Einjährigen als Uebungsplatz gedient
hat, ſei nicht ſo groß, daß nicht vier junge Leute ein
Ge=
ſchütz darüber hinwegfahren könnten. Das Oberkriegs
gericht verurteilte aber den Sergeanten wegen Mißbrau
Konzerte.
W-l. Am Donnerstag abend veranſtalteten die
Her=
ren Heinrich Kiefer, Cellovirtuoſe, und Heinrich
Schwartz, Pianiſt, beide Profeſſoren an der
König=
lichen Akademie zu München, in dem ſpärlich beſetzten
Saale „Zur Traube” ein Konzert. Innerhalb der
letzten ſieben Tage war dieſes das ſechſte Konzert. Das
iſt des Guten denn doch zu viel. Wenn man auswärts
eine ſo hohe Meinung von dem Kunſtſinn, der Aufnahme=
und Zahlungsfähigkeit des Darmſtädter Publikums hat,
ſo iſt das gewiß ſchmeichelhaft, wenn es dieſe hohe
Mein=
ung aber nicht rechtfertigen kann, ſo iſt dies nicht ſeine
Schuld. Angeſichts einer ſolchen unverhältnismäßigen
Anhäufung von Konzerten wäre es doch wünſchenswert,
daß den Künſtlern von der dazu berufenen Seite
empfoh=
len würde, die lokalen Verhältniſſe mehr zu berückſichtigen
und die Konzerttage beſſer zu verteilen, und zwar ſowohl
in ihrem eigenen Intereſſe als auch in dem des
Darm=
ſtädter Publikums, das dieſe Konzerte unmöglich alle
gleich zahlreich beſuchen kann — es kommen auch noch
andere Veranſtaltungen, Hoftheater, Orpheum, Vorträge,
Vereinsveranſtaltungen, von den ſtark beſuchten
Kino=
theatern ganz abgeſehen, in Betracht — und dadurch
aus=
wärts unverdienterweiſe in den üblen Ruf der
Intereſſe=
loſigkeit kommen kann.
Alles dieſes muß man in Erwägung ziehen, um zu
verſtehen, daß ein Konzert zweier ſo bedeutender
Künſt=
ler wie der beiden Münchener Profeſſoren, ſo ſpärlick
beſucht ſein konnte. Die aber anweſend waren, werden
es nicht bereut haben, dieſem Konzerte zuliebe auf
an=
dere Genüſſe verzichtet zu haben. Iſt jeder für ſich ein
Künſtler und ein Meiſter ſeines Inſtrumentes, ſo erhöht
das Zuſammenſpiel beider noch den harmoniſchen
Ein=
druck echter Kunſt, zu deren Repräſentanten und Hüter
beide berufen ſind. Im Gegenſatz zu anderen
Violon=
celliſten hatte Herr Profeſſor Kiefer ein allen
Aeußer=
lichkeiten virtuoſer Kunſt abholdes Programm
aufge=
ſtellt, das eine Sonate von Bach für Violoncello allein,
Violoncellokonzert mit Klavierbegleitung von Schumann
und Sonate in Fis=moll für Violoncello und Klavier
von Hans Pfitzner enthielt. Die Vorzüge ſeines Spiels
eine glänzende Technik, Tiefe der Auffaſſung, eine
un=
gewöhnliche Ausdrucksfähigkeit, Größe und Plaſtik des
Tones, die in den beiden erſtgenannten Stücken im
ein=
zelnen zutage traten, vereinigten ſich in der Pfitznerſchen
Sonate, die den Höhevunkt des Abends bezeichnete, zu
einer imponierenden Geſamtleiſtung. Nebenbei war es
dankenswert, daß uns das Konzert die Bekanntſchaft mit
dieſer bedeutenden und kraftvollen Kompoſition
vermit=
telte, die in ihren vier Sätzen von ausgeſprochen
oriai=
nellem Charakter mit einem großen Reichtum von
Er=
findung und Ausdrucksformen ein prachtvolles Pathos
der muſikaliſchen Sprache vereinigt und als modern im
beſten Sinne des Wortes bezeichnet werden kann. Herr
Profeſſor Schwartz, der dieſe Sonate und das
Schu=
mannſche Konzert muſtergültig begleitete, ſpielte
außer=
dem auf einem Blüthner=Flügel (nicht Berdur=Flügel,
wie es auf dem Programm hieß) noch drei Soloſtücke
für Klavier: Fantaſie D-moll von W. A. Mozart, Scherzo
op. 16, 2 von F. Mendelsſohn und die oft gehörte,
klivpen=
reiche Konzertétude Nr. 3 von Franz Liſzt. mit
künſtleri=
ſchem Verſtändnis und pianiſtiſcher Ueberlegenheit, wenn
er auch in dem letztgenannten Stücke etwas nervös und
nicht ganz ſo glücklich war, wie in den übrigen.
Die Künſtler ernteten begeiſterten Beifall und
wur=
den auch durch Ueberreichung mehrerer Lorbeerkränze
geehrt.
Vorträge.
* Pfarrer Jatho hielt am Donnerstag abend in
der Turnhalle am Woogsplatz auf Veranlaſſung des
Goethebundes einen Vortrag über ſeine
Reli=
gion und ſeine Weltanſchauung. Der große Turnhalleſaalwar
berfüllt. In der äußeren Erſcheinung Jathos liegt nichts
Berückendes oder auch nur beſonders Anziehendes. Auf
dünnen, faſt zitterigen Beinen ruht ein mittelgroßer Körper
mit einem gewaltigen Haupt. Der große, bewegliche Mund
verrät von weitem Beredſamkeit, und in wenig Minuten
weiß er die Zuhörer zu feſſeln, wenn er mit mächtigem
Organ langſam und deutlich ſeine Gedanken von der ver=
ſönlichen Religion, die ihm ſelbſt in Fleiſch und Blut
über=
gegangen zu ſein ſcheint, darlegt. Seine Beherrſchung der
deutſchen Sprache macht das Zuhören zum Genuß.
Prieſter und Propheten kannte das alte Iſrael.
Prie=
ſter, die Vertreter der geſchichtlichen Religion, müſſen ſich
mit dem Volk von den Propheten vorwerfen laſſen: „Ich
mag das Geplärre Eurer Lippen nicht hören, ſpricht
Jahwe‟ Die Propheten ſind Vertreter der perſönlichen
Religion, die das eigene Gotteserlebnis direkt von Gott
dem Volke übermitteln. Jeſus vertritt die perſönliche Re
ligion. Solche Gottes=Propheten ſind immer verfolgt
worden und werden immer verfolgt werden. Jeſus mußte
für ſein perſönliches Bekenntnis ſterben. Die Nachwelt hal
es leicht, ſeine Richter zu verurteilen. Doch waren es
Men=
ſchen, die unſere Mißachtung nicht verdienen. Es waren
eben die Vertreter der geſchichtlichen Religion.” — Hiel
wird dem Sprecher Widerſpruch nicht ausbleiben. Seine
Ausführung läßt ſich damit entſchuldigen, daß er um jeden
Preis die perſönliche Religion in das rechte Licht ſtellen
und dabei ſeinen Gegnern Gerechtigkeit widerfahren laſſen
will.
Wie ſollen wir nun zur perſönlichen Religion kommen
Jatho zieht das Gleichnis vom Kaufmann, der die
köſt=
liche Perle ſucht, heran. Ihm iſt die köſtliche Perle nicht
eine vollkommene, abgeſchloſſene Gotteserkenntnis; denn
Gott vollkommen erkennen, hieße ihm gleich ſein. Eriſt
aber ohne Gleichen. Rückert nennt in einem
tiefempfun=
denen Gedicht dieſe Perle eine Träne, die der Himmel
weint. Wir fangen ſie in einer Muſchel auf. Wer dieſe
Perle findet, hat perſönliche Religion. Auf Leſſings
Stand=
punkt ſteht heute die Kirche nicht. Chriſtentum iſt für ſie
die einzig wahre Religion. Judentum hat einiges Wahre,
Muhamedanismus nur ein Körnchen. Redner führte aus,
was Auguſtin meint, wenn er ſagt: „Die wahre Religion
fehlte nicht von Anbeginn der Welt. Als Chriſtus ins
Fleiſch kam, fing man an ſie die chriſtliche zu nennen.”
Die wahre Religion zeigt ſich für Jatho in „Kraft,
Frei=
heit, Menſchenliebe”. Wodurch begeiſtert Luther heute noch
das deutſche Volk? Nicht ſeine theologiſchen Schriften,
z. B. Auslegung des Römerbriefes oder ſeine reformgtori
Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 5.
ches der Dienſtgewalt und vorſchriftswidriger
Behand=
lung Untergebener zu vier Tagen gelinden Arreſt. — Der
Hügel heißt von da ab „Einjährigen”=Hügel.
Augsburg, 21. März. Als der praktiſche Arzt Dr. Kolb
mit ſeinem Automobil in die Ortſchaft Winhoering einbog,
kam das Geſpann eines Bauern dem Automobil entgegen.
Beim Ausweichen gegen die Straßenböſchung zu ſtürzte
das Automobil den Damm hinunter, wobei es
ſich mehrmals überſchlug. Der Chauffeur blieb unverletzt,
der Arzt wurde ſo ſchwer innerlich verletzt, daß ſein Tod
ſtündlich zu erwarten iſt.
Leipzig, 22. März. In der Würzburger Straße
ſtürzte heute vormittag ein Neubau ein. Acht bis
zehn Arbeiter wurden verſchüttet. Einzelheiten fehlen
noch.
Düſſeldorf, 22. März. Im Reiſe=Bureau am hieſigen
Hauptbahnhof wurde geſtern ein frecher Raub=
Ueber=
fall ausgeführt. Dort erſchien ein junger Mann und
verlangte für 500 Mark engliſches Geld. Ein junges
Mäd=
chen, das allein im Bureau anweſend war, zählte das Geld
auf den Tiſch. In dieſem Augenblick zog der Burſche einen
Revolver und hielt ihn dem erſchrockenen Mädchen vor die
Bruſt. Er nahm das Geld lief fort und entkam. Auf die
Ergreifung des Täters iſt eine Belohnung ausgeſetzt.
Wien, 22. März. Die 30jährige Gattin eines
Kauf=
mannes hat ſich geſtern in einem Anfall von Geiſtesſtörung
mit ihren beiden Söhnen im Alter von drei und neun
Jahren aus dem vierten Stock auf die Straße
ge=
ſtürzt. Alle drei ſind tot. Die Frau war ſeit längerer
Zeit nervenleidend und lag zu Bett.
Drohobycz, 21. März. In der geſtrigen Nacht brach
in einer Entbenzinierungsanſtalt ein Brand aus. Zwei
Reſervoire, die ungefähr 150 Waggons Benzin
enthiel=
ten, und ein Reſervoir mit etwa 300 Waggons Rohöl
wurden zerſtört. Der Brand dürfte erſt in zwei Tagen
gelöſcht ſein. Der Schaden wird auf eine Million
Kro=
nen geſchätzt.
Rom, 22. März. Die Lebedame Joſefine Adamait,
die di Marcheſe Volpicelli ermordete, war
am 17. Januar von Berlin in Neapel eingetroffen und
im Hotel „Exzelſior” abgeſtiegen. Sie lebte da ſehr
zu=
rückgezogen und ging wenig aus. Vor 14 Tagen lernte
ſie den Marcheſe Volpicelli, einen in der Neapolitaner
Lebewelt ſehr bekannten Sportsmann, auf einer
Spazier=
fahrt kennen. Zwiſchen beiden entwickelte ſich ein
Ver=
hältnis. Der Marcheſe hatte in den letzten Tagen ein
neues Verhältnis mit einer Varieté=Sängerin
angefan=
gen. Dies hat wahrſcheinlich die Eiferſucht der Adamait
hervorgerufen, die nach einer erregten Szene zuerſt den
Marcheſe und dann ſich ſelbſt erſchoß. Die zerriſſene
Photographie der Varieté=Sängerin wurde im Zimmer
aufgefunden. In dem Koffer der Adamait fand man
meh=
rere Diplome von Schützenvereinen, worin dem Fräulein
Adamait das Zeugnis einer ausgezeichneten
Piſtolen=
ſchützin ausgeſtellt war. Die Dame war eine üppige
ſchöne Frau mit hellbraunem Haar.
Rom, 22. März. Zwei Unbekannte erſchienen kürzlich
in dem hieſigen Zentral=Leihamt und wollten Juwelen
im Werte von 2 Millionen Lire gegen eine Summe von
400000 Lire verſetzen. Das Blatt Vita behauptet nunmehr,
daß die beiden Männer beauftragt waren, Juwelen des
jetzigen türkiſchen Sultans zu verſteigern.
Toulon, 21. März. Die Schaluppe des Schulſchiffes
„Duguay Trouin” kenterte geſtern bei den Hyéres=
Inſeln. Von den an Bord befindlichen zwölf Mann ſind
zweiertrunken. Der Zuſtand der andern iſt ernſt.
Brüſſel, 21. März. Kronprinz Leopold zog ſich
in Paris einen leichten Bruch des Ellenbogens zu. Der
Arm wird ungefähr drei Wochen im Verband liegen müſſen.
Mac Curtin, 21. März. Heute morgen wurden 14
Bergleute lebend geborgen. Als die Exploſion
ein=
trat, bahnten ſie ſich ſchnell einen Weg zur Luftpumpe und
zogen am Eingang des Raumes den Vorhang, der die
Gaſe ausſchloß. Klopfen am Luftſchacht führte zur
Ent=
deckung.
London, 22. März. Nach dem Daily Telegraph ſind die
von dem Grubenunglück in Mac Curtin in
Okla=
hama Betroffenen größtenteils Deutſche, Polen und
Ungarn.
London, 21. März. Der Arbeiterführer Tom
Mann wurde heute dem Polizeigericht von
Sea=
ford vorgeführt unter der Beſchuldigung, die
Sol=
daten zum Ungehorſam aufgereizt zu haben. Eine Bürg=
ſchaftsſtellung wurde abgelehnt und Tom Mann auf eine
Woche in die Unterſuchungshaft zurückgeſchickt.
Petersburg, 21. März. Geſtern wurde hier der
Sen=
ſationsprozeß gegen den Ingenieur Lekomkin
verhandelt. Er hatte hier einen Studenten auf der Straße
erſchoſſen, weil dieſer mit der Frau Lekomkins ein
Liebes=
verhältnis angeknüpft hatte, als Lekomkin in Turkeſtan
ar=
beitete, um aus pekuniären Schwierigkeiten
herauszu=
kommen. Die Genoſſen Lekomkins vom Polytechnikum
tra=
ten für ihn ein und ſchilderten ihn als einen braven,
ehr=
lichen Menſchen. Ein hochelegantes Publikum, beſonders
viele Damen der Geſellſchaft, wohnten der Verhandlung bei.
Das Gericht ſprach den Angeklagten frei der als Rächer
der Familienehre in Affekt gehandelt habe. Die Damen
des Publikums begrüßten das Urteil mit Händeklatſchen.
Tokio, 21. März. Im Stadtviertel Yoſhiwara iſt ein
Großfeuer ausgebrochen, welches ſich infolge des
Win=
des ſchnell verbreitete. Der Stadtteil wurde vollſtändig
zerſtört. Achthundert Häuſer, darunter eine Volksſchule,
brannten ab.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchiehr, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Wohltätigkeitskonzert des
Inſtru=
mentalvereins. Wie alljährlich veranſtaltet auch in
dieſem Jahre wieder der Inſtrumentalverein ein
Kirchen=
konzert zum Beſten des Diakoniſſenhauſes „Eliſabethenſtift”
das Freitag, den 29. März, abends 8¼ Uhr in der
Stadt=
kirche ſtattfindet. Iſt der Beſuch dieſes Konzertes ſchon
allein des guten Zweckes wegen zu empfehlen, ſo
ver=
ſprechen aber auch die zur Mitwirkung gewonnenen Kräfte
und das von Direktor Wilhelm Schmitt aufgeſtellte
Pro=
gramm einen hohen künſtleriſchen Genuß. Letzteres
bevor=
zugt, wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich iſt, für die Kirche
beſonders geeignete alte Muſik; um die Ausführung machen
ſich verdient: Fräulein Thea Fey (Geſang). Fräulein Ilſe
Hoffmann (Violine), Herr Hoforganiſt Hugo Römer
(Orgel), ſowie der Kirchenchor der Martinsgemeinde (
Di=
rigent: Herr Heinrich Collin). Um den Charakter der alten
Muſik zu wahren, wird die Begleitung der einzelnen
Num=
mern, wo es angeht, auf dem Cembalo (Ibachord)
ausge=
führt, deſſen Part Fräulein Luiſe Mock übernommen hat.
Die kleinen Soli in dem Werk von Durante werden zum
Vortraa bringen: Fräulein Thea Fey (Sopran), Fräulein
Anna Walther (Alt), Herr Walter Baer (Tenor) und Herr
Fritz Gehbauer (Baß). Der Kartenverkauf hat in der
Muſikalienhandlung von Hoflieferant Heinrich Arnold
(Wilhelminenſtr. 9) begonnen. Es ſei beſonders darauf
aufmerkſam gemacht, daß die inaktiven Mitglieder und
Abonnenten des Vereins die numerierten Karten in
obiger Muſikalienhandlung umzutauſchen haben.
Parlamentariſche3.
*X* Darmſtadt 22. März. Der
Finanzaus=
ſchuß der Erſten Kammer vollzog heute in
Gegen=
wart der Regierungsvertreter, Staatsminiſter Ewald
Exz., Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat Dr. Becker u.
a-
die Vorberatung des Staatsvoranſchlags, wie er nach den
Beſchlüſſen der Zweiten Kammer jetzt fertiggeſtellt iſt, Da
eine allgemeine Verſtändigung zwiſchen den
Finanzaus=
ſchüſſen beider Kammern ſchon in der gemeinſamen Sitzung
ſtattgefunden hatte, ſo verlief die heutige Beratung ohne
Schwierigkeiten. Ein Diſſenz mit den Budgetbeſchlüſſen
der Zweiten Kammer ergab ſich nur bezüglich zweier
weniger wichtigen Punkte. Beim Etat des Miniſteriums
der Juſtiz hatte zu Titel 2, Landgerichte und Amtsgerichte,
die Zweite Kammer ſchon im vorigen Jahre 15
Amts=
richterſtellen nur auf den Inhaher bewilligt. Dieſer
Be=
ſchluß wurde auf Antrag des Finanzausſchuſſes Zweiter
Kammer auch diesmal wiederholt. Der Finanzausſchuß der
Erſten Kammer beſchloß jedoch, dem nicht beizutreten,
ſon=
dern auch die 15 Amtsrichterſtellen etatsmäßig zu
be=
willigen. Weiter hatte die Mehrheit der Zweiten Kammer
dem Antrag Wolf=Stadecken zugeſtimmt, die Regierung
zu erſuchen, der Errichtung einer Privatſchule in Nierſtein
zuzuſtimmen. Der Ausſchuß beſchloß, auch dieſem Beſchluß
der Zweiten Kammer nicht beizutreten.
*X* Darmſtadt 22. März. Die Erſte Kammer
der Stände tritt am Mittwoch, den 27. März, vormittags
10 Uhr, zur Abhaltung ihrer Plenarberatungen zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen neun Beratungsgegenſtände:
Die Regierungsvorlage, betr. die Abänderung des Geſetzes
über die Ausführung des Reichsimpfgeſetzes vom 8 Juni
1874 und 25. Mai 1875, die Regierungsvorlage, betr. die
Abänderung 1. des Geſetzes über die Beſoldungen der
Staatsbeamten, 2. des Abänderungsgeſetzes zu
vorge=
nanntem Geſetz, betr. die Gehaltsverhältniſſe der
ſemina=
riſtiſch gebildeten und der techniſchen Lehrer, weiter die
Regierungsvorlage, betr. das Geſetz über die Tilgung der
Staatsſchuld für das Etatsjahr 1912, die
Regierungsvor=
lage, betr. das Brückengeld an der Rheinbrücke zu Mainz, in
Verbindung mit dem Antrag Ulrich, betr. Aufhebung der
Brückengelder, die Regierungsvorlage, betr. den
Hauptvor=
anſchlag der Staatseinnahmen und=Ausgaben für 1912,
die Regierungsvorlage, betr. den Entwurf des
Finanz=
geſetzes für 1912, die Regierungsvorlage, betr. die alte
Blindenanſtalt in Friedberg, und die Regierungsvorlage,
betr. den Seminarneubau zu Bensheim, ſowie endlich noch
die Feſtſetzung des Voranſchlags und die
Ausgabebedürf=
niſſe der Erſten Kammer im Rechnungsjahre 1912. Die
Plenarberatungen dürften ſich auf zwei Sitzungstage
er=
ſtrecken.
*X* Darmſtadt, 22. März. Der
Geſetz=
gebungsausſchuß der Zweiten Kammer hielt heute
vormittag eine längere Beratung ab, in welcher die
Refe=
rate der Abgg. Lutz und Wolf=Stadecken über die
Aus=
ſchußberatung der Regierungsvorlagen, betr. die Maul=
und Klauenſeuche und betr. die Ausführung des
Reichsvieh=
ſeuchengeſetzes verleſen und genehmigt wurden.
Der Finanzausſchuß der Zweiten Kammer iſt
für Dienstag, den 26. März zur Abhaltung einer Sitzung
einberufen worden, in der noch eine Anzahl kleinerer
Re=
gierungsvorlagen, darunter die über die Kreisärzte, und
verſchiedene Anträge aus dem Hauſe, ſowie Vorſtellungen
zur Beratung kommen ſollen.
Am gleichen Tage tritt auch der
Petitionsaus=
ſchuß zuſammen, um ſich mit dem Antrag Singer=
Wie=
gand, betr. die Beſchäftiaung Arbeitsloſer und dem Antrag
v. Brentano und Genoſſen, betr. die Ortstaxe Offenbach=
Frankfurt und der Vorſtellung der heſſ. Bauaſpiranten zu
beſchäftigen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 23. März. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten.
Zweite Beratung des Etats des Innern.
Die Debatte wird fortgeſetzt beim Kapitel „Kanalamt”.
— Abg. Legien (Soz.): Bei der Auswahl der Arbeiter
bei den Kanalarbeiten müſſen die anſäſſigen Arbeiter
mehr berückſichtigt werden als bisher. Die Zahl der
Be=
triebsunfälle wächſt zuſehends. Würde die
Kanalver=
waltung die nötige Sorgfalt beobachten, ſo würden die
Uebelſtände leicht zu beheben ſein. Man ſolle dafür
ſor=
gen, daß die Arbeiter anſtändig und nicht in Baracken
wohnen. — Miniſterialdirektor v. Jonquiéres: Wir
können die Ausländer, namentlich die polniſchen Arbeiter,
für die Kanalarbeiten nicht ganz entbehren, weil wir
ſonſt die Arbeiten nicht rechtzeitig fertigſtellen können.
Die Zahl der Unfälle iſt unter Rückſicht auf die große
Zahl der Arbeiter keine beſonders belaſtende. Das (
Woh=
nen in Baxacken iſt notwendig, da die ganze Gegend
ziemlich bevölkert und das Unterbringen der Arbeiter
Schwierigkeiten gemacht hatte. Beim Bau der Pfeiler
der Holtenauer Brücke iſt ein Erdrutſch vorgekommen,
deſſen Schaden jetzt mit Erfolg ausgebeſſert — Abg.
Waldſtein (Fortſchr. Vpt.): Der Verkehr ** Kanal iſt
durch die zu geringe Zahl der Lotſen derart beſchränkt,
daß vielfach der Weg um das Kap Skagen vorgezogen
wird. Die Verhältniſſe der Lotſen ſind dringend
aus=
beſſerungsbedürftig. — Staatsſekretär Dr. Delbrück:
Daß früher bei der Verſorgung der Schiffe mit Lotſen
ein Mangel ſich gezeigt hat, iſt niemals beſtritten
wor=
den. Die Verkehrsſteigerung der letzten Zeit und die
Tatſache, daß das Navigieren während des Umbaues
erſchwert iſt, hat den Mangel herbeigeführt. Für die
Zukunft haben wir Sorge getroffen, daß uneingeſchränkt
Perſonal eingeſtellt werden kann. Es geht nicht an, alle
Jahre wieder an den Bezügen der Beamten
herumzudok=
tern. (Sehr richtig! rechts.) — Abg. Legien (Soz.):
Daß Unfälle bei einem derart großen Unternehmen
vor=
kommen können, iſt klar. Aber wenn ſie in ſo großer Zahl
vorkommen, ſo trifft das Kanalamt die Schuld, das den
Unfallverhütungsvorſchriften nicht die genügende
Auf=
merkſamkeit zuwendet. — Miniſterialraldirektor von
Jonquiéres: Wenn die Unfallverhütungsvorſchriften
ſchen Schriften; ſie ſind nur wenigen zugänglich. Auch
nicht ſeine Bibelüberſetzung. Der Mann von Worms und
Wittenberg, wo er die 95 Theſen anſchlug und die
Bann=
bulle verbrannte, der iſt es. „Auf ſich ſelber ſteht er da,
ganz allein” einer mächtigen Tradition gegenüber. Jeſus
will auch keine Schwächlinge zu Nachfolgern haben. Er
zeigt uns die enge Pforte und den ſchmalen Weg, wo kein
Führer uns an der Hand nehmen kann. Kann man
zag=
haften, feigen Menſchen ſolche Anforderungen ſtellen, wie
es Jeſus getan hat? Nicht auf Bibel, Geſangbuch und
Glaubenslehren kann ſich einer ſtützen, wenn er den
ſchma=
len Weg betritt, nur der in ſeinem Innern perſönlich
er=
lebte Gott kann ihn ſtützen. Die wahre Religion wird ſich
an dem Worte Jeſu zeigen: In meinem Namen werden
ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden; ſo ſie
etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht ſchaden, und
ſo ſie die Hände auf Kranke legen, wird es beſſer mit ihnen
werden. — Wir kennen alle die Teufel in unſerem Innern
und um uns, mit denen wir kämpfen müſſen, aber es iſt
den Jüngern der wahren Religion möglich, ſie
auszu=
treiben. Erſt bei ſich ſelbſt, dann können ſie’s aber nicht
laſſen, auch anderen im Kampf gegen die Dämonen zu
helfen. Mit neuen Zungen werden ſie reden, von ihrer
perſönlichen Gottesbegegnung, nicht in althergebrachten
Formeln. Giftiger Haß. Bitterkeit und Verleumdung kann
ſolchen Menſchen nicht ſchaden. Was ſie erlebt, macht ſie
immun gegen tödliche Gifte. Und ſollte es mit den
Kran=
ken nicht beſſer werden, wenn ſolche Menſchen die Hände
auf ſie legen? Es rede doch keiner von Gottesliebe, der
die Menſchenliebe nicht geübt hat. Bei uns ſelbſt müſſen
wir mit der Menſchenliebe anfangen. Erſt wer ſein
In=
neres heiliger Betrachtung für wert hält, kann das Ich im
anderen Menſchen verſtehen und lieben.
Vorwitzige Fragen ſoll man den Kindern abgewöhnen,
heißt es in einem alten Pädagogikbuch. Was ſind
vor=
witzige Fragen? Welche Kinder ſind uns Eltern die
lieb=
ſten, die beſtändig fragen oder die alles über ſich ergehen
laſſen? Freilich unbequemer ſind die erſteren, aber wird
es uns bei den anderen auf die Dauer nicht bange, ob denn
Leben in ihnen iſt? Leben iſt Bewegung. Vergangenheit
iſt ſtarr. So lange wir leben, müſſen wir immer tiefer
ein=
dringen in die Erkenntnis Gottes. Eine abgeſchloſſene
Re=
ligion, die ſich in beſtimmte feſte Sätze faſſen ließe, wäre
tot. Mutig vorwärts auf dem ſchmalen Pfad der
perſön=
lichen Gotteserkenntnis,
Feuilleton.
* Die Reifezelugniſſe der Studterenden. Ueber den
Anteil, mit dem die humaniſtiſchen höheren
Schu=
len und die Real anſtalten an den einzelnen Fakultäten
der preußiſchen Univerſitäten beteiligt ſind, gibt die
nach=
folgende ſtatiſtiſche Ueberſicht für das Winterſemeſter
1911/12 intereſſante Aufſchlüſſe. Die theologiſche
Fakultät ergänzt ſich nahezu ausnahmslos aus den
Gymnaſien. Denn unter 1408 Studierenden der
evange=
liſch=theologiſchen Fakultät befinden ſich nur 4
Abiturien=
ten eines Realgymnaſiums, während die 920
Studieren=
den der katholiſch=theologiſchen Fakultät ſämtlich das
Reifezeugnis eines Gymnaſiums hatten. Auch in der
juriſtiſchen Fakultät überwogen bei weitem die
Reifezeugniſſe der humaniſtiſchen Anſtalten. Von 5978
Studierenden ſtammten 4748 von Gymnaſien, 892 von
Realgymnaſien und 338 von einer Oberrealſchule. In
der mediziniſchen Fakultät waren 4378
Studen=
ten immatrikuliert, davon auf Grund eines
Reifezeug=
niſſes eines Gymnaſiums 3349, eines Realgymnaſiums
741 und einer Oberrealſchule 288. In der ſtärkſten
Fakul=
tät, der philoſophiſchen, treten die Realanſtalten
mehr in den Vordergrund. Es waren immatrikuliert
11702 Studierende, davon aus Gymnaſien 7317, aus
Realgymnaſien 2519 und aus Oberrealſchulen 1866. In
der Philoſophie und Geſchichte überwiegen die
Gym=
naſiaſten erheblich. Auch die klaſſiſche Philologie ergänzt
ſich ganz überwiegend aus humaniſtiſchen Anſtalten. In
der Mathematik und den Naturwiſſenſchaften ſteht die
Zahl der Reifezeugniſſe von Gymnaſien denjenigen von
Realanſtalten um ein geringes nach, und in der neueren
Philologie überwiegen die letzteren nicht unerheblich.
P. Münchener Theater. Am 21. ds. fand Karl
von Kaskels Oper „Der Gefangene der
Zarin” die bereits in Dresden und Köln einen vollen
Erfolg hatte, auch im Münchener Hoftheater begeiſterte
Aufnahme. Der Komponiſt mußte ſich mit den Sängern,
unter denen ſichbeſonders Frau Mottl=Faßbender alsZarin
und Günther=Braun als Leutnant Saſcha auszeichneten,
immer wieder dem Publikum zeigen. Der ſpannenden
Handlung mit ihren Kontraſten und Steigerungen, welche
Rudolf Lothar entworfen hat, folgt die Muſik mit
ſeltener Schmiegſamkeit und Ausdrucksfülle. Das
ſchim=
mernde Gewebe der Partitur birgt eine Menge Feinhei=
ten, ſodaß die Oper auch bei öfterem „Hören nicht
ver=
lieren wird und ſich ſchnell in den Spielplan der Oper
einbürgern dürfte. Im zweiten Akt kam eine prächtige
Dekoration, den Tanzſaal im Sommerpalaſt der Zarin
darſtellend, aus den Separatvorſtellungen Ludwigs II.
zur Verwendung. Unſere Dirigentenkriſe iſt immer noch
akut. Diesmal dirigierte ein Herr Roſenhek ſchlecht und
recht.
(2) Das Tagesprogramm der Tezephonzejtung. Seit
einem halben Jahre beſitzen die New=Yorker ihre
Tele=
phonzeitung. Das anfangs mit Spott und Mißtrauen
aufgenommene Unternehmen der Telephone Herald hat
ſich beim Publikum verhältnismäßig raſch durchgeſetzt,
bereits nach wenigen Wochen hatte dieſe telephoniſche
Zeitung 2500 Abonnenten, die monatlich 6 Mark
bezah=
len, und 2500 weitere Anmeldungen liegen vor und
können erſt berückſichtigt werden, wenn zu der
umfaſſen=
den Vergrößerung des Betriebes die erforderlichen
Mit=
tel beſchafft ſind. Im Technical World Magazine gibt
Arthur Colton ein intereſſantes Bild von der
Arbeits=
weiſe dieſer geſprochenen Zeitung. Die Redaktion ſelbſt
unterſcheidet ſich kaum von anderen
Zeitungsredaktio=
nen; ſtatt der Druckerei hat aber dieſe Zeitung ein
ein=
faches Zimmer, in dem ein beſonders konſtruierter
Tele=
phonapparat ſteht, deſſen techniſche Konſtruktion ſtreng
ge=
heim gehalten wird. Denn mit dieſem Apparat kann
nur in einer Richtung geſprochen werden, nur die
Re=
daktion hat das Wort und der Abonnent, der daheim,
in ſeinen Schaukelſtuhl gelehnt, den Hörer am Ohr, den
neueſten Nachrichten lauſcht, kann keine Fragen ſtellen
oder den die Druckerſchwärze vertretenden Redakteur
er=
ſuchen, eine ſchlecht verſtandene Nachricht zu wiederholen.
Die Zeitung hat ein genaues Tagesprogramm
ausgear=
beitet, damit der Abonnent nur dann zum Hörrohr zu
greifen braucht, wenn ihn ſpeziell intereſſierende
Nach=
richten übermittelt werden. Punkt acht Uhr morgens
wird die genaue aſtronomiſche Zeit angegeben. Von acht
bis neun werden die neuen Wetterberichte verleſen, die
eingelaufenen Nachttelegramme, die Notierungen der
Londoner Börſe und die beſonders intereſſanten
Neuig=
keiten der Tageszeitungen. Von neun bis ½ zehn gehört
der Hörer der Hausfrau: Ausverkäufe, Vergnügungen,
geſellſchaftliche Ereianiſſe. 9,45 bis zehn:
Perſonalnach=
richten und kleine Notizen. Zehn bis elf Uhr dreißig:
New=Yorker Börſenkurſe und Marktberichte. Halb zwölf
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
nicht aushängen, ſo iſt das zunächſt Sache der
Tiefbau=
berufsgenoſſenſchaft. — Nach einer weiteren Debatte,
an der ſich Geh. Oberbaurat Eich, ſowie die
Abgeordne=
ten Hoch (Soz.) und Waldſtein (Fortſchr. Vpt.)
beteiligen, wird das Kapitel „Kanalamt” bewilligt.
Es folgt Kapitel „Aufſichtsrat für
Privatverſicher=
ung‟. — Abg. Haupt (Soz.): Ich empfehle Ihnen die
Reſolution meiner Partei auf Verbot der
Abonnements=
verſicherung. Das Unweſen hat ſich in den letzten Jahren
weit ausgedehnt. Beſonders ſind es Zentrumsblätter,
die darin ſündigen. Es iſt Aufgabe der Geſetzgeber,
da=
für zu ſorgen, daß dem Unfug ein Ende bereitet wird.
Am ſchlimmſten iſt es, daß die Zeitungen bei dieſer
Aus=
nutzung der Abonnenten den Anſchein der Volkswohltat
erwecken wollen. — Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ich
habe mir Material von den verbündeten Regierungen
er=
beten, das zum Teil eingegangen iſt. Sobald es
voll=
ſtändig iſt, werde ich dem Reichstage die Denkſchrift
vor=
legen. Alsdann wird ſich zeigen, ob ein geſetzliches
Ein=
greifen geboten iſt. — Abg. Marcour (Zentr.): In
Konſequenz unſerer früheren Haltung werden wir für die
Reſolution der Sozialdemokraten ſtimmen. Einige
Zen=
trumsblätter haben notgedrungen aus
Konkurrenzrück=
ſichten die Abonnentenverſicherung eingeführt; ſie wären
froh, wenn ihnen dies durch das Geſetz genommen wird.
Bei den Erhebungen ſollten auch die Organiſationen der
Preſſe gehört werden. — Abg. Werner=Hersfeld
(Refpt.): Eine Fuſion der Verſicherungsgeſellſchaften iſt
oft mit großen Nachteilen für die Verſicherten verbunden.
Deshalb müſſen die Reichsbehörden dieſen Umſtänden
beſondere Beachtung ſchenken.
Miniſterialrat Dr. Caſpar: Es empfiehlt ſich an
und für ſich nicht, auf die Fuſionierungen einzelner
Ge=
ſellſchaften einzugehen, wie der Abg, Werner es getan
hat. Der Vorwurf, das Aufſichtsamt habe in dieſem
ſpeziellen Falle ſeine Schuldigkeit nicht getan, trifft nicht
zu. — Nach einigen weiteren kurzen Ausführungen des
Abg. Werner wird das Kapitel bewilligt. — Die
Re=
ſolution betr. Verbot der Abonnentenverſicherung wird
angenommen. — Hiermit ſind die fortdauernden
Aus=
gaben erledigt; es folgen die einmaligen Ausgaben:
Mehrere Titel werden ohne Debatte erledigt. Bei Kap.
13: „Unterſtützung zur Geſchichte für deutſche
Erzieh=
ung und deutſche Forſchung” befürwortet Abg. Werner=
Gießen (Fortſchr. Vpt.) weitgehendſte Förderung dieſes
Werkes, damit dem Deutſchen Reiche nicht der Vorwurf
gemacht werden könne, daß es ſeine kulturellen Aufgaben
vernachläſſigt. — Bei Titel „Herausgabe des Deutſchen
Handwerksblattes” befürwortet Abg. Lützel (natl.)
eine Reſolution ſeiner Partei, den Reichszuſchuß auf
10000 Mark zu erhöhen und durch dieſe unmittelbare
Unterſtützung herbeizuführen, daß durch Verbreitung des
Blattes bei den einzelnen Staatsbehörden Intereſſe für
die Forderungen des Handwerks geweckt wird. — Abg.
Pauli=Hagenow (konſ.) unterſtützt dieſe Reſolution.
— Das Kapitel wird genehmigt und die Reſolution
an=
genommen.
Es folgt der Titel „Beitrag zu den
Unterhaltungs=
koſten einer Anſtalt für die Bekämpfung der
Säuglings=
ſterblichkeit im Deutſchen Reich.” Abg. Binder (Soz.):
Unſere Säuglingsfürſorge ſteckt noch in den
Anfangs=
ſtadien. Die Stadt Berlin hat, nachdem wir noch vor
einigen Jahren 30000 Mark für dieſe Zwecke verlangt
hatten und mit dieſer Forderung ausgelacht wurden, in
den neuen Voranſchlag eine halbe Million dafür
einge=
ſtellt. Daé Kaiſerin Viktoria=Haus zu Charlottenburg,
für das Reſe Unterſtützung verlangt wird, iſt eine
An=
ſtalt von hohem kulturellem Werte. Zur Unterhaltung
ſind außer den vom Reich geforderten 60000 Mark von
Preußen 40000 Mark bewilligt und aus privater
Wohl=
tätigkeit kommen 200000 Mark. Wir Sozialdemokraten
ſind gern bereit, noch weitere Geldmittel für dieſe
Für=
ſorge zu bewilligen. Die Säuglingsfürſorge iſt eine
wichtige nationale Aufgabe und viel notwendiger, als
neue Schiffe und neue Soldaten. Die einzige
Möglich=
keit, die Säuglingsſterblichkeit herabzuſetzen, iſt die
geſetz=
liche Einführung des Achtſtundenarbeitstages für
weib=
liche Arbeiter und, wenn die Mütter in die Lage verſetzt
werden, ihre Kinder ſelbſt zu ſtillen. — Abg. Heyn=
Stralſund (Fortſchr. Vpt.): Trotz der eminenten
Fort=
ſchritte der gemeinnützigen Wiſſenſchaft und der
Ver=
minderung der allgemeinen Sterblichkeit iſt die
Säug=
lingsſterblichkeit ſtändig geſtiegen, und ſie iſt heute höher,
als vor 80 Jahren. Wir müſſen nun endlich das lange
genug Verſäumte nachholen und dafür ſorgen, daß unſere
Nachkommen geſundere Lebensbedingungen vorfinden,
als ſie jetzt vorhanden ſind. Vor allem müſſen die
Müt=
ter darauf aufmerkſam gemacht werden, daß ſie ſich an
ihren Kindern verſündigen, wenn ſie ihnen nicht ſelbſt
Nahrung geben, wenn ſie dazu imſtande ſind. Die
Säug=
lingsfürſorge muß praktiſcher organiſiert werden. — Abg.
Paaſche (natl.): Beiden Vorrednern muß man
dank=
bar ſein, daß ſie ihren Ausführungen ein Thema
zu=
grunde gelegt haben, das ſonſt noch nicht im Reichstage
berührt worden iſt. Dem Säuglingsſchutz muß
energi=
ſchere Unterſtützung gewährt werden, denn die
Säug=
lingsſterblichkeit und die Abnahme der Geburten
bedeu=
ten eine ſchwere nationale Gefahr, wie kaum eine undere.
— Abg. Arendt (Reichspt.): Es wäre wünſchenswert,
daß dieſe Frage, die für das Volksleben ſo ungeheuer
wichtig iſt, nicht der privaten Wohltätigkeit überlaſſen,
ſondern vom Reiche übernommen wurde. — Der Titel
wird bewilligt.
Bei Kapitel „Bekämpfung der Tuberkuloſe”
befür=
wortet Abg. Keinath (natl.) eine Reſolution ſeiner
Partei, weitere Geldmittel zur energiſchen Bekämpfung
der Tuberkuloſe bereitzuſtellen. Der Titel wird
geneh=
migt und die Reſolution angenommen. — Der Reſt des
ordentl. Etats wird ohne weſentliche Debatte beendet. Als
außerordentliche Ausgaben ſind zunächſt zur Förderung
des Kleinwohnungsbaues 4 Millionen Mark gefordert.
Die Budgetkommiſſion beantragt die Ueberweiſung des
Titels an eine 21gliederige Kommiſſion zur
weite=
ren Beratung der von den Nationalliberalen, Zentrum,
Wirtſchaftl. Vereinigung, Polen und Sozialdemokraten
geſtellten Reſolutionen. — Abg. Haſenzahl (Soz.):
Die Regelung des Wohnungsweſens durch Schaffung
einer Reichswohnungsinſpektion und eines
Reichswohn=
ungsamtes iſt dringend erforderlich. Im Induſtriebezirk
und beſonders im Ruhrkohlengebiet ſind die
Wohnungs=
verhältniſſe unbeſchreiblich. In überfüllten Räumen
wächſt hier die Jugend auf, ſo daß eine Verrohung
ge=
radezu erfolgen muß. — Abg. Graf v. Poſadowsky:
Es iſt eine Tatſache, daß die Unterſtützung der
gemein=
nützigen Baugeſellſchaften durch die ſozialen
Verſicher=
ungen viel zur Popularität dieſer Verſicherung
beigetra=
gen hat Bisher haben die Verſicherungen den
Bau=
geſellſchaften Darlehen zu 3 Prozent geliehen, jetzt ſind
die Prozentſätze auf 3½ Prozent erhöht worden, und es
iſt kein Zweifel, daß dadurch dieſe Geſellſchaften in eine
ungünſtige Lage kommen; ſie müſſen die Mieten erhöhen
und dann beſteht die Gefahr, daß die Mieter wieder in
die alten unhaltbaren Zuſtände, in die Mietskaſernen
zu=
rückkehren. Es wäre zu erwägen, ob den gemeinnützigen
Baugenoſſenſchaften nicht weiter die Prozentſätze von
3 Prozent gewährt werden könnten. Eine
reichsgeſetz=
liche Regelung des Wohnungsweſens iſt nicht
erforder=
lich. Wenn die Einzelſtaaten Hand in Hand mit den
Gemeinden die Frage zu löſen verſuchen, dann werden
ſich gedeibliche Zuſtände entwickeln. Erſt wenn dies
ver=
ſagen ſollte, kann das Reich eingreifen. Es handelt ſich
hier um eine große nationale Frage und es iſt
notwen=
dig, daß auch von dieſer Stelle aus Schritte
unternom=
men werden, die möglichſt raſch zum Ziele führen.
Hierauf wird vertagt auf Samstag 11 UUhr.—
agesordnung: Zuckerkonvention und Poſtetat. — Schluß
7 Uhr.
* Berlin, 22. März. Die
Wahlprüfungs=
kom miſſion des Reichstages verſchob die Prüfung
der Wahl des Abgeordneten Dr. Kaempf (Fortſchr.
Vpt.) bis nach den Oſterferien.
Die Wehrvorlagen.
* Berlin, 22. März. Die Norddeutſche Allgem.
Zeitung teilt über die Wehrvorlagen mit: Die
Vorſchläge der Heeresverwaltung bezwecken
eine ſchnellere Durchführung und Ergänzung des
Friedenspräſenzgeſetzes für 1912 durch Aufſtellung zweier
Feldartillerie=Regimenter bei den Diviſionen 37 und 39;
ferner von zwei neuen preußiſchen Armeekorps unter
Verwendung der dritten Diviſion bei dem 1. und 14.
Armeekorps. Neugeſchaffen ſollen ferner werden: Eine
7. Armeeinſpektion, 14 dritte Bataillone, ein Infanterie=
Regiment für Sachſen, ein Kavallerie=Regiment für
Preußen und die Errichtung einer Maſchinengewehr=
Kompagnie bei jedem Infanterie=Regiment. Die
Geſamt=
vermehrung der Friedenspräſenzſtärke beträgt 29000
Mann. Gleichzeitig iſt eine Erhöhung der
Mannſchafts=
löhne vorgeſehen.
Die Vorſchläge der Marineverwaltung
bezwecken die Schaffung eines dritten aktiven
Geſchwa=
ders durch Verwendung des vorhandenen Reſerve=
Flot=
tenflaggſchiffes und der Materialreſerve, ſowie durch
allmählichen Neubau von drei Linienſchiffen, zwei kleinen
Kreuzern und Mehrindienſtſtellung von drei
Linien=
ſchiffen, drei großen und drei kleinen Kreuzern. Die
jähr=
liche Perſonalvermehrung des Flottengeſetzes wird bis
1920 um durchſchnittlich 75 Offiziere und 1600 Mann
ver=
ſtärkt. Der Geſamtmehrbedarf für die Heeres=
und Flottenverſtärkung beträgt für 1912
97 Millionen Mark und für das nächſte Jahr 127
Millionen Mark.
Die Bergarbeiterbewegung.
* Eſſen, 21. März. Nach den aus dem ganzen
Ruhrbezirke vorliegenden Nachrichten hat ſich auf den
einzelnen Zechen die Wiederaufnahme der Arbeit in
vollem Umfange in gewohnter Weiſe ohne
jede Störung vollzogen. Auf vielen Zechen hatten
die Streikenden vorher für die Wiederaufnahme der Arbeit
den Zechenverwaltungen die Bedingung geſtellt, daß
keiner=
lei Maßregelung vorgenommen und auch der wegen
Kon=
traktbruchs verfallene Lohn für ſechs Schichten nicht
einbe=
halten würde. Dieſe Forderungen ſind aber allenthalben
abgelehnt worden. Darauf haben die Bergarbeiter ohne
Ausnahme die Arbeit bedingungslos wiederaufgenommen.
* Zwickau, 21. März. Eine von 2500 Bergleuten
beſuchte Streikverſammlung beſchloß nach einem
Referate des Reichstagsabgeordneten Sachſe, die
Arbeiter=
ausſchüſſe aufzufordern, das Königliche Bergamt
Freiberg=
nochmals zur Vermittlung zwiſchen den Bergarbeitern und
Werkverwaltungen anzurufen. An den Hauptforderungen
ſoll feſtgehalten werden. Der Streik dauert fort.
* Hannover, 22. März. Geſtern erſchien auf der
Bergwerksinſpektion in Barſinghauſen im
Auf=
trage der Ausſtändigen eine Abordnung und verſuchte,
eine Einigung mit der Werkverwaltung herbeizuführen,
Die Verhandlungen ſind ergebnislos verlaufen.
Die Berginſpektion iſt der Anſicht, daß ſie das äußerſte
Ent=
gegenkommen in der Lohnfrage gezeigt habe. Heute noch
erhalten die Streikenden durch Einſchreibebriefe die
Ab=
kehrpapiere. Die Berginſpektion ſieht damit die
Be=
wegung als beendet an. Heute war wieder eine Zunahme
der Arbeitswilligen zu verzeichnen.
* Beuthen, 22. März. Der Ausſtand auf der=
Königin=Luiſe=Grube iſt beendet. Bei der
heutigen Frühſchicht iſt die geſamte Belegſchaft angefahren
— Die Nachricht oberſchleſiſcher Blätter von dem
Zugeſtänd=
nis einer zehnprozentigen Lohnerhöhung iſt unzutreffend.
Auf den Velſenſchächten in Knurow dauert der Ausſtand im
bisherigen Umfang an. Auf der Friedensgrube ſind
geſtern bei der Tagſchicht 388 von 840, bei der Nachtſchicht
99 von 360 und bei der heutigen Frühſchicht 214 von 840
Bergleuten nicht angefahren. Auf dem Hildebrandſchacht
und der Gottesſegen=Grube ſind geſtern nachmittag 32 mehr
angefahren als vorgeſtern, bei der heutigen Frühſchicht 120
mehr als geſtern. Der Streik flaut ab. Auf dem
Aſchen=
bornſchacht iſt alles ruhig.
Luftfahrt.
* Berlin, 21. März. Nach einem an den
Staats=
ſekretär des Innern gerichteten Erlaß bewilligte der
Kaiſer den Vorſtänden des deutſchen
Luftfahrerver=
bandes, des kaiſerlichen Automobilklubs, des kaiſerlichen
Aeroklubs, des Berliner Vereins für Luftſchiffahrt und des=
Vereins deutſcher Flugtechniker einen
Ehrenpreis=
zur Förderung des deutſchen Flugſport und
beſtimmte ihn für denjenigen Flieger, der nach dem
Er=
meſſen des Preisgerichts während der Flugwoche in
Jo=
hannisthal, Ende Mai 1912, die größten Erfolge erzielt.
* Berlin, 22. März. Das Militärluftſchiff
„P. 3‟, das heute vom Tegeler Schießplatz nach Döberitz
aufgeſtiegen war, hatte bei ſeiner Rückkehr beim Landen
bis zwölf: New=Yorker Lokalnachrichten und
Vermiſch=
tes. Um zwölf wird wieder die genaue aſtronomiſche
Zeit angegeben und bis halb eins folgen dann neueſte
Telegramme, Militär=, Marine und
Parlamentsnachrich=
ten. Halb ein bis eins: Kurſe der New=Yorker
Mittags=
börſe. Von eins bis zwei werden die intereſſanteſten
Nachrichten des ganzen Vormittags kurz wiederholt.
Zwei Uhr bis zwei Uhr fünfzehn: Neueſte europäiſche
Kabelgramme. Zwei Uhr fünfzehn bis zwei Uhr
dreißig: Vermiſchtes aus Waſhington. Zwei Uhr dreißig
bis zwei Uhr fünfundvierzig: Modeneuigkeiten und
Winke für die Hausfrau. Zwei Uhr fünfundvierzig bis
drei Uhr fünfzehn: Sport= und Theaternachrichten, drei
Uhr fünfzehn bis drei Uhr dreißig: Schlußnotierungen
der New=Yorker Börſe, drei Uhr dreißig bis fünf Uhr:
Muſiknachrichten, Vortragsberichte, fünf bis ſechs Uhr:
Feuilleton; es werden Skizzen, Novellen, Gedichte und
Märchen für Kinder vorgeleſen. Am Abend von acht
bis um halb elf Uhr kann der Abonnent zu Hauſe eine
ausgewählte Abendunterhaltung genießen, derHörer
über=
mittelt ihm Kammermuſik, Geſangsvorträge, Rezitationen,
Coupletts, Violin= und Celloſoli und Arien und Duette
aus bekannten Opern. Die Redakteure oder beſſer die
Sprecher, die die Nachrichten übermitteln, ſind als
Vor=
tragskünſtler ausgebildet; ihr Amt iſt ſehr ſchwer;
ſie ſprechen nur fünfzehn Minuten in der Stunde und
werden dann auf dreiviertel Stunden abgelöſt.
E. Alledlei Kuxrzſichtigkeiten. Die Welt iſt von jeher
kurzſichtig geweſen, und iſt es noch heute. Nicht bloß
die große Menge, ſondern auch Perſonen und Behörden,
bei denen Weitſichtigkeit vorausgeſetzt wird und
eigent=
lich zur Pflicht gehören ſollte. Manche ſolcher
Kurzſich=
tigkeiten ſind allerdings derart, daß ſie heute hochkomiſch
wirken. So warnte 1838 der Prediger Goßner der
Böh=
miſchen Kirche in Berlin bei der Eröffnung der erſten
preußiſchen Eiſenbahn die Mitglieder ſeiner Gemeinde
inſtändigſt, um ihrer Seelen Seligkeit willen doch ja nicht
„den hölliſchen Drachen” den Dampfwagen, zu benutzen.
Und als Stephenſon Lokomotiven auf der Liverpool=
Mancheſter Eiſenbahn einführen wollte, bewieſen
Ge=
lehrte, es ſei unmöglich, zwölf engliſche Meilen (16
Kilo=
meter) in einer Stunde zurückzulegen. Bei der Eröffnung
der Leipzig=Dresdener Eiſenbahn aber befürchteten viele,
daß durch die Schnelligkeit der Fahrt Krankheiten bei
den Paſſagieren entſtehen würden. Das heute von Schule
und Staat ſo warm empfohlene und gepflegte Turnen
galt früher als ſtaatsgefährlich. Vor 1830 war es in
Leip=
zig, von wo aus es dann durch Bock, Dr. Schreber,
Pro=
feſſor Biedermann u. a. eingeführt wurde, noch
polizei=
lich verboten. Sogar Turngeräte galten als
ſtaats=
gefährlich, ſodaß der ſpätere Profeſſor Dr. Karl Ernſt
Bock, der Verfaſſer des „Buches vom geſunden und
kran=
ken Menſchen”, als Primaner der Leipziger Nikolaiſchule,
der mit anderen heimlich turnte, das Turngerät im
Walde verſtecken mußte. Die Gasbeleuchtung der
Stra=
ßen fand ebenfalls Feinde. Der bekannte Gelehrte Sir
Humphry Davy erklärte es für unmöglich, daß London
je mit Gas beleuchtet werden könne, und die Kölniſche
Zeitung ſchrieb am 23. April 1828, als die
Gasbeleucht=
ung eingeführt werden ſollte, die Nacht ſei von Gott
dunkel geſchaffen worden und dürfe daher nicht von
Men=
ſchen erhellt werden! Als durch den Bauernaſtronomen
Johann Georg Pahlitzſch in Prohlis bei Dresden, der
u. a. auch früher als alle Aſtronomen 1758 den
Halley=
ſchen Kometen wieder entdeckte, der Kartoffelbau im
Elb=
tal eingeführt worden war, verbot der Rat zu Dresden
den Verkauf der Kartoffeln, weil einige Hauptärzte der
Stadt die neue Frucht als der Geſundheit gefährlich
er=
klärt hatten. Erſt als Pahlitzſch angab, er habe ſeine
Saatkartoffeln vom Kurfürſten Friedrich Auguſt III.
er=
halten und werde ſich bei dieſem beſchweren, wurde das
Verbot aufgehoben. Aber auch aus neuerer Zeit ſind
ſolche Kurzſichtigkeiten zu berichten. Noch 1884 nennt
Norrenberg in ſeiner allgemeinen Geſchichte der Literatur
Goethes Hermann und Dorothea abſtoßend, inhaltsleer,
entnervend für die Jugend! Das Automobil wurde noch
um 1860 von Technikern, wie z. B. dem Profeſſor am
Polytechnikum zu Hannover Launhardt für unmöglich
er=
klärt, und nicht nur der berühmte Phyſiker Profeſſor
Helmholtz ſtellte es noch 1872 als unmöglich hin, daß der
Menſch jemals, auch durch den allergeſchickteſten
Mecha=
nismus ſein eigenes Gewicht in die Höhe heben und
dort erhalten könnte (wenigſtens durch Muskelkraft),
ſondern auch die zur Prüfung des Zeppelinſchen
Pro=
jektes eingeſetzte Kommiſſion von „Sachverſtändigen”
er=
klärte dieſes für verfehlt!
So ſehen wir, wie auf faſt allen Gebieten ſtets dem
Neuen gegenüber Argwohn und Kurzſichtigkeit herrſchte.
Vielleicht iſt unſere Zeit, in der faſt jeder Tag
Neuerun=
gen und Erfindungen, ſowie Entdeckungen bisher
unge=
ahnter Art bringt — man denke nur an die
Röntgen=
ſtrahlen und das Radium! — hierin etwas vorurteils=
freier geworden; aber auch heute noch gilt von den
mei=
ſten Neuerern das Wort, daß der Prophet nicht geſchätzt
wird im Vaterlande.
— Der Trſumph des Schlafes in London, Aus
Lon=
don wird berichtet: Wohl oder übel kehren die Bürger
der Themſeſtadt zum „einfachen Leben” zurück und
neh=
men die Gewohnheiten der guten alten Zeit wieder ann
um zehn, ſpäteſtens um halb elf iſt man daheim und löſcht
das Nachtlicht, um friedlich zu entſchlummern. Der Kohl
lenſtreik mit ſeinen Folgen hat dem Londoner Nachtlebent
auf eine Weile den Garaus gemacht. Der Bahnverkehr
zu den Vororten wird Tag um Tag mehr eingeſchränkt,
nach vielen bevorzugten Gegenden an der Peripherie
Londons geht der letzte „Nachtzug” bereits vor zehn Uhr
und die Folge davon iſt, daß die Abendaufführungen)
in den großen Varietés und in den Theatern
ungewöhn=
lich ſchlecht beſucht ſind. Man würde den letzten Zug
nicht mehr erreichen und ſpart ſich daher das Vergnügent
des Theaterbeſuches für beſſere Zeiten. Der größte Teill
der wenigen Zuſchauer aber verläßt ſchon kurz nach neun
Uhr vor dem letzten Akt das Bühnenhaus. Dasſelbe
Bild beobachtet man in den großen faſhionablen Reſtauf
rants, und in noch ſtärkerem Maße in den einfachen
Gaſt=
häuſern. Die Souperzeit, die ſonſt um halb acht Uhr ans
fing, mußte ſchleunigſt auf ſechs Uhr verlegt werden, dennl
die Gäſte müſſen den letzten Zug noch bekommen können
Ach, dieſer letzte Zug! Er iſt das Entſetzen der Theaterz
direktoren und der Alpdruck der Hotelmanager. „Die
Zahl der Gäſte nimmt bei der wachſenden Unſicherheit der
Verkehrsverhältniſſe immer mehr ab” ſo berichtet der
Leiter eines eleganten Reſtaurants einem Interviewer;
„wir haben ſonſt durchſchnittlich am Abend hundert
Gäſte, müſſen uns auch auf dieſe Zahl rüſten, aber in
den letzten Tagen ſind kaum fünfzig erſchienen. Die
Soupergäſte kommen zudem früher, viel früher.” Und
doch gibt es in London einige Leute, die heimlich dieſe
Folgen des Kohlenſtreiks ſegnen: das ſind die Beſitzen
der großen Automobilomnibuſſe und die Direktoren der
Automobil=Geſellſchaft. Wer ſich wirklich ins Theater
wagt, tut das nicht, ohne ſich vorher ein Automobil
ge=
mietet zu haben, das ihn nach der Vorſtellung nach
Hauſe fährt; Familien und Bekannte ſchließen ſich
zu=
ſammen, um einen Omnibus gemeinſam zu nehmen?
nie war die Nachfrage nach Automobilen in London ſo
groß,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 7.
Schwierigkeiten. Die Haltetaue waren bereits
aus=
ggeworfen und von den Mannſchaften ergriffen worden, als
dder Luftkreuzer von einer Windboe erfaßt wurde. Vier
Mann des Luftſchifferbataillons wurden in die Höhe
ge=
rriſſen. Einer ließ los und ſtürzte von einer Höhe von
110 Metern herab. Schließlich gelang die Landung.
* Frankfurt, 20. März. Dem Deutſchen
Fliegerbund iſt durch Erlaß des Miniſteriums des
Innern eine Lotterie bewilligt worden. Die
Ziehung findet am 24. und 25. Mai in Frankfurt (Main)
ſſſtatt. Der Preis des Loſes beträgt 1 Mark. Es kommen
Ge=
twinne im Geſamtwert von 60000 Mark zur Ausſpielung.
Das Präſidium des Deutſchen Fliegerbundes hat die
Ab=
ſſſicht, den Reinertrag der Lotterie zur Ausſchreibung für
zeine beſte Waſſerflugmaſchine zu verwenden. Der
Deutſche Fliegerbund geht bei dieſem Plan von der Er=
Renntnis aus, daß bereits viel für die Entwicklung der
Landflugmaſchine getan worden iſt, ſo auch wieder in
idieſem Jahre durch die Veranſtaltung von
Ueberland=
fflügen ꝛc. Er beabſichtigt daher durch die Anregung zu
ſeinem Preisausſchreiben für die beſte Waſſerflugmaſchine,
twie ſeinerzeit im Jahre 1910 durch Veranſtaltung des
terſten deutſchen Ueberlandfluges Frankfurt=Mainz=
Mann=
lheim, auch diesmal auf einem neuen Gebiet des
Flug=
tweſens bahnbrechend zu wirken. Um weitere Erfahrungen
izu ſammeln, hat das Präſidium beſchloſſen, ſeinem
Gene=
ralſekretär Oberſt z. S. a. D. von Schrötter zu dem
Ende dieſes Monats ſtattfindenden erſten
Internatio=
inalen Meeting für Waſſerflugmaſchinen
nach Monaco zu entſenden, um dann zuſammen mit dem
1Reichsmarineamt, das dem Preisausſchreiben ſympathiſch
gegenüberſteht, die näheren Bedingungen auszuarbeiten.
Ferner hat der Deutſche Fliegerbund die Abſicht, einem
anderen fühlbaren Mangel in den deutſchen Wettbewerben
auf dem Gebiet des Flugweſens abzuhelfen. Dieſer Mangel
beſteht nach Anſicht Sachverſtändiger darin, daß die
aus=
geſchriebenen Konkurrenzen ſich ſämtlich auf der gleichen
Baſis der Ueberlandflüge bewegen, dagegen keinerlei
Preiſe für die, wie dies durch den italieniſch=türkiſchen
Krieg zur Genüge bewieſen, richtige Verwendung der
Flugmaſchine als Kampfwaffe ausgeſetzt
wer=
den. Der Deutſche Fliegerbund hat daher die Abſicht, auch
hier helfend einzugreifen, und einen Wettbewerb zu
ver=
anſtalten, durch welchen die Brauchbarkeit der Flugmaſchine
als Kampfwaffe erprobt werden ſoll. Zur Feſtſetzung der
Einzelheiten dieſes Wettbewerbes, dem namhafte
Perſön=
lichkeiten ihre Unterſtützung bereits zugeſagt haben, wird
eine Kommiſſion eingeſetzt werden, zu der demnächſt die
Aufforderungen ergehen werden.
Die Antwort der perſiſchen Regierung auf kie
engliſch=ruſſiſche Note.
* Teheran, 21. März. Die geſtern überreichte
Ant=
wort der perſiſchen Regierung auf die
engliſch=
ruſſiſche Note vom 28. Februar erklärt die Annahme
des Vorſchuſſes von vier Millionen Mark und der von den
zwei Mächten feſtgeſetzten Bedingungen über Verzinſung,
Garantie, Kontrolle und Verwaltung der Gelder. Die Note
erklärt weiter, die perſiſche Regierung werde ihre Politik
mit den Prinzipien des Abkommens von 1907 in Einklang
bringen, und nehme Kenntnis von den Verſicherungen, die
in der Einleitung des Abkommens ausgeſprochen ſind.
Nachdem der Exſchah und deſſen Bruder Perſien verlaſſen
hätten, ſollen die Mujahids aufgelöſt und die anderen
irregulären Truppen allmählich ausgebildet und in die
reguläre Armee aufgenommen werden. Die Organiſation
einer brauchbaren, den Bedürfniſſen des Landes
ent=
ſprechenden Armee werde den Hauptpunkt des Programmes
des Kabinetts bilden. Ueber die militäriſche Organiſation
werden die beiden Geſandtſchaften in freundlichem
Mei=
nungsaustauſch in Kenntnis geſetzt werden. Ueber
Mo=
hammed Ali iſt ein Abkommen zuſtande gekommen, das den
Gegenſtand einer beſonderen Note bildet. Nach dieſem
Be=
weis ihrer guten Abſichten erhofft die perſiſche Regierung
die Unterſtützung der beiden Mächte bei der Aufnahme der
für die Reformen nötigen Anleihen und zu der
baldmög=
lichſten Räumung des perſiſchen Gebietes von fremden
Truppen.
Darmſtadt, 23 März.
C2) Militärdienſtnachrichten. (Eigene Meldung.)
v. Etzel, Oberſt, beauftragt mit der Führung der
75. Inf.=Brig., unter Beförderung zum Generalmajor
zum Kommandeur dieſer Brigade ernannt (ſeither
Kom=
mandeur des Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115). Frhr.
v. Langermann und Erllencamp,
Oberſtleut=
nant beim Stabe des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 115, unter Beförderung zum Oberſt zum
Kom=
mandeur des 1. Oberelſäſſ. Inf.=Regts. Nr. 167 (Kaſſel)
ernannt. v. Lochow, Oberſt und Kommandeur
letzt=
genannten Regiments, unter Beförderung zum
General=
major zum Kommandeur der 56. Inf.=Brig. (Raſtatt)
ernannt (früher im Inf.=Regt. Nr. 115). Doerr
Oberſtleutnant und Bat.=Kom. im 1. Oberelſäſſ. Inf.=Regt.
Nr. 167, wird zum Stabe des Leibgarde=Inf.=Regts.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115 verſetzt. v. Wachter,
Oberſt=
leutnant und Eiſenbahn=Linienkommandant in Mainz,
wird zum Oberſt befördert. Clauſius, Oberſt und
Komandeur des Kulmer Inf.=Regts. Nr. 141, wird mit
der Führung der 77. Inf.=Brig. beauftragt (früher im
Inf.=Regt. Nr. 116). Jetter, Oberſt und Kommandeur.
der 3. Fußart.=Brig., wird zum Generalmajor befördert
(früher Direktor der 4. Art.=Depot=Direktion in
Darm=
ſtadt). v. Storch, Oberſt und Kommandeur der 15. Kav.=
Brig., wird zum Generalmajor befördert (früher beim
Stabe des 1. Großh. Heſſ. Drag.=Regts. Nr. 23).
Ditt=
rich, Oberſtlt. beim Stabe des Inf.=Regts. Prinz Karl
(4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, wird zum Oberſt befördert.
Sonntag, Oberſtlt. und Bat.=Kom. im Inf.=Leib=Rgt.
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, wird zum Stabe
des Inf.=Regts. Nr. 99 verſetzt. Ritter und Edler von
Braun, Flügeladjutant Seiner Königl. Hoheit des
Großherzogs von Baden, wird als Bat.=Kom. ins Inf.=
Leib=Regt Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117
ver=
ſetzt. v. Blücher Major im Generalſtabe des 18.
Ar=
meekorps, wird mit dem 1. April d. Js. als Bat.=Kom.
ins Schleswig=Holſt. Inſ.=Regt. Nr. 163 verſetzt. von
Legat, Major im Großen Generalſtabe, wird mit dem
1. April d. Js. in den Generalſtab des 18. Armeekorps
verſetzt. v. Stülpnagel, Oberlt. im Leibgarde=Inf.=
Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115. kommandiert zur
Dienſt=
leiſtung beim Großen Generalſtabe, wird unter
Beför=
derung zum überzähl. Hauptmann mit der Uniform des
Generalſtabes zum Oberquartiermeiſter=Adjutanten
er=
nannt. Broicher, Oberlt. im Garde=Drag.=Regt.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23 und Frhr. v. Fritſch, Oberlt.
im Großh Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt.
Nr. 25, werden vom 1. April d. Js. ab auf ein ferneres
Jahr zur Dienſtleiſtung beim Großen Generalſtabe
kom=
mandiert.
Vom Kommando beim Großen
General=
ſtabe enthoben: v. Gilſa, Oberlt. im Großh.
Heſſ. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt. Nr. 25,
mit einem vordatierten Patent ſeines Dienſtgrades vom
12. April 1909 und Soldan, Oberlt. im Inf.=Regt.
Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116 und mit Patent
vom 28. Januar 1908 ins 4. Thür. Inf.=Regt. Nr. 72
ver=
ſetzt; Schultz Hauptmann und Komp.=Chef im Inf.=
Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, zum
Adjutanten des Generalkommandos 16. Armeekorps
er=
nannt; Claus, Hauptm. und Komp.=Chef im Inf.=
Regt. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, wird in
Genehmigung ſeines Abſchiedsgeſuches mit der
geſetzli=
chen Penſion zur Dispoſition geſtellt und zur
Dienſt=
leiſtung beim Landw.=Bez. Gießen kommandiert, deſſen
Uniform er zu tragen hat; Klauer, überzähl.
Haupt=
mann im Inf.=Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.)
Nr. 117, wird zum Komp.=Chef ernannt; v. Pentz.
Oberlt. im Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, wird unter Beförderung zum Hauptmann zum
Komp.=Chef ernannt; Wernher Oberlt. im Inf.=Regt.
Vogel von Falkenſtein (7. Weſtfäl.) Nr. 56, wird unter
Beförderung zum Hauptmann zum Komp.=Chef ernannt
(früher im Inf.=Regt. Nr. 115); Veith, überzähl.
Hauptmann von der Haupt=Kadettenanſtalt, in das Inf.=
Regt. Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 verſetzt (mit
dem 1. Aril d. Js.); Külp Oberlt. im letztgen. Regt.,
zum Kadettenkurs in Karlsruhe als Erzieher verſetzt (mit
dem 1. April d. Js.); Schmitt, Zeugoberlt. b. Art.=
De=
pot in Darmſtadt, zum Zeughauptmann befördert; Kulz,
Zeugoberlt. bei demſelben Art.=Depot, zum Art.=Depot
in Sraßburg verſetzt: Diekelmann,
Zeugfeld=
webel beim Art.=Depot in Metz, unter Verſetzung zum
Art.=Depot in Darmſtadt, zum Zeuglt. befördert;
Ort=
mann, Feuerwerksoberlt. bei der 25. Feldart.=Brig.
(Großh. Heſſ.), zur Kommandantur des
Truppenübungs=
platzes in Darmſtadt verſetzt; Siegmund,
Feuerwerks=
leutnant beim Art.=Depot in Brandenburg, zur
vorge=
nannten Feldart.=Brig, verſetzt; Graf Felix zu Sayn=
Wittgenſtein=Berleburg, Lt. im Leibgarde=
Inf.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, wird unter
Ver=
leihung des Charakters als Oberlt. mit der geſetzl. Penſ.
der Abſchied bewilligt; Kage, Feuerwerkshauptmann
bei der Kommandantur des Truppenübungsplatzes
Darm=
ſtadt, der Abſchied mit der geſetzl. Penſ. und der
Erlaub=
nis zum Tragen der bisherigen Uniform bewilligt.
v. Stockhauſen, Oberlt. im 2. Großh. Heſſ.
Feld=
artillerie=Regt. Nr. 61, der Abſchied mit der geſetzl. Penſ.
bewilligt und gleichzeitig bei den Reſ.=Offizieren des
Regiments angeſtellt; Frhr. Gedult v. Jungenfeld,
Oberſtlt. z. D. und Pferdevormuſterungskommiſſar in
Berlin, mit der Erlaubnis zum ferneren Tragen der
Uniform des 1. Garde=Drag.=Regts. Königin Viktoria
von Großbritannien und Irland, der Abſchied mit ſeiner
Penſion und der Ausſicht auf Anſtellung im Zivildienſt
bewilligt (Heſſe, früher im 2. Großh. Heſſ. Drag.=Regt.
Nr. 24). Zu Fähnrichs werden befördert die
Unteroffi=
ziere: Croneiß, Fader, Hauck Brünesholz
und Büttner, ſämtlich im Inf.=Regt. Prinz Karl (4.
Großh. Heſſ.) Nr. 118; Woite Stabsveterinär beim
Garde=Drag.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, zur Militär=
Veterinär=Akademie verſetzt; Beier, Stabsveterinär
beim Huſaren=Regiment von Zieten (Brandenburg.)
Nr. 3, zum Garde=Drag.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23
verſetzt: Dr. Wichmann, Aſſiſtenzarzt beim Inf.=
Regt. Nr. 163, zum Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ.
Feldart.=Regt. Nr. 25, verſetzt; v. Eggeling,
Haupt=
mann im Großen Generalſtabe, wird unter Belaſſung im
Generalſtabe der Armee als Militär=Attaché zur
Bot=
ſchaft in Petersburg verſetzt (früher im Großh. Heſſ. Feld.=
Art.=Regt. Nr. 25); v. Keſſel, Major im Generalſtabe
des 11. Armeekorps, als Bat.=Kom. ins Inf.=Regt. Nr. 171
verſetzt mit dem 1. April d. Js. (früher im Generalſtabe
der Großh. Heſſ. (25.) Diviſion und dann im Inf.=Regt.
Nr. 115 (1. Großh. Heſſ.). Im Beurlaubtenſtande:
Mühlberger, Vizefeldwebel im Landwehrbezirk II
Berlin, zum Lt. d. Reſ. des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 116 befördert; Wachsmuth=
Vizewachtmeiſter im Landw.=Bez. Halle a. d. S., zum Lt.
d. Reſ. des Großh. Heſſ. Train=Bats. Nr. 18 befördert;
Fuchs, Lt. d. Reſ. des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2.
Großh. Heſſ.) Nr. 116, zum Oberlt. befördert;
Prae=
torius, Vizefeldwebel (Kreuznach), zum Lt. d. Reſ.
des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.)
Nr. 117 befördert; Wenke Vizefeldwebel (Mannheim),
zum Lt. d. Reſ. des Inf.=Regts. Prinz Karl (4. Großh.
Heſſ.) Nr. 118 befördert; Halt Vizefeldwebel (Mainz),
zum Lt. d. Reſ. des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 befördert; Dietrich,
Vizefeld=
webel (Mainz), zum Lt. d. Landw.=Inf. 1. Aufgebots
befördert; Scheel, Hauptmann d. Reſ. des Inf.=Leib=
Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 und
Klinker, Rittmeiſter d. Reſ. des Garde=Drag.=Regts.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, der Abſchied bewilligt, erſteren
mit der Landwehr=Armee=Uniform, letzteren mit ihrer
bis=
herigen Uniform. Piskator Aſſiſtenzarzt d. Reſ.
(Friedberg) zum Oberarzt befördert, Dr. Schedel,
Stabsarzt d. Reſ. (Friedberg) und Dr. Freſenius,
Stabsarzt d. Landw. 1. Aufgebots (Worms) der Abſchied
bewilligt.
* Todesfall. Im hohen Alter von 81 Jahren iſt Herr
Schuhmachermeiſter A. Knopf hier verſchieden. Mit
ihm iſt eine Perſönlichkeit dahingegangen, die in
weite=
ſten Kreiſen wegen ihres zuvorkommenden Weſens ſich
allgemeiner Bekanntheit und Beliebtheit erfreute,
beſon=
ders in Karnevalkreiſen. Der Verſtorbene war lange
Jahre hindurch Diener der „Narrhalla” der er
nament=
lich bei Zügen und ſonſtigen Veranſtaltungen ſchätzbare
Dienſte leiſtete.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 22. März. Der Kaiſer und die
Kai=
ſerin begaben ſich heute vormittag, dem Geburtstage
Kaiſer Wilhelms I., im Automobil nach dem Mauſoleum
in Charlottenburg, wo der Kaiſer am Sarge des
ver=
ſtorbenen Großvaters einen Kranz niederlegte. — Der
Kaiſer ſtattete heute vormittag auf der itallieniſchen
Botſchaft einen längeren Beſuch ab.
* Berlin, 22. März. Im Abgeordnetenhaus
brachte die nationalliberale Fraktion folgenden
Wahl=
rechtsantrag ein: Die Staatsregierung wird
er=
ſucht, einen Geſetzentwurf vorzulegen, welcher für die
Wahlen zum Abgeordnetenhaus unter Beibehaltung des
Syſtems des abgeſtuften, plutokratiſche Auswüchſe
ver=
meidenden Wahlrechts und unter Beſeitigung der
Be=
ſtimmungen des Geſetzes vom 29. Juni 1893, die den
Grundſatz der Bemeſſung des Wahlrechts nach der
Steuer=
leiſtung im Gemeindebezirk verletzen, die geheime
Stimmabgabe und die direkte Wahl einführt.
* Metz, 22. März. Wegen des Totſchlags des
Ho=
boiſten Maaſch wurde heute Mart in zu zehn
Monaten Gefängnis verurteilt. Die vier übrigen
Angeklagten wurden freigeſprochen.
* Leipzig, 22. März. Wie nunmehr feſtſteht, iſt in
der Würzburger Straße in Klein=Zſchocher nicht ein
Neubau, ſondern nur ein Baugerüſt eingeſtürzt;
wie es heißt, infolge des ſtarken Windes. Getötet wurde
niemand. Zehn Arbeiter wurden unter den Trümmern
begraben, von denen ſechs verletzt waren, darunter zwei
ſchwer.
* Wien, 22. März. Das Abgeordnetenhaus
beendete die erſte Leſung der Wehrvorlagen, welche
dem Wehrausſchuß überwieſen wurden.
* Mar Curtin, 21. März. Von 116 eingeſchloſſenen
Bergleuten ſind bisher 26 gerettet; 81 wurden
als Leichen geborgen.
* Konſtantinopel, 22. März. Die türkiſche Preſſe
ſcheint durch die Verſicherungen Rußlands in
dem von der Petersburger Telegraphen=Agentur
veröf=
fentlichten Communiqué beruhigt zu ſein. Jeni Gazetta
meint, man könne ſich keinen Grund denken, der die guten
türkiſch=ruſſiſchen Beziehungen gefährden könne. Die
Truppenkonzentration ſei höchſtens eine Kundgebung
gegen die Anweſenheit der türkiſchen Truppen in Urmia.
Wenn dies der einzige Grund ſei, ſo wären die nötigen
Maßnahmen bereits ergriffen. Der Tanin meint,
Ruß=
land werde nicht der Vollſtrecker italieniſcher Wünſche
L Wieurichen
Behörden und Fachkreiſe über die Rentabilität
von Ueberlandzentralen ?
Auszug aus der Elektrotechuiſchen Zeitſchrift Heft 50 vom 16. Dezember 1909.
Wie Behörden und vernünftig denkende Elektriker über
die Anlage und Wirtſchaftlichkeit von Ueberlandzentralen
urteilen, geht aus folgendem Artikel der „Elektrotechniſchen
Zeitſchrift” Heft 50 vom 16. Dezember 1909, hervor. Dieſe
Zeitſchrift ſchreibt wörtlich, wie folgt:
„Der Vorſtand der Landwirtſchaftskammer der
Pro=
vinz Schleſien hat die Frage der Errichtung von
Ueber=
landzentralen kürzlich unter Zuziehung von
Sachverſtän=
digen eingehend erörtert und dabei auch ſeine Bedenken
gegen übereifrige Beſtrebungen auf dieſem Gebiete zum
Ausdruck gebracht. Nach der „Breslauer Zeitung” iſt
in=
folgedeſſen von den intereſſierten Regierungsbehörden eine
Verfügung ausgearbeitet und den ihnen unterſtellten
Aem=
tern empfohlen worden, aus der das genannte Blatt
fol=
gendes bekannt gibt:
„Die Rentabilität von Ueberlandzentralen wird leicht
überſchätzt; die Erfahrung lehrt, daß die Landwirtſchaft
die ſchlechteſte Abnehmerin für Elektrizität iſt und in der
Regel die Energie zur ungünſtigſten Zeit und nicht in
der Menge gebraucht, mit der beim Anſchluſſe gerechnet
wird. Auf die Anſchließung größerer Induſtriebetriebe
und zahlreicher Handwerksbetriebe oder öffentlicher
An=
lagen iſt größter Wert zu legen; beſondere Vorſicht iſt bei
der Gründung kleinerer örtlicher Zentralen geboten.
Dieſe ſind aus Sparſamkeitsrückſichten oft nur mit einer
einzigen Kraftanlage ausgeſtattet, ſo daß beim
Ver=
ſagen einer ſolchen Anlage der ganze Betrieb ruhen muß.
Auch wird die Bedeutung der Waſſerkräfte im
allge=
meinen viel zu ſehr überſchätzt. Die Koſten für den
Aus=
bau der Waſſerkräfte ſind unter Umſtänden ſo hoch, daß
es häufig viel zweckmäßiger iſt, die Elektrizität mit
Dampf zu erzeugen, als die Waſſerkräfte hierfür zu
ver=
werten. Ueberdies pflegen die Waſſerkräfte in
Deutſch=
land gerade zu der Zeit auszutrocknen, in welcher die
Ueberlandzentrale den Hauptkonſum hat, nämlich zur
Herbſtzeit. Es iſt ſonach die Anlage von Dampfreſerven
oder der aushilfsweiſe Bezug der Energie von
Nachbar=
anlagen erforderlich; beide Arten der Reſerve ſind leicht
geeignet, die Rentabilität einer Ueberlandzentrale in
Frage zu ſtellen. Verlockende Angebote von induſtriellen
Unternehmungen, denen es vor allem auf einen
induſtriel=
len Gewinn durch die Ausführung der Anlage oder den
Abſatz ihrer Produkte ankommt, ſind mit Vorſicht
auf=
zunehmen. Durch die Verleihung von Monopolrechten
für die Benutzung der Kreis= oder Gemeindewege haben
ſich in der Praxis Folgen ergeben, an die man im erſten
Augenblick kaum hätte denken können und die in anderen
Gegenden zum Teil jede Weiterentwicklung gehemmt
haben. In dieſer Hinſicht iſt deshalb für die Kreiſe und
Gemeinden die größte Vorſicht geboten. Zur Erteilung
ſolcher Monopolrechte iſt die Genehmigung der
Aufſichts=
behörde erforderlich.”
„Man muß es nur begrüßen” ſo fährt die
Elektrotech=
niſche Zeitſchrift fort, „wenn vor Unternehmungen gewarnt
wird, denen mangels eines quantitativ ausreichenden und
dauernden Konſums die für einen nutzbringenden Erfolg
unbedingt notwendige wirtſchaftliche Baſis fehlt, wenn
vor einer Zerſplitterung der Energieerzeugung gewarnt
und der Anſchluß an große ökonomiſch arbeitende Werke
empfohlen wird. Der von den Verlockungen induſtrieller
Unternehmungen handelnde Satz iſt natürlich nur dann
zutreffend, wenn Unternehmen gemeint ſind, die ohne jede
Rückſicht auf eine Rentabilität ihrer Projekte lediglich Bau=
und Verkaufsgewinn im Auge haben. Seine hier
wieder=
gegebene Faſſung erſcheint etwas zu allgemein einer
Be=
wegung gegenüber, die von der Induſtrie vielfach mit
großem Riſiko und Opfern weſentlich im Intereſſe der
Landwirtſchaft und des Kleingewerbes entriert worden iſt.”
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
ſein. Er erinnert an die Verträge von Paris und
Ber=
lin, die die Integrität der Türkei garantieren.
* Buenos Aixes, 22. März. Nach Telegrammen, die
das Auswärtige Amt erhalten hat, wird vor
Aſun=
cion in Paraguay erbittert gekämpft. Die
Revo=
lutionäre ſind im Vorteil und werden vorausſichtlich
ſiegen.
H.B. Berlin, 22. März. Nach einem Telegramm des
deutſchen Konſulats in Neapel an einen hieſigen
Rechts=
anwalt ſoll die Mörderin des Marquis Volpicelli,
die ſich für eine Berliner Soubrette Joſephine
Ada=
mait ausgegeben hatte, identiſch ſein mit einer Deutſchen
namens Joſephine Pannes.
— Trieſt, 22. März. Als geſtern morgen der
Marine=
kommandant Montecuccoli ſich zum Stapellauf auf
ſeine Jacht begab, fiel er beim Beſteigen der
Schiffs=
brücke ins Waſſer. Es gelang ihm, ſich an einer
Planke feſtzuhalten, ſo daß er mit einer 10minutigen
Ver=
ſpätung bei dem Stapellauf erſchien.
über Vermögens=,
Fami=
lien= u. Geſchäftsverhält=
Auskunkfe
niſſe, Beobachtungen,
Ermittelungen bei Eheſcheidungs= u.
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Man ſchreibt uns: Weit über 8 Millionen Gefäße
hat der Königl. Mineralbrunnen zu Fachingen im
vergangenen Geſchäftsjahre in alle Weitteile
hinau=
verſchickt. Eine Ziffer, die bis jetzt in Deutſchland vor
keiner einzigen natürlichen Heilquelle erreicht worden iſt
und die gewiß den ſchlagendſten Beweis für die
Treff=
lichkeit und Bekömmlichkeit dieſes beliebten
Geſundheits=
getränkes liefert!
Todes-Anzeige.
Heute nacht 1 Uhr entſchlief nach langem,
qualvollem Leiden mein lieber Neffe und unſer
lieber Bruder
(7080
Peter Engelleitner
im Alter von 30 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Käthchen Schwarz,
Jakob Engelleitner,
Marg. Lämmermann, geb. Engelleitner,
Darmſtadt, Groß Gerau, 22. März 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag
um 3 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus,
ſtatt.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau,
unſere gute Mutter, Schweſter, Schwägerin
und Tante
(7021
Frau Emilie Röhrich
geb. Berdux
nach kurzem, ſchwerem Leiden ſanft
verſchie=
den iſt.
Um ſtille Teilnahme bittet
Im Namen der Hinterbliebenen:
Martin Röhrich.
Darmſtadt, 21. März 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, 24. März,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meinen innigſtgeliebten Gatten, unſeren guten,
treubeſorgten Vater, Bruder, Schwager, Onkel
und Schwiegervater
(7081
Herrn August Kahn
heute früh plötzlich im 50. Lebensjahre zu ſich
zu rufen.
Darmſtadt, den 22. März 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. März,
nachmittags 2½ Uhr, von der Friedhofshalle
der Jsrael. Religionsgemeinde aus, ſtatt.
Blumenſpenden dankend verbeten.
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme an dem uns ſo
ſchwer betroffenen Verluſte unſerer lieben Gattin,
Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau
Marie Pfersdorff
geb. Weber
ſagen wir unſeren tiefgefühlteſten Dank. (7038
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, im März 1912.
ust Kchlopl,
A
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß heute nacht 3 Uhr,
mein lieber, guter Gatte, unſer Vater, Groß=
(*7484
vater und Schwiegervater
im 81. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Friedericke Knopf, geb. Fink,
Familie Karrer,
Familie Pioreck,
Familie Seelbach.
Darmſtadt, den 22. März 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. März,
nachmittags 3¼ Uhr, vom Portale des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt.
Dankſagung
Für die überaus reiche Anteilnahme beim
Hinſcheiden meines lieben Mannes ſagen wir
Allen unſeren tiefempfundenen Dank. (7121
Frau Elisabeth Krämer
und Angehörige.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die ſtarke Zyklone, die geſtern über Irland lag, iſt
oſtwärts gezogen und liegt heute mit ihrem Kern über
der Nordſee. Randtiefs verurſachten in ganz
Deutſch=
land leichte Regenfälle. Wir kommen langſam auf die
Rückſeite des Tiefs, ſo daß wir zunächſt noch einzelne
eichte Regenfälle, ſpäter Nachlaſſen der Bewölkung und
der Niederſchläge erwarten dürfen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 23. März:
Wolkig, nur noch geringe Niederſchläge, kühl, ſpäter
auf=
heiternd.
Tageskalender.
Samstag, 23. März.
Orpheum, Anfang 8¼ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer.
Bauerntheaters („Der Geigenmacher von Mittenwald).
Vaterländiſcher Feſtabend des Frauenvereins vom
Roten Kreuz für die Kolonien um 8 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Herrenabend des deutſchen und öſterr. Alpenvereins
um 8½ Uhr im Reſtaurant Sitte.
Hauptprüfung um 5 Uhr im Konſervatorium für
Muſik (Mühlſtraße).
Bibelſtunde von Prediger Schrenk um 8½ Uhr
Mühlſtraße 24.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. — Reſtauran: „Metropbl”
um ½ 8 Uhr.
Briefmarken=Ausſtellung im Hotel Heß (geöffnet
von 11—1 uud 2—7 Uhr).
Ausſtellung von Büchern ꝛc. im Rathaus (geöffnet
von 4—7 Uhr).
Sonntag, 24. März.
Großh. Hoftheater, Anf 5½ Uhr (Ab. C): „
Götter=
dämmerung”.
Bibelſtunden von Prediger Schrenk um 4 u. 8½ Uhr
Mühlſtraße 24.
Verſammlung ehemaliger 13er Huſaren um 3 Uhr
im Hotelreſtaurant Merz.
Familienabend des Geſangvereins „Liederzweig”
um 5 Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
Hauptprüfung um 11 Uhr im Konſervatorium für
Muſik (Mühlſtraße).
Friſuren=Mode=Abend des Damenfriſeur= und
Perückenmacher=Gehilfenvereins u. 7 Uhr i. „Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr, — Hotel Heß und
Bürgerkeller um 4 und 8 Uhr, — Britannia=Hotel um
½ 8 Uhr, — Schützenhof um 8 Uhr.
Ergänzungswahl des Vorſtandes der israelitiſchen
Religionsgemeinde von 10—12 und 3—5 Uhr
Friedrich=
ſtraße 2.
Wanderung des Ortsgewerbevereins nach Nieder=
Ramſtadt (Abmarſch um 2 Uhr am Böllenfalltor).
Ausflug des Naturheilvereins nach Eberſtadt (
Ab=
marſch um 2 Uhr am Paſſetbrunnen).
Ausſtellung von Büchern ꝛc. im Rathaus (geöffnet
von 11—12¼ und 4—7 Uhr).
Ausſtellung von Schülerinnen=Arbeiten der
Mädchen=
mittelſchule (Viktoriaſtraße); geöffnet von 11—6 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Montag, 25. März.
Hofreite=Verſteigerungedes Philipp Adam (
Hein=
heimerſtr. 76) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Dünger=Verſteigerung um 8 Uhr in der Artillerie=
Kaſerne (Regiment Nr. 61).
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Nutz= u. Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr
im Eberſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft am
„Waldfriede‟).
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr bei Gaſtwirt
Günther zu Roßdorf.
Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr im Zeilharder=
Gemeindewald (Zuſammenkunft bei Wirt Schneider
an der Bahnſtation Meſſel).
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Weſtendhalle” zu Langen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Haus Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912
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Spar= und Vorſchußzverein
der katholiſchen Gemeinde Darmſtadt
eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht.
Vermögens=Bilanz per 31. Dezember 1911.
Aktiva.
Passiva.
Kaufhaus
(7061
In Scheider
Ludwigstr.,
Darmstauch Ecke Kirchstr.
364 505.76
Summe
Zahl der Genoſſen Geſchäftsanteile
Zu Beginn des
30 580 ℳ
Geſchäftsjahres 48
215 „
Zugang . .
Abgang .
Stand Ende 1911 48
3075 4
Darmſtadt, den 20. März 1912.
Der Direktor:
Prof. Ensgraber.
364 505.76
Haftſumme
31200 ℳ
31.20 ℳ
(6996
Der Rendant:
Messerschmitt.
Gehr gut erhaltener, dunkelblauer
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(7095
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Schlacken
kön. unentgeltlich abgefahr. werd.
Eiſengießerei Bachgangw. 20. (*7504
5 Pfund rundes
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65 Pfg. Poſtkarte genügt. Off.
unt. V 1 a. d. Exped. (*7517
--Amsscie
li
elE-
M
EenE
Kurſe vom 22. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,40
81,30
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
90,30
3½ do. Conſols
81,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
93,50
do.
3½
83,50
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,30
89,20
do.
3½
79,50
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 99,70
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 99,90
89,00
do.
3½
78,40
do.
81,30
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,40
95,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾/ Griechen v. 1887 . . 55,50
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 93,00
4 do. Goldrente . . . 96,80
4 do. einheitl. Rente 89,70
3 Portug. unif. Serie I 64,00
3 do. unif. Ser. III 67,60
9,90
3 do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,10
4 do. v. 1905 . . 91,40
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,20
4 do. v. 1902 . . . . 90,00
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 83,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 91,40
4 do. Staatsrente . . . 89,80
In Proz
Bf.
. 100,90
5 Argentinter
89,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,70
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,80
4½
do.
95,20
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner . . . 94,00
do.
3
4 Gold=Mexikaner v. 1904
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,25
3 Buenos Aires Provinz 72,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 140,20
3 Nordd. Lloyd . . . . . 104,40
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,70
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 112,20
8 Baltimore und Ohio . 105,00
6 Schantungbahn . . . . 132,80
6½ Luxemb. Prince Henri 157,75
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,50
6 Pennſylvania R. R. . 119,20
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 491,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.260,00
27 Farbwerke Höchſt . 566,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,90
8 Cement Heidelberg . . 157,00
32 Chem. Werke Albert 442,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 292,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 127,00
Letzte
In Proz.
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 154,00
12 Siemens & Halske . 233,00
12 Bergmann Electr. . . 159,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 178,00
25 Gummi Peter . . . . 143,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 143,50
30 Adler=Fahrradwerke
. . . . 462,00
Kleyer
12 Maſchinenf. Badenia 193,80
16 Wittener Stahlröhren 204,00
8 Steana Romana Petr. 134,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,75
12½ Bad. Zucker=Wag=
. . 207,00
häuſel .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 126,00
3 Südd. Immobilien . 71,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 186,00
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 224,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 181,40
10 Gelſenkirchener . . . . 193½
7 Harpener . . . . . . . 194,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 249,60
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 85,00
4 Laurahütte . . . . . . 173,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 192,75
10 „ Weſteregeln 194,00
5 South Weſt Africa .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 90,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,10
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,60
do.
76,60
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,50
Inpra
Zf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,50
54,40
do.
2%
77,70
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,50
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 88,60
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,00
Sck.I 87,90
do.
4 Wladichawchas . . . . 101,40
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,90
92,50
4½
do.
2¼/10 Livorneſer . . . . . 70,30
3 Salonique=Monaſtir . 65,30
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,20
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,00
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,50
4 Northern=Paciſic . . . 100,00
95,40
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,30
5 Tehuantepec . . . . . . 99,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,10
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 170,50
3½ Darmſtädter Bank . 124,00
12½ Deutſche Bank . . . 261,40
6 Deutſche Vereinsbank . 124,25
5½ Deutſche Effekt.= und
..118,80
W.=Bank .
10 Diskonto=Kommandit 188,70
8½ Dresdener Bank . . 155,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 213,50
6½ Mitteld. Kreditbank 119,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 121,60
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,10
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 130,00
7½ Wiener Bankverein . 137,90
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 99,00
3f. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,10
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,80
do.
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,50
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
.100,55
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
89,80
S. 3—5 .
89,60
S. 9—11
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
do.
31
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,60
3½ do. (unk. 1914) . . 89,10
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
do.
3½
90,00
)
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt.
100,00
3½ do.
95,00
4 Gießen
3½ do.
90,10
4 Heidelberg
99,60
dv.
31
89,00
4 Karlsruhe
3½ do.
89,90
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
90, 10
4 Mannheim
98,50
31
do.
89,10
4 München
99,60
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg.
98,60
do.
90,60
4 Offenbach .
In Proz
3½ Offenbach . . . .
4 Wiesbaden .
99,20
3½ do.
89,80
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 . 78,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 163,25
3½ Cöln=Mindner , 100 135,60
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,10
Braunſchweiger Tlr. 20 198,50
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45 —
do.
Fs. 10 —
Meininger .
fl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 528,00
do. v. 1858fl. 100 450,00
Ungar. Staats . . fl. 100 368,50
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,46
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . . 20,47
Flanzöſiſche Noten. . . . 81,15
Holländiſche Noten. . . . 169,10
Italieniſche Noten . . . . 80,60
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,55
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf.
Leichteste Lehrmethode
Unterrichtsdauer: 25 Stunden
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
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Kaufmanniche Vortondungsſqhute
der Großherzogl. Handelskammer Darmſtadt.
Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 15. April d. J.
nachmittags 1 Uhr. Der Unterricht iſt auf 1—3 Uhr und an einzelnen
Tagen auf 1—4 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. Die Aufnahme der
neu eintretenden Schüler findet am
Freitag, den 29. März, nachmittags von 4—6 Uhr, und
Samstag, den 30. März, mittags von 12—1 Uhr,
im Schullokale, Schulſtraße 9 (Hinterbau), durch Herrn Lehrer
Speckhardt ſtatt. Bei der Anmeldung, bei welcher die
Aufnahme=
bedingungen bezogen werden können, iſt die Vorlage des letzten
Schulzeugniſſes notwendig. Anmeldungen nach obigem Termine
müſſen ſchriftlich unter Beilage des Zeugniſſes bis ſpäteſtens
Samstag, den 13. April bei der Großh. Handelskammer eingereicht
werden, doch können dieſe nur Berückſichtigung finden, ſoweit noch
Platz vorhanden iſt.
Das Schulgeld beträgt für das ganze Jahr 28 Mk. und bei
Teilnahme am franzöſiſchen Unterricht, der fakultativ iſt, 36 Mk.
Hierzu kommen noch etwa 5 Mk. für neu anzuſchaffende Bücher.
Dem ſich Anmeldenden wird ein Formular übergeben werden,
auf welchem ſich ihr Prinzipal verpflichtet, das Schulgeld der
Kaufm. Fortbildungsſchule, welches vierteljährlich pränumerando
zur Erhebung gelangt, für ſeinen Lehrling während deſſen Lehrzeit
vorzulegen. Dieſes Formular iſt ausgefüllt und unterſchrieben beim
Schulbeginn am 15. April mitzubringen.
Der Beſuch der Schule verpflichtet auf drei Jahre und entbindet
die Schüler vom Unterricht in der allgemeinen Fortbildungsſchule.
Das Kuratorium:
Kommerzienrat L. Frölich.
Dr. Human.
7057sm)
Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum
Ein-
jährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
(B5564
Gewerbeſchule Darmſtadt.
Das neue Schuljahr beginnt
Sonntag, den 14. April d. Js.
Die Aufnahme neuer Schüler in die
Handwerker=
Sonntagszeichen=
ſchule und die gewerbliche
Fort=
bildungsſchule der Hauptanſtalt
und in die Handwerkerſchule,
Anna=
ſtift” im Stadtbezirk Beſſungen
findet am
1. u. 2. April d. Js.,
vormittags von 9—12 Uhr
im Schulgebäude, Ecke der Nieder=
Ramſtädter= und Karlsſtraße ſtatt.
In die Abendzeichenklaſſe (
Mitt=
wochs und Freitags, abends 7—9
Uhr), die Modellierklaſſe und den
offenen Zeichenſaal werden
jeder=
zeit neue Schüler aufgenommen,
in den offenen Zeichenſaal jedoch
nur junge Leute, die im Zeichnen
ſchon vorgeſchritten ſind.
Bei der Anmeldung zur
Sonn=
tags= u. Abendſchule iſt das
Schul=
abgangszeugnis und der
Lehr=
vertrag vorzulegen. Aufnahme
ohne ordnungsmäßigen
Lehr=
vertrag iſt ausgeſchloſſen.
Nur Schüler, die mindeſtens die
2. Klaſſe einer Volksſchule oder die
3. Klaſſe einer Mittelſchule
durch=
lauſen haben, können auf
Auf=
nahme rechnen. Früher
vorge=
merkte, bisher nicht
aufgenom=
mene Lehrlinge ſind von neuem
anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß der
Direktor in Angelegenheiten
der Schüleraufnahme nur in
der Schule zu ſprechen iſt.
Darmſtadt, im März 1912.
Der Vorſitzende des Anfſichtsrats:
Jäger.
(5704a
Der Großh. Direktor:
Prof. Dr. Meiſel.
Wiſſenſchaftliches
und Haushaltungspenſionat
für In- und Ausländerinnen
Heidelbergerstrasse 43.
Gediegene, wiſſenſchaftliche Ausbildung. Franzöſin im Hauſe,
praktiſche u. Kunſthandarbeit. Kochen v. Haushaltungslehrerin.
Muſik=
u. Malunterricht. Relig. chriſtl. Erziehung. Gewiſſenh. Verpflegung,
geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater, Konzerten, Vorträgen
u. Kunſtſammlungen. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a.
Empfehlungen durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem
wiſſen=
ſchaftlichen, Handarbeits= u. Kochunterricht können auch externe
Schülerinnen teilnehmen. Proſpekte und nähere Auskunft täglich
(*5915sss
von 11—12 und 4—5 Uhr durch die Vorſteherin
Frl. Clementine Dupré, staatl. gepr. Oberlehrerin.
Wer Ehrgeiz hat
und seine Stellung verbessern will, sucht sich durch den
Unterricht bei einem staatl. geprüften Handelslehrer
fortzubilden, denn dieser vermag ihn nach pädagogischen
Grundsätzen in allen Handelsfächern zu vervollkommnen.
Er begnügt sich nicht damit, Maschinenschreiben und
Stenographie notdürftig nach der alten Methode zu lernen,
sondern sucht sich durch Schreiben nach dem
Tast-
system die Nerven zu erhalten und dabei dennoch
grössere Leistungen zu erzielen.
Neue Kurse in allen Handelsfächern beginnen in der
Hessischen Handelslehranstalt zu Darmstadt,
Rheinstrasse 6, am 16. April. Nähere Auskunft und
Prospekte durch Wilhelm Siedersleben, staatlich
geprüfter Handelslehrer und gerichtlich beeidigter
Bücherrevisor.
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Marie Prier, akad. Zusch.-Lehrerin
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Heidelbergerstr. 45
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vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl ermöglicht eine
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aus individuelle Behandlung in Unterricht und Erziehung; beſte
Lehrkräfte; nachweisbar ausgezeichnete Erfolge. Nähere Auskünfte,
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Das Sommerhalbjahr beginnt Dienstag, den
16. April 1912 für das Handarbeitslehrerinnen=
Seminar, Handelskurſus und die gewerblichen
Fachkurſe wie:
1. Handnähen u. Anfangsunterricht im Maſch.=Nähen; 2.
Ma=
ſchinennähen u. Wäſchezuſchneiden; 3. Schneidern: 4. Bluſenkurſus;
5. Bügeln; viermonatl. Kurs u. einmonatl. Kurs; 6. Flicken; 7.
Weiß=
ſticken u. Stopfen; 8. Buntſticken; 9. Freihandzeichnen; 10.
Spitzen=
klöppeln; 11. Spindelgipüre; 12 Holzbrand u. Schnitzen. — Kochen
u. Einmachkurſus.
Anmeldungen werden Dienstag, den 26. März, Dienstag, den
2. April und Samstag, den 13. April, vormittags von 10—12 Uhr
im Vorſtandszimmer der Alice=Schule, Friedrichſtraße 4,
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genommen.
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Der Vorſtand.
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Lehrer. Wohnung: Schuchardſtraße 14, 2. Stock.
Ich beſtätige Herrn Hofer gerne, daß meine Eltern, ſowie alle,
die meine Handſchrift früher kannten, geradezu erſtaunt waren, wie
ſehr ſich dieſelbe durch einen Kurſus bei Herrn Hofer gebeſſert hat.
Darmſtadt, im Februar 1910.
Herm. Dönges.
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2 Seſſel, Vertiko und Tiſch, 3 große Spiegel, Bilder, Büfett
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Kurtz, Anktionator und Taxator,
Pädagogſtraße 2.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 34.
Samstag, 23. März.
1912.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnung vom 6. Mai 1927, den
Madfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
iiner Verfäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1912
von heute ab bis 31. März 1912 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
woei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ktattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
Dierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
worzubringen. Anträge, die nach dem 1. April 1912 geſtellt werden, können keine
Werückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
rmnündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
zin der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
ffür die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
klautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zzuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
WVormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3).
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19 . .".
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg D1) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Rummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind.
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
wer=
den muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchriſt von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal, und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
läng=
ſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fälen der Fiſer 1 eine Beſcheinigung der worgeſehten Dienſtbehörde
da=
hingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheinig=
ung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Per=
ſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tariſnummern 10, 35, 41 40, 50, 59, 00, 10 erforderlichen Erkanbuſsſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchriften des Artkels 31 Abſ. 2 bis 4. ſinden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
weicher traſt Geſetzes zur Führung der Aufſcht verpflichtet iſt. Die Haſtbarkeit trikt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4719a
Provinzialtag.
Mittwoch, den 27. März d. J., vormittags 10½ Uhr, tritt im Rathausſaal
zu Darmſtadt (Marktplatz 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu einer
öffentlichen Verſammlung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzialausſchuſſes und der
Provinzial=Pflegeanſtalt vom Jahr 1910 Ri.
2. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflege=
anſtaltskaſſe für 1910 Ri.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflegeanſtalt für 1912 Ri.
4. Neuwahl der bürgerlichen Mitglieder der Ober=Erſatz=Kommiſſion für
den II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade auf drei Jahre ron 1912 bis
einſchließlich 1914. Wegen Ablebens bezw. wegen abgelaufener Dienſtzeit
ſind ausgeſchieden: Bürgermeiſter Müller von Roßdorf als Mitglied und
Bürgermeiſter Lang von Pfungſtadt als Erſatzmann.
5. Neuwahl des Vorſtandes der Genoſſenſchaftskaſſe für Kommunal=
Forſt=
warte für die Rechnungsjahre 1911—1915 einſchließlich; hier Erſatzwahl.
für den verſtorbenen Stellvertreter, Bürgermeiſter Müller von Roßdorf,
für den Reſt der Wahlperiode.
(5864
Darmſtadt, den 4. März 1912.
Der Vorſitzende des Provinzialtags:
Key.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 24. März 1910 wird hiermit
zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel:
1. für Verkaufs= oder Waagautomaten,
2. für automatiſche Kraftmeſſer,
3. für Automaten, die zur Unterhaltung des Publikums dienen,
4. für alle in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellten Klaviere oder ſonſtige
Muſikwerke,
5. für Luxuswagen und Luxusreitpferde,
deren Verſteuerung am 31. März 1912 abläuft, wenn die Abgabepflicht fortdauert,
im Monat März zu entrichten iſt.
Die Entrichtung des Stempels erfolgt an allen Wochentagen des Monats
März, vormittags von 9—12 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde im
Regierungs=
gebäude (Neckarſtraße Nr. 3, Zimmer Nr. 9) dahier.
(3283a
Darmſtadt, den 1. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die Firma Conrad Appel zu Darmſtadt beabſichtigt, eine Aenderung an
ihrem Anſchlußgleiſe herzuſtellen. Der Plan über die Aenderung liegt in der Zeit
von Samstag, den 23. bis Freitag, den 29. ds. Mts. einſchließlich, auf
Groß=
herzoglicher Bürgermeiſterei Darmſtadt zur Einſicht offen Einwendungen gegen die
beabſichtigte Aenderung ſind während dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
bei Großherzoglicher Bürgermeiſterei Darmſtadt vorzubringen.
(2345
Darmſtadt, den 22. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: Dr. Reinhart.
Mechaniker Valentin Heß zu Eberſtadt wurde vorläufig die jederzeit
wider=
rufliche Ermächtigung zur Ausbildung von Kraftwagenführern erteilt.
(6991
An die Großherzozlichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf § 3 der Polizeiverordnung, betreffend: Die Vertilgung
der Blutlaus, vom 5. April 1905, Tagblatt Nr. 87, ſehen wir bis zum 15. Mai I. Js.
Ihrem Bericht über das Ergebnis der Beſichtigungen, des hierauf Veranlaßten und
den Erfolg Ihrer Maßnahmen entgegen. Den Berichten iſt ein Verzeichnis derjenigen
Perſonen beizufügen, deren Oſtbäume mit Blutläuſen behaftet befunden wurden.
Darmſtadt, den 16. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(6985
J. V.: von Werner.
Dem Steueramt Pfungſtadt iſt neben den in der Bekanntmachung vom
31. März v. Js. (abgedruckt im Reg.=Blatt 1911 S. 59) erwähnten Befugniſſen, ferner
die Befugnis erteilt worden, Zollbegleitſcheine II über zollpflichtige Waren aller Art,
(7119
ſowie Begleitſcheine II über inländiſches Salz zu erledigen.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf § 12 Ziffer 4 des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni
1910, wonach ein Stellenvermittler, der die amtlich feſtgeſetzte Taxe überſchreitet oder
ſich außer den tarmäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer
oder dem Arbeitgeber gewähren oder verſprechen läßt, mit Geldſtrafe bis zu 600 Mark
oder mit Haft be traft wird, bringen wir nachſtehend den ſeit dem 1. Oktober 1910 in
Geltung befindlichen Gebührentarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe
Darmſtadt wiederholt zur Kenntnisnahme.
Darmſtadt, den 15. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Gebührentarif
für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe Darmſtadt,
gültig vom 1. Oktober 1910 ab,
feſtgeſetzt nach Anhörung des Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, der Vertreter
der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
Gewerbliche und landwirtſchaftliche Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter,
(ſoweit nicht unter II und III gehörig):
1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station oder bei Monatslohn bis 60 Mk. 2 Mk.
„ über 60—70. „ 3 „
„ über 15—25 „
2.
70—85 „ 4 „
25—40 „
3. „
5 „
„ 85
40
4. „
II.
Perſonal im Haushalt:
1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station
2 Mk.
von über 15 Mk. — 25 Mk. und freier Station . . . . 3
2.
3. bei Monatslohn von über 25 Mark — 40 Mark und freier Station
. 5 „
„ 40
5. Aushilfsperſonal (Servier=, Lauf=, Putz=, Koch=, Waſchfrauen, Näherinnen,
Büglerinnen uſw.) für jeden Vermittlungsfall
.0,20 Mk.
II.
Perſonal im Gaſtwirtsgewerbe:
1. Oberkellner, Küchenchefs und Hotelportiers
Mk.
2. Köche und Köchinnen
.
3. Kellner .
,.„ „
4. Büffetiers, Büffetdamen und Zäpfer . . .
, ,
5. Hoteldiener .
6. Kellnerinnen
,
,
7. Hausburſchen und ſonſtiges männliches Perſonal
,. „„
8. Sonſtiges weibliches Perſonal .
,
9. Aushilfen. . . .
. . . . . . . 6.20
.
Krankenwärter und Ammen:
1. Krankenwärter a) für 1 Monat und länger
5 Mk.
b) für 14 Tage bis zu 1 Monat .
c) für kürzere Zeit als 14 Tage .
2. Ammen
13z
Haben beide Teile die Tätigkeit des Stellenvermittlers in Anſpruch genommen,
ſo iſt die Gebühr je zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu
zahlen; eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit
des Vermittlers zuſtande kommt.
(6635ds
Darmſtadt, den 28. September 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 22., 25, 26,
29. März 1912 von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends von Truppenteilen des
XVIII. Armee=Korps Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schiesplatz beil
Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
.Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
im Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während desSchießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. Sept. 1909, Kreisamt Offenbach a. M., 20. Sept. 1909)
Iſt das Schießen früher beendet, ſo werden die Gemeinden Meſſel und Offenthal
von Aufhebung der Abſperung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.
(4911a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 4 Pfennigen Inh.
1 Mainzer Pferdelos 1 Verbandsbuch, auf den Namen Hertel
aus=
geſtellt. 1 ſchmaler ſchwarzer Damengürtel. 1 kleines ſchwarzes
Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 ſilbernes Kettenarmband
2 Schlüſſel und 1 Drücker an einem Ring. 1 Hutnadel mit grünem
Stein. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 4 Schlüſſel an einem Ring. 1
rot=
wollenes Umhängetuch. 1 blau und weißgeſtreifte Mädchenjacke und
(7004
1 braunes Kinderkleid.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier, 1 Dachshund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 24. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr alends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Warſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563
per ½ kg
Ochſenfleiſch
. 90 Pfg.
Rindfleiſch
84
90
Kalbfleiſch
90
Hammelfleiſch
Bruſt . . 60
86
Schweinefleiſch
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Speck, geräuchert
.110
per ½ kg
. 100 Pfg
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken
. 130 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 86
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 86
Leber= u. Blutwurſt . . 70 „
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete.
Zum bevorſtehenden Vierteljahrswechſel bringen wir
nachſtehen=
des Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis.
Darmſtadt, den 20. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
I. V.: Müller.
Auf Grund oes Geſetzes vom 6 Januar 1906, betreffend die
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach
An=
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J. 3727
folgendes Ortsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in Kraft
treten.
§ 1. Endigt das Mietsverhältnis am Schluſſe eines
Kalender=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume durch
den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem Zu
behör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b)beim mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem
Zu=
behör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 mittags,
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Zu=
behör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des folgenden
Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
§ 2. Die in § 1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur mit
der Beſchränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, zwei Zimmer
ſchon am erſten Tag des folgendes Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, vollſtändig geräumt ſind.
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des
Miets=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen,
ſo finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder
vertrags=
mäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung einer
Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2 bezeichneten
Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die Räumung
ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder einen
ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an die Stelle des
Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Morneweg.
(7070soi
Steuer=Erhebung.
Das 5. und 6. Ziel der
Ge=
meindeſteuer für das
Rechnungs=
jahr 1911 iſt, bei Vermeidung der
Mahnung, bis Ende dieſes
Mo=
nats an den Werktagen,
vormit=
tags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
zu entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 11. März 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (6095a
U terhaltungs=Arbeiten 1912.
Die Unterhaltungs=Arbeiten für
die Zeit vom 1. April 1912 bis
31. März 1913 ſollen vergeben
werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während
der Dienſtſtunden zur Einſicht und
Unterzeichnung bis einſchließlich
Samstag, 13. April 1912,
vormittags 10 Uhr,
offen.
(6881
Darmſtadt, 21. März 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Bekanntmachung.
Montag, 1. April I. Js.,
nachmittags 3 Uhr,
werden im Hofe des
Stadtkranken=
hauſes hier eine Menge weißer
und farbiger Lumpen,
Taſchen=
uhren und Goldſachen, ſowie altes
Eiſen meiſtbietend gegen bare
Zah=
lung verſteigert.
(6984
Darmſtadt, 21. März 1912.
Die Krankenhausdirektion:
Dr. Fiſcher.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Philipp Maul V.
in Ernſthofen im Grundbuch der
Gemarkung Darmſtadt
zugeſchrie=
benen Immobilien:
Flur Nr. qm
II 1035¾10 213 Hofreite
Beck=
ſtraße,
II 1035¾/10 65 Grabgarten
daſelbſt,
II 10359/100 65 Grabgarten
mit
Garten=
haus,
II 1035¾/100 41 Grasgarten
daſelbſt,
II 1035%/100 37 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K24/12
Darmſtadt, 19. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
V6969
Die Epileptiſchen=Anſtalt zu
Nieder=Ramſtadt bittet
wie=
derum um getragene Kleider, altes
Weißzeug, Lappen, ſowie
Ge=
brauchsgegenſtände aller Art. Die
Sachen werden nach Beſtellung (
tele=
phoniſch Amt Darmſtadt Nr. 572
oder ſchriftlich in den Briefkaſten
Kiesſtraße 30, part.) jederzeit mit
herzlichem Dank im Hauſe abgeholt.
Weimar, Pfarrer.
(6389a
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, 25. März 1912, nachmittags 3 Uhr,
werden im Verſteigerungslokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration
„Zur Roſenhöhe‟) in Darmſtadt in Gemäßheit des § 373 des
Han=
delsgeſetzbuchs
345/10 Mille Cigarren und 73/10 Mille
Cigaretten
urch den Unterzeichneten verſteigert.
(7023
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher in Darmſtadt,
Goorgenſtraße 11.
Die auf Montag, den 25. März d. J., anberaumte
Verſteigerung
in den Cohen’schen Geſchäftslokalitäten
17½ Wilhelminenstrasse 17½
fällt aus.
Darmſtadt, den 22. März 1912.
Letzte Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, 28. März l. Js., vormittags ½9 Uhr
werden in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen aus Diſtrikt
Bucheneck und aus verſchiedenen Diſtrikten der Forſtwartei
Kranich=
ſtein das Dürr= und Windfallholz, ſowie aus Diſtrikt Luderplatte
und Lichtſchlag (Speyerhügelſchneiſe), Forſtwartei Kalko en, verſteigert:
Nutzſcheiter, rm: 0,8 Eichen (1 m lang im Lichtſchlag);
Scheiter, rm: 182 Buchen I. Kl., 233 Buchen II. Kl., 60 Eichen.
(teilweiſe für Wagner geeignet, in Diſtrikt Trudelheege),
1 Birke; Knüppel, rm: 185 Buchen, 1 Hainbuche, 43 Eichen,
8 Fichten; Knüppel=Reiſig, rm: 9 Buchen, 1 Eiche; Reiſig,
Wellen: 3910 Buchen; Stöcke, rm: 139 Buchen (hiervon
3 fein), 12 Eichen, 5 Fichten.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert.
Aus=
kunft erteilen Forſtwart Karn zu Kranichſtein und Förſter Loeſch
zu Kal o en, beides Poſt Darmſtadt.
(6997
Darmſtadt, den 21. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Montag, den 25. März I. Js.,
ſollen im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Klingsackertanne,
nach=
verzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Es kommen zum Ausgebot:
186 Stück Kiefern=Stämme von 15—34 cm Durchm. u. 4—12 m Länge
Rundſcheiter
19,6 rm
1,75 „
„ Zaunpfoſten
19,4 „
2,20 „ „
60 rm Kiefern=Scheiter
40
Knüppel
800 Stück „ Wellen
70 rm
Stock.
Die Zuſammenkunft der Steigerer vormittags um 9½ Uhr am
Waldfriede.
Bemerkt wird, daß das Brennholz von 12 Uhr ab zum
Aus=
gebot kommt.
Eberſtadt, den 19. März 1912.
(6804ds
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 13,
die Schmiede= und Eiſenarbeiten für den Neubauleines
Körnermaga=
zins für das Proviantamt Darmſtadt beſtehend in rund
200 500 kg flußeiſerne Träger,
85000 „
Stützen,
4440 „
Binderkonſtruktionen,
4 100 „ Wellblech,
21000 „ Kleineiſenzeug,
ſollen in einem Loſe vergeben werden, mit dem Vorbehalt, daß eine
getrennte Vergabe für lfd. Nr. 3 und 4 zuſammen und für lfd. Nr. 5,
und dementſprechend auch getrennte Angebote ſtatthaben können.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubüro
Sandſtraße 24, Eingang Saalbauſtraße, während der Dienſtſtunden
won 8 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags offen,
und können daſelbſt die Verdingungsunterlagen gegen poſt= und
beſtell=
beeldfreie Einſendung von 1.— Mk. bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechender
Aufſchrift verſehen bis zum Mittwoch den 3. April 1912 vormittags
10 Uhr an das vorgenannte Geſchäftszimmer einzuſenden, zu wel che
Zeit die Eröffnung erfolgt.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
R7111
Militär=Bauamt.
Bekanntmachung.
Dienstag, am 26. März 1912, vormittags 9 Uhr,
ollen auf hieſigem Frachtgutſchuppen die herrenlos lagernden Güter
öffentlich an den Meiſtbietenden gegen ſofortige Barzahlung verkauft
wverden.
(R7112
Darmſtadt, 22. März 1912.
Großh. Güterabfertigung der Preuß.=Heſſ. Staatsbahn.
Vergebung von Kohlen.
Die Anlieferung von ca. 12 Waggon Anthrazitkohlen für das
Elektrizitätswerk Ober=Ramſtadt ſoll vergeben werden.
Angebste ſind verſchloſſen bis Dienstag, den 26. März
1912, nachmittags 5 Uhr, an unterzeichnete Stelle einzureichen.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
(6797ds
Seutzholz=Verſteigerung Ltr. 10.
(Stadtwald.)
MMontag, den 25. März l. Js., vormittags 9 Uhr,
wwerden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus Diſtrikten
Hinterhecke (6), Holzſchlag (22, 24 und 26) und Rücksbrünnchen (49)
ider Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert:
1. Stämme:
Eichen I. Kl. 2 Stück — 2,42 fm
II. „
2,14
III. „ 8
7,23
— 8,10
IV. „ 14
2,92 „
, 7
VI.
1,81
9
— 3,53
Buchen II. „ 3
III.
3,89
— 4,72
IV. „
0,27
Hainbuchen IV. „ 1
— 4,69
„ 14
VI. „ 22 „ — 5,00
V.
0,19
Erlen
Birken
— 0,42
VI.
Eſchen
„ — 0,37
V. „ 121 „ — 33,55
Fichten
2. Derbſtangen:
Buchen I. Kl. 14 Stück — 1,01 fm
Fichten I. „ 372 „ — 31,24
II. „ 284
8,45 „
3. Reisſtangen:
Fichten I. Kl. 36 Stück — 0,38 fm.
,
0,06
Nummerverzeichniſſe werden nicht ausgegeben. Um vorherige
Einſichtnahme des Holzes, das die laufenden Nummern 819 bis 1113
trägt, wird gebeten. Weitere Holz=Verſteigerungen finden im
Stadt=
wald nicht mehr ſtatt.
(6672ms
Darmſtadt, den 18. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holzverſteigerung.
Dienstag, den 26. März l. Js., von vormittags 10 Uhr an,
ſollen in der Wirtſchaft des Johann Heinrich Laumann II. zu
Meſſel aus dem Meſſeler Gemeindewald Diſtr. I Gemeindewäldchen,
Abt. 2—8, und Diſtr. II Hügelteile, Abt. 16—30, nachverzeichnete
Holzſortimente verſteigert werden:
24 Eiche Stämme — 8,16 fm
- 19,08 „
101 Lärche
— 2,89 „
9 Fichte
2 Eiche Derbſtange — 0,12 „
2 1,00
21 Birke
- 13,30
149 Lärche
— 0,25
2 Fichte
Scheiter rm: 59 Eiche, 44 Kiefern;
Knüppel rm: 71 Eiche, 73 Birke, 20 Erle, 82 Lärche,
281 Kiefern;
Wellen Stück: 6120 Eiche, 1070 Birke, 260 Erle, 1810 Kiefern;
Stöcke rm: 39,7 Eiche, 36 Kiefern.
Nähere Auskunft erteilt Großh. Forſtwart Engel zu Meſſel.
Meſſel, den 21. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Meſſel.
Hickler.
Stammholz-Verſteigerung.
Samstag, den 30. März
werden im Domanialwalddiſtrikt Eichen (zwiſchen Babenhauſen
und Zellhauſen) von vormittags 10 Uhr ab nachverzeichnete
Stammabſchnitte verſteigert:
21 Eichen (Altholz) von 37—60 cm Durchm. mit 15,86 fm,
in Abt. 15, 16 und 17;
7 Buchen von 42—55 cm Durchm. mit 7,35 km, in Abt. 17
86 Kiefern von 30—40 cm Durchm. mit 60 fm, in Abt. 36
(außer 6 Stück).
Zuſammenkunft an dem Häuschen auf der Oberforſt=
(6989
meiſterſchneiſe.
Die 6 in den Abt. 3, 5, 11 und 47 liegenden Kiefern kommen
unvorgezeigt auf dem Abtrieb in Abt. 36 zum Ausgebot. Die zu
verſteigernden Stämme ſind durch einen blauen Ring um die Nummer
gezeichnet. Stammholzverzeichniſſe ſind vom 22. März ab durch die
Oberſörſterei zu beziehen. Nähere Auskunft durch unterzeichnete Stelle
u. den Förſter Herzberger in Harreshauſen, Poſt Babenhauſen (Heſſen).
Babenhauſen (Heſſen), den 18. März 1912.
Großh. Heſſ. Oberförſterei Schaafheim.
Stadt. Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5. (859a
Bekanntmachung.
Die geſtern abgehaltene
Holz=
verſteigerung iſt genehmigt. Vom
Montag, 1. April l. Js. an, können
die Abfuhrſcheine bei den
Hebe=
ſtellen in Empfang genommen
wer=
den. Die Ueberweiſung des Holzes
wird an dem gleichen Tage durch
den Großherzoglichen Forſtwart
Kolb zu Beſſunger Forſthaus
erfolgen.
Darmſtadt, 22. März 1912.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann. (7098
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Freitag, den 29. März 1912,
10 Uhr vormittags,
wird auf dem Hofe der Artillerie
Kaſerne, Heidelbergerſtraße 47, die
Matratzenſtreu der 4. und 5.
Bat=
terie meiſtbietend verkauft. (7106
II. Abteilung
Feld=Artillerie=Regt. Nr. 25.
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Am Montag, den 25. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger
Weg die Matratzenſtreu aus einem
Batterieſtall öffentlich und
meiſt=
bietend verſteigert. (6640imfs
Darmſtadt, im März 1912.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
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Heinheimerſtraße 13, Stb. part.
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Von der
Zentrale der Techniſchen Hochſchule
wird vom 1. April d. J. bis auf weiteres vergeben die Lieferung
von jährlich:
1. etwa 200 Zentnern geſchnittenem und gehacktem
Tannen=
holz, ca. ½ m lang, ſowie etwa 50 Zentnern feingeſpaltenem
Tannenholz, 15—20 cm lang,
2. ca. 400—500 kg Lageröl, ca. 200 kg Spezial=Dampfturbinenöl
und ca. 350 kg Zylinderöl für Heißdampfbetrieb von
min=
deſtens 300% C, ſämtlich erſtklaſſige Qualitäten.
Die Preiſe für 1. ſind zu ſtellen für Lieferung frei Zentrale
einſchl. Abladen, 2. iſt zu liefern auf Abruf ſeitens der Verwaltung
der Zentrale, in Originalbarrels, verzollt, frei Station Darmſtadt,
einſchl. Faß. Den Angeboten ſind Proben beizufügen.
(7040
Verwaltung der Zentrale
der Großh. Techniſchen Hochſchule Darmſtadt.
Stangen- und
Bramm-
Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 28. März I. Js., vormittags
9 Uhr anfangend,
werden im Roßdorfer Gemeindewald, Diſtrikt Mark,
Stämme: Fichte 292 — 82,15 fm
Derbſtangen: Fichte 1736 — 84,28 „
Reisſtangen: Fichte 1132 = 17,72
verſteigert. Zuſammenkunft auf der Kubig.
Freitag, den 29. März I. Js., vormittags
9 Uhr beginnend,
auf dem Rathaus dahier
186 rm verſchiedene Sortimente Scheiter, Knüppel und
Stöcke, 3700 dergl. Wellen, verſteigert.
Montag, den 1. April I. Js., vormittags 9 Uhr,
an Ort und Stelle
Stämme: Eiche 1 — 0,64, Kiefer 68 — 38,36, Lärche 80
— 18,42 fm,
Derbſtangen: Lärche 32 — 3,35 fm
(7007si
verſteigert. Zuſammenkunft auf der Kubig.
Roßdorf, den 21. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
Lorenz.
hzb. ſehrbill,
Stein=
inderklappſportwag., 3 Stühle
Glasaqudl., ſtr. 10, Manſ. (*7465 zu verk. Langeg. 37, II. (*7499
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
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Jagalkut
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 15.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
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Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nüchprun Scrbsten.)
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Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
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freunde zum Abſchied die Hand.
Gott ſei mit Dir, Kaare!
Er hielt die weiche, kühle Mädchenhand mit ſeinen
beiden braunen Händen umfaßt. In ſeinen hellblauen,
klaren Augen glühte ein dunkler Schein, und ſein ſehniger
Körper ſtraffte ſich, als er, das blonde Haupt jäh aufhebend,
feierlich ſagte:
In Glück und Not, in Leid und Tod, immer iſt mein
Herz bei Dir, Hallgerdr! Denke daran, wenn ich fern von
Dir bin. Und wenn ich wiederkehre?
Eine Flut von Seligkeit brach aus ſeinen Augen, und
um den bartloſen Mund zuckte ein leiſes Lächeln.
Hallgerdr winkte ſtill mit der Hand. Dann aber legte
ſie beide Arme um ſeinen Hals und küßte ihn auf den
Mund.
Fahr wohl, Kaare!
In demſelben Augenblick ſchrie ſie leiſe auf und ſah
mit ſtarren Augen einem hochgewachſenen, bärtigen Manne
ins uie der focden ehe daß ſe und Kateſhn füher
bemerkt hatten, dicht an ihnen vorüber ſchritt.
Unverhohlenes Erſtaunen lag in den Augen des
Un=
erwarteten, der in der Kapitäns=Uniform einer der
frem=
den Schiffe, die in der Reede vor Anker lagen, an ihnen
vorbei, der Sonne entgegen ging.
Mit blaſſem, verſtörtem Geſicht ſah ihm Hallgerdr nach.
Was zitterſt Du? Was ſtört Dich der Fremde? forſchte
Kaare aufgeregt. Schämſt Du Dich, daß Du mich hier in
der Nacht zum Abſchied geküßt?
Vielleicht weiß es morgen ganz Reykjavik, antwortete
ſie verwirrt, während ihr bangendes Auge der
hochgewach=
ſenen Männergeſtalt folgte, die jetzt hinter der Domkirkja
verſchwand.
Was ſchadet es, fragte Kaare leiſe, und es war, als
klopfte heimliches Lachen in ſeiner Stimme. Du wirſt dann
ſagen, daß Du mich liebſt, und daß Du, wenn ich
wieder=
kehre, mein Weib werden willſt.
Hallgerdr ſchauerte leiſe zuſammen.
Würdeſt Du mit mir auf dem Widarhofe wohnen,
Kaare? Möchteſt Du dort leben?
Stolz warf der blonde Mann den Kopf zurück.
Der Mann baut das Haus, und die Frau hat ihm zu
folgen. Euer ſtiller Hof iſt kein Feld für einen, der noch
viel zu ſchaffen hat in der Welt. Niederreißen möchte ich
das Unglückshaus, das Dich wieder in ſeinen Bann
zwin=
gen will. Leben werde ich dort nicht.
So wirſt Du Dich beſcheiden müſſen, Kaare! Lebe wohll
Die Tür fiel hinter der hohen Mädchengeſtalt ins
Schloß.
Starr blickte der Mann auf die dunkle Pforte, die ſein
ganzes Glück barg. Krampfhaft hob er die geballten Fäuſte
empor, um ſie gleich darauf kraftlos ſinken zu laſſen. Dann
ſchritt er, das Haupt tief geſenkt, langſam dem Hafen zu.
In allen Regenbogenfarben funkelte der Morgentau=
Er zitterte an den langen Gräſern und ſchmückte ſie
ſpielend=
mit funkelndem Geſchmeide. Vom Meere herüber kam ein
dumpfes Brauſen.
Und drüben auf den fahlgrünen Wellen ſchaukelte ein
ſtolzes Schiff, das Kaare hinausführen ſollte, fernen Zielen
und Abenteuern entgegen.
Er hatte keine Gedanken für die ſtolze Schöne, die,
ſeiner harrend, auf dem Meere lag, trotzdem er ſich
Jahr=
um Jahr ſo wild danach geſehnt, die lockenden Fernen zu
erforſchen. Er dachte nur an die blonde Frau, die er
zu=
rücklaſſen mußte, und die ſo feige und bang heute
gezit=
tert hatte, weil eines fremden Mannes Auge den
Ab=
ſchiedskuß geſehen, den ſie ihm auf die Lippen gedrückt.
Schämte ſie ſich ihrer Liebe, ſchämte ſie ſich ſeiner?
Scheue Rätſelfragen belaſteten ſein kleinmütig
zagen=
des Herz.
Drohend hob er noch einmal die Fauſt dorthin, wo
zwiſchen wild zerklüftetem Geſtein in totenſtiller
Einſam=
keit der Hof des Schweigens, der Widarhof, lag. Dam
llöſte er das kleine Boot, das noch vor einer Stunde die
Weliebte über den Faxafjord getragen. Zögernd nur
llegte Kaare die Ruder ein, dann aber glitt das Boot durch
wie krauſen Wellen der „Froa” zu, die ſoeben blank
ge=
wutzt die Anker lichtete zur verheißenden Fahrt in das
un=
wekannte Land, das ſeines Herzens Sehnſucht war bis zu
Hem Augenblick, da er Hallgerdr verließ.
Die Sonne ſtreut Goldſterne auf die Wellen.
Blauſchwarz ſchimmern die Berge. Weiß leuchtet der
Schnee zwiſchen den ſchwarzen Baſaltfelſen, und weit und
anbegrenzt öffnet ſich das blaugrüne Meer.
Das Meer, das ſo böſe Tücken hat und ſo große, grüne
Schlangenaugen.
Vor dem Hauſe des Amtmadur Thorkjel ſtehen die
Reitpferde geſattelt. Ungeduldig ſcharren die Hufe der
kleinen, flinken Pferde.
Die Gattin des Amtsmanns, die freundliche Frau
Groa, hat mit Geſchick und Sorgfalt die Satteltaſchen
ge=
wackt. Ihre hellen, blauen Augen ſind leicht gerötet. Sie
ſiſt traurig, daß Hallgerdr Jonſon von ihnen ſcheidet. Mit
jjedem Stück, das Frau Groa in die Satteltaſche des
Pfer=
des packte, das Hallgerdr heimtragen ſollte ins
Vater=
haus, hat die Amtmännin auch eine gute Lehre dem ſchei=
Henden Mädchen ans Herz gelegt.
Lerne aufrecht gehen, ſelbſt wenn Leid über Dich
Lommt.
Vergiß nicht die Arbeit, ſie gibt gut Geleit durchs
Beben.
Laß Dir die alten Sagabücher ein Troſt ſein. Sie
Haben Kraft wie die Bibel und ſcheuchen trübe Gedanken.
Füte Dich vor Liebe, Sie birgt die ſchlunſen der
Schmerzen.
Wenn Du noch lange predigſt, Groa, lachte der
Ami=
madur, der bereits reiſefertig im Sattel ſaß und ſein dickes,
friſches Geſicht prüfend in die Morgenluft reckte, ſo
kom=
men wir heute nicht mehr zurück. Hurtig, Kinder, ſeid
Ihr fertig?
Ein dreifaches Echo gab fröhliche Antwort.
Da war zuerſt Hallgerdr auf ihrem Falben. Ernſt
und ruhig ſaß ſie in ihrem ſchwarzen Reitkleide im Sattel,
und während die eine Hand feſt die Zügel des kleinen
Pferdes hielt, deſſen lange lichte Mähnen wie Goldfäden
glänzten, hatte ſie die andere Hand der Amtmännin
ge=
reicht, und ihre Stimme war bewegt, als ſie ſagte:
So ſeid bedankt für all Euere Güte und Liebe, Frau
Groa. Nie werde ich vergeſſen, wie wohl ich mich in
Euerem Hauſe, an Euerem Herde gefühlt. Nie werde
ich Euch, Eueren Mann und die Kinder aus meinem
Her=
zen verlieren.
Es iſt hübſch von Euch, Hallgerdr, ſcherzte der
Amt=
madur, daß Ihr auch an mich denkt. Mir ſchwillt ſchon
ordentlich meine weiße Plättbruſt vor Stolz und Glück.
Wirſt Du wohl nicht ſo eitel ſein, Vati, lachte ein etwa
ſechzehnjähriges Mädel, das ſoeben mit einem kühnen
Satz den Braunen nahm, und nun keck wie ein Mann zu
Pferde ſaß, während ihre langen Beine, in braun und
weißen Ringelſtrümpfen, zu beiden Seiten des Pferdes
herabbaumelten. Mutti weint und Vati lacht, das iſt ſchon
immer ſo geweſen, aber wenn Vati auch noch ſo luſtig tut,
ich glaube, er möchte auch weinen, verriet ſie triumphierend.
Halt doch den Schnabel, Jorum. lachte es ſilberhell an
Hallgerdr Seite, und eine zierliche Geſtalt hob ſich leicht
im Sattel des blauflammigen Schimmels, der einige kühne
Seitenſprünge unternahm, aber ſehr bald die kleine,
kräf=
tige Hand ſeiner Reiterin ſpürte.
Jorum, die Jüngſte des Hauſes, drehte ihrer ſchönen
Schweſter Signe, die graziös auf dem Schimmel thronte,
eine lange Naſe, dann flog ſie, ihr Pferdchen antreibend,
lachend den anderen voraus, die Straße entlang.
Bedäch=
tiger folgte der Amtmann. Hallgerdr in der Mitte, zur
einen Seite Signe in ihrer ſieghaften, lächelnden,
tändeln=
den Schönheit, und zur anderen den ernſten Bruder
Sig=
nes, Jon Thorkjel, machte den Beſchluß.
Ein Grüßen und Winken noch zurück nach dem bläulich
ſchimmernden Hauſe mit ſeiner dunklen Tür und dem
grauen Dach, und dann war auch das vorbei. Frau Groa
war weinend ins Haus gegangen, und Hallgerdr ſah dort
nichts mehr als die Geſtalt des Knechtes ihres Vaters, der
ſoeben in den Sattel ſtieg, um ihr in gemeſſener
Ent=
fernung zu folgen.
Bjarni Petrurſſon war immer, ſo lange ſie denken
konnte, auf dem Widarhofe geweſen, und der Vater hatte
ihn, den alten Erprobten, nach Reykjavik geſandt,
Hall=
gerdr ſicher zurückzugeleiten ins Vaterhaus.
Nun aber wollte die Familie des Amtmadur, in der
Hallgerdr ſo viele Jahre geweilt, ſie noch eine Wegſtrecke
begleiten, um ihr den Abſchied zu erleichtern. Hallgerdr
fand gerade, daß ſie ihn ihr dadurch beſonders ſchwer
machten.
Ein kurzes, ſchnelles Scheiden, das wäre am
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ſten geweſen.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
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Die ordentliche Hauptversammlung
für das Jahr 1912 wird Montag, den 1. April, abends 8½ Uhr
pünktlich, im grünen Zimmer des „Kaisersaals‟ (
Grafen-
strasse 18) mit folgender Tagesordnung abgehalten werden:
1. Verlesung des Protokolls der vorjährigen Hauptversammlung.
2. Jahresbericht des Vorsitzenden. 3. Rechnungsablage und
Ent-
lastung des Schatzmeisters. 4. Neuwahl des Vorstandes, sowie
der drei von der Hauptversammlung zu wählenden Mitglieder des
Verwaltungsbeirats. 5. Beratung und Beschlussfassung über die
vorliegenden Anträge.
(7022
Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiches Erscheinen.
Der Vorstand.
Naturhei=Verein Darmſtadt
Nur 4 Tage vom 23. bis 26. Mär:
Zum erstenmal in Darmstadt beim Schwimmbad (Meßplatz).
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Darmſtädter Hof (Beſitzer Laun)
Sonntag, den 24. März 1912.
Abmarſch nachmittags pünktlich 2 Uhr am Paſſet=Brunnen.
Bei ſchlechter Witterung Abfahrt mit der Straßenbahn ab Luiſen=
(6994
platz 26.
Der Ausschuss.
Hügel-
Sehnzenhor strasse
singt
Sonntag, den 24. März 1912, abends 8 Uhr
eardsd, Sorm Spei
unn
usw.
vermittelst Auxetophon (Starktonmaschine)
unter Mitwirkung der Grossh. Artillerie-Kapelle und persönlicher
Leitung des Herrn Obermusikmeister Mickley.
Auszug aus dem Programm:
(6995
R. Wagner
Grals Erzählung aus „Lohengrin‟
Verdi
Arie aus „Alad‟
S5, R. Wagner
Winterstürme aus „Walküre‟
Cavatine aus „Margarethe‟
sS& Gounod.
Das Auxetophon wird von Herrn K. Jäger, Georgenstr. 11,
Darmstadt, vorgeführt. (Vertreter der D. G. A. Berlin-London.)
Programm an der Kasse.
Eintritt 30 Pfg. à Person.
Dr. Friearien
Hhehin
Sprieht
Mittwoch, den 27. März,
abends 8 Uhr, in der
„Turnhalle‟
am Woogsplatz über:
Marrladanshlab
und Sozlansiide
iſt mit 20 Menageriewagen eingetroffen. Größte Raubtier=Schauſtellung
der Gegenwart. 20 dreſſierte Löwen, Tiger= u. Panthergruppen! 2
Tier=
bändiger u. 2Tierbändigerinnen. Annähernd 100lebende Raubtiere aus allen Teilen der Erde
Samstag, 23. März
abends 8 ½ Uhr: Grosse Gala-Eroitnungs-Vorstenlung.
Sonntag 4 Vorstellungen: 3, 4, 6 und 8 Uhr. Werktags: 4, 6 und 8 Uhr.
Eintritt: Stuhlſitz 1.50 Mark, 1. Platz 80 Pfg., 2. Platz 60 Pfg., 3. Platz 40 Pfg.
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zum Besten des Diakonissenhauses „Elisabethenstift‟
Freitag, den 29. März 1912, abends 8¼ Uhr,
in der Stadtkirche
unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Thea Fey (Gesangl,
Fräulein IIse Hoffmann (Violine), Herrn Hoforganist Hugo
Römer (Orgel), dem Kirchenchor der Martinsgemeinde
(Dirigent: Herr Heinrich Colin).
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie für Tonkunst.
Programm: Händel: Orgel-Konzert Nr. 1: Vitali:
Ciaconna für Violine; Händel: Arie für Sopran aus „Der Mess as”
2 Chöre von J. S. Bach und A. Becker: Händel: Sonate Nr. 5
für Violine; 2 Lieder für Sopran von J. S. Bach u. F. Schubert:
Durante: Magnificat für Soli, Chor, Streichorchester, Orgel und
Cembalo.
Das Cembalo „Ibachord” ist aus dem Lager des Herrn
Hof-
lieferant Heinrich Arnold, Wilhelminenstrasse 9.
Karten: Numerierte Plätze (Empore) Mk. 2.— alle übrigen
Plätze Mk. 1.— in der Musikalienhandlung des Herrn Hoflieferant
Heinrich Arnold, Wilhelminenstrasse 9, und abends am Ein-
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gang der Kirche.
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Sonntag, den 24. März 1912
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der Kapelle des Leibgarde-Regiments
(Grösserer Teil derselben.)
Aus der Vortragsordnung: Balfe: Ouvertüre z. „Die
Zigeunerin”. Wagner: „Scenen aus Lohengrin” Mozart: Berühmte
„Arie aus Titus”, Oboe Herr Eimler, Clarinette Herr Heynau.
Péti: „Czärdäs”. Adam: Fantaſie aus „Der Poſtillon von Lonjumeau”.
Auf Wunſch Popy: „Suite Ballet”. Baron: „Rund um die Alſter”
Joh. Strauß: Frühlingsluft, Walzer u. a. m.
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den 30. d. M. „Der Graf von Luxemburg”
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geben, event. als Erſatz „Meyers”. Kartenbeſtellungen
ſind längſtens bis Montag, den 25. d. M. bei den
bekannten Stellen abzugeben. Um größere
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Aus Darmſtadts Vergangenheit.
Kurioſa aus alter Zeit.
Vor mir liegt ein kleines, aus 68 Seiten
beſtehen=
des, aber gut in Schweinsleder gebundenes Büchlein;
es iſt die Jahresrechnung der Stadtgemeinde Darmſtadt
vom Jahre 1635, geſtellt von den Bürgermeiſtern
Jo=
hannes Kellner und Johann Leu. Betz. Wie ſeltſam
mutet uns ſo eine kleine Rechnung an gegenüber der
heutigen, viele Bände umfaſſenden Rechnung der
moder=
nen Reſidenz! Das Jahr 1635 war ein ſehr merkwürdiges
in der Geſchichte der kleinen Reſidenz der Landgrafen
von Heſſen. Es war das große Peſtjahr, in welchem im
Bereiche der Stadt 2200 Perſonen von der furchtbaren
Krankheit dahingerafft wurden. In den Jahren vorher
waren nur ſehr wenige Menſchen an dieſer Krankheit
geſtorben. Das Jahr 1635 war auch zugleich ein großes
Kriegsjahr. Der unſelige dreißigjährige Krieg
wü=
tete damals in der Umgebung und die Stadt hatte durch
Einquartierungen und Brandſchatzungen der wilden
Soldateska, der franzöſiſch=weimariſchen Armce unter
Herzog Bernhard von Weimar, ſchwer zu leiden. Die
Stadtrechnung iſt nicht nur wegen ihrer Kleinheit
inter=
eſſant, ſondern ſie gibt uns in ihren Einnahmen und
Ausgaben ein merkwürdiges Bild ihrer Zeit, von dem
Leben und Treiben in der Stadt und von manchen Sitten
und Gebräuchen, welche uns modernen Menſchen gar
kurios vorkommen.
Die erſten Seiten umfaſſen die Einnahmen unter dem
Titel: Einnahmegeldt ſtendtig; davon erfahren wir hier
ſehr wenig, denn einen Steuerzettel und ein Heberegiſter
kannte man noch nicht. „Glückliche Menſchen” wird
man=
cher unſerer Leſer ſagen, der über die hohen Steuern
murrt und räſoniert, doch in Anbetracht unſerer
moder=
nen ſchönen Verhältniſſe nicht große Urſache dazu hat.
Die meiſten Einnahmen floſſen aus Einzugsgeldern,
Bürgergeldern, Verpachtungen, Strafen, Standgeldern
vom Markt, Feld= und Waldnutzungen und
Zapfgebüh=
ren. Gar oft ſteht unter einer Einnahmerubrik: Nichts.
So heißt es: Wegegelder und Aufſchließen der Pforten
„35 fl. 38 Albus, iſt durch daß Kriegs Weßen Verhindert
Und nichts gefallen in dem zweiten Quartal”
An einer anderen Stelle heißt es: „Standgeldt vom
Jar=Margk” „Iſt in dieſen Kriegszeiten keiner gefallen”
oder: „Weil es mit der Bürgerſchaft in dießem Jar
ſo=
wol wegen Sterbens, als auch wegen einquartierung
einen elenden Zuſtand gehabt, alſo hat auch unſer g.
(gnädigſter) Fürſt und Herr das Schießgeld in dieſem
Jahr g. nachgelaſſen.”
Rezeß vom vorherigen Jahre „Nichts”. An
Pacht=
geld für Feld gingen 85 fl. 2 Albus ein; 15 Albus 4 Heller
betrugen die Zinſen der ausgeliehenen Kapitalien, im
ganzen 12 fl. Kapital.
Die Zinsgelder aus der Gemeindebadeſtube,
Back=
ſtube Laden im Rathaus, Schrannengeld, Strafgelder
uſw. betrugen 163 fl. 20 Albus. Bäckerſtrafen für zu
leichtes Brot, wobei auf Bitten ein ½ erlaſſen worden,
ergaben 14 Gulden. „Einnahmegeldt ſo derer ſo kein
Waſſer Vor der Thür gehabt: nichts.”
Die Judenſchaft mußte für die Erlaubnis, in der
Stadt zu wohnen, 60 Gulden 20 Albus jährlich zahlen.
Für verkauftes Getreide (Zehnten) wurden 180 fl.
22 Albus erlöſt. Die Stadt zählte in dieſem Jahre 169
Bürger, welche je 2 Albus zur Gaſſenwacht, im ganzen
16 ſl. 2 Alb. beitrugen.
„Einnahmegeldt von frembden Perſonen” betrugen
die reſpektable Summe von 510 fl. Für jeden in die
Stadt eingezogenen Mann oder Frau wurden 19 fl. und
für jede Familie 39 fl. Einzugsgeld erhoben; es waren
23 Poſten.
Am meiſten fällt uns auf, daß die größten
Erträg=
niſſe für die Stadtkaſſe die Zapfgebühren von Wein und
Bier einbrachten. Sie betrugen für dieſes Jahr nicht
weniger als 2727 Gulden 10 Alb. 1 Heller. Es iſt
hier=
bei zu bemerken, daß in der Stadt, wie wir noch ſpäter
leſen werden, viel Wein getrunken wurde. Auf den
Höhen vor der Stadt, Heiliger Kreuzberg,
Breitwieſen=
berg, Roſenhöhe, Mathildenhöhe, Herdweg bis nach
Beſſungen, wurden Reben gepflanzt. Die Erträgniſſe
gingen in den Beſitz der Stadt über. Der ſtädtiſche
Wein=
meiſter legte mit ſeinen Gehilfen den Wein ein und
ver=
kaufte ihn an die Wirte der Stadt, die angehalten
wur=
den, denſelben rein und gegen einen angeſetzten Preis
zu zapfen!
So leſen wir unter anderem: „519 fl. 6 Alb. gleich
450 fl. ggt. (gutgeldt) Von den ſtattwierthen Heinrich
Nungeßer, Doma Staudt, Und Nikolaus Bruſt hat
Hein=
rich Bürger (wahrſcheinlich der Stadteinnehmer)
ent=
pfangen laut ſeiner Rechnung.”
Da die Einnahmen der Stadt in dieſem Jahre
ge=
ring waren, aber die Ausgaben „wegen der
Kriegsver=
hältniſſe” ſehr hoch, griff man zu dem auch heute noch
oft angewandten Mittel, das heißt, man machte
Schul=
den. So entlieh die Stadt von verſchiedenen Perſonen
in= und außerhalb ihrer Mauern 2087 Gulden 6½ Alb.
Es heißt da: „86 fl 16 Alb. an 75 fl. ggt. (die 11 fl.
Unterſchied ſcheinen Proviſion geweſen zu ſein) von dem
Spiethalpfleger Johannes Kullmann und Johannes
Heller Entlehnet, ich der Bürgermeiſter von ihne
ent=
pfange habe.‟ Die ganze Einnahme des Jahres betrug
5919 fl. 1 Alb. 11½ Heller, worunter faſt ein Drittel
ent=
lehntes Kapital war.
Kommen wir jetzt zu der Ausgabe; dabei werden wir
noch mancherlei Dinge erfahren, die unſer Staunen
er=
regen. Vor allem nahmen die Kriegskoſten den
erheb=
lichſten Teil der Einnahmen hinweg. So leſen wir:
„1941 fl. 13 Alb. 4 Heller hat Heinrich Burger auf ſeiner
Bürgermeiſterei zu den Kriegskoſten geliefert, ebenſo
2713 fl. 24 Alb., zuſammen 4655 fl 11 Alb.”, eine
ſtau=
nenswerte Summe. Wir dürfen uns darüber nicht
wundern. Das Jahr 1635 war eines der fürchterlichſten
Jahre in der alten heſſiſchen Geſchichte! Die Kriegsvölker
zogen ein und aus, blieben wochenlang in der Stadt
liegen und mußten von den Bürgern unterhalten werden
und an manchen Tagen wurden ſogar 20—50 Perſonen,
die an der Peſt geſtorben, zu Grabe getragen.
Trotz der elenden Zuſtände in der kleinen, durch das
Sterben dezimierten Stadt hatte ſie einen bedeutenden
Beamtenapparat. Da gab es zwei Bürgermeiſter, der
ältere oft auch Schultheiß genannt, 1 Ratſchreiber, 1
Ein=
nehmer, 1 Stadtſindikus, 2 Wachtmeiſter, 3
Stadtpfört=
ner, 1 Haimberger, 1, Organiſt an der Stadtkirche, 1
deut=
ſchen Schulmeiſter, 1 Weinmeiſter, Küfer, Aufſeher,
2 Feldſchützen, 2 Brunnenmeiſter, 2 Bettelvögte, 1
Amts=
knecht, 2 Büttel, 1 Stadtbalbierer, 2 Kuhhirten,
2 Schweinehirten, 1 Brotwieger, 1 Trommelſchläger, eine
Anzahl Wingertsknechte und Tag= und Nachtwächter.
Am beſten bezahlt wurde der Stadtbalbierer; von
ihm heißt es: „Dem Balbierer an 52 Wochen, von Jeder
Woche 2 fl., weill es ſterbenszeiten iſt geweſt. Reſt ihm
noch 33 fl. 12 Alb.‟ Er hatte das ſchwere Amt eines
Leichenbeſichtigers und trug Sorge für deren baldigs
Beerdigung.
Der Stadtſyndikus erhielt eine jährliche Beſoldung
von 114 fl., die beiden Bürgermeiſter je 20 fl., der
Stadt=
ſchreiber 37 fl. 13 Alb., Haimberger 30 fl., der Organiſt
40 fl., der deutſche Schulmeiſter aber nur 11 fl. 49 Alb=
An der Bezahlung des letzteren könen wir ſehen, wie
gering das Anſehen des Lehrers und der Schule war.
Die beiden Wachtmeiſter hatten einen Gehalt von
je 25 fl., die Pförtner 20 fl. für die Tagwacht. (Die
Nachte=
wachen wurden extra bezahlt.) Der Brotwieger wurde
mit 6 Gulden bezahlt.
Nebenbei erhielten die meiſten Beamten eine Natus
ralbeſoldung an Getreide und Holz. Die meiſten er= jährlich 2 Malter Korn. Die Kuhhirten,
Schweine=
hirten und Feldſchützen erhielten ihre ganze Bezahlung
nur an Korn und Holz; jedem wurden 23 Malter gutz
geſchrieben.
Die ganze Ausgabe für die Beſoldung der
ſtädti=
ſchen Beamten belief ſich auf 505 fl. 18½ Albus.
Die Bürgermeiſter erhöhten ihre ſtändige Einnahme
durch die vielen Diäten und Sporteln, die ſie machten.
Die Erhebung der Gelder, Beſichtigungen uſw. wurden
bezahlt. Gar ſeltſam mutet uns an, daß die Herren
Beamten ſich auf Koſten der Stadt neue Hüte und Schuhe
kauften. So heißt es unter anderem: „3 fl. 13 Alb, Beidte
Bürgermeiſter, Stadtſchreiber, Wagmeiſter uſw. je
9 Albus für einen Hut, den 3 Pförtner 13 Alb. 4 Helles
Schuageld je 4½ Albus.”
Auch Schulden hatte die Stadt, und zwar ganz
er=
hebliche, denn die jährliche Verzinſung derſelben vere
langte eine Aufwendung von 246 fl. 21 Alb. 2 Hellern.
Für die Armen und Elenden gab die Stadt nach
ihrem Verhältnis reichliche Unterſtützung. So leſen wir:
„5 Albus einem Armen Jungen geſteuert, welcher den
böß Grint uff ſeinem Kopff gehat, den 10. Fbr. 1 fl.
4 Albus den 24. Auguſt Einem vertriebenen Pfarrherrn,
welchen die Soldaten auch gefangen und kuranzionierte
mit Namen Johannes Hinterhaus, Pfarrer zu Weins
heim.”
Intereſſant klingen auch folgende Ausgaben: 3 fl. 8 Alb.
den 23 Wingerts Knechten, So die Brunnenquellen
hin=
der der Mühle, durchs Kriegsweßen viel Unrath darin
gelegen, geſeubert worden” oder: „Die beiden
Viehhir=
ten geben auf ihr Anhaltens, daß ſie 2 Tag in der ſtatt
von Hauß zu Hauß gangen Und den Kühen die Hörner
abgenommen haben, daß dadurch keinen Schaden
ge=
ſchehen.”
Zum Schluſſe bringen wir eine Anzahl Ausgabepoſten,
die in keiner modernen Stadtrechnung, weniaſtens nicht
ſo unverhüllt, auftreten. 80 Gulden 1 Albus wurden
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[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
der Stadt verzehrt. Das würde nach unſerem heutigen
Geldwert wohl 1200 Mark bedeuten. Was würde eine
Bürgerſchaft dazu ſagen, wenn in einer modernen Stadt
eine ſolche Verſchwendung mit dem Gelde der
Steuer=
zahler ſtattfände? Und dazu nochin einer kleinen Stadt
in einem Jahre, von dem es im Darmſtädter Antiquarius
heißt: „Das Jahr 1635 war ein furchtbares Jahr für
unſere arme Stadt. Krieg, Peſtilenz und Hungersnot
reichten ſich die Hand zum Vernichtungswerke.”
Uns moderne Menſchen mutet auch eine ſolche
— ſagen wir — Völlerei in einer ſo ernſten Zeit, wo der
Tod ſtündlich vor jeder Pforte lauerte, gar ſonderbar
an. Nur der Tiefſtand an Bildung, Ernſt und Geſittung,
den der ſchon ſeit 17 Jahren währende ſchreckliche Krieg
in allen Menſchenſchichten erzeugte, läßt uns das
er=
klären und entſchuldigen. Oder glaubt man vielleicht
durch fleißigen Genuß von Spirituoſen ein
Konſervier=
ungsmittel gegen die furchtbare Krankheit zu haben?
Doch laſſen wir auch hierin die Akten, die
Rechnun=
gen, reden, denn bekanntlich lügen Zahlen nicht. So
heißt es: „5 fl. 23 Alb. Vor 17 maß wein, den gemäine
Diener Jedem ½ maß Wein und 4 Pfg. Brott, alß ſie
aufs Neu widter angenohmen worten, deren theill wo
Dinſt haben, ihnen an Wein Kauf geben, wie bräuchlich
die maß zu 8 Alb”, oder:
„3 fl. 12 Albus Schultheiß, Bürgermeiſter,
Statt=
ſchreiber, Vieren, Haimberger, Amtsknecht verzehrt als
die gemäine Diener angenommen wordten.”
„21 fl 24 Alb. Iſt Zum Engel (Gaſthaus jetzt Fuld
in der Kirchſtraße Nr. 1) für Trunk=Mahl=Zeit zum
Georg Merker durch 24 Perſonen, durch die Hr. Keller
(Amtmann), Schultheiß, Bürgermeiſter, Rahtſchreiber, 14
Gerichts Perſonen, Vierer, Weinmeiſter, Aufſeher,
Haim=
berg, Amptsknecht und Biedtel.” (Büttel.)
„19 fl. 12 Alb. Iſt zum Martin Merker durch 25
Per=
ſonen durch die Herrn Keller, Schultheiß, Bürgermeiſter,
Rat, wie auch Küfer, Weinmeiſter, Haimberg,
Amts=
knecht, Büttel, auch andere zugehörige. Vor jede
Per=
ſonen an Trunkenmahlzeit auff ganz 20 Albus.”
Sogar aufs Rathaus ließ man ſich den Wein holen,
denn es heißt: „Auf das Rathaus durch den Haimberg
laſſen abholen Wein und Brot für 2 fl. 4 Albus.”
Ich könnte die Zahl der Trunkmahlzeiten auf
Koſten der Allgemeinheit um etliche noch vermehren, aber
ich denke, daß das Angeführte zur Kennzeichnung der
Zeit wohl hinreicht.
Kommen wir zum Schluſſe. Die Einnahme des
Jahres betrug im ganzen 5919 fl. 1 Alb. 11½ Heller, die
Ausgabe aber 6553 fl. 21 Alb 2 Heller. Die Rechnung
ſchloß mit einem Defizit von 637 fl. 19 Alb. 3½ Hellern
ab, welches die Bürgermeiſter nach dem fürſtlichen
Be=
fehl, den Rezeß des Jahres an die Nachfolger
gewiſſen=
haft abzuführen, als angenehme Erinnerung hinterlaſſen
Sport.
D. Der morgige Sonntag bringt ſowohl auf dem
Gebiete der Leichtathletik als auch auf dem Gebiete des
Fußballſports hochintereſſante Kämpfe für die
Darmſtäd=
ter Sportgemeinde. Der Fußballklub „Olympia”=
Darmſtadt veranſtaltet nämlich nachmittags einen
Waldlauf über eine zirka acht Kilometer lange Strecke,
der für Mitglieder des erweiterten Verbandes für
Turn=
ſport Frankfurt a. M. offen iſt. Der Start iſt auf dem
Olympiaſportplatz. Die Strecke geht durch den
Eberſtäd=
ter Wald, nach der Ludwigshöhe, über die Kühruhe, quer
durch Wald und Feld zurück nach dem
Olympiaſport=
platz, woſelbſt noch zwei Runden zu laufen ſind. Da
her=
vorragende Mannſchaften für den Waldlauf ihre
Meld=
ungen abgegeben haben, dürfte hochintereſſanter Sport
geboten werden. Anſchließend hieran um 3½ Uhr findet
das mit Spannung erwartete Fußballwettſpiel des
Fuß=
ballklubs „Kickers”=Offenbach gegen den Fußballklub
„Olympia” ſtatt. Beide Mannſchaften ſtellen ihre
Liga=
mannſchaften. Das hervorragende Abſchneiden des
Nord=
kreisvereins während den letzten Meiſterſchaftsſpielen
bürgt für einen intereſſanten Spielverlauf.
Hervorzu=
heben iſt, daß auch die Turngemeinde
Beſſun=
gen eine Mannſchaft für den Waldlauf gemeldet hat.
sp. Eine weitere Herausforderung um
den Franzöſiſchen Eintonner=Pokal, der
vom 10. Juni an auf der Kieler Förde beſtritten wird
iſt vom Real=Sporting=Klub in Bilbao an den
Nord=
deutſchen Regatta=Verein ergangen. Im ganzen haben
acht Nationen herausgefordert, und zwar Frankreich
England, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und
Spanien, ſo daß die Regatten unter Einrechnung des
deutſchen Bootes von 9 Fahrzeugen beſtritten werden.
sch. Das Internationale Schachturnier
in San Sebaſtian hat jetzt mit dem Siege des
Warſchauer Meiſters Rubinſtein ſeinen Abſchluß
ge=
funden, nachdem dieſer ſeine Hängepartien gegen
Spiel=
mann und Niemzowitſch in famoſem Stil gewonnen
hatte. Mit dem Schlußſtand von 12½ Punkten fällt an
Rubinſtein der erſte Preis von 5000 Fr. Den zweiten
und dritten Preis von 3000 und 2000 Fr. teilen ſich
Niem=
zowitſch und Spielmann, die je 12 Punkte erreichten. Als
Vierter plazierte ſich Dr. Tarraſch mit 11½ Punkten. Ihm
fällt der letzte Preis von 1500 Fr. zu. Weiter erreichten
Perlis 10, Marſhall 9½, Duras 8½, Schlechter und
Teich=
mann je 8 und Leonhardt 5 Punkte. Sie erhalten für
jede gewonnene Partie 100 und für jede Remis=Partie
50 Franken.
Luftfahrt.
sr. Die Ausſchreibung für den Grand=
Prix des Franzöſiſchen Aeroklubs iſt jetzt
von der Sportkommiſſion des Klubs im weſentlichen
feſt=
gelegt worden. Dieſer Wettbewerb für Flugmaſchinen
wird am 16. und 17. Juni auf der 150 Kilometer langen
Rundſtrecke Angers-Saumur-Cholet-Angers
abgehal=
ten. Die Strecke iſt täglich viermal zu durchfliegen, ſodaß
im ganzen 1200 Kilometer zurückzulegen ſind. Bei jeder
Runde muß in Angers eine Zwiſchenlandung
vorgenom=
men werden. Außerdem ſind tägliche Landungen in
Saumur, Cholet vorgeſehen. Teilnahmeberechtigt ſind
nur franzöſiſche Konſtrukteure mit in Frankreich erbauten
Apparaten. Für die Mitnahme von Paſſagieren (bis zu
drei) wird ein Sechſtel der gefahrenen Zeit pro Paſſagier
vergütet. Jeder Paſſagier muß ein Gewicht von
min=
deſtens 75 Kilogramm haben. Die Stärke der Motoren
wird beſchränkt. An Preiſen ſind im ganzen 100000 Fr.
vorgeſehen, davon entfallen auf den Sieger 50000, den
Zweiten 20000, den Dritten 15000, den Vierten 10000
und den Fünften 5000 Fr. Das Nennungsgeld beträgt
2000 Fr., wovon 500 Fr. beim Start und 1000 Fr. nach
Abſolvierung der erſten Runden an die Flieger
zurück=
vergütet werden.
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstaa, den 23. März 1912.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912
Nummer 71.
Oterte e
Heiserkeit, Verschleimuag.
Magen-
säure, Influenza u. Folgezustände.
Uberall erhälttich in Apethekan. Drogen und
Mineralwasser-Handlunnen.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.
Gerüchte über Gerüchte. — Alles kippelt. — Aus der
politi=
ſchen Hexenküche. — Der Kaiſer in der franzöſiſchen
Bot=
ſchaft. — Monſieur Jules Cambon. — Pariſer Platz 5. —
Der Sport und die Berliner. — Von den Olympiſchen
Spielen in Stockholm — Für unſere Touriſten — Zwei
Meininger in Berlin. — Max Grube als Vortragskünſtler.
— Aus dem Theaterleben.
Wenn ſchon . . . denn ſchon! Und dies alte
Berliner Wort befolgten redlich die Berliner um die Mitte
der Woche und ließen einen ganzen Schwarm von Enten
aufſteigen, die ſich im Höhenflug untereinander unlauterſten
Wettbewerb bereiteten. Es iſt ja um die Phantaſie ein
recht ſchönes Ding, aber, wie andere Himmelsgaben, man
darf ſie nicht mißbrauchen! Das geſchah jedoch gehörig
während der letzten Tage, veranlaßt durch das mehr oder
minder zufällige Zuſammentreffen
verſchiede=
ner Ereigniſſe, die an den Stammtiſchen das
poli=
tiſche Barometer mit affenartiger Geſchwindigkeit
auf „Sturm” ſteigen ließen. Ein Sack nach dem andern,
gefüllt mit wichtigſten Neuigkeiten, wurde ausgekramt, und
der buntſcheckige Inhalt auf das eingehendſte
durchgenom=
men: Der Kaiſer reiſt nicht — ſchwere innere und äußere
Gründe — Drohungsrede des engliſchen Marineminiſters
Churchill — Flottenrat unter Vorſitz des Kaiſers bei
Ad=
miral Tirpitz — Bethmann Hollweg und von Kiderlen=
Wächter treten zurück — Einberufung des
Bundesratsaus=
ſchuſſes für auswärtige Angelegenheiten — Beſchleunigte
Einbringung der neuen Wehrvorlage — Falls der
Reichs=
tag ſie nicht annimmt, ſofortige Auflöſung — Ernſtes
politiſches Geſpräch zwiſchen Kaiſer und Botſchafter
Cam=
bon — Sturmwolken — Bum!
Bitte, nur auszuwählen, die Tafel iſt reich gedeckt! Ob
aber alle Gerichte für jeden recht ſchmackhaft ſind, iſt eine
andere Frage, denn — — viele Köche verderben den Brei!
Ja, wer einmal ſo ganz in die geheimen Töpfe der großen
Hexenküche Politik gucken könnte, was alles da
vorbereitet wird . . . aber vielleicht zieht er ſchnell wieder die
Naſe zurück! Auch da mag manch' Hokuspokus
mitunter=
laufen und gelegentlich ganz was anderes herauskommen,
als beabſichtigt geweſen. Genau wie bei all’ den Gerüchten,
die dieſer Tage ſo wild aufſchwirrten und meiſt als „
unbe=
digt ſicher” verbreitet wie geglaubt wurden. Die Wenigen,
die wirlich etwas wiſſen, ſie halten natürlich zurück und
werden ihre Kenntniſſe nicht an die große Glocke hängen.
Wie ja auch Herr Jules Cambon den
franzöſi=
ſchen wie deutſchen Ausfragern nichts von ſeinem
politi=
ſchen Geſpräch mit ſeinem kaiſerlichen Gaſt am
Dienstag=
abend verraten. Es war ſchon viel, daß er überhaupt noch
einige von ihnen zu ſpäter Nachtſtunde empfangen, aber
dieſer Botſchafter der großen Republik weiß den Wert der
Preſſe gut einzuſchätzen und hat vom erſten Tage ſeines
Amtsantritts an die beſten Beziehungen mit den Herren
von der Feder unterhalten. Auch darin der Gegenſatz zu
ſeinem Vorgänger, Herrn Bihoud, der am liebſten die
Tore des Botſchaftspalais am Pariſer Platz 5 ängſtlich
geſchloſſen hielt und ſich wenig aus Geſelligkeit, noch
weni=
ger aus ihm empfohlenen Perſonen, am wenigſten aus der
franzöſiſchen Kolonie machte. Herr Jules Cambon da=
gegen, dem bereits der Ruf eines ſehr umſichtigen, freilich
Deutſchland nicht allzu freundlich geſonnenen Diplomaten
vorangegangen, übt an der Seite ſeiner Gattin gern
lie=
benswürdige Gaſtfreundſchaft aus und hält engen geſellis
gen Verkehr nicht nur mit den Mitgliedern der Botſchaft
ſelbſt, ſondern auch mit ſeinen in Berlin lebenden, ſozial
gut geſtellten Landsleuten.
Uebrigens iſt es ganz falſch, wenn anläßlich des
letz=
ten Diners bei Herrn Cambon bemerkt wurde, daß der
Kaiſer zum zweiten Male jenes Palais, auf welchem
bei beſonderer Gelegenheit die blau=weiß=rote Fahne
flat=
tert, beſucht habe. Als der Marquis de Noailles, der 1896
Herrn Jules Herbette abgelöſt, hier Frankreich vertrat und
ſich ſchnell die Sympathien des Kaiſers erworben, weilte
letzterer häufiger in jenem Palais, des öfteren zu früher
Morgenſtunde, ſo daß einmal ſogar der Botſchafter aus
dem Bett herausgeholt werden mußte und, um den Kaiſer
nicht warten zu laſſen, vor dieſem im .. (die Feder ſträuht
ſich!) . . Schlafrock erſchien. Das Heim der französ
ſiſchen Botſchaft iſt an ſich ein „alter Kaſten”, der
nach dem letzten Kriege hübſch auffriſiert und auch im
In=
nern umgebaut ward. Bis zu dieſer Umwandlung machte
es mit ſeiner ſchmuckloſen, einfarbig getünchten Faſſade
und dem roten Ziegelmanſardendach, auf dem als
Wet=
terfahne ein preußiſcher Ulan mit gefällter Lanze dargeſtellt
war, einen gemütlich=ſpießigen Eindruck. Graf Benedetti,
der vielgenannte, konnte im Juli 1870 vom Fenſter ſeines
Arbeitszimmers aus die Ulanen und andere Truppen mit
ſchmetternder Muſik durch das Brandenburger Tor aus
ziehen ſehen; bald danach packte er ſelbſt ſeine Koffer,
nach=
dem er vorher unter der Hand in aller Eile, aber zu recht
guten Preiſen, die Schätze ſeines Weinkellers an einige
Ber=
liner Weinhändler verkauft — — er mußte wohl nicht ſo
recht an den Sieg der franzöſiſchen Waffen glauben! Unter
dem Grafen Benedetti hatte das ſchlichte Haus in ſeinen
Feſträumen oft die Ausleſe der Berliner Hofgeſellſchaft
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
Seite 31.
vereint, den gänzendſten Kreis aber hatte es in ſeinen
Mauern geſehen, als dort Marſchall Mac Mahon nach der
Rückkehr von der Krönung König Wilhelms in
Königs=
derg, der er als außerordentlicher Botſchafter Napoleons
weigewohnt, ein großes Zauberfeſt gab, von dem Berlin
noch lange ſprach.
Heute würde Derartiges ſchnell verrauſchen im Strom
der vielen ſich überſtürzenden Ereigniſſe, von denen ſelbſt
Fie ſcheinbar wichtigſten, die tagelang die geſamte
Ein=
wohnerſchaft in Aufregung halten, ſchon nach kurzem
völ=
l=g vergeſſen ſind. Nur ein Gebiet macht da eine
Aus=
mahme: der Sport. Solch’ ein Sechstage=Rennen, wie
s uns bald wieder beſchert werden ſoll, nimmt vorher,
während der betreffenden Woche und nachher die
Aufmerk=
lmkeit vieler Tauſende in Anſpruch. Und wer jetzt abends
um Zirkus Buſch den „griechiſch=römiſchen Ringkämpfen”
auſchaut, denen die dichtgedrängten Scharen mit
merkbar=
ier Leidenſchaftlichkeit folgen, der muß glauben, daß ein
gut Teil der Berliner Bevölkerung für nichts anderes
mehr Intereſſe hat. Aehnlich iſt’s bei den jetzt hier „in
Mode” gekommenen japaniſchen Ringkämpfern, deren Ge=
Kalten eigentlich nur aus einem einzigen Fettklumpen
be=
tzehen und einen nichts weniger als äſthetiſchen Eindruck
machen. Auch den Rennen, die am letzten Sonntag im,
trahen Strausberg ihren Anfang genommen, bleibt
unge=
achmälert die Gunſt der Maſſen erhalten, der unerwartet
ſtarke Beſuch trotz aprilartiger Wetterlaunen zeigte es von
treuem.
Was Deutſchland auf dem Gebiete des ernſten Sports
ggelernt hat und zu leiſten vermag, wird es ja im Sommer
im Stock holm zu zeigen Gelegenheit haben, bei den
wort ſtattfindenden Olympiſchen Spielen. Hier
wird ſchon für dieſelben gehörig „gedrillt” da ſich Berlin
ahlreich beteiligen wird, haben doch auch Staat und Stadt
Uhre Teilnahme dafür durch Zuwendung erheblicher Mittel
woewieſen. Aber nicht nur die direkt Beteiligten werden in
wenigen Monden die ſchöne ſchwediſche Haupt= und Kö=
nigsſtadt zum Zek erküren, ſondern auch viele kanſende
Touriſten, denen jene ſicherlich fehr großartigen Spiele,
für die ein gewaltiges Stadion erbaut worden, den Anlaß
bieten dürften zu einem Ausfluge nach dem nordiſchen
Städtejuwel am blauſchimmernden Mälarſee. Da nun
mehrfach behauptet worden, auch in der Preſſe, daß in
Stockholm ſämtliche Hotels und Privatzimmer für den
ganzen Sommer beſtellt ſeien, mag hier, auf Grund
zu=
verläſſigſter Angaben, im Intereſſe der Reiſeluſtigen
her=
vorgehoben werden, daß auch während der Olympiſchen
Spiele Zimmer in Fülle vorhanden ſind und zwar zu
ver=
hältnismäßig niedrigen Preiſen, 5 und 10 Kronen pro Tag.
Dagegen läßt ſich nicht ſagen, ob es ſpäter nicht ſchwer
wird, Unterkunft zu erhalten, wenn der Andrang ſo wächſt,
wie bisher. Tatſache iſt aber, daß augenblicklich kein
Man=
gel an verfügbaren Zimmern herrſcht; die Beſucher der
Spiele müſſen ſich nur rechtzeitig danach umſehen, genau
wie in anderen Orten bei ähnlichen Gelegenheiten, wenn
mit großem Zuſtrom zu rechnen iſt. Man braucht ſich bloß
an „Stockholms Uthyrningsbureau” zu wenden, das
Be=
ſtellungen entgegennimmt und alle erforderlichen Auskünfte
erteilt. Ferner iſt behauptet worden daß die Einlaßkarten
zu den Zuſchauertribünen der Spiele längſt ausverkauft
ſeien. Das iſt ebenfalls. irrig. Die Nachfrage nach den
Einlaßkarten iſt zwar ſehr ſtark, letztere ſind aber noch in
genügender Zahl vorhanden. Für das Ausland ſind
ge=
wiſſe Abteilungen der Zuſchauertribünen reſerviert, und
die Einlaßkarten dazu dürfen nicht an Inländer verkauft
werden. Das Schwediſche Reiſebureau in Berlin, Unter
den Linden 22, und das Komitee für die Olympiſchen
Spiele mit derſelben Adreſſe werden gern Auskünfte über
den Billettverkauf erteilen.
Willkommene künſtleriſche Zugvögel nicht aus der
Fremde, wohl aber aus der Ferne, konnten wir dieſer
Tage an der Spree begrüßen: die Meininger! Freilich
nur zwei von ihnen, zwei Maxe, die es in ſich haben: Max
Grube und Max Reger. Letzterer, der erſt kürzlich
zum Dirigenten der Meininger Hoftapele bernuſen worden,
war mit dieſer erſchienen und gab ein ſtarkbeſuchtes
Kon=
zert im Blüthnerſaal. Es zeigte, daß das ſorgſam
zuſam=
mengeſetzte Orcheſter, das einſtmals unter Hans von
Bü=
lows kunſtſicherem Kommando geſtanden, ſich ſeinen guten,
alten Ruf bewahrt hat und ſich unter ſeinem neuen Leiter
neue Lorbeeren erwerben wird. Max Grube, der
flei=
ßige und erfolgreiche Intendant des Meininger
Hof=
theaters, der dieſem binnen kurzem abermals weiteres
Anſehen verſchafft, trat uns im Verein Berliner Künſtler,
mit dem ihn alte Freundſchaft verbindet, als
Vortragen=
der entgegen, und zwar hatte er ſich Geiſter= und
Geſpenſter=
dichtungen dazu erwählt. Er hielt die dichte Menge im
Saal zwei Stunden atemlos in ſeinem Bann. Grube iſt auch
in dieſem Fach ein Meiſter erſten Ranges und weiß auf
das wirkungsvollſte — ohne den Bogen zu ſtraff zu
ſpan=
nen — ſeine reichen Mittel zur Geltung zu vringen. Kraft
und. Natur in engem Bunde, ihn lenkt ein ſtarker Geiſt,
der klug an rechter Stelle ſtets nur das Beſte gibt. So
war der Eindruck ein gewaltiger und nachhaltiger, ein
Abend, den man dankbar in der Erinnerung behält.
Was man leider nicht ſagen kann von den zwei im
Kleinen Theater und in den Kammerſpielen
des Deutſchen Theaters verbrachten Abenden. An
erſt=
genannter Stätte enttäuſchte uns Guſtav Wieds „
Sa=
tyrſpiel”: „Tanzmäuſe” das, ohne rechte Satire uns
in loſem Wirrwarr mit einer Fülle wenig intereſſanter
Menſchen zuſammenbringt, von denen einige ganz witzig
plaudern, die anderen langweilig maulen. Noch
unerfreu=
licher war in den Kammerſpielen ein Luſtſpiel G.
Cour=
telines und Pierre Wolffs mit dem herzigen Titel:
„Margot kann mir geſtohlen werden”. Uns
kann das ganze Stück nebſt ſeinen beiden Verfaſſern
ge=
ſtohlen werden, dieſe Geſchmackloſigkeit, wie ſie unſere
Bühnen jetzt des öfteren aus Paris beziehen. Die galliſche
Luſtigkeit ſcheint arg nachgelaſſen zu haben.
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Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
Zum vaterländiſchen Feſtabend der Abtelung
Darmſtadt des Deutſchen Frauenvereins vom
Roten Kreuz für die Kolonien
Samstag, 23. März, abends 8 Uhr,
im großen Saale der Turngemeinde am Woogsplatz.
Es zog ihn hinaus auf die wogende Flut —
Der Tat und dem Leben entgegen,
Im Schwellen der Segel da wuchs ihm der Mut,
Er fühlt neue Kräfte ſich regen.
Da dacht er der Heimat ſo lieb und ſo traut:
Ob je mein Auge dich wieder ſchaut?
Empfange den Weihgruß auf’s neue,
Dein Sohn — er bewahrt deutſche Treue.
So trat er zum Kampfe mit Hitze und Froſt,
Mit Arbeit, mit Not und Entbehren, —
Ein Gruß aus der Heimat gab ſtärkenden Troſt,
Gab Kraft, ſich im Kampfe zu wehren.
Du deutſche Heimt im Tannengrün,
Du deutſcher Frühling voll Duft und voll Blühn,
Empfange die Botſchaft aufs neue.
Dein Sohn — er bewahrt dir die Treue.
Bald ſank er auf’s Lager zu elender Raſt
In der Oede beklemmendem Scheine,
Vom tückiſchen Fieber ward er erfaßt,
Da lag er nun — traurig, alleine.
O deutſche Heimat, erbarme dich hier,
Verſchmachtet und hilflos, ſo ruf' ich nach dir,
Empfange den Weihgruß auf’s neue,
Dein Sohn — er bewahrt dir die Treue?
Und deutſchen Gemütes unendlicher Schatz,
Er öffnet die goldene Pforte, —
Die deutſche Schweſter erkämpft ihren Platz,
Sie naht ſich mit tröſtendem Worte.
Die deutſche Heimat, ſo lieb und ſo traut,
Des deutſchen Bruders Leiden erſchaut, —
Mit lindernder Hilfe aufs neue,
So bewährt ſich die deutſche Treue:
M.
Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes in Heſſen
und Heſſen=Naſſau im Februar 1912.
Die Metallinduſtrie war überall noch
immer gut beſchäftigt, an manchen Plätzen noch beſſer als
im Vormonat. Der Deutſche Metallarbeiterverband
be=
richtet aus Frankfurt a. M., daß die Großinduſtrie immer
noch neue Arbeitskräfte einſtellte, wodurch auch die
mei=
ſten Arbeiter, die durch den Konkurs bezw.
Betriebsein=
ſtellung von drei Firmen arbeitslos wurden, ſchnell
wie=
der Arbeit fanden. Die Lage der Portefeuille=
Induſtrie in Offenbach a. M. hat ſich noch immer
nicht gebeſſert. Der Beſchäftigungsgrad war ſehr
mangel=
haft und ſchlechter als im gleichen Monat des Vorjahres.
Die Städt. Arbeitsvermittlungsſtelle zu Frankfurt a. M.
berichtet, daß die Nachfrage nach Sattlern und
Ta=
pozierern ſehr rege war, hauptſächlich wurden
Tape=
zierer für Kundſchaftsarbeiten verlangt. Die Urſache iſt
auf den Umſtand zurückzuführen, daß Private jetzt ſchon
für Oſtern und Pfingſten größere Beſtellungen machen
und andererſeits in den BDade= und Kurorten die Möbel
und die Innendekorationen hergerichtet werden. Auch
Kaſſel berichtet von einer lebhaften Nachfrage nach
Tape=
zierern. Aus der Induſtrie der Holz= und
Schnitzſtoffe berichtet die Städt.
Arbeitsvermittlungs=
ſtelle Frankfurt a. M., daß für Bauſchreiner und
Anſchlä=
ger die Arbeitsgelegenheit noch gering war, dagegen
wurden Schreiner auf beſſere Möbel und
Kundſchaftsar=
beiten in großer Anzahl verlangt, doch konnten nicht alle
offenen Stellen wegen Mangel an geeigneten Kräften
be=
ſetzt werden. Mit Ende des Berichtsmonats fand im
Frankfurter Bezirk die Lohnbewegung der Schreiner,
Drechſler, Maſchinenarbeiter und Rahmenmacher ihren
Abſchluß. Nach dem Bericht des Holzarbaiterverbandes
war in Darmſtadt bei den Schreinern der
Beſchäftigungs=
grad auf Möbel und Bau ſehr gut; die Nachfrage konnte
nicht ganz gedeckt werden. Bei den Bauſchreinern wird
der beſſere Beſchäftigungsgrad auf die Fertigſtellung des
neuen Bahnhofs zurückgeführt. Außerdem wird
berich=
tet, daß für dieſes Jahr bedeutend mehr Baugeſuche
ge=
ſtellt ſind wie in früheren Jahren, ſo daß für Bauſchreiner
auch für die nächſten Monate der Beſchäftigungsgrad in
Darmſtadt ein guter bleiben dürfte. In Mainz fand die
große Mehrzahl der Arbeitſuchenden der Holzinduſtrie
paſſende Beſchäftigung. Nach dem Bericht des chriſtlichen
Holzarbeiterverbandes war in Wiesbaden die Nachfrage
eine rege, doch konnten nicht alle Plätze mit geeigneten
Kräften beſetzt werden Im Bekleidungsgewerbe
war bei den Schuhmachern in Frankfurt a. M. der
Ge=
ſchäftsgang gut; es konnten von 138 Arbeitſuchenden 113
in Arbeit gebracht werden. Auch im Schneidergewerbe
war die Nachfrage nach Gehilfen eine gute; es hielt jedoch
ſehr ſchwer, die Stellen zu beſetzen, da durchweg nur
jün=
gere Leute verlangt wurden und die Mehrzahl der
Arbeit=
ſuchenden ältere Leute waren. Jüngere Schneider
mel=
deten ſich im Berichtsmonat wenig, was hauptſächlich
auf die z. Zt. beſtehende Lohnbewegung zurückzuführen iſt.
Die Schuhfabriken in Offenbach waren gut beſchäftigt.
beſſer als im gleichen Monat des Vorjahres; vereinzelt
wurde Ueberarbeit geleiſtet. Im Baugewerbe war
in Frankfurt a. M. nach Maurern und Zimmerleuten
we=
niger Nachfrage; bei letzteren wird ſich in Bälde mehr
Arbeitsgelegenheit bieten, da für das Deutſche Schützenfeſt
verſchiedene Arbeiten in Angriff genommen werden. Für
Glaſer war wieder reichlich Arbeitsgelegenheit
vorhan=
den; faſt alle Bewerber konnten untergebracht werden.
In Worms hat ſich die Arbeitslage im Baugewerbe
ge=
beſſert. Im Buchdruckergewerbe hielt nach dem
Bericht der Tarifgemeinſchaft in Frankfurt a. M. der
beſſere Geſchäftsgang auch im Berichtsmonat an, ſodaß die
Zahl der Arbeitsloſen von 37 Ende Januar auf 24 Ende
Februar zurückging. Der günſtigere Stand zeigt ſich auch
deutlich in den von dem Bezirk Frankfurt a. M. des
Ver=
bandes der deutſchen Buchdrucker gezahlten
Unterſtützun=
gen; war doch die Ausgabe an Arbeitsloſenunterſtützung
gegen das Vorjahr um mehr als die Hälfte niedriger.
Im Kaſſeler Bezirk iſt der neue Tarif im
Buchdrucker=
gewerbe im allgemeinen ziemlich glatt eingeführt, nur in
einzelnen ländlichen Orten ſcheinen ſich noch Differenzen
herauszuſtellen. Für Heizer, Maſchiniſten, ſowie
für Fabrikarbeiter war in Worms ein Steigen
der offenen Stellen zu verzaichnen, ebenſo hat ſich die
Be=
ſchäftigungsgelegenheit für die ungelernten
Arbei=
ter vermehrt. Beſonders Erdarbeiter fanden reichlich
Beſchäftigung. Im Gaſt= und
Schankwirt=
ſchaftsgewerbe bewogte ſich in Frankfurt a. M.
die Arbeitsmartlage in denſelben Grenzen wie im
Vor=
monat und hat ſich gegen den gleichen Monat im Vorjahr
etwas gebeſſert. Die Zahl der offenen Stellen war etwas
höher als im Vormonat. Aushilfen gab es reichlich durch
die im Februar abgehaltenen Feſtlichkeiten. Der Zugang
von Arbeitſuchenden machte ſich ſtark bemerkbar und es
konnten nicht alle untergebracht werden. Für die
kom=
mande Saiſon liefen zahlreiche Aufträge ein. Auch in
Bad Nauheim war die Vermittlungstätigkeit im
allge=
meinen gut. Im Berichtsmonat wurde beſonders
weib=
liches Perſonal verlangt und vermittelt. Der
Mangel=
an Köchinnen und Hausmädchen macht ſich ſtark fühlbar,
Das weibliche Perſonal ſtrebe vor allem nach Stellen als
Zimmermädchen” obwohl vielfach die von ihnen zu
leiſtende Arbeit beſonders in kleinen Penſionen die gleiche,
wie die der Hausmädchen ſei und die ſo als
Zimmermäd=
chen ausgebildeten Perſonen in größeren Betrieben
viel=
fach unbrauchbar ſeien. In der Landwirtſchafs
ſetzte die Nachfrage nach Arbeitskräften wohl etwas
leb=
hafter ein, als im Vormonat, doch werden die Arbeiten
auf den Feldern in größerem Maßſtab noch nicht in
An=
griff genommen. Auf dem Dienſtbotenmarkt
herrſchte, wie immer, Nachfrage nach guten Köchinnen und
geſchultem Hausperſonal. Von den arbeitſuchenden
Fabrikarbeiterinnen konnte nur etwa ein
Drit=
tel Arbeit erhalten, dagegen ſtanden den 124
ſtellenſuchen=
den Dienſtboten 309 Stellen zur Auswahl.
Handel und Verkehr.
* Mannheim, 22. März. Der Geſchäftsbericht
der Rheiniſchen Hypothekenbank für 1911
nimmt Bezug auf das 40jährige Beſtehen der Bank und
gibt intereſſante ſtatiſtiſche Zahlen, aus welchen der
ſtän=
dig ſteigende Fortſchritt der Bank ſowohl im Umfange
ihrer Geſchäftstätigkeit wie in ihrer inneren Feſtigkeit
ſich ergibt. Insbeſondere auf die Entwickelung der
letz=
ten 15 Jahre, welche ſeit dem 25jährigen Beſtehen der
Bank verfloſſen ſind, darf die Bank mit berechtigter
Ge=
nugtuung zurückblicken. In dieſen letzten 15 Jahren
haben ſich zum Beiſpiel die Reſerven von 3 780 900 Mark
um 23 459 400 Mark auf 27240 300 Mark erhöht. Mit dem
Ende des Jahres 1910 überſtiegen die Reſerven erſtmals
das Aktienkapital, und zwar mit 105,7 Prozent (
ein=
ſchließlich des Gewinnvortrages). Mit dieſem günſtigen
Verhältnis zwiſchen Aktienkapital und Reſerven ſteht die
Rheiniſche Hypothekenbank an erſter Stelle unter den
deutſchen Banken. Auch das Geſchäftsjahr 1911 iſt günſtig
verlaufen, ſo daß bei reichlichen Rücklagen wiederum eine
Dividende von 9 Prozent ausgeſchüttet werden kann,
Der Pfandbriefumlauf hat ſich um 26 450 800 Mark auf=
540 500 700 Mark erhöht, der Darlehensbeſtand auf=
567 741194,78 Mark. Die Bankverwaltung ſchlägt vor,
den Kapitalreſervefonds durch Zuweiſung von 375000
Mark aus dem Vortrag von 1910 auf 11000 000 Mark,
ferner den Pfandbriefſicherungsreſervefonds um 500 000
Mark auf 5 Millionen Mark zu erhöhen, ſo daß die als
Unterlage für den Pfandbriefumlauf dienenden
Reſerve=
fonds (Kapitalreſerve= und
Pfandbriefſicherungsreſerve=
fonds) zuſammen eine Höhe von 16000 000 — 62,75 Proz.,
des Aktienkapitals, ereichen. Außerdem ſoln dem
Hypothekenzinſen=Reſerve=Konto aus dem Vortrage des
Jahres 1910 21 000 Mark und aus dem Reingewinn
wei=
tere 371 194,92 Mark, ferner dem Konto für gemeinnützige=
Zwecke und dem Penſionsſonds zuſammen 50 000 Marl
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 71.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Seite 39.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Creöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13. März: dem Landgeſtütsdiener
eter Bauer, Schwanenſtr. 20, ein S. Johannes. Am 14.:
Adem Tapezier Heinrich Schmidt, Liebfrauenſtr. 72, eine
. Eliſabeth Lilli. Am 13.: dem Kaufmann Paul Joſeph
uß, Darmſtr. 10, ein S. Friedrich Wilhelm Waldemar.
Aum 19.: dem Händler Adam Wolf, Mühlſtr. 7, ein S.
einrich. Am 16.: dem Chauffeur Leonhard Hotz,
Karl=
ſoraße 34, ein S. Ludwig Leonhard. Am 17.: dem Fuhr=
Ansann Georg Koch, Hofſtallſtr. 10, eine T. Frieda.
Aufgebotene. Am 18. März: Kanonier Wilhelm
Hein=
nch Pauly, hier und Margarete Wolf, zu Tiefenbach.
Maurer Adam Werner II., und Margarethe Hofmann,
leeide zu Crumſtadt. Eiſendreher Felix Robert Karl
bearreus, und Dienſtbote Eliſabethe Glock, beide hier.
Estreckenarbeiter Gotthilf Eduard Weißenborn,
Dorn=
leeimerweg 2, und Köchin Anna Maria Oehrig zu
Hirſch=
horn a. N. Kutſcher Hermann Schäfer, Pankratiusſtr.
1116, und Maria Anna Lutz, Pankratiusſtr. 116. Dreher
Gottlieb Rieffel, Rüſſelsheim a. M., und Marie Weber
zu Pfungſtadt. Dreher Wilhelm Müller, Fuhrmannſtr.
22, und Köchin Katharina Eliſabetha Mecker,
Grüner=
weg 37. Am 19.: Jakob Johann Seibert, Feldbergſtr. 30,
und Marie Petri, Wenckſtraße 18. Diplom=Ingenieur
Heinrich Karl Philipp Schreiner, Offenbach a. M., und
Kroſeph. Marie Eckert, Viktoriaſtr. 79. Schreiner Hartmann
Hedtrich, mit Margar. Schmitt, beide in Meſſel. Am 20.:
Finanzaſpirant Paul Otto Höntſch, hier, mit Martha
Gilſch, in Frankfurt a. M. Tapeziermeiſter Philipp Hoth,
im Mainz, mit Karoline Frank, hier, Parkusſtr. 15½.
(Lehrer Adolf Frey, hier, Rhönring 91, mit Katharina
Niebergall in Udenheim. Bäcker Konrad Sattler, hier,
Landwehrſtr. 1½, mit Sofia Fröhner, hier, Soderſtr.
(*7. Am 21.: Elektromonteur Adam Philipp Wittmann,
Kiesſtr. 12, und Schneiderin Roſine Dorothea Wittmann
u Frankfurt a. M. Friſeur Adam Kurz, Groß=Umſtadt,
mit Anna Maria Hebeis, Groß=Umſtadt.
Geſtorbene. Am 17. März: Luiſe Knispel, geb.
Habicht, Witwe des praktiſchen Arztes, 93 J. ev., Nieder=
Mamſtädterſtr. 30. Am 18.: Taglöhner Bernhard
Mudolph, 42 J. ev., Weiſenau. Martha Willenbücher, T.
des Schreinermeiſters, 3 J. kath., Herdweg 6. Am 19.:
Oberpoſtſchaffner i. P. Joh. Adam Krämer, 62 J. ev.,
Schwanenſtr. 30. Am 20.: Marie Pfersdorff, geb. Weber,
Shefrau des Privatiers, 50 J. ev., Rhönring 71. Eliſabethe
Reſting, geb. Hahn, Witwe des Schuhmachermeiſters, 83 J.
LLv., Große=Ochſengaſſe 11. Marie Heß, T. des Tag=
Löhners, 8 Mte. kath., Karlſtr. 26. Am 21.: Marie Mathilde
Keller, T. des Reſtaurateurs, 10 Mte. ev., Wilhelminenſtr. 1.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Judica, den 24. März 1912
Hoſkirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
Dienſt. — Mittwoch, den 27. März, abends um 6 Uhr:
S. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 9 Uhr: Konfirmation der
Konfirmanden des Südweſtbezirks und Feier des heil.
Abendmahls Pfarrer Velte. — Vorm. um 11½ Uhr:
Mindergottesdienſt. Pfarrer Velte. — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Schäfer von Erzhauſen. — Mittwoch, den
27. März, abends um 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Abendfeier. Kollekte.
Stadtkapelle: Samstag, den 23. März, abends um
66 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Pfarrer
Welte. — Sonntag, den 24. März, vorm. um 10 Uhr:
Profeſſor Lic. Matthes. — Vorm. um 11 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Sonntag, den
224. März, vorm. um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den
Süd=
s ſt bezirk. Pfarrer Kleberger. — Freitag, den 29. März,
abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vorm. um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
rum 2½ Uhr: Vorſtellung und Prüfung der
Konfir=
manden des Südbezirks. Pfarrer Dingeldey. —
Mitt=
woch, den 27. März, abends um 8 Uhr: 6.
Paſſions=
andacht. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Samstag, den 23. März, abends um
6 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Pfarrer
Widmann. — Sonntag, den 24. März, vorm. um 9 Uhr:
Konfirmatihn der Konfirmanden des Oſt bezirks. Pfarrer
Widmann. Feier des hl. Abendmahls. — Nachm. um
2 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt bezirk. Pfarrer
D. Waitz. — Abends um 8 Uhr: 5.
Paſſionsgottes=
dienſt. Pfarrer D. Waitz. — Nachm. um 4 Uhr:
Bibel=
ſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. Einführung desſelben durch
Herrn Dekan Wagner aus Grünberg. — Vorm. um
11, Uhr: Kndergotesdienſt. — Donnerstag, den
28. März, nachmittags um 3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. —
Nachmittags um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmandinnen.
Pfarrverwalter Lie. Dr. Vollrath.
Panluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Nachm.
um 3 Uhr: Konfirmandenprüfung. Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Judica, den 24. März, vormittags
um 10 Uhr, im „Feierabend” Stiftſtraße 51: Predigt
und heil. Abendmahl. (Beichte um 9½ Uhr). Pfarrer
Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 24. März,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde von Prediger Schrenk.
— Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. Prediger
Schrenk. — Montag, den 25. März, abends um 8½ Uhr:
Frauen=Verſammlung von Prediger Schrenk. —
Diens=
tag, den 26. März, abends um 8½ Uhr: Männer=
Ver=
ſammlung. Thema: „Der Anſpruch unſerer Zeit an die
Männerwelt”. Prediger Schrenk. — Mittwoch, den
27. März, nachmittags von 2—4 Uhr: Hoffnungsbund für
Knaben. Von 4— 6 Uhr: Hoffnungsbund für Mädchen.
— Abends um 8½ Uhr: Geſangſtunde. — Donnerstag,
den 28. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. —
Frei=
tag, den 29. März, abends um 8 Uhr:
Sonntagsſchul=
vorbereitung. — Abends um 8½ Uhr:
Bibelbeſprech=
ſtunde für Männer. — Filiale der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtraße 88, Hinterbau): Freitag, den 29. März,
abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.
Gottesdienſt der Reuapoſtoliſchen Hemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläudig getauſter Ehriſlen (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 24. März, vorm. um 9½ Uhr
und nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
— Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends um
6 Uhr: Jugendverein. — Montag, den 25. und Freitag,
den 29. März, abends um 8½ Uhr: Geſangverein. —
Mitt=
woch, den 27. März, abends um 8½ Uhr:
Gebetsver=
ſammlung. — Donnerstag, den 28. März, abends um
8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.
Reihabſtengeneinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 24. März, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Zutha aus Frankfurt a. M. — Freitag, den 29. März,
abends um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde.
Jeder=
mann herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 23. März,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 24. März 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
— Um 11 Uhr: hl. Meſſe. — Nachm. um 3 Uhr:
Faſten=
andacht. Nach der Faſtenandacht Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Mittwoch, abends um 6 Uhr:
Kreuzweg=
andacht. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. — Freitag, abends um 6 Uhr: Predigt
und Andacht zu Ehren der ſchmerzhaften Muttes Gottes.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 4 Uhr:
Vor=
trag für die Jugendabteilung der Jungfrauen=
Kongre=
gation. — Um ½5 Uhr: Verſammlung der Jungfrauen=
Kongregation. — Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 23. März,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte bei einem Kapuzinerpater.
Sonntag, den 24. März 1912
Feier des Großen Gebets
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Die Eröffnung des Großen Gebetes iſt um 6 Uhr.
Die letzte Stunde von 5—6 Uhr nachmittags. Hl. Meſſen
um 6 Uhr, ½ 7 Uhr, 8 Uhr und ½10 Uhr. — Die
Faſten=
predigt abends fällt aus.
St. Martinsſapelle zu Beſſungen: Samstag, den
23. März nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 24. März 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Kreuzwegandacht.
— Bibliothel (Herdweg 28): Dienstag, nachm. von 6 bis
7 Uhr. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht. —
Donnersiag, nahmitags um 5 Uhr: Geiegenheit zur
hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 23. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Paſſions=Sonntag, den 24. März 1912
Feſt des Kirchenpatrons, des hl. Joſeph
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½ 7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 9½ Uhr:
Leviten=
amt und Feſtpredigt des Herrn Prälat und Domdekan
Dr. Selbſt=Mainz — Nachmittags um ½2 Uhr:
Chriſten=
lehre und um 2 Uhr Andacht. — An allen Werktagen,
morgens um ¼8 Uhr: Singmeſſe. — Während der ganzen
Faſtenzeit iſt Mittwochs, abends um ½6 Uhr
Faſten=
andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: Paſſions=Sonntag, den 24. März,
vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um½8 Uhr:
Amt und Predigt und Austeilung der hl. Kommunion. —
Nachmittags um 4 Uhr: Andacht. — Während der ganzen
Faſtenzeit iſt Montags nachmittags um ½5 Uhr
Faſten=
andacht.
The Church or England Serriee
5th Sunday in Lent, 24th March 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain from Heidelberg,
will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. März: Dem Maurer Adam
Geier Zwillingstöchter Marie und Luiſe, geb. 15. März.
17. März: Dem verſtorbenen Schneidermeiſter Johannes
Seibert nachgeborener S. Johann Leonhard Ludwig
Karl, geb. 9. Febr. 3. März: Dem Schneider Georg
Hechler S. Karl Hermann, geb. 6. Jan. 22. Febr.: Eine
unehel. T. Elſa, geb. 21. Febr. 10. März: Dem
Ofen=
fabrikanten Karl Weiß S. Karl Erich, geb. 13. Januar.
13. März: Dem Lohnkutſcher Johannes Fiſcher S. Arthur,
geb. 14. Febr. 17. März: Dem Lackierer Bernhard
Stein=
gäßer S. Bernhard Friedrich, geb. 8. Jan. Dem
Poſt=
boten Ludwig Merz T. Anna Marie Katharine, geb.
31. Dez. Dem Schuhmachermeiſter Ernſt Wilhelm Adam
Schönberger S. Ernſt Wilhelm Adam, geb. 8. Febr.
Martinsgemeinde: 14. März: Dem Heizer
Rudolf Mann S. Rudolf, geb. 12. Febr. 16. März:
Dem Schreiner Auguſt Helene T. Margarethe, geb.
23. Dez. 17. März: Dem Lackierer Philipp Seeger T.
Elſa Marie, geb. 17. Dez. Dem Schmied Heinrich
Oſt=
heim S. Kurt Heinrich, geb. 2. Febr. Dem
Fabrikar=
beiter Peter Hartmann S. Johann Adam, geb. 22. Febr.
Dem Kaufmann Erich Meinhardt S. Bruno Heinrich
Erich Otto, geb. 4. März. 18. März: Dem Schreiner
Karl Jung S. Wilhelm geb. 8. Febr. 14. März: Dem
Kaufmann Louis Heiſe S. Ludwig, geb. 7. Juli. 17. März:
Unehel. T. Luiſe, geb. 24. Febr.
Petrusgemeinde: 10. März: Dem Buchdrucker
Auguſt Martin Böhm S. Hans Ludwig, geb. 30. Jan.
17. März: Dem Schneider Georg Falter T. Katharina
Agatha, geb. 27. Jan. Dem Schreiner Friedrich Wilhelm
Billion S. Friedrich Wilhelm, geb. 27. Febr. Dem
Gärtner Georg Ludwig Konſtantin Beck S. Johann
Heinrich, geb. 25. Febr. Dem Redakteur Theodor Beler
S. Reinhold Günther, geb. 2. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. März: Glaſer Jakob
Cre=
ter und Anna Gerhard. 9. März: Gärtner Auguſt
Friedrich Bleſſing und Karoline Franz. 16. März:
Chemiker Dr. Wilhelm Moeſer und Auguſte Scotti=
Menger. 14. März: Der prakt. Arzt Dr. Ernſt Alfred
Ludwig Theodor Kappeſſer in Gimsheim und Marie
Margarete Eliſabeth Klöppinger. 16. März: Gärtner
Ludwig Theodor Läpple und Eliſe Mahr.
Johannesgemeinde: 16. März: Verlademeiſter
Albert Michel und Friederike Schönbein von hier. 21. März:
Friſeur Ludwig Brunner und Anna Ludwig von hier.
Petrusgemeinde: 16. März: Heinrich Hofmann
und Katharine Babel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. März: Georg Schäfer, S.
des Hausburſchen, 1 Mon., ſtarb 13. März. 15. März:
Spenglermeiſter und Inſtallateur Johann Georg
Mom=
berger 59 J., ſtarb 14. März. 18. März: Depotarbeiterin
Auguſte Steinmetz, 20 J., ſtarb 16. März. 20. März:
Luiſe Kniſpel, geb. Habicht, Witwe des Dr. med., 93 J.,
ſtarb 17. März. 16. März: Privatier Ludwig
Lauten=
ſchläger, 92 J., ſtarb 13. März. Kaufmann Heinrich
Müller, 29 J. 5 Mon., ſtarb 13. März. Lina Rechel,
geb. Spieß, 39 J. 2 Mon., ſtarb 13. März in Stuttgart.
Johannesgemeinde: 18. März: Margarete
Geyer geb. Möbus, Witwe des Bahnbeamten, 88 J.,
ſtarb 16 März.
Martinsgemeinde: 14. März: Ludwig Heiſe,
S. des Kaufmanns, 8 M., ſtarb 14. März. 18. März:
Johann Georg Wagner, Maſchiniſt i. P., 72 J., ſtarb
15. März. 20. März: Margarete Weiſſe, Witwe des
Hof=
theaterdieners, 72 J., ſtarb 17. März.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. März 1912.
Nummer 71.
Das grosse Geheimnis
einer rieſigen Kartoffelernte liegt in einem geeigneten
Saatenwechſel. Um Ihre Kartöffelernte zu vermehren,
empfehle ich einen Verſuch mit meiner neueſten Züchtung
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iſt vollſtändig frei von Krankheiten, beſonders von der
Rollkrankheit, iſt widerſtandsfähig und reichtragend.
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Deutſchland exiſtierenden Frühkartoffeln, die den
Namen „Diamant” verdient, da ſie die alleredelſte,
feinſchmeckendſte iſt. Wunderbar ſchöne, äußerſt
feinſchalige, delikat ſchmeckende, prächtig
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fleiſchige Nierenkartoffel, die als ein Diamant unter
ſämtlichen exiſtierenden Kartoffeln als ſolche bezeichnet
werden kann; denn friſch aus der Erde geerntet, hat
dieſe ein prächtiges Ausſehen. Sie iſt die alleredelſte
Kartoffel, die je exiſtiert hat und was ihr noch beſonders
Wert verleiht, daß ſie Anfang Juni ſchon abgeerntet
werden kann. Diamant darf auf keiner Tafel fehlen;
denn ſie iſt eine wirkliche Delikateſſe, ſchmeckt ſehr pikant
und wird deshalb auch Butterkartoffel genannt.
Trotz=
dem ſie ſo fein und die Erſte auf dem Markte iſt,
kann man 200 Ztr. pro Morgen ernten. Die früheſte
aller Kartoffelſorten. Herr H. Grätner, Gutsbeſitzer,
Arnſt., ſchreibt: „Mit Ihrer Siegfrieds Edelkartoffel Diamant bin ich ſehr zufrieden, es iſt die
feinſchmeckendſte Kartoffel, die wir jetzt haben. Von einer anderen Firma bezog ich ebenfalls Diamant,
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Bauer, L., Grafenſtr. 22.
Böhm, Fr., Neue Ireneſtr. 23,
Döderlein, K., Wendelſtadtſtr. 47,
Degenhardt, Gg., Langgaſſe 5,
Gebhardt, V., Karlſtr. 30,
Hamel, Konr., Mollerſtr. 28,
Kreutzer, Hubert, Inſelſtr. 19, III.
Kraft, Philipp, Waldſtr. 20½,
Krämer, Ph., Bleichſtr. 19, II.,
Link, S., Ernſt=Ludwigſtr. 3,
Römer, Gg., Magdalenenſtr. 1,
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