Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Reiſe des Kaiſers nach dem Süden iſt
nicht aufgeſchoben worden und wird Freitag
nachmittag angetreten.
Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe wurde
der Bergarbeiterſtreik im Ruhrgebiet von
allen bürgerlichen Parteien verurteilt.
Die Revierkonferenz der drei Bergarheiterverbände hat
in ſeiner geſtrigen Sitzung beſchloſſen, den Streik
ab=
zubrechen, da eine Fortſetzung augenblicklich
nutz=
los erſcheint.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen
Verhandlun=
gen ſind Blättermeldungen zufolge abgebrochen.
Die engliſche Flottenvorlage iſt im
Unter=
hauſe eingebracht und vom Marineminiſter Churchill
mit Bezugnahme auf Deutſchland begründet worden.
Die engliſche Kohlengrubenbill (
Geſetzent=
wurf über Mindeſtlohn) ſollte am Dienstag im
Unter=
hauſe eingebracht werden und ſoll ſchon bis Samstag
Geſetzeskraft erhalten.
Der Bergarbeitetſtreik im preußiſchen
Abgeordnetenhauſe.
** Am Montag kamen im preußiſchen
Abgeordneten=
hauſe die Interpellationen der Konſervativen,
Freikonſervativen, Nationalliberalen, des Zentrums und
der Fortſchrittlichen Volkspartei betreffend den
Berg=
arbeiterſtreik im Ruhrrevier zur Beratung.
Der Streik wurde auch hier, wie im Reichstag, von
allen bürgerlichen Parteien verurteilt.
Ueber den Verlauf der Verhandlungen wird uns aus
Berlin geſchrieben:
Die Lärmſzenen, die die Sozialdemokraten
im Abgeordnetenhauſe bei den Verhandlungen über den
Bergarbeiterſtreik aufgeführt haben, ſind vermutlich das
Ergebnis einer überlegten Taktik. Die Nachrichten aus
dem Ruhrgebiet laſſen bereits keinen Zweifel darüber,
daß der Streik im Abflauen begriffen iſt. Die Folgen
dieſer Niederlage werden die Schürer des Streiks
umſo=
mehr zu fühlen bekommen, je größer die finanziellen
Ver=
luſte ſind, die ſowohl die ſtreikenden Verbände als ſolche
wie die Arbeiterſchaft an Lohnausfällen erlitten haben.
Da bedarf es eines Ablenkungsmanövers, um die
Ar=
beiterſchaft vergeſſen zu machen, wie mutwillig ſie in das
ausſichtsloſe Unternehmen hineingejagt worden iſt. Als
erprobtes Mittel, ein derartiges Manöver in Szene zu
ſetzen, empfehlen ſich parlamentariſche Tumulte, die ihren
Urhebern den Schein beſonderer Arbeiterfreundlichkeit
verleihen und ſo für die Sozialdemokratie das Odium
der verluſtreichen Niederlage mindern ſollen.
Aus der Debatte ſelbſt iſt folgendes zu berichten:
Auf die Anfrage des Präſidenten erklärt ſich
Staats=
miniſter v. Sydow bereit, die Interpellation ſofort zu
be=
antworten. Abg. Stroſſer (konſ.) erklärt: Der Streik
iſt ohne Innehaltung der Kündigungsfriſt in Szene geſetzt
worden. Er iſt eine Kraſtprobe und zielt auf die
Zer=
trümmerung der chriſtlichen Gewerkſchaften hin. — Abg.
Frhr. v. Zedlitz (freik.): Ein großer Teil der
Streiken=
den, wohl die Hälfte nimmt nur gezwungen an dem Streik
teil, der der inneren Berechtigung entbehrt und ein grober,
ſchwerer Mißbrauch des Koalitionsrechtes iſt. Bei der
Sachlage iſt die Vermittlung der Regierung nicht am Platze;
ſie hat nur mit allen zu Gebote ſtehenden Mitteln die
Ar=
beitswilligen zu ſchützen. Wir erwarten, daß die
vor=
handenen Machtmittel mit allem Nachdruck angewendet
werden. Dann wird die ſozialdemokratiſche Machtprobe ſo
verlaufen, wie wir es im Intereſſe des wirtſchaftlichen
Friedens wünſchen, daß aus der Bewegung eine
Nieder=
lage der Sozialdemokratie wird. (Lebhafter
Beifall rechts, Ziſchen bei den Soz. Der Abg.
Lieb=
knecht (Soz.) ruft: Infame Heuchelei! Große anhaltende
Unruhe im ganzen Hauſe.) Als der Präſident dem Abg.
Dr. Friedberg (nl.) das Wort erteilt, ruft Abg.
Liebknecht nochmals und noch lauter: Infame
Heuchelei! Die Mitglieder der Rechten ſpringen erregt auf.
Präſ. Dr. Frhr. v. Erffa: Herr Abg. Dr. Liebknecht,
ich rufe Sie noch einmal zur Ordnung und warne Sie vor
dem dritten Mal! Nötigen Sie mich nicht, von meinen
Machtmitteln Gebrauch zu machen. Abg. Friedberg
erklärt: Man wollte die chriſtlichen Verbände zum Streik
zwingen. Es iſt ein Verdienſt der chriſtlichen Verbände,
daß ſie auf dieſen Trick nicht hineingefallen ſind. (Lebhafte
Zuſtimmung.) Der Streik ſollte eine neue Etappe ſein in
dem Siegeszuge der Sozialdemokratie. Es handelt ſich um
einen politiſchen Machtkampf und deshalb müſſen alle
bürgerlichen Parteien dagegen zuſammenſtehen. Das
Militär hat beruhigend gewirt. Ich verſtehe ja den In=
grimm, den die Heranziehung des Militärs bei den
Sozial=
demokraten verurſacht hat. Unſere Polizeiorgane ſind im
großen ganzen mit großer Mäßigung vorgegangen. Die
Forderung einer Erhöhung um 15 Prozent iſt zu hoch, ſie
war aber auch nur Verhandlungsobjekt. Geſtern erklärten
die Bergarbeiter, daß ſie auch mit 10 Prozent zufrieden
ſeien. — Abg. Imbuſch (Ztr.): Die chriſtlichen
Gewerk=
ſchaften haben nicht mitgemacht, weil ſie abwarten wollten,
ob die Zechenherren ihr Verſprechen einer Erhöhung der
Löhne einlöſen würden. Was man durch den Streik hätte
erreichen können, hatten die Zechenbeſitzer ſchon verſprochen,
(Hört, hört!) Die Sozialdemokraten fordern immer die
Beſeitigung=der Ueberſchichten, ſind aber immer diejenigen,
die die meiſten Ueberſchichten machen.
Handelsminiſter Sydow: Der Stellvertreter des
Reichskanzlers hat bereits im Reichstage erklärt, daß es
ſich bei dem Streik in erſter Linie um eine preußiſche
An=
gelegenheit handelt, für die die preußiſche Geſetzgebung und
der preußiſche Landtag zuſtändig iſt. (Sehr richtig! rechts.)
Da die Lohnforderungen mit dem Hinweis auf ein
wei=
teres Sinken der Kohlenpreiſe abgelehnt wurden, beſchloß
der chriſtliche Gewerkverein, ſich ablehnend zu verhalten,
während der ſogenannte Dreibund auf Grund der vom
Internationalen Arbeiterkomitee vom 27. Januar 1911 in
Dover gefaßten Reſolution beſchloß, die Lohnbewegung
weiter zu verfolgen. (Hürt, hört!) Am 7. März haben
wir uns mit den Zechenbeſitzern in Verbindung geſetzt
und ſie erſucht, dieſe Frage mit den Arbeiterausſchüſſen
zu behandeln. Zu derſelben Zeit fand eine Beſprechung
des Staatsſekretärs Delbrück mit Reichstagsabgeordneten
ſtatt, die bezweckten, daß auch dieſe zugunſten einer
Ver=
handlung mit den Arbeiterausſchüſſen über die Lohnfragen
wirken möchten. Die Verhandlung iſt von der
ſozial=
demokratiſchen Preſſe höhniſch
aufgenom=
men worden. Bei den Verhandlungen der fiskaliſchen
Zechen mit den Arbeiterausſchüſſen ſind dieſen
Lohnerhöh=
ungen nach Maßgabe der Arbeit in Ausſicht geſtellt worden.
Eine Erhöhung freilich um 15 Prozent haben die
wirt=
ſchaftlichen Intereſſen der fiskaliſchen Zechen für
unverein=
bar erklärt. Wenn die Verhandlungen mit den
Arbeiter=
ausſchüſſen nicht zum Ziele geführt haben, ſo trifft die
fiskaliſchen Zechen nicht die Schuld. In den letzten
Mo=
naten haben die Löhne das Niveau von 1907 vielfach
über=
ſchritten. Der Hauptgrund für den Streik liegt meiner
Anſicht nach darin, daß die Bergarbeiter die durch den
engliſchen Streik geſchaffene günſtige Lage ausnutzen
wolten, um Forderungen durchzuſetzen, die ſie ſonſt nicht
zu erreichen hoffen konnten. (Die Sozialdemokraten riefen:
Anwalt der Zechen.) Handelsminiſter Sydow erwiderte:
Jawohl, ich bin ein Anwalt der Zechen: ſie ſind mir
nach=
geordnet. Ich erkläre übrigens, daß ich Herrn Liebknecht
zum letztenmale geantwortet habe; ich würde dem Hauſe
gegenüber nicht verantworten können, mich mit ihm weiter
in Privatgeſpräche einzulaſſen. (Lebhaftes Bravo, rechts;
großer=Lärm und Unruhe bei den Sozialdemokraten. Abg.
Liebknecht rief nach rechts: Sie ſind ja alle zuſammen
Kinder! Rufe rechts: Unerhört! Präſident v. Erffa rief
den Abg. Liebknecht zur Ordnung.) Handelsminiſter
Sydow fährt fort: Im allgemeinen kann man ſagen, daß
wir jet mit dem Streit über den Berg ſind. Wenn die
Konjunktur jetzt umſchlägt, dann iſt es fraglich, wie man
zu einer Erhöhung der Löhne kommen ſoll.
Miniſter des Innern v. Dallwitz: Ich habe bereits
im vorigen Jahre erklärt, daß es die vornehmſte Aufgabe
des Staates ſei, jede erwerbstätige Arbeit ſo zu ſchützen,
daß jeder Staatsbürger ungefährdet und ungeſtört ſeiner
Arbeitstätigkeit nachgehen kann. (Bravo! rechts.) Soweit
mein Reſſort bei größeren Ausſtänden die Verantwortung
zu tragen hat, kommt es in erſter Linie darauf an,
recht=
zeitig ein Polizeiaufgebot zum wirkſamen Schutz der
Ar=
beitswilligen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung
be=
reit zu ſtellen. Im ganzen waren am 11. März rund 6000
Schutzleute und Gendarmen im Streikgebiet. Der
Mo=
ment zur Heranziehung des Militärs iſt durchaus richtig
gewählt worden. Woher leitet der ſozialdemokratiſche
Arbeiterverband das Recht her, die Angehörigen des
an=
deren Verbandes als Streikbrecher den Streikenden zur
entſprechenden weiteren Veranlaſſung zu denunzieren?
Wenn die Streikleitung geglaubt haben ſollte, die
SStaats=
regierung werde ruhig zuſehen, wie die Mehrheit der
Ar=
beiter im Ruhrrevier in brutalſter Weiſe
verge=
w a l t igt wird, wie ſie durch Ehrverletzung,
Mißhandlung und Bombenattentate geſchädigt wird,
(Entrüſtete Zurufe der Sozialdemokraten:
Bomben=
attentate? Wo war denn das? Gegenrufe rechts
und im Zentrum: Ruhe Ruhe! Erneute
ſtür=
miſche Unterbrechungen der Sozialdemokraten: Unerhört!
Verdächtigung! Stürmiſche Gegenrufe: Ruhe! Ruhe!
Prä=
ſident Dr. Frhr. v. Erffa: Ich bitte dringend um Ruhe),
dann hat ſie ſich gewaltig getäuſcht und auch die
unge=
heuerlichen Beſchimpfungen, die der Reichstagsabgeordnete
Sachſe, der Leiter des Sozialdemokratiſchen Verbandes,
am 14. März den täglich unter Einſetzung von Leben und
Geſundheit, unter Anſpannung allr Kräſte ihres Amtes
waltenden ſtaatlichen Sicherheitsorganen unter Mißbrauch
der parlamentariſchen Immunität (Große Unruhe und
ſtürmiſche Zurufe der Sozialdemokraten: Unerhört!
Leb=
hafte Zuſtimmung rechts und im Zentrum) nachzuſagen,
den traurigen Mut gefunden hat, werden auf die
Re=
gierung keinen Eindruck machen. (Erneute ſtürmiſche
Unterbrechungen der Sozialdemokraten. Gegenruſe rechts:
Nuhe, Ruhe! Präſident Dr. Frhr. v. Erffa: Ich bitte, den
Redner ruhig reden zu laſſen. Zuruf der Sozialdemokra=
ten: Er hat eine Beſchimpfung ausgeſprochen! Abg.
Bor=
chardt: Unverſchämtheit!)
Präſident Dr. Frhr. v. Erffa: Abg. Borchardt, ich
rufe Sie zur Ordnung!
Miniſter des Innern v. Dallwitz: Auch dieſe Dinge
können unſere Haltung nicht ändern. Die ſtaatlichen
Be=
hörden und Beamten werden ſich nicht abhalten laſſen, nach
wie vor ihre Pflicht zum Schutze des Lebens, der
Geſund=
heit und der Ehre der Arbeitswiligen zu tun. Daß die
beſtehenden Machtmittel mit aller Energie einzuſetzen ſind,
iſt der unabänderliche Wille der Staatsregierung. Für
etwa folgende Fälle fällt die Verantwortung auf
diejeni=
gen, die durch nichtswürdige Beſchimpfungen der
Arbeits=
willigen und ſtaatlichen Beamten zu Gewalttätigkeiten
an=
gereizt haben.
Darauf vertagt ſich das Haus.
Die engliſche Flottenvorlage und ihre
Begründung.
* Der erſte Lord der Admiralität, Churchill,
brachte den Marineetat im Unterhauſe ein. Er führte
in ſeiner Rede aus:
Das finanzielle Ausſehen des
Flotten=
etats iſt nicht erfreulich. Alle Welt baut Flotten. Alles,
was mit der Flotte in Verbindung ſteht, wächſt’
beſtän=
dig an Größe, Kompliziertheit und Koſten. Ich will dem
Hauſe die Flottenfrage mit vollkommener Offenheit
dar=
legen, es wird dies namentlich in Bezug auf eine Macht
notwendig ſein. Durch eine indirekte Ausdrucksweiſe
kann jetzt nichts gewonnen werden, im Gegenteil, die
Deutſchen ſind ein Volk mit derbem Verſtand, deſſen
ſtarker und männlicher Sinn und Mut vor der offenen
und ungeſchminkten Feſtſtellung der Tatſachen nicht
zurück=
waicht und nicht verletzt wird, wenn ſie höflich und ehrlich
ausgeſprochen werden. Jedenfalls muß ich meine Pflicht
gegen das Haus und das Land erfüllen. Die Zeit iſt
ge=
kommen, wo beide Nationen ohne Verſtellung und
Ver=
ſtimmung die Bedingungen verſtehen ſollten, unter denen
der Wettbewerb zur See in den nächſten
Jahren ſich geſtalten wird.
Es iſt ſehr leicht, Neubauten ſchnell zu
vermeh=
ren, ſolange man nicht durch die Koſten für die Erhaltung
eines großen Beſtandes belaſtet iſt. Unſere deutſchen
Nachbarn haben noch nicht angefangen, die jährlich
wieder=
kehrenden Laſten für die Erhaltung einer rieſenhaften
Flotte zu empfinden. Dieſe Aufwendungen wachſen
lang=
ſam, aber unerbittlich, daher kann im Laufe der Zeit das
rapide Anwachſen der Neubauten durch den Hemmſchuh
der wachſenden Unterhaltungskoſten aufgehoben werden.
Churchill fuhr fort: Ich bin nicht bereit, gegenwärtig
dem Hauſe die Annahme des Standards: „Zwei Kiele
gegen einen!” mit Bezug auf Deutſchland zu empfehlen.
Die Zeit mag kommen, wo dies notwendig wird. Es iſt
nicht notwendig. Ich wünſche vollkommen klar zu machen,
daß infolge der Maßregeln Me. Kennas nicht der
ge=
ringſte Grund zu Alarm und Verzagtheit vorliegt. Die
Admiralität iſt imſtande, Tag für Tag die nächſten Jahre
hindurch die Sicherheit des Landes und des Reiches
abſo=
lut zu garantieren. Wenn das Haus unſere Forderungen
künftig bewilligt, kann dieſe Ausſicht unendlich
ausge=
dehnt werden. Wir haben nicht mehr als die
größtmög=
liche Gefahr das Bündnis zweier etwa gleich ſtarker
See=
mächte zu betrachten, ſondern die Entwicklung einer ſehr
ſtarken homogenen Flotte, die einer einzelnen Regierung
unterſteht. Daher iſt der Zweimächteſtandard
nicht mehr anwendbar Der tatſächliche
Stan=
dard bei Neubauten, den die Admiralität in den letzten
Jahren verfolgte, war die Ueberlegenheit von 60 Prozent
bei Seeſchlachtſchiffen und Schlachtkreuzern der
Dread=
noughtklaſſe, verglichen mit der deutſchen Flotte
gemäß dem geltenden Flottengeſetz. Andere, höhere
Standards gelten für kleinere Schiffe. Wenn
Deutſch=
land an dem geltenden Flottengeſetz feſthielte, glauben
wir, daß dieſer Standard, abgeſehen von unerwarteten
Entwicklungen anderer Länder, den geeigneten Maßſtab
für die nächſten vier bis fünf Jahre abgeben würde,
ſo=
weit die Dreadnoughiklaſſe in Betracht kommt. Weiter
hinaus zu ſpekulieren iſt müßig.
Jede Vermehrung, die Deutſchland in der Zahl neuer
Schiffe vornimmt, muß die Abnahme des Gefechtswertes
unſerer älteren Typen beſchleunigen. Das erfordert daher
beſondere Maßnahmen unſererſeits. Wenn wir alſo
die=
ſen Standard auf das geltende deutſche Flottengeſetz
an=
wenden, zwei Schiffe pro Jahr, wenn wir uns ſorgfältig
gegen unvorhergeſehene Entwickelungen anderer Länder
ſichern, ſo erſcheint es notwendig, abwechſelnd vier und
drei Schiffe der Dreadnought=Klaſſe in den nächſten ſechs
Jahren hinaus zu bauen. Das iſt das mindeſte, was den
60 Prozent=Standard erhalten wird. Der Entwurf
unſe=
rer Neubauten, den ich unter aller Reſerve mache, würde
folgendermaßen ausſehen: vier, fünf, vier, vier, vier, vier,
gegen zwei, drei, zwei, zwei, drei, zwei oder andernfalls,
wenn Deutſchland drei Schiffe baute: fünf, vier, fünf.
vier, fünf, vier, gegen drei. zwei, drei. zwei, drei, zwei.
Ich will indeſſen klar machen, daß bei einer etwalgen
Verzögerung oder Verminderung der
deut=
ſchen Bauten, ſobald dies deutlich wird, wir in gewiſſen
Grenzen mit entſprechenden Reduktionen folgen werden.
Jede Verringerung des Tempos Deutſchlands wird
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1913.
Nummer 68.
natürlich in großem Maßſtabe von uns nachgeahmt
wer=
den, freilich in gewiſſen Grenzen, weil wir in gewiſſem
Grade die beiden anderen Mächte in Betracht zu ziehen
haben. Aber nehmen wir an, daß im Jahre 1913, wo
Deutſchland drei, England fünf Schiffe bauen will,
angenommen, wir machten dies eine Jahr Ferien, um im
Buch des nationalen Mißtrauens ein weißes Blatt
ein=
zufügen — angenommen, Deutſchland würde in dieſem
Jahre kein Schiff bauen, — ſo würde es ſechs bis ſieben
Millionen Pfund Sterling ſparen. Aber das iſt nicht alles,
wir würden unter gewöhnlichen Umſtänden den Bau
unſerer Schiffe beginnen, wenn Deutſchland den Bau der
ſeinigen beginnt. Durch die drei Schiffe, die Deutſchland
nicht baut, würden automatiſch fünf britiſche Ueber=
Dreadnoughts beſeitigt. Das iſt mehr, als die Deutſchen
in einem wirklichen Kriege erhoffen dürfen. Die
Deutſchen werden als Seemacht durch eine Verſtärkung
nichts gewinnen und durch eine Verminderung nichts
ver=
lieren.
Inbetreff der kleineren Fahrzeuge fordert
die Admiralität zwanzig Zerſtörer, die möglichſt bald
vollendet ſein ſollen, und 700000 Pfund Sterling für
Unterſeeboote, deren Zahl nicht angegeben werden kann,
weil ſie den Typ genau erkennen ließe. Die kleinen
Kreu=
zer bilden einen neuen Charakterzug des Programms.
Der neue Typ iſt zu bezeichnen als leichter Panzerkreuzer.
Dieſe Schiffe ſind beſtimmt zur Begleitung der
Kriegs=
flotte und ſtark und ſchnell genug, um die Zerſtörer
ein=
zuholen und zu vernichten.
Die wachſende Vermehrung des
Mannſchaftsbeſtan=
des der fremden Flotten macht es notwendig, unſeren
Mannſchaftsbeſtand zu verſtärken. Wir als Nation
be=
finden uns in der Defenſive. Es iſt undenkbar, daß wir
auf Deutſchland oder Frankreich, oder eine andere
euro=
päiſche Macht einen unvermuteten Angriff machen. Wir
haben keine Mittel, einen ſolchen Angriff, ſelbſt wenn er
erfolgreich wäre, zu verfolgen, und den Krieg zu einem
ſchnellen Abſchluß zu bringen. Wir ſind auf die
Defen=
ſive angewieſen. Die Folgen einer Niederlage zur See
wären für uns viel größer, als für Deutſchland und
Frankreich. Wir beziehen unſere Nahrungsmittel über
See, wir haben eine ſehr kleine Armee und können die
Unabhängigkeit und die Lebensintereſſen eines großen
kontinentalen Staates nicht bedrohen und könnten keine
Invaſion gegen einen kontinentalen Staat ausführen.
Dieſe Tatſachen rechtfertigen die maritime Suprematie
Englands. Wir beabſichtigen, die Organiſation der Flotte
vollſtändig zu ändern. Die Schiffe für den Schutz des
Königreichs werden in eine erſte, zweite und dritte Flotte
ringeteilt, die acht Kriegsgeſchwader zu je acht Schiffen
bil=
den ſollen, zugleich mit den Kreuzergeſchwadern,
Flot=
tillen und ſämtlichen Hilfsfahrzeugen. Jede dieſer drei
Flotten bildet eine Verwaltungseinheit und hat einen
beſtimmten Standard der Indienſtſtellung (Commiſſion).
Es wird bcabſichtigt, eine neue Klaſſe der Flottenreſerve,
„die mittelbare Reſerve”, zunächſt aus 5000 Mann zu
bil=
den. Wir werden alſo im Mobilmachungsfalle eine
Flotte von 57 bezw. 65 Kriegsſchiffen haben, gegenüber 38
der nächſtſtarken Seemacht. Dies Verhältnis von 57 zu
38 wäre ausreichend, wenn die Ziffern allein entſcheiden.
Die Neuorganiſation ließe ſich leicht weiter entwickeln
und es wäre ganz einfach, die Geſchwader auf 9 und
ſpäter auf 10 Schiffe zu vermehren. Es liegt dies jedoch
jenſeits der Periode von 4 oder 5 Jahren, die dan
äußer=
ſten Horizont unſerer Flottenpolitik darſtellt.
Nach anderthalbſtündiger Rede Churchills erklärte
Lee, die Rede Churchills beweiſe, daß die Admiralität
entſchloſſen ſei, eine klare, ſtetige und reſolute Politik
in Bezug auf die Seeſtreitkräfte Englands zu verfolgen.
In dieſem Falle wäre ein offenes Wort das beſte. Lee
ſchloß: Da die Macht zur See für uns eine
Lebensbedin=
gung iſt, ſo glaube ich nicht, daß irgend ein Verſtändiger
ſagen kann, wir trieben es hierin zu weit. Sicher kann
nicht behauptet werden, daß wir das Tempo forcierten.
Wir nehmen keine provozierende Stellung ein. Ich faſſe
die Politik der Admiralität dahin auf, daß wir eine
Ueber=
legenheit von 60 Prozent über die nächſtſtärkſte Macht
be=
halten, wenn die fremden Mächte an ihren
Flottenbau=
programmen feſthalten, daß aber, wenn dieſe Programme
irgend eine Erweiterung erfahren ſollten, unſere Antwort
in der Anwendung des Grundſatzes beſtehen wird: Zwei
Kiole gegen einen. — Lord Beresford erklärte, der
erſte Paragraph der dem Flottzngeſetz lleigegebenen
Denkſchrift ſei eine indirekte Drohung und
Herausforde=
rung gegen Deutſchland. Churchill hätte das, was
zur Verteidigung des Reiches nötig ſei, auch ausführen
können, ohne Deutſchland zu erwähnen. Dies ſei nicht
das Mittel geweſen, den Frieden zu wahren oder zu
einem Einhalten der Rüſtungen zu gelangen.
Deutſches Reich.
— Die Wehr= und Deckungsvorlagen
dürften dem Reichstag vor Oſtern nicht mehr zugehen.
Der Reichstag, der bereits jetzt damit umgeht, ſeine
Sitzungen bis 7 Uhr abends zu verlängern und dem
nur noch 10 Sitzungstage bis zu den Oſterferien zur
Ver=
fügung ſtehen, iſt bis dahin mit Arbeitsmaterial reichlich
verſehen. Dagegen meint man, würden die neuen
Vor=
lagen den Reichstag ſogleich nach Wiederbeginn der
Sitzungen beſchäftigen. Die Veröffentlichung der
Ent=
würfe ſoll nicht früher erfolgen, als bis ſie auch dem
Reichstag bekannt gegeben ſind. Aus naheliegenden
Gründen ſei man der Meinung, daß es beſſer ſei, eine
vorzeitige öffentliche Diskuſſion zu vermeiden, damit die
Volksvertretung möglich unbeeinflußt an ihre
Urteils=
bildung herangehen könne. Die führenden Organe der
Rechten äußern ſich ziemlich abfällig, und es iſt daher
noch recht zweifelhaft, wie ſich die Dinge bei der Beratung
der Deckungsfrage geſtalten werden. Auch die Aufnahme,
die die Löſung der Deckungsfrage auf der Linken
gefun=
den hat, iſt nicht ſehr ermutigend. Der Führer der
Na=
tionalliberalen, Herr Baſſermann, hat gelegentlich einer
Konferenz der ſächſiſchen Nationalliberalen ſich
keines=
wegs befriedigt erklärt, und die gleiche Haltung nimmt
die Leitung der Fortſchrittlichen Volkspartei ein, die am
letzten Sonntag eine eingehende Beſprechung in Berlin
gehabt hat.
— Gegen die Aufhebung der
Brenn=
ſteuer=Kontingentierung. Der Verband
ſüd=
deutſcher Brennereivereine hat folgenden Beſchluß gefaßt:
Das ſüddeutſche Brennereigewerbe verwahrt ſich auf
das entſchiedenſte gegen die Aufhebung der Brennſteuer=
Kontingentierung. Durch die erwähnte bezügliche
Maß=
nahme werden die unter der Konkurrenz mit dem
nord=
deutſchen Gewerbe ſchwer um ihre Exiſtenz ringenden
ſüddeutſchen Brenner dem wirtſchaftlichen Ruin
entgegen=
geführl. Das ſüddeutſche Brennereigewerbe vertraut
daher auf die Regierungen der ſüdd. Reſervatſtaaten
und auf die ſüddeutſchen Reichstagsabgeordneten aller
Parteien, daß ſie für den Fall der tatſächlichen Aufhebung
der Brennſteuer=Kontingentierung zum Schutze des
ſüd=
deutſchen Brennereigewerbes verlangen werden, erſtens:
daß eine geſetzliche Beſtimmung herbeigeführt wird, die
ähnlich dem Monopolentwurf von 1908 den Brennern der
ſüddeutſchen Reſervatſtaaten eine Entſchädigung
gewähr=
leiſtet, zweitens: daß der Berechnung das Kontingent vom
Jahre 1909 zu Grunde gelegt wird, da durch die
Reichs=
geſetzgebung das ſüddeutſche Gewerbe ſchwer geſchädigt
und durch den damit verbundenen Produktionsrückgang
zu einem extenſiveren Betrieb gezwungen würde, und
drittens: daß die diesbezüglichen geſetzlichen
Beſtimmun=
gen unter Reſervatrecht geſtellt werden.
— Staatliche Angeſtelltenverſicherung
und Lebensverſicherung. Auf eine Anfrage des
Verbandes Deutſcher Handlungsgehilfen zu Leipzig hat
das Reichsamt des Innern erwidert, daß nur wirkliche
Lebensverſicherungen, die vor dem 5. Dezember 1911
abge=
ſchloſſen worden ſind, vom Verſicherungszwange befreien
können. Zuſatzverſicherungen zu Sterbegeldverſicherungen
können daher nicht als Erſatz anerkannt werden, wie
irr=
ümlich von verſchiedenen
Lebensverſicherungsgeſellſchaf=
ten behauptet worden iſt.
— Zum Vorſitzenden der neuen
Reichs=
verſicherungsanſtalt für Angeſtellte iſt der
vortragende Rat im Reichsamt des Innern Koch gewählt
worden; zu Direktoren wurden der Geh.
Oberregierungs=
rat Dr. Beckmann und das Mitglied des
Reichsverſiche=
rungsamtes Lehmann gewählt.
Ausland.
Frankreich.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen Marokko=
Verhandlungen ſind abgebrochen. Nach einer
ver=
läßlichen Meldung aus Madrid begab ſich der franzöſiſche
Botſchafter Geoffray zu dem Miniſter des Aeußern
Gar=
cia Prieta, um ihm die Erklärung zu überbringen, die
franzöſiſche Regierung ſei über die Geringfügigkeit und
Wertloſigkeit der Gegenleiſtungen erſtaunt, die Spanien
biete. Die franzöſiſche Regierung werde auf das ſpaniſche
Gegenprojekt vorläufig nicht antworten, vielmehr ſofort
die Organiſierung des marokkaniſchen Protektorats in
An=
griff nehmen. Nach einer Zeitungsmeldung iſt Frankreich
entſchloſſen, dieſes Protektorat mit der militäriſchen
Okku=
pation aller wichtigen Häfen, darunter des in der
ſpa=
niſchen Einflußzone gelegenen Tazza zu beginnen. Man
glaubt, daß in dieſem Falle auch Spanien ſeine
militäri=
ſchen Maßnahmen in Marokko erweitern wird und
be=
fürchtet, daß dies zu ernſten Konflikten führen dürfte.
Die Wahlreform. Die Kammer nahm die
Verhandlung über die Wahlreform wieder auf und zwar
bei dem Artikel 21. An dieſen Artikel knüpfte ſich wieder
eine neue, ziemlich allgemeine Debatte. Schließlich griff
der Miniſter des Innern Steeg in die Debatte ein und
unterſtützte den Kommiſſionsantrag, der die einzige
Mög=
lichkeit biete, die Wahlreform überhaupt durchzuführen,
weil er dem Mehrheitsprinzip Zugeſtändniſſe mache, die
auch von den Gegnern der reinen Verhältniswahl im
re=
publikaniſchen Lager angenommen werden könnten. Die
Kammer nahm den Artikel 21 in der Kommiſſionsfaſſung
mit 186 gegen 245 Stimmen und den Artikel 22, der
be=
ſtimmt, wie die Durchſchnittsziffern der einzelnen Liſten
im Wahlkreiſe und der Liſtengruppe in der Wahlregion
zu berechnen ſind, mit 288 gegen 243 Stimmen an. Die
Kammerabſtimmung über die Proportionalwahl und die
Haltung des Miniſteriums werden von mehreren
radi=
kalen Blättern ſcharf kritiſiert.
Die Lanterne ſchreibt: Entgegen unſerer Erwartung
iſt das Verhältniswahlſyſtem mit Unterſtützung der
Re=
gierung gegen die Stimmen der republikaniſchen Mehrheit
genehmigt worden. Das Kabinett hat befürchtet, in
die=
ſer Frage im Verein mit der republikaniſchen Mehrheit
zu unterliegen, und es deshalb vorgezogen, dieſe
Mehr=
heit im Stich zu laſſen. — Der Radical erklärt,
gegen=
über der Koalition der Rechten und der äußerſten Linken
bleibe der republikaniſche Block unerſchütterlich, und wenn
das Verhältniswahlſyſtem endgültig angenommen
wer=
den ſollte, dann geſchähe dies ohne Mithilfe der
Regie=
rungsparteien. Wir befinden uns demnach in einer
Sack=
gaſſe. Von den Radikalen wird übrigens mit
Befriedi=
gung darauf hingewieſen, daß die Mehrheit der
Propor=
tionaliſten ſtetig abnehme, während die Zahl der Geaner
des Verhältniswahlſyſtems bei jeder Abſtimmung wachſe.
In Kammerkreiſen hegt man die Befürchtung, daß dieſe
Angelegenheit noch ernſte parlamentariſche
Schwierig=
keiten im Gefolge haben werde.
Portugal.
Die portugieſiſchen Kolonien. Nach
ei=
ner Liſſaboner Depeſche der Daily News haben ſowohl
Deutſchland als auch England auf Erſuchen der
Regie=
rung von Portugal die Verſicherung abgegeben, daß die
Gerüchte, nach denen dieſe beiden Mächte die
portugie=
ſiſchan Beſitzungen aufzuteilen beabſichtigten, grundlos
ſind. Nur wenn Portugal dieſe Kolonien zu verkaufen
wünſche, könne dieſe Frage vertragsmäßig in Betracht
kommen. Großbritannien hat außerdem ſeine
Zuſtim=
mung zur Veröffentlichung des portugieſiſch=engliſchen
Vertrages gegeben, in dem es die Verpflichtung
über=
nimmt, Portugal und ſeine Beſitzungen gegen alle
An=
griffe zu verteidigen.
England.
Internationale Verwickekungen? Aus
London wird vom Montag gemeldet: Sowohl die City
Ein paradieſiſcher Fleck in unſerem
neuen Kongo=Gebiet.
C Unſer neues, viel geſchmähtes Kongogebiet beſitzt
eine Reihe von Anſiedelungen, deren Verluſt den
Fran=
zoſen ſehr ſchmerzlich iſt, und die erſte Stelle nimmt unter
ihnen der Poſten Nola ein, der ein wirklich
paradieſi=
ſches Stück Erde darſtellt. Einen Hymnus auf dieſen
ſchönſten Fleck des Kongogebietes und zugleich ein
Klage=
lied über ſeinen Verluſt ſtimmt ein langjähriger
Anſied=
ler in einem Briefe an, den er an die franzöſiſche
Zeit=
ſchrift Illuſtration richtet:
„Wenn während der Fahrt in der Dampfſchaluppe
oder dem Boot den Sanga hinauf Beamte oder
Kauf=
leute an einem faſt immer ſtrahlend heiteren Himmel die
reichbewaldete Pyramide des Affengebirges ſich
abzeich=
nen ſehen, dann vergeſſen ſie raſch alle Mühen, die ſie
auf der langen monotonen Waſſerreiſe von Ueſſo bis
Nola durchgemacht haben. Und mit dem Entzücken miſcht
ſich ihre Neugierde, denn ſie haben immer wieder in
Brazzaville und anderswo gehört: Nola iſt der ſchönſte
Fleck der Kolonie. Hat man dann die Bukudjo=Dörfer
paſſiert, ſo erblickt man zur Rechten den faſt 200 Meter
breiten, majeſtätiſchen Ekela=Fluß, den eine Inſel in zwei
Arme teilt, und zur Linken den Kader mit ſeinen
mächti=
gen ſchlammigen Fluten. Zwiſchen dieſen beiden großen
Waſſerſtraßen taucht nun, eingebettet in die dunkle Zier
der Wälder, Nola auf mit ſeinen rechteckigen oder
kegel=
förmigen Hütten und den impoſanten portugieſiſchen
und holländiſchen Faktoreien, die ſich am Waldrand
hin=
lehnen. Dank der Kulturarbeit verſchiedener Beamter
und ihrer tapferen Frauen iſt dieſer kleine Winkel
inmit=
ten dieſes prächtigen Landſchaftsbildes zu einem
lachen=
den Garten gemacht worden. Rings um die Häuschen
der Beamten der franzöſiſchen Verwaltung dehnen ſich
entzückende Blumenparterres; man züchtet hier alle die
lieblichen Blumen, die ein wenig an das ſo ferne
Heimat=
land erinnern: Roſen, Dahlien, Veilchen, Cryſanthemen
vereinen ſich zu einer Farbenpracht ohnegleichen,
wäh=
rend Hyazinthen und Tuberoſen die Luft mit ihrem
ſchweren Wohlgeruch erfüllen. Von dem Mittelpunkt der
Anſiedelung, einem ſchöngepflegten Rondell aus, ziehen
ſich Alleen von Palmen=, Feigen= und Lorbeerbäumen,
die ſorgſam mit rötlichem Kies bedeckt ſind; und dann
führt der Weg, von einer dichten Aloehecke umzäunt, an
zahlreichen Mandarinenbäumen vorbei zur portugieſiſchen
Faktorei.
Welch entzückendes Schauſpiel, wenn die feinen
Ko=
libris am Morgen den Tau aus den Blüten dieſes weiten
Gartens trinken! Orangen=, Mandarinen=
Zitronen=
bäume, Gujvabäume, Melonenbäume, Wurzel= und
Avo=
gadobäume und noch viele andere, die köſtliche Früchte
tragen, bilden die anmutigen Haine dieſes Gartens, und
ihre Früchte ſchmecken nicht nur den Europäern, ſondern
ſie ſind auch ein Leckerbiſſen der Eingeborenen, die ſich
raſch mit dieſen Früchten der Kultur befreundet haben.
Eine Ananas= und eine ausgedehnte Bananenpflanzung
ſind den Gemüſegärten benachbart, in denen man mit
einiger Mühe auch manche akklimatiſierte europäiſche
Ge=
müſe zieht. So vortrefflich aufgenommen in den
geräu=
migen Häuſern, die aus an Ort und Stelle fabrizierten
Ziegelſteinen gebaut und mit einem dichten Strohdach
bedeckt ſind, inmitten dieſer üppigen Vegetation,
bewah=
ren die durchreiſenden Europäer eine entzückende
Er=
innerung an Nola und tragen zu ſeinem im ganzen
Kongogebiet verbreiteten Ruhme bei. Ach! bald müſſen
wir dieſem zauberhaften Erdenwinkel Lebewohl ſagen,
müſſen uns mit tiefer Trauer auch von unſeren Toten
trennen, die in dem ſo ruhigen, ſo lieblichen Friedhof
den letzten Schlaf ſchlummern. Wer wird künftig die
Gräber dieſer Franzoſen mit Blumen ſchmücken, dieſer
Soldaten, Beamten und Kaufleute, die auf afrikaniſchem
Boden für das „größere Frankreich” gefallen ſind?
In einigen Wochen werden unſere Poſten verlaſſen ſein,
um deutſche zu werden. Welch herzzerreißender Schmerz
für alle die, die hier gearbeitet und gelitten haben, daß
ſie nun zu einem ſo harten und ſchweren Opfer
gezwun=
gen ſind! Wie viel Augen werden von Tränen erfüllt
ſein, wenn ſie Abſchied nehmen von dieſem paradieſiſchen
Fleck Erde und aus gepreßter Bruſt die beiden Worte
ausſtoßen: Zu Ende!”
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Darmſtädter
Künſtler auswärts. In Aachen fand am
Don=
nerstag im Kaiſerhof unter Leitung des
Obermuſikmei=
ſters Lehmann, deſſen Wirken als Komponiſt ſchon an
allerhöchſter Stelle Beachtung fand, ein Konzer t ſtatt,
bei dem eine ſymphoniſche Dichtung von Friedrich
Fiſcher aus Darmſtadt „Um Mitternacht” zur
Urauf=
führung gelangte, die er ſelbſt dirigierte. Das „Echo der
Gegenwart” ſchreibt über das Werk: Fiſcher zeigt ſich in
ſeiner ſymphoniſchen Dichtung als ein talentvoller
Ton=
dichter, der geſchickt die verſchiedenſten Wirkungen des
Orcheſterkolorits ſeinen Zwecken nutzbar zu machen
ver=
ſteht. Die originellen und charakteriſtiſchen Themen
ge=
ben dem Komponiſten Gelegenheit, ſeine kompoſitoriſche
Technik im beſten Lichte zu zeigen. — Das Aachener
Poli=
tiſche Tageblatt ſchreibt: Den Hauptanziehungspunkt
des Abends bildeten aber zwei Neuheiten, erſtlich die vor
einigen Tagen in unſerem Blatte eingehend erörterte
ſym=
phoniſche Dichtung „Um Mitternacht” von Friedrich
Fi=
ſcher und die große Konzert=Ouverture von
Obermuſik=
meiſter Lehmann ſelbſt. Das Fiſcherſche Werk war
klang=
lich und tonlich ganz reizend, ähnelte in ſeiner
Durchſich=
tigkeit und Ueberſichtlichkeit Vorbildern aus dem
muſi=
kaliſchen Rokoko und zeigte neben melodiſcher
Erfin=
dungsgabe Geſchick in der Verwertung und
Nebeneinan=
derſtellung der Inſtrumente. In der Elfenſzene wirbelte
der tonliche Spuk mit köſtlicher Anmut durcheinander,
grelle Akzente warer durchaus vermieden, in der ganzen
Harmonik blieb ſtets die Grenze der harmoniſchen
Schön=
heit gewahrt. Fein empfunden war die ruhige
Traum=
ſtimmung im Einleitungsteile und in der kurzen
Schluß=
wendung des Werkes. Herr Fiſcher leitete die
Wieder=
gabe ſeiner Schöpfung friſch und ſicher, und empfing als
Dank der Zuhörerſchaft reichen, wohlverdienten Beifall.
Errichtung eines Reichsſchulmuſeums.
Wie mitgeteilt wird ſchweben zwiſchen dem Reich und
der preußiſchen Unterrichtsverwaltung Verhandlungen
Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 3.
wie die hieſigen maßgebenden diplomatiſchen Kreiſe
zeig=
ten ſich heute nachmittag über die politiſche Lage in
Eu=
ropa außerordentlich beunruhigt. An der hieſigen Börſe
war die Depreſſion ſehr bemerkbar. Unkontrollierbare
Gerüchte über internationale Komplikationen ſowie die
ſchwere Depreſſion der Petersburger Börſe, die gleichfalls
durch politiſche Beſorgniſſe hervorgerufen war, ließen die
Geſchäfte ſtocken, ſodaß in den leitenden Papieren ſehr
geringe Umſätze zuſtande kamen. Es herrſchte hier die
Beſorgnis, daß die Lage auf dem Balkan, die ſo wie ſo
zu Beginn des Frühlings ſtets als ernſt bezeichnet
wer=
den muß, ſich berkits in nächſter Zeit durch einen Druck
Rußlands auf die Türkei zugunſten Italiens
verſchlim=
mern könnte. Sollte Rußlands Friedensaktion fehl
ſchla=
gen, die offiziell von dem „Wunſche” geleitet wurde, den
„gänzlichen finanziellen Ruin der Türkei zu verhindern”
ſo fürchſtet man eine, gemeinſame ruſſiſch=italieniſche
Aktion am Goldenen Horn.
* Stockholm, 18. März. Der König
beabſich=
tigt, kurz vor Oſtern eine Erholungsreiſe nach
Süd=
frankreich anzutreten. Die Reiſe wird wahrſcheinlich
drei Wochen dauern.
wegen Errichtung eines Reichsſchulmuſeums. Ein
Reichs=
ſchulmuſeum würde, auf breiter und überſichtlicher
Grund=
lage aufgebaut, für unſere deutſche Volksbildung von
weittragender Bedeutung ſein, und neben größeren
Lan=
desſchulmuſeen (nur Württemberg beſitzt ein ſolches), die
der Eigenart und den Bedürfniſſen der einzelnen
Lan=
desteile entſprechen, ein lebensvolles Bild praktiſcher
Schulgeſchichte zur Anſchauung bringen. Dieſe
Zentral=
ſtelle würde alles in ſich aufnehmen und geordnet
dar=
ſtellen, was ſich auf die deutſche Schule, auf Unterricht
und Erziehung im ganzen deutſchen Vaterlande erſtreckt
Im Intereſſe eines ſtetigen Fortſchritts im Unterrichts=
und Erziehungsweſen ſoll das Reichsſchulmuſeum eine
möglichſt vollſtändige Sammlung der früheren und
jetzi=
gen Schulausſtattungen und Schuleinrichtungen, der
Lehr= und Lernmittel, der Lehr= und Stundenpläne, der
Beſchäftigungsmittel und Schülerleiſtungen und all der
anderen Dinge, die zum äußeren und inneren
Schul=
betriebe gehören, enthalten. Die im Reichsſchulmuſeum
angelegte Sammlung wird wertvolles Material für die
Bearbeitung pädagogiſcher Fragen liefern und auf dem
Gebiete der Sozialpädagogik anregend und fördernd
wirken.
ml. Kinder=Kino. Wie uns aus der däniſchen
Haupt=
ſtadt gemeldet wird, iſt dort ein ſpeziell für den Beſuch
von Kindern beſtimmtes Biographentheater eingerichtet
worden, deſſen Programm vollſtändig dem kindlichen
Auffaſſungsvermögen und den Intereſſen der Jugend
angepaßt iſt. Daß ein Kino nach dieſem Prinzip
lebens=
fähig iſt, hat ſich eklatant erwieſen, da das Theater vom
Tage ſeiner Eröffnung an ſtets volle Häuſer geſehen hat
Wie es heißt, will man einen gleichen Verſuch auch in
Schweden machen, um der Jugend die ſchädlichen
Ein=
flüſſe der meiſten Kinematographentheater fern zu
hal=
ten. Man hofft dort, zu dieſem Zwecke ſogar eine
peku=
niäre Unterſtützung von Seiten des Staates zu erhalten.
* Imitierte Krüppel. Die ſeltſamſte Abordnung, die
man ſich denken kann, erſchien vor einigen Tagen im
Ar=
beitsminiſterium zu Paris: es waren die Sprecher des
Syndikats der Bettler, Krüppel, Lahmen und
Blinden, die den Schutz der Regierung gegen die
imitierten Krüppel anriefen. Von einem beſonders
dreiſten und geſchickten Krüppelnachahmer weiß der Cri
de Paris zu berichten. Jeden Morgen erſcheint auf der
verkehrsreichſten Straße eines vornehmen Stadtteils ein
Mann, dem beide Beine und ein Arm fehlen; er bittet
mit flehentlichem Blick um ein Almoſen, und die
Paſſan=
ten laſſen ſich durch ſeine Jammergeſtalt rühren und
ſpenden reichlich. Wenn aber um die Mittagszeit, zur
Eſſensſtunde, die Straße leer wird, beginnt der Bettler
der dann ſchon ein hübſches Sümmchen beiſammen hat,
vorſichtig um ſich zu ſchauen, und wenige Augenblicke
ſpäter tritt an die Stelle des Armſtummels ein ganz
ge=
ſunder und normaler Arm. Wird der „Krüppel” bei die
ſer Arbeit nicht beobachtet und geſtört, ſo richtet er ſich
bald darauf, indem er die Hände auf den Boden ſetzt,
auf und löſt mit einer raſchen Bewegung aus den
ge=
heimnisvollen Falten ſeiner Beinkleider ein paar Beine,
die ihm beim Davonrennen gute Dienſte leiſten.
Ein Hut für 4000 Mark. In der Londoner
Re=
gent=Street wird ſeit einigen Tagen ein Hut bewundert,
der großes Aufſehen macht, denn dieſe Kopfbedeckung
koſtet nicht weniger als 4000 Mark. Doch dieſer Hut iſt
nicht etwa aus Gold gewirkt oder mit Edelſteinen beſetzt:
es iſt ein ganz einfacher Strohhut, deſſen einziger Schmuck
ein paar herrliche Straußenfedern bilden. Dieſes Muſter
einfachen Geſchmackes iſt Eigentum einer indiſchen
Prin=
zeſſin, der Prinzeſſin Pretiva, der Schweſter des
Maha=
radſcha von Cooch Behar. Und dieſe Indierin, die
glück=
liche Beſitzerin des 4000 Mark=Hutes, wird künftig den
europäiſchen Modiſten noch manches zu verdienen geben,
denn ſie iſt die Braut eines großen engliſchen
Indu=
ſtriellen, Lionel Mander.
* Mittagsmahl im D=Zug. Fahrt durch Sachſen.
Mir gegenüber ein bieder ausſehender Herr. Am Schluſſe
des Menüs, als die Käſeplatte gereicht wird, tritt der
Kellner mit der üblichen Frage „Schweizer oder
Hollän=
der?” an mein Gegenüber heran. „Nee, Sachſe!” war die
prompte Antwort.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. März.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin empfingen am Montag mittag 12½ Uhr im
Neuen Palais die Oberin des Säuglingsheims Fräulein
v. Gordon. — Nachmittags 3 Uhr wohnten Ihre Königl.
Hoheit einer Sitzung des Alice=Frauen=Vereins im Alten
Palais an. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute weder Audienzen erteilen, noch
Meldungen entgegennehmen. Die Vorträge der
Mi=
niſter pp. können von 11 Uhr vormittags ab im Neuen
Palais ſtattfinden.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Kanzleidiener bei Großh.
Hofmarſtallamt Karl Menſens mit Wirkung vom
1. April d. J. an; den evangeliſchen Pfarrer Auguſt
Hildebrand zu Echzell auf ſein Nachſuchen unter
Anerkennung ſeiner langjährigen treu geleiſteten Dienſte,
und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen, mit
Wirkung vom 1. April 1912; den Reallehrer Heinrich
Engel zu Wimpfen auf ſein Nachſuchen unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte mit Wirkung
vom 15. April 1912 an.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Ludwig Pirot
zu Ober=Wöllſtadt, Kreis Friedberg, die Lehrerſtelle an
der Gemeindeſchule zu Hetſchbach, Kreis Erbach.
* Militärdienſtnachricht. Hupe, Oberleutnant
im 5. Großh. Heſſiſchen Infanterie=Regiment Nr. 168,
zur Kriegsſchule in Hersfeld kommandiert.
-g. Strafkammer. Der 37jährige Schloſſer Hermann
Schnelzer aus Eckmannshauſen und der 24jährige
Tagelöhner Konrad Berres von hier, zwei bereits oft
vorbeſtrafte Individuen, lernten ſich in einer hieſigen
Herberge kennen und beſchloſſen, als ſie ihre
gleichgeſtimm=
ten Seelen erkannt hatten, ſofort einen Diebeszug zu
unternehmen. Sie entdeckten am 2. Februar in einem
Torweg ein der Firma Willy Schwab gehöriges
Fahr=
rad, das ſie mitgehen ließen. Berres iſt außerdem
über=
führt, in der Nacht zum 7. März 1911 dem Knecht Karl
Kraft den Betrag von 10 Mark geſtohlen zu haben.
Schnelzer wurde in der geſtrigen Sitzung der hieſigen
Strafkammer zu 1 Jahr Gefängnis und Berres
zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis verurteilt.
Der 24jährige Inſtallationsgehilfe Ludwig Röder von
hier iſt beſchuldigt, am 20. Januar dem Schloſſermeiſter
Georg Bender durch gewaltſames Oeffnen eines
Behäl=
ters 150 Mark geſtohlen zu haben. Der Angeklagte hatte
bei ſeiner Großjährigkeitserklärung als Erbe den Betrag
von 1100 Mark ausbezahlt erhalten, den er jedoch in kurzer
Zeit mit Freunden verjubelt hatte. Aus ſeiner
Arbeitsſtelle flüchtete er unter Hinterlaſſung bedeutender
Schulden und ſeiner Kleider. Trotzdem er in ſeiner
näch=
ſten Arbeitsſtelle faſt denſelben Lohn erhielt, will er hier
be=
deutende Erſparniſſe gemacht haben, von denen er faſt ein
ganzes Jahr leben konnte. Er hielt ſich erſt längere Zeit
arbeitslos bei ſeiner Schweſter auf und als dieſe ihn
nicht mehr beherbergen konnte, logierte er ſich anderswo
ein und erzählte, er hätte Arbeit; er konnte jedoch 14 Tage
keine Miete und kein Eſſen bezahlen. Als er ſchließlich
zum Zahlen gedrängt wurde, ſagte er, er wolle Geld von
ſeiner Schweſter holen. Am Nachmittag bezahlte er dann
auch ſeins Schulden und zeigte recht viel Geld vor und
gerade an dieſem Nachmittag war bei Bender die
Schub=
lade mit einem Nachſchlüſſel oder Dietrich geöffnet und
150 Mark geſtohlen worden. Der Angeklagte hatte ſich
noch verſchiedene Wäſche, einen Hut und Anzug gekauft
und dies alles will er von dem erſparten Gelde bezahlt
haben. Er beſtritt energiſch den Diebſtahl, trotzdem er an
demſelben Nachmittag in dem Hauſe beſchäftigt war, auch
wußte er mit den Verhältniſſen genau Beſcheid. Seine
Angaben, die die Unwahrheit ſofort erkennen ließen,
wur=
den von den Zeugen ſtets widerlegt und das Gericht
ver=
urteilte den Angeklagten unter Einbeziehung einer
vor=
her vom Schöffengericht erkannten Gefängnisſtrafe von
2 Monaten zu 9 Monaten Gefängnis. — Auf
raf=
finierte Art ging der bereits mehrfach vorbeſtrafte 24
jäh=
rige Eierhändler Karl Hettinger vor, um faule Eier
an den Mann oder richtiger geſagt an die Frauen zu
bringen. Er ging am 23. November 1911 mit einem
Korb Eier hauſieren und fragte überall, ob Eier gebraucht
würden, er hätte ſehr gute friſche Eier. Auf Befragen
gab er an, er käme von der Firma Roſenſtock, die ſuche
jetzt Kunden zu erlangen. In einem Falle gab er auch
ein Ei zur näheren Prüfung. Hinterher ſtellte ſich dann
heraus, daß der größte Teil der Eier unbrauchbar war.
Der zwecks Umtauſch der Eier angegangene Roſenſtock
der mit der Sache natürlich nichts zu tun hatte. ſtellte
hierauf Strafantrag und die angeſtellten Ermittelungen
ergaben, daß nur der Angeklagte der Verkäufer ſein
konnte. Eine Zeugin bekundete unter ihrem Eid, den
Angeklagten beſtimmt wieder zu erkennen und er wurde
vom Gericht trotz energiſchen Ableugnens wegen
Ver=
gehens gegen das Nahrungsmittelgeſetz und unlauteren
Wettbewerbs und Betrugs zu 2 Wochen Gefängn is
verurteilt.
s. Rechtskräftiges Urteil. Der in der letzten
Schwur=
gerichtsperiode wegen Meineids und Kautionsſchwindels
zu 6 Jahren Zuchtkaus verurteilte Kaufmann Schmidt
hat das Urteil nunmehr anerkannt. Trotz ſeines
beharr=
lichen Leugnens hat er ſich wohl von einer Reviſion keinen
Erfolg verſprochen, um die Unterſuchungshaft nicht
un=
nötig zu verlängern.
— Danktelegramm. Herrn C. Simoncelli iſt
folgen=
des Telegramm aus Rom zugegangen: „Rom, 18. 3. 12.
Preſidente Circolo Linqua Italiana, Darmſtadt. Seine
Majeſtät der König bedankt ſich für das glückwünſchende
Telegramm. Miniſter Mattioli.”
* Das Denkmal für Kapitänleutnant Fiſcher
wird heute Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, im Hofe des
Realaymnaſiums feierlich enthüllt. Alle Spender zum
Fonds und Freunde und Bekannte des Verewigten ſind
zu der Feier eingeladen.
— Franzöſiſche Vorträge. Am Montag abend
fand im Kaiſerſaal der erſte franzöſiſche Vortrag des
Monſ. Profeſſeur Berryer ſtatt. Der Redner
be=
handelte in großen Zügen den Urſprung der franzöſiſchen
Sprache und ihre Entwicklung unter beſonderer
Berück=
ſichtigung der Literatur des 17. Jahrhunderts. Der
Vortrag war für jeden leichtverſtändlich, die Ausſprache
klaſſiſch. Humorvollen Anekdoten und Wortſpielen wurde
reicher Beifall geſpendet. Die amſſanten Ausführungen
gaben ein ſpezifiſch’s Bild franzöſiſchen Weſens. Der
nächſte Vortrag findet am Donnerstag 8½ Uhr im
Kaiſerſaal ſtatt. Thema: Moliére et ses oeuvres. Der
Erfolg des Redners verſpricht auch für dieſen Abend
allen Liebhabern des Franzöſiſchen eine fördernde und
genußreiche Unterhaltung.
* Auf den Vaterländiſchen Feſtabend, den die
Abteilung Darmſtadt des Deutſchen
Frauen=
vereins vom Roten Kreuz für die Kolonien am
nächſten Samstag abend in dem Feſtſaale der
Turn=
halle am Woogsplatz veranſtaltet, weiſen wir hiermit
nochmals hin mit dem Bemerken, daß nicht nur die
Vereinsmitglieder, ſondern Gäſte aus allen Kreiſen der
Bevölkerung herzlich willkommen ſind. Der Vortrag
des Herrn Marinepfarrers de Haas wird gewiß ſehr
intereſſant und lehrreich ſein, da der Vortragende die
Kolonien aus eigener Anſchauung kennt. Alle
Einzel=
heiten über den Verlauf des Abends und die
muſi=
kaliſchen Darbietungen ſind aus dem Programm im
Anzeigenteil der heutigen Nummer zu erſehen.
* Vortrag. Auf den am Mittwoch, den 20. März,
abends 8 Uhr, in der St. Eliſabethenkirche ſtattfindenden
Vortrag des Herrn Profeſſor Schwarz ſei hiermit
nachmals hingewieſen. Das aktuelle Thema lautet: Die
Religionsfreiheit im modernen Staate. (S. Anzeige.)
* Alldeutſcher Verband. Mitte nächſter Woche
veranſtaltet die hieſige Ortsgruppe des Alldeutſchen
Verbandes eine Feier zu Bismarcks
Geburtstag=
bei der Profeſſor Graf dü Moulin=Eckhard aus München
ſprechen wird.
Hauswirtſchaftliche Wander=Unterrichtskurſe. Nach
dem Ergebnis einer von der Großh. Regierung
veranſtal=
teten Umfrage ſind, der Darmſt. Ztg. zufolge, in folgenden
Kreiſen des Großherzogtums hauswirtſchaftliche
Wan=
der=Unterrichtskurſe eingerichtet: Darmſtadt
(ſeit 1. November 1910), Dieburg (ſeit 1911), Groß=Gerau
(ſeit Herbſt 1911), Heppenheim (ſeit Januar 1910),
Als=
feld (ſeit Dezember 1909), Friedberg (ſeit 5 Jahren),
Gie=
ßen (ſeit 1905 eine Wanderhaushaltungsſchule, ſeit 1908
deren zwei), Lauterbach (ſeit Herbſt 1911), Schotten (ſeit
Januar 1910), Bingen (ſeit Anfang 1911), Mainz (ſeit
1. Oktober 1911). Im Kreiſe Worms beſteht ſeit ſechs
Jahren eine von dem Kreiſe und der Stadt Worms
ein=
gerichtete Kochſchule in Worms. Eine
Wanderhaushal=
tungsſchule für den Kreis iſt geplant, die
Verhandlun=
gen ſind jedoch noch nicht abgeſchloſſen. Für den Kreis
Büdingen iſt gleichfalls eine Wanderhaushaltungsſchule ges
plant. Keine Wanderhaushaltungsſchulen beſtehen in den
Kreiſen Bensheim, Erbach, Offenbach und Alzey. Die
Erfahrungen, insbeſondere in den Kreiſen, in denen die
Einrichtung ſchon länger beſteht, wie namentlich in den
Kreiſen Gießen, Friedberg und Lauterbach, ſind allgemein
ſehr gute, ja im Kreiſe Gießen war man ſogar
veran=
laßt, eine zweite derartige Schule einzurichten. Auch aus
den übrigen Kreiſen, in denen die Einrichtung noch
ver=
hältnismäßig neu iſt, werden trotz der kurzen Zeit des
Beſtehens im allgemeinen recht gut Erfahrungen gemeldet.
Vielfach wird bedauert, daß die Töchter aus dem
Indu=
ſtriearbeiterſtande die Kurſe wenig oder gar nicht
be=
ſuchen.
V.V Der Volksverein für das katholiſche
Deutſch=
land trägt ſich mit dem Plan der Errichtung eines
Volks=
bureaus in hieſiger Stadt. Zur Beſprechung und
Be=
ſchlußfaſſung über dieſen Punkt iſt für nächſten Freitag
abend im Konkordiaſaale eine Verſammlung einberufen,
in der Sekretär Zurnieden=Worms über die
Angelegen=
heit referieren wird. (Siehe Anzeige.)
* Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein
Darm=
ſtadt. Zu der ſehr genußreich verlaufenen letzten
Wanderung hatten ſich trotz des an den vorhergehenden
Tagen herrſchenden ſchlechten Wetters 45 Teilnehmer
eingefunden. Der Weg führte von Bickenbach über das
Alsbacher Schloß zum Melibokus und weiter über
Auerbacher Schloß und Fürſtenlager nach Auerbach. —
Mit dieſer Wanderung iſt das Wanderpropramm für
1911/12 erledigt. Das goldene Abzeichen kann
erfreu=
licherweiſe an 24 Klubſchweſtern und=Brüder verliehen
werden.
* Schüleraufführungen. Die Klavierſchule von
Luit=
gard Kuhlmann veranſtaltet am 26., 27., 28. und 29.
März im Fürſtenſaal Schüleraufführungen. Programme
für 30 Pfg., die zum Eintritt für ſämtliche vier
Auf=
führungen berechtigen, ſind bei H. Arnold und Leopold
Schutter zu haben. (Siehe Anzeige.)
* Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Um=
gegend, e. V. Auf der allgemeinen internationalen
Hunde=
ausſtellung am 17. März 1912 in Frankfurt a. M. wurden
die Hunde folgender Mitglieder prämiiert: Für
Aire=
dale=Terrier Mertens und Barban, Erſten und Ehrenpreis;
für Bernhardiner Oeſtreicher, zwei Erſte u. Ehrenpreis;
für Bernhardiner Kaffenberger, Roßdorf, Dritten Preis;
für Deutſche Boxer Katzenbach, zwei Erſte u. Ehrenpreis;
für Dachshunde Keller, Dritten und Ehrenpreis.
Das Reſidenz=Theater am weißen Turm bringt
heute u. a. in ſeinem Programm als ſenſationelle Neuheit
in der Kinobranche das dreiaktige Drama „Der Schrei
nach Lebensglück‟. Der Film wurde erſt am 16. März
von der Nordiſchen Filmfabrik fertiggeſtellt und iſt voll
ſpannender Momente. Wir ſind überzeugt, daß den
Beſuchern des Theaters das Programm einige
genuß=
reiche Stunden bereiten wird. (Siehe Anzeige.)
§ Verletzt. Am Monag abend gegen 8 Uhr iſt
ein Fahrburſche, welcher infolge einer Schlägerei in der
Waldſtraße Verletzungen am Hinierkopfe davontrug,
mittelſt Krankenautomobil in das Städtiſche
Kranken=
haus verbracht worden. Nach Anlegung eines
Ver=
bandes wurde der Verletzte aus dem Krankenhaus
wieder entlaſſen.
§ Wäſchediebſtahl. Am Montag abend zwiſchen
7 und 8 Uhr ſind aus einer Hofreite in der
Pankratius=
ſtraße verſchiedene zum Trocknen aufgehängt geweſene
Wäſcheſtücke geſtohlen worden.
§ Feſtgenommen. Ein Schloſſergehilfe aus
Otters=
leben iſt hier wegen Diebſtahl im wiederholten Rückfall
feſtgenommen worden.
Seeheim, 18. März. Die hieſige
Odenwald=
klubortsgruppe feiert ihr Dekorierungsfeſt
Sams=
tag, den 23. d. M., abends, im „Darmſtädter Hof” (
Hein=
rich Quirin). Neben muſikaliſchen und geſanglichen
Darbietungen gelangt ein vom Vorſitzenden verfaßter
Touriſtenſchwank: „Die Meier’n” zur Aufführung. Alle
Odenwaldklub=Ortsgruppen und deren
Familienange=
hörige ſind herzlichſt willkommen (tunlichſt im
Touriſten=
anzuge).
Reinheim i. O., 18. März. Die Errichtung einer
elektriſchen Ueberlandzentrale für eine
An=
zahl Ortſchaften des vorderen Odenwaldes in der Provinz
Starkenburg wurde in einer Verſammlung der
Bürger=
meiſter des Kreiſes beraten. Das Projekt ſoll etwa 4
Mil=
lionen Mark koſten. Der Kreis wird ſich mit ungefähr
40000 Mark beteiligen.
Mainz, 19. März. Die organiſierten Kapitäne,
Schif=
fer, Matroſen, Steuerleute der oberrheiniſchen und
nieder=
rheiniſchen Schiffahrtsgeſellſchaften (etwa 6000 Mann)
haben beſchloſſen, am 31. März wegen Lohnforderungen
in den Ausſtand zu treten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. März. Als der
Chauf=
feur Putzig aus Wilmersdorf heute früh gegen 4 Uhr
einen Herrn und eine Dame aus dem Weſten nach dem
Anhalter Bahnhof fuhr, fand er nach dem Ausſteigen
des Paares in ſeinem Automobil einen Pompadour,
in dem ſich außer einem Portemonnaie, das Gold= und
Silbergeld aufwies, auch eine Brieftaſche befand, die
Papiergeld im Werte von 36000 Kronen
enthielt. Ferner lagen in dem Pompadour 26
Geld=
ſchrankſchlüſſel zu einem Bunde vereinigt. Der
Chauf=
feur gab den Fund auf der Polizeiwache in der
Mügge=
erſtraße ab. — Auf Anordnung von Rektor und Senat
ſt die Landsmannſchaft „Cimbria” an der
Berliner Univerſität aufgelöſt worden, da man
Befürcht=
ungen über die Diſziplin ſeitens der akademiſchen
Be=
hörden hegt. Wie jetzt bekannt wird, hat das Präſidium
der „Cimbria” bei der Einreichung der Liſte ihrer
Mit=
glieder unwahre Angaben gemacht. — Juſtizrat
Munckel, ein Sohn des verſtorbenen Abgeordneten,
wurde nach Unterſchlagung von 30000 Mark, die er
ein=
geſtand, verhaftet. — Einen entſetzlichen Tod
hat der fünfjährige Knabe Paul Thalke, deſſen Eltern
in der Martin=Opitz=Straße wohnen, erlitten. Während
die Mutter im Wohnzimmer beſchäftigt war, ſpielte der
Kleine in der Küche an einem mit kochendem Waſſer
ge=
fülltem Keſſel herum. Er muß ſich dabei wohl zu weit
über den Rand hinweggebeugt haben, denn plötzlich
ſtürzte er kopfüber in die ſiedende Flüſſigkeit. Das
un=
glückliche Kind ſtieß jämmerliche Schmerzensſchreie aus,
worauf die Mutter entſetzt zur Küche eilte. Sie riß
ihren Sohn aus dem Keſſel heraus, der Kleine hatte aber
inzwiſchen am ganzen Körper ſo furchtbare
Brandwun=
den davongetragen, daß er auf dem Wege nach dem
ſtädti=
ſchen Krankenhauſe unter qualvollen Schmerzen ſtarb.
Frankfurt, 19. März. Die Frankfurter Nachrichten
ſchreiben: Der Großherzog von Heſſen, deſſen reges
Inter=
eſſe für unſere Kolonien allgemein bekannt ſein dürfte
hat zwei zurzeit hier in Frankfurt weilende
Kolonial=
maler zu ſich in Audienz befohlen. Der eine der Herren
iſt Ernſt Vollbehx, der vergangenes Jahr hier eine
reiche Bilderſammlung aus Afrika ausgeſtellt hatte und
ſoeben von ſeiner dritten Kamerun=Expedition
zurück=
gekehrt iſt. Er wird heute morgen um 11 Uhr von dem
Großherzog, ſowie deſſen Gemahlin im Neuen Palais
empfangen werden. Auch wird dem bewährten
Kolonial=
maler in wenigen Tagen vom Prinzregenten Luitpold
eine Audienz gewährt. Der andere Herr iſt Ernſt M.
Heims, der den Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg
auf ſeiner letzten Inner=Afrika=Expedition begleitete und
zurzeit im Völkermuſeum ſeine an Ort und Stelle
ange=
fertigten Aquarell= und Oelſkizzen, etwa 120 an der Zahl,
ausſtellt. So viel wir erfahren haben, iſt Heims zu einem
vom Großherzog Donnerstag abend veranſtalteten
Sou=
per im Frankfurter Hof, an dem auch Hofrat Hagen
teil=
nehmen wird, geladen. Die Ausſtellung die meiſt aus
prächtigen Landſchaftsbildern aus den Gebieten Ubangi,
Franzöſiſch= und Belgiſch=Kongo, ſowie aus Deutſch=
Bo=
run und dem Tſadſee beſteht, kann bis zum 24. März
unentgeltlich beſichtigt werden.
Jena, 18. März. Die Meldung, daß der
Banden=
führer Strati in Alexandria verhaftet wurde, iſt
wahr=
ſcheinlich unzutreffend. Ingenieur Richter
er=
hielt vor mehreren Wochen die Photographie der in
Alerandria verhafteten verdächtigen Perſönlichkeit. Auf
Grund der Photographie konnte Richter feſtſtellen, daß
der Verhaftete weder Strati noch ein anderes Mitglied
der an der Entführung beteiligten Bande iſt.
Flensburg, 18. März. Die erſte Strafkammer
des Landgerichts verurteilte den Redakteur Thomſen vom
däniſchen Proteſtblatt Heimdal in Apenrade wegen
öffent=
licher Beleidigung des Konſiſtoriums in Kiel in einer
Kritik über die Einführung von deutſchen
Gottesdienſten in der Gemeinde Ries bei
Apen=
rade zu 600 Mark Geldſtrafe und den Redakteur Filskow
vom Flensburger Avis, welcher die betreffende Notiz
übernommen hatte, wegen desſelben Vergehens zu 300
Mark Geldſtrafe. Der Staatsanwalt hatte drei bezw.
einen Monat Gefängnis beantragt.
Wien, 18. März. Die Neue Freie Preſſe meldet aus
Ezernowitz: Heute ſind in Alt=Zuczka drei Ortsbewohner
nach dem Genuß von Schnaps unter
Vergiftungs=
erſcheinungen geſtorben, ein vierter rinat mit
dem Tode. Man nimmt Vergiftung durch
Methyl=
alkohol an.
Prag, 18. März. Durch eine Erploſion im
chemiſch=phyſikaliſchen Inſtitut der deutſchen Univerſität
wurden der Vorſteher, Profeſſor Rothmund, ſowie die
beiden Aſſiſtenten Wagner und Burgſtaller heute abend
beim Exyerimentieren ſchwer im Geſicht, beſonders an
den Augen, verletzt.
Paris, 19. März. An der Mittelmeeküſte, namentlich
an der franzöſiſchen Riviera, herrſchen in den letzten 48
Stunden ſchwere Unwetter, Ein
wolkenbrucharti=
ger Regen hat große Verwüſtungen angerichtet. Ein
klei=
ner Küſtenfluß iſt über die Ufer getreten.
Madrid, 18. März. Nach einer amtlichen
Mit=
teilung des Marineminiſteriums ſind der erſte Offizier
und der Bootsmann des bei Ceuta geſtrandeten Dampfers
„Axenfels” ertrunken. Die übrigen Offiziere und die
übrige Mannſchaft wurden gerettet.
London, 18. März. Ueber 1000 Chauff eure der
Londoner Antomobildroſchken erklärten den Streik mit
der Begründung, daß ſich die Fuhrherren nicht an die
Bedingungen hielten, die bei dem letzten Streik durch den
Schiedsſpruch feſtaeſetzt worden ſind.
London. 18. März. Nach einer Lloyd=Meldung aus
Spezia berichtete der ſchwediſche Dampfer „Canadia‟
daß der britiſche Dampfer „North Briten” auf
der Höhe von Cardiff geſunken ſei; nur ein Mann
ſei gerette: worden.
Konſtafitinovel, 19. März. Geſtern vormittag
ver=
ſuchten im Juſtizminiſterium vor der Oeffnung des
Bureaus zwei Perſonen, darunter der Exleutnant
Js=
mail, eine Brandſtiftung, indem ſie in zwei
Stock=
werken Petroleum ausſchütteten. Ismail wurde
ver=
haftet. Er verſuchte zweimal zu entfliehen, indem er ins
Meer ſprang; er wurde aber herausgezogen. Der andere
Brandſtifter iſt entkommen.
St. Antonio (Texas), 18. März. Die Zahl der bei
der Lokomotivkeſſelexploſion
umgekom=
menen Perſonen beträgt nach den bisherigen
Feſt=
ſtellungen 25. Der Lokomotivſchuvpen und die
Kupfer=
ſchmiede wurden völlig zerſtört. An anderen
benachbar=
ten kleinen Gebäuden wurden ebenfalls große
Zerſtör=
ungen angerichtet. Die im Schuppen befindlichen
übri=
gen Lokomotiven wurden zertrümmert. In der
Grob=
ſchmiede wurden allein 15 Leichen aufgefunden, die
teil=
weiſe in Dachſpalten oder zwiſchen Maſchinenteilen
ein=
geklemmt waren. Der vordere Teil der explodierten
Lokomotive wurde auf ein in einiger Entfernung
be=
findliches Haus geſchleudert, durchſchlug das Dach,
zer=
trümmerte drei Zimmer und blieb im Erdgeſchoß liegen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Könſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Konzert Bülau. Auf den heutigen
Kon=
zertabend des Violinvirtuoſen Dr. Wolfgang Bülau
aus Hamburg im Saale des Hotels „Zur Traube” ſei
nochmals empfehlend hingewieſen. (S. Anz.)
* Mit dem Motorboot durch Afrika. Wie
die Berliner den Vortrag des Oberleutnants Graetz über
ſeine Durchquerung Afrikas aufgenommen, über welche der
erſte reichilluſtrierte Band bereits im Mai d. J. bei
Braun=
beck=Gutenberg, Berlin, Lützowſtraße 105, erſcheint, geht
aus einer Notiz des Berliner Salon hervor, welche
wört=
lich lautet: In den Kammer=Lichtſpielen am Potsdamer
Platz erzählte der eben aus Afrika zurückgekehrte
Oberleut=
nant Paul Graetz ſeinem geladenen Publikum ſehr
inter=
eſſant von den mannigfachen Abenteuern und
Beſchwer=
niſſen, die er bei ſeiner Durchquerung Afrikas im Motor=
boot erlebt und erduldet hat. Die ausgezeichneten
Licht=
bilder, die ſeinen Vortrag illuſtrierten, gaben den Hörern
feſſelnde Aufſchlüſſe über das Leben und Treiben der
welt=
entlegenſten Stämme im dunkelſten Afrika. Sogar
ordent=
liche Menſchenfreſſer bekam man zu ſehen, ſo daß dem
Publikum zuweilen wirklich die Haut ſchaudern konnte.
Aber ſo etwas haben die Berliner ja gerade gern. Mehr
aber noch bewunderte man die heroiſche Ausdauer und
Zähigkeit, mit der Oberleutnant Graetz alle jene Strapazen
überwunden hat, ohne ſich von ſeinem Ziel ablenken zu
laſſen. Wegen des großen Intereſſes, das ſein Vortrag
erregte, hat Oberleutnant Graetz ſich bereitfinden laſſen,
ihn noch dreimal zu wiederholen.
Es iſt begreiflich, daß die Nachfrage nach Karten zu
dem bereits übermorgen in unſerer Stadt von
Oberleut=
nant Graetz perſönlich geſprochenen Vortrag außerordentlich
rege iſt. Es empfiehlt ſich daher, ſich noch rechtzeitig einen
Platz zu ſichern. Kartenverkeuf bei Georg Thies Nachf.
(L. Schutter) und an der Kaſſe.
* Lieder zur Laute von Sven und Liſa
Scholander. Am 28. März, Donnerstag, gibt das
be=
rühmte Sängerpaar bei uns im Saale des Hotel Traube
einen Liederabend zur Laute, worauf wir ſchon jetzt
hin=
weiſen möchten. Ueber den letzten Liederabend in
Ham=
burg ſchreibt R. B. in den Hamburger Nachrichten: Zum
dritten Male kam in dieſem Winter der nordiſche Barde
Sven Scholander zu uns. Dem vollen, ſogar auf dem
Po=
dium mit Stühlen beſetzten kleinen Muſikhallenſaal bot
Scholander, deſſen Kunſt auch immer aus dem Vollen
ſchöpft, herzerfreuende, erhebende und erheiternde Genüſſe.
Im Verein mit ſeiner anmutigen Tochter Liſa eröffnete er den
Abend mit Liedern von Mendelsſohn und Brahms, denen ſich
ein reizender Dialog von „Monſieur und Madame Denis”
anſchloß. Fräulein Liſa allein — darum iſt ſie aber noch
keine Mona Liſa — entzückte die dankbaren Hörer mit
alt=
ſchwediſchen Volksliedern, unter denen ſich neben dem
auch in den deutſchen Liederſchatz übergegangenen „Spinn,
ſpinn” herrliche Stücke fanden. Alle Geſänge ſpiegeln in
ihrer leuchtenden Klarheit und ihren zwiſchen ſtiller
Schwer=
mut und ſorgloſer Fröhlichkeit wechſelnden Weiſen die
Na=
tur des ernſten und doch ſonnigen ſchwediſchen Landes
wie=
der. Auf einen hohen Grad ſteigerte Scholander die
Bei=
fallstemperatur durch ſeine prächtigen, von ſonnigem
Hu=
mor durchleuchteten Vorträge. Was Scholander durch eine
mimiſche Nuance, eine Wendung des Körpers in der
Cha=
rakteriſierungskunſt leiſtet, iſt immer wieder erſtaunlich.
Mit einem köſtlichen elſäſſiſchen Volkslied „Schwewelhölzle‟
und Kompoſitionen von Abt und Viardot wollten Liſa und
Sven Scholander ihre Darbietungen ſchließen, es wurden
aber auch dann noch Zugaben begehrt und gewährt.
Kartenverkauf bei Georg Thies Nachfolger (Leopold
Schutter).
Wanderungen durch das ſtädtiſche Muſeum.
Die jüngſte ſtädtiſche Anſtalt, das hiſtoriſche Muſeum,
ſoll in Ergänzung der bereits vorhandenen Muſeen, des
der großen Kunſt dienenden Landes=Muſeums, ſowie
des kunſtgewerblichen Muſeums alle für die Geſchichte
Darmſtadts wichtigen Gegenſtände: Bilder, Karten,
Mö=
bel, Trachten uſw., beſonders Abbildungen von ſpäterf
verſchwundenen Teilen, Gebäuden u. a. für die
Nach=
welt bequem zugänglich machen. Es will gewiſſermaßen
ein großes heimatkundliches Bilderbuch für Alt und Jung
über Darmſtadt von ſeiner Entſtehung in ferner Vorzeit
bis auf die Gegenwart hin ſein, eine Pflegeſtätte des
Heimatſinns. Als ſolches wird es auch bei dem regen
Sinn für die Geſchichte von Darmſtadt durch eifrigen
Be=
ſuch von allen Bevölkerungskreiſen gewertet. Ein
viel=
verſprechender Anfang iſt gemacht, faſt täglich kommen
neue, oft wertvolle Schenkungen hinzu. Da die Beſucher
an dieſen neuen Zugängen oft achtlos vorübergehen, ſoll
in den folgenden Wanderungen auf ſie beſonders
hinge=
wieſen, ſie, wenn nötig, kurz erläutert werden.
Eine der wichtigſten Erwerbungen ſeit der
Begrün=
dung unſeres Muſeums iſt ihm als Vermächtnis des im
vorigen Jahre verſtorbenen langjährigen
Ehrenbeigeord=
neten, Großh. Baumeiſters Riedlinger, dem zu
Ehren die Riedlingerſtraße benannt wurde, zugefallen.
Es ſind 13 Aquarelle, Anſichten von Teilen Darmſtadts
aus der Biedermeierzeit. Dieſe Bilder ſollten eigentlich,
dem Willen des Erblaſſers gemäß, erſt nach dem Tode
ſeiner Töchter in unſeren Beſitz gelangen. Es iſt deshalb
ein nicht hoch genug anzuerkennender Entſchluß der
Er=
ben, dieſe Bilder jetzt ſchon der Oeffentlichkeit zu
über=
geben. In dem folgenden ſoll kurz der Lebensgang des
bis jetzt unſeres Wiſſens in keinem Darmſtädter Muſeum
vertretenen Malers Heinrich Hoffmann mitgeteilt,
ſo=
wie die Bilder erläutert werden. Heinrich Hoffmann
wurde zu Darmſtadt am 27. Auguſt 1816 als Sohn des
Rechnungsrats beim Kriegsminiſterium geboren. Er trat
am 1. Oktober 1832 als Freiwilliger in das 3.
Infan=
terie=Regiment und war mit dieſem in verſchiedenen
Gar=
niſonen (Darmſtadt, Worms). Mit ſeiner Ernennung zum
Hauptmann am 6. Februar 1856 wurde er in das 2.
In=
fant.=Regt. mit der Garniſon in Friedberg verſetzt, nahm
am 6. September 1862 ſeinen Abſchied und lebte ſeitdem
ununterbrochen in ſeiner Vaterſtadt. Er ſtarb hochbetagt
am 14. März 1891.
Das ſind die kurzen Lebensereianiſſe des unermüdlich
tätigen Mannes. Namentlich die Mußezeit nach ſeinem
Rücktritt vom aktiven Dienſt widmete er ganz der Malerei.
Ohne je einen regelrechten Ausbildungsgang als Zeichner
und Maler durchlaufen zu haben, bildete er von früh an
durch Fleiß und eifriges Studium der Natur ſeine
ange=
borenen Gaben aus und wurde ſo ein tüchtiger
Architek=
turmaler. Vieles eignete er ſich auch im Verkehr mit dem
ihm befreundeten genialen Maler Auguſt Lucas an. Die
künſtleriſche Genauigkeit in der Wiedergabe von
Architek=
turſtücken machen ſeine Bilder zu wertvollen geſchichtlichen
Urkunden des Straßenbildes von Darmſtadt in den
drei=
ßiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Mag er in der künſtleriſchen Auffaſſung wohl von Lucas
und Schildbach übertroffen werden, in der
topogra=
phiſchen Eraktheit wird er von dieſen nicht erreicht. Da
Heinrich Hoffmann vieles geſehen und gemalt hat, was
heute nicht mehr vorhanden iſt, haben ſeine Bilder für
ein hiſtoriſches Muſeum einen beſonderen Wert.
Fremd mutet den heutigen. an Freilichtmalerei gewöhnten
Beſchauer vielfach die Stimmung ins Trübe an, was ſeine
Malweiſe ganz allaemein kennzeichnet. Nicht unerwähnt
mag hier noch bleiben, daß er eine große Anzahl von
Schülern ausbildete, daruntar Auguſt Wondra und den
jetzt noch lebenden Heinrich Zernin. In der nächſten
Zeit wird noch mehr von H. Hoffmann, namentlich
Hand=
zeichnungen, mit in das Muſeum kommen und ausgeſtellt
werden.
Die Bilder ſind in dem erſten Stock an der Südwand
des Ganges aufgehängt. Hier nur einige geſchichtliche Er=
läuterungen zu einzelnen derſelben, namentlich der
Stadt=
befeſtigung. „Das Obſervatorium des Herrn Geh. Rat
Schmidt auf dem Wall 1839” war in einem Turm der
Stadtmauer in der Mauerſtraße, der anfangs der
vier=
ziger Jahre niedergelegt wurde. Die ganze Gegend hieß
„Am Wall”, ein Wirtshaus des gleichen Namens beſtand
bis in die neuere Zeit. Ein anderes Bild iſt ebenfalls
eine „Partie an der Stadtmauer 1842‟ Das Häuschen,
das vor der Stadtmauer, auf dem Bild iſt, ſtand etwa in
dem Hof des Eichamtes, Woogſtraße 4. Ein ſehr ſchönes
Stück Stadtmauer iſt in der Einfahrt dieſes Hauſes noch
zu ſehen, wird wohl aber wegen der Verkehrshemmung
nicht mehr lange daſtehen. Ein weiteres beſonders
be=
deutſames Bild aus Alt=Darmſtadt iſt das „Beſſunger
Tor 1835‟. Das war am „Prinz Karl” die Schulſtraße hieß
früher daher auch die Beſſunger Straße. Die Perſonen
im Vordergrunde ſind alles Porträts, wie ja auch auf der
Zeichnung des Beſſunger Tors in dem Darmſtädter
Skizzenbuch von Profeſſor Hermann Müller Nr. 8
alle möglichen ſtadtbekannten Perſönlichkeiten von dem
Germann, dem Miſchlich mit der Peis u. a. m.
ab=
konterfeit ſind.
Das Beſſunger Tor iſt übrigens auch der Ort, von wo
aus der Angriff Franz von Sickingens im Jahre 1546
(Vergl. E. Vogt, die Eroberung Darmſtadts am 22.
De=
zember 1546 in der Feſtſchrift über Philipp den
Großmüti=
gen von dem hiſtoriſchen Verein 1904 — H. 026 der
Städtiſchen Leſehalle) und die Eroberung Darmſtadts
ſtattfand. Eines der ſchönſten und maleriſchſten Bilder
iſt der „Kirchhof um die alte Stadtkapelle 1840” mit dem
reizenden ſchmiedeeiſernen Barocktor,, ſowie ein Bild der
Kapelle mit dem alten Vorbau. Eine Zeichnung dieſer
iſt bereits von Auguſt Noack von Anfang in unſerem
Muſeum. Sämtliche Bilder ſind Teile oder grenzen an
die Stadtmauer vom Beſſunger Tor bis zum Arreſthaus
und jenſeits hinter dem Jägertor noch der als Sternwarte
dienende Turm in der Mauerſtraße.
Woher ich das weiß? Das alles hat mir ein alter
Darmſtädter von echtem Schrot und Korn, der mitten in
dieſer Gegend aufgewachſene Herr Chriſtian Schmidt,
Soderſtraße 10 wohnhaft, erzählt und noch einiges mehr.
Seine Erinnerungen an das alte, gemütliche Darmſtadt
reichen bis in die Mitte der vierziger Jahre zurück.
Be=
haglich erzählte mir der geiſtig noch ſehr Friſche, wie er
auf dem Schulweg im Winter von der Reinhardtſchen
Schule in der Schulſtraße nach ſeiner elterlichen Wohnung
ſich an dem Friedhof gefürchtet und oftmals einen
Sol=
daten von der Beſſunger Torwache gebeten habe, ihn zu
begleiten. Bis in die Mitte der ſechziger Jahre ſei ſein
Haus ziemlich das letzte dort, die Gegend noch ganz öde
geweſen. Er wußte noch viel von dem ſchönen und
ge=
mütlichen Darmſtadt zu erzählen und ſeine Rede klang in
den Stolzeſchen Spruch aus mit einer Veränderung ins
Darmſtädtiſche: „Wie kann mer nur net von Dammſtadt
ſei?”
Hiermit ſei unſere erſte Wanderung durch das ſtädtiſche
Muſeum beendigt. Die zweite Wanderung werden wir
demnächſt in das von Herrn Sanitätsrat Dr. Maurer
zuſammengeſtellte Odenwaldmuſeum unternehmen und
die neuen Zugänge uns betrachten. Karl Noack.
Kongreſſe und Verbandstage.
74. Mittelrheiniſcher Kreisturntag.
Die diesjährigen Verhandlungen des
Mittelrheinkreiſes der Deutſchen
Turner=
ſchaft fanden am 16. und 17. März in Trier ſtatt. Die
Verhandlungen begannen am Samstag, den 16. März,
nach=
mittags mit der Sitzung des Kreisausſchuſſes in An= des Geſchäftsführenden und Turn=Ausſchuſſes,
ſowie der Vertreter der 25 Gaue des Kreiſes.
Unter=
ſtützungen zu Turnhallebauten und Herſtellung von
Turn=
plätzen erhalten die Vereine zu Odernheim (Pfalz), Groß=
Zimmern, Wellesweiler und Attenhauſen (a. d. Lahn).
Der Kreisturntag wurde am Sonntag, den 17. März,
vor=
mittags 11 Uhr eröffnet. Aus dem Bericht des erſten
Kreis=
vertreters, Herrn Schulrat Schmuck=Darmſtadt, iſt
fol=
gendes mitzuteilen: Im Jahre 1911 hat die Zahl der
Ver=
eine um 56 zugenommen. Sie beträgt jetzt 1258, die ſich auf
1129 Orte verteilen. Die Geſamtzahl aller über 14 Jahre
alten Mitglieder beträgt 128183 (—- 6361 gegenüber dem
Jahre 1910). Die Frauenabteilungen zählen 4974
Mit=
glieder (— 828). In den Schülerabteilungen turnen 9315
Knaben und 1972 Mädchen. Eigene Turnplätze haben
360 (— 22) Vereine, eigene Turnhallen 183 (— 9) Vereine.
Der Bericht des Kreisturnwarts Herrn Volze,
Frankfurt a. M., führt an, daß 1910 zur Belehrung der
Turnwarte und Vorturner 74 Gauvorturnerſtunden mit
4243 Teilnehmern abgehalten wurden und an den
allge=
meinen Uebungen der Gaufeſte 6620 Turner teilnahmen.
Beſonders erfreulich iſt es, daß ſich in den Garniſonſtädten
die Soldaten immer zahlreicher an den Uebungen der
Turn=
vereine beteiligen und das Wandern und die Geländeſpiele
immer größeren Umfang annehmen. Auch der Fechtbericht,
von dem Kreisfechtwart, Herrn Staſſen=Hanau
er=
ſtattet, weiſt eine rege Tätigkeit auf dieſem Gebiete auf.
Im Schwimmen iſt, wie der Bericht des
Kreisſchwimm=
warts Herrn Braun=Frankfurt a. M. ausführt, der
Fortſchritt noch nicht ſo bedeutend, da noch vielfach
eine=
günſtige Gelegenheit zum Ausüben fehlte. Außer dem
Kreiſe veranſtalteten auch ſchon mehrere Gaue
Wett=
ſchwimmen. Die Kreiskaſſe ſchließt in Einnahme mit
20 263,49 Mark und in Ausgabe mit 16874,29 Mark, alſo
mit einem Ueberſchuß von 3416.20 Mark ab. Die
Roth=
ermelſtiftung hat einen Beſtand von 4569,58 Mark, die
Kaſſen zur Ausbildung von Turnwarten und Vorturnern
3721.85 Mark. Das Geſamtvermögen beträgt demnach
11707.63 Mark.
Für das Kreisturnfeſt in Aſchaffenburg
wurden die Tage vom 3. bis 6. Auguſt beſtimmt. Das
nächſte Kreisturnfeſt für 1915 erhält Saarbrücken, für 1917.
iſt Mainz Feſtſtadt, da dann der dortige Turnverein ſein
hundertjähriges Beſtehen feiert. Die Leitung der
Verhand=
lungen lag in den Händen des 1. Kreisvertreters Herrn
Schulrat Schmuck, der in ſeiner Begrüßungsanſprache
be=
ſonders auf den hohen vaterländiſchen Wert des Turnens
und der Deutſchen Turnerſchaft hinwies. Vertreten waren
189 Vereine mit 262 Stimmen, dazu 49 Stimmen des
Kreisausſchuſſes, gibt insgeſamt 311 Stimmen.
Luftfahrt.
Ausbau der deutſchen Fliegerflotte.
Man ſchreibt uns: Tagtäglich berichten uns die
Tages=
zeitungen von dem Anwachſen der Luftfahrzeuge unſeres
weſtlichen Nachbarn, von der Begeiſterung des franzöſiſchen
Volkes für den Ausbau dieſer nicht zu unterſchätzenden
Waffe. Und was man dem Franzoſen hoch anrechnen muß,
es fehlt ihm nicht an dem nötigen Opferſinn. Reiche und
Arme beteiligen ſich, jeder nach ſeiner Kraft, finanziell an
Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 5.
der Neuanſchaffung weiterer Flugapparate. Sollte denn
da der Deutſche ruhig die ſtete Weiterentwickelung
mitan=
ſehen und nicht auch ſeinerſeits für die Vermehrung dieſer
ſo wichtigen Waffe beitragen? Gewiß fehlt es uns nicht an
geeigneten Männern, die dieſe Flugapparate leiten und ſo
für den Kriegsdienſt nutzbar machen können, aber wir
ent=
behren noch der Geldopfer des deutſchen Volkes. Mit
gutem Beiſpiel iſt uns unſer erhabener Kaiſer
vorange=
gangen durch Stiftung von 50000 Mark für den Ausbau
der Fliegerflotte, einige wenige Finanzleute ſind ihm
ge=
folgt, aber der größte Teil des Volkes iſt noch ſinnend und
überlegend mit dem Geldbeutel in Reſerve geblieben. Wie
ein Mahnruf weckt uns das Beiſpiel der Stadt Heidelberg,
die ein eigenes Fahrzeug aus freiwilligen Spenden
auf=
bringen und dem Kaiſer zur Verfügung ſtellen will. Sollen
da die patriotiſchen Männer Darmſtadts noch lange
zau=
dern oder ſollten nicht auch ſie zur Tat übergehen. Es
wäre mit Freude zu begrüßen, wenn man auch in unſerer
Stadt dem Beiſpiel der Heidelberger Bürger folgen würde
und von geeigneter Stelle die ſo nötige Aktion einleiten
würde.
Ko.
* Straßburg, 19. März. Bei einer Uebung
oberhalb des Kronenburger Exerzierplatzes riß heute
vor=
mittag gegen 10 Uhr das Haltetau eines bemannten
Drachenballons der hieſigen
Feſtungstelegraphen=
abteilung aus noch nicht aufgeklärter Urſache. Der
ziem=
lich ſtarke Südweſtwind trieb den Ballon in der Richtung
gegen Biſchheim, als plötzlich die ſchleifende Stahltroſſe
mit einer Hochſpannung in Berührung kam, ſodaß infolge
des Kurzſchluſſes der Ballon alsbald Feuer
fing und bei der Biſchheimer Eiſenbahnwerkſtätte aus
beträchtlicher Höhe abſtürzte. Der Ballon iſt
ver=
brannt und die beiden Inſaſſen trugen ziemliche
Ver=
letzungen davon, und zwar erlitt Oberleutnant Clorer vom
Infanterie=Regiment Nr. 132 einen Beinbruch, ſowie eine
leichte Hirnerſchütterung, während Oberleutnant Röwer
vom Fußartillerie=Regiment Nr. 10 einen Armbruch
davontrug. Aerztliche Hilfe und Kranken=Automobile
waren ſofort zur Stelle.
Aufſchub der Mittelmeerreiſe des Kaiſers.
— Berlin 19. März. Wie heute bekannt
wird, iſt die Reiſe des Kaiſers
ver=
ſchoben worden. Als Grund werden die
Schwierigkeiten der innerpolitiſchen Lage
an=
gegeben. Dem Hofmarſchallamt des Kaiſers ging heute
nach 10 Uhr der Auftrag zu, vorläufig alle
Vorbereitun=
gen für die Mittelmeerreiſe des Kaiſers einzuſtellen.
Wei=
tere Befehle, aus denen ſich erkennen läßt, welche Abſichten
mit Bezug auf die Reiſe im übrigen beſtehen, ſind bis
jetzt nicht erteilt.
H. B. Berlin, 19. März. In informierten Kreiſen
bringt man den Aufſchub den die
Mittelmeer=
reiſe des Kaiſers erleidet, wie das Dep.=Bur.
He=
rold erfährt, mit der Wehrvorlage, die noch immer nicht
ihre Erledigung geſunden hat, in Zuſammenhang. Der
Beſuch des Kaiſers beim Staatsſekretär des Reichs=
Marineamtes, der von einer hieſigen Zeitung in
ſenſatio=
neller Weiſe verzeichnet wird. hängt in keiner Weiſe mit
der geſtrigen engliſchen Flottenrede Churchills zuſammen,
ſondern findet ſeine Erklärung einfach darin, daß der
Groß=Admiral von Tirpitz heute ſeinen Geburtstag hat.
Die Meldung, daß ſich dieſem Beſuch des Kaiſers eine
Konferenz der leitenden Offiziere des Marineamtes
an=
geſchloſſen hat, wird als unzutreffend bezeichnet.
* Berlin, 19. März. Das an der Börſe verbreitete
Gerücht von der Aufgabe der Kaiſerreiſe nach
Korfu wird an unterrichteter Stelle als falſch
be=
zeichnet.
H. B. Berlin 19. März. In der zweiten
Nach=
mittagsſtunde wurde der Befehl zur Einſtellung der
kai=
ſerlichen Reiſevorbereitungen zurückgenommen und
der Auftrag gegeben, alles ſo einzurichten, daß die Fahrt
am Freitag nachmittag angetreten werden
kann. Der Kaiſer weilte nachmittags beim Reichskanzler
v. Bethmann Hollweg, bei dem er etwa dreiviertel
Stun=
den verblieb.
Die Bergarbeiterbewegung.
Deutſchland.
* Dortmund, 18. März. Die Zahl der Ar
beitswilligen wächſt unaufhörlich und der Streik
iſt wohl verloren. Man rechnet allgemein damit, daß
der Streik mit dieſer Woche ſein Ende erreichen wird.
Auch das Militär, das hier gute Tage verlebt, rechnet mit
dem baldigen Abmarſch in die Garniſonen. Wenigſtens
hat die Kavallerie Fouragelieferungen nur bis Ende
dieſer Woche abgeſchloſſen. Das hier in Maſſenquartieren
untergebrachte Militär wird von morgen ab in
Einzel=
quartiere verlegt, weil es mit der Verpflegung in den
Maſſenquartieren gehapert hat.
* Bochum 19. März. Bei der hieſigen
Staats=
gnwaltſchaft ſind bisher 180 Strafanzeigen
wegen Streikvergehens anhängig gemacht worden.
Sämt=
liche Streikſachen werden von der am 25. März
zuſam=
mentretenden Strafkammer abgeurteilt, die eigens für
dieſen Zweck gebildet iſt.
— Bochum, 19. März. Nach 6ſtündiger Beratung
der Konferenz des Dreibundes ſtimmten von 577
Stimm=
berechtiaten 3 49 für die Fortſetzung und 215 für
den Abbruch des Streiks. Die Konferenz tagt noch
wei=
ter, und man hofft, daß der Ausſtand noch heute
beendet wird.
* Bochum, 19. März. Die Revierkonferenz der
drei Bergarbeiterverbände hat beſchloſſen, den Streik
abzubrechen, da eine Fortſetzung nutzlos erſcheint.
* Kattowitz, 18. März. Wie die Oberſchleſiſchen
Neueſten Nachr. melden, erließen fünf
Bergarbei=
terverbände folgenden Aufruf: Die Vertreter
der oberſchleſiſchen Organiſationen
erſuch=
ten in einer unter dem 20. Februar an die oberſchleſiſchen
berg= und hüttenmänniſchen Vereine gerichteten Eingabe
um Aufbeſſerung der Löhne um 15. Prozent. Nachdem
die Vereine unter dem 6. März ſich für unzuſtändig
er=
klärten, wurden dieſelben Forderungen an die einzelnen
Grubenverwaltungen gerichtet. Dieſe erkannten die
Organiſationen nicht als Vertreter der Belegſchaften an,
ſind aber bereit, mit den Arbeiterausſchüſſen zu
verhan=
deln. Die Belegſchaften der einzelnen Gruben ſind
da=
her von den fünf Organiſationen aufgefordert worden,
erneut Lohnforderungen zu ſtellen und über das Ergebnis
bis ſpäteſtens 27. März Mitteilung zu machen, damit die
Organiſationen noch bis zum 1. April weitere Beſchlüſſe
faſſen können. Die Situation hat ſich inzwiſchen
ver=
ſchärft, ſo daß bei mehreren Gruben heute einzelne Arbei=
ter in den Ausſtand getreten ſind. Die Organiſationen
richten daher an die Arbeiter das dringende Erſuchen,
ſtrengſte Disziplin zu bewahren und den Anordnungen
der Organiſationen Folge zu leiſten. Von dem
Verhal=
ten der Bergwerksverwaltungen wird es abhängen, ob
der Friede in Oberſchleſien erhalten werden kann.
* Bückeburg, 18. März. In den geſtern in
meh=
reren Dörfern des Fürſtentums Schaumburg=Lippe
ab=
gehaltenen Bergarbeiterverſammlungen des
Bergamtes Obernkirchen wurde beſchloſſen, am 19.
März früh nicht einzufahren, auch wenn das Bergamt
die von den Arbeitern geſtellten Forderungen bewilligen
ſollte. Heute nachmittag findet eine Konferenz zwiſchen
dem Arbeiterausſchuß und den Vertretern des Bergamts
ſtatt.
Oeſterreich=Ungarn.
* Wien, 18. März. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Brüx: Die hieſigen tſchechiſch=nationalen und
anarchiſtiſchen Bergarbeiter, welche die Majorität bilden,
begannen, entgegen ihrer Zuſage, bis zum 31. März zu
warten, heute den Streik. Zwei Drittel der
Beleg=
ſchaft ſtreikte bereits bei der Tagesſchicht.
* Teplitz, 18. März. Die Delegiertenverſamm
lung der ſozialdemokratiſchen
Bergarbei=
terunion beſchloß, den Zechen bis zum 20. März die
neuen Forderungen zu überreichen. Wenn dieſe nicht
ſpä=
teſtens bis zum 28. März beantwortet ſein ſollten, werden
die Forderungen am 31. März abermals überreicht und
die Arbeit niedergelegt. Die deutſchnationalen
Bergarbeiter beſchloſſen geſtern das ſolidariſche
Vorgehen mit den Sozialdemokrate n. Die
tſchechiſch=nationalen und tſchechiſch=anarchiſtiſchen
Berg=
arbeiter dürften in demſelben Sinne entſcheiden.
Frankreich.
* Paris, 18. März. Unter den Bergleuten
in Pas de Calais, wo ſich einzelne Gruppen für den
Streik ausſprechen, herrſcht eine gewiſſe Bewegung. Die
Bergleute im Denain=Revier erklärten trotz des
Beſchluſ=
ſes des Syndikats den Streik; ihre Delegierten
wer=
den ſſich morgen nach Lens begeben, um den
Exekutivaus=
ſchuß zu veranlaſſen, die Aufforderung zur ſofortigen
Erklärung des Generalſtreiks zu erlaſſen. Im Loire=
Becken und im Nordbecken mit Ausnahme von Denain iſt
die Anfahrt der Schichten normal.
* Lens, 19. März. Der Verwaltungsrat des alten
Syndikats der Bergarbeiter, der in Pas de
Calais wegen des Streiks in dem Denain=Revier
zuſam=
mengetreten iſt, drückte ſein Bedauern darüber aus, daß
die nationale Disziplin nicht gewahrt
wor=
den ſei und fordert die Bergarbeiter von Pas de Calais
auf, ſie zu beachten, bis die Entſcheidungen in Angers
ge=
fallen ſeien, und keine Ueberproduktion zu machen, indem
ſie lange Schichten vermieden.
England.
* London 18. März. Im Unterhauſe ergriff
Premierminiſter Asquith das Wort und teilte mit, daß
er morgen den Geſetzentwurf über die
Gewähr=
ung eines Mindeſtlohnes an die Bergarbeiter,
die in den Kohlenbergwerken unter Tage beſchäftigt ſeien,
und über andere damit zuſammenhängende Fragen
ein=
bringen werde. Er werde über die Verhandlungen und
die Gründe zu dem Geſetzentwurf erſt in der morgen
ſtatt=
findenden Sitzung eine Erklärung abgeben. Nach Anſicht
der Regierung ſei die Erledigung der Geſetzesvorlage
durch das Unterhaus ſo ſchnell als möglich, nämlich bis
nächſten Donnerstag, geboten. In dieſem Falle würde
ſie Freitag vom Oberhauſe beraten werden und am
Samstag die Zuſtimmung des Königs erhalten.
* London, 18. März. Die Ruhe in den
ſchot=
tiſchen Bergwerksbezirken in denen es am
Samstag zu Ruheſtörungen gekommen war, iſt
wieder=
hergeſtellt. In Bellſhill ſtieß heute eine feindliche Menge
mit nichtorganiſierten Bergarbeitern zuſammen, die von
der Arbeit kamen. Sie bewarfen die Poliziſten und die
Arbeiter mit Steinen.
* London, 19. März. Der Geſetzentwurf
über die Minimallöhne wurde geſtern der
Arbei=
terpartei vorgelegt. Die Vorlage wird, wie die
Zeitun=
gen melden, von der Arbeiterpartei, einſchließlich der
Vertreter der Bergleute, angenommen werden. In
Bell=
ſhill in Schottland iſt es geſtern zu neuen
Demonſtra=
tionen gegen nichtorganiſierte Arbeiter gekommen. Die
Streikenden griffen die Schutzleute, die die
Arbeitswilli=
gen begleiteten, mit Steinwürfen an. Die
Arbeitswilli=
gen konnten unter großen Schwierigkeiten heimgebracht
werden. — An der Londoner Kohlenbörſe wurde geſtern
eine weitere Preiserhöhung um 4 Schilling pro Tonne
beſchloſſen. Beſte Hauskohle koſtet nun 40 Mark pro
Tonne.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 19. März.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkte war der Verkehr wieder ſehr
ruhig; jedoch die Tendenz zur Mattigkeit geneigt.
Land=
weizen und Landroggen wurden infolge der geringen Nach
frage billiger abgegeben, auch Hafer war mäßig
abge=
ſchwächt. Futterartikel blieben hingegen feſt, beſonders
Kleie bei prompter Lieferung geſucht. Mais knapp und
preishaltend. Gerſte geſchäftslos. Die Forderungen für
Mehl ſind williger und aus zweiter Hand unter Notiz
er=
hältlich.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
unver=
ändert bei kleinen Umſätzen. — An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war Getreide wenig verändert. Trotz der
Ausſicht einer weiteren Steigerung der Frachten und die
Unnachgiebigkeit der ausländiſchen Offerten erfolgte keine
Preiserhöhung, weil die Kaufluſt ſtockte und
Laplata=
weizen billiger war. Mais auf Lieferungen ſchließt
nied=
riger auf die Rekordernte Argentiniens. — Nach den letzten
Kabelmeldungen von den amerikaniſchen
Getreide=
märkten (Chicago und New=York) war Weizen
ſchließ=
lich feſter auf bedeutende Verſchiffungen und beſonders
auf Käufe der Firma Armour. Mais, matt einſetzend auf
baiſſelautende Ernteſchätzungen Argentiniens, beſſerte ſich
gleichfalls auf Käufe der Kommiſſionshäuſer. Die
ſicht=
baren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 59,84
Mill. Buſh. auf 59,46 Mill. Buſh. zurückgegangen. hingegen
die Maisvorräte von 15,15 Mill. Buſh. auf 15,64 Mill. Buſh.
geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſiger und Wetterauer 21.70—21,90.
Nord=
deutſcher 21.80—21,90, Kurheſſiſcher 21.75—21,90, Ruſſiſcher
24—25, Laplata 23,75—2450, Rumäniſcher 24—25. Kanſas
23,75—24,50, Walla=Walla 24—24,50, Redwinter 23,75—24,50,
Manitoba 23—25 Mk; Roggen hieſiger 19,80—19,90,
Bayriſcher (Pfälzer) 19,80—19,90, Ruſſiſcher —, —
Ameri=
kaniſcher —,— Rumäniſcher — —: Gerſte: (Pfälzer)
hieſiger Wetterauer —,—, Riedgerſte —, —, Ungariſche
—, Fränkiſche —, —, Ruſſiſche Futtergerſte —, —: Hafer
hieſiger 21—21,25, Bayriſcher 21—u,25, Ruſſiſcher
21,50—22,50, Amerikaniſcher 20,75—21, Rumäniſcher
21,50—22,25; Mais mixed 17,90—18,10, Ruſſiſcher
18,25—18,50, Laplata 18—18,25, Rumäniſcher 18,20—18,30,
Weißer Mais 18—18,25, Donaumais 18—18,25,
Weizen=
ſchalen 14,25—14,50, Weizenkleie 14—14,25, Roggenkleie
14—14,50, Futtermehl 16—16,50, Biertreber getrocknete
15—15,50; Weizenmehl hieſiges Baſis ab Mannheim Nr. 0
31—31,25, feinere Marken 31,50—31,75, Nr. 1 30,25—30,50,
feinere Marken 30,75—31, Nr. 2 29,25—29,50, feinere Marken
29,75—30, Nr. 3 27,25—27,50, feinere. Marken 27,75—28,
Nr. 4 23,50—23,75, feinere Marken 24—24,75; Roggenmehl
hieſiges Nr. 0 28—28,25, Nr. 1 26—26,25, Nr. 2 22,25—22,75.
Landwirtſchaftliches.
* Lokale Pferdezuchtvereine. Die
Land=
wirtſchaftskammer regt zur Gründung lokaler
Pferde=
zuchtvereine, deren Tätigkeit ſich nur auf kleinere Bezirke
er=
ſtreckt und die ſich als Zuchtziel das Arbeitspferd im
bel=
giſchen Typus wählen, an. Zwei derartige Vereine, der
Pferdezuchtverein für Echzell und Umgebung, ſowie die
Hengſthaltungsgenoſſenſchaft Maar ſind bereits der
Land=
wirtſchaftskammer angeſchloſſen worden.
Normalſatzun=
gen für ſolche Vereine werden von der
Landwirtſchafts=
kammer in Darmſtadt verſandt.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Konſtantinopel, 18. März. Von dem
Mi=
niſterium des Aeußern wird amtlich erklärt, daß
während des letzten diplomatiſchen Empfanges die
Bot=
ſchafter der Mächte keine amtliche Erklärung
in=
bezug auf italieniſche Friedensbedingungen
ab=
gegeben haben. Nach ergänzenden Mitteilungen wird in der
Antwort Italiens an die Mächte nicht von einer
Aner=
kennung der Annexion, ſondern von der Souveränität
Italiens über Libyen geſprochen. Ferner ſolle es darin
heißen, Italien werde die perſönliche und religiöſe Freiheit
der Muſelmanen anerkennen und ſei auch unter
Um=
ſtänden zum Verzicht auf die italieniſche Poſt in der Türkei
und zur Zahlung einer Entſchädigung für Staatsdomänen
bereit.
* London, 18. März. Das Reuterſche Bureau
er=
fährt aus gut unterrichteten italieniſchen Kreiſen, daß die
Antwort der italieniſchen Regierung auf die
von den Mächten durch ihre Vertreter in Rom in Sachen
des Friedens unternommenen Schritte in friedfertigem
Tone gehalten iſt. Man hofft, daß ſie den Mächten die
Fortſetzung der Bemühungen um den Frieden ermöglichen
wird. Man hält es für wahrſcheinlich, daß die
Verhand=
lungen zwiſchen den Mächten und Italien noch weiter
ge=
führt werden, bevor ſie ſich über die Formel entſcheiden,
die ſie in Konſtantinopel vorlegen können.
Die Revolution in China.
* London, 19. März. Die Times meldet aus
Peking vom 18. d. M.: Japan beabſichtige, die
Einladung zur Teilnahme an der chineſiſche Anleihe
an=
zunehmen. Die Spezie=Bank werde wahrſcheinlich den
japaniſchen Anteil übernehmen.
* London, 19. März. Die Times meldet aus
Nanking vom geſtrigen Tage: Die
Nationalver=
ſammlung nahm heute in einer Reſolution als
Ant=
wort auf eine Petition chineſiſcher Frauen das Prinzip
des Frauenwahlrechts an, verſchob indeſſen die
Ausführ=
ung auf unbeſtimmte Zeit. — Die Soldaten aus Kiangſt
ſtürmten geſtern das Zahlamt, wurden aber von
Kanto=
neſen und Truppen zurückgetrieben.
* Hongkong, 19. März. Die proviſoriſche
Re=
gierung in Kanton beſchloß, die meuternden
Trup=
pen aus den Regierungsforts auf der Inſel Danos in
der Nähe von Whampon zu vertreiben. Chineſiſche
Kanonenboote beſchießen die Forts, die das
Feuer erwidern. Ein britiſcher Flußdampfer meldet,
aß die Kanonade ſehr heftig iſt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 19. März. Präſident Dr. Kaempff
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min.
Fortſetzung der Beratung des Etats des
Innern.
(13. Tag.) — Die Debatte über das Kaliweſen
wird fortgeſetzt. — Der Präſident kündigt an, daß
die Sitzung bis 6 Uhr dauern und alsdann um 8 Uhr
fortgeſetzt werden wird.
Abg. Dr. Cohn (Soz.): Die Feſtſtellung der
Durch=
ſchnitts= und tatſächlich gezahlten Löhne muß
veröffent=
licht werden. Die Propagandagelder dürfen nicht verteilt
werden an parteipolitiſche Organiſationen, ſondern
müſ=
ſen vom Reich ſelber verwaltet werden. Den Bund der
Landwirte und ſonſtige politiſche Organiſationen
mit den Kaligeldern zu unterſtützen, ſollte der
politiſche Anſtand verbieten. Von einer Vers
ſtaatlichung des Kalibergbaues verſprechen wir
uns auch im Intereſſe der Arbeiter große Vorteile. Die
Angriffe, die der preußiſche Miniſter des Innern gegen
meinen Freund Sachſe erhoben hat, waren
ungerechtfer=
tigt. — Unterſtaatsſekretär Richter: Ob der Bund der
Landwirte oder der Hanſabund politiſche Organiſationen
ſind, kommt bei der Verteilung der Propagandagelder
nicht in Betracht. Die Hauptſache iſt, daß die Gelder den
Vorſchriften gemäß verausgabt ſind. Ich habe nur
da=
rauf zu achten, daß die Gelder auch wirklich der
Propa=
ganda zugute kommen. Die Rabattſätze werden
denjeni=
gen ausgehändigt, die ſie verdient haben. — Abg.
Gothein (Fortſchrittl. Vpt.): Die andauernden
De=
batten ſind die Uebel infolge des Kaligeſetzes. Eine vierte
Ausgangsſtation iſt nötig. Vielleicht ließe ſich eine
Eini=
gung dahin erzielen, daß Kolmar in Ausſicht genommen
wird. Die Veröffentlichung der Durchſchnittslöhne mag
angenehm ſein. Großen Nutzen kann ich mir nicht davon
verſprechen. Gegen die Verteilung der
Propagandagel=
der außerhalb der Reichsbehörden iſt an ſich nichts
einzu=
wenden. Praktiſch aber nützt der Bund der Landwirte
die Gelder zu ſeinen ſonſtigen politiſchen Zwecken aus.
Meine Fraktion iſt in ihrer großen Mehrheit der Anſicht,
daß ein Reichsmonopol noch einem Privatmonopol
vor=
zuziehen iſt. Der Krach in der Kaliinduſtrie iſt nicht
auf=
zuhalten. Dann wird es Zeit ſein für ein Reichsmonopol.
— Abg. Graf v. Weſtarp (konſ.): Einer Abänderung
des jungen Kaligeſetzes können wir nicht das Wort reden.
Dadurch würde eine unnötige Beunruhigung und eine
Aufreizung der Spekulation verurſacht werden. Die
Ver=
teilung der Propagandagelder ſoll nicht an das
Kaliſyn=
dikat abgetrennt werden, ſondern bei dem Reichsamt des
Innern bleiben. Bezüglich der Grundſätze für die
Ver=
teilung der Propagandagelder wünſchen wir, daß die
Organiſationen, wie die landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaft
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Nummer 68.
ten und die Verkaufsſtelle des Bundes der Landwirte auch
künftig nicht benachteiligt werden. — Abg. Hoch (Soz.)
tritt nochmals für Monopoliſierung des Kalibergbaues
ein. — Als vierte Uebergangsſtation wird Kolmar in das
Geſatz eingefügt. Die vorliegenden Reſolutionen werden
angenommen. — Kapitel „Statiſtiſches Amt”
Die Fortſchrittlichen beantragen hierzu eine Reſolution, in
der verlangt wird, daß gelegentlich der 1910 fälligen
Reichserhebungen über die Bodenbenutzung
Ermittelun=
gen über Verkauf und Zukauf von Getreide, Mehl, Brot
und Anderem der landwirtſchaftlichen Haupt= und
Neben=
betriebe für das Erntejahr 1912 in der Weiſe zu
veranſtal=
ten, wie ſolche in Baden von den Großherzoglichen
Amts=
vorſtänden im Jahre 1912 durchgeführt wurden. — Abg
Schumann=Forſt (Soz.): Ueber die Arbeitszeit, die
Geſundheitsverhältniſſe und die Vorbedingungen für die
Einführung der Sonntagsruhe im
Binnenſchiffahrtsge=
werbe ſollten umfangreiche ſtatiſtiſche Erhebungen
angeſtellt werden, ſodaß die dringend nötige
Re=
gelung dieſer Materie getroffen werden kann.
Die Logierverhältniſſe der Transportarbeiter ſind
men=
ſchenunwürdig. Bei den Arbeitsverhältniſſen der
Rechts=
anwalts= und Bürobeamten iſt eine Reform dringend
er=
forderlich. Erhebungen über die Dienſtdauer der
Straßen=
bahnangeſtellten iſt notwendig und die geſetzliche
Einfüh=
rung der achtſtündigen Dienſtzeit ſehr zu erwägen. Eine
ununterbrochene 36ſtündige Ruhezeit in der Woche muß
den Angeſtellten geſichert werden. — Abg. Sittart
(Ztr.): Seit Jahren werden von uns ſtatiſtiſche
Erhebun=
gen über die Arbeitsverhältniſſe der Straßenbahner
ver=
langt. Eine planmäßige Arbeitsverteilung könnte ſehr
leicht bei Verminderung der Arbeitszeit für Führer,
Be=
gleiter und Aufſichtsbeamten ermöglicht werden. Die
Regierung muß immer von neuem auf die Verhältniſſe
hingewieſen werden. — Miniſterial=Direktor Dr.
Caſpar: Eine reichsgeſetzliche Regelung dieſer
Ver=
hältniſſe iſt nicht angängig, weil die Verhältniſſe in den
Einzelſtaaten und den einzelnen Städten zu verſchieden
ſind. — Abg. Dr. von Schulze=Gaevernitz (Fortſchr.
Vpt.) befürwortet die oben wiedergegebene Reſolution
ſeiner Partei. Wir ſind nicht die wütenden Freihändler,
als welche wir immer verſchrieen werden. Als richtige
Agrarpolitik betrachten wir, eine wohlhabende ländliche
Bevölkerung ſchaffen zu helfen. Die Grundlage unſerer
Politik iſt ein zufriedener Bauernſtand, deſſen
Mit=
telpunkt der Stall iſt. Wir verlangen die Aufhebung des
Futterzolles, damit die Landwirtſchaft für den
Getreide=
bau frei wird. — Abg. Oertel (konſ.): In die
Groß=
blockpolitik und die Gotheinſche Zollpolitik miſche ich mich
nicht ein. Der Mittelpunkt der Landwirtſchaft iſt nicht
nur der Stall und der Miſt, ſondern dazu gehören auch
Aecker.
Hierauf wird die Verhandlung für zwei Stunden
aus=
geſetzt. Vorläufiger Schluß 6 Uhr 3 Min.
Präſident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um
8 Uhr 25 Minuten. Vor Eintritt in die Tagesordnung
bemerkt Präſident Dr. Kaempf: In ſeinen heutigen
Ausführungen hat Dr. Cohn geſagt: „Ich habe zu Hauſch
Aktenſtücke, aus denen hervorgeht, daß ein Schutzmann
einen Meineid geleiſtet hat, und daß in einem
Strafver=
fahren auf Grund dieſes der Angeklagte freigeſprochen
und der Schutzmann mit den Koſten des Verfahrens
be=
laſtet worden iſt. Dieſer Schutzmann” — Hier bricht der
Satz ab weil der Redner unverſtändlich wurde. Ich bin
der Meinung, daß er nicht hat ausſprechen wollen, daß
der Miniſter einen meineidigen Beamten im Dienſt behält.
deshalb habe ich den Abgeordneten nicht unterbrochen.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: In der Rede des
Abg. Cohn befindet ſich eine derartige Beleidigung. (Die
Aeußerungen auf die Rede des Miniſters des Innern im
preußiſchen Abgeordnetenhauſe gegen die Ausführungen
des Abg. Sachſe.) Er ſagt, es nimmt ſich dies umſo
eigen=
artiger in dem Munde eines Miniſters aus, der an der
Spitze einer Behörde ſteht, wo derartige Perſonen
beſchäf=
tigt ſind. Das ſoll nach meiner Auffaſſung ein ſchwerer
Vorwurf gegen den Miniſter ſein, daß er Beamte trotz
ſchwerer Verbrechen im Amt behält. Gegen derartige
An=
griffe muß ich energiſch Verwahrung einlegen.
Bei Redaktionsſchluß dauern die Verhandlungen
noch an.
Vermiſchtes.
— Deutſch=evangeliſch in den
Schutzge=
bieten und im Ausland. Deutſchland erwacht!
Trotz der innerpolitiſchen Zerriſſenheit beobachten wir
gegenwärtig ein mächtiges Anſchwellen des
vaterlän=
diſchen Bewußtſeins. Endlich erinnert ſich das Reich auch
ſeiner ausgewanderten Kinder und will ſie durch ein
Reichs= und Staatsangehörigkeitsgeſetz feſthalten oder
wiedergewinnen. Und umfaſſende Fürſorge wird
mit Recht den Auslandsſchulen zuteil, wo die Kinder nicht
nur unterrichtet, ſondern auch mit deutſchem Geiſt erfüllt
werden. Aber das alles genügt noch nicht. Was hilft es,
wenn die Schulentlaſſenen wieder in die Ausländerei der
Erwachſenen hineingezogen werden? Hier hat vielmehr
die Kirche eine hohe nationale Bedeutung. Beſonders iſt
die deutſch=evangeliſche Kirche, wo deutſch gepredigt und
gebetet wird, ein Hort des Deutſchtums im Auslande. Der
praktiſche Engländer kennt dieſe Verbindung zwiſchen dem
kirchlichen und nationalen Gedanken ſehr genau. In den
kleinſten engliſchen Anſiedlungen erhebt ſich darum alsbald
eine engliſche Kapelle. Wir Deutſche aber wiſſen, daß ſeit
Luther zwiſchen deutſch und evangeliſch noch beſonders
innige und tiefe Zuſammenhänge beſtehen. Was vom
Aus=
lande überhaupt gilt, das gilt von unſeren Schutzgebieten
noch beſonders. Sie werden mit der Heimat und der
heimiſchen Kultur nur dann recht verwachſen, wenn auch der
Dienſt der Kirche nicht verſchmäht wird. Große
Bedeu=
tung auch vom nationalen Geſichtspunkte aus darf daher
der Verein für deutſch=evangeliſches Leben in den
Schutz=
gebieten und im Auslande E. V.” beanſpruchen, der in
Fühlung mit dem Deutſchen Evangeliſchen Kirchenausſchuß
es ſich zur Aufgabe gemacht hat, die kirchlichen Nöte der
evangeliſchen Auslandsdeutſchen bekannt zu machen und
die evangeliſchen Deutſchen in den Schutzgebieten kirchlich
zu verſorgen. Als erſtes Denkmal ſeiner Liebesarbeit er=
hebt ſich am Geſtade des brandenden Atlantik in Deutſch=
Südweſt, die am 7. Januar d. Js. eingeweihte evangeliſche
Kirche in Swakopmund. Der Verein feiert am 10. März
d. Js. in Breslau ſein 3. Jahresfeſt. Geſchäftsſtelle des
Vereins: Breslau 9, Marienſtraße 2.
— Zuchthaus für Rabattmarkenfälſchung.
Ein Tylograph aus Linden hatte Rabattmarken des
Rabattſparvereins Hannover nachgeahmt und die
ge=
fälſchten Wertzeichen in Verkehr gebracht. Die
Strafkam=
mer Hannover verurteilte ihn zu einem Jahr Zuchthaus
und fünf Jahren Ehrverluſt. Der Staatsanwalt hatte nur
ein Jahr Gefängnis beantragt, aber das Gericht
kennzeich=
nete die Tat als ſchwerem Münzverbrechen ähnlich und
er=
kannte auf Zuchthaus trotz Unbeſtraftheit des Täters und
ſeines Geſtändniſſes.
C.K. Das Wachstum von Paris in Zahlen.
Die Reſultate der am 5. März erfolgten neueſten Pariſer
Volkszählung ergeben wieder ein bedeutendes Anwachſen
der Seineſtadt. Paris umfaßt gegenwärtig 80639 Häuſer,
1123 634 Haushaltungen und hat eine Einwohnerzahl von
2888110 Perſonen. Das Anwachſen von Paris in den
letzten 110 Jahren veranſchaulichen folgende Zahlen: die
Stadt hatte 1801 547756 Einwohner; 1831 785862; 1856
1 174346; 1861 1696 141; 1872 1851 792; 1886 2344 550; 1896
2 536 834: 1906 2763 393. Das Seinedepartement hat heute
eine Bevölkerung von 4 154042 gegen 631 808 Einwohner im
Jahre 1801.
Literariſches.
— „Fiat justitia!” Kriminalgroteske von Lothar
Schmidt und Heinrich Ilgenſtein. Berlin S.W.
68, (Concordia Deutſche Verlagsanſtalt G. m. b. H.).
Mk. 2.—, geb. Mk. 3.—. Ein harmloſer Mann, Bogumil
Kleinholz, wird zum Tode verurteilt, weil er dringend
ver=
dächtig iſt, den vermißten Kellner Klinkfuß ermordet zu
haben. Das Urteil wird in allen Inſtanzen beſtätigt und
der Prozeß kommt ſchließlich an den oberſten Gerichtshof.
Bei der Behandlung vor dieſer höchſten Inſtanz erſcheint
plötzlich der ermordete Klinkfuß in Perſon und ſucht
nachzu=
weiſen, daß er nicht tot ſei, ſondern lebe. Dieſer Nachweis
mißlingt ihm vollſtändig, da ſein Tod in den Akten ſteht und
alſo unabänderlich iſt. Der oberſte Gerichtshof, der den
Prozeß nur auf Formfehler hin revidieren darf und nicht in
der Lage iſt, auf die Sache ſelbſt einzugehen, muß — wenn
auch unter Tränen — die Hinrichtung des armen Kleinholz
beſchließen. Zum Glück findet ſich noch im letzten Augenblick
ein Formfehler, indem Kleinholz nicht Stefan Bogumil, wie
in den Akten ſteht, ſondern Bogumil Stefan heißt. All dies
iſt von den Autoren mit der Ueberlegenheit des wahren
Hu=
moriſten behandelt.
— Im Märzheft des allſeits bekannten und beliebten
Moden= und Frauen=Journals Buttericks Moden=
Revue findet man eine große Anzahl ganz entzückender
Frühjahrs=Moden und iſt jedem Geſchmack Rechnung
ge=
tragen. Die zahlreichen Abbildungen zeigen uns ſchicke
Geſellſchafts= und Promenadenkleider, einfache und ſehr
elegante Beſuchs= und Abendtoiletten, ebenſo einzelne
moderne Röcke und Bluſen. In der Abteilung für die
Jugend wird jedermann eine reiche Auswahl in
reizen=
den Kleidern, Koſtümen, Röcken und Bluſen für
Back=
fiſche geboten. Auch für die Kleinen und Allerkleinſten
iſt geſorgt. Der Handarbeitsteil bringt eine Tafel mit
Beſprechungen für die Anfertigung von Filet=Spitzen.
Für unſere Kinder finden wir in dieſem Buch einige
be=
ſonders hübſche Märchen und mehrere nette Gedichte.
Der literariſche Teil enthält die Fortſetzung von „Die
Träumereien der Komteſſe de Chapanval”, die
preisge=
krönte Erzählung „die große Leidenſchaft”; eine
Plau=
derei über antike Uhren, einen Artikel über die Kunſt des
Geſprächs und den Schluß der Erzählung „Die
Heirats=
vermittler”, ebenſo einen Aufſatz über japaniſche Frauen.
Buttericks Moden=Album erſcheint monatlich mit je einem
Gutſchein für ein Schnittmuſter nach eigener Wahl. Das
Abonnement koſtet 8 Mark. Aktiengeſellſchaft für
But=
tericks Verlag, Berlin W. 8.
— Naturwiſſenſchaftliche
Volksmär=
chen, herausgegeben von Profeſſor Dr. Dähnhardt,
Rektor an der Nikolaiſchule zu Leipzig. Mit Bildern von
O. Schwindrazheim. Erſter Band, vierte vermehrte
Auf=
lage. 8. (VIII und 152 S.) 1912. Gebd. 2.40 Mk. Verlag
von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. In der
vorlie=
genden reichen bereits in vierter Auflage erſchienenen
Sammlung, die ihren Stoff aus Norwegen und
Finn=
land, Frankreich und Spanien, aus Rumänien, Ungarn,
ja ſelbſt aus Afrika und Aſien, aber vor allem aus
Län=
dern deutſcher Sprache zuſammenholt, wird jeder — ob
groß ob klein — gerne leſen, namentlich, da ſeine
Illu=
ſionen unterſtützt werden durch die vortrefflichen
Feder=
zeichnungen von Schwindrazheim.
— „Caeſar” Tagebuch eines königlichen
Hundes. (Hesperus=Verlag G. m. b. H. in Berlin SW.
68.) Kartoniert Mk. 1.—. Dieſes kleine Buch, das in
England viele Auflagen erlebt hat, ſchildert die Trauer
Caeſars über den Tod Könia Eduards. Caeſar war der
kleine Hund des Königs und durfte, wie man ſich erinnert
zuſammen mit dem Leibpferd Kildare der Bahre ſeines
Herrn folgen. Der kleine Hund beſchreibt nun ſelbſt, was
er während der Krankheit und während der
Todesſtun=
den ſeines Königs erlebt und erlitten hat. Dieſes
Bänd=
chen wirkt durch ſeine natürliche Schlichtheit und wird ſich
ſicherlich viele Freunde erwerben.
— Der mündliche Vortrag. Ein Lehrbuch
für Schulen und zum Selbſtunterricht von Roderich
Benedix. Erſter Teil: Die reine und deutliche
Aus=
ſprache des Hochdeutſchen. 11. Auflage. In
Original=
leinenband 1,50 Mk. Verlag von J. J. Weber in Leipzig.
Das Büchlein wird nicht nur berufsmäßigen Rednern,
ſondern auch weiteren Kreiſen als Anleitung zur Uebung
in der Kunſt des Vortrages willkommen ſein und eignet
ſich beſonders als Lehrbuch für die unteren Klaſſen
höherer Lehranſtalten, ſowie für die höheren Klaſſen der
Bürger= und Volksſchulen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 19. März. Die Korreſpondenz Hoffmann
meldet: Nach Erkundigung an zuſtändiger Stelle iſt die
Meldung hieſiger und auswärtiger Blätter, daß in den
nächſten Tagen eine Sitzung des
Bundesrats=
ausſchuſſes für auswärtige
Angelegen=
heiten in Berlin ſtattfinde, unrich t i g. Eine
ſolche Sitzung fand vielmehr, wie einige Blätter bereits
gemeldet haben, gelegentlich der letzten Zuſammenkunft
der leitenden Miniſter in Berlin ſtatt.
* Paris, 19. März. Die Kammer nahm mit 286
gegen 245 Stimmen die vom Miniſter des Innern Steeg
befürworteten Artikel des Wahlreformgeſetzes
an, wonach in jedem Departement bezw. Wahlkreis
meh=
rere Liſten ſich verbinden können. Die Gegner der Wahle
reform haben ſeit Wochen die Artikel leidenſchaftlich
bekämpft.
* London, 19. März. Die Preſſe beſchäftigt ſich
mit der geſtrigen Flottzendebatte. Der ſachliche
Inhalt des Flottenprogramms findet faſt allgemeine
Zu=
ſtimmung. Daily Chronicle ſchreibt: „Churchill hat
ſei=
nen Etat voll gerechtfertigt und nichts geſagt, was in
Deutſchland irgendwie als eine Herausforderung
aufge=
faßt werden könnte.‟ Die Daily News ſchreibt: „So
bewundernswert auch Churchills Offenheit und ſo
aufrich=
tig ſein Anerbieten war, ſo bezweifeln wir doch, ob ſie
das rechte Mittel gegen die beklagenswerte Rivalität iſt.
Niemals hatte ein Oelzweig ein ſo furchtbares Ausſehen.
Angeſichts der offenen Erklärung, daß Deutſchland der
einzige Feind ſei. mit dem wir zu rechnen und gegen den
wir zu bauen haben, möchten wir fragen, was der Zweck,
was das Ergebnis der Haldanſchen Miſſion iſt.‟ Das
Blatt meint, das Flottenproblem könne gelöſt werden,
wenn erſt die Beziehungen der beiden Mächte friedlich
und herzlich wären. Es liege mehr bei dem Foreign
Office als bei der Admiralität, der Rivalität zur See
Ein=
halt zu tun und ein Verhältnis zu ſchaffen, deſſen
natür=
liche Frucht die Einſchränkung der Rüſtungen ſein würde.
— Der Standard meint, der Flottenetat ſelbſt könne in
Deutſchland, wenn auch nicht Begeiſterung, ſo doch kein
Aergernis erregen. Aber es war ſicher nicht nötig, wieder
in eine detaillierte Erörterung der beiderſeitigen
Flotten=
ſtärke einzutreten oder in ausdrücklicher Form ſo pointierte
Erklärungen zu wiederholen, da manche Deutſche darin
beinahe eine Drohung erblicken könnten. — Die Times
rühmt die Rede Churchills als die beſte Darlegung der
Flottenpolitik ſeit der berühmten Erklärung des Lord
Hamilton.
* Konſtantinopel, 19. März. Wie auf der Pforte
erklärt wird, dauern die ruſſiſchen
Truppenkon=
zentrationen an der Kaukaſusgrenze fort. In
amt=
lichen Kreiſen wird geglaubt, Rußland wolle die Pforte
einſchüchtern, um die Zurückziehung der türkiſchen
Trup=
pen aus verſiſchem Gebiete zu erzwingen.
* Konſtantinopel, 19. März. Den Blättern zufolge
gab der frühere Botſchafter in Konſtantinopel vonn
Tſcharykow anläßlich ſeines Beſuches beim Miniſter
des Aeußern Aſſim Bei Aufklärung über die
ruſſiſchen Truppenkonzentrierungen, die
bezweckten, die Ordnung in der perſiſchen Provinz
Aſer=
beidſchan zu ſichern.
H. B. Berlin, 19. März. Für die Ankunft der
Kaiſerin in Bad Nauheim iſt der 11.
April=
vorgeſehen. Das Gefolge wird dort bereits am 5. April
eintreffen. Es iſt das Sanatorium Grödel an der
The=
reſienſtraße gemietet worden.
— Eſſen, 19. März. In Velbert wurde vergangene
Nacht bei dem Juwelier Tonſcheit eingebrochen
und Juwelen im Werte von 20000 Mark geraubt.
H. B. Flensbura, 19. März. Wegen eines
Sittlichkeits=
vergehens verurteilte das Marine=Kriegsgericht einen
Unteroffizier der Garniſon Sonderbura zu 6 Wochen und
1 Tag Gefängnis. Nach der Verkündigung des Urteils
zog der Unteroffizier einen Revolver, feuerte 2 Schüſſe
in die Luft ab und jagte ſich die dritte Kugel in die
Schläfe. Der Tod trat ſofort ein.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die ſtarke Depreſſion, die geſtern noch weſtlich von
England lag, iſt ſchnell oſtwärts vorgedrungen und lagert
heute mit ihrem Kern über der Nordſee. Unter ihrem
Enfluß wehen in ganz Weſt= und Mitteleuropa heftige
Winde. Da das Tief ſeinen Weg nach Sidoſten weiter
erfolgen wird, kommen wir auf ſeiner Rückſeite in den
Bereich nordweſtlicher Winde, ſo daß unſere Temperatur
ſinken wird. Teiltiefs dürften noch einzeine leichte
Niederſchläge bringen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 20. März:
Wechſelnd bewölkt, einzelne leichte Regenfälle, kälter.
Für Nervöse!
Meine Schweſter war ſehr blutarm und nervös. Viele
onſt angewandten Mittel waren ohne den gewünſchten
Erfolg. Schon nach kurzem Gebrauch von Bioſon
da=
gegen zeigte ſich eine merkliche Beſſerung. Nach Gebrauch
von nicht ganz 2 Paketen in etwa 5 Wochen hat ſich die
Nervoſi ät vollſtändig gehoben, ihr Ausſehen beſſerte ſich
von Tag zu Tag, auch konnte eine Zunahme des
Körper=
gewichts feſtgeſtellt werden. Ich kann Ihnen meinen
beſten Dank ausſprechen und werde Ihr Bioſon überall
als überaus wertvoll und vorzüglich empfehlen.
Bühl=
bei Kirchberg (Württemberg), den 18. Auguſt 1911. Adolf=
Pauli, Lehrer. Unterſchrift beglaubigt: Bezirksnotar
Dettling, Rottenburg. Bioſon das beſte u. billigſte
Nähr=
u. Kräftigungsmittel ſeiner Art, Doſe (ca. ½ Kio) 3 Mk.
in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie vom Bioſonwerk.
Frankfurt (Main) Gratisprobe und Broſchüre. (6695D
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung,
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
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Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
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in Flaschen und Syphons.
2457a
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 7.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
teilen wir ſchmerzerfüllt mit, daß unſer liebes,
(B6749
gutes Kind
Martha
im zarten Alter von 3½ Jahren heute
nach=
mittag 3 Uhr ſanft verſchieden iſt.
Um ſtille Teilnahme bittet
die trauernde Familie
Georg Willenbücher,
Herdweg 6.
Darmſtadt, 18. März 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 20. März,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des Beſſunger
Friedhofes aus, ſtatt.
1
M
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meinen lieben, unvergeßlichen Gatten, unſeren
teueren Vater, Bruder, Schwager,
Schwieger=
vater, Großvater und Onkel
Herrn Johann Adam Krämer
Oberpoſtſchaffner i. P.
nach kurzem, ſchweren, mit großer Geduld
er=
tragenen Leiden im Alter von 62 Jahren zu
(6792
ſich abzurufen.
Darmſtadt, den 19. März 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 21. März,
nachmittags 4½ Uhr, vom Sterbehauſe,
Schwa=
nenſtraße 30 aus, ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Empfehle mein reichhaltiges Lager in
Damen-Hüten
sowie eleganten Sportsachen
JOHANNA BECKER
Wilhelminenstrasse 27. (6712a
Bitte Schaufenster beachten.
Eine bewährte Methode zur Desinſektion
der Mund= und Rachenhöhle. In der
rauhen Jahreszeit iſt die Gefahr der Ertältung und die
Aufnahmefähigkeit für die Bakterien der ſogenannten
Erkältungskrankheiten am größten. Infektionskrankheiten,
wie Diphtherie, Scharlach, Typhus und andere, werden
bekanntlich dadurch hervorgerufen, daß die Keime mit
der Atmungsluft, durch die Nahrung oder Hände in die
Mundhöhle gelangen. Als Schutz vor Anſteckung
be=
währen ſich die Formamint=Tabletten der Firma Bauer
& Cie., Berlin. Sie machen beim Aufſaugen im Munde
den Speichel zum Desinfektionsmittel, das in alle
Fältchen der Schleimhäute eindringt und die dorthin
ge=
langten Krankheitskeime vernichtet. Wir verweiſen auf
den der heutigen Nummer beiliegenden Proſpekt. (86726
Aus dem Geſchäftsleben.
Wie man echte Teppiche reinigt. Zu dieſem
in der letzten „Hausw. Rundſch.” erſchienenen Artikel
wird uns geſchrieben: Bezugnehmend auf den Artikel in
der Morgen=Ausgabe des 9. November: „Wie man echte
Teppiche reinigt”, möchte ich Ihnen zu Nutz und
From=
men aller Hausfrauen mitteilen, daß ich dieſe Art
Tep=
piche zu reinigen ſelbſt ausprobiert habe, und zwar mit
einem Mittel, das die Farben der Teppiche abſolut nicht
angreift. Es iſt dabei nicht einmal nötig, mit klarem
Waſſer nachzuſpülen, doch kann man es tun. Die
Teppiche werden wie neu. Das Mittel heißt: „Schweds
chemiſche Reinigung” Hier konnte ich es nicht bekommen,
in Darmſtadt kaufte ich es bei Emanuel Fuld,
Kirch=
ſtraße 1. Ich kann dies Reinigungsmittel jeder
Haus=
frau aufs wärmſte empfehlen. Nicht nur Teppiche,
Möbel und Linoleum werden wie neu, auch Flecken
verſchwinden, ohne Hof zu hinterlaſſen, Kragen an
Herrenanzügen werden tadellos rein, farbige Stickereien
ſind damit zu waſchen und vieles andere. P. de L.=B.
Gedämpfter Weißfiſch. (Faſtenrezept.) Der
Weißfiſch wird geputzt, ausgenommen und gewaſchen.
Dann macht man auf der einen Seite kleine
Ein=
ſchnitte, beſtreut ihn mit Salz und läßt ihn ſo eine
Stunde liegen. Nun trocknet man ihn mit einem reinen
Tuche ab. In einer Pfanne läßt man 50 Gramm
Butter heiß werden, dämpft den Fiſch darin mit einer
feingeſchnittenen Zwiebel, ½ Lorbeerblatt, 2
Zitronen=
ſcheiben und einem Gläschen Wein ½ Stunde, worauf
man ihn mit ſeinem eigenen Saft, den man mit
8 Tropfen Maggis Würze im Geſchmack verbeſſert hat,
anrichtet.
Kirchliche Nachricht.
Johanneskirche. Mittwoch, den 20. März,
abend 8 Uhr: 5. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Die alle Mannheimer Matmarkts=Lotterie=Ziehung
am 8. Mai hat mit der Ausgabe der Loſe begonnen.
S. Inſerat. Der Verloſungsplan mit 2000 Gewinnen
zu 50000 Mk. iſt unverändert geblieben. Für Pferde,
Kühe und Rinder iſt dem Gewinner der Barwert zur
Verfügung geſtellt und für Silberpreiſe wird der volle
Geldwert ohne Abzug gewährt.
Konfekt
(VI4264)
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme bei dem uns
betroffenen ſchweren Verluſte ſprechen innigſten
(V6772
Dank aus
Familie Adolf Rechel,
Stuttgart,
Familie Philipp Spieß
Darmſtadt.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 5 Uhr (Außer Abonnement):
„Apfelbaum, Erdmännchen und Flöte‟.
Orpheum, Anfang 8½ Uhr: Gaſtſpiel des Oberbayer.
Bauerntheaters („'s Muſikantendirndl”).
Violin=Abend von Dr. Bülau um 8 Uhr im Hotel
„Zur Traube‟
Denkmals=Enthüllung für Kapitänleutnant Fiſcher
um 3 Uhr im Hofe des Realgymnaſiums.
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr in der
Eliſabethenkirche.
Verſammlung des Arbeitgeberverbandes für das
Baugewerbe um 8 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Bibelſtunde von Prediger Schrenk um 8½ Uhr
Mühlſtraße 24.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. — Reſtaurant „Metropol”
um ½ 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 21. März.
Stamm= u. Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Brennholz=Verſteigerung um ½9 Uhr in der
Brücherſchen Wirtſchaft zu Arheilgen.
Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Spach=
brücker Gemeindewald (Zuſammenkunft bei Gaſtwirt
Schneider an der Bahnſtation Meſſel).
Holzverſteigerung um 10 Uhr bei Wirt Heberer zu
Meſſel.
Brennholz=Verſteigerung um 11 Uhr im Rathaus
zu Pfungſtadt.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Schneiderſchen
Gaſtwirtſchaft zu Waſchenbach.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil,’ für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
für Erwachsene und Kinder soilte in keinem Haushalt fehlen. Von zahl eichen
Aerzten wärmstens empfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M 1. —
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN.
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zuerst erkannt und seit 1904 verwirklicht hat.
Nachahmungen weise man zurück!
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Nummer 68.
Weiblich
Branchekundige Verkäuferin,
unabhäng., verheir., ſucht Stellung,
ſofort oder 1. April. Offert. unter
(*6712sm
§ 81 an die Exp.
ſucht Filiale
Junge Frau oder ein gut=
gehend. Geſchäft vorerſt zu mieten,
ſpät. Kauf nicht ausgeſchloſſen. Off.
unter § 52 an die Exped. (6300a
w. 4 J. in der
Verkauferin schirm-Brauche
tätig war, geſtützt auf gutes Zeugn.
ſucht Stellung, gleich welcher
Branche. Offerten unter T 89
(*7074
an die Expedition.
In 5a
nwelch, die Handels=
Fraufein ſchule beſucht hat,
ſucht ſof. Stellung auf Büro. Off.
unt. T 96 an die Exp. (*7119mfs
Anſtand. Frau ſucht Arbeit im
Flicken und Ausbeſſern v. Wäſche
Heinrichſtr. 64, Manſ.
(B6754
Perf. Büglerin ſucht Kunden
für in u. außer d. Hauſe. Näh.
Ahaſtr. 20, Vdh., Manſ. (B6748
anin wünſcht noch Kunden
n
Schheldorin zum Neuanfertigen u.
Umändern. Geht ins Haus. Off. u.
I94 erbitte a. d. Exped. (*7095
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empfiehlt ſich im Anfertigen von
Damen= und Kindergarderoben
*7035) Müllerſtraße 15, 2. St.
Anſtändiges Fräulein ſucht
Be=
ſchäftigung als Glatt-Wasch-
Büglerin, oder andere Branche.
Offerten unter T 66 an die
Ex=
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(*7002md
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Amzud!
Sucht Stehung
bei älterem gebildeten Herrn,
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im Hausweſen, ſowie in
Kran=
kenpflege bewandert, kräftig
und geſund, 45 Jahre alt,
Heſſin. Beſte Referenzen der
ſeitherigen Stellungen zur
Ver=
fügung. Näheres im Martha-.
(4298t
Frau wünſcht Kind auszufahren,
ev. leichte Hausarb. zu verrichten.
Off. bitte u. T 70 a. d. Exp. (*7010
Frau ſucht halbe Tg. Waſchen o.
Putzen Waldſtr. 23, Hinterb. (*7005
Junges Mädchen mit guten
Zeugniſſen, ſucht Stellung in
kleinem Haushalt.
*7051mds
Zu erfr. Lichtenbergſtraße 73, pt.
Suche f. m. Tocht, 18 J., perl. Apr.
Stelle a. Kinder= od. 2. Hausm. 3-5
Uhr Rheinſtr. 47 (Frau Weiß.) (*7048
Frau ſucht morgens Laufſtelle
Große Bachgaſſe 14.
7044
Stellen=Geſuch im Haushalt
Für 14jähr. kräft. Mädchen v.
Lande, aus guter Familie wird
zur gründl. Erlernung des
Haus=
haltes Stelle ohne gegenſeitige
Vergütung geſucht. Gelegenheit
nachmitt. e. Nähſtunde zu beſuchen
u. Familienanſchluß Beding. Off.
unter T 77 an die Exped. (*7040
Aeltere Köch., mehr. Mädch. für
Küche u. Hausarb., ſowie mehr.
Mädchen, welche ſchneid., weißn.,
bügeln erlernt, im Kochen nicht
ganz unerf., auch eine Waiſe und
Halbwaiſe von 15 bis 19 J., ged.
u. nicht ged. ſuch., z. April paſſ.
Stell. Gertrude Hartmann,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerm,
Eliſabethenſtraße 45.
(6750
Reinliche Frau ſucht vorm. 2
Std. Laufdienſt. Näh. Gr.
Ochſen=
gaſſe 9, Laden. Daſ. ſucht Mädch.
v. 13 J. nach d. Schule Beſchäft.,
a. l. zu Kindern.
(*7031
Junge Frau ſucht Laden oder
Bureau zu reinig. Große
Ochſen=
gaſſe 29, II.
7029
Für 2 Stunden Lauſtelle
ge=
ſucht im Herdwegviertel.
Näh.
Martinſtraße 27, II.
*7011
Jg. Frau ſucht Laufdienſt, geht
auch halbe Tage waſchen u. putzen
Niederramſtädterſtr. 35, Stb. (*7060
Jg. Frau ſucht mittags Laufſtelle
Griesheimerweg 9, 1. St. (*7079md
Trau ſucht ½ Tage waſch. u. putz.
7 Gr. Kaplaneigaſſe 35, Stb. (*7141
welches koch. kann
Mädch.) u. alle Hausarbeit
verſteht, ſucht gute dauernde Stelle
Arheilgerſtr. 23½, Seitenb. (*7110
Jg. Frau ſucht Laufdienſt oder
ſonſtige Beſchäftigung
Große
Ochſengaſſe 20, 2. Stock.
(*7120
(6740)
Scheibengardinen 5 Pfg.Meter von 10 an hübsche Muster Breite Gardinen- Tülle Pfg.
Meter von 45 an Madras-Stoffe H Pfg.
Meter von 60 an Gardinen-Mulle Pfg.
Meter von 90 an KongreB-Stoffe Pfg.
Meter von 10 an Rouleaux 185 einteilig Stück von 1 an Rouleaux 950 zweiteilig Stück von 2 an Stores, englisch Tüll N25 Stück von 0 an Stores, Erbstüll F50 Stück von V an Bettdecken, englisch Tüll 980 über I Bett von 2 an Bettdecken, Erbstüll E50 über 1 Bett von Van Brises-bises Pfg.
Paar von 00 an Leinen-Garnituren 50 8 teilig on 4 an Englische Tüll-Garnituren 250 3 teilig an Tischdecken H Pfg.
an zum Waschen Filztuch-Tischdecken 75 grün und rot . Stück von an Wachstuch 15 85 cm breit Meter von 1 an Linoleum-Wachstuch 25 Meter von
1an Linoleum Pfg.
Meter von60 an in allen Breiten, 60 cm Zimmerteppich B80 von
an Bettvorlagen F Pfg.
von 90 an
Gut bürgerl. Köchin und feines
Hausmädch. in feines Haus geſ.
Emma Frank, gewerbsmäßige St II
uver-
wittlerin, Karlſtraße 31. (*6870om
Einfache Stütze
nicht zu jung, od. beſſ. ält.
Dienſt=
mädchen p. 1. April geſ. Dieſelbe
muß alle Arbeiten übern., waſchen
u. gut bürg. kochen können. Gule
Behandlung, Hausfrau viel allein.
Off. u. T 30 a. d. Exp. (*6858omz
14—15jähr. Mädchen für kleinen
Haush. geſ. Waldſtr. 33, II. I. (*7041
Für kleinen herrſchaftl. Haushalt
nach auswärts ſauberes, tüchtiges,
in Küche u. Servieren bewandert.
Mädchen
geſ. Angeb. unter Angabe d. Anſpr.
unter T 81 an die Exp. erb. (6679
Ich ſuche ein Mädchen in kl.
Haushalt ſofort Kaupſtraße 51,
2. Stock, rechts.
(*7024
Ich ſuche ein junges Mädchen
in klein. Haushalt ſof.
Kranich=
ſteinerſtraße 22.
(*7022
Fleißiges, tüchtiges
Allein=
mädchen, das etwas kochen kann,
per ſofort bder 1. April geſucht
nach Frankfurt a. M., Kron=
(*7017
prinzenſtraße 17, I.
Ehrliche, anſtändige Lauffrau
geſ. Gutenbergſtr. 40, I.
(*7014
Geſucht von kleinerer beſſerer
Familie in Frankfurt zum 1. April.
oder gleich nach Oſtern zuberläſſig.
beſſeres
(6710
Mädchen
für die Küche und einem Teil
der Hausarbeit. Lohn 25—28 Mk.
Näh. Wendelstadtstr. 23, Darmstadt.
Tücht. Waſchfr. m. guten
Empfehlungen geſ. Heuß,
Hoffmannſtr. 16, part. (6724
Der Verkauf des Gelegenheitspostens
Gestreifte Taffett (reine Seide) Meter 1.15
dauert fort.
Gebr. Rothschid
Mitglied des Rab.-Sparvereins Markt 2 Mitglied des Rab.-Sparvereins
Männlich
Aelterer Kaufmann m. ſchöner
Handſchrift ſucht für nachm.
Stel=
lung auf Kontor od. Lager, od.
über=
nimmt ſonſt. ſchriftl. Arb. Off. u.
(6426a
§ 69 an die Exp.
Durchaus zuverl. arbeitender
Inderwood-Schreiber
mit eigener Maſchine ſucht per
1. Mai, ev. früher Stellung. Beſte
Referenzen. Gefl. Offerten unter
R 47 bef. die Exped.
(5931a
Junger Mann, flotte Handſchrift,
im Packen bew. ſucht Beſchäftigung
als Lageriſt oder Packer, auch
aushilfsweiſe. Offert. unter T 85
an die Expedition erbeten. (*7062
Jung. Mann, welch. die
Han=
delsſchule beſucht hat, ſucht Stellung
als Volontär. Mögl. auf
Fabrik=
bureau. Offerten unter T 21 an
die Expedition ds. Bl. (*6826om
Schriftl. Nebenarbeiten jegl.
Art werden übernommen. Offert.
u. T 44 an die Exped. (*6895imd
Verheir. ſol. Mann, gew. im
Rechnen, mit langjähr. gut. Zeugn.,
ſucht Stllg. als Kaſſierer (auch als
Nebenbeſch.) od. ſonſt. Vertrauensp.,
per ſof. oder ſpäter. Kaution kann
geſtellt werden. Offerten unter
T 98 an die Expedition dieſes
Blattes.
(*7132
Unbeſcholt. verheiratet. Arbeiter
ſucht abends nach 6 Uhr u. Sonnt.
morg. Beſch. Näh. Exp. (*6821oim
Leleh
Weiblich
Gewandte, an ſelbſtändiges
Arbeiten gewöhnte
Stenotypistin
(keine Anfängerin) zum Eintritt
per 1. April d. J. geſucht. Schriftl.
Offerten mit Angabe der bisherigen
Tätigkeit, Zeugnisabſchriften und
Gehaltsanſprüchen erbeten. (6576im
Vereinigte Zündholzfabriken
Reichenbach & Bessunger
Nieder=Ramſtadt bei Darmſtadt.
Suche Stenotypistin
Hefl. ſchriftl. Off. erb. Architekt
Küchler, Bismarckſtr. 20. (*7045
Stenotypistin
gewandt und zuverläſſig, bereits
praktiſch tätig geweſen, für bald
geſucht. Offerten unter T 72 an
(6676
die Expedition.
Der 1. April,
eventuell auch etwas ſpäter, ſuche
ich für mein Burau ein
Fradien
welches mit der Schreibmaſchine
Adler), ſowie in Stenographie
durchaus vertraut, ſowie in ſonſtia
Bureauarbeit. bewandert iſt. Gefl.
Offerten m. Gehaltsanſprüchen u.
Zeugnisabſchriften unter T 84 an
die Expedition ds. Bl. erb. (6686md
e
Mädchen
nicht unt. 17 Jahren, finden
dauernde u. lohn. Beſchäftig.
Liebigstrasse 25,
Filet=
warenfabrik.
(6554omf
Eine im Falzen geübte
Pavierarbeiterin
ſofort geſucht.
J. Ph. Leuthner
Ernſt=Ludwigsplatz 2. (6683
Ordentliche Mädchen, 14—15
Jahre alt, finden dauernde
Be=
ſchäftigung, Maſchinenſtrickerei
Wienersſtr. 61.
*7020
Arbeiterin und Lehrmädchen
ſof. geſ. E. Steingässer,
Kon=
fektion, Wienersſtr. 83.
(*7126
ſofort
Tücht. Arbeiterinnen geſucht
*7097md) Konfektion Kirchſtr. 21.
hnmsdahan geſucht. Damenkon=
Lehrmädchen fektion Nieder-
Ram-
städterstrasse 15.
(*7094
Lehrmädchen aus beſſ. Famitie
geſucht Landwehrſtr. 15. (4862a
geſucht Konfektion
Lehrmädchen Sophie Baum,
Hervinusſtraße 30, I.
(4861a
Lehrmadchen
ür Spezialgeſchäft aus achtbarer
Familie per ſofort oder Oſtern geſ.
Off. u. T 35 a. d. Exp. (6575im
geſucht in
Lehrmädchen Konfektion
Eliſabethenſtr. 52.
(*6918imd
Ein ſauberes, ord. Mädchen
welches ſchon in beſſ. Hauſe tätig
war, tagsüber gegen guten Lohn
geſucht Mühlſtr. 62, III (*6884imd
Zum 1. April ſuche ich für alle
Hausarb.
ein Mädchen.
Kochen nicht nötig. Frau von
Linſingen, Alsbach.
(6589imd
Laufmädchen geſucht
6615im) Roßdörferſtraße 51½, I.
Tüchtige Köchin in herrſchaftl.
Haus per 1. April geſucht (*6978im
Artillerieſtraße 9.
Ein im Servieren u. Bügeln
be=
wandertes 1. Hausmädchen
ge=
ſucht Artillerieſtr. 9.
(*6977im
geſucht, tagsüber
Laufmädchen von 1. April ab.
Näh. in der Exped.
(*6976im
Tüchtige gebildete
Haushälterin
geſetzten Alters, die die feinere Küche
verſteht, in allen Zweigen des
Haushaltes erfahren, ſelbſttätig u.
zuverläſſig iſt, die auch die Pflege
einer hochbetagten leidenden Dame
mitübernimmt, wird für kleinen,
frauenloſen evangel. Landhaushalt
Nähe Darmſtadts zum baldigen
Antritt geſucht. Dienſtmädchen
wird gehalten. Zeugnisabſchriften
mit Gehaltsanſprüchen erbeten.
Offerten unter T 7 an die
Expedition ds. Bl.
(6495sm
Ein tüchtiges, zuverläſſiges
1
— Mädchen
zum 1. April geſucht
(6682
Frau Prof. Finger, Rückertſtr. 21.
Geſucht per 1. April Hausmädch.,
das gew. iſt im Bügeln u. Nähen,
Gartenſtraße 23.
(*7136
Schulentl.
achtbarer
fräftiges Mädchen Eltern,
tagsüber in klein. Haushalt geſucht
Heinheimerſtraße 35, part. (6766a
Mädch.)
Zuverl. Lauffrau ſofort
geſucht Moſerſtr. 15, parterre. (*7108
Ein ordentl. 39
geſucht
ſauberes Mädhen perſofort.
Kaupſtraße 51, parterre. (*7080mdf
Tüchtig. Mädchen
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von Mittwoch, den 20. bis Freitag, den 22. März.
Den modernen Kunſtfilm, das ſpannendſte Drama der
Gegenwart, aus dem zeitgenöſſiſchen Geſellſchaftsleben,
betitelt:
Schlager erſten Ranges.
Dieſes auserwählte Sujet weicht völlig von den
all=
täglichen Liebesdramen ab und ſind die ſpannendſten
Momente einer Liebestragödie, des wechſelvollen
Ge=
ſchicks zweier Menſchen, feſtgehalten, die unſere Beſucher
von Anfang bis Ende feſſeln werden. Schon manches
arme Mädchenherz hat einen Fehltritt begangen, den
durch wahre und echte Liebe wenigen vergönnt war,
wieder gut zu machen; häufig verlor es den Mut,
weiterzuleben.
Sie haben mich um meines Geldes willen geheiratet,
Sie haben ſich verkauft, Sie werden für mich immer
ein Fremder ſein, war die Antwort der tiefunglücklichen
Braut nach dem Scheiden der Hochzeitsgeſellſchaft.
Doch in der größten Not beſiegte das Mutterherz den
Gattinnenſtolz und kniefällig bittet ſie ihren ihr
ange=
trauten Gatten. Hilf um meines Kindes Willen!
(Vorführungsdauer ca. ¾ Stunden.)
Die Tierbändigerin. Derjenige, der die Roſe aus
dem Käfig holt, ſoll mein Herr und Gebieter
ſein, war die Antwort zu den ihr gemachten
Liebesanträgen.
Der Hoteldiener. Ergreifendes Drama.
Moritz als Neger. Gut geſpielter humor. Schlager.
Die Rache des Lieinius. Drama aus der Zeit des
römiſchen Reiches.
Kickebuſch iſt ſterblich verliebt. Gut komiſch.
Brecia und der Gardaſee. Herrl. Naturaufnahme.
Die Bayeriſchen Königsſchlöſſer. Herrliche, ſehr be=
(*7128
lehrende Naturaufnahmen.
Vergessen Sie nicht, dieses auserwählt
schöne Programm anzusehen.
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Enten, vorjähr. Zucht, preis=
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Nummer 68.
Seite 10
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1913.
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an die Filiale des Herrn
Edmund Türtmann in der Grafenstrasse
keine Backwaren mehr liefere und bitte meine werte
Kundſchaft, ihren Bedarf wieder in meinem Geſchäft, Ecke Schützen=
und Hügelſtraße, zu entnehmen.
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bethenſtr. 53, Friedr. Schäfer,
Ludwigsplatz 7, Chriſtian
Schwinn. Rheinſtr. 8, Ph.
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ſtraße 1, Jacob Streb,
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Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Amerika” von New=
York kommend, 17. März 3 Uhr
morgens in Hamburg.
Dampfer „Pennſylvania” von
New=York kommend, 17. März
3 Uhr 30 Minuten morgens in
Hamburg.
Dampfer „Preſident Grant” nach
New=York, 16. März 4 Uhr
30 Minuten nachmittags von
Southampton.
Dampfer Pretoria”, 16. März
5 Uhr 45 Min. morgens von
Boſton nach Baltimore.
Vergnügungsdampfer „Meteor”
zweite Mittelmeerfahrt, 16. März
4 Uhr nachmittags von Algier.
Dampfer Viktoria Luiſe”, vierte
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Kurſe vom 19. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 91,30
81,10
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
3½ do. Conſols . . . 90,50
81,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,10
93,20
do.
3½
do.
3
84,20
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,20
do.
89,40
3½
do.
3
79,50
4 Hamburger Staatsanl. 99,70
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,90
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
89,20
8½ „ do.
do:
78,40
3 Sächſiſche Rente . . . . 81,30
4 Württemberger v. 1907 100,20
do.
3½
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,25
1¾ Griechen v. 1887 . . 55,10
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,90
4 do. Goldrente . . . 96,60
4 do. einheitl. Rente . 89,60
3 Portug, unif. Serie I 64,40
3 do. unif. Ser. III 67,80
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880
90,25
4 do. v. 1902 .
90,00
4½ do. v. 1905 . . . . 100,25
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 85,30
4 Türk. Admin. v. 1903 83,30
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente .
91,60
do. Staatsrente . . 4 89,60
In Proz
Zf.
Argentinter
.100,50
89,00
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,25
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,30
do.
4½
95,00
4½ Japaner . .
94,90
5 Innere Mexikaner . . . 94,10
3
do.
4 Gold=Mexikaner v. 1904 88,20
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,70
3 Buenos Aires Provinz 72,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 139,20
8 Nordd. Lloyd . . . . . 104,00
6 Südd./ Eiſenb.=Geſ. . . 123,70
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,30
8 Baltimore und Ohio . 103,50
6 Schantungbahn . . . . 132,50
6½ Luxemb. Prince Henri 154,00
O Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,25
6 Pennſylvania R. R. . 118,20
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 494,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 259,00
27 Farbwerke Höchſt . . 551,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,90
8 Cement Heidelberg . . 157,75
32 Chem. Werke Albert 436,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 289,50
4 Lahmener . . . . . . . 127.90
In Proz.
Letzte
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 152,70
2 Siemens & Halske . 232,00
12 Bergmann Electr. . . 167,90
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 177,75
25 Gummi Peter . . . . 143,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 136,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 460,2
12 Maſchinenf. Badenia 193,80
16 Wittener Stahlröhren 206,00
8 Steana Romana Petr. 133,70
15 Zellſtoff Waldhof . . 244,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 207,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 129,80
3 Südd. Immobilien . 71,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 183,00
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt.
. . 221,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 178,50
10 Gelſenkirchener . . . . 195,50
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. 190,25
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 247,50
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Caro. .
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Obligationen.
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4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,30
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,70
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,70
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,90
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4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,80
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78,60
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Zf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 80,30
54,10
do.
27/10
77,50
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,50
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 88,30
4½ Moskau=Kaſan . . . 93,60
87,40
do.
4 Wladichawchas . . . . 89,50
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 78,50
92,50
do.
24 Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 65,40
4 Bagdadbahn . . . . . . 84,30
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,20
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,10
4 Northern=Pacific . . . 100,00
4 Southern=Pacific . . . 95,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,40
5 Tehuantepec . . . . . . 98,80
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
.. . 149,90
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 169,80
6½ Darmſtädter Bank . 123,75
12½ Deutſche Bank . . . 260,75
6 Deutſche Vereinsbank . 124,25
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,80
10 Diskonto=Kommandit 188,60
8½ Dresdener Bank . . 154,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,80
6½ Mitteld. Kreditbank 120,90
7 Nationalb. für Deutſchl. 121,50
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 137,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 129,00
7½ Wiener Bankverein .137,50
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 99,00
Bf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
. . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 98,10
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,80
do.
3½
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
100,50
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. 100,55
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1. u. 2, 6—
89,80
S. 3—5
89,60
S. 9—11
. 89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
3½
do.
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98.70
3½ do. (unk. 1914) . . 89,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
do.
3½
90,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
3½ do.
89,60
4 Frankfurt
100,30
3½ do.
96,00
4 Gießen .
99,25
do.
90,10
4 Heidelberg
99,6)
3½ do.
89,00
4 Karlsruhe
3½ do.
89,90
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
90,30
4 Mannheim
98,20
3½ do.
89,40
4 München
99,60
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg.
98,8)
3½ do.
90,50
4 Offenbach
-
In Proz.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden
99,70
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 167,80
3½ Cöln=Mindner 100 135,60
3 Holl. Komm. . fl. 100 106,50
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,00
3 Oldenburger . .
. 126,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Freiburger .
Fs. 15 70,10
Js. 45
Mailänder
Fs. 10 —
do.
Meininger .
.fl. 7 33,20
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 531,00
do. v. 1858fl. 100 453,00
Ungar. Staats . . fl. 100 368,50
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 168,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,47
20 Franks=Stücke .
16,26
Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
Engliſche Noten .
20,47
81,15
Franzöſiſche Noten.
Holländiſche Noten. . . . 169,15
Italieniſche Noten .
80,60
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,55
Ruſſiſche Noten . . . . 215,75
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskonto,
Reichsbank=Lombard Z5f. 6
Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſilberne Nadel mit violertblauem Stein. 1
Hunde=
marke mit der Nr. 947, 1 kleiner Ring. 1 mittelgroßer Schlüſſel.
1 Taſchenmeſſer mit Emaillebildern. 1 kleiner Geldbetrag (in Papier
eingewickelt). 1 kath. Gebetbuch, mit dem Namen Venuleth verſehen
1 grünledernes Handtäſchchen mit Meſſingbeſchlag. 1 Taſchentuch,
gez. D. G. 1 gelbes Medaillon mit Herrenphotographie. 1 kl. weißes
Kinderhandtäſchchen. 1 Wurſt. 1 farbiger Damengürtel mit gelber
Schnalle. 1 ſchwarzer Schleier. 1 blauer Knabenüberzieher. 1 brauner
Glacéhandſchuh. 1 Broſche mit Photographie. 1 rotgeſtreiftes woll
Umhängetuch. — Zugelaufen: 1 grauer Stallhaſe.
(6663
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier, 1 Dachshund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(6687
Bekanntmachung.
Im Intereſſe des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den
Fußſteigen iſt das Befahren der Fußſteige mit Fuhrwerken jeder
Art (auch Handwagen) bei Strafe verboten. Ausgenommen von
dieſem Verbote iſt, ſoweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht
ge=
hindert wird, die Beförderung von Kindern in Kinderwagen und
von Kranken in Krankenwagen (Fahrſtühlen); es dürfen jedoch
nie=
mals 2 Kinder= oder Krankenwagen gleichzeitig nebeneinander
auf dem Fußſteig aufgeſtellt oder fortbewegt werden.
Die Schutzmannſchaft iſt zur Ueberwachung angewieſen und
wird namentlich gegen das die Fußgänger in hohem Grade
gefähr=
dende Abwärtsfahren der Kinder mit Sportwagen u. dergl. au
den Fußſteigen ſteiler Straßen einſchreiten.
Darmſtadt, den 16. März 1912.
(6639im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betr.: Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit.
Wir beſtimmen hiermit, daß die Tauben vom 20 l. Mts. bis
zum 15. k. Mts. eingeſperrt gehalten werden müſſen.
Zuwiderhandlungen werden nach Art. 39 Ziffer 2 des
Feld=
ſtrafgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu
einer Woche beſtraft.
Mit Rückſicht auf die großen Schäden, die von den Tauben
zur Saatzeit angerichtet zu werden pflegen, muß eine genaue
Beob=
achtung der Vorſchrift im landwirtſchaftlichen Intereſſe verlangt werden.
Eine ſtrenge Ueberwachung der Durchführung dieſer Anordnung
iſt daher veranlaßt worden.
Auf die Militärbrieftauben der Mitglieder des hieſigen
Brief=
taubenklubs findet vorſtehendes nur in ſoweit Anwendung, als dies
das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894, den Schutz der Brieftauben
be=
treffend, zu. äßt.
Darmſtadt, den 13. März 1912.
(6729md
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jäger.
Kraſtloserklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 20, 2356, 3554, 8971, 8972 und 12 947 werden hiermit
aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen, vom Tage des
Er=
ſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem
Geſchäfts=
zimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls
nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom 18. Auguſt
1900, betreffend die ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt, die
Kraft=
loserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
(6697
Darmſtadt, den 18. März 1912.
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul.
Außhotz-Serſtelgerung Nr. 10.
(Stadtwald.)
Montag, den 25. März l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus Diſtrikten
Hinterhecke (6), Holzſchlag (22, 24 und 25) und Rücksbrünnchen (49)
der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert:
1. Stämme:
Eichen I. Kl. 2 Stück — 2,42 fm
II.
2,14
2
III.
7,23 „
IV. „ 14
8,10
2,92
VI.
1,81
3,53
Buchen II.
III.
— 3,89
IV.
— 4,72.
0,27
Hainbuchen IV.
4,69
5,00
VI. „ 22
v.
Erlen
0,19
Birken
—O,42
VI.
—0,37
Eſchen
V. „ 121
33,55
Fichten
2. Derbſtangen:
Buchen I. Kl. 14 Stück — 1,01 fm
31,24 „
Fichten I. „ 372
8,45 „
„ II. „ 284
3. Reisſtangen:
Fichten I. Kl. 36 Stück — 0,38 fm
„ II.
—0,06
28
Nummerverzeichniſſe werden nicht ausgegeben. Um vorherige
Einſichtnahme des Holzes, das die laufenden Nummern 819 bis 1113
trägt, wird gebeten. Weitere Holz=Verſteigerungen finden im
Stadt=
wald nicht mehr ſtatt.
(6672ms
Darmſtadt, den 18. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Sesangsachter
Grösste Auswahl — Billigste Preise
J. Ph. Reinhardt
7 Schlossgraben 7.
(4836a
K
Verwaltungsbericht1910
Der Verwaltungsbericht für das
Rechnungsjahr 1910, ſowie die
Rechnungen der Stadtkaſſe und
der übrigen ſtädtiſchen Kaſſen für
das Rechnungsjahr 1910 und der
ſtädtiſchen Sparkaſſe für das
Ka=
lenderjahr 1910 ſind von
Don=
nerstag, den 21. bis
einſchließ=
lich Freitag, den 29. März d. J.
gemäß Art. 87 der Städteordnung,
auf dem Stadthauſe, Zimmer 39,
während der Dienſtſtunden zur
Ein=
ſicht offen gelegt. (6778md
Darmſtadt, 18. März 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Konkursverfahren.
Ueber den Nachlaß der am
16. Februar 1912 verſtorbenen Karl
Müller des Erſten Witwe,
Katha=
rina, geb. Fiſcher, zu Ober=
Ram=
ſtadt, wird heute, am 18. März
1912, nachmittags 55 Uhr, das
Kon=
kursverfahren eröffnet.
Der Gerichtsvollzieher i. P.
Phi=
lipp Reibſtein in Darmſtadt,
Bleichſtraße, wird zum
Konkurs=
verwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
6. April 1912 bei dem
Ge=
richte anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über
die Beibehaltung des ernannten
oder die Wahl eines anderen
Ver=
walters, ſowie über die Beſtellung
ines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132
der Konkursordnung bezeichneten
Gegenſtände und zur Prüfung der
angemeldeten Forderungen auf
Dienstag, 16. April 1912,
vormittags 11 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Neues Gerichtsgebäude am
Ma=
thildenp atz, Saal Nr. 118, Termin
anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur
Konkurs=
naſſe etwas ſchuldig ſind, wird
aufgegeben, nichts an den
Nach=
laß zu verabfolgen oder zu
eiſten, auch die Verpflichtung
auf=
erlegt, von dem Beſitze der Sache
und von den Forderungen, für
welche ſie aus der Sache
abgeſon=
derte Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis
zum 6. April 1912
Anzeige=
zu machen.
(6669
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 1. Mai I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Bierbrauer Georg
Diehl zu Pfungſtadt im
Grund=
buch der Gemarkung Darmſtadt
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 550 901 Hofreite Große
Bachgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K20/12
Darmſtadt, 14. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V6722
Bekanntmachung.
Mittwoch, 17. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Heinrich
Philipp Jacoby dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 7282/1000 136 Hofreite
Par=
cusſtraße,
18
V 72‟/1000 67 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K22/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 2. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V5443
Am Donnerstag, den 28. Marz,
vormittags 10 Uhr,
wird im Hofe des hieſigen
Poſt=
gebäudes (Rheinſtraße) der zum
Verkauf geeignete Inhalt
unan=
bringlicher Sendungen gegen bare
Zahlung öffentlich an den
Meiſt=
bietenden verſteigert. (6787
Darmſtadt, 18. März 1912.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Am Montag, den 25. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger
Weg die Matratzenſtreu aus einem
Batterieſtall öffentlich und
meiſt=
bietend verſteigert. (6640imfs
Darmſtadt, im März 1912.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Die Epileptiſchen=Anſtalt zu
Nieder=Ramſtadt bittet wie=
derum um getragene Kleider, altes
Weißzeug, Lappen, ſowie
Ge=
brauchsgegenſtände aller Art. Die
Sachen werden nach Beſtellung (tele
phoniſch Amt Darmſtadt Nr. 572
oder ſchriftlich in den Briefkaſten
Kiesſtraße 30, part.) jederzeit mit
herzlichem Dank im Hauſe abgeholt.
(6389a
Weimar, Pfarrer.
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 22. März I. J., vormittags 9 Uhr
und nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Auftrag des Herrn Juſtizrat F. Gallus die zum
Nachlaß des Rentners Karl Jacob Diehl gehörigen Möbel und
Haushaltungsgegenſtände im Verſteigerungslokal „Ludwigshalle‟,
Obergaſſe 12, als:
1 faſt neuer Kaſſenſchrank und 1 Pianino,
10 Stück Oelgemälde, beſſere Sachen, darunter
einige Stücke von Paul Weber, verſchiedene
Stiche und Aquarelle uſw.
Ferner: 1 Spiegelſchrank, 1 Sekretär, 1 Pfeilerſchränkchen,
1 Bücherſchrank, alle in nußbaum poliert und gut erhalten,
verſchied. Kommoden, Waſchtiſche, Nachttiſche, 1
Brand=
kiſte, Tiſche verſchiedener Art, 2 Sofa, Stühle, Spiegel,
1 Regulator, Teppiche, Vorhänge und ſonſtige kleine
Möbel und Haushaltungsgegenſtände, 2 kompl. Betten
und verſchiedenes Bettwerk. Eine große Partie Bücher
und Illuſtrierte Blätter, Porzellan, Gläſer und
Nippſachen, Bett= und Tiſchwäſche und Handtücher in
großer Anzahl, Kleider und Weißzeug, Gold, Silber
und Schmuckſachen, 1 goldenes Medaillon mit
Bril=
lanten und dazu gehörige Halskette, 1 goldene Damenuhr
mit Kette, 1 Ring mit Diamant und verſchiedene andere
Ringe, diverſe Broſchen und Ohrringe, 1 goldeue Herren=
Rementoiruhr. Einige Dutzend ſilberne Eß= und
Kaffee=
löffel uſw.
Die Beſichtigung der Gegenſtände kann
Donners=
tag, nachmittags von 3—6 Uhr, in der Ludwigshalle
ſtattfinden.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden
gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 18. März 1912.
(6541om
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Verpachtung ſiskaliſcher Grundſtücke.
Montag, den 25. d. Mts., von morgens 9 Uhr an, werden
nach Zuſammenkunft an der Kreuzung der neuen Eiſenbahnlinie mit
der Eſchollbrücker Straße aus Flur VII, VIII, IX, XII und XIII der
Gemarkung Beſſungen 7,2634 ha Aecker
0,3393 „ Wieſen
auf 12 Jahre in geeigneten Loſen öffentlich verpachtet.
Darmſtadt, den 18. März 1912.
(6767mf
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Großherzogliche Techniſche Hochſchule.
Alle Rechnungen über Lieferungen bis Ende März 1912 ſind
in doppelter Ausfertigung bis ſpäteſtens 15. April ds. Js. unter
Anſchluß der Beſtellzettel an diejenigen Dozenten, von welchen die
Beſtellung ausgegangen iſt, einzureichen.
(6666
Der Rektor:
J. V.: Dr. H. Schenck.
Darmſtädter Dädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum
Ein=
jährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
(B5564
Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
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Kurse: Anf. jed. Viertelj. — Einzelunt.: jederzeit.
Istiiur Damlelewony Lunge
vormals Kirschbaum.
10 klaſſige, höhere Mädchenſchule, verbunden mit Penſionat und
Fortbildungskurſen.
Beginn des Sommer-Halbjahrs Dienstag, den 16. April.
Anmeldungen nehmen die Vorſteherinnen täglich vormittags
Sandſtraße 12 entgegen.
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für Geschäftsleute, Beamte, Studenten usw.
in Vortrag und Redekunst.
Derſelbe umfaßt: Schönheit der Ausſprache, Atem,
Grund=
ton beim Reden, Körperſtellung und Haltung. Angſt uſw.
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erregt, wenn das Kleid
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flecken hat oder durch Näſſe die
Gewebe eingegangen ſind Dieſen
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man ſeinen Kleiderſtoff, bevor er
zur Verarbeitung kommt,
deka=
tieren läßt. Man bringe daher
ſeinen Kleiderſtoff direkt in die
Spezial=Dekatur=Anſtalt zu (*7063
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Dunpillen von einem überaus heftigen Katarrh in kurzer Zeit Tetreit wurde.
Vergelbe fing mit Schluckbeschwerden an, und 1 h war fast betäubt vor lauter
Llend. Ich verspürte sofort Linderung nach Einreiben mit Dunsalbe und Auf.
legen von Dunpfaster um don Hals. Der Appetit stellte sich bereits am andern
Tag wieder ein. Vielen herslichen Dank für diese wirksame Hülfe. Zugleich
drängt es mich noch zu sagen, dass Ihre Dunpillen mich schon vor längerer Zei
von einer lästigen und hartnäckigen Hartleibigkeit befreit haben, die von einer
Blinddarmentzündung zurückgeblieben war. Auch die Schmerzen, die von
der-
selben Krankheit herrührten, sind verschwunden, seit ich Dunpillen einnehras.
Auch dafür meinen herzlichen Dank, dass ich durch ein so einfnches Mittel von
diesem Uebel befreit bin.
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ſich meiſt nicht erklären da die Betreffenden weder durch große Schönheit noch etwa durch
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ragende Geiſtesgaben ſich vor anderen auszeichnen. Oft iſt ſogar das Gegenteil der Fall, indem
ſchönen und klugen Menſchen der oder die Geliebte abſpenſtig gemacht werden durch einen Neben=
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Seelenlebens hat nun ein bekannter Pſychologe, Dr. F. Amos, gründlich erforſcht und iſt dabei
zu dem überraſchenden Schluſſe gelangt, daß dieſe geheimnisvolle Macht ſich jede Perſon aneignen,
daß alſo jeder Herr die Zuneigung einer jeden Dame und jede Dame die Zuneigung eines
jeden Herrn erringen kann. Wie es gemacht wird, hat er in einem Buche genau beſchrieben.
Wer die darin gegebenen Regeln befolgt, erobert die Herzen im Sturme und zwingt die geliebte
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Zweite Kammer der Stände.
22. Sitzung.
St. Darmſtadt, 19. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach Exz., Geheimeräte Dr.
Becker, Dr. Weber, Dr. Beſt, Lorbacher,
Mini=
ſterialräte Dr. Kratz, Hölzinger
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10 Uhr
15 Min. Erſter Punkt der Tagesordnung iſt die
Wahl der Präſidenten
nach Artikel 9 Abſatz 2 der landſtändiſchen Geſchäfts=
Ordnung.
Zur Wahl des erſten Präſidenten tritt Präſident
Köhler das Präſidium an den zweiten Präſidenten
Ko=
rell ab. Auf Antrag des Abg. Dr. Oſann erfolgt
durch Zuruf die einſtimmige Wiederwahl der drei
Präſi=
denten, die mit Dank annehmen.
Die Beratung des Voranſchlags wird dann in
der Generaldebatte über das
Miniſterium der Juſtiz
fortgeſetzt. — Abg. Grünewald bleibt, da im Hauſe
allgemeine Unruhe herrſcht, lange Zeit unverſtändlich.
Er unterſtreicht zunächſt alle Ausführungen des Abg. Dr.
Zuckmeyer bezüglich der Notwendigkeit der Reform der
Richterbeſoldung und auch der ſonſtigen Juſtizbeamten,
und beſpricht dann reichspolitiſche Verhältniſſe, den
Rücktritt Wermuths, ferner die allgemeine
Wirtſchafts=
lage, auf deren Beſſerung vielfache Anzeichen hindeuten.
Weiter beſpricht er die Frage der Vorbildung der
Juri=
ſten, die er für mangelhaft hält. Oft ſei das junge
Ma=
terial nicht nur juriſtiſch nicht genügend vorgebildet,
ſondern zeige auch Mängel in der Schulbildung.
Voll=
ſtändig vermiſſe er in der juriſtiſchen Vorbildung eine
Betonung der ethiſchen Seite des Berufes und der
Be=
rufspflichten des Juriſten. Nicht zuſtimmen könne er der
Forderung der Beſchränkung der Zulaſſung zum
Anwalts=
beruf. Zur Bekämpfung der Verfehlungen der Anwälte
empfehle er ſchärferes Eingreifen der Ehrengerichte. Die
Freizügigkeit der Anwälte, Zulaſſung bei allen Gerichten,
ſollte angeſtrebt werden. Den Ausführungen Dr.
Zuck=
meyers über die Reviſion des Strafrechtes ſtimme er zu.
Die Rechtſprechung des Reichsgerichts zeige
außerordent=
lich bedenkliche Schwankungen. Eingehend beſpricht der
Redner die Lage der Gerichtsſchreiber, Schreibgehilfen
uſw. (Im Hauſe herrſcht andauernd Unruhe.) Beſonders
die Gehilfen bei der Staatsanwaltſchaft erhalten nicht
das zum Unterhalt Notwendige. Er kenne ſolche
Be=
amte die in ihrer freien Zeit Stühle flechten. Bezüglich
der Geſetzgebung verweiſt er auf ſeine bereits geſtellten
Anträge.
Abg. Stephan iſt ebenfalls mit den
Ausführun=
gen des Abg. Dr. Zuckmeyer, ſoweit ſie das juriſtiſche
Gebiet betreffen, einverſtanden. Es ſei aber ſehr zu
be=
dauern, daß während der Reden der Herren Zuckmeyer,
Vorheimer und Geheimerat Beſt ſo wenig Mitglieder
im Hauſe anweſend waren. Er wolle nicht aus der
Tat=
ſache, daß bei Aufrufung des Kapitels „Juſtiz” die
Ab=
geordneten fluchtartig das Haus verließen, darauf
ſchlie=
ßen, daß die Herren der Rechtspflege kein Intereſſe
ent=
gegenbringen. (Unruhe.) Die Schuld ſei wohl die
Dauerſitzung geweſen, und er möchte für die Zukunft
empfehlen, die Freitagsſitzung höchſtens bis halb 2 Uhr
auszudehnen. (Zuſtimmung.) Die heſſiſche Rechtspflege
ſei im allgemeinen gut, ſo daß das Volk durchaus
Ver=
trauen zu ihr haben kann. Die Lage der
Aktuariatsaſſi=
ſtenten ſei unhaltbar. Das Schlagwort von der
Welt=
fremdheit der Richter habe keine Berechtigung mehr. Bei
der theoretiſchen Vorbildung der Juriſten müſſe mehr
Wert auf Staatswiſſenſchaft, auf das ſoziale und
wirt=
ſchaftliche Gebter gelegt werden. Der geforderten prakti=
ſchen Täligkeit der ſungen Zuriſten in wirtſchaflichen und
induſtriellen Betrieben ſtimme er zu. Ebenſo dem
be=
ſtehenden Uſus, daß das erſte Eramen nicht vor
Prak=
tikern ſondern auf der Hochſchule abgelegt werden muß.
Das Endziel aller Juriſterei müſſe immer die Feſtſtellung
der objektiven Wahrheit, das Beſtreben, das objektive
Recht zur Geltung zu bringen, ſein. (Beifall.)
Abg. Dr. Fulda wünſcht, daß nicht nur Juriſten,
ſondern auch Laien zu dieſem Kapitel ſprechen mögen,
da die Juriſten doch faſt das ganze Jahr hindurch von
den Laien angegriffen werden. Er beſpricht dann die
Beſoldungsreform, die nicht eine bloße prozentuale
Ge=
haltserhöhung bringen, ſondern eine durchgreifende
Reform werden müßte. Die Examensbedingungen
ſoll=
ten, wenn nötig, aufs äußerſte verſchärft werden. Dann
aber ſollte der Juriſt, der das Examen beſtanden, ein
Recht auf Staatsanſtellung haben. Zu bekämpfen ſei, daß
Leute, die ihr Examen beſtanden, nicht Richter werden
können, aber doch zur Anwaltſchaft zugelaſſen werden.
Falſch ſei, daß der Richter in Preußen ein größeres
Ar=
beitsgebiet habe, als bei uns. Er bitte um Auskunft, ob
es richtig ſei, daß Hilfsrichter an Darmſtädter Gerichten
tätig ſind, die neben dieſer Tätigkeit in anderen Bezirken
noch ihren vollen Dienſt als Amtsrichter tun. Das müſſe
bekämpft werden. Im allgemeinen habe man in Heſſen
keine Klaſſenjuſtiz, doch möchte er beanſtanden, daß zum
Beiſpiel beim Transportarbeiterſtreik die
Vorunterſuch=
ung, entgegen ſonſtigem Brauch, viel zu lange in Händen
der Polizei geblieben ſei. Er führt weiter Beſchwerde
darüber, daß zu Geſchworenen und Schöffen keine
Ar=
beiter, beſonders keine Sozialdemokraten, herangezogen
werden. Auf dem Gebiete des Strafvollzuges ſei zu
be=
anſtanden, daß oft ſehr jugendliche
Staatsanwaltsver=
treter die noch keine genügende Lebenserfahrung haben,
das Strafrecht haben. Man ſollte das Strafvollzugsrecht
in die Hände der Gerichte legen. Bei Streikdelikten
werde niemals von dem Rechte des bedingten
Strafauf=
ſchubs Gebrauch gemacht. Es wäre bedauerlich, wenn
das Prinzip wäre. Bei den Gerichten ſollte das auf dem
Richter laſtende Schreibwerk vermindert werden durch
Anſchaffung von Schreibmaſchinen, Anſtellung von
Steno=
typiſtinnen uſw. Redner bekämpft die Verbindung des
Notariats= mit dem Anwaltsberuf. Die dadurch einer
Reihe von Anwälten zugewieſenen Einnahmen ſollten
der Staatskaſſe zufließen indem man Amtsnotare
ein=
führt. Schließlich tritt Redner für Erbauung eines
Amtsgerichts in Neu=Iſenburg ein und widerſpricht
noch=
mals den Ausführungen des Abg. Zuckmeyer, beſonders
der Beſchränkung des Armenrechts, der Feſtſetzung des
Streitobjektes mehr in fiskaliſchem Intereſſe.
Staatsminiſter Ewald Exz. möchte zunächſt ſeinem
Bedauern darüber Ausdruck geben, daß ſeine Tätigkeit
im Bundesrat in Berlin ihn am Freitag fern hielt, doch
werde er die Ausführungen der Redner nach den
Proto=
kollen genaueſtens prüfen und den geäußerten Wünſchen
nach Möglichkeit entſprechen. Den heutigen Rednern danke
er für die Anerkennung der Tätigkeit der Richter, die das
Miniſterium durchaus teile. Auch für das Eintreten in
materieller Beziehung ſage er den Rednern Dank. Die
Beſoldungsordnung würde ſowohl für die Richter als
auch für die Schreibgehilfen uſw. wenigſtens
einiger=
maßen Beſſerung bringen. Dem Abg. Grünewald müſſe
er erwidern, daß es doch nicht richtig ſei, daß den
Schreib=
gehilfen jede Nebentätigkeit verboten iſt. Tatſächlich ſei
jede Nebentätigkeit geſtattet, ſo weit ſie ſich mit dem
Be=
ruf vertrage. So vor allem Deklarationen zur
Erbſchafts=
ſteuer, Geſuche anzufertigen, Buchführung u. a. Den
Wunſch, daß Richterſtellen nicht kaſſiert werden mögen,
könne er im allgemeinen nicht als berechtigt anerkennen.
Wenn einerſeits vom Hauſe verlangt wird, die
Gerichts=
bezirke ſollen einer Nachprüfung unterworfen werden,
ob nicht Richter, die ungenügend beſchäftigt ſind, entfernt
werden können, ſo kann man das nicht ablehnen, wenn
ſich tatſächlich ergeben ſollte, daß es Richter gibt, die nicht
vol beſchäftigt ſund. Die Regierung hat mun in der Tat
vorige Woche ein Programm aufgeſtellt, nach dem einige
Richterſtellen aufgehoben und durch Aſſeſſoren erſetzt
wer=
den können. Dadurch wird allerdings die Geſamtzahl
der Richter nicht vermindert, denn in mehreren Städten
werden ſchon ſeit Jahren Richter durch Aſſeſſoren
ver=
treten, wo es ſich um definitive Richterſtellen handelt. Es
kann ſich alſo nur um eine Auswechſelung handeln. Was
das mehrfach angeregte Staatsexamen betrifft und die
Forderung, daß die Note nicht ausſchlaggebend ſein ſoll
ſo iſt dazu feſtzuſtellen, daß das auch jetzt ſchon bei uns
nicht der Fall iſt. Nur mit Rückſicht auf den ſtarken
An=
drang zum juriſtiſchen Beruf wird den Herren, die eine
geringe Note (genügend) haben, ſofort mitgeteilt, daß ſie
keine Ausſicht haben, im Staatsdienſt Verwendung zu
finden. Sobald das rechtzeitig geſagt wird, kann der
Be=
treffende ſich nicht beſchweren darüber, denn der Stagt
hat doch das Recht, ſich vor allem der Beamten zu
ver=
ſichern, deren gute Examina doch eine gewiſſe Gewähr
für gutes Können geben. Ein definitiver Ausſchluß vom
Staatsdienſt iſt das übrigens nicht, denn wenn die
Ver=
hältniſſe ſich einmal ändern ſollten, wird natürlich auch
auf Herren mit geringeren Noten zurückgegriffen
wer=
den. Zu den Beſchwerden des Abg. Dr. Fulda, daß keine
Arbeiter zu Schöffen oder Geſchworenen herangezogen
werden, iſt feſtzuſtellen, daß das Miniſterium keinen
direk=
ten Einfluß darauf hat. Doch iſt von dem Vorſitzenden
der Ausſchüſſe, denen die Wahl obliegt, ſchon oft
ver=
ſichert worden, daß die Arbeiter oft ſelbſt Widerſtandleiſten,
da ſie ihren Arbeitsverdienſt auf längere Zeit nicht
ent=
behren wollen. Prinzipielle Gegnerſchaft beſteht auf
die=
ſem Gebiete nicht und es werden auch nach Möglichkeit
geeignete Elemente aus dem Arbeiterſtande
herangezo=
gen. Den Wünſchen, zu beſtimmter Zeit an den
Ge=
richten Hinterlegungen einzuführen, ſoll tunlichſt
entſpro=
chen werden. Den Amtsgerichten den Strafvollzugzu
über=
geben, das würde eine Aenderung der
Reichsſtrafgeſetz=
gebung erfordern, auf die wir, wie dem Abg. Fulda ja
wohl bekannt iſt, keinen Einfluß haben. Was den
be=
dingten Strafaufſchub bei Streikvergehen betrifft, ſo
be=
ſteht da durchaus kein prinzipielles Bedenken. Wenn
das in der Praris ſelten vorkommt ſo liegt es wohl
daran, daß der bedingte Strafaufſchub doch in erſter
Linie für Jugendliche beſtimmt iſt. Es wird ſich bei
Streikdelikten aber meiſtens um reifere, erfahrene Leute
handeln, bei denen höchſtens die Frage nach mildernden
umſtänden zu prüfen ſein wird. Dem Wunſche nach
Vermehrung der Verwendung von Schreibmaſchinen wird
ſchon längſt Rechnung getragen. Es ſind ſchon jetzt 70.
Schreibmaſchinen im Reſſort des Juſtizminiſteriums im
Gebrauch. Dem Wunſche betr. der Errichtung eines
Amtsgerichts in Iſenburg ſtehen noch immer zwei
Be=
denken gegenüber: Erſtens die Rückſicht auf die
Finanz=
lage des Landes und zweitens der Grundſatz, neue
Amts=
gerichte erſt dann zu errichten, wenn für zwei Richter
ausreichende Tätigkeit vorhanden iſt. Das iſt aber
noch=
nicht der Fall. Zugegeben wird, daß Neu=Iſenburg die
erſte Anwartſchaft auf ein eigenes Amtsgericht hat.
(Beifall.)
Abg. Hauck (längere Zeit unverſtändlich) führt Klage
über den ungenügenden Schutz der Zeugen gegenüber,
gegneriſchen Verteidigern. Es müßte unbedingt
verhin=
dert werden, daß Zeugen ihr ganzes Vorleben auf den
Tiſch des Hauſes legen müſſen. (Heiterkeit.) Wenn man
ſo jedes Menſchen Vorleben feſtſtellen wollte, würde man
manchmal intereſſante Sachen zu hören bekommen.
Red=
ner fordert dann Beſſerung der Lage der Schreibgehilfen
und macht dazu verſchiedene Vorſchläge. Einer
Herauf=
ſetzung der Gebühren für Rechtsanwälte müſſe er
wider=
ſprechen. Ebenſo der in Erwägung gezogenen Aufhebung
kleinerer Amtsgerichte, aegen die die ganze geſchichtliche
Entwickelung ſpreche. (Beifall)
Darauf wird die Sitzung um 1 Uhr geſchloſſen.
Nächſte Sitzung nachmittags 3 Uhr.
zur Vertilgung von
dingt zuverlässig
Sicher erpro
Motten u. deren Brut ist
Dr. Wverkrerchs Aasooehscher
Laut Attest des Ober-Hofmarschallamtes seit Jahren in den Hofhaltungen Sr. Majestät des Kaisers ständig im Gebrauch.
Grossherzogliches Marstallamt
Das unterzeichnete Grossh. Marstallamt bestätigt! Hessisches) Nr. 116.
Ihnen hiermit gerne, dass das von demselben bezogene
Präparat „Mottenäther” hier mit gutem Erfolg ver- einstimmigem Urteil allerVerbrauchsstellen gut bewährt.
wendet worden ist.
Hofmarschall-Amt Sr. Kgl. Hoheit des Herzogs! Garde-Grenadier-Regt. Nr. 2.
von Cumberland, Herzogs zu Braunschweig
und Lüneburg.
Auf die Anfrage erwidert das Hofmarschall-Amt, gut bewährt hat.
bewährt hat.
Ihre Hoh. Prinzess Marie von Sachsen-Meiningen.I mit, dass nach den bisher bei meiner Kompagnie gemach-
Marie von Sachsen-Meiningen mit Ihrem Mottenäther
sehr zufrieden gewesen 1st.
Frauv.Quenther,geb.v.Colmar. Breslau, Oberpräsidium Juli d. J. von Ihnen bezogenen Mottenäther sehr gute
Wir beziehen seit Jahren aus der Belle Alliance-I Resultate erzielt haben.
Apotheke in Berlin Dr. Weinreich’s Mottenäther mit
gutem Erfolg.
General von Bayer-Ehrenberg.
Düsseldorf.
was ich mit grossem Vergnügen bestätige.
Frau von Kutzieben.
Ich bitte mir ½ Flasche à M. 6.— von Dr. Weinreich’s
Mottenäther nebst zu der Flasche passenden Zerstäuber! der Wirkung des Mottenäther sehr zufrieden bin.
nehmen, Ich war mit der Probe, die ich im vergangenen
Jahre damit machte, ausserordentlich zufrieden.
Senden Sie mir gefl. sofort 3 Pl. Dr. Weinreich’s weiter zu empfehlen.
Mottenäther à 6.— M. Seitdem ich diesen Motten-Ipr. Weisbrod.
äther in meinem grossen Haushalt verwenden lasse,
habe ich von Motten nichts mehr gemerkt.
Frau von Glasenapp.
Ihr Mottenäther, welchen ich 1911 verwendete, schützt
gründlich und besser als andere Mittel gegen Motten, ist! dass ich mit Dr. Weinreich’s Mottenäther geradezu
Dr. Weinreich’s Mottenäther
2
Dr. Welegseches MHelengher
Schwerin. III. Bat. Infanterie-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Grossh.
Giessen.
Der von der Firma bezogene Mottenäther hat sich nach
Regiments-Bekleidungskommission, Kaiser Franz
Berlin.
Auf Ihr Schreiben vom 6. d. Mts. wird Ihnen mit-
Gmunden.! geteilt, dass sich Dr. Weinreich’s Mottenäther sehr
dass der von Ihnen bezogene Mottenäther sich gutpauptmann und Komp.-Chef Brunplew. Wesel.
Auf Ihr Schreiben vom 3. November teile ich Ihnen
Berchtesgaden. 1 ten Erfahrungen Mottenäther sich gut bewährt hat.
Hierdurch die Nachricht, dass Ihre Hoheit Prinzess norddeutscher Lloyd, Abt. Proviantamt. Bremen.
Wunschgemäss bestätigen wir Ihnen in Erledigung
Ihrer Anfrage vom 6. Oktober, dass wir mit dem im
Oberst Tupschoewski, Kommandeur der Feldart.-
Schiesschule, Konstantinopel.
Pera.
Der von Ihnen im Juni d. Js. bezogene Dr. Weinreich’s
Mit dem von Ihnen bezogenen Dr Weinreich’s! Mottenäther hat sich hier bei mir so ausgezeichnet
Mottenäther habe ich sehr. gute Resultate erzielt, bewährt, dass ich sie bitte, mir Anfang Februar 1912
wieder ein Postpaket zu übersenden.
Mihla a. d. Werra.Frau Kreisbaumeistsr Seybold.
Gleiwitz.
Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnengern mit, dass ich mit
zu senden und den Betrag per Nachnahme zu ent-(Schlosshotel Hertenstein. Hertenstein (Vierwaldst.-See).
Dr. Weinreich’s Mottenäther hat mit der Anwendung
in diesem Frühjahr die Motten gründlich vertilgt.
Frau Fabrikbes. Schlegelmilch. Falkenberg o.-s. Wir verfehlen nicht, Dr. Weinreich’s Mottenäther
Weinheim.
Ihr Mottenäther ist wirklich was Ausgezeichnetes und
Vollkommenes, Ich wüsste nichts Besseres für Motten.
Berlin. 1B. Aussia.
würzburg.
Es macht mir Vergnügen, Ihnen mitteilen zu können,
auch, mit demSprüher zerstäubt, sparsam im Verbrauch. glänzende Erfolge erzielt habe. Seit Jahren suchte aus zufrieden gewesen.
ich ein wirklich Abhilfe bringendes Mittel gegen
Motten, ohne ein solches zu finden. Der erste Versuch
mit Ihrem Mottenäther hat mich vollauf befriedigt und
werde ich auf solchen im nächsten Jahre zurückkommen.
Julius Spirgatis, Tuchhandlung. Königsberg Pr.
Auf Iur Schreiben vom 3. November teile ich Ihnen
mit, dass sich Ihr Mottenäther ganz ausgezeichnet
bewährt hat und habe ich diesen mehreren Familien
empfohlen. Ich werde im nächsten Jahre wieder davon
Gebrauch machen, weil dieser Aether ganz entschieden
in der Vertilgung der Motte schnell und sicher mehr
leistet, als jedes andere von mir versuchte Präparat.
Frau Reg.-Assessor Dr. Wolff.
Celle.
Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich mit dem von Ihnen
bezogenen Dr. Weinreich’s Mottenäther sehr zufrieden
war. Die Motten, die sich vor Anwendung des Mittels
zeigten, verschwanden nachdem vollkommen, Ich werde
von/jetzt an nur noch dieses Mottenmittel gebrauchen.
G. Fries.
München.
Der Mottenäther Dr. Weinreich’s hat mir
vorzüg-
liche Dienste geleistet. Wir hatten hier eine Unmenge
von Motten. Ohne dieses Präparat missten wir mit
grossem Schaden rechnen. Es ist das Beste, was ich
ſe angewendet habe.
Wilh. Weber.
Annaberg.
Auf Ihre werte Zuschrift, Erfolge des Mottenäthers
betreffend, kann ich Ihnen erwidern, dass ich damit
vollkommen zufrieden und der Erfolg bei Verwendung
an meinen Möbeln ein durchschlagender war.
Frau v. Geldern-Crispendorf.
Darmstadt.
Teile Ihnen gerne mit, dass der Mottenäther da,
wo ich ihn anwandte, sich gut bewährt hat
Hauptmann Schultz.
Rlesa.
Mit Dr. Weinreich’s Mottenäther bin ich sehr
zu-
frieden. Ich habe ihn in Schränken und Jagdsachen,
Uniformen und Civil, sowie auf Möbeln im Zimmer
angewendet und keine Motten gefunden.
Dipl.-Ingenieur W. Trübe.
Cöln.
Wir sind mit dem Erfolg Ihres Mottenäthers durch-
ist in Apotheken, Drogerien, Parfümerien in Flaschen à 1.25, 2.—, 3.50 u. 6.— M., passende Zerstäuber
à 1.10 u. 2.— M. zu haben. Prospekte mit zahlreichen glänzenden Anerkennungsschreiben gratis und
franko durch die alleinigen Fabrikanten Pharmakon G. m. b. H., Berlin SW. 29. (VI6581
Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 15.
2 2. Sitzung.
(Nachmittags=Sitzung.)
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Geheimeräte Dr. Beſt,
Lorbacher, Miniſterialrat Dr. Kratz.
Die Sitzung wird um 3,20 Uhr eröffnet und die
De=
batte bei ſchwach beſetztem Hauſe fortgeſetzt. Abg. Dorſch
übt ſcharfe Kritik an dem Notariatsgeſetz, das durch die
Abänderung wohl teurer, beſonders für die Gemeinden,
geworden iſt, aber nicht beſſer. Vor allem ſei das
Grund=
buchweſen viel zu kompliziert. Man ſollte die Materie
ſyſtematiſch in die Amtsgerichte einordnen. Dann würde
das Volk auch wieder Vertrauen zu den Notariaten
faſſen, das durch Vorkommniſſe, wie die Fälle Hubert und
Link, ſchwer erſchüttert worden iſt.
Abg. Wolf=Stadecken führt wiederholt Klage
über die Unzulänglichkeit des Reichsweingeſetzes,
beſon=
ders des Art. 3. Gerade das gute Weinjahr 1911 habe
ge=
zeigt, daß dieſer Artikel 3 ungeeignet iſt, ja direkt
da=
neben treffe. Bei Weinprozeſſen follte mehr Wert auf die
Zungenſachverſtändigen, als auf die Chemiker, gelegt
werden. Sehr unliebſam habe ſich das Verſchleppen der
Prozeſſe ſeit jeher bemerkbar gemacht und es wäre
drin=
gend zu wünſchen daß die Juſtizbehörde hierauf ihr
Augenmerk richten möge.
Abg. Henrich (ſchwer verſtändlich) beſpricht die
Anſtellungs= und Arbeitsverhältniſſe der mittleren
Juſtiz=
beamten. Das Verlangen der Aſſiſtenten, mit den
Aktuaren gleichgeſtellt zu werden, ſei gerechtfertigt. Das
Schreibwerk ſelbſt habe wohl zugenommen durch das
koloſſale Anwachſen der Geſetze überhaupt, doch könnte
auf dieſem Gebiete noch viel inbezug auf Vereinfachung
geſchehen. Der kaufmänniſche Betrieb könnte hier vielfach
als Vorbild dienen.
Abg. Leun wünſcht Vereinfachung bei den
Erheb=
ungen zu Zwecken der Reichswertzuwachsſteuer.
Beſon=
ders ſollten die Erhebungen ganz wegbleiben, wo die
Steuer doch nicht eintritt, alſo beim Uebergang von Eltern
auf Kinder und dergleichen. An der Einrichtung der
No=
tariate, wie ſie eben organiſiert iſt, ſollte nicht gerüttelt
werden. Von den bei den Grundbuchanlegungen
beſchäf=
tigten Gehilfen ſollte man mindeſtens die Hälfte feſt
anſtellen.
Abg. Dr. Schmitt äußert zunächſt Fahrplanwünſche,
da durch die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofes der
Weg der Abgeordneten um mindeſtens 10 Minuten
ver=
längert wird. Er beſpricht dann die mehrfach
erörter=
ten Examensnoten und wünſcht ebenfalls, den
Examinan=
den, die vielleicht durch Zufall eine ſchlechte Note machen,
obwohl ſie im ganzen genau ſo piel oder noch mehr
wiſſen, als andere, nochmals Gelegenheit zu geben, die
Note durch ein wiederholtes Examen zu verbeſſern.
Es ſei durchaus nicht zu befürworten, wenn alle ſchlechten
Examinanden Rechtsanwälte werden. Dem Aba. Wolf
wolle er erwidern, daß an der Verſchleppung der Prozeſſe
der Anwalt gar kein Intereſſe habe. Den
Aktuariatsaſſi=
ſtenten habe die Erklärung des Geheimerats Beſt am
Freitag bezüglich der Beſoldung und Anſtellung alle
Hoffnung geraubt. Redner werde darauf bei der
Beſold=
ungsvorlage zurückkommen. Den Aſſeſſoren ſollte man
Wohnungsgeld gewähren. Eine lediglich prozentuale
Erhöhung der Gehälter würde keine Beſſerung bringen
und Redner werde ſie auf das entſchiedenſte bekämpfen.
Zu verurteilen ſei es, daß die Regierung ſich über die
Beſoldungsvorlage ſo konſequent ausſchweigt. Es wäre
für die Budgetberatung doch von erheblichem Intereſſe
geweſen, wenn die Vorlage rechtzeitig veröffentlicht
wor=
den wäre. Schließlich bittet Redner, freiwerdende
Stel=
len nicht alsbald zu beſetzen, ohne eventuellen
Intereſſen=
ten Gelegenheit zur Bewerbung zu geben.
Abg. Dr. Winkler erörtert die Lage der
Gerichts=
vollzieher und ſtellt feſt, daß eine ganze Anzahl
Gerichts=
vollzieher zu ſtark in Anſpruch genommen ſei, worunter
die Erledigung der Geſchäfte leide. Es gebe
Gerichts=
vollzieher, die acht und mehr Tauſend Mark Einkommen
haben. Da könnten mindeſtens zwei oder gar drei
Stel=
len geſchaffen werden, denn es gebe eine ganze Anzahl,
die mit 2000 Mark Einkommen völlig verſorgt ſind. Der
Forderung, Berufungen in Strafſachen einzuführen,
möchte er nicht zuſtimmen. Er ſei vielmehr der Meinung,
daß viel zu viel Berufungen eingelegt werden. Dadurch
würde die Autorität des erſten Richters immer mehr
er=
ſchüttert. Von dem Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſollte
mehr Gebrauch gemacht werden, namentlich auch der
Preſſe gegenüber, damit die Senſationsberichterſtattung
nach Möglichkeit eingeſchränkt werde. Bei Beſprechung
der Anſtellungsverhältniſſe der Aſſeſſoren rügt Redner
unter anderem, daß jüngere Kräfte älteren Anwärtern
vorgezogen werden. Die Standesbeamten ſollten vor
Beſtrafungen wegen kleiner, meiſt auf Unkenntnis
be=
ruhender Vorgehen mehr geſchützt werden. Bedauerlich
ſei, daß hier und da das Verhältnis zwiſchen Richter
und Anwalt nicht ſo ſei, wie es ſein müßte. Vielfach
liege das aber an den Anwälten, viel ſeltener an den
Richtern. Eingehender erörtert Redner die Frage der
Zulaſſung der Rechtskonſulenten uſw., die eingeſchränkt
werden ſollte, und wendet ſich dann dem Reichsweingeſetz
zu, hier um eine Reform des Strafvollzuges erſuchend,
wenigſtens dahin, daß man einen Mann, deſſen Bücher
nicht in Ordnung ſind, nicht gleich in einen Weinprozeß
verwickelt, ſondern ſein Vergehen mit einem Strafbefehl
ahndet. Man ſollte überhaupt nicht immer gleich
ſtra=
fend. ſondern zuerſt belehrend und rügend vorgehen. Zum
Schluſſe beſpricht Redner ebenfalls die
Anſtellungsver=
hältniſſe der Aſſeſſoren und betont die Notwendigkeit der
Unabhängigkeit der Richter und die Einſchränkung der
Verwendung der Aſſeſſoren als Richter, beſonders auch
in kleineren Städten und Landorten.
Staatsminiſter Ewald Exz.: Den Wunſch des Abg.
Hauck nach beſſerem Schutz der Zeugen bei gerichtlichen
Vernehmungen erkennt die Juſtizverwaltung als
durch=
aus berechtigt an. Die Materie iſt bereits ſeit längerem
Gegenſtand von Erörterungen. Dem Wunſch des Abg.
Dorſch, die Notariate mit den Amtsgerichten zu
vereini=
gen, könne er keine befriedigende Ausſicht eröffnen. Wir
haben die Notariate nun und werden ſie auch behalten.
Es würde auch keineswegs im Intereſſe der Bevölkerung
liegen, das Notariatsgeſetz ſchon wieder zu ändern.
Je=
weiligen lokalen Verhältniſſen würde auch jetzt nach
Möglichkeit Rechnung getragen, d. h., wo ein Notar nicht
iſt, werden ſchon jetzt die Notariatsgeſchäfte vom Amts=
gericht beſorgt. So wird es auch in Zukunft gehandhabt
werden. Fälle wie die der Notare Huber und Link
wer=
den ſich niemals ganz verhindern laſſen. Aber wenn der
Abg. Dorſch meint, die Bevölkerung habe zu den
Gerich=
ten mehr Vertrauen, ſo habe man ja doch jetzt ſchon die
Wahl, entweder zum Notar oder zu einem Richter zu
gehen, wenn man zu dieſem mehr Vertrauen habe. Um
die Bevölkerung vor Schäden, wie ſie die Fälle Huber
und Link im Gefolge hatten, nach Möglichkeit zu
bewah=
ren, habe der Staat ja wie früher ſchon erwähnt, eine
Verſicherung eingegangen. Was die Wünſche des Abg.
Henrich betr. die Anſtellung und Verwendung der
Aktua=
riatsaſſiſtenten und die Verwendung von Aſſeſſoren für
Arbeiten dieſer Beamten betrifft, ſo iſt das ſchon früher
Gegenſtand eingehendſter Beſprechungen geweſen und
könne Redner auf ſeine früheren Ausführungen
verwei=
ſen. Durch die Verwendung der Aſſeſſoren würden
übri=
gens die Koſten nicht höher, ſondern meiſtens niedriger.
Die ganze Frage ſei überhaupt in erſter Linie eine
finan=
zielle und erſt in zweiter Linie eine Organiſationsfrage.
Man muß bei ihrer Regelung auch die vorausſichtlich ſehr
weitgehenden Konſequenzen in Betracht ziehen, die dem
Staate ſehr viel Geld koſten würden. Was der Abg. Leun
bezüglich der Reichswertzuwachsſteuer beanſtandet hat,
iſt bereits Gegenſtand der Verhandlungen mit der
Reichsregierung. Die gewünſchte Gelegenheit zur
Wie=
derholung des Examens zwecks Erlangung einer beſſeren
Note wird in Erwägung gezogen werden. Im übrigen
darf wiederholt werden, daß ja mit der niedrigen Note
ein Ausſchluß aus dem Staatsdienſt endgültig nicht
er=
folgt, daß aber doch der Staat das Recht haben muß, ſich
für ſeinen Dienſt die Befähigſten auszuſuchen. Der
Wunſch des Abg. Schmitt, bei Stellenbeſetzungen eine
Friſt zu Bewerbungen zu laſſen, iſt gegenſtandslos, denn
in allen Fällen, in denen die Regierung nicht eine
be=
ſtimmte Perſon für die geeignetſte zur Beſetzung eines
frei gewordenen bedeutenden Poſtens hält, werde dieſe
Friſt jetzt ſchon gegeben. In den genannten Fällen aber
hat die Bewerbung auch keinen Erfolg. Was der Abg.
Winkler bezüglich der Gerichtsvollzieher geſagt habe, ſei
wohl nicht unrichtig, doch müſſe der Staat ja auch
Rück=
ſicht nehmen auf die Rechte dieſer Beamten auf Penſion,
Wohnungsgeld uſw. Je mehr Gerichtsvollzieher alſo
angeſtellt werden, je mehr Aufwendungen hat der Staat
zu leiſten. Uebrigens würde kein ſolcher Beamter
ange=
ſtellt, bevor nicht die Lokalbehörden befragt würden.
Was die Berufungen der Amtsanwälte betrifft, ſo wird
dieſe Frage ja durch genaue geſetzliche Beſtimmungen
ge=
regelt. Auch die Lage der Rechtskonſulenten iſt ja
geſetz=
lich geregelt, ſo daß wir darauf keinen Einfluß haben.
Abg. Senßfelder ſtimmt den Ausführungen des
Abg. Winkler bezüglich des Schutzes der Standesbeamten
vor Beſtrafungen bei. Er erörtert dazu eine Reihe
Spe=
zialfälle. Weiter beſpricht Redner eingehend das
Grund=
buchweſen und äußert eine Anzahl Wünſche, die
Organi=
ſation betreffend.
Abg. Ulrich beſpricht ſehr ausführlich die Lage der
mittleren Juſtizbeamten. Die Ueberproduktion an
aka=
demiſchen Beamten ſei ein Unglück für den Staat und
für die Geſellſchaft. Die Art und Weiſe der Beſchäftigung
und Anſtellung der Akademiker ſei durchaus fehlerhaft.
Wenn man ihre Arbeitskraft notwendig braucht, ſoll man
dieſe Beamten auch anſtellen. Wenn Unſtimmigkeiten
zwiſchen Richter und Anwalt vorkommen, ſei der
Leid=
tragende faſt immer der Klient. Die
Aktuariatsaſſiſten=
ten verrichten vielfach die Dienſte der Gerichtsſchreiber,
ohne daß ſie deren Gehalt beziehen. Da müſſe die
Be=
ſoldungsordnung dringend Abhilfe bringen. Dieſe
Be=
ſoldungsordnung müſſe unter allen Umſtänden zum
1. April dieſes Jahres zuſtande kommen im Intereſſe der
unhaltbaren Lage der mittleren und kleinen Beamten.
Abg. Dr. Oſann möchte ſich dem anerkennenden
Urteil über die Juſtiz anſchließen. Wenn man aber
ein=
mal frage, ob und wie die Juſtizbeamten mit dem
Land=
tage zufrieden ſind, ſo wird die Frage wohl kaum mit
Ja beantwortet werden. Es herrſche ein berechtigter
Grad von Unzufriedenheit unter den Juſtizbeamten bis
herunter zum Gerichtsdiener. Daß der Staat ſich in
erſter Linie die beſtens qualifizierten Kräfte ſichert, ſei
durchaus berechtigt. Auch daß man Richterſtellen
auf=
hebe, deren Inhaber nicht genügend beſchäftigt ſind, iſt
berechtigt. Den Aſſeſſoren ſollte man aber unbedingt
hel=
fen, ſo weit es irgend möglich iſt. Der Anregung, ihnen
das Wohnungsgeld zu gewähren, ſtimme er bei.
Unhalt=
bar ſei die Lage der Aktuariatsaſſiſtenten, die zunächſt
nur als Uebergangspoſten geſchaffen wurden, aber zu
dauernden wurden, und als ſolche ungenügend bezahlt
werden. Redner legt die Lage dieſer Beamten
ausführ=
lich dar. Der Beſchwerde darüber, daß die
Beamten=
beſoldungsvorlage noch nicht von der Regierung
ver=
öffentlicht wurde, ſchließe er ſich an. Unter allen
Um=
ſtänden müſſe die Beſoldungsreform eine organiſche,
durchgreifende ſein. Mit prozentualer Gehaltserhöhung
oder Teuerungszulage ſei nichts getan.
Damit ſchließt die Debatte. Der
Ausſchuß=
antrag zum Kavitel 88: Miniſterium, 59174 Mark
in Ausgabe zu bewilligen, wird angenommen.
Zu Kapitel 89: Gerichte beanſtandet Abg.
Mer=
gell (auf der Tribüne unverſtändlich) die beabſichtigte
Abtrennung des Ortes Fränkiſch=Crumbach von
Reichels=
heim und Zuteilung zu Reinheim und verbreitet ſich zur
Begründung ſehr ausführlich in etwa ¾ſtündiger Rede
über Zuſtände im Amtsgerichtsbezirk Reichelsheim.
Staatsminiſter Ewald Exz. ſtellt feſt, daß der Plan
der Lostrennung ſeiner Zeit in voller Uebereinſtimmung
mit dem Gemeinderat von Fränkiſch=Crumbach gefaßt
wurde, daß neuerdings aber eine andere Meinung
Platz=
gegriffen habe. Die Regierung werde die Verhältniſſe
nochmals prüfen und danach ihre Entſcheidung treffen.
Darauf wird die Sitzung nach 7 Uhr geſchloſſen
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
Vermiſchtes.
— Kraftverſchwendung wider Willen in der
Beleuch=
tungstechnik. Welch ein gewaltiger Weg von der
trüb=
roten, rußenden Kienfackel am mittelalterlichen Stadttor
bis zu den modernen Bogenlampen, den elektriſchen
Son=
nen unſerer Großſtädte, die die Nacht zum Tage machen
Welch eine Summe von Arbeit und Erfindergeiſt liegt
zwiſchen der Oellampe der Griechen und den rieſigen
Preßgaskandelabern unſerer Tage. Aber ſo ungeheuer
auch der Unterſchied zwiſchen einſt und jetzt, in einem
Punkte ſind wir nur wenig vorangekommen, denn früher
wie heute war der Menſch ein unökonomiſcher
Verſchwen=
der, wenn er Licht erzeugen wollte. Mit Recht klagen wir
über einen ſchlechten Ofen, bei dem 50 Prozent der
aufge=
wendeten Kohlen reſp. der von ihnen erzeugten Wärme
zum Schornſtein hinausfliegen, während das Zimmer kalt
bleibt. Noch viel ſchlimmer aber ſteht es in der
Beleuch=
tungstechnik. Unſere ſämtlichen Lichtquellen ſind
unwirt=
ſchaftlich, trotz aller Bemühungen der Beleuchtungstechnik.
Erſt in allerneueſter Zeit iſt man auch in dieſem Punkte
etwas vorangekommen, aber noch bleibt ein weiter Weg
bis zur Schaffung einer idealen Lichtquelle. Das
Glüh=
würmchen iſt uns noch immer als Beleuchtungskünſtler
weit über; denn es erzeugt ein kaltes Licht. Die Kraft,
die es aufwendet, um Licht von ſich zu geben, wird
wirk=
lich in Lichtſtrahlen umgewandelt, nicht in
Wärme=
ſtrahlen. Wir aber erhalten bei allen unſeren
Licht=
quellen ſtatt des Lichtes vor allenDingen Warme, die
wir hier garnicht wünſchen, ja, die in den meiſten Fällen
für die Menſchen oder für die Waren, die beleuchtet werden
ſollen, ſchädlich iſt. Licht aber iſt Geld für uns; denn die
Steinkohlen und die Maſchinen, die Einrichtungen, die wir
zur Lichterzeugung brauchen, arbeiten eben
unwirtſchaft=
lich. Selbſt bei unſerer ökonomiſchſten Lichtquelle, der
elertriſchen Bogenlampe und der Queckſilberlampe, treten
nur etwa 15 Prozent der Geſamtſtrahlung als Licht wieder
in die Erſcheinung. Gehen wir der Sache noch tiefer auf
den Grund, gehen wir zurück bis zur Steinkohle. mit der
wir die Dampfmaſchine treiben, die erſt wieder die
lichter=
zeugende Dynamomaſchine in Bewegung ſetzt, ſo finden
wir, da auch unſere Dampfmaſchinen unökonomiſch
arbei=
ten und überall auf dem weiten Wege Kraft verloren geht,
daß von der aufgewendeten Energie, die in den
Stein=
kohlen ſchlummerte und die wir teuer bezahlen müſſen,
nur 0,5—1,5 Prozent als Licht bei der elektriſchen
Bogen=
lampe übrig bleiben. 99 Prozent ſind für uns verloren!
So haben wir es in dieſer Beziehung kaum weiter gebracht
wie die Alten, denn die antike Oellampe gab immerhin
0,1 Prozent der aufgewendeten Kraft als Licht wieder.
Beim Gasglühlicht erhalten wir nur 3 Prozent in Geſtalt
von Lichtſtrahlen. Aber wenn wir bedenken, daß die
Petroleumlampe nur 1 Prozent Licht gibt, ſo ſehen wir,
daß wir immerhin ſchon ſtarke Fortſchritte gemacht haben.
Wir entnehmen dieſe ſehr intereſſanten Ausführungen einer
ungemein feſſelnden Abhandlung „Die modernen
Beleuch=
tungsmethoden” aus den Lieferungen 139/143 von Hans
Kraemers gediegenem Prachtwerke „Der Menſch
und die Erde” (Deutſches Verlagshaus Bong u. Co.,
Berlin W 57, Preis der Lieferung 60 Pfg.). Es werden
da in hiſtoriſcher Entwicklung unſere Beleuchtungsmittel
von der Petroleumlampe bis zum neueſten Gaslicht und
elektriſchen Licht vorgeführt. Die ungemein klar abgefaßte
Arbeit, die für jedermann in unſerer Zeit intereſſante und
wichtige Belehrungen bringt, dürfte dem Laien wie dem
Fachmann gleich viel zu ſagen haben. Eine Fülle von
ſorgfältig ausgewählten, hoch inſtruktiven Abbildungen
und farbigen Beilagen erleichtert das Verſtändnis.
Literariſches.
C „Das Feuer‟ Dichtungen von Waldemar
Bonſels. (Verlag Karl Friedr. Strauß, München.) Kann
man auch einen Teil der Gedichte nicht ohne
Wider=
ſpruch leſen, nicht ohne den Eindruck, als ſpräche, ſänge
eine irregeleitete Seele, ſo ſteht man im Ganzen doch
unter dem Eindruck, ja in dem Banne einer wahren
Dichternatur. Die Mehrzahl der Dichtungen iſt von
ſel=
tener Tiefe der Empfindung und im Ausdruck von
dhna=
miſcher Wucht. Die Sprache ſelbſt bewegt ſich zwiſchen
herber Realiſtik und zarteſter Empfindungsmalerei.
— Gareis' Deutſche Reichsgeſetze in
Ein=
zelabdrucken. (259 gültige Nummern à 20 Pfg.
Ver=
lag von Emil Roth in Gießen.) Neuerſcheinungen:
Nummer 258/59: Geſ. m. beſchr. Haftung, 2. Aufl., 40 Pfg.
Nummer 449/53: Eichordnung, bis 18. Dez. 1911 ergänzte
Aufl., 1 Mk., gebd. 1,30 Mk. 454: Hausarbeitsgeſetz, vom
20. Dez. 1911, 20 Pfg. 455/59: Verſicherungsgeſetz für
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geſtellte, vom 20. Dez. 1911, 1 Mk., gebd. 1,30 Mk.
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zügliche Ausſtattung und billiger Preis haben die
Gareis=
ſche Sammlung deutſcher Reichsgeſetze, welche die einzige
iſt, in der man alle deutſchen Reichsgeſetze in gut
kommen=
tierter Textausgabe findet, in der Juriſtenwelt und beim
Publikum eingeführt. Auch die hier genannten neuen
für einen großen Teil unſerer Leſer wichtigen Geſetze
mögen in dieſer Ausgabe beſtens empfohlen ſein.
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Alchimiſt Stahl im Herzogtum Pfalz=Zweibrücken. Ein
Stück Kulturgeſchichte aus alten Akten von Emil Heuſer
zu den Veröffentlichungen der Literariſchen Abteilung
des Pfälzerwald=Vereins. Mit einem Porträt und einer
Landkarte des Herzogtums Pfalz=Zweibrücken. Neuſtadt
a. d. Haardt, 1911. Verlag von Wilh. Marnet. —
Split=
ter aus der Werkſtätte des Weltalls von Moriz Stieber,
techn. Sekretär in Brünn. Inhalt: Vorwort; Die
Him=
melserſcheinungen vom 10. April 1911, wahrgenommen
bei Meſſina und Lindau; Die wahren Urſachen der
Achſendrehung der Erde, der Ebbe und Flut; Die
wah=
ren Wetterurſachen. 1911, Verlag „Baldur” Wien V. —
Die Hämorrhoiden und ihre naturgemäße Behandlung.
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Edmund Demme, Leipzig. — Der Arbeiterſtaat
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Frage von Ernſt Seefels. Verlag Ernſt Ensmann in
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verſicherungsordnung vom 19. Juli 1911, zum praktiſchen
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Nummer 68.
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Unter obiger Deviſe wurde im Laufe der vorigen Woche in
ver=
ſchiedenen Tageszeitungen bekannt gegeben, die Ortsgruppe
Darm=
ſtadt des Arbeitgeberverbandes für das Schneidergewerbe und die
Innung haben beſchloſſen, zum Schutze ihrer in 31 Städten des
deutſchen Reiches beſtreikten Mitglieder ihre Betriebe am 9. März zu
ſchließen. Gleichzeitig wurde die Kundſchaft aufgefordert, mit ihren
Aufträgen wegen etwaiger Verzögerungen gütige Nachſicht zu nehmen.
Demgegenüber erlauben wir uns, die Kundſchaft darauf zu
verweiſen, daß von einigen Firmen, die ihre beſten Arbeitskräfte
ausſperrten, jetzt verſucht wird, die Arbeit auf dem Lande oder von
minderwertigen Kräften anfertigen zu laſſen. Die verehrte
Kund=
ſchaft braucht in keiner Weiſe mit ihren Aufträgen zurückzuhalten,
da eine ganze Reihe erſtklaſſiger Firmen am Platze iſt, die dieſe
ſcharfmacheriſche Ausſperrungstheorie nicht mitmachen und woſelbſt
auch zum Teil die ausgeſperrten beſten Arbeitskräfte untergebracht
ſind.
Verband der Schneider,
Schnei-
derinnen und Wäschearbeiter.
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Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
36)
Die Worte fielen ihm ein, und er ging weiter und
ſetzte dabei den Tritt feſt auf, damit ſie nicht überraſcht
würde. Aber ſie ſah ſich nicht um, und ſah ſelbſt nicht
auf, als er neben ihr war und vor ſie trat.
Da biſt Du ja, Gerdt, ſagte ſie nur mit leiſer Stimme.
Langſam ſtreifte ſie den ſchwarzen Handſchuh ab und
reichte ihm über das Grab hinüber die Hand. Die kleine,
ſchmale, nervöſe Hand lag kalt in der ſeinigen, die voll
Kraft und Wärme und Geſundheit war. Was willſt Du
tun, Gerdt?
Vielleicht verkaufe ich und gehe ins Ausland!
Dann bliebe das Grab hier allein, ſagte ſie, und
als er ſchwieg, tue das nicht, Gerdt. Du haſt recht
ge=
habt von Anfang an. Bleibe hier. Sieh nur, die erſten
Primeln blühen ſchon!
Er ſah, daß ſchon getriebene Primeln das Grab um=
Fäumten. Die hat Dora Plattner hergeſetzt. Ich tat es
nicht.
Da ſchlug ſie zum erſten Male die Augen auf und
ſah ihn voll an. Ihr Blick war ruhig, wie der eines
Menſchen der alles überwunden hat. Habe nur Mut,
Gerdt. Ich will von hier zu Dora Plattuer gehen und
mit ihr ſprechen,
Was willſt Du von ihr?
Ihr danken, und ſie deutete auf die Primeln herunter.
Auch habe ich ihr etwas abzubitten.
Lilli, ich habe mit Dora Plattner nicht wieder
ge=
ſprochen ſeit dem Tage, an dem wir den Jungen hierher
brachten.
Ich verſtehe, Gerdt. Du hätteſt mit ihr ſprechen ſollen.
Aber ich möchte oft hierher kommen und möchte dann
im=
mer wiſſen, daß Du in Halligboſtel biſt, wenn ich hier
bin.
Er fühlte, daß in dieſer Frau etwas Großes
vorge=
gangen war. Er griff nach ihrer Hand, und er tat, was
ein Lührſen nur tut, wenn er achtet. Er beugte ſich und
berührte ihre Hand mit den Lippen. Die einzige Frau,
der er je bis jetzt die Hand geküßt, war ſeine Mutter
geweſen. Lilli wußte das.
Sie ging dann langſam den Weg hin zwiſchen den
Kreuzen. Faſt wäre er ihr nachgeeilt, denn ihm war es,
als ob ihr Weg immer nur zwiſchen Kreuzen hingehen
würde. Aber dann hemmte ſie den Schritt und kam eilig
noch einmal zurück. Ich will nur eines, Gerdt, daß Du
glücklich wirſt, glücklich auf Deine Art. Wenn Du das
wirſt, werde ich es auch wieder ſein können!
Ich glücklich —? Ich glaube, Lilli, das iſt wohl
vorbei!
Sage das nicht! Du biſt ſtark. Es kann doch
Zufrie=
denheit in Deiner Arbeit und Lebensaufgabe werden.
Das ſuche auch ich in meiner Arbeit.
Ich weiß nicht, doch — ich will es verſuchen auf eine
oder die andere Art!
Er wartete dann, bis er hörte, daß der Wagen fork=,
fuhr. Dann ging auch er und wählte den gewohnten
Umweg, um nicht am Paſtorhaus vorbeizukommen. Die
Sonne war im Untergehen, als er langſam nach Boſtel
zu=
ging. Er ſetzte ſich auf die Bank, auf der Dora in der
Sturmnacht vom alten Sandkuhl gefunden wurde. Dort
dachte er lange nach, aber er konnte doch nicht
herausfin=
den, was er tun wollte. —
Als Lilli eine Stunde ſpäter das Pfarrhaus verließ,
ging Dora neben ihr die Steinſtufen herunter, auf denen,
unten die beiden leinſten Liebetraus ſaßen und die feine
Kutſche anſtarrten. Ich danke Ihnen von ganzem
Her=
zen, ſagte Dora, als Lilli ihr die Hand aus dem
reichte. Doras Geſicht war bleich, und ſchmäler war es
auch geworden. Ihr ſonſt ſo herber Mund war milder
geworden, und ein ſtilles Leuchten war auf ihrer Stirn,
als ſie dem Wagen nachblickte.
Zwiſchen ihr und Lilli ward Gerdt Lührſens Name
nicht genannt worden, wofür Dora ſo dankbar geweſen
war. Nur ganz zuletzt hatte Lilli, als ſie neben ihr die
Treppe im Hauſe hinabging, leiſe geſagt: Wenn er Sie
einmal fragen ſollte, dann helfen Sie ihm, daß er ſeine
Arbeit wieder aufnimmt!
Lilli hatte gar keine Erwiderung hierauf erwartet und
verſtand, weshalb Dora ſchwieg. Dieſe blickte hinauf zu
den Lindenkronen vor der Tür. Dort ſaß ein Schwarm
Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
von Staren. Das war ein Flügelſchlagen, ein Jubeln
und ein Perlmutterſchillern auf den ſchlägenden
Schwin=
gen und raſchen Hälſen in den letzten Sonnenſtrahlen
dieſes Tages.
Wenn Städter vom Frühling reden, und meiſt wenn
Dichter vom Frühling ſingen, dann denken ſie an den
Mai oder Juni, weil dann der Frühling eingezogen iſt
mit Blattgrün und Blumen und Liebesleben. Aber wer
auf dem Lande lebt, der weiß, wenn er die Natur kennt,
daß für das Menſchenherz die Tage die ſchönſten ſind,
wenn der Frühling erſt werden will, die Tage, an denen
der Frühling zum erſten Male im März mit dem erſten
ſproſſenden Grashalm dem Winter durch das alte Geſicht
kitzelt. Ja, das iſt im März, wenn in den Wieſen noch
Waſſer ſteht von der Schneeſchmelze, wenn die Fröſche
herauskommen und mit geſpreizten Hinterbeinen in den
Lachen und in der Sonne liegen, wenn ſie Kopf neben
Kopf mit den runden Knopfaugen hinaufſtarren zur
Sonne wie Götzenanbeter, wenn ſie nur leiſe
ſelbſtzufrie=
den quarren vor Freude über die Millionen Eier, die
bald zwiſchen ihnen ſchwimmen werden und die dann
die ganze Lache bedecken und den blauen Himmel und
je=
den Sonnenſtrahl ſpiegeln. Man muß gelernt haben
zu ſehen, dann ſieht man die zarten Farben ſolcher
Spie=
gelung; man darf auch keine Eile haben, ſondern muß
durch die Wieſen und Felder hinſchlendern, um faſt in
den Sohlen zu fühlen, daß der Frühling herauf will.
Dann iſt aber auch den Buchen und Birken ein durchſich=
ier weieter donch, ief niotit über biegt nn den
Buchenzweig herab, dann iſt er prächtig braun, und man
weiß nicht, woher das Violett kam: Aber aus den
lackierten braunen Blatthülſen recken ganz zarte
ſilber=
graue Wimpern ſich der Sonne entgegen. Das ſind die
erſten Vorpoſten der großen Milliardenarmeen von
Bu=
chenblättern ,die noch in ihren Winterquartieren ſchlafen.
Die Lerchen haben faſt noch allein das Wort, denn
die Goldammer zählt kaum. Die ſitzt auf dem
Chauſſee=
baum und quirlt ſtundenlang dieſelbe Strophe heraus, die
gar nicht ſchön iſt, aber die doch zu einem ſolchen
März=
tage dazu gehört. Auch der Buchfink zählt noch nicht,
denn er übt noch unermüdlich. Alle paar Tage hat er eine
neue Strophe heraus vom ganzen ſchmetternden
Buch=
finkenſchlag, der jedes Jahr neu gelernt werden muß, auch
von den älteſten Herren, denn ſelbſt die älteren
Buchfinken=
damen halten darauf, daß der Schlag ohne Anſtoß
heraus=
ſchmettert. Die Amſeln ſind nur gegen Abend in der
Dämmerung wie toll und verrückt, und es iſt ſchon faſt
Nacht, wenn von hohen Tannenſpitzen noch immer ihr
klingender Ruf den erſten Sternen entgegenſchallt und die
Schnepfen über die Waldſchläge flitzen.
Aber mittags, da ſtehen zahlloſe ganz winzige
ſchwarze Pünktchen hoch in der Luft gegen den blauen
Himmel, und aus jedem ſchallt ein ſchwirrendes Lied.
Jeder Punkt iſt eine Lerche, die flatternd mit flirrendem
Flügelſchlag zwiſchen Erde und Himmel in der Luft ſteht.
Unten die Erde ſchwillt und quillt, als habe jede Acker=
ſinche und ieder Rantiunrſchigt eine Aunge, un
Son=
nenluft einzuſaugen. Die Pferde vor den Pflügen
dampfen im locker werdenden Winterhgar. Die kleinen
Kinder ſpielen auf der Dorfſtraße oder hocken auf dem
Süll der Türen und ſind ſo ſchön ſchmutzig an Beinen
und Händen und im Geſicht, wie ſie es ſein müſſen, wenn
ſie den ganzen Tag im Sonnenſchein auf der Erde ſich
gekugelt haben.
An einem Sonntage war es, an einem ſolchen
Vor=
frühlingsſonntag, an dem kein Burſche und keine junge
Deern in der Kirche mehr ruhig ſitzen kann, an einem
ſolchen Sonntag mittag war es, da ſaß ein Mann auf
der Rundbank, die um die ſtärkſte Eiche in Halligboſtel
lief und die er ſelbſt als halbwüchſiger Junge gezimmert
hatte. Dort ſaß er und ſtarrte ſchon ſeit langer Zeit auf
das Rechteck, das von den Grundmauern von Halligboſtel
gebildet wurde. Die beiden hohen Linden am
Weſt=
giebel reckten verkohlte Zweigſpitzen über die
Brand=
ſtätte, aber Saft war noch im Stamm. Gerdt Lührſen
hatte an der Rinde mit dem Taſchenmeſſer geſchnitten
und es geſehen. Sie würden wieder treiben, aber keinen
Giebel finden, an dem ſie die Zweige reiben könnten, ſie
würden die Bienen nicht im Stich laſſen, die jetzt noch im
Halbſchlaf träumten von der Lindenblüte in Halligboſtel.
Der Bankier Wolff hatte einen Käufer für Bauplatz,
Garten, Holz und Park. Das andere wollte er
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Nummer 68.
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Nummer 68.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. März 1912.
Seite 25.
Seeeseeeegee
Vaterländischer
ESFAEE
der Abteilung Darmstadt des Deutschen
Frauen-
vereins vom Roten Kreuz für die Kolonien.
Samstag, den 23. März 1912. abends 8 Uhr
im Festsaale der Turnhalle
am Woogsplatz.
Die Kapelle des Grossh. Artl.-Corps, der Unter-
Mitwirkende:
offizier-Sängerchor u. der militär. Kirchenchor.
GESANGVEREIN LIEDERZWEid
Sonntag, 24. März, abends 5 Uhr
„Mathildenhöhsaal‟, Dieburgerstr.
end mit lanz
Tammen
Unsere werten Mitglieder, sowie Freunde
und Gönner des Vereins werden hierdurch
freundl. eingeladen. DER VORSTAND
(Schubert)
6. Vortrag, Herr Divisionspfarrer de Haas
7. Deutsches Flottenlied für Männerchor u.
Orchester, v. G. Schwab, A. Mendelssohn
b) Ases Tod, a. d. Orchestersuite Nr. 1 9. Melodien aus: „Die Glocken v. Corneville‟
(Plattquette)
Jede Eintrittskarte 1 Mark.
1. Durch Kampf zum Sieg, Marsch, F.v. Blon 1 5. Ballettmusik Nr. 1 und 2 a, Rosamunde,
2. Duverture zu Turandot, V. v. Lachner
3. Begrüssungsanspr., Herr Prof. Dr. Baur
4. Streichquartette:
a) Schlummerliedchen, Kockert 8. Spanische Rhapsodie, Richardi
(Peer-Gynt v. Grieg)
Zu haben in der Buchhandlung von Bergsträßer u. abends an der Kasse.
(6673
SSe
Volksverein fürdas katholische Deutschland.
Freitag, den 22. März, abends 8½ Uhr, im
Konkordiaſaale, Waldſtraße 33
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Verſammlung
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Tagesordnung: Beſprechung und Beſchlußfaſſung
bei Uhrmacher
über Errichtung eines Volksbureaus.
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Referent: Herr Sekretär Zurnieden-Worms.
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Hierzu werden alle Intereſſenten freundlich eingeladen.
Der Arbeitsausſchuß.
3706a
6681)
Mittwoch, den 20. März, abends 8 Uhr
Vortrag des Hochw. Herrn Prof. Schwarz
Biligt Bilig!
in der St. Eliſabethenkirche. Thema: (6677
Um schnell zu räumen:
Die Religionsfreiheit im mod. Staate.) Wegen Unzug ſ. aus d. ſ.
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Beisetzung des Grossherzogs von Luxemburg
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Mama schläft (Drama)
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tag, den 28. und Freitag, den 29. März, abends
6 Uhr, im Fürstensaal der Restauration Christ,
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4 Aufführungen berechtigen, in den Hofmuſikalienhandlungen Heinrich
Arnold, Wilhelminenſtraße und Leop. Schutter, Eliſabethenſtraße,
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Sperrsitzkarten zu Mk. 1.— nur bei Saeng. (B6164
Der Jahresbeitrag beträgt Mk. 2.—. Anmeldungen, die
vor obigem Vortrag erfolgen, berechtigen zu freiem Eintritt.
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Donnerstag, den 21. März, abends 6 Uhr,
im Restaurant „Kaisersaal‟.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht und Rechnungsablage.
2. Ergänzung des Vorſtandes.
3. Golfclub.
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