Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 48 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Beratungen der Miniſter über die
Wehrvorlagen, die am Donnerstag in Berlin
begonnen haben, werden offiziös als vertraulich
bezeichnet.
Der Maler Profeſſor Otto Seitz in München
iſt im Alter von 65 Jahren geſtorben.
Bei einem Zuſammenſtoß eines Poſtzuges mit
einem Kohlenzug auf Bahnhof Wittenberge
wur=
den der Zugführer und der Wagenwärter getötet
und 4 Zugbeamte ſchwer verletzt.
In Sevinghauſen wurden bei einem
Zuſammen=
ſtoß ſtreikender Bergleute mit den Gendarmen
zwei Angreifer erſchoſſen.
Die Konferenz zwiſchen den „engliſchen
Zechenbeſitzern und Grubenarbeitern
hat bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt.
In Rom fanden großartige politiſche
Kundgebun=
gen des Volkes und des Parlaments für den
Kö=
nig ſtatt.
Politiſche Wochenſchau.
— Die Präſidentenfrage im Reichstag hat endlich
ihre Löſung gefunden, und wenn man auch hier und da
ſich noch immer nicht ganz beruhigen kann, ſo macht es
doch den Eindruck, als wenn dieſe Frage nun
end=
lich allmählich aus der politiſchen Diskuſſion
verſchwin=
den wird. Erfreulicherweiſe liegen Anzeichen dafür vor,
daß man nicht die Abſicht hat, den Gang der
Verhand=
lungen wieder zu ſtören, und eine parteioffiziöſe
Aus=
lenung der Kirſervativen Korreſp. hat dies ausdrücklich
beſtätigt, indem darauf hingewieſen wird, daß die Frage
der Zuſammenſetzung des Präſidlums zurücktreten
müſſe gegenüber der Notwendigkeit einer geordneten
Ab=
wickelung der parlamentariſchen Geſchäfte. Freilich iſt
damit nicht geſagt, daß es nicht zu einem Zuſammenſtoß
kommt, der alls wieder über den Haufen wirſt. Doch
braucht man ſich vorläufig derartig peſſimiſtiſchen
Re=
gungen nicht hinzugeben.
Nun haben wir alſo auch im Ruhrrevier den
Berg=
arbeiterſtreik. Die Möglichkeit iſt nicht von der Hand
zu weiſen, daß es auch in Oberſchleſien und in Sachſen
zur Arbeitsniederlegung kommt. Der große engliſchte
Grubenarbeiterſtreik hat ſein Gegenſtück in Deutſchland
ge=
ſunden, und wenn es ſich auch nicht um einen
Sympathie=
ſtreik handelt, ſo haben die deutſchen Bergleute eben die
für ſie günſtige Zeit auszunutzen verſtanden, indem ſie
nun auch ihrerſeits in den Streik getreten ſind. Ein Teil
der deutſchen Vergleute und zwar dieſenigen die der
chriſtlichen Gewerkſchaft angehören, halten ſich von der
Bewegung fern und arbeiten weiter, aber es läßt ſich
nicht leugnen, daß, wenn auch im beſchränkten Umfange,
auf den Kohlengruben der Betrieb aufrecht erhalten wird,
ſchwere Schädigungen auf wirtſchaftlichem Gebiete
ein=
treten müſen. Man hatte gehofft, daß es bei uns nicht
dahin kommen würde, und die Verhandlungen in den
Parlamenten deuteten anſcheinend darauf hin, daß ſich
doch eine friedliche Löſung finden werde; umſomehr
mußte der plötzliche, vorzeitige Streikausbruch auf zwei
Zechen überraſchen und ſchließich hat ſich der „Dreibund
der Bergarbeiter” doch dazu entſchloſſen, das Kriegsbeil
auszugraben und die Erfüllung der aufgeſtellten
For=
derungen auf gewaltſame Weiſe zu erzwingen, vielleicht
auch nicht. Es wäre möglich geweſen, einen Kampf zu
vermeiden und auch im Reichstag iſt der Anſicht Ausdruck
gegeben worden, daß dieſer Streik ohne Grund
heraufhe=
ſchworen worden iſt Wie ſich die Dinge im Ruhrrevier
geſtalten werden, läßt ſich heute noch keineswegs genau
überſehen, und auch die parlamentariſchen Ausſprachen.
die in dieſer Woche ſtattgefundan haben, dürften nicht
unbedingt von Einfluß ſein. Jedenfalls wäre es aber
im Intereſſe der Geſamtheit dringend zu wünſchen, daß
man möglichſt bald zu einer Einigung kommt, wenn
nicht ſchwere wirtſchaftliche Folgeerſcheinungen
ausblei=
ben ſollen.
In der nächſten Zeit dürfte noch eine andere wichtige
Frage den Reichstag beſchäftigen, wenn es auch fraglich
iſt. ob es noch möglich ſein wird, vor den Oſterferien in
die Beratung der zu erwartenden Vorlagen einzutreten.
nämlich die Verſtärkung unſerer Wehrkraft zu Waſſer
und zu Lande. Nach dem, was man hört, ſcheinen die
in Frage kommenden Reſſorts ihre Forderung bedeutend
herabgeſchraubt zu haben, und zwar mit Rückſicht auf die
Dackungsfrage. Dieſe bietet nach wie vor nicht geringe
Schwierigkeiten, und am Donnerstag dieſer Woche ſind
die leitenden Miniſter der Bundesſtaaten in Verlin
ein=
getroffen, um mit dem Reichskanzler und dem
Schatzſekre=
fr über dieſe Frage zu konferieren. Es macht den Ein=
druck, als ob in dieſer Angelegenheit im Bundesrat
keine völlige Einigkeit herrſcht, und es ſteht feſt, daß eine
ganze Reihe von Staaten die Einführung der
Erbanfall=
ſteuer haben will, während Preußen angeſichts des
Wi=
derſtandes der Rechten und des Zentrums ſich dagegen
ſträubt, und auch Bayern im Hinblick auf die Haltung des
Zentrums einen ähnlichen Standpunkt vertreten ſoll.
Augenblicklich läßt ſich noch nicht ſagen, welchen Gang
die Dinge nehmen werden, die Verhandlungen ſind
ver=
traulicher Art. Immerhin iſt es nicht unintereſſant, daß
man davon ſpricht, der Schatzſekretär Wermuth, der ſich
auf die Erbanfallſtener feſtgelegt hat, werde aller
Wahr=
ſcheinlichkeit nach zurücktreten.
Verwirrung herrſcht auch bei unſeren Verbündeten
an der Donau, die ungariſche Kriſis hat noch immer
keine Löſung gefunden, weil im Hinblick auf die
Situa=
tion niemand ſich bereit erklären möchte, das dornenvolle
Amt einer Kabinettsbildung zu übernehmen; und doch
wäre. abgeſehen von allen Perſonalfragen, im Intereſſe
der Donau=Monarchie ſelbſt eine baldige Einigung
drin=
gend wünſchenswert, denn es liegt auf der Hand, daß
derartige Zwiſtigkeiten nicht dazu beitragen, die
Autort=
tät Oeſterreich=Ungarns nach außen hin zu erhöhen. Man
weiß in Peſt ſehr wohl. daß die Donau=Monarchie die
Verſtärkung des beſtehenden Heeres ſehr notwendig hat,
aber trotzdem, oder vielleicht gerade darum, beſteht man
dort auf der ungariſchen Forderung, deren Annahme
öſterreichiſcherſeits auf das entſchiedenſte abgelehnt wird,
die Herren Maayaren möchten eben ihre Zuſtimmung
teuer erkauft wiſſen, und darum das wenig ſchöne
Schau=
ſpiel eines Kuhhandels.
Verworren iſt nach wie vor auch die Lage im
tür=
kiſch=italieniſchen Kriege. Tatſächlich ſind die Mächte in
Rom an die Regierung des Apenninenreiches
herangetre=
ten, um dieſe zu bewegen, dem grauſamen Spiel in
Tri=
politanien ein Ende zu machen. Man hat aber dort den
Vertretern der Mächte ein zierlich geflochtenes Körbchen
überreicht mit einigen Süßigkeiten gefüllt, die dazu
be=
ſtimmt ſind, den ſchlechten Eindruck der Ablehnung zu
verwiſchen. Italien erklärt erneut auf das
allerbeſtimm=
teſte, ſich vorläufig auf keinen Waffenſtillſtand einlaſſen
zu wollen, und nur dann zu Friedensverhandlungen
be=
reit zu ſein, wenn dieſe auf der Baſis der Anerkennung
der Annektion ſtattfänden. Hierzu kann man ſich
natür=
licherweiſe angeſichts der geringen italieniſchen Erfolge
von Seiten der Türken nicht entſchließen und ſo dürfte
der Krieg denn ſcinen weiteren Gang nehmen. Ob es
wirklich zu der von Italien geplanten aroßen
Flotten=
aktion kommen wird, die verſchiedentlich angekündigt
wurde, ſteht dahin. denn man kann mit ziemlicher
Sicher=
heit annehmen, daß die Mächte, wenn ſie auch offiziell
nicht Eingegriffen haben, doch den Machthabern in Rom
nahegelegt haben dürften, einen derartigen Schritt zu
unterlaſſen, der weitere Verwicklungen nach ſich ziehen
könnte und nicht geeignet wäre, für Italien Sympathien
zu erwecken.
Auch im fernen Oſten haben die Dinge noch keine
ägertliche Klärung erfahren, wenn auch Tuanichikai
nunmehr den Eid auf die Verfaſſung der Republik
ab=
gelcgt hat. Die Ausſchreitungen haben zwar
nachgelaſ=
ſen, aber doch deutet vieles darauf hin, daß man über
kurz oder lang mit abermaligen Konflikten zu rechnen
haben wird; es iſt daher begreiflich, wenn die Mächte den
Dingen im fernen Oſten ihre ſchärfſte Aufmerkſamkeit
zuwenden und auch die Schutztruppen zur Sicherheit der
dort befindlichen Staatsangehörigen zu verſtärken
ge=
denken.
Das Attentat in Rom.
*⁎* Die Genugtnung, daß der gegen den König von
Italien verübte Anſchlag ohne ſchlimme Folgen für das
Herrſcherpaar abgelaufen iſt, wird auch bei uns in
Deutſchland voll und ganz geteilt, und das deutſche Volk
ſchließt ſich ſicherlich von Herzen der Kundgebung an, mit
der am Donnerstag die Reichstagsſitzung eingeleitet
wurde.
Allen Meldungen zufolge muß der Mordanſchlag
auf das Konto der Anarchiſten geſetzt werden, die ja in
Italien eine weitverzweigte Organiſation haben und
von dort aus ihre unheimliche Propaganda der Tat
be=
treiben. Es war ein Italiener, unter deſſen Dolchſtichen
Präſident Carnot ſein Leben aushauchte, auch König
Humbert fiel der Mörderhand eines italieniſchen
Anar=
chiſten zum Opfer, ebenſo die edle Kaiſerin Eliſabeth
von Oeſterreich. Gegen den jetzigen König von Italien
ſind auch ſchon mehrere Anſchläge verſucht worden, doch
iſt darüber nichts Beſtimmtes in die größere
Oeffentlich=
keit gelangt.
Man kann mit gutem Gewiſſen behaupten, daß das
Haus Savoyen ſich in Italien großer Sympathien
er=
freut, die namentlich auch der jetzigen Königsfamilie
gezollt werden. König Viktor Emanuel iſt ſogar ſehr
populär, und die laute Begrüßung, die ihm immer zuteil
wird, wenn er ſich in der Oeffentlichkeit zeigt, iſt aufrich=
tig gemeint. Es gibt zwar in Italien zahlreiche
Repu=
blikaner, die aber darum nicht minder gute Patrioten
ſind. Aufſtände, Unruhen und dergl. waren eine
zeit=
lang auf der apenniniſchen Halbinſel nicht ſelten, durch
Anarchiſten und Sozialiſten wurde die Ruhe vielfach
ge=
ſtört, aber ſchon ſeit einer Reihe von Jahren ſind ernſtere
Vorgänge ſolcher Art nicht zu verzeichnen geweſen. In
dieſem Jahre hat man das italieniſche Volk ſo einig wie
kaum zuvor geſehen, und alle Parteien ſcharten ſich um
die Regierung, als dieſe ad majorem gloriam patrige
das Tripolisabenteuer begann, das bisher ſchon große
Opfer an Gut und Blut gefordert hat und ſolche noch
weiter fordern wird. Und bisher iſt die Begeiſterung
noch nicht verblichen, wie die Vorgänge im Parlament
zeigen. Auch das Attentat hat von neuem Gelegenheit
gegeben, zu zeigen, wie ſehr das italieniſche Volk in
ſeiner Geſamtheit an ſeinem Königshauſe hängt. Daß es
natürlich auch Mißvergnügte gibt, welche gegen die
wirt=
ſchaftlichen Schädigungen, die dieſer Krieg verurſacht,
opponieren, iſt nicht zu leugnen, aber damit hat das gegen
den König verübte Attentat nichts zu tun, dieſes ſtellt
ſich vielmehr, wie ſchon oben geſagt, als ein
anarchiſti=
ſches Verbrechen dar, das nicht ſcharf genug verurteilt
werden kann und hoffentlich eine ſtrenge Sühne findet.
Deutſches Reich.
— Die Beratungen über die
Wehrvor=
lagen. Am Donnerstag begannen der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung zufolge unter dem Vorſitz des
Reichskanzers im Bundesratsſaale des Reichsamts des
Innern die vertraulichen Beſprechungen über die
Wehr=
vorlagen und ihre finanzielle Deckung, wozu der
Reichs=
kanzler und die leitenden Miniſter der Einzelſtaaten
ein=
geladen waren. An den Beſprechungen nahmen teil die
Chefs der beteiligten Reſſorts, die Finanzminiſter der
größeren Bundesſtaaten. Die Konferenz wurde um
1 Uhr abgebrochen und am Freitag nachmittag
fortge=
ſetzt. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung bezeichnet
die Beſprechung ausdrücklich als vertraulich. Das ſoll
heißen, die Teilnehmer haben ſich verpflichtet, vor der
offiziellen Publikation der Vorlagen nichts an die
Oef=
fentlichkeit zu bringen. Da außer den leitenden
Mini=
ſtern ſämtlicher Bundesſtaaten auch noch die
Finanzmini=
ſter der größeren und die Chefs der beteiligten
Reichs=
ämter teilgenommen haben, ſo war das ſeit langer Zeit
eine der größten Konferenzen bundesſtaatlichen
Charak=
ters. Der Berliner Lokalanzeiger weiß zu berichten:
Wie verlautet, hat die Miniſterkonferenz ſowohl über das
Maß der Wehrforderungen als auch die dafür
erforder=
liche Deckung zu einer vollen Verſtändigung zwiſchen den
Berliner maßgebenden Reichsſtellen und den
einzelſtaat=
lichen Miniſtern geführt. Die Geſetzentwürfe, die bereits
fertig vorliegen und nur noch geringer Aenderungen
bedürfen, ſollen dem Bundesrat ſo bald wie möglich
zu=
gehen. Ob es angehen wird, daß ſie dem Reichstage
noch vor den Oſterferien zugeſtellt werden, iſt fraglich,
aber nicht ausgeſchloſſen.
— Die Geſchäftsordnungskommiſſion
des Reichstages nahm den die kurzen Anfragen
betreffenden Paragraphen 33a der Geſchäftsordnung in
einer Faſſung an, in der es u. a. heißt: An zwei Tagen
jeder Woche können Mitglieder des Reichstages vor
Ein=
tritt in die Tagesordnung Anfragen an den Reichskanzler
ſtellen. Die Tage werden vom Präſidenten im voraus
für die Seſſion beſtimmt. Die Stellung und
Beantwor=
tung der Fragen ſoll nicht länger als eine Stunde
dau=
ern. Eine Debatte über die Antwort des Reichskanzlers
iſt unzuläſſig. Der Anfrager kann zur Ergänzung oder
Berichtigung der Anfrage das Wort verlangen. Eine
ſchriftliche Erledigung der Anfrage iſt mit Zuſtimmung
des Antragſtellers zuläſſig.
— Die Einnahmen der Eiſenbahnen.
In der Budgetkommiſſion des Reichstages teilte
Mini=
ſter v. Breitenbach mit, die Einnahmen der Eiſenbahnen
im Jahre 1911 würden vorausſichtlich zehn Millionen
mehr, insgeſamt 37 Millionen, Ueberſchuß bringen, als
der Etat vorſehe.
— Eine Rheinmündung in Deutſchland.
Der Widerſtand Hollands gegen das deutſche
Schiffahrts=
abgabengeſetz hat einen Plan zur Reife gebracht, der die
Abzweigung eines Kanals vom Rhein zur Nordſee be=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
die erſte Hilfeleiſtung bei leichten und ſchweren
Verletz=
ungen, Vergiftungen, dann über die erſte Hilfe bei
ein=
fachen und komplizierten Knochenbrüchen. Sodann wurde
das Anlegen von Notverbänden praktiſch vorgeführt,
wor=
auf der letzte Teil der Prüfung folgte, das Verbinden
und Fortſchaffen Verletzter und von ſonſtigen Unfällen
Betroffener. Dies gelangte mit vier Tragbahren zur
Ausführung und erfüllten die Mannſchaften auch dieſe
Aufgabe in exakter und ſachgemäßer Weiſe. Mit
geſpann=
ter Aufmerkſamkeit und ſichtlichem Intereſſe verfolgten
die anweſenden Gäſte den Verlauf der Prüfung. — Herr
Generalarzt Dr. Lindemann hielt nun eine kernige
Anſprache an die Kolonne, in welcher es des öfteren
ſei=
ner Freude Ausdruck gab, daß die Mannſchaften auf alle
Fragen ſchnell und ſachgemäß geantwortet hätten, ſelbſt
bei dem ſchwierigen Kapitel Bau des menſchlichen
Kör=
pers ſeien die Antworten ſchnell und richtig erfolgt. Er
ſprach dem Kolonnenarzt, Herrn Dr. med. Aſcher, ſeine
vollſte Anerkennung aus über die gute Ausbildung der
Mannſchaften, und dankte ihm, daß er in ſelbſtloſer,
un=
eigennütziger Weiſe neben ſeinem keinesfalls leichten
Be=
ruf als Arzt die Funktionen eines Kolonnenarztes
über=
nommen habe. Er hob ferner hervor, daß jeder einzelne
Mann der Kolonne mit gutem Bewußtſein in der Lage
ſei, jeden an ihn herantretenden Fall ſachgemäß zu
be=
handeln. In ſeiner Anſprache richtete er die Bitte an
Herrn Bürgermeiſter Schäfer, die Kolonne in den Schutz
der Gemeinde zu neymen und ihr hilfreich zur Seite zu
ſtehen, denn es verdiene Anerkennung, daß ſich Männer
in aufopfernder Weiſe in den Dienſt der Allgemeinheit
ſtellen zum Wohle ihrer Mitmenſchen und zum Segen
der Gemeinde. Der Herr Bürgermeiſter verſprach
hier=
auf, der Kolonne in jeder Beziehung Unterſtützung
zu=
teil werden zu laſſen. Herr Generalarzt Dr. Lindemann
gab am Schluſſe ſeiner Rede den Mannſchaften die Worte
mit, es könne ein jeder mit Stolz erfüllt ſein, einer
Frei=
willigen Sanitätskolonne anzugehören, und forderte ſie
auf, fernerhin ihrem Prinzip, dem ſchönen Werk der
Näch=
ſtenliebe, ſtandhaft und treu zu bleiben. Ein gemütliches
Beiſammenſein beſchloß die in allen Punkten glänzend
ausgefallene erſte Prüfung der Kolonne. Wünſchen wir
der Freiwilligen Sanitätskolonne ein ſtetes Blühen und
Gedeihen zum Wohle aller!
-h- Von der Bergſtraße, 14. März. Der
Wald=
meiſter iſt gegenwärtig eine ſtark begehrte Pflanze
und wird namentlich von Leuten aus dem benachbarten
Fehlheim in den Waldungen aufgeſucht. In Fehlheim
beſchäftigt ſich bekanntlich ein großer Teil der
Einwoh=
ner jahraus jahrein mit dem Pflanzenſuchen und
erzie=
len viele damit ihren Lebensunterhalt. Die Fehlheimer
„Naturforſcher” wiſſen aber auch ganz genau, wo die
einzelnen Kräuter ihren Standort haben und trifft man
die Sammler bis tief in den Odenwald hinein.
h- Von der Bergſtraße, 14. März. Das gelinde
Wetter begünſtigt die Vegetation ſehr und in Feld und
Wald machen alle Gewächſe rieſige Fortſchritte. Die
Win=
terſaat ſteht äußerſt üppig im Felde und die Obſtbäume
ſehen im allgemeinen recht gut aus und verſprechen
wie=
der einen guten Ertrag, wenn nicht ungünſtige
Witter=
ungsverhältniſſe einen Strich durch die Rechnung machen.
-h- Aus dem Reichenbacher Tal, 14. März. Unter der
Einwohnerſchaft zirkuliert gegenwärtig eine
Einzeich=
nungsliſte, in der die zu erbauende Eiſenbahn
von Bensheim nach Lindenfels durch das
Schönber=
ger Tal verlangt wird. Die Liſte ſoll dem
Großher=
zoglichen Miniſterium unterbreitet werden. Bekanntlich
iſt eine ſtarke Strömung vorhanden, daß die Bahn durch
das Zell=Gronauer Tal geführt werden ſoll.
A Beerfelden, 14. März. Die hieſige Ortsgruppe des
Kreis=Obſtbauvereins hielt geſtern abend eine
Verſammlung ab, in welcher der Vorſitzende, Herr
Haupt=
lehrer Breidenbach, Belehrungen gab über die
Pflege der Obſtanlagen. Dieſe Frage hat eben
um ſo mehr Intereſſe, da eine Prämiierung der
Obſt=
anlagen durch den Landwirtſchaftsausſchuß in
Aus=
ſicht ſteht. Des weiteren wurden die Obſtarten feſtgeſtellt,
die für hier paſſen; die Lage rät in erſter Linie zur
Pflege des Wirtſchaftsobſtes. Um möglichſt raſch die
brauchbaren Sorten zu beſitzen, ſind viele Umpfropfungen
nötig. Ueber letzteres Thema hielt der Vorſitzende einen
Vortrag, der von viel Erfahrung und Kenntnis zeugte.
Schon im Winter ſind die Aeſte zu entfernen, im
Früh=
ling iſt dann bald eine neue Schnittfläche gewonnen. Die
ſogenannten Zugäſte müſſen den Baum bei
Verarbeit=
ung der Nahrung unterſtützen und bleiben ſtehen, bis
die Edelreiſer entſprechend gewachſen ſind. Das Pfropfen
alter, geſunder Bäume geſchieht ſo, daß man ſie
zurück=
ſetzt und ſpäter auf die ſogenannten Waſſerſchoſſen
ver=
edelt. Dieſem Vortrag ſchloß ſich ein reger
Gedanken=
austauſch der Anweſenden an.
Mainz, 15. März. Ein Kaufmannslehrling Lorenz
aus Darmſtadt fälſchte dort vor einigen Tagen eine
Poſtanweiſung auf den Namen der Firma, bei der er
be=
ſchäftigt war, und erhob darauf mehrere hundert Mark.
Ferner erſchwindelte er ſich auf den Namen der
Firma ein Fahrrad und fuhr damit davon. Die Reiſe
war aber ſehr kurz, denn am zweiten Tage ſeiner Flucht
wurde er hier auf der Meſſe feſtgenommen.
Der Lehrling wird zur Aburteilung nach Darmſtadt
gebracht.
Nierſtein, 15. März. Beim Verbringen eines
offe=
nen Güterwagens an die Ladeſtelle des Ufergleiſes mußte
der Maſchinenführer der Nebenbahn in dem Gefälle der
Güterhalle gegenüber halten, weil daſelbſt auf dem
Ufer=
gleis, vom Bahnhof her geſehen, 2 große und 10 kleinere
Steine auf jeden Schienenſtrang kunſtgerecht aufgelegt
waren. Eine Entgleiſung wäre ohne die Aufmerkſamkeit
des Maſchinenführers leicht möglich geweſen. — Eine
weibliche unbekannte Leiche im Alter von etwa 20
Jah=
ren wurde geſtern vormittag durch den Schiffer Johann
Lerch VI. dahier gelandet.
Ober=Ohmen, 15. März. Hier trug ſich ein
Ver=
giftungsfall durch glaſierte Honigtöpfe zu.
Die erwachſenen Mitglieder der Familie, die von dem
Honig genoſſen, erkrankten unter
Vergiftungserſchein=
ungen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. März. Umgeben von
den Seinen feierte heute der zweite Ehrenobermeiſter der
Berliner Schloſſerinnung Wilhelm Fritſch in ſeinem Heim
am Engelufer bei beſter Geſundheit ſeinen 100.
Ge=
burtstag. Schon am frühen Morgen wurde dem
Ju=
bilar auf Veranlaſſung von Freunden ein Ständchen
dar=
gebracht. Dann trafen Blumen, Drahtgrüße und
Glück=
wünſche in großer Zahl ein. Als erſter ſandte der
Kron=
prinz aus Langfuhr folgendes Telegramm: „Die
Kron=
prinzeſſin und ich ſenden Ihnen zu Ihrem heutigen 100.
Geburtstage, den Sie, wie ich höre, in ſeltener Friſche und
Rüſtigkeit verleben, die herzlichſten Glückwünſche. Möge
Ihnen Glück und Wohlergehen auch im weiteren Verlaufe
Ihres Lebensabends beſchieden ſein.” Im Laufe des
Vormittags kam dann im Auftrage des Prinzen Friedrich
Leopold von Preußen, der der erſte Ehrenobermeiſter der
Berliner Schloſſerinnung iſt, deſſen Sohn Prinz
Fried=
rich Karl, der auch das Schloſſerhandwerk erlernt hat,
und überbrachte ein Bildnis des Prinzen
Fried=
rich Leopold mit deſſen Namensunterſchrift, ſowie ein
Handſchreiben der Prinzeſſin Friedrich
Leo=
pold, die „als Frau eines Schloſſers und Mutter eines
Schloſſers” Glückwünſche ausſprach. Der Geburtsort
Fritſchs überſandte dem Jubilar durch eine Abordnung
ein Schreiben, für das der Hundertjährige in längerer
Rede dankte. Im Auftrage des Kaiſers wurde
dem Ehrenobermeiſter eine Taſſe mit dem Bild des
Mo=
narchen überreicht. Im Auftrage der Handwerkskammer
überbrachten die Obermeiſter Rahardt und Lehmann eine
Glückwunſchadreſſe. Es erſchien ferner der Vorſtand des
Berliner Innungsausſchuſſes. Die Schloſſerinnung ließ
durch eine Abordnung ein „Stilleben” in ſilberner Schale
überreichen. — Die unlängſt erfolgte Veröffentlichung einer
Eintragung in das Handelsregiſter hat Kunde gegeben
von einem neuen Unternehmen, über welches deſſen
Direktion nunmehr an der Hand eines demnächſt zu
ver=
ſendenden Proſpektes nähere Mitteilungen macht.
Es ſoll ein „Ethnologiſcher Garten” unweit der
Rennbahn Grunewald angelegt werden, und es iſt zu
deſſen Aufbau das „Seeſchloß” bei Pichelsberge mit weiten
Ländereien für die zu begründende Aktiengeſellſchaft
ge=
ſichert worden. Auf dieſem Gelände, das die doppelte
Größe des Zoologiſchen Gartens erreicht, ſollen Raſſen aus
allen Weltteilen nebſt Tieren und Pflanzen ihrer Heimat
vorgeführt werden. Große Pavillons ſollen für jeden
einzelnen Weltteil errichtet werden zur Aufſtellung
ethno=
logiſcher Sammlungen uſw. Eine Halle für beſonders
große Schauſtellungen und eine „Arena” mit
verſchieb=
barem Dache ſind als weitere Bauten vorgeſehen, deren
„Höhepunkt” ein Ausſichtsturm bilden ſoll. Ein
Kinemato=
graphen=Theater ſoll die neueſten, ethnologiſch intereſſanten
Aufnahmen aus aller Welt vorführen. — Die
Ermitte=
lungen der Schöneberger Polizei gegen die Mitglieder der
kürzlich ausgehobenen ſchwarzen Bande haben
er=
geben, daß die Schwindeleien einen weit größeren Umfang
erreichten als bisher angenommen wurde. Es heißt, daß
die Schädigungen der Geſchäftswelt, die in Betracht kommt,
eine halbe Million betrage. — Unter Hinterlaſſung
be=
deutender Schulden iſt der Schloſſermeiſter Rott,
Char=
lottenburg, der auf den Namen ſeiner Frau eine
Bau=
ſchloſſerei und Fahrſtuhlfabrik betrieb, mit ſeiner Ehefrau
geflüchtet. Nachdem ſich im Jahre 1911 der
Fahrſtuhl=
ſabrikant in Münſter, mit welchem Rott in
Geſchäftsver=
bindung ſtand, erſchoſſen hatte, ging das Geſchäft immer
mehr zurück. Man ſpricht von 40 bis 50000 Mark
Ver=
bindlichkeiten.
Frankfurt, 15. März. Seit einem Jahre wohnte in
einem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs der 76 Jahre
alte Chemiker Friedrich Bögel und ſeine 41jährige
Tochter Luiſe. Bögel hatte geſtern abend um 10½ Uhr
das Hotel mit dem Bemerken verlaſſen, daß er mit dem
Nachtſchnellzug nach München fahren wolle. Als nun heute
morgen das Zimmermädchen dem Fräulein den Kaffee
bringer wollte, war die Tür verſchloſſen und wurde trotz
wiederholten Anklopfens nicht geöffnet. Man ſprengte ſie
auf und fand das Mädchen tot auf dem Boden
lie=
gen. Die Leiche wies drei Schüſſe auf, von denen zwei
in den Kopf und einer in den Rücken gegangen waren.
Die Tat iſt geſtern abend zwiſchen 9½ und 10½ Uhr verübt
worden. Bögel iſt nach den polizeilichen Ermittelungen in
München nicht angekommen, auch hat er keine
Aufzeichnün=
gen hinterlaſſen, wie ſich das Drama abgeſpielt hat. Die
beiden lebten in dürftigen Verhältniſſen. Bögel, ein
ner=
venkranker Mann, ſtammte aus Crailsheim in
Württem=
berg und befaßte ſich in letzter Zeit mit Parentverwertung,
die Tochter arbeitete für ein Stickereigeſchäft. Seit einigen
Monaten war beider Verdienſt ſehr gering, ſie waren die
Miete für zwei Monate ſchuldig geblieben. Von. Bögel
fehlt bis jetzt jede Spur. Man vermutet, daß er auch ſich
ſelbſt ein Leid angetan hat.
Frankfurt, 15. März. Heute vormittag verſtarb Pfarrer
Friedrich Wilhelm Battenberg im 65. Lebensjahr an
einem Herzſchlag, nachdem ihm kurz vorher ſeine Frau in
den Tod vorangegangen war. Am 1. April wollte er in
den wohlverdienten Ruheſtand treten, nachdem er 28 Jahre
ſegensreich an der St. Peterskirche gewirkt hatte.
Hanau, 14. März. Die Stadtverordneten ſtimmten
der Aufnahme einer Anleihe von zwei
Millio=
nen Mark zu.
Wiesbaden, 14. März. Wir leſen im Wiesb.
Tage=
blatt: Der Gärtner Friedrich G. iſt evangeliſch,
ver=
heiratet und Vater von vier Kindern. Die Mutter iſt
katholiſch, die Kinder aber ſind in der Religion des
Vaters erzogen. Das eheliche Zuſammenleben erfuhr die
erſte Trübung, als das erſte Kind, ein Mädchen, die
Schule beſuchen mußte. Von allen Seiten, nicht nur von
ſeiner Frau, wurde auf ihn eingeſtürmt, das Kind an dem
katholiſchen Religionsunterrcht teilnehmen zu laſſen, der
Mann aber blieb feſt, trotz der größten Vorwürfe, die
ſeine Frau ihm machte. Endlich ging dieſe ſo weit, ihn
beim Vormundſchaftsgericht als Trunkenbold zu
denun=
zieren. Die Folge war die Einleitung des
Entmündigungs=
verfahrens wider ihn und die Trennung der beiden
Ehe=
gatten. Er ſelbſt ſah ein, daß die Kinder nicht allein im
Hauſe bleiben konnten. Es wurde über ſie die
Fürſorge=
erziehung angeordnet, und das älteſte Kind ins
Marien=
haus nach Biebrich verbracht. Damit die Kleine eine ganz
beſonders gute Pflege dort habe, zahlte der Vater
aus eigenen Mitteln 100 Mark Pflegegeld, und um
end=
lich Ruhe zu bekommen, gab er vor dem katholiſchen
Geiſt=
lichen zum Schluß zu Protokoll, daß er damit
einverſtan=
den ſei, wenn ſeine Kinder eine katholiſche Erziehung
ge=
nöſſen. Das brachte denn wieder auch den Frieden in die
Familie. Die Frau kehrte zu ihrem Manne zurück und
er=
klärte jedem, der es hören wollte, die Anſchuldigungen,
welche ſie gegen ihn erhoben habe, ſeien Verleumdungen,
es ſei kein wahres Wort daran. Die Folge war bei dem
Manne die Ueberzeugung, daß er nunmehr auch wieder
das Recht habe, frei über ſein Kind zu verfügen. Er holte
es aus Biebrich ab und ahnte nicht, daß er ſich dadurch
gegen das Geſetz vergehe. Samstag ſtand er unter der
Anklage des Vergehens gegen das
Fürſorge=
geſetz vor der Strafkammer. Das Gericht ſchenkte
ihm Glauben, als er verſicherte, er habe lediglich aus ſeinem
Pflichtgefühl als Vater gehandelt. Der Mann wurde
frei=
geſprochen.
Würzburg, 15. März. Im königlichen Schullehrer=
Seminar Würzburg ſind 20 Schüler unter
Vergif=
tungserſcheinungen erkrankt.
Wittenberge, 15. März. Der Poſtzug 6067 iſt heute
morgen 2.20 Uhr infolge Ueberfahrens des
Einfahrts=
ſignals auf Bahnhof Wittenberge gegen den nach
Lüne=
burg ausfahrenden Kohlenzug 6994 gefahren. Der
Zugführer und ein Wagenwärter wurden getötet. vier
Zugbeamte verletzt. Alle Gleiſe von und nach Hamburg.
Lüneburg und Perleberg ſind geſperrt, vorausſichtlich auf
12 Stunden. Die Perſonenbeförderung von Berlin nach
Hamburg und Lüneburg über Stendal iſt unterbrochen.
Der Materialſchaden iſt groß, drei Wagen des Poſtzuges
ſind verbrannt.
Gera, 15. März. Geſtern abend 6 Uhr erſchoß ſich
die Wiener Schauſpielerin Paula Naumann vom
fürſtlichen Hoftheater. Das Motiv zur Tat ſoll unglückliche
Liebe ſein.
Kiel, 14. März. Der Generalſuyerintendent für
Schleswig=Holſtein. Walloth, iſt im Alter von 61
Jah=
ren hier geſtorben.
beruhe teils auf Geſetz (z. B. für Beamte des Reichs oder
der Bundesſtaaten, Lehrer uſw.), teils auf Beſtimmungen
des Bundesrats (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom
27. Dezember 1899, betreffend die Befreiung
vorübergehen=
der Dienſtleiſtungen von der (Invaliden=)
Verſicherungs=
pflicht, teils auf beſonderem Antrage beſtimmter
Perſo=
nen. Zum freiwilligen Eintritt in die Kranken= und
Invalidenverſicherung ſeien verſchiedene Perſonen
berech=
tigt, bei der Invalidenverſicherung jedoch nur bis zum
40. Lebensjahr. Außerdem ſei beim Ausſcheiden aus
einem verſicherungspflichtigen Verhältnis die
freiwil=
lige Fortſetzung der Verſicherung möglich,
die ſehr zu empfehlen ſei, wobei man jedoch darauf achten
müſſe, daß die Antwartſchaft nicht erlöſche. Bei der
Un=
fallverſicherung ſeien verſchiedene Gruppen von Arbeitern
verſichert.
Der Redner kam ſodann auf die
Beitragslei=
ſtung zu ſprechen, die in der Regel den Arbeitgebern
ob=
liege, die dann den Beitragsanteil der Arbeiter dieſen am
Lohn kürzen dürfen. Die Leiſtungen der drei
Verſiche=
rungszweige ſeien — wie der Vortragende ausführte —
im allgemeinen unabhängig voneinander, jedoch ſo, daß
keine Lücke entſtehe und die Leiſtungen ſich einander
an=
ſchlöſſen. Der Redner ſchilderte dann eingehend die
Lei=
ſtungen der Krankenverſicherung, der Unfallverſicherung,
ſowie der Invaliden= und Hinterbliebenenverſicherung.
Zur Erwerbung von Anſprüchen aus der
Verſicherung ſei die Zurücklegung einer beſtimmten
Warte=
zeit erforderlich. Dieſe betrage bei der
Invalidenverſiche=
rung für die Invalidenrente, wenn für den Verſicherten
auf Grund der Verſicherungspflicht mindeſtens 100
Bei=
träge geleiſtet worden ſeien, 200, ſonſt 500 Beitragswochen.
Bei der Altersrente betrage die Wartezeit 1200
Beitrags=
wochen, unter gewiſſen Vorausſetzungen jedoch bedeutend
weniger.
Was das Verfahren in Reutenſachen
an=
lange, ſo erfolge die Feſtſetzung der Entſchädigung bei der
Unfallverſicherung von Amtswegen, bei der Kranken= und
Invalidenverſicherung nur auf Antrag. Bei der
Invali=
denverſicherung ſeien die Rentenanträge bei den
Verſiche=
rungsämtern, die bei den Kreisämtern errichtet würden,
bzw. bei den Bürgermeiſtereien, zu ſtellen. (In
Darm=
ſtadt im Hauſe Waldſtraße Nr. 6). Die Feſtſetzung der
Rente erfolge mittelſt Beſcheids durch den Vorſtand der
Landesverſicherungsanſtalt. Gegen den Beſcheid ſei
Be=
rufung an das Oberverſicherungsamt und Reviſion an
das Reichsverſicherungsamt möglich. Die Auszahlung der
Rente geſchehe durch die Poſt.
Zum Schluſſe ſprach der Redner noch von dem
Heil=
verfahren, das die Verſicherungsanſtalten einleiten
können, um drohende Invalidität von Verſicherten
abzu=
wenden, und das gerade im Kampfe gegen die
Tuber=
kuloſe von Jahr zu Jahr an Bedeutung und Umfang
zu=
genommen habe, was durch intereſſante Zahlenangaben
belegt wurde.
Nachdem der Vortragende noch einige Fragen aus der
Verſammlung beantwortet hatte, wurde dieſe von dem
Vorſitzenden — Herrn Profeſſor Weimar — mit Worten
des herzlichſten Dankes für die intereſſanten und
lehrrei=
chen Ausführungen des ſachkundigen Redners geſchloſſen.
Im Verein für Frauenſtimmrecht ſprach
Prof. Dr. Broda=Paris im Fürſtenſaal über: „Die
Wirkungen des Frauenſtimmrechts in den
Ländern, die es bereits beſitzen.‟ Dr. Broda
ſchilderte die Reſultate des Frauenſtimmrechts in
Auſtra=
lien, Neuſeeland und Finnland, wie er ſie während ſeines
Aufenthalts in den genannten Ländern beobachten konnte.
Das politiſche Kräfteverhältnis der Parteien hat ſich in
keinem der genannten Staaten infolge Einführung des
Frauenſtimmrechts geändert. Die Frauen ſtimmten in
un=
gefähr der gleichen Anzahl für die konſervativen, liberalen
und ſozialiſtiſchen Kandidaten, wie die Männer. Wohl
aber übten ſie einen weſentlichen Einfluß in der Richtung
fortſchrittlicher Sozial= und Kulturpolitik aus. Den Frauen
vor allem iſt die auſtraliſche Schutzgeſetzgebung zugunſten
der arbeitenden Frauen zu danken, die geſetzliche
Feſtle=
gung der Arbeitsbedingungen derſelben, die ſie vor
Aus=
beutung und Not ſchützt, auch die Erlaſſung von
Kinder=
ſchutzgeſetzen in Finnland und die Verbeſſerung des
Erb=
rechtes der Ehefrauen in genanntem Lande. In
Neuſee=
land und Finnland wurden unter dem Einfluſſe der
Frauen die bekannten Alkoholverbotgeſetze geſchaffen,
wel=
che der Trunkſucht einen Riegel vorſchoben und damit
über=
aus ſegensvollen Einfluß auf die Volksgeſundheit übten.
Die Frauen hatten allzuſehr erkannt, wie ſchwere Gefahren
die Trunkſucht für das Gedeihen der Familie mit ſich
bringt und überall traten die Frauen mit Enthuſiasmus
für das Alkoholverbot ein. In Auſtralien übte das
Frauenſtimmrecht noch eine eigenartige Wirkung. Die
Frauen richteten ihr Augenmerk nicht bloß auf die
politi=
ſche Richtung, ſondern weſentlich auch auf die moraliſchen
Qualitäten der Kandidaten. Sie wieſen ſolche
Perſön=
lichkeiten, die ſich eines irgendwie zweifelhaften Rufs
er=
freuten, entſchieden zurück und ſo wurden die politiſchen
Parteien gezwungen, bloß eine Ausleſe makelloſer
Perſo=
nen zur Wahl in die Vertretungskörper zu empfehlen.
Dieſe Reinigung der Parlamente von Geſchäftspolitikern,
ſowie überhaupt von allen ſolchen Abgeordneten, die nicht
um idealer Zwecke willen ihr Mandat verwalten, iſt
über=
aus ſegensvoll für die politiſche Atmoſphäre des
auſtrali=
ſchen Parlaments geworden. Auch Norwegen hat vor
kur=
zem das Frauenſtimmrecht durchgeführt
Nachdem Redner geendet, dankte Frl. Walz für den
intereſſanten Vortrag und Herr Prof. Urſtuot ſagte im
Auftrage ſeiner Landtagsfraktion, der fortſchrittlichen
Volkspartei, den Frauenſtimmrechtlerinnen die
Unter=
ſtützung ſeiner Partei bezüglich Erwerbung des
Stimm=
rechts zu. Mit einem kurzen Schlußwort des Dr. Broda
über die engliſche Frauenbewegung, unter Mißbilligung
des Gebahrens der Suffragetten, endigte der mit großem
Beifall aufgeremmene Vortrag gegen ½11 Uk.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 5.
Venedig, 14. März. Die Kaiſerjacht „
Hohenzol=
lern” iſt hier eingetoroffen.
Paris, 15. März. In Lille wurde geſtern in einer
Badeanſtalt der vor einigen Monaten nach Veruntreuung
von zwei Millionen Francs durchgegangene Kaſſierer
Le=
preux der Suezkanal=Geſellſchaft verhaftet. In ſeiner
Behauſung wurden 13 Suezkanal=Obligationen, ſowie
De=
potſcheine über 60000 Francs aufgefunden. Lepreux
er=
klärte, dies ſei alles, was ihm von dem veruntceuten
Be=
trage übrig geblieben ſei. Den Reſt habe er durch
Börſen=
ſpekulationen verloren.
Brüſſel, 14. März. Der Haupttreffer der einen
Serie der Ausſtellungslotterie von Charleroi im Betrage
von 200000 Francs iſt einer Gruppe von 25 Arbeitern
eines Hüttenwerkes in Chatelineau zugefallen, die das
be=
treffende Los zuſammen genommen hatten. Die
Auszahl=
ung des Gewinnes war mit einigen Schwierigkeiten
ver=
bunden, da der gemeinſchaftliche Beſitznachweis des Loſes
durch die 25 glücklichen Gewinner nicht ganz leicht zu
er=
bringen war und darüber erſt eine als Urkunde dienende
Erklärung abgegeben werden mußte. Einzelne der
Ge=
winner hatten vergeblich verſucht, ſchon früher in den Beſitz
ihres Anteils zu gelangen. Das konnte nur
gemeinſchaft=
lich geſchehen und nachdem die notwendigen Förmlichkeiten
erfüllt waren. Am Montag Morgen zogen denn die 25,
jeder noch begleitet von einem Vertrauensmann, zuſammen
alſo 50 Perſonen, nach der Zweigniederlaſſung der
bel=
giſchen Nationalbank in Charleroi, um den Gewinn zu
er=
heben. Nachdem ſie ſich gebührend ausgewieſen hatten,
zahlte der Kaſſenbeamte den einzelnen ihre Anteile aus.
Jeder erhielt ein Päckchen von acht Tauſendfrankenſcheinen
— nach der Meldung eines Provinzblattes, das dabei
ver=
geſſen zu haben ſcheint, daß noch mit einem 26. Teilhaber,
dem Staat, zu rechnen iſt, der auf ſeinen Anteil kaum
ver=
zichten dürfte. Nach der Auszahlung begab ſich die ganze
Geſellſchaft nach einer nahegelegenen Wirtſchaft, um das
freudige Ereignis in entſprechender Weiſe zu begießen.
London, 14. März. Nach zehntägiger Verhandlung
vor dem Schwurgericht endete geſtern der
Giftmord=
prozeß gegen den 40jährigen Verſicherungsagenten
Setton und ſeiner 34jährigen Gattin wegen Vergiftung
eines bei ihnen in Penſion wohnenden 49jährigen
Fräu=
leins mit der Verurteilung Settons zum Tode und der
Freiſprechung ſeiner Gattin. Die Anklage lautete auf
Vergiftung durch arſenikhaltigen Fliegenpapier=Extrakt.
Die Eheleute ſetzten ſich nach dem plötzlichen Tod der
Penſionärin in den Beſitz ihres Vermögens. Nach
Aus=
grabung der Leiche, mehrere Wochen ſpäter, wurden große
Mengen Arſenik gefunden.
New=York, 14. März. Das Grafſchaftsgericht von
Hillsville (Virginia) war heute der Schauplatz einer
einzigartigen Geſetzloſigkeit. Der Richter
Maſſie verurteilte einen gewiſſen Floydallen zu einem
Jahre Gefängnis, worauf deſſen Bruder und Freunde aus
ihren Revolvern einen wahren Kuaelregen eröffneten. Der
Richter, der Staatsanwalt, ein Geſchworener und ein
Sche=
rif wurden von mehreren Kugeln getroffen und getötet,
andere Geſchworene wurden verletzt. Die Täter entkamen.
New=York, 14. März. Heute vormittag ereianete ſich
bei Dunkerton (Jowa) auf der Great Weſtern Eiſenbahn
ein Eiſenbahn=Unfall. bei dem 25 Perſonen,
darunter 13 ſchwer verletzt wurden. Die Häufiakeit der
Eiſenbahn=Unfälle, es iſt dies der fünfte innerhalb einer
Woche, wird auf die herrſchende Kälte zurückgeführt, die
die Gefahr von Schienenbrüchen ſteigert.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſaſtungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Der Richard Wagner=Verein, der ſeine
Winterſaiſon am nächſten Diens”ag, den 19. März,
ab=
ſchließt, wird ſeinen M tgliedern und Freunden zum
Schluſſe noch einmal etwas ganz Peſonderes bieten:
Das Wiederauftreten eines der größten Geiger der
Gegerwart, Profeſſor Henri Marteaus der mit der
Barmer Pianiſtin Ellen Saatweber=Schlieper hier
einen Sonatenabend geben wird. Im Düſſeldorfer
General=Anzeiger heißt es über das Künſtlerpaar: „Sie
paſſen gut zueira der, der liebenswürdige, franzöſiſche
Geiger Marteau und die Barmer Pianiſtin Frau Ellen
Saatweber=Schlieper. Des erſteren vertieftes
Kunſt=
empfinden und ſchlichtes perſönliches Auftreten, ſowie
ſeine innere Herzensneigung ziehen ihn zur Pflege der
intimen Kammermuſe hin und die Klavierkünſtlerin
beſitzt jene köſtliche Anſchmiegungsfähigkeit, jenes
fein=
nervige Sich=Anpaſſen an die kinſtleriſchen Abſichten
ihres Partners, ohne welche Eigenſchaften eben ein
wirkliches Zuſammenwirken nicht möglich iſt. Daneben
aber bleibt beiden, Marteau wie Frau Saatweber, trotz
der gegenſeitigen Rückſichtnahme noch genug freie=
Temperament und warmblütiges Tonempfinden, um ſich
mit vollſter Hingabe in ihre Aufgabe vertiefen, die
Hörer an ihrer Neubelebung vornehmer Werke
teil=
nehmen laſſen zu können. Beider Muſizieren iſt ſo echt
empfunden ſo kunſtehrlich, daß man dieſen Ausdeutungen
bekannter oder unbekannter Stücke unbedingt glaubt.
Und noch eins, obſchon mehr en Aeußerliches, trägt
ungemein viel dazu be die Vort äge der genannten
Künſtler beſonders reizvoll zu geſtalten: ihr Sinn für
ſchöne Tonentfaltung. Wie Marteaus Geige zu ſingen
verſteht, das weiß heute jedermann, und auch Frau
Saatweber beſitzt dieſes ausgeprägte Gefühl für edle,
warme Klangwirkungen. Unter ihrer Hand klingt, ſingt
der Flügel, verrät derſelbe einen Reichtum an
Klang=
ſchattierungen, Nüancen, der das banale Wort von dem
„lebloſen Klaviertone” Lügen ſtraft. So war es ein
friſches, ein taufriſches Muſizieren, ein Schwelgen in
edlen Klang= und Tongebilden, das die Konzertgeber
boten.”
Konzert des Violin=Virtuoſen Dr.
Wolfgang Bülau. Am Mittwoch, den 20. d. M.,
gibt der Violinvirtuoſe Dr. Wolfgang Bülau, der
ſich in kleinerem Kreiſe bereits außerordentlich vorteilhaft
in Darmſtadt eingeführt, im großen Saale des Hotels
„Zur Traube” ein eigenes Konzert, das auf beſonderes
Intereſſe des muſikaliſchen Darmſtadt ſicher rechnen darf
Die vorliegenden Kritiken ſprechen ſich außerordentlich
ſchmeichelhaft und anerkennend über die vielverſprechende
Kunſt Dr. Bülaus aus. Man erkennt an, daß ſein Ton
an Fülle gewonnen, ſeine Technik an Gewandtheit und
ſein Vortrag an Energie und Ausdrucksfähigkeit
zuge=
nommen haben. Offenbar iſt Herr Bülau beſtrebt, ſeinem
Spiel den Stempel männlichen Empfindens aufzudrücken.
Sehr gut vertrug ſich die Eigenart des Künſtlers mit der
Sonate op. 6 in E=dur von Botho Sigwart (Graf S.
Eulenburg), die ſchon früher bekannt geworden iſt und
der die Kunſt des Interpreten, namentlich in dem beſten
Abſchnitt des Werkes, dem erſten Allegro, vorteilhaft zu
ſtatten kam. Den Kartenverkauf beſorgt die Firma Gg.
Thies Nachf. (Leopold Schutter) hier, Eliſabethenſtraße.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 15. März. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1,20 Uhr. Vom
Präſiden=
ten der italieniſchen Deputiertenkammer
Marcora iſt eine Dankdepeſche eingetroffen, die in der
Ueberſetzung lautet: Ich mache mich zum getreuen
Dol=
metſcher der Gedanken der italieniſchen
Deputiertenkam=
mer, indem ich Ihnen hierdurch den lebhafteſten Dank
für die herzliche Kundgebung des Reichstages anläßlich
des fluchwürdigen Attentats ausſpreche, einer
Kund=
gebung, die die gegenſeitigen Gefühle der Sympathie
zwiſchen den beiden Ländern von neuem bekräftigt.
(Bravo.)
Von dem Kriegsminiſter iſt ein Schreiben
eingegangen, in dem die kürzlich von dem Abg. Dr.
Südekum (Soz.) gemachken Ausführungen über die
perſönlichen und dienſtlichen Verhältniſſe des
Vorſitzen=
den der Artillerieprüfungskommiſſion für unrichtig erklärt
werden.
Abg. Dr. Südekum (Soz.) zur Geſchäftsordnung:
Ich darf verſichern, daß ich es ſehr bedauern würde,
wenn ich ein Opfer einer falſchen Information oder
ei=
ner Perſonenverwechslung geworden wäre. Ich werde
Feſtſtellungen veranlaſſen und bei ſpäterer Gelegenheit
beim Militär=Etat darauf zurückkommen.
Der Nachtragsetat für 19111
wird nach kurzen Ausführungen des Abg. Mumm
(Wirtſch. Vgg.) in dritter Beratung definitiv
ange=
nommen. — Sodann wird die Beſprechung der
Interpellation betreffend den
Berg=
arbeiterſtreik
fortgeſetzt.
Abg. Gothein (Fortſchr. Vp.): Die geſtrige Rede
des Abg. Schiffer war weniger eine Begründung der
Interpellation als vielmehr ein Hilferuf an den
Reichs=
kanzler für den chriſtlichen Bergarbeiterverband gegen
den Alten Verband. Was er geſprochen hat, hat die
Diskuſſion nicht auf ein höheres Niveau gebracht. Es
handelt ſich für uns um die Frage des Einfluſſes der
Arbeiter durch die Arbeiterorganiſationen auf die
Ar=
beitgeber. Eine Lohnaufbeſſerung iſt den Beraarbeitern
wohl zu gönnen, und es iſt durchaus verſtändlich, wenn
in den Kreiſen der Bergarbeiter angeſtrebt wird, über die
Konfunktur hinaus die Löhne aufzubeſſern. In dem
Schicht= und Ueberſtundenweſen ſind unbedingt
Erleich=
terungen nötig. Die Forderung der Arbeiter nach einem
paritätiſchen Schiedsgericht wie auch ihre übrigen For=
derungen ſind derart, daß ſich wohl darüber reden ließe:
Dieſer Streik iſt zweifellos durch einen Kontraktbruch
herbeigeführt worden und das iſt das Bedauerliche, denn
wir alle haben den Wunſch, daß der Arbeitsvertrag
re=
ſpektiert wird (Sehr richtig! links) und daß die nötige
Kündigungsfriſt innegehalten wird. Es ſollte die
Mög=
lichkeit gemeinſamer Kündigung der Arbeitnehmer= oder
der Arbeitgeberorganiſationen gegeben werden. Bei dem
Verſuch, eine Einigung zwiſchen Arbeitgebern und
Ar=
beitnehmern zu erſtreben, iſt die Regierung zu ſpät
ge=
kommen. Wir brauchen die Sicherung des
Koalitions=
rechts und nach kanadiſchem Vorbild einen
Verhand=
lungszwang. Wir brauchen ein Reichsberggeſetz. Auch
wir wollen den Schutz der Arbeitswilligen und eine
Ver=
ſtärkung des Sicherheitsdienſtes in Zeiten des Streiks iſt
notwendig. Man ſollte mehr Vertrauen zu den Führern
der Arbeiter haben, die geeignet ſind, die Polizei bei der
Aufrechterhaltung der Ordnung zu unterſtützen und zu
entlaſten. Der Herrenſtandpunkt muß verlaſſen werden.
Unſer Ziel muß ſein: ein zufriedenes und fleißiges Volk
zu ſchaffen und dazu müſſen wir alle mitarbeitan, auch
die Regierung. (Beifall.)
Abg. Soſinski (Pole): Die jetzige
Arbeiterbewe=
gung im Ruhrrevier hängt nicht mit den engliſchen
Ver=
hältniſſen zuſammen, ihr Grund liegt viele Jahre zurück.
Die Bergarbeiterlöhne ſind nicht ſo geſtiegen, wie es die
Ueberſchüſſe der Zechenbeſitzer zulaſſen könnten. Die
all=
gemeine Teuerung verſchlechtert auch die Lage der
Berg=
arbeiter. Bekämpfen ſich die Verbände weiter wie
bis=
her, ſo reiben ſie ſich auf zum Vorteil der Arbeitgeber.
Das Steigen der Streikſtatiſtik beweiſt, daß die Mehrzahl
der Arbeiter die Forderungen unterſtützt. Jede
Gewalt=
tat verurteilen wir ſelbſtverſtändlich auch. Aus eigener
Anſchauung weiß ich aber, daß die Polizei vielfach in
ihrem blinden Eifer den Anſtoß zu Anſammlungen und
Zuſammenſtößen gegeben hat. (Hört! Hört! bei den Soz.
und Polen.) Der preußiſche Fiskus hätte ſeinen guten
Einfluß ausüben ſollen, um den Streik zu verhindern.
(Sehr richtig!) Unſere Befürchtungen zu dem § 11 des
Vereinsgeſetzes haben ſich voll verwirklicht. Wir haben
nicht einmal Streikbureaus errichten können. Die
Re=
gierung verhindert nicht, ſie will alſo das Blutvergießen.
(Glocke des Präſidenten. Vizepräſident Dr. Paaſche:
Sie dürfen nicht ſagen, die Regierung beabſichtigt das
Blutvergießen. Ich rufe Sie zur Ordnung.) Die Löhne
und Arbeitsbedingungen in Oberſchleſien ſind vielfacht
derartig — Arbeiterausſchüſſe beſtehen vielfach gar nicht
mehr (Hört! Hört!) — daß man ſich wundern muß, daß
die Fortſetzung der Arbeit überhaupt noch möglich iſt.
(Hört! Hört!)
Abg. Mertin (Rp.): Wir können den
Ausfüh=
rungen des Staatsſekretärs nur beipflichten und ſind ihm
dankbar für die Entſchiedenheit und Energie des Tones,
mit dem wir in letzter Zeit durchaus nicht verwöhnt ſind.
Die Regierung hat die Pflicht, Ordnung zu ſchaffen und
aufrecht zu erhalten. Die Sozialdemokratie hat nicht
das Recht, ſich hier als Hüter der Wahrheit aufzuſpielen.
Eine Partei, die jede entgegengeſetzte Anſicht als
Un=
wahrheit und Lügd, die den Staatsſekretär als Anwalt
der Zechenverwaltungen und einen ſachlichen Bericht als
beſtellte Arbeit bezeichnet (Sehr richtig, rechts, große
Un=
ruhe links), eine ſolche Partei iſt nicht dazu berufen, ein
derartiges Urteil abzugeben. (Sehr wahr, rechts.
Hei=
terkeit links.) Ich habe mich geſtern ſchon gewundert.
über die Heiterkeit, mit der Sie (zu den Soz.) dieſe ernſte
Angelegenheit behandeln. Es iſt gerechtfertigt, daß man
annimmt, daß politiſche Gründe maßgebend für den
Streik waren. Ob es ſich um einen Sympathieſtreik für
die Engländer oder einen Antipcthieſtreik gegen die
Chriſtlichen handelt, iſt gleichgültig. Beide Motive ſind
verwerflich. Ein weiteres Steigen der Löhne iſt in
Aus=
ſicht geſtellt worden. Wir denken gar nicht daran,
Lohn=
forderungen für unrecht zu erklären. Jeder Arbeiter iſt
ſeines Lohnes wert. Aber wir beſtreiten, daß eine 15
pro=
zentige Lohnerhöhung gerechtfertigt iſt. Es iſt unklug
geweſen von den Gewerkſchaften, ſich an dieſe Forderung
zu binden. Wir verlangen einen energiſchen Schutz der
Arbeitswilligen. Ausnahmegeſetze wollen wir nicht, eine
ſchnelle, unparteiiſche Juſtiz iſt unbedingt nötig. An den
Streikunruhen iſt nur die Verhetzung der
Sozialdemo=
kraten ſchuld. Verſetzen Sie ſich (zu den Soz.) doch
ein=
mal in die Lage eines Schutzmanns, der ſich einer
un=
ruhigen Maſſe gegenüberſieht. Wer dieſe Beamten als.
„Bluthunde” bezeichnet, begibt ſich des Rechtes, ſich
Ver=
treter der Unterbeamten zu nannen. — Abg. Behrens
(Wirtſch. Vag.): Der Abg. Gothein nennt die heutige
Debatte Gezänk der Arbeiterſekretäre, nun ich glaube, dieſe
Frage berührt das Intereſſe des Landes nicht minder
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft Zur Frage der
Univerſität Frankfurt hat der Abgeordnete
Fried=
berg (natl.) mit Unterſtützung ſeiner Fraktion zum
Kultus=
etat folgenden Antrag im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe eingebracht. Die königliche
Staatsregie=
rung wird erſucht,, 1. ihre Zuſtimmung zur Gründung der
Univerſität Frankfurt nur dann zu geben, wenn der
Cha=
rakter der Univerſität als einer Staatsveranſtaltung im
Sinne des preußiſchen Landrechts nach jeder Richtung hin
gewährleiſtet iſt, wenn die Rechte der Staatsregierung und
der Fakultäten übereinſtimmend mit den Verhältniſſen der
andern Univerſitäten geregelt werden, wenn die Freiheit der
wiſſenſchaftlichen Lehre und Forſchung ſichergeſtellt, wenn
endlich auch für die Zukunft Gewähr geboten wird, daß
Staatsmittel für die Univerſität nicht in Anſpruch
genom=
men werden; 2. die mit den Frankfurter Behörden,
In=
ſtituten und Privatperſonen abgeſchloſſenen Verträge vor
Zuſtimmung zu der Gründung der Univerſität dem Hauſe
der Abgeordneten vorzulegen.
Ottoseitz, der bekannte Münchner Maler, iſt am 13.
März geſtorben. Seitz war am 3. Seeptmber 1846 in
München geboren. Er ſtudierte hier bei Piloty. Sein Name
war bald geachtet. Bereits 1873 wurde er zum Profeſſor an
der Münchner Akademie ernannt.
— Die neue Kleiderordnung des engliſchen Hofes. Im
Gegenſatz zu König Georg von England, der auf eine
mög=
lichſt glanzvolle Entfaltung der Krönungsfeſtlichkeiten
gro=
ßen Wert zu legen ſchien und ſich jedenfalls für alle
Einzel=
heiten perſönlich eingehend intereſſierte, zeigt die Königin
von England, wie ſchon öfters hervorgehoben, inbezug auf
Kleidung und Prunk einen ſehr zurückhaltenden, faſt
puri=
taniſchen Geſchmack, und ſchon im vorigen Jahre bereitete
ſie manchen Damen der Hofgeſellſchaft einige kleine, aber
tiefgreifende Enttäuſchungen: ſie legte von Anfang an eine
ausgeſprochene Abneigung gegen ein allzu offenes Dékolleté
an den Tag und machte auch keinen Hehl daraus, daß ihr
jede Verwendung von Parfum unſympathiſch iſt. Die
ele=
ganten Damen der engliſchen Ariſtokratie müſſen nun den
Kelch bis zur Neige leeren: ſoeben ſind neue offizielle
Be=
ſtimmungen über die Kleider der Damen bei den
bevor=
ſtehenden Hoffeſtlichkeiten erſchienen. Dieſe vom
Lordkanz=
ler, dem britiſchen Oberzeremonienmeiſter redigierten
Vor=
ſchriften laſſen deutlich den auf Beſchränkung jedes
Toiletten=
aufwandes gerichteten Geiſt der Königin erkennen und
wer=
den in ihrer Strenge beſonders bei den großen,
hochgewach=
ſenen Damen der Hofgeſellſchaft bitteres Herzeleid
heivor=
rufen. Denn die ſtattliche, bisher vier Yards lange
Hof=
ſchleppe, die gerade großen, ſtattlichen Frauengeſtalten
aus=
gezeichnet ſtand, iſt beſeitigt, bezw. erheblich verkleinert
worden. Die neue Schleppe, die künftig bei den britiſchen
Hoffeſtlichkeiten getragen werden muß, darf von der
Schul=
ter bis zum Ende der Schleppe nur noch drei Yards lang
ſein und an ihrem Ende eine Breite von höchſtens 54 Zoll
haben. 54 Zoll iſt auch die Marimalgrenze für den Teil
der Schleppe, der am Boden ſchleift. Während die
Hof=
damen bisher einen rund 2½ Meter langen Berg von
Spitzen, Chiffon und Seide am Boden hinter ſich herziehen
durften, darf der wirklich ſchleppende Teil fortan nur noch
ungefähr 1,30 Meter lang ſein. Und dasſelbe Schickſal hat
den Schleier ereilt: man hat ihn radikal gleich um ein
Viertel ſeiner ganzen Länge verkürzt; er darf künftig auf
keinen Fall länger als 1.10 Meter ſein, während er früher
gewöhnlich anderthalb Meter lang war. Die neuen
Hof=
feſtlichkeiten werden auch inbezug auf Farben ein
ver=
ändertes Bild zeigen. Im vergangenen Jahre, in der
Krönungsſaiſon, herrſchten ſchwere, üppige Stoffe und tiefe,
leuchtende Farben vor, Samt, Goldſtickereien, ein tiefs Rot,
ein ſtrahlendes Blau. In dieſem Jahre ſollten zarte, leichte
Stoffe und lichte, matte Farben vorherrſchen; die ganze
Farbenſymphonie wird gedämpft. Im übrigen bemühen
ſich die Damen der Hofgeſellſchaft, die ſtrengen
Beſtimmun=
gen des Hofes durch möglichſt originelle Koſtüme nach
Kräften auszugleichen; bei der nächſten Cour wird Königin
Mary Gelegenheit haben, die engliſchen Ariſtokratinnen
Paniers tragen zu ſehen
* Die deutſche Fleiſchermeiſterin, oder 210000 Mark
Gehalt. Großes Aufſehen erregte es im vorigen Jahre, als
es zum erſten Male einer Frau in Deutſchland gelang, vor
der zuſtändigen Kommiſſion im Schlachthofe zu Straubing
in Bayern die Meiſterprüfung im Fleiſchergewerbe zu
be=
ſtehen. Es war dies Frau Kathi Littich in Ergoldsbach
(Niederbayern), die Frau eines dortigen Metzgermeiſters,
die bei der Prüfung mit Sicherheit und Gewandtheit einen
Ochſen tötete, berufsgerecht ein Schwein und ein Kalb
ſchlachtete und dann in muſtergültiger Art die geſchlachteten
Tiere für die Fleiſchbank herrichtete. Auch die anſchließende
theoretiſche Prüfung fiel gut aus. Und nun hat, wie die
Allgemeine Fleiſcher=Zeitung berichtet, der Beſitzer eines
großen amerikaniſchen Hotels Frau Littich das Anerbieten
gemacht, ihr 50000 Dollars (210000 Mark) für eine
zwei=
jährige ſelbſtändige Tätigkeit in ſeinem Hotel zu zahlen.
Der Antrag iſt von Frau Littich angenommen, und da der
Ehemann, Metzgermeiſter Littich, Sicherſtellung des Geldes
verlangte, ſo iſt der Betrag von 50000 Dollars jetzt vor
An=
tritt ihrer Reiſe bei einem bayeriſchen Bankhauſe hinterlegt
worden. Bisher waren es nur Primadonnen und
Varieté=
ſterne, die in Dollarika auf ſolche Gehälter blicken konnten,
endlich wird auch die praktiſche Arbeit ihrem Werte nach
ge=
würdigt.
* Ein kleines Europa in Franzöſiſch=Lothringen. Der
Temps weiſt darauf hin, daß der Bezirk Briey im
Departe=
ment Meurthe=et=Moſelle unter 100 525 Einwohnern nicht
weniger als 57098 Ausländer zähle, und zwar ſeien hier
faſt ſämtliche Völker Europas vertreten. Es wohnen in
dem Bezirk: 9404 Deutſche, 16 Engländer, 743 Oeſterreicher,
10596 Belgier, 13 Bulgaren, 4 Dänen, 80 Spanier, 37
Griechen, 42 Holländer, 32096 Italiener, 3581 Luxemburger,
5 Norweger, 3 Rumänen, 239 Ruſſen, 7 Schweden, 247
Schweizer, 23 Türken. Von den Italienern ſind die meiſten
Bergarbeiter, während die Ruſſen faſt ſämtlich in der
Land=
wirtſchaft Beſchäftigung finden. Es muß bemerkt werden,
daß das genannte Departement eines der induſtriereichſten
Frankreichs iſt.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
wie die Reden des Abg. Gothein über Schutzzollpolitik.
Ich bewundere den Mut des Herrn Sachſe, mit dem er
eine Menge Unſtimmigkeiten vorgetragen hat, ich kann
das nur dadurch erklären, daß er ſich bewußt war, daß
er eine verlorene Sache vertritt. Ueber die Berechtigung
der Lohnforderungen herrſcht unter den Beteiligten kein
Streit, nur über den Zeitpunkt, die Art und Weiſe, auf
welche dieſe Forderungen geltend gemacht werden ſollen,
fherrſchen Meinungsverſchiedenheiten. Nach unſerer
Mei=
nung iſt es nicht berechtigt, Hunderttauſende ins Elend
zu bringen, wenn noch nicht alle Mittel verſucht ſind, auf
friedlichem Wege zur Einigung zu gelangen. Die
Ur=
ſache dieſes Streiks iſt nach unſerer Auffaſſung
poli=
tiſcher Natur, er ſoll die Rache für Bochum ſein. (Abg.
Sachſe ruft Lüge. Vizepräſident Dove: Ich habe dieſen
Ausdruck bereits geſtern gerügt, und bitte, dieſe
Aus=
drücke fernerhin zu unterlaſſen.) Es dreht ſich im Grunde
nur um einen Vernichtungskampf gegen die chriſtlichen
Gewerkſchaften. Der Brief an den Zechenverband war
nur der Zweck, eine Kampfparole zu haben und einen
Streik vom Zaune zu brechen. Den chriſtlichen
Gewerk=
ſchaften konnte nicht zugemutet werden, nach der
ſozial=
demokratiſchen Pfeife zu tanzen. Wenn ſich unſere Leute
bewaffnen, ſo iſt das erklärlich, ſollen ſie ſich von den
Streikenden niederknüppeln und erſchießn laſſen? Wenn
einem hier im Hauſe ſchon „Judas” zugerufen wird, wie
ſoll das erſt draußen im Lande zugehen? Gehen Sie
doch hier im Hauſe mit gutem Beiſpiel voran. Wir
ſind keine Freunde militäriſcher Hilfe und wir hoffen.
daß die Maſchinengewehre nicht in Tätigkeit geſetzt
wer=
den. Wir hoffen, daß die berechtigten Forderungen von
den Zechenbeſitzern erfüllt werden, damit wieder Ruhe
und Friede in das Land zurückkehrt. — Handelsminiſter
Sydow: Die Frage, ob nach Anſicht der preußiſchen
Regierung die Arbeiterausſchüſſe in Lohnfragen
zuſtän=
dig ſeien, habe ich brreits früher dahin beantwortet,
daß dieſe Berechtigung ihnen zuerkannt werden müſſe.
wenn es ſich um Lohnfragen allgemeiner Natur handele.
Abg. Dr. Erdmann (Soz.): Das Zentrum iſt
nicht nur hier im Hauſe nach rechts gerückt, ſondern auch
näher an die Scharfmacher heran. Das arbeiterſchät
digende Verhalten der chriſtlichen Gewerkſchaften iſt die
Rache für die Niederlage Trimborns in Köln. Der Streik
iſt nicht durch Verhetzung entſtanden, ſondern durch die
Verbitterung über die ſchlechten wirtſchaftlichen
Verhält=
niſſe. Die Bergarbeiter werden oft wie Hunde
behan=
delt, ja manchmal noch ſchlechter wie die Hunde. Ferner
kommen auch politiſche Fragen in Betracht, die
ſchwarz=
blaue Blockpolitik und die Finanzreform, die die
Verbit=
terung der Arbeiter noch vermehrt haben. Die vom
Zentrum angeführten Gründe für das arbeiterſchädigende
Verhalten der chriſtlichen Gewerkſchaften glauben ſie
ſelber nicht. Wenn die Zeit für die Arbeiter günſtig iſt.
Lohnforderungen durchzuſetzen, auch wenn dabei ſchwere
Schädigungen für die Induſtrie entſtehen, ſollen ſie dieſe
dann vorübergehen laſſen? Die Chriſtlichen gehen darum
nicht mit, weil ſie auf die Mitgliedſchaft der ſtaatlichen
Arbeiter angewieſen ſind. Für Ordnung werden die
Organiſationen ſelber ſorgen. Polizei und Militär
ver=
wirren nur die Zuſtände. Die Auskunft der Regierung
iſt nicht ausreichend, ſie ſtützte ſich lediglich auf die
An=
gaben der Unternehmer. Zum Birgwerksbetrieb
ge=
hören doch wohl auch Arbeiter, die von der über den
Parteien ſtehen ſollenden Regierung doch auch gehört
werden ſollten. Statt deſſen werden Maſchinengewehre
entſandt. Das kann ich jetzt ſchon behaupten, wenn die
Arbeiter jetzt zu einem Friedensſchluß ohne Vorteile
ge=
zwungen werden könnten, dürfte der nächſte Streik nicht
wieder 7 Jahre auf ſich wartcn laſſen. — Abg. Werner
(Rfp.): Wir wenden uns nur gegen den ungeſetzlichen
Zwang gegen Arbeitswillige. Die Regierung muß
Vor=
ſorge treffen, daß in Zukunft ein derartiger Streik nicht
wieder zu einer allgemeinen Gefahr werden kann.
Hierauf wird die Weiterberatung auf Samstag,
11 Uhr vertagt. — Schluß 6,45 Uhr.
* Berlin, 15. März. Der Seniorenkonvent
des Reichstags beriet vor Beginn der Plenarſitzung
über die Geſchäftslage und einigte ſich dahin, daß die
Etats des Reichsamts des Innern, der Reichsdruckerei
und der Poſt= und Telegraphenverwaltung vor den
Oſterferien erledigt werden ſollen. Um dieſes zu
er=
möglichen, wird vorgeſehen, die täglichen Sitzungen
län=
ger dauern zu laſſen und nötigenfalls von der Stellung
von Schlußanträgen ausgiebigen Gebrauch zu machen.
Zwiſchen Oſtern und Pfingſten ſind für die
Plenarbera=
tungen 28 Tage zur Verfügung. Hiervon ſind
vorge=
ſehen 6 Tage für die erſte Beratung der Militärvorlage,
die Flottenvorlage, Steuergeſetze und Unvorhergeſehenes;
19 für die zweite Leſung des Etats, 3 für die dritte
Leſung.
Die Bergarbeiterbewegung.
Deutſchland.
* Bochum, 14. März. Heute morgen fand im
Schloßhof eine von 10—12000 Perſonen beſuchte
Streik=
verſammlung ſtatt, in welcher von einem Redner
mitgeteilt wurde, daß nach den Angaben des
Streik=
bureaus der Streik auch heute im Wachſen begriffen ſei;
die Zahl der mitſtreikenden örtlichen Bergleute, die in
den Kampf hineingezogen ſeien, ſchätze er auf 50
Pro=
zent. Von den gewerkſchaftlichen Organiſationen werde
der Streik weiter geführt, bis die Führer das Signal
zur Wiederaufnahme der Arbeit geben. Es wurde
prote=
ſtiert gegen das ſcharfe Vorgehen der fremden
Ord=
nungsmannſchaften und auf den Fall von Sodingen
hin=
gewieſen, auf Grund deſſen man ſich bei dem Miniſter
beſchwerte. Ferner wurde Einſpruch erhoben gegen die
Herbeiholung von Militär. Die Streikenden werden im
Sinne des geſtrigen Flugblattes zur Ruhe und
Ord=
nung aufgefordert.
* Eſſen, 14. März. Wie von zuverläſſiger Seite
mitgeteilt wird, wurde in der geſtrigen außerordentlichen
Hauptverſammlung des Zechenverbandes
allſeitig über den ungenügenden Schutz der
Ar=
beitswilligen Klage geführt und mit Rückſicht
dar=
auf und auf die von zuſtändiger Stelle gegebenen
Zu=
ſicherungen, daß nunmehr Militär zum Schutze
herange=
zogen werden ſoll, wurde beſchloſſen, vom Rechte der
Arbeitsordnung, die Kontraktbrüchigen bereits nach
drei=
tägigem Feiern aus der Belegſchaftsliſte zu ſtreichen und
ihnen den Lohn von ſechs Schichten einzubehalten, erſt
dann Gebrauch zu machen, wenn ſie nicht bis ſpäteſtens
Samstag, den 16. März, die Arbeit wieder aufnehmen.
Es ſei zu erwarten, daß durch den erweiterten Schutz
auch die Arbeiter, die jetzt noch wegen Bedrohungen und
Beläſtigungen durch die Ausſtändigen von der Arbeit
fern geblieben ſind, ebenſo wie die bisherigen
Arbeits=
willigen wieder zur Arbeit erſcheinen würden. Den Leu=
ten, die ſpäteſtens am Samstag die Arbeit wieder
auf=
nehmen, werden daher keine ſechs Schichten einbehalten.
Von dem Beſchluß wird heute von ſämtlichen Zechen
jedem Ausſtändigen einzeln durch Poſtkarte Mitteilung
gemacht.
* Bochum, 15. März. Die großen
indu=
ſtriellen Werke rechnen damit, daß bei langer Dauer
des Ausſtandes Betriebseinſchränkungen und
Arbeiterent=
laſſungen notwendig werden können. In den Werkſtätten
des Bochumer Vereins für Bergbau und
Gußſtahlfabri=
kation wurde heute durch Anſchlag eine ſolche Mitteilung
der Direktion bekannt gegeben.
* Eſſen, 15. März. In der
Generalverſamm=
lung der Bergbaugeſellſchaft Neu=Eſſen
erklärte die Verwaltung, ſie gewähre den 75 Prozent ihrer
Belegſchaft, die ſich dem Ausſtande nicht angeſchloſſen
hätten, für die Dauer des Streiks zehn Prozent Z
u=
ſchlag zum verdienten Lohn. Der Zechenverband hat
beſchloſſen, den übrigen Zechen das gleiche Vorgehen
zu empfehlen. Die Zeche „Präſident” Schacht 1 und 2,
iſt dieſer Anregung bereits gefolgt, indem ſie der
geſam=
ten Belegſchaft mitteilte, daß ſie, falls bis Samstag die
Arbeit wieder aufgenommen werde, eine zehnprozentige
Lohnerhöhung rückwirkend vom 10. März eintreten laſſen
werde.
* Hamborn, 15. März. Das erſte Bataillon
des Weſeler Infanterie=Regiments Nr. 57 iſt
in Recklinghauſen, das dritte Bataillon in Buer
einge=
troffen. Das Kommando iſt mit dem ganzen
Regiments=
ſtab unter Führung des Majors von Bredow in
feld=
marſchmäßigem Anzug und mit ſcharfen Patronen
aus=
gerüſtet. Vor dem Abmarſch folgte eine Belehrung der
Mannſchaften über den Gebrauch der Waffen.
* Hamborn, 15. März. Nach den Auftritten vom
Dienstag iſt die Ruhe durch die mit Unterſtützung der
Stadt Düſſeldorf gelungene Verdoppelung der
Polizei=
kräfte ſofort ſichergeſtellt worden. Von ernſthaften
Ver=
letzungen von Arbeitswilligen durch die Ausſtändigen
im hieſigen Bezirk iſt bisher kein Fall bekannt geworden.
Hiernach ſcheinen die Verhältniſſe bis jetzt im rheiniſchen
Teil des Ausſtandsgebietes günſtiger zu liegen, als im
weſtfäliſchen. Sollte ſich dieſes ändern, ſo werden die
erforderlichen Maßnahmen ohne Zögern getroffen werden.
* Wattenſcheid, 14. März. Heute abend
wur=
den in Sevinghauſen Arbeitswillige beläſtigt. Das bei
dem Schacht „Fröhliche Morgenſonne” liegende
Gendar=
meriekommando rückte zum Schutze aus. Bei dieſer
Ge=
legenheit wurde auf den Fußgendarmen Clemens
geſchoſſen, der von einem Schuß ins Geſicht und von
einem anderen in die Ohren getroffen wurde; ein dritter
Schuß drang durch den Helm. Der Gendarm machte von
ſeiner Waffe Gebrauch und erſchoß zwei
An=
greifer.
* Dortmund, 15. März. Nach den
Ermittelun=
gen des Königlichen Oberbergamts Dortmund ſind
ins=
geſamt 141 763 Bergleute über und unter Tag
ange=
fahren. Es ſollten anfahren 324089. Gefehlt haben
alſo 182326 Mann. — Nachdem geſtern gegen 5 Uhr der
Borſigplatz durch ein größeres Polizeiaufgebot geſäubert
worden war, ſammelten ſich nach der Entlaſſung des
größten Teiles der Polizeibeamten wieder mehrere
hun=
dert Menſchen an. Die Beamten, die zu zweien die
Menge zerſtreuen wollten, wurden verhöhnt und
be=
ſchimpft und mit Steinen beworfen. Gegen 6
Uhr wurden die Scheiben eines vorüberfahrenden
Stra=
ßenbahnwagens eingeworfen. Der Borſigplatz wurde
ſchließlich unter Zuhilfenahme von berittenen
Polizei=
leuten zum zweiten Male geſäubert. In der
Schloſſer=
ſtraße wurden hierbei auf mehrere Beamte Schüſſe
ab=
gefeuert. Auch aus den Häuſern wurde nach den
Beam=
ten mit Flaſchen, Töpfen und anderen Sachen
gewor=
fen. Verletzungen der Beamten ſind nicht vorgekommen.
* Düſſeldorf, 15. März. Nach einer Aeußerung
von zuſtändiger Seite iſt die Lage im
Ausſtands=
gebiete gegenwärtig ſo, daß die Heranziehung
militä=
riſcher Hilfe zur Aufrechterhaltung der öffentlichen
Sicher=
heit und Ruhe, ſowie zum Schutze der Arbeitswilligen
vorläufig nicht erforderlich iſt.
* Zwickau, 15. März. Nachdem das Königliche
Bergamt in Freiberg auf Antrag der
Bergarbei=
ter ſich zur Vermittelung bereit erklärt hat, hat ſich die
genannte Behörde auch an die Werke mit der Anfrage
ge=
wandt, ob ſie ihrerſeits eine ſolche Vermittelung
wün=
ſchen. Die Antwort der Bergwerksverwaltungen ſteht
noch aus, doch iſt die Hoffnung, daß es zu keinem
Streik kommt, ſehr gering. Die Werke erklären, die
Forderungen der Bergarbeiter nicht erfüllen zu können.
Die Belegſchaften ſind an eine Kündigungsfriſt nicht
ge=
bunden. Die Kohlenpreiſe haben bereits ſtark
ange=
zogen.
England.
* London, 14. März. Die Konferenz, die
zwi=
ſchen den Zechenbeſitzern und den Grubenarbeitern
zu=
ſammentrat, iſt nach vierſtündiger Beratung auf morgen
vertagt worden.
* London, 14. März. Aus der in der geſtrigen
Sitzung des Grubenarbeiterverbandes
gefaß=
ten Reſolution, die heute der gemeinſamen
Konfe=
renz vorgelegt worden iſt, geht hervor, daß die
Zuſtim=
mung zu örtlichen Verhandlungen ſich nur auf die Löhne
der Angeſtellten, die nicht Kohlenhauer ſind, bezieht.
Die Bereitwilligkeit, zu unterhandeln, erſtreckt ſich alſo
nicht auf die Frage des Mindeſtlohnes.
— London, 14. März. Die Antwort der
Berg=
leute, die heute zwei Sitzungen abhielten und in
keiner roſigen Stimmung waren, und die der
Berg=
werksbeſitzer werden nunmehr zweifellos die
Grundlage abgeben für die von der Regierung
vorzu=
ſchlagenden geſetzlichen Maßnahmen, die ſchon heute
vor=
gelegt werden ſollen. Die Streikunruhen in Lancaſhire
ſind ſchwerwiegender, als man zuerſt annahm. Drei
Po=
liziſten wurden verwundet und mußten ins
Kranken=
haus gebracht werden.
* London, 15. März. Die Verhandlungen
in der Kohlenſtreik=Konferenz haben
einge=
ſtandenermaßen bisher keine Fortſchritte gemacht. Die
unioniſtiſchen Blätter melden aus den
Induſtriebezir=
ken, daß die Arbeiter ſich gegen die unnachgiebige
Halt=
ung ihrer Führer aufzulehnen beginnen. In zwei
Gru=
ben in Lancaſhire iſt die Arbeit taſächlich wieder
aufgenommen worden, wie es ſcheint, hauptſächlich von
nichtorganiſierten Arbeitern. Auch im Revier von
Sheffield wurde geſtern der Betrieb in einer kleinen
Grube wieder eröffnet. — In London hat der Streik,
abgeſehen von den Eiſenbahnen, noch zu keiner
nennens=
werten Arbeitseinſtellung geführt. Die Zahl der
Ar=
beitsloſen iſt geringer als zu der entſprechenden Zeit der
beiden letzten Jahre. Der Daily Chronicle verzeichnet,
daß in den letzten Tagen vier große Fußballwettkämpfe
in Lancaſhire und Yorkſhire, die hauptſächlich von
Ar=
beitern beſucht waren, an Eintrittsgeldern die Summe
von 160000 Mark erbracht haben.
Beldien.
Brüſſel, 15. März. Die Streikſtimmung
unter den belgiſchen Kohlenarbeitern iſt
durch Nachgiebigkeit der Zechenbeſitzer bald beſeitigt
worden. Die Arbeiter verlangen eine Lohnzulage von
7 Prozent des gewöhnlichen Lohnes. Das iſt vielen nach
kurzen Verhandlungen mit den Beſitzern zugeſtanden
worden.
Der Anſchlag auf den König von Italien.
Einzelheiten des Anſchlags.
* Rom 14. März. Der erſte Schuß, den ber
Attentäter d’Alba auf den König abgab, verletzte, wie des
näheren mitgeteilt wird, den Kommandanten der Eskorte,
Major Lang, der zur Linken des Wagens dicht neben dem
König ritt. Das Pferd machte einen Sprung, doch blieb
der Major im Sattel und näherte ſich dem Wagen noch
mehr, während ſich die Küraſſiereskorte dicht um den Wagen
drängte. Inmitten der allgemeinen Erregung bewahrte das
Königspaar vollkommene Ruhe, ebenſo die Eskorte. Darauf
gab d’Alba noch zwei Schüſſe ab und traf Lang am Kopfe,
ſo daß er vom Pferde ſtürzte. Ein Chauffeur und
ein Kutſcher des Herzogs von Borgheſe ſtürzten ſich auf
d’Alba, der weitere Schüſſe abzugeben verſuchte. d’Alba
bedrohte beide mit dem Revolver und fügte dem Kutſcher
im Geſicht eine Verletzung zu. Schließlich wurde d’Alba
von Poliziſten feſtgenommen. Die Menge ſuchte ihn
zu lynchen und verletzte ihn unbedeutend. Er wurde
nach dem Polizeikommiſſariat gebracht. Gegen 10 Uhr
ver=
anſtaltete die Menge eine Kundgebung vor dem
Kommiſſa=
riat, indem ſie Verwünſchungen gegen den Täter ausſtieß
und Hochrufe auf das Königspaar ausbrachte. Die
Ver=
wundung Langs ſcheint nicht ſehr ſchwer zu ſein. Als der
König und die Königin im Pantheon eintrafen, war die
Königin=Mutter bereits angekommen. Nach herzlicher
Be=
grüßung erzählte der König der Königin=Mutter den
Ver=
lauf des Attentats. Darauf wurde die Meſſe zelebriert,
die alljährlich am 14. März, den Geburtstage König
Hum=
berts, im Pantheon gefeiert wird. Der König beſuchte,
vom Direktor des Krankenhauſes geführt, den verletzten
Major Lang, unterließ jedoch, auf den Rat der Aerzte,
ihn zu ſprechen. Die Kugel hat Lang in den Nacken
ge=
troffen. Knochen ſind nicht beſchädigt worden. Beim Sturz
vom Pferd hat Lang ſich einige Verletzungen im Geſicht,
am Ohr, an der Schulter und eine leichte
Gehirnerſchütter=
ung zugezogen. Sein Zuſtand iſt nicht gefährlich.
Froh, daß der Zuſtand Langs verhältnismäßig befriedigend
war, verließ der König das Hoſpital. Auch der
Kriegs=
miniſter und viele andere bekannte Perſönlichkeiten ſtatteten
dem Verletzten Beſuche ab. Die Stadt hat heute morgen
ein ſeltenes Ausſehen. Da die Zeitungen noch nicht
erſchie=
nen waren, pflanzte ſich die Nachricht in die entlegenſten
Stadtviertel von Mund zu Mund fort. Um jeden, der die
Einzelheiten kannte, bildeten ſich Gruppen, die ſie hören
wollten. Miniſterpräſident Giolitti begab ſich zum
Quirinal, um den König zu beglückwünſchen. Die im
Pa=
laſt ausgelegten Liſten waren mit Unterſchriften der
Mi=
niſter, Botſchafter und Geſandten, hoher Beamter und
Par=
lamentarier und vieler Bürger bedeckt. Auf der Piazza di
Colonna bildete ſich um 10½ Uhr ein großer Zug mit
zahlreichen Fahnen. Auf dem Corſo war die
Menſchen=
menge ſo groß, daß der Verkehr ſtockte. Der Zug begab ſich
unter Hochrufen auf den König zum Quirinal. Aus
allen Fenſtern winkten Männer und Frauen mit
Taſchen=
tüchern und jubelten den Fahnen zu, die zur= Erinnerung
an den Tod König Humberts auf Halbmaſt geſetzt, jetzt aber
zum Zeichen der Freude wehten, daß der König der
Ge=
fahr entronnen ſei. Als der Zug auf dem Platze vor dem
Quirinal ankam, erſchienen der König und die
Köni=
gin, zuletzt mit ihren Kindern mehrmals auf dem Balkon,
anhaltend begrüßt. Fahnen, Hüte und Taſchentücher
wur=
den geſchwenkt. Vom Quirinal begaben ſich die
Volks=
mengen zum Kriegsminiſterium und zur Küraſſierkaſerne,
wo ſie auf die Leibwache Hochrufe ausbrachten. Dann
be=
gab ſich der Zug zum Palaſt der Königin=Mutter
Margherita.
Gleich nach dem Attentat wurde bei d’ Alba eine
Hausſuchung vorgenommen. Sein Arbeitsbuch wurde
beſchlagnahmt und daraus feſtgeſtellt, daß er bis geſtern
abend als Maurer auf einem Bau gearbeitet und dann die
Arbeit niedergelegt und das Handwerkszeug mitaenommen
hatte, unter der Angabe, daß er ſich nicht wohl fühle. Am
Morgen perließ er in ſehr früher Stunde ſeine Wohnſtätte,
nachdem er ſeine beſte Kleidung angezogen hatte.
Der franzöſiſche Botſchafter begab ſich als
Doyen des diplomatiſchen Korps zum Qufrinal und
über=
mittelte dort dem Zeremonienmeiſter die Glückwünſche für
den König namens des diplomatiſchen Korvs. Der König
erteilte heute morgen die gewöhnlichen Audienzen und
empfing den Deputierten Danieli, dem er eine genaue
Schil=
derung des Attentats gab.
Sympathiekundgeburngen des Volkes und des Parlaments.
* Rom, 14 März. Seit 9 Uhr früh füllte eine
erregte Menge, in der alle Bevölkerungsklaſſen
vertreten waren, die Straßen und äußerte ihren Unwillen
über den Mordanſchlag gegen die Urheber. Alle Zeitungen
in Rom und den Provinzen bringen Artikel, in denen die
Herrſchereigenſchaften des Königs hervorgehoben und das
empörende Attentat gebrandmarkt wird. Von allen Seiten
Italiens und des Auslandes erhält der König Tauſende
von Depeſchen. Um 2 Uhr nachmittags wurden die Läden
geſchloſſen und der öffentliche Verkehr eingeſtellt, um einer
großartigen Volkskundgebung Raum zu
ſchaf=
fen, die ſich am Nachmittag vor dem Quirinal vollzog.
Studenten, ſowie Abgeordnete von Vereinen und
Körper=
ſchaften begaben ſich zum Parlamentsgebäude. Der
Prä=
ſident Marcora trat auf den Balkon des Gebäudes und
hielt eine mit brauſendem Beifall aufgenommene Anſprache.
Wohl 50000 Perſonen waren auf dem Platze verſammelt.
Die ungeheuere Menge zog dann durch ein Spalier
winken=
der, Beifall rufender Männer und Frauen über den Corſo
und die Via Nazzionale zum Quirinal. Angehörige aller
Bevölkerungsſchichten hatten ſich mit der Nationalkokarde
geſchmückt. Von andauernden Beifallsrufen begrüßt,
er=
ſchienen, als die Spitze des Zuges mit Fahnen vor dem
Quirinal angekommen war, der König, die Königin und
die kleinen Prinzen auf dem Balkon. Die Königin trug
die Prinzeſſin Giovanna auf dem Arm. Es iſt unmöglich,
die Begeiſterung zu ſchildern, von der die Volksmenge beim
Anblick des hohen Paares ergriffen wurde. Der König
und die Königin verneigten ſich lächelnd. Die kleinen
Prinzen ſchwenkten ihre Mützen. Immer wieder mußten
der König und die Königin ſich dem begeiſterten Volke
zeigen.
In der Kammer waren die Tribünen überfüllt.
Der Miniſterpräſident, der mit ſämtlichen Miniſtern
erſchie=
nen war, berichtete zu Beginn der Sitzung dem Hauſe, das
ſich erhoben hatte, über das Attentat und erwähnte auch die
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 7.
Vorſtrafen des Urhebers, der u. a. wegen Mißhandlung
der Eltern beſtraft iſt. Zum Heile Italiens habe Gott das
Leben des vielgeliebten Herrſcherpaares bewahrt, deſſen
Charaktereigenſchaften und Tugenden von der ganzen
Na=
tion bewundert werden. (Einſtimmiger, lang andauernder
Beifall, auch auf der Linken, und wiederholte Rufe: Es lebe
der König! Die Tribünen ſchließen ſich der Kundgebung
der Kammer an.) Darauf verkündete der Kammerpräſident
Marcora: Ich drückte dem König ſofort die
tiefgefühl=
teſten Glückwünſche und die Entrüſtung der Kammer und
des Landes aus, deſſen getreuer Dolmetſch die Kammer ſei.
Ich wiederhole vor der geſamten ziviliſierten Welt die
Hul=
digung der Kammer vor dem Hauſe Savoyen, dem König
und der Königin, die auch bei dieſer Gelegenheit die treue
Gefährtin des Königs geweſen iſt, und der Königin=Witwe.
Marcora ſchloß mit der Wiederholung der Worte, die der
König am Tage der Eidesleiſtung als Souverän geſprochen
hat, daß ſein erſter Gedanke dem Volke gelte und daß er
Gott zum Zeugen anrufe, daß er für das Wohl des
Vater=
landes die eigene Perſon, Herz und Geiſt zur Verfügung
ſtelle. (Nicht endenwollender Beifall und Rufe: Es lebe
der König!) Das zweitälteſte Mitglied der Kammer,
La=
cava, drückte ſeine Entrüſtung über das Attentat aus und
ſchlug vor, die Kammer ſolle ſich noch heute in corpore
zum Quirinal begeben, um die Ergriffenheit der
ganzen Nation auszudrücken und gerade jetzt die
Anhäng=
lichkeit und Ergebenheit gegen den König und die Königin
zu verſichern. (Wiederholte lebhafte Rufe: Es lebe der
König! in der ganzen Kammer.) Sonnino äußerte
eben=
falls ſeinen Abſcheu und die Entrüſtung über das Attentat
gegen die Perſon des Königs, dem man die größte
Ehr=
erbietung ſchulde, gerade in dem Augenblick, wo Tauſende
von Brüdern ihr Leben für die Ehre der Fahne in die
Schanze ſchlügen. Der Redner forderte, umſo einiger ſollten
ſich die Geiſter um den Thron ſcharen und wünſchte, daß
dieſe Schande wieder gutgemacht werde durch verdoppelte
Anſtrengungen, das Vaterland ſtärker und geſitteter zu
machen. (Allgemeiner Beifall.) Er ſchließe ſich voll dem
Vorſchlage Lacavas an. (Lebhafter zuſtimmender Beifall.)
Darauf erklärte Pantano (radikal): Wegen der großen
Güte und hohen Weisheit des Monarchen hätte er niemals
denken können, daß ein Italiener die Hand gegen den König
bewaffnen könne. Die Tat könne nur die Tat eines
Irr=
ſinnigen ſein. Namens aller ſeiner Freunde von der Linken
ſchließt er ſich den Worten des Vorredners an. (Lebhafter
Beifall. Unaufhörliche Rufe: Es lebe der König!) Der
Vorſchlag Lacavas wurde einſtimmig durch
Ak=
klamati onangenommen. Dann wurde die Sitzung
auf morgen vertagt. Die Deputierten verließen den Saal,
um ſich in corpore nach dem Quirinal zu begeben.
Im Senat wurde des Königs und der Königin in
ähnlicher Weiſe gedacht, wie in der Kammer. Giolitti und
Manfredi gaben der Entrüſtung über die Tat und den
Glück=
wünſchen für das Herrſcherpaar Ausdruck. Die Senatoren
brachen in endloſe Hochrufe auf die Majeſtäten und das
Haus Savoyen aus. Der Botſchafter in Paris, Tittoni,
wies in ſeiner Eigenſchaft als Vertreter Italiens im
Aus=
lande darauf hin, daß von überall her, wo italieniſche
Her=
zen, auch jenſeits der Gebirge und Meere, im Geiſte und
Sinne mit den Bewohnern Italiens zuſammenſchlagen,
Grüße der Ergebenheit und Liebe an den König und die
Königin gerichtet werden. Um vier Uhr begaben ſich die
Senatoren zur Beglückwünſchung ins Quirinal.
Nachmittags begaben ſich die Deputierten vom
Monte Citorio aus im feierlichen Zuge nach dem
Quirinal, an der Spitze der Kammerpräſident, ſowie
der Miniſterpräſident Giolitti mit den Miniſtern und
Unterſtaatsſekretären. Unter den Abgeordneten bemerkte
man auch die Sozialiſten Biſſolati, Bonamini und Babrini,
ſowie den Republikaner Bellaqua. Die Miniſter und
De=
putierten betraten gemeinſam mit den Senatoren, die
gleich=
falls erſchienen waren, den Thronſaal des Quirinal. Die
Präſidenten des Senats und der Kammer beglückwünſchten
den König und die Königin. Beide gingen darauf
durch den Saal und ſchüttelten einem jeden die Hand.
Darauf bildeten ſich Gruppen, mit denen ſich das
Königs=
paar kurz unterhielt. Ihre einzige Sorge war das Befinden
des Majors Lang, über deſſen Beſſerung ſie ſehr erfreut
waren. Der König erzählte, er habe das Attentat erſt
be=
merkt, als er den Major Lang fallen ſah, die Königin
da=
gegen äußerte, ſie habe die ganze Tat beobachtet. Als ſie
d’Alba ſich dem König nähern und auf den König ſchießen
ſah, habe ſie ſich ſofort auf ihren Gemahl geworfen, um ihn
mit ihrem Körper zu decken. Glücklicherweiſe, fügte ſie
hin=
zu. war dies überflüſſig. Der Sozialiſt Cabrini ſaate zum
König: Majeſtät, haben einen ſchönen Beweis von Mut
ge=
liefert. Der König erwiderte lächelnd: es handelt ſich nicht
um einen Beweis von Mut, da der Wagen geſchloſſen war.
Der Sozialiſt Biſſolati entgegnete darauf: Aber man ſieht
auch den Mut nachher und ich glaube, mich darauf zu
ver=
ſtehen.
Der König und die Königin drückten ihre tiefe
Dankbarkeit für die Kundgebungen der Deputierten
und Senatoren, ſowie der römiſchen Bevölkerung aus. Sie
hätten noch nie eine ſo große Volksmenge geſehen. Beim
Verlaſſen des Saales brachten die Deputierten und
Sena=
toren ein dreifaches Hoch auf den König und die Köniain
aus. Dem Empfang wohnten auch in Rom anweſende De=
putierte, etwa 300, bei. Große Volksmaſſen füllten den
Platz vor dem Quirinal und gaben ihrer Freude über die
Errettung, des Königspaares in immer neuen lebhaften
Kundgebungen Ausdruck. Der König und die Königin
muß=
ten ſich zweimal auf dem Balkon zeigen, jedesmal von
ſtürmiſchen Huldigungen begrüßt.
Letzte Nachrichten.
* Rom 15. März. Die Norddeutſche
Allge=
meine Zeitung ſchreibt: Der frevelhafte Anſchlag auf
das Leben des um ſein Land hochverdienten Monarchen
muß in der ganzen geſitteten Welt tiefen Abſcheu
hervor=
rufen. Dem mit dem italieniſchen Krigshauſe
verbun=
denen italieniſchen Volk bringen wir herzlichſte Glückwünſche
zur Errettung des geliebten Königs aus ſchwerer Gefahr
dar. Die Empfindungen, mit denen die Kunde von der
Untat und ihrem Mißlingen überall aufgenommen worden
iſt, werden die Sympathie für die Perſon des mutigen und
pflichttreuen Herrſchers noch erhöhen und ſeine Stellung
noch befeſtigen, die dem König Viktor Emanuel die Herzen
ſeiner Italiener und die Hochſchätzung ſeiner Zeitgenoſſen
erworben hat.
Der Reichskanzler begab ſich, der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung zufolge, heute nachmittag zum
ita=
lieniſchen Botſchafter, um ihm wegen des
An=
ſchlags auf das italieniſche Königspaar ſeine Entrüſtung
und wärmſte Teilnahme auszuſprechen.
* Rom, 14. März. In einer Note der Agenzia
Ste=
fani wird erklärt, daß alle Nachrichten, die von den
Zei=
tungen über das Verhör d’Albas veröffentlicht
wer=
den, nicht glaubwürdig ſind, weil die Unterſuchung, die
übrigens ſchnell fortſchreitet, dem Geſetze gemäß geheim iſt.
* Rom, 15. März. d’ Alba wurde vergangene Nacht
aus dem Polizeigewahrſam in das
Unterſuchungsgefäng=
nis gebracht. Bei ſeiner Einlieferung erklärte er dem
Direktor unter Tränen, daß er ſeine Tat bereue. Er
ver=
weigerte jede Nahrungsaufnahme. — Der verwundete
Major Lang hat die Nacht gut verbracht.
Luftfahrt.
Die Wirkſamkeit der Luftſchiffein Tripolis.
* Mailand, 14. März. Vom Kriegsſchauplatz
kommen ausführliche Berichte über die Fahrt der beiden
militäriſchen Luftſchiffe „P. 2” und „P. 3‟, aus denen
hervorgeht, daß die Wirkung der lenkbaren Luftſchiffe,
was Erkundungen und namentlich was die Schädigung
des Feindes durch ausgeworfene Bomben anbetrifft, die
der Aeroplane noch weit überrifft. Die letzte Fahrt der
beiden Luftſchiffe ging vorgeſtern nach Zavia, einer Oaſe,
14 Kilometer öſtlich von Tripolis und 26 Kilometer öſtlich
von Zanzur an der Küſte auf dem Wege nach Zuara. Das
Türkenlager wurde wenige Kilometer hinter Zanzur
ge=
ſichtet. Die Feinde verſcheuchten das Luftſchiff mit
hef=
tigem Gewehrfeuer, doch blieb dieſes wirkungslos, da die
Luftſchiffe in einer Höhe von 1200 Metern ſchwebten.
Das Luftſchiff „P. 2” ſah auf ſeinem Wege eine nach
Aguzia ziehende Karawane und ließ mehrere Bomben
fallen, deren Erfolg furchtbar war, indem drei Kamele
und eine Anzahl Treiber niedergeworfen wurden und die
Karawane einem Wurm gleich in mehrere Teile
zerſchnit=
ten wurde. Bei Zavia entdeckte das Luftſchiff eine Anzahl
von Laufgräben, die die Türken zum Schutz gegen eine
etwaige Landung der Italiener errichtet haben. Das
Luftſchiff ließ einige Bomben fallen, worauf die Beſatzung
der Laufgräben in verzweifelte Verwirrung geriet und
un=
ter den Palmen und in der hohen Vegetation Schutz
ſuchte. Dann warf das Luftſchiff noch zwei Bomben auf
das eigentliche Dorf Zavia, aus deſſen Häuſer und Gärten
Schüſſe gefallen waren. Von den beiden Bomben traf die
eine ein Haus, während die andre auf einen belebten
Platz fiel, wo eine furchtbare Wirkung unter der
ver=
ſammelten Menge eingetreten zu ſein ſcheint, da das Volk
wie ein Schwarm aufgeſcheuchter Vögel auseinander ſtob.
Auf dem Heimwege trafen die Luftſchiffe eine andere
Karawane. Die Luftſchiffer ſollen angeblich beobachtet
haben, wie die Bomben auf die auf Kamele geladenen
Kiſten ſchlugen, ſodaß deren Inhalt herausfiel. (F. Ztg.).
* Berlin, 15. März. Ein neuer Todesſturz,
dem einer der beſten deutſchen Flieger zum Opfer fiel,
er=
eignete ſich auf dem Flugplatz Teltow heute mittag. Der
bekannte Wrightflieger Guſtav Witte ſtürzte infolge
noch nicht aufgeklärter Urſache aus einer Höhe von etwa
100 Meter ab und war ſofort tot. Witte war im Jahre
1879 geboren und beſaß das Pilotenzeugnis ſeit dem 22.
Auguſt 1911. Er hatte ſich ſelbſt als Flieger ausgebildet.
* Frankfurt 15. März. Die heutige
Morgen=
ausfahrt des Luftſchiffs, Viktoria Luiſe” wurde, da
in der Frühe Nebel herrſchte, erſt um 10 Uhr angetreten
An Bord befanden ſich u. a. Regierungsrat Mahrenholz,
zwei öſterreichiſche Marineingenieure und zwei Hauptleute
des öſterreichiſchen Luftſchifferkorps, die von ihrem
Kom=
mando zum Studium des Zeppelinſchen Luftſchiffſyſtems
hierher entſandt wurden. Die öſterreichiſche Regierung
hat die Abſicht, ihrem Luftgeſchwader auch einen Zeppelin
zuzuführen. Die Fahrt ging zunächſt mainabwärts, bis
über Koſtheim hinaus, dann wurde Kehrt gemacht,
Frank=
furt überflogen und nach Nordweſten geſteuert, nach Ober=
urſel, Homburg und Kirdorf. Die Rückreiſe führte über
Eſchersheim und dem Niddagrund entlang zum Rebſtock.
Unterwegs wurden Geſchwindigkeitsmeſſungen
vorgenommen, die ſehr zufriedenſtellend ausfielen. Die
Meſſungen ergaben etwa 72 Kilometer in der Stunde.
Um 12 Uhr war die „Viktoria Luiſe” wieder in der Halle.
Heute nachmittag ſoll um 3 Uhr noch ein Aufſtieg folgen.
sr. Der Kaiſerliche Aero=Klub hielt in ſeinen
Klubräumen am Nollendorfplatz in Berlin ſeine
dies=
jährige Geenſerallverſammlung ab. Rittmeiſter
von Frankenberg erſtattete den Jahresbericht und
teilte mit, daß dieMitgliederzahl zur Zeit 565 beträgt,
da=
von 68 lebenslängliche, 269 ordentliche, 218
außerordent=
liche und 12 Damen=Mitglieder. Mit Klubballonen
wur=
den im abgelaufenen Jahre von Bitterfeld und
Schmar=
gendorf aus 59 Fahrten ausgeführt. An
einer von Bitterfeld aus veranſtalteten Zielfahrt des
Klubs beteiligten ſich 17 Ballone. Bezüglich der
Tätig=
leit des Kaiſerlichen Aero=Klubs im neuen Geſchäftsjahre
wurde hervorgehoben, daß der Klub im Verein mit dem
Kaiſerlichen Automobil=Klub und Verein Deutſcher
Motor=
fahrzeuginduſtriellen in der Zeit vom 3. bis 14. April die
allgemeine Luftfahrzeugausſtellung in
den Ausſtellungshallen am Zoologiſchen Garten in Berlin
veranſtaltet. Ferner liegt die Leitung des
Motorenwett=
bewerbs gemeinſam in den Händen des Kaiſerlichen Aero=
Klubs und der beiden vorgenannten Vereinigungen. Des
weiteren veranſtaltet der Kaiſerliche Aero=Klub gemeinſam
mit dem Kaiſerlichen Automobil=Klub und dem Berliner
Verein für Luftſchiffahrt den diesjährigen Rundflug
um Barlin. Die Gründung eines Deutſchen
Freiwilligen Fl ieger=Korps ſoll in die Wege
geleitet werden.
Rudolf Presber=Abend.
Unter den modernen Dichtern iſt Rudolf Presber
einer der beliebteſten; das bedarf keiner Verſicherung mehr.
Und daß er in Darmſtadt eine beſonders große Gemeinde
treuer Freunde und Verehrer zählt, bewies der
außer=
gewöhnlich ſtarke Beſuch ſeines Vortragsabends, der geſtern
durch Vermittelung der Freien literariſch=
künſt=
leriſchen Geſellſchaft im Mathildenhöhſaale
ſtatt=
fand und allen — der Geſellſchaft, dem Publikum und dem
Dichter — einen vollen Erfolg brachte.
Rudolf Presber iſt ein moderner Dichter. Mit allen
Vorzügen und — Fehlern eines ſolchen. Er ſchöpft aus
dem Leben und gibt den Lebenden, denn er iſt ein Kenner
des Lebens und auch wohl einer, der’s zu meiſtern verſteht.
Kein Dramatiker, kein Tragiker. Und doch weiß er zu
packen durch den Ernſt ſeiner Lyrik, weil er in jedes Hörers
Seele etwas anklingen läßt, das wie eine tiefe Wahrheit,
längſt unbewußt und von irgend einem Erlebnis her
hineingetragen, tief im Innern geſchlummert. Vielleicht
iſt es die tiefe Wahrheit, die bis zur äußerſten Konſequenz
ſchreitet, kein Endreſultat ſcheut, die uns ergreift, trotz des
Verſchmähens äußerer techniſcher Mittel. Schlicht und ernſt
kommt dieſe Wahrheit und ſie ſchmerzt manchmal, weil’s
ſcheint, als — blicke man ſelbſt in den vorgehaltenen
Spie=
gel der Seele. Leben und Wahrheit iſt ſeine Dichtung.
Er iſt kein Humoriſt in des Wortes eigentlicher Deutung.
Selbſt im Scherz gibt er leiſe, ernſte Anklänge. Immer
aber Leben, immer Wahrheit und oft — Satire.
Er iſt ein Kind ſeiner Zeit, unſerer Zeit mit all
ihren großen, unendlichen Errungenſchaften und all ihrem
Stolz und ihrem Selbſtbewußtſein. Auch darin ein
noderner Dichter. Er iſt nicht eigentlich der gemütvolle
deutſche Denker, und auch nicht der „unter Tränen lachende‟
Humoriſt, wie wir ſo gerne den deutſchen Humor nennen,
wenn wir ihn recht bezeichnen wollen. Vielleicht weil er
das Leben zu gut kennt, fließt hin und wieder ein klein
wenig Härte in ſeinen Ernſt und Schärfe in ſeinen Humor.
Doch kann er herzhaft und kernig ſein, und ernſt, wenn auch
nicht zu Tränen, ſtimmen und lachen machen. Darum iſt
er ein wahrer Dichter, den man liebhaben muß, eben um
ſeiner Wahrheit willen.
Nun haben wir aus ſeinem eigenen Munde all die
ſchönen, in trauten Stunden oft gekoſteten Perlen ſeiner
Poeſie gehört, haben ihn kennen gelernt, der ſchon ſo oft
uns etwas zu ſagen hatte. Offen geſtanden, ein guter
In=
terpret ſeiner Dichtkunſt war er kaum. Mancher berufene
Rezitator hätte vielleicht pointenreicher ſein können. Er
hat kein Vortragsorgan. Doch vielleicht wollen ſeine
Ge=
dichte keine Vortrags kunſt, eben um ihrer Wahrheit willen.
Denn keines verfehlte die Wirkung. — Rudolf Presber las
etwa ein Viertelhundert Gedichte. Zunächſt ernſt, dann
heiter, ſchön geordnet. Vielleicht wäre eine bunte Folge
noch empfehlenswerter geweſen. Wenn wir einiges
be=
ſonders hervorheben wollen, mag’s wegen ſeiner tiefen
Lebensweisheit ſein: „So ſoll’s kommen” dann „Haſt Du
noch die alten Briefe” und „Troſt der Frau Lehmann”
Schließlich noch das prächtige „Menzel im Himmel” womit.
aber eine Kritik der anderen Gedichte nicht gegeben ſein ſoll.
Den Schluß bildete die Humoreske in Verſen „Mein
Pa=
tient”. — Das Publikum bereitete dem Dichter lebhafte
Ovationen,
St.
Sport.
* Fußballſport. Am Sonntag, 17. März,
nach=
nitags 3 Uhr, wird auf dem Olympia=Sporplatz ein
hochintereſſantes Fußballwettſpiel zum Austrag gebracht
werden. Der Fußballklub „Haſſia”=Mainz ſteht mit
ſoiner zweiten Mannſchaft mit gleicher Punktzahl wie
der Darmſtädter Sportklub an erſter Stelle in
der Tabelle der Meiſterſchaftsſpiele im Mittelrheingau.
Um den Meiſter zu ermitteln, hat nunmehr ein
Entſchei=
dungsſpiel ſtattzufinden, das vom Verbande
Süddeut=
ſcher Fußballvereine für den nächſten Sonntag feſtgeſetzt
worden iſt. Das Spiel muß bis zur Entſcheidung
durch=
geführt werden und auf einem neutralen Platze zum
Austrag kommen. Beide Mannſchaften, die ſich durch ihre
beiderſeits gleich aute Spielweiſe dieſelbe Punktzahl in
den ſeitherigen Meiſterſchaftsſpieſen errungen haben,
werden ſicherlich ein hochintereſſantes Spiel liefern.
sr. Das internationale Schachturnier
in San Sebaſtian ergab bei Erledigung der
Hänge=
partien eine ſenſationelle Niederlagſe
Spiell=
manns durch den Münchener Meiſter Dr. Tarraſch,
während dieſer aber wiederum von Rubinſtein geſchlagen
wurde. Die drei weiteren Parteien Niemzowitſch=Perlis,
Teichmann=Leonhard und Marſhall=Schlechter ergab
remis. Spielmann behauptet trotz ſeiner Niederlage
noch die ſichere Führung mit 10½ Punkten vor
Niemzowitſch und Rubinſtein mit je 9, Perlis und
Tar=
raſch mit je 8½, Duras mit 7½. Marſhal mit 7, Schlechter
mit 6, Teichmann mit 5½ und Leonhard mit 4½ Punkten.
Die Revolution in China.
* Peking, 14. März. Juanſchikai hat ſich
gezwungen geſehen, mit einer aus etwa 10000 Mann
beſtehenden Truppenmacht, die kaiſertreu geblieben
iſt und den abgeſetzten Kaiſer wieder zur Regierung
bringen will, zu unterhandeln. Nach einer Meldung vom
12. März aus Peking marſchieren dieſe Soldaten auf
die chineſiſche Hauptſtadt zu und man hat ihnen bereits
Sendboten entgegengeſchickt, um ihren Vormarſch zu
ver=
hindern.
* Paris, 14. März. Zur Feier der
Prokla=
mierung der chineſiſchen Republik fand
heute unter dem Vorſitz des Vertreters Chinas,
Utſon=
lien ein Bankett ſtatt, dem u. a. der Deputiorte Painlevé,
der Akademiker Anatol France und der frühere
Mini=
ſterpräſident Monis beiwohnten.
* Petersburg, 14. März. Wie die Petersburger
Telegraphen=Agentur aus Paris meldet, iſt an die
ruſ=
ſiſchen Bankiers die Aufforderung zur Beteiligung
an den Vorſchüſſen gerichtet worden, die von Seiten des
engliſch=franzöſiſch=deutſch=
amerikani=
ſchen Konſortiums der interimiſtiſchen
chineſiſchen Regierung geleiſtet worden. Die
ruſſiſche Regierung willigt in eine Teilnahme unter der
Bedingung ein, daß letztere als eine von den
gemein=
ſamen chineſiſchen Anleihen unabhängige Operation
be=
trachtet werde und daß die Mächte ſofort miteinander
in Unterhandlungen über die Realiſationsbedingungen
dieſer Anleihe treten. Die ruſſiſche Regierung ſchlägt
vor, daß vor Abſchluß der erwähnten Unterhandlungen
Vorſchüſſe an China nur auf Grund eines
Uebereinkom=
mens der intereſſierten Mächte erteilt werden ſolle.
Darmſtadt, 16. März.
* Schwurgericht. In der Verhandlung gegen Schmidt
wurde nach viertägiger Verhandlung geſtern nachmittag
um 4 Uhr die Beweisaufnahme beendet. Nach einer
kleinen Pauſe verlas der Vorſitzende die Schuldfragen. Die
Plädoyers des Staatsanwalts und des Verteidigers,
ſowie die Rechtsbelehrung nahmen volle vier Stunden in
Anſpruch, ſodaß ſich die Geſchworenen erſt gegen 8 Uhr zur
Beratung zurückziehen konnten. Sie bejahten ſämtliche
Schilldfragen nach Betrug, Betrugsverſuchs,
Urkunden=
fälſchung und Meineids und verneinten die Fragen
nach mildernden Umſtänden in allen Fällen. Der
Staats=
anwalt plädierte dahin, dem Angeklagten den Betrug
als das ſchwerſte Delikt anzurechnen und beantragte eine
Zuchthausſtrafe von 8 Jahren. Das Gericht erkannte auf
6 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre
Ehrenrechtsver=
luſt, ſowie dauernde Eidesunfähigkeit. Die
Unterſuchungs=
haft wurde dem Angeklagten nicht angerechnet, weil er
hartnäckig bis zum Schluß geleugnet hat.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 15. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: In der Beſprechung, die der
Reichskanzler geſtern mit den leitenden
Staatsmännern der Bundesſtaaten gehabt
hat, wurde einſtimmig das grundſätzliche
Ein=
verſtändnis mit den Wehrvorlagen ausgeſprochen
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Zummer 65.
und die Rotwpendigkleit ihrer baldigen Durchführung
an=
erkannt. Ferner beſtand Einmütigkeit darüber, daß die
geltenden Grundſätze für die Finanzgebarung des Reiches
aufrecht zu erhalten ſeien und daß daher die Deckung
der neuen Koſten auch neue Einnahmen erfordert.
End=
lich war man allerſeits einig darin, daß neue Steuern
auf Verbrauch und Verkehr nicht vorgelegt werden. Die
danach ſich ergebende Möglichkeit wurde eingehend
durch=
geſprochen und ein Plan einſtimmig gutgeheißen, der
auf Grund der bereits vorbereiteten Unterlagen nunmehr
ſeine endgültige Geſtalt erhalten kann.
* Berlin, 15. März. Der Anwalt der Prinzeſſin
Luiſe von Belgien erſucht um Verbreitung
folgen=
der Berichtigung: Die Nachricht, die Schweſter der
Prin=
zeſſin Luiſe, die Gräfin Lonyay, ſtellte beim
Seinetribu=
nal den Entmündigungsantrag, iſt völlig aus der Luft
gegriffen, da nach eingezogenen Erkundigungen kein
ſol=
cher Antrag eingelaufen und auch die franzöſiſchen
Ge=
richte zur Verhängung der Kuratel über eine Ausländerin
wie die Prinzeſſin es iſt, zweifellos nicht zuſtändig ſind.
Ebenſo wenig erklärte ſich die Prinzeſſin bereit, freiwillig
unter Kuratel zu gehen.
* Heidelberg, 15. März. Heute vormittag wurde im
Walde zwiſchen dem Königſtuhl und der Molkenkur ein
etwa 30jähriger Mann und ein 16jähriges Mädchen,
beide mit ſchweren Schußverletzungen,
aufgefunden. Sie wurden ins Krankenhaus
über=
geführt. Es ſoll ſich um ein Liebespaar aus
Ludwigs=
hafen handeln.
— Dresden, 15. März. Die Leitung des
Hanſa=
bundes hat Dr. Streſemann aufgefordert, die
Nachfolge Knoblochs anzutreten. Streſemann behielt ſich
die Entſcheidung vor.
— Paris, 15. März. Auf dem Wege von Amſterdam
nach Paris wurde einem Diamantenhändler im
Expreßzug ein Käſtchen mit Juwelen im Werte von
125000 Francs geſtohlen.
Verkaufs-
stellen durch
dieses Plakat
kenntlich.
(6419a)
Fabrik ant:
August Jacobi
Darmstadt.
S 5.
Aller Damen Freund u. verſchwiegen
bei der Anwendung, weil dezent parfümiert, iſt „
Fauſt=
ring” Lanolinſeife von C. Naumann, Offenbach a. Main.
Beſte Toiletteſeife, beſte Familienſeife, beſte Kinderſeife.
Paket 3 Stück 95 Pfg. Einzelſtück 20 Pfg. (4028M
blieb Nau=
Vom Aufſchlag verſchont manns
„Fauſtring‟ Lanolinſeife, denn ſie koſtet nach wie vor nur
95 Pfg. das Puket à 5 Stück und 20 Pfg. das
Einzel=
ſtück bei unvermindert hervorragender Qualität. (4027M
Oeeeehs
Jean Weſp, Aufſeher.
Onsnsnstagagsgasse
ir die mir anläßlich meiner 50jährigen
V Dienſtzeit bei dem ſtädtiſchen Gaswerk
zuteil gewordenen Gratulationen und
Ge=
ſchenke ſpreche ich auf dieſem Wege, da es mir
nicht möglich iſt jedem einzeln zu danken,
meinen innigſten Dank aus.
(*6691
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die nordweſtliche Depreſſion iſt weiter in
ſüdöſt=
licher Rich ung vorgedrungen und zieht jetzt uns ganz
in ihren Bereich. Wir haben deshalb zunächſt Zunahme
der Niederſchläge zu erwarten. Mit dem Vorüberziehen
der Zyllone wird unſer Wind nach Nordweſt drehen
und ſo Sinken der Temperatur veranlaſſen.
Ausſichten für Samstag, den 16. März 1912:
Trüb, Regenfälle, mild, ſpäter Nachlaſſen der
Nieder=
ſchläge, kälter.
Anſtatt Lebertran!
Warum quälen Sie ſich denn mit dem
gewöhnlichen Lebertran? Greifen Sie
doch zu Scotts Emulſion, die nicht nur
angenehm ſchmeckt, ſondern dank ihrer
Zuſammenſetzung aus nur allerbeſten
Rohſtoffen raſcher und ſicherer eine
dauernde Kräftigung des ganzen Körpers
verbeifuhrt.
Nur echt mit
dieſer Marke —
dem Fiſcher —
demKennzeichen
des Scottſchen
Scolis Emulſion verſahrens.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft,
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalſlaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorich). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0 prima Glyzerin
50.0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2,0,
pulv. Tragant 3,0, feinſter arab. Gummi pulv. 2,0, Waſſer 129,0. Alkohol
110. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl
je 2 Tropfen.
E. Uehmmut-Häuch
obere Wilhelminenstr. 10
empfehlen in reichhaltigster Auswahl
zu billigsten Preisen:
Borden, Fransen, Kordeln u. S. W.
für Möbel, Vorhänge, Kissen und
Decken, Altgold-Borden u.-Spitzen,
Reinleinene Vorhangs-Zugkordel,
créme, weiß und farbig,
Messing-Portieren- Stangen und
Zubehörteile.
Kleider- und Möbelposamenten jeder Art
werden schnell und billigst in eigenen Werkstätten
angefertigt.
(5744a
über Vermögens=, Fami=
Auskunſfe ten= u.
Geſchäftsverhält=
niſſe, Beobachtungen.
Ermittelungen bei Eheſcheidungs= u.
Alimentenpro=
zeſſen! Solide Preiſe! Zahlreiche Empfehlungen.
G. m.
Fr. Detektiv-Zentrale b. u. Salzhaus6
Frankfurt a. M.
Tel. I 4359. (6416
Todes-Anzeige.
Heute mittag 1 Uhr entſchlief plötzlich nach
langem Leiden unſer treubeſorgter Vater,
Bru=
der, Großvater, Onkel und Schwiegervater
Christian Böttinger
Rentner
was wir hiermit teilnehmenden Verwandten
und Freunden geziemend zur Kenntnis bringen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Mainz, New=York.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. M.,
nachmittags 5 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofs aus, ſtatt.
(6488
Todes-Anzeige.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht,
Freunden, Bekannten und Verwandten die
ſchmerzliche Mitteilung zu machen, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, unſeren
treu=
beſorgten Vater, Großvater, Bruder u. Onkel
Christoph Hofmann
Bäckermeiſter
nach kurzem Krankenlager heute morgen 10½ Uhr
aus dieſem Leben abzurufen.
(6429
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Fleckenstein,
Familie Kaffenberger.
Roßdorf, den 14. März 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag,
nachmit=
tags 3 Uhr, ſtatt.
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme, die zahlreichen
Blumenſpenden und die ſo überaus liebevollen
und tröſtenden Worte des Herrn Pfarrer Vogel
bei dem Hinſcheiden meines lieben Mannes
Theodor Soeder
ſage ich meinen tiefgefühlteſten Dank. (6400
Die trauernde Witwe:
Dina Soeder.
Darmſtadt, 15. März 1912.
Tageskalender.
Samstag, 16. März.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abonnement):
„Alt=Heidelberg‟.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Liederabend der Darmſtädter Geſangvereine 1912 um
8¼ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Dekorierungsfeſt des Odenwaldklubs um 8½ Uhr
im Saalbau.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. — Reſtaurant „Metropol‟
um ½8 Uhr. — Chauſſeehaus um 7 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph, Rheinſtraße 2.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Sonntag, 17. März.
Großh. Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. B): „Cavalleria
Ruſticana” hierauf „Der Bajazzo”.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11¼ Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Aufführung des Odenwälder Volksſtücks „'s Milkerſch
Lif’l vunn Mich’lboch” um 8 Uhr in der Turnhalle
(Heidelbergerſtraße).
Familienabend des Evangeliſchen Bundes um 8 Uhr
im Saalbau.
Bibelſtunden von Prediger Schrenk um 4 u. 8½ Uhr
Mühlſtraße 24.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr, — Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant „Metropol” u. Chauſſeehaus
um 4 und 8 Uhr, — Britannia=Hotel um ½ 8 Uhr.
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins nach
Höchſt (Abmarſch um 8 Uhr vom Böllenfalltor).
Ausflug des Vogelsberger Höhenklubs nach Auerbach
(Abfahrt um 8.59 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Rheinſtraße 2.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23,
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 18. März.
Dünger=Verſteigerung um 8 Uhr in der Artillerie=
Kaſerne (Regiment Nr. 61).
Faſeleber=Verſteigerung um 11½ Uhr im
Rat=
haus zu Pfungſtadt.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Gay=
doulſchen Wirtſchaft zu Hahn.
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr in der
„Weſtendhalle” zu Langen.
Nutzholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Schaaf=
heimer Gemeindewald (Zuſammenkunft auf der Straße
Schaafheim-Schlierbach beim Diſtrikt Wachholder).
Ausſtelung von Büchern z. im Rathaus (geöfinet
von 4—7 Uhr),
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Mitteilung.)
Heute mittag entschlief unerwartet im Alter von 38 Jahren an
Herz-
schwäche meine liebe Frau, unsere treubesorgte Mutter, Tochter, Schwester,
Schwägerin und Tante
(6461
Lina Rechel, geb. Spiess.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Zahnarzt Adolf Rechel und Kinder,
Philipp Spiess sen. und Familie.
Stuttgart, Darmstadt, den 13. März 1912.
Die Beerdigung findet Samstag, den 16. März, nachmittags um 3½ Uhr, in Darmstadt
von der Friedhofskapelle aus, statt; Einsegnung ½ Stunde vorher daselbst.
Für Blumenspenden und Kondolenzbesuche wird höflichst gedankt.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. Mürz 1912.
Sckte 24
Gede Faſten Rohrentot
Kervorragend preiswert.
Neue farbige Jaletots
moderne solide Stoffe engl. Art und blaue Kammgarnstoffe, ca. 110 bis
S1210 2
130 cm lang, in vielen Ausführungen . . . . . . . . . . . . .
Neue schwarze Jaletots
nur erprobt gute Tuch-Stoffe, gefüttert, speziell auch für starke Figuren,
24 32 5% 40
tadellose Schnitte . . . . . . . . . . . „ . . . . „ „ , „ ,
Neue Jacken-Kleider
aus märine Kammgarn- und Stoffen engl. Art, erstklassige Verarbeitung,
T. 2 30 30
mit neuen Garnierungen . . . . . . . . . . . . . . . . . „
Neue Kostüm-Röcke
aus Stolfen englischer Art und marine und schwarz Kammgarn, mit
C P
Knopf-Garnitur und modernen neuen Schnitten . . . . . . . . . .
Neue
Früßjafirs-Woltblusen und Wott-Mousselineblusen
in hellen und dunklen, einfarbigen und gestreiften Stoffen, neueste Macharten, halsfrei und hochgeschlossen.
4.75 5.90
3.75
2.95
6.75 8.75
Kinder- und
Mädchen-
Konfekkion
in grösster Auswahl.
Fiſche Sbeomilber
Landbutter
per Pfund Mk. 1.40
empfiehlt
M. Greib
Schulſtraße 9. (6487
KuFhaus
Neu eröffnet!
Friſche Siedeier
empfiehlt 10 Stück von 58 Pf. an
Jacob Breitwieser
Eierhandlung (*6771
Große Ochſengaſſe 5.
geſucht.
Ein
gebr. Lichtpansapparat Offert.
unter § 63 an die Exped. (*6641
Sitz- und Lieg=
Kinder- wagen bill. zu verk.
Waldſtr. 25, 3. St. links. (*6654
min wenig gebrauchter Kinder=
&wagen zu verkaufen. (*6649so
Liebigſtraße 45, Manſarde.
Achtung!
Samstag trifft auf dem Markt=
Alatz eine gr. Send. Blumenkohl
ein, das St. z. 15, 20, 25 Pf. gegenüb.
dem Schillereck. Fr. Döderlein. (*6633
Schurmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen per
(67a
ſofort, billig und gut=
Darmstadt
Ludwigstr. 2 Ecke Kirchstrasse.
Bekanntmachung!
Staunend billig!
Staunend biliig!
Grosse Posten
Strümpfe und Socken
für
Herren, Damen und Kinder
werden unter Einkaufs- und zu Einkaufspreisen verkauft.
R. Alischuler!
f
Darmstagt
Elisabethen-
strasse 7
Besichtigen Sie meine
Ausstellung
in
Damen- und
Kinderküten.
(6436
Sehr ſchöner
Pariser Kopfsalat
Miſtbeet u. Freiland, billigſt bei
*6782so) L. Stilling Ww., Hochſtr. 4.
Waſchmaſchine, 1 ovaler Tiſch,
T1 Tiſch, 97 cm lang, 1 Kinderw.,
1 kl. Schränkchen, 1 Adler=Herren=
Rad, verſch. Evonymus, e. Anzahl
Käfige abzug.8 Beckſtr. 64, I. (*6736
Schöne Vogelhecke, 8teil., ſowie
mehr. Einſatzkäfige bill. abzug.
Soderſtr. 16, Friſeurgeſchäft. (*6723
billig zu verkaufen
Papagel
Kranichſteiner=
ſtraße 5, 3. Stock.
(*6686
aller Art u. Koſtüme GGehrock=, Frack=, Smoking=
An=
fert. Ernſt=Ludwigſtr. 22, III. (4107a Rheinſtraße 5, 2. Stock. (4957a
Kleider werd. gut u. bill. ange= züge, Zylinder, zu verleihen
Guterhaltener Kinderwagen
billig zu verkaufen
*6751)
Erbacherſtr. 17, II.
Indische Laufenten=
Bruteier
zu 15 Pfg. per Stück abzug. (6140ds
Breitwieser, Kaisermühle,
Eberſtadt.
11 Mon. alt, brann=
Jagdhund, get., von vorzügl.
Eltern ſtammend, preiswert zu
verkaufen
(*65591s
Grüner Weg 19, 1. Stock.
Dobermann
Hündin, 3 Monate alt, ſehr ſchön,
kuviert, 10 Mark mit Stammbaum.
Off. u. § 67 an die Exp. (6401so
mit Stamm=
1 Wolfshündin baum zu verl.
Rückertſtraße 1. (6493
Deutſche Schäferhunde
(Wolfshunde), junge, f.
Abſtam=
mung, z. verk. Wiener,
Sensfelder=
weg, nächſt Nordbahnhof. (*6720
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
(6496
.H. hse
Bei bevorst. Umzügen
empf. mich in Kellerräumungen.
Rich. Friedrich, Rundeturm=
(6387a
ſtraße 15, 2. St.
werden v. 5 Mk. an übernommen
L. Hausners Möbeltransportgeschäft,
Rundeturmſtr. 1. (*6758 Parkettböden
werd. gerein. Dieburgerſtr. 4. (5073a Bett bill. zu kauf. geſ. Par us=
(*6788
ſtraße 5, Manſ. Laen Uner ecdt. 1
Technikum
Mittweida
Direktor: Professor Holzt.
Höhere technische Lehranstaft
für Elektro- u. Maschinentechnik,
Sonderabteilungen für Ingenieure,
Techniker u. Werkmeister.
Elektrot. u. Masch.-Laborstorien.
Lehrfabrik-Werketätten.
Höchste bisherige Jahresfrequenz:
3610 Besucher. Programm etc.
kostenlos.
Saharen a (*6612
Maturum
Wer würde ſtrebſ. Herrn i. Abendſtd.
erfolgr. zur Maturitätsprüfung für
Externe vorbereiten? Off. m. Zeit=
u. Honorarang. u. § 48 a. d. Exp. Englischen Unterricht
erteilt Miss Kathleen Mackimm,
B821) Annastrasse 30, II. Haushaltungsschule u
des Frauenvereins Mannheim
L. 3. 1. Protektorat J. K. H.
der Großherzogin Luiſe. Großer
ſchattiger Garten, jährlich 2 Kurſe
von je 5 Mon. in all. Haushaltungs=
zweigen, ferner 4 Kochkurſe von
je 3 Monaten, einfache und feine
Küche, ſtaatl. geprüfte Lehrerinnen.
Internat u. Externat. Prospekt. (21581 Mathematik d. alad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. . B820 Mkadem. nimmt höh. Schül. i. gut.
Penſ. Sorgf. Erziehg., Aufſ. u.
Nachh. b. Schulaufg. Erfolg gar.
Mtl. 75 M. Anfr. u. M52 Exp. (B178 Einſ., Fähnr.,
Institut Bolt2 Prim., Abitur.
Imenau i. Thür. Prosp. frei. (5630H) u. Nachbilfe in
Unterricht allen Schulfächern
erteilt Lehrerin. Sprach naustausch.
5545a) Riedlingerſtraße 20. cherche
Jeune allemande dgecasion
à parler francais. Off. sous § 40
(*6609
à Uexp. du journal. Anfängerin, ſucht Teil=
Damé, nehmerin an ongl. Unter=
richt. Honorar ſehr mäßig. Off.
unter I 4 an die Exp. (*6780 Frautein erteilt gründl. Klavier,
Harmonium=Unterricht bis zur
Ausbildung. Auch wird Klavier=
egleitung bei Geſangſtudien über=
nommen. Eliſabeth Hartmann,
Hoffmannſtr. 8, I.
(*6635 Am In= u. Ausland dipl. Sprach=
lehrerin erteilt Unterricht in
(*6724
d. franz. u. ital. Spr.
Kranichſteinerſtraße 49, I. Donſervatoriſch gebud. Dame
erteilt Anfängern und Vorge=
ſchritt. gründl. Klavierunterric t u.
Theorie. Off. u. N 68 Exp. (B5162 2 bis 3 Damen oder Herren
können noch an einem privaten,
3—4 Monate dauernden (*6370ms
Handelskursus
teilnehmen. I. Simon, ſtaatl. gepr.
Handelslehr., Wendelſtadtſtr. 31, II. Fräul. d. Weiß=
zeugnäh. gründ=
Oo kanl lich erlernen?
Off. u. § 41 a. d. Exv. (*6608 Fräul. ert.
gründlichen Zi herunterricht
Näh. Grafenſtr. 16, 2. St. (*6610sm Konserva=
Keiorinstorium se
Hoffmannstr. 5½
Klavier, Violine. Kein
Klassenunterricht. Gut-
achten. Prospekt kostenlos.
Aufnahme täglich. (6013a
Sonntags 10—12 (bis Ostern)
E Iänt rune unserer Merhaat.
Aeltestes Spezialgeschäft der
Ludwigstr. 3
DA.R
Ludwigstr. 3.
(6490
Grosse Auswahl
Mogennut- Aüsstelurig in Strohhüten, Toques, Strohborden,
Blumen, Laub, Straußfedern, Pleu-
Eingang sämtlicher Neuheiten
reusen, Flügel etc.
zeigt ergebenst an
(6465 Modistinnen erhalten den weitgehendsten Rabatt.
Ludwigsplatz 2
Mitglied des Rabattt-
Spar-Vereins
Keilte
Sämtlic Neue
Borden
che Zutate Neue
n zur Scl Neue Neue
Kähte Slten Mrtie
hneiderei billigst.
solange noch Vorrat reicht, zu jedem annehmbaren Preise.
HEINRICH ELBERT, Hoflieferent, Ges. m. b.
20, 24, 29, 32, 36, 42, 45, 46 bis 72 Mk.
18, 22, 24, 28, 30, 35, 38, 44 bis 65 Mk.
in schwarz oder dunkelblau
z einreihig oder zweireihig:
12, 15, 16, 18, 20 bis 45 Mk.
5, 7.75, 8.50, 9.75, 11.50 bis 28 Mk.
Meine Konfektion repräsentiert das Vollendetste
auf diesem Gebiete, sowohl Verarbeitung wie
Preiswürdigkeit sind unerreicht.
Bedienung ist fachmännisch;
jeder Kunde wird zufriedengestellt.
Auswahlsendungen bereitwilligst!
Rabattmarken.
Telephon 806.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 3l.
Samstag. 16. Mirz.
1912.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnung vom 6. Mai 1917, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verfäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1912
von heute ab bis 31. März 1912 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten.
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Anträge, die nach dem 1. April 1912 geſtellt werden, können keine
Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten:
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Nadfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres. beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19 . .
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, ie nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
wer=
den muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplate zu erſehen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrolierung der Abgabe nicht angehalten werden
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Jahrrades, innerhalb desfelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal. und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
März für das daraufolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bet dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
läng=
ſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplate und zieht die bisher geführte Nummerplate
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht:
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 21s Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
I in den Fälln der Iiſer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſehzten Dientbehörde
da=
hingehend, daß das Jahrrad ü ber wiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheinig=
ung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern. das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämiern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Per=
ſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vargeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graßhenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 58, 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchriſten des Artikeis 31. Abſ. 2 bis 4 ſinden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines ſoder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beauſſichtigung, ſo haſtet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derſenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu briugen.
Darmſtadt, den 21. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4719a
Provinzialtag.
Mittwoch, den 27. März d. J., vormittags 10½ Uhr, tritt im Rathausſaal
zu Darmſtadt (Marktplatz 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu einer
öffentlichen Verſammlung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzialausſchuſſes und der
Provinzial=Pflegeanſtalt vom Jahr 1910 Ri.
2. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflege=
anſtaltskaſſe für 1910 Rf.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflegeanſtalt für 1912 Ri.
4. Neuwahl der bürgerlichen Mitglieder der Ober=Erſatz=Kommiſſion für
den II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade auf drei Jahre ron 1912 bis
einſchließlich 1914. Wegen Ablebens bezw. wegen abgelaufener Dienſtzeit
ſind ausgeſchieden: Bürgermeiſter Müller von Roßdorf als Mitglied und
Bürgermeiſter Lang von Pfungſtadt als Erſatzmann.
5. Neuwahl des Vorſtandes der Genoſſenſchaftskaſſe für Kommunal=
Forſt=
warte für die Rechnungsjahre 1911—1915 einſchließlich; hier Erſatzwahl
für den verſtorbenen Stellvertreter, Bürgermeiſter Müller von Roßdorf
für den Reſt der Wahlperiode.
(5864
Darmſtadt, den 4. März 1912.
Der Vorſitzende des Provinzialtags:
Fey.
Bekanntmachung.
Das nachſtehende Verzeichnis bringen wir mit dem Anfügen zur Kenntnis,
Ihrem Gemeinde=Einnehmer entſprechende Ausgabe=Dekretur zu erteilen.
Darmſtadt, den 8. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(6380
Zuſammenſtellung
des Erſatzes wegen der Holzſamen=Lieferungen aus der fiskaliſchen Samenklenganſtalt
Gammelsbach für die Kommunalwaldungen im Wirtſchaftsjahr 1911,
Rechnungs=
jahr 1914.
Weymouths=
Namen
Fichten 1 Kiefern
Kiefern
Geld=
betrag
der à 3 Mk. à 11 Mk. 1à 12 Mk.
der
Gemeinde ꝛc. Oberförſterei
alcſchl
Beſſungen
Roßdorf
33)—
Darmſtadt
Darmſtadt
24-
60—
Dornberg
Griesheim
12
70—
Eberſtadt
Eberſtadt
24— 241—
Nieder=Beerbach
61—
Pfungſtadt
36)-
36)—
Groß=Gerau
Weiterſtadt
33,
0,5
40150
Meſſel
Meſſel
31—
Mörfelden
Erzhauſen
33)-
Gräfenhauſen
25-
Nieder=Ramſtadt Ober=Ramſtadt
Ober=Ramſtadt
11
Summa ſ8ö) 2910 o
3urſo
8,51 102-
Amtsverkündigungsblatt Großherz
Nummer 31.
Bekanntmachung.
Nachſtehende Polizeiverordnung vom 26. Auguſt 1910 wird wiederholt
ver=
öffentlicht. Genaue Beachtung derſelben wird dringend empfohlen.
Darmſtadt, den 7. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung
vom 26. Auguſt 1910.
Auf Grund des Art. 78 der Kreis= und Provinzialordnung wird unter
Zu=
ſtimmung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung des Großherzoglichen
Mini=
ſteriums des Innern vom 23. Auguſt 1910 zu Nr. M. d. J. II 3715 für den Kreis
Darmſtadt folgendes verordnet:
§ 1. Der Zuzug fremdländiſcher Arbeiter, ihrer Frauen, Kinder und etwaigen
ſonſtigen Begleiter iſt vr der Ankunft unter Angabe ihrer Zahl der
Ortspolizei=
behörde des Beſchäftigungsortes von dem Arbeitgeber oder ſeinem Stellvertreter ſchriftlich
anzuzeigen. War die Anzeige vor der Ankunft nicht möglich, ſo iſt ſie ſofort bei dem
Eintreffen der obengenannten Perſonen an ihrem Beſtimmungsort, ſpäteſtens aber
binnen 24 Stunden darnach der Ortspolizeibehörde zu erſtatten. Die Anzeige ſoll
Namen und Heimatſtaat der Zugezogenen enthalten.
Die Ortspolizeibehörde iſt zur ſofortigen Mitteilung an das Großh.
Kreis=
geſundheitsamt verpflichtet. Bei Krankheitsverdacht hat die Mitteilung telephoniſch
oder telegraphiſch zu geſchehen.
§ 2. Die Zugezogenen ſind verpflichtet, auf Ladung der Ortspolizeibehörde zur
Unterſuchung durch den Großh. Kreisarzt zu erſcheinen. Säumige werden polizeilich
vorgeführt. Der Arbeitgeber oder ſein Stellvertreter hat die für das Erſcheinen im
Unterſuchungstermin erforderliche Zeit zu gewähren.
Diejenigen Perſonen, die ſich über eine in den letzten zehn Jahren
vorausge=
gangene erfolgreiche Impfung oder über eine überſtandene Blatternerkrankung niht
ausweiſen können, werden im Unterſuchungstermin geimpft. Der Unterſuchungstermin
ſoll in der Regel am Beſchäftigungsorte ſtattfinden, wenn nicht unverhältnismäßige
Koſten hierdurch entſtehen. Wer ſich der Impfung entzieht, oder ſich weigert, die
Impfung vornehmen zu laſſen, hat die ſofortige Ausweiſung aus dem Großherzogtum
zu gewärtigen.
In dem Termin werden die Zugezogenen gleichzeitig auf das Vorhandenſein der
ägyptiſchen Augenkrankheit hin unterſucht und die notwendigen Maßnahmen getroffen.
§ 3. Jeder Geimpfte muß in einem zweiten Termin dem Großh. Kreisarzt zur
Nachſchau vorgeſtellt werden, falls ein ſolcher beſtimmt wird. Die Vorſchrift des § 2
Abſ. 1 Satz 3 findet entſprechende Anwendung.
§ 4. In dem in § 2 erwähnten Unterſuchungstermin ſoll eine Namensliſte unter
Angabe der Geburtstage oder wenigſtens des ungefähren Alters der vorgeführten
Perſonen von dem Arbeitgeber oder deſſen Stellvertreter dem Großh. Kreisarzt
vor=
gelegt werden.
§ 5. Die Koſten der Unterſuchung und Impfung werden auf die Polizeikaſſe
übernommen.
§ 6. Die nach Art. 89 des Polizeiſtrafgeſetzes vorgeſchriebenen Anmeldungen,
ſowie die nach anderen Beſtimmungen beſtehenden Verpflichtungen zur Anzeige des
Arbeitsantritts bleiben unberührt.
§ 7. Arbeitgeber oder deren Stellvertreter, welche die in §§ 1—3 dieſer
Ver=
ordnung angeordneten Aufſichtsmaßregeln verletzen, werden, ſofern nicht eine
Be=
ſtrafung aus § 327 des Reichsſtrafgeſetzbuchs zu erfolgen hat, mit Geldſtrafe von
1—30 Mark beſtraft.
§ 8. Die vorſtehenden Vorſchriften treten mit dem Tage ihrer Veröffentlichung
im Amtsderkündigungsblatt in Kraft. Mit dem gleichen Tage iſt die Polizeiverordnung
vom 9. Juni 1908, betreffend das Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremd=
5699ss
ländiſchen Arbeitern, aufhehoben.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 18., 19., 22.,
25., 26., 29. März 1912 von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends von Truppenteilen
des XVIII. Armee=Korps Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schie platz beſ
Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtliche
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
im Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während desSchießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. Sept. 1909, Kreisamt Offenbach a. M., 20. Sept. 1909.)
Iſt das Schießen früher beendet, ſo werden die Gemeinden Meſſel und Offenthal
von Aufhebung der Abſperung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.
(4911a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir eine Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungsplatz bei Darmſtadt für die Zeit vom 19. bis 21. März 1912 zur
öffentlichen Kenntnis. Die Abſperrungsgrenze, ſowie die Dauer der Abſperrung ſind
in der Zuſammenſtellung enthalten.
(6326si
Darmſtadt, den 12. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Zuſammenſtellung
der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt für die Zeit vom 19. bis
21 März 1910
Dauer der 1 Die Abſperrung
Tag
Truppenteil
Datum
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
580
19. 3. Dienstag
Bis zum Land=
Infanterie
20. 3. 1 Mittwoch
graben
21. 3. Donnerstag
100 V. 550 N.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzer hirſchlederner Damenhandſchuh. 1 kleiner
Geldbetrag (in Papier eingewickelt). 1 Fahrradnummerplatte mit der
Nr. 7362. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Goldverzierung u. einigen
Pfennigen Inhalt. 1 ſilberne Buſennadel mit 2 hellen Steinchen.
1 Schiefertafel, Leſebuch und Griffelkaſten. 1 Werkzeugſack mit Zange,
Hammer und Schraubenzieher. 1 Doppelſchlüſſel. 1 neues braunes
Zigarettenetui. 1 Paket alte Damenkleider. 3 Paar weiße
Damen=
hoſen. 1 ſilbernes Kettenarmband.
(6374
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Bernhardiner. 1 Dachshund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(6385
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 17. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkauſspreiſe der Sleiſch. u. WVurſtwarent. d. Haupt. u. Keſtdenrſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563
per ½ kg
Ochſenfleiſch
90 Pfg.
Rindfleiſch
84
Kalbfleiſch
90 „
Hammelfleiſch
90 „
Bruſt
60 „
Schweinefleiſch
,80 „
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 90
Speck, geräuchert
. 110 „
per ½ kg
Dörrfleiſch
. 100 Pfg.
Schinken m. Bein . . . 110 „
Rollſchinken
. 130 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . 80 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 80 „
Leber= u. Blutwurſt . . 64
Verſteigerungs=Anzeige.
Auf freiwilligen Antrag verſteigere ich Montag, den 18. März
1912, vormittags 10 Uhr, in Griesheim b. D., Schafgaſſe Nr. 5
2 mittelſchwere Zuapferde
öffentlich, meiſtbietend gegen Barzahlung.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
(6316
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Faſeleber=Vergebung.
Montag, den 18. März 1912, vorm. 11½ Uhr
wird auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt ein zur Zucht untauglich
gewordener, gut gemäſteter, ſchwerer Faſeleber auf dem
Sub=
miſſionswege vergeben. Bedingungen liegen vom 12. d. Mts. an bei
der unterzeichneten Behörde zur Einſicht offen.
(6157I
Pfungſtadt, am 11. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Mittwoch, den 20., Donnerstag, den 21. und
Freitag, den 22. März I. J.,
werden im Spachbrücker Gemeindewald, Diſtrikt Mark, verſteigert:
Scheiter rm: 22 Buchen, 3 Eiche I. Klaſſe, 5 Eiche II. Klaſſe,
48 Birke, 269 Kiefern;
Knüppel rm: 109 Buchen und Hainbuchen, 25 Eiche, 19 Birke,
97 Fichte, 1 Eſche und 5 Erle;
Wellen Stück: 250 Buchen, 50 Eichen, 27 Kiefern, 100 Fichten;
Stöcke rm: 10 Buchen, 7 Eichen, 88 Kiefer, 1 Erle;
3 Lärchen=Stämme 0,62 fm, 707 Fichten=Derbſtangen 64,07 fm.
Die Stangen eignen ſich zu Gerüſtſtangen bis zu 18m Länge.
Die Zuſammenkunft iſt bei Gaſtwirt Schneider an der
Bahnſtation Meſſel.
Anfang der Verſteigerung jeden Tag um 10 Uhr vormittags
auf der neuen Kreisſtraße an der Klein=Zimmerer Grenzſchneiſe.
Das Stamm=, Stangen und Eichen=Scheitholz I. Klaſſe kommt
am 1. Tage zur Verſteigerung.
Spachbrücken, am 14. März 1912.
(6320
Großh. Bürgermeiſterei Spachbrücken.
Illert.
n unſer Handels=Regiſter, Ab=
J teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 5. März 1912.
Aenderung hinſichtlich der
Firma:
Café „Ernſt Ludwig”
Ju=
lius Gahrenfeld,
Darm=
ſtadt.
Geſchäft ſamt Firma iſt auf
Cafetier Alfred Schmitz in
Darm=
ſtadt übergegangen.
Die Firma iſt geändert in:
Café „Ernſt Ludwig”
Al=
fred Schmitz.
Am 8. März 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Carl Till Nachfolger,
Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft iſt
mit Wirkung vom 20. Auguſt 1911
aufgelöſt. Geſchäft ſamt Firma
ſind auf den ſeitherigen
Geſell=
ſchafter Moritz Hachenburger,
Kauf=
mann in Darmſtadt, als
Einzel=
kaufmann übergegangen.
Am 13. März 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Meiſter & Weißheimer,
Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft iſt
mit Wirkung vom 28. Februar
1912 aufgelöſt. Geſchäft ſamt Firma
ſind auf den ſeitherigen
Geſell=
ſchafter Johannes Weißheimer,
Kaufmann in Darmſtadt, als
Ein=
zelkaufmann übergegangen. (6376
Darmſtadt, 13. März 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Am Montag, den 18. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger
Weg die Matratzenſtreu aus einem
Batterieſtall öffentlich und
meiſt=
bietend verſteigert. (6053mdfs
Darmſtadt, im März 1912.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Freitag, den 22. März 1912,
10 Uhr vormittags,
wird auf dem Hofe der Artillerie=
Kaſerne, Heidelbergerſtraße 47, die
Matratzenſtreu der reitenden
Bat=
terie meiſtbietend verkauft. (6322
II. Abteilung
Feld=Artillerie=Regt. Nr. 25.
Dünger=Verſteigerung.
Dienstag, den 19. März ds.
Js., vormittags 11 Uhr, im
ſtädtiſchen Schlachthofe,
Frank=
furterſtraße Nr. 69. (6418so
Tannenklötzchen
zum Anfeuern (158a
kurz geſchnitten und gehackt
Brennholz, buchen und eichen
von Mk. 1.20 per Ztr. empfiehlt
Brennholz=Dampfſchneiderei
Martin Jahn,
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.
Säuberung der Bäume, Sträucher=
Hecken von Raupenneſtern er.
Zufolge Verfügung Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt
vom 2. Januar d. Js. bringen wir die nachſtehende
Polizeiverord=
nung mit dem Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß die
Viſitationen durch das Feldſchutzperſonal, zu welchen ſich die
Grund=
eigentümer und Pächter einfinden wollen, am 18. ds. Mts. beginnen
und zu den folgenden Terminen in den hierbei angegebenen
Ge=
markungsteilen ſtattfinden werden:
1. Im Oberfeld am 18. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Erbacher Straße
bis zu den drei Brunnen rechts, ſodann in den in der
Mühl=
ſtraße, der Soder= und Darmſtraße, der Nieder=Ramſtädter
Straße und der Kiesſtraße bis zur ſeitherigen Beſſunger Grenze
liegenden Gärten und Baumſtücken.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in dem zwiſchen der Erbacher
Straße und der Dieburger Straße bis zum Wald liegenden
Gemarkungsteile.
2. Im Heinheimerfeld am 19. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in den Baumſtücken und den
Gärten zwiſchen Dieburger und Kranichſteiner Straße bis zur
Faſaneriemauer.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in den Baumſtücken und Gärten
zwiſchen der Kranichſteiner und Frankfurter Straße.
3. Im Löcher= und Niederfeld am 20. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Frankfurter Straße
links liegenden Gärten ꝛc., ſodann in denjenigen vor den
ſo=
genannten Main=, Rhein= und Neckartoren bis zur
Arheilger=
reſp. ſeitherigen Beſſunger Grenze.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in den Hausgärten.
4. Im ſeitherigen Beſſunger Feld, und zwar:
a) Am 21. März ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
ſüdlich der Heinrichſtraße und öſtlich der Martinsſtraße, ſowie
des Martinspfads belegenen Gärten und Baumſtücken.
b) Am 22. März d. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
zwiſchen Martinspfad, Martinsſtraße, Heinrichsſtraße und
Heidelberger Straße belegenen Gärten und Baumſtücken.
c) Am 23. März d. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
weſtlich der Heide berger Straße belegenen Gärten und
Baum=
ſtücken in der Gemarkung Beſſungen.
Die Beteiligten, die ſich bis zu den angeführten Zeiten der
frag=
lichen Arbeiten nicht unterzogen haben, werden auf Grund des § 3
nachſtehender Polizeiverordnung beſtraft die nötige Säuberung der
Bäume und Entfernung der Aeſte und Zweige, ſowie das
Ausſchnei=
den der Miſteln wird auf ihre Koſten vorgenommen.
Darmſtadt, den 1. März 1912.
(5697ss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jäger.
Polizeiverordnung.
Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von
Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 und 37 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom
13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und
Pro=
vinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 und des § 368 Nr. 2 des
Reichs=
ſtrafgeſetzbuches wird mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und
mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern
vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1335 für den Kreis
Darm=
ſtadt nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich
bis ſpäteſtens 15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche
Bäume, Sträuche und Hecken von Raupenneſtern zu ſäubern und alle
mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in geeigneter Weiſe
zu entfernen und zu vernichten.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
alljährlich bis ſpäteſtens 15. März die auf den Bäumen wachſenden,
denſelben ſchädlichen Miſteln auszuſchneiden.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 und § 2 getroffenen
Anordnungen werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des
Reichsſtraf=
geſetzbuchs, bezw. des Artikels 37 des Feldſtrafgeſetzbuchs mit
Geld=
ſtrafe bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen
beſtraft.
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und
Ent=
fernung der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſteln
auf Koſten der Säumigen verfügt.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Nummer 05.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 13.
Familien-
Nähmaschinen
sind die vollkommensten!
Man kaufe nur in unseren Läden (6365a
— oder durch deren Agenten.
Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges.
Darmstadt, Ernst-Ludwigstr. 18.
Eine Broſchüre mit Anleitung zum Stopfen von Wäsche
wird gratis an Jedermann abgegeben.
Aml. Aprill9 l2fälligeConpons
löse bereits heute ohne Abzug ein. (5412a
Hermann Wertheim, Bankgeschäft,
Filiale Darmstadt, Rheinstr. 33.
Mainzer Fruhjahrspferdemarkt lehe
Der Frühjahrspferdemarkt findet am
Donnerstag, den 21. März 1912
im ſtädtiſchen Viehhofe ſtatt. Marktprogramm und
Prämiierungs=
plan ſowie weitere Auskünfte ſind durch die Schlacht= und Viehhof=
Verwaltung Mainz erhältlich. Züchter und Händler, die gleichzeitig
mit Klauenvieh handeln, dürfen den Markt mit Pferden nicht beſchicken.
Mainz, im März 1912.
(Fr5728
Die ſtädtiſche Pferdemarktkommiſſion.
Berndt.
Nutzholz-Verſteigerung.
Montag, den 18. März, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt
Wachholder, verſteigert:
412 Fichten=Stämme — 95,59 fm
779
=Derbſtangen — 59,20
Zuſammenkunft auf der Kreisſtraße Schaafheim=Schlierbach,
am Diſtritt Wachholder.
Ferner Dienstag, 19. März, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Diſtrikt Eichwaldsheeg, Thomasborn und
Langenbuche verſteigert:
5 Buchen=Stämme
— 3,75 fm
20 Eichen=Stämme
6,19
65 Buchen=Derbſtangen — 3,48
44 Eichen=
2,96
601 Fichten=
— 25,81
136
Reisſtangen — 1,18
6 Lärchen=Derbſtangen — 2,75
105 Fichten=Stämme — 20,81
4,4 rm Eichen=Nutzknüppel.
Zuſammenkunft am Zimmerplatz.
Schaafheim, am 11. März 1912.
(6027ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hanck.
Hoeben gelangte zur Ausgabe:
März=Heft 1912.
der
Heſſiſchen ehronik
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl
Inhalt: Dr. C. Knetſch: Ein Gang über die alten Marburger
Fried=
höfe. Mit Abbildungen. Schluß. — Dr. Hermann Bräuning=Oktavio:
Wo iſt Goethes „Götz von Berlichingen” gedruckt? Mit einer Tafel.
Schluß. — Hofrat Dr. Arthur Kleinſchmidt: Einiges aus meinen
Familiennachrichten. — Karl Wehrhan: Volkskundliches über Glocken,
beſonders über Glockeninſchriften. — Kleinere Mitteilungen: Grundſteine
zu einer Stammtafel der heſſiſch=thüringiſchen Familie Limpert.—
Bücherſchau. — Aus Zeitſchriften. — Umfragen. — Nachrichten.
Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte:
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.
Man abonniert bei dem Verlag der „Heſſiſchen Chronik”
(L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt) und allen
Buchhandlungen.
(6211fso
wenen,
Hessen-Rad ſehr bill.
Grafenſtraße 26.
(4431a
Sohrmaſchine für Schtaſe d.
Schmiede billig zu verkaufen
B6447)
Orangerie=Allee 7.
un
E2
um
12
Strapazier-Anzüge
x
und Rnaben
Schüler
Bei allen unseren Schüler- und Knaben-Anzügen ist auf
grösste Strapazierfähigkeit der Stoffe und auf gediegene.
dauerhafte Näharbeit der grösste Wert gelegt
Geschäfts-Prinzip:
Verkauf nur gegen bar zu den auf jedem
Stück vermerkten „festen Preisen‟. Kein Rabatt
kein Skonto,
Unser Prinzip ist:
„Gleiche Preise — für alle Kunden.
Taaan!
Enndsnsgenen
Danberder &lortz
Zeil 112
Zeil 112
(neben der Hauptpost) Frankfurt a. M. (neben der Hauptpost)
— Erste und zweite Etage (Fahrstuhl).
(1stas
un
[ ← ][ ][ → ]eeeeeeedengnerenereereten
Darm- u. Gewürz-Import, Metzgerei-Maschinen, Gerätschaften u. Ladeneinrichtungen
von
Strauss & Dernburg (seither Dieburg-Hessen)
Geschäfts-Verlegung.
Unseren geehrten Geschäftsfreunden und Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, dass wir unser seit 26 Jahren
bestehendes Geschäft mit heutigem Tags zach
DARMSTADT — Mathildenplatz 2 (Eingano Gartenstrasse) Telephon Nr. 2572
verlegt haben. Wir bitten, uns das seither geschenkte Vertrauen auch fernerhin entgegenzubringen, und werden wir bestrebt
sein, unsere werte Kundschaft auch weiterhin prompt, gut und billig zu bedienen.
Mit vorzüglicher Hochachtung.
Strauss & Dernburg.
6328)
IEmasalang
Großh. Realgymnaſtum zu Darmſtadt.
Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Montag, den
18. März, vormittags 9—12 und nachmittags 3—5 Uhr, im
Schulgebände (Eingang Kirchſtraße 22) entgegengenommen.
Geburtsſchein, Impfſchein, Entlaſſungszeugnis der früheren
Schule ſind vorzulegen.
Die Aufnahmeprüfungen finden Montag, den 15. April,
(5830a
vormittags von 9 Uhr ab. ſtatt.
Der Unterricht beginnt Dienstag, den 16. April ds. Js.,
vormittags 9 Uhr.
Die Großherzogliche Direktion:
Münch, Geh. Schulrat.
Mitlericr und Eleongrenſhnlte zu Darmſahdt,
Anmeldungen zum Eintritt in die IX. bis I. Klaſſe werden
Montag, den 25. März, von 3 bis 5 Uhr,
in den betr. Schulgebäuden entgegengenommen.
Das letzte Schulzeugnis, der Geburts= und Impfſchein ſind
(5668fs
vorzulegen.
Großh. Direktionen der Viktoria= u. Eleonorenſchule.
Dr. Lueius.
Dr. Otto.
Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum
Ein=
jährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
(B5564
viele für andere Klaſſen.
Allee Rochschule
Der nächſte Kochkurſus beginnt am 10. April.
Anmeldungen werden täglich in der Alice=Kochſchule
entgegen genommen.
(*6659
Töiſſenſchaftliches
und Haushaltungspenſionat
für In- und Ausländerinnen
Heidelbergerstrasse 43. —
Gediegene, wiſſenſchaftliche Ausbildung. Franzöſin im Hauſe,
praktiſche u. Kunſthandarbeit. Kochen v. Haushaltungslehrerin.
Muſik=
u. Malunterricht. Relig. chriſtl. Erziehung. Gewiſſenh. Verpflegung,
geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater, Konzerten, Vorträgen
u. Kunſtſammlungen. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a.
Empfehlungen durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem
wiſſen=
ſchaftlichen, Handarbeits= u. Kochunterricht können auch externe
Schülerinnen teilnehmen. Proſpekte und nähere Auskunft täglich
von 11—12 und 4—5 Uhr durch die Vorſteherin
(*5915sss
Frl. Clementine Dupré, staatl. gepr. Oberlehrerin.
Lehr-insttat von Ginru Epert
Hoffmannſtraße 8, II.
Stenographie (Gabelsb. Geſamtk.) 6 Mk.
Stenographie und Maſchinenſchreiben monatlich 12 Mk.
Maſchinenſchreiben allein monatlich 6 Mk.
Täglich Uebung für Fortgeſchrittene monatlich 4 Mk.
Sprachen und Muſik 1 Mk. aro Stunde.
(1940a
Auszeichnung u Se
Kaufm. Schnelischönschreiben Kgltaheit. Priz-
Raglse-Halern.
erteilt 19. März d. vorletzten Kurſus im kaufm. Schnell=
Schönſchreiben für Erwachſene ieden Alters. Keine
6 Vorauszahlung. Dauer des Unterrichts 10—12 Stunden
1.20 Mk. Selbſtunterricht 2 Mk. (5158so
Kalligraph.
Lehrer. Wohnung: Schuchardſtraße 14, 2. Stock.
Ich beſtätige Herrn Hofer gerne, daß meine Eltern, ſowie alle,
die meine Handſchrift früher kannten, geradezu erſtaunt waren, wie
ſehr ſich dieſelbe durch einen Kurſus bei Herrn Hofer gebeſſert hat.
Darmſtadt, im Februar 1910. Herm. Dönges, cand. dipl. ing.
Hessische Nandeis Eehranstatf
Fernsprecher 923
DARMSTADI
Rheinstrasse 6.
Gründliche, gewissenhafte Ausbildung in allen Handelsfächern durch
beste, langjährig bewährte Lehrkräfte.
Spezialität: Buchführung nach allen Systemen mit Abschluss, sowie Bank- und
Ge-
schäftsrechnen. — 2 Rechenmaschinen.
Maschinenschreiben nach allen eingeführten Systemen, besonders nach Tastsystem
zur Schonung der Nerven trotz erhöhter Leistungen in deutscher, lateinischer,
französischer, englischer und italienischer Sprache.
Das Sommersemester beginnt Dienstag, den 16. April.
Prospekte und Aufnahmebedingungen durch
(5546a
Wilhelm Siedersleben
Sprechstunden:
Montag bis Freitag
12—1 und 3—5 Uhr.
staatl. geprüfter Handelslehrer
und gerichtich beeidigter Bücherrevisor.
Städt. Handels-Hochschule Cöln
Das Vorleſungs=Verzeichnis für das Sommer=Semeſter 1912 iſt
er=
ſchienen und durch das Sekretariat, Claudiusſtraße 1, zu beziehen.
Die Vorleſungen und Uebungen beginnen am 18. April 1912.
Der Studiendirektor:
Professor Dr. Chr. Eckert.
5955H)
Städt. Schntzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5. (8591
Bekanntmachung.
Die geſtern und vorgeſtern
abge=
haltenen Holzverſteigerungen ſind
genehmigt. Vom 25. ds. Mts. an
können die Abfuhrſcheine bei den
Hebeſtellen in Empfang genommen
werden. An dem gleichen Tage
wird die Ueberweiſung des Holzes
durch den Großherzoglichen
Forſt=
wart Schimpf dahier (
Forſt=
meiſterſtraße 9) ſtattfinden
Darmſtadt, 15. März 1912.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann. (6466
Die Epilevtiſchen Anſtalt zu
Nieder=Ramſtadt bittet wie=
derum um getragene Kleider, altes
Weißzeug, Lappen, ſowie
Ge=
brauchsgegenſtände aller Art. Die
Sachen werden nach Beſtellung (
tele=
phoniſch Amt Darmſtadt Nr. 572
oder ſchriftlich in den Briefkaſten
Kiesſtraße 30, part.) jederzeit mit
herzlichem Dank im Hauſe abgeholt.
(6385a
Weimar, Pfarrer.
Nußſchalen=Extraft
à 80 Pfg., 1.40 z. Dunkeln der
Kopf= u. Varthaare, aus der kgl.
bayer. Hofparfümerie C. D.
Wun=
derlich in Nürnberg. Rein
vege=
tabiliſch, garantiert unſchädlich.
à 80 und
Dr. Orfials Dusbl, 140 Pfg.
z. Dunkeln d. Haare zugl. ein fein.
den Haarwuchs ſtärkendes Haaröl.
Wunderlich’s echt und ſofort
wirkendes Haarfärbemittel für
Schwarz, Braun u. Dunkelblond
2 Mk. 1.50 u. Mk. 2.75 bei (V1942
A. Walchner, Nachf.,
vorm. E. Scharmann, Hoflief.
Ecke Eliſabethen=u. Luiſenſtraße.
Ein gut erhaltener
(*6660
Konfirmandenanzug
billia abzugeben Friedrichstr. 9, pt.
Wer Ehrgeiz hat
und seine Stellung verbessern will, sucht sich durch den
Untorricht bei einem statl. gepräften Handelelehrer
fortzubilden, denn dieser vermag ihn nach pädagogischen
Grundsätzen in allen Handelsfächern zu vervollkommnen.
Er begnigt sich nicht damit, Maschinenschreiben und
Stenographie notdürftig nach der alten Methode zu lernen,
sondern sucht sich durch Schreiben nach dem
Tast-
system die Nerven zu erhalten und dabei dennoch
grössere Leistungen zu erzielen.
Neue Kurse in allen Handelsfächern beginnen in der
Hessischen Handelslehranstalt zu Darmstadt,
Rheinstrasse 6. am 16. April. Nähere Auskunft und
Prospekte durch Wilhelm Siedersleben, staatlich
geprüfter Handelslehrer und gerichtlich beeidigter
(5080a
Bücherrevisor.
Sradt. subv- unter
Btaats-
aufsicht stehende
Höhere
Handelsschule Landau (Pfalz).
r Schüler von 11—20 Jahren.
g zur kaufm. Ausbildung für junge
I. Handelsrealschule 1910/11. 26 Zinjährige.
I. Halhjähr. Handelskurse Leute von 16—30 Jahren.
Schul- und Penslonatsräume in imposanten Neubauten.
Gewissenhafte Beaufsichtigung; anerkannt gute Verpflegung.
Ausführliche Prospekte versendet Direktor A. Harr.
Neuaufnahme
16. April 1912.
(3105M
Zeugnis-Abschriften
Theaterstücke, Jahres- und Semesterberichte,
Protokolle, Einladungen, Programme vervielfältigt
ſchnellſtens, ſauber, ohne jeglichen Fettrand, unter ſtrengſter
Ein=
haltung der Lieferungszeit
Bäumer’s Spezialbureau
für maschinensehriftliche Arbeiten und Vervielfältigungen
Alexanderstr. 9. — Telephon 1339.
Inh.: Heinrich Geil.
(*6489ds
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. Marz 1912.
Seite 77
Herrenode!
In der heutigen schnell lebenden Zeit ist es vielen
Herren durch fast ununterbrochene, berufliche
Tätigkeit oft kaum noch möglich, für ihre
Garde-
robe die nötige Zeit und Sorgfalt zu verwenden.
Hier vermittelnd einzugreifen, hat sich mein
Spezialhaus mit moderner, guter Konfektion
zum Ziele gesteckt, Ich führe nicht, was man
so gewöhnlich mit Konfektion bezeichnet, sondern
nur gut verarbeitete Sachen, wie sie der heutige
hohe Stand der Technik und Intelligenz
hervor-
zubringen vermag.
Ich führe in 1OOfacher Auswahl:
1- und 2-reihig,
Herren-Anzuge, in 24 verschiedenen Grössen,
ℳ 20, 24, 28, 52, 36, 40 bis 75
1- und 2-reihig,
Junglings-Anzuge, in 16 verschied. Grössen,
ℳ 12, 15, 18, 21, 25, 28, 32 bis 48
Khaben-Anzüge in allen nur denkbaren Fagons,
ℳ 5, 6, 8, 10, I2, 15, 10, 21 bis 35
Sportanzüge, Konfirmandenanzüge, Ulster, Paletots
Orangen!
Ia Valencia-Orangen
10 Stück 28 Pfg.
10 Stück 35 Pfg.
10 Stück 45 Pfg.
10 Stück 65 Pfg.
Murcia-Blut-Orangen
10 Stück 75 Pfg.
10 Stück 95 Pfg.
Paterno-Blut-Orangen
10 Stück 75 Pfg.
10 Stück 110 Pfg.
10 Stück 130 Pfg.
Goldgelbe Hessina-Citronen
10 Stück von 45 Pfg. an
M. Reichard
Ecke Bleich= u. Caſinoſtraße.
Telef. 104. (6471sm
Saal= u. Spehſehatt
Norddeutſche Kaiſerkrone,
Früh=
roſe Woltmann, Ueberrheiner
Induſtrie, Up to Date, Haſſia,
Gelbe Eichelsheimer Frühe bei
Georg Klöppinger
Pfungſtadt, Eberſtädterſtraße 32.
Markttags auf dem
Schillerplatz in Darmſtadt. (8152a
Zaſt neuer Eisſchrank zu verk.
Hochſtraße 2, III. r. (*6632
Spezialhaus
Spanier
Henry
Ludwigstrasse
17
Besichtigung ohne Kaufzwang.
(6371)
Auswahlsendungen bereitwilligst.
EGroſe mereitinen
Bauernkäse
3 St. 35 Pfg. ſtets vorrätig bei
*6779so) L. Stilling Ww., Hochſtr. 4.
Bruteier!!
Gebe von meinen präm. rebhf.
Italienern Bruteierab. Stück 20 Pf.
Neue Ireneſtr. 66, 1. St. l. (*5669mdf
Brillanken, Platin,
Gold, Silber, ſowie
Käufe alte u. zerbroch.
Zahn=
gebiſſe zu höchſt. Preiſe. A. Kurtz,
Pädagogſtraße 2.
(4690a
(Phänomen), ſaſt neu=
Fahrrad neueſtes Modell,
Dop=
pel=Felgenbremſen, Freilauf,
ge=
koſtet 170 Mk., für 80 Mk. zu
ver=
kaufen Alexanderſtr. 3, part. (*6663
Wer dort ? (5493a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett. ſtets die böchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Erſtes Darmſtadter
Partiewarengeſch.
Täglich treffen Waren=
Sendun=
gen in großer Auswahl ein, als:
Herren= u. Knaben=Ueberzieher,
Herren= u. Knaben=Anzüge, ſow.
einzelne Hoſen, Sackröcke und
Weſten, ſowie Herren=, Damen=
und Kinderſchuhe und Leib= und
Bettwäſche aller Art, Kamiſols
und geſtrickte Weſten; ferner
Herren= und Kinder=Hüte und
Kappen zu außergewöhnl. billigen
Preiſen abzugeben bei (5678a
Jakob Friedel,
Obergasse 33 (Laden).
Kurſe vom 15. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,40
81,50
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
90,6)
3½. do. Conſols
81,30
3 do. do.
4 Bad, Staatsanleihe . . 99,90
93,20
do.
3½
84,00
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100, 10
93,20
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,70
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,70
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
89,40
do.
78,50
do.
81,40
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,40
95,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
1¾/ Griechen v. 1887 . . 55,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,80
4 do. Goldrente . . . 97,00
4 do, einheitl. Rente 89,40
3 Portug, unif. Serie I 64,90
3 do. unif. Ser. III 68,00
10,00
3 do. Spezial
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 95,00
92,60
4 do. v. 1905
4 Ruſſen p. 1880 . . . . 91,00
90,60
4 do. v. 1902 .
100,40
4½ do. v. 1905 .
77,80
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 84,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 92,00
4 do. Staatsreute . . . 90,10
In Proz.
Zf.
5 Argentinter
.100,50
88,90
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,75
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,90
do.
4½
95,40
4½ Japaner . . . .
95,20
5 Innere Mexikaner . . . 93,90
3
do.
60,00
4 Gold=Mexikaner v. 1904 88,40
5 Gold=Mexikaner . . . .
3 Buenos Aires Provinz 72,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 141,00
13 Nordd. Lloyd . . . . . 104,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,40
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,25
8 Baltimore und Ohio . 1035/
6 Schantungbahn . . . . 133.50
6½ Luxemb. Prince Henri 156,75
0 Leſt. Südbahn (Lomb.) 177
6 Pennſylvania R. R. . 118,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 496,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim : . . . . . . 258,00
27 Farbwerke Höchſt . . 550,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,90
8 Cement Heidelberg . . 159,00
32 Cyem. Werke Albert 442,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 288,00
4 Lahmeyer . . . . „ . 127,50
Letzte
Sehen
Dwid.
7 Schuchert, Nürnberg . 155,80
12 Siemens & Halske . 235,00
12 Bergmann Electr. . . 179,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 178, 10
25 Gummi Peter . . . . 144,25
0 Kunſtſeide Frankfurt 134,00
80 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 462,50
12 Maſchinenf. Badenia 196,80
16 Wittener Stahlröhren 217,50
8 Steana Romana Petr. 134,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 242,20
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 208,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 129,30
3 Südd. Immobilien . 71,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 186,30
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 224,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . .
181,50
10 Gelſenkirchener . . . . 197½
7 Harpener
193,80
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 250,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . .
. 86.00
4 Laurahütte . . . . . . 174,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 170,00
10
Weſteregeln 195,00
5 South Weſt Africa .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,10
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
3 do.
79,00
5 Oeſterr. Sudb. (Lomb.) 99,40
Men
Zf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
54,75
do.
20
77,60
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,30
88,40
4 Ruſſ. Südweſt . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 93,80
do.
4 Wladichawchas . . . . 90,50
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 78,50
92,50
do.
2¼0 Livorneſer . . . . . 70,50
3 Salonique=Monaſtir . 65,40
84,20
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,00
98,50
4 Miſſouri=Paciſic.
4 Northern=Pacific
95,40
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
88,40
Francisco . . .
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . 192,60
8½ Bergiſch=Märkiſche
. . 149,80
Bahn
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 171½
3½ Darmſtädter Bank . 124 60
12½ Deutſche Bank . . . 262,25
6 Deutſche Vereinsbank . 124,50
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,50
10 Diskonto=Kommandit 183,40
8½ Dresdener Bank . . 156,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,70
6½ Mitteld. Kreditbank 121,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 1247
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 138,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Banlverein . . . . 135,00
7½ Wiener Bankverein . 138,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 ₰. . 99,20
Zf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
. . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,10
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,75
do.
3½
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,90
3½
do.
90,10
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,60
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
. 100,75
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
90,10
S. 3—5 .
89,90
S. 9—11
90,00
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
3½
do.
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,70
3½ do. (unk. 1914) . . 89,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,4
do.
3½
90,30
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
3½ do.
4 Frankfurt
100,20
do.
3½
96,00
4 Gießen
99,40
31
do.
4 Heidelberg
99,6)
3½ do.
89,00
4 Karlsruhe
3½ do.
90,00
4 Magdeburg.
31
do.
4 Mainz .
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München
99,60
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg
98,8)
3½ do.
90,50
4 Offenbach
Bf.
Arden
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden .
99,70
3½ do.
89,25
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 135,90
3 Holl. Komm. . fl. 100 106,50
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,50
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,75
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger .
fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 199,00
Freiburger .
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
.Fs. 10
Meininger
ſl. 7 —
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 531,00
do. v. 1858fl. 100 453,00
Ungar. Staats . . fl. 100 369,80
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,47
20 Franks=Stücke . . . . 16,26
Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
Engliſche Noten . . . . . 20,47
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . 80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten . . . . 215,75
Schweizer Noten . . . . . 80,85.
Näh.
Reichsbank=Diskonto. . .6172ms
Reichsbank=Lombard Zsf.
2 Mnarkt 2
Ia!
Iiiisas
Iinn!
N-u
aufgenommen:
Konſirmanden-
50
Nleider chiee Fas
sons, elegante Ausführung . von 4 4 an
Schwarze
Kleiderstot
Schwarze Cheviots
solide Qualitäten
30—110 cm breit
. Meter
Schwarze Stoffe
in sich gestreift
und gemustert
Schwarze Serge
gute Qualitäten
Meter
0 190 920
5
1
2
90
. Meter 1 . *
70 920 940 080
2
180 920 960 950
2
190 940 970 920
Schwarz Satintuch
90 und 110 cm breit
2 2
Meter
90 950 O20
Schwarz Alpacca
für Kleider
60
2
Meter 2
110 cm breit
50 280
Schwarze Popeline
110 cm breit
Mt 6 5
70 920 000 050
Schwarz Grenadine
für Kleider und Blusen
20
Schwarze Mohair-
Meter
Crépes .
Schwarze
Konfektion
Schwarze Jackenkleider von
von
Schwarze kurze Jacken
Schwarze Paletots
geschweift, Tuch od. Rips v.
Schwarze Frauen-Paletots
losen Rücken . . . von
Schwarze Kostüm-Röcke von
Schwarze Wollblusen . von
Schwarze Seidenblusen . von
245a
2800
50
8an
19a
100
Z1an
5
Van
an
11a
0
Schwarze
Anterröcke
Schwarze Tuch-Unterröcke v.
Schwarze Moiré-Unterröcke v.
Schwarze Lüster-Unterröcke v.
Schwarze Seiden-Unterröcke v.
an
an
00
an
75
an
Regenschirme
Regenschirme
für Damen
Regenschirme
für Herren
Regenschirme
für Kinder
von
von
3
an
95
an
10
an
Schwarze
Seide
25
Mtr. 4
45
900
Schwarz Rautendelein .
Schwarz Taffet . . . . Mtr. 1
Schwarz Taffet, gute Qual., Mtr. 2
980
Schwarz Merveilleux . . Mtr. 2
00
Schwarz Taffet-Chiffon . Mtr 0
Schwarz Merveilleux, gute Qual.
40
Mtr. 0
Schwarze
Schürzen
Schwarze Damen-Hausschürzen
125
von Aan
20
Schwarze Zierschürzen
von ban
Schwarze Zierschürzen m. Träger 190
von 1an
200
Schwarze Blusenschürzen . von Gan
25
Schwarze Reformschürzen von Gan
00
Schwarze Rockschürzen . von 0ap
Schwarze
Strümpfe
15
Schwarze Damenstrümpfe, Paar v. Ian
110.
Schwarze Herrensocken, Paar v. san
Schwarze Kinderstrümpfe
Gr. 1
38,45,55,70,75,95 ₰
6415
Schwarzer Rockvolant, Ia Moire, in
schöner Ausführung . Meter von 155
Schwarze Rock-Volant
Lustre. . . .
Meter von
Schwarze Samtgummigürtel . von
75
45
an
an
Schwarze Anzugskoſfe
für Konfirmanden-Anzüge
80
Schwarz Cheviot . . Meter 3.40 u. 48
*80
Schwarz Kammgarnstoffe Meter von 7an
Schwarze Konfirmanden-Glacé-Hand-
. vos 1a
schuhe
Schwarze Glacé-Handschuhe
für Damen und Herren .
Uebergangs-Handschuhe
Trikot . . . . . . Pa
00
32a
[ ← ][ ][ → ]§8 6.
Samstag, 16. März.
1912.
U194
Auch in dieser Saison haben wir unserer Abteilung
wieder ganz besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen u. unterhalten in diesem Artikel ein reich sortiertes Lager.
Engl. Kostümstoffe, 130 cm breit, solideQualität für Jackenkleider und Kostümröcke.
Elegante Kostümstoffe. 130 cm breit,
schwere Qualität, in grauen u. braun Melang.
Noppenstoffe, 110—130 cm breit, Streifen Reinwollene Serge. 95—110 cm breit,
gut und vornchmes Tragon.
Reinwoll. Satintuche, hervorragende,
solide und preiswerte Qualitäten.
Popeline und Batiststoffe.
Reinwolle u. Halbseide, glatt u. gestreift. Blusenstoffe, Popeline mit eleg. Bordüren,
grose Neuhelt.
Blusenstoffe, aparte gestickte Seiden-
bordüre, hochmodern.
Blusenstoffe, reine Wolle, in modernen und Fantasiemuster, mit bunten Effekten.
Reinwollene Cheviots, 110—130 cm Grenadines, Voile, Eolienne.
Uni und gemustert, die grosse Mode,
in nur prima Qualitäten. Streifen.
Blusenstoffe, hochaparte Frühjahrs-Neu- Preit, solide Strapazier-Qualitäten. heiten in groser Auswahl. Elegante Unterröcke in Mofrs u. Molrette in vornehmer gediegener Ausführung.
Iecr
Schwarz-weiße Rabattmarken.
(5609a
Ludwigsstrasse 6
Schwarz-weiße Rabattmarken.
Fernsprecher 1074.
Täglich Eingang von Sommer-Neuheiten in Wollmousseline, Foulardine, Leinen, Pfümetis,
Wasch-
voile, Stickereistoffe usw.:: Waschunterröcke in Leinen und Waterstoff in modernen Streifen.
Ausverkauf!
Wegen Aufgabe meines Manufaktur-Schnittwarengeschäftes
werden folgende Artikel zu u. unter, Einkaufspreis verkauft:
Kleiderstoffe aller Art, Blusenstoffe, Hemden-
Hauelle, Bettzeuge, Leinen, Halbleinen,
Tisch-
zeuge, Servietten, Handtücher, Barchente,
Bettdrelle, Federleinen, Betttedern,
Vorhaug-
stoffe, Gardinen in grosser Auswahl und bandelt es
sich hierbei nur um gute u. allerbeste Qualität. Ferner:
Herren-Anzüge, Burschen-Anzüge, Knaben-
Anzüge, Joppen, Herren-Ueberzieher, Paletots
in allen Grössen, weit unter Preis.
L. Engelhard Nachf., Gr. Ochsengasse 27.
Brautleute
können nirgends besser und billiger kaufen wie im
Möbelhaus Heinrich Kunz
Arheilgen (Endstation der Strassenbahn)
Echt eich. Schlafzimmer
mit 140 cm breitem Spiegelschrank
Büfett
Echt eich. Esszimmer li0cm br.
400
Kredenzschrank, Ausziehtisch, 6
Leder-
stühle mit echt. Rindleder, 1 Diwan (Haar-
. zuz. 550 ₰
polster) .
ℳ
Echt eich. Herrenzimmer
Diplomat, Bücherschrank, Klapptisch,
Herrnsessel (Lederpolster), 2 Lederstühle 500 ℳ
pitch-pine, naturlasiert, Lino-
Küche, leumblätter, Küchenbüfstt, An-
150 ₰
richte, Tisch, 2 Stühle, Ablaufbrett
Franie Hiererung.
Welgehendste Garantie.
Bitte verlangen Sie Preisliste.
Großer, vorzunlich erhaltener
Bestaurationsherd, mehrere
Gas-
istres und Wirts-Beklamelaterne
(5602a
illig abzugeben
Lerch, Ernſt=Ludwigſtraße 1.—
Lilder=Leiſten
moderne Sachen, zu u. unt.
Einkaufs=
preiſen abzugeben Zaha,
*5856sss) Lanteſchisgerſtr. 44.
Reinige chem. zu Hause
m. Schwed’s chem.
Rei-
nigung. Teppiche, Felle,
Bett-Vorlagen, Plüsch-
Sofas, weisse Blusen,
Röcke, Kinder-
Kleid-
chen, Anzüge,
Hand-
schuhe, etc, etc.
Entfernt allen Schmutz und
jeden Flecken. Schädigt weder
Farbe noch Faſer. Für die
Linoleumreinigung gibt es
kein beſſeres Mittel. (5411a
Zu haben bei: Anton Fiſcher,
Frankfurterſtr. 12/14, B. F.
Grodhaus, Ernſt=
Ludwigs=
platz, V. Hebermehl,
Eliſa=
bethenſtr. 53, Friedr. Schäfer,
Ludwigsplatz 7, Chriſtian
Schwinn, Rheinſtr. 8, Ph.
Secker, Nachf.,
Ludwigshöh=
ſtraße 1, Jacob Streb,
Bis=
marckſtr. 26, Gebr. Bierheller,
Schuſtergaſſe 14, Adolf
Zach=
mann, Bleichſtraße 46.
Buchenſcheitholz!
kurz geſchnitten und geſpalten
(3386a
Ia trocken
per Ztr. Mk. 1,30, frei Keller
Karl Schimmer
Heinheimerſtr. 76. Telephon 212.
Umzüge!
für April=Quartal nehme noch an
und werden gefl. Aufträge
pünkt=
lich und gewiſſenhaft bei
billig=
ſter Berechnung ausgeführt.
Ueberlandtransporte nach
Ver=
einbarung, ohne nachträgl.
Preis=
aufſchlag. — Neue Wagen, ſaub.
Packmaterial.) (B2257
Möbeltransport
L. Eberhard
Sandbergstr. 49, Ecke Heidelbergerstr.
NB. Für Packkiſten und Säcke
serechne ich kriss Leihgehühr.
A. eastritius
Mühlstrasse 20/22
Telefon 546
Baumaterialien- u. Nutzholz-Handlung
Cement — Kalk
Tonröhren
Bimscementdielen
2125
Schwemmsteine
Dach- und Isolierpappen
Carbolineum
Falzziegel- Biberschwärze
Fußboden- und
1
Bretter — Dielen
Rahmen — Latten
Bauholz
Eichen — Kiefern
Deutsche, schwedische u.
amerik. Fußbodenriemen
Vellow Pine usw. usw.
Wandplatten.
(168a
Den Eingang sämtlicher
Neuheiten der Frühjahrs-Mode
zeigt ergebenst an
(4428a
Gottfr. Proeser, Damenschneidermstr.
Schulstrasse 8, I.
Telefon 1553
Gleichzeitig empfehle mein Atelier für elegante
Mass-Anfertigung sämtl. Damen-Garderobe
bei Garantie für tadellosen Sitz und erstklassige
Arbeit.
Pünkti. Lieferung
I!
Mässige Preise.
A
Zahn=Ateller 5. Kopp
Haltestelle der.
Ecke
Elektrischen Wendelstadtstrasse 1 Bismarckstrasse
Sprechstunden: vorm. von 9—12, nachm. von 2—5 Uhr.
Alle fachlichen Leistungen, wie Zahnziehen, (mit
„Schmerzlog‟- Iniektion), alle Plomben,
Stift-
zähne, Kronen, Gebisse in Kautschuk und
Edelmetall bei mässigster Berechnung,
vor-
hergehender genauer Vereinbarung und
grösstem Entgegenkommen in jeder Hinsicht.
Krankenkassen: Staatliche Betriebs- und Medizinalkassen etc etc.
Tmzugsh. zu verk. kl. Sofa,
ki. Kommnde, gr. Teppich 2½ 2
3½m (türk. Muſt.), Ifl. Gösh., 1
Hand=
tuchgeſt. Gutenbergſtr. G. I7. (*6375ms
(Adler) u. 1 Da=
1Herren=Rad menrad, ſehr gut
im Stande, zu verkaufen. Näh.
Alexanderſtr. 4, Hth., II. (*6172ms
Seite 18.
Nummer 65.
unanaaunnnunannnnnanunge
ennnnannnnnn
nnunnnnannnnnsaannannaunnnannnananunnannnannnne,
fl. Beachtung
Zur
Um unserer verehrten Kundschaft die Wahl leichter und übersichtlicher zu gestalten, haben wir
unsere sämtlichen Verkaufsräume zu wirklichen Wohnräumen umgebaut.
Dem neuzeitlichen Geschmack Rechnung tragend, haben wir jedes einzelne Zimmer mit genau
dazu passender Tapete, Bezügen, Dekorationen, Lüster etc. aufgestellt. Auf diese Weise wird
eine harmonische Wirkung erzielt, die belehrt, wie man sich selbst schön, gemütlich und doch
preiswert einrichten kann und wie sich die Möbel in der Wohnung in Wirklichkeit ausnehmen.
Kein Brautpaar kaufe eine Einrichtung
ohne unsere Ausstellung besichtigt, oder zur vorherigen Orientierung unseren neuesten Katalog
nebst Preisliste verlangt zu haben. (Postkarte genügt.)
Unsere reellen Prinzipien „Neueste Modelle‟, „beste Qualitäten”, auffallend billige
Preise”, „rascher Umsatz‟, unsere reichen Erfahrungen in der Branche, vorteilhafte
Ver-
bindungen, das grosse Ansehen, das wir bei unserer verehrten Kundschaft geniessen und die damit
verbundene fortwährende Weiterempfehlung, haben so kolossale Erfolge gezeitigt, dass wir
ge-
zwungen sind, ausser unsern grossen Geschäftsräumen, im Hause Rheinstrasse 39 selbst, wie
Rhein-
strasse 28, noch sämtliche Parterrelokalitäten des anstossenden Dr. Reuling’schen Anwesens,
Rhein-
strasse 41, zu weiteren Ausstellungen per 1. April einzurichten.
Da hier nur ganz neue, zusammengehörige, ausnahmsweis schöne Arrangements aufgestellt werden,
geben wir jetzt einzelne Herren-, Wohn-, Schlaf-, Speisezimmer und Salons, sowie Einzelmöbel aller
Art mit bedeutendem Rabatt ab. Die Zimmer können auch auf Wunsch zur späteren Lieferung
zurückgestellt werden.
Rheinstr. 39
Teleph. 397
Augusteehwabt!
Ltablissement für kompl. Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen
Spezialität: Komplette Einrichtungen von 1000—10000 M.
6399)
Man verlange Preislisten und Abbildungen.
Man beachte unsere Schaufenster.
Berichtigung: Inmeiner halbseit., gleichlaut. Anzeige vom 2. März 1912 muss es statt „Rheinstr. 20% richtig heissen: „Rheinstr. 28‟.
SIaEIIIIIITIHTHGEHNHHHEEEN12
Zur Konfirmation
und beliebten Ostergeschenken empfehle
mein reichhaltigst ausgestattetes Lager
in
Taschenuhren
(Alleinnerkauf der bekannten Alpina-Uhren)
. Uhrketten
Gold- u. Silberwaren
Bestecke: Becher
: Silberne Stöcke :
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins.
(5578a
Gg. Karp, Hoflieferant
Mezs Solträsche
aus der Fabrik von Mey & Edlich in Leipzig-Plagwitz
ist der beste Ersatz für Leinenwäsche.
Elegant. Wohlfeil. Praktisch.
Vorrätig in Darmstadt bei:
H. Nau & Sohn (auch en gros),
Schu-
stergasse 16, neb. der Krone; Herz
Hachenburger Sohn (en gros),
Rhein-
strasse 1; Augusta Graulich,
Kirch-
strasse 27, Arnold Kleber,
Bismarck-
strasse 3; Meister & Weißheimer,
Grosse Ochsengasse 24; Georg Hof
(Inh. Edgar Wetzstein),
Hofpapier-
handlung; W. Heckmann, Mühlstrasse 72, gegenüber
der Stadtkapelle; Gebrüder Unger, Ludwigstrasse g:
L. & M. Fuld, Kirchstrasse 12, „Zum weissen Schwanen‟‟.
Geschw. Merkel, Pankratiusstrasse 23; Adam Rühl,
Kasinostrasse 25; L. Engelhardt Nachf., J.
Scheuer-
mann, Grosse Ochsengasse 27; Math. Becker,
Kirch-
strasse 17 sowie in allen durch Plakate kenntlich ge-
(6390a
machten Verkaufsstellen.
Man hüte sich vor Nachahmungen mit ähnlichen Eti-
Ketten und Verpnekungen, sowie denselben Benennungen.
Ludwigstrasse 20
Telefon 506.
Gesungbücher, Konfirmationsgeschenke 3
Julius Hergt, 1 Schützenſtraße 1, am Ludwigplatz.
Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
33)
Frölen, Frölen! Er ſchüttelte und rüttelte an Dora,
der Einbein, der alte Sandkuhl, und brachte ſie aus dem
halb bewußtloſen Zuſtande heraus auf die Beine. „Ja
doch, Frölen, wie kommen Sie denn hierher? Sie wären
hier doch tot geweſen! Wie können Sie denn bei ſo nen
Wetter hier allein lang gehen! Das iſt ja ein Wetter, daß
der olle Sandkuhl ein halbes Jahr lang Dächer flicken
muß! In Boſtel flog gerade das halbe Dach von Mayers
Scheune herunter, als ich vorbeikam. Wenn nur kein
Feuer aufkommt!
Ja, wo war ſie denn? Aber ſie hatte bald ihre
Ge=
danken wieder geſammelt. Sie müſſen aufpaſſen, Sandkuhl,
wenn Bohlmann vom Bahnhof zurückkommt. Er darf nicht
durch die Allee fahren, denn das halbe Holz liegt quer über
der Allee!
Na, nu ſag ich man, das ſchöne Holz! Da ſind Sie
aberſt noch gut vonkommen, Frölen, bloß ne Schramme ins
Geſicht haben Sie. Geben Sie mir mal Ihr Taſchentuch,
das blutet ja, und wenn Ihre Schweſter Sie ſo ſieht, denn
verziehrt ſie ſich ja auf den Tod!
Er nahm ihr Taſchentuch, feuchtete es im Schnee an und
reichte es ihr. So, nu wiſchen Sie das Blut ab. Noch ein
büſchen weiter links nach dem Ohr zu. So, nu ſieht das
ſchon nicht mehr ſo ſchlimm aus! Ja, ich werd Bohlmann
abpaſſen. Das ſchöne Holz! Er wandte den Blick noch mal
dorthin und ſtand unbeweglich.
Sandkuhl, vorwärts, ich will nach Hauſe! Sie zitterte
wie Eſpenlaub.
Er antwortete nicht, und wie ſie ſich umſah und die
Augen dorthin wandte, wohin er ſpähte, ſah ſie am Ende
der Allee, wo der Weg vors Haus biegt, einen hellen
Schein über den Eichen, und über dem Schein flatterten
Rauchwolken dahin, hier und da von unten grell beleuchtet,
und dann fuhr eine ſpitze Flamme hoch über die
Eichen=
kronen hinauf.
Da brennt’s!
„Es brennt in Halligboſtel, Frölen!
Ihr war es, als griffe eine eiſige Froſthand ihr ans
Herz! Lührſen allein mit der alten Tannert und der
Stine. Ein todkrankes Kind und der kranke Jochen, der
nicht gehen konnte, im Hauſe. Da, da ging die Glocke auf
dem Kirchturm in Bütfeld los, die Sturmglocke! Sie
mußten das Feuer von der Höhe hinter dem Dorfe bemerkt
haben.
Sandkuhl, Sie bleiben hier und paſſen Bohlmann ab,
wem er komnt ich wit hint eie waie aufder
Chauſſee nach Boſtel zu laufen bis zum Feldweg, der links
nach Halligboſtel hinüber bog. Es war ein Umweg, aber
es war wenigſtens ein Weg!
Da kommt ſchon ein Schlitten von Bütfeld heraufe
Frölen.
Ja, ſie hörte es auch und erkannte die Schlittenglocken,
dazu Bohlmanns Stimme, der Hüh, Hüh! gröhlte und
die Peitſche brauchte.
Dora ihm entgegen! Brennt’s bei uns?
Ja! ſchon war ſie im Schlitten neben ihm.
Sand=
kuhl, hierbleiben, wenn ſie mit der Feuerſpritze kommenf
Los, Bohlmann, was die Pferde hergeben!
Die Braunen wurden an der Allee=Einfahrt
vorbei=
geriſſen. Die Lieſe griff aus, und der Wallach machte
ſchon mehr als ſeinen gewohnten Renommiergalopp neben
her. Dora hielt den Blick unverwandt nach links. Wann
hatte wohl Lührſen das Feuer bemerkt? Nein, nein, es
konnte nicht zu ſpät geweſen ſein! Das Dach lag voll
Schnee, ſo ſchnell brennt das doch nicht. Aber ihre Angſt
war furchtbar! Jetzt lohten die Flammen hoch über den
Eichen!
Bohlmann, fahr zu, ſchneller!
Ich kann doch die Pferde nicht kaputjagen!
Sie riß ihm die Zügel und Peitſche weg, ſtellte ſ
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 19.
aufrecht in den Schlitten, lehnte ſich in die Zügel zurück
und ſchrie die Pferde an und pfiff ihnen mit der Peitſche
lang an den Hälſen herunter. Nun wußten die Braunen,
daß die Zügel in anderer Hand waren, und daß hinter
ihnen ein Menſch war, der von ihnen das Höchſte wollte,
was zwei gute hannoverſche Pferde leiſten können. Sie
verſtanden es! Hin fegten ſie, was ſie konnten! Das war
kein Spaß, kein luſtiges Durchgehen, das war Arbeit,
bitterer Ernſt und ernſter Wille hinter ihnen, der die
Zü=
gel hielt und die Peitſche brauchte.
Frölen, die Pferde laufen weg!
Sie hörte ihn gar nicht. Wo der Weg abbog, hieß
es verhalten, und ſie fühlte, daß ſie noch Gewalt über die
Tiere hatte. Dann hinein in den ungebahnten Weg. Der
Vallach keuchte, als wolle ſeine Lunge verſagen, aber die
Lieſe lag in langen Galoppſprüngen in den Sielen — ein
Sprung wie der andere. Ihr tat der Wallach leid, auf
den die Peitſche ſo oft herunterſauſte. Das Vollblut des
Vaters war in der Stute und tat ſeine Pflicht! Doras
Kopftuch hatte der Sturm genommen, ſchon oben auf der
Chauſſee, und es hoch in die Luft gewirbelt. Die
Flech=
ten hatte er ihr aus Zwang und Kunſt geriſſen und zerrte
ihr nun das lange blonde Haar wagrecht über die rechte
Schulter weg! Von Boſtel herauf kamen auch ſchon
Leute gelaufen! Noch einmal etwas verhalten, um die
Biegung links, und dann windend aufs brennende Haus
zu! Nun riß ſie die Pferde zuſammen, und heraus aus
dem Schlitten!
Die Ackerpferde ſtanden am Staket des
Gemüſegar=
kens angebunden. Gott ſei Dank, dann hatte Lührſen
früh genug den Brand bemerkt! Die Kuhſtalltür ſtand
offen. Die Tiere brüllten, und ſie ſah Lührſen in der
Tür, der den Stier herausbrachte. Das Tier war wie
wahnſinnig. Sie ſah, wie es den ſtarken Mann hin und
her ſchlenkerte und gegen den Türpfoſten rammelte, daß
es krachte. Aber der Wille eines Mannes war mehr als
die Kraft. Er zerrte den Bullen doch hinaus und
hinter=
her kamen brüllend die Kühe, eine nach der andern, und
die Stine wacker dazwiſchen. Dora und Bauern, die
herankamen, griffen zu und halfen, daß die Tiere nicht
wieder in den brennenden Stall zurückraſten.
Franz? ſchrie ſie Lührſen ins Ohr.
In der Scheune!
Und Jochen?
Auch! — Sieh, da biſt du!
Der Feuerſchein flackerte über zwei bleiche Geſichter.
Sie ſahen einander in die glitzernden Augen. Dann
rannte er zurück an das Tor der großen Diele, das noch
geſchloſſen war. Eine Axt!
Er hielt ſie in den Fäuſten. Die ſchwere Axt
don=
nerte ins Tor und ſchlug es in Trümmer.
Was ſoll das? ſchrie Dora neben ihm.
Aber er ſprang durch die eingeſchlagene Tür die
Lei=
ter hinauf nach dem Hühnerſtall und warf die Tiere
hinunter.
Sie griff zu und andere auch. Es waren genug
Fäuſte zu helfen bereit. An die kleinſte Kreatur denkt
er! Das war, was ſie fühlte.
Da ging ein Schreien und Rufen los von draußen.
Heraus, Lührſen, das Dach kommt! Sie packte ihn an
und riß ihn vors Tor. Kommen Sie, Lührſen! Paſtor
Liebetrau nahm ſeine Hand und zog ihn weiter zurück,
während der Dachſtuhl krachend herunterkam.
Lührſen ſtand vor ſeinem Heim, kreuzte die Arme
über der keuchenden Bruſt und ſagte kein Wort, ſondern
biß die Zähne zuſammen und ließ die andern arbeiten
mit Spritzen, und was ſonſt ſie wollten. Es war ja doch
Unſinn bei dem Sturm! Sein Hund ſtand neben ihm und
drückte ſich leiſe winſelnd an ſeine Knie.
Da zuckte es ihm durch und durch: Mein Kind! Er
ſtürzte nach der Scheune, auf deren Dach der Schnee
ſchmolz und in Strömen Waſſers herunerleckte. Mitten
auf der Scheunandiele hing eine Stallaterne. Darunter
lagen nebeneinander ſein Kind und der Knecht, beide nur
im Hemde, ſo wie er ſie herausgetragen hatte auf ſeinen
Armen, aber gut verpackt in dicken Decken und tief im
Stroh geſchützt.
Neben Frank kniete Dora und hielt das nur leiſe
wim=
merndes Kind im Arm. Ihr langes Haar floß um ſie
wie ein lichter Mantel. Sie merkte, daß Gerdt Lührſen
neben ſie trat. Sie ſah ſeine herabhängende Hand und
konnte es nicht laſſen, ſie griff danach und fühlte den Druck
dieſer Hand wie Eiſen. Ihm lief Blut aus dem Aermel.
Was iſt? fragte ſie, indem ſie das Blut mit einem
Zipfel der Decke abwiſchte.
Nichts! Der Bulle hat mich nur gequetſcht. Was
macht der Junge?
Der lag halb bewußtlos. Lührſen trat wieder hinaus,
um nach dem Dach der Scheune zu ſehen. Der Schnee war
fort, das Dach dampfte, und der Sturm trieb Lohe und
Glut gerade auf die Scheune.
Da ſchrie er in den Lärm hinein: Bohlmann!
Ja, hier, Herr Lührſen!
Bohlmann war bei den Pferden und kümmerte ſich
um nichts ſonſt. Er hatte ſich Decken verſchafft, die Pferde
hineingewickelt und ſtand mit einem feſtgedrehten
Stroh=
wiſch in der Hand und rieb den Tieren unter den Decken
den Rücken, den Leib und die Beine. Ein alter Döskopp
war er nur, aber er wußte das Nächſte zu tun, weil er
die Tiere lieb hatte und nicht wollte, daß ſie zu ſchanden
würden. Ein Bündel Heu hatte jedes auch ſchon vor ſich
liegen. Die Lieſe fraß, aber der Wallach mochte noch
nichts. Die Flanken flogen ihm immer noch.
(Fortſetzung folgt.)
KUnERoI.
Pfd. 70 Pfg.
Für 1 Mk.
14 Gramm Fatt
Haftbar viele Monate
KUHEbTiEn
Kunerol
ist
Fettgehalt 80—85 %
das geschmack- und wasserfreie,
unvermischte Feft der KOKos-NUss.
Preis per Pfd.
Das Beste für alle Back- u. Kochzwecke.
Garantiert keimfrei — leicht verdaulich.
Kunerona
Pflanzenbutter-Margarine aus Kunerol und pasteurisierter Milch.
Im Geschmack von feinster Tafelbutter nicht zu unterscheiden.
Für 1 Mk.
296—315 Gramm
Haltbar ca. 14 Tage
Verkauf nur in mechanisch gefüllten Original-Fabrik-Packungen. Daher höchste Hygiene.
Schnelle Bedienung. Genaues Gewicht. Zu haben in jedem besseren Nahrungsmittel-Geschäft.
Eventuell wende man sich wegen Aufgabe von Bezugsquellen an die Kunerolwerke Bremen.
Far verloste!
In meinem großen Ausſtellungsraum iſt eine
ſehr ſorgfältig u. reichhaltig ausgewählte
Küchen=
ausſtattung auf einige Tage ausgelegt, zu deren
Beſichtigung ich Intereſſenten ergebenſt einlade
Philipp Schaaf
Eruſt=Ludwigſtraße 20 (6269fs
Spezialgeschäft für Haus- und Küchen-
Einrichtungen.
Fernsprecher 761.
Spedition Monnard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 555. (*879i
Einem Wunsche zahlreicher Musikfreunde entsprechend,
stellen wir jetzt zu Beginn der Saison wieder
100 Nede Flahes
guter Mittel-Qualität gegen äußerst mäßige Vergütung in
Miete. Wir können die Vergütung schon deshalb recht
niedrig bemessen, weil wir aus Erfahrung wissen, daß
unsere Instrumente größtenteils später käuflich übernommen
werden, was wir durch Gewährung bequemster Ratenzahlung
und Anrechnung der Miete nach Vertragtunlichst erleichtern.
Lichtenstein
Frankfurt a. M., Zeil 102.
Anfragen werden bereitwilligst mündlich oder schriftlich
beantwortet. — Lieferungen auch nach den Nachbarorten
werden durch eigenes Fuhrwerk ausgeführt.
831fI
A.R.
Straussfederhaus I. Ranges
Hermann Hesse, Dresden, Scheffelstr. 46/50
Lieferant hoher Herrschaften u. fürstl. Häuser.
Aus meinem wohl unerreicht reichhaltigen Lager
gelangen zum Verkauf: gar. echte Straussfedern,
10—15 cm breit, 40—50 cm lang, 1, 2, 3, 4 u.
5 Mark, ca. 18 cm breit 6 u. 8 Mark, 20 cm
breit 10, 12, 15 u. 18 Mark, 25 cm breit 20, 22,
25 u. 28 Mark, 30 cm breit 30 u. 36 Mark,
Prachtstücke bis 100 Mark, Pleureusen, 30—40 cm breit, 30 cm
lang 9 Mark, 40 cm lang 18 Mark, 50 cm lang 25 Mark, 70 cm
lang 48 Mark. Aus den kl. Straussfedern gefertigte Boas 1¾m
lang, 9—12 cm dick 10 Mark, 2 m lang 14 Mark, 15 cm dick 17 S
Mark, 18 cm dick 21 Mark, 20 cm dick 31 Mark. — Katalog frei. —
Auswahlsendungen. — Bestellen Sie bitte gleich, da gerade jetzt
wunderbare Sachen am Lager. Von 10 M. an Versand spesenfrei.
Schneeweiße Wäsche
gibt
chrauth’s
Wasenßulver
„Gemahlene Salmiak-Terpentin-Seife‟.
Garantie für höchste Reinigungskraft beigrößter
Schonung der Wäsche.
Ueberall zu haben
in weissen Paketen mit grünem Druck und roten
Hämmern.
(3779a
Alleiniger Fabrikant:
P. H. Schrauth, Neuwied am Rhein.
Pogeltäſige u. =Becken
Gr. Bachgaſſe 12.
zu verk. D ie Jahngebiſebeſahlam deſten
(*6540fsN G. Best, Ludwigshöhſtr. 60.(5549a
Bin unter Tel. 2091 angeſchloſſen
Schuchmann’sches Betonbau- und Asphaltgeschäft
Darmstadt, Artillerlestrasse 10. (5995a
Spezialität in Kork-, Holz- und Gypsestrichböden.
Für Linoleumunterl. fugenlose Stein-, Holz- u. Asbestfussböden.
Offeriere
Fantrader
Modelle 1912
Dürkopp, Neckarsulm,
Torpedo, Mars, Weil,
Sport
in grosser Auswahl
zu äussert billigen Preisen
letztere von 65 Mk. an
L. Beudt Nachf.
L. Waldschmidt
Hölgesstrasse 1.
(4091a
Damen-Büsten
Stück zu 3 Mk. zu verkaufen
Hermann Berger, Ernſt=
Lud=
wigſtraße 10. (6205a
Mäer
nurmit echten
Heitmanns Farben
Schutzmarke: Fuchskopf im Stern.
Rezicsohn, Manufakturwaren. (5153a.
ut erhaltener Kinderwagen u.
Klappfeſſel billig zu verkaufen
*6517fs)
Schießhausſtr. 18.
Zum
Sohar Rhlung
empfehle Schulranzen für
Mäd-
chen und Knaben v. 2.50 Mk.
an. Prima Rindleder-
Schul-
ranzen für Mädchen 6 Mk., für
Knaben 6.50 Mk. und höher.
Nur prima Sattlerware.
Eigene Anfertigung in Offenbach
am Main. (6144a
W. Kamitter,
21 Ernst-Ludwigstrasse 21.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Sämtliche Neuheiten der Frühjahr= und Sommer=Saison
sind eingetroffen und empfehle zu bekannt billigen Preisen:
Herren-Anzüge I und Ireihig, in allen modernen Farben und Fassons . . . . von Mk. 55.00 bis Mk. 10.50
Konfirmanden-Anzüge in tiefschwarz, blau u. dunkelgemustert, in nur Solid. Qual., von Mk. 36.00 bis Mk. 8.00
Knaben-Anzüge reizende Neuheiten
. . . von Mk. 25.00 bis 2.85
Marktstr.
Marktstr.
Wilhelm Deuster
Konsum-Marken.
Grosse helle Verkaufsräume in der 1. Etage.
Rabattmarken.
(5547a)
16
6
OrEreE!
Einziger
Wagen mit
wirklich
bahnbrechen-
den
Neue-
rungen,
un-
verwüstlich,
zuverlässig
und schnell.
Anerkannt der schnittigste,
rassigste, formvollendetste,
dabei preiswerteste Wagen
der ersten Steuerklasse.
Ausser-
ordentlich
geräuschlos.
00
Katalog
gratis und
franko.
Wichtig für Radfahrer
und Automobiliſten.
Wer ſeine Fahrradreifen und Automobilpneumatiks mit „
Velo=
durin” gedichtet hat, braucht keine Luftpumpe und keinen
Reparatur=
kaſten mehr mitzuſchleppen. Jedes Luftentweichen iſt ausgeſchloſſen,
ſelbſt bei kleinen Verletzungen des Lufſchlauches durch Nägel und ſpitze
Steine während der Fahrt. Belodurin iſt nicht zu verwechſeln mit
früher angeprieſenen, unbrauchbaren Präparaten.
Belodurin greiſt den Luftſchlauch nicht an, ſondern erhält
ihn geſchmeidig und geſtattet ein gleichmäßiges und elaſtiſches Fahren.
Zahlreiche beglaubigte Empfehlungsſchreiben ſtehen zur Verfügung.
1 Carton Belodurin, für ra. 1 Jahr ausreichend, genügt für
1 Rad und koſtet Mk. 1.—
„Velodurin”=Verſand=Ceutrale in Hönningen a. Bh.
Proſpekte gratis und franko. Probekartons verſenden nur gegen
Voreinſendung des Betrages von Mk. 1.— franko.
Ueberall Alleinverkäufer geſucht.
(6069)f
G. m. b. H.
General-Vertr. d. Norddeutschen Automobil-Werke, Hameln.
August Endel, Darmstadt.
Tel. 1128.
Schuchard-
strasse 8.
(2449a
Grösserer Posten Reste
Tapeten und Linoleum
zu äusserst billigen Preisen.
Von Ende März ab befindet sich mein Geschäfts
Schulstrasse 7.
Darmstadt, Heinr. Luckhardt,
Rheinstr. 41.
Tapeten=Linoleum=Haus. (6006a
Linallen Preislagen, grösste Auswahl
I. Ph. Leuthner, Hofpapierhllg.
2 Ernst-Ludwigsplatz 2. (5705a
Ladeneinrichtung
Eine faſt noch neue
Laden=
einrichtung, 2 Theken, ein Regal
mit 52 Schubladen, ein
Fächer=
regal und die ſonſt noch zum
Be=
triebe gehörig. Artikel ſind zu verk.
Griesheim, Groß=
Gerauer=
ſtraße 131
(6121ms
Federrolle
[ ← ][ ][ → ]Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 21.
sModell-Ausstellun
Sämtliche Neuheiten der Saison sind eingetroffen und bitte ich bei vorkommendem Bedarf höfl. um Besuch.
Ernst-Ludwigstr. 7.
Ernst-Ludwigstr. 7.
Helene Martin
Aeltere Sachen werden in Verwendung gebracht.
(6017ms
Keine Stahlspähne mehr,
daher müheloses und staubfreies
Arbeiten.
B
2
Beste aut dlem
Gebiete von
Parkett-
i6b.
reinigungsmitteln. Am
igen Platze bereits vorzügl. eingeführt.
Verblüffender Erfolg. Spiegelblanke Böden.
Zu haben in Darmstndt beit
(6310f
Anton Fischer, Materialwaren Frankfurterstrasse 12—14.
Eine wertvolle Bibliothek für das Haus!
Für wenig Geld eine für alle Zeit wertvolle Bibliothek zu
erwerben — dieſe Gelegenheit bietet ſich Ihnen durch Abonnement
auf die im Verlage der Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft
in Stuttgart erſcheinende
(V1344
Bibliothek der Unterhaltung
und des Wissens.
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens”
be=
ginnt bereits ihren 36. Jahrgang.
In vielen Millionen
von Bänden verbreitet
erfüllt ſie ihr Programm:
jedem Bücherliebhaber Gelegenheit zu geben zur Anlegung
einer wirklich gediegenen, ſpannendſte Unterhaltung und eine
unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens zugleich bietenden
Privatbibliothek
aufs allerbeſte.
Die Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” erſcheint
in 13 vierwöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in echte
Leinwand gebundenen Bänden mit Goldrücken= und
Deckel=
preſſung. Jeder Band iſt mit einem hübſchen farbigen
Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger
Be=
mittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnementspreis
nur 75 Pfennig für den Band
ein Preis, zu welchem der Buchbinder im einzelnen noch nicht
einmal den bloßen Einband zu liefern im ſtande wäre.
Beſtellungen nehmen Buch= und
Kolportage=
handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
Nur so lange Vorrat!
Erstklassige Darmstädter Möbelfabrik liefert
selbstgefer-
tigte Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer und Küchen mit
mehrjähr. Garantie direkt aus der Fabrik zu billigen Preisen
auf Abzahlung. Gef. Anfragen u. M 76 an die Exp. (B4859
Wegen Umzug
bin ich genötigt, mit
I. 30500 Roaen
Tapeten und Borden
sschnellstens zu räumen und gebe ſolche zu
ganz beſonders billigen
(4121a
Preiſen ab.
Nie wiederkehrende Kaufgelegenheit für Hausbeſtzer.
Darmstädter
Tapetenfabrik Willein Ehrhardr
Telephon 486 Landwehrstrasse 63 Telephon 486
Verkaufsſtelle: Ernſt=Ludwigſtr. 4 (weißer Turm).
Eigene Ladengeschäfte in:
DARMSTADT MANNHEIMI MAINZ
Ernſt=Ludwigſtraße 4
4—10 Flachsmarktſtr. 19.
Der Verkauffindet ausſchließlich in der Verkaufsſtelle
Ernst-Ludwigstrasse 4 (am weißen Turm) statt.
Flales
gebraucht, ſehr preiswert
Meihrich Hrhold
Darmstadt
Wilhelminenstr. 9
Fernsprech. 640. (6252a
Konfirmanden-Handschuhe
per Paar Mk. 1.20 und Mk. 1.50
Schwarze Glacé-Handschuhe
per Paar Mk. 1.70, 2.00 u. höher
bis zu dem feinſten Ziegenleder.
Frühiahrs-
Stoff-Handschuhe
ingrößt Auswahlzubiligſt.Preiſen
Emil Daum
Handschuh-Spezial-Geschäft
Wittmannstrasse 26, part.
Kein Laden! (B5146) Rabattmarken!
aattt
1 Markise
mit allem Zubehör, 4,30 X 2,20,
gut erhalten, ſehr preisw. zu verk.
Roßdörferſtr. 51½, I. (6251a
Wegen Aufgabe
unseres Geschäftes
ſind verſchiedene Möbelſtücke,
Handwerkzeuge, Schreibmaſch.
ꝛc. unt. günſtig. Beding. zu verk.
Näh. Frankfurterſtr. 128/30. (6222dfs
Ansichten
und
Bücher
über
Hessen
und
Darmstadt
zu höchſten Preiſen zu kaufen
geſucht. Offerten unter N 57
an die Expedition d. Bl.
5138a
Tehr gut erhalt. Kinderwagen
preiswert zu verk. (*6441ds
Kahlertſtraße 10, 3. St. links.
Jährlicher Umſatz
3000 Zentner
ettfedern
Erſte Betfſedern=
Fabrie=
m. elektriſch. Betrieb
Gustav Lustig
Perlin 8.40
Prinzenſtraße 46.
Verſand geg. Nachnahme. Verpack
koſten=
frei. Garantie: Umtauſch od. Rückdg. auf
m. Koſten. Füllfertige Bettfedern Pfd.
M. 0.55, 1.—, 1.25. Prima Halbdaunen
M. 1.75. Gemichte Rupfedern her zuen
Ia weiße Gänſehalbdaunen M. 2.50,
3.—, 3.50, 4.50. Echt chineſiſche
Mono=
poldaunen M.285(geſ.geſch). echt ruſiche
Matador=Daunen M. 3.50(geſgeſch.). Von
den Daunen genügen 3—4 Pfd. z. großen
Oberbett. Gäuſefedern (z. Reißen) M. 0.60
pro Pfd., Oderbrucher Gänſeſchlachtfedern
m. Daunen M. 1.50. Schleißfedern M. 1.50,
2.—, 2.50, 3.— 3.50. Daunen M. 2.85,
3.50, 5.—. Proben und Preisliſte gratis.
Unſtreitig größ. Betten= u. Bettfedern=
Spezial=Geſchäft der Welt.
(4907a0)
Nach beendeter Inventur gebe ich, um zu räumen,
nachstehende Zimmer — Modelle 1911 — zu
be-
deutend reduzierten Preisen ab. Diese Zimmer sind aus
bestem Material hergestellt, worauf ich langjährige Garantie
leiste; es bietet sich daher
(4634a
für Brautpaare
die beste Gelegenheit, ihren Bedarf vorteilhaft zu decken.
früher jetzt
Cedern-Salon
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Salon- Mk. 880 Mk. 750.
tisch, 1 Garnitur (Sofa, 2 Sessel) .
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Salon-
tisch. 1 Garnitur (Sofa, 2 Sessel,
2 Stühle) . . . . . . . . . . früher jetzt
Mk. 822 Mk. 650. Eiche geräuchert
Wohn-Salon, mit intarsien :
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Tisch,
1 Sofa, 4 Stühle . . . früher jetzt
(Mk. 535 Mk. 435. Speisezimmer, Eiche
1 Büfett, 1 Umbau, 1 Diwan, 1 Kre-
denz, 1 Auszjehtisch, 4 Lederstühle früher jetzt
Mk. 82. Mk. 720. Speisezimmer, Eiche
1 Büfett, 1 Umbau, 1 Diwan, 1 Kre-
denz, 1 Ausziehtisch, 4 Lederstühle früher jetzt
Mk. 725 Mk. 610. Sohlafzimmer, Hehagont
2 Bettstellen, 2 Nachtschränke,
1 Waschkommode mit Toilette, ein
2türiger Spiegelschrank, 2 Stühle,
1 Handtuchhalter früher
jetzt
Mk. 688 Mk. 570.
Ferner empfehle sehr gangbare Einrichtungen:
2 Zimmer mit Küche von Mark 550, 650, 750 usw.
3 Zimmer mit Küche von Mk. 920, 1100, 1200, 1400 usw.
Die Zimmer werden franko geliefert und fertig aufgestellt.
Ladwis Haler
Karlstrasse 47—49 Telephon Nr. 1514.
Eigne Polster-und Schreinerwerkstätte.
S0 S0,
also Sie
been es, die mr
Dr. Gentner’s
Veilchenseifenpulver
Moldperle‟
„
empfohlen hat. Herzlichen
Dank! Kaufe nur noch diese
Marke, denn die den
Pa-
keten beiliegenden Geschenke
sind nur praktische, reizende und
brauchbare Gegenstände.
Alleiniger Fabrikant auch
der so beliebten Schuhcréme
„Nigrint.
Carl Beniner in Göppingen (Württbg.)
Masch.-Techn. Arbeiten!
Kostenanschläge, Berechnungen, Projekte,
Unter-
suchungen, an Masch. Gutachten. Durcharbeitung
von Erfindungsideen. Entwerfen, sowieAusziehen
und Beschreiben von Zeichnungen etc. etc.
übernimmt billigst als Nebenbesch. erfahr. Fachmann.
Offert. unt. Kk 83 befördert die Expedittgn
(4394a
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Nehmen Sie
(VI 2169
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr
Ner-
vensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte
werden gehoben. Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
für Spezial-Auskünfte, Er-
Betektiv-institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134
Die Geſundheits= und
Sterblichkeits=
verhältniſſe im Kreiſe Darmſtadt im
Jahre 1911.
1, Die Zahl der Geſtorbenen nach dem Lebensalter.
1909
1910
1911
Es ſtarben
von einer
Ein=
wohnerzahl von 87 547151 287187 085150 686l93 000147 000
im Alter von
0—1 Jahren. . 217) 212 174 192 256) 244
170) 104
133)
121
1—15
107
96
104
15—30
294) 119) 294) 132) 336) 130
30—60
190) 1111 177) 105) 205) 102
60—70
271) 168) 236) 152) 232). 142
über 70
1197) 740) 1110) 710 1306) 763
im Ganzen.
Die
Sterblichkeits=
iffer berechnet
ch danach auf
s Tauſend der
völkerung . . 13,3614,431 12,72 14,0 14,0 16,23
2. Die Todesfälle in den einzelnen Monaten.
1909
1910
Es ſtarben 1911
G
G
110 61 92- 63 102.
im Januar . . .
100 67 83 491. 117 54
Februar .
97. 53 100 76 130 63
März . . .
85 54 105 571 113
April
92 58 1 91 61 125 3
Mai
86. 66 100 49 1 115 83.
Juni
64 P 89 4
135 63
Juli
50 120
130 98
Auguſt
62
September . . 85. 83
95 58 88
Oktober.
86 43 88 1 531. 104 — 68
November
96 36 1 117 741 110 54
Dezember
3. Die durch Magen= u. Darmerkrankungen
verur=
ſachten Todesfälle in den einzelnen Monaten.
1909
1911
1910
Es ſtarben an
Magen= u.
Darm=
krankheiten
2s 25
5S
im Januar . . .
Februar .
März .
5
April
Mai
Juni
21
Juli
Auguſt
43
September
15
Oktober
November .
Dezember
4. Die Todesurſachen.
1911 1910 1909
Es ſtarben
825
535
(257
an angeborn. Lebensſchwäche 1 39! 431 49 401 43 37
53 641 46 51 50 46
„ Altersſchwäche . . . . .
„ Kindbettfieber oder
ande=
ren Folgen der Geburt
„akuten anſteck. Krankheiten I 36 27 30 301 85 32
u. zwar an Scharlach .
1
„Maſern .
32
„ Diphtherie .
20 13
141 17 13
14 11
„ Keuchhuſten
5
„ Unterleibstyph.
„ Roſe .
„ Wundkrankheit.
n Lungentuberkuloſe . . . . 114 48 97 791133 75
„ Tuberkuloſe and. Organe 1 231 21y 31 121 27 19
6 2
„ Miliartuberkuloſe
9
„akuten entzündlichen
Er=
krank. d. Atmungsorgane 1150 1241141 1081180 117
3 10
15
8
„ Influenza .
„ Krankheiten der Kreis=
149 91
184 71165
lauforgane . .
77 321 68 331 77 29
„ Gehirnſchlag .
„ anderen Krankheiten des
50 511 50 671 54 74
Nervenſyſtems
„ Magen= und
Darmkrank=
heiten . .
111102n 63 69110 104
„ anderen Krankheiten des
Verdauungsapparats . . 1 451 10 39 14 39 13
„ Blinddarmentzündung . 1 10
20
20
„ Krankheiten der Harn= u.
Geſchlechtsorgane .
17
37 211 42 14 49
„ Neubildungen, meiſt
kreb=
ſiger Natur . . . . . . . . 97 451113 541132 36
„ Selbſtmord . . . . . . . . 1 31 151 34 131 311 17
„ tötlicher Körperverletzung
3
„ Verunglückung oder
an=
derer gewaltſ. Einwirkung 12
18
55
„ anderen benannt. Krankh. 1 69
1
„ unbenannten Krankheiten 1 191 81 19 101 27
5. Bevölkerungszuwachs der Stadt Darmſtadt
durch Geburten.
1911 1910 1909 1908 1907
Im Jahre
wurden bei einer 87547187085 l9zooo 88o00 86500
Bevölkerung von
ebend geboren . . . . . 1694 1 1927 1966 2065 2136
mit Tod gingen ab 111971110 1306 1316 1384
es betrug demnach der
Bevölkerungszuwachs
497 817 660 749 752
durch Geburten . . .
und die Geburtsziffer
auf das Tauſend der
Bevölkerung .. . . . . 119,35 122,15 1 22,8 I 24,2 125,54
6. Ueberſicht über die im Jahre 1911 von den
behandelnden Aerzten gemeldeten Fälle von
anzeige=
pflichtigen Krankheiten.
Es wurden gemeldet
Fälle von
aus Darmſtadt . . . . . 154 198
Arheilgen . .
Braunshardt.
320
Eberſtadt . .
Erzhauſen
31
Gräfenhauſen:
Griesheim .
Malchen
Nieder=Beerbach .
Nieder=Ramſtadt.
Ober=Ramſtadt.
Pfungſtadt
Schneppenhauſen.
Traiſa . . . .
Waſchenbach. .
Weiterſtadt . . .
Wixhauſen
Während wir in den vorausgegangenen Jahren eine
ſtetig fallende Sterblichkeitsziffer hatten, iſt ſie im
Berichts=
jahr ſowohl in der Stadt Darmſtadt, als auch im
Landbe=
zirk wieder geſtiegen, was wohl hauptſächlich durch die
Steigerung der Todesfälle an Magen= und
Darmkrank=
heiten während der langen Hitzeperiode im Juli, Auguſt
und September bedingt war. Tabelle 3 gibt über dieſé
Verhältniſſe genaueſten Aufſchluß. Zu bemerken bleibt,
daß etwa 90 Proz. der Todesfälle durch Magen= u.
Darm=
krankheiten Kinder unter 1 Jahr betrafen, woraus der
Schluß gerechtfertigt erſcheint, neben zweckmäßiger Pflege
der Säuglinge und Beſchaffung einwandsfreier künſtlicher
Nahrung für die Säuglinge u. A. auch für hygieniſch gute,
in der heißen Jahreszeit gut temperierte Wohnungen
be=
ſorgt zu ſein. Daß die heiße Witterung mit an der
Häu=
fung und dem ungünſtigen Ausgang von Magen=
Darm=
krankheiten Schuld iſt, geht ebenfalls aus der Aufſtellung
aus dem Jahr 1910 hervor, wo wir einen naſſen und
kühlen Sommer hatten.
Die durch Lungentuberkuloſe bedingten Todesfälle
weiſen in der Stadt eine geringe Steigerung auf, nache
dem in den vorausgegangenen Jahren eine ſtetige
Ab=
nahme zu verzeichnen war, während die Abnahme der
Todesfälle im Landbezirk weitere Fortſchritte gemacht hat.
Auch die durch Erkrankungen des Herzens und der
Blutgefäße verurſachten Todesfälle zeigen in der Stadt
Darmſtadt während der letzten Jahre eine allmähliche
Steigerung.
Wenn die Todesfälle durch Blinddarmentzündung
im Landbezirk gegenüber denen in der Stadt ſo auffallend
gering erſcheinen, ſo mag dieſe auf den erſten Blick
befrem=
dend erſcheinende Tatſache darauf zurückzuführen ſein, daß
alle ſchweren Fälle wohl ausnahmsweiſe wegen des meiſt
notwendig werdenden operativen Eingriffs in den
Kran=
kenhäuſern der Stadt Aufnahme finden.
Der durch den Geburtenüberſchuß bedingte Bevölkee
rungszuwachs der Stadt Darmſtadt iſt im Berichtsjahr
erheblich geſunken, dementſpechend iſt auch die
Geburts=
ziffer, das iſt Anzahl der Geburten auf das Tauſend der
Bevölkerung, erheblich geringer geworden. Während die
Sterbeziffer, die in erfeulicher Weiſe in den letzten Jahren
immer mehr ſinkt, ſchließlich naturgemäß an einer unteren
Grenze ankommen muß, wo ſie nicht mehr weiter ernies
drigt werden kann, iſt der ſtetige Rückgang der
Geburts=
ziffer vom volkwirtſchaftlichen Standpunkt als eine recht
bedauerliche Erſcheinung anzuſehen. Sie wird
voraus=
ſichtlich immer noch weiter ſinken, da die Urſachen, die zu
einer künſtlichen Beſchränkung der Kinderzahl führen,
an=
ſcheinend noch ungehindert weiterwirken. Darmſtadt
ſcheint auch auf dieſem Gebiet allmählich in die Reihe der
Großſtädte einzurücken.
Die Erkrankungen an Scharlach ſind im Berichtsjahr
in der Stadt etwas zurückgegangen, während im
Landbe=
zirk nur in Erzhauſen eine ſtärkere Häufung der
Erkran=
kungen eintrat. Die Erkrankungen an Diphtherie haben in
Darmſtadt gegenüber dem Vorjahr eine geringe Mehrung
erfahren, in den Orten des Landbezirks traten ſie nur vere
einzelt auf mit Ausnahme von Eberſtadt, wo die bereits
im letzten Vierteljahr des Jahres 1910 beſtehende Epidemie
eine immer weitere Ausbreitung fand und zu 320
Erkran=
kungen im Berichtsjahr führte, obgleich alle nur denkbaren
Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung der
Krankheit zur Durchführung gelangten. In den letzten
Monaten iſt ein Nachlaſſen de Epidemie feſtzuſtellen.
Während in der Stadt Darmſtadt 11 Typhusfälle
feſtgeſtellt wurden, die ſich teilweiſe auswärts angeſteckt
hatten, hatten wir im Landbezirk eine ſtärkere Häufung
von Typhuserkrankungen in dem mit
Zentralwaſſerver=
ſorgung verſehenen Ober=Ramſtadt, die mit größter
Wahr=
ſcheinlichkeit darauf zurückzuführen waren, daß
in einem Milchgeſchäft Waſſer zur Spülung
und Kühlung von Milchkannen aus einem
Keſſel=
brunnen entnommen wurde, deſſen Beſchaffenheit nicht
ein=
wandfrei war. Einige Wochen nach der behördlich anges
ordneten Schließung dieſes Brunnens hörten die
Erkran=
kungen auf. Seit ½ Jahr iſt eine weitere Erkrankung nicht
mehr vorgekommen. Ein Fall von Paratyphus trat ir
Nieder=Ramſtadt auf.
Darmſtadt, 27. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt.
J. V. Dr. Beſt.
Literariſches.
„Amerika” ein Roman von Schalom Aſch.
(Verlag „Neues Leben” Wilhelm Borngräber,
Ber=
lin W. 30; broſch. 3 Mk.) Treffende, packende
Milieu=
ſchilderung, tiefgehendes Wiſſen und Kennen des
menſch=
lichen Charakters mit all ſeinen Schwächen und Stärken
und eine Sprache, die ebenſo packt, weil, ohne lapidar
zu ſein, ſie von Wucht iſt in ihrer Schlichtheit und
Präg=
nanz. Und dann die Kenntnis der Verhältniſſe Amerikas
und deren treffliche Schilderung. Die Schickſale jüdiſcher
Auswanderer ſchildert der Autor, aber ſein Werk gilt
viel mehr als das, es bildet einen Beitrag zur
Kultur=
geſchichte.
EEEId konfert
(VI4264)
das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahl eichen
Aerztenwärmstens empfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M 1.—
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrück ich LAXIN.
Aquariumsliebhaber!
Wegen Umzug ſofort zu
ver=
kaufen: 1 Rahmen=Aquarium aus
4 Spiegelſcheiben, 40X50X60 cm,
mit Tiſch, 1 Meter hoch; 1
Aqua=
rium, 30X35X40 cm; 1 Paar
Chauchitos.
(*6133oi
Anzuſehen Rhönring 133, 3. St.
Prima Wieſenhen Grummet
und
erkauft Heinr. Funk XI.,
Gries=
heim h D. Weichgaſſe 5. (*6527fs
Süssrahm-
Pflanzen-
Margarine- Butter?
Vollkommener Erſatz für
Natur=
butter. Frei Haus. Karte genügt.
Das Pfd. 85, 75, 70 Pfg. (1881a
Fran H. Leißler, Schuchardſtr. 4.
Wer zahltdenhöchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe,
Stiefel, Uniformen, Möbel,
Bett=
werk ꝛc.?
(884a
C. Strudel, Langegaſſe.
Kufen Sie
Telef.-Nr. 2085 an,
dann erzielen Sie die höchſten
Preiſe für getrag. Kleider, Schuhe
Stiefel, Bettwerk, Zahngebiſſe,
Waffen ꝛc. Komme ſofort. (5476a
Obstfeld, Kleine Bachgaſſe 7.
Ein faſt neuer
4rädriger Handwagen
zu verk. 8—10 Ztr. Tragkraft. Zu
erfr. Alte Niederſtr. 10, I. (*6584sms
Tagesgespräch!
Herren= u. Damenſchuhe, wie auch
Kinderſch., prima Qualit., zu
ſpott=
billigen Preiſen bei T. Naigass,
Schloßgaſſe 10. Bitte genau zu
beacht. d. Ueberſchr. „Volks=Bazar
zur billigen Quelle” (*6369mdfs
getrag.
Herren=
u . Damenkleid.,
Ich Kaufe Schuhe. Zahle d.
höchſten Preiſe. Poſtk. gen. (5734a
J. Schnitzer, Schloßgaſſe 11.
Badeeinrichtung gesucht
emaill. Wanne, Ofen für Kohlen,
unbedingt gut erhalten. Anerbiet.
unt. R 96 an die Exp. (*6376ms
Zu kaufen geſucht
Herrenanzüge, Röcke u. Weſten,
Hoſen, Gehrock=, Frack= und
Smokinganzüge, Stiefel. Die
höchſten Preiſe zugeſichert.
Offerten unter R 48 an die
Expedition ds. Bl.
(5954s
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912
Seite 23,
Lillige Fhelegrapie
12 visit 1.60
12 net 1.80
eschu
Saduse
Genetzlich
ist das Atelier
Sonntags nur
von 10—4 Uhr
ununterbrochen
geöffnet.
Visit für
12: Kinder z 2.50
Postkar-
12 ten von 1.90an
vis-ä-vis dem alten Palais
Telephon 1184
9 Wilhelminenstr. 9
Werktags geöffnet von
8—7 Uhr.
Aufnahmen bei jeder Witterung, auch bei trübem u. regnerischem Wetter.
12 vistt, matt 4.00
Cabinet
matt 8.00
Viktoria
5.00
matt
Alle anderen Formate
entsprechend billigst.
Bei mehreren Personen
kleiner Preisaufschlag.
zahlen wir
Dem-
jenigen, der
nach-
weist, dass wir
zur Herstellung
unserer Bilder
nicht die besten
Materialien
ver-
wenden.
Langjährige
Ga-
rantie für unsere
Bilder.
Gruppen-,
Vereins-
u. Familienbilder
zu enorm billigen
Preisen. (6428
für
Raptranrentaanr ſiicher
Mittwoch, 20. März 1912, nachm. 3 Uhr
im Hofe des Großh. Realgymnaſiums zu Darmſtadt (Eingang Kirchſtr. 22).
Alle diejenigen, die in freundlicher Weiſe zur Errichtung des Denkmals
beigeſteuert haben, die Freunde und Bekannten des Kapitänleutnants Fiſcher,
werden hierdurch zur Feier ergebenſt eingeladen.
(6329
Der Denkmals=Ausſchuß.
J. A.: W. Grodhaus.
Femmarken
der Mitglieder der Sektion Darmstadt
des Int. Philat--Vereins Dresden
im Blauen Saal des „Hotel Hess” am Samstag,
den 23. März 1912, von 11 bis 1 Uhr und von 2 bis 7 Uhr
Freier Eintritt nur gegen Karte
Wünsche auf Karten sind in die bei den Firmen D. Faix Söhne, Ernst-
Ludwigs-
platz 1, Heinrich Lautz, Rheinstrasse 12, L. Müller, Gerh. Schmitt Nachf.,
Luisen-
strasse 10, Briefmarken-Bazar Daudt, Schulstrasse 11 und im Hotel Hess aufliegenden
Listen einzutragen, oder schriftlich bei Herrn Oberleutnant a. D. Sturt, Grüner Weg 30,
(5733ssm
anzubringen.
Schmtischunglub=Spertrercn
Hauptverſammlung
Donnerstag, den 21. März, abends 6 Uhr,
im Restaurant „Kaisersaal‟.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht und Rechnungsablage.
2. Ergänzung des Vorſtandes.
3. Golfclub.
4. Berſchiedenes.
Um möglichſt zahlreiche Beteiligung an dieſer Hauptverſamm=
(6325sm
lung wird gebeten.
Der Vorstand.
Evangeliſche Stadtmiſſion in Darmſtadt
Mühlſtraße 24.
Freundliche Einladung zu den
Bibelſtunden
des Evangeliſten, Herrn Prediger E. Schrenk=Barmen.
Sonntag, den 17. und 24. ds. Mts.
Nachmittags 4 Uhr: Bibelſtunde.
Abends 8½ Uhr: Evangeliſation.
Montag, den 18. bis Samstag, den 23. ds. Mts.
Abends 8½ Uhr: Biebelſtunde.
Eintritt frei für jedermann.
Daſelbſt auch Verkauf von Büchern: „Pilgerleben und
Pilgerarbeit” Selbſtbiographie mit Bildnis und Autogramm,
„Seelſorgerliche Briefe” für allerlei Leute, broſch. Mk. 2.25,
elegant gebunden Mk. 3.— und verſchiedene kleinere Schriften,
(6019ms
verfaßt von E. Schrenk.
Der Vorſtand der Stadtmiſſion.
Mainzer Pferdemarkt
Verlosung a. 23. März d. I.
Nur 25000 Loſe.
ri 12500 Mk. Gewinne.
1 Hauptgewinn 1 eleg. Wagen mit 2
Pferden u. Geſchirren Mk. 3500
1 Hauptgew. 2 Arbeitspferde „ 1800
7 Gewinne je 1 Pferd od. Fohl., 4000
16 Gewinne Pferdegeſchirre
u. landw. Maſchinen . . „ 1200
375 Gewinne beſt. in Silber=
. . „ 2000
gegenſtänden
Bar Geld! Sämtl. Gewinne werd.
auf Wunſch der Gewinner, u. zwar
die lebenden u. größ. Gew. mit 70%,
die Silbergew. mit 80% ihres
Nenn=
wertes garant. in bar ausbezahlt.
Lose à 1 Mk., 11 Stück 10 Mk.
Porto u. Liſte 25 Pf. (4691a
Zu haben bei allen Loseverkäufern.
Karl Anger, Generalvertrieb, Mainz.
Hammelfleisch!
in allen Preislagen zum braten
u. kochen. Gerollten
Kalbs=
nierenbraten in allen Größen
vorrätig. Spezialität gehackte
(885a)
Kalbskoteletts
Hof-
bei Louis Heinl, metzger
Schuſtergaſſe 19. Telefon 278.
OrisgenerbvereinDarmstadf.
Montag, den 18. Marz, nachmittags ½3 Uhr,
Besichtigung der Brauerei Rummel
(Allee Nr. 61).
Zuſammenkunft daſelbſt 2¼ Uhr.
Unſere Mitglieder erhalten Teilnehmerkarten hierfür bei Herrk
(6321so
Sattlermeiſter Wallauer, Rheinſtraße 37.
Der Vorstand.
Verein für Geſtügel= u. Pogelzucht „Oenis”
Montag, den 18. März 1912,
abends 8½ Uhr,
Monatsverſammlung
im Vereinslokal Zur Stadt Pfungſtadt
Tagesordnung: 1. Mitteilungen, 2
Ver=
bandsangelegenheiten, 3. Wahl der Preis=
richter, 4. Vortrag über Verſandt u. Bezug
von Bruteiern u. Geflügel, 5. Verloſung.
Der Vorstand.
6317)
ereinigung Darmstadt
Kammermust
de Haan, Schmidt, Schnurrbusch, Gims, Andrae
Sonntag, 17. März 1912, vorm. 11¼ Uhr, im Musikvereinssaal, Steinstr. 24
Vierte Matinee
Beethoven: Streichquartett Nr. 15. Violinsonate Nr. 10.
Karten zu Mk. 4.—, 3.-, 2.—, 1.50 und 1.— bei Thies
(5966is
Nachf., Elisabethenstrasse 12.
Horer zur Frauße
Mittwoch, den 20. März
abends 8 Uhr
orlr Abend
Dr. Laidu
(6171dsm
Karten zu Mk. 3.—, 2.— und 1.— bei Georg
Thies Nachf. Leopold Schutter, Gr. Hoflieferant,
Elisabethenstrasse 12 und an der Abend-Kasse.
Pr. Landwurſt
und ff. Schinken
offeriert billigſt (4336a
Oberh. Wurſtfabrikation
Karl Völzing, Kuppertenrod,
(Oberheſſen).
Verlangen Sie Preisliſte.
Cercle francais de Darmstadt
affilié à l'Alliance francaise de Paris.
3 französische Vorträge
von Monsieur le Professeur J. Berryer
Membre de 1'Association phonétique de Paris.
1. Montag, 18. März, 8½ Uhr abends: Causerie.
2. Donnerstag, 21. März, 8½ Uhr abends: Moliére.
3. Montag, 25. März, 8½ Uhr abends: Daudet et récitation
d’un monologue humoristique
im Saale des Kaufmännischen Vereins,
Grafenstrasse 18, Kaisersaal.
Preise im Vorverkauf: 3 Vorträge Zuhörer Mk. 2.50, Lehrer und
Vereine Mk. 2.—, Studenten und Schüler Mk. 1.—. Vorverkauf bei
Schlapp, Hofbuchhandlung, Schulstrasse 5, Verkehrsbureau und
(B6359
J. Mylius, Herdweg 2.
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Modellhut-Ausstellund
beehrt sich anzuzeigen
IVIATTIIEDE KEETT%
Putz- und Modewaren
Ecke Elisabethen- und Grafenstrasse.
(6440
Sme rach
Juchwalanlan,
Das diesjährige
Dekorierungsfest
findet Samstag, den 16. März I. Js.,
abends 8 Uhr, im feſtlich geſchmückten
grossen Saale des städt. Saalbaues
ſtatt. — Die Mitglieder des Klubs werden zu
recht zahlreicher Beteiligung hiermit höflichſt
eingeladen. Touriſtenanzug erwünſcht.
Der Vorstand.
6406)
.
Sonntag, den 17. März 1912, abends 8 Uhr,
im grossen Saale des Saalbaus:
Zweiter Familien-Abend
mit Vorträgen des Herrn Pfarrers Eckel von
Lam-
pertheim: „Nationale Aufgaben des Evangelischen
Bundes” des Herrn Pfarrers Dr. Busch von
Frank-
furt a. M.: „Allerlei bunte Bilder von einem Besuch
bei den Evangelischen Spaniens” und
musikalischen Darbietungen. —
Der Eintritt für Mitglieder ist frei. Eintrittskarten
für Nichtmitglieder zu 30 Pfg., Familienkarteu (für 3 Personen)
zu 50 Pfg. sind abends an der Kasse zu haben.
(6423
Der Vorstand.
Mozart-Verein.
Montag, den 25. März 1912, abends 8 Uhr,
IIWinter-Konzert im Saalbau.
Mitwirkende: Fräulein Else Ziegler,
Konzert-
sängerin aus Frankfurt a. Main; Herr Alfred Stephani,
Grossh. Hofopernsänger von hier; Herr Franz Müller,
Konzertsänger von hier; die Großh. Hofkapelle.
Leitung: Herr Grossh. Kapellmeister Frdr, Rehbock.
I. Abteilung: 1. Die Allmacht
für Tenor-Solo, Männerchor und Orchester von Fr. Schubert-
Liszt. 2. Hymne an die Nacht für eine Baßstimme, mit
Orchester von S. Haussegger. 3. 2 Lieder für Alt, mit
Orchester von G. Mahler. 4. 2 Lieder für Tenor, mit
Orchester von Fr. Liszt. 5. 2 Stücke für Männerchor,
mit Orchester von C. Bleyle: a) „Harfenklang” mit Alt-
Solo und b) „An den Mistral‟‟
(6427
II. Abteilung: Bonifacius
für Männerchor, Soli und grosses Orchester von
Hch. Zöllner.
Vereinsauskunftstelle, sowie Kartenverkauf an
Nichtmit-
glieder (reservierte Plätze für Mk. 3.—) in der Hofbuch- und
Kunsthandlung von Müller & Rühle, Elisabethenstr. 5.
Vergnügungs=
und Erholungs=
Reiſen zur See
nach Portugal und
Spanien, Italien, Sizilien,
Griechenland, Aegypten,
Tuneſien, Algerien, nach
der Europäiſchen und
Aſiatiſchen Türkei, dem
Schwarzen Meere,
Palä=
ſtina und Syrien u. ſ. w.
Ceylon, Vorder= und
Hinterindien, China,
Ja=
pan, nach Auſtralien.
Weltreisen
Reiſe=Schecks
Welt=Kreditbriefe
Auskunft erteilen
Vorddeutscher
Lloyd Bremen
und ſeine Vertretungen.
In Darmstadt:
Anton Fischer,
Adler=Drogerie,
Frankfurterſtr. 12/14.
In Dieburg:
Carl Reh.
(1805a
Billige
beste
Kahrkonten
Fettschrot 60% Stück
Steinkohlenbriketts
Union-Briketts. (B1657
Verlangen Sie Preise u. Probezentner.
Te
Kari-
15os Gg. Schöt!
str. 54
Meidelberger
Chaussechaus strasse 89
Von Donnerstag, den 14. bis einſchl. Sonntag, den 17. März:
Grosses Malchner Bockrest
Jeden Abend humoriſtiſches Konzert
einer Abteilung der 6ler (Weber).
Eintritt frei.
(B6179)
Eintritt frei.
Neckar-
Restauration zum Münchner Kindl, strasse
Samstag, den 16. ds. Mts.,
Metzelsuppe
wozu höflichſt einladet
(*6737
Karl Hubert, Metzger und Wirt.
egen Umzug abzugeben:
W 1 Dampfwaſchm., 1 Bügelof.,
1 neuer 15 m l. Gartenſchl. (Gummi)
m. Schlauchrolle, 24 Läuferſtangen
aus Meſſing, 1 eiſ. Ofen, 1
Holzbett=
ſtelle, 1 Sportwag., 1 Rohrpuppe z.
Schneid., 100 Blumenſcherb., 7 gr.
Oleand., 3 weißbl. Näh. Exp. (B6168
Umzugshalber
zu verkaufen:
Eiſerne Bettſtellen mit guten
Wollmatratzen, zweitürige lackierte
Kleiderſchränke, Spiegel, 1 Sofa
und 2 Seſſel, roſtbrauner
Plüſch=
bezug, große u. kleine Tiſche und
Stühle, alles wenig gebraucht,
Gaslampen.
(*6412mds
Heidelbergerstrasse 15½
Villenkolonie Ludwigshöhe.
Oster-Ausstellung guter Bücher
und Bildwerke
veranſtaltet vom Darmſtädter Jugendſchriften=Ausſchuß.
Lokal: Rathaus, Markt 8, eine Stiege hoch.
Geöffnet im Monat März: Samstags und Sonntags v. 4—7 Uhr,
(6318sss
Sonntags auch von 11—12¼ Uhr. — Eintritt frei!
Hotel,Hess‟
(881a
täglich
Conzert.
unstler
Stets freien Eintritt.
Sonntag: Anfang 4 Uhr.
2
Ludwigshöhe.
Sonntag, den 17. März, nachmittags 4 Uhr:
Militär (Streichmusik)-Konzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: M. WEB ER.
U. a.: L. Cherubini, Ouvertüre „Der Waſſerträger‟ D. E. F.
Auber, Ouvertüre „Der Feenſee‟. Fantaſie über Motive der
Boildieu=
ſchen Oper „Die weiße Dame” von Berbiguin (Flöten=Solo: Herr
Müller). Joh. Strauß, „Wo die Zitronen blüh’n” Walzer. A.
Schreiner, „Die Reiſe um die Welt in 15 Minuten”, Potpourri.
„Wenn der Bräutigam mit der Braut durch die Wälder zieht” uſw.
Eintritt 25 Pfg.
(B6468
Die oberen Räume ſind für die Nichtkonzertbeſucher reſerviert.
Robluchz Fheater
— am Weissen Turm. n
Grösstes und schönstes Lichtspielhaus Hessens.
Von Samstag, d. 16., bis inkl. Dienstag, d. 19.:
Motto:
Eifersucht macht scharfsichtig und — blind,
Sieht wie ein Schütz — und trifft wie ein Kind.
v. Geibel.
Der Weisse Bonlie
Wohnungs-
Einrichtungen
ſowie einzelne Möbel kaufen Sie
konkurrenzlos billig in prima
Ausführung bei
(*6409ms
Mederle & Uhland
Möbelgeſchäft, Mathildenplatz.
Ein Ehedrama in 3 Akten.
Gut erhaltener
Konfirman
zu verkaufen Herdweg 14. (B645
Ausserdem: Die russische Flotte.
Der Geizhals und die Diebe. Humor.
Der Wunsch geht in Erfüllung. Drama.
Wochen-Revne des R.-T.
Am Adriatischen Meer. Natur.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 25.
See
e
Heilbewährt bei Katarrhen, Husten,
Heiserkeit, Verschleimung, Magen-
S säure Influenza u. Folgezustände.
Uberall erhältlich in Apotheken, Drogen und
Mineralwasser-Handlunnen.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten).
Immer Neues. — Das Senſationsbedürfnis der
Welt=
ſtadt. — Ein guter Magen. — Herrn Kirſchners
Rücktritts=
gedanken. — Der Bergarbeiter=Ausſtand. — Nochmals der
Spieler=Prozeß. — Sein Drumherum. — Neue Berliner
Geſelligkeit. — Der „Duce” und der Kommerzienrat. —
Aus unſerer Künſtlerſchaft. — Die Graf Harrach=
Aus=
ſtellung.
Berlins Neuigkeitsbedürfnis kam in
die=
ſen Tagen auf ſeine Rechnung. Es iſt erſtaunlich, wie groß
auch in dieſer Beziehung der Appetit der Weltſtadt iſt, was
alles und wie ſchnell ſie es verdauen kann, ſtets nach neuen
und ergiebigen Portionen verlangend. Bergarbeiter=
Aus=
ſtand — die Entdeckung des Südpols durch Amundſen —
Bedauern, daß der Filchnerſchen deutſchen
Südpolexpedi=
tion das eigentliche Ziel genommen wird — Rücktritt des
Oberbürgermeiſters Kirſchner — Erneutes Bleiben
des=
ſelben — Erſatz Dr. Dernburg — Vorläufige Ableugnung
ſeiner Oberbürgermeiſtergefühle — Spielerprozeß Bujes=
Metternich — Ein neuer Margolin=Prozeß — Raubanfälle
bei Tag und bei Nacht. O, eine ganz hübſche Auswahl für
den kurzen Raum einer Woche!
Manches aus dieſem Groß=Berliner Repertoire erweckt
nur vorübergehendes Intereſſe, anderes wieder weiß länger
zu feſſeln, das hat dann ſchon einen beſonderen Einſchlag.
So ging man über die wohl gar zu voreilig in die Preſſe
gebrachten Rücktrittsgedanken unſeres bald
ſiebzigjährigen Oberbürgermeiſters ſchnell
zur Tagesordnung über, rechnet man doch ſchon ſeit
ge=
raumer Friſt mit ſeinem Abſchied und dürfte dieſen nur
im engſten Klüngel bedauern. Das ſoll keinen Tadel
be=
deuten; daß Herr Kirſchner gelegentlich nicht die nötige
Energie und das ſtarke Rückgrat gehabt, lag in ſeinem
gan=
zen geruhſamen Weſen, das ihm auch keinerlei
Volkstümlich=
keit verſchaffte. Den breiten Volksſchichten iſt ein
tem=
veramentvoller Menſch, auch wenn er mal vorbeihaut, ſtets
ſympathiſcher, als eine ſtillere Natur, die, nach Berliner
Ausdruck, „nicht Jips noch Japs ſagt”.
Auch um den Bergarbeiter=Ausſtand
küm=
merte man ſich hier vorläufig nicht viel. Man glaubt
zu=
nächſt nicht an ſeine längere Dauer, empfindet noch
keiner=
lei Kohlennot, zudem wärmt die liebe Frühlingsſonne
ſchon recht ſchön. Der jetzt begonnene Prozeß, in den der
Hochſtapler Margolin verwickelt iſt, lockt auch keine
Katz nach Moabit; bloß Wechſelfälſchungen und allerhand
Schiebungen, alter Plunder, nichts von Belang. Bleibt,
wenn wir von dem Tratſch abſehen, der ſich um liebevoll
behandelte Familienzerwürfniſſe in hohen und höchſten
Kreiſen dreht, der Spielerprozeß Bujes=
Met=
ternich, der nach mehrtägiger Pauſe jetzt von neuem die
Gemüter beſchäftigt. Weniger der beiden Angeklagten
wegen, als des ganzen Drumherums, das, wie oft,
charak=
teriſtiſcher und feſſelnder iſt, typiſcher für die Gegenwart
und unſere geſellſchaftlichen Verhältniſſe, als die Herren
Metternich und Bujes. Das ſind Figuren, über die man
nicht viele Worte zu verlieren braucht. Um das Gräflein
würde man ſich überhaupt nicht kümmern, wenn es nicht
der Träger eines geſchichtlich bekannten Namens und ſein
Oheim deutſcher Botſchafter wäre; ein unreifer, junger
Mann, der von früh an ſeinen Eltern ſchwere Sorgen
be=
reitet, der nichts gelernt, ernſter Arbeit gern aus dem Wege
ging, auf den Zufall ſeiner Abſtammung pochte und dies
Geburtstagsgeſchenk recht gut zu verwerten wußte,
natür=
lich auch zu einer Heirat. Und Herr Bujes — ein
ver=
ſchmitztergergmäniſch=uiffcher und ſonſtiger Miſchling von
unbedeutad zem Ausſehen, ſo aus der Gegend von Jaſſy,
wo man dieſe Sorte ſchockweiſe trifft, ſprachenkundig und
verwandliſgsfähig, letzteres inbezug auf Nationalität,
Titel, Relgion, Beruf und was ſonſt dazu gehört, um jenen,
die nicht ölle werden, Sand in die Augen zu ſtreuen.
Jene, die nicht alle werden, unſere lieben
Mit=
menſchen in geſicherter Lebensſtellung, von gutem Ruf,
tüchtig in Ausübung ihrer Pflichten, auf ſich und ihren
Verkehrskreis achtend. Sie ſind es, die auch dieſem Prozeß
eine ihm ſonſt gar nicht zukommende Berückſichtigung
ver=
ſchaffen. Immer von neuem erſcheint es einem wie ein
ſeltenes Rätſel, daß dieſe Gutsbeſitzer, Offiziere,
Fabrikan=
ten, die doch nicht friſch aus dem Neſt kommen, die weite
Reiſen gemacht und Lebenserfahrung beſitzen, ſich von
einem Abenteuer à la Bujes übertölpeln kaſſen. Gewiß,
unterwegs, zumal im Ausland, ſchließt man leicht
Bekannt=
ſchaft, aber zwiſchen einem gelegentlichen Zuſammentreffen
und einer engen Anbiederung mit Sektgelagen iſt doch ein
großer Unterſchied. Ein adliges Fräulein verlobt ſich im
Handumdrehen mit jenem unanſehnlichen Rumänen, gibt
ihm auf Verlangen ihr Wort, ſich nicht über ihn zu
erkun=
digen — was ſie und die Ihren doch ſofort hätte ſtutzig
machen müſſen — und öffnet ihm ihren Treſor; ein
Offi=
zier lernt im Speiſewagen den gleichen fremdartigen
Zeit=
genoſſen kennen und folgt ſeiner Einladung zu einem
Schmaus im Hotelzimmer; ein anderer Offizier läßt ſich
in Paris bluffen von einem angeblichen Vetter des
Her=
zogs von Orleans und einem ein paar Orden tragenden
problematiſchen Grafen. Und all dieſe ſo ſchnell
geſchloſſe=
nen Verbrüderungen enden mit einem ausgiebigen Jeu,
bei welchem den lieben neuen Freunden die Taſchen
gründ=
lich geleert werden. Wenn die Hineingefallenen noch
paſ=
ſionierte Spieler wären, die dem Drange nach den bunten
Kartenblättchen nicht widerſtehen können, ſo würde man
ſich manches erklären, aber ſie haben ja ſämtlich ausgeſagt,
daß ſie ſich gar nichts aus dem Spiel machen und ſich nur
auf fortgeſetztes Drängen daran beteiligten.
Hier ſpielt auch wieder die leidige deutſche
Vor=
liebe für alles Ausländiſche mit. Ein
gutdeut=
ſcher Herr Müller oder Pfannſchmidt oder Lehmann, auch
wenn er viel repräſentabler ausgeſehen, als der
verküm=
merte Rumäne, hätte ſich wahrſcheinlich bei einem
An=
näherungsverſuch eine glatte Abweiſung von den
erwähn=
ten Herrſchaften zugezogen, aber Monſieur de Bujes, mit
dem roten Bändchen der Ehrenlegion im Knopfloch, ja,
Bauer, das iſt ganz was anderes! Mit dieſer deutſchen
Schwäche rechnen ja die Glücksritter aus aller Herren
Län=
dern und — verrechnen ſich ſelten. Berlin iſt während der
letzten Jahrzehnte ſo gewaltig gewachſen, daß die
Ein=
wohnerſchaft, die ſich früher nach den einzelnen Ständen
abſonderte, völlig durcheinander gewirbelt wurde. Das
Nomadentum des Wohnungswechſels erſtreckt ſich auch auf
die Geſelligkeit. Einſt freute man ſich, recht viele alte
Be=
kannte zu beſitzen und ſie um ſich zu vereinen, heute iſt man
ſtolz, möglichſt viele neue Geſichter bei ſich zu ſehen und mit
Namen wie Titeln zu protzen. Groß=Berlin hat auch die
Großmannsſucht nicht erzeugt — denn ſie ſteckte den
Ber=
linern ſchon von jeher in den Knochen — aber erheblich
ver=
ſtärkt und hat ſie auf Kreiſe ausgedehnt, die ſich ehemals
davon fern gehalten. Der hohe Beamten= und Offizierſtand
iſt ausgeſchloſſen, weniger das Alt=Berliner Patriziertum,
das ſich lange genug gegen das Eindringen fremder
Ele=
mente gewehrt, aber ſchließlich doch nachgab und ſich den
ge=
ſelligen Neuerungen nicht verſchloß. Zu letzteren zählt ja
auch, daß man vielfach die Geſelligkeit aus dem eigenen
Heim in die prunkenden großen Hotels verlegt, dort in
ab=
geſchloſſenen Räumen ſeine Gäſte empfängt und bewirtet.
Da nimmt mans denn oft nicht ſo genau mit den
Ein=
ladungen, und mancher ſchlüpft unter, der ſonſt nicht die
häusliche Schwelle des Gaſtgebers betreten haben würde.
Bei einer derarigen feſtlichen Veraniallung hatte ein
hieſiger Kommerzienrat der, wohlhabend und durchaus von
ſolidem Weſen, ſehr viel auf einen mehrfach durchgeſiebten
Verkehrskreis hielt, einen italieniſchen „Duce”
ken=
nen gelernt, den er zu einem Beſuch und ſpäter zu den ſtets
vornehmen und angeregten Geſellſchaften in ſeiner
Häus=
lichkeit einlud. Der „Duce” deutete zwar an, daß er den
Titel eigentlich nicht führen dürfe, da er ſeinem älteren
Bruder zuſtehe, aber nach dem Tode ſeines Vaters des
Herzogs Soundſo, erbe er, neben anderem, auch einen
klang=
vollen Grafennamen. In Berlin, ſo gab der beſcheiden und
nett auftretende Italiano an, ſtudiere er Agrikulturchemie,
um ſpäter die hier gewonnenen Kenntniſſe auf den
väter=
lichen Gütern zu verwerten. Die Freundſchaft mit der
kommerzienrätlichen Familie wurde immer enger, nach
mehreren Monden hielt der „Duce” um die Hand der
älteſten Tochter, eines hübſchen 18jährigen Mädchens, an,
die ihm auch halb und halb zugeſagt wurde, nur wollte man
noch etwas warten, wegen der Jugend der Erwählten. Bald
danach, im vergangenen Monat, kam durch einen reinen
Zufall heraus, daß der „Duce” ein ſimpler Signor Bardini
— und ſeines Zeichens Fechtmeiſter in einem hieſigen
italieniſchen Klub iſt. Ein Beiſpiel für viele! Und es gibt
recht viele fremde Fechtmeiſter in Berlin, die nicht bloß mit
dem Floret fechten!—
Ja, das Berliner Geſellſchaftsleben iſt reich an
aller=
hand Wirrwarr, der auch an anderen Stellen zu bemerken
iſt, leider recht empfindlich in unſerer Künſtlerſchafl.
Da wechſelt’s fortwährend mit Strömungen und
Gegen=
ſtrömungen, das Cliquenweſen blüht, perſönlicher Ehrgeiz
haſcht nach Befriedigung und führt zu wunderlichen
In=
triguen wie Befehdungen. Man kann ſich heute noch nicht
einigen, ob man dem Plane einer großen deutſchen
Kunſt=
ausſtellung im kommenden Jahre in Berlin — anläßlich
des Regierungsjubiläums des Kaiſers — näher treten will,
und eine ähnliche Unentſchiedenheit herrſcht betreffs des
Baues eines neuen Ausſtellungspalaſtes. Sehr
unerquick=
lich ſind auch die Verhältniſſe im Landesausſtellungspark.
Der wirtſchaftliche Betrieb desſelben will und will nicht
ge=
deihen, innerhalb dreier Jahre hat die Regierung dem
Pächter nicht weniger als eine Million Mark bewilligt —
wieviele tüchtige, ſtrebſame Künſtler hätte man damit
för=
dern können! — und trotzdem haperts immer von neuem und
kann kein rechter Zug in die Sache kommen! Darunter leidet
aber auch erheblich die Große Berliner Kunſtausſtellung,
wie dies ſehr hübſch in einem kürzlichen Feſtblatt des
Ver=
eins Berliner Künſtler zum Ausdruck gelangte: in dem
Ge=
fühl ſeiner ganzen Würde und Hoheit ſteht ein Oberkellner
da, in der erhobenen Hand eine kleine Schale haltend, auf
der verſchüchtert Pallas Athene ſitzt, voll tiefer Ergebenheit
zu dem Gewaltigen herabblickend!
Als erfreulicher Gegenſatz zu jenen erwähnten Wirren
im Schoße unſerer Künſtlerſchaft wirkt die im
Künſtler=
verein veranſtaltete Ausſtellung einer Reihe von Werken
des Grafen Ferdinand Harrach, der kürzlich,
ſeinen achtzigſten Geburtstag gefeiert. Keine ſtürmiſche
Kunſt, kein Brauſen und Gähren, aber eine ernſte,
vor=
nehme, klare und wahre Richtung und Entwicklung von
An=
fang an, ein Selbſtgenügen der vorhandenen Kräfte, ein
ruhiges Abwägen und formvollendetes Streben in
jeg=
licher Beziehung. Jedes Bild, ob religiöſen oder
kriege=
riſchen Stoffes, ob Porträt oder Landſchaft, es zeigt uns
die gleiche Meiſterſchaft und liebevolle Vertiefung. Stets
hat man das Gefühl, daß Graf Harrach keins ſeiner
Ge=
mälde ſein Atelier verlaſſen ließ, ehe er nicht völlig damit
zufrieden. Und ehe er dieſe eigene Zufriedenheit erwarb,
mag er eine Unſumme von Fleiß und Studium
aufgewen=
det haben, was die Bilder ſelbſt kaum verraten. Neben den
glänzenden Porträts feſſeln uns beſonders die Szenen aus
dem 70er Feldzuge: Jäger vor Mont=Valérien, In den
Weinbergen von Wörth, Moltke vor Paris; ſchlicht, dabei
von außerordentlicher Stimmung, ſind die Schweizer
Ge=
birgslandſchaften, von geſchichtlichem Wert iſt Moltke auf
dem Sterbebette. Dieſe Ausſtellung hinterläßt einen
un=
getrübt reinen Genuß
Selhezt
(6350M)
Alter
Deutsches Erzeugnis
Meneld
abgelagerter
Tachtats=geet
Darmstädter Herdfabrik u.
Landwehrstraße 63.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Landwehrstraße 63
Abgekürzte Brief-Adresse: Herdfabrik G. m. b. H
Darmstadt. — Telegr.-Adr.: Kochherd Darmstadt.
Fernsprecher Nr. 518.
Bank-Konto: Bank für Handel u. Industrie
Darm-
stadt. — Postscheck-Konto Frankfurt a. M. 5791.
Eigenes Anschlussgeleise.
Fabrikgrundstück 14500 qm.
Stanzwerk, Vernicklungsanstalt, Schleiferei, Poliererei,
Verzinnerei, Kupferschmiede, Emaillierwerk mit eigener
Email-
schmelze, Modellerkstätte, Fabrikation von Wasserschiffen
und gußeisernen Kochherdteilen jeder Art.
Spezialfabrik für Kochherde
(5846a
jeder Art und Grösse
in Gusseisen, in Schmiedeeisen, Jackiert, hochfein emailliert
sowie dekoriert. Garantiert haltbare Emaillierung.
Waschkessel, Metzgereiherde, Gaskocher,
Gas-
apparate und sämtliche verwandte Kochapparate
in hocheleganten Ausstattungen und vorzüglichen
Konstruktionen.
Gerantie für tadellose Funktion und
vorzügliches Braten und Backen.
Zwei D. R. P. :: Drei D. R. G. M.:: Zwei D. R. P. ang.
für verbesserte Konstruktionen.
Sofortige Lieferung der gangbaren Sorten, besond. Wünsche
werden innerhalb kürzester Zeit berücksichtigt.
Tägliche Produktionsmöglichkeit ca. 100 Kochherde.
(3185f.
Empfehle mich im Lieſern von
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle
Bedienung
(883a
Peter Karn,
Friedhof=Allee. Telephon 1396
Wohnung: Friedrichſtraße 11.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
er
Ooſatt
Anzer
S
Erſcheink 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolfreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Srtete Zimmer
Rhein=
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (201ms
Martinſtraße 35, Herrſchaftsh.,
10 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht,
Garten ꝛc., zu verm. oder zu verk.
Näheres=Laden Kiesſtraße 66, Ecke
Nieder=Ramſtädterſtraße. (203ms
Heinrichstr. 64, 1. St.
8 Zimmer, mit Gas, elektr. Licht u.
reichl. Zubehör, per ſofort z. verm.
Näh. Auskunft parterre. (204ms
Martinstrasse 47
Wohnung, enthaltend 9 Zimmer,
Badezimmer, mehr. Nebenräume
und großer Garten, per ſofort zu
verm. Näh. durch C. W. Braun,
Martinſtr. 74.
(B209ms
Annastrasse 8, 2. St.
ſchöne moderne Wohnung von
10 Zimmern. Badezim., Küche mit
Gas, 2 gr. Verandas, Garten nebſt
reichlichem Zubeh. ꝛc., ohne
Gegen=
füber, an ruhige Fam. per 1. April,
event. 1. Juli, zu verm. Preis
11600 Mk. Die Wohnung kann
event. auch geteilt werden. (1326ms
Die Villa Dieburgerſtr. 190,
mit 12—14 Wohnräumen, welche
inach Wunſch des Mieters
her=
ſgerichtet werden, Wintergarten,
Veranda, Stallung, Remiſe,
Bur=
ſchenzimmer, ca. 2 Morgen Zier=,
Obſt= u. Gemüſegart., iſt alsbald
zu vermieten oder zu verkauf. Näh.
durch Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (1646ms
Resdasg
Cöbeee
Ecke Ohlyſtraße u. Grüner Weg,
neu erbaut, 11 Zimmer mit reichl.
Zubehör, herrſchaftl. eingerichtet,
per 1. April beziehbar, zu
ver=
mieten ev. zu verkaufen. Näheres
Ohlpſtraße 69, parterre. (B335ms
Das Haus
Riedeſelſtr. 12
mit kl. Vor= u. Hintergart.,
ſof. z. Alleinbewohnen zu
verm. Näh. nur durch die
Firma Joseph Trier,
Wilhelminenſtr. 25. (965s
Kiesſtraße 95
Haus zum Alleinbewohnen, ca.
12 Zimmer, gr. Garten, per ſofort
oder ſpäter zu vermieten evtl. zu
verkauf. Näh. durch Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (4166s
Neckarstr. 8, 3. St.
Herrſchaftswohnung, 9 Zimmer,
Bad, reichl. Zubehör, per 1. April.
Näh. Neckarſtr. 8, Sth. II. (64s
Herrſchaftshaus
zu vermieten. (B967s
Das ſeither von Sr. Exzell.
Hrn. v. Strantz bewohnt. Haus
Hermannstrase 6
enthaltend 14 Zimmer inkl.
einem großen Saal, Stall.,
Garten, elektr. Licht iſt zu vm.
Das Haus kann auch in
2 Etagen vermietet werden u.
wird vollſtändig in Ordnung
gebracht. Näh. durch die Firma
Joseph Trier, Wilhelminenstr. 25.
Herrschafts-
Wohnung.
Infolge Sterbefalls iſt die
Wohnung Wilhelmstrasse 8.
parterre, auf. 1. Juli ds. Js., ev.
ſchon 1. Mai, anderweitig zu
ver=
mieten. Die Wohnung beſteht aus
3 zum Teil ſehr großen Zimmern,
darunter ein Speiſe=Saal nebſt
Veranda, groß. Küche mit
Neben=
räumen und Diener=Zimmer im
Souterrain. Mitvermietet werden
mehrere Manſardenzimmer u. der
Vorgarten. Die Wohnung iſt mit
Gas, elekt. Licht und Warmwaſſer=
Zentralheiz. verſehen. Näh. zu
er=
fahren bei der Hofmöbelhandlung
Trier, Wilhelminenſtr. 25. (6336s
§ Rheinstrasse 15
5 1. Stock, Wohnung: 7 Zim., 6
Gas u. elektr. Licht, mit reichl.
8 Zubehör, ganz neu hergericht.,
S per ſofort zu verm. (214ms 5
Herz Hachenburger Sohn.
Seegesgesgogeangesese Herrschaftswohnung
7 Z., elektr. Licht, Gas, kompl. Bade=
einricht., großer Vorgarten u. Balk.,
an ruh. Familie preiswert zu verm.
Näh. Zeughausſtr. 3, pt. (211ms Frankfurterstr. 24, 1. St.
herrſchaftl. 7=Zimmerwohn., Gas,
Elektr., Badezimmer, mit und ohne
Stall. für 3—4 Pferde, per 1. April
zu verm.
(215ms Dieburgerstr. 26
1. Stock, geräumige 7 Zimmer=
Wohnung mit Loggia, Veranda,
Gas und Zubehör per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt oder
Brauerei z. Goldnen Anker. (3303ids Rhemstr. 124
2. Etage, hochherrſchaftl. 7= Zimmer=
wohn., mit Bad, Veranden, Zentr.=
Heiz., Gas u. elektr. Licht, per ſofort
z. verm. Einzuſehen vorm. v. 10—12
Uhr. — Weitere Auskunft Grafen=
ſtraße 10, im Laden. (212ms Heidelbergerstr. 7
Ecke Riedeſelſtr., 7= Zimmerwoh=
nung mit großem Badezimmer,
Balkon, Elektr. und Gas, nebſt
Zubehör ev. Stallung per 1. April
zu verm. Näh. I. Stock. (3842ms Rhein= u. Grafenſtraße Ecke
in der 2. Etage, Wohnung mit
7 ſehr groß. Zimmern nebſt Bade=
u. Ankleidezim. und all. neuzeitl.
Komfort ausgeſtattet, 1. Juli zu
verm. S. Lautz.,
(4371ms Marinstr. 54, gart.
7 Zimmerwohnung mit reichl.
Zübehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per 1. April zu verm.
Näh. Heinr. Funk, Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (4849ms Zimmer erhentete h ete
Herrſchaftswohnung, 6 Zimmer
nebſt reichl. Zubehhr
(219ms
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26. 1. St.,
Wittmannſtr. 29 6 Zim.,
mit Bad, Veranda, Fremdenz.
ꝛc., neu herger., ſof. od. ſpät. an
kl. Fam Pr. 1600 M. (B216ms Riedeselstr. 33, I. Etage
6=Zimmerwohn., eleg. hergerichtet,
Badezimmer, Gas. Einzuſ. v. 11—1
vorm. u.3—4 Uhr nachm. Auskunſt
A. v. Hessert. Martinſtr. 14.(B217ms 6 Zim.
Herrſchaftswohnung, z. mit
oder ohne Stallung für 3 Pferde
zu vermieten. Näh. bei J. Conr.
Mahr, Heidelbergerſtr. 43. (B970s
Herdweg 99, 1. Etage
iſt eine ſehr ſchöne neuhergerichtete
6=Zim.=Wohnung d. Neuzeit entſpr.,
reichl. Zubeh., 2 Veranden, Bad m.
Einrichtung, Mädchenzim.,
Waſch=
küche, auf Wunſch 2 Zimmer im
Obergeſchoß, elektr. Licht, Gas uſw.
Nß. daſelbſt 2. Etage. (B221ms
Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part. (B222ms
2. St., 6 Zimmer m. reichl. Zubeh.,
Pr. 800 Mk. Näh. daſ. (228ms Mathildenstr. 53, part. u. I.
eleg. 6=Zimmerwohnung m. reichl.
Zubeh. ſof. Näh. 2. St. (B218ms Herdweg 64, 2. St., elegante
6=Zimmerw. per 1. April zu verm.
Näh. Moſerſtr. 11, part. (B257ms Niederramſtädterſtr. 46, I.
ſchöne 6=Z.=Wohn. p. ſof. (1434ms Heinrichstr. 68, 2. St.
große 6=Zim.=Wohn. mit Fremden=
zimmer, großer Veranda ꝛc. auf
1. April 1912. Näh. Soderſtr. 70,
1. Stock.
(607ms Wülhelnstr. 50 Zentralheizung, Warmwaſſer=
bereit, evtl. m. Stall. ſof. z. v. 1111 Uhr ab.
1 Näh. bei Heinrich Funk, Soder=
ſtraße 76. Tel. 1031. (223ms Fereſchne eit
Mathildenpl. 4 6= Zimmerw.
ohne vis-a-vis, per 1. April zu
vermiet. (Näh. im Laden). (1085ms Heidelbergerſtr. 83, II. Stock,
6 Zimmer nebſt Zubehör per
alsbald oder p. 1. April zu verm.
Näheres Rheinſtraße 12½,
III. Stock.
(470ms Kiestr. 17, I. oder part.
6 reſp. 5 Zimmer mit 2 gr. Man=
ſardenz., Veranda, Trockenboden,
Bleichpl., Gas, auf 1. Juli. (5758ms Irenestr. 12,
Ecke Viktoriastr.
iſt der 1. St., neuzeitl. eingerichtet,
6 gr. Zim., Badezim., Fremdenz.,
Balkon und andere Nebenräume,
ſofort zu vermieten. Näh. im Näh. im Laden Ludwigſtr. 10.
3. St., ſowie bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz 8, Tel. 1693. (229ms „Villa Rhein=
Herdweg 90 blickt, iſt die
herrſchaftliche
Wohn. des unt. Stocks, beſteh in
6 Zim. mit reichl. Zubehör, Garten=
anteil, per 1. April 1912 o. ſpäter
zu vermiet. Näh. durch Architekt
Weber, Dieburgerſtr. 8. Einzuſ.
v. 11—12 u. 3—5 Uhr. (521ms Hoffmannstr. 34, II.
6 Zimmer nebſt Zubeh., Veranda,
(auf Wunſch können noch 2 Man=
fardenzimmer zugegeben werden), gegenüber, für ruhige Mieter, mit
bis 1. April. Einzuſehen von 11
bis 5 Uhr.
(1334ms Verſetzungshalber
Roßdörferſtraße 86 6 Zimmer=
wohn. in freier Lage, mit Loggia, 2. St., 5 ſch. Zimmer, Bad, Gas,
Balkon u. ſonſt. Zubehör zu vm.
Einzuſehen von 11 Uhr ab. Näh.
daſelbſt.
(3572ms Heidelbergerſtraße 23, 1. od.
2. Stock, große herrſchaftl. 6 Zim=
merwohnung mit allem Zubehör,
Veranda, Balkon, Magdkammer,
billig zu vermieten. (B4615s Luisenstrasse 10
1. Etage, eine Wohnung von 6
ſchönen u. großen Zimmern, Küche
und mehreren Nebenräumen, zu
vermieten und ſofort beziehbar.
Dieſelbe eignet ſich auch für Rechts=
anwälte oder Arzt. (B5379ms
Die Vermietung erfolgt nur durch Frankfurterſtr. 6, gegenüber d.
C. W. Braun, Martinſtraße 74.
Martinstrasse 72
1. Etage, 6 Zimmer, Küche, Bad,
Balkon und Veranda, Gas und
elektr. Licht. im Dachſtock
Fremden=
zimmer, Mädchenkammer ꝛc., zu
verm.; beziehbar vom 1. April ab.
Einzuſehen von 1—3 Uhr mittags.
Näh. Auskunft bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74. (B5820ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34.
(112a
Umbau Luisenplatz 1
zwei 6 Zimmerwohnungen im 2. u.
3. Stock mit Gas und elektr. Licht,
zu 1200 u. 1000 Mk. zu vm. (B5786s
2. Stock, moderne Wohnung von
6 Zimmern, Veranda, ev. Garten,
ganz neu hergerichtet, mit reichl.
Zubehör an ruhige Familie per.
1. Juli billigſt zu verm. (5709ms Annastr. 35
iſt in dem Freiherrl. von Günder=
rode’ſchen Herrſchaftshauſe die Par=
terrewohnung mit 6 Zim., Küche,
Bad mit Einrichtung, Fremden= u.
Mädchenzimmer, Gas, elektr. Licht
u. reichlichem Zubehör alsbald od.
1. Juli d. J. zu vermieten. Näh.
bei dem Bevollmächtiaten (5712ms
Roßdörfer=
G. Bernbeck, ſtraße 89, I. Steinſtraße 5, I., 6 Zimmer=
wohnung m. Zubehör für 1. Juli.
Näh. parterre.
(6043ms Beckstrasse 64
Belletage, eleg. 6 Zimmerwohnung,
Erker, Loggia, Badez., Küche, zwei
Herrſch. große 6=Zimmerwohn. Manſardenz., zwei Keller, Vor= u.
mit Zubehör, Gas, elektr. Licht. Hausgarten, Bleichplatz, p. 1. Juli
zu verm. Einzuſeh. von morgens
(6041ms Heinrichstr. 124
iſt die Parterrewohnung, beſtehend
aus 6 Zimmer nebſt Zubehör u.
Vorgarten zu vermieten. Einzu=
ſehen zwiſchen 11—1 Uhr. (6330s in
Moosbergſtr. 10
nächſt Götheſtraße, 1. Etage, 5 Z.,
geſchloſſ. Veranda, Bad u. allem
Zubehbr, ſofort od. ſpät. an ruh.
Mieter.
(B234ms freie Lage, 1. St.,
Kohdörferstr. 44 gr.5=Z.=W., Bad,
Veranda u. reichl. Zub., ſof. (238ms e e
berg bewohnte 1. Etage, 3 Z.
mit reichl. Zubehör, neuzeitl.
hergerichtet, iſt per ſofort zu
vermieten.
(235ms Landwehrstrasse 8
1. Stock., 5 Zim., u. Badezimmer,
Veranda nach d. Gart., Bleichpl. ꝛc.,
p. 1. April, evtl. früher zu verm.
Näheres parterre.
(250ms 5 u. 3=Zimmer=
Wienersſtr. 83, wohn. (1026ms Herrſchaftliche
5=Zimmerwohnung
Frankfurterſtraße 38 im 2. Stock,
in ſchöner Lage, dem Herrngarten
dem Hausbeſitzer allein zu bewoh.
5 Zim., 2 Kam. u. Zub., Badez.,
Gas, 2 Keller, 2 Balkone, Waſch=
küche und Trockenboden. (1915ms Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
(239ms
neu hergerichtet. Heinrichstrasse 114
eleg. 5=Zimmerw. im 1. Stock, auf
1. April 1912 zu verm. (252ms Wittmannstrasse 25, I.
5 gr. Z. m. Bad, Veranda, gerad.
Manſardz. p. 1. April an ruhige
Familie zu vermieten. (B249ms Wilhelminenstr. 172
1. Obergeſchoß, 5=Z.=W. mit Zub.,
Zentralhzg. u. Verandazu vm. Näh.
Krankfurterſtr. 16½, part. (245ms Herngarten, ſch. 5= Zimmerwohn.
m. all. Zubehör, per ſof. od. ſpäter
zu verm. Näh. part.
(245ms
6
Wilhelmstr. 2, I.
5 evtl. 7 Zim., verglaſte Veranda,
Bad, Gas, Gartenanteil, p. 1. April i
ev. auch ſpäter zu verm. (B254ms
Ecke Herdweg u. Grünerweg 36
zwei Wohnungen, 1. u. 2. St., je
5 Zimmer m. Zubehör p. 1. Aprilev.
früher. Einzuſ. v. 9 bis 12 Uhr vorm.
u. 3½ bis 6 Uhr nachmitt. (B582ms
Ecke Heidelbergerſtr., 2. Stock,
5 Zim., Bad, Manſ. u. all. Zubeh.
per 1. April zu verm. (B3707ms
Roßdörferſtr. 73, 1. St., große
neuzeitl. 5-6=Z.=Wohn. mit all. Zub.
per 15. Mai ev. früh. Näh. pt. (2613s
Schützenſtraße 3, 1. Stock
eleg. Wohnung, 5 Zim., Veranda,
Bad u. ſonſt. Zubehör, Gas u. elektr.
Licht, v. ſof. zu verm. (255ms
Pallaswieſenſtr. 39, pt., Fünf=
Zimmerwohnung nebſt Zubehör
zu vermieten. Näheres im
2. Stock oder Rheinſtraße 25,
(468ms
Contor A.
Mählſtr. 59, I., 5 Zim., Bad,
Veranda, Trockenbod., Bleichplatz,
Näh 11—12 Uhr part. (B1343ms
Rhein- u. Georgenstr.-Ecke
1. u. 2. St. je große 5 Zim.=Wohn. f.
Arzt od. Anwaltbeſonders geeignet,
p. 1. Juli. Näh. Rheinſtr. 33, I.(4820ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 15,
hochparterre, 5 Zimmerwohnung,
3 große u. 2Entreſolz. mit all Zubeh.
Zeit nach Vereinbarung. (4755a
Gutenbergſtraße 12
1. Stock, ſchöne 5=Zimmerwohn.,
der Neuzeit entſpr. eingerichtet, mit
allem Zubehör p. 1. April zu vm.
Näh. daſ. v. 2—5 Uhr. (1736ids
Stiftſtr. 89, part., 5 Zimmerw.
mit kleiner Werkſtätte p. 1. April zu
verm., eventl. auch Garten. Zu
er=
fragen Mühlſtr. 26, part. (554ms
Heidelbergerstr. 88
großes Zimmerwohn. m.
Lino=
leumbelag. Näh. Heinr. Funk,
Soderſtr. 76. Tel. 1031.(B787ms
Moſtdörſerſtr. 10, Stt
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör zum 1. April zu vermieten.
Näheres auf dem Contor der
Brauerei Rummel, Alle 63. (396ms
Heidelbergerstr. 85
2. St., ſchöne ger. 5= Z.=Wohn. mit
Balkon u. allem Zub., p. 1. April
zu verm.
(1323ms
Näh. daſelbſt u. Soderſtr. 112 pt.
Schloßgartenſtr.
Zim.=Wohnung.
11,
1. St.,
(1322ms
Vittoriaſtraße 39, II,
ge=
räumige, elegante 5= Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
u. ſonſt. Zubehör, per 1. April,
ev. ſpäter, an ſehr ruh. Mieter.
Einzuſehen von 10½—12½ Uhr.
Näh. Kontor daſelbſt. (849ms
Beſungerſtr. 88, Hth. part, ſt
eine Wohn. v. 5 Zim., Speiſek.,
ab=
geſchl. Vorpl., 2 Kell., Gasl., gem. gr.
Waſchk., Bleichpl., Trockenbod per
1. Mai 1912 z. vm. Pr. 425 M. Näh.
Baubüro Dieburgerſtr. 8, pt. (3170ms
Heinrichstr. 158
1. St., 5 Zim., Badezim., Mädch.=
und Fremdenzim., Veranda, Gas
u. elektr. Licht u. ſchön. Bleichplatz
zum 1. April zu vermiet. (1073ms
Näheres Grafenſtr. 17 pt.
5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc. per ſof. od. 1. April zu
verm. Näheres 1. Stock. (B1926ms
Gutenbergstr. 21
1. St., große, mod. 5=Zimmerw.
mit Vor= u. Hintergarten, Fremd.. Mädchen=Zim., Gas, Bad und
allem Zubehör per 1. April.
Näh. bei Gievers. (1032ms
Deinrichſtr. 70, 1. St. 5 Zm.
mit Zubehör, Verand., Gas, elektr.
Licht, ab 1. April zu verm. Näh.
Wetheldenſtr. 54, I. (B1644ms
Mmeee grentier terſtr.
Wohnung: 5 Zimmer u. Zubehör,
per 1. Juni. Einzuſ. v. 11—1 Uhr.
Näh. Rheinſtr. 12, 1. St. (2607ms
mit 26 im großer,
5 Zimmerw. heller Diele (eleg.
Einrichtung), Badezim., Veranda,
elektr. Licht, Zentralheizung und
ſonſt. Zubehör iſt per 1. April zu
vermieten. Näh. Grafenſtr. 23½,
im Laden.
(898ms
Heinrichſtr. 110, 2. Etage,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör, 2 Manſardenzimmer, Gas,
Bad, Kalt= u. Warmwaſſerleitung,
Mitbenutzung des Trockenbodens,
Bleichplatzes, zu vermieten. Näh.
in der betr. Wohnung und
Inſel=
ſtraße 22, part.
(606ms
Vdhs., II.,
Eliſabethenſtr. 45, ſchöne
5 Zim.=Wohn. mit Zubeh. Näh.
Vorderhaus 2. Stock. (4645ms
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 27.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Annaſtr. 23, gr.
Herrſchafts=
wohn. mit Stall, 9 Zim. auf der
Etage, nebſt allem Zub. Näh. Frz.z
Koch, Mühlſtr. 64½.
(1105ms
Grünerweg 40, Neubau
zwei 7 Zimmerw., 2 Fremdenz.,
Zen=
tralh., Vacuumreinig., per 1. April.
Näh. Hoffmannſtr. 21, oder b. Hrn.ſ
Archtt. Klee, Heinrichſtr. 82. (292ms
elegane
Elisabethenstr. 3(
5 Zimmerw.
Bad, reichl. Zubh., p. 1. Apr. (297ms
Steinstrasse 5, I.
6 Zimmerwohn., Gas, Bad,
Zu=
behör per 1. Juli.
(6088ms
Heinrichstrasse 75, part.
6 Zimmerwohn. p. 1. April 1912.
Näheres 1. Stock.
(293ms
Heidelbergerstrasse 9½
herrſchaftl. 6=Zimmerwohn., reichl.
Zubeh. Näh. 3. Stock. (296ms
Schöne freie Lage, 2. Stageſt
ſehr große 6 Zim.=Wohn., Badez.,
Speiſekammer, Veranda, ſehr reichl.
Zubehör.
(5454ms
Näheres Aliceplatz 13.
2. St., 6 Zim.=
Rheinstr. 5, Wohn. mit all.
Zubeh. p. 1. Apr. Näh. i. Lad. (1094s
Frankensteinstr. 58, I. St. Heidenreichstrasse Bessungerstr. 122
zunächſt der Landskronſtr., ſchöne
zgeräumige 5=Zimmerw., Balkon,
Gartenanteil, per 1. April. (1106ms
Schwanenstrasse 70
neuherger. 5=Z.=Woh., Bad. Verand.
Gas, Mädchenz. u. reichl. Zubh. per
ſofort. Näh. daſ. part. (302ms
cke der Grafenſtr.,
Waldstr. 11 z. St., 5 Zimmerw.,3
reichl. Zub., p. 1. April. Näh.
Grafen=
ſtraße 35, II.
(1412ms
Eliſabethenſtraße 17, Ecke der
Wilhelminenſtr., 1. Stock, 5 große
Zimmerw. per 1. April. (544ms
1. Stock, 5 gr. Zim.
Taunusstr. 1, Balk., Badez., ſchöne
fr. Lage, ev. m. Garten. (305ms
Grünerweg 91, 1. St.
5=Zimmmerw., 2 Fremdenz.,
Zen=
tralhz., Veranda, Balk. Einzuſ. v.
10—12 und 3—6 Uhr. Näheres
(306ms
Grüner Weg 93.
Gutenbergſtr. 3
ſchöne 4=Zimmerwohnung allem
Zubehör per 1. April. Näheres im
Laden.
(1101ms
Dieburgerſtraße 19, Ecke der
Stiftſtraße, Manſard.=Wohnung,
5 ſchöne grade Zimmer mit reichl
Zubeh., 500 M. pro Jahr, p. 1. April.
Näh. Hoffmannſtr. 38, p. (5453ms
5 Zimmerwohn., Fremdenz., Bad,
Gas, Balkon, Loggia, alles
neuzeit=
lich. Näh. Soderſtr. 102, I. (6433ms
T
Viktoriastr. 87, II.
(am Viktoriaplatz) 5 Zim.=Wohn.,
Balkon, Gas, Bad uſw. p. 1. Juli.
Näheres part.
(6087ms
Elisabethenstr. 41, II.
ſſchöne 4=Zimmerwohn. m. Kabin.
u. reichlichem Zubehör in ruhigem
Hauſe per 1. April ſehr preiswert.
Zu erfr. u. anzuſeh.
Saalbau=
str. 27, I. täglich bis 5 Uhr. (1104ms
Artilleriestrasse 8
ſpart., 4 Zimmer=Wohnung, Gas,
Bad, elektr. Licht u. Zubeh., aufſ=
Wunſch mit Stallung; daſ. Manſ
an kleine Fam. Näh. b.
Schuch=
mann, Artillerieſtr. 10, pt. (1957ms
Ecke der Klapbacher= und
Schießhausſtraße 26 ſchöne
4 Zimmerwohn. per 1. April ev.
1. Juli.
(4620ms
Lichtenbergſtraße (8, 2. St.
neuzeitliche geräumige 4 Zimmer=
Wohn., Veranda, großem
Bleich=
platz und Trockenboden. Zu erfr.
im 1. Stock b. Gunschmann. (6086ms
zwei 4 Zimmerwohn. u. Zubehör
per ſofort.
(2679ms
Johannesviert., Irenestr. 6
Verſetzungshalber, ſehr ſchöne 4 Z.=
Wohnung, Gas, Bad, Veranda u.
Zubehör per 1. April. (5451ms
Dieburgerſtr. 62, I., 4 Z., Balk.
Zub., ſch. L. Näh. Taunusstr. 1, I. (5811ms
Mathildenplatz 2 ſchöne 3 Z.=
Wohn. per ſofort.
(5169ms
ſchöne 3 Zim.=
Gartenstr. Wohn. Näh.
Viktoriaſtr 26, part.
(5812ms
Kiesbergſtraße 5, Hinterbau,
ſchöne 3 Zimmerwohn. (3402ms
Bessungerstrasse 41
freundl. 4 Zimmerwohnung, Gas,
allem Zubehör p. ſofort od. ſpäter.
Preis 380 Mk.
(6435ms
Alicestrasse 30
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör per 15. April. (3163ms
Karlſtr. 67, inruh. Hauſe, Manſ.,
2 Z.=W., Küche, Kellerp. 1. Apr. (*60ms
Ballonplatz Sſchöne 2 Zimmer=
Wohn. an kinderloſe Leute per
ſo=
fort 16 Mk. monatlich. (3671ms
10 part., 2 Z.=W., Küche,
Riedeselstr. 27, part. (Sandstr. 44, eignet ſich auch für
(323ms
dem Saalbaugart. gegenüber, eleg. (Büro. Näh. daſ.
4 Z.=W., Bad, Gas, elektr. Licht u.
Balkon, reichl. Zub., z. 1. April.
Einzuſ. von 10—12 u. 2—4 Uhr.
Näh. 2. Stock.
(311ms
Ernſt=Ludwigſtr. 16 3=
Zim=
merwohn., Gas, Waſſer, abgeſchl.
(539ms
Vorplatz.
Wenckſtraße 32 ſchöne 3 Zim.=
Wohnung per ſofort. (2875ms4
Schwanenſtr. 31 2 Zimmerw.
u. Zubeh. per 1. Febr. (545ms
Wendelſtadtſtr. 34 2 Zimmer,
Küche an kinderloſ. Ehepagr. (3894ms
dem Saal=
Riedeselstrasse 19, baugarten
gegenüber, hübſche Manſardenw.
mit Veranda, per ſof.
(326ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 29, Htb., Drei=Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Zimmerw. Preis 365 Mk. (315ms Kont. per ſofort.
(327ms
Karlſtraße 40, Vorderhaus,
3 Zimmer= u. 4 Zimmer=Wohn. u.
Zubehör.
(6432ms
Juchsſtraße 14 Stall ſ. 2 Pferde,
Remiſe, Kutſcherſtube. Näheres
Fuchsſtraße 16.
(6434ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Beſungerſtraße 115, 1. Stock,
5= Zimmerwohnuing.
part., mit
5=Zimmerwohnung, all. Zub.,
verm. Viktoriaſtr. 47. (2188ms
Viktoriaplatz 12
reichlichem Zubehör, per 1. März
Hohmann, Rhönring 113. (3652ms
Kiesſtr. 94, 2. St.
ſchöne 5 Zimmerwohnung 2
Veran=
den, Bad und ſonſtigem Zube=Garten, per ſof. z. verm., 650 Mk.
hör, per 1. April zu vermieten. Ausk. Wendelſtadtſtr. 40, I. (5422ids
Näheres parterre.
ſendl
part., 5=Zimmerwohnung, ganz
od. geteilt, preisw. z. vm. (347ms
Emilstr. 42 wegzugshalberz.
1. Juli od. früh.
ver ſehr große 92.-Wohnung
kompl. Bade=Einr. uſw., part. (mit
2 Entreſol) 650 Mk. oder 1. Stock Bismarckstrasse 48
850 Mk. Näh. daſelbſt. (4129ms
5 Zimmerwohn. mit all. Zubeh. v. Näh. daſ. part.
1. April, evtl. auch als 3 Zim.=W.
Näheres parterre.
Heidelbergerſtraße 46, II.,
5= Zimmerwohnung.
ftr. Lage, pt.
Frankfurterſtr. 86 frdl.5 Z.=W.
Badez., Balk. u. reichl. Zub. (5131ms
Luisenstrasse 6
Wohnung: 5 große Zimmer,
Küche, Zubeh., auch als Büro
ſehr ne eignet, per 1. Aprilz. vm.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76. Tel. 1631. (4848ms
Hoffmannſtr. 39
1. Stock, eine 5 Zimmerwohnung
mit allem Zubehör auf 1. Juli.
u. Zubehör per 1. Juli zu verm.
Preis Mk. 850. Näh. Stiftſtr. 1,
3. St., od. Heinrichſtr. 80. (5490ms v. 11—4 Uhr nachm. (B6074ms
Friedrichstr. 20, I.
neu herger. große 5 Zimmerwohn.,
mit Balkon u. reichlichem Zubeh.,
an ruhige Leute per 1. April zu
(6740ms
vermieten.
Mathildenstr. 12, II.
mod. 5 Zimmerwohn. mit Badez.,
Veranda, Linoleumbelag, Waſchk.,
Bleichpl. u. Zubehör per 1. Juli,
auch früher, zu vermieten. Preis
880 Mk. Näheres L. Litzendorff,
Ludwigſtraße 6, 2. Stock. (5782ms
der erſte Stock, 5 Zimmer ꝛc., mit
oder ohne Stallung, per ſofort zu
Garten m. Hundezwinger p. ſof zu vm. Zu erfr. Riedeſelſtr. 35. (2258oms Schützenstr. 3, 1. St.
elegante Wohn., 5 Zim., Veranda,
geräumige, friſch renbvierte 5 Zim= Bad u. ſonſt. Zubeh., Gas u. elektr. evtl. ſpät. zu verm. Näh. daſ. im Obere Taunusstr. 15, I.
2. Stock u. durch Bauführer Albin ſchöne große 5 Zimmerwohnung
auf 1. Juli zu vermieten. Zu be=
ſichtigen von 10 Uhr vormittags
bis 4 Uhr nachm.
(6085ms Kahlertſtraße, 5 Z., Zubeh., ev. (3880ms! Verl. Roßdörferstraße 98
neuzeitl. herrſchaftliche 5 Zimmer=
Wohn. (Hochpart.), gr. Fremdenz.,
Islauistr.einger. Bad, Gas, elektr. Licht, Zen=
tralheizung vom Küchenherd aus,
Linoleumbelag, Loggia und gr.
(am Viktoriapl.)Veranda, gr. Vor= u. Hintergart.,
Gärt., m. reichl. Zubeh. per 1. Mai
od. ſpät. ſehr preisw. zu verm. Näh.
mit all. Zubeh., Balkon, Veranda, daſ. o. Mathildenſtr. 23, II. (B6177ms 5 Zimmerw. per 1. April zu verm.
Kiesſtr. 80, I., ſchöne geräumige Einzuſ. tägl. v. 10—12 u. 3—5 Uhr. (456ms Wilhelminenstr. 17½
5 u. 4 Zimmer=Wohnung mit
(1015ms Zentralheizung u. Zubehör p. ſofort
zu vermieten. Näh. Wilhelminen=
ſtraße 17 bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
G. Hinkel, Dipl.=Ing. (6304ms Mühlstr. 18, 2. St.
ſch. 5 Zim.=Wohn. nebſt all. Zubeh.
bis 1. April zu vm. Näh. p. (6014a Liebigstr. 14
part., 5 Zimmerwohnung (wird
vollſt. neu hergerichtet) mit Zubeh.,
Gas, Trockenbod., Bleichpl. ꝛc., per! Lichtenbergſtr. 58, III., ſchöne
1. Juli, event. früh., zu vm. (6052ms Stiſtſtraße 27, part, 5 Zimmer Badezim, Veranda und alln 11
Bequemlichkeiten, per 1. Juli zu
verm. Näh. 1. Stock. Anzuſ. Wienersstr. 56
1. Stock, große helle, neu hergericht.
5 Zim.=Wohn. mit vollſt. Zubehör,
Licht= u. Brenn=Gas an ruh. Fam.
für ſof. anderw. zu verm. (6340ms Mmle. Stiftſtraße 39, ſchöne Vier=
Mauerstraße 34
große freundl. 5 Zimmerwohnung
mit Balkon, Badezimmer, Gas u.
ſämtlichen Zubehör per 1. Juli zu
vermieten. Näh. daſelbſt parterre
15783ms
oder 1. Stock.
4 Zimmerwohnung, Balkon und
ſonſtiges Zubehör zum 1. Juli zu Zubehör per 1. April oder ſof. zu
verm. Näh. Aliceſtr. 27, I. (274ms Lichtenbergstrasse 26, Teichhausſtr. 53, I., 4 Zimm.
merwohnungen, 1. u. 2. Stock mit Licht, per. ſof. zu verm. (5253omsmit Zubehör per 1. April. Näh. zu. verm. Näh. part. (B991s
Im Geiſenſe 7. Karlstraße 115
iſt eine Wohn. v. 4 Z., Küche, Bad,
Balkon u. 2 Keller, Mitgebrauch) Mathildenſtr. 5, 1. St., 4 Zim. ſofort beziehb., zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun, Mar=
tinſtraße 74. Freuſtraßte 13, 1. Siock
4 Z. nebſt Zub., p. 1. April z. vm.
Näh. Wendelſtadtſtr. 46, I. (276ms Heidelbergerſtr. 107, part, nach allen Seiten freier Blick in Herderstrasse 20, 22u. 241R Wohn. mit Veranda und
von 600—900 Mk., per 1. AprilA bergerſtr. 92, I. u. bei Heinr. Fank,
(B272ms
parterre. geräumige
Eliſabethenſtr. 37 4 Zim.=W.
(280ms
(6214tper 1. April zu verm. Müllerſtraße 35. Riedeſelſtr. 70 u. 72 je 1 Vier=
4=Zimmerwohnung, 2. St., Hinter=
haus. Preis 360 Mk. Näheres
daſelbſt im 1. Stock. (517ms Ecke Landwehr= u. Wendel=
ſtadtſtr. 22, II., ſch. ger. 4 Z.=W.
v Zubeh. zu verm. Näheres im
Mehzgerladen.
(281ms Rhönring 143, pt., ſch. 4 Z.=W.
Küche Speiſek., Badeof., 1 Kam.,
2 Keller, Vorgart., Gartenanteil,
Waſchh., Bleichpl., Trockenb., Jahr.:
Mietpr. 480 Mk. zu vm. Ausſ.
Baubüro Friedrich Delp, Frank=wohnung mit allen Bequemlichk.,
furterſtr. 80. ger. 4=Z.=Wohn., Küche, Speiſek.,
Badez., Badeof., 1 Kam., 2 Keller,
Tinten=1Veranda, Gartenant., Waſchküch,
Zu erfragen parterre. (B5150ms ) Schlesshausstr. 120, viertel, II Bleichpl., Trockenbod., Jahresmiet=nebſt Zubehör an ruhige Mieter
ſchöne 5 Zimmerwohn., parterre, 1preis 600 Mk., p. 1. April 1912 z. vm.
Ausk. daſ. u. Baubüro Friedrich
belp, Frankfurterſtr. 80. (285ms Nähe der Hochſchule
ſchöne 4=Zimmerwohn. m. allem
Zub., 1. St., freie Lage, per 1. April eine 4=Zimmerwohnung ſofort
billig zu vermieten. Näh. Moller=
ſtraße 1, II. bei Fr. Appel. (579ms Im ſähdliſchen Hauſe
Luiſenſtraße Nr. 16, eine Woh=
nung im Mittelbau, beſtehend
aus 4 Zimmern nebſt Küche, Kel., 500 Mk. bis 1. April. Donnersberg=
Kohlen= u. Holzraum. Näheres
Zimmerwohn. zu verm. (2616ms Stadthaus, Zimmer 51. (4318ms geſunde freie Lage. (B1656ms Johannesviertel, Ireneſtr. 6
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (112a
verm. Näh. daſ. 1. Stock. (517ms Neue Niederstr. 16
1. St., 4 Zimmer, Küche ꝛc. (267ms ſch. 4 Zimmerw. mit Baderaum,
gr. Veranda, 2 Manſardenk. uſw. (B592ms Heinheimerſtr. 78, zunächſt d.
Riegerpl., gr. 4 Z.=W., gr. Bleichpl.,
an ruh. Fam. p. 1 Juli. (1000s Heinheimerſtraße 74, 2. Stock,
4 Zimmer mit gr. Manſarde für
Speiſek, 1 Manſardenz., Loggia 500 Mk. Näh. im Laden. (501ms der Waſchk., Gas u. elektr. Licht, Wohnung, neuzeitlich, p. 1. April zu
verm. Näh. parterre. (B941ms Mühlſtraße 50, 1. Stock, neues
(B263ms Haus nahe Kapellplatz, 4 Zimmer,
Bad uſw., 730 Mk. Näh. parterre,
von 11—12 Uhr.
(B2323ms ſchöne, ſonnige 4= Zimmer=
ſchöne 4 u. 5 Zimmerw. im Pr. Fremdenz. p. 1. Apr. N. Heidel=
zu verm. Näh. Moosbergſtr. 53, I1 Soderſtr. 76. Tel 1031 (B580ms Wittmannstrasse 24
frdl. 4=Zimmerw., I., mit Gas u.
Zubeh. Zu erfr. Manſ. (B1335ms Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. Heidelbergerſtr. 9½. (1082ms Neue Sandbergſtr., 1. Stock,
gr. 4 Zim.=Wohn., Bad, Verandas,
p. 1. April, evtl. früher. Näheres
Heidelbergerſtr. 70.
(B1655s Kahleristrasse 37, I.
4 Zimmerwohnung.
(1636s Heinheimerstr. 74
direkt am Riegerplatz, 4=Zimmer=
(286ms groß. Manſ. u. Trockenb. p. 1. April.
Näh. part., Garl. Ropp. (2363ms Saalbaustrasse 13
1. u. 2. Stock, je 4 Zimmerwohn.
per 1. April. Näh. part. (1629ms Mathildenſtraße 7, I., 4 Zim.=
Wohn., neuzeitl., ſofort beziehbar.
Näheres partere.
(B1371ms Wienersſtr. 65
zu verm. Preis 460 Mk. (1328ms 4=Zimmerwohnungohne Gegen=
lüber, zum 1. April zu verm. Näh.
Eckhardtſtr. 21, I.
(1432ms Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
ring 32 große 3 Zimmerwohnung, Kiesſtraße 127
parterre, 4 Zimmer, Badez., Küche
mit Vorratsk., 2 Keller, Mädchenk., nebſt Zubehör, bis zum 1. April
Veranda zu vermieten. (2147ms zu vermieten.
ſchöne große
Moosbergſtr. 63 4 Z.=Wohn.
mit Badezim., Loggio Gas u. reichl.
Zubeh. wegzugsh. bill. z. v. (B1719ms
Moserstrasse 3
parterre, hübſche, freundliche
4=Zimmerwohnung m. Vor=
und Hintergarten, neuzeitlich
eingerichtet, per 1. April zu
vermiet. Näh. Eiſengeſchäft
Pallmann, Kirchſtr. 21.
1 leres Zinmer 2. Stock
1 leeres Zimmer 3. Stock
Liebfrauenſtr. 93. N. b. Keller, I.
Uleres Zim. pt.,
Schuknecht=
ſtr. 55. N. b. Hertel, p. (1976ms
Stiftſtraße 1, 2. St., 4 Zim.=W.
p. 1. April, evtl. früh. Pr. 650 M.
Näh. 3. Stock daſelbſt. (3573ms
Herdweg 43
ſchöngeleg. 4 Zimmerw. m.
Garten=
anteil, ſof. z. verm. Näh. im 1. St.
od. b. H. C. W. Braun, Martinſtr. 74,
od. Anwaltsb. Hügelſtr. 45. (3092ms
Rhönring 25
2. u. 3. Stock, je 4 Zimmer, per
1. April zu vermiet. Zu erfragen
N.=Ramſtädterſtr. 28, Büro. (4127ms
Neue Irenestrasse 3
billige 4 Zimmerwohnung. p. ſofort
od. ſpäter zu verm. Näh. daſelbſt
parterre u. durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (3651ms
1. St., ſchöne
Rhönring 53, 4 Zim.=Wohn.
ſofort. Näheres 2. Stock. (4083ms
Neue Ireneſtraße 2, ſch.
Vier=
zimmerw. m. Gas u. all. Zubehör
zu verm. Näh. im 1. St. (*4768ms
Mollerſtraße 25
ſchöne geräumige 4 Zimmerwohn.
mit Veranda, Speiſe= und
Bade=
zim., kein Gegenüber, bis 1. April
zu verm. Zu erfr part. (4362ms
Rundeturmstr. 7
4 Zimmerwohnung, Küche nebſt
Zubehör per 1. März zu vermiet.
Näh. Vorderh. part. rechts. (3088ms
Liebfrauenſtraße 33
ſchöne 4 Zimmerwohnung, parterre,
neuzeitlich eingerichtet an ruhige
Leute zu vermiet. Näh. parterre,
einzuſehen vormittags. (4562ms
Rhönring 43, I., 4 Zimmerw.
mit Balkon u. Veranda u. allem
Zubeh. per 1. April für 450 Mk.
zu verm. Anzuſ. von 2—5 Uhr.
Näheres im 1. Stock. (4613ms
Nenbau
Obere Lichtenbergſtr. 16
1. u. 3. Stock moderne 4 Zimmer=
Wohnung per 1. April zu verm.
Näheres bei Gievers. (5063ms
verſetzungshalber ſehr ſchöne
neu=
zeitlich eingerichtete 4
Zimmerwoh=
nung mit Gas, Bad, Veranda,
(5391ms
Wienersſtraße 78, nächſt der
Heinrichſtraße u. der elektr. Bahn,
4 Zimmerwohn., Hochpart., mit all.
Bequemlichk., Gas uſw. auf 1. Juli
an kl. Familie zu verm. (5781ms
Seite 28
Matnidenplatz 18
4 Zim. u. große Küche im Hinter=
(4557s
bau zu vermieten.
In idyilisch trei. Lage
Waſſer u. Wald, nahe v.
Mittel=
punkt der Stadt, modern u.
kom=
fortabel neu erbaute 4 Zimmer=
Wohnungen mit allem Zubehör Stiftſtr. 52, Gartenhaus
per 1. Juli zu verm. Näh.
Soder=
ſtraße 110, Gebr. Weber. (5715ms11. April. Näh. Vordh. p. (2277ms
Annaſtr. 8, 2. Stock., hübſche
Wohnung von 4 Zimmer, Badez., Ahastr. 2 3=Zim.=W.,
Veranda uſw. mit reichlichem
Zu=
behör an ruh. Familie per 1. Juli per 1. April. Näh. bei Eisemann,
Wilhelminenstr. 9
eine ſchöne kl. 4 Zimmerwohnung Näh. Wirtſchaft.
zwiſchen 12—3 Uhr. (*6326ms
part u. 1. St,
Viktariaſtr. 75, je 4 Zimmer
mit Zubehör, neu hergerichtet, ſo=
(6048ms
ſtraße 48, part.
Landskronſtraße 67
2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör, 2. St., ſchöne 3= u. 4=Zim.=Wohn.
per 1. Juli. Näh. daſ. (6049ms zu vermieten.
1. St., 4 Zimmer=
Wenckſtr. 47, Wohnung, reichl.
Zubeh., p. 1. Juli zu verm. (5405ms
Kaupſtr. 23, 2. St., 4
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör, zu
470 Mk. ſofort zu vermieten.
Kaupſtr. 25, 3. St., 4
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör,
voll=
ſtändig neu hergerichtet, zu 400 Mk.
(5824s
ſofort zu vermieten.
Neue Ireneſtr. 2 ſchöne 4 Zim.
Wohnung mit Gas u. a. Zubeh.,
neu hergerichtet, zu vermieten.
Näh. 1. Stock.
Kaſinoſtr. 12 moderne 4= Zim.=
1. April od. ſpät. zu verm. (6104ms
Große 4 Zim.=Wohnung. Näh.
Gutenbergſtr. 29, II.
(5662t
Lichtenbergstr. 56
1. Stock, ſchöne geräumige 4 Zim.=
Wohnung mit Badezim.,
Bade=
ofen, 1 Kammer, 2 Keller, Veranda
und Gartenanteil per 1. April
zu vermieten. Jahresmietpreis
670 Mk. Näh. daſelbſt u. Baubüro
Fr. Delp, Frankfurterſtr. 80. (6341ms
Kahlertstr. 32
1. Stock, hübſche 4 Zim.=Wohn. per
Moosbergſtraße 26, 2. Stock,
4 ſchöne Zim. per 1. Juli. (6333ms
Manſarde, 4 kl. Zim., Zubeh.,
260 Mk., per 15. Juni od. ſpäter.
Näh. Müllerſtr. 12, pt. (*6640
Gervinusstrasse 28
parterre, 4 Zimmer mit Gas u.
allem Zubehör. Näh. 1. Stock,
daſelbſt.
(6411ms
Hoffmannstrasse 21
Hinterh., 3=Zimmerwohnung mit
Gas, Veranda, per ſofort. (336ms
Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (337ms
Kranichſteinerſtr. 6, Seitenb.,
2. Stock, 3=Zimmerwohnung mit
Zubeh. Näh. daſ. und bei H. Sames,
Pallaswieſenſtraße 26. (339ms
Beſſungerſtr. 105, Vorderh.,
3=Zimmerwohn. zu verm. (B352ms
Kirchſtr. 10, Vorderh., 3 Zim.. im Hinterh. 5=Z.=W. ſof. od. ſpät.
Näh. daſ. Vdh. b. Schwarzhaupt. (368ms
Neue Niederſtr. 13 (Zimmermann)
3 Zimmerw. zu verm. (B946ms
Roßdörferſtraße 59
Beletage, 3 Zim., Veranda ꝛc., 450
Mark., per ſof. Ausk. part. (371ms
Neckarſtraße 4 ſchöne 3= Zim.=
Wohnung.
(375ms
Grafenſtr. 2, Hintb., 3
Zimmer=
wohn. mit Zubehör per 1. März.
Näh. Vorderhaus, 1. St. (3093ms
zwei ſchöne
Rhönring 109 3
Zimmer=
wohnungen per 1. April 1912.
Näheres daſ. parterre. (938ms
Pallaswieſenſtraße 43, ſchöne
3=Zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten. Näh. parterre. 1033s
Schützenſtraße 6, 2. St., ſchöne
3=Zimmerwohnung, ev. mit Manſ., bis 1. April zu vermiet.
Näheres Laden.
(1035ms
Riegerplatz Nr. 7, 3. Stock,
3=Zimmerwohnung. (1020ms
Weinbergſtr. 45, 3=Zimmerw.
(1023ms
Heinrichſtr. 87, 3. St., 3 Zim.
Wohn. mit Veranda zu vm. (4087s
Küche, Speiſek., Gas, 2 Keller, per in ruhigem Hau
1. April l. Js.
(1324ms
Näh. bei Flickinger, Nr. 21, I. Soderſtraße 16, 1. Stock, Ecke
wohnung per 1. April z. v. (1735ms Nachlaß zu verm. frdl. 3=Zim.=Wohn. mit Gas per 35 Mittlb. v.
billigſt zu vermieten. (5710ms Vorderhaus, 2. St (1325ms Landwehrſtraße 1. (6046ms Gr. Ochſengaſſe 14 hell Man=
ſarde, 3 Zimmer u. Küche, f. 18 M.
(3238ms im 2 Stock an ruhige Leute per Fuhrmannſtr. 12, 1. St., ſchöne
1. April zu vermieten. Anzuſehen 3 Zimmerwohnung mit Zubehör,
28 Mk. pro Monat, per 1. März. Neubau-Karlstr. 6
fort zu vermieten. Näh. Bismarck=3 ſchöne 3 Zimmerwohnungen der Mollerſtraße 7, Manſ., 3 Zim.=
Neuzeit entſprechend, per 1. April
(3964ms
zu vermieten. Landgr. Georgſtr. 62 (früh. 6),
(2694is Schuknechtstr. 48
3 Zimmerwohnung, part. Näh.
b. E. Pallmann, Kirchſtr. 21. (3413ms 2. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohnung
zu vermieten.
(3863ms Weinbergſtr. 17, part., 3 Z.=W.
mit Zubeh., abgeſchl. Vorplatz, per
15. Mai, ev. 1. Juni zu vm. Einzuſ.
v. 10—12 u. von 4—6 Uhr. (B4132s (*6374ms Blumenthalſtr. 111, 2. Stock, ofen, 1 Kammer, 2 Keller, Veranda,
3 Zimmer=Wohnung und 2. Stock Vorgarten und Gartenanteil per
3= evtl. 4 Zimmer=Wohnung per
Wohnung wegen Verſetzung per1. April zu vermieten. Näh. Max
Guckenheimer, Gr. Ochſeng. (4155ms daſelbſt und Baubüro Fr. Delp, Ecke
Tannenstr. 45, Lands=
3 Zimmer=Wohnung mit herrlicher
Ausſicht zum 15. Mai oder etwas
ſpäter zu vermieten. (B4203s Obergaſſe 13 ſchöne 3 Zimmer=
wohnung zu vermieten. (4360ms Bleichſtraße 51
3 Zimmerwohnung mit Zubehör
zu vm. Näh. 2. Stock r. (4559s Kaupſtraße 49 3=Zimmerwohn.
1. Juli zu verm. Näh. Wilhelm mit Zubehör. Näh. part. l. (4558s Caſtan, Kirchſtr. 5, Laden. (6335ms Heidelbergerſtraße 75 3 Zim.=Badezimmer per 1. April. (5376m
Wohnung p. 1. April an einzelne
Dame od. kinderl. Ehepaar. (B4641ms Liebfrauenſtraße 110
ſchöne 3 Zimmerwohnung im
1. St. Näh. part. b. Ritzert. (4566ms Wenckſtraße 7, 3. St., 3 Zim.
u. Zubehör zu verm. (4844ms Ahaſtraße 14
3 Zimmer=Wohnung mit allemwohnung, 3 gr. Zim., Manſarden=
Zubehör zu vermieten.
Näheres im Laden. (B4860ms an ruh. Leute per 1. Juli. Näh. Berderſtaße 15
in feinem Hauſe, ſchöne 3 Zimmer=
wohnung mit Balkon, herrl. Fern=
blick, per ſof. zu verm. Näh. daſelbſt
u. Moosbergſtr. 97. (B4915ms 3 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
per 1. Juli zu verm. Näh. L. Wagner,
Schloßgartenſtraße 69. (5133s Grosse Ochsengasse 5
ſchöne 3=Zimmerwohnung zu verm.
Näheres in der Metzgerei. (5182ms Sandbergſtr. 60, Hinterhaus,
ſchöne 3 Zimmerwohnung mit Zu=wohnung. Preis pro Mon. 16 Mk.
behör per 1. April zu vermieten.
Zu erfr. Vorderh., I. I. (B5447ms wohnung per 1. April zu verm. Heidelbergerſtraße 93, 1. St.,
3 Zimmerwohnung mit Manſard.= Wohn. mit Manſ.=Zim., Veranda u.
1. Juli. Näh. part. (B5753s Weinbergſtr. 52, 3= Zimmer=
wohnung, Küche, Vorplatz u. Zub. Sandbergstrasse 54
3 Zimmer=Wohnung, der Neuzeit ohne Kinder zu verm. (3580ms
entſprechend, per 1. April. (B5495ms Schießhausſtr. 31, p., 3 Zim.=
Wohn. p. 1. Juli zu verm. (B5717s Fraukenſteinſtraße 46, part.,
eine 3 Zimmerwohnung ſofort zu
verm. Pr. 25 Mk. p. Mon. (B5721s große 3 Z.=
Gardiſtenſtr. 8 Wohnung
bis 1. April zu vermieten. (5713ms Arheilgerſtr. 54 3 Zim.=Wohn.,
Küche, Vorpl. u. Zubeh. p. 1. April. Stiftſtr. 52, Gartenhaus
frdl. 3 Zim.=Wohn. mit Gas per
1. April. Näh. Vorderh. p. (5964t
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
. Stock, ſchöneInselstr. 19 3 Zim.=Wohn., Liebigstr. 443 Zim.=Wohn.
(5714ms beis Mher. 1. Latterpt. 18
ſchöne 3 Zimmerwohn. m. Balkon
Woogsplatz, ſchöne Drei=Zimmer=verſetzungshalber per 1. April mit
(B6079 Moosbergstrasse 48
3 Zimmer (1. Stock), 3 Zimmer
(Manſarde) ſofort billig zu ver=
mieten. Näh. im Hauſe und bei
Anten Fischer, Frankfurterſtr. (6032a Eckhardtſtr. 5 3 Zim. u. 2 Zim.=
Wohnung zu vermieten. Näheres Taunusſtr. 45, part., ſchöne
3 Zim.=Wohn. zu verm. (6050ms Karlſtraße 115, Hth. 1. St.,
ſchöne 3 Zimmerw., Speiſek., Ver.,
ſofort oder ſpäter. (*6472dfso Kiesſtraß=24, ſchöne 3 Zimmer=
Näh. bei Klingler, part. (3083ms wohnung mr Gas u. all. Zubeh.
Näh. Vorderh., part. (6040ms Wohnung per 1. April zu verm.
Näheres parterre.
(5742ids Kirchſtraße 1
1. St., ſchöne 3 Zim.=Wohn. mit
Näh. Carl Ph. Müller Wwe. Zubeh. ꝛc., p. Mon. 34 Mk. (6173ms Darmſtr. 10, 1. Stock, 3 Zim.=
Wohn. mit all. Zubeh. p. 1. Juli
zu verm. Preis 350 Mk. (6176ms Kiesbergstr. 58
Manſarde, 3 Zimmer, Zubehör,
Erbacherſtr. 17 1300 Mk., ſofort zu verm. (6105ms Forſtmeiſterſtr. 2, 1. St., ſchöne
3 Zimmer=Wohnung mit Gas u.
ſonſt. Zubeh. per 1. April. (B6356ms Lichtenbergstr. 65
parterre, ſchöne geräumige 3 Zim.=
Wohnung mit Badezim., Bade=
1. Juli zu vermieten. Jahres=
Mietpreis 500 Mark. Näheres
Frankfurterſtraße 80. (6342ms Karlſtr. 20, im Seitenbau, eine
kronſtr., 1. St., große neuzeitliche3 Zimmer=Wohnung mit Zubeh.
Näh. im Vorderh., 1. St. (6337ms Alexanderstr. 9
3 Zimmer-Wohnung
im oberſten Stock, Mark 360, ab
1. Juli zu vermieten. (6332ms Mollerſtr. 45 2 ſchöne 3 Zim.=
Wohnungen per 1. April. (6334ms III., 3 Zim.=
Taunusſtr. 49, Wohng. mit Kranichſteinerſtr. 35
ſchöne 3=Zimmerwohn. mit vollſt.
Zubeh. ſof. Preis 400 M. Näh. im
Hauſe u. Wendelstadtstr. 13 p. (*6643sms Ecke Parkus= u. Kahlertſtraße,
Manſardenw., 3 gr. ſch. Zimmer,
Küche u. Zubehör, ſof. zu verm.
Näh. Rheinſtr. 26, Bureau. (*6650 Mauerſtraße 21, ſch. Parterre=
zimmer, Veranda u. allem Zubeh.,
1. Stock.
(6410ms Karlſtr. 23, Stb. eine 3 Zim. zu vermieten. (6412ms Hölgesstrasse 4
3 Zimmerwohnung mit Fremden=
Pfründnerhausſtr. 8, parterre, zimmer u. allem Zubehör, beziehbar
am 1. Juli. Preis 500 Mk. (6413ms Martinstrasse 101
nette 3 Zimmerwohn. (B6417ms
3 Zimmer Erbacherſtraße 16 2=Zimmer=
Näh. Stiftſtr. 19, part. (401ms Magdalenenſtr. 11, Stb., ſchöne
Neckarſtraße 4 3—4 Zimmer=2=Zimmerwohn. zu verm. (395ms Wendelſtadtſtraße 56, 2= und
Näh. bei J. Mohr. (5448ms3=Zimmerwohnung. (1025ms Liebfrauenſtr. 74 große 2=Zim.=
Zimmer und allem Zubehör per Gasherd. Näh. Göhria, pt. (2665ms 2 Zimmer=
Beſſungerſtr.
)/2 wohnung.
zu mäßig. Preiſe. Zu erfragen bei
bis 1. April, Preis 300 M. (B5359ms Hammer, Beſſungerſtr. 88½ (3084ms Hochſtr. 6, Manſardenw., 2 Z.,
2 K., Küche, Gas, an ruhige Leute 2ſchöne Zimmer
mit Nebenraum, mit Gaskoch=
gelegenheit, Waſſerleitung und
Zentralheizung in feinem Hauſee
an einzelne, ruhige Perſon ab=
zugeben. Näh. Herdweg 91, I
und Alice=Bazar. (B4687ms i
Waldſtraße 22, Manſarden=
Wohnung, 2 Zimmer, Kammer u.
Zu erfr. bei Demmler. (B5718ms Küche nebſt Zubehör per 1. April
zu vm. Näheres 1. Stock. (4818ms
2 Zimmerwohnung per 1. April an
kinderloſe ruhige Leute. (4565s
Ausſicht
Mathildenplatz 9, Gartenſtr.,
1. St., 2 Zimmer u. Küche ev. ſofort
zu verm. Preis 25 Mk. Näheres
Mathildenplatz 9, I. (5134ms
Weinbergstrasse
ſchöne 2 Zimmerwohnung per
1. April zu verm. (B5117ms
Näh. Orangerie=Allee 6.
2 Zimmer (ohne Küche) parterre
auch als Bureau geeien. (V4612 Karlſtr. 94, Seitenbau parterre
2 bis 3 größere Zimmer mit allen
Zubeh. p. 1. April. H. Lau z. (5183ms
Ecke Rhein= n. Grafenſtr. 2
2 gr. unmöblierte Zimmer, auch als
Büro geeignet. H. Lautz. (5739ms Wendelſtadtſtr. 49 2 Zimmer=
wohnung für kleinere Familie per
(5370a
1. April zu verm. Roßdörferſtr. 71 ſchöne 2 bis
3 Zimmerwohnung bis 1. Mai zu
vermieten. Näh. parterre. (5780ms ſchöne
Kranichſteinerſtr. 42 2 Zim.=
Wohn. mit Gas zu verm. (5760ms Pankratiusſtr. 26 2 Z.=W.
per 1. April zu verm. (5711ms Schwanenſtraße 8, Manſ, eine
2 Zimmerwohn. m. Zubeh. (5707s
Schwanenſtr. 10 part., eine kl.
3 Z.=Wohn. mit Zubeh. zu verm. Soderſtraße 21
ſchöne 2 Zim.=Wohn. mit all. Zubeh.
im neuen Stb. per 1. April zu vm.
Ausk. im Tapetengeſch. (6051oms Bleichſtraße 51 2 Zimmer u
Küche per 1. April.
(5906a Steinſtraße 10, 2 Manſarden=
zimmer, Küche u. Keller, monatl.
17 Mk., zu verm.
(6038ms Luiſenſtr. 30, Hth., 2 Zimmer=
wohnung an ruhige Leute ſofort
zu verm. Näh. daſelbſt. (6039ms Waldſtraße 23, Hinterbau,
2 Zimmer u. Kammer p. 1. April
zu vermieten
(5992a 2 leere Zimmer,
Neckarſtr. 9 Hinterb., 1. Etg.,
2 Zimmer=Wohnung. (*6426ds Mühlſtraße 7 ſchöne 2= Zim=
merwohnung per 1. April zu ver=
mieten.
(*6382ms 2 unmöblierte Zimmer, 3. Stock,
gegenüber der Künſtler=Kolonie, zu
verm. Näh. Stiftſtr. 19, pt. (6103a Bismarckſtr. 16 ein ſchöne 2 Z.=
Wohn., 1 Tr. hoch, links, auf 1. April
1912 zu vm. Näh. b. Gr. Hochbau=
amt, Paradeplatz 4b. Die Wohn.
iſt einzuſ. v. 2—3 Uhr nachm. (6213t Liebfrauenſtraße 31, 1. Stock,
2 Zimmer, große Küche, Veranda.
Näheres 1. Stock, rechts. (*6621 Stiſtſtr. 50, 2 Zim.=Wohnung
mit Küche, allen Zubehör. Näh.
Vorderhaus, Manſarde. (*6523 Lauteſchlägerſtraße 36, Vorder=
haus 1. Stock, Zweizimmerwohn.,
K. mit allem Zubehör. (*6636si Wienersſtr. 52, 2 Zim.=Wohn.
b. 1. April, daſ. a. Werkſt. (*6674so Zimmer Holzſtr. 10 (bei J. Strauß) eine
Zimmer=Wohnung mit Küche ſo=
fort zu vermieten.
(3966ids Waldſtr. 18 Zim. mit Kabinett
u. kleiner Küche zu 1. April zu v.
Näheres 1. Stock.
(4092a Friedrichſtr. 11 leeres Parterre=
Zimmer zu vermieten. (4128ms Karlſtr. 94 ger. unmöbl. Zim.
mit Gartenausſicht zu vm. (4370ms Forſtmeiſterplatz 5 eleg. Zim.
u. Küche (Neubau, 1. St.) 17 Mk.,
auch als 2 Zimmer geeignet.
Im Vorderhaus, 1. St. u. part., je
1 3. u. Küche 8½ Mk. (B4320ms Stiftſtr. 101 unmöbl. Zimmer
nit Keller, 7 Mark. (5065ms Große Kaplaneigaſſe 60 Zim.,
Kabinett u. Küche ſ. z. vm. (5069ms Wendelſtadtſtr. 39 ein großes
Zimmer mit Küche nebſt Dach=
ſtube ſofort zu verm. (5371a Alte Niederſtr. 15 Stube und
Küche alsbald zu verm. (B5921 Große Ochſengaſſe 1, 1. St.,
1 Zimmer mit Küche zu vermieten.
Näheres Holzſtraße 11. (6045ms Zimmer,
Arheilgerſtr. 23½2 Küche und
Keller für 8 Mk. monatl. (5381ms Ballonplatz 10, Vorderhaus,
Zimmer mit kleinem Kabinett an
einzelne Perſon zu verm. (*5137ss Nieder=Ramſtädterſtraße 71,
Manſarde, 1 Zimmer, 1 Küche zu
vermieten, monatl. 14 Mk. Näheres
im Laden daſelbſt.
(5980t One Zimmeren Kranichſteinerſtr. 28, Manſ.=
Wohn., p. Mon. 19 Mk. Näh. daſ.
im 1. St. rechts.
(415ms
Nummer 65.
Heidelbergerſtr. 13,ſch.Mant.
p. 1. März a. ruh. L. Näh. pt. (B4172ms
Seitenbau, kleine
Holzstr. 23 Wohnung zu
ver=
mieten. Näh. Holzſtr. 21. (4153ms
Eliſabethenſtr. 23, Hth., 1. St.,
eu herger. Wohnung, auch zu
(4361ms
Bureauzwecken.
Kiesſtr. 8, Hth., kl. Manſarde
12 Mk. Zu erfr. i. Laden. (5224a
Gr. Kaplaneigaſſe 37 2
Woh=
nungen, 9 u. 10 Mk. p. Mon. (5380ms
l. Wohnung zu
Schloßgaſſe 55 verm. Ausk. bei
Metzgerm. Oberle, Oberg. (540 ms
Holzſtr. 20, eine kleine
Man=
ſardenwohnung zu verm. (5404ms
Schwanenſtraße 41 eine ſchöne
Manſardenwohnung mit allem
(5777a
Zubehör zu verm.
Erbacherſtr. 48 Manſarde zu
vermieten.
(5759ms
Gr. Ochſengaſſe 36,
freund=
liches Logis für kleine Familie
zu vermieten.
(6064ms
kl. Wohnung zu
Muhlſtr. 19 vermieten. (6344s
eine l. Wohn.,
Schloßgaſſe 21 monatl. 8 Mk.
(*6603
Zu erfragen 2. Stock.
Langegaſſe 27 eine ſchöne
Wohnung zu vermieten. (*6623oi
ſchöne
eg. Wegzug Manſarde
in einzelne Dame per 1. Juli zu
verm. Wo? ſagt die Exp. (6338ms
Kaſinoſtraße 16, Htb., kleine
Manſarde zu verm.
(6407a
Eberſtadt.
Schöne 3 Zimmerwohnung mit
dazugehörig. Manſardenzimmer für
00 Mk. per ſofort; desgl. große
4 Zimmerwohn. zu 425 Mk. ab
1. April zu vermieten, beide mit
Veranden u. Gartenanteil. Näh.
Pfungſtädterſtraße 37. (5085a
Everſtadt, alte
Darmſtädter=
ſtraße, 3 Zimmerwohn. m. groß.
Gartenanteil, bis 1. April zu verm.
Näh. Beſſungerſtr. 92. (B6042ms
Eberstadt
Louiſenſtr. 7 eine 3 od. 4 Zimmer=
Wohn. ſof. od. ſpät. z. vm. (*6014ss
Weiterſtadt.
Eine 3 Zimmerwohnung mit
großem Garten in der Nähe des
Bahnhofs zu vermieten. (6047ms
Näh. Darmſtädterſtraße 48.:
Villa in Seeheim
mit oder ohne Möbel zu verm.
eventl. zu verkaufen. Auskunft
erteilen: Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (3644a
Landhaus m. groß.
Eberſtadl. Gart. zu vermieten
oder zu verkaufen. Näh. in der
Expedition d. Bl.
(B6290
Traisa bei Darmstadt,
Ludwigstr. 20, Villa Secura,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung mit
all. Zubeh. p. 1. April zu vm. (6313a
Geteä
Wilhelminenstr. 29
Die von Frl. Schmitts (Modes)
bewohnte Hälfte des erſten Stockes
als Geſchäftslokal neu hergericht.,
Bez. 1. Juli. Näheres bei dem
Hausverwalter daſ. im Seitenbau
oder Wendelſtadtſtr. 28, II. (3844ms
Im
Zentrum
der Stadt
große Geſchäftsräume, getrennt
od. im Ganzen, zu verm. (3479ms
Ernst-Ludwigstrasse 1, I.
Schönes,
geräumiges Atelier
(mit Nebenzimmer) mit
Nord=
u. Oberlicht für Maler,
Archi=
tekten ꝛc., per ſofort evtl. ſpäter
zu vermieten.
(5421ms
Jochheim, Liebigſtr. 24.
Schuchardstr. 13, III.
Bureau zu vermieten. (1435ms
Bismarckſtraße 55, parterre,
ſch. Büroräume in Nähe d.
Bahn=
höfe p. ſof. Näh. daſ. I. (6044ms
Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
zu vermieten.
(2163ms
Karlstrasse 20
Der von Herrn Uhrmacher P. Wolf
bewohnte Laden iſt mit od. ohne
Wohn. p. 1. April zu vm. Zu erfr.
I. Germann, Karlſtr. 20, 1. St. (445ms
Lauteſchlägerſtr. 13 Laden mit
Zubehör billig zu verm. (6099a
Ein großer, heller Laden
mit 2. Schauf. nebſt Wohnung per
ſofort zu vermieten. Derſelbe iſt
für Metzgerei eingerichtet, eignet
ſich aber für jedes andere Geſchäft.
Näh. Karlſtr. 62, 1. St. (B446ms
Rheinstr. 14
Gr. Laden m. 2 Schaufenſtern,
2 Zim., 2 Lagerräumen u. Zub., f.
1. April zu verm. Näh.
Grafen=
ſtraße 23, 2. Stock.
(457ms
Schützenſtr. 7 Gr. Laden
mit 2 Schauf. mit od. ohne Wohn.
z. vm. N. b. Wolff, Schulſtr. 10. (454ms
Heller Laden
im Zentrum, mit 3 Zimmerwohn.,
auch als Büro geeignet. Näheres
Nieder=Ramſtädterſtr. 49. (2907ms
Eck=Laden
ſeither Drogen, auch für jedes
andere Geſchäft geeignet, mit
2 gr. Schaufenſtern, p. 1. April
zu vm. Näh. Bismarckſtr. 26,
1. St. od. Immobiliengeſchäft
Hermann Marx,
Grafen=
ſtraße 12.
(1981ms
Laden
(905ms
in beſter Lage, in welchem lange
Jahre ein Zigarrengeſchäft
be=
trieben wurde, alsbald zu verm.
Evtl. mit 2 Entreſol=Zim. u. Zub.
S. Kahn Söhne, Lederhandlg.
3 Karlſtraße 3.
Moosbergſtr. 70
großer, heller Laden mit Stube,
auch als Werkſtätte z. verm. (2171s
Landwehrstr. 13
großer 2=Fenſter=Laden m.
Maga=
zin oder Werkſtätte ſofort zu
ver=
mieten. Preis Mk. 500. Näheres
durch B. Baer, Tel. 1145 (4105a
Schützenstrasse 5
Laden mit Ladenzimmer zu
vermieten.
(3087ms
Großer Laden
mit Zimmer und Küche, event.
3 Zimmerwohnung ſof. od. 1. April
zu verm. Soderſtr. 16. (4315ms
nächſt der
Saalbaustr. 13 mheinſtr.
großer Laden mit Hinterräume,
großen Keller mit oder ohne
Wohnung per 1. Juli. (4816ms
Beſſungerſtr. 79 heller, großer
Laden mit und ohne Wohnung
zu verm. Näh. Beſſungerſtraße 77,
im Laden.
(B5789ms
Laden
zu verm. Karlſtraße 73. (B5725ms
Der von der Firma Zenner &. Co.,
Eliſabethenſtr. 2, innehabende
geräum. Laden m. Ladenzim. iſt per
1. Auguſt d. J. anderweit. zu verm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (1381oms
Laden
in beſter, verkehrsreichſter Lage d.
MARIINS-VTERTELs
größ. Laden, welcher auf Wunſch
modern umgebaut wird, per
als=
bald zu vermieten. Derſelbe dürfte
ſich als Filiale von Zigarren=,
Schuhwaren=, Papierwaren= oder
Galanterie= u. Spielwarengeſchäft
beſonders eignen. Schriftl.
An=
frag. u. § 14 an die Exp. (*6444ds
Laden mit Vierzimmerwohnung
2 und Zubehör zu vermieten. Näh.
Magdalenenſtr. 1, Stb. r. p. (*6697
der ſeiner Lage halber
Ladell ſich für ein Friſeurgeſch.
eignet, mit oder ohne Wohnung
zu vermieten. Offerten unt. S 64
an die Expedition ds. Bl. (*6657si
Luisenplatz 1
moderner Laden zu 1500 Mk. zu
(6409s
vermieten.
Withelminenſtr. 17
Laden mit kompl. hochfeiner
Einrichtung u. Zubehör, 3 groß.
Erkern, Zentralheizung, evtl. auch
geteilt in 2 Läd., mit zuſ. ca. 220 qm
Bodenfläche p. 1. April cr. zu
ver=
mieten. Näh. Wilhelminenſtr. 17
bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
G. Hinkel, Dipl.=Ing. (6303ms
Säell
Kranichſteinerſtr. 6, Werkſtatt
mit Wohn. Näh. daſelbſt. (427ms
Werkstätten-
Waldstr. 30 Lngerräume
evtl. mit Wohn., Gas u. Elektr. ꝛc.
per ſofort oder ſpäter. (428ms
Hügelſtr. 29, ein gr. hell. Raum,
ca. 43 qm mit 60 qm Boden, Keller
u. Kontor als Werkſtatt o. Geſchäfts
lokal geeignet, ſof. zu verm. (429ms
Lauteſchlägerſtraße 8 große
Werkſtätte ſofort zu vermieten.
Näh. im Laden daſelbſt. (910ms
Große Ochſengaſſe 12
helle geräumige Werkſtätte mit
daneben liegendem Lagerraum
per ſofort anderweitig zu verm.
Näh. bei Störger.
(1330ms
Große, 5
z.
ver=
helle Werkſtatte miet.
Näheres Karlſtr. 30, I. (2148ms
Kiesſtraße 12 helle Werkſtätte
zu vermieten.
(1640ms
Lauteschlägerstrasse 4
Werkſtätte und größerer
Keller=
zu vermieten. Näheres daſelbſt im
Laden.
(2192ms
Kranichſteinerſtraße 11
Werk=
ſtätte oder Lagerraum. (3137ms
Werkſtätte mit 3=
Zimmerwoh=
nung zu vm. Karlſtr. 65. (B3847ms
kleine helle
Wendelſtadtſtr. 7 Werkſtätte
ofort billig zu verm.
(4082ms
m. Transmiſſionen u. Laufkrahnen
ev. m. Kraftbetrieb, ſind zu vermiet
Frankfurterſtraße 128/30. (6223dfs
Lagerraum
Das 2. Stockwerk im ſüdl. Teil
des ſtädt. Lagerhauſes (320 qm
Bodenfläche), d. Fahrſtuhl u.
Haupt=
treppe leicht u. raſch z. erreich., iſt alsb.
zu verm. Näh. Ausk. wird von d.
Lagerhausverwalter u. im
Stadt=
haus (Zimmer 56) erteilt. (425ms
Steinſtraße 5 Lagerraum,
ſeit=
her von der Firma Glückert
inne=
gehabt, iſt zu vermieten. Auch als
Magazin oder Atelier (Nordlicht)
vaſſend.
(2889ms
Lagerraum
im 4. St. der Südhälfte d. ſtädt.
Lagerhauſes, etwa 150 qm groß, z.
Lagern v. Frucht, Mehluſw. geeign.
alsbald zu verm. Näh. Auskunft
wird v. d. ſtädt. Lagerhausverwalt.
u. i. Stadthaus, Zim. 56, ert. (424ms
Keller mit
Wendelſtadtſtr. 27 Aufzug
Magaz, ꝛc. ſof. bill. zu vm. (4081ms
UIn
Hügelstrasse 21
ſind die Stallungen des Hrn. Rentner
Ritſert für 2 mal 2 Pferde, ſep.
Hof= und Einfahrt, Burſchenzim.
und allem Zubehör, zu vermieten.
Zu erfragen im Eckladen. (1630ms
Werkſtätten
Auto-Garagen, u. Stallung
per ſof. z. verm. H. Braun,
Moosberg=
ſtr. 97 n. d. Heidelbergerſtr. (B2191ms
Karlſtraße 60 eine Stall.(Box)
zu vermieten.
(B431ms
für 2—4 Pferde
Stallung mit allem
Zube=
hör u. beſond. Toreinf. ſof. zu verm.
Näh. Aliceſtr. 19½, pt. (5377ms
Stallung
Wilhelmſtr. 16
für 3 Pferde, Remiſe
u. Burſchenzimmer zu
verm. Näh. in d. Exp.
dieſ. Blattes. (1005s
Ollen
4 gut möbl. Zimmer
mit Penſion, zuſ. od. einzeln, zu
vermieten.
(B439s
Gefl. Off. unt. R 78 a. d. Exp.
Parkusſtraße 8, II., g. möbl.
Zimm. m. Penſ. zu verm. (1684s
Loupre Aliceſtr. 23, II., 2 gr.,
g. möbl. Zim. zu verm. A. W.
Penſion.
(1384ms
Hügelſtr. 85 2 ſchön möblierte
Zimmer billig zu verm. (3079ms
Aliceſtr. 5, 3. St., großes frdl.
möbl. Zimmer ſof. billig. (3491ms
Moosbergſtr. 79, 3. St., möbl.
Zimmer billig zu verm. (B3848ms
Wienersſtr. 45, 1. St., ſchön u.
gut möbl. Zim. zu verm. (3915ms
Moosbergſtr. 76, II., bei ruh.
Fam. ſch. möbl. Zim. z. vm. (B3872ms
Elegant möbl. Zimmer, von
30 Mk. an zu verm. Zentralheiz. u.
elektr. Licht, auf Wunſch Penſion.
Zu erfragen in der Exped. (5078a
Kaſinoſtr. 7, 1. St., fein möbl.
Eliſabethenſtr. 61, 1. St. linksein großes, helles, möbl. Zimmer
zu vermieten.
(4167m Wendelſtadtſtr. 42 ein ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (4316ms Wohn= u. Schlafzimmer
ſehr gut möbliert, an ein. ſoliden
Herrn z. v. Roßdörferſtr. Nr. 160
parterre mit Vorgarten. (4556ms Heinrichſtr. 69 einf. mbl. Zim
mit gut. Penſ. bill. zu vm. (4646ms Viktoriaſtr. 24, 1. St., ſchönes
möbl. Zim. in ruh. Haush. (5064ms Schloßgartenplatz 7, freundl.
möbliert. Zimmer, für ein beſſeres
Fräulein, zu billig. Preis. (5070ms Liebigſtraße 13, 1. Stock, eleg
möbliertes Wohn= und Schlaf=
zimmer zu vermieten. (5132ms Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer=
(2886a
Marktplatz 12. Kiesſtr. 81 möbl. Zim. zu vm.
Näh. Stiftſtr. 42, 2. Stock. (4005a Grafenſtr. 45, 2. St. l., möbl.
Zimmer an anſtänd. Fräul. (5388ms gut
Wienersstr. 72, part.„möbl.
Zimmer bei ruh. Familie. (5517a eleg. möbl.
Stiftstr. 23, II. Zimmer in
ſchöner, freier Lage (Künſtlerkolonie)
vom 1. April ab zu verm. (5795ms Schuknechtſtr. 53, part., hübſch.
kl. Zimmer für beſſ. Arbeiter ſof.
zu verm., wöchl. 3 Mk. (5741ms Schuchardſtr. 16, 2. St., gut
möbl. Zimmer zu verm. (5706ms Waldſtraße 16 ein großes gut
möbliertes Zimmer. (1724oms Mauerſtraße 16, part, möbl.
Zimmer mit Penſion per April
zu vermieten.
(*5811fms Wienersſtraße 66, part., zum
1. April ſchön möbl. Wohn= und
Schlafz. mit Dipl.=Schreibt. und
mod. Bücherſchrank zu vm. (5852ms Karlſtr. 34, 1. St. r., frdl. gut
möbl. Zim. an anſt. Frl. (*6306ms 1 bis 2 möb=
Wilhelmstr. 2, lierte Zimmer
zu vermieten.
(B6075ms 2. Stock,
Fraukfurterſtr. 58, gut möbl.
Zim. per ſofort zu verm. (4088ms Neckarſtr. 16, Gartenbau, gut
möbl. Wohn= u. Schlafz. (5565ids Kiesſtr. 10, 1. St., gut möbl.
Zimmer zu verm.
(5369a Pallaswieſenſtr. 12, part. links,
gut mbl. Wohn=Schlafzim. m. Penſ.,
auch einzeln, z. 1. April. (*6175ids Beſſungerſtr. 41 gut möbliert.
Wohn= u. Schlafzim. per 1. April
oder ſpäter zu vermieten. (B6180ms Landwehrſtr. 17, part., einfach
möbl. Zimmer ſof. zu vm. (*6243ids Neckarſtr. 26, part., möbl. Zim.
mit Frühſtück, 20 Mk. (6215ms Waldstr. 16
Wohn=u. Schlafz. p. ſof. z. v. (6114oms Hölgesſtr. 4, II., I., freundlich
möbl. Zimmer an ſolid. Herrn
evtl. auch beſſ. Fräul. z. v. (6106ms Kiesſtr. 47, II., 2 gut möbl.
gr. Zimmer, evtl. Wohn= u. Schlaf=
zimmer (mit od. ohne Penſ.) (6097a Waldstrasse 2 3 möblierte
Zimmer, zuſammen oder getrennt,
ſofort zu vermieten.
(5010t 3. Stock, beſſ. Fräul.
Schulstr. 3, find. einfach möbl.
(5154t
Zimmer mit Penſion. Martinſtraße 2 wegzugshalber
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
großer, geſchl. Glasveranda u. Gas
per 1. April zu verm. (B5426t Liebigſtr. 47, behagl. m. Wohn=
u. Schlafz. m. ſ. B. A. W. Penſ. (5652g Karlstr. 104
ein möbl. Zimmer zu verm. (B5928t 1. St., gut
Alexanderſtr. 4, möbliert.
Zimmer mit od. ohne Penſion
an 1 od. 2 Herren zu vm. (4238t Penſ. Eliſabethenſtr. 4, 2. St.,
Wohn= u. Schlafz., ſow. Einzelzim.
mit gut. Penſion zu verm. (6007a Wendelſtadtſtr. 31, Hth. II.,
möbl. Zim. ſof. bill. zu vm. (*6333mdfs Dieburgerſtr. 5, Hth., 1 Tr.
rechts, einf. möbl. Z. z. v. (*6372mdfs Mathildenpl. 3, Stb. II., einf.
m. Zim. ſof. bill. zu verm. (6098a Eliſabethenſtr. 31, 2. St., möbl.
Zimmer. Preis 17 Mk. (6174t Hochſtr. 23, 1. St., möbl. Zim.
mit ſep. Eing. ſof. zu v. (6175ms Neue Schwanenſtr. 72, 2. St.,
gut möbl. Wohn= u. Schlafz., auch
inz. Zim. an nur ſol. H. (*6466dfs Mauerſtr. 12, II., gut möbl.
Zimmer mit Penſion ſof. (*6431dfs
Ludwigsplatz 4, 2. St., 2 kleine
ineinandergeh. möbl. Zim. (*6447dfs
Wieſenſtraße 9, part., ſchön
möbl. Zimmer, ſepar. Eingang, per
1. April zu verm. (6002oifs
Grafenſtr. 18, 4. St., I., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (*6531fs
Mühlſtraße 42, parterre, gut
möbl. Zimmer mit Penſ. (*6533fsm
4. Stock, ſchönes
Grafenstr. 20, möbl. Zim. n. d.
Straße, ſep. Eingang, billig. (*6558fs
Kiesſtraße 18 ſchön möblierte
Zimmer zu vermieten. (*6557fso
Waldſtr. 18, pt., möbl. Zimmer,
ſep. Eing., per ſof. zu v. (*6570fso
Neckarſtraße 18, I., 1—2 gut
möbl. Zim. an Beamt. od. Kaufm
als Alleinmiet. z. 1. April z. v. (*6645
Taunusſtraße 37, III., eleg.
möbl. Zimmer an beſſeren Herrn
zu vermieten.
(*6630
Ecke Schul= u. Kirchſtr. 27, II.,
möbl, Zim. b. 1. April z. v. (*6651
Kiesſtr. 58, 4 fein möbl. Zim.,
2 Wohn= u. 2 Schlafzimmer, in
ruhigem feinen Hauſe, mit oder
ohne Penſion per ſofort. (6408ms
Saalbauſtr. 36, Laden,
möb=
liertes Zimmer mit oder Penſion
zu vermieten.
(*6672
Schloßgartenſtr. 41, II., 1 od.
2 möbl. Zim. m. ſch. Ausſ. (*6677
Rundeturmſtr. 15, pt., möbl.
Zim., ſep. Eing., p. 1. April. (*6682
Mühlſtraße 7, 2. Stock, möbl.
Zimmer zu vermieten. (*6684
Pfründnerhausſtr. 8, I., möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (*6664sid
Kaſinoſtraße 27, 2. St., hübſch.
möbliertes Zimmer zu vm. (*6524
Kiesſtr. 21, Htb., part., hübſch
möbl. Zimmer zu vermieten. (*6618
Waldſtr. 23, Hinterb., 1. Stock,
rechts, einf. Schlafſt. per ſof. (*6615
möbliert.
Heidelbergerſtr. 120 Zimmer
mit Penſion zu vermieten. (6314a
Grafenſtr. 22, part., möbliertes
Zim. für 2 Herren, billig. (6331s
Stiftſtraße 83, 1. Stock, Ecke
Soder= und Stiftſtraße, freundlich
möbliertes Zimmer zu vm. (6339s
Viktoriaplatz 9, 2. St., großes
gut möbliertes Zimmer mit
Pen=
ſion ſofort zu vermieten. (6343ms
Grüner Weg 25, 2. St., hübſch
möbl. Zim. frei geleg., in gut. Hauſe
mit Penſion zum 1. April. (B6355ms
ute Pension erhält Schüler
höh. Lehranſtalt in guter
Be=
amtenfamilie. Sohn beſ. Sekunda.
Näh. in der Expedition. (*6622so
Gute Pension
findet ein Schüler höherer
Lehranstalt in einer
Lehrer=
familie. Näh. in der Exp. (6312a
Pension
Jg. Mädchen, welche in Darmſtadt
Lehranſtalten beſuchen, finden gute
Penſion mit herzl. familiären
An=
ſchluß. Fräulein Roß,
Wendel=
ſtadtſtraße 8, pt.
(4156a
Zu vermieten
Herrſchaftswohnungen
Heidelbergerſtraße 134
part. 5 Zimmer und
Fremdenzimmer . 1000 Mk
1. St. 6 Zimmer und
Fremdenzimmer . 1400
2. St. 6 Zimmer und
Fremdenzimmer . 1200
Heidelbergerſtraße 136
part. u. 1. Stock, mit
Innentreppe
ver=
bunden, 8 Zimmer
u. Fremdenzimmer 1800
(alle Wohnungen m. Sondergart.).
Frankenſteinſtr. 62, 2. St.,
5 Zimmer
. 650 M.
Herderſtr. 15, I., 5 Zim. 800 „
, II., 5 Zim. 600 „
17, II., 5 Zim. 700 „
Weinbergſtraße 35, part.,
4 Zimmer
450 „
Frankenſteinſtr. 44, 3. St.,
3 Zimmer .
. . . 280 „
Innenſtadt:
Mühlſtr. 38, p., 3 Zim. 450 M
40, p., 3 Zim. 480 „
Riedlingerſtr. 20, part.,
Laden u. 3 Zimmer ꝛc. 1000 „
Mühlſtraße 46 — Haus
zum Alleinbewohnen —
i. g. 10 Zimmer und
Manſardenzimmer mit
Zentralheizung
. 2000 „
Näh. Harres & Barth u. Bauführ
Penck, Ludwigshöhſtr. 84. (4839a
2 schöne Kneipräume zu
vermieten. „Zur Reichskrone‟
Mühlſtraße.
(*6383ms
2
Haus-
Besitzer
Wie schützt man sich gegen
E
verlust
Durch eine Polize bei
dem Allg. Dtſch.
Miet=
verſicher.=Verein e. G.,
Berlin.
Generalagentur Gg. Beyser
Bruchwiesenstr. 4. (6315sm
Um schnell zu räumen:
Wegen Umzug ſ. aus d. f.
Herr=
ſchaftshäuſern guterhalt. getragene
Kleider abzugeb., Jacken, Bluſen u.
Empirekleider, einz. Röcke, Mäntel,
Capes, Kimono=Mäntel, feidene
Kleider, Bluſen, Herrenanz., Weſten,
Sportanzüge, Kinderſach.,
Knaben=
anzüge für 13jähr., kräft. Figur,
Leinenkragen, Stück 5 Pfg., und
verſchiedenes mehr
(6203a
Stiftstrasse 89, part.
mzugshalber großer Tisch,
I2Xim, zu verkauf.
Wieners=
ſtraße 70, Hth., part.
(*6620
Mmoer
2X2 Zimmerhaus
auch zum Alleinbewohnen, mit
Garten uſw. verkäuflich. Näheres
Stiftſtraße 101.
(5082a
Kauf= oder
Mietangebot
Zwiſchen Herdweg u. Ohlyſtr.
iſt ein Bauplatz, 1100 qm groß,
billig zu verkauf., evtl. ein darauf
zu erbauendes Etagen= od.
Ein=
familienhaus nach Wunſch auf
längere Zeit zu verm. Off. unt.
P 79 an die Exped. (B5752
gr. Auszieh=
Bücherſchrank tiſch zu kaufen
geſucht. Offert. mit Preisangabe
unt. § 56 an die Exped. (*6626
Das Haus, Taunusſtraße 4,
ſowie der angrenzende
Bau=
platz, Ecke Tannus=u.
Dieburger=
ſtraße, ſollen erbteilungshalber
zuſammen oder getrennt
baldmög=
lichſt verkauft werden. Liebhaber
erfahr. Näheres durch Ferdinand
Kahn in Trebur. (5409a
aus zum Alleinbewohnen,
H5
Orangerie=Allee 14 iſt zum
1. Juli 1912 zu vk. od. z. vm. Näh.
b. Mahr & Markwort, Architekten,
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 8. (155a
Im ſüdlichen Stadtteil iſt ein;
Wohnhaus mit Stallungen
und ſonſtigen Gebäulichkeiten unt.
günſtigen Bedingungen zu
ver=
kaufen. Das Haus eignet ſich
für jedes Geſchäft. Offerten unt.
M 37 an die Expedition. (B4776
Kleines 2 ſtöckiges
2 Zimmerhaus
auch zum Alleinbewohnen, mit
ſchönem Garten, im ſüdl.
Stadt=
teil, zu verkaufen
(5856a
Näheres Mühlſtraße 68, 1. St.
Kleine Villag
in der Maulbeer=Allee, zunächſt
der Merck’ſchen Fabrik, zu verkauf.
Näheres bei J. Conrad Mahr,
Zimmermeiſter, Heidelbergerſtr. 43.
Villen=Kolonie
Darmstadt-Eberstadt.
Haus zum Alleinbewohnen,
Neubau, 9 Zimm., Zentralheizung,
Badeeinricht., groß. Gart.,
Geſamt=
grundfläche 1258 qm, für 23000 Mk.
bei geringer Anzahlung zu verkauf.
— Näheres durch Paul Wolf & Co.,
. m. b. H., Rheinſtraße 51. (853a
Cchönes Haus in Eberstadt,
7 gr. Zim., Küche u. Zub., Gas,
Waſſer, Stall u. Garten, zu verk.
oder an beſſere Familie zu verm.
Anfr. sub A 75 a. d. Exp. (1566a
direkt am Wald ge
Landhans legen, billig zu verk
Off. u. R 38 a. d. Exped. (*6187is
Kleine rabrik
oder Bauplatz, ev. mit
Wohn=
haus zu kaufen oder zu mieten
geſucht. Offerten unter R 23
be=
fördert die Exvedi
n. (5899a
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstaa, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Zweite Kammer der Stände.
* 21. Sitzung.
St. Darmſtadt, 15. März.
Am Regierungstiſche: Miniſter des Innern v.
Hom=
bergkzu Vach Erz., Geheimeräte Dr. Becker,
Höl=
zinger, Dr. Kratz.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9 Uhr
15 Min. — Das Haus ſetzt die Beratung des
Haupt=
voranſchlags fort und zwar zunächſt über das
geſtern zurückgeſtellte Kapitel 67:
Reichsverſicherung.
Es gehört hierzu ein Antrag der Abgg. Fenchel,
Leun und Genoſſen: Ermittelungen darüber anzuſtellen,
ob es ſich nicht empfiehlt, in jeder Provinz ein
Oberver=
ſicherungsamt zu errichten.
Miniſterialrat Hölzinger beſpricht die
Organi=
ſation der Reichsverſicherungsämter. Seine
Ausführun=
gen bleiben auf der Tribüne faſt gänzlich unverſtändlich.
Er verbreitet ſich eingehender über die Landkrankenkaſſen.
Dieſe können durch geſetzliche Beſtimmungen ganz oder
für einzelne Landesteile aufgehoben werden. Die
Leiſt=
ungen der Krankenkaſſen ſind nach dem neuen Geſetz unter
ſich nicht weſentlich verſchieden. Die Regierung wird
von einem geſetzlichen Ausſchluß der Landkrankenkaſſen
abſehen, da dieſes für unſere Verhältniſſe nicht angängig
iſt. Auf die Anfrage des Abg. Raab wegen der
zukünf=
tigen Zulaſſung von Hilfskaſſen teilt Redner mit, daß
von den im Großherzogtum Heſſen beſtehenden
Hilfs=
kaſſen 67 gänzlich in Wegfall kommen müſſen; 6 ſind
unbedingt zuzulaſſen und für 39 käme eine fakultative
Zu=
laſſung in Frage. Mit Ausnahme von beſonderen
Fäl=
len würde die Regierung keine Hilfskaſſen mehr zulaſſen,
wenn ſie nicht mindeſtens 1000 Mitglieder haben.
Er=
wünſcht ſei, daß auch dieſe Hilfskaſſen nicht mehr beſtehen
bleiben und daß weitere Hilfskaſſen nicht mehr zugelaſſen
werden. Auf die Entſchließungen der
Landesverſicher=
ungsämter habe die Regierung keinerlei Einfluß, da dieſe
vollſtändig ſouverän als Selbſtverwaltung iſt. Die
Re=
gierung kann daher im Sinne des Wunſches des Abg.
Raab” betr. die Heilverfahren für Tabak= und
Stein=
hauereiarbeiter nicht tätig ſein. Uebrigens liege die Maß=
nahme, daß geheilte Arbeiter dieſer Berufe ihren Beruf
aufgeben müßten, die an ſich wohl hart erſcheine, doch
wieder im Intereſſe der Allgemeinheit der Verſicherten.
Abg. Hauck rügt das ſehr umſtändliche
Beſcheinig=
ungsverfahren für Rentenempfänger. Die
Bürgermeiſte=
reien der Landorte ſeien mit Geſchäften der ſozialen
Ge=
ſetzgebung überhäuft. Vor allem wendet ſich Redner
da=
gegen, daß die Bürgermeiſter die Unterſchriften der
Alters= und Invalidenrentenempfänger beſcheinigen
müſ=
ſen. In Fällen ſchwerer Erkrankungen der
Rentenemp=
fänger führe das zu ſchweren Unzuträglichkeiten.
Mehr=
fach können die Beſcheinigungen gar nicht zuverläſſig
ge=
geben werden.
Miniſterialrat Hölzinger: Die Beſchwerde des
Vorredners beruht im weſentlichen darauf, daß die
Land= und Forſtwirtſchaftliche Berufsgenoſſenſchaft ein
Verfahren eingeführt hat, das den geſetzlichen
Beſtim=
mungen nicht entſpricht. Nach dieſen genüge die
Beſchei=
nigung der Unterſchrift durch irgend eine zur Führung
eines Dienſtſiegels befugte Perſon.
Abg. Raab iſt mit der Regierungsantwort nicht
zufrieden. Man vermißt vor allem eine beſtimmte
Ant=
wort über das Schickſal der Landkrankenkaſſen. Daß
eine Anzahl kleiner Kaſſen verſchwinde, ſei eigentlich
nicht zu beklagen. Das Aufheben anderer würde aber
ſchwere Härten im Gefolge haben. Auch bezüglich des
Heilverfahrens für Tabak= und Steinhauerarbeiter könne
er die Anſicht des Regierungsvertreters nicht teilen. Zum
mindeſten müßte man nicht ſchematiſch verfahren,
ſon=
dern jeden Einzelfall beſonders prüfen. Wenn die
Re=
gierung auch keinen direkten Einfluß habe auf die
Lan=
desverſicherungsanſtalt, ſo könne ſie doch darauf
hin=
wirken, daß Härten möglichſt vermieden werden.
Miniſterialrat Hölzinger ſtellt einiges in den
Ausführungen des Vorredners richtig und zerſtreut
be=
ſonders deſſen Bedenken, daß Arbeitgeber und =nehmer
keinen Einfluß auf die Leiſtungen der Kaſſen haben
wür=
den. — Darauf ſchließt die Debatte.
Der Ausſchuß beantragt: 1. Bewilligung
der vorgeſehenen Einnahme mit 38 200 Mark; 2.
Bewil=
ligung der unter Titel 1 der Ausgabe für perſönliche
Ausgaben angeforderten Summe von 56048 Mark mit
der Maßgabe, daß das dritte Mitglied des Oberverſiche=
rungsamtes unter Titel 1 Ziffer I3 nur proviſoriſch mit
der=Vergütung für eine Hilfskraft zu genehmigen iſt, daß
ferner die Ziffer 14 (1 Sekretär, zugleich Bureauvorſteher,
Höchſtgehalt 4600 Mark) geſtrichen wird und dafür unter
Ziffer 7 ſtatt 14000 — 15 900 Mark eingeſtellt werden, daß
zu Nr. 5 (Sekretäre) folgende Anmerkung eingefügt wird:
„Die Regierung wird ermächtigt, einem der von den
Schiedsgerichten übernommenen Sekretäre für ſeine
Per=
ſon einen höheren Gehalt zu gewähren, ſoweit dieſem
Beamten in ſeiner jetzigen Dienſtſtelle ein höheres Gehalt
zugeſichert iſt” und daß ſich die oben genannte
Schluß=
ſumme um die Differenz der Anfangsgehalte und der
Wohnungsgeldzuſchüſſe für die beiden in Betracht
kom=
menden Beamten ermäßigt. Hiernach beträgt die
Aus=
gabeſumme für perſönliche Ausgaben 56048 Mark
weni=
ger 2448 Mk. gleich 53 600 Mk.; 3. Bewilligung der
ſach=
lichen Ausgaben mit 39900 Mark und der Koſten der
Verſicherungsämter mit 2000 Mark; 4. die in der
Anmerk=
ung am Schluſſe dieſes Kapitels verlangte Ermächtigung
für den Fall, daß das Oberverſicherungsamt erſt nach
dem 1. April 1912 ins Leben treten wird, zu genehmigen.
5. den Antrag der Abgg. Fenchel, Leun und Genoſſen für
erledigt zu erklären.
Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Die Vorſtellung des Vereins mittlerer
Juſtizbeamten, die Beſetzung der mittleren
Be=
amtenſtellen bei den Landesverſicherungsbehörden
betref=
fend, wird für erledigt erklärt.
Die Artikel 70—74 werden ohne Debatte nach den
Ausſchußanträgen angenommen.
Artikel 75: Förderung einzelner Zweige der
Land=
wirtſchaft, wird zurückgeſtellt.
Zu Artikel 75a: Landwirtſchaftskammer,
verbreitet ſich Abg. Korell=Königſtädten des längeren
über ſeinen Antrag, die Verſuche mit der Veredelung
reb=
lausimmuner Amerikaner=Reben auszudehnen. Er zieht
dieſen Antrag aber bis nach der Budgeterledigung zurück.
Abg. Dr. Weber beſpricht die vom Abg. Urſtadt
angeregte Aufteilung größerer Güter und ſtellt
nament=
lich deſſen Ausführungen bezüglich der Gemeinde
Lind=
heim in verſchiedenen Punkten richtig. Muſterhaft
bewirt=
ſchaftete große Güter ſeien ſtets von gutem
vorbild=
lichen Einfluß auf die ganze Gegend. Der Abg. Urſtadt
10PE2 1230
9
Salvator im Anstich.
Täglich Künstler-Konzert.
Gemüſe= und
Blumenſamen
in hochkeimender Qualität, ſow.
Foadrette
beſtes Dungmittel
für Garten und Feld empfiehlt
P. Rettig
Samenhandlung
Kirchstrasse 10, gegenüber
der Stadtkirche. (6360a
Zu Verkaufen!
1 neuer nußbaum pol. Tiſch
m. Steg, 1 gebraucht. Eisſchrank,
1 eintüriger Kleiderſchrank, 1 gr.
Dampfkochtopf, 1 großer
Ein=
machtopf, 1 leinen. Jackenkleid,
1 wollenes Jackenkleid. Näheres
(6314
in der Expedition.
Tannenſchwarten
u. Klötzchen zum Anfeuern, prima
trocken, ca. 15 cm lang, per Zent.
1,50 Mark einſchließlich Oktroi
frei Keller Karl Schimmer,
Tel. 212. (157a) Heinheimerſtr. 76.
Badeeinrichtung
(Gasofen) gut erhalten, zu
ver=
kaufen Saalbauſtraße 24, im
Laden.
(5473a
Portieren
Gardinen
Teppiche
Länfer
Compl. Wohnungseinrichtungen
einzelne Möbelstücke
bei kleinster An- und Abzahlnn
— Kunden und Beamte ohne jede Anzahlung.
Darmstadt, Bleichstr. 30
part., I., II., III. Etage.
Werkstätten im Hause.
Franko Lleferung.
6375
Schreihmaschinen-Arbeiten
Dissertationen, Gutachten, Zeugnis-Abschriften
Vervielfältigungen (5703a
Soderstrasse 12, part., am Kapellplatz.
Für Bauunternchmer:
2Schaufenſter=Rollädenkompl.
à4,05m X2,48m u. 2 Tür=Rolläd.
desgl. à 4,10m X 1,45 m zu verk. A.
Anton, Eliſabethenſtr. 1, I. (5696ssa
Darmſtädter Druckſachen
aus dem 17. u. 18. Jahrhundert
zu kaufen geſucht
(4202t
Näh. Expedition.
Gebr. 2türiger Kleiderſchrank,
gut ſchließend, zu kaufen geſ.
Offerten mit Preis unter § 44
an die Expedition.
(*6616
Achtung! Achtung
Gelegenheits=Kauf
Regenschirme
von 95 Pfg. an
Spazier Sroche
Der eatra bllnge
Moderne
dauert so lange bis der Umbau beendet ist.
Als besonders billig, empfehle ich:
Echte Chepreanz-Damen-Schnürstiefel 35 4.50
Echte Chepreauz-Damen-Knopfstiefel 36 4.50
mit
Elegante Damen-Schnürstiefelrackkappen4. 90
mi
Elegante Damen-Halbschuhe Lackkappen 4.75
Damen-Leder-Spangenschuhe 36—42 . 2.75
Damen-Leder-Hausschuhe 36—40 .
1.65
Moderne Bozleder-Herren-Schnürstiefel 6.50
mit
Elegante Herren-Schnürstiefelrackkappen 7.50
Borleder-Knaben-Schnürstiefel 36-30 . 5.50
Boxleder-Kinder-Schnürstiefel
25—26
3.50
27—30
4.00
31—35
4.50
Wichsleder-Kinder-Knopfstiefel
25—26
2.75
27—30
3.00
31—35
3.50
Günstigste Gelegenheit zum Einkauf von
Konfirmanden-Stiefel
Zurückgesetzte Schuhwaren
bedeutend unter Preis.
(6472
Schuhwarenhaus
von 45 Pfg. an
alle weit unter Preis, nur ſolange
der Vorrat reicht
(*6625
Bessungerstrasse 116, part.
Kein Laden.
1 Louisenplatz 1
1 Louisenplatz 1.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 31.
habe den Fehter genach,nuicht beide Tele zu hören, ehe
er ſeine Anſtände hier vorbrachte. — Abg. Finger
wen=
det ſich gegen den Abg. Korell bezüglich der Amerikaner=
Reben.
Miniſterialrat Hölzinger erklärt zur Abkürzung
der Debatte, daß ſchon jetzt in den verſchiedenſten
Ge=
markungen Verſuche mit den Amerikaner=Reben gemacht
werden und daß dieſe auch fortgeſetzt werden. Der
An=
trag Korell bedeute alſo gar nichts Neues Man werde
ſich ja eingehender über die Sache unterhalten, wenn der
Antrag zur Beſprechung ſteht. — Nach weiteren
Ausführ=
ungen der Abgg. Beſt und Wolf hierzu vertritt Abg.
Urſtadt nochmals ſeinen Standpunkt zur
Angelegen=
heit Lindheim. Sein Material ſei durchaus einwandfrei.
Er habe die Standesherrſchaft gar nicht angegriſſen.
Seine Ausführungen galten den Intereſſen der
Klein=
bauern. — Abg. Bähr ſpricht ſich im Sinne der
Aus=
führungen des Abg. Dr. Weber aus. — Zu den
Amerika=
ner=Reben ſprechen noch die Abgg. Molthan. Korell=
Königſtädten, Miniſterialrat H5lzinger, Bähr und
Adelung.
Der Ausſchußantrag, 144190 Mark in Ausgabe zu
bewilligen, wird dann angenommen.
Kapitel 76: Bergbau, wird genehmigt.
Zu Kapitel 77: Kunſtſtraßenweſen, wünſcht
Abg. Wiegand über die Stellung der
Kreisbauinſpek=
toren bei der künftigen Vereinfachung etwas zu erfahren.
Er bittet weiter um Ausbau der Kreisſtraße
Heppen=
heim-Mörlenbach, die eine wichtige Verbindung
Hep=
penheims mit dem mittleren Odenwald bedeute.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
teilt mit, daß die in Ausſicht ſtehende Denkſchrift über die
Neuorganiſation des Straßenbauweſens auch Näheres
über die Reform der Kreisbauinſpektionen enthalte und
der Vereinfachungskommiſſion vorgelegt werde. Der
Wunſch des Abg. Wiegand bezüglich des Ausbaues der
Straße nach Juhöker müßte zunächſt bei dem Kreis als
der zuſtändigen Inſtanz, geltend gemacht werden. Doch
müſſe er ſchon jetzt bekennen, daß ein Zuſchuß erſt
be=
willigt werden könne, wenn das Projekt fertiggeſtellt ſei.
Abg. Dorſch führt Klage über die ſchlechten
Zu=
ſtände der Straßen in der Wetterau. — Abg. Lutz
ver=
breitet ſich ausführlich über das ganze Kunſtſtraßenweſen,
das er für zu teuer für die Gemeinden halte. Es wäre
beſſer geweſen, die Straßen in eigener Verwaltung zu
belaſſen. Die Straßenaufſicht ſolle mehr von praktiſchen
Leuten geübt werden. An den Aufſichtskoſten könne
ge=
ſpart werden. Ueberhaupt ſollte das ganze
Straßenbau=
weſen vereinſacht werden. Die Straßenwärter follen
mehr Arbeit erhalten, aber auch beſſer bezahlt werden.
Redner macht noch eine Reihe weiterer Reformvorſchläge.
— Abg. v. Helmolt beſpricht den Zuſtand der Straßen
im Kreiſe Friedberg. — Abg Grünewald beſtätigt
den ſchlechten Zuſtand der Straßen in Oberheſſen im
Gegenſatz zu den angrenzenden anderen Staaten. Man
ſollte mehr Kleinpflaſterſtraßen bauen, die auf die
Dauer billiger und beſſer ſind — Abg. Breidenbach
tritt für Chauſſierung von Feldwegen ein. — Abg.
Joutz bleibt auf der Tribüne unverſtanden. — Nach
weiteren Ausführungen der Abgg. Dorſch, v.
Hel=
molt, Wolf=Stadecken weiſt!
Miniſterialrat Dr. Kratz darauf hin, daß die vom
Abg. Dorſch vorgebrachten Anſtände vor den
Kreisaus=
ſchuß gehören. Daß von einzelnen Rednern die
Vor=
züglichkeit des Kleinpflaſters anerkannt würde, begrüße
die Regierung und wünſche, daß dieſe Erkenntnis immer
mehr dazlt führen werde, größere Straßenzüge in
Klein=
pflaſter herzuſtellen. Der Abg. Lutz ſcheine doch die
Be=
deutung der Kunſtſtraßen zu gering einzuſchätzen. Man
müſſe doch unbedingt darauf bedacht ſein, daß die
Stra=
ßen Heſſens mindeſtens ebenſo gut ſind wie die der
an=
arenzenden Staaten. Dazu ſei eine Beaufſichtigung durch
ſachverſtändige Beamte notwendig. Die Tätigkeit der
Straßenmeiſter ſei eine ſehr umfangreiche geworden. Was
die Straßenwärter betrifft, ſo ſeien hier die Kreisämter
und ausſchüſſe zuſtändig. Wo eine genügende Auficht
vorhanden iſt, haben die Straßenwärter wohl kaum zu
wenig Arbeit. Die Zuſammenſchließung mehrerer Kreife
zur Beſtellung eines Kreisſtraßenmeiſters ſei nicht
an=
gängig. Redner verbreitet ſich dann eingehend über
Organiſations= und Anſtellungsfragen.
Abg. Korell=Königſtädten tritt für den Bau der
Straße Flonheim-Eckelsheim ein. — Nach weiteren
Ausführungen der Abag. Senßfelder, Lang,
Kre=
del ſchließt die Debatte.
Die Zweite Kammer hatte im Hauptvoranſchlag für
1910 und 1911 ſchon im Zuſammenhange mit der Frags
der Neuorganiſation der Baubehörden und des ganzen
Bauweſens die unter dieſem Titel vorgeſehene Summe
jedesmal mit der Maßgabe bewilligt, daß acht Stellen
der Kreisbauinſpektoren auf den Inhaber geſetzt werden.
Da bis jetzt eine Aenderung in dieſen Verhältniſſen nicht
eingetreten iſt, beantragt der Ausſchuß, auch
für das Etatsjahr 1912 den hier angeforderten Betrag
von 122340 Mark mit der Maßgabe zu bewilligen, daß
acht Stellen auf den Inhaber geſetzt werden.
Zu Titel 2: Straßenunterhaltung,
bean=
tragt der Ausſchuß, die angeforderten 1000 000 Mk.
in Ausgabe zu bewilligen.
Zu Titel 3:. Neubauten und ſolchen gleich
zu achtenden Umbauten wird auf die Bemerkung
und Erläuterung zu Kapitel 134 verwieſen Der Aus=
ſerente ertentr ier ere
gabe zu bewilligen.
Zu Titel 4: Straßenbauten in
unbemit=
telten Landesteilen werden mit Rückſicht auf
den langſamen Fortſchritt der Neubauten nur 15000 Mk.,
das heißt 10 000 Mk. weniger als im Jahre 1911
gefor=
dert. Es wurde von einem Mitglied des Ausſchuſſes die
Regierung erſucht, dahin wirken zu wollen, ſoweit ihr
dieſes im Rahmen der Verwaltungsgeſetze möglich ſei.
daß keine allzu große Verſchleppung der jetzt noch
not=
wendig zu erbauenden Straßen in den beiden hier in
Be=
tracht kommenden Kreiſen Erbach und Heppenheim
ein=
trete. Es handele ſich hier um die ärmſten Siedelungen
des Odenwaldes, für welche eine gute
Straßenverbind=
ung die erſte Vorausſetzung für einen erfolgreichen Kampf
um ihre ſchwierige Eriſtenz iſt. Die Regierung erklärte
ſich mit der Tendenz dieſer Ausführungen volſtändig
einverſtanden und verſprach, im Sinne derſelben ihren
Einfluß geltend zu machen. — Der Ausſchuß
bean=
tragt Bewilligung von 19 240 Mark.
Sämtliche Titel werden angenommen.
Ohne Debatte werden im Sinne der Ausſchußanträge
erledigt die Kapitel bis 82. (Kapitel 81:
Gewerbe=
aufſicht, wird zurückgeſtellt.)
Zu Kapitel 83:
E ich weſen,
beantragt der Ausſchuß: 1. Bewilligung von 219850 Mk.
in Einnahme. 2. Bewilligung der perſönlichen Ausgaben
mit 59 486 Mark unter Gewährung der Mehranforderung
von 600 Mark für den techniſchen Reviſor als eine nicht
penſionsfähige Zulage für den gegenwärtigen
Stellen=
inhaber, und abzüglich des Mehrbetrages für einen
Re=
viſor an Stelle eines weiteren Bureaugehilfen (1100 Mk.)
und des Wohnungsgeldzuſchuſſes für beide Beamte (48
und 320 Mark); ferner abzüglich 600 Mark Vergütung für
zwei Obereichmeiſter unter Titel 1 Nr. 8. Die Summe
der perſönlichen Ausgaben beträgt 59486 Mark weniger
2068 Mark gleich 57 418 Mark. 3. Bewilligung der
fort=
dauernden ſachlichen Ausgaben mit 42 260 Mark und der
einmaligen mit 6000 Mark.
Abg. Stöpler vertritt hierzu (meiſt unverſtändlich)
einen Antrag des Abg. Beſt, die in dieſem Kapitel erzielte
Erſparnis zunächſt einem Reſervefonds zuzuführen, der
aber nach Ausführungen des Miniſteriglrats
Hölzin=
ger abgelehnt wird. — Der Ausſchußantrag wird
an=
genommen.
Debattelos erledigt werden die Kapitel bis 87.
Da=
mit iſt das Miniſterium des Innern bis
auf die zurückgeſtellten Titel erledigt.
Es folgt die IX. Hauptabteilung:
Miniſterium der Juſtiz.
Am Regierungstiſche nehmen Platz: Geheimerat Dr.
Beſt. Geheimerat Miniſterialrat Lorbacher.
Zur Generaldebatte ſpricht zuerſt Abg. Dr.
Zuck=
meyer. Er tritt für Beſſerſtellung der Richter in ihren
Bezügen ein. Die Richtergehälter ſeien ſo klein, daß es
vielen unmöglich iſt, einen eigenen Hausſtand zu gründen
und daß ſich ſchließlich nur noch vermögende Herren dem
Richterſtand zuwenden können. In anderen Ländern
gebe man den Richtern, um ihre Unabhängigkeit und
Anbeſtechlichkeit zu wahren, außerordentlich hoße
Dola=
tionen. Bei uns iſt das ja Gott ſei Dank in dem Maße
nicht nötig, denn unſeren Richtern ſei die
Unbeſtechlich=
keit in Fleiſch und Blut übergegangen. Aber man ſollte
ihnen doch wenigſtens ſo viel geben, daß ſie ihr
Aus=
kommen haben und ſich ihre Unabhängigkeit wahren
können. Auch die Gerichtsſchreiber, Aktuaritätsaſſiſtenten
müßten beſſer geſtellt werden. Noch ſchlechter wie dieſen
gehe es den Gerichtsſchreibergehilfen, die ein
Höchſtge=
halt von 1900 Mark haben und, wenn ſie es endlich zum
Aktuaritätsaſſiſtenten gebracht haben, mit 1800 Mark, alſo
mit 100 Mark weniger, anfangen müſſen. Es ſei ein
Feh=
ler geweſen, die Beſoldungsordnung nicht mit dem
Bud=
get zuſammen vorzulegen. Hätte man das getan, dann
hätte man auch gleich bezüglich der Mittel dafür
Be=
ſchlüſſe faſſen können. Eine prozentuale
Gehaltserhöh=
ung, von der in den Zeitungen die Rede war, halte
Redner für falſch. Leider habe die Regierung über ihre
Abſichten zur Beſoldungsordnung die Kammer bisher im
Dunkeln gelaſſen. Die Vereinfachungskommiſſion könne
aus der Juſtiz mit Beamtenerſparungen nichts
heraus=
holen. Denn dieſe leide ſchon längſt unter einem Mangel
an Beamten. Er beſpricht dann, wie ſchon im Vorjahre,
die Staatsexamina und vertritt wiederholt den
Stand=
punkt, daß die Examensnote nicht maßgebend ſein kann
für die perſönliche Tüchtigkeit des einzelnen. Die
Exa=
mensnote entſtehe durch eine Summe von Zufälligkeiten.
Es ſei eine unbeſtreitbare Tatſache daß es Theoretiker
gebe, die das ganze Bürgerliche Geſetzbuch auswendig
kennen und in der Praxis doch völlig verſagen.
Jeden=
falls ſollte man Kandidaten mit ſchlechter Note
Gelegen=
heit geben, ſie zu verbeſſern. Man ſollte ſie an irgend
einem großen Landgericht verwenden und dann nach
ihrer praktiſchen Tätigkeit beurteilen. Vielleicht könne
man etwas aus der Juſtiz herausholen, wenn man die
Erteilung des Armenrechts etwas einſchränke. Dieſes
Zeugnis ſollte unter allen Umſtänden nur dann erteilt
werden, wenn wirklich der Betreffende nicht in der Lage
iſt, die Koſten zu bezahlen. Hier ſollte man ſtrengſtens
prüſen. Auch geſetzgeberiſch könne hier etwas geſchehen.
Allerdings kann die heſſiſche Regierung hier nur Anreg=
ungen geben. Fäle, wie die des Graſen Erbach, Grafen
Merenberg uſw. dürften ſich nicht ereignen. Bei der
Feſt=
ſtellung des Streitgegenſtandes ſollte der Richter auch das
fiskaliſche Intereſſe mehr im Auge haben. Die
Gerichts=
koſten müßten ſchneller eingezogen werden. Die
Be=
weisgebühr müßte je nach der Inanſpruchnahme des
Ge=
richts bemeſſen werden. Die Anwaltsgebührenordnung
bedürfe der Regelung. Auch für die Anwälte ſei die
Lebenshaltung geſtiegen, die Gebühren aber ſeit 1879
nicht. In Heſſen haben über 50 Prozent der Anwälte nur
ein Einkommen von 2500 Mark. Dabei werde die
Kon=
kurrenz immer größer, da die Zahl der Anwälte ja
un=
beſchränkt iſt. Mit der Zahl wachſe aber nicht die
Qua=
lität. Man müßte wieder zur Beſchränkung der Zahl
der Anwälte kommen. Auch in dieſer Beziehung ſollte
die Regierung im Bundesrat tätig zu ſein verſuchen.
Allerdings müßte dabei die Freiheit des Standes
ge=
währleiſtet werden. Redner beſpricht dann die
Aender=
ungen der Strafgeſetzgebung und fordert Zulaſſung der
Geldſtrafe bei geringfügigem Diebſtahl, geringere
Beſtraf=
ung des Mundraubes, Milderung des
Rückfallsparagra=
phen, Einführung der Berufung in Strafſachen vor der
Strafkammer. Was den Zivilprozeß angeht, ſo müßte
Redner alles, was er im Vorjahr geſagt habe,
wieder=
holen. Bezüglich der Reviſion bewege ſich unſere
Reichs=
geſetzgebung auf einem falſchen Weg. Geſetzesverletzungen
müßten in jedem Falle zur Reviſion führen können, nicht
nur, wo es ſich um hohe Objekte handelt. Gegen faule
Schuldner biete das Reichsgericht unzureichende
Hand=
haben. Schließlich tritt Redner für ein beſſeres
kollegia=
les Zuſammenarbeiten zwiſchen Richter und Anwalt
ein.
Im Hauſe ſind noch acht Rechtsanwälte und fünf
an=
dere Abgeordnete anweſend.
Geheimerat Dr. Beſt dankt dem Vorredner für das,
was er bezüglich der Richtergehälter und
Aſſeſſorenan=
ſtellungen geſagt. Es treffe das zu. An der ſpäten
An=
ſtellung der Aſſeſſoren ſei der allzu große Zudrang ſchuld.
Es erfolgen jährlich im Durchſchnitt zirka acht
Anſtellun=
gen, das ſei an ſich nicht wenig. Die Befoldungsvorlage,
die den Richtern uſw. gerecht werden ſoll, werde auch
Beſſerſtellung der Gerichtsſchreiber und
Aktuariatsaſſi=
ſtenten nach Möglichkeit zu erreichen ſuchen. Alle Wünſche
in dieſer Beziehung ſind aber unmöglich zu erfüllen.
Man könne nicht mit einem Male 198 neue Aktuarſtellen
ſchaffen. Die Gründe für die ablehnende Haltung in
dieſer Beziehung ſind ſchon mehrfach in den Druckſachen
niedergelegt. Die Funktionen der Gerichtsſchreiber ſeien
unter ſich ſehr verſchieden. Es ſei auch notwendig, im
Intereſſe der Disziplin, daß eine Stellung da iſt, der die
minder verantwortlichen Beamten unterſtehen. Wenn
man alle Aſſiſtenten zu Gerichtsſchreibern machen würde,
müßte man wieder die Gerichtsſchreiber avancieren
laſ=
ſen uſw. In anderen Bundesſtaaten ſeien allerdings die
Bezüge höher, aber auch die der oberen juriſtiſchen
Be=
amten. Die Frage der Schreibgehilfen beſchäftigt das
Haus ſeit Jahren. Stets habe man Verminderung der
Schreibkoſten verlangt. Der Herr Staatsminiſter habe
ſich kürzlich ja darüber ſchon geäußert. Die Regierung
habe geglaubt, mit ihren Maßnahmen auf dieſem
Ge=
biete den ungeteilten Beifall des Hauſes zu finden, da
ſie ja doch nur den dringenden Wünſchen des Hauſes
entſprochen hatte Es war aber nicht der Fall vielmehr
habe nach den Worten des Abg. Molthan ein Wettrennen
von Anträgen eingeſetzt. Zu der Frage des Examens
habe Redner den Standpunkt der Regierung ſchon im
Vorjahre ausführlich erörtert. Tatſächlich würde kein
Gedächtnisſtoff geprüſt, ſondern vorzugsweiſe in
ſchwie=
rigen praktiſchen Fragen. Es würde auch nicht jeder
vom Staatsexamen ausgeſchloſſen, der im
Gedächtnis=
ſtoff eine ſchlechte Note erhält. Ein Mann, der wenig
weiß, dieſes Wenige aber richtig anzuwenden weiß,
ſei=
der Regierung viel lieber als einer, der viel Theorie
kennt, aber praktiſch unfähig iſt. Wer allerdings
durch=
aus unfähig ſich erweiſe, dem ſage man ſchließlich im
eigenen Intereſſe, daß er auf Verwendung im
Staats=
dienſt nicht zu rechnen hat.
Abg. Boxheimer ſtimmt dem Vorredner darin
zu. daß inbezug auf Stellenverminderung wenig
Erſpar=
niſſe erzielt werden könnten. Wohl aber könne noch in
der Juſtiz geſpart werden durch Vereinfachung der
Ge=
ſchäfte bei den Gerichten. Es ſollten mehr akädemiſche
Beamter durch Subalternbeamte erſetzt werden. Auch
bei der Stempelrückvergütung und im Diätenweſen
könnte durch Vereinfachung geſpart werden. Ferner
durch Vereinfachung der Schreibarbeit, von der die
Rich=
ter entlaſtet werden ſollten. Das neue Grundbuchweſen
mache ebenfalls zu viel Schreibarbeit und ſei dringend
reformbedürftig. Auf dem Gebiete des
Standesamts=
weſens möchte Redner eine Aenderung dahin
vorſchla=
gen, daß der Richter von der Reviſion der
Standesamts=
regiſter befreit werde Die Stenographie ſollte mehr
ein=
geführt werden als bisher, beſonders bei Vernehmungen.
Redner fordert die Einſtellung einer Summe in den)
Etat für die Fortbildung der Richter, wie dies auch in
anderen Staaten geſchehe. Der § 7 der
Beſoldungs=
ordnung biete der Regierung Gelegenheit hierzu.
Be=
dauerlich ſei, daß ſo viel Juriſten, und gerade meiſtens
die beſten, aus Heſſen weggehen. Den Aſſeſſoren ſollte
man das Wohnungsgeld nicht verſagen.
Um 3 Uhr wird die Sitzung geſchloſſen.
Nächſte Sitzung Dienstag 10 Uhr.
Pfungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Güte
Pfungstädter „Pilsner‟
Pfungstädter „Kaiserbräu‟
Pfungstädter „Märzen‟
Pfungstädter „Bock Aleée
Brauerei-Füllung
direkt vom Lagerfass
Bestöllungen erbittet man ver Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Exportbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Ptungstadt.
(3114a
Abelle
Sa
Graetzin-Lampen
in tadelloſem Zuſtand, zu 3 Mk.
das Stück zu verkaufen (6204n
Hermann Berger, Ernſt=
Lud=
wigſtraße 10.
Abgehärtete u. pikierte
Salat=
pflanzen abzug. Peter Walter,
(*6474ds
0.
Eine Möbeifabrik
liefert an Beamte, Private Möbel,
ompl. Wohnungseinrichtungen,
eventl. ohne jiede Anzahlung, gegen
monatliche Ratenzahlung. Gefl.
Anfragen erbitte unter 3 92 an
die Expedition ds. Blattes. (4122a
5
2
Kuhgeſchirre und Kummet zu
verk. Sandbergſtr. 28. (B6446
Aiberr Vo
Möbelspedition
Telephon Nr. 2050
Gutenbergstrasse 1
Pünktliche und gewiſſenhafte Bedienung.
2
22
Mässige Preise.
868a
Erſtklaſſige neue Patent=Möbelwagen.
Paterno
Doppelblut=Grangen
ohne Kerne, innen blutrot
Stück 8 Pfg., Dutzend 90 Pfg.
in Kaſten von 150 Stück 10 Mk.
empfiehlt (6215a
Joh. Walther, Ecke
Rossdörfer-
u. Wienersstr. 69. Telefon 1598.
Herren-Chevreaux-Schnürstiefel
amerik., ovale und schlanke Formen
mit undohne Lackkappen und
Derby-
schnitt, Rahmenarbeit . . . Mk. 12.50
Herren-Boxcalf-Schnürstiefel
ohne Kappen, breite Form für ält.
Herren, Rahmenarbeit, äusserst be-
. . Mk. 12.50
quem . . .
Herren- braune Chevreaux-Schnürstiefel
eleganter Strassenstiefel, amerik., u.
ovale Form, mit und ohne
Derby-
schnitt, Rahmenarbeit . . . Mk. 12.50
Herren- hellbraune Boxcalf-Schnürstiefel
neueste Modefarbe mit Gehfalten,
breite Form, Rahmenarbeit . Mk. 12.50
Herren- hellbraune Boxcalf-Schnürstiefel
neue amerikanische Form,
Rahmen-
arbeit . . . . . .
. Mk. 12.50
Herren-Boxcalf-Schnallenstiefel
breite, runde Form, Rahmenarbeit
Mk. 12.50
Herren-Chevreaux-Schnallenstiefel
breite Naturform, Rahmenarbeit
Mk. 42.50
Herren-Boxcalf- u. Chevreaux-Zugstiefel
einfach und doppelsohlig, breite und
schmale Formen, Rahmenarb . Mk. 12.50
Maisischaffe
Herren-Chevreaux-Schnür-
Halb-
schuhe mit u. ohne Lackkappen u.
Derby-
schnitt, Rahmenarbeit, breite runde
. Mk. 25.90
Formen
Herren-Boxcalf-Schnür-Halbschuhe
breite amerikanische Form, Rahmen-
.Mk. 32.50
arbeit
Herren-Boxcalf-Riemen-Halbschuhe
neue amerikanische Form, Rahmen-
.Mk. 12.50
arbeit .
Herren-Lack-Schnür-Halbschuhe
amerikanische Form mit Derby
. Mk. 42.50
schnitt
Herren-Lack-Knopf-Halbschuhe
neue amerikanische Form, Rahmen-
. Mk. 525.50
arbeit . . . .
die grosse Mode
Herren- braune, glatte Kalbleder-
Schnür-Halbschuhe Derbyschnitt u. mit
gelben Messingösen, amerik. Form,
. Mk. 42.50
Rahmenarbeit
Herren- braune Kalbleder-Knopf-
Halbschuhe neue amerikanische Form,
neue Mode-Rahmenarbeit . . Mk. 12.50
Herren- dunkelbr. Boxcalf-Schnür-
Halbschuhe amerik. Form, Derbyschnitt,
Mk. 12.50
Rahmenarbeit .
Herren- braune Boxcalf-Schnür-
Halbschuhe breite und ovale Form,
Mk. 34.00
Derbyschnitt
Herren- braune Boxcalf-Schnür-
Halbschuhe breite runde Form, Derby
schnitt . . . . . . . . Mk. 42.50
Damen- hellbraun Kalbleder-Schnür-
Halbschuhe mit braun sämisch Einsätze
amerik. Form, Rahmenarbeit Mk. 12.50
Damen-beige u. dunkelgraue Chevr.-
Schnür-Halbschuhe amerikanische Form,
Rahmenarbeitet
. Mk. 221.50
Damen-braun Chevreaux-Knopf-
Halb-
schuhe amerikanische Form,
Rahmen-
arbeit . . . .
Mk. 12.50
Damen- schwarze Chevreaux- und
Lack-Knopf-Halbschuhe mit und ohne
Einsätze, Rahmenarbeit . . Mk. 324.90
Damen-Chevreaux-Schnür-
Halb-
schuhe mit und ohne Lackkappen, breite
schlanke Form, Rahmenarbeit Mk. 12.50
3 65.
Samstag, 16. März.
1912.
ranlaife
gletdts und Uister
nur erstklassige
Neuhokton
empfiehlt in
grosszügiger Auswahl
ausserordentlich preiswert
Senwus
Grösstes Spezialhaus vornehmer Herren- u. Kindermoden
Ludwigsplatz
Ecke Schulstrasse.
(6463
belgische Strohhutwascherel.
(*6791
Damenhüte aller Art
werden nach den neueſten Modellen umgearbeitet; Panamahüte
für Herren und Damen, ſowie Strohhüte werden wie neu gewaſchen.
Supper-Fonarjé, Kirchstrasse 10.
e eten ene
in teurer Zeit, kauft eine
Uka-Uhr
)das gediegenste u. beste
in den Preislagen
17.-, 14.—, 11.50,
9.50
elegantes u. ſtarkes
Silber=
gehäuſe m. Goldrand, 6 od.
10 Steine
Die Werkte der Uſa ühren ſind von ganz hervoragend,
gediegener und ſorgfältiger Ausführung.
Die Uka=Uhren ſind genau abgezogen und reguliert.
Für Uka=Uhren wird weitgehendſte Garantie geleiſtet.
(6470
Zubeziehen von
Ad. Kolb, Uhrmacher, nur Kirchstrasse 1I.
Ringe, Bi
anz IstitarschrmnprreFrauf
Neckarstr. 22, pt.
vorm. Hch. Volke
Zu dem im März beginnenden
Frühjahrs- Kursus
nehmen wir Anmeldungen täglich entgegen.
Privatzirkel, sowie Einzelunterricht.
(
Große, lusoahl.
Garmerfer
Oamenhüte
L.3 M. FULD
Erchſtr. 12
Fegeriber der Stadtkirche
*29googss‟
Magnum bonum
Industrie
Gelbfl. Holländer
Mühlhauser Salatkartoffeln
empfiehlt in gutverleſener Ware
billigſt
(5948a
Wilhelm Stumpf
Rundeturmstrasse
Telefon 694.
Hess. Damen-Bekleidungs-Akademie
Elisabeth Bert
Darmstadt
Bessungerstr. 14
Tageskurse: täglich 9—12 und 2—6 Uhr
Für Hausbedarf 4—5 Wochen Schneiderinnen 5—6 Wochen
Absteck-Direktricen 4 Wochen Direktricen 7 Wochen
Lehrerinnen 7 Wochen
(B182
Abendkurse: 4 mal wöchentlichv. 8—10 Uhr abds.
Für Hausbedarf: Dauer 4 Wochen.
Beginn neuer Kurse jeden Montag.
Prospekt und nähere Auskunft jederzeit.
Mässiges Honorar.
Kostenl. Stellenverm.
Zur bevorstehenden Saatzeit!
Trotz der teilweise geringen Ernten, die infolge
des letzten trockenen Sommers entstanden sind, bin
ich doch in der Lage, zu vorteilhaften Preisen
meine zuverlässigen und erprobten
—Sämereien
von Gemüse- und Blumensamen
für Feld- und Gartenbau zu offerieren.
Grassamen in bewährten Mischungen für
alle Bodenklassen.
Von Lilien, Gladiolen, Knollenbegonien,
Cactus-Dahlien, Tuberosen usw. halte ich größtes
Lager in reichster Sortenwahl.
pflanzendünger — Gartenwerkzeuge
Blumen- und Pflanzenstäbe
Etiquetten von Holz, Zink u. Aluminium.
Fritz Hufeld, Darmstadt
TTel. 939 Samen- und Blumenzwiebelhandlung Tel. 939
Ladengeschäft: obere Rheinstrasse, gegenüber
der Merck’schen Apotheke.
(B4651
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Nu weer aach for dießjohr de Winter vabei,
Gottvadullich, er war Eich net ohne,
Doch hoffentlich ſeid Ihr noch all im Blei,
Un dhat Eich e biſſelche ſchone.
Schun klebbert der Friehling ganz zaghaft an’s Dhor,
Drum loßt’s Eich, Ihr Leitcher, nor ſage:
Die Zeit is gefehrlich — ſtobbt Watt Eich in’s Ohr
Un ſtellt bis in’s Halsgnick de Krage.
Un zwerwelt mitunner noch munter jetzt
Der Nordwind, die ooſig Kanallje,
So hott doch ſchon mancher ſein „Ulſchter” vaſetzt
Un geht ganz vagniegt in de Tallje.
Die Säſſong liggt im Sterwe, ſchun kann mer’s ſpiern,
Die Kunnzertſääl dhun langſam ſich ſchließe,
In de Alag gehn Awends die Päärcher ſchbaziern,
Um die Friehlingsluft zu genieße.
Es wehe aach lindere Liftcher bereits
Um die Nas uns — es werd aam faſt iwwel,
Un geht mer mol mitdags uff’s „Helle Kreiz”
Dann hott voller Matſch mer die Stiwwel. —
Am Himmel geht langſam die Kleesbrieh eweg,
Er zeigt ſchun e bleilicher Färbche
Un es bliehe die Veilcher — am „Faickſe Eck”
In de Blumedußnelda ihrm Körbche. —
Die Buwe die „dobbſche” jetzt voll Bläßier
Un dhun mit em „Flitzboge” ſchieße;
Die Menner die dhun jetzt mit „Friehlingsbier”
Sich manchmol des Näsche begieße:
Die Mädcher die zeige en heitere Sinn,
Die dhun ſich uff Oſtern valowe;
Un die Weiwer beſtelle die Neehderin
Vun wege der Friehjohrsgaddrowe.
Aach ennern die Menſche jetzt meiſt ihr Nadurn,
Un dhat ſich bloß ebbes vaſtobbe,
So mache ſe Bad= un Maſſagekurn
Un drinke „Haarlemer Drobbe‟
En Daal dhut uff’s ungriſche Waſſer nor ſchwörn,
En Daal ißt nor Därrobſt und Feige;
Noch annern — verhuzzelte Heidelbeern,
Die Abſicht is immer die gleiche.
Der aa hott en Schnubbe ganz ferchterlich,
Der anner lutſcht „Emſer Paſtille‟
Der aa ſucht mit „Pain=Expeller” ſich
Die Schmerze im Rickkreiz zu ſtille. . . . . . .
Korzum, es werd Friehling jetzt allerwärts,
Ich peif drum uff all Eiern Bettel,
Es freid ſich uff Lenz un uff Liewe mei Herz
Un — uff die kinftige Steierzettel.
Ja ſehe Se, ich bin halt e Gemietsmenſch, ich frei mich
uff deß, deß wo mich aus em Haische bringe kann, un nemm
domit dem ganze Aerjer die Gall. Dann daß in dere
Be=
ziehung widder ausgiewig an uns gedenkt werd, deß is
emol bombeſſcher. Ufſ die Gehaltsuffbeſſerung werrn mer
wohl net ſo lang zu worte brauche, wie die Herrn klaane
un große Beamte uff ihr. Awer: alles was recht is, haaßt
Gottlieb, die krieje ihr Uffbeſſerung aach noch, wann aach
net gleich heit, odder ſpäteſtens morje, odder höchſtens in eme
halwe Johr, odder iwwerhaubt net ,awwer — ſie krieje ſe! —
Un deßhalb ſolle Se nor die Hoffnung net valiern.
Iwwri=
gens geht’s jo jetzt mit Rieſeſchritte dem Friehjohr zu, un
wer deß net aus meine Vers erſehe hott, der ſoll nor emol
in de Zeitung gucke. Awwer um Gotteswille net vakehrt,
deß haaßt, net in de bollidiſche Daal un aach net in de
lokale, dann dodraus kann mer alles anner ehnder ſehe,
als wie de Friehlingsa’fang. Awwer wann mer die
Zei=
tung vakehrt erum lieſt, wann mer hinne a’fängt, do
kimmt mer uff annern Gedanke. Dann aus de Annooſe kann
mer am beſte die Zeit un Witterungsverhältniſſe ſtudiern,
vielleicht aach die berjerliche Finanzverhältniſſe. Aus jeder
Annoos awwer guckt aam de Friehling entgege, do lieſt mer
zum Beiſchbiel: „Friehlingsmode” „Weiße Woche‟
„Friehlingsbier”, „Friſche Siedeier”, „Fahrräder”, „
Stroh=
hiet”, „Gebrauchte Kinnerwäge” un was dergleiche Sache
mer ſin, die mit em Friehjohr in direkter Vabindung ſteh’n.
Ja, die Strohhiet und die Friehlingsmode un die
ge=
brauchte Kinnerwäge, die zu kaafe geſucht werrn, deß ſin
immer die erſte A’zeiche vum kummende Lends. Un wann’s
gach ſchneit und ſtermt un regnet un ſo kalt is, daß aam die
Nas aus em Geſicht fellt, deß macht alles nix, der
Frieh=
ling kimmt, und die Kaafleit die wo „Robes” und „Modes”
an ihrm Lade ſteh hawwe (damit die Leit wiſſe, daß ſe
do=
drei kaa Rollmöps und Braunkohlebriketts krieje kenne!),
die riſte ſich, den Lends ferſchtlich zu empfange. Un ob er nu
im Hoſerock, odder in de Humpelhos kimmt, un ob. er en
Strohhut uff em Kobb hott, ſo groß wie e Storcheneſt, odder
e Hutzuckerzuckerhutsdutt mit Roſe, Tulwe, Nelke, Veilcher,
Sunneblumme, Geranie, Radiescher, Gelwe Riewe,
Subbe=
grienes und Zwiwwel garniert — des is alles ganz
Worſcht: er kimmt
Un wann ich jetzt newer meim Owe ſitze dhu, un heer
drauß die Schbatze zwitſchern und die Amſchele peife, un
wann ich mer denk, daß jetzt bald die Veilcher bliehe drauß
in de Roßderfer Staabrich un daß des Maikraut am
Diebs=
brunne ſchun langſam aus em Bodem krawwelt, un daß die
Schneeglöckcher un die Schliſſelblumme ihr gelwe und weiße
Köbbcher aus em friſche Gras ſtrecke; un daß ſich
iwwer=
haubt unſer ganz Heſſelendche jetzt widder ſchmickt wie e
Braut, ſo daß unſer Odewald un unſer Bergſtroß mit all
ihre Blietebracht aus de Deitſche Lande erausleichte wie e
Fixſtern aus ere Schachtel Wix — wann ich mer deß alles
ſo ausmole dhu, indem daß ich dodebei nooch em Feier gucke,
do kennt ich vor lauter Fraad en Borzelbaam ſchlage.
Was leiht mir an de ganze Bolledick, was leiht mir
do=
dro ob des neie Reichsdagsbräſidium bei’s Herr Kaiſers
empfange werd odder net, wos leiht mir da an dene 2
Pro=
zent Steierzettelgehaltsuffbeſſerung, was dodro, ob ſe in de
Kammer „Benemmedidätsunnerricht” eifiehrn miſſe. — Deß
is mer alles ſo egal, ich fiehl mich freier un wöhler, un es is
mer als wann mer en Staatsa’walt vum Herz gefalle weer
un ich möcht mit em Ullrich ausrufe: „Es iſt eine Luſt
zu leben! — Ich maan nadierlich net de Ullrich vun
Offebach un net de Ullrich vun Pungſcht ſundern de Ullrich
vun Hutten, der wo den holländiſche Kakao erfunne hottg
odder deß Schießpulver odder ſo was ähnliches
Wem awwer howe mer die herrliche
Friehlings=
gefiehle zu verdanke? Nor de Annooſe vun wege dene
bleureuſierte Wageräder, un dene obſtunkadoffelmarktähnlich
garnierte Storcheneſter, un dene zwaaunnhalbſtöckige
Hut=
zuckerzuckerhuttsduttedibbehüt, un dene Humpelhoſe un
Hoſeröck, un dene gebrauchte Kinnerwage. Die hawe den
Friehling feſtgenagelt un nu muß er kumme. Un wann er
aach Angſt hott, er kregt vun de Engelenner die
Freund=
ſchaft gekündigt, wann er zu uns zuerſt kimmt, un wann er
vielleicht aach glaabt er dhet ewenduell in Deitſchland als
Spion verhaft werrn, odder er kreegt gar im Kohlerevier als
Streikbrecher des Fell verhaage, — deß is alles ganz dutt
egal, er muß kumme.
Un deſſentwege nor net uffgemuckt vun wege dere neie
Mode, ſie mag ſei wie ſe will, awwer ſie dhut den Friehling
verkindige und bringt uns uff annern Gedanke. Un deßhalb
folgt meim Rat: ziggt Eiern imbrägnierte Gummimantel
a’ un nemmt en waſſerdichte Regeſcherm un ſetzt Eich newe
de Owe un nemmt des Blättche in die Hand un ſtudiert die
Annooſe.
Wann Ihr awwer dann noch net glaawe wollt, daß de
Friehling im A’zug is, dann geht emol dorch die Stadt, do
ſeht Ihr an alle Ecke und Ende junge, friſche Knosbe un
Knösbcher, die ſich dieſer Dage erſchloſſe hawwe, odder noch
erſchließe, un die aus ihrem Stehumlegkrage, odder aus
ihrm Kimonoklaadche ſo zuverſichtlich in die Welt gucke, wie
die Zukunft aus em Zivilverſorgungsſchei! Ja, aach ſie
dhun de Friehling verkündige, die kunfermierte junge
„Herrn” und „Dame‟. Sttolz wie die Spannjer ſchwinge
die Berſchjer ihrn „Hatteknäcker” un blotſche öffentlich
ihr erſt Zigarettſche un die Mäderncher gickele un ſchwärme
vun de kummende Danzſtundfreide. . . .
Ach, noch hengt en de Himmel voller Baßgeige un ſie
fihle net, wie ſich Vadder un Mudder voll Sorge die Frag
vorlege: Wie werd’s mit en werrn? Un: was werd aus
en werrn, — Gehn ſe unner im Strom des Lewens, odder
erringe ſe ſich e beſcheide Plätzche an de Sunn?
No, die Kufermatzion fellt ja in de Friehling, alſo in
die Jahreszeit, wo ſich’s ſtill un geheimnisvoll rege dhut
in de große Natur un wo aach im bedrickteſte Menſcheherze
neie Hoffnunge keime, wolle mer deßhalb aach hoffe, daß
die junge Knösbcher net umkumme im Rauhfroſt ihrev
Sünden Maienblüte.
Un ſo wolle mer dann aach widder dem dißjährige
Friehling entgege ſehe trotz Kohle= und Schneiderſtreik, trotz
Reichsdagpräſendentekalamidät, trotz Steierzettelerhöhung
un Kammerſchbekdagel, un trotz all der klaane un große
Schickane mit dene mer des Lewe ſo a’genehm wie möglich
gemacht krieje.
Un ſo ſoll er aach poſtwendend erſcheine, de Herr
Frieh=
ling un ſoll uns jetzt kaa Irfieß for Oöbaa vormache un ſoll
net worte bis er mit em erſte Luxuszug im neie Bahnhof
eifahrn kann. Denn es is höchſte Eiſebah’ — nun muß ſich
alles, alles wenden. .
R. Sch.
Bouilion-
Wörfel
5 Würfel 20 Pfg., einzelne Würfel
(VI 6370)
zeichnen sich durch feinen, natürlichen Fleischbrühgeschmack
aus und werden wie hausgemachte Fleischbrühe verwendet
zu Bouilion-Suppen, Saucen, Gemüsen usw.
MaGels gote,
Kei
Obere Wilhelminenstraße 8, Telephon 1817.
pareame Küche
Den verwöhnteſten Raucher befriedigen meine anerkannt
hervorragend milde und aromatiſche
Sort.
40 Pfg. 50 Pfg. 60 Pfg. 70 Pfg. Mk. 1.— Mk. 2.—
6 Stück 6 Stück 6 Stück 6 Stück 6 Stück 5 Stück
Dieſe Cigarren ſind nur aus edelſten überſeeiſchen Tabaken
hergeſtellt und bieten Garantie für erſtklaſſige Qualität und
eſondere Preiswürdigkeit.
(6437
Sämtliche Neuheiten in Damen-Hüten
von den einfachsten bis zu den elegantesten
empfiehlt in reichhaltiger Auswahl
Anna Bersch, Schuchardstr. 14.
Aufmerksame Bedienung. Billige Preise.
:: Aeltere Sachen werden verwendet :: (6361a
Ia Saat= und
Speiſe=Kartoffel
billigſt
bbei Ph. Germann, Karlſtr. 631
Telephon 1299. (B6200
Für Gartenbesitzerhabe
eine ſehr ſchöne 3 Meter hohe
Abies Nordmannia
2 Picea Blautannen
im Auftrag zu verkaufen (B6450
Näheres Herdweg 14.
und (1479a
Polsterwaren
einzelne Gegenstände
sowie
ganze Einrichtungen
reell, kulant, billig.
Darmstadt
Kirchstr.
65
Zu verkaufen:
1 Badeofen für Kohlen= u.
Holz=
heizung, nur kurze Zeit gebraucht,
1 Bügelofen, 1 Schaukel u.
Turn=
reck Heidelbergerſtr. 157,
Villen=
folonie Ludwiashöhe (*6406mds
. Wenckſtraße
Kanapee w. Platzm. hill. z. verk.
5, III.
(*6543.
FAHRRADER
Weltbekannte erstklassige Marke ——
Solldeste Konstruktlon.
Nur bestes Material.
Präzisionsarbeit bis in
alle Einzelheiten, daher
splelend lelchter Lauf.
ADLERWERKEvorm. HEINRICHKLEVERA.G.
FRANKFURT AM MAIN
Vertreter-Müller & Ober
Inhaber A. Ober, Großh, Hoflieferant
Karlstraße 30.
Tel. 651.
(6386a
Schulpflichtige
Kinder
sind der Uebertragung von
Haar-
krankheiten besonders ausgesetzt.
Durch regelmässige Waschungen der
Kopfhaut und der Haare mittels
„Shampoon
mit dem schwarzen Hopf‟
wird diese Gefahr vermindert, wenn nicht beseitigt. Das millionenfach
bewährte Haarpflegemittel „Shampoon mit dem
schwar-
zen Kopf”” macht das Haar schuppenfrei, glänzend und
gibt auch dürftigem Haar volles Aussehen. — Man
ver-
lange beim Einkauf ausdrücklich „Shampoon mit dem
schwarzen Kopf” mit der nebenstehenden Schutzmarke
und lehne Nachahmungen des Original-Fabrikates
kate-
gorisch ab. (Paket 20 Pf., 7 Pakete M. 1.20), auch mit
Ei-. Teer- oder Kamillen-Zusatz (Paket 25 Pf.,
7 Pakete M. 1.50) in allen Apotheken, Drogerien und
Parfümerie-Geschäften erhältlich.
ke
h. H., Berlin N 37.
[ ← ][ ][ → ]Seite 35.
Darmſtädter Tätzblätt. Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
Herlon
Markt, Ecke Marktstrasse.
Heute Samstag, den 16. März, nachm. 4 Uhr:
Einheitspreis:
für Damen-und Herrenstiefel
in schwarz, braun und Lackleder
Bergstiefel
u. Promenadenschuhe
Jedes Paar ohne Ausnahme!!
ae
Ich bringe nur eleganteste, neueste
Formen und übernehme für jedes
Paar volle Garantie.
In dieser Preislage bringe ich etwas
Ueberraschendes.
Ein Blick in die Schaufenster sagt
Ihnen alles.
Jedes Paar ohne Aus
Heute Samstag bis Montag erhalt
ein Paar elegante Hausschuhe
jeder Käufer beim Einkauf eines
gratis!!
Paar Herren- und Damenstiefel.
Schuhhaus Neptu
Marktplatz
im Hause des Herrn
VAL. ScHROPP.
Welcken Berdl
Ihr Sohn erwählen mag,
Sie finden bei mir
BERUSSKLEI
Fe
Billig
für jedes Gewerbe,
in Massenauswahl, erprobte Qualitäten,
zu billigsten Preisen.
Fnilipp Hess,
Darmstadt, Schillerplatz 5. (6486
Dir beiedten
Glessener Pferde-Lose
2 1 Mk., Ziehung am 21. März
2 ſind in allen bekannten Loſe
geſchäften zu haben. Gen.=Vertrieb
Richard Buchacker, Giessen. (4095a
zu verk. (B6358
Heosbergstr. 18.
Set
e lener lederſchante
2 Nachtſchränke, 2 einfache
Gas=
lampen, Petroleumkocher, 1
Kohlen=
eiſen und 1 guterhaltener
Kinder=
wagen billig zu verkaufen
Laute=
ſchlägerſtr. 5½, III. (*6777
br. gut erhalt. 2tür.
Kleider=
ſchrank zu kaufen geſ. Off.
m. Pr. u. 893 a. d. Exp. (*6764
Nur noch bis 31. März
dauert der
Total-Ausverkauf
wegen Aufgabe des Geschäftes.
Johann Schneider
Darmstadt
(6469a
Karlſtr. 3.
Karlſtr. 3
Zum Besuche ihrer
6422)
laden ergebenst ein
Schwarz-weisse
: Rabattmarken:
Geschw. Hierker
Ecke Pankratius- u. Wenckstrasse.
Z Begehühner, 35 Meter Lrabl=
Einfriedigung, 2 Meter hoch, 2
bel=
giſche Rieſen=Hä innen mit Stall
Heidelbergerſtr. 157, Villenkolonie
(*6407mds
Ludwigshöhe.
e
u. Damenkl.
ſch in
Schuhe, zahle
die höchſten Preiſe. Poſtk. genügt.
T. Naigass, Schloßgaſſe 10,
(5994a
Telephon 1759.
Edin gut erhaltener Kaſtenwagen
(Breack), vorzüglich für
Milch=
händler geeignet, billigſt
abzu=
geben August Mayer, Heinrich=
(*6766som
ſtraße 44.
Seite 36,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912
Nummer 65.
Ine Iinerlean bl. 0.
nächst
Ernst-Ludwigstr. 23 dem Bismarckdenkmal
ontag, 16. März d. J.
Ab Samstag, 16. uet.
Erstklassiges Nopitäten=Schlager=Programm
S Die Sonne bringt esan den Tag
Neu
Sensationsfilm ersten Ranges.
Alleinaufführungsrecht für Darmstadt!
Neu!
Revue des Humors
(6474
Unsere Zeit in der Karikatur
nach d.-Originalen d. hervorragendsten Künstler u. Satyriker.
Aol!
Samstag
März:
Heute
§ I. Gastsplel von Michael Dengg’s
Gr.oberbaver. Daderhheater
I. Aufführung in Darmstadt
Der heilige Rat.
Komödie aus dem Volksleben in 3 Akten (4 Bildern)
von Ludwig Ganghofer.
Morgen
Nachmittags
4 Uhr
Sonntag, 17. Mürz:
Volksvorstellung b. kl. Preis.
Im Pfarrhaus.
Ernstes u. Heiteres aus dem Leben eines Dorfpfarrers
von Hans Werner.
Morgen b Sonntag, 17. März, abds. 8¼ Uhr
sowie
Montag, 18. „ „ 514 „
Der heilige Rat, v. Ludw. Ganghofer
Wührend der Pansen und vor Autang:
Musik-vorträge d. Oberbayr. Virtuosen-Terzetts:
(Hans Reiter, Edi Kiem, Paul Kiem)
sowie des Orpheum-Orchesters.
Vorverkauf wie bekannt gültig. — Num. Parkett ausschl.
bei Hugo de Waal, Rheinstrasse 14.
(6491
Dorddeutscher Lloyd Bremen
Schnell= u. Poſtdampfer=Verbindung. nach all. Weltteilen
Dew Vork ae Baltimore
Philadelphia= Galveston
as Kanada Quba 2a
Von Breinen nach
Brasilien La Plata
Genua-New Vork
Bremen-Ostasien Bremen-Australien.
Anſchlußlinien: Auſtral=Japan=u. Singapore=Neuguinea=Linie
Mittelmeer-Dienst
von Marſeille üb. Genua, Neapel, Catania nach dem Oeſtlichen
Mittelmeer und Schwarzen Meer. Marſeille=Alexandrien.
Genua=Neapel=Corfu=Alexandrien.
Ausgabe von Reise-Schecks und Welt-Kreditbriefen.
Auskunft erteilen:
Norddeufscher Lloyd Bremen
und ſeine Vertretungen
in Darmſtadt: Anton Fischer, II in Dieburg: (1663a
Adler=Drogerie, Frankfurterſtr. 12/14
Carl Reh.
gut erhalten,
Fahrrad, billig zu verk
links.
Soderſtr. 40,
ſehr zu
ebr.
erh., bill
zu verk. Neue
r. 68, I. r. (*6614
billig abzugeben
Waſchmangel
(*6422ds
Dieburgerſtraße 55, 1. St.
Hochfeinstes
Tafelöl
für Salate, Mayonnaise und
zu Backzwecken
Feinstes
Mizzuer Olivendl
feinste Speiseöle.
M. W. Prassel
Schulstr. 10 Telefon 71.
(6368a)
Wegen Umzug
billig zu verkaufen:
3 komplette Betten,
getragene Kleider u.
verſchiedener Hausrat
6581fs) Neckarſtr. 26, I. links.
Hochmann zahlt
höchste Preise
für getr. Kleider, Schuhe, Wäſche,
Möbel u. dergl. Poſtkarte genügt.
A. Hochmann (*6565fs
Kleine Ochſengaſſe 16, Laden.
Ain noch gut erhaltener
Sport=
d wagen, ſowie 2 flamm.
Gas=
herd billig abzugeben (*6512ds
Sandſtraße 42, 2. St. links.
Pureinigenalgetragener Zut fün
N Konfirmandin billig zu verk.
*6778)
Mollerſtr. 9, 2. St.
Britannia-Hotel
Jeden Sonntag (857a
Künstler-Konzert.
zu
ver=
indehütte kaufen.
große
Näheres Waldſtr. 55
(*6337mso
Programm
zu dem am Samstag, den
16. März, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23.
1. Ouverture z. Operette „Leichte
Kavallerie” v. Suppé. 2. Fantaſie.
aus „Die Walküre” von Wagner.
3. Lied der Magdalena aus „
Evan=
gelimann” v. Kienzl. 4. Fantaſie
aus „Carmen” von Bizet. 5. „
Ge=
ſchichten aus dem Wiener Wald‟,
Walzer von Strauß. 6.
Deutſch=
meiſter=Marſch von Jureck
Olympla-
Theater
Rheinstraße 2, 1. Etage.
Mod., panik= u. feuerſicherſtes
Lichtſpieltheater am Platze.
Im diesmaligen Programm,
ſei beſonders hervorgehoben:
Die Tochter des
Indianerstammes
feſſeind. Wildweſt=Drama
Die Kokette
ſpannendes Drama.
Inhalt: Ein Opfer des
Meeres, der Abſturz vom
Felſen und der Kampf im
Waſſer.
Eine Büffelingd in
Kambodscha (Iinter rdien)
ſchönſter und
wildroman=
tiſchſter Jagdfilm, der bisher
gezeigt wurde, mit folgenden
Titeln:
Aufbruch zur Jagd, ein
ſchwieriger Uebergang, eine
Herde wilder Büffel, die
Verfolgung der Büffel,
ge=
ſtellt, ein Panther durch
die Treiber aufgeſcheucht,
Rückkehr von der Jagd, das
Recht der Geier, intereſſant
bis zum Schluß.
Und das übrige ſehenswerte
Programm. (6489
Umzugshalber
1 feine Sofagarnitur m. 6 gepolſt.
Stühlen, 1 runder Tiſch, 2 kompl.
Betten u. noch verſchiedenes and.
billig zu verkaufen. Anzuſehen v.
8—2 Uhr Zeughausſtr. 1. (*6555fso
Täglich frische
Mazzen
Mainzer (4364a
obere Bleichstr. 13. Telefon 1265.
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, 16. März.
Außer Abonnement
Volksvorſtell. zu erm. Preiſen.
Alt=Heidelber g.
Schauſpiel in 5 Akten
von Wilhelm Meyer=Förſter.
Spielleitung: Regiſſeur Hacker.
Perſonen:
KarlHeinrich,
Erb=
prinz v. Sachſen=
Karlsburg . . Hr. Weſtermann
Staatsminiſter v.
Haugk
.Hr. Heinz.
Hofmarſch. Frhr.
von Paſſarge . Hr. Semler
Kammerherr von
Breitenberg . . Hr. Lehrmann
Kammerh. Baron
von Metzing. . Hr. Knispel
Dr. phil. Jüttner Hr. Wagner
Lutz, Kammerdien. Hr. Jürgas
Graf von
Aſterberg
hr. Baumeiſter
Karl Bilz Sa
Kurt
Engel=
brecht
v. Banſin
v. Reinecke
v. Wedell, Saxo=
Boruſſiae .
Erſter
Zweiter
Dritter
Vierter
Fünfter
Hr. Weiß
Hr. Kroczak
Hr. Jungmann
50
Hr. Braun
Hr. Schneider
Hr. Indorf
Hr. Salomon
Hr. Wolf
Hr. Waigandt
Hr. Jachtmann
Frau Rüder
Frau Dörffel,
Tante
Kellermann
Käthie
Rüder, Gaſtwirt. Hr. Peterſen
d.
Frl. Wisthaler
Fr. Rudolph
Hr. Jordan
Frl. Gothe
Ein Muſikus . . Hr. Geibel
Schöler=
mann,
. Hr. Klotz
Glanz,
. Hr. Fleiſchmann
. Hr. Göllnitz
Reuter, 13
Nach dem 3. Akte längere Pauſe.
Krank: Frl. Schaub.
Preiſe der noch
vorhan=
denen Plätze:
Proſzeniums=
loge 2 Mk., Fremdenloge 2 Mk.,
Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.
Sperrſitz 1.50 Mk.
Anfang 7½ Uhr. Ende 10½ Uhr.
Kartenverk. v. 11—1 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Sonntag, 17. März. 138. Ab.=V.
B 34. sCavalleria
rusti-
cana.: Hierauf: „Der
Ba=
jazzo.‟ Gr. Pr. Anf. 7 Uhr.
Montag, 18. März. 139. A.=V.
A 35. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Baumeiſter Soineß.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 19. März. 140. A.=V.
D 36. „Siegfried.‟ Große
Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Sonntag, 17. März.
138. Abonnem.=Vorſtellung. B 34.
Cavalleria rusticana.
Melodrama in 1 Aufzug von
Pietro Mascagni.
Muſikal. Leitung: Kapellm. Kittel.
Spielleitung: Oberregiſſ. Valdek.
Perſonen:
. . Fr. von Sugh
Santuzza
Turriddu . . . Hr. H. Hacker
Lucia, ſ. Mutter. Frl. Howard
Alfio, Fuhrmann Hr. Semper
Lola, ſeine Frau. Frl. Longin
Hierauf:
Der Bajazzo.
Drama in 2 Aufzugen u. einem
Prolog von R. Leoncavallo.
Leit.: Hofkapellm. Hofr. de Haan.
Spielleitung: Oberreg. Valdek.
Canio-Bajazzo. . Hr. Becker
Nedda-Colombine Fr. Speiſer=
Suchanek
Tonio-Taddeo . . Hr. Weber
Beppo-Harlekin . Hr. Bernhardt
Silvio, e. jg. Bauer Hr. Semper
Ein Bauer. . . . Hr. Dobski
Nach =Cavall. rustic. läng. Pauſe.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Mk.,
Fremden=
loge 6 Mk. Balkonloge 5 Mk.,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.—6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.—13. Reihe)
4 Mk., (14.—20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.—5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.— 8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 18. März. 139. A.=V.
A 35. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Baumeiſter Solneß.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 19. März. 140 A.=V.
D 36. „Siegfried.” Große
Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Mittwoch, 20. März.
Außer Abonnement.
Kindervorſtellung. Anf. 5 Uhr.
Apfelbaum, Erdmännchen
und Flöte.
Eine Komödie für Kinder in 5
Bil=
dern von C. A. Görner.
Preiſe der noch
vorhan=
denen Plätze:
Proſzeniums=
loge 2 Mk., Fremdenloge 2 Mk.,
Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.,
Sperrſitz 1.50 Mk.
Der Kartenverkauf zu dieſer
Vorſtellung findet Dienstag,
den 19. März, ſowie an dem
darauffolgenden Tage, vormit. von
11—1 Uhr, an der Tageskaſſe ſtatt.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 21. März. 141. A.=V.
C 36. „Die Fledermaus.”
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 37.
OATEHN ErNAE
45 MODERMESFAMILEN-CAFE
LUDWiGsPLATZ 2 (6366s
AB 11 UHR NAchTS FRiscHEs WiENER GULAScH.
DARM-ASSTADT
GRAFENSTR-12ECKE RHEINSTR-
Grösste und beste
Darmstadts.
Sensations-Programm
von Samstag, den 16. bis Dienstag, den 19. März,
das bis jetzt noch mit keinem Schlager erreichten
Triumph in allen Großſtädten aufgenommene
Amerikanische Grosstadt-Drama
(eine Senſation der Kinokunſt)
Alleiniges „ ₰
Auf-
führungs
recht für
0₰
Darmstadt Sektrausen Darmstadt
„
Erstauf-
führungs-
0%
recht
für
Großſtadtdrama in 2 Akten. Vorführung ca. 1½ Stunde.
Geſpielt von den beſten Schauſpielern der Kopenhagener
Theater; in der Titelrolle die ſchöne berühmte ſchwed.
Primadonna des Kaſinotheaters, Koppenhagen.
Phillippa Frederiksen.
Dieſes Stück ſpielt ſich teils in einer amerik.
Induſtrie=
ſtadt, teils New=York ab und hat eine Auswahl von
entzückenden, ſpannenden und packenden Momenten,
wie ſie noch kein Vorgänger erreicht hat. Das Spiel
ſelbſt, iſt ein lebenswarmes, wundervolles und feſſelndes,
die Ausſtattung geradezu märchenhaft, an Großartigkeit
und Schönheit alles bis jetzt dageweſene bei weitem
übertreffend. Schlußſzene.
Mann und Weib ſtehen ſich gegenüber. Gebannt bleibt
ſie ſtehen, ſie vermeint ein Geſpenſt zu ſehen, und alle
Empfindungen kleiden ſich in die Worte: „Du lebſt noch?
Du biſt noch nicht tot?” Alſo hat man mich betrogen.
Verzeihung, iſt das Löſungswort.
Durch drahtloſe Telegraphie gerettet. Amerikaniſcher
Senſationsſchlager.
Das Oſterei. Herrlich koloriert. Wenn Sie Ihren
Kindern eine Freude machen wollen, beſichtigen
Sie mit denſelben dieſen Oſterfilm.
Peter, der klebrige Mann. Guter Humor.
Schippkes Duell. Humoriſtiſch.
Indochina. Herrliche Naturaufnahme.
Römiſche Ruinen der Umgebung von Arles.
Herr=
liche ſehr belehrende Naturaufnahme. (*6748
(6369a
Schiessplatz
empfiehlt Sich durch anerkannt gute RKüche u. vorzünl. Getrünke.
Anerbacher Schloß.
Der ergebenſt Unterzeichnete erlaubt ſich, die
Cröffnung des vollen Betriebes der
Wirtſchaft auf dem Auerbacher Schloß
(*6503
mit dem heutigen Tage anzuzeigen.
W. Klein, Pächter
Sterchen Brud (Spezial)
echt bayeriſch Export, hell und dunkel, mit vollmundigem,
würzigen Geſchmack, beſtellt man im (5209a
Bierdepot P. Stromberger
Telephon 1722. 31 Landwehrſtraße 31.
gut erhalt. Sitz= u. Liegewagen
(*6787
1 billig abzugeben
Fornoff, Neue Ireneſtraße 66.
Ein guterh. Puppenwägelchen
zu kauf. geſucht. Offerten unt.
§ 98 an die Expedition. (*6750
1 Reißzeug, 1 Reißbr., 1 Winkel,
1 Schiene, zuſ. 6 ℳ. Näh. b. Ag. will.
Pankratiusſtr. 29, 1. St. (*6668
Dut erh. Kleid, ſtahlbl., mittlere
Figur, billig abzugeben (*6805
Saalbauſtraße 41, 2. St.
Heute Samstag, den 16. März:
Metzel-
ſuppe
vozu freundlichſt einladet
Georg Diehl
Mathildenplatz 18
Hofſtallſtraße. (*6681
Zur Burgschenke.
Heute Samstag
Metzel=
ſuppe
Morgens Wellfleiſch
Bratwurſt mit Kraut
wozu freundlichſt einladet (*6803
Wirt,
Jakob Schäfer, Gratenstr. 17.
Empfehle mich
auf prima Saatkartoffeln
von kräuſelfreien Gegenden zu
mäß. Preiſen. Beſtellungen können
jederzeit entgegengenommen
wer=
den bei Herrn Klingler,
Fuhr=
mannſtr. 12, und Herrn Wolf,
Soderſtr. 101, Vertreter A. Pflanz,
(*6728
daſelbſt.
Neckar-
Fahrrad
su mer
ſehr gut erhalten, äußerſt billig
Hölgesſtraße 1, part. (6391so
Ein kleiner Herd
zu kaufen geſucht. Offerten mit
Preis und Größenangabe unter
§ 58 an die Expedition. (6381so
aſt neuer Konfirmanden=Anzug
7 für größeren Jungen zu verk.
Arheilgerſtr. 12.
(*6661
ut erhaltener Kinder=Sport=
(Sitzlieg) wagen bill. zu verk.
Eckhardtſtraße 3, 2. Stock r. (*6804
Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady, Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Ilford” von Baltimore
kommend, 14. März morgens in
Hamburg.
Dampfer Steiermark”, 11. März
6 Uhr abends von Philadelphia.
nach Hamburg.
Dampfer „Fürſt Bülow‟, 13. März
von Colombo nach Suez.
Vergnügungsdampfer „Meteor”,
zweite Mittelmeerfahrt, 13. März
5 Uhr 30 Min. nachmittags von
Tunis.
Dampfer „Rhenania” von
Oſt=
afrika kommend, 12. März von
Swakopmund.
Kleinste Anzahlung
Bequeme Abzahlung
Möbel, Betten
Polsterwaren
ganze
Wohnungs-Einrichtungen
Herren- u. Damen-
Konfektion
Manufakturwaren
5079a
D. Feicher
Grosse Ochsengasse 12
Telephon 1767.
iermann Wertneim
Bankgeschäft
z: : Postscheck-Konto Frankfurt Nr. 1551 z: 3
Filiale Darmstadt
ERANKFURT a. M.
Mainzerlandstraße 34
Telephon Amt II 1008
33 Rheinstraße 33
Telephon 1820
Vermittlung aller bankgeschäftl. Transaktionen
Stahlkammer (Vermietung von Safes)
An- und Verkauf aller an den in- u. ausländischen
Börsen gehandelter Werte, besonders der an der
Londoner und Pariser Börse notierten
Südafrikanischen Goldminen-Shares
Amerikanischen Eisenbahn-Shares.
Zu mündlichen und schriftlichen Auskünften bin
ich gerne bereit.
(2623a
Mittelung!
Meiner, geehrten Kundſchaft zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich
an die Filiale des Herrn
Edmund Türtmann in der Grafenstrasse
keine Backwaren mehr liefere und bitte meine werte
Kundſchaft, ihren Bedarf wieder in meinem Geſchäft, Ecke Schützen=
und Hügelſtraße, zu entnehmen.
(5945a
Hochachtungsvoll: Wilhelm Mitze
— Großh. Heſſ. Hoflieferant
Brot= u. Wiener Feinbäckerei u. Conditorei,
Retormhosen
Für Damen u. Mädchen
empfehle
Marke: Spezial, gute Qualität
Länge: 40 45 50 55 60
ℳ 1.20 1.40 1.60 1.80 2.−
Länge: 65 70 75 80 85.
ℳ 2.20 2.40 2.60 2.80 3.00
e: Superfein, extra blau u. grau vorrätig
Länge: 40 45 50 55 60
ℳ 1.75 2.— 2.25 2.50 3.—
Länge: 65 70 75 80 85
ℳ 3.25 3.503.75 4.— 4.25
Philipp Hess
T2
Darmstadt
Schillerplatz 5
Mitglied des Rabattsparvereins.
chillerplatz 5.
(
(2295a
Kaisersaal Restaurant Fürstensaal
empfiehlt
Natur 1911er Dahlheimer
im Ausschank.
6425a)
Georg Christ.
Schloss Deſte Kurerſolge bei
Rerven=
rösent: Magen. Darn. Herze, Veber=
Nieren=, Blaſen= u. Geſchlechts=
Dresden- krankheiten, Gicht. Rheuma=
Radebeul tismus, Jschias. Aſthma,
Ner=
poſität: Bleichſucht. Blutar=
3 Aerzte mut, Zuckerkrankheit u. allen
Frauenkrankheit. Proſp. frei.
Bilz‟ Natur=Heilbuch,
2 Millionen
xemplare ſchon
verkauft. 4 Bände M. 32.—
u bezieh. d. alle Buchhandlg.
(Eine neue Akford=Ziether billig
zu verkaufen Kaupſtraße 5,
1 Treppe hoch, links.
(*6794
Von der Reiſe
(6018
zurück: msi
Dre M. Rausch
Spezialarzt für Haut- u.
Harnkrankheiten
Einrichtung für Röntgen= u.
Quarzlampenbeſtrahlung.
Maſſage
gegen Nerven Gicht,
Rheuma=
tismus, Fettleibigkeit uſw.
empfiehlt ſich (6124a
harlotte Strecker,
Hügel=
ſtraße 2, 2. Et., Ecke Karlſtraße.
Eiſern. Markiſengeſteltle Mtr.
lang, billig zu verkaufen
Alice=
ſtraße 1, I.
(*6797so
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Witwitzkv, spez. f.
Haut-u Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 80
Schmerzloses rasches Heilver-
Sprechstund.: 11—1 und 4—8
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10— 1 Uhr.
überschreitet 1912 der Versicherungsbestand der
Leipziger Lebensversicherungs-Gesellschaft
auf Gegenseitigkeit (Alte Leipziger)
gegründet 1830.
(1161a
Deckungsmittel über 380 Millionen Mark.
Bestes Prämien- und Dividendensystem.
Unanfechtbarkeit:: Unverfallbarkeit:: Weltpoliee.
Vertreter: G. Beyser, Darmstadt
Bruchwiesenstrasse 4.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 38.
elgrant
Der Deutſche Holzarbeiter=Verband Darmſtadt bezichtigt uns eines Vertragsbruches, dagegen verwahren wir uns ganz
entſchieden, da dieſes nicht zutreffend iſt.
Wenn ſich darauf geſtützt wird, daß zwei Arbeiter den Minimallohn nicht erhielten, ſo haben wir hierauf zu erwidern,
daß dieſelben auf wiederholtes Bitten, da ſie ſich noch weiter ausbilden wollten, als Hilfsarbeiter eingeſtellt worden ſind, mithin
hatten ſie keinen Minimallohn zu beanſpruchen.
Auf Vorſtellung von anderer Seite hin haben wir den Betreffenden anheimgeſtellt, auszutreten, aber es wurde uns
erklärt, daß ſie bleiben wollten, um weiter zu lernen.
Es kann daher von einem Vertragsbruch abſolut keine Rede ſein. Wir nehmen vielmehr an, daß die Arbeit nur deshalb,
(643
niedergelegt worden iſt, weil zwei Arbeiter aus triftigen Gründen entlaſſen worden ſind.
Darmstädter Möbelfabrik
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Sparſame
Hausfrauen=
kaufen gegen bar und
ſammeln die
ſchwarz=
weißen
Nabatt=
marken des
702a
Kabatt=
Spar=Vereins
Darmſtadt.
Guebberere
eerhthr
Achtung!
Wlent
für alle Hausbesitzer!
Keine Röhren mehr auf den
Kaminen. Kein Rauch mehr in
den Manſarden durch meinen
gemauerten Kamin=Aufſatz.
Refe=
renzen hier am Platz. Spezialität
in allen Feuerungsanlagen.
Johannes Best, Maurermeiſter,
Gervinusſtraße 49.
(*6755
Die naturreinen
alkoholfreien
Weine
mmsm
und
empfehlen hervorrag. Aerzte
bei Blutarmut, Bleichsucht,
Nervosität (Prof. Forel, Prof.
Bulenburg, Prof. Jordy, Dr.
Gilbert. Dr. Keferstein)
bei Herzkrankheiten
Rheu-
matismus u. (icht (Dr. Matzen,
Dr Stoll-Nauheim, Dr. Kühne)
bei Magen-, Darm-,
Leber-
u. Nierenleiden (Prof. Bunge,
Prok. Winternitz)
bei allen akuten feberhaften
Krankheiten (Dr. Järschky,
Prok. Bleuler, Dr. Albu, Dr.
Schiling)
(2415
Verlangen Sie Sorten-
und Preisliste u.
auf-
klärende Literatur von
Johannes Horns
Alexanderstr. 4, I.
Sendungen (auch Proben) frei Haus.
Grosser Gelegenheitskauf
eines grossen Posten
Hochmoderne Herrenanzüge
52
ein- und zweireihig
englische Ausmusterung, Ersatz für Mass, regulärer Preis Mk. 35
bis Mk. 40, so lange Vorrat reicht jeder Anzug
50
nur Mk. 28
Wilkeik Heuster
Darmstadt, Marktstrasse 2.
(6481
Rabatt-Marken.
Konsum-Marken.
Mies ich eine
chicke Frau wurde?
Dadurch, dass ich meine
überall bewundert. Kleider
nur nach d. entzückenden
Favorit-Moden-Album,
Preis nur 60 Pf., wählte u.
nach den vorzügl.
Favorit-
schnitten leicht u. preiswert
selbst schneiderte. Favorit-
Mstr. sindeinzig.
Hundert-
tausende benutz, nur diese.
Die Verbraucher erh. 1912
wertv. Jub.-Gaben. Präm.-
Liste gratis d. alle Agent.
Ferner empfohlen:
nugend-Moden-Album 60 Pf.
Favorit-Handarbelts-Album 60 Pf.
Verlag: Internat.
Schnitt-
manufaktur brosden-A. 8.
Arthur Sittig, Louisenplatz 4.
Klapp=Sportwagen, graues
K. Alpacea=Jäckchen (Größe 42)
Was ſchenke ich zur Konfirmation?
Ein Buch oder ein Bild
ſind die dankbarſten, geeignetſten und ſtets willkommenſten
Gaben als Oster= oder Konfirmations-Geschenke,
wenn die richtige Wahl getroffen wird!
(6499
Hierin aber ſind Sie am besten beraten, wenn Sie ſich
nicht nach auswärts wenden, ſondern an die gut ſortierten
DarmstädterBuchhandlungen
Geschenkliteratur — Gesangbücher — Kunstblätter.
billig zu verkaufen
Viktoria=
ſtraße 63, 2. Stock.
(6403
Ankauf
von Altertümern jeder Art.
Möbel, Gemälde, Porzellane,
Stiche, Zeichnungen, Waffen,
Fächer, Curioſitäten uſw.
Antiquar Eggert,
Luiſenplatz 4 (5196a
neben dem Ständehaus.
Georg Ludwig Kriegk
Rheinstr. 17, : Fernspr. 779.
Mitglied d. Rab.-Spar-
Vereins. (6372
ſichtbare
Schreibmaſchine Schrift, neu
380 Mk., jetzt nur 150 Mk., Ideal,
Rühl,
(*6758
faſt neu
Kranichſteinerſtraße 591/10.
Jede Dame
weiß es, daß die besten u. billigst.
Haararbeiten
bei mir angefertigt werden=
157a
Gros, Lager in ferig. Arbeiten.
Zöpfe v. 2.50 Mk. an : e
Locken-Tuffs v. 2.— Mk. an
Haar-Unterlagen in j. Farbe
Garantiert prima Material.
Gegen Drüsen, Scropheln,
Blutarmut, Engl. Krankbeit, Hautausschlag, Hals- und
Lungenkrank-
heiten, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der Entwicklung
zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige Kur mit meinem
Lahusen’s Eien- Lebertran.
Der denkbar beste und beliebteste Lebertran. Leicht zu nehmen und
zu vertragen. Nur echt in Originalflaschen à Mk. 2,30 und 4,60
mit dem Schutzwort „Jodella‟ und dem Namen des Fabrikanten
Apotheker Wilh. Lahusen in Bremen. Frisch zu haben in
allen Apotheken in Darmstadt und Umgebung.
(6442a
Auffärben alter Haararbeiten.
Reparaturen gut und preiswert.
Kopfwaschen m. Frisur 1 Mk.
„ „Ond. 1.50 Mk.
Keneile Leural. roeter-ilig.
M. Filmann
Elisabethenstr. 2
Wasch-Garnituren
moderne Dekors, von ℳ 18.50 bis 1.45
Tonnen-Garnituren
unerreichte Ausw. u. tadellos., saub.
Ware, die Garatur v. ℳ4 1530 bis 4.50
Kaffee-Service
Steilig, fein bemalt, von 27.50bis 1.95
und in jeder grösseren Zusammenstellung.
Tafel-Service 78—23teilig, fein
bemalt. . . vos ℳ 120.— bie 6.75
Bierbecher in großer Auswahl, von 5₰ an
Weingläser in mod. Formen, von 9₰ an
Wassergläser kristallhell . von 5₰ an
Römer modern .
. 6 Stück 95 ₰
Eiserne Vorhangstangen von 8 ₰ an
Rosetten viele Sorten . . von 10₰ an
Paneelbretter viele Sorten von 45 ₰ an
Handtuchhalter „ . von 45₰ an
Waschständer
von 60 ₰ an
Putzkasten .
Eierschränke
Bügelbretter
Aermelbretter
Bürstenbleche
von 25 ₰ an
von 50 ₰ an
von 95 ₰ an
von 35 ₰ an
von 95 ₰ an
Solinger Bestecke
Britannia-, Alpakka- u. versilberte Waren
in nur gediegenen Qualitäten.
Sämtl. Artikel für den Hausputz
iu bekant billen Peien
Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle
für Wirte, Pensionate und Neu-Einrichtungen.
Spezialität:
Volständ. Küchen-Einrichtungen
jeder Preislage.
Alleinverkauf der
Adler-Emaille
Garantie für jedes Stück.
Otto Nietschmann Nachf.
Ludwigstrasse 10.
Telephon 1804.
6421
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 39,
Umzug und
Aussergewöhnliche Vorteile
bietet mein heutiges Angebot für
3 Waggon Glas, Steingut und Emaille eingetroffen!
Zurkrarkiarule
Der Transport=Arbeiter=Verband hat gegen unſer Mitglied, die Firma
Paul Wolf & Co. in Darmſtadt, die ſogenannte „Sperre” verhängt. —
Hierzu bemerken wir, daß dieſe Maßnahme des Verbandes gegen die genannte
Firma den Betrieb derſelben in keiner Weiſe hindert, da die Firma Paul
Wolf & Co. ſeit den Ausſchreitungen bei dem vorjährigen Streik keine
Mit=
glieder des Transport=Arbeiter=Verbandes mehr feſt angeſtellt und deshalb auch
der Abſchluß eines Tarif=Vertrages mit dieſem Verband für ſie keinen Wert
hat. — Auch die übrigen Mitglieder des unterzeichneten Arbeitgeber=Verbandes
der Ortsgruppe Darmſtadt haben mit Ausnahme einer einzigen Firma den
Ab=
ſchluß eines Tarifverträges mit dem Transport=Arbeiter=Verband abgelehnt
und beruhen die gegenteiligen Angaben des letzteren Verbandes auf einer
Unwahrheit, die lediglich den Zweck verfolgt, die Intereſſen der Firma Paul
Wolf & Co. zu ſchädigen. — Um dies zu verhindern, weiſen wir ausdrücklich
darauf hin, daß der vorgenannten Firma ausreichende und bewährte, bei den
vorjährigen Exzeſſen nicht beteiligte Arbeitskräfte zur Verfügung ſtehen, mit
denen ſie in der Lage iſt, alle Aufträge prompt und zuverläſſig und zur vollſten
Zufriedenheit der Kundſchaft zu erledigen. — Im übrigen werden ſowohl von
der Firma Paul Wolf & Co., als auch von den anderen Mitgliedern unſeres
Verbandes dieſelben und teilweiſe ſogar höhere Löhne bezahlt, als ſie in dem
Tarif=Vertrag des Transport=Arbeiter=Verbandes vorgeſehen ſind.
Südweſtdentſcher Arbeitgeber=Verband
der Trausport=, Handels= und Verkehrsgewerbe.
Generalſekretär Wolff, Bensheim.
6460)
Frisch eingetroffen:
äufes
billiges
von vorzüglicher Qualität
(6tea
Schlüchtern-Brot
4 Pfund-Laib 54 Pfg. 2 Pfund-Laib 27 Pfg.
4 Pfund-Laib 52 Pfg.
Schwarzbrot
2 Pfund-Laib 26 Pfg.
Weissbrot
3 Pfund-Laib 44 Pfg
Schade & FüllgrabessLuchd
gute Qualität und leicht löslich
1. 66 Pfg.
lose per Pfund .
feine Qualität. in Paketen, per Pfd. 140, 160, 200, 260 Pfg
Besonders preiswert:
Mirabellen
2 Pfund-Dose 65 Pfg.
Pflaumen, sus.
. . 2 Pfund-Dose 44 Pfg.
Gemüse-Erbsen
2 Pfund-Dose 38 Pfg.
Junge Erbsen
2 Pfund-Dose 44 Pfg.
do. mittelfein, 2 Pfund-Dose 52 Pfg.
Schudetrungtabe
Filialen in allen Stadtteilen.
G2.50 M. z bl Schühzenſtr. 6, I. (*Karlſtraße 23, III.
(*677
Seite 40₰
Darmſtädter Taßblatt, Sämstag, den 16. März 1912.
Nummer 654
Die Hinrichtung einer Räuberbande zu
Darmſtadt im Jahre 1814.
Von Philipp Brüchmann.
Vor 100 Jahren machte eine weitverzweigte Räuber=
und Diebesbande die Landſtraßen des Odenwaldes und
der Maingegend im höchſten Grade unſicher. Ebenſo
wur=
den die Bewohner dieſer Landesteile durch die zahlreichen
mit großer Verwegenheit ausgeführten Einbrüche
fortge=
ſetzt ſchwer geſchädigt und beunruhigt. Lange ſuchte man
vergeblich nach den Mitgliedern der Bande, bis es endlich
gelang, einige derſelben zu faſſen und mit Hilfe ihrer
Ge=
ſtändniſſe nach und nach auch der anderen habhaft zu
wer=
den. Im Juni 1814 wurden einſtweilen fünf der
Inhaf=
tierten durch Großh. Hofgericht zum Tode verurteilt. Die
von den Verurteilten gegen dieſe Entſcheidung eingelegte
Reviſion änderte nichts an dem Ausſpruch dieſes Gerichts
und ſo wurde die Hinrichtung auf den 5. November
feſt=
geſetzt.
Für die Kenntnis der perſönlichen Verhältniſſe der
Räuber und ihrer Verbrechen dienen folgende kurze
Mit=
teilungen.
Johann Adam Grasmann hatte ein Alter von
50 Jahren, war im Odenwald geboren und ein Witwer.
Er führte bei ſeinen Geſellen den Namen „großer oder
langer Samel” und war unter dieſem faſt allgemein den
Bewohnern des Odenwaldes perſönlich bekannt.
Trotz=
dem getraute ſich keiner, ihn feſtzuhalten, er war vielmehr
ſo gefürchtet, daß kein Bauer mehr nach eingebrochener
Dunkelheit ſich aus ſeinem Hof wagte, ſobald es hieß: der
lange Samel iſt in der Gegend. Nach ſeinem Geſtändnis
nahm er teil an 16 Straßen=Räubereien und über 100
Ein=
brüchen.
Johann Adam Heusner war 36 Jahre alt,
ver=
heiratet und geboren zu Mümling=Crumbach als der Sohn
eines Hirten. Seine Eltern hielten ihn zu einem
ordent=
lichen Leben an, aber ſein eigner Onkel und Pate, der
ebenerwähnte große Samel” verführte ihn zum
Spitz=
bubenhandwerk. Heusner führte bei ſeinen Genoſſen den
Namen „roter Hann=Adam” und war bei Haupt=
Unter=
nehmungen gewöhnlich der Anführer. Nach ſeinem
Ge=
ſtändnis hat er an 34 Straßen=Räubereien und 85
Ein=
brüchen teilgenommen. In der Unterſuchung ſagte er,
wenn man ihn noch 5 Jahre ins Verhör nähme, ſo würde
er am Ende dieſer Zeit doch nicht behaupten können, alles
angegeben zu haben, da er ſich mit dem beſten Willen gar
nicht mehr auf alle ſeine Streiche erinnern könne.
Johann Martin Rupprecht, auch „Heſſen=
Martin” genannt. war zu Eckederode bei Saalmünſter
ge=
boren und 31 Jahre alt. Mit 17 Jahren ging er zum
öſter=
reichiſchen Militär, deſertierte dort, ließ ſich von den
Frau=
zoſen anwerben, bei denen er es auch nicht lange aushielt
und wieder davon lief. Er begab ſich dann ins Heſſiſche,
wo er einen Hauſierhandel mit irdenem Geſchirr anfing.
Dieſer Handel war für ihn jedoch nur ein Deckmantel,
unter dem er das Diebeshandwerk um ſo ſicherer treiben
konnte. Er meinte im Verhör, an ſeinem und ſeiner
mei=
ſten Kameraden Unglück ſeien nur die Weibsleute ſchuld.
Er wäre zwar vorher ſchon ein Spitzbube geweſen, doch
ein richtiger ſei er erſt geworden. ſeit ſein „Gretchen” zu
ihm gekommen ſei. 11 Straßen=Räubereien und 14
Ein=
brüche wurden ihm zur Laſt gelegt.
Jakob Erbeldinger, 40 Jahre alt, ſtammte
aus Lothringen und war Vater von 7 Kindern. Er hatte
6 Jahre in Lugendurg beim Militir geſtanden, war dort
deſertiert, begab ſich dann in das Amt Lichtenberg i. O.,
wo er ſich niederließ und ſeine Diebereien anfing.
Johann Georg Taſcher, gebürtig aus Steinau
i. O., hatte ein Alter von 46 Jahren und war ebenfalls
Vater vieler Kinder. Er galt im Odenwald als einer der
gefährlichſten Menſchen und man konnte annehmen, daß
der größte Teil ſeiner Verbrechen unentdeckt blieb.
Am 2. November verbrachte man die Verurteilten
aus dem Gefängnis auf das Rathaus in das ſog.
Arme=
fünderſtübchen. Dort ſtand ihnen nach altem Herkommen
in den 3 letzten Tagen ihres Lebens das Recht zu, Beſuche
zu empfangen und an Eſſen, Trinken und Rauchen zu
ver=
langen, was ihnen beliebte. Jedem wurde, damit er ſich
zum Tode vorbereiten könne, ein Geiſtlicher beigegeben.
Heusner und Grasmann zeigten Reue, während Rupprecht
ſich ans Trinken und Rauchen hielt. Erbeldinger blieb ſtill
und mit ſich ſelbſt beſchäftigt, Taſcher wies alle geiſtlichen
Ermahnungen zurück. Erbeldinger, erhielt mehrfach
Be=
ſuche von ſeinen Kindern, wobei ſich herzbrechende Szenen
abſpielten. Heusners Frau nahm mit Rührung Abſchied
von ihrem Mann und rief ihm insbeſondere ins
Gedächt=
nis, wie ſie ihn anfangs immer gebeten habe, von dem
Räuberleben abzulaſſen. Grasmann gab ſeiner Tochter
die dringendſten Ermahnungen, ſich vor böſer Geſellſchaft
zu hüten, indem er ſich ſelbſt als Beiſpiel vorſtelle, wie
weit Laſter und Verbrechen führen. Taſcher wurde am
Abend vor ſeiner Hinrichtung von ſeiner Frau und ſeinen
Kindern beſucht. Kaum hatte er ſeine Frau erblickt. ſo
fuhr er ſie an: Du haſt dich ſeither nicht um mich
beküm=
mert, was willſt du nun, jetzt hätteſt du auch wegbleiben
können. Für ſeine Kinder zeigte er jedoch Zuneigung.
Man bewirtete ihn und ſeine Familie mit Wein und
Eſſen und ſie verzehrten es, als ob ſie ein Feſt feierten.
Taſchners Frau war gegen das Schickſal ihres Mannes
ſo unempfindlich, daß ſie den andern Tag mit ihren
Kin=
dern nach dem Richtplatz zog und der Hinrichtung ihres
Mannes zuſah. Am Tage vor der Hinrichtung erhielten
4 der Todeskandidaten das Abendmahl, dem Taſcher
wurde es erſt am Hinrichtungstage gegeben, da er ſich
vor=
her nicht als Sünder bekennen wollte.
Am Morgen des 5. November führte man die
Delin=
quenten, angetan mit ihren Sterbegewändern und
beglei=
tet von ihren Seelſorgern, auf den Marktplatz, wo ihnen
die landesherrliche Beſtätigung des Todesurteils vor
verſammeltem Peinlichen Gericht und einer aus der
gan=
zen Umgegend zuſammengeſtrömten Menſchenmenge
vor=
geleſen wurde. Heusner zeigte ſich bei dieſem Akt am
ſtandhafteſten, Taſcher war ſehr kleinmütig, Rupprecht war
angetrunken und zeigte ein freches Benehmen.
Auf einem Leiterwagen, eskortiert von Militär,
wur=
den die Miſſetäter nun unter dem Läuten des
Armeſünder=
glöckchens nach dem Richtplatz gefahren. Dort war eine Art
Bühne aufgeſchlagen, auf der ſich das Schaffot befand. Um
dieſe bildete das Militär ein Viereck, hinter welchem eine
ſchauluſtige Menge der Exekution zuſah.
Taſcher wurde faſt leblos auf das Gerüſt geholt, ſein
Kopf fiel zuerſt, es folgte Erbeldinger, dann Rupprecht.
Als Letzterer auf dem Schaffot ſtand, bemerkte Heusner
zu ſeinem Paten Grasmann: Petter, nun kommt Ihr.
Heusner war der Letzte. Er dankte ſeinem Seelſorger für
ſeine Mühe und indem er das Schaffot beſtieg, überreichte
er ihm ein Taſchentuch, mit der Bitte, es ſeiner Frau nebſt
ſeinem Kruzifix nach ſeinem Tode einzuhändigen und ihr
zufagen, daß jenes ſeine kezten Trinen enthalte, daß ſie
das Kruzifix, ſo lange ſie lebe, aufbewahren und vor
dem=
ſelben für ihn beten ſolle. Gleich darauf fiel ſein Haupt
unter dem Schwerte des Schaufrichters.
Die Exekution war beendet, nicht ganz 17 Minuten
hatte ſie in Anſpruch genommen.
Im ſtädtiſchen Muſeum befindet ſich im erſten
Par=
terre=Zimmer links eine Darſtellung dieſer Hinrichtung.
Weiter iſt in dieſem Zimmer zu ſehen: eine Fußfeſſel aus
dem Armeſünderſtübchen und ein Richtſchwert, mit dem
wahrſcheinlich die erwähnten 5 Miſſetäter vom Leben
zum Tod befördert worden ſind.
Literariſches.
— Schinkel. 10. Sonderheft der Berliner
Archi=
tekturwelt. Text von Fritz Stahl. 140 Seiten mit
168 Abbildungen und 4 Extratafeln in Lichtdruck.
Ver=
lag von Ernſt Wasmuth A.=G. Berlin. Preis 12 Mark.
Vorzugspreis für Abonnenten 7,50 Mark. Die
vorlie=
gende Schrift gibt ein vortreffliches Bild über das
ge=
waltige vielſeitige Schaffen unſeres größten Künſtlers
des vorigen Jahrhunderts. Doppelt intereſſant wirkt
das Werk gerade jetzt zu einer Zeit, in der man in der
Architektur gleiche Neigungen anzunehmen beginnt, wie
ſolche Schinkel in ſeinen Bauten verwirklicht hat. Eine
Fülle von Schöpfungen hat er uns hinterlaſſen, die in
glücklichſter Weiſe Schönheit und Zweckmäßigkeit
verbin=
den. Für jeden Architekten, Bildhauer, Maler iſt das
Buch eine Notwendigkeit, aber nicht minder iſt die
Monographie jedem zu empfehlen, der ſich einen
unge=
trübten Genuß wahrhafter Kunſt zu verſchaffen wünſcht.
Jader Kunſtfreund wird die Veröffentlichung mit großer
Freude als hochwillkommene Gabe begrüßen.
Der trotz der vornehmen den Wasmuthſchen Werken
an=
gemeſſenen Ausſtattung billige Preis wird dieſe Schinkel=
Publikation hoffentlich in die weiteſten Kreiſe dringen
laſſen, wie ſie es verdient.
Anleitung zur Bätikmalerei. Mit 12
Abbildungen. Von C v. Sivers. Verlag E.
Haber=
land, Leipzig=R. Preis 1 Mark. Die Bätiktechnik, dieſe
neue von Java übernommene und höchſt intereſſante
Kunſt, hat ſich in wenigen Jahren viele Freunde
erwor=
ben, umſomehr, als ihre Anwendung keine
nennenswer=
ten Schwierigkeiten macht. Die Hauptbedingung iſt die
Beſchaffung guter Muſter dafür, und ſolche bietet das
Heft in 12 vorzüglichen Entwürfen. In demſelben
Ver=
lag erſchien Anleitung zur Porzellanmalerei
von C. v. Sivers. Preis 75 Pfg. Das Buch iſt aus
einer zwanzigjährigen gründlichen Erfahrung heraus
geſchrieben und die vorzüglichen Leiſtungen der
bekann=
ten Künſtlerin auch auf dem Gebiete der
Porzellanmale=
rei bieten die Gewähr, daß die Anleitung gut iſt.
Von Gott und Frauen”, Gedichte von Alfred
Günther. (C. W. Bonſels u. Co., München; br. 2 Mk.)
Voller Schwung und Kraft ſind dieſe Erzeugniſſe
moder=
ner Lyrik und von tiefem Denken und Fühlen. In einer
Sprache von edlem Rhythmus weiß der Dichter
Seelen=
vorgänge feinſter Art zu empfinden und zu ſchildern.
Daß hin und wieder die Erotik ſtark hervortritt, darf nicht
als beeinträchtigend gelten, denn auch in der modernen
Lyrik wird immer die Liebe die heiligſte Inſptration
ſein.
Mananunnnaswonananunaswannunausnnannnnansnunsengunansnssamnnnunnansnannnssnunsennnassesnanannnssnansunaansachnane
Die neuen -Gondor
CRbbene
zeichnen sich durch hocheleganten Schaftschnitt,
streng-
moderne Formen und höchste Preiswürdigkeit aus.
Spezial-Preislagen
für Damen- und Herrenstiefel, schwarz und braun:
50 7750
50 050
50 7
50
50. 4450
C
5
76
*
Neuester
Saison-Katalog
gratis und franko.
die grosse Mode
in geschmackvollen Dessins für Damen, Herren und
57
Kinder bei denkbar grösster Auswahl.
*§ Besichtigen Sie unsere sehenswerte Frühjahrs-Ausstellung. *6
Sorrdd Task uel%
Darmstadt: Ludwigstrasse 17.
G. m. b. H.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 41.
Taishon 790
Ludwigsplatz
P10 Noahereer Tar urd Frahtanrs Daison
in
Kleider= u. Blusenstoffen
und in
Danen-konrekrion
sind in überreicher Auswahl eingetroffen und bitten wir um zwanglose Besichtigung.
Beide Abteilungen haben wir in dieser Saison ganz besonders vorteilhaft herausgebracht,
sowohl in den enormen Sortimenten, die zur Auswahl stehen, als auch in der hervorragenden
Preiswürdigkeit.
Beachten Sie unsere Schaufenster!
Beachten Sie unsere Schaufenster!
Auch in
Verrenstorren
(6455
für Anzüge und Paletots etc. ist das Lager mit allen Neuheiten der Saison reichlich ergänzt
und auch hierin bringen wir bekanntlich nur verbürgt gute Qualitäten zu billigsten Preisen.
Brauns
Su
Bluſen=
Aufdürſt=
ſchuh=
Salbstfärder
Gardinen=
im Kaushalk und
Eier=Farben
in allen Nüancen bei
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Schul= u. Wilhelminenſtr. (6483a
egen Umzug
billig zu verk.
r. Badewanne, 1
Vogel-
lig mit Ständer, 1 eiserne
(6377
tistelle
Wenckstrasse 43, 3 Stiegen.
Ein Kinderw. u. ein Klappſtuhl.,
ſehr gut erhalt., billig zu verk.
Näh. in der Exped. (*6648so
gebrauchten, zweiſeitigen
Steh=
pult geſucht. Offerte unter
§ 61 an die Exped. (*6642
Ein guter Anzug (Maßarbeit)
E preiswert zu verkauf.
Magda=
enenſtr. 5, I links. (*6632
ute geſpielteMandoline, wert=
Gvolles Inſtrum., bill. zu verk.
(*6694
Wenckſtr. 7 p.
nußbaum poliert v. 3 Mk. an.
Das Flechten alter Stroh- und
Rohrstühle prompt u. billigſt.
K. Knaub (6393
Obere Schützenſtraße.
Grosse Posten Zigarren
offeriere ausserordentlich billig!
Abgabe von 50 bezw. 100 Stück an.
(642a
Wiederverkäufern, Händlern, Wirten etc. sehr zu empfehlen.
Garantie für Qualität. — Nichtzusagendes wird gegen Barvergütung zurückgenommen.
Zigaretten an Wiederverkäufer zu vorgeschriebenen Fabrikpreisen.
Zigarren-
Wiln. Däder versand Ldawigstrasse b.
Buchneim & Heister
Telephon 1047
Liebigstrasse 48 DARMSTADT
Ausführung von Wandplattenverkleidungen,
Fuss-
bodenplattenbelägen in Ton, Mosaik- und
Zement-
platten, Asphaltbeläge, allen Beton- und
Eisenbeton-
arbeiten, lsolierungen, Holzpflaster
24
Baumaterialien-Handlung
Wand- und Fussbodenpfatten — Zement
Kalk — Gips — Karbolineum — Teer
:: Isolier- und Dachpappe usw.
(2297a
Gute Qualitäten!
Mässige Preise!
Geſchäftseröffnung und=Empfehlung.
Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich mit dem Heutigen
in der Grossen Ochsengasse Nr. 5 A eine
Bee
Eierhandlung
eröffnet habe. Durch langjährige Tätigkeit in dieſer Branche
und günſtige Einkäufe tadellos friſcher Ware bin ich in
der Lage, meine werten Abnehmer auf das beſte und billigſte
zu bedienen und bitte daher mein Unternehmen gütigſt
(*6770
unterſtützen zu wollen.
Hochachtungsvoll
Jacob Breitwieser.
E Gegen
Süblen
Mundgeruch
29cgeg.
nichtetalehlaufnigereger
im Munde u. zwiſchen den
Jähnen und bleichemiſte.
farbene Zähne blendend
weiß. ohnie d. Schmeiz zu
ſandene, deric erich hnet. ehtente erwech u it. e bech etetich. 1 5.
Probetube 50 3. In der Internationalen Hygiene=Ausſtellung Dresden alleits bewundert.
Man verlange Proſpelt und Gratismuſter direkt vom Laboratorium =Leo‟. Dreaden 2
oder in den Apotheken, Drogerien, Friſeur= und Warfümeriegeſchäften.
uterhaltene Waſchmaſchine
G„Reform” billig zu verkaufen
*6690) Wilhelminenſtraße 9.
Finderwag, faſt neu, rund. Tiſch.
K1 Hängel. hölz. Waſchbütten
preisw. zu verk. Riegerpl. 7, I. (*6673
jetzt ist es Zeit
Ihr Rad nachzusehen, zu
ver-
nickeln u. emaillieren.
Promp-
teste, billigste Bedienung bei
Müller & Ober, Karlstr. 30.
Wol. Al. Rachtſchränte Vertiko, ack
PKleider=, Waſch= u. Nachtſchränke,
Schlafzim., mod. pitch=pine mod.
Kücheneinrichtung, Chaiſelongue,
all. ſtaun. billig Neckarſtr. 17. (*6781
ebrauchter Kinder=(Korb=) Wa=
(*6500
Ggen zu verkaufen
Pallaswieſenſtr. 4, part. rechts
Konfirmandenkleid
guterh, für 10 Mark zu verkaufen.
Näh. in der Expedition. (*6692
ertrene e e
Ptiſche, lack Kleider=,Waſch.
Nacht=
ſchränke, Küchenſchr., Tiſch, alles
ſtaunend billig Wendelſtadtſtr. 2.
Man beachte meine Preiſe. (*6783
Tüchenſchrank 10 Mk, Küchentiſch
A2 Mk. Soderſtr. 78, III. I. (*6675
Cirine
in Flaſchen
à Mk. 1.—, 1.50 u. 2.50
Parket-
Wachs
weiß u. gelb, beſte Qualität
garantiert
Terpentinöl rein
Terpentin=Oel=
Sangajol Erſatz, billigſt
Parket-Bodan
Stahl-Spähne
fein, mittel und grob
Parket-Rose empfiehlt
Anton Fischer
Adler-Drogerie
Frankfurterſtr. 12/14. (6481a
Achtung!
Groß. Gelegenheitskauf in beſt.
Qual. Kittel= und Bluſenſchürzen
2.25 Mk. das Stück, guterh.
Herren=
u. Damenkl., weiß. Bluſen, Herren=,
u. Damenſtief., 1 faſt neues weiß.,
lang. Jackettkl., auf Seide gearbeit.,
1 Sofa, 1 ſilb. Damenuhr m. Kette,
1 Kanarienhahn mit Weibch. ſof.
billig abzugeben Arheilgerſtr. 10,
2. Stock, Eingang links.
. Fuchs.
*6676)
uterhaltener Kinderwagen,
Kinderſtuhl und
Lauf=
gürtchen zu verkaufen. Neue
Ireneſtraße 64, II.r. (*6696
Ein gut erhalt. Sitz u. Biegew.
zu verkaufen Mollerſtr. 14,
(*6700
Manſarde.
Spaler, polierter Tiſch, für 14
2 Mark zu verkaufen. Taunus=
(*6631
ſtraße 37, III.
Ein großer, guterhalt Küchen-
Eschrank billig zu verkaufen
Neckarſtraße 26.,
(6492soi
langes
Weisse Cheviotjacke ſchw.
Chev.=Jackett f. alle Jahresz.,
grün=
grauer Sommermantel, alles Gr. 46,
bill. zu verk. Gervinusſtr. 79. (*6652
Futerh. Küchenſchrauk u. zwei
Bettſtellen m. Sprungmatr. zu
verk. Kaſinoſtr. 18, 1. St. (*6653
Seite 42.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
SoetterAls Geddrer
in grosser Auswahl
zu sefr billigen Preisen
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins
Geor.Stbthsctld
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins.
(6414
S ee
z. verm. Näh. Mägdalenenſtr. 1,
Seitenbau rechts p.
(*6706
Weeren
Große Ochſengaſſe 30, ſchöne
Werkſtatt zu verm. (6458ms
Umer
Für Ofiziere ſehr geian. Daus
per 1. Juli, 12 Zimmer, Stallung,
großer Garten. Offerte unt. 8 75
an d. Exp.
(*6719 sis
Obere Schießhausſtr. 78 1. St.,
eine ſchöne 5 Zimmerwohng. mit
Badezim., Speiſekam., 1
Fremden=
zimmer, Mädchenkammer,
Kohlen=
laufzug, 2 Verandas nebſt reichl.
Zubehör mit Gas u. elektr. Licht
per 1. Juli zu verm. Pr. 1150 M.
Näh. Beſſungerſtr. 74. (B 6448ms
Pallaswieſenſtr. 39
Manſarde, beſtehend aus 3 Zimm.
nebſt Zubehör zu verm. Näh. im
2. Stock oder Rheinſtraße 25,
(6485 ms
Kontor A.
Heidelbergerſtr. 40, Manſarde,
3 Zimmer=Wohnung zu vermieten.
Näheres Rau.
(*6759
Beſſungerſtr. 74, 1. Stock, eine
ſchöne geräumige 3 Zimmerwhng.
mit Speiſekammer und ſonſtigem
freichl. Zubehör per 1. Juli z. verm.
Preis 450 Mk.
(B 6454 ms
Gr. Kaplaneigaſſe 16 3 Zim. zu vermieten. (*6801
Wienersſtraße 61
Hinterh. 2. St. r., 2 Zimmer und
Küche. 20 Mark p. Monat. Näh.
(6456ms
Karlſtr. 32.
Mühlſtraße 10, part., möbl.
Zimmer, wöchentlich 3.50 Mk.
mit Kaffee.
(6497t
Waldſtraße 24, 2. St. (b. Frau
Späth) Wohn= und Schlafzimmer
mit 2 Betten, mit voller Penſion
für zwei beſſere Arbeiter. (*6789
Zen eucht
Kleiner, heller Raum, für
Tape=
zierwerkſtatt geſucht. Off. m.
Preisangabe 16 a. d. Exp. (*6792
hcl ertecrtlchs peite
Einlummenhaus
mit 6—8 Zimmer, neuzeitl. einger.,
elektr. Licht, wennmöglich
Zentral=
heizung u. Garten, evtl. in Riedeſel=,
Heinrich=, Anna=, Wilhelm= oder
Herrmannſtr., ev. auch Tintenviertel.
Off. m. Pr. u. §53 a. d. Exp. (*6604sm
dleines auch altes Haus z. miet.
K geſ. Off. m. Pr. u. 2148 a.
d. Filialexped. Kiesſtr. 34. (6431soi
Ab 1. Jah 1e1z
wird in Mitte der Stadt eine
Wohnung mit 6 großen, evtl. 7
Zimmern und reichlichem Zubeh.
auf mehr. Jahre zu mieten geſ.
Dieſe Zimmer können unter
Um=
ſtänden auch auf 2 Etagen verteilt
ſein. Preis 12—1300 Mk. Offert.
unt. R 52 an die Exp. (*6244ms
Kranichſteinerſtr. 51
Frdl. 2 Zimmerwohnung p. 1. Apr.
zu vermieten. Näheres
Vorder=
haus 2. St.
(6459ms
Lichtenbergſtr. 76
2 Zim. m. Zubeh. p. 1. Mai, ev.
p. 15 Apr. zu verm. Näh. ptr. daſ.
zu. Wendelſtadtſtr. 8 I. (*6713
Geſucht
per 1. Juli
evtl, früh., von kinderl. ſehr
ruhig. Ehepaar der
Neuzeitent=
ſprech. 5=Zim.=Wohnung(
Hoch=
part. oder 1. Stoch zwiſchen
Hügel= u. Hermannſtr. Off. m.
Preisangabe ꝛc. u. B 7 an
die Exp. ds. Bl. erbet (B1700
Ordl. 3 Zimmwohn. nebſt hel.
7 Zimm. f. Bureau geeign., ev.
auch 3= u. 2=Zimmw. od. entſpr. 5=
Zimmw. auf 1. Juni od. 1. Juli
zu mieten geſ. Südoſtv. bevorz.
Off. unt. 8 83 a. d. Exped. (*6695sm
Frentetetr. tr e
1. Juli oder früher 2—3
un=
möblierte Zimmer m. Bedienung
zu mieten. Angebote unter Chiff.
T 9 an die Expedition. (*6807soi
wei freundl. möbl. ungenierte
O Zimmer, jedes Eingang für
ſich, von 2 gebild. Herren zum
1. April geſ. Billigſte Preisoffert.
unter § 97 an die Exped. (*6753
Frdl. möbl. Zimmer
ſucht jge. Dame, erholungshalber
hier, ev. jedoch Dauermieterin.
Off. mit äußerſter Preisang. u.
§ 96 an die Expedition. (*6754
gegen Iinſen u
150 Mk.
monatlicheRück=
zahlung ſofort zu leihen geſucht.
Off. u. R 87 a. d. Exp. (*6364mds
v. ſung.,
Frdl. möbl. Zimmer Kaufm.
p. 1. April geſucht. Off. m.
Preis=
angabe u. § 57 an die Exp. (*6629
Einfach möbl. heizbar. Zimmer
E im Martinsviertel geſ. Offert.
unt. I 13 an die Exped. (*6809
öbl. Zimmer, mögl. Sonnen=
I ſeite, ab ſofort bis Ende
Mai geſucht. Off. mit Preis unt.
T 11 an die Expedition. (*6815
Gutgeh. Zigarrengeschäft
in der Nähe Darmſtadts m. Haus zu
kauf. geſ. Anzahl. n. Ulebereink. Of.
m. gen. Ang. d. Lage u. d. Pr. an Joh.
Stranß. Darmstadt. Bessungerstr. 79. (B6357
Bäckereifiliale und Café
geeigneter Laden hierzu zu mieten
geſucht. Offerten unter T 3 an
(*6785soi
die Exped. ds. Bl.
am Seitersweg
Obſtgarten billig zu verkaufen
(*6798sms
Dieburgerſtr. 56, II.
2 hübſche lere Zim. 1. Südoſtv.
auf 1. Juli z. verm. ev. m. Penſ.
Anfr. unt. § 84 a. d. Exp. (*6703sm
Arheilgerſtr. 67 kl. 2 Zimmer=
Wohn. p. 1. Apr. z. verm. (*6702sm
Tannenſtr. 8 ſch. 2 Zim.=Wohn.,
gr. Küche alsb. z. v. N. lks. (B6449
Gr. Kaplaneigaſſe 16 1 Zim.
mit Glasabſchluß zu vm. (*6302
Arheilgerſtr. 40, kl. frdl.Whng.
zu vermieten.
(*6731
Obiere Zimmer
Ernſt=Ludwigſtr. 9, III. möbl.
Zim. Nh. Schuchardſtr. 15 III. (*6768
Freundl. möbliert. Zimmer ſep.,
Grafenſtr. 20, 2. St. r. (*6729soi
Neckarſtr. 28, 1. St.
ſch. mbl. Zim. z. verm. (6457ms
Sandſtr. 4, 1. St., ſch. mbl. Zim.
m. ſep. Eing. ſof.
(*6711
Wilhelminenſtr. 85, 3. St, groß.,
freundl., helles, möbl. Zim. mit
Kaffee 18 Mk.
(*6705
Kinderloses Ehepaar
ſucht z. 1. Juli mod. 4
Zimmer=
wohnung. Süd=Oſtviertel
bevor=
zugt. Offerten mit Preisangabe
unt. P 82 an die Exp. (*5961sms
lleinſtehende, ältere Dame ſucht
auf 1. Juli neuzeitl. einger.
4=Zimmer=Wohnung mit
Bade=
zimmer. Herdweggegend
bevor=
zugt. Angebote mit Preisangabe
unt. 8 62 an die Exp. d. Bl. (*6634
Geſunde,
freundliche 4 Zimmerwohnung
von einzeln. Herrn mit 1 Kind
per 1. Juli geſucht.
(*6730
Gefl. Offert. mit Preis unter
§ 72 a. d. Exped. ds. Bl. erbeten.
2 a. d. Exped. ds. Bl. erbeten.
Neſoniger Lage u. ruh. Hauf.
v. ält. kinderl. Ehepaar p. 1. Juli
evtl. 1. Okt. geſ. Herdweg oder
Tintenviertel bevorzugt. Offert.
unt. 870 a. d. Exp. (6420sds
Darmſtr. 3, 2. St., möbl. Zim.
zu vermieten.
(*6744soi
Karlſtraße 58 groß. gut u. frdl.
imöbl. Z., 1. Et. (Gas u. Schrbt.) a.
Kfm. o. Beamt. m. o. o. Pſ. (*6811soi
Mauerſtraße 15 einſach möbl.
Zimmer für 12 Mk.
(*6812
Unter Preis!
Arheilgerſtr. 10, 1 Tr. lks., ſehr
ſchön möbl. Wohn= u. Schlafz., auch
einz., für 45 Mk. zu vm. (*6685si
Auhige Familie (2 Kinder) ſucht
B zum 1. Zuli ſchöne geräumige
3 oder 4=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör, z. Preiſe v. 400 b.
500 Mk. Am liebſten Südoſtviertel.
Off. mit gen. Pr. u. T 10 Exp. (*6806
1. Juli frdl. 3. Z.
Gelucht Wohn. 1. od. 2. St.
von 2 Perſ., i. ruh. Hauſe. Off.
unt. R 70 an die Exp. (*6316mds
l. Beamtenf. ſ. z. 1. Juli 3=
Zim=
merwohnung , ev. m. Hausverw.
Off. u. § 55 a. d. Exp. (*6628sms
geſucht per Juli von kl. ruhiger
Fam. eine frdl. 3—4= Zimmerw.
im 1. St. in ruh. Hauſe Off. u.
T 12 an die Exped. (*6813sm
Badgeldnde
zirka 2300 0) Meter in ſchönſt. Lage
Eberſtadt, Kreuzung zweier Straßen
iſt Verhältniſſe halber ſof. bill. zu
verk Näh. Auskunft d. P. Tix,
Hotel Waldfriede, Eberstadt. (*6679
Zm
Hypotheken=Kapttal
in jeder Höhe zu billigem Zinsfuß,
Bank= und Stiftungsgelder
zu 4, 4½ und 4¼ Prozent,
ſowie eine größere Summe
Privat=u. Hypothekengelder
zahlbar in einigen Tagen, vergibt
unter koulanten Bedingungen
Otio Diehl, Groß=Geran
Margarethenstr. 3. (5311a
NB. Brandverſicherungsurkunden,
Kaufbriefe od. Loszettel ſind
vor=
zulegen. Ichbin Sonntags zu ſprech.
ſich. Perſonen erh.
Ehrennäkte Darlehen, event. in
24 Stunden, ohne Bürgſchaft. Viel
Hunderte erhielten bereits. Keine
Auskunftsgeb. (Hypotheken=
Sanie=
rungen Erbſchaft. jederärt.) (*6416ms
Castner, Berlin-Waidmannslust.
Mk. 12000 75 oder 80% der
ortsgerichtlichen Taxe, werden auf
la Haus, von nachweislich pünkt=
lichem Zinszahler, geſucht. Gefl.
Angebote erbitte unter E 78 an
die Expedition ds. Blattes. (2883a auf 1. Steille ſind
10000 Mk. ſof. auszul. Off.
unt. § 82 an die Exp. (*6710 von Hrn. 1. Statsſtellg.
150 Mk. aufe. halb. Jahrgeſ. Off.
erb. u. § 76 an die Exp. (*6716soi Gest G an die er geete
A gerichtliche Taration ea. 70,000
Mk., wird I. Hypothek v. 20,000
Mark geſucht. Gefl. Offert. unt.
895 a. d. Erp. (*6761som Vorschunston
Hypotheken, a. auf Induſtriewerke,
Betriebskapital u. Darlehen in jeder
Höhe, kulant u. diskret (*6666
Ph. Metzger. Riedeſelſtr. 70, I. Gut erhaltene gebr. Möbel
Eleg. Diwan mit Umbau, pol.
Vertiko, Diplomat=Schreibtiſch,
Chaiſelongue, Galerieſchrank, Sofa=
Umbau, pol. Ausziehtiſch, Kom=
mode, 4 Kleiderſchränke, zweitür.,
Waſch= u. Nachtſchränke, Küchen=
ſchrank, Tiſche, Stühle, Spiegel u.
verſch. andere äußerſt billig abzu=
geben Alexanderstr. 3. part. (*6662si Rolle 30 Pf.
Tapezieren, Gg. Dieter,
Tapezier, Lichtenbergſtr. 75. (*6775 für Kon=
Schw. Cheviolkleid firmandin
billig zu verkaufen
(*6740
Annaſtraße 6, part. Ein gut erh. Sportwagen bill.
Ez. verk. Alte Niederſtr. 7. (*6741 sthmaleidende: verzweifelt
Anicht! Aus Dankbark. ert. gern
ganz umſonſt Auskunſt üb. Heilung:
Georg Faulstich, Veteran Nr. 64, Wien V.,
Hundsturmerpl., poſtlag. (52425l heumatismus
Gicht, lschias,
Nervenleidenden
teile ich gerne umſonſt briefl.
mit, wie ich von meinen qual=
vollen Leiden befreit wurde.
Carl Bader, Illertiſſen
bei Neu=Ulm, Bayern. (1163H Mehrere Mädchen i. Alt. v. 25b.
30 J., kath. u. evg., m. Vermög., ſuch.
ſich bald. zu verheiraten. Off. u.
§ 87 an d. Exp. erb.
(*6704 Ernstgemeint!
Tücht. Geſchäftsmann, 32 Jahre
alt, kath., 8000 Mk. bar, möchte m.
kath. Mädch. m. wenigſt. 5000 Mk.
zwecks Heirat bek. werd. Verm. verb.
Offert. u. T5 an die Exp. (*6796 kath.Waiſe, 18000 Ver=
26 jühr. mög., 38jähr. Franzöſin
100 000 Verm., 22jähr. Türkin100000
Verm., ſow. viele 100 andere vermög.
Dam. wünſch. raſche Heirat. Herren,
(w. a oh. Vermög.) erh. Näh. koſtenl.d.
Schleſinger, Berlin 18. (5702a
I! Achtung!:
S brädtiehte
Eleg., gut bürgerliche
Brautaus=
ſtattung (dieſelbe war noch nicht
in Gebrauch geweſen), beſt. aus
eleg. engl. nußb. poliert. Schlafzim.,
als: 2 ſchwer. Betten mit beſtem
Inh., groß. 2tür. Spiegelſchrank,
hübſch. Waſchkommode mit weiß.
Marmor u. Spiegelaufſ., 2
Nacht=
ſchränke mit Marm., Handtuchhalt.,
fein pol. Wohnzim., als: hochfein.
Diwan, ſchön. Vertiko, 3 Spiegel,
großem Auszugtiſch, 4 Lederſtühle,
ſowie der hocheleg. Kücheneinricht.,
als: Küchenſchrank, Anrichte mit
echter Meſſingverglaſung, Tiſch,
2 Stühle, Ablaufbrett, wird alles.
zuſammen für den Spottpreis von
nur 565 Mk. abgegeben.
Ueber=
zeugen Sie ſich, Sie ſparen viel
Geld. Kann noch koſtenlos
auf=
bewahrt werden
(*6725sss
Frankfurt a. M., Baumweg 33, p.
Auch am Sonntag anzuſehen.
Demüſepflanzen! Sehr ſtarke
abgehärtete Gemüſepflanzen
unter Garantie des Nichterfrierens
abzugeben bei P. WALTER,
Arheilgerſtraße 13). (*6814sm
Gegen Wegzug bill. abzu eben
1 gr. pol. Schrank, 1
Waſch=
tiſch, 1 gr. Tiſch, 1 Handtuchſtänd.
2 Bettvorlag., 1 Küchentopfbrett.
alles neu, Mühlſtr. 26. (*6793
m. geſchnitztem Aufſatz billig zu
verk. Annaſtr. 6, part. (*6739
ein „Adlert=
Zu verkaufen Damen=
Fahr=
rad, faſt wie neu, bei M.
Obſt=
feld, Kleine Bachgaſſe 7. (*6810
Eine Blumenbank auch für Gart.
geeignet und eine gr.
Bade=
wanne zu verkauf. Feldbergſtr. 71,
Weiß.
(*6795
Wegen Umzug zu verkaufen:
1 Perſonalbett, 1 Kommode,
1 Bücherſchr., 1 Tiſch, 1 Kleiderſchr.,
1 Sofa, 1 Hängel., 1 Waſchmaſch.,
1 Kapſel= u. 1 Korkmaſch. u. div.
Küfergeräte 6 Geweihe, 1 Lexikon,
Brockhaus (Jub.=Ausg.) mit Geſtell
*6582fo) Roßdörferſtraße 16.
Frauen=Haare
ausgekämmte u. abgeſchnittene,
kauft jederz. zum höchſten Preis
Fr. Tillmann,
Elisabethenstrasse 21.
Fir alte Misen, Mlie lelall,
Papierabfälle aller Art,
Ge-
schäftspap. Bücher u. Akten
unter Garantie des Einſtampfens
zahle ſtets die höchſt. Preiſe. (765a
Lippmann May,
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
Aufträge werd. jederz.prompterled.
ſpottbillig (*6277
Tauben Langegaſſe 19.
Hamen=Aufn., ſtr. Diskr., Witwe
Etienne, Heb., Schweinfurt. (4427a
Hypotheken-Kavital
in kleineren und grösseren Posten anzulegen durch
Grossherz. Geometer I. KI.
Gg. Keil, Immobilien: Hypotheken
Darmstadt, Rheinstrasse 47, Telephon 2070. (4697a
Spengler= u. Inſtallationgarbeiten
werden prompt und billigſt
ausgeführt
(4638a
Georg Kaiser, Spenglermeister,
Telephon 1067.
Rheinſtr. 5.
er ir miſtits
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt.
Heinheimerſtr. 20, 3. Stock. (827a
Ich nehme
die Beleidigung gegen den
Hein=
rich Meub zurück
(6287
Adam Gerig, Weiterſtadt.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 43.
Marhe „SPEIEn- gesetzich
geschützt unter Nr. 53025.
Gerrerrr-UbE 1912
Speier’s Schuhwarénhaus, Ludwigstrasse 16, zeigt die Ankunft
neuer Sendungen Schuhwaren an und veröffentlicht zugleich
seinen diesjährigen Modebericht.
Neben Kleidern und Hüten spielen die Schuhe, seit der
fuss-
freie Rock die Mode beherrscht, eine hervorragende Rolls. —
Welche Dame sollte nicht ihren Fuss so klein als möglich,
elegant und zierlich erscheinen lassen ?
„Braun” ist auch in diesem Jahre wieder die Modéfarbe,
welchs in hellgelb, sog. Englisch-gelb, mittelbraun und
dunkel-
braun getragen wird. Sehr begehrt werden Halbschuhe sein,
welche mit dem geraden, sog. Steckel-Absatz und vorherrschend
in amerikanischen Formen verlangt werden. Auch Schuhe mit
dem hohen Louis XV.-Absatz werden wieder mehr getragen und
dienen vorherrschend für Promenade- und Gesellschaftstoiletten.
Neben dem Schnür-Promenadenschuh hat der Knopf-Halbschuh
wieder die Oberhand gewonnen und zwar in den elegantesten
Ausführungen mit schwarzen, grauen und weissen
Sämisch-
leder-Einsätzen. Auch braune Knopfstiefel mit gleichfarbigem
Einsatz sind sehr beliebt.
Am stärksten aber hat sich sowohl für Herren als für Damen.
die „Lack-Mode” erhalten. Zu einem eleganten Besuchskostüm
gehören Lackschuhe oder Stiefel, und hier ist die Mode so
viel-
schöpferisch, dass man wohl 20—25 verschiedene Modelle kennt.
Herren tragen fast nur noch breite Stiefelformen, die mit
stark hervortretenden Sohlenrändern ausgestattet, dem Schuh
ein elegantes Gepräge geben. Hier tritt die Firma Speier
mit ihrem bewährten Weitensystem an, so dass auch Herren,
welché sonst nur Maasschuhe bragen, passende Stiefel bei
Speier finden. Wenn wir noch hinzufügen, dass durch die
ausgeprägte Halbschuh-Mode der elegante Strumpf
unent-
behrlich gsworden ist, so möchten wir nicht zu erwähnen
vergessen, dass Strümpfe in hochaparten Farben und
Sticke-
reien angeboten werden.
Auch in Kinderstiefeln sieht man in diesem Jahre die
ver-
schiedenartigsten Zusammenstellungen, Schwarze oder braune
Galoschen mit den verschiedenfarbigsten Einsätzen, auch mit
Samteinsätzen werden in diesem Jahre getragen, und nur in
einer Beziehung zeigt sich eine vernunftgemässe
Verallge-
meinerung: „Man kennt für Kinder nur eine extra-breite,
rationelle Form, welche den Füsschen vollständige
Bewegungsfreiheit gewährt.‟
Wir bitten um Besichtigung unserer beiden grossen
Schau-
fenster und laden höflichst zum Besuche unserer vergrösserten
und modernisierten Verkaufsräume ein.
Spelers Schuhwarenhaus
Inh.: Paul Wildau
Leistungsfähiges Spezialgeschäft für elegante und solide Schuhwaren
nur
Ludwigstrasse 16.
Verkaufstellen von Spelers Schuhwaron: Brankfurt a. A., Olenbuch, Hanan, Darmstadt, WVorms, Würsburg,
Fürn=
berg, München, Stuttgart, Straßburg, Köln Aachen, Leipzig, Linden Hannover. Hamburg, Breslau, Dortmund.
Weiblich
Contorſtelleſucht Fraulein mit
Abgangszeugnis des
Handels=
kurſus der Aliceſchule zur
Weiter=
bildung in kaufmänniſchen
Bureau=
arbeiten. Offert. unter § 26 an
die Expedition erbeten. (*6488dfs
Geſchäftskund. Fräulein ſucht
Stellung in Telikateſſ.=od.
Kolonial=
warenhandlg. Anerbiet. unt. R 67
an die Exped. d. Bl. (*6279ids
22 Jahre alt, ſucht per
Franl., 1. April Stellung, am
liebſten kleines Geſchäft od. Filiale
zu übernehmen. Kaut. k. geſt. werd.
Off. u. B 60 an die Exp. (*6252ids
ichtige Herkauferin
rz=, Weiß= u. Wollwaren oder
renartikel), anfangs 20er, ſehr
nchekundig, ſucht Stellung in
mſtadt per 15. März o. 1. April.
l. Off. u. R 28 a. d. Exp. (*6134oms
Franchekundige Verkäuferin,
bhäng., verheir., ſucht Stellung,
t oder 1. April. Offert. unter
(*6712sm
1 an die Cav.
Neites kath. Mädchen ſucht
Stelle als Hausmädchen oder zu
Kindern. Schweſternhaus Nieder=
Ramſtädterſtraße 30. Sprechſtunde
täglich 3—5 Uhr.
(*6688
Ein beſſeres Mädchen ſucht Stelle
zum baldigen Eintritt
*6624) Pankratiusſtraße 16.
ſucht Stellung als
Fräulein Empfangsdame.
Off. u. § 78 a. d. Exp. d. Bl. (*6715
Jung. kräft. Mädch. ſucht f. morg.
Laufdienſt einige Stund.
Feldberg=
ſtraße 71, 3. St. rechts. (*6693
Aelteres
anſtänd. Mädchen
das im Haushalt bewandert, ſucht
leicht. Dienſt, da dasſ. auch nähen
kann, jed. nicht als Hausmädchen,
bevorzugt in ruhigem Hauſe. Bitte
Offerten unt. § 94 an die
Expe=
dition d. Blattes. (*6763
Mädch. v. Lande, dar. mehr. Oberh.,
1Lehrerstocht., ſ. in Darmſt. St. Berta
Nessling, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*6644so
ſucht Stellezu
Relt. Mädchen einzeln. Herrn
oder Dame. Lohn 15 Mk. Näh.
bei Fr. Müller, Kiesſtr. 32, II. (*8672;
Seite 44.
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65
Haut
Suchr stenunng
bei älterem gebildeten Herrn,
erfahren in feiner Küche und
im Hausweſen, ſowie in
Kran=
kenpflege bewandert, kräftig
und geſund, 45 Jahre alt,
Heſſin. Beſte Referenzen der
ſeitherigen Stellungen zur
Ver=
fügung. Näh. bei Frau M. Wittich,
(4298t
Eichbergſtraße 1.
Reinliche Frau geht halbe Tage
Waſchen und Putzen. (*6799
Große Kaplaneigaſſe 29, 2. St
Mädchen ſucht Beſchäftigung
für abends Laden reinigen
6443) Kranichſteinerſtraße 8½.
ſucht noch
empfohlene Frau Kunden
Gut=
im Waſchen u. Putzen. Näh.
Lange=
gaſſe 29, Vdh. Frau Kressel. (*6767
Alleinſtehende Frau ſucht Arbeit
im Waſchen u. Putzen. Frau
Si=
mon, Magdalenenſtr. 15. (*6816
Junge Frau geht halbe und
ganze Tage waſchen und putzen
*6638) Magdalenenſtr. 5, I. links.
Ges. f. junge Engl. Stellg.
au pair in geb. Fam. Schriftl.
Off. a. Ausk.=Stelle d. Allg. Dtſch.
Fr.=Vereins Darmſtadt. (6404
Männlich
Durchaus zuverl. arbeitender
Underwood-Schreiber
mit eigener Maſchine ſucht per
1. April, ev. ſpäter Stellung. Beſte
Referenzen. Gefl. Offerten unter
B 47 bef. die Exped. (5931a
Reisender
tüchtiger Fachmann, ſucht Stellung
in der Likör= oder Weinbranche.
Off. u. R 18 a. d. Exp. (5900a
22 Jahre, mi=
Jung. Mann, litärfrei, mit
Ia Zeugniſſen, ſeither als
Lohn=
buchhalter tätig, ſucht Stellung
Gefl. Offerten unter § 71 an
die Expedition.
(*6738
Krankenpfleger und Diener,
ledig, mit beſten Zeugniſſen, ſucht
Engagement. Einz. Herrn
bevor=
zugt, event. Aushilfe. Offert. unt.
§ 91 an die Expedition. (*6746
Berufswechsel!
Jüng, arbeitsfr. Mann (
Nichtkauf=
mann) mit tadell. Vergangenh. u.
durchaus korr. Handſchrift, ehrl.
vor=
wärtsſtr., ſucht paſſ.
Vertrauens=
poſten. Kaution, ev. Beteiligung
m. einig. Mille an gut. Sache.
Eintritt jederzeit. Gefl. Offerten
junter § 12 an die Exp. (*6433ds
Junger, gewiſſenh. Mann
an pünktliches, fleißiges Arbeiten
gewöhnt, verh., 29 Jahre alt, ſucht
Stellung auf Bureau, Lager, eignet
ſich auch f. kleine Reiſen. Mäßige
Gehaltsanſprüche, Kaution
vor=
handen. Offert. unt. § 79 an
die Exped. ds. Bl.
(*6774
Junger intell. Kaufmann
ſucht mit prima Zeugniſſen und
be=
ſcheid. Anſprüch. Stellung per
1. Mai. Gefl. Offert. unt. § 86
an die Expedition. (*6699sd
Aelterer Kaufmann m. ſchöner
Handſchrift ſucht für nachm.
Stel=
lung auf Kontor od. Lager, od.
über=
nimmt ſonſt. ſchriftl. Arb. Off. u.
§ 69 an die Exp. (6426a
Suche für meinen Sohn
der das Realgymnaſium, ſowie
die kaufm. Handelsſchule beſucht
hat, in größerem Geſchäfte (Fabrik
oder auf Bureau) Lehrſtelle bis
1. Apr. Off. u. R 85 Exp. (*6336ms
Suche für meinen Sohn
welcher zur Zeit die Oberrealſchule
beſucht, Oſtern die Berechtigung
zum Einj. erhält, Lehrſtelle in gr.
kaufm. Betrieb (Fabrik, Bank ꝛc.)
Off. unt. R 45 a. d. Exp. (*6185is
Suche für meinen Sohn, der di
Oberrealſchule beſucht hat und ſich
dem kaufmänniſchen Beruf oder
Bankfach (am liebſten unter
Be=
nutzung ſeiner zeichneriſchen
Kennt=
niſſe) widmen will,
Stellung als
Lehrling.
Offerten unter § 85 an d Exp.
ds. Bl. erbeten.
(*6701
Blusenl aus dunkel gemustertem Mousseline mit Tülleinsatz . I.60
Blusen aus gestreitten Zephirstoffen mit Tülleinsatz . . . . .90
Blusen aus reinwollenem Mousseline mit Stickereikragen . . 5.90
3.90
Blusell aus reinwollenem Popelin mit gestickter Passe
aus reinwollenem Popelin mit reich gestickten Schulter-
4.90
Blusen
teilen . . . . . . . .
Blusen aus rein seidenem Taffet mit Tülleinsatz . 5.90 u. 4.90
Enorm billig!
Neueste Damen-Paletots
mit kleinen Druckfehlern, sonstiger Preis bedeutend höher, fetzt
Dieses vorzüglich sitzende
Direktoir-Korsett
I vallotr
wie Abbildung aus haltbarem
Ia Satin mit Spitzengarnitur
und I Paar Strumpfhalter
kostet nur
2. 5
aus gestreiftem Stoff
inkl. Strumpfhalter
Mk.
1.45
Mk.
Jung. verh, ſrebt, kautoneſ.
Mann, 33J., ſ. Stell. irg. welch. Art.
Gute Zeugn. ſtehen zu Dienſten.
Off. unt. § 88 a. d. Exped. (*673o
Weiblich
Für unſere
Manufakturwaren-
Abteilung
ſuchen per ſofort
tüchtige (5543a
Verkädferi
Offerten mit Zeugnisabſchr.
und Gehaltsanſpr. erbitten
Gebr. Rothschild
2 Markt 2.
Perf. I. Taillenarbeiterin,
welche ein Atelier mit überſeh. kann,
ſof. in dauernde Stell. geſ. (*6786
Off. u. T 2 a. d. Exn d Bl. erh.
Jüng. tücht., branchekundige
Verkäuferin
ſofort geſucht. Angebote mit
Zeugnisabſchr, Bild und
Gehalts=
anſprüchen erbeten
(B6257
Papierhandl. Hipfel, Karlſtr. 67.
Frauiein
für Schreibmaſchine
„Underwood”, perfekt in
Steno=
graphie, für kaufm. Büro ſofort
geſucht. Nur erſtklaſſige
Bewerbe=
rinnen wollen ſich melden.
Offerten unter T 8 an die
Expedition ds. Blattes. (6494
für leichte Arbeit zum 1. April 1912
geſucht.
(6445
Blusen-
Spezialist M. Wasservogel
Wilhelminenſtraße 29.
Ein Lehrmädchen
für den Laden geſucht
Georg Graeff (5413a
Hut= und Pelzwarengeſchäft
Wilhelminenſtraße 31.
Wir ſuchen per 1. April eine
tüchtige
Putz=
Verkäuferin
ür die Sommer=Saiſon.
Offerten mit Zeugniſſen und
Ge=
haltsanſprüchen erbitten (6378si
Gebr. Rothschild
Markt 2.
Tüchtige
Verkäuferin
zur Aushilfe
bis Oſtern geſucht. (6498so
Eierhandlung,
Ludwigſtr. 18.
Lehrmädchen, aus beſ. Familie
geſucht Landwehrſtr. 15. (4862a
Lehrmädchen
aus anſtändiger Familie kann zum
1. April, eventuell ſchon früher,
eintreten. Sofortige Vergütung.
Niederlage der Strassburger
Schirmfabrik von Frauck & Cie.,
Darmstadt, 5686sms
Ernſt Ludw gſtraße 29.
Lehrmädchen
gegen ſofortige Vergütung
(6477
geſucht
Schuhhaus L. Spier
Louisenplatz 1.
Lehrmädchen
aus guter Familie, gegen ſofortige
Vergütung geſucht.
(6367a
Ferdinand Carl Winter,
Hoflief. S. K. H. d. Großherzogs
Eliſabethenſtraße 10.
Lenrmädchen
ſofort geſucht gegen Vergütung
Schuhhaus Neptun
Marktplatz.
(*6683
geſucht Konfeklion
ehrmädchen Sophie Baum,
Gervinusſtraße 30, I. (4861a
Tüchtige (21tso
Konfektions=
Arbeiterinnen
ſucht in dauernde Stellung
Theodor Schwab
Ernſt=Ludwigsplatz.
Wir ſuchen noch mehrere perf.
Plätterinnen
für Oberhemden u. feine
Damen=
wäſche, eine
(6260M
Masch.-Plätterin
für Kragen, ſowie eine abſolut
zuverläſſige
Zeichnerin
ſpeziell für Fremdenwäſche, auf
Jahres= oder Saiſonſtellung.
Wir verlangen nur erſtklaſſige
Arbeit, gewähren dagegen höchſte
Löhne, freies Logis und
Fahrt=
vergütung.
Arthur Schönwasser
G. m. b. H. Dampfwaschanst. Schwalheim
bei Bad Nauheim.
Frauen
können ſich auf leichte Weiſe d.
Ver=
kauf eines geſ. geſch. Bedarfsartikels
(als Haupt= od. Nebenerwerb) einen
guten Verdienſt ſichern. Offert. u.
§ 74 a. d. Exp. d. Bl. (*6718
Tüchtige
Tapezier=Näherin
die durchaus in der Branche
be=
wandert iſt, ſucht (6501
Ludwig Alter
Hofmöbelfabrik.
Eine im Falzen geübte
Papierarbeiterin
ſofort geſucht.
J. Ph. Leuthner,
Ernſt=Ludwigsplatz 2. (6444
Gut empf. beſſ. Hausmädchen
für Mai und Juni als Aushilfe
geſucht von
(B6276
Frau v. Loeßl, Herdweg 97.
Köchim
geſucht für feinen, kleinen Haush.
(neben Hausmädchen). Frau Mootz,
Ohlyſtraße 29.
(B6169
zum Brötchenaus=
Frau tragen geſucht (*6548fs
Eiſabethenſtraße 43.
Brav. fleiß. Dienſtmädch. für
Küche u. Hausarb. b. g. Lohn. geſ.
*6580fs) Frankfurterſtraße 80.
Suche zum 1. oder 15. April
Herrschaftsköchin,
die gut bürgerlich kocht,
Haus=
arbeiten verſteht und etwas bügeln
kann. Zeugniſſe und Bild nebſt
Angabe des Lohnes an meine
Adreſſe zu ſenden. (5756sms
Frau Kreisamtmann Th. Reinhart
geb. von Bülow
Alzey i. Rh., Hagenſtraße 10.
Nummer 65.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 45.
AunUhAuf
Scheiben-Gardinen
weils, créme und bunt von 110 bis
Pf.
Breite Gardinenstoffe
ca. 130 cm breit in englischem Tüll
Mtr. 120, 85, 65, 42, 35,
Kongress-Stoffe
in weitz, créme und bunt
Pf.
Meter von
Komplette Fenster-Zugvorrichtungen, Messing-Garnituren, Rouleaux-Kordel,
Messing- und Eisenstangen, Galeriestangen, Quasten, Rosetten etc. enorm billig.
80 cm breit 165 Pf.
100 cm breit
ün
wenpe 1er
Zug-Ronleaux
Roll-Rouleaux
)2
95
2teilig
Tteilig
2.60
weiß und créme
weiß und créme
2.50
in Tuch, Filz, Leinen und Plüsch
von 12.— bis Steppdecken
schöne Qualität und gute Füllung
von Chaiselongue-Decken
in Plüsch, Gobelin, Leinen von
Serie I
Axminster-Teppiche
(früher 12—15 Mk.)
(früher 25—40 Mk.)
Serie II 19
(643,
Markt?
S F tehrrerldr z2
T IaRKt 7
6C
O
Zuverläss. Mädehen
nicht
ſucht
zu jung, m. gut. Zeugn., ge=
Schuchardſtr. 14, I. 6405so
füehite intäten
ſofort oder ſpäter geſucht für das
Alice=Hoſpital, Dieburgerſtr. 21.
Nur ſolche mit gut. Zeugn. mögen
ſich melden b. d. Vorſteherin. (5904a
Tücht. Alleinmädchen geſucht.
6 Zan. Eliſabethenſtr. 29, I. (*6373ms
Unabh. Laufmädchen
oder Lauffrau von morg. bis nach
dem Spülen geſ. Eintritt 1. April.
Zu erfragen in der Exped. (6139ds
Ein zuverl. Kinder-Mädchen
zu 3 Kindern per, ſofort geſucht
Bismarckſtraße 66, parterre. (6482
Ein Mädchen geſucht v.
mor=
gens 9 Uhr b. mitt. n. d. Spülen.
Fürjunges Bhepaar
nach Darmſtadt gut koch.
Stütze
und Serviermädchen,
gewandt in perſönlicher
Bedienung und Nähen,
zum 15. April geſucht.
Meldungen mit
Photo=
graphie an Steinthal,
Charlottenburg, Uhland=
(6904ms
ſtraße 191.
Tüchtige gebildete
Haushälterin,
geſetzten Alters, die die feinere Küche
perſteht, in allen Zweigen des
Haushaltes erfahren, ſelbſttätig u.
zuverläſſig iſt, die auch die Pflege
einer hochbetagten leidenden Dame
mitübernimmt, wird für kleinen,
frauenloſen evangel. Landhaushalt
Nähe Darmſtadts zum baldigen
Antritt geſucht. Dienſtmädchen
wird gehalten. Zeugnisabſchriften
mit Gehaltsanſprüchen erbeten.
Offerten unter T 7 an die
Expedition ds. Bl. (6491sm
eſucht wird ein jung. Mädchen
vom Lande Beckſtr. 2. (*6617si
oder Frau ſofort geſucht (*6619
Soderſtraße 119, 2. St. Braves sauberes Mädchen,
w. ſchon i. beſſ. Hauſe gedient hat.
nicht unt. 18 Jahren, z. 1. April geſ.
Off. u. I 1 a. d. Exp. d. Bl. erb. (*6784 Stelle finden tüchtige Allein=
mädch. u. Köchinnen, Stelle ſuchen
einige jüngere Mädchen. Frau
Sidonie Frank, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin. Schulstr. 9. (*670s S. n. einige Mädchen, die bürg.
kochen kön., in ſehr gute Privatſtell.
Mädchen z. 2 Leuten, ohne koch. Eli=
Sabeth Cronert, gewerbsmäßige Stel=
lenvermittlerin Mühlſtr. 23. (*2234 Aelteres katholiſches Kinder=
mädchen, das im Nähen u. Bügeln
bewandert iſt, geſucht (*6743
Landgraf=Philippanlage 18, p. Näh. Ludwigspl. 8, Laden. (*6709 Monatsfrau 1 Std. vorm.
geſ. Liebigſtr. 46, II.
(*6606 Küchenmädchen
wird ſofort geſucht (*6747
Ludwigs=
Café Imperial, platz 2. Geſucht ſofort für halbe Tage
(nachmittags) ein reinl., ordentl
zum Spülen u. Putzen
Mädchen für Bäckereifiliale
Bleichſtr. 53. Näheres Haupt=
geſchäft. Beſſungerſtr. 19. (*6749 Prop, ſieß. Lauffrau geſuaht. Sanobergſtr. 69, pt. (*6772 Lauffrau sucht
J. Heeß, Beckerſtr. 33. (*6667so Tücht. ſolid. Alleinmädchen
in kleine Familie für 1. April geſ.
Frankfurterſtr. 18, 2. St. (*6669 Herrſchaft ſ. weg. Verheirat. des
Mädch. e. Mädch. m. gut. Zeugn.;
Dame ſ. br. Mädch., welch. etw. koch.
k.: Küchenm., ſow. and Mädch. geſ.
für hier u. Bad Nauheim Frau Berta
Nessling, gewerbsmäßige Stellen=
vermitierin, Ludwigſtr. 8. (*6646so
Für 1. April ſuche beſſeres
Hausmädchen
das ſerv. büg. u. nähen kann und u. Alleinmädch ſofort u. 1. April
ſchon i. beſſ. Häuſ. ged. hat. Näh. Johannette Weißmantel, ge=
Nikolaiweg 14.
e eit
Suche ein junges Mäd=
cheu
Schloßgaſſe 23. (*6689
Ordentliche Lauffrau wird im
Johannesviertel für 3—3½ Std.
vor= u. nachm. geſ. Vorzuſpr. v. ½4
Uhr an Wendeſſtadtſtr. 38, pt. (*6762
Es wird in eine Familie ein
ſauberes Mädchen, über 18 Jahre,
geſucht, das vom Kochen etw. verſt.
Arheilgerſtr. 10, 1. St. lks. (*6717
Holzarbeiter!
In der Darmſtädter Möbelfabrik, G. m. b. H., haben
wegen Vertragsbruches der Firma die Arbeiter die Arbeit
ein=
geſtellt.
Wir erſuchen die Arbeiterſchaft Darmſtadts, den Inſeraten
der Firma nach Arbeiterſuche keine Folge zu geben.
von 9 Uhr
nachm. geſ. Vorzuſt. v. 10 — 12 Uhr 6282a
Frankfürterſtr. 24, 2. Stock. (*6773
Alleinmädchen geſucht, etwas
Kochen u. Bügeln verlangt Saal=im In= und Ausland bringt der
bauſtraße 69, 2. Stock.
Junges, beſſeres
Mädchen
auch nur vormittags
Zum 1. April tüchtiges, zuverläſſ.
das etwas kochen kann, geſucht
6475) Wilhelminenpl. 17, pt.
Ein ſauberes
Hausmädchen
welches gut bürgerlich kochen kann,
zu kleiner Familie nach Worms
geſucht. Lohn 30 Mk., gute
Stel=
lung kann auch durch
Stellenver=
erhalten gute Stellen.
(*6687
Schweſternhaus
Sprechſtunde täglich 3—5 Uhr.
Tücht. Mädchen morgens bis Deutſcher Holzarbetterverband Darmſtadt.
J. A.: Herm. Rupprecht.
Riesenverdienst
Haushälterin, geſetzten Alters,
per 1. April geſucht.
Kinder=
fräulein mit guten Zeugniſſen
ſucht Stelle nach Frankfurt oder
Darmſtadt
(*6769
Frau Bickel,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Stiftſtraße 56.
eir eite, enter Mäleiten
in kleinen Haushalt. Vorſtell. von
9—12 u. 1—3 Uhr Landgraf Philipp=
(*6750
Anlage 58, 3. Stock.
Suche große Anzahl Köchinnen
(*6808 werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Kaſinoſtraße 17.
(*6698
Männlich
Zeichner ſofort geſucht. Forians,
(*6423dfs
Bleichſtraße 1.
(6478meines neuesten, noch nie Alleinvertrieb 2
dageweſenen Apparates. (Patent=Priorität in der ganzen Welt.)
Dieſer billige Handapparat erzeugt bei einfachſter Anwendung
in kaum 1 Minute gefrorene Liköre (Likör-Eiscréme)
welches Hausarbeit mitübernimmt, jeder Art. Desgleichen auch alle Sorten Speiſeeis, ſowie
bakterien=
auch etwas nähen kann, zu einem freies Roheis für Krankenzwecke uſw. Damen und Herren ſind
Kinde geſucht für tagsüber, evtſ. Liebhaber des pikanten erfriſchenden und erwärmenden Liköreis=
(6479Crémes, dieſer neneſten Delikateſſe. Daher iſt jeder Apparat eine
Schloßgartenſtraße 69, part. wahre Goldgrube für Hotels, Reſtaurants, Bars, Wein= und
Likörſtuben, Konditoreien, Cafés, Penſionen uſw., ſowie jedem beſſeren
Haushalt und beſte Gewähr für Maſſenumſatz. Desgl. noch verſchied.
Dienſtmädchen neueſte Erfind. Maſſenartikel. Näh. nur auf ausführliche Angaben auch
üb. verfüc h. Kapital G. Hermes, Steglitz-Berlin, Schildhornſtr. 73. (6338Mf
Wir ſuchen für den Verkauf unſeres in Preis und Qualität
konkurrenzlosen Artikels
(überall verkäufliche Kleinmaſchine) Fabrikat erſter Weltfirma
lung. Eintrit 1. April. Vermitt=19 tüchtigen, Meissigen vertreter
mittlerin geſchehen. Offerten an für den hieſigen Bezirk und Umgegend. Alleinverkaufsrecht
Frau Albert Löb, Worms, wird übertragen. Kapital nicht erforderlich. Dauernd hoher
Moltkeanlage 9, part. (6396) Verdienſt. Perſönliche Vorſtellung mit Zeugniſſen
Mittwoch, den 20. März, 6—7 Uhr nachmittags
Mehrere kath. Alleinmädchen bei Herrn Goss im Hotel Prinz Heinrich.
(63975
Nieder=Ramſtädterſtraße 30. Freie Tapezierer-, Polsterer- und Dekorateur-Innung,
Darmstadt, ſucht für ihre Mitglieder
(B3178
Lehrlinge
Zu melden auf dem Innungsbüro, Beſſungerſtr. 41, Telefon 1365.
März Vertreter geſ.
Zum 25.
Zigarrenverkauf an
Wirte. Vergütung 200 Mk. p. Mt.
oder hohe Proviſion und Speſen
Lengenfelder, Vogt & Co.
(6345ff
Hamburg.
Schreibgehilfe mit ſauberer u
flotter Handſchrift geſucht. Offert.
u. § 73 a. d. Exped. d. Bl. (*6722
Mathematiker resp.
geprüft, ſolide u.
Neuphilol. energ., Oſtern für
Inſt. geſ. Zeugnisabſchr. m. Bild
u. Anſpr. ſofort an d. Schiller-
Seite 46.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Nummer 65.
wegen
Unser Toldiausverkaurganzncher Gescharisdurgabe
bietet die beste Gelegenheit zum
billigen Einkauf
moderner und solider Waren!
Manufakturwaren allerArt
Herren-u. Knabenkonfektion
Herren- und Jünglings-Anzüge, 1- u. 2reih., in modernen
Stoffen und Schnitten, für jede Figur, assendp vorrätig
Konfirmanden-Anzüge in schwarz, dkbl. u. dkl. gemustert
Knaben-Anzüge, riesiges Lager in allen erdenklichen
Aus-
führungen: Einfache Blusen- und Schulanzüge, elegante
Prinz Heinrich- und Seekadett-Anzüge
Halbschwere Ueberzieher und Ulster
Gehrock-Anzüge und einzelne Gehröcke
Pelerinen und Bozener Mäntel für Herren und Knaben
Einzelne Hosen in bequemem Schnitt, für Werktags und
Sonntags
Einzelne Joppen und Sakkos in Leinen, Loden u. Lüster
Knaben-Wasch-Anzüge und Blusen, Flanellblusen
Knaben-Hosen in allen Stoffarten und Grössen
Arbeiterkleider für jeden Beruf.
Fertige Herren-Hemden in weiss und farbig
Normalhemden, Einsatzhemden, Oxfordhemden
Damen-Hemden in weiss und farbig
Mädchen- und Knabenhemden
Damen- und Mädchenhosen
Unterjacken, Unterhosen
Herren- und Knabenkragen, Krawatten
Fertige Schürzen in allen Arten
Fertige Bettbezüge, Bettücher, Bettkolter, Bettdecken
Kleiderstoffe in schwarz, farbig und modern. Fantasiegeweben,
für Kleider und Kostüme, Röcke u. Blusen u. Kinderkleider
Kleiderstoff-Reste aller Art, zu jedem annehmbaren Preis
Baumwollflanelle für Jacken, Röcke und Kinderkleider
Hemden-Oxfords, Handtuchstoffe in allen Arten
Bettkattune, Weisswaren aller Art
Vorhangstoffe in schmal und breit
Möbelkattun, Futterstoffe
Farbige Kinderkleider
Um schnell zu räumen, verkaufen wir zu u. unter Selbstkostenpreis.
6473
Seitionner CCorbetan Karenst.4
Sichere Existenz:
Reiſende u. Platzvertreter f. m.
weltbekannten Holzrouleaux u.
Jalouſien, Papierzigarrenſpitzen
uſw. bei hoher Proviſiou geſucht.
Illuſtr. Katalog ꝛc. franko u. gratis.
Fritz Hanke, Hofgöhlenau b. Friedland
(Breslau). gr. Fabrik d. Br. (3132M
Agenten-Reisende
für unsere weltberühmten Fabrikate
bei hohem Verdienst überall gesucht.
Grüssner & Co., Neurode
Holzrouleaux- und Jalousienfabrik.
Ges. gesch. Gardinenspanner. (5823)
t aufd. Lande verd. 3—400 M.
Off. Halle 8. II 117. (6347m
Reservisten 15—34 J. welche
u. and. jg. Leute,
in fürſtl., gräfl. u. herrſchaftl. Häuſ.
Diener werd. woll., geſucht. Proſp.
frei. Cölner Dienerfachſchule
Cöln, Chriſtophſtraße 7. (63490
Schiffsjungen
erhalten gratis Auskunft über
Karriere u. Ausrüstung. (5822E
J. Brandt, Altona a. Elbe, Fischmarkt 20.
Jetzt iſt es Zeit
wenn Sie zur kommenden Saiſon
Chauffeur
werden wollen. Off. Stellen koſtenl.
Chauffeur=Schule, Grafenſtr. 22.
Schäfer, (*6467dsi
kreisamtl. zur Ausbild. zugelaſſen.
Stellensuchende
aller Berufe (*6745
finden Stellung durch den Deutſch.
Arbeitsmarkt=Anz. f. Berg, Hütten
u. Maſchin., ſow. Papier=Zeitung.
Dieſelben liegen auf in der
Re=
staurationzum Herrngarten,
Ecke Kahlert= u. Frankfurterſtraße
Inv. oder Pensionär
der ſich noch, etw. auf einem Bureau
beſchäft. möchte, geg. Vergitg. geſ.
Off. u. § 68 a. d. Exp. (*6680
Im Baugewerbe
nur beſtens eingeführter
Vertreter geſucht
für Alleinverkauf eines auf jedem
Bau gebrauchten, konkurrenzloſen
Artikels, D. R. Pat. (6394ff
Reichert & Klaus, Bonn.
Jung. Fahrrad=Reparateur per
1. April geſ. Hölgesſtr. 1. (6392so
Fliederbeeren-
Sappe
Fliederbeeren mit Waſſer weich
gekocht, durchgeſchlagen, mit
Maizena ſämig gekocht, Zucker
und Zitrone nach Geſchmack.
Als Einlage geröſt.
Semmel=
bröckchen. (5946a
Fliederbeeren ſind eiſenhaltig u.
haben blutreinigende Wirkung.
¼ Pfund 20 Pfg.
reicht für 4—5 Perſonen.
Reformgeschäft „Arista‟
Geſundheitliche Nahrungs=
und Genußmittel
Anton Braunwarth
Ernst-Ludwigstrasse 3
Fernſprecher 971.
fühneraugen
und Nageloperationen
werden ſorgfält. ausgeführt
Fr. Hartmann, appr. Heilgeh.,
Grafenſtr. 21, Tel. 27 f. (1187a
Konkurrenzlos
m
Kunſthaararbeiten
der Firma
Ernstkonfer
[ ← ][ ][ → ]Nummer 65₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. März 1912.
Seite 47.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 18. Mai 1911: Dem Kaiſerl.
Vize=
konſul Bernhard von Hahn in Schanghai ein S. Fritz
Gebhard. Am 9. März 1912: dem Hofgartengehilfen
Leonhard Mager, Liebfrauenſtraße 58, ein S.
Hein=
rich. Am 11.: dem prakt. Arzt Dr. Wilhelm Degen,
Klappacherſtraße 1, eine T. Eliſabeth Karoline. Am 10.:
dem Küfermeiſter Friedrich Poth, Holzſtraße 3, ein S.
Georg Friedrich. Am. 11.: dem Laborenten Georg
Steul, Ludwigshöhſtraße 23, ein S. Hans Emil. Dem
Schuhmachermeiſter Johannes Lotz, Saalbauſtraße 38,
ein S. Wilhelm Peter. Am 8.: dem Bahnaſſiſtenten
Leonhard Weigel, Liebigſtraße 81, ein S. Karl. Dem
Fuhrmann Auguſt Kompenhaus, Wendelſtadtſtraße 11,
eine T. Katharina Helena. Am 11.: dem Sergeanten
im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Heinrich Fauſt
ein S. Heinrich Friedrich Hans. Am 8.: dem
Milchver=
käufer Georg Schellhaas, Wienersſtraße 68, ein S.
Andreas Johann Heinrich.
Aufgebotene. Am 12. März: Telegraphen=Aſſiſtent
Karl Götz, hier, mit Maria Margarete Pollit,
Königsberg. Polizei=Sekretariatsaſſiſtent Otto Friedrich
Wilhelm Stegmüller, Heidelbergerſtraße 102a, mit
Roſine Margarethe Suſanne Heim, Erbach i. O.
Gärt=
ner Reinhold Heinrich Kirſt, Wolfsgarten bei
Lan=
gen, mit Marie Eliſabethe Wannemacher, Erzhauſen.
Fuhrknecht Franz Leopold Radomicki, Ober=Ramſtadt,
mit Margarethe Noſtadt, Ober=Ramſtadt.
Dachdecker=
meiſter Karl Ludwig Friedrich Krenkel,
Schwanen=
ſtraße 25, mit Anna Geyer, Mühlſtraße 23. Schloſſer
Adam Klöppinger X. mit Köchin Klara Fleiſcher,
beide in Pfungſtadt. Fuhrknecht Georg Liebig I. mit
Margarethe Darmſtädter, beide in Pfungſtadt. Großh.
Oberbahnaſſiſtent Karl Adolf Wilke,
Wendelſtadt=
ſtraße 42, mit Maria Eliſabethe Agnes Daus, Mainz.
Rechner der Landwirtſchaftskammer Karl Eger, hier,
mit Anna Eliſabethe Barbara Nau Gonſenheim. Am
13.: Geſchäftsführer der Heſſ.=Naſſ.
Baugewerksberufs=
genoſſenſchaft Karl Hermann Rudolf Melior, hier, mit
Emma Katharina Reichert, Altwiedermus.
Bahn=
ärbeiter Adam Unvericht, Feldbergſtraße 71, mit
Emma Amalia Herter, Bahra. Sergeant im Leib=
Dragoner=Regiment Nr. 24 Ferdinand Herzberger,
Holzhofallee 25, mit Hausmädchen Eliſe Koch,
Saal=
bauſtraße 77. Lokomotivführer Johann Georg Peter
Marquard, Liebigſtraße 15, mit Modiſtin Mathilde
Becher, Landwehrſtraße 43. Eiſendreher Friedrich
Wilhelm Ehrenkäufer, Mathildenplatz 11, mit Eliſe
Chelius, Mathildenplatz 11. Sergeant im Großh.
Heſſ. Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Heinrich Luft,
Marienplatz 1, mit Anna Katharina Meyer,
Michel=
ſtadt. Schneidergehilfe Johann Heinrich Ochs mit
Märia Stein, beide in Alsfeld. Kaufmann Karl
Stier, Landwehrſtraße 79, mit Kath. Marie Henriette
Leußler, Mühlſtraße 20. Am 14.: Glaſer Hermann
Weber, Hermannſtraße 5, mit Marie Scherer,
Auer=
bach. Lageriſt Adam Randoll. Mannheim, mit
Konto=
riſtin Emilie Thereſia Senftleben, hier. Kaufmann
Konrad Heinrich Bach, Gutenbergſtraße 34, mit Lina
Maria Anna Pfaff, Kaſſel. Taglöhner Valentin
Metz, Soderſtraße 62, mit Taglöhnerin Marie
Nahr=
gang. Soderſtraße 62.
Geſtorbene. Am 12. März: Marg. Kroth. T. des
Fabrikarbeiters. 1 Mt., ev., Brandgaſſe 12. Am 13.:
Georg Schäfer, S. des Hausburſchen, 22 Tage, ev.,
Langegaſſe 6. Am 12.: Privatin Franziska Emge,
61 J., kath., Adolf=Spießſtraße 23. Am 14.: Eva Eliſ.
Haber, geb. Braner, Ehefrau des Poſtſchaffners, 50 J.,
ev., Schuſtergaſſe 13. Am 13.: Privatier Ludwia
Lau=
tenſchläger I., 91 J., ev., Soderſtraße 94. Am 14.:
Spenalermeiſter Joh. Georg Momberger. 59 J., ev.,
Schützenſtraße 4. Am 13.: Kaufmann Heinrich Müller,
29 J., ev., Landgraf=Georgs=Anlage 64.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Febr.: dem Eiſenbahngehilfe Karl
Arno Wilke, Sandbergſtraße 49, ein S. Martin Ernſt
Udo. Am 29.: dem Schloſſer Adam Dingeldein,
Wein=
bergſtraße 37, eine T. Gertrude Kathar. Am 27.: dem
Schreiner Friedrich Wilhelm Billion, Heidelberger
Straße 110, ein S. Friedrich Wilhelm. Am 2. März: dem
Aſſiſtent am Großh. Landesmuſeum Dr. phil. Auguſt
Feigel, Martinſtraße 55, ein S. Georg Ludwig. Am 3.:
dem Proviantamtsinſpektor Johann Heinr. Schmidt,
Stadt=Allee 2, ein S. Karl. Am 4.: dem Kaufmann Joh.
Alois Stegmann, Frankenſteinſtraße 36, ein S. Am 3.:
dem Kaufmann Ludwig Erich Heinrich Karl Sauer,
Schießhausſtraße 39, ein S. Otto Ferdinand Ludwig.
Am 7.: dem Schreiner Heinrich Ernſt Hüther,
Tannen=
ſtraße 38, ein S. Ferdinand. Am 2.: dem Großh.
Regie=
rungsbaumeiſter Ernſt Theodor Günther Kreuzien,
Grünerweg 44, eine T. Dem Schaffner bei der
Staats=
bahn Friedrich Wilhelm Daniel Hartmann, Herdweg
Nr. 28, ein S. Heinrich Richard. Am 7.: dem Weißbinder
Heinrich Bellinger, Weinbergſtraße 14, ein S. Nikolaus.
Am 5.: dem Sergeanten im Großh. Artilleriekorps
Phi=
lipp Bleſſing, Neue Niederſtraße 21, ein S. Johann
Peter Waldemar. Am 7.: dem Hausburſche Fr. Keil,
Herdweg 21, ein S. Hans. Am 6.: dem Sergeant im
Train=Bataillon Nr. 18 Johann Ad. Kraß, Beſſunger
Straße 99, ein S. Wilhelm. Am 11.: dem Taglöhner
Philipp Weicker, Beſſunger Straße 30, eine T. Marg.
Marie. Dem Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule Dr.=
Ing. Georg Wilh. Koehler, Wilhelminenſtraße 50, ein
S. Hellmut. Am 14.: dem Former Johann Konrad
Weißwantel, Hofgartenſtraße 6, eine T. Eliſabeth.
Dem Maler und Lackierer Karl Wilhelm Dotzert,
Kies=
bergſtraße 4, eine T. Anna Emilie. Am 11.: dem
Haupt=
mann und Brigade=Adjutant der 49. Infanterie=Brigade
Heinrich Hermann Albert Guerrino Graf zu Lynar,
Eichbergſtraße 16, eine T.
Aufgebote. Am 2. März: Schneider Heinrich
Rei=
mund, Heidelbergerſtraße 111, und Elſa Agnes
Pa=
cholski. Am 6.: Tapezier Georg Buchmüller, Beſſunger
Straße 75, und Maria Eliſabetha Sprankel,
Nieder=
ſtraße 15. Am 12.: Bahnmeiſterdiätar Nikol. Geißler,
Ahaſtraße 10, und Margar. Ockenfels zu Cochem,
Re=
gierungsbezirk Koblenz. Am 14.: Schloſſer Hermann
Richard Schulz, Beſſunger Straße 94, und Eliſabetha
Dorothea Margaretha Aßmuth, Wingertsgäßchen 8.
Eiſenbahnſchaffner Guſtav Neumann, Witwer,
Don=
nersbergring 34, und Wilhelmine Kaul, daſelbſt. Am
15.: Kaufmann Emil Frank, Liebfrauenſtraße 29,
Wit=
wer, mit Karoline Chriſtine Auguſte Kriegbaum, geb.
Müller, Herrngartenſtraße 21.
Eheſchließungen. Am 2. März: Monteur Friedrich Karl
Nungeſſer, Martinſtraße 68, mit Margarete Schmitt
zu Rimbach. Am 4.: Hilfsarbeiter Valentin
Land=
zettel, Klappacherſtraße 64, und Anna Maria
Guckels=
berger, geb. Römer, zu Bergen, Kreis Hanau. Am 9.:
Diplom=Ingenieur Paul Guſtav Wilhelm Abraham zu
Bergen, Kreis Rügen, mit Anna Margarethe Eliſabeth
Schacht, Karlſtraße 56. Am 15.: Sergeant im
Feld=
artillerie=Regiment Nr. 61 Karl Späth,
Beſſunger=
weg 125, mit Lina Steingaß, Parcusſtraße 7.
Geſtorbene. Am 1. März: K. Pr. Generalleutnant z. D.
Exzellenz Karl Friedrich Hermann von Stülpnagel,
73 J., ev., Wilhelmſtraße 8. Katharina Miſchlich, geb.
Schaber, Witwe des Zimmermanns, 87 J., ev.,
Grüner=
weg 25. Am 3.: Eliſabeth Heyer, geb. Geiger,
Ehe=
frau des Privatiers, 68 J., ev., Ludwigshöhſtraße 9.
Am 9.: Meta Wallot, geb. Krauſe, Witwe des
Wein=
gutsbeſitzers, 61 J., ev., Inſelſtraße 36. Am 11.:
Poſt=
ſekretär Rudolf Goldmann, 60 J., ev., Karlſtraße 83.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Lätare, den 17. März 1912
Hofkirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. — Mittwoch, den 20. März, abends um 6 Uhr:
5. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 9 Uhr: Konfirmation der
Konfirmanden des Kaplaneibezirks und Feier des heil.
Abendmahls. Pfarrer Beringer. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl. —
Nachmittags um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des
Südweſt bezirks. Pfarrer Velte. — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Vogel. — Mittwoch, den 20. März, abends um
8 Uhr: Liturgiſche Paſſionsfeier. Pfarrer
Kle=
berger. Kollekte.
Stadtkapelle: Samstag, den 16. März, abends um
6 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Pfarrer
Beringer. — Sonntag, den 17. März, vorm. um
10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl. — Vorm. um 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
17. März, abends um 7½ Uhr: Stiftungsfeſt des
Ge=
meindegeſangvereins. — Freitag, den 22. März, abends
um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkapelle): Vorm. um 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Salzſieder. — Vormittags um
11 Uhr: Gottesdienſt im Lager. — Kindergottesdienſt
fällt aus.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Mittwoch, den 20. März, abends um 8 Uhr:
5. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Samstag, den 16. März, abends um
6 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Anmeldung
von ½ 6 Uhr in der Sakriſtei. Pfarrer D. Waitz. —
Sonntag, den 17. März, vorm. um 9 Uhr: Konfirmation
der Konfirmanden des Weſt bezirks. Pfarrer D. Waitz.
Feier des hl. Abendmahls. Kollekte für das Krüppelheim.
— Nachm. um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des
Oſt bezirks. Pfarrer Widmann. Kollekte für das
Krüppelheim. — Abends um 8 Uhr: 4.
Paſſionsgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Müller. — Nachm. um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer i. P. Schneider.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Kirchenrat Reich aus Marburg. — Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Donnerstag, den
21. März, nachmittags um 3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt.
Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath. —
Nachmittags um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden.
Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Nachm. um 6 Uhr:
4. Paſſionsandacht. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 17. März,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde von Prediger Schrenk=
Barmen. — Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.
Von Montag, den 18. März, bis Samstag den
23. März, findet jeden Abend um 8½ Uhr Bibelſtunde
von Prediger Schrenk ſtatt. — Mittwoch, den 20. März:
Frühjahrs=Philadelphia=Konferenz. Vorm. um 9½ Uhr:
Einleitung ins Wort Epheſer 3,1—13 von Herrn Pfarrer
Corevon=Frankfurt. Nachm. um 3 Uhr: Einleitung ins
Wort Epheſer 3,14—21 von Herrn Pfarrer Eßlinger=
Auerbach. Anſchließend an beide Einleitungen weitere
Behandlungen des Wortes durch Brüder.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 17. März, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Höpfner. — Vorm. um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachmittags um 4 Uhr: Predigt,
Taufe und Abendmahl. Prediger Höpfner. — Abends
um 6 Uhr: Jugendverein. — Montag den 18. und
Frei=
tag, den 22. März, abends um 8½ Uhr: Geſangverein.
— Dienstag, den 19. März, abends um 8½ Uhr: Frauen=
Miſſionsverein. — Mittwoch, den 20. März, abends um
8½ Uhr: Gebetsverſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 17. März, nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Eckert aus Offenbach. — Freitag, den 22. März, abends
um ¼9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Jedermann
herz=
lich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 16. März,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
4. Faſten=Sonntag, den 17. März 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe. — Um
½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
Aka=
demiſcher Gottesdienſt. — Nachm. um 3 Uhr:
Sakra=
mentaliſche Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — Montag
nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. — Diens=
tag, vorm. um 9 Uhr: Levitiertes Hochamt. — Mittwoch,
abends um 6 Uhr: Faſtenpredigt. — Freitag, abends um
6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des 3. Ordens. — Um 6 Uhr:
Roſenkranz=
andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräukein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um ¼10 Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 16. März,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 17. März 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe und Generalkommunion der
Sodalität. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe mit Predigt. — Um
½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
2 Uhr: Andacht; darauf Sodalität. — Abends um 8 Uhr:
Faſtenpredigt des hochw. Hrn. Oberlehrer Zinſer=
Offen=
bach. — Montag, nachm. um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
— Dienstag, nachm. um 5½ Uhr: Faſtenandacht. —
Mittwoch, den 20. März, abends um 8 Uhr: Vortrag
des hochw. Herrn Prof. Schwarz. Thema: „
Religions=
freiheit des modernen Staates und die katholiſche Kirche‟.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
16. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
4. Faſten=Sonntag, den 17. März 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. — Bibliothek (Heerdweg 28):
Diens=
tag, nachm. von 6 bis 7 Uhr. — Mittwoch, abends um
6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 16. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
4. Faſten=Sonntag, den 17. März 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½ 7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr:
Chriſten=
lehre und um 2 Uhr Andacht. — An allen Werktagen,
morgens um ¼8 Uhr: Singmeſſe. — Während der ganzen
Faſtenzeit iſt Mittwochs abends um ½6 Uhr
Faſten=
andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: 4. Faſten=Sonntag, den 17. März,
vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½ 8 Uhr:
Amt und Predigt und Austeilung der hl. Kommunion.
— Nachmittags um 4 Uhr: Andacht. — Während der
ganzen Faſtenzeit iſt Montags nachmittags um ½5 Uhr
Faſtenandacht.
The Church of England Service
4th Sunday in Lent, 17th March 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain at Heidelberg,
will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. März: Dem Glaſer
Wil=
helm Keidel S. Ernſt, geb. 3. Febr. Dem Hauſierer
Max Wilhelm Richter S. Anton Jakob, geb. 2. Febr.
12. März: Dem Tapezier Georg Friedrich Poth S. Hans
Heinrich, geb. 3. Dez. 1911.
Johannesgemeinde: 10. März: Dem
Photo=
graph Auguſt Schäfer S. Georg Wilhelm Karl Heinz,
geb. 19. Jan. Dem Former Jakob Schuchmann T. Lina
Marie, geb. 10. Jan.
Martinsgemeinde: 10. März: Dem Tapezier
Karl Arthur Schmidt S. Karl Erich, geb. 23. Jan. Dem
Fabrikarbeiter Peter Hartmann S. Johann Adam, geb.
22. Februar. Dem Fabrikarbeiter Robert Buchwald S.
Georg, geb. 24. Jan. Dem Monteur Friedrich Mager
T. Katharina Barbara, geb. 30. Jan. Dem Bahnarbeiter
Karl Gerbig T. Eliſabeth, geb. 5. Febr. Dem
Miniſte=
rialreviſor Wilhelm Himmler T. Anna Wilhelmine
Su=
ſanna, geb. 8. Febr. Dem Kaufmann Georg Schmitt T.
Margarete Eliſabeth, geb. 14. Febr.
Paulusgemeinde: 10. März: Dem Präparateur
Adolf Alfred Ehrſam S. Otto, geb. 26. Jan.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. März: Buchhalter Philipp
Eduard Lange und Juſtine Katharine Herrmann.
Elek=
tromonteur Heinrich Peter Wilhelm Ackermann und
Luiſe Eliſabeth Geyer. 14. März: Bäcker Philipp Schwinn
und Katharina Wacker.
Johannesgemeinde: 9. März: Eiſendreher
Johannes Göriſch und Margarete Heß von hier.
Paulusgemeinde: 9. März: Diplom=Ingenieur
Paul Guſtav Wilhelm Abraham in Bergen (Rügen) und
Anna Margarete Eliſabeth Schacht.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. März: Philipp Mahr, S.
des Friſeurs, ¾ J., ſtarb 2. März. 10. März: Ludwig
Gölzenleuchter, S. des Poſtboten, ¼ J., ſtarb 8. März.
13. März: Margarete Kroth, T. des Fabrikarbeiters,
1 Mon., ſtarb 12. März. 10. März: Erna Ziegenbruch,
14 J. 7 Mon., ſtarb 7. März. 11. März: Rechnungsrat
i. P. Jakob Röttger, 73 J., ſtarb 9. März. 13. März:
Poſtſekretär Rudolf Goldmann, 60 J., ſtarb 11. März.
14. März: Tapezier Theodor Soeder, 59 J. 3 Mon.,
ſtarb 12. März.
Johannesgemeinde: 11. März: Eliſabeth
Margarete Fähr, geb. Harth, Ehefrau des Rentners, 59
J., ſtarb 9. März. Wagenwärter Philipp Reinheimer,
34 J., ſtarb 9. März. 12. März: Hausmeiſter Ernſt
Wagner, 36 J., ſtarb 10. März. Eliſabeth Döll, geb.
Zu=
brod, Witwe des Bahnwärters, 81 J., ſtarb 9. Marz.
Johannesgemeinde:
Beerdigte aus Anſtalten: 12. März:
Tag=
löhner Karl Adam Frickel aus Arheilgen, 54 J., ſtarb
9. März.
Paulusgemeinde: 8. März: Marie
Lauten=
ſchläger, geb. Wagner, Witwe des Brauereibeſitzers, 71 J.,
ſtarb 5. März zu Eberſtadt. 13. März: Poſtſekretär
Ru=
olf Goldmann, 60 J., ſtarb 11. März.
Dinkbadewanne und Schüſſel,
Briefmarken-Hamml. Bügelpl. m. 2 Böcken, Aquar.,
zu kaufen geſ. Off. mit Stückzahl 1 Käfig u. 2 ſchwarze Säulen m. Büſt.
u. Preis u. § 54 a. d. Exp. (*6611si l billig zu verk. Taunusſtr. 47. (*6605
Schneidernähmaſchine, 1 zwei=
P u. 1vierräd. Handw. u. 1 Petrol.=
H. weg. Umz. bill. z. verk. v. 12 Uhr
ab anzuſ. Rundeturmſtr. 15, II.r. (*
Kastenwagen
für Ein= u. Zweiſp., ſehr gut erhalt.,
zu verk. Hochſtr. 2, I.
(*6760so
Rotes Plüſchſofa,
Tiſche und verſch.
andere.
(6383
Kaupſtr. 44, 1. St.
Für das Ostergeschäft neu eingetroffen:
Neufeiten der Früßjafrs-Saison 1912.
Momentaner Lagerbestand mehr als 50,000 Pföcen.
Es ist mir gelungen, speziell in eleganter und vornehmster Konfektion besonders günstige Einkäufe zu machen. Durch grosszügige
Dis-
positionen und Kauf grösster Posten bin ich in der Lage, beim Einkaufe die grössten Vorteile geniessen zu können. — Die stets wachsende Ausdehnung
meines Geschäftes verdanke ich unbedingt meinen Prinzipien:
Freiswürdig
zu verkaufen und
geschmackvolle, solide Konfektion
bei
unerreickter Auswafil
zu führen. — Meine Lagerbestände enthalten nunmehr:
Tausende moderner Frühjahrs-Jacken-Kleider
Tausende Piecen neuester Kinder-Konfektion
in neuen aparten Fassons, aus uni Kammgarn und Cheviots, neuesten Stoffen
engl. Art, echt englischen Stoffen, Fresco- und Noppenstoffen, aparten Streifen
und Fantasiestoffen von Mk. 15.— an. Hochaparte Modell- und Muster-Jacken-
Kostüme in Taffet, Liberty Etamine, prima uni, sowie englischen und
Fantasie-
stoffen in den schicksten Fassons und hocheleganter Verarbeitung.
Tausende neuester Frühjahrs-Paletots engl. Art
Kinderkleider in allen Grössen, aus modernen Woll- und Waschstoffen in
grösster Auswahl.
Kinderjacken und Paletots in modernsten Fassons, aus uni blau Cheviot
und Tuch, sowie Stoffen englischer Art.
Ein grosser Posten Knaben-Anzüge in allen Grössen, aus blau Kammgarn
und englischen Stoffen enorm billig.
aus besten deutschen und englischen Stoffen in langen aparten Fassons und
guter Verarbeitung von Mk. 6.— an. Hochaparte englische Paletots aus prima
engl. und deutschen Stoffen, auf Seide getüttert und bester Verarbeitung, schicke
Reise- und Automäntel enorm billig.
Tausende schwarzer moderner Paletots
Elegante schwarze Paletots in Tuch, Kammgarn, Cheviot, Etamine, Taffet,
Voile, Seide und Spitzenstoffen in vornehmster Verarbeitung.
Schwarze Frauenpaletots in Tuch, Kammgarn etc. in allen Längen und
Weiten und jeder Preislage.
Elegante Seiden- und Abendmäntel in schwarz u. farbig. Gloria-,
Alpacca-, Popeline-, Gummi- und Regenmäntel.
Aussergewöhnlich vorteilhaftes Angebot in
Kinderkleidern
Ich hatte Gelegenheit, bei einem der ersten Fabrikanten dieser Branche
enorm grosse Posten, zusammen mehr als 1300 Stück sehr vorteilhaft zu
er-
stehen. — Dieser Posten enthält die reizendsten Kleider für jedes Alter in
bild-
hübschen Fassons, meistens Modell- und Musterstücke, in weissen Stickereistoffen,
Batist-, Wasch-, Woll- und Seidenstoffen in selten schöner Ausführung, welche
zu enorm billigen Preisen dem Verkauf unterstellt werden.
Grosse Posten aparter garnierter Kleider
Grosse Posten aparter Backfisch-Konfektion
schicke, modernste Fassons in allen neuen Woll-, Wasch- und Seidenstoffen;
hochelegante Modell- und Musterstücke in Strassen- und
Gesellschafts-
kleidern, reizende Kleider in weiss Wasch-Voile, Batist, Stickereistoffen
und Wollmousseline.
Backfisch-Paletots in modernen jugendlichen Fassons, aus Stoffen engl.
Charakters und uni blau Cheviot.
Tausende moderner Blusen u. Kostüm-Röcke
Backfisch-Jackenkleider in neuesten aparten Fassons, aus allen modernen
Stoffen und bester Verarbeitung.
Blnsen in Wolle, Seide, Spitzen und Waschstoffen, grösste Auswahl in allen
Preislagen.
Kostüm-Röcke aus Stoffen engl. Art, uni schwarz und blau Kammgarn,
Cheviot und Tuch zu sehr billigen Preisen.
Backfisch-Kleider in neuesten Stoffen und aparten jugendlichen Fassons.
Grosse Posten Unterröcke, Schlafröcke und Matinées
in Waschstoffen, Wolle und Seide.
Zur Monhrmation
empfehle in enorm grosser Auswahl:
Fertige Prüfungskleider, Konfirmanden- und
Kommunikanten-Kleider,
allerneueste Macharten, in weiss,
und
schwarz und farbig zu Mk. 12—15-18—20 uöher
Konfirmanden-Jacketts moderner Fassons, in schwarz und farbig
zu Mk. 5—6—7—8—10-12 u. höher
Ferner empfehle:
für Anfertigung von Konfirmandenkleidern in weiss,
Kleiderstoffe
schwarz und farbig.
weisse Stickerei-Unterröcke und farbige
Konfirmanden-Wäsche, Unterröcke zu kolossal billigen Preisen.
Kder-Nachn