Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl, verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Prinzregent Luitpold von Bayern beging
geſtern ſeinen 91. Geburtstag.
Die ſtreikenden Bergleute verübten
viel=
fach Ausſchreitungen gegen die Arbeitswilligen.
Der engliſche Bergarbeiterverband
be=
ſchloß, der Einladung des Premierminiſters zu einer
Zuſammenkunft mit Arbeitgebern Folge
zu leiſten. Die Konferenz der Minenbeſitzer
hat zu keinem Entſchluß geführt.
Das ſpaniſche Kabinett reichte ſeine
Demiſ=
ſion ein. Der König beauftragte Canalejas
wie=
der mit der Neubildung des Kabinetts.
Ein Erlaß in China begnadigt alle
Gefange=
nen außer den Mördern und Räubern und erläßt die
ſchon fällig geweſenen, aber nicht bezahlten
Grund=
ſteuern.
Tangſchay iſt zum Premierminiſter von
China ernannt worden.
Der Bergarbeiterſtreik.
** Die Nachrichten über den Umfang des
Berg=
arbeiterſtreiks im Ruhrgebiet ſtimmen zwar
nicht miteinander überein, laſſen aber trotzdem klar
er=
kennen, daß von einem allgemeinen Streik nicht die Rede
ſein kann. Angeſichts der Haltung des Chriſtlichen
Bergarbeiterverbandes, der aufs ſchärfſte gegen den
Streik Stellung genommen hat, überraſcht der Stand der
Streikbewegung umſo weniger, als von den Delegierten
der drei übrigen Bergarbeiterverbände faſt ein Sechſtel
den Streik verworfen hat. In weiten Kreiſen der
Berg=
arbeiter iſt alſo offenbar die Einſicht vorherrſchend, daß
im gegenwärtigen Augenblick der Streik vor allem die
Sache der engliſchen Kohlengräber fördert,
und daß der Kontraktbruch die ſtreikenden
deut=
ſchen Bergarbeiter vor der öffentlichen Meinung
Deutſch=
lands ins Unrecht ſetzen muß.
Die Belegſchaft der Gruben iſt außerdem unter
weit ungünſtigeren Verhältniſſan als im
Jahre 1905 in den Ausſtand eingetreten, denn damals
war ihre materielle Lage weit beſſer als heute, denn die
Kaſſen waren gefüllter und die Unterſtützungen von
aus=
wärts floſſen reichlich, was jetzt noch nicht feſtſteht und von
engliſcher Seite, von wo damals wöchentlich 40000 Mk.
kamen, wohl nicht zu erwarten iſt, und dann waren die
Sympathien der großen Oeffentlichkeit, ja zum Teil auch
diejenigen der Regierung, auf Seiten der Streikenden.
Hatten doch ſelbſt Großinduſtrielle der Rheinprorinz
namhafte Spenden für die Arbeiter gegeben! Es waren
bekanntlich 1905 weniger Lohnfragen, die zum Streik
führten, als berechtigte Forderungen anderer Art, die
zwar von den Grubenbeſitzern abgelehnt worden waren,
aber der Hauptſache nach in der von der preußiſchen
Re=
gierung unmittelbar darauf eingebracknen
Berggeſetz=
novelle Erfüllung fanden. Und dann darf nicht vergeſſen
werden, daß die Ausdehnung des Streiks vor ſieben
Jahren von vornherein eine viel allgemeinere war als
jetzt, daß der Generalſtreik allein volle drei Wochen
dauerte und nur im Vertrauen auf die von der Regierung
gegebenen Zuſicherungen für beendet erklärt wurde.
Wir verkennen keinesfalls die Berechtigung der
Berg=
leute, zur Erhöhung ihres Exiſtenzminimums ſich
zuſam=
menzutun und mit Forderungen hervorzutreten, aber
wenn die Ausſichten auf Durchſetzung dieſer Forderunger.
ſo trübe ſind wie jetzt, wenn ein Teil derſelben auch auf
friedlichem Wege hätte erreid werden können, dann
iſt der Kampf nicht mehr zu billigen. Die chriſtlichen
Gewirkſchaften machen diesmal nicht mit, ſnd
wie ſich die nicht organiſierten Arbeiter verhalten
wer=
den, ſteht noch nicht feſt. Ein ſolch allgemeiner Streik
iſt ſonſt eine nationale Frage, auf jeden feiernden
Berg=
arbeiter können leicht zahlreiche andere Hände kommen,
die mit feiern müſſen, und die Wirkung auf die Induſtrie
kann recht verhängnisvoll werden. Bei dem diesmaligen
partiellen Streik mag das in geringem Maße der Fall
ſein, ganz ohne Eindruck wird er aber nicht bleiben. Den
größten Schaden werden freilich die Streikenden ſelbſt
haben, nicht nur den materiellen, der auf ihnen und
ihren Familien laſten wird, ſondern auch den moraliſchen
einer verlorenen Schlacht,
Hoffentlich erweiſen ſich wenigſtens die Maßnahmen
der Behörden zur Aufrechterhaltung der Ruhe und
Ord=
nung im Streikgebiet als unnötig, und die Mahnung der
Arbeiterführer zur Beſonnenheit wird überall befolgt.
Es wäre zu bedauern, wenn das Unheil durch
Ruhe=
ſtörungen und Auflehnung gegen die Geſetze noch
ver=
mehrt würde und die Strafgerichte ſpäter noch Arbeit
erhielten.
Zur Friedensvermittelungs=Aktion.
C Man ſchreibt uns: Die Antwort Italiens auf
den Schritt, den die Mächte am Samstag in Rom getan
haben, um die italieniſchen Friedensbedingungen zu
er=
fahren, wird vorausſichtlich bald erfolgen, da Marquis
di San Giuliano ſeit geraumer Zeit davon unterrichtet
war, daß ein Schritt der Mächte erfolgen und welcher
Art dieſer Schritt ſein würde. Die italieniſche Antwort
dürfte den Mächten in ſchriftlicher Form erteilt werden.
Die Pforte wird alſo den italieniſchen Standpunkt an
der Hand einer italieniſchen Kundgebung kennen lernen
und ſo wenigſtens indirekt ſeit dem Kriegsausbruch zum
erſten Male wieder in Beziehung zu Italien treten. Die
in der Preſſe ausgeſprochene Annahme, daß die Mächte
den gleichen Schritt wie in Rom auch in Konſtantinopel
getan hätten, beruht auf Irrtum. Die Abſicht der
Mächte iſt vielmehr von vornherein darauf gerichtet
ge=
weſen, die italieniſche Antwort zur Grundlage ihres bei
der Pforte beabſichtigten Schrittes zu machen.
Was den Fortgang der kriegeriſchen Operationen
anbelangt, ſo wird von italieniſcher Seite das Vorhaben
einer Flottenaktion gegen Smyrna und die Inſel Samos
beſtritten. Dagegen bleibt es zweifelhaft, ob ein Angriſf
auf die Dardanellen bevorſteht. Vielleicht werden von
italieniſcher Seite in dieſer Richtung gehegte Abſichten
gefliſſentlich aus dem Grunde in Dunkel gehüllt, weil die
Heranziehung ſtärkſter Schiffe zur Erwägung ſteht.
Er=
ſcheint es doch zweifellos, daß ein erfolgreicher Angriff
—if die Dardanellen ohne erhebliche Verluſte nicht
denk=
bar iſt. Ob indeſſen ſelbſt ein Dardanellen=Erfolg für
die Beendigung des Krieges die von Italien
gewünſch=
ten Wirkungen haben werde, bleibt ſehr zweifelhaft. Denn
ſelbſt angenommen, Italiens Dardanellen=Erfolg ſei ſo
groß, daß er der Pforte in Bezug auf Tripolitanien
Zugeſtändniſſe abnötigte, ſo müßte immer noch mit der
Fortſetzung des Widerſtandes durch die Araber gerechnet
werden. Dieſer Widerſtand aber könnte eine bedenkliche
Geſtalt in dem Falle annehmen, daß eine etwaige
Nach=
giebigkeit der Pforte die Araber zu dem Entſchluſſe
führt, einen Wechſel im Kalifat eintreten zu laſſen. Setzt
ſich bei den Arabern die Ueberzeugung feſt, daß der
tür=
kiſche Sultan gegenüber Italien die gebotene
Kampfes=
freudigkeit nicht bewähre, ſo können die längſt gehegten
Pläne, das türkiſche Kalifat durch ein arabiſches zu
er=
ſetzen, von neuem aufgegriffen werden und zur
Durch=
führung gelangen. Wie wenig eine derartige Wendung
der Herſtellung des Friedens in Tripolis und Cyrenaika
zu ſtatten käme, bedarf keiner weiteren Erörterung.
Deuſce Rerch.
— Die Zuſammenkunft des Kaiſers mit
dem König von Italien wird nach neueren
Mel=
dungen lediglich familiären Charakter tragen, der aber
die politiſche Bedeutung dieſer Zuſammenkunft kaum
mindern dürfte. Wie die Preſerveranza aus guter Quelle
erfahren haben will, wird der König Viktor Emanuel von
keinem Miniſter begleitet ſein. Aus Korfu wird
gemel=
det, daß der Kaiſer dort am 29. März mit Gefolge, 150
Köpfen, erwartet wird. Die Kaiſerin folgt in den erſten
Tagen des April nach. Im Achilleion werden große
Vorbereitungen getroffen.
Die Wehrvorlage und die
Deckungs=
frage. Die Tägliche Rundſchau meldet aus Berlin:
Wie wir hören, beabſichtigt der Reichskanzler, den
Führern der bürgerlichen Parteien noch in dieſer Woche
von dem wichtigen Inhalt der neuen Wehrvorlagen
Kenntnis zu geben, um ihre Meinung über die
Deckungs=
frage entgegenzunehmen. Die Beſprechungen ſollen
durchaus vertraulicher Natur ſein. Der Reichskanzler
wünſcht, daß von den Wehrvorlagen und ihrer
finanziellen Seite überhaupt nichts bekannt wird, bevor
die Vorlagen den Bundesrat paſſiert haben und hat an
ſämtliche beteiligte Stellen das Erſuchen gerichtet, über
die Entwürfe ſtrengſtes Stillſchweigen zu bewahren.
Sogar die Vertrauensmänner der großen nationalen
Vereine ſind diesmal auf beſondere Anordnung
vollſtän=
dig ausgeſchloſſen worden. Wie in parlamentariſchen
Kreiſen verlautet, ſollen zwiſchen dem
Reichsſchatzſekre=
tär und den Finanzminiſtern einzelner ſüddeutſcher
Bun=
desſtaaten lebhafte Meinungsverſchiedenheiten über die
Art der Deckung der neuen Wehrvorlagen geherrſcht
ha=
ben. Der Reichsſchatzſekretär trägt ſich nach wie vor mit
der Abſicht, eine Beſitzſteuer dem Reichstage
vorzuſchla=
gen. Wie verlautet, ſoll eine Einigung der einzelnen
Anſichten nahe bevorſtehen. Konſum= und
Ver=
kehrsſteuern werden als Deckung für die
Wehrvorlagen nicht in Betracht kommen. Man
ſpricht davon, daß eine Erbanfallſteuer im Prinzip
vor=
gaſchlagen wurde, deren Einführung aber den einzelnen
Staaten überlaſſen werden ſoll. Die Brennereizeitung
ſchreibt, in der Lage zu ſein, feſtſtellen zu können, daß
über Monopolabſichten in der Tat allerdings
unverbind=
liche Pourparlers ſtattgefunden haben, die ſich aber nur
auf Monopole im allgemeinen, und zwar zunächſt auf ein
eventuelles Petroleummonopal bazogen. Es ſei mit der
Wahrſcheinlichkeit zu rechnen, daß eine neue
Reichsfinanz=
reform bevorſteht, die einen monopoliſtiſchen Charakter
an ſich tragen wird. Von hier bis zu dem Gedanken des
Spiritusmonopols ſei nur ein Schritt.
— Verſtärkungen für Kiautſchou? Wie
der Berliner Lok.=Anz. erfährt, iſt man in Berlin
neuer=
dings in Erwägungen darüber eingetreten, die Truppen
in Kiautſchou zu verſtärken, da es bei den vielfach nötig
werdenden Detachierungen infolge der Unruhen fraglich
erſcheint, ob genügend militäriſche Machtmittel zur
Ver=
fügung bleiben werden, um die Sicherheit im
Kiautſchon=
gebiet unter allen Umſtänden zu gewährleiſten.
— Die Bergarbeiterlöhne in Sachſen.
In der Zweiten ſächſiſchen Kammer erklärte
Miniſteriak=
direktor Geheimrat Dr. Wahl bei Beſprechung des
Berg=
etats, es ſei zuzugeben, daß die Löhne 1909 etwas
niedri=
ger waren, als 1908, und 1910 etwas niedriger, als 1909.
Für 1911 liege noch keine Statiſtik vor. Wenn eine
Lohn=
bewegung eintreten ſollte, ſo ſei die Regierung gern für
die Vermittelung bereit. Dr. Wahl ſchloß: Die
Sozial=
demokraten mögen die Bergarbeiter beruhigen; die
Ar=
beiter mögen ſich an ihre Arbeiterausſchüſſe und an das
Bergamt als Einigungsamt wenden. Wenn das nicht
ge=
nügt, ſo ſteht auch die Regierung zur Verfügung. Wir
hegen den dringenden Wunſch, daß die Lohnkämpfe ohne
Arbeitseinſtellung auf geſetzlichem Wege geregelt werden.
In der Zweiten badiſchen Kammer
legte Finanzminiſter von Rheinboldt einen Nachtragsetat
zum Verkehrsbudget für 1912/13 vor, der eine Forderung
von 1 208000 Mark zur Erhöhung der Tages= und
Akkord=
lohnſätze der in ſtaatlichen Betrieben beſchäftigten
Arbei=
ter mit Wirkung vom 1. März enthält. Die
durchſchnitt=
liche Aufbeſſerung ſoll jährlich 44,03 Mark betragen. Der
jährliche Durchſchnittslohn ſtellt ſich auf 1360 Mark,
wo=
mit Baden nach den Ausführungen des Finanzminiſters
an der Spitze ſämtlicher deutſcher
Eiſenbahnverwaltun=
gen ſteht.
Ausland.
Italien.
205 Millionen Lire für die
Kriegs=
operationen. Die Kammer beriet über einen
Ge=
ſetzentwurf, der die Regierung zur Ausgabe von 205
Mil=
lionen Lire ermächtigt, die durch die Unternehmung in
Tripolis und der Cyrenaika notwendig geworden ſind.
Der Sozialiſt Caſalini ſprach dagegen. Der Präſident
der Budgetkommiſſion, Abignente, gab über den
Geſetz=
entwurf nähere Erklärungen ab. Der Schatzminiſter
Tedesco trug die Gründe für den Geſetzentwurf vor und
erklärte, die Unternehmung in Libyen ſei eine
ziviliſato=
riſche Unternehmung, deren Koſten keineswegs in den für
Unterricht, öffentliche Arbeiten und andere ſoziale
Auf=
gaben des Landes beſtimmten Fonds eine Einſchränkung
nötig machen, denn das Budget habe augenblicklich
reich=
liche Mittel verfügbar und beruhe auf granitner
Unter=
lage. Darauf wurden ſämtliche Artikel des Entwurfs
angenommen.
Frankreich.
Die Ueberwachung der Anarchiſten und
Antimilitariſten. Auf eine Anfrage des
Sozia=
liſten Voilin in der Kammer über ein Rundſchreiben be=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
treffend die Ueberwachung der von der Kriegsverwaltung
beſchäftigten Anarchiſten und Antimilitariſten erwiderte
Kriegsminiſter Millerand, dieſe Maßnahme beſtehe ſchon
ſeit 1887 infolge der Notwendigkeit, alle diejenigen
fran=
zöſiſchen und ausländiſchen Staatsangehörigen zu
über=
wachen, die eine Gefahr für die nationale Sicherheit
bil=
den könnten. Der Kriegsminiſter erklärte ferner: Wir
bezweifeln nicht im geringſten den Patriotismus der
Geſamtheit der Arbeiter der Militärwerkſtätten, und dieſe
würden der Regierung gewiß einen Vorwurf daraus
machen, wenn wir nicht ſchon in Friedenszeiten alle
Maßnahmen träfen, um Verrat und Spionage zu
ver=
hindern. Ich habe das Inſtitut der geheimen
Auskunft=
zettel über Offiziere abgeſchafft und werde ſie nicht gegen
die Zivilarbeiter einführen.‟ Darauf wurde ein von
Voilin eingebrachter Beſchlußantrag, in dem die
Abſchaf=
fung der geheimen polizeilichen Auskunft in allen
Staats=
betrieben verlangt wird, mit 390 gegen 122 Stimmen
abgelehnt.
England.
Das Homerulegeſetz. Im Unterhauſe kündigte
Asquith an, er werde das Homerulegeſetz in der zweiten
Aprilwoche, wahrſcheinlich am 10. April, einbringen. Er
erklärte, daß dies keine Aenderung in den
Regierungs=
plänen hinſichtlich des Datums der Einbringung bedeure.
Der Flottenetat. Die Times erfährt, daß es
ſich bei der endgültigen Feſtſetzung des Flottonetats als
unmöglich erwieſen habe, die erhoffte Reduktion zu
er=
zielen, da die Verzögerungen in den Ausführungen des
Schiffsbaues während des laufenden Jahres die
Aus=
gaben für das kommende Etatsjahr erheblich ſteigere.
Nur eine kleine Verminderung des Etats werde möglich
ſein. Auch die Daily News erwarten nur eine kleine
Ver=
minderung des Flottenetats, die weniger als eine Million
Pfund betragen werde.
Spanien.
Demiſſion und Neubildung des
Ka=
binetts. Miniſterpräſident Canalejas unterbreitete
dem König die Demiſſion des Arbeitsminiſters. Er ſehe
ſich bei den Schwierigkeiten, die ſich im Schoße des
Ka=
binetts bereiten, gezwungen, die Demiſſion der geſamten
Regierung anzubieten. Der König ſprach Canalejas von
neuem ſein Vertrauen aus und beauftragte ihn mit der
Neubildung des Kabinetts. Sicher iſt, daß Garcia Prieto
das Miniſterium des Aeußern behält. Das neue
Kabi=
nett iſt folgendermaßen gebildet: Miniſterpräſident
Ca=
nalejas, Aeußeres Garcia Prieto, Juſtiz Arias Miranda,
Finanzen Navarro Reverter; Inneres Barroſo, Krieg
General Luque, Marine Pidal, Oeffentliche Arbeiten
Villanueva, Unterricht Alba.
* München, 11. März. Der Prinzregent
ſtif=
tete anläßlich ſeines 91. Geburtstages aus dem Kapital
der Luitpold=Jubiläumsſpende für Jugendfürſorge 60000
Mark zur Unterſtützung beſtehender und zur Errichtung
neuer Lehrlingsheime.
* Petersburg, 11. März. Der Botſchafter
in Konſtantinopel, Tſcharykow, wurde unter
Ernennung zum Senator ſeines Amtes enthoben. Die
Verabſchiedung Tſcharykows zu dem jetzigen Zeitpunkt
hat die diplomatiſchen Kreiſe überraſcht. Beſonderes
Auf=
ſehen erregt es, daß er zum Senator und nicht zum
Reichsratsmitgliede ernannt wurde.
* Teheran, 11. März. Der frühere Schah
hat Perſien verlaſſen und iſt nach Baku abgereiſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. März.
* 1892 — 13. März — 1912. Heute ſind zwanzig
Jahre ſeit dem Regierungsantritt Sr.
Königlichen Hoheit des Großherzogs
ver=
floſſen. Am 13. März 1892 folgte Großherzog Ernſt
Lud=
wig im Alter von 23 Jahren ſeinem Vater, dem unver=
geßlichen Großherzog Ludwig IV in der Regierung.
Was unſer Großherzog bei ſeinem Regierungsantritt
verſprochen hat, die Handhabung von Recht und
Gerech=
tigkeit, ſowie die Förderung der Wohlfahrt und des
Boſten des Landes ſich angelegen ſein laſſen zu wollen,
das haben die zwei Dezennien ſeiner Regierungszeit in
reichem Maße verwirklicht. Die Beſtrebungen unſeres
Großherzogs, die Werke des Friedens und die Künſte
zu fördern, haben bei dem heſſiſchen Volke volles
Ver=
ſtändnis gefunden, beſonders wiſſen es die Bewohner der
Reſidenzſtadt Darmſtadt dem Landesfürſten Dank, daß
durch ſeine allerhöchſte Initiative der Name unſerer Stadt
unter ſeiner Regierungszeit einen neuen Klang erhalten
und ihr Ruf bis über die deutſchen Grenzen hinaus
ge=
drungen iſt. Als ein moderner Fürſt ſteht Großherzog
Ernſt Ludwig mitten im Leben, er lebt für die Gegenwart
und fühlt und verſteht den Pulsſchlag unſerer Zeit. Mit
Gefühlen der Freude und des Dankes gedenken wir an
dem heutigen Tage der zwanzigjährigen glücklichen
Re=
gierungszeit unſeres Großherzogs, während welcher Zeit
er von dem Segen des Höchſten ſichtlich begleitet worden
iſt, und wünſchen ihm eine lange, geſegnete
Regierungs=
zeit und Glück und Heil in reichem Maße ihm und dem
ganzen Großherzoglichen Hauſe.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 7 enthält:
Bekanntmachung, die Aufhebung der Großh. Bezirkskaſſe
Wald=Miche bach betreffend.
g. Schwürgericht. Vor dem Schwurgericht begann
geſtern die Verhandlung gegen den Kaufmann Auguſt
Theodor Schmidt, früher Inhaber der Wach= und
Schließgeſellſchaft in Bensheim. Die Anklage betrifft
einen Meineid, Urkundenfälſchung, 52 vollendete und
31 verſuchte Betrugsfälle. Nicht weniger als 118
Zeu=
gen ſind zu den Verhandlungen zugezogen. Die
Erörte=
rung der einzelnen Fälle wird vorausſichtlich drei bis
vier Tage in Anſpruch nehmen, aus welchem Grunde
zwei Erſatzgeſchworene ausgeloſt wurden. Als
Ver=
kreter der Anklage fungierte Staatsanwalt Dr. Krug,
Verteidiger des Angeklagten iſt Rechtsanwalt Dr.
Wolf. Als Sachverſtändige ſind geladen Geh.
Medi=
zinalrat Dr. Lehr und Bücherreviſor Bertele.
Schmidt iſt geboren am 17. September 1879 zu
Speyer als Sohn eines kleinen Schreiners. Nach ſeiner
Militärzeit wurde er im Jahre 1903 Inſpektor der
Ver=
ſicherungsgeſellſchaft „Viktoria” für Speyer und
Um=
gegend. Im Jahre 1904 mußte er jedoch wegen
Unregel=
mäßigkeiten aus der Stelle ſcheiden. Er hatte hier Leute
zur Verſicherung angemeldet, die gar nicht eriſtierten,
um die Proviſion zu erlangen. Dieſe Vorkommniſſe
waren ihm bei Erlangung einer neuen Stelle äußerſt
hinderlich. Im Jahre 1907 kaufte er dann die von der
Darmſtädter Wach= und Schließgeſellſchaft in Bensheim
errichtete Filiale für 1500 Mk. Später erwarb er dann
von einem Herrn Schwarzſchild die in Würzburg
be=
ſtehende Wach= und Schließgeſellſchaft für 28000 Mark.
Dann gründete er eine G. m. b. H. und errichtete Filialen
in Apolda, Grünſtadt, Spremberg, Bad Kiſſingen,
Bam=
berg, Weinheim, Heppenheim, Neuſtadt a. H., Alzey
Bad Dürkheim und Langen: Das Würzburger Inſtitut
verkaufte er am 18. Auguſt 1910 für 34000 Mark, wobei
er jedoch nicht unbeträchtliche Anſprüche an dieſes
In=
ſtitut verſchwieg. Hiernach begann Schmidt mit dem
Kautionsſchwindel im großen. Er ließ ſich Briefbogen
anfertigen mit der Firma „Deutſche Wach= und Schließ=
Geſellſchaft m. b. H.‟ Die Geſellſchaft ſollte aus ihm
und ſeinem Bruder Otto, dem er zu dieſem Zweck die
Filialen Auerbach, Bensheim, Weinheim übergab,
ge=
bildet werden. Das Amtsgericht Neuſtadt, bei dem die
G. m. b. H. eingetragen werden ſollte, beanſtandete
je=
doch den Titel, und Schmidt unterließ nun jeden
wei=
teren Schritt zur Bildung der Geſellſchaft. Nach ſeiner
Angabe hielt er die Geſellſchaft ſchon für gebildet. Die
Geſellſchaft wurde mit einem Vermögen von 75000 Mk.
gegründet; die drei Filialen des Bruders hatten einen
Wert von 12000 Mark. Den klingenden Titel der
Ge=
ſellſchaft benutzte nun Schmidt, um Stellungſuhenden
Kautionen abzunehmen, um ihnen Stellen als Wächter,
Kontrolleure, Oberkontrolleure oder Filialleiter zu
ver=
ſprechen. Dabei kam es vor, daß in manchen Filialen
auf zwei Wächter ein Kontrolleur, ein Oberkontrolleur
und ein Filialleiter kamen, die natürlich alle nichts zu
tun hatten. Manchmal hatte er überhaupt monatelang
keine Beſchäftigung für ſeine Opfer und er zahlte ihnen
das Gehalt nur, um zu verhüten, daß ſie ihre Kaution
zurückverlangten. Er nahm meiſt Kautionen von 2000
und 3000 Mark und begründete dies mit allen möglichen
Ausreden, je nach der Perſon des Betreffenden. Mit
manchem Mißtrauiſchen ging er zur Bank und ließ ihnen
dort das Geld auf ſeinen Namen einzahlen. Oft gab er
ihnen auch die Bankquittung. Einen Tag darauf ging
er dann und hob das Geld für ſich ab. Im ganzen wird
der Betrag, den Schmidt durch Kautionsſchwindel
er=
langt hat, auf 140000 Mark berechnet. Einigen ſeiner
Opfer gelang es, beſonders den Würzburger
Angeſtell=
ten, durch energiſches Vorgehen durch Gerichtsbeſchluß
ihre Kautionen zurückzuerhalten. Das ſind etwa 60000
Mark. Im ganzen ſind ihm wohl 169000 Mark
zuge=
floſſen, und wenn ſeine perſönlichen und ſonſtigen
Aus=
lagen hoch berechnet werden, ſo hätten, als er am 21. Auguſt
1911 den Offenbarungseid leiſtete, noch etwa 40000 Mk.
vorhanden geweſen ſein müſſen; deren Verbleib konnte
aber nicht aufgeklärt werden, und es wird angenommen,
daß er dieſen Betrag für ſich in Sicherheit gebracht hat.
Die ganze Verworfenheit des Charakters des
An=
geklagten erhellt wohl am beſten ein Fall, der den
Dienſt=
knecht Georg Rühl betrifft. Schmidt hatte ſich das Gut
Staffel im Odenwald gepachtet und eine „G. m. b. H.,
„Kaninchenzucht und Maſtanſtalt, eigene Schlächterei
und Räucherei” gegründet; wahrſcheinlich, um auch
hierfür Verwalter uſw. um die Kaution zu prellen.
Auf dieſem Gute war der Dienſtknecht Rühl beſchäftigt,
und als er bauen wollte, erbat er von dem Angeklagten
1600 Mark aks Bauſumme. Dies wurde ihm auch
ge=
währt unter der ſelbſtverſtändlich erſcheinenden
Beding=
ung, daß Rühls Eltern und ein Freund der Familie
Bürgſchaft für je 800 Mark leiſten ſollten. Die
Bürg=
ſchaft, die noch nicht auf eine Summe ausgeſtellt war,
ſetzte Schmidt auf je 10000 Mark feſt und erlangte auf
Grund dieſer Bürgſchaften auch einen Kredit von 10000
Mark bei der Nieder=Modauer Spar= und
Darlehens=
kaſſe. Dieſen Kredit überſchritt der Angeklagte ſogar
noch, und heute müſſen die in beſcheidenen
Verhältniſ=
ſen lebenden Bürgen für die Summe aufkommen.
Der Angeklagte hatte vornehme Allüren und
be=
zeichnete ſich als Offizier, Ziegeleibeſitzer u. a., ſein
Vater wurde zum Möbelfabrikanten; auch war er ein
leidenſchaftlicher Jäger und hatte die Gemeindejagd
Balkhauſen gepachtet,
In der geſtrigen Verhandlung gibt der Angeklagte,
der ein äußerſt ſelbſtbewußtes Benehmen zeigt, zunächſt
eine Schilderung der Entwickelung ſeiner Geſchäfte,
wo=
bei er geſchickt alle ihm von der Anklageſhrift zur Laſt
gelegten Delikte harmlos zu erklären verſuchte. Auf alle
ihm vom Vorſitzenden gemachten Einwände gibt er auch
ſofort ausführliche Antworten, die jedoch bei jedem
Un=
beteiligten nur den Eindruck beſtätigen, daß der
Ange=
klaate ein hartgeſottener Betrüger iſt, der noch immer
nicht ſein Spiel für verloren gibt. Dieſes ganze
Auf=
treten muß um ſo mehr empören, als der Angeklagte
ſeine zahlreichen Opfer gerade unter den armen Leuten
ſuchte, die ihm ihre Erſparniſſe anvertrauten, um eine
Stellung zu erhalten.
Als ihn die Gläubiger drängten, wurde er
wieder=
holt zum Offenbarungseid geladen; er wußte ſich jedoch
dem längere Zeit zu entziehen. Schließlich, als ihm
zwangsweiſe Vorführung drohte, bequemte er ſich dazu.
Er ſoll nun beim Leiſten des Offenbarungseides
wiſſent=
lich mehrere Vermögensobjekte verſchwiegen haben,
ins=
beſondere die Pachtung des Gutes Staffel, der Jagd,
Tbegterabonnement. Inventarſtücke, ein Sparkaſſenbuch
und anderes. Auch die 40000 Mark glaubt man noch in
ſeinem Beſitz. Sch. gibt an, teils gehörten die Sachen,
wie das Gut Staffel und die Forderung an Rühl,
ſei=
nem Bruder, teils rechnete er die Gegenſtände zu den
Filialen, von denen er nur den Ueberſchuß angab, der
doch nicht zu pfänden iſt. Es erſcheint jedoch, daß dies
alles nur Ausreden ſind, denn der Angeklagte weiß ſonſt
mit dieſen Sachen ſehr genau Beſcheid.
Im Laufe der geſtrigen Verhandlung kamen lediglich
Zeugen zur Vernehmung, die bei der Wach= und
Schließ=
geſellſchaft in Würzbura angeſtellt waren. Sie haben ſich
faſt alle durch die Zuſicherung einer Lebensſtellung,
Pen=
ſionsberechtigung und teilweiſe bis zu zwanzigprozentiger
Verzinſung der Einlage zur Hergabe von Summen bis zu
4000 Mark bewegen laſſen. Sie haben aber durch rechtzeitige
Klage ihr Geld wieder erhalten, allerdings auf Laſten der
anderen Kautionsgeber.
— Seinen 70. Geburtstag vollendet heute der
weit=
hin bekannte und beliebte Lehrer i. P. Ph. Raab dahier.
Erſt im letzten Jahre mußte er aus
Geſundheitsrückſich=
ten ſeine Lehrtätigkeit aufgeben, die er nahezu
50 Jahre mit geringer Ausnahme zu Darmſtadt in
treueſter Pflichterfüllung ausgeübt hatte. Tauſende von
Schülern erinnern ſich dankbar der trefflichen Lehren, die
er ihnen mit auf den Lebensweg gegeben und wünſchen
Vom größten Autographenfälſcher
der Welt.
C) Paul Giniſty und Quatrelles l'Epine laſſen ſoeben
in Paris ein intereſſantes neues Werk erſcheinen, das den
Titel führte „Die Pariſer Chronik der letzten ſechs Monate
des Kaiſerreiches‟ Eine der größten Senſationen des
Pa=
riſer Lebens in jenen Tagen war der Prozeß gegen den
berüchtigten Meiſterfälſcher Vrain=Lucas, mit dem
im Februar 1870 vor der ſechſten Pariſer Strafkammer
endlich abgerechnet wurde. Das neue Buch gibt luſtige
und traurige Einblicke in die Einzelheiten dieſes
rieſen=
haften Schwindels, dem jahrelang Leuchten der
franzöſi=
ſchen Wiſſenſchaft, ja die ganze Akademie zum Opfer
ge=
fallen waren; in jenen Blättern ſteigt noch einmal die
Er=
innerung an dieſen geradezu genialen Betrüger auf, der
erſt ſpät, von ſeinen leichten Erfolgen geblendet, ſeine
Skrupelloſigkeit ſo weit trieb, daß die Entdeckung
unver=
meidlich werden mußte. Der eigentliche Leidtragende war
der berühmte franzöſiſche Gelehrte Michel Chasles,
der als Mathematiker, Mitglied des Inſtituts und Offizier
der Ehrenlegion, damals auf der Höhe ſeines Ruhmes
ſtand, bis die Aufdeckung des Lucas=Schwindels ihn mit
einem Schlage aus einem bewunderten Meiſter der
Wiſ=
ſenſchaft zum Gelächter der ganzen Kulturwelt machte.
An einem ſchönen Tage des Jahres 1861 erſchien bei
dem Gelehrten ein beſcheidener, armer, kleiner Beamter.
Vrain=Lucas ſei ſein Name, und er erzählte Chasles die
alte Geſchichte von den Leiden des kleinen Mannes, der
ſich mühſam durchs Leben ſchlägt. Ein ſtiller, beſcheidener
Geſelle, der ſeufzend erklärte, er habe nur mit Mühe und
Not in ſeiner Jugend das Schreiben gelernt. Er wollte
den berühmten Akademiker nur um einen Rat bitten. Und
nun kam eine romantiſche Geſchichte. Der kleine Schreiber
wollte durch Zufall einen Haufen alter Dokumente
erſtan=
den haben: die Papiere einer alten Adelsfamilie, die
Pa=
piere des Hauſes Boisjourdain. Zur Zeit der Revolution
waren dieſe Dokumente und Schriftſtücke nach Amerika ge=
ſchickt worden, wurden in Baltimore behütet, bis die
Nach=
kommen der Boisjourdain die alten Familienſchätze
wie=
dererlangen wollten. Aber das Schiff erlitt auf der Fahrt
nach Frankreich Schiffbruch, die meiſten Dokumente ſeien
durch das Bad im Meere unlesbar geworden, der Beſitzer
habe ſie für ein Spottgeld verkauft und Vrain=Lucas war
der Käufer. Und er ſei ein ſo beſcheidener und unkundiger
Mann, er wolle den berühmten Gelehrten nur fragen, wie
er ſeine Erwerbung wohl ausnützen könne. Der Mann
ſchien ſo treuherzig und ſo beſcheidenen Geiſtes, daß
Chas=
les Mitleid ſpürte. Vrain=Lucas legte dem Akademiker
als Proben ein paar vergilbte Fetzen Papier vor; die
Schrift war verblichen und verwaſchen und kaum noch
les=
bar. Und Chasles ſetzte ſeine beſte Brille auf, betrachtete
die Papiere und ſprang erregt auf: Briefe des großen
Pas=
cal! Briefe an den engliſchen Chemiker Boyle, Briefe, die
wiſſenſchaftliche Fragen erörtern. Klar ging aus ihnen
hervor, daß Pascal ſchon zwanzig Jahre vor Newton das
Geſetz der Schwerkraft entdeckt hatte. Der treuherzige
Vrain=Lucas lauſchte wie verſtändnislos den begeiſterten
Erklärungen Chasles‟. Ja, ja, er verſtünde ja nichts
da=
von, er wiſſe nichts, aber wenn die Papiere den Herrn
intereſſierten, könne er ihm leicht noch mehr verſchaffen.
Und jubelnd rief der Gelehrte: „Ich nehme alles, ich nehme
alles.”
Und nun begannen die täglichen Beſuche Vrain=Lucas”
bei dem würdigen Herrn und Mitglied des Inſtituts. Tag
für Tag erſchien er, Tag für Tag brachte er mit der Miene
beſcheidener Unwiſſenheit neue, unſchätzbare Dokumente.
Ein Laie wäre längſt mißtrauiſch geworden: der
enthuſias=
mierte Forſcher wurde es nicht. Die Koſtbarkeit der
auf=
gefundenen Handſchriften wirkte wie eine Hypnoſe. In der
Akademie berichtete er über die neu entdeckten Pascal=Briefe.
Es war eine Senſation. Kein Menſch wagte anfangs, die
Autorität des Gelehrten zu bezweifeln. Er war Kenner.
Und als Bedenken laut wurden, konnte Chasles den
ge=
lehrten Herrn immer neue Beweisſtücke vorlegen, die jeden
Zweifel erſticken mußten, neue Beweisſtücke, die der gute
Vraip=Lucas mit der Miene unwiſſender Ahnungsloſigkeit
herbeiſchleppte. In acht Jahren konnte der Fälſcher ſeinem
wirklich großzügig naiven Opfer ſage und ſchreibe 27000
alte Dokumente und Briefe liefern, von denen eins immer
noch koſtbarer war als das andere. Aus einem einfachen
Schwindel wurde ein pſychologiſches Rätſel. Hatte
Chas=
les plötzlich das beſcheidenſte Maß von Kritik verloren?
Längſt hatte Vrain=Lucas den Kreis der Wahrſcheinlichkeit
verlaſſen. Er lieferte dem Gelehrten einen Brief Karls des
Großen an Alkuin, Briefe Alexanders des Großen an
Ariſtoteles, Briefe der Kleopatra oder der Maria
Magda=
lena. Und alle dieſe Schreiben waren in altfranzöſiſcher
Sprache geſchrieben! Alexander der Große, Kleopatra und
Maria Magdalena korreſpondierten auf Franzöſiſch und
Chasles fand das ganz ſelbſtverſtändlich. In der Akademie
zerbrach man ſich den Kopf und diskutierte, bis die Sache
ſchließlich ſo grotesk wurde, daß endlich, endlich der
er=
löſende Verdacht einer Fälſchung auftrat. Im Februar
1870 kam dann vor der Strafkammer der traurige Epilog
zu dieſer beiſpielloſen Farce. Vrain=Lucas ſaß auf der
Anklagebank und melancholiſch berichtete Chasles, wie er
ſchließlich doch mißtrauiſch geworden ſei. Nicht durch die
Briefe ſelbſt: nein, nur durch den Umſtand, daß Vrain=
Lucas die Ablieferung von 3000 verſprochenen weiteren
Dokumenten zu lange hinauszog. Vor Gericht wurden
einige dieſer Briefe verleſen. Das Publikum wieherte vor
Lachen, als da Karl der Große in fließendem Franzöſiſch
an Alkuin ſchrieb. Chasles hatte geglaubt, die ganze
Sammlung müſſe Alkuin gehört haben; die Manuſkripte
ſeien dann in den Beſitz der Abtei von Tours gekommen
und ſieben Jahrhunderte ſpäter müſſe ſie Rabelais entdeckt
und ins Franzöſiſche übertragen haben. Man konnte nur
die Achſel zucken. Vrain=Lucas erhielt zwei Jahre
Ge=
fängnis. Er hatte dem Gelehrten insgeſamt 140000 Francs
abgenommen, hatte ihn ruiniert. Aber ganz Paris
amü=
ſierte ſich köſtlich über die Tatſache, daß nicht nur Chasles,
ſondern auch die ganze Akademie Jahre lang von einem
beiſpiellos frechen und ſkrupelloſen Fälſcher genarrt
wor=
den war, ohne ſofort Verdacht zu ſchöpfen,
Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Seite 3.
ihm Glück zum heutigen Tage. Die Lehrerſchaft,
beſon=
ders ſoweit ſie mit ihm zuſammengearbeitet hat, weiß
ſeine praktiſche und gewiſſenhafte Tätigkeit, ſeine
Er=
fahrung auf allen Gebieten und ſeine Tüchtigkeit im
Be=
rufe zu würdigen. Aber auch außerhalb ſeines Berufes
iſt er raſtlos und unermüdlich tätig geweſen. Die Armen
der Stadt können erzählen, was er alles als ſtädtiſcher
Ar=
menpfleger und als langjähriger Vorſitzender des St.
Vinzenzvereins Gutes getan und wieviel Not und Elend
er gelindert hat. Das alles ließ ihm aber noch Zeit,
ſeinen muſikaliſchen und ſchriftſtelleriſchen Fähigkeiten
ſich zu widmen. Als Organiſt, Leiter des Knabenchors
in der St. Ludwigskirche hat er ſich ebenſo einen Namen
erworben, wie als Mitglied und ſpäterer Vorſitzender des
kath. Kirchengeſangvereins St. Ludwig hier. Und
wel=
cher Leſer kennt nicht ſeine trefflichen Aufſätze im
Darm=
ſtädter Tagblatt, ſeine wohlgelungenen Schilderungen
und Bilder aus Darmſtadts Vergangenheit, deren
Fort=
ſetzung jedesmal von allen mit der größten Spannung
erwartet wurde.
Möge es dem Nimmermüden noch lange vergönnt
ſein, zum Wohle ſeiner Mitmenſchen ſo ſegensreich zu
wirken, wie ſeither, das iſt der aufrichtigſte Wunſch aller
derer, die ihn kennen.
A Zündwarenſteuer. In neuerer Zeit erfolgte
An=
regungen wegen Aufhebung der
Zündwaren=
ſteuer haben in der Zündholzinduſtrie große
Beun=
ruhigung hervorgerufen, die den Verein Deutſcher
Zündholzfabrikanten veranlaßt hat, in einer Eingabe
an den Reichstag um Ablehnung aller hierauf
gerich=
teten Anträge zu bitten. Zur Begründung dieſer Bitte
wird ausgeführt, daß die Zündholzinduſtrie durch die
Aufhebung der Steuer von neuem ſehr geſchädigt werde
und die kleineren und mittleren Betriebe zur Stillegung
wegen Mangels an Betriebskapital gezwungen
wür=
den, wodurch Beſitzer wie Arbeiter brotlos werden
würden. Auch die größeren und größten Werke würden
in Mitleidenſchaft gezogen und unter Umſtänden ſamt
ihren Arbeitern dem Verfall preisgegeben werden. Schon
die Erörterung der Frage in der Oeffentlichkeit habe zu
einer Stockung des Zündholzhandels geführt, ſo daß
man mit neuerlichen Betriebseinſchränkungen, ja ſogar
mit Stillegung kleiner Fabriken werde rechnen müſſen.
Dieſe im Intereſſe der Induſtrie und ihrer Arbeiterſchaft
gegen die Aufhebung der Zündwarenſteuer
vorgebrach=
ten Gründe erſcheinen, ſchreibt die Neue politiſche
Kor=
reſpondenz, ſo bedeutungsvoll, daß ihnen eine
Beacht=
ung nicht verſagt werden wird. Es dürfte deshalb eine
Geneigtheit der geſetzgebenden Körperſchaften zu einer
Beſeitigung des Zündwarenſteuergeſetzes nicht
anzuneh=
men ſein und ſomit ein ernſthafter Grund zur
Beunru=
higung für die Induſtrie nicht vorliegen.
* Studienerkurſion. Unter Leitung der Herren
Geh. Baurat Profeſſor Pfarr, Profeſſor v. Roeßler
und in Begleitung des Aſſiſtenten Ingenieur Broſe
unternahmen ungefähr 30 Studierende der
Papierfabri=
kation unſerer Großh. Technifchen Hochſchule eine
ſechs=
tägige Exkurſion ins Rheinland zur Beſichtigung
verſchiedener Papierfabriken und verwandter
Betriebe. Die hochintereſſante und lehrreiche Exkurſion
nahm einen ſehr befriedigenden Verlauf und gab den
Studierenden eine klare Ueberſicht über die
Verſchieden=
artigkeit der einzelnen Herſtellungsarten des Papiers.
Zum Schluß ſei noch hervorgehoben, daß die Teilnehmer
überall äußerſt freundlich aufgenommen wurden.
* Beſichtigung der Gewerbeſchule. In voriger Woche
ſtattete der Vorſtand des Ortsgewerbevereins
der Tagesſchule der hieſigen Gewerbeſchule einen Beſuch
ab. Die verſchiedenen Klaſſen wurden von den
teilneh=
menden Herren beſichtigt und von allen mit Vergnügen
wahrgenommen, daß überall in fleißiger und
ſachgemä=
ßer Weiſe gearbeitet wird. Kurz vorher hatte auch eine
Beſichtigung der Fachklaſſe für
Dekorations=
maler und der 13 Klaſſen der Sonntagszeichenſchule
ſtattgefunden. Auch hier konnte fleißige und ſachgemäße
Arbeit feſtgeſtellt werden. Beſonders angenehm fiel es
auf, daß auch die Sonntagsſchüler, die nur 4 Stunden
wöchentlich ſich dem Zeichenunterricht widmen können,
gute Fortſchritte gemacht hatten und vor allen Dingen
zu durchaus ſelbſtändiger Arbeit angehalten wurden.
* Die diesjährige Hauptverſammlung des Heſſiſchen
Diakonievereins, die am Montag im hieſigen
Synodal=
gebäude ſtattfand, war von den Mitgliedern zahlreich
be=
ſucht. In ſeiner Eröffnungsanſprache gab der Vorſitzende,
Herr Dekan Zaubitz=Bensheim dem Ausdruck, daß
der Diakonieverein auch im letzten Jahre wieder
bedeu=
tende Fortſchritte gemacht habe. Das beſtätigte auch der
vom Vereinsgeiſtlichen erſtattete Jahresbericht. Dieſer
berichtet zunächſt über die Errichtung zweier neuer
Krankenpflegeſchulen zu Nordhauſen und Hanau, die ſich
als Schweſternausbildungsanſtalten ſehr gut bewähren.
Als drittes neues Krankenhaus iſt das Kreiskrankenhaus
zu Groß=Gerau belegt worden, in dem nun neuerdings
auch ſolche Mädchen zu Schweſtern ausgebildet werden,
die nur Volksſchulbildung haben und ein Schweſtervor=
bildungsjahr durchmachen. Die Beziehungen zu der
ſeit=
herigen erſten Krankenpflegeſchule zu Hamburg ſind die
alten herzlichen. Das Schweſternſeminar zu Darmſtadt
entwickelt ſich immer mehr und beſſer zu einer wirklichen
Einführungsſchule in die evangeliſche Gemeindepflege
Die Zahl der Schwaſtern iſt auf 77 geſtiegen, davon ſind
49 in Krankenhäuſern, 8 ſind in den Gemeindedienſt
ge=
treten, 2 ſtehen im Dienſt der Darmſtädter
Säuglings=
pflege uſw. Eine Organiſation der Schweſtern (
Schwe=
ſternkonferenz, Schweſternrat, „Mitteilungen”) iſt
ange=
bahnt worden. Das Kindergärtnerinneſeminar hat
ſei=
nen alten Beſtand behauptet. Die Zahl der
Vereinsmit=
glieder beträgt 1015. Die finanziellen Verhältniſſe ſind
nach Ausweis der Rechnung gut. — Nach Erledigung des
geſchäftlichen Teiles der Mitgliederverſammlung fand
eine öffentliche Verſammlung ſtatt, in der Herr
Profeſſor D. Schoell=Friedberg über „Aufgabe und
Stellung der Schweſter im Rahmen das organiſierten
evangeliſchen Gemeindelebens” referierte. Die
Hauptge=
danken dieſes Vortrages waren ungefähr folgende:
Haupt=
aufgaben der evangeliſchen Gemeinde ſind:
Kranken=
pflege, Armenpflege, Ingendpflege, Glaubenspflege,
all=
gemeine kulturelle Beeinfluſſung ihrer Mitglieder uſw..
Auf allen dieſen Gebieten iſt die Mitarbeit der Frau,
alſo hker der Schweſter, nicht zu entbehren. Allerdings
iſt zu ſolcher Mitarbeit nicht jedermann geeignet;
not=
wendig iſt eine gründliche techniſche Vorbildung, ein
reiches Maß von natürlicher Intelligenz, praktiſcher
An=
ſtelligkeit, eine friſche und frohe Art, vor allem aber auch
ſozialer Sinn und religiöſes Leben. Aber auch die
an=
ſtellende Gemeinde hat Pflichten gegen ihre Schweſter;
rechtlich zu gewähren hat ſie vor allem Beamtenqualität.
eine genügende Wohnung und anſtändigen Unterhalt
(eingerechnet alle Fürſorge für Zeiten der Krankheit und
Invalidität), regelmäßigen Urlaub. Hilfskräfte zur
Ver=
meidung der Ausnützung; moraliſch verpflichtet iſt die
Gemeinde zur Schaffnug eines innigen Anſchluſſes der
Schweſter an gute Familien und geſinnungsmäßige
Arbeitsunterſtützung. Dafür wiederum iſt der Gemeinde
einzuräumen das Recht der Anſtellung der Schweſter
und ferner das Recht ausſchließlicher Oberaufſicht. Das
diakoniſche Amt der Schweſter iſt für die Gemeinde der
Zukunft ſo notwendig, wie das Amt des
Gemeindepfar=
rers. — An dieſen Vortrag ſchloß ſich eine ausführliche
Diskuſſion, in der u. a. die Notwendigkeit einer
beſon=
deren intellektuellen Bildung der Schweſtern
hervor=
gehoben wurde.
* Ausſtellung. Die Buchhandlung Carl Köhler
(Inhaber Otto Carius), Schulſtr. 10, hat zum Jubiläum
des Großherzogs für eine aparte Ausſchmückung Sorge
getragen, die von den Paſſanten viel bewundert wird.
* Liederabend der Darmſtädter Männer=
Geſang=
vereine 1912. Samstag abend 8¼ Uhr findet der
Liederabend der Darmſtädter Geſangvereine in den
Räumen der Turnhalle am Woogsplatz ſtatt. Wie
beliebt dieſer Abend im Kreiſe der Geſangsfreunde iſt,
beweiſt, daß von jeher Kartenausverkauf war Im
übrigen ſei auf die Anzeige in der heutigen Nummer
verwieſen.
* Rudolf Presber wird am 15. März im „
Mathilden=
höhſaal‟ Ernſtes und Heiteres aus eigenen
Dich=
tungen zum Vortrag bringen. Auch Nichtmitgliedern
der Freien literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft iſt der
Vortrag zugänglich. Für dieſe ſind Karten zu
er=
mäßigtem Preis im Vorverkauf bei A. Bergſträßer
erhältlich. (Vergl. heutige Anzeige.)
— Wintervergnügen. Am Samstag hielt der
Unteroffizier=Verein der 1. Abteilung des Feldartillerie=
Regiments Nr. 61 im „Kaiſerſaal” ſein diesjähriges
Wintervergnügen ab. Ein abwechſelungsreiches nettes
Programm verſprach einen gemütlichen Abend.
Infolge=
deſſen war der Saal ſchon frühzeitig bis auf den letzten
Platz beſetzt. Im erſten Teil wechſelten bunte
Auf=
führungen, bei denen ſich beſonders eine große Anzahl
von Damen betätigie, angenehm mit Muſikvorträgen
der Kapelle des Feldartillerie=Regiments Nr. 61 ab. Ein
Ball hielt ſämtliche Teilnehmer bis zur vorgerückten
Morgenſtunde in beſter Stimmung beiſammen.
— Verband evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine
im Großherzogtum Heſſen. Auf den morgen (Donnerstag)
ſtattfindenden Vortrag des Herrn Geh. Regierungsrats
Dr. Dietz über die Reichsverſicherungsordnung ſei
noch=
mals hingewieſen.
Mer. Evangeliſche Stadtmiſſion. Man ſchreibt uns:
Darbietungen beſonderer Art waren es, die
die Anhänger und Freunde der evangel. Stadtmiſſion im
Vereinshauſe, Mühlſtraße 24, am Sonntag abend,
zu=
ſammenführten. Der Saal war bis auf den letzten Platz
gefüllt. Mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit folgten alle
Teilnehmer den Geſangs= und Muſikvorträgen, die in fein
gewählter, geſchmackvoller Weiſe abwechſelten. Der
Poſaunenchor leitete den Abend ein mit der Motette: „Das
iſt der Tag des Herrn” von Kreutzer, und trug dann ſpäter
noch die Motette: „Gute Nacht” von Luck recht
verſtändnis=
voll vor. „Jauchzet Gott alle Lande” Motette von J. Hoff,
recht ausdrucksvoll vom gemiſchten Chor vorgetragen,
be=
gleitet mit einigen Poſaunen, bot einen wirklichen Genuß.
Nun wechſelten miteinander ab 2 Streichquartette von Pleyel,
mit Klavierbegleitung, 2 Duettgeſänge: „Das Frühlingsfeſt“
von Mendelsſohn=Bartholdy, und „Lob Gottes” von Keller,
drei Vorträge vom gemiſchten Chor: „Abendlied von
Rodeck, „Verzage nicht” von Hirſch und: „Wenn ich Ihn
nur habe” von J. Hoff, drei Sologeſänge: „Göttliche
Zu=
ſage” von Sudds, „O, ſel’ge Gnadenſtunde” von Oertel und:
„Haſt du Jeſum?” von Rooſe, die durch die klare,
wohl=
klingende Baritonſtimme des Vortragenden beſonders
tiefen Eindruck machten, ein Männerchorvortrag: „Wie
wohl iſt mir, o Freund der Seelen”, ein Männerquartett:
Der Himmel iſt mein Heim” von Kriepkamp, und ein
Poſaunenquartett mit Violinbegleitung: „Die Kapelle‟
von Kreutzer. Eine kurze, kernige, zu Herzen gehende
An=
ſprache, über Offenb. Joh. 7, bildete den Mittelpunkt der
Darbietungen. Gemeinſamer Geſang und Gebet umrahmte
das Ganze. Jedem Teilnehmer wurde ins Herz hinein
geſungen und geklungen von der Größe und Herrlichkeit
unſeres Gottes, von dem wunderbaren durch Jeſum
Chriſtum ausgeführten Heilsratſchluß und von der
Selig=
keit und dem herrlichen Ziel derer, die dieſes vollbrachte
Heil erlebt haben. Solch ein köſtlicher Genuß verrauſcht
nicht. ſondern hat Ewigkeitswert.
* Liturgiſche Paſſionsfeier. In der heute Mittwoch
in der Stadtkirche ſtattfindenden Paſſionsfeier ſingt der
Kirchengeſangverein folgende Chöre: 1. Brich entzwei
von J. S. Bach, 2. Jeſu, der du deine Liebe, von Crüger,
3. Wer hat dich ſo geſchlagen, 4. Mein’ ſchönſte Zier,
5. Du Friedefürſt, von Bach.
* Der Evangel. Arbeiter= und Hahdwerker=Verein
veranſtaltete als letzten Vortragsabend in dieſem
Win=
ter eine einfache, aber in ihrer Art reizvolle und
an=
regende Feier, welche dem Gedächtnis Franz Liſzts
ge=
widmet war. Der rührige Dirigent des gemiſchten
Chors, Herr Reallehrer A. Schäfer, hielt ſelbſt den
Vortrag über Liſzts Leben und Wirken. In
eingehen=
der Schilderung entwarf er ein anſchauliches Bild des
Meiſters, der von geringen Anfängen bis zu den höchſten
Höhen der Kunſt emporſtieg, als Klaviervirtuoſe wie
als Komponiſt gleichbedeutend war, der Triumphe
feierte, wie ſie ſelten einem Künſtler vergönnt ſind,
da=
bei ſtets auf das Wohl ſeiner Mitmenſchen bedacht,
ſeine Kunſt gern in den Dienſt der Wohltätigkeit ſtellte
und anderen aufſtrebenden Talenten neidlos die Bahn
bereitete. Der Chor trug zwei Geſänge aus der von
Liſzt beeinflußten Schumannſchen Schule „Es war ein
König in Thule” und „Schön Rothtraut” ſowie das
Palmeſche „Wenn zwei zu einander wollen” präzis und
eindrucksvoll vor. Die leider wenig zahlreich
erſchiene=
nen Zuhörer waren von dem Gebotenen ſichtlich
befrie=
digt und ſpendeten reichen Beifall, den der
Vor=
ſitzende, Herr Pfarrer Beringer, zum Schluſſe in
herzliche Dankesworte kleidete.
Bibelſtunden. Man ſchreibt uns: Der in ganz
Deutſchland und über die deutſchen Grenzen bekannte
Evangeliſt, Herr Prediger Schrenk=Barmen, der noch
im 81. Lebensjahre als geſegneter Zeuge der Wahrheit
das Evangelium von dem ewigen, wahrhaftigen Sohne
Gottes, Jeſum Chriſtum, verkündigt, wird auch in
unſerer Stadt vom 17.—24. März Bihelſtunden
halten und zwar im Stadtmiſſionsſaale, Mühlſtraße 24.
An den beiden Sonntagen, den 17. und 24. März, ſind
die Bidelſtunden nachmittags 4 Uhe, abends 8½ Uhr iſt
Evangeliſation. An den Wochentagen vom 18.—-23. März
finden die Bibelſtunden abends 8½ Uhr ſtatt, zu
welchen jedermann herzlich eingeladen iſt. Gleichzeitig
werden auch Schriften von E. Schrenk zu haben ſein,
wie: „Pilgerleben und Pilgerarbeit”
Selbſt=
biographie mit Vildnis und Autogramm, „
Seel=
ſorgerliche Briefe” für allerlei Leute in drei
ver=
ſchiedenen Bänden und eine Anzahl kleinerer Schriften
von demſelben Verfaſſer.
— Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Bei der am
Frei=
tag, den 15. ds. Mts., im gelben Saale des Reſtaurants
Sitte ſtattfindenden Generalverſammlung wird
Dipl.=Ing. Karl Ritzert einen Vortrag über „Die
An=
lage von Kraftzentralen unter beſonderer Berückſichtigung
der Elektrizitätswerke und ihre Bedeutung für Gewerbe
und Handwerk” halten. Bei der Wahl dieſes Themas
hat der Gewerbeverein einen zeitgemäßen Schritt getan,
denn noch nie ſtand die Erörterung der
Elektrizitätsver=
ſorgungsfragen ſo ſehr im Vordergrund wie heute.
Landtag und Stadtverordnete bemühen ſich um die
Lö=
ſung der damit zuſammenhängenden Aufgaben, und ſo
darf man hoffen, daß man dem, was ein Fachmann wie
Dipl.=Ing. Ritzert zu dieſen Fragen zu ſagen hat, mit
allgemeinem Intereſſe entgegentritt. Es ſſei deshalb
auch an dieſer Stelle auf den Vortrag aufmerkſam
ge=
macht und darauf hingewieſen, daß auch Nichtmitglieder
des Gewerbevereins herzlich willkommen ſind.
— Aus der Beſſunger Bücherhalle (
Beſſunger=
ſtraße 48) wurden im Monat Februar 1273 Bücher
ent=
liehen; eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April 559. Geſchenke
Der Luiſenplatz als Mittelpunkt des
Sonnenſyſtems.
Unſere Erde gehört, ſo lernen wir in der Schule oder
us aſtronomiſchen Büchern, zum Sonnenſyſtem. Die
Sonne iſt der Zentralkörper, um ſie ſchwingen ſich in
großen Entfernungen die Planeten in der Reihenfolge:
Merkur, Venus, Erde, Mars, eine große Anzahl kleinerer
Planeten wie Pallas, Ceres uſw., ferner Jupiter, Saturn,
lranus und endlich Neptun, und zwar durchläuft jeder eine
Ellipſe, in deren einem Brennpunkt die Sonne ſteht. Wir
hören auch, wie groß dieſe Himmelskörper ſind und welchen
mittleren Abſtand der einzelne Planet von der Sonne hat.
die vorkommenden Zahlen ſind aber alle ſo groß, daß es
ſchwer iſt, ſich eine rechte Vorſtellung von dem ganzen
yſtem zu machen. Verſuchen wir es daher einmal mit
iner gehörigen Verkleinerung und beziehen wir alles auf
ſieſige bekannte Verhältniſſe. Wir nehmen alſo folgende
Vereinfachungen vor: 1. Alle Planeten beſchreiben Kreiſe
ſtatt Ellipſen, die Sonne ſteht im Mittelpunkt. 2. Die
Erd=
bahnebene liegt horizontal, und auf ſie als Grundebene
beziehen wir alle Höhen. 3. 1 Millimeter im verkürzten
Syſtem entſpricht 2000 Kilometer in der Wirklichkeit.
Die Sonne mag in der Mitte des Luiſenplatzes, an
Stelle der Ludwigsſäule, ſtehen, als eine glühende Kugel,
von 70 Zentimeter Durchmeſſer. (Tiſchhöhe.)
Bei einem Gang nach Weſten überſchreitet man alſo
die Bahn vom Merkur bereits nach 29 Meter oder ungefähr
6 Schritt, von der Venus nach 54 Meter oder ungefähr
8 Schritt, von der Erde bereits am Ständehaus, vom
Mars am Café Ernſt Ludwig, von der Pallas an der
Brafenſtraße, von der Ceres 30 Meter weiter, vom Jupiter
etwa 30 Meter jenſeits der Georgenſtraße, vom Saturn an
er Bahnhofsſtraße, vom Uranus am Ende des
Exerzier=
platzes, endlich vom Neptun am Baſſin,
Verfolgen wir die Bahnen etwas genauer, ſo ergibt
ſich folgendes:
Merkur (Bahnhalbmeſſer 29 Meter) läuft als
Kügel=
chen von 2,4 Millimeter Durchmeſſer mitten durch die beiden
Springbrunnen. Sein höchſter Punkt liegt etwa 3,5 Meter
höher, ſein tiefſter Punkt 3,5 Meter tiefer als die
Grund=
ebene.
Venus (Bahnhalbmeſſer 54 Meter) hat 6,4
Milli=
meter Durchmeſſer und geht noch vor dem Alten Palais
vorbei, ſtreift die Nordweſtecke der Traube, geht vor dem
Kanzleigebäude her und berührt die Ecke
Wilhelminen=
ſtraße=Luiſenplatz. Höchſter Punkt 3,24 Meter über, tiefſter
3,24 Meter unter der Grundebene.
Die Erde (Bahnhalbmeſſer 75 Meter), nur wenig
größer als Venus, ſtreift die Ecke des Ständehauſes
(Plakatecke), geht durch den Nordbau des Alten Palais,
durch die Apotheke ꝛc., ſtreift die Ecke des Poſtgebäudes.
Ihre Bahn iſt horizontal. Der Mond, ein Kügelchen von
1,7 Millimeter Durchmeſſer, umkreiſt die Erde in einem
Abſtand von 18 Zentimeter vom Erdmittelpunkt.
Mars (Bahnhalbmeſſer 114 Meter) hat 3,4
Milli=
meter Durchmeſſer, geht durch den Sitzungsſaal der
Zweiten Kammer, durch die beiden Seitengänge vom Alten
Palais und ſtreift den Nordbau des Kanzleigebäudes von
innen. Höchſter Punkt 3,8 Meter über der Grundebene.
Pallas (Bahnhalbmeſſer 150 Meter) hat ungefähr
1 Millimeter Durchmeſſer und ſtreift die Ecke Grafen=
Rheinſtraße (Haus Lautz), geht durch den Hof vom Alten
Palais, durch Haus Faix und Ecke von Nr. 1 der
Zeug=
hausſtraße. Höchſter Punkt 130 Meter über der
Grund=
ebene.
Ceres (Bahnhalbmeſſer 180 Meter), ebenſo groß wie
Pallas, ſchneidet die Rheinſtraße ungefähr 30 Meter weſtlich
von der Grafenſtraße, geht durch den Schnittpunkt
Schuchardſtraße=Luiſenſtraße, den weißen Turm, berührt
das Denkmal Ludwig IV. und den Schnittpunkt
Hofſtall=
ſtraße=Wilhelminenſtraße. Höchſter Punkt 35 Meter über
der Grundebene.
Jupiter (Bahnhalbmeſſer 390 Meter) hat die Größe
eines Balles von 70 Zentimeter Durchmeſſer, ſchneidet die
Rheinſtraße etwa 30 Meter weſtlich der Georgenſtraße, geht
durch den Schnittpunkt Wilhelminenſtraße=Hügelſtraße,
durch die Stadtkirche, Alexanderſtraße 1, das Theater,
An=
fang Frankfurterſtraße und die Synagoge. Höchſter Punkk
nur 9 Meter über der Grundebene.
Saturn (Bahnhalbmeſſer 700 Meter) hat einen
Durchmeſſer von 6 Zentimeter, geht durch den Schnittpunkt
Rheinſtraße=Bahnhofſtraße, die Kavalleriekaſerne, den
Saal=
baugarten ſüdlich des Hauſes Wilhelminenſtraße Nr. 24,
das Finanzamt, das Militärlazarett, den Schloßgarten am
Veteranendenkmal, die Johanneskirche und den
Ludwigs=
bahnhof. Höchſter Punkt 30 Meter über der Grundebene.
Uranus (Bahnhalbmeſſer 1400 Meter) hat einen
Durchmeſſer von 2,5 Zentimeter, geht durch den neuen
Bahnhofplatz, die Neue Kavalleriekaſerne, den Prinz=
Emil=Garten, Schnittpunkt Martinſtraße=Bruſtſtraße, den
Friedhof an der Nordoſtecke, den Großen Woog und das
Schlachthaus. Höchſter Punkt 20 Meter über der
Grund=
ebene.
Neptun (Bahnhalbmeſſer 2250 Meter), hat einen
Durchmeſſer von 3,3 Zentimeter, ſchneidet die Griesheimer
Chauſſee am Baſſin, geht durch Schnittpunkt
Landskron=
ſtraße=Ludwigshöhſtraße, zwiſchen Steinberg und Villa
Schwab hindurch, durch die Hof=Meierei, die Aktien=
Ziegelei und ſchneidet die Frankfurterſtraße zwiſchen
Nord=
bahnhof und Merckſcher Fabrik. Höchſter Punkt 70 Meter
über der Grundebene.
Der nächſte Fixſtern hätte eine Entfernung von 2½
Erd=
halbmeſſern (alſo durch die Erde ganz hindurch und noch ½
Erdhalbmeſſer darüber hinaus).
I
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
gingen ein: von Frau Geh. Oberforſtrat Walther 1
Jahr=
gang Zeitſchriften, Fräulein F. Hügel Erben 2
Jahr=
gänge desgleichen, von Frau Dr. Nell 18 Bände und
7 Jahrgänge Zeitſchriften. Den gütigen Gebern
herz=
lichſten Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von
Büchern und guten Zeitſchriften, ſowie
Beitritts=
erklärungen zum „Verein für Verbreitung von
Volks=
bildung” (Mindeſtbeitrag 2 Mk.) werden vom Vorſtand
des Vereins gerne entgegengenommen. Unentgeltliche
Bücherausgabe: Dienstag, Donnerstag und Samstag
von abends 7½—9 Uhr. Daſelbſt auch
Bücherverzeich=
niſſe zu 20 Pfg.
X Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats Februar
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 129
Ochſen, 2 Bullen, 288 Kühe, 10 Jungrinder, 1164 Kälber,
2745 Schweine, 238 Schafe, 6 Ziegen und 16 Pferde. —
Beanſtandet wurden: 76 Ochſen, 1 Bulle, 184 Kühe,
4 Jungrinder, 25 Kälber, 413 Schweine, 54 Schafe, 2 Ziegen
und 1 Pferd. — Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch
von: 1¾ Ochſen, 9¾ Kühen, 3¾ Kälbern, 6¾ Schweinen,
2 Schafen und 2 Ziegen. — Bedingt tauglich war das
Fleiſch von: ¾ Ochſen, ¾ Kühen, 2¼ Kälbern und
¾ Schweinen. — Untauglich waren: 1136 Organe,
140 kg Fett und 115½ kg Fleiſch von 760 Tieren. —
Auf Trichinen wurden unterſucht: 2744 im
Schlacht=
haus von Metzgern geſchlachtete und 4 von Privaten
geſchlachtete Schweine, ſowie 3999¼ kg für hieſige Metzger
eingeführtes friſches Fleiſch von 213 Schweinen. — Der
Nachunter ſuchung wurden unterzogen: 734 Sendungen
eingeführtes Fleiſch, enthaltend: 15057 kg Rindfleiſch,
4416 kg Schweinefleiſch, 537 kg Kalbfleiſch, 266 kg
Ham=
melfleiſch und 97 kg Ziegenfleiſch.
§ Feſtgenommen. Ein 23 Jahre alter Kaufmann
von Rodheim v. d. Höhe, welcher geſtändig iſt, in den
letzten Tagen hier vier Einbruchsdiebſtähle
be=
gangen zu haben, iſt heute früh feſtgenommen
worden. Weiter wurde feſtgenommen ein 19 Jahre alter
Metzger von hier wegen Betrug.
M. Stockſtadt, 12. März. Heute vormittag kurz vor
7 Uhr wurde auf dem Bahnkörper zwiſchen Stockſtadt und
Goddelau die Leiche eines anſcheinend dem Arbeiterſtande
angehörenden Mannes in den 50er Jahren gefunden. Die
beiden Hände und Füße waren abgefahren und
außerdee=
zeigt die Leiche eine Schädelverletzung. Ob Selbſtmord
oder Unglücksfall vorliegt, wird die gerichtliche Leichenſchau
ergeben. Merkwürdigerweiſe ſind keinerlei Blutſpuren
ſichtbar.
Zotzenheim, 12. März. Der im 43. Lebensjahre ſtehende
hieſige Landwirt Ph. Köth hat ſich am Freitag abend von
dem um 9 Uhr hier durchfahrenden Perſonenzug
überfahren laſſen. Die Urſache, die den ſonſt recht
ge=
achteten und geehrten Mann zu der unſeligen Tat getrieben
hat, dürfte in ehelichen Zwiſtigkeiten zu ſuchen ſein.
Alzey, 11. März. Geſtern abend gerieten zwei Maurer
in einer hieſigen Wirtſchaft in Streit, wobei der eine
ein Meſſer zog und ſeinem Gegner eine mehrere Zentimeter
tiefe Wunde in den Unterleibbeibrachte. Der
Ver=
letzte wurde ſofort zu einem in der Nähe wohnenden Arzt
verbracht und dort verbunden. Die Verletzung, deren
Trag=
weite noch nicht vorauszuſehen iſt, ſoll ziemlich ſchwer ſein.
Der Täter gibt an, aus Notwehr gehandelt zu haben.
Gießen, 12. März. Samstag mittag wurde endgültig
die Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung
gegründet zur Beſchaffung eines Probemotorſchiffes,
wie es für die kanaliſierte Lahn vorgeſehen iſt. Es
betei=
ligen ſich die Stadt Gießen mit 3000 Mk., Limburg mit
2000 Mk., Diez mit 1000 Mk., Wetzlar mit 1000 Mk.,
Weil=
burg mit 1000 Mk., Naſſau mit 600 Mk., Eiſenwerke
Bu=
derus mit 5000 Mk., Rhein=Naſſauiſche Bergwerks= und
Hütten=Aktiengeſellſchaft Lauenburg mit 5000 Mk.,
verſchie=
dene Induſtrielle mit insgeſamt 10000 Mk. Das Schiff
koſtet rund 40000 Mk. Das Miniſterium beteiligt ſich mit
etwa 12000 Mk.
Gießen, 12. März. In Streit geriet in
ver=
floſſener Nacht in der Sonnenſtraße ein Fahrgaſt mit
dem Kutſcher. Unter Mitwirkung des Bruders vom
Kutſcher wurde der Fahrgaſt verhauen; Mannſchaften
der Sanitätskolonne mußten einen Verband anlegen.
Bad=Nauheim, 12. März. Hier erfolgte die Verhaftung
des Gaſtwirts Friedrich, Beſitzer der Apfelweinkelterei
und Schänke „Zum Ritter”. Am 28. Februar war in ſeinem
Grundſtück an drei Stellen Feuer ausgebrochen, das aber
bald gelöſcht war. Friedrich hatte ſeine Apfelweinlager
mit 40000 Mk. verſichert. Wie ſich jetzt herausſtellte, hat
das Lager nicht entfernt den angegebenen Wert. Eine
bei Friedrich vorgenommene Hausſuchung ſoll viel
Be=
laſtendes ergeben haben, ſo daß die Verhaftung wegen
Verdachts der Brandſtiftung vorgenommen wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 12. März. Heute
vormit=
tag begab ſich Bürgermeiſter Reicke in Gemeinſchaft mit
den älteſten beſoldeten und den älteſten zurzeit
anweſen=
den Magiſtratsmitgliedern Geheimrat Marggraf und dem
Syndikus Hirſchhorn zum Oberbürgermeiſter, um
ihm den lebhaften Wunſch des Magiſtratskollegiums
vor=
zutragen, daß er weiter im Amte verbleiben möchte. Im
Laufe der Unterhaltung erklärte der Oberbürgermeiſter,
daß er bereit ſei, ſeine endgültige Entſchließung bis auf
weiteres hinauszuſchieben. — Der chirurgiſche Leiter des
Lazaruskrankenhauſes, Sanitätsrat Loehlein, iſt
ge=
ſtorben. — Heute nachmittag wurde an der Ecke der
Ber=
liner= und Leibnitzerſtraße in Charlottenburg ein Herr
namens Balling von einem Straßenbahnwagen
überfahren und ſchwer verletzt. Er ſtarb auf dem
Trans=
port zur Unfallſtation. — In Sachen der
Methylal=
koholvergiftung iſt nunmehr Termin zur
Haupt=
verhandlung auf den 26. ds. Mts. und die folgenden Tage
anberaumt worden. Die Anklage richtet ſich gegen den
Drogiſten Scharmach=Charlottenburg, den Reiſenden und
Eſſenzfabrikanten Zaſtrow, den Reiſenden Bruno Meyen
und den Reiſenden Romerski. — Der 18jährige Hausdiener
Pyttlick, der am Mittwoch voriger Woche die Witwe
Schell in deren Schankwirtſchaft am Spittelmarkt
nieder=
ſchlug und 120 Mark aus der Ladenkaſſe raubte, iſt geſtern
abend in Lauban in Niederſchleſien verhaftet worden.
Frankfurt, 13. März. Die Leiche det feit vier
Wochen vermißten Buchdruckers Görtler von Bonames
wurde Sonntag abend in Flörsheim geländet. Der
Körper weiſt eine ſchwere Verletzung am Kopfe auf, die
nur auf Stich oder Schlag zurückzuführen iſt.
Wiesbaden, 12. März. Der ehemalige Direktor der
Zentralverkaufsgenoſſenſchaft Deutſcher Winzervereine in
Eltville, Werner, erhielt wegen Untreue,
Unterſchlag=
ung, ſchwerer Urkundenfälſchung, drei großer
Bilanz=
fälſchungen und wegen Verfehlung gegen das
Genoſſen=
ſchaftsgeſetz zum Nachteil der Zentralverkaufsgenoſſenſchaft
Rheingauer Winzervereine und der
Zentralverkaufsgeſell=
ſchaft Deutſcher Winzervereine in Eltville 3 Jahre
Gefäng=
nis und 300 Mark Geldſtrafe, ſowie 3 Jahre
Ehr=
verluſt. Er wurde ſofort verhaftet.
München, 12. März. Der älteſte
Oberammer=
gauer, Ledermann, der in allen Paſſionsſpielen
ſeit dem Jahre 1830 mitwirkte, iſt im Alter von 93 Jahren
geſtorben.
Duisburg, 11. März. Auf der hieſigen
Niederrheini=
ſchen Hütte brach heute abend an einem Hochofen ein
Gerüſt ein. Die darauf befindlichen ſieben Arbeiter
ſtürzten in die Tiefe und wurden unter den Trümmern
begraben. Ein Arbeiter konnte nur als Leiche geborgen
werden, während die übrigen ſechs ſchwer verletzt ins
Krankenhaus gebracht werden mußten.
Plauen (Vogtland), Der Vogtländiſche Anzeiger
meldet: Der Poſtdieb Höfer iſt nach einem
Tele=
gramm aus Baſel verhaftet worden. In ſeinem Beſitz
befanden ſich 11000 Mark Bargeld, 7400 Mark in
Wert=
papieren und 14 goldene Uhren.
Wien, 9. März. Wie die Neue Freie Preſſe aus
Linz meldet, hat Frau Anna Hofrichter die
Schei=
dungsklage gegen ihren Mann erhoben.
Paris, 12. März. Wie aus Dünkirchen gemeldet
wird ,wurden daſelbſt an Bord des aus Hamburg
ein=
getroffenen franzöſiſchen Dampfers „Liſtrac” weitere zehn
Kiſten mit 250 Mannlicher=Gewehren
ent=
deckt, die als Spiegel deklariert waren. Die zwei
Spe=
ditionsfirmen, an die die Gewehre adreſſiert waren,
wer=
den wegen falſcher Deklarierung verfolgt werden, obgleich
ſie erklärten, den Urſprungsort der Sendungen nicht
ge=
kannt zu haben.
Paris, 12. März. Der König von Spanien
hat durch ſeinen Rechtsanwalt vor dem Gerichtshof in
St. Gaudens erklären laſſen, daß er die Erbſchaft von
2½ Millionen Franken antreten wolle, die ihm im
vori=
gen Jahre der im Irrenhauſe zu Braqueville verſtorbene
Rentner Sapene hinterlaſſen hat, da das Teſtament aus
einer Zeit herrühre, wo der Erblaſſer geiſtig geſund
ge=
weſen ſei. Die Nichte Sapenes hat die Rechtsgültigkeit
des Teſtaments angefochten und ihr Anwalt verlangt die
Ablehnung der vom König Alfons verlangten Einſetzung
eines Sequeſtors.
London, 12. März. Die vielgeſuchte Chriſtabel
Pankhurſt, die Sekretärin des Bundes der
Frauen=
rechtler, die ſeit der Fenſterſcheiben=Revolution aus
Lon=
don verſchwunden iſt, hat aus ihram Verſtecke heraus
ein Manifeſt erlaſſen, das das Zertrümmern von
Privat=
eigentum rechtfertigen ſoll mit der alten Ausrede, daß
der Zweck die Mittel heilige. Die engliſche Polizei tut
übrigens, als ob ihr nichts mehr an der Verhaftung
Chriſtabels gelegen ſei, und hat ihre Spürhunde
zurück=
gepfiffen.
Warſchau, 11. März. Der in der vorigen Woche
we=
gen Mordes und Diebſtahls verurteilte Paulaner=Mönch
Damaſius Macoch iſt aus dem Gefängnis
ent=
flohen und bis jetzt ſpurlos verſchwunden.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 12. März. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1.20 Uhr. Eingegangen iſt eine
In=
terpellation des Zentrums über den Bergarbeiterſtreik. —
Es folgt die Fortſetzung der
zweiten Beratung des Etats des Innern.
Die Beratung beginnt mit Kapitel 7, Titel 2 (
Direk=
toren und vortragende Räte).
Abg. Graf v. Weſtarp (konſ.) berichtet über die
Ver=
handlungen in der Kommiſſion. Dieſe beantragt zu
die=
ſem Titel nachſtehende Reſolution: Den Reichskanzler zu
erſuchen, eine Novelle zum Beamten= und Offiziers=
Pen=
ſionsgeſetz vorzulegen, durch welche Einkommen aus einer.
im Ruheſtand erfolgten Privatſtellung unter beſtimmten
Vorausſetzungen auf das Ruhegehalt angerechnet werden
können. — Abg. Lieſching (Fortſchr. Vpt.): Wir
wer=
den der Reſolution zuſtimmen, da wir eine reinliche
Schei=
dung der öffentlichen und privaten Beamten fordern müſſen.
Woher kommt es nun, daß Privatgeſellſchaften ſo großen
Wert darauf legen, nicht mehr voll arbeitsfähige penſionierte
Offiziere oder Beamte zu bekommen? Es heißt, die
Ge=
ſellſchaften rechnen damit, daß der penſionierte Beamte noch
Beziehungen zur Regierug habe, woraus der
Privat=
induſtrie Vorteile entſtehen könnten. Es muß vermieden
werden, daß derartige Beamte in die Lage kommen, ein
doppeltes Gehalt zu beziehen. Ein Teil der Penſionen
muß abzugsfähig gemacht werden, um dadurch eine
Gleich=
ſtellung des privaten Dienſtes mit dem öffentlichen Dienſt
zu erlangen. Es wäre erwünſcht, wenn dieſe Debatte die
gute Folge hätte, daß die Beamten ſelber ſich frei machen
von ſolchen diskreditierenden Zuſtänden. Der deutſche
Be=
amte iſt unbeſtechlich, deshalb ſoll der ganze Stand ſolche
Auswüchſe beſeitigen. Tut e es nicht, ſo muß die
Ge=
ſetzgebung einſchreiten. (Beifall links.) — Abg.
Erz=
berger (Ztr.): Die Vorſchriften für die Penſionierung
müſſen ſtrengſteus gehandhabt werden. Die Beamten
müſſen ſich eine Kürzung der Penſion gefallen laſſen, wenn
ſie ein dauerndes, geſichertes Einkommen beziehen. Die
Privatunternehmungen ſollten dazu übergehen, nicht
ein=
zelne prominente Perſönlichkeiten mit hohem Gehalt
an=
zuſtellen, vielmehr ihre Beamten in niederen Stellen beſſer
zu entlohnen. — Abg. Dr. Südekum (Soz.): Wie in
der Kommiſſion, werden wir auch im Plenum der
Reſo=
lution zuſtimmen. Es hat eine Laxheit der Geſinnung
Platz gegriffen, die zu bekämpfen aller Anlaß geboten ſein
ſollte. Wenn der Präſes der Artillerieprüfungskommiſſion
einen Sohn in der Leitung einer Firma hat, mit der er
ausſchließlich in Verbindung ſteht, ſo iſt das mit der
öffent=
lichen Moral unverträglich. (Beifall links.)
Der Titel wird bewilligt und die Reſolution
ange=
nommen. Zum Titel „Expedierende Sekretäre” uſw.
be=
antragt die Kommiſſion eine Reſolution auf Reform des
Kanzleiweſens, durch die eine billigere und ſchnellere Ar=
Konzerte.
* Am Montag brachte der Muſikverein das
neue Werk von Willem de Haan, betitelt „Das
Mär=
chen und das Leben” eine Kantate in vier
Abtei=
lungen für Soli, Chor, Orcheſter und Orgel unter Leitung
des Komponiſten zur Aufführung. Die Großherzoglichen
Herrſchaften wohnten der Aufführung bei, die ſich zu
ei=
nem Feſt= und Ehrentag für den Verein und ſeinen
ver=
dienſtvollen Dirigenten geſtaltete.
Ueber das neue Werk des Herrn Hofrats de Haan,
das ſchon im Januar ds. Js. in Barmen mit großem
Erfolge aufgeführt worden iſt, ſind unſere Leſer ſchon
genügend orientiert. Wir können uns den Ausführungen
des in unſerem Blatte in voriger Woche veröffentlichten
Aufſatzes, ſowie auch dem Urteil über den muſikaliſchen
Wert des Werkes, aus dem ein echter Muſiker zu uns
ſpricht, der, „gleichweit entfernt von den Aeußerlichkeiten
und Maßloſigkeiten der Modernen wie von ſtiliſtiſcher
Engherzigkeit, mit reicher Erfindung und ſicherer
Beherr=
ſchung aller Mittel zu ſchaffen verſteht”, ihrem ganzen
In=
halte nach anſchließen.
Der Komponiſt des von hohem Idealismus
getra=
genen Werkes erweiſt ſich in der Dichtung, die den
Ge=
danken ſeines „Liedes vom Werden und Vergehen”
wie=
der aufnimmt, als Philoſoph und Poet. Die Symbolik
des Stoffes iſt der Vertonung nicht nur nicht hinderlich,
ſondern als dem Komponiſten individuell zuſagend,
för=
derlich geweſen, und mit ihr, die in die Form des
drama=
tiſchen Rezitativs gekleidet iſt, gehen die lyriſchen und
erotiſchen Szenen, in denen des Lebens Pulſe friſch
leben=
dig ſchlagen, Hand in Hand. So ſehen wir den alten
Oratorienſtil hier in neuer Form und Einkleidung wiede
aufleben. Meiſterhafte Kenntnis und Behandlung des
Orcheſters und des Chors ſowohl als auch der
Soloſtim=
men, Kunſt der Charakteriſtik, dramatiſch geſteigerte
Effekte ohne Aufdringlichkeit und lyriſch abgetönte
Stim=
mungen ohne Sentimentalität vereinigen ſich zu einem
har=
moniſch abgeklärten, ſtileinheitlichen Ganzen. Vielleicht
wird eine Kürzung dar Rezitative dem Werke noch zum
Vorteil gereichen. Als ſchönſte Teile des Werkes ſeien
hervorgehoben: Die Berufung Werdegangs und des
Märchens und der Schluß des erſten Teiles, der
pracht=
volle Begrüßungschor „Nun ſchmücket das Ufer” und das
Duett zwiſchen Hilkar und Liane und der Schluß des
zweiten Teiles. Die Partie der Liane iſt vom Kompo=
niſten überhaupt mit beſonderer Liebe behandelt worden
und gehört zu den glücklichſt inſpirierten und
beſt=
gelungenen des Werkes. Im dritten Teil ſind der
effekt=
volle Kriegerchor und Lianes Klage, im vierten Teile die
Herbeirufung des Märchens, die Szene des Wiederſehens
und die Schlußſzene vor anderen zu erwähnen.
Bei der Aufführung der Kantate taten ſich der
Muſik=
vereinschor und das Orcheſter rühmlichſt hervor und
ſicherten das glänzende Gelingen und den Erfolg des
Wer=
kes in erſter Linie. Von den Soliſten verdient Frau
Stronck=Kappel aus Barmen, die die Sopranpartie
der Liane mit glockenheller Stimme und unfehlbarer
Sicherheit ſang, an erſter Stelle genannt zu werden; auch
Frau de Haan=Manifarges legte mit der
ge=
ſchmackvollen und erfolgreichen Durchführung der Alt=
Partie des Märchens viel Ehre ein. Weniger glücklich
waren die Vertreter der Bariton= und Tenorpartien in
ſtimmlicher Hinſicht; Herrn Thomas Denys Vortrag
wurde oft durch eine zu unruhige Tongebung
beeinträch=
tigt, während der grammophonartige Ton des Herrn
Jules Peters den künſtleriſchen Eindruck abſchwächte.
Die Orgelbegleitung lag in den bewährten Händen des
Herrn Muſikdirektors Klaſſert.
Dem Komponiſten und Dirigenten Herrn Hofrat de
Haan wurden im Verlaufe des Abends zahlrgiche
Lor=
beerkränze und Blumen überreicht und am Schluſſe des
an Ehren und Erfolgen reichen Abends begeiſterte
Ova=
tionen dargebracht.
Vorträge.
Man ſchreibt uns: Der Kaufmänniſche
Verein Darmſtadt, e. V., hat zur Belehrung und
Fortbildung ſeiner Mitglieder in dieſem Jahr die Neu=
Einrichtung getroffen, aus dem Kreiſe ſeiner Mitglieder
Vorträge allgemein bildenden und intereſſierenden
In=
halts halten zu laſſen. Als Erſter ſprach Herr S. Joſeph
über das Thema: Ueber die gewerbsmäßige
Auskunftserteilung. Die juriſtiſchen
Ausfüh=
rungen wurden von Herrn Dr. jur. Königsberger,
Frank=
furt a. M. gemacht, der ſich in liebenswürdiger Weiſe
zur Verfügung geſtellt hatte. Herr Joſeph berichtete
zu=
nächſt über die Entſtehung und Entwickelung der
ge=
werbsmäßigen Auskunftserteilung in England, Amerika
und Deutſchland, ging dann auf die
Geſchäftseinrichtun=
gen der modernen führenden Auskunfteien Deutſchlands
des Näheren ein und gab Ratſchläge, wie der Kaufmann
dieſe Einrichtungen nutzbringend zu verwerten vermöge.
Der Redner gab ein Bild von der Sorgſamkeit, mit der
unſere führenden Auskunfteien durch Aufwendung oft
er=
heblicher Koſten die Zuverläſſigkeit der Auskunftserteilung
zu fördern beſtrebt ſind. In intereſſanten Ausführungen
veranſchaulicht der Redner auch die finanzielle Lage der
Auskunfteien und ſpricht ſich für die Ausdehnung der
Be=
ſtimmungen des § 35 der Reichsgewerbeordnung, d. h. für
die Kautionspflicht der Auskunfteien aus. In beſonders
eingehender Weiſe behandelte der Redner auch die Schulden
der Auskunfteien aus verkauften noch nicht eingelöſten
Auftragsſcheinen. Welchen Umfang dieſe Verbindlichkeiten
annehmen, ergibt ſich aus der Tatſache, daß z. B. das
Kar=
tell der Auskunfteien Bürgel, das für jeden bei der
Kund=
ſchaft lagernden, alſo noch nicht erledigten Auftragsſchein,
eine Durchſchnittserledigungsgebühr von 70 Pfg. ſicherſtelle
und ſo ein Sicherheitsdepot hinterlegt habe, das auf mehr
als ¼ Million Mark angewachſen iſt. Ferner weiſt der
Red=
ner nach, daß eine Auskunftei, die ohne ausreichende
Be=
triebsmittel arbeitet, und die Auskunft zu ungenügenden
Preiſen anbietet, gar nicht in der Lage ſein kann, zuverläſſig
zu arbeiten.
Herr Dr. jur. Königsberger ergriff alsdann das Wort
um über die rechtliche Lage der Auskunfteien ſowohl als
auch deren Abonnenten Intereſſantes zu berichten.
Zu=
nächſt ſchilderte er an Hand von Beiſpielen die Vorzüge der
gewerbsmäßigen Auskunftserteilung vor der privaten und
Referenzauskunft, ging zur Haftung der Auskunfteien für
ihre erteilten Auskünfte gegenüber ihren Kunden über. Aus
ſeinen Ausführungen ging hervor, daß dieſelben für
vor=
ſätzlich falſche Berichterſtattung zur Haftbarkeit
heran=
gezogen werden können und warnte vor den beſonders in
der letzteren Zeit wieder vielfach auftauchenden
Schwindel=
inſtituten, die oft unter hochtönenden Namen Reklame
machen, aber in keiner Weiſe die Gewähr für zuverläſſige
und objektive Berichterſtattung bieten. Nachdem er noch
der Diskretionspflicht der Kunden der Auskunfteien
Er=
wähnung getan hatte, ſchloß er ſeine Ausführungen.
Der Vortrag erfreute ſich ſeitens der Mitglieder eines
regen Beſuches. Den außerordentlich bemerkenswerten und
nach mancher Hinſicht lehrreichen Ausführungen der Redner
folgten die Anweſenden mit regem Intereſſe. Den Rednern
erſtattete der Vorſitzende in warmen Worten Dank für ihre
trefflichen Ausführungen.
Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Seite 5.
beit ermöglicht werde. Die Reſolution wird
angenom=
men. Die folgenden Titel werden ohne Debatte bewilligt.
Bei dem Titel „Förderung der Seefiſcherei” dankt der
Abg. v. Böhlendorf=Kolpin (konſ.) für die
Auf=
beſſerung dieſes Fonds um 25000 Mark. Notwendig iſt
ein internationales Abkommen zur Sicherung der Fiſcherei=
Schonbezirke an den Strommündungen. Der
Fiſcherei=
ſchutz ſollte baldigſt durchgeführt werden. Der
Seefiſcherei=
verein, der ſehr dankenswert bei der Einführung der
See=
fiſchkoſt gewirkt hat, muß mehr unterſtützt werden. Schaffen
wir einen leiſtungsfähigen Fiſcherſtand, der auch für unſere
Marine von größter Bedeutung iſt. (Beifall.) — Abg. Dr.
Struve (Fortſchr. Vpt.): Ich ſtehe nicht an, der
Re=
gierung anheimzuſtellen, die pekuniäre Unterſtützung noch
weiter auszudehnen. Angeſichts der Marinevermehrung
wäre das Geld gut verzinſt angelegt. Aber auch das
Pri=
vatkapital mag ſich dafür intereſſieren. — Abg.
Erzber=
ger (Ztr.): Ich vermag beiden Vorrednern zuzuſtimmen.
Die Förderung der Seefiſcherei liegt im Intereſſe der
gan=
zen Bevölkerung. Deshalb ſollte ſie auch im Intereſſe der
Volksernährung gefördert werden. Es müßten direkte
Fiſcheiſenbahnzüge nach dem Süden eingerichtet werden.
Einem Schutzzoll für Seefiſche kann nicht das Wort geredet
werden. Ein Preisausſchreiben für Motoren für größere
Fiſchereiſchiffe ſollte ausgeſchrieben werden. Den
Fiſche=
reiunternehmungen ſollte möglichſt frühzeitig mitgeteilt
werden, wie groß die nächſtjährigen Subventionen ſein
werden. — Abg. Hoff (Fortſchr. Vpt.): Die alteingeſeſſene
Fiſchereibevölkerung von Helgoland wie auch im fiſchreichen
Kieler Hafen wird durch die Marinefahrzeuge ſchwer
ge=
ſchädigt. Ein Ausgleich muß da gefunden werden.
Abg. Frhr. v. Richthofen (natl.): Die Seefiſcherei zu
fördern, iſt nicht zuletzt auch Aufgabe der
Eiſenbahnver=
waltung. Die Tarife müſſen mäßig ſein und die
Einrich=
tung von Spezialwagen für Fiſchtransporte verbeſſert
wer=
den. Der Heringsfiſcherei muß das größte
Entgegenkom=
men geſichert werden.
Direktor im Reichsamt des Innern v. Jonquiéres:
Es trifft nicht zu, daß bei Verteilung der Subventionen
die Oſtſeefiſcherei benachteiligt worden iſt. — Abg.
Wald=
ſtein (Fortſchr. Vpt.): Das Reich könnte ſehr wohl für
die Hummerfiſcher auf Helgoland etwas tun. — Der Titel
wird bewilligt. Es folgt Titel „Unterſtützung deutſcher
Seemannsheime im Auslande‟ — Abg. Meyer=
Her=
ford (natl.): Dieſe Heime ſollten vom Reiche mehr
unter=
ſtützt werden. — Der Titel wird bewilligt. Bei der
Her=
ausgabe von Nachrichten für Handel und Induſtrie
befür=
wortet Abg. Praſchma (Ztr.) eine Reſolution ſeiner
Partei, die eine Produktionsſtatiſtik für die einzelnen
Er=
werbsgruppen fordert, wobei die mit ihrem Abſatz auf die
Landwirtſchaft angewieſenen Gruppen beſonders
behan=
delt werden ſollen. Weiter verlangt die Reſolution eine
Erhebung über die Produktionsverhältniſſe und die ſozialen
Laſten der ausländiſchen Induſtrie. Ferner wird eine
Denk=
ſchrift über eine größere Gleichmäßigkeit in den ſozialen
Leiſtungen der verſchiedenen Länder verlangt. — Abg.
Südekum (Soz.): Mit der Tendenz der Reſolution ſind
wir vollſtändig einverſtanden. — Unterſtaatsſekretär Dr.
Richter: Ich möchte lediglich feſtſtellen, daß dieſe
An=
gaben nicht in ſteuerlichem Intereſſe, ſondern nur ſtatiſtiſch
verwendet werden ſollen. — Abg. v. Praſchma: Ich
danke für das Entgegenkommen. — Die Reſolution wird
einſtimmig angenommen. — Bei Titel „Herausgabe von
Berichten für die Landwirtſchaft” befürwortet Abg.
Wen=
dorff (Fortſchr. Vpt.) eine weitere Förderung des
Obſt=
baues, insbeſondere ſollte der Pomologenverein unterſtützt
werden. — Unterſtaatsſekretär Dr. Richter: Die
vorhan=
denen Mittel reichen nicht mehr aus, auch die Berichte des
Pomologenvereins aufzunehmen, doch ſollen ſie in Zukunft
berückſichtigt werden. — Bei der Reblausbekämpfung
be=
merkt Abg. Feuerſtein (Soz.): Die Maßnahmen der
Regierung haben bisher ſo gut wir gar nichts genutzt. Die
kleinen Winzer müßten unterſtützt werden. — Abg. Pauly=
Kochem (Ztr.): Die Winzer werden durch die
Reblaus=
bekämpfung ſchwer geſchädigt. Heute ſtehen bald hinter
jeder Reblaus fünf bis ſechs Geheimräte. — Bei dem
Punkt „Beitrag zu der Zentrale für Volkswohlfahrt”
ßußert Abg. Bell (Ztr.): Die Schmutzliteratur müßte
viel energiſcher bekämpft werden und auch beſonders von
der Regierung durch höhere Beiträge unterſtützt werden.
Bei Titel Entſchädigung für eingezogene
Reſerviſtenmann=
ſchaften bemerkt Abg. Rauch (Soz.): Die bisherige
Unter=
ſtützung reicht nicht aus, die Familien zu erhalten. Es
muß vermieden werden, daß die Familien durch die
Ein=
ziehung ihres Ernährers finanziell belaſtet werden.
Hierauf wird die Weiterberatung auf
Mitt=
woch 1 Uhr feſtgeſetzt. Vorher: Interpellation des
Zen=
trums, betr. den Bergarbeiterſtreik. — Schluß ¾6 Uhr.
Die Bergarbeiterbewegung.
Deutſchland.
* Eſſen, 12. März. Geſtern nachmittag ſtreikten
im Bergrevier Dortmund 86 Prozent, in Eſſen I 87
Pro=
zent in Dortmund II 84 Prozent, in Dortmund III 65
Prozent, in Hattingen 60 Prozent, in Süd=Bochum 48
Prozent, in Nord=Bochum 36 Prozent, in Duisburg 76
Prozent, in Oberhauſen 25 Prozent, in Wattenſcheid 44
Prozent, in Oſt=Eſſen 33 Prozent, in Werden 37 Prozent,
in Wanne 59 Prozent, in Gelſenkirchen 50 Prozent, in
Hamm 73 Prozent, in Weſt=Eſſen, 51 Prozent, in Süd=
Eſſen 39 Prozent und in Oſt=Recklinghauſen 63 Prozent
der Belegſchaft.
* Dresden, 11. März. Die Lage in den
ſäch=
ſiſchen Kohlenrevieren iſt folgende: Bis
morgen ſollen die Werkverwaltungen den
Arbeiteraus=
ſchüſſen ihre Entſcheidung mitteilen. Ende der Woche
werden die Vertrauensleute der Bergarbeiter nochmals
über die Lage beraten, und am Sonntag ſollen abermals
überall Verſammlungen ſtattfinden, die, je nach der
Hal=
tung der Werkverwaltungen entſcheiden ſollen, ob am
nächſten Montag der Ausſtand ausbricht oder nicht. Man
erwartet, daß im Zwickauer, Oelsnitzer und Lugauer
Re=
vier am Montag ſofort 12000 Bergleute in den Ausſtand
treten, und glaubt, dieſe Zahl werde bald ſteigen. Der
Braunkohlenbergbau und der Plauenſche Grund ſind von
der Ausſtandsbewegung bisher unberührt. Auch 2000
königstreue Knappen des Lugauer Bezirks werden
wei=
terarbeiten.
* Hamborn, 11. März. In Bruchhauſen kam es
heute abend zu ſchweren Zuſammenſtößen
zwi=
ſchen Streikenden und Polizeibeamten.
Vor dem Schacht III der Gewerkſchaft „Deutſcher Kaiſer”
hatte ſich eine große Anzahl Streikender angeſammelt,
um die heimkehrenden Arbeiter zu beläſtigen. Die
im=
mer größer werdende Menge nahm eine drohende
Hal=
tung ein, worauf der Zechenplatz von
Polizeibeam=
ten geſäubert wurde. Die Beamten wurden mit
Stein=
würfen empfangen, auch aus den Fenſtern wurde mit
Steinen geworfen. Nunmehr gingen die Schutzleute, etwa
40 Mann, mit der blanken Waffe gegen die Menge
vor und zerſtreuten ſie. Mehrere Polizeibeamte wurden
durch Steinwürfe verletzt. Auch der
Bürgermei=
ſter und ein Polizeikommiſſar wurden von Steinwürfen
getroffen. Von den Streikenden erlitten viele durch
Sä=
belhiebe Verletzungen. Eine große Anzahl von
Ver=
haftungen wurden vorgenommen. Nach der
Säu=
berung trat allmählich wieder Ruhe ein. Als nunmehr
eine Anzahl Polizeibeamter mit der Straßenbahn nach
Hamborn zurückkehrte, wurde in der Albrechtſtraße auf
die im Straßenbahnwagen ſitzenden Polizeibeamten 15
Revolverſchüſſe abgegeben, die jedoch ihr Ziel verfehlten.
In Recklinghauſen kam es geſtern zwiſchen
Poli=
zei und über 400 Streikenden zu einem
Zuſam=
menſtoß. Sieben Perſonen wurden durch Säbelhiebe
ſchwer verletzt, wurden verhaftet. Einem Arbeitswilligen
wurde ein Auge ausgeworfen.
* Eſſen. 12. März. Es wird mitgeteilt, daß auf
den Zechen „Neumühl‟ Deutſcher Kaiſer” und „
Weſt=
ende” heute bei der Einfahrt große
Maſſenanſamm=
lungen ſtattfanden. Der Vertrauensmann des
chriſt=
lichen Gewerkvereins aus Lierich namens Friege, der
auf der Zeche „Neumühl” beſchäftigt iſt und zur Arbeit
gehen wollte, wurde von der Menge hochgehoben und
umhergetragen, wobei man rief: „Hoch der Streikbrecher!”
Auf der Zeche „Vondern” wurden nachts acht bis zehn
Arbeitern, die eingefahren waren, Kleider und
Stiefel zerſchnitten. Die chriſtlichen
Gewerkſchaf=
ten haben ſich unter dieſen Umſtänden an die Behörden
um beſſeren Schutz der Arbeitswilligen gewandt. In
Dellwig (Kolonie Gutehoffnungshütte) wurden
Arbeits=
willige von Frauen von Streikenden mit Steinen
be=
worfen. Auf der Zeche „Braſſert” in Marl wurde
ein Arbeitswilliger in der Kantine von Streikenden
über=
fallen und ſo zugerichtet, daß er dem Krankenhauſe
zu=
geführt werden mußte. Ein anderer Arbeitswilliger
wurde in ſeiner Wohnung von Mitbewohnern überfallen
und gleichfalls mißhandelt, ſodaß er ins Krankenhaus
gebracht werden mußte.
* Eſſen, 12. März. Die Lage im Streikgebiet
änderte ſich gegen geſtern weſentlich, da es vielfach bei
der Einfahrt der geſtrigen Mittags= und der heutigen
Frühſchicht zu Unruhen gekommen iſt, bei denen die
Schutzmannſchaften verſchiedentlich den Säbel
gebrauch=
ten. Arbeitswillige wurden vielfach verhöhnt und
tät=
lich angegkiffen. Stellenweiſe infolge dieſer Vorgänge
iſt die Zahl der Streikenden erheblich gewachſen. Bei
der Frühſchicht war aber keine weſentliche Vermehrung
der Streikenden gegenüber geſtern zu bemerken. Einzelne
Frühſchichten ſind vollſtändig angefahren, bei anderen iſt
die Zahl der Arbeier ſogar geſtiegen, wobei es ſich um
Zechen handelt, die abſeits vom Unruhegebiet liegen.
An=
geſichts des auftretenden Terrorismus fordert eine
grö=
ßere Anzahl von den Arbeitern naheſtehenden Zeitungen
militäriſchen Schutz. Die Zechenverwalttingen haben
teilweiſe die Früh= und die Mittagsſchicht
zuſammen=
gelegt.
* Berlin, 12. März. Dem Reichstag iſt
fol=
gende Interpellation Schädler und
Genoſ=
ſen zugegangen: Iſt der Reichskanzler bereit, über den
Stand des Streiks im rheiniſch=weſtfäliſchen Koblenrevier
Auskunft zu geben und was gedenkt der Reichskanzler
zu tun, um unter Berückſichtigung der berechtigten Wünſche
der Bergarbeiter ein raſches Ende des die Volkswirtſchaft
ſchwer ſchädigenden Ausſtandes herbeizuführen?
England.
* London 11. März. Der
Bergarbeiter=
verband beſchloß einſtimmig, der Einladung Asquiths
zu einer Zuſamm enkunft mit den Arbeitgebern
Folge zu leiſten.
* London, 12. März. Es wird allgemein
ange=
nommen, daß die gemeinſame Konferenz der
Grubenbeſitzer und Bergleute heute
ſtattfin=
den wird. Die Bergleute haben die Einladung der
Re=
gierung mit dem Vorbehalt angenommen, den der
aus=
führende Ausſchuß des Verbandes vorgeſchlagen hatte,
daß das Prinzip der Minimallöhne von der Erörterung
ausgeſchloſſen bleibe. Indeſſen erwähnt der Ausſchuß
der Bergarbeiterkonferenz nicht die früher beſchloſſene
Skala der Minimallöhne und man ſchließt daraus, daß
die Arbeiter ſich einer Diskuſſion dieſer wichtigen Frage
nicht widerſetzzen werden. Ein gemeſinſamer Beſchluß
der Grubenbeſitzer liegt noch nicht vor. Inzwiſchen haben
ſich aber die Grubenbeſitzer von Südwales bereit erklärt,
an einer gemeinſamen Konferenz teilzunehmen, zugleich
aber aufs neue ihrer grundſätzlichen Ablehnung des
Prin=
zips der Minimallöhne Ausdruck gegeben. Der
Abgeord=
nete Crooks von der Arbeiterpartei ſprach geſtern in einer
Verſammlung die Ueberzeugung aus, daß der Streik in
einer Woche beendet ſein werde. In London ſind die
Preiſe für Brot, friſches Fleiſch und Fiſche geſtern in
die Höhe gegangen. Nach dem Daily Telegraph wird die
erſte Diviſion der Heimatflotte die auf Donnerstag
an=
geſetzte Kreuzfahrt nicht ausführen, um Kohlen zu ſparen.
* London, 12. März. Die Bergwerksbeſitzer
von Südwales ſind bereit, ſich mit den
Bergarbei=
tern über das Prinzip des Mindeſtlohnes zu einigen.
In einer demnächſt ſtattfindenden gemeinſchaftlichen
Sitzung mit den Grubenarbeitern ſollen die
Mindeſt=
lohnſätze feſtgelegt werden.
* London, 12. März. Die Konferenz der
Minenbeſitzer hat in der Morgenſitzung zu kei
nem Entſchluſſe geführt. Man befürchtet, daß
Feuilleton.
* Die Erreichung des Südpols. Nach den genauen
Mitteilungen, die Amundſen über ſeine
Poſitions=
beſtimmungen auf der Wanderung zum Südpol jetzt
ge=
macht hat und die völlig den Eindruck der Richtigkeit
machen, kann kein Zweifel darüber ſein, daß er den Südpol
wirklich erreicht hat. In England dagegen nehmen die
Tagesblätter Partei für Scott, und der Standard
er=
klärt ſogar: „Wir ſind erſtaunt und verwundert über den
Bericht von Amundſen, denn nur Scott iſt der Sieger. Die
engliſche Nation kann ſtolz ſein auf dieſen Sieg.‟ Dieſer
zuverſichtliche Ausſpruch gründet ſich aber vorläufig auf
nichts Gewiſſes, denn ſelbſt die Gattin Scotts hat erklärt,
ſie habe bis dahin keine Nachrichten von ihrem Mann
er=
halten. Es iſt durchaus nicht unmöglich, daß auch Scott
den Südpol erreicht hat, bis zu dieſem Augenblick aber iſt
dies nur von Amundſen als ſicher anzunehmen. Wenn
Pariſer Blätter aber meinen, daß die unliebſamen
Er=
ſcheinungen, ds ſich an den Streit Peary=Cook über die
Erreichung des Nordpols knüpften, leicht bei Scotts und
Amundſens Anſprüchen auf Erreichung des Südpols ſich
wiederholen könnten, ſo beweiſt dies nur, daß jene Pariſer
Blätter von der wirklichen Sachlage keine Ahnung haben.
— Amundſen erklärte in einem Geſpräch, es ſei
durch=
aus möglich, daß auch Scott den Südpol erreicht habe, und
er hoffe, daß dem ſo ſei. Sein Standlager ſei 400 Meilen
von dem Scotts entfernt geweſen, ſein Winterlager habe er
näher am Pol aufgeſchlagen als Scott. Amundſen, der mit
Glückwünſchen förmlich überſchüttet wird, bleibt in Hobart,
bis ſein Expeditionsſchiff, die Fram, den Hafen verläßt.
Er wird ſodann einen Monat hindurch Vorträge in
Auſtralien halten. Darauf geht er in Buenos Aires
wie=
der an Bord der Fram, um ſich über die Bering=See durch
das nördliche Eismeer nach Kopenhagen zu begeben.
K Die Auferſtehung des alten Bologna. Das
induſtrie=
reiche Bologna mit ſeinem gewaltig angewachſenen
Straßenverkehr verlangt dringend nach einer Umgeſtaltung
des inneren Stadtteils. Dieſe modernen Veränderungen
ſind ja leider ſo häufig mit der Niederreißung und
Ent=
ſtellung alter berühmter Architekturwerke verbunden. In
Bologna jedoch will eine aus Künſtlern und Kunſtfreunden
beſtehende Geſellſchaft, die ſich „Pro Bologna ſtorica e
Artiſtica” nennt, die notwendige Umwandlung dazu
be=
nutzen, um die alte Herrlichkeit der berühmten
Univerſitäts=
ſtadt neu auferſtehen zu laſſen. Wie in dem von Dr. Georg
Biermann herausgegebenen Cicerone berichtet wird,
beab=
ſichtigt der führende Geiſt der Geſellſchaft, Prof. Alfonſo
Rubbiani, ein ausgezeichneter Kenner der mittelalterlichen
Architektur ſeiner Vaterſtadt, dem Zentrum Bolognas eine
großartige Geſtalt zu geben, ohne die alten Baudenkmäler
aus der goldenen Zeit der Stadt zu gefährden. Eine
male=
riſche Straße ſoll zwiſchen dem allen Beſuchern Bolognas
bekannten Largo delle due Torri und der Piazza del
Net=
tuno geſchaffen werden. Die benachbarten Straßen, Via
delle Accuſe, Via degli Orefici und Capreria, werden
ver=
breitert, behalten aber ihre maleriſch=unregelmäßige
Ge=
ſtalt. Das alte Zunfthaus der Fleiſcher in der Via Capreria
wird zur monumentalen Reſidenz der Camera del Lavoro
werden, und das gotiſche Haus der Mercanzia, das
Rub=
biani in feinſinniger Weiſe wiederhergeſtellt hat, ſoll nach
wie vor ſeinen ſchönen, unangetaſteten Platz beherrſchen.
Durch die Niederreißung einiger künſtleriſch wertloſer
Häu=
ſer werden aber ganz neue Schönheiten geſchaffen werden,
überraſchende Durchblicke ſollen ſich ergeben auf die Paläſte
des Podeſta, des Capitano del Popolo und auf den Palaſt
König Enzios, in dem der liederreiche Sohn Kaiſer
Fried=
richs II. Jahrzehnte lang gefangen ſaß, getröſtet durch die
Liebe der ſchönen Lucia Viadagola. Der Palaſt König
Enzios iſt von Rubbiani in prächtiger Weiſe reſtauriert
worden. Der ganze Plan der Neugeſtaltung des
Mittel=
punktes von Bologna findet allgemeine Billigung. Des
weiteren ſollen der bekannte Torre Aſinelli und die ſchon
von Dante erwähnte „Porta Stratae Majoris”
wiederher=
geſtellt werden. Während all dieſe Pläne bereits genehmigt
ſind, iſt der von Rubbiani vorgeſchlagene Ausbau des
Pa=
lazzo del Podeſta noch immer Gegenſtand leidenſchaftlicher
Diskuſſionen. Ueber dem vorſpringenden Erdgeſchoß des
mächtigen Bauwerkes ſoll ein ſchmaler Wandelgang
ange=
bracht werden, wie er früher auf Grund der Feſtſtellungen
durch archibaliſche Forſchungen vorhanden war. Die
ge=
waltigen Fenſterhöhlen ſollen durch Einbauten auf das
rich=
tige Maß zurückgeführt werden. Des weiteren beabſichtigt
Rubbiani die Medaillons über den Fenſtern und das
Kranzgeſims nach zeitgenöſſiſchen Vorbildern aus der Zeit
Giovannis II. Bentivoglio zu ergänzen und nach dem
Vor=
bilde des gleichaltrigen Palazzo dei Drapperi, des
Zunft=
hauſes der Weber, als Bekrönung Gülfenzinnen
anzubrin=
gen. Der Entwurf iſt mit Ausnahme der Zinnen von der
Regierungskommiſſion gebilligt. Die Arbeiten, für die der
Magiſtrat von Bologna eine halbe Million bewilligt hat,
ſollen im Frühjahr wieder aufgenommen werden.
* Die zwölf Apoſtel des Jahres 1912. Unter den alten
Sitten und Gebräuchen, die ſich aus der guten alten Zeit
noch in unſer modernes ſchnellebiges Zeitalter vererbt
haben, iſt eine der ehrwürdigſten die Fußwaſchung der
zwölf Apoſtel, die alljährlich am Gründonnerstag in der
Münchener Reſidenz unter feierlichen Zeremonien vom
Prinzregenten vorgenommen wird. Zu dieſen zwölf
Apoſteln werden die älteſten Männer des Königreichs
Bayern ausgeſucht und der Prinzregent wäſcht dieſen alten
Leuten eigenhändig die Füße. In dieſem Jahre wurden
12 Männer ausgewählt, deren Geſamtalter 1121 Jahre
be=
trägt. Der älteſte der Apoſtel iſt der 100 Jahre alte Samer
aus Saulgarn in Niederbayern, der bereits dreimal an den
Fußwaſchungen teilgenommen hat. Der zweitälteſte
Apoſtel iſt der Privatier Michael v. Miller aus
Rothen=
bruck in der Oberpfalz; er iſt 98 Jahre alt. Der jüngſte der
Apoſtel, der Austräger Johann Ebner aus Wallersdorf
in Niederbayern, iſt 92 Jahre alt. Die Apoſtel überragen
daher alle den greiſen Prinzregenten, der am 12.) Marz
ſeinen 91. Geburtstag feierte, an Alter. Außer den
Apoſteln werden noch 12 arme Mädchen ausgeſucht, die
ſo=
genannten Sklavenmädchen, die am Gründonnerstag vom
Hof neu eingekleidet und mit Geld beſchenkt werden.
— Der bazillenfreie Walzer. Aus New=York wird
be=
richtet: Alſo endlich iſt das Mittel gefunden, das
Ver=
gnügen eines Tänzchens von der Bazillengefahr zu trennen:
in dem großen Ballfeſt der amerikaniſchen Apotheker= und
Drogiſten=Genoſſenſchaft, das im Amſterdam=Opera=Houſe
in New=York ſtattfand, wurde der wirkliche und
einzigwahr=
haft hygieniſche Walzer zum erſten Male öffentlich
vorgeführt. Der Bazillus, der bei dieſem Tanze es noch
wagen will, von einem Tänzer zum anderen
hinüberzu=
gleiten, müßte wirklich die Sprungkraft eines Athleten
be=
ſitzen, denn bei allen Bewegungen des hygieniſchen Walzers
ſind die Tänzer faſt einen Meter von einander entfernt. Die
Dame führt und gleitet durch den Saal, der Herr folgt mit
einem Meter Abſtand mit den gleichen Walzerſchritt=
Be=
wegungen: aber zuſammen kommen ſie nie, die
Bazillenfurcht iſt viel zu groß. Mit Bewunderung und
Staunen ſtarrten die 2000 Feſtgäſte auf das junge Paar,
das zum erſten Male dieſen hygieniſchen Walzer tanzte.
Und nun will die amerikaniſche Apotheker= und Drogiſten=
Genoſſenſchaft nach Kräften dafür wirken, daß dieſe einzig
hygieniſche Form des Tanzes bald Allgemeingut der
Tän=
zer werde. Auf dem Apothekerballe wurde jedem Paare
auch ein „hygieniſcher Küſſer” überreicht. Das iſt
ein kleines Drahtgeflecht, das in der Form an einen
win=
zigen Tennisſchläger gemahnen mag; das ovale Feld iſt
mit einem feinen desinfizierten Gazegewebe beſpannt:
wenn man ſich küſſen will, ſchiebt man dieſes „
Mikroben=
ſieb” mit Grazie und Geſchicklichkeit zwiſchen die beiden
Paare der zum Kuß geſpitzten Lippen. Es wird
garan=
tiert, daß keine Mikrobe durchkommt, eine einzige
ausge=
nommen, der mit Recht gefürchtete „amococeus”, der
Liebesbazillus . . .
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
eine Konferenz mit den Arbeitern für heute dadurch
un=
möglich geworden iſt.
Oeſterreich=Ungarn.
* Mähriſch=Oſtrau, 11. März. Im hieſigen
Kohlenrevier iſt bisher keinerlei Bewegung
zu beobachten. Die Verſammlungen der Bergarbeiter
bezweckten bloß Sympathiekundgebungen für
die ſtreikenden engliſchen Bergarbeiter, ſowie die
Erklä=
rung des Streiks, falls eine Kohleneinfuhr in die
Streik=
gebiete erfolgen ſollte. Lohnforderungen wurden ſeitens
der hieſigen Arbeiterſchaft ſchon früher geſtellt. In der
nächſten Woche ſind darüber Beratungen vor dem
Eini=
gungsamt.
Frankreich.
* Paris, 11. März. Der für heute feſtgeſetzte
24ſtündige Streik der franzöſiſchen
Berg=
leute, der die Aufmerkſamkeit des Parlaments auf ihre
Forderungen lenken ſoll, verlief bisher ohne Zwiſchenfall.
Vollſtändiger Streik herrſcht in Trets (Dep.=Bouches du
Rhone), ferner in St. Etienne, Terre=Foire, Cranſae und
de Cazeville, ſowie im Schieferbruche von Trelaze,
teil=
weiſer Streik in Roche=la=Moliére, St. Chamant, im Tal
des Gers und im Steinbruche von Segre.
* Paris, 11. März. Der Ausſtand iſt
vollſtän=
dig in den Bergwerken von Lens. Lievin, Flines,
Montceau=les=Mines und Epinal, teilweiſe in den
Bera=
werken von Bethune, Anzin, Douchy, Anich, Marles,
Alais und Commentry. In Bruay fehlte niemand bei der
Arbeit, in den Streinbrüchen von Mayenne faſt niemand.
* Paris, 11. März. Nach Meldungen aus dem
Bergwerksgebiete iſt der heutige Tag ohne
Zwiſchen=
fall verlaufen. In den Straßen fanden Umzüge ſtatt. In
Verſammlungen wurden die Forderungen der
Bergarbei=
ter beſprochen. Morgen wird die Arbeit überall
wieder aufgenommen werden.
* Paris, 11. März. Der Hauptausſchuß des
Ver=
bandes der franzöſiſchen Zechenbeſitzer
erklärt in einer Zeitungnote er hoffe, daß der 24ſtündige
Streik in aller Ruhe ablaufen werde. Zwiſchenfälle ſeien
vielleicht morgen bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu
befürchten. Im übrigen ſeien die Zechenbeſitzer nach wie
vor bereit, die Forderungen der Bergleute, insbeſondere
die nach Ruhegehalt, mit Wohlwollen zu prüfen.
* Paris, 12. März. Nach 24ſtündigem
De=
monſtrationsſtreik iſt überall die Arbeit von den
Bergarbeitern wieder aufgenommen worden.
Sport.
* Fußball. Im Kreisſpiel um die Meiſterſchaft
des Oſtkreiſes in Klaſſe B ſiegten in München die
Würzburger. Kickers über Turnerſchaft
München mit 4:1 Toren.
* Mittelrheiniſche
Vorturnervereini=
gung. Die Mittelrheiniſche Vorturnervereinigung, die von
24 der größeren Vereine des Mittelrhein=Turnkreiſes
Deut=
ſcher Turnerſchaft gebildet wird, hielt im neuen
Vereins=
hauſe der Turngeſellſchaft Wiesbaden mit einer Beteiligung
von 142 Vorturnern ihre 19. Zuſammenkunft ab. Durch
Vor=
führung beſonderer Riegen mit ſelbſtgewähltem
Uebungs=
ſtoff ſoll bezweckt werden, neue Anregung auf dem Gebiete
der Turnkunſt zu geben. Acht Vereine, die für dieſes Jahr
hierzu beſtimmt waren, erledigten die Aufgabe in
hervor=
ragender Weiſe und zeigten, wie vielſeitig das deutſche
Turnen geſtaltet iſt. Es turnten: Tv. Frankfurt
Frei=
übungen; Tgde. Frankfurt Sprungtiſch; Turn= und
Fecht=
klub Frankfurt Sprungtiſch mit vorgeſtelltem Bock; Tgſ.
Wiesbaden Frei= und Stabübungen mit
Gruppenſtellun=
gen; Tv. Wiesbaden Kunſtfreiübungen; Tgde. Hanau
Uebungen mit Doppelkeulen und Tv. Vorwärts Bockenheim
Uebungen am Sturmlaufbrett. Zum Schluſſe wurden Kür=
Uebungen der beſſer geübten Geräteturner am Reck,
Bar=
ren und Pferd gezeigt, wobei manch ſchöne und ſchwierige
Uebung Bewunderung und Beifall der zahlreich
erſchie=
nenen Zuſchauer ausloſte. Am Nachmittag wurde die
prak=
tiſche Arbeit vom Vormittag eingehend beſprochen und die
nächſtjährige Zuſammenkunft der Tgde. Bockenheim
über=
tragen.
sr. Das internationale Schachturnſier
in San Sebaſtian hat auch in der 14. und 15. Runde
nicht allzu erhebliche Voränderungen gebracht.
Spiel=
mann ſiegte gegen Schlechter und ſpielte mit Perlis
remis. Er hat nunmehr einen Stand von 10½ Punkten
erreicht und ſteht damit mit 2 Punkten Vorſprung an
erſter Stelle vor Niemzowitſch, der gegen Schlechter remis
erzielte, gegen Marſchall aber einen Sieg errang. Im
übrigen ſiegte Tarraſch gegen Teichmann, der auch von
Duras geſchlagen wurde, auch gegen Leonhardt blieb
Tarraſch erfolgreich, ſodaß er jetzt mit Perlis auf 7½
Gutpunkte gleich ſteht. Perlis konnte ſeinerſeits außer
gegen Spielmann auch gegen Rubinſtein nur ein remis
erzielen. An vierter Stelle folgt Rubinſtein mit 7
Punk=
ten, alsdann folgt Duras mit 6½, Marſchall mit 6,
Schlechter mit 5½, Teichmann mit 5 und Leonhardt mit
4 Punkten.
Luftfahrt.
* Weimar 11. März. Hier wurde ein Verein
Deutſcher Flugverband gegründet. Der
Ver=
band bezweckt die Förderung des deutſchen Flugweſens
im weiteſten Sinne. Seine nächſte Aufgabe iſt die
Schaf=
ſung eines von Mitteldeutſchland ausſtrahlenden Netzes
von Flugſtützpunkten im nationalen, militäriſchen und
flugſportlichen Intereſſe.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 12. März. (
Frucht=
marktbericht.) Obwohl die Mühlen weiker
über den ſchlechten Mehlabſatz klagen, machte
ſich doch für einheimiſche und ausländiſche
Brot=
früchte beſſere Nachfrage geltend, wobei auch etwas
höhere Preiſe bewilligt wurden. Auch Hafer war
wie=
der ſtärker gefragt und anziehend. Mais iſt nur knapp
offeriert, aber eher williger. Gerſte geſchäftslos. Mehl
aus zweiter Hand billiger anzukommen. Futterartikel
ruhiger, jedoch feſt.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt
bei anziehenden Preiſen. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war Weizen mäßig beſſer auf das
kalte Wetter, das auch in der Umgegend von Berlin
Nachtfröſte brachte, ferner auf die Erhöhung der
For=
derungen für La Plata=Weizen und ruſſiſche Ware.
Hafer ebenfalls feſter auf regere Kaufluſt der
Konſu=
menten und der Händler. Die bedeutenden
ankommen=
den Kahnladungen ſind größtenteils disponiert. Nach
den letzten Kabelnachrichten von den
amerikani=
ſchen Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen ſtark ſchwankend, aber ſchließlich
ſchwach auf die Mattigkeit der inländiſchen Produkten=
märkte und größere Ankünfte in Minneapolis; auch
drückten die Meldungen von Schneewetter im Weſten
der Vereinigten Staaten. Mais war gut behauptet
auf die Ankündigung einer Abnahme der Zufuhren und
auf günſtige Buenos Aires. Die ſichtbaren
Weizenvor=
räte ſind dort in dieſer Woche von 60,26 Mill. Buſh.
auf 59,84 Mill. Buſh. zurückgegangen, hingegen die
Maisvorräte von 14,26 Mill. Buſh. auf 15,15 Mill.
Buſh. geſtiegen. In Kanada erhöhten ſich die
Weizen=
vorräte in dieſer Woche von 25,54 Mill. Buſh. auf 26,86
Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 22, Norddeutſcher
22, Kurheſſiſcher 22, Ruſſiſcher 24—25, La Plata 23,75
bis 24,50, Rumäniſcher 24—24,75, Kanſas 23,75—24,75,
Walla Walla 24—24,50, Redwinter 23,75—24,75,
Mani=
toba 23—25; Roggen, hieſiger, 20—20,10, Bayeriſcher
(Pfälzer) 20—20,10, Ruſſiſcher 20—20,50,
Amerikani=
ſcher — Rumäniſcher 20—20,50; Gerſte, Pfälzer,—
hieſige und Wetterauer —, Riedgerſte Ungariſche —,
Fränkiſche — ruſſiſche Futtergerſte —; Hafer, hieſiger,
21,10—21,40, Bayeriſcher 21,10—21,50, Ruſſiſcher 21,50
bis 22,50, Amerikaniſcher 20,75—21, Rumäniſcher 21,50
bis 22,50, Mais mixed 17,90—18,10, Ruſſiſcher 18,25 bis
18,50, La Plata 18—18,15, Rumäniſcher 18,10—18,25,
weißer Mais 18—18,25, Donaumais 18—18,25,
Weizen=
ſchalen 13,25—14, Weizenkleie 13,50—13,90, Roggenkleie
14—14,25, Futtermehl 16—16,50, Biertreber, getrocknet,
15,25—15,50; Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab
Mann=
heim), Nr. 0: 31—31,25, feinere Marken 31,50—31,75,
Nr. 1: 30,25—30,50, feinere Marken 30.75—31, Nr. 2:
28,25—28,50, feinere Marken 30,75—31, Nr. 3: 27,25 bis
27,50, feinere Marken 27,75—28, Nr. 4: 23,50—23,75,
fei=
nere Marken 24—24,25; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0:
28—28,25, Nr. 1: 26—26,25, Nr. 2: 21,50—22.
* Mannheim, 12. März. In der heutigen Sitzung
des Aufſichtsrates der Süddeutſchen
Dis=
kontogeſellſchaft A.=G. in Mannheim wurde die
Bilanz für das Jahr 1911 vorgelegt, die einen
Rein=
gewinn von 3 218 231 Mark (2809608 Mark) ergibt. Es
wurde beſchloſſen, der für den 2. April 1912
einzuberufen=
den Generalverſammlung die Verteilung einer Dividende
von 6 Prozent wie im Vorjahre auf das erhöhte
Aktien=
kapital vorzuſchlagen.
* Ludwigshafen, 12. März. In der heutigen
Aufſilltsratslitzung der Pfälziſchen
Bank wurde beſchloſſen, bei einem Nettogewinn von
5518860 (3 415968) Mark die Verteilung einer Dividende
von 7 Prozent (im Vorjahre 5½ Prozent) vorzuſchlagen.
* Bremen, 11. März. Der in der Sitzung des
Aufſichtsrats und des Vorſtandes des
Nord=
deutſchen Lloyd vorgelegte Abſchluß des
Geſchäfts=
jahres 1911 weiſt einen Bruttoüberſchuß von rund 41,5
Millionen Mark gegenüber 38,1 Mill. Mark im Vorjahre,
mithin eine Steigerung von 3,4 Mill. Mark auf. Trotz
der mehrere Millionen betragenden Einbuße im
nord=
amerikaniſchen Paſſagiergeſchäft war es durch
entſpre=
chende Verbeſſerungen des allgemeinen Fracht=,
Süd=
amerika= und Auſtralgeſchäftes, ſowie der Vermehrung
der Einnahmen aus den Beteiligungen und dem Fortfall
der Schuldenzinſen möglich, dieſes Reſultat zu erzielen.
Es wurde in Ausſicht genommen, der auf den 3. April zu
berufenden Generalverſammlung die Verteilung einer
5prozentigen Dividende vorzuſchlagen, nach den
Ab=
ſchreibungen in Höhe von 20,7 Mill. Mark gegen 20,4
Mill. Mark im Vorjahre.
Landwirtſchaftliches.
— Die Landwirtſchaftskammer für das
Großherzogtum Heſſen wird bei der
Eiſenbahn=
direktion vorſtellig werden, daß die Züge, welche Milch
be=
fördern, in Darmſtadt und Mainz im Sommer um 6
und im Winter um 7 Uhr eintreffen. Der Vorſtand
be=
ſchäftigte ſich noch weiter mit verſchiedenen die jetzt im
Gange befindlichen Neuwahlen zur
Landwirtſchaftskam=
mer betreffenden Fragen. Die neue
Weideverſicherungs=
ſatzung wurde durchberaten und für die Zukunft auch eine
Entſchädigung für den auf der Weide durch Krankheit und
Unfall entſtandenen Minderwert feſtgelegt. Einige
Ent=
ſchädigungsanſprüche für auf den Weiden erkrankte Fohlen
wurden zum Teil anerkannt. Die Einrichtung einer
Fohlenaufzuchtſtation wird in Ausſicht genommen. Zur
Reviſion des Jagd=Polizei=Strafrechts werden 2
Kammer=
mitglieder delegiert. Die Pferdezuchtvereine von Maar
und Echzell werden als Zuchtvereine anerkannt und der
Landwirtſchaftskammer angeſchloſſen. In der Provinz
Rheinheſſen ſoll ein Gelände zur Anlage eines
Schnitt=
muſterweinberges käuflich erworben werden. Den für das
Jahr 1910 vorgeſehenen Maſchinenprüfungen und der
Vorführung von Maſchinen wird zugeſtimmt. Der
Sor=
tenverſuchsplan wird ebenfalls genehmigt. Die nächſte
Vorſtandsſitzung findet Montag, den 18. März ſtatt.
Die Revolution in China.
* Peking, 11. März. Ein Manifeſt begnadigt
lle Gefangene außer Mörder und Räuber und erläßt die
chon fällig geweſenen, aber noch nicht bezahlten
Grund=
ſteuern. Es kündigt die zeitweilige Anwendung der
al=
ten Geſetze an, ſofern ſie nicht dem republikaniſchen Geiſte
zuwiderlaufen, und ermahnt alle Beamten, die Wohlfahrt
der Republik zu fördern.
* Hongkong, 12. März. Bei den geſtrigen
Zu=
ſammenſtößen zwiſchen den neueingeſtellten
Trup=
pen und den Aufſtändiſchen in Canton ſollen, der Daily
Preß zufolge, einhundert bis zweihundert Perſonen
ge=
ötet und verwundet worden ſein. Die Aufſtändiſchen,
die gut bewaffnet und mit Munition ausgerüſtet waren,
beſetzten die Admiralität. Der engliſche Generalkonſul
ordnete an, daß ſich die Fremden nach Hongkong begeben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 12. März. Der Staatsſekretär des
Reichs=
ſchatzamtes überſandte der Zeitung Germania folgende
Be=
richtigung: Die Redaktion der Germania beehre ich mich,
um Aufnahme folgender Berichtigung zu bitten: In der
heutigen Nummer teilen Sie mit, ich hätte bei der
Berat=
ung des Zuwachsſteuergeſetzes maßgebenden
nationallibe=
ralen Abgeordneten die Zuſage gemacht, daß mein erſter
Steuervorſchlag nach den Neuwahlen die
Wiederein=
bringung der Kindeserbſchaftsſteuer ſein
würde. Dieſe Angabe entſpricht nicht den Tatſachen. Bei
meinen Verhandlungen und Beſprechungen über die
Zu=
wachsſteuer iſt von der Einführung der Erbſchaftsſteuer
niemals die Rede geweſen.
* Berlin, 12. März. Der Verein der Fiſchinduſtriellen
Deutſchlands, Sitz in Altona (Elbe), erfährt auf eine
An=
frage vom Inſanterie=Regiment Nr. 88 in
Mainz bezüglich der kürzlich gemeldeten Vergift=
ungserſcheinungen, daß die Unterſuchung über die
Urſache der Erkrankung der ca. 80 Soldaten noch nicht
ab=
geſchloſſen iſt. Die erkrankten Leute ſind ſämtlich wieder
geſund. Zu der Annahme, daß Fiſche die Urſache der
Er=
krankungen geweſen ſeien, liege keine Veranlaſſung vor,
da von den tags vorher verabreichten Fiſchen, die friſch in
Eis bezogen waren, ſowohl die geſund gebliebenen wie
auch die erkrankten Mannſchaften gegeſſen haben. Der
Ver=
ein bemerkt dazu: Die amtliche Aeußerung des Profeſſors
Sobernheim=Berlin, daß Fiſchvergiftungen nur ſelten
vor=
kämen und ziemlich bedeutungslos ſeien, wird hoffentlich
dazu beitragen, daß ſich das Publikum durch die vielen
aus der Luft gegriffenen Meldungen über Fiſchvergiftungen
nicht beunruhigen läßt.
* Hamburg, 12. März. Der Redakteur des Hamburger
Fremdenblatts, Dr. Obſt, iſt im
Zeugniszwangs=
verfahren zu 200 Mark Geldſtrafe verurteilt worden,
da er unter Berufung auf ſeine Berufsehre das Zeugnis
verweigerte. Von einer Haftſtrafe wurde auf Wunſch des
Staatsanwalts abgeſehen.
* Breslau, 12. März. In dem Prozeß der
Bahn=
wärterfrau Cäcilie Mayer gegen den Grafen
Biginiew Kwilecki und Sohn beſchloß die zweite
Zivil=
kammer noch vor Eintritt in die Verhandlung, gemäß dem
Antrag der beteiligten Staatsanwälte, die Vertagung
des Termins.
* London, 12. März. Wie im Auswärtigen Amt vom
Geſandten in Konſtantinopel mitgeteilt wurde, iſt die
Paſſage durch die Dardanellen durch
Kontakt=
minen geſperrt worden. Eine durch Bojen
bezeich=
nete Fahrrinne iſt offen gelaſſen worden.
* London, 12. März. Der Daily Telegraph meldet
aus New=York vom 11. ds.: Nach einer Zeitungsnachricht
aus Philadelphia erklärte der Vertreter der dortigen
Schiffsbaufirma Cramp and Sons, daß Rußland
be=
ſchloſſen habe, zwei ſeiner vier Dreadnoughts zu
30000 Tonnen von dieſer Firma bauen zu laſſen. Die
anderen beiden Dreadnoughts ſollen von der Firma
Vickers Barrow in Furneß gebaut werden. Jedes der
vier Schiffe wird einſchließlich der Bewaffnung und
Pan=
zerung 48 Millionen Mark koſten.
* New=York, 12. März. New=York Tribune erfährt
von unterrichteter Seite, daß Spanien mit der National
City Bank wegen einer Sechzig Millionen=
An=
leihe in Verhandlungen ſteht, um eine Eiſenbahn
von Madrid nach Frankreich, ſowie einen
Tun=
nel durch die Pyrenäen zu bauen. Den Bau ſoll
eine amerikaniſche Geſellſchaft ausführen.
* Peking, 12. März. Tengſchaoy iſt zum
Pre=
mierminiſter ernannt worden.
H. B. Berlin, 12. März. Bei einem Ueberlandflug
ſtürzte heute vormittag der von Leutnant Engwer
ge=
führte Apparat bei Zehlendorf ab. Leutnant Engwer und
ſein militäriſcher Begleiter, Leutnant Solmitz, wurden
ſchwer verletzt.
— Warſchau, 12. März. Die Flucht des Mönchs
Macoch aus dem Petrikauer Gefängnis iſt hier
unbe=
ſtätigt.
H. B. New=York, 12. März. In Mexiko ſteht die
entſcheidende Schlacht bei Torreon bevor.
Ein hieſiges Blatt meldet, daß auf Anregung des deutſchen
Geſandten alle Vertreter der Mächte ihre Regierungen
er=
ſucht haben, Soldaten nach Mexiko zum Schutz der
Ge=
ſandten zu ſchicken. Die Regierung in Waſhington iſt
be=
reit, eine Schutztruppe zu entſenden, ſobald der
amerika=
niſche Geſandte dies fordert.
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Ohne jede Naht
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„Empfohlen durch den deutschen Offiziers-Verein‟.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teil=
nahme bei dem ſo jähen Hinſcheiden unſerer
lieben, herzensguten und unvergeßlichen
Erna
ſagen wir herzlichen Dank.
(6080
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Dr. L. Ziegenbruch u. Frau.
Darmſtadt, am 12. März 1912.
Inſelſtraße 19.
Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Seite 7.
Todes-Anzeige.
Heute vormittag verſchied plötzlich und
unerwartet mein lieber, guter Mann
Theodor Soeder
im 60. Lebens jahre.
(6123
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Dina Soeder.
Darmſtadt, 12. März 1912.
Dreibrunnenſtraße 1.
Die Beerdigung findet ſtatt:
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei der ſchweren Krankheit und dem Ableben
unſeres lieben Vaters und Schwiegervaters ſprechen
wir unſeren innigſten Dank aus.
(6035
Darmſtadt, den 12. März 1912.
Wilhelm Rötiger,
Margarete Leiser, geb. Röttger,
Georg Leiser.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. C): „Goethes
Fauſt=Tragödie‟
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Liederabend von Paula Manecke um 8 Uhr im Hotel
„Zur Traube‟
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. — Reſtaurant „Metropol”
um ½8 Uhr.
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Neckar=
ſtraße 3 (geöffnet von 11—1 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 14. März.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um 10 Uhr bei Gaſtwirt Heberer
zu Meſſel.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Gber=
ſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft am Bäckerweg
am Eingang des Waldes).
Stamm= und Stangenholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Ober=Ramſtädter Gemeindewald (
Zuſammen=
kunft im Diſtrikt Eichelberg an der neuen Brücke nächſt
dem Breitenſtein).
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
EEu Kohfek
Kirchliche Nachricht.
Johanneskirche. Mittwoch, den 13. März,
abend 8 Uhr: 4. Paſſionsandacht. Pfarrer Kraus.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber ganz Europa lagert hoher Druck, nur im hohen
Nordweſten liegt ein ſtarkes Tief, das jedoch unſer Wetter
nicht beeinfluſſen kann. Wir werden auch morgen im
Bereich des Hochs zwar wolkiges, jedoch meiſt trockenes
Wetter zu erwarten haben.
Ausſichten für Mittwoch, 13. März: Wolkig,
meiſt trocken, Temperatur wenig verändert.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
(VI4264)
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
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Kurſe vom 12. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,70
81,60
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,60
81,60
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,20
do.
3½
84,00
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,50
89,30
do.
3½
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,70
4 Heſſ. Staatsanleihe .
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
do.
89,20
3½
do.
78,60
3 Sächſiſche Rente . . . . 81,40
4 Württemberger v. 1907 100,20
do.
95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
10 Griechen v. 1887 . . 54,00
3. Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,80
4 do. Goldrente . . . 96,90
4 do. einheitl. Rente 89,50
3 Portug. unif. Serie I 65,00
3 do. unif. Ser. III 68,00
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,40
4 do. v. 1890 . . 94,90
4 do. v. 1905 . . 91,70
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 100, 40
4 do. v. 1902 . . . . 90,75
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . ..
4 Serbier amort. v. 1895 85,70
4 Türk. Admin. v. 1903 84,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,30
4 Ungar. Goldrente . . . 92,00
4 do. Staatsrente . . . 90,00
In Proz.
Zf.
.100,50
5 Argentinter
4
88,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,30
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,90
do.
4½
95,50
4½ Japaner . . . . . . . 95,25
5 Innere Mexikaner . . . 93,60
do.
3
59,00
4 Gold=Mexikaner v. 1904 88,70
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,30
3 Buenos Aires Provinz 72,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 140,20
3 Nordd. Lloyd . . . . . 105,10
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,50
8 Baltimore und Ohio . 103,25
6 Schantungbahn . . . . 134,50
6½ Luxemb. Prince Henri 153,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,75
6 Pennſylvania R. R. . 118,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 491,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . .253,25
27 Farbwerke Höchſt . . 541,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,50
8 Cement Heidelberg . . 158,40
32 Chem. Werke Albert 445,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 290,50
4 Lahmeyer .
. . 126,50
In Proz.
Letzte
Dwid.
7 Schuchert, Nürnberg . 154,30
12 Siemens & Halske . 233½
12 Bergmann Electr. . . 180,00
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 178,00
25 Gummi Peter . . . . 143,80
0 Kunſtſeide Frankfurt 133,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 462,00
12 Maſchinenf. Badenia 196,80
16 Wittener Stahlröhren 216,00
8 Steana Romana Petr. 134,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 241,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 208,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 130,75
3 Südd. Immobilien . 71,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 184,00
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 221,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 179,75
10 Gelſenkirchener . . . . 194,75
7 Harpener . . . . . . . 188,90
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 248,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
. . 84,50
Caro. . .
4 Laurahütte . . . . . . 174,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
10
Weſteregeln 189,00
5 South Weſt Africa .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,50
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,70
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,90
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,70
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,40
3
do.
5 Oeſterr, Südb. (Lomb.) 99,90
In Proz.
3f.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
54,80
do.
20/10
3 Raab=Oedenburg . . . 77,50
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,00
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 88,60
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
4
do.
4 Wladichawchas . . . . 89,40
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 79,00
92,50
do.
2¼0 Livorneſer . . . . . 71,00
3 Salonique=Monaſtir . 65,40
. 84,20
4 Bagdadbahn.
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,10
74,00
4 Miſſouri=Paciſic. .
4 Northern=Pacific . . . 100,70
4 Southern=Pacific . . . 95,40
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,25
5 Tehuantepec . . . . . . 97,90
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 193,50
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,80
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 171,00
6½ Darmſtädter Bank . 124,70
12½ Deutſche Bank . . . 261,10
6 Deutſche Vereinsbank . 124,30
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,20
10 Diskonto=Kommandit 188,90
8½ Dresdener Bank . . 156,20
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,50
6½ Mitteld. Kreditbank 120,80
7 Nationalb. für Deutſchl. 124½
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 129,75
7½ Wiener Bankverein . 138,25
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 99,20
Bf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 98,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,75
do.
3½
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,90
do.
3½
90,10
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
. 100,60
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . . . .
.100,70
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
90,10
S. 3—5 .
80,90
S. 9—11
90,00
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
3½
do.
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,70
3½ do. (unk. 1914) . . 89,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,50
do.
3½
90,30
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . .
3½ do.
4 Frankfurt.
. . 100,90
3½ do.
93,50
4 Gießen .
. 98,70
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
do.
3½
90,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mairz
99,50
3½ do.
90,30
4 Mannheim
3½ do.
90,10
4 München .
99,60
3½ Nauheim
90,00
4 Närnberg.
98,30
do.
90,50
4 Offenbach .
(ndmn
3½ Offenbach .
.: 99,70
4 Wiesbaden .
94,00
3½ do.
4 Worms . .
3½, do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 177,00.
3½ Cöln=Mindner , 100 135,90
3 Holl. Komm. . fl. 100 105,50
3 Madrider . Fs. 100 78,00.
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00.
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,25
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7 36,00
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
.Fe. 15
Freiburger .
F2, 45 —
Mailänder .
do.
.Fs. 10 31,60)
. f. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864fl. 100 —
do. v. 1858 fl. 100 453,00
Ungar. Staats . . fl. 100 369,80
Venediger . . . . Fs. 30 42,50
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,47
20 Franks=Stücke . .
16,26
Amerikaniſche Noten.
Engliſche Noten .
20,47
Franzöſiſche Noten. . . . 81,15
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . 216,00
Schweizer Noten . . . . . 80,85.
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120 cm breit
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Gegendruck
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Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Seite 9.
Ken u Soandren
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
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Mathildenhöhsaal, Freitag, 15. März, 8 Uhr abends,
Maden Fresber
liest eigene Dichtungen.
Karten für Nichtmitglieder im Vorverkauf bei A. Bergſträßer
(Rheinſtraße) zu Mk. 4, 3, 2. 1. — An der Abendkaſſe Mk. 4.50, 3.50,
2.50, 150. — Mitglieder können ihre erhaltenen Tageskarten gegen
ein Aufgeld von Mk. 1.— in Karten der höheren Kategorie
(5614fm
umtauſchen.
Das Erträgnis des Abends wird der Fürſorge Ihrer
Königlichen Hoheit der Großherzogin für arme Lungenkranke
zur Verfügung geſtellt werden.
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Neues Programm
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Ein Ehe=Drama in 3 Akten von der Nordiſchen
Film=
fabrik, Verfaſſer des berühmten Films „Indiſch Blut”.
Der Leutnant und seine Verschwörer
Eine Spionageaffäre mit hochintereſſant. Abwechslungen.
Dann:
Nauke mit dem Zodak
Humoriſtiſch
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Natur, und
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Herren=Rad menrad, ſehr gut
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Alexanderſtr. 4, Hth., II. (*6172ms
Rolle 30 Pfg.
Tapezieren, Ga. Dieter,
Tapezier, Lichtenbergſtr. 75. (*6379
Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady. Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Aleſia”, von
Philadel=
phia und Newport News
kom=
mend, 8. März. 8. Uhr 30 Min.
morgens Dover paſſiert.
Dampfer „Bethania”, 8. März
12 Uhr 15 Min. mittags von
Boſton nach Baltimore.
Dampfer „Prinz Oskar”, nach
Philadelphia, 8. März 11 Uhr
50 Minuten nachts Cuxhaven
paſſiert.
Dampfer „Willehad”, nach Kanada,
8. März 11 Uhr abends
Cux=
haven paſſiert.
Vergnügungsdampfer „Meteor”,
zweite Mittelmeerfahrt, 8. März
von Patras.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
13. März, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Prätorianer=Marſch aus ,Quo
vadis” von F. Nowowiejsky.
2 Ouverture zu „Ruy Blas” von
F. Mendelsſohn. 3. Volksſzene
aus „Evangelimann” v. W. Kienzl.
4. Traumlied a. „Die Meiſterſinger
von Nürnberg” von R. Wagner.
5. „Valse chromatique” von O.
Kockert. 6. „Hurra! Zeppelin!”,
Marſch von S. May.
Arnold Scher Hasisaur
Ecke Erbacherstrasse
Freitag, den 15. März 1912, abends 8 Uhr:
IIIn Tncheld- u. Dea Klarieraschu.
Kompositionen von Chopin, Schubert, Mendelssohn-
Bartholdy, Reinecke, Scharwenka, Schütt und Delibes.
Karten, welche zum freien Eintritt berechtigen, bittet man
schriftlich zu bestellen, dieselben werden bereitwilligst zugesandt;
ausserdem können Karten nur in der
Pianofortegross-
handlung von Karl Arnold, Ecke der Erbacher=
Istrasse, abgeholt werden. (Kein zweites Magazin in
der Stadt).
S (5926omf
Trauringeck
bei Ubrmaher
MKolb, Kirchstr. 17
JUhren, Goidwaren
HiederAbend
der Darmstädter Gesangvereine 1912
Samstag, den 16. März 1912, abends 8¼ Uhr
im großen Saal der Turnhalle am Woogsplatz
Teilnehmende Vereine:
Geſangverein Teutonia, Freundſchaft, Orth’ſches Männer=
Quartett, Männergeſangverein Darmſtadt=Beſſungen,
Turngeſellſchaft Darmſtadt, Doppel=Quartett Rheingold,
Schubert=Quartett, Harmonie, Liederzweig, Bürgerverein
Beſſungen, Turngemeinde Beſſungen, Turngemeinde
Darmſtadt, Liedertafel, Concordia, Sängerluſt,
Lieder=
kranz, Olympia, Einigkeit, Geſangsabteilung der
Militäranwärter, Männer=Quartett Beſſungen.
Eintrittskarten ſind im Verkehrsbureau, ſowie
abends an der Kaſſe zu haben.
(6024
Wegen Platzmangel haben Damen keinen Zutritt.
Epangeliſche Stadtmiſſion in Darmſtadt
Mühlſtraße 24.
Freundliche Einladung zu den
Bibelſtunden
des Evangeliſten, Herrn Prediger E. Schrenk=Barmen.
Sonntag, den 17. und 24. ds. Mts.
Nachmittags 4 Uhr: Bibelſtunde.
Abends 8½ Uhr: Evangeliſation.
Montag, den 18. bis Samstag, den 23. ds. Mts.
Abends 8½ Uhr: Biebelſtunde.
Eintritt frei für jedermann. 2
Daſelbſt auch Verkauf von Büchern: „Pilgerleben und
Pilgerarbeit”, Selbſtbiographie mit Bildnis und Autogramm,
„Seelſorgerliche Briefe” für allerlei Leute, broſch. Mk. 2.25,
elegant gebunden Mk. 3.— und verſchiedene kleinere Schriften,
verfaßt von E. Schrenk.
(6019ms
Der Vorſtand der Stadtmiſſion.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſilbernes Kettenarmband. 1 goldener Ring mit
rotem Stein. 1 Opernglas mit Aluminiumgeſtell. 1 Portemonnaie
mit Inhalt. 1 kl. Schlüſſel. 1 Hundeleine. 2 Monatskarten. 1 kl.
ſilberne Nadel mit rötlichem Stein. 1 großer Schlüſſel. 1
Nickel=
zwicker mit gold. Kettchen. 1 Präziſionsſpritze. 1 Handwagen. 1
Kilo=
gewichtſtein. 1 Damenkollier.
(6076
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
die Martinſtraße zwiſchen der Heinrichs= und Mathildenſtraße vom
14. bis zum 30. März ds. Js. für den Fuhrwerksverkehr geſperrt. (6057
Die noch ruckſtandigen Rechnungen über Forderungen an uns aus
dem Jahre 1911 ſind wegen unſeres demnächſtigen
Bücher=
ſchluſſes
(5969im
bis ſpäteſtens 25. ds. Mts.
einzuſenden.
Darmſtadt, den 11. März 1912.
Großherzogliche Kabinetts= und Hofkaſſe.
Lutzhotz=Verneigerung Ntr. 10.
(Stadtwald.)
Freitag, den 15. März l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5)
aus den Abt. 43, 44 (Nachtweide), 47 (Wannemachersplatte), 48 (
Sau=
ſchwanz) und 49 (Rücksbrünnchen) der Forſtwartei Heiligkreuz
ver=
ſteigert 248,85 fm Nutzholz, nämlich:
1. Stämme: Eichen
I. Kl. 6. Stück = 16,11 kn.
II. „ 1 „ — 2,33 „
III. „ 3 „ — 3,58 „
IV. „ 19 „ = 12,83 „
V. 17 „ — 7,99
VI. „ 21
— 5,10
Eſchen
VI. „ 21 „ — 2,65
Buchen
II. „ 5 „ — 6,36
III. „ 14 „ — 14,67
IV. „ 9 „ — 5,66
Hainbuchen IV. „ 5 „ — 2,28
V. „ 10 „ — 3,75
VI, „ 21 „ — 5,38
Linde IV. „ 1 „ — 0,45
VI. „ 1 „ — 0,43
Fichten
II. „ 11 „ — 20,63.
III. „ 18 „ — 23,38 „
IV. „ 40 „ - 42,54
V. „ 108 „ — 52,93 „
2. Derbſtangen: Eichen I. „ 52 . — 2.58
Eſchen
„ 183 „ — 13,33
Fichten
„ 30 „ — 1,73 „
II. „ 85 „ — 1,87 „
3. Reisſtangen: Fichten I. „ 50
— 0,29
Sämtliche Hölzer ſind an verſteinte oder gut fahrbare Wege
gerückt. Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
Nummernverzeichniſſe über das Stammholz ſind bei Herrn
Forſt=
wart Hofmann, hier, unentgeltlich zu haben.
(5611fm
Darmſtadt, den 29. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holz-Verſteigerung.
Donnerstag, den 21. ds. Mts., von vormittags
9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turnhalle dahier (
Woogs=
platz 5) aus Domanialwald=Diſtrikt Beſſunger Forſthaus
ver=
verſteigert:
Stämme:
52 Eichen=Schwellen (2,7 m lang mit 25 cm Minimalkopfſt.)
— 12,88 fm
1 Eichen I. Kl. — 0,91 fm 18 Eichen IV. Kl. — 7,46 fm
— 4,50
II.
V. „ — 1,87
— 5,16 „
VI. „ — 5,63
III.
— 1,33
I.
1 Buchen
15 Buchen III. „ — 16,13
II.
- 5,69 „
11
IV. „ = 7,97
— 1,65
11 Hainbuchen VI.
9 Eſchen VI. „ — 1,54 „
IV.
1 Birken
— 0,83 „
1 Birken V.
—0,66
IV. „ — 0,92
1 Erlen
2 Erlen VI. „ — 0,49
V.
— 0,29
16 Lärchen
, — 2.76
— 2,02
3 Fichten
IV.
127 Fichten V. „ = 32,27
Derbſtangen: 4 Eſchen = 0,35fm, 202 Fichten — 11,03 fm,
58 Lärchen — 1,86 fm.
Reisſtangen: 33 Lärchen — 0,30 fm.
Nutzſcheiter, rm: (Rollen) 20 Eichen, 5 Erlen.
36 Eichen.
11 Kiefern (2 m lang).
Nummernverzeichniſſe werden nicht ausgegeben. — Im
An=
ſchluß hieran, mit Abzählungsnummern 849—966
Scheiter, rm: 80 Buchen, 25 Eichen, 1 Birken, 2 Erlen;
Knüppel, rm: 33 Buchen, 2 Hainbuchen, 11 Eichen, 1 Birken;
Reiſig, Wellen: 1260 Buchen, 270 Eichen, 20 Birken;
Stöcke, rm: (grob) 15 Buchen, 7 Eichen, 1 Erlen: (fein)
7 Buchen, 7 Eichen; 1,05 rm ungeſpaltene Buchenſtöcke, ſind
zu Hackklötzen gut geeignet.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung
einzuſehen. Der Großh. Forſtwart Kolb (Beſſunger Forſthaus) iſt
beauftragt, dasſelbe auf Verlangen vorzuzeigen.
(6084mi
Darmſtadt, den 12. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Nutzholz-Verſteigerung.
Montag, den 18. März, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt
Wachholder, verſteigert:
412 Fichten=Stämme — 95,59 fm
=Derbſtangen — 59,20
779
Zuſammenkunft auf der Kreisſtraße Schaafheim=Schlierbach,
am Diſtrikt Wachholder.
Ferner Dienstag, 19. März, vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Diſtrikt Eichwaldsheeg, Thomasborn und
Langenbuche verſteigert:
3,75 fm
5 Buchen=Stämme
— 6,19
20 Eichen=Stämme
65 Buchen=Derbſtangen — 3,48
2,96
44 Eichen=
25,81
601 Fichten=
1,18
136 „ Reisſtangen
6 Lärchen=Derbſtangen — 2,75
20,81
105 Fichten=Stämme
4,4 rm Eichen=Nutzknüppel.
Zuſammenkunft am Zimmerplatz.
(6027ms
Schaafheim, am 11. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hauck.
Steuer=Erhebung.
Das 5. und 6. Ziel der
Ge=
meindeſteuer für das
Rechnungs=
jahr 1911 iſt, bei Vermeidung der
Mahnung, bis Ende dieſes
Mo=
nats an den Werktagen,
vormit=
tags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
zu entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 11. März 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (6095a
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter A
wurde heute die Firma Heinrich
Schwinn in Ober=Ramſtadt mit
dem Inhaber gleichen Namens
eingetragen.
Angegebener Geſchäftszweig:
Bürſten=, Holz=, Korb= und
Seiler=
waren=Handlung.
(6122
Darmſtadt, 7. März 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Matratzenſtreu=
Verkauf.
Am Montag, den 18. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger
Weg die Matratzenſtreu aus einem
Batterieſtall öffentlich und
meiſt=
bietend verſteigert. (6053mdfs
Darmſtadt, im März 1912.
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Grosse Ochsengasse 12
Telephon 1767.
Großh. Ludwigs= u. Liebigs=
Oberrealſchule zu Darmſtadt.
Anmeldungen zum Eintritt werden Freitag, den 15. März,
von 3—5 Uhr, in den betr. Schulgebäuden entgegengenommen.
Von Darmſtädter Schülern ſind die von der Rheinſtraße,
Alexander=
ſtraße und Dieburgerſtraße ſüdlich wohnenden in der Ludwigs=
Ober=
realſchule, die nördlich wohnenden in der Liebigs=Oberrealſchule, von
auswärtigen Schülern, die an Bahnhof Darmſtadt=Oſt ankommenden
in der Ludwigs=Oberrealſchule, die im Hauptbahnhof eintreffenden
in der Liebigs=Oberrealſchule anzumelden. Das letzte Schulzeugnis,
der Geburts= und Impfſchein ſind bei der Anmeldung vorzulegen.
Großherzogliche Direktionen der Ludwigs=
und Liebigs=Oberrealſchule.
5287ii)
Dr. Derſch. Dr. Dorfeld.
Großh. Reaigymmnaſtum zu Darmſtadf.
Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Montag, den
18. März, vormittags 9—12 und nachmittags 3—5 Uhr, im
Schulgebäude (Eingang Kirchſtraße 22) entgegengenommen.
Geburtsſchein, Impfſchein, Entlaſſungszeugnis der früheren
Schule ſind vorzulegen.
Die Aufnahmeprüfungen finden Montag, den 15. April,
vormittags von 9 Uhr ab, ſtatt.
(5830a
Der Unterricht beginnt Dienstag, den 16. April ds. Js.,
vormittags 9 Uhr.
Die Großherzogliche Direktion:
Münch, Geh. Schulrat.
Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Hater ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum
Ein-
jährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
(B5564
Privat-Handelsschule
Gegründet 1899
3403a)
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Fortbildung für den kaufm. Beruf für
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Abteil. ur -Fortbildungsschüler.
Besondere —
Das Sommer-Semester beginnt Anfangs April. Einzelfächer
können täglich begonnen werden. Leiter: Oskar Dierker.
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in Vortrag und Redekunst.
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Grund=
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den gänzlich.
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Der=Abonnementspreis auf die Frankfurter Zeitung bei
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(6091mdf
pro II. Quartal 1912 frei ins Haus
pro Monat April 1912 frei ins Haus
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Mk. 3.—
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1. April 1912 gratis geliefert. Probenummern gratis und franko.
Die Agentur der Frankfurter Zeitung.
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mit Schreib=
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Dieburgerſtraße 41. (*6389ms
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Be=
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leübte Büglerin mimmt noch
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(*6303
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mit guten Zeugniſſen ſucht Stelle
bis 1. April, eventuell auch früher.
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pedition ds. Bl.
(*6383
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Stellung bis 1. April. Näheres
Pallaswieſenſtraße 23, Hinterbau,
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(*6401
Ein unabhängiges Mädchen ſucht
Laufdienſt oder Aushilfe.
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Zuverl. reinl. Mädchen,
tüch=
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welches in ſeiner letzten Stellung
9 Jahre war, ſucht bis zum
15. April in kleinem evangel.
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halt Stellung. Näheres nur
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Hand=
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3—5 Uhr, auß. Mittw. u. Samstag,
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od. welches Konfektionsgeſchäft
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des Blattes zu richten. (*6417
MornmalidelFleider
Seite 12.
Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt. Mittwoch, den 13. März 1912.
Tücht, selbst. Arbeiterin
ſowie mehr. angeh. Arbeiterinnen
ſofort geſucht Konfekt. Stern-
Lang, Mühlſtr. 40, I. (*6205im
Geſucht
allerorts Damen bei hohem
Ver=
dienſt (Damen=Gebrauchsartikel).
Off. u. R 66 a. d. Exp. (*6270im
finden dau=
Frauen u. Mädch. ernde u.
loh=
nende Beſchäftigung, auch jugendl.
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Strauss, Gräfenhäuserweg 75. (5874om
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Lehrmädchen
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1. April, eventuell ſchon früher,
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Gerpinnsſtraße 30 I.
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Lehrmädehen
aus achtbarer Familie f. ein
neu zu eröffnendes
Konſek=
tions=Spezial=Haus geg.
ſo=
fortige Vergütung p. 1. Mai
geſucht Offertern mit
Schul=
zeugniſſen unt. R 74 an die
Expedition ds. Bl. (6054mf
gegen Vergutung
Lehrmädchen — geſucht —
Schuhgeſchäft, Markt 1. (*6391
ehrmädchen für
Damen=
eiderei geſucht
Heinrich=
e 93, III.
(*6361md
Wir ſuchen ein Lehrmädchen
ir unſer Spiel= u.
Galanterie=
arengeſchäft.
(*6328
Zetzsche & Co.,
beſellſchaft mit beſchr. Haftung,
Marktplatz 1.
Lehrmädchen geſucht
Eriſa=
bethenſtraße 52, Konfekt. (*6335
Ein braves, fleiß. Alleinmädch.
zu kl. Familie per 1. April, evtl.
früher Soderſtr. 114, 1. St. (*6184im
Zum 15. März od. 1. April
wird in jungen herrſchaftl. Haush.
ein ſauberes, zuverläſſig. Mädchen
geſucht, welch. einige Stund.
vor=
u. nachmittags neben ſtändigem
Mädchen bei der Hausarbeit hilft
*6200im) Heinrichſtr. 92, 2. St.
Sehr ſauberes und fleißiges
Alleinmädchen
zu Herrſchaft mit 5 jährigem Kind
geſucht. Gute Zeugniſſe Beding.
Vorſt. Roquetteweg 6, p. (*6240imd
Laufmädchen oder Frau
für vor= u. nachm. einige Stund.
geſ. Eliſabethenſtr. 74, II. (*6283im
Geſucht zum 1. April bei gutem
Lohn tüchtiges Mädchen mit
guten Zeugniſſen, das ſelbſtändig
kochen kann und Hausarbeit
über=
nimmt. Näh. Expedition. (B5885
Suche zum 1. oder 15. April
Herrschaftsköchin,
die gut bürgerlich kocht,
Haus=
rbeiten verſteht und etwas bügeln
kann. Zeugniſſe und Bild nebſt
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
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(655
legen iſt.
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Meurer, Tapeziermſtr., Kiesſtr. 55.
Schreinerlehnrling
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Beamter oder gewiſſenhafter, ält.
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Gestenlen Sinla die 4ose Im.
jährlich nicht, ſondern ſtreng reell und riſikofrei verdient
durch unſere todſichere Sache.
Donnerstag, den 14. crt. in der Zeit von
9—12 Uhr vorm. u. 2—6 Uhr nachm.
gibt der Bevollmächtigte, Herr Otto Eigler in Hesse’s
Hotel Auskunft gegen vorherige Anmeldung.
Derjenige Herr, welcher
ſich obiges Einkommen auf viele Jahre hinaus ſichern will
und über einige Tauſend Mark ſofort flüſſiges Kapital
ſelb=
ſtändig frei verfügt und ſich darüber ausweiſen kann, kann
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Seite 14.
Darmſtädter Tägblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
Zweite Kammer der Stände.
16. Sitzung.
St. Darmſtadt, 12. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach Exz., Geheimeräte Dr.
Becker, Dr. Weber, Dr. Beſt, Miniſterialrat
Höl=
zinger.
Präſident Köhker eröffnet die Sitzung um 10½
Uhr. Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung
ein und ſetzt die Generaldebatte zum Kapitel 22:
Miniſterium des Innern,
fort.
Abg. Boxheimer nimmt, ſeinen
Fraktions=
genoſſen Uebel gegen die Ausführungen des Abg. Bach
in Schutz bezüglich der von dieſem aufgeworfenen Frage,
ob der Abg. Uebel tolerant ſei in dem, was er über die
Lehrer geſagt habe. Redner verbreitet ſich dann
aus=
führlicher über den Begriff der Toleranz und
Intole=
ranz und erörtert dazu den Standpunkt ſeiner Partei
zur Schulfrage. Der Abg. Grünewald habe geſagt, man
könne die Sozialdemokratie nur wirkſam bekämpfen
durch eine volkstümliche Politik. Er wäre dem Herrn
Grünewald dankbar geweſen, wenn er auch geſagt hätte,
wie man denn eigentlich volkstümliche Polikik treiben
ſollte. Ob es heiße, volkstümliche Politik zu treiben,
wenn man ſich, wie der Freiſinn, mit Haut und Haar
der Sozialdemokratie verſchreibe. (Unruhe.
Zwiſchen=
rufe.) Eine Verbrüderung, wie ſie jetzt zwiſchen
So=
zialdemokratie und dem Freiſinn beſteht, wäre zu
Zei=
ten des freiſinnigen Mannes, Eugen Richter, nicht
möglich geweſen. Schließlich bittet Redner, die
Beam=
tenbeſoldungsordnung zu beſchleunigen.
Abg. Wolf=Gonſenheim polemiſiert von
allge=
meinen Geſichtspunkten gegen den Vorredner, gegen
Dr. Oſann, gegen Dr. Weber, Dr. Winkler uſw., die alle
bedenklich nervös in ihren Etatsreden geweſen ſeien,
jedenfalls, weil man im neuen Landtag die Bänke der
Linken zu ſehr gefüllt vorgefunden. Er polemiſiert
wei=
ter gegen die Regierung und verurteilt die Politik der
Nichtbeſtätigung ſozialdemokratiſcher Beigeordneter.
Abg. Dr. Schmitt bleibt vorerſt auf der
Tri=
büne unverſtändlich. Er polemiſiert gegen Dr. Fulda
und Eißnert. Dem Abg. Bach gegenüber bedauere er,
ihn auf ſeinen Zwiſchenruf in der Donnerstagsrede
zu ſcharf angehaucht zu haben. Er habe den fraglichen
Zwiſchenruf wohl falſch verſtanden. (Zwiſchenruf bei
den Soz.) Dann kommt Redner, nach und nach lauter
und dadurch verſtändlich werdend, nochmals ſehr
ein=
gehend auf die Rede Korells vom Freitag zu ſprechen.
Er habe das Wort Kulturkampf nicht gebraucht. Die
Art und Weiſe des Fechtens Korells gegen ihn und
ſeine Partei ſei nicht ganz in Ordnung geweſen. Er,
Redner, habe dabei immer an den
Verwandlungskünſt=
ler Bellachini denken müſſen. Herr Korell habe erklärt,
er ſei mit dem Organ der Freiſinnigen nicht zu
identi=
fizieren, habe aber im ſelben Atemzuge ihn, Redner,
mit dem Zentrumsorgan von Mainz identifiziert. Er
ſchreibe nie für dieſes Blatt, deſſen Redaktion
durch=
aus frei arbeite, unbeeinflußt von der Fraktion.
Un=
recht ſei es auch geweſen, daß Korell ihn für etwaige
Sünden badiſcher Zentrumsabgeordneter verantwortlich
machen wollte. Was das Motuproprio angeht, ſo habe
er, Redner, nie auch nur den geringſten Verſuch gemacht,
etwa einen Geiſtlichen der Rechenſchaft zu entziehen.
Auch das Verlangen, daß das Zentrum ſelbſt gegen das
Motuproprio hätte vorgehen ſollen, durfte nicht geſtellt
werden, denn dann hätten die Zentrumsgegner erſt
recht geſagt, das Zentrum iſt keine politiſche, ſondern
eine kirchliche Partei. Den Bibelſpruch: „Mit dem
Maße, da man Dir meſſet” uſw. habe er ſo aufgefaßt,
„auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil‟. Er,
Redner, habe noch nie geſagt oder gewünſcht, daß ſeine
Partei die Mehrheit habe oder ausſchlaggebend ſei im
Hauſe. Er kenne aber jemand, der behauptet hat, daß
ſieben Sozialdemokraten und drei Freiſinnige die
libe=
rale Politik allein gemacht haben. Wenn Abg. Korell
geſagt habe, es ſei ſeine Pflicht geweſen, hier im Hauſe
zur Sprache zu bringen, was im Lande gerüchtweiſe
verbreitet wird, ſo ſei das durchaus falſch. Er hätte
das wohl perſönlich dem Miniſter gegenüber, aber nicht
vor der Oeffentlichkeit tun dürfen, wenn er nicht
Be=
weiſe hätte. (Sehr richtig!) Ebenſo ſei es mit der
Aeußerung, daß Dr. David der Regierung
unentbehr=
lich ſei. Bevor man in die Oeffentlichkeit tritt, müſſe
man ſich ſeiner Gewährsleute verſichern. Bezüglich der
„Scholle” habe ſich der Abg. Korell doch zum mindeſten
unverzeihlich unvorſichtig benommen. Der Schaden ſei
nicht mehr gut zu machen. Was das mehrfach
ange=
zogene Urteil betrifft, ſo habe Korell einen anderen
Teil vorgeleſen, als er, Redner, angezogen habe. Er
habe den Paſſus gemeint, in dem Korells Aeußerung:
„Wer ſein Vaterland lieb hat, wählt Cramer” (Unruhe),
durch den Wahrheitsbeweis als erwieſen betrachtet
wird. (Große Unruhe.) Redner wendet ſich dann gegen
den Vorwurf, daß er aus Haß gegen den Abg. Korell
vorgegangen ſei. (Zuruf von den Soz.: Aus Liebe
doch nicht!) Weder aus Haß noch aus Liebe, ſondern
rein aus politiſchen Gründen habe er ihn bekämpft. Von
einem Keſſeltreiben gegenüber der Freiſinnigen
Volks=
partei könne keine Rede ſein, und was er, Redner,
ge=
ſagt habe, hat ſich doch nicht gegen die Partei, ſondern
gegen den Abg. Korell gerichtet. Redner verlieſt dann
ein Plakat aus dem Wahlkreiſe Alzey=Bingen, in dem
ein Ausſpruch des Abg. Korell: „Die Zentrumspartei
iſt die größte Schwindelbande der Welt”, feſtgenagelt
wird. Er häbe ſich überzeugt, daß der Herr Korell das
tatſächlich geſagt hat; 30 Leute ſeien bereit, es zu
be=
ſchwören. (Unruhe. Zwiſchenrufe.) Das ſeien doch
ſicher Schimpfworte, und wer Schimpfworte braucht, ſei
doch, nach Korells eigenen Worten, nicht recht gläubig!
(Heiterkeit. Zuſtimmung. Unruhe.) Er habe noch mehr
Material, ſei aber der Meinung, daß es genug ſei des
grauſamen Spiels (Endlich! Sehr richtig!) und hoffe,
daß er es damit genug ſein laſſen könne. Er ſchließt
mit der wiederholten Verſicherung, daß er nur den
Po=
litiker Korell gemeint habe, und daß das Urteil da nicht
beſſer geworden ſei, daran ſei er nicht ſchuld. Daß er
aber in ſeinem Urteil nicht zu ſcharf geweſen ſei, dazu
könne er ſich ausnahmsweiſe mal auf die
Sozialdemo=
kratie beziehen, die die Politik Korells als eine der
In=
konſequenz und Unzuverläſſigkeit bezeichnet habe.
Abg. Senßfelder nimmt den Kreisrat Dr.
Wallau gegen die Verdächtigungen der Freiſinnigen in
Schutz unter Anziehung mehrerer Tatſachen. (Er
bleibt in der allgemeinen Unruhe des Hauſes
unver=
ſtändlich.) Redner wiederholt ſeine ſchon ſeit Jahren
vorgebrachte Bitte, den berittenen Gendarmen anſtatt
der Pferde oder neben dieſen Stahlröſſer” zu
gewäh=
ren und zu ihrem Schutze das Halten von Hunden
ſteuerfrei zu geſtatten. Er bittet um Abſtellung des
Zigeunerunweſens, hohe Beſteuerung der auf
Bahn=
höfen ſtehenden Automaten, Erhöhung der Jagdpäſſe
für Ausländer, namentlich Franzoſen, die meiſtens noch
Spione ſeien. Er ſchlägt weiter vor, keine Fahrräder
mehr ſteuerfrei zu laſſen, dafür aber für
Minderbemit=
telte, oder auch allgemein, die Radfahrerſtempel zu
er=
niedrigen auf etwa 2 Mark. Einen dahingehenden
An=
trag behalte er ſich vor.
Abg. Ulrich findet es begreiflich, daß diesmal die
perſönlichen Auseinanderſetzungen einen ziemlich
brei=
ten Rahmen einnehmen. Es habe ſich im Wahlkampf
ſo viel aufgeſpeichert, das hier noch entladen werden
müßte. Er ſelbſt wolle nur noch ſachliche
Erörterun=
gen gegen einige Redner machen. Die Politik ſei
kei=
neswegs volkstümlich geweſen, wie Abg. Boxheimer
geſagt habe, und die ſo gern angeführte
Arbeitergeſetz=
gebung ſei nichts als Dicktuerei. Die angeführten
gro=
ßen Zahlen beweiſen gar nichts. Es kommen auf den
Arbeiter ganze 9 Pfennig. Man käſſe einmal den
Zahlen die Unfallſtatiſtik gegenüberſtellen. Das ſeien
wahre Opfer, die die Arbeiter brächten. Beſonders
hoch habe man das Loblied auf das Zentrum geſungen.
Dem könne er nicht beiſtimmen, denn das Zentrum
habe nichts weniger als volkstümliche Politik
getrie=
ben. Redner verlieſt eine Anzahl Aeußerungen des
Fürſten Bismarck gegen das Zentrum, das nicht den
geringſten Grund habe, ſich als Retter des Vaterlandes
auſzuſpielen. In dem Moment, wo das Zentrum ſich
mit den Junkern verband, habe es ſich ſein eigenes
Grab gegraben und den früher allerdings ſtark
volks=
tümlichen Zug ſeiner Politik ganz verloren. Auch hier
im Hauſe habe das Zentrum ſich durchaus gewandelt.
Früher haben Zentrumsabgeordnete und katholiſche
Geiſtliche mit ihm, Redner, zuſammen beraten, wie
man die damals herrſchenden Nationalliberalen
beſie=
gen könnte. (Große Unruhe.) Der Zentrumsführer
Waſſerburg ſei offen im Wahlkampf für Liebknecht
gegen Dernburg eingetreten. (Hört, hört! Unruhe.) Er
polemiſiert weiter gegen die Zollpolitik, gegen
Preſſe=
äußerungen bezüglich ſeiner Rede vom Donnerstag.
Abg. Dr. Fulda verteidigt ſich gegen den Abg.
Winkler, der ihm Vorwürfe gemacht habe, weil er den
Fall Pons hier zur Sprache gebracht habe, bevor das
Diſziplinarverfahren erledigt ſei. Er habe von der
Ein=
leitung eines ſolchen Diſziplinarverfahrens nichts gewußt
und ſei von mehreren Gemeinderäten, auch von
bürger=
lichen, erſucht worden, die Sache hier zur Sprache zu
bringen. Es ſei den Gemeinderäten nicht zuzumuten,
unter dem Bürgermeiſter zu tagen, dem in öffentlicher
Sitzung Lüge vorgeworfen wurde. Redner polemiſiert
dann gegen den Miniſter des Innern, der ſich ganz
dar=
über ausgeſchwiegen habe, ob die Regierung eine
Re=
viſion der Kreis= und Provinzialordnung einzubringen
gedenke, und der auch geſchwiegen habe über alle die
unangenehmen Dinge, die er, Redner, gegen die
Darm=
ſtädter Polizei vorgebracht hat und darüber, ob es wahr
ſei, daß der Miniſter Herrn Pons bewegt habe, als
Gegenkandidat gegen ihn, Redner, zum Reichstag ſich
aufſtellen zu laſſen. Es ereignen ſich dann
ſtürmiſche Zwiſhenfälle.
Der Redner bekämpft den Miniſter des Innern in
ſchärf=
ſter Weiſe wegen des Schlußſatzes in ſeiner Rede vom
Donnerstag, in der der Miniſter u. a. geſagt habe, er
habe die weiteren Einzelheiten Dr. Fuldas darüber,
wie das Miniſterium ſeine Zeit vertrödele uſw., nicht
recht verſtanden, er glaube aber, auch nicht viel damit
verloren zu haben. (Abg. Dr. Fulda ſchleudert
dieſer=
halb die ſchwerſten perſönlichen Beleidigungen und
Kränkungen gegen den Miniſter, die zu fortgeſetzter
Un=
ruhe, zu Pfuirufen und erregten Zwiſchenrufen Anlaß
geben, ohne daß der Vizepräſident Korell zunächſt
ein=
ſchreitet. Erſt als die Pfuirufe zu einem
Entrüſt=
ungsſturm anwachſen, erſucht er den Redner, nicht
zu weit zu gehen. Abgeſehen von der fortgeſetzten
Un=
ruhe, die den Redner unverſtändlich macht, ſehen wir
uns nicht veranlaßt, die Ausführungen Dr. Fuldas,
die das Höchſte darſtellen, was an perſönlichen
Verun=
glimpfungen je im Hauſe geliefert wurde, hier
wieder=
zugeben. Die Red.)
Schließlich ſetzt ein Sturm der Entrüſtung
ſeitens der bürgerlichen Parteien ein und längere Zeit
hört man nichts als Pfuirufe.
Die ſämtllchen Regieeungsvertreter verlaſſen
prote=
ſtiorend das Haus.
Abg. Fulda polemiſiert dann noch gegen den Abg.
Dorſch, deſſen Ausführungen auf ſehr niedrigem Niveau
geſtanden hätten. Hierüber wird der Redner zur
Ord=
nung gerufen.
Es entſteht dann eine längere, ſehr erregte
Geſchäftsordnungsdebatte.
Abg. Dr. Oſann möchte nur die Frage an das
Haus richten, was nun geſchehen ſoll. Die Regierung
habe ſoeben, um die Beleidigungen des Abg. Fulda
nicht länger anhören zu müſſen, gegen die der Herr
Mi=
niſter keinen Schutz fand, den Saal verlaſſen. Er bitte
das Präſidium, nun Beſchluß darüber herbeizuführen,
was zu tun ſei. Ein ſolcher Fall habe ſich im
Hauſe noch nie ereignet. (Unruhe.) Es iſt doch
unmöglich, daß wir erſprießlich weiter arbeiten können
ohne die Regierung. (Sehr wahr.) Es hat doch keinen
Wert, hier weiter zu tagen, wenn die Regierung nicht
hier iſt. Die Beſchuldigungen und Beleidigungen des
Abg. Fulda wolle er einſtweilen unerörtert laſſen. Aber
es ſei nötig, die Sitzung zu unterbrechen und zu
be=
raten, was geſchehen ſoll.
Abg. Grünewald: Er habe ſchon durch einen
Zwiſchenruf zu erkennen gegeben, daß die Aeußerungen
des Herrn Dr. Fulda weit das Maß des Zuläſſigen
überſchreiten. Es müſſe auf das allerſchärfſte verurteilt
werden, wenn die politiſche Kritik nicht Halt mache
vor der Perſon und vor der Ehre und
Achtung der Regierungsvertreter. (Lebh.
Zuſtimmung.) Der Abg. Dr. Fulda habe den Herrn
Miniſter perſönlich verunglimpft, was er namens
ſei=
ner Partei entſchieden verurteile. (Bravo!)
Vizepräſident Korell: Es war mir in der
all=
gemeinen Unruhe nicht möglich, den Ausführungen des
Abg. Fulda zu folgen. Ich werde mir ſofort das
Steno=
gramm verſchaffen und dann das Nötige veranlaſſen.
(Beifall.)
Abg. Ulrich: Wir ſtehen auf dem Standpunkt, daß
die Regierung hier zu ſein hat, wenn wir beraten. Wenn
nicht, können wir die Sitzung aufheben. Wenn
Aeußer=
ungen fallen, die nicht zuläſſig ſind, kann der
Präſi=
dent dem Betreffenden einen Ordnungsruf erteilen, aber
ſowohl den Abgeordneten, wie den
Regierungsver=
tretern. Ich halte das, was früher der Miniſter
aus=
geführt hat, für ebenſo unerhört, wie die Antwort Dr.
Fuldas. Die Regierung hat durch den Exodus eine
Brüskierung der Kammer beliebt. Sie hat kein Recht,
einen Abgeordneten zu diſziplinieren. Ich beantrage,
die Sitzung zu ſchließen.
Abg. Schmitt kann nicht den Standpunkt
aner=
kennen, als ob das Weggehen eine Brüskierung der
Kammer ſei. Die Geſchäftsordnung biete keine rechte
Handhabe, hier vorzugehen, und darum ſei jeder
ein=
zelne Abgeordnete verpflichtet, ſich ſo zu betragen, daß
die Geſchäfte mit der gegenwärtigen Geſchäftsordnung
geführt werden können. Es iſt der Regierung nicht
übel zu nehmen, daß ſie das Haus verließ. Was der
Abg. Fulda geſagt hat, könnte kein Menſch aushalten.
(Sehr wahr.)
Abg. Adelung ſieht in den Aeußerungen des
Vorredners eine ſcharfe Kritik der Geſchäftsordnung des
1. Vizepräſidenten. Die Pflicht, Takt zu bewahren,
haben nicht nur die Abgeordneten, ſondern auch die
Regierungsvertreter. Die Bürgerlichen hätten auch die
neuliche Ausführung des Miniſters des Innern mit
Pfuirufen beantworten müſſen.
Abg. Dr. Oſann: Ich habe zunächſt von dem
Prä=
ſidium nur einen Beſchluß darüber beantragt, was
ge=
ſchehen ſoll. Von den Beleidigungen Dr. Fuldas habe
ich einſtweilen abgeſehen. Ich habe nicht alles
verſtan=
den. Aber ich muß geſtehen, was ich gehört habe, iſt
vollauf genügend, um den Miniſter zu berechtigen, das
Haus zu verlaſſen. Wir haben fortgeſetzt Grund, uns
zu beſchweren darüber, wie die Mitglieder der Rechten
von den Abgg. Dr. Fulda und Ulrich behandelt
wer=
den, in einer Weiſe, die geradezu
unenträglich=
wird. (Lebh. Sehr richtig!) Herr Ulrich geht ſogar ſo
weit, ſchon den Kollegen im Hauſe das Prädikat Herr
und den Titel Abgeordneter zu verſagen. Er ſprach
heute vielfach von „dem Oſann” (Unruhe.) Er ſpricht
auch niemand mehr mit „Sie” an, ſondern redet nur
noch von Ihr und Euch. (Sehr richtig! Erregte
Zwi=
ſchenrufe) und dergleichen mehr. Was die heutigen
Aeußerungen des Abg. Dr. Fulda anbelangt, ſo kann
ich nur bekräftigen, was der Abg. Grünewald geſagt
hat, Für Dr. Fulda fällt erſchwerend ins Gewicht, daß
er doch ein Mann iſt, der als Anwalt und auch in
ſei=
ner ſonſtigen ſozialen Stellung gelernt hat, das Wort
zu wägen. Wir haben das lebhafteſte Intereſſe daran,
daß der Konflikt, wie ihn der Abg. Fulda geradezu
heraufbeſchworen hat — er hat ſeine Beleidigungen ja
verleſen (Lebh. Sehr wahr! Unruhe) lehoben wird.
Wir haben keinerlei Rückſichten zu nehmen auf die
Inter=
eſſen der Linken, insbeſondere des Abg. Fulda, denn
hier handelt es ſich für uns einzig um die Intereſſen
des Landes, und da ſind uns die Intereſſen Dr. Fuldas
völlig gleichgültig. (Lebh. Sehr richtig!)
Abg. Dr. Weber erinnert daran, daß ſeine
Par=
tei ſchon im Vorjahre anläßlich eines ähnlichen
Zwi=
ſchenfalles den Antrag auf Aenderung der
Ge=
ſchäftsordnung geſtellt habe. Damals habe
leider die Rechte nicht mitgemacht. Man habe nun
wieder geſehen, daß der Präſident keine ausreichenden
Machtmittel beſitze, um derart unerhörte Zwiſchenfälle zu
verhindern. Es ſei darum notwendig, aus dem
heuti=
gen Vorfall die nötigen Konſequenzen zu ziehen.
Aen=
dern Sie die Geſchäftsordnung, der richtige Zeitpunkt
iſt heute gekommen.
Abg. Ulrich polemiſiert unter wachſender
Erreg=
ung des ganzen Hauſes gegen den Vorredner. Den
Haus=
knechtsparagraphen, den der Bauernbund hier wieder
hervorgeholt hat, fürchte er nicht. Den Hausknecht
möchte er ſehen, der ihn hier von ſeinem Platze
weg=
holte, und wenn es ſelbſt der Abgeordnete Dr.=Weber
wäre. (Große Unruhe.)
Abg. Dr. Schmitt weiſt die Aeußerung des Abg.
Adelung zurück, daß er, Redner, die Geſchäftsführung
des Vizepräſidenten Korell kritiſiert habe. Er wiſſe
ge=
nau aus Erfahrung, daß es dem Präſidenten oft nicht
mnöglich iſt, den Verhandlungen ſo zu folgen, daß jede
Ungehörigkeit ſofort gehört und gerügt wird.
Verſtänd=
lich ſei es aber, daß das Miniſterium den Eindruck
haben konnte, daß es nicht genügend gegen
Beleidigun=
gen geſchützt würde. Wenn die Regierung hört, daß
ihr dieſer Schutz in Zukunft gewährt wird, werde ſie
ſicher wieder den Verhandlungen beiwohnen.
Abg. Dr. Winkler weiſt den „
Entſchlüpfungs=
verſuch” des Abg. Ulrich zurück. Wohl niemand im
Hauſe habe den Eindruck gehabt, als ſeien dem Abg.
Fulda die Beleidigungen entſchlüpft. (Zuruf: Er hat
ſie ja abgeleſen!) Im Gegenteil, wer den Abg. Fulda
kenne, habe ganz genau bemerkt, daß es ſich um
beab=
ſichtigten, überlegten, beleidigend ſein ſollenden
Vor=
ſtoß gehandelt habe. Der Präſident möge dem Abg.
Fulda die nötige Anzahl Ordnungsrufe erteilen. (
Bei=
fall.)
Abg. Dr. Weber konſtatiert zur Illuſtration der
Aus=
führungen Oſanns, daß er ſoeben vom Abg. Ulrich
Hausknecht genannt wurde.
Abg. Ulrich beſtreitet das. (Erneute große
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Nummer 62.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Seite 15.
Darauf läßt der Präſident eine Pauſe eintreten,
in der der Vorſtand der Kammer mit der Regierung
verhandeln ſolle, auf welchen Grundlagen das
Zuſam=
menarbeiten mit der Regierung wieder hergeſtellt
wer=
den könne.
Nach etwa einſtündiger Pauſe, während der der
Kammervorſtand mit der Regierung und den
Frak=
tionsvorſtänden verhandelt, erſcheinen die
Re=
gierungsvertreter wieder im Saal.
Vize=
präſident Korell ſtellt an Hand der amtlichen
Steno=
gramme zunächſt feſt, daß nach Anſicht des
Ge=
ſamtvorſtandes in der Rede des
Mini=
ſters des Innern vom Donnerstag nichts
enthalten war, was als Provokation der
heutigen Angriffe Dr. Fuldas aufgefaßt
werden könnte. (Lebh. Beifall.)
In der Rede des Abg. Dr. Fulda ſind hingegen
mehrfache Beleidigungen des Miniſters enthalten, für
die er dem Abg. Dr. Fulda zwei Ordnungsrufe
erteilt. (Lebh. Bravo.)
Vizepräſident Korell verlieſt dann folgende
Erklärung des Geſamtvorſtandds der Kammer:
Im Intereſſe der Würde und des Anſehens des
Hauſes kann ich mit meinen Herrn Mitpräſidenten den
Vorfall, wie er ſich ſoeben hier ereignet hat, nur auf das
tiefſte bedauern.
Wenn ſich Mitglieder dieſes Hohen Hauſes ſo
außerhalb der Formen ſtellen, die in dieſem Hauſe ſeit
jeher üblich ſind, wie dies ſoeben geſchehen, ſo iſt die
Aufrechterhaltung der Ordnung und die Wahrung der
Ehre des Hauſes ausgeſchloſſen.
Wir appellieren an das Pflichtgefühl der Herren
Abgeordneten mit der dringenden Bitte, mit uns
zuſam=
men dahin zu arbeiten, daß das Anſehen des Hauſes
vor ferneren derartigen Erſchütterungen bewahrt werde,
die ſchließlich den geſamten Parlalnentarismus ſchwer
ſchädigen müſſen. (Lebh. Bravo!)
Hierauf gaben
die Fyaktionsvorſtände
ſämtlicher bürgerlicher Parteien Erklärungen ab, in
denen das Verhalten Dr. Fuldas auf das ſchärfſte
miß=
billigt und der Vorfall aufs äußerſte bedauert wird.
Abg. Dr. Oſann:
Die nationalliberale Fraktion
erklärt:
Wir bedauern die maßloſen Angriffe und ſchweren
perſönlichen Beleidigungen des Herrn Abg. Dr. Fulda
gegen den Herrn Miniſter des Innern auf das tiefſte
und verurteilen dieſelben auf das entſchiedenſte.
Dieſe Aeußerungen ſind um ſo ſchwerer anzuſehen,
als ſie geeignet ſind, die abſolut nötigen Beziehungen
zu der Regierung zu erſchweren.
Wir verurteilen ſie aber auch um ſo mehr, als die
Würde und das Anſehen der Volksvertretung vor dem
Lande auf das erheblichſte geſchädigt ſind.
Abg. Brauer:
Die Fraktion des Bauernbundes
erklärt, daß ſie, veranlaßt durch die unbegründeten und.
aufs entſchiedenſte zu mißbilligenden, beleidigenden
Angriffe des Abg. Fulda gegen den Miniſter des
Innern, auf ihren bereits früher geſtellten Antrag auf
Aenderung der Geſchäftsordnung zurückkommen wird.
Abg. v. Brentano:
Die Zentrumsfraktion
erachtet die auf Kränkung berechneten Worte des Abg.
Dr. Fulda gegenüber der Regierung für eine den
Parla=
mentarismus in hohem Maße ſchädigende und das
An=
ſehen der heſſiſchen Kammer bei dem ganzen heſſiſchen
Volk herabſetzende Handlungsweiſe. Die
Zentrums=
fraktion weiſt die Behauptung, als ſei Herr Abg. Dr.
Fulda zu dieſer Art ſeiner Ausführungen provoziert
worden, als unrichtig zurück.
Die Zentrumsfraktion ſpricht ihr lebhaftes
Be=
dauern aus, daß durch Veranlaſſung des Herrn Dr.
Fulda in der heutigen Sitzung Szenen hervorgerufen
worden ſind, die der Würde des Hauſes nicht entſprechen
und der ruhigen Arbeit nicht förderlich ſein können.
Abg. Reh:
Die Fraktion der Fortſchrittlichen
Volkspartei
ſteht auf dem Standpunkte, daß Angriffe auf die
per=
ſönliche Ehre eines Regierungsvertreters oder eines
Abgeordneten grundſätzlich zu mißbilligen ſind,
unbe=
ſchadet der unbeſchränkten Redefreiheit, inſoweit ſich
Rede und Gegenrede auf politiſche Darlegungen,
poli=
tiſche Angriffe und deren Abwehr bezieht. Der Herr
Abg. Dr. Fulda hat ſich nicht beſchränkt auf die Kritik
der Amtsführung des Miniſters. Er hat vielmehr deſſen
Perſon, deſſen Befähigung und deſſen Stellung in
wohlerwogenen, auf Herabwürdigung und Kränkung
berechneten Worten in den Bereich ſeiner Angriffe
ge=
zogen; dies zwar mit dem durchaus begreiflichen und
der angegriffenen Perſönlichkeit von der Selbſtachtung
diktierten Erfolge, daß der Miniſter mit den übrigen
Vertretern der Regierung ſich entfernte.
Es ſoll hierbei nicht verkannt werden, daß der Abg.
Dr. Fulda durch die vorausgegangene Erklärung des
Herrn Miniſters Anlaß zu ſcharfer Erwiderung zu haben
glauben konnte, entfernt aber nicht in dem Maße, wie
es ohne Einſchreiten des Präſidenten von ſeiten des
Abg. Fulda geſchehen iſt.
Die Fraktion der Fortſchrittlichen Volkspartei lehnt
eine Verſchärfung der Geſchäftsordnung ab; ſie iſt der
Anſicht, daß eine nach allen Seiten gerechte
Geſchäfts=
leitung des Präſidenten dann ausreicht, wenn ſcharf
auf den Grundſatz geachtet wird, daß Angriffe auf die
perſönliche Ehre unzuläſſig, zu verhindern und eventuell
durch Ordnungsrufe zu rügen ſind.
Sämtliche Erklärungen werden mit lebhaften
Bravo=
rufen aller bürgerlichen Abgeordneten aufgenommen.
Abg. Ulrich erklärt namens ſeiner Partei, daß
die Ausführungen des Abg. Dr. Fulda eine ſcharfe
Ab=
fuhr des Verſuchs des Miniſters des Innern
dar=
ſtellen, dem Abg. Fulda das Recht der Kritik zu
beein=
trächtigen. (Lebh. Widerſpruch.) Wir ſind der Mein=
ung, daß, wem der Miniſter des Zunern ſeine
Provo=
kationen unterläßt, Ausführungen, wie ſie heute der
Abg Fulda gemacht, von ſelbſt aufhören.
Vizepräſident Korell: Das Kammerpräſidium hat
einmütig feſtgeſtellt, daß die Aeußerungen des Miniſters
keine Provokation enthielten. (Zuſtimmung.)
Abg. Ulrich: Sie können feſtſtellen, was Sie
wollen, wir haben eine andere Auffaſſung. (Unruhe.)
Vizepräſident Korell ruft den Abg. Ulrich wegen
dieſer Aeußerung zur Ordnung. (Beifall.)
Abg. Ulrich fährt fort: Der wieder beantragte
Hausknechtsparagraph wird uns nicht abſchrecken,
un=
ſere Stellung hier im Hauſe zu wahren. Und ich
wie=
derhole, ich wollte es keinem raten, etwa mir gegenüber
den Hausknecht ſpielen zu wollen, es könnte ihm übel
bekommen. (Unruhe. Gelächter.)
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach:
Ich danke zunächſt dem Herrn Präſidenten und
ſämtlichen Rednern der bürgerlichen Parteien für
ihre Erklärungen. Der perſönlich beleidigende Ton,
den der Abgeordnete Fulda mir gegenüber
anzuſchlagen für gut befunden hat, veranlaßt mich zu der
Erklärung, daß ich jede Diskufſion ihm
gegen=
über ablehne. Der Abgeordnete Dr. Fulda
wird demnach auf eine Antwort
meiner=
ſeits nicht zu warten haben. (Lebh. Bravo.)
Abg. Korell=Königſtädten würde gerne weitere
Ausführungen unterlaſſen, wenn man nicht außerhalb
des Hauſes denken könne, er habe nichts mehr zu ſagen.
Er legt nochmals ausdrücklich den Begriff Gläubig oder
Ungläubig dar, wie er ihn aufgefaßt habe und beſtreitet
wiederholt, daß er ſich in innerkirchliche
Angelegenhei=
ten gemiſcht habe. Das Motuproprio ſei keine
inner=
lirchliche, ſondern eine ſtaatsrechtliche Angelegenheit.
Er habe nie perſönlich angegriffen und nie perſönlich
angreifen wollen, aber er ſei fortgeſetzt von den Gegnern
hier im Hauſe und in der Preſſe perſönlich angegriffen
worden. Er habe ſchon geſagt, daß es begreiflich ſei,
wenn in der Erregung einem Redner mal ein Hieb
da=
neben gehe. Ein ſolch daneben gehauener Hieb ſei der
Ausdruck geweſen, der in Alzey=Bingen in dem Plakat
feſtgehalten wurde. Uebrigens könne er durch Zeugen
beweiſen, daß er nicht Zentrumsbande, ſondern nur
Zentrum geſagt habe und nicht Schwindelbande,
ſon=
dern Hetzbande. Die Aeußerung fiel in der Erregung
darüber, daß eine Stunde vorher 200 junge
Zentrums=
leute ihm überhaupt das Reden durch Tumult
unmög=
lich gemacht haben. Er freue ſich, daß der Abg. Dr.
Schmitt heute objektiver geſprochen habe und hoffe gern,
daß, ohne daß man von den eigenen Grundſätzen etwas
aufgebe, man einen Weg finde, der zu gemeinſamem
Zuſammenarbeiten führen kann. Was noch gegen den
Bauernbund zu ſagen iſt, werde er für ſpäter aufheben.
Nach einer langen Reihe perſönlicher Bemerkungen
ſchließt die Generaldebatte über das
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Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
30)
Er atmete tief auf, denn er war wirklich zornig. Wenn
ein Mann fünf Jahre lang ſchweigt über alles, was in
ihm fühlt und denkt, und das er nie ausſprechen konnte,
wenn dann eine Veranlaſſung kommt, die das Innere
auf=
wallen läßt, daß es Anſichten und Erkenntniſſe
hervorſpru=
delt und herauskocht, dann kommt die Natur zu ihrem
Recht und ſpricht ſich aus, ungehemmt durch ſonſt ſo eng
liegende Rückſichten.
Sie erſchrak über dieſe Leidenſchaft. Gerdt Du
ver=
gißt Dich! Mir fehlt das Wort dafür, Du wirſt ja —
Sag’s ruhig, Lilli: brutal! Meinetwegen, darum wird
es nicht ſchlechter und nicht beſſer, was ich ſagte. Ich habe
nun einmal ſolche Anſchauungen. Sie ſind nicht konſtruiert
und nicht angeleſen, ſondern erlebt, gewachſen und
gewor=
den auf natürlichem Wege in meinem Innern. Mag es
Menſchenſatzung ſein oder Gottesordnung, es gibt nur
eins, was ſcheidet, was ohne Erbarmen und
unwieder=
herſtellbar Mann und Frau ſcheidet!
Sag’s nicht, Lührſen. Du biſt leidenſchaftlich, biſt
zor=
nig, ſag’ es nicht!
Er ſah ſie groß an. Sie fühlte Empörung, Scham
und doch — doch, ſie wußte, daß hier ein Mann vor ihr
ſtand, eine Art von menſchlichem Weſen, von dem ſie gar
keine klare Vorſtellung mehr gehabt, oder überhaupt noch
nie beſeſſen hatte.
Er ſah die Bewegung in ihrem Geſicht und glaubte
einlenken zu müſſen. Ich habe Dir nicht weh tun wollen,
Lilli, bei Gott nicht! Ich will nicht richten. Ich habe
Re=
ſpekt vor jedem Menſchen, der ſich ſelbſt durchſetzt in der
ihm natürlichen Form, auch vor jeder Frau! Ihr mögt
ja recht haben, ihr Frauen. Die Zukunft wird das lehren.
Aber Frauen, die weit über dem Durchſchnitt ſtehen, die
ſich auf neuen Gebieten betätigen wollen und müſſen, die
ſollten dann auch konſequent ſein und erkennen, daß ſie
nicht lieben und kein Kind haben dürfen. Es geht nie
zuſammen. Man kann nicht alles haben vom Leben!
Da brauſte ſie auf. Das iſt gutes Menſchenrecht für
jeden. Willſt Du das etwa ſtreichen?
Er antwortete nicht, lange Zeit nicht. Seine
unbarm=
herzig ehrliche Natur kam zur Beſinnung. Was hatte er
noch geſtern empfunden ihr gegenüber, die doch ſeine Frau
noch war? Daß er eine andere nicht mehr aus ſeinem
Leben ſich wegdenken konnte! Das fiel ihm jetzt auf die
Seele. Für ihn gab es nur eines, nämlich,
übereinſtim=
mend mit dem zu handeln, was er als Pflichtgeſetz empfand.
In wenigen Sekunden kämpfte er den ſchweren Kampf.
Dann hob er frei den Kopf!
Lilli, ich will meine Pflicht tun. Er ſprach unheimlich
ruhig und langſam. Wir wollen wie zwei gereifte
auf=
rechte Menſchen miteinander ſprechen, wie Menſchen, die
abſchließen mit allem Tand, ja mit jeder Leidenſchaft. Ich
weiß nicht, ob ich Dir gegenüber noch ſo empfinden könnte
wie einſt, und wie es ſein ſollte, wenn wir wirklich noch
eine Ehe führen wollten.
Doch, doch, Gerdt, ich glaube daran, daß es wieder
entſtehen kann!
Er ſchüttelte den Kopf. Nein, daran glaube ich nicht,
aber wir können vielleicht erträglich nebeneinander leben
um unſeres Kindes willen. Mein Wort, das ich Dir
einſt gab, will ich halten. Willſt Du bleiben? Ich gebe
Dir Dein Recht, den Platz, der Dir zukommt.
Lillis Blick wurde unruhig und ſcheu. Sie ahnte ja
kaum, was ihn die Worte gekoſtet hatten! Hier ſtand die
Entſcheidung vor ihr gefordert in bündiger Sprache und
kurzer Form. Hier bleiben? Nur aus Pflicht mit ihm
unter demſelben Dach leben, mit ihm, der nur, aber auch
nur von Recht und Pflicht ſprach. Sie konnte ſeinen Blick
kaum ertragen. Das — das fragſt Du mich heute, gerade
jetzt? Das hatte ich nicht erwartet, es kommt über mich
herein, daß ich erſt Zeit brauche, mir klar zu werden, Gerdt.
Das iſt dein Recht! ſagte er. — Beide hörten nicht
daß es an der Tür klopfte.
Sieh, Gerdt, ich muß dir das ſagen, es kommt um
ſo ſchwerer an mich, als ich grad heute die Nachricht
er=
hielt, daß mein Drama zur Aufführung angenommen
worden wäre, daß ich endlich das heiß erſehnte Ziel
meines Lebens —
Sie ſtockte, und er ſagte leiſe: Ein Drama und auf
der andern Seite ein Kind. Du mußt ja wiſſen, was du
willſt —. Er horchte, und da es wieder klopfte, ſagte er
laut Herrein!
Da kam Dänhardt. Er ſah ſich etwas unſicher um,
muſterte Lilli und dann Lührſen und meinte: Entſchule
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Seite 19.
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digt, wenn ich ſtörte. Ich hielt es für meine Pflicht, noch
einmal nach dem Jungen zu ſehen. Er iſt ganz ruhig.
Sie können ohne Sorge reiſen, ſo weit man dies ſagen
kann nach ſo ſchwerer Krankheit. Uebrigens fahre ich mit
demſelben Zuge nach Berlin, gnädige Frau.
Du willſt alſo die Stellung annehmen, Dänhardt?
Ja, Lührſen, ich muß ſie annehmen. Ich habe heute
Dera Plattner gefragt, ob ſie meine Frau werden könnte.
Er hielt inne, um zu beobachten, wie Lührſen dies
aufnehmen würde, der aber fragte nur erſtaunt: Du
und Dora Plattner?
Nein, ich ohne Dora Plattner mein Junge.
Ah! Halt den Kopf hoch, Dänhardt!
Dieſer biß die Zähne zuſammen und flüchtete zu
ſeiner Ironie. Gott, wenn es ſich nur um die normalen
Gehirnwindungen handelte! Da langt es zur Not noch.
Ich wollte dir Lebewohl ſagen und, ja, auch Dank. Ich
hatte hier in dieſem Hauſe ſo etwas wie eine Heimat
ge=
funden, wenigſtens ſo etwas Aehnliches.
Sprich doch nicht davon, Dänhardt. Die Stellung iſt
ſehr ehrenvoll, das kann dich über vieles tröſten.
Ehrenvoll? lachte der Doktor kurz auf, das iſt auch
ſo ein ſchönes Wort. Du kannſt einen Menſchen bis an
den Hals voll Ehre ſtopfen, und in ihm bleibt es doch
leer, Hol der Teufel dieſe Art von Ehre, die meiſt mit
nen Satbelcl aus iſ. Aon iſ un ehnet deidenten
Der Menſch lebt gern paarweiſe, das haben Adam und
Eva ſchon gewußt.
Du mußt das wie ein Mann überwinden!
Lieber Freund, meinte der Doktor ſehr ſpöttiſch,
ſchwatze bitte keine Makulatur und ergehe dich nicht in
Phraſen. Du tuſt es doch ſonſt nicht. Wenn einem bei
dem Ueberwinden nur nicht ſo überwindelweich zumute
würde. Man denkt, man ſei etwas, bedeute etwas, und
nun weiß man, daß man gar nichts bedeutet gerade bei
dem Menſchenkinde, dem man etwas bedeuten möchte.
Nun weiß man wieder, daß man eigentlich nur ſo und ſo
viele Kubikmeter Luft verdrängt. Na, man muß ſehen,
wie man mit dieſem erhebenden Raumbewußtſein
aus=
kommt.
Wie können Sie nur ſo etwas ſagen? warf Lilli ein,
es kommt doch darauf an, für wen man etwas bedeutet?
Eben, Gnädigſte, das iſt es eben! Für wen? Es
gibt ja verſchiedene Sorten Körbe, die ein Mann ſich
holen kann! Den einen ſchüttet man aus und geht
pfei=
fend ſeiner Wege. Im andern liegen noch vielleicht ein
paar Glasſplitter, an denen man ſich etwas etwas ritzt,
aber das gibt ſich ohne antiſeptiſche Behandlung. In
dem, den ich bekam, lagen Blumen, Stück für Stück
hineingelegt von einer freundlichen Hand als liebe freund=
lige Weie, die nir eri ſo ucht beitiſen, we ſchör des
iſt, was ich nicht haben konnte. Ich habe gar nicht
ge=
glaubt, daß ein weibliches Weſen ſo ſprechen könnte.
Ich kann mir denken, Dänhardt, wie ſie zu dir ſprach.
So, kannſt du das wirklich? — Bei dir müſſen noch
Bücher von mir liegen. Du ſchickſt ſie mir wohl
gelegent=
lich mit herein. Zuerſt muß ich einen Kollegen glücklich
machen hier und ſehen, daß ein ordentlicher Menſch
her=
kommt.
Er ging dabei im Zimmer umher wie einer, der
nicht hinausfinden kann. Er hob Doras Näharbeit auf
und legte ſie wieder zurück. Dann nahm er eine
Photo=
graphie Doras von Lührſens Schreibtiſch. Gib mir das
Dings mit, Lührſen. Es iſt ja nur ein Papierkarton und
darauf ein Schein von einem Menſchen. Alſo leben Sie
wohl, Sie beide. Ich werde mir ſchon die Geſchichte von
der Seele herunterſpotten. Wir ſind alle rechte Narren,
daß wir uns heutzutage noch erblich mit Gemüt belaſten.
Die deutſchen Mütter ſind daran ſchuld. Die neuen
Mütter werden ſchon ſorgen, daß ſolcher Ballaſt nicht
mehr in den Lebensſchiffen der nächſten Generation
auf=
gehäuft wird. Im Grunde hat man Gemüt doch nur,
damit man Schmerzen ſpürt und verwundbar wird.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
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lerie 50 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 14. März. 136. A.=V.
D 34. „Goethe’s Fauſt=
Tragödie.‟ Dritter Abend:
Der Tragödie zweiter Teil, erſte
Abteilung. Kl. Pr. Anf. 7 Uhr.,
(Vergl. beſondere Anzeige.)
Freitag, 15. März. 137. Ab.=V.
D 35. „Goethe’s Fauſt=
Tragödie.” Vierter Abend:
Der Tragödie zweiter Teil, zweite
Abteilung. Kleine Preiſe.
An=
fang 7 Uhr. (Vergl. beſ. Anz.)
Samstag, 16. März. Auß. Ab.;
Vorſtell. zu ermäßigten Preiſen:
Alt=Heidelberg.‟ Anfang.
½ Uhr. (Vergl. beſ. Anzeige.)
Die Erhebung der 4. Rate
des Abonnementsgeldes für
die Spielzeit 1911/12 findet
Diens=
tag, den 12., bis Donnerstag,
den 14. März, nachm. von 3—5
Uhr, ſtatt. Zahlſtelle: Beſtibüle
im Hoftheater. — Die Abonnenten.
werden freundl. gebeten, die
erhal=
tenen Zettel bei der Zahlung zur
Quittierung vorlegen zu wollen,
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. März 1912.
Nummer 62.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 5. bis 11. März.
In Uebereinſtimmung mit den in der Vorwoche
er=
wähnten privaten Schätzungen hat das Ackerbaubureau
in Waſhington am 1. März weſentlich kleinere
Vor=
räte im Beſitze der Landwirte ermittelt, als in den
vorangegangenen Jahren. Die damit
zuſammenhän=
gende Aufwärtsbewegung an den amerikaniſchen
Bör=
ſen blieb nicht ohne Einfluß auf die Haltung des
geſam=
ten Weltmarktes, wobei auch der Umſtand ins Gewicht
fiel, daß Argentintens Exporttätigkeit immer noch unter
den Nachwirkungen des Streiks zu leiden hat.
In=
folge der Verzögerung der argentiniſchen Zufuhren und
der geringen Leiſtungsfähigkeit Rußlands macht ſich
der Mangel an Kleberweizen überall empfindlich
fühl=
bar, ſodaß für greifbare Ware wieder höheres Aufgeld
bewilligt werden mußte. Wie in Amerika, ſo iſt nach
der von der Preisberichtſtelle des D. R. L.
vorgenom=
menen Erhebung auch in Deutſchland ein größerer Teil
der Ernte abgeliefert, als in den beiden Vorjahren.
Die Landwirte haben infolge des trockenen Wetters
gleich nach der Ernte viel ausgedroſchen und flott
ver=
kauft, zumal einerſeits der Einnahmeausfall bei Rüben
und Kartoffeln auszugleichen war, andererſeits die
Be=
ſchaffung von Futtermitteln größere Ausgaben
erföl=
derlich machte. Zu berückſichtigen iſt ſchließlich auch,
daß diesmal viel mehr Futtergetreide und auch
Rog=
igen in der eigenen Wirtſchaft verbraucht wurde, als in
underen Jahren. Im Anſchluß an die erwähnte
Vor=
ratsſtatiſtik und infolge geſteigerter Forderungen des
Auslandes bei vermehrtem Intereſſe Englands für
deutſchen Weizen war die Tendenz für dieſen Artikel
ansgeſprochen feſt, ſodaß ſich die Preiſe im
Lieferungs=
geſchäft um 3—4 Mark höher ſtellten. Roggen zeigte
unter dem Eindruck ſtarker Waſſerzufuhren anfangs
ſchwache Haltung, ſchloß ſich aber im weiteren Verlaufe
der feſten Weizentendenz an, zumal infolge der
begin=
nenden Feldbeſtellung eine Verminderung des
landwirt=
ſchaftlichen Angebots fühlbar wurde und die ſchwach
verſorgten Mühlen vereinzelt mehr Kauftuſt bekundeten.
Im Hafergeſchäft halten die bevorſtehenden großen
Zu=
fuhren die Unternehmungsluſt vorläufig unter Druck,
trotzdem es ſich zumeiſt um disponierte Ware handelt.
Die Provinzforderungen waren keineswegs nachgiebig
und für Lieferung wirkten ruſſiſche und argentiniſche
Rückkäufe befeſtigend. Ruſſiſche Futtergerſte ſtellte ſich
bei kleinem Export zirka 3—4 Mark höher, auch die
Maisforderungen waren um 1—2 Mark geſteigert. Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am
letz=
ten Markttage wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
179 (*1 ) 193
Königsberg . 207
.204
181½ (—
Danzig .
191
.209
184 (*1 ) 193
Stettin
191
.204 (*
181
Poſen
181
191
Breslau: . . 202
.212
185 (41½ 205
Berlin
184
Magdeburg .206
208
.208
188
215
Leipzig
.211
Dresden.
189 (*3 ) 211
.204
193
183
Roſtock .
.218
193
210
Hamburg
Hannover . . 204
192
212
193
Düſſeldorf . . 214
204
217
195
202
Köln . .
200
Frankfurt a. M. 220
214
215
Mannheim . . 225
(* 2½) 197½
205
215
Straßburg . .225
München . 229
211 (— ) 211 (—1
Weitmartpreie Weizen: Verlin Mal 215 (*4275,
Peſt April 198,80 (—0,70), Liverpool Mai 171,70 (F 1,60),
Paris März 224 (—0,40), Chicago Mai 161,60 (*0,75),
Roggen: Berlin Mai 193,50 (4-1,25), Hafer: Berlin=
Mai 195,50 (*- 2,50), Futtergerſte eif. Hamburg März
158,50 (*3,75), Mais Mixed Febr.=März 138 (*2),
Odeſſa ſchwim. 130,50 (—0,50), La Plata Mai=Juni 119
(* 1,50) Mk.
Vermiſchtes.
Ck. Woher ſtammt der türkiſche Halbmond? Der
Halbmond als Wappen des Ottomaniſchen Reiches hat
einen intereſſanten hiſtoriſchen Urſprung, über den ein
rumäniſches Blatt einige Einzelheiten erzählt. Im Jahre
341 v Chr. belagerte Philipp von Mazedonien Byzanz.
Die Stadt war hart bedrängt. Aber auf Betreiben des
Demoſthenes kam zwiſchen Nihen und Byzanz ein
Bünd=
nis zuſtande und die Athener rüſteten ihre Schiffe aus,
um ihren byzantiniſchen Bundesgenoſſen zur Hilfe zu
eilen. Als die griechiſche Flotte vor Byzanz eintraf, ſah
ſich Philipp von Mazedonien genötigt, die Belagerung
aufzugeben, er zog ſich zurück und ſchon glaubte man, daß
er endgültig auf den Plan einer Eroberung der Stadt
Byzanz verzichtet habe. Die atheniſchen Schiffe fuhren
wieder heimwärts; doch als ſie verſchwunden waren,
drangen die mazedoniſchen Truppen wieder gegen die
Stadt vor. Sie benutzten bei dieſem Vormarſche, der einen
überraſchenden Ueberfall auf die Stadt bezweckte eine
langgeſtreckte Schlucht, in deren Sohle ſie im Dunl’l der
Nacht unbemerkt bis zu den Toren von Byzanz zu
gelan=
gen hofften. Die Umſtände ſchienen den Mazedoniern
günſtig, der Mond ſtand im letzten Viertel, der Himmel
war bewölkt und die Dunkelheit ſo groß, daß vorzeitige
Entdeckung nicht zu befürchten war. Dann aber nahm der
Wind zu und zerriß die Wolkenbänke: am Himmel erſchien
der Halbmond und in ſeinem milden Lichte ſah man von
der Stadt aus die Waffen der heranziehenden Mazedonier
aufblitzen. Man war gewarnt, rüſtete ſich und der Angriff
konnte blutig abgeſchlagen werden. Zur Erinnerung an
dieſe glückliche Errettung der Stadt errichteten die
Byzan=
tiner am Goldenen Horn zu Ehren der Hekate ein
Stand=
bild und beſchloſſen, den Halbmond in das Wappen der
Stadt aufzunehmen. Die Römer und die byzantiniſchen
Kaiſer behielten bei ihren Siegeln dann den Halbmond
bei, und als Zeichen ihrer Herrſchermacht ſetzten ſie in
die Mitte des Mondbogens einen Stern. Mohammed der
Eroberer und ſeine Nachfolger, die die griechiſche Sprache
zur Staatsſprache ihres Reiches machten, übernahmen
auch den Halbmond als Wappen, das ſeitdem ſtets das
Symbol des türkiſchen Reiches geblieben iſt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. März: Dem Zimmermeiſter
Phi=
lipp Spieß, Stiftſtraße 67, ein S. Adolf. Am 7.: dem
Taglöhner Georg Avemaria Heinheimerſtraße 96, ein
S. Karl. Dem Buchhalter Reinhold Bahr, Neue
Ireneſtraße 68, ein S. Alfred Georg. Am 5.: dem
Kon=
ditor Robert Lenz, Rheinſtraße 24, ein S. Otto
Ro=
bert Chriſtian. Am 3.: dem Lehrer an der
Knaben=
mittelſchule Karl Kröhle, Viktoriaſtraße 66, eine T.
Hildegard Chriſtina Katharina. Am 8.: dem
Gaswerks=
arbeiter Karl Dörr Gardiſtenſtraße 18, eine T.
Kät=
chen. Dem Diplom=Ingenieur Otto Friedrich Karl
Georg Wegeleben, Gutenbergſtraße 57 ein S. Otto.
Am 10.: dem Schuhmacher Georg Eckſtein, Karl=
ſtraße 20, eine 2. Auna Maria. Am 3.; dem Schneider
Jakob Schmitt, Kiesſtraße 9, eine T. Kätha. Am 10.;
dem Taglöhner Georg Stofft, Langegaſſe 47, eine T.
Lina Joſephina. Am 7.: dem Friſeur Adam
Kling=
ler, Fuhrmannſtraße 12, ein S. Karl. Am 9.: den
Mechaniker Johannes Scheuermann, Langegaſſe 17,
ein S. Willi Heinrich. Am 6.: dem Invaliden
Johan=
nes Hofmann, Dieburger Straße 42, eine T. Anna
Katharina. Am 7.: dem Bureauaſſiſtent Heinrich
Weitzel, Mollerſtraße 45, eine T. Margarete Chriſtine
Adelheid.
Aufgebotene. Am 7. März: Kaufmann Peter Hotz,
Mollerſtraße 17, mit Anna Margaretha Hauck,
Mühl=
ſtraße 76. Am 8.: Schreiner Fritz Fertig mit Maria
Berg, beide in Wohnbach. Schutzmann Leonhard
Karl Krämer, Liebigſtraße 48, mit Margarete o Heß,
Riedeſelſtraße 54. Briefträger Heinrich Späth,
Rhön=
ring 97, mit Dienſtbote Eliſabeth Schmidt,
Wilhel=
minenplatz 14. Am 9.: Klempner Friedrich Wilhelm
Böcke mit Ida Johanna Kobert, beide in
Aſchers=
leben. Schutzmann Joſeph Chriſtian Petermann,
Bensheim, mit Katharina Petermann, Heppenheim.
Weißbindergehilfe Johannes Kropp. Traiſa, mit
Dienſtmädchen Juſtine Vierheller, Nieder=Ramſtadt.
Bäcker und Landwirt Adam Sommer, Lindenfels,
mit Anna Chriſtina Weyrauch, Schönnen.
Bank=
beamter Hermann Wilhelm Amandus Waldmann,
Landwehrſtraße 1½, mit Johanna Louiſe Haas,
Kra=
nichſteinerſtraße 12½. Poſtſchaffner Ludwig
Nau=
mann, Sprendlingen, mit Katharina Sievers,
Sprend=
lingen. Am 11.: Sergeant im Großh. Heſſ. Inf.=Regt.
Nr. 115 Kord Karl Chriſtian Wüpper. Mülerſtraße 37,
mit Köchin Katharine Schäfer, Müllerſtraße 37.
Sergeant im Garde=Drag.=Regt. Nr. 23 Ludwig
Nico=
laus, Marienplatz 1, mit Margareta Walther, Beuern,
Krs. Gießen. Maurer Wilhelm Heinrich Pabſt,
Biebesheim, mit Dienſtmädchen Anna Marka
Thyrauer hier. Maſchinenſchloſſer Johann Peter
Werner, Bingen, mit Barbara Rothermel,
Bleich=
ſtraße 46.
Ehefchließungen. Am 7. März: Kaufmann Joſeph
May mit Frieda Lehmann, beide hier. Am 9.:
Schloſſer Philipp Lutz mit Philippine Hildebrandt,
beide hier Elektromonteur Heinrich Ackermann mit
Modiſtin Louiſe Geyer, beide hier. Eiſendreher
Jo=
hannes Göriſch mit Margareta Heß, beide hier.
Buchhalter Philipp Lange in Offenbach a. M. mit
Juſting Herrmann, hier.
Geſtokbene. Am 8. März: Ludwig
Gölzenleuch=
ter. S. des Briefträgers 2 Mte., ev., Schuchardſtraße 14.
Am 7.: Erna Alwine Wilhelmine Ziegenbruch, o. B.,
14 J., ev., Inſelſtraße 19. Kath. Schmalbach, geb.
Saum, Ehefrau des Schloſſers, 59 J., ev., Babenhauſen.
Am 8.: Marie Binder, T. des Gerbers, 2 J., ev.,
Ober=Ramſtadt. Schloſſer Eberhard Maretſch, 45 J.,
kath. Am 9.: Rechnungsrat i. P. Joh. Jakob
Rött=
ger, 73 J., ev., Soderſtraße 9. Marg. Schmidt, T. des
Maurers, 26 Tge ev., Schneppenhauſen.
Wagenwär=
ter Ph. Reinheimer, 34 J., ev., Pallaswieſenſtraße 37.
Eliſ. Marg. Fähr, geb. Harth, Ehefrau des Rentners,
59 J., ev. Viktoriaſtraße 48. Am 8.: Otto Wegeleben,
S. des Diplom=Ingenieurs, 3½ St., ev.,
Gutenberg=
ſtraße 57. Am 10.: Hausmeiſter Ernſt Wagner. 36 J.,
ev., Weiterſtädterweg 42. Am 9.: Eliſ. Döll, geb.
Zubrod, Witwe des Bahnwärters. 81 J., ev.,
Pallas=
wieſenſtraße 43. Taglöhner Karl Adam Frickel, 54 J.,
ev., Arheilgen. Schloſſer Franz Joſeph Lang, 77 J.,
kath., Riedeſelſtraße 68.
Flungstädter Haschenbiere m anbewahrter Keinnen- und Gate
Pfungstädter „Pilsner‟
Pfungstädter „Kaiserbräu‟
Pfungstädter „Märzen‟
Pfungstädter „Bock Ale‟
Brauerei-Füllung
direkt vom Lagerfass
Bestellungen erbittet man per Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Exvortbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Pfungstadt.
(3114a
Götterspeise
nannte der grosse Naturforscher Linné den Kakao
in Anbetracht seines köstlichen Wohlgeschmackes
und seines hervoragenden Dährwertes. Die
heutige Wissenschaft hat Linné recht gegeben.
indem sie feststellte, dass der Kakao neben
seinen natürlichen Nährsalzen alle zum
Knochen-
aufbau, Stoffwechsel und zur Blutbildung
er-
forderlichen Substanzen enthält, dabei anregend
und kräftigend auf Newen und Gehirn wirkt.
So nimmt Kakao einen hervorragenden Anteil
im Dienste der menschlichen Ernährung und
geniesst mit Recht den Ruf eines
unübertrekf=
lichen Genuss- und Nahrungsmittels.
Da Kakao unverpackt leicht fremden Geruch
annimmt, kaufe man iün nur in luftdichter
Originalpackung, die gleichmässigen
Ge-
schmack und frisches, volles Aroma
gewährleistet.
Stollwerck-Kakao
ADLER GOLD
SILBER
14 kg.-Paket ℳ1.25 ℳ 1.—
7 0.80
Alle drei Marken, gleich rein und
nähr-
kräftig, unterscheiden sich, wie die
deut-
schen Edelweine, nur durch ihr Aroma.
Felcher Schneidermſtr. macht!
aller Art u. Koſtüme
24d Maſtanz. geg. Tapezier= und Kleider werd. gut u. bill. ange=
Polſterarb.? Off. u. R95 a. d. Exv. (*1fert. Ernſt=Ludwigſtr. 22, III. (4107a
4510a
Heute Mittwoch trifft auf dem
H
Markte eine Sendung
lebend=
d. Pfd. zu 30 ₰
friſcher Vabllau (i. Ausſchnitt),
Backfische zu 16 ₰, ſowie
Weiß-
fische und Bresem ein. (*6321
Zu kaufen
gesucht
Liegende Hochdruck=
Dampfma-
schine von 15 Ps. Offerten mit
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an die Expedition ds. Bl. (60650
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aller Art werden angefertigt wie
bekannt, zu den billigſten Preiſen
A. Daniel, Friſeur,
Ludwigsplatz 8. (5776a
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Wer ſeine Fahrradreifen und Automobilpneumatiks mit „
Velo=
durint gedichtet hat, braucht keine Luſtpumpe und keinen
Reparakur=
kaſten mehr mitzuſchleppen. Jedes Luftentweichen iſt ausgeſchloſſen,
ſelbſt bei kleinen Verletzungen des Lufſchlauches durch Nägel und ſpitze
Steine während der Fahrt. Belodurin iſt nicht zu verwechſein mit
früher angeprieſenen, unbrauchbaren Präparaten,
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ihn geſchmeidig und geſtattet ein gleichmäßiges und elaſtiſches Fahren.
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