Darmstädter Tagblatt 1912


09. März 1912

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175. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 40 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Kaiſer iſt geſtern vormittag nach Bremen
abgereiſt.
Der Reichstag wählte Kaempf (Fortſchr. Volksp.)
zum Präſidenten, Paaſche (natl.) zum erſten
und Dove (Fortſchr. Volksp.) zum zweiten Vize=
präſidenten
.
Eine Aenderung des Militärſtrafgeſetz=
buches
iſt nach der Tägl. Rundſchau in Ausſicht ge=
nommen
.
Der ungariſche Miniſterpräſident Gra)
Khuen hat das Entlaſſungsgeſuch des unga=
riſchen
Kabinetts eingereicht, das vom Kaiſer angenom=
men
wurde:
Die Zahl der durch den engliſchen Bergarbeiter=
ſtreik
beſchäftigungslos gewordenen Arbeiter wird
auf 450 000 geſchätzt.
In Schantung dauern Mord und Plünde=
rung
an und breiten ſich weiter nach Norden aus.

Politiſche Wochenſchau.

Das Redebedürfnis, namentlich der neugewählten
Reichstagsabgeordneten, bringt es mit ſich, daß man bei
einem Etat, wie der des Reichsamts des Innern, wo die
verſchiedenartigſten Gegenſtände hineingepreßt ſind, die
Ausſprache eine überaus, wenn auch nicht ergiebige, ſo
doch recht andauernde iſt. Es iſt menſchlich begreiflich,
daß die Herren ſich gern hören laſſen und ihren Wählern
zeigen, was für einen trefflichen und geſchickten Volks=
vertreter
ſie auf den Schild erhoben haben. Man ſpricht
ja bei dieſem Etat gern zum Fenſter hinaus und darum
iſt auch die Zahl der eingebrachten Refolutionen ſchier
Legion, da jede Partei zeigen will, in wie hohen Maße
ſie um das Wohl des Volkes bedacht iſt. Einen breiten
Raum nahm diesmal aus dem erwähnten Grunde die
Erörterung der Mittelſtandsfürſorge ein, nachdem man
auch ſchon bei der erſten Etatsleſung ſich hiermit ziemlich
eingehend befaßt hatte Herr Delbrück hat ſich recht ab=
mühen
müſſen, um ſein Gehalt bewilligt zu bekommen,
denn er hat drei große programmatiſche Reden gehalten,
die ſich auf die Hauptzweige ſeines Reſſorts erſtreckten,
nämlich die Sozialpolitik, die Wirtſchaftspolitik und die
Fürſorge für die Erwerbskreiſe. Ueber die Wirtſchafts=
politik
konnte der Staatsſekretär natürlich nicht viel
neues ſagen, da ja deren Linien feſtſtehen. Dagegen ſind
ſeine Darlegungen über die Mittelſtandspolitik mit großer
Aufmerkſamkeit entgegengenommgn worden, obwohl ſie
das nicht brachten, was man in intereſſierten Kreiſen
von Herrn Delbrück erhofft hatte. In Mittelſtandskreiſen
dürfte unter ſolchen Umſtänden, wie ſchon bemerkt, eine
herbe Enttäuſchung nicht ausbleiben.
In der Etatsdebatte hat man es aus begreiflichen
Gründen unterlaſſen, auf die kommenden Wehrvorlagen
des näheren einzugehen, zumal ja auch deren Einzelheiten
unbekannt waren. Nun wird man aber bald Näheres
hören, da ſich das preußiſche Staatsminiſterium in ſeiner
letzten Sitzung mit dieſen Fragen befaßt und ſie an den
Bundesrat weiter gegeben hat, ſodaß eine baldige Ver=
öffentlichung
der behördlichen Abſichten zu erwarten
ſteht. Wie aus angeblich zuverläſſiger Quelle durch=
ſickert
, ſollen die Forderungen doch nicht ſo umfangreich
ſein, wie man urſprünglich angenommen hat. Auf dem
Gebiete der militäriſchen Forderung ſoll es ſich in der
Hauptſache um Konſequenzen aus den techniſchen Neu=
erungen
handeln, dazu die Schaffung zweier neuer
Armeekorpsſtäbe mit den Sitzen in Allenſtein und Kol=
mar
. Für die Marine wird angeblich die Schaffung
eines neuen dritten aktiven Geſchwaders und der Neu=
bau
von drei Linienſchiffen und zwei kleinen Kreuzern
verlangt werden. Andererſeits aber ſoll die Deckungs=
frage
noch immer der definitiven Erledigung harren, es
ſchweben darüber angeblich noch Verhandlungen zwiſchen
den Bundgsſtaaten und heute ſollen in Berlin Beſprechun=
gen
der leitenden Miniſter der Einzelſtaaten mit dem
Reichskanzler und dem Schatzſekretär hierüber ſtattfinden.
Ganz ausgeſchloſſen erſcheint es doch nicht, daß man einen
ſchon länaſt gehegten Plan bei dieſer Gelegenheit zur
Durchführung bringt. um die Koſten der Wehrvorlagen
zu decken, nämlich die Schaffung von ſtaatlichen Mono=
polen
.
Auch ſonſt haben die Regierungen, ſowohl von Deutſch=
land
als auch anderwärts gar manche ſchweren Sorgen.
Nicht zuletzt iſt es eine große wirtſchaftliche Kalamität,
die einen weiten Umfang anzunehmen droht. Der große
Bergarbeiterſtreik, der in England ausgebrochen iſt, zieht
immer weitere Kreiſe, und er macht ſich bereits jetzt in

der kurzen Friſt durch empfindliche Störungen im Wirt=
ſchaftsleben
der verſchiedenen Länder bemerkbar. Auch
für uns in Deutſchland hat ſich in den letzten Tagen die
Situation erheblich zugeſpitzt, nachdem es anfänglich
ſchien, als ob eine friedliche Verſtändigung mit ziemlicher
Beſtimmtheit zu erwarten ſei. Allem Anſcheine nach aber
kommt es anders. Zwei Zechen haben den Anfang ge=
macht
, und die herrſchende Erbitterung wird immer grö=
ßer
, wobei wohl eine hetzeriſche Agitation das ihrige mit
beigetragen haben mag. In England ſelbſt iſt die Lage
ſehr ernſt, außer der einen Million ſtreikender Bergleute
ſind bereits Hunderttauſende in Mitleidenſchaft gezogen,
die Fabriken und andere Unternehmungen miſſen ſchlie=
ßen
und der Verkehr zu Waſſer und zu Lande iſt ins
Stocken geraten und mußte eine erhabliche Einſchränkung
erfahren. Ob die von der Regierung in Ausſicht genom=
mene
geſetzliche Feſtlegung eines Minimallohnes etwas
helfen wird, oder ob überhaupt dieſer Plan im Parla=
ment
eine Mehrheit ſindet, ſteht noch ſehr dahin. Herr
Asquith und ſeine Kollegen haben alſo den Kopf recht
voll, und die Exzeſſe der Suffragettes ſind nicht gerade
dazu angetan, ihnen das Leben angenehmer zu machen.
Nicht minder große Bedenken müſſen die Dinge in
China erwecken, nachdem plötzlich eine Gegenrevolution
ausgebrochen iſt, gerade in dem Moment, wo man glaubte,
daß ſich nun für China alles zum beſten wenden würde.
Immerhin ließ ſich eine derartige Erhebung vorausſetzen,
denn es war nicht anzunehmen, daß die Mandſchudynaſtie
trotz aller ſchönen Verträge die erzwungene Abdankung
auf die Dauer ruhig hinnehmen würde, nur hatte man nicht
erwarten können, daß der Umſchwung, bei dem zweifellos
das Geld der bisherigen Dynaſtie eine Rolle ſpielt, gar
ſo ſchnell eintreten würde. Das ſchlimmſte, was ſich er=
eignen
konnte, iſt geſchehen: es iſt gelungen, die Soldaten
zur Meuterei aufzureizen, und ſchwere Ausſchreitungen
haben ſtattgefunden, die nichts Gutes erwarten laſſen,
Auch gewinnt es mehr und mehr den Eindruck, als ob
wieder der Fremdenhaß ſich regt, ſodaß die Mächte ſich
gezwungen geſehen haben, nach den bedrohten Orten be=
trächtliche
Verſtärkungen für ihre dortigen Schutzwachen
zu entfenden. Es bedarf nur noch eines kleinen An=
ſtoßes
, und die chineſiſche Frage, die die umfaſſendſten
Komplikationen nach ſich ziehen kann, iſt mit einem
Schlage wieder aufgerollt:
Gegenüber dieſer Gefahr tritt die Bedeutung des
Tripolis=Krieges in den Hintergrund, denn er berührt die
Intereſſen der Mächte doch nicht in ſolchem Maße wie
die Dinge im fernen Oſten. In den letzten Tagen iſt
viek von einem Meinungsaustauſch zwiſchen den Mäch=
ten
die Rede geweſen, um den Frieden zu vermitteln,
aber es wird bereits wieder abgewiegelt, da man von
der Ausſichtsloſigkeit derartiger Bemühungen völlig
überzeugt iſt und im Grunde genommen die Vorſchläge
lediglich darum nicht ſofort abgelehnt hat, weil man
Rußland. von dem der Gedanke ausging, nicht vor den
Kopf ſtoßen wollte. Die Türken denken gar nicht darm,
nachzugeben, denn ſie haben nach der ganzen Kriegslage
hierzu keinerlei Veranlaſſung, während man wohl in
Rom froh wäre glimpflich abzuſchneiden, wenn man ſich
auch nach außen hin halsſtarrig zeigt.
Schwierig iſt auch die Siuation in der Donaumonar=
chie
wo man wieder einmal mitten in der ſchönſten
Kriſis ſich befindet, es handelt ſich um die Wahrvorlage.
in der ſich beide Teile nicht einigen können, und zwar
hauptſächlich in der Frage der Einberufung der Reſer=
pen
. Die Demiſſion des ungariſchen Kahinetts iſt die
Folge davon geweſen. Der alte Hader zwiſchen Eis= und
Transleithanien iſt wieder erwacht. und es kann nimmer
zum Gutin führen, wenn nicht bald eine Verſtändigung
erzielt wird.

Der Rücktritt des ungariſchen Kabinetts.

** Der ungariſche Miniſterpräſident Graf Khuen
hat ſein Entlaſſungsgeſuch eingereicht, das
vom Kaiſer angenommen wurde; er wurde aufge=
fordert
, die Geſchäfte vorläufig noch weiterzuführen.
Khuen wird ſeine Entlaſſung beim Reichstag anmelden,
der ſich dann bis zur Löſung der Kriſe vertagen wird.
Der Kaiſer wird in den nächſten Tagen mehrere unga=
riſche
Politiker zu ſich beſcheiden, um ihre Anſichten anzu=
hören
. Da in Ungarn das Wehrgeſetz ohne die Abmachun=
gen
mit Koſſuth überhaupt nicht durchgeſetzt werden kann,
ein militäriſches Proviſorium mit erhöhtem Mannſchafts=
ſtand
aber großen Schwierigkeiten begegnet, iſt mit einer
langen und ſchweren Kriſe zu rechnen.
Nach dem Neuen Wiener Tagblatt überreichte Graf
Khuen in der Audienz dem König das ſchriftliche Ent=
laſſungsgeſuch
des Kabinetts mit der mündlichen Begrün=
dung
, daß die Regierung ſich darin ſolidariſch erkläre,
ohne den bekannten Beſchlußantrag, die Wehrvorlage
nicht durchzuführen, eine proviſoriſche Löſung der Wehr=
reform
aber nicht übernehmen zu können. Khuen war
nicht in dar Lage, einen Nachfolger in Vorſchlag zu brin=
gen
, da alle Anhänger der 67er Partei denſelben Stand=
punkt
einnähmen wie das Kabinett. Er machte auch keine

Votſchläge über die Berufung politiſcher Perſönlichkeiten
zum König.
Daß die Obſtruktion der Koſſuth= und Juſth=Partei
gegen die Wehrvorlagen zu einer neuen Kriſis in Ungarn
führen mußte, darüber konnte kaum noch ein Zweifel
herrſchen, und ſo hat denn die Demiſſion des Miniſter=
präſidenten
Grafen Khuen=Hedervary keinerlei Ueber=
raſchung
hervorgerufen. Der Kampf gegen die Wehr=
geſetze
erfolgte ſeitens der Oppoſition einesteils aus ſach=
lichen
Gründen, anderſeits deshalb, weil die um Koſſuth
zunächſt das allgemeine Wahlrecht durchgeſetzt wiſſen
wollan.
Graf Khuen ſtand ſeit Januar 1910 an der Spitze
des ungariſchen Kabinetts, nachdem Weckerle zurückgetre=
ten
und ein Kabinett Lukacs geſcheitert war. Man ſah
in ihm den ſtarken Mann, der die auf die Spitze getrie=
benen
inneren Schwierigkeiten in der Reichshälfte jen=
ſeits
der Leitha am eheſten zu löſen im Stande ſei. Er
hat einen erbitterten Kampf gegen die Oppoſition ge=
führt
, die ihren ganzen Groll gegen ihn richtete und ſchon
am 28. Januar ein Mißtrauensvotum gegen Khuen im
Abgeordnetenhauſe durchſetzte, worauf letzteres vertagt
wurde. Dieſer Schritt wurde dem Miniſterpräſidenten
als Verfaſſungsverletzung angerechnet, weil nicht gleich=
zeitig
ein Budgetproviſorium verlangt worden war, und
man beſtritt der Regierung das Recht, während der Ver=
tagung
Steuern einzuziehen, Rekruten auszuheben, An=
leihen
aufzunehmen uſw. Ein von Khuen eingereichtes
Entlaſſungsgeſuch genehmigte der Kaiſer nicht. Der
Kampf gegen die Regierung dauerte nach der Wiederauf=
nahme
der Sitzungen des Abgeordnetenhauſes unverän=
dert
fort, und er nahm eine außerordentliche Schärfe an.
Man wird ſich erinnern, daß am 21. März 1910 im Par=
lament
ein tätlicher Angriff gegen Khuen erfolgte, worauf
am Tage darauf der Reichstag Ungarns aufgelöſt wurde.
Bei den dann ſtattgehabten Wahlen hatta die unter dem
Namen Nationale Arbeitspartei errichtete Ragierungs=
partei
einen großen Erfolg, ſie errang die überwiegende
Mehrheit, ſodaß die Regierung an und für ſich mit guten
Ausſichten den Verhandlungen des neuen Parlaments,
das am 25. Juni 1910 eröffnet wurde, entgegenſehen
konnte. Freilich wurden dieſe Ausſichten dadurch erheb=
lich
getrübt, daß im ungariſchen Abgeordnetenhauſe die
Minderheit durch Obſtruktion jede Arbeitstätigkeit unter=
binden
kann, was denn auch gründlich geſchah, als die
der Koſſuth= und Juſth=Partei verhaßten Wehrvorlagen
zur Debatte kamen. Dieſe Vorlagen bildeten neben der
in der Thronrede angekündigten Wahlrechtsreform das
Hauptſtück der geſetzgeberiſchen Arbeit, und ihre Erle=
digung
iſt im Intereſſe der Wehrkraft der öſterreichiſch=
ungariſchen
Monarchie als ſehr dringend anzuſehen.
Was die nächſte Zeit bringen wird, iſt noch ungewiß.
Jedenfalls iſt die innorpolitiſche Lage in Transleitha=
nien
wieder einmal überaus verwickelt, und es iſt gar
nicht abzuſehen, zu welchen Konflikten die Schwierigkeiten
noch führen können. Bei der Löſung dürfte, wie man an=
nimmt
der Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand
eine maßgebende Rolle ſpielen.

Deutſches Reich.

Eine Aenderung des Militärſtraf=
geſetzbuches
iſt, wie die Tägl. Rundſchau hört, in
Ausſicht genommen. Das Militärſtrafgeſetzduch vom 20.
Juni 1872 iſt kein ſelbſtändiges in ſich abgeſchloſſenes
Geſetz. Es bildet vielmehr lediglich eine Ergänzung des
Bürgerlichen Geſetzbuches. Insbeſondere iſt der ganze
allgemeine Teil des letzteren auch für militäriſche Ver=
brechen
und Vergehen maßgebend. Auch das Strafen=
ſyſtem
des Militärſtrafgeſetzbuches beruht auf dem des
Bürg. Strafgeſetzbuches. Es kommt daher die Umar=
beitung
des Militärſtrafgeſetzbuches erſt dann in Frage,
wenn das Ergebnis der Reform des Bürgerlichen Straf=
geſetzbuches
vorliegt. Dem Stande der Reform des Bür=
gerlichen
Strafgeſetzbuches entſprechend ſind die Vorar=
beiten
für das Militärſtrafgeſetzbuch in die Wege geleitet.
Dagegen beſteht nicht die Abſicht, eine Aenderung der Mi=
litärſtrafgerichtsordnung
die erſt am 1. Oktober 1900 in
Kraft getreten iſt, vorzunehmen. Der Reichstag hat ſich
mit dieſen Fragen ſchon wiederholt befaßt und den
Wunſch ausgedrückt, daß verſchiedene Beſtimmungen der
neuen Militärſtrafgerichtsordnung geändert werden. Das
Kriggsminiſterium ſteht aber auf dem Standpunkte, daß

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ſich die Militärſtrafgerichtsordnung in der Armee gut
eingelebt hat, daß ſie den Anforderungen der militäriſchen
Verhältniſſe angepaßt iſt und gegenüber der bürgerlichen
Strafprozeßordnung einige weſentliche Vorteile ( Beru=
fung
, Nacheid) enthält. Eine Aenderung der Militär=
ſtrafgerichtsordnung
kommt daher in abſehbarer Zeit
nicht in Frage.
Die Strafrechtsnovelle. Wider Erwarten
lſt nun doch die Strafrechtsnovelle aus der Verſenkung
emporgetaucht. Die Parteien haben ſich dahin geeinigt,
alle ſtrittigen Punkte aus der alten Vorlage auszuſchei=
den
und den Reſt möglichſt bald im Plenum zu verab=
ſchieden
. Die Regierung hat ſich mit dieſem Verfahren
einverſtanden erklärt und wird den Plan nach Möglichkeit
fördern. Auf dieſe Weiſe wird es möglich ſein, die in
Ausſicht genommene Milderung der Strafbeſtimmungen
für geringfügige Diebſtähle und Unterſchlagungen, ſowie
für Hausfriedens=, Arreſt= und Siegelbruch zu erreichen
und anderſeits eine Verſchärfung der Strafe für Kinder=
mißhandlung
herbeizuführen. Unter den Tiſch fällt der
neue Erpreſſerparagraph, der Tierquälparagraph und die
Neuordnung der Beleidigungsſtrafen.
Hanſabund, Wiehrvorlagen und
Deckungsfragen. Das Direktorium des Hanſa=
bundes
hat in ſeiner Sitzung zur Frage der Wehrvorla=
gen
und ihrer Deckung einmütig folgenden Standpunkt
eingenommen:
Gemäß dem Standpunkt der Richtlinien des Hanſa=
bundes
, die nationalen Forderungen den gewerblichen
voranzuſtellen, erklärt das Direktorium, daß diejenigen
Opfer, die zur Feſtigung des Reiches und Sicherung ſei=
ner
Wirtſchaft in Krieg und Frieden notwendig ſind, un=
bedingt
getragen werden müſſen, daß aver eine Aus=
gabenvermehrung
ohne ausreichende Deckung auch nach
kaufmänniſchen Geſichtspunkten unzuläſſig iſt. Die Prü=
fung
des Reichsetats und beſonders der Ergebniſſe der
Reichsfinanzgeſetze vom Jahre 1909 ergibt nun aber,
daß die damals bewilligten, Induſtrie, Gewerbe, Handel
und Verkehr einſeitig belaſtenden Steuern zur Deckung
neuer Ausgaben nicht hinreichen. Es ſteht vielmehr feſt,
daß bei den Einnahmeſchätzungen des Etatsentwurfs für
das Jahr 1912 (unter Berückſichtigung der Einnahmen
und Einnahmeſchätzungen für das Etatsjahr 1911) im
äußerſten Falle mit dem amtlich angenommenen Er=
trage
der Reichsfinanzgeſetze von 1909 in Höhe von 417
Millionen gerechnet werden kann. Dabei iſt in Betracht
zu ziehen, daß bei einigen Steuern Mindereinnahmen
bereits eingetreten ſind, und daß weitere infolge Ver=
änderungen
oder Schwankungen der Wirtſchaftslage auch
von amtlicher Seite angenommen werden. Da ſomit
neue Reichseinnahmen zur Deckung der zu erwartenden
Wehrvorlagen vom Standpunkte einer geſunden Finanz=
politik
notwendig erſcheinan, gilt es, dem Grundſatz des
Hanſabundes, einer gerechten Verteilung der Staats=
laſten
unter ſämtliche Erwerbsſtände und unter die Ein=
zelnen
nach Maßgabe ihres Beſitzes und ihrer Leiſtungs=
fähigkeit
, auch hier zum Siege zu verhelfen. Von den in
Betracht kommenden allgemeinen Beſitzſteuern iſt aber
die Erbanfallſteuer gerade unter dem Geſichtspunkt ſo=
zialer
Gerechtigkeit diefenige Abgabe, welche ſowohl mit
Rückſicht auf die Intereſſen der geſamten Volkswirtſchaft,
als auch der Wirtſchaft des Einzelnen am wenigſten
drückend empfunden werden würde. Für die Deckung des
Mehrbedarfs kann daher nur eine Erbanfallſteuer in Be=
tracht
kommen, während jede weitere einſeitige Belaſtung
der deutſchen Erwerbsſtände im Intereſſe der Sicherung
der produktiven und nationalen Arbeit von Handel, Ge=
werbe
und Induſtrie energiſch zu bekämpfen iſt.
Der preußiſch=ſüddeutſche Lotterie=
Vertrag dürfte im bayeriſchen Landtage ſcheitern. Der
Referent in dieſer Angelegenheit, der ſozialiſtiſche Abge=
ordnete
Schmidt, ſchlägt im Plenum Ablehnung der ge=
ſamten
Vorlage vor.

Auslanß.

Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſche Kriſe. Im öſterreichiſchen Ab=
geordnetenhauſe
beantwortete Miniſterpräſident Graf
Stürgkh die Interpellationen betreffend die vom unga=
riſchen
Reichstage im Einvernehmen mit der ungariſchen

Regierung beabſichtigte Interpretation der geſetzlichen
Beſtimmung über die außerordentliche Einberufung der
Reſerve in Friedenszeiten, was bekanntlich zu der unga=
iſchen
Miniſterkriſis geführt hat. Der Miniſterpräſident
erklärte, er habe über dieſe Angelegenheit eine authen=
tiſche
Mitteilung ſeitens der ungariſchen Regierung er=
halten
. Die öſterreichiſche Regierung habe hierzu wegen
der dabei in Betracht kommenden ſchwerwiegenden In=
tereſſen
der gemeinſamen Wehrmacht präziſe Stellung ge=
nommen
. Ein näheres Eingehen auf die Details wider=
ſpräche
der Rückſicht auf das derzeitige Stadium der An=
gelegenheit
und der Gepflogenheit. Das Haus möge
überzeugt ſein, daß ſich die Regierung in ihrem Vorgehen
ſorgfältigſte Bedachtnahme auf die Intereſſen der Wehr=
fähigkeit
der Monarchie und alle ſonſt hierbei in Betracht
kommenden Intereſſen Oeſterreichs zur Pflicht gemacht
habe.
Frankreich.
Die Senatskommiſſion für Marine=
angelegenheiten
ſtimmte dem Flottengeſetzentwurf
in dem von der Kammer bereits genehmigten Wort=
laut
zu.
Die Ausſtchüſſe für Flugwieſen von
Kammer und Senat hielten eine gemeinſame
Sitzung ab, in der der Wunſch ausgeſprochen wurde, daß
die von der Regierung für die Ausgeſtaltung des Flug=
weſens
verlangten Kredite ohne Aufſchub angenommen
und daß der vom Kriegsminiſter vorgelegte einheitliche
Boſetzentwurf mit größtem Eifer erörtert werden möchte.
Das den beiden Gruppen zugegangene Lotteriegeſetz wird
nach ſorgfältiger Prüfung der Regierung vorgelegt
werden.
Spanien.
Die ſpaniſch=franzöſiſchen Verhand=
lungen
. In der Kammer antwortete Miniſterprä=
ſident
Canalejas auf eine republikaniſche Interpellation,
ie den Riffeldzug kritiſierte: Die Vertraulichkeit der
franzöſiſch=ſpaniſchen Verhandlungen verhindett mich
ier einen Plan für unſer Vorgehen in Marokko zu ent=
werfen
, aber ich kann nicht die Verantwortung auf mich
nehmen, das einzige Gebiet, das der Ausdehnung Spa=
niens
vorbehalten iſt, aufzugeben. Sollten wir mit ver=
ſchränkten
Armen der Ausdehnung anderer Mächte zu=
ſchauen
, als die Erregung, die durch das Vorgehen die=
ſer
Mächte hervorgerufen wurde, ſchon bis an die Tore
Melillas gedrungen war? Spanien beſchränkte ſich von
dem Augenblick an, wo das moraliſche und tatſächliche
Protektorat Europas über Marokko hergeſtellt war, auf
ein friedliches Vorgehen in Marokko. Es kann weder
die von ihm beſetzten Gebiete noch ſeine Einflußzonen
aufgeben. Uebrigens erlaubt ihm ſeine wirtſchaftliche
Kraft, dieſe Haltung einzunehmen.
Rußland.
Neues Flottenprogramm. Der Miniſterrat
beſchloß, der Duma ein neues Flottenprogramm vorzu=
legen
, das an die Stelle des Bauprogramms für 1910
treten ſoll, das von der Duma noch nicht erörtert wor=
den
iſt. Das neue Programm erfordert die Ausgabe von
502 744 567 Rubel, die auf fünf Jahre verteilt werden.
Amerika.
Die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Demokratiſche Stimmen halten die Meinung aufrecht, daß
die Regierung der Vereinigten Staaten langſam aber
ſtetig zu einem großen Schlag gegen Mexiko ausholt.
Die Lage ſei genau wie im Vorjahre; auch der Staats=
ſekretär
ſei wieder abweſend. Die Republikaner und Taft
brauchten einen Krieg, um die zerfahrene Parteilage zu
retten. Orozcos Ernannung zum Generaliſſimus der
ſämtlichen Rebellenhaufen und die Ankündigung des Ab=
marſches
nach der Stadt Mexiko wird als Anfang vom
Ende der Regierung Maderos gedeutet. Madero erklärt,

daß er ſofort 70000 Soldaten ausheben und Juarez zu=
rücknehmen
wolle ohne Rückſicht auf die Amerikaner in
El Paſo.
Perſien.
Die ruſſiſch=engliſchen Verhandlun=
gen
über Perſien ſind ohne erhebliches Ergebnis
beendet worden. Ein ruſſiſcher Diplomat erklärte dem
Korreſpondenten der Kölniſchen Zeitung: Man geſtand
ich gegenſeitig kleine Kompetenzerweiterungen zu, im
übrigen ging man aber nicht über einen Meinungsaus=
tauſch
hinaus. Der Exſchah ſtimmte dem Vorſchlage zu,
Perſien zu verlaſſen, nachdem Amneſtie für ſeine Anhän=
ger
und eine Jahresrente von 70000 Tomans für ihn
zugeſichert worden war. Seine Abreiſe vorzögerte ſich
durch ein Unwetter am Kaſpiſchen See. Der Schah weile
an Bord eines ruſſiſchen Schiffes und reiſe nach Odeſſa,
Perſien erhalte eine gemeinſam von England und Ruß= zu gewährende Anleihe. Eine Summe von einer
Million Rubel ſolle in den nächſten Tagen ausgezahlt=
werden
.

* Wie die Frauen ihr Wahlrecht aus=
üben
. Bei den großen ſozialpolitiſchen Vorlagen, die
der vorige Reichstag im letzten Abſchnitt ſeiner Legis=
laturperiode
erledigen konnte, hat das Wahlrecht
der Frauen zu den verſchiedenen Organen der ſozia=
len
Verſücherungsgleſetzgehung eine vielum=
ſtrittene
Frage gebildet. Die Reichsverſicherungsordnung
dehnte das aktive Wahlrecht der Frauen, das bisher nur
für die Krankenkaſſen beſtand, auf die Berufsgenoſſen=
ſchaften
und die Invalidenverſicherungsanſtalten aus.
Den Frauenvereinen ging dieſe Ausdehnung nicht weit
genug und ſie forderten auch das Wahlrecht zu den Ver=
ſicherungsbehörden
, alſo zum Verſicherungsamt, zum
Oberverſicherungsamt, zum Reichsverſicherungsamt und
zu den Landesverſicherungsanſtalten. Im Reichstag=
fand
ſich für dieſe Forderungen keine Mehrheit. Beim
Verſicherungsgeſetz für Privatbeamte, das für die Orga=
niſation
im weiteſten Umfang eine Selbſtverwaltung
vorſieht, iſt den Frauen das aktive Wahlrecht als Ver=
trauensmänner
, als Mitglieder der Rentenausſchüſſe, des
Verwaltungsrates und auch des Direktoriums ſoweit es
ſich bei dieſem um nichtbeamtete Mitglieder handelt
eingeräumt. Aber für die Rechtſprechung in den Renten=
ausſchüſſen
, den Schiedsgerichten und dem Oberſchieds=
gericht
blieben die Frauen vom Wahlrecht ausgeſchloſſen.
Alle Verſuche, die im Reichstag gemacht wurden, um den
Frauen auch an dieſer Rechtſprechung Anteil zu geben,
ſind geſcheitert. Das ſtärkſte Araument, das von den Geg=
nern
eines uneingeſchränkten Wahlrechts der Frauen in
der ſozialen Verſicherung ins Feld geführt wird, iſt die
Tatſache, daß die Frauen überall da, wo ſie
bisher ſchon das Wahlrecht beſaßen, nahe=
zu
keinen Gebrauch davon gemacht haben.
Seit 30 Jahren iſt den Frauen das Wahlrecht zu den
Krankankaſſen verliehen. Aber der Gebrauch, den ſie da= gemacht haben mahnt an Rouſſeaus Sarkasmus in
Bezug auf die engliſche Wahlausübung: Der Gebrauch,
den ſie davon machen, verdient wohl, daß ſie das Wahl=
recht
verlieren. In einwandfreien Statiſtiken von
Frauenorganiſationen finden ſich Beiſpiele für die Teil=
nahme
der Frauen an den Wahlen zu den Krankehikaſſen.
So hat z. B. in Leipzig von 42000 Frauen in einem
Jahre keine einzige ihr Wahlrecht ausgeübt. Das
gleiche gilt von Hamburg=Altona. In Frankfurt a. M.
haben von 20000 verſicherten Frauen 132 gewählt; in der=
Berliner Allaemeinen Ortskrankenkaſſe von 40000 Frauen
nur 24. Dabet iſt zu berückſichtigen, daß gerade in der
Krankenverſicherung beſonders für Frauen wichtige An=
gelegenheiten
in Frage kommen, bei denen die männ=
lichen
Verſicherten wohl andere Intereſſen haben können
als die weiblichen. z. B. bei der Anſtellung weiblicher
Aerzte oder weiblicher Krankenkontrolleure.
* Braunſchweig, 7. März. In der heutigen
Sitzung der Landesverſammlung kam die Frage der Wie=
ereröffnung
der Univerſität Helmſtedt zur
Sprache. Kultusminiſter Wolf bemerkte, daß der Wieder=
errichtung
die ſchwerſten, nicht nur finanziellen, ſondern
auch wiſſenſchaftlichm Bedenken entgegenſtänden. Er
bedauere, daß die ſo ſchönen Beſtrebungen nicht realiſier=
bar
ſeien.

Zum Tode Rochus von Liliencrons.

C Mit Rochus von Lilieneron, dem großen Gelehrten
und genialen wiſſenſchaftlichen Organiſator, iſt eine Ge=
lehrtengeſtalt
dahingegangen, auf der noch der volle Glanz
einer heute verklungenen Epoche ruhte. War doch das
Wundervolle ſeiner Perſönlichkeit und ſeiner Weltanſchau=
ung
noch in jenen Tagen erblüht, da die rauſchenden Dich=
tungsquellen
der Romantik in das feſtgefügte ruhige Strom=
bett
der Wiſſenſchaft geleitet wurden, da in Ranke und
Jakob Grimm Führer erſtanden, durch die gelehrtes For=
ſchen
zum tiefinnerlichen Erleben der Geſchichte wurde.
Etwas von einem harmoniſch in ſich geſchloſſenen Welt=
heiligen
verklärte das Weſen des ehrwürdigen Stifts=
propſtes
, der das Vorurteil unſerer Zeit, einer könne nicht
mehr in vielen Provinzen der rieſigen Kulturſphäre Be=
deutendes
leiſten, zunichte machte. Er war zugleich Pro=
feſſor
und Diplomat, eine ſcharf ausgeprägte und doch
zugleich ſich feinfühlig anſchmiegende Natur, bei der man
an den Polyhiſtor Leibniz denken mochte.
Als Germaniſt hat er begonnen auf den Pfaden der
Grimms, Müllenhoffs, hat dann als Intendant, als Biblio=
theksdirektor
gewirkt; ſeine zunächſt literarhiſtoriſch betrie=
benen
Forſchungen über das deutſche Volkslied,
die in der impoſanten Sammlung der hiſtoriſchen Volks=
lieder
der Deutſchen gipfelte, führte ihn zur Muſik=
geſchichte
, und es war ſein gewaltiges Verdienſt, daß
er zum erſten Male die unauflösliche Verbindung von
Melodie und Text im Liede betonte, daß er das eigentliche
Studium dieſes Grenzgebietes zwiſchen Muſik= und Lite=
raturgeſchichte
begründete. Muſik war das ſtrahlende
und wärmende Zentrum das jeder Aeußerung, jeder Tat
dieſes ſeltenen Mannes die beſeelende und belebende Wirk=
ung
lieh; Muſik hat ihn durch ſein Leben begleitet und hat
die Fülle ſeiner Gelehrtenarbeit zu einer echt künſtleriſchen
Geſamtheit zuſammengeſchloſſen. Wie der bekannte Muſik=
hiſtoriker
Prof. Kretzſchmar in einem Liliencron zu ſeinem
90. Geburtstaa gewidmeten Aufſatz in der Internationalen

Monatsſchrift hervorhob, war das muſikaliſche Element das
Beherrſchende in ſeiner künſtleriſchen Anlage. Er war
ſelbſt ein vorzüglicher Klavierſpieler, hat ſtets einen ſtar=
ken
Muſikverkehr gepflogen und Liſzt, Reinecke, Joachim
waren ſtolz darauf, ihn unter ihre Verehrer und Freunde
zählen zu dürfen. Der Kreis ſeiner Lieblingsmeiſter war
außerordentlich weit gezogen, umfaßte alte und neue; ſelbſt
die jüngſten Sezeſſioniſten intereſſierten ihn. Die Welt
er Töne, in der er lebte, lieh ſeinem Auftreten einen leich=
ten
, beſchwingten Rhythmus, und ſo war er auch ein Vir=
tuoſe
der Geſelligkeit, der einen ganzen Salon
durch ſeine vornehme Plauderkunſt entzücken konnte. In
Meiningen war er nicht nur Bibliothekar des Herzogs,
ſondern zugleich Leiter der Hofkapelle, Intendant und Mit=
telpunkt
des geſelligen Lebens; ja ſogar als Schauſpieler
hat er damals Ruhm geerntet; ſein Malvolio, den er der
Meininger Hofgeſellſchaft vorführte, wurde dort Jahrzehnte
lang den bedeutendſten Vertretern dieſer Rolle vorgezogen.
Dies ſtarke künſtleriſche Element verleugnet
ſich in keiner ſeiner Arbeiten; am anmutigſten tritt es viel=
leicht
hervor in ſeinem Buche Deutſches Leben im Volks=
lied
um 1530 einem Kabinettſtück feinſter Darſtellung und
Verwertung der Quellen, in dem der gelehrte Sammler
ſchon allein durch die Art der Gruppierung der Lieder zum
ſchaffenden Künſtler wird. Von Lilienerons Auge und
Hand geführt, durchwandert der Leſer ein Jahr der Refor=
mationszeit
und die verwirrenden Gefühlsſtimmen des
Volkes klingen ihm aus den Strophen im reizvollſten Chor
entgegen. An rein dichteriſchen Werken hat Liliencron nur
zwei Novellen veröffentlicht, die zwar wiſſenſchaft=
liche
Themen haben die eine Wie man in Amwald
Muſik macht ſtellt ein Muſterbild der evangeliſchen Kir=
chenmuſik
auf, die andere Die ſiebente Todſünde ſchildert
Shakeſpeare und das Hamlet=Problem aber beide Er=
zählungen
ſind echte hiſtoriſche Dichtungen von großem
epiſchem Zug, der auch Liliencrons Lebenserinnerungen
Frohe Jugendtage durchweht. Die farbigen Bilder des
holſteiniſchen Kinderparadieſes tauchen hier empor; ſie
laſſen die echt nationale Geſinnung Liliencrons

erkennen, der beim Ausbruche des deutſch=däniſchen Krieges
1848 das Katheder des Privatdozenten, das er ein Jahr
zuvor in Bonn beſtiegen hatte, verließ, um in das Frei=
korps
der Deutſchen einzutreten. Wie von ſelbſt ergah
ſich von hier aus der Uebergang des Gelehrten zum
Diplomaten. Liliencron vertrat zwei Jahre lang die
proviſoriſche Regierung von Schleswig=Holſtein als Be=
vollmächtigter
in Berlin, und auch ſpäter noch hat er als
Verwaltungsbeamter an hoher Stelle ſeine diplomatiſchen
Fähigkeiten zu nützen gewußt.
Dieſe einzigartige Miſchung von Gelehrten und Diplo=
maten
ließ ihn wie keinen anderen berufen erſcheinen, das
gewaltige Unternehmen der Allgemeinen Deut=
ſchen
Biographie, dieſes literariſche Pantheon un=
ſeres
Volkes, zu organiſieren. Die Erfahrenſten verzwei=
felten
damals, daß es Liliencron, der die Redaktion des
auf Rankes Anregung zurückgehenden Werkes übernommen
hatte, gelingen werde, das eigenwillige Volk der Gelehrten
zu fruchtbarer Mitarbeit zu erziehen. Aber ihm glückte
es, das Unmögliche möglich zu machen, Strenge und Sach=
lichkeit
mit Milde und Wohlwollen zu verbinden, alle
Schwierigkeiten auszugleichen, und es war ihm vergönnt
die Vorrede des letzten, des 45. Bandes dieſes Monumen=
talwerkes
zu ſchreiben, bei dem er 1400 Gelehrte zu
einer Sammlung von 28000 Biographien vereinigt
hatte. In dieſer unvergänglichen Leiſtung der deutſchen
Wiſſenſchaft wird Liliencrons Name für immer fortleben
und ebenſo in den bahnbrechenden Arbeiten, die
er für die Muſikgeſchichte geleiſtet. Noch als an=
gehender
Achtziger übernahm er die Leitung der Denk=
mäler
der deutſchen Tonkunſt; durch ihn iſt die
großartige Sammlung des Kaiſerlichen Volksliederbuchs
geleitet worden. In den fünfzig Bänden der Denkmäler?
liegt ein ſo reiches und zuverläſſiges Anſchauungsmaterial
vor, daß die deutſche Muſikwiſſenſchaft dadurch eine einzig=
artige
Grundlage beſitzt. In dem Volksliederbuch iſt dem
deutſchen Männergeſang ein Material dargeboten, dem
keine andere Nation etwas Aehnliches an die Seite ſtellen
kann,

[ ][  ][ ]

Stadt und Land.

Darmſtadt, 9. März.
* Uebertragen wurde dem Großh. Steueraufſeher
Reinhard zu Mainz eine Steueraufſeherſtelle an der
Zuckerfabrik zu Friedberg.
O In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt=
verordneten
=Verſammlung wurde ſtädtiſches Gelände
am Böllenfalltorweg an den neu gegründeten Darm=
ſtädter
Golf=Klub zur Anlage eines Golfſpielplatzes ver=
pachtet
. Die am 1. April d. Js. ablaufende Verſicherung
des ſtädtiſchen Mobiliars gegen Brandſchaden wurde
den ſeither beteiligten Geſellſchaften auf weitere 5 Jahre
unter für die Stadt günſtigeren Bedingungen über=
tragen
. Als Schutzmann wurde Heinrich Kröhl definitiv
angeſtellt und der Revier=Polizeikommiſſär Wilhelm
Liſtmann unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen
Dienſte in den Ruheſtand verſetzt. Zu dem Bericht
über die öffentliche Sitzung werden wir gebeten, mitzu=
teilen
, daß betreffs des Baudispenſationsgeſuches des
Maurermeiſters Berth, Stadtv. Leyerzapf und
Säng für die Genehmigung des Geſuches waren,
Stadtv. Wittmann für den Beſchluß des Hochbau=
ausſchuſſes
.
D Die Kunſtpflege des Großherzogs. Die Großh.
Kabinettsdirektion hat mit dem Kunſthiſtoriker Dr. Georg
Biermann zu Berlin=Lankwitz, Herausgeber der Mo=
natshefte
für Kunſtwiſſenſchaft und des Cicerone, einen
Vertrag abgeſchloſſen, wonach Dr. Biermann hierher
überſiedelt und es übernimmt, ſoweit wünſchenswert,
die Oeffentlichkeit über die Kunſtpflege Seiner Königl.
Hoheit des Großherzogs zu orientieren, auch eintreten=
denfalls
als Berater in Fragen der Kunſtpflege tätig zu
ſein.
* Straßenunterhaltung in der Provinz Stärkenburg.
Die Provinzialverwaltung iſt nachhaltig bemüht, die
Unterhaltung der öffentlichen Verkehrsſtraßen der Pro=
vinz
zu verbeſſern und eine größere Einheitlichkeit her=
beizuführen
. Zu dieſem Zwecke wurde mit den Kreis=
verwaltungen
eine Einigung darüber erzielt, daß zwiſchen
Hauptverkehrsſtraßen und Nebenſtraßen
bei der Unterhaltung unterſchieden werden ſoll. Von
den Hauptverkehrsſtraßen wurden in den beiden letzten
Jahren beträchtliche Strecken, die beſonders ſchlecht
waren und durch den ſtarken Verkehr beſonders abge=
nutzt
wurden, mit Kleinpflaſter verſehen. Namentlich
iſt dies auf den Strecken Darmſtadt-Offenbach und
Frankfurt, Darmſtadt-Heidelberg, Groß=Gerau- Frank=
furt
und Mannheim geſchehen. Neuerdings iſt nun die
Provinzialverwaltung beſtrebt, auch bei dem Eindecken
der Straßen eine größere Uebereinſtimmung zwiſchen
der Tätigkeit der Kreis= und Ortsverwaltungen herbei=
zuführen
. Der Provinzialausſchuß hat beſchloſſen, die
Kreisverwaltungen zu erſuchen, daß überall da, wo auf
Kreisſtraßen oder auf Ortsſtraßen, die von
Gemeinden unterhalten werden, die aber in den Zug
von Hauptverkehrsſtraßen fallen, für die Stra=
ßenunterhaltung
noch das ſogen. Flickſyſtem (Eindecken
der Löcher der Straßenfahrbahn mit Schotterſteinen) be=
ſteht
, von den Kreiſen und von den Gemeinden dafür
Sorge getragen werde, daß ſofort bei dem Eindecken
der Schotterſteine (alſo zu gleicher Zeit mit dem Ein=
decken
und nicht erſt am folgenden Tage) eine Ueber=
deckung
der Schotterſteine mit geeignetem Material
(Kies uſw.) ſtattfindet. Ferner wurde den Kreisver=
waltungen
mitgeteilt, daß es ſich empfehle, auf denjeni=
gen
Kreisſtraßen, die als Hauptverkehrsſtraßen anzu=
ſehen
ſind, von dem Flickſyſtem zum Walzen überzugehen,
inſoweit nicht mit Rückſicht auf die zu ſtarke Abnutzung
einzelner Straßenſtrecken die Anlage von Kleinpflaſter
auf dieſen Straßen geeignet und finanziell gerechtfertigt
erſcheine. Es unterliegt keinenn Zweifel, daß durch dieſe
Maßnahmen der Provinz eine erhebliche Beſſerung des
Zuſtandes unſerer Straßen in einer, den jetzigen Ver=
kehrsverhältniſſen
entſprechenden Weiſe ſtattfinden wird.
Der durch die Kleinpflaſteranlagen herbeigeführte gute Er=
folg
macht ſich ſchon jetzt bemerkbar. Hoffen wir, daß
dieſe Beſtrebungen der Provinz allſeitige Förderung
finden.
Beſuch der Ernſt=Ludwigs=Heilanſtalt. Man
ſchreibt uns: Am Donnerstag nachmittag wurde die Ernſt=
Ludwigs Heilanſtalt (Dr. Loſſen) von den Hörern der an
der Techniſchen Hochſchule gehaltenen Vorleſung über
die Reichsverſicherungsordnung beſichtigt. Herr Dr.
med. Schütze hatte die Führung in der Anſtalt über=
nommen
und erklärte in liebenswürdigſter Weiſe den
zahlreich erſchienenen Hörern die Einrichtungen der als
muſtergültig zu bezeichnenden Anſtalt. Beſonderes
Intereſſe erweckten das hervorragend ausgeſtattete
Röntgenkabinett, die zahlloſen und erfolgreichen Zander=
apparate
, die Ueberdruckzelle u. dergl. Zum Schluſſe
ſprach der Dozent für die ſoziale Verſicherung an der
Techniſchen Hochſchule, Herr Dr. v. Köbke, namens
der Erſchienenen Herrn Dr. Schütze Dank für das
Gezeigte aus; er konnte mit Recht betonen, daß es eine
Hauptaufgabe der ſozialen Verſicherung ſei, dem er=
krankten
oder verletzten Arbeiter ſeine Erwerbsfähigkeit
nach Möglichkeit wiederzugeben, und wies alsdann

darauf hin, in welch’ hohem Grade die Ernſt=Ludwigs=
Heilanſtalt dieſem Zwecke der Sozialverſicherung ge=
recht
werde.
Die Heſſiſche Landes=Hypothekenbank gibt be=
kannt
, daß ſie in Aenderung der bisher gültig geweſenen
Darlehensbedingungen den Satz der Geldbeſchaffungs=
koſten
mit Wirkung für die vom 15. März ab bei ihr
einlaufenden Anträge auf Gewährung von Hypo=
thek
= und Kommunaldarlehen bis auf weiteres auf 1½
Prozent feſtgeſetzt hat.
* Goldenes Dienſtjabiläum. Der Herr Betriebs=
aufſeher
Jean Weſp aus Arheilgen kann am 14. März
auf eine 50jährige Tätigkeit im Gaswerk zurück=
blicken
.
* Gewerbeſchule Darmſtadt. Nach einer in dem
Anzeigenteil unſerer heutigen Nummer enthaltenen Be=
kanntmachung
werden die Anmeldungen zur Sonn=
tagszeichen
= und zur gewerblichen Fortbil=
dungsſchule
am 1. und 2. April, vormittags 9 bis
12 Uhr, angenommen. Schulabgangszeugnis und Lehr=
vertrag
ſind vorzulegen. Der Unterricht in der Sonn=
tagszeichenſchule
beginnt am 14. April. Eine Ueber=
tragung
von Vormerkungen aus dem alten Schuljahr
findet nicht ſtatt. Zur Abendzeichenklaſſe (auch kunſt=
gewerbliches
Zeichnen), zur Modellierklaſſe und zum
offenen Zeichenſaal werden für das bevorſtehende
Sommerhalbjahr von jetzt an ebenfalls Anmeldungen
angenommen.
* Monatsverſammlung des Gartenbauvereins. Die
am Donnerstag im Fürſtenſaal ſtattgefundene Mo=
natsverſammlung
des Gartenbauvereins war von 117
Mitgliedern beſucht. Der Vorſitzende, Herr Direktor
Fuldner, gedachte bei Eröffnung der Verſammlung
zunächſt des verſtorbenen Mitgliedes Rentner Fehrer,
der das Amt als Rechner im Verein länger als 15 Jahre
verſehen hatte. Zu ſeinen Ehren erhoben ſich die An=
weſenden
von ihren Plätzen. Sodann nahm Kreisobſt=
bautechniker
Dorſch das Wort zu ſeinem Vortrag über
Obſt= und Gemüſeſchädlinge und deren Bekämpfung.
Herr Obſtbauinſpektor Pfeiffer war leider durch
Krankheit verhindert, den verſprochenen Vortrag über
Obſtbaumſchnitt zu halten. Redner führte aus, man
müſſe als Schädling auch den Menſchen anführen, da
dieſer häufig durch mangelhafte Pflege und falſche Be=
handlungsweiſe
den Obſtbäumen großen Schaden zu=
füge
. Als tieriſche Schädlinge ſeien zunächſt Sperlinge
und Kaninchen zu nennen; auch die Wühlmaus richte
Schaden, beſonders beim Gemüſebau, an. Dieſe ſei er=
folgreich
zu bekämpfen durch Aufſtellen von Fallen und
durch Auslegen von Lockmitteln, die mit Glasſplittern
gefüllt ſind. Weitere Schädlinge ſeien die Kupferglucke,
ein Falter, der in der Zeit von einem Tage ein zwei=
jähriges
Bäumchen vollſtändig entblättern kann. Dann
der Weidenbohrer und Blauſieb. Gegen erſteren dient
das Verſtopfen der Bohrlöcher durch mit Brumataleim
getränkte Scharpie. Dann der Stachelbeerbohrer, der
Borkenkäfer, der Splintkäfer, die Blutlaus und der Bir=
nenſauger
. Das beſte Mittel, dieſe Schädlinge zu be=
kämpfen
, iſt Beſtreichen mit Schmierſeife und Karboli=
neum
. Zeigen ſich Schildläuſe an den Bäumen, ſo iſt
dies ein Zeichen, daß die Bäume nicht gepflegt werden.
Beſonders ſollen die Weſpen jetzt, im Frühjahr, vertilgt
werden. Redner ging nun noch auf die Schmarotzer=
pflanzen
über, für die er beſonders für das Fuſikladium
oder Schorf das Beſpritzen mit Kupferkalkbrühe an=
empfahl
. Hauptſache ſei aber auch, die verſchiedenen
Sorten dem richtigen Boden anzupaſſen. Gegen das
Stippigwerden der Früchte empfahl er das Impfen, in=
dem
Schalen ſtippig gewordener Aepfel an die Wurzel
der Bäume gebracht werden. Da die Zeit ſchon weit
vorgeſchritten war, konnte Redner nur kurz auf die Ge=
müſeſchädlinge
eingehen, und ſprach vom Erdfloh, der
hauptſächlich dort auftritt, wo das Land ſchlecht gepflegt
iſt und durch das Eingraben von Hölzern, mit Brumata=
leim
beſtrichen, bekämpft werden könne, oder Beſpreng=
ung
mit Ruß und Salzwaſſer. Auch die Schnecken
treten ſehr ſtark hier auf, wogegen angeraten wurde,
Kohlblätter mit ranziger Butter zu beſtreichen und an
die Rabatten zu legen. Am beſten ſei es, die Jauchen=
dünger
durch Mineraldünger zu erſetzen. Herr Fuld=
ner
dankte dem Redner für den überaus lehrreichen
Vortrag. Zwei im Fragekaſten vorgefundene Fragen
wurden ſofort heantwortet. Die erſte Frage lautete:
Welche Sorten Frühkartoffeln ſind auf ſandigem Boden
zu empfehlen? Empfohlen wurden Kaiſerkrone,
Zwickauer, gelbe und Frühroſen. Die zweite Frage, ob
es erlaubt iſt, Katzen mit Fallen zu fangen, wurde da=
hin
beantwortet, daß dies nur bei wildernden Katzen
geſchehen darf. Der Vorſitzende teilte noch mit, daß die
nächſten drei Samstage, nachmittags 3 Uhr, in dem
Verſuchsgarten der Baumſchnitt gezeigt
werde. Die übliche Gratisverloſung beſchloß die Ver=
ſammlung
.
* Der Kriegerverein Darmſtadt hatte ſeine Mitglie=
der
nebſt Familienangehörigen zu einem Lichtbil=
dervortrag
, gehalten vom Kameraden L. Geiſt
in die Turnhalle am Woogsplatz eingeladen, und zahl=
reich
hatten dieſe der Einladung Folge geleiſtet. Herr

Kamerad Geiſt, der ſchon durch frühere derartige Vor=
führungen
in beſtem Andenken ſteht, führte diesmal eine
Schweizer Reiſe in Wort und Bild vor. Reicher Beifall
und der Dank des Vorſitzenden wurde Kamerad Geiſt
für ſeinen ſo lehrreichen und feſſelnden Vortrag zuteil.
Die Abteilung Darmſtadt des Deutſchen
Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien
wird Samstag, den 23. März, zum erſtenmal mit einer
feſtlichen Veranſtaltung an die Oeffentlichkeit treten. An
dieſem Tage findet abends von 8 bis 11 Uhr in dem
Feſtſaale der Turngemeinde am Woogsplatz ein Konzert
ſtatt. Herr Obermuſikmeiſter Mickley wird liebens=
würdigerweiſe
mit der bewährten Kapelle des Großher=
zoglich
Heſſiſchen Feldartillerie=Regiments ein lunſt=
ſinnig
zuſammengeſtelltes Programm bieten. Auch der
Unterofſizier=Sängerchor ſtellt ſich unter ſeiner Leitung
in den Dienſt der Veranſtaltuug. Zwiſchen die Muſik=
nummern
werden zwei kurze Vorträge eingeſchoben, die
wohl geeignet ſind, die Anweſenden über die Ziele des
Vereins und die Art ſeiner Wirkſamkeit aufzuklären.
Die Damen der Jugendgruppe treffen Vorbereitungen,
um ebenfalls zur Verſchönerung des Abends beizutragen.
Das Erſcheinen der hohen Ehrenvorſitzenden des Landes=
verbandes
, Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin,
das in Ausſicht ſteht, wird dem Feſtabend die richtige
Weihe verleihen. Die Veranſtaltung dient dazu, noch
weitere Kreiſe für die edlen Aufgaben des Vereins zu
erwärmen und die nahezu 300 Mitglieder der Abteilung
Darmſtadt einander näher zu bringen. Mitglieder und
Freunde von nah und fern ſind herzlich willkommen.
Der Darmſtädter Zweigverein des Evan=
geliſchen
Bundes wird ſeinen zweiten Familien=
abend
in dieſem Winter am Sonntag, 17. März, im
großen Saale des Saalbaues abhalten. Als Redner
wurden dafür gewonnen Pfarrer Eckel von Lampert=
heim
, der über Nationale Aufgaben des Evangeliſchen
Bundes ſprechen wird, und Pfarrer Buſch von Frank=
furt
a. M., der allerlei bunte Bilder von einem Beſuch
bei den Evangeliſchen Spaniens vorzuführen gedenkt.
Vortrag im Naturheilverein. Am nächſten
Dienstag wird Herr Dr. med. Kennel einen öffent=
lichen
Vortrag halten über Krankheitsbereit=
ſchaften
im Kindesalter‟ Der Vortrag findet
diesmal im Mathildenhöhſaale ſtatt. (Näheres ſ.
Anzeige.)
Vortrag. Man ſchreibt uns: Die hieſige
Ortsgruppe des Heſſ. Landesvereins für
Frauenſtimmrecht iſt nun bereits in ihr 5. Vereins=
jahr
eingetreten und in den 4 Jahren ihres Beſtehens
zu einer ſtattlichen Mitgliederzahl angewachſen. Sie
hat es ſich in dieſer Zeit angelegen ſein laſſen, ihren
Mitgliedern ſowohl durch hieſige wie auch auswärtige
Redner und Rednerinnen Vertiefung und Belehrung zu
bieten. Jetzt iſt es ihr gelungen, Herrn Profeſſor Dr.
Broda=Paris für den 14. März zu einem Vortrage
zu gewinnen. (Näheres wird durch Inſerate bekannt
gegeben.) Broda iſt ein ganz bedeutender ſozialer
Schriftſteller, u. a. Herausgeber der Dokumente des
Fortſchrittes‟. Er ſprach dieſer Tage in Worms, Alzey,
Mainz immer vor überfülltem Saale und kann man
dem glänzenden Redner hier dasſelbe wünſchen.
Turngemeinde Beſſungen. Es wird hierdurch
nochmals auf die am Sonntag, den 10. März, abends
8 Uhr, in der Turnhalle, Heidelbergerſtraße 131, ſtatt=
findende
Aufführung des bekannten Odenwälder Volks=
ſtückes
's Millerſch Lisl vunn Mich’lboch hingewieſen.
* Wolzogen=Konzert. Der angekündigte Lieder=
Abend zur Laute von Elſa Laura v. Wolzogen findet am
25. März im Hotel Zur Traube ſtatt. Nähere Mit=
teilung
folgt.
Der Evangeliſche Arbeiter= und Handwerkerverein
Feierabend‟ Stiftſtraße Nr. 51, wird am Sonntag
abend als letzten ſeiner Familienabende in die=
ſem
Winter eine Franz Liſzt=Feier veranſtalten,
zum Gedächtnis des großen Künſtlers, deſſen 100jähriger
Geburtstag im Oktober vorigen Jahres allenthalben feſt=
lich
begangen wurde. Der Dirigent der Geſangsabteil=
ung
, Reallehrer A. Schäfer, wird ſelbſt den Vortrag:
Liſzts Perſönlichkeit und Lebensgang halten und mit
dem Gemiſchten Chor des Vereins eine Anzahl entſpre=
hender
Chorgeſänge zum Vortrag bringen. Es wäre zu
wünſchen, daß der Abend nicht nur aus den Kreiſen der
Vereinsmitglieder, ſondern auch darüber hinaus regen
Zuſpruch fände. Der Eintritt iſt für jedermann frei.
(S. Anz. in heutiger Nummer.)
Briefmarken=Ausſtellung der Sektion Darm=
ſtadt
des Int. Philat.=Vereins Dresden. Wie aus
dem Anzeigeteil zu erſehen iſt, ſind Einzeichnungsliſten
zum Beſuch der Ausſtellung in mehreren Geſchäften
hierſelbſt aufgelegt worden, auch können Wünſche auf
Eintrittskarten an den Schriftführer der Sektion, Herrn
Oberleutnant a. D. Sturt, Grüner Weg 30, gerichtet
werden. Der Beſuch der Ausſtellung verſpricht äußerſt
rege zu werden. Nicht nur aus Darmſtadt, ſondern auch
aus den benachbarten Städten, wie Frankfurt, Wies=
baden
, Mainz, Mannheim, ſind bereits zahlreiche Bitten
um Eintrittskarten eingelaufen. Viele auswärtige
Sammler haben ihr Erſcheinen zur Ausſtellungsfeier

Großherzogliches Hoftheater.

Donnerstag, 7. März:
Der Evangelimann
W-l. Kienzls dreiaktiges muſikaliſches Schauſpiel
Der Evangelimann das die erſchütternde Tra=
gödie
eines unſchuldig Verurteilten behandelt, ging heute
in neuer Einſtudierung wieder in Szene. Wenn man beide
Opern Kienzls miteinander vergleicht, ſo muß man der
älteren wegen ihrer größeren Einheitlichkeit in der Hand=
lung
, der muſikaliſchen Behandlung und dem Stil vor der
jüngeren, die mehr aus bühnenwirkſam gearbeiteten Ein=
zelſzenen
beſteht, den Vorzug geben. Wir ſind von früher
her an eine ſehr gute Aufführung dieſer Oper gewöhnt,
die dieſer ſtets einen ungewöhnlich ſtarken Erfolg ſicherte.
Bei der heutigen Aufführung, die wieder Herr Kapell=
meiſter
Kittel in gewohntem Temperament leitete, ſang
Herr Becker erſtmalig die Titelrolle, und zwar wie immer,
ſtimmlich und geſanglich zuverläſſig und erfolgreich, etwas
mehr ausgeprägte Charakteriſtik des alten Evangelimanns
in Geſang und Spiel, namentlich auch in der ergreifenden
Schlußſzene, erfordert die Rolle aber noch. Herr Becker
entfaltete in dem Vortrag der Seligpreiſung für einen ge=
brochenen
alten Mann eigentlich zu viel Stimme. Das
rechte Maßhalten gehört auch hier zur Charakteriſtik der
Rolle. In der Schlußſzene hatte man den Eindruck, daß
er ſeinem Bruder zu leicht verzieh. Auf der Höhe ſeiner
Aufgabe, ſowohl in geſanglicher als auch namentlich in
darſtelleriſcher Hinſicht, ſtand wieder Herr Weber als
Johannes, und es war im Intereſſe der Aufführung be=
ſonders
zu begrüßen, daß er dieſe einen gereiften Künſtler
erfordernde Partie behalten hat. Frl. Geyersbach als

Martha, die nur im erſten Akt auftritt, bot die gewohnte
treffliche Leiſtung.
In Vertretung des auf Engagement in Köln gaſtieren=
den
Frls. Howard ſang Frl. Lilly Haas vom Königlichen
Theater in Wiesbaden die Partie der Magdalena. Sie
gebietet über eine prächtige Altſtimme, Geſang und Spiel
bekundeten Geſchmack und künſtleriſches Empfinden, und
mit dem ſchön geſungenen melancholiſchen Lied, das den
ſtimmungsvollen zweiten Akt einleitet, erntete ſie lebhaften
Beifall bei offener Szene. Von den übrigen Mitwirkenden
ſeien noch der gelungene Schneider Zitterbart des Herrn
Bernhardt, der ſtimmfriſche Hans des Herrn Jahn
und der Schnappauf des Herrn Semper lobend erwähnt.
Auch die Chöre der Großen und Kleinen verdienen Aner=
kennung
für ihre Leiſtungen.
Zwiſchen dem erſten und zweiten Akt lagen zwar nicht
30 Jahre, wohl aber faſt 30 Minuten.

Konzert Knibbe=Thiel.

* Im Kaiſerſaal fand am Donnerstag abend ein
Konzert von Frau Eliſe Knibbe=Thiel, Pianiſtin,
Komponiſtin und Orcheſter=Dirigentin, und der Kapelle
des Leibgarde=Regiments (Dirigent: Hugo Hauske) ſtatt,
das ſich eines zahlreichen Beſuches zu erfreuen hatte. Für
das Darmſtädter Publikum war es etwas Neues, am
Dirigentenpult eines Herrenorcheſters eine Frau den
Stab ſchwingen zu ſehen, und auch eine Dame als
Komponiſtin trifft man nicht allzu oft. Daher mag es zu
erklären ſein, daß man ganz ungewöhnlich applaudierte,
was bei einem etwas kritiſcheren Publikum wohl weniger
der Fall geweſen wäre. Tatſächlich war der künſtleriſche
Erfolg des Abends, ſoweit er den illuſtren Gaſt betraf,

ja gut, aber doch keineswegs ſo, daß man ihn etwa als
ein künſtleriſches Ereignis anſprechen konnte. Nach L.
an Beethovens Leonoren=Ouvertüre Nr. 3 führte die
vielſeitige Künſtlerin ſich mit dem Klavierſtück in D-dur
(Krönungskonzert), Larghetto und Allegretto, ein, das
ſie, ihr Spiel ſieghaft behauptend, mit dem Orcheſter wir=
kungsvoll
zum Vortrag brachte. Beſonderes Intereſſe
erregte die dann folgende Kompoſition der Künſtlerin:
Orcheſter=Suite in fünf Sätzen Präludio, Funerale,
Menuetto, Scherzo und Thema con variazioni (dem An=
denken
ihres Meiſters Karl Reinicke gewidmet), die
unter Leitung der Komponiſtin ſelbſt geſpielt wurde.
Die Kompoſition bewies eine bei einer Dame immerhin
ſeltene Reife und Tiefe muſikaliſchen Fühlens und eine
ſehr bemerkenswerte Kraft des Ausdrucks, wenn ſie auch,
als Ganzes betrachtet, nicht frei von äußerem, gewiſſer=
naßen
künſtlich erzeugtem Glanz war. Ob die Wirkſam=
keit
der Komponiſtin als Dirigentin bei allen den Wunſch
rſtehen ließ, mehr weibliche Orcheſterleiter erſtehen zu
ſehen, mag füglich bezweifelt werden. Einer ſtraffen Dis=
ziplin
bedürfenden Militärkapelle wäre ſie wohl kaum
gerecht geworden, wenn nicht, wie hier, das Orcheſter
ſchon an ſich durchaus diszipliniert erzogen wurde. In
C. M. v. Webers Konzertſtück in F=moll, Opus 79, für
Klavier und Orcheſter, erwies ſich Frau Knibbe=Thiel
wieder als routinierte und eindrucksvolle Pianiſtin.
Durchaus auf der Höhe ſtand aber die Kapelle unſe=
res
Leibgarderegiments, die unter Meiſter Hauskes
Leitung ſtets Fortſchritte zeigt und in Klingſors Zau=
bergarten
, Parſival und die Blumenmädchen, aus
Parſival (bearbeitet von Hoffmann), ſowie im Vor=
ſpiel
zu Die Meiſterſinger von Nürnberg ganz. Hervor=
ragendes
leiſtete.

[ ][  ][ ]

ſchon heute zugeſagt. Die Vorarbeiten ſind im beſten
Gange; es wird das Hauptbeſtreben der Sektion ſein,
durch eine zweckmäßige und überſichtliche Anordnung des
reichen Materials allen ernſthaften Sammlern ein ge=
treues
Bild des gegenwärtigen Standes des Brief=
markenſammelns
zu geben. Neben koſtbaren Einzel=
ſtücken
, Seltenheiten und Abarten werden viele Länder
der philateliſtiſchen Welt geſchloſſen vorgeführt werden.
Ohne auf Einzelheiten näher eingehen zu wollen,
möge nur erwähnt ſein, daß eine bis ins Kleinſte aus=
gebaute
Sammlung von Turn= und Taxis= Poſtwert=
zeichen
, die heſſiſche Ausgabe= oder Ankunfts=Stempel
tragen, wohl ein beſonderes Intereſſe bei den Darm=
ſtädter
Beſuchern beanſpruchen dürfte.
Hofkünſtler Bellachini, der berühmte Magier mit
ſeinen wunderbaren Vorführungen auf magiſchem und
Illuſionsgebiet, nimmt mit der am Samstag, 8½ Uhr,
und der Sonntag, 8 Uhr, ſtattfindenden Abendvorſtel=
lung
Abſchied von hier. Die Größe dieſes Rieſenunter=
nehmens
beweiſt die reichhaltige und ſtets wechſelnde
Fülle des Programms. Bellachini bringt ſtets Neues,
Effektvolles; er bezaubert ſeine Zuhörer im wahren
Sinne des Wortes: Iſt es die prachtvoll ausgeſtattete
Bühne, ſind es die prachtvollen Apparate, iſt’s des Künſt=
lers
gewandte Bühnentechnik und Rednergabe, man
weiß es nicht, der Zuſchauer befindet ſich auf Stunden
in einem Märchenreich, und es könnte immer ſo weiter=
gehen
. Wie im Traume ziehen alle Piécen unerklärbar
am Auge vorüber, um endlich am Schluſſe ſich eingeſtehen
zu müſſen, daß die geheimnisvollen Kräfte des genialen
Magiers unergründlich ſind. Auch für Samstag und
Sonntag ſagt Hofkünſtler Bellachini neue Attraktionen
an, unter anderem das Verſchwinden eines
lebenden Pferdes ſamt Reiter uſw. Wünſchen
wir dem Tauſendkünſtler zu ſeinen Abſchiedsvorſtellun=
gen
noch wohlverdienten guten Erfolg und rufen wir
ihm ein baldiges Wiederſehen zu.
Orpheum. Ein Varietéprogramm, wie es in
ſeiner Zuſammenſtellung und in den Einzeldarbietungen
kaum wirkungsvoller ſein kann, bietet das derzeitige
Enſemble. Es iſt ſchwer zu ſagen, wem man die beſte
Leiſtung zurechnen darf; alle ſind erſtklaſſige Vertreter
ihrer Spezialfächer und bieten ihr Beſtes. Heute
Samstag findet wie üblich Familien=Abend ſtatt;
morgen Sonntag ſind zwei Vorſtellungen: Nach=
mittags
4 Uhr bei kleinen Preiſen Volks= und Kinder=
Vorſtellung, worin das komplette Abendprogramm zur
Darſtellung gelangt.
Ludwigshöhe. Morgen Sonntag, den 10. März,
konzertiert die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter
des Obermuſikmeiſters Hauske Leitung. Die Vortrags=
ordnung
iſt ſchön und abwechſelungsreich zuſammen=
geſtellt
und ſei auf die Anzeige hiermit hingewieſen, die
einen Auszug derſelben enthält.
* Der erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße Nr. 12,
bringt in ſeinem vom 9.12. März laufenden Programm
einen Kunſtfilm 1. Güte, betitelt Künſtlerleben;
der Refrain des ſo herrlich geſpielten Dramas iſt:
Jugend kehrt nicht wieder, nach dem bekannten Meiſter=
werk
von Henry Murger. Das vortreffliche Spiel der
Darſteller in ſeiner wunderſamen Miſchung von Ernſt
und Scherz muß jedes empfängliche Herz gefangen neh=
men
. Auch das ſonſtige Programm iſt erſtklaſſig, deshalb
iſt ein Beſuch ſehr zu empfehlen.
X Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Heute
beginnt die Aufführung der zweiaktigen Tragödie Das
Todesſchiff der Roman eines Schiffes, das ſeinem
Reeder lange Jahre treu gedient und das ihn durch
ſeine Strandung vor der Schande des Bankerotts retten
ſoll. Einige packende Naturſzenen, ſo der Schiffbruch.
die Rettung der Schiffbrüchigen, die Sprengung des
Leuchtturmes, ſeien beſonders erwähnt. Auch die anderen
Vorführungen, die Wochenchronik, ein anarchiſtiſches
Attentat uſw., verſprechen den Beſuchern einige genuß=
reiche
Stunden. (Siehe Anzeige.)
* Preisaufſchlag für Schweinefleiſch. Der Preis
für ein Pfund Schweinefleiſch iſt von 76 auf
80 Pfg., für Koteletts und geſalzenes Fleiſch
von 86 auf 90 Pfg. und für Dörrfleiſch von 96 auf
100 Pfg. erhöht worden.
=gs. Herzſchlag. Geſtern vormittag erlitt in einer
hieſigen Schloſſerwerkſtelle ein kurz vorher in Arbeit ge=
tretener
40jähriger Mann einen Schlaganfall. Er
wurde durch die Rettungswache mit dem Krankenkraft=
wagen
nach dem Krankenhaus gebracht, wo aber nur der
eingetretene Tod feſtgeſtellt werden konnte.
§ Unfall. Am Donnerstag abend gegen 9 Uhr
erlitt eine Frau vor dem Hauſe Karlſtraße Nr. 3 einen

Schwindelanfall, wobei ſie zu Boden ſtürzte und
infolgedeſſen einen Knöchelbruch am rechten Fnß
davontrug. Die Frau wurde durch die Sanitätswache
mittelſt Krankenautomobil in das Städtiſche Kranken=
haus
verbracht.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats
Februar wurde in dem Lokale des zweiten Polizei=
reviers
in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für Ob=
dachloſe
420 Perſonen und in demjenigen im Lokale des
fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße 124 Per=
ſonen
, zuſammen 544 Perſonen, Obdach gewährt.
* Feuer. In dem geſtern mitgeteilten Bericht der
Feuerwehr iſt richtig zu ſtellen, daß das Feuer nicht im
Kommandanturgebäude, ſondern im Garniſonverwal=
tungs
=Dienſtgebaude geweſen iſt.

* Eberſtadt, 8. März. Am 6., 7. und 8. Juli ds. Js.
findet hier das diesjährige Gauturnfeſt nebſt 50jähr.
Fubelfeier des Main=Rhein=Gaues der Deut=
ſchen
Turnerſchaft ſtatt, wozu die Vorbereitungen
in großzügiger Weiſe bereits im Gange ſind. Auf eine
tarke Beteiligung von auswärts dürfte ſchon mit Rückſicht
auf die ſchöne Lage und bequeme Bahnverbindung zu
rechnen ſein.
M Gernsheim, 8. März. Beim Stellen von
Drahtſchlingen wurde durch den Forſtwart Wetzel
ein Einwohner von Gernsheim erwiſcht. An zwei, eine
Stunde von einander liegenden Stellen des Gernsheimer
Waldes fand der Waldhüter Drahtſchlingen auf den Reh=
wechſeln
ſtehen. In einer Schlinge auf der Südoſtſeite des
Waldes fand er ein verendetes Reh hängen. Trotz ſcharfer
Wacht konnte er den Täter dort nicht ermitteln, ſondern an
der 2. Stelle in der Nähe der Kapelle Maria Einſiedel.
Beim Stellen der feinen Meſſingſchlingen wurde der Wil=
derer
durch den im Verſteck wartenden Forſtwart erwiſcht.
Anzeige iſt erſtattet und wird ſich der Täter einer hohen
Strafe zu gewärtigen haben, da er ſchon vor 10 Jahren ſich
ein gleiches Vergehen hat zu ſchulden kommen laſſen.
S. Auerbach, 8. März. Seitens der Eiſenbahnver=
waltung
wird bei den Perſonenzügen eine Ver=
kürzung
der Fahrzeiten angeſtrebt. Es wird
dem Reiſenden vielfach aufgefallen ſein, daß die Perſo=
enzüge
beſonders auf den kleinen Stationen faſt immer
mit Verfrühung eintreffen und dann bis zur fahrplan=
mäßigen
Abfahrtszeit hallten müſſen. Da bisher
Fahrzeiten zwiſchen den einzelnen Stationen ſehr reichlich
bemeſſen waren, ſo ſahen ſich die Lokomotivführer veran=
aßt
, auf freier Strecke unverhältnismäßig langſam zu
fahren, um die Fahrzeit auszufüllen. Es ſoll nunmehr
feſtgeſtellt werden, wieviel in jedem Fall an der Fahrzeit
gekürzt werden kann, was den Reiſenden nur angenehm
ſein kann.
Offenbach, 8. März. In der geſtrigen Stadtver=
ordnetenſitzung
wurden für die Erweiterungs=
bauten
des ſtädtiſchen Krankenhauſes 177288
Mark bewilligt. Der ſtädtiſche Kartoffelverkauf iſt
etzt, ſoweit der Großverkauf in Frage kommt, beendet,
während der Kleinverkauf im ſtädt. Verſorgungshaus wei=
er
betrieben wird. Nach der Abrechnung betragen die
usgaben hierfür 89 727 Mark und die Einnahmen 85988
Mark. Der von der Stadtkaſſe zu leiſtende Zuſchuß beträgt
758 Mark, der von der Verſammlung genehmigt wurde.
Auf ein Geſuch der Stadt iſt das Miniſterium des Innern
bei der Eiſenbahnverwaltung um die Anweiſung eines
Platzes am Güterbahnhof eingekommen, um das Großvieh
direkt nach Offenbach bringen zu können. Die Eiſenbahn=
erwaltung
hat ſich hierzu bereit erklärt unter der Beding=
ung
, daß die Stadt 2500 Mark für die Herſtellung einer
Rampe bewilligt.
Neu=Iſenburg, 7. März. Der Verkehrsverband
der Strecke Frankfurt-Darmſtadt, dem ſich
nunmehr alle Orte der Strecke angeſchloſſen haben, hat
an die Eiſenbahndirektionen Frankfurt und Mainz Ein=
gaben
mit ſeinen allgemeinen Verkehrs= und beſonderen
Fahrplanwünſchen gerichtet. Die Eingaben ent=
halten
u. a. folgende Punkte: Schnellere Abfertigung im
Fahrkartenverkauf, beſondere Ausgänge für die ankom=
menden
Reiſenden, Anbringen von Schutzdächern an den
Stationsgebäuden. Heizung der Arbeiter=Frühzüge, beſ=
ſeres
Legen der Züge nach den vorhandenen Bedürfniſſen,
Einrichtung eines modernen Lokalverkehrs uſw. Die
nächſte Wanderverſammlung findet in der Villenkolonie
Buchſchlag ſtatt. In dieſer Verſammlung wird auch die
jetzt aktuelle Frage wegen Erbauung einer elektri=
ſchen
Bahn Offenbach-Darmſtadt eingehend
beſprochen.

Mainz, 8. März. Nachdem ſchon mehrfache Be=
ſprechungen
vorausgegangen waren, hat der Finanz=
ausſchuß
in ſeiner geſtrigen Sitzung nach längerer aus=
führlicher
Beratung den Antrag auf Bewilligung
weitſtelliger Hpotheken aus ſtädtiſchen Mitteln
einſtimmig abgelehnt. Im Hofe des Hauſes Gau=
ſtraße
71, ſpielte geſtern abend der 7jährige Sohn des Tün=
chers
Bär auf einer Treppe ohne Geländer, die in eine
Schreinerwerkſtätte führt. Dabei glitt er oben auf dem
Abſatz aus und ſtürzte auf den gepflaſterten
Hof. Das Kind trug einen ſchweren Schädelbruch
davon und wurde von der Sanitätswache ins Rochus=
hoſpital
gebracht.
Worms, 7. März. Geſtern abend lauerten drei der
usſtändigen Arbeiter der Gasrohrlegung Worms=
Pfiffligheim einem Arbeiter des ſtädtiſchen Gaswerkes,
der im Begriff war, zur Arbeitsſtelle zu fahren, auf, riſſen
ihn an der Hochheimer Chauſſee vom Rade und mißhan=
delten
ihn ſchwer. Der Ueberfallene trug mehrere ernſt=
afte
Verletzungen davon. Wie wir meldeten, hat ein
Fabrikarbeiter aus Hofheim bei der hieſigen Polizei die
Anzeige gemacht, daß er am Abend des 5. ds. Mts. auf
dem Heimwege jenſeits der Rheinbrücke von zwei uns
bekannten Männern anſcheinend Zigeunern
überfallen, zuſammengeſchlagen und des größten Teiles
ſeiner Barſchaft im Betrage von 80 Mark beraubt wor=
den
ſei. Schon von vornherein ſetzte man Zweifel in die
Richtigkeit der Angaben des Beraubten da er erſt nach
erlauf von etwa 8 Stunden die Anzeige machte und ihm
nicht auch die anderen Wertſachen, die er noch beſaß,
geraubt worden waren. Geſtern abend widerrief der
Mann ſeine Anzeige mit der Erklärung, daß er in
ſeiner ſtarken Trunkenheit das Geld hier anderweitig ver=
ausgabt
habe. Nunmehr wird gegen den Anzeiger ſelbſt
Strafverfahren eingeleitet werden.
Nierſtein, 7. März. Heute fand hier in der evan=
geliſchen
Kirche die Frühjahrs= Miſſionskon=
ferenz
bei recht zahlreicher Beteiligung ſtatt. Eröffnet.
wurde ſie von Oberkonſiſtorialrat Euler=Darmſtadt
mit einer Anſprache über Pſalm 23,1: Mir mangelt
nichts. Den Hauptvortrag hielt Miſſionsinſpektor
D. Warneck=Barmen über die Batak=Miſſion auf
Sumatra. Dort ſteht die Rheiniſche Miſſion 50 Jahre
lang in Arbeit und zählt heute 103000 Chriſten. Nach
den 10 erſten Jahren mit großen Schwierigkeiten gab es=
langſam
einen entſcheidenden Umſchwung. Dann kam=
eine
Periode, wo ganze Dörfer, ganze Stämme in dier
junge Miſſionskirche hereindrängten. Mit Hilfe von ein=
geborenen
Predigern, Lehrern, Aelteſten ward die nötige
Arbeit geleiſtet. So ſteht jetzt die Sache, daß die Chri=
ſtianiſierung
des ganzen Batakvolkes auf Sumatra ge=
ſichert
iſt. Auch die anderen 3400000 Heiden werden
kommen. Aufmerkſam lauſchte die Verſammlung den in=
tereſſanten
Darlegungen des kundigen Inſpektors, der
ſelbſt über 10 Jahre Miſſionar dortſelbſt geweſen iſt.
Den Beſchluß der Konferenz machte wie üblich der Bericht
über das Jahr 1911. Da wurde noch gehandelt über die
Miſſionsjubiläen daheim und draußen, über die Miſ=
ſionsfelder
und über Geber und Gaben im letzten Jahre
Nierſtein, 8. März. Der in dem früher Bömberſchen
Weinberge gemachte Fund einer Anzahl Silbergegen
tände iſt vom Amtsgericht Oppenheim beſchlagnahmt
worden, da ſich unter denſelben ein mit dem Monogramm
des flüchtigen Weinhändlers Hermann Schober be
eichnetes Silbergefäß befand. Die Staatsanwaltſchaft hat
ie Unterſuchung bereits eingeleitet.
Groß=Karben, 7. März. Geſtern abend ſtürzte in der
hieſigen Station die 18 Jahre alte Fabrikarbeiterein Bg=
bette
Siebert aus Kloppenheim von der Plattform eines
Wagens 4. Klaſſe des von Frankfurt kommenden Arbeiter=
zuges
, kam unter die Räder und wurde auf der Stelle
getötet.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 7. März. Der Erbauer des
Panamakanals, Oberſt Colonel Goethals aus Wa=
fhington
, iſt mit ſeiner Familie in Berlin eingetroffen und
für einen der nächſten Tage zur Frühſtückstafel beim
Kaiſer eingeladen. Ein räuberiſcher Ueberfall
wurde in ſpäter Abendſtunde auf den Droſchkenchauffeur
Grundmann verübt. Der Genannte fuhr mit zwei Gäſten
die Döberitzer Heeresſtraße entlang. Kurz vor Pichelsdorſ
ſchoſſen dieſe beiden durch die Glasſcheibe des Autos auf
den Chauffeur, auf deſſen Geld ſie es unzweifelhaft abge=
ſehen
hatten, und trafen ihn in den Hinterkopf. Sie ſuchten

Feuilleton.

* Die Expedition nach dem Südpol. Das Morgen=
bladet
in Chriſtiania ſchreibt: Vorläufig liegen noch
keine Einzelheiten über die Expedition Amundſens nach
dem Südpol vor. Aber es iſt kaum zu viel geſagt, ſchon
jetzt zu behaupten, daß die Expedition geglückt iſt. Prof.
Frithjof Nanſen erklärte dem Tagbladet, ich glaube, daß
Amundſen eine freudige Nachricht für uns hat. Scotts
Gattin erklärte, als man ihr das Telegramm vorlegte,
nach dem ihr Mann den Südpol erreicht habe, ſie ſelbſt
habe kein Wort von ihrem Gatten gehört. Sie warte eine
direkte Mitteilung von ihm ab. Das erſte Telegramm
Amundſens traf am Donnerstag abend bei dem Bruder
Amundſens in Kriſtiania ein. Amundſen hat einen Ver=
trag
mit dam Daily Chronicle in London und zwei
norwegiſchen Blättern abgeſchloſſen, wonach dieſe Blät=
ter
die erſte Nachricht von dem Ergebnis ſeiner Expedi=
tion
veröffentlichen ſollen. Amundſens Bruder wurde
ſpät abend von König Haakon empfangen. Nachdem der
König ſein Wort gegeben hatte, gegen jedermann zu
ſchweigen, erhielt er Kenntnis von dem Inhalt der De=
peſche
Amundſens. Der ausführliche Bericht Amundſens
wird erwartet. Bis dieſer Bericht abgegangen iſt, darf
kein Mitalied der Expedition das Expeditionsſchiff ver=
laſſen
. Man nimmt an, daß die Expedition Amundſen
am Südpol geweſen iſt.
* Er hat Angſt Im Weſtern Chriſtian Advo=
cate
leſen wir folgende kleine Geſchichte: Eine amerika=
niſche
Miſſionarin trinkt in China mit den acht Frauen
des Mandarinen Tee. Die chineſiſchen Damen unterſuchen
die Kleidung, das Haar, die Zähne der Fremden, entſetzt
aber ſind ſie über die großen Füße, aber du kannſt dann
ja gehen und laufen wie ein Mann! Aber natürlich.
Dann kannſt du wohl auch reiten und ſchwimmen?
Jawohl. Dann mußt du doch auch ſtark ſein wie ein
Mann? Das hoffe ich. Und du würdeſt dich von
keinem Mann ſchlagen laſſen, auch nicht von deinem Gat=
ten
? Nein, erklärte die Miſſionarin, ich würde mich
von niemanden ſchlagen laſſen. Die acht Mandarinen=
frauen
blickten einander ſinnend an und nicken und ſchließ=
lich
ſagt die älteſte von ihnen ſanft: Jetzt verſtehe ich

uch, warum der fremde Teufel nie mehr als eine Frau
at. Er hat Angſt . . .
* Die höchſte Eiſenbahn der Welt. Nach in London ein=
getroffenen
Depeſchen aus Valparaiſo iſt die höchſte Eiſen=
bahn
der Welt jetzt vollendet worden, indem die von
Chile und Bolivia aus einander entgegenſtrebenden
Strecken über die Anden ſich an der Grenze der beid
Staaten vereinigten. Die Bahn führt von der chileniſchen
Hafenſtadt Arica über Tacna auf die Anden, die ſie am
Tacorapaß in 4264 Meter Höhe überſteigt, dann längs
des Rio Maure hinab, überſchreitet den Rio Deſaqua=
dero
und ſteigt wieder hinauf zur Hauptſtadt Bolivias,
La Paz, die in 3648 Meter Höhe liegt. Die ganze Strecke
mißt 477 Kilometer.
ml. Ein Brief, der 376 Mark Porto gekoſtet hat. Ein
kürzlich von Rußland nach Oeſterreich geſandter Brief
hat die in der Zeit der billigen Weltpoſttaxen erſtaunliche
Summe von 376 Mark Porto gekoſtet. Er enthielt be=
trächtliche
Wertſtücke und war von einem ruſſiſchen Kun=
den
an ein öſtereichiſches Bankhaus adreſſiert. Für die
Frankierung waren einſchließlich der Wertverſicherung 182
Zehnrubelmarken verwendet worden, die eine Seite des
Briefumſchlages bedeckten. Für dieſen Betrag hätte ein
Spezialbote die Reiſe gut und gern mit allem Komfort
machen können. Eine Londoner Briefmarkenſammlung
hat den ungewöhnlichen Briefumſchlag erworben und ihn
jetzt in ihrem Schaufenſter ausgeſtellt. Nach der Behaup=
tung
des Beſitzers ſtellt die Zahl des Wertbetrages einen
Rekord für die Frankatur eines Briefes dar, einen Re=
kord
, der ſchwerlich ſo bald gebrochen werden dürfte.
Die neue chineſiſche Schrift. Da nun einmal in
China alles neu werden ſoll, ſo hat man ſich auch mit
Eifer der Reformierung des wichtigſten Bildungsmittels,
der Schrift, zugewendet und nach langem Bemühen einen
großen Erfolg erzielt: eine neue chineſiſche Schrift iſt fer=
tig
und harrt der allgemeinen Einführung. Bisher war
es nur den Gelehrten möglich geweſen, chineſiſch zu ſchrei=
ben
, denn die Sprache des himmliſchen Reiches umfaßt
nicht weniger als 80000 Worte und der Unglückliche, der
ſeine Mutterſprache auch ſchriftlich feſthalten wollte, mußte
nicht weniger als 80000 Zeichen erlernen. Mittel zur

Erleichterung und Vereinfachung waren zwar ſchon viel=
fach
vorgeſchlagen worden, kamen auch vielfach zur An=
wendung
, aber eine endgültige Löſung ſtand noch aus
Wie Leon Conſeil nun in einem Aufſatz über die neue
hineſiſche Schrift mitteilt, haben es die Bemühungen
des Legationsſekretärs der chineſiſchen Geſandtſchaft in
Rom, Tchao=Hi=Tchiu, im Verein mit denen ſeiner Kol=
legen
Uen und Tſcheu bewirkt, daß von einem jungen
Sprachgelehrten, dem Profeſſor für japaniſche und chine=
ſiſche
Sprache am Orient=Inſtitut in Neapel, Rivetta
de Solonghello, eine neue chineſiſche Schrift aus=
gearbeitet
wurde. Vor zwei Jahren wurde in Rom die
Geſellſchaft der neuen chineſiſchen Schriftzeichen begrün=
det
, die im Heimatlande viele Anhänger fand: von ihr
wurde Prof. Rivetta beauftragt. Er war beſonders dazu
geeignet, weil er nicht nur über genaue Kenntniſſe des
Chineſiſchen verfügt, ſondern auch alle europäiſchen Spra
chen fließend ſpricht und ſchreibt. Wie der Profeſſor dem
Verfaſſer erklärte, war es notwendig, um alle Klänge der
hineſiſchen Sprache genau wiederzugeben, die Buchſtaben
aus vielen exiſtierenden Alphabeten zu entnehmen. Das
nun feſtgeſtellte Alphabet umfaßt 42 Buchſtaben, von
denen 23 Vokale und 19 Konſonanten ſind. Von
den 23 Vokalen ſind vier dem griechiſchen Alphabet ent=
nommen
, vier dem ruſſiſchen, fünf dem lateiniſchen, ein
einziger dem chineſiſchen; von den neun anderen Vokalon
nd zwei ſogenannte modifizierte oder verlängerte Vo=
kale
und ſieben umgekehrte Vokale. Von den 19 Konſo
anten ſind 14 dem lateiniſchen. 3 dem ruſſiſchen und
dem griechiſchen Alphabet entlehnt. Mit dieſen 42 Buch=
ſtaben
kann man nun alle Worte der chineſiſchen Sprache
ſchriftlich fixieren, d. h. der geſprochenen chineſiſchen
Sprache, die im ganzen himmliſchen Reich verſtanden
wird und die die Mitte hält zwiſchen den verſchiedenen
Dialekten und der eigentlichen Schrift= oder Mandarinen
ſpracha. Die Schrift beſitzt ſchon jetzt zahlreiche Anhänger
beſonders im Süden Chinas, wo ſich der Gebrauch des
neuen Alvhabets mehr und mehr einbürgert: die Schöpfer
er Schrift hoffen, daß die Republik ihre Reform offi=
iell
anerkennen wird.

[ ][  ][ ]

ihn zu berauben, fanden aber nichts bei ihm. Auf ſein
Hilfegeſchrei flüchteten ſie. Der Verletzte wurde ins Kran=
kenhaus
gebracht. Zu dem Raubmordverſuch
am Spittelmarkt wird mitgeteilt, daß ſich das Be=
finden
der überfallenen Frau Wwe. Schell wieder ſo ge=
beſſert
hat, daß ſie vom Unterſuchungsrichter des Land=
gerichts
I vernommen werden konnte. Auf die Ergreifung
des Täters, des 18 Jahre alten Hausdieners Alois Pyttlick,
hat die Kriminalpolizei eine Belohnung von 300 Mark aus=
geſetzt
. Alle Anzeichen ſprechen dafür, daß Pyttlick gleich
nach dem Ueberfall Berlin verlaſſen hat, ohne erſt ſeine
Habſeligkeiten von ſeiner Schlafſtelle abzuholen. Ein
ſchwerer Unglücksfall hat ſich auf dem neuen
Kabelwerk zu Gartenfelde bei Spandau ereignet. Dort
war der 24jährige Hilfsmonteur Brandt aus Braunſchweig
mit der Aufſtellung eines Elektromotors beſchäftigt. Bei
der Ausführung dieſer Arbeit kam er infolge einer unvor=
ſichtigen
Bewegung der Starkſtromleitung zu nahe und
ſank, in demſelben Augenblick von der ungeheueren elek=
triſchen
Kraft getroffen, bewußtlos zu Boden. Der Unfall
wurde bald bemerkt und der Verunglückte nach dem Ver=
bandsraum
des Kabelwerkes gebracht. Trotz ſorgfältiger
ärztlicher Bemühungen gelang es nicht, den Monteur wie=
der
zum Bewußtſein zu bringen. Brandt iſt ſeinen Ver=
letzungen
erlegen. Das erſte Opfer des Spandauer
Bankkrachs iſt der Maurermeiſter Emil Müller, der in
Spandau als unbeſoldeter Stadtrat eine angeſehene Stel=
lung
einnahm. Müller erſchoß ſich geſtern abend infolge
großer finanzieller Verluſte.
Wiesbaden, 8. März. Der Staatsanwalt be=
antragte
in der Straffache gegen den Direktor der
verkrachten Zentralverkaufsgeſellſchaft deutſcher Winzer=
vereine
in Eltville, Joſeph Werner, wegen Untreue,
Unterſchlagung und Bilanzfälſchung eine Geſamtſtrafe
von vier Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrver=
luſt
, ſowie 2400 Mark Geldſtrafe. Das Gericht wird das
Urteil am 11. März verkünden.
München, 8. März. Das Schöffengericht verhandelte
geſtern den Prozeß gegen die Nacttänzerin
Villany (Erna Weiß). Ebenſo wie die Tänzerin
w urden der Direktor des Luſtſpielhauſes Dr. Robert aus
Budapeſt, früher Direktor des Berliner Hebbeltheaters,
und der Impreſario Ruettgers freigeſprochen. Das Ge=
richt
ſtellte feſt, es habe ſich nicht um eine unerlaubte Ver=
anſtaltung
von Schauſtellungen gehandelt, bei denen
ein künſtleriſches Intereſſe, nicht vorlag. Als erſter Zeuge
und Sachverſtändiger wurde der Porträtmaler Franz
Auguſt Kaulbach vernommen.
Nürnberg, 7. März. Der Naturheilkundige Wenzel
Topinka, im bürgerlichen Leben ehrſamer Sattlermeiſter,
hatte vor einigen Jahren ein Heilwaſſer zuſammengebraut,
mit dem er Krebskranke heilen zu können vorgab.
Dieſe ſeine Tätigkeit, die ihm mehr des ſchnöden Mamons
einbrachte als ſeine Handwerkskunſt, führte ihn vor einiger
Zeit wegen Betrugs auf die Anklagebank. Er wurde jedoch
vom hieſigen Schöffengericht freigeſprochen. Gegen
dieſes Erkenntnis legte der Amtsanwalt Berufung ein,
ſodaß die Angelegenheit jetzt nochmals vor der hieſigen
Strafkammer zur Verhandlung kam. Topinka beſtritt nach
wie vor ganz entſchieden, ſich eines Betruges ſchuldig ge=
macht
zu haben, im Gegenteil könne er auf Grund von zahl=
reichen
Zeugniſſen nachweiſen, daß er mit ſeinem Mittel,
für das man ihm in Paris ſchon 100 000 Mark geboten habe,
eine große Anzahl von Kranken geheilt habe. In der er=
neuten
Verhandlung führte der Oberarzt Dr. Neuberger
vom hieſigen ſtädtiſchen Krankenhauſe an, es ſei wohl mög=
lich
, daß durch das Waſſer kleinere Geſchwüre geheilt wer=
den
könnten; eine Heilung von Krebskranken mit dem
Waſſer ſei aber vollſtändig ausgeſchloſſen. In derſelben
Weiſe äußerte ſich auch der Gerichtsarzt Dr. Knehr, der
meinte, daß die Heilwaſſer, die aus kohlenſaurem Kalk und
Waſſer unter Beimiſchung von Fenchel beſtehen, zwar nicht
ſchädlich ſeien, aber auch nicht helfen können. Der Gerichtshof
verwarf darauf die Berufung des Amtsanwalts und ſprach
Topinka von der Anklage des Betrugs frei, da er im
guten Glauben gehandelt habe.
Köln, 7. März. Der heute vormittag 11 Uhr 14 Min.
hier eintreffende D=Zug von London-Calais wurde
in der Nähe von Eſchweiler von mehreren Burſchen mit
Steinen beworfen, wodurch einige Fenſterſchei=
ben
zertrümmert wurden. Verletzt wurde niemand. Die
Eiſenbahn hat für die Entdeckung der Täter eine Beloh=
inung
ausgeſetzt. Der Staatsanwalt hat eine Unter=
ſuchung
eingeleitet.
Dresden, 8. März. Der Phyſiker Geheimrat Töp=
ller
Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule in Dres=
lden
, iſt geſtern nach langem Leiden geſtorben.
Lehe bei Bremerhaven, 7. März. Eine einigermaßen
ſonderbar anmutende Sache kam vor dem hieſigen Schöf=
ffengericht
zur Verhandlung. Vor einigen Mona=
tten
zahlte ein Gaſtwirt 763 Mark auf Anweiſung bei der
Poſt ein und erhielt ordnungsmäßig Quittung. Ein
Vierteljahr ſpäter wurde er von der Poſt aufgefordert,
iden Poſteinlieferungsſchein vorzulegen. Ob=
kwohl
nun dieſer über 763 Mk. lautete, wurde dem Mann
eeröffnet, er habe damals nur 163 Mark eingezahlt, wie
von der Abrechnungsſtelle der Obervoſtbehörde feſtgeſtellt
kworden ſei. Der Gaſtwirt beteuerte, den richtigen Be=
ttrag
erlegt zu haben; er führte ſogar den Nachweis, die
lBetreffende Summe von einem Bankauthaben abgeboben
zu haben. Es half ihm alles nichts. Bei der gerichtlichen
Erlediauna der Angelegenbeit beſchwor der Poſtbeamte
fſeine Ausſage und der Gaſtwirt muß nun 600 Mk. nach=
zahlen
. Damit dürfte die Sache allerdings nicht end=
igültig
erlediat ſein, weil nunmehr die ſtrafrecht=
llichen
Konſequenzen Platz greifen, die eine er=
meute
Aufrollung der Affäre nach ſich ziehen werden.
Petrikau, 7. März. In dem Czenſtochauer Mord=
prozeß
wurde heute abend um ¾6 Uhr durch den Vor=
ſitzenden
folgendes Urteil verkündet: Der Hauptangeklagte,
Pater Damaſius Maczoch, erhielt 12 Jahre
Zuchthaus der Pater Iſidor 5 Jahre und Pater Ba=
ſilius
2½ Jahre Zuchthaus. Daneben erhielten die drei
Angeklagten die bei Zuchthaus üblichen Nebenſtrafen.
Die Ehefrau des ermordeten Wenzel Maczoch, Frau Helene
Maczoch wurde zu 2 Jahren Gefängnis, der Kloſterſchloſſer
Blaskiewicz zu 1 Jahr, der Kutſcher Pianko zu 4 Mo=
maten
Gefängnis verurteilt. Der Graveur Cyganowſki
erhielt eine Arreſtſtrafe, die durch die Unterſuchungshaft
ffür verbüßt erachtet wurde. Der achte und letzte Ange=
Alagte Pertkiewicz wurde freigeſprochen. Die Angeklagten
Nahmen das Urteil gefaßt entgegen.
In der Gnadenkirche zu Czenſtochau wirkt wunder=
Lätig die ſchwarze Madonna und tauſende gläubiger Polen
rinden ſich täglich in dem myſtiſchen Dämmer des geheim=
risvollen
Gotteshauſes zuſammen. Die ſchwarze Ma=
Donna bringt dem Paulanerkloſter täglich etwa 1200 Rubel
ein, das iſt im Jahre rund eine halbe Million. Kein
Wunder, daß die Mönche bei einem ſolchen Reichtum die
Askeſe verlernen und den Freuden der Welt holder wer=
lden
, als es nach ihrem Gelübde berechtigt iſt. Für den

Lebemann Damaſius Maczoch war die Verſuchung groß.
Er griff in den Opferſtock und ſetzte die Rubel der Gläu=
bigen
in Kognak, Bordeaux und Champagner um. Er
ſchloß ſich an ein Weib, Helene Przyzanowſka an, die er
ſchließlich an ſeinen Vetter Wenzel verheiratete, um das
Lotterleben mit ihr ungeſtörter weiterführen zu können.
nd nun kommt das Wunderbare: Wenzel ſetzte ſich für
ſeine Frau zur Wehre. Er will ſie dem Mönch entreißen,
und da er auch von deſſen Diebſtählen weiß, ſo benutzte er
die Gelegenheit, die Erpreſſerſchraube anzuziehen. Da er=
mordete
Damaſius den Vetter und ſo kamen ſeine Schand=
taten
an den Tag.
Wien, 8. März. Der Berliner Schnellzug
ſtreifte geſtern abend auf Station Oberhellabrunn die
Lokomotive eines rangierenden Güterzuges. Drei Fahr=
gäſte
und vier Bahnangeſtellte wurden verletzt. Der
Schnellzug traf in Wien mit zweiſtündiger Verſpätung
ein.
Innsbruck, 8. März. Die Telephon= und Telegra=
phenabteilung
des Kaiſerjäger=Regiments hielt heute
früh unweit des hiſtoriſchen Berges Iſel Uebungen
ab. Hierbei begingen zwei Mann die Unvorſichtigkeit,
den Fernſprech=Leitungsdraht über der Hochſpann=
leitung
der Innsbrucker Elektrizitätszentrale anzu=
bringen
. Die Drähte kamen in Berührung und der
Strom zerriß alle Aparate. Zwei Kaiſerjäger erlitten
Verletzungen.
Rom, 8. März. Auf der Fahrt von Verona nach
Venedig rannte ein Automobil in ſcharfer Kurve
gegen ein Brückengeländer des Chiampo=Baches und
ſtürzte 5 Meter tief ab. Prinz John Noren v. Salm
und Baron Dögger ſind ſchwer verletzt. Der Chauffeur
Charlſen hat beide Beine gebrochen. Unverletzt blieb
der dritte Inſaſſe Notar Hermann Steinbach.
Paris, 8. März. Marineminiſter Delcaſſé hat an=
geordnet
, daß alle verfügbaren Kriegsſchiffe des zweiten
Geſchwaders anläßlich der Enthüllung der Denk=
mäler
des Königs Eduard und der Königin
Viktoria nach Nizza entſandt werden.
Plymouth, 7. März. Das deutſche Schulſchiff
Prinzeß Eitel Friedrich das hier nach einer
ſechsmonatigen Kreuzfahrt nach Weſtindien, von Ha=
vanna
kommend, eingetroffen iſt, hatte im Atlantiſchen
Ozean mit ſehr ſchlechtem Wetter zu kämpfen. Am 4.
März wurde eine 15jähriger Schiffskadett während eines
Wirbelwindes über Bord geſpielt. Die See ging ſo
hoch, daß es unmöglich war, das Rettungsboot auszu=
ſetzen
. Ein anderes Rettungsboot wurde von dem
Sturm über Bord gewaſchen.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtebenden
Ermöhnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

I.-V Die Orael für das Konzert des Muſikver=
eins
am 11. März d. J. (Willem de Haans
Kantate: Das Märchen und das Leben) im
Saalbau wird von der weltberühmten Firma E. F.
Walcker in Ludwigsburg geliefert. Wenn auch den Ab=
ſichten
des Komponiſten durch dieſes Inſtrument einiger=
maßen
entſprochen werden kann, ſo iſt doch ein ſolches
Orgelwerk unter allen Umſtänden ein Notbehelf, der für
viele Fälle ganz unzureichend ſein wird. Immer wieder
wird ſich das Fehlen eines richtig mit Orgel uſw. aus=
geſtatteten
Konzertſaales in unſerer Stadt unangenehm
fühlbar machen. Möchte doch die Entwickelung des Feſt=
hausvereins
recht bald hier Abhilfe zu ſchaffen imſtande ſein
Wir benutzen die Gelegenheit, darauf hinzuweiſen, daß
das Konzert um halb 8 Uhr beginnt, ſowie daß am
Sonntag, 10. März, vormittags 10 Uhr, eine öffentliche
Hauptprobe (Eintritt 1,50 Mark) ſtattfindet.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 8. März. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 18 Minuten. Zunächſt
werden auf Antraa des Abg. Dr. Spahn (Zentr.) noch
einige weitere Etatstitel an die Budgetkommiſſion ver=
wieſen
. Sodann wird die Wahl der Präſiden=
ten
vorgenommen. Vizevräſident Scheide m ann über=
timmt
für die Dauer des Wahlaktes das Präſidium.
Bei der Wahl des erſten Präſidenten werden
383 Stimmen abgegeben; davon erhielt Dr. Kaempf
(Fortſchr. Vpt.) 192 Stimmen, Spahn (Zentr.) 187,
Graf v. Schwerin=Löwitz 2 Stimmen und Abg
v. Heydebrand 2 Stimmen. Kaempf iſt ſomit
gewählt. Er nahm die Wahl mit Dank an.
Bei der Wahl des erſten Vizepräſidenten
wurden 378 Stimmen abgegeben, von denen 25 ungültig
waren. Dr. Paaſche (natl.) erhielt 192 Stimmen,
Scheidemann (Soz.) 155. Dietrich (konſ.) 2, Dr.
Frank (Soz.), Stadthagen (Soz.), Wurm (Soz.) und Dr.
David (Soz) erhielten je eine Stimme. Dr. Paaſche
iſt ſomit gewählt. Er nahm die Wahl an.
Abg. Gröber (Zentr.) beantragt, die Verhandlung
um eine halbe Stunde zu vertagen. Das Haus beſchließt
gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger
Freiſinnigen dementſprechend. Präſident Dr. K aemp
eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 32 Minuten. Es wird
ſogleich in die Wahl des zweiten Vizepräſi=
denten
eingetreten. Es wurden 378 Stimmzettel abge=
geben
, von denen 18 unbeſchrieben waren. Abg. Dove
(Fortſchr. Vpt.) erhielt 209 Stimmen, Scheidemann
(Soz.) 147 Stimmen; die Abgg. Graf von Poſadowsky,
Baſſermann (natl.), Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.)
und Dr. David (Soz.) erhielten je eine Stimme. Abg.
Dove iſt ſomit gewählt; er nahm die Wahl an.
Hierauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Diens=
tag
1 Uhr. Tagesordnung: Fortſetzung der Beratung
des Etats des Innern. Schluß halb 5 Uhr.

Der Reichstag hat ſomit ſein endgültiges
Präſidium, das ſich aus Vertretern der bürgerlichen
Linken zuſammenſetzt. Es iſt wohl das erſte Mal ſeit
Beſtehen des Reichstages, daß die zweite Wahl, die bis=
her
nur als eine Formſache angeſehen wurde, ein neues
Präſidium gebracht hat. Bei der erſten Wahl am
9. Februar wurde Spahn (Zentr.) mit 196 Stimmen
zum Präſidenten gewählt. Bebel erhielt 175 Stimmen.
Zum erſten Vizepräſidenten wurde Scheidemann
(Soz.) mit 188 Stimmen gewählt, während Dietrich
(konſ.) 174 Stimmen erhielt; zum zweiten Vizepräſiden=
ten
wurde Paaſche (natl.) mit 274 Stimmen gewählt
Nachdem Spahn und Paaſche die Wahl abgelehnt hat=
ten
, erfolgte am 14. Februar eine Neuwahl für den
erſten Präſidenten und den zweiten Vizepräſidenten. Bei
der Wahl des erſten Präſidenten erhielt Kaempj

(Fortſchr. Vpt.) 193 Stimmen, 173 Zettel waren weiß;
bei der Wahl des zweiten Vizepräſidenten erhielt Dove
(Ftſchr. Vpt.) 194 Stimmen; 165 Zettel waren weiß. Das
Bemerkenswerteſte an der heutigen Wahl iſt das Aus=
ſcheiden
des Sozialdemokraten Scheide=
mann
aus dem Präſidium; er erhielt 33 Stim=
men
weniger, als das erſte Mal. Außer den Sozialde=
mokraten
haben offenbar die Freiſinnigen und noch
einige weitere Abgeordnete für ihn geſtimmt. Die Na=
tionalliberalen
ſtimmen für den Vertreter ihrer Partei,
und bei der Wahl des zweiten Vizepräſidenten für Dove.

Handel und Verkehr.

Dem ſoeben erſchienenen Geſchäftsbericht der
Heſſiſchen Landes=Hypothekenbank in
Darmſtadt für das Jahr 1911 entnehmen wir folgendes:
Der Geſamtbeſtand an unkündbaren Tilg=
ungsdarlehen
iſt auf zirka 11000 Stück im Betrage
von rund 143 Millionen Mark geſtiegen. Die Vermehrung
der Darlehen im Jahre 1911 beträgt rund 14 Millionen
Mark. Sie entfällt, auf 1240 einzelne Poſten verteilt, mit
rund 8½ Millionen Mark auf Hypothek=Darlehen und mit
rund 5¾ Millionen Mark auf Kommunal=Darlehen. Der
Umlauf an Pfandbriefen und Kommunal=
Obligationen hat ſich von rund 128 Millionen Mark
auf rund 143 Millionen Mark erhöht. Der Darlehenszins=
fuß
betrug, weil die Geldbeſchaffung durch Ausgabe von
4prozentigen Obligationen erfolgen mußte, für Hypotheken
4½ Prozent, für Kommunal=Darlehen 4,15 Prozent. Der
Satz für die neben den Zinſen als einmalige Leiſtung
der Anleiher zu entrichtenden Geldbeſchaffungskoſten
konnte faſt während des ganzen Jahres auf dem vor=
jährigen
Stand von 1 Prozent belaſſen werden; eine Er=
höhung
auf 1½ Prozent wurde erſt dann (nämlich Anfang
November) vorgenommen, als der Druck auf dem Fonds=
markt
nicht nur fortdauerte, ſondern ſich auch noch zu ver=
rößern
ſchien. Bei Hypothek=Darlehen wurden die Geld=
beſchaffungskoſten
wieder vielfach in der Weiſe geſtundet,
daß ſie während der Dauer einiger Jahre durch Zuſchläge
zu den Zinſen anſtelle der Tilgungsbeiträge zu erſtatten
ſind.
Andere als Tilgungsdarlehen hat die Bank auch
im Berichtsjahre nicht gewährt. Die Höhe der Tilgung
darf bei Hypothek=Darlehen nicht unter ½ Prozent, bei
Kommunal=Darlehen nicht unter 1 Prozent betragen.
(Unter Zugrundelegung der derzeitigen Zinsſätze wird
ein Darlehen bei ½ Prozent Amortiſation in 54 Jahren,
bei 1 Prozent Amortiſation in 40 Jahren vollſtändig ge=
tilgt
.) Durch die planmäßigen Tilgungen wurden
im Berichtsjahre allein auf den Beſtand an Hypothek= Dar=
lehen
über 600000 Mark zurückbezahlt. Es wurde die
Wahrnehmung gemacht, daß zur Zahlung der Zinſen ſich
immer mehr der Poſtſcheckverkehr einbürgert. Die
durch dieſe Zahlungsart entſtehenden Koſten werden von
der Bank getragen.
Daß die Tätigkeit der Bank gerade den kleinen Leuten
und dem Mittelſtande wieder in beſonderem Maße zugute
am, laſſen die Angaben des Geſchäftsberichts über die
Stückelung der Darlehen und über Stand und Ge=
werbe
der Anleiher erkennen. Nahezu ¾ aller
Hypothek=Darlehen kommen auf Beträge bis zu 5000 Mark,
½ auf ſolche bis zu 10000 Mark. Auf Handwerker und
ſonſtige Gewerbetreibende, ſowie auf Arbeiter entfallen
über die Hälfte, auf Landwirte über ½ aller Darlehen.
Rund 600000 Mark aus Hypothek=Darlehen fanden zur Er=
richtung
von Kleinwohnungen Verwendung.
Verband Mitteldeutſcher Induſtrieller,
Frankfurt a. M.
Man ſchreibt uns: Am 29. Februar I. J. hielt der
Vorſtand des Verbandes Mitteldeutſcher Induſtrieller in
Frankfurt a. M. eine Sitzung ab, in der im Anſchluß an
ein Referat des Geſchäftsführers Dr. Andres eine ein=
gehende
Ausſprache über die durch die Abmachungen des
Bergfiskus mit dem Kohlenſyndikat geſchaffene Lage ſtatt=
fand
. Man bedauerte lebhaft, daß der Fiskus durch ſeine
Beteiligung an dem Syndikat deſſen Poſition auf Koſten
der Kohlenverbraucher ſo außerordentlich geſtärkt und das
Intereſſe der Allgemeinheit gegenüber den fislaliſchen In=
tereſſen
nicht gebührend berückſichtigt habe . Zur Bear=
beitung
der Kohlenfrage wurde eine Kommiſſion eingeſetzt,
die beauftragt wurde, dem Vorſtand Vorſchläge für die
Erreichung einer Verbilligung der Kohlen zu unterbreiten.
Um eine wirkſame Vertretung der Intereſſen der Kohlen=
verbraucher
zu ermöglichen, wurde beſchloſſen, in mög=
lichſtem
Einvernehmen mit den übrigen Landesverbänden
des Bundes der Induſtriellen zu arbeiten.
Bei Erſtattung des Geſchäftsberichts gab Dr. Andres
dem Vorſtand Kenntnis von dem erfreulichen Wachſen des
Mitgliederbeſtandes des Verbandes und von dem korpo=
rativen
Anſchluß der 168 Firmen umfaſſenden Fabrikanten=
und Groſſiſten=Vereinigung der Textil= und verwandter
Branchen in Frankfurt a. M. E. V. Am 22. Februar ſprach
Dr. Andres auf Einladung der Vereinigung der Leder=
waren
= und Reiſeartikelfabriken in Offenbach a. M. in
iner Mitgliederverſammlung über Die Organiſation der
Induſtrie; ſeine Ausführungen fanden die einmütige und
lebhafte Zuſtimmung aller Anweſenden. Am 27. Februar
hielt der Verband in Offenbach a. M. eine Verſammlung ab,
in der Dr. Streſemann, Syndikus des Verbandes
Sächſiſcher Induſtrieller und Präſidialmitglied des Bun=
des
der Induſtriellen, ein glänzendes Referat über die Be=
ſtrebungen
des Verbandes Mitteldeutſcher Induſtrieller
ind des Bundes der Induſtriellen erſtattete. Obwohl von
dem Zentralverband Deutſcher Induſtrieller nahe ſtehender
Seite in letzter Stunde verſucht worden war, eine Kund=
gebung
zu dem Programm des Bundes der Induſtriellen zu
vereiteln, wurde mit zirka 100 gegen 3 Stimmen die Grün=
dung
einer Ortsgruppe Offenbach des Verbandes Mittel=
deutſcher
Induſtrieller beſchloſſen. Am 28. Februar erfolgte
im Anſchluß an ein gleichfalls ſehr beifällig aufgenommenes
Referat Dr. Streſemann’s in einer von zirka 80 In=
duſtriellen
beſuchten Verſammlung die einſtimmig be=
ſchloſſene
Konſtituierung einer Ortsgruppe für Hanau und
Umgegend. Von Handelskammern im Tätigkeitsgebiet
des Verbandes iſt diejenige in Darmſtadt dem Bund der
Induſtriellen beigetreten.
Um die Mitglieder des Verbandes Mitteldeutſcher
Induſtrieller gegenüber den Monopoltendenzen der zu
einem Kartell zuſammengeſchloſſenen Privatfeuerverſiche
rungsgeſellſchaften zu ſchützen, wurde beſchloſſen, in Unter=
handlungen
mit der außerhalb des Kartells ſtehenden und
aus induſtriellen Kreiſen ins Leben gerufenen Reformver=
ſicherungsbank
A.=G. in Berlin wegen Abſchluſſes eines
Vertrags einzutreten, auf Grund deſſen den Mitgliedern
des Verbandes Mitteldeutſcher Induſtrieller beſondere
Vorteile bei Eingehung von Verſicherungsverträgen mit
dieſer Bank gewährt werden ſollen
Des Weiteren wurde beſchloſſen, über den Entwurf
eines preußiſchen Waſſergeſetzes und über die Neuregelung

[ ][  ][ ]

der preußiſchen Staatsſteuergeſetzgebung in Unterhand=
lungen
mit dem Bund der Induſtriellen einzutreten, der
dieſe Gegenſtände gleichfalls auf die Tagesordnung ſeiner
nächſten Vorſtandsſitzung geſetzt hat, um ein gemeinſames
Vorgehen der befreundeten Landesverbände in dieſen
Fragen einzuleiten.
* Berlin, 7. März In dem Verwaltungs=
bericht
der Deutſchen Reichsbank heißt es: Das
Jahr 1911 bildet für Deutſchland ein Jahr ſtetiger Fort=
ſchritte
in faſt allen Zweigen der Erwerbstätigkeit. Die
Gütererzeugung und der Güteraustauſch haben ſich trotz po=
litiſcher
Unſicherheit kräftig entwickelt. Dem Geldmarkte
und der Börſe ſind allerdings Störungen nicht erſpart ge=
blieben
. Die Notwendigkeit großer Rückzahlungen aus=
ländiſcher
Guthaben zur Zeit des durch höhere Löhne und
Preiſe ohnehin geſteigerten herbſtlichen Geldbedarfs be=
wirkten
, daß der deutſche Geldmarkt ſich ſtärker als ſonſt
auf die eigenen Mittel angewieſen ſah. Dies führte in
den letzten Monaten des Jahres zu Anſprüchen an die
Reichsbank in einem Umfange, der nicht erheblich hinter
dem bei der Hochkonjunktur im Jahre 1907 erreichten zu=
rückblieb
, ihn an den Quartalsſchlüſſen aber weit über=
ragte
. Zur Befriedigung dieſer Anſprüche ſtanden jedoch
von vornherein größere Barmittel, namentlich in Gold,
zur Verfügung. Auch konnte, als die großen Zahlungs=
forderungen
des Auslandes erfüllt werden mußten, durch
Abgabe von Auslandswechſeln ein allzu heftiges Steigen
der Deviſenkurſe verhindert werden. Die Geſamtumſätze im
Jahre 1911 betrugen 377502 536 900 Mark, gegen das Vor=
jahr
mehr 23 352137100 Mark. An Banknoten liefen als
höchſte Summe um 2295 199000 Mark am 30. September
und als niedrigſte 1372 185000 Mark am 23. Februar,
durchſchnittlich 1 663 615 000 Mark, gegen 1605 882000 Mark
im Vorjahre. Es ſind alſo gegen das Vorjahr durchſchnitt=
lich
57733000 Mark mehr im Umlauf geweſen. Der Metall=
beſtand
betrug als höchſte Summe 1 237672000 Mark am
23. Auguſt und als niedrigſte 988 594000 Mark am 7. Ja=
nuar
, durchſchnittlich 1 129 242000 Mark, gegen das Vor=
jahr
mehr 73 438000 Mark. Im Durchſchnitt waren von
den umlaufenden Noten 67,88 Prozent gegen 65,74 Prozent
im Vorjahre durch Metall gedeckt. Die Metalldeckung der
umlaufenden Banknoten und ſonſtigen täglich fälligen Ver=
bindlichkeiten
betrug im Jahresdurchſchnitt 48,74 Prozen:
gegen 46.83 Prozent im Vorjahr. Der Geſamtgewinn be=
trägt
57203 393 Mark, der Reingewinn 27535589 Mark.
Das Reich erhält vom Gewinn 14863512 Mark, an Noten=
ſteuer
2734 106 Mark, alſo zuſammen 17597618 Mark gegen
20002 791 Mark im Vorjahre. Die Anteilseigner erhalten
10 548000 Mark, gleich 5,8 Prozent Dividende.

Luftfahrt.

* Frankfurt a. M., 8. März. Das Zeppelin= Luft=
ſchiff
Viktoria Luiſe iſt um 9 Uhr morgens zu einer
Rundfahrt in der Umgebung Frankfurts aufge=
ſtiegen
.
* Frankfurt a. M., 8. März. Die Fahrt, die das
Luftſchiff der Delag heute morgen unternahm, war der erſte
Paſſagierflug ſeit ſeiner Stationierung in Frankfurt. Die
Fahrt ging zuerſt nach Hanau und von da zurück über
Frankfurt nach der Taunusgegend, von wo aus es um 11,20
Uhr wieder im Luftſchiffhafen eintraf.
* Frankfurt a. M., 8. März. Heute nachmittag 3
Uhr 15 Min. ſtieg das Luftſchiff Viktoria Luiſe auf
und flog rheinabwärts bis Bingen, ſenkte ſich dort und
fuhr in geringer Höhe bis zur Rochuskapelle. Es iſt 5.30
Uhr glatt in Frankfurt gelandet.
sr. Eine neue Flugmaſchinen=Fabrik, die
gleichzeitig den Betrieb von Flugplätzen, ſowie ſonſtige mit
dem Flugweſen in Verbidung ſtehende Geſchäfte beſorgen
will, wurde unter dem Namen Flugwerke Deutſch=
land
G. m. b. H. mit einem Stammkapital von einer
halben Million Mark in Brand bei Aachen gegründet. Zu
den Teilhabern der Firma gehört unter anderem der
bekannte Herrenflieger Dr. Oskar Wittenſtein=
München.

Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Man muß wirklich Darmſtadt beglückwünſchen,
daß es dem glänzenden Beiſpiel der Reichshauptſtadt
folgt, die ja neuerdings ihren Clou und ihr Palais
de danſe bekam. Wir haben dafür nunmehr ein Wiener
Café Imperial. Hoffentlich beſuchen es die hierher
kommenden Franzoſen (auf die es wohl abgeſehen iſt)
um ſo zahlreicher, als die Einheimiſchen ſich durch den
hübſchen Namen dazu ſchwerlich verleiten laſſen werden,
aber Kaiſer=Café iſt dem Wirte wohl nicht vornehm
8.
genug?

Vermiſchtes.

Frankfurt, 8. März. Luftfahrten der
Viktoria Luiſe Nun iſt das Langerſehnte und
oft Hinausgeſchobene zur Tatſache geworden, Frank=
furt
a. M. rückte in die Reihe der Städte Deutſchlands
ein, die einen eigenen ſtändigen Luftſchiff=
hafen
mit großer eiſerner Halle für ein Zeppelin= Luft=
ſchiff
beſitzen. Am Montag, bei ziemlich ſtürmiſchem
Wetter, hat das neueſte und modernſte der Zeppelin=
Luftſchiffe, die Viktorta Luiſe ihren Einzug in
die Halle am Rebſtock gehalten; wiederum, wie in den
Tagen der Ila und ſeitdem wiederholt, jubelnd be=
grüßt
von Jung und Alt. Daß Frankfurt, nach dem
bahnbrechenden Schritt der erſten deutſchen Internatio=
nalen
Luftſchiffahrts=Ausſtellung im Jahre 1909 und
nach der im November des gleichen Jahres in ihren
Mauern erfolgten Gründung der Deutſchen Luftſchiff=
fahrts
=Aktiengeſellſchaft der jetzigen Beſitzerin von
Halle und Luftſchiff, nicht zu den erſten Städten zählte,
die einen Luftſchiffhafen errichteten, dürfte in erſter
Linie an der ſchwierigen Platzfrage gelegen haben, die
zu löſen einer modernen Großſtadt in gut zugänglicher,
nicht zu entfernter Lage, ſtets Schwierigkeiten bereiten
dürfte. Nun werden wir täglich über der alten Main=
Metropole das Summen der Propeller hören können und
auch die nähere und weitere Umgebung wird das gleiche
Schauſpiel oft genießen. Am intereſſanteſten iſt und
bleibt aber doch immer, das große ſchöne Schiff mit all’
ſeinen Einzelheiten aus nächſter Nähe zu betrachten, die
vielſeitigen Vorbereitungen zu einer Abfahrt, Aufſtieg
und Landung zu verfolgen. Dazu iſt nun die beſte Ge=
legenheit
in dem Luftſchiffhafen am Rebſtock geboten,
der dem Publikum von früh 8 Uhr bis zu der Dunkelheit
gegen mäßige Eintritte zugänglich iſt. Die Kaſſen be=
finden
ſich an den Zugängen, auch Wagenkarten werden
wieder ausgegeben, ebenſo iſt die Zufahrt wieder, wie
bei früheren Veranſtaltungen, über Bockenheim und durch

den Biegwald. Näheres in der Annonce im heutigen
Blatte.
Leipzig 1913. Die Stadt Leipzig wird in dem
erinnerungsreichen Jahre 1913 vorausſichtlich einen ſo ge=
waltigen
Fremdenzuſtrom zu verzeichnen haben, wie wohl
bisher noch nie. Zu der großen Zahl der ſtändigen Meß=
beſucher
kommen die Teilnehmer des Allgemeinen Deutſchen
Turnfeſtes, das im Sommer 1913 in Leipzig abgehalten
werden wird, dann die ungeheuren, wohl nach Hundert=
tauſenden
zählenden Beſucher der Stadt, die an der Ent=
hüllung
des Völkerſchlachtdenkmals teilnehmen. Da eine
ganze Feſtwoche, in der u. a. ein hiſtoriſcher Feſtzug ſtatt=
finden
wird, der Erinnerung an das Jahr 1813 und das ge=
waltige
Ringen der Völker gegen den großen Corſen ge=
widmet
ſein wird, ſo wird der Verkehr in dieſer Zeit vor=
ausſichtlich
einen in Leipzig noch nie erlebten Umfang an=
nehmen
. Es iſt ein glücklicher Umſtand, daß um dieſe Zeit
ſchon der neue Hauptbahnhof, deſſen erſte Hälfte bereits im
Frühjahr dem Verkehr übergeben wird, ſeinen Zwecken
dienen kann. Wenn man nun noch die Scharen von Men=
ſchen
hinzurechnet, die durch die Weltausſtellung für Bau=
und Wohnweſen, deren Gelände dem Völkerſchlachtdenkmal
vorgelagert iſt, während 6 Monaten, von Mai bis Novem=
ber
, nach Leipzig gezogen werden, ſo wird wohl niemand
noch daran zweifeln, daß Leipzig im nächſten Jahre der
Schauplatz eines Maſſenverkehrs ſein wird, wie ihn viel=
leicht
bis jetzt noch keine deutſche Stadt aufzuweiſen hatte.
Wie bedeutend der Beſuch der Ausſtellung werden wird,
läßt ſich aus der Tatſache erkennen, daß heute ſchon, mehr
als ein Jahr vor Eröffnung der Ausſtellung, 60 Vereine und
Verbände der Ausſtellungsleitung mitgeteilt haben, daß ſie
ihre Tagung aus Anlaß der Ausſtellung in Leipzig ab=
halten
werden oder einen gemeinſamen Beſuch ihrer Mit=
glieder
beſchloſſen haben. Außer dieſen feſtſtehenden Kon=
greſſen
ſind aber bereits gegen 400 weitere Tagungen und
gemeinſchaftliche Beſuche mit ziemlicher Sicherheit in Aus=
ſicht
geſtellt. Die Stadt Leipzig und ihre Bürger ſehen es
natürlich als eine Ehrenpflicht an, all dieſen zahlreichen
Gäſten den Aufenthalt in Leipzig ſo angenehm wie möglich
zu machen. Im beſonderen wird auch der Sächſiſche Ver=
kehrsverband
Vorort Leipzig ſich an den umfangreichen Vor=
bereitungsarbeiten
lebhaft beteiligen.

Die Bergarbeiterbewegung.

England.
* London, 7. März. Wie es heißt, wird die Koh=
lenkriſis
die Pläne des Königs in der Weiſe beein=
fluſſen
, daß der Zeitpunkt für verſchiedene in Ausſicht ge=
nommene
Regierungshandlungen nicht genau feſtgeſetzt
werden wird, ſo lange die Unruhe in der Induſtrie akut
bleibt. Im Vordergrunde ſtehen die Staatsbeſuche
an den fremden Höfen. Dieſe würden wahrſcheinlich nach
ihrem Zeitpunkt feſtgelegt worden ſein, wenn normale Be=
dingungen
geherrſcht hätten. Wenn die Verhältniſſe ſich
bald beſſern, brauchten dieſe und andere Pläne nicht end=
gültig
ernſtlich gefährdet zu ſein. Wenn aber die Erfolg=
loſigkeit
der Verhandlungen andauert, werden einzelne Re=
gierungshandlungen
beinahe beſtimmt aufgeſchoben und an=
dere
könnten ganz aufgegeben werden. Es iſt nicht wahr=
ſcheinlich
, daß hinſichtlich der Staatsgeſchäfte, für die
chon alle Vorbereitungen getroffen ſind, eine Aenderung
eintreten wird.
* London, 7. März. Bisher iſt kein Fortſchritt
in der Richtung auf eine Verſtändigung im Kohlen=
ſtreik
zu verzeichnen, obwohl der Induſtrierat der wali=
ſiſchen
Bergwerksbeſitzer und der ausführende Ausſchuß
des Bergarbeiterverbandes in London getrennte Beratun=
gen
abhielten.
* London, 8. März. Der Induſtrierat hat ſich
geſtern bis Dienstag vertagt. Die Regierung hat
die Verhandlungen wieder ſelbſt in die
Hand genommen. Der Daily Chronicle erblickt
darin ein günſtiges Zeichen. Das Blatt berichtet weiter,
daß die engliſchen Zechenbeſitzer neue Vorſchläge der Re=
gierung
, die indeſſen nicht bekannt gegeben wurden, an=
genommen
hätten. Das Blatt glaubt annehmen zu dürfen,
daß der Streik binnen einer Woche beigelegt ſein wird. Ver=
treter
der Zechenbeſitzer von Schottland und Northumber=
land
treffen heute in London ein, um mit der Regierung
zu beraten. Die Waliſer Grubenbeſitzer haben ihre Hal=
tung
nicht geändert und die liberalen ſchottiſchen Blätter
halten eine geſetzgeberiſche Maßregel für notwendig.
Eine allgemeine Beratung des Bergarbeiterverbandes iſt
für dieſe Woche nicht mehr nach London einberufen wor=
den
. In London wird eine allgemeine Steigerung der
Brotpreiſe angekündigt. Der Grund iſt indeſſen nicht
allein der Bergwerksſtreik, ſondern auch die Steigerung der
Preiſe für Weizen und Mehl. Die Zahl der beſchäftigungs=
los
gewordenen Arbeiter wird auf ungefähr 450000 ange=
geben
.
Deutſchland.
* Berlin 8. März. Anläßlich der Reden von Ver=
tretern
verſchiedener Parteien im Reichstage über die
Bergarbeiterbewegung hatte der Staats=
ſekretärdes
Innern am 7. März mit einigen dieſer
Abgeordneten zu ſeiner Information eine Beſpre=
chung
in ſeinem Dienſtzimmer im Reichstagsgebäude.
Alle weitergehenden Mitteilungen der Preſſe über den In=
halt
der Beſprechungen ſind Kombinationen.
* Bochum, 8. März. Der Aktionsausſchuß
der drei Bergarbeiterverbände, des ſoge=
nannten
Dreibundes, verhandelte heute den ganzen Tag.
Ueber das Reſultat der Beratungen wird vorläufig Still=
ſchweigen
bewahrt. Die Entſcheidung, ob in einen Streik
eingetreten, werden ſoll, fällt in den auf Sonntag einbe=
rufenen
öffentlichen Verſammlungen. Nunmehr haben
auch die evangeliſchen Arbeiterverbände
gegen den Streik Stellung genommen und ihre Mitglieder
aufgefordert, ſich nicht zu beteiligen.
* Kattowitz, 8. März. Die Oberſchleſiſchen
Neueſten Nachrichten melden: Die geſtern abgehaltene
Verſammlung der fünf Bergarbeiterver=
bände
hat beſchloſſen, an die Direktionen der einzelnen
Hütten und Gruben Oberſchleſiens eine neue Eingabe auf
Gewährung einer 15 prozentigen Lohnerhöhung zu richten
und zwar vom 1. April ab, ſowie auf die Beſeitigung
größerer Lohnunterſchiede zwiſchen gleichalterigen Arbei=
tern
. In der Begründung wird ausgeführt, daß die Löhne
ſeit dem Jahre 1908 ſtändig geſunken ſind und bis heute
die alte Höhe noch nicht erreicht haben, während anderer=
ſeits
der Lebensunterhalt ſich bis 100 Prozent erhöhte.
Oeſterreich=Ungarn.
* Wien, 7. März. In der fortgeſetzten Beratung
der Anträge des Teuerungsausſchuſſes über die Kartell=
frage
und die Maßnahmen gegen die Teuerung beſprach
Miniſter Truka die von der Regierung zur Bekämpfung
der Kohlenteuerung getroffenen Maßnahmen und
empfahl die erſte Verabſchiedung der Kohlengeſetzvorlage,
bei der das Recht zur Aufſuchung und Gewinnung von

Kohle dem Staate vorbehalten werden ſoll. Hinſichtlich
der befürchteten Rückwirkung des engliſchen Berg=
arbeiterſtreiks
auf die öſterreichiſchen Ver=
hältniſſe
beſtätigte der Miniſter die Nachricht, daß die
Bergarbeiter des böhmiſchen Braunkohlenge=
bietes
gewiſſe Lohnforderungen erheben. Es handelt
ſich jedoch nicht um die bereits im Jahre 1911 geſtellten
Forderungen. Das Miniſterium werde hier pflichtgemäß
eine vermittelnde Rolle übernehmen. Der Miniſter ſprach
ſich dann gegen das vom Berichterſtatter angeregte Kohlen=
ausfuhrverbot
aus, da dies nur die vollſtändige Lahm=
legung
der öſterreichiſchen Braunkohleninduſtrie, welche im
letzten Jahre ohnehin Abſatzgebiete im In= und Auslande
eingebüßt habe, herbeiführen und damit auch die Arbeiter
hart treffen würde.
* Prag, 7. März. Die Belegſchaft des
Helenenſchachtes von Schallan bei Teplitz iſt heute
in den Ausſtand getreten.
Frankreich.
* Lens, 7. März. Die Bergarbeiterver= der Departements Nord= und Pas=
de
=Calais haben ihre Mitglieder aufgefordert, am
11. März zur Unterſtützung der dem Parlamente vorgeleg=
ten
Forderungen der Bergarbeiter in den Ausſtand zu
treten. In dem Aufruf wird erklärt, daß die Ruhege=
hälter
zu gering ſeien und daß das Alter von 55 Jahren,
das zum Genuß derſelben berechtige, zu hoch ſei, da nur
wenige Bergleute dieſes Alter erreichten. Deshalb habe
der Verband im Namen aller Bergleute an die öffentlichen
Gewalten die Forderung gerichtet, die Ruhegehälter mit
730 Francs nach 25 jähriger Arbeitszeit und für das 50.=
Lebensjahr feſtzuſetzen und für die Witwen und Waiſen
das halbe Ruhegehalt verlangt. Ein Geſetzentwurf be=
treffend
die Einführung des achtſtündigen Arbeitstages
und eines angeſichts der ſtetig ſteigenden Lebensbedurf=
niſſe
notwendigen Mindeſtlohnes ſei gleichfalls den
öffentlichen Gewalten unterbreitet worden. Am 11. März,
ſo ſchließt der Aufruf, darf ſich kein Bergmann zur Arbeit
begeben. Alle müſſen an dieſrm Tag für die Intereſſen der
alten Bergleute und des Bergarbeiterverbandes eintreten.
* Paris, 7. März. In der Kammer brachte
der Sozialiſt Albert Thomas die Bergarbeiter=
frage
zur Sprache. Er ſtellte die allgemeine Agitation
der Bergarbeiterverbände feſt und erinnerte an die Streiks
und Streikdrohungen in den Bergwerken Englands, Bel=
giens
, Deutſchlands und der Vereinigten Staaten. Redner
fragte, wie weit die Regierung die Forderungen der fran=
zöſiſchen
Bergarbeiter, die bis jetzt eine kluge Haltung be=
wieſen
hätten, kommen laſſen wolle. Der Miniſter Bour=
geois
ſagte, es komme ihm nicht zu, ſich über Ereigniſſe,
die ſich bei Nachbarn und Freunden Frankreichs ent=
wickelten
, zu äußern. Er beſchränke ſich auf den Wunſch,
daß dieſe wirtſchaftliche Kriſe eine ſchnelle Löſung finden
und daß nichts die Weisheit der franzöſiſchen Bergarbeiter
verwirren möge. Die Regierung ſei bereit, mit dem
Parlament zuſammen zu arbeiten, um alles Erreichbare
zu erreichen. Sie werde dazu beitragen, daß die Erörte=
rung
des Geſetzentwurfes über die Arbeitsdauer ſchnell
rledigt werde; ſie ſei ferner bereit, namentlich im Depar=
tement
Pas=de=Calais auf eine genaue Durchführung
der Lohnkontrakte zu halten. Er, der Miniſter, bemühe ſich,
mit dem Finanzminiſter um die Schaffung einer beſon=
deren
Penſionskaſſe für die Bergarbeiter. Er zweifle nicht
in dem Vertrauen der Bergarbeiter, wie dieſe an der Ge= und dem guten Willen der Regierung nicht
zweifelten.

Der italieniſch=türkiſche Krieg.

* Rom, 7. März. Entgegen den in den letzten
Tagen von einigen Zeitungen gebrachten Nachrichten
ſei feſtgeſtellt, daß von keiner Macht Schritte bei
er italieniſchen Regierung unternommen wurden,
um ihr eine Beſchränkung der militäriſchen Operationen
zu empfehlen. Die italieniſche Regierung behält ſich volle
lktionsfreiheit vor, abgeſehen von den türkiſchen Küſten
des Adriatiſchen und Joniſchen Meeres.
* Konſtantinopel, 7. März. Die Auslands=
gerüchte
, nach welchen der Miniſterrat die Ver=
mittelungsfrage
beraten habe und die Mehrheit
der Miniſter geneigt ſei, die guten Dienſte der Mächte
uf der Grundlage der Anerkennung der religiöſen
Souveränität des Sultans über Tripolis und die Cyre=
naika
und der politiſchen Souveränität über eine der bei=
en
Provinzen anzunehmen, werden halbamtlich demen=
iert
. Die Pforte ſei mehr denn je entſchloſſen, die Rechte
der Türkai auf beiden Provinzen aufrecht zu erhalten.
* Tripolis, 7. März. General Reiſoli ſandte.
heute weitere Einzelheiten über den letzten nächtli=
hen
Kampf bei Morgheb. Dar Kampf dauerte
bis in die Morgenſtunden des 6. März. Die Angriffe
waren ſehr zahlreich und ſehr heftig und wurden nur von
urzen Pauſen unterbrochen, während deren der Feind
immer neue Verſtärkungen vorrücken ließ. Die feindlichen
Truppen beſtanden aus Arabern und regulären Türken
und wurden auf mehr als 3000 Mann geſchätzt. Die von
en Italienern und ihren Kundſchaftern gemachten Ge=
fanganen
beziffern die feindliche Stärke noch höher. Die
ktaliener hatten ein Infanteriebataillon, ein Alpen=
Bataillon, zwei Berſaalieri=Bataillons, zwei Feldbatte=
rien
und eine Gebirgsbatterie ins Feld geſchickt.
* Derna, 8. März. Patrouillen die hinter
den vom Feinde während des Kampfes am 3. März be=
etzten
Stellungen waren, fanden beim Bumasfer über
50 Leichen und die Spuren von zahlreichen Leichna=
nen
, die aus dem jetzt noch blutaetränkten Gelände
veggeſchafft worden ſind. Durch Araber, die zur Erkun=
dung
des Bumasfer=Tales ausgeſchickt worden waren,
wurde feſtgeſtellt, daß dort noch ungefähr 200 unbeerdigte
Feinde lagen. Auf dem ganzen Kampffelde wurden die
Spuren des heftigen Kampfes und zahlloſe Patronen=
hülſen
gefunden. Das feindliche Lager iſt um einige
Kilometer hinter die Gefechtslinie vom 3. März zurück=
verlegt
worden.

Die Revolntion in Ching.

* Peking, 7. März. Raub und Plünde=
rung
in Schantung dauern an und breiten ſich
weiter nach Norden aus. Dort ſind nur 6000 ausländiſche
Soldaten, dagegen 100000 gut bewaffnete chineſiſche Sol=
daten
, die, wenn die gegenwärtigen Wirren fortdauern,
ungeſtraft die Häfen in Gefahr bringen können. Es
herrſcht allgemein der Wunſch, daß einige tauſend Mann
usländiſcher Truppen in den Häfen ſtationiert werden.
und daß Japan die Einführung größerer Truppenmaſſen=
vorbereitet
.
* Schanghai, 7. März. Das Viermächte=
Bankenſyndikat hat heute eine Million.
Taels an die proviſoriſche Regierung aus=
gezahlt
. Es wird erwartet, daß vor Ablauf der nächſten=

[ ][  ][ ]

Woche ſieben weitere Milonen an die chineſchen Re=
gierungsbehörden
in Nanking und Peking überwieſen
werden. Im ganzen wird die Regierung vorausſichtlich
den Beiſtand der Bankengruppe bis zur Höhe von monat=
lich
7 Millionen Pfund Sterling für die nächſten ſechs
Monate in Anſpruch nehmen. Die Bankengruppe iſt
augenblicklich damit beſchäftigt, eine Anleihe für dieſen
Zweck zuſtandezubringen. Der Kontrakt wird demnächſt
unterzeichnet werden.

Literariſches.

Was wird uns die Mode zum Frühjahr und Som=
mer
beſcheren? Dieſe für die Frauenwelt brennende
Frage beantwortet das ſoeben erſchienene, reich illuſtrierte
Favorit=Moden=Album und reichhaltige
Schnittmuſterbuch der Internationalen Schnitt=
manufaktur
, Dresden=N. auf das eingehendſte,
indem es an der Hand der äußerſt zahlreichen, die aktuelle
Mode verkörpernden Abbildungen einen genauen Ueber=
blick
über die gültigen Modeformen gibt. Außerdem be=
ſitzt
es den Vorzug, daß zu jedem der dargeſtellten Mo=
delle
vorzüglich paſſende Schnittmuſter in den verſchieden=
ſten
Größen zu mäßigem Preiſe erhältlich ſind. Zu be=
ziehen
iſt das reich illuſtrierte Album durch die Inter=
nationale
Schnittmanufaktur, Dresden=N. 8, oder durch
Arthur Sittig, Luiſenplatz 4.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Köln, 8. März. Zu der Meldung über die An=
gliederung
der Materialreſerve an die
aktiven Flottenteile wird der Köln. Volksztg.
unter anderem geſchrieben: Zu vier Linienſchiffen kommt
als fünftes das Flottenflaggſchiff der Reſerveſchlacht=
flotte
, das gleichfalls beſſer ausgenützt werden kann,
wenn es in ein aktives Geſchwader tritt. Im Rahmen
unſerer Schlachtflotte, die aus Geſchwadern von je acht
Linienſchiffen beſteht, laſſen ſich aber fünf Schiffe praktiſch
nicht verwenden. Es müſſen daher noch drei weitere
gebaut werden, damit ein neues Geſchwader aufgeſtellt
werden kann. Die Neuorganiſation der Flotte würde
einige Abänderungen des Flottengeſetzes erfordern, die
nachſtehendem Geſetzestext beigefügt ſind:
§ 1. Es ſoll beſtehen 1. die Schlachtflotte aus zwei
Flottenflaggſchiffen (ein Flottenflaggſchiff), vier (fünf)
Geſchwadern zu je acht Linienſchiffen, acht (zehn) großen
Kreuzern und 24 (30) kleinen Kreuzern als Aufklärungs=
ſchiffen
; 2. die Auslandsflotte aus acht (zehn) großen
Kreuzern und zehn kleinen Kreuzern; 3. die Material=
reſerve
aus vier Linienſchiffen, vier großen Kreuzern
und vier kleinen Kreuzern (fällt weg). § 3. Bezüglich
der Indienſthaltung der Schlachtflotte gelten folgende
Grundſätze: 1. Das erſte und zweite Geſchwader (erſtes,
zweites und drittes) bilden die aktive Schlachtflotte; das
dritte und vierte (vierte und fünfte) Geſchwader die Re=
ſerveſchlachtflotte
. 2. Von der aktiven Schlachtflotte ſol=
len
ſämtliche, von der Reſerveſchlachtflotte die Hälfte der
Linienſchiffe und Kreuzer dauernd in Dienſt gehalten
werden. Auf dieſe Weiſe wird das vorhandene Ma=
terial
ſo vollſtändig als möglich ausgenutzt. Die dazu
notwendige Vermehrung der Flotte hält ſich in ſo engen
Grenzen, daß wohl ſelbſt in England kein Vernünftiger
daran Anſtoß nehmen kann, zumal wenn die Neubauten
auf die nächſten Jahre verteilt werden.
* Kuxhaven, 8. März. Der Kaiſer iſt heute vor=
mittag
um 10 Uhr im Automobil nach Bremen abge=
reiſt
.
* Peſt, 8. März. (Abgeordnetenhaus.) Der
Miniſterpräſident und die anderen Mitglieder des Kabi=
netts
wurden bei dem Betreten des Beratungsſaales von
der Regierungspartei mit ſtürmiſchen Ovationen empfangen.
Die Inſthpartei rief: Es lebe das allgemeine Wahlrecht.
Der Miniſterpräſident teilte mit, daß er die Demiſſion des
Kabinetts überreicht habe und der König dieſe ange=
nommen
habe. Das Abgeordnetenhaus wurde vertagt.
* Malta, 8. März. Der engliſche Kreuzer Hamp=
ſhire
erhielt Befehl, ſich am 14. März nach Kreta zu
begeben.
* Kriſtiania, 8. März. Die Zeitungen Aftenpoſten
und Tidenſtegn haben folgende vom 7. März 3 Uhr 40 Min.
früh datierte Depeſche aus Hobart erhalten: Amundſen
erreichte den Südpol zwiſchen dem 14. und 17. Dezember
1911. An Bord alles wohl.
* Kriſtiania, 8. März. Der König, die Regierung
und die Geographiſche Geſellſchaft haben an Frau
Amundſen ein Glückwunſchtelegramm geſandt. Der
König gab die Erlaubnis, daß ſein Name und der der
Königin bei der ſpäteren geographiſchen Aufnahme be=
nutzt
werden darf. Die Stadt iſt mit Flaggen reich
geſchmückt.
* Waſhington, 7. März. Der Senat hat einige
Amendements zu den Schiedsgerichtsverträ=
gen
mit England und Frankreich angenommen,
nach denen folgende Fragen von der ſchiedsgerichtlichen
Austragung ausgeſchloſſen werden: Fragen, die die
Monroe=Doktrin und die territoriale Integrität betref=
fen
, die Zulaſſung von Ausländern in das Gebiet und
in die Schulen der Vereinigten Staaten und Staats=
ſchulden
. Der Senat nahm die ſo veränderte Vorlage
mit 76 gegen 3 Stimmen an.
* Lafayette (Indiana), 7. März. Nach einem Bericht
ſind bei einem Eiſenbahnunglück auf der Wabaah=
Bahn in der Nähe von Weſt Lebanon 30 Paſſagiere
getötet worden.
Charlottenburg, 8. März. Heute mittag explo=
dierte
aus unbekannter Urſache in der Drogerie Stark
in der Mommſenſtraße ein Benzinbehälter. Der Inhaber
wurde durch Stichflammen leicht verletzt, ſeine Frau ſchwer
verbrannt.
Halle a. S., 8. März. Während der geſtrigen Vor=
ſtellung
im Apollotheater ſchoß im Zuſchauer=
raum
eine Modiſtin auf ihren Geliebten, einen Referendar,
und verletzte ihn am Rücken.
Paris, 8. März. In einem Vorort von Melilla
wurde die Gärtnerfamilie Gonzalez von Marokkanern
überfallen. Gonzalez, ſeine Frau und ſeine 10jährige
Tochter wurden getötet, während zwei andere Kinder der
Familie verſchwunden ſind. Man nimmt an, daß ſie von
den Marokkanern verſchleppt worden ſind. Das Beſitztum
wurde vollſtändig ausgeplündert.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber dem Kontinent iſt der Druck allenthalben ge=
ſtiegen
. Das Tief, das geſtern über Südſkandinavien
lag, iſt nordoſtwärts abgezogen. Von Irland her dringt
eine neue Depreſſion vor, die unſer Wetter ſchon morgen
beherrſchen dürfte. Wir haben bei milden weſtlichen
Winden trübes, regneriſches Wetter zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 9. März
Trüb, Regenfälle, mild.

Anhaltendes Stillen
iſt für die Mutter oft mit Beſchwerden
verbunden, ruft auch häuſig Mattigkeit und
Müdigkeit hervor als Folge von Unter=
ernährung
. Die Stillende tut gut, in ſolchen
Heiten zur Erſtarkung eine Heitlang
Nur echt mit
dieſer Marke
Scotts
dem Fiſcher
demKennzeichen
des Scottſchen
Verfahrens.
Emulsion
zu nehmen. Man hat in kliniken dahingehende Verſuche
mit beſtem Erfolge gemacht. Auch koſtet es Erwachſenen
keine Mühe, die leicht verdauliche, ſahnige Scotts
Lebertran=Emulſion zu nehmen.
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alle erforderlichen Zutaten und ſind nur noch mit
Waſſer zu kochen. Auf den der heutigen Stadtauflage
beiliegenden Proſpekt der Maggi=Geſellſchaft wird
(5838
hierdurch hingewieſen.

Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Dem Herrn über Leben und Tod hat es
gefallen, heute abend 6¾ Uhr unſere herzens=
gute
, liebe und unvergeßliche Tochter und
Schweſter
(5837
Erna Ziegenbruch
nach kurzem, ſchwerem, doch in großer Geduld
getragenem Leiden im 15. Lebensjahre durch
einen ſanften Tod zu ſich in ſein himmliſches
Reich abzurufen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Dr. L. Ziegenbruch.
Darmſtadt, Inſelſtr. 19, am 7. März 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, den
10. März, nachmittags 2½ Uhr, von der ſtädt.
Friedhofskapelle aus.

Dankſagung.
Allen, die uns bei dem Hinſcheiden meines
lieben Mannes, unſeres guten Vaters, Schwieger=
vaters
, Großvaters, Bruders und Onkels (5862
HerrnAdam Hübner
ihre liebevolle Teilnahme bewieſen haben, ſagen
wir unſeren innigſten Dank.
(5862
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, 9. März 1912.

Tageskalender.

Samstag, 9. März.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abonnement):
Meyers.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Schenck um
8½ Uhr im Hörſaal des phyſikaliſchen Inſtituts der
Techniſchen Hochſchule (Kolonialgeſellſchaft).
Vortrag von S. Joſeph und Dr. jur. Königsberger
um 9 Uhr im Vereinslokal (Kaufmänniſcher Verein).
Vorſtellung des Hofzauberkünſtlers Bellachini um
8½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Hauptverſammlung der Turugemeinde Darmſtadt
um 9 Uhr.
Geburtstagsfeier des Prinzregenten Luitpold von
Bayern um 9 Uhr im Reſt. Zur Sonne‟ (Bayernverein).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. Reſtaurant Metropol
um ½ 8 Uhr.
Fachausſtellung für das Maler= ꝛc. Gewerbe Neckar=
ſtraße
3 (geöffnet von 111 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Olympia=Kinematograph, Rheinſtraße 2.
Sonntag, 10. März.
Großh. Hoftheater, Anfang 5½ Uhr (Ab. A): Die
Meiſterſinger von Nürnberg.
Vorſtellung um 4 und 8¾¼ Uhr im Orpheum.
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um 10 Uhr
im Saalbau.
Vorſtellung des Hofzauberkünſtlers Bellachini um
8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Aufführung des Odenwälder Volksſtücks 's Millerſch
Lif’l vunn Mich’lboch um 8 Uhr in der Turnhalle
(Heidelbergerſtraße).
Verſammlung ehemaliger 13er Huſaren um 4 Uhr
im Hotelreſtaurant Merz.
Uebung von Jung=Darmſtadt (Zuſammenkunft
um 2 Uhr an der Türnhalle, Heidelbergerſtraße).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr, Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant Metropol um 4 und 8 Uhr,
Erkers Brauerei um 6 Uhr, Britannia=Hotel um
½ 8 Uhr.
Vortragsabend um 8 Uhr im Feierabend (Evang.
Arbeiter= und Handwerkerverein).
Eröffnungsſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft
um 3 Uhr.

Verſteigerungskalender.

Montag, 11. März.
Hofreite=Verſteigerung des Fr. Balle und Jakob
Mohr (Dieburgerſtraße 96) um 10 Uhr auf dem Orts=
gericht
I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 10 Uhr in der
Ludwigshalle‟
Mühlen=Verſteigerung der Wilh. Grünig Witwe
um 3 Uhr im Rathaus zu Eberſtadt.
Stamm= Nutz= u. Brennholz=Verſteigerung
um 10 Uhr im Klein=Zimmerner Gemeindewald ( Zu=
ſammenkunft
bei Wirt Schneider, Meſſeler Bahnhof).
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Günther=
ſchen
Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Haus Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
-Konlckt für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahlreichen

Aerzten wärmstens empfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M.1.

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Kurſe vom 8. März 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,70
81,70
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 90,75
81,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,70
93,20
do.
3½
83,50
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,60
89,60
do.
3½
3
79,90
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,60
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
89,20
do.
3½
78,70
do.
3 Sächfiſche Rente . . . . 81,25
4 Württemberger v. 1907 100,20
95,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,20
1¾ Griechen v. 1887 . . 53,50
4 Italiener Rente
½ Oeſterr. Silberrente 92,80
4 do. Goldrente . . . 96,75
4 do. einheitl. Rente 89,80
3 Portug, unif. Serie I 65,10
3 do. uniſ. Ser, III 67,90
. 9,70
3 do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 92,30
4 Ruſſen v. 1880
91,00
4 do. v. 1902
. 90,90
4½ do. v. 1905
. 100,40
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,70
4 Türk. Admin. v. 1903 83,90
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,40
4 Ungar. Goldrente . . . 92,20
4 ho. Staatsrente . . . 90.00

In Proz
Bf.
5 Argentinier . . . . . . 100,30
do.
4
88,50
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,50
4½
95,60
do.
95,30
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 94,00
3
do.
59,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,40
3 Buenos Aires Provinz 72½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 140,50
3 Nordd. Lloyd . . . . . 105,90
16 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,75
8 Baltimore und Ohio . 103,00
6 Schantungbahn . . . . 134,05
6½ Luxemb. Prince Henri 153,00
0 Leſt. Südbahn (Lomb.) 17,7
6 Pennſylvania R. R. . 118,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 489,25
14 Chem. Fabrik Gries=
heim
. . . . . . . 253,50
27 Farbwerke Höchſt . . 541,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,50
8 Cement Heidelberg . . 158,50
32 Chem. Werke Albert 445,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 291,00
4 Lahmener . . . . . . . 127,50

Sudemn
Letzte
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 153,6
12 Siemens & Halske . 233,25
12 Bergmann Electr. . . 181,2.
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 178,75
25 Gummi Peter . . . . 144,25
0 Kunſtſeide Frankfurt 129,25
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 463,00
12 Maſchinenf. Badenia 199,80
16 Wittener Stahlröhren 220,0C
8 Steana Romana Petr. 134,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 241,50
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 208,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 132,00
3 Südd. Immobilien 71,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 183,00
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt. . . . . . . 220,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 178,75
10 Gelſenkirchener . . . . 193,25
. . . 187,20
7 Harpener
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 247,25
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 85,00
4 Laurahütte . . . . . . 171,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 189,50
10
5 South Weſt Africa .153,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,60
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,80
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,20
3
do.
79,30
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60

Ge e
Sf.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 80,40
54,70
29/10 do.
77,50
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,00
89,00
4 Ruſſ. Südweſt.
96,90
4½ Moskau=Kaſan
do.
101,40
4 Wladichawchas
4 Rjäſan Koslow.
78,70
3 Portugieſ. Eiſenb.
91,80
4½
do.
2¼/10 Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 65,40
84,40
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,20
74,00
4 Miſſouri=Pacific.
101,00
4 Northern=Pacific
. 95,30
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
. 88,25
Francisco.
. 97,40
5 Tehuantepec . . .

Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 194,00
8½ Bergiſch=Märkiſche
.149,80
Bahn .
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 171,00
6½ Darmſtädter Bank . 124,60
12½ Deutſche Bank . . . 261,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,50
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,80
10 Diskonto=Kommandit 189,40
8½ Dresdener Bank . . 155,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,80
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,00
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 138,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,25
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 129,80
7½ Wiener Bankverein . 138,40
4 Frankf. Hypoth.=Bank

S. 16 u. 17 . . . 99,20

Zf. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 98,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,75
89,50
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 101,10
do.
3½
90,10
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . . . . 100,60
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
100,80
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6t
90,10
S. 35 .
89,90
S. 911
90,00
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
do.
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,70
3½ do. (unk. 1914) . . 89,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,50
do.
3½
90,50
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . . .
3½ do.
4 Frankfurt . . . . . . . 100,90
3½ do.
96,10
4 Gießen .
-
3½ do.
4 Heidelberg .
,
3½ do.
89,20
4 Karlsruhe
3½ do.
90,90
4 Magdeburg.
-
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
99,00
½ do.
92,00
4 München
99,70
3½ Nauheim
90, 10
4 Nürnberg
99,90
do.
90,60
4 Offenbach
-

Susten
Zf.
3½ Offenbach
99,80
4 Wiesbaden
3½ do.
96,10
4 Worms
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 136,10
3 Holl. Komm. . fl. 100 106,55
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 181,00
.126,00
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,50
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
Fs. 10
do.
fl. 7 34,70
Meininger
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 453,00
Ungar. Staats . . fl. 100 370,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 171,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . .
16,26
20 Franks=Stücke
Amerikaniſche Noten . . . 4,19¾
20,44
Engliſche Noten
81,15
Franzöſiſche Noten,
169,25
Holländiſche Noten.
80,80
Italieniſche Noten
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
216,00
Ruſſiſche Noten
80,90
Schweizer Noten .
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard 38f. 6

[ ][  ][ ]

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Darchunsereh eibau
musste der Ausverkauf unterbrochen werden.
Wir sind jetzt so weit in Ordnung, dass der
Verkauf wieder in vollem Umfang aufge-
nommen
werden kann.
Bis zur Neueröffnung sollen alle älteren
Warenbestände vollständig geräumt sein.
Wir verkaufen daher:
Enerm biliig!
0
Herrenstieter nur solide Qualitäten 6 U 100
Damenstiefel verschiedene Ausführungen 650 750 850
550 650 750
Halbschuhe schwarz und braun

Der Verkauf unserer neuen Frühjahrswaren
beginnt am 15. März.

5835

Schuhwaren-
Haus
Inh.: Paul Wildau.

16 Ludwigstrasse 16.

[ ][  ][ ]

Sport.
Därmſtädter Sportklub 1905. Es ſei hier=
mit
nochmals auf das am Sonntag, 10. März, auf dem
Sportplatze an der Windmühle ſtattfindende
Wettſpiel zwiſchen den 1. Mannſchaften des 1. Hanauer
F.=K. 1893 und Darmſtädter Sportklub 1905 hin=
gewieſen
. Den guten Ruf, der den Gäſten vorausgeht,
werden dieſe wohl in jeder Beziehung rechtfertigen, ſodaß
ein ſpannender, intereſſanter Fußballwettkampf in Erwar=
tung
ſteht. Das Spiel beginnt nachmittag 3 Uhr.
* Amateurphotographie. (Aufgaben für
den Amateurphotographen im Frühling) Dem neueſten
Hefte der Photographie für Alle (Berlin S. 61) entneh=
men
wir die folgenden intereſſanten Ausführungen von
H. Tſchanter über Aufnahmen von Bäumen ohne Laub:
Charakteriſtiſch für jeden Baum ſind vorerſt ſeine Laub=
maſſen
, ſeine Blätter. Aber das Eigenartige jedes Bau=
mes
tritt doch noch viel deutlicher im Wuchs, in der Bil=
dung
des Stammes, in der Veräſtelung und Gliederung
ſeiner Zweige in Erſcheinung. Es machte mir wenig=
ſtens
ſtets eine rechte Freude, wenn es mir gelang, den
Charakter der Bäume, das Jungfräulich=Graziöſe der
Birken, das Trotzig=Maſſive der Eichen, das Anmutig=
Ruhige der Buchen oder das Geſpenſtiſh=Unheimliche
der Weidenſtümpfe im Bilde recht augenfällig zum Aus=
druck
zu bringen. Aber noch etwas macht mir gerade
dieſe Bilder zu meinen Lieblingen: bei den meiſten der=
artigen
Aufnahmen gelingt es, da das Gewirre der Aeſte
gegen den Himmel doch ſilhouettenartig wirkt, durch
entſprechende Belichtungszeit und die geeigneten Platten
auch den Duft der Ferne, die Luft, die zarteſten Wolken=
ſchattierungen
, mit einem Wort, die ſogenannte Stim=
mung
feſtzuhalten. Selbſtverſtändlich iſt, um auch das
duftigſte Netzwerk der Zweige im Bilde klar zu bekom=
men
, die Verwendung lichthoffreier und, falls man die
Stimmung getreu treffen will, auch farbenempfind=
licher
Platten durchaus erforderlich. Ebenſo natürlich
iſt auch, daß man zart entwickeln muß. Zu den Kopien
wird man vorzugsweiſe weich arbeitende Papiere neh=
men
müſſen. Der vornehme dezente Ton, den, gelbliches
Mattalbuminpapier in reinem Plattinbade getont, gibt,
gefiel mir bei dieſen Bildern beſonders gut. Alſo auch
der für den Amateur ſonſt wenig fruchtbare Vorfrühling
kann ihm intereſſante Aufgaben ſtellen. In dem Heft
befinden ſich noch ſehr lehrreiche Artikel über Bildniſſe
ohne Atelier Winke fürs Vergrößern, Die Hemm=
niſſe
der Blitzlicht=Photographie uſw.
Pfr. Für das Badener Zukunfts= Ren=
nen
gingen außer den bereits gemeldeten 64 Unterſchrif=
ten
noch 4 Meldungen in Brüſſel und eine in Lon=
don
ein, ſodaß an der verlangten Mindeſtzahl von 70
Meldungen nur noch eine fehlt. Unter den in Wien
eingegangenen Unterſchriften befinden ſich auch drei des
bekannten ruſſiſchen Rennſtallbeſitzers Fürſt L. Lubo=
mirski
, ſodaß die große Zweijährigen=Prüfung diesmal
einen ausgeſprochen internationalen Charakter erhalten
könnte.
pf. Die Graditzer Frühjahrs=Auktion
findet am 22. März im Königlichen Hauptgeſtüt Graditz
bei Torgau ſtatt. Zum Verkauf gelangen ausſchließlich
Halbblüter, während die zur Ausrangierung beſtimmten
zweijährigen Vollblüter wahrſcheinlich erſt ſpäter in
Hoppegarten den Ring betreten ſollen.

Sr. Das internationale Schachturnier
zu San Sebaſtian wurde nach eintägiger Pauſe mit
der 12. Runde fortgeſetzt. Bei Beginn dieſer zwei=
ten
Turnierſerie ergab ſich ſofort eine bemerkenswerte
Verſchiebung im Geſamtklaſſement. Abgeſehen davon,
daß Forgacz vom Turnier zurücktrat, hat auch Spielmann
ſeine bisherige überlegene Stellung ſo gut wie ganz ein=
gebüßt
, da ihm Niemzowitſch eine empfindliche Nieder=
lage
beibrachte. Spielmann ſteht jetzt mit 8 Punkten nur
ioch um einen Punkt beſſer wie Niemzowitſch. Die üb=
rigen
Partien in der 12. Runde zwiſchen Marſhall und
Rubinſtein, Perlis und Teichmann, ſowie Schlechter und
Leonhard ergaben remis. Tarraſch und Duras waren
pielfrei. Von den Hängepartien ergaben diejenigen
zwiſchen Rubinſtein und Niemzowitſch, ſowie zwiſchen
Perlis und Duras remis. An dritter Stelle im Geſamt=
klaſſement
ſtehen Perlis und Marſhall mit je 6, Tarraſch
und Rubinſtein folgen mit je 5½, Schlechter und Teich=
mann
mit 5, Duras mit 4½ und Leonhard mit 3½ Punk=
ten
.
sr. Kein genügender deutſcher Olympia=
Fonds. Die zur Unterſtützung der leichtathleti=
ſchen
Expedition nach Stockholm von der
Deutſchen Sportbehörde für Athletik ins Work geſetzte
Sammlung hat nach der bis jetzt möglichen Ueber=
ſicht
nicht den erwarteten Erfolg zu verzeichnen. Die
D. S. B. f. A. hat daher den Schlußtermin für die Ein=
ſendung
der Gelder und Liſten um einen Monat,
bis zum 31. März, hinausgeſchoben und erhofft,
durch dieſe Maßnahme unter tätiger Mitwirkung aller
ihrer Vereine und intereſſierten Kreiſe der Sammlung
zu dem Erfolg zu verhelfen, der ihr im Intereſſe einer
würdigen Repräſentation deutſchen Könnens im inter=
nationalen
Kampfe zu wünſchen iſt.

Vermiſchtes.

Rb. Aus Darmſtadts Vergangenheit. Ein Armen= und
Arbeitshaus vorhundert Jahren. In Nummer
300 des Tagblattes im vorigen Jahre haben wir das
Armen= und Arbeitshaus vor dem Jägertor geſchildert,
dabei die Frage offen gelaſſen, welches wohl das be=
treffende
Haus geweſen ſein könnte, weil uns die Akten im
Stiche ließen. Jetzt iſt uns durch Zufall ein Aktenſtück in
die Hände gekommen, das eine Löſung dieſer Frage gibt.
Die Armendeputation wandte ſich in einem Schreiben an
den Landgrafen Ludwig X., mit der Bitte, ihr das vor
dem Jägertor ſtehende Jagdhaus und Magazin zur Ein=
richtung
für ein Arbeitshaus zu überlaſſen. Der Landgraf
erwiderte darauf das Folgende: Das Haus vor dem
Jägertor außer der Scheuer wird dazu (Armen= und
Arbeitsanſtalt) gegeben, aber nur ſo lange, bis ich es wieder
zu ſeinem zukünftigen Behufe brauche, welches vielleicht in
ſehr kurtzem geſchehen kann. Ich danke ſogleich der
Armen=Deputation für Ihre bewieſene Tätigkeit zur Ab=
ſtellung
der Betteley. Darmſtadt, den 13. Oktober,
Ludewig L. zu Heßen.
In den von uns zuerſt benutzten Akten war nur die
Rede von einem landgräflichen Haus vor dem Jägertor, in
dem vorliegenden Aktenſtück heißt es deutlich, Das vor
dem Jägertor ſtehende Jagdhaus mit Magazin und
Scheune‟. Es iſt dies das alte Gebäude, Ecke der Die=

burger= und Mühlſtraße Beim Betreten der Straße von
dem Lazarett fällt uns die alte hohe Scheuer mit dem an=
gebauten
kleineren Magazin in die Augen. Das Wohn=
haus
ſteht in dem Hofe und wird zu Lazarettzwecken be=
nutzt
, der Arbeitsſaal, den die Armendeputation herſtellte,
iſt auch noch vorhanden. Der Name Jagdhaus bezeichnet
die Beſtimmung des Hauſes zu den Zeiten der Landgrafen.
Vom Jägertor zog man aus zur Jagd in den nördlichen
und öſtlichen Wäldern. Hier wurden nach derſelben die
Waffen, Netze, Lappen, Hürden, Tücher uſw. niedergelegt.
In der impoſanten Scheuer wurde das Heu untergebracht,
womit man in ſtrengen Wintern das viele Wild in den
Wäldern erhielt. Ludewig I., Großherzog von Heſſen,
welcher die Jagd nicht ſportmäßig betrieb, entzog das Haus
ſeiner urſprünglichen Beſtimmung. Das alte maſſige Ge=
bäude
iſt noch ein Stück von Alt=Darmſtadt und ſo be=
kannt
, daß man es faſt ein Wahrzeichen der Stadt nennen
könnte.

Literariſches.

Im Verlage der Handwerkskammer zu Darmſtadt
iſt ſoeben erſchienen: Die wichtigſten Beſtim=
mungen
der Reichsverſicherungsordnung=
vom
19. Juli 1911, als Anhang zum Leitfaden zur Vor=
bereitung
auf die Meiſterprüfung im Handwerk. Die
Reichsverſicherungsordnung hat derart durchgreifende
Aenderungen der ſeitherigen Arbeiterverſicherungsgeſetz=
gebung
gebracht, daß eine vollſtändige Neubearbeitung
des betreffenden Teiles des vorgenannten Leitfadens ſich
als notwendig erwieſen hat. Der Preis des Nachtrages,
16 Druckſeiten ſtark, ſtellt ſich auf nur 25Pfg., Leitfaden und
Nachtrag zuſammen 1,25 M., ohne Porto. Der Betrag kann
ar oder in Marken eingeſandt werden. Der Leitfaden
wurde auf ſeiner Zeit ergangenes Preisausſchreiben des
Ausſchuſſes des Deutſchen Handwerks= und Gewerbe=
kammertages
hin zur Beurteilung, aber außer Preis=
bewerb
, eingereicht und unter 44 eingegangenen Arbeiten
als die beſte bezeichnet. Sein raſcher Abſatz bürgt für
ſeine praktiſche Brauchbarkeit; er iſt bei faſt ſämtlichen
Handwerkskammern und außerdem noch an einer großen
Anzahl Schulen (Baugewerk= Gewerbe= und ſtädtiſchen
Schulen) als Lehrbuch eingeführt; von dem vor wenigen
Jahren herausgegebenen Werkchen iſt nunmehr ſchon
das 29. Tauſend im Verkehr. Beſtellungen werden von
der Handwerkskammer zu Darmſtadt direkt entgegen
genommen.
Album Pariſiana‟ Nr. 3 iſt ſoeben erſchie=
nen
und bringt auf 48 Seiten 500 entzückende Pariſer
Originalmodelle. Ein großer Teil der Modebilder iſt
in den herrſchenden Modefarben in prächtigem Kolorit
wiedergegeben. Album Pariſiana Nr. 3 bringt Toilet=
ten
, Bluſen, Röcke, Hauskleider, Kindergarderobe, Wäſche
und überhaupt alle Garderobeſtücke in reichſter Auswahl.
Das Heft koſtet 1 Mk. und iſt in jeder Buchhandlung oder
gegen Voreinſendung des Betrages in Briefmarken, beim
Modeverlag Le Grand Chie Berlin W. 8, Friedrich=
ſtraße
61, direkt zu beziehen. Der genannte Verlag liefert
auch erſtklaſſige Schnittmuſter zu den Modellen aus
Album Pariſiana oder nach irgend einem anderen
Modebilde und bringt jede Schnittbeſtellung, die bis
mittag einläuft, noch am ſelben Tage zum Verſand.

Henz 1912 .
Hierdurch beehre ich mich die Eröffnung meiner
. Modelthut-Ausstellung
ergebenst anzuzeigen. Neben hervorragend schönen Modellküten
eigener Ateliers enthält dieselbe entzückende
Pariser Original-Modelle
Gleichzeitig Ausstellung der Frühjahrs-Neuheiten in Damen- und
Kinder-Konfektion, sowie Kleiderstoffen. Zu einer Besicktiguug
ohne jeden Kaufzuang lade ich ergebenst ein.

Sehenswerte
Dekoration in den
Schaufenstern
und II. Etage.

M. Schneider

DARMSTADT
Ludwigstr. 2,
Ecke Kirchstr.

[ ][  ][ ]

Provinzialtag.

Mittwoch, den 27. März d. J., vormittags 10¼ Uhr, tritt im Rathausſaal
zu Darmſtadt (Marktplatz 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu einer
öffentlichen Verſammlung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzialausſchuſſes und der
Provinzial=Pflegeanſtalt vom Jahr 1910 Ri=
2. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der Provinzial= Pflege=
anſtaltskaſſe
für 1910 Ri.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflegeanſtalt für 1912 Ri.
4. Neuwahl der bürgerlichen Mitglieder der Ober=Erſatz=Kommiſſion für
den II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade auf drei Jahre ron 1912 bis
einſchließlich 1914. Wegen Ablebens bezw. wegen abgelaufener Dienſtzeit
ſind ausgeſchieden: Bürgermeiſter Müller von Roßdorf als Mitglied und
Bürgermeiſter Lang von Pfungſtadt als Erſatzmann.
5. Neuwahl des Vorſtandes der Genoſſenſchaftskaſſe für Kommunal= Forſt=
warte
für die Rechnungsjahre 19111915 einſchließlich; hier Erſatzwahl
für den verſtorbenen Stellvertreter, Bürgermeiſter Müller von Roßdorf,
für den Reſt der Wahlperiode.
(5864
Darmſtadt, den 4. März 1912.
Der Vorſitzende des Provinzialtags:
Fey.

Bekanntmachung.

In Arheilgen iſt die Maul= und Klauenſeuche amtlich feſtgeſtellt worden.
Es wird gebildet: 1. Ein Sperrbezirk, beſtehend aus der Gemeinde und
Gemarkung Arheilgen mit Ausnahme der Aumühle, der Hammelstrift und des
öſtlich der Bahn nach Aſchaffenburg belegenen Gemarkungsteils.
2. Ein Beobachtungsgebiet, umfaſſend die nach 1. nicht zum Sverrbezirk
gehörenden Teile der Gemarkung Arheilgen und weiter den Hof Kranichſtein,
ſowie die Gemeinden und Gemarkungen Wixhauſen, Erzhauſen, Gräfenhauſen
und Meſſel.
A. Für den Sperrbezirk gelten folgende Anordnungen:
I. An den Haupteingängen des Sperrbezirks ſind Taſein mit der deutlichen
und haltbaren Aufſchrift Maul= und Klauenſeuche=Sperrbezirk. Einfuhr und Durch=
treiben
von Klauenvieh ſowie Durchfahren mit Wiederkäuergeſpannen verboten leicht
ſichtbar anzubringen.
II. Die Einhaltung der getroffenen Anordnungen iſt durch fortgeſetzte polizei=
liche
Ueberwachung ſicherzuſtellen.
III. 1) Die verſeuchten Gehöfte werden gegen den Verkehr mit Tieren und mit
ſolchen Gegenſtänden, die Träger des Anſteckungsſtoffs ſein können, in folgender
Weiſe abgeſperrt:
a) Ueber die Ställe oder ſonſtigen Standorte, wo Klauenvieh ſteht, wird Sperre
verhängt. Die abgeſperrten Tiere dürfen aus dem Stalle (Standort) mit Er=
laubn’s
Gr. Kreisamts zur ſofortigen Schlachtung entfernt werden.
b) Die Verwendung der auf dem Gehöfte befindlichen Pferde und ſonſtigen Ein=
hufer
außerhalb des geſperrten Gehöfts iſt geſtattet, jedoch, inſoweit dieſe Tiere
in verſeuchten Ställen untergebracht ſind, nur unter der Bedingung, daß ihre
Hufe vor dem Verlaſſen des Gehöfts desinfiziert werden.
c) Geflügel iſt ſo zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlaſſen kann. Für
Tauben gilt dies inſoweit, als die örtlichen Verhältniſſe die Verwahrung er=
möglichen
.
Hunde, die in dem Gehöft gehalten werden, dürfen aus dieſem nur nach
erfolgter Desinfektion der Füße entfernt werden. Fremde Hunde dürfen das
Seuchengehöſt nicht betreten.
d) Fremdes Klauenvieh iſt von dem Gehöfte fernzuhalten.
e) Das Weggeben von Milch aus dem Gehöft iſt unter der Bedingung der vor=
* herigen Ablochung oder einer anderen ausreichenden Erhitzung geſtattet. Kann
eine wirkſame Erhitzung nicht gewährleiſtet werden, ſo iſt das Weggeben von
Milch aus dem Gehöfte verboten. Für die Abgabe von Milch an Sammel=
mollereien
, in denen eine wirkſame Erhitzung der geſamten Milch gewährleiſtet
iſt, ſind Ausnahmen zugelaſſen.
f) Die Entfernung des Düngers aus den verſeuchten Ställen und die Abfuhr von
Dünger und Jauche von Klauenvieh aus dem verſeuchten Gehöfte müſſen nach
den Vorſchriften des § 19 Abſ. 3, 4 der Anweiſung für das Desinfektionsver=
fahren
(zu erfragen bei der Gr. Bürgermeiſterei) erfolgen, und iſt, ſoweit tunlich,
por der Entfernung aus den Ställen vorzunehmen.
g) Futter= und Streuvorräte dürfen für die Dauer der Seuche nur mit polizeilicher
Erlaubnis und nur inſoweit aus dem Gehöft ausgeführt werden, als ſie nach=
weislich
nach dem Orte ihrer Lagerung und der Art des Transports Träger
des Anſteckungsſtoffs nicht ſein können.
h) Gerätſchaften, Fahrzeuge, Behältniſſe und ſonſtige Gegenſtände müſſen, ſoweit
ſie mit den kranken oder verdächtigen Tieren oder deren Abgängen in Berührung
gekommen ſind, desinfiziert werden, bevor ſie aus dem Gehöfte herausgebracht
werden Milchtransportgefäße ſind nach ihrer Entleerung zu desinfizieren.
1) Lere Futter= und Düngerſücke aus dem Seuchengehöſt dürfen nur nach erfolgter
* Desinfektion entfernt werden.
2) Die Stallgänge der verſeuchten Ställe des Gehöfts, die Plätze vor den Türen,
dieſer Ställe und vor den Eingängen des Gehöfts, die Wege an den Ställen und in
den zugehörigen Hofräumen ſowie die etwaigen Abläufe aus der Dungſtätte oder
dem Jauchebehälter ſind täglich mindeſtens einmal mit dünner Kalkmilch zu über=
gießen
. Bei Froſtwetter kann an Stelle des Uebergießens mit Kalkmilch Beſtreuen
mit gepulvertem. friſch gelöſchtem Kalk erfolgen.
*3) Die geſperrten Ställe (Standorte) dürfen, abgeſehen von Notfällen, ohne
polizeiliche Genehmigung nur von den Beſitzern der Tiere oder Ställe, deren Ver=
tretern
, den mit der Beaufſichtigung, Wartung und Pflege der Tiere beauftragten
Perſonen oder von Tierärzten betreten werden. Perſonen, die in abgeſperrten Ställen
verkehrt haben, dürfen erſt nach vorſchriftsmäßiger Desinfektion das Seuchengehöſt
verlaſſen.
4) Zur Wartung des Klauenviehs in dem Gehöfte dürfen Perſonen nicht ver=
wendet
werden, die mit fremdem Klauenvieh in Berührung kommen.
IV. Sämtliches Klauenvieh nicht verſeuchter Gehöfte des Sperrbezirkes unter=
liegt
der Abſonderung im Stalle,
V Für den ganzen Bereich des Sperrbezirkes gelten ſolgende Bemerkungen:
) Sämtliche Hunde ſind feſtzulegen. Der Feſtlegung iſt das Führen an der Leine
und bei Ziehhunden die feſte Anſchirrung gleich zu achten. Die Verwendung
von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden und von Jagdhunden bei der
Jagd ohne Leine iſt geſtattet.
2) Schlächtern Viehkaſtrierern ſowie Händlern und anderen Perſonen, die gewerbs=
mäßig
in Ställen verkehren, ferner Perſonen, die ein Gewerbe im Umherziehen
ausüben, iſt das Betreten aller Ställe und ſonſtiger Standorte von Klauenvieh
im Sperrbezirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchengehöſte verboten.
3) Dünger und Jauche von Klauenvieh, ferner Gerätſchaften und Gegenſtände aller
Art, die mit ſolchem Vieh in Berührung gekommen ſind, dürfen aus dem Sperr=
bezirke
nur mit polizeilicher Erlaubnis unter den polizeilich anzuordnenden Vor=
ſichtsmaßregeln
ausgeführt werden.
4) Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk ſowie das Durchtreiben von
ſolchem Vieh durch den Bezirk iſt verboten. Dem Durchtreiben von Klauenvieh
iſt das Durchfahren mit Wiederkäuergeſpannen gleichzuſtellen. Die Einfuhr von
Klauenvieh zur ſofortigen Schlachtung, im Falle eines beſonderen wirtſchaftlichen
Bedürfniſſes, auch zu Nutz= und Zuchtzwecken, kann geſtattet werden.
B. Für das Beobachtungsgebiet gelten folgende Anordnungen:
I. 1) Aus dem Beobachtungsgebiet darf Klauenvieh ohne polizeiliche Geneh=
migung
nicht entfernt werden. Auch iſt das Durchtreiben von Klauenvieh und das
Durchfahren mit fremden Wiederkäuergeſpannen durch das Beobachtungsgebiet
verboten.
Das Verbot des Durchtreibens einſchließlich Durchführens und des Durchfahrens
mit Wiederkäuergeſpann erſtreckt ſich nicht auf Klauenvieh, das im Beobachtungs=
gebiet
bleibt.
2) Die Ausfuhr von Klauenvieh zum Zwecke der Schlachtung iſt, wenn die
früheſtens 48 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende tierärztliche Unter=
ſuchung
ergibt, daß der geſamte Viehbeſtand des Gehöfts noch ſeuchenfrei iſt, durch
die Gr. Bürgermeiſterei zu geſtatten, und zwar:
a) nach Schlachtſtätten in der Nähe liegender Orte:

m
zur Weiterbeförderung nach Schlachtviehhöfen und öfentlichen Schlachthäuſern,
vorausgeſetzt, daß dieſen die Tiere auf der Eiſenbahn oder mit dem Schiffe un;
mittelbar oder von der Endladeſtation aus zu Wagen zugeführt werden.
3. Bei Klauenvieh, das im Beobachtungsgebiet abgeſchlachtet wird, oder das
zur Abſchlachtung in einen benachbarten Sperrbezirk gelangt, kann die Unterſuchung
des Beſtandes durch den zuſtändigen Fleiſchbeſchauer vorgenommen werden.
Für den Transport nach in der Nähe liegenden Orten, Eiſenbahnſtationen oder
Häfen (Schiffsanlegeſtellen) wird angeordnet, daß es zu Wagen oder auf ſolchen
Wegen erfolgt die von anderem Klauenvieh nicht betreten werden, wenn die Tiere,
nach Orten gebracht werden, die außerhalb des Beobachtunggebietes liegen ( Trans=
port
in freies Gebiet),
Die Polizeibehörde des Schlachtorts iſt von dem bevorſtehenden Eintreffen der
Tiere rechtzeitig zu benachrichtigen.
4. Die Ausfuhr von Klauenvieh zu Nutz= oder Zuchtzwecken darf nur mit unſerer
Genehmigung erfolgen. Dieſe Genehmigung wird nur unter der Bedingung erteilt
werden, daß eine früheſtens 24 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende
amtstierärztliche Unterſuchung die Seuchenfreiheit des geſamten Viehbeſtands des
Gehöfts ergibt, und daß ſich die Polizeibehörde des Beſtimmungsorts mit der Einfuhr
einverſtanden erklärt hat.
Am Beſtimmungsort ſind die Tiere auf die Dauer von mindeſtens einer Woche
der polizeilichen Beobachtung zu unterſtellen. Auf den Transport und die Anmeldung
der Tiere finden die Beſtimmungen unter Ziff. 2 ſinngemäße Anwendung.
Hinſichtlich der polizeilichen Beobachtung der ausgeführten Tiere gelten die
Beſtimmungen über Qu trantäne.
II. Die Einfuhr von Klauenvieh in das Beobachtungsgebiet zur Schlachtung
und zu Nutz= und Zuchtzwecken iſt geſtattet, nicht aber zu Handelszwecken.
C. Strafen.
Zuwiderhandlung gegen vorſtehende Anordnungen werden mkt hohen Strafen
geahndet und zwar, wenn ſie wiſſentlich begangen werden, gemäß § 328 Str. G. B.
mit Gefängnis.
Darmſtadt, den 7. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
(5766
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Die vorſtehende Bekanntmachung wollen Sie ſofort ortsüblich veröffentlichen
laſſen. Die Viehhändler und Metzger ſind beſonders darauf hinzuweiſen.
Darmſtadt, den 7. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am 11., 12., 15.,
18., 19., 22., 25, 26., 29. März 1912 von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends von
Truppenteilen des XVIII. Armee=Korps Schießen mit ſcharfer Munition auf dem
Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
im Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
wieſe
-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während desSchießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln ab=
geſperrt
.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. ( Polizeiver=
ordnung
Kreisamt Darmſtadt 25. Sept. 1909, Kreisamt Offenbach a. M., 20. Sept. 1909,)
Iit das Schießen früher beendet, ſo werden die Gemeinden Meſſel und Offenthal
von Aufhebung der Abſperung ſofort benachrichtigt.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.
(4911a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Feyz.

Bekanntmachung.

Nachſtehende Polizeiverordnung vom 26. Auguſt 1910 wird wiederholt ver=
öffentlicht
. Genaue Beachtung derſelben wird dringend empfohlen.
Darmſtadt, den 7. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Polizei=Verordnung
vom 26. Auguſt 1910.

Auf Grund des Art. 78 der Kreis= und Provinzialordnung wird unter Zu=
ſtimmung
des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung des Großherzoglichen Mini=
ſteriums
des Innern vom 23. Auguſt 1910 zu Nr. M. d. J. II 3715 für den Kreis
Darmſtadt folgendes verordnet:
§ 1. Der Zuzug fremdländiſcher Arbeiter, ihrer Frauen, Kinder und etwaigen
ſonſtigen Begleiter iſt vor der Ankunſt unter Angabe ihrer Zahl der Ortspolizei=
behörde
des Beſchäftigungsortes von dem Arbeitgeber oder ſeinem Stellvertreter ſchriftlich
anzuzeigen. War die Anzeige vor der Ankunft nicht möglich, ſo iſt ſie ſofort bei dem
Eintreffen der obengenannten Perſonen an ihrem Beſtimmungsort, ſpäteſtens aber
binnen 24 Stunden darnach der Ortspolizeibehörde zu erſtatten. Die Anzeige ſoll
Namen und Heimatſtaat der Zugezogenen enthalten.
Die Ortspolizeibehörde iſt zur ſofortigen Mitteilung an das Großh. Kreis=
geſundheitsamt
verpflichtet. Bei Krankheitsverdacht hat die Mitteilung telephoniſch
oder telegraphiſch zu geſchehen.
§ 2. Die Zugezogenen ſind verpflichtet, auf Ladung der Ortspolizeibehörde zur
Unterſuchung durch den Großh. Kreisarat zu erſcheinen. Säumige werden polizeilich
vorgeführt. Der Arbeitgeber oder ſein Stelvertreter hat die für das Erſcheinen im
Unterſuchungstermin erforderliche Zeit zu gewähren.
Diejenigen Perſonen, die ſich über eine in den letzten zehn Jahren vorausge=
gangene
erfolgreiche Impfung oder über eine überſtandene Blatternerkrankung nicht
ausweiſen können, werden im Unterſuchungstermin geimpft. Der Unterſuchungstermin
ſoll in der Regel am Beſchäftigungsorte ſtattfinden, wenn nicht unverhältnismäßige
Koſten hierdurch entſtehen. Wer ſich der Impfung entzieht, oder ſich weigert, die
Impfung vornehmen zu laſſen, hat die ſofortige Ausweiſung aus dem Großherzogtum
zu gewärtigen.
In dem Termin werden die Zugezogenen gleichzeitig auf das Vorhandenſein der
ägyptiſchen Augenkrankheit hin unterſucht und die notwendigen Mahnahmen getroffen.
§ 3. Jeder Geimpfte muß in einem zweiten Termin dem Großh. Kreisarzt zur
Nachſchau vorgeſtellt werden, falls ein ſolcher beſtimmt wird. Die Vorſchrift des § 2
Abſ. 1 Satz 3. findet entſprechende Anwendung.
§ 4. In dem in § 2 erwähnten Unterſuchungstermin ſoll eine Namensliſte unter
Angabe der Geburtstage oder wenigſtens des ungefähren Alters der vorgeführten
Perſonen von dem Arbeitgeber oder deſſen Stellvertreter dem Großh. Kreisarzt por=
gelegt
werden.
§ 5. Die Koſten der Unterſuchung und Impfung werden auf die Polizeikaſſe
übernommen.
§ 6. Die nach Art. 89 des Polizeiſtrafgeſetzes vorgeſchriebenen Anmeldungen.
ſowie die nach anderen Beſtimmungen beſtehenden Verpflichtungen zur Anzeige des
Arbeitsantritts bleiben unberührt.
§ 7. Arbeitgeber oder deren Stellvertreter, welche die in §§ 13 dieſer Ver=
ordnung
angeordneten Aufſichtsmaßregeln verletzen, werden, ſofern nicht eine Be=
ſtrafung
aus § 327 des Reichsſtrafgeſetzbuchs zu erfolgen hat, mit Geldſtrafe von
130 Mark beſtraft.
§ 8. Die vorſtehenden Vorſchriften treten mit dem Tage ihrer Veröffentlichung
im Amtsderkündigungsblatt in Kraft. Mit dem gleichen Tage iſt die Polizeiverordnung
vom 9. Juni 1908, betreffend das Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremd=
ländiſchen
Arbeitern, aufgehoben.
5699ss

[ ][  ][ ]

An die Grofherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden, die
Kirchenvorſtände, die Verwaltungen der Stiftungen und ſonſtigen öffent=
lichen
Fonds, die Vorſtände der Ortskrankenkaſſen, eingeſchrievenen
Hlfskaſſen und Betriebs= (Fabrik=) Krankenkaſſen des Kreiſes.
Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerkſam, daß die Anfbewahrung der
Wertpapiere und Urkunden unter doppeltem Verſchluſſe erfolgen muß, das heißt,
die beiden verſchiedenen Sch üſſel dürfen nicht in einer Hand bleiben, ſondern müſſen
durch die nachſtehend bezeichneten Perſonen in Verwahrung genommen ſein, und zwar:
a) für Gemeinden und Gemeindekrankenkaſſen=Verſicherungen durch den
Bürgermeiſter und das als Kontrolleur beſtellte Gemeinderatsmitglied;
b) für die Kirchenvorſtände durch den Vorſitzenden und das ſtändige weltliche
Mitglied;
c) für die Vorſtände von Stiftungen und ſonſtigen öffentlichen Fonds, für
die Vorſtände von Ortskrankenkaſſen, eingeſchriebenen Hilfskaſſen und

Betriebs= (Fabrik=) Krankenkaſſen durch den Vorſitzenden und ein vom
Vorſtand aus ſeiner Mitte beſtelltes Mitglied.
Es iſt unbedingt erforderlich, daß bei den Oeffnungen der Verſchlüſſe die vor=
genannten
Perſonen jeweils beide anweſend ſind.
Ganz beſonders wollen Sie Ihr Augenmerk auf Inhaberpapiere und andere
Wertpapiere richten, die ſich im Falle eines Verluſtes nicht erſetzen laſſen und für die
daher eine feuer= und diebesſichere Aufbewahrung dringend geboten erſcheint.
Ferner wollen Sie darauf bedacht ſein, daß auch die Kautionsurkunden der
Rechner in gleicher Weiſe wie die Wertpapiere verwahrt werden. Die Kautionen
müſſen außerdem ſtets auf der erforderlichen Höhe gehalten werden, damit die
Sicherheit ausreicht. Nötigenfalls wollen Sie die Ergänzung derſelben veranlaſſen.
Darmſtadt, den 7. März 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(5698

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 2 goldene Herrenringe mit rotem Stein. 1 Opern=
glas
mit Aluminiumgeſtell (anfangs Januar irrtümlich an die falſche
Adreſſe abgeliefert). 1 Kilogewichtſtein. 1 Damen=Kollier. 1 noch
neues braunes Zeichenmäppchen. 1 ſchwarzes Etui mit kleinem Notiz=
buch
und Kalender. Im Monat Februar in den Wagen der
elektriſchen Straßenbahn liegen geblieben und von der Verwal=
tung
abgeliefert: 3 Paar und 5 einzelne Handſchuhe. 1 grünes Porte=
monnaie
mit einigen Pfennigen. 1 Geldſtück. 4 kleine Schlüſſel.
2 Taſchentücher. 1 Gummiball (in Taſchentuch eingebunden). 1 braun=
wollenes
ſchmales Tuch. 2 Spazierſtöcke. 1 Schlangenring. 1 lange
helle Vorſtecknadel. 1 Manſchettenknopf. 1 Damenmantelknopf.
1 Aufſteckkamm mit Perlen verziert. 1 Notizbuch. 1 Vereinsabzeichen.
1 Etui (Spiegel und Kamm). 1 lila Strumpfband. 1 kleiner Kleider=
halter
. Im Großh. Hoftheater im Monat Februar liegen ge=
blieben
und bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 Porte=
monnaie
mit verſchiedenen Quittungen. 1 längliche Broſche. 1 Kragen=
ſchoner
. 3 Taſchentücher. 4 Damenſchirme. 6 Paar verſchieden=
5751
farbige Handſchuhe.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 10. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten
wird der Dornheimer Weg zwiſchen der Feldbergſtraße und der
neuen Brücke für die Zeit vom 9. bis zum 25. März lfd. Js. für den
Fuhrwerksverkehr geſperrt.
(5768

Bekanntmachung,
betreffend Gefährdung der Verkehrsſicherheit auf der Straße
durch Radfahrer.

Es ſind in letzter Zeit mehrfach Klagen darüber geführt worden
daß die Verkehrsſicherheit in den Straßen durch das Verhalten der
Radfahrer beeinträchtigt werde. Abgeſehen von dem zu ſchnellen
Fahren und dem Fahren ohne Laterne nach Einbruch der Dunkelheit,
ſowie unrichtigem Ausweichen und Ueberholen wurde oftmals
bemerkt, daß auf den Fahrrädern größere Gegenſtände mitgeführt
werden, welche entweder dem Fahrer den freien Ausblick benehmen
oder ihn nötigen, die eine Hand ſtändig zum Feſthalten des Gegen=
ſtandes
zu verwenden. Wenn auch geübte Fahrer im allgemeinen
ihr Rad mit einer Hand zu lenken vermögen, ſo kann an verkehrs=
reichen
Punkten im Innern der Stadt auch der geübteſte Fahrer in
Lagen kommen, in welchen er zum Lenken des Fahrrades beider
Hände bedarf. Iſt ihm in ſolchen Fällen der Gebrauch der einen
Hand durch Feſthalten des Gegenſtandes benommen, ſo iſt ein
Unglücksfall meiſt unvermeidlich. Dies kann ſowohl für den Rad=
fahrer
, als auch für das Publikum um ſo gefährlicher werden, je
größer und ſchwerer die mitgeführten Gegenſtände ſind; auch kann es
für den Radfahrer ſtrafrechtliche Verfolgung wegen fahrläſſiger
Körperverletzung oder Tötung, ſowie bedeutende zivilrechtliche
Schadenserſatzpflichten zur Folge haben.
Wir ſehen uns demgemäß veranlaßt, erneut auf genaues
Einhalten der für den Radfahrverkehr beſtehenden Vorſchriften,
insbeſondere auch in der Hinſicht hinzuweiſen, daß jeder Radfahrer
die gehörige Vorſicht beim Leiten ſeines Fahrrades beachtet.
Dieſe würde derjenige außer Acht laſſen, der in verkehrsreichen
Straßen größere Gegenſtände, die den freien Ausblick oder den
Gebrauch beider Hände zum Lenken des Fahrrades verhindern, auf
dem Rade mit ſich führt.
Unſere Beamten ſind zu ſcharfer Beaufſichtigung des Radfahr=
verkehrs
und energiſchem Einſchreiten bei Zuwiderhandlungen an=
gewieſen
.
(5669fs
Darmſtadt, den 6. März 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563

per ½ kg
Ochſenfleiſch
90 Pfg.
Rindfleiſch
84
Kalbfleiſch
90
90
Hammelfleiſch
Bruſt
60
80
Schweinefleiſch .
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 90
Speck, geräuchert . . . 110

per ½ kg
Dörrfleiſch
100 Pfg.
Schinken m. Bein .
110
Rollſchinken
130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
80
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 80
Leber= u. Blutwurſt . . 64

Grossherzogliches Noftheater.
Die Einſendung der noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über
Leiſtungen und Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater und
die Hofmuſik wird bis zum
16. März 1912
erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzu=
reichenden
Koſtenrechnungen getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen
Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können
erſt bei der nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden. (5484ms
Darmſtadt, den 4. März 1912.
Großherzogliche Hof heater= und Kofmuſik=Direktion.
Grossherzögliches Hormeater.
Abonnement für 1911/12.
Die Erhebung der 4. Rate des Abonnementsgeldes für die
Spielzeit 1911/12 findet:
Dienstag, den 12. bis Donnerstag, den
14. März 1912, nachmittags von 3 bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im Hoftheater.
(5695
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen
Zettel bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
Darmſtadt, den 9. März 1912.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.

Stadt. Schulzahnkliniſ
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (859a

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Metzgers Lud=
wig
Landan in Darmſtadt iſt
infolge eines von dem Gemein=
ſchuldner
gemachten Vorſchlags zu
einem Zwangsvergleiche Ver=
gleichstermin
auf
Freitag, 29. März 1912,
vormittags 11¼ Uhr,
vor dem Großh. Amtsgericht I in
Darmſtadt, Zimmer Nr. 219, an=
beraumt
.
(5757
Der Vergleichsvorſchlag iſt auf
der Gerichtsſchreiberei des Kon=
kursgerichts
zur Einſicht der Be=
teiligten
niedergelegt.
Darmſtadt, 5. März 1912.
Der Gerichtsſchreiber
des Großh. Amtsgerichts I.

Bekanntmachung.

Die geſtern abgehaltene Holz=
verſteigerung
iſt genehmigt. Vom
19. ds. Mts. an können die Ab=
fuhrſcheine
bei den Hebeſtellen in
Empfang genommen werden. Die
Ueberweiſung des Holzes wird an
dem gleichen Tage durch den Groß=
herzoglichen
Forſtwart Kolb zu
Beſſunger Forſthaus erfolgen.
Darmſtadt, 8. März 1912.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann. (5788

Gewerbeſchule Darmſtadt.

Das neue Schuljahr beginnt
Sonntag, den 14. April d. Js.
Die Aufnahme neuer Schüler in die
Handwerker= Sonntagszeichen=
ſchule
und die gewerbliche Fort=
bildungsſchule
der Hauptanſtalt
und in die Handwerkerſchule, Anna=
ſtift
im Stadtbezirk Beſſungen
findet am
1. u. 2. April d. Js.,
vormittags von 912 Uhr
im Schulgebäude, Ecke der Nieder=
Ramſtädter= und Karlsſtraße ſtatt.
In die Abendzeichenklaſſe ( Mitt=
wochs
und Freitags, abends 70
Uhr), die Modellierklaſſe und den
offenen Zeichenſaal werden jeder=
zeit
neue Schüler aufgenommen,
in den offenen Zeichenſaal jedoch
nur junge Leute, die im Zeichnen
ſchon vorgeſchritten ſind.
Bei der Anmeldung zur Sonn=
tags
= u. Abendſchule iſt das Schul=
abgangszeugnis
und der Lehr=
vertrag
vorzulegen. Aufnahme
ohne ordnungsmäßigen Lehr=
vertrag
iſt ausgeſchloſſen.
Nur Schüler, die mindeſtens die
2. Klaſſe einer Volksſchule oder die
3. Klaſſe einer Mittelſchule durch=
aufen
haben, können auf Auf=
nahme
rechnen. Früher vorge=
merkte
, bisher nicht aufgenom=
mene
Lehrlinge ſind von neuem
anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß der
Direktor in Angelegenheiten
der Schüleraufnahme nur in
der Schule zu ſprechen iſt.
Darmſtadt, im März 1912.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrats:
Jäger. (5704a
Der Großh. Direktor:
Prof. Dr. Meiſel.

a Wiesenheu
ſowie Korn= u. Haferſtroh, eine
große Kaute Miſt, 78 Malter
Futterkartoffel verkauft (5140a
Karl Grünig IV., Makler,
Pfungſtadt, Feldbergſtraße 14.

Vercko
nußb. pol. mit Spiegelaufſatz 45 Mk.,
prachtvoller Diwan 28 Mk., 1 Sofa
25 Mk., nußb. pol. Kleiderſchrank,
gek. 75 Mk., für 45 Mk., 1 nußb.
Bücherſchrank mit Verglaſung
65 Mk., 1 Salon=Garnitur, be=
ſtehend
aus 1 Sofa, 2 große
Seſſel, 4 kleine Seſſel, prima Roß=
haarpolſterung
, gekoſtet 500 Mk.,
für 110 Mk., 1 kl. Küchenſchrank
15 Mk 1 großer Küchenſchrank,
für Wirte oder Metzger paſſend,
33 Mk., Bettſtellen mit Inhalt
billig, 1 Waſchkommode mit ſchwarz.
Marmor 39 Mk. Karlſtr. 41. (*6085

Säuberung der Bäume, Sträucher,
Hecken von Raupenneſtern ꝛc.

Zufolge Verfügung Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt
vom 2. Januar d. Js. bringen wir die nachſtehende Polizeiverord=
nung
mit dem Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß die
Viſitationen durch das Feldſchutzperſonal, zu welchen ſich die Grund=
eigentümer
und Pächter einfinden wollen, am 18. ds. Mts. beginnen
und zu den folgenden Terminen in den hierbei angegebenen Ge=
markungsteilen
ſtattfinden werden:
1. Im Oberfeld am 18. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Erbacher Straße
bis zu den drei Brunnen rechts, ſodann in den in der Mühl=
ſtraße
, der Soder= und Darmſtraße, der Nieder=Ramſtädter
Straße und der Kiesſtraße bis zur ſeitherigen Beſſunger Grenze
liegenden Gärten und Baumſtücken.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in dem zwiſchen der Erbacher
Straße und der Dieburger Straße bis zum Wald liegenden
Gemarkungsteile.
2. Im Heinheimerfeld am 19. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in den Baumſtücken und den
Gärten zwiſchen Dieburger und Kranichſteiner Straße bis zur
Faſaneriemauer.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in den Baumſtücken und Gärten
zwiſchen der Kranichſteiner und Frankfurter Straße.
3. Im Löcher= und Niederfeld am 20. März ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Frankfurter Straße
links liegenden Gärten ꝛc., ſodann in denjenigen vor den ſo=
genannten
Main= Rhein= und Neckartoren bis zur Arheilger=
reſp
. ſeitherigen Beſſunger Grenze.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in den Hausgärten.
4. Im ſeitherigen Beſſunger Feld, und zwar:
a) Am 21. März ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
ſüdlich der Heinrichſtraße und öſtlich der Martinsſtraße, ſowie
des Martinspfads belegenen Gärten und Baumſtücken.
b) Am 22. März d. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
zwiſchen Martinspfad, Martinsſtraße, Heinrichsſtraße und
Heidelberger Straße belegenen Gärten und Baumſtücken.
c) Am 23. März d. Js., von vormittags 7½ Uhr an in den
weſtlich der Heidelberger Straße belegenen Gärten und Baum=
ſtücken
in der Gemarkung Beſſungen.
Die Beteiligten, die ſich bis zu den angeführten Zeiten der frag=
lichen
Arbeiten nicht unterzogen haben, werden auf Grund des § 3
nachſtehender Polizeiverordnung beſtraft; die nötige Säuberung der
Bäume und Entfernung der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchnei=
den
der Miſteln wird auf ihre Koſten vorgenommen.
Darmſtadt, den 1. März 1912.
(5697ss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jäger.

Polizeiverordnung.

Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von
Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 und 37 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom
13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Pro=
vinzial
=Ordnung vom 12. Juni 1874 und des § 368 Nr. 2 des Reichs=
ſtrafgeſetzbuches
wird mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und
mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern
vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1335 für den Kreis Darm=
ſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich
bis ſpäteſtens 15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche
Bäume, Sträuche und Hecken von Raupenneitern zu ſäubern und alle
mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in geeigneter Weiſe
zu entfernen und zu vernichten.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
alljährlich bis ſpäteſtens 15. März die auf den Bäumen wachſenden,
denſelben ſchädlichen Miſteln auszuſchneiden.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 und § 2 getroffenen
Anordnungen werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des Reichsſtraf=
geſetzbuchs
, bezw. des Artikels 37 des Feldſtrafgeſetzbuchs mit Geld=
ſtrafe
bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen
beſtraft.
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und Ent=
fernung
der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſteln
auf Koſten der Säumigen verfügt.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

Aufforderung.

Die Witwen von Hofmarſtallbedienſteten, welche bei der am
20. April d. J. ſtattfindenen legatmäßigen Zinſenverteilung der Stife=
tung
des Großh. Oberſtleutnants a. D. Kail von Kreß zum Andenken
an ſeinen Sohn Fritz von Kreß Berückſichtigung finden wollen, wer=
den
hierdurch aufgefordert, ſich unter Vorlage eines Zeugniſſes des
einſchlägigen Ortsgerichts über Würdigkeit und Bedürftigkeit längſtens
bis zum 20. März d. J. ſchriftlich oder perſönlich bei uns zu melden.
Darmſtadt, den 1. März 1912.
(3061ss
Großherzogliches Hofmarſtall=Ams.
Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach.

Bekanntmachung.

In der am 15. II. 1911 ſtattgehabten öffentlichen Verpachtung
der Lagerplätze am neuen Güterbahnhof ſind nur noch die Plätze
Nr. 28a, 76, 76a und 7886 unerledigt geblieben und werden nun=
mehr
hiermit nochmals öffentlich ausgeſchrieben.
Größe und Lage der Plätze, ſowie die nähere Bedingungen
können bei dem Betriebsamt I Darmſtadt eingeſehen werden. Das
Mindeſtgebot auf 1 qm unbebaute Fläche für ein Jahr beträgt 80 Pf.
Wird mit Genehmigung des Vermieters eine Lagerplatzfläche vom
Mieter bebaut, ſo wird für die bebaute Fläche ein Zuſchlag von
50 Pf. für 1 qm für das Jahr erhoben.
Angebote ſind an das Betriebsamt I Darmſtadt bis zum Mitt=
woch
, den 13. März 1912, vormittags 11 Uhr, zu welcher Zeit
die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der zum Termin erſchie=
nenen
Perſonen ſtattfindet, zu richten mit der Aufſchrift: Angebot
auf Mietung von Lagerpätzen auf dem neuen Güterbahnhof Darm=
ſtadt
. Zuſchlagfriſt 3 Wochen.
(35018
Großh. Betriebsamt I Darmſtadt.

[ ][  ][ ]

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Holzverſteigerung.

Es werden verſteigert: Donnerstag, den 14. März I. Js.,
morgens 10 Uhr ab, bei Wirt Heberer in Meſſel aus Röder Mark51
(Durchforſtung) und das Dürrholz aus Röder Mark: Stämme:
3 Kiefern (Schnittholz) 1,4 km: 32 Lärchen = 8 fm; Scheiter,
rm: 23 Eiche, 44 Kiefern (rund); Knüppel, rm: 16 Buche, 125 Eiche,
161 Kiefer; Knüppelreiſig, rm: 15 Buche, 26 Eiche, 63 Kiefer;
Reiſig Wellen: 210 Kiefer Stöcke, rm: 19 Eiche, 77 Kiefern (hiervon
11rm fein zerkleinert). Das Holz iſt vorher einzuſehen.
Auskunft durch Forſtwart Engel zu Meſſel.
Freitag, den 15. März I. J., aus Diſtr. I Eichen Abt. 7, 8,
15, 30 und 48 (Durchforſtungen und Abtrieb), Oberwäldchen 5 und 6
(Abtriebe) und der Reſt des Dürr= und Windfallholzes aus Forſtwartei
Thomashütte: Scheiter, rm: 148 Buche, 29 Eiche, 32 Kiefer, 2 Fichte,
1 Lärche; Knüppel, rm: 115 Buche, 30 Hainbuche, 106 Eiche, 7 Erle,
7 Aſpe, 7 Fichte, 24 Kiefer, 1 Lärche: Knüppelreiſig, rm: 9 Hainbuche,
36 Eiche; Reiſig, Wellen: 4000 Buche, 1140 Hainbuche, 420 Eiche,
740 Erle, 250 Kiefer; Stöcke, rm: 41 Buche, 6 Eiche, 8 Kiefer.
Zuſammenkunft morgens 9 Uhr auf Kreuzung Koſackenſchneiſe und
Höllwieſenſchneiſe. Vorgezeigt wird nur das Holz in Abt. 15 u. 30,
alles andere Holz iſt vorher einzuſehen und wird auf der Thomashütte
verſteigert. Auskunft durch Forſtwart Kirſchner zu Steinacker
(Poſt Meſſel).
(6803
Meſſeler Forſthaus, den 7. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.

Mitteldicker
Eichenſtammholz=Verſteigerung.

Montag, den 25. d. Mts.,
von vormittags 9 Uhr ab werden in der Weſtendhalle bei der Station
Langen (Main=Neckar=Bahn) verſteigert:
1)a. d. Staatswald. d. Oberförſterei Mitteldick 1342 Eichenſtämme
u. Abſchnitte= 942 Fm.
Langen 43 Eichenſtämme
2),,
u. Abſchnitte= 60
3) dem Wald der Gemeinde Egelsbach 49 Eichenſtämme
u. Abſchnitte= 75
zuſ. 1434 Eichenſtämme
u. Zbſchnitte 1077 Zm.
darunter: 79 Stück 136 Fſtm. I. Kl. (60 u. mehr cm mittl. Durchm. o. R.)
188 234 II. (5059
489 394 III. (404
IV. (3034
575 283
100 = 29
V. (2529
VI. (unter 25
3 1
hauptſächlich Schnittholz von 230jährigen und älteren Stämmen
(vorwiegend Traubeneichen) von bekannter vorzüglicher Qualität und
ſchöner beliebter Farbe, teilweiſe zu Fournierholz geeignet, ſowie
Bau= und Werkholz.
Sämtliche Stämme lagern höchſtens 3 Km. von einer Bahnſtation
entfernt, ſind an die Wege gerückt, bequem zu beſichtigen und ab=
zufahren
.
Auf Wunſch kann das Mitteldicker Holz mit der Waldbahn auf
den Lagerplatz Klaraberg am Main geliefert werden.
Gedruckte Maßliſten werden koſtenfrei, Waldkarten der Ober=
förſterei
Mitteldick für 80 Pfg. von den Forſtwarten und der unter=
zeichneten
Stelle abgegeben.
Auf Wunſch wird das Holz durch die Forſtwarte vorgezeigt.
Langen, den 4. März 1912.
Großherzogliche Heſſiſche Oberförſterei Mitteldick.
5690
Hillerich.

Brennholz=Verſteigerung.

Dienstag, den 12. März 1912, vorm. 9 Uhr
anfangend, werden auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt aus Diſtrikt
Klingsackertanne
21 rm Kiefern=Scheit
328 Knüppel
110 Stock
1530 Stück Wellen
meiſtbietend verſteigert.
Nähere Auskunft erteilt Forſtwart Haas, Pfungſtadt, Main=
ſtraße
Nr. 30.
(5503ms
Pfungſtadt, den 5. März 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.

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ſtellb
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desgl. à 4,10m X 1,45 m zu verk. A.
Anton, Eliſabethenſtr. 1, I. (5696sss

Schiffsbericht.

Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady. Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer Brisgavia 6. März
10 Uhr morg. von New=Orleans
nach Hamburg.
Dampfer Ellerick 6. März 6 Uhr
abends von Galveſton.
Dampfer Iſtria‟, nach Phila=
delphia
, Newport News und
Norfolk, 6. März 10 Uhr 45 Min.
morgens Prawle Point paſſiert.
Dampfer Steiermark, 6. März
12 Uhr 30 Minuten mittags in
Philadelphia.
Dampfer Cincinnati große
Orientfahrt, 6. März 5 Uhr nach=
mittags
in Beyrouth.

Senich heſtgng 3. 5.
(Stadtwald).

Dienstag, den 12. I. Mts., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus der Abteilung 24
(Holzſchlag) der Forſtwartei Heiligkrenz (Forſtwart Hofmann)
verſteigert:
373 rm Buchen, 46 rm Eichen
Scheiter:
Knüppel:
160 rm 57 rm
Reiſigknüppel: 33 rm
Reiſig (gew.): 39,25 Hdt. Wellen Buchen, 2,75 Hdt. Wellen Eichen
Stöcke (fein): 107 rm Buchen, 37 rm Eichen.
Das Holz iſt nach allen Richtungen hin ſehr gut abfahrbar
und trägt die laufenden Nummern 1870 bis 2189. Um vorherige
Einſicht wird gebeten.
Darmſtadt, den 2. März 1912.
(5396ms
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Stamm=, Stangen= u. Brennholz=Verſteigerung.

Im Gemeindewald Ober=Ramſtadt werden an Ort und Stelle
verſteigert:
Donnerstag, den 14. März, vormittags 9 Uhr
anfangend, im Diſtrikt Eichelberg am Breitenſtein.
4 Lärchen=Stämme von 1319 cm mittl. Durchm. 821 m Länge
174 Fichten=Stämme 1237
820
44 Fichten=Derbſtg. 1118
1118
9 Rm. Eiche=Knüppel, 390 Stück Fichte=Wellen, 12 Rm. Buche= und
11 Fichte=Stöcke. Die im Diſtrikt Finſterhöllenberg liegenden Fichten=
ſtämme
werden im Diſtrikt Eichelberg verſteigert.
Freitag, den 15. März, vormittags 9 Uhr
anfangend, in den Diſtrikten Eichelberg und Silberberg.
12 Rm. Buche=, 2 Eiche= und 56 Kiefern=Scheiter; 3 Rm. Buche=,
63 Eichen=, 155 Kiefern= und 13 Fichten=Knüppel; 130 Stück Eichen=
Wellen: 36 Rm. Buche= und 12 Kiefern=Stöcke.
Zuſammenkunft: Am erſten Tag im Diſtrikt Eichelberg an der
neuen Brücke nächſt dem Breitenſtein, am zweiten Tag im Diſtrikt
Eichelberg auf dem Frankenhäuſerweg, beim Wegweiſer Franken=
hauſen
=Waſchenbach.
Ober=Ramſtadt, den 4. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
(5691si

Holz-Verſteigerung.

Montag, den 11. März I. Js., vormittags von
10 Uhr ab,
werden im Klein=Zimmerer Gemeindewald nachſtehende Holzſorti=
mente
verſteigert:
A. Stamm= und Nutzholz.
1 Eichen=Stamm 0,77 fm Inhalt
2 Lärchen=Stämme 1,55
2 Fichten=Stämme 2,67
IV. Kl.
14
9,17
Va.
37,04
126
Vb.
68 Derbſtangen 5,15
B. Brennholz.
Scheiter: 2 Lärchen, 11 Eichen, 80 Kiefern, 1 Fichte.
Knüppel: 1 Buchen, 1 Hainbuchen, 16 Eichen, 57 Kiefern,
14 Fichten.
Wellen: 0,35 Buchen, 0,30 Eichen, 0,85 Kiefern.
Stöcke: 2 rm Eichen, 17 rm Kiefern, 24 rm Fichten.
Zuſammenkunft bei Herrn Gaſtwirt Schneider, gegenüber dem
Meſſeler Bahnhof.
(5523ds
Klein=Zimmern, am 5. März 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Klein=Zimmern.
Kiefer.

Kohlen- u. Sterbeverein Friede‟, Ober-Ramstadt.
Vergebung von Kohlen u. Briketts für d. Geſchäftsjahr 1912/13.
*Der Bedarf von zirka 3846 Waggon Kohlen Nuß II (nur aus
dem Ruhrgebiet) und zirka 2025 Waggon Briketts Union‟ ſoll
vergeben werden. Angebote unter der Bezeichnung Anlieferung für
Kohlen ſind verſchloſſen bis Samstag, den 16. März 1912 bei
dem 1. Vorſitz. Adam Rückert III., Ernſt=Ludwigſtr., einzureichen.
Lieferungsbeding, ſind bei Genanntem in deſſen Wohnung oder gegen
lEinſend. des Portos von 30 Pfg. zu erhalten. Der Vorſtand. (5537dsd

[ ][  ][ ]

Verſteigerungs-Anzeige.

Mittwoch, 13. März I. J., nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich Eliſabethenſtraße 30, 1. Etage, auf freiwilligen
Antrag folgende Gegenſtände:
1 Büfett, nußbaum poliert, 1 Serviertiſch, 1 Trumeau
mit Spiegel, 1 ovalen Ausziehtiſch, 2 Rauchtiſche, 2 Re=
gulateure
, 1 ſchöne Hansuhr mit geſchnitztem Gehäuſe,
1 Eisſchrank, 1 Gasbadeofen, 1 Bettſtelle mit Stroh=
matratze
, 1 Badeſchüſſel, 1 dreiteiliger Ofenſchirm, 2 Tep=
piche
, 4 Fenſter=Stores, 1 Portiére, 1 Fenſtermantel,
2 dreiflammige Gaslüſter, 1 Gasampel;
ferner 7 Gemälde:
1. 1 Seeſtück von Hußner=Düſſeldorf, 2. 1 Rennbild von
Stone=London, 3. 1 Landſchaft von A. Lamm, Schüler
von Trübner, 4. 2 Landſchaften von Seling=Paris,
5. 1 Landſchaft von Leopold=München, 6. 1 alte Eiche am
Kranichſtein von Hans Weyl,
2 kleine Oelbildchen auf Staffelei, verſchiedene andere ſehr
hübſche Bilder und Gravuren, einige Termotte=Figuren und
=Büſten, verſchiedene Lüſter, Blumentiſche und Vaſen, ſowie
(5685so
ſonſtige Antiquitäten verſchiedener Art.
Die Beſichtigung dieſer Gegenſtände kann am Verſteigerungs=
tage
vormittags von 1012 Uhr geſchehen.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 11. März 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Serſteigerungg=Anzeige.

Montag, den 11. März 1912, vormittags 10 Uhr
verſteigere ich im Verſteigerungslokal zur Ludwigshalle (Obergaſſe)
öffentlich, zwangsweiſe gegen Bezahlung:
ca. 80 Tiſchdecken, ca. 160 Dutzend Taſchentücher,
leinene Tafel= und Handtücher, ca. 50 Dutzend Ser=
vietten
, Bettdrell, Barchent und Damaſt, Rouleaux=
köper
, Schürzen=, Bluſen=, Hemden= und Handtuchſtoffe
u. a. m., ferner eine Ladeneinrichtung, beſtehend in
großem, faſt neuen Warenſchrank und 3 Theken.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
5842.
Darmſtadt, 8. März 1912.
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.

Mühlen=Verſteigerung.

Montag, den 11. März 1912, nachmittags 3 Uhr, ſoll im
Rathauſe zu Eberſtadt bei Darmſtadt auf freiwilligen Antrag der
Wilhelm Grünig II. Witwe dahier deren Anweſen, im Mühltal be=
legen
, beſtehend aus Mühle mit ca. 20 Ps Waſſerkraft nebſt Woh=
nung
und Oekonomiegebäuden und dabei liegendem Feld, meiſtbietend
verſteigert werden. Die Gebäude und Mühleneinrichtungen befinden
ſich in gutem, bezw. gebrauchsfähigem Zuſtande.
Nähere Auskunft erteilen Großh. Ortsgericht Eberſtadt, ſowie
die Beſitzerin.
Eberſtadt b. D., am 27. Februar 1912.
(5375ms
Großherzogliches Ortsgericht Eberſtadt.
Schäfer.

Hainzel Frahahrsprer kemarke iei
Der Frühjahrspferdemarkt findet am
Donnerstag, den 21. März 1912
im ſtädtiſchen Viehhofe ſtatt. Marktprogramm und Prämiierungs=
plan
ſowie weitere Auskünfte ſind durch die Schlacht= und Viehhof=
Verwaltung Mainz erhältlich. Züchter und Händler, die gleichzeitig
mit Klauenvieh handeln, dürfen den Markt mit Pferden nicht beſchicken.
Mainz, im März 1912.
(Fr5728
Die ſtädtiſche Pferdemarktkommiſſion.
Berndt.

Aml. Aprili9lefälligeConvons
löse bereits heute ohne Abzug ein. (5412a
Hermann Wertheim, Bankgeschäft,
Filiale Darmstadt, Rheinstr. 33.

ach mehrjähriger Tätigkeit im heſſiſchen Steuer=
weſen
bin ich zur Rechtsanwaltſchaft bei Großh.
Oberlandesgericht Darmſtadt zugelaſſen.
Mein Büro befindet ſich vereinigt mit demjenigen des
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neben der Hauptpoſt (Telephon Nr. 100). (5647fs
Hevd, Rechtsanwalt
Darmstadt.

Die von uns auf das Leben der Agathe Sonnenfeld, damals
in Hannover, geboren am 10. Januar 1891, ausgefertigte Er-
lebens
-Versicherungs-Police Nr. 142825 über Mark 1000. ist
angeblich abhanden gekommen.
Der gegenwärtige Inhaber der Police wird aufgefordert,
sich binnen 6 Monaten bei uns zu melden, widrigenfalls die
Police für kraftlos erklärt werden wird.
Berlin, den 5. März 1912.
VCroRlA zu Berlin
Allgemeine Versicherungs-Aktien-Gesellschaft
O. Gerstenberg. Generaldirektor.
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Dienſtmädchen oder alleinſt. Witwe
zwecks baldiger Heirat bekannt zu
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erbitte unter P 68 an die Expe=
dition
ds. Bl.
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Witwer, ner, möchte Heim
mit beſſ., unabh. älterer Dame,
am liebſten kinderloſ. Witwe,
teilen, oder bei eigenem Heim
im gleich Hauſe Anſchl. haben.
Off. u. P 87 a. d. Exp. (*5985
Heirat
. 26j. Frl., ev., 56000 Mk. bar,
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Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Montag, den
18. März, vormittags 912 und nachmittags 35 Uhr, im
Schulgebäude (Eingang Kirchſtraße 22) entgegengenommen.
G eburtsſchein, Impfſchein, Entlaſſungszeugnis der früheren
Schule ſind vorzulegen.
Die Aufnahmeprüfungen finden Montag, den 15. April,
vormittags von 9 Uhr ab, ſtatt.
(5830a
Der Unterricht beginnt Dienstag, den 16. April ds. Js.,
vormittags 9 Uhr.
Die Großherzogliche Direktion:
Münch, Geh. Schulrat.

Darmſtädter Pädagogium
Leiter: M. Elias, Herdweg 56, Telephon 2554,
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima. Der Unterricht wird in kleinen Klaſſen erteilt, ſo daß
die Berücksichtigung der individuellen Veranlagung der
Schüler ermöglicht wird. An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
In beſonderen Kurſen erfolgt die Vorbereitung zum Ein-
jährigen
-, Primaner- und Abiturienten-Examen.
1910/12 beſtanden 15 Abiturienten, 31 Einjährige und
viele für andere Klaſſen.
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Wer Ehrgeiz hat
und seine Stellung verbessern will, sucht sich durch den
Unterricht bei einem staatl. geprüften Handelslehrer
fortzubilden, denn dieser vermag ihn nach pädagogischen
Grundsätzen in allen Handelsfächern zu vervollkommnen.
Er begnügt sich nicht damit, Maschinenschreiben und
Stenographie notdürftig nach der alten Methode zu lernen,
sondern sucht sich durch Schreiben nach dem Tast-
system
die Nerven zu erhalten und dabei dennoch
grössere Leistungen zu erzielen.
Neue Kurse in allen Handelsfächern beginnen in der
Hessischen Handelslehranstalt zu Darmstadt
Rheinstrasse 6, am 16. April. Nähere Auskunft und
Prospekte durch Wilhelm Siedersleben, staatlich
geprüfter Handelslehrer und gerichtlich beeidigter
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geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater, Konzerten, Vorträgen
u. Kunſtſammlungen. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a.
Empfehlungen durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem wiſſen=
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, Handarbeits= u. Kochunterricht können auch erterne
Schülerinnen teilnehmen. Proſpekte und nähere Auskunft täglich
von 1112 und 45 Uhr durch die Vorſteherin
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4 625 Lieferanten=Konto
, 299 70 Unkündbaren Kapital=Einlagen 4 356 79 Zinſen=Konto der Unkündb. Kapital=Einlagen 153 4 Reſervefond 1235 Hilfs=Reſervefond 500 Unerhobene Kapital=Dividende 136 50 Unerhobene Waren=Dividende I. 892 5 Unerhobene Waren=Dividende II. . . 251 76 Ueberweiſungsfond . . .
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Mitgliederbewegung:
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glied
iſt ausgeſchieden durch Tod. Zahl der Mitglieder am 31. De=
zember
1911 23. Die Geſchäftsguthaben der Mitglieder betrugen
am 31. Dezember 1911 einſchließlich des noch nicht zurückbezahlten
Anteils 4625 Mk. Der Betrag der Haftſumme iſt zur Zeit 4600 Mk.
Fertiggeſtellt: Darmſtadt, 8. Februar 1912.
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Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachbruck verboten.)
27)

Erleichtert atmete Lilli auf, als ſie Dänhardts
Stimme im Flur vernahm. Der Zuſtand des Kindes
gefiel ihm gar nicht. Aber er dachte ſich ſo ungefähr rich=
tig
, woher das alles käme.
Ich mache Sie darauf aufmerkſam, gnädige Frau,
daß der Junge abſolute Ruhe braucht, auch Gemüts=
ruhe
. Er muß ſich langweilen. Ich denke, morgen können
wir ihn transportieren, damit das Zimmer desinfiziert
wird!
Dänhardt ſprach ſehr ernſt. Dem Jungen redete er
gütlich zu, er ſolle ſich jetzt ruhig auf die Seite legen und
ſchlafen. Wenn er das brav täte, würde nachher auch
Tante Dora zu ihm kommen. Das wirkte, und Dänhardt
folgte Lilli ins Wohnzimmer.
Ob er beſondere Beſorgnis wegen des Kindes habe?
Nein, das nicht, aber er wolle gegen abend noch ein=
mal
vorkommen. Der Puls habe ihm nicht gefallen.
Er erſchrak faſt über den angſtvoll gequälten Aus=
druck
in ihren Augen, überhaupt über ihre ſchlechte Ge=
ſichtsfarbe
. Sie ſehen nicht übermäßia wohl aus, gnädige
Frau. Erlauben Sie mal!

Er nahm ohne weiteres ihren Puls, und während er
beobachtete, dachte er: wenn ſie nun hier ſich legen müßte
an Diphtheritis? Aber der Skeptiker in ihm lächelte. So
etwas kommt ja nur in Romanen vor, daß nämlich je=
mand
zur rechten Zeit krank wird, damit die Geſchichte
nicht zu ſchnell aus iſt. Fieber haben Sie nicht, aber die
Modekrankheit, Nervoſität!
Wundert Sie das, Herr Doktor?
Nein, es iſt ſelbſtverſtändlich! Sie wollen mit dem
Zuge um acht Uhr fort?
Ja, das heißt, wenn nicht Fränzchen
Dänhardt überlegte einen Augenblick. Es wäre ſo
bequem für ihn geweſen, ohne direkt lügen zu müſſen,
etwas Bedenkliches über den Jungen zu äußern. Wer
weiß, was dann wurde und welchen Einfluß dies auf
Dora üben würde? Aber er wollte doch nicht gern auf
Umwegen gehen. Nein, gnädige Frau, Sie können ruhig
reiſen, wenigſtens ſo weit Franz in Betracht kommt.
Uebrigens benutze ich vielleicht denſelben Zug mit Ihnen,
um dann gleich weiter nach Berlin zu fahren.
Er erzählte ihr kurz von dem Briefe, den er geſtern
erhalten hatte.
Sie ſtarrte grübelnd vor ſich hin, um nach einiger
Zeit zu fragen: Das hat wohl alle Heiratsgedanken ver=
ſcheucht
?
Ganz im Gegenteil! Die Sache tritt dadurch in ein

Get ente nte e ene
ration für mich nicht ausgeſchloſſen iſt. Entweder
oder! Ich will mit Fräulein Plattner ſprechen.
Und wenn ſie ja ſagt ?
Na, dann bin ich aus aller Verlegenheit, denn dann
bleibe ich hier.
Das begriffe ſie, Lilli, nicht. Das ſei doch bare Und
vernunft, wenn er ſeine Zukunft, die Annahme einer ſo
glänzenden Stellung davon abhängig machen wolle!
Dänhardt lächelte, und weil er nie den Mund halten
konnte, wenn er einen anderen auf unlogiſchen Wegen
ertappte, meinte er: Ja, Frau Lührſen, ich kann ja auch
hier ein ſchönes und friedliches und nützliches Leben
führen, aber eine Dora Plattner kann in Berlin nicht
leben. Ich werde dann eben tun, was Sie nicht tun konn=
ten
und wollten. Die Welt iſt rund und dreht ſich. Prin=
zipien
ſind Unſinn, wir torkeln alle im Kreiſe herum.
Sie verſtand ihn ganz gut, und doch war das etwas
ganz anderes. Er blieb trotzdem in ſeinem Beruf, und
ſie konnte doch damals nicht aufs Land ziehen. Aber
da fiel ihr ein, daß der Paſtor Liebetrau auch hier lebte.
Dankbar war ſie, als jetzt Dora Plattner eintrat.
Dänhardt wurde wirklich etwas verlegen. Kann ich
Sie einen Augenblick allein ſprechen, Fräulein Plattner?
Sie ſah ihn verwundert an. Was war denn los?
Aber ihr Auge begegnete dem Blicke Lillis, und nun wurde

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ſie verwirrt. Als Lilli aufſprang und ſagte, ſie würde
auf ihr Zimmer hinaufgehen, ſchritt Dora raſch zur Tür.
Bitte, Herr Doktor, wir gehen in Herrn Lührſens kleines
Bureau.
So blieb Lilli wieder allein. Zu ihrem Kinde durfte
ſie nicht. Drüben entſchied ſich das Schickſal zweier Men=
ſchen
und, wie ſie glaubte, zugleich ein Teil ihres Schick=
ſals
, denn wenn Dora ja ſagte, ſo würde Lührſen
Ah, das war ein häßlicher Gedanke! Und doch! Sie hätte
bitten und beten können, daß Dora ja ſagen würde. Es
vergingen nur einige Minuten. Dann hörte ſie Dänhardt
drüben das Zimmer verlaſſen und aus der Haustür gehen.
Und nach einer Weile hörte ſie, wie Dora langſam der
Küche zuging. Dann war alles ſtill. Sie wußte genug.
So nur trennen ſich zwei Menſchen, die nicht zuſammen=
kommen
konnten. Oder hatte Dänhardt vielleicht gar nicht
die Frage an Dora gerichtet? Weshalb denn konnte dieſe
Dora Plattner nicht ja ſagen? Weshalb, weshald
nicht ? Alſo liebte ſie einen gewiſſen Gerdt Lührſen!
Lilli blickte zum Fenſter hinaus und ſah, wie vor einem
Meiſenkäſtchen an der Linde eine Meiſe allerhand groteske
Kapriolen machte, bis eine zweite kam und beide zuſam=
men
behende in ihr Winterquartier ſchlüpften. Warum
kamen die beiden gerade zuſammen? Lilli wußte gar nicht,
was ſie mit ſich anfangen ſollte. Sie riß Bücher aus dem
Bord, blätterte darin, ohne zu leſen, bis ihr endlich ein=
fiel
, daß ſie an ihren Verleger ſchreiben könne. So nahm
ſie aus Lührſens Schreibmappe Briefpapier. Es dauerte
nicht lange, ſo war ſie in einer anderen Welt, ſah eine
(Bühne und darauf ihre Menſchen ſich bewegen und ſprechen.
So vergaß ſie alles andere und merkte kaum, daß
Dora Plattner hereingekommen war und ſich leiſe am Fen=
ſter
vor den Nähtiſch geſetzt hatte. Erſt als der Brief fer=
itig
war, ſah Lilli auf und erblickte Doras geſenkten Scheitel

rerie erne enten
doch in der ganzen Haltung dieſes Mädchens und in der
Art, wie ſie arbeitete. Lilli begriff das gar nicht, und es
kamen ihr wieder Zweifel, ob Dänhardt wirklich ſein Vor=
haben
ausgeführt hätte?
Verzeihen Sie, Fräulein Plattner, Herr Dänhardt hat
ſich mir anvertraut. Ich frage nur: Wird er die Stellung
in Berlin annehmen?
Ich glaube, daß er es tun wird. Genau ſo ruhig mit
geſenktem Kopf ſaß Dora geſtern auch hier an demſelben
Platz.
Wie ſeltſam ruhig Sie das ſagen, Fräulein Dora, er=
regt
Sie denn das gar nicht?
Doch, es macht mich ſehr traurig!
Sie konnten ihm keine Hoffnung machen?
Leider, nein.
Lilli meinte etwas ſpöttiſch: Nehmen Sie es nur nicht
gar zu ernſt. Armer Doktor! Na, die Männer wiſſen ja
über ſolche Enttäuſchungen bald wegzukommen. Immer=
hin
, ich finde, die Zuneigung eines klugen Mannes gefun=
den
zu haben, iſt doch eine Befriedigung für eine Frau, wie
ſoll ich ſagen eine Befriedigung des Machtgefühls.
Davon fühle ich nichts! Eher das Gegenteil, Frau
Lührſen!
Ja, haben Sie denn nicht das geringſte Schwanken ge=
fühlt
? Dänhardt hat eine große Zukunft vor ſich. Fühlen
Sie ſich ganz frei von jedem Vorwurf, ihm vielleicht un=
bewußt
Hoffnungen gemacht zu haben?
Wenn es unbewußt geſchah, bin ich doch nicht verant=
wortlich
dafür! Aber ich fühle mich auch deshalb ſo ruhig,
weil ich weiß, daß ich nicht die richtige Frau für ihn ge=
weſen
wäre. Zwar glaube ich, daß er es ehrlich gemeint
hat, aber er hat hier jahrelang auf dem Dorfe gelebt und
keine anderen Frauen geſehen außer meiner Schweſter und

erene e
eine ganz andere Frau, als ich ihm ſein könnte!
Art ſoll zu Art! Das Wort gab Lilli zu denken. Sie
ſchwieg und bemerkte durch das Fenſter, daß die Sonne
im Untergehen begriffen war. Der Himmel war wolkig.
Das Abendrot war glühend und ſtand gerade vor dem
Fenſter. Wie wunderſchön, wie wunderſchön das iſt! ſagte
Lilli, mehr zu ſich ſelbſt ſprechend, nun ſoll ich wieder in
die große ſchmutzige Stadt, in die Einſamkeit der Mil=
lionenſtadt
. Wiſſen Sie, Fräulein Plattner, daß der
Menſch nirgends einſamer iſt als dort, wo die Menſchen
dicht zuſammenwohnen, Tauſende, was ſage ich, Hundert=
tauſende
auf einem Raum, deſſen hier einige wenige be=
dürfen
, um darauf und davon leben zu können!
Dora wurde unruhig, ſtand auf und räumte die Näh=
arbeit
zuſammen. Sie wollte, ſie mußte dieſer Frau etwas
ſagen, ſie hatte ſich den ganzen Tag mit dieſem Entſchluß
herumgequält, deſſen Ausführung ihr ſo furchtbar ſchwer
wurde. Werden Sie es übel nehmen, gnädige Frau, wenn
ich mir erlaube, Ihnen einen Rat zu geben?
Lilli hörte den eigentümlichen Ton in Doras Stimme
und wandte ſich ihr zu: Nein, ganz gewiß nicht!
Frau Lührſen, reiſen Sie nicht ab, bleiben Sie!
Lilli lachte bitter auf: Ich hier bleiben! Und das raten
gerade Sie mir? Kann ich denn? Habe ich überhaupt ein
Recht, hier zu bleiben?
Ganz gewiß, Frau Lührſen.
Ah, Sie meinen das Recht der vollzogenen geſetzlichen
Ehe? Nein, Sie täuſchen ſich, wenn Sie glauben, daß ich
mich auf ſolch ein äußeres Recht ſtützen wollte. Hier müßte
ein neues Recht entſtehen zwiſchen ihm und mir, ein frei
geſchaffenes Recht! Glauben Sie, gerade Sie, daß ich mich
demütigen könnte? Nie und nimmer!
(Fortſetzung folat.)

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burgerſtraße
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beitretende Mitglieder haben freien Eintritt.
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Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungsablage,
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Mittwoch, den 3. April 1912,
nachmittags 3½ Uhr,
findet im Nebenſaale der Reſtauration W. Preusch, Karlſtr. 104,
die ordentliche Generalversammlung
obiger Kaſſe gemäß § 37 des Statuts ſtatt.
Tagesordnung:
Vorlage der Jahresrechnung, Bericht über dieſelbe und
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Statutenänderung.
Der Vorſtand:
W. Preusch, II. Vorſitzender. L. Lind, Schriftführer.

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geg. d. Stadtkirche. (164a

[ ][  ][ ]

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten).

Gewitter im Frühling. Was bedeutet’s? In die
Ferne. Der Spieler=Prozeß. Die Helden und ihre
Opfer. Scherben. Ein neues Geſellſchaftsſpiel. Der
Gipfel der Kultur. Oeffentliche Erörterungen. Aller=
hand
Städtiſches. Die Ausſtellung der neuen Opern=
hausbaupläne
. Enttäuſchung. Eine Nacht= Vor=
ſtellung
.
Gewitter im Frühling an zwei Tagen
hintereinander grollte der Donner über Berlin und zuckten
die Blitze herab. Das hat was zu bedeuten! ſagten die
bewußten klugen Leute. Und an Grund zu allerhand
wenig erfreulichen Vorausſagungen fehlt’s ja nicht. Der
ungeheure Bergarbeiterausſtand und die damit ver=
bundene
Lahmlegung vieler induſtrieller Betriebe in Eng=
land
ſowie des Güter= und Reiſeverkehrs hin= und herüber
dürfte ſich bald auch hier bemerkbar machen, wo man ohne=

hin mit Beſorgnis die Beratungen in den rheiniſchen, weſt=
fäliſchen
, ſchleſiſchen Bergwerksrevieren verfolgt, auch dort
eine Arbeitseinſtellung fürchtend. Iſt der wirtſchaftliche
Horizont nicht von Wolken frei, ſo ſcheint ſich ja der poli=
tiſche
aufgehellt zu haben, ſonſt würde der Kaiſer nicht auf
längere Zeit den heimiſchen Boden verlaſſen, um im fernen
Süden Erholung zu ſuchen.
Seinem Beiſpiele folgen viele jener Kreiſe, die es ſich
geſtatten können, dem Lenz entgegen zu eilen und ihm
außerhalb der deutſchen Grenzpfähle an den Puls zu
fühlen. In Monte Carlo ſoll’s ja jetzt ſchon wie in einem
Teile von Groß=Berlin zugehen, ähnliches wird von der
franzöſiſchen Riviera, von den oberitalieniſchen Seen, aus
Aegypten gemeldet. Und wenn du Baron Korff er=
blickſt
, ſag’ ich laß’ ihn grüßen möchte gewiß Graf
Metternich, der vor dem Gerichtshofe für den ge=
nannten
Gentleman eine ſo zärtliche Verehrung bekundete,
den in die Ferne Strebenden zurufen. Daß die Hoch=
ſtapler
und Falſchſpieler gerad’ draußen, wo ſie unter hoch=
tönenden
Namen und Titeln auftreten, am leichteſten die
Gimpel finden, hat ja der gegenwärtig hier verhandelte
Spieler=Prozeß von neuem erwieſen. Freilich, auch
hier ſind ſie ihnen ins Garn gelaufen und wurden gehörig
gerupft. Man wundert ſich nur immer wieder über die
Leichtgläubigkeit der Opfer und mit welcher Harmloſigkeit
ſie ihr Vertrauen und ihr Geld, gelegentlich auch ihre
Ehre, ihnen bisher unbekannten Perſönlichkeiten ſchenken.
Ob man dem feinen Grafen Metternich und ſeinem ſo ver=
wandlungsfähigen
rumäniſchen Freunde Bujes wegen nach=
weisbaren
Falſchſpiels an den Kragen gehen und das edle

Par für einige Zeit ins Kilichen ſiecken kann, ſt fraglich
vielleicht entgehen ſie diesmal dem Scherbengericht, dies=
mal
!
Scherben ſind ſonſt recht beliebt in Berlin und billig
zu haben, gleich ganze Wagenladungen. Nicht etwa dort,
wo ſich Berlins ſteinerne Fangarme mählich verkürzen und
auf freiem Felde Tafeln ſtehen: Hier kann Schutt abge=
laden
werden ſondern im ſtrahlenden Licht unzähliger
elektriſcher Flammen, beim Rauſchen ſeidener Schleppen,
beim Klange der Champagnerkelche. Ja, ja, was einſt
in Berlin, bis zum Ende der 70er Jahre des letzten Jahr=
hunderts
, auf der Straße oder dem Hofe geſchah und mit
Polterabend bezeichnet wurde, bis dieſe holde Sitte des
Zertrümmerns bereits entzweiigten Geſchirrs am Vor=
bend
einer Hochzeit von der Polizei verboten ward oder
auch von ſelbſt einſchlummerte, das iſt jetzt im Ballſaal
die letzte Mode! Denn kein Vergnügen mehr bei den
großen öffentlichen Feſten ohne Scherb enbude! In
ähnlicher Weiſe wie die Würfelſtände ſind dieſe neueſten
Errungenſchaften einer großzügigen modernen Kultur auf=
gebaut
, nur daß im Hintergrund ſtatt der lockenden Ge=
vinne
über, neben= und durcheinander hunderte von irde=
ien
Gefäßen und Gerätſchaften Töpfe, Tigel, Pfannen,
Kannen, Teller, Schüſſeln, Taſſen uſw. aufgebaut ſind.
Mit harten Bällen Einſatz 25 reſp. 50 Pfennig wirft
man nun nach irgend einem beſtimmten Ziel oder auch
wahllos hinein in die gleißende Maſſe, und je mehr es
kracht, deſto zufriedener ſind die großen Kinder, denn
Scherben bringen Glück ſteht über dieſem jüngſten Tem=
pel
der Berliner Ziviliſation. Zarte Damen, die ſonſt ſo

Preisgekrönt mit der
Goldenen Medaille
auf der internelonaten
Hygiene-Ausstellung
Dresden 1911

Vielſach prämiiert mit

Goldenen Medaillen und
Ehrenpreisen

von Fach- und andern
Ausstellungen!

Trotz der enormen Verbreitung von Persil gibt es noch manche Hausfrauen, die noch immer nicht
die hervorragenden Eigenschaften dieses modernen selbsttätigen Waschmittels voll auszunutzen ver-
stehen
. Vor allem merke man sich, dass irgend ein Zusatz von Seife, Seiſenpulver etc. überflüssig
und zwecklos ist. Im Ubrigen halte man sich an folgende bewährte
Gebrddels
Anweisuing

Man löst Persil in kaltem oder lauwarmem Wasser durch Umrühren im Kessel auf;
dann die Wäsche sofort hineitun, zum Kochen bringen und nur einmal ½ ½ Stunde
Junter zeitweiligem Umrühren am Kochen halten. (Bei besonders schmutziger Wäsche
empſiehlt sich vorheriges Einweichen in Henkel’s Bleichsoda). Nach dem Kochen läßt
man die Wäsche einige Zeit (am besten über Nacht) in der Lauge stehen; sie ist dann
rein und blendend weiß. Zum Schluß wird die Wäsche in klarem, möglichst in
warmem Wasser sorgſältig ausgespült.
Der Erfolg ist überraschend!
Alle Schmutz-, Staub-, Schweiß-, Fett-, Kakao-, Tee-, Blut-, Tinten-, ja sogar alle Obst-
ſlecken
sind spurlos verschwunden. Rasenbleiche ist nicht nötig, da Persil der Wäsche
ncht nur die blendende Weiße, sondern auch den frischen duſtigen Geruch der
Rasenbleiche verleiht. Dies ist besonders vorteilhaft für die Reinigung der meist
scharf riechenden Kinderwäsche.

Aber noch einen weiteren Vorzug besitzt Persil! Wie durch wissenschaftliche bakteriologische Ver-
suche
ſestgestellt ist, wirkt Persil stark desinfizierend und zwar schon bei der niedrigen Temperatur von
3040 Grad. d. h. beim Waschen in handwarmer Lauge. Dies ist besonders wesentlich für das

Waschen von Bunt- und Wollwäsche,
lie bekanntlich nicht gekocht werden darf und deshalb in Erkrankungsfällen gern zur Trägerin von Krank-
heitskeimen
wird. Während sonst oſt recht umständliche Desinſektionsvorbereitungen getroffen werden
mußten, genügt jetzt einſaches Auswaschen in handwarmer Persil-Lauge, um etwaige Krankheitserreger zu
beseitigen; die Desinſektion ist vollständig. Fürwahr

ein einfaches und müheloses Waschverfahren,
dessen ungefährliche und garantiert unschädliche Anwendung Persil den Vorzug sichert gegenüber der bis-
herigen
umständlichen, kostspieligen und zeitraubenden veralteten Waschmethode.

Erhältlich nur in Originalpaketen, memals lose.

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[ ][  ][ ]

gern über ihre Nerven klagen und zu Haus über jedes Ge=
räuſch
in Unwillen geraten, und elegante Herren im Frack
und Lack bei dieſem barbariſchen Zerſtörungswerk zu ſehen,
iſt wahrlich kein Anblick für Götter, ſie müßten denn aus
der Unterwelt ſtammen. Es iſt eben auch ein Zug der
großen, allgemeinen Berliner Geſelligkeit, die man ge=
denkt
ſchaudernd beſtimmter Alpenbälle und ſonſtiger ähn=
licher
Vergnügungen ſich nur bei möglichſt ſtarkem
Spektakel zu entwickeln ſcheint und ihre Teilnehmer zu=
friedenſtellt
bummern muß es!
Auch gegen die Stadt Berlin, bezüglich den Magiſtrat
wird jetzt tüchtig losgebummert, in überfüllten öffentlichen
Verſammlungen, die von dem unter Leitung des früheren
Staatsſekretärs Dr. Dernburg ſtehenden Propaganda=
ausſchuſſe
für Groß=Berlin einberufen werden.
Hauptſächlich handelt’s ſich um die Wohnungsfrage, um
eine zweckmäßigere Verwendung des zukünftigen Bauge=
ländes
, um beſſere Verkehrsbedingungen und Schaffung
von Spielplätzen, Parkanlagen, Wald= und Wieſen=
gürteln
. Alſo alles Sachen, die auf dem Programm des
Zweckverbandes Groß=Berlin ſtehen. Und während man
unſerem Magiſtrat gehörig eins auswiſcht und ihm
ſchwere Verſäumniſſe vorwirft, ſchielt man zu dem neuen
Verbandsdirektor hinüber: Jungeken, Jungeken, hüte Di
wie einſt die märkiſchen Adligen an die Tür des Kur=
fürſten
Joachim geſchrieben. Ach, er wird keinen leichten
Poſten haben dieſer endlich gewählte neue Mann Dr. Karl
Steiniger, von dem man ſo viel erhofft, weit mehr, als er,
ſelbſt unter den günſtigſten Bedingungen, durchzuführen
im Stande iſt. Und dann wird die Enttäuſchung um ſo
größer ſein und es wird ein bös Geſchrei angeſtimmt wer=
den
. In dieſem Falle ganz gut. Es ſchadet nichts, wenn
endlich einmal auch unſere ſtädtiſchen Verhältniſſe in der
breiten Oeffentlichkeit beleuchtet werden. Zu lang ſchon
währte der Schlendrian, außerhalb des Roten Hauſes und
in ſich abgeſchloſſener Bezirksvereine, von denen jeder ſeine
immer uneigennützigen Ziele verfolgt, kümmerte man ſich

gar nicht um die wichtigſten Angelegenheiten, die das Wohl
und Wehe oft vieler Hunderttauſende betrafen. Wenn,
wie es kürzlich der Fall, 400000 Mark gefordert werden,
für die Anlegung eines ſtädtiſchen Schulgartens und man
eventl., zur Bekämpfung der Schundliteratur ein
ſtädtiſches Kinematographentheater errichten will, das auch
einen hübſchen Batzen koſten würde, ſo muß dies und ähn=
liches
ſehr laut und deutlich erörtert werden, um eine ener=
giſche
Ablehnung derartiger uferloſer Pläne herbeizu=
führen
Die öffentliche Meinung hat da ein derbes Wört=
lein
mitzuſprechen und weiß ſich auch Gehör zu ver=
ſchaffen
,
Wie es die faſt über Nacht geſchehene Ausſtellung
er Pläne zum neuen Opernhausbau im Ab=
geordnetenhauſe
erwieſen. Man iſt ſonſt obrigkeitlicherſeits
nicht ſo flink mit derartigen Dingen und läßt geruhſam
Monat um Monat verſtreichen, ehe das verehrliche Pu=
blikum
und nun gar erſt die erheblich minder verehrte Kri=
tik
etwas zu ſehen bekommt. Und jetzt ging’s wien
jeölter Blitz und man will ſelbſt Sonderpublikationen
herausgeben und den illuſtrierten Blättern Abzüge der
Originalentwürfe überlaſſen. Originalentwürfe
wie leicht ſolch Wort der Feder entfließt und
wie wenig es ſich in dieſem Falle mit der Wirk=
lichkeit
deckt Vier hervorragende Architekten, Grube, Ihne,
Littmann, Seeling, die ſämtlich tüchtige Leiſtungen auf
dem ſchwierigen Felde des Theaterbaues aufzuweiſen
haben, waren zu dem engen Wettbewerb aufgefordert wor=
den
, nachdem zwei gleich enge Konkurrenzen ergebnislos
verliefen. Das möchte man diesmal nicht wieder eintreten
laſſen, obwohl Grund dazu vorhanden, und will unter Zu=
ſtimmung
der betreffenden Stellen den im Miniſterium
der öffentlichen Arbeiten beſchäftigten Regierungsbaumei=
ſter
Hans Grube beauftragen, ſeinen Entwurf, unter Ver=
ſchmelzung
des Littmannſchen, auszuführen. Wenigſtens
verkündete dies in einem am Mittwoch abend im Feſtſaale
des Abgeordnetenhauſes gehaltenen Vortrage der Geheime

Baurat Sarau vom genannten Miniſterium. Es ſcheint,
daß die vier Architekten bei Ausarbeitung ihrer Pläne,
beſonders der Außenteile, beſtimmte Andeutungen oder
Wünſche berückſichtigten; das geht aus einer mehr
oder minder gleichförmigen Behandlung der Aufgabe her=
vor
, hauptſächlich mit Schinkelſchen Motiven, in ſtarker Be=
tonung
eines oberen Tempelbaues, zu dem Treppenanlagen
führen, mit unteren Seitenkolonnaden, die im Tiergarten=
grün
enden. Keine ſchlechten Leiſtungen, bewahre, alle
gewiß mit ſehr praktiſcher Ausgeſtaltung des Innern, aber
auch kein einziges Werk, bei dem ſich ſogleich der Wunſch
regt: das muß zur Ausführung gelangen! Das iſt hier
auch die allgemeine Anſicht der Berliner Kunſtkritik, die in
ihren Meinungen ſonſt oft recht auseinander geht.
Schade, daß die Theaterkritik kürzlich nicht zuſammen=
hielt
, um energiſch einen Unfug zurückzuweiſen, der mit den
Nachtvorſtellungen eingeriſſen iſt. Für die Mehrzahl
unſerer Premieren=Referenten iſt der Winter ein Vergnü=
gen
eigner Art, und der ſo gern zitierte Schlaf vor Mitter=
nacht
iſt ihnen wie eine merkwürdige Fata Morgana, denn
meiſt ſchließt ſich für ſie an den Beſuch der Vorſtellungen
noch die nächtliche Kritik in der Redaktion. Neulich fühlte
ſich das Leſſing=Theater veranlaßt, zum Beſten
ſeiner Unterſtützungskaſſe ein frei, freier, am freieſten nach
Euripides behandeltes mythologiſches Schelmenſpiel von
Eberhard König Alkeſtis aufzuführen. Beginn kurz
vor ½12 Uhr nachts, Ende um 2 Uhr morgens. Wenn das
Leſſingtheater zur Ausübung ſeiner eigenen Wohltätigkeit
keine andere Zeit findet, gut, wenn es unſeren Snobs
Freude macht, bis zur zweiten Morgenſtunde im Theater
zu ſitzen, auch gut, aber unſere Zeitungen müßten ſich’s
ganz gehörig verbitten, daß man von ihnen eine Berück=
ſichtigung
derartiger Experimente erwartet. Auch in thea=
traliſcher
Beziehung ſoll’s ein Experiment geweſen ſein,
aber ein ganz verfehltes in Geſtalt einer ſchlechten, lang=
weiligen
Offenbachiade, die in allgemeinem Gähnen ein
unrühmliches Ende fand.

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Zweite Kammer der Stände.
15. Sitzung.
St. Darmſtadt, 8. März.
Am Regierungstiſche: Finanzminiſter Braun Exz.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.,
Geheimeräte Dr. Becker, Dr. Weber, Dr. Beſt,
Süffert, Miniſterialräte Hölzinger, Dr. Kratz,
Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde, Baurat Schöberl.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9¼
Uhr. Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung
ein und ſetzt die Generaldebatte zu Kapitel 23:
Miniſterium des Innern,
fort.
Abg. Grünewald möchte doch nicht unterlaſſen
den bedauerlichen Eindruck feſtzuſtellen, den die geſtrige
Debatte hinterlaſſen hat. Er verſtehe es, daß man einen
politiſchen Gegner angreift, aber es iſt außerordentlich
bedauerlich, wenn man nicht Halt macht vor der perſön=
lichen
Ehrenhaftigkeit des Gegners, wie es geſtern der
Abg. Dr. Schmitt getan habe ſeinem Freunde Korell
gegenüber, deſſen Lauterkeit unantaſtbar iſt und den ſeine
Partei als Politiker und Menſch gleich hoch achtet. Es
ſei um ſo mehr bedauerlich, als dieſe perſönlichen An=
griffe
das gemeinſame praktiſche Arbeiten ungemein er=
ſchweren
, zu denen Sie (zur Rechten) uns vielleicht auch
noch einmal notwendig brauchen. Redner polemiſiert
dann gegen das Zentrum und den Bauernbund von all=
gemeinen
reichspolitiſchen Geſichtspunkten aus. (Seine
Ausführungen ſind, da öfters große Unruhe im Hauſe
herrſcht, auf der Tribüne nur brockenweiſe zu verſtehen.)
Er weiſt beſonders auf die Punkte hin, die ſeine Partei
von der Sozialdemokratie ſcheiden, die es leider immer
rnoch nicht verlernt hat, mit dem Gedanken der Gewalt,
des gewaltſamen Umſturzes zu ſpielen. Seine Partei
verfolge ihre politiſchen, auf den Liberalismus gerichte=
ten
Ziele durchaus innerhalb des Rahmens der beſtehen=
den
Geſetze und ſei entſchieden Gegner jeder Regreſſiv=
maßregel
. Im weiteren meint Redner, es ſei heute an=
geſichts
des Anwachſens der Sozialdemokratie eine Not=

wendigkeit geworden, jedes Geſetz daraufhin zu prüfen
ob und wie es auf die Sozialdemokratie wirke. Das
Anwachſen der Sozialdemokratie ſei zum großen Teil
auf die falſche Behandlung zurückzuführen, die man ihr
zuteil werden ließ. Jeder Druck erzeugt Gegendruck.
Das einzige Mittel, die Sozialdemokratie zu bekämpfen,
ſei eine volkstümliche Politik. Reichskanzler v. Bülow
habe das bewieſen. Als er mit ſeiner Blockpolitik die
Parteien der Linken zur wirkſamen Mitarbeit heranzog,
ſank die Zahl der Sozialdemokraten rapid. Das ſollte
doch eine Lehre ſein. Beſonders auch für den Abg. Mol=
than
. Die Verſtaatlichung der Offenbacher Polizei ſei
auch ein ſo ungeeignetes Mittel, das ſeinen Zweck ver=
fehlen
werde. Auch Graf Poſadowsky hat ſich dahin aus
geſprochen, daß es ein Fehler war, zu lange damit zu
zögern, ſich um das Leid der niederen Klaſſen zu küm=
mern
. Redner zitiert weiter Streſemann, Baſſermann
Prof. Kindermann und Staatsſekretär Delbrück und ver=
breitet
ſich eingehender über die Entwickelung der So=
zialdemokratie
. Er ſchließt: Wenn man ſeine Partei
gerecht behandele, werde man zugeben müſſen, daß ſie
keine Stiefbrüder der Sozialdemokratie ſind, daß ſie
vielmehr Brüder ſein wollen mit allen Parteien zum
Wohle des geſamten Vaterlandes. (Beifall.)
Abg. Henrich kommt auf die geſtrige Rede des
Herrn Baurat Schöberl zu ſprechen und vertritt noch=
mals
ſeinen bereits früher präziſierten Standpunkt unter
Darlegung von Daten. (Er bleibt in der allgemeinen
Unruhe meiſt unverſtändlich.) Die wichtigſten Unſtimmig=
keiten
in den Ausführungen des Baurats Schöberl ſeien
die, daß er früher ſagte, es ſei der Stadt angeboten
worden, unter gleichen Bedingungen in den Vertrag ein=
zutreten
. Geſtern habe das viel weniger beſtimmt ge=
klungen
. Tatſächlich war es ein Ultimatum, das man
der Stadt Darmſtadt geſtellt hatte, in dem kein Menſch
eine Ermunterung zu weiteren Verhandlungen erblicken
konnte, viel eher eine verſteckte Ablehnung.
Präſident Köhler weiſt darauf hin, daß, wenn es
ſo weiter ginge mit ausführlicher Behandlung von Fra=
gen
, die doch nur ein ganz lokales Intereſſe haben (Sehr
richtig!), man in der nächſten Woche noch Nachtſitzungen
abhalten müſſe. Er bittet auch die Herren der Regierung,
ſich möglichſt kurz zu faſſen.
Baurat Schöberl hält ſeine Darlegungen aufrecht
und belegt das mit Briefen der Stadt Darmſtadt und
ſonſtigem Aktenmaterial. (Auch hierbei herrſcht fort=
geſetzt
Unruhe im Hauſe.)
Geheimerat Süffert möchte ſich zur Frage der
Reviſion des Volksſchulgeſetzes äußern. Eine Anzahl
Redner hat die Befürchtung ausgeſprochen, daß bei
der Reviſion Beſſerungen nicht herauskommen werden.

Er möchte vor allmn erläiren, daß die Regierung unter
allen Umſtänden an der Simultanſchule feſthalte (Bravo!),
und zwar aus nationalen, ſchuliſchen und wirtſchaft=
lichen
Gründen. Die Regierung habe ſtets erklärt, daß
ſie nicht daran denke, die liberalen Grundlagen der
Schulverfaſſung zu erſchüttern. (Bravo!) Redner ver=
lieſt
zum Beweiſe deſſen verſchiedene Stellen aus frü=
heren
Reden der Vertreter der Schulabteilung in der
Kammer. Noch am 7. Juli 1911 habe er verfugt, daß
die bewährten Grundlagen des Schulgeſetzes nicht auf=
gegeben
werden ſollen und daß man nicht an die Ver=
ſtaatlichung
der Volksſchule und Schaffung einer Ein=
heitsſchule
denke. Redner verbreitet ſich dann über die
Angelegenheit betr. Roſeggers Waldbauernbub‟ Es
ſei, nachdem die katholiſchen Geiſtlichen hierüber Be=
ſchwerde
geführt, verfügt worden, daß der Schulvor=
ſtand
Anweiſung dahin ergehen laſſen ſolle, Bücher, die
für Kinder einer Konfeſſion nicht geeignet ſeien, ſolchen
Kindern nicht in die Hände zu geben. Eine Stelle zu
ſchaffen, die ſolche Bücher prüft und über deren Geeignet=
heit
entſcheidet, war notwendig. Was nun das vom
Abg. Schmitt angezogene und ſo ſcharf gerügte Büchlein
des Herrn Kreisſchulinſpektors von Lauterbach betrifft,
ſo gebe er zu, daß die Bezeichnung der einzelnen Par=
teien
nicht allzu zutreffend iſt. Er wolle ſich aber wohl
hüten, etwa ſeinerſeits Vorſchläge zu machen, die tref=
fender
ſein ſollten. Es würde dann wohl ein Keſſel=
treiben
gegen ihn unter Führung Dr. Schmitts ein=
ſetzen
, bei dem er ſicher auf der Strecke bleiben dürfte.
(Große Heiterkeit.) Eins aber nehme er für den Kreis=
ſchulinſpektor
unter allen Umſtänden in Anſpruch, näm=
lich
, daß es dieſem ſicher durchaus fern gelegen, irgend
einer Partei zu nahe zu treten. Das Büchlein ſollte ja
keinen anderen Zweck haben, als in gemeinverſtändlicher,
objektiver Weiſe eine Darſtellung zu geben über die ein=
zelnen
Parteien und ihre Ziele. Man ſolle im ſtillen
Parteikämmerlein noch einmal in Ruhe die einzelnen
Stellen nachleſen und prüfen, und man werde ſelbſt zu
der Ueberzeugung kommen, daß es nicht notwendig war,
ie hier ſo ſcharf anzugreifen.
Abg. Bach wendet ſich gegen die Kritik des Abg.
Uebel gegen einen Teil der heſſiſchen Lehrer, die unbe=
rechtigt
war. Für eine chriſtliche Schule ſei auch er, aber
ſie ſolle unbedingt ſimultan bleiben. Auch die links=
liberalen
Lehrer ſtehen auf dieſem Standpunkt. Un=
begreiflich
ſei es, wie Herr Uebel behaupten konnte, ein
großer Teil der Lehrer ginge mit ihrem Unglauben hau=
ſieren
. Herr Uebel werde dafür niemals Beweiſe er=
bringen
können. Es fehle ihm ein parlamentariſcher
Ausdruck, das Gebahren des Abg. Uebel zu kennzeich=
nen
. Wenn Herr Uebel ſich allerdings auf den Stand=

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[ ][  ][ ]

punkt ſtelle, daß nur gläubig iſt, was Zentrum iſt, dann
häbe er recht. Dann allerdings ſei er, Redner, auch nicht
gläubig, er ſei wohl katholiſch, aber nicht zentrums=
gläubig
. Wie könne aber Herr Uebel auch von proteſtan=
tiſchen
Lehrern entſcheiden, ob ſie gläubig ſind oder
nicht. Dieſe Fähigkeit müſſe er dem Abg. Uebel durch=
aus
abſprechen. Oder will Herr Uebel vielleicht ſagen,
linksliberal und ungläubig ſei eins? (Zuruf: Merſchten=
deels
. Heiterkeit.) Das ſei ebenſo unklar, wie falſch.
Redner habe ſtets den Standpunkt vertreten, daß ein
Beamter niemals Sozialdemokrat ſein kann. ( Zuſtim=
mung
. Unruhe.) Das Zentrum ſolle ſich aber doch mal
an der eigenen Naſe faſſen. Es habe ſchon Tauſende
von Lehrern abkommandiert zum Wählen von Sozial=
demokraten
. (Sehr richtig! Widerſpruch. Große Un=
ruhe
. Abg. v. Brentano ruft: Verläumdung, Molthan:
Unſinn!) Ja, meine Herren, Sie werden doch nicht be=
ſtreiten
wollen, daß Sie wiederholt Abkommen mit der
Sozialdemokratie getroffen haben und für dieſe bei den
Wahlen eingetreten ſind. (Unruhe. Zuſtimmung.) Die
ganze Rede Uebels ſei nichts weniger als tolerant ge=
weſen
. Bezüglich der Schülerbibliotheken ſtehe Redner
durchaus auf dem Standpunkt, den Abg. Dr. Schmitt
eingenommen. Der Waldbauernbub ſei allerdings
nicht ſo ſchlimm, daß es berechtigt war, ſolch Auf=
hebens
zu machen. Die Verfügung der Regierung, daß
der Schulvorſtand über Bücher dieſer Art zu entſchei=
den
habe, ſei durchaus zu billigen. Der katholiſche Geiſt=
liche
in Offenbach habe aber die Entſcheidung für ſich
allein beanſprucht. Den Schulinſpektor in Lauterbach
wolle auch er in Schutz nehmen. Er kommt dann auf
das von Dr. Schmitt gerügte Buch der Lehrerbibliothek
zu ſprechen und meint, es könne für die Lehrer nur von
Vorteil ſein, wenn ſie auch leſen, was Gegner über ſie
und ihren Glauben ſchreiben.
Abg. Schott möchte doch gegenüber den vielen An=
griffen
, die gegen die Rechte gerichtet wurden, feſtſtellen,
daß die Parteien, die ſeither zuſammengearbeitet haben,
dies auch in Zukunft tun werden. Er verbreitet ſich
dann eingehend über ſeine Partei, die an ihren Grund=
zügen
ſtets feſthalten und nie untergehen werde.
Abg. Eißnert: Mit dem Freiſinn habe ſeine Par=
tei
allerdings nichts gemein, obwohl beide Parteien oft
zuſammengingen. Seiner Partei ſei nicht die Staats=
form
die Hauptſache, ſondern die Wirtſchaftsform. Einen
gewaltſamen Umſturz wolle ſie keineswegs, ſie ſtehe
vielmehr durchaus auf dem Boden der Geſetze. Redner
legt das des näheren dar. Er fordert dann unter Dar=
legung
des Falles Waldbauernbub eine andere Zu=
ſammenſetzung
des Schulvorſtandes, in den in erſter
Linie die Lehrerſchaft gehört. Er polemiſiert dann gegen
den Miniſter des Innern wegen ſeines Verhal=
tens
als Kreisrät von Offenbach. Die Stadt
Offenbach werde auch heute noch in vielen Din=
gen
von der Regierung ſchlecht behandelt. Das
beweiſe auch die Abſicht der Verſtaatlichung der Offen=
bacher
Polizei. Der Grund ſei doch einzig darin zu
ſuchen, daß Offenbach eine ſozialdemokratiſche Stadt=
verordnetenmehrheit
habe. Redner verbreitet ſich dann
ausführlich über Offenbacher Verhältniſſe.
Es tritt dann eine Pauſe ein.
Nach der Pauſe ſpricht zunächſt Abg. Wolf. Er
meint, es ſei eigentlich genug des grauſamen Spiels,
doch müſſe er unbedingt noch einiges ſagen. Er be=
dauert
zunächſt den ſcharfen perſönlichen Ton, der die
Debatte beherrſcht, und ſtellt feſt, daß nicht ſein Partei=
freund
Korell=Angenrod, ſondern die Linke den Krieg
angefangen, deren Blätter von ihm, Redner, als von
einem gefährlichen Demagogen geſchrieben haben. Und
als ſein Freund Korell das hier feſtgenagelt, habe Korell=
Königſtädten Sehr richtig! gerufen. Da ſei er, Redner,
einfach baff geweſen. Nun aber hat Herr Korell=
Königſtädten auch in ſeiner Rede noch dieſes Sehr rich=
tig
präziſiert. Es ſei doch nicht haltbar, daß er ſage,
er halte nur die Agitation des Bauerbundes für ge=

meingefährlich, nicht aber die Bauernbündler für gemein=
gefährliche
Menſchen. Eins iſt doch vom anderen nicht
zu trennen. Zu den Ausführungen des Abg. Urſtadt
betone er, daß ſeine Partei inbezug auf das Fidei=
kommißweſen
ſchon mehr getan habe, als die Fort=
ſchrittliche
Volkspartei. Ueberhaupt wäre es beſſer,
wenn die jüngeren Herren erſt warteten, bis ſie länger
im Hauſe ſeien und ſich informieren über das, was an=
dere
Parteien ſchon getan haben. (Zuſtimmung. Heiter=
eit
.) Redner polemiſiert dann weiter gegen den Abg.
korell=Königſtädten, dem er auch ſeinerſeits ein Mimikry
nachzuweiſen ſucht. Wenn der Abg. Korell ſein Pro=
gramm
, wie er es hier dargelegt, ſtreng und ſchneidig
vertreten will, dann wird er wohl noch oft auf ſcharfen
Widerſtand in ſeiner eigenen (Fortſchrittlichen Volks=
partei
) Partei ſtoßen, und die Verhältniſſe, die immer
ſtärker ſind als die Menſchen, werden ihn immer mehr
nach dieſer (des Redners) Seite herunterdrängen. Er
verbreitet ſich weiter über ſeine Prozeſſe mit dem frei=
ſinnigen
Redakteur zur Beleuchtung des Korellſchen Aus=
ſpruchs
von den geiſtigen Waffen ſeiner Partei. Im
Wahlkreis Alzey=Bingen herrſche zurzeit ein konfeſſio=
neller
Hader, wie nie zuvor, und der Abg. Korell möge
es für ſeine Pflicht halten, ſo viel an ihm liegt, für Frie=
den
zu ſorgen. (Bravo.!)
Geheimerat Dr. Beſt: Der Abg. Eißnert hat ausgeführt,
ſeit 16 Jahren werde die Stadt Offenbach wegen ihrer
ſozialdemokratiſchen Mehrheit der Stadtverordneten von
der Regierung ſchikanös behandelt. Den Beweis dafür
iſt der Abg. Eißnert ſchuldig geblieben, wenigſtens kann
das, was er angeführt, nicht als Beweis gelten. Red=
ner
tritt dann den Ausführungen im einzelnen entgegen
und verweiſt beſonders auf die verſchiedenen Anleihen
der Stadt aus den Jahren 1905, 1907, 1909 uſw. (Es
herrſcht im Hauſe wieder allgemeine Unruhe, ſodaß der
Redner nur ſehr ſchwer zu verſtehen iſt.) Die Regier=
ung
ſei bei den jahrelang in Offenbach herrſchenden
Verhältniſſen verpflichtet geweſen, von ihrem Recht der
Aufſichtsbehörde Gebrauch zu machen. Weiter iſt nichts
geſchehen. Neuerdings ſcheinen ſich die Verwaltungs=
zuſtände
in Offenbach zu beſſern, wenigſtens inbezug
auf die Finanzverwaltung. Es ſcheine aber, daß die
Stadt Offenbach prinzipiell gegen alles proteſtiert, was
von der Aufſichtsbehörde kommt, mag es gut oder ſchlecht
ſein. Nur ſo iſt es zu erklären, daß man ſo oft Gelegen=
heit
habe, ſich mit der Stadt Offenbach zu beſchäftigen.
Es iſt nur das Mißtrauen ſeitens der Stadt gegen
alles, was vom Kreisamt oder von der Regierung
kommt. (Widerſpruch bei den Soz. Zuſtimmung.)
Abg. Raab polemiſiert gegen den Abg. Wolf be=
züglich
deſſen Ausführungen zur Politik des Bundes der
Landwirte, die dem größten Teil des deutſchen Volkes
nicht Vorteile, ſondern Nachteile gebracht habe. Was
der Abg. Grünewald von der volkstümlichen Politik ge=
ſagt
habe, unterſchreibe er. Man ſolle nur die Sozial=
demokraten
nicht von der Mitarbeit im Parlament und
in der Verwaltung ausſchließen, dann werden ſie wohl
beweiſen, daß ſie mindeſtens ebenſo gut arbeiten, wie
die Angehörigen anderer Parteien. Redner beſpricht
dann die von der Regierung geplante Organiſation der
Verſicherungsämter zur Reichsverſicherungsordnung und
fordert für jeden Kreis und für jede größere Stadt ein
beſonderes Verſicherungsamt. Er erſucht ferner die Re=
gierung
, über ihre Pläne bezüglich des Gemeindekran=
kenweſens
Auskunft zu erteilen. Die Regierung ſollte
ſich in dieſer Beziehung die Stellungnahme der würt=
tambergiſchen
Regierung zu eigen machen. Für die
Landeskrankenkaſſe könnte dann ein Statut erlaſſen
werden, das ein Hinausgehen über die Mindeſtleiſtung
geſtatte. Weiter verlangt Redner Auskunft über das
Schickſal der Hilskrankenkaſſen unter 1000 Mitgliedern.
Er rügt die Beſtimmung, daß lungenkranken Tabak=
arbeitern
und Steinarbeitern nur dann Kuraufenthalt
zur Heilung ihrer Krankheit zugebilligt werde, wenn
ſie nach der erfolgreichen Kur ihren Beruf aufzugeben

ſich verpflichten. Das ſei eine große Härte, die man
mildern müſſe. Er kommt weiter auf das Bauarbeiter=
ſchutzgeſetz
zu ſprechen, und fordert, falls die Schutz=
beſtimmungen
nicht hinreichen, auch Baukontrolleure aus
dem Arbeiterſtande zu nehmen. Man habe ja auch mit
den Gewerbegehilfen aus dem Arbeiterſtande gute Er=
fahrungen
gemacht. Falſch ſei es, die Bezüge der Ge=
hilfen
der Gewerbeinſpektion gleich denen der Schreib=
gehilfen
zu regeln, denn der erſteren Dienſt ſei von dem
der Schreibgehilfen grundverſchieden und viel verant=
wortungsvoller
.
Abg. Uebel polemiſiert gegen den Abg. Bach und
verteidigt ſeine Ausführungen zur Schulfrage. Er wie=
derholt
, ſeine Partei ſtehe auf dem Boden der Konfeſ=
ſionsſchule
, weil ſie dieſe als die idealſte Schulform
halte. Das habe ja auch heute der Herr Regierungs=
vertreter
zum Ausdruck gebracht. Selbſtredend würde
ſeine Partei, wenn ſie die Mehrheit hätte. auch die Kon=
feſſionsſchule
einführen. Aber unter den gegebenen
Verhältniſſen halte ſie eben die Simultanſchule für
richtiger. Nur wende ſie ſich gegen die Beſtrebungen,
die beſtehenden Konfeſſionsſchulen zu beſeitigen. Er
verteidigt dann ſeine Ausführungen von dem Unglau=
ben
der Lehrer. Es würde mit dem Wort Chriſtentum
ein großer Unfug getrieben. (Rufe: Sehr richtig!) Er
nenne alles unchriſtlich, was nicht auf dem Boden der
Glaubensbekenntniſſe beider Konfeſſionen ſteht. Das
ſind der Glaube an einen perſönlichen Gott, an die Gott=
gleichheit
Chriſti und an die Wiedervergeltung im Jen=
ſeits
. Intoleranz haben ſeine Ausführungen durchaus
nicht enthalten. Es ſei Tatſache, daß viele Lehrer im
Wahlkampfe unchriſtlichen Dingen Beifall gezollt haben
und dergleichen mehr. Der Abg. Bach ſelbſt ſei einer
bisher unwiderſprochenen Zeitungsmeldung nach für
dogmenloſe Konfeſſionsſchulen eingetreten. (Abg. Bach:
Das iſt nicht wahr! Unruhe.) Heute aber hätte der Abg.
Bach Klarheit und Logik vermiſſen laſſen, er könne
darum keine Belehrung von ihm annehmen.
Abg. Dorſch polemiſiert gegen die Abgg. Korell=
Königſtädten und Urſtadt auf allgemein politiſcherGrund=
lage
und zitiert verſchiedene Zeitungsſtimmen zur Unter=
ſtützung
ſeiner Ausführungen. Gegen die ungeheuer=
liche
und beweisloſe Behauptung des Abg. Korell, daß
der Bund der Landwirte gemeingefährliche Politik treibe,
lege er im Namen nicht nur des Bundes der Landwirte,
ſondern eines großen Teiks der deutſchen Bauernſchaft
energiſch Proteſt ein. Wie der Abg. Korell=Königſtädten
nach Oberheſſen kam, war es tatſächlich, als ob ein neuer
Meſſias erſchienen, der aber mit einem Schwarm von=
Juden hinter ſich von dem hiſtoriſchen Meſſias das
Gegenteil war. (Abg. Fulda ruft: Darum haben Sie
ihn auch Iſidor getauft! Stürmiſche Heiterkeit. Abg.
Dorſch: Herr Dr. Fulda, mit Ihnen habe ich noch nicht
abgerechnet. Aber ſo viel will ich Ihnen ſagen, ich be=
daure
die Arbeiterſchaft um ſo einen Vertreter ihrer
Intereſſen, wie Sie. Große Unruhe.) Redner ſchließt.
ſeine Partei treibe gute, zielbewußte, bodenſtändige Po=
litik
. Sie habe nichts gemein mit denen, die da kometen=
gleich
am politiſchen Himmel auftauchen, einmal glän=
zend
aufleuchten und dann verſchwinden ins ewige
Nichts. (Große Heiterkeit. Zuſtimmung.)
Abg. Hauck: Es iſt heute ſchon ſo viel zitiert wor=
den
, daß er auch einmal zitiere: Man ſolle dem Ochſen,
der da driſcht, nicht das Maul verbinden! (Große Heiter=
keit
.) Er ſtimmt dem Abg. Lutz bei inbezug auf ſeine
Ausführungen zu der theologiſchen Fakultät der Lan=
desuniverſität
. Man teile allgemein auf dem Lande die
Anſicht des Herrn Lutz. Es ſei keine Freiheit der
Wiſſenſchaft, wenn man eine Richtung ganz fern halte.
Redner beſpricht dann die Zigeunerfrage und bittet
dringend um Beſeitigung des Unweſens. Zur Schul=
frage
trete er für Beibehaltung des gegenwärtigen
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Ralstierloben
Drama in 2 Akten. Spieldauer ca. 1 Stunde.
Es gibt die allen Literaturfreunden wohlbekannte und
durch Puccinis Oper auch in weite Kreise gedrungene
Handlung der Boheme, des Meisterwerks von
Henry Murger, wieder; getren nach dessen
Schilderung ist das Leben des leichtblütigen Künstler-
völkchens
, die rührende Liebe des armen Dichters
Rudolf zu der kleinen Grisette Mimi und ihr tragisches
Ende gestaltet; das vortreffliche Spiel der Darsteller
in seiner wundersamen Mischung von Ernst und Scherz
muss jedes empfängliche Herz gefangen nehmen.

Schlager.

Schlager.

Edisonfilm.
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Der heldenmütige
Rinderhirt.
Spannendstes Wildwest-Drama der Gegenwart.
Die Salzgewinnung in Sizilien.
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diesem hinreissenden, aufregenden u. leidenschaftlichen
Drama, das zum ersten Male von den grössten Künstlern
der Komödie Francaise Paris, gespielt wurde.
Die Schäferstunde
Ein Idyll voller Grazie und Reiz spielt sich in der
Schäferei des kleinen Trianon ab.
Mauke im Mädchenpensionat
Eine reizende Komödie, ein Schlager mit glänzendem
Spiel und prachtvoller Aufnahme.

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ergreifendes Lebensdrama

Das Mädchen aus
demwilden Westen

Drama

Das Männchen im
Kästchen
gelungener Humor
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Sonntag, den 10. März,
von abends 6 Uhr ab:
Konzert.
Kornett-Quartett.
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9. März, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Germania=Marſch von J.
Keil. 2. Ouverture zu Euryanthe‟
von C. M. v. Weber. 3. Fantaſie
aus Der Troub dour v. G. Verdi.
4. Frühlingsliedchen von E. Bach.
5. Die Schlittſchuhläufer, Walzer
von E. Waldteufel. 6. Der Er=
oberer
, Marſch von G. Schneider.
Sonntag, den 10. März
von 11¼12 Uhr mittags Kon=
zert
der Kapelle des Leib=Drag.=
Regts. Nr. 24 auf d. Paradeplatz.
Programm:
1. Prinz Eitel Friedrich=Marſch
von L. Blankenburg. 2. Feſt=
Ouverture von Lortzing. 3. Valse
Brune von G. Krier. 4. Einzug
der Götter in Walhall aus Das
Rheingold von Rich. Wagner.
5. Wonnetraum‟ Gavotte von
F. Sabathiel. 6. Treue Freunde‟
amerikaniſcher Marſch von A.
Holzmann.

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des Lobes herrscht allgemein
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Geheimrat Jacob
Meyer . .
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Chevalier Céſar de
. Hr. Jürgas
la Roche
Chevalier Erneſte
de la Roche .
Hr. Wagner
Aurore, ſ. Frau . Frl. Grünberg
Ottomar Held . Hr. Knispel
Lola Menotti . . Frl. Reibold
Paul, Diener bei

Jacques Meyer. Hr. Semler
Heinrich, Diener
bei Streſemann . Hr. Jungmann
Ort der Handl.: Im 1. Akt: Ber=
lin
bei Jacques Meyer. Im?
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Preiſe. Anſang 7 Uhr. (Vergl.
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Mittwoch, 13. März. 135. A.=V.
C 35. Goethe’s Fauſt=
Tragödie. Zweiter Abend
Der Tragödie erſter Teil, zweiten
Abteilung. Kl. Pr. Anf. 7 Uhr=
(Vergl. beſondere Anzeige.)
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Der Tragödie zweiter Teil, erſte
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nur 8085 %. Weil es pro Pfund nur 70 Pf. kostet Butter 1.35 Mk. Weil es keimfrei
und daher monatelang haltbar ist Butter kaum 14 Tage. H Weil man für 1 Mk. 714 Gramm Fett
erhält Butter nur 296315 Gramm. Weil man statt 500 Gramm Butter nur 400425 Gramm
KUNEROL gebraucht. Weil man daher statt 1.35 Mk. nur 5659½ Pf. anlegt. 1 Weil es für
alle Koch- und Backzwecke gleich gut verwendbar ist. Weil es infolge niederen Schmelzpunktes (269
leicht verdaut wird. Weil es geschmack- und geruchlos ist. H Weil es von Arzten empfohlen
und in Krankenhäusern und Staats-Instituten benutzt wird. Weil es mechanisch gewogen und
verpackt nicht mit der Menschenhand in Berührung kommt. Weil dieses Verfahren hygienisch ist
und genaues Gewicht garantiert. IIIIIIIIIIIII111

Weil es aus reinen Naturprodukten Kokosnußfett und pasteurisierter Milch besteht. Weil es
an Geschmack und Aroma der feinsten Süßrahm-Butter gleicht. Weil es trotzdem nur 90 Pf. per Pfd.
kostet. Weil es die Vorzüge des KUNEROI. und der Butter vereint. Weil es einen voll-
kommenen
Butter-Ersatz darstellt. Weil es grundverschieden von den bekannten Margarine-Fabrikaten ist.
Zu haben in jedem besseren Nahrungsmittel-Geschäft. Eventuell wende man sich wegen Aufgabe von
Bezugsquellen an die Kunerolwerke Bremen. IINIII11111111

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Inhaber
Robert Blum

[ ][  ][ ]

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 1. März: dem Fenſterreiniger Johs.
Kropp, Inſelſtr. 19, ein S. Rudolf. Am 2.: dem Speze=
reihändler
Joſeph Jarraſch, Heinheimerſtr. 35, ein S.
Walter. Am 4.: dem Kaufmann Erich Reinhardt,
Rhönring 25, ein S. Bruno Heinrich Erich Otto. Am 6.:
dem Packer Heinrich Jakob, Große Ochſengaſſe 30, eine
T. Eliſabeth. Am 7.: dem Taglöhner Michael Hoffer=
berth
, Fuhrmannſtr. 1, eine T. Eliſabeth.
Aufgebotene. Am 5. März: Poſtſchaffner Louis
Schmidt, hier, mit Eliſabethe Born in Fränkiſch= Crum=
bach
. Elektro=Monteur Auguſt Wilh. Darr mit Anna
Karoline Juliane Luiſe Haardt, beide in Frankfurt am
Main. Diplom=Ingenieur Hermann Rudolf Borger in
Mainz, mit Eliſabeth Alwina Minna Gehlert in Görlitz.
Sergeant Georg Wegerle, hier, mit Charlotte Knecht
in Lampertheim. Bahnarbeiter Peter Fuchs II. in
Hähnlein, mit Köchin Margareta Nefzger, hier. Bau=
führer
Wilhelm Brüchel in Büdingen, mit Anna Krä=
mer
in Steinbach. Grundarbeiter Georg Schuchmann,
Stiftſtr. 91, mit Lauffrau Eva Maria Obmann, Große
Kaplaneigaſſe 37. Mechaniker Valentin Heß in Weiter=
ſtadt
, mit Dienſtmagd Marie Langendorf, Kiesſtr. 102.
Am 6.: Mechaniker Johann Adolf Völger, Landwehr=
ſtraße
45, mit Ida Maria Hubertus, Heinheimerſtr. 4.
Maſchinentechniker Otto Kolb in Karlsruhe=Rüppur, mit
Berta Helena Schuler in Karlsruhe. Schreiner Jakob
Siefert, Arheilgerſtr. 33, mit Anna Barbara Heißel
in Breitenbach. Am 7.: Eiſenbahnſchloſſer Johann Hein=
rich
Betz, Mathildenplatz 13, mit Dienſtbote Flora
Viktoria Auguſte Pauline Antonie Friederike Emma
Döring, Heinheimerſtr. 21. Kaufmänniſcher Expedient
Friedr. Roth, Lindenhofſtr. 9, mit Roſa Knell, Holz=
ſtraße
4. Straßenbahnſchaffner Auguſt Meuer in Eſſen,
mit Dienſtmagd Chriſtine Ott, hier. Weichenſteller Hein=
rich
Möller, Kahlertſtr. 10, mit Sophie Schmalzriedt
in Münchingen. Handlungsgehilfe Arthur Konrad Hans
Hammer, Mollerſtr. 45, mit Thekla Johanna Weiſe in
Dresden. Zimmermann Georg Chriſtian Düplois in
Vilbel, mit Johanna Eliſe Breiter in Vilbel.
Geſtorbene. Am 6. März: Hch. Jung, 3 Tage, kath.,
Hoffmannſtr. 48. Am 5.: Karl Wilh. Hch. Lachmann,
1 J., ev., Schloßgaſſe 16. Am 6.: Helene Ehrhardt, T.
des Sattlers und Tapeziers, 4 J., ev., Krumſtadt. Bureau=
gehilfin
Natalie Marie Richter, 25 J., ev., Eliſabethen=
ſtraße
46. Anna Thereſe Müller, geb. Keim, Ehefrau
des Tagl., 58 J., kath., Schloßgaſſe 3.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Oculi, den 10. März 1912
Hoſkirche: Samstag, den 9. März, abends um 6 Uhr:
Beichte. Sonntag, den 10. März, vorm. um ½ 10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Feier des heil. Abendmahls. Mittwoch, den
13. März, abends um 6 Uhr: 4. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 9 Uhr: Konfirmation der
Konfirmanden des Südoſt bezirks und Feier des heil.
Abendmahls Pfarrer Kleberger. Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Nachmittags um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des
Kaplaneibezirks. Pfarrer Beringer. Abends um
6 Uhr: Pfarraſſiſtent Müller. Mittwoch, den
13. März, abends um 8 Uhr: Liturgiſche Paſſions=
feier
. Pfarrer Vogel. Kollekte.
Stadtkapelle: Samstag, den 9. März, abends 6 Uhr:
Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Pfarrer Kleberger.
Sonntag, den 10. März, vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Velte. Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
15. März, abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkapelle): Vormittags um
8½ Uhr: Diviſionspfarrer Lic. Schettler. Vorm. um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Mittwoch,
den 13. März, abends um 8 Uhr: 4. Paſſionsandacht.
Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Wid=
mann
. Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. Nachm. um
3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des Weſt bezirks.
Pfarrer D. Waitz. Abends um 8 Uhr: 3. Paſſions=
gottesdienſt
. Pfarrer D. Waitz. Nachm. um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Stein. Vorm. um 11½ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Donnerstag, den 14. März, nachm. um
3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath.
Abends um 6 Uhr: Miſſionar Weißmann.

Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Herpel. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. Nachm.
um 6 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Oculi, den 10. März, nachmittags
um 5 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 51: Pfarrer
Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 10. März,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde und Jugendbund für E. C.
Abends um 8 Uhr: Muſikaliſcher Abend mit Chor=
und Sologeſängen, Violin= und Poſaunenvorträgen nebſt
einer Anſprache. Eintritt 30 Pfg. Montag, den 11. März,
abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. Dienstag,
den 12. März, abends um 8½ Uhr: Jungfrauen= Bibel=
ſtunde
und Blaukreuzſtunde. Mittwoch, den 13. März,
nachmittags von 46 Uhr: Hoffnungsbund für Mädchen.
Abends um 8½ Uhr: Geſangſtunde. Donnerstag,
den 14. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Frei=
tag
, den 15. März, abends um 8 Uhr: Sonntagsſchul=
vorbereitung
. Abends um 9 Uhr: Gebetsvereinigung
Samstag, den 16. März, nachmittags von 2 4 Uhr:
Hoffnungsbund für Knaben. Filiale der Stadt=
miſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hinterbau): Freitag, den
15. März, abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.

Altkatholiſche Hemeinde: Sonntag, den 10. März, nach=
mittags
um 3 Uhr: Gottesdienſt im Saale des
evangeliſchen Gemeindehauſes, Kahlertſtr. 26. Herr Pfarrer
Ullmann von Heßloch.

Gottesdienſt der Renapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten), Maner=
ſtraße
17: Sonntag, den 10. März, vorm. um 9½ Uhr:
Gebetsverſammlung. Vorm. um 10½ Uhr: Sonntags=
ſchule
. Nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Höpfner. Abends um 8 Uhr: Geſangsfeſt. Von
Montag, den 11. bis Mittwoch, den 13. März, abends
um 8½ Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Freitag,
den 15. März, abends um 8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=
Vorbereitung.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtr. 53): Sonntag, den
10. März, nachm. um 4 Uhr: Saaleinweihung mit Pre=
digt
. Prediger Kittelmann aus Frankfurt a. M.
Freitag, den 15. März, abends um ½9 Uhr: Bibelſtunde.
Jedermann herzlich willkommen.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 9. März, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
3. Faſten=Sonntag, den 10. März 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachm.
um 3 Uhr: Katechetiſche Predigt und Faſtenandacht.
Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenpredigt. Freitag,
abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr:
Vortrag und Verſammlung im Mädchenheim. Um
5 Uhr: Verſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter.
Um 6. Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fränlein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe. Montag, nachmittags um
4 Uhr: Sakramentaliſche Betſtunde,
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 9. März, nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag (III. Quadrageſima), den 10. März 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe mit
Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Faſtenandacht. Abends um
8 Uhr: Faſtenpredigt des hochw. Hrn. Oberlehrer Zinſer=
Offenbach. Dienstag, abends um 5½ Uhr: Faſten=
andacht
.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
9. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
3. Faſten=Sonntag, den 10. März 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Kreuzwegandacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachm. von 6 bis
7 Uhr. Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadk: Samstag, den 9. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
3. Faſten=Sonntag, den 10. März 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
amt
und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Chriſten=
lehre
und um 2 Uhr Andacht. An allen Werktagen,
morgens um ¼8 Uhr: Singmeſſe. Während der ganzen
Faſtenzeit iſt Mittwochs abends um ½6 Uhr Faſten=
andacht
.

Kapelle zu Pfungſtadt: 3. Faſten=Sonntag, den 10. März.
vormittags um 7 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½8 Uhr:
Amt und Predigt und Austeilung der hl. Kommunion.
Nachmittags um 4 Uhr: Andacht. Während der
ganzen Faſtenzeit iſt Montags nachmittags um ½5 Uhr
Faſtenandacht.

The Church of England Service
3rd Sunday in Lent, 10th March 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain from Heidelberg,
will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 27. Febr.: Dem Kaufmann
Theodor Hermann Dörr S. Robert Georg Heinrich, geb.
11. Febr. 29. Febr.: Eine uneheliche T. Margarethe
Eliſabethe, geb. 9. Jan. 18. Febr.: Eine uneheliche T.
Liſelotte, geb. 14. Febr. 3. März: Dem Küfermeiſter
Franz Wilhelm Sander S. Otto Max Paul, geb. 28. Okt.
Dem Maſchinengehilfe Georg Meſſer, T. Eliſe Eliſabeth
Anna, geb. 23. Jan. Dem Blumengeſchäftsinhaber Erwin
Alfons Helmuth S. Erwin Eugen, geb. 7. Febr. Unehe=
licher
S. Heinz Arthur, geb. 11. Febr. Dem Taglöhner
Georg Müller T. Berta, geb. 20. Febr. Dem Fuhrmann
Bernhard Bitſch T. Eliſabeth, geb. 9. Febr. Dem Gärtner
Mathias Joſef Janſen S. Felix, geb. 9. Jan.
Johannesgemeinde: 1. März: Dem Schreiner
Konrad Trumpfheller S. Johannes, geb. 21. Okt. 2. März:
Dem General=Agent Wilhelm Weiß S. Siegfried Maria
Johannes, geb. 29. Dez. 3. März: Dem Handlungsgehilfen
Adam Menges T. Anna Katharine, geb. 9. Febr. Dem
Schloſſer Johann Dornuf T. Sophie Johanna, geb.
13. Febr. Dem Schreiner Peter Müller S. Otto, geb.
21. Okt. Dem Schloſſer Otto Glieſche S. Emil Georg
Ernſt, geb. 3. Febr. Dem Ingenieur Friedrich Wilhelm
Höh S. Kurt, geb. 18. Jan.
Martinsgemeinde: 3. März: Dem Zeichner
und Modelleur Adalbert Koch T. Katharina Eliſabeth,
geb. 20. Dez. Dem Maler und Lackierer Heinrich Lud=
wig
Bauer T. Eliſabeth Luiſe Marie, geb. 20. Dez. Dem
Diplom=Ingenieur Oskar Richard Walter in Mannheim
S. Helmut Georg, geb. 17. Jan. 6. März: Dem Fahr=
burſchen
Jakob Rettig T. Emilie, geb. 31. Dez. 3. März:
Dem Miniſterialreviſor Karl Jockel S. Rudolf, geb.
26. Jan. Dem Schloſſer Heinrich Kern T. Marie Eliſa=
beth
, geb. 17. Jan. Dem Bierbrauer Wilhelm Möſinger
S. Friedrich Hermann, geb. 31. Dez. 5. März: Dem
Kanzleibeamten Johannes Adelberger T. Minna Martha
Elfriede, geb. 28. Febr.
Petrusgemeinde: 3. März: Dem Georg Heinrich
Foshag T. Luiſe Eliſabethe, geb. 14. Febr. Dem Kauf=
mann
Auguſt Emil Schickert T. Gertrud Wilhelmine
Emilie. 4. März: Dem Konrad Steuerwald S. Friedrich!
geb. 9. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 18. Febr.: Former Johannes
Lehr und Hildegard Margaretha Eva Wilhelmine Gaiſer.
24. Febr.: Bankbeamter Hubert Edmund Pahn und
Anna Kiefer.
Paulusgemeinde: 2. März: Monteur Friedrich
Karl Nungeſſer und Margarete Schmitt. 4. März:
Hilfsarbeiter Valentin Landzettel und Anne Marie
Guckelsberger, geb. Römer.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 18. Febr.: Freifrau Mathilde
von Lehmann, geb. von Willich, genannt von Pöllnitz,
Witwe des Oberförſters von Lehmann, 78 J., ſtarb
15. Febr. 8. März: Heinrich Lachmann, S. des Lauf=
mädchens
Marie Lachmann, 1 J., ſtarb 5. März. 1. März:
Katharina Reh, geb. Edelmann, Ehefrau des Landwirts
Adolf Reh zu Dieburg, 41 J., ſtarb 27. Febr. Katharine
Margarete Meiſter, geb. Reitz, Witwe des Kaufmanns
Georg Heinrich Meiſter, 71 J., ſtarb 28. Febr. 4. März:
Dienſtmagd Eliſabeth Berg, 38 J. 5 Mt., ſtarb 1. März.
8. März: Weichenſteller i. P. Adam Hübner, 72 J., ſtarb
5. März.
Johannesgemeinde: 2. März: Privatier Ernſt
Zachmann, 83 J., ſtarb 29. Febr. 4. März: Anna Gros
geb. Rößler, Witwe des Geh. Regierungsrats Franz
Gros, 76 J., ſtarb 1. März.
Martinsgemeinde: 29. Febr.: Franz Rapp S.
des Metzgers, 7 Mon., ſtarb 28. Febr. 1. März: Fuhr=
mann
Chriſtian T autmann, 57 J., ſtarb 27. Februar.
2. März: Elektromonteur Johannes Pfeifer, 20 J., ſtarb
29. Febr. 4. März: Metalldreher Johann Karl Dauth,
44 J., ſtarb 1. März. 29. Febr.: Chriſtina Wollrab,
Witwe des Gardeunteroffiziers i. P., 89 J., ſtarb 27. Febr.
3. März: Auguſt Ody, S. des Friſeurs, 2 J., ſtarb
29. Febr. 4. März: Margarete Auer, Witwe des Bezirks=
feldwebels
, 74 J., ſtarb 1. März.
Petrusgemeinde: 6. März: Marie Kumpf, Ehe=,
frau des Schloſſers, ſtarb 3. März. Eliſabeth Heyer, Ehe=
frau
des Rentners, ſtarb 3. März.
Paulusgemeinde: 4. März: Katharine Miſch=
lich
, geb. Schaber, Witwe des Zimmermanns, 87 J.,
ſtarb 1. März. 6. März: Eliſabethe Haus, geb. Baltzer,
Witwe des Büroaſſiſtenten, 60 J., ſtarb 3. März in
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