Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
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ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Dem Reichstag iſt der Entwurf eines
Schutz=
truppengeſetzes zugegangen.
*27.
Der Reichstag beendete geſtern die erſte Leſung
des Etats, die zweite ſoll am 1. März beginnen.
77.
Die Wehrvorlagen werden erſt im März im
Bun=
desrat eingebracht werden.
ℳ
Das norwegiſche Miniſterium unter dem
Vor=
ſitz von Bratlie iſt gebildet worden.
ℳ
Ein Manifeſt kündigt an, daß China die
euro=
päiſche Zeitrechnung annehmen und 1912 das
erſte Jahr der Republik ſein wird.
Eine berechtigte Ablehnung.
* Die Köln. Ztg. ſchreibt: Gegen den vom Kanzler
befürworteten Entſchluß des Kaiſers, einem
Teile des neuen Reichstagspräſidiums den
Empfang zu verſagen, dürfte ſich wohl von
kei=
nem Standpunkt aus etwas einwenden laſſen. Ein
Rumpfpräſidium iſt eben kein Präſidium mehr, und den
Beſuch einzelner Mitglieder des Präſidiums in Gnaden
als einen Akt des Reichstages gelten zu laſſen, wäre eine
ſchwächliche Beſcheidenheit, die weder der Würde der Krone,
noch der Würde des Reichstags entſprochen hätte.
Trotz=
dem bleibt das Geſchehnis allerdings im höchſten Maße
bedauerlich, und zwar aus verſchiedenen Gründen.
Ein=
mal löſt es das Band, mit dem die Geſchichte wie die
Reichsverfaſſung ſelber die regierende und die
geſetz=
gebende Gewalt des Reiches verbunden hat; es erzeugt
den Anſchein einer latenten Kriſe, die zwar in Wirklichkeit
nicht beſteht, deren Anſchein aber ſchon dem in ſolchen
Din=
gen ſehr phantaſiefrohen Auslande willkommenen Stoff
zu Betrachtungen liefern wird, die unſerer Stellung nicht
gerade förderlich ſein werden. Dann aber muß man in
der nun offenkundig gewordenen intranſigenten Haltung
der Sozialdemokratie auch eine bedenkliche Verſchärfung
der innerpolitiſchen Lage erblicken. Wenn eine Fraktion,
die weit über ein Viertel aller Reichstagsſitze inne hat,
der Krone ſolchen Affront antut, dann ſpaltet ſie damit
ſſelber das Parlament in zwei feindliche Lager, derart,
daß der Sozialdemokratie mit einer Hand voll
Mitläu=
fern alle anderen Parteien geſchloſſen gegenüberſtehen
müſſen. Wir wiſſen nicht, welchen Gewinn ſich die
So=
zialdemokratie von dieſer Spaltung verſpricht; wem ſie
zunächſt eine große Freude mit ihrer Haltung gemacht
hat, das mag ſie heute in den Blättern des
ſchwarz=
blauen Blocks nachleſen. Es ſcheint faſt, als würde der
Partei jetzt vor ihrer eigenen Gottähnlichkeit bange, und
als ſuche ſie durch Leiſtungen wie Ledebours Rede vom
Samstag und das brüske Verhalten des erſten
Vizeprä=
ſidenten der Krone gegenüber von der
verantwortungs=
reichen Stelle einer mitarbeitenden Partei wieder den
dunkeln warmen Sumpf der abſoluten Oppoſition
zurück=
zugewinnen. Aber es dürfte ſich zeigen, daß das, was
einer Fraktion von ein paar Dutzend Mitgliedern erlaubt
iſt, der ſtärkſten Fraktion des Reichstages, deren Zahl
die Hundert überſchreitet, nicht mehr geſtattet iſt. Die
Sozialdemokratie muß jetzt dartun, ob und welch ein
po=
ſitiver Inhalt in ihr ſteckt; beſteht ſie die Probe nicht,
dann wird das deutſche Volk, ſobald die Gelegenheit
kommt, Abrechnung mit ihr halten und ihre Reihen ebenſo
wieder lichten, wie es ſie jetzt gefüllt hat. Die
Sozial=
demokratie kennt das deutſche Volk ſchlecht, wenn ſie nicht
merkt, daß ſie mit dem Streich, den ſie ſich jetzt gegen
die Krone geleiſtet hat, ſchwerer wider deſſen wahre
Mei=
nung verſtoßen hat, als wenn ſie ſelbſt irgend ein
volks=
tümliches und nützliches Geſetz abgelehnt hätte.
Oeſterreichs Auslandspolitik.
— In dem Moment, wo Graf Aehrenthal die Augen
für immer ſchloß, war auch die Bewilligung ſeines Abs
ſchiedsgeſuches erfolgt, an ſeine Stelle trat, wie in der
letzten Zeit ziemlich feſtſtand, der frühere Botſchafter in
Petersburg, Graf Berchtold. Aehrenthal iſt nach einem
recht bewegten Leben und einer glänzenden Laufbahn
geſtorben, nur daß ihm in der letzten Zeit durch allerlei
Ränke ſein Daſein recht verbittert wurde.
Als Aehrenthal ſein Amt antrat, war die
Maſchine=
rie des Auswärtigen Amtes ſo ziemlich verroſtet, Graf
Goluchowski war an und für ſich ein guter Mann und
vor allen Dingen ein warmer Freund Deutſchlands,
aber in den letzten Jahren war in ſeiner Leitung der
auswärtigen Politik eine gewiſſe Untätigkeit eingeriſſen,
die zu dem übrigen Schlendrian im öſterreichiſchen
Staats=
leben paßte. Freilich nicht nur durch ihn allein, ſondern
durch die ſchweren inneren Wirren war Oeſterreich
da=
mals im Konzert der Mächte in die zweite Reihe gedrängt
worden. Man geht vielleicht nicht fehl, den Rücktritt
Goluchowskis auf den wachſenden Einfluß des
Thron=
folgers zurückzuführen, wie überhaupt die neuerliche
Be=
tätigung Oeſterreichs nach außen hin nicht am letzten Ende
auf den Erzherzog Franz Ferdinand zurückzuführen ſein
dürfte. Seitdem durch deſſen Eingreifen auf den Gang
der Ereigniſſe ein großer Einfluß ausgeübt worden iſt,
herrſcht in der öſterreichiſchen Politik wieder eine lebhafte
Friſche, die auch nach außen hin in die Erſcheinung tritt.
Bald nachdem Aehrenthal ſein Amt angetreten hatte,
überraſchte er die Welt mit ſeinem Donau=Adria=Projekt,
dem bald die Okkupation Bosniens und der Herzegowina
folgte. Aehrenthal mochte wohl die Schwäche Rußlands
während ſeiner Tätigkeit auf dem Petersburger
Bot=
ſchafterpoſten zur Genüge kennen gelernt haben, und ſo
ſagte er ſich, daß dieſer alte Rivale auf dem Balkan ihm
nicht ſonderlich gefährlich werden könnte, wenn er feſt
zugreifen würde. Dieſe Kalkulation war richtig, freilich
mit dem Endreſultat, daß eine Entfremdung mit
Ruß=
land eintrat. An dem Erfolge hatte indeſſen nicht zuletzt
das Eingreifen Deutſchlands ſeinen Anteil, ſonſt wäre
der Ausgang vielleicht doch ſchließlich ein anderer
ge=
worden.
Graf Aehrenthal hat es an Beweiſen nicht fehlen
laſſen, daß er durchaus auf dem Boden eines intimen
Verhältniſſes zu Deutſchland geſtanden hat, wie er
über=
haupt ein Anhänger des Dreibundes war. Hat er doch
ſelbſt gegenüber Italien ſich ſoweit entgegenkommend
ge=
zeigt, daß man ihn angeſichts der oft wenig freundlichen
Politik des Apenninenreiches von einflußreicher Stelle
die größten Schwierigkeiten bereitete. Damals ſiegte
Graf Aehrenthal zwar noch einmal über die angeblich
unter der Führung des Thronfolgers ſtehende
Gegen=
ſtrömung, die alles für einen entſcheidenden Kampf mit
Italien vorbereiten will, aber ſchon damals ſagte man ſich,
daß die Tage Aehrenthals gezählt ſeien.
Von ſeinem Nachfolger heißt es, daß er die bisherige
Politik fortſetzen werde. Man wird es abzuwarten haben,
jedenfalls übernimmt eine durchaus befähigte und
erfab=
rene Perſönlichkeit die Leitung der auswärtigen Politik
der Donau=Monarchie, und gerade im gegenwärtigen
Moment, wo es einer feſten und zielbewußten Hand
be=
darf, kann dieſe Wahl nur begrüßt werden. Mögen auch
die Intereſſen auf auswärtigem Gebiete teilweiſe nicht
die gleichen ſein, wie Deutſchland ſie verfolgt hat, ſo ſind
doch die Geſchicke beider Reiche durch die beſtehenden
Ver=
träge und Beziehungen ſo eng miteinander verknüpft,
daß man nur eine Perſönlichkeit wünſchen kann, die
ge=
willt iſt, die bisherigen Bahnen fortzuſetzen.
Der italieniſche Miniſter des Aeußern
Marquis di San Giuliano hat von dem
neuer=
nannten öſterreichiſch=ungariſchen Miniſter des Aeußern
Grafen Berchtold folgendes Telegramm erhalten:
„Tiefbewegt von dem koſtbaren Beweis des Mitgefühls
Eurer Exzellenz bitte ich Sie, den Ausdruck der
ledhaf=
teſten Dankbarkeit der Kaiſerlichen und Königlichen
Re=
gierung zu genehmigen für die warmen Worte, die das
Hinſcheiden des Grafen Aehrenthal Ihnen eingegeben hat.
Dem Grafen Aehrenthal hat es beſonders am Herzen
ge=
legen, die innigen Beziehungen’zwiſchen
un=
ſeren beiden befreundeten und
verbünde=
ten Ländern immer enger zu geſtalten. Die
perſön=
lichen Beziehungen, die mit Eurer Exzellenz zu pflegen
ihm vergönnt waren, nicht weniger wie die politiſche
Ueber=
einſtimmung der Anſichten, die er zwiſchen Ihnen und ſich
beſtehend wußte, haben außerordentlich zu dem vollen
Erfolg ſeiner auf dieſes Ziel gerichteten Bemühungen
beigetragen. Von demſelben Gefühl beſeelt, habe ich mir
vorgenommen, dem Wege zu folgen, den er vorgezeichnet
hat und bin ſicher, ſo dem Vertrauen Eurer Exzellenz zu
begegnen, dem Vertrauen, daß Sie niemals aufgehört
dem hervorragenden Staatsmann zu bezeugen, deſſen
Ver=
luſt wir alle beklagen.” — Marquis di San
Giu=
liano antwortete: „Die Gefühle, die Eure Exzellenz
mir die Güte haben, zum Ausdruck zu bringen und die
ich in jeder Hinſicht teile, werden in Italien ein
ſympa=
thiſches Echo finden. Ich bin tief davon überzeugt, daß
meine Beziehungen zu Eurer Exzellenz, gegründet auf
demſelben gegenſeitigen Vertrauen und derſelben
Ein=
ſtimmigkeit der Anſichten, die mich mit dem
ausgezeich=
neten Staatsmann vereinigten, deſſen Verluſt wir alle ſo
lebhaft beklagen, dazu beitragen werden, die Innigkeit
der Beziehungen zwiſchen unſeren beiden befreundeten
und verbündeten Ländern immer zu verſtärken.”
Deutſches Reich.
— Die Einbringung der Wehrvorlagen
im Bundesrat. Wie Berliner Blätter hören, iſt eine
Ueberweiſung der Wehrvorlagen zur Beſchlußfaſſung an
den Bundesrat zunächſt noch nicht zu erwarten. Die
ge=
genwärtig geführten Verhandlungen, die namentlich der
Deckungsfrage gelten, ſind noch in vollem Gange. Nach
dem gegenwärtigen Stande der Dinge kann erwartet
wer=
den, daß die Vorlagen im März dem Bundesrat zugehen
können, um dann dem Reichstag unterbreitet zu werden.
— 159 Initiativanträge. Die Zahl der
Initiativanträge im Reichstag hat ſich durch eine letzte
Serie, eingebracht vom Zentrum, der Fortſchrittlichen
Volkspartei, der Wirtſchaftlichen Vereinigung, Polen und
Elſaß=Lothringern, auf 159 erhöht.
— Der Entwurf eines
Schutztruppen=
geſetzes iſt dem Reichstage zugegangen. Er bringt
u. a. folgende neue Vorſchriften: Es iſt in Zukunft
zu=
läſſig, der aktiven Dienſtzeit in der Schutztruppe zu
ge=
nügen, ſowie Uebungen bei der Schutztruppe abzuleiſten.
Es wird ein Beurlaubtenſtand der Schutztruppe gebildet,
zu dem Offiziere und Mannſchaften, die in der
Schutz=
truppe gedient haben, und Mannſchaften des
Beurlaub=
tenſtandes, die in den Kolonien anſäſſig ſind, übertreten.
Die Organiſation der Kontrollbehörden liegt in der
Hand des Gouverneurs, die Bewilligung der Reiſekoſten
bei Geſtellungen in Kontrollangelegenheiten iſt zuläſſig.
Schutztruppenangehörige können in das Heer zurücktreten
und ſind dabei hinſichtlich des Dienſtalters nicht ſchlechter
zu ſtellen, als wenn ſie im Heer oder in der Marine
ver=
blieben wären. In das Schutztruppengeſetz ſind ferner
aufgenommen Beſtimmungen über den Heiratskonſens,
die Ablehnung von Vormundſchaften, den Gewerbebetrieb,
das Soldatenteſtament, die Entrichtung von
Staatsſteu=
ern und die Annahme von Aemtern.
Baſſermann über die
National=
liberale Partei. In Settin hielt der
Reichstags=
abgeordnete Baſſermann in einer ſtark beſuchten
Ver=
ſammlung von Vertrauensnännern einen Vortrag über
„Nationalliberale Quertreilereien”. Der Parteiführer
ta=
delte ſcharf, daß zahlreicke Parteigenoſſen im Reiche
durch aufgeregte Telegremme oder übereilte
Entſchlie=
ßungen die Unſtimmigkit vermehren. Baſſermann
er=
klärte, die Nationallibaalen könnten ſich ebenſownig an
einem reinen Großblakpräſidium wie an einem rein
ſchwarz=blauen Präſſium beteiligen. Die
Sozialdemo=
kratie müßte zur fraktiſchen Mitarbeit herangezogen
werden. Was der Abgeordneten Scheidemann betreffe,
ſo hätten die Natönalliberalen nichts gewußt von deſſen
früherer Aeußeruig über das preußiſche Königshaus. Es
ſei offenbar Abicht des Zentrums und der
Konſervati=
ven geweſen, die Nationalliberalen in den Großbloch
hineinzuzwänen. Ueber den Ausgang der nächſten
Prä=
ſidentenwahlſei man ganz im Ungewiſſen.
Deegemeinſchaftliche Landtag der
Herzogümer Koburg und Gotha trat am
Montag 4ſammen. An Regierungsvorlagen ſind u. a.
eingeganen, ein neues Beamtenbeſoldungsgeſetz, ein
Staatstrtragebetr. Errichtung eines gemeinſchaftlichen
Oberptſicherungsamtes der Staaten Sachſen=Weimar und
Sachſch=Koburg=Gotha, ſowie ein Geſetz über die
Abän=
derug des Berggeſetzes,
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Obſtruktion gegen die Wehrvorlage
im ungariſchen Abgeordnetenhauſe. Trotz
energiſcher Beſchlüſſe der oppoſitionellen
Parteikonferen=
zen, welche die Fortſetzung der Obſtruktion gegen die
Wehrvorlagen ankündigten, ſind die vertraulichen
Ver=
handlungen fortgeſetzt worden, um die Koſſuthpartei zu
bewegen, daß ſie an der Obſtruktion nicht teilnehme und
die Juſth=Fraktion iſoliert werde. Der Miniſterpräſident
bewies den Abänderungsvorſchlägen, die von der
Koſſuth=
partei in Bezug auf die Wehrvorlage gemacht worden
ſind, das größte Entgegenkommen, ſodaß, wie in
parla=
mentariſchen Kreiſen verlautet, das Abſchwenken der
Koſſuthpartei von der Obſtruktionstaktik der Juſthpartei
zu erwarten ſteht. Somit iſt Ausſicht vorhanden, daß die
Wehrvorlage im Abgeordnetenhauſe in abſehbarer Zeit
erledigt wird. Die Erklärung des Miniſterpräſidenten
in der Sitzung des Abgeordnetenhauſes darüber, daß er
geneigt ſei, den Antrag des Abgeordnetenhauſes, durch
den er angewieſen wird, den Geſetzentwurf zur
Wahl=
reform innerhalb einer beſtimmten Friſt einzubringen,
anzunehmen, machte großen Eindruck. Der Abgeordnete
Juſth lehnte zwar das Anerbieten ab, da keine
Sicher=
heit für die Erfüllung der Zuſage geboten ſei. Doch iſt
es nicht völlig ausgeſchloſſen, daß die Verhandlungen
auch in Bezug auf die Wahlreform zu einem Ergebnis
führen und die Obſtruktion gegen die Wehrvorlage
gänz=
lich eingeſtellt wird.
Der bosniſche Landtag wurde am Montag
eröffnet. Der Bürgermeiſter von Serajewo Curſie
Ef=
fendi bat das Präſidium, die Landesregierung zu
befra=
gen, auf welche Weiſe ſie Genugtuung für das unſchuldig
vergoſſene Blut zu geben gedenke. Zum Zeichen der
Trauer und zum Proteſt gegen das unmenſchliche
Vor=
gehen der Polizei beantragte er die Aufhebung der
Sitzung. Schließlich forderte er das Volk auf, ſich zu
beruhigen und die Sache den Abgeordneten zu
über=
laſſen. Unter lebhaftem Beifall des ganzen Hauſes wurde
die Sitzung geſchloſſen.
Frankreich.
Die Tätigkeit der Kongokommiſſion.
Mitte nächſten Monats werden im Kongogebiet die
Ver=
handlungen der deutſch=franzöſiſchen Kommiſſion zur
ge=
nauen Abgrenzung der dortigen Gebiete beginnen. Man
macht ſich in Paris darauf gefaßt, daß der franzöſiſche
Standpunkt, die im Kongofluß dem deutſchen Gebiet
vor=
gelagerten Inſeln gehörten zu Frankreich, von
Deutſch=
land bekämpft werden wird. In Paris glaubt man, daß
dieſe Angelegenheit das Haager Schiedsgericht
beſchäf=
tigen wird.
England.
Spionage in Deutſchland. Im
Unter=
hauſe fragte das Mitglied Harald Smith den
Staats=
ſekretär des Aeußern, ob er ſeine Aufmerkſamkeit auf die
Umſtände hingelenkt habe, unter denen ein engliſcher
Staatsbürger kürzlich in Deutſchland der Spionage für
ſchuldig befunden wurde und ob er über die dabei in
Frage kommenden öffentlichen und privaten Intereſſen
eine befriedigende Erklärung abgeben könne. In
Ver=
tretung des Miniſters des Aeußern Grey bejahte
Unter=
ſtaatsſekretär Acland den erſten Teil der Anfrage,
er=
klärte jedoch, keinerlei Mitteilung über die Angelegenheit
machen zu können. King richtete an den Finanzſekretär
im Schatzamt die Anfrage, ob in den Jahren 1910 und
1911 direkt oder indirekt irgendwelche Zahlungen an den
aus dem Stewart=Prozeß bekannten Arſéne Verrue,
alias Frederik Rue, geſchehen ſeien, und was dieſer dafür
geleiſtet habe. Der Finanzſekretär Mann erwiderte, er
habe keine Kenntnis von ſolchen Zahlungen.
Norwegen.
Das neue Miniſterium hat folgende
Zuſam=
menſetzung: Bratlie: Präſidium und Verteidigung,
Ir=
gens: Aeußeres, Profeſſor Frederik Stang: Juſtiz, Enge:
Landwirtſchaft, Frederik Konow: Finanzen, Liljedahl:
Kultus, Lindvig: Handel, Braenne: Oeffentliche
Ar=
beiten.
Perſien.
Die engliſch=ruſſiſche Note bietet Perſien
einen Vorſchuß von 4 Millionen Mark zu 7 Prozent.
Da=
ür erwarten die beiden Mächte, daß Perſien erſtens ſofort
die Prinzipien des engliſch=ruſſiſchen Abkommens
anneh=
men wird, zweitens die Fidais und andere irreguläre
Truppen entlaſſen werde, ſobald der Exſchah und ſein
Bruder Perſien verlaſſen habe, drittens eine kleine
Effek=
tivarmee organiſiere und viertens ſich mit Muhamed Ali
auf Grund der mündlichen engliſch=ruſſiſchen Vorſchläge
vom 6. Juli verſtändige.
Vereinigte Staaten.
Staatsſekretär Knox erklärte, er werde ſeine
Reiſe ausführen, wie ſie geplant war, wenn er nicht von
Präſident Taft anderweitige Inſtruktionen erhalte. Das
wird ſo aufgefaßt, daß er trotz der feindlichen Note
Ospi=
nas Kolumbien zu beſuchen gedenke.
Mexiko.
Die Aufſtändiſchen ſind jetzt in 18 Staaten mit
kriegeriſchen Operationen beſchäftigt, am ernſteſten in
Coahuils und Durange.
* Peſt, 19. Febr. Der Handelsminiſter erklärte im
Abgeordnetenhauſe auf eine Interpellation betreffend die
Ausſperrung von 24 000 Metallarbeitern,
keine der beiden Parteien hätte ſich bisher an die
Regie=
rung gewandt. Die Kündigung der Arbeiter ſeitens der
Fabrikanten ſei geſchehen, doch ſei dieſe nicht endgültig.
Die Regierung beobachte ſtrikte Neutralität und verfolge
die Angelegenheit mit größter Aufmerkſamkeit.
* Sofia, 19. Febr. Der König und der
Kron=
prinz gründeten mit 50000 Franken, die die
Verſiche=
rungsgeſellſchaft Bulgaria dem Kronprinzen anläßlich
ſeiner Großjährigkeit übergeben hatte, einen Fonds zu
Auslandsſtipendien für bulgariſche
Stu=
denten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. Februar.
g. Strafkammer. Die bereits mehrmals vorbeſtrafte
31jährige Ehefrau des Taglöhners O. hat ſich dadurch der
fortgeſetzten Urkundenfälſchung und des Betrugs ſchuldig
gemacht, daß ſie in vier Fällen Anweiſungen des
Armen=
pflegers auf Naturalien fälſchte. Außerdem hat ſie eine
Taſchenuhr im Werte von 10 Mark geſtohlen und dieſelbe
verſetzt. Sie wurde unter Zubilligung mildernder
Um=
ſtände zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. — Die
bisher unbeſtrafte Ehefrau Granitzer hat, um bei einem
Wohnungsvermieter den Anſchein als zahlungsfähige
Mie=
terin zu erwecken, zwei Mietquittungen gefälſcht. Sie wird
zu der geſetzlichen Mindeſtſtrafe von 1 Woche
Gefäng=
nis verurteilt. — Die Firma J. G. Wiegand, Nachf.
Lud=
wig Huith in Memmingen (Algäu) bot in einem Inſerat
der Sonntagsbeilage der Berliner Morgenzeitung
Lim=
burgerkäſe das Pfund zu 42 Pfg. und ff. Schweizerkäſe das
Pfund zu 65 Pfg. an. Der Lehrer H. in Bockenroth i. O.
beſtellte daraufhin ein Poſtkolli von 5 Kilogramm, das auch
ſofort per Nachnahme kam. Bei der Oeffnung des Pakets
ſah aber H., daß der gelieferte Käſe keine Aehnlichkeit mit
em hatte, was man unter Schweizerkäſe verſteht. Es war
ein überreifer, fließender Tilſiter Magerkäſe, den H. gar
nicht aufmachen konnte, ohne daß er auseinanderlief. Die
Firma erbot ſich, auf die Reklamation des H., den Käſe
zu=
rückzunehmen und ihm alle Unkoſten zu erſtatten, was dieſer
aber ablehnte. Der Inhaber des Geſchäfts, Huith, wurde
auf die erfolgte Anzeige vom Schöffengericht Reichelsheim
i. O. zu 3 Mark Geldſtrafe verurteilt. Er legte gegen das
Urteil Berufung ein, desgleichen die Staatsanwaltſchaft,
und zu der geſtrigen Berufungsverhandlung vor der hieſigen
Strafkammer war Kaufmann Kölb als Sachverſtändiger
über den Geſchäftsverkehr im Käſehandel zugezogen worden.
Nach ſeinem Gutachten iſt Schweizerkäſe nicht unter 1 Mark
im Kleinhandel zu verkaufen, während der gelieferte
Mager=
käſe, nach den Angaben des Zeugen H. zu ſchließen, höchſtens
einen Wert von 40—45 Pfg. haben konnte. Schweizerkäſe,
vie in der Anzeige angeboten, ſei es auf keinen Fall
ge=
weſen, denn der würde nicht weich. Das Gericht ſah die
als Entſchuldigung von der beklagten Firma vorgebrachte
Mitteilung, daß ſie noch von keiner Seite Beſchwerde wegen
der Lieferung gehabt habe, eher als einen Belaſtungsgrund
an, denn daraus gehe hervor, daß auch noch andere
Per=
ſonen von dieſen betrügeriſchen Manipulationen der Firma
in Mitleidenſchaft gezogen ſeien. Es kam deshalb unter
Verwerfung der Berufung des Angeklagten zu einer
Er=
höhung der Verurteilung auf 20 Mark Geldſtrafe.
Sie habe ſich zweifellos dadurch einen Vorteil verſchafft, daß
ſie günſtigere Lieferungsbedingungen vorſpiegelte, als ſie
tatſächlich erfüllen wollte. Wenn auch der Zeuge H. wußte,
daß er keinen Schweizerkäſe für den niedrigen Preis
erhal=
ten würde, ſo hätte er doch zweifellos angenommen, daß
er einen nach Schweizer Art im Algäu bereiteten Käſe bekäme.
Durch die Erhebung des Betrages per Nachnahme war dem
Empfänger H. auch nicht die Möglichkeit gegeben, vom Kauf
ſofort zurückzutreten.
Aufbeſſerung der Gehälter der
Staats=
beamten. In den Tagesblättern finden ſich über die in
Ausſicht ſtehende Vorlage, betreffend die Aufbeſſerung
der Gehälter der Staatsbeamten, Mitteilungen, die
wir zu berichtigen in der Lage ſind. Ueber den Inhalt
der Beſoldungsvorlagen beſteht im
Staats=
miniſterium volles Einvernehmen, ebenſo darüber, daß
die Gehaltsaufbeſſerungen ohne Rückſicht auf den
Zeit=
punkt der Verabſchiedung der Vorlagen mit Wirkung
vom 1. April an in Kraft treten ſollen. Der
Ein=
gang der Vorlagen bei den Landſtänden iſt in
aller=
nächſter Zeit zu erwarten.
* Wegen des Bahnbaus Bensheim=Lindenfels
fand, wie die „Darmſt. Ztg. erfährt, am letzten Samstag
eine Beſprechung im Finanzminiſterium ſtatt, an der
außer Vertretern der Continentalen Eiſenbahn=
Bau=
uud Betriebs=Geſellſchaft auch der Kreisrat des Kreiſes
Bensheim und der Bürgermeiſter der Kreisſtadt
Bens=
heim teilnahmen. Die Regierung erklärte ſich damit
ein=
verſtarden, daß die Bahn durch das Schönberger
Tal gebaut wird. Einer Führung der Linie durch das
Zeller Tal (über Gronau) ſtehen nach den
Unter=
ſuchungen der Continentalen Eiſenbahn=Bau= und
Be=
triebs=Geſellſchaft techniſche, insbeſandere betriebstechniſche
Schwierigkeiten entgegen, während andererſeits die von
den Gemeinden zu tragenden Geländeerwerbskoſten im
Schönherger Tal erheblich höber ſein werden, als im
Zeller Tal. Mit Rückſicht auf die große Belaſtung der
Gemeinoen will die Unternehmerfirma nochmals prüfen,
ob nicht durch das Zeller Tal eine nicht ſchlechtere und
nicht teuerere Linie gebaut werden kann als durch das
Schönberger Tal. Sollte auf Grund dieſer Prüſung
darum nachgeſucht werden, die Schönberger Linie durch
eine günſtigere Linie über Zell=Gronau zu erſetzen, ſo
wird das Miniſterium dieſem Wunſch entſprechen. Im
übrigen iſt über die Konzeſſionsbedingungen im
weſent=
lichen ein Einverſtändnis erzielt worden.
G. H. Ih. Vom Hoftheater. In der heute (Mittwoch)
ſtattfindenden Aufführung von „Zar und Zimmermann”,
in der Fräulein Jüttner vom Staditheater in
Metz als „Marie” auf Engagement gaſtiert, hat Herr
Becker, anſtelle des erkrankten Herrn Hans Hacker, die
Partie des „Marguis von Chateauneuf” aus beſonderen
Gefälligkeiten übernommen. Fräulein Jüttner, die
eventuell in nächſter Saiſon als Opernſoubretie in den
Verband der Hofbühne eintreten ſoll, wird am
folgen=
den Tag, Donnerstag, den 22., die zweite Gaſtrolle als
Aennchen im „Freiſchütz” ſingen.
* Dr. Karl Zimmermann *. Der am 7. Februar im
70. Lebensjahre verſtorbene Großh. Oberlandesgerichtsrat
i. P. Dr. Karl Zimmermann war nach im Frühjahr 1866
beſtandener Staatsprüfung zunächſt in der gerichtlichen
und anwaltlichen Praxis beſchäftigt, bis er im Jahre
1871 als Miniſterialſekretär beim Großh.
Juſtizminiſte=
rium angeſtellt wurde. Im Jahre 1874 wurde er zum
Landgerichtsaſſeſſor in Höchſt ernannt und wirkte vom
1. Oktober 1879 an als Amtsrichter in Lorſch. Von hier
im Jahre 1883 an das Amtsgericht Darmſtadt II berufen
wurde er wiederholt mit Aushilfe beim Großh.
Land=
gericht Darmſtadt beauftragt, bis er im Oktober 1884
Die Einſamkeit in der Weltſtadt.
Von Hermann Kienzl, Berlin.
Ich fahre auf der Elektriſchen durch die tobenden
Straßen von Berlin. Der Abend ſenkt ſich hernieder,
über den Dächern liezt rötlich ſchimmernde Dunkelheit.
Aber die Faſſaden der Häuſer prahlen in greller Helle,
die aus vielen hundert Bogenlampen in die feuchte Luft
rinnt und die Nacht verfpottet. Das Licht war den alten
Völkern heilig. Sie beteten die Geſtirne an, die es
ſpen=
deten. Auch uns kommt der Segen von oben! Von den
Dachfirſten ſchreien die blerdenden Reklamen, immer
wie=
der aufblitzend und verlöſaend, die Glaubenslehre des
handelstüchtigen Jahrhundirts herab. Merkur iſt der
mächtigſte der Götter geworken. Ihm dient, was der
edle Menſchengeiſt erfindet. Sieh da! Hoch über dem
Potsdamer Platz ſchbebt ein fhimmendes Luftſchiff. Der
große Gedanke hat Aeolus, den Herrn der Winde, beſiegt,
um hier Lakai zu ſein im Dienſt einer Zigarettenfirma!
Meine ſurrende Poſtchaiſe ſtockt. Eingerammt in eine
unabſehbare Kolonne von Straßmbahnwagen, muß ſie
geduldig warten, reichliche Minuter lang, bis ein
unge=
heurer Knäuel von Fahrzeugen allr Art ſich gelöſt hat
und die Strecke für Sekunden freigegben iſt. Eine Kette
von Automobilen, Autobuſſen, Droſchen, raſſelt an
mei=
nen Glaswänden vorbei. Auf den Lürgerſteigen wälzt
ſich langſam der Menſchenſtrom. Welch eine wüſte
Sym=
phonie von Stimmen und Schritten!
Der Fahrgaſt der Elektriſchen iſt argeſtumpft gegen
das Außerordentliche. Kaum ſtreift ſein Aige die Straße,
kaum vernimmt ſein Ohr den Lärm der Hölle. Er iſt,
gleich vielen ſeiner Fahrtgenoſſen, in ein Buch vertieft.
In ein uraltes Büchlein. Erſchienen anno Domini 1773
bei Weydmanns Erben und Reich in Leipzie „Ueber die
Einſamkeit” von Johann Georg Zimmerkann. Wer
Goethes Biographie und Schopenhauers Weke im
Ge=
dächtnis trägt, kennt den in der Schweiz eborenen
„Königlich großbritanniſchen Leibmedicus zu Hmnover”
der der Arzt und Freund der Charlotte von Sein und
ein tapferer Menſch und Philoſoph geweſen iſt Sein
Leben lag in des Unglücks Schatten, ſeine Gäanken
haben den Denkern eines ſpäteren Jahrhunderts nanche
Erleuchtung gegeben. Vor einigen Jahren iſt und der
Briefwechſel Zimmermanns mit Katharina II. von
Rußland eröffnet worden, und ſein Gehalt reiht ſich
wür=
dig den Briefen an, die Diderot und Voltaire an die
Zarin richteten.
Und nun — in dieſem vor 150 Jahren von keinem
Propheten geahnten babyloniſchen Völkergewirr der
Leip=
ziger Straße in Berlin, verſchlagen von den
betäuben=
den Energien des Verkehrs, leſe ich die ſtillen Worte des
Einſamen! Johann Georg Zimmermann, wo iſt die
Welt, die du erlebt haſt? — Doch, wie ich weiter leſe,
beruhigt mich die Erkenntnis, daß es doch wohlWahrheiten
gibt, die, einmal gefunden, den Veränderungen und
Errungenſchaften der Zeiten trotzen. Seltſam ſpricht der
alte Johann Georg in einem Tramwaywagen, der durch
die brandenden Wogen der Großſtadt fährt, die
gedruck=
ten Worte: „Ich weiß auch, daß man außer den heiligen
Mauern eines Kloſters oder dem Bezirke einer ſtillen
ländlichen Gegend einſam ſein kann. Der Umgang mit
ſich ſelbſt iſt in jeder großen Geſellſchaft und
in der volkreichſten Stadt eben ſo möglich, als
in den Wüſten von Lybien, in den hohlen Bäumen von
Japan und in dem Kloſter der Trappe!”
Mit einem Male wird mir bewußt, wie köſtlich hier,
im wildeſten Lärm, die Muße iſt, die mir gönnt, in
Zim=
mermanns Einſamkeit zu verſinken. Die große, laute
Fremde da draußen iſt eine ſchützende Wallmauer, und
ich bin in meiner fahrenden Burg ein freier Träumer und
Herr .
Zweierlei Einſamkeit kann die Großſtadt geben; die
zwei Einſamkeiten, deren eine der Menſch begehrt, der zu
ſich ſelbſt flüchtet; deren andere der Menſch fürchtet, dem
tief in die Bruſt der brüderliche Drang gelegt iſt. Die
Großſtadt wehrt dir nicht, dich vor der Welt zu
verſchlie=
ßen, aber ſie erſchwert es, den Freund am Buſen zu
hal=
ten. Sie legt endloſe Straßenzüge, die komplizierteſten
Widerſtände von Zeit und Raum und die geſteigerten
Obliegenheiten des Berufes zwiſchen die Menſchen, die
ſich ſuchen. Sie wirkt, indem ſie einer teils wahlloſen,
teils nur repräſentativen oder geſchäftlichen Geſelligkeit
Tür und Tor öffnet, unſozial auf die edlere Gemeinſchaft.
So wenig ſie ein trautes Heimatsgefühl bei den
Noma=
den oder Koloniſten, die ſie zu Hunderttauſenden anzieht,
erweckt, ſo wenig gliedert ſie die ungeheure Maſſe der
Be=
wohner in geiſtige Familie. Wo findet ſich heute noch
in Berlin, in dieſer Stadt der pompöſen Abfütterungen
und der Feſte ohne Herzlichkeit, ein Kreis, wie einſt der
der Rahel Varnhagen geweſen?
Die zwei grundverſchiedenen Einſamkeiten deutet
Zimmermann in dem Satz an: „Der gemeine Kopf
empfin=
det Langeweile am meiſten im Umgange mit ſich ſelbſt,
ein aufgeklärter am meiſten in Geſellſchaft.”
Es gibt alſo auch zwei Arten von Langeweile. Die
eine iſt eines Menſchen Ekel vor ſich ſelbſt, die andere
eines Menſchen Ekel vor anderen. Der Flachkopf, der
nicht mit ſich ſelbſt zu leben weiß und von ſeiner
Lange=
weile und Eitelkeit in die ödeſten geſellſchaftlichen
Unter=
haltungen, in die belang= und wertloſeſten
Beſchäftig=
ungen und Zeitvergeudungen getrieben wird, kennt nur
eine, und zwar eine quälende Einſamkeit: er fühlt ſie,
wenn er ohne zerſtreuende Geſellſchaft iſt. Gerade dieſe
Einſamkeit ſchätzen, im Gegenſatz zu den
Schwindel=
geiſtern, die Menſchen höherer Gattung in vielen
Stun=
den ihres Daſeins als ein edles Glück, und auch
Mon=
taigne preiſt ſie, indem er zugleich auf die zweite
Art Einſamkeit hinweiſt, mit dem Bekenntnis, er habe
ſich ſtets in großer Geſellſchaft am einſamſten, d. h. am
unglücklichſten gefunden.
Indeſſen, in allen Lebensſtunden ſich der
Abge=
ſchloſſenheit ergeben, das mag einem Melancholiker und
Menſchenfeind, und niemals einem geſunden Gemüt
tau=
gen. Sogar Zimmermann, der, ſich die Freuden der
munteren Jugend zurückrufend, erklärt, niemals eine
höhere Wolluſt gekannt zu haben, als die des einſamen
Denkens, — ſelbſt dieſer überzeugte Lobredner der
Ein=
ſamkeit ſchreibt: „Der Menſch ſcheint für den Menſchen
geſchaffen. Nicht nur unſere Bedürfniſſe, ſondern der
natürliche und angeborene Trieb der Kreatur, mit
ähn=
lichen Kreaturen zu leben, haben die Bande der
Geſell=
ſchaft geknüpft. Die Welt ſollte nicht eine
Einſam=
ſamkeit ſein. . . . In dem Ausdruck unſerer
Empfind=
ungen, in der Mitteilung unſerer Begriffe, in der
be=
ſtändigen Auswechſelung derſelben mit den Begriffen
und Empfindungen unſerer Freunde liegt eine
Selig=
keit, die auch der hartnäckigſte Einſame fühlt. Ich kann
den Felſen meine Klagen nicht bringen, und dem
Abend=
winde meine Freuden nicht erzählen; meine Seele ſehnt
ſich nach einer verſchwiſterten Seele; mein Herz ſchlägt
für ein ähnlich denkendes und fühlendes Herz; Himmen
Mitglied dieſes Gerichtshofes wurde. Aus genanntem
Kolleg ſchied er 1896 aus und trat als
Oberlandes=
gerichtsrat in das Oberlandesgericht ein. Zunehmende
Kränklichkeit veranlaßte ihn jedoch, bereits zum 1. Januar
1898 ſeine Penſionierung nachzuſuchen, die unter
Anerken=
nung ſeiner langjährigen treuen Dienſt erfolgte. Den
Verſtorbenen zeichneten Gründlichkeit der Arbeitsweiſe,
klare Auffaſſungsgabe und ein hohes Maß theoretiſcher
Kenntniſſe aus. Sein verdienſtvolles Werk: „Die
Sonder=
rechte der Provinzen Starkenburg und Oberheſſen des
Großherzogtums Heſſen” wird ihm ein dauerndes
Geden=
ken in der Juriſtenwelt ſichern.
* Jahresbericht der Beratungsſtelle für Alkoholkranke.
Die Beratungsſtelle für Alkoholkranke in Darmſtadt hat
ſoeben den Bericht über ihre Tätigkeit im erſten
Geſchäfts=
jahr herausgegeben. Dem Bericht geht eine Schilderung
über die Gründung und die verfolgten Ziele der
Bera=
tungsſtelle voran. Dem Bericht iſt folgendes zu
entneh=
men: Die Tätigkeit in der Sprechſtunde vollzog ſich
gewöhnlich in der Weiſe, daß hier die laufenden Geſchäfte
erledigt wurden, ferner fanden die vorſprechenden
Trin=
ker oder deren Angehörige hier Gelegenheit zu
rückhalt=
loſer Ausſprache und konnten ſich Rat und Hilfe erbitten.
Die Hilfe beſtand zunächſt in mündlicher Aufklärung und
Belehrung über die Alkoholfrage in ihrer geſundheitlichen,
wirtſchaftlichen und ſittlichen Bedeutung, in Verteilung
alkoholgegneriſcher Schriften und in Ermahnung zu
voll=
ſtändiger Enthaltſamkeit als des einzigen wirkſamen
Mit=
tels zur Heilung der Trunkſucht. In weitaus den
mei=
ſten Fällen macht aber die Fürſorge eine Reihe
Maßnah=
men notwendig, wie Vermittelung von
Arbeitsgelegen=
heit, Ueberführung der Pfleglinge in eine
Trinkerheil=
anſtalt oder Irrenanſtalt, Einleitung des
Entmündigungs=
verfahrens, Ueberweiſung der Kinder an die öffentliche
oder private Fürſorge und dergleichen mehr. Daß der
Pfleger über alle Dinge, die ihm anvertrauk werden,
Ver=
ſchwiegenheit beobachtet, iſt ſelbſtverſtändlich. Ueber ihre
Tätigkeit erſtatten die Pfleger bei der Beratungsſtelle
re=
gelmäßig Bericht. Während des erſten Geſchäftsjahres
wurden im ganzen 33 Alkoholkranke, 28 männliche und
5 weibliche, namhaft gemacht. Die Anmeldung erfolgte
in 13 Fällen durch die Ehefrau, in 3 Fällen durch andere
Verwandte, in 7 Fällen durch Behörden, in 8 Fällen durch
Privatperſonen und in 2 Fällen durch den Trinker ſelbſt.
Der Name der Anzeigenden wird grundſätzlich geheim
ge=
halten. Ihrem Familienſtand nach waren von den
gemel=
deten Perſonen 28 verheiratet (24 Männer und 4 Frauen),
2 waren verwitwet und 3 waren ledig. Die Altersklaſſen
waren wie folgt vertreten: zwiſchen 20—30 — 3, zwiſchen
31—40 — 18, zwiſchen 41—50 — 8. zwiſchen 51—60 — 3,
zwiſchen 61—70 — 1. Von den Berufsarten waren
fol=
gende vertreten: gelernte Arbeiter 8. Tagelöhner 8,
Fabrik=
arbeiter 5, Hausfrauen 4. Angeſtellte 2, ſonſtige
Berufs=
arten 6. Es ſpricht deutlich für den engen
Zuſammen=
hang zwiſchen Alkoholismus und Armenlaſt, daß in 25
von den gemeldeten 33 Trinkerfällen das Städtiſche
Pflegeamt (Armenamt) bereits Akten über die gemeldeten
Perſonen oder deren Familien beſaß und in 20 dieſer
Fälle ſchon größere oder geringere Unterſtützungen
ge=
währt hatte. Intereſſant iſt hierbei auch die Tatſache,
daß in 11 dieſer Unterſtützungsfälle das Pflegeamt unter
anderem auch Arzt= oder ſonſtige Kurkoſten für
Trinker=
kinder übernehmen mußte, ein Hinweis darauf, daß das
Trinkerelend auch in der Geſtalt einer ſchwächlichen
Nach=
kommenſchaft zu Tage tritt und über Generationen hinaus
weiter wirkt. Die enge Wechſelbeziehung zwiſchen
Alko=
holismus und Kriminalität iſt bekannt und unbeſtritten.
Von den gemeldeten Trinkern waren 10 nachweislich ein
oder mehrere Male vorbeſtraft, einer hat auch bereits
un=
ter Polizeiaufſicht geſtanden. Die Vorſtrafen bezogen ſich
auf Diebſtahl, Beleidigung. Körperverletzung, Widerſtand
gegen die Staatsgewalt, Urkundenfälſchung. Betrua
Sach=
beſchädigung, Bettel und Ruheſtörung. Zum Schluß
be=
dauerte der Bericht, daß die Beratungsſtelle in keinem
Falle um Hilfe von der Geiſtlichkeit erſucht worden iſt
und wendet ſich an die Allgemeinheit mit der Bitte um
Unterſtützung. Mit einem Dankeswort an diejenigen, die
der Beratungsſtelle mit Nat und Tat beigeſtanden haben,
ſchließt der inhaltsreiche Bericht.
* Schauturnen der „Akademiſchen Turnriege” in der
Turnhalle des Ludwigs=Georgs=Gymnaſiums.
Soder=
ſtraße 30. Zu den ausgezeichnet gelungenen Vorführun=
gen waren zahlreiche Gäſte erſchienen, darunter als
Ver=
treter der Techniſchen Hochſchule Prorektor Geh. Hofrat
Prof. Dr. Schenck die früheren Rektoren Geh. Baurat
Prof. Gutermuth und Geh. Baurat Prof. Walbe,
Direktoren der höheren Knabenſchulen, nämlich Geh.
Schulrat Dr. Mangold und Geh. Schulrat Münch,
Mitglieder des Turnkränzchens Darmſtädter Lehrer,
Ver=
treter der beiden akademiſchen Turnvereine und viele
Studenten. Als Turner ſah man 26 Studierende.
Das Programm brachte zuerſt gemeinſame Frei=Uebungen
modernſter Art, die gute Haltung, Gewandtheit und
rich=
tige Atmung bezweckten. Im Geräteturnen waren
Uebun=
gen am Barren, Bock, Pferd und Reck zu ſehen in allen
Graden der Schwierigkeit. Es ſollen ſich in der unteren
Riege ſogar Teilnehmer befunden haben, die im
gegen=
wärtigen Semeſter ihren erſten regelrechten
Turnunter=
richt genießen, einzelne Ruſſen. — Am Ende erfolgte ein
gemeinſames Keulenſchwingen. Schließlich fand eine
Be=
grüßung ſtatt durch den Leiter der Akad. Turnriege,
Herrn Reallehrer und Turnlehrer an der Techniſchen
Hoch=
ſchule, P. Luley, der eine Anſprache des Herrn
Prorek=
tors, Prof. Dr. Schenck, in Verhinderung des Rektors
folgte. Die Gäſte waren durchweg hochbefriedigt von
den ſchönen, genußreichen Eindrücken der Veranſtaltung.
Den Turnenden ſelbſt merkte man willige Hingabe an
die nicht geringen Anforderungen ihrer Uebungen an.
Das eigene Empfinden wohltuender Förderung
körver=
licher Ausbildung und der Beifall des Publikums müſſen
zu noch höheren Leiſtungen begeiſtern, und die übrigen
Studierenden, welche bis jetzt der ſchönen Turnſache noch fern
geblieben ſind, werden ſich durch die Erfolge der Akad.
Turnriege anregen laſſen, im kommenden Semeſter in die
Reihen der Turner einzutreten.
* Vorträge. Man ſchreibt uns: Auf den Vortrag
des Herrn Profeſſors Dr. Leimbach=Heidelberg am
Freitag, den 23. Februar, abends 8¼ Uhr, in der
Tech=
niſchen Hochſchule über das Thema „Die akademiſche
Trinkſitte und unſer Volk” ſei hier nochmals hingewieſen.
Es dürfte für weite auch nichtakademiſche Kreiſe von
Intereſſe ſein, aus dem Munde eines alten
Korps=
ſtudenten zu hören, welche Gefahren das Feſthalten der
Studentenſchaft an einer ſchädlichen, überlebten Sitte
nicht nur für ſie ſelbſt, ſondern ebenſo ſehr für unſer
ganzes Volk mit ſich bringt. (Siehe Anzeige.)
Das äußerſt intereſſante Thema, über das der durch
ſeine Vorträge rühmlichſt bekannte Herr Profeſſor
Schwarz, Frankfurt, heute abend 8 Uhr in der St.
Eliſabethenkirche ſprechen wird, lautet: Die katholiſche
Kirche und der moderne Staat. (Siehe Anzeige.)
* Im Frauenverein der Johannesgemeinde wird
am Freitag, den 23. Februar, abends 8 Uhr. Herr
Pfarrer Marguth von Nieder=Beerbach, früher
be=
kanntlich Aſſiſtent an der Johannesgemeinde, über „Eine
Wanderung durch Schwaben, Erlebniſſe und Eindrücke‟
ſprechen und dabei das als Geburtsland ſo vieler
be=
rühmter Männer, und ſowohl landſchaftlich als auch in
geſchichtlicher, beſonders kirchengeſchichtlicher Entwicklung
intereſſante Württemberg nach den Reiſeeindrücken zweier
junger Theologen ſchildern. (Siehe Anzeige.)
* Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Der Schlußvortrag des Balkanzykkus, der wegen
Er=
rankung des Herrn Dr. Jäckh verſchoben werden
mußte, iſt auf Dienstag, den 5. März, feſtgeſetzt; er wird
vornehmlich die wirtſchaftlichen Verhältniſſe und
Deutſch=
ands Intereſſen in der Türkei behandeln. Am
voraus=
gehenden Donnerstag, den 29. Februar, wird Herr
Pro=
feſſor Dr. W. Sonne ſprechen über: „Altes und Neues
aus der Sprengſtoff=Technik”. Am Freitag, den 8. März,
folgt der Lichtbilder=Vorirag von Diplom=Ingenieur Dr.
Dunkler=Berlin mit dem Thema: „Die Talſperren
und ihre Bedeutung für Kultur und Menſchheit‟. Die
Vorträge der Herren Dr. Jäckh und Dunkler finden im.
„Kaiſerſaal” ſtatt, Herr Profeſſor Dr. Sonne ſpricht in
der Techniſchen Hochſchule, Saal 326. (Näheres durch
Unzeigen.)
* Orpheum. Das Gaſtſpiel des Dresdener Belvedere=
Enſembles dauert nunmehr noch bis inkl. 29. Februar.
(Siehe Anzeige.)
* Aus der Beſſunger Büchsrhalle (Beſſungerſtraße 48)
wurden im Monat Januar 1366 Bücher entliehen;
einge=
chriebene Leſer ſeit 1. April 538. Geſchenke gingen ein
von Frau Oberſt von Lengerke 3 Bände Zeitſchriften, von
Frau A. Kühner 7 Bände Bücher und Zeitſchriften und
2 Mappen Kunſtblätter, Herrn Hauptmann von Hahn 4
Jahrgänge Zeitſchriften, Frau Landgerichtsdirektor Stephan
6 Jahrgänge Kunſtwart. Den gütigen Gebern herzlichen
Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von Büchern und
guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zum „
Ver=
ein für Verbreitung von Volksbildung” (Mindeſtbeitrag
2 Mk.) werden vom Vorſtand des Vereins gerne
entgegen=
genommen. Unentgeltliche Bücherausgabe: Dienstag,
Don=
nerstag und Samstag von abends 7½—9 Uhr. Daſelbſt
auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pfg.
X Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats Januar
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 155
Ochſen, 3 Bullen, 326 Kühe, 9 Jungrinder, 1022 Kälber,
2917 Schweine, 307 Schafe, 5 Ziegen und 20 Pferde. —
Beanſtandet wurden: 65 Ochſen, 2 Bullen, 213 Kühe,
6 Jungrinder, 19 Kälber, 441 Schweine, 74 Schafe, 1 Ziege
und 1 Pferd. — Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch!
von: 1 Ochſen, 10¾ Kühen, 5¾ Kälbern, 10¾ Schweinen
ind 3 Schafen. — Bedingt tauglich war das Fleiſch
von: ¾ Kühen, ¾ Kälbern und ¾ Schweinen. —
Un=
auglich waren: 2 Kühe, 1184 Organe, 168½ kg Fett
und 80 kg Fleiſch von 822 Tieren. — Auf Trichinen!
wurden unterſucht: 2917 im Schlachthaus geſchlachtete
Schweine, ſowie 4161 kg für hieſige Metzger eingeführtes
friſches Fleiſch von 210 Schweinen. — Der
Nachunter=
ſuchung wurden unterzogen: 755 Sendungen eingeführtes
Fleiſch, enthaltend: 14726 kg Rindfleiſch, 4510kg
Schweine=
fleiſch, 887 kg Kalbfleiſch, 201 kg Hammelfleiſch u. 34 kg
Ziegenfleiſch.
-gs. Von Tobſucht befallen wurde geſtern mittag kurz
nach 12 Uhr der Küchenchef eines hieſigen Hotels. Er
wurde durch die Rettungswache mittelſt
Krankenautomo=
bils nach dem ſtädtiſchen Krankenhaus gebracht.
Offenbach, 19. Febr. Der 13 Jahre alte Schüler
Guſtav S. war ſeit dem 2. Januar ſpurlos
ver=
ſchwunden. Alle Bemühungen, ſeinen Aufenthalt zu
ermitteln, blieben ohne Erfolg. Geſtern vormittag wurde
ſeine Leiche oberhalb des Hafens aus dem Main
ge=
ländet und nach dem Friedhof gebracht. Was den
Jungen in den Tod getrieben hat, ſteht noch nicht feſt. Er
war ein beliebter und tüchtiger Schüler, der eine über
ſeine Jahre hinausgehende Reife erlangt hatte.
Mainz, 20. Febr. Ein auswärtiger Maurer, der auf
der Ludwigſtraße einer Frau das Portemonnaie
aus der Taſche ſtahl, wurde feſtgenommen,
als er einen weiteren Taſchendiebſtahl verſuchte. — Das
heſſiſche Finanzminiſterium hat infolge der vielfachen
Vorſtellungan aus Intereſſentenkreiſen den preußiſchen
Miniſter der öffentlichen Arbeiten erſucht, den
geplan=
ten Umbau der Koſtheimer Schleuſe möglichſt
bald ausführen zu laſſen.
Zornheim, 20. Febr. Dem Landwirt Heinrich
Knuß=
mann II. wurde der ganze Hühnerbeſtand mit
13. Hühnern und einem Hahn geſtohlen. Die Diebe
müſſen ſehr ſachkundig ſein und eine große Frechheit
be=
ſitzen, da der Hühnerſtall nur einige Meter von dem
Wohn=
zimmer entfernt ſteht, und da im Nachbarhof ein ſonſt
ſehr wachſamer Hund iſt. Die Diebe haben noch mehrere
Ställe unterſucht und in einem anderen Gehöft eine Gans
mitgenommen. Bei Johann Braunbeck wurde eine Partie
Wäſche aus dem Garten mitgenommen. Trotz großer
Mühe der Gendarmerie von Nieder=Olm konnten die Diebe
noch nicht entdeckt werden.
Ober=Hiltersklingen, 20. Febr. Auch unſere Gemeinde
hat ſich zur Erbauung einer Waſſerleitung
ent=
ſchloſſen. Die Kulturinſpektion in Darmſtadt hat bereits
die entſprechenden Arbeiten zur Submiſſion
ausgeſchrie=
ben. Die Anlage bekommt zwei Hochbehälter und eine
Röhrenleitung von 6000 Meter.
* Steinberg (Kreis Gießen), 20. Febr. Man ſchreibt
uns: Die Vorarbeiten zu der am 8., 9. und 10. Juni 1912
hier ſtattfindenden 43jährigen Jubiläumsfeier des
Ge=
ſangvereins „Eintracht” mit der ein nationaler
Geſangwettſtreit verbunden wird, ſind ſo weit
gediehen, daß die zweiten Rundſchreiben bereits an die
Vereine zum Verſand gelangten. Die ausgeſetzten
Geld=
preiſe belaufen ſich auf etwa 1300 Mk.; außerdem werden
den wettſtreitenden Vereinen wertvolle Kunſtgegenſtände
zur Verfügung ſtehen. Eine beſondere Anziehungskraft
und Erde verſchwinden bei der, die wir lieben.” Aber
er fügt bei, daß viele Menſchen von der Begierde, mit
ihresgleichen zu leben, ganz von ſich ſelbſt weggetrieben
werden, und daß durch den Wunſch, der Welt zu gefallen,
die Neigung, in ſich ſelbſt zu ſehen, zerſtört wird. Es
ſoll=
ten ſich eben die vermeiden, die nicht innerlich
zu=
ſammenpaſſen.
Auf nichts achtet der großſtädtiſche geſellige
Ver=
kehr weniger, als auf die innere Harmonie, auf den
fruchtbringenden Zweck des geſelligen Lebens, — man
müßte denn die Anknüpfung von Konnexionen, die der
Karriere nützen, die praktiſchen Goldfiſchzüge und
Töch=
ter=Verkuppelungen und die Befriedigung der Eitelkeit
mit der Einladung vieler Titel, Wappen und Orden als
edle Zwecke und Früchte gelten laſſen! Das war in der
großen Welt zum Teile immer ſo aber es war nicht
ausſchließlich ſo, und es iſt damit gegenwärtig
nirgends ſchlimmer, als in der guten Geſellſchaft von
Berlin, die eine eigentümliche Miſchung von
alteuro=
päiſchem Byzantinismus und neuem Amgxikanismus
darſtellt.
Wie die geiſtigen Menſchen früherer Zeit über einen
ſolchen Zuſtand der Geſellſchaft urteilten, das mögen
uns ihre eigenen Wege ſagen. Goethe der ſich
ſei=
nen Umgang in der Regel doch zu wählen in der Lage
war, beklagt in den „Wahlverwandtſchaften” die
Ver=
luſte des geſellſchaftlichen Lebens: „Gedenkt man, wie
viele Menſchen man geſehen, gekannt, und geſteht ſich,
wie wenig wir ihnen, wie wenig ſie uns geweſen, wie
wird uns da zu Mute! Wir begegnen dem Geiſtreichen,
ohne uns mit ihm zu unterhalten, dem Gelehrten, ohne
von ihm zu lernen, dem Gereiſten, ohne uns zu
unter=
richten, dem Liebevollen, ohne ihm etwas Angenehmes
zu erzeigen.” — „Niemand verteilt ſein Geld unter
an=
dere” ſagt Montaigne, „jedermann ſeine Zeit und
ſein Leben‟ — In Knigges „Umgang mit Menſchen”
ſteht der Satz: „Wer mit vielen umgeht, treibt einen
Kleinhandel, bei dem es zwar viel zu tun, aber wenig
zu erwerben gibt.” — Ueber die Bedingungen und die
Formen des geſellſchaftlichen Getriebes (man könnte auch
von ſeiner Uniform ſprechen), und über die
Aufopfer=
ung der eigenen Perſönlichkeiten und die Großzüchtung
von Peer Gynt=Charakteren ſpricht Weber im „
Demo=
kritos”: „Die geſellige Verfeinerung, die verlangt, daß
jeder ſei, wie der andere, geſellig ſchone, allen gefalle,
dieſes tyranniſche, aber den Schwachen höchſt
willkom=
mene Geſetz unterdrückt alle Eigentümlichkeiten des Cha=
rakters.” — „Viel zu viel Wert auf die Meinungen
an=
derer zu legen, iſt ein allgemein herrſchender Zuſtand‟
meint Schopenhauer — und Vauvenargues
ſagt es rauher: „Die Kunſt, zu gefallen, iſt die Kunſt, zu
betrügen.” — Auch Goethe in „Ilmenau”, dem
höfi=
ſchen Zwang entflohen, ruft aus:
„Doch ach, ein Gott verſagte mir die Kunſt,
Die arme Kunſt, mich künſtlich zu betragen”
und von der ſogenannten „Welt” ſagt er in einem
ſei=
ner Gedichte: „Nicht will ſie Gemüt, will Höflichkeit”: in
einem anderen: „Die Welt will uns nichtig‟. In
Dicht=
ung und Wahrheit finden wir das Weistum: „Es iſt dem
geſelligen Menſchen gleichgültig, ob er nützt oder ſchadet,
wenn er nur unterhalten wird.” Auguſt Wilhelm
Schlegel macht die bittere Bemerkung: „Von dem,
was unſerem Herzen am nächſten liegt, mit einiger
Rühr=
ung und Erſchütterung zu ſprechen, würde dem Ton der
feinen Geſellſchaft nicht angemeſſen ſein” — und er fügt
bei, dieſe Geſellſchaft ſei für den Enthuſiasmus tödlich.
Aber faſt verblüfft es, daß Schlegels, große
Freun=
in, Frau von Stael, die ſelbſt in ihrem Schloſſe
Loppet am Genfer See einen Hofſtaat (allerdings
erleſe=
ner Geiſter) um ſich verſammelt hatte, aus ihrem
über=
aus reichen Verkehr Erfahrungen zog, wie dieſe Sätze in
„Corinne: „Mangel an Enthuſiasmus, Mangel an
Mein=
ungen. Mangel an Gefühl, ein wenig Geiſt mit dieſem
negativen Schatze verbunden, und man erwirbt oder
er=
hält ſich das geſellſchaftliche Leben im eigentlichen Sinne
des Wortes, das heißt: Vermögen und Rang. . . . In
Gegenwart der Sonne und des geſtirnten Firmaments
braucht man ſich nur zu lieben und ſich einander würdig
zu finden. Aber die Geſellſchaft! Die Geſellſchaft! Wie
verhärtet ſie das Herz, wie frivol macht ſie den Geiſt! Wie
macht ſie uns nur für das Leben, was man von uns ſagen
wird!“
Ich behaupte nicht, daß die geſellſchaftliche Dreſſur
in kleinen Reſidenzſtädten eine größere Achtung des
Gei=
ſtes und Herzens, eine minder äußerliche Pflege der
Gaſt=
lichkeit vor den Großſtadt=Sitten voraus habe. Gewiß
aber iſt in vielen deutſchen Mittelſtädten ein anmutigerer
Verſtand des geſelligen Verkehrs heimiſch; gewiß wird
im engeren Bezirke die Fähigkeit der Menſchen, ſich
innerliche Werte bei der Wahl ihres Umganges zu
ſchaffen, von den äußeren Verhältniſſen gefördert. In
der Weltſtadt fühlt ſich manches anſpruchsvolle Gemüt zu
unfreiwilliger Einſamkeit verurteilt.
Dagegen gewährt die rieſige Metropole dem Wunſche
des Denkers und Dichters nach ungeſtörter Stille und
nach einer Zurückgezogenheit, in die läſtige Späher nicht
dringen, eine ſo vollkommene Erfüllung, als ſie weder
eine abgeſchiedene ländliche Gegend, noch ein Kloſter der
Trappiſten, ja vielleicht nicht einmal die lybiſche Wüſte
bietet! Der Großſtädter braucht nur den ernſtlichen
Willen zu haben, ſich der Einſamkeit zu ergeben, dann iſt
er bald allein. Im Städtchen und im Dorfe grüßt ihn
der freundliche Nachbar. Hier nicht. Dort kann er ſich,
ſoll er nicht Feindſeligkeiten und hiernach doch den
Ver=
brauch eigener Kraft gewärtigen, gewiſſen geſelligen
Pflichten nicht entziehen. Entrinnt er aber auch dem
Feſtmahl und dem Skat, ſo begegnet er, ſetzt er ſeinen
Fuß auf die Straße, doch allenthalben bekannten
Men=
ſchen oder doch Menſchen, die ihn gewiß
ken=
nen. Denn noch immer, wie zu der Zeit
von Kotzebues „Deutſchen Kleinſtädtern” iſt man
dort um den lieben Nebenmenſchen vom
Mor=
gen= bis zum Abendſchlafrock, vom Frühſtück bis zum
Nachtmahl ſehr beſorgt! Keine fremde Seele kümmert ſich
in der Weltſtadt um des einzelnen Leben oder Sterben.
Jeder iſt nur mit ſich beſchäftigt, mit ſeinem Kampf um’s
Daſein. Die Straße, in der du wohnſt, zeigt dir bei
jedem Blick nie vorher geſehene Geſichter. Im üppiaſten
Gedränge der Menſchenmaſſen biſt du einer von
Tau=
ſenden, ein Körnchen im Dünenſand. Wen nicht Amt
und Beruf aus ſeiner Höhle locken und wer die
Leiden=
ſchaft des Einſiedlers beſitzt, kann ſeinen Verkehr
jahre=
lang auf Diener oder Wartefrau und etwa auf den
Poſt=
boten beſchränken und das herrliche Leben eines
Einzel=
häftlings führen. Hier trifft ihn nicht einmal der beredte
Blick eines ſtummen Kloſterbruders, und ſeine Wüſte
be=
tritt kein Karawanen=Kamel.
Vor dieſer unendlichen Einſamkeit, die eine moderne
Rieſenſtadt dem Untertauchenden bietet, wäre Johann
Georg Zimmermann ſicherlich zurückgebebt! Er, der
als ein früher Vorgänger Nietzſches nur die Abwehr der
Vielzuvielen im Sinne hatte und an die natürliche
Ein=
ſamkeit jedes ungewöhnlichen Menſchen dachte. Und
auch ſchon Zimmermann hatte Vorgänger! „Denken iſt”,
ſagt Ariſtippus, „nichts anderes, als ſich den
unverſöhn=
lichen Haß unwiſſender, blödſinniger, abergläubiſcher und
verdorbener Menſchen auf den Hals laden!‟ Der Epheſer
ruft: „Wenn einer unter uns geſchickt iſt, ſo ziehe er aus
und ſei es anderswo!” — Aus der großen Stadt braucht
der Geſchickte wenigſtens nicht auszuziehen. . .
Seite L.
Nummer 44
darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Februar 1912.
dürfte die unter anderen wertvollen Preiſen für das
Ehrenſingen ausgeſetzte ſilberne Plakette ſein.
(*) Langsdorf, 18. Febr. In der Nähe der
Bahn=
ſtrecke wird ſchon ſeit Oktober an der Erbohrung
einer Quelle zur Waſſerleitung gearbeitet; bis jetzt
iſt es noch nicht gelungen, den Felſen zu durchſchlagen.
Möglich, daß man jetzt wieder auf den Plan des Abg.
Phil. Köhler zurückkommt, der ſchon vor Jahren den
Anſchluß an das Gruppenwaſſerwerk Bad=Nauheim-
Lauter empfahl.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 19. Febr. Eine
Opera=
tion an einem Nilpferde wurde geſtern
vor=
mittag im Zirkus Sarraſani vorgenommen. Dis 2½
Jahre alte Nilpferdfräulein „Thereſa” war ſeit 1½
Wo=
chen leidend; ſeit zwei Tagen hatte ſich der Zuſtand ſo
verſchlechert, daß die Nahrungsaufnahme verweigert
wurde. Die Unterſuchung ergab, daß die Patientin an
einer Vereiterung der linken Backe litt und daß ein
ope=
rativer Eingriff dringend notwendig ſei. Geſtern
vor=
mittag erſchienen die Tierärzte Dr. Senft vom
Zoologi=
ſchen Garten und Dr. Ließ am Krankenlager der
Dick=
häuterin. Aber alle Verſuche, ſie aus dem
Transport=
wagen auf den Operationstiſch zu bringen, ſcheiterten
an der vollſtändigen Apathie des Tieres und an ſeinem
koloſſalen Gewichte, das trotz zweier Flaſchenzüge und
ſechs ſtarker Männer nicht fortzubewegen war. So
ent=
ſchloß man ſich, die Operation im Wagen vorzunehmen.
Da bei der eigenartigen Patientin Vorſicht geboten war,
wurde der Koloß mit Strikken und Riemen gefeſſelt und
zunächſt ſein Mündchen zur Unterſuchung mittels zweier
Flaſchenzüge und dicker Knüppel geöffnet. Die anfangs
gehegte Befürchtung, daß eine Zahnfiſtel vorliege,
be=
ſtätigte ſich nicht. Nachdem der gefährliche Rachen ſicher
verſchnürt war, wurde zum Oeffnen des Abſzeſſes
ge=
ſchritten. Während der Direktor Stoſch=Sarraſani ſeinem
Schmerzenskinde Troſt zuſprach, drang das Meſſer des
Arztes in einer Ausdehnung von 10 Zentimeter in die
entzündete Backe ein, aus der ſich ſogleich mehrere Liter
Eiter ergoſſen. Die Wunde wurde, wie üblich,
ausge=
ſpült, nur daß hierzu nicht eine Spritze ausreichte; die
Spülflüſſigkeit wurde vielmehr mit einer Gießkanne in
die gewaltige Hauttaſche gegoſſen. Gleich nach beendeter
Operation blickte „Thereſe” ihren Gebieter dankbar an
und verſpeiſte einige Rübenſcheiben. Ein abends
aus=
gegebenes Bulletin beſagt, daß ſich das Befinden der
Pa=
tientin zuſehends beſſert. — Der unter dem Verdachte
des dreifachen Raubmordes an der Familie
Schulz in der Alten Jakobſtraße verhaftete Schloſſer
Oskar Trenkler aus Klein=Schönau hat in der
ver=
gangenen Nacht bei ſeiner Vernehmung im Amtsgericht
Zittau dem Berliner Kriminalkommiſſar Hoppe
gegen=
über ein umfaſſendes Geſtändnis abgelegt. Nach
dieſem Geſtändnis hat Trenkler den dreifachen
Raub=
mord allein verübt, indem er nach einander zuerſt die
Frau Schulz, dann deren 19jährige Tochter und
ſchließ=
lich den Juwelier Auguſt Schulz niederſchlug. Der
drei=
fache Mord ſei ihm dadurch erleichtert worden, daß er
immer nur einem Opfer gegenüberſtand und die Tochter
erſt kam, nachdem die Mutter ſchwer getroffen, der Vater
erſt, nachdem Frau und Tochter bereits tot am Boden
lagen. Der Kommiſſar erzielte das Geſtändnis dadurch,
daß er Trenkler fragte, was er eigentlich mit dem
geraub=
ten Sparkaſſebuch getan habe. Dieſe Frage war während
der Vernehmung ſo plötzlich und unerwartet geſtellt, daß
Trenkler in die Falle ging und gedankenlos antwortete,
das habe ich verbrannt. Trenkler war bereits in der
Schule ein Taugenichts. Wiederholt kam er mit dem
Strafgeſetzbuch in Konflikt; als vorletzte Strafe verbüßte
er ſechs Jahre Zuchthaus, weil er in Neu=Gersdorf einem
Reiſenden eine Geldtaſche mit einem Meſſer abgeſchnitten
hatte und dann noch tätlich gegen den Reiſenden
vor=
gegangen war.
München, 19. Febr. Bei der heute mittag in der
Ka=
pelle des Vinzentius erfolgten Trauung der Prinzeſſin
Thereſe zu Oettingen=Wallerſtein mit dem Prinzen Alfred
von und zu Liechtenſtein, Neffen des regierenden Fürſten,
wurde der 85jährige Fürſt Ernſt zu Windiſch=Grätz, Oberſt=
Erblandſtallmeiſter in Steiermark, der Gemahl der
Prin=
zeſſin Camilla zu Oettingen=Spielbera, von einem
Schlag=
anfall betroffen. Der aus den Mitgliedern der höchſten
bayeriſchen und öſterreichiſchen Ariſtokratie beſtehenden
Hoch=
zeitsgeſellſchaft bemächtigte ſich große Aufregung. Der ſo
plötzlich Erkrankte wurde im Sanitätsautomobil in das
Hotel Continental gebracht, wo es ihm über Mittag etwas
beſſer ging. Die Trauung wurde dann von dem Bruder
des Bräutigams, dem Benediktinerpater Prinz Ildefons zu
Liechtenſtein, vollzogen.
München, 19. Febr. Das Landgericht
Mün=
chen I verurteilte nach achttägiger Verhandlung den
ſozial=
demokratiſchen Landtagsabgeordneten Auer=München
wegen Beleidigung der Zentrumsabgeordneten Frank und
Cadau, ſowie des Bahnverwalters Rupprecht zu einem
Monat Gefängnis. Auer hatte den drei Beamten
in einer Eiſenbahnverſammlung vorgeworfen, ſie hätten
ihr Amt zugunſten einer der Zentrumspartei naheſtehenden
Baugenoſſenſchaft mißbraucht.
Sgarbrücken, 19. Febr. Die Kälte der letzten Wochen
hat, wie auch ſonſt in ſtrengen Wintern, einige
unlieb=
ſame Gäſte nach Deutſchland gebracht. Aus Gegenden
im Oſten und Weſten des Reiches kamen Nachrichten, daß
ſich dort Wölfe gezeigt haben. Bekannilich iſt der
Wolf bei uns ebenſo wie in England völlig ausgerottet.
Wenn aber in ſchneereichen Wintern der Hunger die Tiere
zu weiten Wanderungen treibt, kommen ſie auch zu uns
über die Grenze. Das iſt erklärlich, wenn man erfährt,
daß ein Wolf in einer Nacht mitunter 70 Kilometer weit
ſchweift. Zuletzt iſt aus Großblittersdorf gemeldet
wor=
den, daß ſich in dem dortigen Gemeindewalde ein Wolf
zeige, der von Holzfällern beobachtet worden war. Der
Gemeindeförſter wurde ſofort in Kenntnis geſetzt, der
ſofort eine regelrechte Treibjagd auf den fremden Gaſt
unternahm. Der aber ließ ſich wohl einmal von ferne
blicken, verſchwand dann aber wieder. Man vermutet,
daß er aus den Ardennen herübergewechſelt iſt, wo die
Wölfe noch einheimiſch ſind.
Steele a. Ruhr, 19. Febr. In der katholiſchen Kirche
ſtürzt e während des Gottesdienſtes ein Teil des
Decken=
gewölbes ein. Dabei wurde einer der am Hochaltar
amtierenden Miniſtranten ſchwer verletzt. Unter den
Be=
ſuchern des Gotteshauſes brach eine Panik aus.
Inſterburg, 19. Febr. In dem ruſſiſchen Dorfe
Par=
venehre erſchien, nach dem Oſtdeutſchen Tageblatt, ein vor
etwa zehn Jahren als 12jähriger Knabe nach Amerika
ausgewanderter junger Mann. Er logierte ſich
in ſeinem Elternhauſe ein, ohne daß ſeine Mutter und
Schweſter ihn erkannten. Da er von einem großen
Ver=
mögen erzählte, überredeten Frau und Tochter den
heim=
kehrenden Vater, den Fremden zu ermorden. Erſt nach
der Tat erfuhr der Mörder, daß er ſeinen eigenen
Sohn erſchlagen hatte. Mann, Frau und Tochter
wurden verhaftet; die Mutter iſt wahnſinnig geworden.
Paris, 19. Febr. Ein großer Erdrutſch, der
leicht hätte unabſehbare Folgen haben können, ereignete
ſich geſtern, wie ſchon gemeldet, bei der Hügelkette von
Puymorens. Dort finden gegenwärtig Arbeiten zum
Bau eines Tunnels durch die Pyrenäen ſtatt. Infolge der
letzten anhaltenden Regengüſſe hatte ſich das Erdreich
ge=
lockert, und geſtern ſtürzten etwa 25000 Kubikmeter
Erdmaſſen auf den Eingang des Tunnels hernieder,
in dem ſich 150 Arbeiter befanden. Glücklicherweiſe
blieben einige Luftzuführungsſchächte frei, durch die man
den verſchütteten Arbeitern ſofort Sauerſtoff zuführen
konnte. Auf die Kunde von dem Unglück war die
Bevöl=
kerung in Maſſen herbeigeſtrömt und beteiligte ſich lebhaft
an den Rettungsarbeiten. Nach mehreren Stunden gelang
es, einen kleinen Weg in den Tunnel zu bahnen, durch den
die Verunglückten, von der Bevölkerung mit Jubelrufen
empfangen, Mann für Mann an das Tageslicht geholt
wer=
den konnten.
Lyon, 20. Febr. Ein furchtbarer
Selbſt=
mord wurde geſtern nachmittag in der hieſigen St.
Polykarbuskirche verübt. Eine etwa 30jährige Frau goß
ſich am Eingang der Kirche eine Flaſche Eſſenz über
Klei=
der und Kopf und zündete die Flüſſigkeit an. Im Nu
glich die Unglückliche einer lebenden Fackel. Auf ihr
Geſchrei eilten die in der Kirche Anweſenden herbei, doch
war jegliche Hilfe vergellich. Die Frau verſchied nach
wenigen Minuten. Nach den bisherigen Feſtſtellungen
glaubt man, daß die Selbſtmörderin in einer
Privat=
irrenanſtalt in Ville Urbanne in Pflege geweſen iſt und
von dort entwichen war.
Toulon, 20. Febr. Bei der Demolierung des Wracks
der „Liberté” wurden unter den Drehtürmen 14
Ma=
troſenleichen aufgefunden. Die Matroſen hatten
ſich offenbar in der Annahme dorthin geflüchtet, daß ſie
vor den Wirkungen der Exploſion in den Panzertürmen
Schutz finden würden.
Serajewo, 19. Febr. Wie die Blätter melden,
wur=
den bei den geſtrigen Vorfällen mehrere Perſonen
durch Säbelhiebe und Pferdehufe verletzt. Ein in den
Kopf geſchoſſener Sextaner, ein Sohn des
Gemeinde=
rats Schiragio, lebt noch, doch iſt ſein Zuſtand
hoffnungs=
los. Wer den Schuß abgab, iſt bisher nicht feſtgeſtellt
worden. Die Blätter greifen die Polizei heftig an,
hin=
gegen findet das taktvolle Vorgehen des Militärs
all=
gemeine Anerkennung.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Klavierabend von Télémaque
Lam=
brino. Ein außergewöhnlicher Kunſtgenuß ſteht den
Muſikfreunden Darmſtadts bevor in dem Klavierabend
von Télémaque Lambrino, dem zur Weltberühmtheit
ge=
wordenen gottbegnadeten griechiſchen Künſtler, am
Samstag, den 24. Februar, 8 Uhr abends in der
„Traube‟. Geradezu begeiſtert iſt die Kritik
ausnahms=
los von dem Spiel Lambrinos, das ſeit Rubinſtein nicht
wieder gehört wurde. Télémaque Lambrino iſt nicht nur
ein Schwärmer, deſſen Klaviergeſäuſel den Damen und
weibiſchen Männern die kranken Nerven einlullt, auch
nicht nur ein Taſten=Zyklop, der mit hartem Hämmern
den Zaghaften den Mut einflößt, den ſie ſelbſt nicht beſitzen,
keiner, der nur phyſiſches Staunen erregt — nein, ein
ganzer Künſtler. Manns genug für den harten Ernſt
der Kunſt; groß genug und reif genug für die Tiefe
Beet=
hovens und dabei auch zart und ſinnig genug für die
fei=
nen Kauſerien eines Chopin und die Euſebius=
Blüten=
träume eines Schumann. Und wiederum ein Künſtler,
der ſich nicht in den gemütlichen Sackgaſſen hübſcher
Ba=
gatellen verfängt, kein Hiſtorienkrämer, der um der
Muſik=
geſchichte willen Staub aufwirbelt und Raritäten
vor=
ſpielt, ſondern ein Künſtler, der aufs Ganze geht, dem
jegliche Einzelheit Mittel iſt zu dem Zweck einer
einheit=
lichen, großzügigen Kunſt, ein Künſtler, der Muſik hat in
ihm ſelbſt und der darum auch vom Komponiſten Muſik
for=
dert, keine Satzrechnereien und Spielereien, ſondern Muſik,
die der Abglanz des Lebens iſt. Den Kartenverkauf beſorgt
die Firma Gg. Thies Nachfolger (Leopold Schutter) hier.
— Gaſtſpiel Marya Delvard-Mare
Henry. Anläßlich des am 23. Februar in der freien
literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft ſtattfindenden
Gaſt=
ſpiels Marya Delvard-Mare Henry geben wir einige
Urteile bekannter Blätter wieder: Herr Dr. Arthur Neißer
ſchreibt in der Zeitſchrift Die Gegenwart: „Lieder und
Stimmungen” betiteln die beiden prächtigen Künſtler mit
vollem Recht ihre Darbietungen. Wenn doch ein leiſer
Hauch ihres Erlebewillens unſere Podiumsgröße im
Kon=
zertſaal beleben möchte.” — Dr. Hans Heinz Eversi
ſchreibt in der Schaubühne: „Marc Henry und Marya
Delvard ſind feſſelnde, abgeſchloſſen in ſich und auf ſich
ruhende Typen.‟ — Dr. Trog von der Neuen Zürcher
Zeitung ſagt über den Abend: „Das feinſte Gefühl für
den Stil macht ſich überall geltend. Man wird den
rei=
chen, feinen Abend in wonniger Erinnerung behalten.”
Herr Willy Rath ſchreibt in der Täglichen Rundſchau:
„In ſchmuckloſem ſchwarzen Sammtkleid bei traumhaftem
Dämmerlicht kann Marya Delvard uns mit ihrer
unge=
wöhnlichen Suggeſtionskraft allemal in ihre Stimmungen
zwingen.” — Die Kölniſche Zeitung ſchreibt: „Hier
ſpra=
chen und ſangen kluge und feine Köpfe mit literariſchem
Intereſſe. Henry entwickelte eine Kraft, eine ſprühende
Friſche des Temperaments, die mitreißt und erquickt;
in Delvards vornehmer Sicherheit liegt ein bannender
Zauber; in ihrer Art iſt ſie ſicher etwas Großes, Nicht=
Erreichtes.”
Handel und Verkehr.
* Die ordentliche
Generalverſamm=
lung der Darmſtädter Volksbank findet am
Dienstag, den 27. Februar, ſtatt. Aus dem ſoeben
heraus=
gegebenen Bericht des Vorſtandes, dem 50.
Ge=
ſchäftsbericht, geben wir nachſtehendes wieder: Aus
klei=
nen Anfängen hat ſich das Inſtitut durch beharrliche und
erfolgreiche Arbeit zu ſeiner jetzigen Bedeutung
empor=
gerungen. Eine Denkſchrift wird im Laufe des Jahres
die Geſchichte der Genoſſenſchaft behandeln. Als ihr
Geburtstag iſt der 14. Auguſt zu betrachten; er ſoll in einer
würdigen Weiſe begangen werden, nähere Mitteilungen
werden die Mitglieder ſpäter erhalten. Aber heute ſchon
ſei hervorgehoben, daß es während der verfloſſenen
fünf=
zig Jahre ſtets das Beſtreben der Verwaltung geweſen
iſt, den Mitgliedern der Genoſſenſchaft den von ihnen
benötigten Betriebskredit zu billigen Bedingungen bereit
zu ſtellen, um ihnen damit einen feſten Rückhalt für ihre
geſchäftlichen Unternehmungen zu gewähren. Die
Ent=
wickelung der Genoſſenſchaft erfordert die Erhöhung
der Kreditgrenze; es wird beantragt. ſie zukünftig
auf 300.000 Mark feſtzuſetzen. Eine leichte Beſſerung
läßt ſich für das hieſige Baugewerbe im
abgelau=
fenen Jahre feſtſtellen; der Geſamt=Bauwert der
fertig=
geſtellten Neu= und Umbauten hat eine mäßige
Steiger=
ung erfahren. Doch ſtellt ſich immer noch das
Uebermaß=
an Mietshäuſern, das kapitalſchwache Bauunternehmer
Ende der 80er und anfangs der 90er Jahre in unſerer
Stadt geſchaffen haben, und die Schwierigkeit, zweite
Hypotheken zu erhalten, dem Aufſchwung der
Bautätig=
keit hindernd entgegen. Dazu kommen die hohen
Ab=
gaben, die jetzt auf dem Grundſtücksverkehr laſten; ſie
erſchweren den Umſatz, die Verkäuflichkeit der Häuſer
und beeinträchtigen empfindlich den Verkaufswert. Daß
ſich die Kapitaliſten der Hergabe von Geld auf zweite
Hypotheken in ſo ſtarkem Maße enthalten, iſt wohl zu
bedauern; ein gründlicher Wandel wird aber erſt
ein=
treten, wenn die kapitalſchwachen Elemente von dem
Feuilleton.
C) Eine Eiſenbahn übers Meer. Präſident Taft hat am
22. Januar eine Eiſenbahnlinie feierlich eröffnet, die unter
den Verkehrsmitteln der Welt ganz eigenartig daſteht.
Es iſt ein Schienenſtrang, der mehr als 100 Kilometer
weit ins offene Meer führt. Um die Verbindung zwiſchen
den Vereinigten Staaten und der Inſel Kuba zu
erleich=
tern und die Fahrt abzukürzen, haben die Amerikaner die
Eiſenbahnlinie, die an der Oſtküſte von Florida entlang
führt, in die offene See hinein verlängert. Intereſſante
Einzelheiten über dieſes großartige, in ſeiner Art
allein=
ſtehende Unternehmen teilt F. Honoré in einem Aufſatz
der Illuſtration mit: Zur Anlage des Schienenweges hat
man den Kranz von Korallenriffen benutzt, die den Kanal
von Florida durchziehen und durch zahlreiche Meerarme
von einander getrennt ſind. Dieſe Riffe mußten durch
große Viadukte miteinander verbunden werden, von
denen manche eine Länge von mehreren Kilometern
er=
reichen. An der äußerſten Spitze von Florida, in der
Gegend von Everglades, liegt die niedrige und ſumpfige
Küſte faſt dem Meeresſpiegel gleich; ſchon hier hatte die
Anlegung der Eiſenbahnlinie zwiſchen Miami und
Wa=
ters Edge außerordentliche Schwierigkeiten bereitet. Von
da an aber war man gezwungen, die Eiſenbahn über das
Meer ſelbſt zu führen. Von der Küſte bis Knights Key
muß die Eiſenbahn 108 Kilometer zurücklegen, von denen
etwa für die Hälfte der Weg durch Dämme und Viadukte
geſchaffen werden mußte; der längſte Viadukt nahe bei
Long Key iſt 9½ Kilometer lang; der Reiſende verliert
auf dieſer Fahrt das feſte Land völlig aus den Augen.
In der Umgebung der Korallenriffe iſt der Ozean wenig
tief. Es genügte, den Sand acht Meter auszubaggern,
um das Fundament für die Pfeiler zu legen; die
Schie=
nen befinden ſich 10,30 Meter über dem Meeresſpiegel.
Dieſe Höhe genügt, um den Zügen Schutz gegen den
ſtärkſten und höchſten Wellenſchlag zu gewähren. Die
rieſenhafte Arbeit wurde mit außerordentlicher
Schnellig=
keit ausgeführt. Die erſten 100 Kilometer wurden von
einem Heer von 3000 Arbeitern innerhalb von 2 Jahren
fertiggeſtellt. Zum Teil hauſten die Arbeiter auf den
Korallenriffen, zum Teil waren ſie auf Brückenſchiffen
in=
ſtalliert. Das ganze Material, das Waſſer, die
Lebens=
mittel wurden von einer nur dieſem Zwecke dienenden
Flotte herbeigeſchafft, die aus neun Dampfſchiffen, aus
drei Schleppdampfern und mehr als 100 kleineren
Trans=
portſchiffen beſteht. Die Geſamtkoſten der Anlage
belau=
fen ſich auf über 80 Millionen Mark; die
Durchſchnitts=
koſten von je 1700 Metern werden mit einer ½ Mill.
ange=
geben. Der äußerſte Punkt der Anlage iſt Key Weſt, zugleich
der ſüdlichſte Hafen der Vereinigten Staaten und der dem
Panama=Kanal am nächſten liegende. Key Weſt, das alſo
nun durch eine Eiſenbahn mit dem Feſtlande verbunden
iſt, iſt von Havanna noch durch einen Meerarm von 157
Kilometern getrennt. Früher mußte man die Reiſe von
Florida nach Havanna von dem Hafen Miami antreten.
Jetzt iſt es möglich, in einem Tage von New=York nach
der Hauptſtadt Kubas zu gelangen. Die Eiſenbahnfahrt
übers offene Meer, die von außerordentlicher politiſcher
und ökonomiſcher Bedeutung iſt, bietet daneben auch dem
Reiſenden eines der merkwürdigſten Schauſpiele, denn
im lururiöſen Eiſenbahnwagen ſitzend, erlebt der
Paſſa=
gier die Reize einer Meerfahrt, ſauſt an bizarr geformten
maleriſch gelegenen Korallenklippen vorbei und kann in
völliger Sicherheit ſich auch dem aufregenden Bilde eines
Sturmes mit hohem Seegang ruhig hingeben.
* Ungeſtillte Ordensſchmerzen. Der
Generalordens=
kommiſſion ſind von einem Fahrraddiebe ſo nebenbei
mehrere Bände alter Akten geſtohlen worden, als ſie von
einem Radfahrer zur Buchbinderei gebracht werden ſollten.
Die Bände enthalten Akten der Ordensverleihungen aus
den Jahren 1868, 1874 und 1878, die ganz beſonders durch
zahlreiche Randbemerkungen intereſſant ſind, die
Kaiſer Wilhelm I. dazu machte. Die B. Z. am
Mit=
tag teilt einige dieſer Randbemerkungen mit, die beweiſen,
daß der alte Kaiſer insbeſondere für die Ordensſchmerzen
von Schauſpielern kein Mitgefühl hatte. Als
Kro=
lop, der ehemalige Baſſiſt der Hofoper, ſeiner Sehnſucht
nach einem Orden in einem Geſuch Ausdruck gegeben hatte,
ſchrieb der Kaiſer dazu: „Trefflicher Sänger, aber deshalb
braucht er doch nicht einen Orden zu erhalten, Niemann iſt
ein größerer Sänger und begnügt ſich mit Anerkennung
und Gage.” Auf das Geſuch um einen Orden für Frau
Frieb=Blumauer ſchrieb er: „Wußte nicht, daß die
alte Frieb auf Orden erpicht iſt. So eine große Künſtlerin!“
Auf das Geſuch um einen Orden für eine andere Künſtlerin
ſchrieb er: „Ach nein! Iſt mit Lorbeer ausgezeichnet, genügt
vollſtändig!” Man wollte den Kaiſer bewegen, einen
eigenen Künſtlerorden zu gründen. Er lehnte es aber ab
und meinte, daß die Künſtler genug hätten an der ſüßen
Laſt der ſächſiſchen, weimariſchen Orden uſw. Angeblich
beſtand bei den Hohenzollern das Herkommen, daß einem
Schauſpieler kein Orden verliehen wurde. Dieſes
Herkom=
men iſt jedoch längſt durchbrochen und manch' Schauſpieler
erfreut ſich nun auch mit preußiſchen Orden wohlgefüllter
Knopflöcher.
— Arreſt auf Befehl des Fürſten. Dem weſtfäliſchen
Jägerbataillon Nr. 7 in Bückeburg iſt durch den Fürſten
zu Schaumburg=Lippe eine ſehr unangenehme Ueberraſchung
zuteil geworden. Der Fürſt iſt den wenigſten Mannſchaften
des Bataillons bekannt, weshalb es natürlich kein Wunder
war, daß ihm nicht die vorgeſchriebene Ehrenbezeugung
er=
wieſen wurde. Jetzt hat der Fürſt ein drakoniſches Mittel
angewandt: Er diktierte höchſteigenhändig dem ganzen
Ba=
taillon eine Strafe von acht Tagen Kaſernenarreſt und
be=
fahl außerdem, daß innerhalb der nächſten vier Wochen
keinem Unteroffizier und keinem Jäger Stadturlaub zu
er=
teilen ſei.
Grundſtücksmarkt verſchwinden und wenn die
Darlehens=
geber der erſten Hypothek bei der Beleihung entweder
eine größere Vorſicht, als ſeither üblich, walten laſſen,
oder wenn ſtatt kündbarer feſter Darlehen unkündbare
Hypotheken mit Tilgungsraten gegeben werden, um
welche die nachfolgenden Hypotheken in ihrem Range
vorzurücken hätten.
Der Geſamtumſatz hat ſich um etwa 600000 Mark
geſteigert. Weſentliche Mehrerträge hat das
Kredit=
geſchaft erbracht, beſonders in den beiden
Geſchäftszwei=
gen Kontokorrenz= und Vorſchuß=Konto, während die
anderen Konten, mit Ausnahme des Effekten=Kontos,
nur unweſentliche Veränderungen zeigen. Dem
Rück=
gang der Staatspapiere mußten wir abermals durch
Abſchreibungen einen Tribut zollen. Der ſich fortſetzende
Rückgang des Kurſes unſerer deutſchen Staatspapiere iſt
außerordentlich zu bedauern, denn hierdurch wird das
Anlage ſuchende Publikum immer mehr abgeſchreckt, ſolche
Papiere zu erwerben. Es bleibt abzuwarten, ob die
Beſtimmungen der Reichsverſicherungsordnung und des
Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte zur Anlage der
Prä=
mien in den nächſten Jahren einen fühlbaren und
beſſern=
den Einfluß auf die Kursgeſtaltung der deutſchen
Staats=
papiere ausüben werden. Die Bewegungen der übrigen
Geſchäftszweige ſind aus den Erläuterungen zu erſehen.
Das von der Reichsbank empfohlene Schema zur
Auf=
ſtellung der Zweimonatsbilanzen iſt ſchon bei dem
Ab=
ſchluß zugrunde gelegt. Die Bilanz ſchließt mit einem
Gewinnergebnis von 165 223,10 Mark, das geſtattet,
wie=
der in Vorſchlag zu bringen: 6 Prozent Dividende zu
verteilen, weſentliche Beträge den Reſerven zuzuführen,
ſowie beſondere Abſchreibungen vorzunehmen.
* Gothaer Lebensverſicherungsbank
auf Gegenſeitigkeit. Nach vorläuſgger Feſtſtellung betrug
1911, im 83. Geſchäftsjahre der Bank, der Zugang an
neuen Verſicherungsſummen 83 Millionen Mark er
über=
ſtieg den des vorletzten Jahres um 9 Millionen Mark und
war überhaupt der höchſte Neuzugang, den die Gothaer
Bank in einem Jahre erreicht hat. Nach Abzug aller
Ab=
gänge erhöhte ſich der Geſamtbeſtand an eigentlichen
Lebensverſicherungen auf mehr als 1096 Millionen Mark.
Bei den günſtigen Sterblichkeits= und Zinsverhältniſſen
ſowie bei den niedrigen Verwaltungskoſten iſt auch das
finanzielle Ergebnis des letzten Jahres wiederum ſehr
befriedigend.
H. Frankfurt a. M., 20. Febr. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkt waren einheimiſche
Brotfrüchte reichlicher vorhanden und die Preiſe zur
Ab=
ſchwächung geneigter, da die Kaufluſt ſehr geringfügig
blieb. Gut behauptet blieb Landroggen und Gerſte.
Hafer konnte bei ſtärkerem Angebot im Preiſe nachgeben.
Futtermittel weniger gefragt und kaum feſt, nur
Futter=
gerſte und Mais knapp und preishaltend. Die
Forderun=
gen für Mehl ſind unverändert, aber eher williger. Der
Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig und
nahezu geſchäftslos. — An der Berliner
Produk=
tenbörſe war Getreide matter auf das heitere
früh=
lingsmäßige Wetter und auf die Herabſetzung der
La=
plata=Offerte um 1—1½ Mk. Auch das Provinzangebot
war zunehmender. Hafer niedndzer, da Lokoware und
Provinzofferten billiger und ſtärker waren.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (New=York und
Chicago) war Weizen anfangs nachgebend auf den
Aus=
weis der ſchwimmenden Vorräte, dann aber wieder höher
auf die Feſtigkeit der inländiſchen Produktenmärkte,
ſpe=
ziell in Minneapolis. Beſſere Nachfrage für Mehl wie
auch für Lokoware begünſtigte die beſſere Stimmung.
Mais ebenfalls nach anfänglicher Schwäche anziehend
auf die Ankündigung einer Abnahme in Illinois; nur
Maitermin ſchließlich billiger. Die ſichtbaren
Weizenvor=
räte ſind dort in dieſer Woche von 61.51 Millionen Buſh
auf 60 Millionen Buſh. zurückgegangen, hingegen die
Maisvorräte von 10.11 Millionen Buſh. auf 11.33 Mill.
Buſh. geſtiegen. In Kanada erhöhten ſich die
Weizen=
vorräte in dieſer Woche von 22.93 Millionen Buſhels auf
23.08 Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen hieſiger und Wetterauer, 21.90—22
Norddeutſcher 21.90—22, Kurheſſiſcher 21.90—22,
Ruſſi=
ſcher 23.50—24.50, Laplata 23.25—24, Rumäniſcher 23.50
bis 24.25, Kanſas 24—24.25, Redwinter 23.50—24, Walla=
Walla 23.75—24, Manitoba 23.50—24; Roggen
hieſi=
ger 20—20.15, Bayeriſcher (Pfälzer) 20.10—20.20,
Ruſſi=
ſcher 20.75—21, Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher 20.50
bis 20.75; Gerſte (Pfälzer) 22—23, hieſige und
Wet=
terauer 22—23, Fränkiſche 22—23, Riedgerſte 22—23,
Ungariſche —.— Ruſſiſche Futtergerſte ——: Hafer
hieſiger 21—21.25, Ruſſiſcher 20.50—22. Bayeriſcher 21.00
bis 21.25, Rumäniſcher 20.50—21.75, Amerikaniſcher 19.25
bis 19.75; Mais mired 18.10—18.25, Donaumais 18.30
bis 18.50. Ruſſiſcher 18.50—18.75, Rumäniſcher 18.50 bis
18.60, Weißer Mais 18.30—18.50. Laplata 18.30—18.50,
Weizenſchalen 13.75—14, Weizenkleie 13.50—13.90,
Rog=
genkleie 14.25—14.50, Futtermehl 16—16.50, Biertreber
getrocknet 15—15.50; Weizenmehl, hieſiges (Baſis
ab Mannheim) Nr. 0 31—31.25, feinere Marken 31.50 bis
31.75, Nr. 1 30.25—30.50, feinere Marken 30.75—31, Nr. 2
29.25—29.50, feinere Marken 29.75—30, Nr. 3 27.25—27.50,
feinere Marken 27.75—28, Nr. 4 23.50—23.75. feinere
Mar=
ken 24—24.25; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 28—28.25,
Generalverſammlung des Bundes
der Landwirte.
— Berlin, 19. Febr. Unter Beteiligung von über
8000 Landwirten aus allen Teilen des Reiches und zahl
reicher Reichs= und Landtagsabgeordneter der konſervativen
und freikonſervativen Partei trat heute mittag im
Sport=
palaſt der Bund der Landwirte zu ſeiner
diesjähri=
gen Generalverſammlung zuſammen. Es waren
faſt alle bekannteren Bundesführer erſchienen. Zu Beginn der
Tagesordnung wurde außer dem bereits bekannt gegebenen
Geſchäftsbericht eine Reſolution vorgelegt, in der
gleich=
mäßiger Schutz jeder nationalen Arbeit, beſonders der
land=
wirtſchaftlichen Produktion, verlangt, und weiterer Ausbau
der ſozialen und wirtſchaftlichen Fürſorge für den
Mittel=
ſtand und den Beamtenſtand, ſowie Schutz der chriſtlichen
und nationalen Arbeiterſchaft gegen ſozialdemokratiſchen
Terrorismus gefordert wird. Zur Deckung der ſtetig
ſtei=
genden Anforderungen für Heer und Flotte wird
Beibehal=
tung der indirekten Steuern und Ausbau einer beſonderen
Beſteuerung des mobilen Großkapitals gefordert, während
man von der Ausdehnung der Erbſchaftsſteuer auf Kinder
und Ehegatten nur eine Vermehrung der Zerriſſenheit der
bürgerlichen Parteien erwartet. — Der Bundesvorſitzende
Dr. Röſicke (Gersdorf) hielt, mit lebhaftem Beifall
em=
pfangen, eine hochpolitiſche Begrüßungsanſprache, in der er
einen Rückblick auf den letzten Reichstagswahlkampf wirft,
in dem die Gegner des Bundes mit orientaliſchem
Ge=
pränge und mit vergifteten Waffen gegen die Rechte ins
Feld zogen. Den Hanſabund und die Liberalen bezeichnet
er als eine Trabantentruppe der Sozialdemokraten. Der
Erfolg der Wahl ſei der, daß der Libieralismus geſchlagen
ſei und die Sozialdemokratie über ihren Sieg frohlocke. Der
Reichskanzler möge die Gefahren de Sozialdemokratie
nicht unterſchätzen und ſchon ehe die Revolution da iſt,
energiſch auftreten. Bezeichnend ſei, daß gerade der
Hanſa=
bund dieſe Konſtellation herbeigeführt habe, obgleich
be=
ſtimmende Perſönlichkeiten des Bundes ſich rühmen, zur
nächſten Umgebung des Kaiſers zu gehören. Unentwegt
werde der Bund für Kaiſer und Reich eintreten. Mit einem
Hoch auf den Kaiſer ſchloß er die Begrüßungsrede.
Nach einer weiteren Anſprache, die Frhr. von
Wangenheim (Klein=Spiegel) der zweite
Vor=
ſitzende des Bundes, hielt, erſtattete der Direktor
des Bundes, Dr. Diedrich Hahn, den
Geſchäfts=
bericht. Nach Erſtattung des Kaſſenberichts durch
Kammerherrn von Blödau (Ehrenberg ergriff der
Direktor des Bundes, Dr. Diedrich Hahn, das Wort, der
zunächſt verſicherte, daß der Bund immer kräftig für den
Mittelſtand eintrete. Sozialdemokratie und mobiles
Groß=
kapital zeigen die zwei gleich bleibenden Tendenzen: Die
Sozialdemokratie ſtrebe nach Organiſation der
Arbeiter=
maſſen zur Vernichtung der bürgerlichen Geſeuſchaft, das
or=
ganiſierte Großkapital aber ſtrebe nach der Herrſchaft im alter
bürgerlichen Staat. Der Redner verteidigt dann die
Hal=
tung der Bundesführer in der Finanzreform und wirft der
Regierung vor, daß ſie die Partei, die die Finanzen des
Reiches aufgebeſſert habe, vollſtändig im Stich ließ. Wir
warnen, ſagte er, vor der Wiederaufrollung der Frage der
Erbſchaftsſteuer. Tut der Reichskanzler es dennoch, ſo ſteht
er nicht über den Parteien, ſondern ſteigt vom Zaune herab,
und wir würden das unendlich bedauern. von
Olden=
burg (Januſchau): Der letzte Wahlkampf war ein Kampf
des internationalen Judentums gegen den chriſtlich=
monar=
chiſchen Staat. Wir haben die Nationalliberalen
unter=
ſtützt, aber es war eine Dummheit. Wir werden es nur
wieder tun wenn ſich die Nationalliberalen andere Führer
ſuchen. Mit dem Freiſinn ſind wir fertig, er gehört zur
Sozialdemokrtie, up ewig ungedeelt. Die größte
Verwirr=
ung im Volke haben die Verbündeten Regierungen
ange=
richtet, die die Sozialdemokratie zu poſitiver Mitarbeit
her=
anzogen. Heraus mit den Sozialdemokraten aus den
Vor=
zimmern der Geheimräte! Eins ſteht feſt: Unſer Schlachtruf
heißt: Für Gott, König und Vaterland, für die Nation, und
unerſchütterlich lebt in uns das Bewußtſein: Dennoch ſiegſt
Du, Nazarener! Die Reſolution wurde angenommen. —
Mit einem Hoch auf den Bund den Landwirte ſchloß der
Vorſitzende die Verſammlung.
Luftfahrt.
Die Abnahmefahrt des P. L. 11.
* Berlin, 20. Febr. Geſtern nachmittag um ½6 Uhr
ſtieg das Luftſchiff „P. L. 11” zu ſeiner letzten
Uebungs=
fahrt vor der Uebernahme ſeitens der Heeresverwaltung
auf. Die Fahrt ſoll 16 Stunden dauern. Während der
letzten 5 Stunden ſoll eine Höhe von mindeſtens 1500
Me=
tern innegehalten werden. Das Luftſchiff nahm den Kurs
auf Spandau. Es ſoll von Hannover nach Berlin zurück
kehren.
* Berlin, 20. Febr. Der Lenkballon P. L. 11 iſt
geſtern nachmittag 4,53 Uhr zu einer Dauerfahrt aufgeſtiegen.
Die Führung lag in den Händen von Hauptmann von
Kohler und Oberleutnant Stelling, ſowie Steuermann
Thomſon. Die aſtronomiſche Navigation leitete Herr
Wittich. Außerdem befanden ſich an Bord zwei
Maſchi=
niſten und zwei Mitglieder der Abnahmekommiſſion,
darun=
ter Hauptmann von Jena. Die Landung erfolgte
glatt heute früh 9,50 Uhr. Die Fahrt ging über die
Pro=
vinz Hannover. Das Luftſchiff hatte teilweiſe mit ſtarkem,
böigem Gegenwind von 15—16 Meterſekunden zu kämpfen.
Von 12.15 Uhr an herrſchte 5 Stunden lang Regen. Von
12,15 bis 8,20 hielt ſich das Luftſchiff in einer Höhe von
1000—1100 Metern. Bei der Landung hatte es noch für
8 Stunden Betriebsſtoff und wäre weiter geflogen, wenn
ticht die Mannſchaft zu erſchöpft geweſen wäre. Bei der
Landung war Generalmajor v. Meſſing zugegen, der ſich ſehr
lobend über die Fahrt ausſprach. — Mit dieſer Fahrt geht
das Luftſchiff in den Beſitz der
Militärverwal=
tung über. Das Luftſchiff ſoll in den nächſten Tagen die
Luftreiſe nach Königsberg i. Pr. antreten, wo es
ſtatio=
niert wird.
sr. Ein neuer Aeroplan=Weltrekord im
Fluge mit vier Paſſagieren wurde von dem Fluglehrer
der Guſtav Ottoſchen Flugſchule, A. Renzel=München,
aufgeſtellt. Er flog mit vier erwachſenen Perſonen an
Bord eines Otto=Doppeldeckers 21 Minuten 45
Sekun=
den und verbeſſerte damit den bisher von dem Franzoſen
Buſſon gehaltenen alten Rekord von 17 Minuten 28
Se=
unden nicht unerheblich.
sr. Ein neuer Todesſturz ereignete ſich bei
dem zur Zeit in San Franzisko ſtattfindenden Flug=
Meeting. Dort verunglückte ein deutſcher Aviatiker
amens Hoff, der anſcheinend in einen Wirbelwind
ge=
raten war und ſeine Maſchine trotz aller Anſtrengungen
nicht mehr vor dem Sturz bewahren konnte.
Sport.
sr. Ein neuer Weltrekord im
Schwim=
men über 200 Meter wurde von dem deutſchen
Meiſterſchwimmer Bretting in Magdeburg aufgeſtellt,
und zwar bei einem Schwimm=Meeting, das vom
Schwimmſportklub „Hellas” zum Beſten des deutſchen
Olympia=Fonds veranſtaltet wurde. Es gelang
Bret=
ting, 200 Meter in 2 Minuten 24½ Sekunden
zurückzu=
legen und damit den von dem Ungarn Zolton von
Hal=
may gleichfalls in Magdeburg im Jahre 1908 von 2:28½
aufgeſtellten Rekord um 4 Sekunden zu verbeſſern. Der
bisherige deutſche Rekord wurde ſogar um 8 Sekunden
unterboten.
sr. Im Internationalen Lawn=Tennis
Turnier zu Monte Carlo, das die
Internatio=
nale Lawn=Tennis=Saiſon an der Riviera einleitet,
wurde die Herrenmeiſterſchaft im Einzelſpiel entſchieden.
Sieger blieb Wilding, der den Franzoſen Decugis
be=
reits in der Vorſchlußrunde geſchlagen hatte, und in der
Schlußrunde auf Moore traf, den er 6—3, 6—3, 6—3
ſchlug. Das Dameneinzelſpiel wurde von Fräulein
Tripp im „walk-ofer” gewonnen. Das Herren=
Doppel=
ſpiel gewannen Decugis=Gernot gegen Freeborb=
Tam=
baux.
Faſchingsfreude in Darmſtadt.
Hoch wie ſelten gingen die Wogen des Faſchings
in unſerer Reſidenz während der drei Tage, und ganz
beſonders geſtern, am Faſtnachts=Dienstag. Das
herr=
lichſte Wetter begünſtigte das Treiben in den Straßen
und die Reſtaurants und Cafés waren wieder überfüllt.
Der Roſenmontag
brachte die ſeit Jahren beſtens eingeführte
Feſtvor=
ſtellung im närriſchen Hoftheater=Orpheum
auf Allerhöchſten Befehl Sr. Närriſchen Hoheit des
Prin=
zen Karneval. Das Orpheum trug noch den herrlichen
Blütenſchmuck von der Künſtler=Redoute „Unter Blüten”.
am Samstag und die das Haus füllenden Beſucher waren
meiſt in Koſtümen oder doch mindeſtens mit närriſchem
Kopfſchmuck erſchienen. Fanfarengeſchmetter zeigte das
Erſcheinen des Prinzen mit Gefolge und des
närri=
ſchen Miniſteriums an. Unter den Klängen des
Narrhalla=
marſches erfolgte der Einzug in die Mittelloge, von der
herab der Präſident der Karnevalgeſellſchaft
Narrhalla, Mar Weiner, die Schar der
När=
rinnen in pointierter Rede herzlichſt begrüßte. Dann
nahm die Vorſtellung ihren Anfang. Die Künſtlerinnen
und Künſtler des Königlichen Belvedere leiſteten
auch in dieſer Vorſtellung unter erſchwerenden Umſtänden
wieder Hervorragendes. Weder durch die ziſchenden
ſchil=
lernden Luftſchlangen, noch die fortgeſetzt krachenden
Knallerbſen uſw. ließen ſie ſich beirren. Trude Troll,
der Tanzkobold, tanzte mit unvermindert entzückender
Grazie ſich auch in die Herzen der Narrenſchar hinein,
und Maud Hawley faszinierte wieder durch ihre
Vorträge und Eleganz der Koſtüme. Maria Lee
ſchleuderte mit unverminderter Wirkung ihrem Nachbar
im Roſenkavalier den „Dreckchen Ammi” ins Geſicht und
blieb gleich verführeriſch als reizendes Compèrchen, und
Diana Renard von gleich vornehmer Grazie als
Commére. Elſe Clermont und Nanni Weiße
tanz=
ten im Hoſenrock, ſpielten Fußball und verkauften
Mar=
queriten, unbehindert durch das frohe Treiben, und auch
die Herren Indra Ritter, Freyberg und
Bell=
mann waren mit unvermindertem Erfolge auf dem
Plan, ſo daß die Vorſtellung auch künſtleriſch auf der
Höhe einer Feſt= und Hofvorſtellung ſtand. — In der
Pauſe fand auf der Bühne großer Dekorierungsakt ſtatt.
Im Auftrage Sr. Närriſchen Hoheit des Prinzen
über=
reichte Präſident Weiner ſämtlichen Künſtlerinnen und
Künſtlern Orden am Bande und der närriſche Hoftheater=
Intendant Fink wurde in den erblichen Adelsſtand
er=
hoben, in welchem er hinfüro Fink von Finkenſtein
heißen wird.
Nach der Feſtvorſtellung ſtattete der Elferrat der
Narrhalla dem Maskenball des
Veloziped=
klubs im Kaiſerſaal einen offiziellen Beſuch ab, der mit
freudigem Hallo aufgenommen wurde. Hier herrſchte wie
immer frohes Treiben, und mit Begeiſterung gab man
ſich dem fröhlichen Mummenſchanz hin.
Zu einer der ſchönſten und vornehmſten
Veranſtalt=
ungen des Roſenmontags wurde zweifellos der
Rhei=
niſche Karneval in der „Traube‟ Hier war ſchon
von 9 Uhr ab kein Stuhl mehr frei, und in
fortwähren=
dem Kommen und Gehen ſahen die feſtlich geſchmückten
Räume der „Traube” wohl Tauſende, die dem Genießen
der ſchönen Stunden ſich hingaben. Man dachte nicht an
die Nöte der Zeit, die politiſchen Wetterwolken, die
häuslichen Sorgen und das Elend des Alltages waren
vergeſſen. In allen Sälen wogte die frohgeſtimmte
Menge, ſogar eine Flucht von Privatzimmern im erſten
Stock mußte geräumt werden, um all den Obdach= und
Atzungheiſchenden Unterſchlupf zu gewähren. Aber trotz
des enormen Andranges verlief alles nach gutem alten
Brauche glatt und vornehm.
Auch in den übrigen Lokalen ging es hoch her. Café
Ernſt Ludwig, Oper, Schloß=Café waren
dauernd überfüllt. Hotel Heß zeichnete ſich wieder
durch einen außerordentlich ſtarken Verkehr, durch recht
buntes Faſtnachtstreiben mit Luftſchlangenſchlachten,
Tänzen uſw. aus. Wie ſelten in einem Lokale, kann hier
Faſchingsluſt üppige Blüten treiben. Im Kölniſchen
Hof war nicht minder reges Leben und das
karnevali=
ſtiſche Konzert brachte die übermütigſte Stimmung in die
tolle Karnevalswelt in den ſchön geſchmückten Räumen.
Reſtaurant Schmitz, in dem das treffliche Benno=Bier
ſo köſtlich mundet, übte nicht minder Anziehungskraft
aus. Ueberall das gleiche bunte ausgelaſſene tolle Bild,
und noch als der ehrbare Philiſter am Morgen die Stätte
ſeiner Wirkſamkeit aufſuchte, begeanete man ganzen
Scharen, die erſt jetzt den heimiſchen Penaten zuſteuerten,
um nach kurzen Stunden der Ruhe wieder hineinzutollen
in den Höhepunkt des Trubels, den
Faſtnachts=Dienstag.
Wie tags zuvor Narrentrompetenklänge und
Schel=
lenklingen von früh bis ſpät. In den Straßen wieder
ein Auf= und Niederwogen phantaſtiſch koſtümierter
luſti=
ger Männlein und Weiblein. In den Straßen häuften
ſich die bunten Konfettiblättchen, und von Bäumen und
Balkonen herab hängen luſtig flatternd die ſchillernden
Luftſchlangen. Mittags nahm das Leben in den Straßen
zu. Masken ſchließen ſich zu Gruppen zuſammen,
Muſik=
banden kamen zu Fuß und zu Wagen, andere Gruppen
und Klepper ſchließen ſich an. Phantaſtiſch geſchmückte
Autos und Wagen belebten die Straßen, in denen im
Ver=
kehrszentrum der Stadt ein ſchier beängſtigendes
Ge=
dränge herrſchte. Mehrfach ſtockte vorübergehend der
Straßenbahnverkehr.
Vor der Wohnung des Ehrenpräſidenten der
Karne=
valgeſellſchaft Narrhalla Max Anſpach auf dem Ernſt
Ludwigs=Platz und des Präſidenten Weiner auf dem
Marktplatz zählte die Menge nach Tauſenden. Die
Ka=
pellen Weber und Hauske konzertierten hier mit
ihrer ſchneidigen Schar von halb 3 bis 5 Uhr, und bei den
rauſchenden Klängen promenierten unzählige
Menſchen=
mengen auf und ab. Später erfolgte eine Rundfahrt
des Elferkomitees der Karnevalgeſellſchaft
Narr=
halla durch die Straßen der Stadt. Ueberall wurde der
Zug, dem ſich viele Wagen und Gruppen anſchloſſen, von
der Menſchenmenge lebhaft und freudigſt begrüßt. Am
Abend folgte der Große Rat wieder verſchiedenen
Ein=
ladungen.
In den Lokalen der Stadt erreichte abends das
kar=
nevaliſtiſche Treiben ſeinen Höhepunkt. Beſondere
Ver=
anſtaltungen, Konzert, Ball uſw., fanden wieder ſtatt im
Hotel Heß, im Café Ernſt Ludwig, Schloß=Café, Café
Oper, Hotel Traube, Britannia=Hotel, Kaiſerſaal,
Turn=
halle uſw. Sämtliche Lokale waren überfüllt. Im
Saal=
bau fand der übliche Faſtnachtstrubel der
Karnevalgeſell=
ſchaft Narrhalla wie immer koloſſalen Beſuch.
Vorſtellung im Hoftheater.
W-l. Auch das Hoftheater wurde, wie alljährlich,
der Faſchingsſtimmung gerecht, indem es die tolle
Räder=
ſche Poſſe „Robert und Bertram” zur Aufführung
brachte. Neue Geſichtspunkte laſſen ſich dieſem Stücke
auch unter dem Einfluß der Karnevalsſtimmung nicht
abgewinnen; nur die „mildernden Umſtände” ſprechen
an dieſem Tage mehr zu ſeinen Gunſten, als ſonſt. Die
die Geſtalten der Poſſe verkörpernden Darſteller und
Dar=
ſtellerinnen ſind alte Bekannte. Das luſtige
Vagabunden=
paar Robert und Bertram wurde wieder von den Herren
Jürgas und Jordan geſpielt, die in ihren
verſchie=
denen Metamorphoſen in Geſang, Spiel und
Koſtümier=
ung gleich gelungen waren und ſtürmiſche Heiterkeit
ent=
feſſelten. Einen nicht minder großen Lacherfolg als das
doppelte J erzielte das Ipelmeyerenſemble, an der Spitze
Herr Wagner als köſtlicher Ipelmeyer, Herr
Knis=
pel als klaſſiſcher Jack und Herr Lehrmann als
famoſer Dr. Corduan. Frau Rudolph als
Kommer=
zienrätin, Herr Schneider als Bandheim und Fräulein
Uttmann als Iſidora ergänzten dies ulkige Enſemble
in beſter Weiſe.
Von den Nebenrollen ſind noch der bärbeißige
Stram=
bach des Herrn Hoff, der Michel des Herrn
Bern=
hardt, der Mehlmeyer des Herrn Semler der Wirt
des Herrn Kräger und Fräulein Wisthaler als
Frau Miller lobend zu erwähnen. Fräulein Gr
ün=
berg war eine feſche Röſel. Wenn wir uns aber recht
entſinnen, hat die Vertreterin dieſer Rolle im 2. Akte
früher ein Couplet geſungen, das fortfiel. Stilvoll und
ſchneidig waren die beiden Gendarmen der Herren Klotz
und Peterſen. Im erſten Akte mit ſeinem famoſen
Geſangspotpourri ſang Herr Sautier ſein Lied mit
wohlklingendem Organ.
Die von Frau Thiele=Leonhardt
arrangier=
ten Tänze im zweiten und dritten Akte wurden von dem
Ballettkorps und den Damen Huber und Croneberg
hübſch ausgeführt und ernteten lebhaften Beifall.
Das Publikum war in rechter Faſtnachtsſtimmung
und unterhielt ſich ſehr gut.
Heute iſt nun
Aſchermittwoch,
der dem freien Regiment des Prinzen Karneval, unter
deſſen Szepter es ſich ſo ſchön ſorglos leben ließ, ein
un=
rühmlich Ende bereitet. Die Schellenkappe, geſtern noch
ſo ſtolz erhobenen Hauptes getragen, ſie wird tief verſenkt
in den dunklen Schoß irgend einer Lade. Ihr Klingeln,
das geſtern ſo ſilberhell dem Ohre ſüße Muſik, heute macht
es nervös; es erinnert daran, daß wieder einmal die
ſchönſten Tage des Jahres, die der Freude, des Faſchings,
vorbei ſind, daß die Philiſter triumphieren.
Das heißt ganz zu Ende iſt das närriſhe Treiben
doch noch nicht. Man beginnt in unſerer Reſidenz gar
den Aſchermittwoch noch zu feiern. Im Café
Ernſt Ludwig findet eine offizielle
Abſchieds=
feier des Prinzen Karneval ſtatt. Die Feier beginnt
mit Konzert. Um 10 Uhr abends gibt der Prinz ein
Feſt=
mahl für alle Anweſenden, um mit dem Glockenſchlage
11.11 Uhr endlich zu verſchwinden, geleitet von
Trauer=
klängen der Kapelle Weber.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 20. Febr. Präſident Kaempf eröffnet
die Sitzung um 1 Uhr 20 Min. Fortſetzung der
erſten Beratung des Etats.
Abg. Dr. Seyda (Pole): Dr. Arend hat gefordert,
daß die ungerechte Polenpolitik unverändert fortgeführt
werde. Da können wir uns freuen, daß die Reichspartei
ihre politiſche Bedeutung faſt vollſtändig verloren hat.
Die Liberalen ſollten, wie der Sozialdemokratie, ſo auch
uns Polen mehr Verſtändnis entgegenbringen. Wir
ver=
langen, daß bei den Wahlen kein amtlicher Mißbrauch
der Dienſtſtellung, vor allem des Anſehens und der
Ge=
walt, geübt wird. Die Ausweiſungsbeſtimmungen
wer=
den polniſchen Arbeitern gegenüber zu ſchroff gehandhabt.
Ueberhaupt verlangen wir Ausdehnung des
Arbeiter=
ſchutzes. (Beifall bei den Polen.)
Abg. Schulz (Reichspartei): Wenn der Vorredner
ſeine Befriedigung darüber ausdrückt, daß die
Reichs=
partei, die Partei des Hakatismus, wie er ſie nannte,
geſchwächt ſei, ſo habe ich dazu zu bemerken, daß, wenn
im deutſchen Volke das Nationalgefühl verflacht iſt, dies
die Reichspartei ſchwächen mußte. Dieſe Tatſache iſt kein
gutes Zeichen für die anderen Parteien. (Bravo rechts,
Lachen links.) — Abg. Dr. David (Soz.): Herr
Wer=
muth hat für die Erbſchaftsſteuer wie ein Löwe
ge=
kämpft. Der Reichskanzler hat ſich dagegen ſofort
bereit=
finden laſſen, den Erisapfel zurückzuziehen. Wir
ver=
langen angeſichts der wachſenden großen Vermögen, daß
endlich mit der Einführung der direkten Reichsſteuer
vor=
gegangen wird. Eine neue Heeres= und Marinevorlage
zu bringen, iſt gegenwärtig der ſchlechteſt gewählte
Augen=
blick. Daß die deutſch=freundliche Politik in England auch
wirklich ernſthaft gehandhabt wird, dafür werden meine
dortigen Parteifreunde ſchon ſorgen. Die Maſſen der
Be=
völkerung haben kein Intereſſe an einem eventuellen Krieg
mit Frankreich oder England, nur kleine, aber finanziell
mächtige Kreiſe wünſchen den Krieg, um daraus ihre
Ge=
ſchäfte zu machen. Gegen dieſe Panzerplattenpatrioten
Front zu machen, haben die Volksmaſſen allen Anlaß.
Der Reichskanzler hat uns in ſeiner Rede als antinational
bezeichnet. Er verwechſelte dabei international mit
anti=
national. Ein Kampf mit geiſtigen Waffen iſt uns ſtets
angenehm, wenn dieſe Waffen auch, wie der letzte
Wahl=
kampf zeigte, nicht immer von der edelſten Sorte ſind.
Bei uns gibt es keine feſten Dogmen, wie bei irgend einer
Konfeſſion oder Sekte. Wenn die Konſervativen uns
Terrorismus vorwerfen, ſo gebe ich ihnen das Wort
zu=
rück. Sie (zu den Konſervativen) wiſſen als Arbeitgeber.
ebenſo bei den Wahlen und vielen anderen Gelegenheiten
Terror anzuwenden, wie dies ja auch Graf Weſtary
ver=
langt hat, der die Sozialdemokratie mit Machtmitteln
niederſchlagen will. Die gewaltſame Revolution iſt nicht
unſer Ziel, wohl aber dringen die Konſervativen darauf
hin, und damit wollen ſie ihre Unentbehrlichkeit
bewei=
ſen. Macht man die Arbeiterbevölkerung zu
gleichberech=
tigten Bürgern, dann ſichert man den Kulturfortſchritt
und den Frieden in der Nation. Der philoſophiſche
Reichs=
kanzler verſteht alles, nur ſeine Zeit nicht. Herrn Paaſche
rief er mit ſeiner Mahnung zur Sammlung in
rühren=
der Weiſe zu: Hermann, kehre zurück, alles verziehen!
Unſere jetzige Wirtſchaftspolitik, die Teuerungsvolitik, iſt
eine Politik gegen den Mittelſtand, den Graf Weſtarp
jetzt retten will. Von Konzeſſionen will er aber nichts
wiſſen. Da war doch Fürſt Bülow ein anderer Kerl!
(Große Heiterkeit.) Als es ſich um die Wahl des erſten
Vizepräſidenten handelte, iſt eine alte Aeußerung
Scheide=
manns über das Hohenzollernhaus ausgearaben worden.
Viel ſchlimmer als dieſe Aeußerung iſt die konſervative
Preßhetze, die gegen Fürſt Bülow und den König von
Preußen ſich richtete und darauf hingeht, das gegebene
Verſprechen über die Wahlreform in Preußen nicht
inne=
zuhalten und einen Wortbruch zu begehen. Der Abgeord=
nete Mumm, der ſich zum Sprachrohr der Unterſtützung
über dieſe Aeußerung machte, ſollte an den Stöckerſchen
Scheiterhaufenbrief ſich erinnern. Der Nichtempfang des
Präſidiums beim Kaiſer ſtellt ſich als eine Preſſion gegen
den unabhängigen Reichstag als ſouveräne Körperſchaft
dar. Der Regierung muß es genügen, wenn wir bereit
ſind, mit der Regierung des Monarchen praktiſch zu
arbei=
ten, und das iſt wiederholt und einwandfrei erklärt
wor=
den. So wahr in China eine Junker=Republik errichtet
iſt, betrachten die preußiſchen Mandſchus (Heiterkeit) die
Krone als eine Schutzvorrichtung für ihre priviligierte
Stellung. Es wird aber auch für Preußen eine ähnliche
Entwicklung wie in China eintreten. Wir ſind bereit zur
poſitiven Mitarbeit an der Ausgeſtaltung unſerer
Ver=
faſſung in demokratiſierendem Sinne. (Beifall bei den
Sozialdemokraten.) — Abg. Dr. Schiffer (natl.): Ich
möchte zur Klärung der Vorgänge bei den
Verhandlun=
gen zur Präſidiumwahl einige Ausführungen machen
Herr Bebel muß ſich geirrt haben. Seine Aeußerungen
hatten keinen anderen Sinn, als daß ſich die
Sozialdemo=
kraten bei Behinderung des Präſidenten verpflichteten und
bereit erklärten, den Beſuch bei Hofe mitzumachen und
eventuell das Kaiſerhoch auszubringen. Dies war die
Auffaſſung ſämtlicher Teilnehmer. Um Mißverſtändniſſe
zu vermeiden, habe ich ſofort das Ergebnis dieſer
Ver=
handlungen feſtgelegt. Wenn Herr Bebel ſich vielleicht
nicht mehr der Einzelheiten erinnert, ſo erinnere ich ihn
nur an das ſcherzhafte Wort, daß er nicht dafür
garantie=
ren wolle, daß der ſozialdemokratiſche Vizepräſident bei
der Ausbringung des Kaiſerhochs keine Darmverſchlingung
bekommt. Ich muß auf der von mir gegebenen
Schilde=
rung beſtehen bleiben. — Abg. Bebel (Soz.): Ich bin
einfach baff. An der ganzen Darſtellung des Herrn
Schif=
fer iſt kein einziges Wort wahr. Herr Schiffer kam erſt
am zweiten Tage in die Verhandlungen, und als er kam,
verſchwand Herr Baſſermann. Bebel gibt ſodann eine
eingehende Schilderung der Verhandlungen. Die Frage
der Hofgängerei und des Kaiſerhochs ſind für unſere
Par=
tei damals ſchon entſchieden geweſen und die Fortſchrittl
Volkspartei hat ihre Zuſtimmung dazu gegeben. Ich habe
keine feierliche Erklärung abgegeben, die ganzen
Verhand=
lungen waren überhaupt wenig feierlich. Jetzt ſagt Herr
Schiffer, ich hätte erklärt, unſere Parteigenoſſen würden
zu Hofe gehen und eventuell das Kaiſerhoch ausbringen.
Ich habe nur erklärt, daß wir nur dis offiziellen
Ver=
pflichtungen übernehmen würden. Wenn der Präſident
verhindert iſt, iſt es ſelbſtverſtändlich, daß der
Vizepräſi=
dent einſpringen muß. Von Hofgängerei iſt aber keine
Rede geweſen. Die Nationalliberalen und die
Freiſinni=
gen ſchloſſen ſich uns an. Die Nationalliberalen wollen
jetzt für einen Ausweg einen Sündenbock, und der ſoll
ich ſein. — Abg. Gröber (Ztr.): Bebel täuſcht ſich, die
geſamten Teilnehmer ſtimmten ſeinen Ausführungen nicht
zu. Wir verlangen von einem Vizepräſidenten die
Ueber=
nahme aller Verpflichtungen, der geſchriebenen und der
ungeſchriebenen. Meine Erinnerung deckt ſich mit den
Ausführungen des Abg. Schiffer, daß die
Sozialdemokra=
ten auch zu Hofe gehen und eventuell das Kaiſerhoch
aus=
bringen wollten. — Abg. Schiffer (natl.): Herr Gröber
hat meine Darſtellung Wort für Wort beſtätigt.
Nach meiner Anſicht iſt die Sache jetzt klargeſtellt. Wir wiſſen,
was wir von den Sozialdemokraten zu halten haben. —
Abg. Junck (nat.=lib.): Ich ſtelle feſt, daß Bebel nach
meiner untrüglichen Erinnerung davon Mitteilung gemacht
hat, der ſozialdemokratiſche Vizepräſident werde bei
Ver=
hinderung des Präſidenten auch das Kaiſerhoch ausbringen.
— Abg. Bebel (Soz.): Hat ſich Herr Baſſermann nicht
bereit erklärt, ſich mit meiner Erklärung zu beſcheiden und
keine weiteren Forderungen zu ſtellen? — Abg. Müller=
Meiningen (Fortſchr. Volksp.): Die Lage iſt mir ſehr peinlich.
Dieſe Verhandlungen bieten ein trauriges Bild, zumal es
ſich darum handelt, die Glaubwürdigkeit eines Abgeordeten
herabzuſetzen, wobei es ſich um ein ſo hochangeſehenes
Mit=
glied wie Bebel handelt. Was Herr Gröber geſagt hat,
entſpricht den Tatſachen.
Hierauf ſchließt die erſte Leſung des Etats. Er
wird an die Budgetkommiſſion verwieſen.
Es folgen die verſchiedenen Anträge auf
Aender=
ung der Geſchäftsordnung. Ohne Debatte werden
ſie an die verſtärkte Geſchäftsordnungskommiſſion verwieſen.
Hiernach folgt die erſte Leſung der Rechnungen der
afrika=
niſchen Schutzgebiete und von Neu=Guinea, für das Jahr
1906. Nach unerheblichen Debatten gehen die Vorlagen
an die Rechnungskommiſſion. Ebenſo eine weitere
Rech=
nungsſache. Somit iſt die Tagesordnung erledigt.
Nächſte Sitzung: Mittwoch, 1 Uhr. Tagesordnung:
Interpellationen betr. Aufhebung der Futtermittelzölle und
des Kartoffelzolles. — Schluß 5¼ Uhr.
* Berlin, 20. Febr. Der Seniorenkonvent
des Reichstags trat heute zuſammen, um über die
Ge=
ſchäftslage zu beraten. Heute ſoll die erſte Beratung des
Etats zu Ende gehen und ohne Debatte ſollen im Anſchluß
daran die Anträge auf Reform der Geſchäftsordnung
der Geſchäftsordnungskommiſſion überwieſen werden.
Mor=
gen und übermorgen ſoll die fortſchrittliche Interpellation
über die Aufhebung der Futtermittelzölle und über die
Su=
ſpendierung der Kartoffelzölle beraten werden. Am Freitag
ſoll der Geſetzentwurf über den Mädchenhandel, das
Han=
delsvertragsproviſorium mit der Türkei, das
Staatsange=
hörigkeitsgeſetz und das Schutztruppengeſetz auf die
Tages=
ordnung geſtellt werden. Man hofft, dieſe Vorlagen noch im
Laufe des Februar erledigen zu können. Am 1. März will
man mit der zweiten Leſung des Etats beginnen,
und zwar zunächſt mit dem Etat des Reichsamts des
Innern. Die zweite Leſung des Etats wird vorausſichtlich
den Monat März ausfüllen. Vom 28. März bis 16. April
ſollen die Oſterferien dauern.
Der engliſche Grubenſtreik.
* London, 20. Febr. Die Lage in Bezug auf
den bevorſtehenden Kohlenarbeiterſtreik iſt heute
unverändert. Die öffentliche Meinung geht dahin,
daß eine Intervention der Regierung nur noch eine Frage
von Stunden ſei. Die Militärbehörden haben die
Entſen=
dung von Infanterie und Kavallerie in den Kohlendiſtrikt
geſichert. Umfangreiche Vorkehrungen für eine Verſorgung
der Truppen für 2—3 Monate ſind getroffen worden. Die
Stärke der mobiliſierten Truppen ſteht im Verhältnis zu der
ernſten Lage im Kohlengebiet. Das Militär hat in erſter
Linie darauf zu achten, eine Zerſtörung der Grubenanlagen
zu verhindern. Beſondere Maßnahmen ſind in Wales
ge=
troffen, wo, wie bei früheren Streiks, Unruhen ernſter Art
zu befürchten ſind.
* London, 19. Febr. Im Unterhauſe erklärte in
Be=
antwortung der Anfrage, ob die Regierung bei dem
allge=
meinen Kohlenbergarbeiterausſtand Schritte
er=
greifen würde, um die Aufrechterhaltung des Betriebes der
gewerblichen Induſtrien und die Zurückhaltung genügender
Kohlenvorräte für die Verkehrszwecke ſicher zu ſtellen, der
Handeläminiſter, er müſſe davon Abſtand nehmen, zurzeit
über dieſe Angelegenheit und eine etwaige Stellungnahme
der Regierung dazu eine Erklärung abzugeben.
* London, 19. Febr. Der Polizeichef der Grafſchaft
Glamorgan bat um Entſendung von 3500 Mann
Infan=
terie und 500 Mann Kavallerie. Als Begründung
führte er an, die Bergleute dieſes Diſtrikts könnten, da ſie
einen Streikfonds hätten, den Streik auf friedlichem Wage
nicht erfolgreich durchführen. Es ſei deshalb notwendig,
daß er vorbereitet ſei, Ausſchreitungen und Plünderungen
im Keim zu erſticken. Die Behörden würden es nicht nur
mit den Ausſtändigen, ſondern auch mit einer zügelloſen,
durch Not zum Aeußerſten getriebenen Bevölkerung zu tun
haben.
* London, 20. Febr. Sir George Asquith hat nach
Beratung mit dem neuen im Oktober vor. Js. gegründeten
Induſtrier at (Induſtrial Council) der Regierung Bericht
ber die Lage in der Kohleninduſtrie erſtattet. In
Südwales, Durham und North=Cumberland dauern die
erhandlungen zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
ort und man hofft, daß hier eine Einigung erzielt wird. Der
Ausführungsausſchuß der Gewerkſchaften der
Transport=
arbeiter beſchloß, in der Vorſtandsſitzung, die am nächſten
Freitag in Mancheſter ſtattfindet, einen allgemeinen
Sym=
athieſtreik zu empfehlen, ſofern der Kohlenarbeiterſtreik
ausbricht. Die Abſicht iſt, das Ausladen und die
Beförder=
ung von importierten Kohlen zu verhindern.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktton
leinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zum Straßenbahntarif.
In der nächſten Stadtverordneten=Verſammlung ſoll
noch ein neuer Tarif für unſere Straßenbahn beraten
wer=
den. Es wird ſich in der Hauptſache darum handeln,
die Verlängerung der Straßenbahn nach dem neuen
Bahnhof tariflich in das Verkehrsnetz einzubeziehen. Wie
verlautet, ſoll ein Streckentarif in dem Sinne
vorgeſchla=
gen werden, daß für je 3 Kilometer ein Fahrpreis von
10 Pfg. zu entrichten iſt. Es ſoll damit erreicht werden,
daß der neue Hauptbahnhof in den
bisheri=
gen 10 Pfennig=Tarif der Stadt einbezogen wird.
Dieſer Gedanke iſt jedenfalls zu begrüßen und
wird für alle diejenigen, die daran Teil
ha=
ben, als ein verkehrsförderndes Mittel gelten dürfen. Um
ſo weniger iſt es zu verſtehen, wie man dieſen an und
für ſich richtigen Gedanken für einen Teil der Bewohner
unſerer Stadt dadurch unwirkſam macht, daß der ſüdliche
Stadtteil, das heißt Beſſungen, ſoweit es ſüdlich der
Nie=
derſtraße liegt, von dieſer Vergünſtigung ausgeſchloſſen
werden ſoll. Beſſungen iſt durch die Bahnhofsverlegung
ohnehin ſchon in hohem Grade geſchädigt dadurch, daß
es ſeinen Bahnhof verliert. denn die weit im Felde
drau=
ßen liegende Halteſtelle Bahnhof=Süd, zu der in
abſeh=
barer Zeit keine Elektriſche führen wird und für die auch
kein Güterverkehr mehr eingerichtet wird, kann nicht im
gerinaſten als ein Erſatz für den bisberigen Bahnhof.
ge=
ſchweige denn als eine Verkehrsverbeſſerung gelten. Wenn
nun auch noch hinzukommt, daß die Bewohner Beſſungens
für die Fahrt nach und von dem Bahnhof 50 Prozent mehr
zahlen müſſen als alle anderen Bewohner der Stadt,
dann dürfte doch die Frage berechtiat ſein, was denn
die Beſſunger Bewohnerſchaft verbrochen hat, daß man
ſie zu ſolcher Extraſteuer und überhaupt zur
Verſchlech=
terung ihrer Verkehrsverhältniſſe zu verurteilen ſucht?
Man hat ſich, um einen Geſamtfortſchritt in der
gan=
zen Stadt nicht aufzuhalten. ſchließlich damit abgefunden,
eine Verteuerung des ſeitberigen Verkehrs nach dem
Schloßgartenplatz und der Taunusſtraße, die ja nun
au=
ßerdem noch eintreten ſoll, mit in den Kauf zu nehmen.
Aber das muß doch jeder rechtlich und ſozial Denkende
zugeſtehen, daß kein ſtichhaltiger Grund vorgebracht
wer=
den kann, die Bewohner Beſſungens und namentlich die
dort in großer Zahl wohnenden Arbeiter für den
Ver=
kehr nach dem Bahnhof ungünſtiger zu ſtellen, als alle
an=
deren Bewohner der Stadt. Wir hoffen beſtimmt, daß
namentlich die Stadtverordneten=Verſammlung dieſes
Unrecht nicht zulaſſe und damit zualeich verhindert wird,
daß die ſonſt unausbleibliche Verminderung der Freauenz
der Straßenbahn in derem Intereſſe ſelbſt vermieden
wird.
Viele Beſſunger.
Landwirtſchaktliches.
— Saatgutmärkte. Um den Landwirten die
Möglichkeit zu geben, auf Grund von Proben ſich
Saat=
gut unſerer ertragreichſten Sorten von Gerſte, Hafer,
Sommerweizen und Kartoffeln zu beſchaffen, veranſtaltet
die Landwirtſchaftskammer eine Reihe von
Saatgutmärk=
ten. Dieſelben finden an nachbenannten Orten und
Tagen ſtatt: Nieder=Ingelheim: Donnerstag,
den 22. Februar, von vormittags 10 bis nachmittags 2
Uhr im Gaſthaus zur Krone (Beſitzer: Franz Joſ.
Maier). Sprendlingen (Rheinheſſen): Samstag,
den 24. Februar, von vormittags 10 bis nachmittags 2
Uhr im Hotel Demmer. Groß=Gerau: Mittwoch,
den 28. Februar, von vormittags 10 bis nachmittaas 2
Uhr im Reſtaurant zum Adler. Auf den Saatmärkten
werden Proben von Getreide, ſowie Kartoffeln, und
zwar aus den Saatbauſtellen der Landwirtſchaftskammer,
ausgeſtellt. Es können hierbei Beſtellungen auf das
aus=
geſtellte Saatgut von den Landwirten aufgegeben
wer=
den. Da nur von der Landwirtſchaftskammer angekörtes
Saatgut der Saatbauſtellen auf dem Markte zur
Aus=
ſtellung gelangt, werden die Landwirte auf dieſe
gün=
ſtige Gelegenheit zum Ankauf von ſortenechtem Saatgut
beſonders aufmerkſam gemacht.
Literariſches.
Geſunde Frauen, ärztlich=literariſche
Be=
ſprechung des Klimakteriums von Dr. Fiſcher=
Dückel=
mann (Heſperus=Verlag, G. m. b. H., Berlin SW. 68),
geh. 2 Mk., geb. 3 Mk. Eine der ſympathiſchſten,
inhalt=
vollſten, klügſten und beherzigenswerteſten Schriften, die
in Hinſicht auf das Michaélisſche Buch „Das gefährliche
Alter” entſtanden ſind, iſt das Buch der berühmten
Aerz=
tin Dr. A. Fiſcher=Dückelmann. Ihr iſt die Kritik des
Michaélisſchen Werkes nicht Selbſtzweck, ſondern nur
Ausgangspunkt. Beſonders dieſer zweite Teil des Buchs
iſt ſo wertvoll, ſo unmittelbar ins praktiſche Leben
hinein=
greifend, daß man jeder Frau dieſe Schrift in die Hand
drücken möchte.
— Harrar, Die Kette. (Hans Sachs=Verlag in
München.) Die vorliegenden Gedichte ſind ſchon rein
in=
haltlich nach zwei Seiten bemerkenswert, haben wir es
doch mit einer Art Kulturgeſchichte des Weibes und ſeines
Liebeslebens einerſeits — und das iſt bei einem ſolchen
Stoff bewunoernswert — mit auch ſormal ganz
aus=
erleſener Lyrik zu tun. „Die Kette” iſt das Buch eines
künſtleriſch reifen und zielbewußten Menſchen, und wir
können die Verfaſſerin ſchon heute getroſt in die erſten
Reihen ihrer dichtenden Genoſſinnen ſtellen.
Die Revolution in China.
* Peking, 19. Febr. Ein heute veröffentlichtes
Manifeſt kündigt an, daß China die europäiſche
Zeitrechnung annehmen und 1912 das erſte Jahr der
Republik ſein wird.
Juanſchikai bereitet die Mitteilung vor, durch die
den Mächten ſeine Wahl zum Präſidenten notifiziert und
die Anerkennung der Republik erbeten wird. Es
iſt unwahrſcheinlich, daß die Veröffentlichung noch vor der
Ernennung des Kabinetts ſtattfinden wird.
* Charbin, 19. Febr. Die Revolutionäre,
welche von Fudsjadjan Beſitz zu ergreifen verſuchten, haben
ſich als Pſeudorepublikaner erwieſen, die unter dem
Vor=
wande der Einführung einer Volksregierung Krongelder
an ſich reißen wollten. Eine Abteilung chineſiſcher Truppen
umzingelte das Regierungsgebäude in Fudsjadjan zwecks
Verhaftung der Rebellen. Letztere weigerten ſich, ſich zu
er=
geben, und verwundeten zwei Soldaten. Sechs Rebellen
wurden getötet, 30 Rebellen wurden verhaftet und zum
Tode verurteilt.
e London, 20. Febr. Die Times melden aus Tokio
vom 19. ds.: Mit Rückſicht auf den formellen Proteſt
Jabans ziehen ſich die chineſiſchen Truppen,
ſo=
wohl reguläre wie republikaniſche, aus der neutralen Zone
der Mandſchurei zurück.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Bremen, 20. Febr. Zu der aus Waſhington
mit=
geteilten angeblichen Entſcheidung des Oberſten
Gerichts=
hofes, daß der Norddeutſche Lloyd die
Einwan=
derungsgeſetze dadurch verletzt habe, daß er die
Auswan=
derer im Falle der Ausſchließung von der Landung
zwinge, die Rückreiſe ſelbſt zu bezahlen, teilt der
Nord=
deutſche Lloyd mit, er könne zur Zeit nicht ermeſſen,
wor=
auf ſich das Urteil gründe. Er ſei ſich jedenfalls keiner
Handlung bewußt, die gegen die amerikaniſchen
Einwan=
derungsbeſtimmungen verſtoße. Werde in einem
ameri=
kaniſchen Hafen ein Auswanderer von der Landung
aus=
geſchloſſen, ſo erfolge die freie Rückbeförderung.
* Wien, 20. Febr. Wie die Wiener Zeitung meldet,
enthob der Kaiſer den Sektionschef im Miniſterium
des Aeußern Grafen Eſterhazy ſeiner Bitte gemäß
von ſeinem Poſten und ſtellte ihn unter Verleihung des
Titels und Charakters eines außerordentlichen
bevoll=
mächtigten Botſchafters zur Dispoſition.
London, 20. Febr. Aus Ottawa wird gemeldet:
Zwi=
ſchen der Regierung von Kanada und einer Anzahl
von engliſchen Kapitaliſten ſind
Verhandlun=
gen im Gange zwecks Gründung einer neuen
Dampfer=
linie zwiſchen Halifax und Großbritannien, deren Schiffe
24 Knoten in der Stunde laufen ſollen. Hinter der
Ge=
ſellſchaft ſollen die Canadian=Pacific=, die Grandtrunks=
und Canadian=Northern=Eiſenbahnen, ſowie die
Allan=
linie ſtehen. Es iſt vorgeſchlagen worden, zunächſt 30
Millionen Dollars aufzuwenden zum Bau von ſechs
Schiffen, die im Kriegsfalle in Kreuzer umgewandelt
werden können. Die kanadiſche Regierung wendet dem
Konzern eine jährliche Subvention zu, vorausſichtlich vier
Millionen Dollars.
Konſtantinopel, 19. Febr. Der Sultan ſtiftete
den Witwen und Waiſen der im Kriege von
Tri=
polis gefallenen Offiziere und Soldaten 3000 Pfund. Es
verlautet, der frühere Arbeitsminiſter Haladſchian,
Jung=
türke, übernimmt das Portefeuille des Finanzminiſters.
Der jetzige Finanzminiſter Nail Bey tritt aus
Geſund=
heitsrückſichten zurück.
* Meriko, 20. Febr. In Cuernawaca fand ein großer
Kampf ſtatt. Die Regierungstruppen, von ſtarker
Ar=
tillerie unterſtützt, ſchlugen die Zapatiſten, deren Verluſte
unbekannt ſind. Auch bei Torrcon wurden die Rebellen
geſchlagen und hatten 57 Tote.
— Brüſſel, 20. Febr. In der Diamant=Avenue iſt
geſtern ein im Bau befindliches Wohnhaus
einge=
ſtürzt. Von zehn verſchütteten Arbeitern wurden zwei
als Leichen, drei ſchwer verletzt hervorgezogen.
— Mons (Belgien), 20. Febr. Die Unterſuchung, die
über zwei verſuchte Zugentgleiſungen auf der Strecke
Brüſſel-Paris eingeleitet wurde, hat ergeben, daß die
Anſchläge von einer Anzahl von Kindern verübt
worden ſind. Sie gaben im Verhör an, daß ſie gerne
Zeugen einer Zugentgleiſung geworden wären.
Verona, 20. Febr. Ein Maurer, der bei dem
Brunnenbau verſchüttet worden war, iſt nach 85ſtündiger
Arbeit mit Hilfe von Pionieren halb erfroren
her=
vorgezogen.
H. B. London, 20. Febr. Der hieſige Korreſpondent
des Journal de Geneve meldet ſeinem Blatte aus
an=
geſehener diplomatiſcher Quelle, daß die engliſche
Re=
gierung bereits der franzöſiſchen Mitteilung über die
erſten Ergebniſſe der Beſprechungen, die in
London und Berlin ſtattgefunden haben, gemacht
hat. Der Wert des Erzielten kann jedoch nur gering
be=
meſſen werden. Die beiden Regierungen haben bisher
nur Hypotheſen ins Auge geſaßt. Die Beſprechungen
über ein afrikaniſches Ablommen haben nur
untergeord=
neie Punkte berührt. Was die Flottenrüſtungen betriſt,
ſo ſind bisher nur beruhigende Erklärungen ausgetauſcht
worden, Richt einmal eine zeitweilige Einſchränkung der
Rüſtungen ſei ins Auge gefaßt worden. Beſonders über
den letzteren Punkt haben die Unterhandlungen nur ein
ganz geringes Ergebnis gezeitigt. Auf alle Fälle
ver=
ſichert England, ſeinen eingegangenen Bündniſſen treu
zu bleiben.
H. B. Sofia, 20. Febr. Der Vertrag zwiſchen
Bul=
garien und Rußland betreffend Zahlung der durch die
Beſetzung Oſtrumeliens entſtandenen Koſten iſt heute
unterzeichnet worden. Die Schuld, die 10 680 000 Rubel
in Papier beträgt, wird in zwei Annuitäten beglichen
werden. Die Vorlage wird der Sobrane zur
Genchmig=
ung unterbreitet werden.
Amtlicher Weiterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die weſtliche Depreſſion iſt nordoſtwärts
vor=
gedrungen und liegt heute mit ihrem Kern über der
Nordſee. Von Nordoſten her rückt ein neues Hoch vor,
das dem Tief den Weg verſperrt. Wir werden morgen
in den Bereich nordweſtlicher Winde kommen, die
Ab=
kühlung bringen werden.
Ausſichten in Heſſen für Mitt woch, den 21. Febr.;
Wolkig, meiſt trocken, etwas kälter.
Für Matte und Schwache,
beſonders nach ſtarken Blutverluſten, Operationen,
Entbindungen iſt Bioſon das Beſte!
Teile hierdurch mit, daß ich Vioſon voriges Jahr
ge=
trunken habe. Ich war eigentlich nicht krank geweſen, ich
wollte mich nur nach einer Entbindung kräftigen. Gleich
den Tag nach der Entbindung fing ich an, Bioſon
regel=
mäßig zu trinken und ich habe mich damit wirklich ſo
ge=
kräftigt, daß ich nach ein paar Tagen ſo geſund und friſch
ausgeſehen habe, daß ſich ſogar die Hebamme gewundert
hat. Ich habe nur ein Päckchen verbraucht. Vorigen
Monat hat ſich mein Mann ſehr matt und elend gefühlt
und habe ich auch ihm gleich Bioſon geholt und bereitet.
Bis heute, alſo in einem Monat, ſind 2 Pakete verbraucht
und werde ich heute noch das dritte holen. Es ſchmeckt
ihm ſehr gut und er hat ſich bereits ſo erholt, daß er
bedeutend beſſer ausſieht: auch ſein Huſten hat
nach=
geſaſſen. Ich habe das Bioſon auf Empfehlung meiner
Schweſter gekauſt, der es auch gute Dienſte geleiſtet hat.
Gleiwitz, 30. Juni 1911. Frau Marta Mayer,
Moltkeſtraße 31. Unterſchrift bezlaubigt: Theodor
Schwartz, Notar. Bioſon, das beſte u. billigſte
Nähr=
u. Kräftigungsmittel ſeiner Art, Doſe (ca. ½ Kilo) 3 Mk.
in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie vom Bioſonwerk
Frankfurt (Main) Gratisprobe und Broſchüre. (43250
TEliek-Ukufe
Unbckaerdlfofst
E Wilh. Götze E
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;: badener Gssellschaft
Darmstadt, Karistrasse 94
Ständiges Lager von
Grabdenk-
mälern, Medellen u. Skizzen in
jeder Preislage.
B1433
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
(50a
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz. Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Unterrichtsweſen.
Der Fortſchritt der modernen Technik hat auch auf
dem Gebiete des höheren techniſchen Unterrichtsweſens eine
Arbeitsteilung nötig gemacht. Wer ſich zum
Diplom=
ingenieur und Doktoringenieur ausbilden will und die
Maturität einer Oberrealſchule oder eines
Realgym=
naſiums beſitzt, geht zur techniſchen Hochſchule. Wer
nicht beabſichtigt, in den höheren techniſchen Staatsdienſt
einzutreten und nur Abiturient einer Realſchule oder
wenigſtens im Beſitze der Einjährigen=Berechtigung iſt,
erwirbt ſich das Patent als akademiſcher Ingenteur am
Städtiſchen Friedrichs=Polytechnikum zu
Cöthen=Anhalt. Dieſe alademiſche Lehranſtalt
nimmt eine Mittelſtellung zwiſchen techniſcher Hochſchule
und Technikum ein. Der Studiengang umfaßt 7 Semeſter.
Es ſind 10 verſchiedene Stndienabteilungen vorhanden.
Aus dem Geſchäftsleben.
Fiſchſuppe. Die bei den Fiſchgerichten entfernten
Fiſchköpfe und Gräten werden mit Waſſer, ein wenig
Salz. ½ Lorbeerblatt, 1 Zwiebel und einigen
Gewürz=
körnern aufs Feuer gebracht und etwa ½— Stunden
ausgekocht. Dann macht man eine helle Mehlſchwitze,
füllt dieſe mit der durchgeſeihten Fiſchbrühe auf, löſt
darin 2—3 Maggis Bouillon=Würfel auf und läßt nun
gut durchkochen. Vor dem Anrichten ſchmeckt man die
Suppe nach Salz ab und bindet ſie mit einem Eigelb.
Sehr verfeinert wird die Suppe, wenn man ihr noch
2 Eßlöffel geriebenen Käſe, etwas gehackte Peterſilie und
8—10 Tropfen Maggis Würze hinzufügt.
Dankſagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme bei dem uns betroffenen herben
Verluſte ſagen wir Allen unſern innigſten Dank.
Ebenſo Dank Herrn Pfarrer Vogel für ſeine
tief=
empfundene Grabrede und der „Liedertafel” für
den erhebenden Geſang.
(4385
Karl Storck u. Söhne.
Darmſtadt, am 21. Februar 1912.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß geſtern abend 10 Uhr
nach kurzen, in großer Geduld ertragenen
Lei=
den, im 64. Lebensjahre, meine gute Frau,
unſere unvergeßliche Mutter, Großmutter,
Schweſter, Schwiegermutter, Schwägerin und
Tante
(4358
Margaretha Schwindt
geb. Mütz
ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der Hinterbliebenen:
L. Schwindt.
Darmſtadt, Berlin, Beuel, Hamburg,
Münſter a. St., Theodorshalle, Oberemmel,
den 20. Februar 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22.
Fe=
bruar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe
Soderſtraße 112 p. aus, ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir abſehen zu
wollen.
Die feierlichen Exequien finden Samstag, den
24. Februar, vormittags 9 Uhr, in der St.
Lud=
wigskirche ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Allen Freunden und Bekannten die
ſchmerz=
liche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen
gefallen hat, unſer innigſtgeliebtes Söhnchen
Fritz.
im 4. Lebensjahre nach kurzem, ſchwerem
Lei=
den zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
In tiefſtem Leid:
Karl Huwerth und Frau,
Roßdörferſtraße 21.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22.
Fe=
bruar, nachmittags 4 Uhr, vom Portale des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt. (4393
een
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Zar
und Zimmermann”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Kurſus über Armenpflege ꝛc.: Vorträge von Reg.=
Aſſeſſor Kröll um 4/ Uhr und von Dr. meck. Vir um
5¼ Uhr im Saalbau
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr in der
Eliſabethenkirche.
Karneval=Abſchiedsfeier um 9 Uhr im Café
Ernſt Ludwig.
Heiterer Abend um 7.59 Uhr im Reſt. „Zum Freiſchütze.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 6 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um ½ 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Rheinſtraße 2.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23): Das
zweite Präſidium des Reichstages; Freiherr von
Hert=
ling, der neue bayeriſche Miniſterpräſident; die
Schaf=
fermahlzeit im Hauſe „Seefahrt” in Bremen; Tote der
Woche.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 22. Februar.
Waffen= ꝛc. Verſteigerung um 11 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im „Darmſtädter Hof”
zu Griesheim.
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Gaſt=
haus „Zur Krone” zu Groß=Gerau.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerek.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art B
nach Münchner Art
Hell Export Guug
e Koimtd Tateiliers aen
Ranner Druu in Flaschen und Syphons.
2453a
Olympia
DARM-
SSTäDT
Mene Mittwoch, 21. Febr.
Aschermittwoch
u. folgende Tage
nur noch bis inkl. 29 Febr.:
Lichtspiel-Theater
Rheinstrasse 2, Seitenbau, 1. Etage
Panikſicherſtes Lichtſpiel=Theater am Platze, durch
ſeine nach den neueſten baupolizeilichen Vorſchriften
geſchaffenen 7 Ausgängen, wovon 6 direkt ins
Freie; feuerſicherſtes, durch Benützung des
Appa=
rates gegen Filmbrand, durch welchen die Schärfe
des Bildes nicht im Geringſten geſchädigt wird,
wo=
von ſich die Beſucher ſelbſt überzeugen können u.ſwerden.
Im Programm vom 21. bis einſchl. 23. d. Mts. ſei
beſonders auf den hervorrag. Kunſtfilm hingewieſen:
Gastspiel d. Ensemble
vom Königl. Belvedere,
Dresden. (VI4389
So leben wir..I
Aktuelle Revue in 12 Bildern
v. Dr. Rich. Hirsch u. Harry Waldau
GRAFENSTR-12EcKE RHEINSTR-
Grösste u. beste Projektionsfläche am Platze
4X3 Mtr. in Aluminium.
Erstklass., flimmerfreie, scharfe Projektion.
Erstkl. Programm
vom 19. bis inkl. 24. Februar 1912
bringen wir ein ganz vortrefflich gelungenes Werk,
welches gewiſſermaßen den Stil Shakeſpeares ins
Moderne übertragend, den Ernſt der Tragödie mit dem
grotesken Satirſpiel glücklich vereint, betitelt:
Die Irrfahrten
Odysseus
Ermäßigter Vorverkauf wis bekinnt.
Num. Parkett bei Hugo de Waal
Rheinstraße. 12.
Täglich frische
nach der Dichtung des Homer
Vorführungsdauer ca. 1½ Stunden.
Mainzer (4364a
obere Bleichstr. 13. Telefon 1265.
Dieſer Film iſt das Vollkommenſte, das man in der
kinematographiſchen Wiedergabe dem Publikum
dar=
zuſtellen verſtanden hat; die Wiedererweckung eines
der bedeutendſten Stücke altgriechiſcher Kultur; ein
Kunſtwerk zum Studium und zur Unterhaltung,
eine Schöpfung, die nicht nur vorübergehenden Wert
haben, ſondern ein Dokument kinematographiſcher
(4375
Kunſt darſtellen ſoll.
ut erh. Kinder-Sitz- und
( Liegewagen, ſchw. Gehrock
mit Weſte für ſtarke Figur zu
verkaufen Rhönring 91, Mſ. (*4120
Schlager
Schlager
oder die Tochter der Lumpensammler.
Nach dem berühmten Drama von Anicet Bourgois
und Ferdinand Dugué, geſpielt von den beſten
Kräften der Pariser Bühnen.
Sehenswert.
Vorführungsdauer ¾ Stunden.
Schlager. Das Testament schlager.
ergreifende Tragödie eines jungen unbemittelten Arztes.
Der Dank des Löwen
ein ſenſationelles Tierdrama.
Schlager ersten Ranges.
Schlager ersten Ranges.
Alle bis jetzt gezeigten größeren Tierdramen, wie: „Unter
den Klauen der Löwen”, „Den Leoparden entronnen”
„Die Löwen des Tyrannen” u. dergl., weit hinter ſich
laſſend. Ueberall, wo gezeigt, grösste Sensation erregend!
Max und Jeanne wollen Schauspieler werden
Komödie, geſpielt von dem ſo beliebten Max Linder
und Fräulein Renouard.
Tontolini als Erfinder, originelle Humoreske.
Christian — Gepäckträger aus Liebe. Humor.
Gymnastische Uebungen der Kriegsschule
zu Karlsburg.
Durch die alten Städte Deutschlands
herrliche Naturaufnahme.
Beſonders empfehlenswertes großartiges
Senſationsprogramm.
(*4152
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, 21. Februar.
120. Abonnem.=Vorſtellung. A 31.
Zar und Zimmermann.
Komiſche Oper in 3 Akten
von A. Lortzing.
Perſonen:
Peter I., Zar von
Rußland . . . Hr. Semper
Peter Iwanow,
ein Ruſſe . . Hr. Bernhardt
van Bett,
Bürger=
meiſter von Sar=
Hr. Haff
dam .
Marie, ſ. Nichte .
General Lefort . Hr. Kräger
Lord Syndham . Hr. Stephani
Marquis von
Chateauneuf . . Hr. Becker
Witwe Brown,
Zimmermeiſterin Fr. Rudolf
Ein Offizier . . Hr. Herrmann
Ein Ratsdiener Hr. Fleiſchmann
*
Marie . Frl. Kath. Jüttner,
vom Stadttheater in Metz, a. G.
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Preiſe der Plätze (Kl. Pr.):
Proſzeniumsloge 5 Mk.,
Fremden=
loge 5 Mk., Balkonloge 4.50 Mk.,
1. Rang 4 Mk., 2. Rang: 1—6.
Reihe 2 Mk., 7. u. 8. Reihe 1.60 Mk.
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.50 Mk.,
14.—20. Reihe 3 Mk., Parterre:
1.—5. Reihe 2.20 Mk., 6.—8. Reihe
1.80 Mk., 1. Galerie 1 Mk., 2.
Ga=
lerie 50 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen
Donnerstag, 22. Febr. 121. A.=V.
B 31. „Der Freiſchütz.”
Aenn=
chen Frl. Jüttner, a. G. Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 23. Febr. 122. Ab.=V.
C 30. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Das Tänzchen.” Gr.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 24. Febr. Außer Ab.
Vorſtell. zu ermäßigten Preiſen:
Glaube und Heimat.”
An=
fang 7½ Uhr. (Vergl. beſ. Anz.)
Die Hoftheaterhauptkaſſe iſt an
allen Wochentagen, vormittags
von 10—12½ Uhr, geöffnet.
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z verl. Grafenſtr. 4, I. (*4070imd
Ein elegantes Maskenkoſtüm,
„Deutſcher Sekt” für ſtarke
Figur, billig zu verleih.
Riedeſel=
ſtraße 72, H. p.
(*4133
elegante Damenmasken zu
ver=
leihen Soderſtr. 22, 1. St. (2881a
eg. Maskenkoſtüm zu verleihen
Lauteſchlägerſtr. 26. (*3988omd
parter, eleg. Maskenanzug
(Stiefmütterchen) zu verl.
*4006om) Liebigſtraße 77, 2. St.
Heute, Mittwoch, den 21. Februar, abends 8 Uhr
in der St. Eliſabethenkirche
ocheleg. Damenmasken, teils
neu, von 3 Mk. an zu verleih.
Roßdörferſtr. 16, 1. St. (2497a
Maskenkostüme großer
am weissen Turm
Grösstes und
elegantestes
Lichtspielhaus
Hessens.
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von T. W. Thurban. 2.
Ouver=
ture zum Singſpiel „Berlin, wie
es weint und lacht” von A. Conradi.
3. „Im Chambre separée‟ Lied
aus „Der Opernball” von
Heu=
berger. 4. „La Zigane‟, Zigeuner=
Mazurka von L. Ganne. 5. „Kind,
du kannſt tanzen” Walzer aus der
Operette „Die geſchiedene Frau”
von Leo Fall. 6. a) „Laßt uns
das Leben genießen”, Marſch von
L. Simon; b) „Auf zur
Ludwigs=
höhe‟, Marſch von M. Weber.
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Berechtigung zum einſ. freiwillig.
Militärdienſt hat, gegen ſofortige
Vergüt. zu beſetzen. Selbſtgeſchr.
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Sport.
Pfr. Wettbewerb deutſcher
Halbblut=
pferde in Berlin. Der 1. Tag des vom Reichsverband
für deutſches Halbblut veranſtalteten Wettbewerbs deutſcher
Pferde geſtaltete ſich am Sonntag zu einem vollen Erfolg.
Man bemerkte u. a. Oberlandſtallmeiſter von Oettingen,
den Landwirtſchaftsminiſter Freiherrn v. Schorlemer,
ſo=
wie General Graf Roeder, den Kommandierenden der
erſten Garde=Kavallerie=Brigade. Die große Material=
Prüfung ſah 42 Pferde am Start. Als Sieger aus der
Konkurrenz ging Leutnant der Reſerve v. Guſtedt auf
ſeiner hannoverſchen Fuchsſtute Sportsmann hervor.
Zweiter wurde Fräulein v. Bornuths Karo und Dritter
Generalmajor v. Hertzbergs Brillant. Am Ermunterungs=
Jagdſpringen nahmen 54 Konkurrenten teil. Es mußte
dann auch zwiſchen zehn Pferden abgeſtochen werden.
Den erſten Preis erhielt Oberſtleutn. Dumraths Gauner
gegen Freiherrn v. Buddenbrocks Sieglinde. Dritter
wurde Regierungsaſſeſſor R. Burgers Panſchi. Das
Damenreiten wurde von ſieben Teilnehmerinnen
beſtrit=
ten. Frau von Krieger auf Leutn. v. Boxbergs
Land=
ſtreicher ſiegte gegen Frau Seiffert, die Oberſtleutnant
Freiherrn v. d. Borchs Moltke ritt. Als Dritter plazierte
ſich Fräulein Unger auf Leutn. von Hohberg und
Buch=
walds Panther. Um die deutſche Armee=Dreſſur=Prüfung
bewarben ſich 17 Teilnehmer. Leutn. F. v. Zobeltitz
(2. Garde=Ulanen=Regiment) ſiegte auf Froben, einem
Pferde ſeines Regiments, gegen Fama, die Leutn. von
Heyden, vom 2. Garde=Dragoner=Regiment, ſteuerte.
Drit=
ter wurde Oberleutn. von Dresky (6. Küraſſier=Regt.)
auf Nelſon. Das Gruppenſpringen zu dreien gewann
die Gruppe des Militär=Reitinſtituts zu Hannover. Um
den zweiten Preis mußte das erſte Garde=Dragoner=Regt.
mit der Gruppe der Königlichen Kriegsakademie ſtechen.
Die erſten Garde=Dragoner erhielten den zweiten Preis
gegen die Akademiker zugeſprochen.
* St. Moritz (Schweiz), 18. Febr. Mochten auch
die Renntage gewiſſermaßen das ganze Intereſſe des
Sportplatzes abſorbieren, ſo ſind doch die Ereigniſſe
deshalb nicht ſtille geſtanden und programmgemäß ward
auf den anderen Sportanlagen an der Erledigung der
geſtellten Aufgaben gearbeitet. Auf den Rennbahnen des
Creſta= und Bobsleigh=Run ſpielten ſich die
Wettkämpfe um die verſchiedenen Cups und Medaillen
fleißig ab, wobei auch ſo vornehme Gäſte wie der
deut=
ſche Kronprinz, der bekanntlich ſchon ſeit längerer
Zeit im „Creſta Palace” in Celerina mit ſeiner Familie
weilt, aktiv ſich beteiligten. Er iſt ein kühner Bobfahrer
und tritt mit ſeinem Bob „Roter Adler” mit den
Cham=
pionen der Bahn in die Schranken. Zum Skeleton hat er
noch nicht gegriffen, die Eiskehle des Creſta=Run
über=
läßt er anderen. Da kämpften nun die Meiſter des Fachs,
ein Bott und ein Thoma, um die verſchiedenſten koſtbaren
Trophäen dieſer Tage, ſo um den Curzon Cup, und nur
das Wetter ſiſtierte die Entſcheidung auf günſtigere
Zei=
ten. Auf den Eisplätzen vollzogen ſich die verſchiedenen
Eislauffeſte, an welchen die Koryphäen dieſer
ſchönen Kunſt ſich beteiligten und die Tauſende von
Zu=
ſchauern erfreuten. — In den Hotels ſind die großen
Feſte en vogue. So fand im Grand Hotel außer einem
ſtark beſuchten „Fancy Dreß” noch ein großartiges
Blu=
menfeſt ſtatt, wozu von Nizza eine Rieſenmenge
Mar=
gueriten beſchafft worden war. Im Kulm Hotel und im
Palace Hotel rivaliſierten die geſellſchaftlichen Anläſſe
mit dieſem Feſte und boten ebenfalls glänzende
Schau=
ſpiele von Reichtum und Schönheit. Das Feſt der
Kaiſer=
feier im Grand Hotel wies über dreihundert Gedecke auf
und geſtaltete ſich überaus ſchön. — Auf dem Rigi ſind
die Schneeverhältniſſe äußerſt günſtig. Ueber die
Faſt=
nachtstage ſind verſchiedene Skiausflüge und Picknicks
geplant, während in den Hotels die Abende mit
koſtü=
mierten Bällen und Konzerten ausgefüllt werden.
sr. Die Weltmeiſterſchaft im Paarlaufen
auf dem Eiſe, die am erſten Tage des
Weltmeiſter=
ſchaftsmeetings von Mancheſter entſchieden wurde,
gewann das engliſche Ehepaar Johnſon knapp vor
dem deutſchen Kunſtläuferpaar Herrn und Frau Jacobſon
(geb. Eilers). Das Ehepaar Brynn=Kriſtiania belegte
den dritten Platz.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 13. bis 19. Februar.
Angeſichts des milden Wetters und der Ausſicht auf
baldige Beilegung des Eiſenbahnerſtreiks in Argentinien
bekundete der Getreidehandel überwiegend matte Haltung.
Die Weltverſchiffungen zeigten in der Berichtswoche etwas
größeren Umfang, und mit der Wiederkehr geordneter
Ver=
hältniſſe am La Plata rechnet man auf eine weitere Zunahme
des Weltexports und damit allmählich auf eine reichlichere
Verſorgung, wenn auch die nächſten Wochen noch kleine
Zufuhren bringen werden. Bezüglich der Winterſaaten hört
man aus einigen Gebieten Deutſchlands Klagen über
Win=
kerſchäden und ſchwachen Stand, doch nahm der Handel
keinen Bezug darauf, zumal die Provinz wieder als Abgeber
für Herbſtlieferung auftrat. Auch in Amerika ſchien man
der günſtigen Beurteilung des Cincinnati Price Current
mehr Beachtung zu ſchenken als den Klagen eines anderen
Fachblattes. Dagegen befürchtet man, daß der häufige
Wechſel zwiſchen Tauwetter und ſtarkem Froſt bei fehlender
Schneedecke in Rußland nicht ohne nachteilige Folgen bleiben
dürfte. Die Forderungen für ausländiſchen Weizen waren
im allgemeinen ermäßigt. In Deutſchland trug neben
der ſchwächeren Haltung des Auslandes die Schwierigkeit
des Mehlabſatzes dazu bei, die Unternehmungsluſt
einzu=
ſchränken, zumal auch der Export mit Anſchaffungen
zurück=
hielt, und wenn andererſeits das Angebot keineswegs
dring=
lich war, ſo zeigte ſich bei der milden Witterung hier und
dort mehr Neigung zu Verkäufen. Im Lieferungsgeſchäft
verlor Weizen infolgedeſſen 4½—4½ Mark, Roggen 2¾
bezw. 2½, per September 2 Mark. Beſonders fühlbar machte
ſich der Einfluß der milden Witterung bei Futtergetreide.
Das Haferangebot vom Inlande iſt zwar keineswegs
reich=
lich, aber die Kaufluſt war außerordentlich ſchwach, ſo daß
die Preiſe weiter nachgeben mußten. Auch die ruſſiſchen
und argentiniſchen Forderungen waren leicht ermäßigt, und
im Zuſammenhange damit erfuhren auch die
Lieferungs=
preiſe eine Abſchwächung von ca. 2 Mark. Unter der
all=
gemeinen Unluſt hatte auch Gerſte zu leiden, die ſich 2—3
Mark billiger ſtellte, obwohl Rußland nur ſpärlich offeriert.
Die Forderungen für Mais aller Art wurden ſeit der
letz=
ten Woche um 3—4 Mark herabgeſetzt. — Es ſtellten ſich
die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage
wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg. .207 (—2 ) 180 (—
190 (—
.205 (—
185 (—12
Danzig
192
Stettin
209 (— 2 ) 186 (—
196 (—
Poſen
.205 (— 1 ) 183
192
.205 ( —
Breslau
183
192 (—
Berlin
.211½ (—
190½ (—
208
Magdeburg .208
188
209
.210
Halle
212
191
.206
Leipzig
190
216
.208
Dresden
186
208 (—
.209
Roſtock
189
200 (—
218
Hamburg
202
218 (—
Hannover . . 208
197
215 (—
Düſſeldorf . . 217
197
204
215
Köln
196
200
Frankfurt a. M. 220
201½
213
Mannheim . . 225
202½
212½
Straßburg . .227½ (— 21
210
215
München . 230 ( —
213
215 (—
Weltmarktpreiſe Weizen: Berlin Mai 214,50 (— 4,25)
Peſt April 200,40 (— 2,25), Liverpool März 177 (—),
Paris Febr. 219,30 (—0,40), Chicago Mai 154,70 (— 4,80),
Roggen: Berlin Mai 193,50 (— 2,75). Hafer: Berlin
Mai 191,50 (—2,00). Futtergerſte cif. Hamburg Febr.
154 (— 3,25), März 153,50 (—2,00), Mais Mixed Febr.=
März 134 (—4,00), Odeſſa ſchwim. 133 (—3), Donau
ſchwim. 134 (—4), La Plata Mai=Juni 117 (— 4) Mk.
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Am 15.: Dem Schaffner bei der Staatsbahn Franz Held,
Feldbergſtraße 75, ein S., Peter Ludwig. Am 18.: Dem
Schloſſer Karl Abel, Kiesſtraße 21, eine T., Margarete
Mathilde Marie. Am 15.: Dem Geſchäftsführer Alwin
May, Karlſtraße 10, eine T., Ludmilla.
Aufgebote. Am 17. Februar: Der Arbeiter Wilhelm
Karl Bremſer, Höchſt a. M., und Wilhelmine Salziger,
Wiesbaden. Am 19.: Der Friſeur Ludwig Brunner,
Ahaſtraße 24, und Anna Katharina Margaretha Ludwig,
Aliceſtraße 37. Der Verlademeiſter Albert Heinrich Michel,
Wendelſtadtſtraße 30, und Friederike Schönbein,
Blumen=
thalſtraße 38. Der Glaſer Jakob Creter, Sandbergſtr. 15,
und Anna Gerhard, Langgaſſe 31.
Eheſchließungen. Am 17. Februar: Bäcker Faver=
Hummel mit Eliſabetha von der Schmitt, beide hier.
Bäcker und Konditor Joſef Krug, mit Babette Kirchner,
beide hier. Maſchinentechniker Ludwig Werkmann, mit
Marie Lerch, beide hier. Diener Heinrich Holſchuh, mit
Köchin Magdalena Dapper, beide hier. Fahrburſche Adam
Göbel, mit Margareta Koch, beide hier. Former
Jo=
hannes Lehr, mit Hildegard Gaiſer, beide hier. Gr.
Finanzaſſeſſor Karl Bock in Jugenheim, mit Lucie
Fol=
mer in Wald=Michelbach. Vizefeldwebel Heinrich Nohe
hier, mit Hilda Brecht in Heddesheim. Maurer, z. Z.
Dragoner, Franz Gingerich hier, mit Margareta Arnold
in Unter=Hambach. Fuhrmann Adam Ruhmann mit
Büglerin Marianne Hill, beide hier. Sergeant Emil
Erdmann, mit Marie Fiſcher, beide hier. Kaufmann
Karl Facius in Frankfurt a. M., mit Frieda Schnell,
hier.
Geſtorbend. Am 15. Februar: Freifrau Mathilde
von Lehmann, geb. Willich, genannt von Pöllnitz, Witwe
des Oberförſters i. P., 78 J., ev., Neckarſtr. 16. Am 16.:
Marie Ober geb. Friſchmann, Witwe des Fabrikanten,
83 J., ev., Liebigſtraße 14. Karl Jährling, S. d.
Kol=
porteurs, 4 Mon., ev., Neue Ireneſtraße 4. Julie Stamm,
geb. Eſch, Ehefrau des Kirchenrats, 59 J., ev., Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 53. Dorothea Storck, geb. Ritzel, Ehefrau
des Weißbindermeiſters, 52 J., ev., Stiftſtraße 56. Am 17.:
Dorothea Poth, geb. Göckel, Witwe des Obſthändlers,
62 J., ev., Moosbergſtraße 48. Am 16.: Kath. Müller,
geb. Fiſcher, Witwer des Fabrikarbeiters, 39 J., ev., Ober=
Ramſtadt. Am 18.: Schneider Ph. Friedrich Herm.
Hart=
nann, 47 J. ev., Schulſtraße 13. Tapezierer Friedrich
Wilhelm Dechert, 18 J., ev., Sandbergſtr. 16. Am 19.:
Gärtnerlehrling Friedrich Karl Hermann Jordan, 17J.,
ev., Wixhauſen. Amalie Wilke, geb. Hug, Witwe des
Hofſchauſpielers, 70 J., ev., Wendelſtadtſtraße 42.
(Schutzmarke Schwan)
ist billig, bequem, sparsam,
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Einem verehrlichen Publikum von hier und Umgebung, ſowie
werten Freunden und Gönnern hiermit zur gefl. Kenntnisnahme,
daß ich mit dem Heutigen im Hauſe
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eine
Fleischhackerei mit elektrischem Betrieh
errichtet habe und halte mich bei Bedarf beſtens empfohlen. Es
wird mein Beſtreben ſein, meine Auftraggeber in jeder Weiſe
zu=
frieden zu ſtellen.
(*4159.
Darmſtadt, 20. Februar 1912
Heist.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit Portemonnaie mit
Inhalt. 1 gold. Broſche mit Granaten und dreireihiger Perlenkette.
1 weißes Taſchentuch mit einem Geldſtück. 2 mittelgroße Schlüſſel
(zuſammengebunden), 1 ſchwarzes Spitzentuch. 1 Paar grau und
grün geſtrickte wollene Handſchuhe. 1 grauer Hut. 1 Stück
Nickel=
uhrkette mit Anhänger. 1 weißes Taſchentuch, gez. H. S. 1 brauner
Glacéhandſchuh. 1 Fahrrad=Schelle. 1 Portemonnaie mit einigen
Pfennigen und 1 Schlüſſel. 1 Türdrücker. 1 Damenſchirm mit
ge=
bogenem Griff (die Spitze des Griffs ſtellt einen Schwanenkopf dar).
1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 gold. Armband. (4353
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
um 10 Uhr, ſtatt.
(4356
Brviſton v. Mielwohnungen, Schlaſtellen u. Feuerſtätten.
Die auf Grund der unten abgedruckten Geſetzesvorſchrift
vor=
zunehmende Reviſion von Mietwohnungen und Schlafſtellen findet
z. Zt. im VI. Polizei=Revier ſtatt. Hierbei werden auch die
Feuer=
ſtätten beſichtigt.
Darmſtadt, den 2. Februar 1912.
(3349mmm
Großherzogliche Bürgermeiſterei (Baupolizei).
Mueller.
Artikel 1 des Geſetzes,
betreffend die polizeiliche Beaufſichtigung von Mietwohnungen.
„Die Geſundheitsbeamten des Staates und die
Ortspolizei=
behörden, ſowie die von letzteren Beauftragten ſind befugt, die zum
Vermieten beſtimmten Wohnungen und Schlafſtellen einer
Unter=
ſuchung in der Richtung zu unterwerfen, ob aus deren Benutzung
zum Wohnen oder Schlafen Nachteile für die Geſundheit oder
Sitt=
lichkeit nicht zu beſorgen ſind. Gleiche Befugnis ſteht den genannten
Organen bezüglich der Schlafräume zu, welche von Arbeitgebern
ihren Arbeitern (Lehrlingen, Geſellen, Gehilfen, Dienſtboten uſw.)
zugewieſen werden.”
Oeffentliche Impfung.
Mittwoch, den 21. Februar und die folgenden Mittwoche,
ſolange Bedürfnis, von nachmittags 3 Uhr ab unentgeltliche
Impf=
termine im Schulhaus in der Rundeturmſtraße für im Vorjahr
impfpflichtige, bis jetzt noch nicht geimpfte Kinder.
Angeordnete Wiederimpfungen werden in dieſen Terminen
ebenfalls vorgenommen.
Nachſchau jeweils 8 Tage ſpäter, bei Meidung der
geſetz=
lichen Strafe.
Nachſtehende Verhaltungsvorſchriften werden zur Beachtung
bekannt gegeben.
1. Aus einem Hauſe, in welchem anſteckende Krankheiten, wie
Scharlach, Maſern, Diphtherie, Krup, Keuchhuſten,
Fleck=
typhus, roſenartige Entzündungen oder die natürlichen Pocken
herrſchen, dürfen die Impflinge zum allgemeinen Termine
nicht gebracht werden.
2. Die Eltern des Impflings oder deren Vertreter haben dem
Impfarzte vor der Ausführung der Impfung über frühere
oder noch beſtehende Krankheiten des Kindes Mitteilung
zu machen.
8. Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1912.
(4280a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
ie Arbeiten bei Pflaſterung der Querſtraße bis zur ſüdlichen
Lager=
ſtraße auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt und die
Chauſ=
ſierung bei Erweiterung der Munitions=Magazin=Anlagen des
Artillerie=Depots zu Darmſtadt ſollen je zu einem Los verdungen
werden, und zwar:
Los I die Plaſterarbeiten auf dem Truppenübungsplatz,
„ II die Chauſſierungsarbeiten für das Artilleriedepot hier.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Baubureau
Riedeſelſtraße 60, II. während der Dienſtſtunden vormittags von 8½
bis 12½ und nachmittags von 3 bis 6 Uhr offen und können daſelbſt
die Verdingungsunterlagen zum Preiſe von 0,50 Mk. für Los I und
0,40 Mk. für Los II gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung
be=
zogen werden.
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind verſiegelt und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis zum
27. Februar 1912, vormittags 10 Uhr, an vorgenanntes
Bau=
bureau poſt= und beſtellgeldfrei einzuſenden, zu welchem Zeitpunkt die
Eröffnung erfolgt.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(B4382
Militär=Bauamt.
Lieferung von Betriebsmaterialien.
Die Lieferung der für das Etatsjahr 1912 erforderlichen
Betriebs=
materialien ſoll in öffentlicher Verdingung in folgenden Loſen
ver=
geben werden:
Bindfaden
15500 kg Packkordel
Los I
Siſal
1260
Plombenſchnur
Los II 12000 Stück Dauerbrand=(Harz) Fackeln
Los III 110000 kg gew. Holzkohlen
Los IV 223000 Stück Lampenzylinder.
Die Verdingungsunterlagen können bei unſerem Zentralbureau
(Zimmer 51 unſeres Verwaltungsgebäudes) eingeſehen oder gegen
gebührenfreie Einſendung von 50 Pfg. in bar (nicht Briefmarken)
für jedes einzelne Los bezogen werden.
Die Eröffnung der Angebote findet am Donnerstag, den
7. März 1912, 10½ Uhr vormittags, im Zimmer 72 unſeres
Ver=
waltungsgebäudes ſtatt.
Die Angebote ſind bis zu dieſer Zeit verſiegelt und mit der
Aufſchrift: „Angebot auf Lieferung von Betriebsmaterialien Los
Nr. * verſehen, porto= und beſtellgeldfrei an uns einzuſenden.
(J4390
Die Zuſchlagsfriſt endet am 21. März 1912.
Mainz, den 17. Februar 1912.
Königlich Preußiſche und Großherzogl. Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
Iolzsverkeigerdng.
Donnerstag, 29. d. Mts., von vormittags 9 Uhr an
werden in dem oberen Lokale der Turnhalle dahier (Woogsplatz 5
aus Domanialwalddiſtrikt Böllenfalltor (Kirchſchlag), ſowie dem
Philippshoſpitalwalddiſtrikt, Grabenſtück, verſteigert:
Nutzſcheiter (1,75 m lang, ungeſpalten) rm: 6 Kiefern;unt. K 15 an die Exp. (*3925sm
Scheiter rm: 351 Buchen, 33 Eichen, 1 Birken, 25 Kiefern;
Knüppel rm: 229 Buchen, 27 Eichen, 8 Birken, 1 Pappeln, ſich. Perſ. erh. Darl., ev. in 24 St.
26 Kiefern; Reiſig Wellen: 7035 Buchen, 270 Eichen,
165 Birken, 20 Pappeln, 280 Kiefern, 15 Fichten; Stöcke
rm: 46 Buchen, 1 Eichen, 1 Kiefern, 2 Lärchen, 1 Fichten;
Stöcke (fein) rm: 8 Buchen.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung
einzuſehen. Der Großh. Forſtwart Klipſtein zu Forſthaus
Böllen=
falltor wird dasſelbe auf Verlangen vorzeigen. Das Holz mit blau
unterſtrichenen Nummern wird nicht zur Verſteigerung kommen.
(4354
Darmſtadt, 19. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Die Brennholz=Verſteigerung
Nr. 12 vom 19. d. Mts. iſt
geneh=
migt. Die Ueberweiſung des
Hol=
zes und der erſte Abfuhrtag
wer=
den auf Mittwoch, den 28. Febr.,
feſtgeſetzt.
Darmſtadt, 20. Februar 1912.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann. (4333
Vergebung von
Bürſten=
waren und Handtüchern.
Die Lieferung von
2000 Stück Borſtenbeſen,
700 „ Borſtenſchrubbern,
1000 „ Wurzelſchrubbern,
1500
Scheuerbürſten,
Wurzelbürſten,
500
Abortbürſten,
200
125 „ Ofenbürſten,
50 „ Polſterbürſten,
2000 „ Handfegern,
ferner
900 Stück weißleinenen
Hand=
tüchern und
3000 „ grauleinenen
Hand=
tüchern
ſoll öffentlich vergeben werden.
Die Lieferungen haben im Laufe
des Etatsjahres 1912 (1. 4. 12 bis
31. 3. 13) je nach Bedarf,
inner=
halb 4 Wochen nach jedesmaliger
Beſtellung, zu erfolgen.
Lieferungs=Bedingungen nebſt
Angebotsbogen ſind getrennt für
die Bürſten= und Webwaren für
je 50 Pfg. bei unſerem
Zentral=
bureau zu haben. Beim Bezug
durch die Poſt ſind die Beträge
in bar — nicht in Briefmarken —
portofrei einzuſenden. (J4391
Die Angebote ſind uns bis zum
6. März, 10 Uhr vormittags,
zu überſenden.
Zuſchlagsfriſt 14 Tage.
Mainz, den 14. Februar 1912.
Königlich Preuß. und Großh.
Heſſ. Eiſenbahndirektion.
Das früher
Riedmatter’ſche
Gaſt=
wirtſchaftsanweſen
in der Sommerfriſche Traiſa
bei Darmſtadt, Station der
Odenwaldbahn, ca. 30 Min.
von der Halteſtelle
Böllen=
falltor der Darmſtädter
elek=
triſchen Straßenbahn entfernt,
beſtehend aus zweiſtöckigem,
unterkellertem, maſſiven Haus
mit geräumigen
Reſtaura=
tionslokalitäten, Sälen,
Frem=
denzimmern, großer Stallung
und anderen
Seitengebäulich=
keiten, Grabgarten, ſowie
großen ſchattigen
Reſtaura=
tionsgarten, zuſam. 2256qm,
ortsgerichtlich taxiert zu
Mk. 45000.— ferner einige
Feld= und Wieſengrundſtücke
daſelbſt, werden (4119a
Donnerstag, 29. Februar
1912, nachmittags 43 Uhr,
auf dem Rathauſe in Traiſa
durch das unterzeichnete
Ge=
richt zwangsweiſe verſteigert.
Die Erteilung des
Zu=
ſchlags iſt nicht davon
ab=
hängig, daß die Taxe erreicht
wird. Auskunft erteilt das
Großherzogliche Ortsgericht
Traiſa.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.
Auf nur prima II. Stelle
leihe ſelbſt ſofort Kapital aus.
Offerten, auch von Agenten, aber
nur mit ganz ausführl. Angaben
erb. u. J 64 an die Exv. (4019a
II. Hypothek
von 9 bis 10000 Mk
unter 75. pCt. d. o. Taxe ſucht
pünktlicher Zinszahler von
Selbſt=
geber. Hypothek kann zediert werd.
Off. u. H 24 a. d. Exped. (3662a
oder Mk. 17000,
Mk. 12000 75 oder 80% der
ortsgerichtlichen Taxe, werden auf
la Haus, von nachweislich
pünkt=
lichem Zinszahler, geſucht. Gefl.
Angebote erbitte unter E 78 an
die Expedition ds. Blattes. (2883a
Hypoth., auf gut.
3000 Mk. Obiekt geſucht. Näh.
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*4144) Gg. Nau, Hügelstr. 32, p.
Sprechz. nur vorm. von 11—1 Uhr.
Verſteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 23. Februar l. J., vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal
Ludwigshalle, Obergaſſe 12
aus einem Nachlaß folgende Gegenſtände:
1 Sofa mit 2 Seſſel mit grünem Plüſchbezug, 1
Chaiſe=
longue, 1 Sofa, 6 Stühle mit rotem Plüſchbezug, 1 Herren=
Schreibtiſch, 1 Büfett, 1 Vertiko, 1 Ausziehtiſch, 1
Spiel=
tiſch, 2 Etageren, 1 Nähtiſch, 1 Regulator, 1 Standuhr,
1 Pianino, nußb. pol., verſchied. Kleiderſchränke, 1 kompl.
Bett, 1 Waſchkommode und Nachttiſch mit Marmorplatte,
verſchied. Spiegel, Bilder und kleine Möbel, Porzellan und
Glas u. a. m., 3 noch ſehr gut erhaltene Gaslüſter;
ferner 1 kompl. Schlafzimmer=Einrichtung, 2 Bettſtellen
mit Patentmatratzen, 2 Wollmatratzen, 2 Deckbetten und
4 Kiſſen, 1 Vertiko, 4 Stühle, 1 Tiſch mit 2 Schubladen,
1 kompl. Küchen=Einrichtung.
Es kommen ferner zum Ausgebot:
1 Partie Pelz=Garnituren für Damen und
Kinder, ſowie einzelne Muffe u. Kolliers uſw.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
(4357md
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 21. Februar I. Js., nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” dahier
(Obergaſſe) öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung:
1 Partie Schnittwaren, ſowie Hausmobilien durch alle
Rubriken u. a. m., und
Donnerstag, 22. Februar I. Js., vorm. 11 Uhr,
daſelbſt auf Anordnung Großh. Amtsgerichts Darmſtadt I:
2 Spazierſtöcke, 1 Gewehr, 4 Revolver, 2 Brownings,
1 Schlagring, 2 Meſſer, ſowie eine Partie Patronen.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
(4386
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.
Rüghoh=Berſteigerung ea. 15.
(Stadtwald.)
Freitag, den 23. Februar I. Js., morgens 9 Uhr,
werden im Saale der hieſigen Turngemeinde, Woogsplatz 5,
— 174,64 fm Nutzholz verſteigert, und zwar:
I. Aus der Forſtwartei Beſſunger Laubwald (Förſter Lehr)
Abt. 1 und 2 (Dieterſchlag), Abt. 31 und 32 (Dachsberg):
Eichen=Stämme 1 Stück III. Kl. — 0,83 fm
„ IV. „ — 2,64 „
11
V. „ — 3,88 „
13 „ VI. „ = 21,98 „
Buchen
3 „ II. „ — 5,38 „
19
III. „ — 17,82 „
40
IV. „ — 22,49
3 „ V. „ — 1,03
Lärchen
, V. „ — 3,28
Fichten
V. „ — 1,59
Eichen=Stangen 3 „
I. „ — 0,20
II. „ — 0,18
Fichten
„ 115
I. „ — 8,37
„ 261
I. „ — 6,73.
„=Reisſtangen 95
II.
— 0,55
II. Aus den Forſtwarteien Städtiſche Tanne (Forſtwart
Ahl=
heim) Abt. 4, 16 und verſchiedene, ſowie aus Beſſunger Tanne
(Forſtwart Geriſch) Abt. 33, 41, 43, 47 und andere:
Kiefern=Stämme 2 Stück I. Kl. — 5,55 fm
— 12,03 „
II.
— 46,49 „
59 „ III.
— 3,62
Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt.
Unter=
ſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Nummernverzeichniſſe
ſind bei den obengenannten Forſtwarten zu haben. In den beiden
Tannen finden keine weiteren Verſteigerungen mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 8. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(3925dm
Holzverſteigerung.
Mittwoch, den 28. Februar, vormittags ½9 Uhr,
werden in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen verſteigert:
I. Aus Forſtwartei Faſanerie aus Diſtrikt Tiergarten 21 das
Durchforſtungsholz und aus Rothſuhl, Oberwald und
Tier=
gaxten das Dürr= und Windfallholz (Nr. 938 bis 1209):
Scheiter, rm: 124 Buchen I. Kl., 119 Buchen II. Kl., 1
Hain=
buche, 17 Eichen, 12 Birken, 8 Erlen, 0,9 Linden, 3 Kiefern,
24 Fichten; Knüppel, rm: 84 Buchen, 1 Hainbuche, 14 Eichen,
10 Birken, 1 Erle, 1 Linde, 5 Kiefern, 9 Fichten; Knüppel=
Reiſig, rm: 6 Birken; Reiſig, Wellen: 2140 Buchen,
20 Linden; Stöcke, rm: 69 Buchen, 4 Birken, 2 Erlen,
2 Linden, 2 Kiefern.
II. Aus Forſtwartei Kalkofen von dem Abtrieb im
Licht=
ſchlag 19 (Höllſchneiſe):
Scheiter, rm: 82 Buchen I. Kl., 70 Buchen II. Kl., 6
Hain=
buchen, 17 Eichen, 2 Birken, 6 Erlen; Knüppel, rm:
76 Buchen, 4 Hainbuchen, 10 Eichen, 1 Birke, 3 Erlen;
Reiſig, Wellen: 3800 Buchen.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert.
Aus=
kunft erteilen Forſtwart Schmidt zu Faſanerie und Förſter Loeſch
zu Kalkofen, beides Poſt Darmſtadt.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
(4374
Letzte Stammholz=Verſteigerung.
Montag, den 26. Februar 1912,
von vormittags 9 Uhr an, werden aus hieſigem Gemeindewald,
Diſtrikt Klingsackertanne, an Ort und Stelle
313 Stück Kiefernſtämme von 17—54 cm Durchm. u. 2—15m Länge
an die Meiſtbietenden verſteigert.
Zuſammenkunft an der Bach= und Jägerſchneiſe.
Pfungſtadt, den 15. Februar 1912.
(4117sm
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Mamm= und Nüßhhor=Serſteigerungen.
1. Freitag, den 23. Februar I. J., vorm. 9 Uhr
anfangend, werden im Gundernhäuſer Gemeindewald öffentlich
ver=
ſteigert:
9 St. Fichten=Stämme IV. Klaſſe — 9,13 fm, 330 St. Fichten=
Stämme V. Klaſſe — 83,93 fm, 9 St. Lärchen=Stämm
— 2,63 fm, 1228 St. Fichten=Derbſtangen — 54,81fm, 945 St.
Fichten=Reisſtangen — 10,56 fm.
Die Zuſammenkunft iſt auf dem Meſſeler Weg am Eingang
des Waldes.
2. Dienstag, den 27. Februar I. J., vorm. 9 Uhr
anfangend, werden im Gundernhäuſer Gemeindewald öffentlich
ver=
ſteigert:
2 St. Fichten=Stämme III. Klaſſe — 3,15 fm, 16 St. Fichten
Stämme IV. Klaſſe — 16,11 fm, 313 St. Fichten=Stämme
V. Klaſſe — 106,04 fm, 6 St. Lärchen=Stämme — 3,06 fm,
1017 St. Fichten=Derbſtangen — 43,35 fm, 5 St. Lärchen=
Derbſtangen —0,30fm, 1450 St. Fichten=Reisſtangen =6,34fm.
Die Zuſammenkunft iſt auf der Herrnwieſenſchneiſe am
Pflanz=
garten.
Gundernhauſen, den 17. Februar 1912.
(4272im
Großh. Bürgermeiſterei Gundernhauſen.
Schütz.
Brenn= und Stammholz=Verſteigerung.
Montag, den 26. Februar, vormittags 9 Uhr,
werden im „Darmſtädter Hof” zu Weiterſtadt aus dem
Gemeinde=
wald=Diſtrikt Täubcheshöhl verſteigert:
212 rm Kiefern=Scheiter, 240 rm Kiefern=Knüppel, 10000
Kiefern=Wellen, 175 rm Kiefern=Stöcke, 7 rm Schweineſtall=
Legner.
An demſelben Tage, nachmittags 3 Uhr,
an der Abtriebsfläche Diſtrikt Täubcheshöhl, oberhalb des Merck’ſchen
Waſſerwerks:
34 Stämme mit 23,87 km Inhalt, ausgeſuchtes Schnittholz.
Weiterſtadt, 19. Februar 1912.
(4291im
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Becker.
Stamm=, Stangen= u. Brennholz=Verſteigerung.
Freitag, den 23. Februar, vormittags ½10 Uhr
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Katzen=
wald, an Ort und Stelle verſteigert:
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Scheiter, 33 rm Buche=, 12 Eiche=, 55 Kiefern= u. 16 Fichten=
Knüppel, 530 Stück Fichten=Wellen, 2 rm Buche=, 2 Kiefern=
und 5 Fichten=Stöcke.
Bemerkt wird, daß das Bau=Nutzholz am Anfang verſteigert wird.
Zuſammenkunft am Diſtrikt Katzenwald auf dem Vizinalweg
Nieder=Ramſtadt-Nieder=Modau.
Ober=Ramſtadt, den 14. Februar 1912.
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Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nach druk verboten.)
12)
Der Huſarenleutnant war nicht dumm, meinte
Lühr=
ſen bitter, vielleicht braucht er jetzt das Geld vom
Schwie=
gervater.
Ach ja, man kommt auf ſolche ſchlimmen Gedanken.
Wiſſen Sie, was er mir riet? Ich ſoll Halligboſtel
verkaufen —
Da trat ſie dicht vor ihn an den Schreibtiſch.
Verkaufen, Halligboſtel verkaufen —? Das iſt ja ganz
unmöglich! Das tun Sie doch nicht, denn dann wäre es
beſſer geweſen, Sie hätten es damals gleich getan, ehe Sie
ſo viel Arbeit und Geld hineinſteckten.
Lührſen war es, als höbe jemand mit an der Laſt
und ſie ſei nur noch halb ſo ſchwer! Das ſagte ich ihm
auch. Aber ich muß Geld ſchaffen und weiß nicht, woher
nehmen, ohne zu ſtehlen.
Iſt’s viel, Herr Lührſen —?
Wie man es nimmt! Wenn mir jemand gegen
an=
ſtändige Zinſen fünftauſend Mark auf den Tiſch legte,
könnte ich es zur Not machen —
Und deshalb ſollten Sie verkaufen?
Ja, deshalb!
Da wandte ſie ſich langſam ab und begann ihre Arbeit
wieder; langſam, ohne Haſt, zerſtreut wiſchte ſie dieſelbe
Stelle am Bücherregal mehrere Male. So kam ſie dicht
an die Tür, ſo weit weg von ihm wie möglich.
Ich wollte nur ſagen, Herr Lührſen, es iſt ja nur ein
ſo dummer Gedanke, aber ich habe das kleine Erbe von
der Schweſter meines Vaters, es ſind ſogar ſechstauſend
Mark, und — und —
Lührſen ſtand langſam auf, und Dora nahm den
Tür=
griff in die Hand. Nun war’s heraus, ſie hatte es nicht
laſſen können, er tat ihr leid.
Und, Fräulein Plattner, und — wenn ich zunächſt
keine wirkliche Garantie geben könnte?
Wieſo Garantie, ich verſtehe davon gar nichts, Herr
Lührſen. Ich brauche kaum die Zinſen, denn ich habe ja
mein Gehalt hier bei Ihnen, und geſund bin ich auch, und
übrigens, der Doktor Dänhardt könnte Ihnen doch auch
etwas leihen. Er renommiert ja immer, daß er hier
Kapi=
taliſt würde, weil er kein Geld ausgeben könnte.
Nun war Lührſen bei ihr. Geben Sie mir mal Ihre
Hand, Fräulein Dora!
Die andere Tür des Zimmers ging leiſe auf, aber
Frau Lilli zog ſie wieder zu bis auf einen kleinen Spalt,
als ſie die beiden Hand in Hand ſtehen ſah, die nichts
ge=
merkt hatten.
Ja, Fräulein Dora, die Hand, die ich hier halte, eine
gepflegte Damenhand iſt es nicht. Sogar etwas hart, hart
von der Arbeit hier in Halligboſtel und letzten Endes von
der Arbeit in meinem Dienſt, für mich und den Jungen.
Haben Sie Dank, tauſend Dank, ſchon für die freundliche
Abſicht.
Sie war feuerrot geworden und zog die Hand haſtig
aus ſeiner. Machen Sie doch nicht ſo viel Weſens davon,
Herr Lührſen.
Sie ging ſchnell hinaus. Er blickte eine Weile ihr nach,
warf dann den Kopf auf, nahm ſeine Jagdmütze vom Nagel
neben der Tür und ging ebenfalls hinaus, indem er eine
Melodie vor ſich hin pfiff.
Als er fort war, trat Lilli ein. Sie wiederholte
unbe=
wußt halblaut ſeine Worte: Arbeit in meinem Dienſt!
Da=
ran hate ſie in den ganzen Jahren nicht gedacht, daß hier
eine andere zwar nicht ihre Stelle, ſo doch ihre Pflicht
über=
nahm und übernehmen mußte.
Von links kam Dänhardt raſch aus dem
Krankenzim=
mer, gab ihr flüchtig die Hand, fragte, ob ſie gut geſchlafen
hätte, und ſetzte ſich an den Schreibtiſch, um ein Rezept zu
ſchreiben. So, alle zwei Stunden einen Eßlöffel voll!
Dann ging er zur Tür und rief hinaus: Fräulein Plattner,
ach bitte, einen Augenblick!
Ich komme ſchon, Herr Doktor! und gleich darauf kam
ſie ins Zimmer. Sie erſchien Lilli noch größer und
ſtatt=
licher als geſtern, denn Dora trug ein helles
Schürzen=
kleid.
„Guten Morgen, gnädige Frau! ſagte ſie ruhig.
Guten Morgen! antwortete Lilli ziemlich kurz.
Wie ich ſchon Fräulein Plattner ſagte, wandte ſich den.
Doktor an Lilli, iſt der Junge ganz munter, natürlich vers.
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ſich zu Dora wendend: das Rezept möchte ich doch gern bald
beſorgt haben!
Gewiß, ſehr gern, Herr Doktor! Dora nahm das am
Kleiderrechen hängende wollene Kopftuch herab.
Na, ſo eilig wäre es nun nicht derade. Sie wollen
doch nicht gleich ſelbſt hinlaufen nach Bütfeld? Uebrigens
ſehen Sie heute zum wenigſten nicht ſehr wohl aus!
Um ſo beſſer wird mir die friſche Luft tun, ich bin ja
nicht von Watte. Geben Sie nur das Rezept her!
Kann denn die Stine nicht hingehen oder Bohlmann?
Dora ſah doch etwas verlegen Lilli an, die eine Zeitung
von Lührſens Schreibtiſch aufgenommen hatte und darin
zu leſen ſchien. Die Stine hat gerade im Augenblick nicht
gut Zeit. Wozu die Umſtände?
Da ſah Lilli auf. Iſt Stine das Mädchen, das die
Zimmer umräumt? Ich möchte die nächſte Nacht in dem
kleinen Kabinett neben Fränzchen ſchlafen!
Ja, Frau Lührſen, das Mädchen iſt eben damit
beſchäf=
tigt!
Weshalb ſagt man mir denn nicht, das die Diener
ſchaft andere Dinge zu tun hat?
Dänhardt fing an zu lachen, und murmelte halblaut:
Dienerſchaft iſt gut, — die gibt’s überhaupt hier nicht!
Aber gnädige Frau, der kurze Weg nach der Apotheke
ich tue es gern.
Aber ich wünſche es nicht. Mein Zimmer hat Zeit.
Schicken Sie das Mädchen, und damit baſta!
Dora wurde etwas bleich und richtete ſich ſtramm auf,
bezwang ſich aber und ſagte nur: Ganz wie die gnädige
Frau befehlen! Danach legte ſie das Kopftuch wieder ab
ind verließ das Zimmer.
Dänhardt ſtand da, hatte ſein ſpöttiſches Lächeln
aufge=
ſetzt und fixierte Lilli durch ſeinen Klemmer, die unmutig
die Zeitung mitten durchriß. Es ſpielen ſich doch ganz
in=
altreiche kleine Konflikte ab im gewöhnlichen Leben, dachte
er, als auch Lilli ſchon losbrach: Wie gnädige Frau
befeh=
len! — Es iſt zum Verrückt werden! Als ob ich hier
An=
ſprüche machte!
Na, gnädige Frau, meinte Dänhardt, indem er ſich auf
die Tiſchkante ſetzte und mit dem linken Bein baumelte,
na, Ihre Willensäußerung eben ließ ja an Deutlichkeit
nichts zu wünſchen übrig! Leicht iſt ja die ganze Choſe nicht,
weder für Sie noch für die andern, beſonders nicht für
Fräulein Plattner.
So! — Lilli lachte gezwungen auf — und weshalb
denn? Ich gebe hier ja nur eine Gaſtrolle — eine Gaſtrolle
— als Mutter
Er ſah, daß ſie Tränen in den Augen hatte. Sie trat,
um dies zu verbergen, ans Fenſter. Dänhardt zog die
Schultern hoch: Meine Gnädige, Sie ſind nervös von Haus
aus und übernervös heute. Das iſt ganz natürlich und wird
ſich geben, zudem es dem Jungen wirklich erheblich beſſer
geht.
Lilli antwortete nicht darauf, ſondern ſah
angelegent=
ich zum Fenſter hinaus. Was macht nur mein Mann dort?
Iſt er das wirklich dort oben auf dem Ackerwagen? Sehen
Sie mal, Doktor.
Dieſer trat zu ihr ans Fenſter. Natürlich iſt er’s. Da
wird Hafer aufgeladen. Famos, was? Wie er da oben
ſteht und jedesmal den Sack, den Bohlmann heranſchleppt,
mit einem Schwung hinaufwuchtet und zur Seite packt!
Das iſt jedesmal ein ausgewogener Zentner!
Und ſolche Arbeit macht mein Mann hier täglich?
Doch nicht immer. Heute nur ausnahmsweiſe, weil
der Knecht Jochen krank iſt, zu dem ich übrigens noch hin
muß. Aber im Grunde glaube ich, daß Ihr Mann die
Ar=
beit gar nicht ſo ungern tut. Er greift oft ſelbſt zu, ſelbſt
wenn er es kaum nötig hätte.
Lilli ſah dann ſtumm hinein in die Bäume von dem
Hauſe. Wie ſchön das doch iſt, wirklich, das habe ich noch
nie geſehen. Doch, einmal als Backfiſch war ich im
Tier=
garten nach ſolchem Schneefall. Es war auch ſchön, aber
nicht ſo ſtill und ruhig, nicht ſo feierlich. Sagen Sie mal,
Doktor, wie iſt Fränzkchen eigentlich, wenn er geſund iſt?
Ich müßte lügen, wenn ich behaupten wollte, er wäre
anders als der Durchſchnitt geſunder Jungens, ich meine
natürlich nicht Berliner Durchſchnitt oder
Großſtadtdurch=
ſchnitt, denn der kommt meiſtens ſchon mit einem halb
ver=
brauchten Gehirn und noch weniger brauchbarem Körper
auf die Welt. Eine eigenwillige Kröte iſt er und ziemlich
wild. Nur dem Vater folgt er aufs Wort. Im Grunde
ſind wir ja alle hier ſo ein bißchen Ihrem Manne untertan.
Er repräſentiert hier gewiſſermaßen die Vernunft einer
höheren Menſchenraſſe!
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Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes
in Heſſen und Heſſen=Naſſau im Januar.
In der Metallinduſtrie wird der
Beſchäftig=
ungsgrad allgemein als ſehr günſtig bezeichnet. Beſonders
zu vermerken iſt, daß die Unruhe, in der zeitweiſe der
Ar=
beitsmarkt in Frankfurt a. M. durch die Veränderungen
in der A. E. G. (früher Lahmeyer) ſchwebte, wieder weicht.
Die Firma hat ihren Betrieb wieder eröffnet und es werden
täglich Arbeitskräfte eingeſtellt, ſo daß gegenwärtig zirka
1600 Leute Arbeit gefunden haben. Aus Mainz wird
be=
richtet, daß in der Metallverarbeitung und
Maſchinen=
induſtrie die Lage des Arbeitsmarktes gegenüber den
an=
deren Berufen am günſtigſten geweſen ſei. Auch in Worms
iſt die Zahl der offenen Stellen in der Metallinduſtrie etwas
gewachſen, jedoch machte ſich der Mangel an tüchtigen
Kräf=
ten, über den ſchon im Vormonat geklagt wurde, trotz der
großen Zahl der Arbeitſuchenden auch in dieſem Monat
geltend. Offenbach berichtet, daß die Lage in der
Ma=
ſchineninduſtrie gut geweſen ſei und daß hauptſächlich
Nach=
frage nach älteren tüchtigen Schloſſern und Drehern
herrſchte.
Die Lage in der Portefeuille=Induſtrie in
Offenbach wird auch in dieſem Monat als ungünſtig
be=
zeichnet. Der Beſchäftigungsgrad war ſchlechter als im
ſelben Monat des Vorjahres. Damit zuſammenhängend
macht ſich ein Ueberangebot in großem Maße bemerkbar
nd ebenſo fand überall eine Verkürzung der Arbeitszeit
ſtatt. Für Sattler und Tapezierer war nach dem Bericht
von Frankfurt a. M. die Arbeitsgelegenheit etwas günſtiger;
es wurden meiſtens Tapezierer für Kundſchaftsarbeit
ver=
langt. Wiesbaden teilt mit, daß für Tapezierer
Arbeits=
mangel geweſen ſei. Aus der Induſtrie der Holz=
und Schnitzſtoffe wird Folgendes berichtet: In
Frank=
urt a. M. wurden Schreiner auf Bau und Möbel und
teilweiſe auf Kundſchaftsarbeit zahlreich verlangt. Die
Vermittelung der Glaſer und Rahmenmacher, Küfer und
Wagner war wieder ſehr gut, alle Bewerber konnten
unter=
gebracht werden. In Mainz betrug in der Holzinduſtrie
die Zahl der Arbeitſuchenden das Dreifache der Zahl der
offenen Stellen. In Worms war für Bauſchreiner, der
Jahreszeit entſprechend, ebenfalls wenig Arbeit, während
die Möbelſchreiner meiſtens Beſchäftigung fanden. Der
Bildhauer=Verein aus Mainz berichtet, daß der
Geſchäfts=
gang ſchlecht geweſen ſei. Aus Darmſtadt wird berichtet,
daß der Beſchäftigungsgrad auf Möbel zufriedenſtellend
geweſen ſei, daß dagegen Bauſchreiner weniger geſucht
wurden.
Aus der Induſtrie der Nahrungs= und
Ge=
nußmittel liegen nur Mitteilungen aus der Zigarren=
und Tabakbranche vor. Aus Gießen wird der
Beſchäftig=
ungsgrad in der Zigarreninduſtrie nicht als günſtig
bezeich=
net. Im allgemeinen ſei aber auch der Monat Januar für
die Zigarreninduſtrie kein günſtiger Monat. Aus dem
Bekleidungsgewerbe berichtet Franlfurt a, M.,
daß der Beſchäftigungsgrad für Schuhmacher Anfang des
Monats ein ſehr günſtiger geweſen ſei, aber bei
eintreten=
dem Froſtwetter in der zweiten Hälfte des Monats
zurück=
ging. Auch der Geſchäftsgang in den Fabriken wird als
zut bezeichnet. Ebenſo wie im Schuhmachergewerbe war
uch im Schneidergewerbe der Beſchäftigungsgrad zu
An=
fang des Jahres günſtig. Auch Offenbach a. M. bezeichnet
den Beſchäftigungsgrad in den Schuhfabriken als gut. Nach
einem Bericht aus Worms hat ſich die
Beſchäftigungsmög=
lichkeit für Schneider und Schuhmacher gegenüber dem
Vormonat etwas gehoben.
Was das Baugewerbe anlangt, ſo war die
Nach=
frage nach Maurern und Zimmerleuten ſowohl in Groß=,
Mittel= und Kleinſtädten überall gering. Das
Buch=
druckergewerbe hatte nach einer Mitteilung der
Tarif=
gemeinſchaft in Frankfurt a. M. eine ſteigende Tendenz. Es
verblieben 37 Arbeitsloſe gegen 64 im Vormonat. Auch
die Reichstagswahlen ſorgten für einen ziemlich flotten
Ge=
ſchäftsgang. Für Heizer und Maſchiniſten war
nach Mitteilung aus Worms keine Arbeitsgelegenheit
vor=
handen, ebenſo nicht für Fabrikarbeiter. Auch bei den
Taglöhnern und Erdarbeitern ging die Zahl
der Arbeitsloſen wieder in die Höhe. Wiesbaden dagegen
teilt mit, daß für ungelernte Arbeiter der
Beſchäf=
tigungsgrad günſtig geweſen ſei, da durch die günſtige
Witterung Kanalbauten und Erdarbeiten hätten
vorgenom=
men werden können. Zu den Notſtandsarbeiten hätten
ſich bis jetzt halb ſo viel Arbeiter eintragen laſſen, als im
Winter 1910/11. Aus Mainz wird mitgeteilt, daß gegen
Ende des Monats eine Reihe Arbeiter, teils gelernte, teils
ungelernte, bei der Stadt angenommen worden ſeien.
Außerdem habe eine größere Anzahl Leute Arbeit bei
Ka=
nalbauten gefunden. In der Landwirtſchaft war
naturgemäß im Berichtsmonat der Beſchäftigungsgrad
gering und in den Weinbergen konnte während des
Froſt=
wetters nicht gearbeitet werden.
Aus dem Gaſt= und
Schankwirtſchafts=
gewerbe berichtet der Arbeitsnachweis Wiesbaden, daß
der Geſchäftsgang, der Zeit entſprechend, als gut bezeichnet
werden könnte. Sehr zahlreich gingen ſchon Geſuche von
auswärtigen Arbeitſuchenden für Saiſonſtellen ein.
Man=
gel herrſchte ſchon jetzt an männlichem und weiblichem
Küchenperſonal. Sehr erfreulich iſt der Aufſchwung des
Arbeitsnachweiſes für das Gaſtwirtsgewerbe in Bad=
Nau=
heim. Das Herannahen der Saiſon machte ſich bereits
be=
merkbar. Vor allem wurden Zimmer= und Hausmädchen
ehr geſucht. Während für Zimmermädchen genug, wenn
auch oft unbrauchbare Offerten eingingen, ſei es hinſichtlich
der Hausmädchen, auch mit Hilfe der großen
Facharbeits=
nachweiſe Frankfurt a. M., Wiesbaden und Stuttgart
vor=
läufig unmöglich, auch nur annähernd den Bedarflzu decken.
Hinſichtlich des übrigen Hotelperſonals (Kellner, Köche uſw.)
hielten ſich Angebot und Nachfrage ſo ziemlich die Wage.
In der Frauenabteilung herrſchte in Wiesbaden ein großer
Mangel an Dienſtmädchen, hauptſächlich fehlten
Mäd=
hen mit Kochkenntniſſen und Köchinnen. Von den
gemel=
deten Stellen konnte nur ein Drittel beſetzt werden. Aus
Kaſſel wird eine große Nachfrage nach Köchinnen und
Hausmädchen gemeldet. Auch in Mainz machte ſich ein
ſtarker Dienſtbotenmangel bemerkbar. Beſonders wird
darüber Klage geführt, daß Frauen Monatsſtellen annehmen
und dann nicht zur Arbeit erſcheinen, oder ſchon nach einigen
Tagen ausbleiben. Dieſe Unzuverläſſigkeit vieler
ſtelle=
ſuchenden Frauen hat u. a. ein Zurückgehen der offenen
Stellen zur Folge.
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Dienstag, den 27. Februar 1912, abends 8 Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5):
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und Fräulein
Lotte Hegvesi aus Frankfart a. M. (Violoneelle).
Der Steinway-Konzertflügel ist aus dem Lager der Firma
Hoflieferant A. W. Zimmermann (Inhaber Ludwig Schweisgut).
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 Mk., Saal
zu 3 Mk. Vorsaal zu 1.50 Mk., Galerie zu 1.50 Mk., Stehplätze im
Saal zu 1 Mk.; Studentenkarten zu 1 Mk. und Schülerkarten zu
50 Pfg. bei Leopold Schutter, im Verkehrsbüro und abends an
der Kasse. — Beitrittserklärungen für das neue Vereinsjahr,
die noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen
freiem Besuche. Der Jahresbeitrag beträgt 12 Mk. (4310
Jedes Mitglied hat das Recht, an der im Monat
März stattfindenden Verlosung der von dem Verein
angekauften Eintrittskarten zu den diesjährigen
Bay-
reuther Bühnenfestspielen (zu 25 Mk.)
teilzu-
nehmen.
Der Vorstand.
Freie Hierarisch-Känstierische Geselschaft.
Freitag, 23. Februar Mathildenhöhsaal
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und Herrn A. Sulzmann, Friſeur, Große Ochſengaſſe.
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ſitzenden, Herrn Jul. Bellefontaine, Zigarrengeſchäft, Holzſtraße 1,
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Samstag, den 24. Februar 1912, abends 8½ Uhr, pünktlich bei
F. Sitte, Karlſtraße 15, eine Treppe hoch.
Tagesordnung:
1. Vortrag des Herrn Prof. Dr. H. Reis aus Mainz über
„Die heſſiſchen Mundarten, ihre wichtigſten Eigentümlichkeiten
und ihr Verhältnis zur Schriftſprache.” Zu dieſem Vortrag iſt
die Einführung von Gäſten, auch Damen, ſehr erwünſcht. 2.
Jahres=
bericht. 3. Kaſſenbericht. 4. Vorſtandswahlen 5. Sonſtiges.
Um zahlreiche Teilnahme bittet ergebenſt
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Sie naht uns wieder, die Zeit der Examina, der
Schulentlaſſungen und Konfirmationen, die für Viele
die dringende Löſung der Berufsfrage bedeutet und
manchen Eltern Kopf und Herz ſchwer macht. Aber auch
die Mütter, deren Töchter in der Wahl ihrer Eltern ſo
vorſichtig geweſen, daß ſie ſich über die Berufsfrage nicht den
Kopf zu zerbrechen brauchen, haben ihre Sorgen, denn die
Backfiſchlein von 1912 ſind anſpruchsvoll und wiſſen ſo
gut in der Mode Beſcheid, daß in der Regel um das
Einſegnungskleid ein harter Kampf entbrennt.
Ginge es ihnen nach, ſo würden es wohl lauter Mode=
dämchen ſein, die, ſo gar nicht den Ernſt
der Situation erfaſſend, nicht einmal
äußerlich als Konfirmandinnen erſcheinen
würden. Zum Glück aber gibt es genug
vernünftige Mütter, die das Uebermaß zu
dämpfen und die Grenze von Paſſend und
Unpaſſend zu ziehen wiſſen. Sie haben
die jungen Mädchen zu überzeugen, wie
notwendig gerade für dieſe ernſte Feier ein
Kleid iſt, das weder durch Machart, Stoff
noch durch auffallende Garnitur aus dem
Rahmen fallen darf und der Trägerin ihren
noch halb kindlichen Reiz läßt. Hierin
kommt die heurige Mode mit ihrem
aus=
geſprochen jugendlichen Gepräge den
Müt=
tern ſehr zu Hilfe, obwohl auch die Gefahr
nahe liegt, daß Uebertreibungen hinſichtlich
der Enge und Kürze der Röcke vorkommen,
die oft noch unpaſſender erſcheinen als ein
Zuviel der Garnitur oder ein Mißgriff in
der Form. Die Frage, ob ſchwarz oder
weiß, wird ſtets vom Geſchmack und von
den Verhältniſſen abhängen. Hat ein junges
Mädchen öfters Gelegenheit, ein weißes
Wollkleid zu tragen, ſo iſt ein ſolches, ſchon
weil jugendlicher, dem düſteren Schwarz
vorzuziehen. Wer aber mehr auf das
Praktiſche zu ſehen hat, wählt beſſer letzteres,
da es ſelbſt bei raſchem Wachstum immer
noch länger getragen werden kann als das
durch öfters Reinigen bald zu eng und kurz
gewordene weiße Kleid. Kaſchmir,
Kamm=
garn Serge und Vbile ſind für ſchwarze
Kleider die bevorzugten Materialien, die
man mit Seidenblenden, Soutacheſtickereien,
Treſſen oder flachen Stoffpüffchen garniert,
falls nicht ein breiter geſtickter Kragen die ganze Garnitur
ausmacht. Hinſichtlich der Machart zählt die kurztaillige
Empireform mit zu dem Vorteilhafteſten, läßt ſie doch
nicht nur das ſchmächtigſte Backfiſchlein etwas ſtärker
erſcheinen, ſondern deckt auch liebevoll manche Eckigkeit
zu. Manche Mutter wird ja aus eigener Erfahrung
wiſſen, wie ſchwierig es iſt, ein mageres, eckiges oder ein
unterſetztes, mit Körperfülle geſegnetes junges Mädchen
ſo zu kleiden, daß es nicht unvorteilhaft von den Uebrigen
abſticht, da heißt alſo: überlegen und prüfen, ehe man
ſich entſcheidet. Eine für Schmächtige wie für Stärkere gleich
kleidſame Form zeigt unſer hübſches Einſegnungskleid
Nr. 5693 aus ſchwarzem Kaſchmir und feinen ſchwarzen
Seidentreſſen, deſſen etwas bluſige Taille hier dem
ſchlank=
fallenden Rock angeſetzt, ſeitlich geſchloſſen und durch
einen breiten Tafftkragen mit Litzenbeſatz ausgeſtattet
iſt. Beſonders apart wirkt der leicht gereihte Rock
da=
durch, daß je eine Vorder= und Hinterbahn, unten an
einer Seite abgerundet, einem treſſenbeſetzten Teil
auf=
geſteppt ſind, das unten loſe ausfällt. Nicht minder
kleid=
ſam ſind all jene durch ein Fichu vervollſtändigten
Empire=
kleidchen, von denen ein beſonders hübſches aus weißem
Voile einen ſchlanken Etagenrock hatte, deſſen drei Teile
wie das Fichu mit ſchmalen Seidenrüſchen garniert
waren. Am Einſegnungskleide macht man die Fichus
meiſt aus dem Stoff des Kleides und garniert ſie mit
Grelotabſchluß, Seidenblenden oder einer leichten Stickerei.
Ihre Enden verlaufen entweder im hochverlegten Gürtel
oder einer ſeitlichen Bandkokarde mit langen Enden.
Schmalſchultrige Figuren tragen am beſten den wieder
modernen eingeſetzten Aermel, der meiſt mit einem breit
über die Schulter greifenden Taillenarrangement gepaart,
dadurch beſonders den Schmächtigen zugute kommt. Von
den neuen Rockformen ſind die leicht garnierten den glatten
vorzuziehen, weil gerade die letzteren bei ihrer Schlankheit
ſchon immer etwas Figur beanſpruchen und an
kind=
lichen Erſcheinungen oft dürftig wirken. Beſonders
empfehlenswert ſind hier die Miederröcke, die man
glatt wie gereiht gern mit breiten, flachen Blenden
oder etagenförmig übereinanderfallenden Volants
garniert.
Und nun ein Wort über Kindermoden! Schlankheit
iſt auch hier die Parole, zu der ſich eine gewiſſe Vorliebe
für Natürlichkeit geſellt, die ſo aufzufaſſen iſt, daß die
Form des kindlichen Körpers möglichſt zum Ausdruck
kommt und nicht durch überflüſſige Stoffmengen oder
verbreitende Arrangements beeinträchtigt wird. Dieſe
Wahrhaftigkeit werden allerdings nur die gut gewach=
ſenen Kinder vertragen, für die ja auch
die verſchiedenartigen Kimonokleider ſpeziell
geſchaffen ſind. So iſt beiſpielsweiſe das
hübſche Empirekleid Nr. 5210 aus
kirſch=
rotem Kaſchmir mit weißer,
ſchwarz=
geſtickter Tuchgarnitur durch ſeine
Kimono=
ärmel beſonders für kräftige Mädchen
empfehlenswert, denn das ganze, nur
wenig faltige Kleidchen bedingt durch
ſeine ſchlichte Machart und den ſchlanken
Fall einen gut entwickelten Körper.
Hat die Mutter aber ein ſchmächtiges
Töchterlein anzuziehen, ſo tut ſie beſſer,
ein Bluſenkleidchen zu wählen, das nicht
allzu ſchlank gehalten, durch einen breiten
Kragen vervollſtändigt wird, der das
Fi=
gürchen ſtets etwas vollkommener erſcheinen
läßt. Hinſichtlich der Kleidſamkeit recht
empfehlenswert iſt unſer niedliches Kleidchen
Nr. 5275, das kindlich und einfach zugleich,
ſpeziell für kleinere Mädchen beſtimmt iſt.
Aus kornblumenblauem, ſchwarzkariertem
Wollſtoff gefertigt, wird es durch einen
ſehr breiten Reverskragen aus éeru Tuch
vervollſtändigt, der auf der Schulter!
geſchlitzt, dort durch Knöpfchen und Schlingen!
zuſammengehalten wird. Das zierliche
Kleidchen zeigt ein der loſen Bluſe angeſetztes,
in Quetſchfalten geordnetes Röckchen, das
oben ein Gürtel abſchließt. Neu ſind ferner
kittelartige Kleider mit abſtechender Unterbluſe
die ſich beſonders in der heißen Jahreszeit als
praktiſch erweiſen dürften, da ſich die Bluſe!
auswechſelbar geſtalten läßt. Unter den
Hängern bildet das Kimonohängerchen
eine neue Erſcheinung, die, wie alles Kimono=
artige, ebenfalls auf kräftige Kinder ſpekuliert. Es zeigt
eine leicht geſchweifte Paſſe mit kurzem angeſchnittenen
Aermel, unter dem ein kurzes Puffärmelchen
hervor=
fällt. Der Hänger ſelbſt iſt in Quetſchfalten gelegt,
die ſcharf nieder gebügelt ſind. Die Kleider der
größeren Mädchen weiſen vielfach Anklänge an die
Mode der Großen auf. Sieht man doch auch hier
Fichugarnituren, Reverskragen, Tunikaröcke und
ſchürzen=
artige Arrangements, ganz wie ſie Mama und die
große Schweſter tragen. Was aber nicht hindert,
daß ſo ein kleines Fräulein als Miniaturausgabe doch
ganz niedlich ausſehen kann, wenn die Mutter mit Geſchmack
und Verſtändnis zu wählen wußte!
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