Darmstädter Tagblatt 1912


14. Februar 1912

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175. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Reichstag vertagte geſtern die Präſidenten=
wahl
auf heute nachmittag 2 Uhr.
Der Lotterievertrag zwiſchen Preußen und den
ſüddeutſchen Staaten wurde vom preußiſchen Abgeord=
netenhauſe
angenommen.
*
Die Erdbebenwarten regiſtrieren ein Erd=
beben
auf dem Balkan, das am Dienstag vor=
mittag
nach 9 Uhr begann.
Ein Edikt macht genauere Mitteilungen über die
Einführung der Republik in China.

Die Droklamierung der Republik in China.

** Wie geſtern bereits mitgeteilt, iſt das Edikt über
die Abdankung der Dynaſtie und die Einſetzung
der Republik in China am 12. Februar amtlich
veröffentlicht worden. Der Thron hat die Republik an=
erkannt
und ſich mit den zwiſchen Juanſchikai und den
Republikanern feſtgeſetzten Bedengungen einverſtanden
erklärt. Die Vizekönige und Gouverneure ſind davon un=
terrichtet
worden, daß der Thron von der politi=
ſchen
Macht zurücktritt, um den Wünſchen des
Volkes zu entſprechen; an die Führer der Provinzen
wird die Weiſung erlaſſen, das Volk ruhig zu erhalten.
In dem Edikt, das die Anerkennung der
Republik ausſpricht, heißt es: Die überwältigende
Mehrheit des Volkes iſt für die Republik. Es iſt unmög=
lich
, ſich den Wünſchen von Millionen zu widerſetzen
für den Ruhm einer einzigen Familie. Darum übertra=
gen
die Kaiſerin=Witwe und der Kaiſer die Souveränität
auf das Volk und beauftragen Juanſchikai, eine provi=
ſoriſche
republikaniſche Regierung zu or=
ganiſieren
und mit den Republikanern wegen Gründung
einer Union zu verhandeln, die den Frieden des Rei=
ches
ſichern ſoll und zwar in Geſtalt einer Republik, die
Mandſchus, Mongolen, Mohammedaner, Tibetaner verei=
nigt
. Das Edikt über die Einführung der Republik beſagt fer=
ner
, daß das Volk die Verantwortung dafür übernehme,
daß die Opfer vor dem kaiſerlichen Ahnentempel und
Mauſoleum immer dargebracht werden würden und daß
der Kaiſer nur auf ſeine politiſche Macht verzichte, wäh=
rend
der kaiſerliche Titel nicht abgeſchafft
werde. Das Edikt erklärt auch, daß die kaiſerlichen Ver=
wandten
, Mandſchus, Mohammedaner und Tibetaner
ſich bemühen werden, ſich mit den Chineſen zu verſchmel=
zen
und alle Raſſenunterſchiede und Raſſen=
vorteile
zu beſeitigen. Das von Juanſchikai
erzielte Kompromiß iſt für alle eine Erlöſung. Auslän=
der
und Chineſen glauben, daß die Edikte alle befriedi=
gen
werden.
Die Mehrzahl der Republikaner hat folgenden Be=
dingungen
zugeſtimmt: Der Kaiſer behält ſeinen Ti=
tel
und erhält eine Jahresapanage von 4 Millionen Taels,
die nach der Durchführung der Währungsreform 4 Mil=
lionen
Dollars betragen wird. Das Palaſtperſonal bleibt,
doch ſollen die Eunuchen nicht mehr ergänzt werden. Die
Mandſchupenſionen werden weiter gezahlt, bis Mittel
für den Lebensunterhalt der Empfänger gefunden ſind.
Die Religionsfreiheit wird gewährleiſtet. Der Hof
bleibt gegenwärtig in der verbotenen Stadt. In der
Folge wird er im Sommerpalaſt in der Nähe von Pe=
king
reſidieren. Die Anleiheverhandlungen werden wie=
der
aufgenommen.
Damit hat die Mandſchu=Dynaſtie aufge=
hört
, in China zu regieren. Das jetzt geſtürzte Kai=
ſerhaus
führt ſeine Geſchichte bis aufs Jahr 1583 zurück,
wo es zuerſt als kleines Fürſtengeſchlecht nördlich der
Großen Mauer auftrat. 1637 gewann es gegen die
Mingdynaſtie in Peking die Oberherrſchaft über Korea.
Bis 1644 waren dann die Mandſchus abwechſelnd
die gefürchteten Feinde und die trotzigen Bundesgenoſſen
der Ming. Als 1644 der aufſtändiſche chineſiſche General

Li Peking bedrohte, und der letzte Mingkaiſer Tſchang=
liehti
ſich erhängte, berief Lis Gegner Wuſangwei den
jungen Mandſchufürſten auf den Drachenthron. Als
chineſiſcher Kaiſer (1644 bis 1662) erhielt er den Namen
Schuntſchih, ſein Haus nannte ſich im Andenken an das
uralte große chineſiſche Herrſchergeſchlecht der Tſing, das
255206 v. Chr. regiert hatte, Tatſing. Anderthalb Jahr=
hundert
hindurch nahm China unter Schunſchih und den
drei folgenden Mandſchukaiſern einen gewaltigen Auf=
ſchwung
. Ganz Hinteraſien vom Pamirplateau bis zu
den japaniſchen Inſeln und von den Tunguſenſteppen bis
zu den holländiſchen und engliſchen Beſitzungen in Hin=
terindien
gehorchte dem Sohne des Himmels. Damals
war China noch ein blühendes Reich. Gut erhaltene
Landſtraßen durchzogen die weiten Gebiete, eine rege
Schiffahrt verband den Nord mit dem Süden. Die
Mandſchus überſahen, daß nicht ſie allein Tüchtiges lei=
ſteten
, daß die anderen noch beſſere Fortſchritte machten.
An den Fortſchritten der anderen, der Chineſen und der
Fremden, ſind die Mandſchus zu Grunde gegangen, da
ſie nicht nur bei ihren altehrwürdigen Einrichtungen frei=
willig
ſtehen blieben, ſondern ſie auch da Stillſtand
Rückſchritt bedeutet ſchon aus Mangel an Geld not=
gedrungen
mußten verfallen laſſen. Schwach war die
Regierung geworden nicht allein durch den Niedergang
des Reiches ſeit dem Emporkommen der Fremden, ſon=
dern
auch durch das Einreißen der Kinder=, Weiber= und
Eunuchen=Wirtſchaft. Die Chineſen glaubten ſchon vor
der Herrſchaft der Mandſchus ihre Duyaſtie dadurch zu
ſichern, daß der Kaiſer amtlich mehrere Frauen nebenein=
ander
nahm. Neben der Kaiſerin (Hwanghau) ſtanden
fünf Kebſen, jede mit beſonderem Rang und Titel.
Tſuhſi war erſte Nebenfrau Kaiſer Tungtſchihs (1861 bis
1875). War ſchon vorher die Thronfolge immer ein
Zankapfel zwiſchen den Frauen des Kaiſers geweſen, wo=
bei
man ſich gewöhnlich auf ein unmündiges Kind ei=
nigte
, damit bis zu deſſen Großjährigkeit die Oheime,
Tanten und deren Eunuchen ſich an der Führung der
Reichsgeſchäfte bereichern konnten, ſo trat mit dem Ab=
leben
Tungtſchihs der in der Tſingdynaſtie einzige, ſeit=
dem
freilich zu Chinas Unglück bei Kwanghſü wieder=
holte
Fall ein, daß der Kaiſer von all ſeinen Frauen auch
nicht einen Sohn hinterließ. Des Ahnenkultus wegen
adoptierte die Kaiſerin=Witwe Tſuhſi, die ſich
den Rang der ebenbürtigen Kaiſerin von Tungtſchih er=
trotzt
hatte, den erſt vierjährigen Neffen des verſtorbenen
Kaiſers Tſaitien, der als Kaiſer Kwanghſü Glänzende
Nachfolge heißt. Bekannt iſt, daß er wegen ſeiner frei=
heitlichen
Anwandlungen mit ſeinem Marquis Poſa, dem
maßvollen Kangjuwei, von Tſuhſi kaltgeſtellt wurde, und
daß, als er endlich am 14. November 1908 ſtarb, wieder
ein Kind folgte, ſeines Bruders Tſaifeng, des Sühne=
und Prinzregenten (Tſchun) damals erſt zweieinhalb=
jähriger
Sohn Puji, der den prächtigen Kaiſernamen
Verkündigung der Grundlagen der Verfaſſung ( Hſüan=
tung
) erhielt. Das Unglück wollte, daß kurz nach
Kwanghſü auch Tſuhſi ſtarb, und daß der neue Regent
aus perſönlicher Feindſchaft gegen den Mann, der einſt
Kwangſhü der Tſuhſi geopfert hatte, Juanſchikai verab=
ſchiedete
. Seitdem war kein Halten mehr, und alle Zu=
geſtändniſſe
dienten nur dazu, die freiheitlichen Gedanken
in den weiteſten Kreiſen bekannt zu machen und Anhän=
ger
für ſie zu werben. Die Mandſchus ſind alſo durch
eigene Schuld zugrunde gegangen, weil ſie hochmütig die
Fortſchritte der Fremden verachteten, die guten ange=
ſtammten
Einrichtungen aber ſträflich verfallen ließen,
endlich ſtatt auf eine kräftige Regierung nur auf die
eigene Bereickterung durch Kinder=, Weiber= und Eu=
nuchenwirtſchaft
bedacht waren.

Die Kriſe im Reichstag.

* Zu dem Entſchluß der nationalliberalen Partei, ſich
an der Wahl des Präſidiums nicht mehr zu beteiligen,
ſchreibt die Köln. Zeitung:
Wir glauben nicht, daß dieſe Entſcheidung bei den
nationalliberalen Wählern im Lande viel Verſtändnis
finden wird. Nach unſerer Meinung war jetzt lediglich
die Sachlage ins Auge zu faſſen, wie ſie ſich durch die
Wahl am Freitag geſtaltet hatte. Aus ihr ergab ſich, daß
Herr Scheidemann, der ſozialdemokratiſche Erſte Vize=
präſident
, an ſeinem Amt feſthält, es ſei denn, daß man
ihn nach vier Wochen bei der vorgeſchriebenen Wiederho=

lung der Abſtimmung daraus entfernt. Bis dahin iſt mit
ihm zu rechnen. Nachdem nun das Zentrum auf den
Poſten des Erſten Präſidenten verzichtet, ſich alſo der
Pflicht, ein monarchiſches Gegengewicht gegen die repu=
blikaniſche
Sozialdemokratie zu bilden, entzogen hatte,
blieb unſeres Erachtens nichts übrig, als daß die natio=
nalliberale
Fraktion im Intereſſe und zur Deckung der
beſtehenden Staatsordnung in die vom Zentrum verlaſſene
Breſche trat. Die Sozialdemokratie hat den hiſtoriſchen
Moment, in dem die Macht der Linken hätte aufgerichtet
werden können, verpaßt, ſie hat ſich geweigert, dem Kaiſer
zu geben, was des Kaiſers iſt, und verlangt ſtatt deſſen
dreiſt und keck, daß monarchiſch geſinnte Männer der phry=
giſchen
Mütze, die ſie aufgeſteckt, ihre Reverenz erweiſen.
Damit hat ſie nach unſerm Empfinden jedem National=
liberalen
ein Paktieren mit ihr unmöglich gemacht, und
die nationalliberale Fraktion konnte nun, wie geſagt, ihre!
Aufgabe nur noch darin ſehen, zu verhüten, daß ein ſozial=
demokratiſcher
Reichstagspräſident Schaden an unſerer
monarchiſch=ſtaatlichen Ueberlieferung anrichtet. Deshalb
durfte ſie ſich der Pflicht, den Erſten Präſidenten zu ſtellen,
nicht mehr entziehen, und dieſe Pflicht, jetzt den vom Zen=
trum
verlaſſenen Poſten zu beſetzen, ſcheint uns um ſo
mehr gegeben zu ſein, je größer die Verantwortung der
Fraktion für die Wahl des ſozialdemokratiſchen Vizeprä=
ſidenten
geweſen iſt.
Die Nationalzeitung bemerkt zu dem von der Reichs=
tagsfraktion
der Nationalliberalen gefaßten Beſchluß:
Dieſer Beſchluß der nationalliberalen Reichstagsfraktion
wird bei einem großen Teil der Parteifreunde auf Wider=
ſpruch
ſtoßen. Es wird nicht an Stimmen fehlen, die dieſen
Ausweg aus einer tatſächlich nicht zu beſtreitenden Schwie=
rigkeit
als Rückzug vor den Konſervativen und dem Zentrum
bezeichnen werden, denen es in erſter Linie darauf an=
kommt
, die parlamentariſche Lage zu verwirren, um Reichs=
kanzler
und Regierung gegen die Linke ſcharf zu machen
und zur Anlehnung an die Rechte zu zwingen.
Das Berl Tagebl. glaubt, daß die Perſon des erſten
Vizepräſidenten Scheidemann, der im Reichstage 1909 dem
in Preußen regierenden Herrſcherhauſe Wortbruch vorwarf,
die nationalliberale Fraktion zu dem Beſchluß veranlaßte.
Das Blatt iſt daher überzeugt, daß in 28 Tagen bei der
Neuwahl Herr Scheidemann nicht wiedergewählt werden
wird. Der Vorwärts ſtimmt in ſeinem Nationalliberale
Drehung überſchriebenen Leitartikel der Bemerkung der
Nationalzeitung, daß der Beſchluß der nationalliberalen
Fraktion bei einem großen Teile der Parteifreunde auf
Widerſpruch ſtoßen werde, bei, und meint, am Mittwoch
werde die Präſidentenwahl ſtattfinden. Bis dahin hätten
die Nationalliberalen eine Galgenfriſt, denn über die
Exiſtenz der Nationalliberalen Partei falle zugleich mit
ihrem Votum bei der Präſidentenwahl die Entſcheidung (h.
Die Fraukſ. Zeitung ſchreibt: Durch den neuen Ent=
ſchluß
der Nationalliberalen iſt ein vollſtändiger Wirr=
warr
entſtanden. Die politiſche Klärung, die geſchaffen
war, iſt einer noch größeren Unklarheit gewichen, und ſtatt
die von ſelbſt gegebenen Folgerungen aus der durch den
Rücktritt Spahns geſchaffenen Lage zu ziehen, hat die
nationalliberale Fraktion einen Rückzug angetreten, der
den Eindruck einer bedauerlichen Schwäche machen muß.
Offenbar ſind ſtarke Einwirkungen von außen her er=
folgt
, unter denen der rechte Flügel der Fraktion an Um=
fang
gewonnen und die gemeldete Entſcheidung herbei=
geführt
hat. Wenn die nationalliberale Fraktion ſich an
der Löſung der Präſidentſchaftsfrage überhaupt nicht:
mehr beteiligen will, ſo bleibt nunmehr Herr Scheidemann!
zunächſt allein im Präſidium zurück. Wie dann die
anderen Präſidentenpoſten beſetzt werden ſollen, iſt noch
gar nicht abzuſehen. Jedenfalls wird auf dieſe Weiſe der
Rechten das Spiel erleichtert. Dieſe möchte es am liebſten
auf einen Konflikt zuſpitzen und durch Sprengung der
Mehrheit der Linken ein Oppoſitionspräſidium wie ſie
ein Präſidium der Linken nennt, unmöglich oder doch ge=
ſchäftsunmöglich
machen. Es iſt traurig, daß die National=
liberalen
unter dieſen Umſtänden die Fahne hinwerfen,
ſtat den Kambf aufzunehmen.
Es wäre zu wünſchen, daß die Reichstagspräſidenten=
wahl
nun endlich zu einem Abſchluß gelangt, da der
Reichstag ſonſt zu dem Geſpött des Auslandes zu wer=
den
droht. Nicht die einzelnen Parteien tragen die Schuld
an allen dieſen unerquicklichen Vorgängen, ſondern ledig=
lich
die Reichstagswähler, welche die Sozialdemokratie
als Partei des Proteſtes auf das Schild gehoben haben.
Ruhig urteilende Leute haben vorhergeſehen, daß es ſo
kommen würde.

Deutſchland, England und Frankreich.

* Die offiziöſe Weſtminſter Gazette ſprichk
die Hoffnung aus, man werde in beiden Ländern zu=
ſammenwirken
, um zu verhindern, daß die verheiß=
ungsvollere
Lage durch ein paar unglück=
liche
Worte und Wendungen beeinträch=
tigt
werde. Das Blatt erwartet, die verantwort=
lichen
Männer Englands würden die Moral aus dem
jüngſten Vorfall ziehen und ſich ernſthaft bemühen, die
Miniſterreden bei wichtigen Anläſſen in Einklang mit=
einander
zu bringen und veranlaſſen, daß die Reden
wirklich, wie ſie ſollten, das Ergebnis einer Kabinetts=

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Nummer 38.

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

beratung ſind, ſelbſt bis zur Feſtſtellung des Wortlauts
wenn es ſich um Fragen von größter Empfindlichkeit
handelte. Die Auffaſſung der Flottenfrage ſei in
England und Deutſchland verſchieden. Die
Differenz ſei eine Folge der politiſchen Beziehungen, es
ſei daher fruchtlos für die Staatsmänner ſich der Flot=
tenfrage
zuzuwenden, bevor ſie in politiſchen Fragen
einen Fortſchritt zu verzeichnen hätten. Wenn ſie aber
in dem zweiten Punkte erfolgreich ſeien, werde auch in
dem erſten automatiſch eine Erleichterung eintreten. Das
Blatt fährt fort: Wir hoffen, daß die Staatsmänner auf
beiden Seiten von der Flotte zunächſt abſehen und ihre
Unterhaltungen über die politiſchen Fragen fortſetzen
werden. Wir müſſen die Deutſchen überzeugen, daß wir
unſere Macht nicht brauchen, um ihren berechtigten Ehr=
geiz
in der ganzen Welt zu durchkreuzen. Frankreich und
Rußland erhoben früher dieſelbe Klage. Es war Ma=
terial
genug vorhanden, ſie glaubwürdig zu machen, aber
ſie überlebte keinesfalls den praktiſchen Beweis, daß wir
bereit waren, unſere Differenzen in dem Sinne: do ut des
zu ſchlichten. So, hoffen wir, wird es auch in Deutſch=
land
geſchehen. Der bloße Austauſch von Höflichkeiten
hat keinen Zweck mehr. Stellen wir feſt, was jene Kla=
gen
bedeuten, und ſehen wir zu, ſie zu beſeitigen; nötigen=
falls
auch durch Konzeſſionen, zu denen wir nicht bereit
wären, wenn wir die Weltpolitik vom rein ſtrategiſchen
Geſichtspunkte aus betrachten.
Der Pariſer Temps ſchreibt über den Berliner
Beſuch des engliſchen Kriegsminiſters Lord Hal=
dane
: Die Berliner Beſprechungen werden zeigen, ob
koloniale Abmachungen. oder Austauſche, ſowie wirtſchaft=
liche
Verſtändigung den ehrgeizigen Beſtrebungen Deutſch=
lands
zur See Einhalt tun und eine dauernde Annäher=
ung
zwiſchen London und Berlin herbeiführen können.
Die jüngſte Rede des Großadmirals Köſter, der von
Kaiſer Wilhelm der Entwicklung der deutſchen Marine
gegebene Anſporn und der Mißerfolg der bisherigen
Annäherungsverſuche geſtatten in dieſer Hinſicht manchen
Zweifel. Wie dem auch immer ſei, Frankreich wird
bald über den Stand der Dinge unterrichtet ſein. Die
engliſche Regierung beharrt treu bei der erſt jüngſt von
Sir Edward Grey gekennzeichneten Politik, und wenn ſie
eine dauernde Annäherung an Deutſchland erzielt, ſo
wird ſie den Rahmen dieſer Politik nicht verlaſſen. Unter
dieſen Umſtänden könnte ſich Frankreich nur dazu beglück=
wünſchen
, wenn man es zuſtande brächte, die Baſis für
vertrauensvolle und freundſchaftliche Beziehungen zu
Deutſchland zu legen, da dieſe dem Weltfrieden zum
Nutzen gereichen würden. Debats ſchreibt: Damit
eine deutſch=engliſche Verſtändigung erzielt werde, müßte
Deutſchland auf die ſeit zwanzig Jahren gehegte Hoff=
nung
auf die Herrſchaft zur See verzichten, und dieſer
Verzicht ſcheint keineswegs bevorzuſtehen.

Deutſches Reich.

Die Anleihekredite des Reiches. Nach
der dem Reichstage zugegangenen Denkſchrift über die
Ausführung der ſeit dem Jahre 1875 erlaſſenen Anleihe=
geſetze
, die mit dem 18. November 1911 abſchließt, bezif=
fern
ſich die Anleihekredite zur Zeit auf rund 4982 Mil=
lionen
Mark gegen 4948,5 im November 1910. Davon
waren am 30. September 1911 realiſiert 4689,2 Millionen,
alſo noch verfügbar 292,8 Millionen Mark. Das geſamte
auf Grund des Anleihekredits begebene Schuldkapital
betrug am 30. September 1911 4888,7 Mill. Mark, davon
860,5 Mill. Mark an 4prozentigen, 1982,2 Millionen an
3½prozentigen, 1681 Millionen an 3prozentigen Schuld=
verſchreibungen
, 340 Millionen an 4prozentigen und 25
Millionen an unverzinslichen Schatzanweiſungen. Die
tatſächliche Verzinſung des geſamten realiſierten Anleihe=
betrages
ſtellt ſich im Durchſchnitt auf 3,261 Prozent.
Ueber das neue Poſtſcheckgeſetz erfährt
die Tägl. Rundſchau von zuſtändiger Seite folgendes:
Das Geſetz ſoll nur die Grundlagen der künftigen Poſt=
ſcheckordnung
enthalten; minder wichtige Beſtimmungen
ſollen, ſo weit es nötig wird, nach wie vor geändert wer=
den
können. Man wird nun nach dem dreijährigen Be=
ſtehen
des Poſtſcheckverkehrs hinreichend Erfahrung ge=
ſammelt
haben, um das Poſtſcheckweſen auf eine ge=
ſicherte
, geſetzliche Grundlage zu ſtellen. In dem Ent=
wurf
ſind die Intereſſen von Handel und Gewerbe in

weiteſtgehendem Maße berückſichtigt worden. Um über
die Wünſche des Publikums genau unterrichtet zu ſein,
hat der Staatsſekretär im Dezember vorigen Jahres
Vertreter aller Intereſſenten ins Reichspoſtgebäude gela=
den
und ihre Anſichten entgegengenommen.
Die preußiſch=ſüddeutſche Lotterie.
Das preußiſche Abgeordnetenhaus beriet am Monag den
Staatsvertrag zwiſchen Preußen einerſeits und Bayern,
Württemberg und Baden anderſeits zur Regelung der
Lotterieverhältniſſe.
Finanzminiſter Lentze erklärte: Die Grundlagen
der preußiſchen Klaſſenlotterie ſollen dieſelben bleiben
wie bisher. Die für die erſten fünf Jahre der Vertrags=
dauer
bewilligten feſten Renten belaufen ſich für Bayern
auf 2 215000, für Württemberg auf 785000 und Baden auf
690000 Mark. Nach der Durchführung des Vertrages er=
ſtreckt
ſich die preußiſche Lotterie auf faſt ganz Deutſch=
land
. Ein Gewinn wird durch den Vertrag für Preu=
ßen
nicht erſtrebt. Es genügt, wenn ein Ausfall nicht
entſteht. Abg. König (Zentr.): Wir werden für den
Vertrag ſtimmen, der nahezu für ganz Deutſchland ein=
heitliche
Lotteriebeſtimmungen bringen wird. Wir ſind
für en bloe=Annahme. Abg. Arendt (frk.): Wir wer=
den
für den Vertrag ſtimmen. Freilich macht Preußen
kein gutes Geſchäft, weil die ſogenannten Freiloſe für
den Staat wegfallen. Abg. Roſenow (Fortſchr. Vp.):
Wir wünſchen, daß bei der Anſtellung der Lotterie= Ein=
nehmer
politiſche und konfeſſionelle Gründe ausſcheiden.
Der Präſident der Generallotteriedirektion Lewald
führte aus: Für die Lotterie=Einnehmerſtellen kommen in
erſter Linie Kaufleute in Frage, die in der Lage ſind,
Kaution zu ſtellen, ſodann ſind auch penſionierte Offiziere
zu berückſichtigen. Politiſche und konfeſſionelle Gründe
ſcheiden bei der Beſetzung der Poſten vollkommen aus.
Die Anzahl der Loſe ſoll um 80000 vermehrt werden.
Bei der Anpreiſung der Loſe ſoll jede marktſchreieriſche
Reklame vermieden werden.
Nach kurzer weiterer Debatte wurde der Vertrag an=
genommen
.
Aus Bayern. Die parteiloſe Münchener Zei=
tung
ſchreibt: Die zurücktretenden Miniſter verſchafften ſich,
indem ſie die Treue hielten, einen Abgang, wie er in un=
ſern
Tagen ſelten iſt. Frhr. v. Hertling beging einen
großen Fehler, ſein Kabinett auf eine Kammermehrheit
zu ſtützen, von der er ſich ſagen muß, daß ſie nicht der
wirklichen Stimmung des Volkes entſpricht. Das wird,
das muß ſich bitter rächen. In den auf dieſe Weiſe herauf=
beſchworenen
Kämpfen iſt der Volkswille noch immer
Sieger geblieben; den Schaden hat der Staat. Vertrauen
auf eine unparteiiſche Regierung iſt kaum vorhanden, das
läßt ſich feſtſtellen, wohin man hört.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.

Das ungariſche Abgeordnetenhaus
wurde, da die politiſchen Verhandlungen in Wien an=
dauern
, bis Donnerstag vertagt. Bis dahin dürften die
Beratungen über eine Aenderung der Wehrreform be=
endet
ſein. Die Berufung des Miniſters Lukacs nach
Wien erfolgte auf den Wunſch des Grafen Khuen zur Un=
terſtützung
der Verhandlungen. Die Juſthpartei erblickt
in der Berufung Lukacs einen Erfolg ihrer Beſtrebungen.

Frankreich.

Ueber das franzöſiſche Flottenpro=
gramm
, das jetzt dem Parlament unterbreitet worden
iſt, verlautet, daß es ſich hierbei nur um die Mindeſtfor=
derung
handele. Dieſe würde von der Regierung noch
überſchritten werden, aber für den Augenblick handele es
ſich nur darum, die Annahme des Kredites, der bereits
1890000000 Francs beträgt, durchzuſetzen. Später wird
die Regierung weitere Forderungen ſtellen.
Befeſtigung franzöſiſcher Alpenpäſſe.
Die Regierung legte der Kammer eine Kreditforderung
von 4 Millionen vor zur Ausbildung der für den Verkehr

und die Landesverteidigung wichtigen Alpenſtraßen von
Nizza nach Ewian am Genferſee. Etwa 1 Million ſoll
von den beteiligten Departements zu den Baukoſten bei=
geſteuert
werden.
England.
Miniſterrat. Das Kabinett trat äm
Montag abend zu einer gewöhnlichen Sitzung
zuſammen. Die Sitzung dauerte 2½ Stunden.
Wie die Zeitungen melden, drehte es ſich in
der Hauptſache um ſolche Fragen, die mit dem Beſuche
des Kriegsminiſters Lord Haldane in Berlin zuſammen=
hängen
. Derartige Fragen würden wahrſcheinlich bei der
Adreßdebatte geſtellt, bei der auch die miniſterielle Er=
klärung
über dieſe Fragen erwartet werde.

Portugal.

Die portugieſiſchen Kolonien. Zu den
wiederholten Nachrichten, daß über die Möglichkeit einer
Abtretung portugieſiſcher Kolonien an eine andere Macht
und über die Beſtimmungen des deutſch=engliſchen Ab=
kommens
vom Jahre 1898, betr. den möglichen Verkauf
portugieſiſchen Kolonialbeſitzes, Beſprechungen ſtattgefun=
den
hätten, teilt die portugieſiſche Geſandtſchaft in Lon=
don
dem Reuterſchen Bureau mit, daß Portugal nicht
im geringſten beabſichtige, über irgend welche Kolonien
zu verfügen. Ebenſo ſpricht die Geſandtſchaft der Nach=
richt
, daß Portugal an den Abſchluß einer außerordente
lichen Anleihe denke, bei dem Kolonien die Garantie
bilden ſollten, jede Berechtigung ab.

Rußland.

Die Budgetkommiſſion der Reichsduma
ſetzte den Ausgabeetat des Marinereſſorts auf 159030 155
Rubel feſt. Trotz Streichungen im Betrage von 5 186002
Rubel überſteigen die Ausgaben die Vorjahrsſumme um
50 775 155 Rubel.

Japan.

Die Anleihe von 3 Millionen Yen, die die
Okura=Geſellſchaft mit der Hangtſchau=Ringpo= Eiſenbahn=
geſellſchaft
vereinbart hat, iſt auf Vorſtellungen, die
Großbritannien im Intereſſe älterer Gläubiger erhoben
hat, rückgängig gemacht worden, obwohl bereits 2 Mil=
lionen
Yen ausgezahlt waren. Dieſe wird die Bahn=
geſellſchaft
zurückzahlen. Der vorgeſchlagene Verkauf der
kaiſerlich=chineſiſchen Handelsſchiffahrtsgeſellſchaft werde
ſuspendiert, Verhandlungen mit der Hongkong= and
Schanghai=Bank ſchweben.

Auſtralien.

Niederlage des Arbeiterminiſteriums=
Die allgemeinen Wahlen zum Parlament des Staats=
Süd=Auſtralien ergaben die Niederlage des jetzigen Ar=
beiterminiſteriums
, ſodaß deſſen Demiſſion bevorſteht.
* Peſt, 12. Febr. Die Peſter Maſchinenfabri=
ken
haben die Ausſperrung von ſämtlichen Arbei=
tern
, deren Zahl ſich auf etwa 20000 beläuft, beſchloſſen.
Die Haupturſache und Forderung der Arbeiter betreffen
den Arbeitsnachweis.
* Brüſſel, 12. Febr. Die ſtändige Kommiſ=
ſion
der Internationalen Zuckerkonfe=
renz
hat heute wiederum eine Sitzung abgehalten.!
Nach Privatmeldungen, die Havas=Reuter zugegangen
ſind glaubte man in die Diskuſſion über die deutſch=
ruſſiſchen
Vorſchläge, wozu am Freitag geſprochen wurde,
eintreten zu können. Dies war aber nicht der Fall, weil=
die
Delegierten beider Länder von ihren Regierungen
noch keine Inſtruktionen erhalten haben. Man beſchäftigte
ſich deshalb in der Sitzung mit der Redaktion des Kon=
ventionsantrages
. Der Eindruck in den Kreiſen der De=
legierten
iſt günſtiger, als vor einigen Tagen. Man glaubt,
zu einem Einverſtändnis gelangen zu können.
* Brüſſel, 12. Febr. Die Grubenbeſitzer
der Borinage lehnten den Vorſchlag des Provinzial=
rates
ab, einen dreimonatigen Verſuch mit achttägiger
Lohnzahlung zu machen. Sie ſchlagen jetzt ihrerſeits den

Neue Forſchungen über die Intelligenz
der Tiere.

** Seit einigen Jahren iſt die Wiſſenſchaft der Tier=
pſychologie
in eine neue Phaſe eingetreten. Man begnügt
ſich nicht mehr damit, wunderbare Beiſpiele von der Schärfe
des Inſtinkts und der Klugheit bei Tieren zu geben, aller=
lei
Heldentaten von Affen und Hunden zu erzählen, ſon=
dern
man ſtellt exakte Experimente mit ihnen an,
um zu erkennen, wie ſie in beſtimmten Situationen ſich be=
nehmen
. In einem vor kurzem erſchienenen Buche über
Tierintelligenz ſtellt einer der bahnbrechenden Gelehrten
auf dieſem Gebiet, Edward L. Thorndike, ſeine Verſuche
zuſammen. Er hat Katzen, Hunde und Küchlein, die Hunger
hatten, in mit einer beſtimmten Vorrichtung verſchloſſene
Käfige gebracht und beobachtet, was für Anſtalten ſie trafen,
um zu dem außerhalb des Käfigs hingelegten Futter zu
gelangen.
Die eingeſchloſſenen Katzen benehmen ſich zunächſt
außerordentlich aufgeregt, beißen und kratzen an den Stä=
ben
herum, ſtecken die Pfoten durch die Zwiſchenräume, bis
ſie die Nutzloſigkeit ihres Beginnens erkennen. Nach acht
bis zehn Minuten werden ſie ruhig und verſuchen, auf
weniger gewaltſame Weiſe aus dem Käfig herauszukom=
men
. Sie probieren an dem Verſchluß herum, bis ſie zu=
fällig
auf das Syſtem der Oeffnung ſtoßen und ſich befreien
Wird der Verſuch mehrere Male wiederholt, ſo gelingt es
der Katze ſogleich, den Riegel zurückzuſchieben oder den
Knopf oder Strick zu finden. Wird ſie in einen anderen
Käfig geſetzt, dann miaut ſie erſt nicht mehr kläglich, ſon=
dern
verſucht ſogleich zu öffnen. Die Hunde zeigen eine
davon verſchiedene Art des Benehmens. Sie ſind von An=
fang
an viel ruhiger, gelangen ſchneller zum Verſtändnis
des öffnenden Mechanismus und erinnern ſich dann mit
jgroßer Genauigkeit. Die größte Erregung und die ge=
ringſte
Fähigkeit, ſich aus ihrer Lage zu befreien, zeigen die
Hühner, ſo daß aus dieſen Experimenten die Hunde als
die klügſten Tiere hervorgehen. Thorndike kommt nach
ſeinen Erfahrungen zu dem Schluß, daß die Tiere nicht
wie wir denken, und daß bei ihnen der Antrieb zu der

Handlung unmittelbar das Unluſtgefühl des Eingeſchloſſen=
ſeins
, den Wunſch, ſich zu befreien uſw., hervorruft. Er
leugnet zwar nicht jede Vorſtellungsfähigkeit bei den Tie=
ren
, aber er hält ſie für rudimentär. Die Aſſoziatio=
nen
können bei Tieren ſehr kompliziert ſein, aber dann
bedarf es langer Zeit, bis ſie ſie erwerben. So gewöhnte
Thorndike nach 4060 Verſuchen eine Katze daran, ihren
Käfig zu verlaſſen, wenn er ſagte: Ich will meinen Katzen
zu eſſen geben; aber es waren 380 Verſuche nötig, be=
vor
das Tier auf das Gegenteil: Ich will meinen Katzen
nicht zu eſſen geben richtig reagierte und in dem Käfig
blieb. Nachdem die Katze aber dieſe beiden Sätze zu unter=
ſcheiden
gelernt hatte, hatte ſie ſie auch nach 80 Tagen noch
nicht vergeſſen. Die Zahl der Aſſoziationen, die gebildet
werden, kann beträchtlich ſein. So haben Küchlein 23 ver=
ſchiedene
Aſſoziationen gelernt; einige drei Tage alte Küch=
lein
erwarben in einem Tage zehn Aſſoziationen.
Die große Frage, mit der ſich die Tierpſychologie in
neueſter Zeit eingehend beſchäftigt, iſt die Abgrenzung der
beiden Mächte, die im tieriſchen Leben die größte Rolle
ſpielen: von Inſtinkt und Gewöhnung. Amerika=
niſche
Gelehrte ſind in dieſer Beziehung beſonders tätig
geweſen; durch zahlreiche Experimente haben ſie bewieſen,
daß ganz junge Tiere ohne vorausgehende Belehrung durch
ihre Eltern oder Gefährten und ohne Hilfe des menſch=
lichen
Beobachters eine Handlung ganz richtig durchführen
zum erſten Male, wenn die Situation eine ſolche Handlung
von ihnen fordert. Dieſer Tatſache gegenüber erregte es
Aufſehen, daß vor einiger Zeit Dr. C. S. Berry durch das
Experiment nachgewieſen haben wollte, daß junge Katzen
keine Mäuſe fangen. Die Profeſſoren Yerkes und Bloom=
field
vom Pſychologiſchen Inſtitut der Harvard=Univerſität
haben aber einwandfrei feſtgeſtellt, daß auch die jüngſten
und unerfahrenſten Katzen nicht das Mauſen laſſen. Die
jungen Katzen, die ohne jede Berührung mit ihren Müt=
tern
aufgezogen waren, verfolgten zunächſt ruhig die Be=
wegung
der Maus, die zu ihnen in den Käfig gelaſſen
war, und berührten ſie dann mit der Naſe. Nach zwölf
Minuten etwa wurde die Aufmerkſamkeit der Katzen ſtär=
ker
, ſie waren von dem Anblick der Maus wie fasziniert,
liefen obwohl erſt einen Monat alt und noch ſchwach und

ungelenk, hinter der Maus her und hatten ſie in wenigen
Sekunden zu Tode gebiſſen. Bei Seeſchwalben hat
Prof. F. H. Herrick feſtgeſtellt, daß die ganz jungen Tiere
noch kein Zeichen von Furcht erkennen laſſen. Läßt man
ſie im Neſt aufwachſen, ſo entwickelt ſich der Furchtinſtinkt
in wenigen Tagen, dagegen läßt ſich das Tierchen wenige
Stunden nach der Geburt fangen, ohne daß es Furcht
zeigt. Schon am erſten Tage ihres Lebens kann man bei
der Seeſchwalbe Handlungen beobachten, die mit der Nahr=
ungsaufnahme
zuſammenhängen und charakteriſtiſch für die
ganze Art ſind; während der erſten drei Tage entwickelt
ſich die typiſche Schlafſtellung, die Art des Putzens der
Federn, und ſo bildet das Tier ſeine Inſtinkte aus, auch
ohne das geringſte Vorbild von den Eltern zu erhalten,
in völliger Iſolierung aufgezogen. Prof. Breed von der
Michigan=Univerſität hat das Picken des Huhns
experimentell unterſucht. Er teilte die ganze für das Tier
charakteriſtiſche Handlung in drei Einzelhandlungen: ſchnap=
pen
, greifen, ſchlucken. Das Schnappen entwickelte ſich am
raſcheſten und war bereits am fünften Lebenstage aus=
gebildet
, während das Greifen viel langſamer ſich ent=
wickelte
und das Picken erſt am 25. Tage gut ausgeführt
wurde. Küchlein, die die Eltern zum Vorbild hatten,
lernten es ſchneller, als ſolche, die iſoliert aufgezogen
wurden.
Die Bedeutung der Nachahmung für die Entwick=
lung
von Fähigkeiten der Tiere bewies am deutlichſten ein
Experiment des Dr. Conradi von der Clark=Univerſität:
er machte nämlich aus einem Spatz einen Sing=
vogel
. Sperlinge wurden ſogleich nach ihrer Geburt
unter Kanarienvögel gebracht. Zunächſt erſchien der an=
geborene
Zwitſcherton der Spatzen, aber allmählich wurde
er durch das Piepen der Kanarienvögel erſetzt und ſie
ſangen ſchließlich mehr oder weniger ähnlich den Kanarien=
vögeln
, jedenfalls deutlich verſchieden von dem gewöhn=
lichen
Spatzengezwitſcher. Als aber dieſe ſingenden
Spatzen wieder unter ihr Geſchlecht gebracht wurden, ſo
behielten ſie nur noch die erſten zwei oder drei Wochen ihre
Piepröne bei; am Ende der ſechſten Woche aber hatten ſie
ihre Kunſt ganz vergeſſen und zwitſcherten wieder wie die
Spatzen.

[ ][  ][ ]

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Seite 3.

Bergarbeitern einen ſechsmonatigen Verſuch mit dier=
zehntägiger
Entlohnung vor. Dieſer Vorſchlag verſchärft
die Lage.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 14. Februar.

* Vom Hofe. Der Fürſt zu Solms=Lich iſt am
Montag vormittag 10 Uhr 15 Min. abgereiſt.
Prinzeſſin Reuß j. L. nebſt Prinzeſſin=Tochter und
Gräfin Luitgarde zu Solms=Laubach ſind Montag
nachmittag 5 Uhr 23 Min. zum Beſuch im Neuen
Palais eingetroffen. (Darmſt. Ztg.)
-g. Strafkammer. Des wiederholten Betrugs und
Urkundenfälſchung iſt der 32jährige Mechaniker Heinrich
Schmidt von hier angeklagt. Schmidt war bis Novem=
ber
vorigen Jahres in den Flugzeugwerkſtätten Eulers
beſchäftigt und verübte nach ſeiner Entlaſſung allerlei
Schwindeleien, bei denen er meiſt angab, im Auftrage
Eulers zu kommen. Er erlangte auf dieſe Art in zwölf
Fällen Waren und auch Geld in Höhe von 2 bis 10 Mark.
Der bereits vorbeſtrafte, geſtändige Angeklagte wird zu
9 Monaten Gefängnis verurteilt. Von der Unter=
ſuchungshaft
wird ihm 1 Monat angerechnet. Der
31jährige Arbeiter Hermann Schneider war mit Gla=
ſerarbeiten
beim Bahnhofsneubau tätig. Als er entlaſſen
wurde, ließ er verſchiedene Bleiſtückchen im Werte von
6 bis 7 Mark mitgehen. In der Verhandlung gibt er an,
er hätte einem Monteur, auf den er ſeineEntlaſſung zurück=
führte
, Ungelegenheiten bereiten wollen. Schneider iſt
bei dem Diebſtahl beobachtet worden. Er erhält vier
Monate Gefängnis.
* Tanzfeſt im Neuen Palais. Im Neuen Palais
fand am Montag abend auf Einladung des Großherzogs=
paares
ein Thé dansant ſtatt, zu dem etwa 200 Ein=
ladungen
ergangen waren. Das Großherzogspaar betei=
ligte
ſich wiederholt am Tanze. Während der Pauſe
wurde, wie üblich, das Souper eingenommen. Die Muſik
wurde von der Kapelle des Großh. Art.=Korps unter
Leitung des Obermuſikmeiſters Mickley geſtellt.
* Gedächtnisfeier. Am Sonntan fand in der
Petruskirche ein Gedächtnisgottesdienſt für den ſo plötz=
lich
dahingeſchiedenen Geiſtlichen der Gemeinde, Herrn
Pfarrer Walz, ſtatt. Obwohl es leider verſäumt
worden war, in den kirchlichen Anzeigen der Tages=
blätter
auf die Eigenart des Gottesdienſtes hinzuweiſen,
war die Kunde davon doch zu den trauernden Gliedern
der Gemeinde gedrungen, ſodaß das Gotteshaus dicht
beſetzt war, ein Beweis dafür, welcher Beliebtheit ſich
der verdiente Seelſorger erfreute. Der Pfarraſſiſtent der
Petrusgemeinde, Herr Lic. Dr. Vollrath, bewegte
durch ſeine tiefempfundene Predigt über das Schrift=
wort
aus 1. Moſ. 24, 56: Haltet mich nicht auf, denn
der Herr hat Gnade zu meiner Reiſe gegeben;
laſſet mich, daß ich zu meinem Herrn ziehe! die Herzen
der wehmütig lauſchenden dankbaren Freunde und Ver=
ehrer
des Verewigten. Die Anſprache war umrahmt
von ſtimmungsvollen Trauergeſängen des Kirchen=
Geſangvereins und der Chorſchule.
* Heimverband. (Gründung eines Alters= und
Damenheims zu Darmſtadt.) Man ſchreibt uns: In die=
ſen
Tagen wird der Heimverband mit dem Erheben der
gezeichneten Jahresbeiträge, ſowie dem der Anteilſcheine
beginnen. Bei dieſer Gelegenheit erſcheint es wünſchens=
wert
, für weitere verſtändnisvolle Kreiſe einige aufklä=
rende
Worte zu ſagen, damit das allgemeine Intereſſe,
über unſere gemeinnützigen Beſtrebungen unterrichtet, für
dieſe geweckt werde. Der Zweck des Verband:s
iſt: Alleinſtehenden Perſonen der gebildeten Stände beider=
lei
Geſchlechts, und auch jüngeren Damen, die ohne Anver=
wandte
im Berufe ſtehen, ein behagliches Heim zu ver=
ſchaffen
. Andere deutſche Städte, beſonders viele im
badiſchen Lande, ſind ſchon im Beſitze ſolcher Heimſtätten,
die teils im Anſchluß an Diakoniſſenvereine entſtanden
ſind oder, wie in Baden, von den Frauenvereinen ins
Leben gerufen wurden. Auch in Darmſtadt beſtehen ja
etliche Heimſtätten, wie das Pfründnerhaus, das Marta=
haus
und das Lehrerinnenheim; doch weil dieſe nicht
imſtande ſind, den Anforderungen Aller zu genügen, hat
es ſich der Heimverband zur Aufgabe gemicht, ein
Heim vorzubereiten, das möglichſt allen billigen Wün=
ſchen
gerecht zu werden vermag. Gleichzeitig fordert er
alle diejenigen, die die Abſicht haben, für ihre Kreiſe
gleichfalls ein Heim zu gründen, auf, ſich ihm anzuſchlie=
ßen
, damit vereinte Kräfte fertig bringen, was
dem Einzelnen ſchwer gelingen dürfte. Daß das
ſchon vorhandene Bedürfnis bei der Entwickel=
ung
, die unſer geſellſchaftliches Leben nimmt,
immer mehr zunehmen wird, iſt klar. Ebenſo klar iſt aber

leider auch, daß ohne weitgehende finanzielle Hilfe das
Unternehmen nicht ſo raſch, wie es wünſchenswert, ja not=
wendig
wäre, gedeihen kann. Und weil wir uns bewußt
ſind, daß die Aufgabe, die wir uns geſtellt haben, keine
leichte iſt und daß ſie nur mittelſt der gütigen Unterſtütz=
ung
unſerer Mitbürger zu löſen ſein wird, bitten wir
dringend um dieſe Unterſtützung, hoffend, daß unſere
Vaterſtadt in dieſer Angelegenheit nicht hinter den Nach=
barſtädten
zurückbleiben wird. In Bezug auf die bisher
geleiſteten Vorarbeiten ſei mitgeteilt, daß in der konſti=
tuierenden
Verſammlung im Rathaus am 27. Oktober
1911 ſich 60 Damen teils mit Jahresbeiträgen, teils mit
Anteilſcheinen anmeldeten; weitere Mitglieder ſchloſſen
ſich ſpäter an. In einer Sitzung am 24. November
wurde ein Arbeitsausſchuß gewählt, der ſich mit der Aus=
arbeitung
der Statuten für den Verband und mit der
Anfertigung der Hausordnung für ein mietweiſe
einzurichtendes Damenheim befaſſen ſollte. Am 15.
Dezember fand dann die erſte Mitgliederverſammlung
ſtatt, in der die auch für uns geeigneten Statuten des
Heidelberger Damenheims vorgelegt wurden, und die
Mitteilung gemacht wurde, daß am 1. April 1912 ein
Haus in ſchönſter Lage unter den günſtigſten Bedingungen
mietweiſe übernommen werden könne. Der allzu kurz anbe=
raumte
Termin, ſowie der Umſtand, daß nur Damen, die
10001200 Mk. Penſion zu zahlen vermögen, dies Haus
beziehen könnten, vereitelt eine volle Beſetzung bis zum
1. April. Das Haus ſteht jedoch noch weiter zur Ver=
fügung
und hoffen wir, bis ſpäteſtens zum 1. Oktober
ſoweit zu ſein, daß wenigſtens Genügendbemittelten vor=
läufig
geholfen werden kann. Auch bei weiteren ange=
botenen
Objekten ergab ſich die Notwendigkeit, den gleich
hohen Penſionspreis anzuſetzen. Den vielen Frauen
aber, die nur weniger als 1000 Mark verleben können,
kann die dringend nötige Hilfe einzig in einem neuen
durch Stiftungszuſchüſſe und durch zu veraus=
gabende
Anteilſcheine fundiertem Hauſe geſchaffen
werden. Im Intereſſe dieſer Frauen nun wendet
ſich der Heimverband an alle Kreiſe mit dem
herzlichen Wunſche, daß ſich recht viele ihm als
Mitglieder anſchließen möchten, damit er ſeinem
Ziele, der Erbauung eines Heimes für Alleinſtehende,
baldigſt nähertreten könne. Auch den an vielen Orten
ſchon verwirklichten Gedanken des Einkaufens der eigenen
Perſon, der Töchter oder der Anverwandten gedenkt man
künftig in Anregung zu bringen. Anteilſcheine werden
zu 100 Mark ausgegeben, die Höhe des Jahresbeitrages
iſt freigeſtellt. Zur Vorſitzenden wurde Frau Sanitätsrat
Dr. Hüffell, Karlſtraße 76, gewählt.
* Der Landesverband Heſſen des Deutſchen Frauen=
vereins
vom Roten Kreuz für die Kolonien entwickelt ſich
erfreulicherweiſe ſehr gut. Die Mitgliederzahl wächſt be=
ſtändig
. Auch in kleineren Städten unſeres Heſſenlandes
bringt man der nationalen Sache großes Intereſſe entgegen.
So zählt Friedberg bereits über 100 Mitglieder und wird
ſich unter dem Vorſitz von Frau Kreisrat Schliephake
als ſelbſtändige Abteilung konſtituieren. Auch in den üb=
rigen
Abteilungen herrſcht reges Leben. Beſonders in=
tereſſant
iſt eine in der Abteilung Darmſtadt beſtehende
Einrichtung. Eine der Vereinsdamen, Frau Hauptmann
von Oidtmann, verſammelt alle 14 Tage 18 junge
Damen um ſich zu erſprießlicher Tätigkeit für die Vereins=
ſache
. Dieſe Jugendgruppe der Abteilung Darmſtadt ver=
körpert
in wahrhaft idealer Weiſe die Beſtrebungen des Ver=
eins
. Jede Zuſammenkunft der jungen Damen wird ein=
geleitet
durch eine zweiſtündige Lektüre kolonialer Schriften.
Gegenwärtig ſtudiert man eifrig das ſchöne, mit Farben=
photographien
geſchmückte Werk Deutſchlands Kolonien
von Dr. Scheel. Nach der gemeinſamen Lektüre widmet
ſich dann die Jugend noch zwei Stunden lang der Anfer=
tigung
von allerlei Handarbeiten. Es ſind reizende
Sachen, die aus geſchickten Händen hervorgehen, und die
gelegentlich bei Veranſtaltungen zum Beſten des Vereins
verkauft werden ſollen, ſpäterhin zum Teil aber auch der
Ausſtattung der Schweſtern dienen können. So geht alſo
mit der Vertiefung in koloniale Verhältniſſe eine praktiſche
Liebestätigkeit Hand in Hand. Herzlicher Dank gebührt
der Veranſtalterin dieſes Kränzchens und den jungen
Damen, die ſich ſo opferwillig in den Dienſt der menſchen=
freundlichen
und nationalen Sache ſtellen.
* Kleiderſammelſtelle. Wie wohl noch nicht genügend
bekannt iſt, beſteht hier im Provinzialarreſthaus, Runde=
turmſtraße
8, eine Kleiderſammelſtelle des Heſſiſchen
Schutzvereins für entlaſſene Gefangene, aus der die Pfleg=
linge
des Vereins mit Kleidern, Schuhwerk und ſonſtigen
Bekleidungsgegenſtänden verſehen werden. Die Unter=
ſtützungen
wohltätiger Freunde des Vereins ermöglichten es
bis jetzt ſtets, den Bitten der Pfleglinge um Ueberlaſſung

von Kleidungsſtücken gerecht zu werden, jedoch der Be=
ſtand
geht zu Ende und die Nachfragen nehmen zu. Wir
möchten deshalb auch bei unſeren Leſern die ſegensreiche
Einrichtung der Sammelſtelle in Erinnerung bringen und
bitten, getragene Kleider, Schuhe, Hemden, Unterkleider
und dergl. der Sammelſtelle des Heſſiſchen Schutzvereins,
die ſich unter der Verwaltung des Provinzialarreſthauſes,
Rundeturmſtraße 8, befindet, zuzuweiſen. Auf Wunſch=
werden
die Gegenſtände jederzeit im Hauſe abgeholt; es
genügt Benachrichtigung durch Karte oder Telephon Nr. 37,
wann und wo die Abholung erfolgen ſoll.
C. Der Bezirksverein Beſſungen hielt am Montag
abend im Gaſthauſe Zum Ochſen ſeine diesjährige,
recht gut beſuchte Hauptverſammlung ab, die von dem
zweiten Vorſitzenden, Herrn Lehrer L. Schmitt, geleitet
wurde. Die Tagung wurde durch einen inſtruktiven
Vortrag des Herrn Staatsſchuldenkaſſebuchhalters Wen=
chel
über die Wertzuwachsſteuer eingeleitet. Die
Einzelbeſtimmungen des Geſetzes dürfen als bekannt
vorausgeſetzt werden. Lebhafter Beifall lohnte die
lichtvollen Ausführungen, für die der zweite Vorſitzende
dem Redner den Dank der Verſammlung ausſprach.
Hierauf folgte die Berichterſtattung über die Tätig=
keit
des Vorſtandes im Jahre 1911. Als deſſen
erſter Erfolg wurde die endliche Durchführung der Kies=
bergſtraße
zunächſt zwiſchen Moosberg= und Weinberg=
ſtraße
bezeichnet. Ferner wurde auf die von Erfolg be=
gleiteten
Bemühungen des Vorſtandes in der Richtung=
hingewieſen
, daß die Bürgermeiſterei längs der Schieß=
hausſtraße
zwiſchen Martinspfad und Tintenviertel ein
Kiestrottoir hat herſtellen laſſen. Die Arbeiten an der
Zufuhrſtraße nach dem neuen Südbahnhof ſeien jetzt
in vollem Gange. Leider ſeien aber alle Bemühungen,
den Güterbahnhof Beſſungen zu erhalten, geſcheitert,
Ein um ſo größerer Nutzen würde von der Umwandlung!
der Dampfſtraßenbahn in elektriſchen Betrieb für die
Bewohner der Heidelbergerſtraße und ihrer Umgebung;
erwartet. Zur Neuwahl des Vorſtandes übergehend,
teilte der zweite Vorſitzende mit, daß der erſte Vor=
ſitzende
, Herr Stadtv. Leyerzapf, infolge Krankheit aus
dem Vorſtand austreten wird. Er dankt ihm für ſeine
eifrige, gewiſſenhafte Tätigkeit, die unvergeßlich blei=!
ben werde, und teilt mit, daß beabſichtigt ſei, ihn zum
Ehrenvorſitzenden zu ernennen. Dieſem Vor=
ſchlag
wird beifällig entſprochen. Herr Stadtv. Glaſer=
meiſter
Werner wird als erſter Vorſitzender neu ge=
wählt
und als zweiter Vorſitzender Herr Lehrer L.)
Schmitt wiedergewählt. Alsdann wird Herrn G. Hoff=!
mann für die Rechnungsablage Entlaſtung erteilt. Die
ſeitherigen Rechnungsprüfer Herren Reviſor Hammann
und Dachdeckermeiſter Müller werden wiedergewählt. Im
weiteren weiſt der zweite Vorſitzende auf die jüngſte
Löſung unſerer Verkehrsfragen hin, wobei er jedoch
bemerkt, daß der ſüdliche Teil Beſſungens dem Verneh=
men
nach bei der Tariffeſtſetzung der Städtiſchen Stra=
ßenbahn
ungünſtig behandelt werden ſolle. Die Tarif=
grenze
ſolle die Niederſtraße und die Ohlyſtraße in ihrer
Einmündung in die Nieder=Ramſtädter Straße ſein.
Hierüber berichtet des näheren Herr Stadtv. Werner,
der erklärt, daß eine diesbezügliche Eingabe an die Bür=
germeiſterei
und Stadtverordnetenverſammlung bereits
verfaßt ſei, welche über die geplante ungerechtfertigte:
Belaſtung eines Teiles der Beſſunger Bevölkerung Be=
ſchwerde
führe. Hierüber entſpinnt ſich eine längeret
Ausſprache. Herr Stadtv. Werner erklärt ſchließlich, die
beregte Volksverſammlung einberufen zu wollen; eine!
Eingabe ſoll möglichſt bald abgehen. Ein anderes Mit=
glied
(Stadtverordneter) regt die Errichtung einer klei=
nen
Badeanſtalt in Beſſungen von ſeiten der Stadt, be=
ſonders
im Intereſſe der Arbeiterfamilien, an. Auch die;
dringende Frage eines Durchgangs durch den Orange=
riegarten in weſtöſtlicher Richtung wurde behandelt, inf
welcher Beziehung ein Mitglied die erfreuliche Mitteil=
ung
machte, daß nunmehr die Sache ausſichtsvoller ge=
worden
ſei. Bei der hierauf folgenden Neuwahl des
Vorſtandes wurden die Herren Stadtv. Aßmuth und
Maurermeiſter Braun neu gewählt; im übrigen erfolgte
Wiederwahl. Kurz nach 12 Uhr ſchloß der 1. Vorſitzende
die anregend verlaufene Verſammlung.
* Der Vorſtand des Vereins zur Erbauung einer
Reformationsgedächtniskirche in Darmſtadt hielt am
Montag unter dem Vorſitz des Herrn Stadtpfarrers Velte
im Gemeindehauſe der Stadtgemeinde eine gut beſuchte
Vorſtandsſitzung ab, in der von einem erfreulichen Fort=
gang
der Vereinsſache Kunde gegeben werden konnte.
Der Verein hat nach noch nicht einjährigem Beſtehen
358 Mitglieder aus allen Kreiſen und Schichten unſerer
Bevölkerung gewonnen. An Beiträgen, Geſchenken und
als Ertrag eines Kirchenkonzertes ſind bis jetzt insgeſamt
4378 Mk. eingegangen. Das vorhandene Bedürfnis nach

Vorträge.

* Odenwaldklub. Am Montag ſprach einer
der beliebteſten Redner des Odenwaldklubs, Herr Sa=
nitätsrat
Dr. Maurer, im Gartenſaale des Städti=
ſchen
Saalbaues über: Eine Ueberfahrt Bremen-
New=York Schon eine halbe Stunde vor Beginn des
Vortrags war der Saal überfüllt. Nach einer Begrüß=
ungsanſprache
des Vorſitzenden, des Herrn Bürger=
meiſters
Mueller, in der dieſer erwähnte, daß der Red=
ner
des Abends auf Bitten des Vorſtandes für einen
anderen verhinderten Herrn den Vortrag übernommen
hätte, ſchilderte der Vortragende eine Reiſe, die er im
Jahre 1905 auf dem Schnelldampfer Kaiſer Wilhelm II.
des Norddeutſchen Lloyd von Bremen aus nach New=
York unternahm. Wenn dieſe Fahrt nun auch ſchon
einige Jahre zurücklag, ſo waren die Schilderungen da=
von
doch ſo lebhaft, daß ſie für die Zuhörer als Erleb=
niſſe
erſchienen, die erſt kurze Zeit zurückliegen. Oft=
mals
glaubte man ſogar, gleichſam an der Fahrt betei=
ligt
zu ſein. Unterſtutzt durch eine Fülle ſchöner und
lehrreicher Lichtbilder führte der Vortragende die ge=
ſpannt
lauſchende Zuhörerſchaft durch Bremen zu den
großen Hafenanlagen, den Docks, ſchilderte dann die
Vorbereitungen zur Ausreiſe und dann die Abfahrt.
Weiter wurde dann hingewieſen bei der Fahrt weſer=
abwärts
nach Bremerhaven zu auf den Schleppbetrieb
und verſchiedene Vorrichtungen zur Sicherung der
Schiffahrt, wie Signale, Leuchttürme, Feuerſchiffe uſw.,
und jede in ihrer Eigenart und Wirkung erläutert. Dann
führte die Fahrt nach England, durch den Kanal nach
Cherburg und von dort nach New=York, wo in Hobo=
ken
an den Piers des Norddeutſchen Lloyd die Landung
erfolgte. Der intereſſanteſte Teil des Vortrags war die
Schilderung des Schiffes und des Lebens an Bord. Es
wurden da ſo viele Einzelheiten behandelt, daß es
ſchwer halten würde, eine Auswahl daraus zu treffen.
Viele Mitteilungen über die gewaltigen Unternehmun=
gen
des Norddeutſchen Lloyd, namentlich die ſtatiſti=
ſchen
Angaben über das Aufblühen der Geſellſchaft,
wurden mit ſtarkem Intereſſe verfolgt. Dem Reiſebericht

ſchloß der Redner eine kurze, feſſelnde Schilderung New=
Yorks und einiger amerikaniſcher Sitten und Gewohn=
heiten
an. Die Anweſenden gaben am Schluſſe dem
Redner durch lebhaften und herzlichen Beifall ihren
Dank für den feſſelnden Vortrag zu erkennen. Herr
Bürgermeiſter Mueller gab dann noch in Worten dieſem
Danke Ausdruck.

Fenilleton.

A.8. Der Dekalog des Tanzmeiſters! Man ſchreibt
uns aus Fachkreiſen: Unter dieſem Titel gaben Sie letzt=
hin
die 10 Gebote der Tänzer bekannt, welche der Pariſer
Kollege Lefort aufgeſtellt hat. Sie bemerkten dazu, dieſe
zehn Gebote ſeien ſchwer zu erfüllen, und wenn es ge=
länge
, ſie zu beherzigen, dann ſei das gewünſchte ethiſche
Ziel vollkommen erreichbar. Nun, ſo alt der Tanz iſt,
ſo alt iſt auch ſein Ziel, welches er verfolgt. Hierin zeigt
ſich eine oft wechſelnde Periode der Blütezeit und des
Tiefſtandes, je nachdem der Tanz ſeinen Einfluß wirk=
ſam
machen konnte. Heute leben wir offenbar in einer
Zeit, wo man an der Grenze eines merklichen Tiefſtandes
und einer beginnenden neuen Blütezeit der Tanzkunſt
angelangt iſt. Der Tiefſtand zeigt ſich am auffallendſten
in der geſellſchaftlichen Tanzform; gerade hier findet man,
wie weit die zehn Gebote gehalten werden. Beſonders
das zehnte Gebot, den Tanz als eine ſchöne Form körper=
licher
Erziehung zu betrachten, findet in dem alten Bibel=
ausſpruch
ein Gegenparoli: Der Geiſt iſt willig, aber
das Fleiſch iſt ſchwach! Zur Erfüllung dieſes Gebotes
fehlen leider die Vorbedingungen; denn die körperliche
Erziehung dieſer Art, welche nicht in dem frühen Kin=
desalter
ſtreng begonnen und durchgeführt wird, kann
das gewünſchte Ziel nicht erreichen, wenn die dazu erfor=
derliche
rhythmiſche oder Tanzgymnaſtik erſt in ſpäteren
Jahren angefangen und zumeiſt in der üblichen Form des
Geſellſchaftstanzes als eine angenehme dem Zeitvertreib
gewidmete Beigabe betrachtet wird. Der Tanz wird
dann leicht zum Zerrbild körperlicher Schönheit, die Be=
wegungen
werden zum Spott körperlicher Grazie, und ſo
iſt es verſtändlich, wenn gewiſſe Formen des Bühnen=

tanzes eine Entartung erfahren, wie in dem Schiebe=
tanz
und in dem neurdings beobachteten Wackeltanz
genannt Iwo step! Auf einem Feſt, das hier als eine
Senſation der Karnevalſaiſon angekündigt wurde, konnte
man dieſen ſchönen Wackeltanz in allen möglichen und
unmöglichen Variationen bewundern. In Sachſen,
glaube ich, hat man dieſe Art des Tanzes polizeilich ver=
bieten
müſſen; ſchwerlich aber wird man dort ſchlechter
getanzt haben, als es hier getan wurde. Dem Two step
ſoll damit kein Tadel geſprochen werden; im Gegenteil,
richtig ausgeführt, bietet der ITwo step und Boſton eine
ſchöne und angenehme Abwechſelung im Tanzrepertoire.
Dies wurde auch auf einem Balle, wo der Original=
Two step vorgeführt wurde, im Publikum dankbar an=
genommen
. Vom Standpunkte der Moral iſt es jeden=
falls
ſehr zu verwerfen, daß öffentlich, wenn es auch ein
Maskenfeſt ſein ſoll, Auswüchſe des Tanzes zuläſſig ſind,
die der wahren Ethik des Tanzes nur Hohn zollen. Hier
möge man das ſiebente Gebot der Tänzer beherzigen
lernen: Junger Mann, faſſe deine junge Partnerin mit
Reſpekt um die Taille; junge Dame, ſei zurückhaltend,
aber anmutig.
Napoleons Leben auf der Opernbühne. In dem
Opernhaus von Rouen, das nach der Pariſer Großen Oper
und der Komiſchen Oper als eine der beſten Muſikbühnen
Frankreichs gilt, hat nun eine neue Oper unter enthuſiaſti=
ſchem
Beifall ihre Uraufführung erlebt, die weitausgreifend
die entſcheidenden Augenblicke im Leben Napoleons in dem
Rahmen eines Theaterabends zuſammenfaßt. Das Werk
führt den Titel Laigle und die Muſik ſtammt von dem
Komponiſten Jean Nougués, deſſen Oper Quo vadis
demnächſt auch in Berlin zur Aufführung kommen wird.
In einer Reihe prächtiger Bilder wird der Aufſtieg, der Höhe=
punkt
, der Sturz und Tod Napoleons geſchildert; es gibt alſo
in ſtreng dramatiſchem Sinne keine fortlaufende Handlung,
das Werk wird daher als ein muſikaliſches Heldengedicht
bezeichnet, aber die einzelnen Szenen ſind ſo packend, ver=
raten
ſo ſtarken Theaterſinn und ſind muſikaliſch ſo geſchickt
und kraftvoll herausgearbeitet, daß die Spannung von
Bild zu Bild wuchs. Eine der prächtigſten Szenen zeigt

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

dem Bau einer neuen Kirche in Darmſtadt wurde von
von allen Seiten dringend betont. Ein ganz prächtig
gelegener Bauplatz iſt für die Kirche in Ausſicht ge=
nommen
, mit deren Bau man im Jahre 1914 beginnen
zu können hofft, ſodaß ſie am 400 jährigen Gedenktage
der Reformation (31. Oktober 1917) eingeweiht werden
kann. Verſchiedene ſehr beachtenswerte Vorſchläge, wie
das Intereſſe für die Sache der Gedächtniskirche (auch
im Lande) geſteigert und die nötigen Mittel gewonnen
werden könnten, wurden vorgetragen und eingehend er=
örtert
. Für den Herbſt iſt u. a. ein großes Konzert
unter Mitwirkung erſtklaſſiger Künſtler in Ausſicht ge=
nommen
. Da der Verein durch Eintragung in das
Vereinsregiſter des hieſigen Amtsgerichts Rechtsfähigkeit
erlangt hat, können ihm Schenkungen und Vermächtniſſe
in jeder Höhe zugewieſen werden. Die ordentliche
Hauptverſammlung, in der alles weitere beraten werden
ſoll, iſt für die Zeit nach Oſtern in Ausſicht genommen.
* Das Marionettentheater Münchener Künſtler be=
ſchließt
mit den Vorſtellungen heute Mittwoch, morgen
Donnerstag und übermorgen Freitag ſein leider nur allzu
kurzes Gaſtſpiel im Hotel zur Traube. Für dieſe Nach=
mittags
= und Abendvorſtellungen (5 Uhr und 8 Uhr) ſtehen
uns aber noch ganz beſondere Genüſſe bevor: nämlich
wieder eine Doppel=Premiere. Es gibt einen luſtigen lite=
rariſchen
Abend mit Artur Schnitzlers Groteske: Der
ſtapfere Caſſian an der Spitze (Figuren und Dekorationen
von Prof. Ignatius Taſchner) und als Abſchluß: Das
Mädchen von Elizondo komiſche Oper von Jacques
Offenbach. Die Münchener Künſtler wollen uns gewiß den
Abſchied von ihren hier ſo raſch beliebt gewordenen Auf=
führungen
recht ſchwer machen. Es iſt anzunehmen, daß
durch dieſes neue Programm an dieſen drei definitiv letzten
Tagen ihres Gaſtſpieles noch einmal alle neu gewonnenen
Freunde dieſer feinen und ſo überaus humorreichen Kunſt
mobil gemacht werden, und ſolche, die ſich bis heute dieſen
ſeltenen Genuß verſagt haben, das Verſäumte nachholen
werden.
* Orpheum. Das Gaſtſpiel des Enſemble vom
Königlichen Belvedere ſetzt ſich bei einem glänzenden
täglich ſteigenden Erfolg fort und wurde demzufolge bis
Ende Februar verlängert. Ab Freitag, 16. Februar,
findet ein teilweiſer Repertoire=Wechſel ſtatt und
werden dem Bunten Teil neue Vorträge und der Revue
einige der beliebteſten Schlager vom vorigen Jahre ein=
gereiht
. So die Elektra=Parodie‟, Das unverwüſtliche
Zimmermädel und Nachtportier u. a. m. (S. Anzeige.)
* Der I. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12, bringt.
zurzeit in ſeinem Programm einen Senſations=
ſchlager
aus dem Bergmannsleben in zwei
Akten, betitelt: Glück auf! Dieſe intereſſante und beleh=
rende
kinematographiſche Aufnahme iſt gemacht in den
Tiefen der Erde, den Gruben des belgiſchen Bergwerk=
gebietes
Charleroi. Die Mitwirkenden ſind Kräfte des
Sarah Bernhardt=, Porte St. Martins Renaiſſance=
theater
, Paris, ſowie größtenteils Bergleute aus den
betreffenden Gruben. (S. Anz.)
C. Durchbrochene Böſchung. In der Nähe der
Kreuzung der Holzhofallee mit der neuen Bahnlinie iſt
infolge der letzten ſtarken Regengüſſe die Böſchung an
zwei Stellen vom Waſſer durchbrochen worden, infolge
deſſen der öſtliche die Linie begleitende Graben, ſowie
ein Teil des Geleiſes verſchlammt wurde. Die beiden
Einbrüche ſind abgeſperrt worden. Bereits früher einmal
war in der Nähe ein ſolches Mißgeſchick vorgekommen,
deſſen Wiederholung durch gewiſſe Steinbauten glücklich
vorgebeugt wurde. Eine derartige Anlage wird ſich auch
an den neuen gefährdeten Stellen angeſichts der Tat=
ſache
, daß die Böſchung aus Flugſand beſteht, kaum
vermeiden laſſen.

Karneval in Darmſtadt.

* Hotel Britannia. Man ſchreibt uns vom Kolonie=
feſt
, daß zu dem Gelingen dieſer außerordentlichen Ver=
anſtaltung
weſentlich die herrliche und exotiſche Ausſtat=
tung
aller Räume beitrug, wie ſie hier noch kaum geſehen
worden ſein dürfte. Hier muß in erſter Linie der Großh.
Hofgärtnerei gedacht werden, der die gärtneriſche Aus=
führung
oblag, während die Dekoration, ſowie Arrange=
ment
der Büffets und Niſchen von hieſigen bewährten
Firmen, Alter, Glückert und Trier, geliefert wurden, die
kein Opfer geſcheut hatten, um wirkliche originelle Effekte
zuſtande zu bringen.
* Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft. Man ſchreibt
uns: Nachdem nun auch die zweite Damen= und Herren=
Sitzung mit einem durchſchlagenden Erfolge vorüber iſt,
rüſtet ſich die Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft zu ihrer
letzten großen Veranſtaltung dieſes Jahres, dem großen
Gala=Maskenball am Samstag, den 17. Febr.,

im Saalbau. Dieſer Maskenball, der ſeit Beſtehen der
Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft ſtets im Saalbau ab=
gehalten
worden iſt und ſtets der Glanzpunkt der Geſell=
ſchaft
war, wird auch in dieſem Jahre wieder der Ren=
dezvous
=Platz aller derer ſein, die treu zur Fahne der
Karneval=Geſellſchaft halten. Von nah und
fern laufen ſchon jetzt Nachfragen nach Eintrittskarten
ein, ſo daß es feſtſteht, daß der Gala=Elite=Maskenball
der Karneval=Geſellſchaft noch nichts von ſeinem guten
Ruf eingebüßt hat, ſondern daß alle wiſſen, daß es auf
dem Maskenball der Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft
vörnehm zugeht. Bei den Klängen zweier Muſikkapellen
wird auch in dieſem Jahre lauter Jubel herrſchen zur
Freude aller Närrinnen und Narren.
* Geſangverein Liederzweig. Man ſchreibt uns:
Einer der ſchönſten und beſtbeſuchteſten Maskenbälle der
Reſidenz iſt der alljährlich am Samstag vor Faſtnacht
in der Turnhalle am Woogsplatz ſtattfindende Masken=
ball
des Liederzweigs. Wer ſich einige ſchöne, frohe
Stunden machen und ſich aufs beſte amüſieren will, beeile
ſich, in einer der bekannten Vorverkaufsſtellen (ſiehe An=
zeigen
und Plakate) einen Eintrittsſtern zu ſichern.
* Liedertafel=Maskenball. Auf die in der heutigen
Nummer enthaltene Anzeige über den Maskenball der
Liedertafel ſei hiermit noch beſonders hingewieſen.

Offenbach, 12. Febr. Der 18jährige Lehrling Schä=
fer
aus der Luiſenſtraße ſuchte ſich mit Lyſol zu ver=
giften
, weil er eine Strafe zu gewärtigen hatte. Im
Krankenhauſe liegt er hoffnungslos danieder. Der In=
haber
eines Zementwarengeſchäftes J. Jung iſt ſeit ei=
nigen
Tagen flüchtig. Vor ſeiner Flucht hat er noch
mehrere tauſend Mark zum Schaden zweier hieſiger Fir=
men
einkaſſiert. Jung wird wegen Unterſchlagung ver=
folgt
werden.
Worms, 13. Febr. Der Polizei iſt es gelungen, die
Entſtehungsurſache verſchiedener, in letzter Zeit hier vor=
gekommenen
kleinen Brände feſtzuſtellen. In der
Perſon des 19 Jahre alten, in Monsheim gebürtigen, zu=
etzt
im Stadtteil Worms=Pfiffligheim wohnhaften Arbei=
ters
Karl Frank wurde nämlich der Täter ermittelt und
feſtgenommen, der in vorletzter Nacht den Brand im Neben=
gebäude
des Gebietes Luginsland Nr. 11, denjenigen in
der Putzwollefabrik von Baerle u. Ko., Mainzerſtraße 64,
am Abend des 9. ds. Mts., und einen ſolchen in dem Hin=
tergebäude
des Anweſens Pfeddersheimerſtraße 51 (Worms=
Pfiffligheim) am 10. vorigen Monats vorſätzlich angelegt
hat. Derſelbe Täter hat ſich außerdem am Abend des 1.
Dezember v. J. in das Wohnhaus Luginsland 11 das
gleiche Haus, in dem er den letzten Brand angelegt hat
eingeſchlichen, um jedenfalls einen Diebſtahl zu verüben.
er wurde aber damals von der Hausfrau im Zimmer an=
getroffen
und ging flüchtig. Er iſt ſämtlicher Straftaten
geſtändig.
Gießen, 12. Febr. In Limburg fand geſtern in der
Aula des ſtädtiſchen Gymnaſiums die Hauptverſamm=
lung
des Lahnkanalvereins ſtatt. Der ſtellver=
tretende
Vorſitzende, Bürgermeiſter Herter=Limburg, be=
grüßte
die Verſammlung, beſonders die Vertreter der Kreiſe
und Städte, ſowie der Handelskammern aus dem Lahngau.
Zur weiteren Förderung der Sache wird, laut Gieß Anz.,
auf Veranlaſſung des preußiſchen Miniſters am 16. Febr.
in Ems eine Konferenz preußiſcher und heſſiſcher Regier=
ungs
=Vertreter wegen der Lahnkanaliſation ſtattfinden, zu
der auch Intereſſenten des Lahngaues Einladungen er=
halten
haben. Der preußiſche Miniſter der öffentlichen Ar=
beiten
hat in einem Schreiben vom 7. Januar dem Lahn=
kanalverein
gegenüber am Schluſſe einer längeren Darleg=
ung
über ein Lahnprobeſchiff erklärt, daß er ent=
ſcheidendes
Gewicht darauf legt, daß zunächſt ein Motor=
fahrzeug
nach dem vorgeſchlagenen Typ Flamm probeweiſe
in Dienſt geſtellt wird, um es auf ſeine Ladefähigkeit und
die Koſten des Betriebes uſw. zu prüfen. Der Miniſter
ſtellte für die Anſchaffung eines ſolchen Schiffes einen
Staatszuſchuß in Ausſicht und erklärte, daß der Staat evtl.
das Fahrzeug erwerben würde, wenn nach den Probe=
fahrten
die Eigentümer dafür keine Verwendung fänden.
Der Ausſchuß hat beſchloſſen, zur Beſchaffung des Lahn=
ſchiffes
, wozu mit Betriebsmitteln 40000 Mark erforderlich
ſind, eine Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung zu begrün=
den
. In der vorberatenden Sitzung für die Geſellſchafts=
bildung
, an der von Gießen Oberbürgermeiſter Mecum und
der Syndikus der Handelskammer, Dr. Zeidler, teilnahmen,
wurde das erforderliche Kapital in Ausſicht geſtellt und
das Unternehmen finanziell geſichert. Nach den Vorſchlä=
gen
ſoll das Lahnſchiff vorerſt zum Befahren der Lahn bis
Ems, des Rheins und Mains für 150 Tonnen eingerichtet
ſein, doch ſoll dabei berückſichtigt werden, daß auf Wunſch

uns die Walſtatt nach der Schlacht von Marengo, Tote und
Verwundete liegen umher, nach und nach leuchten die Lager=
feuer
auf, kriegeriſche Begeiſterung erfüllt die Seelen und
alles harrt des Helden des Tages, des erſten Konſuls, dem
die erbeuteten Fahnen vorgeführt werden ſollen. Als er
dann endlich erſcheint, bricht ein grenzenloſer Jubel aus,
der ſich dann ſofort dem ganzen Publikum mitteilt. Ein
anderes Bild zeigt die Energie, mit der der Kaiſer den
Trotz ſeiner drei Schweſtern bricht und ſie zwingt, bei der
prachtvoll inſzenierten Krönung ſeiner Joſephine die
Schleppe zu tragen. Ein drittes Bild zeigt den Rückzug
von Moskau; vom Hintergrund leuchtet der Widerſchein
der brennenden Stadt, durch Schnee und Eis ziehen ent=
mutigt
als arme, hilfloſe Menſchen die notleidenden Sol=
daten
, die ſonſt unbeſiegbar waren; von ferne verfolgt reg
los eine dunkle, finſtere Geſtalt, ein Geſpenſt, das er=
ſchütternde
Schauſpiel: das Geſpenſt der Niederlage. Sc
führt das Werk im wechſelnden Zuge ſeine Zuſchauer bis
in die ärmliche Sterbeſtube des großen Feldherrn, wo der
Todgeweihte in einer Aufwallung menſchlicher Zürtlichkeit
ein fremdes blondlockiges Kind umarmt; er denkt an ſeinen
Sohn, den König von Rom, ein herzzerbrechender Schrei
ringt ſich aus ſeiner Bruſt und der Tod hat endlich den
Helden erlöſt. Die Partitur weiß geſchickt die patriotiſchen
und militäriſchen Lieder jener Zeit in das Ganze zu ver=
weben
, die Inſtrumentierung verrät einen Muſiker von
ſtarkem Empfinden und lebhafter Phantaſie. Die Oper iſt
unmittelbar nach der Uraufführung von Hammerſtein für
ſein Londoner Opernhaus erworben worden.

CK. Bilder aus dem überſchwemmten Sevilla. Die
Verwüſtungen und die Not, die die Hochflut in Südſpanien,
beſonders in dem überſchwemmten Sevilla und in der Um=
gebung
dieſer altberühmten Stadt, angerichtet hat, ſind nach
den letzten Schilderungen viel größer und verderblicher,
als man urſprünglich annahm. Der Miniſter der öffent=
lichen
Arbeiten iſt in größter Eile bereits in das Unglücks=
gebiet
abgereiſt und inzwiſchen iſt auch das Königspaar
in Andaluſien eingetroffen, um die Rettungsarbeiten per=
ſönlich
zu überwachen und die ſchwer heimgeſuchte Bevöl=

kerung zu unterſtützen. Der Miniſter verſuchte zuerſt, vom
Bahnhof aus in einem Wagen zu den amſchlimmſten ver=
wüſteten
Stadteilen vorzudringen, aber er mußte das Gefährt
bald verlaſſen und die Fahrt in einem Boote fortſetzen. In
vielen Stadtteilen reichten die Fluten wie in der Calle de
los Martires bis zu den Balkons am erſten Stock der
Häuſer, und eine Bootsfahrt auf den Straßen iſt ein ge=
fährliches
Wagnis; die Fluten ſtürmen toſend zwiſchen den
Häuſern dahin, und beſonders an den Straßenenden bilden
ſich gefährliche Wirbel, die die Boote leicht zum Kentern
bringen. Die Gaswerke und die Elektrizitätswerke von
Sevilla ſtehen unter Waſſer und am Abend herrſcht in der
Stadt undurchdringliche Finſternis. Und zu all dem tritt
nun noch drohend das Geſpenſt der Hungersnot. Allein in
der Stadt Sevilla ſind 15000 Männer durch die Hochflut
arbeitslos geworden. Der Eiſenbahn= und Wagenver=
kehr
iſt völlig unterbrochen, ſo daß man nicht weiß, wie
man Nahrungsmittel herbeiſchaffen ſoll, um die Not=
leidenden
zu ſpeiſen. Noch ſchlimmer ſind die Verhältniſſe
in dem benachbarten Triana. Hier traten die Fluten des
Guadalquivir nachts mit furchtbarer Schnelligkeit über die
Ufer. Die Nachtwächter ſchoſſen ihre Revolver ab, um die
Bevölkerung zu alarmieren, die Sturmglocken läuteten und
in Nachthemden ſtürzten die in wenigen Minuten von den
Fluten Abgeſchnittenen auf die Balkons und jammerten
um Hilfe. Die Soldaten und Feuerwehrleute retteten
Hunderte, aber es war nicht zu verhindern, daß trotzdem
eine ganze Reihe von Unglücklichen in den Wellen umkam.

* Der Fehler im Telegramm. In Mainz ſollte der
Münchener Kammerſänger Heinrich Knote den Siegfried
ſingen. Das Haus war ausverkauft, da trat der Regiſſeur
vor die Rampe und meldete, daß Herr Knote ausgeblieben
ſei. In der erſten Enttäuſchung verlangte das Publikum
ſtürmiſch ſein Geld zurück, und tatſächlich verließ ein großer
Teil der Erſchienenen das Theater und ließ ſich an der Kaſſe
ſeine Moneten wiedergeben. Wie ſich ſpäter herausſtellte,
war das Ausbleiben des Herrn Knote durch einen Fehler
im Telegramm verurſacht, das den Sänger auf den 16. ſtatt
auf den 10. beſtellt hatte,

des preußiſchen Miniſters durch Einbau eines Mitte
ſchiffes der Raum auf 230 Tonnen erweitert werden kam
Man will mit dem Schiff von Ems aus verfrachten un
hofft bei dem Unternehmen eine Verzinſung herauszuwir
ſchaften.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 12. Febr. Heute fand ir
Reichstagsgebäude eine Kundgebnus gegen die
Berliner Wohnungspolitik und das Wohn
ungselend ſtatt. Die Einladungen gingen von einen
Komitee aus, an deſſen Spitze Stäatsſekretär a. D. Dern=
burg
ſteht. Nach verſchiedenen Referaten wurden die
von Dernburg vorgeſchlagenen Leitſätze zur Steuerung
des Wohnungselends einſtimmig angenommen. Der
Reichsanzeiger meldet: Frau Dr. phil. Lydia Kemp=
ner
, geborene Robinowitſch, Charlottenburg, wurde das
Prädikat Profeſſor beigelegt. Ein großer Traus=
port
ſchwediſchen Fleiſches iſt geſtern in der
Berliner Zentralmarkthalle eingetroffen. Es ſind, wie
die Allgemeine Fleiſcherzeitung erfährt, zwei Waggons
mit etwa. 300 Rindern, einer Anzahl Färſen und Kalber
in gefrorenem Zuſtande. Das Fleiſch war ſeit Diens=
tag
unterwegs. Die herrſchende Witterung ermöglichte
es, daß das Fleiſch in einem einigermaßen zufrieden=
ſtellenden
Zuſtande eingetroffen iſt. Der Engros= Ver=
kauf
wird in der ſtädtiſchen Zentralmarkthalle erfolgen.
Sechs vom Deutſchen Schneiderverband einberufene
öffentliche Verſammlungen der Herrenſchneider
nahmen heute den Bericht der Lohnkommiſſion über die
Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern entgegen. Wie
die Referenten mitteilten, lehnten die Unternehmer in
ihrer Mehrheit die Forderungen der Gehilfen ab. Die
Diskuſſionsredner traten dafür ein, daß am 1. März der
Streik erklärt werde, wenn nicht inzwiſchen Zugeſtänd=
niſſe
von Seiten der Arbeitgeber gemacht würden.
Der Küchenchef einer der größten Berliner Stadt=
küchen
, welcher der Adventiſtengemeinde bei=
getreten
iſt, erklärte, Samstags nicht mehr arbeiten zu
wollen. Die Firma, die ihn nicht gern verlieren wollte,
gab ihm einen Monat Bedenkzeit, doch der Küchenchef
blieb, der Allgemeinen Fleiſcherzeitung zufolge, bei ſei=
nem
Entſchluſſe und gab lieber ſeinen Poſten auf, der ihm
8000 Mark jährlich einbrachte, als den Vorſchriften der
Sekte zuwiderzuhandeln. Der Lenker Johann Oett=
meyer
aus Pankow fuhr mit einer unbeſetzten Auto=
mobildroſchke
, von der Schloßfreiheit kommend,
durch den Luſtgarten. Plötzlich verſagte die Steuerung,
das Auto ſauſte über den Bürgerſteig, durchbrach das
Schutzgeländer der Anlagen vor der alten Schloß=
apotheke
, rannte zuerſt gegen das Coligny= Denk=
mal
, dann gegen einen Baum, wo es zum Stehen kam.
An dem Denkmal iſt der Sockel beſchädigt und das Stand=
bild
ſelbſt durch den Anprall halblinks gedreht
worden. Die Droſchke wurde ſtark mitgenommen und
mußte vom Beſitzer abgeholt werden, während. Oett=
meyer
mit unbedeutenden Kopfverletzunden davongekom=
men
war.
Frankfurt, 13. Febr. Vor dem Schöffengericht begann
heute vormittag unter dem Vorſitz des Amtsgerichtsrats
Rückert der Beleidigungsprozeß der Frankfür=
ter
Nachrichten gegen den Redakteur der Fackel,
Jean Baptiſt Müller=Herfurth, und deſſen Widerklage gegen
die Frankfurter Nachrichten. Zu der Verhandlung ſind 37
Zeugen erſchienen. Es ſtehen zwei Klagen zur Verhand=
lung
. Die Klage des Chefredakteurs Schiedt und von acht
Redakteuren der Frankfurter Nachrichten gegen Müller= Her=
furth
, der die neun Herren in einem Artikel durch den Ver=
gleich
mit Kommis beleidigt haben ſoll, wird vorläufig zu=
rückgeſtellt
und zunächſt die Hauptklage verhandelt. Der
Vorſitzende verlieſt den Artikel der Fackel in Nr. 33 vom
19. Auguſt, der die Ueberſchrift: Der moraliſche und phyſiſche
Bankerott der Frankfurter Nachrichten trägt und der eine
Reihe von Stellen enthält, durch die ſich Dr. Rohwaldt und
Schiedt beleidigt und verleumdet glauben. Die Klage iſt
auf Grund der §§ 185, 186, 187 und 200 des Str.=G.=B. er=
hoben
. Die Verleſung des Artikels beanſpruchte etwa drei=
viertel
Stunden. Es erhielt darauf der Beklagte Müller=
Herfurth das Wort zur Erwiderung auf die Klage. Er
führte aus: Der Artikel ſei die Antwort auf die Broſchüre
der Nachrichten geweſen. Die Herren hätten ihn nicht mit
Unliebenswürdigkeiten, ſondern mit Fäkalien beworfen.
In dem Ton, in dem ſie geſchrieben, habe er geantwortet.
Nach den eingeleiteten Vergleichsverhandlungen wurde
eine Pauſe gemacht.
Dortmund, 13. Febr. Die Dortmunder Ztg. ſchreibt:
Seit längerer Zeit werden falſche Einmarkſtücke
in den Verkehr gebracht. Die Polizei nahm den Schloſſer
Kern feſt, in deſſen Wohnung eine vollſtändige Falſch=
münzerwerkſtätte
mit Inſtrumenten zum Prägen
verſchiedener Münzen und Metall vorgefunden wurden.
Es ſtehen noch weitere Verhaftungen bevor.
Duisburg, 13. Febr. Die Hamburger Schiffswerft
von Blohm u. Voß beſtellte hier einen großen Mämmut=
Kran, der 250 Tonnen heben ſoll und ſomit der größte
Kran der Welt wird. Ex ſoll zwei Millionen Mark
koſten.
* Sondershauſen, 12. Febr. Den Mitgliedern der
Fürſtlichen Hofkapelle wurde im Auftrag des
Fürſten eine ganz beſondere Freude zuteil. Die ſo lang
erſehnte Gehalts=Skala tritt nach einer Mitteil=
ung
des Hofmarſchalls am 1. April 1912 in Kraft.
Die Gehälter erfahren eine ganz bedeutende Aufbeſſer=
ung
und das Höchſtgehalt wird mit dem 21. Dienſtjahr
erreicht; die erſten Stimmen ſteigen auf 2500 Mark, die
zweiten auf 2300 Mark. Die Penſionen betragen 90
Prozent.
Halle a. d. S., 13. Febr. Geſtern explodierte
der größte Teil der im Nordhäuſer Pulvermagazin
lagernden Pulvervorräte. In kurzer Zeit erfolgten hin=
tereinander
fünf bis ſechs Exploſionen. Das Dach des
Hauſes wurde weit weggeſchleudert. Die Wände des
Hauſes bogen ſich nach außen.
Liegnitz, 12. Febr. Zwei weitere Pocken=
erkrankungen
wurden gemeldet. Die Blättermeld=
ung
, das ganze Grenadier=Regiment Nr. 7 ſei geimpft
worden, iſt unzutreffend. Nur die Unteroffiziere wurden
der Schutzimpfung unterzogen. Da die von den Pocken
Befallenen die Krankheit einige Zeit verheimlicht hatten,
wird eine Ausdehnung des Krankheitsherdes befürchtet.
Prag, 13. Febr. Bei einem Neubau in Eggeberg
ſtürzte ein Gerüſt zuſammen, auf dem ſich 10
Arbeiter befanden. Sechs Arbeiter wurden ſchwer, die
übrigen leichter verletzt.
Paris, 13. Febr. In Ruel, einem der eleganteſten
Villenvororte von Paris, hat ſich geſtern nacht die ruſſi=
ſche
Prinzeſſin Cimaniria Zubarski, die Witwe
eines ruſſiſchen Staatsrates, vergiftet. Auf einem
Zettel, der in der Wohnung gefunden wurde, gibt die
Prinzeſſin Lebensüberdruß und Kummer als Motiv ihres
Selbſtmordes an.

[ ][  ][ ]

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 191

Seite 5.

Paris, 13. Febr. In Palaiſeau bei Paris kam
es während eines Konzerts zu einer blutigen Schlä=
gerei
zwiſchen Soldaten des 22. Kolonial=Regiments
und den Mitgliedern eines Turnvereins. Mehrere Sol=
daten
und ein Gendarm wurden ſchwer verwundet. Die
Staatsanwaltſchaft ordnete eine ſtrafrechtliche Unterſuch=
ung
an und die Militärbehörden beſchloſſen, daß die Be=
ſatzung
des Forts von Palaiſeau gewechſelt werde.
Paris, 13. Dez. Das Kriegsgericht in Tours
verurteilte den Artilleriſten Ledantes, der im Oktober
vorigen Jahres das Verſchlußſtück eines Schnellfeuer=
geſchützes
entwendet und in einen Bach geworfen hatte,
zu fünf Jahren Gefängnis. Ledantes, der
Anarchiſt und Mitglied des revolutionären allgemeinen
Arbeiterverbandes iſt, geſtand, er habe eine antimilita=
riſtiſche
Sabotage verüben wollen.

Parlamentariſches.

** Darmſtadt, 13. Febr. Der Finanzaus=
ſchuß
der Zweiten Kammer unternahm am
Montag die angekündigte Beſichtigung des im Bau be=
griffenen
neuen Amtsgerichtsgebäudes und der neuen
Klinikbauten in Gießen, woran ſich als Regierungsver=
treter
die Herren Staats= und Juſtizminiſter Ewald,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach, Ge=
heimerat
Weber und Geh. Oberbaurat Klingelhöf=
fer
beteiligten. Die Führung und Erläuterung beim
Amtsgerichtsgebäude hatten Landgerichtspräſident Dr
Güngerich und Landgerichtsdirektor Dr. Gebhardt
übernommen. Bei der ſpäter erfolgten Beſichtigung der
neuen Klinikbauten gaben die Abteilungsdirigenten die
gewünſchten Erläuterungen. Auch das Liebig= Labora=
torium
, das eine vollſtändige, durchgreifende Reſtaurie=
rung
erfahren ſoll, wurde unter entſprechenden Erläute=
rungen
in Augenſchein genommen. Die anweſenden Mit=
glieder
des Finanzausſchuſſes überzeugten ſich an Ort und
Stelle von der Notwendigkeit der von der Regierung
projektierten Neubauten und die dafür im Budget ein=
geſtellten
Forderungen.
Der Finanzausſchuß hielt heute vormittag
noch eine gemeinſame Sitzung mit der Regie=
rung
ab, bei welcher die Herren Finanzminiſter Braun,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach und
Geheimerat Dr. Becker zugegen waren. Zuerſt wurde
der Vorſchlag der Regierung debattiert und angenom=
men
, beim Neubau des Lehrerſeminars in
Bensheim die bisher erzielten Bauerſparniſſe von
zirka 12000 Mark zur Einrichtung von 30 Schülerwoh=
nungen
im Dachgeſchoß des Seminargebäudes zu verwen=
den
. Da die neuen Schülerwohnungen ſchon am 15.
April ds. Js. beim Beginn des neuen Schuljahres
bezogen werden ſollen, beſchloß der Ausſchuß, die Dring=
lichkeit
der diesbezüglichen Reaierungsvorlage und ge=
nehmigte
diefelbe. Eine ausführliche Beratung erfuhr
alsdann die Regierungsvorlage betr. das Brücken=
geld
an der Rheinbrücke bei Mainz. Die Re=
gierung
hatte bekanntlich einen mit der Stadt Mainz ab=
geſchloſſenen
Vertrag zur Genehmigung vorgelegt, nach
dem unter näher vereinbarten Bedingungen die Auf=
hebung
des Brückengeldes auf der erwähnten Rhein=
brücke
erfolgen ſoll. Nach eingehender Darleguna ſtimmte
der Ausſchuß dem Vertrage zu. Nach einer Beſprechung
bezüglich der beim Kapitel Provinzialdirektio=
nen
und Kreisämter von der Regierung beantrag,
ten etatsmäßigen Weiterbewilligung von drei auf den
Inhaber geſetzten Kreisamtmännern beſchloß der Aus=
ſchuß
, die drei Kreisamtmänner wieder etatsmäßig zu
bewilligen. Weiter wurde noch beſchloſſen, an dem Dis=
poſitionsfonds
den Betraa von 6000 Mark zu ſtreichen.
Die gemeinſame Sitzung der Finanzausſchüſſe
beider Ständekammern begann nachmittags um ½4 Uhr
unter Vorſitz des Präſidenten des Finanzausſchuſſes
Erſter Kammer, Herrn Grafen zu Erbach=Fürſtenau.
Als Regierungsvertreter waren die drei Miniſter und
eine Anzahl Regierungskommiſſäre zugegen. Finanz=
miniſter
Braun konnte die erfreuliche Mitteilung
machen, daß nach den neueſten Mitteilungen aus Berlin
ſich die Ergebniſſe aus der preuß.=heſſ=
Eiſenbahngemeinſchaft noch um den Be=
trag
von zirka 700000 Mark verbeſſern
würden, ſodaß ſtatt der erwarteten 16 Millionen auf
eine wirkliche Einnahme von 16700000 Mark gerechnet
werden könne. Nach Abzug der Verzinſung verbleibe
demnach eine Reineinnahme für den Staat von 4 133 600
Mark. Dieſe Mitteilung wurde von den Mitgliedern
beider Finanzausſchüſſe ſehr freudig begrüßt, wenn man
auch wiederholt darauf verwies, daß noch die Löſung der
beiden großen Aufgaben der Beamtenbeſoldungsreform
und der Schuldentilgung zu erfolgen habe. Im übri=
gen
wurde der geſamte Voranſchlag an Hand des ge=
druckt
vorliegenden Budgetberichts des Finanzausſchuſſes
der Zweiten Kammer eingehend durchgeſprochen, der im
allgemeinen auch die Zuſtimmung des Finanzausſchuſſes
der Erſten Kammer fand. Bei verſchiedenen einzelnen
Etatspoſitionen angeſtellte nähere Erörterungen ergaben
keinerlei weſentliche Differenzen. Bei der Beſprechung
der Eiſenbahneinnahmen ließ der Vorſitzende des Aus=
ſchuſſes
Erſter Kammer, Graf Erbach=Fürſtenau,
es fraglich erſcheinen, ob etwaige Verhandlungen mit Preu=
ßen
über eine Reviſion des Eiſenbahn= Gemeinſchaftsver=
trages
überhaupt angezeigt erſcheinen; zudem ſei ihm aus
parlamentariſchen und aus Regierungskreiſen Preußens
mitgeteilt worden, daß von Preußen an eine Reviſion
des Vertrages nicht herangetreten werden würde. Der
Vorſitzende des Finanzausſchuſſes Zweiter Kammer, Abg.
Dr. Oſann, ſtellte ſich dagegen auf den Standpunkt, daß
ein einſtimmiger Beſchluß der Zweiten Kammer im vori=
gen
Landtag über dieſe Frage gefaßt worden ſei und
daß die Frage, ob und welche Verhandlungen bezüglich
des Eiſenbahn=Gemeinſchaftsvertrages mit Preußen ge=
führt
werden würden, demnächſt erſt im Plenum der
Zweiten Kammer zur Entſcheidung kommen ſolle; man
könne deshalb wohl nicht im jetzigen Moment eine wei=
tere
Erörterung darüber anſtellen. Mit der geſetz=
mäßia
vorgeſchriebenen gemeinſamen Beſprechung über
den Staatsvoranſchlag ſind die Vorberatungen darüber
beendet.
Die Zweite Kammer wird, wie nunmehr feſtſteht,
ihre Plenarſitzungen am Donnerstag, den 22. Fe=
bruar
, beginnen und am 23. Februar in die Budget=
beratung
eintreten.

Kurſus für Armenpflege, Jugendwohlfahrt
und Jugendfürſorge.

* Für heute Mittwoch, den 14. dieſes Monats,
ſind an Beſichtigungen vorgeſehen: a) Beſſunger Krippe
(evang.) Forſtmeiſterſtraße 9; b) Beſſunger Krippe (kath.)
Herdweg 28; c) Eleonorenheim, Heinheimerſtraße 21; je
nach Wahl der Teilnebmer, 3 Uhr nachmittaas beainnend;

daran anſchließend finden im Saalbau Vorträge über
Die praktiſche Arbeit in der Säuglingsfürſorge ſtatt.
Es ſprechen 4½ Uhr: Oberin von Gordon; 5½ Uhr:
Fräulein W. Schubert, Hilfsarbeiterin der Großh.
Zentrale.
Am Montag begann die zweite Hälfte des von der
Städtiſchen Armenverwaltung veranſtalteten Vortrags=
kurſus
mit der Beſichtigung der Beratungsſtelle, der
Milchküche und des Eleonorenheims der Großh. Zentrale
für Mutter= und Säuglingsfürſorge. Die Zentrale iſt in
dem früheren Landkrankenhaus in der Heinheimerſtraße
untergebracht. In der Beratungsſtelle erhalten die Müt=
ter
der Säuglinge unentgeltliche Auskunft und Anleitung.
Im Eleonorenheim werden Säuglinge, und beſonders
ſolche, die künſtlich ernährt werden müſſen, gegen eine
geringe Vergütung aufgenommen und verpflegt. Das
Heim kann bis zu 18 Kinder aufnehmen; zur Zeit ſind
es 16. Die Nahrung ſteriliſierte Milch mit entſprechen=
den
Zuſätzen wird in einer mit beſonderen Einricht=
ungen
verſehenen Milchküche auf ärztliche Verordnung
abgegeben. Schweſtern ſorgen für die nötige Ueberwach=
ung
der Kleinen. Die Betten und ſonſtigen Einrichtun=
gen
ſind muſterhaft.
Um 4 Uhr nachmittags ſprach Herr Bürgermeiſter
Mueller im Städtiſchen Saalbau über Weſen und
Bedeutung der Jugendwohlfahrt und
Jugendfürſorge‟. Der Herr Referent führte etwa
aus: Jugendwohlfahrt und Jugendfürſorge ſind ver=
hältnismäßig
neue Begriffe. Das Weſen und die Be=
deutung
der modernen Jugendſchutzbewegung beſteht
darin, daß die Geſellſchaft die Arbeit an der Jugend als
eine ſoziale Notwendigkeit erkannt hat, von der das Wohl
und Wehe der kommenden Geſchlechter abhängt. Weit
voran marſchiert die freiwillige Liebestätigkeit. In der
Erkenntnis, daß auch die beſte ſoziale Arbeit nicht ge=
deihen
kann, wenn ſie ſyſtemlos, ohne Rückſicht auf die
Arbeit gleicher und ähnlicher Beſtrebungen getan wird,
haben ſich alle Beſtrebungen auf die Bildung des Kör=
pers
und des Geiſtes und auf das ſittliche Wohl der
Jugend zu gemeinſamer Arbeit im Verband der Jugend=
wohlfahrt
und Jugendfürſorge zuſammengefunden. Der
Jugendfreund ſoll das Kind auf ſeinem Lebensgange be=
gleiten
und ſorgen, daß es ein nützliches Glied der Geſell=
ſchaft
werde. Als Fürſorger ſoll er ſeine erſte Sorge dar=
auf
richten, daß die Eltern, die von Gott und Rechtswegen
zur Leitung und Erziehung des Kindes berufen ſind, an
dieſen ihre Schuldigkeit tun. Erſt, wenn die Eltern ver=
ſagen
, ſoll er ſich unmittelbar des Kindes annehmen.
Seine Fürſorgetätigkeit iſt dadurch eine ergänzende und
helfende. Als ſelbſtloſe Nächſtenliebe ſteht ſie ſittlich
höher als die Elternfürſorge, die nur die Betätigung
einer Pflicht iſt. Die Arbeit des Jugendhelfers verhütet
bei dem Kinde die Wirkungen verabſäumter Elternpflich=
ten
und bewahrt das Kind ſo vor Not und Elend. Die
Jugendpflege kann die Arbeit der Eltern vollwertig, ja
überwertig erſetzen, denn ſie iſt keine Aufgabe, die zu den
unerläßlichen geſetzlichen Ehrenpflichten gehört. Im übri=
gen
iſt die Hilfe durch die ungünſtigen ſozialen Verhält=
niſſe
bedingt, die eine außerordentliche Stählung des
Körpers und Geiſtes der Jugend zum Kampf ums Daſein
dringend nötig macht. Teilnahme an dem Gemütsleben
des Kindes, Erziehung des Jugendlichen zu einer Art
reſpektvoller Freundſchaft, Austauſch der Gedanken in
ernſten, aber von warmer Liebe durchleuchteten Worten,
ſoll der Jugendfreund üben. Und dann noch Stählung
des vaterländiſchen Bewußtſeins. Erziehen wir unſere
Kinder als unſere Freunde und erziehen wir ſie als
Deutſche.
Herr Profeſſor Schweisgut regte unter dem Bei=
fall
der Verſammlung eine Drucklegung der vortrefflichen
und belehrenden Ausführungen an, die Herr Amtmann
Krapp zuſagte.
Herr Regierungsrat Piſtor ſprach nun über
Organiſation und allgemeine Grund=
ſätze
der Säuglingsfürſorge. Er begann
eine Ausführungen, indem er hinwies auf ein Wort des
Grafen Poſadowsky: Die Zukunft wird ſchließlich dem
Volke gehören, das ſich körperlich am widerſtandsfähigſten
und damit am wehrfähigſten erhält. Von dieſem Ge=
ſichtspunkte
aus betrachtet, ergeben ſich zwei Bewegungen,
die Jugendpflege und die Säuglingsfürſorge. Beſon=
ders
im Säuglingsalter ſind die Kinder tückiſchen Ernäh=
rungskrankheiten
ausgeſetzt. Dieſe Krankheiten bedingen
die hohe Sterblichkeitsziffer, deren Bekämpfung die Mut=
ter
= und Säuglingsſchutzbewegung anſtrebt. Es gilt in
der Hauptſache, die Kinder vom erſten zum zweiten Le=
bensjahre
geſund zu erhalten. Zur Förderung dieſes
Gedarkens ſind berufen Aerzte. Hebammen, Schweſtern
und ſozial denkende Frauen. Die Mahnung ſtillt eure
Kinder kann nicht oft genug wiederholt werden. Der
Redner ſchildert dann die Organiſation der Zentrale für
Mutter= und Säuglingsfürſorge in Darmſtadt und deren
Zweigſtellen auf dem Lande. Auch die Beſtimmungen
über Wochenhilfe hebt der Redner hervor und empfiehlt
die Weiterverſicherung der in einem Arbeitsverhältnis
geſtandenen Frauen und Mädchen. Der Referent erwähnt
die in Darmſtadt ſegensreich wirkende Sammelvormund=
chaft
und beſpricht die geſetzliche Vormundſchaft, deren
Einführung er für zweckmäßiger erachtet, weil ſie
mit der Geburt des Kindes, eventuell ſchon vorher ein=
trete
. Der Vortragende richtet ſodann einen Appell zur
Mitarbeit an die Arbeiterſchaft. Der letzte Zweck aller
ſozialen Tätigkeit ſei nicht. zu helfen, ſondern Verhältniſſe
zu ſchaffen, in denen die Menſchen ſich ſelbſt helfen ſollen.
Beifall wurde dem Redner zuteil.
In ſeinen Dankesworten hob Herr Bürgermeiſter
Mueller beſonders hervor, daß die Anerkennung der
hohen Verdienſte der leider zu früh verſtorbenen Frau
Profeſſor Berger um die Mutter= und Säualingsfürſorge
in Darmſtadt die ganze Verſammlung gewiß ſympathiſch
berührt habe. In der Diskuſſion wies Herr Amtmann
Krapp darauf hin, daß den ſämtlichen Einrichtungen, die
den Beſtrebungen der Zentrale zu dienen hätten, keinerlei
geſetzliche Mittel zur Verfügung ſtänden, um an die her=
anzukommen
, denen man ſeine Fürſorge zuteil werden
laſſen wollte. Erſt durch das Zuſammenarbeiten der Be=
rufsvormundſchaft
mit der Zentrale ſei eine geſetzliche
Handhabe gegeben, die Mütter zum Beſuche der Berat=
ungsſtelle
zu veranlaſſen, oder durch Helferinnen eine
geregelte Beaufſichtiaung und Ueberwachung der Mündel
in der mütterlichen Familie einzuführen. Die Frage, ob
geſetzliche oder Sammelvormundſchaft, ſei eine Frage
zweiter Ordnung. Bei beiden ſeien die geſetzlichen Funk=
tionen
gleich.

Sport.

G. A. Gauturntag. Am Sonntag, den 11. ds.
Mts, fand in dem Turnhauſe der Turngemeinde Darm=
ſtadt
der 55. Gauturntag des 3. Gaues (Main=Rhein) des
9. Kreiſes der Deutſchen Turnerſchaft ſtatt. Um 2 Uhr
eröffnete Gauvertreter Roth=Groß=Gerau mit einer Be=
grüßung
der Abgeordneten den Turntag Von 64 dem

Gau angehörigen Vereinen waren 63 Vereine mit zu=
ſammen
81 Abgeordneten vertreten. Im abgelaufenen
Jahre hatten ſich 6 Vereine dem Gau neu angeſchloſſen,
deren Aufnahme einſtimmig erfolgte. Dem Gau gehören
6000 Mitglieder über 17 Jahre und 1509 Mitglieder unter
17 Jahre (Zöglinge) an. 16 Vereine betreiben das
Frauenturnen mit zuſammen 284 Turnerinnen. Auch das
Turnen ſchulpflichtiger Kinder wird von einigen Vereinen
gepflegt und zwar das Knabenturnen von 10 Vereinen
mit zuſammen 198 Knaben und das Mädchenturnen von
4 Vereinen mit zuſammen 60 Mädchen. Der Gauver=
treter
berichtete über die Tätigkeit des Gauausſchuſſes.
Er ſtellte feſt, daß der Gan durch die Aufnahme der 6
neuen Vereine wohl an Mitgliedern zugenommen hat,
jedoch bei einer Anzahl Vereinen eine Abnahme ſowohl
an Mitgliedern als auch an Teilnehmern an den Turn=
ſtunden
innerhalb der Vereine zu verzeichnen iſt, was
zum großen Teil wohl auf die allgemeinen wirtſchaftlich
ſchlechten Verhältniſſe des abgelaufenen Jahres zurückzu=
führen
iſt. Er erwähnte in ſeinem Bericht noch einmal
kurz die Beſtſeebungen des Jung=Deutſchland=Bundes
und empfiehlt dieſe Bewegung inſofern zu unterſtützen,
als die Vereine ſich der Jugend weiter annehmen, ſo wie
ſie es ſchon ſeit der Entſtehung des deutſchen Turnens
tun. Der Beitritt zu dieſem Bunde wurde einſtimmig
gutgeheißen. Gauturnwart Hofferbert=Darmſtadt berich=
tete
über die Tätigkeit des Turnausſchuſſes. Er konnte
mitteilen, daß es mit der Turnerei im Gau vorwärts
gegangen iſt und daß der Beſuch der Turnwartübungen
im Gau und den einzelnen Bezirken recht gut war. Auch
die Beteiligung an dem Wetturnen bei der Gauturn=
fahrt
und auf dem Gauturnfeſte war außerordentlich rege.
Der Gaugeſchäftsführer Dieter=Arheilgen erſtattete den
Kaſſenbericht und ſtellte die erfreuliche Tatſache feſt, daß
die Kaſſe mit einem kleinen Ueberſchuß abſchließt. Er er=
mahnte
jedoch zur größten Sparſamkeit, zu der auch die
Gauvereine nicht unweſentlich beitragen könnten. Die
von drei Turnern geprüfte Rechnung wurde als durch=
aus
einwandfrei bezeichnet und dem Gaugeſchäftsführer
Entlaſtung erteilt. Dem Gauvertreter, dem Gauturnwart
und dem Gaugeſchäftsführer wurde der Dank der Ver=
ſammlung
für ihre erſprießliche Tätigkeit ausgeſprochen!
und mit einem Gut Heil bekräftigt. Eine ganz beſon=
dere
Ehrung wurde dem Vorſitzenden des Turnvereins!
Dieburg, Areber, zu teil, der in dieſem Jahre auf eine
ununterbrochene 50jährige Tätigkeit In der Deutſchent
Turnerſchaft zurückblickt. Für dieſes ſchöne Zeichen tur=
neriſcher
Treue wurde ihm unter lebhaftem Beifall der
Ehrenbrief des Ausſchuſſes der Deutſchen Turnerſchaft!
überreicht. Eine Reihe von dem Gauausſchuß, dem
Turnausſchuß und von Vereinen geſtellte Anträge wur=
den
beraten und fanden ſämtlich Annahme. U. a. wurder
beſchloſſen, alljährlich ein volkstümliches Wetturnen für
Zöglinge zu veranſtalten. Als Ziel der diesjährigen Gau=
turnfahrt
wurde Pfungſtadt gewählt und der Turn=
gemeinde
Sprendlingen das Gauturnfeſt für 1913 über=
tragen
. Die Tagesordnung war hiermit erſchöpft und
der Gauvertreter ſchloß um 554 Uhr den Turntag mit
einem Gut Heil auf das weitere Vorwärtskommen
des Main=Rhein=Gaues.

Luftfahrt.

Mainz, 12. Febr. Zurzeit finden auf dem Gro=
ßen
Sande Flugzeug=Uebungen mit einer neuen
Maſchine ſtatt, die völlig aus Aluminium und Stahl ge=
baut
iſt und hauptſächlich für Militärzwecke
dienen ſoll.
sr. Die Propoſitionenfürden Nordweſt=
deutſchen
Rundflug, ſowie die Streckenführung
wurden in einer in den Räumen des Kaiſerlichen Aero=
Klubs in Berlin abgehaltenen Sitzung durchberaten. An
dieſer Sitzung, die unter dem Vorſitze des Hauptmanns
Romberg geführt wurde, nahm u. a. der Präſident des
Deutſchen Luftſchifferverbandes, Exzellenz von Nieber,
teil, ferner Vertreter der Nordweſtgruppe des Deutſchen
Luftſchifferverbandes, Vertreter des Hamburger Vereins
für Luftſchiffahrt, des Hannoverſchen Vereins für Luft=
ſchiffahrt
und des Vereins Deutſcher Motorfahrzeug=
induſtrieller
. Es wurde beſchloſſen, den Flug über die
Strecke Osnabrück, Münſter, Oldenburg, Bremen, Han=
nover
, Braunſchweig, Lübeck nach Hamburg zu führen.
An Geldpreiſen ſtehen 80000 Mark zur Verfügung; außer=
dem
rechnet man damit, daß das Kriegsminiſterium zwei
Flugzeuge der ſiegreichen Typs zum Mindeſtpreiſe von
25000 Mark ankauft. Der Flug wird aller Vorausſicht
nach vom 2. bis 15. Juni ſtattfinden.
Ein ſchwerer Sturz eines deutſchen
Fliegers wird aus Algier gemeldet. Dort unter=
nahm
der Pilot Darman Verſuche mit einem Etrich=
Apparat. Plötzlich wurde die Maſchine von einem Luft=
wirbel
ergriffen und aus beträchtlicher Höhe zu Boden
geſchleudert. Der Flieger wurde ſchwer verletzt unter
den Trümmern ſeiner Maſchine hervorgezogen und in
bedenklichem Zuſtande ins Hoſpital gebracht.
* Geſchoſſe aus Flugmaſchinen. In Ville=
Coublay bei Verſailles unternimmt gegenwärtig der
amerikaniſche Offizier Scott intereſſante Verſuche mit
ſeiner Erfindung, die erlaubt, mit einiger Treffſicherheit
aus einem Flugzeug Geſchoſſe auf beſtimmte Ziele fallen
zu laſſen. Die Geſchoſſe ſind in zwei Röhren unten am
Flugzeug angebracht. Der ſchießende Offizier befindet
ſich in liegender Stellung im Geſtänge des Flugzeugs
und beobachtet das Ziel mit dem Fernrohr, das zwiſchen
den Kugelröhren angebracht iſt. Eine Fallvorrichtung
erlaubt dem Beobachter, ein oder gleichzeitig zwei Ge=
ſchoſſe
fallen zu laſſen. Leutnant Scott ſoll es zu einer
großen Treffſicherheit gebracht haben. Es iſt ein Preis
von 100000 Franken für die beſten Waffen oder Schieß=
ergebniſſe
aus Flugzeugen ausgeſetzt.
* Paris, 13. Febr. Zahlreiche Mitglieder des Pa=
riſer
Gemeinderats unterzeichneten einen Aufruf, in dem
alle Gemeinden Frankreichs aufgefordert werden, zur
Errichtung eines großen Luftgeſchwaders
beizutragen, das überallhin die Gute Botſchaft oder
den Tod bringen könne. Geben wir, ſo heißt es wei=
ter
in dem Aufruf, unſerem glorreichen Vaterlande eine
unzählige Schar von Flugzeugen, die unaufhörlich und
raſtlos alle unſere Grenzen überwachen. Die Zukunft
und das Heil Frankreichs, der Schutz unſerer Sicherheit
und unſerer Ehre beruhen darauf. Dem Pariſer Ge=
meinderat
wird in ſeiner nächſten Sitzung der Antrag
vorgelegt werden, 50000 Francs für den Ankauf von
Militärflugzeugen zu bewilligen.

Erdbeben.

Erdbebenwarte Darmſtadt= Jugen=
heim
, 13. Febr. Heute vormittag wurde ein Erdbeben
von mittlerer Stärke regiſtriert. Die Aufzeichnung be=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

gam vormitags 9 Uhr 6 Min. 40 Sek. und dauerie eine
halbe Stunde. Der Herd liegt nach unſerer Schätzung
auf der Balkanhalbinſel in Zentral=Mazedonien,
etwa 870 Kilometer von Wien und 420 von Bel=
grad
entfernt. Das letzte ſtarke Erdbeben in Maze=
donien
erfolgte am 18. Februar 1911 nahe dem See
Ochrida und am 22. Oktober ein ſchwächeres in Süd=
Mazedonien.
Laibach, 13. Febr. Gegen 9 Uhr 5 Min. mor=
gens
wurde von der hieſigen Erdbebenwarte ein
heftiges Nachb eben verzeichnet. Das Zentrum des=
ſelben
dürfte auf dem Balkan oder in Kleinaſien liegen.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 4. Febr. Haus und Tribünen ſind ſehr
gut beſetzt. Erſter Vizepräſident Scheidemann eröff=
net
die Sitzung um 2,15 Uhr. Zu Schriftführern
ſind gewählt worden die Abgeordneten Dr. Bärwinkel
(nl.), Dr. Neumann=Hofer (Fortſchr. Vp.), Stücklen (Soz.),
v. Morawski (Pole), Rogalla von Bieberſtein (konſ.), En=
gelken
(Zentr.), Dr. Belzer (Zentr.) und Fiſcher (Soz.)
Der Abg. Frhr. v. Hertling hat infolge ſeiner
Ernennung zum bayeriſchen Miniſterpräſidenten ſein
Mandat niedergelegt.
Vom Präſidenten Dr. Spahn iſt folgendes Schrei=
ben
eingegangen: Dem Reichstagspräſidium teile ich
ezgebenſt mit, daß ich das Amt des Reichstagspräſidenten
hiermit niederlege. (Lebh. Bravo im Zentr. und rechts.)
Sodann wird auf Antrag der Abgeordneten Baſſer=
mann
(nl.) und Gröber (Zentr.) Vertagung auf mor=
gen
, Mittwoch, nachmittag 2 Uhr, einſtimmig beſchloſſen.
Tagesordnung: Wahl des Präſidenten. Interpella=
tion
betr. den Futtermangel und erſte Leſung des Etats.
Schluß 2,20 Uhr.
* Berlin, 13. Febr. Aus parlamentariſchen Krei=
ſen
wird gemeldet: Die Fortſchrittliche Volks=
partei
hat in ihrer letzten Beſprechung vor der heu=
tigen
Sitzung des Reichstages in Erwägung gezogen
obwohl es gegen ihre Parteiintereſſen iſt das
Opfer zu bringen und den Präſidenten des Reichstages
zu ſtellen. Sie hofft weiter, daß der Abgeordnete Paaſche
ſein Amt als zweiter Vizepräſident nicht niederlegen
werde. Sollte dies doch der Fall ſein dann wäre die
Fortſchrittliche Volkspartei weiter bereit, auch den zwei=
ten
Vizepräſidenten des Reichstags zu ſtellen, immer
ausgehend von dem Gedanken, den Reichstag für vier
Wochen arbeitsfähig zu erhalten, um der Notwendigkeit
einer Vertagung zu entgehen.
* Berlin, 13. Febr. Der Frankf. Ztg. wird aus
Berlin, 13. Febr., geſchrieben: Eine Löſung der
Präſidentenkriſe iſt auch in den heutigen Frak=
tionsberatungen
noch nicht gefunden worden. Bei der
bürgerlichen Linken wird der Gedanke erwogen, lediglich
zu dem Zweck, den Reichstags arbeitsfähig zu machen, für
die näch ſten vier Wochen einen Präſidenten zu
ſtellen, Beſchloſſen iſt darüber noch nichts, aber wahr=
ſcheinlich
werden Beſprechungen mit anderen Parteien
darüber ſtattfinden. Ohne daß bisher ein Beſchluß ge=
faßt
wurde, wird zur Zeit erwogen, ob der Abgeordnete
Kämpf von der Fortſchrittlichen Volkspartei, um den
Reichstag arbeitsfähig zu machen, für die erſten vier Wo=
chen
den Präſidentenſitz einnehmen ſoll.
* Breslau, 13. Febr. Der Provinzialver=
band
der Nationalliberalen Partei in
Schleſien telegraphierte an Baſſermann: Wir
bedauern aufrichtig, daß Mitglieder der nationalliberalen
Reichstagsfraktion ihre Stimme für Bebel als Präſiden=
ten
abgeben konnten und begrüßen mit Genugtuung den
Fraktionsbeſchluß, wonach nunmehr unſere Partei die
Beteiligung am Präſidium ablehnt.

Handel und Verkehr.

Mainz, 12. Febr. Fürſorge der Eiſen=
bahn
für Viehſendungen im Sommer. Der
außergewöhnlich heiße Sommer des Jahres 1911 hat viel=
fäch
einen ungünſtigen Einfluß auf das mit der Eiſenbahn
beförderte Vieh ausgeübt. Um eine Wiederholung ſolcher
Schäden in Zukunft nach Möglichkeit zu vermeiden, hat
der Miniſter der öffentlichen Arbeiten in Berlin in einem
Erlaß an die Eiſenbahndirektionen beſondere Anordnung
getroffen. Hiernach ſind die Stationen zu Beginn eines
jeden Sommers unter Hinweis auf die einſchlägigen Be=
ſtimmungen
anzuweiſen, den Viehſendungen erhöhte Auf=
merkſamkeit
zuzuwenden. Insbeſondere handele es ſich
darum: 1. zu enge Verladungen zu verhindern, 2. für pünkt=
liche
und ſchnelle Beförderung zu ſorgen, 3. längere Aufent=
halte
auf den Zugwechſelſtationen tunlichſt zu vermeiden,
4. ſolche Sendungen, deren fahrplanmäßige Beförderung
durch Zugverſpätungen oder aus anderen Gründen ohne
Schuld der Abſender oder Begleiter verzögert worden iſt,
mit den für Tiere freigegebenen Zügen, die die Sendungen
den Beſtimmungsſtationen am ſchnellſten zuführen, ohne
Berechnung eines Frachtzuſchlages weiterzuleiten, 5. zum
Beſprengen der Wagen und Tiere Waſſer und bahneigene
Geräte zur Verfügung zu ſtellen und 6. für Schweine in
Ladungen auf Antrag möglichſt nur Wagen mit Latten=
wänden
zu ſtellen. Die Beachtung der Beſtimmungen ſoll
genau überwacht werden. Ferner ſoll geprüft werden, ob
ies zweckmäßig und durchführbar iſt, Vieh, das auf weite
Entfernungen verſandt wird, während des Sommers vor=
nehmlich
in den Nacht= und den anſchließenden kühleren
Tagesſtunden zu befördern.
H. Frankfurt a. M., 13. Febr. ( Frucht=
marktbericht
.) Der Wochenmarkt hatte einen ſehr
ſtillen Verkehr und waren die Abſchlüſſe ganz gering=
fügig
. Die Mühlen boten nur etwas über 22 Mark, was
für die Händler, die ſeinerzeit beſſere Preiſe bewilligt
hatten, unrentabel war. Ausländiſche Ware iſt jetzt
reichlicher am Markte, doch ſind die Offerten immer noch
hoch gehalten. Futterartikel halten ſich feſt bei nachlaſſen=
dem
Begehr. Die Forderungen für Mehl blieben un=
verändert
. Der Mannheimer Getreidemarkt

iſt ruhig bei wenig veränderten Preiſen. An der Ver=
liner
Pro duktenbörſe war Getreide anfangs
behauptet, da Abgeber und Wareninhaber ſich zurück=
hielten
und für Roggen Exportnachfrage herrſchte. Spä=
ter
erfolgte mäßige Abſchwächung. Ausländiſche Offer=
ten
waren nicht teuer, indes wenig vorhanden. Zu=
fuhren
auf dem Waſſerwege werden, auch wenn das
Tauwetter Tag und Nacht anhalten ſollte, früheſtens in
drei bis vier Wochen erwartet. Außerdem kündigte die
Wetterwarte das Sinken der Temperatur an. Hafer lag
ſchwach, das Inlandangebot war ſtärker, aber noch nicht
nachgieber. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und New=York) war Weizen im allgemeinen nachgiebi=
ger
auf größeres Angebot der Farmer im Nordweſten
der Vereinigten Staaten. Mais ebenfalls ſchwächer ge=
ſtimmt
, wenn auch zeitweiſe die Feſtigkeit für Futter=
mittel
die Preiſe beeinflußte.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 22,2522,35, Nord=
deutſcher
22,2522,35, Kurheſſiſcher 22,2522,35, Rumä=
niſcher
23,5024, La Plata 23,2523,75, Ruſſiſcher 23,75
bis 24,25, Kanſas 23,5024, Walla Walla 23,5024, Red=
winter
23,5024, Manitoba 23,7524; Roggen, hieſi=
ger
, 20,2020,30, Bayeriſcher (Pfälzer) 20,2020,30, Ruſ=
ſiſcher
, Amerikaniſcher , Rumäniſcher ; Gerſte,
Pfälzer, 2223, hieſige und Wetterauer 2223, Frän=
kiſche
2223, Ungariſche , Riedgerſte 2223, ruſſiſche
Futtergerſte ; Hafer, hieſiger, 2121,30, Bayeriſcher
21,1021,30, Ruſſiſcher , Amerikaniſcher , Rumäni=
ſcher
; Mais mixed 1818,25, Ruſſiſcher 1818,25,
Donaumais 1818,25, Rumäniſcher 1818,25, weißer
Mais 1818,30, La Plata 1818,20, Weizenſchalen 13,75
bis 14, Weizenkleie 13,5013,90, Roggenkleie 14,2514,50,
Futtermehl 1616,50, Biertreber, getrocknet, 15,7516;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0: 31,25
bis 31,50, feinere Marken 31,7532, Nr. 1: 30,2530,50,
feinere Marken 30,7531, Nr. 2: 29,2529,50, feinere
Marken 29,7530, Nr. 3: 28,2528,50, feinere Marken
28,7529, Nr. 4: 23,5023,75, feinere Marken 2424,25;
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 2828,25, Nr. 1.: 2626,25,
Nr. 2: 2222,50.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktieg
einerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Vor einigen Wochen waren die Hausbeſitzer von
Seiten der Polizeibehörde bei Meidung von Strafe ange=
wieſen
worden, für Ausbrennung der Kellerräume zur Be=
kämpfung
der Schnakenplage Sorge zu tragen. Es iſt dies
an und für ſich anzuerkennen, doch wie verhält ſich die Poli=
zeibehörde
dazu, wenn umgekehrt durch die Stadtverwalt=
ung
geradezu dafür Sorge getragen wird, daß die Schna=
ken
geeignete Brutplätze finden? Es ſei hier nur ein Bei=
ſpiel
angeführt. In der kleinen Anlage am Wege hinter
dem Woog, der von der Soderſtraße nach dem Oſtbahnhof
führt, hat die Stadtgärtnerei einen kleinen Teich angelegt,
der im Sommer bei heißer Witterung faſt vollſtändig aus=
trocknet
. Es ſtehen dann in der Regel nur einige kleine
Pfützen da, von denen aus ſich ein nicht gerade entzückender
Geruch verbreitet. In einer ganzen Reihe von Häuſern
können nicht ſo viele Schnaken verbrannt werden, als ſich
hier in dem Moraſt bilden können. Könnte hier nicht da=
durch
abgeholfen werden, indem man den kleinen Weiher
einfach mit Erde ausfüllen und ein Blumenbeet anlegen
würde? Es würde dies nicht allein beſſer ausſehen als
jetzt, ſondern es könnten auch hier m. E. Erſparniſſe gemacht
werden. Denn das Anlegen eines Blumenbeetes käme
ſicher nicht ſo teuer, als wenn alle Jahre 34 Leute zirka
1014 Tage beſchäftigt werden, um den Schlamm zu ent=
L. F.
fernen.

Einſender dieſer Zeilen hat ſchon öfters die Wahr=
nehmung
gemacht, daß die Milchhändler ihre Milch=
kannen
an Straßenkreuzungen aufſtellen, befonders iſt
dies in der Erbacherſtraße der Fall; ich glaube =auch
kaum, daß dieſelben eine Zierde der Straße bilden ſollen.
Von geſundheitlicher Hinſicht aus müßte das Aufſtellen der
Kannen auf Straßen von der Polizei verboten werden;
wie leicht können Kinder dieſelben aufdecken und die
Milch beſchmutzen, oder es könnte ſonſt eine Flüſſigkeit
hineinkommen, welche gerade nicht den Geſchmack der
Einer für Viele!
Milch heben wird.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
** Kiel, 13. Febr. Das zweite Geſchwader der
Hochſeeflotte hat heute vormittag zu einer mehr=
tägigen
Uebungsreiſe den Hafen verlaſſen.
* Kuxhaven, 13. Febr. Fünf Meilen vom Feuerſchiff
Elbeſtieß geſtern nachmittag bei dichtem Nebel der eng=
liſche
Dampfer Humber der von Geole nach Hamburg
unterwegs war, mit dem von Afrika kommenden deutſchen
Dampfer Answald zuſammen. Der Humber wurde
mittſchiffs getroffen und ſank. Seine Beſatzung wurde
teils von dem Answald teils von dem Fiſchdampfer
Senator Holthuſen gerettet.
* London, 13. Febr. Die Ernennung Sir Ed=
ward
Greys zum Ritter des Hoſenband=
ordens
erregt beſönderes Intereſſe, da dieſe Auszeich=
nung
nur in ganz ſeltenen Fällen einem Commoner zuteil
geworden iſt und in der Regel nur Peers vom Range eines
Grafen in den Orden aufgenommen werden. Seit Mitte
des vorigen Jahrhunderts haben nur vier Mitglieder des
Unterhauſes den Orden erhalten, zuletzt Lord Palmerſtone.
Sir Edward Grey tritt in die vakante Stelle des verſtor=
benen
Herzogs von Fife.
* London, 13. Febr. Haldane hatte heute im
Buckinghampalaſt eine Audienz bei dem König. Es iſt
hervorzuheben, daß Haldane auch vor ſeiner Abreiſe eine
Unterredung mit dem König hatte.
* San Remo, 13. Febr. Als heute früh vierzig Volks=
ſchüler
auf den Kais am Meeresufer ſpazieren gingen,
ſtürzte plötzlich ein Teil des Kais ein und begrub

eiwa 20 Schler unter den Trümmern. Fünf tote und
acht verletzte Kinder wurden bisher aus dem Schutt her=
ausgezogen
.
* Konſtantinopel, 13. Febr. Den Blättern
zufolge teilte die Pforte den Mächten mit, ſie werde
alle Geſchäfte der Italiener ſchließen und noch andere
Maßnahmen gegen die in der Türkei lebenden Italiener
treffen, wenn Italien eine Aktion im Archipel und in
den Dardanellen unternehme.
* New=Yort, 13. Febr. Bei einem Bankett in der
Lincolnloge wandte ſich Präſident Taft gegen den
Vorſchlag der Demokraten, die Rüſtungen der Ver=
einigten
Staaten einzuſchränken. Mit Rückſicht
auf die Verbindlichkeiten wäre dies ein großer Fehler.
Jedenfalls könnte man vor der Vollendung des Panama=
kanals
an keine Einſchränkung der Flottenverſtärkung
denken.
H. B. Leipzig, 13. Febr. In der letzten Nacht ließ
ſich ein 16 Jahre alter Sekundaner, der aus Gommern
bei Magdeburg ſtammt, auf der Strecke Leipzig- Magde=
burg
in der Nähe von Zerbſt von einem Zuge
überfahren. Der Tod trat ſofort ein. Als Grund
der Tat wurde gekränktes Ehrgefühl angegeben. Der
junge Menſch war nämlich wegen eines verbotenen
Wirtshausbeſuches mit einer Ohrfeige beſtraft worden.
Halle (Saale), 13. Febr. Geſtern ſprang auf ei=
nen
Perſonenzug bei Rothenhain ein nur halb bekleide=
ter
Irrſinniger, lief auf den Trittbrettern hin und
her, ſchlug die Fenſterſcheiben entzwei, erkletterte die Lo=
komotive
und ſtürzte ſich auf das Lokomotivperſonal. Es
gelang ſchließlich, ihn zu überwältigen.
Breslau, 13. Febr. Der wegen des Verdachts der
Begünſtigung zur Flucht des franzöſiſchen Hauptmanns
Lux inhaftierte Sprachlehrer Vermont iſt wegen
Mangels an Beweiſen wieder freigelaſſen worden. Er iſt
als läſtiger Ausländer ausgewieſen worden.
Paris, 13. Febr. Lord Howard, Mitglied des
engliſchen Oberhauſes, kehrte geſtern im Auto=
mobil
von dem von Paris aus unternommenen Aus=
flug
nach Dieppe zurück. Bei der Kreuzung der Bahn=
linie
Dieppe-Paris fuhr ein Zug bei dichtem Nebel in
das Automobil hinein. Lord Howard und der Chauf=
feur
wurden ſo ſchwer verletzt, daß an ihrem Aufkom=
men
gezweifelt wird.
H. B. London, 15. Febr. Die Exchange Telegraphen=
Company veröffentlicht folgendes Kabel=Telegramm aus
New=York: Einer Depeſche aus Mexiko zufolge ſoll
Präſident Madero daran verzweifeln, die Ordnung
bezüglich der augenblicklich beſtehenden demokratiſchen Ver=
waltung
wieder herzuſtellen und ſich entſchloſſen haben,
energiſche Maßregeln zu ergreifen. Gonzales Salas ſoll
an Stelle von Geranino Treveno zum Kriegsminiſter er=
wählt
werden. Die Revolutionäre werden zu Hunderten
hingerichtet. Die Regierungstruppen haben Ordre erhal=
ten
, keinen Pardon zu geben. Auf den Kopf des Generals
Zapata wurde vom Präſidenten Madero eine hohe Beloh=
nung
ausgeſetzt.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Das nordöſtliche Hochdruckgebiet iſt weiter ſüdweſt=
wärts
vorgedrungen und zieht Mitteleuropa in ſeinen
Bereich. Während wir heute noch wenig von ihm be=
einflußt
werden, dürfte bei ſeinem weiteren Vordringen
die Bewölkung abnehmen und die Temperatur ſinken.
Ausſichten für Mittwoch, 14. Februar: Aufhei=
ternd
, meiſt trocken, kälter, Nachtfroſt.

Mittwoch, 14. Februar, abends 8 Uhr, im Ge=
meindehaus
: Miſſionsſtunde. Miſſionar Weißmann.

Eine kompletté

Braut-Ausstattung
ist einige Tage in meinen Schaufenstern
ausgestellt.
C. F. Erb Nachf.
Obere Elisabethenstr.

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Ausstattungen aufmerksam, welche nach-
einander
in meinen Schaufenstern zur
Ausstellung kommen.

Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
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Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
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Tel. Nr. 1073.

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Unſeren Mitgliedern zur Kenntnis,
unſer Mitglied

geſtorben iſt.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den
14. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus, ſtatt. ( mme
Um zahlreiche Beteiligung bittet
Der Vorſtand.

Kott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen
6 innigſtgeliebten Gatten, den treubeſorgten
Vater meines Kindes, unſeren lieben Bruder,
Schwiegerſohn und Vetter
(3916
Herrn Apotheker Fritz Jaeger
Oberapotheker der Reſerve
im Alter von 47 Jahren, in ein beſſeres Jen=
ſeits
abzuberufen.
Darmſtadt, den 13. Februar 1912.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabeth Jaeger, geb. Einſiedel,
Martha Jaeger.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
15. Februar, nachmittags 2¼ Uhr, von der
Kapelle des ſtädtiſchen Friedhofes aus, ſtatt.

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar’1912.

Seite 7.

Todes-Anzeige.

Heute früh entſchlief nach kurzem Leiden,
im Alter von 66 Jahren, meine Mutter

Frau

Kath. Ebener Witwe.

Um ſtilles Beileid bittet
im Namen der Hinterbliebenen:
Friedr. Ebener.
Darmſtadt, den 12. Februar 1912.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Fe=
bruar
, nachmittags 2 Uhr, vom Eliſabethen=
ſtift
aus, ſtatt.
(*3555

Butterfly.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Kurſus über Armenpflege ꝛc.: Beſichtigung der
Beſſunger Krippen um 3 Uhr. Vorträge der Oberin
v. Gordon um 4½ Uhr und Fräulein Schubert um
5½ Uhr im Saalbau.
Gaſtſpiel des Marionetten=Theaters Münchener Künſt=
ler
um 5 und 8 Uhr im Hotel Zur Traube‟.
Vortrag mit Lichtbilder von Profeſſor Völſing um
8½ Uhr im Muſikverein (Vereinshaus).

Verſammlung der Privat=Mädchen=Arbeitsanſtalt um
4 Uhr Karlſtraße 16.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß=
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Ab. C): Madame Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.

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im Ober=Ramſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft
auf der Straße Ober=Ramſtadt-Nieder=Modau am
Eingang des Waldes).

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Donnerstag, 15. Februar.
Herrenanzüge= ꝛc. Verſteigerung um 9 u. 3 Uhr
Grafenſtraße 25.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 2 Uhr Runde=
turmſtraße
16.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

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[ ][  ][ ]

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.
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Seite 9.

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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38

Sarah Bernhardts Philoſophie
der Mode.

K Wenn eine Pariſerin berufen erſcheinen mag, ihr
Urteil und ihre Meinung über den Wandel der Frauen=
moden
und über die Richtlinien des modernen Geſchmackes
zu äußern, ſo iſt es die Frau, die Roſtand zutreffend die
Königin der Attitüde und die Fürſtin der Gebärde ge=
nannt
hat: Sarah Bernhardt. Sie, die mehr als einmal
von der Bühne herab der Pariſer Mode den Weg gewie=
ſen
hat, iſt jetzt von einem Mitarbeiter des New=York
Herald aufgeſucht worden, dem ſie einige Züge ihrer
Modephiloſophie und ihrer Modebetrachtung verraten
hat. Gewiß verändert ſich Geſchmack und Mode, ſo
meinte Sarah Bernhardt, aber man muß ſich davor
hüten, die beiden miteinander zu verwechſeln. Denn ſie
gehen nicht immer nebeneinander, ja mehr als einmal hat
man es erlebt, daß der Geſchmack an den Ausſchweifungen
der Mode Rache nahm und ihr entſchloſſen gebot: Halt,
du biſt auf einem falſchen Wege und du wirſt nicht wei=
ter
gehen. Wir kennen genug Beiſpiele von exzentri=
ſchen
Schneidern, die aus Reklameſucht Frauen zu den
ſchlimmſten Maskeraden verleiten wollen. Aber zuguter=
letzt
fällt der Geſchmack, der gute Geſchmack doch immer
wieder auf die Füße. Wir ſollten aber auch nicht die
modernen Toiletten herabſetzen, auch nicht jene vielange=
feindeten
Erzeugniſſe der letzten Jahre. Die urſprüng=
liche
Idee, die ihnen zugrunde lag, war ein richtiger und
guter Gedanke, das Streben, dem weiblichen Körper in
der Silhouette die Hauptrolle zuzuweiſen. Man wollte
dem Körper mehr Freiheit geben, indem man unnütze
Gerüſte durch weichere Draperien erſetzte, die ſich den For=
men
anſchmiegen und ſie dadurch zum ſelbſtändigen äſthe=
tiſchen
Faktor erheben. Und das ſollte im Grunde der
höchſte Ehrgeiz jedes Schneiders und jeder Schneiderin
ſein. Die ſchlechtgewachſenen Frauen? Sie werden ſich
ſchon arrangieren werden es ſchon einrichten, daß ſie
nicht ſo erſcheinen, und ſie werden auch um Mittel nicht
verlegen ſein. Ein Fremder, der offenbar nicht geiſtlos
war, ſchrieb einmal über Paris und meinte: In Frank=
reich
gibt es keine häßlichen Frauen; es gibt höchſtens
Frauen, die nicht verſtehen, hübſch auszuſehen.
Sarah Bernhardt beſchäftigt ſich dann mit den Kla=
gen
der Stofflieferanten, die ſich bitter darüber beſchwe=
ren
, daß bei den gegenwärtigen Damenmodenn ihr Ge=
ſchäft
leide, weil für eine Robe viel weniger Stoff er=
forderlich
ſei. Sie ſteht dem Gedanken, daß die Frauen
ſich in weite Gewänder hüllen ſollen, damit die Stoff=
fabrikanten
größere Mengen Waren abſetzen, nicht ge=
rade
ſympathiſch gegenüber und weiſt mit Recht darauf
hin, daß trotz dieſer Stofferſparniſſe die Ausgaben der
eleganten Damen für ihre Kleidung nicht geringer ge=
worden
ſind. Die zahlloſen Induſtrien, die von der
weiblichen Koketterie leben, finden immer ein Mittel, ſich
den Speichen des rollenden Moderades, das für ſie das
Glücksrad bedeutet, anzupaſſen. Niemals, zu keiner Zeit,
haben die Frauen ſo viel Geld für ihre Toilette ausge=
geben
, wie heute. Die raſtlos wachſende, beherrſchende
Stellung der Mode offenbart ſich auf faſt allen Gebieten
des geſelligen Lebens, ja ſogar auf dem Theater. Die
Schneider und Kleiderlieferanten beginnen ſogar die Werke
der Dichter zu unterjochen, ſchieben ſie in den Hintergrund
in dem Beſtreben, von der Bühne herab gewagte neue
Mode populär zu machen und beſtimmten Schneidern Be=
rühmtheit
zu ſchaffen. Die Programme und die Theater=
vlakate
erwähnen bereits in einem Atem die Namen der
Verfaſſer und der Schneider: die Dichter haben auf der
Bühne abgeſtempelte Mannequins, die oft auf Koſten des
Werkes und der Situation die Modelle der kommenden

Saiſon lancieren. Der Tag iſt nicht fern oder vielleicht
ſchon da, an dem man bei der Premiére das Schneider=
atelier
zugleich mit dem Verfaſſer proklamieren wird.
Dabei bietet die moderne Mode mit ihren unbeſchränkten
und ſtarken Anleihen und Anlehnungen an vergangene
Zeiten und vergangene Moden im Grunde genommen der
modernen Frau eine ſo große Bewegungsfreiheit bei der
Auswahl ihrer Kleidung, daß es unverſtändlich bleibt,
daß noch immer die Majorität des weiblichen Geſchlech=
tes
ſich ſklaviſch gewiſſen dikatoriſchen Vorſchriften beugt.
Gerade dieſer eklektiſche Zug der Gegenwart, der alle
Freiheiten geſtattet, ermöglicht es der modernen Frau,
zu wählen und ihre Perſönlichkeit geltend zu machen: ſie
kann jede Tracht annehmen, die ihr gut ſteht. Denn heute
iſt der eleganten Frau alles erlaubt (?), das Dekolletee
des zweiten Kaiſerreiches, wie die Directoirerobe und
der Paradiesvogel der Madame de Staél darf heute ruhig
auf dem Hut des Gibſon Girl niſten. Und warum auch
nicht? Zu einer Zeit, wo die Uniformität uns bedroht,
laßt uns das Hübſche retten; den Karneval der
Frauen. z .

Literariſches. 2.

Im Orlog. Südweſtafrikaniſcher Roman von
Jonk Steffen. Broſch. mit farbigem Umſchlag 2,50
Mark, elegant geb. 3,50 Mk. Berlin, Verlag kolonial=
politiſcher
Zeitſchriften, G. m. b. H. Im Orlog iſt im
weſentlichen, wie ſein Name beſagt, ein Kriegsroman,
aber ein Roman, der in verſchiedener Hinſicht zum Nach=
denken
anregt und andererſeits auch demjenigen, der ſich
nur unterhalten oder mehr ſpielend etwas von unſerer
Kolonie hören will, durch die hineinverflochtene ſpan=
nende
Liebesgeſchichte, durch den vielfach derben Humor
der handelnden Perſonen und ſeine prächtigen Natur=
ſchilderungen
genußreiche Stunden bereiten wird.
Buſchklatſch, Kameruner Roman von
Hans O. Osmann. Broſch. mit farbigem Umſchlag
2 Mk., elegant geb. 3 Mk. Berlin, Verlag kolonialpoli=
tiſcher
Zeitſchriften, G. m. b. H. Das Buch, das aus
Selbſterlebtem entſtanden iſt, hat noch den Vorzug, daß
es nicht hiſtoriſch gewordene Stoffe behandelt, ſondern
uns in das Leben der Kolonie einführt, wie es iſt und
noch manches Jahr ſein wird. Es gibt uns aber nicht
nur ein plaſtiſches Bild von dem afrikaniſchen Milieu,
in dem unſere Kaufleute, Beamten und Offiziere drau=
ßen
leben und wirken, ſondern es hält dieſen auch einen
Spiegel vor, in dem ſie ſehen können, wo ſie in Wirklich=
keit
der Schuh drückt. Der Roman, in dem auch der Hu=
mor
zu ſeinem Rechte kommt, lieſt ſich ſpannend von An=
fang
bis zu Ende, und wer ihn geleſen hat, der hat ſich
nicht nur gut unterhalten, ſondern auch eine ganze Menge
gelernt.
Die Schwurbrüder. Von Baron Wolde=
mar
von Uxkull. Preis 2,50 Mk. broſch., 3,50 Mk.
geb. Verlag von Edwin Runge in Groß=Lichterfelde=
Berlin. Frida Schanz, welcher das Manuſkript vorge=
legen
hat, ſagt u. a. über das Buch: Ein neuer Dichter
tritt mit dem Roman Die Schwurbrüder in die Reihen.
Etwas von der Kraft, Plaſtik und Urſprünglichkeit alter
Heldengeſänge liegt über dieſer modernen, das Leben
der kaukaſiſchen Bergvölker ſpiegelnden Schöpfung. Ein
bewußter großer Künſtler, der die leidenſchaftliche
Parteinahme für ſeine Lieblinge zu kriſtallener Ruhe
zwingt, führt die Feder. In ſeiner warmen Menſchen=
liebe
, im großen ruhigen Strich ſeiner Schilderungen
iſt Urkull Tolſtoi nahe verwandt. Ja, ein großer Dich=
ter
tritt mit ihm auf den Plan. Skizzen und Novellen,
die in Tageszeitungen erſchienen, haben bereits manches
Auge auf ihn gelenkt.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 4. Februar: Dem Hausburſchen
Adam Mark, Sackgaſſe 7½, ein S. Hans. Am 7.:
dem Sticker Menaſſe Stabholz, Viktoriaſtraße 54, eine
T. Roſa. Am 6.: dem Rechtsanwalt Dr. jur. Karl
Brücher, Georgenſtraße 6, ein S. Herald Friedrich
Wilhelm Karl Bernhard. Am 7.: dem Blumengeſchäft=
inhaber
Erwin Hellmuth, Neckarſtraße 22, ein S. Er=
win
Eugen. Am 9.: dem Schloſſer Wilhelm Jungen,
Schuknechtſtraße 61, eine T. Dorothea Eliſabeth. Am 8.:
dem Schuhmachermeiſter Adam Schönberger, Wieners=
ſtraße
38, ein S. Ernſt Wilhelm Adam. Am 6.: dem
Metzger Peter Scheerer, Mühlſtraße 16, ein S. Lud=
wig
. Am 8.: dem Großh. Miniſterial=Reviſor Wilhelm
Himmler, Gutenbergſtraße 45, eine T. Anna Wilhel=
mine
Suſanne. Am 5.: dem Zuſchneider Franz Volk=
mar
, Landwehrſtraße 25, ein S. Karl Johann Nikolaus.
Am 7.: dem Schreinermeiſter Ludwig Debus, Mühl=
ſtraße
68, ein S. Walter Kurt. Am 9.: dem Fuhrmann
Leonhard Bitſch, Pädagogſtraße 2, eine T. Eliſabeth.
Am 11.: dem Lehrer Adam Link, Taunusſtraße 47,
eine T. Maria Eliſabeth Charlotte. Am 6.: dem In=
ſtallationsmeiſter
am Städtiſchen Gaswerk Jgkob Eipp,
Frankfurterſtraße 100, ein S. Rudolf. Am 12.: dem
Fabrikarbeiter Heinrich Götz, Magdalenenſtraße 1,
eine T. Johanna Philippine. Am 10.: dem Metzger=
meiſter
Joſeph Rüdinger, Pallaswieſenſtraße 23, eine
T. Anna Gertrude. Am 12.: dem Kreisamtsgehilfen
Heinrich Delp, Gardiſtenſtraße 7, ein S. Jakob Lud=
wig
. Dem Schloſſer Alois Schnorr, Wendelſtadt=
ſtraße
13, ein S. Erich Joſeph. Am 9.: dem Handlungs=
gehilfen
Adam Menges, Landwehrſtraße 62, eine T.
Anna Katharina.
Aufgebotene. Am 9. Februar: Schreiner Johann
Peter Gunkel mit Dienſtmädchen Margarete
Schmunk, beide in Roßdorf. Schloſſer Peter Hein=
rich
Schilling mit Schneiderin Anna Maria Mayer,
beide in Biſchofsheim. Sergeant Karl Wehrheim,
hier, mit Margarethe Berntheuſel, Soedel. Am 12.:
Fuhrmann Heinrich Hofmann, hier, mit Katharina
Babel, Spiesheim. Monteur Ludwig Schmidt,
Mühlſtraße 7, mit Haushälterin Anna Brehm, Er=
bacherſtraße
67. Elektromonteur Heinrich Peter Wil=
helm
Ackermann, Arheilgerſtraße 82, mit Modiſtin
Louiſe Eliſabeth Geyer, Beckſtraße 12.
Eheſchließungen. Am 8. Februar: Bäcker Gottlieb
Schilling mit Eliſe Kellermann, beide hier. Kauf=
mann
Konrad Schardt mit Elſa Hofmann, beide
hier. Am 10.: Poſtinſpektor Karl Feigs in Frank=
furt
a. M. mit Anna Müller, hier. Sattler Paul
Schunka in Frankfurt a. M. mit Anna Roßmann,
hier. Sergeant im Train=Bataillon Nr. 18 Ludwig
Liſcher mit Pauline Stahlecker, beide hier. Poſt=
bote
Peter Götz mit Maria Hampel, beide hier.
Geſtorbene. Am 9. Februar: Henr. Illig, geb.
Boßler, Witwe des Privatiers, 75 Jahre, ev., Rhein=
ſtraße
15. Am 8.: Taglöhner Heinrich Karl Bach=
mann
, 56 J., ev., Schloßgaſſe 16. Am 9.: Schreiner Jo=
hannes
Wurm, 54 J., ev., Parcusſtraße 21. Am 10.:
Privatin Adelheid Weitzel, 78 J., ev., Beckſtraße 74.
Am 11.: Arthur Alwin Erich Müller, Sohn des
Kammermuſikers, 10 J., ev., Arheilgerſtraße 67. Am 10.:
Adolphine Eliſe Johanna Königer, geb. Koch, Witwe
des Hauptmanns, 88 J., ev., Heinrichſtraße 38. Am 12.:
Schneider Johann Heinrich Machleid, 43 J., ev.,
Wienersſtraße 70.

Maskentrubel
Faschungslust,
das ſind die Zeichen, unter denen das
Geſellſchaftsleben in den erſten Mona=
ten
des Jahres ſteht. Die Hochflut der
Geſelligkeit hat eingeſetzt mit Bällen,
Koſtümfeſten, Bazaren und ſonſtigen
Veranſtaltungen, in denen ſich der
Wohltätigkeitsſinn des vergnügungs=
bedürftigen
modernen Menſchen zu
betätigen pflegt. Berge von Süßig=
keiten
werden an ſolchen Tagen ver=
zehrt
und manche Dame würde er=
ſchrecken
, wenn ſie wüßte, welche
Summen den Genüſſen geopfert wer=
den
. Aber in allem iſt es möglich,
zu ſparen, ohne gleich zu verzichten,
Rechalul-Koniiaron
ſind bei feinſter Qualität außerordent=
lich
preiswert und als Theater= und
Geſellſchafts=Konfekt gleich beliebt.
Reichardt-Schokoladen und =Kakaos
ſind von vorbildlicher Güte und
ſtellen das Edelſte dar, was die auf
höchſter Höhe ſtehende Nahrungs=
mittel
-Induſtrie hervorzubringen ver=
imag
. Verkauf aller Reichardt= Fabri=
kate
zu gleichen Preiſen an Händler
und Private in hundert eigenen Fili=
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[ ][  ][ ]

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 gold. Herrenring mit rotem Stein. 1 Nickel=
Hundehalsband mit Schlößchen und Marke. 1 Roſenkranz mit blauen
Perlen. 2 mittelgroße Schlüſſel. 1 weißes Taſchentuch, gez. P. S.
2 Matroſenkragen (blau mit weiß). 8 Paar Schuhriemen. 1 Taſchen=
tuch
, gez. A. 1 Herrengummiſchuh. 1 ſchwarze Taſche zum Unter=
binden
unter den Rock mit Portemonnaie und Inhalt. 1 Leder=
Pferdedecke und 1 braune Segeltuch=Pferdedecke. 1 Damenzwicker mit
Nickelgeſtell. 1 vergoldeter Manſchettenknopf. 1 Portemonnaie mit
Inhalt. 1 Schild mit Aufſchrift Tabake und Zigarren. Zuge
laufen: 3 Hunde.
(3829

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Foxterrier, 2 Jagdhunde, 1 Boxer (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier aus=
gelöſt
werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (3864

Reviſion v. Mietwohnungen, Schlafſtellen u. Feuerſtätten.

Die auf Grund der unten abgedruckten Geſetzesvorſchrift vor=
zunehmende
Reviſion von Mietwohnungen und Schlafſtellen findet
z. Zt. im VI. Polizei=Revier ſtatt. Hierbei werden auch die Feuer=
ſtätten
beſichtigt.
Darmſtadt, den 2. Februar 1912.
(3349mmm
Großherzogliche Bürgermeiſterei (Baupolizei).
Mueller.
Artikel 1 des Geſetzes,
betreffend die polizeiliche Beaufſichtigung von Mietwohnungen.
Die Geſundheitsbeamten des Staates und die Ortspolizei=
behörden
, ſowie die von letzteren Beauftragten ſind befugt, die zum
Vermieten beſtimmten Wohnungen und Schlafſtellen einer Unter=
ſuchung
in der Richtung zu unterwerfen, ob aus deren Benutzung
zum Wohnen oder Schlafen Nachteile für die Geſundheit oder Sitt=
lichkeit
nicht zu beſorgen ſind. Gleiche Befugnis ſteht den genannten
Organen bezüglich der Schlafräume zu, welche von Arbeitgebern
ihren Arbeitern (Lehrlingen, Geſellen, Gehilfen, Dienſtboten uſw.)
zugewieſen werden.

janntmichun

Die Lieferung von Betriebs= und Werkſtätten=Materialien pro
1912/13 für unſere Bahnen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben
werden. Angebote mit der Aufſchrift:
Submiſſion auf Betriebs= und Werkſtätten=Materialien
ſind bis ſpäteſtens am 1. März er., vormittags 10 Uhr, an unſer
Maſchinen=Techniſches Bureau hier einzureichen, bei welchem auch die
Lieferungsbedingungen eingeſehen reſp. gegen portofreie Einſendung
von 80 Pfg. bezogen werden können.
Darmſtadt, im Februar 1912.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft.
(3797

Küchenabfälle.
Die in der Küche vorkommenden Abfälle als Kartoffelſchalen,
Gemüſereſte, Speiſereſte, Knochen uſw. ſollen vom 1. März d. Js. ab
anderweit vergeben werden. Die Bedingungen hierzu liegen auf
Zimmer 18 des Stabsgebäudes Artillerie=Kaſerne am Beſſungerweg
während den Dienſtſtunden zur Einſicht offen. Schriftliche Angebote
ſind bis ſpäteſtens 20. d. Mts, verſchloſſen an die unterzeichnete
Stelle einzureichen.
(3883md
Darmſtadt, im Februar 1912.
Die Küchenverwaltung
der I. Abtlg. Feldartillerie=Regiments Nr. 61.

Verſteigerunas=Anzeige.

Montag, den 12. Februar I. Js., und die fol=
genden
Tage dieſer Woche, bis einſchließlich
17. Februar I. Js., von vormittags 9 Uhr und
nachmittags 3 Uhr ab, verſteigere ich auf frei=
willigen
Antrag im Ladenlokal
Grafenstrasse Nr. 25
einige große Poſten:
Herren=Anzüge
in allen Größen
Jünglings=Anzüge
Knaben=Anzüge
Konfirmanden=Anzüge
Sport=Anzüge
Ueberzieher
für Herren, Jünglinge
und Knaben in allen
Ulſter
Größen.
Lodenjoppen
für Herren= u. Knaben=Anzüge, ſo=
Buckskin=Stoff.
wie für Damen=Koſtüme u.=Röcke.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden
(3564som
gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 10. Februar 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, den 15. Februar 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, öffent=
lich
meiſtbietend folgende Pfänder:
1. beſtimmt: 1 ausgeſtopften Auerhahn (ſchönes Exem=
plar
), 1 Jagdtaſche mit Patronen;
2. vorausſichtlich: 2 Büfetts, 1 Bücherſchrank, 3 Schreib=
tiſche
, 2 Weißzeug=, 1 Spiegel= u. 3 Kleiderſchränke, 5 Sofas,
2 Betten, 3 Diwans, 3 Waſchkommoden, 3 Spiegel, 1 Vertiko,
1 Lüſter, 1 Regulator, 1 Nachtſchränkchen, 2 Kommoden,
4 Tiſche, 1 Warenſchrank, 11 Flaſchen verſch. Liköre, 50 Fl.
Laken= und Fleckwaſſer, 31 Stück Teerſeife, 52 Pakete Ver=
bandwatte
u. Mullbinden, 8 Doſen Fußbodenlack, 25 Pakete
Tee, 1 Nickelgeſtell m. 6 Zwiebelkaſten, 1 Fahrrad, 1 Pferd u. a. m.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
(3910
Bleichſtraße 28.

Kanalſteine.

Die Lieferung von 187000 Stück
Backſteinen für den Kanalbau ſoll
verdungen werden.
Lieferungsbedingungen liegen
bei dem Tiefbauamt, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen. Auch werden dor
die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, 23. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3867md
Darmſtadt, 13. Februar 1912.
Tiefbauamt.

Fuhrleiſtungen.

Die Abfuhr von 1000 cbm
Grund nach Ablagerungsſtellen vor
dem neuen Hauptbahnhof ſoll ver=
dungen
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be=
dingungen
liegen bei dem unter=
zeichneten
Amte, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur Ein=
ſicht
offen. Auch werden dort die
Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Montag, 19. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3877md
Darmſtadt, 13. Februar 1912.
Tiefbauamt.

Erdarbeiten

im Rechnungsjahr 1912.
Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
ährend der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden dort
die Angebotsformulare abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, 16. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
daſelbſt einzureichen. (3453dsm
Darmſtadt, 3. Februar 1912.
Städtiſche Waſſerwerksverwaltung
Rudolph.

Bekanntmachung.
Mittwoch, 13. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſoll die den Steinmetzmeiſter Jakob
Weicker Eheleuten dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 949¾/10 304//10 Hofreite
Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K6/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 29. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V2855

Bekanntmachung.
Mittwoch, 28. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſoll die dem Stukkateur Georg
Gerlach dahier zugeſchriebene Lie=
genſchaft
:
Flur Nr. qm
IV 287//10 237 Hofreite Kranich=
ſteinerſtr
. Nr. 22,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K106/11
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 11. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V1936

ferde=Verkauf.
Freitag, den 16. Februar,
vormittags 11 Uhr,
werden auf dem Hofe der Train=
Kaſerne in Darmſtadt, Eſcholl=
brückerſtraße
24, ein überzähliges
Dienſtpferd, ſowie eine zum Mili=
tärdienſt
nicht geeignete, ſonſt aber
geſunde Zugremonte öffentlich
meiſtbietend gegen Barzahlung ver=
(3834
ſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18.

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Ziegel, Bauholz und Eiſenteile, 1 Wagen mit Bordleitern
und 3 Bauhütten.
Verſteigerung der Spezereiwaren und des Fahrrades
beſtimmt.
Darmſtadt, den 13. Februar 1912.
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Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.

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Mittwoch, den 14. Februar I. Js., nachm. 3 Uhr,

verſteigere ich im Verſteigerungslokal Zur Ludwigshalle dahiert
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1 Partie Schnittwaren, 1 Druckerpreſſe, ſowie Hausmobilien
durch alle Rubriken u. a. m.
Darmſtadt, den 13. Februar 1912.
(3882
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.

Holzverſteigerung.

Mittwoch, den 21. Februar, vormittags ½9 Uhr,
wird in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen das Brenn=
holz
von den Abtriebsflächen in Diſtrikt Birken 13 und 14 (Nr. 755
bis 1015) und das Dürrholz aus Forſtwartei Bayerseich, weſtlich
Frankfurterſtraße (Nr. 545 bis 754) verſteigert:
Scheiter, rm: 51 Buchen I. Kl., 75 Buchen II. Kl., 2 Hain=
buchen
, 64 Eichen, 4 Birken, 1 Erle, 27 Kiefern; Knüppel,
rm: 72 Buchen, 9 Hainbuchen, 70 Eichen, 12 Birken, 2 Aſpen,
68 Kiefern, 17 Fichten; Knüppel=Reiſig, rm: 3 Hain=
buchen
, 237 Eichen (Stammreiſig in Faulbruch), 12 Kiefern;
Reiſig, Wellen: 2460 Buchen, 520 Eichen, 500 Kiefern;
Stöcke, rm: 81 Buchen, 7 Hainbuchen, 47 Eichen.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Aus=
unft
erteilt Forſtwart Klipſtein zu Bayerseich, Poſt Egelsbach.
Darmſtadt, den 13. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
(3831
van der Hoop.

Stamm=, Stangen= u. Brennholz=Verſteigerung.

Im Gemeindewald Ober=Ramſtadt, Diſtrikt Georgberg, wer=
den
an Ort und Stelle verſteigert:
Donnerstag, den 15. Februar I. Js.
5 Lärchen=Stämme von 1624 cm mittl. Durchm., 820 m Länge
1018
1
62 Fichten=
814
1534
24 Weißtanne=
13 rm Eiche und 22 Weißtanne=Knüppel, 120 Stück Eiche, 270 Fichte
und 510 Weißtanne=Wellen, 13 rm Fichten=Stöcke.
Freitag, den 16. Februar
566 St. Fichten=Derbſt. v. 711 cm mittl. Durchm., 1018m Länge
1015
444 Weißtanne= v. 611
Bemerkt wird, daß das Holz nächſt der Kreisſtraße liegt und
eshalb gut abzufahren iſt.
Zuſammenkunft an beiden Tagen jedesmals vormittags
10 Uhr auf der Kreisſtraße Ober=Ramſtadt-Nieder=Modau am
Eingang des Waldes.
(3598sm
Ober=Ramſtadt, den 7. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.

Jagd-Verpachtung.

Die Jagd der Gemeinde Griesheim, beſtehend aus ca=
4200 Morgen Feld, ca. 2300 Morgen Wald und ca. 1900 Morgen
Wieſen ſoll am
Montag, 26. Februar d. J., nachmittags 3 Uhr,
auf dem Rathaus dahier in mehreren Abteilungen auf die Dauer
von ſechs Jahren öffentlich verpachtet werden.
Die Jagd bietet einen guten Beſtand in Rehen, Haſen, Hühnern,
Faſanen und anderen jagdbaren Vögeln, ſodaß in einzelnen Be=
zirken
faſt das ganze Jahr hindurch Jagd ausgeübt werden kann.
Bemerkt wird, daß Griesheim gute Bahnverbindungen hat,
ſodaß man jederzeit bequem das Jagdgebiet erreichen kann.
Weitere Auskunft wird von der unterzeichneten Behörde be=
(3896mm
reitwilligſt erteilt.
Griesheim bei Darmſtadt, am 12. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunche

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

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Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
6)

Der Doktor antwortete nicht, ſondern ſtand auf und be=
gann
langſam in der Stube auf und ab zu gehen. Die Ant=
wort
Doras erzählte ihm ziemlich deutlich, daß es nämlich
eine ſehr gewagte Sache für ihn wäre, eine gewiſſe Dora
Plattner zu fragen, ob ſie ihn nehmen wollte. Er ſah ſie
von der Seite an. Eine Fißur, ſo groß wie er ſelbſt, und
ſolch ein ſtilles, ruhiges Geſicht, ſolche ruhige, klare, graue
Augen!
Dora hielt das Geſicht dicht an die Fenſterſcheibe ge=
drückt
und ſpähte hinaus. Jetzt ſitzt er nun neben ihr, neben
ihr, neben ſeiner Frau im Schlitten, allein mit ihr in ſolch
einſamer Winternacht. Sie richtete ſich auf und wandte
Dänhardt ihr Geſicht zu: Oft iſt es mir faſt unheimlich
was dieſer Lührſen hier fertiggebracht hat. Hundert
ander wären ſteckengeblieben angeſichts der Schäden und
der ganz verlotterten Wirtſchaft, als ſein Vater geſtorben
war, Sie haben das ja mit erlebt, wie er hier radikal vor=
gegangen
iſt. Alles flog hinaus, das Dienſtperſonal
Kutſcher, Diener, alles Unnötige wurde zu Gelde gemacht,
ſelbſt dann, als ſeine Mutetr ſtarb, alte Andenken an dieſe,
ſogar deren Schmuckſachen, und er hatte doch ſeine Mutter
wahrlich lieb. Ich war damals noch nicht hier, aber meine
Geſchwiſter haben es mir erzählt.
Ja, ſehen Sie, Fräulein Dora, ich kenne Lührſen von
der Schulbank her, und ein paar Semeſter haben wir auch

zuſammen ſtudiert. Ich will Ihnen was ſagen: So ſchwer,
wie Sie glauben, iſt ihm das alles doch nicht geworden.
Er hat es ſicher auch mit ner Art grimmiger, aber freu=
diger
Wut getan. Es gibt ſolche Naturen, die radikales
Reinemachen lieben. Sie doch auch, wie?
Ach was, wir ſprechen von Herrn Lührſen und nicht
von mir. Ob er ſich wirklich in ſeiner Arbeit hier ſo recht
glücklich fühlt? Manchmal ſcheint es mir, als nage etwas
in ihm, was die rechte Lebensfreude nicht ganz hochkom=
men
läßt.
Dänhardt ſtand am Kachelofen, hielt die Hände da=
gegen
und betrachtete ſeine Stiefelſpitzen. Wie dieſe Dora
immer an Lührſen dachte! Was ging das ſie an, ob etwas
in Lührſen nicht in Ordnung war?
Kann ſein! Wer weiß. Das eine iſt richtig. Er war
früher ein fideler, treuherziger und aufrichtiger Menſch,
gleichſam ein offenes Buch. Seit das mit der Frau kam,
hat er ſozuſagen alle Türen in ſich zugeriegelt. Nun
kann keiner aus ihm klug werden. Aber eine herrſchſüchtige
Natur iſt er doch! Nirgends Konzeſſionen, auch nicht ſeiner
Frau gegenüber. Er iſt hart, oder doch ſo einer, der ſchnur=
ſtracks
geradeaus geht, gar nichts Kompliziertes in dem
ganzen Kerl, und ſie na, merkwürdig erzogen, um es
milde auszudrücken. Ne Berliner Geheimratstochter und
Großſtadtpflanze, ganz vollgepfropft mit ſogenannten
Ideen. Sie können ſich überhaupt gar keinen Begriff
machen, Fräulein Plattner, wie es in ſolchen Frauen
ausſieht? Alle paar Monat ſo was wie ne neu entdeckte
Weltanſchauung. eBrlin macht in allem, auch in Welt=
anſchauungen
; in jedem Zirkel wird immer wieder ne neue

ausgebrütet für die nächſte Saiſon. Man nennt das die
geiſtige Führung übernehmen. Na, und wenn nun zwei
ſolche heterogene Naturen zuſammenkommen, dann pflegt
das nen Krach zu geben, auf Deutſch nennt man das Kon=
flikte
, und dann
Er unterbrach ſeinen ironiſchen Sermon, weil Frau
Tannert hereinkam mit der Zuckerdoſe. Ob Bohlmann
den Schnee vor der Haustüre fortgeſchaufelt hätte, fragte
Dora.
Ich hab’s ihm ſchon zweimal geſagt. Aber das iſt
ein Menſch, immerzu hat er etwas zu drähnen, und er
meint, es hätt’ noch Zeit.
Da runzelte Dora die Stirn, riß das Fenſter auf und
beute ſich hinaus. Die Lampe flammte auf bei dem herein=
fahrenden
Zugwind, und der Schnee pluſterte herein und
fiel, kurz im Lampenſchein aufglitzernd, auf den Fußboden.
Bohlmann, Bohlmann! ſchrie Dora, denn ſie ſah ihn
im Pferdeſtall, deſſen Türe gerade offen ſtand.
Ja ja, Frölen, was gibt’s denn?
Schaufeln Sie den Schnee von der Haustür weg!
Ja doch, Frölen, klang es zurück, ich wollt’ man blos
noch en büſchen warten. So hille is das doch nich!
Sie tun es ſofort, verſtanden!
Na ja, Frölen, ich geh gleich bei!
Da ſchloß ſie das Fenſter. Viele Schneeſternchen blink=
ten
in ihrem Haar, aber eine ſehr energiſche Falte hatte
ſie auch zwiſchen den Augenbrauen. Dänhardt ſtand da,
rieb ſich vergnügt die Hände und ſagte zweimal halblaut
Großartig! während ſich Dora zu Frau Tannert wandte:

[ ][  ][ ]

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Seite 13.

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ist die Grundlage körperlicher u. geistiger Frische
und Spannkraft. Die erhöhten Anforderungen
des Daseinskampfes sollten es jedermann zur
Pflicht machen, seine Kräfte mit dem schnellen
Strome der Zeit in Einklang zu bringen. Nichts
trägt mehr zur Förderung des gesundheitlichen
Gleichgewichtes bei als die richtige Wahl des
täglichen Getränkes. Im Gegensatz zu den viel-
fach
schädigenden Einflüssen von Kaffee und
Tee steht der Kakao, worin sich die Vorzüge
eines Nahrungs- und Genussmittels aufs glück-
lichste
vereinigen. Als tägliches Morgengetränk
wirkt Kakao stärkend und anregend auf Körper
und Geist und schafft jene anhaltende Erfrischung,
welche die Forderung des Tages erheischt. In
das Leben des Kindes bringt der Kakao, zufolge
seiner Nährkraft, jene Stärkung und Regsamkeit,
die für seine geistige und körperliche Entwick-
lung
von so unschätzbarer Bedeutung sind.
Kakao bewährt nur dann volles, frisches
Aroma und stets gleichmässigen Ge-
schmack
, wenn er durch luftdichte Verpak-
kung
gegen fremden Geruch geschützt ist.
Man kaufe daher Kakao stets in Original-
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Paſſen Sie mir, bitte, auf, daß der Topfkuchen nicht zu
braun wird!
Ja, ja, Frölen, allens was recht is, der Kuchen
wird fein!
Na ja, ſehen Sie nur gleich ſelbſt nach. Die Stine iſt
zu dumm!
Da ging Frau Dannert, und Dora, die ſah, wie Dän=
hardt
lachte, tragte: Na, was iſt denn nun wieder? Sie
machen ein Geſicht, als ob Sie ſchlechte Witze machen
müßten?
Gott nee, ſeien Sie nicht ſo eklich, Fräulein Dora
Plattner, ich freue mich blos, wie Sie hier regieren und
die phlegmatiſche Geſellſchaft in Trab bringen! Ich ſprach
vorhin von Konzeſſionen. Sie machen heute welche und
wie, Feiner Zucker, drei Lot Kaffee extra, Topfkuchen, der
nicht anbrennen darf. Und alles das für ſeine eheliche
beſſere Hälfte?
Unſinn! Dora konnte dieſe ſeine Art nicht leiden. Ver=
ſtehen
Sie denn nicht, daß ich den Wunſch habe, alles hier
behaglich zu machen? Das Haus ſoll ihr nach der Angſt
und nach der Schlittenfahrt wie eine gute Heimſtätte er=
ſcheinen
.
Da lachte Dänhardt noch mehr und noch überlegener,
ſpöttiſcher: Heimſtätte? Das Wort verſteht ein moderner
Menſch, und noch dazu ein Großſtadtmenſch, gar nicht mehr.
Er ſitzt ja jedes Jahr hinter einer andern Etagentür und
zwiſchen andern Tapeten. Hier er ſcharrte mit der
Fußſpitze auf dem Boden, Sand, ganz gemeiner, trockener

Sand aus den Heidelöchern, Sand und Tannenbretter
Ja, wenns noch ein Smyrnateppich wäre, daran läßt ſich
zur Not ſchon eher ſo etwas wie Heimatgefühl abtreten.
Herr Doktor, Sie wollen doch nicht ſagen ? Ah, ſo
kleinlich iſt doch kein Menſch! Sie ſetzte ſich wieder an den
Tiſch und nahm die Näharbeit auf.
Aber Sie, Fräulein Dora, Sie wollen das Heimat=
gefühl
mit gutem Kaffee und Topfkuchen und der Wärm=
flaſche
anregen, ſo gewiſſermaßen durch Zunge, Magen
und Taſtgefühl in Schwung bringen. Großartig!
Das iſt doch ganz was anderes!
Selbſtverſtändlich, weil Sie es tun!
Dora wurde ganz ungeduldig. Herr Doktor, Sie
wiſſen, ich kann dieſen Ton nicht leiden!
Gut, nehmen wir einen anderen Ton. Ich bin ja ſchon
ganz ſtille. Machen Sie es man nicht zu mächtig behaglich
hier, ſonſt könnte Frau Lührſen am Ende auf den Ge=
danken
kommen hier ne längere Winterſtation zu
machen! Verflucht, das wäre ein Kaſus, an den ich
eigentlich erſt jetzt denke!
Dora ſah ihn eine Weile groß an. Das, das
wenn das wäre, wenn ich etwas dazu tun könnte, das
wäre ſchön, ſehr ſchön 1
Wirklich?
Er ſah ſie zweifelnd an. Trau der Teufel einer Evas=
tochter
, ſelbſt wenn ſie Dora Plattner heißt und einen mit
den Augen ſo ruhig anblicken kann . Sie, Fräulein
Dora, ſind auch ſo ein merkwürdiges Eremplar der heu=

tigen Menſchheit. Ehe ich hierher kam, dachte ich, ſolche
Menſchen fände man nur noch in alten Hünengräbern
oder in Romanen aus der guten alten Zeit. Haben Sie
denn gar nicht daran gedacht, was aus Ihnen werden
würde, die Sie hier ſeit Jahren ſchalten und walten, wenn
es Frau Lilli einfallen ſollte, hierbleiben zu wollen?
Dora ſenkte die Augen und ſah eine Weile vor ſich
nieder. Dann warf ſie den Kopf raſch auf.
Und wenn ich daran gedacht hätte, ſo wär’s ein ab=
ſcheulicher
Gedanke geweſen. Ich hänge mit jedem Nerv
an Halligboſtel, denn ich habe alles hier mit werden ſehen,
und ich bin in Bütfeld groß geworden, wo meine Schweſter
lebt und mein Vater auf dem Kirchhof liegt. Wiſſen Sie,
was er uns immer ſagte? Kein Menſch hat ein Recht, zu
glauben, unentbehrlich zu ſein!
Hm, ich will Ihrem Vater nicht unrecht geben, aber
trotzdem, es iſt ne ſchöne Theorie. Sagen Sie mal, und
er trat an den Tiſch, ſtützte die Hände darauf und ſah ihr
feſt in die Augen, vom berechtigten Kampf ums Daſein
haben Sie wohl nie etwas gehört?
Jawohl, ich habe davon gehört und ein Stück davon
erlebt, an mir ſelbſt ſogar, denn ich muß mir mein Brot
verdienen. Aber auch hier in Halligboſtel wird dieſer
Kampf geführt, und zwar ſchwer genug von Ihrem
Freunde Lührſen. Das wiſſen Sie ganz genau, Doktor.
Hi, meinetwegen, aber Tatſache bleibt, daß Sie einen
Platz aufgeben würden, den keine andere ſo ausfüllen
könnte, auch nicht bei dem kleinen Jungen da nebenan.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Seite 1

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

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Heute neuer Splelplan!

Gastspiel des bekannten

in der Komödie: Max als Opfer des Bordeauxweins.
Ein Meisterwerk der Komik!

DARM-Aestäor

Nummer 38.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar

1912.

Alfred Schmitz

Café Ernst Ludwi
Auf einige Tage im Ausschank:
(3832md
anenner
Wenbrau
St. Denne Bier

Seite 15..

Lichtspieltheater
Dlvmpia
Rheinstr. 2, Schloß-Café, Seitenbau
I. Etage.
Aus dem Programm vom 14. bis einschließlich 16. ds. Mts.
set ganz besonders hervorgehoben:

Gerettet aus dem Meeresgrunde!

In diesem Bilde wird zum ersten Male die innere Maschinen-
konstruktion
eines Untersee-Torpedobootes, das der Imp. Films
Cop. von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika
zur Verfügung gestellt wurde, in Verbindung mit einer sehr
spannenden Handlung vor Augen geführt. Ein unvergleichliches
Schauspiel, welches überall Enthusiasmus erregen muß.

I Auf der Fährte des Grislybären!

Eige packende Gesellehte aus dem Konlerleden
der amerikanischen Ansiedler.

Mameristiech.

(3904

Zur gefl. Beachtung!

Auf Anrempelung einer Konkurrenz werde ich nie
reagieren! Für die mir und meinem Sohne bei der
Eröffnungsvorstellung am Samstag abend erwiesenen
Ehrungen durch Überreichung von vier Lorbeerkränzen
sprechen wir beide den Spendern hiermit nochmals
öffentlich unsern verbindlichsten Dank aus.
Die Vorführung des Filmbrand und seine Verhütung
durch den Apparat meines Sohnes, wird vorerst jeden
Tag zweimal stattfinden und zwar nachmittags zwischen
5 und 6 Uhr und abends zwischen 9 und 10 Uhr.

Wieder-Eröffnunc
des Palais-Restaurant‟
35 Hügelstrasse 35 (*3519
Samstag, den 17. Februar 1912.
Carl Teuschler.

Orpheum

1 Beispielloser Erfolg!
Februar 1912 m
Gastspiel d. Ensemble
vom Königl. Belvedere,
Dresden. (VI3917
s Heitere Kunst 24

So leben wir=!
Aktuelle Revue in 12 Bildern
v. Dr. Rich. Hirsch u. Harry Waldau
Sonntag, 18., sowie
Rosen-Montag, 19. Febr.
Bei feenhaft geschmücktem
u. festl. beleuchtdem Hause
Gr. Karneval.
2 Fest-Vorstellungen

Ermäßigter Vorverkauf wie bekannt.
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Rheinstraße. 12.
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Münchener Künſtler=

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Gm. dunkelgrün. Stein verloren.
Wiederbringer gute Belohnung
weil Andenken. Abzugeben Schu=
knechtſtraße
63, 2. St., rechts. (*3560

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am Sonntag zwiſchen 12 u. 1 Uhr
mittags in der Nähe des Fußweges
nach Traiſa kleiner weißer Kinder=
pelz
. Gegen gute Belohnung ab=
zugeben
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Andreas K. Ingenleur
(*3561md
Orier Hegr. Bitte abholen.

Programm
zu dem am Mittwoch, den
14. Februar, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps.
1. Nibelungen=Marſch von Sonn=
tag
. 2. Jubel=Ouverture von Bach.
3. Fantaſie aus Lohengrin von
Wagner. 4. Lockenköpfchen, Inter=
mezzo
von Powell. 5. Intermezzo
und Barcarole aus Hoffmanns
Erzählungen von Offenbach.
6. Abmarſch in die Quartiere‟,
Marſch von Blankenburo.

Hotel zur Traube
Nur noch 2 Tage!
Heute Mittwoch, morgen Donnerstag:
Doppel-Premiere
Der tapfere Cassian‟
groteskes Puppenſpiel von
Arth. Schnitzler.
Hierauf:
Das Mädchen v. Ellzondo
Komiſche Oper von Offenbach.
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kehrsbüro
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1 Stunde vor Anfang an der
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NGRAFENSTR-12EKE RHEINSTR
grösste und beste Lichtbildbühne
Darmstadts.
Riesen-Erfolge
der Kinematographie
und in allen Größſtädten ſtändig ausverkaufte Theater
brachte das bei uns unwiderruflich nur 3 Tage
v. Mittwoch, den 14. bis inkl. Freitag, den 16. Febr.
laufende Senſationsdrama aus dem Bergmanns=
leben
in 2 Akten, betitelt:
Gackauf!
Aufgenommen in tiefer Erde, den Kohlenbergwerken
des bekannten Bergwerkgebietes Charleroi in Belgien,
unter Mitwirkung der beſten Kräfte des Sahra Bern=
hard
=, Porte St. Martin= und Renaiſſance=Theaters in
Paris, ſowie ſämtlichen Bergleuten der Gruben. Dieſes
Schauſpiel iſt kein fingiertes, ſondern ſo wahr und
ergreifend, daß Schauſpieler und Statiſten bei der
Exploſion und darauffolgenden Ueberſchwemmung
tatſächlich von einer Angſt ergriffen wurden, die man
an ihrem Ausdruck und ihren Bewegungen deutlich ſieht.
Vorführungsdauer 1 Stunde.
Dieſer Senſationsſchlager erſten Ranges läßt
ſelbſt die ruhmvollſten Vorgänger der Kinematographie
weit hinter ſich.
Anßerdem vervolſtändigen unſer äußerſt reichaliges,
gut gewähltes Programm:
Die Schildwache Napoleons. Ergreifendes Drama
aus dem Leben des großen Kaiſers.
Toto und sein Schwesterchen. Komödie.
Es waren einmal 2 Diebe. Eine Weihnachts=
geſchichte
.
Von Glion nach dem Rochers de Naye. Wunder=
volles
Alpenpanorama.
Land und Leute im Spreewald,Herrliche Natur=
aufnahme
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(*3614
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Mittwoch, 14. Februar.
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Tragiſche Oper in 3 Akten von
Giacomo Puccini.
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Cho=Cho=San,
gen. Butterfly . Frl. Geyersbach
Suzuki, Cho=Cho=
San’s Dienerin Frl. Howard
Kate Linkerton . Frl. Longin
F. B. Linkerton,
Lt. i. d. Marine
der U. S. A. . Hr. H. Hacker
Sharpleß, Konſul
der Ver. Staaten
in Nagaſaki . . Hr. Weber
Goro, Nakodo . Hr. Bernhardt

Der Fürſt Yama=
dori
. . . . . Hr. Jahn

Onkel Bonze . . Hr. Hoff
Der Kaiſerl. Kom=
miſſär

. Hr. Kräger
Der Standesbe=
amte
.
.Hr. Indorf
Die Mutter Cho=
Cho=San’s
Frl. Lehmann
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Die Tante . . . Frl. Guerdan
. Frl. Schaub
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2 Mk., Sperrſitz (1.13. Reihe)
4 Mk., (14.20. Reihe) 3.20 Mk.,
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Anfang 7 Uhr.
Freitag, 16. Febr. 117. Ab.=V.
C 29. Alt=Heidelberg.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38

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Nummer 38.

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50 Z8.

Mittwoch, 14. Februar.

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[ ][  ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Februar 1912.

Nummer 38.

Unſer Odenwald vor hundert Jahren.

Vielleicht nicht mit Unrecht könnte man behaupten, daß
der zeitweiſe Niedergang, der ſich bei unſerem Odenwald
und ſeinen Bewohnern gerade in der erſten Zeit nach den
napoleoniſchen Kriegen fühlbar gemacht hat, nicht zum
kleinſten Teil auf den Umſtand zurückzuführen iſt, daß unſer
ſonſt ſo gut beratenes Großherzogtum in der Wahl ſeines
Vertreters bei dem großen Völkerkarneval, genannt Wiener
Kongreß, wenig Glück hatte, und derſelbe zumal in der
Geographie etwas ſchwach war. Damals, wo bekanntlich
ganze Völkerſchaften wie herrenloſe Schafherden gleichſam
im Tarok ausgeſpielt wurden, hatte man dem genannten
Herrn von Haus aus Weiſung mitgegeben, in verwandt=
ſchaftlicher
Rückſicht gegen den Onkel Bayer, bei Verteilung
der vormals geiſtlichen Beſitzungen am Main, den Finger
von allem zu laſſen, was auf der rechten Seite dieſes Fluſſes,
alſo in der bayeriſchen Intereſſenſphäre, lag. Wie dann
die Teile, welche von Miltenberg abwärts ſich erſtreckten,
dem Großherzogtum zugewieſen werden ſollten, wußte der
Herr nicht, ob Miltenberg auf der rechten oder der linken
Seite lag, und verlangte er Bedenkzeit, weil er erſt zu Hauſe
anfragen müſſe! Der Bruder Bayer aber erklärte, er habe
zwar auch keine Inſtruktion, aber um weiteren Aufenthalt
zu verhüten, nehme er das Dargebotene für ſeinen Souverän
an. Unſer Landesherr ſoll damals ſeinem Vertreter dieſe
Schläue ſo hoch angerechnet haben, daß der ſich gar nicht
imehr heimgetraute, um den ihm zugedachten Lohn in Em=
pfang
zu nehmen, ſondern lieber gleich zu den heimiſchen
Penaten in vormals heſſiſchen Landen im Elſaß heim=
kehrte
.
Die nächſte Folge war dann, daß die bayeriſche Maut=
linie
, welche in geringer Entfernung vom linken Mainufer
von Amorbach-Miltenberg an bis hinunter nach Stockſtadt
jam Main ſich hinzog, den nach dem Maintal mündenden
Odenwaldtälern und deren Bewohnern den natürlichen
Verkehrs= und Abſatzweg abſchnitt. Der löbliche Eifer, mit
dem gerade die heſſiſche Verwaltung allen voran um die
Schaffung von Verkehrswegen ſich bemühte, konnte nur
flangſam und ungenügende Abhilfe ſchaffen.
Nicht wenig nachteilig wirkte dann noch, daß man eine
Beſſerung von reichlicher Zuwendung von Kapital er=
lwartete
. Das damalige, unvollkommene Hypothekengeſetz,
welches für Beleihung von Grundſtücken den Ortsbehörden
nicht, wie gegenwärtig, eine Verantwortung für Frage=

beantwortung und Taxation auferlegte, hatte gar oft zur
Folge, daß die Vorſtände lediglich die Wünſche und Be=
dürfniſſe
ihrer Dorfgenoſſen für allein maßgebend hielten.
Die Folge war dann Ueberſchuldung und Subhaſtationen
und recht bedenkliche Zweifel über das Mein und Dein,
und wenn ſo ein unglücklicher Geldgeber auf dem Rechts=
wege
in den Beſitz des ihm verſchriebenen Pfandes kam,
ſo galt er den Ortsinſaſſen wie vogelfrei.
Ein redendes Beiſpiel derart ſah ich, wie ich einmal
in den 50er Jahren mit einem alten Freunde eine kleine
Tour durch den Odenwald machte, welche über Lindenfels,
Waldmichelbach nach Hirſchhorn am Neckar mich führte.
Zu Hammelbach ſah ich ein ſtattliches Bauerngehöft, das
unbewohnt, mit ſeinen zum Teil der Ziegeln beraubten
Dächern, zerbrochenen Fenſterſcheiben, hängenden Torflügeln
und lückenhafter Einfriedigung den Eindruck machte, als
habe es eben einen Feldzug überſtanden. Ich hörte dann,
dasſelbe ſei einem Mannheimer Gläubiger wegen rückſtän=
digem
Kapital und Zinſen auf dem Zwangswege zu eigen
geworden, und ſeitdem diene es den Dorfeinwohnern als
allgemeines Baumagazin.
An jenem Abend noch kehrten wir als Gäſte in einer
Fabrik bei Waldmichelbach ein, von dem Leiter derſelben
königlich bewirtet mit einer Krebsſuppe und Forellen, friſch
ausdem Bach, in nie wieder erlebter Fülle; dieſer ſelbſt, ein
geborenes Univerſalgenie, dem leider der Platz zu ſeiner
Betätigung immer verſagt blieb, während er hier von
einem Geldſpekulanten ausgenützt wurde, gehörte einer
Darmſtädter Familie an, welche zahlreiche hochbegabte
Glieder aufwies und wohl würdig wäre des Studiums
eines Pſychologen Sommer. Hat doch einer von ihnen den
Ehrennamen Kolumbus für Lebenszeit erhalten, weil
er als Hofmuſikus anno 1824 den Weg nach Traiſa entdeckt
hat, von wann an eine neue Zeitrechnung für das Darm=
ſtädter
bürgerliche Leben begann.
Von meinem damaligen Wirt hörte ich an jenem Abend
Folgendes: Der Hofrat (ich bewahre ihm noch ein be=
ſonderes
, dankbares Angedenken, denn in ſeinen öffentlichen
Vorträgen hat er mir zuerſt den Schleier vor der Antike
gelüftet und durch ihn weiß ich den Unterſchied zwiſchen
doriſcher, joniſcher und korintiſcher Säulenordnung) hatte
bei ſeiner Verheiratung neben anderen guten Gaben auch
eine Hypothek auf ein Haus im Odenwald als Mitgift er=
halten
. Daß der gelehrte Herr beſſer Beſcheid wußte im
Gebirge des Taygetos und in des Skamanders Tal, als in
dem der Gerſprenz, Modau oder Mümling, kann ihm

weiter nicht übel genommen werden. Gab es doch damals:
weder Odenwaldbahn noch einen Odenwaldklub, der All=
ſonntags
unter der Kirche auszieht, um nach Bergen zut
ſuchen, auf welchen noch kein Ausſichtsturm ſteht.
Groß war die Freud’, und feſtlich wurde er bewirtet,
der biedere Odenwälder, als er zum erſtenmal den ſchul=
digen
Beitrag zu den Koſten des jungen Haushaltes ab=
lieferte
. Leider aber hat ſich das ſpäter nicht mehr wieder=
holt
, und als Erinnern und Mahnen nichts half, mußte das
Gericht angerufen werden, unter deſſen Hilfe dann das
verpfändete Haus im fernen Odenwalddörfchen dem Gläu=
biger
als Eigentum zugeſprochen wurde. Da tröſtete man
ſich erſt mit dem Gedanken, daß der Eigenbeſitz eines Land=
hauſes
im Odenwald wohl dazu dienen könnte, den Ge=
lehrtenſtaub
bei gelegentlichem Sommervergnügen im friſch=
grünen
Wald hinwegblaſen zu laſſen. Sehr bald aber
machte man die Erfahrung, daß es in jener Gegend für den!
Immobiliarbeſitz nicht nur ſenkrechte, ſondern auch wag=
rechte
Grenzlinien gibt, und daß der Sieger im Prozeß
nur Eigentümer des unteren Stockes des Hauſes war,
während das obere Geſchoß einem Anderen gehörte, ein
landübliches Beſitzverhältnis, das wir übrigens auch noch
hier in der Reſidenz z. B. an den beiden unterſten Häuſern
auf der Oſtſeite der Schützenſtraße ſehen. Alsbald be=
gann
dann auch der übliche Krieg der Ortsinſaſſen gegen
den fremden Eindringling durch allerlei Beſchädigungen an
dem leeren Bauwerk. Da verklagte der Beſitzer des oberen
Stockwerks denjenigen des unteren wegen mangelhafter
Unterhaltung, wodurch ſein Eigentum mit gefährdet werde.
Ein Verſuch, ihm ſein Eigentumsrecht abzukaufen oder ihm
das Eigene ſelbſt mit Verluſt abzutreten, wurde mit Hohn
zurückgewieſen, und ſo geriet der gute Herr Hofrat in=
eine
richtige Zwickmühle, aus der ein Auskommen ſchwer
abzuſehen war.
Da wurde denn der Erzähler zum Retter in der Not.
Durch ſeine ganze Perſönlichkeit und ſeine ſtetig kluge Hilfs=
bereitſchaft
beſaß er einen großen Einfluß bei der geſamten
Bevölkerung der Umgegend, und hier gelang es dann, den
guten Herrn, wenn er auch einige Haare dabei laſſen mußte,
aus den Netzen, in welchen er ſich ohne jegliches Verſchul=
den
verſtrickt hatte, zu befreien.
Jetzt ſind ſie alle tot, die damals dabei waren, und der
das eben geſchrieben hat, wird ihnen bald nachfolgen; aber
der Odenwald lebt und grünt noch immerdar zur Freude
derer, welche die ſchöne Gotteswelt zu ſchützen und zu ge=
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