Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Im Wahlkreiſe Bingen=Alzey iſt Becker (natl.)
mit 2 Stimmen Mehrheit gewählt worden.
Die Kölniſche Zeitung teilt mit, daß ein Beſuch des
Staatsſekretärs von Kiderlen=Wächter
beim Papſte niemals angeregt worden iſt.
In dem franzöſiſch=italieniſchen Zwäſt iſt
noch keine Einigung erzielt.
Die franzöſiſche Senatskommiſſion zur
Beratung des deutſch=franzöſiſchen
Marokko=Abkommens nahm das Abkommen
mit 15 gegen 2 Stimmen an.
Bei einem Arbeiteraufruhr in Differdingen
(Luxemburg) wurden 3 Perſonen, darunter ein
Deut=
ſcher, getötet.
Der durch das Erdbeben auf den joniſchen
Inſeln angerichtete Schaden wird auf 3 Millionen,
die Zahl der Toten auf 30 beziffert. Am Donnerstag
und Freitag fanden erneute Erdbeben in Griechenland
ſtatt.
Dem Kaiſer!
*⁎* Am heutigen Samstag vollendet Kaiſer Wilhelm
ſein 53. Lebensjahr, und im ganzen Reiche wird man
die=
ſes Tages gedenken und ſich vereinigen zu herzlichen
Glückwünſchen für unſeren Kaiſer, der nun ſchon faſt ein
Vierteljahrhundert die Geſchicke unſeres großen
deut=
ſchen Vaterlandes lenkt.
Auch während dieſes abgelaufenen Lebensjahres hat
der Kaiſer wieder Beweiſe geliefert, wie gewiſſenhaft
er ſeine Herrſcherpflicht auffaßt, die er namentlich in der
Erhaltung des Friedens, in der Förderung des
wirt=
ſchaftlichen Aufſchwunges und in der Fürſorge für die
weniger Bemittelten erblickt. Wenn es ihm mit ſeiner
Friedensliebe nicht ernſt wäre, ſo hätte er im Laufe der
letzten Zeit die beſte Gelegenheit gehabt, ſich in
kriegeri=
ſcher Arbeit zu betätigen, denn die Entſcheidung, ob
Krieg oder Frieden, hing lange an einem ſeidenen
Fa=
den. Allgemein wird angenommen, daß der Kaiſer
aus=
drücklich ſeinen Willen für einen friedlichen Ausgleich der
Gegenſätze auf dem Welttheater kundgegeben und damit
die Kriegsgefahr vom deutſchen Volke abgewendet hat.
So entſchieden für den Frieden eintreten kann natürlich
nur ein Herrſcher, der den Krieg nicht zu fürchten braucht
und der, wie unſer Kaiſer, in unabläſſiger Arbeit es
da=
hin gebracht hat, daß Heer und Flotte den Grad höchſter
Leiſtungsfähigkeit und Zuverläſſigkeit erreicht haben,
da=
mit das Vaterland, ſollte es einmal ernſtlich bedroht
wer=
den, jeden Feind zurückweiſen kann. Der Friedensliebe
unſeres Kaiſers iſt es aber auch zu danken, daß der
Wohlſtand im Volke fortgeſetzt zunimmt und daß Handel
und Wandel ſich immer weiter ausdehnen. Unſere
Han=
delsflagge weht auf allen Meeren, Millionen über
Millio=
nen von wirtſchaftlichen Werten werden mit fremden
Ländern ausgetauſcht unter dem Schutze des Kaiſeraars,
deſſen Macht weit über die Meere reicht. Deß wollen
wir immer ſtolz gedenken, auch wenn man hier und da
Urſache hätte, mit der Entwickelung unſerer
innerdeut=
ſchen Verhältniſſe weniger zufrieden zu ſein.
Von den im Laufe des letzten Jahres vom Kaiſer
unternommenen Reiſen waren nur diejenige nach Korfu
und nach Nordland ausſchließlich der Erholung
gewid=
met. Auch die der Repräſentation geltenden Pflichten,
wie ſie oft auf den Reiſen ausgeübt werden, ſtellen an
die phyſiſche und geiſtige Kraft erhebliche Anforderungen.
Vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend ſind auch
dann die Stunden des Kaiſers ausgefüllt. Während der
Fahrt nach Korfu begrüßte der Kaiſer bekanntlich den
Bundesgenoſſen in Wien, ſonſt war er im Laufe des
Jahres nur noch einmal an einem fremden Hofe, dem
von St. James, zur Teilnahme an der
Denkmalsenthül=
lung für die Königin Viktoria. Dagegen hat er innerhalb
des Reiches wieder zahlreiche Beſuche abgeſtattet: in
Ba=
den, Elſaß=Lothringen, der Rheinprovinz, Mecklenburg,
Hannover Hamburg, Holſtein, Pommern, Schleſien und
in der Oſtmark, ein großer Teil dieſer Reiſen galt der
Fürſorge für die Wehrkraft zu Lande und zu Waſſer.
Ueberall erfreute der Kaiſer ſich der herzlichſten Aufnahme
undlgewann er ſich allgemeine Sympathien, die nicht nur
dem Herrſcher, ſondern auch der bedeutenden
Perſönlich=
keit des Kaiſers gelten.
Wieder iſt um das hohe Geburtstagskind ein Kreis
deutſcher Fürſtlichkeiten verſammelt, was Zeugnis dafür
ablegt, wie freundſchaftlich im Deutſchen Reiche das
Ver=
hältnis zwiſchen Haupt und Gliedern iſt. Umſo
herz=
licher können alle Stämme unſeres Volkes heute des
Kai=
ſers gedenken und ſich zu dem Wunſche vereinigen, daß
des Himmels reichſter Segen auch weiter den Kaiſer auf
ſeinem Lebenswege begleiten möge.
Politiſche Wochenſchau.
— Der neue Reichstag iſt nunmehr erwählt. Am
7. Februar werden die alten und neuen Mannen ihren
Einzug am Königsplatz in Berlin halten. Viele, gar
viele ſieht man nicht mehr, mancher hat von vornherein
auf eine Wiederwahl verzichten müſſen, aber noch mehr,
die hoffnungsfreudig in den Kampf gezogen waren, ſind
auf der Wahlſtatt geblieben und kehren in den
Wallot=
bau wenigſtens vorläufig nicht wieder zurück. Zahlreiche
neue Geſichter aber wird man ſehen, mehr denn je wird
auch der Sitzungsſaal ein weſentlich anderes Bild bieten,
als bisher. Die Gegner des „ſchwarz=blauen Blocks”
rechnen für ſich eine Mehrheit heraus, deren Angaben
zwiſchen 199 und 202 ſchwebt, je nachdem ſie die „Wilden”,
die ja ſehr geduldig ſind, der einen oder der anderen
Partei zurechnen. Die Sozialdemokratie hat mit der
jetzigen Mandatsziffer einen ungeahnten Rekord erreicht,
weit über die Erfolge hinaus, die man nach Lage der
Dinge erwarten mußte. Es liegt auf der Hand, daß mit
einer derartig großen Oppoſitionspartei die Regierung
gar ſehr zu rechnen hat und daß ſie ſich nicht ſo ohne
weiteres bei der Führung der Geſchäfte zur Seite ſchieben
laſſen, wird. Es dürſte daher ſehr bald zu Konflikten
kommen und begreiflicherweiſe iſt vielfach die
Anſchau=
ung vertreten, daß dieſer Reichstag keine allzu lange
Le=
bensdauer haben wird. Bei den zu erwartenden
Vor=
lagen für die Zwecke der Landesverteidigung wird ſich
vielleicht noch eine Mehrheit finden, da die Lehren der
Marokkofrage noch nicht vergeſſen ſind; freilich wird
hier=
bei die Erledigung der Deckungsfrage keine leichte Arbeit
ſein und hierbei dürften die Gemüter lebhaft
aufeinan=
derplatzen. Nun aber erſt, wenn die Erneuerung der
Zolltarife und der Handelsverträge anſteht; iſt es ſchon
bei der Behandlung der jetzigen Zolltarife zu ungemein
ſtürmiſchen Szenen gekommen, ſodaß der Entwurf nur
mit Mühe und Not durchgedrückt werden konnte, um wie
viel mehr erſt in dieſem Reichstage. Doch auch in
an=
deren Fragen dürften ſich die Parteiverſchiebungen gar
ſehr bemerkbar machen und es ſteht außer Frage, daß
wir auf dem Gebiete der inneren Politik einer recht
be=
wegten. Zeit entgegenſehen.
Aber auch in der äußeren Politik dürfte es noch
manche harte Nuß zu knacken geben. Der deutſche
Staats=
ſekretär des Auswärtigen Herr von Kiderlen=Wächter war
zu kurzem Beſuche in Rom eingekehrt und er hat ſeine
Reiſe mit dem Wunſche motiviert, den italieniſchen
Mi=
niſter des Aeußern di San Giuliano kennen zu lernen.
Daß er nur zu dieſem Zwecke nach Rom gekommen iſt,
hat man ihm nicht recht glauben wollen, und tatſächlich
haben die beiden Staatsmänner längere Beſprechungen
gehabt. Von welcher Wichtigkeit dieſe geweſen ſein
müſſen, erhellt daraus daß auch Miniſterpräſident
Gio=
litti und der deutſche Botſchafter von Jagow ihnen
bei=
gewohnt haben. Zu beſprechen hatte man wahrlich
ge=
nug, denn die internationale Lage hat augenblicklich ſo
viel Schattenſeiten, daß eine Ausſprache zwiſchen
maß=
gebenden Perſönlichkeiten ſehr zweckmäßig erſcheinen
muß. Iſt doch der Krieg um Tripolis noch immer nicht
beendet und während man auf dem eigentlichen
Kriegs=
ſchauplatze nicht vom Flecke kommt, zieht er anderwärts
internationale Verwickelungen nach ſich. Der
franzöſiſch=
italieniſche Zwiſchenfall iſt ja ſo ziemlich beigelegt,
in=
deſen läßt ſich nicht leugnen, daß man in Paris
die Haltung Italiens nicht ſo leicht vergeſſen wird. Auf
das Liebeswerben Frankreichs um Italien iſt ein Reif
ge=
fallen.
Die Haltung Italiens hat auch eine Affäre zur
Folge, die ſich in Wien abwickelt; die Aehrenthalkriſis
ſcheint wieder akut geworden zu ſein, und es heißt
er=
neut auf das Beſtimmteſte, daß der Leiter der auswär
tigen Politik der Donau=Monarchie aus Geſundheits
rückſichten binnen kürzeſter Friſt zurücktreten werde. Man
weiß zur Genüge, daß die gemäßigte Politik. die
Aehren=
thal gegenüber Italien eingeſchlagen hat, nicht nach dem
Herzen einflußreicher Perſönlichkeiten iſt, die einen
Rück=
halt im Thronfolger und den militäriſchen Kreiſen
ha=
ben. Bereits als der Generalſtabschef von Hötzendorft
auf Veranlaſſung Aehrenthals zurücktreten mußte,
ver=
lautete, daß es ſich nur um einen Pyrrhusſieg des
Mi=
niſters handele, und nun ſcheint ſich ſein Geſchick
tatſäch=
lich erfüllen zu ſollen. Man will gegenüber Italien. das
alle möglichen Maßnahmen trifft um ſich gegenüber
Oeſterreich zu wappnen, keine Politik der Lauheit mehr.
ſondern energiſch auftreten und auch eine eventuell
ge=
waltſame Abrechnung nicht ſcheuen. Ob eine ſolche pro=
vozierende Politik das Richtige iſt und ob man an der
Donau ſie nicht eines Tages bereuen wird, ſteht zar ſehr
dahin.
Kritiſcher ſehen jetzt wieder die Dinge im fernen Oſten
aus. Nachdem ſich die Liquidation der Mandſchudynaſtie
in ruhigen Bahnen zu vollziehen ſchien und die Abdankung
ſo gut wie feſtſtand, iſt die Kaiſerin=Witwe mit einem Male
halsſtarrig geworden, und auch die Prinzen, die durchaus
geneigt waren, ſich in das Unabänderliche zu ſchicken, ſollen
ſich für eine Fortſetzung des Kampfes gegen die Rebellen
ausgeſprochen haben. Auf dieſe Weiſe wird der Pekinger
Hof aber den Lauf der Dinge doch nicht aufhalten können.
Ein neuer Ausbruch der Wirren könnte leicht
verhängnis=
voll werden und eventuell ein Einſchreiten der Mächte
er=
fordern, wodurch die Lage nur noch komplizierter würde.
Die Invalidenverſicherung im Jahre 1910.
D Die im Reichsverſicherungsamt aufgeſtellte
Nach=
weiſung der Geſchäfts= und Rechnungsergebniſſe der
Träger der reichsgeſetzlichen Invalidenverſicherung
er=
ſtreckt ſich auf die 31 Invalidenverſicherungsanſtalten und
10 zugelaſſenen Kaſſeneinrichtungen, die im Jahre 1910
auf Grund des Invalidenverſicherungsgeſetzes beſtanden.
Dieſe 41 Verſicherungsträger hatten am Jahresſchluß
ins=
geſamt 323 Vorſtandsmitglieder, 53 Hilfsarbeiter der
Vorſtände, 628 Ausſchußmitglieder, 435 Kontrollbeamte,
3 Rentenſtellen, 124 Schiedsgerichte, 2363 beſondere
Markenverkaufsſtellen und 7316 mit der Einziehung der
Beiträge beauftragte Stellen.
Wochenbeiträge wurden bei den 31
Invaliden=
verſicherungsanſtalten rund 698 Millionen Stück mit
einem Erlöſe von 180 624699 Mark verwendet. Bei den
Kaſſeneinrichtungen betrug die Einnahme aus Beiträgen
16 729 261 Mark. Die gefamte Einnahme aus Beiträgen
ſtellt ſich hiernach auf 197353 960 Mark. Bei der
Abrech=
nung für das Jahr 1910 wurden 138607 Renten als
im Jahre 1910 zugegangen behandelt, nämlich 114755
Indalidenrenten, 12 257 Krankenrenten und 11 625
Aters=
renten im durchſchnittlichen Jahresbetrage von 176,93
Mark, 175,74 Mark und 16431 Mark. An
Beitrags=
erſtattungen wurden 1910 feſtgeſetzt 147291 in
Hei=
ratsfällen, 494 bei Unfällen und 34 923 in Todesfällen.
Der durchſchnittliche Betrag einer Erſtattung ſtellt ſich
auf 40,27 Mark bezw. 98.62 Mark und 100,30 Mark.
Zu Laſten der 41 Verſicherungsträger wurden an
reichsgeſetzlichen Entſchädigungen 120879150 M.
— 111449 217 Mark an Renten und 9 429932 Mark an
Betragserſtattungen — gezahlt. Der Zuſchuß des Reichs
betrug 52 538 187 Mark.
Für das Heilverfahren wurden einſchließlich
der Ausgaben für Unterſtützungen an Angehörige der in
Heilbehandlung genommenen Perſonen in Höhe von
2039 218 Mark insgeſamt 21102 166 Mark verausgabt.
In dieſer Summe ſind die von den Krankenkaſſen, von
Trägern der Unfallverſicherung und von anderer Seite
gezahlten Koſtenzuſchüſſe im Geſamtbetrage von 5 835 251.
Mark nicht enthalten. Auf Grund des Paragraphen 45
des Invalidenverſicherungsgeſetzes wurden noch 1535217
Mark gezahlt. Die Aufwendungen für
Invaliden=
hauspflege beliefen ſich auf 1216405 Mark. Durch
Einbehaltung von Renten der Pfleglinge gelangten
da=
von 367676 Mark zur Rückzahlung, und durch Zuſchüſſe
von anderer Seite wurden 77946 Mark erſetzt, ſo daß den
Verſicherungsträgern aus der Anwendung des
Paragra=
phen 25 des Invalidenverſicherungsgeſetzes eine
Rein=
ausgabe von 770 782 Mark erwuchs.
An Verwaltungskoſten überhaupt wurden
21367298 Mk. verausgabt, das ſind 108 Mark von 1000 Mk.
der Einnahme aus Beiträgen und 128 Mk. von 1000 Mk.
der geſamten Ausgaben. Von 1000 Mk. der überhaupt als
Verwaltungskoſten aufzufaſſenden Ausgaben entfielen auf
die allgemeine Verwaltung 603 Mk., auf dieKoſten für die
Einziehung der Beiträge 128 Mk., auf die Koſten der
Kon=
trolle 98 Mk., und auf ſonſtige Koſten 171 Mark.
Die Einnahmen ſämtlicher Verſicherungsträger im
Be=
richtsjahre betrugen 254 454 430 Mk., ihre Ausgaben
166 407070 Mk., der Vermögenszuwachs mithin 88 047360
Mark.
Am Schluſſe des Jahres 1910 belief ſich das
Vermö=
gen der Verſicherungsanſtalten und der für die
reichsgeſetz=
liche Verſicherung beſtimmte Teil des Vermögens der
Kaſſeneinrichtungen auf 1662 158740 Mk., wozu noch der
Buchwert der Inventarien mit 6 666 869 Mk. tritt. Von
1000 Mk. Vermögen waren 17 Mk. im Kaſſenbeſtande vore
handen, während 932 Mk. in Wertpapieren und Darlehen
und 51 Mk. in Grundſtücken angelegt waren.
Deutſches Reich.
Herr v. Kiderlen und der Vatikan. Der
Köln. Ztg. wird aus Berlin geſchrieben: Ueber den
Be=
ſuch des Staatsſekretärs v. Kiderlen beim Kardinal
Merry del Val werden noch immer Erzählungen
verbrei=
tet, die nicht mit der Wahrheit übereinſtimmen.
Nach=
dem Herr v. Kiderlen den italieniſchen Miniſter San
Giuliano beſucht hatte, lag es nahe, auch bei dem
Staats=
ſekretär des Vatikans nicht vorbeizugehen. Ein beſon=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
derer Anlaß zu einer politiſchen Unterredung war nicht
vorhanden, ebenſo aber auch keiner, einen
Höflichkeits=
beſuch zu unterlaſſen. Gänzlich unzutreffend ſind auch
die Meldungen, denen zufolge der preußiſche Geſandte
am Vatikan ſich große, aber vergebliche Mühe gegeben
habe, einen Empfang des Herrn v. Kiderlen beim Papſt
zu vermitteln. Solche Verſuche konnten aus dem
ein=
fachen Grunde nicht auf eine ablehnende Haltung des
Papſtes ſtoßen, weil ein Beſuch bei ihm niemals angeregt
wurde und überhaupt nicht zur Erörterung geſtanden
hat.
— Die Einberufung des Reichstags erſt
zum 7. Februar iſt, wie verlautet, auf den Wunſch der
bayeriſchen Regierung erfolgt. Bekanntlich finden die
Landtagswahlen in Bayern am 5. Februar ſtatt, ſodaß
bei einer Einberufung zum 6. Feburar, wie ſie
urſprüng=
lich beabſichtigt geweſen war, die bayeriſchen
Reichstags=
abgeordneten an der Eröffnungsſitzung des Reichstages
nicht hätten teilnehmen können. Dem Reichstage
wer=
den am Eröffnungstage zunächſt der Etat und der neue
deutſch=türkiſche Handelsvertrag vorgelegt werden. Die
neuen Heeres= und Flottenvorlagen werden, einer
par=
lamentariſchen Korreſpondenz zufolge, vorausſichtlich erſt
in der zweiten Februarhälfte dem Reichstage zugehen.
Gegen eine Meldung der Nationalzeitung, daß man der
Sozialdemokratie einen Sitz im Präſidium des
Reichs=
tages zubilligen und ihr dabei bezüglich der
Repräſen=
tation keine Bedingungen ſtellen werde, wendet ſich die
Germania und bemerkt dabei:
Bis jetzt iſt dem Verlangen der Sozialdemokraten
nach einer Stelle im Reichstagspräſidium immer noch die
Bedingung geſtellt worden, daß die
Repräſentationspflich=
ten, insbeſondere auch dem Kaiſer gegenüber,
übernom=
men werden müſſen. Und daran wird die Mehrheit des
Reichstags zweifellos auch jetzt feſthalten. Darum
er=
ſcheint die Nachricht der Nationalzeitung durchaus
un=
glaubwürdig und allem Anſcheine nach verfolgt das
Or=
gan des Hanſabundes damit nur die Tendenz, einen
neuen Kotau vor der Sozialdemokratie zu machen.
— R eichsgeſetzliche Regelung der
Sonn=
tagsruhe. Wie Berliner Blätter melden, befindet ſich
unter den Vorlagen, die dem Bundesrat gegenwärtig
zur Beſchlußfaſſung vorliegen und dem neuen Reichstag
zur Beratung zugehen werden, auch ein Geſetzentwurf
zur Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe.
Ob jedoch die Vorlage ſchon in der nächſten Seſſion im
Reichstag zur Beratung kommen wird, ſteht noch dahin.
Es wird dies in erſter Linie davon abhängen, ob neben
den Etatsberatungen und der Wehrvorlage noch
aus=
reichende Zeit für andere Geſetzentwürfe übrig bleibt.
Daß die Etatsberatungen unmittelbar nach den
Neuwah=
len infolge der unvermeidlichen Auseinanderſetzungen auf
dem Gebiete der Parteipolitik im Plenum geraume Zeit
in Anſpruch nehmen, haben die Erfahrungen früherer
Jahre gelehrt. Ebenſo läßt ſich annehmen, daß auch die
Wehrvorlage mit der Deckungsfrage im Reichstag mit
einem ziemlichen Aufwand von Zeit erledigt wird. Aus
dieſem Grunde iſt es ſehr möglich, daß die
ſozialpoli=
tiſche Vorlage für die Sonntagsruhe für die nächſte
Win=
terſeſſion zurückgeſtellt werden muß.
— Die Juſtizgeſetze. Wie die Tägl.
Rund=
ſchau mitteilt, iſt noch keine Entſcheidung darüber
ge=
fallen, ob die Strafprozeßreform, die im verfloſſenen
Reichstag bekanntlich an der Beſetzung der
Berufungs=
gerichte mit Schöffen geſcheitert iſt, dem neuen
Reichs=
tage wieder vorgelegt wird. Die Stimmung für die
neuerliche Einbringung der Vorlage iſt in maßgebenden
Kreiſen nicht ſehr günſtig. Die Kommiſſion zur
Bera=
tung der Grundzüge für die Reform des materiellen
Strafrechts tagt ſeit einem halben Jahre täglich im
Reichsjuſtizamt unter Vorſitz des Miniſterialdirektors
a. D. Lucas. Es wird jedenfalls noch eine geraume Zeit
vergehen, ehe die Kommiſſion mit der Durchberatung des
aus 310 Paragraphen beſtehenden Entwurfes zu Ende
kommt. Das fertiggeſtellte Elaborat der Kommiſſion
wird den Bundesregierungen zur gutachtlichen
Aeuße=
rung zugehen und der öffentlichen Kritik unterſtellt
wer=
den. Erſt nachher wird das Reichsjuſtizamt an die
Aus=
arbeitung einer Vorlage für die geſetzgebenden
Körper=
ſchaften herantreten. Der jetzt gewählte Reichstag wird
ſich aber mit der Materie nicht mehr beſchäftigen.
— Geiſtliche Wahlbeeinfluſſung. Der
erſte Senat des Oberlandesgerichts Kolmar hat die Wahl
des Zentrumsabgeordneten Knöpffler, gewählt für
Zabern=Maursmünſter, für gültig erklärt. Die Wahl
des in Hüningen=Sierenz gewählten
Zentrumsabgeord=
neten Brom, Redakteur in Mülhauſen, wurde für
un=
gültig erklärt. In dem erſtgenannten Fall wurden die
vorgebrachten Einſpruchsgründe wegen ſtattgehabter
geiſtlicher Wahlbeeinfluſſung für nicht ausreichend zu
einer Abänderung des Wahlergebniſſes angeſehen. Im
Falle Brom wurde die geiſtliche Wahlbeeinfluſſung in
Verbindung mit einer Reihe von formellen Verſtößen
als wichtig genug und ausreichend angeſehen, das
Wahl=
ergebnis umzuſtoßen. Damit ſind die 17 Wahleinſprüche
gegen die elſaß=lothringiſchen Landtagswahlen erledigt.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Das Fremdenblatt ſchreibt: In dem Befinden des
Miniſters des Aeußern, Grafen Aehrenthal, welcher ſich
bekanntlich ſeit einiger Zeit unwohl fühlt, iſt auch in den
letzten Tagen keine Aenderung eingetreten. Da auch der
kurze Aufenthalt auf dem Semmering nicht die gewünſchte
Erholung bewirkte, erſcheint es nicht ausgeſchloſſen, daß
die Aerzte dem Miniſter den Rat geben, ſich vorläufig
etwas Schonung aufzuerlegen.
Frankreich.
Die Senatskommiſſion zun Beratung
des deutſch=franzöſiſchen
Marokkoabkom=
mens nahm das Abkommen mit fünfzehn gegen zwei
Stimmen bei vier Stimmenthaltungen an. Die
Kom=
miſſion erörterte die Schlußfolgerungen aus dem Bericht
Baudins. Die Debatte, an der ſich Decourcel,
Clemen=
ceau, Pierre Baudin, Deſtournelles und Conſtant
betei=
ligten, erſtreckte ſich auf die Ausdehnung des Protektorats.
Ferner wurde beſprochen, wieviel Menſchen notwendig
ſeien, um das Protektorat zu verwirklichen, und welche
Streitkräfte zur Beſetzung des Landes nach Marokko
ge=
ſchickt werden müßten. Auch über das Tempo, in dem
die Organiſationen durchzuführen ſeien, wurde beraten.
Der Bericht ſchloß mit der einfachen Billigung des
Ueber=
einkommens, weil keine andere Löſung mit den
fran=
zöſiſchen Intereſſen vereinbar ſei. Das nunmehr
aner=
kannte Protektorat Frankreichs ſei die Krönung der ſeit
zehn Jahren verfolgten Politik. Es werde zwar
Frank=
reich Laſten auferlegen, die zunächſt hemmend wirken
würden, aber es ſchaffe endgültig die Sicherheit, die
bis=
her weſtlich von Algier gefehlt habe. Bei der
Abſtim=
mung enthielten ſich Trouillot, Milliés=Lacroix, Pichon
und Las Caſes der Abſtimmung. Mehrere
Kommiſſions=
mitglieder erklärten, daß ſie nur reſigniert für das
Ab=
kommen geſtimmt hätten, da ſie ihm im Grunde nicht
ge=
neigt ſeien. Dies waren: Méline, Sarrien, de Courcel,
Charles Dupuy, d’Aunay, Ratier und Peytral.
Rumänien.
Eröffnung außerordentlicher Kredite
Der Miniſterpräſident unterbreitete der Kammer den
Ge=
ſetzentwurf betreffend die Eröffnung außerordentlicher
Kredite, und zwar dreißig Millionen für Heereszwecke
und dreißig Millionen für Eiſenbahnen und
Waſſer=
bauten.
Türkei.
Der Anſchluß Kretas an Griechenland
Wie aus Kanea gemeldet wird, haben ſich alle Parteien
dahin geeinigt, nunmehr den Anſchluß Kretas an
Grie=
chenland zur Durchführung zu bringen. Am Montag
wird in Kanea eine große Volksverſammlung ſtattfinden,
in der Beſchlüſſe gefaßt werden ſollen über die Art und
Weiſe, wie der Anſchluß zur Durchführung gebracht
wer=
den ſoll. Die griechiſche Regierung hat alles verſucht,
um die Kreter von übereilten Beſchlüſſen abzuhalten. Man
erwartet mit Spannung die Entwickelung der Dinge.
*
* Wien, 25. Jan. Das Befinden des Grafen=
Aehrenthal der während ſeines kurzen Aufenthalts
auf dem Semmering anfangs Januar keine Erholung
gefunden hat, iſt ſeit ſeiner Rückkehr nach Wien
wech=
ſelnd, aber nicht beſſer geworden. Graf Aehrenthal iſt
krank und bedarf auf jeden Fall zur Wiederherſtellung
ſeiner Geſundheit der gründlichſten Erholung und
Kräf=
tigung. Hierfür erſcheint ein längerer Aufenthalt im
Süden wünſchenswert, doch iſt noch nichts darüber
be=
ſtimmt, da die Aerzte über die Wahl eines geeigneten
Kurortes noch nicht ſchlüſſig ſind.
* Paris, 25. Jan. Der König von England
richtete aus Malta an den Präſidenten Falliéres
ein Telegramm, in dem er für die durch die Entſendung
des franzöſiſchen Begrüßungsgeſchwaders ihm erwieſene
Ehre ſeinen Dank ausſpricht und zugleich das ſchöne
Ausſehen des Geſchwaders hervorhebt. Präſident Falli=
éres dankte in ſeiner Antwort dem Könige für die von
ihm ausgedrückten Gefühle, die von der franzöſiſchen
Nation hoch eingeſchätzt würden.
* London, 25. Jan. Der Staatsſekretär des
Reichskolonialamtes Dr. Solf iſt geſtern abend von
England abgereiſt.
* London, 26. Jan. In Devonport wurde geſtern
ein neues Schlachtſchiff auf Kiel gelegt. Der
Name des Schiffes wurde nicht bekannt gegeden, wie man
annimmt, infolge der Abweſenheit des Königs. Man
glaubt aber, daß das Schiff „Marlborough” heißen werde
Das Schiff wird etwas größer ſein, als die
Schlacht=
ſchiffe der King George=Klaſſe. Die Einzelheizen der
Konſtruktion werden ebenfalls geheim gehalten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. Januar.
*Keine Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute, Samstag, weder Audienzen
erteilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Bahn=
wärter in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft Johannes Krämer zu Dornheim vom 1. März
d. Js. an.
g. Kriegsgericht. Vor dem Kriegsgericht der 25.
Di=
viſion hatte ſich geſtern der Kanonier Jakob Nolte aus
Offenbach vom Feldartillerieregiment Nr. 61 wegen
ver=
ſchiedener ſchwerer Straftaten zu verantworten. Er
er=
hielt Anfang Juli 1911 vom Kantinengehilfen Lang
einen Geldbetrag von 90 Mark zur Aufbewahrung, den
ſich dieſer auf unrechtmäßige Weiſe erworben hatte. Am
10. Auguſt verlangte Lang das Geld zurück, Nolte erklärte
jedoch, er hätte es nicht zur Hand, dem Unterofizier ſagte
er, das Geld hätte er in Offenbach bei ſeinen Eltern.
Anſcheinend hatte Nolte das Geld bereits ausgegeben;
er begab ſich am 11. Auguſt nach Offenbach, legte
Zivil=
kleider an, verſchaffte ſich Geld von ſeiner Geliebten und
fuhr nach Baſel. Am 3. Januar 1912 ſtellte er ſich bei
der hieſigen Kaſernenwache und befindet ſich ſeit dieſer
Zeit in Haft. Zeuge Lang gibt an, der Angeklagte Nolte
hätte ihm geſagt, er möge ihm das Geld geben, damit
das Geld nicht bei ihm gefunden werde. Wegen
Begün=
ſtigung und Unterſchlagung, falſcher Antwort an
Vorge=
ſetzte und unerlaubten Entfernens von der Truppe wird
der Angeklagte zu 8 Monaten Gefängnis und
Ver=
ſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes
verur=
teilt. Von der Unterſuchungshaft werden ihm 14 Tage
angerechnet. — Der Kanonier Guſtav Adolf Clemens
vom Art.=Regmt. Nr. 25 hat am 7. Januar den
Haus=
burſchen Hermann Meckel mit dem Seitengewehr ohne
Grund vorſätzlich mißhandelt, indem er ihm einen Schlag
Neues vom Toten Meer.
() Neues Leben entfaltet ſich an den Ufern des Toten
Meeres, und binnen kurzem wird man vielleicht von
gro=
ßen induſtriellen Unternehmungen hören, die an dieſer
noch heute von dem Aberglauben der Bevölkerung
um=
ſpielten einſamen Stätte erſtehen werden. Erſt kürzlich
hat die türkiſche Regierung einem einflußreichen und
rei=
chen Bankier Konſtantinopels eine Konzeſſion zu dem
Betrieb von Bergwerkunternehmungen am
To=
ten Meere erteilt. Schon frühere Durchforſchungen jener
Regionen haben gezeigt, daß die Ufergebiete des Toten
Meeres einen ganz ungewöhnlichen Reichtum an
minera=
liſchen Schätzen beſitzen und in byzantiniſchen Zeiten
wur=
den hier auch mächtige Kupferbergwerke betrieben.
Ame=
rikaniſche Reiſende haben außerdem große
Marmorabla=
gerungen, Porphyr und Phosphate entdeckt, und die
ganze Beſchaffenheit des Landes ſcheint außerdem darauf
hinzuweiſen, daß Bohrungen zweifellos zur Auffindung
von Petroleumfeldern führen würden. Salz wird an
den Ufern in großen Mengen gefunden, aber da die
tür=
kiſche Regierung das Salzmonopol beſitzt, findet die
Pri=
vatinduſtrie auf dieſem Gebiete keine Möglichket der
Be=
tätigung. Aber wenn auch noch einige Zeit verſtreichen
mag, ehe Suad Bey ſeine Konzeſſionen ausnützt und
einem Heer von Arbeitern eine fruchtbare Aufgabe ſtellt:
die neue Zeit hat ihren Eroberungszug auf jene ſo lang
verlaſſenen Regionen bereits angetreten. Seit kurzem
durchfurcht ein Motorboot die Fluten des Toten
Meeres und auf ihm hat jetzt der amerikaniſche Oberſt
Harold Shepſtone eine Entdeckungsfahrt unternommen,
von der er in einem feſſelnden Aufſatz des Wide World
Magazines berichtet. Dieſes Motorboot, das erſte ſeiner
Art im heiligen Lande, iſt freilich keine elegante
Luxus=
jacht; es gehört dem mohammedaniſchen Scheik Jalal un
war urſprünglich ein breites ,ſchweres Segelboot, in das
der unternehmende Scheik erſt vor kurzem einen
Petro=
leummotor einbauen ließ, der dem ſchweren Fahrzeuge
eine Geſchwindigkeit von 5—7 engliſchen Meilen in der
Stunde verleiht.
Es war nicht leicht, von der türkiſchen Regierung die
Erlaubnis zum Betrieb eines Motorbootes auf dem T.
ten Meere zu erlangen und Scheik Jalal muß auch eine
monatliche Pacht von 10 türkiſchen Pfund, alſo von rund
185 Mark zahlen, um das Vorrecht der Motorbootfahrt
auf dem Toten Meere ausüben zu dürfen. Die Konzeſſion
iſt auf zehn Jahre abgeſchloſſen, und nach Ablauf dieſer
Zeit ſoll das Boot Scheik Jalals Eigentum der türkiſchen
Regierung werden. Die Fahrt, die Oberſt Shepſtone mit
dieſem Boote unternommen hat, brachte dem Amerikaner
eine lange Kette von Ueberraſchungen und angenehmen
Enttäuſchungen. Der Name Totes Meer weckt
unwill=
kürlich graue Vorſtellungen von einer troſtloſen und
ein=
tönigen Landſchaft und dieſes Vorurteil wird noch
ver=
ſtärkt durch die zahlloſen Legenden, die noch heute unter
den Bewohnern des heiligen Landes fortleben und dem
berühmten Meere allerlei ſchlimme und verderbliche
Mächte zuſchreiben. In Jeruſalem wird einem jeder
Einheimiſche beiſpielsweiſe erzählen, daß es unmöglich
iſt, in den Fluten des Toten Meeres zu ſchwimmen, daß
an den öden Ufern kein Tier leben, keine Pflanze
ſprie=
ßen, keine Blume blühen kann, und daß jeder, der länger
als ein oder zwei Tage in der Nähe weilt, unfehlbar von
einem ſchlimmen Fieber niedergeworfen wird. „Ja, als
wir die Fahrt antraten, verlangte ein beſorgter Freund,
wir ſollten einen großen Vorrat Chinin mitnehmen, um
dieſem böſen Fieber Widerſtand leiſten zu können.”
Wie ganz anders ſtellt ſich die Wirklichkeit dieſen trüben
Vorſtellungen entgegen! Eine Landſchaft von
einzig=
artigem exotiſchen Zauber begrüßt die Reiſenden,
am Ufer zwitſchern die Vögel, heiße und kalte
Waſſerquel=
len rieſeln und ſprudeln und eine üppige, geſunde
Vege=
tation zieht den Blick auf ſich. An den Ufern aber
tür=
men ſich mächtige Felswände von prachtvollen Farben
empor, gewaltige Sandſteinablagerungen auf der einen
Seite, auf der anderen dagegen mächtige Kalkgebirge, die
im Abendſonnenſchein rötlich glühen. Und zwiſchen
die=
ſen Bergen Einſchnitte. Schluchten und Höhlen von
be=
zaubernder phantaſtiſcher Schönheit. An dem Einfluß des
Arnon (Mojeb), der einſt die Landſchaft Moab von
Amon trennte, öffnet ſich eine herrliche Schlucht, die un=
zweifelhaft das ſchönſte Landſchaftsbild von ganz
Palä=
ſtina umſchließt. Wohl 100 Meter hoch ſteigen die kaum 7
oder 8 Meter voneinander entfernten Felswände empor
und zwiſchen ihnen rauſchen und toſen die Waſſer des
Ar=
non. „Die herrlichen Farben und die wundervolle
Man=
nigfaltigkeit der Aderungen im Geſtein laſſen ſich in Worten
nicht ſchildern. Unmitelbar über der Schlucht erhebt
ſich eine ſeltſame Felsbildung aus hartem, verſteinertem
Salz, die von weitem wie die Geſtalt einer Frau ausſieht.
Sie gilt bei den Einheimiſchen als Lots Weib. Und
kaum 8 Meilen nördlich von dieſer Stelle, am öſtlichen
Ufer des Toten Meeres, liegen die heißen Bäder von
Kalirrhoe, die Herodes bei ſeiner letzten Krankheit in der
Hoffnung auf Geneſung aufſuchte. Noch ragen hier die
Ueberreſte der alten Bauten aus dem Boden.”
Dieſe einzigartige Vermählung bibliſcher
Erinnerun=
gen mit einer reichen und eigenartigen Naturſchönheit
würde die Ufer des Toten Meeres längſt zu einem
viel=
beſuchten Badeſtrand gemacht haben, wenn eine andere
Regierung als die türkiſche über dies reiche und ſchöne
Land zu gebieten hätte. Denn das Waſſer des Toten
Meeres iſt bekanntlich das ſalzreichſte der ganzen Erde,
und nach Shepſtones Anſicht wohnen ihm zweifellos
Heil=
wirkungen inne, die einer wiſſenſchaftlichen Erforſchung
wert wären. Er hat mit ſeinen Gefährten täglich im
To=
ten Meere gebadet; die Dichtigkeit des Waſſers erſchwert
zwar das Schwimmen, aber das Bad iſt ungewöhnlich
er=
friſchend. Das hohe ſpezifiſche Gewicht dieſes Waſſers
iſt ſogar größer als das des menſchlichen Körpers, ſodaß
Nichtſchwimmer nicht untergehen, ſondern an der
Ober=
fläche treiben. Man muß freilich achten. kein Waſſer ins
Auge zu bekommen. Beſonders intereſſant iſt die
Feſt=
ſtellung des Amerikaners, nach der im Gegenſatz zu den
bisherigen Annahmen der Waſſerſtand des Toten
Meeres nicht abnimmt, ſondern wächſt: in
jahrhunderte=
langer, ſtiller Arbeit dehnen die Fluten ihr Reich aus, und
Inſeln und Küſtenſtreifen, die noch vor 30 Jahren boch
über die Fluten emporragten, ſind heute von den Wellen
verſchlungen und nur die Spitzen und oberen Aeſte der
om Waſſer begrabenen Bäume erzählen von dieſem vong
Toten Meere verſchlungenen Lande,
Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Heite 3.
über den Kopf. und einen Stich in den Arm verſetzte.
Clemens iſt nachher dem Schutzmann, der ihn feſtnehmen
wollte, entlaufen und verſuchte, über eine zwei Meter hohe
Mauer zu klettern. Er gibt in der Verhandlung an,
ſinn=
los betrunken geweſen zu ſein und will von den ganzen
Vorgängen nichts wiſſen. Er wird unter Verſagung mil
dernder Umſtände zu 3 Monaten Gefängnis
ver=
urteilt. Der Verurteilte wird wegen Fluchtverdachts
ſofort in Haft genommen. — Der Dragoner Daniel Georg
Bangert vom Dragoner=Regiment Nr. 24, der beim
Leutnant Freiherr v. Riedeſel als Burſche diente, hat an
19. Dezember 1911 dieſem mittels Nachſchlüſſel aus einer
Tiſchſchublade 70 Mark geſtohlen, auch hat er eine Kiſte,
die er zur Bahn bringen ſollte, bei ſich behalten, und das
Geld für die Fracht für ſich behalten. Einige Briefe und
Karten, die auf die Verſendung der an ihrem
Beſtim=
mungsort nicht angekommenen Kiſte Bezug hatten, hat er
einfach unterſchlagen. Ferner wird ihm zur Laſt gelegt,
daß er von der Wäſche ſeines Vorgeſetzten verſchiedene
Stücke für ſich verwendet hat. Als er die 70 Mark
geſtoh=
len hatte, verſchwand er von ſeinem Regiment und trieb
ſich in der Stadt umher. Als ihn ein Schutzmann
feſt=
nahm, gab er einen falſchen Namen an. Bei ſeiner
Feſt=
nahme machte er ſich der Bedrohung eines Vorgeſetzten
ſchuldig. Der bereits vorbeſtrafte Angeklagte wird zu
einer Geſamtſtrafe von 6 Monaten Gefängnis und
3 Tagen Haft und Verſetzung in die zweite Klaſſe des
Soldatenſtandes verurteilt.
Provinzialausſchuß. Auf der Tagesordnung für die
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starken=
burg am Samstag den 3 Februar, vorm. 9½ Uhr, ſtehen:
1. Enteignung von Gelände zur Herſtellung der Ernſt=
Lud=
wig=Straße zu Rüſſelsheim. 2. Klage des Feldſchützen
a. D. Heinrich Fuchs zu Groß=Gerau gegen die Fürſorgekaſſe
für Beamte uſw. 3. Klage des Ortsarmenverbandes Hanau
gegen den Ortsarmenverband Klein=Steinheim. 4.
Wirt=
ſchaftskonzeſſionsgeſuch des Georg Leonhard Becker in
Gorrheim.
D Zur 21. Sitzung der Stadtverordnetenverſammlung
am Donnerstag, den 1. Februar, nachmittags 3½
Uhr, iſt folgende Tagesordnung feſtgeſetzt: 1.
Mit=
teilungen. 2. Geſuche um Geſtattung einer Ausnahme
von der Beſtimmung in § 5 des Ortsbauſtatuts für
Bau=
vorhaben: a) am Weiterſtädter Weg, b) am
Landwehr=
weg, e) am Elfeicherweg. 3. Geſuch um Befreiung von
den Beſtimmungen des § 38a des Ortsbauſtatuts und
des Artikels 47 Abſatz 2 der Allgemeinen Bauordnung
für ein Bauvorhaben am Olbrichweg. 4. Umänderung
der Einfriedigungsmauer der Hofreite Dieburger Straße
Nr. 241. 5. Aenderung der Fluchtlinie auf der Oſtſeite
der Teichhausſtraße zwiſchen Soder= und Adolf Spieß=
Straße. 6. Das Städtiſche Gebäude am neuen
Haupt=
bahnhof. 7. Verſetzung von Randſteinen und Herſtellung
eines Pflaſterfußſteiges auf der Nordſeite des
Grieshei=
mer Weges. 8. Verteilung der Koſten für die Herſtelling
des Hohlen Weges längs des Baublocks I. 9. Geſuch um
Rückerſtattung der Koſtenvorlage für die Kanaliſation
der Gartenſtadt am Hohlen Weg, Baublock I. 10.
Einlegung eines Rohrkanals in der Ruthsſtraße. 11.
Herſtellung einer Telephonverbindung zwiſchen der
Bahnpolizeiwache im neuen Hauptbahnhof und dem
Großh. Polizeiamt. 12. Kabellegung in der Weiterſtädter
Straße. 13. Maßnahmen zur Beſchaffung von
Arbeits=
gelegenheiten im Winter 1911/12. 14. Die Satzung des
Städtiſchen Leihamtes. 15. Vertrag, die Abſchätzung
der im Leihamt zum Verſatz kommenden Brillanten,
Gold= und Silbergegenſtände betreffend. 16. Abſchluß
der Stadtkaſſe und der ſtädtiſchen Nebenkaſſen für das
Rechnungsjahr 1910. 17. Errichtung von
Feuermeldeſtel=
len im Dornheimer Weg
* Kaiſers Geburtstag. Die militäriſche Feier
von Kaiſers Geburtstag wurde geſtern abend 6 Uhr
50 Min. mit einem Zapfenſtreich eingeleitet. Die
Mu=
ſik ſtellten die Kapellen der hieſigen Regimenter, ſowie das
Spielmannskorps des Leibgarde=Regiments. Der Zug
be=
gab ſich vom Marienplatz durch die Neckar=, Rheinſtraße,
Paradeplatz, Alexander=, Dieburger= Stifts= und
Erbacher=
ſtraße nach der Wohnung des preußiſchen Geſandten (
Roſen=
höhe), wo eingeſchwenkt und zwei Stücke geſpielt wurden.
Dann marſchierte der Zug unter den Klängen des
Zapfen=
ſtreichmarſches nach dem Paradeplatz. — Heute morgen
7 Uhr 30 Min. ſpielt eine Abteilung vom Trompeterkorps
des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24 einen Choral vom
Stadtkirchturm. — Das große Wecken beginnt um
7 Uhr 30 Min. und zwar begibt ſich die Kapelle des Leib=
garde=Regiments unter der Führung eines Adjutanten des
Regiments durch die Alexanderſtraße nach der Wohnung des
preußiſchen Geſandten, wo wiederum zwei Stücke geſpielt
werden. Feſtgottesdienſt findet in der Stadtkirche und der
katholiſchen St. Ludwigskirche ſtatt. Um 12 Uhr ſtellen
ſich die Regimenter zum Parademarſch auf dem
Marienplatz auf. — In der Eleonorenſchule fand
geſtern zur Feier des Geburtstages des Kaiſers ein
Feſt=
akt ſtatt. Eingeleitet wurde die Feier ſtimmungsvoll durch
den Schülerinnen=Chor „Hebe Deine Augen auf” von
Men=
delsſohn. Nach weiteren von Schülerinnen vorgetragenen
Programmnummern hielt Lehrer Schäfer die
Feſtan=
ſprache, die mit der Kaiſerhymne ſchloß. Nach einigen
weiteren muſikaliſchen und rezitatoriſchen Darbietungen
fand die Feier mit dem Feſtmarſch von Mendelsſohn ihren
Abſchluß.
K.V. In der Kunſthalle am Rheintor ſind 76 Original=
Zeichnungen der Simpliziſſimus=Künſtler, ferner mehrere
Gemälde von Profeſſor A. Beyer und ein im Beſitz der
Verbindung für hiſtoriſche Kunſt befindliches größeres
Gemälde „Sommernachmittag” neu ausgeſtellt.
Denkmal für Kapitänleutnant Fiſcher. Wie uns
mitgeteilt wird, kommt das Denkmal für
Kapitänleut=
nant Fiſcher, welches der Bildhauer Wilh. Götze in
Arbeit hat, auf Wunſch Sr. Königl. Hoheit des
Großher=
zogs nicht auf dem Friedhof, ſondern auf dem
Schul=
hof des Realgymnaſiums zur Aufſtellung. Se.
Königl. Hoheit hat ſich das Modell, wie die Plakette von
dem Künſtler vorlegen laſſen.
* Die vierte Kirchenmuſikaliſche Abendfeier dieſes
Winters findet kommenden Mittwoch, 31. Januar,
in der Stadtkirche ſtatt. Das Programm wird am
Montag veröffentlicht.
* Der Ev. Arbeiter= und Handwerker=Verein
veran=
ſtaltet nächſten Sonntag abend zur Feier von Kaiſers
Ge=
burtstag in ſeinem Vereinslokal „Feierabend”, Stiftsſtr
51, einen Familienabend. Die Feſtrede wird diesmal Herr
Profeſſor Axt halten. Der Gemiſchte Chor unter
Lei=
tung des Herrn Reallehrers A. Schäfer hat wieder ein
reichhaltiges Programm an muſikaliſchen und Geſangs=
Vorträgen vorgeſehen. Ein vaterländiſches Schauſpiel
„Das tapferſte Herz” verſetzt in die Zeit der ſchweren
Be=
drängnis Deutſchlands vor 100 Jahren und behandelt den
ruhmvollen Untergang der Schillſchen Heldenſchar. Die
Mitglieder des Vereins, und die Freunde der evang.
Arbeitervereinsſache ſeien auf dieſe Feier beſonders
auf=
merkſam gemacht. (Siehe Anzeige.)
* Kinematographiſche Schüler= und
Volksvorſtellun=
gen an Kaiſers Geburtstag. Die von der Kommiſſion
für kinematographiſche Vorführungen für Samstag
emp=
fohlenen Films ſind derart ausgewählt, daß auch
Erwach=
ſene bei dieſem Kinobeſuch im Reſidenztheater angenehme
Unterhaltung und Belehrung finden können. Für die
Schüler dauern die Vorführungen bis nachmittags 5½
Uhr. Von dieſer Zeit an läuft dasſelbe Programm für
die Allgemeinheit während des ganzen Abends. Zum
beſ=
ſeren Verſtändnis der Nummern folgen hier einige
Er=
läuterungen. 1. Bild: Der Glockenguß zu Breslau, eine
dramatiſche Darſtellung der bekannten Ballade von W.
Müller. 2. Bild: Oberitalieniſche Gletſcher und
Waſſer=
fälle. 3. Bild: Ein Beſuch in Venedig; was der Reiſende
in der Lagunenſtadt ſehen, bewundern und erleben kann.
4. Bild: Pompeji; Verſchüttung durch den
Vulkanaus=
bruch, die wieder ausgegrabene Stadt und ihre erhaltenen
Kultur= und Kunſtſchätze. 5. Bild: Der Tunfiſchfang.
Le=
bensvolle Bilder von dem eigenartigen Fang dieſes 1—5
Meter langen Fiſches an der Küſte Siziliens; der Fiſch
lebt in großen Scharen im atlantiſchen Ozean und im
Mittelmeer. Sein Fleiſch iſt genießbar. 6. Bild:
Felſen=
täler in Norwegen. 7. Bild: Leben und Treiben in
Dar=
lam, einem freundlichen ſchwediſchen Städtchen. 8. Bild:
Humoriſtiſche Nummer: Fritzchen als Zauberkünſtler.
9. Bild: Unter dem Joch. Ein dramatiſcher Abſchnitt aus
der Völkerwanderung. Geſchlagene Weſtgoten ziehen mit
finſteren Mienen an dem oſtgotiſchen Sieger Theodorich
dem Großen vorüber. Der einſt freien Männer wartet ein
Leben der Knechtſchaft, „Unter dem Joch” Bertha, des
greiſen Weſtgotenführers Tochter, findet Gnade vor den
Augen des Theodorich, er will ſie zur königlichen
Gemah=
lin erheben, läßt ihre Feſſeln löſen und auf ihre Bitten
auch die des Vaters.*Dieſer aber, voll Groll, will ſich an
dem König, dem Vernichter ſeines Volkes, vergreifen
Nun wird er wieder Gefangener. Bertha liebt ihren
edel=
mütigen Gemahl, der nochmals Verſöhnung anbietet, doch
vergeblich. Ihr Vater ſinnt Rache; ſie erhält Kenntnis
von der Verſchwörung, warnt umſonſt, und ſieht ſich
angſt=
voll in ſchwerem Kampfe zwiſchen Kindesliebe und
Gat=
tenliebe. So reift der Entſchluß zu retten und zu fallen
ſie ſtirbt als Opfer der Treue.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 20. Jan. I. J.
männ=
lich 8896, weiblich 6336, zuſ. 15 232, in Prozenten 58,41,
41,59. Der Krankenſtand betrug am 20. Jan. I. J.
männlich 448, weiblich 184, in Prozenten 5,03, 2,90.
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
vom 15. Jan. bis 20. Jan. l. J. 6329,05 Mk. (1911: 7631,48
Mark). An Wöchnerinnen waren vorhanden am
20. Jan. I. J. 22. Sterbefälle kamen vor in der
Woche vom 15. Jan. bis 20. Jan 1. J. 1.
* Die Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft hat, ſo
ſchreibt man uns, nun zu ihrer erſten Großen
Her=
ren= und Damen=Sitzung am Sonntag abend
im Saalbau die Vorbereitungen beendet; das Spiel kann
beginnen. Die Dekoration wird wieder feenhaft ſein;
die Bütt, ein Meiſterwerk von Maler Kommnick, ſei be
ſonders erwähnt. Der Kartenverkauf geht ſehr flott und
wird die Beteiligung gut ſein. Es wird darauf hinge
wieſen, daß die Einlaßkarte dem Inhaber am Eingang
nicht abgenommen wird, weil dieſelbe berechtigt, gegen
Vorzeigen eine Karte für den Gala=Elite=Maskenball zu
ermäßigtem Preiſe zu bekommen und ſind die Karten zu
dieſer Sitzung gut aufzubewahren. Der Aufdruck auf der
Rückſeite iſt zu beachten. In Rückſicht auf das
reichhal=
tige Programm wird pünktlich um 7 Uhr 11 Min. der
Einzug des Elferrates ſtattfinden. Das Werfen mit
Luft=
ſchlangen und Konfetti iſt nicht geſtattet
* Karnevalverein Beſſungen. Man ſchreibt uns:
„Lang wolle mer lewe — awer beſſer wie ewe!“
ſo lautet das Motto des Karnevalvereins Beſſungen,
welcher am kommenden Sonntag, den 28. Januar,
abends 8 Uhr 11 Min., in den närriſch dekorierten Räumen
der Beſſunger Turnhalle ſeine einzige große
karnevaliſti=
ſche Damen= und Herren=Sitzung abhält. Es werden die
beſten Karnevaliſten von hier und auswärts die „Bütt”
beſteigen. Der Vorſitz liegt in den Händen des bewähr
ten Karnevaliſten Herrn Ludwig Schardt. Da nur eine
beſtimmte Anzahl Karten ausgegeben werden kann, ſc
beſorge ſich jedermann zeitig Eintrittskarten.
Jubiläums=Gala=Maskenball der Turngemeinde
Darmſtadt. Man ſchreibt uns: Samstag, den 3. Februar,
abends findet im närriſch=feſtlich dekorierten Saale der
Turnhalle am Woogsplatz der große Jubiläums=Gala=
Maskenball der Turngemeinde ſtatt. Wunderbar
her=
gerichtete Lauben, Wintergärten, Sektkeller und Chambres
ſeparées, ſind in großartiger Ausſtattung zu haben, ſo
daß ſelbſt dem Verwöhnteſten Rechnung getragen iſt
Auch ein echt Münchener Biergarten mit feſcher
Be=
dienung hat Platz gefunden. Zwei Muſikkapellen
wer=
den abwechſelnd ihre Weiſen ertönen laſſen, und noch
viele große effektvolle Ueberraſchungen werden geboten.
Der Kartenverkauf iſt wieder bei den bekannten
Vorver=
kaufsſtellen (ſiehe Plakate und Anzeigen)
* Orpheum. Das Gaſtſpiel Jobs Luſtige
Bühne umfaßt nur noch 4 Abende. Am Mittwoch,
den 31. Januar, findet unwiderruflich die
Abſchieds=
vorſtellung ſtatt. — Morgen, Sonntaa, nachmittags
4 Uhr, geht als Familien= und Fremden=Vorſtellung bei
kleinen Preiſen die tolle Burleske „Eine nette
Verwandt=
ſchaft” in Szene, abends 8½ Uhr gelangt der
über=
mütige Schwank „Der gefährliche Alte” zum letzten Male
zur Aufführung. — Am Montag iſt das Theater
ander=
weitig vergeben und findet deshalb keine Vorſtellung
ſtatt. — Die letzten beiden Gaſtſpielabende (Dienstag
und Mittwoch) bringen nochmals einen Repertoirewechſel
und zwar gehen an dieſen beiden Abenden die urdrollige
Burleske Der Schwebebahnkontrolleur” und der
humor=
volle Zweiakter Mein Freund, das Rindviech” in Szene.
* Ludwigshöhe. Es ſei auch an dieſer Stelle auf
das morgige Konzert hingewieſen, das die Kapelle
des Leibgarde=Regiments unter Herrn Hauskes
Leitung gibt, dem wieder eine intereſſant gehaltene
Vor=
tragsordnung zugrunde liegt. Auf mehrſachen Wunſch
wird Lacombes reizendes „Morgenſtändchen den
Ver=
mählten” wiederholt werden. (Siehe Anzeige.)
* Schützenhof. Das morgige karnevaliſtiſche
Konzert wird vom Muſikkorps des Leibg.=Regts.
ausgeführt und ſteht nach dem eigenartigen humorvollen
Programmein fröhlicher Abend in Ausſicht. Eine Anzahl
neuerer und beſſerer karnevaliſtiſcher Kompoſitionen kommt
zur erſten Aufführung und mehrere gemeinſchaftliche
Chor=
lieder werden die Vortragsordnung vervollſtändigen.
(Näheres ſiehe Anzeige).
*) Nr. 19 des Tagblatts.
Großherzogliches Hoftheater,
Donnerstag, den 25. Januar.
Zum erſten Male:
„Gudrun”
Ein Trauerſpiel in 5 Akten von Ernſt Hardt,
W-l. Heute ging Ernſt Hardts neues Trauerſpiel
Gudrun” erſtmalig in Szene. Der geiſtvolle Dichter
des „Tantris” darf von vornherein Reſpekt und
geſteiger=
tes Intereſſe beanſpruchen, wenn er mit einem neuen
Bühnenſtücke vor uns hintritt. Beides iſt ihm hier nicht
vorenthalten worden. Der Aufführung folgte das
Publi=
kum mit geſpannter Aufmerkſamkeit und Anteilnahme,
und der tiefe Eindruck, den das Stück hinterließ, und der
ſtarke Erfolg ſind ein Beweis, daß man ſeinen hohen
poetiſchen Wert voll gewürdigt und bewertet hat,
Ueber das Verhaltnis des Hardtſchen Dramgs zu
dem alten Gudrunliede iſt an dieſer Stelle ſchon
ausführ=
licher gehandelt worden?), ebenſo ſind die dichteriſchen
Vorzüge des Werkes und die wundervolle
Charakterzeich=
nung der Heldin des Stückes eingehend gewürdigt worden.
Die Sprache Ernſt Hardts entſpricht ſeinem poetiſchen
Empfinden und hohen Gedankenfluge; ſie iſt für ein
Büh=
nendrama faſt zu hoch und kann, wie das Stück ſelbſtgerſt
ganz verſtanden und gewürdigt werden, wenn man ſich
mehr in ſie vertieft, als beim erſten Hören möglichsiſt=
Den höchſten Flug nimmt ſie in dem prachtvollen
Dialog=
zwiſchen Hartmut und Gudrun im 2. Akte. Der hohe
ideale Geiſt und die poetiſche Kraft des Stückes nehmen
den für poetiſche Schönheiten empfänglichen Zuſchauer
ge=
fangen und faszinieren und begeiſtern ihn, trotzdem
nicht zu leugnen iſt, daß es als Bühnendrama oft der
ſtrafferen Handlung ermangelt
Die Aufführung des Dramas, das von Herrn Obers
regiſſeur Valdet mit vielem Stilgefühl und Geſchmack
in Szene geſetzt und ſehr ſorgfältig und liebevolleeinſtu
diert war, war im Stile der hohen Tragödie gehalten und
entſprach dem idealen Geiſte der Dichtung. Schon von
vornherein gereichte es ihr zum Vorteile,=daß
für die Geſtalt des ſtolzen nordiſchen
Helden=
weibes in Fräulein Alſen eine impoſante
Repräſentantin gefunden worden war, auf die
alle Attribute paßten, die der Dichter dieſer herrlichen
Frauengeſtalt beigelegt hat. Mit ihrer hoheitsvollen
Er=
ſcheinung vereinigte ſie Größe der Auffaſſung und der
Darſtellung, die dem Charakter der Rolle entſprachen; in
einzelnen Momenten, z. B. beim Wiederſehen mit Herwig
hätte ſie freilich wohl noch ein höheres Maß von
Ge=
fühlsregung an den Tag legen können. Alles in allem
aber war dieſe Rolle die beſte, die wir hier von Frl. Alſen
geſehen haben. In der Darſtellung der „großen Mutter”
Gerlind ließ Frl. Heumann zwar das eigentlich
Dä=
moniſche vermiſſen, ohne das dieſe Frauengeſtalt leicht zur
Megäre wird, doch war dies weniger ein Mangel in der
Auffaſſung und Darſtellung, als der individuellen
Veran=
lagung, über die auch ihre Darſtellungskunſt nicht
hinaus=
kommt. Herrn Baumeiſters König Hartmut war eine
temperamentvolle lund kraftbewußte, in überſprudelnder
Lebensfreude wie in dem Schmerze gedämpfter
Reſigna=
tion gleich überzeugend wirkende Heldengeſtalt. Herrn
Weſtermanns Herwig ging das Heldiſche zwar ab,
in der Wärme der Darſtellung aber ſtand er hinter ſeinem
Rivalen nicht zurück. Eine markige und charakteriſtiſche
Reckenfigur war der alte Wate des Herrn Heinz, eine
liebliche Mädchengeſtalt die Ortrun des Frl. Gothe.
Die die Jugend und heitere Lebensfreude
verkörpern=
den intereſſanten „Frauen” der Gudrun: die Damen
Uttmann, Meißner, Schaub, Grünberg und
Langin bildeten einen Kranz anmutiger Weiblichkeit.
Die alte Amme, die von Frau Scherbarth dargeſtellt
wurde, iſt die einzige Figur des Stückes, die der
Origi=
nalität entbehrt. Die Frauen der Gerlind, deren Zahl
ebenfalls fünf beträgt, wurden durch die Damen
Ru=
dolph, Wisthaler, Daniel, Guerdan und
Kräger dargeſtellt. Die kleineren Rollen waren gut
beſetzt.
Am Anfang des Stückes verſtand man von den
Stim=
men hinter der Szene kein einziges Wort. Hier müßte
man mehr mit der Akuſtik des großen Bühnenraumes
rechnen, in dem die Stimmen verhallten.
Das Publikum nahm, wie bereits bemerkt, die
Neu=
heit mit warmem Beifall auf. Das Hardtſche Drama
ge=
hört zu den Stücken, die man öfter ſehen kann, oder
rich=
tiger geſagt, öfter ſehen muß.
Vorträge.
Verein für Verbreitung von
Volks=
bildung. In dem zweiten Vortrage des
Vortrags=
zyklus über das Balkangebiet behandelte Herr Profeſſor
Dr. Klemm die Oberflächenformen,
Boden=
verhältniſſe und Glieder der Halbinſel.
Anſchließend an ſeine letzten Ausführungen beſprach
Red=
ner u. a. ungefähr folgendes: Als Nordgrenze gegen den
Kontinent kann man die untere Donau und die Save
be=
trachten. Der Balkan fällt im Süden ſchroff ab und für
Truppenmaſſen iſt ein Durchmarſch äußerſt ſchwierig;
dennoch gelang es den Ruſſen, über den Schipkapaß
vor=
zudringen und die ganze türkiſche Schipka=Armee gefan
gen zu nehmen. In dieſem Teile befindet ſich viel Löß.
Dieſes beſteht aus Ablagerungen eines vom Winde
ge=
tragenen feinſten Geſteins. Falls eine ausreichende
Be=
wäſſerung vorhanden iſt, wird das Lößgebiet ſehr
frucht=
bar, Ortſchaften und Städte ſiedeln ſich nur in
unmittel=
barer Nähe der Flüſſe an, ſonſt iſt das Land öde und
ſchwer zu bereiſen. Die Donauinſeln ſind ein Paradies
für Jäger, eine reichhaltige Flora iſt vorhanden. Die
Dardanellenſtraße, ein von einem vorzeitlichen Fluß
her=
rührendes Tal, iſt mit neuzeitlichen Feſtungen verſehen
die eine Durchfahrt ins Marmarameer unmöglich machen.
Die Tiefe des Marmarameeres beträgt 1300 Meter, man
kann annehmen, daß ein Einbrechen der Erdkruſte dieſe
Ungeheuere Tiefe verurſachte. Kaſan iſt berühmt durch
ſeine Roſenkultur. Saloniki hat viel eingebüßt, die
Ein=
wohnerzahl der in einer breiten Ebene ſchlecht angebauten
Stadt, iſt auf 100000 zurückgegangen. Leicht begreiflich iſt
es, daß die Montenegriner ihre Unabhängigkeit bewahren
können, die ſteilen Berge ſind ſchwer zu überſchreiten.
Red=
ner bringt noch eine Fülle des Intereſſanten und Belehren
den über das Balkangebiet, insbeſondere wird Griechenland
und die benachbarte Inſelwelt erörtert.
Dieſe beiden erſten, hauptſächlich mit der zoologiſchen
Beſchaffenheit des Balkangebietes ſich befaſſenden Vorträge
bilden die Grundlage der nun folgenden, von Herrn
Pro=
feſſor Dr. Anthes zu haltenden geographiſch=hiſtoriſchen
Vorträge. Am Schluſſe derſelben wird ein Geſamtbericht
erſtattet. Einer Feſtlichkeit in der Aula wegen muß der
nächſte Vortrag im Parterre, Saal Nr. 138, abgehalten
werden.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23
— Darmſtädter Faſtnachtszeitung. Neben
all=
gemeinen humoriſtiſchen Beiträgen wird die heute
er=
ſcheinende 2. Nummer vor allen Tingen das Treiben in
den hieſigen karnevaliſtiſchen Sitzungen der verſchiedenſten
Vereine ſchildern. Es ſind in ihr daſelbſt geſprochene
Begrüßungsanſprachen und geſungene Lieder enthalten.
3 Pfungſtadt, 25. Jan. Heute wurde der dreitägige
Kurſus für landwirtſchaftliche
Buchfüh=
rung geſchloſſen. Er war von der
Landwirtſchaftskam=
mer eingerichtet; Beamte dieſer Körperſchaft erteilten den
Unterricht. Der Kurſus war von etwa 40 jungen
Land=
wirten und Töchtern von Bauersleuten beſucht. Auch
Intereſſenten der benachbarten Orte Hahn und
Eſcholl=
brücken hatten die Gelegenheit benützt, um ſich Kenntniſſe
in der in ihr Fach einſchlagenden Buchführung zu
erwer=
ben. — Die Jagd der hieſigen Gemarkung, die ein Gebiet
von 3450 Hektar umfaßt, wird am 1. Februar in 8
Abtei=
lungen neu verpachtet.
§ Hahn i. Ried, 26. Jan. Laut Bekanntmachung der
hieſigen Bürgermeiſterei wird die an die Pfungſtädter
Ge=
markung angrenzende Jagd am 2. Februar auf weitere
6 Jahre wieder verpachtet.
S. Auerbach, 26. Jan. Es iſt hierſelbſt eine
Vereini=
gung von Intereſſenten in Bildung begriffen, die
beab=
ſichtigt, eine Auto=Omnibusverbindung zwiſchen
Auerbach und Bensheim ins Leben zu rufen. Das vorerſt
notwendige Kapital von etwa 20 000 M. iſt großenteils ſchon
geſichert. Es ſollen regelmäßige Fahrten in kurzen
Zeit=
abſtänden nach dem Bahnhofe Bensheim zu dem geringen
Fahrpreis von 10 Pfg. pro Perſon ausgeführt werden.
Offenbach, 26. Jan. In der geſtrigen
Stadtver=
ordnetenſitzung widmete Bürgermeiſter Dr.
Dullo dem verſtorbenen Oberbürgermeiſter i. P.
Wil=
helm Brink einen ehrenden Nachruf. Er hob
her=
vor, daß Brink 24 Jahre an der Spitze der Stadt
Offen=
bach ſtand. Als er die Verwaltung der Stadt übernahm,
war dieſe kaum noch eine Mittelſtadt, während ſie jetzt
bereits auf dem beſten Wege zur Großſtadt iſt. Die
Ein=
richtungen und Bedürfniſſe der Stadt änderten ſich vor
allen Dingen durch den raſchen Zuzug einer neuen
Be=
völkerung, und der Verwaltung erwuchſen neue,
ſchwie=
rige Fragen. Oberbürgermeiſter Brink habe die großen
Aufgaben, die der ſtädtiſchen Verwaltung durch die
eigen=
artigen Verhältniſſe geſtellt waren, mit dem ganzen
Nach=
druck ſeiner außergewöhnlichen Arbeitskraft und
Arbeits=
freudigkeit in Angriff genommen. Auch das Wohl der
einzelnen Bürger zu fördern, ſei Brink beſtrebt
ge=
weſen. Die Verſammlung ehrte ſein Andenken durch
Er=
heben von den Plätzen. Die übrigen Punkte der
Tages=
ordnung fanden ſchnell und glatte Erledigung. In der
nichtöffentlichen Sitzung wurde Betriebsingenieur
Oet=
ken von Mainz definitiv zum Gasdirektor gewählt.
Mainz, 25. Jan. In der geſtrigen
Stadtverord=
netenverſammlung wurde dem hieſigen Verein für
Flugweſen eine jährliche Beihilfe von 1000 Mark
be=
willigt. — Nun wird endlich mit dem 1. April 1912 das
Brückengeld für die Rheinbrücke fallen. Nach
län=
gerer Debatte wurde der mit der Regierung abgeſchloſſene
Vertrag einſtimmig genehmigt. Die Fahrgäſte der
ſtädtiſchen Straßenbahn werden ebenfalls von dem
Brük=
kengeld befreit, die Stadt zahlt dafür an den heſſiſchen
Fiskus für dieſen Ausfall jährlich 39 444 Mark. Dieſer
Betrag wurde im letzten Jahre von der Straßenbahn
für Brückengeld eingenommen, außerdem hat die Stadt
weitere 37000 Mark dem Staat jährlich zu vergüten. Die
Deckung der 39444 Mark ſoll durch Reduzierung einer
Nummer auf den Ermäßigungskarten (bisher 12 und
dann noch 11 Nummern) für die Straßenbahn erfolgen,
während ein Teil der übrigen 37000 Mark aus dem
Er=
neuerungsfonds gedeckt werden ſoll. Ein alter Zopf wird
alſo am 1. April 1912 fallen, wenn die Landſtände, woran
nicht zu zweifeln iſt, ihre Genehmigung zu dem Vertrage
geben.
Mainz, 26. Jan. Auf der Bühne des
Stadt=
theaters hat ſich geſtern ein Unfall ereignet. Im
zweiten Akt des Luſtſpiels „Die fünf Frankfurter” hat Frl.
Trude Tan dar, die jugendliche Heroine, im
Schloß=
garten des Herzogs vom Taunus auf der Schaukel zu ſitzen,
die von einem Kammernherrn in ſtarke Bewegung geſetzt
wird. Dabei riß geſtern ein Strick der Schaukel. und Frl.
Tandar ſtürzte derart, daß ſie den Fuß brach. Der
Vor=
hang mußte fallen, da die Dame ſich nicht mehr erheben
konnte. Nach einer Pauſe konnte die Vorſtellung ihren
Fort=
gang nehmen.
Worms, 26. Jan. Einen Selbſtmordverſuch
machte geſtern mittag die Ehefrau eines
Fabrikarbei=
ters, indem ſie in ihrer Wohnung in der Kohlgaſſe eine
Partie Stroh anzündete und ſich darüber ſtellte,
um ſich zu verbrennen. Durch Nachbarsleute konnte ſie
von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Die Frau
zeigte in letzter Zeit Spuren von Geiſtesſtörung; ſie
wurde geſtern noch in die Irrenanſtalt Alzey gebracht.
Im Kratzwinkel wurde geſtern abend gegen 7 Uhr die
von ihrem Manne getrennt lebende Ehefrau eines
Schuhmachers, als ſie von der Arbeit heimkehrte, auf der
Straße von ihrem Mann überfallen und zu
Boden geſchlagen, ſo daß ſie in bewußtloſem Zuſtande
liegen blieb. Die Verletzte wurde mittels
Kranken=
wagens in ihre Wohnung gebracht. Strafverfahren gegen
den Ehemann iſt eingeleitet. — In der Schildergaſſe
wurde geſtern vormittag ein Kiſtchen, enthaltend zwei
emaillierte rotbraune Töpfe, das zum Verſand auf die
Straße geſtellt war, geſtohlen.
B. Bingen, 25. Jan. Der bei dem großen Brande
des Mainzer Hofs tödlich verunglückte
Feuerwehr=
mann Julius Hagemann, der ſchon am Tage des
Brandes für tot gehalten wurde, iſt nun ſeinen
Verletzun=
gen erlegen. Hagemann hinterläßt ſeine
unter=
ſtützungsbedürftige Mutter, deren einziger Ernährer er
bisher war.
Mommenheim (Rheinh.), 26. Jan. Der Landwirt Hch.
Windiſch 3., Bruder des vor einigen Jahren in Mainz
verſtorbenen, durch ſeine großen Erfolge im Obſtbau
be=
kannten Lehrers, war geſtern bei einer Treibjagd aus
Lieb=
haberei als Ordner tätig, ohne ſelbſt die Jagd auszuüben.
Sein Nachbar war der Frankfurter Bandagiſt Hch. Wulff.
Nach einem mit Windiſch gemeinſchaftlich eingenommenen
Veſperbrot erhoben ſich die beiden. Beim Umhängen ging
Wulffs Gewehr los. Der Schußtraf den
Win=
diſch in die Bruſt. Bei der Ankunft in ſeinem Hauſe
war Windiſch bereits verſchieden. Wulff, der gegen
Haft=
pflicht bis zu 150000 Mk. verſichert ſein ſoll, ſtellte ſich der
Bürgermeiſterei. Windiſch hinterläßt eine Witwe mit acht
Kindern, wovon noch ſechs ſchulpflichtig ſind. Er ſtand
im 46. Lebensjahre.
* Flörsheim, 26. Jan. Der Geſangverein „
Sänger=
bund” feiert in den Tagen vom 25. bis 28. Mai d. J. ſein
65jähriges Vereinsjubiläum, verbunden mit einem großen
nationalen Geſang=Wettſtreit. Es ſind hierzu ein
Kaiſerpreis, verſchiedene Fürſten=Preiſe, 3000 Mk. in
Geld=
preiſen und wertvolle Kunſtgegenſtände vorgeſehen. Den
ſich beteiligenden Vereinen ſind ſehr günſtige Vorteile
ge=
boten und findet der Delegiertentag am 25. Februar 1912
im Gaſthaus „Zum Hirſch” nachm. 1½ Uhr ſtatt.
An=
meldungen zur Beteiligung zum Wettſtreit nimmt der 1.
Vorſitzende des Vereins entgegen.
Heldenbergen, 26. Jän. In große Aufregung wurden
dieſer Tage die Bewohner der benachbarten „Naumburg”
verſetzt. Der Beſitzer, Herr Ritkmeiſter Klinker, erhielt
nämlich einen in Friedberg abgeſtempelten Drohbrief,
durch den er aufgefordert wurde, am nächſten Tage bis
abends 11 Uhr 15000 Mk. an einem beſtimmten Ort zu
hin=
terlegen, andernfalls das Schloß in die Luft
ge=
ſprengt werden ſolle. Sofort wurde der Brief der
Polizei übergeben. An dem angegebenen Tag wurde nun
ein Kuvert mit Inhalt an den angegebenen Baum gelegt.
Herr Klinger legte ſich mit ſeinem Perſonal und einem
Gendarmen aus Windeken auf die Lauer. Aber ſie warteten
bis 2 Uhr nachts vergeblich auf den Erpreſſer. Alle weiteren
Nachforſchungen der Polizei ſind bis jetzt erfolglos
ge=
blieben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 25. Jan. Zu den
Feier=
lichkeiten werden in Berlin eintreffen: Prinz und
Prinzeſſin Adolf zu Schaumburg=Lippe, der König von
Sachſen, der König und die Königin von Württemberg,
Herzog und Herzogin zu Schleswig=Holſtein, Prinz
Johann Georg von Sachſen, Herzog von Sachſen, Herzog
Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent des
Herzog=
tums Braunſchweig, Herzog von Sachſen=Koburg und
Gotha, Herzog von Sachſen=Altenburg, Großherzog und
Großherzogin von Mecklenburg=Schwerin, Herzog Adolf
Friedrich zu Mecklenburg, Großhersog und Großherzogin
von Mecklenburg=Strelitz, Großherzog von Sachſen.
Her=
zog und Herzogin von Anhalt, Großherzog von Baden,
Großherzog von Heſſen, Großherzog von Oldenburg, der
Fürſt von Hohenzollern und die Prinzeſſin Auguſte Vik=
toria von Hohenzollern, der Fürſt zu Waldeck und
Pyr=
mont, der Fürſt zur Lippe, der Fürſt zu Schaumburg=
Lippe, Prinz Friedrich Karl von Heſſen, Landgraf und
Landgräfin Chlodwig von Heſſen=Philippsthal=
Barch=
feld, Prinz und Prinzeſſin Albert zu Schleswig=Holſtein=
Sonderburg=Glücksburg, Prinz und Prinzeſſin Karl von
Hohenzollern. — Die Berliner
Stadtverordnetenver=
ſammlung nahm heute nach langer, lebhafter Debatte mit
ſehr großer Mehrheit die Proteſtreſolution an,
die ſich gegen die Schießerlaſſe des
Polizeipräſi=
denten und die in dem bezüglichen, bekannten Schreiben
des Herrn von Jagow an den Magiſtrat dokumentierte
Rechtsauffaſſung des Chefs der ſtaatlichen Berliner
Po=
lizei richtet. — In einem Krankenhauſe in Schöneberg iſt
geſtern der jugendliche Billardſpieler Johann Kerkau
im Alter von 25 Jahren einem Lungenleiden erlegen.
Eltville, 25. Jan. Der Stadtſekretär Mohr iſt heute
nachmittag unter der Beſchuldigung, Unterſchlagungen im
Amte begangen zu haben, verhaftet worden. Die
Höhe der Unterſchlagungen iſt noch nicht feſtgeſtellt.
Hamburg, 25. Jan. Nach einem bei der Hamburg=
Amerika=Linie aus Honolulu eingelaufenen Telegramm
ſtellt ſich die über Amerika verbreitete Meldung über den
Zuſammenſtoß der „Cleveland” mit dem amerikaniſchen
Kreuzer „Colorado” als ſtark übertrieben heraus.
Der Dampfer war allerdings beim Einlaufen in den Hafen
mit dem Kreuzer in Berührung geweſen, der
die Einfahrt in den Hafen beſorgende Lotſe
iſt infolge eines Schlaganfalles bei der
Ein=
fahrt plötzlich geſtorben. Der Dampfer nahm
in=
deſſen nicht den geringſten Schaden. Von der Panik an
Bord, von der die Meldung ſpricht, kann nicht die Rede
ſein. Nach dem Tode des Lotſen führte der Kapitän die
Einfahrt des Schiffes in den Hafen allein weiter. Die
„Cleveland” wird heute ihre Reiſe von Honolulu nach
San Francisco fortſetzen. Die Reiſe iſt bisher glänzend
verlaufen. An Bord iſt alles wohl.
Schwetz, 26. Jan. Infolge des Wahlſieges der
Deutſchen entſtand hier nach Bekanntwerden des
Re=
ſultates große Aufregung, die ſchließlich in nächtlichen
Auf=
ruhr ausartete. Vielen deutſchen Kaufleuten wurden die
Schaufenſter zertrümmert, dem in den Reichstag gewählten
Landrat von Halem wurden die Fenſter eingeworfen. Zwei
deutſche Studenten aus Danzig wurden auf der Straße
überfallen und ſchwer mißhandelt. Auch die Sturmglocke
wurde geläutet. Erſt ſpät nachts gelang es, die Ruhe wieder
herzuſtellen.
Malmö, 26. Jan. Die große Malmöer Dampffähre
lief auf der Route Kopenhagen=Malmö in der Nähe des
Hafens auf Grund. Unter den 50 Paſſagieren brach eine
Panik aus. Es gelang einem Rettungsdampfer, die
Paſſa=
giere und die Beſatzung zu retten. Während der Nacht
konnte auch die Fähre abgebracht werden.
Paris, 25. Jan. Vor der erſten Kammer des
Zivil=
gerichts kam heute die Scheidungsklage der Baronin
Vaughan, der Geliebten des verſtorbenen Königs
Leo=
pold von Belgien, zur Verhandlung. Die Baronin klagt
auf Trennung von dem ihr 1910 angetrauten früheren
Offizier Emanuel Durieux. Nach längerer Verhandlung
wurde der Prozeß ſchließlich vertagt.
Paris. 26. Jan. Der amerikaniſche Milliardär
Rockefeller hat der Stadtgemeinde Dölo, die das
Ge=
burtshaus Paſteurs ankaufen und es in ein Muſeum
ver=
wandeln will, den zum Kaufpreis noch fehlenden
Reſtbe=
trag von 53000 Franken geſchenkt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor
— Dr. MaxReger hat ſich in ſeinem neuen
Wirkungs=
kreis als herzoglich Meiningiſcher
Hofkapell=
meiſter bereits auf das Vorteilhafteſte eingeführt. Den
erſten Abonnementskonzerten, die er in Meiningen
diri=
gierte, und die ſich eines dort lange nicht mehr erlebten
Zu=
laufs erfreuten, wohnte ſogar der greiſe Herzog bei, der
ſeit zwanzig Jahren dem Konzertſaal ferngeblieben war.
Auch in verſchiedenen thüringiſchen und anderen Städten
hat Reger als Dirigent der Meiningiſchen Hofkapelle, mit
der er demnächſt wieder eine dreiwöchige Konzertreiſe
un=
ternehmen wird, ganz außergewöhnliche Erfolge errungen,
desgleichen als Komponiſt und als Führer des von ihm
neubegründeten Meiningiſchen Trios. Auch eine neue
Auszeichnung hat er zu ſeinen vielen alten ſoeben wieder
erhalten: der Fürſt von Waldeck verlieh ihm den Orden
Feuilleton.
AK Aſtronomiſches. Gegen Ende Januar wird der
nächtliche Himmel ein ähnliches Schauſpiel zeigen, wie
um die Mitte des Monats. Diesmal handelt es ſich
jedoch um Konjunktionen des Mondes mit den
Plane=
ten Saturn und Mars, von denen der letzte noch
immer in auffallend ſtarkem roten Glanze ſtrahlt. Die
erſte Konjunktion hat der im Erſten Viertel ſtehende Mond
mit Saturn am 28. Januar, um 1 Uhr vormittags;
der Mond bewegt ſich dabei 4 Grade nördlich an dem als
Stern 1. Größe erſcheinenden Planeten vorbei. Die
zweite Konjunktion des Mondes, mit dem Mars findet
am 29. Januar, bald nach 3 Uhr vormittags ſtatt und
führt ſogar zur Bedeckung. Hierbei tritt der Mars
für den Horizont von Berlin um 3 Uhr 29.4 Min. in die
Mondſcheibe ein und um 4 Uhr 15.4 Min. aus dieſer
wie=
der herror. Da indeſſen der Mond hier ſchon um 3 Uhr
38 Min. untergeht, kann nur der Anfang des intereſſanten
Vorganges beobachtet werden. Um ſo lohnender geſtaltet
ſich aber der Anblick der drei Geſtirne vorher, während
der Nacht vom 27. zum 28. und beſonders während der
Nacht vom 28. zum 29. Januar. Unmittelbar neben dem
Mars erblickt man das Siebengeſtirn, deſſen einzelne
ſonſt von einem guten Auge ohne Anwendung eines
In=
ſtruments unterſcheidbare Sterne, die Plejaden, durch
den allzunahen grellen Mond freilich faſt ganz verblaſſen.
— Eine vergeſſene Größe. Fern und vergeſſen von
der Welt und den Pariſern, die ihm einſt zujubelten und
ſeinen Namen mit allen Tönen der Bewunderung
prie=
ſen, iſt jetzt im Alter von 93 Jahren ein Künſtler
dahin=
geſchieden, der zur Zeit des Bürgerkönigs ein Stern der
Pariſer Geſellſchaft und des Hoflebens war: Hippolyte
Bergeret, der Schöpfer jener gewaltigen großen
Bronzeſpringbrunnen auf der Place de la Concorde.
All=
jährlich ſtehen Tauſende von Touriſten bewundernd vor
dieſen Bronzegeſtalten. Es ſind allegoriſche
Darſtellun=
gen, über deren Bedeutung ſich wohl kaum ein
Betrach=
ter klar wird, doch jedes Auge ruht mit ſcheuem
Stau=
nen auf dieſen großangelegten Bronzegeſtalten, bei deren
Vollendung Paris damals Hymnen der Begeiſterung
an=
ſtimmte. Selbſt Louis Philippe gratulierte dem jungen
Meiſter zur Vollendung dieſes Werkes. Die beiden Brun=
nen, die zur Rechten und zur Linken des berühmten
Obe=
lisken ihren Platz gefunden haben, lehnen ſich= in ihrer
Kompoſition an die berühmten Brunnen des römiſchen
Petersplatzes an. Sie ſollen die Flußſchiffahrt und die
Seeſchiffahrt darſtellen, aber wer ſie heute betrachtet, denkt
längſt nicht mehr an dieſe Symbole und ſtaunt nur über
die gewaltigen Maße und die geſchickte, wohlgelungene
Anordnung der mächtigen Geſtalten. Aber wenn ſein
Werk auch heute noch ſteht: Hippolyte Bergeret war ſeit
Jahrzehnten vergeſſen. Still und zurückgezogen
ver=
brachte er ſeine Tage. Eine neue Generation war
ge=
kommen. Niemand dachte mehr an den einſt ſo
berühm=
ten Bildhauer, und erſt, als jetzt in der Totenliſte ſein
Name auftauchte, ſchüttelte man überraſcht den Kopf und
fragte ſich erſtaunt: „Er lebte noch, wer hätte das für
mög=
lich gehalten!“
** Der Kampf um den Zopf. Nun hat die
chine=
ſiſche Revolution im Herzen von Paris ein
blu=
tiges Opfer gefordert. Aus einem ſauber getünchten,
kleinen Laden in der Paſſage des Panoramas,
unmit=
telbar am Théätre des Variétés drang plötzlich wüſter
Lärm und wüſtes Schreien, das Volk lief zuſammen, nie
mand wagte, einzudringen, und erſt unter der Führung
des bekannten Pariſer Komikers Max Wearly, der von
einer Probe herbeigeſtürzt war, nahm man ſich ein Herz
und drang in den Laden ein. Die Schauſpieler ſahen
ſich plötzlich einer wirklichen Tragödie gegenüber, einer
chineſiſchen Tragödie, einer Tragödie der chineſiſchen
Re=
volution. Drei Söhne des Himmels kämpften wütend
und fauchten wie die Löwen gegen einander; ihre Waffen
waren Scheren, und alle drei waren ſchon über und über
mit Blut bedeckt, bis man endlich die wilden
Kampf=
hähne auseinander brachte. Einer wurde ſchwer
verwun=
det ins Krankenhaus gebracht, wo er auf Tod und Leben
darnieder liegt, die beiden anderen können jetzt im
Unter=
ſuchungsgefängnis darüber nachdenken, daß man
chine=
ſiſche Revolution nie in Europa machen ſoll. Die
Vor=
geſchichte dieſes wüſten Kampfes? Die drei Chineſen,
Li Liang Fu, Sao King Fu und Tſchu Fu Lu betrieben
ſeit Monaten in friedlicher Gemeinſchaft ein glänzend
gehendes Geſchäft. Sie hatten ſich als Meiſter der
Mani=
cure und der Pedicure niedergelaſſen und ganz Paris
ließ ſich gern von den geſchickten, ſtillen Geſellen bedienen,
die ihre Arbeit mit ſo ſeltſam ausſehenden, einfachen
Holzinſtrumenten fein und ſäuberlich ausführten. Tſchu
Fu Lu, der jetzt ſchwer Verwundete, war erſt ſpäter in die
Gemeinſchaft eingetreten. Dann kam der Aufruhr im
Reiche der Mitte und unter den drei Pariſer
Himmels=
ſöhnen ſchwand die Eintracht. Tſchu Fu Lu war ein
kon=
ſervatives Gemüt, die beiden anderen glühende
Revolu=
tionäre, es kam zu erregten Auseinanderſetzungen, aber
alle Bemühungen, den guten Tſchu Fu Lu zum
Evange=
lium der Revolution zu bekehren, blieben fruchtlos. Er
wollte von Revolutionen und Sozialismus nichts wiſſen,
er wollte ruhig arbeiten und von Politik nichts hören.
Bis jetzt der Sturm ausbrach. Die beiden
Freiheits=
männer wollten den politiſch rückſtändigen Kompagnon
loswerden. Er war auch bereit, zu gehen, doch er
ver=
langte eine kleine Kapitalanlage zurück. Das paßte den
beiden offenbar nur theoretiſch ſozialiſtiſch denkenden
Ge=
noſſen nicht, und um den hartnäckigen Tſchu Fu Lu aus
dem Geſchäft zu entfernen, erſannen ſie ein furchtbares
Attentat: ſie wollten ihm gewaltſam ſeinen ſchönen.
liebe=
voll gepflegten Zopf abſchneiden. Mit Scheren
bewaff=
net fielen ſie plötzlich über ihr Opfer her, aber Tſchu Fu
Lu war ein ſtarker Mann, es gab einen blutigen Kampf,
bei dem alle verletzt wurden, nur nicht der Zopf. Und als
man jetzt die beiden Uebeltäter ihrem im Krankenhaus
ſchwer darniederliegenden Opfer gegenüberſtellte, hielt
der Verwundete ängſtlich ſeinen Zopf in den Händen und
wollte niemand erlauben, dieſen Schmuck ſeiner
Männ=
lichkeit zu berühren. Er war zu ſchwach, um zu ſprechen,
aber ſeinen Zopf ließ er nicht los. Noch wiſſen die Aerzte
nicht, ob er davon kommt, aber das ſteht ihm gleich, er
iſt ſtill, zufrieden und glücklich, denn ſeinen Zopf hat er
gerettet.
* Der verkannte Kuhhandel. Der Dortmunder
Stadt=
verwaltung ging von holländiſchen Viehhändlern folgende
köſtliche Anfrage zu: Man höre immerfort von einem
großen Kuhhandel in Deutſchland, beſonders in
Weſt=
falen (zur Wahlzeit). Man möge ihnen doch die
betref=
fenden Markttage angeben und womöglich auch
mit=
teilen, wie viel Stück ſie zutreiben dürften. So berichten
wenigſtens mehrere weſtfäliſche Blätter.
Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 5
1. Klaſſe für Kunſt und Wiſſenſchaft. Auch in
Darm=
ſtadt wird Reger demnächſt mit den Meiningern
erſchei=
nen und hier am 13. Februar ein großes Konzert
geben.
Luſtige Simpliziſſimusſpiele
Mün=
chener Künſtler. Daß die Münchener Künſtlerſchar
am 31. Jan. nochmals eine Vorſtellung hier zu geben
ſich entſchloſſen hat, und zwar in dem für intime
Dar=
bietungen dieſer Art beſonders geeigneten Saal der
„Traube”, dürfte allen, die das luſtige Völkchen gehört,
eine freudige Nachricht geweſen ſein. Hatten doch alle
durchweg nach einſtimmigem Urteil der Kunſtkritik
vor=
zügliche Erfolge: Maximilian Berger als
Konferen=
zier und als treffliche Lautenſpielerin Sybille von
Braunfels. Schon das erſte Lied vom „Ritter und
dem Mädchen” gefiel ſehr in der anmutigen
Vortrags=
weiſe der Künſtlerin; ſteigende Heiterkeit aber folgte ihren
übrigen Liedern. Und dann „Lucy de Gascard, die
ſchon im Prolog als „Münchener Kindl” die Zuhörer
für ſich im Sturme gewonnen hatte! Liebreiz und
Schel=
merei ſprechen aus ihren Zügen, wenn ſie von der alten
und der neuen Zeit erzählt, oder von den Geſchichten aus
der Kinderſtube. Pierrot=Chanſons allererſten Ranges
bringt Leo Valberg. Als ſehr gewandt und
künſtle=
riſch ausdrucksvoll bewährte ſich Aenny Schanzer.
Lebhafteſten Beifall fand ſie mit dem entzückenden Liede
„Kleine Mädchen müſſen ſchlafen gehen”, und vor allem
mit der ſchaurigen Ballade von Nelſon: „Kuno, der
Wei=
berfeind‟. Das Enſemble wird diesmal ein neues
Pro=
gramm zu Gehör bringen. (S. Anz.)
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 26. Jan. Im
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer wurde heute
vor=
mittag die Etatsberatung unter Vorſitz des Abg.
Dr. Oſann fortgeſetzt. Als Regierungsvertreter waren
die Herren Staatsminiſter Ewald, Finanzminiſter
Braun Miniſter des Innern v. Hombergk zu
Vach, Geheimeräte Dr. Becker, Weber,
Miniſterial=
räte Hölzinger, Kratz, und Geh. Oberfinanzrat
Rohde erſchienen. Die Beratung wurde bei Kapitel 48:
Denkmalpflege, Ausgabe 26 200 Mark, fortgeſetzt und
da=
bei beſonders die Anregung des Ausſchuſſes, ob nicht bei
den perſönlichen Koſten manches erſpart werden könnte,
erörtert. Die Regierung gab über dieſe Frage Auskunft
und wies darauf hin, daß gerade dieſer Poſten, nachdem
im vorigen Jahre ein beträchtlicher Abſtrich (10000 Mk.)
an den ſachlichen Ausgaben gemacht worden ſei, nicht
ebenfalls noch verkürzt werden könne. Beim Kapitel 36:
Landesuniverſität, wurde beim
Landwirtſchaft=
lichen Inſtitut Gießen die Frage erörtert, ob eine
Aus=
dehnung der Vorleſungen über Landwirtſchaft angezeigt
erſcheine. Die Regierung wies darauf hin, daß es ſich
hier um 69 Studierende handle. Aus pekunjären
Grün=
den ſei es nicht möglich, ein beſonderes
Landwirtſchaft=
liches Inſtitut zu ſchaffen. Beim Kapitel 74:
Boden=
meliorations= und
Waſſerverſorgungs=
weſen, wurde bezüglich der Feldbereinigung ein
ſchnel=
lerer Fortgang der Arbeiten für einzelne Gemeinden
ge=
wünſcht, was von der Regieruog zugeſagt wurde. Bei
Kapitel 83: Eichweſen, wurde die neue Organiſation
der Eichbehörde auf Grund des betreffenden
Reichsge=
ſetzes erörtert und ſeitens des Ausſchuſſes Bedenken gegen
den geplanten großen Beamtenapparat vorgebracht,
wo=
gegen die Regierung erklärte, daß die Organiſation nicht
anders zu geſtalten ſei und ſich auf die Reichsgeſetzgebung
ſtützen müſſe.
Am Schluß der Sitzung gab der Herr Finanzminiſter
die Erklärung ab, daß die Regierung bereit ſei, dem
Wunſche des Ausſchuſſes entſprechend den aus den
Ueber=
ſchüſſen von Bad=Nauheim an die Staatskaſſe
abzufüh=
renden Betrag von 100000 Mark auf 150000 Mark zu
erhöhen. — Die nächſte Sitzung findet am Dienstag ſtatt.
*X* Darmſtadt, 26. Jan. Die Abga. Molthan,
Dr. Schmitt und Gen. haben in betreff des
Preu=
ßiſch=Heſſiſchen Gemeinſchaftsvertrags
den Antrag eingebracht: Die Großh. Regierung zu
erſuchen, zur Klärung der ſeit Jahren über die Reviſion
des Gemeinſchaftsvertrages in der Oeffentlichkeit
behan=
delten Fragen dem Landtage vorzulegen: a) eine genaue
Ueberſicht über die auf den heſſiſchen Linien der
Preu=
ßiſch=Heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft eingetretenen
Be=
triebsſteigerungen und die dadurch bedinate
Werterhöh=
ung; b) eine genaue Ueberſicht über die ſeit Beſtehen des
Vertrages notwendig gewordenen Kapitalaufwendungen
Heſſens, ſowie über die in der nächſten Zukunft noch in
Ausſicht ſtehenden Aufwendungen, vorzulegen.
Die Reichstagswahlen.
B. Bingen, 26. Jan. Nach dem heute abend
ver=
kündeten amtlichen Wahlreſultat haben erhalten:
Dr. Becker (nat.=lib.) 12012, Korell (Fortſchr. Vpt.)
12010 Stimmen.
Mithin iſt Dr. Becker gewählt.
* Berlin, 26. Jan. Die amtliche Zählung beſtätigt,
daß im 1. Berliner Wahlkreis Kaempf mit 9
Stimmen Mehrheit gewählt worden iſt.
* Berlin, 26. Jan. Das Endergebnis der
Reichstagswahl wird von der rechtsſtehenden Preſſe
mit Zurückhaltung, von den liberalen Blättern mit Jubel
aufgenommen. — Die Deutſche Tages=Zeitung bedauert
vor allem, daß Herr von Oldenburg unterlegen iſt und
meint, es bleibe noch etwas unklar wie ſich die Verhältniſſe
im neuen Reichstage geſtalten werden. Vielleicht gibt es eine
Mehrheit der Linken von 199 Stimmen, vielleicht nicht
ein=
mal dies, da verlautet, daß der bayriſche Bauernbund ſich
zur Wirtſchaftlichen Vereinigung ſchlagen wolle. — Die
Poſt ſchreibt: Das Charakteriſtikum des neuen Reichstages
iſt das Fehlen einer feſten, ausſchlaggebenden Mehrheit.
Von Fall zu Fall werden ſich Parteien zuſammenfinden und
trennen. Für die derzeitige Regierung iſt die
Zuſammen=
ſetzung mithin außerordentlich bequem. — Die Tägliche
Rundſchau ſagt: Es hat ſich alſo erfüllt, was ſeit dem
Zu=
ſammenbruch des Blocks befürchtet und vorausgeſetzt werden
mußte. Das Unheil hat ſich ausgewirkt. Die Konſervativen
müſſen aus den Wahlen einſehen, daß in Deutſchland nur
konſervativeliberal regiert werden kann und daß die viel
beſpottete Miſchung des konſervativen und liberalen
Ge=
dankens die einzige Möglichkeit für ein gedeihliches
Arbei=
ten in der Reichspolitik iſt. — Die Voſſiſche Zeitung führt
aus: Was man auf der Linken kaum zu hoffen wagte, das
iſt Wahrheit und Wirklichkeit geworden, die bisherige
Mehrheit iſt zertrümmert worden. Die Grupen, die ihr
ge=
genüber ſtanden, haben mehr als die Hälfte der 397
Reichs=
tagsmandate erhalten. — Das Berliner Tageblatt erklärt:
Wie ſich Herr v. Bethmann=Hollweg mit den Wahlen
ab=
zufinden gedenkt, nachdem er ſich das blau=ſchwarze Joch ſo
lange hat gebuldig gefallen laſſen, werden wir ja bald
ſehen. Auf dem Wahlſchlachtfelde weht die Fahne des
libe=
ralen und ſozialen Fortſchritts. Möge die ſozialiſtiſche
Linke darauf halten, daß ſich auch die Arbeiten des neuen
Reichstags unter dieſer volkstümlichen Fahne vollziehen. —
Der Vorwärts bemerlt: Der ſchwarz=blaue Block hat
aus=
gelebt, und dieſe Tatſache iſt politiſch bedeutſam deshalb,
weil die Liberalen zeigen müſſen, was ſie können. Sie
haben gelobt, für freiheitliche politiſche Entwickelung und für
ſozialen Fortſchritt einzutreten. Da wollen wir ſie beim
Wort nehmen. Da wird es ſich zeigen, ob ſie die Kraft
haben, ihr Programm durchzuführen. An uns ſoll es nicht
liegen, wenn der Reaktion in Deutſchland ein Ende gemacht
werden ſoll.
Die Ergebniſſe al ler Wahlen zeigt folgende
Tabelle:
Im alten Der neue — Gewinn
Reichstag Reichstag — Verluſt
Nationalliberale
,
— 6
51
45
Deutſcher Bauernbund
2
Fortſchrittl. Volkspartei. 49
42
Sozialdemokraten
53
—
110
Zentrum
103
93
10
Konſervative .
59
43
Reichspartei
,
25
14
Wirtſchaftl. Vereinigung 18
10
Deutſche Reformpartei
3
Eiſäſſer
5
Polen
20
Welfen
Danen
Bayeriſchr Bauernbund.
Lothringer.
Parteilos .
397
397
* Salzwedel=Gardelegen, 26. Jan.
Berich=
tigung. Nach nochmaliger Zählung erhielt v. Kröcher
(konf.) 13 441, Dr. Böhme (lib. Bauernbund) 13 132
Stim=
men. Danach iſt alſo v. Kröcher gewählt.
Sport.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Auf dem
Sportplatz an der Windmühle gelangt morgen, Sonntag,
ein intereſſanter Fußball=Wettkampf zum Austrag. Der
Darmſtädter Sporttlub 05 empfängt in dem Verein
für Raſenſpiele Mannheim einen durch die
Fuſion der drei älteſten Mannheimer Fußballvereine:
Fußball=Geſellſchaft 1896, F.=K. Viktoria 97 und F.=K.
Union, rühmlichſt bekannt gewordenen Gegner, der mit
einer äußerſt ſpielſtarken Mannſchaft auf den Platz treten
wird.
* F.=K. „Olympia 1898‟. Am Sonntag, den
28. Januar 1912, ſtellt der F.=K. „Olympia 1898” vier
Mannſchaften ins Feld. Die 1. Mannſchaft trägt in
Lud=
wigshafen das letzte Ligaſpiel gegen F.=K. „Phönix”
aus, die 2. und 3. Mannſchaften ſtehen den gleichen
Mann=
ſchaften der Frankfurter „Britannia” im
Entſcheidungs=
ſpiel um die Meiſterſchaft des Weſtmaingaues in Klaſſe
All bezw. AIII auf dem Olympia=Sportplatz gegenüber,
während die 4. Mannſchaft in Arheilgen gegen die 3. der
dortigen „Olympia” ſpielt.
sr. Monako=Sternfahrt. Die Internationale
Automobil=Sternfahrt nach Monako geht jetzt ihrem
Ab=
ſchluß entgegen; da die italieniſchen Teilnehmer, die am
Mittwoch früh in Turin ſtarten ſollten, wegen ungünſtiger
Witterungsverhältniſſe auf die Abfahrt verzichteten,
befin=
den ſich nur noch einige Nachzügler von den verſchiedenen
Abfahrtsſtationen auf der Strecke, darunter zwei deutſche
Wagen, die inzwiſchen aus Avignon ſignaliſiert wurden.
Die beſte Durchſchnittsleiſtung erzielte bisher der Genfer
Teilnehmer Charlet, der mit einem 12 PS=Schneider=
Wa=
gen am 23. Januar 8 Uhr früh in Genf geſtartet war und
bereits um 9 Uhr 29 Min. abends in Monako eintraf.
Er hat alſo auf der 670 Kilometer langen Strecke eine
durchſchnittliche Stundengeſchwindigkeit von faſt 50
Kilo=
metern erzielt. Da aber nur eine Maximal=
Durchſchnitts=
geſchwindigkeit von 25 Kilometern in Anrechnung gebracht
wird, die von den erſten eingetroffenen Wagen auch
er=
reicht wurden, ſo ſtehen die Chancen der deutſchen
Teil=
nehmer nach wie vor günſtig. Die Kontrolle wird in
der Nacht vom Donnerstag zum Freitag, nachts 12 Uhr,
geſchloſſen. Am 28. Januar findet dann ein Korſo der
beteiligten Wagen in Monte=Carlo ſtatt. Daran ſchlie;
ſich die Preisverteilung.
Luftfahrt.
sr. Neue Aeroplan=Weltrekorde wurden
an den beiden letzten Tagen in Frankreich reſp.
Deutſch=
land wiederum aufgeſtellt. In Deutſchland gelang es
am Donnerstag nachmittag auf dem Flugplatz
Johannis=
thal dem Piloten der Harlan=Werke, Diplom=Ingenieur
Gruhlich, der erſt vor einigen Tagen den Weltrekord
im Fluge mit 2 Paſſagieren mit 2 Std. 2 Min. 45 Sek.
an ſich brachte, einen neuen Dauerweltrekord mit drei
Paſſagieren aufzuſtellen. Gruhlich benutzte zu ſeinem
Re=
kord=Flug einen Harlan=Apparat mit 109 P.S.=Argus=
Motor und ſtieg um 12 Uhr 34 Min. auf, um nach einem
Fluge von 1 Std. 35 Min. wieder glatt zu landen. Der
alte Rekord betrug 45 Min. 46 Sek. — In Frankreich
ge=
lang es dem bekannten Flieger Tabuteau, mit einem
Mo=
rane=Saulvier=Eindecker (50 PS=Gnome=Motor) die
Schnelligkeitsrekords von 200 bis 300 Kilometer erheblich
zu verbeſſern. Tabuteau legte 200 Kilometer in 1 Std.
21 Sek. zurück (früherer Rekord Aubron 2: 18:30½), 250
Kilometer in 2:22: 17½ (Bournique 3 :04: 28½), und
300 Kilometer in 2:51:43½ (Bournique 3: 40: 55½).
Gleichzeitig ſtellte Tabuteau auch Rekorde über 2 und
3 Stunden auf. Er legte in 2 Std. 205,287 Kilometer
(Aubron 165,4 Kilometer) und in 3 Stunden 252,500
Kilo=
meter zurück (Aubron 216.387 Kilometer).
sr. Ein italieniſch=ſchweizeriſches
Flug=
meeting wird im Frühjahr dieſes Jahres am Lago
Magaiore geplant. An Preiſen ſollen insgeſamt 40000
Franken ausgeſetzt werden. Der Hauptwettbewerb ſoll in
einer Ueberquerung des Lago Maggiore in ſeiner
Längs=
richtung beſtehen. ferner iſt ein Ueberlandflug nach
Do=
modoſſola und Rückflug zu dem dort errichteten Chavez=
Denkmal in Ausſicht genommen.
Handel und Verkehr.
— Die Reichsbank und der Tintenſtift.
Die Reichsbank hat, wie der Conf. mitteilt, die
wieder=
holt erörterte Frage, ob im Verkehr mit den
Reichsbank=
anſtalten die Verwendung des Tintenſtiftes zur
Voll=
ziehung von Schriftſtücken allgemein zuzulaſſen ſei, wie
folgt entſchieden: „Für die Reichsbankanſtalten iſt die
Verwendung des Tintenſtifts jetzt zugelaſſen im allge=
meinen Schriftwechſel mit dem Publikum; ferner im
Giro=
verkehr bei der Ausſtellung von Schecks aller Art (weißer,
roter uſw.), ſofern die Ausſteller auch eine mit
Tinten=
ſtift geſchriebene Unterſchrift bei der Reichsbank
nieder=
legen. Auch können inländiſche Wechſel diskontiert
wer=
den, auf denen Ausſteller und Giranten mit Tintenſtift
unterſchrieben haben, während bei ausländiſchen
Wech=
ſeln und Schecks das Giro an die Reichsbank mit Tinte
zu vollziehen iſt. Ferner iſt ſtatthaft die Benützung des
Tintenſtiftes bei der Unterzeichnung von Wechſeln und
ſonſtigen Quittungen. Nur Urkunden, die für
Rechts=
verhältniſſe von längerer Dauer beweiserheblich ſind,
zum Beiſpiel Miet= und Grundſtücksverträge,
Verpfän=
dungserklärungen, Vollmachten für einen längeren
Ge=
ſchäftsverkehr, Pfand= und Depoſitalſcheine,
Nieder=
legungsanträge ſollen auch künftig mit Tinte
unterſchrie=
ben werden.
— Patentanmeldungen: H. 54064.
Vor=
richtung zur Vermeidung der Staubbildung beim
Ver=
laden ſtaubförmigen Schüttguts. Fritz Hartmann jr.,
Darmſtadt, Gutenbergſtr. 27. — Gebrauchsmuſter=
Eintragungen: 492315. Berieſelungshorde für
Kühlwerke u. dergl. Holzbau „Syſtem Meltzer”, G. m.
b. H., Darmſtadt. — 492316. Berieſelungshorde für
Kühlwerke u. dergl. Holzbau „Syſtem Meltzer” G. m.
b. H., Darmſtadt. — 492 317. Berieſelungshorde für
Kühl=
türme u. dergl. Holzbau „Syſtem Meltzer”, G. m. b. H.,
Darmſtadt. — 492 431. Befeſtigung von
Straßenbahn=
ſchienen auf Holzlangſchwellen für eiſerne Brücken.
Hein=
rich Kayſer, Darmſtadt. Mathildenſtr. 49. — 492031.
Flaſchenſtöpſel mit verdecktem Korkteil. Wiener
Werk=
ſtätte in Deutſchland, G. m. b. H., Darmſtadt. — 492.417.
Schlüſſelſicherung. Martin Röhrich, Darmſtadt.
Wald=
ſtraße 8. — 492573. Nahtloſe Strumpflänge in Filetarbeit
aus beliebigem Geſvinſt. Ph. Ullrich, G. m. b. H.,
Darmſtadt. — 493 432. Wäſchekontrollbuch. Hermann von
Suttner=Erenwin, Darmſtadt, Heinrichſtr. 160. — 492921.
Dreiteilige verſtell= und regulierbare Schriftliniengabel.
Georg Stark, Darmſtadt, Frankfurterſtr. 5.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktios
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Vreßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Ein Notſtand tritt uns fortgeſetzt in der
Epi=
leptiſchenanſtalt in Nieder=Ramſtadt entgegen, und zwar
ein großer Notſtand. Wie kurz iſt die Zeit, daß dieſe
Anſtalt entſtanden iſt; zuerſt nur für 40 Kinder, und nun
hat ſie von Jahr zu Jahr neue Flügel angebaut und die
Zahl ihrer Inſaſſen hat ſich verfünkacht, ſie beträgt über
200 Seelen, Junge und Alte, außer den Epileptiſchen
jetzt auch Krüppelkinder und Trunkſüchtige. Sie hat
außer der Hauptanſtalt noch zwei Filialen, eine Mühle
mit ausgedehntem Landwirtſchafts=Betrieb und den Hof
Burgwald als Aſyl für die Trunkſüchtigen. Die
Kran=
ken kommen aus allen Konfeſſionen; neben 151
Eroige=
liſchen zählt ſie 51 Katholiken, 2 Iſraeliten und 1
Konfeſ=
ſionsloſen; neben Kindern armer Leute ſolche aus
wohl=
habenden Familien, neben den Dörflern Städter, und
noch immer wächſt die Zahl der an Leib und Seele
leiden=
den Menſchen, die in dieſer Anſtalt eine Heim= und
Pflegeſtätte finden. Aber welche enormen Koſten
ver=
urſacht ein ſolcher Haushalt! Um die nötigen
Räumlich=
keiten für Pflege von 270 Perſonen (Pfleglinge und
Per=
ſonal), geſunde, ausreichende Räumlichkeiten herzuſtellen,
ſind enorme Summen nötig. Jedes Jahr bringt neue
Bauten, zum Beiſpiel zuletzt ein Maſchinenhaus, eine
Bäckerei, einen Stall uſw. Daher reichen auch die
Ein=
künfte des Hauſes, die Pflegegelder, die Zuſchüſſe von
Gemeinden, Kreiſen und Staat nicht aus und es muß
fortwährend an die Opferwilligkeit rekurriert werden. Hat
die Anſtalt jetzt doch dreiviertel Millionen Schulden,
deren Verzinſung und Abtragung ſchon an ſich eine große
Summe erfordert. Das iſt der Notſtand, und an dieſem
zu helfen mit freiwilligen Liebesgaben, möchten wir hier
alle Menſchenfreunde auffordern. Jedes Scherflein iſt
willkommen; natürlich iſt es erwünſcht, daß auch die
Wohlhabenden nach Kräften beiſteuern, und wir möchten
außer den Geldopfern hier noch beſonders aufmerſam
machen auf die Brockenſammlung für das Haus. In
vielen Häuſern finden ſich „Brocken”, d. h. abgelegte oder
aus der Mode gekommene Kleidungsſtücke, entbehrliche
Hausgeräte aller Art, Küchengeräte uſw., die hier in
Darmſtadt, Kiesſtraße 30, geſammelt und zum Beſten der
Anſtalt verkauft werden. Möchten die Leſer veranlaßt
werden, nachzuſehen in ihrer Haushaltung, ob ſie ſolche
Dinge haben, und ſie dann entweder in das Lokal ſchicken
oder die Epileptiſchenanſtalt in Nieder=Ramſtadt durch
eine Poſtkarte benachrichtigen, damit dieſe ſie abholen
läßt. Alle aber, welche dieſe Zeilen leſen oder ſonſt von
der Anſtalt hören, möchten wir erinnern an das
Heilands=
wort: „Wahrlich, ich ſage euch, was ihr getan habt einem
unter dieſen meiner geringſten Brüder, das habt ihr mir
getan.”
Erdbehen.
H. B. Athen, 26. Jan. Nach den bis jetzt
vorliegen=
den Meldungen über das ſtarke Erdbeben auf den
joniſchen Inſeln Zante und Kephalonia wird die
Zahl der Toten und Verletzten auf 30 geſchätzt. Der auf
Zante angerichtete Schaden wird auf 3 Millionen
bezif=
fert. Die Panik unter der dortigen Bevölkerung dauert
an. Die Regierung ordnete ſofort Hilfsmaßregeln und
die Entſendung von Militär. Lebensmitteln und Zelten
an. Aus Korfu werden ebenfalls Erdſtöße gemeldet.
Erneute Erdſtöße in Griechenland.
— Jugenheim (Erdbebenwarte) 26. Jan. Dem
ſtarken Erdſtoß an der Weſtküſte von Griechenland am
24. d. Mts., nachmittags 5½ Uhr, folgte geſtern, am
25. d. Mts., abends 8 Uhr 50 Min., ein ſchwaches Beben,
deſſen Herd ſehr nahe dem früheren liegt, und heute, am
26. ds. Mts., 4 Uhr 6 Min. und 4 Uhr 35 Min., zwei
Erdſtöße, die nach unſerer Vermutung von dem
glei=
chen Herd ausgingen.
Zu der geſtrigen Meldung ſei noch bemerkt, daß die
Namen Zante und Zakynthos dieſelbe Inſel bezeichnen.
Arbeiteraufruhr in Luxemburg.
* Luxemburg, 26. Jan. Im Luxemburger Wort
wird aus Differdingen gemeldet: Die
italieni=
ſchen Arbeiter des hieſigen Hüttenwerkes veranſtalteten
heute morgen eine Kundgebung, um gegen die Abzüge für
die neu eingeführte Alters= und Invalidenverſicherung zu
proteſtieren. Sie riſſen mit Deichſeln die Eingangspforten
des Hüttenwerkes ein und demolierten die anliegenden
Bureauräume. Als aus der Menge Schüſſe gegen die Gen=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
darmen abgegeben wurden, ſeuertendieſe ſcharf. Drei
Per=
ſonen wurden getötet, davon ein 35jähriger Franzoſe.
Man erwartet Militär aus der Stadt Luxemburg.
* Luxemburg, 26. Jan. In der
Deputierten=
kammer gab Staatsminiſter Eyſchen heute nachmittag
Aufklärung über die Vorgänge in Differdingen,
wo ſich mehrere hundert Arbeiter der Bergwerks= und
Hüttengeſellſchaft im Ausſtand befinden. Nach den
vor=
liegenden Nachrichten kam es anläßlich einer Anſammlung
von Ausſtändigen zu einem Zuſammenſtoß, bei dem ein
junger Deutſcher getötet und mehrere Arbeiter
ver=
wundet wurden. Darnach drangen die italieniſchen Arbeiter
vor und ſchoſſen durch ein Fenſter in das Bureau, wo der
Verwaltungsrat verſammelt war. Nach einer anderen
Mit=
teilung wurden 2 junge Leute getötet und 2 ſchwer
ver=
letzt. Der Bürgermeiſter von Differdingen bat um
mili=
täriſche Hilfe. Der Staatsminiſter fügte hinzu, der
italie=
niſche Konſul habe ſich ſof nach Differdingen begeben.
Vermiſchtes.
Der Unterſeebootsdienſt in der
Kai=
ſerlichen Marine. Die Beſatzung unſerer
Unterſ=
boote ſetzie ſich bisher aus Leuten zuſammen, die bei den
einzelnen Marineteilen eingetreten waren und ſich erſt
ſpäter freiwillig für den Dienſt auf den Unterſeebooten
meldeten. Nachdem eine beſondere
Unterſeebootsabtei=
lung in Kiel gebildet worden iſt, tritt eine Aenderung
in=
ſofern ein, als dieſe Abteilung regelmäßig zum 1. April
und 1. Oktober jeden Jahres ſelbſtändig Freiwillige als
Maſchiniſtenanwärter einſtellt. Für junge Leute in dem
Alter von 17 bis 20 Jahren, die gelernte Elektrotechniker,
Maſchinenſchloſſer (beſonders für Gas= und Oelmotoren)
oder Mechaniker ſind, und bei der Unterſeebootsabteilung
am 1. April 1912 in Kiel als Dreijährig=Freiwillige für
die Unterſeebootsmaſchiniſten= (Unteroffizier=) Laufbahn
eintreten wollen, empfiehlt es ſich daher, ihre
Einſtel=
lungsgeſuche umgehend an das Kommando der
genann=
ten Abteilung einzuſenden. Beizufügen ſind: ein
Lebens=
lauf mit Adreſſe, ein von der zuſtändigen
Erſatzkomml=
ſion ausgefertigter Meldeſchein, ſowie die Lehr= und
Arbeitspapiere über eine mindeſtens dreijährige praktiſche
Tätigkeit, ſowie eine beſondere polizeilich beglaubigte
Einwilligung des Vaters oder Vormundes zu einer
ſpä=
teren Kapitulation für ein viertes Jahr. Die
Beförde=
rungsverhältniſſe in dieſer neuen und intereſſanten
Lauf=
bahn ſind günſtig. Nähere Auskunft erteilt die
Unterſee=
bootsabteilung in Kiel.
Literariſches.
— Ernſt von Wolzogen: „Der Dichter in
Dollarica‟ Eindrücke aus dem Märchenlande der
un=
bedingten Gegenwart. Verlag F. Fontane u. Co., Berlin.
Preis broſch. Mk. 5.—, geb. Mk. 6.—. Schon bei ihrem
erſten Erſcheinen haben die Feuilletons, die Ernſt von
Wol=
zogen über ſeine amerikaniſchen Reiſeeindrücke
veröffent=
lichte, ungewöhnlich lebhafte Beachtung gefunden. Die
Amerikaner von heute freilich laſſen eine Kritik über ihr
Land und ſeine Kultur überhaupt ſo leicht nicht gelten
und ihre begreifliche Erfolgtrunkenheit hat einen
Chauvi=
nismus erzeugt, der dem oberflächlichen Beurteiler faſt das
Vorhandenſein eines gemeinſamen ſtarken Raſſegefühls
vor=
täuſchen könnte. Wer aber Wolzogen als Novelliſten kennt,
weiß, daß ihm nichts Menſchliches fremd iſt und daß er ſich
durch Vorurteile des Standes, der Religion, der Sitte ſo
leicht kein P für ein U machen läßt. Er ſieht das
Charak=
teriſtiſche an Menſchen und Dingen darum beſonders ſcharf,
weil er mit dem Auge des Humoriſten zu beobachten
ge=
wöhnt iſt, dem neben der bedeutungsvollen Hauptſache
auch niemals die Nebenumſtände, die kleinen
Beſonder=
heiten, ſeien ſie nun erfreulicher oder blamabler Art,
ent=
gehen. Die Eigenart dieſes Autors beſteht überhaupt wohl
vornehmlich darin, daß er ſich niemals ſcheut, die Dinge
beim rechten Namen zu nennen und von altehrwürdigen
Vorurteilen lächelnd den majeſtätiſchen Mantel
fortzu=
ziehen. „Es iſt für uns Europäer” — ſagt der Autor —
„von größter Wichtigkeit, uns klare Vorſtellungen von dieſem
Lande ohne Vergangenheit zu verſchaffen, das für uns einen
Spiegel unſerer eigenen Zukunft darſtellt. Nach den
Ver=
einigten Staaten zu reiſen, bedeutet für den wißbegierigen
Europäer ſoviel, wie es für die Unſchuld vom Lande
be=
deutet, zur Kartenſchlägerin zu gehen, nur mit dem
Unter=
ſchiede, daß das, was wir drüben über unſere Zukunft
er=
fahren, kein plumper Schwindel, ſondern unentrinnbare
Wahrheit iſt. Je mehr wir mit unſerer Vergangenheit
aufräumen, je rückhaltloſer wir uns von dem reißenden
Strome der modernen Entwicklung mit forttragen laſſen,
deſto ſicherer werden ſich unſere Zuſtände und unſer
Cha=
rakter amerikaniſieren; und darum iſt es gut, wenn wir uns
das Wunderland der Gegenwart ſo genau wie möglich
be=
trachten, und darum hat jeder, dem eine gute Beobachtung
und ein geſundes Urteil zu Gebote ſteht, das Recht und
ſo=
gar die Pflicht. über Dollarica auszuſagen, was irgend
er davon zu wiſſen glaubt.”
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
Der franzöſiſch=italieniſche
Zwiſchenfall.
* Paris, 25. Jan. Die Agence Havas
veröffent=
licht folgende Note: Miniſterpräſident Poincaré erhielt
um 10 Uhr abends von der franzöſiſchen Botſchaft in Rom
eine Mitteilung über den Stand der
Unterhand=
lungen, die zwiſchen dem Botſchafter Barrère und der
italieniſchen Regierung angeknüpft wurden, um den
Zwiſchenfall der „Carthage” beizulegen und die Rückgabe
der türkiſchen Paſſagiere der „Manuba” ſicher zu ſtellen.
Da die Frage noch nicht endgültig entſchieden iſt, wird
Miniſterpräſident Poincaré unverzüglich dem Botſchafter
Barröre die notwendigen Weiſungen zur Fortſetzung der
Verhandlungen erteilen.
* Paris, 26. Jan. In dem franzöſiſch=italieniſchen
Zwiſt iſt noch keine Einigung erzielt worden über
die Formel, durch die der Zwiſchenfall beigelegt werden
ſoll, in der die Rechte Frankreichs betont werden ſollen,
ohne daß der Würde und dem Anſehen Italiens zu nahe
getreten wird. Politiſche Kreiſe hoffen immer noch, däß
die Verzögerung der Beilegung des Zwiſchenfalles nur
von kurzer Dauer ſein und die Beſprechungen zu einem
befriedigenden Ergebnis führen werden. In den ſpäten
Abendſtunden trat mit großer Beſtimmtheit ein aus
italieniſcher Quelle ſtammendes Gerücht auf, daß die
italieniſche Regierung die Abſicht kundgegeben habe, die
in Cagliari zurückgehaltenen Türken den franzöſiſchen
Behörden in Marſeille auszuliefern, ſobald eine
Einig=
ung über die Formel erreicht ſei.
Die Revolution in China.
* Schanghai, 25. Jan. Die
Friedensver=
handlungen haben eine unerwartete Wenduna zum
Beſſeren genommen. Dr. Sunyatſen hat ein in
freund=
lichſten Ausdrücken abgefaßtes Telegramm an
Juanſchi=
kai geſchickt, in dem er das Mißverſtändnis aufklärt, das
ſein neuerliches Ultimatum an Juanſchikai verurſacht
hatte. Das Edikt über die Abdankung des Thrones wird
vor dem 29. Januar, wenn der Waffenſtillſtand abläuft,
erwartet.
* London, 25. Jan. Der Daily Telegraph meldet
aus Peking vom 25. d. M.: Telegramme von der Front
melden, daß die Republikaner die Hankaubahn
bis zum 71. Kilometer beſetzt halten. Alles verfügbare
rollende Material werde auf der Endſtation am Yangtſe
für Truppentransporte angeſammelt. General Li und die
Armee von Hankau rüſte ſich für eine große Schlacht nach
Ablauf des Waffenſtillſtandes. Die Truppen aus Hupfh
und Kingſu, die faſt die ganze republikaniſche Armee
bil=
den, marſchieren gegen die Kaiſerlichen bei Hwianavoh;
die dritte Armee marſchiere auf Hungtſchuan am Fluſſe
Han.
* London, 26. Jan. Die Times meldet aus
Pe=
king vom 25. d. M.: Ein Edikt veröffentlicht die
Ent=
ſcheidung der Palaſtkonferenz vom letzten
Mon=
tag, daß die Abdankung nicht ſofort ſtattfinden ſolle,
ſondern daß man die Entſcheidung des Nationalkonvents
abwarten werde.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 26 Jan. Zur Geburtstagsfeier des Kaiſers
traf heute vormittag gegen 11 Uhr auf dem Potsdamer
Bahnhof der Großherzog von Heſſen ein. Er wurde
vom Prinzen Heinrich von Preußen empfangen.
* Berlin, 26. Jan. Das Gouvernement des
Schutzgebietes Kiautſchou hat telegraphiſch
Anweiſung erhalten, von dem Ende Februar dieſes
Jah=
res planmäßig zur Ablö ſung gelangenden
Truppenabteilungen der Beſatzungen von
Tſing=
tau und Tientſin (Matroſen=Artillerieabteilung und
See=
bataillon) 500 Mann nebſt den erforderlichen Offizieren
zunächſt zurückzuhalten. Hiervon ſind 20 Mann als
Er=
ſatz derjenigen Truppen beſtimmt, aus denen vor einiger
Zeit die in Tientſin ſtationierte Schutzwache gebildet
wurde. Dieſe Mannſchaften ſind beſonders den
Beſatz=
ungstruppen Tſingtaus entnommen worden.
Freiwil=
lige Meldungen ſollen bei Auswahl der
Zurückbleiben=
den Berückſichtigung finden. Die Veranlaſſung zu dieſer
Maßnahme iſt in der ungeklärten und unſicheren
inner=
politiſchen Lage Chinas zu erblicken, die erweiterte
Schutzmaßregeln zur Sicherung eventuell gefährdeter
deutſcher Reichsangehöriger, ihres Lebens und Eigentums
notwendig machen kann. Auch andere Nationen haben
bereits durch Entſendung von Truppen dieſen
Verhält=
niſſen Rechnung getragen. Die vorläufige
Zurückbehalt=
ung der zur Ablöſung ſtehenden oſtaſiatiſchen Truppen
iſt die gegebene und dabei billigſte Form der
Vergrößer=
ung unſerer bereiten Machtmittel in Oſtaſien. Die
Her=
anziehung weiterer Truppen von der Heimat nach dem
Muſter anderer Nationen iſt auf dieſe Weiſe entbehrlich.
* Liſſabon, 26. Jan. Die Landarbeiter ſind in
21 Ortſchaften allgemein ausſtändig. Faſt ſämtliche
Fabriken haben den Betrieb eingeſtellt. Alle
Arbeiter=
ſyndikate wollen in Liſſabon zuſammenkommen und über
den Generalſtreik beſchließen.
— Berlin, 26. Jan. Der Berliner Lokalanzeiger meldet
aus Moiſens: Beim Fällen einer alten Eiche fand man
in dem hohlen Baumſtamm eine Blechkaſſette, die
über 3000 Francs in Gold enthielt. Die einzelnen Stücke
waren mit Blut befleckt. Die Unterſuchung ergab, daß das
Blut von Menſchen ſtammt. Man vermutet, daß das Geld
von einem unentdeckten Verbrechen herrührt.
Briefkaſten.
Spandau. 125 Millionen.
L. W. hier. Die bereits gediente Zeit wird
abge=
rechnet.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Sowohl von Nordweſten als von Nordoſten her
dringt hoher Druck vor. Wir werden morgen in ſeinen
Bereich kommen, ſodaß wir Aufheiterung und Sinken
der Temperaturen erwarten dürfen.
Ausſichten für Samstag, den 27. Januar 1912:
Morgennebel, zunächſt noch unerhebliche Niederſchläge,
päter Aufheiterung, trocken, kälter.
Dreiar äcnen
Scotts Emulſion, längere Zeit
regelmäßig genommen, macht
zarte Kinder stark und
lebenslustig.
Nur muß es die echte Scotts Emulſion
ſein, keine Nachahmung.
(J2634
Buro für Architektur und Bauausführungen
Georg Scherer (1133a
Darmſtadt, Rheinſtr. 47, Telephon 222.
(Sachverſtändige Begutachtungen für Wohnungsmieten
und Hauskäufe ꝛc., Garantie für Voranſchläge.)
für Spezlal-Austeünfts, Ar.
Detektiv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angel egenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garanti) fir
gewissenhafte Trledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134
Karl Aufnagel und
Frau Minni, geb. Regitz
zeigen in herzlichster Freude die Geburt
eines gesunden Jungen an
(2619
Frankfurt a. M., den 23. Januar 1912
Hohenzollernstrasse 15.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Nach kurzem Leiden entſchlief ſanft unſere
liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter
Frau
MNargarethe Grimm
geb. Schott.
Darmſtadt, 26. Januar 1912. (2720
Dre Taderhuch Ainterblloschon.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. d. M.,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe
Schul=
ſtraße 16 aus, ſtatt.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man gefl.
ab=
ſehen zu wollen.
Dankſagung
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte,
ins=
beſondere für die troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarraſſiſtenten Vollrath und für die vielen
Blumenſpenden ſagen wir allen unſeren innigſten
Dank.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Geriſch und Tochter.
Darmſtadt, den 26. Januar 1912. (2713
Schneebericht.
Schierke im Harz (Brockengebiet), 25. Januar.
2 Grad Kälte. Sportbahnen im Gange.
Rennſchlitten=
fahrten ins Gebrie.
Tageskalender.
Samstag, 27. Januar.
Großh. Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. D): „Figaros
Hochzeit”.
Vorſtellung um=8¼ Uhr im Orpheum.
Generalverſammlung des Sterbekaſſevereins
Einig=
keit I um 8 Uhr in der „Ludwigshalle‟.
Zigeunerfeſt des Bürgervereins und Darmſtädter
Fechtklubs um 8½ Uhr im Saal „Zur Traube‟.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Hez.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Sonntag, 28. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. C): „Grigri”.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Familienabend des Frauenvereins des Oſtbezirks
der ev. Stadtgemeinde um 7½ Uhr im Gemeindehaus.
Geburtstagsfeiern Sr. Maj. des Kaiſers:
Militär=
verein Germania im „Kaiſerſaal”. — Ev. Arheiter= und
Handwerkerverein um 8 Uhr im „Feierabend”.
Zuſammenkunft und Abmarſch der Jugendwehr der
Kriegervereine um 1½ Uhr auf dem Exerzierplatz.
Spaziergang des Geſangvereins Liederzweig nach
Nieder=Ramſtadt (Abmarſch um 2½ Uhr am Friedhof).
Damen= u. Herrenſitzung der Darmſt.
Karneval=
geſellſchaft um 7.11 Uhr im Saalbau. —
Karneval=
verein Beſſungen um 8.11 Uhr in der Beſſunger
Turn=
halle.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleron,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt,
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
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ſich meiſt nicht erklären, da die Betreffenden weder durch große Schönheit noch etwa durch
hervor=
ragende Geiſtesgaben ſich vor anderen auszeichnen. Oft iſt ſogar das Gegenteil der Fall, indem
ſchönen und klugen Menſchen der oder die Geliebte abſpenſtig gemacht werden durch einen
Neben=
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Scelenlebens hat nun ein bekannter Pſychologe, Dr. F. Amos, gründlich erforſcht und iſt dabei
zu dem überraſchenden Schluſſe gelangt, daß dieſe geheimnisvolle Macht ſich jede Perſon aneignen,
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
Bibliotheken und wir.
Von Dr. Hermann Bräuning=Oktavio.
Man erwarte von mir keine Klagen, keine
Beſchwer=
den; man erhoffe aber auch keine Hiſtörchen, an denen das
Leben des Bibliothekars überreich iſt, wie dieſe: Es war
einmal eine dichtende und ſchriftſtellernde Dame, die
wollte über Goethe und ſeine Beziehungen zu ihrer
Vater=
ſtadt „ſchreiben”; auf ihre Frage, wie ſie am bequemſten
die neuere Goetheliteratur überſchauen könne, empfahl ihr
der Bibliothekar ſelbſtverſtändlich das Goethejahrbuch —
„Goethejahrbuch”? — ja, ſo was war der Dame bis 1910
nicht vorgekommen, obwohl ſie bereits manches über
Goethe hatte drucken laſſen. Ich will nicht klagen, nicht
gloſſieren — ich will nur anregen, aufmuntern; denn es
ſind mir gerade in den letzten Wochen ſo viele Menſchen
begegnet, die von „Bibliotheken” ſprechen wie von
ver=
wunſchenen Schlöſſern, die wohl zaudernd einen Gang bis
zur unterſten Pforte wagen, um entſchloſſen wieder
um=
zukehren.
Zwei Bibliotheken ſind es, von denen ich hier ſprechen
will: die Großherzoglich Heſſiſche Hofbibliothek im Schloß
und die Städtiſche Leſe= und Bücherhalle.‟)
Zwiſchen beiden beſteht ein wichtiger Unterſchied:
die erſte iſt eine wiſſenſchaftliche Bibliothek, die
andere eine Bibliothek, die vor allem der
Unterhalt=
ung und Belehrung dienen ſoll. Sind, wie hier in
Darmſtadt, zwei ſolche Bibliotheken vorhanden, dann
wäre es im Intereſſe jeder Anſtalt und damit zugleich des
Publikums bedauerlich, wenn man hüben oder drüben
die geſteckten Grenzen vergäße. Man begegnet häufig
genug dem Vorwurf, es ſei auf der Hofbibliothek nichts
von neuen Werken der „Schönen Wiſſenſchaften” zu
fin=
den; dieſer Vorwurf iſt ungerecht, weil es gar nicht
Auf=
gabe eines wiſſenſchaftlichen Inſtituts ſein kann, ſolche
Werke anzuſchaffen. Der Student, der Forſcher, der
Lieb=
haber, wird dort nur ſolche Werke finden, die zur
Kennt=
nis, Bereicherung und Beurteilung irgend einer
wiſſen=
ſchaftlichen Disziplin von Wert ſind — alles, was
ledig=
lich Unterhaltungslektüre iſt, ſucht er dort vergeblich. Da
wende er ſich an die Volksbibliothek; hier findet er in.
Roman, Erzählung, Lyrik und Drama, was ſein Gaumen
begehrt, leider auch Marlitt und Heimdurg.
Selbſtver=
ſtändlich wird und ſoll er in der Volksbibliothek auch auf
dem Gebiete der Geſchichte, Lebensbeſchreibungen,
Erd=
kunde, Reiſen, Naturwiſſenſchaften, Mathematik, Gewerbe,
Kunſt, Kultur u. a. wichtigere Werke, die der Belehrung
dienen können, vorfinden. Beſonders möchte ich die
empfehlenswerte Jugendſchriften=Abteilung in
Er=
innerung bringen. Es ſollte nur nicht
vorkom=
men, daß ſich eine Volksbibliothek rühmte, über Kleiſt,
Bismarck oder Wechſelgeſetz alles oder faſt alles
Er=
ſchienene zu beſitzen, auf jeden Fall über eine reichere
Literatur zu verfügen, als die wiſſenſchaftliche Bibliothek
am ſelben Ort! Um nun eins zu erwähnen: einer
Volks=
bibliothek iſt das Bändchen Kleiſt aus Velhagen und
Kla=
ſings Volksbücherei (mit ausgezeichneten Illuſtrationen,
kart. 60 Pfg.) und eine gute Ausgabe ſeiner Werke mit
Einleitung von Erich Schmidt (zuſammen mit Reinh.
Steig und Minde=Pouet) in zwei Exemplaren 100mal
mehr wert, als die ganze verworrene Kleiſt=Literatur mit
Wilhelm Herzogs 689 Seiten Kleiſt obenan!
Ueber den Wert einer öffentlichen Bibliothek reden,
über die Berechtigung einer Städtiſchen Bücherei und
Leſehalle Wort verlieren, wäre manchesmal von Nöten,
denn oft begegnet man allerlei ſeltſamen Anſchauungen:
Viele meinen, wenn die Bücher koſtenlos ausgeliehen
würden, könne man nichts Geſcheites erwarten; andere
zweifeln wieder an der Berechtigung einer ſolchen
Bib=
liothek, wenn ſie nichts „einbringe” Andere wieder
können ſich gar nicht denken, daß jemand auch ohne den
Titel „Rat” und die obrigkeitliche Genehmigung in die
Pforten einer Hofbibliothek eingehen könne.
Es iſt eine der vornehmſten Pflichten jedes
Gemein=
weſens, jedes Staates, Bibliotheken zu unterhalten; mit
dieſer ausgeſprochenen Wahrheit ſollten ſich alle
Peſ=
ſimiſten und Schneckenhäusler abfinden! Wir brauchen
Bibliotheken, die Nahrung für unſeren Geiſt, wie wir
nicht ohne leibliche Ernährung ſein könnten; wir brauchen
Bücher, aus ihnen Bildung, Belehrung, Bereicherung,
Unterhaltung, wenn wir nicht bei Bierdunſt und
Tabaks=
qualm, bei garſtigem politiſchen Gezänk oder verlogenem
Katzebuckeln verdorren, einroſten wollen!
Und darum auch mehr Achtung vor dem Bibliothekar,
d. i. vor dem, der nicht in ſeinem Handwerk pfuſcht,
ſon=
dern mit Luſt und Liebe bei ſeinen Büchern ſteht, der
nicht ſeine Bücher ängſtlich, gleich einem unantaſtbaren
Schatz hütet, ſondern, froh ſeines Amtes, vielen Menſchen
Vermittler werden will zu reichen, köſtlichen Schätzen,
belebender Nahrung! Nervöſe, Kranke, die uns, ärgerlich
über jede Frage der Beſucher und Sklave ihrer Launen,
nur unwillig dienen, können uns nicht zum öfteren Beſuch
einer Bibliothek einladen! Wenn aber da oder dort ein
*) Anmerkung: Ungeachtet aller Streitigkeiten um die
Fachausdrücke: Stadtbibliothek, Volksbibliothek, Bücherei
uſw. zitiere ich im folgenden kurz: Volksbibliothek.
Geſicht auftaucht, ein Mund ſich auftut, uns zu winken,
zu rufen, wenn wir die Luſt und Liebezum
Hand=
werk merken, dann wollen wir oft und gerne
wieder=
kehren und andere mitbringen! Dann wollen wir auch
denen da draußen erzählen, daß Bibliothekar ſein nicht
Müßiggang heißt, daß gerade des Bibliothekars eine
Arbeit voll von wichtigſten Kleinigkeiten und ſcheinbaren
Nebenſächlichkeiten wartet. Mit einem Buch, was in den
Bücherbeſtand aufgenommen wird, geht’s wie mit einem
neugeborenen Kinde; das Buch beginnt erſt zu exiſtieren,
wenn es im „Zugangsbuch” nach Verfaſſer, Titel, Ort und
Jahr des Erſcheinens, Preis Herkunft (d. i. Art des
Er=
werbes: ob neu oder alt gekauft, ob geſchenkt?) und vor
allem der Signatur oder Handmarke (man könnte das
mit Wohnort und Straße vergleichen, denn nach dieſer
Bezeichnung (z. B.: A 1432) läßt ſich ganz genau feſtſtellen,
wo das Buch in den Bibliotheksräumen zu finden iſt!)
eingetragen iſt. Doch das allein genügt, nicht; es wird
ein beſonderer Katalogzettel (evtl. mehrere) geſchrieben,
der gleich einem Steckbrief jede Angabe erhält, die ein
Werk ſo beſtimmt, daß es von jedem anderen, ſelbſt wenn
der Titel noch ſo ähnlich iſt, ſtreng zu unterſcheiden iſt;
dazu gehören außer Verfaſſer und Haupttitel die gerade
bei wiſſenſchaftlichen Büchern und Sammelwerken
häufi=
gen Neben=, Sonder=, Umſchlag=, Rücken=, Schlußtitel;
ferner unbedingt Beigabenvermerk (d. i. Angaben über
Anhänge, Regiſter, Tafeln uſw.), Auflagebezeichnung,
Bandzählung und Erſcheinungsvermerk (d. i. Ort, Jahr,
Verleger, evtl. Drucker)?) Wenn wir gar erſt von den
unzähligen anderen Arbeiten reden wollen: Verkehr mit
Buchbinder, Buchhändler, Antiquar, Verleger,
haushäl=
teriſches Wirtſchaften mit einem beſtimmten
Anſchaffungs=
fonds, Tätigkeit in der Ausleihe und im Leſeſaal, Statiſtik
uſw.! Leicht ließen ſich Spalten, Seiten ſüllen; Menſchen,
die einem Unparteiiſchen, wenn auch Eingeweihten
glau=
ben wollen, kann ich verſichern, daß die Tätigkeit des
Bibliothekars nicht darin beſteht, „jeden Tag e paar
ſchene Romane zu leſe” oder „die Bicher abzuſtauwe”!
Alſo dort Liebe zum Handwerk und hier Achtung
vor der Arbeit des Bibliothekars, dann wird
ſchon manches gut und beſſer gehen!
Doch nun noch einige wichtige Bemerkungen über die
Wege zur Bibliothek:
I. Die Städtiſche Bücherhalle in der
Luiſenſtraße 20 iſt geöffnet an Werktagen vormittags von
10½—12½ Uhr und abends von 6—9½ Uhr zur Ausgabe
von Büchern. Wer zum erſten Male Bücher zu entleihen
wünſcht, und keinem der Beamten bekannt iſt, muß
unbe=
dingt einen Ausweis mitbringen, um ſich zu legitimieren;
Schüller haben eine ſchriftliche Erklärung ihrer Eltern
vorzuzeigen. Darauf muß beſtanden werden; iſt dieſer
leicht zu erfüllenden Bedingung Genüge getan, dann trägt
ſich der Entleiher in die „Leſerliſte” ein und zahlt 5 Pfg.
für eine Leihkarte, die für ungefähr 10 bis 12 Bände
ausreicht. Iſt der Eintrag erfolgt, dann kann er Tag für
Tag, wenn er Luſt hat, das entliehene Buch gegen ein
anderes eintauſchen! Einfacher und leichter geht es wohl
nicht? Bemerken will ich noch, daß die Studierenden der
hieſigen Techniſchen Hochſchule von dem Sekretariat
koſtenlos einen Schein (Bürgſchein) ausgeſtellt bekommen,
den ſie auf der Bibliothek zu hinterlegen haben und der
ſie zur Bücherentnahme berechtigt.
Ueber die vorhandenen Bücher (1909/10 rund 24000
Bände) gibt ein gedruckter Katalog Auskunft, der jetzt
neu aufgelegt wird und wohl Oſtern 1912 ausgegeben
werden kann; mag es manchen Gemütern noch lange bis
zu dieſem Zeitpunkt dauern, ſo ſei ihnen geſagt, daß der
alte Katalog vollkommen ſeine Schuldigkeit tut, wenn die
Leſer ſo freundlich ſein wollen, ihn ſelbſt weiterzuführen.
Alle hieſigen Zeitungen veröffentlichen nämlich je nach
Bedarf (meiſtens alle 14 Tage) ein Verzeichnis der
Neu=
anſchaffungen. Man ſchneide dieſe Veröffentlichungen aus
und füge ſie dem Katalog an! Aengſtliche Gemüter gehen
am beſten Vormittags zur Bibliothek, da der Andrang
um dieſe Stunden nicht ſo lebhaft iſt wie abends; ein
Katalog ſteht ihnen dort immer zur Verfügung. Zu
wün=
ſchen wäre es, wenn alle Leſer ihre Wünſchers) auf
beſon=
deren Zetteln aufſchrieben; denn es iſt nicht nur
zeit=
raubend für den Beamten und die übrigen Entleiher,
wenn ein Einzelner den Beamten drei= oder viermal
ver=
gebens bemüht (er nennt ein Buch, der Beamte ſchlägt
die Signatur nach, ſieht im Magazin nach, das Buch iſt
ausgeliehen; der Entleiher nennt ein zweites Werk;
wie=
der ausgeliehen uſw. . . .), ſondern es iſt auch ſehr
an=
ſpruchsvoll! Ich möchte noch den maßgebenden Stellen
einen Vorſchlag machen, den ich bereits kürzlich anderswo
äußerte: Wunſchbücher drucken zu laſſen mit
vor=
gedruckter Rubrik für Signatur und Titel; die Koſten
wären bei der großen Auflage (wenigſtens 5000) durch
*) Man vergl. darüber: Inſtruktionen für die
alpha=
betiſchen Kataloge der preußiſchen Bibliotheken vom 10.
Mai 1899. Zweite Ausgabe in der Faſſung vom 10. Aug.
1908. Berlin, 1909. — Auch: Emil Jaeſchke,
Volksbiblio=
theken; Sammlung Goeſchen, Band 332.
**) D. i. vor allem die Signatur (Standmarke), evtl.
noch kurz Verfaſſer der Bücher.
Benutzung des Umſchlags und noch einiger Seiten zu
Reklamezwecken zu beſtreiten!
Nun II. zur Großherzoglichen
Hofbiblio=
thek im Schloß.‟ Beide Bibliotheken haben etwas
gemeinſam: das iſt das Fehlen geeigneter Räume, ſowohl
für Leſeſaal, Beamtenräume und Magazin. Hoffen wir,
daß dem Uebelſtand in nicht allzu ferner Zeit abgeholfen
werde! Ein Uebelſtand, der zwar auf den Ausleih=
Ver=
kehr nicht allzu großen Einfluß ausübt.
Die Hofbibliothek, ihrer Verfaſſung nach gleich
einer Landes= oder Staats=Bibliothek, iſt für
jeden Staatsbürger zur Benutzung frei und ſteht
in regem Verkehr mit heſſiſchen, deutſchen
und ausländiſchen Bibliotheken (vergl. die
Veröffent=
lichungen über die Benutzung in den Mitteilungen der
Zentralſtelle für Landesſtatiſtik). Die Bibliothek, die
über einen Beſtand von rund 520000 Bänden und 3600
Handſchriften (i. J. 1910) verfügt, iſt werktäglich geöffnet
von morgens 9—1 Uhr und nachmittags (mit Ausnahme
von Samstag) von 2—4 Uhr (von April bis Oktober von
3—5 Uhr). Jeder Benutzer, der noch keine Bücher
ent=
liehen hat, tut gut, wenn er kein Staatsbeamter iſt, einen
Bürgſchein (Formular in der Ausleihe erhältlich)
aus=
füllen zu laſſen; Studierende erhalten wieder vom
Sekre=
tariat den erforderlichen Ausweis. So gewappnet, wird
jedermann das gewünſchte Buch (deſſen Titel er kennen
muß), wenn es vorhanden iſt, erhalten. Seltſam ergeht
es meiſt den Menſchen, die einen gedruckten Katalog
ver=
langen; ja, den gibt’s nicht, kann’s von 520000 Bänden,
die alljährlich um Tauſende vermehrt werden, nicht geben,
da der Katalog in Jahren erſt zu drucken wäre. Bekommt
nun ein ängſtliches Gemüt dieſe Nachricht, dann wendet
er den heiligen Hallen enttäuſcht den Rücken! Alle die,
denen es ſo ergangen iſt, bitte ich freundlichſt, wieder
umzukehren, und zwar links nach dem Leſeſaal; dort
wer=
den ſie von einem Beamten oder einer Beamtin erfahren,
daß es wohl einen Katalog gibt, daß dieſer aber nicht
nach Hauſe abgegeben werden kann, da er, aus lauter
ein=
zelnen, wohlgeordneten Zetteln beſtehend, die wieder in
zahlloſe Kaſten verteilt ſind, ein ganzes großes Zimmer
anfüllt. Was nun beginnen, um aus dieſem Meer von
Zetteln herauszufinden, was wir ſuchen? Vor allem
reden! reden! Dem Beamten verſchließt die
Schweige=
pflicht den Mund; er wird und kann alſo nicht am Mittag
zu dem Herrn B. laufen und ſagen: „Ach, denken Sie mal,
der Herr A. hat heute das oder die Werke verlangt, und
er arbeitet genau wie Sie über vorſintflutliche Kamele!”
— Alſo reden, und zwar kurz und klar (wenn auch nicht
mit Stentorſtimme; denn das iſt für die 30 Leute, die im
Leſeſaal arbeiten, nicht ſehr angenehm!)! Wichtig für
den Benutzer ſind zwei Kataloge: 1. der
alphabe=
tiſche Zettelkatalog, der Auskunft gibt auf die
Frage: Iſt dies oder jenes Werk von dem oder jenem
Verfaſſer in der Bibliothek vorhanden? 2. der
ſyſte=
matiſche oder Sachkatalog, der darüber
Aus=
kunft erteilt, was über einzelne Disziplinen (z. B. Muſik,
Technik, Pädagogik Biographien — darunter wieder
z. B. Goethe, Schiller, Shakeſpeare — Geſchichte,
Zei=
tungsweſen, Theater uſw.) vorhanden iſt. Nehmen wir
einige Fälle an: 1. Ich brauche ein ganz beſtimmtes. mir
dem Titel und Verfaſſer nach bekanntes Werk. Was tun?
Ich fülle einen Leihſchein (deren jeder ungezählte haben
kann) aus, ſo genau ich kann: dann erfahre ich nach einer
Stunde (es gibt drei Beſtelltermine: um 9, 11 und 3 Uhr;
alle Zettel, die vor den angegebenen Terminen in den
Beſtellkaſten der Bibliothek eingeworfen werden, ſind eine
Stunde ſpäter erledigt!), ob das Werk vorhanden iſt.
2. Kenne ich von einem Verfaſſer, z. B. Schiller, eine
An=
zahl ſeiner Schriften, und will mich ſelbſt überzeugen,
welche davon vorhanden ſind; dann laſſe ich mir aus dem
alphabetiſchen Zettelkatalog aus dem Buchſtaben „Sch”
alle Zettel geben, die unter dem Stichwort: „Schiller,
Friedrich” liegen. 3. Habe ich ein Thema, wie z. B.
Ent=
wickelung Kameruns, oder Geſchichte der modernen
Ma=
lerei, oder Goethes Leben, dann nenne ich dem Beamten
dieſes Thema, der mir dann aus den Abteilungen und
Gliederungen des ſyſtematiſchen Katalogs die Faszikel,
die ſich auf das beſtimmte Thema beziehen, übergibt. So
wird eine große Rubrik: Geſchichte” vorhanden ſein, die
wieder in allgemeine Geſchichte und Geſchichte einzelner
Länder zerfällt; innerhalb der deutſchen Geſchichte wird
die Geſchichte ſeiner Kolonien und darin die Kameruns
enthalten ſein. Oder es exiſtiert eine Abteilung „
Bio=
graphien” und darunter alphabetiſch die einzelnen Namen,
über die gehandelt wird.
Alſo es gibt Mittel und Wege, in die verwunſchenen
Schlöſſer einzudringen. Mögen dieſe Zeilen, die einer
dankbaren Regung für die wohl immer hilfsbereiten
Beamten beider genannten Bibliotheken bei meinen
vieler=
lei Wünſchen entſprungen ſind, manchen veranlaſſen, beide
Anſtalten recht oft zu beſuchen und zu benutzen!
Darmſtadt, im Januar 1912.
*) Eingang durchs Tor vom Markt aus; gleich neben
der Wache, Treppenaufgang zu den Räumen, die früher
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voller; denn je mehr Fett dem Kakao
entzogen wird, deſto günſtiger geſtaltet
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 1.
Samstag. 27. Januar.
1912.
Bekanntmachung.
Bei der am 22. ds. Mts. im IV. Reichstagswahlkreis des Großberzogtums
Heſſen (Darmſtadt-Groß= Gerau) ſtattgehabten engeren Wahl ſind 38704 Stimmen
abgegeben worden und fielen hiervon auf:
1. Redakteur Dr. Ludwig Queſſel zu Darmſtadt
21611
2. Rechtsanwalt Dr. Arthur Oſann zu Darmſtadt . 16757
Für ungültig wurden 336 S immen erllärt.
Ich bringe dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß hiernach
Herr Redakteur Dr. Ludwig Queſſel zu Darmſtadt als Reichstagsabgeordneter
gewählt iſt.
(2653
Darmſtadt, den 26. Januar 1912.
Der Wahlkommiſſär
des IV. Reichstagswahlkreiſes (Darmſtadt-Groß=Gerau).
Fey, Provinzialdirektor.
Au die Ortspolizelbehörden des Kreiſes.
Nach § 1414 R. V.O. hat der Verſicherte ſich die Quittungskarte ausſtellen zu
laſſen und zum Einkleben und Entwerten der Marken rechtzeitig vorzulegen. Die
Ortspolizeibehörde kann ihn dazu durch Geldſtrafen bis zu 10 Mark anhalten.
Ortspolizeibehörden im Sinne dieſer Vorſchrift ſind nach § 2 der
Bekannt=
machung vom 21. Dezember 1911, die Ausführung des 4. Buches der
Reichsverſiche=
rungsordnung betreffend, die Bürgermeiſtereien oder die an deren Steile beſonders
eingerichteten ſtaatlichen Polizeibehörden oder ſtaatlich beſtellten Polizeibeamten.
Nach heſſiſchem Recht haben die Polizeibehörden im allgemeinen leine
Straf=
befugnis, in dem Falle des § 1414 R. V.O. handelt es ſich jedoch um eine
reichsge=
ſetzliche Vorſchrift.
Man hat daher Abſtand genommen, die Ortspolizeibehörden bei Ausübung
dieſer Befugnis in der Weiſe zu beſchränken, wie dies ſeither durch die §§ 174 ff. der
Vollzugsanweiſung zum Invalidenverſicherungsgeſetz vom 7. Juni 1900 der Fall war.
Immerhin werden die Ortspo izeibehörden zu berückſichtigen haben, daß die hier
in Betracht kommenden Geldſtrafen keine Ordnungsſtrafen, ſondern ſogenannte
Zwangsſtrafen ſind und vother angedroht werden müſſen. Sie ſollen auf den
Ver=
ſicherten einen Zwang ausüben, ſind daher nur zu verhängen, wenn und ſoweit
dies notwendig iſt, um gegen den Säumigen einen wirkſamen Zwang auszuüben.
Sie können daher wiederholt angedroht und feſtgeſetzt werden; eine Feſtſetzung iſt
aber dann nicht mehr möglich, wenn die zu erzwingende Handlung bereits
vorge=
nommen worden iſt. Der Höchſtbetrag von 10 Mark iſt nur für die einzelne Strafe
maßgebend.
*Die Geldſtrafen fließen nach § 146 R. V.O. in die Kaſſe der
Landesverſicherungs=
anſtalt und werden nach §§ 146, 28 R. B.O. wie Gemeindeabgaben beigetrieben.
Was die Einlegung von Rechtsmitteln anlangt, ſo iſt hier die allgemeine
Ver=
waltungsbeſchwerde an die vorgeſetzte Dienſtbehörde zuläſſig.
(2672
Darmſtadt, den 23. Januar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Zu die Großherzoglichen Bargermeiſtereien des Kreiſtes.
Nach § 1629 R. V. O. hat das Verſicherungsamt den Verſicherungsträger (
Lan=
desverſicherungsanſtalt Großherzogtum Heſſen in Darmſtadt) zu benachrichtigen, wenn
es erfährt, daß
in Verſicherter oder eine Witwe durch ein Heilverfahren vor der Invalidität
bewarrt werden kann,
der Empfänger einer Invaliden=, Witwen= oder Zuſatzrente durch ein
Heil=
verfahren wieder erwerbsfähig werden kann,
die Jnvaliden=, Witwen=, Witwer= oder Zuſatzrente zu entziehen iſt,
eine Rente zu ruhen hat.
Durch eine Verfügung Großh. Miniſterium des Innern vom 4. ds. Mts. zu
Nr. M. d. J. III. 126 wird außerdem auch den Großh. Bürgermeiſtereien die Aflicht
auferlegt, gegebenen Falls dem Verſicherungsträger entſprechende Nachricht zu geben.
Sie wollen hiernach das Geeignete veranlaſſen, ſobald Ihnen ein ſolcher Fall
be=
kannt wird.
(2673
Darmſtadt, den 23. Januar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Das Großh. Minſterium des Zunern hat dem Kirchen= und Schulvorſtand in
Arnſtadt die Erlaubnis erteilt, 5000 Loſe der am 2. und 3. Mai 1912 auszuſpielenden
V. Serie einer Geldlotterie zum Beſten der Bonifaeius= und der Liebfrauenkirche in
Arnſtadt innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. Nach dem von der
zuſtän=
digen Behörde genehmigten Verloſungspan dürfen 120 000 Loſe à 1 Mark
ausge=
geben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem heſiſchen
Zulaſſungs=
ſtempel verſehene Loſe gelangen.
(2675
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis der beteiligten Kreiſe, daß das Proviantamt
Darmſtadt fortgeſetzt Roggen und Hafer ankauft. Auskunft über
Lieferungsbeding=
ungen uſw. wird den Verkäufern vom Proviantamt auf Anfrage ſofort erteilt.
Darmſtadt, den 19. Januar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt
In Vertr.: v. Werner.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, für Verbreitung vorſtehender Bekanntmachung in Ihren
Gemeinden beſorgt zu ſein.
Darmſtadt, den 19. Januar 1912.
(2461dsi
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: v. Werner.
Bekanntmachung.
Am 15. April 1912 beginnt an der Aliceſchule zu Darmſtadt ein neuer Kurſus
zur Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Der Kurſus dauert 1 Jahr.
Mel=
dungen ſind ſpäteſtens am 1. März bei uns einzureichen unter Anſchluß:
1. eines ſelbſt geſchriebenen Lebenslaufes,
2. eines Geburtszeugniſſes.
3. des letzten Schulzeugniſſes,
4. eines Zeugniſſes über die ſeitherige Tätigkeit,
5. eines amtlichen Führungszeugniſſes,
6. eines kreisärztlichen Geſundheitszeugniſſes.
Darmſtadt, den 23. Januar 1912.
(2585
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz für die Zeit vom 30. Januar bis 1. Februar bringen wir hierdurch zur
allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 19. Januar 1912.
(2587si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung
der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 39. Januar bis 1. Februar 1912.
Dauer
der Abſperrung Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
erſtreckt ſich
bis
von
30. Januar 1 Dienstag Feldart.=Regt. Nr. 251 909 vorm. 30nachm
über das ganze
31.
Mittwoch
„ 61
300
Abſperrgelände
1. Februar 1Donnerstag
„ „ 63
300
In NeuIfenburg (ſreis Ofenbach iſt die Maul= und Klauenſeuche
aus=
gebrochen. In Egelsbach und Jügesheim (Kreis Offenbach) iſt die Seuche
er=
loſchen.
(2674
Darmſtadt, den 10. Januar 1912.
Bekanntmachung
die Umlage der Land= und forſtw. Berufsgenoſſenſchaft
für das Großherzogtum Heſſen betreffend.
Die Umlage der Land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für das
Jahr 1911 beträgt 1370 570,52 Mark.
Hiervon ſind durch Barzuſchläge zu erheben 3600 Mk., während 1366970,52 Mk.
auf die beitragspflichtigen Steuerkapitalien umzulegen ſind.
Da die Geſamtſumme der beitragspflichtigen Steuerkapitalien einſchließlich
der=
jenigen der Nebenbetriebe 8290 000 Gulden (14 211 428,6 Mk.) beträgt, ſo ergibt ſich ein
Ausſchlag von 16,5 Pfg. auf den Gulden Steuerkapital (9,6 Pfg. auf die Mark).
Gemäß § 13 der Verordnung vom 31. Mai 1902 wird dies mit dem Anfügen
zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung dieſer Umlage demnächſt in
einem Ziele unter Zuſendung beſonderer Anforderungszettel ſtatfinden wird. (2536
Land= und forſtwirtſchaftliche Berufsgenoſſenſchaft für das Großh. Heſſen.
Gheſunden: 1 filberne Damenühr mit Golbrand. 1 graue
neue Herrenweſte. 1 Il. Portemonnaie mit einigen Pfennigen und
1. Schlittſchuhſchüſſel. 1 Strenenpfeiſe. 1 Strohhandtaſche. 1
Notiz=
buch. 1 kl. weißes Taſchentuch, gez. E. B. 2 große Schlüſſel. 1 brauner
Damenhandſchuh. 1 kleines Portemonnaie mit 1 Geldſtück. 1 brauner
Glacéhandſchub.
(2663
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher. 1 Spitzhund, 1 Pinſcher (
zu=
gelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (2656
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 28. Jan.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr atends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Verkauſopreiſed. Sletiſch. u. Varſtwaren t. d. Haupl=u. Keſtdenſtad Darmäadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563
per½ kg
Ochſenfleiſch
90 Pfg.
84
Rindfleiſch
90
Kalbfleiſch
90
Hammelfleiſch
60
Bruſt.
76
Schweinefleiſch
Kottelets u. geſalz. Fleiſch. 86 „
110
Speck, geräuchert
per ½ kg
Dörrfleiſch
. 96 Pfg.
Schinken m. Bein.
.110
Rollſchinken .
130 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
80 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 80
Leber= u. Blutwurſt . . 64
Die Großh. Direktionen
der Viktoria= und der Eleonorenſchule.
Anmeldungen für die 10. Klaſſen der beiden Schulen werden
entgegengenommen
Dienstag, den 6. Februar d. J., von 3—5½ Uhr,
im Schulgebäude der Eleonorenſchule (Lagerhausſtraße 1).
Vorzu=
legen ſind:
(2123sss
1. Geburtsſchein,
2. Impfſchein.
Geh. Schulrat Dr. Otto. Dr. Lueins.
Am 29. Januar ds. Js., vormittags 10 Uhr,
ſoll der für das unterzeichnete Lazarett in der Zeit vom 1. April 1912
bis Ende März 1913 erforderliche Bedarf an
Verpflegungsbedürf=
niſſen Mineralwäſſern, Bier, Milch, Butter uſw., ſowie die Abnahme
der Küchenabfälle Brotreſte und Knochen verdungen werden. Die
Bedingungen, welche vor Einſendung der Angebote durch Unterſchrift
anzuerkennen ſind. liegen im Geſchäftszimmer des Garniſonlazaretts,
(2128ss
Alexanderſtraße 27, zur Einſicht auf.
Garniſonlazarett.
Bekanntmachung.
Mit Rückſicht auf den Umſtand,
daß der Geburtstag Sr. Majeſtät
des Kaiſers in dieſem Jahre auf
einen Samstag (Hauptbadetag)
fällt, bleibt die ſtädtiſche
Bade=
anſtalt, Mühlſtraße 33,
ausnahms=
weiſe am 27. ds. Mts. bis abends
8½ Uhr geöffnet.
(2626
Darmſtadt, 25. Januar 1912.
Die Badeverwaltung.
Klein.
Bekanntmachung.
Dienstag, 13. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Lackierer Heinrich
Joſeph Karſt dahier und ſeinen
Kin=
dern zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
IV 249¾/10 673 Hofreite
Hein=
heimerſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K136/11
Darmſtadt, 4. Januar 1912. „
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V1683
Bekanntmachung.
Montag, 12. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des
Fuhrunter=
nehmers Johannes Komp,
Suſan=
ne, geb. Wagner, dahier und deren
Kindern zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
II 351 332 Hofreite
Ober=
gaſſe Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteihert werden. (K115/11
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 16. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V2129
Lieferung von Lernmitteln für Schulkinder.
Die Lieferung des Bedarfs an Schulbüchern, Schreib= und
Zeichenmaterialien und Materialien für den
Handarbeitsunter=
richt (Kretonne, Leinen, Wolle uſw.) im Schuljahre 1912/1913 ſoll
alsbald vergeben werden.
Bedingungen nebſt Verzeichnis der zu liefernden Materialien
liegen im Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur Einſicht offen.
Angebote ſind, verſchloſſen und mit Auſſchrift verſehen, nebſt
Muſter bis
Dienstag, den 30. Januar 1912, vormittags zwiſchen
10—11 Uhr,
bei uns einzureichen.
Darmſtadt, den 17. Januar 1912.
(2269os
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Darmstädter Pädagogium, Herdweg5s. Tel. 2554
staatlich konzessionierte Reformanstalt.
Mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern, Abt.
für Schulangelegenheiten, wird von Oſtern d. J. ab der Unterricht
nach den modernen Reformgrundſätzen der Arbeits= und
Erziehungsſchule erteilt.
* Aufnahme finden von jetzt ab ſchon Kinder (Knaben und
Mädchen) vom vollendeten 6. Lebensjahre ab. Näheres über
Ein=
richtung und Methode durch die Proſpekte.
Anmeldungen für das neue Schuljahr werden ſchon jetzt
ent=
gegengenommen.
(B2701
Der Leiter: M. Elias.
Jagd-Verpachtung.
Die Jagd der Stadt Pfungſtadt beſtehend aus Wald, Feld
und Wieſen ſoll Donnerstag, den 1. Februar 1912, nachmittags
2 Uhr, auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt in 8 Abt. auf 6 Zahre
öffentlich verpachtet werden. Das Jagdrevier, das zuſ. 3450 ha
um=
faßt (5900 m Wald, 6600 m Feld, 1300 m Wieſen nebſt der
Torf=
grube), hat einen vortrefflichen Wildbeſtand an Rehen, Haſen, Hühnern,
Enten (reicher Beſtand an der Torfgrube), Faſanen und ſonſtigem
jagdbaren Wild, zieht teilweiſe an der Main=Neckar=Bahn und
Neben=
bahn Eberſtadt=Pfungſtadt entlang iſt ſomit in ſehr guter Lage und
nach allen Richtungen hin, den Bahnhöfen Darmſtadt=Süd,
Eber=
ſtadt, Bickenbach und Pfungſtadt, gut erreichbar.
Weitere Auskunft erteilt bereiwilligſt die unterzeichnete
Bürger=
meiſterei.
Pfungſtadt, den 5. Januar 1912.
(1503a
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
Holzanfuhr-Vergebung.
Die Anfuhr des diesjährigen Holzbedarfs in den
Großherzog=
lichen Holzhof dahier, beſtehend in:
150 rm Buchen=Scheiter,
650 „ Buchen=Knüppel,
7 „ Kiefern=Scheiter,
ſoll auf dem Submiſſionswege in 4 Loſen an die Wenigſtfordernde
vergeben werden.
Von dem Holz werden 100 rm Buchen=Scheiter und 450 rm
Buchen=Knüppel aus den Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei
Beſſungen, 50 rm Buchen=Scheiter, 200 rm Buchen=Knüppel und
7rm Kiefern=Scheiter aus den Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei
Ober=Ramſtadt entnommen. Die Submiſſionsforderungen ſind
ver=
ſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bei
unterzeich=
neter Stelle (Geſchäftszimmer Großh. Oberförſterei Beſſungen), von
welcher auch über die Akkordbedingungen und die Zuſammenſetzung
der einzelnen Loſe Auskunft zu erhalten iſt, bis ſpäteſtens Montag,
29. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, ſchriftlich einzureichen, um welche
Zeit deren Eröffnung in Gegenwart etwa erſchienener Submittenten
(2357ms
erfolgen wird.
Darmſtadt, den 22. Januar 1912.
Großherzogliche Holzmagazins=Verwaltung.
Heinemann, Geh. Forſtrat.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Den Brennholzkäufern im Stadtwald teilen wir hierdurch mit,
daß wir nach der für den 22. und 23. ds. Mts. ausgeſchriebenen
Brennholzverſteigerung noch weiteres Buchenbrennholz aus folgenden,
mit guten Abfuhrwegen verſehenen Diſtrikten zum Ausgebot bringen
werden:
Oberwald: Nachtweide, Vorderer Woogsberg, Wannemachersplatte
(2251os
und Holzſchlag.
Beſſunger Laubwald: Dieterſchlag, Dachsberg und Pfarrwinkelfleck.
Darmſtadt, den 19. Januar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 9.
(Stadtwald.)
Montag, den 29. Januar l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier verſteigert:
I. Aus der Forſtwartei „Beſſunger Tanne‟ (Forſtwart Geriſch)
das im Diſtrikt Texas, Abt. 41 und 43 ſitzende Holz mit den
laufen=
den Nummern 164 bis 415, ſowie das Dürr= und Windfallholz aus
verſchiedenen Diſtrikten mit den laufenden Nummern 416 bis 544,
und zwar:
Kiefern: 99 rm Scheiter, 180 rm Knüppel, 142 rm
Reiſigknüp=
pel und 100 rm Stöcke (grob);
Hainbuche: 100 Wellen Reiſig.
II. Aus der Forſtwartei „Städtiſche Tanne” (Forſtwart
Ahl=
heim) das Dürr= und Windfallholz aus verſchiedenen Diſtrikten mit
den laufenden Nummern 151 bis 320, ſowie das Holz aus
Durch=
forſtung im Diſtrikt Bürgerſchlag, Abt. 32, mit den laufenden
Num=
mern 321 bis 434:
Kiefern: 178 rm Scheiter, 177 rm Knüppel, 60 rm
Reiſigknüp=
pel, 42 rm Stöcke (grob) und 53 rm Stöcke (fein.
In beiden Forſtwarteien kommen unterſtrichene Nummern
nicht zum Ausgebot. Um vorherige Einſicht wird gebeten.
Weitere Brennholz=Verſteigerungen finden in der Tanne nicht
mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 20. Januar 1912.
(2383ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Stammholz-Verſteigerung.
Freitag, den 2. Februar I. J.,
kommen im hieſigen Gemeindewald nachſtehende Holzſortimente zur
Verſteigerung:
1. 91 Stück Eichen=Stämme von 28—57 cm Durchmeſſer, 2,10
bis 10 m lang, enthaltend 63,61 fm;
2. 231 Stück Kiefern=Stämme von 28—57 cm Durchmeſſer,
5—14 m lang, enthaltend 205,32 fm.
Die Zuſammenkunft iſt vormittags 10 Uhr auf der
Kirch=
ſchneiſe an der Brandſchneiſe.
Gedruckte Verzeichniſſe können von uns bezogen werden.
(2156f
Kelſterbach, am 17. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Kelſterbach.
Hardt.
Kohlenlieferung.
Donnerstag, den 1. Februar 1912, vorm. 11 Uhr,
wird auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt die Lieferung von Kohlen,
25 Waggons Nuß I und 50 Waggons Nuß II für das Städtiſche
Elektrizitätswerk auf dem Submiſſionswege vergeben.
Bedingungen liegen bei uns offen und werden auf Anfordern
zugeſandt. Es kommen hauptſächlich Saarkohlen in Betracht.
Pfungſtadt, den 15. Januar 1912.
(2386fI
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Jagd-Verpachtung.
Samstag, den 3. Februar 1912, vorm. ½12 Uhr,
wird auf dem Rathaus in Ober=Ramſtadt die der hieſigen
Ge=
meinde zuſtehende, in drei Abteilungen verpachtet geweſene
Wald= und Feldjagd
unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf
weitere 6 Jahre verpachtet.
Bemerkt wird, daß ein guter Faſanen=, Haſen= und
Reh=
beſtand vorhanden iſt, ſowie, daß die Jagd großenteils an fiskaliſche
Waldungen grenzt.
Die Jagd iſt von den Bahnſtationen Ober=Ramſtadt, Nieder=
Ramſtadt-Traiſa, Roßdorf und Zeilhard bequem zu erreichen.
Ober=Ramſtadt, den 19. Januar 1912.
(2249os
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
tierung
ochsotn
durch unſ. Spez.=Inſtit. f.
Geldbedarf. Proſpekt Mk. 1.50
gegen Nachnahme od. Einſ.
an Haasenstein & Vogler
A.-G., Nürnberg unt. Abt.
IV8 Na. S. 213.
(2644fI
Bekanntmachung.
Dienstag, 27. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Obſthändler Heinrich
Obſt Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 9229%/100 344 Hofreite
Teich=
hausſtraße,
II 92295/100 136 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K3/12
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht DarmſtadtI
Müller. (V2620
Bekanntmachung.
Montag, 29. Januar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die der Adam Schäfer II.
Witwe, Louiſe, geb. Stumpf,
da=
hier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
22 617/100 484¼/10 Hofreite
Viktoria=
ſtraße 78,
35 150%/1000 364 Hofreite
Hein=
heimer
heimer=
ſtraße 90.
n unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K44/11
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 11. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V1674
Billige
Gemüse
Spinat
ſehr fein, 2 Pfd.=D. 75 Pfg.
Larotten
in Würfel
2Pfd.=D. 50 Pfg.
Kohlrabi
zart in Scheiben
2 Pfd.=Doſe 60 Pfg.
Erbsen
mittelfein, 2 Pfd.=D. 30 Pfg.
2 Pfd.=D.
Macédoine
gemiſchte Gemüſe
Pfg.
2 Pfd.=D. 65 Pfg.
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Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 13.
Vierprozentig
Deutſche Reichs= und Preußiſche eonſolidierte
Staatsanleihe.
Ankundbar bis 1. April 1918.
Zeichnungs=Bedingungen.
1. Zeichnungen werden bis einſchließlich
(32647
Montag, den 29. Januar d. J., mittags 1 Uhr
entgegengenommen bei: dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere, der Seehandlungs=Hauptkaſſe und der Preußiſchen Central=Genoſſenſchaftskaſſe, bei allen Reichsbank=
Hauptſtellen, Reichsbankſtellen und den Reichsbank=Nebenſtellen mit Kaſſeneinrichtung, bei der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihren ſämtlichen Zweiganſtalten ſowie ferner bei:
der Bank für Handel und Induſtrie, der Berliner Handels=Geſellſchaft, S. Bleichröder, der Commerz= und Disconto=Bank, Delbrück Schickler u. Co., der Deutſchen Bank, der,
Direction der Disconto=Geſellſchaft, der Dresdner Bank, F. W. Krauſe u. Co. Bankgeſchäft, Mendeleſohn u. Co., der Mitteldentſchen Creditbank, der Nationalbank für Deutſchland,
dem A. Schaaffhauſen’ſchen Bankverein und Gebrüder Schickler, ſämtlich zu Berlin, dem Schleſiſchen Bank=Verein zu Breslau, Sal. Oppenheim jr. u. Co. zu Cölu, Lazard
Speyer=Elliſſen und Jacob S. H. Stern zu Frankfurt a. M., L. Behrens u. Söhne, der Norddeutſchen Bank in Hamburg, der Vereinsbank in Hamburg und M. M. Warburg u. Co.
zu Hamburg, der Allgemeinen Deutſchen Credit=Anſtalt zu Leipzig, der Rheiniſchen Creditbank zu Mannheim, der Bayeriſchen Hypotheken= und Wechſelbank und der Bayeriſchen
Vereinsbank zu München, der Oſtbank für Handel und Gewerbe zu Poſen und der Württembergiſchen Vereinsbank zu Stuttgart und bei den in Deutſchland belegenen
Haupt=
bezw. Zweigniederlaſſungen dieſer Firmen.
2. Die aufgelegten Anleihebeträge werden beide ausgefertigt in Schuldverſchreibungen zu 10 000, 5000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zinsſcheinen über vom 1. Juli d. J
laufende Zinſen.
3. der Zeichnungspreis beträgt:
a) für diejenigen Stücke, die unter Sperrung bis 15. Januar 1913 in das Reichs= oder Staatsſchuldbuch einzutragen) abzüglich 4% Stückzinſen vom
Einzahlungs=
ſind, 101,20 Mark für je 100 Mark Nennwert:
tage (früheſtens dem 10. Februar d. J.) bis
b) für alle übrigen Stücke 101,40 Mark für je 100 Mark Nennwert.
zum 30. Zunt d. J.
*Die Eintragung in die Schuldbücher erfolgt gebührenfrei. Der amtliche Schriftwechſel in Schuldbuchangelegenheiten erfolgt als portopflichtige Dienſtſache.
4. Bei der Zeichnung hat ieder Zeichner eine Sicherheit von 5% des gezeichneten Nennbetrages in bar oder ſolchen nach dem Tageskurſe zu veranſchlagenden Wertpapieren
zu hinterlegen, weiche die betreffende Zeichnungsſtelle als zuläſſig erachtet. Die vom Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere ausgegebenen Depotſcheine ſowie die
Depotſcheine der Königlichen Seehandlung (Preußiſche Staatsbank) vertreten die Stelle der Effekten.
Den Zeichnern ſteht im Fall der Reduktion die freie Verfügung über den überſchießenden Teil der geleiſteten Sicherheit zu.
Zeichnungsſcheine ſind bei allen Zeichnungsſtellen unentgeltlich zu haben.
Es können aber die Zeichnungen auch ohne Verwendung von Zeichnungsſcheinen erfolgen und zwar briefkich mit folgendem Wortlaut:
„Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich von den jetzt aufgelegten 4% Reichs= bzw. Preußiſchen Staatsanleihen
nom. M.
Deutſche Reichsanleihe
nom. M.
Preuß. Staatsanleihe
und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, welcher mir auf Grund gegenwärtiger Anmeldung zugeteilt wird.
Soweit meine Zeichnung bei der Zuteilung nicht berückſichtigt wird, bin ich einverſtanden, daß ſtatt Reichsanleihe auch
Preuß. Staatsanleihe oder ſtatt Preuß. Anleihe auch Reichsanleihe zugeteilt wird?).
Ich bitte um Zuteilung!)
von Stücken, die unter Sperrung bis 15. Januar 1913 für mich in das Reichs= oder Staatsſchuldbuch einzutragen
2 Das Nichtzutreffende
ſind, zum Preiſe von 101,20
%=
iſt fortzulaſſen.
Ich bitte um Zuteilung‟)
von Stücken, die bis 15. November 1912 der Sperre unterliegen, zum Preiſe von 101,40%
Ich bitte um Zuteilung‟)
von freien, d. h. keiner Sperre unterliegenden Stücken, zum Preiſe von 101,40%.
Als Sicherheit hinterlege ich—
Solche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an jede der obigen Zeichnungsſtellen gerichtet werden.
8. Die Zuteilung erfolgt tunlichſt bald nach der Zeichnung dergeſtalt, daß zunächſt die Schuldbuch=Zeichnungen, ſodann diejenigen Zeichnungen vorzugsweiſe berückſichtigt
werden, für welche der Zeichner ſich, ohne Eintragung ins Schuldbuch, einer Sperre bis zum 15. November 1912 unterworfen hat; im übrigen entſcheidet das Ermeſſen
der Zeichnungsſtell.
Anmeldungen auf beſtimmte Stücke können nur inſoweit berückſichtigt werden, als dies mit den Intereſſen der anderen Zeichner verträglich erſcheint.
6. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 10. Februar d. J. ab jederzeit voll bezahlen, ſie ſind jedoch verpflichter:
40% des zugeteilten Betrages am 1C. Februar d. J.
ſpäteſtens am 20. März d. J.
20%
. „ 20. Mai d. J.
„ 20. Juni d. J.
zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 1000 Mark einſchließlich ſind am 10. Februar d. J. ungeteilt zu berichtigen. Die Abnahme muß an derſelben Stelle erfolgen, welche
die Zeichnung angenommen hat.
7. Wird die Zahlung im Fälligkeitstermine verſäumt, ſo kann dieſelbe noch innerhalb eines Monats unter Berechnung einer Vertragsſtrafe von 5% des fälligen Betrages
erfolgen. Wird auch dieſe Friſt verſäumt, ſo verfällt die hinterlegte Sicherheit.
8. Soweit nicht ſogleich Schuldverſchreibungen verabfolat werden können, erhalten die Zeichner vom Reichsbank=Direktorium bzw. von der Königlichen Seehandlung
* (Preußiſche Staatsbank) ausgeſtellte Interimsſcheine, über deren Umtauſch in Schuldverſchreibungen das Erforderliche öffentlich bekanntgemacht werden wird. Soweit
eine Sverrverpflichtung eingegangen iſt, werden die Schuldverſchreibungen wie auch die Interimsſcheine den Erwerbern erſt vom 15. November 1912 ab ausgehändigt.
Sktern
2
auch die schwersten
Sprachleiden,
Atem-
beschwerden, nervös.
Unruhen
undAengst-
lichkeit,
Erkrankun-
gender Stimmorgane
heilt
(2034a
bll. P.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkraft zu erhalten. — Anerkennungen von Behörden,
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fessoren. Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.
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Tealoi
ben
e
2 e tee
E
Kurſe vom 26. Januar 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. IrPro.
4 T ſche. Reichsſchatzanw. 100, 10
3½ Deutſche Reichsanl.. 91,40
82,20)
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100, 10
3½ do. Conſols . . . . 91,40
82,20
§ do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,20
93,50
do.
3½
84,50
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .101,30
90,20
do.
3½
80,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,60
4 do. do. (unk. 1918) 100,60
do.
90,20
3½
79,70
do.
Sächſiſche Rente
81,80
Württembergerv. 1907 100,80
do.
95,00
Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
¾ Griechen v. 1887 . . 53,40
Rtaliener Rente . .
½ Oeſterr. Silberrente . 93,90
do. Goldrente . . 96,90
do. einheitl. Rente 90,75
Portug. unif. Serie I 65,3)
do. unif. Ser. III. 68,20
do. Spezial. 10,50
Rumänier v. 1903 . . 101,0.)
do. v. 1890. . 95,40
do. v. 1905. . 91,80
4 Ruſſen v. 1880. . . . 92,10
4 Ruſſen v. 1902. . . . 91,20
do. v. 1905 . . . . 100,75
93,40
3½ Schweden. . . . .
4 Serbieramort. v. 1895 87,10
4 Türk. Admin. v. 1903 85,20
do. uniſt. v. 1903 91,70
4 Ungar. Goldrente . . 32,40
do. Staatzrente . 90,50
5 Argentinier . . . . . . 101,90
89,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,30
5 Chineſ. Staatzanleihe 9860
93,75
do.
4½
. 96,0
4½ Japaner
5 Innere Merikaner . . 98,00
62,00
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 91,20
5 Gold=Merikaner . . . 101,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=Paket=
.. 143,90
ſahrt .
. 105,00
3 Nordd. Llond
6 Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 114,80
6 Baltimore & Ohio. . 105,50
Gotthardbahn . . . . —
In Prn.
6½Oeſt.=Ungar. Staatsb. 154,25
0 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 19,00
6 Pennſploania N. N. 119,50
Indnſtrie=Aktien.
9 Mainz. Aktienbrauerei 202,00
3 Werger=Brauerei.
25 Bad. Antl.= u. Sodafbr. 495,28
14 Fabrik Griesheim . . 256,60
27 Farbwerk Höchſt . . . 532,50
20 Verein chem. Fabriker
Mannheim . . . . . 339,75
. 130,00
5 Lahmeyer ..
.165,00
7 Schuckert
12 Siemens & Halske. . 241,25
30 Adlerfahrradw. Kleyer 464,30
12 Bochumer Bb. u. Guß 230,50
.207,75
17 Gelſenkirchen ..
.201,70
7 Harpener .
15 Phönir, Bergb. u.
Hit=
tenbetrieb . . . . . . . 259,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . 89,30
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,40
do.
92,00
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei. 96,10
5 Oeſterr. Staatsbahn
96,00
do.
do. alte . 80,30
Oeſterr. Südbahn . . 100,0)
80,70
do.
55,70
do.
Raab=Oedenburger . . 77,50
Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,20
4 Kronpr. Rudolfbahn . 96,60
72,40
24 Livorneſer.
74,00
4 Miſſouri=Paciſie
4 Bagdadbahn Mk. 408 84,60
: Anatoliſche Eiſenb.. . 97,60
5 Tehuantepe .
Bank=Aktien.
9 Berliner Handelsgeſ. 173,10
6½ Darmſtädter Bank. . 126,40
12½ Deutſche Bank . . . 266,75
6 Deutſche Vereinsb. 125,50
10 Diokonto=Geſellſchaft 192½
6½,Drekdner Bant .. 160,25
6½ Miteldent. Kredibt. 121,90
7 Nationalbk. f. Deutſchl. 127½
6½ Pfälzer Bank . . . 130,50
6,45 Reichsbank . . 140,20
7 Rhein. Kredit=Bank 135,50
7½Wiener Bank=Verein 137,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,20
90,10
do. S. 19..
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 98,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,00
89,75
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,30
30,30
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 100,20
89,50
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99,.20
do. (unk. 1914) 89,60
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
90,60
do.
3½
N.
Städte=
Obligationes
4 Darmſtadt
3½ de.
4 Frar
100,80
3½ do.
96,10
4ehe
99,80
da.
99,50
3½ 68.
89.90
4 S
* 100,00
3½ 280.
89,80
U90
8½ M.
-
Mah
.
-
-
2.
München .
100,50
Nanhein
90,00
4 Nürnbers.
100,20
3½ do.
90,80
4 Offenbach.
3½ de.
90,50
4 Wiesbaben
99.70
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95,90
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99,50
3½ do.
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3½ Cöln=Mindner . 100 136,00
5 Donau=Reg. fl. 100 186,00
3 Holl. Komm. ℳ 100 109.10
Ia Brs
3. Madrider F8. 100 79,90
4 Meining. Pr.=
Pfand=
brieſe. . . . . . . . 137,60
Oeſterr. 1860er Loſe 179,60
3 Oldenburger . .
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Unverzinsliche
Aulebeusloſe.
Augsburger
ſt.
Braunſchweiger Tlr. 20 211,00
N. 15 —
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Fs. 45 —
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Fs. 10 —
da.
ſt. 7 —
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Ungar. sats „ 100 374,00
Benedigs: Frs. 30
Tärkiſche
„ 400 173,00
Gold, Gülber und
Banknoten.
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20 Frano=Stücke . . 5 ₰ 16,23
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Roten . . . 4, 19½
Engliſche Roten . . . . . 20,18
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Holländiſche Noten . . . . 169,45
Italieniſche Noten . . . . 80,80
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85.05
Ruſſiſche Noten . . . . . . 216,00
Schweiger Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto . . . 5%
Reichabani=emhard AMk 62.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
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23—25 Mk. Off. u. E35 Exp. (*2130
Unabh. Frau ſ. Laufd. od. Waſch. u.
Putzen Schwanenſtr. 7, part. (*2047
weiches 4 J.
Jung. Mädchell, geſchneidert
hat, ſucht paſſende Stelle in beſſ.
Hauſe, am liebſt. ausw. (*1997
Offert. u. D 90 an die Exped.
Eine unabh. Frau, welche ſchon
in beſſ. Häuſern war, ſ. Laufdienſt
Erbacherſtraße 5, III. (*2110
Schuentlaſſ Mädch. aus achtbar.
Famil. ſucht das Putzfach zu erlern.
Off. u. E 31 an die Exv. (*2117
Ichempf. mich im Waſch. u. Putz.
Fr. R inhard, Rossdörferstrasse 1. (*2034
Jg. Mädch. ſ. Laufdienſt 2—3 St.
vorm. Off. u. E 9 a. d. Exp. (*2026
Unabhäng. Frau geht waſchen
putzen, nimmt auch Laufſtelle
Langegaſſe 29, 1. St. (*2093
Ein Alleinm., d. bg. k. k. u. ein jg.
Mädch. ſ. z. 1. Febr. St. i. Wirtſch.
Elisab. Frank, gewerbsmäßige
Stel=
lenvermittlerin, Saalbauſtr. 33. (*2114
Mädchen, weiches bürgerl. koch.
kann, mit g. Zeugn., ſucht Stelle,
kräft. Mädch., welch. alle Hausarb.
kann, ſucht St. für 15. Febr. durch
Eliſ. Cronert, gewerbsmäßiges
Stellenbüro, Mühlſtr. 23, Hth. I. (*2062
Männtien
eee
in einem größeren
Inſtallations=
geſchäft oder auf Zentralheizung
Stellung. Auf hohen Lohn wird
nicht reflektiert. Offerten unter
E 26 an die Exped. (*2005sm
crdit., ee ſed,
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(2100a
Expedition.
Off. u. C 42 an die Exped.
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Buchdruckerei u. Buchhdlg. beſchäft.
war u. m. all. Arb. vertraut iſt, ſucht
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Manu=
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mit Angabe bisheriger Tätigkeit
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ſofort geſucht
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nahme ſämtlicher Hausarbeiten ge=
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(2549fso
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(22041I
d Bl. richten.
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hat, noch mehr verfallen laſſen?
Jetzt war er doch empört über dieſe Geſinnung der
Schweſter und mußte es ausſprechen. Konſtanze, für ſo
niedrig denkend und berechnend hätte ich dich wirklich nicht
gehalten; faſt muß ich mich deiner ſchämen! Du nimmſt
mir wirklich die ganze Freude an Steinhagen, das ich mit
ſo unſäglicher Mühe wieder in die Höhe gebracht habe.
Während ihr in Luxus ſchwelgtet, habe ich — doch wozu
euch das ſagen — ihr habt gar kein Verſtändnis, auch nicht
das Recht, eine Arbeit zu beurteilen, ihr, die ihr nicht
im Stande wäret, auch nur das Salz zum Brot zu
ver=
dienen —
Und Deine Reiſe nach Italien? fragte Frau Agathe
mit maliziöſem Lächeln. Für uns war das Geld nicht da.
Da verließ ihn die Selbſtbeherrſchung, die er bis dahin
geübt, das war doch zuviel. Zornig ſprang er auf.
Für Euch hab’ ich mich krank gearbeitet, und dann ſoll
ich nicht einmal an meine Geſundheit denken — das
erſte=
mal in den acht Jahren. Du haſt wohl am allerwenigſten
Grund, ſolche Anſprüche zu machen, ich bitte, ja das zu
bedenken! Auch meine Geduld hat ein Ende! herrſchte er
Frau Agathe an. Dann atmete er tief auf und mäßigte
ſeine Stimme zu der anfänglichen Ruhe und Kühle.
Juſtizrat Wendler ſoll Euch in den nächſten Tagen eine
genaue Aufſtellung aller Einnahmen und Ausgaben von
Steinhagen zuſchicken, aus denen Ihr erſehen werdet, daß
ich nicht zu meinem Vorteil gewirtſchaftet habe. Wenn
ich heute aus Steinhagen gehen würde, hätte ich nichts
— nein, weniger — ich habe acht ſchöne,
unwiederbring=
liche Lebensjahre verloren. Ich müßte von vorn
anfan=
gen! Und damit ich nicht ganz für umſonſt gearbeitet habe,
ſoll es von nun an anders werden. Meine Gutmütigkeit
iſt zu Ende! Ihr bekommt Euere Rente — nichts weiter.
Seht zu, wie Ihr Euch einrichtet. Mein letztes Wort iſt
geſprochen. Da Ihr ſo undankbar und unvernünftig ſeid,
will ich mich für Euch nicht länger unnütz quälen.
Konſtanze ſprang ſtürmiſch auf. Gut, wenn Du ſo biſt
Ich werde das Auto von meinem Gelde bezahlen. Aber
dann bitte ich Dich, mir ſo bald als möglich mein Kapital,
das ganze, hörſt Du — die hundertundzwanzigtauſend
Mark, auszuzahlen! Ich bin jetzt mündig und kann darüber
nach meinem Belieben verfügen!
Lothar war ſehr bleich geworden; verächtlich ſah er
die Schweſter an.
Gut, Du ſollſt es haben. Ich werde Steinhagen
ver=
kaufen, weil es nicht anders geht. Nur eins bedauere ich:
Dich als Schweſter zu haben!
Konſtanze ſah doch wohl ein, daß ſie zu weit gegangen
war. Vor ſeinem beredten Blick ſenkte ſie ihre Augen. Du
haſt es herausgefordert, Lothar.
Er hatte den Türgriff ſchon in der Hand. Wenn Ihr
glaubt, noch Anſprüche zu haben, wendet Euch an
Juſtiz=
rat Wendler, und, falls Ihr mir noch etwas zu ſagen
habt
Da klopfte es ſtark an die Tür; Milli trat ein, einen
Brief in der Hand. Verzeihung, ich hatte ſchon einige
Male geklopft. Hier iſt ein eingeſchriebener Expreßbrief
für eine Komteſſe Yvonne Laßberg. Ich hatte dem
Brief=
träger ſchon geſagt, hier ſei niemand dieſes Namens, aber
ich dachte vielleicht, weil Mademoiſelle Legéne Yvonne
heißt —
Mein Gott, ſparen Sie ſich doch dieſe lange Rede,
Milli; hier kennen wir keine Komteſſe Laßberg, ſagte Frau
Agathe gelangweilt, geben Sie den Brief zurück.
Oder vielmehr — rufen Sie Mademoiſelle Legöne,
beauftragte Lothar. Er war im Begriff geweſen, das
Zimmer zu verlaſſen; jetzt wartete er noch. Sollte nun
die Aufklärung kommen? Er erinnerte ſich deutlich ihrer
Worte an jenem Abend.
Wo iſt Mademoiſelle?
Auf ihrem Zimmer.
Dann rufen Sie Mademoiſelle!
Nach kaum einer Minute trat die Gewünſchte ein.
Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 19.
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Gnädige Frau befehlen?
Sie ſah an den erregten Geſichtern der Anweſenden,
daß eine ſtürmiſche Auseinanderſetzung ſtattgefunden hatte.
Lothar ſtand in der Nähe der Tür. Er ſah ſehr blaß aus,
und mit einer nervöſen Gebärde glitt ſeine Hand
ununter=
brochen über den Bart.
Konſtanze lehnte trotzig am Fenſter.
Frau Agathe lag mehr als daß ſie ſaß auf ihrem
Seſſel, und zwei rote Flecken brannten auf ihren Wangen.
Sie ſtreckte dem jungen Mädchen den Brief entgegen.
Mademoiſelle, hier iſt ein Brief. Wollen Sie einmal
die Adreſſe ſehen?
Geſpannt blickten drei Augenpaare auf Yvonne, die
zögernd nach dem Schreiben griff.
Ein Brief?
Sie bekam doch ſonſt nie Briefe. Es war etwas ſo
Seltenes für ſie, daß ſie erſchreckt meinte, etwas
Folgen=
ſchweres müſſe ihr dieſer Brief bringen. Ihr Blick fiel auf
die Adreſſe: Komteſſe Yvonne Laßberg. Es war Hertas
Handſchrift; ſie erbleichte. War wohl etwas mit
Groß=
mama — oder Lutz?
Nun, Mademoiſelle, Sie ſehen doch, der Brief iſt
ein=
geſchrieben, der Briefträger wartet. Es iſt wohl ein
Irr=
tum! begann Frau Agathe ungeduldig.
Nein, gnädige Frau, es iſt kein Irrtum, der Brief iſt
an mich, entgegnete ſie mit niedergeſchlagenen Augen.
Ihre Hand zitterte, daß ſie kaum unterſchreiben konnte,
und ein ſcheuer Blick flog zu Lothar. Gott, was mußte er
von ihr denken, daß ſie unter falſchem Namen in ſeinem
Hauſe weilte!
Er ſchwieg und ſah ſie erwartungsvoll an. Frau von
Steinhagen war in peinlicher Verlegenheit. Die „
Kom=
tſſe” imponierte ihr ungeheuer, und doch war ein gewiſſes
Triumphgefühl in ihr — Yvonne war doch immerhin
ab=
hängig von ihr! Und das gab ihr einen gewiſſen Halt.
Wollen Sie mir nicht erklären, Mademoiſelle oder
Komteſſe? —
Bitte, gnädige Frau, nennen Sie mich Mademoiſelle.
Konſtanze trat dicht zu ihr und ſah ſie neugierig an.
Sie können ſich denken, daß wir gern wiſſen wollen,
warum Sie nicht unter Ihrem richtigen Namen bei uns
eingetreten ſind.
Ich weiß, daß ich Ihnen eine Erklärung ſchuldig bin.
Yvonne richtete ihre Worte hauptſächlich an Lothar. In
der Tat, ich bin eine Komteſſe Laßberg. Die
Notwendig=
keit, mir mein Brot ſelbſt zu verdienen, legte mir nahe,
ſtatt meines Namens den meiner Mutter anzunehmen.
Sie hatten doch ſicher nicht nötig, als Gräfin — in
Stellung zu gehen!
Gräfinnen ſind nicht immer reich, gnädige Frau, und
ſie wollen oder müſſen auch leben, lächelte ſie rührend.
So meinte ich das ja auch nicht, entgegnete Frau
Agathe, mit einer leichten Verlegenheit kämpfend. Denn
Sie haben doch Angehörige, trotzdem Sie betonten, daß
Sie niemand hätten!
Yvonne wurde ein wenig rot. So iſt es auch! Ich
war lediglich auf mich ſelbſt angewieſen. Meine Eltern
ſind längſt tot, und meine Erziehung habe ich größtenteils
auf dem Seminar in L. empfangen. Infolge von
Diffe=
renzen mit meiner Großmama hörte jede Verbindung mit
meiner Familie auf. Meine Großmama iſt die Gräfin
Laßberg auf Schloß Burgau. Doch wäre ich Ihnen jetzt
dankbar, wenn ich den Brief leſen dürfte; es muß dringend
ſein, ſonſt hätte man mir nicht geſchrieben.
Gewiß, gewiß, leſen Sie — bitte, es ſtört nicht.
Yvonne wäre gern hinausgegangen, draußen die ge=
wiß wichtigen Zeilen zu leſen; aber man ließ ſie nicht,
ſondern beobachtete ſie neugierig, wie ſie den Brief öffnete
und deſſen Inhalt überflog.
Lothar ſah, wie ſie erbleichte, wie ſie wankte;
unwill=
kürlich ſprang er hinzu, ſie zu ſtützen. Einen Herzſchlag
lang hielt er die zitternde, zarte Geſtalt in ſeinem Arm;
dann war der Schwächeanfall vorüber.
Gnädige Frau, darf ich um die Erlaubnis bitten, ſo
bald als möglich — mit dem nächſten Zuge ſchon — nach
Burgau zu fahren? Meine Anweſenheit iſt dringend
nötig. Morgen abend werde ich zurück ſein.
Wenn Sie noch länger bleiben wollen — beeilte Frau
Agathe ſich, ihr entgegenzukommen. Es iſt doch keine
ſchlechte Nachricht, die Sie bekommen haben, doch nicht
ein Krankheitsfall?
Nein, gnädige Frau, Großmama iſt geſund; doch iſt
meine Anweſenheit in einer anderen Angelegenheit
erfor=
derlich, und die erbetene Friſt genügt mir. Darf ich mich
jetzt entfernen und mich reiſefertig machen?
Ja, und Milli kann Ihnen helfen. Du, lieber Lothar,
ſiehſt wohl im Kursbuch nach, mit welchem Zuge
Kom=
teſſe Yvonne am günſtigſten fährt. Wohin wollen Sie?
Nach Burgau. Bahnſtation iſt L. bei H. Aber ich
möchte Herrn von Steinhagen nicht bemühen.
O bitte! Er verneigte ſich ein wenig und ſie verließ
das Zimmer.
Nun kannſt Du ja die Komteſſe heiraten, haſt ihr ja
immer ſchon verliebte Augen gemacht! ziſchelte ihm
Kon=
ſtanze zu.
Er antwortete nicht, und ſchallend fiel die Tür hinter
ihm ins Schloß.
(Fertjetzung, folat.)
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
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Aus dem Programm: Ouvertüre, kompontert von Friedrich
dem Großen; Tonbilder aus „Die Meiſterſinger von Nürnberg”,
von R. Wagner; „Süßes Sehnen” Romanze für V oloncell und
Flöte, von Menzel: Melodien aus „Die Glocken von Corneville‟,
von Planguette; „Nordſeebilder”, Walzer von Joh. Strauß, und
auf Wunſch wiederholt: „Morgenſtändchen den Vermählten”
(aubade aux Mariss) von Lacombe uſw.
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I. Teil: Konzert. II. Teil: Vorführung von Lichtbildern
aus dem deutſch=franzöſiſchen Kriege 1870/71 von
unſerem Ehrenmitglied Herrn Oberleutnant a. D. Lotheissen.
III. Teil: Tanz.
Hierzu laden wir unſere Kameraden nebſt ihren Angehörigen,
ſowie Freunde und Gönner des Vereins freund ichſt ein.
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Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 25.
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Bedrachtunge.
Seitdem deß neie Johr begunne,
Hab’ mei Bedrachtung ich gemacht,
Un hab’ dobei erausgefunne,
Wos ich mer vorher ſchun gedacht:
An Neijohr dhut die Hend mer falte
Un winſcht gor viel ſich, hoffnungsfroh,
Doch mehrſtendaals bleibt’s hibſch beim Alte
Vorerſt, un iwwerhaubt, un ſo!
Des Wetter hott ſchun viel verdroße,
Un bringt noch manchen in de Drabb,
Mer kann ſich net mehr druff verloſſe,
Der Winter, der is forchtbar ſchlapp.
Naß, äbſch, un duftig is ſei Walte,
Halb ſchbiert des Friehjohr mer bereits,
Un bleibt’s aach vorderhand beim Alte
So dreeſt eich — uff die Pingſte ſchneit’s.
Un wie des Wetter, waaſch un dreckig,
So is aach unſer Bolledick;
Un die Baddeije, bund un ſcheckig,
Die hawwe gaſchdig ſich im G’nick.
Zwar hott mer Redde viel gehalte,
Hott gegenſeitig ſich getrotzt,
Un deßhalb blieb es ſchee beim Alte:
Der brave deitſche Michel brotzt.
Un hawwe aach die Kandidate
Ihm alles Scheene vorgeſchmußt,
Vun kinft’ge un vergang’ne Tare
Der Michel hott en was gehuſt.
Er dhat ſein ganze Groll entfalte
Un blieb ganz ſtoiſch unbeerrt;
Doch trotzdem bleibt es ruhig beim Alte
Un wenn de Bewel — Kaiſer werd.
Die Wahl dhut jo dorchaus net bill’ge
De Bethmann, do verloßt eich druff,
Un dhut mer’m net ſein Kitt bewill’ge,
Löſt er de Reichsdag widder uff.
Sieht er die ſchwankende Geſtalte,
Dann macht er weiter gar kaan Kohl
Un ſeegt: Es bleibt vorerſt beim Alte,
Mir wehle liewer noch emol!
Un dibbelt widder hin zur Urne
De Michel dann in aller Kerz,
No, ſo beginnt der Kambf vun vurne,
Un wie’s dann nochher werd, ſo werd’s.
Un dhut des Berjerdumm ſich ſpalte:
Hie Freiſinn! un Hie Natzional!
Dann bleibt es nooch wie vor beim Alte,
Genau wie bei de erſte Wahl.
Sie is dem Deitſche halt net gewe,
Die innere feſte Aanigkeit,
Un er verbittert ſich ſei Lewe
In Feindſchaft ſchun ſeit alter Zeit.
Nor wann des äußren Feinds Gewalte
Ihm faandlich ricke uff de Belz,
Dann bleibt er hoffentlich der Alte,
Feſt ſteht un trei er wie en Fels!
Deß is doch gewiß ſchee gedeichſelt un is mer
groß=
artig gelunge, un ich muß mer e Lob ausſtelle, ſo ſchwer
mer’s fellt. Alſo mit meim Gedicht kenne Se ruhig
zu=
fridde ſei, ob ſe’s mit de Wahl aach ſin, deß geht mich
jo ſchließlich nix a’. Daß iwwrigens die Stichwahl ſo,
un net annerſter ausgefalle is, deß hab ich ſchun vorher
gewißt, un mei brofediſcher Geiſt hott mich net im Stich
geloſſe. Mir geht’s do grad, wie meim Freund Hermann
ſeine Fraa, die hott aach noch immer hinnenooch alles
vorher gewißt, un ſeegt, wann ebbes net mehr
ewegzu=
leigne is, mit brofediſcher Geeſte wie die Kaſſandra
ſeelig: „Ich hab’s ja gleich geſagt!“
Wie kann mer awwer aach e Stichwahl uff en
Mon=
tag verlege?! — Uff en Montag nach ere
Karnevalſitz=
ung! — E klaa bische muß mer doch mit de Feierdäg
rechne! — De Mondag is an ſich ſchun e ganz peſſimiſtiſch
Karnikel, un ſelbſt Leit, die an eme Sunndag ganz
badddriotiſch denke, krieje, wann Mondags morjends des
Dienſtes ewig gleich geſtellte Uhr de Arm recke dhut, ganz
brolledariſche Gedanke un dhete am liebſte ihr’n Zorn an
dem Reſchulader ausloſſe. Halt emol ſpaßhalwer e
Wahl an eme Sunndag ab, an dem de Odewaldklub
kaa Duhr mache dhut, un ihr ſeid baff iwwer die
wohl=
tätige Wirkung, die e Stunde lengerer Schlof un die
Aus=
ſicht uff e gut Middageſſe uff des bollidiſche Gemiet
aus=
mache.
Un dann frog ich: wer hott veranlaßt, daß in de
Wahlliſte diejenige Wehler, die wo ihre Pflicht gege des
Vadderland noochkumme ſin, rot geferſchelt ſin worrn!
Deß is doch mit dem Schickſal geſpielt. Beim erſte
Wahl=
gang hott mer en Blauſtift genumme un hott jedem
wehlende Wehler, der wo gewehlt hatt, ſei Heekche
a’ge=
henkt, warum, frog ich, warum muß mer beim zwatte
Wahlgang oſtendadief en Rote nemme? — Ja, gell,
jetzt geht dene Herrn es Licht uff in de Ladern.
Un dann iwwerhaubt, un jetzt kumm ich uff de
Kad=
dinalfehler zu ſpreche, nooch meim Dewedderhalte geht ſo
e Wahlſchlacht vieler zu ſchnell voriwwer. Eh’ daß mer
ſich verguckt, haaßt’s da un da werd gewehlt, ab — fertig.
Mer dhut dademit des deitſche Volk gewiſſermaße
iwwer=
rumble un gibt de Herrn Kandidade vieler zu wenig
Ge=
legenheit, ſich mit ihrne Wehler ausenanner zu ſetze.
E halb Johr lang mißt ſo e Wahlkammbagne dauern, un
alle Awend mißt in zwaa, drei Sääle Wahlverſamm=
lung ſei, damit aach de Menner aus em Volk
Gelegen=
heit gegewe wär, ſich auszuſpreche. Ich garandier Ihne
defor, ſie dhete merb werrn un waaſch wie Gummi
elaſti=
gumm.
Un dann mach ich unſere Zeitunge de Vorworf, daß
ſe denjenige Volksbolledicker, die in Wahlverſammlunge
net zum Wort kumme, vieler zu wenig entgegekimmt.
Wie viel Ei’geſandt hawwe denn drinn geſtanne in de
Zeitung bro Dag? — Zwaa, höchſtens drei odder, wanns
hoch kumme is, e Dutzend. Mehr awwer waaß Gott net.
Un wie viel hette drei ſteh kenne? — Drei Seite voll zum
mindeſte un die hette ruhig wo annerſchter fehle derfe,
deß wär dann gornet uffgefalle. Uff die Art un Weis
hett mer awwer dem deitſche Volk Gelegenheit gegewe,
emol ſeim gepreßte Herze Luft zu mache. Un mer hett dann
wenigſtens emol geleſe, wie jeder Aanzlinge reſchiert
ſei will.
Un iwwerhaubt, is denn de Herrn Wehler
iwwer=
haubt klar gemacht worrn, wer iwwerhaubt gewehlt ſei
will? Nor wer mit uffmerkſame Aage durch die Stadt
gange is, hott hie un da uff de Blakade, uff de Dorpeiler,
uff em Drottewah odder ſo wo, geleſe, wer iwwerhaubt
uffgeſtellt is. Ja, hott beim heitige Geſchäfts= und
Stroße=
verkehr aach noch jemand Zeit, unnerwähks derartige
Ro=
mane zu leſe, wenn er acht gewe muß, daß em net e
Auto=
mobiel in die Rippe fehrt odder e Flugſchiffer uff de
Deez fellt. Naa, die Reklame war vollſtendig verfehlt,
weil ſe net uffgefalle is. Hett mer awwer alle Awend im
Hoftheater, im Orfeum, odder in de Kinos die Herrn
Kandidate an die Wand geworfe, lichtbildlich nadierlich,
dann hett jeder gemerkt, daß erjend ebbes los is im
Staate Dennemak. Awwer ſo hott mer die Wahlgeſchicht
ganz duſſema’che behannelt, ſo daß nor die paar
Bier=
bankbolledicker Beſcheid gewißt hawwe hinner de
Ku=
liſſe, währenddem de größte Daal der Berjerſchaft in de
Saalbau gedabbt is un hott ſich vum erſte beſte
Zettelver=
daaler en Zettel in die Hand dricke loſſe un hott en in de
Dibbe geworfe. Un wege warum? — Wege darum!
Jetzt hawwe mer de Froſt un die Riewe ſtecke noch!
Die bollidiſche Verſchiewung nach links bedingt im
Reichsdag e Verſchiewung nooch rechts, die
Sozialdemo=
krate rutſche uff de Freiſinnige ihr Plätz, die Freiſinnige
uff de Natzionale ihr, die Natzionale ſitze uff em
Zen=
trum un es Zentrum drickt die Reichsbaddei wedder die
Kunſervadiefe. Doderdurch entſtehte Schubbſerei, die
ganz entſchiede zu beeſe Haiſer fiehrt. Des End vum
Lied is, daß de Unkel Bethmann de Reichsdag widder
ufflöſe muß, un wann ich bis dohie Zeit krick, werd ich
emol e nei Verfaſſung ausarweite in bedreffs vun wege
de Reichsdagswahl, un do wolle mer emol ſehe, ob mer
des Ding net annerſter in die Reih deichſele kenne.
Loßt nor erſt emol de Karnewall erum ſei; is bis
dohie de Reichsdag noch net uffgelöſt, dann verloßt Eich
uff mich. Un werd er iwwerhaubt net uffgelöſt,
meint=
wege. „Es iſt ach ſo recht” hott der geſagt, der wo mit
de Wixberſcht nooch de Katz geworfe hott un hott ſei
Schwiegermutter gedroffe. —
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
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6 Stück weisse Taschentücher mit
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3 Stück Herren-Taschentücher mit
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95 ₰
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1 Dtz. karierte Wischtücher . . 95 ₰
1 Bettuch, weiss oder bunt . . . 95 ₰
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1 Kolter mit Bordüre .
2½ m Sportflanell für Blusen . . 95 ₰
2½ m karierten Stoff für Blusen o. (
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Kinderkleidchen .
3 m gestreiften Hemdenbiber . . 95 ₰
2½ m weissen Flockpiqué
. 95 ₰
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3 m weissen Köperflanell
5 m Hemdentuch, 80 cm breit . . 95 ₰
1 m Bettdamast, 130 cm breit,
.95 ₰
gute Qualität .
1 m Bettuchleinen, 160 cm breit . 95 ₰
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Waren
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Ball-
stofle
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2 m doppelbreite Wollstoffe für
Blusen o. Kinderkleidch. geeign.
3.20 m Bettkattun für 2 Kopfkissen
6 Stück grosse kar. Wischtücher
2¼ m Jackenbiber
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2½ m gut. Köperfutter
3 m Gardinenstoff, weiss, créme
oder bunt.
2 Paar Brise-bises
Handtuch-Kupons v. 2½ b. 10 Mtr.
8 od. 6 Stück Poliertücher .
1 m bunten Tischdeckenstoff
1 Filztuch-Tischdecke .
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12 Stück Kaffeeservietten
95 ₰
95 ₰
195 ₰
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6 Paar geringelte Herren-Socken
3 Paar grau gestrickte Herren-
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1 Paar gewebte Damenstrümpfe,
reine Wolle, schwarz od. braun
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mit 2 Druckknöpf., nur Grösse 6
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Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 25.
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Darmſtädter Tagblatt, Samsrag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
Anzeiger
obntungs
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
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Dresden, Berlin, Hamburg, Leipzig, Stuttgart, Nürnberg, Breslau.
Nummer 23.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
4. Sonntag nach Epiphanias, den 28. Januar 1912
Hoſkirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. — Mittwoch, den 31. Januar, abends um 6 Uhr:
Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Dr. Diehl. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Beringer.
— Mittwoch, den 31. Januar, abends 8 Uhr:
Kirchen=
muſikaliſche Abendfeier. Kollekte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Prof. Kunkel. —
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
28. Januar, abends 7½ Uhr: Familienabend des
Oſt=
bezirks. Teekarten bis zum 27. Januar bei Hausdiener
Spaar. — Montag, den 29. Januar, nachmittags um
5½ Uhr: Ordentliche
Mitgliederverſamm=
lung des Frauenvereins für die Südoſt pfarrei. —
Freitag, den 2. Februar, abends um 8¼ Uhr:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vorm. um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends
um 7 Uhr: Aufführung der Jugendvereinigung „
Frei=
willige vor!” im Gemeindehaus, Kahlertſtraße 26.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Kloſe. Kollekte für die Judenmiſſion. — Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer
Widmann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer D. Waitz. —
Nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift.
Pfarrer Schneider.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Stein. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Pfarrer Beringer. — Vormittags um 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Dr. Vollrath. —
Abends um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Lic. Dr. Vollrath.
Kollekte für den Umbau der Kirche zu Framersheim.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Abends
um 6 Uhr: Miſſionar Weismann. Kollekte für die
äußere Miſſion.
Jutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 4. Sonntag nach Epiphanias, den 28. Jan.,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend” Stiftſtraße 47:
Pfarrer Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 28. Jan.,
vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Miſſionsſtunde. Miſſionar
Weis=
mann. — Im Vorderhaus: Jugendbund für E. C.
Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. — Montag, den
29. Jan., abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. —
Dienstag, den 30. Jan., abends um 8½ Uhr:
Jung=
frauen=Bibelſtunde und Blaukreuzſtunde. — Mittwoch,
den 31. Januar, nachmittags von 4—6 Uhr:
Hoffnungs=
bund für Mädchen. — Abends um 8½ Uhr:
Geſang=
ſtunde. — Donnerstag, den 1. Februar, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, den 2. Febr., abends
um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung. — Abends um
9 Uhr: Gebetsvereinigung. — Samstag, den 3. Febr.,
nachmittags von 2—4 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben.
— Filiale der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88,
Hinterbau): Freitag, den 2. Febr., abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. um 4 Uhr. — Mittwoch,
abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 28. Januar, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner. —
Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends um
6 Uhr: Kaiſergeburtstagsfeier im Jugendverein. —
Mon=
tag, den 29. Jan., abends um 8½ Uhr: Geſangverein. —
Dienstag, den 30. Jan., abends um 8½ Uhr: Frauen=
Miſſionsverein. — Mittwoch, den 31. Jan., abends um
8½ Uhr: Gebetsverſammlung. — Freitag, den 2. Febr.,
abends 8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.
Katholiſche Gemeinden
St. Lndwigskirche: Samstag, den 27. Januar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Epiphanias, den 28. Januar 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um
½ 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
Aka=
demiſcher Gottesdienſt. — Nachm. um 3 Uhr:
Armen=
ſeelenandacht für die Abgeſtorbenen der Gemeinde.—
Abends um 6 Uhr: Herz=Mariä=Bruderſchaftsandacht
mit Predigt. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegen=
heit zur hl. Beichte. — Freitag, vorm. 9 Uhr:
Wachs=
weihe und darauf Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. — Um 4 Uhr: In der Kapelle Vortrag
für die Jugend=Abteilung der Jungfrauen=Kongregation.
— Um ½5 Uhr: Verſammlung der Jungfrauen=
Kon=
gregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 27. Jan.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 28. Januar 1912.
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. —
Nach=
mittags um 2 Uhr: Andacht für die armen Seelen. —
Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Beichtgelegenheit. —
Freitag, abends um 5½ Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
27. Jan., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
4. Sonntag nach Epiphanias, den 28. Januar 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Andacht zum
Troſte der armen Seelen. — Bibliothek (Heerdweg 28):
Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr. — Donnerstag,
nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 27. Jan., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
4. Sonntag nach Epiphanias, den 28. Januar 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½7 Uhr?
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr:
Chriſten=
lehre und Andacht. — An allen Werktagen, morgens um
¾/8 Uhr: Singmeſſe mit Andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: 4. Sonntag nach Epiphanias,
den 28. Januar, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
The Church of England Service
4th Sunday after the Epiphany, 28th Jan. 1912
Divine Service followed by Holy Communion will be
held in the Hofkirche at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain at Heidelberg,
will officiate.
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12
[ ← ][ ][ → ]Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 31.
Phänomenale Gedächtnisleiſtungen.
— In einer kleinen engliſchen Landſtadt iſt vor
kur=
zem ein Blinder geſtoxben, der weit über die Grenzen
ſeines Heimatortes hinaus eine gewiſſe Berühmtheit
hatte. Im Sommer bei ſchönen Tagen pflegte der alte
Mann regelmäßig im Schatten eines Baumes am
Markt=
platz zu ſitzen, ſeine Braille=Bibel in der Hand. Von
Zeit zu Zeit las er laut aus der Bibel vor; am
verblüf=
fendſten war aber das Gedächtnis dieſes Blinden, denn
wenn er ein Kapitel geleſen hatte, vermochte er es Wort
für Wort auswendig zu wiederholen. Beſonders das
Neue Teſtament konnte, er vollſtändig auswendig und
wenn man ihm die Nummer eines Verſes zurief, konnte
er ſofort den Vers aufſagen.
Eine engliſche Wochenſchrift erinnert in dieſem
Zu=
ſammenhang an eine Reihe berühmter engliſcher
Dich=
ter und Staatsmänner, die oft ihre Umgebung durch ihr
phänomenales Gedächtnis verblüfften. Robert
Brow=
ning zum Beiſpiel konnte ſchon als junger Mann die
meiſten Werke Shakeſpeares Wort für Wort auswendig;
wenn man den unwahrſcheinlichen Fall annimmt daß
durch irgend eine Kataſtrophe ſämtliche Schriften
Shake=
ſpeares vom Erdboden verſchwunden wären, hätte
Browning faſt alle Tragödien und einen großen Teil
der Luſtſpiele Shakeſpeares nach ſeinem Gedächtnis
nie=
derſchreiben können. Auch das „Verlorene Paradies”
Miltons konnte er faſt ganz auswendig. Noch größer
viel=
leicht war das Gedächtnis Macaulays, des berühmten
Hiſtorikers. Schon als 12jährige= Junge konnte er Scotts
berühmtes Werk das „Lai des letzten Minneſängers”
Wort für Wort aus dem Gedächtnis aufſagen. Als
klei=
ner Junge hatte er mit ſeinem Vater einen Beſuch
ge=
macht; man ließ ihn dabei allein in einem Zimmer, in
dem ein Exemplar des „Lai” auf dem Tiſche lag, und als
der klein Macaulay nach Hauſe kam, deklamierte er
ſei=
ner Mutter ein großes Stück aus dem Werke vor. Auch
Sir Thomas Lawrence, der ſpäter Präſident der
Aka=
demie wurde, war nicht nur einer der größten
Porträt=
maler Englands, ſondern auch ein ungewöhnlicher
Ge=
dächtniskünſtler. Als 5jähriger Knabe konnter ganze
Seiten aus Shakeſepares Dramen oder aus Miltons
großer Dichtung auswendig herſagen und wurde nicht
ſelten von Gäſten als ein kleines Wunderkind angeſtaunt,
wenn er bei Erwähnung eines Stückes von Shakeſpeare
gleich ganze Szenen aus dem Werke nicht nur Wort für
Wort richtig aufſagte, ſondern auch mit Leidenſchaft
dekla=
mierte. Auch Gladſtone verfügte über ein
ungewöhn=
liches Gedächtnis und konnte noch als alter Mann ganze
Geſänge aus dem Homer auswendig, wie er überhaupt
nie um ein Zitat verlegen war. Weniger bekannt iſt,
daß auch ſein großer Nebenbuhler Disraeli, der Lord
von Beaconsfield, ihm in dieſer Beziehung kaum
nach=
ſtand. Bei einem Bankett pries jemand das fabelhafte
Gedächtnis Gladſtones, worauf Disraeli bemerkte, daß
ſolche Gedächtniskunſtſtücke ein im Grunde ſehr einfacher
Trick ſeien. Um das zu behaupten, bat er, man möge
ihm ein Buch geben und der Hausherr holte aus ſeiner
Bibliothek die engliſche Ueberſetzung des Homer vom
Carl von Derby. Disraeli nahm das Buch und zog ſich
auf eine Stunde in das Nebenzimmer zurück: dann kehrte
er zurück und deklamierte das ganze erſte Buch —
rück=
wärts. Lord Randolph war imſtande, nach einer
ein=
maligen Lektüre der Times die ganze Liſte der Inſerate
auswendig herzuſagen, und auch der berühmte engliſche
Humoriſt Theodore Hock hat dieſe Gedächtnisleiſtung
mehr als einmal vorgeführt. Er war auch inſtande, nach
einmaligem Gang durch einen ganzen Vorort genau der
Reihe nach die Namen ſämtlicher Läden anzugeben, an
denen er vorübergekommen war und die Zahl dieſer
Namen und die Länge des zurückgelegten Weges ſchien
bei dieſem Gedächtniskunſtſtück gar keine Rolle zu ſpielen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 —5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Januar: dem Maler und Lackierer
Peter Fett, Ruthsſtraße 23, eine T., Marie Helene. Am
22.: dem Fabrikarbeiter Phil. Gremm, Geiſtberg 8,
ein S., Adolf. Am 19.: dem Photograph Auguſt Schäfer,
Viktoriaſtraße 25, ein S., Georg Wilhelm Karl Heinz. Am
21.: dem Fuhrmann Michael Krämer, Erbacherſtraße 16,
eine T., Gertrude. Am 24.: dem Maſchinenſchloſſer Phil.
Rueß, Liebfrauenſtraße 43, ein S., Philipp. Am 19.: dem
Kaufmann Auguſt Orlemann, Beckſtraße 54, ein S.,
Auguſt Ludwig. Am 23.; dem Tapezierer Arthur o Schmibt,
Pankratiusſtraße 55, ein S., Karl Erich. Am 20.: dem
Schneider Jakob Fornoff, Viktoriaſtraße 96, eine T.,
Rebekka Eliſabeth. Am 25.: dem Taglöhner Wilhelm
Jung, Langegaſſe 18, ein S., Wilhelm. Am 24.: dem
Fabrikarbeiter Johannes Kroth, Brandgaſſe 12, eine T.,
Margarethe.
Aufgebote. Am 23. Januar: Stadtrat Karl Friedrich
Ernſt Goeritz, Danzig=Langfuhr, und Krankenſchweſter
Hedwig Brünner hier. Taglöhner Peter Uftring,
Froſchhauſen, und Handarbeiterin Maria Anna Blumär,
ebendaſelbſt. Am 24.: Sergeant Peter Rieß, hier, und
Lina Räder, Oſtheim. Zimmermann Johann Georg
Seeger, und Näherin Eliſabetha Dorothea Friederike
Rauk, beide in Seckmauern. Fabrikarbeiter Heinrich
Kailing und Fabrikarbeiterin Anng Weisbecher, beide
in Bad=Orb. Zahnarzt Friedrich Heinrich Witt,
Ried=
eſelſtraße 18, und Martha Neumaier, Cöln.
Bahn=
i arbeiter Friedrich Keller, Atzbach, und Hausmädchen
i Gertrud Emmy Marie Koſching, hier. Am 25.:
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arbeiter Georg Ludwig Boß, Kelſterbach, und Näherin
Karoline Wilhelmine Müller, Schwanheim a. M.
Vize=
feldwebel im Leibgarde=Inf.=Rgt. Nr. 115,
Wilhelminen=
ſtraße 15, und Hilda Ling 5 Brecht, Heddersheim.
Geſtorbene. Am 22. Januar: Jalob Friedrich e Bender,
S. des Reiſenden, 1 Mon., ev., Lauteſchlägerſtraße 26.
Auguſte Dillmann geb. Schnorr, Wwe. des Hutmachers,
64 J., ev., Sandbergſtraße 20. Eliſabeth Nickel, geb. Ott,
Ehefrau des Landwirts, 69 J., ev., Breitenbrunn. Am 23.:
Eliſabeth Lorenz, T. d. Zimmermanns, 1 J., ev., gr.
Ka=
planeigaſſe 1. Fabrikarbeiter Ldg. Altzweig, 20 J., kath.,
Schloßgaſſe 11. Am 24.: Eiſenbahnoberſekretär Hch.
Gaß=
mann, 61 J., kath., Frankfurterſtr. 56. Am 23.: Ottilie
Vogel, T. d. Bahnſteigſchaffners, 2 J., ev., Obergaſſe 24.
Am 24.: Erneſtine Marianne Wick, geb. Knorr, Wwe.
des Kaufmanns, 66 J., ev., Viktoriaſtraße 41. Am 25.:
Eliſabeth Barbara Kraft geb. Roeder, 64 J., ev.,
Niedern=
hauſen.
Gelauſe, Getraute und Berdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. Jan.: Dem Werkmeiſter
Friedrich Guſtav Heinrich Gieſelmann T. Johanna Fran=
Kiela Erna, geb. 13. Degz. Dem Hausdiener Ernſt Bau
Fritzſche T. Gertrud Betty, geb. 13. Jan. 23. Jan.: Dem
Fuhrmann Eduard Mundanjohl T. Eliſabeth. gek.
22. Dez. 21. Jan.: Dem Weißbinder Karl Höhl S.
Her=
mann Karl, geb. 4. Jan.
Johannesgemeinde: 25. Jan.: Dem
Loko=
motivheizer Martin Löſch T. Eliſabeth, geb. 3. Jan.
Martinsgemeinde: 20. Jan.: Dem Oberkellner
Friedrich Stille S. Oskar Ernſt, geb. 15. Nov. 21. Jan.:
Dem Gärtner Wilhelm Klein T. Henrit te Karoline, geb.
7. Dez. 22. Jan.: Dem Eiſendreher Wilhelm Götz T.
Helene, geb. 20. Januar. 21. Jan.: Dem Fabrikarbeiter
Heinrich Ludwig Weber T. Margarete Luiſe Emilie, geb.
18. Dez. Dem Straßenreiniger Ewald Becker T.
Philip=
pine Auguſte, geb. 29. Sept. Dem Former Georg Orth
T. Katharine, geb. 4. Jan.
Petrusgemeinde: 17. Dez.: Dem Muſiker
Gottlieb Walter Heinrich T. Annemarie Erna Erika.
21. Jan.: Dem Kaſſenrechner Friedrich Karl Neff zu
Nieder=Modau S. Auguſt Jakob Karl, geb. 5. Jan. Dem
Weißbinder Georg Weitzel S. Heinrich, geb. 21. Dez.
Paulusgemeinde: 21. Jan.: Dem Direktor Dr.
Richard Ludwig Krüger S. Hans Ludwig Georg.
Her=
mann, geb. 18. Dez. Dem Buchdrucker Chriſtoph Jäger
S. Chriſtoph Peter, geb. 30. Nov.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. Jan.: Forſtaufſeher Jakob
Mahlerwein in Viermünden und Marie Gilch. 23. Jan.:
Bäckergehilfe Jakob Hofferberth dahier und Anna
Eliſa=
betha Puder. 20 Jan.: Miniſterialreviſor Ludwig
Zim=
mermann und Bertha Scheich.
Martinsgemeinde: 21. Jan.: Mechaniker
Phi=
lipp Sattler und Johanna Götz, beide hier.
Paulusgemeinde: 20. Jan.: Bahnarbeiter Adam
Gimbel und Philippine Reichel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 30. Dez.: Wirt Johann
Gollaſch, 40 J., ſtarb 27. Dez. 3. Jan.: Chriſtine Dern,
geb. Jäger, Ehefrau des Schloſſers, 60 J., ſtarb 1. Jan.
23. Jan.: Mitprediger a. D. Georg Hager, 71 J., ſtarb
20. Jan. 24. Jan.: Hildegard Metzger, T. des Taglöhners,
1¾ J., ſtarb 22. Jan. 18. Jan.: Rechnungsrat i. P.
Ludwig Wambold, 80 J., ſtarb 17. Jan.
Johannesgemeinde: 20. Jan.: Marie Lauth,
T. des Schuhmachermeiſters, 50 J., ſtarb 18. Januar.
Schmiedmeiſter Georg Wolf, 72 J., ſtarb 18. Jan.
Martinsgemeinde: 23. Jan.: Jakob Friedrich
Bender, S. des Geſchäftsreiſenden Jakob Bender, 1½ M.,
ſtarb 22. Jan.
Petrusgemeinde: 17. Jan.: Privatin Berta
Braubach, ſtarb 15. Jan. 19. Jan.: Marie Spieß, geb.
Werner, ſtarb 17 Jan. 21. Jan.: Roſine Späth,
Wit=
we, geb. Gümblein, ſtarb 18. Jan. 25. Jan.: Jenny
Cecile Geriſch, geb. Odot, Ehefrau des Forſtwarts, ſtarb
22. Januar.
Paulusgemeinde: 23. Jan.: Charlotte
Mar=
garete Hauff, geb. v. Helmolt, Witwe des Geometers,
77 J., ſtarb 22. Jan. (Einſegnung). Erika Auguſte
Frie=
derike Mathilde Ella Becker, T. des Direktors, 4 J., ſtarb
21. Jan. 24. Jan.: Auguſte Dillmann, geb. Schnorr,
Witwe des Hutmachers, 64 J., ſtarb 22. Jan. 25. Jan.:
Erna Kirſt, T. des Eiſenbahnaſſiſtenten in Frankfurt a. M.,
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
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Leoncavallo. 4. Walzer aus der
Operette „Der Graf von
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burg” von Fr. Lehär. 5. „Im
Chambre separée‟ Lied aus der
Operette „Der Opernball” von
Heuberger. 6. „Hurra! Der Kaiſer
kommt” Marſch mit Benutzung
der Original=Kaiſerhupe von
Translateur.
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, 27. Januar.
101. Abonnem.=Vorſtellung. D 25. Der Großfürſt von
An Mozart’s Geburtstag.
Feſt=Vorſtellung zur Feier des
Allerhöchſten Geburtsfeſtes Seiner
Majeſtät des Deutſchen Kaiſers.
Jubel=Ouvertüre
von Carl Maria von Weber.
Figaro’s Hochzeit.
Oper in 4 Akten v. W. A. Mozart.
Leit.: Hofkapellm. Hofr. de Haan.
Spielleitung: Oberreg. Valdek.
Perſonen:
Graf Almaviva . Hr. Weber
Die Gräfin, ſeine
Gemahlin . . . Fr. von Sugh
Cherubin, Page d.
Grafen .
. Frl. Bruker
Figaro,
Kammer=
diener d. Grafen Hr. Stephani Zweitef Tänzerin
Suſanne, Kam=(
mermädchen der Fr. Speiſer=
Gräfin .
Marzelline, Beſchl.
im Schloſſe des
Grafen .
.Frl. Howard
Bartolo, Arzt.
Hr. Hoff
Don Gußmann,
Richter .
.Hr. Jahn
Antonio, Gärtner Hr. Kräger
Bärbchen, ſ. Tocht. Frl. Schaub
Zwei Edel= . . Frl. Longin
damen
. Fr. Müller
Bauern. Bäuerinnen.
Gerichts=
diener. Diener.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe. Nach dem 1. u. 2. Akte läng. Pauſe.
Preiſe der Plätze (Kl. Pr.):
loge 5 Mk., Balkonloge 4.50 Mk., loge 6 Me. Balkonloge 5 Mk.,
1. Rang 4 Mk., 2. Rang (1. bis 6.1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.—6.
Täglich frische 1meihe) 2 Mk., (7. und 8. Reihe)
1.60 Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe)
3.50 Mk., (14. bis 20. Reihe 3 Mk., 4 Mk., (14.—20. Reihe) 3.20 Mk.,
(6. bis 8. Reihe) 1.80 Mk., 1. Galerie
1 Mk. 2. Galerie 50 Pfg.
Mainzer (1302a Anf. 7 Uhr. Ende nach 10½ Uhr. Anfang 7 Uhr. Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=C 25. „Grigri.” Große Preiſe. D 26. Neu einſt.: „Die Räu=
Anfang 7 Uhr.
Montag, 29. Jan. 103. Ab.=V.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
16. Jahrhundert von M. Kaempfert. Dienstag, 30. Jan. 104. Ab.=V.
Sonntag, 28. Januar.Anfang 7 Uhr.
102. Abonnem.=Vorſtellung. C 25.
Zum ſechſten Male:
Grigri.
Overette in 3 Akten von Bolten= Anf. 7½ Uhr. (Vergl. beſ. Anz.)
Baeckers und Henriot Chancel.
Muſik von Paul Lincke.
Keine Ouvertüre!
Muſikal. Leit.: Chordir. Heinz.
Spielleitung: Oberregiſſ. Valdek.
Perſonen:
Gaſton Deligny . Hr. H. Hacker
König Magawewe Hr. Jordan
Grigri, ſ. Tochter Frl. Schaub
Pantoufle . . . Hr. Speiſer
Yvonne
. . Frl. Grünberg.
Poivre
. Hr. Jürgas
Madame Brocard Fr. Rudolph.
Jeanne, i. Tochter Frl. Bruker
Ein Offizier der
Spahi
. . Hr. Hartmann
Paleſtrien .
. Hr. Semler
Der Regiſſeur des
Apollogartens . Hr. Peterſen
Maud,
Frl. Huber
Eiſſy,
. Frl. Croneberg
5
Amy,
. Frl. Müller
Tolly,
. Frl. Baranoff
. Frl. Rehr
Polly,
Molly, 5
. Frl. Kumpf
Ein Japaner . . Hr. Jungmann
Erſter
Hr. Dobski
Offizier Hr. Indorf
Zweiter
Ein Journaliſt Hr. Jachtmann
Ein Koch
. Hr. Klotz
Ein Portier . . Hr. Geibel
Ein
Polizeikom=
miſſar
. Hr. Kroczak
Erſte
Frl. Pfau
Frl. Lücke
Ein Poſtbote . . Hr. Kräger
SuchanekEin Meſſengerboy Frl. Senten
Miniſter, Hofherren. Frauen des
Königs. Frauen der Grigri.
Sol=
daten, Muſiker, Begleiter des
Kö=
nigs, Negerkinder, Dienerſchaft,
Eingeborene, Diener des Konſuls,
Baſilio, Muſikm. Hr. Bernhardt Premiérenbeſucher, Journaliſten,
Offiziere, Photographen, Artiſten,
Kellner, Brautjungfern,
Braut=
führer, Hochzeitsgäſte, Logenſchl.,
Garderobiers, Garderobierinnen,
Friſeure, Feuerwehrleute.
Der Tanz der 6 Cocktail=Girls iſt
von der Hofballettmeiſterin Frau
Thiele=Leonhardt arrangiert.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 5 Mk., Fremden= Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremden=
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.—13. Reihe)
Parterre (1. bis 5. Reihe) 2.20 Mk., Parterre (1.—5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.— 8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.Kartenverk. v. 11—1 u. v. 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 29. Jan. 103. Ab.=V.
ber.” Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Dienstag, 30. Jan. 104. A.=V.
D 26. „Die Räuber”. Kleine A 27. „Madame Butterfly.”
Große Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 31. Jan. 105. A.=V.
A 27. „Madame Butterfly.‟B 27. Zum erſten Male wieder=
Große Preiſe. Anfang 7½ Uhr. holt: „Gudrun.” Große Preiſe.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 1. Febr. Auß. Ab.
Vorſt. z. erm. Preiſen: „Tosca‟
empfiehlt ſich in Ball=
Frisense und
Geſellſchafts=
friſuren, nimmt auch noch Kunden
an Landgraf Philipp-Anlage 64. (*2033
DARM-
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Unwiderruflich nur 4 Tage!
Vom 27. bis 30. Januar.
Eine Tragödie aus dem Leben eines
Kriminalkommissärs
Kunstfilm in 3 Akten
betitelt
Dieses spannendste Drama der Gegenwart
übertrumpft alle Neuerscheinungen durch seine in die Augen
fallende Eigenart und seinen vornehmen Charakter. Keine
brutale Szene, keine Verführung, Ehebruch und andere
immer wiederkehrende Erscheinungen.
Die Tochter der Eisenbahn.
Ergreifendes Drama aus dem Leben eines Weichenstellers
im fernen Westen Amerikas.
Wissenschaftliche Aufnahme zur Ergänzung unserer
letztgezeigten Meeresaufnahmen.
Ein hartnäckiger Verfolger
gute, komische Aufnahme.
Willy, das kleine Gespenst
gut humoristisch.
Dem hochverehrten Publik
Zur gefl. Beachtung!
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
Seite 34.
Turnhalle am Woogsplatz.
1872
40
1912
Samstag, den 3. Februar 1912, abends 8 Uhr 11 Minuten, in sämtlichen feenhaft dekorierten Räumen:
Grober Gald
Masttenban
Einziger vornehmer Familien-Maskenball der Residenz.
2 Musikkapellen!
Lauschige Plätzchen!
Wintergarten etc.
Eintrittskarten im Vorverkauf à 2 Mk. im Verkehrsbüro, Friseur Dohm, Ecke Stift- u. Soderstrasse, Eriseur Böhm, Marienplatz, Klink
& Rottberg, Ludwigsplatz, Meyers Cigarrenfilialen, H. Brück, Ecke Lauteschläger- u. Magdalenenstrasse und beim Restaurateur der Turnhalle.
Studentenkarten à 1 Mk. bei Pedell Herrn Stork, Techn. Hochschule und H. Brück, Ecke Lauteschläger- u. Magdalenenstrasse.
2681
Mitglieder der Turngemeinde erhalten Karten zu ermässigtem Preise beim Hausmeister. Abends an der Kasse 3 Mark.
Der grosse Rat der Turngemeinde Darmstadt.
Mesldenz- Fnledter
*2098) nur am weissen Turm
Grösstes und elegantestes Lichtspielhaus Hessens.
Heute Samstag, den 27. Januar 1912
Schüler=Vorstellungen
vormittags 10 und 11 Uhr,
nachmittags 1, 2½ und 3¾ Uhr.
Karten ſind im Verkehrsbüro zum Preiſe von 10 Pfg.
(Schüler), 20 Pfg. (Erwachſene) zu haben.
Vorführung von Films belehrenden und
humoriſtiſchen Inhalts.
Sanstag, 27 amar 1912, gaehmitages Uhr.
Fest=Vorstellung
zur Feier des allerhöchſten Geburtstfeſtes Sr. Maj. des
Deutſchen Kaiſers.
Außer dem heutigen neuen vorzüglich ausgewählten,
reichhaltigen Spielplan:
Mar hestel
Dar heuer
Zur Hundertjahrfeier Friedrichs des Großen.
Als Einlage:
König und Page
Spannende Epiſode aus dem Leben Friedrichs
des Großen.
Nor kaan Neid!
Leitung: Hans Schramm.
Sonntag, den 28. Januar, abends 7 Uhr 11
im städtischen Saalbau:
I. Grosse Dameh u. Herren
Sltzung hn Tanz
Nur hiesige bewährte erste Redner!
Ganz hervorragende Chorlieder!
Dieses Festwirdeine Glanzleistung derb. C.-G.
Auf vielseitiges Verlangen wiederholt:
„Der Hosenkavaller- oder „Die Humpelhos‟
Eintrittspreise pro Person Mk. 1.—, num. Plätze
in kleiner Aneahl Mkr. à 2.
m Vorverkauf bei
den Herren Otto Titze (Glocks Hutgeschäft),
Edgar Wetzstein (Gg. Hof Nachfolger), im
Zigarrengeschäft Meyer, Ecke
Magda-
lenen- u. Lauteschlägerstrasse und im
Verkehrsbüro. An der Kasse
50 Pfg. Aufschlag.
Der große Rat.
Sanstag, 27. Jau.
Metzelsuppe
Morg.: Wellfl. m. Kraut
wozu freundlichſt einladet (*1926fs
Michael Roth,
Roßdörferſtraße 71.
Metzel=
ſuppe.
Heute Samstag, 27. Jan.
Großes
Schlachtfest
wozu freundlichſt einladet
Hirſchen Peter
Ecke Kranichſteiner= und
Lieb=
frauenſtraße. (*2031
„Zum Weinberg
Lichtenbergstr. 75.
Samstag, den 27. Januar:
Metzel=
Ssuppe.
Es ladet freundlichſt ein (*1991
Gregor Lohfink.
Daſelbſt täglich
Thür. Skat=Gelegenheit.
Rest., Z. Justizpalast‟
Gartenstrasse 26.
eeune
K. Heuöner.
Gaſthaus
zur Maulbeerallee.
Heute Samstag u. morgen
Sonnlag (*2092
Metzel=
ſuppe
wozu freundlichſt einladet
Heymann.
Heute Samstag
Metzel-
süppe
naeh)
wozu freundlichſt einladet
Heinrich Henkel
Reſt. z. Klappacherhof
Klappacherſtraße 88.
Melt. Srit denlte
Kranichsteinerstr. 28
Heute
Metzel-
Suppe.
2130)
Gleichzeitig findet 9 Uhr abends
Generalverſammlung des
Spar=
vereins „Weihnachtsfreude” ſtatt.
zum Heſſ. Haus
und Waldſtraße.
Heute Samstag
Reſtauration
Ecke Grafen=
Meirleunge
einiadet.
Friedrich Rummel,
*2097) Metzger u. Wirt.
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vorm. Hch. Volkert, Neckarstrasse 22, part.
Bis Carneval werden dio gebräuchlichen
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Nummer 23.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Seite 35.
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachoruck verboten.
Gedenktage. — Kaiſers Geburtstag. — Keine
Verlobungs=
feier! — Tauffeſt bei Kronprinzens. — Vom Preſſeball. —
Suggeſtionen. — Im Ballſaal und außerhalb desſelben.
— Vorträge nordiſcher Forſcher. — Frithjof Nanſen und
Oskar Montelius. — Im Hohenzollern=Kunſtgewerbehauſe.
— „Der gedeckte Tiſch”. — Aus dem Theaterleben. —
Die Tage der Wahl und für ſo manchen der Qual ſind
ja nun glücklich bei uns vorüber, ſie wurden abgelöſt durch
Tage feſtlicher Erinnerung und fröhlichen Mitfeierns.
Der Gedenktag Friedrichs des Großen, über
den beſonders berichtet wird, brachte für die
Reichshaupt=
ſtadt viel Leben und Bewegung mit, ihm reiht ſich nach
kurzer Pauſe Kaiſers Geburtstag an mit jener
be=
kannten Fülle wechſelnd=bunter Straßenſzenen, für die ſelbſt
die eilfertigſten und vielbeſchäftigſten Berliner ein
Stünd=
chen übrig haben Das liegt mal ſo im Blut, auch der
aus=
geprägteſte Schwadroneur und geübteſte Mießmacher —
falls es ſo was überhaupt an der Spree gibt! — freut ſich,
wenn die um dieſe Zeit hier zahlreich verſammelten
Frem=
den wie Einheimiſchen Kette Unter den Linden bilden und
regſam Teil nehmen an dem echt weltſtädtiſchen Getriebe.
Größer wie in den letzten Jahren iſt ja diesmal die Zahl
der Fürſtlichkeiten, die der 27. Januar hierher geführt, und
eine ganze Schar ſehr kundig tuender Neuigkeitskrämer
blinkerte bedeutungskundig mit den Augen und murmelte
geheinnisvoll:. „Aha, Verlobung im
Kaiſer=
hauſe!‟ Dieſem Gerücht, das ſelbſt in ſonſt recht gut
unterrichteten Kreiſen mit aller Beſtimmtheit auftrat und
eine neue familiäre Verbindung zwiſchen dem
Mecklen=
burg=Strelitzer Hofe und dem preußiſchen Königshauſe für
den Geburtstag des Kaiſers vorausſagte, iſt ja in offiziöſer
Weiſe entgegengetreten worden. Viel helfen wird’s kaum,
denn wenn „ſo etwas mal feſtſitzt — wie ſeinerzeit die
törichte Nachricht von einem ſchweren Ohrenleiden der
jungendfriſchen, ſympathiſchen Kaiſertochter — dann helfen
auch die beſtimmteſten Berichtigungen nichts, man wird in
dieſem Falle ſagen: „Na ja, die Sache war eben verfrüht,
und aufgeſchoben iſt nicht aufgehoben!“ — Iſt’s mit der
Verlobungsfeier nix, ſo bleibt doch, als weitere Kreiſe
in=
tereſſierendes Ereignis, das für den Sonntag feſtgeſetzte
Tauffeſt des jüngſten Kronprinzen=
Söhn=
leins beſtehen, das gleichfalls eine Reihe fürſtlicher Gäſte
nach Spree=Athen führt unter ihnen den öſterreichiſchen
Thronfolger, der Patenſtelle übernommen. Iſt das Wetter
einigermaßen günſtig, ſo wird das am Sonntag ein
luſti=
ges, ſchaubegieriges Gekribbele und Gewibbele in unſerer
Via Triumphalis geben, denn ſolch' eine Gala=Auffahrt
mit allem Drumherum laſſen ſich unſere „Publikümmer”
nicht entgehen.
Ein anderes geſellſchaftliches Ereignis, dem gar Viele
ſtets mit Spannung, Toilettenſorgen, Platzangſt, Flirt=
drang und ſonſtigen Gefühlen entgegenſehen, liegt nun auch
bereits hinter uns: der Preſſeball. Er bedeutet für
Hunderte und Aberhunderte den eigentlichen Mittelpunkt
der winterlichen Geſelligkeit und hat in mannigfacher
Hin=
ſicht den einſtigen Subſkriptionsball erſetzt,der, imOpernhauſe
veranſtaltet, das heiße Ziel drängender Sehnſucht
ball=
freudiger Männlein und Weiblein jeglichen Alters bildete.
Nur daß beim Preſſeball der Hof fehlt, dafür aber mehr
getanzt und noch mehr koquettiert, geſchmauſt und pokuliert
wird, als in den heiligen Hallen der Muſen, in denen es
doch immerhin etwas feierlich=gemeſſen zuging. Was, wie
bei dem genannten Feſt, auch dem Preſſeball ſeine
beſon=
dere Anziehungskraft verleiht, iſt, daß nicht all’ und jeder
reſpektive jede Zutritt erhalten kann, ſondern einer
Ein=
führung durch ein Vereinsmitglied bedarf. Wenn
dies=
mal, wie es ſchien, die Grenzen nicht ſo eng gezogen waren,
ſo lag das wohl an dem neuen und größeren Rahmen, den
man im Jubiläumsjahre — denn der „Verein Berliner
Preſſe” kann im Sommer auf ein 50jähriges Beſtehen
zu=
rückblicken — dem Ball gegeben. Nicht, wie ſeit über zwei
Dezennien, fand er in der „Philharmonie” ſtatt, ſondern
in den neuen Räumlichkeiten des „Zoo” die ein noch
grö=
ßeres Zuſammenſtrömen von Menſchen ermöglichten.
Denn es war ſo voll, „wie noch nie” ein Gedränge, dem
manch' koſtbare Schleppe zum Opfer fiel, ein Hin= und
Her=
wogen ſchöner und eleganter Frauen wie bekannter und
hervorragender (was nicht immer dasſelbe iſt) Männer,
dazu in den Parterre=Logen, mit dem Reichskanzler an der
Spitze, verſchiedene Miniſter und Staatsſekretäre, daneben
und dazwiſchen das weltſtädtiſche Snobtum mit ſeinen
eigenartigen, oft zur Karrikatur neigenden, nur ſelten
er=
freulichen Erſcheinungen.
Auch bei dieſem Feſt zeigte ſich wieder die ſuggeſtive
Kraft der Maſſen, die zu den charakteriſtiſchen
Er=
ſcheinungen der Großſtadt gehört. Daß dieſe und andere
Bälle ſtets überfüllt ſind, ſtößt nicht ab, im Gegenteil, übt
eine merkwürdige Anziehungskraft aus, obwohl ſich von
vornherein ein gut Teil der Beſucher ſagt, daß er in dieſem
Trubel und Jubel nicht auf die Rechnung kommt und daß
auch in dieſem Falle weniger mehr wäre. Jene Suggeſtion
tritt uns ja hier ſo häufig entgegen, leider oft in einer Art,
die mit ſchweren Befürchtungen verknüpft iſt, wie auf
ver=
brecheriſchem Gebiet. Irgend eine gelungene oder auch
mißlungene Bluttat reizt ſichtlich gewiſſe Elemente aus der
Hefe unſerer Bevölkerung zur Nachahmung. Zwei Tage
nach dem noch immer ungefühnten, ſchreckensvollen
drei=
fachen Raubmorde in einer der verkehrsreichſten Straßen
des inneren Berlin ereignete ſich ein neuer räuberiſcher
Ueberfall wiederum in einer der belebteſten Gegenden, und
ein unheimliches „Fortſetzung folgt” darf als ſicher
ange=
nommen werden. Während unſere Polizei noch auf das
angeſtrengteſte nach den Verübern des erſterwähnten
Ver=
brechens ſucht. beſchäftigt die Geſchworenen die Aufklärung
des „Mordgeheimniſſes von Dabendorf”, des rätſelhaften
Verſchwindens eines Berliner Beamten aus ſeiner
wald=
umfriedeten Behauſung. Ob je der dunkle Schleier
ge=
lüftet wird, iſt recht fraglich, der dichte Forſt und der in
ihm gelegene See ſcheinen von tiefer Verſchwiegenheit zu
ſein.
Einer oft erörterten Rätſelfrage in der Geſchichte der
Entdeckungen ſuchte dieſer Tage Frithjof Nanſen, der
kühne, als kraftvolle Perſönlichkeit ſo erfreulich wirkende
Nordpolforſcher, in einem in der Geſellſchaft für Erdkunde
gehaltenen Vortrage nachzuſpüren, und zwar ob in weiter
Vorzeit Normänner bereits nach Amerika gelangt ſind. Für
Nanſen, der ſich mit voller Hingebung in dieſe Studien
vertieft, ſteht es feſt, daß ſie Grönland erreichten, dort
Nie=
derlaſſungen gründeten und zu gleicher Zeit, etwa um das
Jahr tauſend, Nordamerika berührten, eine geraume Friſt
mit der Küſte und deren Bewohnern in Verbindung blei
bend. Aus Dichtung und Wahrheit wußte der Vortragende
einen packenden, hiſtoriſch greifbaren Kern herauszuſchälen,
der in der flotten Schilderungsart Nanſens ſpannendem
Intereſſe begegnete. — Letzteres wurde mit vollſtem Recht
auch dem Vortrage eines anderen nordiſchen Gaſtes
ent=
gegengebracht, des ſich internationalen Gelehrtenrufes
er=
freuenden ſchwediſchen Reichsantiquars Profeſſors Dr.
Oskar Montelius, der uns vor kurzem in der „Urania”
in feſſelndſter Weiſe unterhielt und belehrte über die
Han=
delsbeziehungen Skandinaviens und Südeuropas vor
Chriſti Geburt. Unterſtützt von Lichtbildern ſchilderte der
berühmte Archäologe uns in anziehendſter, gelegentlich
humorerfüllter Art den ſchon vor Jahrtauſenden
ſtattgefun=
denen regen Verkehr zwiſchen ſüdlichen und nordiſchen
Län=
dern, uns die beredte Auskunft der längs der einſtigen
Weltſtraßen gemachten, dem ſchätzenden Erdboden
ent=
riſſenen Fund mitteilend.
Aus grauem Altertum, das unermüdliche Forſcher mehr
und mehr erhellen, zurück in die lichtüberflutete Gegenwart
mit ihren unzähligen Daſeinsbedürfniſſen und den nicht
minder unzähligen Erfüllungen derſelben. Einen reichen
Ausſchnitt des modernen Wohlbehagens bringt
gegenwär=
tig das Hohenzollern=Kunſtgewerbehaus
mit der Sonderausſtellung: „Der gedeckte Tiſch.” Ja,
da möchte man ſich gleich in aller Behaglichkeit niederlaſſen
und in gewähltem, liebem Freundeskreiſe die mancherlei
Sorgen des Alltags vergeſſen. Feſtlich und fröhlich
ſchim=
mert und wimmert es uns von überallher entgegen, auf
blendend weißem Damaſttuch duftende Blumen und zarte,
grüne Ranken, dazwiſchen erleſenes Porzellan, blinkendes
Kriſtall, kunſtvolle Aufſätze mit prangenden Früchten und
den lieblichſten Kindern Floras, lichtſpendende und
lichtver=
hüllende Kerzen und Kandelaber. Hier merkt man nichts
von des Winters Nücken und Tücken, lichter Frühling und
wohliger Sommer begrüßen uns, die Lebensanmut ſchein
ſtändiger Gaſt zu ſein. Wenn die Vorfreude die ſchönſte
iſt, dann auf, ihr Genießer, hierher und ergötzt euch im
voraus von den nach Belieben auszudenkenden verſchiede
nen Mahlzeiten vom erſten Frühſtück an bis zum ſpäten
Souper zu Zweit, wenn Eros ſchon ſeinen leisſchwirren
den Flügelſchlag vernehmen läßt und ſelbſt die Blumen
kelche das zärtliche Geflüſter zu vernehmen ſcheinen
Aber nicht nur die Schlemmer werden ſich hier heimiſch
fühlen, ſondern auch jene, denen die Beobachtung
künſt=
leriſcher Eigenart, vornehmen Luxus, weiblicher Sorgfalt
einen äſthetiſchen Genuß bereitet. Denn in dieſer Weiſe
ſpricht uns die Mehrzahl der 34 Tiſche an, die, auf mehrere
Stockwerke verteilt, ſich in dekorativ=wechſelvoller
Umgeb=
ung zeigen und auf alle Phaſen der Caſtlichkeit Rückſicht
nehmen, in geradezu erſtaunlicher Mannigfaltigkeit.
Die feine und wohlige Stimmung, die hier herrſcht,
würde beſſer zu dem Peter Nanfenſchen Luſtſpiel=
„Eine glückliche Ehe” paſſen, als die viel zu derbe
Ausſtattung in den Kammerſpielen des „Deutſchen
The=
aters‟. Die Regie hatte ſich da gehörig verſehen, auch in
der Beſetzung, die dem graziöſen Stück, das der däniſche
Dichter aus ſeiner bekannten, gleichnamigen Novelle
ge=
ſchnitten, nicht gerecht wurde. So plumpſte vieles in den
Abgrund der Verſtändnisloſigkeit. Was man von dem
Publikum, das ſich allabendlich in dichter Menge zum
Gaſtſpiel des ruſſiſchen Balletts im Theater
des Weſtens einfindet, nicht ſagen kann! O nein, das bringt
den in ihrer Art einzigen Darbietungen in Geſtalt
ge=
tanzter Märchen der ruſſiſchen Gäſte leidenſchaftliches Ver
ſtändnis entgegen, dem ein noch leidenſchaftlicherer Beifall
Ausdruck gibt.
Nur noch einige
Sooder
zu nochmals reduzierten Preisen
Der Verkauf ist streng reell.
Schuh-
Haus AFechffen Soeder
Ludwigstrasse 12.
2692
Ludwigstrasse 12.
[ ← ][ ]Sette 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 27. Januar 1912.
Nummer 23.
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38 ₰
38 ₰
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1 Kart. Reißnägel
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1 Friſierlampe zuſammen 38 ₰ 1 Schrubher und 1 Abſeiſbürſte 38 ₰ 1 guter Handfeger 3 Pack Veilchenſeifenpulver u. 1 Pack Waſchblau 38 ₰ 1 Wichskaſten und 1 Doſe Schuhereme 38 ₰ 4 Gaszylinder 38 ₰ 1 Glühſtrumpf und 1 Gaszylinder 38 ₰ 1 Kohlenſchaufel und 1 Ofenkratzer 38 ₰ 1 Butterdoſe und 1 Zuckerſchale 38 ₰ 1 Kloſettpapierhalter 38 ₰ 7 Pakete Seifenpulver
1 Stück Kernſeife
1 Paket Seifenſand Mitetn 36 ₰ 6 Stück Stearinkerzen
1 Stück Blumenfettſeife zuſammen 38 ₰ 6 Stück Klavierkerzen 38 ₰. 1 Schmuckkaſten mit Anſicht 38 ₰ 3 St. Poliertücher 38 ₰ 1 St. 4½ Meter Stickerei 38 ₰ 1 Beſen mit Stiel und 1 Handbürſte 65 ₰ 1 verzinkter Eimer, 26 cm 65 ₰ 1 Nudelpfanne, 22 cm 65 3 1 Emaille=Caſſerole mit Stiel, 18 cm 65 ₰ 1 Becher mit Ausguß, 16 cm 65 ₰ 1 Schwarzwälder Uhr 65 3 1 Suppenſchüſſel 65 ₰ 1 ½ Dtz. Staubtücher mit Kante 65 3 1 eleg. Sammetgummi=Gürtel 65 ₰ 1 Kinderſchürze 65 3 7 Rollen Kloſettpapier 65 3 1 Haarbürſte und 1 Friſierkamm 65 ₰ 38 — 1 eleg. Nickelbrotorb 65 3
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3 Gummi=Umlegkragen
1 Gummi=Serviteur
1 Deckkrawatte
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6 Pakete Zwieback
1 Schwamm=Netz
1 Sahneſervice, 3 teilig
1 eleg Metallrahmen
65 ₰10 Stück Toilete=Seife
65 ₰ 9 Rollen Cloſettpapier
65 ₰
65 ₰.
1 Scheuertuch
2 Stück Kernſeife
1 Pack Bleichſoda
3 Pakete Seifenpulver
zuſammen
65
Dtd. Papier=Unlegtragen
½ Dtzd. Papier=Serviteurs
1 Krawatte
zuſammen
65
1 Kinderkragen und 1 Lavallier
65 Z.
1 Paar gute Hoſenträger
65
2 Schüſſeln dekoriert, echt Porzellan
65 ₰
88 ₰
88 ₰
1 Brotkorb dek. echt Porzellan 88 ₰ 1 Raſiergarnitur beſtehend aus:1 Raſirſchale
1 Raſirpinſel
1 verſtellbarer Spiegel zuſammen 38₰ 1 Scheuertuch
1 Doſe Bohnermaſſe
1 Abſeifbürſte zuſammen 8 ₰ Pfd. Blockſchokolade
Pfund Kakao
1 Paket Eiswaffeln zuſammen 8₰ 1 Mieder=Schürze, waſchecht 88 ₰
(2706
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