Abonnementspreis
Inſerafe
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47
taren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Kaiſer ließ dem Bundespräſidenten der Schweiz
mitteilen, daß er im September die Schweiz zu beſuchen
gedenke.
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung und der
Staats=
anzeiger für Württemberg fordern auf, in den
Stich=
wahlen gegen die Sozialdemokraten zu ſtimmen.
Durch die Exploſion eines Hochofens auf der
Zeche Phönix bei Duisburg wurden 8 Perſonen
ge=
tötet.
Das neue franzöſiſche Kabinett erhielt nach
Verleſung der Regierungserklärung ein
Vertrauens=
votum von der Kammer mit 440 gegen 6 Stimmen.
Der ſchwediſche Reichstag iſt
zuſammen=
getreten.
Gegen Juanſchikai wurde ein
Bombenatten=
tat in Peking verübt. Juanſchikai blieb unverletzt.
Jungliberalismus und Sozialdemokratie.
C Der jungliberale Mannheimer Generalanzeiger
erklärt in recht bemerkenswerter Weiſe den Rückgang, den
die nationalliberalen Stimmen im Wahlkreiſe Mannheim
erlitten haben, indem er ſchreibt: „Es ſcheint doch, als
ob gewiſſe taktiſche Rückſichten auf den badiſchen
Grof=
block recht viele Liberale veranlaßt haben, den Kampf
gegen die Sozialdemokratie nicht mit Einſetzung der
vollen Kraft zu führen; wir unſerſeits können dieſem
Standpunkt nicht beitreten, zuerſt kommt über alle
tak=
tiſchen Kombinationen hinaus, auch über alle
Zukunfts=
hoffnungen hinaus Selbſtachtung und
Selbſt=
behauptung einer Partei. Es iſt auch wohl in
Hin=
ſicht auf beſtimmte Großblockwünſche für das Reich der
Sozialdemokratie oder doch beſtimmten Richtungen in
ihr reichlich viel des Lobes geſagt worden und
der Stoß gegen die ernſtlich ſchwachen Poſitionen der
Sozialdemokratie alſo nicht mit der Schärfe geführt
wor=
den, wie ein Kampf geführt werden muß, wenn er
ernſt=
liche Erfolge haben ſoll. Wir unſerſeits vermögen uns
nicht vorzuſtellen, wie eine Klaſſenpartei, die die
Sozial=
demokratie ja auch nach ihrer Umbildung zu einer
radi=
kalen Reformpartei ſein und bleiben ſoll, mit einer
nationalliberalen Partei eine Politik des Schutzes
der nationalen Arbeit, als Klaſſenpartei, die
einfach international die Intereſſen des Proletariats vor
alle andern ſetzt, eine Politik kraftvoller nationaler
Be=
hauſptung treiben könne.”
Dieſe jungliberale Aeußerung iſt angeſichts der
Be=
mühungen, den Liberalismus in der Stichwahl als
Schutztruppe der Sozialdemokratie aufmarſchieren zu
laſſen, von beſonderem Intereſſe. Soweit ſich aber in
der Auslaſſung des Generalanzeigers eine einſichtige
Be=
urteilung des nationalliberalen Stimmenrückganges
aus=
ſpricht, dürfte durch die nachſtehenden Ausführungen der
ſozialdemokratiſchen Mannheimer Volksſtimme befeſtigt
werden: „Der Umſtand, daß bei den Stichwahlen (in
Baden. Red.) die Sozialdemokratie den Liberalen nur
zu geben hat, ohne auch nur den mindeſten Gegendienſt
geleiſtet zu erhalten, ja, daß die bürgerliche Linke
anſchei=
nend Ausſicht hat, mit Hilfe des Rechtsblocks uns zum
Pforzheimer auch noch den Karlsruher Kreis
abzuneh=
men, legt uns die Verpflichtung auf, Maßnahmen zu
treffen, durch die die Stärkung der Linken zu
einſeitigen Gunſten des bürgerlichen Elements
verhin=
dert wird.” Mit anderen Worten: die Bekämpfung des
ſchwarz=blauen Blocks iſt dem Mannheimer
Sozialiſten=
blatt Nebenſache, wenn dabei kein Vorteil für die
ſozial=
demokratiſche Partei herausſpringt!
Rückſichtnahme Dänemarks gegenüber Leutſchland
und — Furcht vor engliſcher Verſtmmung.
A. Die verantwortliche Leitung der auswärtigen
Politik Dänemarks hat während des letzten
Jahres bei verſchiedenen Gelegenheiten ein deutliches
Be=
ſteben an den Tag gelegt, deutſch=däniſche Mißverſtänd=
niſſe zu klären und namentlich den Beweis dafür zu
füh=
ren, daß das offizielle Dänemark den aufrichtigen Wunſch
hege, in den nordſchleswigſchen Angelegenheiten eine
korrekte Haltung einzunehmen. Am kräftigſten hat dieſe
Richtung der auswärtigen Politik Dänemarks in der
offiziell erklärten Zuſtimmung der Regierung zur
deutſch=
freundlichen Abhandlung des Generalſteuerdirektors
Rubin in den Preußiſchen Jahrbüchern und neuerdings
in der Auszeichnung des Verfaſſers jenes
bedeutungs=
vollen Aufſatzes mit dem Komturkreuz des
Danebrogs=
ordens ihren Ausdruck gefunden.
Dieſe deutſchfreundlichen Kundgebungen der
Regie=
rung haben in verſchiedenen Kreiſen der däniſchen Nation
einige Verſtimmung hervorgerufen: man hat von einer
„nationalen Demütigung” geſprochen, und neuerdings
fängt man an, ſich auch um deswillen zu ſorgen, weil
man durch dieſe auffällige Zuvorkommenheit gegenüber
dem „mächtigen ſüdlichen Nachbarn” in England
Ver=
ſtimmung hervorgerufen haben könne. Ueber dieſe Seite
der Sache veröffentlicht heute der ſehr angeſehene däniſche
Volkswirtſchaftslehrer, Herr Peſchke=Koedt, in der
Poli=
tiken einen längeren Aufſatz, deſſen Grundgedanke der iſt,
daß in nationalökonomiſcher Beziehung England weit
wichtiger als Deutſchland ſei, und daß es deshalb ſehr
bedenklich ſein würde, wenn man bei den engliſchen
Freunden auch nur den Verdacht errege, daß man in
Dänemark im Begriffe ſei, nach dem ſüdlichen Nachbarn
hin zu gravitieren; eine Verſtimmung Englands könne
für Dänemark in finanzieller Beziehung recht folgeſchwer
werden. Es wird darauf hingewieſen, daß, während
im Jahre 1909 die däniſche Ausfuhr nach
Deutſch=
land einen Wert von 133 Millionen Kronen, die Einfuhr
Dänemarks aus Deutſchland einen Wert von 256
Milli=
onen Kronen repräſentiert habe, und in demſelben
Zeit=
raum Dänemark Waren (landwirtſchaftliche Produkte) im
Geſamtwerte von 330 Millionen nach England
aus=
geführt habe, und die Einfuhr aus England ſichauf
Waren zum Geſamtpreis von 114 Millionen Kronen
be=
ſchränkt habe; hierzu komme noch, daß von den
deutſchen Waren landwirtſchaftliche Produkte und
Metalle im Geſamtbetrag von 100 Millionen Kronen
zoll=
frei in Dänemark eingehen, während ſo gut wie alle
Waren, welche Dänemark nach Deutſchland ausführe,
einem hohen Zoll unterworfen ſeien; England dagegen
führe die däniſchen Produkte zollfrei ein ;von den
eng=
liſchen Induſtrieerzeugniſſen, welche nach Dänemark
aus=
geführt werden, müſſe aber hier Zoll gezahlt werden.
Im Anſchluß an dieſe Betrachtungen wird
hervor=
gehoben, daß die Stellung Dänemarks als eines kleinen
Staats die größte Vorſicht im Verhältnis ſowohl zu
Deutſchland als zu England erheiſche. Eine kluge
Zurück=
haltung ſei die glücklichſte Taktik für die auswärtige
Politik Dänemarks nach allen Seiten. Die Vorſicht dürfe
aber niemals ſoweit getrieben werden, daß man an
leitender Stelle zur Schwächung der nationalen
For=
derungen beitrage; das werde im Inlande Proteſt
be=
gegnen müſſen und könne im Auslande leicht dazu führen,
daß man däniſche Diplomaten in der Stellung des
Bitt=
ſtellers mit dem Hut in der Hand ſtehen laſſe. . . In
Wirk=
lichkeit habe man in Dänemark ſeit 1864 Deutſchland alle
Rückſichtnahme gezeigt, welche man dort erwarten könne;
man habe den Verluſt Nordſchleswigs tief bedauert,
gleichzeitig aber die vielen ausgezeichneten Eigenſchaften
der deutſchen Nation anerkannt; der deutſchen Ausfuhr
nach Dänemark ſei hier nicht die geringſte Schwierigkeit
in den Weg gelegt worden; die däniſchen Zollſätze ſeien
geringer als die deutſchen; es vergehe kaum ein Tag, wo
man nicht in Dänemark die fleißige und energiſche
Be=
völkerung Deutſchlands als leuchtendes Beiſpiel nenne.
Jeder Gedanke an die Möglichkeit einer politiſchen
Wiedervereinigung mit „Südjütland” ſei in Dänemark
ſchon längſt aufgegeben. Es würde aber ganz
unerklär=
lich ſein, wenn man hier in Dänemark dem nationalen
Kampf der ſüdjütländiſchen Stammesgenoſſen nicht ein
lebhaftes Intereſſe entgegenbrächte.
Deutſches Reich.
— Beſuch des deutſchen Kaiſers in der
Schweiz. Die Schweizeriſche Depeſchen=Agentur meldet:
Am Samstag eröffnete der deutſche Geſandte in Bern,
v. Bülow, dem Bundespräſidenten mündlich, der Kaiſer
gedenke Anfang September die Schweiz zu beſuchen. Der
Bundespräſident ſprach dem Geſandten ſeine Freude über
dieſe Eröffnung aus. Der Bundesrat nahm in der
Dienstagsſitzung hiervon Kenntnis und genehmigte die
erteilte Antwort.
— Deutſchland und Italien. Der Eclair
meldet aus Rom: Wie mitgeteitl wird, wird der deutſche
Staatsſekretär des Auswärtigen, von Kiderlen=Wächter,
der ſich augenblicklich auf Urlaub in Stuttgart aufhält,
in allernächſter Zeit nach Italien abreiſen und in Rom
eine Begegnung mit dem italieniſchen Miniſter des
Aeußern, di. San Giuliano, haben. In
informier=
ten Kreiſen will man wiſſen, daß dieſer Beſuch mit der
binnen Kurzem bevorſtehenden Erneuerung des
Drei=
bundes in Zuſammenhang ſteht.
— Der Geſetzentwurf über Haftpflicht
der Eiſenbahn. Wie mitgeteilt wird, ſind vor
kur=
zer Zeit die Antworten der Bundesſtaaten, denen der
Vorentwurf zu einer reichsgeſetzlichen Regelung der
Haft=
pflicht der Eiſenbahn zur Aeußerung ihrer Anſichten
zu=
geſtellt worden war, bei der Reichsregierung eingelaufen,
ſo daß mit der Aufſtellung des endgültigen Entwurfs.
der vorausſichtlich eine umfaſſende Regelung
der Haftpflicht für alle Perſonen= und
Sach=
ſchäden bringen wird, begonnen werden konnte.
Augenblicklich befindet ſich die Angelegenheit zur
Bearbeitung im Reichsjuſtizamt. Ob dem
neu=
gewählten Reichstag eine Vorlage über die Haftpflicht
ſchon bei der erſten Sitzungsperiode zugehen kann, iſt
nach dem augenblicklichen Stande der Dinge noch nicht
zu beſtimmen.
— Preußiſcher Landtag. Im
Abgeordneren=
hauſe erklärte Finanzminiſter Dr. Lentze zu dem Etat
für 1912:
Das Jahr 1910 hat erheblich günſtiger abgeſchloſſen.
als bei dem Etatsentwurf erwartet werden konnte. Wäh.
rend der Etatsentwurf für 1911 einen Fehlbetrag von
29,9 Mill. Mark vorſah, läßt das Ergebnis der bisherigen
9 Monate erwarten, daß der Fehlbetrag auf 6 Millionen
heruntergehen und in den Ausgleichfonds 110 Millionen
fließen werden. Auch das Jahr 1912 verſpricht
wirt=
ſchaftlich ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Der
Etat ſchließt mit 4,3 Milliarden, alſo 72 Millionen mehr
als der laufende Etat ab. Der Fehlbetrag beläuft ſich
auf 19 Millionen, der Ausgleichsfonds auf 57,4
Millio=
nen. Die Forſtverwaltung und Siſenbahnverwaltung
hatten erhebliche Mehreinnahmen. Wenn es auch nicht
gelungen iſt, den Statshaushalt zu balanzieren, ſo iſt
doch feſtzuſtellen, daß ſich die Verhältniſſe erheblich
ge=
beſſert haben. Das Defizit nimmt immer mehr ab.
Wenn wir auf dieſem Wege fortſchreiten, wird der
Zeit=
punkt nicht mehr fern ſein, wo wir ſagen können: Die
preußiſchen Finanzen ruhen auf einer geſunden Baſis.
Bei der Wahl des Präſidiums wurde Dr. Frhr. von
Erffa mit 347 Stimmen zum 1. Präſidenten, Geh.
Juſtiz=
rat Dr. Porſch zum 1. und Juſtizrat Dr. Krauſe zum
2. Vizepräſidenten gewählt. Das Herrenhaus wählte den
Grafen Wedel=Piesdorf zum Präſidenten, den
Oberbür=
germeiſter a. D. Becker zum 1. und den Frhrn. v.
Lands=
berg zum 2. Vizepräſidenten.
Ausland.
Frankreich.
Die Senatskommiſſion für das
deutſch=
franzöſiſche Abkommen wählte für Bourgeois
und Poincaré zum Vorſitzenden Ribot und zum
Bericht=
erſtatter Pierre Baudin. Der Miniſterpräſident gab
ei=
nen Ueberblick über die von ihm geprüften Fragen
und legte dar, in welcher Weiſe die Kommiſſion
raſche=
ſtens zu einer Löſung gelangen könnte. Poincaré drückte
ferner die Anſicht aus, daß man unrecht getan habe, die
in der Angelegenheit des Kongo=Kamerun=Konſortiums
und bezüglich der Kongo=Kamerun=Bahn mit
Deutſch=
land angeknüpften Verhandlungen abzubrechen.
Das franzöſiſch=ſpaniſche Abkommen.
Der Madrider Korreſpondent des Petit Pariſien meldet,
Mintiſterpräſident „Canalejas habe ihm mitgeteilt, daß
die franzöſiſch=ſpaniſchen Verhandlungen in kürzeſter
Friſt wieder aufgenommen werden dürften. In der Tat
hatte der abgegangene Miniſter des Aeußern de Selves
den franzöſiſchen Botſchafter Geoffrey in der
vergange=
nen Woche beauftragt, die Verhandlungen bis zum
Empfang neuer Weiſungen zu ſuspendieren.
Schweden.
Der Reichstag iſt am Montag
zuſammen=
getreten.
Norwegen.
Die Spitzbergen=Konferenz wurde am
Montag nachmittag vom Miniſter des Aeußern Irgens
mit einer Anſprache eröffnet, in der er hervorhob, daß
die beſtändig wachſende Zahl der induſtriellen
Unter=
nehmungen und die vielen zwiſchen den Arbeitern und
Arbeitgebern entſtehenden Fragen die Herſtellung
geſetz=
licher Zuſtände auf Spitzbergen wünſchenswert machten.
Auf den Vorſchlag des ruſſiſchen Delegierten
Krou=
pensky wurde der norwegiſche Delegierte Hagerup zum
Vorſitzenden der Konferenz gewählt.
Portugal.
Das Budget. In der Kammer legte der
Finanz=
miniſter einen Geſetzentwurf zur Bewilligung eines
au=
ßerordentlichen Kredits von 545 544 140 Reis vor, die zur
Tilgung alter Schulden mehrerer Miniſterien verwendet
werden ſollen. Ferner brachte der Finanzminiſter das
Generalbudget für 1912/13 ein, wonach die ordentlichen
Einnahmen 71839, die außerordentlichen Einnahmen
3185 Kontos betragen. Die ordentlichen Ausgaben
be=
ziffern ſich auf 73835, die außerordentlichen Ausgaben
auf 4687 Kontos. Das Budget ſchließt mit einem
Fehl=
betrag von 3 499144 491 Reis ab. Die ſchwebende
Staatsſchuld beträgt 4225 Kontos.
Türkei.
Die parlamentariſche Kriſe. In der
Sitz=
ung des Senats waren die Tribünen dicht beſetzt, auch
viele Deputierte waren anweſend. Das Reſkript des
Sultans wurde feierlich von dem erſten Adjutanten des
Sultans dem Präſidenten überreicht, der es ſofort
ver=
las. Es hat folgenden Wortlaut: „Da ich in die
Not=
wendigkeit verſetzt bin, die Kammer unter der Bedingung
aufzulöſen, daß die neue Kammer in drei Monaten
ge=
wählt und zuſammenberufen wird, erwarte ich gemäß
Artikel 7 der Verfaſſung, daß Sie ein günſtiges
Gut=
achten abgeben werden.”
Der Präſident erklärte, daß die von der Kammer
abgelehnten Geſetzentwürfe in der Regel nicht an den
Senat gelangten, aber es beſtehe eine Ausnahme gerade
bei Artikel 35, der im Falle eines Konfliktes zwiſchen
Kammer und Kabinett fordere, daß der Senat wegen
Auflöſung der Kammer befragt werde, wenn die
Kam=
mer nach Demiſſion des Kabinetts den Vorſchlag der
Regierung dreimal ablehne. Der Sultan ſei das wahre
Haupt der Exekutiv= und legislatiden Gewalt; ſein Herz
ſchlage mit dem ſeiner Untertanen zuſammen für das
Wohl des Landes. Da man nicht wiſſe, was aus der
Auflöſung der Kammer folgen könne, wünſche der
Sul=
tan die Verantwortung mit dem Senat zu teilen. Der
Präſident fuhr fort: „Das Jrade des Sultans kann
nicht an eine Kommiſſion überwieſen werden, da der
Senat keine offizielle Kenntnis von den Beratungen hat,
die die Kammer etwa 20 Tage in Anſpruch nahmen,
überweiſe ich die ganze Angelegenheit an eine
Kom=
miſſion, die die verſchiedenen Phaſen der Fragen
prü=
fen ſoll.” Mehrere Senatoren ſtellten darauf den
An=
trag, in geheimer Sitzung weiter zu beraten. Darauf
wurden die Galerien geräumt.
Soviel über die Geheimſitzung des Kabinetts
be=
kannt geworden iſt, beſchloß der Senat nach kurzer
Be=
ratung mit 38 gegen 6 Stimmen, die Oeffentlichkeit
aus=
zuſchließen, jedoch die Miniſter zu der geheimen Sitzung
zuzulaſſen, die auch, außer dem immer noch durch
Krank=
heit behinderten Großweſir der Sitzung beiwohnten. Die
Diskuſſion über die Frage, ob die Angelegenheit einer
Kommiſſion überwieſen werden ſolle, war ſehr lebhaft.
Der Unterrichtsminiſter ſprach ſich, wie verlautet,
na=
mens der Regierung dagegen aus. Der Senat beſchloß
die Ueberweiſung an eine beſondere Kommiſſion, die
unterſuchen ſoll, ob der Artikel 35 in dem Konflikt
zwi=
ſchen Kammer und Kabinett vollſtändig befolgt
wor=
den iſt.
Vereinigte Staaten.
Das Haftpflichtgeſetz. Der Oberſte
Gerichts=
hof hat in vier Fällen entſchieden, daß das
Haftpflicht=
geſetz von 1908 verfaſſungsmäßig ſei. Das Geſetz ſieht
vor, daß Angeſtellte im zwiſchenſtaatlichen Verkehrsweſen
von den Arbeitgebern Schadenerſatz einklagen dürfen,
der durch Nachläſſigkeit eines anderen Angeſtellten
ent=
ſtanden iſt. Das Urteil ſtößt ein Urteil des
Staatsober=
gerichts von Conneeticut um, das ſeinerzeit eine heftige
Kritik Rooſevelts hervorgerufen hat.
Perſien.
Zur Lage. Die Norddiſtrikte Perſiens ſind völlig
in ruſſiſchen Händen. Nach einem umlaufenden Gerücht
beabſichtigen die Engländer ihrerſeits, die Golfhäfen
ſtündlich zu beſetzen. Perſien, das im vergangenen Monat
offenbar ſeine letzte Energie aufgebracht hat, läßt jetzt
teilnahmslos Alles über ſich ergehen. Der Exſchah und
ſein Bruder ſtehen noch immer auf perſiſchem Boden und
ihre Anhänger mehren ſich. Die Provinzen haben ſeit
langer Zeit keine Gouverneure mehr. Niemand will den
Gouverneurpoſten übernehmen. Die wenigen Gruppen,
die bisher ein ſogenanntes Heer bildeten, ſind ſo gut
wie verſchwunden.
* Wien, 16. Jan. Ueber den Antrittsbeſuch
des engliſchen Königspaares in Wien
fin=
den ſeit einiger Zeit Verhandlungen ſtatt. Vorläufig iſt
für den Beſuch die erſte Maiwoche in Ausſicht
genom=
men. Das Königspaar dürfte ſich zwei bis drei Tage
in Wien aufhalten. Das Programm iſt bereits in großen
Zügen feſtgelegt. Es bedarf aber noch der Zuſtimmung
des Kaiſers und des Königs von England.
* Haag, 15. Jan. Auf der 19.
Opiumkon=
ferenz legte das Redaktionskomitee den abgeänderten
Entwurf betr. die Ratifizierung der Opiumkonvention
vor. Seine Grundlage bildet der Text der deutſchen
De=
legation unter Berückſichtigung der Ratſchläge des
Mini=
ſters des Aeußern von Swinderen und des
Staatsmini=
ſters Aſſer. Die Delegationen von ſechs Mächten
nah=
men prinzipiell die Redaktion vorbehaltlich der
Ent=
ſcheidung ihrer Regierungen an. Perſien will
vorbehalt=
los unterzeichnen. Die Konferenz ging zur erſten
Le=
ſung des Schlußprotokolls über.
* Brüſſel, 16. Jan. Wie berichtet wird, hängt die
bereits gemeldete Ankunft der Exkaiſerin
Eugenie in Brüſſel mit dem freudigen Ereignis
zu=
ſammen, dem man in aller Kürze im Hauſe Napoleon
entgegenſieht. Die Exkaiſerin intereſſiert ſich
außerordent=
lich für das Schickſal des Prinzen Viktor Napoleon, den
ſie ſelbſt veranlaßte, die Heirat mit der belgiſchen
Prin=
zeſſin Klementine einzugehen, damit der Stamm
Napo=
leon erhalten bleibe. Für den Fall, daß die Prinzeſſin
Klementine einem Knaben das Leben ſchenkt, ſoll ſich die
Exkaiſerin verpflichtet haben, dem Prinzen ihr ganzes,
nicht unbeträchtliches Vermögen zu hinterlaſſen.
* Buenos Aires, 16. Jan. In der Kammer
erklärte während der Debatte über den Eiſenbahner=
ausſtand der Deputierte Agote, es ſei unrichtig,
daß=
der Ausſtand nahezu überwunden ſei, wie die
Geſellſchaf=
ten dies behauptet hätten. Agote zog ſeinen Vorſchlag
die Regierung zur Vermittelung aufzufordern, zurück, da
r glaube, daß der Streik in 48 Stunden beendigt ſein
werde. Gegenwärtig dauert der Ausſtand ohne
Zwiſchen=
fälle fort.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 17. Januar.
* Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs dem Johann Georg
Elſinger zu Dornheim; dem Friedrich Finninger,
Kapellmeiſter der freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach;
ferner dem Adam Ferdinand Bergmann II., dem
Johannes Bauer XII. und dem Heinrich Fries,
ſämtlich zu Bieber.
-g. Strafkammer. Der Fuhrknecht Johann Stenger
war im September 1911 ſpät abends ſehr betrunken in
die Wirtſchaft Eyberger in der Löffelgaſſe gekommen und
hatte dort Raufhändel angefangen. Er wurde deshalb vom
Wirt hinausbefördert, wobei ſich Stenger am Treppen
geländer feſthielt, das er hierbei umriß. Nun ſchlug er vom
Hof aus dem Eyberger Fenſter ein, worauf Eyberger mit
einem Stock bewaffnet hinauseilte, um den Stenger zu
verprügeln. Er wurde jedoch von Stenger mit einem
Meſſer bedroht und als er zum Schlage ausholte, erhielt
er von Stenger einen ungefährlichen Meſſerſtich in den
lin=
ken Arm. Es gelang ihm dann, den Stenger zu
über=
wältigen, er ſchlug mit dem Stock ſo lange auf ihn ein,
bis er bewußtlos liegen blieb. Vom Schöffengericht wurde
Stenger wegen Sachbeſchädigung und Körperverletzung zu
3 Monaten Gefängnis und Eyberger wegen
Ueberſchrei=
tung der Notwehr zu 5 Mk. Geldſtrafe verurteilt. Gegen
das ſchöffengerichtliche Urteil legte hinſichtlich des Eyberger
der Amtsanwalt, hinſichtlich des Stenger dieſer ſelbſt
Be=
rufung ein. Die Strafkammer verurteilte Stenger zu 4
Monaten und 1 Woche Geſängnis und Eyberger
zu 30 Mk. Geldſtrafe. — Der bereits wegen
Zech=
prellereien vorbeſtrafte 22jährige Kaufmann Friedrich
Kühne aus Oberlößnitz hat am 30. November 1911 den
Wirt Bitſch von hier dadurch um 1,02 Mk. geſchädigt,
daß er ſich Eſſen und Bier geben ließ, ohne im Beſitz von
Geldmitteln zu ſein. Wegen Zechprellerei im Rückfalle
ver=
urteilt ihn die Strafkammer zu 3 Monaten
Gefäng=
nis, abzüglich 6 Wochen Unterſuchungshaft. — Die
Land=
wirte Balthaſar Ittmann aus Ober=Ramſtadt und Gg.
Schuchmann aus Obernhauſen waren in der Nacht zum
3. Juni 1911 in Ober=Ramſtadt ohne eigentliche Urſache
aneinander geraten und zwar ſoll der Ittmann den
Schuch=
mann mit dem gezogenen Meſſer erwartet und ihm einen
tiefen Meſſerſtich in die linke Schulter verſetzt haben.
Schuch=
mann ſoll hierauf dem Ittmann drei Meſſerſtiche verſetzt
haben, bis dieſer bewußtlos zu Boden fiel. Schuchmann
gibt zu, geſtochen zu haben, jedoch erſt nachdem er den Stich
von Ittmann erhalten hatte. Ittmann ſtellt in Abrede,
überhaupt geſtochen zu haben. Schuchmann könne ſich nach
ſeiner Meinung den Stich aus Verſehen oder auch mit
Abſicht ſelbſt beigebracht haben, da er vielleicht Angſt
hatte, er hätte ihn totgeſtochen. Die Verletzungen beider
Gegner haben ſchwere Folgen nicht hinterlaſſen. Das
Schöffengericht nahm an, daß Ittmann den erſten Stich
al=
gegeben habe und verurteilte ihn zu 4 Monaten Gefäng
nis, den Angeklagten Schuchmann zu 2 Monaten Gefängnis.
Von den Verurteilten ſowie von dem Amtsanwalt war
Be=
rufung gegen das Urteil des Schöffengerichts eingelegt
worden. Die Strafkammer kam in ihrer geſtrigen Sitzung
zur Verwerfung beider Berufungen.
sk. Der Prozeß Wolfſturm gewonnen. (Nachdr
verboten.) Das Reichsgericht hatte ſchon in einer
frühe=
ren Entſcheidung die Annahme höherer Gewalt abge
lehnt, als ein unvorſichtig gelenktes Automobil gegen
einen ſtillſtehenden Straßenbahnwagen fuhr. In dem
jetzigen Falle war ein mit etwa 80 Kilometer Stunden=
Amerikaniſche Nachtgerichtshöfe.
Von Aſſeſſor Dr. Knod=Düſſeldorf.
Eine Einrichtung eigener Art ſind die in New=York
ſeit einigen Jahren eingeführten „Nighteourts”=
Nacht=
gerichtshöfe. Es handelt ſich hierbei um
Magiſtrats=
gerichtshöfe, denen ein Polizeirichter vorſitzt. Nachdem
zu=
nächſt ein gemeinſchaftlicher Gerichtshof für Männer und
Frauen eingerichtet war, wurde durch Geſetz vom 1. Juli
1910 eine Trennung herbeigeführt; es wurde ein
beſon=
derer Gerichtshof für Frauen wie für Männer geſchaffen.
Die Sitzungen der Nachtgerichtshöfe beginnen um acht Uhr
abends und dauern regelmäßig bis zwei Uhr morgens
mit gelegentlichen Unterbrechungen.
Zur Aburteilung kommen nur ſolche Perſonen, die auf
friſcher Tat gefaßt worden ſind. Bei den Frauen handelt
es ſich in den meiſten Fällen um Uebertretungen
ſitten=
polizeilicher Beſtimmungen, während die Männer wegen
Verübung groben Unfugs, Lärms, wegen Begehung
leich=
ter Mißhandlungen und ſonſtiger mit geringer Strafe zu
ahndender Vergehen vor den Polizeirichter geführt werden.
Regelmäßig iſt das ganze Verfahren ſehr kurz. Der
vorführende Polizeibeamte erſtattet Bericht; der Täter
wird gehört; Perſonen, die bei dem Vorfall zugegen waren
und gleich mit zur Gerichtsſtelle gebracht worden ſind,
werden als Zeugen vernommen und das Urteil wird
ge=
ſprochen. Iſt der Täter nicht in der Lage, ſeine Rechte in
der genügenden Weiſe wahrzunehmen, z. B. wegen
Trun=
kenheit, ſo wird nicht weiter gegen ihn verhandelt; er wird
dann in Haft abgeführt, um ſpäter von einem
Tages=
gerichtshofe abgeurteilt zu werden.
Die Hauptvorzüge dieſes nächtlichen Verfahrens
be=
ſtehen in Folgendem: Die tagsüber arbeitenden
Gerichts=
höfe werden entlaſtet; der Uebeltäter braucht nicht lange
in Unterſuchungshaft zu ſitzen, ſtellt es ſich heraus, daß er
unſchuldig iſt, ſo wird er gleich entlaſſen oder ſpäteſtens
am nächſtfolgenden Morgen; iſt er ſchuldig, ſo folgt die
Strafe dem Vergehen auf dem Fuße; für die
amerikani=
ſchen Verhältniſſe iſt es noch von beſonderer Bedeutung,
daß es nicht nötig iſt, ſpäter Nachforſchungen nach dem
Verbleibe des Uebeltäters anzuſtellen, die in den meiſten
Fällen wegen der ſchlechten Führung, bezw. des Fehlens
von Regiſterbehörden und des Anmeldeweſens ohne
Er=
folg ſein würden.
Nach alledem iſt die Bedeutung der Nighteourts nicht
zu verkennen. Nach dem vom New=Yorker Magiſtrat
herausgegebenen Bericht ſind in den vier Monaten
Sep=
tember bis Dezember 1910 2037 Fälle vor dem
Nacht=
gerichtshof für Frauen und 6866 Fälle vor dem
Nacht=
gerichtshof für Männer verhandelt worden; mit Strafe
belegt wurden 1154 Frauen und 3311 Männer. Es iſt wohl
nicht zu beſtreiten, daß die Einführung derartiger
Nacht=
gerichtshöfe auch auf europäiſchem Boden in den
Groß=
ſtädten wie Berlin, London und Paris von Vorteil ſein
würde.
* Berichtigung. In dem Aufſatz „
Schalt=
jahr und Schalttag” vom Montagsblatt war in
Spalte 2, Zeile 17, 18 und 19 richtig zu leſen:
78
„Es ſind dafür richtiger 365,2422 Tage, alſo 10000
eines Tages — etwa 11 Minuten weniger zu ſetzen.”
Großherzogliches Hoftheater.
Dritter und vierter Abend.
Drum ſchonet mir an dieſem Tag
Proſpekte nicht und nicht Maſchinen!
W-l. Beſonders aber laßt genug geſchehn! Beim
zweiten Teile des Fauſt kommen die voll auf ihre
Rech=
nung, die „am liebſten ſehen” wollen. Die Bemerkung
von dem höheren Ausſtattungsſtück iſt inſofern nicht ganz
unberechtigt, als das Hauptintereſſe des Publikums
das die Allegorien und Myſtizismen des zweiten Teiles,
deſſen „Sauerteig” noch kein Gelehrter „verdaut” hat,
un=
möglich verſtehen kann, ſich vornehmlich auf die äußeren
Vorgänge erſtreckt und beſchränkt, bei denen die Begriffe
von Raum und Zeit nicht vorhanden ſind. Die
Unwahr=
ſcheinlichkeiten und Unmöglichkeiten, auf die wir bei dieſer
Wanderung auf, unter und über der Erde und durch alle
Zeiten und Welten ſtoßen, überbrücken eine geniale Regie
und bühnentechniſche Kunſt, ſo gut ſie können; das
Publi=
kum ſtößt ſich nicht daran, „man macht ihm auch was vor”
Neben den beiden Hauptdarſtellern, die eine
Rieſenauf=
gabe zu bewältigen haben, gebührt der Regie das
Haupt=
verdienſt an der Aufführung des zweiten Teiles; ſie
macht, wie geſagt, das Unmögliche faſt möglich und das
trotzdem unmöglich Bleibende beweiſt eben, daß der zweite
Teil nicht aufführbar iſt. Wenn es gelänge, den erhabenen
und grandioſen, Fauſts Tod darſtellenden Schlußakt im
Anſchluß an den erſten Teil für die Bühne zu retten, ſo
wäre damit dem Genius Goethes Genüge geleiſtet.
Nochmals ſei der bewundernswerten Leiſtungen der
Herren Baumeiſter als Fauſt und Lehrmann als
Mephiſto gedacht. Wir haben für beide nur Worte
un=
beſchränkter Anerkennung. Ein hohes Maß künſtleriſchen
Ernſtes und Eifers und Intelligenz hatten ſie auf die
Ein=
ſtudierung und Darſtellung ihrer an die Gedächtniskraft
und Ausdauer faſt unmögliche Aufgaben ſtellenden Rollen
verwendet. Der Regie des Herrn Oberregiſſeurs
Val=
dek die in dem zweiten Teile ihre Triumphe feiert,
haben wir ſchon ſo viel Gutes nachgeſagt, daß uns zu
ſagen „faſt nichts mehr übrig bleibt”. Aber einen Wunſch=
zettel haben wir uns doch zurückgelegt: Die Regie wird
gebeten, ihren Einfluß geltend zu machen, daß das
Gepol=
ter hinter der Bühne während der Vorſtellung möglichſt
vermieden werde und die Szene nicht durch zu weit
vor=
ragende Kuliſſen, namentlich aber nicht durch Mitwirkende
verdeckt werde. In der Euphorion=Szene zum Beiſpiel
ah man nur die Rückſeiten der gefangenen Trojanerinnen,
und wenn dieſe auch ganz ſchön ſein mögen, ſo hätte man
doch auch die Hauptperſonen gerne geſehen. — Aber ſonſt
war alles ſehr gut.
Aus der großen Zahl der ſonſtigen Mitwirkenden
ſeien noch der temperamentvolle Kaiſer des Herrn
Weſter=
mann, ferner Fräulein Alſens Helena, die aber eine
kalte, marmorne Schönheit darſtellte, das gemütvolle
Paar Philemon und Baucis des Herrn Wagner und
der Frau Rudolph und Fräulein Gothes anmutiger
Enphorion erwähnt. Die muſikaliſche Leitung lag am
erſten Abend in den Händen des Hofkapellmeiſters
de Haan, an den drei letzten Abenden in denen des
Kapellmeiſters Kittel. Nach der ergreifenden
Schluß=
ſzene erſchienen mit den Hauptdarſtellern auch die
Herren Oberregiſſeur Valdek. Obermaſchinenmeiſter
Schwerdtfeger und Dekorationsmeiſter Müller,
um für den begeiſterten Beifall des Publikums zu danken.
Es kann die Spur von ſeinen Erdentagen
Nicht in Aeonen untergehn!
In Goethes „Fauſt” ſo ſagt man, kommt alles vor
und er wird immer wieder aktuell. Vor mehreren
Jah=
ren, als die ſog. lex Heinze auf der Tagesordnung ſtand,
waren es Mephiſtos köſtliche Worte in der klaſſiſchen
Wal=
vurgisnacht über die antike Nacktheit, die wegen ihrer
wie=
der aktuell gewordenen Bedeutung ſpontane Heiterkeit
hervorriefen. In dieſem Jahre war es Fauſts Luftſchiff,
das er mit den Worten verläßt:
Entlaſſend meiner Wolke Tragwerk, die mich ſanft
An klaren Tagen über Land und Meer geführt”
das ganz zeppeliniſch anmutete, und in der Schlußſzene,
als Fauſt ſein Gebiet vergrößern will, „nicht durch Raub
ſondern durch Tauſch”, erinnerten die Verſe:
Fauſt: Das Widerſtehen, der Eigenſinn
Bekümmern herrlichſten Gewinn,
Daß man, zu tiefer, grimmiger Pein,
Ermüden muß, gerecht zu ſein.
Mephiſto: Was willſt du dich denn hier
genieren?
Mußt du nicht längſt
koloni=
ſieren?
an die jüngſten Vorgänge in der Politik.
geſchwindigkeit fahrendes Automobil gegen eine nur
ei=
nen Moment haltende Lokomotive gefahren. Das mit
der Mutter der Klägerin, der Witwe Wolfſturm, und
zwei Ingenieuren beſetzte Automobil der Adlerwerke
fuhr bekanntlich am 31. Oktober 1909 auf der Straße
von Darmſtadt nach Griesheim. Auf der
lin=
lken Straßenſeite läuft ein Eiſenbahnſchienenſtrang, der
dann nach der rechten Seite hinüber die Straße kreuzt.
An dieſer Kreuzung ſtieß das Automobil gegen eine
kurz vor derſelben zum Halten gebrachte Lokomotive,
wobei die Witwe W. und ein Ingenieur getötet und der
Chauffeur verletzt wurden. Die Tochter der Getöteten
klagte nun gegen die Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft
auf Schadenerſatz aus § 1 des Haftpflichtgeſetzes. Die
erſte Inſtanz, Landgericht Darmſtadt, wie auch das
Be=
rufungsgericht, Oberlandesgericht Darmſtadt, erkannten
den Anſpruch als dem Grunde nach gerechtfertigt an. Das
letztere bemerkte in ſeinen Gründen, daß die Lokomotive
ſchon gehalten habe, bevor ſie die Fahrbahn des
Auto=
mobils erreicht hatte, und der Unfall ſei nur dadurch
herbeigeführt worden, daß der Kraftwagenführer ein
Hin=
dernis auf der Straße erſt zu ſpät bemerkte. Die
Ge=
ſchwindigkeit des Zuges ſei faſt Null geweſen, während
das Auto nach den Feſtſtellungen mit zirka 80 Kilometer
pro Stunde gefahren ſei. Der Zug würde die
Fahrtrich=
tung des Automobils ohne deſſen nachträgliche
Rich=
tungsänderung gar nicht gekreuzt haben, wenn das erſte
Gericht feſtſtelle, daß infolge des Stillſtehens des Zuges
kein Unfall „beim Betriebe” vorliege, ſo ſei zu
entgeg=
nen, daß aus einem Stillſtehen der Lokomotive nicht ein
ſolches des ganzen Betriebes gefolgert werden könne,
denn das Halten der Lokomotive ſei nur zu dem Zwecke
geſchehen, um die Fahrt ſofort nach Vorbeifahren des
Automobils fortzuſetzen. Von einem Stillſtehen des
Be=
triebes könne nur bei dauerndem Ruhen desſelben
ge=
ſprochen werden. Die Schwierigkeit des Ausweichens ſei
gerade eine Eigentümlichkeit des Eiſenbahnbetripbes
und deshalb ein urſächlicher Zuſammenhang zwiſchen
dem Betriebe und dem Unfall anzunehmen. Die
Vor=
ausſetzung des § 1 des Haftpflichtgeſetzes ſei alſo
gege=
ben. Was die Annahme angehe, daß höhere Gewalt
vorliege, weil der Chauffeur zu ſchnell gefahren ſei, ſo
müſſe hier der Eintritt der höheren Gewalt verneint
wer=
den. In dem überſchnellen Fahren könne höchſtens eine
Sachwidrigkeit des Chauffeurs erblickt werden, nicht
aber der Eingriff einer Naturgewalt. Daß der Unfall
durch die eigenartigen Gefahren der Eiſenbahn verurſacht
ſei, ſtehe außer Zweifel. Die Haftung ſei alſo nicht
aus=
geſchloſſen worden. Das Reichsgericht, dem die
Re=
viſion der Beklagten vorlag, kam zur Zurückweiſung
der Reviſon. Ein Betriebsunfall liege ohne
Zweifel vor, es könne hingegen ſtreitig ſein, ob nicht bei
dieſer ungeheuren Geſchwindigkeit von höherer Gewalt
die Rede ſein, könne. Doch müſſe anderſeits bedacht
werden, daß die Einrichtung der Bahn gefahrbringend
iſt, da beſondere Vorſichtsmaßregeln nicht vorhanden
wa=
ren, reſp. die nötigen Sicherheitsmaßregeln nicht
getrof=
fen waren.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die
Ein=
nahmen im Monat Dezember 1911 betrugen: 1.
Perſonen=
verkehr 598 568 Mk. (Dezember 1910 536 987Mk.), 2.
Güter=
verkehr 31038 Mk. (75007 Mk.), 3. Nebeneinnahmen
2293 Mk. (2431 Mk.), 4. Geſamteinnahmen 691899 Mk.
(614 415 Mk.).
* Der Verband evangeliſch=kirchlicher
Franenver=
eine im Großherzogtum Heſſen hat mit dem
Eliſabethen=
ſſtift in Darmſtadt und der Großh. Zentrale für
Mutter=
ſund Säuglingsfürſorge Verträge abgeſchloſſen zwecks
Ausbildung von „Nothelferinnen” in der
Land=
krankenpflege. Die Ausbildung geſchieht erſtmals in
dieſem Frühjahr. Ihre Könial. Hoheit die Großherzogin
hat am 6. Januar die Damen des Vorſtandes: Ihre
Durchlaucht die Fürſtin zu Erbach=Schönberg, Frau
Pfarrer Strack=Birkenau und Frau Wenzel=Darmſtadt,
empfangen zur Berichterſtattung über den Verband und
den genannten neueſten Zweig ſeiner Tätigkeit, und
hat Allerhöchſt Ihr größtes Intereſſe für dieſe Arbeit
bekundet. Die Bedingungen der Ausbildung dieſer
„Nothelferinnen” werden in Kürze veröffentlicht werden.
* Vortrag über das franzöſiſche Flugweſen. Herr
Kapitän zur See a. D. v. Puſtau organiſierte auf
Grund der in Frankreich gemachten Studien dort das
erſte internationale Flugmeeting im Herbſt 1909 und
wohnte faſt ſämtlichen deutſchen und ausländiſchen
Wett=
bewerben bei. Wir finden ihn als Leiter des großen
Peſter Meetings 1910 und als Organiſator des
deut=
ſchen Rundfluges 1911 um den B. Z.=Preis der Lüfte.
Seit Herbſt 1911 iſt er Direktor der von ihm
gegrün=
deten Allgemeinen Fluggeſellſchaft m. b. H., Berlin. Er
wohnte in Frankreich den großen Manövern 1910/11 bei
von wo aus er intereſſante militäriſche Beobachtungen
mitbrachte. Auf Grund ſeiner dortigen überaus reichen
Studien wird er heute Mittwoch, den 17. Jan., abends
8,15 Uhr, im Saale der Vereinigten Geſellſchaft ein
Vortrag über das franzöſiſche Flugweſen halten. Er
wird ſeine Mitteilungen durch eine Reihe vorzüglicher,
zum größten Teil ſelbſt aufgenommener Lichtbilder
er=
gänzen und u. a. auch über die franzöſiſche Aero=
Aus=
ſtellung berichten, die er Ende Dezember vergangenen
Jahres beſucht hat. Es ſei noch beſonders bemerkt, daß
auch Damen zu dem Vortrag Zutritt haben. (Näh. ſ. A.)
* Johannesgemeinde. Man ſchreibt uns: Zur Feier
von Kaiſers Geburtstag veranſtaltet unſere
Jugendver=
einigung eine vaterländiſche Aufführung in unſerem
Ge=
meindehauſe in der Kahlertſtraße. Unter der
verſtänd=
nisvollen Leitung eines hieſigen Kunſtmalers iſt ein von
Vaterlandsliebe durchwehtes Schauſpiel eingeübt: „
Frei=
willige vor!” von Dr. Schneideck, dem früheren
Heraus=
geber der „Burſchenſchaftlichen Blätter‟ Die Handlung
ſpielt gerade vor 100 Jahren auf dem verhängnisvollen
Zug Napoleons gegen Rußland und zeigt uns in vier
knapp und ſtraff gehaltenen Aufzügen, wie unter der
Pro=
klamation Friedrich Wilhelms IIII. „An mein Volk”
der Sturm der Volkserhebung durch alle Stände geht
und wie auch in dem entlegenen oſtpreußiſchen Dorf die
Freiwilligen zur Fahne eilen und im Kirchlein ſich
ein=
ſegnen laſſen zum heiligen Dienſt fürs Vaterland.
Geplant ſind zwei Aufführungsabende am 21. und 28.
Januar, ſowie eine Schülervorſtellung am 20. Wir bitten
alle Freunde der Jugend um ihren Beſuch und ihre
Mit=
hilfe zur Beſtreitung der Koſten der Aufführung.
Karten im Vorverkauf ſind ab Mittwoch zu haben im
Gemeindehauſe, ſowie bei Kaufmann Merz (Liebigſtr.),
Kaufmann Feid (Frankfurter Straße) und im
Zigarren=
geſchäft von Götz in der Karlſtraße.
— Turnwart=Uebung. Von 62 dem 3. Gau (Main=
Rhein) des 9. Kreiſes der Deutſchen Turnerſchaft
ange=
hörigen Vereinen hatten 59 ihre Vereinsturnwarte und
Vorturner zu der am Sonntag, den 14. ds. Mts. im
Turnhauſe der Turngemeinde Beſſungen abgehaltenen
Turnwart=Uebung entſandt. Die für das diesjährige
Gauturnfeſt vorgeſehenen allgemeinen Freiübungen
wur=
den vorgeturnt und dann eingehend geübt. Etwas
größere Schwierigkeit bot die Ausführung einer Gruppe
Keulenübungen, deren letzte Uebungen ſchon eine
ziem=
liche Fertigkeit im Keulenſchwingen erforderte. Bei dem
an den Geräten Reck, Barren, Pferd und
Schaukelrin=
gen vorgenommenen Riegenturnen wurde der Aufbau
einer Anzahl Uebungen zu Gruppen gezeigt, die ſich
be=
ſonders als Uebungsſtoff für Muſterriegen eignen.
Ver=
ſchiedene Neckſpiele, die bei den Teilnehmern viel
Hei=
terkeit erregten, bildeten den Schluß der Turnordnung.
In der dem Turnen ſich unmittelbar anſchließenden
Be=
ſprechung wurde der Uebungsſtoff des Vormittags noch
einmal mündlich behandelt. Aus den von dem
Gauturn=
wart und den Bezirksturnwarten erſtatteten Berichten
iſt zu entnehmen, daß der Gau auch im abgelaufenen
Jahre in turneriſcher Beziehung wieder etwas vorwärts
gekommen iſt.
Z.V. Die hieſige Zentrumspartei hält heute,
Mitt=
woch, eine Wählerverſammlung im Katholiſchen
Geſellen=
hauſe ab, worin Herr Rechtsanwalt Dr. Hein=Worms
über die Stellungnahme zur bevorſtehenden Stichwahl
ſprechen wird. (S. Anzeige.)
* National=Stenographie. Man ſchreibt uns: Auf
Veranlaſſung des hieſigen Vereins für National=
Steno=
graphie fand am 14. Januar in dem Uebungslokal
Zur Krone” die Prüfung einer Anzahl Schüler im
Alter von 11 bis 12 Jahren ſtatt, um Zeugnis davon
abzulegen welche Reſultate nach 5= bis 6=wöchentlicher
Uebung erzielt wurden. Die Prüfung wurde im
Bei=
ſein des Ehrenvorſitzenden Herrn Generalmajors z. D.
von Kunowski hier und einer Anzahl Gäſte abgelegt.
Die Ergebniſſe waren vorzüglich, ſowohl im Schreiben
als auch im Leſen leiſteten die Jungen Hervorragendes
und beſtätigten die leichte Erlernbarkeit des Syſtems.
Auch ſeine Leiſtungsfähigkeit konnte bewieſen werden,
war doh unter den Prüflingen auch ein Schüler im
Alter von 12 Jahren, der nach Diktat in der Minute
85 Silben ſchrieb und das Stenogramm flott wieder
fonnte, obwohl er erſt 3 Monate Unterricht in
dem Syſtem genemmen hatte.
* Der Ortsgewerbeverein hat ſeine Mitglieder für
kommenden Samstag zu einem geſelligen Abend
eingeladen. Bewährte Kräfte ſind für dieſe
Veranſtal=
tung gewonnen worden, ſodaß nach dieſer Richtung hin
für die Beſucher des Abends reichlich geſorgt iſt. Neben
dem geſelligen Teil wird noch Herr Dr. Kienzle,
Kuſtos am Großh. Landesmuſeum, einige Mitteilungen
über die Neueinrichtung des
Gewerbemu=
ſeums bringen und tags darauf, am Sonntag
vormit=
tag, die Intereſſenten durch das Gewerbemuſeum führen.
Näheres beliebe man aus dem Anzeigenteil zu erſehen.
Gäſte können eingeführt werden.
* Eine Erinnerung. Man ſchreibt uns: Heute iſt es
ein Jahr her ſeit jenem Ereignis, das ganz Deutſchland,
ja die ganze Welt mit Bewunderung für unſere aufblühende
Marine erfüllte. Zwölf Monate ſind es her, daß das
Unterſeeboot „U 3” unterging und drei
hoffnungs=
volle, mutige deutſche Männer und Helden den
Erſtickungs=
tod ſtarben. Sie haben durch ihre opfermutige Heldentat
gezeigt, daß in unſerer Zeit doch noch jener gute Geiſt lebt
im Volke, den unſere Dichter beſingen. Und gerade wir
Darmſtädter müſſen uns ſtets an jene Helden von
„U 3” erinnern, da ja ihr Führer, der Kapitänleutnant
Ludwig Fiſcher, ein Darmſtädter war, das hieſige
Realgymnaſium bis zu ſeinem Maturum beſuchte und auf
dem hieſigen Friedhof auch ſeine letzte Ruheſtätte
gefun=
den hat. — Wenn wir uns aber für jene Heldentat der
drei Seeleute erkenntlich zeigen wollen, ſo ſei doch jedem
herzlich die Sammlung zum Beſten eines Denkmals für
Kapitänleutnant Fiſcher empfohlen. Die eventl.
Mehr=
einnahme hat auch einen guten Zweck, ſie dient zur
Unter=
ſtützung armer Unterſeebovtleute. Einzeichnungsliſten ſind
in den durch Plakate kenntlich gemachten Läden vorhanden.
* Rheingauer Weinſtube. Man ſchreibt uns:
Anläß=
lich der Fertigſtellung der Lokalitäten der im Hauſe
Wag=
ner, Luiſenplatz 1, gelegenen allbekannten „Rheingauer
Weinſtube” veranſtaltete der Inhaber, Herr Herm.
Engel=
hardt, am Samstag abend ein Eröffnungseſſen, das
unter zahlreicher Beteiligung einen in allen Teilen
gelunge=
nen Verlauf nahm. Im Laufe des Abends gab Herr
Stadtverordneter Sames einen hiſtoriſchen Rückblick der
Geſchichte des Hauſes. Im vornehmſten Viertel der
Re=
ſidenz gelegen, war es anfänglich Adelsſitz. Im Laufe der
Zeit ging es in bürgerlichen Beſitz über und wurde zum
Geſchäftshaus umgebaut. Im Jahre 1874 erwarb es der
verſtorbene Bauunternehmer Herr Peter Wagner, der
im Jahre 1906 Herrn Architekten Gewin mit der
An=
fertigung der Pläne zu den jetzigen Umbau= und
Erweiter=
ungsarbeiten betraute. Die Aufgabe wurde von Herrn
Gewin auch in beſter, künſtleriſcher Form unter
Berückſich=
tigung all der Erwägungen, die durch die bereits
erfolg=
ten Umbauten der Merckſchen Apotheke und der „Traube‟
in Betracht kamen, gelöſt. Redner gedachte noch im
ſpe=
ziellen des jetzigen Beſitzers der „Rheingauer Weinſtube‟
Herrn Engelhardt, der es in zehnjähriger eifriger und
verſtändnisvoller Arbeit verſtanden habe, das Geſchäft auf
ſeine jetzige Höhe zu bringen. Mit einem Hoch auf die
Familie Engelhardt ſchloß Herr Sames ſeine intereſſanten
Ausführungen. Herr Architekt Gewin gab einen kurzen
Rückblick über die Geſchichte des Umbaues. Er gedachte
dabei des leider zu früh verſtorbenen Bauherrn, zu deſſen
Gedenken ſich die Anweſenden von den Sitzen erhoben.
Weiter dankte er den mitwirkenden Handwerksmeiſtern,
die alle ihr beſtes Können zum Gelingen des Ganzen
ein=
geſetzt hätten. Herr Stadtverordneter Wagner gab dem
Dank ſeiner Familie Ausdruck. Weiter ſprachen noch Herr
Hoftüncher und Maler Nover namens der beteiligten
Handwerksmeiſter und Herr Höh namens der Gäſte. Die
Tafelmuſik ſtellte eine gewählte Abteilung der Kapelle
Weber, deren künſtleriſche Leiſtungen allgemeine
Wür=
digung fanden. Herr Sautier, Mitglied unſeres
Hof=
theaters, erfreute durch eine Anzahl Lieder, die er
vorzüg=
lich zu Gehör brachte und die lebhaften Beifall fanden. Ebenſo
wurden die geſanglichen und deklamatoriſchen
Darbiet=
ungen eines geſchätzten Gaſtes lebhaft applaudiert. Der
Verlauf des ganzen Abends trug ein harmoniſches
Ge=
präge. Küche und Keller des Herrn Engelhardt boten
Vor=
zügliches und wurde dem Gaſtgeber hierfür vollſte
An=
erkennung zuteil. Die neuen Lokalitäten tragen den
in=
timen Charakter einer wirklich modernen Weinſtube
vor=
nehmſter aber doch gemütlicher Ausſtattung. Außer dem
Hauptraum ſind noch zwei Nebenzimmer vorhanden, von
denen insbeſondere das mittlere mit ſeiner prächtigen Kup=
Konzerte.
mm. Den dritten Kammermuſikabend im
13. Jahre ſeines Beſtehens hielt das Darmſtädter
Streichquartett der Herren Fritz Mehmel, Albert
Diedrich, Fritz Brückmann und Auguſt Weyns
am Montag im großen Saale des Hotels „Zur Traube‟
ab. Für die Aufführung des hier zum erſten Male
öffent=
lich zu Gehör gebrachten ſehr intereſſanten, im Jahre 1879
komponierten F=dur-Quintetts für zwei Violinen, zwei
Bratſchen und Violoncello von Anton Bruckner, wirkte
bei der Violine Herr Kammermuſiker Paul Uhlmann
mit. Die Kompoſitionen Bruckners, des im Jahre 1896
zu Wien verſtorbenen Tonmeiſters, des Lehrers von
weit=
bekannten und weltberühmt gewordenen Dirigenten und
Tonſetzern, haben ſich ſeither in Deutſchland ſo allgemein
noch nicht verbreiten können, als dies ihrer erzieheriſchen
Bedeutung nach zu wünſchen geweſen wäre; die Gründe
dafür anzuführen, gehört aber nicht in den Rahmen einer
einfachen, ſachlichen Berichterſtattung, die ſich nur mit der
Ausführung des Werkes und dem Eindruck, den es
her=
vorzubringen imſtande iſt, beſchäftigen will.
Das Programm verzeichnete diesmal nur zwei
Kom=
poniſten, die nacheinander in Wien lebten und wirkten.
Der Eindruck auf den Zuhörer, den die Brucknerſche
Kompoſition macht, hängt im weſentlichen von der
Stel=
lung ab, die man zur ernſteren Muſik überhaupt
einzu=
nehmen pflegt. Manches, was in dem erſten Satze von
der hergebrachten, faſt ausſchließlich die leichte techniſche
Ausführbarkeit berückſichtigenden Schreibweiſe verſchieden
iſt, mag zunächſt ein wenig befremdend anmuten, doch
wird man ſich bald mit der ruhig=ernſten, gemütstiefen,
in breit angelegten Harmonien dahinfließenden Muſik
befreundet haben.
Daß die Wiedergabe ähnlicher Kompoſitionen von
ſeiten der Ausführenden viel Sorgfalt und die ganze
Hin=
gabe der Perſönlichkeit an das Gelingen des Werkes zur
Vorausſetzung haben mußte, iſt bekannt, und auch die
geſpannte Aufmerkſamkeit der Zuhörer bewies, wie ſehr
auch dieſe ſelbſt regen Anteil an der Kompoſition nahmen.
Das Werk bietet ein in ſich vollkommen abgerundetes
Ganze, daß die Hervorhebung einzelner Sätze dem
ſchönen Geſamteindruck nur ſchaden würde; daß es auch
von den fünf Herren tadellos, ja muſterhaft ausgeführt
wurde „bedarf wohl kaum beſonderer Erwähnung. Uns
ſpeziell ſagten am meiſten die beiden letzten Hauptſätze zu:
Das Adagio und Finale mit ſeinen verſchiedenen
Unter=
abteilungen, beſonders der langſamere Schluß.
Das an zweiter Stelle geſpielte Quartett, Op. 74,
Es-dur, von L. v. Beethoven iſt allen Muſikfreunden,
die dieſen Zweig der Tonkunſt eifrig pflegen, unter dem
Namen „Harfen=Quartett” zur Genüge bekannt. Das
Adagio und der Preſtoſatz (zweiter und dritter Satz)
ge=
langen vorzüglich.
Der Saal war recht gut beſucht, und fehlte es auch an
dem wohlverdienten Beifall nicht.
Fenilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Zur Frage der
Frank=
furter Univerſität teilen die Frankfurter
Nach=
richten mit: Wie wir von wohlunterrichteter Seite
er=
fahren, haben die Berliner Univerſitätsverhandlungen
vom Standpunkte der ausſchlaggebenden Frankfurter Kreiſc
aus ein negatives Ergebnis gezeitigt. Der
Kul=
tusminiſter erklärte ſich zwar bereit, die Frankfurter
Uni=
verſität zu konzedieren, jedoch war er für eine
Uebertrag=
ung des Vorſchlagsrechts der Akademie auf die Univerſität
unter keinen Umſtänden zu haben. Die finanzielle Seite
der Frage iſt bei den Beſprechungen überhaupt nicht
be=
rührt worden. Angeſichts dieſer Sachlage muß das
Uni=
verſitätsprojekt als vorläufig geſcheitert
angeſehen werden, denn die Mehrheit des Stadtparlaments
iſt nicht gewillt, ihren in dem Stadtverordnetenbeſchluß
vom 29. Juli 1911 feſtgelegten Standpunkt einer Reviſion
u unterziehen.
— Die Suffragette vorm Traualtar. Aus London
wird berichtet: Noch im letzten Augenblick ſind die
tem=
peramentvollen engliſchen Frauenrechtlerinnen um einen
Triumph gebracht worden, den ſie bereits vorher faſt bis
zur Neige ausgekoſtet hatten. Vor dem Traualtar der
Königlichen Kapelle in Savoy, London, erſchien an der
Seite ihres Bräutigams die Nichte des Viscount Peel,
die Tochter des oberſten Dugdale, Fräulein Una
Strat=
ford Dugdale, die als ein hervorragendes Mitglied des
politiſchen Frauenklubs bekannt iſt. Der Trauung waren
langwierige Verhandlungen mit dem Geiſtlichen der
Hof=
kapelle, dem Reverend Hugh Chapman voraufgegangen:
die Braut wollte bei der Trauungsformel unter allen
Um=
ſtänden die Formel von dem Gehorſam der Ehegattin
fortgelaſſen wiſſen, und der gutmütige geiſtliche
Herr hatte ſich ſchließlich auch bereit erklärt, das verpönte
Wort auszulaſſen. Aber im letzten Augenblick mußte er
ſeine Zuſage zurückziehen: durch die Zeitungen hatte der
Erzbiſchof von Canterbury davon erfahren, daß die ſeit
Jahrhunderten übliche alte chriſtliche Trauungsformel
einem jungen Brautpaare zuliebe geändert werden ſolle,
und dazu noch in einer Königlichen Kapelle, die
Eigen=
tum des britiſchen Herrſcherhauſes iſt. Die Folge war,
daß der Reverend Chapman vor der Trauungszeremonie
in der Kirche folgende Erklärung machte: „Vor Beginn
des Gottesdienſtes möchte ich erklären, daß ich aufgrund
der Mitteilungen der Preſſe mich genötigt geſehen habe,
mich im letzten Augenblick noch über die rechtliche
Gültig=
keit einer Trauung zu unterrichten, bei der gewiſſe Worte
ausgelaſſen werden. Ich habe erfahren, daß die
Gültig=
keit einer ſolchen Trauung in einer Königlichen Kapelle,
die ausſchließlich dem König gehört, zu mindeſt
zweifel=
haft bleibt, und ſo ſind wir überein gekommen, aus
Loya=
lität für Seine Majeſtät dem König die alten Worte
bei=
zubehalten.” Aber zugleich drückte der geiſtliche Herr die
Hoffnung aus, daß in Zukunft aus der Trauungsformel
gewiſſe Ausdrücke beſeitigt werden möchten, die die
Ge=
fühle einzelner Eheſchließender verletzen könnten. Dann
wurde die Trauung vollzogen, die böſen Worte „
gehor=
ſam” und „gebrochen” hallten durch den Raum, als die
Braut aber die Eidesformel wiederholte, ließ ſie oſtentativ
dieſe Worte fort. Vor der Tür aber erwartete das junge
Ehepaar eine Schar begeiſterter Suffragettes, die jubelnd
Fahnen ſchwenkten und das Verhalten der Braut als
Heldentat feierten.
C. K. Das „Brockengeſpenſt” am Eiffelturm. Aus Paris
wird berichtet: In der franzöſiſchen Akademie der Wiſſen
ſchaften erſtattete Profeſſor Chauveau Bericht über ein
pelwölbung hervortritt. Alle Räumlichkeiten ſind durch
Schiebetüren getrennt und laſſen ſich daher zu einem großen
Ganzen vereinigen.
* Vogelsberger Höhenklub. Begünſtigt vom
ſchönſten War derweiter, nahm die 10. Wanderung ihren
programmäßigen Verlauf. Der Weg führte von Ober=
Ramſtadt nach Lützelbach und über Lichtenberg nach
Reinheim. Wenn auch die Erde ihr Winterkleid nicht
angelegt hatte, ſo war die Wanderung darum nicht
weniger genußreich. Die Stimmung war — wie immer —
vorzüglich. Die Teilnehmerliſte wies 42 Namen auf.
— Schlittſchuhklub=Sportverein. Die Eisbahn
des Klubs an der Eſchollbrückerſtraße iſt
er=
öffnet. (S. Anzeige.)
* Zur großen Damen= und Herrenſitzung der
Karneval=
geſellſchaft Narrhalla, die, wie gemeldet, am Sonntag,
den 21. ds. Mts., im größten Saale der Reſidenz, dem
Feſtſaal der Turngemeinde, ſtattfindet, ſind die
umfang=
reichen Vorarbeiten nunmehr dem Abſchluß nahe, ſodaß
das Programm im Großen und Ganzen feſtgelegt
wer=
den konnte. Es ſtand eine ſo große Fülle von Stoff aus
allen Gebieten des öffentlichen närriſcher Kritik
unter=
ſtehenden Lebens zur Verfügung, daß eine Menge
geſtri=
chen und für eine eventuelle zweite Sitzung zurückgeſtellt
werden mußte. Nicht weniger als 7 Vorträge und
Zwiegeſpräche konnten ins Programm aufgenommen
werden. Und die Namen Bauſcher, Delp, Engel,
Schardt (Beſſungen), Robert Schneider und
Si=
mon, zu denen als beſte Mainzer Redner Fürſt,
Mundo und die beiden einzigartigen „Spezi” Mauer
und Dengler treten, bürgen dafür, daß nur das
Beſte vom Guten geboten wird. Nennen wir als
Lie=
derdichter noch die Namen Grünfeld, Jeidels,
vor=
ausſichtlich Enders, ferner das Komiteemitglied der
Großen Allgemeinen Kölner Karn.=Geſellſchaft
Haau=
brich und einen bisher auf dieſem Gebiete Unbekannten
aber Vielverſprechenden, und vernehmen weiter, daß
au=
ßerdem künſtleriſche Darbietungen hervorragender Art
in Ausſicht ſtehen, ſo iſt ſichere Gewähr dafür geboten,
daß die Sitzung am Sonntag hält, was in den
Vor=
notizen verſprochen wird. Wie man es ſeit 26 Jahren
gewohnt iſt bei der Karnevalgeſellſchaft
Narr=
halla, deren vornehmſter Grundſatz iſt, nicht nur voll
zu halten, was ſie verſpricht, ſondern prinzipiell weniger
zu verſprechen, als tatſächlich geboten wird. Nicht
un=
erwähnt ſei der Hinweis darauf, daß der Große Rat im
Verein mit der Zenſur ſtets darauf bedacht iſt, den
vor=
nehmen Rahmen ſeiner Veranſtaltungen unter allen
Umſtänden zu wahren, was ſeine Beſtätigung erhält
durch den ſtets wachſenden Beſuch auch aus den höchſten
und allerhöchſten Kreiſen. Wird doch auch diesmal das
Großherzogspaar vorausſichtlich der Sitzung
beiwohnen. Die Muſik wird die Kapelle Hauske
ſtellen, die es aufs beſte verſteht, ſich auch in ihren
eige=
nen Darbietungen dem vornehmen Rahmen anzupaſſen.
(Näheres ſ. Anzeige.)
* Orpheum. Das Gaſtſpiel von Jobs Luſtiger
Bühne wurde des über alles Erwarten großen
Erfol=
ges wegen für die zweite Hälfte des Monats Januar
prolongiert. Der tolle Schlager „Der brave
Her=
mann” gelangt nur noch bis einſchließlich Donnerstag
zur Aufführung. Wer das übermütige Stück noch nicht
geſehen hat, verſäume nicht den Beſuch einer der
näch=
ſten Vorſtellungen. Am Freitag, den 19. Januar, abends
präziſe 8,15 Uhr, findet die Premiere der Novität
„Meine! — Deine!” ſtatt.
* Erſter Darmſtädter Kino, Grafenſtraße. Das neue
Programm hat wieder zwei intereſſante Films. Der erſte
betitelt ſich „Das Recht der Jugend” ein ganz
hervor=
ragendes Spiel. Der zweite iſt eine Handlung aus dem
afrikaniſchen Urwald, betitelt: „Unter den Klauen der
Löwen” Welche Gefahren mögen die dieſe Aufnahme
machenden Photographen wohl durchgemacht haben, ehe
dieſelbe gelang; führt ſie uns doch in die fernſten
men=
ſchenleeren Gegenden des Urwaldes. Auch ſonſt iſt das
Programm gut zuſammengeſtellt. (S. Anzeige.)
§ Zimmerbrand. Am Montag abend kurz nach
7 Uhr hat im Hauſe Ahaſtraße Nr. 10 ein Zimmerbrand
ſtattgeſunden, welcher durch die Hausbewohner alsbald
wieder gelöſcht worden iſt.
* Arheilgen, 15. Jan. Am Samstag hielt die hieſige
Freiw. Sanitätskolonne nach Beendigung des
Winterkurſus, welcher unter der Leitung von Dr. med.
merkwürdiges Luftphänomen, das er durch einen Zufall
beobachten konnte, während er in der Avenue de La
Bourdon=
nais ſpazieren ging. Um die Mittagszeit bemerkte der
Gelehrte, einen Schatten des Eiffelturmes, der ſich
hori=
zontal oder wenigſtens faſt horizontal in Richtung von
Norden nach Süden in die Luft erſtreckte. Die Spitze dieſes
Schattens, die ſüdwärts gerichtet war, ſchien ſich mit der
Spitze des Eiffelturmes zu berühren, ſodaß der Turm und
der Schatten eine Art rechten Winkel bildeten. Von einem
anderen Standorte aus erſchien der Schatten jedoch wie
eine Verlängerung des Turmes und vermittelte das Bild
eines zweiten Eiffelturmes, der auf dem Kopfe ſtehend in
die Luft emporragte! Es handelte ſich dabei nicht um einen
Schatten und eine Wirkung der Luftſpiegelung, ſondern
um ein wirkliches auf die Wolken geworfenes Bild, alſo
um eine Erſcheinung, die dem berühmten „
Brockenge=
ſpenſt” entſpricht, bei dem man bei Sonnenuntergang auf
einer öſtlichen Nebelwand Schattenbilder von Häuſern und
Menſchen wahrnimmt.
* Eine gelungene Demonſtration. Das
Stadtverord=
netenkollegium von Tſchita in Transbaikalien wollte ſparen
und ſtrich aus dem Stadtbudget die Ausgaben für die
Be=
leuchtung der Lehrerwohnungen der ſtädtiſchen
Gemeinde=
ſchulen. Die Summe an ſich war gering, aber es war doch
etwas, ein Anfang gewiſſermaßen, und niemand ſah und
fühlte etwas — außer den Lehrern. Der Vorgang ſollte
aber die Stadtdäter in nicht geringe Verlegenheit bringen.
Die Lehrer und Lehrerinnen waren bei ihrem
geringen Gehalt von 25 bis 50 Rubel
monat=
lich durch das Sparſyſtem der weiſen Väter
der Stadt ſchwer getroffen worden. Das Licht aus eigener
Taſche zu bezahlen war ihnen nicht möglich. Und ſo
er=
ſchienen ſie eines Abends im Gänſemarſch im
Sitzungs=
ſaale der verſammelten Stadträte, ließen ſich wortlos an
dem langen Sekretärtiſch nieder und begannen bei dem
ſtädtiſchen Gratislicht die Schülerhefte zu korrigieren.
Nachdem ſie ihre Arbeit vollendet hatten, verließen ſie
eben=
ſo ſturim, wie ſie gekommen waren, den Sitzungsſaal.
Unter den Stadtverordneten herrſchte während des
gan=
zen Vorganges verlegenes Schweigen. Jetzt hat man den
Lehrern zur Beleuchtung der Schulheftkorrekturen das Licht
wieder bewilligt.
Volz ſtattfand, ihre Schlußprüfung ab. Bei ihr wurden
die Leiſtungen der Kolonne vorgeführt durch
Kolonnen=
führerſtellvertreter Wamboldt aus Darmſtadt. Dieſer
erklärte zunächſt den anweſenden Gäſten, von denen hier
die Gemeindevertretung, der Vorſtand des hieſigen
Zweigvereins vom Roten Kreuz, Kommando der Freiw.
Feuerwehr, Vorſtand der Sparkaſſe, des Turnvereins
und einige Herren der neu zu gründenden Kolonne
Wix=
hauſen erwähnt ſeien, alle vorzuführenden Uebungen.
Es wurde zunächſt begonnen mit dem Tragenempfangen.
Nach dieſer Vorführung wurden markierte Verwundete
mit Notverbänden verſehen, auf Tragen gelagert und auf
den angenommenen Sammelplatz gebracht, wobei
mar=
kierte Hinderniſſe, Hecken, Mauern, Gräben
vorgenom=
men wurden. Sodann ſtellte Dr. Volz an die
Freiwilli=
gen über die Art der Verwundung, die Anlage der
Ver=
bände Anfragen, die gut beantwortet wurden.
Ehren=
kolonnenführer Landzettel ſprach ſich über die
Leiſt=
ungen in jeder Hinſicht ſehr lobend aus und gab dem
Wunſche Ausdruck, daß die Kolonne auch fernerhin ſo
weiter arbeiten möge im Intereſſe der guten Sache und
zum Wohle unſerer Mitmenſchen. Hierauf blieben die
Mitglieder, ſowie die erſchienenen Gäſte noch einige Zeit
gemütlich beiſammen, wobei noch verſchiedene Anſprachen
betreffs Kolonnenweſens gehalten wurden. Am
Sams=
tag abend fand eine Nachfeier mit Tanz ſtatt, welche aufs
beſte verlief. Man trennte ſich mit dem Bewußtſein,
einige frohe Stunden im Kreiſe der Sanitätsmannen
verlebt zu haben.
— Wixhauſen, 15. Jan. Am Sonntag fand auf
Ver=
anlaſſung des hieſigen Kriegervereins im Lokal „Zur
Traube” eine gut beſuchte Verſammlung ſtatt zur
Gründung einer Sanitätskolonne. Es
waren zu derſelben auch Vertreter der Gemeinde und
ſonſtiger Korporationen erſchienen.
Kolonnenführerſtell=
vertreter Wamboldt von Darmſtadt hielt einen Vortrag
über die Entſtehung und Aufgaben des „Roten Kreuzes”,
ſowie über die Tätigkeit der Sanitätskolonnen im Kriege
und Frieden. In der nun folgenden Diskuſſion wurde
von dem Redner noch über die Ausbildung von
Kriegs=
krankenpflegern und von Herrn Dr. med. Volz über die
Ausbildung von Desinfektoren eingehend berichtet. Es
meldeten ſich 33 Mann, worunter 12 für die
Beſatzungs=
armee, und 4 gediente Sanitätsſoldaten. Nachdem durch
dieſes Reſultat der Beſtand der Kolonne geſichert iſt,
ſoll ſie alsbald unter das Protektorat des „Roten
Kreu=
zes” geſtellt werden und ſollen die Vorträge und
Uebun=
gen, deren ärztliche Leitung Dr. med. Volz gütigſt
über=
nommen hat, dieſe Woche ſchon beginnen.
Nieder=Modau, 15. Jan. In Reinheim hat heute die
rſte Gläubigerverſammlung in Sachen des
Kon=
kurſes des Spar= und Kreditvereins Nieder=Modau
ſtatt=
gefunden, zu der ſich über 100 Gläubiger eingefunden
hatten. Der vom Gericht beſtellte Konkursverwalter,
Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II. Darmſtadt, erſtattete
eingehenden Bericht über die Sachlage. Die Gläubiger
beſchloſſen einſtimmig, daß der bisherige Konkursverwalter
auch für die Zukunft beibehalten werden ſoll. Weiter wurde
ein aus 7 Perſonen beſtehender Gläubigerausſchuß
ge=
wählt. Die Arbeiten der Sanierungskommiſſion werden
nach wie vor fortgeſetzt.
Offenbach, 16. Jan. In den neuen preußiſchen Etat
ſind für die Erweiterung des Hauptbahnhofs
Offenbach 100000 Mark alserſte Rate von 7323000
Mark eingeſtellt. Da die Güterverkehrsanlagen an ihrer
jetzigen Stelle nicht erweiterungsfähig ſind, muß ein
neuer Güterbahnhof errichtet werden. Hierdurch wird der
Platz frei, um die Nebenbahn von Rheinheim, die jetzt
in einem beſonderen Bahnhof endigt, in den
Perſonen=
bahnhof der Hauptbahn einzuführen und letztere durch
Anordnung ſchienenfrei zugänglicher Zwiſchenbahnſteige
angemeſſen zu erweitern. Durch=Hochlegung des
Per=
ſonenbahnhofes und die anſchließenden Streckengleiſe
wird es zugleich möglich, die Planübergänge durch
Unter=
führungen zu erſetzen. Die heſſiſche Regierung leiſtet zu
den Koſten einen Beitrag von 543000 Mark.
Sch. Hirſchhorn, 16. Jan. Der von dem
Schuhmacher=
meiſter Phil. Selzer geſtochene Herm. Grimm iſt heute
nacht ſeiner Verletzung erlegen. Eine vom Gericht
beantragte Vernehmung des Verletzten mußte in
anbe=
tracht des Schwächezuſtandes des Verwundeten
unter=
bleiben. Selzer, der ſich in Haft befindet, iſt ſehr
nieder=
geſchlagen.
Worms, 16. Jan. Verunglückt iſt der
Kupfer=
ſchmied Guſtav Klein auf ſeiner Arbeitsſtelle.
Wäh=
rend der Arbeit ſtürzte ihm ein mehrere Zentner
ſchwe=
rer eiſerner Muff auf den Fuß und zerſchmetterte
ihm ſämtliche Zehen, ſodaß er durch die
Sanitäts=
kolonne ins Städtiſche Krankenhaus gebracht werden
mußte.
Oppenheim, 15. Jan. Von der Großh. Regierung
wurden am Samstag dem Landtagsabgeordneten Dr.
Winkler von hier 3000 Mark für die durch die
Unter=
ſchlagungen des Juſtizrats Hubert Geſchädigten
aus=
bezahlt.
Oppenheim, 15. Jan. Heute nachmittag wurde die
Ehefrau des flüchtigen Weinhändlers Schober
we=
gen Beihilfe am Konkursverbrechen verhaftet. Am
Freitag vormittag wurde der 24jährige
Rechtsanwalts=
gehilfe Jakob Steffan von hier wegen
Begünſtigung der Flucht des Schober verhaftet
und wegen Kolliſionsgefahr ins Unterſuchungsgefängnis
nach Mainz gebracht. Wegen des gleichen Deliktes wurde
auch die bei Schober angeſtellte 20jährige Kontoriſtin A.
Menz aus Mainz verhaftet.
(*) Gießen, 15. Jan. Ein ſchweres Unglück ereig
nete ſich auf der Rodelbahn von Schiffenberg. Drei
Knaben fuhren die Rodelbahn herunter, als unten ein
Automobil vorbeifuhr. Der eine geriet auf einen Acker
und blieb bewußtlos liegen, der andere ſtürzte infolge
ſtarken Bremſens und brach den Arm, der dritte brach
zwei Finger.
(*) Klein=Linden, 15. Jan. Jugendliche
Lebens=
retter. Ein 4jähriger Knabe wollte auf dem Weiher
ſchleifen, brach ein und verſchwand unter dem Eiſe. Zwei
Schulknaben eilten herbei und faßten die Hand am Rand
der Eisdecke. Es gelang ihnen mit vieler Mühe, den
Kleinen zu retten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 15. Jan. Der frühere
deutſche Botſchafter in Madrid und Konſtantinopel von
Radowitz iſt heute hier im 72. Lebensjahre
geſtor=
ben. — Der Magiſtrat von Rixdorf hat geſtern
beſchloſ=
ſen, dem Antrag der für die Namensänderung
Rixdorfs eingeſetzten Kommiſſion ſtattzugeben, wonach
der Name Rirdorf in Neu=Cölln umzuwandeln ſei.
Ein deutſcher Pfadfinderbund für junge Mäd=
chen wurde geſtern gegründet. Die Sitzung wurde mit
einer Begrüßung durch die Geſchäftsleiterin, Frau von
Hopffgarten, eingeleitet. Zweck und Ziel des Bundes
ſei die körperliche und geiſtige Kräftigung der jungen
Mädchen, die vielfach überanſtrengt wären, ferner die
Förderung und Pflege von geſunden Lebensidealen von
Energie und Fähigkeit zur Ausdauer bei geiſtiger und
körperlicher Arbeit. Der Bund ſoll alle Stände umfaſſen,
ohne Unterſchied der Konfeſſion.
Vaihingen a. d. Enz, 16. Jan. Geſtern abend gegen
fünf Uhr wurde bei der Seemühle an einer ſcharfen Kurve
ein verheirateter Mann aus Gittingen namens Maurer,
der neben dem Chauffeur eines Automobils einer
Stutt=
garter Färberei ſaß, von dem Automobil
herabgeſchleu=
dert. Er erlitt einen Schädelbruch, dem er heute nacht
rlag.
Dresden, 16. Jan. Auf der Weſtend=Rodelbahn in
der Vorſtadt Plauen ſtürzte der Rodelſchlitten, auf
dem ſich der Oberjäger Altkirch, der Sohn eines Lehrers
in Plauen, mit zwei Unteroffizieren vom 2. Jäger=
Batail=
lon Nr. 13 befand, infolge des Einſpießens des
Seiten=
gewehres in den harten Schnee um und alle drei wurden
einen ſteilen Abhang hinabgeſchleudert. Altkirch erlitt
da=
bei lebensgefährliche, ſeine beiden Kameraden ſchwere
Ver=
letzungen.
Leipzig, 16. Jan. Ein tödlicher Rodelunfall
er=
eignete ſich auf der neu angelegten Rodelbahn in Bienitz.
Die 37jährige Kaufmannsfrau Anna Müller verlor in
oller Fahrt das Gleichgewicht und ſchlug mit dem
Hin=
terkopf derart auf, daß ſie bewußtlos liegen blieb und bald
darauf ſtarb. Die Behörde beabſichtigt, einen Teil der
neuen Rodelbahn zu ſperren.
Hamburg, 16. Jan. Treibeis bereitet der Schiffahrt
ein großes Hindernis. Große Eisſchollen bedecken
die Elbe in dichten Mengen. Die Kleinſchiffahrt iſt völlig
lahmgelegt; die Fährdampfer können nur mit Mühe den
Betrieb aufrecht erhalten. Die Fahrten der Lauenburger
Dampfer mußten eingeſtellt werden. Ein mit Dynamiti
beladener Kahn liegt im Schlepptau eines
Paſſagier=
dampfers in gefährlicher Lage mitten im Eiſe. Eisbrecher
ſollen verſuchen, den Kahn zu befreien. Der Eisgang auf
der Alſter nimmt zu und bereitet dem Verkehr bedeutende
Schwierigkeiten. Die Eisbrecher arbeiten dauernd, um
die Fahrrinne offen zu halten.
Kiel, 15. Jan. Prinz Waldemar von
Preu=
ßen, Sohn des Prinzen Heinrich von Preußen, hat am
Kieler Oberlandesgericht das Referendarexamen abgelegt.
Morgen vormittag wird der Prinz in feierlichem Akt für
den Juſtizdienſt vereidigt werden.
Breslau, 16. Jan. Bei Widzow hinter Sosnowice
fuhr infolge falſcher Weichenſtellung am 12. Januar ein
nach Warſchau gehender Kurierzug einem
Güter=
zug in die Flanke. Drei Perſonen, darunter der Führer
und der Heizer des Güterzuges, wurden getötet, mehrere
Perſonen verletzt. Sechs Wagen des Kurierzuges ſind
beſchädigt worden.
Glatz, 16. Jan. Hier wird die Meldung verbreitet,
daß der engliſche Kapitän French, der als Gefangener
auf der Feſtung weilt, einen Selbſtmordverſuch
verübte. Die Wache fand French an einer Schnur am
Ofen hängend noch lebend vor. Man hält es für möglich,
daß es ſich um einen fingierten Selbſtmordverſuch handelt,
den French verübt hat, um ins Lazarett zu gelangen.
Wien, 16. Jan. Der ſtrenge Froſt hält
unver=
ändert an. Infolge ſtarker Reifbildungen treten vielfach
Telephonſtörungen auf, beſonders nach dem Norden. Die
Kälte verurſacht mehrfach Brüche von Waſſerrohren. Die
Waldbeſtände erleiden enormen Schaden. Viele Vögel
er=
frieren.
Olmütz, 16. Jan. Vor einigen Monaten hatte das
20jährige Dienſtmädchen Benirſchke ſeine Schweſter
durch vergiftetes Backwerk zu ermorden verſucht, um ſich
in den ungeteilten Beſitz einer kleinen Erbſchaft zu ſetzen.
Der Anſchlag mißglückte zwar in dieſer Richtung, forderte
aber das Leben zweier Kinder zum Opfer. Die Schweſter
hatte das vergiftete Backwerk zwei Knaben überlaſſen, bei
deren Eltern ſie in Stellung war. Kurz darauf ſtarben
die Kinder unter Vergiftungserſcheinungen. Das
Dienſt=
mädchen wurde geſtern von den Geſchworenen mit zehn
gegen acht Stimmen für ſchuldig des Todes durch
den Strang erklärt.
Neavel, 15. Jan. Die Königin von Schweden
iſt auf Capri eingetroffen, um dort ihren gewöhnlichen
Winteraufenthalt zu nehmen.
Paris, 16. Jan. Die Mitglieder des
Ballett=
korps der Großen Oper weigerten ſich geſtern abend,
während der Aufführung der „Monna Vanna” aufzutreten.
Die Vorſtellung wurde unterbrochen. Das Ballett
wurde nicht getanzt und der vierte Akt überhaupt nicht
ge=
ſpielt. Der Grund des Streiks war folgender: Nach der
letzten Tanzſtunde richtete das Syndikat des
Opernballett=
korps ein Geſuch um Erhöhung der Gagen an die
Direk=
toren, welche dieſe zuſagten. Die Direktoren empfingen
geſtern einen Brief des Syndikats, in welchem ſich dieſes
von der Antwort der Direktion befriedigt erklärt. Abends,
in dem Augenblicke, als das Ballett auftreten ſollte,
wünſchte der Vorſitzende des Syndikats mit den Direktoren
zu verhandeln. Dieſe erwiderten, es ſcheine ihnen jetzt
nicht der geeignete Zeitpunkt zu ſein. Darauf weigerte ſich
das Ballett, aufzutreten. Die Vorſtellung mußte
abge=
brochen werden.
Paris, 16. Jan. Der Eclair meldet aus Rom: Aus
Viareggio kommt die Meldung, daß Unbekannte in den
Palaſt der Prinzeſſin Alice von Bourbon, einer Tochter
Don Carlos, eingedrungen ſind und den 10jährigen
Sohn der Prinzeſſin, der im Park ſpazieren ging,
ent=
führt haben. Bisher ſind alle Nachforſchungen nach dem
Kinde erfolglos geblieben. Es hieß, der Knabe ſei ſpäter
in Pietraſante entdeckt worden, doch beſtätigt ſich dieſe
Nachricht nicht. Man glaubt, daß die Entführer
Beauf=
tragte des erſten Gatten der Prinzeſſin ſind, des Fürſten=
Friedrich von Schönberg=Waldenburg, der vor einem Jahre
geſtorben iſt und ſeinem Sohne teſtamentariſch unterſagt
hatte, bei ſeiner Mutter zu verbleiben. Dieſe iſt inzwiſchen
eine zweite Ehe mit einem italieniſchen Offizier
einge=
gangen.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 15. Jan. Die
National=
liberale Fraktion der Zweiten Kammer hat
heute im Ständehauſe eine gemeinſame Sitzung
abgehal=
ten, in der in erſter Linie der Hauptvoranſchlag für 1912
einer eingehenden Erörterung unterzogen wurde. Die
Ausſprache über die Ausgaben des neuen Budgets trug
einen informatoriſchen Charakter, und es wurde in allen
Hauptfragen der Haltung der nationalliberalen
Mitglie=
der des Finanzausſchuſſes zugeſtimmt. Im Anſchluß
daran wurde noch über den ſchon früher von dem Abg.
Schönberger geſtellten Antrag, betr. die Uebernahme
der Volksſchullaſten auf den Staat, beraten.
Die Fraktion beſchloß einſtimmig, folgenden Antrag
ein=
zubringen:
„Wir beantragen, Großh. Regierung zu erſuchen,
die=
ſem Landtag im Anſchluß an die Mitteilung in der
Druckſache 914 des 31. Landtages eine Denkſchrift über die
Uebernahme der Volksſchule auf den Staat in ſachlicher
und perſönlicher Hinſicht vorzulegen; dabei Auskunft zu
geben, wie ſich die hiſtoriſche Entwickelung in unſerem
Lande und in den übrigen Staaten Deutſchlands
voll=
zogen hat, ſowie welche finanziellen Wirkungen die
Ueler=
nahme dieſer Koſten für den Staat und die Gemeinden
haben würde.” — In der vorſtehend erwähnten
Regier=
ungsmitteilung an den 31. Landtag (1901/02) waren den
Landſtänden in ſechs ſtatiſtiſchen Tabellen die Ergebniſſe
der von der Regierung auf Wunſch der Kammer
angeſtell=
ten Erhebungen vorgelegt worden. Es ſei daraus
er=
wähnt, daß ſich nach den damaligen Ermittelungen die
von den Gemeinden aufzubringenden geſamten
Volks=
ſchullaſten (einſchließlich der Koſten für die Unterhaltung
der Gebäude) in der Provinz Rheinheſſen auf 1698 540
Mark, in Starkenburg auf 2615 469 Mark und in
Ober=
heſſen auf 1055755 Mark, insgeſamt alſo auf 5369 764
Mark ſtellten. Hierzu kamen als Zuſchüſſe für die
Höhe=
ren Schulen noch für Rheinheſſen 73 687 Mark, für
Star=
kenburg 184537 Mark und für Oberheſſen 83 516 Mark, ſo
daß ſich alſo vor zehn Jahren die Geſamtausgaben der
heſſiſchen Gemeinden für die Volksſchulen auf 5711505
Mark berechneten. Die perſönlichen Ausgaben der
Volks=
ſchule ſtellten ſich damals für die Gemeinden in
Rhein=
heſſen auf 1410 190 Mark, in Starkenburg auf 2 125 105
Mark, in Oberheſſen auf 862502 Mark, in Summa alſo
auf 4397798 Mark. Zu den Koſten der Gymnaſien,
Real=
gymnaſien, Ober=Realſchulen und Realſchulen hatten die
heſſiſchen Gemeinden 1902/03 insgeſamt 289540 Mark zu
leiſten.
*X* Darmſtadt, 16. Jan. Der
Sonderaus=
ſchuß für die Vereinfachung der
Staats=
verwaltung hielt heute nachmittag im Sitzungsſaale
der Erſten Ständekammer eine etwa 3ſtündige Beratung
ab. Die Sitzung, in der Herr Staatsminiſter Ewald
Exz. den Vorſitz führte, beſchäftigte ſich hauptſächlich mit
der geplanten Reorganiſation der Forſtverwaltung
und der Bergbaubehörde. Ueber die nach
ein=
gehender Erörterung gefaßten Beſchlüſſe ſoll morgen von
zuſtändiger Seite ein ausführlicherer Bericht bekannt
ge=
geben werden.
Die Reichstagswahlen.
Großherzogtum Heſſen.
* Darmſtadt, 16. Jan. Das amtliche
Wahl=
ergebnis für den Wahlkreis Darmſtadt=
Groß=Gerau iſt folgendes: Von 41943
Wahlberechtig=
ten übten 36879 ihr Wahlrecht aus, das ſind 88 Prozent.
Es entfielen auf Dr. Oſann 11170 Stimmen, auf Dr.
Strecker 7268 und auf Dr. Queſſel 18326, zerſplittert waren
11 und ungültig 104 abgegebene Stimmen.
* Alzey=Bingen, 16. Jan. Die Parteileitung der
Sozialdemokratie des Reichstagswahlkreiſes
Al=
zey=Bingen hat beſchloſſen, in der Stichwahl mit aller
Energie für den Kandidaten der Fortſchrittlichen
Volks=
partei, Pfarrer Korell, einzutreten. Die
ſozialdemokra=
tiſche Parteileitung ſpricht die Erwartung aus, daß die
ſozialdemokratiſchen Stimmen diesmal ausnahmslos für
Korell abgegeben werden, weil es ſich in erſter Linie
da=
rum handele, Dr. Becker als Leiter des Reichsverbandes
gegen die Sozialdemokratie vom Reichstage fernzuhalten
Die Fortſchrittlichen und die Sozialdemokraten
verfügen zuſammen über eine Mehrheit von 900 Stimmen.
Ganz ſicher iſt die Wahl Korells keineswegs.
Deutſches Reich.
Das amtliche Wahlergebnis.
* Der Reichsanzeiger veröffentlicht die nachfolgende
Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der Wahlen
am 12. Januar 1912 nach den vorläufigen amtlichen
Ermittelungen. Endgültig gewählt in 207 Wahlkreiſen.
Stichwahlen erforderlich in 190 Wahlkreiſen.
, Wilde (b. k. Fr.) . . 307 207 380
Die Anzahl der Wahlberechtigten betrug
14 236 722 (1907: 13 350 698). Gültige Stimmen wurden
abgegeben: 12188337 (1907: 11 262775). Demnach
Wahlbeteiligung 85,6 Proz. (gegenüber 84,7 Proz. bei
der Wahl 1907).
* Berlin, 15. Jan. Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt
zu den Stichwahlen: Der Vorwärts veröffentlicht eine
ganze Spalte von Glückwünſchen der internationalen
So=
zialdemokratie. Sie hofft, daß die Sozialdemokraten
ihren Sieg bei den Stichwahlen noch vervollſtändigen. Der
Sieg des Sozialismus in Deutſchland ſei auch ein Sieg der
internationalen Sozialdemokratie. Dieſe Glückwünſche
zei=
gen mit aller Deutlichkeit die Kluft zwiſchen den
natio=
nalen Parteien und den Sozialiſten. Der Deutſche
Reichs=
tag iſt die Vertretung des deutſchen Volkes; die
Sozial=
demokratie aber macht ihn zum Tummelplatz ihrer
in=
ternationalen Intereſſen. Welcher bürgerliche Wähler will
ihr dabei behilflich ſein?
* Berlin, 15. Jan. Ueber die von der
natio=
nalliberalen Partei auszugebende
Stichwahl=
parole wird morgen in einer beſonderen Konferenz
beraten. Es häißt, daß die Reichsregierung auf die
Füh=
rer der liberalen Parteien, namentlich der
nationallibera=
len, im Sinne der vom Reichskanzler ausgegebenen
Stichwahlparole einzuwirken ſucht, um eine Unterſtützung
der Sozialdemokratie gegen das Zentrum oder die Kon=
ſervativen zu verhindern. Von einem ſolchen Wechſel in
der Frontſtellung gegen Rechts erhofft die Regierung
ei=
nen günſtigen Ausfall der Stichwahlen.
* Berlin, 16. Jan. In der Kreuzzeitung erklärt
das Mitglied des Herrenhauſes v. Puttkamer, daß die
Konſervativen in der Stichwahl nur nach
dem Grundſatz: de, ut des! handeln dürften. Deshalb
müßte von der konſervativen Zentralleitung oder von
den Parteileitungen der betreffenden Bezirke den
Libera=
len ein volles Bündnis angetragen werden, falls
ſie ſich zu einer unbedingten und durch öffentliche
Kund=
gebung zu befeſtigende Gegenleiſtung verpflichten. Gehe
hierauf binnen einer möglichſt kurz zu beſtimmenden Friſt
eine zweifelhafte, eine abändernde oder überhaupt keine
Antwort ein, ſo enthalten ſich die Konſervativen der
Abſtimmung und überlaſſen die Liberalen ihrem
Schick=
ſal. Dann würde die Sache, wenn auch das Zentrum
die gleiche Taktik verfolgen ſollte, mit der faſt völligen
Vernichtung der Linksliberalen enden.
* Stuttgart, 15. Jan. Der amtliche
Staatsan=
zeiger richtet heute folgende Mahnung an die
bürger=
lichen Parteien, ſich bei der Stichwahl gegen die
Sozialdemokratie zuſammenzuſchließen: Die
bür=
gerlichen Parteien ſollten ſich vor Augen halten, wie die
zwiſchen ihnen beſtehenden Unterſchiede und Verſtimmungen
an ſachlicher Bedeutung doch völlig zurücktreten gegenüber
der tiefen Kluft, die ſämtliche bürgerlichen Parteien von
der Sozialdemokratie trennt. Dieſe Kluft hat die
Sozial=
demokratie ſelbſt gezogen und ſie vertieft ſie immer mehr.
Jede bürgerliche Partei iſt für die Partei des
Klaſſen=
kampfes ein Gegner, den ſie mit allen Mitteln bekriegt
und den ſie zu verdrängen trachtet. Wo die
Sozialdemo=
kratie eine der bürgerlichen Perteien unterſtützt, da geſchieht
es nur, um ihre eigenen Zwecke zu fördern, um die
unter=
ſtützte Partei von ſich abhängig zu machen, um bei der
bürgerlichen Wählerſchaft ſich einzuniſten und dieſe
Wähler=
ſchaft an ſich zu gewöhnen. Die Sozialdemokratie hofft alle
Parteien zu beerben und aus ihren Sitzen zu werfen. Wer
heute die Sozialdemokratie unterſtützt, dem rückt ſie morgen
zu Leibe. Wenn daher bei den bevorſtehenden
Stichwah=
len eine bürgerliche Partei mit der Sozialdemokratie
Ver=
abredungen trifft oder zuſtimmend mit ihr zuſammentritt ſo
mag ſie für den Augenblick einen Erfolg für ſich ſelbſt
oder einen Triumph über einen bürgerlichen Gegner
da=
vontragen. Auf die Dauer aber wird ſie ſich ſelbſt geſchadet
haben. Auf die im neuen Reichstag zu befolgende
und allein mögliche Politik ſollten die bürgerlichen
Par=
teien ſchon im Voraus den Blick lenken. Die
Sozialdemo=
kratie wird durch ihre Wahlerfolge von neuem Uebermut
geſchwellt und darum weniger geneigt ſein, von ihrer
in=
tranſigenten Haltung abzugehen, der ſie ihre Erfolge in
erſter Linie zuſchreibt. Wie ſtellt ſich die bürgerliche Linke,
die das, in erſter Linie angeht, eine den Erwartungey
ihrer eigenen Wählerſchaft entſprechende erſprießliche
Ar=
beit im Reichstage vor, die ſie zu leiſten hätte im Gefolge
und in Abhängigkeit von einer übermütigen
Sozialdemo=
kratie? Beſonders auch die Parteien der Rechten und das
Zentrum, bei denen da und dort ſchon ein Spielen mit dem
Gedanken hervorgetreten iſt, ſtatt die bürgerliche Linke
lie=
ber noch die Sozialdemokratie zu verſtärken, ſollten ſich die
ſchweren Bedenken und Gefahren nicht verhehlen, die mit
einer ſolchen, zum Teil als robuſt angeprieſenen Politik,
verknüpft iſt. Halten die bürgerlichen Parteien, allen Hader
zurückſtellend und auf ſelbſtſüchtige Vorteile verzichtend, bei
den Stichwahlen zuſammen, ſo erſparen ſie ſich die
un=
würdige Lage, einen Feind, der ſie ſchon das nächſte Mal
noch gefährlicher bedroht, heute noch um Unterſtützung zu
bitten oder von ſich aus zu fordern und ſie ſichern eine
friedliche, ohne Konflikte und Kataſtrophen ſich vollziehende
Arbeit im Reichstage, insbeſondere auch im Hinblick uuf
die äußeren Gefahren, wie ſie dieſer Sommer gezeigt hat
die das Reich bedrohen können. Möchten ſich insbeſondere
auch in Württemberg die Parteien dieſe Erwägungen ans
Herz gelegt ſein laſſen.
* Chemnitz, 14. Jan. Der Vorſtand des
natio=
nalliberalen Lan desverbandes für das
Königreich Sachſen erſucht alle
Parteiorganiſatio=
nen, überall da, wo Stichwahlen vorzunehmen ſind, für
den nationalen Kandidaten gegen den Sozialdemokraten
einzutreten und zwar in Plauen für Günther, in
Frei=
berg für Dr. Wagner, in Oſchatz für Dr. Gieſe, in Borna
für v. Liebert und in Bautzen für Gräfe.
Einſendungen zu den Reichstagswahlen.
(Für die Veröffentlichungen un er dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung.)
(Aufnahme finden nur kurz und durchaus ſachlich
gehaltene Einſendungen. Entſcheidung für die Aufnahme
behält ſich die Redaktion in jedem Fall vor.)
Ueber 5000 Nichtwähler!
Ueber 5000 Wähler des Wahlkreiſes Darmſtadt-
Groß=Gerau haben von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch
gemacht! Ueber 2700 Wähler allein in der Stadt
Darm=
ſtadt! Auf dieſe muß in der Stichwahl gerechnet
wer=
den, dann erringt der nationalliberale
Kandi=
dat leicht den Sieg. Denn gerade die Nichtwähler
ge=
hören den bürgerlichen Parteien nach ihren
Anſchaunn=
gen an; deshalb muß hier Veranlaſſung ſein, alle die
zur Wahl zu bringen, die die erſte Wahl haben
vorüber=
gehen laſſen. Die Sozialdemokratie hat ihren letzten
Mann an die Wahlurne gebracht; vollzählig war ihre
Wählerſchaft am Platze. Weither kamen ſolche, die
aus=
wärts arbeiten; alle Sozialdemokraten verließen die
Ar=
beitsſtellen, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Wehe dem, der da etwa gefehlt hätte in Verachtung wäre
er bei ſeinen Genoſſen gefallen. Die Sozialdemokratie
wollte ja, das hat ſie laut verkündet, im erſten Wahlgang
ſiegen. Und am Wahltage verkündete ſie auch bereits die
Siegesnachricht. Mit 400, mit 1000 Stimmen Majorität
ſei der ſozialdemokratiſche Kandidat gewählt, wurde am
Wahlabend in Darmſtadt verkündigt, dieſe Nachricht in
die Orte hinausgetragen. Das Zentralorgan der
So=
zialdemokratie, der Vorwärts, poſaunte den
ſozialdemo=
kratiſchen Sieg in die Welt hinaus.
Aber das wahre Reſultat bewirkte einen erheblichen
Katzenjammer in den ſozialdemokratiſchen Reihen.
Das Telegramm nach Berlin mußte korrigiert werden
und von den hochtönenden Siegesworten iſt man in eine
recht kleinlaute Stimmung gekommen. Richtig iſt, daß
der nationalliberale Agitationsdienſt am Wahltage ſich
in trefflicher Verfaſſung befand und ruhig und ſicher
ar=
beitete, damit viel Erfolg erzielend. Dieſe Kraft in der
Agitation ſoll noch weiter ihre Wirkung tun. Aber außer
ihm kommt auch das Bürgertum zum
Bewußt=
ſein ſeiner Kraft. Mit ruhigem Gewiſſen tut die
Pationalliberale Partei ihre Pflicht in dieſen ſchweren
Kämpfen, ſie weiß ſich jetzt als Vertreterin aller
bürger=
lichen Kreiſe und das gibt der Agitation doppelten
Nach=
druck. Kann auch nur ein Liberaler im Zweifel ſein, daß
er jetzt einzig und allein den Liberalismus zu
unter=
ſtützen hat? Die große Zahl der Nichtwähler der
Haupt=
wahl iſt jetzt zur Entſcheidung berufen. Dieſe
wer=
den in der ſchickſalsſchweren Stunde nicht verſagen.
Dann aber iſt die Schlacht gewonnen!
Wie viel ſchwerer war der Kampf vor fünf Jahren.
Kaum jemand hatte damals an den Erfolg geglaubt.
Heute, wo die Sozialdemokratie dem Bürgertum ſo auf
den Leib gerückt iſt, heißt es ſchärfſte Notwehr, dem
hef=
tigſten Kampfe den ſtärkſten Widerſtand entgegenzuſetzen,
und dann gehört der Sieg dem Bürgertum.
— Was hat uns der 12. Januar hier, in Darmſtadt,
gebracht? Laut dem Wahlergebnis hat die
ſozialdemo=
kratiſche Partei 18326 Stimmen gleich im erſten
Wahl=
gange erhalten, während die bürgerlichen Parteien, Dr.
Oſann 11170 und Dr. Strecker 7268, zuſammen alſo 18 438
Stimmen erhielten! Für den Vaterlandsfreund iſt dies
wirklich ſehr betrübend. Was ſoll man mit einer Partei
beginnen, die bei den Forderungen der Stärkung der
Wehr Dertſchlands einfach verſagt! Glaubt man
viel=
leicht, daß ſich unſere Feinde im Weſten und jenſeits des
Kanals dadurch veranlaßt fühlen, ihrerſeits abzurüſten
oder ihre Heere nur zu vermindern? Nein, das Gegenteil
dürfte der Fall ſein. Sobald ſich eine einigermaßen
gün=
ſtige Gelegenheit für einen Revanchekrieg mit Ausſicht
auf Erfolg bieten wird, werden die Augenblicke eines
ununterbrochenen Friedens von mehr als 40 Jahren
ge=
zählt ſein! Dafür ſprechen alle Anzeichen der Entwickelung
der Politik bei unſeren lieben Nachbarn im Weſten. So
wenig, wie wir das Jahr 1806 vergeſſen hatten, ebenſo
wenig werden die Franzoſen das Jahr 1870/71
ver=
geſſen lernen.
Dazu kommt noch auf der anderen Seite der
wirt=
ſchaftliche Aufſchwung, den Deutſchland ſeit ſeiner
Gründ=
ung genommen hat und der natürlich auch dazu
bei=
trägt, daß uns England ſcheel anſieht und mit
Frank=
reich gemeinſame Sache machen wird. Wie und wann
können wir ja noch nicht wiſſen, da uns die Kenntnis der
Zukunft verſagt iſt.
Immerhin möchte ich zu bedenken geben, daß es im
Hinblick auf die auswärtigen Beziehungen eine gewagte
Sache iſt, der vielleicht teilweiſe gerechtfertigten
Unzufrie=
denheit dadurch Ausdruck zu verleihen, daß man recht
viele Sozialdemokraten in den Reichstag wählt! Ich
richte deshalb an die geſamten liberalen Wähler vom
12. Januar die dringende Bitte, alle, ohne Ausnahme,
bei der Stichwahl dem nationalliberalen
Kandidaten Dr. Oſann ihre Stimme geben
zu wollen. Nur dadurch, daß die fortſchrittlichen
Wähler des Herrn Dr. Strecker ohne Ausnahme
Herrn Dr. Oſann ihre Stimme geben, wird es möglich
ſein, den letzteren durchzubringen. Ich weiß wohl das
Trennende zwiſchen Fortſchritt und den hieſigen
Natio=
alliberalen zu würdigen, aber alles dieſes muß
ver=
chwinden dem Ziele gegenüber, daß wir in der
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt nicht durch einen
Sozialdemokraten vertreten ſein wollen.
Lnftfahrt.
sr. Die Ballon=Zielfahrt des Berliner
Vereins für Luftſchiffahrt, die am Sonntag
vormittag vom Ballonplatz Schmargendorf aus ihren
An=
fang nahm, ſollte die Teilnehmer nach dem 156
Kilo=
meter vom Startplatz entfernt liegenden Orte Dömitz an
der Elbe führen. Sämtliche Ballons ſtarteten glatt bis
auf den Ballon „Berlin” dem beim Start inſofern ein
Malheur, zuſtieß, als die Reißbahn des Ballons zum Teil
aufgeriſſen wurde. Der Ballon mußte ſofort zur
Lan=
dung gebracht werden. Die übrigen Teilnehmer kamen
zum Teil dicht an das Ziel. Die beſte Leiſtung erzielte
Oberleutnant Ricke mit dem Ballon „Delitzſch”, der zirka
1 Kilometer vom Ziel entfernt landete. Die zweitbeſte
Leiſtung vollführte v. Allwürden mit dem Ballon
„Bröckelmann”, der ſeine erſte Fahrt machte und kurz
vor dem Start auf den Namen des bekannten
Vorſitzen=
den des Berliner Fahrten=Ausſchuſſes getauft wurde. Er
landete 3 Kilometer vor dem Ziel. Den dritten Platz
belegte Nicolai mit dem Ballon „Lilienthal” bei einer
Entfernung von etwa 4 Kilometer vom Ziel. Der Führer
des Ballons „Ilſe” der außer Konkurrenz bereits eine
Stunde vor den übrigen geſtartet war, landete bei
Itze=
hoe, 300 Kilometer von Berlin entfernt.
sr. Für das Gordon=Bennett=Rennen
der Freiballons, das, wie gemeldet, am 27.
Okto=
ber von Stuttgart aus beginnt, wurden deutſcherſeits 26
Meldungen abgegeben, obwohl nur Führer
meldeberech=
tigt waren, die ſchon 30 Fahrten ſelbſtändig geleitet
ha=
ben. Bei dieſer ſtattlichen Zahl von Bewerbern wurde
es notwendig, zwei Ausſcheidungsrennen feſtzuſetzen,
von denen das eine von Leipzig, das andere von
Dres=
den aus beginnen wird. Von bekannteren Führern
ha=
ben gemeldet: Dr. Bröckelmann, Dr. Elias, Oberleutnant
Ernſt, Hiedemann, Schubert. Frhr. v. Vohl. Major von
Abercron, Oberleutnant Stach von Golzheim, Aſſeſſor
Sticker. Die Ausſcheidungsfahrten werden am 28. April
ſtattfinden. Nach dem Ergebnis dieſer Vorrennen
wer=
den dann die Fahrer beſtimmt werden, die an einer
Stichfahrt teilnehmen, die Pfingſten von Breslau aus
ſtattfinden ſoll. Im ganzen kommen von den 26
Bewer=
bern für das Hauptrennen nur noch zwei in Frage, da
Ing. Hans Gericke als vorjähriger Sieger ohne weiteres
dazu auserſehen wurde, die deutſchen Farben wieder im
Bennett=Rennen zu vertreten und da von jedem Lande
nur 3 Bewerber ins Rennen geſchickt werden dürfen.
Sport.
* Sportklub „Haſſia 1908‟ Die erſte
Mann=
ſchaft ſpielte gegen die gleiche des F.=K. „Olympia”
Hahn. Das Spiel endete nach hartnäckigem Kampfe 111.
Nächſten Sonntag findet ein Wettſpiel zwiſchen der erſten
Mannſchaft und der gleichen des F.=K. „Teutonia”=
Pfungſtadt auf dem Exerzierplatze ſtatt.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Das auf
dem Sportplatze an der Windmühle zum Austrag
gekom=
mene Verbands=Wettſpiel zwiſchen den erſten
Mannſchaf=
ten der Fußball=Abteilung des F. und L.=T=Klub Worms
und des Darmſtädter Sportklub 1905 endete mit einem
Siege der Einheimiſchen mit 5:0 Toren. Die dritte
Mannſchaft des Darmſtädter Sportklub ſpielte auf dem
Sportplatze an der Rennbahn gegen die gleiche des F.=K.
„Olmypia” und konnte mit 110 Toren als Sieger
hervor=
gehen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. Januar 1912.
Nummer 14.
* Folgendes Programm der radſportlichen
Veranſtaltungen hat der Gau IX des Deutſchen
Radfahrer=Bundes für das Jahr 1912 aufgeſtellt: 4.
Fe=
bruar: Fußtour nach Alzenau; März:
Frühjahrs=
gautag und Saalwettbewerbedes GauesIx
in Darmſtadt; 21. April: Gaufahrt nach Wiesbaden;
12. Mai: 1. Gaupreisfahrtentag; 19. Mai: Gaufahrt nach
Gernsheim a. Rh.; 9. Juni: Gaufahrt nach Uſingen;
15.—16. Juni: Vereinswanderfahrt nach Michelſtadt i. O.;
30. Juni: Dauerfahrt „Rund um Frankfurt”; 6. Juli:
Nachtfeſt in Neu=Iſenburg; 7. Juli: 1.
Bundes=
preisfahrtentag; 21. Juli:
Ausſcheidungsmannſchafts=
fahren; 28. Juli: 2. Gaupreisfahrtentag; 2.—6. Auguſt:
Bundestag in Braunſchweig; 18. Auguſt: Gaufahrt nach
Aſchaffenburg; 25. Auguſt: 3. Gaupreisfahrtentag; 1.
Sep=
tember: Mannſchaftsfahren; 15. September: 2.
Bundes=
preisfahrtentag. Außer dieſen Veranſtaltungen findet
noch eine große Dauerfahrt ſtatt, deren Termin und
Strecke in Kürze bekannt gegeben wird. Die Rennen
auf der Rennbahn in Darmſtadt finden am 5.
Mat, 2. Juni, 28. Juli und 8. September ſtatt. Die
Ter=
mine der Arena=Radrennen in Frankfurt a. M. ſind
zurzeit noch nicht feſtgeſetzt.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 16. Jan.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt konnte ſich wiederum kein
größeres Geſchäft entwickeln, da die Mühlen, trotz der
eingetretenen Kälte, nur das notwendigſte kauften. Die
Preiſe für Landweizen und Landroggen ſchließen
unver=
ändert gegen die Vorwoche, während in Hafer ſich
ſtär=
kerer Verkehr entwickelte, wobei höhere Preiſe bewilligt
wurden. Auch Mais war mehr beachtet; Gerſte hingegen
leblos. Futterartikel und Mehl blieben gut behauptet. —
Auf dem Mannheimer Getreidemarkt war
Weizen ruhig, Futterartikel feſt. — Die Berliner
Produktenbörſe zeigte eine feſte Haltung auf den
anhaltend ſtrengen Froſt, der auch die Kanalſchiffahrt
ſperrte. Aus Argentinien lagen beſſere Berichte vor.
La=
plataweizen erſter Hand lag feſt, während zweite Hand
nachgiebiger war. Das Inlandsangebot hält zurück
Hafer feſt, aber der Konſum blieb zurückhaltend. — Nach
den letzten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Getreidemärkten (Chicago und New=York) war
Weizen anfangs in guter Haltung, gefördert durch die
hauſſelautenden wöchentlichen Weltverſchiffungen, dann
aber waren Abgeber williger auf die Mattigkeit des
Minneapoliſer Produktenmarktes und auf die Nachricht,
daß die Interſtate Commerce Kommiſſion die Reduktion
der Frachtraten für kanadiſchen Weizen auf
amerikani=
ſchem Gebiete verfügt habe. Mais ebenfalls nach feſter
Eröffnung beeinflußt durch die Kälte, ſpäter abgeſchwächt
auf größeres Angebot der Farmer und günſtigerer
Wit=
terung. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 69.71 Mill. Buſh. auf 67,11 Mill. Buſh.
zu=
rückgegangen, hingegen die Maisvorräte von 5,46 Mill.
Buſh. auf 624 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. 21,80—22. Kurheſſiſcher 21.80—22,
La=
plata 23 25—2375, Redwinter 23.50—24, Kanſas 2375
bis 24, Manitoba 23,50—23.75, Nordd. 21,80—22.
Rumä=
niſcher 2350—23,75, Ruſſiſcher 2350—24. Walla Walla
23.50—23,75. Roggen hieſ. 19.75—20, Bayeriſcher
Pfäl=
zer 19.75.—20. Gerſte Pfälzer 22—23, Riedgerſte 22 bis
23. Fränkiſche 22—23, hieſ. und Wetterauer 22—23.
Un=
gariſche 24— 25. Hafer hieſ. 20 25—20 50, Bayeriſcher
20.25—20.50. Mais mired 18 25—1850. Donaumgis
18 50—18.60. Weißer Mais 18,25—1850. Ruſſiſcher 1850
bis 18.75. Rumäniſcher 18.50—1875. Laplata 1835 bis
18,50. Weizenſchalen 12.75—13, Weizenkleie 12.75 bis
13. Roggenkleie 13.50—14. Futtermehl 14—15, Biertreber
getrocknet 14—15.50, Weizenmehl hieſ. Nr. 0 30,75—31,
feinere Marken 31,25—31,50. Nr. 1 29.25—29,50, feinere
Marken 2975—30. Nr. 2 28 25—28.50. feinere Marken
28.75—29. Nr. 3 26 25—26.50, feinere Marken 26.75 bis
27. Nr. 4 23 25—23 50, feinere Marken 23.75—24,
Roagen=
mehl hieſ. Nr. 0 27,50—28, Nr. 1 25,50—26, Nr. 2 22 bis
22,50.
Exploſion eines Hochofens.
* Duisburg, 16. Jan. Auf Zeche „Phönix” iſt in
vergangener Nacht der Hochofen VII geplatzt.
Hier=
bei wurden acht Perſonen getötet, zwei ſchwer und
zwei leicht verletzt. Die Urſache der Exploſion iſt noch nicht
aufgeklärt.
H. B. Duisburg, 16. Jan. Heute morgen ereignete
ſich auf der Hütte „Phönix” eine entſetzliche
Hoch=
ofen=Exploſion. Eine Füllung des Hochofens brach
herunter, wodurch der Ofen auseinanderriß. Durch das
nach allen Seiten ſpritzende glühende Metall wurden acht
Arbeiter getötet, zwei ſchwer und drei leicht verletzt. Wie
weiter gemeldet wird, iſt das Unglück nach der Anſicht von
Zechen=Fachleuten dadurch entſtanden, daß ſich im oberen
Teile des Hochofens eine große Erzmaſſe zuſammenballte.
Unter dieſer Erzmaſſe entſtand eine Lücke, wahrſcheinlich
ein luftleerer Raum. Als nun die Maſſe nach unten
ſtürzte, konnte der Ofen den Druck nicht aushalten und
barſt. Man befürchtet, daß noch mehr Opfer unter den
Trümmern und den erkalteten Eiſenmaſſen liegen. Einige
Arbeiter kamen wie durch ein Wunder mit geringen
Ver=
letzungen davon.
Brände.
* Buxtehude, 16. Jan. Geſtern nachmittag
wurde das Fabrikgebäude der Lederfabrik von O. A.
Win=
ter zum größten Teil ein Raub einer verheerenden
Feuersbrunſt, die im Dachſtuhl des Wohnhauſes
ausgekommen war.
H. B. Breslau, 16. Jan. In dem öſterreichiſchen
Städtchen Oswiecim an der oberſchleſiſchen Grenze
brach um Mitternacht in einem von deutſchen Touriſten
und Kaufleuten ſtark beſuchten Hotel Feuer aus. Das
ganze große Hotel brannte völlig nieder, trotz
angeſtreng=
ter Bemühungen ſämtlicher Feuerwehren der Umgegend
Auch die Telephonzentrale, von der aus die ganze Stadt
bedient wurde, iſt vernichtet, ſodaß auch der
Fernſprech=
verkehr im Grenzgebiet erheblich geſtört iſt.
* Neapel, 15. Jan. Im Palazzo San
Gia=
como, in dem die Finanzverwaltung untergebracht iſt,
brach am ſpäten Abend Feuer aus, das einen großen
Umfang annahm. Bis Mitternacht waren die
Löſch=
mannſchaften des Feuers noch nicht Herr geworden.
* Neapel, 16. Jan. Um 220 Uhr früh war es
gelungen, den Drand des Palazzo Giacomo einzudämmen.
Auch die Löſchmannſchaften der Marine beteiligten ſich an
dem Rettungswerk. Nur ein Teil der Geſchäftsräume der
Intendantur iſt verbrannt. Vier Feuerwehrleute
er=
krankten an Rauchvergiftung.
— Paris, 16. Jan. Ein großes
Schaden=
feuer iſt geſtern abend in den Lagerräumen der
Sei=
denfirma Kahn, Lang und Co. entſtanden. Der Schaden
beläuft ſich auf ungefähr eine halbe Million.
* Bukareſt, 16. Jan. In der hieſigen
prote=
ſtantiſchen Kirche brach ein Brand aus, der eine
hölzerne Galerie ſowie einige wertvolle Stickereien,
Handarbeiten der Königin, vernichtete. Der Brand
wurde wahrſcheinlich durch Kurzſchluß verurſacht.
* Kriſtiania, 16. Jan. Eines der bedeutendſten
Holzlager Norwegens in Fredericksſtadt brannte
geſtern nieder. Zwei Menſchen ſind verunglückt. Der
Materialſchaden beträgt 1 Million.
* Boſton, 16. Jan. In einem hieſigen Hotel brach
im Speiſeſaal Feuer aus, das ſich ſchnell über das ganze
Gebäude verbreitete. Viele Gäſte konnten, nur
notdürf=
tig bekleidet, mit Hilfe der Leitern gerettet werden. Die
Polizei befürchtet, daß Menſchenleben zu beklagen ſind.
* Oſaka, 16. Jan. Ein verheerendes Feuer
iſt hier um 1 Uhr nachts ausgebrochen. Bis 5 Uhr
wa=
ren 1300 Häu ſer niedergebrannt. Die Feuersbrunſt
wütet infolge eines heftigen Sturmes noch immer
unver=
mindert fort.
Stimmen aus dem Publikum.
(ür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Leinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.
— Ich beobachte ſeit einigen Jahren die
Schnaken=
plage und hege die feſte Ueberzeugung, daß nur durch
planmäßiges Ausbrennen reſp. Ausräuchern der Keller
dem Uebel geſteuert werden kann. Man denke nur an
die in der wärmeren Jahreszeit entſtehenden Mücken und
die durch dieſe bewirkte Uebertragung von Krankheiten
aller Art, wie dies in den letzten Jahren durchaus
ein=
wandfrei nachgewieſen iſt. Es iſt deshalb mit Freuden
zu begrüßen, daß endlich auch hier der Plage zu Leibe
gegangen wird, und wollen wir hoffen, daß es nicht nur
bei der Veröffentlichung der Polizeiverordnung
ſein Bewenden haben wird, ſondern daß auch die
Aus=
führung derſelben veranlaßt wird.
Einer, dem das allgemeine Wohl am Herzen liegt, mehr
als die paar Mark Koſten!
— Was Spekulationsgelüſte zu leiſten vermögen,
konnten wir am verfloſſenen Sonntag bei einer
Fußwan=
derung des Eberſtädter Odenwaldklubs über das
Felſen=
meer, Borſtein, Heppenheim ſehen. Der Borſtein, ein
gigantiſcher Quarzitfelſen, wird gegenwärtig von
Stein=
brechern verarbeitet. Könnte ein ſolch ſtummer Zeuge
längſt vergangener Zeiten nicht noch weiter der Nachwelt
erhalten bleiben? Es wurde zwar dem Schreiber dieſer
Zeilen von kompetenter Seite an demſelhn Abend
mit=
geteilt, daß höheren Orts ſchon Rückſprache darüber
ge=
nommen worden ſei. Möge es doch gelingen, daß dem
Zerſtörungswerk an dieſem Naturwunder doch recht bald
Einhalt geboten und die Felsgruppe noch fernerhin er=
K.
halten werde!
Vermiſchtes.
R. Eln Sieg ohne Krieg. Die Verwaltung
der Städtiſchen Leſehalle veröffentlichte im Laufe des
Sommers ein ſtattliches Verzeichnis der Bücher, die ſie
über Marokko beſitzt. Nun hat ſie in den letzten Tagen
noch ein amüſantes Buch hinzugefügt, welches das Werk
würdig abſchließt. Das Buch heißt „Ein Sieg ohne
Krieg‟. Es iſt eine Sammlung aller jener
Zeitungs=
berichte und Karikaturen, welche mit Humor, Witz und
Satire die marokkaniſche Frage behandeln. Der
Fran=
zoſe J. Grand=Cararet, bekannt als eifriger Beförderer
aller Friedensbeſtrebungen, hat dasſelbe in dem
bekann=
ten Verlage von Schleicher=Frères in Paris erſcheinen
laſſen. Schon der Umſchlag des Buches charakteriſiert
ſeinen Inhalt. Auf der Vorderſeite ſteht Kaiſer
Wil=
helm II. in ernſter Haltung, im Hintergrund legt ſein
Großvater die Hand ihm auf die Achſel mit der
Mahn=
ung: Gedenke der Schrecken des Krieges!” Auf der
Rückſeite ſehen wir den Präſidenten Falliöres,
gemüt=
lich ſeine Zigarre rauchend, den der Geiſt Napoleons III.
überraſcht mit den Worten: „Macht ihn nicht” (den Krieg).
Das Buch enthält außer den vielen Zeitungsberichten
und Kriegshetzereien 67 Karikaturen, die in den
Witz=
blättern aller europäiſchen Hauptſtädte erſchienen und in
denen der Chauvinismus der Franzoſen, Engländer und
Germanen weidlich verſpottet wird. Beſonders w rden
unſere beſten Freunde, die Engländer, bedacht. Das
Buch wird jedem, welcher der franzöſiſchen Sprache
eini=
germaßen mächtig iſt, einige heitere Stunden bereiten.
—. Eſperanto. Man ſchreibt uns: Die Freunde
der intereſſanten Weltſprache Eſperanto werden
Jubel=
hymnen anſtimmen, denn die Schuldeputation von Berlin=
Schöneberg hat den Eſperanto=Unterricht in allen Schulen
geſtattet. Auch aus Spanien kommt die Kunde, daß
be=
reits in deutſchen, engliſchen, franzöſiſchen, ſpaniſchen und
nordamerik. Schulen Eſperanto gelehrt wird. In Deutſchland
beſtehen nun ca. 300 Eſperanto=Vereine und ca. 200
Eſperanto=Auskunftsſtellen, von denen die des V. D. E.
in Leipzig, Dresdenerſtr. 45, angewieſen iſt, an
Intereſſen=
ten gegen Einſendung der Selbſtkoſten (15 Pfg. in
Brief=
marken) ein Eſperanto=Lehrbuch mit aufklärenden
Schrif=
ten portofrei zu verſenden. Von Intereſſe iſt ſchließlich
noch, daß bereits in neun deutſchen Städten Polizeibeamte
in Eſperanto ausgebildet ſind.
Dr. St.
— Eine verlorene Sprache. Profeſſor R. A.
Stewart Macaliſter, der Leiter der Ausgrabungen in
Palä=
ſtina, hielt kürzlich in London vor der britiſchen Akademie
einen Vortrag über „Die Philiſter, deren Geſchichte und
Ziviliſation”. Er führte aus, daß die Philiſter, als ſie
zuerſt in dem Gebiet von Paläſtina erſchienen, von fünſ
Herrſchern regiert wurden. Ein jeder von dieſen herrſchte
in einer der fünf Städte, alle zuſammen jedoch berieten
ge=
meinſam über die Intereſſen des Volkes. Es iſt dies die
älteſte Oligarchie in der Geſchichte. Ueber die Sprache der
Philiſter hätten die Archäologen nicht die geringſte Kunde
und der Fund irgend einer Inſchrift würde von größtem
Wert für die Wiſſenſchaft ſein. Das einzige Material, das
man bis jetzt beſitze, ſeien einige Namen, die von fremden
Schriftgelehrten aufgezeichnet und einige Worte die im
hebräiſchen Teſtament aufgefunden wurden und nicht in der
ſemitiſchen Sprache gebräuchlich ſeien, alſo möglicherweiſe
auf philiſtiniſchen Einfluß zurückgebracht werden könnten.
Die Namen der Städte und Dörfer ſeien prä philiſtiniſch.
Es ſei höchſtwahrſcheinlich, daß die nördlichen Philiſter ihre
Architektur den Phöniziern übermittelten, ſo daß das phili=
ſtiniſche Heiligtum das Modell für den Tempel der
Jsraeli=
ten abgegeben haben könnte.
— Der pathologiſche Rauſch und ſeine
Erkennung. Eigentlich iſt ein jeder Rauſch ein
patho=
logiſcher Zuſtand. Denn er bedeutet eine Vergiftung des
Gehirnes durch Alkohol, die zunächſt zu einer Erregung,
dann aber zu einer Lähmung der pſychiſchen und
zahlrei=
cher phyſiſcher Funktionen führt. Daneben exiſtiert aber
noch in der Sprache der Gerichtsärzte und Pſychiater der
ſogenannte phatologiſche Rauſch im engeren Sinne. Die
Annahme eines ſolchen pathologiſchen Rauſches gewährt
dem Beſchuldigten die Straffreiheit des § 51. Von einem
pathologiſchen Rauſche kann man dann ſprechen, wenn der
Berauſchte ſchon nach einem verhältnismäßig geringen
Alkoholquantum, das normalerweiſe nicht dazu genügt
in einen ſchweren Rauſch verſetzt wird. Solche
alkohol=
intolerante Perſonen gibt es recht zahlreich. Meiſt meiden
ſie inſtinktiv den Alkohol. Die Alkoholintoleranz entſteht
gewöhnlich auf dem Boden einer allgemeinen
Degenera=
tion oder einer latenten Epilepſie. Der pathologiſche
Rauſch braucht ſich übrigens gar nicht in äußerlich klar
er=
kennbaren Symptomen zu zeigen. Häufig fehlen die
An=
zeichen des „normalen” Rauſches, das Taumeln und das=
Lallen. Und dennoch beſtehen ſchwere
Bewußtſeinsſtörun=
gen und Dämmerzuſtände mit einem dem Rauſche
folgen=
den Verluſte der Erinnerung für die Vorgänge während
des Rauſches. Praktiſch iſt die Diagnoſe auf
pathologi=
ſchen Rauſch nicht immer leicht zu ſtellen, und daher
wei=
chen die Anſichten der verſchiedenen Gutachter
bisweilen=
voneinander ab. Um darüber Klarheit zu gewinnen, hat
man neuerdings, wie Dr. H. Müller in der Zeitſchrift
für die geſamte Neurologie und Pſychiatrie mitteilt, den
Weg des pſychologiſchen Experimentes
be=
ſchritten. Die pathologiſche Reaktion auf Allohol kann ja
bei jedem Individuum aufs neue hervorgerufen werden,
das alkoholintolerant iſt. Erhalten nun Angeſchuldigte,
die ſich mit ſinnloſer Betrunkenheit oder einem patholos
giſchen Rauſchzuſtand zu ihren Gunſten berufen, im
Expe=
riment Alkohl und geraten in einen ſchweren Rauſch,
deſ=
ſen einzelne Komponenten man vermittelſt der
pſycholo=
giſchen Methodik genau beſtimmen kann, ſo darf man
an=
nehmen, daß auch die Tat. vorausgeſetzt, daß die anderen
Umſtände es nicht ausſchließen — in einen ſolchen
patho=
logiſchen Rauſch vollbracht worden iſt. Auf dieſe Weiſe
gelang es, einige Angeſchuldigte zu erkulvieren.
Anderer=
ſeits kann auch der experimentelle Rauſch zum Verräter
werden. So zeigten zwei einem Sachverſtändigen
über=
wieſene Täter, daß ſie durchaus nicht im pathologiſchen
Rauſch gehandelt hatten. Der Alkohol löſte ihnen die
Zunge und ſie erzählten die Einzelheiten des ihnen zur
Laſt geleaten Vergehens, während ſie vorher behauptet
hatten, ſich an nichts zu erinnern.
CK. Kohlenverbrauch und Klima. Auf=
Grund der Daten, die von den meteorologiſchen Bureaus
der Vereinigten Staaten gegeben werden, iſt der
amerika=
niſche Ingenieur Bolton zu der Anſicht gekommen, daß
die Wärme, die durch das ſtändige Verbrennen von Kohle
in die Luft entſandt wird, allmählich das Klima von New=
York und ſeine Umgebung beeinfluſſen muß. Bolton
ſchätzt das Gewicht der Kohle, die in der Millionenſtadt
jährlich verbrannt wird, auf 19 Millionen Tonnen, und
auf 440 Tonnen das Gewicht der Kohle, die man
ver=
brennen müßte, um die von den fünf Millionen
Einwoh=
nern erzeugte Wärme hervorzubringen. Seit dem Jahre
1870 fällt nun die Temperatur in New=York immer
ſelte=
ner unter —17 Grad Celſius, und dieſe Abnahme den
Kälte entſpricht der Vermehrung des Kohlenverbrauches.
Andererſeits nimmt auch die Zahl der wolkenloſen Tage
im Jahre zu und es macht ſich eine beſonders im Winter
merkbare Verminderung der Niederſchläge geltend.
ml. Die Tragfähigkeit des Eiſes. Eine
Eisfläche von 2½ Ztm. Dicke iſt bereits fähig, das Gewicht
eines Menſchen zu tragen. Eine Dicke von 10 Ztm.
ge=
ſtattet das Paſſieren einer Kavallerieabteilung, während
für den gefahrloſen Transport von Artillerie über das
Eis eine Dicke von 13 Ztm. erforderlich iſt. Bei einer
Stärke von 25 Zentimetern kann eine Menſchenmenge
ge=
troſt auf dem Eiſe Aufſtellung nehmen, und bei 45 Ztm.
iſt es für einen Eiſenbahnzug befahrbar. Dieſe
Erkennt=
nis hatte in Sibirien lange Zeit praktiſche Bedeutung.
Vor der Fertigſtellung der den rieſigen Baikalſee
umfah=
renden Strecke der ſibiriſchen Bahn wurden im
Winter=
alljährlich Geleiſe über das meterdicke Eis des viele
Mo=
nate gefrorenen Sees gelegt und ſo die beiden Endvunkte
der Bahn verbunden, zwiſchen denen im Sommer
Damp=
fer die Verbindung aufrecht erhielten.
Literariſches.
— Ueber die Architektur der
Inter=
nationalen Hygiene=Ausſtellung in
Dresden iſt im Verlag von J. J. Arno, Leipzig, eine
zuſammenfaſſende Veröffentlichung erſchienen, die ſo= in Architektur= als auch in Laienkreiſen großes
Intereſſe beanſpruchen darf. Das Werk iſt die
Zuſam=
menſtellung mehrerer Sonderhefte der vom gleichen
Ver=
lage herausgegebenen Zeitſchrift „Der Profanbau” die
auf Wunſch der Dresdener Architekten Herr
Stadtbau=
rat Profeſſor Erlwein und Herr Oberbankommiſſar
Dr.=Ing. Mackowsky in Dresden über dieſe Ausſtellung
veröffentlicht hatten. Durch die große Anzahl
ausge=
zeichneter photographiſcher Aufnahmen, denen Grunds
riſſe, Schnitte und Anſichten, ſowie erläuternder Text
beigefügl ſind, gibt das Werk ein umfängliches
Bild=
über die von den Architekten geleiſtete Arbeit, die wohl
bei keiner früheren Ausſtellung einen ſo
ſtimmungs=
vollen und einheitlichen Geſamteindruck
hervorgeru=
fen hat.
„Allerhand Sommergäſte” und andere
Geſchichten von Charlotte Nieſe. (Verlag Wilhelm
Grunow, Leipzig.) Eine Reihe köſtlicher Erzählungen
ſind unter dieſem ſchlichten Titel zu einem Strauß
ge=
wunden, der nach Ackerſcholle und Wald= und
Wieſen=
blumen duftet. Schlicht, aber voll tiefer
Lebenswahr=
heiten ſprechen und handeln alle die Menſchen, die wir
in den flott erzählten Geſchichten kennen lernen, und
gerade das Wahre und Ungekünſtelte iſt es, was den
Leſer ſeſſelt. Durch alle Schriften Charlotte Nieſes, die
mit Recht unter die erſten deutſchen Erzähler gerechnet
werden kann, weht Heimatluft; ihre Kunſt iſt echt und
natürlich, ihre Geſtalten ſind lebendige Menſchen.
Da=
bei zeugt alles von dichteriſcher Kraft und iſt von
golde=
nem Humor durchtränkt.
— Walter Bloem, Sonnenland. Eine=
Fahrt in die Schönheitswelt Griechenlands, in die
Märchenſtätten des Orients, ſchildert dieſer Roman. An
Bord des ſchmucken Lloydſchiffes „Therapia” würfelt
der Zufall eine buntgemiſchte Reiſegeſellſchaft zuſammen.
Um die Schickſale dieſer Menſchen ſchlingt ſich ein
mun=
ſterer Kreis von meiſt humoriſtiſch geſehenen Geſtalten,
rund im Hintergrunde zieht ein leuchtender Reigen von
Landſchafts= und Kulturbildern aus den geſegneten
Zo=
men des Südens vorüber. — Der Band iſt für 1 Mark
füberall erhältlich. Verlag von Ullſtein und Co., Ber=
Ain SW. 48.
— Techniſche Monatshefte. Zeitſchrift für
Technik, Kultur und Leben. Herausgegeben von Prof.
Dr. phil. et jur. Jul. Kollmann und Dipl.=Ing. Dr.
Adolf Reitz. (Stuttgart, Franckhſche Verlagshandlung.)
Jährlich 12 reich illuſtrierte Hefte und 4 Bücher. Lex. 8
Bezugspreis 7 Mk. Jahrgang 1911, Heft 10 und 11. Die
„Techniſchen Monatshefte” wollen einen Ueberblick über
Die modernen Kulturfortſchritte in techniſcher und
prak=
tiſcher Beziehung geben und legen davon in den
vorlie=
genden Heften (10 und 11) wiederum Zeugnis ab. Die
„Techniſchen Monatshefte” bieten mit ihren jährlichen
* Buchbeilagen eine Fülle von anregendem Material.
— Material und Materialgeſtaltung
üm Arbeitsunterricht. Von Heinrich Pralle,
Leiter einer Arbeitsſchule in Hamburg. Mit 62
Abbild=
lungen. (IV und 75 S.) 8. 1911. Kart. 1.20 Mk.
Ver=
llag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Das
vor=
lliegende Buch unternimmt es, darzuſtellen, welche
Schwierigkeiten mit der Auswahl des Materials und
ſſeiner Verarbeitung verbunden ſind. Es zeigt in einer
dem Lehrer ſicher willkommenen Art und Weiſe, wie auch
Gei Berückſichtigung der dem Material innewohnenden
Geſetze doch die allgemeinen Ziele des
Volksſchulunter=
richts durch den Arbeitsunterricht ganz weſentliche
För=
dderungen erfahren.
Froſt, Aus unſeren vier Wänden.
ZZweite Folge. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und
Berlin. Preis geh. 2 Mk., geb. 2,40 Mk. Was in einer
Beſprechung dem bereits in zweiter Auflage
erſchiene=
men erſten Teile dieſes Buches nachgerühmt wurde, das
ggilt auch von dem ſoeben erſchienenen zweiten Bande.
EEs iſt „kein Roman, keine Novellenſammlung, und doch
weiß es viel und ſpannend zu erzählen, doch enthält es
eeine Fülle von ſpannenden Motiven, von Konflikten,
ſſchlägt es die innigſten Herzenstöne an, ſpricht von
itiefen und zarten Seelenſtimmungen, und hat etwas
won dem echten Humor, der unter Tränen lächeln kann”
IIn einzelnen Kapiteln, wie z. B. in dem vom
Gehor=
ſſſam, von der Heftigkeit, vom Eigenſinn, von der
Mit=
fffreude tritt dies beſonders ſtark hervor. So dürfte das
kleine Buch vielen Müttern ein wertvoller Ratgeber bei
dder Erziehung ihrer Kinder ſein.
Leo Tolſtoi, Nachgelaſſene Werke.
Drei Bände. Einzige autoriſierte deutſche Ausgabe.
Mit einem Vorwort von Dr. C. Hagberg Wright.
Ver=
flag von J. Ladyſchnikow, Berlin W. 50. Bis jetzt
er=
ſſchienen Band 1 und 2. (Preis je 2 Mk.) Eine reiche
Nachernte von dem grandioſen Lebenswerke Leo
Tol=
ſſſtois wird mit dieſer Publikation der Oeffentlichkeit
üübergeben. In Rußland darf der Nachlaß Tolſtois nur
tmit ſtarken Kürzungen erſcheinen, während die deutſche
AAusgabe alle nachgelaſſenen literariſchen Werke
vollſtän=
idig bringt. Die Vollſtändigkeit bietet ſomit einen
be=
ſſonderen Vorzug dieſer Ausgabe, die als einzige
auto=
rriſierte von der Gräfin Alexandra Tolſtoi, der
Lieb=
llingstochter und begeiſterten Jüngerin des großen
Ver=
fſtorbenen, perſönlich veranlaßt iſt. Der Nachlaß
Tol=
ſtois erſcheint zu gleicher Zeit in zehn verſchiedenen
Kulturſprachen. Ein umfangreiches Geleitwort von Dr.
iC. Hagberg Wright, einem perſönlichen Freunde Leo
Tolſtois, das die geiſtige Entwickelung des Dichters
ein=
gehend darſtellt, geht der Sammlung voraus und bildet
zeine literar=hiſtoriſch wertvolle Ergänzung zu ihr.
Die Revolution in Ching.
* Peking, 15. Jan. Aus Schanghai ſind
Tele=
gramme eingetroffen, nach denen drei Kreuzer und drei
Transportſchiffe mit drei Bataillonen
republikani=
ſſcher Infanterie und 11 Geſchützen heute von
Schang=
hai nach Tſchifu abgegangen ſind. Weitere Truppen
ſollen im Laufe der Woche folgen. Nach weiteren Berichten
befindet ſich 70 Meilen ſüdlich von Sutſchaufu an der Bahn
Tientſin=Nanking eine ſtarke revolutionäre Truppenmacht.
* Peking, 16. Jan. Als Juanſchikai heute
morgen von einem Beſuche aus dem Kaiſerpalaſt
zurück=
kehrte, wurde eine Bombe gegen ihn geſchleudert.
Juan=
ſchikai blieb unverletzt. Zwei Polizeibeamte und zwei
Sol=
daten wurden getötet, zwei andere Polizeibeamte wurden
verwundet.
* Peking, 16. Jan. Die Beſprechungen über
die Abdankung der Dynaſtie werden fortgeſetzt.
Verſchiedene Mandſchuführer drängen den Thron,
abzu=
danken und in Peking zu bleiben. Die Chineſen hingegen
erklären, die Abdankung ſei wertlos, wenn der Thron
Peking nicht verlaſſe. Der Waffenſtillſtand iſt nunmehr
eine reine Fiktion geworden. Wutingfang lehnte jede
Ver=
antwortung für kriegeriſche Aktionen ſeitens der
Revo=
llutionäre weiterhin ab, während die Unterſtützung von
Unruhen durch die Kaiſerlichen den Charakter einer
Krieg=
führung annimmt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 16. Jan. Wie die portugieſiſche
Ge=
ſandtſchaft aus Liſſabon mitteilt, hat das geſtern
der Kammer vorgelegte Budget den beſten Eindruck
gemacht. Das Defizit beträgt kaum 3499 Contos. Der
Finanzminiſter erklärte, er werde zur Deckung der
öffent=
lichen Schuld keine neue Anleihe aufnehmen und gedenke
demnächſt dem Parlament Vorſchläge zu unterbreiten, die
eine Zunahme der Einnahmen und eine Verringerung
der Ausgaben herbeiführen, um das Defizit zu
beſeiti=
gen und das Budget balanzieren zu laſſen.
* Metz, 16. Jan. Nachdem heute nachmittag noch eine
eingehende Ortsbeſichtigung ſtattgefunden hatte, ſind drei
von den fünf unter dem Verdacht der Beteiligung an der
Bluttat, der der Hoboiſt Maſch zum Opfer fiel,
ver=
haftete Perſonen freigelaſſen worden.Als
ein=
ziger bleibt Martin in Haft, der als Täter in Betracht
kommt, während Alexis Samain, der Vorſitzende der
auf=
gelöſten Lorraine Sportive und der ſpäteren Jeuneſſe
Lorraine, die im Lorraine Sportive=Prozeß gegen ihn
erkannte Gefängnisſtrafe von ſechs Wochen angetreten hat.
* Leer, 16. Jan. Die Schiffahrt auf der Ems
iſt bis Papenburg vollſtändig lahmgelegt. Bei
Leer=
ort kann die Ems überſchritten werden.
* Paris, 16. Jan. In der Kammer wurde heute
eine Regierungserklärung verleſen.Diendas
deutſch=franzöſiſche Abkommen betreffenden Stellen
wur=
den mit vollſtändigem Schweigen aufgenommen. Die
Debatte über die Regierungserklärung verlief
ruhig. Unruhe erregte nur die Bemerkung eines
radi=
kalen Abgeordneten, Bourgeois ſei von ſeiner
Zurück=
gezogenheit nur zurückgetreten und ſei Mitglied des
Ka=
binetts geworden um Briand zu rehabilitieren.
Bour=
geois erwiderte, für ſeine Zurückgezogenheit ſeien die
ſchwerſten und ernſteſten Gründe maßgebend geweſen und
nur aus dem Grunde habe er ſein Portefeuille
übernom=
men, weil das Vaterland und die republikaniſche Partei
ſeine Kraft forderten. Sollten ihm im geringſten
bezüg=
lich irgend eines Punktes des Programms ſeiner Partei
Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden, ſo würde er
unverzüglich zurücktreten. Ein von der radikalen Partei
eingebrachtes Vertrauensvotum für das Kabinett
wurde mit 440 gegen 6 Stimmen angenommen.
* London, 16. Jan. Im Coventgarden=Opernhaus
wurde geſtern abend „König Oedipus” in Szene
ge=
ſetzt von Max Reinhardt, mit großem Erfolge zum
erſten Male gegeben. Unter dem Publikum bemerkte man
viele Vertreter der vornehmen Welt und namhafte Politiker.
* Rio de Janeiro, 16. Jan. Der ſpaniſche
Ge=
ſandte überreichte der braſilianiſchen
Regier=
ung eine Beſchwerde anläßlich des Todes eines ſpaniſchen
Untertanen bei der Bombardierung von Bahia.
H. B. Berlin, 16. Jan. Der Beſuchdes Kaiſers
in der Schweiz umfaßt die Zeit vom 3. bis 6.
Sep=
tember. Ueber eine Teilnahme des Kaiſers an den
ſchwei=
zeriſchen Manövern iſt noch nichts beſtimmt, doch ſieht
man dies allgemein voraus. Der Kaiſer würde alsdann
den Manövern des Armeekorps beiwohnen, das aus der
5. und 6. Diviſion beſteht und aus Oſtſchweizern gebildet
iſt. In der Oſtſchweiz werden auch die Manöver
ſtatt=
finden.
H. B. Kiel, 16. Jan. Der vom Urlaub aus Wehlau
heimkehrende Matroſe Kaſchinsky vom Kreuzer
„Stettin” wurde am Bahnhofe wegen des dringenden
Verdachtes, an Bord des Kreuzers „Stettin” die Schiffs=
Kaſſette erbrochen und Geheimakten entwendet zu haben,
verhaftet. Die Anklage lautet auf Diebſtahl.
Ka=
ſchinsky ſoll Mithelfer haben.
Briefkaſten.
A. T. Selbſtverſtändlich!
Ich habe
vom Januar d. J. bis jetzt Scotts Emulſion
regel=
mäßig genommen und dadurch eine entſchiedene Hebung
und Stärkung meines Allgemeinbefindens erzielt.
Be=
ſonders hat ſich der Appetit bedeutend gebeſſert, das
Eſſen ſchmeckt mir wieder, und infolgedeſſen kann ich
eine ſtändige Gewichtszunahme feſtſtellen (innerhalb
ſechs Wochen reichlich ſechs Pfund). Auch mit meinem
Ausſehen und mit meiner Verdauung bin ich ſehr
zu=
frieden und kann im ganzen wirklich nicht anders ſagen,
als daß ich mich jetzt viel kräftiger fühle. Ich glaube,
daß jedem abgeſpannten und überarbeiteten Menſchen,
wie man ſie gegen Ende des Winters ſo viel antrifft,
ein paar Flaſchen
Seolisematſtot
regelmäßig genommen, von größtem Nutzen ſein würden.
(Gez.) Alfred Sommerlatte, Leipzig, Kaiſer=Wilhelmſtr. 8,
24. April 1910.
Es iſt klar, daß Scotts Emulſion, welche, regelmäßig
genommen, die Eßluſt ſehr anregt, auch das Körpergewicht
be=
einflußt. Ständige Gewichtszunahmen gehen mit dem
Ein=
nehmen von Scotts Emulſion Hand in Hand, und es iſt dies
gewiß ein vorzüglicher Beweis, welch vortreffliches Kräftigungs=
und Stärkungsmittel Scot ts Emulſion darſtellt.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft,
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
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50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2,0,
pulv. Tragant 3,0, feinſter arab. Gummi pulv. 2,0, Waſſer 129,0, Alkohol
11,0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl
je 2 Tropfen.
Die Pfiege der Stimme
erweist sich immer mehr als ebenso notwendig wie
diejenige etwa der Hände und der Zähne. Unter
allen Mitteln, die eine klare freie Stimme schaffen,
wohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen
Ge-
ruch aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur
annähernd so verbreitet und behauptet, als die in
ihrer Wirkung unvergleichlichen Wybert-Tabletten.
Sie gehören zum eisernen Bestande jedes Haushaltes,
wie Seife und Zahnpulver. Die lange ausreichende
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Dro-
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Hügelstr.; Medizinal-Drogerie von Fr. Beckenhaub,
Ecke Schul= u. Kirchstr., u. Drogerie von C. Watzinger,
Wilhelminenst. 11.
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Heute mittag 12 Uhr entſchlief ſanft nach
langem, ſchwerem Leiden unſere liebe Schweſter,
Schwägerin und Tante
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Fräulein Karoline Armbrust
im 83. Lebensjahre.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Guſtav Armbruſt, Mühlſtraße 58.
Darmſtadt, den 16. Januar 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 18. d. M.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portal des Friedhofs
aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
während der Krankheit und bei dem Hinſcheiden
unſeres innigſtgeliebten, unvergeßlichen Gatten,
Bruders, Schwagers und Onkels
(1921
Herrn Bermard Ken
Kaufmann
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Waitz für die troſtreiche Grabrede, dem Chriſtl.
Verein Junger Männer „Wartburg”, dem Deutſch=
Nationalen Handlungsgehilfenverband D. H. V.
(Ortsgruppe Darmſtadt), ſowie für die überaus
zahlreichen Blumenſpenden unſeren herzinnigſten
Dank.
Darmſtadt, Januar 1912.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
i. d. N.: Eva Keil, geb. Krämer
Mollerſtraße 43 II.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Während ſich das kontinentale Hoch etwas verflacht
hat, iſt die nordweſtliche Depreſſion weiter gegen das
Feſtland vorgerückt. Wir kommen immer mehr unter
ihren Einfluß, doch dürfen wir morgen noch keine
durch=
greifende Aenderung des Wetters erwarten. Bei
zu=
nehmender Bewölkung ſind höchſtens unerhebliche
Schnee=
fälle zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 17. Jan.:
Bewölkung zunehmend, meiſt trocken, kalt.
Schneebericht.
Schierke im Harz (Brockengebiet), 15. Jan.
Morgens 14 Grad Kälte. Klares Wetter, Sonnenſchein.
Schneelage unverändert. Skiföhr ausgezeichnet. Jeder
Sport im Gange.
Tageskalender.
Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. D): „Charleys Tante‟
hierauf „Der verbotene Cancan”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Luſtige Simpliciſſimus=Spiele um 8¼ Uhr im
„Kaiſerſaal” (Münchener Künſtler).
Vortrag des Pſychologen und Anſtaltsleiters Parthey
um 8¼ Uhr im „Fürſtenſaal”
Lichtbildervortrag von Kapitän a. D. von Puſtau
um 8½ Uhr im Saale der Vereinigten Geſellſchaft.
(Heſſiſche Flugſtudien=Geſellſchaft).
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
1. Tarmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
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von Siam, Ruinen des römiſchen Kaiſerpalaſtes in
Trier und Lincolns Geburtshaus.
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Donnerstag, 18. Januar.
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Turn=
halle am Woogsplatz.
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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früher 8.50—14.50
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Grösse 17½—25½ früh. 9.50—14.50
jetzt 17½—21 8.50, 21½—25½ Filz-Damen-Pantoffeln
mit ½ Absatz
früher 3.40
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Filz- u. Ledersohlen, echt Lammpelz-
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drüngt es mich noch zu sagen, cass Ihre Dunpillen mich schon vor längerer Zei
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Wie es im Odenwald vor 300 Jahren
ausſah.
* Am Montag abend ſprach im „Fürſtenſaal” Herr
Pfarrer D. Dr. .Diehl auf Veranlaſſung des
Oden=
waldklubs über das Thema: „Wie es im Odenwald
vor 300 Jahren ausſah‟
Ueber die Lebensverhältniſſe im Odenwald zu jener
Zeit, ſo etwa führte der Redner aus, unterrichten uns
zwei Chroniken, die ſich zeitlich aneinanderſchließen. Die
erſte Chronik iſt die des Martin Walther von
Rei=
chenbach. Walther hat 60 Jahre ſeines Lebens im
Odenwald zugebracht. Er iſt 1567 in Bullau geboren,
hat in Michelſtadt die Lateinſchule beſucht, in Erbach
das Gymnaſium, ſtudierte dann und war darauf eine
Zeitlang Hauslehrer im Hennebergiſchen. Im Jahre
1595 kehrte er nach dem Odenwald zurück, wirkte zuerſt
als Hauslehrer und war dann Pfarrer in Reichenbach.
Seine Chronik bricht 1621 ab, ſie beſteht vornehmlich
aus Notizen. Wir erfahren geradezu alles, was ſich
in Reichenbach ereignet hat; kein Krawall der Bauern,
keine Aenderung am Brunnenrohr oder am Rathaus
wird vergeſſen zu erwähnen. Viele dieſer Notizen
be=
ziehen ſich aber auch auf die Umgegend und zuweilen
läßt Walther auch ſeine Blicke in die weite Welt
ſchwei=
fen und erwähnt große Ereigniſſe ſeiner Zeit.
Ganz anders geartet war Johann Daniel
Mink, der Verfaſſer der zweiten Chronik; er ſtammte
nicht aus dem Odenwald. Als Sohn einer angeſehenen
Familie hat er die Welt kennen gelernt und viele
bedeu=
tende Städte geſehen, namentlich auf ſeinen Reiſen, als
er Erzieher der Grafen von Kronberg war. Mink iſt
auch Guſtav Adolf näher getreten und von ihm rührt
auch wohl die beſte Schilderung des Schwedenkönigs
her. Später ward Mink Magiſter in Groß=Umſtadt,
wirkte dann in Groß=Bieberau und beſchloß ſein Leben
als Pfarrer in Groß=Gerau. Nur 20 Jahre lebte er
im Odenwald; aber er war ein Mann, der die Welt
kannte und einen ſcharfen Blick hatte. Er kannte den
Odenwald nur zu Kriegszeiten; die Peſt und die
Hun=
gerzeiten, ſowie die Heimſuchungen des Odenwaldes
durch die Schweden, die Kaiſerlichen und die Franzoſen
hat er erlebt.
Betrachten wir einmal ein Odenwälder Dorf,
ſo fuhr der Redner fort, um das Jahr 1616, ſo fällt
namentlich das Gefühl des Sonderdaſeins auf.
Dieſe Abſonderung offenbart ſich auch in den
Odenwäl=
der Friedhöfen, die nach den Sippen in Quartiere
eingeteilt waren. Noch um 1750 war dieſer Brauch
üblich. Die Quartiere wurden bei der Anlage des
Friedhofes verloſt; waren die Gräber einer Sippe
be=
legt, ſo wurden, um Platz zu ſchaffen, die Gebeine in
das Beinhaus geſchafft. Kein Grab für den Beamten,
den Pfarrer, den Lehrer oder den Fremden findet ſich
auf einem ſolchen Friedhof; die Vertreter dieſer Stände
waren darauf angewieſen, ſich Gräber in den Kirchen zu
erwerben.
In jedem Dorfe des Odenwaldes ſtand zu Zeiten
des 30jährigen Krieges nur eine Kirche; man
ge=
ſtattete eben keiner anderen Konfeſſion den Eintritt in
das Dorf. Beſonders böſe ſprang man mit den Juden
um. Die Odenwalddörfer waren zum größten Teil
lutheriſch, d. h. die Gebiete von Erbach und Heſſen; die
pfälziſchen Orte dagegen waren reformiert. Die heute
katholiſchen Orte ſind durch die Gegenreformation
katho=
liſch geworden. Wenn Reformierte vor der
Gegenrefor=
mation flohen, wurden ſie nur ſchwer bei den Lutheriſchen
aufgenommen und geduldet. Die Odenwälder
Dorfge=
meinden zeichnete eine einheitliche
Rechtsan=
ſchauung und Lebens hal t un g aus; ebenſo
finden wir eine Einheitlichkeit des Ber ufe s.
Alle Bewohner eines Dorfes waren
Bauern; keine Händler, Fabrikarbeiter uſw., wie heute,
findet man dort. Beſonders trieb man Schweinezucht;
dieſe ſchien Walther ſo wichtig für den Odenwald, wie
der Weinbau für die Bergſtraße.
In dieſes Leben wurde nun in der Zeit vor Ausbruch
des 30jährigen Krieges ein Keil hineingetrieben durch die
weltliche Obrigkeit und durch die
Theo=
logen. Damals war die Obrigkeit in Heſſen, im
Gegenſatz zu ſpäterer Zeit, gut; Staat und Kirche
haben die neue Zeit hervorgerufen, nicht bloß die
Kirche durch die Reformation. Die beiden
Inſtanzen hatten bei der Ueberwindung der
mittelalter=
lichen Zuſtände eine ſehr ſchwierige Arbeit. Der
mittel=
alterliche Klerus im Odenwald war ſehr minderwertig,
weil es dort keine guten Pfründen gab.
Eine große Bedeutung gewann das Rathaus, das
früher eine große Halle und einen Ratsſaal hatte. Es
wurde der Mittelpunkt des ganzen bürgerlichen Lebens.
Früher hatte der Einzelne viel mehr in der
Gemeindever=
waltung zu ſagen gehabt und er konnte ſeiner Meinung
viel mehr Ausdruck geben. Ueberhaupt hatte man in
jener Zeit manche ſtaatliche Einrichtungen, die uns
Heuti=
gen noch Zukunftsmuſik ſind. Schlimme Erſcheinungen
da=
maliger Zeit waren die Trunkſucht und die
Freſſe=
rei, namentlich bei „großen Gelegenheiten” In der Zeit
vor dem 30jährigen Kriege waren Hochzeiten bis zu 300
Perſonen geladener Gäſte keine Seltenheit, ſelbſt an den
Taufen nahmen 60, 80, ja 100 Perſonen als Feiernde teil.
Die Verlobung wurde als etwas ſo Wichtiges aufgefaßt
daß eine kirchliche Handlung mit ihr verknüpft wurde.
Kein Begräbnis fand ſtatt, ohne daß ſich ein großes Eſſen
daran ſchloß, und Mengen von Getränken und Speiſen
wurden vertilgt, daß uns heute noch davor ſchaudert;
man hat ſogar gemeint, die Leute hätten die Speiſen mit
nach Hauſe genommen, aber nein, ſie ſind vom Platz weg
vertilgt worden. Die Behörden mußten nicht allein
hier=
gegen, ſondern auch gegen Aberglauben, Roheit und
Ver=
brechertum, die damals ſehr verbreitet waren, vorgehen.
In die Zeit von 1580 ab bis zum 30jährigen Kriege
wur=
den die meiſten Rathäuſer im Odenwald gebaut. Jetzt
mußten dort alle Feſte und Verſammlungen, die früher
unter der Dorflinde ſtattfanden, abgehalten werden. Die
Abſicht war, die Leute in beſſerer Ordnung zu halten.
Wirtshäuſer gab es damals nicht, das Rathaus war das
Wirtshaus. Beſondere Leute wurden ernannt, die gegen
Extravaganzen bei den Feſten vorzugehen hatten, und es
trat hinſichtlich der Hochzeitsſitten und=Gelage eine
weſent=
liche Beſſerung ein. Das Rathaus war heimiſch
eingerich=
tet; die Wände waren mit Bildern und Sprüchen
ge=
ſchmückt. Die Einweihungsrede Walthers für das
Rei=
chenbacher Rathaus iſt noch erhalten.
Die Arbeit der Kirche bezog ſich hauptſächlich auf
die Einrichtung von Schulen. Keine Epoche iſt ſo
wich=
tig für die heſſiſche Kulturgeſchichte als die Zeit vor dem
30jährigen Krieg. Ueberall entſtanden Schulen und durch
die Konfirmation (jeder mußte konfirmiert ſein) wurde
ein Schulzwang ausgeübt. Die Zahl der ohne
Schulunter=
richt Aufgewachſenen war ſehr gering. Dieſer Zwang war
in den Erbacher Gebieten des Odenwaldes nicht, wohl
aber auch in den pfälziſchen, doch beſoldete man die Lehrer
ſehr ſchlecht. Die Frucht dieſer Erziehungsarbeit war
be=
ſonders eine Arbeitsenergie, die früher nicht vorhanden
war. Ein Aufſchwung macht ſich in jener Zeit bemerkbar,
z. B. im muſikaliſchen Leben. Zu jener Zeit erhielten viele
Gemeinden ihre erſte Orgel.
Wenn man auf Grund zeitgenöſſiſcher Berichte ſieht,
was im 30jährigen Kriege alles im Odenwalde zerſtört
worden iſt, ſo muß man ſich über den früheren Wohlſtand
wundern, mehr aber noch über die Arbeitsenergie,
mit der alles wieder hergeſtellt worden iſt. Was damals
die Bauern erduldet haben, wäre unſer heutiges Geſchlecht
nicht mehr im Stande auszuhalten.
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Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Bekanntmachung.
In dem IV. Wahlkreis des Großherzogtums (Darmſtadt-
WGroß=Gerau) haben bei der am 12. d. Mts. ſtattgehabten Wahl von
36775 gültig abgegebenen Stimmen erhalten die Herren
1. Redakteur Dr. Ludwig Queſſel zu Darmſtadt . 18326
2. Rechtsanwalt Dr. Arthur Oſann zu Darmſtadt . 11 170
3. Oberlehrer Dr. Rudolf Strecker in Bad=Nauheim 7268
4. Zerſplittert
11.
Es wird dies unter dem Anfügen zu öffentlichen Kenntnis
ge=
bbracht, daß, da ſich eine abſolute Stimmenmehrheit für einen
Kan=
iidaten nicht ergeben hat, in Gemäßheit des § 12 des Wahlgeſetzes
rom 31. Mai 1859 eine engere Wahl unter den beiden
höchſtbeſtimm=
ten Kandidaten, den Herren:
1. Redakteur Dr. Ludwig Queſſel zu Darmſtadt
2. Rechtsanwalt Dr. Arthur Oſann zu Darmſtadt
kſtattzufinden hat.
Mit Bezugnahme auf die §§ 28—31 des Wahlreglements vom
228. Mai 1870 (in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. April
*19)3) bringe ich weiter zur öffentlichen Kenntnis, daß ich Termin zur
Vornahme der engeren Wahl auf Montag, den 22. Januar d. Js.,
feſtgeſetzt habe, und daß die Wahlhandlung vormittags um 10 Uhr
beginnt und nachmittags um 7 Uhr geſchloſſen wird, ſowie daß alle
bei dieſer Wahl auf andere, als die beiden genannten Kandidaten
fallenden Stimmen ungültig ſind.
Darmſtadt, den 16. Januar 1912.
(1932
Der Wahlkommiſſär
des IV. Wahlkreiſes (Darmſtadt-Groß=Gerau)
Fey, Provinzialdirektor.
Bekanntmachung.
Betreffend: Reichstagswahlen 1912: hier: engere Wahl im 4.
Wahl=
kreis des Großherzogtums.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß, da ſich bei
der erſten Wahl im 4. Wahlkreis des Großherzogtums eine abſolute
Stimmenmehrheit nicht herausgeſtellt hat, gemäß § 12 des
Wahl=
geſetzes vom 31. Mai 1869 eine engere Wahl unter den beiden
höchſt=
beſtimmten Kandidaten, den Herren
Landtagsabgeordneten Dr. Oſann zu Darmſtadt
Redakteur Dr. Queſſel zu Darmſtadt,
ſtattzufinden hat.
Unter Bezugnahme auf die §§ 28—31 des Wahlreglements vom
28. Mai 1870 in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. Apri
1903 wird weiter zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Termin
zur Vornahme der engeren Wahl auf
Montag, den 22. Januar 1912,
feſtgeſetzt iſt, daß die Wahlhandlung vormittags um 10 Uhr beginnt
und nachmittags um 7 Uhr geſchloſſen wird, ſowie, daß alle bei
dieſer engeren Wahl auf andere als die beiden genannten
Kan=
didaten fallenden Stimmen ungültig ſind.
Die in unſerer Bekanntmachung vom 27. Dezember 1911 (
Amts=
verkündigungsblatt Nr. 144 getroffenen Anordnungen bezüglich der
Wahlbezirke, der Wahllokale und der Wahlvorſteher, ſowie deren
Stellvertreter haben auch für die engere Wahl am 22. Januar 1912
Geltung.
Darmſtadt, den 16. Januar 1912.
(1933
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Werner.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Reichstagswahl im VI. Wahlkreiſe des
Großherzog=
tums Heſſen.
Bei der heute vorgenommenen Ermittelung des
Wahlergeb=
niſſes der am 12. ds. Mts. im VI. Reichstagswahlkreis des
Groß=
herzogtums Heſſen ſtattgehabten Reichstagswahl hat ſich ergeben,
daß von 21 127 der im Wahlkreiſe abgegebenen gültigen Stimmen
entfallen ſind auf:
1. Ludwig Haſenzahl, Graveur in Erbach i. O. 8526 Stimmen
2. Otto Rippel, Buchhändler zu Hagen i. W. 4588
3. Friedrich Scior, Likörfabrikant in Erbach i. O. 4371
4. Dr. Arthur Sauer Fabrikant in
Zwingen=
berg a. B.
3621
5. auf Verſchiedene zerſplittert
Zuſammen . 21127 Stimmen.
Hiernach hat ſich eine abſolute Mehrheit der in dem
Wahl=
kreiſe abgegebenen gültigen Stimmen auf einen Kandidaten nicht
vereinigt. Es wird deshalb zur engeren Wahl zwiſchen den beiden
Kandidaten, welche die meiſten Stimmen erhalten haben, nämlich
den Herren:
Ludwig Haſenzahl, Graveur in Erbach i. O., und
Otto Rippel, Buchhändler zu Hagen i. W.
Termin auf
Montag, den 22. Januar I. Js.
mit dem Bemerken anberaumt, daß dieſe engere Wahl auf denſelben
Grundlagen und nach denſelben Vorſchriften ſtattfindet, wie die erſte,
daß aber alle auf andere Kandidaten, als die beiden
oben=
genannten Höchſtbeſtimmten fallende Stimmen ungültig ſind.
Die Wahlhandlung beginnt um 10 vormittags und wird
um 7 Uhr nachmittags geſchloſſen.
Heppenheim, den 16. Januar 1912.
(1934
Der Wahlkommiſſär für den VI. Reichstagswahlkreis
des Großherzogtums Heſſen:
v. Hahn, Großherzoglicher Kreisrat.
Bekanntmachung.
Betreffend Reichstagswahlen 1912; hier: engere Wahl im 6.
Wahl=
treis des Großherzogtums.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß, da ſich
bei der erſten Wahl im 6. Wahlkreis des Großherzogtums eine
ab=
ſolute Stimmenmehrheit nicht herausgeſtellt hat, gemäß § 12 des
Wahlgeſetzes vom 31. Mai 1869, eine engere Wahl unter den beiden
höchſtbeſtimmten Kandidaten, den Herren
Graveur Ludwig Haſenzahl in Erbach
Buchhändler Otto Rippel zu Hagen i. W.,
ſtattzufinden hat.
Unter Bezugnahme auf die §§ 28—31 des Wahlreglements vom
28. Mai 1870, in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. April 1903,
wird weiter zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Termin zur
Vornahme der engeren Wahl auf
Montag, den 22. Januar 1912
feſtgeſetzt iſt, daß die Wahlhandlung vormittags um 10 Uhr beginnt
und nachmittags um 7 Uhr geſchloſſen wird, ſowie, daß alle bei
dieſer engeren Wahl auf andere als die beiden genannten
Kandidaten fallenden Stimmen ungültig ſind.
Die in unſerer Bekanntmachung vom 27. Dezember 1911 (
Amts=
verkündigungsblatt Nr. 141) getroffenen Anordnungen bezüglich der
Wahlbezirke, der Wahllokale und der Wahlvorſteher, ſowie deren
Stellvertreter haben auch für die engere Wahl am 22. Januar 1912
(1935
Geltung.
Darmſtadt, den 16. Januar 1912.
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Die Lieferung einer Gedenktafel
aus Bronze, getriebenem Kupfer,
Syenit oder ſonſtigem geeignetem
Material ſoll vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen beidem
unterzeich=
neten Amte, Grafenſtraße Nr. 30,
Zimmer Nr. 9, während der
Dienſt=
ſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Samstag, 10. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(1967md
Darmſtadt, 15. Januar 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Schloſſerarbeiten.
Die bei der Inneneinrichtung des
Stalles für unverkaufte Schweine
und einer Kälbermarkthalle
vor=
kommenden Schloſſerarbeiten,
ins=
beſondere die Lieferung und
Auf=
ſtellung der Anbindevorrichtungen,
Buchtengitter und Türen,
Ram=
pengitter und Türen uſw. ſollen
vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be
dingungen liegen bei dem
unter=
zeichneten Amte, Grafenſtraße Nr. 30,
Zimmer Nr. 9, während der
Dienſt=
ſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Freitag, 26. Januar 1912,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(1966md
Darmſtadt, 15. Januar 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Eiſenwaren=Lieferung.
Die Lieferung von Eiſenwaren
für den Kanalbau ſoll verdungen
werden.
Die Lieferungsbedingungen
lie=
gen bei dem Tiefbauamt, Zimmer
Nr. 7, während der Dienſtſtunden
zur Einſicht offen. Auch werden
dort die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 25. Januar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(1886md
reichen.
Darmſtadt, 15. Januar 1912.
Tiefbauamt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 28. Februar 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Stukkateur Georg
Gerlach dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
IV 287//10 237 Hofreite
Kranich=
ſteinerſtr. Nr. 22,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K106/11
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 11. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V1936
Bekanntmachung.
Mittwoch, 31. Januar 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schloſſermeiſter Karl
Wilke Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 560//100 336 Hofreite
Schwa=
nenſtraße 27,
IV 560//100 64 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K107/11
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
tiſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 18. Dezember 1911.
broßh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D25265,28
Die Lieferung des
Bedarfs an Papier
für die Stäbe, Truppenteile und
Behörden der 25. Diviſion für das
Rechnungsjahr 1912
etwa 150 Ries Kanzleipapier
und 180 „ Konzeptpapier
ſoll vergeben werden.
Termin: 23. Februar 1912,
vormittags 11 Uhr,
im Geſchäftszimmer der Diviſions=
Intendantur, Darmſtadt,
Eliſa=
bethenſtraße 5, I. Hier liegen die
vor dem Termin anzuerkennenden
Lieferungsbedingungen aus; ſie
önnen auch gegen Einſendung von
70 Pfg. einſchließlich Beſtellgeld
(1985md
ezogen werden.
Die verſiegelten, mit Aufſchrift
„Angebot auf Papierlieferung‟
verſehenen Angebote und Proben
ſind an vorbezeichnete Adreſſe zu
richten.
Darmſtadt, 15. Januar 1912.
Intendantur 25. Diviſion.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Ueberzieher, 1 blauer Sackrock und 1 Militärpaß,
auf den Namen Geyer ausgeſtellt. 1 Trauring ohne Zeichen. 1
an=
gefangener ſchwarzer Strickſtrumpf. 1 Stück farbiger Seidenſtoff
(ſchon vor einiger Zeit gefunden). 1 Damenſchirm. 1 kl. leeres
Porte=
monnaie. 1 Hundemarke mit der Nr. 1918. 5 kl. Schlüſſel an einem
Ring. 1 gelbes Halskettchen mit Herzchen und blau und rotem
Steinchen. 1 hellbrauner Glacéhandſchuh. 1 ſchwarz. Damengürtel.
1 farbiger Damengürtel. 1 ſchwarz. neues Portemonnaie mit einigen
Pfennigen. 1 Quittungskarte, auf den Namen Piller ausgeſtellt. —
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad liegen geblieben und von der
Direktion abgeliefert: 1 Taſchenmeſſer mit braunem und 1 desgl. mit
weißem Stiel. 2 kl. verſchiedene Ohrringe. 1 Vorſtecknadel mit hell.
Stein. 1 Vorſtecknadel in Hufeiſenform mit Steinchen beſetzt. 1 ſilb.
Ring. 1 gold. Ring mit rotem Stein und Widmung eingraviert.
1 Nickeluhrkette. 1 kl. Dolch. 1 Schlüſſel. 1 Paar braune, geſtrickte,
wollene Handſchuhe. — Zugelaufen: 1 junger Dobermann. —
Zu=
geflogen: 1 Kanarienvogel.
(1895
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Boxer. 1 deutſcher Schäferhund, 2 Spitzhunde, 1
Jagd=
hund, 1 Wolfshund, 1 Rehpinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktaa, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(1901
Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrole für die
Stadt für 1912.
Alle im Jahre 1892 geborenen, hier wohnhaften oder ſich
dauernd hier aufhaltenden Militärpflichtigen haben ſich in der Zeit
vom 15. bis Ende Januar ds. Js., vormittags von 9 bis 12 Uhr,
im Stadthauſe, Rheinſtraße 16/18, Zimmer Nr. 20 und 21, zur
Stammrolle anzumelden. Die nicht in Darmſtadt geborenen
Militärpflichtigen haben ihren Geburtsſchein vorzulegen und
durch eine Beſcheinigung des Arbeitgebers oder ein ſonſtiges
Zeug=
nis nachzuweiſen, daß ſie hier dauernden Aufenthalt genommen
haben und nicht nur rorübergehend anweſend ſind.
Außerdem haben ſich in vorbezeichneter Zeit, unter Vorlage
ihres Loſungsſcheines und der vorerwähnten Aufenthaltsbeſcheinigung,
alle Militärpflichtigen früherer Jahre zu melden, die bisher weder
einem Truppenteil überwieſen worden ſind, noch einen
Ausmuſterungs=
ſchein oder eine Ausſtandsbewilligung erhalten haben.
Militärpflichtige, die zur Zeit von hier abweſend ſind, müſſen
von ihren geſetzlichen Vertretern oder Arbeitgebern angemeldet werden.
Eine Unterlaſſung der Anmeldung wird mit Geldſtrafe
bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft.
Darmſtadt, den 10. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
(1707a
Darmſtadter Fiſchmarkt.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Donnerstag und Freitag jeder
Woche regelmäßig, nach freier Wahl der Händler auch
Dienstag und Samstag;
b) in der Beſſunger Fiſchhalle, Beſſunger Straße Nr. 70:
alle Wochentage, außer Samstag.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
der Großherzoglichen Bürgermeiſterei Darmſtadt feſtgeſetzt werden,
ſind an den Verkaufsſtänden angeſchlagen.
(637a
Bekanntmachung.
Die Frauenſchule
wird am 15. April 1912, vormittags 9 Uhr,
im Schulhauſe (Lagerhausſtraße 1) eröffnet. Geſuche um Aufnahme
ſind bis ſpäteſtens 1. Februar 1912 bei der unterzeichneten
Be=
hörde einzureichen.
Dem ſelbſtgeſchriebenen Geſuch ſind beizulegen:
1. Ein Lebenslauf.
2. Ein Geburtsſchein.
3. Ein Zeugnis über die bisher empfangene
Schul=
bildung.
4. Ein Wieder=Impfſchein.
Die Bewerberin muß am 30. September 1912 das 16.
Lebens=
jahr vollendet haben.
Eine beſondere Anzeige der geſchehenen Aufnahme wird nicht
(1891md
erfolgen.
Die Großh. Direktion der Eleonorenſchule.
Dr. A. Lucius.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 6.
(Stadtwald.)
Freitag, den 19. Januar I. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus dem Diſtrikt
Wildſcheuerteil 18 der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart
Hof=
mann) verſteigert:
Scheiter: 188 rm Buche; 306 rm Eiche,
Knüppel:
33 rm Buche; 76 rm Eiche,
Reiſigknüppel: 45 rm Buche; 61 rm Eiche,
Stöcke (fein): 28 rm Buche; 90 rm Eiche.
Das Holz (an der Neuſchneiſe, Teichſchneiſe und am
Jägen=
meiſterweg) ſitzt zur Abfuhr nach jeder Richtung ſehr bequem und hat
die laufenden Nummern von 961 bis 1271. Unterſtrichene Nummern
kommen nicht zum Ausgebot. Um vorherige Einſicht wird gebeten.
(1529fm
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holz-Verſteigerung.
Donnerstag, 18. d. Mts., von vormittags 9 Uhr an
werden in dem oberen Lokale des Hauſes der Turngemeinde
da=
hier (Woogsplatz Nr. 5) aus Domanialwald=Diſtrikt
Böllenfall=
tor (Herrgottsberg und im ganzen Diſtrikt zerſtreut) verſteigert:
Nutzſcheiter (ungeſpalten), rm: 1 Eſchen, 6 Eichen, 5
Bir=
ken, 3 Erlen; Scheiter, rm: 278 Buchen, 76 Eichen, 2
Bir=
ken, 1 Erlen, 7 Kiefern; Knüppel, rm: 140 Buchen, 39 Eichen,
1 Eſchen, 2 Birken, 3 Erlen, 10 Kiefern; Reiſig=Wellen:
3930 Buchen, 20 Eſchen, 1090 Eichen, 115 Birken, 25 Erlen,
15 Weiden, 330 Kiefern, 120 Fichten:
Durchforſtungs=
reiſig, Wellen: 95 Buchen, 75 Eichen, 25 Weiden; Stöcke,
rm: 25 Buchen, 3 Eichen, 1 Birken, 7 Fichten.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung
einzuſehen. Der Großh. Forſtwart Klipſtein zu Forſthaus
Böllen=
falltor iſt beauftragt, dasſelbe auf Verlangen vorzuzeigen. (1502
Darmſtadt, 10. Januar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Dienstag, den 23. Januar l. J., vorm. 9½ Uhr
anfangend, ſollen im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Prömſter,
nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſtbietend an Ort und
Stelle verſteigert werden.
Es kommen zum Ausgebot:
3 Buchenſtämme zuſammen 1,68 cbm
7 Kiefernſtämme von 32—41 cm Durchm. und 3—13 m Länge
12 Eichenſtämme
„ 15—30 „
6—12 „
24 Fichtenderbſtangen „
2 „
—11
111,2 rm Buchen=Scheiter
71,1 rm Kiefern=Scheiter”
Knüppel
Knüppel 55
20,5
61,3
Stöcke
Stöcke
32
1500 Stück „ Wellen.
1000 Stück „ Wellen
Zuſammenkunft der Steigerer an der Mahr’s=Mühle.
(1898
Eberſtadt, den 11. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Bekanntmachung
Infolge Umlagenerhöhung liegt der Voranſchlag der Gemeinde
Griesheim pro 1912 in der Zeit vom 17. bis einſchließlich 24.
Ja=
nuar I. Js. auf unſerem Geſchäftszimmer während der üblichen
Ge=
ſchäftsſtunden nochmals offen.
Einwendungen ſind innerhalb dieſer Friſt bei der unterzeichneten
Behörde vorzubringen.
(1897
Griesheim, am 15. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.
Jagd-Verpachtung.
Freitag, den 2. Februar, nachmittags 2 Uhr,
wird die Feldjagd der Gemarkung Hahn (1450 Morgen) auf weitere
6 Jahre auf dem Rathaus dahier verpachtet. Das Jagdgebiet grenzt
zum größten Teil an dasſelbe von Pfungſtadt an.
(1900
Hahn bei Pfungſtadt, den 15. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.
Konkurs- Ausfrerkauf
17½ Wilhelminenstrasse 17½
Schluss
Samstag, den 20. Januar, abends 7 Uhr.
Die Waren werden zu jedem annehmbaren
Preise abgegeben.
Darmstadt, 16. Januar 1912.
(1951md
Der Konkursverwalter:
Karl Dechert.
Dacharbeiten
(B1965
Tüchtige
werden prompt u. bill. ausgeführt
A. May. (*1278mf
Wiristeufe Grafenſtr. 37. Rundeturmſtr. 16.
für Lokalitäten in der Altſtadt
LäfeZierler
weste Lage
per sofort gesucht
J. Weber
Neue Niederstrasse 11
D9por Rpostorbrau
Teleton 837.
nurmit echten
WhleitmannsFarben
Handdruſch, abzug.
Schutzmarke: Fuchskopf im Stern.
Kornstroll, Mauerſtr. 20. (1853a
oouer Fe
D AR MST ADT
Marktplatz.
Telefon 1208.
Ludwigstrasse 1.
Mein
Sonder Verkauf m Wolsswaren
verbunden mit
Inventur-Ausverkauf
(1893
dauert noch bis einschl.
Samstag, den 20. Januar.
lle diejenigen, die noch
Forde=
rungen an die „
Milchver=
wertungs=Genoſſenſchaft der
Vereinigten Milchhändler” zu
machen haben, wollen dieſelben
BraunschweigerGemise-Konsenen
bei Meidung der
Nichtberückſichtig=
ung binnen 10 Tagen auf dem
Geſchäftszimmer der Genoſſenſchaft
Dieburgerſtr. 32, hier, glaubhaft
Schnittbohnen Erbsen in allen Siebungen Riesen-Spargel
machen.
(1860imd
Erbsen und Karotten
Brechbohnen
Stangen-Spargel
Darmſtadt, 15. Jan. 1912.
Wachsbohnen
Gemischte Gemüse
Bruchspargel mit Köpfen
Die Liquidatoren: J. V.: Maul.
Dicke Bohnen Echte Teltower Rübchen Spinat — Kohlrabi
Amzugshalber: Kl. Kaſſenſchrank,
1 gr. u. 1 kl. Eisſchrank, 2tür.,
½ und ½ Dosen. — Preisliste gerne zu Diensten. —
1 Kleiderſchrank, 1tür., 1 Waſch=
Strammste Dosenfüllung.
(1944
tiſch mit u. 1 ohne Marmor mit
Nachttiſch, 1 Diwan, 1 Chaiſe=
Bei Abnahme von
longue, verſtellb., pol., mod. Bett
12 Dosen, auch sort. 9 10 Rabatt. 2
mit Nachttiſch u. a. m. billig
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zugeben Grafenſtr. 4, part. (*1257
Prompter Versand nach allen Stadtteilen u. auswärts.
Parkettböden
werd. gereinigt Dieburgerſtr. 4. (70a
ebrauchter, gut erhalt.
Feder=
ſtoßkarren zu kaufen geſucht keriz kanddu
*1140id)
Schillerplatz 2.
Mathildenplatz 1
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Ziege zu kaufen geſ.
Off u. B 82 an die Exp. (*1209mf
Leichtes Pferd
Doppel=Pony, kräftig, 9jährig, Eeht Istitur von Card Eppett
wegen Aufgabe des Fuhrwerks,
Hoffmannſtraße 8, II.
preiswert zu verkaufen (*906som
Stenographie (Gabelsb. Geſamtk.) 6 Mk.
Pfungſtadt, Kaiſerſtr. 3.
Stenographie und Maſchinenſchreiben monatlich 12 Mk.
Maſchinenſchreiben allein monatlich 6 Mk.
En Pferd. Beigeraſſ, Nol=
Täglich Uebung für Fortgeſchrittene monatlich 4 Mk.
ſchimmel, Wallach, 4 jähr., preiswert
Sprachen und Muſik 1 Mk. pro Stunde.
z. verk. bei 6. Peth, Landw., Franken=
(1940a
hauſen, Poſt Nied.=Modau. (*737msm
(Rüden)
Foxterrier
Heutſcher Schäferhund 5 Mte. Edlen Schaferhund, 6 Mon.
alt, ſchwarz mit gelb. Abzeich., alt, f. Ausſtellungstier, ff. Stamm=zu verkaufen, 1¼ Jahr alt, ſehr
Stammb. Zuchtb. eingetr., zu ver=baum, gibt preiswert ab Gaſtwirt kräftig und ſchön gezeichnet
lauf. Forſtmeiſterſtr. 18. (*1235md Ludwig, Nied.=Modau, Heſſ. (1902*1134im) Sandbergſtr. 67, I.
SAUGGAS-WeroREN-ANLACEN
Diesel-Motoren
Präzisions-Motoren
für alle Betriebe und alle Brennstoffe
Lokomobilen
Lokomotiven
Leizte Auereichnungen: Grusel 1910: Grand Peh
Budapest 1911: Grosse goldene Staatsn edaille
Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
(vormals C. Schmitz).
Ueber 100000 P8 im Betrieb.
(V1964
Verkaufsbüro Frankfurt a. M.-Bockenheim 12, Moltke-Allee 72.
Kurſe vom 16. Januar 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Lf. Staatspapiere. 1 Pra.
4 Tſche. Reichsſchatzanw. 100, 10
3½ Deutſche Reichsanl.. 91,70
do.
82,30
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . . 91,80
82,40
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,50
do.
93,70
3½
do.
84,50
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .101,10
do.
90,25
½
do.
80,40
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,60
4 do. do. (unk. 1918) 100,90
do.
79,70
3½
do.
79,70
Sächſiſche Rente . . . 82,00
Württembergerv. 1907 101,50
do.
94,90
Bulgaren=Tabak=Anl.
Griechen v. 1887 . . 52,70
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 94,20
do. Goldrente . . 96,80
4 do. einheitl. Rente 91,00
3 Portug. unif. Serie I 65,6)
3 do. unif. Ser. III 68,00
do.
Spezial. 10,20
5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
do. v. 1890.
o. v. 1905. . 91,90
4 Ruſſen v. 1880. . . . 92,00
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,40
do. v. 1905 . . . . 100,40
91,40
3½ Schweden. .
Serbier amort. v. 1895 87,30
4 Türk. Admin. v. 1903 85,2)
do. unifiz. v. 1903 91,00
Ungar. Goldrente . . 92,50
do. Staatsrente . 90,70
Argentinier . . . . . . 101,80
89,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe .
5 Chineſ. Staatsanleihe 99,75
94,70
do.
4½,
95,40
4½ Japaner
Innere Mexikaner . . 97,8)
61,70
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 91,00
5 Gold=Mexikaner . . . 100,30
Aktien inländiſcher
Transvortanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
.144,60
3 Nordd. Lloyd . . . 105,25
6. Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 114,75
6 Baltimore & Ohio. . 104½
Gotthardbahn
In Prn
6½Oeſt.=Ungar. Staatsb. 154,25
Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 19½)
6 Pennſylvania R. R. 119,30
Induſtrie=Aktien.
9 Mainz. Aktienbrauerei 202,00
3 Werger=Brauerei . . . 75,00
25 Bad. Anil.=u. Sodafbr. 499,75
14 Fabrik Griesheim . . 258,00
27 Farbwerk Höchſt . . . 537,00
20 Verein chem. Fabriken
344,50
Mannheim .
.130,20
5 Lahmeyer .
.161,20
7 Schuckert
12 Siemens & Halske. . 242,00
30 Adlerfahrradw. Kleyer 459,75
12 Bochumer Bb. u. Guß 231,25
.208,75
17 Gelſenkirchen .
203,50
7 Harpener
15 Phönir, Bergb. u. Hüt=
. 258½
tenbetrieb .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 89,00
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,50
do.
92,20
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei. 96,50
5 Oeſterr. Staatsbahn. 104,30
96,10
do.
4
do. alte . 80,25
5 Oeſterr. Südbahn . . 9½,60
80,50)
do.
55,80
do,
3 Raab=Oedenburger. . 78,20
Ruſſ. Südweſt. . .
89,10
4 Kronpr. Rudolfbahn . 96,50
73.00
Livorneſer.
73,70
Miſſouri=Pacifie
Bagdadbahn Mk. 408 84,50
Anatoliſche Eiſenb.. . 98,20
5 Tehuantepec . . . . . 100,20
Bank=Aktien.
9 Berliner Handelsgeſ. 173,10
6½ Darmſtädter Bank. . 126,75
12½ Deutſche Bank . . . 367,00
6 Deutſche Vereinsb. 125,25
10 Diskonto=Geſellſchaft 192,25
8½ Dresdner Bank . . . 160,80
6½ Mitteldeut. Kreditbk. 122,00
7 Nationalbk. f. Deutſchl. 127,70
.130,50
6½ Pfälzer Bank.
139,20
6,45 Reichsbank
7 Rhein. Kredit=Bank. 135,50
7½Wiener Bank=Verein 137½
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,20
do. S. 19. . . . . 90,10
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 98,50
Hamb.=Hypoth.=Bank 100,00
89,75
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 100,70
90,30
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 100,20
do.
89,50
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99,50
do. (unk. 1914) 89,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
90,60
3½
Bt.
Städte=
Obligationen
„ 100,40
4 Darmſtadt
3½ do.
„ 100,80
4 Frausfu
96,10
3½ de.
4 Gieſen
99,70
90,20
3½
100,00
3½
90,00
4 25m
100,00
3½
90,00
4
-
-
3½
100,10
100,00
3½ da.
München
100,50
3½ Rauheim
90,00
Nürnberg
100,20
3½ do.
91,00
4 Offenbach
99,00
3½ de.
89,60
4 Wiesbaden
101.60
3½ de.
90,30
Worms.
-
3½ do.
4 Liſſaboner u. 1886. . 81,10
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 167,60
3½ Cöln=Mindner . 100 136,50
5 Donau=Reg. A. 100 —
3 Holl, Zomm. „ 100
Js Des,
3 Madrider Fs. 100 79,80
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . . . . . . 137,75
Oeſterr. 1860er Loſe
3 Oldenburger
.127,00
2½ Raab=Grazer ſi. 150 115,10
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26
Sie ſtand auf und ging, eine leichte Operettenmelodie
trällernd, im Zimmer umher, während Yvonne das
Kaffee=
geſchirr zuſammennahm. Plötzlich ſchlug ſie ſich vor die
Stirn und blieb ſtehen.
Heiliger Bimbam, mama mia, Du — unſere Partie
muß doch ins Waſſer fallen. Lothar hat ja Sonntag
Ge=
burtstag und der ſelige Papa auch — und im vorigen
Jahre hatten wir es auch ſchon vergeſſen. Herrgott, wie
würde ihn das kränken! Schließlich müſſen wir ihn uns
doch bei guter Laune erhalten, den geliebten Bruder! Doch
zu dumm — wie drehe ich es nur an — dann müſſen
Bethmanns eben die Tour bis Montag aufſchieben. Ich
werd’ gleich mal hingehen! ’s wird ſich ſchon machen
laſſen, denn Herr von Marſchall paßte es Sonntag gar
nicht beſonders.
Ein Glück, daß Dir das noch eingefallen iſt, Konny!
Nun haben wir noch gar kein Geſchenk.
Das iſt das wenigſte, da findet ſich ſchon was. Eine
Doſe Kaviar, Bücher oder ſonſt dergleichen, und ſie
ſummte vergnügt vor ſich hin.
Wie alt wird Lothar eigentlich?
Warte einen Augenblick — mal rechnen! 36 Jahre!
Alter Knabe. Er wird auch ſchon bedenklich grau.
Yvonne war innerlich empört über dieſe Art und
Seiſ, in der übr Leihenr geſrochen wnde 6t, der
ſich für Mutter und Schweſter ſo quälte, von dem alles
kam, was ſie hier genoſſen.
Das Stubenmädchen meldete: Der gnädige Herr iſt
am Telephon. Er wünſcht eine der Damen zu ſprechen.
Konſtanze eilte hinaus und kam nach wenigen
Minu=
ten lachend wieder.
Es ſtimmt, Mama, morgen um zehn Uhr ſchon ſollen
wir antreten. Mademoiſelle ebenfalls. Hören Sie? Das
Kalb wird auch ſchon geſchlachtet, uns würdig zu
be=
wirten.
Da ſpotte nicht, Konny. Mamſell Rika kocht wirklich
vorzüglich; ſie iſt eine Perle!
Was wirds geben? Schleie mit Butter, gebratene
Enten, dann Schlagſahnenpfirſiche — das iſt doch das
Uebliche — und Kuchen bis zur Bewußtloſigkeit. Wenn
er doch einige nette Bekannte einladen wollte. Es kommt
aber niemand, ich habe ihn extra gefragt. So, wir zu
viert, das kann ja luſtig werden. Mademoiſelle, Sie
hel=
fen mir wohl ein wenig bei der Toilette, ich muß fort.
Der Sonntag war angebrochen, ein ſtrahlend ſchöner,
warmer Spätſommertag.
Yvonne war fröhlich wie lange nicht; ſie freute ſich,
daß ſie einmal etwas anderes hatte. Bis jetzt war ſie
je=
den Sonntag dazu bereit geweſen, zu Hauſe zu bleiben.
Mit vollem Behagen genoß ſie die Fahrt, während
Mutter und Tochter gelangweilt in Polſtern zurückgelehnt
lagen, der Schönheit dieſes Morgens nicht achtend.
e
Minuten ſind wir da.
Der Hausherr empfing ſeine Gäſte ſchon draußen im
Hof; er öffnete den Wagenſchlag und war ihnen beim
Ausſteigen behilflich.
Liebenswürdig gratulierte man ihm, und ſchelmiſch
hielt ihm Konſtanze ein Paketchen unter die Naſe. Da,
die ſelbſtgeſtickten Morgenſchuhe und dito Hoſenträger!
lachte ſie.
Schüchtern bracht ihm Yvonne ebenfalls ihre
Glück=
wünſche dar. Er drückte ihr aufmunternd die Hand. Ich
freue mich, daß Sie mitgekommen ſind, kleines Fräulein.
Knixend begrüßte Mamſell Rika die gnädigen
Herr=
ſchaften. Mit ſtolzem Kopfneigen, ſehr von oben herab,
dankte Frau Agathe, in ihrem ſchwarzen Taftkleide an
ihr vorbeirauſchend. Yvonne war ihr beim Ablegen des
hellen „eleganten Wagenmantels behilflich, und Lothar!
führte ſeine Gäſte dann über die Diele ins Eßzimmer.
So, jetzt wollen wir frühſtücken; die Fahrt wird Euck!
hungrig gemacht haben!
In dem großen, nicht hohen Raume ſtanden die Fen=,
ſter weit offen, und die goldene Sonntagsſonne,
ge=
dämpft durch das noch dichte Laub hoher Lindenbäume
ſtrömte herein.
Yvonne lehnte ſich weit aus einem Fenſter und
ge=
noß mit Entzücken die Ausſicht auf einen großen Garten,
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Der ſchöne Garten! rief ſie. Er erinnerte ſie ſehr an
den Burgauer Garten, in dem ſie ſo gerne geweilt.
Sie können ihn nachher nach Herzensluſt
durchſtrei=
fen und ſo viel Blumen pflücken, wie Sie nur mögen,
ſagte Lothar, der ihre Freude ſah. Jetzt kommen Sie
her und ſtärken ſich.
Biſt Du gar nicht neugierig, Lothar, was in dem
Paketchen iſt? Viel iſt es nicht. Was ſollen wir Dir
mitbringen, Du haſt ja ſo wenig Wünſche. — So hier,
der Kaviar iſt von Mama und die Decke habe ich Dir
geſtickt für das kleine Tiſchchen in Deinem
Arbeits=
zimmer.
Wirklich, Konny? Haſt Du Dir wirklich die Mühe
gemacht? fragte er mit aufrichtiger Freude.
Ja, und gern! Wenn es Dir nur gefällt! Und offen
blickte ſie zu dem Bruder auf.
Yvonne mußte für Konſtanze die Augen
niederſchla=
gen. Wie konnte ſie ſo dreiſt lügen! Schämte ſie ſich
vor ihr, der Geſellſchafterin, nicht?
Nach dem Frühſtück, das eine Taſſe guter Fleiſchbrühe
und ein leichtes Ragout gebracht, wollte Lothar die
Da=
men herumführen.
Du biſt lange nicht hier geweſen, verehrte Mama,
ſeit Pfingſten nicht, und haſt den neuen Kuhſtall noch
gar nicht fertig geſehen.
Frau Agathe unterdrückte ein mokantes Lächeln. Was
ſollte ſie im Kuhſtall?
Lieber Lothar! ſagte ſie und legte ihm die gepflegte
Hand, die mit Ringen förmlich überladen war, auf die
Schulter. Lieber Lothar, daß Dein Steinhagen eine
Mu=
ſterwirtſchaft iſt, iſt bekannt, und niemand freut ſich wohl
mhr dander als ich, daß Du meines mergeſüchen,
teuren Mannes Wünſchen ſo gerecht geworden biſt. Doch
bitte, erlaſſe mir heute den neuen Kuhſtall. Ich bin gar
nicht wohl und muß Dir geſtehen, ich fühle meine
Mi=
gräne nahen. Deshalb ſei mir nicht böſe, wenn ich mich
auf ein Stündchen zurückziehe; dann bin ich zu Mittag
wieder friſch, und wir können einen recht vergnügten
Nachmittag feiern. Liebe Konny, Du biſt mir wohl
be=
hilflich. Nein, nein, Mademoiſelle, bleiben Sie nur,
wehrte ſie Yvonne, die dienſteifrig zu ihr trat. Meine
Tochter kennt doch dieſen Zuſtand am beſten bei mir.
Sehen Sie ſich einſtweilen ein wenig in Steinhagen um;
für Sie iſt das ohne Zweifel ſehr neu und intereſſant.
Sie winkte noch einmal an der Tür mit der weißen
Hand. Adieu, adieu! und ſtützte ſich auf Konſtanzes Arm.
Auf Wiederſehen nachher!
Lothars Geſicht hatte ſich verfinſtert. Er kannte ſeine
Stiefmutter zu genau, um nicht zu wiſſen, daß ſie eine
ganz erbärmliche Komödie mit ihm ſpiele. Gleichviel, er
wollte ſich den Tag dadurch nicht verderben laſſen. Und
wenn ſie heut’ gar nicht wieder zum Vorſchein kommen
und die Zeit oben verſchlafen würde, wie öfters ſchon,
ihn ſollte es wenig kümmern; dann brauchte auch er keine
Komödie zu ſpielen vor der Frau, die ihm ſo wenig
ſym=
pathiſch war. Die Hauptſache war ihm, daß er Yvonne
hier hatte, das kleine, ſüße Mädchen mit der lieblichen
Stimme, die ihn an Schwalbengezwitſcher gemahnte.
Heute wollte er ſie kennen lernen, ſie, die ihm in den
kurzen Minuten einen ſo tiefen Eindruck gemacht, daß er
geſtern ihr holdes Bild nicht hatte aus der Erinnerung
bringen können. Deshalb hatte er ja auch darauf
beſtan=
den, daß Mutter und Schweſter den heutigen Tag bei
ihm verbrachten.
Eie eine ſchlatg ſenderige, widerſane ume
ſtand das Mädchen vor ihm, und er konnte ſich kaum ſatt
ſehen an ihr.
Sie wurde ein wenig rot, als ſie ſeinen Blick ſo
for=
ſchend auf ſich gerichtet ſah; ein ſcheues Lächeln huſchte
um ihren Mund, und ſie ſenkte die langen, ſeidenen
Wim=
pern, die wie Schatten auf den Wangen lagen.
Mignon! dachte er. So ſtellte er ſich jenes holde,
ge=
heimnisvolle Geſchöpf vor, das eine der rührendſten
Ge=
ſtalten aller Dichtungen war.
Kommen Sie, Fräulein Legene, ich will Ihnen mein
Steinhagen zeigen, wenn Sie Intereſſe dafür haben.
Oh, ſo viel! Ich freue mich darauf! ſagte ſie lebhaft.
An der kindlichen, wißbegierigen Freude, mit der ſie
alles betrachtete und ihn fragte, ſah er, daß ſie nicht log.
Zuerſt zeigte er ihr die Einrichtung des Hauſes, das nicht
beſonders groß und elegant, doch ſehr praktiſch und
be=
haglich war.
An der einen Seite, nach dem Garten, lagen die
ſo=
genannten Geſellſchaftsräume, neben dem Eßſaal ein
großer Salon mit echten Empiremöbeln, die
Konſtanze=
langſt gern in das Stadthaus mitgenommen hätte, wie
er erzählte; aber weder durch Bitten und Schmeicheln
noch durch Trotzen habe ſie ſeine Zuſtimmung dazu
er=
reicht.
Dann kam die Diele, die mit bequemen Korb= und
Ledermöbeln ausgeſtattet war; die eine Ecke war zu einer
Spielecke beſtimmt.
Viele Hirſchgeweihe zierten die Wände. Ueber dem
Kamin prangte als größte Jagdtrophäe der Kopf eines
Bären, den Lothar einſt in den Karpathen geſchoſſen hatte.
(Fortſetzung folgt.)
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Unterſeeboots=Kataſtrophen im Kieler
Hafen.
Von Ph. Brüchmann=Darmſtadt.
Erſt durch den Untergang des „U. 3" am 17. Januar
t. J. iſt die Aufmerkſamkeit der Allgemeinheit auf die
Un=
tarſeeboots=Flotille gelenkt worden, deren Exiſtenz vordem
fnum bekannt war.
Das deutſche Reich hat mit dem Bau von
Unterſee=
twoten verhältnismäßig ſpät begonnen. Während fremde
Marinen bereits über eine Anzahl ſolcher Fahrzeuge
ver=
ſtigten, hat die deutſche Marineverwaltung die erſten
Ver=
ſtiche zu Beginn des Jahres 1906 unternommen. Trotz
fieſer ſpäten Entſchließung kann man nicht ſagen, daß
an=
dere Staaten in dieſer wichtigen ſeetaktiſchen Frage
Deutſch=
leind vorangegangen ſeien. Während Frankreich 1888,
Groß=
britannien um 1900 mit den erſten Unterſeeboots=Verſuchen
negannen, fand in Deutſchland bereits im Jahre 1851 ein
Sxperiment mit einem ſolchen Fahrzeug ſtatt, welches,
ob=
wohl es weder Periſkope noch einen Elektromotor beſaß,
uls ein Vorgänger des modernen Unterſeebootes
anzu=
gehen iſt.
Von dieſem Fahrzeug und ſeinem Erfinder ſollen die
tolgenden Zeilen im beſonderen handeln. Merkwürdig iſt,
vaß der letztere nicht etwa ein Seemann oder Marine=
Tech=
niker, ſondern ein Unteroffizier der Armee war. Einer
der beſten Kenner des Unterſeebootsweſens, der britiſche
Marine=Schriftſteller Burgoyne, ſagt in ſeinem Werk über
die unterſeeiſche Schiffahrt von ihm, daß Deutſchland ſtolz
ein könne, einen Mann hervorgebracht zu haben, der zur
Löſung des Problems der unterſeeiſchen Schiffahrt mehr
beigetragen habe, als irgend ein anderer Erfinder.
Wilhelm Bauer, Drechſler von Beruf, war 1822 zu Dil=
Lingen in Bayern geboren. Im Jahr 1848 finden wir ihn,
Da der deutſche Bund mit Dänemark im Krieg lag, als
Un=
veroffizier bei der bayriſchen Artillerie in Holſtein. Die
Wehrloſigkeit Deutſchlands zur See veranlaßte Bauer,
Der eine hohe techniſche Begabung hatte, einen Brandtaucher
zu bauen, mit dem er die däniſchen Kriegsſchiffe zu
ver=
nichten gedachte. Die Mittel dazu wurden durch freiwillige
Sammlungen aufgebracht, die allerdings kaum ausreichten,
den Bau in ſeinen beſcheidenſten Grenzen auszuführen.
EEs konnte deshalb nur ein Werk der Not ſein — und das
war die Urſache ſeines Mißerfolges — welches am 1.
Februar 1851 im Kieler Hafen zur Fahrt gerüſtet wurde.
Der Erfinder und zwei ihm treu ergebene Matroſen
ver=
trauten ſich dem Fahrzeug an, das morgens um 9 Uhr in
Anweſenheit einer zahlreichen Menge in die Fluten
tauchte.
Nachdem einige Manöver ausgeführt waren, ſollte
tiefer getaucht werden. Zu dieſem Zweck wurde das
Ven=
til nach dem Kielraum geöffnet und das Waſſer drang ein.
Das Fahrzeug ſinkt mehr und mehr — da ſenkt ſich
plötz=
lich das Hinterteil, das Waſſer ſchießt im Kielraum der
Rich=
tung nach, ein unheimliches Rauſchen beginnt, der
Eiſen=
ballaſt ſetzt ſich in Bewegung und rutſcht der Tiefe nach.
Das Boot ſinkt faſt ſenkrecht auf den Grund, wo es der
Länge nach liegen bleibt. Der Druck des Waſſers biegt die
Wände nach innen, die gußeiſernen Treträder werden
zer=
ſtört, Manometer und Pumpen zerſprengt und durch die
Lecke dringt das Waſſer ein.
Die Inſaſſen haben die Hoffnung nicht verloren, ſie
wollen das Waſſer auspumpen, um wieder aufſteigen zu
können. Als ſie gewahr werden, daß die Pumpen zerſtört
ſind, da reichen ſich die Männer, den ſicheren Tod vor Augen
ſehend, die Hände, und bieten einander das letzte Lebewohl.
Doch Bauer hat ſchon wieder ſeine Kaltblütigkeit
er=
halten. Wenn die Wand oben hält, ſagt er, ſo öffnet ſich
ein Rettungsweg für uns durch die Luke. Jetzt iſt es
zwar keiner Menſchenkraft möglich, die Klappe zu öffnen,
weil das Waſſer mit einem ungeheuren Druck darauf laſtet.
Aber die Naturkraft hilft uns dieſe Laſt zu heben, ſo bald
die Luft im Schiff ſo zuſammengepreßt iſt, daß ſie einen
gleichſtarken Gegendruck erzeugt. Ich will das Ventil
öff=
nen, damit das Waſſer ſchneller zu unſerer Hilfe eindringe.
Aber die Worte Bauers ſind vergeblich. Die Matroſen
können ein ſolch phyſikaliſches Geſetz nicht verſtehen. Sie
wollen von dem Oeffnen des Ventils nichts wiſſen und
er=
ſchöpfen ihre Kräfte mit nutzloſen Pumpverſuchen. Bauer
will ihnen das Zweckloſe ihres Tuns klarmachen, doch ſie
achten nicht auf ſeine Worte. Das Geſpenſt der
Uneinig=
keit iſt unter die Männer getreten, es entſteht ein Streit;
der Eine, ſchon längſt nicht mehr bei Sinnen, zieht ſein
Meſſer und tritt auf Bauer zu mit den Worten: Ich ſterbe
nicht allein, auch der fällt, der mich hierher geführt hat! Der
Angegriffene verliert nicht einen Augenblick ſeine
Geiſtes=
gegenwart. Er greift nach einer völlig durchnäßten Piſtole,
hält die unbrauchbare Waffe dem Verwirrten vor die Bruſt
und ruft: Zurück! oder Du biſt der erſte, der in der Tiefe der
See erſchoſſen wird! Die Drohung wirkt, der Matroſe läßt das
Meſſer fallen und tritt zurück.
Es ſind jetzt zwei Stunden vergangen, es iſt 11 Uhr.
Bauer hat den Bitten ſeiner Gefährden, das Waſſer nicht
durch das Ventil einzulaſſen, nachgegeben. Die Männer
ſtehen bis an die Bruſt im eiskalten Waſſer, das durch
die Lecke eindringt und höher und höher ſteigt. Bauer zeigt
eine bewundernswürdige Ruhe und ſucht durch
ermutigen=
den Zuſpruch auf den Geiſt der Verwirrten einzuwirken.
Dies gelingt ihm endlich auch ſo weit, daß das Vertrauen
zu ihm wieder zurückkehrt.
Oben auf dem Waſſer befinden ſich viele Fahrzeuge,
deren Inſaſſen nutzloſe Verſuche machen, den
Einge=
ſchloſſenen zu Hilfe zu kommen. Anker und Ankerketten
werden hinabgelaſſen, ohne daß damit irgend etwas
er=
reicht wird.
Es ſind wieder drei Stunden vergangen. Die Luft im
Brandtaucher iſt ſo komprimiert und verdorben, daß ſie
das Atmen erſchwert. Die Männer ſind auf das Räderwerk
geſtiegen. Das Waſſer ſteht bereits ſo hoch, daß nur noch
einige Minuten Zeit ſind zur Wahl zwiſchen Erſticken oder
Ertrinken.
Sie haben ſich wie zum Sprung unter der Luke
auf=
geſtellt. Da ruft Bauer dem Stärkſten zu: „Jetzt iſt’s
Zeit, öffne die Luke!” Der Matroſe hebt, die Klappe gibt
nach, doch erſchreckt von dem hereinſtürzenden Waſſer läßt
er ſie wieder fallen. Bauer weiß nun, daß die Rettung
ſicher iſt. Er wartet noch kurze Zeit, dann ertönt ſein
Kommando: „Fertig!”, die Klappe fliegt auf; die Luft,
vom einſtürzenden Waſſer jetzt mit ungeheuerer Gewalt
aus dem Fahrzeug getrieben, ergreift die drei Männer
und reißt ſie empor.
In den auf der Waſſerfläche ſchwimmenden Booten
will man eben für die Verunglückten, die man bereits
für tot hält, ein Gebet ſprechen — da ſprudelt das Waſſer,
und die Toten ſtehen auf. Zuerſt erſcheinen die Matroſen,
dann der Erfinder. Unermeßlicher Jubel begrüßt die
Geretteten. Um den Brandtaucher kümmerte man ſich
nicht weiter und ließ ihn auf dem Grunde liegen.
Bauer wurde nach einiger Zeit als Ingenieur in die
ruſſiſche Marine berufen, um dort einen Brandtaucher
nach ſeinem Syſtem zu erbauen. Mit einem ſolchen führte
er über 100 gelungene Unterwaſſerfahrten im Hafen von
Kronſtadt aus; ein Beweis für die Leiſtungsfähigkeit
ſei=
ner Erfindung. Doch die im Zarenreich unausbleiblichen
Intrigen veranlaßten ihn bald, dieſem Lande den Rücken
zu wenden und wieder nach Deutſchland zurückzukehren.
Hier machte er eine Reihe genialer Erfindungen, die
leider nicht entſprechend gewürdigt wurden. Er ſtarb, in
Armut, zu München im Jahre 1875.
Zwölf Jahre ſpäter, 1887, wurde von Tauchern der
„Teufel der See” wie der Brandtaucher im Jahre 1851
genannt worden war, nachdem er 36 Jahre im Waſſer
gelegen, wieder aufgefunden und durch den Schwimm=
Kran der Kaiſerlichen Werft gehoben. Heute ſteht dieſes
erſte deutſche Unterſeeboot im Hofe des Muſeums für
Meereskunde zu Berlin. Es iſt verhältnismäßig gut
er=
halten, und ein Blick in das Innere zeigt die einfache
Maſchinerie des Antriebswerkes für den
Schraubenpro=
peller, die durch ein Tretwerk in Bewegung geſetzt ward.
Nahezu 60 Jahre waren am 17. Januar 1911 ſeit der
beſprochenen Kataſtrophe vergangen, als wiederum ein
deutſches Unterſeeboot im Kieler Hafen ſank. Die dabei
ſich abſpielenden Vorgänge ſind noch in friſcher
Erinner=
ung. Der Kommandant und zwei Gefährten fanden bei
dem Verſuch zur Rettung ihrer Kameraden den Tod, die
Mannſchaft wurde mit genauer Not gerettet.
Der Dienſt im Unterſeeboot iſt ein äußerſt
aufregen=
der und gefährlicher. Zu ſeiner Ausführung ſind eiſerne
Nerven und Todesverachtung unbedingtes Erfordernis.
Wilhelm Bauer und Kapitänleutnant Fiſcher mit all
ſeinen Untergebenen ſind dieſer Anforderung
gerecht=
geworden.
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Mittwoch, den 17. Januar, abends 8½ Uhr
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Redner: Herr Rechtsanwalt Dr. Hein-Worms:
Unsere Stellungnahme zurStichwahl.
Alle Zentrumswähler und Gesinnungsgenossen sind hierzu
eingeladen.
Der Vorstand.
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Pankratiusſtr. 2½, bei Weiß.
Urrsgewerbeverein Darmstaat.
Samstag, den 20. Januar 1912, abends 8½ Uhr,
im „Kaiſerſaal” (Grafenſtraße):
deseilger-Abend.
a) Kurzer Vortrag des Herrn Dr. H. Kienzle,
Kuſtos am Großh. Landesmuſeum, über die
Neueinrichtung des Gewerbemuſeums.
Im Anſchluß hieran:
Sonntag, den 21. Januar 1912, vormittags 10½ Uhr
Beſichtigung des Gewerbemuſeums
unter Führung des Herrn Kuſtos Dr. Kienzle.
b) Muſikaliſche, geſangliche, humoriſtiſche
Dar=
bietungen und Tanz.
Um zahlreiche Beteiligung unſerer Mitglieder und ihrer
Familienangehörigen wird gebeten. Gäſte ſind herzlich wilkommen
und ſind Karten für dieſelben bei Herrn Sattlermeiſter Wallauer,
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Rheinſtraße 47, erhältlich.
Der Vorſtand.
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Mittwoch, den 17. Januar 1912, abends-8½ Uhr,
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an der Abendkasse.
Damensind willkommen.
Reſtauration zum Münchner Kindl.
Mittwoch, den 17. Jan.
Metzelſuppe
Sn
wozu höflichſt einladet
Karl Hubert, Metzger und Wirt.
Nama-Aoter
empfiehlt seine Säle zu Hochzeiten,
Tanz-
stundsbällen, Konzerten u. Festlichkeiten.
Vorſicht
beim Einkauf von Beleuchtungskörpern!
Da in letzter Zeit dem Publikum wiederum durch Hauſierer
und ähnliche Verkäufer Gasbeleuchtungsartikel, ſowie Erſatzteile,
beſtehend in Glühkörpern, Gaszylindern, Selbſtzünder und ſogenannte
Gasſparer angeboten werden und dieſe Gegenſtände teils ganz
geringwertiges Material darſtellen, welches den Gaskonſumenten unter
Allen möglichen Verſprechungen aufgeredet wird und niemals das
norerwähnte Verſprechen zu erfüllen imſtande iſt, ſo machen wir das
Bublikum darauf aufmerkſam, ihren Bedarf an Erſatzteilen der
Gas=
beleuchtung bei denjenigen Inſtallationsfirmen zu decken, die ihnen
tie nötige Gewähr für Lieferung nur guter Waren bieten.
Gleichzeitig wurde in letzter Zeit die Wahrnehmung gemacht,
maß die Beleuchtungskörper bei Gasbeleuchtungen in vielen Fällen
flicht in dem Zuſtande ſich befinden, den man bei einer tadelloſen
Beleuchtung vorausſetzen ſollte, und dürfte letzteres auf eine allzu
große Sparſamkeit der Gaskonſumenten zurückzuführen ſein, welche
ihre Beleuchtungskörper wohl ab und zu mit einem neuen
Glüh=
hörper verſehen, jedoch eine ſachgemäße Reinigung der
Glühlicht=
hrenner, ſowie das Regulieren und Juſtieren derſelben durch einen
arfahrenen Inſtallateur für überflüſſig erachten. Um der
Gas=
weleuchtung, welche ſich in allen Bevölkerungskreiſen der größten
Beliebtheit erfreut, eine weitere Einführung zu ermöglichen, möchten
wir verehrliche Konſumenten auf Vorſtehendes hinweiſen, mit der
Bitte, künftighin mehr Wert auf die Inſtandſetzung der Beleuchtungse
Vörper zu legen, da dieſe wenigen Ausgaben ſich reichlich durch beſſer=
AAusnutzung des Gaſes decken und einen geringeren Gasverbrauch
gewährleiſten.
Der Vorſtand
der freien Vereinigung der Spenglermeiſter
und Inſtallateure.
Kaufmänn. Verein weibl. Angeſtellter.
Die Hauptverſammlung
findet
Donnerstag, den 18. Januar, abends 8 Uhr,
Karlſtraße 43, im Hauſe von Frau Walz (Hoffälchen) ſtatt und
es werden unſere geehrten Mitglieder mit der Bitte um vollzähliges
Erſcheinen hierzu ergebenſt eingeladen.
(1530fm
Tagesordnung: Bericht des Vorſtandes. Rechnungsablage.
Antrag des Vorſtandes auf Auflöſung des
Vereins.
Der Vorstand.
Kaufmahnischer Vorei Darmstaut
(E. v.)
Freitag, 19. Januar ds. Js., abends 8¼ Uhr,
findet im
(1922
Kaisersaal, Grafenstr., der
Vortrag
von Ernst Freiherrn von Wolzogen
Kstatt und werden die Karten hierzu gegen Vorzeigung
der Mitgliedkarte ausgegeben bei den Herren: Theodor
& Meyer, Mathildenplatz, Richard Jung, Schulstrasse, M
D. Numrich, Mühlstr. 76, W. Pfeil,
Elisabethen-
strasse 5.
Der Vorstand.
Dt. Min esſtatten uns deshalb, die der vorgenannten Vereinigung
Mitglieder zu veröffentlichen und bitten ſich derſelbenSchatzengesenschatt „Weidmannshen stadt.
Aelt. Pe
e bedienen zu wollen.
(134 Vereinslokal Rest. „Martinsglöckchen‟, Riegerplatz.
3 Stunden
Ramſtädter, Karlſtr. 39
MeinFsrau geer. Brandgaſſe 2
Adam Beuher Karlſtr. 51
Heinrich Brunner, Eliſabethenſtr. 33
Marl Darmstädter, Sandbergſtr. 66
Mheodor Dilling, Kaſinoſtr. 27
Wilhelm Bberhardt, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße
Theodor Fay, Kranichſteinerſtraße
Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
Karl Hofmann, Wienersſtr. 44.
Kurt Hisserich, Bleichſtr. 28.
Adolf Kling. Grafenſtr. 10
Klink & Rettberg. Ludwigsplatz
Wilhelm Krätzinger, Ludwigſtraße
Ernst Lorey, Karlſtr. 56.
Georg Momberger, Schützenſtr. 4
Friedrich Neumeyer, Gr. Ochſengaſſe
Jakob Nohl, Martinſtr. 24
Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15
Georg Bühl, Saalbauſtr. 24
Philipp Schäfer, Landwehrſtraße
Franz Schulz, Karlſtr. 104½
Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36
Heinrich Waldschmidt,
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höhſtraße 21
Otto Wamboldt, Herdweg 2
J. Wasser, Alexanderſtr. 7
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Dus Recht der Jugend.
Was dieſen Film beſonders auszeichnet, iſt die ſpannende
und das Intereſſe bis zum Höchſten ſteigernde Handlung,
welche durch die däniſchen Schauſpieler ſo natürlich und
lebenswarm dargeſtellt wird.
Kunſtfilm! Schlager erſten Ranges! Kunſtfilm!
Spannend. Senſationsſilm. 1 Spannend.
Handlungen aus den fernen afrikaniſchen Urwäldern.
keine Zuitation.
Keine Zmitation.
Olter ueh Rläden der Lowen.
Dieſer Film führt uns in die fernen, menſchenleeren
Gegen=
den des tropiſchen Afrikas, wo der majeſtätiſche König der
Tiere auf Beute ausgeht, wo Leoparden und Panther
umherſtreifen und der heiſere Schrei des Schakals die
Einſamkeit durchtönt. Hier iſt es, wo die Tierfänger ihre
Ware für Menagerien, Zirkuſſe, zoologiſche Gärten u. dergl.
herbeziehen. In gewaltigen Szenen ſchildert der Film die
Ge=
fahren, denen dieſe unerſchrockenen Leute zu widerſtehen haben.
Aeußerſt feſſelnd von Anfang bis zu Ende.
Schlager!
Spannend.
Amor I Pahrstan
Spannend.
Me
zu dem am Mittwoch, den
17. Januar, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. Feſtmarſch aus dem Es-dur-
Konzert von L. van Beethoven.
2. Ouverture zur Oper Dichter
und Bauer”v. Suppé. 3. a), Lamour
qui rit‟, Einlage a. der Operette
„Hoheit amüſiert ſich” von
Chri=
ſtiné; b) „Liebestanz” aus der
Operette „Madame Sherry” von
Hoſchna. 4. „Gri=Gri”=Walzer aus
der gleichnamigen Operette von
Lincke. 5. Potpourri aus der
Operette „Der Graf von Luxem=
Dieſer Film zeigt uns zwei junge Leutchen, die durch
Brandunglück den Weg zum Herzen finden.
Es iſt alles bereit. Aeußerſt guter Humor.
Das begehrte Mittagsmahl. Humoriſtiſch.
Gebrüder Rell. Reiſejongleure, Variétéakt.
Bei den Muruts. Wilde Völkerſchaften im nördlichen
Borneo. Deren Sitten und Gebräuche. Naturaufnahme.
Einlage.
Ab Samstag:
Ein hervorragender Schlager, übertrifft alles.
Betitelt:
*1304)
3 Akte. Der Fehltritt. 3 Akte.
Szene aus dem Leben eines Geächteten.
Dram.
Vorführung 1 Stunde.
Vorführung 1 Stunde.
Verlängertes Gastspiel
bis inkl. 31. Januar!
Urpheum
389
oſs, hat burmtalt ne gelachtlſe
J0 BsLustige Bühneg
Hente TMlittwoch, 17. Jan.
u. Donnerstag, 18. Jan.
Letzte 2 Aufführungen (1984
„Verbrave Hermann.
Freitag, 19. Januar
Premiere:
„Meine — Deine‟
Preie u benrktat ui bekemnt.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 17. Jan.
93. Abonnem.=Vorſtell. D 23.
Charley’s Tante.
Schwank in 3 Akten von Brandon
Thomas.
Spielleitung: Regiſſeur Hacker
Perſonen:
Colonel Sir
Fran=
zis Chesney,
Ba=
ronet, früher in
indiſch. Dienſten Hr. Heinz
Stephen
Spitti=
gue, Advokat in
Orford .
. Hr. Peterſen
Jack Chesney, i Hr. Schneider
Charl. Whyke=G
ham,
Lord Fancourt
Braſſet, Faktotum
im Kollege
. Hr. Knispel
Donna Luzia
d’Al=
vadorez, Charleys
Tante
.. Frl. Heumann
Anny, Spittigues
1 Nichte
. Frl. Uttmann
Kitty Verdun,
Spittigues Münd. Frl. Gothe
Ella Delahay, e.
Waiſe
. Frl. Meißner
Hierauf
Der verbotene Cancan.
Ballett in 1 Akt v. Helene Thiele.
Leonhardt. Muſik von
verſchie=
denen Komponiſten.
Muſikal. Leit.: Chordir. Heinz.
Spielleit.: Fr. Hofballettmeiſterit
Thiele=Leonhardt.
Perſonen:
Der Richter . . Hr. Kräger
Zwei Schreiber!: Hr. Hinkel
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Ein Tanzmeiſter . Hr. Dobski
Zwei Gendar= 1 Hr. Fleiſchmann
men 1 Hr. Jachtmann
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. Hr. Aspel
Drei Kellner . Hr. Salomon
. Frl. Guerdan
Vorkommende Tänze:
Nr. 1. Spaniſch, getanzt von Frl.
Huber und Frl. Croneberg.
Nr. 2. Grotesk=Walzer, getanzt von
8 Damen des Corps de Ballet.
Nr. 3. Engliſche Polka, getanzt von
den Damen Pfau, Martin,
Har=
reus und Röder.
Nr. 4. Kaiſer=Gavotte, getanzt von
Frl. Croneberg u. Hrn.
Jung=
mann.
Nr. 5. Apachen=Tanz (Muſik von
Siegfried May), ausgeführt v.
Frl. Huber und Hrn. Jürgas.
Nr. 6. Cancan, getanzt von Frl.
Huber, Frl. Croneberg und dem
geſamten Perſonal.
Ort der Handl.: Ein Vorort bei
Paris. 1. Szene: Im Ballſaal.
2. Szene: Im Gerichtszimmer.
Nach dem 1. u. 3. Akte v. „Charley’s
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Reihe) 2 Mk., (7. und 8. Reihe)
1.60 Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe)
3.50 Mk., (14. bis 20. Reihe 3. Mk.,
Parterre (1. bis 5. Reihe) 2.20 Mk.,
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Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 9. bis 15. Januar 1912.
Die feſte Grundſtimmung am Getreidemarkt hat
auch in der abgelaufenen Berichtswoche angehalten.
Ar=
gentinien meldet zwar zuletzt beſſeres Wetter, aber die
Schätzungen des Exportüberſchuſſes lauten eher noch
niedriger als bisher, und der Ausſtand der
Eiſenbahn=
arbeiter veranlaßt die Exporteure zur Zurückhaltung.
Die zweithändigen Offerten waren etwas
entgegenkom=
mender, auch Manitobaweizen ſtellte ſich etwas billiger.
Andererſeits blieb die lebhafte Nachfrage nach
Kleber=
weizen beſtehen, und auch für das knappe
Inlandsange=
bot zeigte ſich ſowohl bei Mühlen als auch zum Export
gute Verwendung. Die Lieferungspreiſe zeigen
unge=
fähr den gleichen Stand wie vor acht Tagen. Auch für
Roggen zeigten ſich Abgeber für Lieferung angeſichts
der Knappheit des inländiſchen Angebots und der
wie=
der mehr hervortretenden Exportnachfrage ziemlich
reſer=
viert. Auch das anhaltend kalte Wetter übte einen
befe=
ſtigenden Einfluß auf die Stimmung aus, ſodaß
Mai=
lieferung ihren Stand zeitweiſe um 1¼ Mark zu
ver=
beſſern vermochte. In den letzten Tagen reduzierte ſich
der Gewinn auf ¾ Mark, während Juli ¼ Mark
nied=
riger als vor acht Tagen ſchließt. Hafer hat bei
knav=
pem Angebot und reger Nachfrage weiter im Preiſe
an=
gezogen. Auch Rußland hat ſeine Forderungen weiter
erhöht, während Argentinien ungefähr zu letzten
Prei=
ſen im Markte war. Braugerſte hatte ruhiges Geſchäft,
doch machte ſich für feine Qualitäten hier und dort
wie=
der mehr Intereſſe bemerkbar. Eine weitere
Aufwärts=
bewegung iſt für Futtergerſte eingetreten. Infolge der
kalten Witterung hat die Nachfrage eher noch
zugenom=
men, während Rußland ſchwache Zufuhr meldet. Durch
die Feſtigkeit dieſes Artikels angeregt, greift der Konſum
zuletzt ſtärker auf Mais zurück; auch für Brennzwecke
zeigt ſich Begehr, ſodaß die erhöhten Forderungen
mehr=
fach zu Abſchlüſſen führten. Es ſtellten ſich die Preiſe
für inländiſches Getreide am letzten Marktage wie folgt:
Weizen
Hafer
179
193 (48
Königsberg. . 208
183½
189 (3
.209
Danzig
187 (*
185
.207
Stettin
186
181
. 204 (*
Poſen
187
.202
181
Breslau
188½ (-
207
.210
Berlin
184
203
Magdeburg .204
.206 (* 1 ) 190
210
Halle .
190
210
.203
Leipzig
192 (*
.210
210 (*
Dresden
191 (*3
.208 (* 2 ) 186
Roſtock
192
203
Hamburg .209
207
192
Hannover . . 206
200 (*3 ) 196
Düſſeldorf . . 213
.212
196
194 (4-2
Köln
199 (*1½) 205 (*5
Frankfurt a. M. 220
200
Mannheim . . 225
205 (*2½
205
210
Straßburg . . 225
München . .233
—) 214 (*1 ) 206 (*2 1
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 217,05 (— 0,25),
Peſt April 199,30 (*0,15), Liverpool März 169,80 (—0,70),
Paris Jan. 215,60 (* 2,25), Chicago Mai 154,30 (— 2,10).
Roggen: Berlin: Mai 196,25 (P 0,75). Hafer: Berlin Mai
193, 75(- 1,25). Futtergerſte cif. Hamburg ſchwim. 151,25
(* 3,75), Jan. 151,25 (— 3,50), Febr.=März 151,50 (- 3,75).
Mais Mixed Jan.=März 132,50 (—3), Odeſſa ſchwim.
134 (—5), Donau ladend 136 (—2,50), März=April 130
(* 2,50), La Plata Mai=Juni 120 (—0,50) Mark.
Vermiſchtes.
* Der Dienſt in der Schutztruppe. Es iſt wahrhaft
bewundernswert, was unſere Truppen allerorten als
Bau=
meiſter geleiſtet haben — von den großen „Feſten” von
Windhuk, Okahandja und anderen, bis zu den kleinen,
ſchanzenähnlichen oder wachtturmartigen Steinhütten der
zur Bewachung der Pferde und Rinder einſam im
men=
ſchenleeren Buſchfeld ſtehenden Unteroffizierpoſten. Alles
Baumaterial richteten die Reiter ſelbſt her. Die größeren
Bauten ſind meiſt aus Luftziegeln, an heißer Sonnenglut
getrocknet und gehärtet, ſelten gebrannt, die kleineren aus
loſe übereinander geſchichteten „Klippen” den Trümmern
verwitterten Schiefers errichtet. Die Pläne wurden von
kunſtſinnigen Offizieren entworfen. Man findet da kühn
gewölbte Portale, zierliche Bogenfenſter und zinnengekrönte
Mauern. Aeußerſt einfach und vielfach ganz urſprünglich
iſt die innere Einrichtung, die ſich kaum von der
wohl=
habender Eingeborener unterſcheidet. Auch der ältere
Offi=
zier iſt ganz zufrieden, wenn er ein primitives Bettgeſtell
von Riemen aus Ochſenhaut überſpannt, ſein eigen nennt;
einige Felldecken vervollſtändigen das Lager.
Unteroffi=
ziere und Reiter liegen meiſt auf bloßer Erde und befinden
ſich recht wohl dabei. Ja, viele ziehen es vor, außerhalb
der ſchützenden Mauern unter dem prächtigen
Sternen=
himmel zu ſchlafen, weil ſich in geſchloſſenem Raume leicht
allerhand wenig beliebte Geſellſchaft einniſtet. Ebenſo
ein=
fach wie die Wohnung iſt die Verpflegung. Außer Fleiſch
kann das Land wenig dazu beitragen; ſogar Milch und
Eier ſind eine Seltenheit. Man iſt meiſt auf Reis und
Dörrgemüſe aus Europa und Kapſtadt angewieſen. Auch
die Zubereitung des Mahles geſchieht in der einfachſten
Art; am offenen Feuer wird gebraten und geſchmort und
immer finden ſich einzelne Künſtler, die es verſtehen,
Ab=
wechſlung in die tägliche Mahlzeit zu bringen.
Der Dienſt in Friedenszeiten, hauptſächlich Schießen,
Reiten und Felddienſtübungen, läßt der Truppe, da er
nur in der Morgen= und Abendkühle betrieben wird, Zeit
genug zur Kultur und Verſchönerung ihrer Standorte
übrig. Die ſchönſten Gärten der Kolonie, ſo in Groß=
Windhuk. Otjingbingwe, Okahandja und anderen Plätzen,
ſind von ihr angelegt worden; auch für die Wegverbeſſerung
ut ſie viel. So iſt der Tag des Reiters ausgefüllt, wenn
er ſich nicht auf Patrouille befindet zur Verfolgung von
Viehräubern oder um die Verbindung mit entlegenen
Poſten aufrecht zu erhalten. Dieſe führen ſcheinbar das
ntſagungsreichſte Leben, abgeſchnitten von allem, was
ihnen und den meiſten ihrer Volksgenoſſen in der Heimat
zu den Freuden des Daſeins gehören mag. Oft nur drei
is fünf Mann ſtark, hauſen ſie mit wenigen ſchwarzen
Viehwächtern in menſchenleerer Wildnis in ſelberrichteten
Steinhütten, ohne jeden Komfort, ohne Lektüre oder andere
Anregung, als ihnen die eintönige Umgebung bietet.
Da=
bei haben ſie eine große Verantwortung, und auf jedem der
täglichen Patrouillengänge droht die tötliche Kugel aus dem
Hinterhalt. Denn Viehraub gehört von jeher zu den
Lieblingsbeſchäftigungen der Eingeborenen. Die einſt ſo
rinderreichen Herero ſind heute infolge des letzten großen
Aufſtandes verarmt. Immer noch halten ſich verſprengte
Haufen von ihnen im dichten Buſchfeld auf und betrachten
jedes Stück Vieh, deſſen ſie habhaft werden können, als
willkommene Beute. Oft hört der Reiter, der nächtens
am verglimmenden Feuer ruht, noch das heiſere Bellen der
Schakale und den gellenden Ruf einer Hyäne. Vereinzelt
ſchleicht auch der Leopard die Herden an und fordert die
ganze Aufmerkſamkeit des Wächters heraus. Dann liegt
der Reiter, wenn der Silberſchein des Mondes über dem
weiten, ſtillen Felde leuchtet, ſo manche Nacht in der Nähe
des Wechſels zwiſchen deckenden Klippen und lauert dem
gefährlichen Raubtier auf.
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