Abonnementspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
Inſerate
173. Jahrgang
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Frauen im Poſtbetriebe.
* Der Zuſchrift eines Fachmannes an die Straßb.
Poſt entnehmen wir:
An die Tatſache, daß im Poſtetat für 1911
vier=
hundert neue Stellen für Poſt= und
Tele=
graphengehilfinnen mit dem Gehaltsſatze von
1300 bis 1800 Mark vorgeſehen ſind, haben einige Blätter
ſozialpolitiſche Betrachtungen über die Zweckmäßigkeit
der Beſchäftigung weiblicher Beamten in Staatsbetrieben
überhaupt und in der Poſt= und Telegraphenverwaltung
im beſonderen geknüpft. Man hört vielfach, daß mit einem
ſolchen Gehalte, zu dem noch der geſetzliche
Wohnungsgeld=
zuſchuß tritt, ein Mann eine Familie ernähren könne, und
daß das Reich die Gründung ſo vieler Familien
verhin=
dere, als es Stellen für weibliche Beamte ſchaffe. Bei der
immer zunehmenden Einwohnerzahl und dem ſteten
numeriſchen Ueberwiegen des männlichen Geſchlechtes
dürfe der Staat nicht die Konkurrenz der Frauen fördern.
Dabei wird nun zweierlei überſehen. Erſtens werden
nämlich infolge der Einſtellung von 400 neuen Stellen für
Poſt= und Telegraphengehilfinnen in den Etat gar nicht
etwa 400 neue Frauen dem Poſtbetriebe zugeführt,
ſon=
dern es wird dadurch nur die Möglichkeit geboten, 400
vorhandene Beamtinnen, die in Hilfsarbeiterſtellen
gegen Tagegelder beſchäftigt ſind, etatsmäßig anzuſtellen,
d. h. ihnen feſtes Gehalt und Wohnungsgeldzuſchuß zu
ge=
währen. Auf etatsmäßige Anſtellung haben aber alle
Beamte nach einer gewiſſen Beſchäftigungszeit wenigſtens
moraliſchen Anſpruch. Die Gehilfinnen der
Poſtverwal=
tung werden nun durchſchnittlich nach neunjährigem
Diä=
toriat feſt angeſtellt (die Poſtaſſiſtenten etwa 8½ bis 9
Jahre nach ihrem Eintritt als Poſtgehilfe). Wenn daher
die Regierung für 1911 vierhundert neue Gehilfenſtellen
verlangt, ſo werden rund 400 Hilfsarbeiterinnen zur
An=
ſtellung an der Reihe ſein. Alſo die Zahl der weiblichen
Beamten bleibt dieſelbe, nur das etatsmäßige Verhältnis
eines Teiles der Gehilfinnen wird geänderr.
Daß nicht mehr Frauen im Poſtdienſte beſchäftigt
werden, als unbedingt nötig iſt, dafür ſorgt von allein,
gewiſſermaßen automatiſch, die Durchführung des durch
die Finanzlage des Reiches gebotenen
Sparſam=
keitsprinzips. Die Poſtverwaltung iſt dazu
über=
gegangen, gewiſſe Dienſtgeſchäfte, die früher von Beamten
verſehen wurden, an „gehobene” Unterbeamte
zu übertragen. Sie konnte das, weil das Bildungsniveau
unſeres Volkes im allgemeinen ſich in den letzten
Jahr=
zehnten immer mehr gehoben hat und ſich weiter hebt.
Na=
türlich müſſen die Unterbeamten für ſolche Dienſtzweige
erſt vorgebildet werden, und ſie müſſen ihre Fähigkeit, an
ſchwierigeren Dienſtſtellen verwendet zu werden, durch eine
Prüfung nachweiſen. Je nach der Zahl der zur
Ver=
fügung ſtehenden geeigneten Unterbeamten können
dem=
gemäß Beamtenſtellen in gehobene Unterbeamtenſtellen
umgewandelt werden.
Die dadurch frei werdenden Beamten werden nun
entweder zur Beſetzung neuer Beamtenſtellen verwendet,
deren Einrichtung durch die Verkehrszunahme bedingt iſt,
oder ſie rücken in ſolche Stellen nach, die vorher Frauen
inne hatten. Die verdrängten weiblichen Beamten ſind
aber nicht etwa auf die Straße geſetzt worden, ſondern ſie
haben Beſchäftigung im Fernſprechdienſte
gefunden, der ſich andauernd in aufſteigender Entwickelung
befindet. In dieſem Dienſtzweige aber iſt die
Beſchäf=
tigung weiblicher Perſonen zwingende Notwendigkeit,
ſo=
weit es ſich um den eigentlichen Vermittelungsdienſt
han=
delt. Und das iſt das zweite Moment, das von den
Kri=
tikern der Poſtverwaltung überſehen wird, vermutlich
des=
halb überſehen wird, weil ſie dieſen Dienſtzweig nicht
ge=
nügend kennen. Die zurzeit im Betriebe befindlichen
Mi=
krophone, alſo die Sprechapparate, ſind ſehr empfindlich.
Wohl manchem, der das Telephon öfters benutzt, iſt es
ſchon vorgekommen, daß er mitten in der Unterhaltung
plötzlich Worte eines Dritten gehört hat, der ſich in
dem=
ſelben Zimmer mit dem Angerufenen, oder in erheblicher
Entfernung vom Fernſprechapparat, beſand. Nun ſtelle
man ſich einmal vor, in einem Vermittelungsamte ſäßen
Stuhl an Stuhl ſtatt 10, 15 weiblichen ebenſo viele
männ=
liche Beamte: Die Männer könnten ſich bemühen, noch ſo
leiſe zu ſprechen, ſie könnten nicht verhindern, daß ihre
Worte zum Teil auch ihre Nachbar=Mikrophone träfen. Die
nehmer, die von den benachbarten Vermittelungs=
plätzen aus bedient werden, würden alſo zum mindeſten
Nebengeräuſch hören, während ſie mit ihrem
Vermitte=
lungsbeamten ſprächen, ſie würden alſo ſchlecht verſtehen,
ihr Beamter müßte lauter ſprechen, ſeine Stimme würde
wieder den Verkehr am Nachbarplatze ſtören, der Nachbar
würde daher auch wieder lauter ſprechen — kurz, es würde
ein ſolcher Lärm im Vermittelungsſaal entſtehen, daß ein
ordnungsmäßiger Betrieb unmöglich würde.
Bei der weiblichen Stimmlage iſt es anders: Die
Beamtinnen ſtören ſich gegenſeitig nicht. Und darum
müſſen die um die Verſorgung der Männer beſorgten
Sozialpolitiker ſich damit abfinden, daß die
Fernſprech=
dienſtſtellen den Frauen vorbehalten bleiben.
Die Fahnenſlacht der konſervativen Wähler.
* Unter dieſer Ueberſchrift veröffentlicht die Voſſiſche
Zeitung eine Zuſammenſtellung, die ſehr lehrreich iſt. Sie
ſchreibt: Seit den Hauptwahlen vom Januar 1907 haben
die Parteien der Rechten — Konſervative, Antiſemiten und
Chriſtlich=Soziale — 11 Reichstagsmandate in
Erſatz=
wahlen verteidigen müſſen. Sie behaupteten bei dieſen
11 Erſatzwahlen 5 Mandate, verloren 6 und haben bei den
übrigen 30 Reichstagserſatzwahlen innerhalb der
Legis=
laturperiode nicht ein einziges Mandat gewonnen. Nur
bei einer Erſatzwahl — in Meſeritz=Bomſt — ſtieg die Zahl
der konſervativen Stimmen um im ganzen 88 Stimmen.
Die Zahl der Stimmen für den Kandidaten der Rechten
ging dagegen im Vergleich zum 26. Januar 1907 bei den
übrigen 10 Erſatzwahlen zurück: in Dinkelsbühl um 1289,
Emden=Norden um 5141, Czarnikau=Filehne um 1290,
Prenzlau=Angermünde um 2211, in Siegen=Wittgenſtein um
1925. Dieſe 6 Reichstagserſatzwahlen fanden vor dem
Rücktritt des Fürſten Bülow, alſo zur Zeit des
konſer=
vativ=liberalen Blocks, ſtatt Bei dieſen 6 Wahlen büßten
alſo die Parteien der Rechten etwa 11800 Stimmen ein.
Die übrigen fünf Reichstagserſatzwahlen, in denen die
Parteien der Rechten ein Mandat zu verteidigen hatten,
wurden nach der Sprengung des konſervativ=liberalen
Blocks unter der Herrſchaft der ſchwarz=blauen Mehrheit
ausgefochten und gingen bis auf eine für die reaktionären
Parteien verloren. Bei dieſen fünf Reichstagserſatzwahlen
verließen die konſervativen Wähler ihre Parteifahne in
wilder Flucht Gegenüber dem 26. Januar 1907 ging die
Zahl der konſervativ=antiſemitiſchen Stimmen zurück: in
Landsberg=Soldin um 4358 Stimmen, in Eiſenach um
2624, in Oletzko=Lyck um 10018, in Zſchopau=Marienberg
um 10091, in Labiau=Wehlau um 4358, alſo in 5
Erſatz=
wahlen büßten die Konſervativen 31 449 Wähler ein. Bei
11 Erſatzwahlen, in denen es ſich um die Verteidigung
ihres Beſitzes handelte, ſind den Konſervativen mithin
mehr als 43000 Wähler untreu geworden, und dieſer
Ver=
luſt wird auch nicht in einem einzigen Wahlkreis bei den
zahlreichen anderen Reichstagserſatzwahlen durch die
Er=
oberung eines Mandats gemildert.
Deutſches Reich.
— Die Schiffahrtsabgaben. Die von
natio=
nalliberaler Seite eingeleiteten Verſuche, die Vertagung
des Schiffahrtsabgabengeſetzes bis zum neuen Reichstag
durchzuſetzen, werden, wie die Kieler Neueſten Nachrichten
melden, von der Reichsregierung entſchieden abgelehnt
Die Regierung beſteht unbedingt auf der umgehenden
Er=
ledigung und bereitet die Einführung der Abgaben zum
Jahresbeginn 1912 vor.
— Die Befeſtigung von Sylt. Die Tägliche
Rundſchau ſchreibt in einem längeren Aufſatz über unſere
Nordſeeküſtenbefeſtigung: Bildet Borkum gewiſſermaßen
den linken Flankenſchutz von Helgoland, ſo fehlte bisher
der Schutz der echten Flanke und damit der Abſchluß der
Verteidigungslinie. Es ſcheint aber, daß auch dieſer in
abſehbarer Zeit geſchaffen werden wird. Der Befeſtigung
von Borkum gingen größere Landungs= und
Verteidi=
gungsmanöver voraus — Probieren ergänzt oft
Studie=
ren —, in dieſem Sommer haben ähnliche Uebungen bei
und auf Sylt ſtattgefunden. Man geht wohl nicht fehl in
der Annahme, daß ſie die Vorläufer zu einer Befeſtigung
der Inſel ſein werden, für deren Beſatzung das neue
Fuß=
artillerie=Regiment herangezogen werden kännte.
Der Stand der preußiſchen
Wahl=
rechtsfrage. Sicherem Vernehmen nach wurde in
einer der letzten Sitzungen des preußiſchen
Staatsmini=
ſteriums im Hinblick auf die herannahende Tagung des
Abgeordnetenhauſes auch über die Frage der preußiſchen
Wahlreform geſprochen. Es wurde ſchon vor Monaten
gemeldet, daß eine neue preußiſche Wahlreformvorlage in.
der nächſten Tagung nicht wieder an den Landtag
gelan=
gen wird. Die Richtigkeit dieſer Meldung wird
neuer=
dings beſtätigt. Die preußiſche Regierung, das iſt in
die=
ſem Fall in erſter Linie der Miniſterpräſident von
Beth=
mann Hollweg, iſt der Anſicht, daß dieſe Angelegenheit bis
zum Vollzug der allgemeinen Neuwahlen zum Reichstage
ruhen muß. Erſt dann wäre es, je nach dem Ausfall
dieſer Wahlen, möglich, daß die maßgebenden Parteien
in beiden Häuſern des Landtages ihre Stellung zu dieſer
Frage revidieren würden, und daß eine neue
Wahlrechts=
vorlage ein beſſeres Schickſal haben würde als die
vor=
jährige. Wollte man ſie jetzt ſchon wieder einbringen, ſo
würde angeſichts der herrſchenden Parteigegenſätze zu
be=
fürchten ſein, daß ſie lediglich einen weiteren Zankapfel
ah=
gäbe und das Ergebnis ebenſo negativ ausfiele wie vor
einem Jahr. Das aber möchte der Miniſterpräſident unter
allen Umſtänden vermeiden, da er nicht auf dem
Stand=
punkt ſteht, daß das feierliche Verſprechen der preußiſchen
Thronrede vom 20. Oktober 1908 durch die Einbringung
einer Wahlreformvorlage erfüllt ſei, gleichviel ob dieſe im
Landtage ſcheitere oder zuſtande komme.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die öſterreichiſchen Marineforderungen.
Wie aus parlamentariſchen Kreiſen verlautet, iſt der
Ma=
rinekommandant Graf Montecuccoli mit neuen
Forde=
rungen bezüglich des Ausbaues der öſterreichiſch=
ungari=
ſchen Kriegsflotte an die Regierungen von Wien und
Budapeſt herangetreten, ſo daß ſich bei der letzten
gemein=
ſamen Miniſterkonferenz noch keine Verſtändigung über
das gemeinſame Budget für 1911 erzielen ließ. Es heißt,
daß der Marinekommandant ſich mit aller Energie dafür
einſetzt, daß Oeſterreich=Ungarn ſpäteſtens Ende 1916 über
8 Dreadnoughts verfügt, während die ungariſche
Regie=
rung nur 6 zugeſtehen will. Sie hat auch dem Grafen
Montecuccoli bereits erklären laſſen, daß ſie nicht imſtande
ſei, ſeine Forderungen vor dem Parlament zu vertreten.
Was die öſterreichiſche Regierung betrifft, ſo hat ſich dieſe
zu der verlangten Erhöhung des Kredits für die Marine
überhaupt noch nicht geäußert, weil ſie ſich vor ihrer
Neu=
bildung ſelbſtverſtändlich nicht binden kann. Die
inner=
politiſchen Schwierigkeiten werden durch die Forderungen
des Marinekommandanten natürlich noch mehr verſchärft.
In den maßgebenden Kreiſen wird es ſehr peinlich
emp=
funden, daß der Handelsvertrag mit Serbien noch immer
nicht ſeine parlamentariſche Erledigung gefunden hat und
auch der ungariſche Reichstag in die Weihnachtsferien
ging, ohne das Bankproviſorium und den ſerbiſchen
Han=
delsvertrag angenommen zu haben.
England.
272 Liberale und 253 Konſervative. Aus
London wird berichtet: Die Wahlen haben der Regierung.
eine Mehrheit von 126 Mandaten gegeben, das ſind vier
mehr, als die Regierung im alten Parlament beſaß. Dieſe
Mehrheit kommt bekanntlich nur mit Hilfe der
Arbeiter=
partei und der Iren zuſtande. Läßt man Irland und die
Arbeiterpartei aus, ſo ſtehen 272 Liberale 253
Konſer=
vativen gegenüber. Die deutſchen Zeitungen bringen die
Zahlen nicht ganz richtig, indem ſie der konſervativen
Rechnungsweiſe in England folgen und die 19 iriſchen
Unioniſten in die Zahl der Konſervativen mit
hineinrech=
nen, während ſie die nationaliſtiſchen Iren von den
Libe=
ralen getrennt aufzählen.
Portugal.
Die neue Republik und die fremden
Monarchen. Nicht der deutſche Kaiſer allein, ſondern
alle Souveräne, die unter dem Königtume Ehrenſtellen bei
portugieſiſchen Regimentern inne hatten, werden nicht
mehr in dieſen im Gothaſchen Kalender aufgeführt. So
war Kaiſer Franz Joſef von Oeſterreich Inhaber des
Königlich portugieſiſchen Infanterie=Regiments Nr. 5 und
der König Alfons von Spanien Oberſt des portugieſiſchen
Infanterie=Regiments Nr. 16. Bei beiden fehlt dieſe
Würde im Hofkalender für 1911, woraus geſchloſſen wird,
daß die republikaniſche Regierung Portugals dieſe
Ehren=
ſtellen, die ſich mit dem republikaniſchen Syſtem ſchwer
ver=
einigen laſſen, überhaupt aufgehoben hat.
Türkei.
In der Kammer kam es bei der Verhandlung über
die Nachtragskredite zur Bekämpfung der Cholera zu einem
erregten Zwiſchenfall zwiſchen dem Miniſter des Innern
und dem Präſidenten der Sanitätskommiſſion, dem
jung=
türkiſchen Abgeordneten Ismit. Der Miniſter des Inuern
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Nummer 304.
nannte Ismit einen Gauner, worauf dieſer rief:
Unver=
ſchämtheit! Schuft! Auch der Jungtürke Said beſchimpfte
den Miniſter des Innern, ſchließlich entſtand ein ſo
hef=
tiger Lärm, daß die Sitzung unterbrochen werden mußte.
Infolgedeſſen entſtanden Gerüchte von einer Demiſſion
des Miniſters des Innern. Authentiſchen Informationen
zufolge war Talat=Bey auch entſchloſſen, zurückzutreten,
wurde jedoch vorläufig durch den Großweſir und andere
einflußreiche Komiteemitglieder erſucht, davon Abſtand zu
nehmen Es findet eine Konferenz des jungtürkiſchen
Komitees ſtatt, in welcher der Miniſter des Innern die
Ausſchließung Ismits und Saids, ſowie anderer
Depu=
tierter, die ſich an den Larmſzenen beteiligten, verlangen
wird. Sollte ſein Antrag nicht durchgehen, ſo beabſichtigt
er, zurückzutreten.
China.
Der Reichsausſchuß wurde durch das kaiſerliche
Edikt zufriedengeſtellt. Das Haus beſchloß mit
Dreiviertel=
mehrheit, die am 24. Dezember angenommene Denkſchrift,
in der ein verantwortliches Kabinett verlangt wird,
zurück=
zuziehen. Es herrſcht allgemeine Genugtuung, daß eine
Kriſe vermieden wurde. Das zweite kaiſerliche Edikt
ord=
net nämlich an, daß ein konſtitutionelles Programm, das
die Bildung eines verantwortlichen Kabinetts vorſieht,
ſchleunigſt ausgearbeitet und dem Throne vorgelegt
wer=
den ſoll. Dieſes Edikt erſcheint in Verbindung mit dem
letzten als eine kluge Maßnahme, um dem allgemeinen
Verlangen nach einem Parlament zu entſprechen, ohne der
Würde der Regierung etwas zu vergeben.
* Radauſzenen imheſſiſchen Parlament.
Unter dieſer Ueberſchrift wird derKöln. Zeitung aus
Darm=
ſtadt geſchrieben: „Das heſſiſche Parlament ging in die
Weihnachtsferien nach fleißiger Arbeit und leider auch nach
häßlichen, unerquicklichen Szenen, die einen neuen Beitrag
vom Niedergang und der Reformbedürftigkeit des
Par=
lamentarismus abgaben. Drei große Geſetzentwürfe, die
Städteordnung, Landgemeindeordnung und die
Verwal=
tungsrechtspflege, an denen allerdings die
Sonderaus=
ſchüſſe ſeit Jahren mit großem Fleiß tätig waren, ſind in
wenig Wochen ſoweit gefördert worden, daß nun in der
Erſten Kammer das letzte Wort hierzu geſprochen werden
kann. Das von alters her beſtehende Recht der Regierung
auf Beſtätigung der gewählten Bärgermeiſter und
Beige=
odneten wurde durch die neuen Geſetzentwürfe nicht
beſei=
tigt, wie von einem Teil der linksſtehenden Abgeordneten
erwartet wurde, und gab Anlaß zu wüſten Angriffen der
Sozialdemokraten gegen die Regierung. Letztere hatte
vor Jahren durch die Beſtätigung des Beigeordneten
Eißnert in Offenbach ihre grundſätzliche Stellung gegen
die budgetverweigernde und monarchiefeindliche
Sozial=
demokratie vorübergehend verlaſſen; in letzter Zeit war ſie
jedoch zu dem alten Gebrauch zurückgekehrt und auch der
neue Miniſter des Innern erklärte in den
Ausſchußver=
handlungen den ſozialdemokratiſchen Abgeordneten, daß
er keine Aenderung dieſes Syſtems beabſichtige. Herr von
Hombergk, der früher ſechs Jahre Kreisrat in Offenbach
war, wies beſonders den Abgeordneten Ulrich auf die im
Kreis Offenbach gemachten Erfahrungen hin und betonte,
daß der ehemalige Kreisrat als Miniſter ſeine
Ueberzeu=
gung nicht gewechſelt habe. In ähnlicher klarer und
auf=
richtiger Weiſe erläuterte auch der Miniſter die Stellung
der Regierung in der Kammerverhandlung, und nun ging
der Sturm los. Reichstags= und Landtagswahlen in
Sicht; die angebliche Zurückſetzung ſozialdemokratiſcher
Bürger genügte deshalb, um unter dem Schutz der
Im=
munität einen unglaublichen Mannesmut zu entfeſſeln,
oder, wie der Miniſter ſich ausdrückte, Männer zu
be=
ſchimpfen, die dem geſchützten Abgeordneten wehrlos
ge=
genüberſtehen. In der Hitze des Gefechtes rühmte ſich
un=
ter anderm der Abgeordnete Dr. Fulda, es ſei ihm
gelun=
gen, dem Miniſter die Maske der Geſetzmäßigkeit vom
Geſicht zu reißen, worauf der letztere nicht öhne Humor
er=
widern konnte, eine Maske habe er nie getragen, ſeine
Stellungnahme ſei immer ſo unzweideutig geweſen, daß
es zu verwundern ſei, wie man ihn mißverſtehen konnte.
Gerade die unerſchütterliche Ruhe des Miniſters brachte
ſeine Gegner bis zur Siedehitze der Leidenſchaftlichkeit
und dieſe Szenen überzeugten wohl manchen, der wegen
der Beſtätigungsfrage noch zweifeln konnte, in welchem
Sinne er zu ſtimmen habe. Derartige Ausſchreitungen,
die Beleidigungen politiſch Andersgläubiger unter dem
Schutze der Immunität, der fanatiſche Haß gegen alles,
was nicht ſozialdemokratiſch iſt, werden je länger deſto
mehr zu ernſten Gefahren jedes freiheitlichen politiſchen
Fortſchrittes, denn ſie fördern in geradezu frivoler Weiſe
die Reaktion.”
Wie bereits mitgeteilt wurde, iſt infolge der hier
ge=
ſchilderten unwürdigen Vorgänge der Zweiten Kammer
aus Abgeordnetenkreiſen bereits ein Antrag auf
Verſchär=
fung der Geſchäftsordnung zugegangen. Wichtiger aber
iſt die Frage, wie dem Mißbrauch der Immunität
begeg=
net werden kann.
* Leipzig, 27. Dez. Die vom Reichsgericht
verur=
teilten engliſchen Offiziere werden nach der
Leip=
ziger Abendzeitung morgen ihre vierjährige Feſtungshaft
antreten und zwar kommt Leutnant Brandon nach der
Feſtung Weſel, Kapitän Trench nach der Feſtung Glatz.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 28. Dezember.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften beſuchten am erſten Weihnachtsfeiertag früh
6 Uhr und um 10 Uhr den Gottesdienſt in der Hofkirche.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag, nachmittags 3 Uhr, fand
lt. „Darmſt. Ztg.” im Alten Palais Chriſtbeſcherung für
die Kinder der Hofdienerſchaft ſtatt.
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Grafen zu
Erbach=Erbach in Erbach auf die Lehrerſtelle an der
Ge=
meindeſchule zu Schönnen, Kreis Erbach, präſentierte
Schul=
amtsaſpirant Max Grühl aus Pinneberg (Preußen)
für dieſe Stelle.
— Juhiläum der Heſſiſchen Landesſtatiſtik. Am 28.
Dezember dieſes Jahres blickt die Großh. Zentralſtelle
für die Landesſtatiſtik in Darmſtadt auf eine
fünfzig=
jährige Tätigkeit zurück. Sie hat ſich während dieſes
Zeitraumes aus kleinen Anfängen zu einem nicht
unwichtigen Glied der Staatsverwaltung entwickelt.
Ihre Aufgabe iſt es, in erſter Linie für die
Bedürf=
niſſe der Staatsverwaltung, aber auch für allgemeine
wiſſenſchaftliche Zwecke das Material zu ſammeln und
zu verarbeiten, das für die Kenntnis des Landes,
ſei=
ner Bewohner, ſeiner Kultur und ſtaatlichen
Verhält=
niſſe von Bedeutung iſt. Vor allem fällt der
Zentral=
ſtelle die Durchführung der großen ſtatiſtiſchen
Erheb=
ungen zu, nämlich der Volks= Berufs= und
Betriebs=
zählungen, der landwirtſchaftlichen Erhebungen, der
Statiſtik der Geburten, Eheſchließungen und
Sterbe=
fälle, der Schiffahrtsſtatiſtik uſw. Die ſtatiſtiſchen
Er=
gebniſſe, die ſich auf die Bevölkerung, auf die
Land=
wirtſchaft, Handel und Gewerbe, auf Verkehr, auf
Religion, Unterricht, Rechtspflege, auf Finanz=,
Me=
dizinal=, Verſicherungsweſen uſw. erſtrecken, werden
in den von der Zentralſtelle herausgegebenen „
Bei=
trägen” und „Mitteilungen” veröffentlicht.
G. H. Th. Vom Hoftheater. In der morgigen
Auf=
führung von Lortzings Wildſchütz ſingt Fräulein
Nicklaß=Kempner die Partie des „Gretchen”
damit ihr Gelegenheit wird, ſich auch einmal in einer
größeren Rolle zu verſuchen.
* Volkszählung. Heſſiſche Gemeinden mit
über 5000 Einwohnern gibt es nach den
vor=
läufigen Ergebniſſen der Volkszählung vom 1.
De=
zember 1910: 31. Davon ſind gezählt in
Starken=
burg 18, nämlich: Darmſtadt (86 975), Offenbach (75 528),
Neu=Iſenburg (11425), Lampertheim (10335),
Viern=
heim (9112), Bensheim (8909), Eberſtadt (7443),
Heppen=
heim a. d. B. (7020), Pfungſtadt (6839), Langen 2
Gries=
heim (6825), Arheilgen (6369), Bürſtadt (6130),
Sprend=
lingen (6101), Mühlheim (6032), Rüſſelsheim (6006),
Dieburg (5751), Groß=Gerau (5590); in Oberheſſen
5, nämlich: Gießen (30981), Friedberg 2, Bad Nauheim
(5696), Vilbel (5209), Alsfeld (5002); in Rheinheſſen
8, nämlich: Mainz (110670), Worms (46354), Bingen
(9952), Alzey (8316), Koſtheim (7473), Weiſenau (6458),
Gonſenheim (6220), Bretzenheim (5130). Nach der
Volkszählung vom 1. Dezember 1905 gab es im
Groß=
herzogtum nur 27 Gemeinden mit über 5000
Einwoh=
nern (Starkenburg 17 Oberheſſen 3, Rheinheſſen 7).
Die relativ größte Bevölkerungszunahme hatten die
Gemeinden Rüſſelsheim mit 32,7, Sprendlingen (
Star=
kenburg) mit 18,5 und Arheilgen mit 18,4 Prozent; die
geringſte Zunahme hatten Bingen mit 0,0, Weiſenau
mit 2,3 und Dieburg mit 3,5 Prozent. (Darmſt. Ztg.)
— Goldene Hochzeit. Herr Privatier G. Jakobi
und Frau geb. Herche feiern am 30. Dezember das
Feſt ihrer goldenen Hochzeit.
— Ihre ſilberne Hochzeit feierten am erſten
Weih=
nachtsfeiertage Auguſt Geppert und Frau geborene
Diehl, Weinbergſtraße 14.
— Vortrag. Auf den heute abend in der St.
Eliſabethenkirche ſtattfindenden populär=
wiſſenſchaft=
lichen Vortrag machen wir nochmals aufmerkſam.
Redner iſt der bekannte Profeſſor Schwarz=
Frank=
furt a. M.
— In der heutigen kirchenmuſikaliſchen Abendfeier
in der Stadtkirche kommen zum Vortrag: 1. Orgel:
„Weihnachten” von M. Gulbins; 2. zwei
Weihnachts=
lieder von Karl Hallwachs: a) „Singt, ihr heiligen
Himmelschöre, b) Echolied der Hirten; 3. Orgel:
Paſtorale von J. Pachelbel; 4. drei Lieder: a) „O
Jeſulein, ſüß” von J. S. Bach, b) Mariä Wiegenlied,
bearbeitet von A. Becker, e) „Auf die Zukunft
unſe=
res Heilands” von J. R. Ahle, 1662; 5. Orgel:
Phan=
taſie über „Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern” von
D. Buxtehude; 6. Arie aus dem Weihnachtsoratorium
von Bach; 7. Orgel: Fuge C-Dur von J. S. Bach.
Mitwirkende iſt Frau Dr. Bernoulli (Alt) von
hier.
r. Die Weihnachtsfeier der obdachloſen
Handwerks=
burſchen. Am Beſcherabend für die obdachloſen
Hand=
werksburſchen durch die Verpflegungsſtation unter Leitung
des Herrn Revierkommiſſars Bergmann hatten ſich im
großen Saale der Ludwigshalle etwa 158 zugewanderte
Obdachloſe eingefunden. Dank der zahlreichen Spenden
war es dem Veranſtalter wiederum möglich, allen neben
einem guten Nachteſſen, beſtehend aus einer franzöſiſchen
Suppe, Kartoffelſalat und Würſtchen, auch eine
Weih=
nachtsgabe in praktiſchen Bekleidungsſtücken, bei der eine
Tüte mit Konfekt nicht fehlte, mit auf den Weg zu geben.
Neben Herrn Bergmann, der der Begründer und Leiter
dieſer ſeit Jahren beſtehenden humanen Einrichtung iſt,
ſtellt ſich Herr Pfarrer Vogel immer gern in den Dienſt
dieſer guten Sache und ſeine an die allen Altersklaſſen
an=
gehörenden Obdachloſen gerichtete freundliche und zu
Her=
zen gehende Anſprache blieb nicht ohne Eindruck. Um die
vortreffliche Zubereitung der Speiſen hatte ſich Herr
Kauf=
mann Weller, der für derartige Maſſenſpeiſungen beſtens
eingerichtet iſt, ſehr verdient gemacht. In den
menſchen=
freundlichen Dienſt der ſchönen Feier hatten ſich wieder
Frau Kommiſſar Bergmann und die beiden Fräulein
Wüllenweber geſtellt, die unter Aſſiſtenz einiger
hilfsberei=
ter Frauen die Speiſen und Geſchenke verabreichten. Noch
ſei dem Inhaber der Ludwigshalle, Herrn Frank und
ſeinem Perſonal, ſowie den Herren Schutzleuten des
zweiten Polizeireviers, die ſich um Ausſchmückung und
Arrangement des Saales verdient gemacht hatten, hier
lobende Anerkennung ausgeſprochen. Zur Veranſtaltung
hatte ſich auf beſondere Einladung Herr Polizeiamtmann
Lauteſchläger eingefunden.
— Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltete
ſeine Weihnachtsfeier am erſten Feiertage im
Mathil=
denhöhſaale. Sämtliche Räume waren bis auf den
letzten Platz beſetzt. Ein gemiſchter Chor, beſtehend
aus 25 Damen des Vereins, ſowie 35 Herren, eröffnete
die Feier mit dem weihevollen altdeutſchen
Weih=
nachtslied: „Es iſt ein Reis entſprungen” Hieran
ſchloß ſich der Prolog, in ausdrucksvoller Weiſe
ge=
ſprochen von Fräulein Kätha Drechsler, alsdann ein
lebendes Bild mit Weihnachtschor. Ein weiterer
ge=
miſchter Chor, ſowie mehrere Herrenchöre wurden
unter der vortrefflichen Leitung ihres Dirigenten
Herrn Muſikdirektor Otto Bartke exakt zu Gehör
gebracht. Letzterer zeigte ſich auch in einem
Konzert=
ſtück für Violine als Meiſter. Für den ſoliſtiſchen Teil
waren folgende Herren gewonnen: A. Braun,
Mit=
glied des Großh. Hoftheaters, Ph. Mechler, der
be=
kannte Salonhumoriſt, ſowie A. Kaufmann, ein
Schü=
ler des Herrn Direktor Bartke. Während der erſte
Teil ein ernſtes Theaterſtück enthielt, dargeſtellt von
den Damen Altzweig, Blech und Kläden und den
Her=
ren Breuer, Kläden und Menges, brachte der zweite
Teil ein heiteres, geſpielt von den Herren Albert,
Drechsler, Frey und Nötzold; des weiteren ein
bumoriſtiſches Duett, vorgetragen von den Herren
Koch und Breuer. Weiter folgten: Humoriſtiſches
Zwiegeſpräch, vorgetragen von den Damen Altzweig,
und Drechsler; humoriſtiſches Terzett, vorgetragen
Das Trinkgeld.”
In keinem anderen Gewerbe wie im
Gaſthofge=
werbe hat die Lohnfrage ſoviel Unruhe hervorgerufen,
ſo außerordentlich nachteilige Folgen gezeitigt und
gleichzeitig in ſo umfangreicher Weiſe die Kritik aller
Bevölkerungskreiſe über ſich ergehen laſſen müſſen!
Die Eigenart des Hotelbetriebes macht ſich auch in der
Entlohnung der Gaſthofangeſtellten geltend. Die
In=
anſpruchnahme der perſönlichen Dienſtleiſtungen des
Perſonals durch die Hotelgäſte hat dahin geführt, daß
die Angeſtellten zu einem Teil von dem reiſenden
Publikum in Form des Trinkgeldes für ihre
Dienſt=
leiſtungen entſchädigt werden.
Es iſt keine ſeltene Erſcheinung, daß ſolche
Ange=
ſtellte, deren Tätigkeit hohe Trinkgeldbezüge
ermög=
lichen, nicht nur auf jede Barzahlung verzichten, ſondern
noch Abgaben an den Unternehmer entrichten müſſen.
Der beſſere Hotelbeſitzerſtand kennt freilich derartige
Maßnahmen nicht, die nichts weiteres als eine verſteckte
Teilung der Trinkgelder zwiſchen Unternehmer und
Arbeiter ſind. Die große Bedeutung, die die
Trinkgel=
der in der Entlohnung der Hotelangeſtellten ſpielen, hat
die Lohnfrage im Gaſthofgewerbe vor das Forum der
öffentlichen Kritik geführt. Nicht weil das Trinkgeld
im ſonſtigen Leben nicht zu finden wäre, ſondern weil
es ſich gerade im Hotelgewerbe zu einer kaum
ausrott=
baren Sitte entwickelt hat. Trinkgelder ſind überall zu
finden, im Straßenbahnverkehr, die Dienſtboten
erhal=
ten ſolche bei geſelligen Veranſtaltungen von den Gäſten
der einladenden Familien, die Theaterbedienſteten
werden zum Teil durch Trinkgelder abgefertigt. Aber
hier bildet das Trinkgeld keinen ſo weſentlichen
Be=
ſtandteil im Entlohnungsſyſtem wie im Hotelgewerbe.
Das Trinkgeld iſt beinahe ſo alt wie die Welt ſelbſt.
Eine Erklärung für die Berechtigung ſeiner Einführung
finden wir darin, daß es wohl zuerſt für beſondere
Dienſtleiſtungen gegeben wurde. Als Entſchädigung für
* Wir entnehmen obenſtehende Ausführungen dem
ſoeben erſchienenen 331. Bändchen der bekannten
Samm=
lung „Aus Natur und Geiſteswelt”: „Das
Hotelweſen” von Paul Damm=Etienne, D. H. H.,
Köln. (Verlag von B. G. Teubner in Leipzig.) Preis
geh. 1 Mk., in Leinen geb. 1,25 Mk.
Extraleiſtungen mag es auch im Hotelgewerbe zu
aller=
erſt in die Erſcheinung getreten ſein. Im Altertum,
im Mittelalter, ja bis in das 19. Jahrhundert hinein
war die Zahl des in einem Gaſthauſe angeſtellten
Perſonals verhältnismäßig gering. Die Zahl der
An=
geſtellten reichte gerade aus, um die notwendigſten
Ar=
beiten im Gaſthauſe zu verrichten; die Bedienung der
Gäſte reichte demnach nur ſo weit, als der
Gaſthofbe=
trieb dies unmittelbar erforderte. Bedurfte der
Hotel=
gaſt eines Angeſtellten zu einer beſonderen
Dienſt=
leiſtung, ſo war es billig und recht, daß der Angeſtellte
für extra geleiſtete Dienſte eine beſondere Belohnung
von ſeiten des Hotelgaſtes erhielt. Auf dieſe Weiſe
wird das Trinkgeld ſeinen Eingang im Hotelgewerbe
gefunden haben. Mit dem zunehmenden Reiſeverkehr,
dem geſteigerten Bedürfnis der Hotelgäſte haben auch
die beſonderen Dienſtleiſtungen eine Vermehrung
er=
fahren, und damit hat auch das Trinkgeld als
Entloh=
nung für die Extrabemühungen des Perſonals ſich
all=
gemein eingebürgert. Der Hotelbeſitzer mußte den
ge=
ſteigerten Bedürfniſſen des reiſenden Publikums durch
Vermehrung ſeines Perſonals Rechnung tragen. Da
er aber nicht in der Lage war, die Mehrausgaben für
Löhne allein zu tragen, ſo mußten die Angeſtellten,
denen die Bedienung der Gäſte obliegt, auf die
Trink=
gelderbezüge hingewieſen werden.
Aber das Trinkgeld hat ſich nicht nur zum Entgelt
für Dienſtleiſtungen der Angeſtellten entwickelt,
ſon=
dern es iſt zu einem beträchtlichen Umfange auch zum
Beſtechungsgeld geworden. Durch Vorausbezahlung
desſelben ſichert ſich der Hotelgaſt die beſondere
Auf=
merkſamkeit des Perſonals, die freilich dann zur Folge
hat, daß die Angeſtellten dieſen Gaſt in einer meiſt den
Hotelbeſitzer und die übrigen Gäſte benachteiligenden
Weiſe zu verſorgen beſtrebt ſind. Daß das Trinkgeld in
dieſer Form als ein mit allen Mitteln zu bekämpfender
Auswuchs zu betrachten und in jeder Hinſicht zu
ver=
werfen iſt, bedarf kaum der Erwähnung.
Gründe, die für die Abſchaffung des Trinkgeldes
ſprechen, ſind in unzähligem Maße vorhanden.
Gaſthof=
beſitzer, Perſonal wie Hotelgäſte ſind in gleicher Weiſe
an der Abſchaffung des Trinkgeldes intereſſiert. An
Verſuchen, dem Mißſtande des Trinkgeldweſens
abzu=
helfen, hat es nicht gefehlt. Aber bedauerlicherweiſe
haben ſie alle nicht vermocht, dem Trinkgeld den Garaus
zu machen.
Zu Beginn der 90er Jahre des vorigen
Jahrhun=
derts hat der Internationale Hotelbeſitzerverein eine
Kommiſſion zur Löſung der Trinkgeldfrage eingeſetzt,
die mehrfach getagt, ein reichhaltiges Material zur
Be=
urteilung dieſer ſchwierigen Frage herbeigeſchafft, aber
keine Löſung gefunden hat. Einige Hotelbeſitzer haben
verſuchsweiſe in ihren Betrieben das Trinkgeld
abge=
ſchafft, meiſt aber hiermit ſehr ſchlechte Erfolge erzielt.
Insbeſondere waren es große Schweizer Hotelbetriebe,
die durch höhere feſte Gehälter ihre Angeſtellten
unab=
hängig vom Trinkgeld zu machen ſuchten, und in denen
teilweiſe bis zum heutigen Tage das Trinkgeldgeben
kein allgemeiner Gebrauch iſt.
Daß die Verſuche der übrigen Hotels beinahe
durch=
weg fehlgeſchlagen ſind, iſt auf verſchiedene, nur zu
leicht zu begreifende Urſachen zurückzuführen. Einmal
war es die Konkurrenz unter den Hotelbeſitzern, die ein
allgemeines Vorgehen gegen die Trinkgelder vereitelte;
denn nur, wenn die maßgebenden Hotelbetriebe an
einem Orte gemeinſam dazu übergehen, einen Zuſchlag
für Ablöſung des Trinkgeldes zu erheben, wird die
Durchführung dieſes Verfahrens ermöglicht. Dem
Um=
ſtande der Uneinigkeit der Hotelbeſitzer iſt ferner
zuzu=
ſchreiben, daß diejenigen Hotels, die ernſtlich die
Ab=
ſchaffung des Trinkgeldes beabſichtigen würden, kein
gutes Perſonal zu feſten Lohnſätzen erhalten könnten,
weil die übrigen Gaſthoſbetriebe den Angeſtellten
in=
folge der Trinkgeldeinnahmen als eine beſſere
Ein=
nahmequelle dünken würden. Und damit ſtehen wir
vor einem weiteren Hindernis das darin beſteht, daß
die Angeſtellten mit wenig Ausnahmen ſich für die
Beibehaltung des Trinkgeldes ausgeſprochen haben,
weil ſie einerſeits in einer feſten Entlohnung keinen
vollwertigen Erſatz für das Trinkgeld erblicken,
ander=
ſeits der Meinung ſind, daß ſie durch eine lediglich in
feſter Gehaltszahlung beſtehende Entlohnung zu ſehr
in die Abhängigkeit der Unternehmerkreiſe geraten.
Und nicht zuletzt beſteht die Schwierigkeit der
Trink=
geldabſchaffung in dem Umſtande, daß die Hotelgäſte ſich
keine Vorſchriften über das Trinkgeldgeben machen
laſſen und Trinkgelder trotz eines etwaigen Verbotes
geben würden. Ein nicht unweſentliches Moment, das
gegen die Trinkgeldabſchaffung ins Feld geführt wird,
iſt dann ferner darin zu erblicken, als angenommen
wird, daß die Bedienung der Hotelgäſte nach Abſchaffung
des Trinkgeldes keine ſehr aufmerkſame mehr ſein
Nummer 304.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Seite 3.
von den Herren Adam, Drechsler und Nötzold. Nach
Mitternacht erſt konnte man das nur von Mitgliedern
des Vereins dargeſtellte Programm beſchließen.
— Die Kriegerkameradſchaft „Germania” beging
ihre diesjährige Weihnachtsfeier am erſten Feiertage
im vollbeſetzten Saale „Zur Ludwigshalle‟. Das
reich=
haltige Programm enthielt u. a.: Couplets, vorgetragen
von Herrn Fritz Kilian; humoriſtiſche Soloſzene,
vorgetragen von Kamerad Kurt Rohde; lebendes
Bild: „Im Zeichen des Roten Kreuzes”, ausgeführt
von einer Abteilung der Freiwilligen Sanitätskolonne
Darmſtadt; lebendes Bild in fünf Verwandlungen:
„Unterm Weihnachtsbaum” ſowie ein Theaterſtück:
„Weihnachtsheiligenabend” oder: „Eingeſchneit” in
dem mitwirkten: Kam. Kurt Rohde, Frau Eliſabeth
Rohde, Fräulein Anna Diemunſch, Herr Fritz Kilian,
Herr Herm. Waimar, Fräulein Käthe Baumann und
Kam. L. Baumann. Die Prologe bei den lebenden
Bildern wurden von der Tochter eines Kameraden
ſehr ſchön vorgetragen. Die Singmannſchaft des
Ver=
eins leiſtete unter Leitung des Kameraden Stephani
Vorzügliches. Ein Kinderchor: „Stille Nacht” wurde
von etwa 25 Kindern ſchön zu Gehör gebracht; nach
Schluß desſelben erſchien der Nikolaus und ſchenkte
jedem Kind eine Tüte mit Konfekt. Eine Verloſung
fand ebenfalls ſtatt, wobei manches Schöne gewonnen
wurde.
— Backhaus=Konzert. Unſer berühmter
Mit=
bürger, Herr Wilhelm Backhaus, der eben von
einer erfolggekrönten Konzertreiſe durch England
zu=
rückgekehrt iſt, hat ſich in liebenswürdigſter Weiſe
be=
reit erklärt, an Stelle Wüllners am 36. Dezember zum
Beſten des Feſthaus=Vereins einen populären
Kla=
vier=Abend zu geben; eine Nachricht, die bei
den zahlreichen Verehrern des ausgezeichneten
Künſt=
lers gewiß große Freude erwecken wird. Der
Karten=
verkauf für den Abend hat bereits ſeinen Anfang
ge=
nommen.
— Die Kapelle unſerer 23er ſpielte dieſer Tage
unter Leitung des Herrn Kapellmeiſters Mittelſtaedt
anläßlich eines Fabrikfeſtes in Heidelberg. Infolge
des günſtigen Reſultats wurde Herr Kapellmeiſter
Mittelſtaedt ſofort für das nächſte Jahr wieder
verpflichtet.
Das Frankfurter Intime Theater gibt ſeit zweitem
Feiertag im Orpheum ein auf wenige Tage berechnetes
Gaſtſpiel, in dem u. a. auch der Stern der Bunten Bühnen
der Gegenwart, die vielgefeierte Mary Irber, auftritt.
Die erſten Vorſtellungen fanden vor ausverkauftem Hauſe
ſtatt und brachten den Künſtlern durchſchlagenden Erfolg.
Wir kommen des Näheren auf die Vorſtellungen zurück.
Im Britannia=Hotel findet, wie auch im
Vor=
jahre, am Silveſterabend eine glänzende Silveſterfeier
mit anſchließendem Ball ſtatt. Bei den rauſchenden
Klängen der Hauskapelle wird ſich die vornehme Welt
Darmſtadts ein Rendezvous geben. Infolge des großen
Intereſſes, das der Veranſtaltung entgegengebracht wird,
iſt es ratſam, ſich jetzt ſchon für Reſervierung von Tiſchen
zu ſorgen. Die Feier findet in ſämtlichen, feſtlich
er=
leuchteten Parterrelokalitäten des Hotels ſtatt. (S. Anz.)
* Warnung. Es wird darauf aufmerkſam gemacht,
daß erfahrungsgemäß vielfach von Perſönlichkeiten
um Neujahrsgeſchenke für ihre Tätigkeit bei Abholung
des Hauskehrichts oder Anzündens der Straßenlaternen
angehalten wird, die dieſer Tätigkeit fern ſtehen.
Vor=
ſicht kei Verabreichung der Neujahrsgeſchenke ſcheint
daher geboten.
Offenbach, 27. Dez. Am Samstag abend mußten
zirka 18000 Kubikmeter Waſſer der ſtädtiſchen
Waſſerleitung in den Main gelaſſen werden, da
das Waſſer durch Annahme eines Beigeſchmackes
unge=
nießbar geworden war. Die Bürgermeiſterei, Abteilung II,
gibt über den Vorfall eine amtliche Darſtellung, in der es
heißt: Das Waſſer der ſtädtiſchen Waſſerleitung hatte am
Samstag einen Beigeſchmack nach Teer. Die Urſache
dieſes Beigeſchmackes beſtand darin, daß die eine Kammer
des Hochbehälters mit Inertol angeſtrichen worden war.
Der Anſtrich mit Inertol erfolgte, um die Seitenwände
der Kammer gegen den Angriff von freier Kohlenſäure zu
ſchützen. Die Kammer iſt ſofort außer Betrieb geſetzt
wor=
den und wird vor Wiederbenützung noch einige Male mit
Waſſer gefüllt werden.
Mainz, 27. Dez. Traurige Weihnachten durch
ein ſchreckliches Unglück erlebte die Familie des
Beigeord=
neten Kohl im benachbarten Finthen. Herr Kohl war
am Samstag auf die Jagd gegangen, um noch einen Feſt=
tagsbraten zu ſchießen. Er brachte einen Haſen mit heim
und legte ſein Gewehr, während er das Wildbret in die
Küche trug, auf den Tiſch in die Wohnſtube, wo ſeine
bei=
den fünf und ſieben Jahre alten Söhnchen ſich aufhielten.
Das ältere Kind ſpielte an dem Gewehr herum; plötzlich
entlud ſich die Waffe und das Geſchoß zerſchmetterte dem
fünf Jahre alten Kind den Hinterkopf, ſodaß es auf der
Stelle tot zuſammenbrach. Kohl ſtellte ſich ſofort
dem Gericht zur Verfügung. — Geſtern vormittag nach
10 Uhr führte ein Offiziersburſche in der Strickergaſſe ein
Pferd aus dem Stall. Das ſonſt ſehr fromme Tier
ſprang auf die mit Dielen gedeckte Miſtkaute und brach
ein. Die Feuerwehr brachte nach ſchwerer Arbeit das
Pferd wieder aufs Trockene. Der Offiziersburſche brach
vor Schrecken bewußtlos zuſammen. Ein Militärarzt
ſtellte einen ſchweren Nervenchok feſt und der junge
Mann hatte nach zwei Stunden das Bewußtſein noch
nicht wieder erlangt.
Mainz, 27. Dez. Der 35jährige Goldſchmied Emil
Loch aus Oberſtein, der ſich hier vorübergehend
ein=
logiert hatte, wurde durch die Aufmerkſamkeit eines
Poſtbeamten, als er einen bedeutenden Geldbetrag
er=
heben wollte, der poſtlagernd auf eine gefälſchte
Poſtanweiſung angewieſen war, von der Polizei
verhaftet. Loch, der an auswärtigen Poſtanſtalten
mehrere Tauſend Mark auf gefälſchte Poſtanweiſungen,
die ordnungsgemäß eingetragen waren, erhoben hatte,
verweigerte dem Unterſuchungsrichter jede Angabe über
ſeinen Mitſchuldigen, den er unbedingt bei der Poſt an
den Aufgabeſtellen gehabt haben muß. Die Reichspoſt
iſt durch die Betrügereien um mehrere tauſend Mark
geſchädigt. Eine eingehende Unterſuchung iſt
einge=
leitet.
Worms, 27. Dez. Stadtverordneter Doerr hat
bei der Bürgermeiſterei folgenden Antrag eingebracht:
Die Stadtverordnetenverſammlung wolle beſchließen,
den Kriegsteilnehmern von 1864, 1866 und
1870/71, Bewohnern unſerer Stadt, die nicht mit
nehr als 1200 Mark zur Einkommenſteuer für 1910
zu=
gezogen ſind, eine Ehrengabe von 20 Mark zum
Jahreswechſel zu bewilligen.” Eine Beſchlußfaſſung der
Stadtverordnetenverſammlung über dieſen Antrag iſt
in dieſem Jahre nicht mehr möglich, wird aber in der
erſten Sitzung des neuen Jahres durch die
Bürgermei=
terei herbeigeführt werden.
Bingen, 26. Dez. Seit Dienstag, den 20. d. Mts.,
bends 9 Uhr, wird der als Kellner im Hotel Adler
tätig geweſene Erich Keilhauer, geboren am 21.
Mai 1894 in Reſchbitz, vermißt. Alle bisherigen
Recherchen waren ohne Erfolg, weshalb das Schlimmſte
befürchtet werden muß. Der Vermißte iſt etwa 1,60
Meter groß, von kräftiger Statur, mit dunkelblondem
opfhaar und grauen Augen. Er trug grauen Anzug
nd ſchwarzen Pelerinenkragen.
Gießen, 26. Dez. Die ärztliche
Vertragskom=
riſſion hat, lt. G. Anz., das Verhältnis zum
Sani=
ätsverein zum 1. April k. J. gekündigt. Der
Ver=
in wollte, um ſeinen Mitgliedern nicht erhöhte
Bei=
träge abfordern zu müſſen, aus früheren Erſparniſſen
das Aerztehonorar 1912 um 1 Mark für Jahr und
Fa=
milie und von 1913 an um 2 Mark jährlich aufbeſſern.
die Aerzte verlangen nun, daß dieſe Zulagen ſchon
von 1911 an gewährt werden und weiter, daß jedes
Mit=
zlied des Vereins, deſſen Einkommen ſich auf über
2000 Mark für das Jahr erhöht, aus dem Verein
aus=
geſchloſſen werden ſoll.
(*) Butzbach, 26. Dez. Nach dem Voranſchlag
unſerer Stadt für 1911 betragen die Geſamteinnahmen
217350 Mark, die außerordentlichen Ausgaben ſind 22700
Mark, für Schuldentilgung ſind 15770 Mark vorgeſehen.
tach der Jahresrechnung für 1909 betrugen die Einnahmen
23 182 Mark, die Ausgaben 301107 Mark, ſodaß ein
Ueberſchuß von 22075 Mark verblieb.
Büdingen, 26. Dez. Durch den Zuſammenbruch des
Vorſchuß= und Kreditvereins Ober=
Mock=
ſtadt, e. G m. u. H. in Ober=Mockſtadt (Oberheſſen), ſind
iele haftpflichtigen Mitglieder, die bekanntlich zur Deckung
es Fehlbetrages eine Vorſchußzahlung von je 2300 Mark
zu leiſten gezwungen ſind, in eine ſchwierige Lage
gekom=
nen. Infolgedeſſen ſetzte eine Hilfsaktion ein, die in
zwei Teile zu zerlegen iſt. Der erſte Teil war der Abſchluß
on Arrangements zwiſchen Konkursverwaltung und
Mit=
gliedern,. die Veranlaſſung der Gemeinden zur Beſchaffung
von Geld oder Bürgſchaftsübernahme für alle gefährdeten
Mitglieder und die Sammlung eines Hilfsfonds. Dies
wurde vom Kreisamt Büdingen durchgeführt. Der zweite
Teil der Hilfsaktion ſollte noch weitere größere Fonds
beſchaffen, und zwar durch folgendes, zwiſchen dem
Sozia=
len Muſeum in Frankfurt a. M., dem Verband
gewerb=
licher Genoſſenſchaften und den Kreisämtern Büdingen
und Friedberg vereinbarte Verfahren: Eine
geſchäfts=
führende Kaſſe ſollte möglichſt viele Forderungen der
Gläubiger der Konkursmaſſe gegen 20 Prozent Nachlaß
aufkaufen und auf Beſchleunigung des Konkursverfahrens
hinwirken. Dadurch ſollte ermöglicht werden, einen
Ueber=
ſchuß bis zu 40000 Mark herauszuwirtſchaften, der dann
den notleidenden haftpflichtigen Genoſſen (
Kaſſenmitglie=
dern) überwieſen werden könnte. Soweit als möglich
ſollte an die Einlagegläubiger eine Rückvergütung
ſtatt=
finden. Um dem ganzen Verfahren eine feſte Grundlage
zu geben, ſollten die Kreiſe Büdingen und Friedberg die
Gewährleiſtung für einen etwaigen Ausfall übernehmen.
Der Kreistag Büdingen hat am 17. ds. Mts.
be=
ſchloſſen, dieſe Gewährleiſtung zu fünf Achtel auf ſich zu
nehmen, wenn von anderer Seite eine Garantie vor ihm
mit 30000 Mark geleiſtet werde. Es handelt ſich noch um
etwa 1500000 Mark Forderungen der Konkursgläubiger;
die urſprünglichen 2 Millionen Mark ſind auf dieſen Be
trag durch 25 Prozent Abſchlagszahlungen im Konkurs
herabgegangen, weitere Abſchlagszahlungen werden ſo bald
nicht zu erwarten ſein. Ob der Konkurs noch 4, 5 oder
7 Jahre dauert, iſt ganz ungewiß. Die Verhältniſſe ſind
recht verzwickt und ſchwierig, und es wird noch ziemlich
lange währen, bis die 2400 (urſprünglich 3500) Schuldner
ihre Verpflichtungen erfüllt haben und auch alle
Vorſchuß=
zahlungen der haftpflichtigen Mitglieder des Vereins
ein=
gegangen ſind. Der Gedanke der zweiten Hilfsaktion iſt
auch richtig und geſund; gelingt ſeine Durchführung, ſo
erhalten die Gläubiger alsbald ihr Geld mit einem Abzug
und das Verfahren wird abgekürzt. Der Kreistag
Friedberg hat noch zu beſchließen. Und wenn dann,
wie zu erwarten, die Vorgarantie von 30000 Mark
be=
ſchafft wird, ſo kann das intereſſante Werk beginnen, das
der Heſſiſchen Landeshypothekenbank aufgetragen werden
ſoll. (Darmſt. Ztg.)
Reich und Ausland.
Aus der Reiſhshauptſtadt, 26. Dez. Der
Kon=
flikt zwiſchen dem ordentlichen Profeſſor der
Natio=
nalökonomie an der Berliner Univerſität Ludwig
Bernhard mit Max Sering iſt durch Vermittelung des
Kultusminiſters am Weihnachtstag beigelegt
wor=
den. Beide Profeſſoren gaben Erklärungen ab, deren
Inhalt ſo entgegenkommend iſt, daß damit der
Zünd=
ſtoff als beſeitigt gelten kann. Durch dieſes
Einver=
nehmen iſt Profeſſor Bernhards Stellung an der
Ber=
liner Univerſität geſichert. — Die Berliner Polizei
hat, der Voſſiſchen Ztg. zufolge, den Pariſer
Mittel=
ſchullehrer Dr. jur. Halbwachs wegen einiger Berichte,
die er über die Moabiter Krawalle und die Berliner
Polizei in der Humanité veröffentlichte,
ausgewie=
ſen. Der Ausgewieſene weilte erſt ſeit kurzer Zeit
in Berlin, wo er nationalökonomiſche und ſtatiſtiſche
Studien betrieb. Er war gelegentlicher Mitarbeiter
der Humanité und ſchrieb auch für ein Marſeiller
Blatt. H. erhielt die Weiſung, bis zum 31. Dezember
das Staatsgebiet zu verlaſſen. — Zur Affäre des
Grafen Giesbert Wolff=Metternich, der,
wie berichtet, unter dem Verdacht mehrfacher
Betrugs=
fälle und des Falſchſpieles in Haft genommen wurde,
wird weiter gemeldet: Der Beſchuldigte wurde geſtern
noch einmal eingehend von dem Richter vernommen
und dann in das Lazarett des Moabiter
Unterſuch=
ungsgefängniſſes zurückgeführt, wo ihm ein
beſon=
derer Raum angewieſen worden iſt. An eine
Haftent=
laſſung iſt vorläufig nicht zu denken, da die
Schuld=
momente zurzeit ſehr ſtark erſcheinen.
Entlaſſungs=
anträge werden von den Verteidigern erſt im Januar
geſtellt werden. Wie weiterhin aus Wien
gemel=
det wird, äußerte ſich die Frau des Grafen
Metternich, die frühere Schauſpielerin Claire
Wallen=
tini, dahin, daß ſie ihren Mann während der kritiſchen
Situation, in der er ſich augenblicklich befindet, nicht
im Stiche laſſen werde. — Von einem ſchrecklichen
Un=
fall wurde der Bootsmann Chimonick aus Trebitzſch
auf der Fahrt nach Berlin betroffen. Als die Zille
die Schleuſe an der ſogenannten „Großen Tränke” bei
Fürſtenwalde paſſiert hatte, wollte Ch. das Fahrzeug
feſtlegen. Dabei geriet der Bootsmann mit dem
rech=
ten Bein in eine Schlinge des Drahtſeils, mit dem der
würde. Dieſer Einwand iſt nicht ganz unberechtigt.
Der Hinweis, daß im kaufmänniſchen Verkehr im
all=
gemeinen Kauf und Verkauf von Waren ohne
Trink=
geldabgaben bewerkſtelligt werden, iſt deshalb nicht
an=
gebracht, weil gerade im Hotelbetriebe den Angeſtellten
in der Behandlung der Gäſte ein großer Spielraum
bleibt. Das Perſonal kann einen Gaſt höflich, aber
ohne ſehr zuvorkommend zu ſein, behandeln, ohne gegen
die Inſtruktion der Hotelleitung zu verſtoßen. Die
be=
ſondere Aufmerkſamkeit erkauft ſich eben der Gaſt durch
Verabreichung von Trinkgeldern. Die Abſchaffung
des Trinkgeldes kann nur dann durchgeführt werden,
wenn alle beteiligten Kreiſe, Hoteliers, Angeſtellte und
Hotelgäſte gemeinſam Stellung gegen dieſe
Entloh=
nungsweiſe nehmen und die entſprechenden Maßnahmen
treffen. Da aber eine Einigung dieſer Kreiſe kaum
herbeigeführt werden dürfte, wird das Trinkgeld auch
fernerhin die Bezahlung des Hotelangeſtellten bilden.
Ein wirkſames Mittel gegen das Trinkgeldgeben
würde nur in einem ſtrafrechtlichen Verbote zu
er=
blicken ſein. Da aber derartige Geſetzesbeſtimmungen
in unſer Rechtsſyſtem nicht paſſen, ſcheiden ſie in
Deutſch=
land von vornherein als Kampfmittel gegen die
Trink=
geldfrage aus. Aber daß das Strafrecht bereits zur
Beſeitigung der Trinkgelder herangezogen wurde,
be=
weiſt ein Beiſpiel aus dem Lande der unbegrenzten
Möglichkeiten. Der amerikaniſche Staat Waſhington
an der Küſte des Stillen Ozeans hat in ſein Strafrecht
Beſtimmungen gegen das Trinkgeldgeben und =nehmen
aufgenommen. Nach Maßgabe derſelben macht jeder
Angeſtellte eines Lokals, eines Hotels oder Cafés, der
um ein Trinkgeld bittet oder ein ſolches annimmt, und
jede Perſon, die Trinkgeld gibt, ſich einer
Geſetzesüber=
tretung ſchuldig. Ziemlich harte Strafen ſollen
vorge=
ſehen ſein.
Die großen Schwierigkeiten, die die Beſtrebungen
auf Abſchaffung des Trinkgeldes zu überwinden haben,
laſſen leider die Hoffnung nicht aufkommen, daß in
dieſer Löhnungsmethode eine Aenderung in abſehbarer
Zeit eintreten wird.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Statiſtik der deutſchen Aerzte. Die
Zahl der Aerzte in Deutſchland beträgt im Jahre 1910
nach dem von Profeſſor Dr. Schwalbe herausgegebenen
„Reichsmedizinalkalender für Deutſchland auf das Jahr
1911‟ Leipzig, G. Thieme 1910, abgeſchloſſen am 1.
No=
vember 1910) 32 449. Nach dem „Statiſtiſchen Jahrbuch
für das Deutſche Reich” für 1910 war die
Einwohner=
zahl Deutſchlands in der Mitte des Jahres 1910 etwa
64 775000, ſomit kommen auf 10000 Einwohner 5,01
Aerzte. Ihre Zahl hat gegen das Vorjahr um 480
zu=
genommen. Während in den letzten Jahren die Zahl
der Aerzte um ein geringes ſich weniger raſch als die
Bevölkerung vermehrte, übertrifft dieſes Jahr die
Zu=
nahme der Aerzte diejenige der Bevölkerung.
Künftig=
hin iſt von Jahr zu Jahr wieder ein Anſteigen der
Ver=
hältnisziffern der Aerzte zu erwarten, da die Zahl der
Medizinſtudierenden ſich überaus raſch geſteigert hat.
Sie betrug im Sommerhalbjahr 1905 6032 und ſtieg
in den nächſten Jahren auf 6570, 7574, 8250, 9239, um
1910 die Zahl von 11125 zu erreichen. In den
Groß=
ſtädten iſt die Zahl der Aerzte im Verhältnis zur
Ein=
wohnerzahl etwas zurückgegangen, im übrigen
Deutſch=
land dagegen gleich geblieben. In Groß=Berlin kamen
auf 10000 Einwohner Mitte 1910 12,32 Aerzte gegen
11,4 im Jahre 1907, in den übrigen Großſtädten 9,10
(9,3). In den übrigen Großſtädten kamen auf 10000
Einwohner (für die Mitte des Jahres 1910 berechnet)
Aerzte
8,1
22,6 Nürnberg
Wiesbaden .
8,1
16,6 Bremen
München . .
8,0
Straßburg . . . . 13,9 Magdeburg
Groß=Berlin . . . . 12,3 Stettin
11,8 Düſſeldorf
Königsberg
7,7
11,8 Hamburg
Halle a. S.
7,6
11,5 Aachen
Kiel
. 6,8
11,5 Mannheim .
Frankfurt a. M.
. 6,2
. . 11,3 Dortmund .
Breslau
. 5,9
. . 11,1 Altona
Hannover .
. . . . 5,8
10,6 Elberfeld
Poſen
. . . 5,6
10,1 Krefeld
Karlsruhe.
9,8 Chemnitz . . . . 5,6
Köln
9,7 Barmen . . . . . . 5,3
Kaſſel
9,7 Bochum . . . . . . 5,0
Stuttgart . . .
9,2 Plauen . . . . . . 4,8
Dresden
9,1 Eſſen . . . . . . . 4,5
Danzig
8,7 Duisburg . . . . . 4,3
Braunſchweig . .
8,4 Gelſenkirchen . . . . 4,0
Erfurt
8.3
Leipzig . . . . .
Die Zahl der Aerztinnen iſt erheblich geſtiegen;
während 1908 55 und 1909 69 verzeichnet waren, ſind
es jetzt 102 Aerztinnen; davon kommen auf Berlin 32
(1909 21), München 6 (wie im Vorjahr), Frankfurt am
Main 1 (1909 5), Dresden 6 (4) und Hamburg. 4 (wie
im Vorjahr). In zehn Städten ſind je zwei Aerztinnen
aufgeführt, in 28 Gemeinden je eine. Die Zahl der
weiblichen Medizinſtudierenden hat in Deutſchland ſehr
zugenommen; ſie war im Winter 1909—1910 371 und
im Sommer 1910 512; darunter ſind die
Ausländerin=
nen einbegriffen. Die Zahl der Spezialärzte iſt in
Deutſchland, beſonders in den Großſtädten, beträchtlich.
Im Jahre 1906 war die Zahl der Aerzte, die nach dem
„Reichsmedizinalkalender” ein Spezialfach für ſich in
Anſpruch nehmen, 6259 (— 20,2 v. H. aller Aerzte), im
Jahre 1910 iſt dieſe Zahl 7272 (— 22,4 v. H.). Dabei ſind
die Oberärzte innerer Abteilungen von
Krankenhäu=
ſern nur dann als Spezialärzte für innere Krankheiten
gezählt, wenn anzunehmen war, daß ſie tatſächlich ſolche
waren (alſo meiſt nur in Univerſitäts= und Groß
ſtädten).
Frankfurter Theater=Spielplan.
1. Opernhaus. Mittwoch, 28. Dez., 3½ Uhr: „
Aſchen=
brödel”, 7½ Uhr: „Cavalleria Ruſticana” „Der
Ba=
jazzo‟. Donnerstag, 29. Dez., 3½ Uhr: „Aſchenbrödel‟
7 Uhr: „Die weiße Dame” Freitag, 30. Dez., 3½ Uhr
„Aſchenbrödel” 7 Uhr: „Hänſel und Gretel” Samstag,
31. Dez., 3 Uhr: „Aſchenbrödel” 6½ Uhr: „Der
Bettel=
ſtudent” Sonntag, 1. Jan., 3½ Uhr: „Aſchenbrödel”
7 Uhr: „Othello”. Montag, 2. Jan., 3½ Uhr: „
Aſchen=
brödel”, 7½ Uhr: „Die geſchiedene Frau”. Dienstag,
3. Jan., 3½ Uhr: „Aſchenbrödel”, 7 Uhr: „Tiefland”.
2. Schauſpielhaus. Mittwoch, 28. Dez.: „
Char=
leys Tante‟ Lord Francourt Babberley: Herr Oskar
Kanzeuel vom Volkstheater in München als Gaſt.
Donnerstag, 29. Dez.: „Wilhelm Tell”. Freitag, 30.
Dez.: „Einer von unſere Leut‟”. Samstag, 30. Dez.:
„Moral” Sonntag, 1. Jan., 3½ Uhr: „Wenn der junge
Wein blüht”, 7 Uhr: „Fauſt”, 1. Teil. Montag, 2. Jan.:
„Die Kinder‟. Dienstag, 3. Jan.: „Das Konzert”.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Nummer 304.
Kahn an den Schleppdampfer befeſtigt war. In
dem=
ſelben Moment zog der Dampfer noch einmal an und
dem Bedauernswerten wurde der Fuß über dem
Knöchel glatt abgeſchnitten. In beſinnungsloſem
Zu=
ſtande wurde der Verunglückte nach dem Krankenhaus
übergeführt.
Frankfurt, 27. Dez. Der Polizeibericht meldet: Im
Schlacht= und Viehhof hier iſt am 26. d. M. die
Maul= und Klauenſeuche amtlich feſtgeſtellt an vier Stück
Rindvieh aus einem Viehſtapel von 62 Stück. Vom
Regierungspräſidenten iſt die Sperre für den
Schlacht= und Viehhof verhängt. Mit der Abſchlachtung
der Tiere wurde bereits geſtern begonnen. Es läßt
ſich noch nicht überſehen, ob die Abhaltung des
Vieh=
marktes am Donnerstag etwaeinfolge des
Seuchenaus=
bruches nicht erfolgen kann.
Kronberg i. T., 27. Dez. Im Walde wurde am erſten
Weihnachtsfeiertag die Uniform des Musketiers Schulz
von der zweiten Kompagnie des Schleswig=Holſteiniſchen
Infanterie=Regiments Nr. 163 aufgefunden. Von
dem Eigentümer fehlt jede Spur.
Bremen, 26. Dez. Von dem ſpaniſchen Dampfer
„Urkielamendi” geſtrandet bei Höermanſand, mit
Baumwolle von Wilmington nach Bremen beſtimmt,
wur=
den durch das Rettungsboot „Emile Robin” der Station
Arum=Nord der Geſellſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger
neun Perſonen gerettet. Der Reſt der Beſatzung
iſt noch an Bord.
Poſen, 27. Dez. Für die am 23. Februar k. J. vor
dem Reichsgericht ſtattfindende Verhandlung in der
Klageſache der Stationsaufſehersfrau Cecilie Meyer
gegen den Grafen Zbigniew wegen Herausgabe des
kleinen Grafen Joſeph Kwilecki, hat das
Reichsgericht der Meyer das Armenrecht bewilligt und
ihr den Geheimen Juſtizrat Dr. Erytropel in Leipzig
als Anwalt beigeordnet.
Poſen, 27. Dez. Der Sattlergehilfe von
Tromp=
czynski, der im Jahre 1895 vom Schwurgericht Gneſen
wegen Raubmordes zum Tode verurteilt, dann
aber zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde.
iſt jetzt wegen fortgeſetzt guter Führung begnadigt
und aus dem Zuchthaus zu Rawitſch entlaſſen worden.
Wien, 25. Dez. Zur Lawinenkataſtrophe am
Monte Piano, durch die eine öſterreichiſche
Militär=
patrouille von ſechs Mann den Tod fand, wird noch
berich=
tet: Die unter Führung des Leutnants Riechel ſtehende
Patrouille hatte den Auftrag, die öſterreichiſch=italieniſche
Grenze im Höhlenſteingebiet abzuſtreifen. Von
Schluder=
bach aus wandte ſie ſich auf Skiern dem 2325 Meter hohen
Monte Piano zu. Die Kataſtrophe erfolgte knapp an der
italieniſchen Grenze am Rande des welligen
Gipfelpla=
teaus, in der Nähe der kleinen im Sommer bewirtſchafteten
Schutzhütte. Die Ortsbewohner von Schluderbach
konn=
ten die Bewegungen der Patrouille genau verfolgen.
All=
gemein fiel es dabei auf, daß die Mannſchaften dicht
hin=
tereinander die Schneefelder traverſierten, und eine gewiſſe
Beängſtigung bemächtigte ſich ihrer, als die Patrouille in
gleicher Weiſe auch ein ſteiles Schneefeld in einer Rinne
überſetzen wollte, deren Geröllhalde jäh in einen
Fels=
keſſel hinabführt. In dem Moment, als die Patrouille ſich
mitten auf dem ſteilen Schneefeld befand, ſah man plötzlich,
wie die Soldaten förmlich in die Höhe geriſſen und dann,
ſich überſtürzend, in den zu Tal ſauſenden Schneemaſſen
begraben wurden. Nur Leutnant Riechel, der der
Pa=
trouille voranging, konnte ſich durch einen Sprung
außer=
halb des Lawinenbereichs ſetzen. Es wurden ſofort alle
verfügbaren Militärmannſchaften der Umgegend
aufge=
boten, denen ſich viele Bergführer und bergkundige
Ein=
heimiſche anſchloſſen. So wurde eine Rettungsexpedition
von 400 Mann zuſammengeſtellt, die mit allen
erforder=
lichen Gerätſchaften ausgerüſtet war. Der Augenſchein
er=
gab deutlich die Stelle, an der der Abbruch des „
Schnee=
brettes” und der Niedergang der Lawine erfolgte. An
der Niedergangsſtelle wurden haushohe Schneemaſſen, mit
maſſenhaftem Geröll vermengt, angetroffen. Die enorme
Ausdehnung des Lawinenfeldes und die eisartige
Feſtig=
keit des unter dem Lawinendruck zuſammengepreßten
Schnees erſchwerten aufs äußerſte die
Ausgrabungsarbei=
ten. Trotzdem gelang es, die Leichen aller verunglückten
Soldaten zu bergen. Sie waren vielfach bis zur
Unkennt=
lichkeit entſtellt. Die ärztliche Unterſuchung ergab, daß ſie
den Tod durch Erſticken gefunden hatten. Die Leichen
wurden in der Friedhofskapelle von Schluderbach
aufge=
bahrt.
Baden bei Wien, 26. Dez. Während des geſtrigen
Hochamts in der hieſigen Pfarrkirche löſte ſich von der
Decke ein Stück des Geſimſes ab und ſtürzte in
das Kirchenſchiff, ohne jedoch jemanden zu treffen.
Trotzdem entſtand unter den Kirchenbeſuchern eine
Panik, und alles ſtürzte nach den Ausgängen.
Schließ=
lich gelang es aber einigen Beſonnenen, die Ruhe
ſo=
weit wieder herzuſtellen, daß die Kirchenbeſucher die
Kirche verlaſſen konnten, ohne daß ernſtliche
Verletz=
ungen zu verzeichnen waren.
Bern, 27. Dez. Unter dem Verdacht des
Doppel=
mordes an den Eheleuten Hirſchi wurde der 21
jäh=
rige Zementarbeiter Niederhäuſer verhaftet. Er
wurde überführt, die Nacht vor dem Verbrechen in der
Wohnung Hirſchis verbracht zu haben. Bei ihm wurde
eine Uhr mit dem Namen der Frau Hirſchi und
Schmuck=
ſachen vorgefunden.
Mailand, 24. Dez. Ein junger Tenor hat ſich kürzlich
aus Liebeskummer erſchoſſen. Die Leiche wurde nach dem
Friedhof gebracht, wo ſie am nächſten Tage beerdigt
werden ſollte. Plötzlich glaubte der Friedhofswärter aus
dem Sarge ein Stöhnen zu hören. Kein Zweifel, der
angeblich Tote gab unzweideutige Lebenszeichen von ſich.
Die Aerzte wurden ſofort alarmiert, die ſich jetzt
eingehen=
der als zu Anfang mit dem Unglücklichen beſchäftigten. In
der Tat gelang es ihnen bald, den Scheintoten, aber
ſchwer Verwundeten, wieder ins Leben zurückzurufen;
ſo=
gar die Hoffnung auf Rettung iſt nicht ausgeſchloſſen. Die
zur Beerdigung aus Rom herbeigeeilte Mutter und
Brü=
der konnten mit ihm bereits einige Worte wechſeln.
Katania, 27. Dez. Seit geſtern nacht ſtößt der Aetna
wieder Rauchwolken aus, aus denen Flammenzucken und
leichter Bimsſteinregen niedergeht.
Paris, 27. Dez. Ein ſchweres
Automobil=
unglück ereignete ſich auf einer Spazierfahrt, die der
Direktor einer Automobilfabrik in Marſeille, Herr
Engelhardt, einer ſeiner Freunde, Herr Kriſten, eine
junge Dame und ein Herr Sänger unternahmen.
Letz=
terer lenkte das Automobil. Infolge Platzens einer
Pneumatik überſchlug ſich das Auto. Kriſten und die
junge Dame wurden einen Abhang hinabgeſchleudert
und gefährlich verwundet, ſo daß an ihrem Aufkommen
gezweifelt wird.
Barcelona, 26. Dez. In dem Gefängnis zu Figueras
hatten ſich in der letzten Nacht zwei Patrouillen, die
glaub=
ten, daß Gefangene einen Ausbruch verſuchten,
gegen=
ſeitig beſchoſſen, wobei ein Korporal getötet,
ein Hauptmann und ein Soldat verwundet wurden.
New=York, 27. Dez. Ein kühner Ueberfall
wurde in einem Miſſouri=Pacific=Zuge in der Nähe von
Canſas=City verübt. Dort beraubte ein maskierter
Räuber hundert Reiſende. Er hielt alle mit einem
Revolver in Schach und verwundete einen Hauptmann,
der Widerſtand verſuchte. Vorher hatte er das
Alarm=
ſignal unbrauchbar gemacht und dadurch jeden Alarm
verhindert. Der Räuber verließ unbehindert den Zug.
Starke Patrouillen mit Bluthunden ſind hinter ihm her.
Sport.
* In dem Fußballwettkampf Paris-
Darmſtadt ſiegte der „Fußballklub Olympia=
Darmſtadt 1898” über den „Club Athlétique de Vitry”=
Paris mit 5:0 Toren.
Rr. Die Schiebungen bei dem Bremer
Sechstage=Rennen ſind, wie gemeldet, in der
letzten Sitzung des Verwaltungsausſchuſſes des
Ver=
bandes Deutſcher Rad=Rennbahnen ſehr ſcharf
ge=
ahndet und eine ganze Reihe von Fahrern auf ein
halbes Jahr disqualifiziert worden. Allerdings iſt
eine offizielle Bekantmachung des
Verwaltungsaus=
ſchuſſes hierüber bisher noch nicht erfolgt. Nunmehr
geht uns eine von den beteiligten Rennfahrern Willy
Arend, Eugen Stabe, Karl Rudel, Otto=
Pawke Willy Techmer, Anteo Carapezzi,
Willy und dem Manager Max Klopſteg
unter=
zeichnete Erklärung folgenden Wortlauts zu: „Wie
wir erſt aus den Zeitungen erfahren haben, hat der
„Verwaltungsausſchuß des Verbandes Deutſcher
Rad=Rennbahnen” aus Anlaß des Bremer Sechstage=
Rennens gegen uns ein Urteil gefällt, durch welches
wir mit außerordentlich harten Strafen belegt
wor=
den ſind. Wir ſtellen feſt, daß dieſes Urteil ergangen
iſt, ohne daß auch nur ein einziger von uns von dem
Verwaltungsausſchuß gehört worden, und daß das
Urteil zwar durch die Preſſe zur Veröffentlichung
ge=
langt, uns aber bis auf den heutigen Tag noch nicht
zugeſtellt worden iſt. Aus letzterem Grunde ſind wir
bisher auch noch nicht in die Lage gekommen, gegen
dieſes Urteil, das wir als ungerecht anfechten wollen,
die uns zuſtehenden Rechtsmittel zu ergreifen. Wir
werden aber, ſobald die Zuſtellung des Urteils erfolgt
ſein wird, unverzüglich ſchiedsrichterliche
Entſcheid=
ung angehen, wobei ſich für uns die Gelegenheit
bie=
ten wird, den wahren Sachverhalt klarzuſtellen.”
Sr. Das Pariſer 24=Stunden=
Roll=
ſchuhlaufen am erſten Weihnachtsfeiertag wurde
von 12 Konkurrenten beſtritten. In den beiden erſten
Stunden lieferten ſich Carey=Amerika, Cookſon=
Eng=
land und Curtiß=England ſpannende Kämpfe, bis es
endlich Carey gelang, ſeine Gegner zu überrunden
und ſich die Spitze allein zu ſichern. In der 8. Stunde
war das Feld bereits weit auseinander geriſſen;
Ca=
rey hatte 169,166 Kilometer zurückgelegt, Leroy 6
Runden, Leveiller 15. Merpillat 29 und Cookſon 47
Runden zurück. Carey zeigte ſich durchweg überlegen
und ſiegte mit 476,933 Kilometern. Zweiter wurde
Leroy. 5 Konkurrenten beendeten das Rennen.
sr. Das alljährliche Weitſchwimmen
durch die Seine bei Paris fand am erſten
Feier=
tag wiederum ſtatt. Es ſtürzten ſich 9 Schwimmer
an der Alexander=Brücke in die empfindlich kalten
Fluten. Der bekannte franzöſiſche Champion
Mei=
ſter, der Verteidiger des Pokals, gewann auch
dies=
mal, und zwar in 1 Minute 45 Sekunden. Zweiter
wurde 3 Sekunden ſpäter Bougoin. Alle 9
Konkur=
renten kamen wohlbehalten am Ziele an,
Luftſchiffahrt.
* Los Angeles, 26. Dez. Der Aviatiker
Hox=
ſey erreichte während eines Fluges eine Höhe von
11 474 Fuß und ſtellte damit einen neuen
Welt=
ekord auf.
Vermiſchtes.
— Volksfeſtſpiele. Nachſtehender Aufruf
geht uns mit der Bitte um Veröffentlichung zu: Aus
Süddeutſchland kommt der Ruf, in allen großen
Städten Deutſchlands Volksfeſtſpiele zu veranſtalten.
Zu ſolchem Unternehmen wurde die Anregung
ge=
ſchöpft aus den Aufführungen des Sophokleiſchen
„König Oedipus” in München und Berlin. Eine
Zu=
yörerſchaft, die nach Tauſenden zählte — die ſich
zu=
ſammenſetzte aus allen Schichten der Bevölkerung,
verharrte atemlos unter dem gewaltigen Eindruck
dieſes antiken Dramas. Spieler und Zuſchauer
ver=
wuchſen zu einer Einheit, die den Rahmen des
her=
kömmlichen Theaters ſprengte. Zum erſten Male
er=
hielt die bisher nur erträumte Möglichkeit einer
monumentalen Schaubühne greifbare Geſtalt. Die
gleiche tiefgreifende Wirkung in der großen
Mün=
chener Muſikhalle wie in der Arena eines Berliner
Zirkus. Ein Verſuch, der manchem faſt tollkühn
er=
ſchien, wurde von Tauſenden und Abertauſenden im
Norden wie im Süden Deutſchlands, nicht nur in der
erſten leidenſchaftlichen Wallung, ſondern auch vom
bedächtig nachprüfenden Urteil als über alles Hoffen
gelungen bezeichnet. So entſtand der Gedanke, eine
das ganze Reich umfaſſende
Vereinig=
ung ins Leben zu rufen zum Zwecke
deut=
ſcher Volksfeſtſpiele.
Zur Förderung und Verwirklichung dieſes Plans
rufen die Unterzeichneten auf. Sie wollen einer
ſeſt=
lich geſtimmten Hörerſchaft feſtliche Eindrücke ſchaffen.
Sie wünſchen im Norden und Süden „das Theater
der Fünftauſend” hinzuſtellen, das die Grenze
der Alltagsbühne erweitert, das Ungezählten um ein
Geringes verſperrte Tore öffnet. In einer Zeit der
ſozialen und politiſchen Gegenſätze halten ſie den
Ver=
ſuch für dankenswert, den Acker für jeden und für
alle zu beſtellen — auf dem Boden der Kunſt eine Art
von Ausgleich anzuſtreben, und das Theater wieder
zu einer Sache des Volksganzen zu machen. Die
Werke der Antike und der eherne Beſtand unſerer
klaſſiſchen Meiſterwerke, ſoweit ihr beſonderer
Rhyth=
mus ſich ohne Zwang in die Schallmaße ſolches
Feſt=
raumes einſtimmen läßt, ſollen auf dieſer Bühne ihre
Stätte finden. Und aufmerkſamen Ohres wollen wir
hinhorchen, ob nicht etwa dem dichteriſchen Schaffen
der Gegenwart ans dieſen veränderten Bedingungen
neue Anregungen und neue Möglichkeiten erblühen.
Als Darſteller ſollen die bedeutendſten Schauſpieler
der deutſchen Bühne herangezogen werden. Die
Spiel=
eitung der Aufführungen wird Max Reinhardt
übernehmen. An alle, ohne Rückſicht auf Stand, Be=
Kleines Feuilleton.
CK. Eine düſtere Prophezeiung. Bei
einer wiſſenſchaftlichen Diskuſſion, die von der
Briti=
ſchen Vereinigung für den Fortſchritt der
Wiſſenſchaf=
ten veranſtaltet wurde, wurde von den Gelehrten
dar=
auf hingewieſen, daß ſich im Indiſchen Ozean ein
neuer Weltteil zu entwickeln beginnt, der nach dem
Umwandlungsprozeß wohl die Größe Auſtraliens
er=
reichen wird. Die Riviſta Navale knüpft hieran an,
und ſucht zu ergründen, welche Naturphänome das
Erſcheinen dieſes neuen Weltteiles begleiten würden
und welchen Einfluß dies auf die beſtehenden Erdteile
haben könnte. Wenn man bedenkt, daß der Ausbruch
von Kilanea in Hawai, ein Erdſtoß von nur mittlerer
Bedeutung, die Urſache einer verheerenden Flutwelle
wurde, die ſich viele tauſende von Meilen von ihrem
Ausgangspunkte entfernt über die Küſte ergoß und
gewaltige Verwüſtungen anrichtete, ſo wird es
wahr=
ſcheinlich, daß das Entſtehen eines neuen Weltteiles
ungleich ſchlimmere Umwälzungen mit ſich bringen
müßte; eine Kataſtrophe, wie ſie die Erde ſeit
Men=
ſchengedenken noch nicht erfuhr. Und in der Tat
gip=
feln die Ausführungen des wiſſenſchaftlichen
Mit=
arbeiters der Riviſta Navale in einer ſchrecklichen
Prophezeiung. Das Entſtehen des neuen Weltteiles
würde parallel laufen mit der Bildung einer
gewalti=
gen Rieſenwoge kochenden Waſſers, der kein Schiff, wie
groß es auch ſein möge, auch nur eine einzige Minute
Widerſtand leiſten könnte. Dieſe Woge würde ſich als
Sturmflut über die Erdteile ergießen; eine wirkliche
Sintflut würde die Welt in eine Einöde verwandeln.
Denn die Küſten des Indiſchen Ozeans würden das
Vordringen der mächtigen Waſſermaſſen nicht
aufhal=
ten; über das Kap Horn müßten ſie in den Atlantiſchen
Ozean eindringen, mit anderen Sturmfluten
zuſam=
menſtoßen. Die Erſchütterung würde die Drehung
der Erde um ihre Achſe unterbrechen. Für die
Menſch=
heit aber gäbe es keine Rettung, allenfalls die Gipfel
des Himalaya würden die ſtürmenden Meere
über=
ragen. Das Beruhigende an dieſen trüben Ausſichten
für die Zukunft iſt die Wahrſcheinlichkeit, daß noch
einige Millionen Jahre verſtreichen werden, ehe die
Natur die Prophezeiung erfüllt, und bis dahin mag
ich manches geändert haben.
* Ein Rätſel aus der Nelkenzucht. Die
Nelken ſind von allen Pflanzen des Handels, die als
Schnittblumen verkauft werden, ohne Zweifel die
be=
liebteſten, wenn man in Betracht zieht, daß ſie das
ganze Jahr über zu haben ſind. Der Gartenbau hat
in letzter Zeit auch noch vieles dafür getan,dieſer köſtlichen
Blüte mit ihrem würzigen Duft eine ganz eigenartige
Fülle verſchiedener Farben und Formen zu verleihen.
Das Dorado der Nelkenzucht für ganz Europa iſt
Süd=
frankreich, wo die beiden Departements der Seealpen
mit Nizza und Cannes und der benachbarte Bezirk Var
für volle 40 Millionen Mark Blumen jedes Jahr nach
dem Ausland ſchicken. Die Nelkenmode hat nun in
neueſter Zeit die Forderung aufgeſtellt, daß die Blüte
nicht hängen darf, ſondern auf einem ſteifen Stiel
auf=
recht ſitzen muß. Dadurch iſt die Frage entſtanden, wie
es kommt, daß manche Nelken dieſe Bedingung erfüllen,
andere nicht. Einen beſonderen Vorzug haben dadurch
amerikaniſche Nelken erfahren, die man wegen ihrer
Steifheit ſchlechthin mit dem Beinamen der
Eiſen=
ſtielnelken belegt hat. Die ſüdfranzöſiſchen Nelken
laſſen in dieſer Hinſicht zu wünſchen übrig, ſo daß die
dortigen Züchter ſich zunächſt veranlaßt geſehen haben,
amerikaniſche Nelken einzuführen. Das wird aber
wahrlich nicht nötig ſein, da ſich herausgeſtellt hat, daß
die größere oder geringere Steifheit des Stiels von der
Zuſammenſetzung des Bodens abhängig iſt. Sie beruht
nämlich zunächſt auf einem größeren Gehalt der
Ge=
webe an Mineralſtoffen und dieſer wiederum auf der
Anweſenheit gewiſſer Beſtandteile im Boden. Man
konnte auf dieſe Vermutung ſchon durch die
Erfahr=
ungen gelangen, die man in der Landwirtſchaft
geſam=
melt hat, wonach die reichlichere Anweſenheit von
Phos=
phorſäure und Kali zu einer Verſteifung der Halme
führt. Die Arbeiten mehrerer franzöſiſcher Forſcher
haben nun beſtätigt, daß für die Nelken dasſelbe gilt.
Die ſteifen amerikaniſchen Nelken beſithzen nach der
chemiſchen Unterſuchung einen Ueber’uß an dieſen
Mineralien, deren Zufuhr zum Boden durch Düngung
genügt, um auch anderen Nelkenraſſen die von der
Mode begehrte Haltung zu verleihen.
* Von Haifiſchen gefreſſen. In einem
Telegramm von Brisbane wird das ſchreckliche Schickſal
der Mannſchaft des Perlenfiſcherſchoners „Hugh
Nor=
man”, der kürzlich an der weſtauſtraliſchen Grenze ſchiff=
brüchig wurde, geſchildert. Der Sturm warf das 200
Tonnen große Schiff auf ein Riff, wo es hilflos liegen
blieb, während die See durch große Lecks in den Rumpf
eindrang. Das Land war nur wenige Meilen
ent=
fernt ſichtbar, und da das Schiff nicht mehr zu retten
war, ließ der Kapitän das Rettungsboot ausſetzen. Alle
Mann mit Ausnahme des Kapitäns und des Matroſen
Theodor Angerſon waren bereits in das Rettungsboot
hinabgeglitten, als dieſes von einer wuchtigen Woge
emporgeſchleudert wurde und kieloben wieder in die
See zurückfiel. Jetzt ſpielte ſich ein grauſiger Kampf
zwiſchen den in das Waſſer gefallenen Matroſen und
mächtigen Haifiſchen ab, die das Wrack
umſchwärm=
ten. Unter herzzerreißenden Schmerzensſchreien
ver=
ſchwand ein Mann nach dem anderen, von den gierigen
Tieren in die Tiefe gezogen, und die See färbte ſich rot
von ihrem Blute. Der Kapitän und Anderſon mußten.
an die Maſten geklammert, dem grauſamen Schickſal
ihrer Kameraden hilflos zuſehen. Nach acht Stunden,
als die See ein wenig ruhiger geworden war, ſprang
der Kapitän über Bord, um ans Land zu ſchwimmen,
aber ſchon wenige Meter vom Schiff entfernt erfaßte
ihn ein Haifiſch, und auch er verſchwand unter den
Wellen. Sechs Tage lang brachte Anderſon in Wind
und Wetter auf dem Deck des Perlenfiſchers zu, die
Vorräte ſtanden unter Waſſer, und der Mann litt
Hunger und Durſt. Am ſiebenten Tage ſprang auch er
in die See, ſeine Lage war ſo unerträglich geworden,
daß Haifiſchrachen keine Schrecken mehr für ihn hatten.
Er verſuchte, die Küſte zu erreichen, aber die
Entbehr=
ungen der letzten ſechs Tage waren zu groß geweſen,
er verlor die Beſinnung. Als Anderſon wieder zu ſich
kam, lag er auf ſandigem Strande, wohin eine Welle
ihn getragen hatte. Fiſcher nahmen ſich ſeiner an und
brachten ihn nach Brisbane.
* Der Hund als ehrlicher Finder. In
München hatte ein Goldſchmiedelehrling ein Paket mit
ſechs wertvollen Ringen auf offener Straße verloren.
Ein Pinſcher fand es und trug es zu ſeiner Herrin heim.
Dieſe nahm ihm das Paket ab und wollte es wegwerfen,
hörte aber einen harten Klang und öffnete das Paket.
Als ſie ſechs Ringe mit der Rechnung des Meiſters
fand, ſtellte ſie ihm ſein Eigentum wieder zu. Der
Lehrling hatte ſeine Prügel bereits erhalten.
Nummer 304.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Seite 3.
ruf und Partei, ergeht hierdurch die Aufforderung
ſich der Geſellſchaft für deutſche
Volksfeſt=
ſpiele anzuſchließen.
Der Aufruf iſt u. a. unterzeichnet von Dr. Adickes,
Oberbürgermeiſter von Frankfurt a. M.: Dr. von
Borſcht, Oberbürgermeiſter von München; D. Dr.
Vurchard, Bürgermeiſter von Hamburg; Dr. Martin
Kirſchner, Oberbürgermeiſter von Berlin; Kurt
Schuſtehrus, Oberbürgermeiſter von Charlottenburg;
Profeſſor Benno Becker, München; Profeſſor Dr. Th.
Fiſcher, München; Profeſſor Dr. Adolf Harnack, Exz.,
Berlin; Hugo v. Hofmannsthal, Wien; Max Klinger,
Leipzig; Max Liebermann, Berlin; Hans Pfitzner,
Straßburg: Ernſt von Schuch, Generalmuſikdirektor,
Dresden; Emanuel von Seidl, München; Gabriel von
Seidl, München; Franz von Stuck, München; Dr. Graf
von Zeppelin, Exz., Stuttgart. Das Bureau der
Ge=
ſellſchaft für deutſche Volksfeſtſpiele iſt Berlin NW.,
Unter den Linden 14.
* Ueberraſchend ſchnell wird man ſein
Geld los — an den Schaltern des neuen Poſtamtes
(W. 8) in der Franzöſiſchen Straße in Berlin. Der
Annahmebeamte wirft nur einen flüchtigen Blick auf
die ihm überreichte Poſtanweiſung, ſteckt dieſe in die
Oeffnung eines links neben ihm ſtehenden
Stempel=
automaten, unterzeichnet die Poſtanweiſung und gibt
dann gegen den Geldbetrag den Einlieferungsſchein
heraus. Die Maſchine hat mit einem Schlage durch
einfache Kurbeldrehung drei Aufgabeſtempel, ſowie
die Nummer des Poſtamtes und der Anweiſung an
die dafür beſtimmten Stellen gedruckt, was früher viel
zeitraubender und umſtändlicher war. Das Publikum
iſt überraſcht durch die prompte Abfertigung, und es
iſt nur eine Frage der Zeit, daß der
Poſtanweiſungs=
ſtempel=Apparat an den Geldſchaltern der größeren
Poſtämter anzutreffen ſein wird.
* Tee=Teuerung in England. Der Tee wird,
wie aus London gemeldet wird, teuer. Wer die
Verbrei=
tung des Getränkes in England kennt, weiß, was das zu
bedeuten hat. Seit 20 Jahren iſt auf dem Teemarkt kein
derartiger Unterſchied von Nachfrage und Angebot
ge=
weſen. Auf dem Engros=Markt ſind die Preiſe
ſprung=
artig in die Höhe geſchnellt und auch bei den
Kleinverkäu=
fern ſind die Vorräte knapp geworden und die Preiſe
ge=
ſtiegen. Einer der großen Teehändler ſchreibt dieſe
Tat=
ſache mehreren Ereigniſſen zu. Der Teeverbrauch iſt in faſt
allen Kulturländern geſtiegen, obwohl gerade Indien und
Ceylon an Stelle der Teeplantagen den einträglicheren
Gummibaum pflanzen. In England hat dazu die feuchte
Witterung der letzten Wochen ſowie die Gewährung der
Alterspenſion einen bedeutenden Teeverbrauch gezeitigt,
der naturgemäß einen momentanen Mangel zur Folge
ha=
ben muß.
Literariſches.
C Im Verlag der „Vita‟, Deutſches Verlagshaus,
G. m. b. H., Berlin=Charlottenburg, Hardenbergſtr. 14,
hat Karl Hans Strobl ſeinen neuen Roman „Der
brennende Berg” erſcheinen laſſen. Einen Roman,
der nicht nur Menſchenſchickſale behandelt, ſondern die
Geſchichte und Geſchicke einer ganzen Stadt. Der Stadt
Königsgrund, an der ſchleſiſchen Grenze, auf
öſterreichi=
chem Gebiet gelegen, am Fuße eines Berges, deſſen
In=
neres ſeit Jahrzehnten brennt und um den der Kampf
zweier Parteien tobt. Einer ſelbſtloſen, deren Führer
der Held des Romans iſt, und die das alte brennende
Bergwerk neu beleben will, und einer Geſellſchaft von
Schwindlern, die eine wertloſe heiße Quelle als
Heil=
quelle ausnutzen will. Natürlich ſpielen auch Liebesleben
in dieſem Kampf der Parteien, da die Frauen als Reiz
und Lockung von den Männern vorgeſchoben, lebhaften
Anteil an dem Kampf nehmen. Es iſt bewundernswert,
mit welchem Raffinement alle Fäden der Handlung zuerſt
in einem feingeſchlungenen Knoten zuſammenlaufen, um
dann entwirrt zu werden, ohne daß je die
Glaubwürdig=
keit erſchüttert, aber auch ohne daß die Spannung, die den
Leſer gefangen nimmt, nachläßt. Man erlebt die Schickſale
der Helden dieſer Geſchichte mit. (Preis geh. 4 Mark, geb.
5 Mark.)
— Wilhelm Schuſſen: Gildegarn. Roman.
Verlag von Eugen Salzer in Heilbronn. Broſch. 2,50
Mark, geb. 3,50 Mk. — Dieſes neue Buch von Schuſſen
wird die alten Freunde unter ſeinen Leſern überraſchen
und weit über deren Kreis hinaus ein lebhaftes
öffent=
liches Intereſſe erregen. Der Verfaſſer greift hier
mitten aus dem Leben heraus ein Motiv von
brennen=
der Aktualität: Das Schickſal eines Mannes, der ſich
in den Garnen einer Gilde, das heißt eines zünftigen
Berufsſtandes hoffnungslos verſtrickt und als
Gefan=
gener an Leib und Seele dahinſiecht. Schuſſen
ent=
wickelt in dieſem Werk eine flotte Kunſt der
Charakte=
riſtik und zeichnet einige ganz neue Geſtalten, die man
nicht überſehen und nicht vergeſſen wird. Auch die
reizendſte Seite ſeines Schaffens, ſein kräftiger
Humor, findet ſelbſt an dieſem im Grunde tragiſchen
Stoffe Entfaltung genug.
Darmſtadt, 28. Dezember.
* Se. Exzellenz Finanzminiſter Braun tritt heute eine
mehrwöchige Erholungsreiſe an.
V.V. Ingenheim, 27. Dez. Die erſte Vorführung
des Krippenſpiels, für die Schulkinder beſtimmt,
iſt vorüber, am 29. Dez., abends 5 Uhr, iſt die
Wieder=
holung. Die Feier wurde mit dem Kinderchor eröffnet
„Es iſt ein Roſ’ entſprungen, dann folgte ein
Streich=
quartett, bei dem die Kinder die Geigenſtimmen
ſpiel=
ten. Die Bühne zeigte, eingeleitet durch das „Ave
Maria” von Bach=Gounod, ergreifend geſpielt von
Herrn Röhle, die Geſtalt der knienden Maria, zu der
zwei Engel treten, die ihr in anmutigem Zwiegeſang
den Sohn verkündigen. Es war ein reizendes Bild, und
die drei Mädchen ſangen ihre Partie ſicher und hübſch.
Das nächſte Bild zeigte die Herbergſuche; ſie ſchloß mit
einem ſchönen, alten Zwiegeſang zwiſchen Maria und
Joſeph. Die Verkündigung der Hirten brachte ein
Stück heiteren, naiven Volkshumors in der
Charakteri=
ſierung der Hirten, das von kleinen Mädchen hübſch zur
Geltung gebracht wurde. Dieſe Szene war bei den alten
Krippenſpielen urſprünglich im ſchleſiſchen Dialekt.
Nun folgte ein perſonenreiches Bild mit Hirten und
Engelsgeſängen, die Anbetung in der heiligen Nacht.
Die einzelnen Szenen wurden mit Liedern verbunden,
teils von Frau Nelſon geſungen, deren ſchöne
Stimme und ſichere muſikaliſche Auffaſſung die Hörer
erfreute, teils von den Schulkindern, die ihr Lehrer,
Herr Weide, vorzüglich einſtudiert hatte. Der zweite
Teil brachte das Herodesſpiel. Es begann mit einem
Streichquartett „Wie ſchön leucht’ uns der
Morgen=
ſtern” und zeigte den finſteren, prächtigen Herodes auf
ſeinem Thron, zu dem die Weiſen nahen, geführt von
dem Sternengel. Ein köſtlicher, kleiner Diener, der
mit heller, lauter Stimme und großer Hingebung ſeine
Rolle ſpielte, erregte ein erfreutes Lächeln bei den
Zu=
hörern, zwei aus Angſt vor dem böſen König bebende
Schriftgelehrte wieſen die Weiſen nach Bethlehem. Die
Anbetung der Könige wurde von Frau Nelſon mit dem
Liede „Die Könige” von Cornelius eingeleitet, das, mit
Cello und Klavier begleitet, tief ergreifend war. Als
letztes kam der Tod des Herodes, zu dem Frau Nelſon
„Jeruſalem, die du töteſt die Propheten” mit großer
Kraft ſang. Zwei Todesengel verkünden dem Könige
das Ende; zuletzt erſcheint der Tod, eine
ſchwarzver=
hüllte Geſtalt und der Vorhang ſchließt ſich, um ſich noch
ein letztes Mal zu teilen und den drolligen kleinen
Diener heraus zu laſſen, der um Nachſicht für die
Mängel des Spieles bittet und verſpricht, daß ſie das
nächſte Mal ihre Sache beſſer machen wollen. Die
Zu=
hörer waren ergriffen von dem feierlichen Spiel, um
deſſen Einſtudierung und Wiederbelebung der
Volks=
bildungsverein ſich verdient gemacht hat. Ein Geſang
der Zuhörer: „Lobt Gott ihr Chriſten allzugleich”, ſchloß
den ſchönen Abend.
Aus dem Modautal, 27. Dez. Geſtern, am
zweiten Weihnachtsfeiertage, hielt der
Mänergeſang=
verein Harmonie zu Nieder=Ramſtadt ſeine
erſte Abendunterhaltung für dieſen Winter ab. Der
große Saal im Gaſthauſe „Zur Poſt” war voll beſetzt.
Eingeleitet wurde die Unterhaltung, die ſich zu einer
rechten Weihnachtsfeier geſtaltete, durch einen von
Fräulein Paula Bauer zu Nieder=Ramſtadt
ge=
ſprochenen Prolog. Im Mittelpunkt der Feier ſtand
ein Theaterſtück, „Weihnachten in der grauen Mühle‟
eine dramatiſche Aufführung in 3 Akten von L.
Laux=
mann. Beſondere Erwähnung verdienen die mit
fei=
nem Verſtändnis zu Gehör gebrachten Rezitationen
und Geſangsvorträge ernſten und heiteren Inhalts
von Herrn Jöckel aus Darmſtadt, ſowie die
Bari=
tonſoli des Herrn Friedrich Seeger zu Nieder=
Ram=
ſtadt. Die Klavierbegleitung ſämtlicher Soloſtücke
lag in den kunſtgeübten Händen der Frau Jöckel=
Darmſtadt. — In der Nacht von geſtern auf heute hat
ſich die hieſige Gegend in eine Winterlandſchaft
verwandelt. Doch iſt das Bild nur von kurzer Dauer,
da der Schnee bereits wieder in Waſſer zerfließt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 27. Dez. Nach einem von dem
ſtellvertreten=
den Gouverneur von Deutſch=Neuguinea,
Regie=
rungsrat Dr. Oßwald, aus Jap (Karolinen)
eingetroffe=
nen Telegramm ſind am 18. Oktober der Bezirksamtmann,
Regierungsrat Roeder, Sekretär Brauckmann,
Stations=
beamter Mollborn, Wegebautechniker Haefner und fünf
eingeborene Bootsjungen auf Dſchokadſch von
Dſchokadſch=
leuten ermordet worden, die ſich ſeitdem im Aufſtand
befinden. Der Beweggrund ſcheint Unzufriedenheit mit
den Wegebauten geweſen zu ſein. Die Nachricht traf am
30. November mit dem Dampfer „Germania” in Rabaul
ein; der ſtellvertretende Gouverneur ging ſofort mit 90
Polizeiſoldaten, ſeinem Sekretär und dem Polizeimeiſter
nach Ponape und fand alle übrigen Europäer
wohlbehal=
ten. Weitere ernſte Angriffe auf die Kolonie haben nicht
ſtattgefunden. Am 13. Dezember trafen weitere 70
Sol=
daten und am 19. Dezember das Schiff „Cormoran” ein.
Die Zahl der Aufrührer beläuft ſich auf 200 bis 250; ſie
haben angeblich etwa 90 Gewehre und andere
Schuß=
waffen; wieviel Munition ſie haben, iſt unbekannt. Bisher
herrſchte übrigens in Ponape völlige Ruhe. Die
Ein=
wohnerſchaft verhält ſich zum größten Teile loyal. Nach
einem weiteren Telegramm iſt inzwiſchen noch das
Kriegs=
ſchiff „Planet” Vermeſſungsſchiff von Neuguinea, nach
Ponape abgegangen.
* Hamburg, 27. Dez. Die Reederei Rob. M.
Slo=
mann jun. überwies dem Seemannsamt 60000
Mark für die Hinterbliebenen der bei den
letzten Stürmen Umgekommenen der ihr gehörigen
verlorenen Dampfer. Wie bekannt, iſt der Dampfer
„Palermo” am ſpaniſchen Kap Corrubedo Mitte
De=
zember geſunken. Ueber das Schickſal der Dampfer
„Savona” und „Genua” iſt zwar beſtimmtes noch
nicht bekannt, doch werden auch dieſe als verloren
angeſehen.
* Bremen, 27. Dez. Geſtern ſtarb hier der Paſtor
em. Otto Funke im Alter von 75 Jahren.
* Wien, 27. Dez. Wie die Neue Freie Preſſe
er=
fährt, iſt von der beabſichtigten Reiſe des
Thron=
folgers nach Skierniewice in unterrichteten
Krei=
ſen nichts bekannt. Der Thronfolger kehrt am 29.
Dezember von der Eröffnung der Delegation von
Peſt nach Wien zurück. Ueber die weiteren
Reiſe=
ispoſitionen für die nächſte Zeit verlautet nichts.
* Sofia, 27. Dez. Als heute der frühere Miniſter
Pajakoff das Sopranjegebäude betrat, um
Erklär=
ungen zu dem Antrag abzugeben, die früheren
Mi=
niſter Petrow, Gadeff und Pajakoff uſw. in
den Anklagezuſtand zu verſetzen, erlitt er einen
Schlaganfall, dem er ſofort erlag.
* Konſtantinopel, 27. Dez. Wie Tanin erfährt,
wurden ſehr wichtige Geheimdokumente aus
der türkiſchen Geſandtſchaftskanzlei in Sofia
ge=
ſtohlen. Die Diebe forſchten beſonders nach
Doku=
menten, betreffend die Haltung Rumäniens im Falle
eines türkiſch=bulgariſchen Konflikts.
* Volkszählung. Bei der Volkszählung am 1.
Dezember dieſes Jahres wurden nach vorläufiger
Feſtſtellung im Großherzogtum Baden
140605 ortsanweſende Perſonen gezählt, gegenüber
der letzten Volkszählung am 1. Dezember 1905) von
2010728 Perſonen.
— Paris, 27. Dez. In Catania (Sizilien) fiel aus
einem Wagen, der ſechs Fäſſer Benzin führte, ein Faß auf
das Pflaſter und explodierte. Das Feuer brachte
auch die anderen Fäſſer zur Exploſion; eine gewaltige
Flamme wälzte ſich durch die Straßen, einige Häuſer
ge=
rieten in Brand, zahlreiche Perſonen erlitten
Brandwun=
den, ſechs von ihnen ſo ſchwere, daß an ihrem Aufkommen
gezweifelt wird.
Kunstblätter aller Art
Echte Bronzen
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Stets aparte Neuheiten
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Vheit bei Einrichtungsgegenständen schätzt, sollte
nicht versäumen, sich unsere Fabrikate anzusehen. —
Eine interessante Abwechselung bietet auch die
gleich-
zeitige Besichtigung unserer bei dem Ausstellungshaus
— Feidbergstrasse No. 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen modernen
Fabrikanlage mit allen dazu gehörigen Nebenbetrieben,
wozu wir alle Interessenten ergebenst einladen.
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Darmstädter Werkstätten für Handwerkskunst.
Feldbergstrasse 36 (nächst demBahnübergang Rheinstr.)
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Punſch, Grog, Punſch mit Glühwein= und Burgunder=
Geſchmack, ſowie Cognac, Rum, Arrac uſw. bereitet man
ſich am beſten und billigſten ſelbſt mit den weltberühmten
„Original=Reichel=Eſſenzen‟ Die Herſtellung iſt einfach
und leicht verſtändlich. Die Punſch=Extrakt=Eſſenzen ſind
in Originalflaſchen zum Preiſe von 75 Pfg. uſw. vorrätig.
und geben, nach der Vorſchrift bereitet, je 2 Ltr. Punſch=
Extrakt, welcher von höchſtem Wohlgeſchmack, ſowie beſter
Bekömmlichkeit iſt. Punſch=Extrakt=Eſſenzen für
alkohol=
freien Grog, Punſch und Glühpunſch. — Erwärmende,
nicht berauſchende Getränke. — 1 Fl. für 1½ Ltr. 75 Pfg.
Die Eſſenzen zu Punſch=Extrakten ſind, wie die übrigen
„Original=Reichel=Eſſenzen”, zur Selbſtbereitung von
ſämt=
lichen Likören, echt zu haben in den Drogerien,
Apo=
heken ꝛc., wo nicht erhältlich, direkt zu beziehen von Otto
Reichel, Berlin SO., Eiſenbahnſtr. 4. Man achte beim
Einkauf genau auf „Reichel=Eſſenzen” und
Schutz=
marke „Lichtherz”
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HoTELeDAkHStADTEReHUF
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(16578a
Familiennachrichten.
(Schreckliche Tierquälereien zu beobachten, hat man
im Winter oft Gelegenheit. Wenn Straßen mit
Schnee und Eis bedeckt ſind, iſt es an der Tagesordnung,
das Pferde ausrutſchen oder ſtürzen; es findet dadurch
eine Ueberanſtrengung der Tiere ſtatt, und zu
Arbeits=
leiſtungen ſind ſie dann kaum noch fähig. Trotzdem
ſuchen rohe Kurſcher ſie durch Peitſchenhiebe dazu
anzu=
treiben. Alle dieſe Quälereien laſſen ſich vermeiden, wenn
vom Pferdebeſitzer dem Hufbeſchlag im Winter
Aufmerk=
ſamkeit zugewendet wird. Es iſt nötig, daß die Pferde
mit ſtets ſcharfen Stollen beſchlagen werden, die ſicheren
Gang gewähren und gefährliche Verletzungen, wie
Kronen=
tritt, ausſchließen. Der einzige Stollen, welcher dieſen
Anforderungen genügt und bisher noch von keiner anderen
Stollenart oder Beſchlagsmethode auch nur erreicht wurde,
iſt der von Autoritäten empfohlene Original=A=Stollen
der Firma Leonhardt & Co., Berlin=Schöneberg. Es ſei
darauf hingewieſen, daß die Orignal=A=Stollen ſich auch
als auswechſelbare Griffe verwenden laſſen, worüber der
Katalog, welcher von den Fabrikanten gratis überſandt
wird, Näheres enthält. Da Nachahmungen der
Leon=
hardtſchen Original=A=Stollen in Handel ſind, iſt es
wichtig, auf die Schutzmarke zu achten, die in Annoncen
bekannt gemacht wird.
(24851)I
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die Zyklone
vom 25. hat ſich noch verſtärkt und über ganz
Deutſch=
land ausgebreitet. Da ſich ganz Weſteuropa auf ihrer
Rückſeite befindet, wehen kalte, ſchneereiche
Nordweſt=
winde. Das ganze Flachland und vor allem die
Mittel=
gebirge (ſiehe Schneebericht) tragen heute früh eine ſtarke
Schneedecke — Das Tiefdruckgebiet zieht nur langſam nach
Oſten und bringt weiter Schnee. Dabei ſinkt die
Tem=
peratur unter den Gefrierpunkt.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 28. Dez.
Schnee, Nordwind, Eintritt von Froſtwetter.
Stadtkirche.
Mittwoch, 28. Dezember, abends 8 Uhr:
Kirchen=
muſikaliſche Abendfeier. (Kollekte.)
Für die uns aus Anlaß unſerer
Silber=
nen Hochzeit in ſo reichem Maße dargebrachten
Gratulationen und Geſchenke ſprechen wir
hier=
mit unſeren innigſten Dank aus. (B24869
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Friedrich Schneider und Frau
Ludwigshöhſtraße 19.
Am 23. ds. Mts. verſchied zu Berlin
nach kurzem ſchweren Leiden, im Alter von
24 Jahren, unſer lieber Freund
(*31030
HerrWerner Rieniets
Leutnant im bad. Fuß-Art.-Regt. Nr. 14
(Straßburg i. Els.)
In tiefer Trauer:
Seine Darmstädter Freunde,
Seite 6e
Darmſtädter Tagblatt, Miktwoch, den 28. Dezember 1910.
Nummer 304.
Todes-Anzeige.
Heute abend verſchied nach ſchwerem
Lei=
den unſere liebe Mutter, Schwiegertochter,
Schwägerin und Tante
(24839,
Frau Rosa Becker
Witwe des verstorbenen Registrators
Ehrhard Becker.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familien Becker und Walter.
Darmſtadt, den 25. Dezember 1910.
Wenckſtraße 34.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den
28. Dezbr., nachmittags 3 Uhr von der
Fried=
hofskapelle aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die tieftraurige Mitteilung, daß es
Gott gefallen hat, unfre gute, unvergeßliche
Mutter, Großmutter, Schwiegermutter u. Tante
Frau Elise Hahn
heute vormittag 9½ Uhr nach längerem
Lei=
den in ein beſſeres Jenſeits abzurufen.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Marie Hahn.
Darmſtadt, Straßburg, Düſſeldorf, Berlin,
Friedberg, den 27. Dezember 1910.
(*31065
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29.
De=
zember, nachmittags um 3 Uhr, vom
Trauer=
hauſe, Schuchardſtraße 13 aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine liebe Frau, unſere aute Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter, Schweſter, Schwägerin
(24877
und Tante
Frau Marie Büdinger
geb. Itzel
nach langem, ſchweren Leiden, im 57.
Lebens=
jahre, am 26. Dezember zu ſich zu rufen.
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Büdinger.
Darmſtadt, 28. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, vom ſtädtiſchen Friedhof
aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben meines unvergeßlichen Gatten,
unſeres lieben Vaters, Schwiegervaters u. Bruders
Herrn Ludwig Möser V.
insbeſondere dem Herrn Pfarrer Kraus für ſeine
troſtreiche Grabrede, für die herrlichen
Blumen=
ſpenden des Oekonomen=Vereins, der landw.
Dar=
lehenskaſſe, der Beamten des Proviantamts,
ſo=
wie des Perſonals der Firma Möſer, ſagen wir
hiermit Allen unſeren innigſten Dank. (*31013
In tiefer Trauer:
Anna Möser, geb. Büttner,
und Kinder.
Darmſtadt, den 26. Dezember 1910.
Statt besonderer Anzeige.
Todes-Anzeige.
Freunden und Bekannten hierdurch die Trauernachricht, dass unser lieber,
guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Peter Notti
heute nachmittag im 84. Lebensjahre unerwartet verschieden ist.
(24881
Mannheim,
den 26. Dezember 1910.
Darmstadt,
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie J. L. Notti, Mannheim,
Familie Georg Enes, Darmstadt.
Die Beerdigung findet in Darmstadt Donnerstag Nachmittag 1½ Uhr, vom Portale des städt.
Friedhofs aus, statt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und beim Hinſcheiden
meines geliebten Gatten, unſeres guten Vaters,
Bruders und Schwagers, des
(*31038
Herrn Franz Kötting
ſagen wir den Krankenſchweſtern, den Beamten
und Gehilfen der Großh. Bezirkskaſſe
Darm=
ſtadt I, dem Kriegerverein Darmſtadt und der
Tiſchgeſellſchaft Höttes, insbeſondere Herrn Pfarrer
D. Diehl für ſeine troſtreichen Worte am Grabe
des Verblichenen, unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtigſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten,
unſeres treubeſorgten Vaters, Schwiegervaters,
Schwagers und Onkels
(2188
Herrn Wilhelm Becker
ganz beſonders für die troſtreiche Grabrede des
Herrn Pfarrer Waitz und für die Blumenſpenden,
ſagen wir Allen unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Mutter ſage
(B24866
innigen Dank.
G. Dörr, Ober-Postassistent.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Ebenſo wie in unſerer Expedition
S
* Rheinſtraße 23
werden Inſerate, ſowie Abonnements=
Beſtellungen jederzeit entgegengenommen:
Beſſungerſtraße 47
bei Heinrich Blösser,
Dieburgerſtraße 9
bei Georg Roth,
Kiesſtraße 34
bei Guido Kneip,
in Arheilgen
bei Frau H. Anthes T., Waldſtraße,
in Eberſtadt
bei Ludw. Pritsch, Weingartenſtraße 4,
in Erfelden
bei Jak. Ludw. Petri, Schuhm., Neugaſſe,
in Eſchollbrücken
bei Ludw. Roth, Makler,
in Griesheim
bei Peter Jackelen, Darmſt. Chauſſee 27,
in Groß=Zimmern
bei Joh. Reinhardt VI.,
in Hahn
bei Polizeidiener Caspari,
in Nieder=Ramſtadt
bei J. Oehlschläger,
in Ober=Ramſtadt
bei Wilh. Schuchmann,
in Pfungſtadt
bei Karl Grünig IV., Bahnhofſtraße,
in Reinheim
bei Marg. Böhm Wwe.,
in Seeheim
bei Gg. Schneider, Muſiklehrer,
in Traiſa
bei Adam Mahr, Schuhmacher,
in Weiterſtadt
bei Karl Böhm, Darmſtädterſtraße.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Madame Sans=
Göne”.
Vorſtell ung um 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag für Männer und Jünglinge um 8½ Uhr in
der Eliſabethenkirche.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= u rd
Grafenſtraße). Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 29. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung der Eliſabeth Mehlbrech
(Karlſtraße 50) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Druck und Verag: Z. g. Witichſche Hoſbucdrnckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletor,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übriven
redattionelln Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaine
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nich:
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Kanmer brad Hen ExpOrt GuDE
feinste Tafel-Bier é-
Seter
[ ← ][ ][ → ]Nummer 304.
31028) Zwei gut empfohlene jüdiſche
Dienſtmädchen ſuchen Stelle hier oder
auswärts durch
Frau Roth, gewerbsmäßige
Stellenver=
mittlerin, Schloßgartenſtraße 49.
d. g. koch. kann, ſucht als
Mädchen, Alleinmädch. z. 1. Januar
Stellg. Beck, gewerbsm. Stellenverm.,
Eliſabethenſtraße 22, II.
(*31042
Mehrere Landmädchen
ſuchen paſſende Stellen zum 1. Januar durch
Johannette Weissmantel, gewerbsm.
Stellenverm., Eliſabethenſtr. 37. (*31067
Meer
Jüngeres Fräulein
per 1. Januar
für leichte Beſchäftigung auf unſerem Bureau
geſucht. Offerten mit Zeugnisabſchriften u.
Gehaltsanſprüchen erbitten
(24812a
Gebr. Rothschild, Markt 2.
Gewandte junge Dame
öder junger Herr, ſtenographiekundig, für
Schreibmaſchine geſucht. Gefl.
Gehalts=
anſprüche unter Angabe der ſeitherigen
Tätigkeit an die Expedition ds. Blattes
unter T 77 erbeten.
(24874
24886md) Für das Bureau
un=
ſerer kaufmänniſchen Abteilung
ſuchen wir zu möglichſt baldigem
Eintritt ein
füchtiges Fräulein
mit guter Schulbildung.
Un=
bedingt erforderlich ſind:
gute Kenntniſſe in
Steno=
graphie und
Maſchinen=
ſchreiben, hübſche
Hand=
ſchrift, zuverläſſ. Arbeiten.
Bewerberinnen, denen an
dau=
ernder Stellung gelegen iſt und
die bereits praktiſch tätig waren,
belieben ausführliche Offerten
nebſt Zeugnisabſchriften
einzu=
reichen an
Verlagsanstalt Alexander Koch
Sandſtraße 24.
Junges, kräft. Mädchen,
junger Burſche geſucht
Frommann & Bünte
Roßdörferſtraße 60. (24842md
Perfekte Näherinnen
auf unſere Werkſtatt per ſofort für
(24848ms
dauernd geſucht
Oppenheimer & Co.,
Schulſtraße 2.
Braves Dienstmädchen
für alle Arbeit mit guten Zeugniſſen gegen
hohen Lohn per 1. Januar geſucht
Ernſt=Ludwigſtr. 10, Ecke Markpaſſage,
(24657a
Eingang Eckladen.
24855a) Zuverl. Mädchen od. unabhäng.
Lauffrau vor= und nachm. einige Stunden
geſucht. Näh. Taunusſtr. 1, 1. St.
*31040) Einfache Stütze, die kochen, nähen
und im Haushalt mithelfen kann, wird nach
dem Elſaß geſucht. Familienanſchluß.
Vorzu=
ſtellen Martinſtraße 78, 1. Stock.
24862) Ein junges Mädchen zu einem
Kinde ſofort geſucht, welches auch etwas
Hausarbeit übernimmt. Näh.
Mathilden=
platz 5, Laden.
tüchtiges Alleinmädchen nach
Gesucht Mannheim, Köchin u. feines
Hausmädchen nach Frankfurt, Mülheim ꝛc
u. mehrere tüchtige Alleinmädchen für hier
Emma Frank, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Karlſtraße 31. (*31014
Fleißiges, ehrl., etwas kochverſtändiges
Dienſtmädchen
vom Lande bevorzugt, für 1. Januar oder
ſpäter geſucht. Gute Behandlung und Be=
(24840ms
zahlung Karlſtraße 67.
Sauberes, älteres Mädchen
oder Lauffrau ſofort geſucht. Gute Be=
(B24867
zahlung. Karlſtraße 67, part.
Geſucht
tags=
über ein junges Mädchen.
*31063mdf) Reſtauration Taunusburg.
Laufmädchen
geſucht von vormittags 7—11 Uhr und
nachmittags zum Spülen. Zu erfragen ab
9 Uhr vorm. Martinſtraße 78, part. (*31069
Stadtreisender
der ſchon für Abſchlagsgeſchäfte gereiſt und
kaſſiert hat, ſofort geſucht. Offerten unter
T 64 an die Expedition.
(*31015
Feſte Anſtellung
mit Monatsſalär erhält unbeſcholtener
fleißiger Mann bei reellem Unternehmen
Vierwöchige Probezeit gegen entſprechende
Bezahlung. Aufgeweckte Arbeiter,
Hand=
werker, ſowie in Landorten anſäſſige Leute
werden ebenfalls berückſichtigt. Man wende
ich ſchriftlich unter T 1501 an die
Expedition ds. Bl.
(24759f
Bedeutende Likörfabrik
ſucht bei Drogen=, Kolonialwarengeſchäften,
Hotels, beſſeren Reſtaurants ꝛc.
gut eingeführten
verkrerer!
Gefällige Offerten erbeten unter T 63
an die Expedition ds. Blattes. (*31011
Prima Existenz
dauernd. Beruf bietet ſich ſtrebſam. ſol. aus.
Vertreter f. eine erſtkl. Bonbons= u.
Zucker=
warenfabrik. Off. unter F. E. F. 8436 an
Rudolf Mosse, Frankfurt a. II. (24849M
Angenehme Lebensstellung
bietet ſich ſtrebſamen, ſoliden und
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u arbeiten, pro Monat 100—150 Mark.
Branchekenntnis nicht erforderlich, da prakt.
Einarbeitung erfolgt. Bewerber wollen
ihre Geſuche unter T 83 an die Expedition
ds. Bl. einreichen.
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Für den Vertrieb eines erſtkl.
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*31054) Junger Hotelhausburſche mit
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A. Dingeldein, gewerbsm. Stellenverm.,
Schützenſtraße 10½.
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Drinnen in der Wohnſtube traf Rolf Wiebke. Sie
ſaß am Tiſch, hatte ſich die Lampe angezündet und ihre
Handarbeit hervorgeholt. In ihren Zügen lag mehr
Leben als gewöhnlich. Mit einer gewiſſen Spannung
blickte ſie auf den Vater.
Dieſer ſtopfte ſchweigend ſeine Pfeife, ſetzte ſie in
Brand und ging in der Stube auf und ab. Er kam bei
dieſem ruhigen Gehen am beſten mit ſich ins reine.
Am lebſten wäre er vor Antje getreten und hätte
gſagt: da, nimm den Hof für Dich oder für Euch beide,
es iſt jedenfalls Ivens Wille.
Aber wie ſollte Rolf dies bewerkſtelligen? Da ſaß
Wiebke, ſeine Tochter, und blickte mit erſtaunten Augen
auf ihn. In der Türe tauchte Ingeborg auf, Rechte
fordernd, die er ihr ſchon halb eingeräumt hatte.
Nie=
mand wußte, das Andrees ſein Sohn und der Sohn
Antjes war. Er ſelbſt, der junge Menſch, wußte es
nicht. Antje und Andrees würden ihn auslachen, wenn
er ihnen plötzlich den Hof an den Hals warf. Er konnte
nicht einmal mehr den unvollendeten letzten Willen
Ivens aufweiſen. Aber dennoch, Ivens Wunſch ſollte
ihm heilig ſein und Andrees ſollte Heiſterneſt
be=
kommen. Er mußte nur bedachtſam zu Werke gehen.
Na, haſt Du Dir die Sache überlegt? fragte
Inge=
borg.Zſch.
Ja, ſagte Rolf. Er zog ſein rotbuntes Taſchentuch
aus der Taſche und fuhr ſich damit über die Stirn, als
ob das Ueberlegen ihm Schweiß ausgepreßt habe.
Wiebke mag meinetwegen nach Heiſterneſt gehen und
Andrees auch; ich will gleich mal mit ihm ſprechen, ob
er Luſt hat. Rolf ging in den Stall. Beim
Hinaus=
gehen warf er auf Ingeborg einen Blick; ein kleiner
Triumph blitzte in ſeinen Augen auf. Ja, er
triumphierte, wenn auch nur heimlich.
Ingeborg ahnte nicht, wer Andrees war. Nun kam
Antje Möllers Sohn doch nach Heiſterneſt. Hoffentlich
lebte er ſich dort ein; dann wollte er ihm den Hof zur
Pacht übergeben und ſpäter, wenn er ſich verheiratete,
oder bei der Geburt des erſten Kindes, ſollte er ganz
in Andrees Beſitz übergehen. So vollzog ſich die
Ueber=
nahme des Beſitzes in einer Weiſe, die niemand
be=
fremden konnte.
Er ſelbſt hatte nie auf den Beſitz von Heiſterneſt
ge=
baut. Wenn Iven den Hof an wohltätige Stiftungen
überwieſen hätte, wäre es ihm auch nie in den Sinn
ge=
kommen, ſeinen letzten Willen zu verurteilen. Die
uneigennützige Liebe, die er Antje durch all die Jahre
bewahrt hatte, rührte Rolf. Es war auch gut, daß
Wiebke mitging. Dort, in der Einſamkeit, würden ſich
die beiden, die er väterlich liebte, näher treten; ſie
wür=
den nicht mehr ſtolz und kalt aneinander vorübergehen,
dieſe beiden hübſchen, guten Menſchen, in deren Adern
ein Tropfen gleichen Blutes rollte.
Für ihn ſelbſt aber mußte es wieder gemütlicher
werden, wenn Wiebke fort war. Sie war ihm ein
lebendiger Vorwurf. Wie oft ſtand ſie plötzlich wie aus
der Erde gewachſen zwiſchen ihm und Ingeborg. Er
rechnete es der letzteren hoch an, daß ſie es ſtets in
takt=
voller Weiſe vermieden hatte, mit Wiebke in Konflikt zu
geraten.
Nur eins ſtimmte Rolf Anderſen nachdenklich. Er
fühlte, daß er Ingeborg in der letzten Zeit eine zu
große Macht eingeräumt hatte. Heute nachmittag, als
ſie plötzlich wie eine Furie vor ihm ſtand, war es ihm,
als ob plötzlich ein Schleier vor ſeinen Augen zerriſſen
war. Ingeborg hatte ihm jahrelang nur ihr
Sonn=
tagsgeſicht gezeigt, am Nachmittag war plötzlich ihre
wahre Natur zum Vorſchein gekommen. Das war eine
Warnung, die ſie ungewollt ihm ſelber erteilt hatte.
Er beherzigte die Warnung. Er hatte genug der
trüben Jahre durchlebt mit ſeinem unfreundlichen,
grämlichen Weibe; ſollte er jetzt eine heiraten, die hernach
bei jeder Gelegenheit den Drachen herauskehrte?
Nein, noch war es Zeit, umzukehren; noch war er
ſtark genug, die Ketten zu zerreißen.
Wieder tauchte Antjes liebs Bild vor ſeiner Seele
auf. Er ſeußzte; denn er wußte nicht mehr den Weg zu
ihr zu finden, und er war zu ungeſchickt, ſich die Bahn
frei zu machen.
Ingeborg ſtand an dieſem Abend länger als ſonſt
hinter der Stalltür mit Hinnerk. Wenn der Bauer ihr
zu langweilig wurde, hielt ſie ſich an den Knecht. Sie
verſtand es, ſich ſchadlos en halten.
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Acht Tage ſpäter fuhr Rolf mit Wiebke und Andrees
nach Heiſterneſt.
Einige Tage vorher war Andrees noch mal bei
ſeiner Mutter geweſen und hatte Abſchied von ihr
ge=
nommen, weil er doch jetzt weiter fort kam und nicht
mehr ſo oft nach Hauſe kommen konnte.
Er teilte der Mutter voller Freude mit, daß der
Bauer davon geſprochen hätte, ihm ſpäter Heiſterneſt in
Pacht zu geben. Vorläufig ſollte er dort ſo eine Art
Verwalter ſein. Die Mutter freute ſich mit ihm; dann
hatte er einen kleinen Zank mit Mieken, dem eine ſchöne
Verſöhnung folgte. Zum Schluß gaben Dreesohm und
Krüſchan ihm eine Reihe gutgemeinter Ermahnungen
mit. Mieken flüſterte dazwiſchen: Bleib mir treu, böſer
Andrees.
Er lachte und ſtand da, ſtolz wie ein Edelmann. Da
ſagte die Muter: Bedenke ja immer, mein Jung, daß
Mamſell Wiebke die Tochter von Deinem Herrn iſt. Du
ſollſt ihr Beſchützer ſein, darfſt aber nicht den Herrn
herauskehren dabei.
All dieſe Worte klangen noch lange wie Glockentöne
in Andrees Innern nach. Die Worte der Mutter hatten
den ſtärkſten Klang und die der Braut den lieblichſten.
Der Morgen der Abfahrt rückte heran. Andrees
ſchmierte die Achſen und ſchirrte die Pferde vor den
Jagdwagen. Rolf ſetzte ſich auf den Vorderſtuhl neben
Andrees; Wiebke ſaß allein auf dem Hinterſitz. Hinter
ihr ſtand, mit Stricken befeſtigt, ihre Kommode, oben
darauf war Andrees' Lade feſtgeſchnürt. Als
unter=
wegs ein feiner Regen fiel, ſchützte die alte Lade
Andrees die neue, fein polierte Kommode.
weder Wadtenoch Andres blicken zunütc, als ſie die
Werft hinunterfuhren. So ſahen ſie nicht den Blick des
Triumphs, den Ingeborg ihnen nachſandte, als ſie
breit=
ſpurig, die Hände in die Hüften geſtmmt, vor dem Hauſe
ſtand. Sie ſahen auch nicht, wie Hinnerk, als er das
Hecktor hinter ihnen zugemacht hatte, die Werfte
hinauf=
ging und neben ihr ſtehen blieb, daß ſie zuſammen in die
Vordertür eintraten, eines dicht an das andere. Die
beiden jungen Leute auf dem Wagen blickten vorwärts,
immer dem Wagen eine Strecke voraus, und der Bauer
war nachdenklich und in ſich gekehrt.
So wurde es eine ziemlich ſchweigſame Fahrt.
Einmal mußten ſie unterwegs einkehren, die Pferde
wurden gefüttert. Rolf trat mit ſeiner Tochter in die
Schenkſtube. Er trank einen Weingrog und ließ auch
Andrees einen herausbringen.
Nach einer Viertelſtunde ging die Fahrt weiter.
Andrees fuhr und Rolf zeigte ihm den Weg. Sie
beſpra=
chen Dinge, die die Landwirtſchaft betrafen. Wiebke wurde
die Zeit endlos lang.
Endlich, nach einer faſt fünfſtündigen Fahrt, drehte
ſich der Vater nach ihr um, wies auf ein entfernt
liegen=
des, von Bäumen verſtecktes Haus und ſagte: „Da liegt
Heiſterneſt.‟ Der Wagen fuhr einen ſchmalen ſandigen
Landweg entlang. Der Weg war ſo eng, daß Wiebke vom
Wagen aus die Zweige der Nußbäume zu beiden Seiten
des Wagens greifen konnte, ſie fühlte nur keine Luſt zu
ſolchem Beginnen.
Keine Menſchenſeele war zu ſehen. Kein Fuhrwerk
begegnete ihnen, und das war gut; denn es wäre kein
Raum zum Ausweichen geweſen.
Sie kamen nur langſam in dem tiefen Sand
vor=
wärts. Vor ihnen lag ein Feld, in dem das Winterkorn
keimte und grüne Hälmchen trieb. Wie fruchtbar die
Gegend hier iſt, dachte Wiebke. Und als ſie dies dachte,
blickten ihre Augen auf ein großes, weites, braunes
Brachfeld, auf dem nicht ein bißchen grünes Leben ſproßte.
Endlich hielt der Wagen unter den hohen Eſchen
Heiſterneſts, vor dem großen, niedrigen, ſchilfbedeckten
Hauſe.
Wiebkes Blick glitt an den kleinen, buntſchillernden
Fenſtern entlang bis zu dem Dachfenſter, in deſſen offener
Höhlung ein Strohwiſch ſteckte, und weiter hinauf bis zu
dem Storchenneſt auf dem Giebel.
Die Männer ſtiegen vom Wagen herunter und Wiebke
folgte ihnen ins Haus. Drinnen rührte ſich nichts; es
ſchien wie ausgeſtorben zu ſein. Als ſie die Haustür
öff=
neten, flatterte eine Henne gackernd empor und ſuchte den
Weg nach der Küche.
Die Angekommenen folgten ihr. Sie guckten in die
Stuben und Kammern und gingen weiter in den Stall.
Dort trafen ſie Mutter Gitta mit ihrem Strickſtrumpf auf
einem Melkſtuhl bei der Kuh ſitzen; zu ihren Füßen
ſchnurrte eine Katze und nebenan grunzte ein Schwein.
Die Alte, welche ſich wohl allein in dem großen Hauſe
ge=
fürchtet hatte, fühlte ſich augenſcheinlich bei ihren Tieren
am wohlſten.
Sie hörte nicht die Kommenden und ſtrickte emſig
weiter. Erſt als Rolf Anderſen ſie am Arm faßte und
laut anrief, blickte ſie auf. Es mußte ihr erſt ins Ohr
ge=
ſchrien werden, daß ihre Herrſchaft angekommen ſei.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 304.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Seite 11,
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
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Darmſtadt, den 24. Dezember 1910.
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Dabei werden auf den Linien Heidelbergerſtraße-Faſanerie die Strecke
Taunus=
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2. Knipskarten zu 55 Pfg.
Die Knipskarten ſind mit 12 Feldern zur Lochung verſehen.
Bei Benutzung zu einer beliebigen Zehnpfennigſtrecke werden 2 Felder und bei der
Benutzung zu einer beliebigen Fünfzehnpfennigſtrecke drei Felder durch Lochung
ent=
wertet. Die Knipskarten ſind übertragbar und können gleichzeitig von mehreren
Per=
ſonen benutzt werden, wenn dieſe gemeinſchaftlich eine und dieſelbe Fahrt ausführen.
Die Knipskarten können bei den im Dienſt befindlichen Schaffnern gelöſt werden.
Die Gültigkeit der im Laufe eines Verwaltungsjahres (1. April bis 31. März)
ge=
löſten Karte, endigt mit dem 30. April des folgenden Verwaltungsjahres.
Rückerſtattung des ganzen oder teilweiſen Fahrpreiſes für nicht ausgenutzte
Knips=
karten findet nicht ſtatt.
3. Karten für Schüler und Schülerinnen.
Preis 1 Mark. Gültig für 15 Fahrten auf beliebiger Strecke.
Schülerkarten werden ausgegeben an diejenigen Perſonen, welche hieſige Schulen
beſuchen. Die Schülerkarten können bei den im Dienſt befindlichen Schaffnern gelöſt
werden.
Zweifelt der Schaffner bei der Löſung der Karte an der Berechtigung des
Fahrgaſtes zur Benutzung einer Schülerkarte, ſo iſt der Fahrgaſt verpflichtet, dem
Schaffner nähere Angaben bezüglich ſeines Namens, ſeiner Wohnung und der
beſuchten Lehranſtalt zu machen, damit die Straßenbahn=Verwaltung Entſcheidung
treffen kann.
Die Schülerkarten berechtigen zur Benutzung der Bahn nur an Werktagen.
Die Gültigkeit der im Laufe eines Verwaltungsjahres (1. April bis 31. März)
gelöſten Karten endigt mit dem 30. April des folgenden Verwaltungsjahres.
Eine Erſtattung des ganzen oder teilweiſen Fahrpreiſes für etwa nicht ausgenutzte
Fahrkarten findet nicht ſtatt.
4. Zeitkarten.
Zeitkarten zur beliebigen Benutzung ſämtlicher Linien der ſtädtiſchen Straßenbahn
koſten 9 Mark 20 Pfennig für den Monat. Die Zeitkarten werden auf ſchriftlichen
Antrag, der an die Straßenbahn=Verwaltung zu richten iſt, ausgeſtellt und in der
Warte=
halle auf dem Ernſt=Ludwigsplatz ausgegeben.
Im Uebrigen bleiben die ſeither ſchon bezüglich der Zeitkarten in Kraft geweſenen
Beſtimmungen beſtehen.
B. Allgemeine Beſtimmungen.
Bei allen Fahrten iſt, wenn das Reiſeziel ohne Umſteigen nicht erreicht werden
kann, einmaliges Umſteigen am Ernſt=Ludwigsplatz oder an der Halteſtelle
Schul=
ſtraße geſtattet. Hierbei iſt der unmittelbar anſchließende fahrplanmäßige Wagen
der betreffenden Betriebslinie, in dem noch Platz iſt, zur Weiterfahrt zu benutzen.
Ein Umſteigen vom Triebwagen auf den Beiwagen desſelben Zugs oder
um=
gekehrt gilt nicht als Umſteigen in dem vorgedachten Sinne und iſt jederzeit, wenn
Platz vorhanden, geſtattet.
Für ein Kind unter 6 Jahren in Begleitung einer erwachſenen Perſon iſt, wenn
für dasſelbe kein beſonderer Platz beanſprucht wird, nichts, für je 2 Kinder unter
6 Jahren, ebenſo für jedes mindeſtens 6 Jahre alte Kind das Fahrgeld für eine
er=
wachſene Perſon zu entrichten.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden gemäß § 27 der
Bahnordnung für die ſtädtiſche Straßenbahn mit Ordnungsſtrafe belegt.
Zahlungs=Aufforderung.
Die Beiträge zur
Invalidenverſiche=
rung für diejenigen Verſicherten, die einer
der hier beſtehenden Orts=, Betriebs= oder
Innungs=Krankenkaſſen nicht angehören
(Dienſtboten, Mitglieder eingeſchriebener
Hilfskaſſen u. ſ. w.) für das IV.
Viertel=
jahr 1910 ſind, bei Vermeidung des
Bei=
treibungsverfahrens, bis längſtens Ende
dieſes Monats an unſere Kaſſe, Waldſtraße
Nr. 6, zu entrichten.
Arbeitgeber, die es unterlaſſen, die
Verſicherungsbeiträge bis zu dem oben
bezeichneten Zeitpunkte abzuführen,
kön=
nen nach § 176 des=
Invalidenverſiche=
rungsgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu
300 Mark belegt werden.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1910.
Großherzogl. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Mueller. (24748sm
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über das
Vermögen des Zimmermeiſters Karl Lorenz
zu Darmſtadt iſt Termin zur Prüfung
nach=
träglich angemeldeter Forderungen auf
Mittwoch, den 11. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
vor Großh. Amtsgericht Darmſtadt I,
Zim=
mer Nr. 222, beſtimmt worden. (24841
Darmſtadt, den 22. Dezember 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts Darmſtadt I.
Ausgabe neuer Zinsſcheinbogen.
Die neuen Zinsſcheinbogen nebſt
Zins=
ſcheinanweiſung zu den Stücken des 3½%
Anlehens der Stadt Darmſtadt,
Buch=
ſtabe K, (Zinsſcheine Nr. 28 bis 47 für
die Zinszeiten vom 1. Januar 1911 bis
dahin 1921) werden von jetzt ab gegen
Ein=
reichung der Zinsſcheinanweiſungen durch
uns an allen Werktagen vormittags von
8½ bis 12½ Uhr ausgegeben. (24119a
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Erfinder,
erst lesen, dann anmelden.
Broschüre
Patent=
wissenschaft, sachlich über
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eige-
nes Urteil ermöglichend,
kostenlos durch:
Patent- u. Techn. Büro Conrad
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f. d. Gerichte d. Kgl.
Land-
gerichtsbezirkes Hagen,
Frankfurt a. M., Zeil 68,
Telephon 9936. (11187a
Städtiſche Sparkaſſe.
Bei unſeren im unterſten Stockwerk gelegenen Kaſſen können im Monat Januai
1911 die Zinſen für das abgelaufene Jahr erhoben werden. Nicht erhobene
Zinſen werden dem Kapital zugeſchrieben. Dieſes Zinſen=Beiſchreiben beginnt am
1. Februar 1911. Dabei iſt darauf zu achten, daß durch das Beiſchreiben der Zinſen
bei Ueberſchreitung des Betrages von 10000 Mk. eine Verzinſung von nur 3 Prozent
eintritt, und zwar für die ganze Einlage (nicht nur für den Ueberſchuß über 10000 Mk.
— vergl. § 15, Poſ. 4).
In der Zeit vom 2. bis 15. Januar ſind die Kaſſen, außer den ſonſt üblichen
Zahlſtunden, vormittags von 8½—12½ Uhr, ausnahmsweiſe auch nachmittags von
3—5 Uhr geöffnet.
Samstags nachmittags ſind die Kaſſen geſchloſſen.
Gleichzeitig wird bemerkt, daß wegen des außergewöhnlich ſtarken Andranges in
der Zeit vom 2. bis 15. Januar die Auszahlung der Jahreszinſen nur nachmittags
on 3—5 Uhr ſtattfindet.
Der Verwaltungsrat der Städtischen Sparkasse.
(24655dd
Purgold, Direktor.
Sroßer Restesverkauf.
Fortsetzung am Mittwoch, den 28. Dez., bis Samstag, den 31. Dez.‟
den ganzen Tag geöffnet, verkaufe zu jedem annehmbaren Preiſe:
1 Poſten Wolle u. Baumwolle für Bluſen, Kleider u. Röcke,
Hemdenflanelle für Männer und Frauen,
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im Auktionslokal Magdalenenstr. 7.
Johannes Krummeck, Anktionater und Taxaior,
Wohnung: Grafenstrasse 4.
(24872mf
70 Goid Nehlaner Vor 100%
betreffend empfehle ich die alsbaldige Einlöſung der Januar=
Coupons 1911, um hierbei die Durchſicht — aus Anlaß der
ſtatt=
gehabten großen Verloſung — vornehmen zu können.
Die Auszahlung der gezogenen Stücke erfolgt koſtenfrei.
Friedrich Zaun,
1 Luiſenplatz 1.
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Fienit onere anc enteſchtete
Hessische Handelslehranstalt
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am Ernst-Ludwigsplatz.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Neue Kurse beginnen Dienstag, den 10. Januar, vormittags 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
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Prospekfe durch Wilhelm Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
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Darmstadt, Dieburgerstrasse 5, Telefon 1646.
Detailverkauf durch Plakate kenntlich.
Die Kleinkinderschule zu Darmstadt
wird wie bisher Entſchuldigungskarten bezüglich der konventionellen
Neujahrs=
ratulationen ausgeben und hofft auf eine recht zahlreiche Beteiligung zu gunſten der
ſegensreichen Anſtalt.
Nachſtehende Herren werden die Güte haben, die Ausgabe der Karten zu
über=
nehmen.
Rechnungsrat Daub, Miniſterial=Reviſor Frank, General von Hartmann,
Sanitätsrat Dr. med. A. Hoffmann, Rechtsanwalt Dr. E. E. Hoffmann, Profeſſor
Dr. Ihle, Regierungsrat Dr. Kranzbühler, Profeſſor Dr. Röll, Rechnungsrat Schilling,
Geheimerat Dr. Weber, Profeſſor Dr. Weinsheimer, Direktionsrat Winter,
Kom=
nerzienrat Wittich, ſowie die Expedition des Darmſtädter Tagblatts. (24225a
E1e0
[ ← ][ ][ → ] Slivesterabend, 31. Dez. 1910
Hoterkauser
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Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Freitag, 30. Dezember 1910, abends 8 Uhr
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5)
Zum Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt:
Volkstümlicher Klavier-Abend
von
Inhoin Dachhaub!
Der Konzert-Flügel von Rud. Ibach Sohn in Barmen ist aus dem
Piano-
lager der Firma Hoflieferant Georg Thies Nachf. (Inh. Leopold Schutter).
Die Mitglieder des Richard Wagner-Vereins haben für obiges
Konzert eine Zusatzkarte zum Preise von 1 Mark zu lösen. Nur mit
dieser Zusatzkarte kann der Eintritt gestattet werden. (Die
ausge-
gebenen Sperrsitz-Abonnements behalten dabei Gültigkeit.
Die Zusatzkarten sowie Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu
5 M., Saal zu 3 M., Vorsaal zu 1.50 M. und Galerie zu 1.50 M.: Studentenkarten zu
1 M. und Schülerkarten zu 50 Pfg. bei Georg Thies Nachfoiger, im
Verkehrs-
büro u. abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen für das Jahr 1911 welche
noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen gegen Lösung einer
Zusatz-
karte zu dessen Besuche. — Jedes Mitglied hat das Recht an der im Januar
statt-
findenden Verlosung der von dem Verein angekauften Eintrittskarten (zu 20 M.)
zu den Bayreuther Bühnenfestspielen des Sommers 1911 teilzunehmen.
Der Vorstand.
24863mf)
Mittwoch, den 28. Dezember, abends 8½ Uhr,
findet in der
St. Elisabethenkirche
ein vopulärwissenschaftlicher Vortrag
für Männer und Jünglinge
(24864
ſtatt. Hierzu laden freundlichſt ein
Die katholiſchen Pfarrer der Stadt.
gen geehrten Vereinen und Geſellſchaften zur gefälligen Kenntnis,
U daß meine ſeither vermieteten Säle neu hergerichtet ſind.
Dieſelben eignen ſich für Vergnügungen und Verſammlungen ꝛc.
Gleichzeitig bringe ich mein franzöſiſches Billard in empfehlende
Erinnerung.
Philipp Bitsch, Reſtauration,
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Kurſe vom 27. Dezember 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bſ. Staatspapiere. Ir Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,50
84,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100.00
. 93,50
3½ do. Conſols .
84,80
§ do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,50
94,00
do.
3½
85,30
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,30
do.
22,30
3½
do.
83,00
4 Hamburger Staatsanl. 101,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,25
do.
91,70
3½
do.
81,40
3 Sächſiſche Renre . . . 83,80
Würitembergerv. 1907 102,30
d.
3½
94,20
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 49,90
3¾ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,50
4 do. Goldrente . . 99,20
4 do. einheitl. Rente 93,60
3 Portug. unif. Serie I 64,75
3 do. unif. Ser. III 67,70
3 do.
Spezial . 11,70
5 Rumänier v. 1903 . . 102,50
do. v. 1890 . .
do. v. 1905 . . 91,40
4 Ruſſen v. 1880.a a. 4.4 93,40
InProz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 ₰ F ₰ 93,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,60
94,60
3½ Schweden . . . . .
4 Serbieramort. v. 1895 84,75
4 Türk. Admin. v. 1903 86,90
4 do. uniſiz. v. 1903 93,60
4 Ungar. Goldrente . . 94,20
4 do. Staatsrente . 91,90
5 Argentinier . . . . . . 101,60
90,10
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,90
5 Chineſ. Staatsanleihe 105,00
99,40
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 98,90
5 Innere Mexikaner . . 99,20
67,80
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 93,00
5 Gold=Mexikaner . . . 100,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
ſahrt .
. . . . 142,60
4 Nordd. Llond
. . 105,50
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%)
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 106,50
4 Gotthardbahn . .
In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,75
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 215
4 Pennſylvania R. R. 128,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 206,00
73,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 508,00
Fabrik Griesheim .
.277,00
Farbwert Höchſt.
.536,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
.341,00
Lahmeyer .
117,80
Schuckert.
156,40
Siemens & Halske . . . 244,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 430,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 222,00
Gelſenkirchen . . . . . . . 211,25
Harpener .
. 186,25
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . .
. . 243,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,00
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,80
do,
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
do. ſteuerfrei . 97,90
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
98,00
do. alte . 81,50
5 Oeſterr. Südbahr . . 99,25
do.
80,00
do.
56,50
Raab=Oedenburger . . 76,90
Ruſſ. Südweſt.. . . . 91,60
4 Kronpr. Rudolfbahn: 98.30
Einten
5f.
2¾/ Livorneſer , . . . . . 75,00
4 Miſſouri=Paciſie . . . 78,30
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,50
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,00
5 Tehuantepec . . . . . 101,70
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 170,00
Darmſtädter Bank 130.70
261,25
Deutſche Bank .
Deutſche Vereinsbank 127,00
Diskonto=Geſellſchaft 194,20
162,50
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk. 122,25
Ranvnalbl. . Deuſchl. 130/76
.105,25
4 Pfälzer Bank .
143,00
4 Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank . 138,60
4 Wiener Bank=Verein 139,50
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,80
do. S. 19. . . . . 91,40
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,20
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 99,00
90,50
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 100,70
91,90
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 99,00
do.
. 90,90
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99,70
do. (unk. 1914) 90,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
92,30
3½
Sisen
Bf.
Städte=
Obligationen
. 100,50
4 Darmſtadt .
91,60
3½ do.
. 100,20
4 Frankfurt . .
95,90
3½, do.
. 99,90
4 Gießen
3½ do.
100,00
4 Heidelberg
91,00
3½ do.
100,00
4 Karlsruhe
91,20
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
100,00
3½ do.
4 Mannheim
100,50
3½ do.
91,30
4 München
100,00
3½ Nauheim
90,80
4 Nürnberg.
* 100,00
3½ do.
91,80
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
100,50
3½ do.
92,10
4 Worms .
3½ do.
91,20
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 162,50
3½ Cöln=Mindner 100 135,00
5 Donau=Reg. fl. 100 150,00
3 Hall. Komm. ℳ100 105.00
-
8t.
3 Madrider Fs. 100 77,50
4 Meining. Pr. =Pfand=
137,35
briefe.
4 Oeſterr. 1860er Loſe 176,25
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer ſi. 150 100,75
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 37,80
Braunſchweiger Tlr. 20 218,00
Freiburger
Fs. 15 58,00
Mailänder
Fs. 45 160,00
de.
Fs. 10—
fl. 7 38,00
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 550,00
do. v. 1858 „ 100 462,10
Ungar. Staats „100 391,00
Venediger
Frs. 30
Türtiſche
„ 400 180,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke .
. 16,15
Oeſterr. 20=Kronen .
16.90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten .
Franzöſiſche Noten.
80,85
Holländiſche Noten .
169,50
Italieniſche Noten .
80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten .
80,80
Reichsbank=Diskonto .
Reichshank=Lambard Zak. 60.
Nummer 304.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Seite 13.
Drkanna-Hoter.
(24878mf
Kaninchen-Verionung.
Bei der am 26. ds. Mts. ſtattgefundenen
Verloſung des Sport= u.
Nutzkaninchen=
zuchtvereins Darmſtadt wurden folgende
Gewinne gezogen:
27, 36, 43, 60, 62, 69, 2.75, 102, 108, 109,
114, 136, 140, 144, 148, 169, 176, 199, 202,
235, 238, 245, 254, 262, 292, 298, 314, 322,
326, 344, 356, 357, 358, 360, 361, 365, 371,
394, 398, 400, 404, 408, 410, 415, 423, 437,
444, 453, 469, 474, 494.
Die Gewinne werden nur gegen Rückgabe
der gezogenen Loſe von Herrn Reſtaurateur
Roß, Erbacherſtraße 46, verabreicht.
Gewinne, welche bis zum 30. Dez. 1910,
abends 6 Uhr, nicht abgeholt ſind, verfallen
an den Verein.
(*31047
wegen umzug
neue Möbel. (*31072mf
1 Speiſezimmer, eiche, 1 Büfett, nußb.,
1 Diwan, 1 Schreibtiſch, nußb., 1 Vertiko,
lack., 1 Kleiderſchrank, 2türig, 1 Flurſtänder,
1 Kleiderſtänder, 2 Bettſtellen ſpottbillig zu
verkaufen Gartenſtraße 20, parterre.
Ie Da
1
von 7 Uhr abends:ü
Läſtige Geſichtshaare werden durch à la
monta (Elektrolyse) auf ſicherem
Wege ſchmerzlos und ohne Narben bildend,
entfernt. Frau Charlotte Strecker,
Maſſeuſe, Hügelſtr. 2, II. Etage. (24853a
Tüchtige,
kautionsfähige Wirtsleute geſucht
für erſtklaſſiges Wein= u. Bier=
Reſtau=
rant (Brauerei gibt Zuſchuß),
Konzert=
hans=Reſtaurant, beſſere Reſtaurationen,
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Fabrikdirektor Fr. May u. Familie,
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Kabinettskaſſier Rechnungsrat Scharmann
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Wittich u. Frau, Frau Rechnungsrat Eiſen,
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Palais ſtattfindenden Konzert der
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pelle des Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
1. „Unter dem Siegesbanner” Marſch von
Blon. 2. Fantaſie aus „Der Freiſchütz” von
Mittelſtädt. 3. „Wer Euch getraut?” Lied
aus „Der Zigeunerbaron” von Strauß.
4. Intermezzo ruſſe von Franke. 5.
Pot=
pourri aus „Margarethe” von Gounod.
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Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen des Vorſpiels:
Catherine Hübſcher,
Wäſcherin
. Frl. Oſter
Sergeant Lefébore
Hr. Baumeiſter
. Hr. Weſtermann
Graf Neipperg.
. Hr. Heinz
Fouché .
Frl. Gothe
Toinon,
La Rouſſotte, Plätterinnen Frl. Grünberg
Frl. Nicklaß=
Julie.
Kempner
Vinaigre, Tambour . . . Hr. Schwarze
Vaboutrin, National= Hr. Klotz
1Rouſſot,
Hr. Geibel
gardiſten
Jolicoeur,
Hr. Waigandt
Ein Friſeur
. Hr. Feder
Ein Apotheker
Hr. Fleiſchmann
1Erſter
Hr. Göllnitz
Zweiter7 Nachbar
Hr. Jungmann
Eine Nachbarin.
Hr. Ungibauer
Mathieu, Lehrling
. Alfred Schulz
Perſonen des Stückes:
Napoleon I.
Hr. Lehrmann
Königin Marie Karoline . Frl. Heumann
Prinzeſſin Eliſe.
. Frl. Reick
Marſchall Lefébore
Hr. Baumeiſter
Marſchallin Lefébore
. Frl. Oſter
Fouché, Herzog von Otranto Hr. Heinz
Graf Neipperg .
Hr. Weſtermann
Savary, Polizeiminiſter . Hr. Wagner
Despréaux, Tanzmeiſter . Hr. Jordan
Herzogin von Rovigo
Frl. Wisthaler
Frau von Bülow
Fr. Scherbarth
Gräfin von Caniſy
Frl. Hucke
Frau von Talhouét
Frau Dobski
Frau von Baſſano
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Gräfin Aldobrandini
. Frl. Senten
Frau von Mortemart
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Madame Grivot
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Frau von Ventimille
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Brigode, Kammerherr
Napoleon’s
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Chevalier Corſo
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Lauriſton, Adjutant .
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Canonville,
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Duroc,
Offiziere . . Hr. Klotz
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Jardin, Oberjägermeiſter . Hr. Kroczak
Vicomte von Junot.
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Jasmin, Haushofmeiſter . Hr. Knispel
Conſtant, Diener Napoleon’s Hr. Dobski
Rouſtan, Mameluk
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Leroy, ein Schneider
Hr. Speiſer
Cop, ein Schuhmacher
Hr. Holler
Ein Diener . . . . . . Hr. Indorf
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Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
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Anfang 7 Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 29. Dez. 88. Ab.=Vorſt. C22.
Neu einſtudiert: „Der Wildſchütz”.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 30. Dez. 89. Ab.=Vorſt. D 23.
„Die Brüder von St. Bernhard.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 31. Dez. Außer Abonnement.
Sylveſter=Vorſtellung zu ermäß. Preiſen:
„Der Regiſtrator auf Reiſen.”
Anfang 7 Uhr. (Vergl. beſond. Anzeige.)
Aus dem Spielplan.
Sonntag, 1. Januar 1911. 90. Ab.=Vorſt.
B 23. „Lohengrin” (Feſtvorſtellung.)
Große Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Dezember 1910.
Nummer 304,
Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau im Deutſchen Reiche.
Zahl der im 3. Vierteljahr 1910 beſchauten Schlachttiere.
Zahl der Tiere, an denen die Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau vorgenommen wurde
Pferde u.andere
Einhufer Ochſen Bullen Kühe Jung=
rinder
über
drei M Kälber
onate alt bis (Schweine Schafe Ziegen Deutſches Reich 29 557 152784 127995 439998 298 219 1071 128 3883 310 802 393 40 157 1141 Dagegen
im 3. Vierteljahr 1909 30 306 161756 137037 440 955 354 371 1313 202 3 574 008 799786 43 693 1041 „ 3. 1908 26 581 155348 136717 411750 312 260 1 136 182 3813083 742 663 38378 1018 „ 3. 1907 27 205 147 144 121047 402372 277 457 1090 978 3 749 660 707865 39332 952 „ 3. 1906 26 369 153915 120254 395 184 257998 1008933 2 109611 742 347 41 484 1032 „ 3. 1905 28907 152 604 128975 407086 275619 1032 920 3030 792 840831 38015 1017
Vermiſchtes.
C K. Der Einfluß von Alter und Geſchlecht bei
Er=
krankungen. Eine intereſſante Statiſtik über die
Häufig=
keit von Erkrankungen bei den beiden Geſchlechtern und
in den verſchiedenen Altersſtufen veröffentlicht der
Glasgower Arzt Dr. James Grant Andrew auf Grund
eines an 42603 Kranken innerhalb der letzten 10 Jahre
geſammelten Materials. Die größere Zahl der
Er=
krankten gehörte dem männlichen Geſchlecht an, nämlich
61 Prozent. Erkrankungen der Lunge traten bei den
Männern bedeutend häufiger auf als bei den Frauen,
und zwar in dem Verhältnis von ¾ zu ½. Unter den
von einer akuten Lungenentzündung Befallenen
befan=
den ſich 82 Prozent Männer, unter den
Lungenſchwind=
ſüchtigen 67 Prozent, unter den an Bronchitis
Er=
krankten 71 Prozent, unter den von Rippenfell= und
eitriger Bruſtfellentzündung Ergriffenen waren 74
Prozent Männer. Die Zahl der erkrankten Frauen
überwog nur bei den an Aſthma Leidenden, von denen
64 Prozent aufs weibliche Geſchlecht kamen. Die größte
Zahl von Krankheiten der Lunge wurde zwiſchen 20 und
30 Jahren feſtgeſtellt. In dieſer Altersperiode wurden
die meiſten Fälle von akuter Lungenentzündung
beob=
achtet und auch die Fälle von akuter
Rippenfellentzün=
dung waren häufiger als in irgend einem anderen
Alter. Auch Lungenentzündung trat in der Zeit vom
20. bis zum 30. Jahre häufiger auf als in allen anderen
Jahrzehnten des Lebens; ebenſo Aſthma. Die
vorherr=
ſchende Krankheit während des 40. bis 50. Jahres war
chroniſche Bronchitis; auch akute Lungenentzündung
trat in dieſer Zeit häufiger auf als vorher; doch läßt
ſich dann im höheren Alter ein beſtändiges Abnehmen
dieſer Krankheit konſtätieren, ebenſo bei der
Lungen=
tuberkuloſe. Nächſt den Lungenkrankheiten kamen die
Krankheiten des Magens, die 4 Prozent der
Geſamt=
erkrankungen ausmachten. Sie traten bei Frauen
häufiger auf als bei Männern, und zwar im
Verhält=
nis von zwei Drittel zu ein Drittel. Die größte Zahl
der magenerkrankten Frauen, nämlich 90 Prozent, litt
an Magengeſchwüren, der verbreitetſten
Magenkrank=
heit überhaupt. Faſt die Hälfte aller Fälle litt an
Magengeſchwüren; die größte Anzahl fand ſich in der
Zeit zwiſchen 20 und 30 Jahren. Unter den 42603
Fällen befanden ſich 1474 Erkrankungen des Herzens,
zu denen die Männer ein größeres Kontingent ſtellten
als die Frauen. Auch Erkrankungen der Blutgefäße
waren beim männlichen Geſchlecht häufiger als beim
weiblichen. Unter den 1475 Fällen von
Nierenkrank=
heiten kamen 62,9 Prozent auf männliche Patienten.
Die Zahl der männlichen Erkrankungen überwiegt alſo
in den allermeiſten Fällen die der weiblichen.
Großherzogliche Hofbibliothek.
Neue Erwerbungen, vom 12. Dezember
1910 an auf 14 Tage im Leſeſaale zur
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Amerika; Binder, J., d. Plebs.: Birt, Th.,
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verſe u. Heimatpoeſie Vergils, Erklär. d. Catalepton.;
Birt Th., Eine römiſche Lit. Geſch.; Böhtlingk,
3: Schiller u. Shakeſp.; Bojani, F. de, Innocent XI.
1. 2.; Braſchowanoff, G, Rich. Wagner u. d.
Antike; Brentano, Cl., Sämtl. Werke, hs. v. C.
Schüddekopf, Gründ. Prags; Buxbaum, E.,
Ruhmestage d. D. Reiterregimenter; Daur, A., d. alte
deutſche Volkslied; Deutſche Dialektgeographie,
hs. v. Wrede, 1—3; Dieterich, Jul. Reinh., d.
Politik Landgr. Ludw. X. v. Heſſ. Darmſt. 1790—1806;
Elſter, Alex., Lexikon d. Arbeitsrechts: Haendcke,
Berth., d. unbekleidete Menſch i. d. chriſtl. Kunſt ſeit
19 Jahrhunderten; Handbuch d. Unfallverſicher.,
3. Afl., 3: alph. Verz d. Gewerbszweige, Reg.;
Hoens=
broech, P. v., 14 Jahre Jeſuit., 2: d. Ordensleben;
Jellinek, W., d. fehlerhafte Staatsakt u. ſ. Wirk.;
Joél, K., d. freie Wille; Kalbfuß, H., Kloſter
Schiffenberg b. ſ. Einverleib. i. d. D. Ord. 1323; Knieb,
Ph., Geſch. d. Reform. u. Gegenreform. a. d. Eichsfeld,
2. Afl.; Kürnberger, Ferd., Geſ Werke, hs. v. O. E.
Deutſch, 4: d. Amerikamüde: Die Kunſt in Bildern,
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Limes i. Oeſterreich; Lotz, A., Geſch. d. D.
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Müntzer, D., Elſäſſ. Sagenbuch; Nagel, W., Handb.
d. Phyſiol. d. Menſchen, Ergbd.; Neſtriepke, S.,
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ſchild, S., Aus Vergangenh. u. Gegenwart d. iſraelit.
Gemeinde Worms; Becker, O, Verfaſſ. Polit. d.
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Hofordn. Kurf. Joach. d. II. v. Brandenb.; Heſſ.
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bücher, hs. v. W. Diehl, 7: Ihs. Luft, Leben u.
Schickſale erl. v. K. Eſſelborn.
Außerdem die neueſten gebundenen Bände
wiſſenſchaftlicher Zeitſchriften.
Sämtlich vom 27. Dezember an
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leihbar.
Wegen Vormerkung für das erſtmalige
Entleihen wende man ſich an den Beamten des
Ausleihezimmers.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
9—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Dez.: dem Fabrikarbeiter
Hein=
rich Kienz, Langegaſſe 33, e. S. Georg Ludwig. Am
19.: dem Poſtboten Ludwig Gölzenleuchter,
Schuchard=
ſtraße 14, e. T. Marie Katharina. Am 21.: dem
Rangier=
meiſter Bernhard Eichamüller, Rhönring 1, e. S.
Hans. Am 18.: Lehrer Wilhelm Loos,
Schuchard=
ſtraße 9, e. S. Volker Wilhelm Auguſt Lorenz Ludwig.
Am 23.: dem Schloſſer bei der Staatsbahn Karl
Weicker, Blumenthalſtr. 75, e. S. Friedrich Wilhelm.
Am 21.: dem Poſtboten Joſeph Tilger,
Landwehr=
ſtraße 29, e. T. Mina Maria. Am 26.: dem
Geſchäfts=
führer Richard Böhme, Liebigſtr. 48, e. S. Helmnt
Richard.
Eheſchließungen. Am 20. Dez.: Bäckermeiſter
Hein=
rich Mann in Worms mit Katharina Diemer in
Bechtheim. Am 22.: Dachdecker Adolf Aſtmus mit
Chriſtina Bund, beide hier. Schloſſer Joſeph Thaller
mit Magdalena Reith, beide hier. Stadtrechner
Rech=
nungsrat Philipp Koch mit Eliſe Hein, beide hier.
Am 24.: Weichenſteller Heinrich Schmidt in Zell i. Od.
mit Verkäuferin Frieda Frey, hier.
Buchdruckerge=
hilfe Peter Becker in Arheilgen mit Einlegerin
Karoline Höhner, hier. Diplom=Ingenieur Rudolf
Herchner in Roſenthal bei Berlin mit
Handarbeits=
lehrerin Gertraud Keil, hier. Mechaniker Joſeph
Hartmann mit Schneiderin Maria Fieſtmann, beide
hier. Schreiner Fritz Eiſelt mit Strohhutnäherin
Johanna Kuntz, beide hier. Telegraphenarbeiter
Georg Hinkel mit Auguſte Schröbter, beide hier.
Hilfsarbeiter Johann Reiß mit Einlegerin Luiſe
Ganß, beide hier. Taglöhner Friedrich
Hochſtätter=
mit Sophie Stumpf, beide hier. Kaufmann Philipp
Korbus mit Barbara Hafner, beide hier. Metzger
Kilian Stolzenberger in Eiſenbach mit Barbara
Heckler, hier. Ziegler Adolf Rabe, hier, mit
Eliſa=
beth Jahn in Arheilgen.
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Becker, 59 J., ev., Schwanenſtr. 10. Luiſe Klaus
geb. Spicharz, Wwe. d. Steueraufſehers, 76 J., ev.,
Ballonplatz 10. Emilie Pfannenſchmidt, o. B., 16 T
kath., Pfungſtadt. Am 23.: Landwirt Joh. Gg. Juſtus
Himmler, 74 J., ev., Gardiſtenſtr. 9. Hans Müller,
1 J., ev., Arheilger Straße 83. Eva Marie Dietrich
geb. Stephan, Wwe. d. Schneidermeiſters, 83 J., ev.,
Wendelſtadtſtr. 13. Anna Katharina Barbara Dörr
geb. Mink, Wwe. d. Hoboiſten 1. Kl., 80 J., ev.,
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ſtraße 68. Landwirt Ldg. Möſer, 55 J., ev.,
Viktoria=
ſtraße 51. Am 24.: Agnes Britſch geb. Geiß, Wwe. d.
Veterinärarztes, 83 J., kath., Emilſtr. 19. Am 23.: Hch.
Gebhardt, S. d. Kutſchers, 15 Tage, ev.,
Fuhrmann=
ſtraße 8. Am 24.: Gertrudis Geiger geb. Gießler,
Ehefr. d. Hauswärters, 38 J., kath., Waldſtr. 33.
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tin Anna Spieler, 62 J., ev., Eliſabethenſtr. 52.
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mermann Peter Schmidt, 64 J., ev., Kranichſteiner
Straße 28. Weingärtner Joh. Schäfer, 80 J., ev.,
Ober=Dördingen. Haushälterin Kathar. Hofmann,
68 J., kath., Kiesſtr. 16. Am 25.: Georgine Häſele,
T. d. Hauſierers, 2 J., ev., Frankfurter Straße 35. Ph.
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Roſa Becker geb. Bramſtädter, Wwe. d. Regiſtrators,
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Ausgeſchieden durch Wegzug 56
Tod
08
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Stand der Mitglieder am 30. September 1910 2659 X 30 Mk. — 79770 Mk. Haftſumme
Im übrigen verweiſen wir auf Nr. 292 dieſes Blattes vom 13. Dezember 1910
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