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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerake
werden angenommen in Darmſtadt.
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
N 299.
Mittwoch, den 21. Dezember.
1910.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Deutſch=engliſche Verhandlungen.
— Es iſt jetzt viel davon die Rede, daß zwiſchen
Deutſchland und England Verhandlungen
ange=
knüpft ſeien mit dem Endzwecke, die beiderſeitigen
Be=
ziehungen nicht bloß vorübergehend, ſondern, wenn irgend
möglich, auf die Dauer beſſer zu geſtalten und vielleicht
ein Verhältnis herbeizuführen, daß zum Mindeſten einer
Entente, wie ſie zwiſchen Rußland und England beſteht,
möglichſt nahekommt. Dieſe Verhandlungen ſind freilich
nicht ſo ſehr nach dem Herzen gewiſſer Freunde, und von
Paris bemühte man ſich eifrigſt, die Nachricht als unwahr
oder wenigſtens als verfrüht zu bezeichnen; von deutſcher
offiziöſer Seite wurde demgegenüber darauf hingewieſen,
daß ja der Kanzler ſelbſt im Reichstage ausdrücklichſt
be=
merkt habe, daß Verhandlungen mit England ſchwebten.
Dieſe freundſchaftliche Erörterung kann aber leicht eine
Trübung durch ein Vorkommnis erfahren, das jetzt zu
ver=
zeichnen iſt. Bekanntlich ſchwebt ſeit längerer Zeit
zwi=
ſchen England und Deutſchland die Angelegenheit der
Schadenerſatzzahlung für die während des
Bu=
renkrieges geſchädigten deutſchen Anſiedler in
Bri=
tiſch=Südafrika. Die engliſche Regierung hat dieſe
Erſatz=
anſprüche trotz der Intervention des Berliner
Auswär=
tigen Amtes aus Rechtsgründen abgelehnt, und die
Nord=
deutſche Allgemeine Zeitung meldet dies in einer Form,
die ſehr geſchäftsmäßig gehalten iſt und leicht den Eindruck
der Gereiztheit erwecken kann. Die ſchroffe Form der
Publikation ſoll auf die juriſtiſche Abteilung des
Auswär=
tigen Amtes zurückzuführen ſein. Gleichwohl wäre aber
in einer Frage allgemeinen Intereſſes, wie in der
vorlie=
genden, erwünſcht geweſen, eine derartige Veröffentlichung
an einer Stelle, die ſonſt im allgemeinen für den Verkehr
in der Oeffentlichkeit in Frage kommt, nochmaliger
Durch=
ſicht zu unterziehen. Tatſächlich ſoll auch die Situation
nicht ſo ſchroff ſein, wie man nach der gewählten Tonart
glauben ſollte, die engliſche Regierung will nur ihr
prinzipielles Recht konſtatiert wiſſen, im übrigen habe ſie
aber aus Gründen der Menſchlichkeit ſchon bisher vielfach
helfend eingegriffen und ihre Pflicht getan. Das
Auswär=
tige Amt will die Angelegenheit eventuell dem Haager
Schiedsgerichtshofe unterbreiten. Es bleibt aber fraglich,
ob man damit Glück haben wird, denn nach engliſcher
Auf=
faſſung kann eine Verweiſung vor das Haager Tribunal
nicht ſtattfinden, weil Deutſchland und England in ihrem
Schiedsvertrag von 1904 die Schidesſprechung
ausdrück=
lich auf ſtreitige Rechtsfragen beſchränkt, und in dieſem
Falle beſtreitet England eben das Beſtehen einer
rechr=
lichen Verpflichtung.
Die Kölniſche Zeitung meint dagegen, man könne die
Frage trotz der darin enthaltenen Schwierigkeiten auf den
Weg ſchiedsgerichtlicher Entſcheidung leiten. Man müſſe
die Frage zunächſt dahin abändern, daß man unterſuche,
ob die Punkte, die zu einer ſolchen Verſchiedenheit der
Auffaſſung geführt hätten, Rechtsfragen ſeien, die
unter die Beſtimmungen des deutſch=engliſchen
Schieds=
gerichtsvertrages fielen oder nicht. Es handele ſich hier
unzweifelhaft um Fragen des Völkerrechts; man
dürfe die Hoffnung nicht aufgeben, die engliſche Regierung
hiervon zu überzeugen. Vielleicht gäbe der Vorfall Anlaß,
zu erwägen, ob nicht die Einrichtung einer internationalen
Gerichtsbarkeit zugleich auch das Bedürfnis wachrufe nach
Schaffung eines internationalen Kompetenzgerichtshofes
in irgend einer Form, den hoffentlich im vorliegenden Fall
Großbritannien ad hoo und proviſoriſch zugeſtehen werde.
An unterrichteter Stelle wird zu der Meldung der
Nordd. Allg. Ztg. folgendes erklärt: Die Mitteilung der
Nordd. Allg. Ztg. bedeute weder in ihrer Form eine
Un=
freundlichkeit Deutſchlands, noch in ihrem Inhalte eine
Unfreundlichkeit Englands. Die Frage ſei überhaupt keine
politiſche und dürfe auch nicht auf das politiſche Gebiet
gezogen werden. Sie ſei teils eine juriſtiſche, teils eine
Frage der Menſchlichkeit. In dieſem Sinne würde ſie
auch auf beiden Seiten aufgefaßt. Wenn gegenwärtig
der Standpunkt Deutſchlands und der Standpunkt
Eng=
lands noch von einander abweichen, ſo könne man aber
doch hoffen, daß ein Mittelweg zwiſchen dieſen beiden
gefunden wird.
Amerikaniſche Wehrfragen.
* In den Vereinigten Staaten hat, wie ſchon
mitge=
teilt, ein vertraulicher Bericht des Kriegsminiſters, der
durch eine angebliche Indiskretion an die Oeffentlichkeit
gedrungen iſt, größtes Aufſehen erregt. Die Sache
ver=
hält ſich folgendermaßen:
Das Parlament hatte den Kriegsminiſter in letzter
Seſſion um Informationen über die Landesverteidigung
erſucht. Mr. Dickinſon entſprach nun in dieſer Tagung
dem Wunſche in einem ausführlichen Bericht, den er als
„vertraulich” bezeichnete, in der irrigen Annahme, daß
auch das Repräſentantenhaus wie der Senat von der
Re=
gierung „geheime” Mitteilungen empfangen könne. Das
iſt nicht der Fall, und ſo wurde dieſer Bericht behandelt
wie alle anderen Eingänge, das heißt, unverzüglich als
Material den Abgeordneten und den Zeitungen
übermit=
telt. Mr. Dickinſon hatte ſich aber in ſeinen Informationen
im Vertrauen auf die Geheimhaltung mit rückhaltsloſer
Offenheit über die völlig ungenügende Heeresorganiſation
unter Bezugnahme auf die auswärtige politiſche Lage
aus=
geſprochen, und zwar umſo ungenierter, als er damit das
Parlament von der Notwendigkeit überzeugen wollte, die
nötigen Gelder zu bewilligen, um eine wirklich wehrfähige
Landesverteidigung zu ſchaffen. Als der Vorſitzende der
Kammer, erſt nach der Verteilung, von dem Inhalt
Kennt=
nis erhielt, wurde das Aktenſtück ſchleunigſt zurückgezogen;
aber es war zu ſpät.
Der Kriegsminiſter gibt, wie ſchon erwähnt, in ſeinem
Bericht zu, daß die Vereinigten Staaten heute nicht
im=
ſtande wären, der Invaſion durch eine große Militärmacht
zu begegnen. Er erklärt: Die mobile Armee ſollte ſo
ver=
ſtärkt werden, daß man zur Verteidigung der Oſt= wie der
Weſtküſte je eine Armee von 450000 Mann zur Verfügung
hätte. Tatſächlich zähle die reguläre Armee in ihrem
Effektivbeſtande nur 64,000 Mann und die Miliz nur 86000
Mann, was für jede Küſte ein Defizit von 375000 Mann
ergibt. Außerdem zeige die Beſatzung der
Küſtenvertei=
digungen einen Fehlbetrag von 20000 Mann. Die
regu=
läre Armee ſollte 600 000 Mann und allermindeſtens
450000 zählen und eine Reſerve beſitzen, für die heute
fak=
tiſch keine Vorkehrung getroffen ſei. Am ſchlimmſten ſehe
es mit der Feldartillerie aus und es fehle an allen
Vor=
bereitungen, um eine Armee im Kriegsfalle zu verpflegen
und zu transportieren.
Ebenſo hatte kürzlich General Wood, der Stabschef,
in dem parlamentariſchen Ausſchuß für
Militärangelegen=
heiten nachdrücklichſt erklärt, die Vereinigten Staaten
könn=
ten keine Angriffe abwehren und wären vor allem einer
japaniſchen Invaſion gegenüber hilflos.
Darauf hat nun Präſident Taft in der Geſellſchaft für
ſchiedsgerichtliche Entſcheidung internationaler
Streitig=
keiten die geſtern erwähnte Rede gehalten, in der er die
Beunruhigung zu beſchwichtigen ſuchte, die durch die
Denk=
ſchrift hervorgerufen worden iſt, und erklärte, die Union
habe ausgezeichnete Küſtenverteidigungswerke und eine
ſehr gute Flotte, die geeignet ſei, eine Invaſion auf dem
Seewege zu verhindern. Das Volk der Vereinigten
Staa=
ten werde niemals einwilligen, ein ſtehendes
Heer zu unterhalten, das genügend wäre, es in einer
Schlacht mit den ſtehenden Heeren der Großmächte
aufzu=
nehmen. Taft trat dann für geſetzliche Beſtimmungen zur
Verbeſſerung der militäriſchen Rüſtung und für die
Be=
ſchaffung von Geſchützen und Munition für eine
Streit=
macht ein, die im Notfall aufgeboten werden könnte.
Deutſches Reich.
— Die deutſche Militärmiſſion für
Bra=
ſilien. Es ſteht nunmehr feſt, daß 20 deutſche Offiziere
der Aufforderung der braſilianiſchen Regierung folgen
und in das braſilianiſche Heer für die Dauer von drei
Jahren eintreten werden. Dieſe deutſche Militärmiſſion
wird ſich folgendermaßen zuſammenſetzen: ein Major vom
Generalſtab als Führer, 7 Hauptleute (einer zur
Vertre=
tung des Führers, die übrigen 6 je 2 von den 3 Waffen)
und 12 ältere Oberleutnants von den 3 Waffen, den
Ver=
kehrstruppen uſw. Die Aufforderung der braſilianiſchen
Regierung wurde durch das Militärkabinett nur an drei
Armeekorps mitgeteilt, aber ungefähr 150 Offiziere haben
ſich, nach erteilter Einwilligung ihrer Vorgeſetzten, bei der
braſilianiſchen Geſandtſchaft in Berlin gemeldet.
Augen=
blicklich wartet man nur noch auf die genaue Feſtſetzung
der materiellen Bedingungen, welche die braſilianiſche
Re=
gierung den 20 Offizieren garantieren wird. Dann wird
zunächſt unter den Bewerbern der Führer gewählt
wer=
den, und dieſer wählt die geeignetſten übrigen Offiziere
aus. Die Offiziere ſcheiden ſämtlich aus dem deutſchen
Heere aus. Sie nehmen die Zuſage mit, nach Ablauf der
drei Jahre mit ihren alten Patenten in Deutſchland
wie=
der angeſtellt zu werden. Sonſt aber handeln ſie ganz auf
eigene Gefahr und die deutſchen Militärbehörden enthalten
ſich jeder Einmiſchung auf ihre Entſchlüſſe. Ohne mit der
Mannſchaft direkt in Berührung zu treten, ſollen die
deut=
ſchen Offiziere vornehmlich die braſilianiſchen Offiziere
mit dem deutſchen Dienſtbetriebe vertraut machen. Die
Offiziere werden vorausſichtlich, je zehn, auf den Norden
Braſiliens (Rio de Janeiro) und auf den Süden (Rio
Grande do Sul und Porto Alegre) verteilt werden.
— Zurreichsländiſchen Verfaſſung. Laut
Straßburger Poſt enthält der für die Reichslande
vorge=
ſehene Verfaſſungsentwurf eine wichtige Beſtimmung, die
ſonderbarerweiſe in der Veröffentlichung der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung nicht enthalten war. Es iſt dies
fol=
gender Paſſus: Es bleibt der Landesgeſetzgebung
vorbe=
halten, eine geeignete Vertretung der Arbeiterorganiſation
in der Erſten Kammer einzuführen, ſobald die
reichsgeſetz=
liche Regelung der Arbeiterorganiſation ſtattgefunden hat.
— Der Verfaſſungskonflikt in
Mecklen=
burg. Als Antwort auf die Ablehnung des
Landes=
zuſchuſſes zu dem Landesregiment iſt den
Landtagskom=
miſſarien in Malchin ein Reſkript der Regierung
zugegan=
gen. Darin wird ausgeführt: Die Ablehnung jeglichen
Zu=
ſchuſſes aus der Landesſteuerkaſſe, alſo auch die Ablehnung
der Mittel, welche von den Ständen ſelbſt durch die
bis=
herigen Bewilligungen als notwendig anerkannt
wurden, offenbart den ganzen Ernſt der Situation und
legt klar vor Augen, daß eine Reform der
Landesver=
faſſung unter Gewährung des Budgetrechts
unabweis=
bar notwendig geworden, die Erteilung des
Budget=
rechts aber mit einer ſtändiſchen Verfaſſung
unverein=
bar iſt. Es muß dringend verlangt werden, daß, die
Stände durch weiteres Entgegenkommen eine
Verſtän=
digung über die Verfaſſungsreform herbeiführen. Wenn
eine Einigung nicht zuſtande kommen ſollte, müſſe die
Regierung zu ihrem tiefſten Bedauern zur
Durchführ=
ung eines geordneten Landesregiments die Mittel aus
dem Domanialkapitalfonds oder aus einer Anleihe
entnehmen.
— Verweigerung des Anti=
Moderniſten=
eides. In München mehrt ſich die Zahl der
Theologie=
profeſſoren, die den verlangten Moderniſteneid nicht leiſten.
So weigerte ſich jetzt auch der Dogmatiker Profeſſor Dr.
Atzberger, erzbiſchöflicher geiſtlicher Rat, der jetzt auf die
Seelſorge Verzicht geleiſtet hat, um nicht den Eid zu leiſten.
Zur Fleiſchnot. Der Vorſtand des Deutſchen
Städtetages hat eine ſehr eingehend begründete Eingabe
an die Reichsregierung gerichtet mit dem Erſuchen,
ſchleu=
nigſt Maßnahmen zur Behebung der Fleiſchnot zu treffen.
Dieſe Eingabe iſt auch allen deutſchen Landesregierungen
übermittelt worden Sie bittet, innerhalb ihrer
Zuſtändig=
keit gleichfalls im Sinne der Eingabe auf eine
Erleichte=
rung der Fleiſchverſorgung der Städte hinwirken zu
wol=
len. Der gemeinſchaftliche Landtag der Herzogtümer
Koburg und Gotha beſchloß mit 22 gegen 5 agrariſche
Stimmen, die herzogliche Staatsregierung zu erſuchen, im
Hinblick auf die wieder geſtiegenen Fleiſchpreiſe, welche
weite Bevölkerungskreiſe in ihrer Ernährung ſchwer
ſchä=
digen und alle Nahrungsmittel in die Höhe treiben,
unver=
züglich alle Schritte zu tun, welche geeignet ſind, der
Fleiſchteuerung zu ſteuern, insbeſondere auch auf Oeffnung
der Grenzen hinzuwirken, ſoweit ſolche Maßnahmen nicht
dazu beitragen, den inländiſchen Viehſtand durch
Ein=
ſchleppung von Seuchen zu ſchädigen.
Ausland.
Italien.
Erweiterung des Stimmrechts und
Ka=
binettskriſe. Den Blättern zufolge beſchloß der
Miniſterrat über einen Geſetzentwurf zur Wahlreform. Er
enthält u. a. die Erweiterung des Stimmrechts,
obligato=
riſche Stimmabgabe und die Abänderung der Beſtimmung
über die parlamentariſchen Inkompatibilitäten. Der
Ent=
wurf wird der Kammer in der vorausſichtlich letzten
Sitz=
ung vor Weihnachten vorgelegt. Der Eclair berichtet
hierzu aus Rom: Das Kabinett Luzzatti ſteht vor einer
Kriſe, die unvermeidlich erſcheint. Luzzatti hatte ſich
for=
mell verpflichtet, vor Schluß der Tagung einen
Geſetzent=
wurf einzubringen betreffend die Ausdehnung des
Stimm=
rechtes. Dieſem Geſetzentwurf zufolge ſoll das
Stimm=
recht auf alle Perſonen ausgedehnt werden, die leſen und
ſchreiben können, wenn auch nur notdürftig. Die Vorlage
wird unterſtützt von den Demokraten und
Sozialdemokra=
ten. Die Konſervativen verlangen dagegen einen
Zuſatz=
antrag betr. Zwangsbeſtimmungen. Sie ſollen dieſes
Zu=
geſtändnis auch erhalten haben. Giolitti hatte vorher
Seite 2
Nummer 299.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Luzzatti ſeine Unterſtützung zugeſagt, aber zirka hundert
Abgeordnete ſeiner Fraktion hielten eine
Verſamm=
lung ab, in der ſie ſich als Gegner der Vorlage erklärten.
Gerüchtweiſe verlautet, daß nunmehr wahrſcheinlich eine
Auflöſung der Kammer erfolgen wird. Dieſes Gerücht
verurſacht in parlamentariſchen Kreiſen großes Aufſehen.
Giolitti iſt Montag abend vom König empfangen worden.
Frankreich.
Die Wiederanſtellung der entlaſſenen
Eiſenbahner. Bei der in der Kammer ſtattfindenden
Beratung des Antrages auf Wiederanſtellung der infolge
des letzten Ausſtandes entlaſſenen Eiſenbahner wird
Mi=
niſterpräſident Briand ſich jeder Amneſtie oder allgemeinen
Wiederanſtellung widerſetzen, dagegen von neuem ſich
be=
reit erklären, alles aufzubieten, um bei der Unterſuchung
der einzelnen Fälle Billigkeit und Gerechtigkeit walten zu
laſſen. Die gegenwärtig ſtattfindende Unterſuchung führte
bereits zu mehreren Wiederanſtellungen. Ueber die
zwi=
ſchen dem Miniſterpräſidenten und den Vertretern der
großen Eiſenbahngeſellſchaften am Montag abend
ſtatt=
gehabten Unterredungen wird gemeldet: Miniſter Puech
legte einen Entwurf vor, durch den die Forderungen der
Eiſenbahner in der Frage der Ruhegehälter möglichſt
be=
friedigt werden ſollen. Die hierdurch den
Eiſenbahngeſell=
ſchaften erwachſenden Koſten werden auf 200 Millionen
ge=
ſchätzt. Behufs Deckung derſelben ſoll der Finanzminiſter
die Geſellſchaften ermächtigen, entſprechend der Fälligkeit
der Ruhegehälter Obligationen auszugeben. Der
Mini=
ſterrat wird über dieſen Entwurf Beſchluß faſſen und die
übrigen Geſetzentwürfe betreffend die Unterdrückung der
Sabotage und der Eiſenbahnerſtreiks endgültig
genehmi=
gen, welche der Miniſterpräſident anläßlich der
Kammer=
debatte über die Wiedereinſtellung der entlaſſenen
Eiſen=
bahner zu verteidigen haben dürfte.
Die Kammer nahm mit 445 gegen 65 Stimmen
den Geſetzentwurf betreffend die Verzollung von
einge=
führten Taſchenfeuerzeugen, Anzündern für Gas und
Azetylenlicht, Zündhütchen und anderen Materialien, die
zu deren Herſtellung dienen, an.
Spanien.
Das Cadenasgeſetz. Bei Beratung des
Ca=
denasgeſetzes in der Kammer wurde von den Karliſten ein
Amendement gefordert, nach dem die Barmherzigen
Schweſtern von dem Geſetz nicht betroffen werden ſollen.
Der Miniſterpräſident erklärte, daß die Barmherzigen
Schweſtern de kaeto von dem Geſetz nicht berührt würden.
Jedenfalls aber werde die Regierung der Errichtung neuer
Ordenshäuſer ihre Zuſtimmung verſagen.
Kreta.
Die Antwort auf die Note der Mächte.
Wie die Wiener Neue Freie Preſſe meldet, beſchloß die
kretiſche Nationalverſammlung eine Antwort auf die letzte
Note der Mächte, in der ſie mit dem Ausdruck des
ſchmerz=
lichen Bedauerns proteſtiert gegen den Gebrauch der
Worte von der türkiſchen Souveränität, die in den früheren
Noten der Mächte nicht erwähnt ſeien. Ferner wird der
Wunſch ausgeſprochen, daß die Mächte die Annexion durch
Griechenland oder einen ähnlichen Zuſtand anerkennen
möchten.
Amerika und Japan.
Wie der Times aus Waſhington telegraphiert wird,
finden gegenwärtig Verhandlungen zwiſchen den
Vereinig=
ten Staaten und Japan wegen Erneuerung des im März
1895 abgeſchloſſenen und im Januar 1912 ablaufenden
Handels= und Schiffahrtsvertraees ſtatt. Man iſt beſtrebt,
die Forderung der japaniſchen Einwanderung auf einer
beſſeren Baſis zu regeln, als das gegenwärtige Abkommen
as vorſieht. Man erwartet, daß der neue Vertrag mit
Amerika eine Erleichterung der japaniſchen Einwanderung
bringen wird.
China.
Der Reichsausſchuß hat nach langer Debatte
einen Ausſchuß eingeſetzt, der eine neue Denkſchrift
aus=
arbeitet, die gegen die einzelnen Mitglieder des Großen
Staatsrats Vorwürfe erhebt und noch eingehender die
Notwendigkeit betont, den Großen Staatsrat dem Volke
verantwortlich zu machen; andernfalls werde der
Reichs=
ausſchuß auseinandergehen. Die Redner führten eine
ge=
mäßigte Sprache; aber zum erſten Male ſeit dem Beſtehen
des Reichsausſchuſſes iſt an dem Regenten Kritik geübt
worden.
* Der Vatikan und Prinz Max von
Sach=
ſen. Prinz Max von Sachſen hat ſich, wie aus gut
unter=
richteter Quelle verlautet, bereit erklärt, die im Artikel der
Zeitſchrift Rom und Orient enthaltenen Behauptungen zu
widerrufen. Der Vatikan erklärt inſolgedeſſen, daß der
Papſt ſich nicht mehr bemühe, den Prinzen nach Rom zur
Abbitte kommen zu laſſen. Der Abt Pellegrini von
Grotta=
ferrata ſoll wegen der Veröffentlichung des Artikels des
Prinzen Mar über die Vereinigung der katholiſchen
Kir=
chen der Inquiſition zur Aburteilung überwieſen werden.
Das gleiche geſchieht mit einem Kanonikus, der die
Ver=
öffentlichung des Artikels genehmigt hatte. Im
Oſſer=
vatore Romano veröffentlicht der apoſtoliſche Verweſer der
Diözeſe Frascati, Monſignore Lupi, eine Erklärung, daß
ihm die den Artikel des Prinzen Max enthaltende Nummer
der von der Abtei Grottaferrata herausgegebenen
Zeit=
ſchrift nicht vorgelegt wurde, damit er die kirchliche
Appro=
bation erteile, und daß er die Approbation auch nicht
er=
teilt haben würde. Dasſelbe Blatt tadelt den Abt
Pelle=
grini heftig, weil er ſich über den Artikel des Prinzen Max
interviewen ließ, während nach der Lage der Dinge die
größte Zurückhaltung geboten ſei.
* Heiratimſerbiſchen Königshauſe. Das
neugegründete Blatt Tribuna, das zu den ſerbiſchen
Hof=
kreiſen in engen Beziehungen ſteht, läßt ſich aus
Peters=
burg melden, daß der Thronfolger Alexander ſich demnächſt
mit der Tochter Tatjana des Großfürſten Konſtanrin
Kon=
ſtantinowitſch verloben wird. Dieſe Verlobung, ſo bemerkt
das Blatt, ſei ein neuer Beweis der Verbrüderung des
ruſſiſchen und ſerbiſchen Volkes.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. Dezember.
— Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs an Heinrich Henkel zu
Offenbach und Philipp Leonhardt zu Offenbach=
Bürgel.
— Uebertragen wurde dem Lehrer Heinrich Lorz
zu Allertshofen=Hoxhohl, Kreis Dieburg, eine Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Kleeſtadt, in demſelben Kreiſe.
** Ordensverleihung. Herrn Kommerzienrat J.
Glückert wurde vom Kaiſer von Rußland der St.
Annenorden 3. Klaſſe verliehen.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 32
vom 19. Dezember hat folgenden Inhalt: 1.
Ge=
bührentarif für Stellenvermittler für Bühnenangehörige.
2. Bekanntmachung, Vermeſſungen und Vorarbeiten für
eine Nebenbahn von Bensheim nach Lindenfels
be=
treffend. 3. Bekanntmachung, das= Ergebnis der
Verwal=
tung des Fonds zur Gewährung von Beihilfen bei
Ueberſchwemmungen für 1909 betreffend. 4. Auszug aus
der Jahresrechnung und Bilanz der
Haftpflichtver=
ſicherungsanſtalt der land= und forſtwirtſchaftlichen
Be=
rufsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen für
das Rechnungsjahr 1909. 5. Ordensverleihungen. 6.
Er=
mächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder
Orden. 7. Namensveränderungen. 8. Dienſtnachrichten.
9. Charaktererteilungen.
* Militärdienſtnachrichten. Dr. Bernhold,
Kriegsgerichtsrat bei der 21. Diviſion und dem
General=
kommando des III. Armeekorps, zu dem
General=
kommando des XVIII. Armeekorps verſetzt. Hartung,
Intend.=Rat von der Intend. des XVIII. Armeekorps,
der Charakter als Geh. Kriegsrat verliehen.
Steg=
mann, Unterzahlmeiſter beim XVIII. Armeekorps, zum
Zahlmeiſter ernannt. Dr. Göller (I Darmſtadt),
Unter=
gpotheker des Beurlaubtenſtandes, zum Obergpotheker
befördert.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Walter Schulz aus Darmſtadt hat ſich
Aus dem Freiſtaat der Kinder.
i Ganz im Norden des Staates New=York, einige
Stunden von Buffalo entfernt, liegt ein äußerlich
wenig anziehendes Oertchen mit dem Namen
Free=
ville, das aber dem ahnungsloſen Beſucher ein
kleines Wunder enthüllt. Schon auf den
um=
liegenden Feldern fällt es auf, daß die Arbeiter und
Arbeiterinnen lauter halbwüchſige Burſchen und
Mäd=
chen oder noch Kinder ſind, und tritt man in das
leb=
hafte Treiben der Straßen hinein, ſo erſcheinen als
eigentliche Bürger des Städtchens nur junges Volk
unter dem hier und da einmal ein Erwachſener
auf=
taucht. Beſonders freudig wird ein leicht ergrauter,
etwa 50jähriger Mann mit gutem, freundlichem
Ge=
ſicht begrüßt, der in den verſchiedenſten Werkſtätten
auf=
taucht. „Guten Tag, Daddy!” rufen ihm alle zu, und
er antwortet mit ſeinem gütigen Lachen: „Halloh, Bob,
halloh, Jennie!”, jeden bei ſeinem Namen nennend und
jedem ein gutes Wort widmend.
Wir ſind in der Kinder=Republik, und der
liebe, freundliche „Daddy” iſt der Philantrop W. H.
George, der Begrnüder dieſes einzigartigen
Frei=
ſtaates, der ſich zwar längſt von der Leitung der
Staäts=
geſchäfte zurückgezogen hat, aber noch immer wie ein
guter Geiſt über dem ganzen Unternehmen wacht. Die
Entſtehung und Einrichtung des Kinder=Freiſtaates er
zählt Prof. Albert Schinz, der Freeville einen Beſuch
abgeſtattet hat, in einem umfangreichen Aufſatz der
Revue. Seit Ende der achtziger Jahre widmete ſich
George in ſeinen philanthropiſchen Beſtrebungen dem
Schickſal der Kinder jener Aermſten, die in den
„Slums” der großen amerikäniſchen Städte ihr
trauri=
ges Leben friſten. Alle Jahre erhielt er von dem
Bureau, in dem er angeſtellt war, einen monatlichen
Urlaub, den er in ſeiner Heimat bei dem heutigen
Freeville verbrachte. Dahin nahm er ſtets eine Anzahl
ſeiner Schützlinge mit, die er bei Bauern einquartierte.
Zuerſt waren es nur 30 arme Kinder, aber nachdem er
menſchenfreundliche Stiftungen für ſein Unternehmen
intereſſiert hatte, wurden ihm bis 200 Kinder in die
Ferienkolonie mitgegeben. Einen rechten Segen aber
erlebte George von dieſer kurzen Erholungszeit für
ſeine Pfleglinge nicht. Dieſe Geſchöpfe, die aus den
niedrigſten Sphären kamen und das ganze Jahr das
ſchlechteſte Beiſpiel vor Augen hatten, brachten ihre
böſen Inſtinkte mit in die ländliche Umgebung, ſtahlen,
bettelten und waren unbotmäßig. Der Philanthrop
verſuchte es mit allerlei Reformen; er ordnete an, daß
den Kindern nichts geſchenkt werden dürfte, ſondern
daß ſie für alles Arbeit leiſten ſollten; um den Vergehen
zu ſteuern und zugleich eine wirklich beſſernde Strafe
eintreten zu laſſen, kam er auf den Gedanken, daß die
Kinder ſelbſt unter ſich ein Gericht bilden und den
Schuldigen aburteilen ſollten. Dieſe kühne Idee fand
vielen Widerſpruch, aber ſie brachte ſo gute Reſultate,
wie ſie George kaum zu hoffen gewagt. Die Kinder
wählten zum Vorſitzenden des Gerichts den
Schlimm=
ſten und Gefürchtetſten unter ihnen, ein Mitglied der
berüchtigten Bande jugendlicher Verbrecher in New=
York, des „Park=Gang‟. Banjo — dieſen Beinamen
führte der frühreife Tunichtgut — wurde aber in ſeiner
neuen Würde ein neuer Menſch, hielt eine glänzende
Disziplin und wurde ſelbſt ein muſterhafter Arbeiter,
nachdem ſein Stolz und ſein Selbſtbewußtſein geweckt
waren.
Aus dieſer Organiſation der Ferienkolonie ging
nun im Winter 1894/95 die große Idee hervor, eine
Republik für Minderjährige zu gründen, die George
dann im Sommer 1895 glücklich durchführte. Die
Lei=
tung der neuen Republik übernahm zuerſt der
Begrün=
der als Präſident; aber er gewährte ſeinen Mitbürgern
immer mehr Anteil an der Regierung und
Verwal=
tung, ſo daß er ſich bereits 1897 ganz zurückziehen
konnte und nur das Vetorecht gegen die Geſetze des
neuen Freiſtaates behielt. Der Zweck ſeines
Unter=
nehmens war, dieſen Kindern, die den außerhalb der
Geſellſchaft und Ordnung ſtehenden Kreiſen
entſtamm=
ten, einen Begriff zu geben von der notwendigen
ſozialen und politiſchen Gliederung eines Staates und
ihnen zugleich geſundheitlich günſtige
Lebensbedingun=
gen zu verſchaffen. Mit fünfzehn Jahren iſt jeder
Bürger von Freeville wahlberechtigt, ein Privileg, das
mit 21 Jahren erliſcht. Ein Präſident und
Vizepräſi=
dent werden gewählt, die bei den monatlichen
geſetz=
gebenden Volksverſammlungen den Vorſitz führen. Auch
dem Gericht, der Polizei und der Bank ſtehen je ein
am 17. d. M. an der hieſigen Techniſchen
Hochſchule=
der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung
unter=
zogen und dieſelde „gut” beſtanden.
s. Vor der Strafkammer fand geſtern eine
umfang=
reiche Verhandlung gegen drei des mehrfachen
Ein=
bruchsdiebſtahls angeklagte Arbeiter aus Höchſt
i. O., den 36 Jahre alten Philipp Peter Emig, den
21 Jahre alten Wilhelm Rummel III. und den
34 Jahre alten Wilhelm Schnauber, ſtatt. Von
beſonderem Intereſſe war dabei der Indizienbeweis,
den man zur Ueberführung der alles beſtreitenden
Beſchuldigten vornahm. Verſchiedene ſehr belaſtende
Umſtände ſpielten eine Rolle; ſie beſtanden u. a. in
Fußſpuren und Fingerabdrücken und wurden durch das
Gutachten des Sachverſtändigen Dr. Popp von
Frank=
furt a. M. mittels charakteriſtiſcher Photsgraphien
näher beleuchtet. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juli
d. J. war während Abweſenheit des Forſtmeiſters
Schlich in die Oberförſterei zu Höchſt eingebrochen und
ein Drillingsgewehr nebſt einem Geldbetrag entwendet
worden; in der Nacht zum 25. Juli verſchwanden aus
der erbrochenen Hütte eines dortigen Steinbruchs ein
Faß Bier und Geflügel, und während der folgenden
Nacht erhielt das Höchſter Amtsgerichtsgebäude
Diebes=
beſuch. Die erſte und letzte Tat zeichnen ſich dadurch
aus, daß die Einbrecher offenſichtlich mit großer Roheit
vorgingen und hauptſächlich im Amtsgericht ihre
Freude an möglichſt gründlicher Verwüſtung gehabt
haben dürften. Faſt will es ſcheinen, als ſei es ihnen
in den fraglichen Dienſträumen mehr um
Sachbeſchädi=
gung und ſonſtigen Unfug als um Beute zu tun
ge=
weſen, weshalb auch nach dieſer Richtung voriorglich
noch Hausfriedensbruch und Sachbeſchädigung zur
Anklage herangezogen waren. Bei den vielfachen
Vor=
ſtrafen der Beſchuldigten und ihrer gewalttätigen
Ver=
anlagung war gerade dieſe Auffaſſung nicht von der
Hand zu weiſen, und bezüglich des Einbruchs in die
Oberförſterei konnte man neben ähnlichem Beweggrund
der wegen Wilderei vorbeſtraften Angeklagten E. und
R. deren beſonderes Intereſſe an dem geſtohlenen
Jagd=
gewehr wohl annehmen. Die erwähnten
Fingerab=
drücke fanden ſich in der Oberförſterei, Fußſpuren in
einem Steinbruch, dem Arbeitsplatz Emigs, und im
Keller, Garten und der Gerichtsſchreiberei des
Amts=
gerichts. Beſonders deutlich hatte ſich in letzterem
Raum auf einem am Boden liegenden Briefumſchlag
die, mit E.s Strümpfen genau übereinſtimmende
Strumpffußſpur abgedrückt. Dr. Popps große
Photo=
graphien ließen die völlige Gleichartigkeit der
Pupillar=
linien Schnaubers mit den Fingerabdrücken aus der
Oberförſterei anſchaulich hervortreten. Nichts
ver=
mochte jedoch die Angeklagten, gegen die auch zahlreiche
Zeugenausſagen ſprachen, in ihrer leugnenden
Ver=
teidigung zu beirren. Es ſind im Juli noch verſchiedene
Einbrüche in Höchſt und Umgegend verübt worden,
ohne daß ſich genügende Anhaltspunkte für die
Täter=
ſchaft der Angeklagten ergaben. Seit der Verhaftung
der drei Angeklagten haben die vorher ſehr häufigen
und ſtets ganz ähnlichen Einbrüche aufgehört, und das
war auch früher ſchon einmal, bei einer früheren
Wil=
dereiverurteilung Emigs und Rummels der Fall.
Wegen Einbruchs, Hausfriedensbruchs und
Sachbeſchä=
digung wurde Rummel zu 4 Jahren 3 Monaten
Zucht=
haus nebſt 10jährigem Ehrverluſt, und wegen Einbruchs
Schnauber zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
* Wählervarſammlung im „Schützenhof” An den
Vortrag des Herrn Abg. Dr. Oſann ſchloß ſich noch
eine längere Debatte an. Zuerſt nahm der von den
Sozialdemokraten als Kandidat für die nächſte Reichs
tagswahl proklamierte Redakteur Dr. Queſſel das
Wort, der die Haltung der Nationalliberalen im
Reichstage von ſeinem Standpunkte aus kritiſierte.
Herr Dr. Oſann habe den Reichshaushaltsetat wegen
ſeiner Ueberſichtlichkeit gelobt. Die Sozialdemokraten
würden ihn eher als eine „Bilanzverſchleierung”
be=
zeichnen, da aus ihm kein näherer Ueberblick über die
Ausgaben für Heereszwecke uſw. zu gewinten ſei.
Der Redner, der in ſeinen Ausführungen auch den=
Abg. Dr. Oſann perſönlich angriff, verlangte weiter,
daß Deutſchland mit England über die
Abrüſtungs=
frage unterhandeln ſolle und wandte ſich dann gegen
die Schützzollpolitik und die hohen Zölle, die in erſter
Linie den kleinen Mann und den Arbeiterſtand träfen.
Abg. Dr. Oſann widerlegte unter dem Beifall der
Verſammlung die vom Vorredner erhobenen
Beſchul=
digungen gegen die nationalliberale Partei und wies
beſonders den Vorwurf zurück, als ob er und die
Präſident vor. Es wurde gleich von Anfang an ein
beſonderes Geldfyſtem für dieſe Republik der
Minder=
jährigen eingerichtet, um die Finanzen ſtreng
die Außenwelt aszugrenzen. Bei wem anderes Seld
gefunden wird als die in Freeville gültigen
Aluminium=
ſtücke, der wird beſtraft. Die Bürger, die die Republik
verlaſſen, erhalten das Geld, das ſie beſitzen,
Währung der Vereinigten Staaten umgewechſelt. S
iſt alſo eine Bank vonnöten, die auch die eingehenden
Steuern verwaltet. Jeder Bürger muß monatlich etwa
80 Pfg. Steuern bezahlen; die Staatsbeamten
empfan=
gen Gehalt, der Präſident wöchentlich 2 Dollars, der
Vizepräſident 1 Dollar, die beiden erwählten Richter,
ſtets ein männlicher und ein weiblicher, je 1½ Dollars.
Gegenwärtig beſitzt Freeville 150 bis 175 Bürger, 5uvon
ein Drittel Mädchen. Die Unterhaltung köſtet pro
Kopf wöchentlich 5 Dollars; da durchſchnittlich jedes
Mitglied des Staates 2½ Dollars verdient, ſo L
Defizit, das durch Schenkungen gedeckt iſt.
Außerordentlich intereſſant iſt das Leben, das ſich
in den einzelnen Kreiſen dieſes Organismus entfaltet.
Vorzüglich bewährt ſich vor allem das
Gerichtsver=
fahren, bei dem ſich der Angeklagte den männlichen oder
weiblichen Richter und dazu noch Beiſitzer wählen kann
und wo bei aller Milde große Gerechtigkeit herrſcht.
Auch die „ſüßen Seiten” des Lebens werden nicht
ver=
nachläſſigt; die Konditorei erfreut ſich, der größten
Be=
liebtheit und hat im letzten Jahre 2600 Dollars
Uober=
ſchuß gebracht. Eifrig ſind die Bürger bei der
Geſetz=
gebung. Aber ſo manches Geſetz geht hier durch, 5as
ſich dann nachher nicht bewährt. George macht von
ſeinem Vetorecht keinen Gebrauch, ſondern läßt die
Geſetzgeber ſich ſelbſt von ihrem Irrtum überzengen.
So wurde vor einiger Zeit der achtſtündige Arbeit
mit großer Majorität angenommen. Von einem
be=
ſtimmten Tage an ſollte, wer mehr als acht Stunden
arbeitete, ſich ſtrafbar machen. Die Mädchen, die die
Hausarbeit beſorgen, erhoben ſich wie gewöhnlich um
½7 Uhr, arbeiteten bis um ½4 Uhr und mußten dann
natürlich wohl oder übel aufhören. Ganz Freeville
blieb alſo ohne Abendbrot, und die Herren
Reforma=
toren mußten mit knurrendem Magen ſofort eine
außergewöhnliche Verſammlung einberufen, um das
Geſetz ſchleunigſt wieder aufzuheben.
Nationalliberalen direkt oder indirekt das Beſtreben
hätten, die Reichen noch reicher und die Armen noch
ärmer zu machen. Weiter widerlagte der Reöner die
falſche Darſtellung des Vorredners über unſere
mili=
täriſchen Verhältniſſe und wies darauf hin, daß faſt
zur ſelben Zeit, da die
eheuere Summen für militäriſche Zwecke
bewilligt habe. Der Vorredner hätte auch mit ſeinen
Aeußerungen über den Schutzzoll vorſichtiger ſein
ſollen, denn als Mitarbeiter der Sozialiſtiſchen
Mo=
natshefte hätte er doch daraus entnehmen können, daß
Männer, wie Schippel und Calwer gerade die
Berech=
tigung der Schutzzollpolitik darsetan haben; auch
jüngſt habe erſt wieder ein Sozialdemokrat, Dr.
Schulz in München, den Schutzzoll verteidigt und
da=
bei erklärt, daß er ſich in dieſer Frage im Einklang
mit den wiſſenſchaftlichen Vertretern ſeiner Partei
befinde, wenn auch nicht mit den parlamentariſchen
Vertretern. Vor allem habe Schippel auch zugegeben,
daß ſich ſeit dem Jahre 1879, der Einführung der
Schutzzölle, auch der Wohlſtand und die ſoziale Lage
der Arbeiter ganz b deutend gehoben habe. Die große
Mehrheit der Volksvertreter habe ſich für den
Schutz=
zoll entſchieden. Herr Reallehrer Kahl beklagte
dann, daß unter den Liberalen in Heſſen bisher noch
keine Einigung erzielt worden ſei. An dem Scheitern
der Einigungsverhandlungen ſei wohl jeder der
bei=
den Parteien ein Teil der Schuld beizumeſſen.
Zwi=
ſchen Nationalliberalen und Freiſinnigen ſei faſt in
allen Bundesſtaaten bereits die Baſis für ein
Zuſam=
mengehen bei den nächſten Reichstagswahlen
geſchaf=
fen worden, auch in Baden und in Württemberg. 2
überall im Reiche möglich ſei, ſollte doch auch in Heſſen
ermöglicht werden können. Die Wählerſchaft begreife
jedenfalls dieſe Stellungnahme nicht und verlange
eine Verſtändigung unter den liberalen Elementen.
Nach ſeiner Ueberzeugung ſollte zunächſt im
Wahl=
kreis Darmſtadt-Groß=Gerau und Alzey-Bingen
eine Verſtändigung auf der Grundlage verſucht werden,
daß in Darmſtadt die Freiſinnigen ihren
Sonderkan=
didaten zurückziehen und in Alzey-Bingen die
Natio=
nalliberalen den freiſinnigen Kandidaten
unterſtütz=
ten. Vielleicht mit Ausnahme von Worms lägen in
allen heſſiſchen Wahlkreiſen die Verhältniſſe für eine
Verſtändigung unter den bürgerlichen Parteien ſo
einfach, daß man die Kreiſe faſt „ausknobeln” könnte.
Komme keine Verſtändigung unter den Liberalen
zu=
ſtande, ſo falle zunächſt mit Sicherheit Alzey-Bingen
dem Zentrum und Darmſtadt-Groß=Gerau der
So=
zialdemokratie anheim, und der Liberalismus müſſe
die Zeche bezahlen; er werde womöglich in Heſſen
ganz ausgeſchaltet. Es ſei deshalb dringend
notwen=
dig, daß von den beiderſeitigen
Partei=
leitungen neue Einigungsverſuche
unter=
nommen würden. (Lebhafte Zuſtimmung.)
Abg. Dr.Oſann führte im Schlußwort aus, er könne
zu dieſer vom Vorredner angeregten Frage jetzt keine
Erklärung abgeben; es werde aber Ende Dezember
oder Anfang Januar der Landesausſchuß der
natio=
nalliberalen Partei zuſammentreten und ſich dann
mit dieſen Anregungen näher beſchäftigen. (Lebhafter
Beifall.) Mit herzlichen Worten des Dankes an den
Reichstagsabgeordneten Dr. Oſann ſchloß um
Mit=
ternacht der Vorſitzende, Herr Profeſſor Dr.
Neß=
ling, die Verſammlung.
* Der Bericht über dis agſtrigen
Kainmerver=
handlungen befindet ſich auf Seite 22 und 23 unſerer
heutigen Nummer.
— Eine wichtige Frage für die deutſche
Forſtwirt=
ſchaft wurde, ſo ſchreibt man uns, im Hotel zur Traube
hierſelbſt durch eine Verſammlung verſchiedener
Intereſſentenkreiſe behandelt, welche die für den
deut=
ſchen Wald höchſt wichtige Verſorgung mit geeignetem
Kiefernſaatgut zu erörtern hatte, mit welcher ſich ſchon
ſeit Jahren die deutſche Forſtwelt und die dazu
ge=
hörigen Induſtriezweige beſchäftigen. Nachdem bereits
in der Verſammlung des deutſchen
Forſtwirtſchafts=
rates, der aus Vertretern von Forſtverwaltungen,
Forſtvereinen, der Forſtwiſſenſchaft und des
Großwald=
beſitzes beſteht und der am 2. September d. J. in Ulm
durch eine engere Kommiſſion, welcher unter dem
Vor=
ſitze des Herrn Geh. Regierungsrats Prof. Dr.
Schwappach=Eberswalde noch die Herren Geh.
Regie=
rungsrat Landesforſtrat Quaet=Faslem=Hannover,
Oberforſtmeiſter Runnebaum=Erfurt, Prof. Dr. Bühler=
Tübingen, ſowie als Vertreter der deutſchen
Groß=
klenginduſtrie Herr Kommerzienrat L. Heyn (Firma
Konrad Appel=Darmſtadt) und Herr Dr. Schott
(Firma P. Schott=Knittelsheim) angehören, die nötigen
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 19. Dezember.
„Die goldene Gans”
Weihnachtsmärchenſpiel in fünf Bildern von Oskar
Dähnhardt, Muſik von Otto Findeiſen.
W-l. Die Dichter von Kindermärchen und
Weih=
nachtskinderſtücken haben es ſchwer. Sie ſollen
all=
gemein und leicht verſtändlich bleiben, aber doch nicht
ſeicht und trivial werden, dabei, trotz guter
Moral, das aufdringliche Moraliſieren, bei
dem man die „Abſicht merkt und verſtimmt
wird” möglichſt vermeiden. Auch der Gefahr, dem
Bedürfnis nach Unterhaltung durch geſchmackloſe
Poſſenreißerei gerecht zu werden, ſind gar viele
Weih=
nachtskinderſpiele nicht entgangen.
Die Vorzüge eines guten Kinder=
Weihnachts=
ſpieles vereinigt das von dem als Verfaſſer
natur=
wiſſenſchaftlicher Märchen bekannten Schriftſteller und
Jugenderzieher Oskar Dähnhardt gedichtete
Kin=
derſtück „Die goldene Gans” oder das Märchen
von der Prinzeſſin, die das Lachen verloren hat. das
von Eugen Zadeck für die Bühne eingerichtet iſt.
Mit einem, man kann ſchon faſt ſagen techniſchen
Raffi=
nement kommt das durch Form und Inhalt gediegene
Stück unter voller Wahrung ſeiner idealen Tendenz
den praktiſchen Bedürfniſſen nach Abwechſelung,
Unterhaltung, Beluſtigung und ſzeniſchen Effekten
nach. Die Verfaſſer ſcheinen eben Leute zu ſein, die,
wie man ſagt, ihr Handwerk verſtehen. Beſonders
geſchickt iſt aber der Dichter in der Behandlung der
Sprache geweſen. Das Märchen iſt in kurzen,
gereim=
ten Verſen geſchrieben, die für Bühnenſtücke am
ge=
fährlichſten ſind. Für die famoſe Szene in der
Schenke ſcheint in der Form Schillers „Wallenſteins
Lager” vorbildlich geweſen zu ſein. Die dramatiſche
Behandlung des Stoffes des wohl genügend
bekann=
ten Märchens, das uns alle Geſtalten der wirklichen
und der Märchenwelt in reicher Abwechſelung vor
Augen führt, iſt ſehr geſchickt. Den Einfall, die Idee
von dem Ankleben an der goldenen Gans dramatiſch zu
verwerten, iſt köſtlich und ſeine Ausgeſtaltung ſehr
Vorarbeiten getroffen, die dann zu der Ulmer
Reſo=
lution für die deutſchen Privatklenger führten, welche
nur noch deutſches Kieferzapfenmaterial in ihren
Be=
trieben verarbeiten ſollen, trat ſolche zur Feſtlegung
von Grundſätzen zuſammen unter Beiwohnung des
Herrn Oberforſtrats Hein als Vertreter des Großh.
falen, ſowie Beſitzern von erſten deutſchen
Privatkleng=
anſtalten und Forſtbaumſchulen, welche beiden letzteren
Intereſſentengruppen ſich der engeren Kommiſſion,
reſp. durch dieſe dem deutſchen Forſtwirtſchaftsrate
verpflichteten, im Sinne der aufgeſtellten Satzungen zu
arbeiten. Die eingehenden Verhandlungen, welche ſich
bis zum Abend ausdehnten, nahmen einen
befriedigen=
den Verlauf für ſämtliche Beteiligten, da die Erfüllung
der getroffenen Vereinbarungen von höchſter
forſtwirt=
ſchaftlicher Bedeutung für die Zukunft des deutſchen
Waldes ſein wird, damit aber auch beſonders den
deut=
ſchen Privatklenganſtalten ein geſicherter Abſatz für die
Produktion ihres Kiefernſaatgutes an deutſche
Wald=
beſitzer geboten wird. Als Ort der Verſammlung
wurde Darmſtadt aus dem Grunde gewählt, da unſere
Stadt bekanntlich ſeit langer Zeit als Sitz der deutſchen
Großklenginduſtrie und des Waldſamenhandels in
Be=
tracht kommt.
2 In den ſtädtiſchen Anſtalten Pfründnerhaus und
Armenhaus wurde der Weihnachtsbaum am Montag
abend angezündet. Die Beſcherung fand zuerſt im
Pfründnerhaus ſtatt, woſelbſt ſich neben den
Hausange=
hörigen, den betagten Pfründnern und Pfründnerinnen
und einer zahlreichen Kinderſchar, auch viele Gäſte
ein=
gefunden hatten. Anſprachen, Geſänge und ein
Weih=
nachtsſpiel gingen der Beſcherung voraus. Daran ſchloß
ſich die Beſcherung im Armenhaus, in welchem ſich
zur=
zeit außer den einheimiſchen Inſaſſen auch eine Reihe
von fremden Wanderern befinden, für die der
Weih=
nachtsbaum natürlich auch angezündet wurde.
— Frauenverein der Martinsgemeinde. Die
Weih=
nachtsfeier der Handarbeits= und Strickſchule wird heute,
Mittwoch, den 21. Dezember, nachmittags 4½ Uhr, die
der Kleinkinderſchule (Georgenſchule) Donnerstag, den
22. Dezember, nachmittags 3 Uhr, im Gemeindehaus,
Mollerſtraße 23, ſtattfinden.
— Erſter Darmſtädter Kinematograph,
Grafen=
ſtraße 12. Wieder iſt es der Direktion gelungen, ſich ein
erſtklaſſiges Programm zu ſichern. Unter dem
hervor=
ragend Gebotenen ſteht der dramatiſche Märchenfilm
„Schneewittchen” an erſter Stelle, welcher unſerer
lie=
ben Jugend eine intereſſante Stunde ſichern wird.
Ferner iſt zu nennen „Das verſchwundene Kind‟
De=
tektivfilm, das Drama „Der Hund des alten
Leierman=
nes‟. Daß die Direktion belehrend tätig ſein will,
dürften die beiden Kunſtfilms: die Speckſtein=Induſtrie
und die falſchen Rembrandts in beſter Weiſe beſtätigen.
(Siehe Anzeige.)
* Geſſellſchaft Reichsadlar. Die von der
Geſell=
ſchaft „Reichsadler” veranſtaltete Weihnachtsfeier
ver=
lief wieder in gewohnter, ſchönſter Weiſe. Der
Vor=
ſitzende, Herr Stähr, hieß mit kernigen Worten die
Erſchienenen im Namen der Geſellſchaft herzlich
will=
kommen. Der darauf von Fräulein Dora Schellhaas
geſprochene Prolog und ebenſo auch der unter
Leit=
ung des Herrn Engel aufgeführte Weihnachtsvortrag
der Kinder ernteten ungeteilten Beifall. Ebenſo
fan=
den die von den Herren Schellhaas und Döring und
von Herrn Merz und Fräulein Becker vorgetragenen
Duette großen Beifall. Ein zum Schluſſe der
Ver=
anſtaltung von den Herren Schlößmann, Müller,
Rauth und Engel und von Fräulein Schellhaas und
Frau Engel aufgeführtes Theaterſtück, „Ein
Weih=
nachtsabend nach 25 Jahren”, verdient beſonders
her=
vorgehoben zu werden. Ein Tänzchen beſchloß die
Feier.
— Internationale Ringkampf=Konkurrenz.
Hoch=
intereſſant verliefen die Kämpfe des vorletzten Tages
der Veranſtaltung. Zuerſt fand der Proteſtkampf
Eberle=Cody Bill ſeine Erledigung. Trotzdem Cody
Bill verſprochen hatte, anſtändig zu ringen, rang
der=
ſelbe in ſeiner an ihm bekannten unfairen Manier.
Trotz alledem gelang es dem ſich in vorzüglicher Form
befindlichen Eberle, nach 6½ Minuten einen
einwand=
freien Sieg zu erringen. Dann rangen Mehmed und
Eggeberg. Wie vorauszuſehen war, konnte ſich
Egge=
berg nur verteidigen, und wußte den Kampf auch ſo zu
geſtalten, daß der erſte Gang reſultatlos verlief. Zu
Ende des zweiten Ganges wurde Eggeberg ſichtlich
matter und konnte infolgedeſſen den unaufhörlichen
Angriffen des Türken nicht mehr den notwendigen
Widerſtand entgegenſetzen. Nach 18 Minuten ſiegte der
Türke durch Ueberſtürzen.
— Sparverein. Am letzten Samstag fand im
Fürſtenauer Hof, Roßdörfer Straße, von dem daſelbſt
beſtehenden Weihnachts=Sparverein die Verteilung der
diesjährigen Erſparniſſe ſtatt und konnten an emſige
Sparer Beträge bis zu 100 Mark nebſt Zinſen
ausge=
zahlt werden.
§ Feſtgenommen. Ein in Gladenbach gebürtiger,
hier wohnhafter Kunſtmaler iſt am Montag vormittag
wegen Urkundenfälſchung feſtgenommen worden.
§ Selbſtmord. Geſtern vormittag hat ſich in der
Stadtallee ein in der Karlſtraße wohnhafter
Geſchäfts=
mann durch einen Revolverſchuß ſelbſt entleibt.
— Unfall. Geſtern vormittag ereignete ſich in eines
Tapezierwerkſtatt ein Unfall. Durch Explodieres
einer Frühſtücksmilchflaſche verletzte ſich ein
Lehrling das Geſicht. Er wurde ſofort nach Anlegung
eines Notverbandes dem Spital zugeführt.
-gs- Krämpfe. Geſtern vormittag um ½7 Uhr
wurde eine mit dem Zuge aus Mainz hier ankommend
Frau von Krämpfen befallen. Die Frau wurde
als=
bald durch die Rettungswache nach dem Krankenhauſe
verbracht.
Rüſſelsheim, 20. Dez. Heute nacht wurde in der
Filiale der Firma Gollinger u. Sittmann ein
Einbruch verübt, wobei den Dieben Anzüge,
Ueber=
zieher, Schirme uſw. im Werte von 800 Mark in die
Hände fielen. Bisher hat man von den Tätern noch
keine Spur.
Ofſenbach, 20. Dez. Heute morgen wurde, wie die
Offenbacher Zeitung meldet, am Nadelwehr der
Schleuſe die Leiche der ſeit dem 11. November
ver=
ſchwundenen 12jährigen Tochter des Spenglermeiſters
Goebig geländet.
* Neu=Iſenburg, 20. Dez. Wie nicht anders
voraus=
zuſehen war, hat bei der diesmaligen Volkszählung Neu=
Iſenburg die Zahl von 10000 Einwohnern
überſchrit=
ten. Damit wäre der Zeitpunkt gekommen, in welchem
dort nach dem jetzt beſtehenden Geſetz die
Städteord=
nung einzuführen wäre. Nun iſt aber in den dermalen
zur Beratung ſtehenden Reformgeſetzen vorgeſehen, daß
die Einführung der Städteordnung erſt mit 15000
Ein=
wohnern obligatoriſch wird. Da nun die Bewohner Neu=
Iſenburgs der Einführung der Städteordnung im
allge=
meinen nicht ſympathiſch gegenüberſtehen, wird man mit
der Entſcheidung über die vorliegende Frage wohl warten,
bis die Entſcheidung über die betreffenden Geſetzentwürfe
gefallen iſt. Neu=Iſenburg wird deshalb unter Umſtänden
noch eine Reihe von Jahren warten können, ehe es die
Städteordnung einführt.
t. Lindenfels, 19. Dez. Bei der Verſteigerung des
E. und G. Weimarſchen Anweſens blieb ein Herr
Arnold aus Rimbach mit 44000 Mark
Höchſtbieten=
der. Doch wurde der Zuſchlag vorerſt nicht erteilt,
da die ſeitherigen Beſitzer zurzeit mit einem anderen
auswärtigen Liebhaber noch in Unterhandlung ſtehen.
— Die hieſige Ortsgruppe des Odenwaldklubs
hat ihr Wanderprogramm für das kommende Jahr
feſtgelegt. Es werden 11 Wanderungen
unternom=
men. In dem nun zu Endg gehenden Wanderjahr
konnten für die meiſten Wanderungen 4 Herren und
5 Damen prämiiert werden, und zwar: Herr Dr.
Weißmann nebſt Frau und Fräulein Tochter, Herr
und Frau Schobert, Herr und Frau Keil und Herr
Machemer. — Die hieſigen Metzger haben den Preis
für Schweinefleiſch von 80 auf 76 Pfennig
er=
mäßigt.
Mainz, 19. Dez. Ein Jägerſtückchen, das den
Vorzug hat, wahr zu ſein, ereignete ſich in Wörrſtadt
in Rheinheſſen, allwo auch „diesſeitige‟ Nimrode zu
jagen pflegen. Mehrere an der Bahn beſchäftigte
Ar=
beiter bemerkten auf einem Strohhaufen ein Pelztier.
Sie hielten es für einen Marder und benachrichtigten
ſofort einen Mainzer Nimrod, der denn auch in größter
Eile nach Hauſe rannte, ſich mit ſeinem Schießeiſen
be=
waffnete und dem Raubvieh auf den Leib rückte. Unter
temloſer Spannung beobachteten die Zuſchauer die
intereſſante Jagd. Da krachten zwei wohlgezielte
Schüſſe. Der Marder mußte auf der Stelle tot
geblie=
ben ſein, denn nichts regte ſich auf dem Strohhaufen.
Man kletterte hinauf, um das Raubzeug zu holen, und
fand — eine durchſchoſſene Pelzkappe. Der wackere
Schütze iſt obendrein noch wegen unerlaubter „
Jagdaus=
übung” und Schießens in der Nähe gefährdeter
Gegen=
ſtände zur Anzeige gekommen.
glücklich. Die Heiterkeitsſtürme, die die Szene bei
Klein und Groß entfeſſelte, waren ebenſo echt und
erfriſchend, wie das jubelnde Beifallsklatſchen der
Kleinen mitten in der Szene, als der böſe Zauberer
ſeine verdiente Strafe erhält und in der Erde
ver=
ſchwindet.
Die Muſik von Otto Findeiſen verhält ſich
zu dem Stücke etwa ſo, wie künſtleriſche
Illuſtratio=
nen zu einem Märchenbuche; ſie paßt ſich dem
Cha=
rakter der Dichtung vortrefflich an, tritt nirgends,
weder qualitativ noch quantitativ, aufdringlich in den
Vordergrund, ſondern ergänzt die Dichtung mit
Ver=
ſtändnis und Takt. Die muſikaliſche Charakteriſtik iſt
prächtig, entſpricht dem Märchenſtil und bekundet
in der Illuſtration des kindlichen Pathos auch einen
entzückenden Humor.
Die Aufführung war wohlgelungen und
lobens=
wert. Die darſtellenden Künſtler, die in dieſen
Kin=
dervorſtellungen durch das lebhafte Intereſſe und
die Dankbarkeit ihres kleinen Publikums angeſpornt
zu werden pflegen, widmeten ſich ihrer Aufgabe mit
Luſt und Liebe. Eine liebliche Märchenprinzeſſin war
Frl. Gothe, die ihre Rolle namentlich auch ſehr
hübſch ſprach. Den braven Hanſel, der die Prinzeſſin
erlöſt, ſpielte Herr Schneider hübſch und friſch, die
komiſche Rolle des Haushofmeiſters hatte in Herrn
Jordan einen berufenen Vertreter gefunden. Von
den übrigen Rollen ſeien noch der Zauberer des
Herrn Semler und der Tölpel Purlepaus des
Herrn Speiſer beſonders erwähnt. Den König
und die Königin ſpielten Herr Heinz und Frl.
Heu=
mann, den närriſchen Tanzmeiſter Herr Jürgas.
Auch die übrigen kleineren Rollen waren gut beſetzt.
Die Regie des Herrn Oberregiſſeurs Val dek
hatte mit wahrem Raffinement aus den vorhandenen
Mitteln des ſzeniſchen Apparates das Möglichſte zu
machen und neue, effektvolle Bilder zu ſchaffen
ver=
ſtanden. Die muſikaliſche Leitung lag in den Händen
des Herrn Chordirektors Heinz. Wie ſchon in dem
geſtrigen Vorbericht bemerkt wurde, hatte das Stück
einen durchſchlagenden Erfolg.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Eine Wormſer Denkſchrift. Anläßlich
der am 15. Dezember veranſtalteten Einweihungsfeier
des neuen Wormſer Rathauſes und des von
Herrn Cornelius Freiherrn von Heyl zu
Herrnsheim geſtifteten „Cornelianums”
wur=
den dem anweſenden Großherzogspaar und den hohen
Gäſten zur bleibenden Erinnerung an dieſen feſtlichen
Tag nach Schluß der Feier eine Denkſchrift
über=
reicht, die als ein typographiſches Muſtererzeugnis
be=
zeichnet werden darf. Die von Hofrat Alexander
Koch herausgegebene Feſtſchrift von der auch eine
Anzahl auf echt Japanpapier gedruckt wurde, enthält
einen aus der Feder des bekannten Kunſthiſtorikers
Dr. Georg Swarzenski=Frankfurt ſtammenden
Text, der einen intereſſanten Rückblick auf die Geſchichte
der Stadt Worms und des Wormſer Rathauſes wirft
und in wohlgelungenen Abbildungen die alten und
neuen Bauten des Rathauſes und des Cornelianums,
ſowie den plaſtiſchen Schmuck Profeſſor Wrbas und
einige Innenräume vorführt. Daran ſchließen ſich die
Stiftungsurkunde und die Baugeſchichte beider
Ge=
bäude. Die typographiſche Ausſtattung der ziemlich
umfangreichen Schrift iſt, wie wir dies bei den Werken
aus der Verlagsanſtalt Alexander Koch nicht anders
gewohnt ſind, äußerſt vornehm und gediegen, beſonderes
Lob verdienen auch die ſchönen Sepiadrucke. Gedruckt
wurde die Wormſer Denkſchrift von der L. C.
Wittich=
ſchen Hofbuchdruckerei=Darmſtadt.
* Die Münchener Neueſten Nachrichten melden, daß
Paul Heyſe, der kürzlich mit dem Nobelpreis für
Lite=
ratur ausgezeichnet wurde, größere Summen für
wohltätige Zwecke ſpendete. Die Münchener
Zweigabteilung der Schillerſtiftung erhielt 10000 Mark,
die Penſionskaſſe des Journaliſten= und Schriftſteller=
Ver=
eins 5000 Mark, die Krankenkaſſe der Münchener
Berufs=
journaliſten 2000 Mark, der ſchwediſche Armenverein für
Kinderpflege 5000 Kronen und eine Reihe anderer
Wohl=
tätigkeitsanſtalten weitere 14000 Mark.
* Cooks „Verteidigung‟ In der Montags=
Ausgabe des Kopenhagener Blattes Politiken beginnt
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Nummer 299.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 19. Dez. Die Bomben=
Affäre, die im Sommer dieſes Jahres in Lichtenrade
ſich abſpielte und damals ſo großes Aufſehen erregte, dürfte
eine überraſchende Wendung nehmen. In den
Verdacht, die Höllenmaſchine am Zaune der Groß=Beerener
Chauſſee angelegt und dadurch eine Körperverletzung des
Gutsbeſitzers Otto Kraatz verurſacht zu haben, ſind die
beiden Gendarmen geraten, die damals vom
Amts=
vorſteher mit der Obſervierung des Tatortes beauftragt
worden waren. Das Kommando des Gendarmeriekorps
hatte eine Unterſuchung eingeleitet und im Verfolge
die=
ſes Verfahrens findet in Lichtenrade ein Ortstermin des
Kriegsgerichts ſtatt, an dem auch Vertreter der Berliner
Kriminalpolizei und der Staatsanwaltſchaft teilnehmen.
Die beiden Gendarmen hatten ſich ſchon früher durch
aller=
lei Redensarten verdächtig gemacht, u. a. auch dadurch, daß
ſie über ihre nächtliche Obſervierung des Tatortes dem
leitenden Kriminalkommiſſar falſche Angaben gemacht
hat=
ten und ſich in Widerſprüche verwickelt. Die Behörde
ſam=
melte in aller Stille das Material zu dem Verdacht, den
ſie gegen die Gendarmen zu faſſen begann. Die Erpreſſer=
Affäre der Gebr. Rademeier, die man anfangs für die
Tä=
ter hielt, bleibt von dieſer neuen Wendung unberührt und
die Ermittelungen werden in dieſer Hinſicht weiter
fortge=
ſetzt. — Der Sohn eines nordafrikaniſchen Sultans iſt
geſtern in einer Privatklinik aus dem Fenſter
ge=
ſtürzt und geſtorben. — An einem Stückchen
Ku=
chen erſtickt iſt geſtern nachmittag die anderthalb Jahre
alte Tochter Margarete des Stallſchweizers Lorenz aus
der Mittenwalder Straße 5. Frau Lorenz trank gegen
5 Uhr mit ihrem drei Jahre alten Töchterchen Erna und
der kleinen Margarete Milch und aß dazu Streuſelkuchen,
von dem ſie auch den Kindern gab. Die kleine Margarete
litt ſeit drei Tagen an Schnupfen und Huſten. Nachdem
ihr die Mutter ein kleines Stückchen Kuchen in den Mund
geſteckt hatte, bekam ſie plötzlich einen Huſtenanfall. Der
Kuchen war ihr in die Luftröhre geraten. Ein junges
Mädchen, das bei den Leuten wohnt, lief gleich zu drei
Aerzten in der Nachbarſchaft, traf aber keinen zu Hauſe.
Das Mädchen des dritten gab ihm den Rat, mit dem
Kinde nach der Unfallſtation am Tempelhofer Ufer zu
gehen. Frau Lorenz, die noch nicht lange in Berlin wohnt
und deshalb von dieſer Einrichtung keine Kenntnis hatte.
eilte jetzt, mit dem Kind auf dem Arm. zur Station. Als
ſie aber dort ankam, war die Kleine ſchon tot. Die Leiche
wurde beſchlagnahmt. — Die Aſche der ermordeten Frau
Hoffmann, deren Leiche in Hamburg verbrannt wurde,
wurde geſtern abend nach Berlin gebracht. Die
Nach=
forſchungen nach dem Mörder haben bis jetzt keinen
wei=
teren Erfolg gehabt.
Dresden, 19. Dez. Heute nachmittag gegen 4 Uhr
ſchleuderte ein gutgekleideter, etwa 25jähriger Mann einen
großen Stein in das Schaufenſter des Juweliergeſchäfts
von Elimeyer, wodurch die Schaufenſterſcheibe
zertrümmert wurde. Der Täter raubte
Schmuck=
ſachen im Werte von 36000 Mark und entfloh damit. Von
Zivilperſonen verfolgt, in die Enge getrieben, flüchtete er
in das Gebäude der Königlichen Kreishauptmannſchaft,
wo er ſich auf der Treppe vom erſten zum zweiten Stock,
da er keinen Ausweg fand, erſchoß. Der Täter trug
eine Maske. Die geraubten Gegenſtände ſind ſämtlich
wie=
der zur Stelle.
Köln, 19. Dez. In Wiesdorf ſind heute nachmittag
drei Kinder eines Arbeiters, die vermutlich mit dem
Ofenfeuer geſpielt hatten, in der Wohnung erſtickt. Die
Mutter, die die Kinder kurze Zeit allein gelaſſen hatte, fand
bei ihrer Rückkehr die Stube verqualmt, die Ofenbank
brennend und die Kinder leblos in einer Ecke vor.
Nenſtadt (Haardt), 20. Dez. Wie hieſige Blätter
aus Erpolzheim melden, ſtieß ein Ackerer beim
Um=
graben ſeines erſt kürzlich erworbenen Feldes an der
Eyersheimer Mühle auf ein Urnenfeld. Eine
größere und eine kleine Urne wurden bereits gefunden.
Der Konſervator des hiſtoriſchen Muſeums der Pfalz
hat die weitere Durchſuchung des Ackers übernommen.
Hamburg, 19. Dez. Bei einem heute vormittag in
der Mohlenhoſſtraße ausgebrochenen
Wohnungs=
brande iſt eine 64jährige Frau ſo ſchwer verbrannt,
daß ſie ſtarb. Zwei kleine Kinder erlitten leichte
Brandwunden. Der Brand iſt durch eine Petroleum=
Exploſion entſtanden.
Hamburg, 20. Dez. Die amtliche Unterſuchung
der Produkte der Altonaer Margarinewerke
Mohr & Ko. G. m. b. H. hat ergeben, daß alle drei
Marken „Backa” „Louiſa” und „Friſcher Mohr”, das
Pflanzengift Rardamom enthalten. Die
Wir=
kung des Giftes iſt um ſo ſchärfer, je älter das Produkt iſt.
Die angeſtellten Tierverſuche ergaben, daß die Tiere nach
der Verabreichung von „Backa” nur leicht erkrankten, wäh=
rend ſie nach dem Genuß der beiden anderen Marken
ein=
gingen. Daraus erklären ſich die ſchweren Erkrankungen
im Inlande, wo hauptſächlich die beiden Marken „Louiſa”
und „Friſcher Mohr” verbreitet wurden. Und zwar
wur=
den täglich etwa 6000 bis 8000 Pakete mit Margarine
ver=
ſchickt, die bereits vor längerer Zeit angefertigt war und
daher eine ſtarke giftige Wirkung hatte. (Frkf. Ztg.)
Bremen, 19. Dez. Unter dem dringenden
Ver=
dachte eines ſiebenfachen Giftmordes wurde
die Frau eines Ingenieurs verhaftet. Sie wird
be=
ſchuldigt, drei Kinder aus erſter Ehe, ihren erſten Mann
und im Jahre 1901 beide Eltern und einen Sohn
ver=
giftet zu haben. Die Frau ſtammt aus Bleckenſtedt
(Braunſchweig), wo ſie die erſten Verbrechen begangen
haben ſoll.
Breslau, 20. Dez. Während einer Varieté=
Vorſtellung in Dittersbach ſtürzte der Breslauer
Humoriſt Gahny vom Herzſchlag getroffen
zuſam=
men und ſtarb auf offener Bühne.
Görlitz, 20. Dez. Bei dem Brande eines
Hauſes in Uhmannsdorf bei Horka ſind, der
Nieder=
ſchleſiſchen Zeitung zufolge, der Beſitzer und zwei
Kinder verbrannt. Die Beſitzersfrau wurde
ge=
rettet. Das Feuer iſt vermutlich durch mit
Streich=
hölzern ſvielende Kinder entſtanden.
Paris, 19. Dez. Der aus Deutſchland ſtammende
Antiquitätenhändler Rüdiger in Villerns wurde in
ſeiner Wohnung tot aufgefunden. Der Mann iſt
88 Jahre alt. Da keine Todesurſache feſtzuſtellen war, wird
die Leiche ſeziert, um zu ermitteln, ob ein Verbrechen
vorliegt.
Brüſſel, 19. Dez. Die von der Firma R. Wolf,
Magde=
burg=Buckau, auf der Weltausſtellung ausgeſtellte
Heißdampf=Lokomobile, deren Dienſte ſich
ſeiner=
zeit die Ausſtellungsleitung für die Abbruchsarbeiten der
deutſchen Abteilung geſichert hat, wäre kürzlich beinahe das
Opfer eines ebenſo geheimnisvollen wie niedrigen
Ver=
brechens geworden. Der dienſttuende Wächter bemerkte
gegen 10 Uhr einen ihm unbekannten Mann, der ſich an
der gewaltigen Maſchine zu ſchaffen machte. Aufgefordert,
ſeine Dienſtkarte zu zeigen. entfernte ſich der ſehr ſicher
auf=
tretende Mann mit dem Bemerken, daß er ſich beſchweren
würde. Der argwöhniſch gewordene Wächter kontrollierte
darauf eingehend die Maſchine, und da er verſchiedene
Un=
regelmäßigkeiten feſtſtellte, benachrichtigte er ſofort den in
der Nähe wohnenden Monteur der Firma R. Wolf. Bei
genauer Unterſuchung wurde nun ermittelt, daß die
Sicher=
heitsventile verkeilt, der Feuerraum vollſtändig mit Kohlen
gefüllt und das Feuer ſcharf angefacht war, ein Beweis,
daß der Verbrecher beabſichtigt hatte, den Keſſel zur
Exploſion zu bringen. Es iſt gar nicht
auszuden=
ken, welches Unheil geſchehen wäre, wenn der Plan, der
durch die Wachſamkeit des Wächters vereitelt wurde,
ge=
glückt wäre. Die ſofort eingeleitete Unterſuchung wird
hoffentlich den Täter ermitteln und auch über die
Beweg=
gründe dieſes frevelhaften Beginnens Klarheit ſchaffen.
Kopenhagen, 19. Dez. Der frühere Juſtizminiſter
Alberti beruhigte ſich bei dem gegen ihn ergangenen
Urteil. Da auch die Anklagebehörde nicht beabſichtigt,
gegen das Urteil Reviſion einzulegen, wird Alberti noch
vor Weihnachten in das Zuchthaus Horſens überführt.
London, 19. Dez. Nach einer Lloydmeldung aus Dover
betrachten die mit der Abbringung des geſtrandeten
Fünf=
maſtſchiffes „Preußen” beauftragten Unternehmer das
Schiff nunmehr als ein vollkommenes Wrack und
ſtellten die weiteren Arbeiten ein.
London, 19. Dez. Die gemeldete Affäre von
Houndsditch, bei der mehrere Schutzleute und ein
Verbrecher erſchoſſen wurden, hält nach wie vor die
Gemüter in Erregung. Offenbar handelt es ſich um ein
von langer Hand geplantes, großzügiges Verbrechen einer
ausländiſchen Bande. Der Schrank, auf den es die
Ver=
brecher abgeſehen hatten, enthielt Edelſteine im
Werte von 400000 Mark. Dader Schrank gegen die
Hinterwand des Hauſes ſtand, ſuchten die Verbrecher durch
Anlegung eines Tunnels an ihn heranzukommen. Sie
irrten aber in der Richtung und gelangten nicht in den
Juwelenladen, ſondern in einen benachbarten Tuchladen.
Einer der Verbrecher wurde bei dem furchtbaren Kampf
mit der Polizei bekanntlich tödlich verwundet. Eine
ano=
nyme Mitteilung bezeichnete der Polizei den Ort, wo der
Sterbende zu finden ſei, nämlich in einem Hauſe eines
berüchtigten Viertels. Die Polizei, welche in das Haus
eindrang, fand keinen Widerſtand. Entſetzliche Töne
dran=
gen aus einer Stube, in der man den Sterbenden entdeckte.
Man ſtellte feſt, daß eine Kugel durch ſeinen Leib gegangen
iſt. Ueber ſeinem Kopfkiſſen fand man eine
Browning=
piſtole. Ein verwachſenes Mädchen ſaß weinend bei ihm.
Der Mann phantaſierte wild und verſchied nach einer
Stunde. Das Mädchen erzählte eine offenbar erfundene
Geſchichte, wonach ihr der Erſchoſſene gänzlich unbekannt
ſein ſoll. Er wurde jedoch von den beiden an dem Kampfe
beteiligten unverwundeten Konſtablern als einer der
Ver=
brecher, der auf ſie feuerte, rekognoſziert. Von den acht
in dem Hauſe verhafteten Perſonen wurden nur das eine
Mädchen und eine andere Weibsperſon in Haft behalten.
Die Polizei hat ferner einen Steckbrief gegen drei Männer
und eine Frau erlaſſen, die, wie man glaubt, bei dem
An=
griff auf die Polizei entkamen.
Plymouth, 20. Dez. Die Rettung der „
Swa=
kopmund” welche am 13. Dezember im Golf von
Biscaya infolge ſtürmiſcher See das Steuerruder
ver=
loren hatte, vollzog ſich unter dramatiſchen Umſtänden.
Die von dem Dampfer ausgeſandten drahtloſen
Depeſchen, in denen er um Hilfe bat, erreichten Schiffe
in Eteſt und Vigo. Aus beiden Häfen gingen,
ungeach=
tet des ſchweren Sturmes, Fahrzeuge auf die Suche, die
aber die „Swakopmund” nicht fanden. Am 14.
Dezem=
ber erſchien der Dampfer „Itzehoe” der deutſch=
auſtra=
liſchen Dampfſchiffahrtsgeſellſchaft und ſchickte ſich an,
die „Swakopmund” nach Plymouth zu ſchleppen. Die
Gewalt des Sturmes wurde immer heftiger und die
Arbeit, die beiden Schiffe mit Stahltroſſen zu
verbin=
den, nahm mehrere Stunden in Anſpruch. Furchtbare
Wogen fegten unterdeſſen über die „Swakopmund”
hin=
weg, ergoſſen ſich in den Salon zweiter Klaſſe und
drangen in die Schlafkajüten, während die an Deck
untergebrachten Rettungsboote ein Spielzeug der
Wellen wurden. Tagelang bemühte ſich die „Itzehoe‟
unabläſſig, die „Swakopmund” fortzuſchleppen, aber
von Zeit zu Zeit riſſen die acht Zoll dicken Drahtſeile,
und dann dauerte es wieder mehrere Stunden, bis die
Troſſen neu geknüpft waren. Am Samstag früh waren
bereits alle Troſſen zerriſſen. Die Ankunft des „
Wis=
mar” von derſelben Linie wie die „Itzehoe” brachte
friſche Hilfe, und in weiteren 24 Stunden war
Ply=
mouth erreicht.
New=York, 19. Dez. Wie die Sun aus Colon
mel=
det, ſollen dort Nachrichten aus La Libertad auf San
Salvador vorliegen, wonach infolge des kürzlichen
Erd=
bebens mehrere kleine Inſeln an der Pacificküſte
San Salvadors ins Meer geſunken ſeien. Die
Zahl der dabei umgekommenen Menſchen wird auf 500
geſchätzt.
Berufsbürgermeiſter in den Landgemeinden.
Kn. Der Entwurf einer Landgemeindeordnung, der
dem gegenwärtigen Landtage in dieſen Tagen
vor=
liegt, ſieht neben dem ſeither nur im Ehrenamt,
ochne beſondere Vergütung an Gehalt, verwalteten
Poſten des Landbürgermeiſters auch die Möglichkeit
vor, in größeren Gemeinden mit über 3000
Einwoh=
nern durch Ortsſtatut einen beſoldeten
Berufs=
bürgermeiſter einzuführen.
Der jetzige Landbürgermeiſter verſieht — nach ’der
Tendenz der geltenden Landgemeindeordnung —
ſei=
nen Poſten mehr im Nebenamt; das Bürgermeiſteramt
iſt ein Ehrenamt, dem aus dieſem Gedanken heraus
auch laut ausdrücklicher Geſetzesvorſchrift jede
Beſold=
ung, Befreiung von Laſten, ſowie Diäten im inneren
Gemarkungsdienſt verſagt ſind. Die Einnahmen
bil=
den die ſogenannten Gebühren, die der Bürgermeiſter
für Geſchäfte, die nur im Intereſſe von Privatperſonen
liegen (zum Beiſpiel Beglaubigungen u. a.) oder für
Geſchäfte außer der Bürgermeiſterei erhält. Auf die
Höhe dieſer Einnahmen und ihre Angemeſſenheit ſoll
hier nicht eingegangen werden. Sie bilden indes keine
ſichere Einnahme, ſondern ſind von mancherlei
Um=
ſtänden abhängig, wie zum Beiſpiel die Gebühren, die
durch die Einführung des neuen Grundbuches in
Weg=
fall kamen.
Nicht als Gehalt, wohl aber doch als „
Aequiva=
lent” für ſeine Tätigkeit, die ſich in unſerer Zeit
übri=
gens in den meiſten Gemeinden von einem Nebenamt
zu einem recht arbeitsreichen Hauptamt
ausge=
wachſen hat, bezieht der Landbürgermeiſter
Bureau=
koſten. Dieſe ſind in der Praxis meiſt ſo reichlich
be=
meſſen, daß nach Abzug der wirklichen Ausgaben (für
Bureaumaterial und =Perſonal) dem Bürgermeiſter
eine gewiſſe Summe verbleibt. In Bedarfsfällen —
bei beſonders ſchwierigen Verwaltungen — können
ihm auch noch ſogenannte „Repräſentationskoſten”
bewilligt werden. Natürlich hat der Bürgermeiſter,
gleich wie andere Beamte auch, Anſpruch auf
Tage=
gelder und Reiſekoſten, ſowie auf Ruhegehalt nach
Maßgabe des Fürſorgekaſſegeſetzes vom 29. Juli 1908.
Wie bereits erwähnt, hat ſich das ländliche
Bürger=
meiſteramt im Laufe der Jahre, zufolge der
veränder=
ten Wirtſchaftsverhältniſſe und der vermehrten
Geſetz=
gebung, zu einem recht arbeitsreichen und
verwalt=
ungstechniſch nicht mehr einfachen ausgewachſen. Es
mag wohl in einzelnen größeren Gemeinden, die einen
infolge hervorragend praktiſcher Veranlagung und
Dr. Cook eine Darſtellung ſeiner Nordlandfahrt, deren
Ausführungen er als Wahrheit bezeichnet. Cook
be=
hauptet nicht mehr, den Pol erreicht zu haben, aber er
macht mit größter Beſtimntheit geltend, daß er im
guten Glauben handelte, als er behauptete, vom
Nord=
pol zu kommen.
CK. Die Wiedergeburt des
Thespis=
karrens in Frankreich. Der Thespiskarren der
guten alten Zeit feiert Auferſtehung, freilich nicht in
der primitiven Form, in der arme
Schmierenkomödi=
anten von Dorf zu Dorf zogen, ſondern in moderner
Ausrüſtung, auf breiter finanzieller Grundlage und
mit weitgeſteckten kunſtpädagogiſchen Zielen. Gemier,
der rührige Leiter des Pariſer Théätre Antoine, hat
den Plan gefaßt, ein großes Wandertheater zu
errich=
ten, das ganz Frankreich durchziehen und die
entlegen=
ſten Dörfer beſuchen wird. Aber es handelt ſich dabei
nicht etwa nur um eiſie Truppe, die in vorhandenen
Sälen oder Gaſthäuſern Vorſtellungen gibt: das neue
franzöſiſche Wandertheater bringt ſein Aſyl ſelbſt mit,
ein regelrechtes zerlegbares Theater, das mit
Hilfe eines geſchulten Perſonals von Technikern und
Arbeitern in wenigen Stunden zuſammengefügt und
aufgerichtet wird. Als Zuſchauerraum dient ein
be=
quemer großer Saal, deſſen Wände mit ſchönen
far=
bigen Tapiſſerien behängt werden und der nach den
Plänen einen künſtleriſch geſchloſſeneren und
vor=
nehmeren Eindruck macht, als die Zuſchauerräume
mancher großen ſteinernen Theater. Die Dekorationen
werden den beſten Pariſer Muſter=Inſzenierungen
nicht nachſtehen, wie überhaupt alle Anzeichen des
Improviſierten völlig verſchwinden. Die Truppe
be=
ſteht aus zwanzig ausgewählten Künſtlern, das
Ar=
beitsperſonal aus nicht weniger als 60 Maſchiniſten,
Monteuren, Mechanikern und Elektrotechnikern, denn
auf eine vollkommene moderne Bühnenbeleuchtung
wird beſonderes Gewicht gelegt. An den Saal, der arf
der Reiſe in den kleinen Städten aufgeſchlagen wird,
gliedert ſich ein ſtattliches, aroßes Foyer mit Wandel=
gängen, und hinter der Bühne bieten
Garderoben=
räume und Verwaltungszimmer den Künſtlern und
dem Perſonal alle Bequemlichkeiten. Um das ganze
Material zu transportieren, iſt ein Zug von 24 Wagen
vorgeſehen, der durch Dampf getrieben wird und
viel=
leicht ſchon im kommenden Frühjahre ſeinen Weg über
die franzöſiſchen Chauſſeen nehmen wird. Bei dieſen
Wanderfahrten werden die größeren Provinzſtädte, in
denen heute bereits ſtändige Stadttheater beſtehen,
ver=
mieden; der Zweck des Unternehmens beſteht darin,
gerade in den kleinen Landſtädtchen und in den
abge=
legenen Dorfgemeinden künſtleriſch abgerundete und
harmoniſche Theatervorſtellungen zu veranſtalten und
ſo dem kleinen Bürger und dem Landmann
Gelegen=
heit zu geben, die Freuden und die Erſchütterungen der
Bühnenkunſt zu genießen.
Kleines Feuilleton.
* Der deutſche Kronprinz auf der
Anti=
lopenjagd. Aus Haiderabad, 18. Dez., berichtet der
Berliner Lokalanzeiger: Heute morgen um 8 Uhr traf der
Kronprinz auf der Beſitzung Siſſul Bandas, den der
Nizam, der Herrſcher von Haiderabad, zum Jagdleiter
be=
ſtimmt hatte, mit ſeinem Gefolge ein und ſtieg dort zu
Pferde. Der Nizam nahm nicht an der Jagd teil. Drei
Jagdleoparden waren bereits vorher auf drei kleinen
Ochſenkarren mit ihren Wärtern zum Rendezvousplatz
ge=
bracht. Die Tiere waren mit ſtarken Stricken um Hals
und Hüften oben auf dem Karren angebunden, um ein
vorzeitiges Losſpringen zu verhindern. Der Jagdzug
be=
wegte ſich dann ins nahe Jagdreſervat des Nizams, wo
nur bei außerordentlichen Gelegenheiten gejagt wird und
daher die Tiere gar nicht ſchen ſind. Die Jäger ſahen bald
auf einem 1500 Schritt entfernten Hügel ſieben Antilopen
weiden, und es wurde einem Leoparden, der auf einer
Karre mit vorgenommen war, ſofort die Lederkappe über
die Augen gezogen und er ſo zur Jagd fertig gemacht. Der
Jagdzug, der Kronprinz und der Jagdleiter hundert
Schritt voraus, umritt in einem weiten Bogen die
Anti=
lopen, um unter den Wind und an mächtige, im Gelände
verſtreute Felsſtücke zu kommen, von wo es nur 250 Schritt
bis zu den Antilopen waren. Hier wurde dem Leoparden
die Lederkappe abgenommen und ihm die Antilopen
ge=
zeigt. Der Jagdleopard verläßt ſich beim Jagen nur auf
ſein vorzügliches Auge und ſeine enorme Schnelligkeit und
ſchleicht ſehr ungern an. So auch diesmal: die Antilopen
bemerkten den freigelaſſenen Leoparden, als er zwiſchen
den Felsſtücken hervorſprang, und ergriffen ſofort die
Flucht. Der Leopard ſetzte ihnen nach und erreichte in
wenigen Minuten ſein Opfer. Noch ein Sprung und die
Antilope war niedergeriſſen und ihr das Genick
durch=
biſſen. Als der Kronprinz herangeſprengt kam, kauerte
der Leopard am Boden und ſaugte gierig das Blut des
Tieres aus. Der Kronprinz hatte von dieſer Art des
Jagens genug und zog es nun vor, ſich zu Pferde an das
Wild anzupirſchen. Er ſchoß ſo zwei Antilopen, auch das
Gefolge erlegte einige Tiere; insgeſamt wurden 18
Anti=
lopen zur Strecke gebracht. Nach dem Jagdfrühſtück
wur=
den photographiſche Aufnahmen gemacht. Am Nachmittag
beſuchte der Kronprinz das wunderbar auf einem 130
Meter hohen Granithügel gelegene alte Königsſchloß von
Golkonda und genoß von der Plattform des Schloſſes
lange Zeit die herrliche Ausſicht auf die Umgegend. Die
Gegend von Golkonda iſt ſehr diamantenreich, hier wurde
auch der berühmte Kohinor gefunden.
— Vergnügte Parlamentarier. In der
Pariſer Deputiertenkammer herrſcht bereits vollkommene
Weihnachtsſtimmung, alle Schärfen des politiſchen
Kamp=
fes ſind geſchwunden und die fröhliche Laune der
Abge=
ordneten ſucht Abwechslung und heitere Unterhaltung.
An einem der letzten Nachmittage war es der unglückliche
Finanzminiſter, den die feiertagsfrohen Abgeordneten zur
Zielſcheibe ihrer Beluſtigung wählten. Zur Debatte ſtand
ein Geſetzentwurf, der die automatiſchen Feuerzeuge ſchwer
beſteuern will. In den letzten Monaten ſind viele
Hun=
derttauſende dieſer kleinen Nickel= oder Silberbüchſen nach
eifriger Selbſtbildung ſehr tüchtigen
Ehrenbürger=
meiſter haben, ein Bedürfnis nach einem beſonders
vorgebildeten Berufsbürgermeiſter nicht vorliegen.
Andererſeits beſteht jedoch auch die Möglichkeit, daß
eine Gemeinde mit ſchwierigen
Verwaltungsverhält=
niſſen einen ſolchen Mann nicht in ihrer Mitte beſitzt
und daher geneigt iſt, einen Berufsbürgermeiſter zu
gewinnen. Aus dieſen Erwägungen heraus mußte
naturgemäß auch der Kreis der zum
Berufsbürger=
meiſter wählbaren Perſonen weiter geſteckt ſein, wie
der zum Ehrenbürgermeiſter Wählbaren. Beide
müſ=
ſen — nach der geltenden Gemeindeordnung, wie auch
dem Entwurf der neuen — heſſiſche Staatsangehörige
ſein. Aber während der Ehrenbürgermeiſter dem
engeren Kreis der zum Gemeinderat Wählbaren (zu
denen jetzt auch die Lehrer und Geiſtlichen gehören
ſollen) entſtammen muß, wird von dem
Be=
rufsbürgermeiſter nur die Wählbarkeit zur
Gemeinde=
vertretung ſeines ſeitherigen Wohnſitzes verlangt.
Mit Ausnahme der veränderten Regelung der
Ge=
haltsfrage wird die Stellung des Berufsbürgermeiſters
im weſentlichen die gleiche bleiben wie die des
Ehren=
bürgermeiſters. In der Gehaltsfrage wird allerdings
inſofern eine Aenderung eintreten, als der nunmehr
im alleinigen Hauptamte tätige Berufsbürgermeiſter
eine eigene, feſte Beſoldung zu beziehen haben wird.
Von den Einnahmen des Ehrenbürgermeiſters
ver=
blieben ihm nur die Tagegelder und Reiſekoſten,
wäh=
rend die anderen, mehr oder weniger verſteckten
Ge=
haltsbezüge, wie Gebühren, Bureaukoſten,
Repräſen=
tationskoſten, wegfielen. Die wirklichen Koſten des
Bureaus und der Perſonals hätte natürlich die
Ge=
meinde zu tragen. Auf welche von beiden Arten die
Gemeinden beſſer fahren würden, insbeſondere ob ſie
bei gleicher Beſoldung wie der des ſeitherigen
Ehren=
bürgermeiſters einen gleichtüchtigen
Berufsbürgermei=
ſter bekommen dürften, das hängt von den
Verhält=
niſſen in den verſchiedenen Gemeinden ab und wird
ſich ſchließlich erſt bei einem Herantreten an die Frage
ergeben.
Jedenfalls haben, je nach den ſpeziellen
Verhält=
niſſen, beide Arten ihre Vorteile, und es wird Sache
der Gemeinden ſein, ſich für die eine oder andere Art
der Beſetzung des Bürgermeiſterpoſtens im geeigneten
Zeitpunkt zu entſchließen. In einzelnen größeren
Gemeinden iſt auch die Frage ſchon angeregt und hat,
wie auch im Landtage, ihre Anhänger und ihre Gegner
gefunden.
Wenn auch vorläufig noch abzuwarten bleibt, ob
die Beſtimmung zum Geſetz wird, ſo viel kann jetzt
ſchon gelagt werden, zum Schaden wird ſie nicht
ge=
reichen, da es den Gemeinden ohnehin ſelbſt überlaſſen
bleiben ſoll, von ihr Gebrauch zu machen und ſie im
Nichtbewährungsfall durch Aenderung des Ortsſtatuts
jederzeit wieder zum Syſtem des Ehrenbürgermeiſters
werden zurückkehren können.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 20. Dez. Die Erſte
Kam=
mer der Landſtände wird, gutem Vernehmen nach,
in der erſten Hälfte des Monats Januar zur Abhaltung
von Plenarſitzungen zuſammentreten und darin neben
einer Anzahl von der Zweiten Kammer fertiggeſtellter
Vorlagen ſich namentlich mit der Beratung der
Wahl=
rechtsvorlage und dem Geſetzentwurf über die
Gemeindeumlagenreform beſchäftigen; für
ſpäter iſt dann auch die Beratung der Städteordnung
und der Landgemeindeordnung in Ausſicht genommen.
Der verſtärkte Geſetzgebungsausſchuß der
Erſten Kammer trat geſtern zur Fertigſtellung
des Ausſchußberichts über die Wahlrechtsvorlage
zu=
ſammen und wird ſich danach mit der Beratung der
Vorlage über die Gemeindeumlagenreform beſchäftigen.
Der an Stelle des verſtorbenen
Oberlandesgerichts=
präſidenten, Lippold Exz., vom Großherzog zum
lebens=
länglichen Mitglied der Erſten Kammer ernannte
Land=
gerichtspräſident Dr. Phil. Hangen dürfte auch an
Lip=
polds Stelle zum Mitglied des
Geſetzgebungsaus=
ſchuſſes gewählt werden.
Der Sonderausſchuß für Vereinfachung und
Herbeiführung von Erſparniſſen in der
Staatsverwalt=
ung hielt Dienstag nachmittag im Sitzungsſaal der
Erſten Kammer unter dem Vorſitz des Herrn
Staats=
miniſters Ewald Exz. eine Veratung ab, die ſich
hauptſächlich mit der Frage einer Reorganiſation
der Großh. Oberrechnungskammer
beſchäf=
tigte. An der Beratung nahmen außer den dafür
ge=
wählten Mitgliedern beider Ständekammern als
Ver=
treter der Regierung neben Herrn Staatsminiſter
Ewald Exz. der Miniſter des Innern v. Hombergk
zu Vach Exz., der Präſident der
Oberrechnungskam=
mer, Geh. Rat Ewald und die Geheimeräte Dr.
Becker und Beſt teil. Das Mitglied der Erſten
Kammer, Fürſt zu Iſenburg=Birſtein,
er=
ſtattete ein längeres Referat über die Vorſchläge zur
Reorganiſation der Oberrechnungskammer unter
Zu=
grundelegung der von dieſer verfaßten Denkſchrift. Es
fand dann eine eingehende vertrauliche Beſprechung
über dieſe Vorſchläge ſtatt. Nähere Beſchlüſſe wurden
jedoch einer ſpäteren Sitzung vorbehalten.
Gerichtszeitung.
Dieſ Borkumar Spionageaffäre vor dem Reichsgexicht
— Leipzig. 20. Dez. Vor dem Reichsgericht
findet morgen die Verhandlung in der Borkumer
Spionageaffäre ſtatt, deren Ausgang man namentlich
in deutſchen und engliſchen militäriſchen Kreiſen mit
Spannung entgegenſieht. Die Anklage richtet ſich
gegen die beiden Engländer Brandon und
Trench, von denen man den erſteren für einen
akti=
ven engliſchen Offizier hält. Er wurde in der Nacht
zum 24. Auguſt d. J. auf der Inſel Borkum dabei
betroffen, wie er Photographien der ſtreng geheim
ge=
haltenen Befeſtigungsanlagen der Inſel machte. Das
konnte er in jener Nacht ſehr bequem, als damals
ge=
rade der neue große Scheinwerfer probiert wurde, der
zum Aufſuchen einer etwa herannahenden Flotte
die=
nen ſoll. Dieſer Probe wohnte damals auch der
kommandierende General bei. Brandon wurde beim
Photographieren verhaftet und in das
Unterſuchungs=
gefängnis nach Emden eingeliefert. Bei ſeiner
Ver=
nehmung, die mit Hilfe eines Dolmetſchers vor ſich
ging, da Brandon nicht deutſch ſpricht, berief er ſich
auf ſeinen Freund Trench. Erſt dadurch wurde die
Behörde auf den zweiten Engländer aufmerkſam.
Dieſer ſtellte ſich aber freiwillig dem Gericht, um, wie
er ſagte, meinem Freunde behilflich zu ſein, ſeine
Unſchuld zu erweiſen. Trench wurde darauf in
Frei=
heit belaſſen und inzwiſchen eine Durchſuchung der
Effekten Brandons vorgenommen. Das Reſultat
die=
ſer Unterſuchung war, daß ſofort auch gegen Trench
ein Haftbefehl erging. Beide Verhafteten wurden in
der Unterſuchung ſtreng abgeſondert gehalten. Die
von den Behörden ſofort eingeleiteten
Unterſuchun=
gen ergaben die weitere Tatſache, daß Brandon und
Trench bereits im vorigen Jahre die deutſchen
Nord=
ſeeinſeln aufgeſucht und Zeichnungen angefertigt
hatten, offenbar auch zu Spionagezwecken. Die
bei=
den Verdächtigen erklärten, daß ſie lediglich
Ferien=
reiſende ſeien und die Photographien nur aus
Lieb=
haberei aufgenommen hätten. Durch die in ihrem
Beſitze vorgefundenen Pläne mit ausgezeichnetem
Zahlenmaterial und Meßinſtrumenten ſind ſie aber
ſchwer belaſtet. In ihren Ausſagen waren ſie ſehr
zurückhaltend und brachten auch ihrem Rechtsbeiſtand,
dem Rechtsanwalt Haberfelder aus Emden, der ihnen
durch Vermittelung des Emdener engliſhen
Vize=
konſuls beigegeben wurde, wenig Vertrauen
ent=
gegen, ſie verlangten die Zulaſſung eines engliſchen
Rechtsanwalts. In England erregte die
Spionage=
affäre natürlich das größte Aufſehen. Man verſuchte
die Wichtigkeit des Falles herabzuſetzen, indem man
ihn als Parallelfall zu dem des deutſchen Offiziers
Helm hinſtellte, der in Portsmouth ein paar alte
Ka=
nonen photographiert hatte. Die deutſchen Behörden
ſcheinen dieſer Auffaſſung aber nicht zu ſein, denn das
dem Oberreichsanwalt eingeſandte
Belaſtungsmate=
rial hat dieſen veranlaßt, von Reichs wegen die Klage
wegen Ausſpionierung militäriſcher Geheimniſſe zu
erheben. Die beiden Verhafteten wurden nach
Leip=
zig transportiert und ſind bisher in ſtrenger
Einzel=
haft geblieben.
Der Moabiter Krawall=Progeß.
— Berlin, 19. Dez. Der Moabiter Krawall=
Prozeß iſt mit dem heutigen Verhandlungstag in die
fünfte Sitzungswoche eingetreten, aber trotzdem iſt
noch kein Ende abzuſehen, ſodaß der Prozeß
wahr=
ſcheinlich auch dann noch verhandelt werden wird,
wenn bereits der große Schwurgerichtsprozeß wegen
der Moabiter Krawalle am 9. Januar n. J. ſeinen
Anfang nimmt. — Der Vorſitzende,
Landgerichtsdirek=
tor Lieber, erklärte zu Beginn der heutigen Sitzung,
daß es nötig ſein würde, auch am Heiligabend in die
Verhandlung einzutreten, um die Vertagungsfriſt
von drei Tagen nicht zu überſchreiten und eine
noch=
malige Verhandlung des ganzen Prozeſſes nach den
Weihnachtsferien vornehmen zu müſſen. — R.=A.
Heinemann beantragt ſodann, den Polizeipräſidenten
von Jagow aufzufordern, allen Beamten, die bisher
zur Vernehmung gelangt ſeien, nachträglich noch die
Genehmigung zur Ausſage darüber zu erteilen, wie
viele Vigilanten, Polizeiagenten und ſogenannte
Kri=
minalbeamte zweiter Ordnung und in welcher Kleid=
Frankreich eingeführt worden, die Raucher haben die
teu=
ren und ſchlechten franzöſiſchen Streichhölzer beiſeite
ge=
worfen und drohen nun das Zündholzmonopol illuſoriſch
zu machen. Die Abgeordneten lachten über alle Argumente,
mit denen der Miniſter ſich über dieſe Schädigung der
Staatskaſſe entrüſtete; der würdige Hüter der Finanzen
konnte ſich dieſe Haltung der Volksvertreter nicht erklären,
er war beleidigt und meinte zornig: „Sie behandeln eine
höchſt ernſthafte Angelegenheit mit frivoler
Leichtfertig=
keit.‟ Das Haus brach in ein ſtürmiſches Gelächter aus.
„Die Einfuhr dieſer Feuerzeuge koſtet dem Lande ſchwere
Summen” proteſtierte der Miniſter, aber der Erfolg war,
daß die Abgeordneten ſich vor Lachen krümmten. Der
Finanzverwalter war außer ſich, die Wut übermannte ihn,
und krebsrot im Geſicht ſchrie er den Hörern entgegen:
„Ich möchte, ich möchte das Haus hier nicht beleidigen,
wenn ich die Vermutung ausſpreche, daß ſogar Vertreter
des Volkes die Finanzbehörden betrogen haben, indem ſie
ſelbſt ſolche Zigarrenanzünder tragen.‟ Die Worte wirkten
wie ein Signal: 50 oder 60 Abgeordnete zogen haſtig
auto=
matiſche Feuerzeuge aus den Weſtentaſchen, und wie auf
Kommando ließen ſie die kleinen Flämmchen aufleuchten
und winkten dem zornſchnaubenden Miniſter vergnügt
damit zu. Dann aber, als der Heiterkeitsſturm ſich endlich
wieder gelegt hatte, beruhigte man den hartgeprüften
Hüter der Staatsgelder, indem man ohne weitere Debatte
das Geſetz annahm, das die automatiſchen Anzünder mit
einem ſchweren Zoll belegt.
* Aber kochen kann keinel! In der ſchönen
Hudſonſtadt Poughkeepſie im Staate New=York iſt das
berühmte Vaſſar=College, eine Anſtalt für die Erziehung
höherer Töchter. In beſagtem College, das von über
tau=
ſend der hübſcheſten jungen Damen des Landes bevölkert
iſt, herrſcht ſeit einigen Tagen bittere Not, Hungersnot.
Aber nicht etwa wegen der unerſchwinglichen Höhe der
Lebensmittelpreiſe oder wegen abgeſchnittener Zufuhr,
ſondern wegen eines Köchinnenausſtandes. Von den ſechs
Küchenfeen legten plötzlich vier den Kochlöffel nieder, und
die Folge waren knurrende Mägen und ſchließlich bleiche
Wangen und hohle Augen, denn auch eine höhere Tochter
kann nicht allein von Lyrik und den griechiſchen Verben
leben. Kochen aber kann keine von ihnen, nicht einmal
eine Kartoffel ſieden oder ein Schnitzel braten. Und ſo
kam es plötzlich zutage, daß tauſend künftige Hausmütter
des Landes angeſichts gefüllter Vorratskammern und
weißgekachelter Küchenwände einer unrühmlichen
Hunger=
zeit entgegengetrieben werden, weil keine von ihnen der
Chemie des Kochtopfs gewachſen iſt. Die tauſend jungen
Männer aber, die beſtimmt ſind, in Bälde dieſen jungen
Hausfrauen vertrauensvoll die häusliche Schlüſſelgewalt
zu übertragen, wenden ſich mit Grauſen von ihren
Ver=
lobungsabſichten, denn aus der verwaiſten Küche von
Poughkeepſie grinſt auch ihnen das bleiche Geſpenſt
ent=
gegen. Was nützen alle Rooſeveltſchen Reden wider den
Raſſenſelbſtmord, wenn ſolche Beiſpiele die beſten Sitten
verderben! So erheiternd ſich dieſe Töchterſchulgeſchichte
auf den erſten Blick anſieht, ſo ernſt erſcheint ſie, wenn man
ihr ein wenig nachgeht. Sie beleuchtet mit Blitzlicht ein
weites Gebiet unſeres ſozialen Lebens und rollt eine
„Frage” auf, die von Tag zu Tag unlösbarer zu werden
droht: die Hausfrauen= und Dienſtbotenfrage und damit
letzten Endes die ganze Frauenfrage ſelber.
* Eine heitere Diebesgeſchichte, bei der
ſchließlich der Gauner der Geprellte war, hat ſich in
Char=
lottenburg zugetragen. Der Hausdiener Paul R. befand
ſich mit dem Geſchäfts=Dreirade ſeiner Firma unterwegs,
um Waren abzuliefern, und hatte zur Beaufſichtigung des
Gefährts ſeinen zehnjährigen Bruder mitgenommen.
Wäh=
rend nun R. in einem Hauſe der Kleiſtſtraße das Paket
ab=
lieferte, kletterte der Knabe in den Kaſten des Dreirades,
wobei das Schloß einſchnappte. Im nächſten Augenblick
ſchwang ſich ein Dieb auf den Sitz und radelte in
ſchnell=
ſtem Tempo nach einer unbebauten Straße Wilmersdorfs,
um dort den Inhalt zu rauben. Man kann ſich nun das
Geſicht des Diebes vorſtellen, als er ſtatt der erhofften
Beute den Knaben entdeckte . . . Dieſer, der ſich in der
fremden Gegend nicht zurechtfänd, wurde auf Veranlaſſung
der Polizei von dem Hausdiener abgeholt,
ung in den Tagen der Moabiter Unruhen in den das
von betroffenen Straßen tätig geweſen ſeien, inss
beſondere auch, welche beſonderen Verkleidungen
der=
einzelnen Perſonen vorgeſchrieben waren. — R.=A
Roſenfeld benennt dann den bekannten Vorwärtss
Redakteur Ströbel, ſowie zahlreiche andere Redake
tionsmitglieder des Vorwärts und die Mitglieder
des Redaktions=Sekretariats und der Expedition
dar=
über als Zeugen, daß der Vorwärts keinerlei vors
herige Kenntnis von den Vorgängen in Moabit hatteg
noch darüber, daß, wie der Polizeileutnant Folte und
der Böttchermeiſter Drecolt als Zeugen angedeutet
hätten, der Redaktion des Vorwärts telephoniſch von
dem Reſtaurant Lanzerat aus mitgeteilt worden ſei,
beſtimmte Perſonen hätten ſich Urlaub genommen
und beabſichtigten, während der Moabiter Unruhen
die Polizei auf einen Haufen zu locken, oder
Rohr=
leger ſeien beſtellt, um zu einem beſtimmten Zeitpunkt
die Gasröhren durchzuſchneiden. Ferner würden alle
Redaktionsmitglieder bezeugen, daß Nachrichten für
das Blatt auch nach 11 Uhr abends noch angenommen
werden. — Auch über dieſen Beweisantrag behält ſich
das Gericht die Beſchlußfaſſung vor. Es wird dann
in der Beweisaufnahme über den allgemeinen Teil
der Anklage fortgefahren die nichts neues ergibt.
Be=
züglich des Verhaltens der Polizei ſtehen Ausſagen
des einen Teils den Ausſagen des anderen Teils
gegenüber.
Ein ſenfationeller Entmündigungs=Prozeß.
— Elberfeld, 20. Dez. Eine Affäre, die
leb=
haft an den Fall des Profeſſors Lehmann=Hohenberg
in Weimar und der Frau. Amtsgerichtsrat Burchardi
in Suhl erinnert, beſchäftigt heute die dritte
Zivil=
kammer des hieſigen Landgerichts, vor der der
Schwa=
ger des früheren Reichskanzlers Fürſten von
Bü=
low, Graf Günther von der Schulenburg,
Herr auf Oeſte und Zwingenburg, um die
Anerken=
nung ſeiner Zurechnungsfähigkeit kämpft. Der Graf
behauptet nichts mehr und nichts weniger, als daß
ihm durch gewiſſe Umtriebe des Fürſten von Bülow,
des jetzigen preußiſchen Landwirtſchaftsminiſters
Frei=
herrn von Schorlemer=Lieſer, ſeiner Gattin, der
Grä=
fin von der Schulenburg, und ſeiner drei Schweſtern,
einer Gräfin von Pückler, einer Frau von Bülow
und der Exzellenz Gräfin von Maltzahn, ſeine Ehre
und ſeine Exiſtenz genommen worden ſei und man
nunmehr auch noch verſuche, ihn ſeiner
Geſchäftsfähig=
keit zu berauben. Tatſächlich iſt Graf von der
Schu=
lenburg inzwiſchen durch eine Entſcheidung des
Amtsgerichts Velbert im Rheinlande wegen
Geiſtes=
ſchwäche entmündigt; gegen dieſe Entmündigung hat
er jedoch Einſpruch erhoben, ſodaß die ganze
An=
gelegenheit heute nochmals vor dem Elberfelder
Land=
gericht zur Verhandlung gelangt. Graf Günther hatte
ſchon früher dadurch von ſich reden gemacht, daß er
ſein Schloß Sybillenburg in Tirol zum Mittelpunkt
gewiſſer Vorgänge geſtaltet hatte, an denen auch der
Liftboy eines Münchener Hotels paſſiv beteiligt
ge=
weſen ſein ſoll. Die von dem Grafen und ſeinen
Freunden inbezug auf den Fürſten von Bülow
ver=
breiteten böswilligen Gerüchte fanden ſchließlich ihren
Niederſchlag in der Berliner Zeitſchrift Der Eigene,
deren Herausgeber, der Schriftſteller Brandt, deshalb
vom Fürſten Bülow vor Gericht gezogen und in dem
bekannten Bülow=Brandt=Brozeſſe zu 1½ Jahren
Ge=
rängnis verurteilt wurde. Dieſe und andere
uner=
quickliche und unſaubere Vorgänge veranlaßten
die Familie des Grafen Günther, deſſen
Entmündig=
ung zu betreiben. Die Bemühungen der Familie
haben denn auch den Erfolg gehabt, daß der Graf in
einer Verhandlung des Velberter Amtsgerichts
ent=
mündigt wurde. Der Graf beantragt jedoch die
Auf=
hebung der Entmündigung, da ſie nicht wegen ſeiner
angeblichen Geiſtesſchwäche, ſondern ausſchließlich aus
politiſchen und geſellſchaftlichen Gründen betrieben
worden ſei und man ihn nur mundtot machen wolle.
Er hat ſich bis zum heutigen Tage deshalb auch
außer=
halb der Reichsgrenzen aufgehalten, nimmt jedoch an
der heutigen Verhandlung teil, zu der das Gericht
zwei Bonner Pſychiater zur Beurteilung des
Geiſtes=
zuſtandes des Graſen geladen hat.
Luftſchiffahrt.
* Berlin, 20. Dez. Bei Koferln bei Amberg
wurde am Sonntag nachmittag ein abends zuvor in
Paris aufge ſtiegener Ballon geſichtet; er
landete leicht. Die Inſaſſen ſagten aus, daß ſie nach
Rußland zu fliegen beabſichtigten, jedoch die
Orientier=
ung verloren hätten. Sie ſchilderten den Anblick des
nächtlich erleuchteten Paris als herrlich. Seit ſie
wei=
ter fuhren, haben ſie ſo gut wie nichts mehr geſehen
und ſich zeitweiſe in Höhen von 300 Metern befunden,
wo etwa acht Grad Kälte herrſchten.
sr. Ein neuer Aeroplanflug über den
Aermelkanal iſt von dem engliſchen Aviatiker
Sopwith im Wettbewerb um den de Foreſt=Preis
mit einer in England erbauten Howard Wright=
Ma=
ſchine ausgeführt worden. Sopwith ſtieg bei ſtarkem
nördlichen Winde morgens auf der Inſel Sheppey in
der Themſe=Mündung auf, erreichte nach etwa
halbſtün=
digem Fluge die engliſche Küſte zwiſchen Dover und
Folkeſtone, überquerte dann den Kanal und landete in
Belgien bei Beaumont, unweit der franzöſiſchen Grenze.
Die zurückgelegte Diſtanz beträgt 250 Kilometer, die
durchſchnittliche Stundengeſchwindigkeit belief ſich auf
zirka 80 Kilometer. Die Leiſtung iſt um ſo
bemerkens=
werter, als der junge Aviatiker bisher keine
nennens=
werten Flüge ausgeführt hatte und auch dieſen Flug
ohne beſondere Vorbereitungen und ohne Unterſtützung
von Begleitſchiffen unternahm. Sopwith iſt damit erſt
Anwärter auf den de Foreſt=Preis von 80000 Mark,
der demjenigen engliſchen Aviatiker zufallen ſoll, der
mit einer vollſtändig in England hergeſtellten Maſchine
von England aus den Kanal überquert und bis zum
31. Dezember die größte Diſtanz auf dem Kontinent
zurücklegt.
Sport.
— Dem Zuſammentreffen der
franzö=
ſiſchen Fußball=Mannſchaft Club
Ath=
létique „Vitry”=Paris mit dem
Fußballl=
klub „Olympia‟=Darmſtadt ſieht man
allent=
halben mit großem Intereſſe entgegen. Paris wird mit
einer ganz vorzüglichen Elf in Darmſtadt antreten.
Der Torwächter Chaſſelin, die Verteidiger Fleutch und
Sallier, die Halfs Georges, Vaskon, ſowie der
Mittel=
ſtürmer Bergeron und Linksaußen Jourde, ſind
Spieler, die nicht nur als erſtklaſſige Leichtathleten ihre
Farben ſtets erfolgreich vertreten haben, ſondern die
auch in der diesjährigen repräſentativen franzöſiſchen
Mannſchaft des Comité Francais Interféderal zur=
Aufſtellung gekommen ſind. Die Mannſchaft war vors
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Seite 6.
jähriger Meiſter von Paris und ſtand an erſter Stelle
bei der Ausfechtung der franzöſiſchen Meiſterſchaft. Zu
Ehren der anweſenden Gäſte findet am Abend nach dem
Spiel ein Kommers ſtatt.
Handel und Verkehr.
— Neuerungen im Poſtſcheckverkehr. Die
dem Poſtſcheckverkehr neu beitretenden Kontoinhaber
haben es bisher als einen Uebelſtand empfunden, daß
die ſeit Erlaß der Poſtſcheckordnung vom 6. November
1908 eingetretenen Neuerungen nicht in einer zur näheren
Belehrung dienenden Druckſchrift zuſammengefaßt waren.
Dieſem Mangel iſt jetzt abgeholfen. Den neuen
Konto=
inhabern wird fortan bei Eröffnung des Kontos ein
Auszug aus den wichtigeren, den Poſtſcheckverkehr
be=
treffenden Verfügungen vom Poſtſcheckamt unentgeltlich
überſandt. In dem Auszuge ſind u. a. folgende Punkte
behandelt: Die Ueberweiſung der für Kontoinhaber
durch Poſtauſtrag oder Nachnahme eingezogenen
Be=
träge mittels Zahlkarte auf das Poſtſcheckkonto; die
Ver=
wendung von Sammelſchecks zu Barzahlungen an
mehrere Empfänger; die Erteilung von
Einlieſerungs=
beſcheinigungen durch die Poſtſcheckämter über die durch
Poſtſcheck oder Ueberweiſung gegebenen Aufträge; die
Verbindung des Poſtſcheckverkehrs mit dem
Reichsbank=
giroverkehr, namentlich die Ueberweiſungen von
Poſt=
ſcheckkonto auf Reichsbankgirokonto, die Begleichung von
Einzahlungen auf Zahlkarte mittels roter
Reichsbank=
ſchecks und die Uebertragung von Zahlungsanweiſungen
auf Reichsbankgirokonto. Ferner werden mitgeteilt die
Beſtimmungen über die Begleichung von
Fernſprech=
gebühren und anderen Zahlungen an die Poſt durch
Poſtſcheck und über die Einrichtung eines internationalen
Poſtgiroverkehrs zwiſchen Deutſchland, Oeſterreich, Ungarn,
der Schweiz und Belgien.
* Dortmund, 20. Dez. Nach der der heutigen
Gläubigerverſammlung der
Niederdeut=
ſchen Bank vom Konkursverwalter gegebenen
Auf=
ſtellung betragen die Aktiven, einſchließlich der aus
dem Konkurs der Hamburger Filiale ſich ergebenden
Dividende, 5 396 592 Mark. Hiervon ſind 200 000 Mark
bevorrechtigte Forderungen in Abzug zu bringen. Zur
Anmeldung gelangt ſind Forderungen in Höhe von
63 Millionen Mark, wovon vielleicht 28 bis 30
Mil=
lionen Mark anerkannt werden.
H. Frankfurt a. M., 20. Dez.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt war wieder reichliches
An=
gebot für Landweizen vorhanden; doch mangelte die
Kauf=
luſt, ſo daß nur vereinzelte Abſchlüſſe zu unveränderten
Preiſen zu verzeichnen ſind. Für Landroggen beſtand
hin=
gegen größere Nachfrage, wobei etwas höhere Preiſe
be=
willigt wurden. Auch Gerſte und Hafer waren geſuchter,
da der Konſum reger mit Order auftrat. Mais und
Futter=
artikel ruhig. Die Forderungen für Mehl ſind, trotz des
ſtarken Feiertagsbedarfs, infolge von großen Vorräten
er=
mäßigt.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig
und ohne Animo.
An der Berliner Produktenbörſe war
Ge=
treide ziemlich feſt, da etwas Begehr nach greifbarer Ware
herrſchte und Deckungen per Dezember erfolgten; auch
kauf=
ten die Importeure bedeutende Quantitäten. Roggen,
Laplata=Weizen, ſowie die ruſſiſchen Offerten waren
un=
verändert. Hafer auf Realiſationen für Dezember matt, für
Maitermin behauptet.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen auf den baiſſelautenden Viſible=Supply=
Ausweis und die günſtigen Ernteausſichten aus
Argen=
tinien und Auſtralien verflauend und ſchließt kaum ſtetig,
da auch von Rußland äußerſt befriedigende Ernteberichte
einliefen und aus St. Louis niedrigere Notierungen.
Fer=
ner verſtimmte noch die Ankündigung größerer Zufuhren.
Mais verkehrte übereinſtimmend mit Weizen, wozu noch
die enttäuſchende Lokonachfrage ſtimulierte. Die ſichtbaren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 42,67 Mill.
Buſh. auf 42,99 Mill. Buſh und die Maisvorräte von
1,51 Mill. Buſh. auf 2.09 Mill. Buſh. geſtiegen. Ebenſo
erhöhten ſich die Weizenvorräte in Kanada in dieſer
Woche von 1035 Mill. Buſh. auf 10,82 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 19,90—20,
Norddeut=
ſcher 19.90—20. Kurheſſiſcher 19,90—20, Laplata 21,75 bis
22 25, Rumäniſcher 21,75—22,25, Kanſas 21.75—22,50,
Ruſ=
ſiſcher 21,75—22,75, Redwinter 21.75—2250, Donauweizen
21.75—22,50, Manitoba 22—23, Walla Walla 21.75—2250.
Roggen, hieſiger 15,20—15,40, Bayeriſcher (Pfälzer) 15,25
bis 15,40, Ruſſiſcher —, Amerikaniſcher —, Rumäniſcher—
Gerſte, Pfälzer 17,50—18,50, hieſige und Wetterauer 17
bis 18, Fränkiſche 17.50—18,50, Ungariſche 22—23,
Ried=
gerſte 17,50—18,50, Ruſſiſche Futtergerſte 1250—12,75.
Hafer hieſ. 15—16, Bayeriſcher 15—16. Mais mired
13,80—14, Ruſſiſcher 13,90—14,25, Donaumais 13,90 bis
14.10, Laplata 13,75—14, Weißer Mais 13,90—14,
Rumä=
niſcher 13.70—13 90, Weizenſchalen 9,25—9,50, Weizenkleie
8.75—9, Roggenkleie 9—9,50, Futtermehl 12—13,75,
Vier=
treber getr. 12—12,50, Weizenmehl Nr. 0 31—31,50 feinere
Marken 31,75—32, Nr. 1 29—2950, feinere Marken 29,75
bis 30, Nr. 2 28—28,25, feinere Marken 28,50—28.75, Nr. 3
26—26,50, feinere Marken 26,75—27, Nr. 4 22—22 50, feinere
Marken 22,75—23, Weizenmehl hieſ. Nr. 0 23,50—23,75
Nr. 1 21,50—21,75, Nr. 2 19—19.50.
Eine Erklärung des Prinzen Max
von Sachſen.
* Mailand, 20. Dez. Die Perſeveranza
veröffent=
licht eine lange aus Freiburg in der Schweiz datierte
Un=
terredung mit dem Prinzen Max von
Sach=
ſen. Der Prinz erklärte, ſeine Angelegenheit habe nichts
zu tun mit dem moderniſtiſchen Kampf in Deutſchland. Er
werde dem hl. Stuhle zeigen, daß er nicht gegen
Kirchen=
lehren verſtoßen, ſondern nur zur Löſung des für die
katho=
liſche Kirche grundlegenden Problems beitragen wollte.
Von der katholiſchen Kirche trennen ſich allmählich alle
ka=
tholiſchen Völker, daher ſei es nötig, daß dieſe allmählich
durch die orthodoren Völker erſetzt werden. Alle ſollten
dazu helfen, tauſend Fragen, die Europa beſchäftigen, die
Balkanfrage, die Kretafrage, der Hellenismus uſw. würden
dann leicht gelöſt. Er habe die Orthodoxen durch
Entge=
genkommen und Unparteilichkeit gewinnen wollen, wie
es=
die katholiſche Kirche bis ins 11. Jahrhundert immer
ge=
tan habe. Der Katholizismus müſſe den Orthodoxen die
volle Freiheit des Ritus und der Diſziplin laſſen, wogegen
die orthodoxe Theologie vom Katholizismus nicht die
Er=
klärung fordern dürfe, daß er in mehreren diſziplinären
wie dogmatiſchen Fragen ſchwer geirrt habe. Er habe mit
ſeinem Artikel den zerſprengten Brüdern zurufen wollen:
Seht, wie der Proteſtantismus fortſchreitet; ergreift Ihr
nicht die rettende Hand, die wir Euch bieten, ſo ertrinkt Ihr
im Ketzertum! Der Proteſtantismus dringt in
Konſtan=
tinopel unter dem neuen Regime und in Athen ein,
wäh=
rend die orthodoxen Kirchen durch innere Kämpfe zerriſſen
werden. Bald ſei es zu ſpät. Er habe geglaubt, Leo XIII.
und Pius X. ſeien entgegenkommend, doch habe er ſich
geirrt. Er werde kein Geſchrei erheben; als Prieſter kenne
er ſeine Pflicht. Falls Rom es wünſche, werde er dieſe
Er=
klärung wiederholen. Die ganze Angelegenheit ſei
perſön=
lich und gehe Sachſen nichts an. Bisher habe er aus Rom
nichts erhalten, abgeſehen von einer Kopie der im
Oſſer=
vatore Romano veröffentlichten Erklärung des Paters
Pellegrini. (Frankf. Ztg.)
Eine Exploſion in einer Kraftzentrale.
* New=York, 19. Dez. Eine heftige
Explo=
ſion ereignete ſich im Neubau der Kraftſtation
der New=Yorker Zentralbahn. Das Gebäude
ſtand ſofort in Flammen. Viele Menſchen ſind
verun=
glückt. Polizeimannſchaften und Arbeiter helfen bei den
Rettungsarbeiten. Die Gewalt der Exploſion war ſo ſtark,
daß ſie einen mit Paſſagieren beſetzten Wagen der
elek=
triſchen Bahn umwarf, wobei verſchiedene Leute verletzt
wurden.
* New=York, 19. Dez. Das Unglück in der
Kraftſtation der New=Yorker Zentralbahn wurde durch eine
Gasexploſion verurſacht, der eine Dynamitexploſion
unmittelbar folgte. 12 Menſchen wurden getötet
und 30 verketzt. Der bereits erwähnte Wagen der
elektriſchen Bahn wurde durch den Luftdruck der
Dhnamit=
erploſion vom Boden emporgehoben und ſtürzte dann auf
ein vorbeifahrendes Automobil. 4 Paſſagiere wurden
ge=
tötet, die anderen ſämtlich verletzt.
* New=York 19. Dez. Die Exploſion in der
Kraftanlage der New=York Zentral Railway Company
hat in faſt allen Straßen der Umgebung große
Verwüſtun=
gen angerichtet. Es wurden gegen 5000
Fenſterſchei=
ben eingedrückt, viele Paſſanten zu Boden geworfen
und zahlreiche Fuhrwerke umgeworfen. Viele Frauen
wur=
den ohnmächtig. Infolge des Schreckens herrſchte eine
große Panik. Die hieſigen Abendblätter beziſfern die
Zahl der bei der Exploſion Getöteten auf 14, die der
Ver=
letzten auf 200. Die Verletzungen ſind größtenteils durch
herumfliegende Glasſplitter verurſacht worden. Von den
Verunglückten werden 75 den Namen nach aufgeführt.
Die Entſtehungsurſache der furchtbaren
Gas=
exploſion iſt noch nicht mit Sicherheit feſtgeſtellt. Es wird
gemutmaßt, daß bei der Eilfertigkeit, mit der die
Ein=
ſtellung der Maſchinen in dem neuerbauten Teil der
Fa=
brik erfolgte, die Keſſel nicht genügend auf ihre
Lei=
ſtungsfähigkeit geprüft worden ſind. Nach einer anderen
Lesart explodierte nicht der Keſſel, ſondern der Gaſometer
für die Waggonbeleuchtung durch Ueberſpringen eines
Dynamofunkens. Vielfach hatte man in der Umgebung den
Eindruck eines Erdbebens.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 20. Dez. Major Dominik von der
Schutz=
truppe für Kamerun, iſt nach einer telegraphiſchen Meldung
aus Conakry, in Franzöſiſch=Weſtafrika, am 16. Dezember
an Bord des Dampfers „Eleonore Woermann”, der den
Schwerkranken nach der Heimat bringen ſollte, an akuter
Herzklappen=Entzündung geſtorben.
¾ Stuttgart, 20. Dez. Das Geſamtkollegium der
Zen=
tralſtelle für die Landwirtſchaft, das geſtern in Gegenwart
des Miniſters des Innern über Maßregeln gegen die
Fleiſchteuerung verhandelte, hat, wie der
Schwä=
biſche Merkur berichtet, einſtimmig beſchloſſen, zur
allmäh=
lichen Ausſchaltung des Zwiſchenhandels eine
Viehver=
wertungs=Zentrale für das ganze Land zu ſchaffen
Weiterhin wurde einſtimmig eine Erklärung angenommen,
die von dem Standpunkte aus, daß die Zulaſſung fremden
Schlachtviehs für die einheimiſche Fleiſchproduktion nach=
Nummer 299.
Min ſer . Men er hieret
Rindvieh allmählich, bei Schweinen tunlichſt bald
zurück=
zuziehen.
* Dresden 20. Dez. Der Sächſiſche Landesdienſt
meldet: Der ſächſiſche Geſandte in Berlin wurde
von der ſächſiſchen Regierung telegraphiſch angewieſen,
bei der Reichsregierung zunächſt die Einführung
franzöſiſchen Viehes für die Schlachtviehhöfe
Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Zwickau
beantragen.
* Bremen, 20. Dez. Laut einem Telegramm aus Las
Palmas handelt es ſich bei dem deutſchen Dampfer,
der Notſignale zeigt, anſcheinend um den Bremer Dampfer
„Ingbert” von der Hamburg=Bremer Afrika=Linie, der von
Hamburg nach Weſtafrika unterwegs iſt. Der von Buenos
Aires kommende Lloyddampfer „Sigmaringen” iſt zur
Hilfe=
leiſtung abgegangen. Bei Las Palmas herrſcht ſehr
ſchlechtes Wetter.
* Greifswald, 20. Dez. Im Prozeß des
Land=
rats Maltzahn gegen den Rittergutsbeſitzer Becker
wurde der Angeklagte wegen Beleidigung in fünf Fällen
zu einem Jahre Gefängnis und zur Tragung ſämtlicher
Koſten verurteilt.
* Prag, 20. Dez. Der Direktor des Deutſchen
Lan=
destheaters, Angelo Neumann, iſt heute früh an
einem Herzſchlag geſtorben.
Angelo Neumann war am 18. Auguſt 1838 gebosen
und widmete ſich anfangs der Sängerlaufbahn, mußte
ſie aber wegen eines Herzleidens aufgeben. Er ging
dann 1876 nach Leipzig und übernahm die Direktion
der Oper, während Auguſt Förſter das Schauſpiel
lei=
tete. Er war der erſte, der den Nibelungenring von
Richard Wagner auch an anderen Bühnen aufführte.
Der Kaiſer lud ihn daraufhin zur Inſtzenierung des=
„Lohengrin” ins Königliche Opernhaus. Dieſe und
andere Erfolge brachten ihn auf den Gedanken einer
großen Tournee mit einem eigenen Richard Wagner=
Theater. Sie erſtreckte ſich auf Deutſchland, Holland,
Belgien, Schweiz, Oeſterreich=Ungarn, Italien und
Rußland. Von Leipzig ging er 1884 nach Bremen und
folgte dann 1885 einem Rufe nach Prag als Direktor
des Deutſchen Landestheaters. Er war in zweiter Ehe
vermählt mit der bekannten früheren
Burgſchauſpiele=
rin Johanna Buska.
* London, 19. Dez. Von zuſtändiger Stelle wird
die Nachricht, daß die Königin im März nächſten
Jahres einem freudigen Ereignis entgegenſehe, als
unrichtig bezeichnet.
* Haiderabad, 20. Dez. Zu Ehren des deutſchen
Kronprinzen fand eine Parade des geſamten
engliſchen Heerlagers von Seeunderabad ſtatt,
das 12000 Mann weißer eingeborener Truppen umfaßt.
An der Parade nahmen zwei Regimenter Nizamtruppen
teil. Im Verlaufe der Parade ließ ſich der Kronprinz die
hier weilenden Reichsdeutſchen, für die beſondere Plätze
reſerviert waren, vorſtellen. Den Beſchluß der Parade
bildete ein Galopp, den ein eingeborenes Kavallerie=
Regi=
ment unter brauſendem Beifall von Tauſenden von
An=
ſchauern vorführte. Der Kronprinz tritt morgen, nachdem
er beim Miniſter des Nizam das Frühſtück eingenommen
hat, die Abreiſe nach Bombay an.
H.B. München, 20. Dez. In der Iſar bei Grüneck
iſt ein Flußſchiff in der ſtarken Strömung
um=
gekippt. Neun Arbeiter fielen ins Waſſer: ſechs
konnten ſich durch Schwimmen mit großer Mühe
ret=
ten. Drei ſind ertrunken.
— Düſſeldorf, 20. Dez. Gegen das auf der
Alice=
ſtraße errichtete Moltkedenkmal wurde in der
vergangenen Nacht ein Anſchlag verübt. Von dem
Gewehr eines auf dem Denkmal ſtehenden
Landwehr=
mannes wurde das Bajonett abgeſchlagen und geraubt.
Der Täter iſt entkommen.
H. B. Dresden, 20. Dez. Der Juwelenraub
in dem Hofjuweliergeſchäft Elimeyer am Neumarkt
ſcheint die Tat eines Geiſtesgeſtörten zu ſein. Als
Täter wurde der bisherige Referendar am Landgericht
Dresden Dr. Paul feſtgeſtellt. Der junge Mann hat
die Tat auf eine Weiſe ausgeführt, daß auf einen
normalen Geiſteszuſtand nicht geſchloſſen werden kann.
Auch ſind von ihm andere ſeltſame Shritte getan
worden, die die Annahme einer Geiſtesgeſtörtheit
eben=
falls beſtätigen. Der Vater ſoll ein höherer Offizier
ſein. Die geſtohlenen Juwelen ſind wiedererlangt
worden.
— Stendal, 20. Dez. Eine an der Landſtraße
ge=
legene Windmühle ging in Flammen auf; ein 18 Geſelle verbrannte.
* Paris, 20. Dez. Der Miniſterrat hat
Eg=
neral Lyautey zum Kommandeur des 10. Armeekorps
ernannt. Der Kolonialminiſter erläuterte die
Ab=
ſichten des Oberſten Largeau zur Sicherung und
Ver=
teidigung der franzöſiſchen Beſitzungen in
Zentral=
afrika, beſonders die. Sicherung des
Wadaigebie=
tes, vor Einſällen der Nomadenſtämme. Die
Regier=
ung wird Kredite zur Verſtärkung der
Beſatzungs=
truppen im Tſchadſeegebiet und zwar zur Erhöhung
der Geſamteffektivſtärke auf drei Bataillone zu je vier
Kompagnien, entſprechend den Vorſchlägen Largeaus,
fordern.
Für die Feiertage!
(helh).
Vorzüglicher Feiertagstrunk!
Versand ab Montaa, d. 19. Dezember d. 3.
Bestellungen hierauf nehmen jetzt ſchon die bekannten Verkaufsstellen, ſowie die
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Das schönste der Feste wird uns verdorben,
wenn ein Glied der Familie krank, oder auch nur
erkältet iſt, und doch iſt gerade der Dezember der
Geſundheit beſonders gefährlich. Man muß alſo
gerade jetzt beſonders vorſichtig ſein, und das iſt
man am beſten, wenn man Fays ächte Sodener
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nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld
er=
tragenem Leiden, hier im Alice=Hoſpital, unſere
liebe Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Sophie Trapp
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geb. Fertsch
Witwe des Apothekers Hermann Trapp.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Fordinand Fertsch.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
(*30820
Stiftſtraße 41, II.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22.
De=
zember, vormittags 11 Uhr, vom Portale des
Friedhofes aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, heute meinen
innigſt=
geliebten Gatten, unſeren Vater, Bruder,
Schwiegerſohn, Schwager und Onkel
Herrn Karl Hein
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen. (24634
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elisabeth Hein, geb. Göbel.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nachmit=
tags 4 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.
Krieger-Verein
Darmſtadt.
Todes=Anzeige.
Wir zeigen hierdurch an, daß unſer
lang=
jähriges Mitglied
(24638
Herr Karl Hein
Metzger
aus dieſem Leben geſchieden iſt.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den
21. Dezember, nachmittags 4 Uhr, vom Portale
des Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Sammlung am Friedhofe.
Zur Teilnahme an der Beerdigung
wer=
den die Kameraden von Schwarz bis Zöller,
ſowie der VI. Bezirk erſucht.
Der Vorſtand des Kriegervereins
Darmſtadt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
die uns bei dem Ableben meiner guten Frau,
unſerer lieben Mutter, Schweſter und Tante
Frau
. Trautmann
zuteil geworden ſind, ſagen wir Allen, ſowie
Herrn Pfarrer Widmann für ſeine troſtreiche
Rede am Grabe, als auch den Schweſtern des
Martinsſtiftes für die liebevolle Pflege unſerer
guten Mutter unſeren innigſten Dank.
Darmſtadt, den 21. Dezember 1910.
Hermann Wagener
und Kinder.
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Statt beſonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es in ſeinem
unerforſchlichen Ratſchluſſe gefallen, heute
morgen 4¼ Uhr, unſere gute, treue Schweſter,
Schwägerin, Tante und Couſine
Helene Kumbruch
von ihrem ſchweren, mit größter Geduld
ertra=
genem Leiden, im Alter von 50 Jahren, zu
erlöſen.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Leipzig=Gohlis, Unna i. W.,
Düren, Köln=Lindenthal, Johannesburg, Bad
Koeſen, den 20. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. ds.
Mts., nachmittags 3½ Uhr, von der Kapelle
des Darmſtädter Friedhofs aus, ſtatt.
Die Einſegnung findet eine Viertelſtunde
vor=
her ſtatt.
(24637
Für die wohltuende Teilnahme und
die herrlichen Blumenspenden, die
Kol-
legen, Studierende und Freunde unsrem
lieben Gatten und Vater gewidmet
haben, sagt herzlichen Dank
im Namen der Hinterbliebenen:
Amalie Gundelfinger,
geb. Gunz.
Darmstadt, 20. Dezember 1910.
Dankſagung.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem
Verluſte unſeres lieben Gatten, Vaters, Großvaters
und Schwiegervaters
(24542
Georq Weber
Großh. Aktuar i. P.
ſagen wir unſeren wärmſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Alsfeld, Großen=Linden, Griesheim
am Main, Dezember 1910.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 6 Uhr (Außer Abonnement):
„Hänſel und Gretel”.
Weihnachtsturnen der Jugendabteilung der
Turn=
gemeinde Darmſtadt um 6½ Uhr im Turnhauſe.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Hez.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
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Craſenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übricen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Ji. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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39)
Antie Möller.
Roman von K. v. d. Eider.
(Nachdruk verboten.)
Wiebke faßte unterwegs eine ganze Reihe guter
löblicher Vorſätze. Sie hatte den Unterſchied zwiſchen
Wolken und Sonnenſchein, zwiſchen einer freundlichen
Häuslichkeit und einer ungeordneten, düſteren kennen
gelernt und freute ſich nun darauf, ihrem Vater künftig
das Leben zu verſchönen. Er ſollte nicht mehr im
Dun=
keln ſitzen. Vielleicht würde er dann auch ihrem
Ge=
liebten freundlich gegenübertreten und ihm verzeihen,
daß er nur ein Paſtor war und kein reicher Hofbeſitzer.
Von dieſen Gedanken, Wünſchen und Hoffnungen
beſeelt, kehrte Wiebke in das Elternhaus zurück. Sie
kam mit dem Omnibus, und als ſie die Trift
hinunter=
ſchritt, begegnete ihr Andrees in der blauen Stalljacke,
einen Pferdehalfter in der Hand. Sie erkannte ihn
ſchon von ferne, und als ſie ihn ſo aufrecht daher
kom=
men ſah in ſeiner ſchlichten Kleidung, da wallte der alte
Stolz wieder in ihr auf. Sie hob den Kopf höher als
ſonſt, und als er die Mütze zog, dankte ſie mit einem
kaum merklichen Kopfneigen. Er hatte einen
mitlei=
digen Blick auf ſie geworfen, und ſie hatte einen
eis=
kalten zurückgegeben. Sie wollte ſein Mitleid nicht.
In der Hausdiele trat ihr Ingeborg Thedens in
einem feinen ſchwarzen Kleide entgegen. Wiebke war
einen Augenblick betroffen; ſie hatte wohl an den Vater
aebacht an die ie Mute, ie, iner an die
Beut=
leute. Der Gedanke, daß die Tante die erſte ſein ſollte,
die ihr im Elternhaus entgegentrat, war ihr nicht
ge=
kommen.
Ingeborg trat würdevoll, mit mütterlicher,
über=
legener Miene auf ſie zu und empfing ſie, wie eine
Hausfrau einen lieben Beſuch empfängt.
Sie führte das junge Mädchen in die
Fremden=
ſchlafſtube; ſie ſelbſt wohnte in Wiebkes Stube. Sie
half ihr beim Ablegen und brachte ihr den Kaffee in die
Wohnſtube. Sie ſollte ſich’s nur gemütlich machen, der
Vater wäre im Dorfe, ſpäter ſolle ſie die Mutter ſehen;
ob ſie recht lange Zeit mitgebracht hätte?
Wiebke ſah ſich in der unwirtlichen, ſelten
bewohn=
ten Fremdenſtube um. Allerhand Sachen, die
anders=
wo im Wege ſtanden, waren hier aufgeſpeichert. Es
war lange nicht gelüftet worden, und eine dumpfe Luft
erfüllte die Stube. Sie ſtieß das Fenſter auf, deſſen
Rahmen verquollen waren. Ein Gefühl des Wehes
be=
ſchlich ihr Herz, als hätte ſie nicht nur die Mutter,
die ihr nahe geſtanden hätte, verloren, ſondern auch
den Vater, Rethwiſchhof, die ganze Heimat. Als wäre
ſie nur eine Geduldete hier, der man jeden Augenblick
die Tür weiſen könnte.
Sie ging hinüber in das Wohnzimmer. In dem
Lehnſtuhl der Mutter ſaß Ingeborg, die Tante, die ſo
oft hier als Gaſt eingekehrt war, als wäre dies ihr
Platz, als wäre ſie hier die Herrin.
Wiebke hielt es vor Unruhe kaum aus. Sie negte
ans Heſe und ſehie ſic wieder. Funde ronen
kamen herein und fragten nach dieſem und jenem, und
erhielten von Ingeborg Anweiſungen.
Jetzt ging ſie in die Küche; da ertönte ihre Stimme
auf der Diele. Sie kam herein und warf ſich puſtend
in den Stuhl. Die Deerns ſind doch dumm, ſagte ſie,
wenn man nicht überall ſelbſt iſt!
Die Außendeern kam herein, möchte unſ Frau
nicht mal kommen und ſehen, ob die Butter ſo gut iſt?
Unſ Frau? murmelte Wiebke. Hatte ſie recht ge
hört, nannten die Leute ſie ſchon mit dem Namen, der
nur der Frau des Hauſes zukommt?
Sie horchte nach außen hin. Wie klar und beſtimmt
ſie alles anordnete; wie ruhig ſie dabei blieb; wie
ge=
laſſen und freundlich ſie mit den Leuten umging!
Wiebke zog ſich zurück. Ja, mochte die Tante nur
ſchalten und walten. Sie verſtand es doch nicht ſo gut
wie dieſe. Sie war auch müde und abgeſpannt.
Außer=
dem hatte die Landwirtſchaft ihr nie großes Intereſſe
eingeflößt. Sie dachte an Paul Jenſen. Viel lieber
wollte ſie mit ihm in einem kleinen Hauſe ſchalten und
walten als mit einem Bauern auf einem großen Hofe.
Sie ſtellte ihn höher als alle Bauern ihres
Heimat=
dorfes.
Möchteſt Du Deine Mutter einmal ſehen? fragte
Ingeborg. Sie dachte an alles. Wiebke folgte ihr in
die beſte Stube. Dort lag die Tote, die es im Leben
nie verſtanden hatte, den häuslichen Frieden zu
wah=
ren, mit einem Ausdruck friedlicher Ruhe im Geſicht.
Seite 10,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
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Ringsumher war alles mit prächtigen Blumenkränzen
behängt. Sie hatte die Blumen nie geliebt, nie gehegt
und gepflegt; jetzt war ſie ganz von ihnen eingehüllt.
Die Fenſter waren weiß verhangen. Eine ſchwüle,
ſüßliche Luft erfüllte den Raum. Wiebke glaubte erſticken
zu müſſen. Noch einen Blick warf ſie auf die Tote, die ihr
ſo fremd, ſo fern erſchien, als hätte ſie ſie niemals Mutter
genannt. Mit raſcher Bewegung eilte ſie hinaus.
Auf der Diele traf ſie den Vater, der ſoeben von einem
Ausgange zurückgekehrt war. Er begrüßte ſeine Tochter
flüchtig. Na, biſt Du auch da? dann wandte er ſich an
Ingeborg. Sie hatten wichtige Sachen zu beraten.
Wiebke zog ſich verletzt zurück. Kein Ausdruck der
Freude war über des Vaters Geſicht geflogen, als er ſie
er=
blickte, er hatte nicht geſagt: Es iſt gut, daß Du da biſt.
Wiebke eilte auf das kleine Fremdenſtübchen, in dem
ſie ſelbſt die Fremde war. Sie ſetzte ſich auf die Bettkante
und weinte ein wenig und blickte um ſich, drückte ihren
Kopf in das Kiſſen und weinte weiter.
Sie weinte nicht, weil ihre Mutter geſtorben war,
ſon=
dern weil ſie ſich ſo grenzenlos einſam und verlaſſen fühlte.
Sie war hier überflüſſig; es brauchte ſie niemand. Jeder
ſtand hier auf ſeinem Poſten, der Ring war geſchloſſen, ſie
war überflüſſig.
Plötzlich wurde in taktloſer Weiſe ihre Tür weit
auf=
geriſſen. Sie möchten zum Abendbrot kommen! rief
Lies=
chen, die Binnendeern.
Wiebke fuhr empor. Kannſt Du nicht anklopfen?
Das hat mir keiner geſagt, antwortete das Mädchen.
Unf' Frau ſagte, ich ſollte Sie rufen, und das habe ich
getan.
Es iſt gut, ich komme. Wiebke kühlte ihre heißen
Augen. Niemand ſollte ſehen, daß ſie litt. Lieber wollte
ſie Haß ertragen als Mitleid.
Die Herrin vom Rethwiſchhof wurde mit den ihr
ge=
bührenden Ehren zu Grabe getragen.
Ein anße Srantenichlhei veſtigte die Beimnien
und Verwandten. Es gab Graupenweinſuppe und
Rin=
derbraten mit Kohlrabi in Rahmſauce und geſtovten
Pflaumen. Auch in der Leuteſtube tat man ſich gütlich.
Die Leute aßen mit roten Geſichtern und funkelnden
Augen. Die Weinſuppe war ſtark: ſie ſtieg zu Kopfe. Es
herrſchte bei dem Begräbnis eine größere Luſtigkeit im
Hauſe als jemals zu Lebzeiten der Frau. Ja, Frau
Inge=
borg verſtand zu leben und leben zu laſſen.
Zum Schluß zog Hinnerk eine gefüllte Weinflaſche aus
der Taſche, die Ingeborg ihm zugeſteckt hatte. Jetzt
wol=
len wir mal anſtoßen. Lena hole mal ein paar Gläſer.
Lena fand nur ein paar defekte Groggläſer. Hinnerk
ſchenkte ein und hielt in gedämpftem Ton eine kleine Rede.
Lieschen wollte ſich totlachen. Lena ſtieß Andrees in die
Seite; er ſollte doch luſtig ſein. Haha, ſagte ſie, die Frau
ſollte uns ſehen, ſie würde ſich im Sarge umdrehen.
Frau Karline ruhte ſtill unter ihren Blumen. Ihr
grämliches Geſicht konnte nicht mehr in der Tür auftauchen;
Blick und zuſammengepreßten Lippen vor Hinnerk. Sie
ſtreckte die Hand nach der Flaſche aus. Ihr ſolltet Euch
ſchämen — gib den Wein her!
Hinnerk legte den Arm um die Flaſche und ſah ihr
dreiſt in die Augen. Die Frau hat ihn ſpendiert.
Die Frau iſt tot, ſagte Wiebke. Frau Thedens iſt nur
eine Verwandte.
Aber ſie hat hier zu ſagen, ſie und der Herr, miſchte
ſich Lena ein. Das wäre noch gar gut, wenn jedes dumme
Gör einen hier das Aufſetzen lernen wollte!
Wiebke war ſchon gegangen, ſie bebte vor Zorn, aber
ſie mußte ſich ja bezwingen. Sie konnte doch nicht am
Begräbnistage der Mutter einen Skargil verurſachen. Sie
trat in die Küche, wo Ingeborg herumhantierte. Mechaniſch
ſtreckte ſie die Hand aus, um zu helfen.
Geh nur rein, es iſt alles fertig, rief Ingeborg.
In der Wohnſtube ſaßen die Gäſte und aßen. Wieble
ſah ſich um, aber ſie fand keinen Stuhl frei. Den einzigen
Sitht der kerſland, nehen den Deieg uahn Zugdong
gerade in Beſchlag. Sie ſchlich hinaus. Niemand ſchien
ſie bemerkt zu haben, niemand vermißte ſie. Nicht einmal
die Großeltern und die Geſchwiſter ihrer Mutter
küm=
merten ſich um ſie. Sie hatte ſich niemals früher die Mühe
genommen, ein Herz zu gewinnen.
Leiſe trat ſie in das Totenzimmer und ſetzte ſich auf
einen Schemel hinter der Mutter Sarg. Als Leute
herein=
traten, duckte ſie ſich unwillkürlich. Es war der
Zimmer=
mann mit ſeinen Geſellen; er wollte den Sarg zunageln
und wunderte ſich, hier die Tochter anzutreffen. Auch die
Träger fanden ſich ein. Wiebke ſchlüpfte hinaus.
Als dann der Sarg hinausgetragen wurde, kam ſie
wieder zum Vorſchein, gerade noch früh genug, um ſich
den letzten Frauen im Zuge anzuſchließen. Vorne, hinter
dem Paſtor, gingen der Vater, Ingeborg und die
Groß=
eltern.
Der Tag ging vorüber wie ein dunkler Traum; das
Alltagsleben begann. Umſonſt ſuchte Wiebke in ihrem
Vaterhauſe den Platz, den ſie ausfüllen konnte. Ueberall
trat ihr die Tante entgegen. Der Vater ſchien ſie gern zu
haben; er war viel freundlicherer Laune als zu Lebzeiten
der Mutter. Mit den Dienſtboten ſtand ſie auf vertrautem
Fuß, und der Haushalt ging wie am Schnürchen.
Es war eine arbeitsvolle Zeit. Es wurde eingemacht;
die Wintervorräte wurden eingeſammelt und verwahrt;
dann kam das Einſchlachten, das Großreinemachen;
Inge=
borg hatte alle Hände voll zu tun.
(Fortſetzung folgt.)
5
Beliebteste 2x &. 32 Pfg. Cigarette
Clgaretten-Fabrik„Klos‟o E. Robert Böhme, Dresden.
Nummer 299,
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21, Dezember 1910.
Seite 11.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldenes Ketten=Armband. 1 Johannitterorden. 1 Paket (25 St.)
Jagdpatronen. 1 älteres Fahrrad. 1 ſehr großer und 1 mittelgroßer Schlüſſel an
einer Kurbel. 1 braune neue Knaben=Weſte. 1 großer Schlüſſel an einem Ring.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Hundehalsband mit Marke
und der Nr. 431 VII. 1 Sturmlaterne. 1 grünledernes Handtäſchchen mit 1 Schlüſſel
und Taſchentuch, 1 blauer Damen=Gummigürtel mit gelber Schnalle. 1 ſchwarzwoll.
Handſchuh. 1 Hundehalsband mit Marke und der Nr. 9385. 1 weißer Kragenſchoner.
1 verſchiedenfarbiger Damengürtel mit gelber Schnalle. 1 Roſenkranz mit weißen Perlen.
1 Portemonnaie mit einigem Inhalt.
Verloren: 1 Knaben=Hoſe. 1 Monatsfahrkarte Weiterſtadt-Darmſtadt. 1 Päckchen,
enth. 1 Brille, Knöpfe und Stoffreſte. 1 goldene runde Broſche in Größe eines
Zwei=
markſtücks, in der Mitte ein Brillant (gute Belohnung geſichert). 1 goidener Damen=
Kneifer mit Futteral. 1 kleines ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 2 Zehnmarkſtücken.
1 blaue Schildmütze. 1 Schirmgriff aus Metall. 1 Geldbörſe mit 80—100 Mk. Inhalt.
1 ſilberne Herren=Uhr mit Goldrand. 1 Studenten=Legitimationskarte, auf den Namen
Abrahamsky ausgeſtellt. 1 ſchwarzer Schal. 1 Damen=Zwicker in Hornfaſſung. 1 kl.
ſchwarzes Portemonnaie mit 1 Zweimarkſtück. 1 Herren=Uhr. 1 ſilberner Damen=Ring
mit großem grünen Stein. 1 Hundemaulkorb. 1 Meſſing=Stempel mit Holzgriff und
der Nr. 6. 1 dunkles Damen=Täſchchen. 1 kleiner brauner Kinder=Biberpelzkragen.
1 ſilbernes Spangen=Armband mit 2 roten viereckigen Steinen. 1 goldene Broſche mit
weiß und grünen Steinchen. 1 gelbliches Portemonnaie mit 2 Schlüſſeln u. 4 Pfennigen.
1 Rabattmarkenbuch mit Marken. 1 Stück Handarbeit auf Batiſt. 1 Bibliotheksbuch
(Roſenkranz). 1 Handarbeit, längliche Decke. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit
Porte=
monnaie und 45 Pfennigen Inhalt nebſt 1 Taſchentuch, gez. W.
Zugelaufen bei Privaten: 1 langhaariger brauner Jagdhund. 1 ſchwarze Katze.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(24572
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Dachshund, 1 Hofhund. 1 ſchott. Schäferhund
(zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Die Beleuchtung von Einfahrten, Höfen, Treppen, Fluren uſw. betreffend.
Wir weiſen wiederholt auf die den Eigentümern von Grundſtücken obliegende
Verpflichtung hin, die Toreinfahrten, Höfe, Hausflure, Gänge und Treppen,
ſo=
fern und ſolange ſie jedermann zugänglich ſind, während der Dunkelheit ſo
aus=
reichend zu beleuchten, daß für die daſelbſt verkehrenden Perſonen keine Gefahr
beſteht.
Dieſe Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken,
ge=
werblichen Anſtalten und Arbeitsſtätten, von Vergnügungs=, Verſammlungs= und
Schankſtätten (den letzteren insbeſondere auch hinſichtlich der Bedürfnisanſtalten) ob.
Pflichtwidrige Unterlaſſung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand zu
Schaden kommt, die Entſchädigungspflicht, ſowie die ſtrafrechtliche
Verantwortlich=
keit begründen.
Die obengenannte Verpflichtung kann durch Vertrag auf Hausverwalter,
Mieter uſw. übertragen werden. Dies ſetzt jedoch die übereinſtimmende
Willens=
erklärung beider Parteien, des Vermieters und des Mieters voraus. Eine einſeitige
Erklärung des Vermieters (als ſolche iſt auch der ohne vorherige Verſtändigung mit
dem Mieter erfolgende Aushang einer „Hausordnung” zu zählen) kann die
oben=
genannte Verpflichtung für den Mieter nicht begründen.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1910.
(24624md
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Lauteſchläger.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 22. Dezember 1910, nachmittags 2 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 zwangsweiſe gegen Barzahlung
vor=
ausſichtlich beſtimmt:
Eine Briefmarkenſammlung und einen Brillantring.
Die Gegenſtände können Mittwoch von 3 bis 4 Uhr in meinem Bureau be=
(24571
ſichtigt werden.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1910.
Rollenhagen, Gr. Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 23. Dezember 1910, vormittags 11 Uhr,
verſteigere ich in Pfungſtadt zwangsweiſe gegen Barzahlung:
8 Grabſteine, Granit.
Zuſammenkunft der Steigliebhaber am Friedhofe in Pfungſtadt.
(24609
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
Rollenhagen, Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
Konkarb=Kabbrrkatt.
Im Geſchäftslokal
8 Wilhelminenstrasse 8
werden zu herabgeſetzten Preiſen ausverkauft
Fertige und angefangene Handarbeiten, Stickereien.
Bänder, Spitzen, Taſchentücher, Schürzen, Schleier,
Echarpes ꝛc. ꝛc.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1910.
Der Konkursverwalter:
(24484oim
Karl Dechert.
Großer Reste=Verkauf.
Donnerstag, den 22., Freitag, den 23. Dezember 1910,
den ganzen Tag geöffnet, verkaufe zu jedem annehmbaren Preiſe:
1 Poſten Wolle u. Baumwolle für Bluſen, Kleider u. Röcke,
Hemdenflanelle für Männer und Frauen,
Buckſkin für Anzüge und Hoſen ꝛc.
im Auktionslokal Magdalenenstr. 7.
Johannes Krummeck, Anktionator und Taxator,
(*30779
Wohnung: Grafenstrasse 4.
Ein neuer Diwan u. eine Chaiſelongue
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ſehr billig zu verkaufen
Wenckſtraße 20, 2. Stock rechts.
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zu kaufen gesucht. Gefl. Offerten
unter T 4 an die Expedition.
(*30787
Oktroi für Wild und Geflügel.
Auf Grund des Oktroitarifs und einer neuerdings ergangenen miniſteriellen
Ent=
ſcheidung iſt die Stadt Darmſtadt berechtigt, für Wild und Geflügel Oktroi zu erheben.
Die Einbringer ſolcher Gegenſtände haben daher beim Einpaſſieren in die Stadt oder
in die Stadtgemarkung den feſtgeſetzten Oktroibetrag an die nächſte Erhebſtelle
unauf=
gefordert zu entrichten. Verbotene Wege dürfen mit oktroipflichtigen Gegenſtänden
nicht paſſiert werden. Sollte ein Einbringer die Oktroizahlung verweigern, ſo wird
die Ware auf Grund des Oktroi=Reglements in Beſchlag genommen und — da ſie bei
längerer Lagerung dem Verderben ausgeſetzt iſt — von der Oktroiverwaltung verſteigert,
falls nicht der Einbringer vorziehen ſollte, ihren Wert in bar zu hinterlegen.
Wer Wild und Geflügel durch die Poſt empfängt, hat den Oktroibetrag bis
ſpäteſtens zum Ablauf des folgenden Tages bei der nächſten Oktroierhebſtelle zu
be=
zahlen, bei Vermeidung der in dem Oktroireglement für die Stadt Darmſtadt
be=
zeichneten Strafen.
Nach dieſem Reglement wird überhaupt beſtraft, wer bei der Ein= und Durchfuhr,
ſowie beim Verbrauche oktroipflichtiger Gegenſtände, die der Stadt gebührende
Oktroi=
abgabe zu entziehen verſucht.
Darmſtadt, den 15. Dezember 1910.
(24477oim
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Ausgabe neuer Zinsſcheinbagen.
Die neuen Zinsſcheinbogen nebſt
Zins=
ſcheinanweiſung zu den Stücken des 3½%
Anlehens der Stadt Darmſtadt,
Buch=
ſtabe K, (Zinsſcheine Nr. 28 bis 47 für
die Zinszeiten vom 1. Januar 1911 bis
dahin 1921) werden von jetzt ab gegen
Ein=
reichung der Zinsſcheinanweiſungen durch
uns an allen Werktagen vormittags von
8½ bis 12½ Uhr ausgegeben. (24119a
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Städtiſche Sparkaſſe.
Mittwoch, den 28., Donnerstag, den 29.
und Freitag, den 30. Dezember 1910 ſind
die Kaſſen auch nachmittags von 3 bis
5 Uhr geöffnet.
(24622ms
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
Netz, Sparkaſſenrechner.
Bauarbeiten.
Die bei Erbauung einer höheren Knaben=
und Mädchenſchule nebſt Turnhallen
vor=
kommende Herſtellung von Gipseſtrich= und
Asphalt=Unterböden für Linoleum, und
zwar ca. 480 qm Gipseſtrich und ca. 640 qm
Trinidadasphalteſtrich, ſowie die
Anfertig=
ung einer eiſernen Wendeltreppe ſollen
ver=
geben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während der
Dienſtſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Freitag, den 30. Dezember 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Nach auswärts werden die
Angebots=
ſcheine nicht verſandt.
Darmſtadt, am 19. Dezember 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
(24630md
Ausführung eines Rohrkanals.
Die Ausführung von 200 Meter
Stein=
eugrohr=Kanal zur Entwäſſerung der
Straßenbahn=Werkſtätten ſoll verdungen
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem Tiefbauamte, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur Einſicht
offen. Auch werden dort die Angebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, den 23. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1910.
Tiefbauamt.
(24558im
Keller.
Bekanntmachung.
Das ſtädtiſche Hallenſchwimmbad iſt
am Samstag, den 24. ds. Mts., von
mor=
gens 8 Uhr bis abends 7 Uhr (Kaſſenſchluß
½7 Uhr) ununterbrochen geöffnet. Die
ſonſt übliche Mittagspauſe kommt in Weg=
(24595md
fall.
An den beiden Weihnachtstagen bleibt
die Anſtalt geſchloſſen.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
Die Betriebsleitung:
Klein.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 1. Februar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Georg Diehl dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
22 516//100 248 Hofreite
Blumen=
thalſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K171/10
werden.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I
Müller. (D24592,11
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 4. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Metzger Peter Dieyl
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 75 93 Hofreite Schloßgaſſe
Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K158/10
werden.
Darmſtadt, den 22. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D22542
Müller.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
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2
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4%ige frühestens zum 2. Januar 1921 rückzahlbare Pfandbriefe
und zwar
Harr 19000000f
Hark 10000000
mit Januar/Juli-Zinsscheinen,
mit April/Oktober-Zinsscheinen,
an der Berliner Börse zum Handel und zur Notiz zugelassen worden. Die Zulassung
an der Börse zu Frankfurt a. M. ist in die Wege geleitet.
Voranmeldungen auf diese Ausgabe zum Kurs von 100½%
werden bis zum 4. Januar 1911 von sämtlichen Banken und
Bankfirmen entgegengenommen.
Prospekte stehen auf Wunsch spesenfrei zur Verfügung.
Berlin, im Dezember 1910.
Preussische Hypotheken-Aetien-Bank
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3
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols . . .
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . .1
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .
do.
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 1
do.
3½
do.
3
3 Sächſiſche Rente . .
4 Württemberger v. 19071
3½
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . .
3‟ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente .
4 do. Goldrente . .
4 do, einheitl. Rente
3 Portug. unif Serie I 64,70
3 do. unif. Ser. III 66,80
3 do.
Spezial . 11,50
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890 . . 95,69
4 do. v. 1905 . .
4 Ruſſen v. 1880 ₰ . .
99,90
93,40
84,90
9990
93,50
84,80
100,50
93,90
84,60
101,20
9220
82,90
101,10
91,70
81,50
83,80
102,20
94,00
50,20
103,90
98,00
99,00
93,60
101,80
90,80
93,20
InProz.
3ſ.
4 Ruſſen v. 1902 . Fs ₰ 93,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,60
91,80
3½ Schweden. .
4 Serbier amort. v. 1895 84,00
4 Türk. Admin. v. 1903 86,90
do. unifiz. v. 1903 93,50
4 Ungar. Goldrente . . 94,10
do. Staatsrente . 91,90
5 Argentinier . . . . . . 100,40
90,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,30
5 Chineſ. Staatsanleihe 105,00
do.
99,20
4½ Japaner . . . . . . . 98,00
5 Innere Mexikaner . . 98,90
vo.
67,80
4 Gold=Mexikan. v. 1904 92,60
5 Gold=Mexikaner . . . 100,10
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerila=
Palet=
fahrt . . . . . . . . 142,50
4 Nordd. Lloyd . . . . 106.00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 118,00
4 Baltimore & Ohio . . 107,75
4 Gotthardbahn . . . . —
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,50
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 215)
4 Pennſylvania R. R. 128,75
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 206,00
Werger=Brauerei
72,00
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 508,00
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3½
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4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
4
do. ſteuerfrei . 97,80
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
97,80
do. alte . 81,20
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,40
do.
80,00
20)
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Deutſche Vereinsbanl
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Nanonalbk. f. Deutſchl.
„
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Khein. Kredit=Bank
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S. 16 und 17
do. S. 19. . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 1
do.
3½,
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 1
80,
3½
170,30
130,75
259,70
126,80
194,00
162,75
121,30
135,00
105,25
143,00
138,75
139,90
99,80
91,40
99,20
99,00
90,50
100,70
91,70
99,90
90,80
99,70
90,30
100,20
92,00
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . ...
3½ do.
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3½ do.
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3½ do.
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3½ do.
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3½ Nauheim
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3½ do.
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3½ do.
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95.90
99,90
91,60
100,00
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100,00
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91,50
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. 100,00
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91,70
à 100,00
92,00
81,20
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3½ Cöln=Mindner „ 100 134,50
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3 Hall. Komm, „ 100
In Peo;
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . . . . . . 137.75
4 Oeſterr. 1860er Loſe 176,80
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20 Franks=Stücke .
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Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . .
Franzöſiſche Noten . .
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Italieniſche Noten .
80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
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Ga=
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im zweiten Rang und Parterre iſt bereits
zu Gunſten hieſiger Bildungsvereine
ver=
fügt worden.)
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„Die Meiſterſinger von
Nürn=
berg.‟ Große Preiſe. Anfang 5½ Uhr.
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Der Tyrann
von Florenz
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nachmittags 5½ Uhr:
Bekanntgebung der
Preisrätsel-Lösung
und Preisverteilung
Sedhen Abend Uhre
Militärkonzert.
Verloren:
Am Sonntag abend zwiſchen 6 u. 7 Uhr
iſt auf dem Wege Ludwigſtraße=
Marki=
platz-Rheinſtraße- Luiſenſtraße bis
Land=
wehrſtraße eine in weiß Leinen
einge=
ſchlagene Stickerei (Weihnachtsarbeit
eines kl. Mädchens) verloren worden. Der
ehrliche Finder wird höfl. gebeten, dieſelbe
Landwehrſtraße 1½, III., abzugeben. (*30824
Die am 19. Dezbr. unter behördl. Aufſicht
vollz. Verlosung von Tiefbrandarbeiten
von J. Keller
(24610
hat folgende Gewinnummern ergeben:
334 83 275 44.
Verloren!ss
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rotem viereckigen Stein (Andenken). Gegen
Belohnung von 20 Mk. abzugeben bei
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Eintlaufen mit Hundemarke u.
der Nr. 1847.
*30804md)
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Wilhelmſtraße 11.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 21. Dezember,
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
Ka=
pelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Biörneborgarnes=Marſch (ſchwediſcher
Kriegsgeſang), arrang. von Recoſchewitz.
2. Vorſpiel zur Op. „Die Hugenotten” von
G. Meyerbeer. 3. Fackeltanz nach Motiven
der Op. „Die Meiſterſinger von Nürnberg‟
von G. Eckert. 4. „Hupf, mein Mäder!”
Einlage aus der Operette „Miß Gibbs”
von J. Flynn (inſtrumentiert von Ernſt
Räder). 5. Lieb mich und die Welt iſt
mein”, amerikaniſches Lied von E. R. Ball.
6. „Abmarſch in die Quartiere‟, Marſch von
H. Blankenburg.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Nummer 299.
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Jacob, J. G. jun Holzſtr. 11
Keilmann, Gg., Marktplatz 6
Keſting, Ludwig, Gr. Ochſengaſſe 11
Mattheis, Magd., Schillerplatz 4
Planz, Karl, Gr. Ochſengaſſe 30
Sauerwein J., Marktplatz 1
Schembs, P. J., Rheinſtr. 20
Schropp, Val., Marktplatz, Ecke Marktſtr.
Speyer, Gg. Ww., Schießhausſtr. 18
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Hartter, Friedr. Nachf., Schulſtr. 6
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Seite 21.
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Beck, Wilh., Saalbauſtr. 29
Beckenhaub, Fr., Schulſtr., Ecke Kirchſtr.
Beſſunger Drogerie, Beſſungerſtr. 1
Beyer, Wilh., Ahaſtr. 8
Bismarck=Drogerie, Bismarckſtr. 26
Braunwarth, Anton, Marktpaſſage
Braunwarth, Anton, Fil., Tannenſtr. 23
Büchler, A., Roßdörferſtr. 26½
Dahlen, Friedr., Viktoriaſtr. 81
Eckert, Karl, Rhönring 29
Erb, Otto, Alexanderſtr. 171,
Ewald, Georg, Frankfurterſtr. 6
Eyſſen, J. B., Heidelbergerſtr. 96
Federlin, Jakob, Wendelſtadtſtr. 51
Fiſcher, Konrad, Frankenſteinerſtr. 54
Gärtner, Ad., Ecke Viktoria= u.
Pallas=
wieſenſtr. 34
Germann, Gg., Grafenſtr. 35
Germann, Ph., Karlſtr. 63½
Gerſchlauer, L., Neckarſtr. 28
Gölz, Albert, Kranichſteinerſtr. 59
Gorr, Anton, Gervinusſtr. 39
Grix, Karl, Viktoriaſtr. 87
Groh, Eliſabethe, Frankenſteinerſtr. 38
Guſtine, Chr., Heinrichſtr. 93
Haas, Heinrich, Grüner Weg 36
Hammann, C., Kaſinoſtr. 23
Hebermehl, V., Eliſabethenſtr. 53
Hebermehl, V., Kiesſtr. 66
Hebermehl, V., Lauteſchlägerſtr. 4
Hebermehl, V., Mollerſtr. 17
Hebermehl, V., Sandbergſtr. 27
Held, Gg., Roßdörferſtr. 35
Henß, Friedr., Neue Niederſtr. 21
Henſel, Adolf, Nieder=Ramſtädterſtr. 21
Heß, G. Val., Saalbauſtr. 41
Hild, Ph., Kiesſtr. 21
Hoffart, Karl, Neue Ireneſtr. 11
Huwerth, Ph., Roßdörferſtr. 21
Hübner, Gg, Karlſtr. 56
Kantz, Eduard Wwe., Grafenſtr. 22
Kleinſchnitz, Kilian, Soderſtr. 70
Krämer, Kath., Alexanderſtr. 9
Kriegk, Gg. L., Rheinſtr 20
Liebig, Gg. & Co., Nachf., Luiſenſtr. 4
Gg. Manck Nachf., Ballonplatz 5.
Merz, A. Nachf., Gardiſtenſtr. 15
Müller, Jakob, Viktoriaſtr. 27
Netz, Ludwig, Karlſtr. 20
Paſche, Wilh. Friedr., Beſſungerſtr. 104
Paul, Lina, Viktoriaſtr. 52
Peter, Friedr., Neue Ireneſtr. 72
Petri, Ludwig, Roßdörferſtr. 5
Petry, Georg, Roßdörferſtr. 52
Pfeiffer, Chr., Taunusſtr. 26
Praſſel, M. W., Grafenſtr. 27
*Reitz, Friedr., Pankratiusſtr. 17
Riſſe, L., Mathildenſtr. 9
Ritſert, Wilh. jr., Grüner Weg 30
Roßmann, Gg. Heinr., Lichtenbergſtr. 80
Roßmann, Heinrich, Inſelſtr. 29
Roth, Georg, Dieburgerſtr. 9
Rothermel, J., Schloßgaſſe 5
Rühl, Heinrich, Waldſtr. 12
Sauer, Albert, Darmſtr. 39
Schmitt, Th., Hochſtr. 43
Schmuck, Eliſabeth, Pfründnerhausſtr. 9
Schnatz, Friedr., Heinheimerſtr. 69
Schnell, Wilh. Jak., Gr. Bachgaſſe 23
Schwinn, Chr., Rheinſtr. 20
Secker, Ph. Nachf., Ludwigshöhſtr. 1
Seybold, Karl Nachf., Tanusſtr. 15
Steinhäuſer, Karl, Mühlſtr. 78
Stephan, Hermann, Stiftſtr. 29
Stumpf, Wilh., Sackgaſſe 2
Sulzmann, Adolf, Forſtmeiſterſtr. 2
Supp, A. J., Marktplatz 8
Walter, Luiſe, Taunusſtr. 42.
Watzinger, Carl, Wilhelminenſtr. 11
Weicker, Albert, Hoffmannſtr. 13½
Weinmann, Julius, Inſelſtr. 30
Wenzler, Alois, Beckerſtr. 15
Wolf, Joh. Gg., Soderſtr. 101
Zachmann, Adolf, Bleichſtr. 46
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Bavaria=Drogerie, Heidelbergerſtr. 17½
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Bismarck=Drogerie, Bismarckſtr. 26
Braunwarth, Anton, Marktpaſſage
Braunwarth, Anton, Fil. Tannenſtr. 23
Büchler, A., Roßdörferſtr. 26½
Dahlen, Fdch., Viktoriaſtr. 81
Erb, Otto, Alexanderſtr. 17½
Eyſſen, J. B., Heidelbergerſtr. 96
Fiſcher, Konrad, Frankenſteinſtr. 54
Gärtner, Ad., Ecke Viktoria= u.
Pallas=
wieſenſtr. 34
Germann, Gg., Grafenſtr. 35
Germann, Ph., Karlſtr. 63½
Gerſchlauer, L. Nachf., Neckarſtr. 28
Gölz, Albert, Kranichſteinerſtr. 59
Gorr, Anton, Gervinusſtr. 39
Haas, Heinrich, Grüner Weg 36
Hebermehl, V., Eliſabethenſtr. 53
Hebermehl, V., Kiesſtr. 66
Hebermehl, V., Lauteſchlägerſtr. 4
Hebermehl, V., Mollerſtr. 17
Hebermehl, V., Sandbergſtr. 27
Henß, Fdch., Neue Niederſtr. 21
Henſel, Adolf, Nieder=Niederſtr. 29
Heß, G. Val., Saalbauſtr. 41
Hild, Ph., Kiesſtr. 21
Huwerth, Ph., Roßdörferſtr. 21
Hübner, Gg., Karlſtr. 56
Kantz, Eduard Wwe., Grafenſtr. 22
Krämer, Kath., Alexanderſtr. 9
Kriegk, Gg. L., Rheinſtr. 17
Liebig, Gg. & Co., Nachf., Luiſenſtr. 4
Gg. Manck Nachf., Ballonplatz 5.
Merz, A., Schulſtr. 12
Merz, A. Nachf., Gardiſtenſtr. 15
Müller, Jakob, Viktoriaſtr. 27
Netz, Ludwig, Karlſtr. 20
Paſche, Wilh. Friedr., Beſſungerſtr. 104
Paul, Lina, Viktoriaſtr. 52
Peter, Friedr., Neue Ireneſtr. 72
Petri, Ldw., Roßdörferſtr. 5
Petry, Gg., Roßdörferſtr. 52
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Praſſel, M. W. Grafenſtr. 25/27
Reitz, Friedr., Pankratiusſtr. 17
Ritſert, Wilh. jr., Grüner Weg 30
Roßmann, Heinrich, Inſelſtr. 29
Rothermel, J., Schloßgaſſe 5
Rühl, Heinrich, Waldſtr. 12
Sauer, Albert, Darmſtr. 39
Schwinn, Chr., Rheinſtr. 8
Secker, Ph., Nachf., Ludwigshöhſtr. 1
Seybold, Karl Nachf., Taunusſtr. 15
Steinhäuſer, Karl, Mühlſtr. 78
Stephan, Herm., Stiftſtr. 29
Stumpf, Wilh., Sackgaſſe 2
Sulzmann, Adolf, Forſtmeiſterſtr. 2
Supp, A. J., Marktplatz 8
Watzinger, Carl, Wilhelminenſtr. 11
Weicker, Albert, Hoffmannſtr. 13½
Zachmann, Adolf, Bleichſtr. 46
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Bismarck=Drogerie, Bismarckſtr. 26
Dahlen, Friedr., Viktoriaſtr. 81
Eckle & Bork, Saalbauſtr. 40
Eyſſen, J. B., Heidelbergerſtr. 96
Frank, Gg. Frz., Eliſabethenſtr. 9
Fuld, L. & M., Kirchſtr. 12.
Germann, Ph., Karlſtr. 63½
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Hammann, C., Kaſinoſtr. 23
Hartter, Friedr. Nachf., Schulſtr. 6
Heckmann=Schmidt, Gg., Ludwigſtr. 8
Hübner, Gg., Karlſtr. 56
Krauſe, Herm., Liebigſtr. 4
Leichtweiß, H., Beſſungerſtr. 41
Liebig, Gg. & Co. Nachf., Luiſenſtr. 4
Gg. Manck Nachf., Ballonplatz 5.
Netz, Ludwig, Karlſtr. 20
Paſche, Wilh. Friedr., Beſſungerſtr. 104
Petri, Ludwig, Roßdörferſtr. 5
Schäfer, Jak., Kirchſtr. 8
Schenzer, Joh. Jak., Rheinſtr. 31
Schmidt, Gerh. Nachf., Rheinſtr. 3
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Steinhäuſer, Karl, Mühlſtr. 78
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Nummer 299.
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Zweite Kammer der Stände.
79. Sitzung.
St. Darmſtadt, 20. Dez.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Ewald
Exz., Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach Exz., Geheimer Staatsrat Krug von Nidda,
Geheimerat Beſt.
Präſident Haas eröffnet die Sitzung um 10½
Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird der
neugewählte Abg. Köhle=Worms, der bereits
früher dem Hauſe angehörte, auf ſeinen ſchon
geleiſte=
ten landſtändiſchen Eid hingewieſen.
Das Haus tritt dann in die Tagesordnung ein
und erledigt zunächſt die Regierungsvorlage,
Staats=
vertrag zwiſchen Heſſen und Baden über die
Verlegung der Lande sgrenze
zwiſchen der heſſiſchen Gemarkung Helmhof und
der badiſchen Gemarkung Neckarbiſchofsheim
betreffend. Seit geraumer Zeit wird die beſtehende
Hoheitsgrenze zwiſchen Heſſen und Baden an jener
Stelle als unzweckmäßig empfunden, weil ſie ſich nicht
an die vorhandenen feſten Weglinien anlehnt,
ſon=
dern das Kulturgelände mitten durchſchneidet.
Da=
durch wird die Bewirtſchaftung der Grundſtücke, die
auf beiden Seiten denſelben Eigentümern gehören,
weſentlich erſchwert. Nach der Begründung, die die
Regierungsvorlage enthält, iſt dieſer Zuſtand ins=
beſondere durch den Bau der Landſtraße von
Neckar=
biſchofsheim nach Rappenau verurſacht worden, bei dem
ebenſo wie bei dem Feldbereinigungsverfahren der
Gemeinde Neckarbiſchofsheim wegen der
Schwierig=
keit des Austauſches der Grundſtücksreſte von einer
Verlegung der Landesgrenze Abſtand genommen
wor=
den iſt. Dieſe Neuregelung der Landesgrenze erfolgt
durch einen Gebietsaustauſch, wie er in dem
Staats=
vertrag in Vorſchlag gebracht wird. Heſſen tritt an
Baden ſechs Grundſtücke der Gemarkung Helmhof im
Geſamtflächeninhalt von 5508 Quadratmeter ab,
wäh=
rend Baden neun Grundſtücksteile der Gemarkung
Neckarbiſchofsheim mit dem gleichen
Geſamtflächen=
inhalt an Heſſen als Landeseigentum abgibt. Durch
dieſen Gebietsaustauſch tritt eine Veränderung in der
Größe der beiden Bundesſtaaten nicht ein. Noch iſt
zu bemerken, daß auch hinſichtlich der
Bonitätsunter=
ſchiede und der Anſprüche ſämtlicher
Grundeigen=
tümer eine Verſtändigung erfolgt iſt.
Der Regierungsvorlage wird debattelos
zu=
geſtimmt.
Das Haus ſetzt dann die Beratung der
Landgemeindeordnung
bei Artikel 55 fort. Der Artikel lautet: Der
Bürger=
meiſter hat vor Einleitung des in den Artikeln 56 ff.
vorgeſchriebenen Verfahrens nach Anhörung des
Ge=
meinderats den Wahltag feſtzuſetzen und auf
orts=
übliche Weiſe bekannt zu machen. Hierbei iſt davon
auszugehen, daß die Wahl unter Ausſchluß von Sonn=
und Feiertagen und für den Fall der Bildung
räum=
lich abgegrenzter Wahlbezirke gleichzeitig in den
ein=
zelnen Bezirken zu erfolgen hat.
Abg. Bach beantragt, hinter „Wahltag”
zuzu=
fügen „und die Wahlſtunden”. — Abg. Köhler
beantragt, hinter „hat” in der erſten Zeile zuzufügen
„auf Beſchluß des Gemeinderats‟ — Abg. Reh
beantragt Strich der Worte „nach Anhörung des
Ge=
meinderats”. — Ein weiterer Antrag Bach will die
Wahlſtunden auf 11—1 und 5—7 Uhr feſtſetzen.
— Abg. Dr. Wolf=Gonſenheim beantragt, die
Wah=
len auch an Sonn= und Feiertagen abzuhalten. Der
Ausſchuß beantragt: Statt der Worte „nach
Anhörung des Gemeinderats” zu ſetzen die Worte
„auf Beſchluß des Gemeinderats” im übrigen
An=
nahme des Artikels 55 unter Ablehnung der Anträge
der Abgg. Köhler und Reh.
Die Abſtimmung ergibt Annahme des
Aus=
ſchußantrages, des erſten Antrages Bach,
Ablehn=
ung des zweiten Antrages Bach und des Antrages
Wolf.
Die Artikel 56 bis 68 werden nach den
Ausſchuß=
anträgen bezw. mit unweſentlichen Aenderungen
an=
genommen. Artikel 69 wird dem Ausſchuß zur
Be=
richterſtattung überwieſen. Die Artikel 70 bis 83
werden angenommen, Artikel 84 an den Ausſchuß
verwieſen. Artikel 85 behandelt das
Beſtätig=
ungsrecht. Die Abſtimmung hierüber iſt auf
An=
trag der Sozialdemokraten namentlich. — Abg.
Reh beantragt inſofern Aenderung, als die letzte
Inſtanz in Streitfällen der Verwaltungsgerichtshof
und nicht das Miniſterium des Innern ſein ſoll.
Abg. Ulrich und Genoſſen beantragen Strich des
ganzen Artikels.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
erklärt unter Bezugnahme auf ſeine Begründung
zum analogen Artikel der Städteordnung, daß
ſämt=
liche Anträge für die Regierung unannehmbar ſind.
So) lange die Sozialdemokratie den Umſturz der
be=
ſtehenden Staats= und Geſellſchaftsordnung in Wort
und Schrift predigt, ſo lange kann die Regierung
kei=
nem ihrer Anhänger wichtige Regierungsämter
über=
tragen. (Lebh. Beifall, Unruhe und Widerſpruch bei
den Soz. Abg. Ulrich ruft: Das iſt brutal und
geſetz=
widrig!) Wenn der Abg. Dr. Fulda kürzlich das
Recht zu haben geglaubt hat, die von uns als
Bei=
geordnete uſw. eingeſetzten Männer unter dem Schutze
der Immunität zu beſchimpfen, Männer, die gegen
derartige Beſchimpfungen ja wehrlos ſind, ſo kann ich
die Beurteilung dieſer Handlungsweiſe ruhig dem
Hauſe überlaſſen. (Bravo! Sehr gut!) Seinen Zweck,
dieſe Männer einzuſchüchtern, wird Abg. Fulda jedoch
nicht erreichen, dazu ſchätzt er das Pflichtbewußtſein
jener Männer zu niedrig ein. (Lebh. Bravo! Lachen
bei den Soz. Abg. Fulda ruft: Charakterloſe Geſellen
haben kein Pflichtbewußtſein. Pfuirufe.)
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Der Vizepräſident Korell ruft den Abg. Fulda
zur Ordnung und bittet, derartige Zwiſchenrufe zu
unterlaſſen. Sobald der Miniſter des Innern
fort=
fahren will, wiederholt Abg. Fulda in ſteigender
Er=
regtheit ſeinen Zwiſchenruf: Charakterloſe Geſellen
und kein Pflichtbewußtſein. (Große Unruhe.) Abg.
Fulda wird dreimal zur Ordnung
ge=
rufen.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
ſortfahrend: Dieſes Pflichtbewußtſein wird dieſe
Männer auf ihrem Poſten ausharren laſſen, auch wenn
die Geſinnungsgenoſſen des Abg. Fulda ſeine
Droh=
ung wahrmachen und ihnen ihr Amt auf jede Weiſe
erſchweren. (Bravo! Abg. Fulda: Sie kriegen dafür
ja auch Orden. Es gibt ein Philipple!) Der Abg.
Fulda hat weiter geſagt, er glaube, dem Miniſter die
Maske der Geſetzmäßigkeit vom Geſicht geriſſen zu
haben. Dazu muß ich doch ſagen, das war
vergeb=
liches Bemühen, denn der Miniſter hat nie eine
Maske vor dem Geſicht gehabt. (Sehr wahr!) Ich bin
gewohnt, mit offenem Viſier zu kämpfen und habe in
der Beſtätigungsfrage ganz unzweideutig meine
Meinung hier geſagt. (Lebhaftes Bravol und Sehr
wahr!) Meine Meinung, die von der Mehrheit des
Hauſes Zuſtimmung fand und die ihre Beſtätigung
findet in der Praxis des Verwaltungsgerichts. Es
wird auch ſtets unrichtig behauptet, daß der Miniſter
in der Beſtätigungsfrage entſcheide. Die
Entſcheid=
ung fällt das Miniſterium nach gemeinſamer
Be=
ſprechung durch förmliches Urteil, das auch begründet
wird. (Beifall.)
Abg. Raab ſpricht des längeren von der
Geſetz=
widrigkeit der Rechtsbeugung und dergleichen, wie
ſchon gelegentlich der Städteordnungsdebatte. — Abg.
Dr. Winkler polemiſiert des längeren gegen die
Sozialdemokraten und verteidigt die Stellung der
Regierung. Er tritt beſonders dem Abg. Fulda
be=
züglich ſeiner letzten Rede ſcharf entgegen und weiſt
darauf hin, daß die Sozialdemokratie, die durch die
antimilitariſtiſche Jugendbewegung ihre Umſturz=
und republikaniſchen Ideen ſchon der Jugend vor
ihrem Eintritt ins Heer einimpfe, ſich nicht wundern
dürfe, wenn man unter Umſtänden ihr auch den
Ver=
rat militäriſcher Geheimniſſe zutraut. (Sehr wahr!)
Im weiteren führt Redner aus, das ganze Auftreten
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Seite 25.
des Abg. Fulda habe der Würde des Hauſes einen
Schlag ins Geſicht verſetzt. (Lebh. Sehr wahr! Lachen,
Unruhe bei den Soz.) Ausdrücke, mit denen der Abg.
Fulda hier um ſich warf, ſollten ſelbſt in den
nied=
rigſten Kreiſen nicht vorkommen. Das war der
ſchwerſte Schlag, den man gegen den
Parlamentaris=
mus überhaupt führen kann. Es ſei aufs tiefſte zu
bedauern, daß es überhaupt möglich war, daß ein
Mitglied des Hauſes einen derartigen Ton anſchlagen
konnte, der gegen die eigene Würde ſchwer verſtößt.
(Sehr richtig! Unruhe.) Dieſes Kapitel gehöre
aller=
dings zur Aenderung der Geſchäftsordnung (Lebh.
Bravo!)
Abg. Fulda polemiſiert gegen die
Ausführun=
gen des Miniſters des Innern. Als er dieſem
wiederum groben Verfaſſungsbruch vorwirft, erhält
er vom Vizepräſidenten Dr. Schmitt den vierten
Ord=
nungsruf.
Nach weiterer Debatte wird die Sitzung um 1,20
Uhr geſchloſſen. Nächſte Sitzung Mittwoch,
9 Uhr.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 10. Dez.: dem Metzger G. Karg,
Liebfrauenſtraße 98, ein S. Philipp. Am 12.: dem
Taglöhner Georg Dörr, Feldbergſtraße 74, eine T.
Marg. Eliſab. Am 16.: dem Schreiner Fried.
Leiß=
ler, Kranichſteinerſtraße 42, ein S. Friedrich. Am 12.;
dem Gardeunteroffizier Theodor Gönner,
Wald=
ſtraße 16, ein S. Wilhelm. Am 13.: dem Schreiner
und Inſtrumentenmacher Friedrich Habicht,
Lange=
gaſſe 27, eine T. Klara. Am 15.: dem Schloſſer Georg
Neff, Gardiſtenſtraße 20, eine T. Eliſabeth Anna.
Am 13.: dem Glasreiniger Hermann Merz,
Dönges=
borngaſſe 2, eine T. Eliſe Hermine. Am 17.: dem
Schuhmacher Heinrich Luſt, Rhönring 129, ein S.
Karl. Am 17.: dem Schreiner Peter Steiger,
Ar=
heilger Straße 37 ein S. Georg Wendelin. Dem
Kutſcher Karl Schroeder, Karlſtraße 40, ein S. Willi
Karl. Dem Fabrikarbeiter Johann Rupprecht,
Lich=
tenbergſtraße 74, eine T. Eliſabeth Katharina. Dem
Steinhauer Georg Schnauber, Liebfrauenſtraße 61,
ein S. Wilhelm Michael.
Aufgebote. Am 16. Dez.: Taglöhner Wilhelm
Geffert in Fehlheim mit Dienſtmagd Anna Maria
Kiefer, ebendaſelbſt. Spengler und Inſtallateur
Adelbert Denne, Stiftſtraße 42, mit Anna Eliſab.
Trumpfheller, Ireneſtraße 7. Weißbindergeſelle J.
Chriſtoph Görlich in Dornheim mit Dienſtmagd
Margar. Krumb, ebendaſelbſt. Am 17.: Brotfahrer
Wilhelm Chriſtian Gelzenleuchter in Gießen mit
Pauline Beſt, ebendaſelbſt. Metzger Alois Weiß
in Maihingen mit Anna Röder in Eberſtadt. Am
19.: Herrſchaftskutſcher Johannes Danner, Allee 15,
mit Büglerin Maria Todt, Marienplatz 10.
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burſche Johannes Paul Roch, Mühlſtraße 37, mit
Köchin Marie Lang, Neckarſtraße 6.
Eheſchließungen. Am 13. Dez.: Kutſcher Philipp
Gerhardt mit Kochfrau Barbara Günther geb.
Michelin, beide hier. Am 14.: Magazinarbeiter
Fried=
rich Weber hier mit Eliſab. Späth in Lützelbach.
Am 15.: Sturkateur Julius Cima mit Margar.
Pullmann, beide hier. Am 17.: Buchdrucker Adam
Flach mit Modiſtin Babette Rück, beide hier.
Ge=
freiter Georg Peter hier mit Margar. Wendel in
Frankenhauſen. Oberlehrer Dr. Ludwig Diehl mit
Anna Schlatter, beide hier. Schloſſer Chriſtian
Becker mit Sophie Stein, beide hier.
Geſtorbeue. Am 15. Dez.: Aktuar i. P. Georg
Weber, 74 J., ev., Inſelſtraße 27. Obermälzer
Joh. Gg. Reich, 47 J., kath., Taunusſtraße 52. Am
16.: Marie Müller, 1 J., ev., Gräfenhäuſer Weg
35/10. Privatin Aug. Eliſe Ude, 73 J., ev.,
Wendel=
ſtadtſtraße. 46. Kath. Eliſ, Koch geb. Schuchmann,
Witwe des Werkſtättenarbeiters, 74 J., Sackgaſſe 10.
Am 17.: Oberleutnant a. D. Karl Stamm, 65 J.,
ev., Heinrichſtraße 108. Diakoniſſin Emilie Dorothea
Walther, 47 J., ev., Erbacher Straße 25. Am 18.:
Schuhmacher Richard Krehnemann, 31 J., ev.,
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ſtraße 38. Am 17.: Bäcker Johann A. Zimmermann,
54 J. ev., Mollerſtraße 25. Eliſ. Gertrud Wagener
geb. Trautmann, Ehefrau des Graveurs, 40 J., ev.,
Rhönring 97. Am 19.: Kath. Schwarz geb. Becker,
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21, Dezember 1910.
Nummer 299.
Es iſt beſtimmt in Gottes Rat.
Nach der Erzählung „Des Pfarrers Töchterlein” von
Karl Backes, bearbeitet von Dr. Karl Eſſelborn.
In Ober=Eſchbach, einem wohlhabenden Dorfe der
ſüdlichen Wetterau, war Wilhelm Ludwig
Gru=
ber mehrere Jahrzehnte her der treue Seelſorger ſeiner
Gemeinde. Er ſtand in dem Rufe, ein reicher Mann
zu ſein, und das Familienleben im Pfarrhauſe durfte
als glücklich wohl erſcheinen. Mehrere Kinder waren
ihm ſchon in früher Jugend geſtorben, und dieſe
Ver=
luſte hatten dem guten, ſchon bejahrten Geiſtlichen ſehr
zugeſetzt. Oft ſah man ihn gegen Abend auf den nahe
am Orte gelegenen Friedhof hingehen. Dort verweilte
er ſtets längere Zeit bei einem mit Buſchwerk
bepflanz=
ten Grabe, worauf in der Mitte eine ſteinerne
Pyra=
mide ſtand. Glaubte er ſich allein, ſo rangen ſich tiefe
Seufzer aus ſeiner Bruſt, ſeine Augen feuchteten ſich
und ſein tränenverſchleierter Blick hob ſich zum
Abend=
himmel, von dorther Troſt erflehend. Das einzige
Kind, das ihm noch geblieben, war ein reizendes
Töch=
terlein. Es war ſein alles, ſein Leben. Das herzige
Luischen wußte aber auch die Falten von des Vaters
Stirne zu verſcheuchen. Es war geſund, lebensfroh, und
hing oft mit inniger Zärtlichkeit an dem Halſe des
Baters, ſobald es merkte, daß traurige Gedanken deſſen
Stirne ernſt und trübe erſcheinen ließen.
Dem Pfarrhauſe gegenüber ſtand die Wohnung des
Lehrers. Die Schule wurde in einem zu dieſem Zwecke
beſonders hergerichteten Gebäude gehalten. Der Lehrer
Ruckel, der den Unterricht während der Schulzeit des
Pfarrerstöchterleins, das mit ſeinem ſechſten Lebensjahre
die Volksſchule beſuchte, hatte, war geſtorben, und nach
mehrmonatiger Vakanz kam im Herbſt 1851 mein Vater
und zeigte dem Herrn Pfarrer, als dem Vorſitzenden
des Schulvorſtandes, ſein Dekret für die Schulſtelle
nach Ober=Eſchbach. Bald herrſchte zwiſchen den beiden
Herren ein Verhältnis, wie es ſein ſoll, und der gute
Pfarrer räumte dem Lehrer für die Zeit, bis die
Fümilie übergezogen war, ein Zimmer im Pfarrhauſe
ein.
Nach einigen Wochen gelang der Umzug. Es war
beſchwerlich geweſen, alle Möbel, Geräte, Vorräte an
Kartoffeln und Futter für eine Kuh von Hattenrod bis.
nach Ober=Eſchbach zu befördern. Außer mir beſtand die
Familie aus Vater, Mutter, zwei Brüdern und einer
Schweſter. Die beiden älteſten Geſchwiſter, darunter
ein hoffnungsvoller Jüngling, der ſich im Seminar zum
Lehrerberufe vorbereitet hatte, waren geſtorben und
hatten namentlich der guten Mutter ein Stück vom
Herzen mitgenommen. Der älteſte noch lebende Bruder
erlernte die Kaufmannſchaft in Frankfurt, der jüngſte
Bruder und die Schweſter, das jüngſte von meinen
Geſchwiſtern, beſuchten noch die Schule. Ich zählte
damals fünfzehn Jahre und wollte dem Verufe des
Vaters folgen.
So herzlich ſich auch der Verkehr zwiſchen dem
Pfarrer und meinem Vater nach und nach geſtaltete, ſo
gerne auch das Pfarrerstöchterlein das Schulhaus zu
jeder Tageszeit beſuchte, zwiſchen meiner Mutter und
der Frau Pfarrer, die übrigens eine Lehrerstochter
war, wollte kein vertrauliches Verhältnis eintreten.
Sie ſchienen an Charakter verſchieden zu ſein. Auch
konnte meine fleißige Mutter, die für ihr Häuflein
Kinder zu ſorgen hatte und deshalb höchſt ſelten aus
ihrer Haushaltung ging, keine Zeit finden zu Beſuchen.
Doch hatte ſie gegen den beſtändigen Verkehr zwiſchen
Pfarr= und Schulhaus nicht das geringſte einzuwenden.
Am häufigſten verkehrte ich im Pfarrhauſe und
ver=
ſtand es, die gewöhnlich im Hinterſtübchen kampierende
ſtille Pfarrersfamilie in eine heitere Stimmung zu
ſetzen. Eines Tages ſagte der geiſtliche Herr zu mir:
„Wie wäre es, Karl, wenn Du an dem ſrauzöſiſchen
Unterricht, den ich meinem Luischen jeden Tag geben
will, teilnehmen wollteſt? Dein Vater ſagte mir, daß
Du früher ſchon einigen Unterricht in dieſer Sprache
gehabt hätteſt. Es iſt immer noch ein Jahr, bis Du
ins Seminar eintreten kannſt. Warum ſiehſt Du mich
ſo erſtaunt an? Es koſtet Dich natürlich nichts. Ich
hoffe, daß, wenn Du recht fleißig biſt, auch Luischen
mehr Eiker entfalten wird.”
Schon am folgenden Tage ging es an die Arbeit.
Wohl waren für mich bedeutende Schwierigkeiten zu
überwinden, und gar manchmal erregte ich durch obt
Schnitzer die Lachluſt meiner ſchon beſſer unterrichteten
Mitſchülerin. Kam ich hierdurch jedoch in große Ver
legenheit und überzog eine flammende Schamröte mein
Geſicht, ſo traf mich ein Blick aus den ſchönen Augen
meines Gegenübers, der mich ſchnell wieber in das
rich=
tige Gleis brachte. Ich war wirklich doppeit zleißig, und
nach einem Vierteljahre ſo weit, daß ich, wie ſich der alte
Herr ausdrückte, mit Luischen vollſtändig tonkurrieren
konnte
So blieb der rege, freundliche Verkehr zwiſchen
dem Pfarr= und Schulhauſe ungeſtört. Mein Vater
hatte den Winter über viel zu tun. Er hatte eine ſtarke
einklaſſige Schule von nahezu hundert Schülern, an
vier Abenden je anderthalb Stunden
Fortbildungs=
ſchule, und Mittwochs abends übte er mit einem
Ge=
ſangverein vierſtimmige Chöre ein. Dabei war er ſehr
gewiſſenhaft in ſeinen Vorbereitungen, und die
Korrek=
turarbeiten nahmen noch manche Stunde ſeiner
außer=
dienſtlichen Zeit in Anſpruch. In Garten, Stall und
Scheuer gab es ab und zu noch manches zu tun, und
ſo=
blieb zu ſeiner Erholung nur der Samstag=Nachmittag,
den er, es mochte Wetter ſein, wie es wollte, ſtets in
dem nahen Städtchen Homburg v. d. H. in der
Geſell=
ſchaft der dortigen Kollegen zubrachte. Hier im
Gaſt=
haus zum Taunus verlebte er herrliche Stunden der
Erholung. Am bekannten Stammtiſch verſammelten ſich
um 4 Uhr nachmittags die Lehrer der Real=, Mittel= und
Volksſchulen. Da geſtaltete ſich die Unterhaltung in der
ungezwungenſten Weiſe jedesmal zu einer förmlichen
Lehrerkonferenz.
Der Sonntag=Abend war dem Schachſpiele
gewid=
met. Der Geiſtliche und er hatten es in dieſem Spiele
zur Meiſterſchaft gebracht. Es war intereſſant, den
beiden bei ihrem Spiel zuzuſehen. Jeder im
gemüt=
lichen Schlafrock, die lange Pfeife rauchend, ſo ſaßen ſie
vor ihrem Brett; ſtarr und ſtumm ſahen ſie auf ihr
Schlachtfeld. Nur dann und wann entrang ſich ihrem
Munde ein unartikulierter Ton, der Freude oder
Aerger oder Ueberraſchung auszudrücken ſchien. War
dann endlich nach ſtundenlangem Ringen der Sieg
ent=
ſchieden und erklang das freudige „Schach dem König
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und matt!”, dann reckten und dehnten ſie ſich aus ihren
vorgeneigten Stellungen, die Pfeifen wurden friſch
ge=
ſtopft, ein Glas Bier oder Wein getrunken und die
Figuren zur Revanchepartie aufgeſtellt. Nach deren
Beendigung wurde der Reſt des Abends in trauter
Unterhaltung zugebracht.
Luischen war Sonntags ſtändiger Gaſt im
Schul=
hauſe. Wir Kinder ſpielten Domino, Dambrett, Mühle
und alles mögliche, und meine Mutter verſtand es
meiſterhaft, das junge Volk zu dirigieren. Brachte
Luischen, was nicht ſelten geſchah, Beſuch mit, ſo wurde
uns auch erlaubt, ein kleines Tänzchen zu machen. Ich
oder mein jüngerer Bruder machten, wenn auch noch
mit vielen Verſtößen gegen Takt und Harmonie, die
Muſik. Beſonders beliebt im Schulhauſe waren die
ſögenannten Maulbacher Mädchen, zwei liebliche, brave
Oberförſterstöchter und nahe Verwandte des Pfarrers.
Sie waren in ziemlich gleichem Alter mit Luischen und
verkehrten ebenſo herzlich als anſpruchslos mit uns.
„Mutter, Schullehrers Karl hat die Prüfung
be=
ſtanden,” ſagte Luischen eines Nachmittags zu ihrer
Mutter. Ihr Geſicht war gerötet vom raſchen Laufen.
„Er iſt vor einer Stunde nach Haus gekommen, und
Elischen hat es mir eben am Tor erzählt. Nach Oſtern
geht er ſchon fort.”
„Nun, Du tuſt ja, als ſei dies ein Meerwunder,”
ſagte die Frau Pfarrer in etwas gereiztem Tone. „Es
iſt doch wohl ſo etwas Merkwürdiges nicht, eine
Auf=
nahmeprüfung in ein Schulmeiſterſeminar zu beſtehen.”
War es der gereizte Ton, womit die Worte
ge=
ſprochen wurden, oder war es ein verletztes Gefühl,
Luischen ſtarrte einige Augenblicke ſprachlos ihre
Mutter an. Sie wußte nicht, warum ihr dieſe Worte
ſo wehe taten, und ging langſam in den kleinen Garten,
der ſich hinter dem Hauſe befand.
„Nun, Luischen, warum ſo nachdenklich?” rief der
Pfarrer dem langſam den Gartenweg daherſchreitenden
Mädchen zu. Er ſtand an der Gartenmauer und hatte
ſich an dem herrlichen Frühlingstag mit dem Schneiden
der Weinreben zu tun gemacht. „Fehlt Dir etwas, oder
weißt Du mir etwas Neues zu erzählen?“
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910.
Seite 29.
„O, Vater,” ſprach ſie etwas zögernd, „mir fehlt gar
nichts. Ich dachte eben daran, daß ich wohl jetzt wieder
allein franzöſiſche Stunde haben werde.”
In dieſem Augenblicke kam ich in den Garten
ge=
ſprungen und teilte nach herzlicher Begrüßung das
frohe Prüfungsergebnis mit. Der alte Herr war
ſicht=
lich hocherfreut darüber, ließ ſich die einzelnen Aufgaben
ſagen und meinte ſchließlich, mir freundlich auf die
Schultern klopfend: „Das habe ich gar nicht anders
er=
wartet von Dir, — oder muß ich jetzt Sie zu dem
Herrn Seminariſten ſagen?” fügte er ſchelmiſch fragend
hinzu.
„Das würde mir ſehr wehe tun, Herr Pfarrer,”
verſetzte ich, „wenn Sie jemals mich anders als ſeither
anſprechen oder behandeln wollten.”
Der Pfarrer ſchmunzelte vergnügt, fragte nach dem
Tage meines Weggangs und noch ſo manchem anderen,
legte ſeine Gartenſchere beiſeite und ging mit uns „
Kin=
dern”, wie er gewöhnlich ſagte, aus dem Garten in das
Haus. Etwas verlegen teilte ich das für mich freudige
Ereignis auch der Frau Pfarrer mit, die meine
Mit=
teilung mit ziemlich froſtig gehaltenem Glückwunſch
erwiderte.
Zwei Jahre waren vergangen. Ich benutzte meine
Seminarzeit gut und war zu Oſtern in den Oberkurſus
verſetzt worden. Während der Ferien war ich faſt immer
zu Hauſe, half meinem Vater in der Schule und im
Garten und ſpielte fleißig mit meinen beiden jüngeren
Geſchwiſtern Klavier.
Im Pfarrhauſe verkehrte ich nicht mehr ſo oft wie
früher. Dort war es ſehr ſtille geworden, denn
Luis=
chen beſuchte ſchon ſeit zwei Jahren eine gut
renom=
mierte Mädchenpenſion in einer größeren, entfernt
ge=
legenen Stadt und kam ſelten, und dann nur auf kurze
Zeit, nach Hauſe. Erſt nach zwei Jahren, kurz nachdem
ich wieder zum Seminar abgereiſt war, kehrte ſie
wie=
der heim.
Zu Pfingſten ſah ich ſie zum erſtenmal wieder.
Schüchtern begrüßte ich meine zur ſtattlichen Jungfrau
herangewachſene ehemalige Mitſchülerin, als ich im
Pfarrhauſe meinen Beſuch machte. Das in Unterhaltung
und Umgangsform ungleich mehr gewandte Fräulein
brachte, ohne es zu wollen, mich einfachen, ja in
mancher Beziehung noch ſehr befangenen Seminariſten
nicht ſelten in kleine Verlegenheiten. Es dauerte jedoch
nicht lange, ſo fand ſich wieder der mehr zutrauliche
Ton. Hatte ſich Luischen nach Mädchenart zuerſt darin
gefallen, dem ſchüchternen Jugendgeſpielen etwas
impo=
nieren zu können, ſo ließ ihr gutes Herz ein längeres
Verhalten in dieſem koketten Spiele nicht zu. Doch für
die folgenden Tage zeigte ſich, daß immerhin ein
eigen=
tümliches Verhältnis zwiſchen uns beiden eingetreten
war. Keine Gelegenheit, uns zu ſehen, ließen wir
vorübergehen, und doch hielt uns eine gewiſſe Scheu
davon zurück, uns, wie in früheren Jahren, aufzuſuchen.
Luischen ging oft mit ihrer Mutter in die nahe Stadt,
beſuchte Konzerte und das Theater. Ich blieb daheim,
die Kaſſe meines Vaters konnte ſolchen Luxus nicht
ge=
ſtatten. So blieb es während der Ferien meines dritten
Seminarjahres. Als ich in den Herbſtferien nach Hauſe
kam, überraſchte mich meine Mutter mit der Neuigkeit,
Luischen würde ſich wahrſcheinlich noch im Laufe des
Jahres mit einem Pfarrverwalter verloben. Ich war
ſehr überraſcht und wußte nicht, was ich zu dieſer
Mit=
teilung ſagen ſollte. Ich wechſelte die Geſichtsfarbe,
blieb aber anſcheinend ruhig. Noch nie hatte ich auch
nur dem Gedanken Raum gegeben, daß ich das ſchöne
Pfarrfräulein lieben dürfe, hatte mich auch nicht mit
ihm in beſonders zutraulicher Weiſe unterhalten, und
doch konnte ich ein Gefühl des Neides gegen den mir
unbekannten glücklichen Liebhaber nicht unterdrücken.
Am folgenden Tage ging ich, wie ich das ſtets tat,
ins Pfarrhaus und wurde von dem alten Herrn wie
immer mit väterlicher Herzlichkeit bewillkommnet; auch
Luischen zeigte ſich, wenn auch etwas verlegen, recht
freundlich. Sie hielt ſich jedoch nur ganz kurze Zeit
im Zimmer auf und gab dann vor, ſie hätte der Mutter
verſprochen, mit ihr einen Spaziergang zu machen.
Der Geiſtliche unterhielt ſich nach dem Weggange der
beiden noch über eine Stunde mit mir=
(Fortſetzung folgt.)
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezember 1910,
Nummer 299.
Seite 30.
1
Sorrer 1orf
ass am 14. Januar, abends 8 Uhr,
in sämtlichen Räumen des Städtischen Saalbaues.
Zum Besten der Wohlfahrtseinrichtungen des „Landesvereins Hess.
Zeitungs-
redakteure” und des „Darmstädter Journalisten- und Schriftsteller-Vereins‟.
Im künstlerischen Teil des Programms
wirken in erster Linie Damen und Herren der Gesellschaft mit.
* Gesangs- und Musikvorträge * Rezitationen * Szenische Aufführungen *
Tanz- und Reigenspiele * Bunte Bühne Promenaden-Konzert etc. etc.
Im gesellschaftlichen Teil des Programms
sind an den Erfrischungsständen, Büfetts, Verkaufsständen etc. zahlreiche Damen
der Gesellschaft tätig & Büfetts * Teesalon * Café* Els. Weinstube & Bierzelt
* Verkaufsstände für Blumen, Postkarten, Kunstgegenstände * Tombola etc.
24575)
FEST-BALL
Der Festausschuss.
Richard Wagner-verein Darmstadt.
Programm für die erste Hälfte des Vereinsjahres 1911
173. Vereinsabend. Mittwoch, 4. Januar: Frank Lim bert-Abend.
Mitwirkende: Frau Sophie Schmidt-IIling-Darmstadt (Sopran), Frl. Alice
Ascha ffenburg-Frankfurt a. M. (Alt), Anton Kohmann-Frankfurt a. M.
(Tenor), Hans Vaterhaus-Frankfurt a. M. (Bass), Professor Hermann
Ritter-Würzburg (Viola alta) und der Komponist (Frankfurt a. M.)
174. Vereinsabend. Donnerstag, 12. Januar: Klavier-Abend (Beethoven-Abend)
von Konrad Ansorge-Berlin.
175. Vereinsabend. Mittwoch, 18. Januar: Kammermusik-Abend des Triester
Streichquartetts (Brahms, Debussy, Schumann).
176. Vereinsabend. Donnerstag, 2. Febr.: Fünfter Lieder-Abend von Frau
Susanne Dessoir-Berlin (Mezzosopran) unter Mitwirkung von Bruno
Hinze-Reinhold-Berlin (Klavier).
177. Vereinsabend. Dienstag, 14. Febr.: Zweiter Kammermusik-Abend des
Wiener Rosé-Quartetts (Mozart, Beethoven, Schubert).
178. Vereinsabend. Dienstag, 21. Febr.: Zur Nachfeier des Todestages Richard
Wagners: Vortrag von Dr. Georg Michael Conrad-München: „Bayreuth
im Strome der Kulturentwicklung.‟
179. Vereinsabend. Mittwoch, 1. März: Zur Vorfeier von Liszts 100 jährigem
Geburtstage: Franz Liszt-Abend von Wilh. Backhaus.
180. Vereinsabend. Donnerstag, 9. März: Lieder-Abend zur Laute von Lisa
und Sven Scholander.
181. Vereinsabend. Dienstag, 21. März: Lieder- und Arien-Abend von Frau
Kammersängerin Erika Wedekind-Berlin unter Mitwirkung des
Hof-
pianisten Professor Heinrich Lutter-Hannover (Klavier).
182. Vereinsabend. Dienstag, 4. April: Richard Wagner-Abend von Frau
Kammersängerin Margarete Preuse-Matzenauer-München (Alt) und
Hofkapellmeister Fritz Cortolezis-München (Klavier).
Der Jahresbeitrag beträgt 12 Mk. (für einen numerierten
Sperrsitz-
platz 20 Mk.) Jedes Mitglied hat das Recht, an der im Januar stattfindenden
Verlosung der von dem Verein angekauften Eintrittskarten (zu 20 M.) zu
den Bayreuther Bühnenfestspielen des Sommers 1911 teilzunehmen.
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne,
Grüner Weg 99, zu richten.
(24618
Der Vorstand.
Bürger-Keller
täglich Konzert
Salon- (19845a
Damen-Orchester.
de
Brauerei Schul, Schlossgasse 25.
Mittwoch, den 21. Dezember:
(*30728im
Metzelluppe mif bockbier
Bratwurst mit Rotkraut
wozu höflichſt einladet
Karl Hubert, Metzger und Wirt.
Aderlannbrau.
Das von der Gräff. Brauerei Schlitz ſchon ſeit vielen Jahren extra
einge=
braute und ſehr beliebte
(24627
* Feiertagsbier
kommt von heute ab in Verſand und bitte daher meine verehrl. Abnehmer um
früh=
zeitige Beſtellung, damit ich jedermann zur Zufriedenheit bedienen kann.
Hochachtungsvoll
Ludwig Becht, Bierhandlung,
Wendelſtadtſtraße 49.
Telephon 1478.
Piano
gebraucht, Mk. 260
(22514a
Karl Arnold,
Ecke Erbacherſtraße.
Alte Gebisse, Platin, Gold, Silber,
Nunkelbl. Eheviot=Koſtüm, neu, für ſtärt.
* Figur, Samthut, trauerhalber billig zu
verkaufen Saalbauſtr. 13, II. r. (*30757
Pillig zu verkaufen: 1 pol. Schreibtiſch,
1 Waſchtiſch, 1 Tiſch, 1 1=tür. Schrank,
1 eiſ. Bettſtelle mit Sprungfedermatratze,
(24574md
wenig gebraucht
Heinheimerſtraße 12, parterre, Vorderb.
Zu verkaufen; ein Herrenpaletot, ein
wß. Cheviot=Damen=Koſtüm, ein
Pelz=
kragen und Muffe, ſchwarz, Tibet.
Anzuſehen von 10—12 Uhr
(*30761
Riedlingerſtraße 37, III Treppen.
Kriegerkameradschaft Germania Darmstadt
Sonntag, den 25. Dez. 1910, (1. Feiertag),
abends 7 Uhr beginnend,
Weihnachtsfeier
im grossen Saale der Ludwigshalle (Obergasse)
beſtehend in Konzert, Geſang, humoriſtiſchen Vorträgen,
Theateraufführung und Tombola=Verloſung.
Um recht zahlreiche Beteiligung unſerer Kameraden, ſowie
deren Angehörigen bittet
Der Vorstand.
(24608)
Turngeſellſchaft Darmſtadt.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag (26. Dez.)
abends 7 Uhr
Weihnachtsfeier und Janz
in sämtl. Räumen unseres Turnhauses, Dieburgerstr. 26
Hierzu laden wir unſere verehrlichen Mitglieder und Freunde des Vereins
(24577ms
höflichſt ein.
Der Vorstand.
Geſchäftsempfehlung.
Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich die Vertretung der rühmlichſt bekannten
Hof-Bierbrauerei Hanau A.-G. (Koch-Bräu)
übernommen habe, und empfehle deren wohlgepflegte Biere in Faß und Flaſchen,
als Spezialität Kanzler=Bräu.
(B24615
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Rot- und Weisswein, Südweine usw.
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Eier zu haben: Friedrich Schaefer, Ludwigsplatz.
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Erbacherstraße 63, parterre.
Nummer 299.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Dezmbere 1910.
Seite 31.
mi
beschränkter
Internationale Elastigen-Compagnie
Darmstadt
Haftung
Sieger Oesterreichische Alpenfahrt,
I. Preis, Grosse goldene Medaille,
Silbernes Wagenschild des
K. K. Oesterr. Automobil-Klubs.
Preis des Aerzte-Autemobilclubs
für den
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