Darmstädter Tagblatt 1910


14. Dezember 1910

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173. Jahrgang
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N 293.

Mittwoch, den 14. Dezember.

1910.

Die heutige Nummer hat 30 Seiten.

Für ſtaatsbürgerliche Erziehung.
K. Unter dieſer Ueberſchrift hat der Geſchäftsausſchuß
für Schulreform im Sinne ſtaatsbürgerlicher Erziehung,
dem ſich 35 gemeinnützige, wirtſchaftliche und Berufskörper=
ſchaften
(mit Ausſchluß alſo aller parteipolitiſchen und
konfeſſionellen Vereine), darunter der Vorſtand des Deut=
ſchen
Kriegerbundes und des Preußiſchen Landes= Krieger=
verbandes
, angeſchloſſen haben, eine bemerkenswerte Ein=
gabe
an die im Bundesrate vereinigten deutſchen Regie=
rungen
vorbereitet. Der Eingabe iſt die Bitte hinzu=
gefügt
, daß nach dem Muſter der preußiſchen Schulreform=
Konferenzen der Jahre 1890 und 1900 nun wiederum, aber
dieſes Mal wenn möglich im Namen aller Bundes=
ſtaaten
und ſelbſtverſtändlich unbeſchadet der vollen Unab=
hängigkeit
ihrer Entſcheidung, eine Konferenz ſachverſtän=
diger
Männer zuſammengerufen werde, welche die Mittel
und Wege einer ſtaatsbürgerlichen Erziehung begutachtet,
damit ſie dann bald zur Tat werden kann. In der Ein=
gabe
heißt es unter anderem:
Mit der glänzenden Entwicklung des Deutſchen
Reiches hat im deutſchen Volke die Kenntnis der ſtaat=
lichen
Einrichtungen und die Ausbildung des ſtaatsbür=
gerlichen
Pflichtgefühls nicht Schritt gehalten. Schon im
Zuſammenhange mit der preußiſchen Schulreformkonferenz
des Jahres 1890 wurde die Erkenntnis wach, daß auch
hier durch die rechte Einwirkung auf die Jugend 8
rechte Einſicht der Erwachſenen und ſomit eine ge=
deihliche
Zukunft des Volkes und Reiches geſichert werden
müßte. Sie äußerte ſich in gewiſſen Verordnungen und
Lehrbüchern zum Zwecke ſtaatsbürgerlicher Unterweiſung
hat aber damals das öffentliche Intereſſe nicht nachhältig
beſchäftigt.
Jetzt iſt dieſe Erkenntnis mit unvergleichlicher Stärke
aufs neue erwacht, zieht täglich mehr das Intereſſe der
öffentlichen Meinung, der Schulverwaltungen, der Lehrer=
ſchaft
an ſich und vertieft ſich erfreulicherweiſe bereits zu
der Ueberzeugung, daß die bloße Einfügung ſtaatsbürger=
lichen
Unterrichtes in die Lehrpläne unferer Schulen uns
den erhofften Segen noch nicht bringen würde Man er=
kennt
vielmehr immer deutlicher, daß es ſich hier neben
dem ſtaatsbürgerlichen Unterricht auch und hauptſäch=
lich
um einen neuen Anſpruch an Herz, Phantaſie
und Willenskraft, das heißt um ſtaatsbürgerliche
Erziehung unſerer Jugend handelt.
Schon ſehen wir namhafte deutſche Schulmänner er=
folgreich
damit beſchäftigt, die Wege zur rechten Löſung
dieſer Aufgabe zu finden. Wir dürfen zu unſerer oft be=
währten
, von anderen Völkern rühmend anerkannten Tüch=
tigkeit
in der Kunſt der Schulung auch hier das Vertrauen
hegen, daß, wenn erſt einmal unſere Schulverwaltungen
und Lehrer mit freudigem Entſchluſſe ſich der Aufgabe
einer ſtaatsbürgerlichen Erziehung unſerer geſamten
Jugend zuwenden, wir die guten Erfolge ſtaatsbürger=
licher
Unterweiſung in anderen Ländern, zum Bei=
ſpiel
Frankreich und der Schweiz, nicht nur einholen, ſon=
dern
wohl bald übertreffen werden. Wir dürfen es uns
alſo erlaſſen, hier die pädagogiſchen Einzelheiten der Auf=
gabe
zu erörtern. Es genügt, einige allgemeine Forde=
rungen
und Geſichtspunkte mit allem Nachdruck zu ver=
treten
.
Wir erkennen, daß die entſcheidende Vorausſetzung
einer wirkſamen ſtaatsbürgerlichen Erziehung unſerer
Jugend die ſorgfältigſte wiſſenſchaftliche und pädagogi=
ſche
Vorbereitung ihrer Lehrer iſt. Ueberzeugt von dem
Segen einer wirkſamen ſtaatsbürgerlichen Erziehung für
Charakter, vaterländiſches Bewußtſein, moderne Bildung
und wachſende Macht unſeres Volkes, fordern wir, daß
dieſe Erziehung in allen Stufen des privaten
und öffentlichen Bildungsweſens, in den
Hochſchulen und höheren Lehranſtalten aller Art, in den
Fortbildungs= und Fachſchulen, aber auch in den Volks=
ſchulen
nach dem Maße ihrer Leiſtungsfähigkeit gepflegt
und daß ſie überall nicht nur nebenamtlich betrieben, ſon=
dern
zu einem der wichtigſten Zielpunkte des geſamten
Bildungsganges gemacht werde. Wir begrüßen es mit
beſonderer Genugtuung, daß die Fortbildungs=
und Fachſchulen aller Art für die große Maſſe unſerer
Mittelſtandsjugend in Stadt und Land immer deutlicher
als ein brauchbares Mittel zur Bildungs= und Erzieh=
ungsfürſorge
in den Jahren zwiſchen der Schulentlaſſung
und dem Eintritt in das Heer erkannt werden und daß
man ihren Wert erzieheriſch zu vollenden gedenkt, indem
man die Pflege des Gemeinſamkeitsbewußtſeins und des
bürgerkundlichen Unterrichts gebührend betont. Vollends
für das höhere Schulweſen, für die Lehranſtalten
gymnaſialen und realen Charakters bedeutet die ſtaats=
bürgerliche
Erziehung nicht nur ein äußerlich hinzukom=
mendes
Fach ſondern recht eigentlich die innerſte Erfüllung
der denkwürdigen Mahnung unſeres Kaiſers: Wir wollen
nicht junge Griechen und Römer, ſondern junge Deutſche
erziehen!
Die Eingabe ſchließt mit den Worten: Je lauter un=
ſere
Mahnung ertönt, deſto weriger kann ſie überhört
werden. Darum tue jeder volljährige Deutſche ſeine
Pflicht an dieſer wichtigen Zukunftsaufgabe! Jeder unter=
ſchreibe
ſelbſt und wecke den freudigen Eifer zur Hilfe auch
bei anderen!

Die Kabinettskriſis in Oeſterreich.
* Am Montag nachmittag hat der Miniſterpräſident
Freiherr v. Bienerth dem Kaiſer das Rücktritts=
geſuch
des geſamten Kabinetts unterbreitet.
Der Kaiſer nahm den Rücktritt an und betraute das
Kabinett mit der Fortführung der Geſchäfte bis Weih=
nachten
.
Den äußeren Anlaß zu dieſer Kabinettskriſe, die vor
wenigen Wochen, als die Siſyphusarbeit des böhmiſchen
Ausgleichs dem Gelingen nahe war, in weiter Ferne zu
liegen ſchien, hat das Verhalten der Tſchechiſch=Radikalen
in der letzten Sitzung des öſterreichiſchen Abgeordneten=
hauſes
gegeben, da ſie durch ihre Obſtruktion die Been=
digung
der erſten Leſung der Bankvorlage verhinderten.
Der innere Grund für den Rücktritt des Kabinetts Bie=
nerth
, das ſeit dem 7. November 1908 am Ruder iſt und
nach verſchiedenen Umformungen die für öſterreichiſche
Verhältniſſe ziemlich lange Zeit von zwei Jahren und
ſchier einem Monat ſich gehalten hat, liegt in der Stellung=
nahme
des Polenklubs. Dieſer wollte die ſchwierige
Stellung der Regierung zu einer Erpreſſung auf wirt=
ſchaftspolitiſchem
Gebiet benutzen und gleichzeitig den ihm
verhaßten Finanzminiſter v. Bilinski, der ſich aus berech=
tigten
Sparſamkeitsgründen der Ausführung des
koſtſpieligen Waſſerſtraßen=Geſetzes entgegenſtemmte,
ſtürzen. Da das Kabinett aber in dieſer
Frage ſolidariſch iſt, hat der Miniſter= Prä=
ſident
auf den Ausweg, ſich durch die Ausſchiffung
Bilinskis aus dem Kabinett den Fortbeſtand der parla=
mentariſchen
Arbeitsmehrheit zu ſichern, verzichtet und iſt
mit ſeinen ſämtlichen Kollegen zurückgetreten. Die Kriſe
wird im gegenwärtigen Augenblick um ſo verhängnis=
voller
wirken, als das Parlament die dringlichſten Arbei=
ten
, die Bewilligung des proviſoriſchen Budgets, des ſer=
biſchen
Vertrages und der Bankvorlage noch nicht vollen=
det
hat.
Frhr. v. Bienerth und ſein Kabinett ſind mit der
Fortführung der Regierungsgeſchäfte betraut worden,
damit nicht die koſtbare Zeit bis Weihnachten für die drin=
genden
, an den Neujahrstermin geknüpften parlamentari=
ſchen
Arbeiten durch eine Kabinettsneubildung verloren geht.
Während der allgemeinen Audienzen äußerte der Kaiſer
zu den hohen Würdenträgern, er rechne darauf, daß Frei=
herr
v. Bienerth die Neubildung des Kabinetts
durchführen werde.
Die Seſſion des Abgeordnetenhauſes
wird noch Ende dieſer Woche geſchloſſen. Die Re=
gierung
erwartet keine Obſtruktion; ſie wird vom Parla=
ment
das Budgetproviſorium, den ſerbiſchen Handelsver=
trag
und die Hausordnungsreform bewilligt erhalten.
Nach Schluß der Seſſion werden die deutſch=tſchechiſchen
Verhandlungen und die Rekonſtruktion bezw. Neubildung
das Kabinetts in Angriff genommen werden.

Franzöſiſche Stimmungen.
O Die franzöſiſche Preſſe iſt durch die Aus=
führungen
, die der Reichskanzler zur auswär=
tigen
Politik gemacht hat, in große Erregung geraten.
Das iſt um ſo bemerkenswerter, als Herr von Bethmann
Hollweg ſowohl auf die marokkaniſche Angelegenheit wie
auf die Beziehungen des Reiches zu Rußland und Groß=
britannien
in Mitteilungen einging, die keinerlei Grund
zur Erregung enthalten. Von dem Vorgehen eines fran=
zöſiſchen
Schiffes in Agadir ſagte der Kanzler lediglich: er
wolle darauf im gegenwärtigen Augenblick nicht eingehen,
weil es bisher noch keine amtliche Aufklärung gefunden
habe. Sie werden nicht daran zweifeln, fuhr der
Reichskanzler fort, daß wir unſere Rechte und die In=
tereſſen
der deutſchen Untertanen mit Nachdruck ſchützen
werden. Weder dieſer allgemeine Hinweis noch die Feſt=
ſtellung
, daß das Vorgehen eines franzöſiſchen Schiffes in
Agadir bisher amtlich nicht aufgeklärt ſei, geben der fran=
zöſiſchen
Preſſe einen ſachlichen Grund zu irgend welchen
Beſchwerden. In jedem anderen Lande hätte der Miniſter
des Auswärtigen unter gleichen Umſtänden ſich ganz
genau ſo ausſprechen müſſen. Fühlt ſich die franzöſiſche
Preſſe trotzdem durch die Worte des Reichskanzlers wer
weiß wie ſehr getroffen, dann erweckt ſie den Eindruck, als
ob in Agadir von franzöſiſcher Seite etwas geſchehen
wäre, das mit Rückſicht auf die Algeciras=Akte verſchleiert
werden müſſe.
Die Aufregung der franzöſiſchen Preſſe über die ſon=
ſtigen
Ausführungen des Reichskanzlers iſt beinahe noch
charakteriſtiſcher. Gerade an der Seine iſt bisher ſtets be=

tont worden, daß der Tripel=Entente keine feindſeligen
Abſichten gegen Deutſchland zu Grunde lägen. Wie kann
da mit einem Male exploſionsartig die Enttäuſchung dar=
über
ſich Luft machen, daß zwiſchen dem Deutſchen Reich
und Rußland das alte vertrauensvolle Verhältnis bei
der Potsdamer Begegnung beſtätigt und bekräftigt
wurde, daß ein zwangloſer und vertrauensvoller Gedan=
kenaustauſch
zwiſchen dem Reiche und England die Aus=
ſicht
eröffnet, das in der öffentlichen Meinung beider Län=
der
beſtehende Mißtrauen allmählich zu beſeitigen? Wer
ſich ſo über die Beſſerung der deutſch=engliſchen Beziehun=
gen
aufregt, wer von der Bekräftigung der guten deutſch=
ruſſiſchen
Beziehungen nicht hören kann, ohne in heller
Entrüſtung über verſchleuderte Milliarden und über die
Wertloſigkeit der franzöſiſch=ruſſiſchen Allianz zu ſchelten,
ſtellt die eigene Friedensliebe in das merkwürdigſte
Licht. Neu ſind ja die geheimen Wünſche der Franzoſen,
wie ſie bei dieſer Gelegenheit offenbart werden, durchaus
nicht. Nachdem aber gerade das deutſch=franzöſiſche Ver=
hältnis
in den letzten Jahren als weſentlich gebeſſert be=
zeichnet
und behandelt worden iſt, müſſen die jüngſten Be=
weiſe
für die geheimen Hoffnungen, die in Frankreich auf
das Bündnis mit Rußland und die Freundſchaft mit
England geſetzt werden, doppelt ins Gewicht fallen.
Deutſches Reich.
Der geſellſchaftliche Takt im Reichs=
tag
. Unter dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Köln. Ztg.:
Im Hannoverſchen Courier war über einen Abbruch der
geſellſchaftlichen Beziehungen zwiſchen konſervativen und
nationalliberalen Reichstagsabgeordneten gemunkelt wor=
den
. Nachdem das Blatt dieſe Mitteilung ſelbſt als un=
begründet
zurückgezogen hat, kommt die Kreuzzeitung mit
der noch ſchärferen Behauptung, das Tiſchtuch zwiſchen
den genannten Gruppen ſei zerſchnitten, u. a. hätten die
Nationalliberalen keine Karten beim Präſidenten abgege=
ben
und damit die geſellſchaftlichen Beziehungen zu ihm
abgebrochen. Unſeres Wiſſens trifft das nicht zu; im all=
gemeinen
ſind die perſönlichen Beziehungen zwiſchen bei=
den
Gruppen die alten, zwiſchen den Parteiführern ſind ſie
jedenfalls durchaus freundlich. Wenn die Nationallibe=
ralen
beim Grafen Schwerin keine Karten abgegeben haben
ſollten, ſo iſt zu bemerken, daß eine Erneuerung der Karten
beim jedesmaligen Wiederzuſammentritt des Reichstages
überhaupt nicht üblich iſt. Allerdings iſt nicht zu beſtrei=
ten
, daß das Verhältnis der Nationalliberalen zum Präſi=
denten
weſentlich kühler und formeller geworden iſt; dar=
über
dürften ſich aber weder Graf Schwerin noch ſeine
Parteifreunde wundern, nachdem der von den National=
liberalen
mitgewählte Präſident in einer Wahlrede es für
angebracht gehalten hat, die Nationalliberale Partei in
ganz perſönlicher Weiſe anzugreifen und herabzuſetzen.
Der Flottenverein und die Durchfüh=
rung
des Flottenprogramms. In der Sitzung
des Landesausſchuſſes des Deutſchen Flottenvereins des
Königreichs Sachſen ſprach Großadmiral von Köſter über
unſere Flotte und die Durchführung unſeres Flottenpro=
gramm
. Er gab einen kurzen Ueberblick über die Zeit vor
dem Inkrafttreten des Flottengeſetzes. Als ganz neuer
Faktor im Beſtande der Hochſeeflotte iſt, wie v. Köſter
ausführte, das Unterſeeboot hinzugetreten, deſſen Wert ins=
beſondere
für die lokale Verteidigung anerkannt werden
muß. Die Küſtenverteidigung müſſe weiter entwickelt wer=
den
. Das ganze Syſtem der Befeſtigungen iſt der Zu=
nahme
der Flugweite der Geſchoſſe und der erhöhten Wi=
derſtandskraft
der Schiffe entſprechend zu erweitern und zu
vervollkommnen. Auch müßte einigen wichtigen Punkten
der Verteidigung erhöhtes Intereſſe zugewendet werden.
Namentlich iſt der militäriſche Wert der Inſel Helgoland
immer mehr erkannt worden und infolgedeſſen iſt die
Bedeutung dieſes wichtigen Stützpunktes in neueſter Zeit
durch weitere Befeſtigung und durch die Anlage eines Ha=
fens
für Torpedoboote erhöht worden. Im weiteren Ver=
laufe
ſeiner Ausführungen wies Großadmiral von Köſter
darauf hin, daß das Präſidium des Flottenvereins auf
dem Standpunkt ſtehe, daß das Flottengeſetz durchzuführen
ſei, daß über ſeinen Nahmen hinaus zu gehen, ein Grund
zurzeit und in abſehbarer Zukunft jedoch nicht vor=
liege
. Zum Schluſſe konſtatierte der Redner, das Prä=
ſidium
des Flottenvereins habe ſeinerzeit ſein Programm
in vollſter Selbſtändigkeit aufgeſtellt, ohne mit irgend
einem der maßgebenden Faktoren der Reichsregierung in
Verbindung getreten zu ſein. Der Flottenverein werde
auch in Zukunft an dem Prinzip ſeiner Selbſtändigkeit
feſthalten.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Nummer 293.

Die Reichstagskommiſſion der Wert=
zuwachsſteuer
nahm bei § 55, betreffend die Ermäch=
tigung
des Bundesrats zum Erlaß von Beſtimmungen zur
Ausführung und Anwendung des Geſetzes, gegen den Wi=
derſpruch
des Staatsſekretärs des Reichsſchatzamtes den
freiſinnigen Antrag, der das Verordnungsrecht des Bun=
desrats
auf die Ausführung des Geſetzes beſchränkt und
das Verordnungsrecht über die Anwendung in Fortfall
bringt.
Der Zentralverband Deutſcher Indu=
ſtrieller
veranſtaltet gegenwärtig unter ſeinen Mitglie=
dern
eine Sammlung zu einer Bueckſpende‟. Dieſe ſoll
im Sinne Buecks für die Intereſſen des Zentralverbandes
verwendet, außerdem ſoll von ihr ein Bueckhaus als
Verbandsheim erbaut werden. Das Rheiniſch=Weſtfäliſche
Kohlenſyndikat hat ſchon 250000 Mark gezeichnet, die
Firma Krupp 50 000, die Gelſenkirchener Bergwerks= Aktien=
geſellſchaft
40000, die Gute Hoffnungshütte 20000 und
eine Anzahl ſächſiſcher Firmen je 10000 Mark.
Die elſäſſiſche Verfaſſungsfrage. Zu
der Nachricht über die Haltung Sachſens zur reichslän=
diſchen
Verfaſſungsfrage im Bundesrat teilt die ſächſiſche
Regierung der Poſt mit, daß ſie es ablehnt, auf den ſach=
lichen
Inhalt der Meldung einzugehen, da die Verhand=
lungen
ſtreng vertraulich ſeien. Die Nachricht ſei durch
eine große Indiskretion in die Preſſe gekommen. Sachſen
habe aber das verfaſſungsmäßige Recht gehabt, derartige
Anträge zu ſtellen. Dieſe Erklärung darf man wohl als
Beſtätigung der Nachricht auffaſſen, daß Sachſen einen
Antrag gegen die Einführung eines demokratiſchen Wahl=
rechts
eingebracht hat.
Braunſchweig und die Reichsfinanz=
reform
. In den Verhandlungen des Reichstags vom
9. Dezember iſt unter Bezugnahme auf die vom herzoglich
braunſchweigiſchen Staatsminiſter v. Otto am letzten Ge=
burtstage
des Kaiſers gehaltene Rede die Haltung auch
der braunſchweigifchen Regierung gegenüber der von der
Mehrheit des Reichstags beſchloſſenen Finanzreform er=
wähnt
. Die braunſchweigiſche Regierung würde, wie die
amtlichen Braunſchweigiſchen Anzeigen zu erklären ermäch=
tigt
ſind, allerdings der von den verbündeten Regierungen
vorgeſchlagenen Finanzreform den Vorzug gegeben haben;
nachdem aber feſtſtehe, daß deren Annahme vom Reichs=
tage
nicht erreichbar ſei, hat gerade Staatsminiſter v. Otto
namens der braunſchweigiſchen Regierung in den Bundes=
ratsverhandlungen
ſich ſofort mit beſonderem Nachdruck
für die Annahme der vom Reichstag beſchloſſenen Finanz=
reform
erklärt, wie denn auch heute die braunſchweigiſche
Regierung den Wert der Finanzreform für die Geſundung
der Reichsfinanzen rückhaltlos anerkennt.
Ausland.
Frankreich.
Die Kammerbewilligte den für die von den Unbilden
der Witterung getroffenen Weinbauern geforderten Kredit
von 5 Millionen Francs.
England.
Die Wahlen. Nach den bisher ver=
öffentlichten
Wahlergebniſſen war der Stand der
Parteien bis am Dienstag vormittag folgender:
226 Konſervative, 184 Liberale, 31 Vertreter der Arbeiter=
partei
einſchließlich der Sozialdemokraten, 57 iriſche Na=
tionaliſten
und 6 Anhänger OBriens. Die Unioniſten
haben keinen einzigen Sitz neu gewonnen oder verloren,
wogegen die Liberalen der Arbeiterpartei 1 Sitz abgeben
mußten Die Anhänger der Regierung ſtellen ſomit eine
Mehrheit von 52 Stimmen über die Konſervativen dar.
Von den noch ausſtehenden Kreiſen werden 9 von den i

Des deutſchen Kronprinzen Weltreiſe.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
VI.
In Nuwara=Ellya. Zahme und wilde Elefanten.
Die Ausrottung der Dickhäuter. In Ceylons alter
Königsſtadt. Verſchwundene Pracht. Wieder in
Kandy. Ausflüge. In einem Rathauſe. Ceylon
unter engliſcher Verwaltung.
Mit einer Fülle großer und mannigfaltiger Ein=
drücke
wird das Kronprinzenpaar Ceylon verlaſſen
haben, die Kronprinzeſſin der Heimat zuſtrebend, frei=
lich
mit mancherlei Umwegen, der Kronprinz ſeine Reiſe
fortſetzend. Konnte bei dem kurzen Aufenthalt und bei
der durch allerhand Jagdausflüge noch mehr beſchränk=
ten
Zeit auch nicht all das Feſſelnde der Palmeninſel
beſichtigt werden, ſo war doch dafür geſorgt, daß das
Kronprinzenpaar die intereſſanteſten Stätten beſuchte
und lehrreiche Einblicke erhielt in das Leben und Trei=
ben
der eingeborenen Bevölkerung. Mehrere Tage
wurden in Nuwara=Ellya verbracht, der beliebteſten
Sommerfriſche des Eilandes, in einem von gewaltigen
Bergketten umſchloſſenen Hochtale liegend. Von der
Tropenhitze merkt man hier, 6000 Fuß über dem Meere,
faſt gar nichts. Die Luft iſt feucht, ſchwere Nebel liegen
oft über der Ortſchaft, und daß hier der Regen kein
ſeltener Gaſt iſt, hat das fürſtliche Paar in hinreichend=
ſtem
Maße erfahren. Viele engliſche Familien, die einen
Teil des Jahres in Colombo zubringen, haben ſich hier
ihre Cottages gebaut und bemühen ſich, eine Art Bade=
ſaiſon
nach europäiſchem Muſter durchzuführen. Daß
dies mit mancherlei Uebertreibungen und auch Lächer=
lichkeiten
in dieſem etwas melancholiſchen, von weiten
Urwäldern umſchloſſenen, einſamen Orte verbunden iſt,
läßt ſich leicht denken. Dieſe Waldungen, die noch wilde
Elefanten, ferner Bären und Leoparden bergen, lockten
ja auch den Kronprinzen zu verſchiedenen Jagdaus=
flügen
, allerdings kamen dabei nur Elefanten, Hirſche,
Elche und Wildſchweine in Betracht. Die Elefanten
lernte das Kronprinzenpaar auch in gezähmtem Zu=
ſtande
kennen und hatte mehrfach Gelegenheit, die Kraft,
Geſchicklichkeit und Klugheit der Rüſſeltiere bei Bewäl=
tigung
der verſchiedenſten Arbeiten zu bewundern: wie
ſie junge Bäume knicken, Mahagoniſtämme heran=
bringen
und aufeinanderſchichten, wie ſie Palmen mit

Konſervativen als unſicher angeſehen, ſodaß eine Aen=
derung
in dem Stärkeverhältnis der Parteien zu einander
nur ſehr gering ſein kann, wenn die parlamentariſche Lage
überhaupt nicht ganz genau dieſelbe bleibt wie vor der
Auflöſung. Die konſervative Preſſe vertritt die Auffaſſung,
daß dieſe Wahlen, trotzdem die Liberalen dabei nichts
verlieren, gegen die Regierung entſchieden hätten, ſodaß
unter dieſen Umſtänden der Premierminiſter unmöglich
vor den König treten und die Ernennung einer genügen=
den
Anzahl von Peers verlangen könne. Man hat auf
ſeiten der Liberalen mit einer großen und entſchiedenen
Verſtärkung der Mehrheit gerechnet, ſo führen konſervative
Organe aus, und nur wenn eine ſolche erreicht worden
wäre, könnte von einem Peersſchub die Rede ſein. Die
liberalen Blätter dagegen vertreten den Standpunkt, daß
dieſe Wahlen von neuem ein Vertrauensvotum für die
Regierung bedeuten und daher vollſtändig genügten, um
dem Miniſterium und der liberalen Partei das Recht zu
geben, jene Aufgaben auszuführen, die ſie ſich geſtellt
haben.
Verſchiebung der Königskrönung? Schon
ſeit einigen Tagen gingen in London Gerüchte um, daß
eine Verſchiebung der Königskrönung eintreten werde,
allein man ſchenkte ihnen keinen Glauben, weil politiſche
Gründe, nämlich die innere Lage Englands, vorgeſchoben
wurden. Nun aber heißt es, daß in der königlichen Fa=
milie
ein freudiges Ereignis erwartet werde, und daß aus
dieſem Grunde die Krönungszeremonie zu einem ſpäteren
Zeitpunkte als dem geplanten werde ſtattfinden müſſen.
Spanien.
Franco freigeſprochen. Nach einer Liſſaboner
Drahtmeldung hat das Appellationsgericht einſtimmig zu=
gunſten
Joa Francos und der anderen Mitglieder des ehe=
maligen
Miniſteriums Franco entſchieden, ſie in die Am=
neſtie
eingeſchloſſen und die gegen ſie erhobene Beſchul=
digung
für nichtig erklärt. Für die neue Regierung iſt die=
ſer
Freiſpruch von hoher Bedeutung, da eine Verurteilung
Francos ihr die unverſöhnliche Feindſchaft mächtiger
Kreiſe eingebracht haben würde.
Niederlande.
Die Küſtenverteidigung. In einer an die
Kammern gerichteten Note über die Küſtenverteidigung be=
tont
die Regierung die Notwendigkeit, die Einfahrten zu
den Häfen zu ſchließen, um die Neutralität aufrecht zu
erhalten und einen Angriff von der Seeſeite im Falle eines
Krieges gegen die Niederlande abwehren zu können. Die
Regierung hält an der Neutralität der Schelde feſt, ebenſo
an der Verteidigung des Hafens von Vliſſingen, ſodaß
auch die Befeſtigung Vliſſingens unvermeidlich iſt. Die Re=
gierung
konſtatiert, daß es ſich bei der Befeſtigung um
keine Neuerung handele, ſondern nur um den Erſatz der
vorhandenen ungenügenden Befeſtigungsanlagen von ter
Neuzen und Ellewoutsdijk, die man nach der Befeſtigung
Vliſſingens ſchleifen laſſen werde.
Argentinien.
Präſident Saenz Pena iſt zurückgekehrt und
übernahm die Amtsgeſchäfte wieder. Die Kammer nahm
den Staatshaushalt für 1911 an, in dem die Ausgaben
auf 318 Millionen Peſos Papier feſtgeſetzt und die Ein=
nahmen
zu demſelben Betrage veranſchlagt werden. Ferner
wurde die Ermächtigung erteilt, bis 100 Millionen Staats=
ſchuldſcheine
auszugeben, während die früheren Geſetze, die
die Ausgabe von Schuldſcheinen zur Vornahme öffent=
licher
Arbeiten vorſahen, aufgehoben wurden. Ein Erlaß
des Landwirtſchaftsminiſters erlaubt die Rindviehaus=
fuhr
nach Europa, wenn Geſundheitszertifikate beigebracht
werden.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 14. Dezember.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
empfing Montag vormittag ½11 Uhr im Neuen
Palais den Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing und nach=
mittags
2 Uhr den Geh. Kommerzienrat Frhrn. v. Heyl
zu Herrnsheim.
Uebertragen wurde dem Lehrer Anton May
zu Elsheim, Kreis Bingen, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Zornheim, Kreis Mainz; dem Lehrer
Karl Schmidt zu Vaitshain, Kreis Lauterbach, die
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Dirlammen, in
demelben Kreiſe; dem Lehrer Ludwig Schönmehl zu
Klein=Winternheim, Kreis Mainz, eine Lehrerſtelle an
der Gemeindeſchule zu Elsheim, Kreis Bingen; dem
Lehrer Johannes Wagner zu Zornheim, Kreis Mainz,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Klein= Wintern=
heim
, in demſelben Kreiſe.
A Ergebniſſe der Volkszählung. Die Volkszählung
vom 1. Dezember d. J. hat bekanntlich für unſere Stadt
das auffallende Ergebnis einer gegen die vorherge=
gangenen
Perioden nur mäßigen Bevölkerungszunahme.
gebracht. In 1885 betrug die Zunahme ja auch nur
2534 Köpfe, in 1890 aber ſchon 5096, in 1895 gleich 7346,
in 1900 gleich 8636 und ſie erreichte in 1905 ihren Höhe=
punkt
mit 10742 Köpfen, während bei der diesmaligen
Zählung ſich nur eine Vermehrung von 3852, und wenn
man die vorübergehend auf dem Griesheimer Schieß=
platz
untergebrachten 480 Militärs mitzählt, von 4332
Köpfen ergab. Weiter iſt auffallend das diesmalige
Ueberwiegen der weiblichen Bevölkerung. Unter 86975
diesmal gezählten Einwohnern befinden ſich 42013
männlichen und 44962 weiblichen Geſchlechts, alſo ein
Ueberwiegen des letzteren um 2949 Köpfe, und, wenn
man auch hier die vorübergehend abweſenden 480 Sol=
daten
in Betracht zieht, immer noch um 2469 Köpfe. Und
dies bei einer ſtarken Garniſon und einer ſtark beſuchten
Hochſchule! Das weibliche Geſchlecht hat ja in unſerer
Stadt bis zum Jahre 1895 immer überwogen, und zwar
in 1880 um 973, in 1885 um 1453, in 1890 um 1547 und
in 1895 noch um 397 Köpfe. Bei der Zählung von 1900
aber waren beide Geſchlechter an Zahl nahezu gleich:
36 189 Einwohner männlichen und 36 192 weiblichen Ge=
ſchlechts
, ein Verhältnis, das auch bei der Zählung von
1905 annähernd beſtehen blieb: 41516 Einwohner männ=
lichen
und 41607 weiblichen Geſchlechts. Und nun
dieſes auffallende Ueberwiegen des weiblichen Ge=
ſchlechts
! Aufklärung darüber werden uns unſere
Statiſtiker wohl nicht ſchuldig bleiben.
Hoflieferant. Herrn Kommerzienrat J. Glückert.
wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Landgrafen von Heſſen
der Titel Hoflieferant verliehen.
n. Geh. Hofrat Gundelfinger f. Geſtern morgen iſt
Herr Geh. Hofrat Proſ. Dr. Gundelfinger, ordentl.
Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule in Darmſtadt,
plötzlich geſtorben. In den letzten Jahren litt er an
einer ſchweren Nervenkrankheit, weshalb er ſich im
April 1907 in den Ruheſtand verſetzen ließ. Geh. Hof=
rat
Proſ. Dr. Gundelfinger war am 17. Januar 1846
zu Kirchberg an der Jaxt geboren, ſtudierte erſt Rechts=
wiſſenſchaften
, dann Mathematik in Tübingen, Heidel=
berg
, Königsberg und Gießen und wurde 1867 in Gie=
ßen
zum Dr. phil. promoviert. Nach kurzer Tätigkeit
als Privatlehrer in Stuttgart, ließ er ſich 1869 in =
bingen
als Privatdozent nieder, wurde 1878 außer=
ordentlicher
Profeſſor der Mathematik und ſiedelte 1879
als ordentlicher Profeſſor nach Darmſtadt über. Ex
ſchrieb eine Anzahl wiſſenſchaftlicher Abhandlungen; ſie
finden ſich z. B. in den Berliner akademiſchen Sitzungs=
berichten
, im Journal für die reine und angewandte
Mathematik in den Mathematiſchen Annalen in der
Zeitſchrift für Mathematik und Phyſik u. a. m. Selbſt=
ſtändig
erſchien u. a.: Zur Theorie des ſimultanen
Syſtems einer kubiſchen und einer biquadratiſchen
Form 1869. Ferner gab er 1877 die verbeſſerte und
vermehrte dritte Ausgabe von O. Heſſes Vorleſungen
über analytiſche Geometrie des Raumes heraus.
S. 80. Geburtstag. Am Freitag, den 16. d. Mts.,
begeht ein angeſehener Mitbürger ſeinen 80. Geburts=
tag
, zu dem ihm die beſten Wünſche gewiß von unzäh=
ligen
ſeiner Freunde dargebracht werden. Es iſt dies
der Photograph Wilhelm Rudolph. Ein arbeits=
volles
und erfolgreiches Leben im Berufe und ein in
aller Stille und Beſcheidenheit geſchehenes Wirken für

ihren Zähnen von oben bis unten in zwei Teile ſpalten,
dann viele Zentner wiegende Maſchinenteile ſchleppen
oder die Chauſſeewalze ziehen. Denn zu derartigen
ſchweren Pflichten werden auf Ceylon die Arbeitsele=
fanten
verwandt.
Die Beutegier der Eingeborenen wie die Jagdluſt
der Europäer ein ehemaliger engliſcher Offizier,
Major Rogers, erlegte allein im Laufe eines Jahr=
zehnts
achthundert der Tiere haben tüchtig unter dem
Elefantenbeſtande der Inſel aufgeräumt. Seit einiger
Zeit ſind deshalb ſtrenge Schutzgeſetze erlaſſen, nach
denen nur gegen eine höhere Summe ein Erlaubnis=
ſchein
zur Jagd auf einen Elefanten von der Regie=
rung
, die das unberechtigte Töten ſchwer beſtraft, ver=
abfolgt
wird. Trotzdem wird leider der Tag kommen,
an welchem die Elefanten gänzlich von der idylliſchen
Inſel verſchwunden ſein werden. Noch vor hundert
Jahren war dieſelbe von zahlloſen Herden der Dick=
häuter
bevölkert, ſchon damals hatten die lebend auf den
Markt gebrachten Tiere einen hohen Preis, und wurden
ausgewachſene Exemplare für 4000 Mark nach Indien
verkauft. Die Eingeborenen fingen ſie zu jener Zeit
mittels Fallen, die aus ſtarken Kokosbäumen in drei=
eckiger
Form gebaut waren; in dem einen Winkel war
eine ſchmale Oeffnung, durch die nur ein Elefant auf
einmal gehen und die durch mit Stricken feſt verbunde=
nen
Pfählen verſchloſſen werden konnte. Tauſende von
lärmenden Treibern ſchenchten die Tiere auf, ſchreckten
ſie mit Fackeln und trieben ſie der Falle zu, in der
man oft mehr als hundert fing. Sie wurden dann
einzeln herausgelaſſen und mit ſtarken Seilen an
zahme Elefanten gebunden, die ihnen durch Stöße und
Püffe jede Ungebärdigkeit ſchnell abgewöhnten; hierdurch
und durch Hunger ſoll die Zähmung oft in wenigen
Tagen gelungen ſein. Uebrigens geſchieht der Fang
auch heute noch in faſt ganz gleicher Weiſe.
Während der Kronprinz mit Erfolg auf Alligatoren
jagte, beſuchte ſeine Gemahlin die Ueberreſte der uralten
Hauptſtadt Ceylons, Anuradhapura, die im fünften
Jahrhundert v. Chr. ſchon in großer Blüte ſtand, dann,
durch feindliche Ueberfälle verwüſtet, vom Urwald ver=
ſchlungen
wurde; mehrfach ward ſie im Laufe von zwei=
tauſend
Jahren durch einheimiſche Könige zu neuem
Leben erweckt, darauf abermals von den grünen Pflan=
zenarmen
der Dſchungeln dicht umſponnen, bis im
Jahre 1872 die Engländer mit planmäßig angeſtellten
Nachforſchungen begannen und einen Teil der Bauwerke

freilegten. Aus dieſen erſieht man, wie umfangreich
und prächtig einſt die Stadt geweſen ſein muß mit ihren
ſäulengetragenen, mehrere Stockwerke aufweiſenden
Paläſten, mit ihren Klöſtern, welche die ſeltenſten
Heiligtümer bargen, mit ihren unzähligen, kugelför=
migen
, oben ſpitz ausmündenden Dagobas, von denen
einzelne einen Durchmeſſer von hundert Metern haben,
mit ihren Bädern und Trinkhallen. In einer ſinghale=
ſiſchen
Beſchreibung aus dem ſiebenten Jahrhundert
unſerer Zeitrechnung wird begeiſtert erzählt, daß die
goldenen Zinnen der Tempel und Paläſte am Himmel
glitzern, daß die Straßen mit Bogen überſpannt ſind,
von denen Fahnen herabwehen, daß dieſe Wege in der
Mitte mit weißem Sand beſtreut ſind und rechts und
links von ihnen Vaſen mit Blumen ſtehen und ſich
Niſchen mit lampentragenden Statuen befinden. All
dieſe Pracht hat der noch heute auf einer ummauerten
Plattform ſtehende heilige =Baum, von dem die
Kronprinzeſſin eine photographiſche Aufnahme machte,
geſehen, und noch vieles, vieles mehr, darf man es doch
als feſtſtehend anſehen, daß er im Jahre 245 v. Chr. ge=
pflanzt
wurde.
Die letzten Tage verbrachte das Kronprinzenpaar
in Kandy, das trotz tropiſchen Charakters nicht die
drückende Hitze Colombos hat. Nach, allen Richtungen
hin kann man die herrliche Umgebung des reizend ge=
legenen
Ortes durchſtreifen, immer werden die Ein=
drücke
gleich ſtarke und bezaubernde ſein. Am ſchönſten
im Dumbratal, durch das mit raſchem Gefälle der
Mahawaliſtrom fließt. Zwiſchen den Palmenhainen
breiten ſich einzelne Reisfelder aus, die terraſſenförmig
angelegt, mittels Röhren, durch welche das Waſſer von
kleinen Vergbächen abgeleitet wird, bewäſſert werden,
und auch hier haben Menſchenhände nur wenig die ver=
ſchwenderiſche
Natur zu unterſtützen. Stundenlang
ziehen ſich Kakaoplantagen entlang; ihre baumartigen
Sträucher ſind mit ſchweren, rotbraunen Früchten, die
direkt am Stamm hängen, reich geſeanet, vierzig und
fünfzig zählt man an vielen der Stämme. Am Weg
gelegentlich ein kleines Singhaleſendorf mit ärmlichen
Hütten, dann wieder der ſchweigende Wald oder der von
rieſigen Bambusbüſchen und Farnkräutern eingeſäumte
Strom, während in der Ferne unter den ſtets ſchärfer
hervortretenden Bergen ſich der Adams=Pik machtvoll
erhebt.
Längs der ſeitens der engliſchen Verwaltung ſehr
ſorgſam gehaltenen Straßen trifft man in beſtimmten

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Seite 3.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

das Gemeinwohl in Verbindung mit einem feſten
Charakter und einem überaus liebenswürdigen Weſen
wie zugleich ein reger Sinn für alle Zweige der Kunſt
und Wiſſenſchaft erwarben ihm in allen Schichten der
Bevölkerung warme Freunde. Herr Rudolph war viele
Jahre als Lehrer an der Gewerbeſchule tätig und hat
ſchon 1866, beſonders aber während des Krieges 1870=
1871, ſich als Führer von Sanitätskolonnen hochver=
dient
gemacht; der Turngemeinde Darmſtadt war er
ein ſtets treuer und zuverläſſiger Helfer und Be=
rater
.
* Zur Ehrung für die 25jährige Tätigkeit als
Vorſtandsmitglied und als Mitbegründer der Heſſen=
Naſſauiſchen Baugewerks=Berufsgenoſſenſchaft, Sek=
tion
II, erhielt Herr Maurermeiſter Wilh. Ganß hier
vom Genoſſenſchaftsvorſtande ein künſtleriſches Diplom
überreicht. In der Anſprache des erſten Vorſitzenden,
Herrn Anthes, Frankfurt a. M., wurden die großen
Verdienſte des Jubilars um die Durchführung der
Arbeiterverſicherungsgeſetze, die ſeltene Pflichttreue,
die arbeitsfreudige und ſelbſtloſe Art, in der Herr
Ganß neben ſeinen Berufspflichten dieſes Amt ver=
waltet
hat, gebührend hervorgehoben. Wir wünſchen
dem Jubilar noch eine Reihe Jahre ſegensreicher
Arbeit auf dieſem Gebiete.
Todesfall. Der Major und Abteilungs= Kom=
mandeur
v. Goebel der zweiten Abteilung vom
Artillerie=Regiment Nr. 61 in Babenhauſen iſt geſtern
nacht plötzlich an einem Schlaganfalle verſchieden.
Organiſation des Arbeitsnachweiſss in der Pro=
vinz
Starkenburg. Auf Einladung der Provinzial=
direktion
Starkenburg findet am Samstag, den 17.
Dezember 1910, nachmittags halb 4 Uhr, in dem Rat=
haus
zu Darmſtadt eine Beſprechung ſtatt. Die Tages=
ordnung
umfaßt: 1. Vortrag des Herrn Dr. Schlotter,
Frankfurt a. M., über Zweck und Einrichtung des
Mitteldeutſchen Arbeitsnachweisverbandes. 2. Aus=
bau
der in der Provinz Starkenburg beſtehenden
öffentlichen Arbeits= und Dienſtnachweiſe und Ein=
richtung
neuer Arbeitsnachweiſe. Zu der Beſprechung
ſind eine größere Anzahl von Einladungen an die
Kreisräte der Provinz, die Vertreter ſonſtiger bei der
Sache intereſſierter Behörden, die Mitglieder des
Provinzialtages uſw. ergangen.
Akademiſche Arbeiterunterrichtskurſe. Am Sonn=
tag
, den 11. Dezember, fand die dritte Führung in dieſem
Semeſter ſtatt, und zwar hatte ſie die Beſichtigung der
Heizungs= und Lüftungsanlage, ſowie die Beſichtigung
der Maſchinenhalle der Großherzogl. Techniſchen Hoch=
ſchule
zum Ziel. Es war eine ſehr ſtarke Beteiligung
vorhanden, nahezu 180 Perſonen hatten ſich eingefun=
den
. Drei Aſſiſtenten von Herrn Geh. Baurat Dr.
Gutermuth hatten in dankenswerter Weiſe die Füh=
rungen
in Gruppen übernommen. Den Herren ſei hier
nochmals Dank ausgeſprochen.
m. Zum neuen Südbahnhof ſind die Fahrwege
von Beſſungen aus noch nicht gebaut. Auf wenigen,
nur durch die Arbeiter getretenen Fußpfaden gelangt
man jetzt dorthin. Das Empfangsgebäude, das ein
gutes Stück weſtlich des jetzigen Bahnhofs liegt, iſt
von der Gleishöhe an ſchon prächtig gediehen. Viel
Mauerwerk ſteckt in der Erde. Ueber dem Niveau der
Umgebung iſt es ſchon bis zum zweiten Stock fertig.
Die dabei lagernden geſchnittenen Langhölzer laſſen
auf ein baldiges Aufſchlagen des Dachſtuhlgerüſtes
hoffen. In den zur ebenen Erde liegenden Räumen
finden Warteſäle und Fahrkarten=Ausgabe ihre Unter=
kunft
. Von hier aus führt eine jetzt noch nicht be=
ſtehende
mehrſtufige Treppe auf den Uebergang, der
nach den Gleiſen führt. Der erſte Stock des Empfangs=
gebäudes
dient zur Wohnung. Der Zugang zu den
zwei Gleiſen führt in einem Bogen über das öſtlich
liegende Gleis und iſt aus Beton hergeſtellt. Ein Ab=
gang
führt auf den Bahnſteig, welcher zwiſchen den
zwei einzigen Gleiſen auf den erhöhten Bahnſteig
mündet. Zurzeit werden auf den in Beton hergeſtell=
ten
Brüſtungsmauern aus Backſteinen die Pfeiler er=
richtet
, welche ſpäter die Bedachung des Uebergangs
zu tragen beſtimmt ſind. Der Bahnſteig ſelbſt iſt ſchon
durch die in Beton aufgeführten Mauern in großer
Länge eingegrenzt. An den Mauern ſind zweiſtufige
ſchmale Treppchen für die Bahnbedienſteten eingefügt.
Es iſt alſo auch hier das Beſteigen der Wagen ſo ge=
wahrt
, daß man ohne Stufenſteigen direkt vom Bahn=
ſteig
in den Wagen gelangen kann. Auf den bereits
liegenden Gleiſen wird das Arbeitsmaterial zum Neu=
bau
des Empfangsgebäudes herbeigebracht. Unterhalb

der nächſten ſüdlicher liegenden fertiggeſtellten Brücke
mündet die neue Gleisſtrecke in die ſeitherige ein.
Hanſabund. Man ſchreibt uns: In der letzten
Sitzung des geſchäftsführenden Ausſchuſſes der Bezirks=
gruppe
Darmſtadt des Hanſabundes wurde beſchloſſen, die
ſchon längere Zeit geplante öffentliche Verſamm=
lung
am 22. Januar 1911, nachmittags 5 Uhr, im Kai=
ſerſaal
ſtattfinden zu laſſen. Den Hauptvortag wird einer
der erfolgreichſten Redner des Hanſabundes, Herr Emil
Brandt aus Berlin, über das Thema: Der Weckruf des
Hanſabundes halten. Gleichzeitig wurde beſchloſſen, der
Aufforderung der Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Hanſa=
bundes
zu einem Zuſammenſchluß der verſchiedenen Be=
zirks
= und Ortsgruppen des Rhein=Main=Weſer=Gebietes
zu gemeinſchaftlichem Arbeiten in wichtigen wirtſchaftlichen
Fragen Folge zu leiſten. Mit Genugtuung wurde davon
Kenntnis genommen, daß vom 1. Januar 1911 ab eine
Wochenſchrift des Hanſabundes zu dem außerordentlich
geringen Abonnementspreis von 1,60 Mark pro Jahr bei
freier Zuſtellung herausgegeben werden ſoll. Die anweſen=
den
Herren erklärten ſich ſofort zu einem ſolchen Abonne=
ment
bereit. Es wurde beſchloſſen, die Mitglieder des
Hanſabundes aufzufordern, ſich ebenfalls auf die neue
Wochenſchrift abonnieren zu wollen.
* Hoher Beſuch. Ihre Königl. Hoheiten der Groß=
herzog
und die Großherzogin beſuchten Dienstag früh
das Offenbacher Lederwaren= und Koffer=Spezialhaus
Carl Sans, Schulſtraße 1, und machten daſelbſt grö=
ßere
Einkäufe.
Die Jahresverſammlung des Vereins für
Sammlung von Zigarrenabſchnitten fand am 12. d. M.
in der Reſtauration der Turngemeinde ſtatt. Nach dem
Rechenſchaftsbericht betragen in 1910 die Einnahmen
308,54 Mk., welche beſtehen aus: 1. Ueberweiſung der
Firma Jäger aus dem Ertrage des Grammophon=
Konzertes in dem Kaiſerſaal 20 Mk., 2. Geſchenke von
Ungenannten 15,50 Mk., 3. Separatkiſtchen und zwar:
a) Reſtauration Brauerei Fay 100 Mk., b) Freimaurer=
loge
36,22 Mk., e. Geſellſchaft Permiſſion, Reſtauratton
Heß, Kirchſtraße, 25,50 Mk., d. Reſtauration Sitte
11.50 Mk., e. Deutſch=Oeſterreichiſcher Alpenverein,
Sektion Starkenbura, 5,46 Mk., k. Sechs weitere Stamm=
tiſchkiſtchen
9,45 Mk., 4. Allgemeine Sammelkiſtchen
33,60 Mk., 5. Erlöſe aus Altmetall 12,11 Mk., für 96 Pfd.
Staniol 19,20 Mk., für 40 Pfund Abſchnitte 20 M.,
zuſammen 308,54 Mk.
Es wurden der Kleinkinderſchule, der Privatmädchen=
arbeitsanſtalt
, dem Frauenverein Caritas, dem Eliſa=
bethenſtkft
, den barmherzigen Schweſtern und der Knaben=
arbeitsanſtalt
je 50 Mk., zuſammen 300 Mk., zur Be=
ſchaffung
praktiſcher Weihnachtsgeſchenke überwieſen.
Die Einnahmen des Sammelvereins ſind zurückgegangen,
veranlaßt durch die derzeit beſtehenden zahlreichen Sonder=
ſammelvereine
. Der Vorſtand ſagt allen Sammlern, die
in ſo reger Weiſe beigetragen, das oben bekannt ge=
gebene
Reſultat zu erzielen, ſowie allen Freunden des
Vereins, die in ſo entgegenkommender Weiſe das In=
tereſſe
desſelben gefördert haben, herzlichſten Dank, bittet
um ferneres Wohlwollen und freundliche Unterſtützung.
Ganz beſonderer Dank wird der werten Stammtiſch=
geſellſchaft
der Reſtauration Fay ausgeſprochen, deren
außerordentlich reiche Spende hauptſächlich dazu beige=
tragen
hat, 300 Mk. zur Verteilung gelangen laſſen zu
können. Auch der Geſellſchaft Permiſſion der Frei=
maurerloge
und der Reſtauration Sitte die reiche
Spenden überwieſen, wird beſter Dank abgeſtattet.
Die Herren H. Balzer, A. Kalbfleiſch, Heinrich
Kichler, Poſtſekretär Mühlpfort und J. Weitzel wollen
die Vorſtandsgeſchäfte weiter übernehmen und können
geſammelte Gaben jederzeit an dieſelben abgegeben
werden. Mitgliederkarten ſind bei dem Vorſtand zu
haben; der geringe Beitrag macht den Beitritt zum
Verein jedermann leicht und wird um zahlreiche Be=
teiligung
dringend gebeten. Tiſchgeſellſchaften, welche
ſich für Sammlungen intereſſieren und ein Sammel=
kiſtchen
wünſchen, wollen dem Vorſtand gefälligſt Nach=
richt
geben.
Volksbildungsverein. Der verdiente Führer des
deutſchen Vogelſchutzweſens, Frhr. v. Berlepſch, hält
am Mittwoch, den 14. Dezember, im Fürſtenſaal Gra=
fenſtraße
, einen Lichtbildervortrag über Vogelſchutz,
deſſen Beſuch der Vorſtand des Vereins für Verbreitung
von Volksbildung Mitgliedern und angeſchloſſenen Ver=
einen
warm empfiehlt. Der Vortrag beginnt um 6 Uhr.
Der Zutritt iſt frei.
Struwwelpeter. Der raſche Ausverkauf des Hauſes
für die Aufführung am Mittwoch und die ſtarke Nachfrage

nach Karten, die noch fortwährend erfolgt, haben den Vor=
ſtand
des Evangeliſchen Frauenvereins für den Südweſt=
bezirk
der Stadtgemeinde veranlaßt, die Darſtellung des
Struwwelpeter nächſten Freitag, den 16. Dezem=
ber
, nachmittags ½6 Uhr, im Kaiſerſaal zu ermäßigten
Preiſen zu wiederholen. Wir ſind gewiß, daß dieſe Nach=
richt
von vielen Kindern und Erwachſenen mit großer
Freude aufgenommen wird. (Siehe die heutige Anzeige.)
Internationale Ringkampf=Konkurrenz. Am Mon=
tag
rangen als erſtes Paar Mehmed und Terrikoff.
Obgleich letzterer ein durchaus beachtenswerter Gegner iſt,
ſiegte der Türke ſchon nach 6 Minuten durch Nackenhebel.
Dann gab es einen techniſch ſchönen Kampf zwiſchen dem
ſehnigen Holländer van der Born und Chriſtenſen.
Beide ſind ſich an Figur und Technik vollſtändig gleich,
ſodaß ein Kampf entſtand, der die ganze Schule des grie=
chiſch
=römiſchen Ringkampfes vor Augen führte. Einmal
geriet dieſer, einmal der andere in gefährliche Lagen, je=
doch
gelang es beiden, ſich unter Aufbietung ihrer ganzen
Kraft zu befreien. Nach 20 Minuten wurde der intereſſante
Kampf reſultatlos abgebrochen. Reichlicher Applaus lohnte
die beiden Ringer für den ſchönen Kampf. Recht gut führte
ſich dann der neu eingetretene Halbblut=Indianer Cody
Bil ein, indem es ihm gelang, ſeinen Gegner Bilkan
in 2½ Minuten auf beide Schultern zu werfen. Bilkan
erhielt ſeine vierte Niederlage und ſcheidet infolgedeſſen
aus. Zum Schluß ſiegte Eggeberg über den ſich gut
verteidigenden Debie nach 12 Minuten. Ueber die wei=
teren
Kämpfe ſiehe Inſerat.
Lichtſpielhaus Reſidenz=Theater, am Weißen
Turm. Man ſchreibt uns: Den hochgeſpannten An=
forderungen
, die allerwärts an die Darbietungen
der kinematographiſchen Kunſt geſtellt werden, wird
das Reſidenz=Theater durch ſeine ſchönen Spielpläne
gerecht. Eine unentbehrliche Stätte der Unterhaltung
und Belehrung ſind die Lichtſpiele für alle Geſellſchafts=
kreiſe
geworden. Ihr ſtets neue Anhänger zu ge=
winnen
, iſt das Ziel der Direktion des Reſidenz=
Theaters durch Pflege künſtleriſcher Beſtrebungen.
Der neue Spielplan trägt hierfür ein Wahrzeichen in
der Tragödie: Die Mexikanerin von Mitgliedern
erſter franzöſiſcher Bühnen inſzeniert und dargeſtellt.
Ein weiterer künſtleriſcher Stoff iſt in dem Drama:
Mit der Liebe ſcherzt man nicht in glanzvollem Spiel
bearbeitet. Eine ſatiriſche Komödie: Die Schwieger=
mutter
als Modedame läßt die Beſucher nicht aus
dem Lachen kommen. Von köſtlichem Humor durchweht
iſt auch die Burleske: Johann hat Pferdemedizin ge=
trunken‟
Die Wochenchronik des R.=T. und das
Panorama der Amerikafälle ſind inhaltlich und pho=
tographiſch
muſtergültig. (Siehe Anz.)
A Beerfelden, 12. Dez. Der im April hier neuge=
gründete
Volksbildungsverein hielt geſtern
abend in der Turnhalle ſeine erſte Generalverſammlung
ab. Eingeleitet wurde ſie durch Vorführung von Licht=
bildern
über Zeppelin und ſein Werk durch die Herren
Pfarrer Wahl und Lehrer Schäfer. Nachmittags
war der Jugend Gelegenheit geboten, die Bilder zu
ſehen, und ſie erregten anch das Intereſſe von jung und
alt, da gerade unſer Städtchen noch nie derartigen Be=
ſuch
gehabt hat. Die Vorführungen maren wohlge=
lungen
und dürfte eine Wiederholung mit anderem
Bildermaterial viel Zuſpruch finden. Später folgte die
eigentliche Generalverſammlung. Zunächſt wurden die
Statuten beraten an der Hand ſchon gültiger Statuten
eines ähnlichen Vereins. Mit wenigen Aenderungen
fanden die Vorſchläge Annahme. Die Vorſtandswahl
hatte folgendes Ergebnis: dem ſeitherigen proviſoriſchen
Vorſtand, beſtehend aus den Herren Pfarer Wahl und
den Lehrern Schwartz und Schäfer, wurden noch drei
Herren zugewählt: Tuchfabrikant W. Reimherr, Speng=
lermeiſter
W. Kumpf, Fr. Ihrig zum Mohren. In näch=
ſter
Zeit werden etwa 250 Bände zur Verfügung ſtehen,
die, ſoweit reichend, an Mitglieder und auch an andere
vergeben werden. Der hieſige Verein zählt nun ſchon
über 50 Mitglieder. Hoffentlich gelingt es ihm, weite
Kreiſe für guten Leſeſtoff zu intereſſieren und über=
haupt
für die Beſtrebungen der Volksbildungsbefliſſenen
empfänglich zu machen. Der hieſige Verein iſt dem
Main=Rheiniſchen Verbande angeſchloſſen.
Mainz, 13. Dez. Der Kriminalpolizei gelang es,
am Sonntag morgen bei einer Herbergsreviſion drei
ſchwere Jungen feſtzunehmen. Die drei Bur=
ſchen
waren vollſtändig neu ausſtaffiert. In ihrem Be=
ſitze
wurden Einbrecherwerkzeuge gefunden und einer
davon, der anſcheinend die Reiſekaſſe führte, war noch
im Beſitz von 90 Mark. Das Geld ſtammt, wie ſich

Entfernungen Raſthäuſer an, in deren einem auch das
Kronprinzenpaar während eines Jagdausfluges ge=
weilt
. Dieſe, von der engliſchen Regierung unterhalte=
nen
Unterkunftsſtätten, welche über die ganze Inſel
verſtreut ſind, gewähren den Reiſenden Obdach und Er=
quickung
, beides zu einheitlich feſtgeſetzten Beträgen, die
in dem die Mitte des Häuschens einnehmenden =
zimmer
und in den um das letztere liegenden vier bis
ſechs Schlafgemächern angeſchlagen ſind. Auch ein
Fremdenbuch liegt aus, in das jedermann ſeine Be=
ſchwerden
eintragen kann, man findet aber meiſt lobende
Worte. Und zu dieſen hat man durchaus Veranlaſſung,
denn alles iſt ſauber und freundlich, gut und anſprechend,
und die ſinghaleſiſchen Wirtinnen bedienen liebens=
würdig
und gewandt, zunächſt den Tiſch mit großen,
duftenden Sträußen, deren märchenhafte Blüten und
Blumen raſch im nahen Garten geſchnitten werden,
ſchmückend. Die Preiſe ſind ſehr billige; eine kleinere
Raſt koſtet 12, ein Tag 30, Tag und Nacht 70 Pfennig,
für jedes Bett wird 60 Pfennig gerechnet, für ein kaltes
Bad bezahlt man 15 und für ein warmes Bad 60
Pfennig, und in gleich beſcheidenen Grenzen halten ſich
die Beträge für Speiſen und Getränke.
Bei derartigen Ausflügen konnte das Kronprinzen=
paar
am beſten beobachten, was die Engländer für
Ceylon getan, in deſſen einzelne Verwaltungszweige
auch tüchtige einheimiſche Kräfte aufgenommen ſind.
Den Verkehr aufmerkſam berückſichtigende Straßen in
Länge von über 2000 engliſchen Meilen durchziehen die
Juſel, und wie früher die Eingeborenen verpflichtet
waren, an den von ihren Fürſten angelegten Waſſer=
werken
zu arbeiten, ſo muß jetzt jeder von ihnen, der
zwiſchen 18 und 55 Jahren alt iſt, jährlich ſechs Tage
am Bau und der Erhaltung der öffentlichen Wege tätig
ſein. Die Hauptpunkte des Eilandes ſind bequem mit
der Bahn zu erreichen, der Telegraph reicht faſt überall
hin, und mehr als 300 Poſtämter vermitteln den regen
Briefwechſel; in gutem Zuſtand befindet ſich das Schul=
weſen
, es fehlt nicht an öffentlichen Hoſpitälern, die
Sicherheit iſt überall eine große. Alles iſt getan wor=
den
für Ceylons gedeihliche Zukunft.

Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 12. Dezember.
Des Meeres und der Liebe Wellen
Wl. Als Hero in Grillparzers Liebestragödie Des
Meeres und der Liebe Wellen gaſtierte heute Frl. Agnes
Lehmann aus Freiburg, die unlängſt ſchon die Rolle
der Ismene in der Antigone=Aufführung geſpielt hatte.
Die Direktion des Hoftheaters, die durch das plötzliche und
unvorhergeſehene Ausſcheiden des Frl. Prevoſt in ſo große
Verlegenheit geſetzt worden iſt, muß ſich noch für dieſe
Saiſon nach einem Erſatz umſehen. Frl. Lehmann dürfte
dafür in Ausſicht genommen ſein. Ihr Gaſtſpiel bewies,
daß ſie über ein ſchönes Organ und eine ſehr gute Aus=
ſprache
und Deklamation gebietet. Was man an ihrer
Hero vermißte, war die perſönliche Note das Fehlen
der künſtleriſchen Individualität, die der Darſtellung ein
erhöhtes Intereſſe verleiht. Sie blieb am Konventio=
nellen
, Korrekten und Schulmäßigen haften. So gab es
im Grunde nichts zu tadeln, aber auch nichts, was Begei=
ſterung
zu erwecken geeignet wäre. Frl. Lehmann wird
ihr Gaſtſpiel heute fortſetzen, wir werden alſo Gelegenheit
haben, nochmals darauf zurückzukommen. Die Beſetzung
der übrigen Rollen war dieſelbe wie bei der erſten Auf=
führung
in dieſer Saiſon.

Konzerte.
mm. Eine hohe und herrliche Aufgabe hatte in
ſeinem zweiten Konzert am Montag ſich der Muſik=
verein
mit der ſehr gut gelungenen Aufführung der
D-dur=Meſſe Op. 123 von Ludwig van Beethoven, der
berühmten Missa solemnis, geſtellt. An Groß=
artigkeit
des Ausdrucks kann man dieſem auch im Satz=
gefüge
wunderbaren Werk, das man mit wachſendem
Verſtändnis immer gerne wieder hört, nur Bachs hohe
Meſſe an die Seite ſetzen. Groß und erhaben iſt der
muſikaliſche Ausdruck des Ganzen; das Kyrie eine
Anrufung Gottes, welcher gedrückte Menſchenſeelen
tröſten ſoll, und die Klangwirkungen in dem Zuſam=
mengehen
von Chor= und Soloſtimmen mit der
Orcheſterbegleitung entwickeln ſich ſo ganz ungezwun=
gen
und natürlich, daß dem Hörer der kunſtvolle Satz
eine rein andachtsvolle Seelenſtimmung vermittelt,

ohne durch ſeinen künſtlichen Ban die Sinne auf dieſen
abzulenken.
Den ſo oft vor ihm ſchon von bedeutenden Ton=
ſetzern
komponierten Meßkanon weiß Beethoven muſi
kaliſch ſubjektiv neu auszudeuten, was dem Jubelton
des Gloria und dem für die Kompoſition beſonders
ſchwierigen Credo tonmaleriſch ſehr zu ſtatten
kommt; hier waren die Teile Qui tollis und das zarte
Et incarnatus est von hervorragender Schönheit, an
welcher das Soliſtenquartett, aber auch das Orcheſter
mit ſeinen wunderbaren Klängen der Blasinſtrumente,
die Beethoven mit ſo großem Geſchick zu verwenden
weiß, gleich großen Anteil hatten.
Die aus früheren Oratorienaufführungen beſtens
eingeführten Damen: Frau Alida Noordewie=
Reddingins aus Amſterdam (Sopran) und Frau
Pauline de Haan=Manifarges aus Rotterdam
(Alt), ſowie unſer Hofopernbaſſiſt Herr Stephani
und der Tenor, Herr Kohmann aus Frankfurt, bi
deten ein vortreffliches, wohlklingendes Enſemble, das
ſeiner anſpruchsvollen und in der Höhenlage recht an=
ſtrengenden
Aufgabe glänzend gerecht wurde. Beſon=
ders
gilt dies auch von dem lieblichen, von den reinen
weihevollen Poſannenklängen eingeführten Sanatus
mit dem von einem ernſten Präludium eingeleiteten
Benedietus, bei dem die hellen Töne der Sologeige
in Himmelshöhen hinaufſchweben, Ehrfurcht und Be=
wunderung
ausdrückend.
Hatte bisher der Chor ſchon Großes zu leiſten ge=
habt
, ſo konnte er noch einmal im Osanna in excelsi:
ſeine ganze ſichere Leiſtungsfähigkeit zeigen. Wer das
Werk zum erſten Male hört, wird im Agnus D
von den kriegeriſchen Trompetenſignalen leicht ein
wenig befremdet ſein, denn hier trägt Beethoven in
den Meßtext ein neues Bild hinein; er gibt in ſeinem
Tongemälde eine Anwendung der Worte in Kriegs=
nöten
, den Ruf der geängſteten Seelen nach äußerem
und innerem Frieden; ausklingend in einem ſanften:
Dona nobis pacem‟.

Der Muſikvereinschor leiſtete, wie auch das Hof=
orcheſter
unter Herrn Hofrat de Haans bewährter
und begeiſternder Leitung Vorzügliches. Die Auf=
führung
, welcher auch die Großherzoglichen Herrſchaf=
ten
anwohnten, war eine tadelloſe und der große Saal=
bauſgal
von zahlreichen Kunſtfreunden ſtark beſucht.

[ ][  ][ ]

Seite 4

nachträglich herausſtellte, aus einem Einbruch in Bens=
heim
her, dort fielen den Verhafteten 1200 Mark in die
Hände. Sie ſollen außerdem eine Anzahl Einbrüche in
Konſumgeſchäfte in Darmſtadt und hier ver=
übt
haben. Alle drei ſind ſchon bedeutend vorbeſtraft.
Der eine von den Verhafteten, der 26jährige Schreiner
Peter Hertel aus Merzhofen bei Dieburg, bekannt in
der Verbrecherwelt als der Darmſtädter Peter war
auch hier bei dem Einbruch in ein Kleidergeſchäft Ecke
der Schuſterſtraße und Alte Univerſitätsſtraße beteiligt.
Die beiden anderen Verhafteten ſind der 28jährige
Lackierer Nikolaus A. aus Darmſtadt und der 30 Schloſſer Hans Becker aus Frankfurt. Sie
kamen alle drei ins Unterſuchungsgefängnis.
Worms, 13. Dez. Geſtern abend wurden aus einer un=
verſchloſſenen
Manſarde in einem Hauſe am Neuſatz mit=
tels
Erbrechens eines Koffers ein Geldbetrag von etwa
2000 Mark und eine ſilberne Herrentaſchenuhr zum Nach=
teil
eines ledigen Schneidergeſellen geſtohlen. Der
Täter iſt noch unbekannt.
Gießen, 13. Dez. Wie dem G. A. aus Kaiſerslautern
berichtet wird, ſind dort bei den Eltern Werners und beim
Rechtsanwalt Dr. Tuteur I. Briefe eingegangen, die der
verurteilte junge Werner ſchrieb, nachdem er mit Ober=
ſtaatsanwalt
Lang eine Unterredung gehabt hatte. Der
junge Mann erklärt in den Briefen, daß er das Urteil, ſo
hart es für ihn auch ausgefallen ſei, als gerecht und dem
Geſetz entſprechend anerkennen muß. Er habe allerdings
noch während der Verhandlung gehofft, daß man ihn we=
gen
ſeiner Jugend und der ganzen Verhältniſſe, aus denen
heraus er ein Verbrecher geworden ſei, milder beurteilen
und ihn mit 15 Jahren Zuchthaus würde davon kommen
laſſen. Nachdem das Urteil gefällt ſei, habe er den Wunſch,
deſſen Rechtskraft anzuerkennen. Er bittet ſeine Eltern
und den Verteidiger, ihm darin nicht entgegen zu ſein, ſei=
nem
Entſchluß zuzuſtimmen und jeden Schritt zu unter=
laſſen
, das Unabänderliche durch eine Reviſion beim
Reichsgericht hinauszuſchieben und gegebenenfalls nach
dieſer Richtung bereits unternommene Schritte rückgängig
zu machen. Er habe nach ſeiner Unterredung mit dem
Oberſtaatsanwalt die Ueberzeugung gewonnen, daß dieſer
nach entſprechender Zeit, wenn er (Werner) in der Straf=
anſtalt
ſich gut betrage und zeige, daß er ein anderer und
beſſerer Menſch geworden ſei, ſelbſt dafür eintreten werde,
daß er (Werner) der Welt wieder zurückgegeben wird.
Werner bedankt ſich in ſeinem Briefe beim Verteidiger, was
dieſer für ihn getan hat, er bittet ſeine Eltern, die es ſtets
rechtſchaffen und gut mit ihm gemeint hätten, um Ver=
zeihung
für die Schande, die er ihnen bereitet hat und
hofft, daß er ihnen ſeine Liebe und Dankbarkeit noch be=
weiſen
könne.
Gießen, 13. Dez. Am Samstag nachmittag ver=
haftete
man hier den Schloſſer Philipp SchmidtIII.
aus Frankfurt a. M., einen 24 Jahre alten jungen
Mann, der bei einem älteren Rentner einen Erpreſ=
ſungsverſuch
um 500 Mark unternommen hatte. Der
dieſerhalb geſchriebene Brief war von Schmidt unver=
ſchloſſen
in Abweſenheit des Rentners an deſſen Dienſt=
mädchen
abgegeben worden, die das Schreiben durch=
las
und, von Angſt getrieben, der Nachbarſchaft Mit=
teilung
von der Sache machte. Telephoniſch wurde ſo=
fort
die Polizei in Kenntnis geſetzt, die rechtzeitig dazu
kam, um den Täter, der vor dem Hauſe den Erfolg
ſeines Briefes abwartete, feſtnehmen zu können. Schmidt
gibt an, die Summe verlangt zu haben, weil vor einigen
Jahren der Rentner ihn angeblich zu dem Verbrechen
des § 175 des Str.=G.=B. verleitet habe. Unterſuchung
iſt eingeleitet. (G. A.)
Ober=Mörlen, 13. Dez. Jetzt. kurz vor Weihnachten,
ſind von der engliſchen Millionen=Erbſchaft wieder 6000 M.
Zinſen bei dem Nachlaßverwalter Geck hier eingetroffen
und beſtimmungsgemäß an die Ortsarmen verteilt
worden. Es wurden Beträge von 50100 Mark aus=
bezahlt
. Die Erbſchaft ſtammt von einem in den 30er
Jahren des vorigen Jahrhunderts nach London ausge=
wanderten
Schuhmacher Frank von hier, der es zu einem
bedeutenden Vermögen brachte. Bei ſeinem im Jahre
1887 erfolgten Tode ſetzte er ſeinen Heimatsort als Uni=
verſalerben
ein und zwar aus Dankbarkeit, weil ihm die
frühere Gemeindeverwaltung die Mittel zur Ueberſiedelung
nach London gewährt hatte. Die Gemeinde war ſeinerzeit

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

froh, als ſie auf ſo billige Weiſe den Taugenichts und
Blaumacher los wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Dez. Einen Mord=
verſuch
, der an die Tat des Doppelmörders Tippel
erinnert, dem das Ehepaar Petzke in der Potsdamer=
ſtraße
zum Opfer fiel, verübte geſtern ein Einbrecher
auf den Fabrikanten Goſt in der Zickenſtraße. Der
von dem heimkehrenden Fabrikanten überraſchte Ver=
brecher
gab zwei Revolverſchüſſe auf ihn ab, die aber
glücklicherweiſe ihr Ziel verfehlten. Der Verbrecher
entkam. Ein Straßenräuber, der ſeit über
zwei Monaten im Tiergartenviertel ſein Unweſen
trieb und es namentlich auf weibliche Paſſanten ab=
geſehen
hatte, iſt geſtern abend kurz vor einem neuen
Ueberfall ergriffen und als ein 22 Jahre alte Tech=
niker
aus München feſtgeſtellt worden. Ein
ſchwerer Automobilunfall, der einem
Chauffeur das Leben koſtete, ereignete ſich auf der
Straße von Fürſtenwalde nach Buchholz. Zu einer
Treibjagd, die am Samstag auf der Buchholzer Feld=
mark
ſtattfand, waren die Teilnehmer in drei Auto=
mobilen
nach Berlin gekommen. Ein Chauffeur er=
hielt
auf dem Felde von einem der Jagdgäſte den
Auftrag, von Buchholz nach Fürſtenwalde zu tele=
phonieren
und in einem dortigen Hotel Nachtquar=
tier
zu beſtellen. Der Chauffeur handelte dieſem Be=
fehl
inſofern entgegen, als er nicht telephonierte,
ſondern im Automobil nach Fürſtenwalde fuhr. Als
Begleiter nahm er den Chauffeur des Fabrikbeſitzers
Protzen aus Stralau, namens Paul Paaſchel, mit.
Auf dem Rückweg von Fürſtenwalde mußten ſie %)
der Neuenburger Heide einem Wagen ausweichen.
Dabei gerieten die beiden linken Räder in das teil=
weiſe
aufgeriſſene Pflaſter und gruben ſich tief in
den Sand ein. Paaſchel wurde aus dem Auto ge=
ſchleudert
und erlitt einen Schädelbruch, dem er auf
der Stelle erlag. Der Verunglückte ſtammt aus Rei=
nickendorf
bei Berlin und hinterläßt Frau und Kind.
Unter dem Vorſitz des Landgerichtsdirektors Gockel
begann heute vor der 1. Strafkammer des Land=
gerichts
III der Prozeß wegen der Mißhandlun=
gen
in der Anſtalt Mielezyn bei Gneſen. Ange=
klagt
ſind der Paſtor Breithaupt und acht ehemalige
Wärter reſp. Oberwärter der Anſtalt. Paſtor Breit=
haupt
wird beſchuldigt, in verſchiedenen Fällen Zög=
linge
mittels gefährlicher Werkzeuge mißhandelt, an=
dere
widerrechtlich eingeſperrt und die Mitangeklag=
ten
zu gleichen Vergehen beſtimmt zu haben. Zu der
Verhandlung ſind eine große Reihe von mediziniſchen
Sachverſtändigen und Zeugen, darunter eine Anzahl
ehemaliger und jetziger Fürſorgezöglinge, geladen.
Hamburg, 12. Dez. Die bereits gemeldete Unter=
ſuchung
der Anlagen und Fabrikationsmethoden der
Altonaer Margarinewerke durch eine Kom=
miſſion
unter Führung des Regierungspräſidenten
von Schleswig=Holſtein hat keinerlei poſitive Ergeb=
niſſe
über die Urſache der Erkrankungen in=
folge
des Genuſſes der Margarine Backa geliefert.
Sowohl die Rohmaterialien als die fertige Märga=
rine
gaben zu Beanſtandungen keinen Anlaß. Auch
die Unterſuchungen der konfiszierten Backavorräte in
der ſtädtiſchen chemiſchen Unterſuchungsanſtalt in
Altona, ſowie im Chemiſchen Inſtitut in Hamburg,
die ſeit dem 26. November vorgenommen wurden,
haben keinerlei Reſultate gezeitigt. Auf
Grund eines Todesfalles in Erfurt hatte heute früh
die Kriminalpolizei die Fabrikation bis auf weiteres
unterſagt. Die Staatsanwaltſchaft hat aber dieſes
Verbot wieder aufgehoben und auch die er=
wähnte
Kommiſſion hat der Fabrik die Erlaubnis
zur weiteren Produktion und Verſendung erteilt.
Inzwiſchen hat übrigens die Fabrik infolge des ſtar=
ken
Rückganges des Konſums ſich genötigt geſehen,
die Produktion weſentlich einzuſchränken und hat be=
reits
am Samstag 150 Arbeiter entlaſſen.
Woldenberg, 12. Dez. Der Herausgeber der
Wahrheit, Reichstagsabgeordneter Wilhelm Bruhn,
traf heute in Woldenberg in der Neumark ein, um
in einer von ſeinen Freunden veranſtalteten Volks=

verſammlung der erſten nach Beendigung des
Prozeſſes , zu ſeinen Anhängern zu ſprechen. Die
Verſammlung verlief aber für Herrn Bruhn ſehr un=
angenehm
. Es kam zu großen Tumulten. Man drang
mit Stühlen auf ihn ein und wollte ihn von der
Rednertribüne herunterreißen. Schließlich mußte er
ſich unter dem Schutze der Polizei entfernen.
Aus der Schweiz, 13. Dez. Die elektriſche Bahn
über den Bernina=Paß wurde durch gewaltige
Lawinenſchläge an drei Stellen unterbrochen.
Eine proviſoriſch eingerichtete Schlittenpoſt=Expedition
brauchte drei Tage, um von Pontreſina über den Berg
zu kommen. Der Neuſchnee liegt drei Meter hoch,
Mailand, 13. Dez. Die Zeitungen bringen be=
ruhigende
Nachrichten über das Unwetter in der
Lombardei. Der Blona und ſein Nebenfluß Boz=
zente
, Prov. Como, ſind in ihr Bett zurückgetreten. Der
Po bedroht noch einige Orte bei Pavia, beſonders Cam=
bio
, wo die Häuſer von den Fluten umſpült werden,
und in Mantua, wo das Waſſer bedrohlicherweiſe ſteigt.
Die Truppen bewachen die bedrohten Orte.
Lille, 13. Dez. Die Polizei verhaftete geſtern=
abend
die beiden deutſchen Bankbeamten Krauſe und Gieſe,
die vor kurzem der Deutſchen Bank 73500 Mark entwen=
det
hatten. Nachdem ſie ſich in England und Belgien auf=
gehalten
, waren ſie vor fünf Tagen nach Lille gekommen
und hatten hier unter falſchem Namen Wohnung genom=
men
. Sie begingen die Unklugheit, zum erſten Male an
ihre Frauen unter Angabe ihrer Adreſſen zu ſchreiben. Die
Berliner Staatsanwaltſchaft wandte ſich telegraphiſch an
diejenige von Lille, die die beiden Defraudanten verhaften
ließ. Krauſe und Gieſe hatten 575 Franken bei ſich.
London, 13. Dez. In der Picadiniſtraße, einer der
Hauptverkehrsſtraßen des Londoner Weſtens, ſtießen,
wie ſchon gemeldet, zwei Londoner Automobil=
Omnibuſſe, die voll beſetzt waren, mit furchtbarer
Gewalt zuſammen und wurden zertrümmert. Der
Führer des einen Automobils wurde mit gebrochenen
Gliedmaßen ins Hoſpital gebracht, ebenfalls dahin muß=
ten
auch eine Anzahl Paſſagiere überführt werden,
welche erhebliche Verletzungen davongetragen haben.
Petersburg, 13 Dez. Zu den Zeitungsnachrichten
über die Mißhandlungen der Sträflinge
in den Gefängniſſen von Serentui und Wologda=
wird
amtlich mitgeteilt: Die Gefängnisverwaltung er=
hielt
die Nachricht, daß die revolutionären Organiſa=
tionen
große Geldſummen auftrieben zur Vorbereitung
einer Maſſenflucht politiſcher Sträflinge, beſonders im
Nertſchinskgebiete, wo Serentui liegt. Ein im Gefäng=
nis
von Serentui internierter Zwangsarbeiter erhielt
eine Poſtſendung, welche ein größeres Quantum Gift
enthielt, vermutlich zur Vergiftung der Aufſeher und
der Wache. Sſaſonoff erhielt unter Eßwaren ein
Buch zugeſandt, in dem fünfhundert Rubel verborgen
waren. Durch die Unterſuchung wurde feſtgeſtellt, daß
das Geld für die Befreiung einiger politiſcher Gefange=
ner
beſtimmt war. Dieſe Tatſachen bewogen die Ver=
waltung
, die Ueberwachung der Gefängniſſe im Ner=
tſchinskgebiet
zu verſtärken und den Verkehr der
Sträflinge mit der Außenwelt zu verhindern. Am 10.
November ordnete der Chef des Gefängniſſes von Se=
rentui
auf Grund des Statuts die körperliche Beſtraf=
ung
zweier Sträflinge an. Als Proteſt dagegen ſchnit=
ten
ſich drei Sträflinge die Pulsadern auf, drei andere,
darunter Sſaſonoff, nahmen Morphium; Sſaſonoff iſt
geſtorben. Faſt alle politiſchen Gefangenen verlangen
Aenderung der Beſtimmungen über die Körperſtrafen
und andere Erleichterungen des Gefängnisſtatus, und
beſchloſſen zur Durchführung ihrer Forderungen den
Hungerſtreik. Im Gefängniſſe zu Wologda weigerten
ſich am 28. November die Sträflinge, an die Arbeit zu
gehen und verlangten Fleiſchſpeiſe, ſtatt der ihnen vor=
geſetzten
Faſtenſpeiſe. Nach vier Tagen, nachdem ihnen
mit der Körperſtrafe gedroht worden war, nahmen ſie
die Arbeit wieder auf; ein Sträfling wurde jedoch in
verſchärfte Haft geſetzt. Die Arbeitsgenoſſen leiſteten
darauf den Aufſehern Widerſtand, erhoben Lärm und
ſchlugen die Türen ein. Infolgedeeſſn wurden 59
Sträflinge auf Anordnung der Gefängnisinſpektion
mit Ruten gezüchtigt. Der Juſtizminiſter ordnete Feſt=
ſtellung
des Tatbeſtandes und ſtrenge Unterſuchung an.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Ludwig Deſſoir. (Zum 100. Geburtstag,
15. Dezember.) Die Nachwelt, die trotz Schillers Wort
dem Mimen ſo gerne Kränze flicht, wird ſich an ſeinem
100. Geburtstag auch eines Charakterdarſtellers er=
innern
, der zu ſeiner Zeit auf den Höhen der Kunſt
und des Ruhmes ſtand. Ludwig Deſſoir, der gefeierte
Liebling des Berliner Publikums in den 50er und 60er
Jahren, den ſeine Verehrer wohl gar einen Michel=
angelo
der Schauſpielkunſt nannten, war eine für ſeine
Zeit ſo charakteriſtiſche Erſcheinung, war ein ſo bedeut=
ſamer
Typus des Schauſpielers, daß ein eigenartiger
kulturgeſchichtlicher und theaterpſychologiſcher Reiz von
ſeiner Perſönlichkeit ausgeht. Was ihm an Unmittel=
barkeit
der ſinnlichen Anſchauung und genialer Kraft
des Geſtalters fehlte, wußte er durch ein höchſt ſcharf=
ſinniges
Eindringen in den Geiſt der Dichtung und un=
ermüdliche
Ausdauer des Studiums zu erſetzen. So
ward er der Günſtling jener Philoſophen und Aeſthetiker,
die damals ihre allein maßgebende Auffaſſung Shake=
ſpeareſcher
und Schillerſcher Geſtalten dem Publikum
predigten, eines Gervinus und Rötſcher, die ihre eige=
nen
aus der Lektüre geborenen Schemen in Deſſoirs
grübleriſch=nachdenklichen, von des Gedankens Bläſſe
angekränkelten Figuren auf der Bühne verkörpert
ſahen. Und die Generation, die nach den Enttäuſchun=
gen
der Revolution von 1848 in dumpfer Verzweiflung
und brütender Gärung befangen war, fand in dem
reflektierenden, ſchwerblütig düſtern Künſtler den Aus=
druck
ihres eigenen Fühlens, hörte in dem Kellerton
ſeines gepreßten Pathos die zaghaften Hoffnungen und
die unterdrückten Anklagen, die ſie ſelbſt erfüllten. Deſ=
ſoir
war die ſinnliche Farbenfülle und die glutvolle
Anſchaulichkeit einer wahrhaft genialen Phantaſie ver=
ſagt
; dafür ſchuf er ſcharf geprägte, bis in alle Einzel=
heiten
fein ausgearbeitete Charakterſtudien, die eine
beſtimmte Auffaſſung logiſch und konſequent durchführ=
ten
. Seine berühmteſten Rollen waren der Othello
und der Narziß in dem Drama Brachvogels, das da=
mals
das höchſte Aufſehen erregte. Durch ſeinen Othello
wollte Deſſoir ſeinen deutſchen Ruhm zu einem inter=
nationalen
umwandeln, indem er in dieſer Rolle ſich
bei ſeiner mit Emil Devrient unternommenen Lon=
doner
Tournee den Engländern vorſtellte, hatte hier
aber einen Mißerfolg zu verzeichnen. Deſſoirs Ver=
zweiflung
über dieſen Mißerfolg kannte keine Grenzen.
Seinen größten Erfolg errang er als Narziß. Der da=
mals
noch ganz unbekannte, in den ärmlichſten Ver=
hältniſſen
lebende Brachvogel war mit ſeinem Drama

lange von Tür zu Tür gegangen; niemand hatte ſich
für das Stück erwärmen können. Nur Deſſoir erkannte
die Wirkſamkeit des Werkes und ſetzte ſeine Annahme
am Berliner Königlichen Theater durch. Die anderen
Schauſpieler wollten ſich auch auf den Proben durchaus
nicht mit dem holprigen und zerfahrenen Stil befreun=
den
; allein Deſſoir verhalf durch ſein meiſterhaftes
Spiel dem Stück zu einem enormen Erfolg und ſich
ſelbſt zu einer Rolle, mit der ſein Name für immer ver=
knüpft
ſein wird.
* * Franz König . Der berühmte Chirurg, Geh.
Med.=Rat Prof. Dr. Franz König, iſt, wie ſchon gemel=
det
, an den Folgen einer Lungenentzündung in der
Berliner Charité geſtorben. 1832 zu Rotenburg an
der Fulda als Sohn des Leibarztes des Landgrafen von
Heſſen=Rotenburg geboren, ſtudierte er in Marburg und
Berlin. 1856 beſtand er in Kaſſel die Staatsprüfung,
wurde dann Aſſiſtent an verſchiedenen Kliniken und
Heilanſtalten und ließ ſich 1859 als praktiſcher Arzt in
Homberg in Heſſen nieder. 1860 ward ihm in Hanau
die chirurgiſche Abteilung des Krankenhauſes übertra=
gen
. Hier hat er ſich, trotz der Enge der Verhältniſſe,
ſo ausgezeichnet bewährt, daß er die Aufmerkſamkeit
der Fachkreiſe erregte und 1869, ohne je Privatdozent
oder außerordentlicher Profeſſor geweſen zu ſein, als
Ordinarius an die Univerſität Roſtock berufen wurde.
Während des deutſch=franzöſiſchen Krieges war er neben
Geheimrat Esmarch im Berliner Barackenlazarett auf
dem Tempelhofer Feld tätig. 1875 folgte König einem
Rufe nach Göttingen, wo er zwei volle Jahrzehnte
mit ſegensreichem Erfolg= gewirkt hat. Als im Jahre
1882 der Ruf an ihn erging, als Nachfolger von Langen=
beck
an die Univerſität Berlin zu kommen, lehnte
er infolge von Kränklichkeit ab; als aber 13 Jahre
ſpäter, nach dem Tode des Prof. v. Bardeleben, der Ber=
liner
Ruf abermals an ihn erging, ließ er ſich bereit=
finden
, den ehrenvollen Antrag anzunehmen.

Kleines Feuilleton.
* Halt, Zügle! Von einem niedlichen Idyll auf
einer Nebenbahn nach dem badiſchen Meckesheim weiß
ein Leſer der Schwetzinger Zeitung das Folgende zu be=
richten
. Auf der Station B. gab es unerwartet Aufent=
halt
. Da das Zügle etwas gar zu lange anhält und
die Paſſagiere bereits unruhig zu werden beginnen,
ſetzt es ſich eben in Bewegung, aber nach rückwärts.
Trotz eifrigen Spähens iſt kein Wagen, der angehängt
werden ſoll, oder ſonſt ein Grund des Rückwärtsmanö=

vers erſichtlich. Da hält das Zügle mit einem Ruck und
nun klärt ſich die Sache: Auf der unweit gelegenen An=
höhe
ſteht ein Photograph, der aus Leibeskräften ruft
und winkt: Halt! Das Zügle ſollte doch nicht weiter
zurückfahren, als es für eine wirklich ſchöne Aufnahme
notwendig war. Inzwiſchen war auch der Stationsvor=
ſteher
mit Familie im Sonntagsſtaate auf dem Perron
erſchienen und die Bedienſteten nehmen im Zuge mög=
lichſt
vorteilhafte Stellungen ein der Photograph iſt
noch nicht zufrieden. Dhun Se Ihrn dicke Kopp uff
de Seit, Se g’heere net zum Perſonal! alſo ruft er
väterlich einem vorwitzigen Reiſenden zu. Jetzt aber
klappt es. Befriedigt ſchmunzelnd packt der Photograph
den Apparat zuſammen und winkt ganz wie ein Zug=
meiſter
zur Abfahrt, worauf das Zügle mit etwa 20
Minuten Verſpätung abdampft.
* Der Vertreter im Gefängnis. Der Ar=
beiter
Gollin in Berlin, der rechtskräftig zu vier Wochen
Gefängnis verurteilt worden war, wurde vor vier
Wochen zum Strafantritt aufgefordert. Da er gerade
eine gute Stellung hatte, die er durch Verbüßung der
Strafe verloren hätte, wußte er ſeinen Freund, den
Arbeiter Bendler, der zurzeit arbeitslos war, für eine
Entſchädigung von 30 Mark zu beſtimmen, für ihn die
Strafe abzuſitzen. Beide fuhren eines Tages nach Tegel
hinaus. Vor dem Strafgefängnis angekommen, ſetzte
Gollin die Glocke in Bewegung Er ſah dann ſeinen
Freund in die geöffnete Pforte eintreten und drückte
ſich ſchleunigſt. Bendler verbüßte als Gollin die Ge=
fängnisſtrafe
. Einen Tag vor der Entlaſſung kam der
Schwindel jedoch durch Zufall an den Tag. B. hatte
nämlich den Geburtstag ſeines Freundes vergeſſen und
konnte darüber keine Auskunft geben. Die Folge iſt
nun, daß Gollin die vier Wochen doch noch abbrummen
muß, und daß gegen beide Freunde dann Anklage wegen
Urkundenfälſchung und Betrugs erhoben wird.
* Schwimmbad und Denkmal. Aus Halle
wird der Täglichen Rundſchau geſchrieben: Der Ausſchuß
zur Errichtung eines Denkmals für Kaiſer Friedrich hat
ſich an den allgemeinen Studentenausſchuß der Univerſität
Halle mit der Bitte gewandt, die Errichtung des Denk=
mals
durch Veranſtaltung von Feſtlichkeiten und Vor=
trägen
zu fördern. Der allgemeine Studentenausſchuß aber
hat dieſes Erſuchen abgelehnt mit der Begründung, daß
Halle ohnehin zu viel Denkmäler habe und daß es zweck=
mäßiger
ſei, ein Hallenſchwimmbad zu errichten, da hier
ein ſolches nicht vorhanden ſei. Man könne ja dem Bad
den Namen Kaiſer Friedrichs geben. Praktiſche Leute!

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Seite 5.

Winnipeg, 12. Dez. Nach den endgültigen Feſtſtel=
lungen
wurden durch die Exploſion in den weſt=
kanadiſchen
Bergwerken 31 Bergleute getötet.

Zweite Kammer der Stände.
73. Sitzung.
St. Darmſtadt, 13. Dezember.
Am Regierungstiſch: Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat Beſt.
Präſident Haas eröffnet die Sitzung um 10,20
Uhr und bittet die Herren dringend, doch recht voll=
zählig
zu den Beratungen zu erſcheinen. Auch jetzt
ſei das Haus wieder ſehr ſchlecht beſucht. Das dürfe
nicht ſo weiter gehen und es ſähe ſehr ſchlecht aus,
wenn bei einem derart wichtigen Beratungsgegen=
ſtand
nach außen hin ein mangelhaftes Intereſſe doku=
mentiert
werde. Er werde es in Zukunft der Ent=
ſcheidung
der Kammer anheimſtellen, ob ſie einen Ab=
geordneten
als entſchuldigt anſehen wolle oder nicht.
Es wird dann in die Tagesordnung eingetreten
und die Beratung des Geſetzentwurfs,
die Städteordnung
betreffend, bei Art. 2 fortgeſetzt. Auf eine Anreg=
ung
des Abg. Dr. Gläſſing gibt Miniſter des
Innern v. Hombergk zu Vach die Erklärung ab,
daß die Regierung im allgemeinen mit den
Ausführungen, wie ſie im Ausſchußbericht nieder=
gelegt
ſind, einverſtanden ſei. Ihre abweichende An=
ſicht
wird ſie zur Geltung bringen bei den einzelnen
Paragraphen. Es kann ſich dieſe Erklärung aber nur
auf die allgemeinen, prinzipiellen Ausführungen be=
ziehen
und es ſoll damit nicht geſagt ſein, daß ſie mit
jedem einzelnen Satz einverſtanden iſt.
Abg. Ulrich ſtellt feſt, daß für die Ausſchuß=
mehrheit
es als feſtſtehend gelte, daß die Regierung
ſich mit der Anſchauung der Ausſchußmehrheit ein=
verſtanden
erklärt habe; nur in dieſer Vorausſetzung
ſei die Mehrheit mit dem Ausſchußbericht zufrieden
geweſen. Nach dieſer Erklärung ſei er aber der Mein=
ung
, daß die Ausſchußmehrheit ſehr vorſichtig ſein
ſollte.
Die Artikel 2 bis 64 werden ſodann ohne, bezw.
ohne weſentliche Debatte nach den Anträgen des Aus=
ſchuſſes
angenommen. Zu Art. 65 beantragt Abg.
Reh eine Aenderung, nach der bei Stadtverordneten=
wahlen
die Stadtverordnetenverſammlung allein das
Recht haben ſoll, über Gültigkeit oder Ungültigkeit
der Wahl zu entſcheiden. Geheimerat Beſt meint,
ſelbſt wenn man dieſem Antrage ſtattgeben würde,
müßte dem Kreisrat das Recht gewahrt bleiben, von
Amts wegen die Wahl eventuell anzufechten. Redner
begründet das im weſentlichen damit, daß doch event.
für die Entſcheidung irgend einer Partei in der
Stadtverordnetenverſammlung politiſche Gründe
maßgebend ſein könnten. Die Prüfung der Akten
uſw. würde nach dem Antrag Reh ſehr zeitraubend
und kompliziert ſein.
Abg. Mölthan meint, der Antrag Reh habe
zwar für alle, die das Selbſtverwaltungsrecht der
Gemeinden ſtärken wollen, etwas Beſtechendes, jedoch
ſei er praktiſch ſchwer durchführbar und empfehle ſich
die Annahme der Ausſchußfaſſung. Auch Abg. Dr.
Gläſſing meint, die Kontrolle bezw. das Einſpruchs=
recht
der vorgeſetzten Behörde dürfe nicht ausgeſchaltet
werden aus praktiſchen Gründen. Abg. Ulrich
meint, eine objektive Entſcheidung könne man auch
von einem politiſchen Beamten nicht erwarten, daher
ſei es ganz gleich, ob politiſche Rückſichten maßgebend
ſind oder nicht.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz. ſtellt feſt, daß der Abg. Ulrich ſich im Irrtum be=
findet
, wenn er meine, der Kreisrat habe zu entſchei=
den
. Die Entſcheidung liegt beim Kreisausſchuß, in
zweiter Inſtanz beim Provinzialausſchuß und dann
beim Miniſterium. Schließlich könnten noch die Ge=
richte
ſprechen. Es ſei alſo ſicher Gewähr dafür ge=
boten
, daß objektiv geurteilt werde. Uebrigens müſſe
er die Kreisräte gegen den Vorwurf Ulrichs, daß ſie
parteiiſch urteilen, in Schutz nehmen.
Der Ausſchuß war einig in der Auffaſſung, daß
der Kreisrat mit Energie eine Wahl zu bean=
ſtanden
habe, wenn erhebliche Geſetzwidrigkeiten vor=
liegen
oder das Wahlergebnis in unlauterer Weiſe
beeinflußt wurde. Auch das Geben von freien Ge=
tränken
und Speiſen vor der Wahl wurde als eine
erhebliche Geſetzwidrigkeit bezeichnet. Der Kreisrat
habe in ſolchen Fällen die Verpflichtung, die Wahl
von Amts wegen zu beanſtanden.
Nach weiterer längerer Debatte der Abgg. Reh,
Ulrich, Zuckmayer und Schmitt wird der
Artikel in der Ausſchußfaſſung angenommen.
Die Artikel 66 bis 79 werden debattelos ange=
nommen
. Zu Artikel 80 haben die Sozialdemokraten
und Freiſinnigen namentliche Abſtimmung
beantragt. Artikel 80 lautet: 1. Die Wahl des Bür=
germeiſters
und der Beigeordneten bedarf Unſerer
Beſtätigung. 2. Durch die Erteflung der Beſtäti=
gung
erwerben die zum Bürgermeiſter oder zu beſol=
deten
Beigeordneten gewählten nicht heſſiſchen Staats=
angehörigen
die heſſiſche Staatsangehörigkeit nach
Maßgabe des Reichsgeſetzes über die Erwerbung und
den Verluſt der Bundes= und Staatsangehörigkeit
vom 1. Juni 1870.
Abg. Ulrich hatte hierzu Abſchaffung der
Beſtätigung beantragt. Der Antrag war abgelehnt
worden. Gegen den Artikel ſtimmen die neun Abge=
ordneten
Berthold, Gutfleiſch, Joutz, Köhler, Orb, Reh,
Raab, Ulrich und Wolf=Gonſenheim. Der Artikel
wird in der Faſſung der Regierungsvorlage ange=
nommen
.
Debattelos angenommen werden die Artikel 81
bis 98.
Zu Artikel 98 a beantragt Abg. Pennrich Strich
des Abſatzes 4, nach dem die Genehmigung des
Kreisrats erforderlich iſt zu Verträgen, durch
welche Dritten Rechte auf Verſorgung der Stadtge=
meinde
oder ihrer Angehörigen mit Waſſer, Kraft,
Licht, Heizung, oder Rechte in Bezug auf Transport=
und Verkehrsweſen eingeräumt werden ſollen. Abg.
Reh beantragt Strich des ganzen Art. 88a.
Geheimerat Beſt tritt dem entgegen. Die Re=
gierung
könne derart wichtige Aufſichtsrechte nicht aus
der Hand geben, da ſie ein lebhaftes Intereſſe an dem
Wohlergehen der Städte habe, die Teile des Staates
ſeien und nicht, wie von der Linken geſagt werde,
Republiken. Man müſſe verhindern, daß einzelne
Gemeinden Unternehmern das Recht einräumen, auf
Jahrzehnte hinaus über die Ortsſtraßen zu verfügen
und eventuell zum Beiſpiel jede andere Beleuchtungs=
art
ausſchalten. Nach dem heutigen Stande der
Technik erfolge die Verſorgung der Gemeinden mit
elektriſcher Energie am beſten durch Ueberlandzentra=
len
. Abg. Dr. Gläſſing ſpricht ſich ſehr energiſch

gegen den Antrag Reh aus und tritt für den Aus=
ſchußantrag
ein, der eine Erweiterung der Selbſtver=
waltung
bedeutet und auch einen Schutz für die Städte.
Abg. Dr. Schmitt wendet ſich gegen folgenden
Abſatz III des Artikels 98:
III. Wird eine nach Abſatz 1 Nr. 14 erforderliche
Genehmigung nicht oder nur bedingungsweiſe erteilt,
ſo iſt dagegen innerhalb einer Friſt von zwei Wochen,
vom Ablauf des Tages der ergangenen Entſchließung
an gerechnet, Beſchwerde an den Provinzialausſchuß
und gegen deſſen Beſchluß innerhalb der gleichen Friſt
weitere Beſchwerde an das Miniſterium des Innern
zuläſſig. Die zweiwöchige Friſt beginnt mit dem Ab=
lauf
des Tages der Zuſtellung des mit Gründen zu
uerſehenen Beſchluſſes. Die weitere Beſchwerde ſteht
auch dem Kreisrat zu.
Dieſer Abſatz ſei unannehmbar, weil unter allen
Umſtänden das Miniſterium als Entſcheidungs= reſp.
Rekursinſtanz ausgeſchaltet werden ſoll. Er bittet,
ihn zu ſtreichen und dafür das Verwaltungsſtreitver=
fahren
zu ſetzen. Abg. Pennrich zieht ſeinen An=
trag
zurück.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz. findet den Antrag Schmitt beachtenswert, doch
ſchlägt die Regierung vor, dann den Provinzialausſchuß
Entſcheidungsinſtanz ſein zu laſſen. Nach weiterer
Debatte wird ein Antrag Korell angenommen, den
ganzen Artikel 98a nochmals an den Ausſchuß
zurückzuverweiſen. Dafür ſtellt Abg. Schmitt
den Antrag auf zweite Leſung des Artikels 98, der
angenommen wird.
Debattelos in der Ausſchußfaſſung angenommen
werden die Artikel 99 bis 106. Zu Artikel 107, der die
Beſchlußfähigkeit betrifft, beantragt Abg. Dr. Gläſ=
ſing
, dieſen Artikel dahin zu ändern, daß die Stadt=
verordnetenverſammlung
nur bei der Beſchlußfaſſung
beſchlußfähig zu ſein braucht, und nicht für den Beginn
der Verſammlung. Der Antrag wird ange=
nommen
.
Zu Artikel 108 beantragt Abg. Zuckmayer, den
Beigeordneten nur Sitz, aber nicht Stimme in den
Stadtverordnetenverſammlungen zuzuſprechen. Ge=
heimerat
Beſt tritt dem entgegen mit der Begründ=
ung
, daß die Herren, die die Beſchlüſſe der Stadtver=
ordnetenverſammlung
ausführen müſſen, auch an der
Beratung dieſer Beſchlüſſe teil haben ſollen. Wenn
die Verhältniſſe ſo liegen, daß man von der Abſtim=
mung
der Beigeordneten Nachteile zu erwarten hat,
dann iſt es ſchon beſſer, die Magiſtratsverfaſſung ein=
zuführen
. Abg. Gläſſing ſpricht ebenfalls gegen
den Antrag Zuckmayer, der dann abgelehnt wird.
Der Ausſchußantrag wird angenommen. Debattelos
erledigt werden die Artikel bis 124. Artikel 125 wird
an den Ausſchuß zurückverwieſen. Artikel 125a
bis 164 werden angenommen. Artikel 165 wird zu=
rückverwieſen
.
Nach längerer Geſchäftsordnungsdebatte wird die
Sitzung kurz vor 2 Uhr geſchloſſen. Nächſte
Sitzung Mittwoch 9 Uhr.

Der Moabiter Krawallprozeß.
Berlin, 12. Dez. Der charakteriſtiſche Fall des
Angeklagten Gaſtwirt Pilz, in deſſen Lokal die Ar=
beitswilligen
unter Billigung des Wirts von Strei=
kenden
verprügelt worden ſein ſollen, ſteht heute wie=
der
im Mittelpunkte der Erörterungen. Rechtsanwalt
Liebknecht ſtellt den Antrag, auch Pilz aus der Unter=
ſuchungshaft
zu entlaſſen. Der Fall Wellſchmidt ſei
in ſich zuſammengefallen und ſonſt liege Pilz nichts
zur Laſt. Eventuell ſei der Angeklagte bereit, eine
Kaution zu ſtellen. Der Vorſitzende Landgerichtsdirek=
tor
Lieber weiſt die Verteidigung darauf hin, daß
damit der 53. Antrag eingegangen ſei, über
den das Gericht noch zu befinden habe. Er bitte um
Nachprüfung dieſer einzelnen Anträge während der
Pauſe, damit man nicht ins Unendliche verhandele.
Rechtsanwalt Heine: Das würde auch nicht im Inter=
eſſe
der Angeklagten liegen. Aber nach der Rede des
Reichskanzlers Vorſ. (unterbrechend): Darauf kön=
nen
wir hier nicht eingehen. Rechtsanwalt Heine:
Der Herr Reichskanzler iſt aber auf dieſen Prozeß ein=
gegangen
und, obwohl ich überzeugt bin, daß ſeine
Ausführungen für das Gericht von keinem Einfluß
ſein werden, da es ausſchließlich die Beweisaufnahme
zu würdigen hat, ſo muß ich doch darauf hinweiſen,
daß die Staatsanwaltſchaft an die Beweisaufnahme
nicht gebunden iſt, zumal, wenn der oberſte Hüter der
Reichsverfaſſung bereits jetzt zu einem Urteil gekom=
men
iſt, wo dieſer Prozeß noch ſchwebt. Er hat geſagt,
daß alle Polizeibeamten ihre Schuldigkeit getan haben.
Hiergegen aber richten ſich unſere Beweisanträge, die
wir nach dieſer Richtung hin noch beliebig ausdehnen
könnten. Der Staatsanwalt als Untergebener des
Miniſterpräſidenten bleibt angeſichts ſolcher Ausführ=
ungen
nicht unbeeinflußt. Glaubt der Herr Staats=
anwalt
, daß der Herr Reichskanzler wirklich etwas
von der Integrität der Schutzleute weiß, ſo mag er
ihn als Zeuge laden. Wir glauben das nicht und
haben deshalb keine Anträge zu ſtellen. Staatsanwalt
Steinbrecht: Auch für die Staatsanwaltſchaft iſt nur
das maßgebend, was hier vorgekommen iſt. Rechts=
anwalt
Heinemann wendet ſich dann auch gegen den
Reichskanzler, der durch ſeine Ausführungen geradezu
zu einer Ausdehnung der Beweisaufnahme zwinge.
Rechtsanwlt Cohn meint, es ſei wohl am beſten, den
Reichskanzler einfach als Zeugen zu laden, damit er
dem Gericht erzähle, auf welcher Baſis er zu ſeinem
günſtigen Urteil über die Berliner Polizei gekommen
ſei. Der Vorſitzende giebt darauf die Erklärung ab,
daß das Gericht keinesfalls etwas anderes bei ſeiner
Urteilsfällung erwägen werde, als was im Gerichts=
ſaal
vorgekommen ſei. Im Anſchluß an dieſen Zwi=
ſchenfall
wurde dann die Beweisaufnahme zu dem all=
gemeinen
Teil fortgeſetzt und die weiteren Verhand=
lungen
auf morgen früh vertagt.

Luftſchiffahrt.

* Berlin, 13. Dez. Der Aviatiker Thelen war
geſtern nachmittag mit der jungen Bildhauerin Böſe auf=
geſtiegen
. Nach längerer Flugzeit ging er aus der erreich=
baren
Höhe von 100 Meter nieder, um zu landen. Plötz=
lich
brach eine Kette. Die Maſchine ſtürzte ab und be=
grub
die Inſaſſen unter ſich. Thelen blieb unverletzt, ſeine
Begleiterin erlitt einen Schenkelbruch.
* München, 13. Dez. Der Prinzregent mit
mehreren Mitgliedern des Königlichen Hauſes und der
Kriegsminiſter mit mehreren Generälen wohnten heute
vormittag mehreren Aufſtiegen, die der Ingenieur
Wiencziers und Leutnant Wildt mit Flugapparaten un=
ternahmen
, bei.

sr. Der deutſche Dauer= und Paſſagier=
flugrekord
iſt von dem Franzoſen Amerigo, der

einer irrigen Meldung zufolge bereits vor acht Tagen
4 Stunden 37 Minuten geflogen ſein ſollte, am Sonn=
tag
auf dem Habsheimer Flugplatz mit 3 Stunden
19 Minuten 30 Sekunden aufgeſtellt worden. Amerigo
war mittags mit Leutnant Oppen als Paſſagier an
Bord aufgeſtiegen und landete erſt, nachdem der mit=
geführte
Benzinvorrat von 60 Liter vollſtändig erſchöpft
war. Es war ihm aber doch geglückt, den bisher von
Euler mit 3 Stunden 6 Minuten 16 Sekunden gehal=
tenen
deutſchen Dauerrekord zu drücken und ebenſo
einen neuen deutſchen Paſſagier=Rekord aufzuſtellen.
Die frühere falſche Nachricht, daß Amerigo 4:37:00 ge=
flogen
ſei, iſt darauf zurückzuführen, daß das Geſamt=
reſultat
dreier kurz hintereinander ſtattgefundener
Flüge veröffentlicht worden war.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 13. Dez. Die
erſte Leſung des Etats
wird fortgeſetzt. Staatsſekretär v. Lindequiſt: In
meiner geſtrigen Rede iſt eine Aeußerung über meine
Stellung zu den Deutſchen in den Kolonien vermißt wor=
den
. Daß ich das unterlaſſen habe, iſt geſchehen, weil ich
angenommen habe, daß meine überſeeiſche Tätigkeit in
Deutſch=Südweſtafrika, namentlich aber auch in Britiſch=
Südafrika eine hinreichende Gewähr dafür bieten würde,
daß ich nur eine deutſchnationale Kolonialpolitik treiben
würde. Beſonders ſtolz bin ich auf das Vertrauen, das
mir von unſeren Deutſchen in Britiſch=Südafrika, dem
ſchwierigſten Teil dieſer Kolonie, während des Buren=
krieges
entgegengebracht worden iſt, und das ſie noch
immer mir entgegenbringen; das geſchieht, weil ich da=
mals
das Deutſchtum ſo gut und kräftig vertreten habe,
wie es damals möglich war. Seitdem habe ich meinen
Standpunkt nicht geändert Das würde mich aber nicht ab=
halten
, die Ausländer in unſeren Kolonien freundlich zu
behandeln, wie wir das von ihnen erwarten. Man darf
nicht überſehen, daß die Zahl der Ausländer in unſeren
Kolonien nur klein iſt, während viele Deutſche ihre Heimat
in ausländiſchen Kolonien gefunden haben. In dieſer Be=
ziehung
ſteht die Kolonialpolitik im Zuſammenhang mit
der Geſamtpolitik. Wir wollen gewiß von den Englän=
dern
lernen, die aus der troſtloſen Gegend etwas gemacht
haben, ſo daß wir ohne Peſſimismus die Arbeiten in Süd=
weſtafrika
beginnen konnten. Wir brauchen die Engländer
nicht ſklaviſch nachzuahmen, wollen aber doch das Beſte
von ihnen nehmen. Dabei kann man doch durchaus
deutſchnationale Politik treiben. Man hat ſich dann be=
klagt
, daß der Gouverneur von Samoa die deutſcher Inter=
eſſen
nicht gewahrt habe. Die Verhältniſſe in Samoa ſind
ganz eigenartige. Vor zehn Jahren noch herrſchte dort
das Engliſche und das Amerikaniſche vor; jetzt iſt es,
weſentlich durch den jetzigen Gouverneur, deutſch gewor=
den
, trotz des Widerſtandes der Bevölkerung. Der Gouver=
neur
hat jetzt die engliſche Sprache nicht mehr erlaubt. Der
Gouverneur hat die Deutſchen energiſch unterſtützt, und
wenn er nicht mehr erreicht hat, ſo lag das nicht an ihm.
Bei ſeiner Abſchiedsfeier ſoll er vor den Eingeborenen
engliſch geſprochen haben; davon iſt ſoviel richtig, daß nach
den offiziellen deutſchen Reden der Gouverneur auch einige
engliſche Worte einfließen ließ, anſchließend an die Kon=
ſuln
Englands, Amerikas und Chinas, die nur engliſch
ſprechen. Ich kann nicht annehmen, daß in Samog wirk=
lich
die Meinung verbreitet iſt, daß der Gouverneur für
das Deutſchtum nichts getan habe, ſondern es ſogar noch
geſchädigt hätte. Eine Adreſſe deutſcher Anſiedler ſagt das
Gegenteil. Dieſe Erklärung war ich dem Gouverneur
ſchuldig, der länger als zehn Jahre ſein ſchweres Amt be=
kleidet
hat unter ganz eigenartigen Verhältniſſen, wo Eng=
länder
und Amerikaner doch von jeher ſtärker vertreten
waren. Im übrigen mag man überzeugt ſein, daß die
Gouverneure unſerer Kolonien das Deutſchtum in den
Kolonien jederzeit fördern und heben werden.
Abg. Gans Edler Herr zu Putlitz (konſ.): Wir
danken dem Reichskanzler, daß er mit Nachdruck an
unſerer bisherigen Wirtſchaftspolitik feſthalten will.
Wir freuen uns, daß der Reichskanzler von einem
guten Verhältnis zu den großen Nachbarſtaaten be=
richten
konnte. Daß der Schnapskonſum nachgelaſſen
hat, begrüßen wir mit Freude. Nach dem jetzigen
Etat können wir ohne Sorge in die Zukunft blicken,
wenn an den jetzigen Grundſätzen feſtgehalten wird.
Wenn uns auch die Verquickung der Reichswert=
zuwachsſteuer
mit der Veteranenfürſorge nicht gerade
ſympathiſch iſt, ſo ſtimmen wir ihr doch im Intereſſe
der Veteranen zu. Wir Konſervativen ſehen völlig
ein, daß der Parlamentarismus für Deutſchland nicht
paſſend iſt. Es bleibt uns unverſtändlich, wie der
Abg. Baſſermann und andere Redner der Linken die
Sozialdemokratie als farblos bezeichnen können. Die
viel beſprochene Wendelſche Rede beweiſt das Gegen=
teil
. Man ſetzt die Monarchie, das Heer, das Unter=
nehmertum
ſyſtematiſch herab durch Verhetzungen,
Verleumdungen, Drohungen uſw. Bei uns findet
das Volk Arbeit und Erwerb; das freilich iſt Ihnen
(zu den Sozialdemokraten) gleichgültig. (Lärm links,
Beifall rechts.) Die Sozialdemokratie vertritt nicht
die Kultur und die Freiheit. Sie muß mit ihren
Nebenerſcheinungen, zu denen auch die ſteigende anti=
militariſtiſche
Bewegung gehört, bekämpft werden.
(Bravo! rechts.)
Abg. Dr. David (Soz.): Die Schuldenwirtſchaft,
die heute Regierung und Parteien verdammen, haben
ſie ſelbſt verſchuldet; das Sparen muß man am anderen
Ende anfangen. (Sehr richtig! links.) Man ſollte ſich
zwiſchen den Großmächten über die Abrüſtung verſtän=
digen
; die Notwendigkeit hat ſelbſt ein engliſcher Staats=
mann
nämlich Lloyd George anerkannt. Es iſt
eine Schmach, was man dem Volk als Privat=
verſicherung
bietet. (Lachen rechts. Zurufe: Wie iſt es
denn anderswo?) Ja, bei uns werden Hunderte von
Millionen gerade von den Aermſten durch indirekte
Steuern erhoben. Aller Druck, den das Geld ausüben
kann, iſt nicht ſo gewaltig, wie die amtliche Unter=
ſtützung
der Konſervativen bei den Wahlen. Aus der
konſervativen Wahlarbeit in Wehlau ſpricht der Geiſt
des Feudalismus in ſeiner nackteſten Form. Das
Zentrum hat für ſeine Beziehungen zur Regierung
ſeinen feſten Preiskurant. (Große Heiterkeit.) Welchen
Preis ſtellt man für die Verſchärfung der Strafbe=
ſtimmungen
gegen die Sozialdemokratie? Vielleicht die
Aufhebung des Jeſuitengeſetzes, das ſollen dann innere
kirchliche Angelegenheiten ſein. (Gelächter rechts. Sehr
gut! links.) Man verlangt heute ſogar Exerzitien für
Abgeordnete. (Schallende Heiterkeit. Lärmende Zu=
ſtimmung
links.) Die Verſchärfung des gemeinen
Rechts iſt nichts als ein Ausnahmegeſetz gegen die
Sozialdemokratie. Die verſchärften Beſtimmungen zur
Beſtrafung wegen Aufwiegelung und Verherrlichung
begangener Verbrechen richten ſich lediglich gegen die
politiſche Oppoſition. Die Sicherung des Selbſtbe=

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

ſſtimmungsrechts iſt nichts als ein Ausnahmegeſetz gegen
Streikende zum Schutze von Arbeitswilligen. Dieſes
neue Zuchthausgeſetz wird ſich auch gegen chriſtliche und
Hirſch=Dunckerſche Gewerkſchaften richten. Mit der Be=
ſchleunigung
des Verfahrens wegen Vergehen gegen die
öffentliche Ordnung ſoll ein Standrecht gegen die Ar=
beiter
errichtet werden, denn die Korpsbrüder des
Reichsero-lers und des Kaiſers, die Bonner Boruſſen,
dürfen nicht damit getroffen werden. Der Reichskanz=
ler
hat hier über den Moabiter Prozeß ein fertiges
Urteil gefällt; das iſt ein Vorgehen ganz unerhörter
Art. Wir haben den Janhagel in Ordnung halten
ſollen; dazu fehlt uns die Macht, denn wir haben keinen
Einfluß auf die Polizei und Herrn v. Jagow. (Sehr
güt! bei den Soz. Vizepräſident Schulz: Es iſt unzu=
läſſig
, daß Sie die Berliner Polizei als Janhagel be=
zeichnen
. Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.
Unruhe rechts.) Herr Präſident, Sie haben mich voll=
kommen
mißverſtanden, das habe ich nicht geſagt.
(Große Unruhe rechts.) Mir hat es jedenfalls völlig
ferngelegen. (Bewegung.) Wie bei den Wahlrechts=
demonſtrationen
, ſo waren auch in Moabit wieder Lock=
ſpitzel
an der Arbeit. Der Reichskanzler gibt der Poli=
zei
weitere Verhaltungsmaßregeln, wenn er ſagt, ſie
habe in Moabit ihre Pflicht erfüllt. Die Ausſagen nicht
ſozialdemokratiſcher Zeugen beweiſen das Gegenteil.
Selbſt patriotiſche Zeugen haben die ſchärfſten Ausſagen
gegen die Polizei gemacht. Das Gericht wird die end=
gültige
Entſcheidung treffen, ſo waren die Worte des
Reichskanzlers; ein ſchwerer Eingriff in die Juſtiz,
um ſo ſchwerer, als er von dem oberſten Beamten des
Reiches ausgeht. Jetzt, wo der Prozeß noch ſchwebt, hat
man den beteiligten Polizeibeamten Orden verliehen;
der Reichskanzler trägt hierfür die Verantwortung als
Staatsmann und als Menſch. Er muß ſich richtig
informieren und den Schaden wieder gut machen. In
der Bekämpfung der Sozialdemokratie iſt der Kanzler
anch diesmal wieder zu ſpät aufgeſtanden. Die
Methode Kopf ab iſt eine bürgerliche; Männer der
Kreuzzeitung wie Hammerſtein und Stöcker, ſind ihre
Anhänger. Wir haben die Gewalt von jeher abgelehnt,
ob wir ſie anwenden, hängt von den Bürgerlichen ab.
Nur durch eine weitſichtige Politik der Gleichberechti=
gung
wird die Anwendung der Gewalt vermieden. Wir
kämpfen für die ganze Nation und dieſe wird ſich für
uns entſcheiden.
Reichskanzler von Bethmann Hollweg pro=
teſtiert
gegen die Ausführungen des Abg. Dr. David
betr. die von dieſem in die Debatte gezogenen Moabiter
Krawalle. Die Sozialdemokraten dürften nicht meinen,
daß ſie ein Vorrecht zur Beſprechung dieſer Vorgänge
für ſich in Anſpruch nehmen können. Den Vorwurf der
Prozeßbeeinfluſſung weiſt Redner entſchieden zurück.
Dieſer Vorwurf ſei eher den ſozialdemokratiſchen
Rednern zu machen. Im übrigen ſei es ganz gleich=
gültig
, öb die Moabiter Prozeßangeklagten verurteilt
würden oder nicht. Die moraliſche Mitſchuld
der Sozialdemokraten an dieſen Vor=
gängen
ſtehe feſt. (Lebh. Sehr richtig! Große
Unruhe bei den Sozialdemokraten und Unterbrechun=
gen
, die ſich zum Lärm ſteigern. Glocke des Präſidenten.)
Vizepräſident Schulz ſucht Ruhe zu ſchaffen. Der
Abg. Kunert (Soz.) erhebt ſich und ruft dem Reichs=
kanzler
laut zu: Sie haben gelogen! Darauf wieder=
holte
Pfuirufe und große Unruhe. Vizepräſident
Schulz ſucht Ruhe zu ſchaffen und ruft den Abg.
Kunert zur Ordnung. Lebh. Beifall. Fortdauernde
Unterbrechungen und Lärm bei den Sozialdemokraten,
aus deren Reihen der Ruf Frechheit! hörbar wird.
Vizepräſident Schulz ruft den Abg. Zubeil, der das
Wort gerufen, zur Ordnung.
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg ſchließt:
Ueber dieſe moraliſche Mitſchuld wird nicht durch die
Moabiter Gerichte geurteilt, darüber urteilt die
Oeffentlichkeit, und ſie hat das bereits getan. Dieſe
Mitſchuld wird durch die ſcharfen Zurufe, die Sie mir
ſoeben an den Kopf geworfen, nicht gemildert. ( Leb=
hafter
, anhaltender Beifall. Großer Lärm bei den
Soz.)
Abg. Ledebour ruft: Vollkommen beweisloſe
Behauptung. Lachen und fortdauernder Lärm. Lede=
bour
ruft weiter: Schamloſigkeit! Dafür erhält er
einen Ordnungsruf.
Die Unruhe dauert noch fort, während der Bei=
fall
über die Schlußworte des Reichskanzlers ſich er=
neuert
. Die Ausführungen der Abgg. Schrader,
Graf Brugewa und Hilpert gehen in dem fort=
dauernden
Lärm verloren.
Darauf wird ein Antrag auf Vertagung an=
genommen
. Nächſte Sitzung Mittwoch 12 Uhr.
Schluß 6½ Uhr.

* Berlin, 13. Dez. In der Kommiſſion für
die Reichsverſicherungsordnung beantrag=
ten
die Nationalliberalen zu § 192: Die Verſicherungs=
pflicht
erliſcht, wenn regelmäßig das jährliche Geſamt=
cinkommen
5000 Mark überſteigt. Das Zentrum be=
antragte
, die Grenze auf 4000 Mark feſtzuſetzen. Der
Paragraph wird mit dem Satze des Zentrumsantrages
angenommen.

Die Rede des Reichskanzlers.
* Wien, 13. Dez. Das Fremdenblatt beſpricht die
Aeußerungen des Reichskanzlers über die auswärtige
Politik und führt aus: In der im Reichstag gehaltenen
Rede über die auswärtige Politik zeichnete der Reichs=
kanzler
ein ſympathiſches Bild von dem gegenwärtigen
Stand der auswärtigen Beziehungen Deutſchlands, das
in ſeinen Hauptzügen zugleich die erfreuliche Konſoli=
dierung
der europäiſchen Friedenspolitik ſchildert. Eine
der wichtigſten Grundlagen dieſer Politik iſt das herz=
liche
Verhältnis der Dreibundmächte, das durch die
Unterredungen der leitenden Staatsmänner neuerlich
bekräftigt wurde. Aus der Darlegung des Kanzlers iſt
auch die günſtige Entwicklung erſichtlich, die das Ver=
hältnis
Deutſchlands zu England und Rußland in
jüngſter Zeit genommen hat. Was der Reichskanzler
über die fortſchreitende Beſſerung der deutſch=engliſchen
Beziehungen und Stimmungen ſagte, kann uns nur mit
Befriedigung erfüllen. Der Reichskanzler teilte in
dieſer Beziehung keine neuen Tatſachen mit, aber un=
zweifelhaft
wirkten ſeine Erklärungen über das Ver=
hältnis
zu England beruhigend, in denen die Feſt=
ſſtellung
eines vertrauensvollen Gedankenaustauſches
über alle mit den Rüſtungen zuſammenhängenden Fragen
eine Garantie für die freundſchaftlichen Abſichten auf
beiden Seiten bildet, ſowie der Umſtand, daß der Stand=
punkt
, den die deutſche Reichsregierung in dieſer Frage
einnimmt, eine prinzipielle Möglichkeit der Regelung
der politiſchen und wirtſchaftlichen Fragen zwiſchen den
beiden Staaten bietet. Außerordentlich erfreulich iſt es
jauch, daß die Beſprechungen in Potsdam, die ſo ver=

trauensvoll vor ſich gingen, zu der gegenſeitigen Er=
kenntnis
führten, daß beide Regierungen ſich in keine
Kombinationen einlaſſen, die eine aggreſſive Spitze
gegen einen anderen Teil haben könnten. Die Genug=
tuung
, die wir über dies Ergebnis der Potsdamer
Entrevue empfinden, iſt um ſo nachhaltiger, als es nach
den Erklärungen des Reichskanzlers ſcheint, daß die
Peſſimiſten, die bereits von unvermeidlichen Zuſammen=
ſtößen
zwiſchen Mächtegruppen geſprochen hatten, nicht
recht behalten werden, vielmehr ſich das Gefühl der Zu=
ſammengehörigkeit
der europäiſchen Mächte immer wei=
ter
entwickeln werde.
* Petersburg, 13. Dez. Zu der Rede des
Reichsk anzlers über die äußere Politik bemerkt die
Nowoje Wremja, Deutſchland entſage bezüglich des nahen
Oſtens ſeiner Rußland ſchädlichen Politik, Rußland ſagte
dafür die Verbindung zwiſchen Perſien und der Bagdad=
bahn
zu. Wir erkennen die vollzogene Tatſache von Deutſch=
lands
Entgegenkommen an. Es haben nicht nur Deutſch=
land
und Rußland, ſondern auch die Türkei und Perſien
davon Vorteil. Die Rede habe ſich durch eine in der Diplo=
matie
ſeltene Aufrichtigkeit ausgezeichnet. Entgegen der
Auffaſſung der franzöſiſchen Preſſe bemerkt das Blatt, die
Kanzlerrede und ein Interview Saſonows mit dem Ver=
treter
der Nowoje Wremja ließen in genügender Deut=
lichkeit
erkennen, was der Sinn der Potsdamer Unter=
redungen
geweſen ſei. Birſhewija Wjedomoſti erkennen an,
daß die Kanzlerrede von dem Geiſt aufrichtiger Friedens=
liebe
durchweht iſt und von dem Wunſche diktiert, die Be=
ziehungen
zu Rußland und England noch vollkommener zu
geſtalten. Es ſei die Pflicht der Preſſe, dieſe Beziehungen
in jeder Weiſe zu unterſtützen.

Erdbeben.
2. Jugenheim, 13. Dez., nachm. 7½ Uhr. Die
ſtarke mikroſeismiſche Unruhe der letzten Tage wurde heute
nachmittag 12 Uhr 47 Min. 30 Sek. durch ein ſtarkes
Fernbeben unterbrochen, das um 1 Uhr 19 Min. ſeinen
Höhepunkt erreichte. Erſt gegen 3 Uhr hatte ſich die Erde
von der ſtarken Erſchütterung in der Hauptſache beruhigt.
Der Herd iſt 6100 Kilometer entfernt.

Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 13. Dez. Fruchtmarkt=
bericht
. Am Wochenmarkt war das Geſchäft zwar ſehr
ruhig, indes reichlicheres Angebot vorhanden, ſo daß Land=
weizen
und Landroggen etwas billiger zu erhalten waren.
Für ausländiſche Brotfrüchte beſtand ſtärkere Nachfrage,
die zu unveränderten Preiſen befriedigt wurde, namentlich
zeigten ſich harte Qualitäten ruſſiſcher, ſowie Manitoba=
Weizen geſucht. Hafer war leicht abgeſchwächt, Gerſte,
Futterartikel und Mais ſtetig. Die Forderungen für Mehl
ſind etwas niedriger geſtellt.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſchwach
und nahezu umſatzlos.
An der Berliner Produktenbörſe war Ge=
treide
nicht einheitlich. Weizen war auf die Fortdauer der
milden Witterung nachgiebig, hingegen Roggen auf ſtär=
kere
Lokofrage gut behauptet. Die endgültige deutſche
Ernteſtatiſtik blieb ohne Einfluß, da ſie nicht weſentlich
von den bisherigen vorläufigen Schätzungen abweicht.
Ruſſiſche Offerten waren unverändert, aber Laplata=
weizen
williger. Hafer behauptet und nur wenig gehandelt.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den ameri=
kaniſchen
Getreidemärkten (Chicago und New=
York) lag Weizen anfangs feſter auf die hauſſelautenden
Berichte der Staaten Miſſouri und Kanſas und die hauſſe=
lautende
private argentiniſche Ernteſchätzung; dann er=
folgte
Abſchwächung auf die günſtige Witterungsmeldung
im argentiniſchen Erntegebiet, ſowie die befriedigenden
Nachrichten über die Ernteverhältniſſe im Südweſten der
Vereinigten Staaten, auch drückten die größeren Ankünfte
umfangreicher Zufuhren. Der Schluß war etwas erholt auf
Käufe Armours und die Feſtiakeit des Winnipeger Produk=
tenmarktes
. Mais verkehrte in Uebereinſtimmung mit dem
Weizenmarkte. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 42,99 Mill. Buſh. auf 42,67 Mill. Buſh.
und die Maisvorräte von 1,55 Mill. Buſh. auf 1.51 Mill.
Buſh. zurückgegangen. Hingegen ſind die Weizenvorräte
in Kanada in dieſer Woche von 10,22 Mill. Buſh. auf
10,35 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 2020.20, Norddeut=
ſcher
202020, Kurheſſiſcher 2020 20. Rumäniſcher 21,25
bis 22,75, Laplata 21.7522.25, Ruſſiſcher 21,5023, Kan=
ſas
222250, Donauweizen 21.7522,50. Redwinter 22 bis
22.75, Walla Walla 21,752250, Manitoba 2223.
Roggen, hieſiger 15,151530, Bayeriſcher (Pfälzer)
15 201530, Ruſſiſcher Amerikaniſcher Rumäni=
ſcher
. Gerſte, Pfälzer 16,7517,50, hieſige und Wetter=
auer
16 5017,25. Riedgerſte 16 5017,25, Ungariſche 22
bis 2275, Fränkiſche 1717,75, Ruſſiſche Futtergerſte 1250
bis 12,75. Hafer. hieſiger 1516. Bayeriſcher 1516. Ruſ=
ſiſcher
, Amerikaniſcher , Rumäniſcher . Mais,
mired 1414 25. Ruſſiſcher 14.251450. Donaumais 14 bis
14,25, Rumäniſcher 14251450, Weißer Mais 14.20 bis
1430. Laplata 1414,25. Weizenſchalen 9.25950, Wei=
zenkleie
8.759,25, Roggenkleie 99,50, Futtermehl 12 bis
14, Biertreber, getrocknet 121250. Weizenmehl Nr. 0,
Baſis ab Mannheim, 30 5031,25. feinere Marken 31,50
bis 31,75. Nr. 1 2929 50. feinere Marken 29,7530, Nr. 2
27,7528 25. feinere Marken 28.5028.75, Nr. 3 2626 50,
feinere Marken 26.7527, Nr. 4 222250, feinere Marken
227523. Roggenmehl, hieſiges Nr. 0 23,5023,75, Nr. 1.
22,2522,50, Nr. 2 2020,25.

Vermiſchtes.
m. Ein Heſſiſcher Verein abſtinenter
Lehrer und Lehrerinnen iſt eben in Worms
im Entſtehen begriffen. Der neue Verein wird dem
Heſſiſchen Gauverbande gegen den Alkoholismus bei=
treten
.
CK. Die Fremden in Paris. Nachdem die
Statiſtik zehn Jahre lang über den Zahlen gegrübelt
hat, ſo lieſt man im Figaro, teilt ſie heute endlich mit,
daß während der letzten Pariſer Weltausſtellung mit=
tels
Eiſenbahn genau 76356092 fremde Gäſte nach
Paris gekommen ſind. Aber die Statiſtik bleibt bei
dieſem Reſultat nicht ſtehen. Mit der gleichen kühlen
Gelaſſenheit erklärt ſie, daß die Zahl der abgereiſten
Fremden 76118 450 betragen habe. Es bleibt alſo eine
beunruhigende Differenz von genau 237642 Fremden.
Es iſt kaum anzunehmen, daß ſie alle ſtändig in Paris
geblieben ſind, wie angenehm ihnen auch die Pariſer
Tage verfloſſen ſein mögen. Aber was iſt mit ihnen
geſchehen? Wäre es möglich, daß die Statiſtik ſich
täuſcht? Das iſt doch ausgeſchloſſen. Alſo, wo ſind die
237 642 fremden Gäſte, die im Jahre 1900 zur Weltaus=
ſtellung
kamen und nicht wieder abgereiſt ſind?

Literariſches.
Von dem im Verlag von Moritz Schauenburg
in Lahr erſcheinenden Kalender für Schüler
höherer Lehranſtalten und eines ſolchen für
Schülerinnen höherer Töchter= und Mäd=
chenſchulen
ſind ſoeben die neuen Ausgaben er=
ſchienen
. Die Kalender enthalten ein mit Raum für
Notizen verſehenes Kalendarium, dem für jeden Tag
des Jahres die wichtigſten Begebenheiten aus der
Weltgeſchichte beigefügt ſind, und dem Zweck geſchickt
angepaßte praktiſche Tabellen und intereſſante Ab=
handlungen
, die den Taſchenbüchern beſonderen Wert
verleihen. Die hübſch ausgeſtatteten Kalender ſind
dauerhaft in abwaſchbare Leinwand gebunden und
koſten à 60 Pfg. Als kleine Beigabe für den Weich
nachtstiſch ſind ſie vorzüglich geeignet.
Wie werden wir Kinder des Glücks?
Das neue Buch von Adolf Matthias trägt eben den
Titel Wie werden wir Kinder des Glücks? und er=
ſchien
ſoeben in dritter, erweiterter Auflage (C.
Beckſche Verlagsbuchhandlung, Oskar Beck, München,
gebunden 4 Mk.); es bildet gewiſſermaßen die Fort=
ſetzung
jenes erſten Werkes, das die Kindheitsjahre
im häuslichen Bannkreiſe der Elternliebe behandelt,
und beſchäftigt ſich mit den Lehr= und Wanderjahren,
den Kämpfen, Kriſen und Entſcheidungen, die der
Werdende zu. beſtehen hat, wohl Zeit ſeines Lebens.
Und dieſen allen ſprudelt in dieſem prächtigen Buch
ein reiner Born echter Lebensweisheit und friſcher,
fröhlicher Weltanſchauung.
Heilige Zeiten. Weihnachtsblätter von
Ludwig Speidel. Berlin SW. 11, bei Meyer u
Jeſſen. 1,50 Mark. Die hier vereinigten, von unver=
gänglicher
Schönheit erfüllten Blätter haben keinen
anderen Anlaß als die Stimmung eines Tages: Weih=
nachten
. Vereinzelt, unabhängig voneinander und ohne
gegenſeitige Beziehung ſind ſie, oft durch viele Jahre
voneinander getrennt, entſtanden. Daß ſie nun, zu einer
Reihe gefügt, ein Buch ergaben, das von Seite zu Seite
den Leſer ſtärker gefangen nimmt, das liegt wohl vor
allem an der Verſchiedenartigkeit der Anregungen, von
denen Speidel ausging, die ſonderliche Bedeutung des
Feſtes lebendig zu machen: als der große Kindertag
des Jahres das ſchönſte Feſt der Familie erſchien ihm
der Weihnachtstag.
In Südweſtafrika gegen die Hereros.
Nach den Kriegstagebüchern des Obermatroſen G. Auer.
Mit Geleitwort des Kommandeurs der Schutztruppen
Oberſt v. Glaſenapp. Mit 52 Bildern nach eigenen Auf=
nahmen
und 1 Karte. Verlag von Ernſt Hofmann & Ko.
in Berlin W. 35. Preis geh. 4.25 Mark, in Geſchenkein=
band
5,50 Mark. Ein Mitkämpfer, der achtzehn Monate
lang an den Feldzügen gegen Hereros und Hottentotten
teilnahm, ſchildert hier friſch, anſchaulich und ſchlicht den
ganzen aufreibenden Buſchkrieg aus eigener Anſchauung
und weiß den Leſer bis zum Schluſſe in ſteter Spannung
zu halten. Die zahlreichen Illuſtrationen, ſämtlich nach
eigenen Aufnahmen von Feldzugsteilnehmern angefertigt,
erhöhen den Wert und die Anſchaulichkeit der Schilderun=
gen
in ſtrategiſcher, geographiſcher, ethnographiſcher und
kommerzieller Hinſicht. Nicht zum wenigſten die reifere
Jugend wird dieſen, ihren Heißhunger nach Kämpfen und
Abenteuern befriedigenden, dabei von Patriotismus,
männlichem Ernſt und deutſchem Gemüt erfüllten Feld=
zugsbericht
als intereſſantes Weihnachtsbuch freudig be=
grüßen
.
C Auf Flügeln des Kosmoplant, ein
Sommernachtstraum von G. Kamuri. (Verlagf Curt
Wiegand, modernes Verlagsbureau, Leipzig.) Der
Menſchheit Sehnen, Unerreichbares zu erreichen, hat
im 20. Jahrhundert den erhabenſten Ausdruck gefun=
den
in der Eroberung der Luft. Das Sehnen des
Dichters iſt unbeengt. Frei darf er ſeine Schwingen
regen und ſeinen Geiſt, unabhängig von Realem, von
Erreichbarem, Dinge ſchaffen laſſen, die beſten Falles
Zukunftsträume ſind. Die Aeronautik, die Luftſchiff=
fahrt
gab vielen Dichtern der Gegenwart willkomme=
nen
Stoff zur Verwirklichung ihrer Phantaſie. Unter
den jüngſt erſchienenen Büchern dieſer Art nimmt das
vorliegende einen hervorragenden Platz ein. Sein
Sommernachtstraum führt den Dichter auf Flügeln
des Kosmoplan, wie er ſeine Flugmaſchine getauft,
zum Mars, dieſem Sehnſuchtsziel mancher ernſter
Gelehrten. Und mit Geiſtern wie Cäſar, Napoleon
uſw. macht er die gewaltige Reiſe durch den Welten=
raum
, die der Leſer mitempfinden darf. Freilich, die
Reiſe endet mit der Landung auf dem Mars. Von
dieſem ſelbſt ſagt der Autor michts. Aber auch die
Reiſe allein iſt hochintereſſant.

Großfeuer.
* Aachen, 13. Dez. Heute nacht 11 Uhr 57 M
nuten wurde die Feuerwehr von der Meldeſtelle
am Rathaus alarmiert. Sie rückte mit der Auto=
mobilſpritze
aus und bei ihrem Eintreffen auf der
Brandſtelle fand ſie zwei Frauensperſonen, die
zum Perſonal des Quirinus=Bad gehören, am Fen=
ſterkreuz
des erſten Stockwerkes hängen. Die Tätig
keit der Feuerwehr war zunächſt darauf gerichtet, den
beiden Mädchen Hilfe zu bringen. Während die eine
mit Hakenleitern aus ihrer Lage befreit wurde, war
die andere zu ſchwach, die Leiter zu betreten. Es
wurde daher das Sprungtuch in Anwendung gebracht.
worauf ſich die zweite in das Sprungtuch fallen lien
und ohne Schaden davonkam. Nach dieſer Rettungs=
arbeit
wandte die Feuerwehr ihre Aufmerkſamkeit
dem Feuer ſelbſt zu und machte die Wahrnehmung,
daß das Treppenhaus, das Kontor und der Korridor
im Parterre lichterloh brannten. Von dort aus nah=
men
die Flammen ihren Weg durch: das Gebäude.
Im Nebengebäude ſchliefen im zweiten Stockwerk die
beiden Kellnerlehrlinge Diker und Wilhelm Kraus,
erſterer 14, letzterer 16 Jahre alt. Durch den Qualm
wurde der 14jährige im Bette betäubt und erſtickte.
Kraus hat den Brand wahrſcheinlich wahrgenommen,
denn man fand ihn an der Treppe liegend gleichfalls
erſtickt vor. Schwer verletzt iſt ferner der 52 Jahre
alte Hausdiener Johann Lambert. Er hat Verbren=
nungen
an den Händen und Füßen erlitten, von
denen die Haut in Fetzen herunterhängt. Nach An=
legung
eines Notverbandes wurde er in das Maria=
Hilf=Spital überführt. Ferner haben leichte Verletz=
ungen
erlitten der Oberkellner Savelsberg (Verbreu. im Geſicht und an beiden Armen), ſowie der
Kurgaſt Baron Ernſt von Stranſen (Brandwunden
an der linken Hand). Die Löſcharbeiten wurden von
der Feuerwehr zunächſt bei dem brennenden Treppen=
haus
vorgenommen und erfolgten durch vier Schlauch=
leitungen
die von der Automobilſpritze geſpeiſt wur=
den
. Noch heute morgen 11 Uhr brannten die Balk
und Decken. An der Brandſtelle erſchien geſtern abend
und heute früh der Oberbürgermeiſter.

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Seite 7.

Das Feuer im Lutrinus=Bad entſand gegen 19
Uhr nachts im Bureau=Raum, der im Erdgeſchoß
mitten im Gebäude liegt. Man nimmt an, daß es durch
Kurzſchluß entſtanden iſt. Da die Flammen an den
Holzverkleidungen der Wände reichliche Nahrung fan=
den
, konnten ſie ſich ſehr ſchnell durch die Türen und
Treppen verbreiten. Das Hotel iſt innen ganz aus=
gebrannt
, während die Bäder ſelbſt, die ſich in den
hinteren Räumlichkeiten befinden, erhalten blieben.
Das Quirinus=Bad iſt eines der älteſten Hotels am
Platze und liegt im Mittelpunkt der Stadt in der
Nähe des Domes.
Die engliſchen Wahlen.
* London, 12. Dez. Bis heute nachmittag 1 Uhr
30 Min. war der Stand der Wahlen folgender: 186
Liberale, 226 Konſervative. 32 Mitglieder der Ar=
beiterpartei
, 57 Redmondiſten und 6 OBrieniſten.
* London, 13. Dez., 12 Uhr 53 v. Gewählt
ſind 191 Liberale, 229 Unioniſten, 35 Vertreter der
Arbeiterpartei, 57 Redmondiſten und 6 OBrieniſten.
* London, 13. Dez. Um 1 Uhr 30 Min. war der
Stand der Wahlen folgender: 193 Liberale, 238
Unioniſten, 36 Mitglieder der Arbeiterpartei, 58 Redmon=
diſten
, 6 O Brieniſten.
Die Meuterei in Braſilien.
* Berlin, 18. Dez. Nach dem Berliner Tage=
blatt
hat der hieſige braſilianiſche Geſandte
eine am Sonntag vormittag in Rio de Janeiro ab=
gegangene
Depeſche erhalten, wonach nicht mehrere
Kriegsſchiffe, ſondern nur ein Teil der Mannſchaft
des Kreuzers Rio Grande do Sul und das See=
bataillon
auf der Inſel Cobras gemeutert haben.
Bei dem Kampfe an Bord des Kreuzers Rio Grande
do Sul zwiſchen den Meuterern und dem treu ge=
bliebenen
Teil der Beſatzung wurde ein Offizier ge=
tötet
. Durch das gegen die Inſel gerichtete Feuev
wurden alle Gebäude auf der Inſel beinahe völlig
weggefegt. Mehrere Granaten beſchädigten in der
Stadt öffentliche und private Gebäude. Von der
bürgerlichen Bevölkerung ſind mehr als 200 Perſonen
töt oder verwundet. Von den Meuterern wurden
etwa 200 zu Gefangenen gemacht. Mehr als 200 Re=
bellen
ſind tot oder verwundet. Die Verluſte der Re=
gierungstruppen
belaufen ſich auf etwa 500 Tote und
Verwundete.
* Rio de Janeiro, 12. Dez. Die Kammer
hat heute nachmittag einſtimmig die Verhängung des
Belagerungszuſtandes beſchloſſen. Die parlamenta=
riſche
Immunität bleibt beſtehen. In der Stadt iſt
zwar alles ruhig, doch laufen die widerſprechendſten
Gerüchte um. Die von der Regierung getroffenen
Maßregeln laſſen befürchten, daß die Gärung noch
weiter beſteht.
* Rio de Janeiro, 12. Dez. Es beſtätigt ſich,
daß die Meldung, der Kreuzer Rio Grande do
Sul habe am Sonntag die Stadt bombardier t.,
Unrichtig war. Die Depeſche über dies Ereignis be=
zog
ſich auf die Ereigniſſe am Samstag morgen und
war von der Zenſur zurückgehalten worden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Breslau, 13. Dez. Die Schleſiſche Zeitung meldet
aus Reichenſtein (Schleſien): Geſtern ereignete ſich in der
Pulverfabrik von Güttler eine Exploſion, durch die
zwei Menſchen getötet wurden.
* Wien, 13. Dez. (Abgeordnetenhaus.) Bei
Beginn der Sitzung teilte der Miniſterpräſident
die Demiſſion des Kabinetts mit. Der Kaiſer nahm
die Demiſſion an und betraute das Kabinett mit der
Fortführung der Geſchäfte, um bis zur Bildung des
neuen Budgetproviſoriums den Handelsvertrag mit
Serbien, die Verlängerung der proviſoriſchen Geſchäfts=
ordnung
und die Wahlen zu den Delegationen ſchnell=
ſtens
zu erledigen. Die Regierung werde die Arbeiten
des Hauſes in loyalſter Weiſe fördern. Das Abgeord=
netenhaus
beendete ſodann die erſte Leſung der Bank=
vorlage
, welche dem Ausſchuſſe zugewieſen wurde, und
erledigte hierauf den Dringlichkeitsantrag betreffend die
Lage der Poſtoffizianten. Hierauf wurde die Sitzung
geſchloſſen. Nächſte Sitzung morgen vormittag.
* Wien, 13. Dez. Der Polenklub hat einſtimmig
beſchloſſen, für das dreimonatige Budgetproviſorium und
die Verlängerung der proviſoriſchen Geſchäftsordnungs=
reform
geſchloſſen zu ſtimmen.
* Peſt, 13. Dez. Das Abgeordnetenhaus nahm
das Budgetproviſorium bis zum 1. April mit großer
Mehrheit an.
* Paris, 18. Dez. Offiziell verlautet, Kolonial=
miniſter
Morel habe nach einer Unterredung mit dem
Gouverneur von Aequatorial=Afrika, Merlin, beſchloſ=
ſen
, von der Kammer die erforderlichen Kredite zu ver=
langen
, um ein Kolonial=Infanterie=Regiment und ein
Regiment ſchwarzer Senegal=Truppen als Verſtärk=
ung
in das Wadai=Gebiet ſenden zu können.

* Ergebniſſe der Volkszählung. Altona
(168 320), Mülheim (Ruhr) 110658 (101 215).

172 411

nach der Oſtſee gezogen und hat ſtrichweiſe geringe
Regenfälle gebracht. Bei ſüdlichem Winde dauert die
für die Jahreszeit ungewöhnlich milde Witterung an.
Es beſteht keinerlei Ausſicht auf eine durchgreifende
Aenderung der europäiſchen Druckverteilung. Unter dem
wechſelnden Einfluß des öſtlichen Hochs und weſtlicher
Randwirbel dauert die unbeſtändige Witterung fort.
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Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
ſowie für die überaus zahlreichen Blumenſpenden,
anläßlich des Hinſcheidens unſeres geliebten Kindes
Peter
ſagen wir allen auf dieſem Wege unſeren innig=
ſten
Dank.
(24114
Familie Peter Stappel.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1910.

Innsbruck, 13. Dez. In Villa Banale (Südtirol)
ſtürzte infolge der Durchweichung des Bodens durch den
unaufhörlichen Regen ein neues unbewohntes Wohn=
haus
ein. Auf der Valſugana=Bahn entgleiſte ein Per=
ſonenzug
, weil eine Erdlawine die Geleiſe verſchüttet
hatte.
Lmtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Ein geſtern
über Deutſchland lagernder Randwirbel iſt nordwärts

Danklagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme,
bei dem uns betroffenen ſchweren Verluſte ſagen
wir herzlichſten Dank.
(24135
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Ludwig Kunz, Metzgermeiſter.
Darmſtadt, den 13. Dezember 1910.

Statt beſonderer Anzeige.

Heute früh ſtarb unſer
und Vater

geliebter Gatte
(B24177

Geh. Hofrat Professor

nach langem ſchweren Leiden.

Im Namen der Hinterbliebenen:
Amalie Gundelfinger.
Darmſtadt, 13. Dezember 1910.

Statt beſonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute morgen unſere liebe Mutter, Schwieger=
mutter
, Großmutter, Urgroßmutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
Frau
Blisaboche Kramer 70.
geb. Hölzel,
nach langem Leiden in Hofheim, im Alter von
76 Jahren zu ſich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Dez.,
nachm. ½4 Uhr, vom Portale des Beſſunger
Friedhofes aus, ſtatt. (B24162

Todes-Anzeige.
Heute morgen verſchied nach langem Leiden
im 20. Lebensjahre unſer lieber Sohn u. Bruder
Wilhelm
Darmſtadt, den 12. Dezember 1910.
Familie Johannes Schwarz,
Rundeturmſtraße 15. (*30300
Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag
½3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.

Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. D): Der
Hüttenbeſitzer.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Struwwelpeter=Aufführung um 5 Uhr im
Kaiſerſaal
Vortrag von Dr. Tenner um 8½ Uhr im Saalbau
(Odenwaldklub).
Ausſtellung von Jugendſchriften und Bildwerken im
Rathaus (geöffnet von 47 Uhr).
Ausſtellung des Rothenburger Verbandes akadem.
Architektenvereine in der Aula der Techniſchen Hoch=
ſchule
(geöffnet von 94½ Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
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Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Antje Möller.
Roman von K. v. d. Eider.
Nachdruck verboten.)
Rolf atmete auf und lehnte ſich in ſeinem Stuhl
zurück. Es war ihm zumute, als ob nach langer
Regenzeit die Sonne mal wieder durch die Wolken
brach.
Jetzt begegneten ſeine Augen Wiebkes Blick, und er
las in ihrem Antlitz, daß ſie ebenſo fühlte wie er.
Als Ingeborg am Abend fort ging, war es be=
ſchloſſene
Sache, daß Wiebke vom Hauſe kam. Es war
zum Schluß noch recht gemütlich geworden. Ingeborg
hatte allerhand erzählt, worüber man lachen mußte,
Karline vergaß ihre Klagen, Wiebke taute auf, Rolf war
voll froher Dankbarkeit.
Er geleitete Ingeborg bis vor die Haustür. Bleib
Du nur ſitzen, rief ſie Karline zu. Wiebke paß auf,
daß die Mutter nicht hinausgeht! Sie kann ſich den
Tod davon holen.
Die Stubentür blieb eine Spalte breit offen.
Karline konnte ſehen, wie Ingeborg Rolf die Hand gab;
ſie hörte aber nicht, was ſie ſprach.
Armer Rolf, wie hältſt Du es aus in Deiner Hölle?
Ich muß wohl, in den Himmel komme ich doch nicht
hinein.
Du mußt nur wollen. Ihre Augen flimmerten,
wie wenn die Sonne aufs graugrüne Meer ſcheint. In
ihrem Händedruck lag etwas, was ihn erſchauern ließ.

weie meitſ dn der frat e.
Morgen abend gegen acht Uhr, flüſterte ſie. Dann
ging ſie lächelnd und kopfſchüttelnd fort.
Morgen abend gegen acht Uhr, wiederholte Rolf
in Gedanken.
Den ganzen folgenden Tag über, wo er ging und
ſtand, hörte er dieſe Worte. Sie ſetzten ſich in ſeinem
Kopf feſt; ſie regien ihn auf und machten ihn gegen
alles andere gleichgültig. . . . Am Abend, als die Abend=
koſt
abgetragen war, und man ſich um die Lampe ſetzte
es war die Stunde, da Frau Karline nachzuholen
pflegte, was ſie am Tage an Schelten und Quängeln
verſäumt hatte ſtopfte Rolf ſich die Pfeife, nahm die
Mütze vom Nagel und ging ins Dorf.
Er hatte nicht die Abſicht, Ingeborgs Rufe zu folgen,
wenigſtens nicht die feſt ausgeſprochene. Er wollte nur
einmal vorbeigehen und ſehen, ob ſie allein ſei; er hätte
gern gewußt, ob etwas an dem Gerücht war, das ſie mit
dem jungen Niklai in Verbindung brachte. Es hätte
ihn doch gewurmt, wenn ſie ſich dem dummen Jungen
hingegeben hätte.
Langſam, aber doch mit feſtem Schritt ging er durch
die Straße; das Schlendern war nun einmal nicht
ſeine Art. Er ging immer, wie mit einem Ziel vor
Augen.
Als er an dem Kringelkrug vorbeikam, guckte er
ins unverhüllte Fenſter hinein. Er ſah ihre große, volle
Geſtalt. Sie hatte ihm den Rücken zugewandt. Er ſah
die helle Schürze, die von der Hüfte an auseinander=

ging. Sie ſchien mit jemandem zu ſprechen. Sie be=
wegte
ſich vor= und rückwärts, als wenn ſie jemand um=
armte
und küßte. Das war ſicher Niklai Thedens. Er
mußte Gewißheit haben und wenn es ihn zehnmal
nichts anging. Mit einem Satz war Rolf an der Haus=
tür
, mit zwei Schritten in der Stube; ſie war am Ofen
beſchäftigt und ganz allein.
Rolf, ach. Es war Jubel, Triumph, unterdrückte
Luſt in ihrer Stimme. Sie zog ihn bei der Hand ins
Nebenzimmer, das ihre kleine, beſte Stube war und
drückte ihn hier in das weiche Polſter des kleinen
Plüſchſofas.
Hier ſind wir ſicherer, flüſterte ſie. Hier kommt
niemand herein. In die Schenkſtube könnte doch.
jemand kommen, obgleich die Mannsleute heute abend
Kegeln haben bei Thieß Thieſſen. Aber es könnte ſich
doch einmal einer verlaufen. Ach Rolf, Rolf!
In dem Stübchen war das Roulean herunterge=
laſſen
, mildes Dämmerlicht umgab ſie. Ingeborg ließ
ſich neben Rolf auf das Sofa nieder, faßte ihn zärtlich
am Arm und ſah ihn mit ihren Augen, die jetzt faſt
ſchwarz erſchienen, begehrlich und erwartungsvoll an.
Rolf hatte ſeine Gedanken noch nicht geſammelt;
das Neuartige ſeiner Lage verwirrte ihn. Sie ſaßen jo
eng aneinander, daß eins ſich nicht rühren konnte, ohne
von dem anderen berührt zu werden. Er blieb regungs=
los
ſitzen, lächelte zerſtreut und fing an, von gleich=
gültigen
Dingen zu reden.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Nummer 293.

Weihnachtsgeschenke
aller Art:

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z: Kayserzinn Intarsia-Arbeiten Christofle-Bestecke und Tafelgeräte
Versilberte und Nickelwaren Notenständer Rauchtische Schreib-
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auch vormittags von 1112¼ Uhr.
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Für Kinder nur in Begleitung Erwachſener.
Eintritt frei!

Der Darmstädter Jugendschriften-Ausschuss.

Geduldig ließ ſie ihn ausreden; dann rückte ſie ihm
näher, leiſe Worte flüſternd.

Plötzlich wurden ſie geſtört; die Haustürglocke
klingelte; es trat jemand in die Schenkſtube.
Ingeborg erhob ſich mit unhörbarem Seufzer. Sie
legte Rolf einen Augenblick ihren Zeigefinger auf den
Mund, machte ihm ein warnendes Zeichen und trat
dann mit großen, ruhigen Schritten in die andere
Stube.
Guten Abend, kann man einen Grog kriegen?
Jawohl. Sitz nieder!

Rolf hörte, wie ſie die Zuckerſtücke einzeln in das
Glas warf, wie ſie den Henkel des Teekeſſels erfaßte
und wieder fallen ließ, wie der Teelöffel im Glaſe
klirrte.
Sei’ns ſo gut!
Er vernahm jedes Wort, was drinnen geſprochen
wurde, jeden Toh. Ob es wohl Niklai war, der junge,
erfahrene Weiberfreund? Er hatte große Luſt, in die
Stube hinein zu ſehen; aber er wagte es doch nicht, ſich
zu rühren, aus Furcht vor Entdeckung.
Die beiden in der Schenkſtube unterhielten ſich
über die gleichgültigſten Dinge. Rolf wurde die Zeit
entſetzlich lang und zugleich ward er ſich des Beſchämen=
den
ſeiner Lage bewußt. Er haßte es, auf Schleichwegen
zu gehen, im Dämmerlicht zu ſitzen. Er haßte die
Heimlichkeit, das Flüſtern, das Beengende, Weiche.
Alles in ſeiner klaren, offenen Natur ſträubte ſich gegen
die ihm aufgedrungene Rolle. Er wäre am liebſten
unfgeſprungen und mit wuchtigen Schritten aus dem
Hauſe gegangen.

Der Mann im Schenkzimmer ſprach wieder. Jetzt
lachte er, es war doch Niklais Stimme.
Endlich ging er. Adjö, Nachbar John! rief Inge=
borg
laut.
Der Ruf galt Rolf. Da erkannte er, daß es nicht
Niklai war, und er atmete auf.
Ingeborg trat herein. Sie ſah aus, als hätte ſie
ſüßen Wein getrunken. Schön, glühend, ſiegesbewußt
lächelte ſie ihn an. Ihre weichen Arme ſchlangen ſich
um ſeinen Hals; ihre heißen Lippen preßten ſich auf
ſelnen Mund. Nun gehöre ich wieder Dir, Du, Du!
Er ſtieß ſie etwas unſanft zurück und entwand ſich
ihrer Umarmung. Ich muß nach Hauſe.
Sie kannte dieſen Ton und den kalten, fernen Blick
ſeiner Augen. Sollte ſie ihn wieder verlieren? Jetzt.
wo ſie ihn ganz ſicher zu haben glaubte.
Sie warf ſich auf einen Stuhl, ſchlug die Hände
vors Geſicht und weinte. Es war ein Weinen der Wut,
der Scham, der gekränkten Eitelkeit.
Er ſtand ratlos, kehrte zu ihr zurück und ſah ſie
hilflos an. Sie warf die Arme auf den Tiſch, legte den
Kopf hinein und fuhr fort zu ſchluchzen. Ihr ganzer
Körper bebte.
Er bemühte ſich, ihren Kopf aufzurichten. Inge=
borg
, wein’ doch man nicht ſo; ich hab’ Dich ja ſo
gern
Da ſprang ſie auf, lachte ihn mit ihrem glühenden,
tränennaſſen Geſicht an, ſchlang die Arme um ihn und
küßte ihn unter Lachen und Schluchzen.
Er dachte nicht mehr daran, fortzugehen. Es kam
niemand mehr, der ſie ſtörte.

An einem Frühlingsmorgen ſtand Wiebke Anderſen
vor der Haustüre und putzte die Meſſingklinke. Sie
hatte es gern, wenn dieſe ſo blank war, daß eine ſchwie=
lige
Hand ſich gar nicht getraute, ſie anzufaſſen. Sie
ſummte bei ihrer Arbeit vor ſich hin, was ſie ſonſt nie
tat. Aber ſie war heute beſonders guter Laune. Es
war entſchieden, daß ſie in ſechs Wochen vom Hauſe fort
kam, nach einem Gute im öſtlichen Holſtein. Tante
Ingeborg hatte dazu verholfen, daß ſie den Platz bekam.
Sie war ihr dankbar und freute ſich, daß ſie aus dem
ungemütlichen, düſteren Elternhauſe fortkam. Ihre
Phantaſie malte ihr heitere Bilder vor, das gab ihrem
gänzen Weſen etwas Gehobenes.
Die Trift herauf kam ein junger Menſch, entweder
ein Knecht im Sonntagsrock, oder ein Bauernſohn im
Werktagsanzug, dachte Wiebke, als ſie ihn näher=
kommen
ſah.
Der junge Mann ſah durchaus nicht ſchüchtern aus.
Er kam mit ſicheren Schritten die Werft herauf, ſah
ſich einen Augenblick um und kam dann auf Wiebke zu.
Kannſt Du mir vielleicht ſagen, ob der Bauer zu
Hauſe iſt? fragte er.
Wiebke hob den feinen Kopf mit der dunklen Flech=
tenkrone
ein wenig höher als ihr gut ſtand; ihre Augen
blickten kühl abſchätzend.
Herr Anderſen? fragte ſie von oben herab. Er
wird hinten auf dem Hofplatz ſein bei den Zimmer=
leuten
.
Ohne ſich umzuſehen, trat ſie ins Haus und machte
die Türe hinter ſich zu.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezmbere 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilberne Damen=Uhr, auf dem Rückdeckel 2 Buchſtaben eingraviert.
1 älteres Fahrrad. 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 Schachtel Jagdpatronen. 1 Gummi=
ſchuh
. 1 ſchwarzſeidenes Ridikül. 1 brauner Damen=Handſchuh. 1 grauwollener Kinder=
Handſchuh. 1 goldene Broſche mit 4 roten Steinchen. 1 Paar graue weißgefütterte
Handſchuhe. 1 brauner Damen=Pelz mit Hermelinpelz gefüttert und 7 Köpfchen. 1 kl.
Hohlſchlüſſel an einem Porzellanring. 1 weißer Militär=Handſchuh. 1 Portemonnaie
mit Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einem Geldſtück. 1 Paar braunwollene
Handſchuhe. 1 weißes Taſchentuch, gez. M. 1 brauner Kinder=Turnſchuh. 1 ſchwarzes
Portemonnaie mit einem Geldſtück. 2 mittelgroße Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 kl.
gelbes Portemonnaie mit einer Wochenkarte Griesheim-Darmſtadt. 1 Monatskarte
Reinheim-Darmſtadt=Oſt. 1 Stickarbeit, gelb, mit grünem Futter, gez. L. M. 1 Man=
ſchettenknopf
, Gold, mit rotem Steinchen. 1 Taſchenmeſſer mit Metallſtiel. 1 Türdrücker.
1 Paar bräunliche wollene geſtrickte Handſchuhe. 3 blaue und 3 weiße Brillengläſer.
1 weißes Taſchentuch, gez. T. W. 1 Staubtuchtäſchchen (Stickarbeit), 1 Stempel ( Bau=
bureau
A. Bauer, Darmſtadt). 1 Hundemarke mit der Nr. 1309 VII. 1 Sturmlaterne.
1 kleines ſchwarzes Kinder=Portemonnaie. 1 graue Kapuze von einem Knaben=Cape.
1 graugelber Baſtgürtel mit gelber Schnalle. 1 Damen=Zwicker mit Nickelgeſtell.
1 Kundenbuch. 1 Türdrücker.
Verloren: 1 ſilberne Medaille mit Aufſchrift I. Preis F. B. W. 1910. 1 Päckchen,
enthaltend 1 weißen Kiſſeneinſatz. 1 runder ſchwarzer Pelz=Muff. 1 goldene runde
Broſche mit einem Frauenbild. 1 ſilberne Zylinder=Damenuhr. 1 goldene Broſche mit
3 Kinder=Photographien. 1 goldenes Ketten=Armband (doppelte Kette mit Charnier
und Sicherheitskettchen). 1 dünnes ſilbernes Halskettchen mit Herzchen zum Aufmachen
ſeingerichtet. 1 Invalidenkarte, auf den Namen Reuſchmann ausgeſtellt. 1 rotlederne
Brieftaſche mit Briefen ꝛc. 1 gelblichbraunes Portemonnaie mit etwa 30 Mk. Inhalt.
1 ſchwarzblaues Damen=Portemonnaie mit etwa 4 Mk. Inhalt. 1 braunes Porte=
monnaie
mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer Tibet=Pelz. 1 ſilberne Zigarren=
ſpitze
. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa 10 Mk. Inhalt und 1 Schlüſſel mit Ring.
1 ſchwarzbraunes Schwänzchen von einem Damen=Pelz. 1 Portemonnaie mit 2 Monats=
karten
Beſſunger Forſthaus-Darmſtadt und 1 Halbmarkſtück. 1 Stück lila Chiffon.
1 Vergrößerungsglas in Celluloid gefaßt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 14 Mk. Inh.
1 weißſeidener Schal mit roſa Biümchen. 1 brauner Damen=Pelz, in der Mitte ein
ſchwarzer Streifen mit je 2 Schwänzchen an den Enden. 1 Reißzeug in ſchwarzem
Futteral. 1 ſilberner Armreif. 1 goldenes Kettchen mit Anhänger und blauem Stein.
1 kleines Portemonnaie aus Perlmutt mit Aufſchrift Gruß Wiesbaden 1 gelbes
Damen=Portemonnaie mit etwa 70 Pfennigen Inhalt. 1 ſilbernes Ketten=Armband.
1 kleines braunes Damen=Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt. 1 Spazierſtock mit glattem
Horngriff und Gummiſpitze. 1 kleiner ſchwarzer Damen=Pelz mit Hermelinſchwänzchen.
1 goldener Ring mit ovalem Rubin. 1 ſilberne Damen=Uhr mit langer ſilberner Kette.
1 einzelner Kinderſchuh. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit etwa 20 Mk. Inhalt.
1 weiße Rodelkappe. 1 kleine zuſammenlegbare Schere. 1 ſchwerer goldener Ring.
1 Päckchen, enthaltend 1 ſchwarze Straußfeder und 1 Stück ſchwarzſeidenes Band.
1 dunkelbraunes Portemonnaie mit etwa 3 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit
Goldrand. 1 braunwollener Handſchuh. 1 goldene ovale Broſche, ſchwarz verziert.
1 goldener Damen=Zwicker.
Zugelaufen bei Privaten: 1 deutſcher Schäferhund.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 gelblich=weißer Spitz (25 Mk. Belohnung dem Wiederbringer)
1 ſchwarzer Dackel mit braunen Abzeichen. 1 kleiner ſchwarzer Spitz, auf dem Halsband
die Buchſtaben E. v. L. (gute Belohnung dem Wiederbringer).
Entflogen: 1 Paar weiße Pfautauben. 1 Schwarzflügel=Taube.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(24125
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Boxer. 1 Spitzhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Bekanntmachung,
betreffend den Verkehr mit Feuerwerkskörpern.
Wir ſehen uns veranlaßt, die über den Verkehr mit Feuerwerkskörpern beſtehen=
den
einſchlägigen geſetzlichen Beſtimmungen nachſtehend zur Kenntnis der Intereſſenten
zu bringen
I. 1. Wer mit Feuerwerkskörpern Fröſchen, Schwärmern, Zündplättchen
(Amorces) uſw. Handel treiben will, hat, falls er im Kaufladen nicht
mehr als 2½ Kilogramm und im Hauſe außerdem nicht mehr als zehn
Kilogramm vorrätig hält, ſolches dem Polizeiamt anzuzeigen.
Auf Nachweis eines beſonderen Bedürfniſſes kann ausnahmsweiſe im
Hauſe zeitweilig eine Lagerung bis zu 15 Kilogramm geſtattet werden.
Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dachboden (Speicher)
belegenen, mit keinem Schornſtein mehr in Verbindung ſtehenden abgeſonderten
Raume erfolgen, welcher beſtändig unter Verſchluß gehalten und mit Licht
nicht betreten wird. Die Behälter müſſen den Beſtimmungen des § 6
Abſ. 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr mit Sprengſtoffen betreffend, vom
21. September 1905 entſprechen und mit ſtets feſtgeſchloſſenen Deckelu ver=
ſehen
ſein.
2. Größere als die unter I. 1 angegebenen Mengen ſind außerhalb der Stadt
in beſonderen Magazinen aufzubewahren, die der Genehmigung der Polizei=
behörde
bedürfen.
3. Die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von denen ein Mißbrauch
derſelben zu befürchten iſt, insbeſondere an Perſonen unter 16 Jahren,
iſt verboten. Dies gilt insbeſondere auch von ſolchen Feuerwerkskörpern,
mit deren Verwenduug eine erhebliche Gefahr für Perſonen oder Eigen=
tum
verbunden iſt (Kanonenſchläge, Fröſche, Schwärmer und dergl.).
Dagegen findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung auf Spielwaren, die ganz
geringe Mengen von Sprengſtoffen enthalten.
Zündplättchen (Amorces), die mehr als 7,5 Gramm Sprengmiſchung
(Knallſalz) auf 1000 Plättchen enthalten, dürfen als Spielwaren nicht in den
Verkehr gebracht werden.
Hierbei bemerken wir ausdrücklich, daß wir im Zuwiderhandlungsfalle
gegen die erwähnten Vorſchriften nach Feſtſtellung der Uebertretung gegen die
betreffenden Geſchäftsinhaber unnachſichtlich auf Grund des § 35 der Reichs=
gewerbeordnung
vorgehen werden. Hiernach kann auf unſeren Antrag den
Gewerbetreibenden ſeitens des Kreisausſchuſſes der fernere Handel mit Feuer=
werkskörpern
unterſagt werden, wenn Tatſachen vorliegen, welche die Unzu=
verläſſigkeit
des Geſchäftsinhabers in Bezug auf den beabſichtigten Gewerbe=
betrieb
dartun.
4. Abgeſehen von dieſem Vorgehen werden ſonſtige Zuwiderhandlungen gegen
die Beſtimmungen nach § 367 Ziff. 5 des R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu
150 Mk. oder mit Haft beſtraft, ſoweit nicht höhere Strafen Gefängnis
von 3 Monaten bis zu 2 Jahren nach § 9 des Reichsgeſetzes vom
9. Juni 1884 verwirkt ſind.
II. An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt das Abbrennen von
Feuerwerkskörpern verboten.
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziff. 8 des R. St. G. B. mit Geld=
ſtrafe
bis zu 150 Mk. oder mit Haft bis zu 6 Wochen beſtraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut Kinder
unter 12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen anvertraut ſind,
es an der erforderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen und dieſe Perſonen während
der Zeit, wo ſie ohne ſolche Aufſicht waren, eine derartige Uebertretung begangen
haben, ſo werden nach Art. 44 des Heſſ. Polizeiſtrafgeſetzes die zur Beaufſich=
tigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Falle polizeilich verwarnt, im
Wiederholungsfalle mit der im Geſetz vorgeſehenen Strafe belegt.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
(24126md
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Lauteſchläger.
Bekanntmachung.
Dem Martin Möſer dahier, große Kaplaneigaſſe Nr. 36 wohnhaft, wurde am
3. d. Mts. die Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes als Dienſtmann mit der
Nummer 22 erteilt.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
(24176
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Lauteſchläger.

hotograph.=Apparat, 13:18 (neu 125
Mark), billig zu verkaufen (*30260
Kiesſtraße 36, 1. Stock rechts.

zu kaufen geſucht.
Smoking=Anzug Offerten unter R 74
an die Exped. ds. Bl. erbeten.
(*30256

Bekanntmachung.
In der Stallung des Hauſes Artillerieſtraße Nr. 8 iſt bei einem Pferd Bruſt=
ſeuche
feſtgeſtellt worden.
Darmſtadt, den 13. Dezember 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
I. V.: Lauteſchläger.

(24151

Die Rechnung der evangeliſchen Petrusgemeinde von 1909

liegt acht Tage zur Einſicht auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten offen.
Darmſtadt, den 14. Dezember 1910.
Für den evangeliſchen Kirchenvorſtand:
Walz, Pfarrer.

(24161

Obſtbaum-Verkauf.
Mehrere Hundert kräftige Apfel=, Birn= und Kirſchbaum=Hochſtämme ſind
wegen Räumung des Obſtgartens billig abzugeben; Apfelbäume: Baumanns Rei=
nette
, Schafnaſe, Prinzenapfel. Birnbäume: Paſtorenbirne, Gute Luiſe.
Auskunft erteilt Forſtwartaſpirant Old zu Eberſtadt (Wilhelmſtraße 22) und die
(23648dm
unterzeichnete Stelle.
Eberſtadt bei Darmſtadt, im Dezember 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.

vantatter
ellann
Einladung zum Abonnement.
Der Abonnementspreis auf die Frankfurter Zeitung bei unterzeichneter Stelle
beträgt:
Mk. 9.
pro I. Quartal 1911, frei ins Haus .
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pro Monat Januar 1911, frei ins Haus . . .
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gratis geliefert. Probenummern gratis und franko.
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Karp, Gg. Ludwigſtraße 20.
Techel, J., Schillerplatz 3. Armbruſt, G., Ernſt=Ludwigsplatz.
Borné, L., Ernſt=Ludwigſtraße 25.
Karp, Georg, Ludwigſtraße 20.
Lenz, Chr., Luiſenſtraße 8.
Machold, Ernſt, Schulſtraße 4.
Müller, Robert, Luiſenplatz 4.
Pfadler, Peter Nachf., Heerdweg 2.
Sperber, A., Kirchſtraße 10½
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[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Nummer 293.

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Ausgabe neuer Zinsſcheinbogen.
Die neuen Zinsſcheinbogen nebſt Zins=
ſcheinanweiſung
zu den Stücken des 3½
Anlehens der Stadt Darmſtadt, Buch=
ſtabe
K, (Zinsſcheine Nr. 28 bis 47 für
die Zinszeiten vom 1. Januar 1911 bis
dahin 1921) werden von jetzt ab gegen Ein=
reichung
der Zinsſcheinanweiſungen durch
uns an allen Werktagen vormittags von
8½ bis 12½ Uhr ausgegeben. (24119a
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
Die Stadtkaſſe.
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do,
3½
84,60
do,
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl.. 101,25
91,70
do.
3
83,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 101,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,25
91,60
do.
3½
do.
81,40
3
3 Sächſiſche Rente . . . 83,80
4 Württemberger v. 1907 101,80
3½
do.
93,90

5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,70

do. Goldrente . . 99,80

do. einheitl. Rente 93,50
Portug. unif. Serie I 65,00
do. unif. Ser. III 66,90
do.
Spezial . 11,50
Rumänier v. 1903 . . 102,20
do. v. 1890 . . 95,00
do. v. 1905 .
Ruſſen p. 1880 . . 93,00

InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . 93,40
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
91,90
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,80
4 Türk. Admin. v. 1903 87,00
do. unifiz. v. 1903 93,40
4 Ungar. Goldrente . . 93,75
4 do. Staatsrente . 92,00
5 Argentinier . . . . . . 101,00
90,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,10
99,10
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,80
5 Innere Mexikaner . . 98,75
do.
68,00
4 Gold=Mexikan. v. 1904 93,20
5 Gold=Mexikaner . . . 100,00
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Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
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. . . . . . . . 143,25
Nordd. Lloyd . . . . 106,20
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 107,00
4 Gotthardbegn

In Prot.
8).
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22½
4 Pennſylvania R. R. 128,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 206,50
72,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 505,75
Fabrik Griesheim . . .
Farbwerk Höchſt . . . . . 539,75
Verein chem. Fabriken
Mannheim .
340,00
Lahmeyer . . .
117,75
Schuckert .
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Bochumer Bb. u. Guß . . 223,25
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. . . . .
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Obligationen.
8½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,60
1 Pfälzer Prt. . . . . . 100,50

3½
4
20/1e

do.
Eliſabeth., ſteuerpfl..
do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn.

do. alte
5 Oeſterr. Südbahn .
do.
do.
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4 Ruſſ. Südweſt. . . .
4 Kconpr. Rudolfbahn

91,80
99,50
98,10
97,70
99,30
80,50
56,90
76,50
90,50
98,40

In Brot
B1.
2¾/10 Livorneſet . . . . . . 74,40
77,50
4 Miſſouri=Paciſie
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,00
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,00
. 101,00
5 Tehuantepec .

Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ.
4 Darmſtädter Bank
Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank
4 Diskonto=Geſellſchaft
4 Dresdner Bank.
4 Mitteldeut. Kreditbl
4 Nanonalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank .
4 Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank
4 Wiener Bank=Verein
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
. 16 und 17
do. S. 19. . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 H.ſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
4 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf
3½

170,00
130,90
259,40
126,70
193,50
162,50
121,20
130,80
105,00
143,10
138,75
139,70

99,80
91,50
99,20
99,00
90,50
100,70
91,70
99,00
90,80
99,60
90,30
100,20
91,70

Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt . . . .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,70

InProz.

100,75
100,50
95,00
100,00
91,60
100,00
91,00
100,00
91,10

. . 100,10
91,60
* 100,00
91,80
. 100,00
90,80
à 100,30
91,90
99,80
91,80
100,40
92,20
. . 99,90

Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 134,10
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm. 100 105,10

In Jey
Sf.
3 Madrider Fs. 100 76,90
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . .
. 137,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe 176,60
3 Oldenburger
. 125,00
2½ Raab=Grazer fi. 150 115,70

Unverzinsliche
Anlehensloſe.

Augsburger
Braunſchweiger Tlr.
Freiburger
Mailänder
do.
Meininger

Oeſterreicher v. 1864

fl.
Fs.
173.
Fs.

20 218,90
15
45
10 32,10
7 57,10
100 556,00

do. v. 1858 100 458,00
Ungar. Staats 100
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 29,41
20 Franks=Stücke . . . . 16,15
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . . 20,43
Franzöſiſche Noten . . . . 81,00
Holländiſche Noten . . . . 169,20
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80

Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbank=Lombard Z3f.

64

[ ][  ][ ]

Nummer 293.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Seite 13.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910

Nummer 293.

Seite 14.

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Nummer 293

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Seite 15,

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[ ][  ][ ]

Seite 16

Nummer 293.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

Neues von der Tilſiter Begegnung zwiſchen
Friedrich Wilhelm III. und Napoleon.
C2 Ein neuer Zeuge, der die für Preußen ſo ſchmerz=
lichen
Tage von Tilſit im Gefolge Friedrich Wil=
helms
III. miterlebte und ein intereſſantes Bild von
ſeinen Begegnungen mit Napoleon entwirft, tritt uns
in dem Generalleutnant Karl von Wedel entgegen,
von deſſen Lebenserinnerungen der erſte Teil ſoeben
im Verlage von E. S. Mittler u. Sohn erſchienen iſt.
Wedel war der Auftrag zuteil geworden, als der König
nach dem Dorſe Picktupöhnen kam, alles für die Auf=
nahme
des Monarchen vorzubereiten. Friedrich Wil=
helm
kam ſehr mißmutig an und ſtieg in ſeinem Hotel,
dem Schulhauſesab. Ich führte ihn in die beſte Stube,
woſelbſt er ſogleich anfing, ſich auszuziehen, nachher
aber fand, daß dieſelbe zu feucht ſei, und darauf lieber
in eine viel ſchlechtere ging, in welcher er die erſten
Tage auch blieb. . . . Das Gefolge des Königs hatte ſich
verirrt, und beſonders kam der Küchenwagen ſo ſpät
an, daß der König anfing zu hungern, was er äußerte.
Der General Chlebowski beſorgte darauf Kaffee und
ſehr ſchlechtes Soldatenbrot, wie wir es nicht anders
hatten. Der König nahm aber das Brot nicht an, da er
es, wie er ſagte, nicht vertragen könne. Ich hatte das
Vergnügen, zur Verwunderung des Generals Chle=
bowski
, meine Hilfe anbieten zu können, und vom
König in ſpaßhaftem Ton aufgefordert, eilte ich darauf
nach meiner Mühle, die ich damals noch allein bewohnte.
Ich hatte gerade backen laſſen und kam bald mit einem
großen Brote in einem Tuche, zur Freude und zum
lauten Gelächter des Königs, wieder angaloppiert. Der
König dankte mir mit großer Leutſeligkeit, indem er
hinzufügte: Wir haben Sie hier auch nicht vergeſſen
und Ihnen Kaffee aufgehoben, ſchenken Sie ſich ein.
Darauf nahm er das Brot ſelbſt, ſchnitt ſich ein Stück
ab und uns Gegenwärtigen, General Chlebowski, Major
Klüx, Major Jagow, Oberſt Scharnhorſt und mir, eben=
falls
; dann ging er vor die Haustür, wo zwei ruſſiſche
Grenadiere Schildwache ſtanden, und teilte unter die=
ſelben
den Reſt des Brotes, worüber dieſe entzückt
waren. Mitten in der Memel war auf einigen Käh=
nen
, die feſt verankert lagen, ein geſchmackvoll mit =
beln
aus Tilſit und mit Blumenkränzen geſchmücktes
Häuschen erbaut worden. Dahin begaben ſich der Kaiſer
von Rußland und König Friedrich Wilhelm mit einem
großen Gefolge, unter dem ſich auch Wedel befand.
Als die franzöſiſchen Truppen auf dem anderen Ufer
die große Anzahl glänzender Reiter ankommen ſahen,
ließen ſie ein ſchallendes Vive l'Empereur hören, wel=
ches
ſogleich von den diesſeitigen Truppen durch ein
langes, anhaltendes Hurra erwidert wurde. Die
Monarchen ſtiegen von den Pferden, fuhren in einem
Kahne nach dem Friedensſchiffe und wurden daſelbſt
durch Napoleon, von ſeinen vornehmſten Kriegsgroßen
gefolgt, auf das höflichſte empfangen. Mich trieb die

Neugierde, die merkwürdige Zuſammenkunft näher zu
ſehen, ſo ſehr, daß ich trotz allen Zurufens bis weit in den
Strom in die Nähe des Schiffes ritt; doch entzogen ſich die
großen Herren bald unſeren Augen, indem ſie in das
Innere des Hauſes gingen.
Einige Tage darauf machte dann Napoleon dem
König, der nun in Tilſit bei einem reichen Waſſer=
müller
ſeine Wohnung genommen hatte einen Beſuch.
Der König ging in die obere Etage, und das ganze
Gefolge nahm unten in den Stuben des Müllers ein
frugales Frühſtück von ihm an. Ich äußerte an Jagow,
ob nicht der König wohl etwas frühſtücken möchte, wor=
auf
dieſer, ſein alter Adjutant, mich aufforderte, den
König dreiſt darum zu fragen. Ich tat es, und der
König antwortete mir lächelnd, etwas Butterbrot und
Wurſt könne man ihm immer bringen, was ich eiligſt
mit Vergnügen tat, worauf der König eſſend ſich mit
mir über die ruſſiſche Armee unterhielt. Kaum hatte
der König aber ein halbes Butterbrot gegeſſen, als,
von einer großen Suite gefolgt, Napoleon vor das
Haus des Königs geſprengt kam und ſchnell vom Pferde
ſtieg, um dem König ſeinen Bewillkommnungsbeſuch ab=
zuſtatten
. Der König hatte kaum ſo viel Zeit, ihm bis
an die Treppe entgegenzugehen, und ich in großer Ver=
legenheit
kaum ſo viel, den Frühſtücksteller in den Ofen
zu verſtecken. Der König ging ſogleich mit Napoleon
allein in ſein Zimmer, und die Tür wurde zugemacht.
Bei dem Gegenbeſuch, den Friedrich Wilhelm dem
Kaiſer machte, ſtand Napoleon mit entblößtem Haupt
vor der Haustür und empfing den König mit größter
Höflichkeit. Napoleon ſtellte ihm mit vieler Geſchmei=
digkeit
ſeine anweſenden Generale und den Miniſter
Talleyrand vor. Der König benahm ſich dabei währ=
haft
königlich und gewandt höfiſch, wie es die Franzoſen
gewiß nicht erwarteten. Mit vieler Artigkeit und eben=
ſo
viel Gedächtniskunſt wußte er einem jeden über
irgend einen intereſſanten Teil ſeiner Lebensgeſchichte
etwas Schmeichelhaftes zu ſagen, was dieſe großen
Männer zu erfreuen und zu verwundern ſchien. End=
lich
kam die Reihe an einen jungen deutſchen Fürſten,
Salm=Salm, im Gefolge Napoleons; dieſem aber machte
der König nur eine ſteife Verbeugung und wandte ſich
ohne Anrede von ihm ab, was von jedermann als be=
deutungsvoll
bemerkt wurde.
Bei der darauf ſtattfindenden Truppenrevue fiel
beſonders Murat durch ſeinen lächerlichen Anzug auf:
er trug einen auffallenden Federhut, ein grünes flie=
gendes
Collet und Spitzenkragen, rote, weite Hoſen,
gelbe, oben ausgezackte Stiefel und große Stulpenhand=
ſchuhe
. Napoleon ritt einen kleinen arabiſchen Schim=
mel
, war ganz einfach gekleidet, und ſein kleiner,
ſchwarzer Hut, der ihm ſonſt ganz gerade ſaß, mußte
ihm heute zu weit ſein; denn er ſaß ihm ganz im Ge=
nick
, und die Hinterkrempe klappte zum Teil zurück,
was faſt lächerlich ausſah, wenn der Hut nicht auf
einem ſo großen Kopfe geſeſſen hätte.

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Seite 22

Nummer 293,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14, Dezember 1910.

Die Verleihung von Ehren=Urkunden durch die
Handwerkskammer zu Darmſtadt.
Nachdem die Handwerkskammer zu Darmſtadt beſchloſ=
ſen
hat, an unſelbſtändige Perſonen des Handwerkerſtan=
des
, welche 25 Jahre in ein und demſelben Betriebe un=
unterbrochen
tätig geweſen ſind, als Anerkennung für die
treue Arbeit Ehren=Urkunden zu verleihen, haben auf ein=
gereichte
Anträge und nach Erfüllung der ſatzungsgemäßen
Verleihungsbeſtimmungen nachſtehende 105 gelernte Hand=
werker
Ehren=Urkunden erhalten.
Provinz Starkenburg.
Bormuth, Adam, Steinſchleifer zu Kolmbach bei
Kreutzer & Boehringer, Steinbruchbeſitzer zu Lindenfels:
Wiegmann, Heinrich, Tapezier zu Darmſtadt bei Joſ.
Trier, Möbelfabrik zu Darmſtadt; Heß, Heinrich, Zimmerer
zu Gräfenhauſen bei Karl Keller, Zimmermeiſter zu Darm=
ſtadt
; Lindner, Hermann, Schnittmacher und Betriebsleiter
zu Bieber bei Hermann Lehmann, Fabrikant zu Offenbach;
Rahn, Otto, Obermaſchinenmeiſter zu Darmſtadt bei H.
Hohmann, Hofbuchdruckerei zu Darmſtadt: Dintel=
mann
III., Peter, Seiler zu Ober=Ramſtadt bei J. G,
Hein, Hofſeilerei zu Darmſtadt; Steitz, Georg, Weißbinder
zu Gräfenhauſen bei Gg. Kraus, Weißbindermeiſter zu
Darmſtadt; Daum, Georg Konrad, Zimmerer zu Beer=
felden
, bei F. Schubart, Zimmergeſchäft zu Beerfelden;
Storm I., Heinrich, Zimmerer zu Weiterſtadt, und Hummel
Heinrich, Schloſſer zu Darmſtadt, beide bei Gebr. Röder,
Herdfabrik zu Darmſtadt; Alix, Heinrich Karl, Zimmerer
zu Fechenheim, und Rieth, Kaſpar, Schreiner zu Bieber,
beide bei Philipp Forſter & Söhne, Baugeſchäft zu Offen=
bach
; Hörr II., Peter, Mechaniker zu Reichelsheim i. O
bei Gg. Bickelhaupt, Mechaniker zu Reichelsheim i. O.;
Meyer II., Georg, Maſchinenſchloſſer zu Groß=Bieberau
bei A. Hartmann, Maſchinenfabrik zu Groß=Bieberau;
Riefling, K. A., Graveur zu Offenbach bei Georg Thomſon,
Graveuranſtalt zu Offenbach a. M.; Weil, Karl F. W.,
Schloſſer zu Offenbach bei Gebrüder Gieſe & Ko., Erſte
deutſche Aluminium=Fahrradwerke zu Offenbach; Hahn III.,
Michael, Maurer zu Weiterſtadt bei Ludwig Wagner, Bau=
geſchäft
zu Darmſtadt; Meid, Peter Sebaſtian, Porte=
feuiller
zu Bieber bei Ludwig Krumm, Lederwarenfabri=
kant
zu Offenbach a. M.; Emig IV., Johannes, Zimmerer
zu Roßdorf bei Philipp Spieß jr. zu Darmſtadt; Allen=
dorf
, Johann, Fiſcher, Karl, Diehl, Peter Geyer, Georg,
ſämtlich Werkführer zu Rüſſelsheim; Diehl, Adam, Daum,
Philipp, Hummel VIII., Philipp, Nold, Auguſt, Schmidt V.,
Jakob, Schmidt XIV., Adam, Hummel, Adam, Schilling,
Friedrich, Burk, Martin, Müller, Philipp Heinrich,
Daum IV., Martin, Schaab III., Joh. Heinrich, Scherer,
Heinrich Reinhard, Geßwein, Philipp, Joſt, Jakob, Schaff=
ner
, Ludwig, Poth, Michael, Mathes, Jakob, Baſtian,
Heinrich, Scherer, Georg Jakob, Fraas, Joh. Martin,
Böhme, Ernſt, Diehl, Wilhelm, Falk, Philipp, Treber, K.
Chriſtoph, Hummel III., Martin, Weber, Philipp, ſämt=
lich
Schloſſer zu Rüſſelsheim; Schneider, Georg, Schloſſer
zu Bauſchheim; Hummel XIV Joh., Börner, Konrad,
Schmitt XIII., Adam, Laun, Georg, Herrlich, Philipp,
de Ginder, Heinrich, Schildge, Daniel, Hannemann, Karl,
ſämtlich Dreher zu Rüſſelsheim; Weller, Franz, Dreher zu
Biſchofsheim; Diehl, Daniel. Münch, Peter, Treber VII.,
Friedrich, Treber, Philipp, ſämtlich Schleifer zu Rüſſels=
heim
; Schmidt VII., Peter, und Herrlich, Jakob, beide
Mechaniker zu Rüſſelsheim; Kneip, Valentin, Schreiner zu
Haßloch; Vollhardt, Friedrich, Schmied zu Rüſſelsheim;
Henkel, Johann, Lackierer zu Rüſſelsheim, ſämtlich bei

Adam Opel, Nähmaſchinen=, Fahrräder= und Motorwagen=
Fabrik zu Rüſſelsheim a. M.
Provinz Oberheſſen.
Bingel I., Karl, Maurer zu Unter=Schmitten, und
Nohl I., Karl, Maurer zu Wallernhauſen, beide bei
Karl Konrad Preuſch, Maurermeiſter zu Wallernhauſen;
Göbel, Ludwig, Maurer zu Rödgen, Menz, Georg,
Maurerparlier zu Saaſen, Menz I., Heinrich, Maurer
zu Saaſen, und Schneider II., Heinrich, Maurerparlier
zu Großenbuſeck, ſämtlich bei Abermann u. Kling, Bau=
geſchäft
zu Gießen; Warbus, Philipp, Werkmeiſter zu
Dorheim bei H. Gonder u. Co., Handſchuhfabrik zu
Friedberg; von der Heid, Karl, Werkführer zu Fried=
berg
bei G. M. Reuß, Möbelhandlung zu Friedberg;
Fiſcher, Georg, Schneider zu Gießen bei A. Handrich,
Schneidermeiſter zu Gießen; Huthmann, Wilhelm,
Schneider zu Gießen, und Wagner, Heinrich, Schneider
zu Gießen, beide bei Georg Leib u. Sohn, Schneiderge=
ſchäft
zu Gießen; Schuch, Franz Heinrich, Maurer zu
Nieder=Mörlen bei Philipp Hottes Witwe, Baugeſcheft
zu Friedberg.
Provinz Rheinheſſen.
Wolf, Philipp, Schriftſetzer und Oberfaktor zu
Mainz in der Mainzer Verlagsanſtalt und Druckerei;
Reiter, Georg Adam, Metzger zu Mainz bei Konſtantin
Schramm, Metzgermeiſter zu Mainz; Maurer, Jakob,
Meſſinggießer zu Bretzenheim bei Philipp Hilge,
Gießerei, Pumpen= und Armaturenfabrik zu Mainz;
Leinweber, Jakob, Gärtner zu Weiſenau bei Franz
Knußmann, Kunſt= und Handelsgärtner zu Weiſenau;
Pentzkover, Franz, Papiermacher, Klotz, Ludwig, Papier=
macher
, Bühring, Karl, Schloſſer, Hahn, Hermann,
Werkzeugſchloſſer, Horn, Karl, Anſtreicher, ſämtlich zu
Pfeddersheim in der Filter= und Brautechniſchen
Maſchinenfabrik A.=G. vorm. L. A. Enzinger zu Worms:
Müller, Ernſt Reinhard, Schuhmacher zu Worms bei
Ludwig Jaberg, Schuhfabrikant zu Worms; Schüler,
Georg, Schreiner zu Bingen bei Gebr. Göbel, Kiſten=
fabrik
zu Bingen a. Rh.; Kaul V., Philipp, Zimmerer
zu Nauheim; Müller, Peter, Zimmerer zu Weiſenau,
Kaltenbach I., Valentin, Zimmererparlier zu Hechts=
heim
, ſämtlich bei P. J. Becker, Zimmermeiſter zu
Mainz; Meyer, Ludwig Friedrich, Seiler zu Mainz bei
A. Diehmer, Inh. A. Mach, Seilerei zu Mainz; Heck,
Jakob, Zimmerer zu Flonheim bei Chr. Geyer, Zimmer=
meiſter
zu Flonheim; Wüſt, Gottfried, Ofenſetzer zu
Mainz bei Jakob Riſch, Ofenhandlung zu Mainz;
Schott, Franz Michael, Zimmerer zu Mainz bei G. A.
Gerſter, Zimmergeſchäft zu Mainz; Bayer, Heinrich,
Buchdrucker, Prior, Peter, Schriftſetzer, Selzer, Adam,
Schriftſetzer, Färber, Peter, Schriftſetzer, Weiler, Peter,
Schriftſetzer, Decher, Heinrich, Maſchinenmeiſter, ſämt=
lich
zu Worms bei Eugen Kranzbühler, Druckerei zu
Worms.
Anträge auf Verleihung an Weihnachten 1911 ſind
on der gewerblichen Korporation, welche der Arbeit=
geber
angehört, bei der Handwerkskammer zu Darm=
ſtadt
bis ſpäteſtens 1. November einzureichen.
Den Anträgen iſt ein ausführlicher Lebenslauf des
zur Auszeichnung Vorgeſchlagenen, ſowie ein von dem
Betriebsinhaber ausgeſtelltes, ortspolizeilich beglaubig=
tes
Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den Nachweis der
25jährigen ununterbrochenen Tätigkeit in ein und dem=
ſelben
Betriebe enthalten muß, ſowie ein von der
Polizeibehörde ausgeſtelltes Leumundszeugnis beizu=
ſchließen
.

Literariſches.
Ein edles, herzerquickendes Geſchenk für alle
jungen Menſchenkinder jeden Alters, beſonders von
9 bis 16 Jahren: Goethe für Jungens, ein Mei=
ſterwerk
des Herausgebers Rudolf Frank, iſt das
Jugendbuch unſerer Zeit. Es iſt keineswegs eine ein=
fache
Auswahl aus Goethes Schriften, nein, hier iſt
durch tiefſtes Einleben in Goethe ein Werk entſtanden,
ſo aus einem Guß, ſo harmoniſch, als hätte es der
Dichterfürſt ſelber ſo angeordnet. In kleinen Mär=
chen
, in ſonnigen Gedichten, ernſten Erzählungen und
frommen Legenden, Spielen und Geſängen, in Fabeln,
Abenteuern und Balladen einerſeits, in kernigen Sol=
datenliedern
und vaterländiſchen Hymnen, in Reiſe=
ſchilderungen
, naturwiſſenſchaftlichen Geſprächen und
weiſen Worten andererſeits, läßt das Buch Goethes
Perſönlichkeit mit all ihrer Kraft und Tiefe auf die
Seele der heranwachſenden Geſchlechter wirken. Preis
broſch. 4 Mk., geb. 5 Mk. (Verlag Neues Leben, Wil=
helm
Borngraeber, Berlin W. 30.)
Die Gedichte von Viktor Harding (Verlag von
H. Bachmann=Gruner, Zürich, 4 Mark, geb. 5 Mark). Ein
moderner Lyriker ſpricht zu uns aus dieſen Gedichten,
deſſen dichteriſche Berufung ihn weit emporhebt über den
Durchſchnitt der Zeit. Ein tiefveranlagter denkender=
Menſch, der eine Sprache redet voll dramatiſcher Wucht
und poetiſchem Schwunge. Ein Denker und Philoſoph,
deſſen Vorliebe für Myſtik zum Denken zwingt, weil ſie
nur in der Form liegt, die ſeine Lebenswahrheiten ein=
kleidet
. Um dieſe Gedichte wäre es ſchade, wenn ſie ver=
urteilt
wären, ihr Daſein im Bücherſchrank zu vertrauern.
Sie müſſen geleſen und gehört werden.
CHeſſenkunſt 1911. Kalender für alte und
neue Kunſt. Herausgegeben von Chriſtian Rauch (Verlag
von Adolf Ebel, Marburg a. d. L., 1,50 Mark). Es mehren
ſich die Erinnerungen auf dem Gebiete der Heſſenkunſt und
tragen dazu bei, Ruhm und Ruf unſerer jungen Künſtler=
und Kunſt zu verbreiten und zu feſtigen. In hervorragen=
der
Weiſe wird dazu auch das vorliegende Werkchen ge=
eignet
ſein, das Willy Preetorius, der bekannte Darm=
ſtädter
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dem Perſönlichen auch allgemein Hochintereſſantes zu ſa=
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wiſſen und ein Stück Kulturgeſchichte widerſpiegeln.
Von beſonderem Intereſſe ſind die Schilderungen von Ab=
ſchnitten
des deutſch=franzöſiſchen Krieges darum, weil
ſie Stimmungen und Empfindungen einer Nichtdeutſchen
während des Krieges wiedergeben. Die Erinnerung an
jene große Zeit iſt ja heute beſonders wach.
Erlebtes und Erlauſchtes erzählt in
einem Bande trefflicher Gedichte Ludwig Rie=
mer
. (Verlag Karl Konegen, Ernſt Stülpnagel,
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Seite 26

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910.

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Seite 27.

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Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1910,

Nummer 293.

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20 25 26 29 32 35 37 41 44 45 47 48 52 55 65 66 67 76 86 98 99 806 14 17 27 40 50 62
70 76 78 82 86 98 903 09 11 16 20 22 23 24 26 34 37 41 44 51 62 68 72 80 81 90 91 92
98 1006 11 13 18 25 30 40 42 49 51 53 63 64 65 70 75 76 77 79 91 92 94 95 98 99 1119
22 24 25 27 28 30 37 39 40 42 50 67 75 76 85 86 87 88 91 95 1200 07 12 15 16 17 26 29
40 42 46 49 56 60 64 65 67 71 72 76 80 81 85 91 92 97 99 1300 06 10 20 25 29 32 43 45
51 57 59 69 70 75 76 77 78 86 88 97 99 1402 05 06 08 09 11 15 16 18 22 33 51 52 54 66
71 76 79 90 95 99 1502 06 15 20 21 23 24 30 33 39 49 51 58 64 78 79 86 89 92 95 97
1600 O7 19 30 33 36 37 55 56 58 71 75 98 1702 05 08 09 13 22 23 32 34 35 39 48 51 52
54 58 74 76 93 1806 07 10 11 13 21 31 33 37 38 39 44 45 49 63 66 85 87 91 96 99 1921
22 23 26 27 30 31 32 38 46 56 63 67 68 78 80 82 89 91 96 98 2002 04 09 16 23 24 26 29
30 39 46 51 52 54 61 65 68 70 99 2102 08 15 22 36 37 44 45 46 48 64 66 72 73 75 79 81
83 85 87 90 91 2201 03 08 11 14 25 31 39 45 48 50 56 57 58 60 62 68 75 82 86 89 93 94
96 2302 06 08 12 15 17 18 20 21 26 38 40 42 45 53 56 63 66 71 87 89 99 2400 02 04 09
17 19 21 27 28
NB. Wir bitten die Gewinne Mittwoch, den 14. Dezember, von 101 und
von 26 Uhr, im Ausſtellungslokal, Nieder=Ramſtädterſtr. 30, abzuholen. Zugleich
ſprechen wir Allen, die uns bei der Verloſung durch Gaben, Hilfe ꝛc. unterſtützt haben,
unſern wärmſten Dank aus.
Der Vorstand.
(24116
Freifrau E. v. Biegeleben. Frau Hauptmann Freytag.

nur Ecke
Rhein- u. Grafenstrasse 12
Haus Lautz
Aeiteste und grösste Lichtbildbühne am
Platze! Plastische flimmerfreie Vorführung
nur erstklassigster Sujets

Evang. Frauenverein des Südweſtbezirks der Stadtgemeinde
Freitag, den 16. November, nachmittags ½6 Uhr
im Kaisersaal (Grafenstrasse)
Wiederholung zu ermässigten Preisen
Struwwelpeter
dargeſtellt von Kindern

zum Beſten der Kinderfürſorge der Stadtgemeinde
unter Mitwirkung des Orcheſters der Oberrealſchule.
Reſervierter Platz 1 Mk., Saal und Galerie 30 Pf. Kartenverkauf im Ver=
kehrsbüro
und in den Buchhandlungen von Bergſträßer und Waitz.
(24107

Z

Bürger-Keller

täalich Konzert
Salon- (*
Damen-Orchester.

42

*30341)

Die Direktio

estauration, Zur Oper

empfiehlt guten Mittagstisch in verschiedenen
Preislagen, sowie reichhaltige Speisenkarte.
Kleine Abendplatten für Theaterbesucher.
Pilsener Münchener hiesiges Bier.
Neuzeitliche Räume. Aufmerksame Bedienung.

Restaurant Zum Landgraf‟

27 Grafenstrasse 27
Bestes Speiserestaurant Darmstadts
(*30293

Dresden-Radebeul. 3 Aerzte.
Winterkuren.

z. Waſch. u. Büg., d. Bl. 50 Pf.,
Gardinell Stärkwäſche z. Büg. nimmt an
*30258) Waſch=u. Büglerei, Schuchardſtr. 9.

Damen
erhalten vorzüglichen
21236
Mittagstisch von 60 Pfg. an
(Separates Zimmer)
Reform-Restaurant Thalysia
Alexanderstrasse 4, I.

Mittwoch, 14. Dezember:

wozu freundlichſt einladet
(*30166im
Nikolaus Hess,
Ecke Nieder=Ramſtädter= und Heinrichſtraße.

Programm
zu dem am Mittwoch, den 14. Dezember,
von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
pelle
des Heſſ. Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Feſtmarſch von M. Kohlmann. 2. Ouver=
türe
zu Joſeph und ſeine Brüder von
N. Mehul. 3. Fantaſie aus Der Mikado
von A. Sullivan. 4. Am Meer Lied von
Schubert. 5. Nordſeebilder Walzer von
Joh. Strauß. 6. Maſchinengewehr=Marſch
von W. Laläk.

Ein Besuch im
Residenz-Theater
ist eine Quelle
künstlerischen
:: Genusses.

Heute Erstaufführung
des neuen Spielplans.
Jeden Abend 8 Uhr
stimmungsvolle Begleitung
der Bilder durch Militär-
Konzert.

(*30327

Großherzogliches Hoftheater.
Mittwoch, den 14. Dezember 1910,
79. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement D 21.
Der Hüttenbeſitzer.
Schauſpiel in 4 Aufzügen von Georges Ohnet.
Perſonen:
Marquiſe von Beaulieu . Fr. Scherbartb
.Hr. Schneider
Oktave, deren Kinder
Claire,
Baron von Préfont Hr. Jürgas
Baronin v. Préfont, Nichte
. Frl. Reick
der Marquiſe.
Hr. Baumeiſter
Philipp Derblay
Suzanne, deſſen Schweſter Frl. Gothe
Herzog von Bligny, Neffe
Hr. Weſtermann
der Marquiſe.
. Hr. Jordan
Moulinet
Athenals, deſſen Tochter . Frl. Oſter
. Hr. Kniſpel
Bachelin, Notar
Hr. Schwarze
von Pontac .
Hr. Klotz
Der General .
Hr. Semler
Der Präfekt.
Hr. Riechmann
Gobert .
Hr. Ungibauer
Dr. Servan
Jean, Diener der Marquiſe Hr. Indorf
Brigitte,
Frl. Wisthaler
i. Dienſt. Derblays
Pierre,
Hr. Jungmann
Ein Arbeiter .
Hr. Waigandt
*
Claire . . Frl. Agnes Lehmann
von Freiburg i. Breisgau, als Gaſt.
Nach dem 2. Aufzuge kndet eine längere
Pauſe gatt.
Preiſe der Plätze
Proſzeniumsloge 5 Mk., Fremdenloge 5 Mk.,
Balkonloge 4.50 Mk., 1. Rang 4 Mk., 2. Rang
(1.6. Reihe) 2. Mk., (7. und 8. Reihe)
1.60 Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 3.50 Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3. Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.20 Mk., (6. bis 8. Reihe) 1.80 Mk.,
1. Galerie 1. Mk., 2. Galerie 50 Pfg.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. Ende gegen 9¾ Uhr.
Vorverkauf
von 111 Uhr für die Vorſtellungen?
Donnerstag, 15. Dez. 80. Ab.=Vorſtell.
A 20. Der Waffenſchmied. Ge=
org
. . Herr Philipp Maſſalski von Berlin,
a. G. Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 16. Dez. 81. Ab.=Vorſtell. B 20.
Alt=Heidelberg.. Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 18. Dez. 82. Ab.=Vorſt. A 21.
Einmaliges Gaſtſpiel von Madame Edith
de Lys aus Paris. Alda. Alda . Ma=
dame
de Lys. Große Pr. Anf. 6½ Uhr.
In Vorbereitung:
Die goldene Gans. Weihnachts=
märchenſpiel
in 5 Bildern von Oskar
Dähnhardt. Muſik von O. Findeiſen.
Madame Sans=Géne. Luſtſpiel
in 3 Akten und einem Vorſpiel von
Victorien Sardou.
Der Arzt wider Willen. Kom=
Oper in 3 Akten von Gounod.
Die ſieben Schwaben. Komiſche
Oper von Millöcker.

Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt an allen
Wochentagen vormittags von 10=bis 12½
Uhr, geöffnet.