Darmstädter Tagblatt 1910


10. Dezember 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

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lommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 290.

Samstag, den 10. Dezember.

1910.

Die heutige Nummer hat 48 Seiten.

Der Kolonial= und Konſulargerichtshof.
** In Sachen des zu errichtenden oberſten Gerichts=
hofes
für Angelegenheiten der kolonialen und konſularen
Gerichtsbarkeit hat ſich am Mittwoch die zur Vorberatung
des bezüglichen Geſetzentwurfs zuſammengetretene Reichs=
tagskommiſſion
im Prinzip mit der Bildung eines ſolchen
Gerichts einverſtanden erklärt. Demnach ſcheint die An=
nahme
der Vorlage geſichert zu ſein, wenn auch über ein=
zelne
Beſtimmungen noch Meinungsverſchiedenheiten be=
ſtehen
und die Entſcheidung darüber, ob Berlin oder
Hamburg Sitz dieſes neueſten oberſten Gerichtshofes ſein
ſoll, noch nicht gefallen iſt. Wie der höchſte deutſche Ge=
richtshof
, das Reichsgericht, ſein Domizil nicht in der
Reichshauptſtadt erhalten hat, ſo ſoll auch das oberſte
Kolonialgericht nach den Wünſchen weiter Kreiſe nicht in
Berlin errichtet werden, ſondern man möchte dazu die
alte Hanſaſtadt Hamburg, von der aus hauptſächlich die
Gründung deutſcher Niederlaſſungen in überſeeiſchen Ge=
bieten
erfolgt iſt, auserſehen wiſſen. Bekanntlich iſt auch
das Kolonialinſtitut, welches ſich für unſere Schutzgebiete
manchmal ſehr bedeutungsvoll erweiſen dürfte, in der
Alſterſtadt errichtet worden.
Der oberſte Kolonialgerichtshof hat ſich als ein Be=
dürfnis
erwieſen, weil das bisherige Syſtem bei der
immer fortſchreitenden Entwickelung unſerer Kolonien
nicht mehr zeitgemäß iſt und weil gegenwärtig mehrere
Kolonialgerichte letzter Inſtanz nebeneinander beſtehen,
wodurch die Möglichkeit geboten iſt, daß voneinander ab=
weichende
Urteile gefällt werden, die das Rechtsbewußt=
ſein
verletzen. In den Kolonien wird jetzt die Gerichts=
barkeit
oberſter Inſtanz für die weiße Bevölkerung durch
Gerichtshöfe, welche aus einem Oberrichter bezw. dem
Gouverneur und vier Laien beſtehen, in den einzelnen
Schutzgebieten ausgeübt. Man hat daran gedacht, das
Reichsgericht für die letzten Entſcheidungen in der kolo=
nialen
Rechtſprechung heranzuziehen, aber die Ueberbür=
dung
des oberſten deutſchen Gerichtshofes ließ dies nicht
zu, und man mußte davon Abſtand nehmen. Aus dem=
ſelben
Grund ſoll dem neu zu errichtenden Gerichtshofe,
dem in der Hauptſache die Stellung einer Reviſionsinſtanz
zur Nachprüfung der Entſcheidungen der Gerichte in den
Kolonien vorbehalten iſt, auch die Rechtſprechung in Kon=
ſularſachen
übertragen werden. Wie ſchon eingangs
geſagt, hat der Reichstag gegen die Errichtung des neuen
oberſten Gerichtshofes keine prinzipiellen Bedenken.

Die Niederlage der Franzoſen in Wadai.
(* Das Wadailand, wo die franzöſiſchen
Truppen ſo ſchwere Verluſte erlitten haben, umfaßt ein
Gebiet von über 300000 Quadratkilometern. Der Sultan
nahm im Sommer 1903 das Protektorat Frankreichs ohne
Widerſpruch an, womit das große nordafrikaniſche Kolo=
niglreich
, das unter der dritten Republik geſchaffen wurde,
nach Oſten hin, wo das zum ägyptiſchen Intereſſengebiet
gehörige Sultanat Darfur liegt, ſeinen Abſchluß fand.
Wadai iſt politiſch und kommerziell ſehr wichtig, deutſche
Forſchungsreiſende haben das Land verſchiedentlich be=
ſucht
. Eduard Vogel wurde dort 1856 ermordet, dagegen
hatte ſich Guſtav Nachtigal im Jahre 1873 bei dem dama=
ligen
Sultan Ali einer guten Aufnahme zu erfreuen. Eine
gewiſſe Schadenfreude über die Schwierigkeiten, denen die
Franzoſen in Wadai begegnen, wird man in Konſtan=
tinopel
empfinden, wo man vergeblich gegen die Ausdeh=
nung
des franzöſiſchen Protektorats auf Wadai, welches
zum Intereſſengebiet von Tripolis gezählt wurde, prote=
ſtiert
hatte.
Bei der Niederlage iſt der Kommandant der franzöſi=
ſchen
Truppe Moll, einer der befähigteſten franzöſiſchen
Militärs, nebſt zwei anderen trefflichen Offizieren ge=
fallen
. Nun ſind derartige Vorkommniſſe auf kolonialem
Gebiete keineswegs eine Seltenheit, ſchon manche Ueber=
fälle
ſind zu verzeichnen geweſen, hier aber hatte Oberſt=
leutnant
Moll die Entwicklung der Dinge bereits vor
Monaten vorausgeſehen und dringend um beträchtliche
Verſtärkungen gebeten. Die franzöſiſche Regierung hat
aber gezögert, dieſem Erſuchen nachzukommen, mit dem
Erfolge, der jetzt vorliegt. Ueber die Angelegenheit ſind
bereits mehrere Kammerinterpellationen angekündigt und
es dürfte bei dieſer Gelegenheit recht lebhaft zugehen und
in einem Lande wie Frankreich muß man ſtets auf Ueber=
raſchungen
gefaßt ſein.

Oberſtleutnant Moll, mit 300 Mann von Abekr ab=
marſchiert
, war am 8. November in Drigele, dem Haupt=
ort
von Maſſalit, eingerückt. Am nächſten Morgen um
10 Uhr früh, fünf Kilometer weiter ſüdlich, wurde die
Truppe von 5000 Eingeborenen unter Befehl der Sultane
Tadjadil und Dudmurrah angegriffen. Der Kampf war
heftig, aber kurz. Anderthalb Stunden nach dem erſten
Anſturm flohen die Angreifer und ließen 600 Tote und
Verwundete auf dem Schlachtfelde zurück. Die Franzoſen
haben insgeſamt 36 Tote gehabt. Nach anderer Zuſam=
menſtellung
umfaßt die Verluſtliſte 47 Tote, 73 Verwun=
dete
und 12 Vermißte. Der in dem Kampf gefallene
Oberſtleutnant Moll wird als ein empfindlicher Verluſt
für die franzöſiſche Sache betrachtet, denn der Gefallene
war einer der beſten Kenner dieſes unwirtlichen Gebietes
und außerdem einer der jüngeren höheren Offiziere der
franzöſiſchen Kolonialarmee. Er galt als ein ſehr vor=
ſichtiger
und dabei ſehr energiſcher Mann. Oberſtleutnant
Moll hat kurz vor ſeiner Miſſion in Wadai eine ſchwie=
rige
Aufgabe, die Grenzregelung zwiſchen dem franzöſi=
ſchen
Kongo und Kamerun, zu größter Zufriedenheit und
in vollem Einverſtändnis mit den deutſchen Delegierten
ausgeführt.
Der Deputierte Meſſimy, der eine Interpellation in
der Wadai=Angelegenheit angekündigt hat, erklärte einem
Berichterſtatter, daß er die Regierung um genaue Aus=
kunft
über das Wadaigebiet erſuchen werde. Er habe
ſchon im Monat März die Regierung auf die den dor=
tigen
Beſatzungstruppen drohenden Gefahren aufmerkſam
gemacht. Er werde zwar nicht die Räumung des Wadai=
landes
verlangen, aber hervorheben, daß es ein durchaus
unfruchtbares Gebiet ſei, aus dem niemals eine den fran=
zöſiſchen
Intereſſen nützliche Kolonie geſchaffen werden
könne. Im Heeresausſchuß hat der ehemalige
Kriegsminiſter Berteaux eine Rede gehalten, in der er
die Tapferkeit der bei dem Gefecht von Drigele Gefallenen
pries und deren Familien das ſchmerzlichſte Beileid aus=
ſprach
. Der Miniſter der Kolonien legte vor der Kom=
miſſion
der Kammer für auswärtige Angelegen=
heiten
die Lage im Wadai dar und die Maßnahmen, die
die Regierung zu treffen gedenke. Der Präſident der Kom=
miſſion
bat die Regierung, die notwendigen Vorkehrungen
zu treffen, um eine Wiederkehr ähnlicher Vorfälle zu ver=
meiden
, und wenn er es für nötig erachte, über eine ge=
naue
Regulierung der Grenzen in Unterhandlungen zu
treten. Der Senat beſchloß einſtimmig, eine Kund=
gebung
, durch die den Truppen, die in Wadai kämpften,
Anerkennung und den Familien der Gefallenen das Bei=
leid
des Senats ausgeſprochen wird. Der Juſtizminiſter
ſchloß ſich der Kundgebung namens der Regierung an.
Teuſches Reich.
Der Reichstag wird ſich nach Neujahr zu=
nächſt
mit der Novelle zum Strafgeſetzbuch und dem Geſetz
über die Hausarbeit beſchäftigen. Dann ſoll die dritte
Leſung des Arbeitskammergeſetzes folgen, ſo daß gegen
Mitte Januar mit der zweiten Leſung des Etats begon=
nen
werden könnte. Nach Schluß der Etatsberatung wird
dann die Reichsverſicherungsordnung auf die Tagesord=
nung
geſetzt werden.
Zum Schickſal des Arbeitskammer=
geſetzes
. Der Staatsſekretär Delbrück hat auf eine Be=
merkung
des Abg. Horn, der bedauerte, daß der Staats=
ſekretär
die Wählbarkeit der Arbeiterſekretäre nicht aus=
drücklich
als unannehmbar bezeichnete, dies Unannehm=
bar
ausgeſprochen. Trotzdem hat der Reichstag ſie mit
großer Mehrheit (193 gegen 111 Stimmen) beſchloſſen.
Konnte die Mehrheit, die die Eiſenbahnarbeiter dem Geſetz
unterſtellte, auch als eine Zufallsmehrheit bezeichnet wer=
den
, von der man annehmen durfte, daß ſie ſich bei der
dritten Leſung in eine Minderheit verwandeln würde, ſo
liegt die Sache hier anders. Zentrum, Fortſchrittliche
Volkspartei, Sozialdemokraten, Polen und Wirtſchaftliche
Vereinigung haben geſchloſſen für die Wählbarkeit der Ar=
beiterſekretäre
geſtimmt. Danach müßte das Geſetz ſchei=
tern
, wenn nicht bis zur dritten Leſung eine größere
Partei ihren Standpunkt ändert. Das iſt bei den Sozial=
demokraten
ausgeſchloſſen, ebenſo auch wohl bei der Fort=
ſchrittlichen
Volkspartei, der man ſogar nachſagt, daß ihr
ein ſolcher Ausgang wegen ihrer Freunde in den Arbeit=
geberkreiſen
nicht unlieb wäre. Eher wäre ſchon denkbar,
daß das Zentrum, um ein poſitives Ergebnis herbeizu=
führen
, ſchließlich der Regierung nachgäbe. Selbſtver=
ſtändlich
wird es auch nicht an Verſuchen fehlen, dieſen
oder jenen Mittelweg zu finden, aber daß das nicht

ganz leicht iſt, haben ſchon die bisherigen Erfahrungen be=
wieſen
.
Zur Beratung der Reichsverſiche=
rungsordnung
. Nach den inzwiſchen getroffenen
Vereinbarungen werden vor den Weihnachtsferien des
Reichstages nur noch drei Sitzungen der Kommiſſion ſtatt=
finden
, in denen noch mit dem zweiten Buch der Vorlage,
der Krankenverſicherung, begonnen wird. Wenn dieſer
Abſchnitt im Januar beendet wird, bleiben in zweiter
Leſung nur noch die Abſchnitte für die formale Regelung,
das erſte Buch mit den gemeinſamen Vorſchriften, das
fünfte Buch mit den Beziehungen der Verſicherungsträger
zueinander und der ſechſte Abſchnitt über das Verfahren
in zweiter Leſung zu erledigen. Da die Kommiſſions=
beratungen
mit Rückſicht auf die Plenarſitzungen jetzt
weſentlich abgekürzt werden müſſen, ſo iſt die Beendigung
der zweiten Leſung der Vorlage in der Kommiſſion kaum
vor Mitte Februar zu erwarten. Die Erſtattung des Kom=
miſſionsberichts
haben vier Mitglieder übernommen. An
dem Bericht wird bereits dauernd gearbeitet, ſo daß ſeine
Vorlage bald nach Beendigung der zweiten Leſung zu er=
warten
iſt. Wann die Reichsverſicherungsordnung im
Plenum des Reichstages zur zweiten Leſung geſtellt wird,
dürfte davon abhängen, wieviel Zeit die Juſtizvorlagen
und die Etatsberatungen in Anſpruch nehmen. Da die
Leſung jedenfalls erſt nach Beendigung der Etatsberatun=
gen
vorgenommen wird, kann man damit rechnen, daß ſie
etwa in der zweiten Hälfte des März beginnen wird.
Die Sonntagsruhe. Wie Berliner Blätter
erfahren, finden bei der zuſtändigen Reichsbehörde gegen=
wärtig
nicht nur Beratungen über eine Neuregelung der
Sonntagsruhe im Handelsgewerbe ſtatt, ſondern auch
getrennt hiervon ſolche über eine Reviſion der im Jahre
1895 vom Bundesrat erlaſſenen Ausnahmevorſchriften
für die Sonntagsruhe in der Induſtrie. Die Verhält=
niſſe
in dieſer haben ſich in letzter Zeit weſentlich ver=
ändert
, es haben neue Verfahren Platz gegriffen, ſo daß
eine Abänderung der betreffenden Beſtimmungen even=
tuell
angezeigt iſt. Was die Beratungen über die Sonn=
tagsruhe
im Handelsgewerbe anbetrifft, ſo würde eine
Umarbeitung der jetzt gültigen Vorſchriften eine Novelle
zur Gewerbeordnung darſtellen, die dem Parlament vor=
gelegt
werden würde. Nachdem die entſprechenden Unter=
lagen
hierfür bereits vor längerer Zeit herbeigeſchafft
waren, ſind Gutachten aller Art im Reichsamt des In=
nern
geprüft worden. Vielfach iſt die Anſicht verbreitet,
daß die intereſſierten Kreiſe ſich durchweg für eine Erwei=
terung
der Sonntagsruhe ausgeſprochen haben. Dies iſt
irrtümlich. Es finden ſich auch Stimmen, die die be=
ſtehenden
Vorſchriften beizubehalten wünſchen. Dies ſind
namentlich ſolche, die in den kleinen Städten von einer
Ausdehnung der Sonntagsruhe eine Schädigung des Er=
werbs
befürchten. Hieraus erhellt, daß die ganze Materie
einer eingehenden und ſorgfältigen Prüfung bedarf, die
zurzeit noch nicht abgeſchloſſen iſt und ſich auch noch weiter
hinziehen dürfte.
Eine finanzielle Sanierung des
deutſchen Offizierkorps wird, wie man aus
Berlin meldet, angeblich von einem ſchleſiſchen Magnaten
jetzt durch eine eigenartige Gründung verſucht werden.
Zu dieſem Zwecke ſoll eine von der Heeresverwaltung
unterſtützte Idee zur Ausführung kommen, wonach jedes
Offizierkorps eines jeden Regiments eine Lebensverſiche=
rungspolice
in Höhe von mindeſtens 100000 Mark ab=
ſchließt
, bei reicheren Regimentern entſprechend mehr, ſo
daß von zirka 300 Regimentern die Verſicherungsſumme
einen Betrag von etwa 30 Millionen Mark ergibt. Da
als Durchſchnittsalter der Offiziere 30 Jahre angenommen
iſt, ſo wird demnach die Verſicherungsſumme nach 25 Jah=
ren
fällig. Bis dahin ſollen größere Beträge von zu
intereſſierenden deutſchen Großkapitaliſten aufgenommen
werden, um dieſer Einrichtung ſofort den praktiſchen Wert
zu verleihen.
Wünſche der Preſſe. Das neue Kurpfuſche=
reigeſetz
beſchäftigte den Verband der Fachpreſſe Deutſch=
lands
, der ſeine letzte diesjährige Vollverſammlung am
6. ds. Mts. in der Handelskammer zu Berlin abhielt. Der
Vorſtand beſchloß einſtimmig eine Erklärung, die ſich ſcharf
gegen eine ganze Reihe von Paragraphen der neuen Vor=
lage
wendet, auch auf den völlig fehlenden Schutz der
Preſſe gegen Beſtrafungen bei Aufnahme von Heilmittel=
uſw
.=Anzeigen hinweiſt. Auch wurde eine Eingabe an die
Reichstagskommiſſion für Abänderung des Strafrechts
angenommen, in welcher der Verband beantragt, der Re=
gierungsvorlage
zuzuſtimmen, nach der künftig Verletz=

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290.

ungen des Urheberrechts im Wege der Zivilklage verfolgt
werden ſollen; es würden durch die Ausſchaltung des
öffentlichen Anklägers, mit deſſen Anruf nur allzu häufig
Mißbrauch getrieben würde, der Staatskaſſe viele Koſten
erſpart und Strafprozeſſe vermindert werden,
Ausland.
Frankreich.
Die Einnahmen der indirekten Steuern
und Monopole haben in den abgelaufenen elf Mo=
naten
154 Millionen mehr ergeben, als im Budget ver=
anſchlagt
war.
Der Senat ſtimmte dem von der Kammer bewillig=
ten
Kredit von 5800000 Francs für die vom Hochwaſſer
Geſchädigten zu.
Belgien.
Die Deputiertenkammer hat die Adreſſe,
in der die Thronrede in allen Teilen gebilligt wird, mit
65 gegen 39 Stimmen angenommen. Alle Zuſätze, na=
mentlich
diejenigen, welche den obligatoriſchen Schulunter=
richt
und eine Wahlreform verlangten, wurden, wenn
auch mit ſehr ſchwacher Mehrheit abgelehnt.
Portugal.
Kirche und Staat. Der portugieſiſche Miniſter
des Aeußern erklärte dem Liſſaboner Korreſpondenten der
Times, daß die Stellung von Kirche und Staat gegen
Ende dieſes Monats durch ein Dekret geregelt werden
würde. Den Religionsgeſellſchaften ſoll die größtmög=
lichſte
Freiheit gewährt werden. Die Hauptſorge der Re=
gierung
ſei, die politiſche Macht des Klerus einzuſchränken
und den Einfluß, den der Klerus auf die nächſten Wahlen
ausüben könnte, möglichſt zu vermindern. Die National=
verſammlung
wird im April berufen werden und es wird
eine der erſten Handlungen der Regierung ſein, dem Par=
lament
alle bisher erſchienenen Dekrete zur nachträglichen
Genehmigung zu unterbreiten.
Türkei.
Die Politik der Regierung. Im weiteren
Verlaufe der Debatte über das Expoſé kam es mehrfach
zu lärmenden Zmiſchenfällen. Der Großweſir erwiderte,
wiederholt von der Oppoſition unterbrochen, auf einige
Angriffe und wies nach, daß der Handel unter dem neuen
Regime nicht ſtocke und daß die Zolleinnahmen ſtetig zu=
nähmen
. Das Kabinett ſtehe nicht unter dem Einfluß des
jungtürkiſchen Komitees. Die Regierung unterhalte
weder zum jungtürkiſchen noch zu irgend einem anderen
Komitee der Welt Beziehungen. Es gäbe keine Macht
im Lande, die über den Geſetzen ſtände. Der Großweſir
erläuterte dann das Vorgehen der Regierung bei der
Frage der Anleihen, wobei er neuerdings die Freundſchaft
mit Frankreich betonte. Er erklärte, daß die engliſche
Regierung ſich nicht in die Anleihefrage eingemiſcht habe,
und drückte ſein Erſtaunen über die Behauptung aus, daß
der Ankauf der deutſchen Kriegsſchiffe Verſtimmung her=
vorgerufen
habe, da doch die Türkei Schiffe kaufen könne,
wo ſie wolle. Der Großweſir entwickelte ſodann die
Grundriſſe der türkiſchen Politik und widerlegte die Be=
hauptung
, daß die Politik der Türkei auf dem Balkan
mehr den Bulgaren zuneige und gegen Griechenland
Schroffheiten zeige. Der Großweſir ſtellte feſt, daß in der
Kretafrage eine Beſſerung eingetreten ſei. Am Schluß
der fünfſtündigen Rede des Großweſirs erſcholl lebhafter
Beifall. Am Samstag werden die Redner der Majori=
tätsparteien
ſprechen, worauf die Abſtimmung erfolgen
ſoll.
Vereinigte Staaten.
Die Reform des Geldumlaufs. Der Sekre=
tär
des Schatzamts, Mac Veagh, befürwortet in ſeinem
Bericht an den Kongreß noch dringender als bisher eine
Reform des Geldumlaufs. Falls es dazu nicht ſofort

kommen ſollte, empfiehlt er, den Nationalbanken die Er=
richtung
auswärtiger Filialen und den Eintritt in die
ſicheren Gebiete des inländiſchen Geſchäfts zu geſtatten,
die bisher den Sparbanken der Truſtkompanien vorbehal=
ten
waren. Unſer Syſtem, heißt es in dem Bericht, kann
füglicherweiſe ein eine Panik erzeugendes Syſtem genannt=
werden
, während jedes andere große nationale Bank=
Umlaufsſyſtem auf eine Panik verhindernd wirkt. Wir
haben kein Syſtem von Reſerven. Wir konzentrieren un=
ſere
ſogenannten Reſerven in New=York und dann zwin=
gen
wir die New=Yorker Banken, Darlehen zu gewähren,
und heben ſo die Reſerven wieder auf. Der Bericht be=
rührt
ſodann die künftigen Emiſſionen der Panama=
bonds
, die im Werte von 290 Millionen Dollars zu einem
Zinsfuß von höchſtens 3 Prozent im Tarifgeſetz vorigen
Jahres genehmigt wurden. Der Schatzamtsſekretär emp=
fiehlt
, wie im vorigen Jahre, die neuen Bonds mti
1½ Prozent zu beſteuern, wenn ſie von den National=
banken
in Umlauf geſetzt würden. Eine Steuer von
2 Prozent würde genügen, um die Banken als Käufer der
Bonds für Zirkulationszwecke auszuſchalten.
China.
*Die Mitglieder des Reichsausſchuſſes
verlangen dringend irgend eine Form repräſentativer
Regierung, und zwar noch vor der Vertagung des Reichs=
ausſchuſſes
, deſſen Sitzungen bis zum 21. Januar verlän=
gert
worden ſind. Die Regierung erwägt das Erſuchen
ſorgfältig.
* Karlsruhe, 8. Dez. Der Großherzog
empfing heute mittag 12 Uhr im Großherzoglichen Palais
den Königlich großbritanniſchen Geſchäftsträger Mr.
Harford zur Ueberreichung eines Notifikations=
ſchreibens
über das Ableben König Eduards VII.
und die Thronbeſteigung des Königs Georg von Groß=
britannien
und Irland. Der Geſchäftsträger wurde
abends von der Großherzogin empfangen. Daran an=
ſchließend
fand ihm zu Ehren im Großherzoglichen Pa=
lais
ein Diner ſtatt.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. Dezember.
Die Einwohnerzahl Darmſtadts.
§ 87 455 Einwohner, das iſt das vorläufige
Ergebnis der Volkszählung in Darmſtadt vom 1. De=
zember
.
Vom Polizeiamt wird uns nämlich mitgeteilt: Nach
der vorläufigen Zuſammenſtellung beträgt die Einwohner=
zahl
der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt 86975, und
zwar 42013 männliche und 44962 weibliche Perſonen.
Hiervon entfallen auf die Militärbezirke 4195. Am 1. De=
zember
1905 betrug die Einwohnerzahl 83 123, mithin ſeit
den letzten fünf Jahren ein Zuwachs von 3852 Einwoh=
nern
. Die Haushaltungen betragen 18549. Zurzeit ſind
zwei Kompagnien des Infanterie=Regiments Nr. 115 und
eine Eskadron des Dragoner=Regiments Nr. 24 mit zu=
ſammen
480 Mann auf dem Truppenübungsplatz, der zur
Gemarkung Griesheim gehört, vorübergehend unterge=
bracht
und zählen ſonach als Einwohner von Griesheim.
Wenn dieſe vorübergehende Abkommandierung zurzeit
nicht beſtände, ſo würde die Einwohnerzahl von
Darmſtadt am 1. Dezember 1910 (86975 480)
87 455 betragen haben.
Da es ſich hier um eine rein zufällige Ab=
weſenheit
von 480 Perſonen handelt, die früher zu
Darmſtadt mitgezählt worden ſind, ſo muß man dieſe, um
ein richtiges Verhältnis zu gewinnen, ſelbſtverſtändlich
mit hinzurechnen. Danach ſtellt ſich der Zuwachs in
den letzten fünf Jahren auf 3852 480 4332,
während der Zuwachs im Jahre 1900: 8600 und im

Jahre 1905 faſt 11000 betrug. Rechnet man die 480
Militärs zu der männlichen Bevölkerung hinzu,
ſo betrug dieſe am 1. Dezember 42493 gegen 41516 am
1. Dezember 1905, das iſt ein Zuwachs von nur
977 männlichen Perſonen; die Zahl der weib=
lichen
Bevölkerung betrug am 1. Dezember 1905
41607, hat mithin um 3355 zugenommen.
Dieſer hinter der Erwartung bedeutend zurückblei=
bende
geringe Zuwachs unſerer Bevölkerung um nur
5,2 Prozent bezw. die Abnahme des Zuwachſes gibt
zu ernſtem Nachdenken Veranlaſſung. Eine Erklä=
rung
dafür läßt ſich annähernd erſt nach Bekanntwerden
von Einzelziffern finden. Auffallend iſt ſchon, daß die
Zahl der Haushaltungen abgenommen hat,
und zwar um 76. Man iſt geneigt, dieſe unerfreuliche
Erſcheinung auf den infolge der erhöhten Steuern be=
dingten
geringeren Zuzug von auswärts bezw.
den Abzug von hier zurückzuführen, da man ſonſt keinen
Grund findet. Jedenfalls iſt das Ergebnis derart, daß
es zu weiteren Nachforſchungen nach den Gründen dieſer
ſehr überraſchend gekommenen unliebſamen Erſcheinung
führen muß, was ohne Zweifel auch geſchehen wird, denn
die Bevölkerung unſerer Stadt ſelbſt hat das größte
Intereſſe daran.

* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
empfingen am Mittwoch den Hauptmann
v. Lewinski vom Generalſtabe der Großh. (25.) Diviſion,
die Oberleutnants Wernher vom Leibgarde=Infanterie=
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Coulmann vom In=
fanterie
=Regiment Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116
und v. Wachter vom Königin Eliſabeth Garde=Grenadier=
Regiment Nr. 3, den Geheimen Oberſchulrat Dr. Scheuer=
mann
, den Präſidenten der Eiſenbahndirektion Mainz
Dr. Michaelis, den Stabsarzt a. D. Sanitätsrat Dr.
Friedrich und den Berufsgenoſſenſchaftsdirektor Thomas
von Mainz, den Geheimen Oberbaurat Kilian, den
Schulrat Hetterich von Alzey; eine Deputation des Kirchen=
vorſtandes
aus Eberſtadt, beſtehend aus dem Bürger=
meiſter
Schäfer, dem Gemeinderatsmitglied Simon und
dem Hauptlehrer Müller; den Rentner Max Levy von
Worms, den Ordensſekretär Schad, den Kirchenrat Strack
von Leihgeſtern, den Bahnaſſiſtenten Krauter, den Ober=
bahnaſſiſtenten
Galette, den Architekten Weißhaar von
Homburg v. d. H., den Rechnungsrat Wachtel, den
Polizeidiener Buxmann von Reinheim, den Lehrer Blanck
und den Kreisdiener Klöß von Dieburg, den Geheimen
Baurat Profeſſor v. Willmann, den Juſtizrat Dr. Bender,
den Chemiker Scriba, den Oberpfarrer Bernbeck von
Michelſtadt, den Pfarrer Lenz von Rohrbach, die Auf=
ſeher
Strack und Franz von Worms, den Geheimen
Hofrat Bracht von Dresden, den Maler Beyer, den Rentner
Fehrer, den Bankier Neuſtadt von Frankfurt a. M., den
Rechnungsrat Harth, den Kanzleirat Buchmann von
Offenbach a. M., den Kreisſchulinſpektor Schulrat Schrod,
die Pflegerin des Alice=Frauenvereins für Krankenpflege
Katharine Oehlſchläger, den Rektor Stenner, den Haupt=
lehrer
Wettig und den Polizeiwachtmeiſter Lämmersdorf
von Mainz, die Profeſſoren Pfeiffer und Dr. Gmeiner
von Gießen, den Lehrer Dechert von Nieder=Saulheim,
den Geheimen Finanzrat Schmitt von Groß=Gerau, den
Lehrer Fölſing, den Kirchenrechner Rothenhäuſer von
Groß=Bieberau; zum Vortrag den Staatsminiſter Ewald,
den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat Römheld, den
Generaldirektor des Hoftheaters und der Hofmuſik Ge=
heimen
Hofrat Werner.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben verliehen: das Ritterkreuz 2. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen dem
Oberleutnant Freienſehner im Infanterie=Regiment
Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 und dem Oberlehrer
an dem Ludwig Georgs=Gymnaſium zu Darmſtadt
Profeſſor Dr. Auguſt Baur das Ritterkreuz 1. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben
dem Geheimen Baurat Dr. Eſer zu Bad Nauheim die
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm
von Seiner Majeſtät dem Deutſchen Kaiſer verliehenen
ſtählernen Südweſt=Afrika=Denkmünze, ſowie des ihm
von Seiner Majeſtät dem Kaiſer von Rußland ver=
liehenen
St. Annenordens II. Klaſſe erteilt.

Frankreichs größter Lyriker.
Zum 100. Geburtstage Alfred de Muſſets
am 11. Dezember.
Von Dr. W. Borchers.
Am 11. Dezember ſind 100 Jahre verfloſſen, ſeit
der größte franzöſiſche Lyriker, der Dichter der Jugend
und der Frauen, das verwöhnte Schoßkind des Glücks,
Alfred de Muſſet, das Licht der Welt erblickte. Mögen
die Weiſen von Béranger volkstümlicher und ſang=
barer
, mögen die Strophen von Victor Hugo ſchwung=
voller
und farbenprächtiger ſein, die Dichtungen Muſ=
ſets
bilden in ihrem künſtleriſchen Ausdruck, in ihrer
vollendeten Formſchönheit den Höhepunkt franzöſiſcher
Lyrik.
Und keiner von allen denen, die, vor und nach
ihm, den ſteilen Parnaß zu erklimmen ſuchten, hat
den Gipfel ſo leicht und mühelos erreicht wie dieſer
erkorene Liebling der Muſen. Gleich die erſte ſelbſt=
ſtändige
Sammlung, die der Zwanzigjährige heraus=
gab
, die Geſchichten aus Spanien und Italien, mach=
ten
ſeinen Namen in ganz Frankreich bekannt. Wie
Byron konnte der junge Muſſet von ſich ſagen, daß er
eines Morgens erwachte und berühmt war. Und ſchnell
folgten all jene Werke, wie die Vermiſchten Gedichte‟,
Namouna, Rolla‟, Die Nächte die köſtlichen
Bühnenſtücke Wovon die jungen Mädchen träumen
Man ſcherzt nicht mit der Liebe Man
ſoll nichts verſchwören und manche andere, die
dem Verfaſſer die glänzendſten Erfolge, Ruhm und
Gold wie die Gunſt ſchöner Frauen brachten.
Dieſe Gunſt des ſchönen anderen Geſchlechts, das
er ſo ſehr liebte, hat den blondlockigen Dichter durch
ſein ganzes Leben begleitet. Sie war ſein Glück und
ſein Unglück. Es ſind nicht wenige berühmte und
unberühmte Frauen, denen er ſein Herz ſchenkte und
die den Liebesworten des Vielgefeierten ein williges
Ohr liehen. Es iſt bekannt genug, welch große und
verhängnisreiche Rolle die ſchöne und geiſtvolle George
Sand in ſeinem Daſein geſpielt hat. Die Geſchichte
dieſes jungen Liebespaares, das ſich in ſeiner Bedeut=
ung
faſt ebenbürtig war, bildet mit ihren ſpannenden
Verwickelungen, ihren Trennungen und Verſöhnun=
gen
, in ihrem ganzen ſtürmiſchen Verlauf einen

Roman, wie ihn kein noch ſo erfindungsreicher Schrift=
ſteller
lebendiger und packender erſinnen kann. Nur
der Schluß eines ſolchen Buches würde den Leſer gar
zu traurig anmuten und wenig befriedigen, denn den
Helden trifft eine gar zu harte Strafe. Hatte er ſie
in Wirklichkeit verdient oder nicht? Noch heute ſtreitet
man darüber, ob dem Manne oder der Frau die grö=
ßere
Schuld an dem bitteren Ende ihrer Beziehungen
beizumeſſen iſt. Wenn ſie nach den heftigſten Auftrit=
ten
auseinandergingen und ſich ſpäter nicht wieder
zuſammenfanden, ſo lag der wahre und tiefere Grund
wohl darin, daß das Schickſal zwei Menſchen einander
in die Arme geführt hatte, die von Natur aus nicht zu=
einander
gehörten. Denn Muſſet war lebensluſtig,
genußſüchtig, vollkommen ſorglos und lebte in den
Tag hinein, wie es ihm paßte; die Frau dagegen war
fleißig, vernünftig, ordentlich, und dachte gut bürger=
lich
an die Zukunft. Ein Herzensbund zweier ſo ver=
ſchiedenartiger
Weſen konnte keinen Beſtand haben.
Auch zwei große Bühnenkünſtlerinnen, die zu
ihrer Zeit Weltruf genoſſen und deren Namen noch
heute nicht vergeſſen ſind, haben ihren Schatten über
Muſſets Weg geworfen: die Rachel und Pauline
Garcia, ſpäter Frau Viardot. Für beide hatte ſich der
leidenſchaftliche Dichter ſo begeiſtert, daß er zur Feder
griff, um in der Oeffentlichkeit für ſie eine Lanze zu
brechen und laut ihren Ruhm zu ſingen. Aber beide
ſollten den jungen Frauenlob enttäuſchen: ſeine Pau=
letta
wie Muſſet die Garcia nannte, verließ bald
Paris, um ins Ausland zu gehen, und die Rachel ver=
nachläſſigte
ihn mehr und mehr, als der Dichter, deſſen
Verſe in aller Munde waren, auf der Bühne keinen
großen und dauernden Erfolg erringen konnte.
Dagegen iſt dem Vielgeprüften, der in der Liebe
ſo herbe Erfahrungen machen mußte, die Freundſchaft
mancher Frau bis ans Ende treu geblieben. Herzlich
und echt war das Verhältnis, das ihn mit ſeiner
kleinen Gevatterin Maxime Jaubert verband. Das
war eine geſcheite, lebenskluge und verſtändige Frau,
die mit offenen Augen, klar und vorurteilslos ins
Leben ſah, an des Dichters Leiden und Freuden war=
men
Anteil nahm und ihm ſchließlich wie ein guter
Kamerad zur Seite ſtand.
Eine zweite aufrichtige Freundin hatte der leicht=
lebige
Künſtler in der kränklichen, an ihren Rollſtuhl

gefeſſelten Herzogin von Caſtries gefunden, die Muſſet
wie einen Sohn liebte. Zu ihr hatte er volles Ver=
trauen
, wie er zu ſeinem Bruder Paul ſagte: Wenn
ich Troſt und Hoffnung brauche, ſo weiß ich immer,
wo das zu haben iſt: ich gehe zur Herzogin.
Neben den Geliebten und Freundinnen, denen
Muſſets Minnedienſt galt, neben den Göttinnen, denen
er ſeine Huldigungen mündlich und ſchriftlich dar=
brachte
, hatte er einen Gott, und das war Napoleon.
Wenn er die Größe des kleinen Korſen in ſeinen Lie=
dern
auch nie verherrlichte, wie Béranger und Victor
Hugo, ſo gab er doch in ſeinem Proſawerk, dem Be=
kenntnis
eines Kindes des Jahrhunderts ſeiner
Bewunderung Ausdruck, und wenn er etwas gern
las, ſo waren es die ſpäter über das Kaiſerreich er=
ſchienenen
Denkwürdigkeiten und Erinnerungen. Als
ihn ſein Bruder einmal fragte, was ihn an dieſer
Zeit ſo ſtark anzöge, gab er zur Antwort: Die Größe!
Das Vergnügen, geiſtig in einer heroiſchen Zeit zu
leben und der Gegenwart zu entfliehen! Ich hab’ die
Kleinlichkeiten ſatt und wende mich dahin, wo es ſich
um Großes handelt. Mich intereſſiert es mehr, wie
dieſer Mann ſeine Stiefel auszog, als alle Geheim=
niſſe
der heutigen europäiſchen Politik zu wiſſen.
Nur ein einziges Mal hat Alfred de Muſſet den
vergötterten Kaiſer von Angeſicht zu Angeſicht geſehen.
Es war am 21. März 1815. Unter dem Schutze eines
rieſenhaften Dieners ſtand der vierjährige Junge mit
ſeinem Bruder Paul inmitten der die Tuilerien um=
wogenden
Volksmenge, die Napoleon nach ſeiner Rück=
kehr
von Elba begrüßen wollte. Und die Augen des
Knaben hingen an der kleinen und doch ſo mächtigen
Geſtalt, die ſich da oben auf dem Balkon für kurze
Zeit den jubelnden Menſchenmaſſen zeigte. In ſeinem
ganzen Leben hat der Dichter dieſen Augenblick nicht
vergeſſen.
Eine ſo ſchrankenloſe Bewunderung für den ge=
waltigen
Emporkömmling iſt bemerkenswert bei einem
Manne, der einem altadeligen Geſchlecht entſtammt
und ſeine Ahnen bis ins 12. Jahrhundert hinauf ver=
folgen
konnte. Als Alfred geboren wurde, war die
Familie allerdings nicht mehr begütert und in der
Provinz angeſeſſen, denn ſein Vater Victor=Donatien
war ein einfacher Bureauchef beim Geniekorps und
ſpäter bei der Kriegsverwaltung.

[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Seite 3.

Uebertragen wurde dem Pfarrer Heinrich
Wagner zu Nordheim die evangeliſche Pfarrſtelle
zu Beuern.
Ernannt wurde der Joſeph Theodor Beike
aus Seligenſtadt zum Schreibgehilfen bei dem Finanz=
amt
Seligenſtadt.
Staatsſchuldbuch. Die am 2. Januar 1911
fälligen Zinſen der in das Heſſiſche Staatsſchuldbuch
eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht
kommenden Heſſiſchen Kaſſen und bei den Reichsbank=
anſtalten
vom 18. Dezember 1910 ab gezahlt. Vom
gleichen Tage ab wird die Staatsſchuldenkaſſe die durch
die Poſt oder durch Gutſchrift auf Reichsbank= Giro=
konto
zu berichtigenden Schuldbuchzinſen überweiſen.
* Im Intereſſe der Vrreinfachung der Staatsver=
waltung
iſt von dem Miniſterium des Innern letzthin
weiter angeordnet worden, daß ihm die Gemeinde=
voranſchläge
zukünftig in der Regel nicht mehr
vorzulegen ſind. Statt deſſen haben die Kreisämter
nur eine Vorlage wegen der Erchebung der Ge=
meindeumlagen
zu machen. Stellt ſich in einer
Gemeinde der Ausſchlagskoeffizient für die Umlage
höher als im vorhergegangenen Jahre, ſo ſind die
Gründe für die Erhöhung kurz aufzuführen. In be=
ſonderen
Fällen behält ſich das Miniſterium die Ein=
ſendung
der Voranſchläge vor. Die Maßregel erſcheint
als eine recht zweckmäßige.
* Bei der Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
ſind im Monat November d. J. 267 Rentengeſuche (240
Invaliden= und Krankenrentenanträge, ſowie 27 Alters=
rentenanträge
) eingegangen. Unerledigt wurden in den
genannten Monat übernommen 276 Rentengeſuche, ſo
daß 543 Geſuche in Bearbeitung ſtanden. Es fanden
Erledigung: 191 durch Rentenbewilligung (171 Inva=
liden
=, 8 Kranken= und 12 Altersrentengeſuche); 32
durch Ablehnung, weil unbegründet (30 Invaliden=
renten
= und 2 Altersrentengeſuche), 12 durch andere
Weiſe Zurücknahme uſw. (9 Invaliden= und 3
Altersrentengeſuche), zuſammen 235, ſo daß 308 Geſuche
als unerledigt auf den Monat Dezember d. J. über=
nommen
werden mußten. Ferner wurden im Monat
November d. J. 300 Anträge auf Beitragserſtattung
geſtellt, und zwar 250 infolge Heirat weiblicher Ver=
ſicherter
(H.), 48 infolge Todes verſicherter Perſonen
(T.) und 2 wegen Bezuges von Unfallrente (U.). Un=
erledigt
wurden in den genannten Monat übernommen
94 Erſtattungsanträge, ſo daß zu bearbeiten waren 394
Geſuche. Bewilligt wurden 285 Anträge (241 H. und
44 T.), abgelehnt wurden 17 Anträge (11 H., 5 T. und
1 U.). Unerledigt blieben 92 Erſtattungsanträge (72 H.,
17 T. u. 3 U.), die auf den Monat Dezember übernommen
wurden. In welchem Umfange die Landesverſiche=
rungsanſtalt
Großh. Heſſen Heilverfahrenskoſten über=
nimmt
, ergibt ſich aus nachſtehenden Erläuterungen.
Ende November 1910 waren in den nachbenannten An=
ſtalten
verſicherte Perſonen untergebracht: 1. Ernſt
Ludwig=Heilſtätte bei Sandbach 107, 2. Eleonoren= Heil=
ſtätte
bei Winterkaſten 77, 3. Göttmannſche Anſtalt in
Reichelsheim 41, 4. Dr. Liebes Lungenheilanſtalt in
Waldhof=Elgershauſen 14, 5. Bad Lippſpringe 10, 6.
Kuranſtalt von Dr. Schmitt, Lindenfels, 11, 7. Konitzky=
ſtift
in Bad Nauheim 16, 8. Ernſt Ludwig=Heilanſtalt
von Dr. Loſſen hier 1, 9. Klinik von Dr. Grein in
Offenbach 4, 10. verſchiedene Anſtalten, wie Kranken=
häuſer
, Kliniken u. dergl. m. 17, zuſammen 298.
D Bon der Techniſchen Hochſchule. Auf einſtimmi=
gen
Antrag der Abteilung für Ingenieurweſen wurde
durch Beſchluß von Rektor und Großem Senat der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt dem Chef der
Firma Grün u. Bilfinger, A.=G. zu Mannheim, Herrn
Ingenieur Auguſt Grün daſelbſt, in Anerkennung
ſeiner hervorragenden Verdienſte um die Förderung
der techniſchen Wiſſenſchaften durch vorbildliche Arbei=
ten
auf den Gebieten des Maſſiv=Brückenbaues, des
Eiſenbetonbaues und der Gründungen die Würde
eines Doktor=Ingenieurs ehrenhalber verliehen.
K.V Die gegenwärtige Ausſtellung in der Knnſt=
halle
, beſchickt von den Malern Altheim, Kempin,
Klein=Chevalier, Segiſſer, erreicht mit Sonntag, den
11. d. M. ihr Ende. Von Montag ab ſind die Ausſtel=
lungsräume
auf einige Tage geſchloſſen.
Jugendſchriften=Ausſtellung. Es iſt unbeſtreit=
bar
, daß der Kampf gegen die Schundliteratur nur dann
mit Erfolg geführt werden kann, wenn der Jugend
Erſatz für das, was ihr im eigenen Intereſſe entzogen
werden muß, geboten werden kann. Und zwar vollgül=
tiger
Erſatz, der die junge Phantaſie, das dringende Be=
dürfnis
geiſtigen Erlebens, das anders geartet ſein
Auch der junge Muſſet ſollte eine gut bürgerliche
Laufbahn einſchlagen, und als er ſich zu keinem Beruf
recht entſcheiden konnte, ſteckte ihn der Vater kurzer=
hand
in ein Geſchäftshaus, damit er ein tüchtiger Kauf=
mann
werden ſollte. Aber der wenig hoffnungsvolle
Jüngling hielt es nicht lange aus; er entdeckte bald
ſeine angeborene Begabung und griff zur Feder. Er
ſah ſich auch nicht getäuſcht: ſeine Feder brachte ihm
wahrlich genug ein. Aber er hatte ſo leichtſinniges
Künſtlerblut und war ein ſo ſchlechter Wirtſchafter, daß
ihm alles Geld unter den Händen zerfloß. Mit den
Jahren kam er in arge Bedrängnis, bis ihm nichts
übrig blieb, als ſich nach einer feſten Stellung umzu=
ſehen
. Durch eine Empfehlung des Herzogs von Or=
leans
, der einſt ſein Mitſchüler geweſen war, gelang
es ihm auch, eine Bibliothekarſtelle beim Miniſterium
des Innern mit einem jährlichen Gehalt von 3000 Fran=
ken
zu erhalten. Aber er hatte eine eigene Auffaſſung
von einem neuen Amt: er kam nämlich, ſah ſich ſein
Bureau an und verſchwand. Dabei vergaß er nicht,
pünktlich jeden Monat ſeinen Gehalt einzukaſſieren.
In jenem Miniſterium wird ein kleines Billett auf=
bewahrt
, das Muſſet in dieſer Angelegenheit an ſeinen
Chef richtete und das folgenden Wortlaut hat: Ich
wäre M. Marelle ſehr verpflichtet, wenn er dem Ueber=
bringer
dieſes meinen Gehalt für März auszahlen
würde. Ihr ſehr ergebener Diener Alfred de Muſſet.
Als den Dichter ſpäter einmal eine Laune in das
Miniſterium führte, fragte ein Bekannter ihn erſtaunt:
Was machen Sie denn hier? Ich will doch einmal
ſehen, meinte Muſſet trocken, ob meine Bibliothek
wirklich vorhanden iſt. Nicht beſſer kam er ſeinen
Amtspflichten nach, als er ins Miniſterium des Unter=
richts
verſetzt wurde. Denn hier ließ er ſich überhaupt
nicht ſehen.
Eine eigene geſchichtliche Fügung verbindet Anfang
und Ende dieſes bewegten Künſtlerlebens. Wie
Muſſet nämlich die erſten fünf Jahre ſeines Lebens
unter dem erſten franzöſiſchen Kaiſerreich verbracht
hatte, ſo verbrachte er die letzten fünf unter der Herr=
ſchaft
des zweiten. Unter Napoleon I. war er geboren
unter Napoleon III. ſtarb er. Und noch einmal vor
dem Ende glänzte ſein Name hell auf und funkelte her=
über
zu uns über die Vogeſen: als Reinhold Becker

muß, als Lernlektüre es zu bieten vermag, befriedigt.
Daß es immer mehr möglich wird, dieſen Erſatz zu
bieten, der Jugend eine Lektüre zu ſchaffen, die ihrem
Bedürfnis entſpricht, ohne jedoch durch Verherrlichung
des Böſen, des Verbrechens uſw., die jungen Seelen
zu vergiften, das beweiſt die nunmehr zum zweiten
Male arrangierte Ausſtellung von Jugendſchriften und
künſtleriſchem Wandſchmuck im Rathauſe, die am Don=
nerstag
nachmittag eröffnet wurde und ſich außer=
ordentlich
regen Beſuches zu erfreuen hat. Der Volks=
bildungsverein
, in erſter Linie ſein verdienſtvoller Vor=
ſitzender
Herr Gymnaſiallehrer Lerch, deſſen tatkräf=
tiger
Initiative es gelang, auch die geſamte Lehrerſchaft
zur Mitarbeit für die eminent wichtige Sache zu ge=
winnen
, hat damit ſein Verſprechen eingelöſt, dieſe
Ausſtellung alljährlich um die Weihnachtszeit wieder=
kehren
zu laſſen. Daß die gute Abſicht im Publikum
durchaus gewürdigt wird, beweiſt der gute Beſuch der
Ausſtellung. In der Tat bietet dieſe eine vortreffliche
und wohlgeordnete Ueberſicht über dieſen Teil unſerer
reichen Literatur, der für den Zweck, die Schundware
zu bekämpfen und entbehrlich zu machen, in Frage
kommt. Das Leſebedürfnis unſerer Jugend beiderlei
Geſchlechts iſt groß, und die Ausſtellung vermag ſicher
auf die Frage, was ſoll ich zu Weihnachten ſchenken?
viele und richtige Antworten zu geben. Denn hier iſt
Garantie dafür geboten, daß wirklich gute Bücher
empfohlen werden, die erſt nach Prüfung ſeitens der
berufenen Erzieher der Schuljugend in die Sammlung
aufgenommen wurden. Aber auch für die reifere
Jugend findet ſich treffliche Literatur, wie das reich=
haltige
Verzeichnis empfehlenswerter Jugendſchriften
zeigt; dieſes iſt zuſammengeſtellt von einem Ausſchuß
aus der Darmſtädter Lehrerſchaft und dem Verein für
Verbreitung von Volksbildung. Die Liſte iſt lediglich
eine Auswahl und macht auf Vollſtändigkeit keinen An=
ſpruch
. Die Verteilung auf die verſchiedenen Alters=
ſtufen
iſt auf Grund der Urteile des Darmſtädter
Prüfungsausſchuſſes, unter Beachtung der Liſten ande=
rer
Prüfungsausſchüſſe, erfolgt. Bei der Wahl der
Ausgaben iſt insbeſondere auf gute Ausſtattung und
Bilderſchmuck Rückſicht genommen; von vielen Werken
gibt es natürlich noch billigere Ausgaben, als die an=
gegebenen
. Geſamtwerke der Klaſſiker, ebenſo Werke
aus dem Gebiete der Technik und anderer Spezial=
wiſſenſchaften
ſind unberückſichtigt geblieben. Die
Mehrzahl der in der Liſte verzeichneten Bücher befindet
ſich in der Jugendſchriften=Ausſtellung (Marktplatz 8,
im Rathaus, 1 Stiege hoch), die unentgeltlich täglich
nachmittags von 47 Uhr und Sonntag, Dienstag und
Freitag vormittags von 1112½ Uhr geöffnet iſt.
Neben den Jugendſchriften iſt auch Gelegenheit geboten,
guten künſtleriſchen, billigen Zimmerſchmuck kennen zu
lernen. Eine ganze Anzahl reizender Bilder von
v. Volkmann, Matthäi, Biedermann, v. Ravenſtein, A.
Glück, A. Neſter, Schroedter, Pöſchmann, zum Preiſe
von 26 Mark, auch Prof. Hölſchers Alter und
Jugend uſw. ſind ausgeſtellt.
m. Die erweiterte Prüfung für Lehrer ( Hauptlehrer=
prüfung
) nahm ihren Anfang im Prüfungsgebäude am
Paradeplatz. Es unterziehen ſich der Prüfung drei Lehrer
aus Darmſtadt und je 1 aus Mainz und Offenbach. Kom=
menden
Dienstag findet die Prüfung durch die mündliche
Prüfung ihren Abſchluß.
* Das Wirtſchaftlich=Statiſtiſche Jahrbuch der Heſſi=
ſchen
Handelskammern für das Jahr Jahr 1909, herausge=
geben
namens des Heſſiſchen Handelskammertages, von
deſſen Vorort, der Großh. Handelskammer Mainz, iſt ſo=
eben
im 4. Jahrgang erſchienen.
** Der Bericht über die geſtrigen Kammerverhand=
lungen
befindet ſich auf Seite 45 der heutigen Nummer.
Wohltätigkeitskonzert. Man ſchreibt uns: Das zum
Beſten der Stiftung Töchterhort für verwaiſte
Töchter von Reichspoſt= und Telegraphenbeamten am
letzten Mittwoch im Kaiſerſaal veranſtaltete Konzert
fand vor ausverkauftem Hauſe ſtatt. Die Mitwirkenden
beſtanden aus Angehörigen der Reichspoſt= und Telegra=
phenverwaltung
. Außerdem hatten Frl. Scheuren (Alt),
ſowie die Herren Kammermuſiker Mehmel (Violine), Kon=
zertſänger
Schuchardt (Tenor), Damm (Viola und Trom=
pete
) und Leichtweiß (Kontrabaß) ihre bewährten Kräfte
in den Dienſt der guten Sache geſtellt. Das abwechslungs=
reiche
und geſchmackvolle Programm enthielt nach einem
von Herrn Oberpoſtpraktikanten Kießler gedichteten und
von der Telegraphengehilfin Frl. Bonarius geſprochenen
Prolog zwei Männerchöre der Geſangsabteilung des
Poſtunterbeamtenvereins unter Leitung ihres Dirigenten

Herrn K. Grim (Vorüber von Sonnet und Heimats=
ſehnen
von K. Grim), den erſten Satz des Klavierquintetts
op. 81 von Dvorak und vier Walzer aus den Liebes=
liedern
von Joh. Brahms für Geſangsquartett und
Pianoforte zu vier Händen. Von den Soliſten des Abends
brachte Frau Mosler die Lieder Am Ufer des Fluſſes, des
Manzanares von Adolf Jenſen und Die verſchwiegene
Nachtigall von B. Stavenhagen mit klangvoller Sopran=
ſtimme
und innigem Empfinden zu Gehör. Als ein Künſt=
ler
von hoher Begabung erwies ſich Herr Oberpoſtprak=
tikant
Roth, ein bis jetzt hier unbekannter Pianiſt, der die
Legende von Liſzt (Der heilige Franziskus von Paula,
auf den Wogen ſchreitend) vortrug. Er ſpielte mit feinem
Kunſtverſtändnis und überwand die techniſchen Schwierig=
keiten
des gewaltigen Werkes mit ſtaunenswerter Sicher=
heit
und Eleganz. Herr Mehmel begeiſterte durch ſeine
meiſterhaften Vorträge der Romanze von Svendſen und
der ungariſchen Tänze Nr. 7 und 2 von Brahms=Joachim
die Zuhörer. Ihm reihte ſich der mit hervorragenden
Stimmitteln begabte Konzertſänger Herr Schuchardt mit
drei Liedern von Hildach (Kommen und Scheiden, In
meiner Heimat Lenz) würdig an. Den Schluß bildete
die glänzende Wiedergabe des wirkungsvollen Septetts
op. 65 von Saint=Saéns. Die muſikaliſche Leitung und
die geſamten Klavierpartien lagen in den Händen des
Herrn Roth. Die Darbietungen ſtanden auf einer künſt=
leriſchen
Höhe und ernteten ſo reichen Beifall, daß zahl=
reiche
Zugaben bewilligt werden mußten. An dem guten
Gelingen des Ganzen hatten auch die Telegraphengehilfin
Frl. Karg (Klavier), die Herren Oberpoſtpraktikanten Huhs
(Baß) und Münch (Violine und Viola), ſowie Obertele=
graphenaſſiſtent
Fiſcher (Violine) und Oberpoſtaſſiſtent
Jechow (Violoncell) ihren vollen Anteil. Den Konzert=
flügel
von Ibach hatte Herr Thies Nachf. (L. Schutter) in
liebenswürdiger Weiſe zur Verfügung geſtellt.
Bezirksverein Darmſtadt des Verbandes Deutſcher
Diplom=Ingenieure. Die am Sonntag im Hotel Heß zu
Darmſtadt tagende Verſammlung der mittel=
rheiniſchen
Bezirksvereine des Verbandes
Deutſcher Diplom=Ingenieure richtete an den
deutſchen Kaiſer folgendes Telegramm: Die heute
beim erſten Diplom=Ingenieur=Tag in Darmſtadt verſam=
melten
mittelrheiniſchen Bezirksvereine Darmſtadt, Frank=
furt
a. M., Karlsruhe, Mainz=Wiesbaden, Mannheim= Lud=
wigshafen
und Straßburg des Verbandes Deutſcher Di=
plom
=Ingenieure bitten Euere Majeſtät, den ehrfurchts=
vollſten
Dank für das allergnädigſt bewieſene Wohlwollen
an der Entwickelung der techniſchen Wiſſenſchaften entge=
gennehmen
zu wollen. Euere Kaiſerliche Majeſtät haben
huldreichſt geruht, in Anerkennung der hohen Anforderun=
gen
, die das induſtrielle Leben zur Wohlfahrt Deutſch=
lands
an die wiſſenſchaftliche Ausbildung und Betätigung
der Diplom=Ingenieure ſtellt, bei der Weihe der techniſchen
Hochſchule zu Breslau die hohe Bedeutung eines wiſſen=
ſchaftlich
gründlich ausgebildeten Ingenieurſtandes für
das Emporblühen der deutſchen Induſtrie hervorzuheben.
Die Verſammelten werden ſtets der Worte Euerer Ma=
jeſtät
: Die Arbeit nur, die fürs Ganze geſchieht, iſt ganze
Arbeit eingedenk ſein und ſie ſich zur Richtſchnur nehmen.
Namens der mittelrheiniſchen Bezirksvereine Dipl.=Ing
Krämer, Darmſtadt, Roßdörfer Straße 14½
Hierauf erhielt der Vorſitzende des Bezirksvereins
Darmſtadt das nachſtehende Antwort=Telegramm
Potsdam, den 5. Dezember 1910. Seine Majeſtät der Kai=
ſer
und König haben Allerhöchſt ſich über das treue Ge=
denken
des dortigen erſten Diplom=Ingenieurtages gefreut
und laſſen allen Teilnehmern beſtens danken. Auf aller=
höchſten
Befehl der Geheime Kabinettsrat von Valentini.
Mitgliederverſammlung des Heſſiſchen Landes=
vereins
für Toten=Einäſcherung. Am 7. Dezember fand
die alljährliche Mitgliederverſammlung des Heſſiſchen
Landesvereins für Toten=Einäſcherung hier im Kaiſer=
ſaal
ſtatt. Nach Erledigung der ordnungsgemäßen Ge=
ſchäfte
erſtattete zunächſt Herr H. Kichler den Kaſſenbe=
richt
und Herr A. Schäfer berichtete über die durch ihn
geleiteten Ueberführungen zur Einäſcherung in Mainz,
Offenbach und Heidelberg. Der Vorſitzende, Dr. Heil,
erſtattete einen ausführlichen Jahresbericht. Am 25.
Mai 1886 wurde der Heſſiſche Landesverein für Toten=
Einäſcherung gegründet, ſo daß der Verein jetzt das 25.
Jahr ſeines Beſtehens beendet. Nach einem Rückblick
auf die Vereinsgründung ging der Vorſitzende kurz auf
die Verhandlungen des Verbandstages in Deſſau, auf
dem der Verein durch den Berliner Verein vertreten
war, und auf den internationalen Kongreß in Brüſſel
ein. Als Beweis für das Fortſchreiten der Feuerbe=
ſtattung
in Deutſchland führt der Vorſitzende die Tat=

das ſtolze Rheinlied ſang: Sie ſollen ihn nicht haben,
den freien deutſchen Rhein, da klang, es ſtolzer von
drüben: Nous Tavons eu votre Rhin allemand‟ Und
wenn man der Wahrheit die Ehre geben will, ſo muß
man ſagen: der Franzoſe hat es beſſer gemacht, als
der Deutſche.
Die Missa solemnis von Beethoven.
Wiederum ſteht ein gewaltiges Werk auf dem Pro=
gramm
des Muſikvereins: die große Meſſe von
Beethoven, das ebenſo bewunderte als gefürchtete‟
Werk (wie Kretzſchmar ſagt) unter den Chorwerken
unſeres Meiſters. Gefürchtet wegen ſeiner enormen
Schwierigkeiten, die es den Ausführenden zumutet, be=
wundert
wegen ſeiner Größe, ſeiner Tiefe und Innig=
keit
, die ihm einen erſten Platz unter allen geiſtlichen
Tonſchöpfungen eroberten.
Beethoven ſchrieb die Meſſe in ſeiner dritten
Schaffensperiode Sie weiſt deshalb alle Eigentümlich=
keiten
auf, die dieſen Stil des Meiſters charakteriſieren,
und iſt eng verwandt mit den anderen großen Werken
aus derſelben Zeit, mit der neunten Sinfonie und den
letztenz Sonaten und Streichquartetten.
Die äußerliche Veranlaſſung war die Ernennung
des Erzherzogs Rudolf von Oeſterreich, ſeines Schülers
und Gönners, zum Erzbiſchof von Olmütz. Die Meſſe
ſollte bei der Inſtallation zum Hochamt ausgeführe
werden, aber die Einführung des Erzbiſchofs fand
ſchon im März 1820 ſtatt, und obgleich Beethoven die
Kompoſition der Meſſe ſchon im Jahre 1818 angefangen
hatte, dauerte es doch nahezu fünf Jahre, ehe ſie voll=
endet
war (1823). Er wollte eben ſein Beſtes und
Höchſtes geben, und ſo wuchſen die Dimenſionen des
Werkes beim Fortſchreiten der Arbeit, und wie Schind=
ler
berichtet, ſchien die gewaltige Aufgabe ſich ſogar
ſeinem Aeußeren aufzuprägen, denn ſein ganzes
Weſen ſchien eine andere Geſtalt angenommen zu
haben, niemals vor und niemals nach jener Zeit
wurde er in einem ſolchen Zuſtande abſoluter Erden=
entrücktheit
geſehen, als vorzüglich im Jahre 1819.
Die Meſſe enthält fünf große Abſchnitte, Kyrie,
Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei. Von dieſen
ſind das Kyrie und die beiden letzten Teile wohl am

leichteſten verſtändlich und bieten auch den Ausführen=
den
weniger Schwierigkeiten als das Gloria und Credo.
In dieſen beiden ſchaltet und waltet die Phantaſie des
Meiſters mit unumſchränkter Herrſchaft, und es wird
nicht jedem von Anfang leicht, dem kühnen Flug zu
folgen, der oft für einen kurzen Wortſatz, ja oft für ein
einzelnes Wort, die unerhörteſten Wendungen anbringt.
Ja, hier und da geht die Bedeutung der Muſik ſo ſehr
über das faſt nur ſkizzenhafte Wort hinaus, daß ſie
faſt den Eindruck von abſoluter Muſik macht und
eine Welt von Empfindungen ausſpricht, wie es ſonſt
nur bei reiner Inſtrumentalmuſik möglich iſt. Es mag
ſein, daß Beethovens Taubheit die Urſache war, daß
er manches, was man als das Praktiſche zu bezeichnen
pflegt, außer acht ließ, den Singſtimmen vieles zu=
mutete
, was er vermieden hätte, wenn er ſie hätte hören
können, aber andererſeits darf man wohl annehmen,
daß die Abgeſchloſſenheit gegen die äußerliche Klang=
welt
ſein Weſen mehr und mehr vertiefte. Wie dem
anch ſei, die Schwierigkeiten ſind nun einmal da und
ſie müſſen überwunden werden, überwunden werden
ſchon allein um des herrlichen Werkes ſelbſt willen.
Und dazu gibt es ein hauptſächlich Förderndes, eines,
was über vieles hinweghilft, und das iſt: die Be=
geiſterung
. Wenn Richard Wagner ſchon von gewiſſen
Stellen in der neunten Sinfonie ſagte, daß ſie nur in
der Extaſe gleichſam ausgerufen werden könnten,
ſo läßt ſich dieſes Wort auch im vollſten Sinne auf die
Miſſa anwenden, und es iſt unglanblich, was eben dieſe
Extaſe zu leiſten vermag. Vieles, was (ein gutes Chör=
material
vorausgeſetzt) mit nüchternem Fleiß nicht
herauskommt, ſo ſehr dieſer zu ſchätzen iſt, und ohne den
man beim vorbereitenden Studium nicht auskommt,
wird plötzlich möglich durch die Begeiſterung. Sie
macht ein anderes Weſen aus uns und verleiht uns
Kräfte, die uns oft hoch über alle Erdenſchwere empor=
tragen
.
Und dieſe heilige Begeiſterung iſt es auch, der die
Meſſe ihre Entſtehung verdankt, die ſie durchdringt, und
die ſich aus ihr den Ausführenden und dem Hörer mit=
teilt
. Welche Andacht herrſcht im erſten Satz, in dem
unvergleichlich ſchönen Kyrie, wie wetteifern da die
Soliſtinnen mit Chor und Orcheſter, die Gefühle
innigſter Demut zum Ausdruck zu bringen! Und=welch

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290.

ſache an, daß nunmehr in Deutſchland über 100 Feuer=
beſtattungsvereine
beſtehen und daß 23 Krematorien in
Betrieb genommen ſind; ferner iſt die Erbauung von
weiteren Krematorien geſichert. Der Schluß des
Jahresberichtes: Wie ſteht es mit der Errichtung des
Krematoriums in Darmſtadt?, begegnete naturgemäß
dem lebhafteſten Intereſſe der Verſammlung. Im
November vorigen Jahres fand auf Einladung der
Großh. Bürgermeiſterei unter Führung des Herrn
Oberbürgermeiſters Dr. Gläſſing eine Beſichtigung des
für den neuen Friedhof vorgeſehenen Geländes ſtatt.
Da nun im Verlaufe des Jahres der Verein nichts
über den Fortgang der für ihn ſo wichtigen Angelegen=
heit
erfahren hatte, richtete der Vorſtand am 16. Novem=
ber
d. J. an die Großh. Bürgermeiſterei eine Anfrage,
wie weit die Vorarbeiten für das auf dem neuen Fried=
hofe
zu errichtende Krematorium inzwiſchen gefördert
worden ſeien und bis wann mit dem Beginne der Er=
richtung
des Krematoriums gerechnet werden könne?
Am Tage vor der Mitgliederverſammlung erhielt der
Vorſitzende folgendes Antwortſchreiben von der Großh.
Bürgermeiſterei: Auf das geſchätzte Schreiben vom
16. d. M. teilen wir ergebenſt mit, daß das Stadtbau=
amt
nach eingehenden Vorarbeiten nunmehr einen aus=
führlichen
Bericht über den neuen Hauptfriedhof und
die Flammenhalle mit Skizzen und Plänen vorgelegt
hat. Die Angelegenheit wird noch in dieſer Woche in
einer Konferenz innerhalb der Bürgermeiſterei be=
ſprochen
werden. Die endgültige Entſchließung der
Stadtverordneten=Verſammlung dürfte im Januar 1911
erfolgen.
Der Vorſitzende hob hervor, daß man mit Dank die
vom Stadtbauamt geleiſtete Arbeit anerkennen müſſe.
Er richtete aber an die anweſenden Stadtverordneten
die Bitte, für dasjenige Projekt eintreten zu wollen,
nach dem das Krematorium als ſelbſtändiges Gebäude
zu errichten iſt, unabhängig vom Friedhofshauptgebäude.
Seine Bedenken wurden in der Beſprechung, die ſich an
den Bericht des Vorſitzenden anſchloß, durch die Mittei=
lungen
des Herrn Stadtverordneten Kalbfuß beſeitigt.
Nach dieſen Darlegungen wurden ſeitens der Ver=
ſammlung
keine weiteren Bedenken geltend gemacht, und
der Vorſitzende konnte unter dem Beifall der Verſamm=
lung
dem Wunſche Ausdruck geben, daß die Stadtver=
ordneten
=Verſammlung die Inangriffnahme des Baues
für 1911 endgültig beſchließen möge.
m. Zum Ehrenmitgliede des Heſſiſchen Landes= Lehrer=
vereins
wurde wegen ſeiner Verdienſte um den Verein
Herr Rektor Adam Stenner in Mainz ernannt. Herr
Rektor Stenner vollendete am 16. November ds. Js. eine
50jährige Amtszeit.
Die Abteilung Darmſtadt der Deutſchen Kolonial=
geſellſchaft
wird nächſten Dienstag, den 13. d. M., abends
im Saale der Traube ihren erſten öffentlichen Licht=
bildervortrag
in dieſem Winter abhalten. Es
wird Herr Geologe Egon Kirſchſtein aus Berlin über
ſeine Forſchungsreiſen im innerſten Afrika und ins=
beſondere
über ſeine Erlebniſſe und Entdeckungen auf
den Vulkanhochgebirgen ſprechen. Er war einer der
wiſſenſchaftlichen Begleiter des Herzogs Adolf Friedrich
von Mecklenburg, Bruders des Präſidenten der Deut=
ſchen
Kolonialgeſellſchaft, der zurzeit wieder eine große
Entdeckungsreiſe vom Kongo durch Franzöſiſch= und
Deutſch=Weſtafrika zum Tſchadſee begonnen hat, bet
ſeiner in den letzten Jahren ausgeführten Durch=
querung
Afrikas von Oſt nach Weſt, die ſo außerordent=
lich
bedeutungsvoll und erfolgreich war. Kirſchſtein
übernahm dabei mit einer Sonderexpedition die Er=
forſchung
der noch faſt unbekannten zentralafrikaniſchen
Vulkan= und umliegenden Seegebiete, woſelbſt er ſieben
Monate unter großen Strapazen zubrachte. Er beſtieg
als erſter Europäer ſämtliche acht Vulkane, wobei er
auf dem höchſten, 4500 Meter hohen, 20 Mann ſeiner
Karawane im Schneeſturm verlor. Durch die Urwälder
des Kongogebiets ſchlug er ſich dann zur Weſtküſte auf
dreimonatlichem Marſch durch. Er brachte eine reiche
wiſſenſchaftliche Ausbeute mit und wird uns auch ſeine
photographiſchen Aufnahmen vorführen. Es iſt ein
hochintereſſanter Vortrag, der überall ſtarken Beſuch und
lebhaften Beifall gefunden hat. Bei dem allgemeinen
Intereſſe, das er erweckt, haben ſich die Ortsgruppen
Darmſtadt des Deutſchen Flottenvereins und des
Alldeutſchen Verbandes ſeiner Veranſtaltung ange=
ſchloſſen
. Im übrigen ſiehe die in dieſer Nummer er=
ſcheinende
Anzeige. Dabei bemerkt man noch, daß nach
neueren Satzungsbeſtimmungen der jetzt an 40000 Mit=

glieder zählenden Kolonialgeſellſchaft jüngere Perſonen
zum halben ordentlichen Jahresbeitrag als außer=
ordentliche
Mitglieder, welche die illuſtrierte wöchent=
liche
Kolonialzeitung erhalten und freien Eintritt zu
den Vorträgen haben, aufgenommen werden, ſowie
ferner Abonnenten für die letzteren.
* Märchenvorleſung. Morgen Sonntag nachmit=
tag
4 Uhr findet, wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich,
die Wiederholung der Märchen=Vorleſung mit Kinder=
liedern
zur Laute ſtatt, worauf wir nochmals aufmerk=
ſam
machen. Karten ſind bei Fräulein de Weerth,
Eichbergſtraße 10, erhältlich.
Struwwelpeter. Die kleinen und großen Beſucher
der Aufführung wird es intereſſieren zu erfahren, daß bei
der Wiedergabe der originellen Bilder die Koſtümtreue
ſorgfältig gewahrt bleibt, wie denn überhaupt die Dar=
ſtellung
mit viel Fleiß und Hingebung vorbereitet
wird. Um den Kindern die Freude an der Aufführ=
ung
ungeſchmälert zu ſichern, werden die Damen
dringend gebeten, die Hüte abzunehmen.
D Neue Telephon=Anſchlüſſe: 1301 Budersheim,
Georg, Kaufmann und Militärlieferant, Griesheim,
Friedrichſtr. 7. 2585 Bürgermeiſterei Darmſtadt,
Rheinſtr. 1618. 904 Geiſel, Karl, Apotheker, Tannen=
ſtraße
44I, Ecke Landskronſtr. 1997 Gick, Karl, Café=
Reſtäurant, Schloßgaſſe 2. 807 Heſſiſcher Automobil=
Klub, Geſchäftsſtelle, Kiesſtraße 46. 1986 Heyer, Georg,
Metzger, Heidelberger Straße 68. 742 Hühnergarth, Fr.,
Bau= und Möbelſchreinerei, Luiſenſtr. 6. 839 Krug,
Jakob, Architekt, Landgraf=Philippanlage 46.
816 Landzettel, Ludwig, Rechtsanwalt, Grafenſtr. 4.
852 Roſenhain=Duft, Inh. Sophie Duft, Modiſtin,
Ernſt=Ludwigſtr. 5. 814 Roth, Ph., Tuch= und Maß=
geſchäft
, Mollerſtr. 10. 2000 Schefers, Dr., San.=Rat,
Arzt, Zimmerſtr. 8. (21) Ullmann, Franz, Teilhaber
der Strohhutfabrik A. Roſenthal u. Ko., Heidelberger=
ſtraße
9½. Aenderungen: 1026 Akademie für
Tonkunſt (Prof. Ph. Schmitt), dafür ſetzen: Akademie
für Tonkunſt (Direktion Wilhelm Schmitt und Willy
Hutter). 1829 Deuſter, Wilhelm, Herrenkonfektion,
dafür ſetzen: Klumpp, Michael, Reſtaurateur. 1745
Deutſcher Kellner=Bund, Schloßgaſſe 2, jetzt Große
Ochſengaſſe 36. 1558 Schnellbacher, Michael, dafür
ſetzen: Amme, Auguſt. Abgebrochene Sprech=
ſtellen
: 450 Ausſtellung des Deutſchen Künſtler=
bundes
. 1322 Boldt, Karl. 1405 Café Bauer. 1574
Hannewald, Philipp. 719 Küchler, Hermann. 473
Möhrle, Hans. 1105 Neurohr, Hans. 1147 Pfaff u. Co.
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 3. Dezember I. J. männ=
lich
9146, weiblich 6111, zuſ. 15 257, in Prozenten 60,00,
40,00: am 26. November I. J. männlich 9269, weiblich 6143,
zuſ. 15412, in Prozenten 60,15, 39,85. Der Kranken=
ſtand
betrug am 3. Dezember I. J. männlich 448, weiblich
225, in Prozenten 4,90, 3,68; am 26. Nov. I. J. männ=
lich
425, weiblich 240, in Prozenten 4,57, 3,90. An
Krankengeld wurde ausgezahlt in der Woche vom
28. Nov. bis 3. Dez. l. J. 5442,91 Mk., in der Woche
vom 21. November bis 26. November I. J. 5232,62 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 3. Dezember
I. J. 24, am 26. November I. J. 33; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 28. November bis 3. Dezember
I. J. 4; vom 21. November bis 26. November I. J. 3.
St. Orpheum. In dem gegenwärtigen Programm
unſeres Varieté=Theaters ſtehen die Ringkämpfe natur=
gemäß
im Mittelpunkt des Intereſſes und bilden all=
abendlich
den Anziehungspunkt für viele Anhänger und
Freunde des Kraftſportes. Da dieſe Ringkampfkonkur=
renz
ſicher erhebliche materielle Opfer von Seiten der
Direktion erheiſcht, iſt es umſomehr anzuerkennen, daß
ſie auch ſonſt für ein Programm geſorgt hat, das für
jeden, auch für den, deſſen Intereſſen nicht in erſter
Linie den Ringern gelten, etwas bringt. In der Tat
iſt das Spezialitätenprogramm wieder ganz hervor=
ragend
. Die Zwei Ettennas ein ebenſo ele=
gantes
wie graziöſes Künſtlerpaar, bringen in ihrem
Perche=Akt etwas Neues und Eigenartiges, das leb=
haft
applaudiert wird. Anni Hiller, die Soubrette,
iſt eine äußerſt wirkungsvolle Vortragskünſtlerin, und
die drei Stolls, ein Equilibriſten=Trio, erregen mit
ihren Darbietungen, beſonders den zahnathletiſchen,
geradezu Staunen und Bewunderung. Der Clou des
Programms iſt aber der Humoriſt Hans Hauſer,
der ſich ſicher nicht ohne Recht Süddeutſchlands populär=
ſter
Humoriſt nennt. Sein Auftrittscouplet als deut=
ſcher
Michel, in dem er ſein nun 40jähriges Leben ſchil=

dert, und beſonders ſeine Lehrer Bismarck, Ca=
privi
, Hohenlohe, Bülow, Bethmann Hollweg köſtlich
charakteriſiert, iſt ganz hervorragend und auch ſonſt iſt
er an guten Sachen ſchier unerſchöpflich, ſo daß er allein
dem Publikum eine äußerſt amüſante halbe Stunde bie=
tet
. Der Beifall, der dem Humoriſten wird, iſt dem=
entſprechend
herzlich und lebhaft. Dann kommt eine
Nummer, die namentlich dem ſtaunenden Auge etwas
bietet. Das orientaliſche Tanz=Idyll der 6 Semira=
mis
iſt in der Tat, was Pracht und Lichteffekte anbe=
langt
, kaum zu übertreffen und mutet an wie ein Mär=
chen
aus Tauſend und eine Nacht. In einer in allen
Farben erſtrahlenden Lichtfülle tanzen die 6 Damen,
darunter eine einen ſinnberückenden Schlangentanz
mit einer lebenden Rieſenboa. Die lebenden Rieſen=
photographien
des Biograph vervollſtändigen und
beſchließen dieſen Teil des intereſſanten Programms.
Die Ringkampfkonkurrenz neigt ſich ihrem Ende
zu. Einige Ringer ſind ſchon durch vier Niederlagen
ausgeſchieden. Durch das Zuſammentreffen der beſſe=
ren
Ringer werden die Kämpfe nun immer intereſſan=
ter
. Auch am Donnerstag abend hatte das Theater einen
guten Beſuch aufzuweiſen. Zuerſt rangen Heß und
Schneider; beim Beginn des Kampfes glaubte wohl
jeder, Heß müßte ſeinem bedeutend ſchwereren Gegner
bald unterliegen. Heß entwickelte jedoch eine derartig
gute Technik, daß es ihm in der 16. Minute gelang,
ſeinen Gegner durch Schulterſchwung zu beſiegen. Im
zweiten Kampf ſiegte der Finnländer Eggeberg über
Piquard nach 7 Minuten durch Ueberſtürzen. Eine
große Ueberraſchung brachte dann der Kampf Eberles
gegen den Ruſſen Terrikoff. Beim Zuſammengehen
verſuchte Terrikoff Eberle durch Untergriff von der
Seite zu überraſchen. Eberle war gezwungen, parterre
zu gehen, ſprang jedoch ſofort wieder auf und warf den
Ruſſen im gleichen Moment durch Untergriff auf beide
Schultern. Sieger wie Beſiegter waren über das ſchnelle
Reſultat (der Kampf hatte nur 10 Sekunden gedauert)
ganz verblüfft und Terrikoff verlangte ſofort von neuem
mit Eberle zu ringen. Zum Schluß ſiegte der Kau=
kaſier
Tſcheſtjakof nach etwas ſtürmiſchem Kampfe über
Rutz nach 14 Minuten. (Näheres Anzeige.)
Es wird ausdrücklich darauf hingewieſen, daß die
Sonntag=Abend=Vorſtellung nach erfolgtem Geſchäfts=
ſchluß
, erſt um ½9 Uhr, beginnt. Das den Ringkämpfen
vorausgehende hervorragende Varietéprogramm ſteht nur
noch wenige Tage.
Ludwigshöhe. Wie uns mitgeteilt wird, fallen
die ſonſt üblichen Konzerte vor den Weihnachtsfeier=
tagen
aus.
Schützenhof. Morgen Sonntag abend findet im
Schützenhof Konzert von der Kapelle des Leib= Drago=
nerregiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters
Rühlemann ſtatt. U. a. verzeichnet das Programm:
Die Zigeunerin von Balfe, Die diebiſche Elſter
von Roſſini; Soli für Poſaune und Violoncello uſw.
(Näheres ſiehe Anz.)
Lichtſpielhaus Reſidenz=Theater (am Weißen
Turm). Das Reſidenz=Theater bringt in ſeinem neuen
Spielplan Den Gang nach dem Eiſenhammer, nach dem
gleichnamigen Gedichte von Fr. von Schiller, Wochen=
Chronik des R.=T. (eine aktuelle Wochenüberſicht der
neueſten Weltereigniſſe), Sport in der indiſchen Armee (in
herrlicher Farben=Kinematographie) uſw. Außerdem
kommt noch das hochintereſſante Preisrätſel Wilhelm
Tell zur Vorführung. Die Preiſe für richtige Löſungen
ſind am Portal des Theaters ausgeſtellt. Ein Beſuch im
Lichtſpielhaus iſt beſtens zu empfehlen.
gs. Unfälle. Geſtern vormittag wurde eine in der Lud=
wigſtraße
beſchäftigte Verkäuferin im bewußtloſen Zu=
ſtande
in einem Kloſett aufgefunden. Die Verkäuferin
wurde mittels Kranken=Automobils durch die Rettungs=
wache
nach dem Städtiſchen Krankenhauſe verbracht.
Geſtern nachmittag ½5 Uhr wurde ein hieſiger Fuhr=
mann
bei Eberſtadt von ſeinem Pferde derart ge=
ſchlagen
, daß er einen komplizierten Unterſchenkelbruch
erlitt. Nachdem ein hinzugezogener Arzt einen Notver=
band
angelegt hatte, wurde der Verunglückte durch die
Rettungswache mittels Kranken=Automobils in das
Städtiſche Krankenhaus verbracht.
Pfungſtadt, 7. Dez. Geſtern abend wurden die Aka=
demiſchen
Arbeiter=Unterrichtskurſe Pfung=
ſtadt
als Filiale der Akademiſchen Arbeiter= Unterrichts=
kurſe
Darmſtadts durch den Vorſitzenden, Herrn Heinrich
Lieſenbein, cand. arch., eröffnet. Es hatten ſich

ein Kontraſt, wann nun das Gloria mit der himmel=
anſteigenden
Figur anhebt. Und auch hier wieder
neben dieſem Glanz welche Zartheit in den weicheren
Stellen, welche titanenhafte Größe, womit zum Beiſpiel
ein einzelnes Wort omnipotens zur Muſik wird. Oder
im Credo, aus deſſen urwüchſigem Anfangsmotiv ein
felſenfeſtes Vertrauen ſpricht. Wie aus Granit gehauen
ſteht dieſes grandioſe Stück dal Ganz anders wirkt dann
wieder das Sanctus. Es iſt, als befänden wir uns
in einem Heiligtum, wo Schauer der Ehrfurcht uns
durchrieſeln. Wir hören die leiſen, ehernen Akkorde,
als tönten aus ferner Himmelstiefe die Trompeten. aus
Erz des heiligen Michael und ſeiner Kriegerſcharen
herein, und wir begreifen, daß die Menſchenſtimmen
zuletzt das flüſternde Sanctus Dominus Deus,
Deus Sabaoth, nur ſtammeln können, daß die
Sprache zu verſagen ſcheint. Nach zwei kurzen Sätzen
Pleni sunt und Oſanna kommt nun das lieb=
lichſte
Stück, das berühmte Benedictus wo die
vier Soloſtimmen, umſchlungen von dem himmliſchen
Geſang einer Sologeige, abwechſelnd mit dem Chor
und dem übrigen Orcheſter, die beſeligendſten Weiſen
ertönen laſſen. Wie von ferne tönen noch immer die
ehernen Töne vom Sanctus herein und erwecken in
uns eine Stimmung der höchſten Weihe. Mit dem
Agnus Dei ſchließt das Werk ab, worin die Bitte
um äußeren und inneren Frieden ausgeſprochen wird,
und worin der Tondichter es nicht verſchmäht, die
Schrecken des Krieges in Tönen zu illuſtrieren. Der
Aufſchrei des Chores mitten im Schlachtgewühl iſt ſehr
draſtiſch, aber höchſt charakteriſtiſch, und trägt dazu bei,
den Eindruck des nun wieder eintretenden Dona
nobis pacem zu erhöhen, womit das Werk beſänf=
tigend
zu Ende geht.
In einigen Tagen (17. Dezember) werden es 140
Jahre her ſein, daß Ludwig van Beethoven in Bonn
das Licht der Welt erblickte. Wir wollen die Aufführung
ſeiner Meſſe, die an und für ſich ein Feſt bedeutet, am
12. Dezember als Vorfeier zu dieſem gedenkwürdigen
Tage betrachten. Möge jeder Hörer das Beſte, was er
hat, mitbringen und ſich ſo der Aufnahme eines Werkes
würdig hingeben können, über deſſen erſten Satz der
Meiſter in ſeinem Partitur=Manuſkript die Worte
ſchrieb: Vom Herzen! Möge es wieder zu Herzen
gehen!
Darmſtadt, 9. Dez. 1910.
W. de Haan.

Konzerte.
mm. Der 171. Vereinsabend des Richard
Wagner Vereins am Donnerstag brachte uns
einen intereſſanten Klavierabend von Fräulein Alice
Ripper aus Peſt. Die Dame verfügt über eine
vortrefflich durchgebildete Technik und große Kraft
des Anſchlags, verſteht es aber, dieſe unſchätzbaren
Mittel mit einer geiſtigen Durchdringung der Kom=
poſitionen
zu verbinden, die das Anhören ihrer Vor=
träge
zu einem Genuß macht.
Alle dieſe Vorzüge kamen bereits in dem zur Er=
öffnung
des Konzerts geſpielten Präludium E-moll,
op. 10, von Max Dowell gut zum Ausdruck, und ihre
Vortragskunſt fand in den beiden Werken von Schu=
mann
, Fantaſie op. 17, und Toccata, op. 7, die beſte
Anwendung. Von den drei zum erſten Male geſpiel=
ten
Nummern war die H-moll=Sonate, op. 91, von
Chriſtian Sinding nicht nur im Vortrag, ſondern
auch als Kompoſition ſehr intereſſant infolge ihrer
motiviſchen Geſchloſſenheit, die dennoch, trotz der ein=
fachen
Modulation, ſtets feſſelnd bleibt; der zweite
Satz (Andante) wirkt mit ſeiner zarten Geſangs=
melodie
ſehr anſprechend. Eine weitere Neuheit, ein
Notturno in Ges=dur von Niecola Spinelli,dürfte
wohl allgemein gefallen haben. Die ungeſuchten, reiz=
vollen
Ausweichungen gaben dem Tonſtück einen an=
mutigen
Schwung, und der zarte Anſchlag in den
hoßen Diskanttönen des prachtvollen Blüthner= Kon=
zertflügels
klang wirklich bezaubernd, was auch von
der am Schluß abgedrungenen reizenden Zugabe
Spieluhr von Rameau geſagt werden muß. Ihre
phänomenalen techniſchen Vorzüge zeigte Fräulein
Ripper zum Schluß noch einmal in der glänzenden
Sextenetude (Fis=dur) ihrer Lehrerin Sophie Menter
und in der mit Bravour geſpielten Mazeppa=Etude
von Liszt.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Darmſtadt, 9. Dez. Im Verlag von Zedler
und Vogler iſt ſoeben ein neues Bilderbuch in
Verſen von Mathilde Merck (Frau Dr. Willy
Merck) erſchienen, betitelt Die Schneefocke‟
Bilderbuch für unſere kleinen Lieblinge, illuſtrierr
von Camilla, von Senarclens=Grancy. Die

Verfaſſerin hat das am Schluſſe ihres erſten Bilder=
buches
, Die Mutterträne gegebene Verſprechen,
daß ihm bald ein ſchöneres folgen ſolle gehalten und
mit dieſem zweiten Bilderbuche den Kleinen eine
neue Weihnachtsfreude bereitet. Von des Schnee=
ſterns
Märchenreiſe wird ihnen in dieſem Buche
erzählt, nämlich wie die kleine Amaranth mit dem
Schneeſternkind eine Reiſe ins Flockenreich macht und
was ſie dort Schönes und Herrliches ſieht und wie ſie
dann wieder zu ihren Schweſtern zurückkehrt und
ihnen von ihrer ſchönen Reiſe ins Flocken=Königreich
erzählt. Die Verſe ſind dem kindlichen Verſtändnis
angepaßt, hübſch und fließend. Die Bilder folgen der
Dichterin auf dem Wege ihrer Phantaſie und ver=
raten
neben lebhafter Erfindungsgabe und unge=
wöhnlichem
zeichneriſchen Talent ein verſtändnis=
und liebevolles Erfaſſen der Seele des Kindes. Wort
und Bild vereinigen ſich ſo in harmoniſcher Weiſe zu
einem poeſievollen Märchenbuch, das, nebenbei geſagt,
ſplendid ausgeſtattet, auf dem Gebiete der Kinder=
literatur
einen Ehrenplatz beanſpruchen darf. Es
wird ihn auch auf dem Weihnachtstiſch der Kleinen
behaupten.
C Illuſtrationen zu Bonifacius Zu
dem mehrfach an unſerer Hofbühne aufgeführten deut=
ſchen
Weihnachtsſpiel Bonifacius hat Herr Hof=
theatermaler
Kurt Kempin Illuſtrationen gemalt,
die mit Text in der ſoeben erſchienenen Weihnachts=
Nummer der Leipziger Illuſtrierten Zeitung repro=
duziert
ſind.
AK. Saturn und Mond. Eine ſehr nahe
Konjunktion von Saturn und Mond wird am 12.
Dezember ſtattfinden. Um 11 Uhr abends bewegt
ſich der zwiſchen dem Erſten Viertel und Vollmand
ſtehende Mond in dem geringen Abſtande von 1 50
(gleich zwei Vollmondbreiten) nördlich am Saturn
vorüber. Aber ſchon vorher, während des ganzen
Abends, und auch nachher, bis zum Untergang der
Geſtirne, iſt die Konſtellation recht ſehenswert; ſie
wird noch beſonders verſchönt durch die nahebei fun=
kelnden
hellen Sterne des Widders den Stern=
haufen
der Plejaden (des Siebengeſtirns) und durch
den helſen Aldesgran, den Hauptſes r

[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Seite 5.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

nahezu 80 Hörer gemeldet, aber wegen Mangel an Raum
und wegen zu ſpater Anmeldungen können nur 52 Hörer
ſich an den Kurſen beteiligen. Die Anregung zu dieſen
Kurſen war durch Verhandlungen mit dem Arbeiterbil=
dungsausſchuß
Pfungſtadt gegeben worden, der auch in
liebenswürdiger Weiſe ein helles, angenehmes Lokal von
Herrn Gaſtwirt Weigl den Kurſen zur Verfügung ſtellte.
Nachdem Herr Lieſenbein einige erläuternde Worte über
die Art der Kurſe und über die anderen Veranſtaltungen
gegeben hatte, wurde Herr stud. Lenz als Kurſusleiter
des Rechenkurſes eingeführt. Ihm zur Seite ſtehen die
Herren stud. Doormann und stud. Hebert als Uebungs=
leiter
. Wir wünſchin dem neuen Unternehmen recht guten
Erfolg!
n. Offenbach, 9. Dez. Ein ſchweres Verbrechen
wurde vor einigen Tagen bei Weißkirchen an einer dor=
tigen
Frau verſucht und die Staatsanwaltſchaft Darm=
ſtadt
verfolgte dieſerhalb den 44jährigen Tagelöhner Phil.
Wirth aus Obertshauſen. Er iſt 1,60 bis 1,65 Meter
groß, nicht ſehr kräftig, hat blonden Schnurrbart, dunkles
Haar mit großer, bis zum Wirbel reichender Glatze und
rrägt Arbeiterkleidung mn flacher Mütze.
Biſchofsheim, 9. Dez. Hier fuhr geſtern ein =
terzug
in den Bahnhof ein und rannte mit gro=
ßer
Gewalt auf einen Rangierzug, der, trotz=
dem
das Einfahrtsſignal gegeben war, noch auf den
Schienen ſtand. Der Anprall war ſo heftig, daß ſich
zwei Wagen des Rangierzuges übereinanderſchoben
und noch mehrere andere Wagen erheblich beſchädigt
wurden. Auch die Lokomotive des einfahrenden Zuges
wurde beſchädigt. Der Bremſer Huſter aus Nauheim
bei Groß=Gerau erlitt ſchwere Verletzungen an den
Beinen. Der Materialſchaden iſt um ſo bedeutender,
als der Güterzug beladen war und beim Zuſammen=
ſtoß
vieles zertrümmert wurde. Der Verkehr wurde
nicht geſtört, da ſich der Unfall auf einem Rangiergleis
ereignete. Wen die Schuld an dem Zuſammenſtoß
trifft, iſt noch nicht feſtgeſtellt.
Mainz, 9. Dez. Zum Mord in der Ufer=
ſtraße
lief geſtern bei der Polizei die Anzeige ein,
daß der Taglöhner Racke bei einem Zechgelage in der
Schloſſergaſſe geſagt habe, er hätte ſchon zwei Tage
vor der Tat in einer Herberge von dem Mord er=
zählen
hören. Racke wurde daraufhin dem Unterſuch=
ungsrichter
vorgeführt, wo er ſeine Angaben wieder=
holte
, ohne jedoch ſſagen zu können, wer die Aeußer=
ung
getan haben ſoll. Obgleich man ihr wenig Wert
beilegt, wird jedoch auch dieſe Spur genau verfolgt.
Ober=Ingelheim, 9. Dez. Bei einer vor dem Amts=
gerichte
Ober=Ingelheim durch Vergleich zum Aus=
trag
gebrachten Beleidigungsklage iſt jetzt, dem M.
Tgbl. zufolge, durch Zeugenausſagen feſtgeſtellt wor=
den
, daß ein junger Mann, der in den 90er Jahren bei
dem damals noch in Mainz garniſonierenden Infan=
terieregiment
Nr. 118 diente, im Beiſein mehrerer
Perſonen äußerte, er wiſſe beſtimmt, daß mehrere ihm
bekannte Kameraden ſeinerzeit gegen eine Geldbeloh=
nung
einen mißliebigen Sergeanten der 118er von
der Mainzer Straßenbrücke aus in den Rhein ge=
ſtürzt
hätten. Die Leiche ſei ſpäter geländet worden.
Man habe aber damals Selbſtmord angenommen. Die
ſofort eingeleitete Unterſuchung wird ergeben, ob ſich
dieſe Erzählung bewahrheitet.
Bad Nauheim, 9. Dez. Wie mitgeteilt wird, hat Herr
Oberlehrer Dr. Strecker die Eröffnung des
Diſziplinarverfahrens gegen ſich bei dem Mini=
ſterium
des Innern beantragt.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Dez. Der Erzherzog
Friedrich iſt heute vormittag auf dem Anhalter Bahn=
hof
eingetroffen. Er wurde von dem öſterreichiſch= ungari=
ſchen
Botſchafter Grafen von Szögieny=Marich empfangen
und begab ſich in die Hedwigskirche, wo für ihn, da heute
katholiſcher Feiertag iſt, eine beſondere Meſſe abgehalten
wurde. Von der Kirche aus begab ſich Erzherzog Friedrich
nach Potsdam zu ſeiner Tochter, die mit dem Prinzen
Salm=Salm vermählt iſt. Erzherzog Franz Fer=
dinand
, der öſterreichiſche Thronfolger, trifft heute nach=
mittag
um 5 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof ein und be=
gibt
ſich von dort nach Potsdam. Die beiden Erzherzöge
nehmen Freitag und Samstag an der Hofjagd in Springe
teil. Profeſſor Bernhard erwidert auf die mitge=
teilte
Erklärung der Profeſſoren Schmoller, Wagner und
Sering: Die Behauptung, daß ich mich ſchriftlich verpflich=
tet
hätte, die ganze Angelegenheit der Oeffentlichkeit in
jeder Form vorzuenthalten, iſt falſch, weil ſie unvollſtändig
iſt, denn ich habe ſeinerzeit ausdrücklich hinzugefügt: Ich
muß mir vorbehalten, in der Oeffentlichkeit über irgend
welche Behauptungen, die aufgeſtellt werden und meine
Ehre berühren, rückhaltlos jene Aufſchlüſſe zu geben, die
mir geboten erſcheinen. Von dieſem Rechte habe ich den
Studenten gegenüber Gebrauch gemacht, und ich werde da=
von
auch in den nächſten Tagen der Oeffentlichkeit gegen=
über
Gebrauch machen. Die Mitwirkung von
Schülern bei den Oedipus=Aufführungen
im Zirkus Buſch, die von dem Direktor eines Gymnaſiums
geſtattet worden war, hat nach einer Mitteilung des Pro=
vinzial
=Schulkollegiums an die Berliner höheren Lehr=

Kleines Feuilleton.
CK. Der trinkende Spazierſtock. Dem
franzöſiſchen Parlament, das eifrig beratet, wie der
wachſende Alkoholgenuß im Volke bekämpft werden
könnte, iſt unerwartet ein Bundesgenoſſe erſtanden:
der Erfinder des trinkenden Spazierſtockes. Viele
Menſchen müſſen aus beruflichen oder aus geſellſchaft=
lichen
Gründen oft mehr Alkohol zu ſich nehmen, als
ſie ſelbſt möchten; der Gaſtgeber oder der Geſchäfts=
freund
ladet zu einem Gläschen ein, und wer viele
Viſiten macht oder Geſchäftsfreunde beſucht, beſonders
die Reiſenden, erkaufen ſich Freundſchaft oder Auf=
träge
oft nur durch ein liebenswürdiges und mög=
lichſt
häufiges auf Ihr Wohl, Proſit‟. Dieſen un=
freiwilligen
Alkoholikern ſoll die neue Erfindung
Hilfe bringen, im durſtigen Spazierſtock finden ſie
einen aufopfernden Freund und Gehilfen. Denn wo
ſie nicht mehr trinken können oder trinken wollen,
tritt der Stock in die Breſche. Er iſt hohl, der Griff
hat einige kleine Löcher und im Innern des Stockes
iſt eine Art Syphon aus Kautſchuk. Ein leichter Druck
in einem unbewachten Moment und hurtig hat der
Stock das Schnäpschen eingeſogen. Auf der Straße
kann er dann leicht entleert werden. Man kann die=
ſen
trinkenden Spazierſtock in allen Größen haben,
für 6, 8 oder 10 Vittere eines freilich wird vom
Beſitzer gefordert: Ruhe, Kaltblütigkeit, Geiſtesgegen=
wart
und Sicherheit des Auftretens. Denn jeder
Augenblick, da der freundliche Wirt beiſeite blickt,
muß geſchickt ausgenutzt werden und keine verlegene
Wiene darf nachhe mragten, daß nicht der Gaſt, ſon=

anſtalten Unzuträglichkeiten nach ſich gezogen. Die Schü=
ler
wurden bei mehrfachen Proben bis in die Nacht hinein
und bei einer ſich immer mehr ausdehnenden Reihe von
Vorſtellungen in Anſpruch genommen. Es iſt daher eine
weitere Mitwirkung von Schülern ausdrücklich verboten
worden. Der ſprechende‟ Hund Don des
Königl. Hegemeiſters Ebers zu Forſthaus Theerhütte ſoll
Ende dieſer Woche im Auftrage des Direktoriums des
Keplerbundes zur Förderung der Naturerkenntnis durch
Dr. Hauſer (Zoologe) und Dr. Fritz Sachs (Phyſiologe)
aus Berlin wiſſenſchaftlich unterſucht werden.
Frankfurt, 9. Dez. Unter dem Verdacht, den Mord
an dem Agenten Biener auf dem Griesheimer
Exerzierplatz an der Mainzerlandſtraße begangen zu
haben, wurden heute früh in Griesheim zwei Arbeiter
in Haft genommen. Der eine hatte Blutſpuren
an ſeinem Mantel, der andere trug eine Tabaksdoſe
des Ermordeten bei ſich.
Dortmund, 9. Dez. In dem benachbarten Welling=
hofen
ſind zahlreiche Familien nach dem Genuß von
Margarine erkrankt. Sämtliche noch vorhande=
nen
Reſtbeſtände der Margarine wurden beſchlagnahmt.
Krefeld, 9. Dez. Auf ungefähr eine Million
werden die Unterſchlagungen geſchätzt, deren ſich
der Notar Günther in Krefeld ſchuldig gemacht haben
ſoll. Für die Geſchädigten beſteht wenig Ausſicht, daß
ſie auch nur einen Teil ihres Geldes erhalten.
Wattenſcheid, 9. Dez. Auf Schacht 3/4 der Zeche
Holland hat ſich in der verfloſſenen Nachtſchicht ein
ſchweres Exploſionsunglück ereignet, dem
leider eine Anzahl Bergleute zum Opfer gefallen ſind.
Es handelt ſich um eine Schlagwetter=Kataſtrophe,
deren Urſache bis zur Stunde noch nicht feſtſteht. Vier
Bergleute wurden von der Exploſion getötet, acht
ſchwer verletzt. Das Unglück ereignete ſich nachts gegen
1 Uhr auf der ſiebenten Sohle im Flöz Auguſt in der
zweiten weſtlichen Abteilung. Nach einer ſpäteren
Mitteilung der Zechenverwaltung beträgt die Zahl der
Opfer des Exploſionsunglücks insgeſamt zehn. Vier
Bergleute ſind als Leichen geborgen, fünf ſind ſchwer
verletzt; ein Bergmann wird noch vermißt.
Dresden, 9. Dez. Das in dem Prozeß d des
Schriftſtellers Karl May gegen den Redakteur
Lebius wegen Meineids eingeleitete Verfahren iſt
durch Gerichtsbeſchluß eingeſtellt worden.
Schwerin, 9. Dez. Die Großherzogin erlitt
geſtern einen Automobilunfall, der glücklicher=
weiſe
gut abging. Die Großherzogin fuhr nachmittags
von Rabenſteinfeld nach Lübeck. Kurz hinter Gade=
buſch
erlitt der Motor einen Defekt und das Auto=
mobil
fuhr in den Straßengraben. Die Großherzogin
blieb unverletzt.
Poſen, 9. Dez. In dem Städtchen Moſchin er=
krankte
die Frau des Bahnmeiſters Prietzel mit ihren
beiden Kindern nach dem Genuß von Kuchen, der
mit Backa=Margarine hergeſtellt war. Ein Kind
ſchwebt noch in Lebensgefahr.
Wien, 9. Dez. In der Hofwagenfabrik Loh=
ner
in Wien brach geſtern nachmittag ein Großfeuer
aus, durch das viele Materialien und eine große An=
zahl
fertiger Equipagen und Automobile zerſtört
wurden.
Brüſſel, 9. Dez. Die Klage der Prinzeſſin
Luiſe gegen den belgiſchen Staat wegen der koburgi=
ſchen
Gründung iſt geſtern den Betreffenden zugeſtellt
worden.
Paris, 9. Dez. Geſtern abend erſchienen in einer
Schankwirtſchaft in der Rue de la Chatelle 7 Leute,
die ſich als Polizeibeamte ausgaben und erklär=
ten
, eine Hausſuchung vorzunehmen und die Gattin
des Wirtes verhaften zu müſſen. Trotz des Ein=
ſpruches
des Ehepaares durchſtöberten die Leute alle
Möbel und führten ſchließlich die Frau in einem Wa=
gen
davon. Als der Gaſtwirt ſich auf dem Polizei=
kommiſſariat
und der Polizeipräfektur erkundigte,
wurde ihm erklärt, daß gegen ſeine Frau keinerlei
Verhaftungsbefehl erlaſſen worden ſei und daß die
ſogenannten Polizeiagenten offenbar Miſſetäter
geweſen ſeien. Alle Nachforſchungen nach dem Ver=
bleib
der Frau waren bisher vergeblich. Auch die
Motive der Entführung ſind unaufgeklärt.
Liſſabon, 8. Dez. Ein heftiger Sturm hat in
der Stadt Bäume entwurzelt und die Drähte der
Telephonleitungen und der elektriſchen Bahn zerſtört.
Zwei Menſchen wurden durch den elektriſchen Strom
getötet, einer tödlich verletzt.
London, 8. Dez. Einer Lloydmeldung aus Yar=
mouth
zufolge iſt der Dampfer Blackburn,
von Grimsby nach Antwerpen, in der vergangenen
Nacht in der Nähe von Sheringham mit dem Londoner
Dampfer Rook zuſammengeſtoßen wobei
Blackburn geſunken iſt. 29 Paſſagiere und 27 Mann
der Beſatzung ſchifften ſich in die Rettungsboote ein;
17 Mann der Beſatzung und ſieben Paſſagiere wurden
aufgefunden und in Yarmouth gelandet. Zwei Ret=
tungsboote
mit dem Reſt der Schiffbrüchigen werden
vermißt.
Sofia, 8. Dez. Das Original der erſten
bulgariſchen Verfaſſung vom Jahre 1878,
das mit den Unterſchriften des erſten bulgariſchen Für=

dern eigentlich der Spazierſtock wacker Beſcheid ge=
trunken
hat.
Der gefürchtetſtee Mann von New=
York. Im zweiten Stockwerk des New=Yorker Zoll=
palaſtes
reſidiert der nützlichſte, aber auch der meiſt=
gefürchtete
von den 300000 amerikaniſchen Staats=
beamten
: William Loeb, einſt Rooſevelts Privatſekre=
tär
, heute höchſter Zollbeamter des größten Hafens
Amerikas. Aus ſeinen Händen empfängt die ame=
rikaniſche
Staatskaſſe wöchentlich rund 25 Millionen;
von 5 Dollars, die dem Staatsſchatz zufließen, ſtam=
men
faſt zwei von William Loeb, der im Jahre einem
Anſturm von 300000 Reiſenden trotzt, eine Million
Einwanderer von ſeinen Beamten viſitieren läßt und
viele tauſende Tonnen von Gütern der zollamtlichen
Reviſion unterzieht. William Loeb iſt in wenigen
Monaten berühmt und berüchtigt geworden, ſowohl
durch die vielen Millionen, die der Staat durch ihn
verdiente, als durch die Strenge, mit der der Zoll=
könig
von New=York gegen die reichen Schmuggler
vorging Was hat er in ſeiner kurzen Amtszeit nicht
ſchon alles entdecken müſſen! In dem Zylinderhute
eines würdigen alten Gentlemen, ſo wird im Mun=
ſey
Magazine erzählt, fand man Dutzende von ſilber=
nen
Löffeln, in den Aermeln eines Volksvertreters
koſtbare Pelze. William Loeb hat es erleben müſſen,
daß man bei ihm 20 lebende Löwen als perſönliche
Reiſeeffekten deklarierte und unter den rauſchenden
Toiletten einer reichen Dame entdeckte man ganze
Berge von koſtbaren Spitzen, die eingeſchmuggelt wer=
den
ſollten. Was geſchah in ſolchen Fällen nicht alles
im Augenblick der Entdeckung? Es iſt Schuld mei=

ſten Alexander von Battenberg, ſowie der damaligen
Miniſter und Abgeordneten verſehen iſt, wurde aus
dem Kartenſchrank der Sobranje geſtohlen. Die bis
jetzt geheim geführte Unterſuchung hat ergeben, daß
der Diebſtahl bereits vor zehn Jahren verübt, aber
erſt dieſer Tage entdeckt worden iſt. Man rechnet mit
der Möglichkeit, daß eine neue Konſtituante einberufen
wird, um ein neues Verfaſſungsdokument zu redi=
gieren
.

Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 9. Dez. Auf der Tagesordnung ſteht die
erſte Leſung des Etats.
Die Etatsleſung wurde eingeleitet durch folgende
Rede des Reichſchatzſekretärs Wermuth: Der Etat
iſt eine Probe auf die Reichsfinanzreform. Die Finan=
zen
befinden ſich in fortdauernder Geſundung. (Bravo!)
Um ſie nicht zu unterbrechen, müſſen wir vorſichtig
weitergehen. Die Rückſtände bis 1908 ſind durch An=
leihen
dauernd beiſeite geſchoben worden, die Rück=
ſtände
von 1909 allerdings nur vorläufig. An den Ma=
trikularbeiträgen
von 80 Pfennig müſſen wir feſthalten.
Die Friedenspräſenzſtärke iſt für fünf Jahre neu feſt=
zulegen
. Darauf müſſen wir die jetzigen Finanzen
einrichten, um den jetzigen Stand für jeden Anlaß feſt=
zuhalten
. Das Jahr 1909 war der Brennpunkt unſerer
Finanznot. Es hat aber ſchließlich mit einem beſſeren
Ausblick in die Zukunft geendet. Es bleiben allerdings
243 Millionen ungedeckte Matrikularbeiträge, zu deren
Deckung hat das Jahr 1909 allerdings Mehreinnahmen
ergeben. Dieſe werden ſich durch die neuen Steuern
noch vermehren. Immerhin waren die Einnahmen
höher als im Jahre 1908. So hatten wir 72 Millionen
Mark mehr an Steuern und eine Minderausgabe von
40 Millionen Mark, ſodaß ſich ein Mehr von 112 Mil=
lionen
Mark ergibt. So verminderte ſich der Fehlbe=
trag
um mehr als die Hälfte und er ſoll auf die nächſten
Jahre, von 1911 bis 1913, abgebürdet werden. Aller=
dings
kommt die Ablöſung der Tabakarbeiter in Be=
tracht
, für die die Tabakſteuer nicht ausreicht. Demnach
kann man ſagen, daß das Jahr 1910 keine Enttäuſchung
gebracht hat. Jedes Reſſort hat bisher ſeinen Etat
eingehalten. (Hört, hört, rechts und Lachen links.) Die
Verkehrsſteuern werden beſtimmt im nächſten Jahre
mehr ergeben, da ſie ſich nach und nach einleben. Die
Tabakſteuer hat ſich ganz nach Erwarten entwickelt. Die
letzten drei bis vier Monate waren völlig normal und
haben ſich im einzelnen ganz die erwarteten Beträge
ergeben. (Hört, hört.) Auch beim Kaffee gleicht ſich die
Voreinfuhr jetzt aus. Ebenſo hat ſich auch die Brau=
ſteuer
befriedigend entwickelt.
Durchaus günſtig entwickelte ſich der Grundſtücks=
geſetzſtempel
und die Schaumweinſteuer. Nicht befrie=
digend
waren allerdings die Leuchtmittelſteuer, die
Steuer zur Sicherſtellung langfriſtiger Wechſel und die
Scheckſteuer. Der Effektenſtempel entwickelte ſich gün=
ſtig
trotz erheblicher Schwierigkeiten. Die Zündholz=
ſteuer
iſt in ihren Erträgniſſen beeinträchtigt worden
durch die großen Vorverſorgungen und die ungewöhn=
liche
Erbitterung. (Sehr richtig! links.) Immerhin
ſind unſere Zündhölzer nicht halb ſo teuer, wie die in
Frankreich. Die Branntweinſteuer war einigen
Schwankungen unterworfen. Jedenfalls werden die
Zufallsſchwankungen, die durch ihren Charakter als
Ueberweiſungsſteuer entſtehen konnten, bald beſeitigt
ſein und die Einnahmen feſtſtehen. Wir haben bisher
das Kontingent an Steuern auf den Warenſtand feſt=
ſetzen
können. Sie legen uns einen ſicheren Beſitzſtand
für die Zukunft feſt. (Bravo! rechts.) Uebergangs=
ſtadien
ſind immer da geweſen. Wir haben daher für
1911 erhöhte Summen einſetzen können. Der Ausfall
bei den Zöllen wird durch erhöhte Beträge auf Kaffee
und Tee ausgeglichen. Auf die Zölle wirkt natürlich
die Weltkonjunktur ein. Die verhältnismäßig nied=
rigen
Ergebniſſe des Reichseiſenbahnamts erklären ſich
durch einmalige große Ausgaben für den Wagenpark.
Erheblich größer ſind ſeit dem Jahre 1900 die Ausgaben
für das Auswärtige Amt geworden; diesmal werden
ſie aber nicht erhöht. Der Etat des Reichsamtes des
Innern wird beherrſcht durch die Ausgaben für den
Invalidenfonds.
Der Etat für die Schutzgebiete wird für das Jahr
1911 gegen 1910 um 5½ Millionen Mark beſſer ſich dar=
ſtellen
; dabei bleibt das große Eiſenbahnbauprogramm
unverändert. Bei der Marine werden ſich die Sätze
entſprechend dem Flottengeſetz vollkommen im Rah=
men
des Etats halten und im Jahre 1911 den Höchſt=
punkt
mit 450 Millionen Mark erreichen; das ſind die
letzten erſten Raten für Auslandsſchiffe. Dieſe fallen
aber in den außerordentlichen Etat, der bereits im
Jahre 1912 zurückgehen und im Jahre 1917 faſt keine
Ausgaben dieſer Art haben wird. Der Etat der Hee=
resverwaltung
iſt ſeit dem Jahre 1908 in den Beſold=
ungen
geſtiegen. Seitdem iſt ein, wenn auch nur
langſames Sinken eingetreten. Der Verkauf des Tem=
pelhofer
Feldes iſt bereits früher, auch in der Budget=
kommiſſion
, erörtert worden. Der Ertrag ſoll für die
Anlegung von Truppenübungsplätzen verwendet wer=

nes Dieners, erklärte ein reicher Vürger aus Ein=
cinnati
, deſſen Koffer mit Edelſteinen gepolſtert war,
ich werde ihn entlaſſen. Ich habe es ganz ver=
geſſen
, ich war ſo ſeekrank, ſeufzte eine Millionärin,
die in ihrem Koffer ein Dutzend Pariſer Toiletten
zu deklarieren vergeſſen hatte. Aber William Loebs
Strenge hat bereits gewirkt und eine ängſtliche Ehr=
lichkeit
in Zolldingen iſt hereingebrochen; kürzlich de=
klarierte
ein Reiſender ſogar aus Vorſicht, daß er
drei falſche Zähne mit Goldplomben habe. . .

* Gemütliches aus Amerika. Der
Dampfer Sant’ Anna der Fabre Line wurde auf
ſeiner letzten Ausfahrt von New=York nach Marſeille
zwanzig Minuten zurückgehalten infolge einer tele=
phoniſchen
Mitteilung des bekannten Opern= Impre=
ſarios
Oskar Hammerſtein, er habe ſich wegen eines
Hundes, den er einem Freunde in Marſeille mitzu=
bringen
verſprochen habe, verſpätet. Man antwortete
ihm, es ſei zwar nicht üblich, daß die Abfahrt eines
Paſſagierdampfers wegen eines Hundes verzögert
werde, man wolle aber dem Herrn Hammerſtein
gegenüber eine Ausnahme machen. Bisher hörte man
nur von dem laxen gemütlichen Betrieb der Sekun=
därbahnen
. Dieſer ſcheint nunmehr auch in den
Schiffsverkehr Eingang gefunden zu haben und merk=
würdigerweiſe
hat ſich der erſte Fall gerade in dem
Lande ereignet, wo ſonſt faſt alles mit vorbildlicher
Raſchheit und Pünktlichkeit von ſtatten zu gehen und
jeder gewiſſermaßen mit der Uhr in der Hand. zu, leben
pflegt.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Nummer 290.

Darmſtädter

Tagblatt,

Samstag,

den

10. Dezember 1910.

den. Aus allem wird man den Eindruck gewinnen,
daß mit höherer Spannung darauf hingearbeitet wor=
den
iſt, die Ausgaben in mittlerer Höhe zu halten.
Namentlich ſind die Verwaltungskoſten in Heer und
Marine zurückgetreten. Im ordentlichen Etat haben
die meiſten Verwaltungen Mehrausgaben vermieden,
oder aber durch Mehreinnahmen ausgeglichen. Sogar
die Heeresverwaltung, mit Ausnahme der Mehrfor=
derung
für das Quinquennat, das für unſere Wehr=
kraft
unerläßlich iſt, mußte in den Grenzen wohl er=
wogener
Sparſamkeit bleiben. Die Laſten ſollen mög=
lichſt
auf jedes Jahr verteilt werden; aber wir ſtehen
hier vor einer notwendigen Ausgabe von etwa 20 Mil=
lionen
Mark jährlich. Wenn aber die Verpflichtung
geſetzlich feſtgelegt wird, ſo müſſen auch die Einnahmen
dafür geſchaffen werden. (Sehr richtig!) Wir haben
zur Deckung die Zuwachsſteuer auserſehen, ſie zuerſt
im Reichstage angeregt und im Bundesrat aufgenom=
men
. Eine Wehrſteuer erſchien ausſichtslos. Mir
jener Steuer aber leiſten wir die Probe auf das
Exempel, die man von uns erwartet. Unſeren An=
leihen
hat ſich der Geldmarkt noch immer nicht geneigt
gezeigt, wenn es auch in letzter Zeit beſſer geworden
iſt. Ausländiſchen Anleihen iſt es aber nicht anders
gegangen. Die Stärkung der Reichsfinanzen, die ſeit
einem Jahre eingetreten iſt, und die ſolide Grund=
lage
des Staates werden hier das ihrige tun. Wir
müſſen unſere Finanzen in Ordnung halten durch
den eiſernen Grundſatz des Gleichgewichts des ordent=
lichen
Etats. Lockern wir die Zügel des ordentlichen
Etats und begnügen uns mit einem Palliativmittel,
dann kommen wir wieder in den Abgrund unwirt=
ſchaftlicher
Anleihen hinein. Jetzt rollen wir den Fels=
block
unſerer Finanzen den Berg hinauf. In nicht
ferner Zeit werden wir für ihn auf dem Gipfel einen
ſicheren Ruhepunkt finden. Wirken wir dahin zuſam=
men
, daß er nicht wieder, vor Erreichung des Gipfels,
hinunterrollt.

Kriegsminiſter v. Heeringen: Eine eingehende
Begründung der Militärvorlage iſt kaum nötig.
Deutſchlands geachtete Stellung und ſein Einfluß auf
Erhaltung des Friedens ruht auf ſeiner Armee. Ver=
fällt
dieſe, ſo bleiben die Folgen für den Wettbewerb
für Handel und Induſtrie und die Zukunft des Vater=
landes
nicht aus. Ein geſetzlich feſtgelegtes Programm
bietet der Heeresverwaltung die Möglichkeit, Ver=
ſtärkungen
von längerer Hand vorzubereiten. Dieſe
Forderung kann aus militäriſchen und politiſchen
Gründen nicht mehr verſchoben werden, ſeitdem feſt=
ſteht
, daß das Heer für den Kriegs= und Mobilmach=
ungsfall
nicht mehr ſo ſchlagfertig iſt und ſo auch von
unſeren Nachbarn angeſehen wird. Nach Anſicht der
Regierung iſt dieſer Zeitpunkt, daß unſere Haupt=
waffe
, die Infanterie, die Maſchinengewehre nicht mehr
entbehren kann, gekommen. Im Vergleich zu fremden
Heeren haben wir davon zu wenig und wir ſind da=
durch
empfindlich geſchädigt. Die Maſchinengewehr=
kompagnien
ſollen nur da neu gefordert werden, wo
ſie aus Gründen der Mobilmachung unbedingt erfor=
derlich
ſind. Dann müſſen unſere Feldbatterien er=
gänzt
und angeſichts der Vermehrung bei unſeren
weſtlichen Nachbarn die Lücken ausgefüllt werden.
Trotzdem haben ſich unſere Forderungen in engen
Grenzen gehalten. Die Fußartillerie hat wie keine
andere Truppe eine Erweiterung ihrer Kriegsauf=
gaben
erfahren. Jedes Korps muß eine Abteilung
dieſer Truppen erhalten. Ferner brauchen wir Ver=
ſtärkung
der Eiſenbahn= und Telegraphenbataillone
und das Automobil=Korps, ohne die eine moderne
Armee nicht mehr beſtehen kann. Eine Verbeſſerung
des Luftſchifferweſens, der Verkehrstruppen und des
Trains iſt ebenfalls nötig. Die Vorlage befeſtigt
unſere innere Heeresorganiſation und befähigt uns,
den Feind fernzuhalten, wenn Deutſchland ernſte Zei=
ten
nicht erſpart werden ſollen.

Abg. Speck (Zentr.): Dieſer Etat iſt von beſon=
derem
Intereſſe und von beſonderer Bedeutung, da er der
letzte ſein wird für dieſen Reichstag und eine günſtige
Entwickelung der Reichsfinanzen zeigt. Großen Wert le=
gen
wir auf die baldige Vorlegung der Privatbeamten=
Verſicherungsvorlage. Die Finanzreform hat die Finanzen
des Reiches auf eine neue ſichere Grundlage geſtellt. Die
Forderung einer Reichs=Reiſebeihilfe für Süddeutſchlands
und Weſtdeutſchlands Reichstagsabgeordnete nach Weſt=
und Oſtpreußen lehnen wir ab. Eine ſolche Beihilfe iſt
Sache Preußens. Der Etat zeigt eine ruhige, ſtetige Fort=
entwickelung
, ſodaß Fehlbeträge ausgeſchloſſen ſein dürf=
ten
. Der Schatzanweiſungskredit iſt erfreulicherweiſe im
Abflauen begriffen. Wir ſind keine grundſätzlichen Gegner
der Feſtlegung der Friedenspräſenzſtärke, bezweifeln aber,
daß dieſe bei der jetzigen Lage angebracht iſt. Die Mili=
tärvorlage
werden wir vorurteilslos in der Kommiſſion
prüfen; wir fürchten nur, daß ſie insgeheim den Keim zu
neuen Militärforderungen in ſich birgt. Der Verkauf des
Tempelhofer Feldes erſcheint uns als reines Geſchäft. Es
iſt nicht einzuſehen, daß die Stadt Berlin anders verfahren
ſollte, als der jetzige Käufer. Der Redner kommt ſodann
auf den ehrengerichtlichen Fall des Rechtsanwalts Dam=
mann
=Mannheim zu ſprechen und zieht eine Parallele mit
der Begnadigung der Boruſſen. In der Marineverwal=
tung
müſſe geſpart werden. In der Budgetkommiſſion
ſolle geprüft werden, ob die Verträge mit den Kolonial=
geſellſchaften
, die Dernburg kurz vor ſeinem Abgang ab=
ſchloß
, rechtsgiltig ſeien. Sparſamkeit muß auf allen Sei=
ten
der Verwaltung geübt werden, nicht rückwärts ſchauen,
ſondern ſelbſtlos mitzuarbeiten, iſt unſere Loſung. Wir
ſchaffen zum Wohl der Allgemeinheit. (Lebhaftes Bravo
in der Mitte und rechts.)
Preußiſcher Kriegsminiſter von Heeringen kommt
auf den von dem Abgeordneten Speck aufgegriffenen Fall
Dammann zu ſprechen und verſpricht, bis zur zweiten
Leſung des Etats ausführlicher darauf zurückzukommen,
da ja die Akten noch nicht abgeſchloſſen ſeien. Abg. Frhr.
v. Richthofen (konſ.) will ſich allgemeiner Ausfüh=
rungen
enthalten. Er zollt dem Schatzſekretär vollſte An=
erkennung
. Der Redner geht dann auf Einzelheiten im
Etat ein, bleibt aber auf der Journaliſtentribüne, da er
fortgeſetzt nach dem Bundesratstiſch zu ſpricht, unver=
ſtändlich
. Abg. Scheidemann (Soz.): Der Reichs=
kanzler
iſt heute auf der Hofjagd. Hierin liegt eine Miß=
achtung
des Reichstages. Eine Brücke von uns zum Zen=
trum
iſt undenkbar, die Maſſen draußen werden richten
und ſich für uns oder für ſie entſcheiden. Wir fordern wei=
tere
Unterſtützung der Tabakarbeiter. Die Minderein=
nahmen
von 16½ Millionen aus der Schnapsſteuer ſind
ſehr erfreulich, damit hat meine Partei eine große Kultur=
politik
geleiſtet. Die Militärvorlage wird für das Volk
eine ſehr drückende Laſt werden. Wir wollen die Fähig=
keiten
dem Vaterlande aufrecht erhalten. Was an uns
liegt, werden wir alles tun, um eine Kataſtrophe zu ver=
meiden
. Um eine kriegeriſche Entwickelung auszuſchlie=
ßen
, empfiehlt Redner zu dieſem Zwecke einen deutſch=
franzöſiſch
=engliſchen Bund. Dem gehöre die Zukunft.

Preußen iſt groß im Verſprechen, aber nicht im Halten.
Vom preußiſchen Adler iſt bald nichts mehr übrig, als die
Klaue und der große Schnabel. (Große Heiterkeit.) Die
preußiſche Wahlrechtsvorlage war eine traurige Perfidie.
(Durch dieſe kritiſche Bemerkung zieht ſich der Abgeordnete
einen Ordnungsruf zu.) Wir wollen kein Bündnis von
Baſſermann bis Bebel. Wer zu uns kommt, iſt uns ohne
Legitimationspapier willkommen. Wir kämpfen bei der
nächſten Wahl für die Kultur und die Intelligenz.
(Schallendes Gelächter.) Redner kritiſiert darauf die Be=
gnadigung
der Boruſſen. Im weiteren Verlaufe der Rede
bezeichnet er die Ausführungen Heydebrands zu der
Kaiſer=Interpellation als eine offenbare Fälſchung und
erhält für dieſe Bemerkung einen zweiten Ordnungsruf.
Die Kreuzzeitungspartei iſt die Menſch gewordene Habgier,
Frechheit und Brutalität. (Lachen rechts, Unruhe und Bei=
fall
links.) Mit Ihrer Königstreue iſt es auch nicht weit
her; nicht anders iſt es mit den Jeſuiten. (Heiterkeit im
Zentrum.) Dem deutſchen Volke rufe ich zu: Schließt
Euch uns an zum Kampfe für ein freies deutſches Volk
und für ein freies Menſchengeſchlecht! (Lebhafter Beifall
bei den Soz.)
Darauf wird die Weiterberatung auf Samstag 11 Uhr
vertagt. Schluß 6½ Uhr.

* Berlin, 9. Dez. Die Reichstagskommiſ=
ſion
zur Vorberatung der Schiffahrtsab=
gaben
begann die Sitzungen und beriet vier, weiteres
Material von der Regierung verlangende Anträge. Sie
nahm den Sammelantrag an, der von der Regierung eine
enkſchriftliche Beantwortung aller Auskünfte verlangt,
und lehnte die Anträge der Sozialdemokraten ab.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
In dem Städtiſchen Schwimmbad, Abteilung
Wannenbäder für Frauen, werden ſeit einiger Zeit
die Bäder durch Badewärter anſtatt wie anfangs
durch Wärterinnen, hergerichtet, und bewegen
ſich alsdann die Wärter auf den Gängen. Dieſe Aen=
derung
ſoll mit der Begründung, daß ſich die Frauen
nicht geeignet hätten, erfolgt ſein. Jedenfalls halte
nicht nur ich dieſe Anordnung für nicht am Platze,
und wird es wohl im Intereſſe des Schwimmbades
ſelbſt ſein, wenn dieſem Zuſtand ſchnellſtens abgehol=
K.
fen wird.

Vermiſchtes.
* Eine Statiſtik über die Mehrllings=
geburten
. Das ſtatiſtiſche Jahrbuch für das Deutſche
Reich enthält eine Zuſammenſtellung der im Jahre
1908 vorgekommenen Mehrlingsgeburten. Demnach
wurden im genannten Jahre 26314 Zwillinge gezählt.
Davon waren in 8358 Fällen männliche, in 7843
Fällen weibliche Zwillinge und in 9933 Fällen ein
Pärchen. An Drillingsgeburten verzeichnete das
Jahrbuch 261. Es kamen in 56 Fällen drei Knaben,
in 53 Fällen drei Mädchen, in 72 Fällen 2 Knaben
und 1 Mädchen, in 80 Fällen 1 Knabe und 2 Mädchen
zur Welt. Außerdem ſind 4 Vierlingsgeburten mit
8 Knaben und 8 Mädchen vermerkt. Unter den Mehr=
lingsgeburten
iſt die Zahl der Knaben etwas größer
als die der Mädchen.
C.K. Ein Denkmal für König Eduard in
Indien. Wie aus Kalkutta gemeldet wird, hat das
Generalkomitee der Bengaliſchen König Eduard= Gedächt=
nis
=Stiftung, die eine große Summe zur Ehrung des ver=
ſtorbenen
Königs aufgebracht hat, am 29. November eine
Sitzung abgehalten, in der die Errichtung eines Denkmals
für König Eduard beſchloſſen wurde. Auf Antrag des
Maharadſcha von Darbhanga wurden aus der Geſamt=
ſumme
200000 Mark für die Aufſtellung einer Reiterſtatue
König Eduards in Kalkutta beſtimmt. Das Monument
ſoll möglichſt raſch ausgeführt werden, damit es ſchon ent=
hüllt
werden kann, wenn König Georg im Anfang des
Jahres 1912 Indien beſucht. Der übrige Teil der Stif=
tung
wird für philanthropiſche Zwecke verwendet, zur
Gründung von Hoſpitälern, ärztlichen Inſtituten uſw.

Literariſches.
Hundert Jahre Darmſtädter Hof=
theater
von Hermann Knispel, ein Buch in vor=
nehmſter
Ausſtattung und geſchmückt mit den Bildern
der Großherzöge, Bühnenvorſtände, Anſichten des alten
und neuen Theaters uſw., darf als Feſtgabe zu Weih=
nachten
aufs wärmſte empfohlen werden. Allen Kunſt=
und Theaterfreunden und deren beſitzt unſere Stadt
bekanntlich eine große Anzahl wird dieſes Buch
eine aufrichtige Freude bereiten. Iſt doch der Darm=
ſtädter
mit der erſten Kunſtanſtalt ſeiner Vaterſtadt
aufs innigſte verwachſen und verdankt er ihr doch ſo
viele und edle Genüſſe. Was Ernſt Pasque, der be=
rufene
Theaterhiſtoriker, ſeinerzeit über Knispels
Geſchichte des Darmſtädter Hoftheaters ſchrieb, läßt
ſich voll und ganz auch auf ſein jüngſtes Werk anwen=
den
. Es kann dem ſinnigen Darmſtädter Theater=
freunde
zu einer Art von Haus=Chronik werden; hat
er doch jene Bühnenwerke, jene Künſtler und Künſt=
lerinnen
wohl 100mal freundlich willkommen ge=
heißen
, ihr Wiederſehen, ihren Abſchied ſtürmiſch mit
Hand und Mund gefeiert, als ob es ſeinem liebſten
Freunde gegolten hätte. Im Beſitze dieſer Chronik
wird er ſich ihr Andenken für das ganze Leben wahren
können. Das Buch iſt in den Hofbuchhandlungen
von Bergſträßer (Rheinſtraße) und Schlapp ( Schul=
ſtraße
) zum Preiſe von 4 Mk. 50 Pfg. zu erhalten.
Die Geſchichtszahlen der Alten ſind
Kalenderzahlen. Von Guſtav Friedrichs ( Leip=
zig
. Verlag Wilhelm Heims, Talſtr. 17. Broſchiert
7 Mk.). Die augenſcheinliche Unmöglichkeit der vor=
nehmlich
in der bibliſchen Geſchichte überlieferten Ge=
ſchichtszahlen
des Altertums gab dem Verfaſſer dieſes
umfangreichen Buches Veranlaſſung zu Forſchungen,
die ihn zu der aufſehenerregenden Feſtſtellung gelangen
laſſen, daß alle Geſchichtszahlen der Alten Kalender=
zahlen
ſind. In einem längeren Vorworte begründet
er dieſe Anſchauungen durch offenſichtliche Beweiſe, die
die Geſchichte ſelbſt gibt, und führt dann in dem Buche
umfangreichen Beweis für die Richtigkeit ſeiner
Schlüſſe. Das wohl vornehmlich für die Wiſſenſchaft
beſtimmte, auf, hiſtoriſch=wiſſenſchaftlicher Grundlage
aufgebaute Werk gewinnt durch die populäre Behand=
lung
des Stoffes auch für den Laien an Intereſſe, wenn
dieſer vielleicht auch nur in den ſeltenſten Fällen ein
Verſtändnis haben wird für den Wert dieſer immenſen
Arbeit. Das Werk enthält außer allgemeinen Bemer=
kungen
Forſchungen über die Aegyptiſche Chronologie
und Geſchichtszahlen, Jüdiſche Chronologie, Chaldäiſche,
Griechiſche Chronologie, die xömiſche Zeitrechnung und
vieles andere,

C Trutz=Katz, ein Sang vom Rhein aus dem
dreißigjährigen Kriege von Jörg Ritzel. (Boll u.
Pickardt, Verlagsbuchhandlung, Berlin NW. 7.) Ein
reffliches Buch. Das wird das Urteil jedes Leſers
ſein, der dieſen Sang vom Rhein anhört in ſeiner
ſchlichten, aber eindringlichen, markigen Melodie, wie
ſie jenen bewegten Zeitläuften das Gepräge gab, in
denen des Krieges furchtbare Sturmmelodien die
Lande durchbrauſten. Und von tiefer Empfindung iſt
dieſer vaterländiſche Sang, der von Wahrheit und
Sage erzählt und von den plätſchernden Wellen des
Rheines und von den Bewohnern ſeiner Gefilde,
von Liebesleid und=Freud, von züchtigen Jung=
frauen
und liebenden Jünglingen, von trinkfeſten
Mannen und Kriegshelden. Von all dem ſingt Jörg
Ritzel in freier, kerniger Sprache, erzählt er als Ken=
ner
und Forſcher. Ein vortreffliches Buch!

Die engliſchen Wahlen.
* London, 8. Dez., 6,45 Uhr, nachm. Gewählt
ſind 133 Liberale, 189 Unioniſten, 25 Vertreter der Arbeiter=
partei
, 45 Redmondiſten, 5 O Brieniſten.
* London, 8. Dez., 11,40 Uhr nachm. Gewählt
ſind bis jetzt: 146 Liberale, 193 Konſervative, 28 Vertre=
ter
der Arbeiterpartei, 45 Anhänger Redmonds und
5 OBrieniſten.
* London, 9. Dez. 1 Uhr. Der Stand der
Wahlen iſt jetzt folgender: 152 Liberale, 199 Unio=
niſten
, 28 Mitglieder der Arbeiterpartei, 46 Redmon=
diſten
, 5 OBrieniſten. Die Liberalen gewinnen 14,
die Unioniſten gewinnen 20 und die Arbeiterparte
fünf Mandate. Rutherford wurde in Lancaſhire mit
8384 Stimmen gegen Hindle, der 8169 Stimmen erhielt.
gewählt. Rutherford iſt Unioniſt. Der Miniſter Sir
Eduard Grey wurde mit 4612 Stimmen gegen Hoare,
der 2926 Stimmen erhielt, gewählt.
* London, 9. Dez. Miniſter Churchill erklärte
nach ſeinem Wahlſieg in Dundee, die Tories ſeien völlig
geſchlagen und müßten ſich mit der von den Liberalen er=
ſtrebten
Löſung der großen Tagesprobleme, nämlich der
Abſchaffung des Vetorechts der Lords, der Trennung der
walliſiſchen Kirche vom Staat, Aufrechterhaltung des
Freihandels, Gewährung der Homerule an Irland und
Abſchaffung des Pluralſtimmrechts zufrieden geben.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Wildpark, 9. Dez. Der Kaiſer begab ſich heute
früh 7½ Uhr mit ſeinen Jagdgäſten zu zweitägigem
Jagdaufenthalt nach Springe.
* Saupark bei Springe, 9. Dez. Der Kaiſer und
die Jagdgäſte ſind um 12½ Uhr auf der Station Kaiſer=
allee
bei Springe eingetroffen, wo der Landrat des
Kreiſes Springe, v. Laer, ſich zur Meldung eingefun=
den
hatte. In Automobilen fuhr die Jagdgeſellſchaft
in das nahegelegene Jagdſchloß. In dem erſten Auto=
mobil
ſaß der Kaiſer und der Erzherzog Franz Ferdi=
nand
von Oeſterreich=Eſte, im zweiten Prinz Eitel
Friedrich, Erzherzog Friedrich von Oeſterreich und
Fürſt Georg von Schaumburg=Lippe, im dritten der
Reichskanzler und Fürſt zu Fürſtenberg. Vor dem
Schloßportal wurde der Kaiſer vom Oberjägermeiſter
und den übrigen Herren der Jägerei begrüßt.
* Frankfurt, 9. Dez. Das Kriegsgericht des
18. Armeekorps verurteilte nach zweitägiger Verhand=
lung
den Zeugfeldwebel Ernſt Müller in Hanau,
der ſeine frühere Geliebte Anna Iffland, weil ſie
nichts mehr von ihm wiſſen wollte, erſchoſſen hat,
wegen Totſchlags und Bedrohung zu 15 Jahren
Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverluſt und Ausſtoßung
aus dem Heere. Der Vertreter der Anklage hatte
Todesſtrafe beantragt.
* Weißenfels, 9. Dez. Die ganze Familie des Ar=
beiters
Philipp im benachbarten Grenzſchütz iſt nach
dem Genuß von Margarine, welche die Arbeiter
der chemiſchen Fabrik zentnerweiſe direkt aus der Mar=
garinefabrik
zu Altona=Ottenſen bezogen hatten, ſchwer
erkrankt. In Döbris iſt das Kind eines Arbeiters,
deſſen Familie ebenfalls an Margarinevergiftung er=
krankt
war, geſtorben.
* Paris, 9. Dez. Die Kammer beſchloß, über die
Interpellation der Deputierten Meſſimy und Bienaimé
über die Vorgänge in Wadai am 16. Dezember zu
verhandeln.
* Breſt, 9. Dez., 1 Uhr 45 Min. mittags. Im Ar=
ſenal
iſt in den Zentralwerkſtätten der Flotte eine
Feuersbrunſt ausgebrochen, die zwei Drittel der
Gebäude zerſtörte.

* Ergebniſſe der Volkszählung: Dortmund
212862 (gegen 175557 im Jahre 1905); Bamberg
47810 (45 460); Gotha 39663 (36 947); Kiel 208 845
(182501); Deſſau 56500 (55140); Karlsruhe
133953 (111 249); Metz 93097 (gegen 1905 beträgt die
Zunahme nur 390 Perſonen); Krefeld 129219
(110344); Aachen 156008 (144095); Bonn 87968
(81996); Weimar 34556 (31117); Saarbrücken
104 390 (89617), iſt alſo Großſtadt geworden. Die
Einwohnerzahl von Groß=Berlin beträgt nach
vorläufiger Ermittelung 3 680000 (3 205578).

H.B. Breslau, 9. Dez. In der heute vor der
2. Zivilkammer des Landgerichts angeſetzten Verhand=
lung
der Klage des Grafen Helie von Talley=
rand
=Perigord, Prinzen von Sagan in Paris,
wegen Aufhebung eines Beſchluſſes, nachdem fortan
Familienangehörige, die durch ihren Lebenswandel
irgendwie Anſtoß erregen, von der Lehensfolge des
Fürſtentums Sagan ausgeſchloſſen werden können,
waren die Parteien nicht erſchienen und es konnte nicht
verhandelt werden.
Kopenhagen, 9. Dez. Die Frau eines Juwe=
liers
wurde geſtern abend von Burſchen auf der
Straße überfallen und zu Boden geworfen. Die
Attentäter raubten der Frau eine Taſche, die für 25000
Kronen Schmuckſachen enthielt. Auf der Flucht ſchoß
einer der Burſchen einem Schutzmann ins Geſicht, ohne
ihn ſchwer zu verletzen. Schließlich wurde der Täter
von Paſſanten feſtgenommen.
Zu dem Ueberfall wird weiter gemeldet, daß der=
ſelbe
ſich in einem Antiquitätenladen abgeſpielt hat.
Der Räuber warf der Verkäuferin Pfeffer in die
Augen und ergriff mit einer Ledertaſche, die Schmuck=
gegenſtände
und Wertſachen enthielt, die Flucht. Der
getroffene Beamte ſoll auf beiden Augen durch den
Schuß die Sehkraft verloren haben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle. Gießen.
Verka=f der Witterung ſeit geſtern früh: Die im
Weſten erſchienene Zyklone iſt bis heute früh nur wenig
vorgedrungen, ſdaß.unſere Witterung immer noch von

[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Seite 7.

dem öſtichen Hoch beinſtußt wird. Das Weter iſt
vorwiegend trocken und dunſtig; die Morgentemperaturen
liegen bei 45%. Regen fiel ganz vereinzelt in nicht
meßbarer Menge. Da das weſtliche Tief nordwärts
zieht und Randwirbel entwickelt, treten jetzt mehr Nieder=
ſchläge
ein.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 10. Dez.:
Wolkig, trüb und Regen, mild.

Nehmen Sie

(1030a

täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der Haupt-
mahlzeit
! Ihr Appetit wird reger Ihr Ner-
vensystem
erstarkt, die Mattigkeit ver-
schwindet
und körperliches Wohlbefinden
stellt sich raschest ein. Warnung: Man ver-
lange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.

ete
Tervenit

Prospekte franko.
Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
Sanatorium Hofheim im Taunus.

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reizende Bonbonniere und ich garantiere dafür, daß
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urch prächtige, auf das nahende Weihnachtsfeſt
deutende Dekorationen ziehen jetzt die Schaufenſter
der Singer Co. Nähmaschinen Act.-Ges. in der
Ernſt=Ludwigsſtraße 18, die Aufmerkſamkeit der Paſſanten
in hohem Grade auf ſich. Unter den vielen Arten der
beliebten Singer Familien=Nähmaſchinen, die ſich einen
Weltruf erworben haben die Fabrikate der Singer=
Fabrik haben jetzt erſt wieder auf der Brüſſeler Welt=
ausſtellung
den Großen Preis errungen fällt eine
neue, die 66 Maſchine beſonders auf. In allen mög=
lichen
Ausſtattungen vorrätig, wird ſie als Weihnachts=
geſchenk
überall mit Freuden begrüßt werden. Mit
Hilfe eines leicht anzubringenden Apparates iſt dieſe
Maſchine, neben ihrer bekannten Fähigkeit, die herrlichſten
Kunſtſtickereien herzuſtellen, in eine Stopfmaſchine umzu=
wandeln
. Unterweiſung für die Handhabung der
Maſchine und ihrer Apparate wird bereitwilligſt in den
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Szeihnachten! rückt immer näher und gar mancher
4 möchte ſeinen Lieben zu dieſem Feſte eine kleine
Freude bereiten und weiß noch nicht den paſſenden
Gegenſtand. Da ſei an dieſer Stelle beſonders auf die
Firma Franz Kuhn Kronen=Parfümerie=Fabrik,
Chemiſche Werke 105, Nürnberg, aufmerkſam gemacht, die in
Parfümerien, Toilette=Seifen, Waſch=Seifen und Kerzen
wunderſchöne recht praktiſche Weihnachtsgeſchenke in ele=
ganter
paſſender Aufmachung, in allen Preislagen auf
den Markt gebracht und ſo für jeden Geſchmack ſicher
das richtige getroffen hat. Eine ſehr hübſche Neuheit in
der Parfümerie iſt das Schweppermann Maiglöckchen,
ein Tropfen hält wochenlang nach und eine Probe davon
koſtet während der Weihnachtszeit nur 1 Mk., die bei
Voreinſendung dieſes Betrages franko zugeſandt wird.
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Aelich nachmtags
Kaffeerkonzert

Hotel Hess

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Famienachrichten

Todes-Anzeige.
Am Donnerstag, den 8. Dezember, abends
6 Uhr, verſchied nach längerem, ſchweren Lei=
den
unſere gute, treue Schweſter und Tante

geb. Felsing.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Caſſel, Darmſtadt, Düſſeldorf, Hamburg,
Offenbach a. M. u. New=York, den 9. Dez. 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag Vor=
mittag
12 Uhr, vom Trauerhauſe, Wittmann=
ſtraße
18, aus
Von Beileidsbeſuchen wolle man gütigſt ab=
ſehen
.
(B23974

Dankſagung.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme,
ſowie für die zahlreichen Kranzſpenden bei dem
ſchweren Verluſte meiner ſo früh dahingeſchiedenen
unvergeßlichen Gattin, unſerer treubeſorgten Mutter
Frau Marie Beuler
geb. von Drau
ſagen im Namen der tieftrauernden Hinterbkiebenen
Allen herzlichen Dank
(23350
August Beuler u. Kinder.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner Gattin, unſerer innigſt=
geliebten
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schwägerin und Tante
(23973
Frau Philppine Mäller
geb. Boos
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Dr. Diehl, den erhebenden Grabgeſang des Männer=
Chors Schubert=Quartett insbeſondere für die
liebevolle Pflege der Schweſtern im ſtädtiſchen
Krankenhauſe und die zahlreichen Blumenſpenden,
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren tiefgefühl=
teſten
Dank.
Gg. Müller,
Familie Jacob Lich,
Familie Lud. Kumpf.

Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute morgen um 5 Uhr unſer geliebtes Kind
reter Stavpel
nach dreiſtündiger Krankheit, im Alter von
1½ Jahren, zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
Die tieftrauernden Eltern u. Geſchwiſter.
Darmſtadt, Darmſtr. 14, den 9. Dez. 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag
um 1½ Uhr, vom Portale des Friedhofes
(23930
aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Söhnchens
und Brüderchens
(23902

Arthur

ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden,
wir hiermit unſeren herzlichen Dank.

ſagen

Im Namen der trauernden Familie:
Wilh. Huhn.

eten
Samstag, 10. Dezember.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert des Hoftheaterchors um 8 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Gemälde=Ausſtellung in der Kunſthalle (geöffnet
von 114 Uhr).
Ausſtellung von Jugendſchriften und Bildwerken im
Rathaus (geöffnet von 47 Uhr).
Ausſtellung der Gewinne der St. Eliſabeth=Vereins=
Lotterie Nieder=Ramſtädterſtr. 30 (geöffnet von 101
und 24 Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Sonntag, 11. Dezember.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. D): Die Puppe‟.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
Märchen=Vorleſung von Frl. Ethel und Frl. Poppe
um 4 Uhr Hofgartenſtraße 8.
Generalverſammlung der Konſum=, Spar= und
Produktionsgenoſſenſchaft um 3½ Uhr im Mathilden=
höhſaal

Gemütliches Beiſammenſein des Odenwald=Klubs
um 4 Uhr im Reſtaurant Sitte.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof.
Gemälde=Ausſtellung in der Kunſthalle (geöffnet
von 104 Uhr).
Ausſtellung von Jugendſchriften und Bildwerken im
Rathaus (geöffnet von 1112 und 47 Uhr).
Ausſtellung der Gewinne der St. Eliſabeth=Vereins=
Lotterie Nieder=Ramſtädterſtr. 30 (geöffnet von 101
und 24 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Craſenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Olympia=Kinema tograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Montag, 12. Dezember.
Hofreiten=Verſteigerung des Lud. Mart. Schwarz
(Stiftſtr. 9 und 25) um 10 Uhr aufdem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Nikolaus Roth ( Rhön=
ring
139) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 9 Uhr Herdweg 93.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr Ludwigs=
höhſtraße
4.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Ziegenböcke=Verſteigerung um 11 Uhr im Rat=
haus
zu Eberſtadt.
Großh. Landesmuſen m. Gebfinet Sonn= und
Feiertags von 101 Uhr und 24 Uhr, Freitags
von 101 Uhr, ſowie Mittwochs von 24 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.
Druck und Verlag: L. L. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichtt
zurückgeſandt.

FeihsteFdrerbere

nach Pilsner Art 6
nach Münchner Art
Hell Export GoHG

[ ][  ][ ]

eite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290,

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50

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Schnitt . .
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Jünglings-Ulster und Paletots
neuester amerikanischer Schnitt . . Mk. 45.00, 38.00, 24.50,

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[ ][  ][ ]

1. Beilage
zum Darmſtädter Tagblatt.

3283

Samstag, 10. Dezember.

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30

Antze Mölker.
Roman von K. v. d. Eider.
Nachdruck verboten.)
Es dauerte gar nicht lange, daß Jochen Schmied
zurückkehrte, aber doch lange genug, um das fröhliche
Bild zu verwandeln. Der Punſch war inzwiſchen kalt
geworden. Man war ſatt, und die Alten fingen an zu
gähnen. Antje hatte Kopfſchmerzen bekommen und be=
ſtand
darauf, nach Hauſe zu gehen.
Jochen Schmied war beſtürzt. Er wollte friſchen
Punſch brauen; er ſtimmte ein luſtiges Lied an; es half
nichts, die Geſellſchaft löſte ſich zeitig auf; Antje ging
an Dreesohms Seite nach Hauſe und erwiderte ſeinen
Händedruck nicht einmal. Seitdem war in dem Ver=
hältnis
Antjes zu Jochen Schmied eine merkliche Ab=
kühlung
eingetreten. Antje ſah ihn jetzt mit ihren
eigenen Augen an, nicht durch die Brille der Nachbarn,
und da fühlte ſie es immer deutlicher, ſie paßte nicht
dazu, die Frau eines, wenn auch grundguten, doch
ungebildeten Mannes zu werden. Sie zog ſich immer
mehr zurück und ließ ſich kaum mehr ſehen, wenn der
Schmied kam.
Dreesohm wurde ſtutzig. Haſt Du etwas mit Antje
gehabt? fragte er Jochen; aber dieſer wußte von nichts.
Dem Alten ließ es keine Ruhe, er mußte der Sache
auf den Grund kommen. Er forſchte und fragte, und
Antje geſtand ihm endlich zaghaft unter Tränen, Jochen

Schmied ſei ihr zuwider geworden. Am Tage nach
ihrem letzten Beiſammenſein wäre er vorbeigegangen
und hätte ſich auf der Straße die Naſe mit der Hand
geſchneuzt und die Hand dann an der Hoſe abgewiſcht.
Sie könne keinen Mann heiraten, der Drees=
ohm
lachte ſo luſtig, daß es wie das Wiehern eines
Pferdes klang. Schenk ihm doch Taſchentücher, Deern.
Sie weinte. Ach, das würde nicht nützen. Er würde
die Taſchentücher doch nicht gebrauchen, weil er es nicht
gewohnt wäre: Seine rechte Hoſenſeite wäre ganz
ſchmierig. Und wenn er ſich jetzt nicht genierte, täte er
es ſpäter noch weniger ſchließlich
Sie weinte in ihr Taſchentuch hinein und ging
dann hinaus. Dreesohm ſchüttelte zornig lachend den
Kopf. Nein, was die Weiber für Nücken haben.
Aber Antje blieb feſt, als wäre ſie aus Eiſen ge=
ſchmiedet
. Man ſollte gar nicht denken, daß die willige,
fügſame Antje einen ſo feſten Willen haben könnte.
Nücken, nichts als Nücken, ſagte Dreesohm zu dem
Schmied, als er ihm durch die Blume zu verſtehen gab,
daß Antje keine Luſt habe und nichts mit ihr anzu=
fangen
ſei.
Antje aber ging der alte Refrain durch den Sinn:
Dein Vater war ein Graf
IX.
Auf Rethwiſchhof wurde das Leben von Tag zu
Tag unerträglicher. Die Bäuerin keifte den ganzen
Tag über, und wenn ſie nichts fand, über das ſie ſchel=

ien konnte daut kiagte und auheit ſe Seſtacden
und Seufzer füllten die Zwiſchenzeit aus.
Der Bauer fühlte ſich totunglücklich. Er hätte gern
das Wirthaus aufgeſucht, um Ablenkung zu finden;
aber er war nicht fürs Trinken. Große Nachbarſchaft
war nie auf dem Hofe gehalten worden, und wenn man
zu Karlinens Eltern ging, nahm das Stöhnen und
Klagen kein Ende, und es traf ihn dabei noch mancher
ungerechte Vorwurf.
Die Dienſtboten wechſelten jetzt wie die Jahres=
zeiten
. Die Behandlung und das Eſſen hatten ſich unter
Karlinens Herrſchaft immer mehr verſchlechtert. War
Frau Martjen früher gefürchtet geweſen, ſo wurde Frau
Karline gehaßt.
Wiebke wuchs heran, ein lang aufgeſchoſſenes,
blaſſes Mädchen mit dunklem Haar und Augen. Sie
war weit ernſter als andere ihres Alters, und ſchon
früh prägte ſich in ihrem Geſicht ein hochmütiger Zug
aus.
Ein erfriſchender Luftzug wehte ab und zu zur Tür
hinein, wenn Ingeborg Thedens kam. Sie war immer
luſtig und wußte immer etwas Neues zu erzählen. Sie
verſtand es, Rolf zu ſchmeicheln, Karline zu bedauern
und das Kind durch kleine Geſchenke zu feſſeln.
Zu Thedens ging Rolf ab und zu. Da ſie ſeine
Verwandten waren, brauchte er ſich nicht in ihren
Wirtſchaft zum Trinken zu zwingen. Hier ſah er doch
mal andere Leute; er konnte ſich unterhalten, brauchte
nicht leiſe zu ſprechen und das Lachen zu unterdrücken.

[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.
Seite 10.
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Mit dem gutmütigen Timm Thedens ſtand er ſich
gut, und ſein Verhältnis zu Ingeborg war das eines
guten Vetters zu ſeiner netten, freundlichen Couſine.
Ingeborg intereſſierte ſich noch immer lebhaft für
Rolf. Sie hatte keine Kinder bekommen; ihr Mann
wurde ihr, je älter er wurde, immer langweiliger, und
immer mehr ſuchte ſie ihr Glück außerhalb der Ehe.
Manchen Mann hatte die luſtige Wirtin ſchon längere
Zeit an ſich gefeſſelt gehabt, bis einer von ihnen des
anderen überdrüſſig geworden war. An Rolf hatte ſie ſich
bisher nicht ſo recht herangewagt; er hielt ſo hartnäckig
auf ſeine Grundſätze. Aber gerade das reizte das Ver=
langen
der hübſchen, üppigen Frau immer wieder; doch
war ſie als Frau vorſichtiger, als ſie es ehemals geweſen
war. Rolf mußte gefangen werden, ohne daß er es
merkte.
Ingeborg war deshalb von einer taktvollen Zurück=
haltung
ihm gegenüber. So ſpielte ſie nie auf die Ver=
gangenheit
an; das hätte ihn ſtutzig gemacht und fort=
getrieben
. Sie tat oft, als exiſtierte er gar nicht, doch
wußte ſie dabei ihre Vorzüge in das rechte Licht zu
rücken.
So war es ganz natürlich, daß Rolf der Gedanke
kam: Warum haſt du Ingeborg nicht geheiratet? Du
warſt ein Dummkopf! Aber bei dieſem Gedanken kam
ihm immer Antje in den Sinn, ſeine kleine Antje, die
ungehört verurteilt worden war.
Eines Abends blieb Rolf ein wenig länger als ge=
wöhnlich
im Kringelkrug ſitzen. Timm Thedens war nicht
zu Hauſe und die übrigen Gäſte waren bereits fortgegan=
gen
. Er blieb noch einen Augenblick und ſtarrte vor ſich
hin; ganz genau wußte er, was ihn zu Hauſe erwartete:
eine häßliche, vergrämt ausſehende Frau, die ihm ihr
häßliches Aeußeres und Inneres ungeſchminkt zeigte, in
deren matte Augen bei ſeinem Kommen kein Glanz trat.
Er erhob ſich mit einem Seufzer,

Dueheng ien au in heun, eis benate ſe in ert
jetzt. Bleib’ doch noch ein bißchen, ſagte ſie. Was treibt Dich
nach Hauſe? Karline? Die ſchläft auch ohne Dich ein.
Ja, geſtand er zu, während er ſich wieder auf den
Rohrſtuhl zurückſinken ließ. Ihr iſt es gleich, ob ich da
bin oder nicht.
Armer Rolf, ſagte ſie, Du haſt eine Frau und doch
keine.
Er ſeufzte. Es iſt ein Kreuz; es muß getragen werden.
Aber man kann es ſich leichter machen.
Wie meinſt Du das?
Ingeborg ſchaute ihn lächelnd an, den Kopf ſchief auf
die geballte Hand geſtützt. Ihre andere Hand ſpielte
mechaniſch mit dem Streichholzhalter, der ſchmutzig und
mit Zigarrenaſche gefüllt war. Auf dem Tiſch ſtanden
einige halbgeleerte Groggläſer, denen ein widerlich ſüßer
Geruch entſtrömte.
Rolf ſah ſie an. Die Hängelampe warf ihren Schein
auf ihr Haar; es ſchimmerte in verſchiedenen Farben; rot,
golden, bräunlich. Er ſah verwirrt von dem Haar in ihre
Augen; ſie waren wirklich grün. Ich meine, ſagte Inge=
borg
, daß Du es nicht nöiig haſt, wie ein Heiliger zu
leben. Schlimm genug, daß Du eine ungeſunde Frau
haſt; Du nimmſt ſchon Rückſicht genug auf ſie und leideſt
genug darunter. Es wird Dir aber kein Menſch verden=
ken
, wenn Du auch mal leben willſt. Wofür biſt Du ein
Mann! Da iſt Hans Klaſen, der hat auch eine kranke
Frau, der fährt zweimal die Woche nach Huſum. Du
weißt wohl wohin, und ſeine Frau weiß ſogar Beſcheid.
Man verdenkt es ihm gar nicht. Herrjeh, Du biſt doch
auch nicht von Pappe!
Rolf ſaß in tiefes Nachdenken verſunken. Er ſah
nicht mehr Ingeborgs ſchillerndes Haar und ihre grünen
Augen, eine andere, viel feinere Geſtalt ſtand ihm vor
Augen. Seine Stirn umwölkte ſich und klärte ſich wieder
auf wie raſch vorüberziehendes Wetter.

emer er rer eer
riſch vor ihm ſaß, hatte einen Funken in ſein Innerſtes
geworfen. Sie wollte daraus einen Brand entfachen, an
dem ſie ſich erwärmen, über den ſie ſich freuen wollte in
heißer Luſt. Aber die Flamme glühte ſtill und verborgen;
ſie drang nicht nach außen..
Ja, ja, Du magſt recht haben, antwortete er, und
dann ſtand er auf, griff nach ſeinem Stock und holte mit
dem Griff ſeines Stockes mechaniſch ſeine Mütze herunter.
Adj5, Ingeborg; grüß’ Timm!
Adj5, Rolf!
Frau Ingeborg ſtand in der Haustür und blickte dem
Davoneilenden kopfſchüttelnd nach. Sie wußte, daß ſie
in ſeiner Seele ein Feuer entzündet hatte, und ihr Herz
hatte innerlich gejauchzt, als er mit feſtem, heißem Druck
ihre Hand preßte. An ſeinem kalten Blick aber hatte ſie
geſehen, daß ſeine Gedanken meilenweit von ihr entfernt
waren, daß ihn gar nicht danach verlangte, ſie zu beſitzen.
Rolf blieb unterwegs öfter ſtehen und ſchaute nach den
Lichtern, die ſternengleich in der dunklen Ferne aufblitzten.
Ja, Ingeborg hatte recht, ſein Leben war unerträg=
lich
geworden. Er war ein Mann, er war ſein eigener
Herr; wer wollte es ihm wehren, wenn er nach einem
ſchweren Arbeitstag einmal einen Augenblick am Wege
ausruhte und nach einem Lichtlein ausblickte oder ſich an
dem Duft einer Wegblume erquickte?
Während Ingeborg zu ihm ſprach, war ihre eigene
Perſon ihm immer ferner gerückt. Ihm war kein an=
derer
Gedanke mehr gekommen, als der an Antje. Wenn
er ſie auch nicht beſitzen durfte, ſo konnte es ihm doch nie=
mand
wehren, ſie mal zu ſehen, dann und wann. Ja,
wenn er ſich nur mal ihr gegenüber ausſprechen konnte,
und ab und zu mal ihre kleine Hand erfaſſen und drücken
durſte, dann wollte er zufrieden ſein.

(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

§ 194.

Samslag, 10. Dezenber.

1910.

Bekanntmachung.
Im hieſigen Schlachthof iſt geſtern bei vierzehn von dem Händler Adam
Hofmann in Eſſen ſtammenden Schweinen die Maul= und Klauenſeuche feſtge=
ſtellt
worden. Sämtliche Schweine wurden ſofort abgeſchlachtet und die Desinfektion
vorgenommen.
Da die erkrankten Schweine in den Stallungen der Wirtſchaft Zum grünen
Laub Große Bachgaſſe Nr. 16 hier, eingeſtellt geweſen ſind, wird über dieſes
Gehöft bis auf weiteres Gehöftſperre verhängt.
Darmſtadt, den 8. Dezember 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Reinhart.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir beauſtragen Sie, vorſtehende Bekanntmachung wiederholt ortsüblich zu
veröffentlichen und etwa in Ihren Gemeinden wohnende Viehhändler beſonders zu
(23784fs
benachrichtigen.
Auf unſer Ausſchreiben vom 21. v. Mts. machen wir Sie bei dieſer Ge=
legenheit
nochmals ganz beſonders aufmerkſam.
Darmſtadt, den 8. Dezember 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Reinhart.

Bekanntmachung.=
I. Als mit Maul= und Klauenſeuche verſeucht gelten zur Zeit alle öſtlich der
Elbe gelegenen Gebietsteile des Deutſchen Reichs. Ferner iſt die Maul= und
Klauenſeuche ausgebrochen in den Königlich Preußiſchen Regierungsbezirken Erfurt,
Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade, Arnsberg, Caſſel und Düſſeldorf, ſo=
wie
in den Königlich Bayeriſchen Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern,
Pfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, den Königlich Sachſiſchen Amts=
hanptmannſchaftsbezirken
Dresden, Leivzig, Chemnitz, Zwickau, dem Königlich
Württembergiſchen Neckarkreis, den Großherzoglich Badiſchen Bezirken Frei=
burg
, Karlsruhe, Mannheim, den Herzogtümern Sachſen=Meiningen, Sachſen=
Altenburg, Sachſen=Coburg=Gotha, Anhalt, den Fürſtentümern Schwarzburg=
Rudolſtadt, Reuß ältere Linie, Reuß jüngere Linie, Lippe, dem Unter= u. Ober=Elſaß.
II. An Stelle der mit unſerer Bekanntmachung vom 10. Otober 1910 ( Amts=
verkündigungsblatt
Nr. 107) erlaſſenen Quarantänevorſchriften werden folgende
Quarantänevorſchriften erlaſſen:
1. Alle aus den unter I aufgeführten Gebietsteilen in den Kreis eingeführten
Klauentiere (Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine) und ſolche Klauentiere,
die auf Viehmärkten, insbeſondere auf Schlachtviehmärkten angekauft wurden
und nicht zum Zweck ſofortiger Schlachtung unmittelbar in ein öffentliches oder
Privatſchlachthaus übergeführt werden, unterliegen einer ſiebentägigen Quaran=
täne
und dürfen aus dieſer Quarantäne innerhalb der nächſten vierzehn Tage
(nach Ablauf der ſiebentägigen Friſt) nur entlaffen werden, wenn ſie innerhalb
jener Kontumazzeit nach dem Zeugnis des Kreisveterinärarztes keine ſeuchever=
dächtigen
Erſcheinungen gezeigt haben. Selbſtverſtändlich iſt, daß alles Vieh, das
mit dem der Kontumaz unterſtehenden während der Zeit derſelben zuſammen in
einem Gehöft untergebracht war, denſelben Vorſchriften unterworfen iſt. Die
Quarantäne hat an demienigen Standort ſtattzufinden, an dem die Tiere nach
ihrer Einführung oder nach dem Verlaſſen des Viehmarktes zuerſt eingeſtellt
werden.
2. Abweichend von der Vorſchrift der Ziffer 1 darf Schlachtvieh von Händlern, die
ausſchließlich mit ſolchem handeln, vor der Verbringung auf einen Schlachtvieh=
hof
ohne Quarantänezwang in Gehöfte eingeſtellt werden, wenn in dieſen anderes
Vieh, insbeſondere Zucht= und Nutzvieh nicht eingeſtellt wird oder verkehrt.
Alle Tiere, die aus dem Schlachtviehverkehr in andere Gehöfte als diejenige
verbracht werden, für die die vorſtehende Ausnahme zugelaſſen iſt, unterliegen
von da der Maßnahme der Ziffer 1.
3. Die unmittelbare Ueberführung von den der Quarantäne unterſtellten Tieren
in ein öffentliches oder Privatſchlachthaus behufs ſofortiger Abſchlachtung kann
auch vor Ablauf der Quarantänezeit von uns geſtattet werden.
4. Die nach Ziffer 2 und 3 zugelaſſenen Ausnahmen ſind in allen Fällen polizeilich
zu kontrollieren.
Alle Tiere, welche der Quarantäne unterworfen ſind, ſind unverzüglich der
Ortspolizeibehörde und von letzterer dem Kreisveterinäramte anzumelden, welches
über die Anmeldung eine Liſte zu führen hat.
5. Wird zur Ausführung eines der Quarantäne unterworfenen Tieres ein kreis=
veterinärärztliches
Zeugnis verlangt, ſo hat die Requiſition des Kreisveterinär=
arztes
durch die Ortspolizeibehörde zu erfolgen.
III. Wandernde Schafherden dürfen nur die Kreisſtraßen benutzen. Ihre
Führer müſſen mit dem Zeugnis eines beamteten Tierarztes verſehen ſein, worin das
Freiſein der Herde von Maul= und Klauenſeuche beſcheinigt iſt. Die Gültigkeitsdauer
eines ſolchen Zeugniſſes beträgt 3 Tage. Die Zeugniſſe ſind auf Verlangen dem Polizei=
und ſonſtigen Aufſichtsperſonal in allen Fällen aber unaufgefordert der Polizeibehörde
desjenigen Ortes vorzuzeigen, in deſſen Gemarkung die Herde zum Aufenthalt eingeführt
wird.
IV. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Vorſchriften werden mit hohen
Strafen geahndet und zwar, wenn ſie wiſſentlich begangen werden, gemäß § 3og
R.=Str.=G.=B. mit Gefängnisſtrafe.
Darmſtadt, 9. Dezember 1910.
(23893
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie, die vorſtehende Bekanntmachung wiederholt ortsüblich
zu veröffentlichen und etwa in ihren Gemeinden wohnende Viehhändler beſonders
zu benachrichtigen.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Die bei Berechnungen der Lieferungen für die Arme zugrunde zu legenden
Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat November 1910 für
Hafer 16. Mk., für Heu 7,75 Mk., für Stroh 5, Mk. pro 100 Kilo betragen. (23821
Der Landespferdezuchtverein im Großherzogtum Heſſen beabſichtigt mit den im
Frühjahr und Herbſt 1911 in Darmſtadt abzuhaltenden Pferde= und Fohlenmärkten
am 17. Mai und 25. Oktober 1911 Verloſungen von Pferden, Fohlen, Pferdegeſchirren,
landwirtſchaftlichen Geräten und ſonſtigen Gegenſtänden zu verbinden. Großh. Mini=
ſterium
des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung dieſer Verloſungen
unter der Bedingung erteilt, daß jedesmal bis zu 30000 Loſe zu 1 Mk. das Stück
ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 50% des Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe
der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
Die Stadt Friedberg beabſichtigt mit den am 1. März und 25. Oktober 1911 da=
ſelbſt
ſtattfindenden Pferde= und Fohlenmärkten je eine Verloſung von Pferden, Fohlen


nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtallung dieſer Verloſungen unter der Bedingung er=
teilt
, daß bei jeder bis zu 12 000 Loſe zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen
und mindeſtens 55% des Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von
Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
(23820
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
Darmſtadt, den 5. Dezember 1910.
Betreffend: Das Militär=Erſatz=Geſchäft für 1911; hier Aufſtellung der Stammrollen.
Der Zini=Vorſitzende der Groß. Erſatz=Kommiſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Ichempfehle Ihnen, die Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrollen für 1911 nun=
mehr
alsbald vorzunehmen, ſodaß deren Einſendung unfehlbar bis zum 1. Februar k. J.
erfolgen kann und verweiſe Sie dabei auf die genaueſte Beachtung der ergangenen
Beſtimmungen, namentlich des § 46 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=
Blatt Nr. 68 von 1901), umſomehr, als alle nicht vorſchriftsmäßig aufgeſtellten Stamm=
rollen
zur Berichtigung und eventl. vollſtändigen Umarbeitung, bezw. Neuaufſtellung
zurückgegeben werden müßten.
Im weiteren wollen Sie für rechtzeitige ortsübliche Bekanntmachung der Auf=
forderung
Sorge tragen, daß in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar nicht
allein die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1911 (die im Jahre 1891 Ge=
borenen
), ſondern auch diejenigen der Jahrgänge 1910 und 1909 (die im Jahre
1890 und 1885 Geborenen), ſowie überhaupt alle Militärpflichtigen, welche eine end=
gültige
Entſcheidung über ihre Dienſtpflicht durch die Erſatzbehörden noch nicht erhalten
haben, ſich bei der Bürgermeiſterei desjenigen Orts zur Stammrolle anmelden müſſen,
an welchem ſie ihren dauernden Aufenthalt haben. Auf dieſe letztere Beſtimmung
der § 25, 2 der M.=O. wird um ſo nachdrücklicher hingewieſen, als es ſchon häufig vor=
gekommen
iſt, daß Militärpflichtige aus anderen Kreiſen des Großherzogtums, obgleich
ſie im diesſeitigen Bezirk ihren dauernden Aufenthalt nicht hatten, nur aus dem
Grunde in die Stammrollen des Kreiſes eingetragen worden waren, weil ſie ſich hier
zu ſtellen wünſchten. Dies iſt nicht ſtatthaft. Sie wollen daher Anträgen, welche in
dieſer Beziehung an Sie geſtelt werden ſollten, unter keiner Bedingung ſtattgeben, die
betreffenden Militärpflichtigen, bezw. deren Angehörige, vielmehr auf die beſtehenden
geſetzlichen Beſtimmungen verweiſen, ſowie darauf aufmerkſam machen, daß Leute,
welche im diesſeitigen Kreiſe nach den geltenden Beſtimmungen nicht geſtellungspflich=
tig
ſind und ſich dennoch hier zur Muſterung ſtellen wollen, zu derſelben nicht zuge=
laſſen
werden würden und ſich die daraus dann entſtehenden Nachteile ſelbſt zuzu=
ſchreiben
hätten.
Ebenſo iſt es unter keinen Umſtänden angängig, daß umgekehrt Militärpflichtige,
welche in ihren Gemeinden dauernden Aufenthalt haben, die Anmeldungen deshalb
unterlaſſen, weil ſie ſich in ihren reſp. Heimatsgemeinden melden wollen oder gemeldet
haben, um ſich demnächſt in ihrem Heimatsbezirk zur Muſterung ſtellen zu können. In
Fällen dieſer Art, welche Ihnen bekannt werden, ſind die Betreffenden von Ihnen zur
Meldung anzuhalten. Außerdem iſt eine von ſolchen Militärpflichtigen ſpäterhin, vor
Beginn der Muſterung, beabſichtigte Abmeldung nur dann entgegenzunehmen, wenn
Sie ſich die Ueberzeugung verſchafft haben, daß dieſelben tatſächlich außer Arbeit ge=
treten
ſind und den Ort verlaſſen werden.
Insbeſondere aber wäre darauf zu achten, daß
I. die Entgegennahme der Anmeldung zur Stammrolle ſeitens der nicht am Orte
der Anmeldung geborenen Militärpflichtigen ſtets abhängig zu machen iſt:
a) bei den Militärpflichtigen des jüngſten Jahrgangs (hier 1911) von Vorlage
eines Geburtsſcheins (Auszug aus dem Zivilſtandregiſter), Taufſcheine, Hei=
matſcheine
, Abmeldebeſcheinigungen, Arbeitsbücher, ſowie anderweite, wenn auch
von Amtsſtellen ausgefertigte Beſcheinigungen oder Mitteilungen genügen nicht:;
b) bei den Militärpflichtigen der älteren Jahrgänge (hier 1910, 1909 und event.
früher) von Vorlage des Loſungsſcheines;
II. genaues Augenmerk auf die Rechtſchreibung der Namen der Militärpflichtigen
zu richten iſt, ſowie auch darauf, daß der Geburtsort richtig bezeichnet und der
in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Amtshauptmannſchaft, Ober=
amt
, Bezirksamt ꝛc) zutreffend angegeben wird; bei mehreren Vornamen iſt der
Rufname zu unterſtreichen:
III. a) der hauptſächliche oder alleinige Beruf ſoweit angängig, genau zu be=
zeichnen
iſt, z. B. Bäckergeſelle, Zigarrenarbeiter, Handlungsreiſender uſw.:
b) bei Arbeitern und Taglöhnern derjenige Arbeits= oder Geſchäftszweig
anzugeben iſt, in welchem dieſelben ſtändig oder meiſtens arheiten (ob in
Landwirtſchaft, bei Forſt=, Garten=, Bau=, Eiſenbahn=, Chauſſee=, Hafen=,
Kanalarbeiten uſw.);
c) derjenige Beruf einzutragen iſt, welcher ſeit Verlaſſen der Schule die längſte
Zeit hindurch ausgeübt wurde:
d) ſpeziell in Hinſicht der Sattler, Schloſſer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher,
Wagner und Zimmerleute feſtzuſtellen wäre, ob dieſelben dieſes Gewerbe
ordnungsmäßig gelernt haben, ſowie jetzt noch betreiben;
e) bei den in der Landwirtſchaft tätigen Militärpflichtigen durch Eintragung
des Vermerls m. Pf.; (mit Pferden) oder zo. Pf. (ohne Pferde) in Spalte 8
erſichtlich zu machen iſt, ob dieſelben mit Pferden umzugehen verſtehen
oder nicht;
IV. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, von welchen ſich ein Bruder im
aktiven Dienſt befindet oder ein ſolcher gleichfalls bei der Muſterung hier
oder auswärts zu geſtellen hat, ein entſprechender Vermerk zu machen iſt.
Die Militärpflichtigen würden daher bei Anmeldung zu der Stammrolle in dieſer
Hinſicht zu befragen ſein;
V. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, welche ſchon gerichtliche Strafen
erhalten haben, dieſe unter Angabe des betreffenden Gerichts und Datum des
Urteils einzutragen ſind, auch anzugeben iſt, ob die Strafe verbüßt iſt.
Indem ich Ihnen ſchließlich noch empfehle, bei der von Ihnen zu erlaſſenden
Aufforderung wegen Anmeldung zur Stammrolle zugleich auf die Strafen aufmerkſam
zu machen, welche nach § 25, 11 d. W.=O. denjenigen treffen, welcher die vorgeſchriebene
Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derſelben unterläßt, beauftrage ich Sie,
am Schluſſe der Stammrolle noch ausdrücklich zu beſcheinigen:
1. daß, bezw. wann die Aufforderung, ſich zur Stammrolle anzumelden, erfolgt iſt,
2. daß die in derſelben eingetragenen, nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen
dort ihren dauernden Aufenthalt haben, bezw. in Arbeit ſtehen,
3. daß die in Ihren Gemeinden zuſtändigen, ſich jedoch daſelbſt nicht aufhaltenden
Militärpflichtigen angewieſen worden ſind, ſich bei der Bürgermeiſterei ihres
Aufenthaltsories zur Stammrolle anzumelden.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(23837a

Darmſtadt, den 5. Dezember 1910.
Betreffend: Das Militär=Erſatz=Geſchäft pro 1910, insbeſondere Berichtigung der
Stammrollen.
Der Zivil=Vorſitzende der Großherzoglichen Erſatz=Rommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Ich empfehle Ihnen, die Stammrollen der Jahrgänge 1907, 1908, 1900 und 1910
behufs der Berichtigung alsbald k. H. hierher einzuſenden.
(23818
Dr. Reinhart.

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Rickelgeſtell. 1 braune Hundeleine. 1 ſilbernes Ketten=Armband, auf dem Schloß
Zahlen und ein hebräiſcher Buchſtabe. 1 gelblichegraue Kinder=Schürze mit rotem Beſatz.
3 weiße Taſchentücher, ge= L. 1 weißes Taſchentuch. 1 Päckchen, enthaltend gehäkelte
Spitzen. 1 kl. ſchwarzes Cape. 1 großes graues Portemonnaie mit einigen Pfennigen
Inhalt. 1 weißer Kragenſchoner. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit breitem Bart. 1 Zwicker
mit Nickelgeſtell. 1 grauer Turnſchuh. 1 gelbledernes Portemonnaie mit einigen
Pfennigen Inhalt. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 3 blaue und 2 weiße Brillengläſer.
1 Taſchentuch, gez. T. W. 1 Anmeldebogen für die Hochſchule, auf den Namen Alfred
Walleika lautend. 1 Paar bläuliche wollene geſtrickte Herren=Handſchuhe.
Im Monat November in den Wagen der elektriſchen Straßenbahn liegen
geblieben und von der Verwaltung abgeliefert: 2 Spazierſtöcke. 2 Herren=Regen=

ſchirme. 2 Damen=Regenſchirme. 1 Paar gelbe, 2 Paar ſchwarze Damen= und Paar
weiße Kinder=Handſchuh. 1 brauner gefütterter Glaeé=Handſchuh und 1farbiger Kinder=
Handſchuh. 2 Taſchentücher, das eine gez. M. W. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit
einem Taſchentuch. 1 graues kleines Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 gelbes Porte=
monnaie
mit 5 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer Schirm=Ueberzug. 2 braune Aufſteck=
kämme
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Uhrkette. 1 ſilberne Broſche (1 Thaler. 1 goldenes Medaillon mit dunklem Ritterkopf
auf einer Seite, innen 1 Damen=Photographie und 1 Haarlocke. 8 Rabattmarken.
1 kleiner Schlüſſel. 1 Damen=Zwicker. 1 Heft (Süddeutſche Bauhütte). 1. Anhängſel
aus Perlen. 1 Nickelgeldſtück. 1 Rockhalter.
Im Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der dortigen Verwaltung in
Verwahr: 1 ſchwarzer Lederbeutel, grün gefüttert, mit 1 ſchwarzen Opernglas, 1 Taſchen=
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. Handſchuhe und 1 Portemonnaie mit 1,51 Mk. Inhalt. 1 Portemonnaie mit
14 Pfennigen Inhalt. 1 Opernglas=Futteral. 1 Zwicker. 1 ſilbernes Ketten=Armband
mit Anhänger. 2 Herren=Regenſchirme 2 Spazierſtöcke. 2 Damen=Regenſchirme.
1 Paar Gummiſchuhe. 1 Paar Militär=Handſchuhe. 6 Paar Handſchuhe in verſchied.
Farben. 3 einzelne Handſchuhe. 8 Taſchentücher, gez. R. S., Gent, L., E. B. mit
Krone, E. und 3 ohne Zeichen.
Verloren: 1 Spazierſtock mit glattem Horngriff, an der Spitze Gummi. 1 kl.
ſchwarzer Damen=Pelz mit Hermelinſchwänzchen. 1 goldener Ring mit ovalem Rubin

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Seite 12,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290,

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Kinder=Schuh. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt. 1 weiße Rodel=
Kappe. 1 kleine zuſammenlegbare Schere. 1 ſchwerer goldener Ring. 1 Päckchen, enth.
1 ſchwarze Straußfeder und ſchwarzſeidenes Band. 1 dunkelbraunes Portemonnaie
mit 3 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 braunwollener Handſchuh.
1 alte ovale goldene Broſche, ſchwarz verziert. 1 goldener Damen=Zwicker. 1 Fünfzig=
markſchein
. 1 ſchwarzer Damen=Gürtel mit ſchwarzer Schnalle. 1 kleine Schachtel mit
einer Double=Uhrkette. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit 70 Mk. Inhalt und Frei=
marken
. 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 braunledernes Portemonnaie mit Uhrſchlüſſel und
Münzen. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt, 1 Karte vom Schwimm=
bad
und elektr. Straßenbahn. 1 goldenes Medaillon, enth. 2 Photographien. 1 noch
neuer Kinder=Gummiſchuh. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit weißen Steinchen beſetzt.
1 Broſche (Kaiſer Friedrich, Münze in Gold gefaßt). 1 Schülerfahrkarte Rüſſelsheim-
Darmſtadt. 1 Füllfederhalter. 1 doppelter Trauring (zuſammengelötet), gez. K. R.
W. M. 84, mit großem Achatſtein. 5,90 Mk. in Papier eingewickelt. 1 blaue Kinder=
Deckelmütze. 2 Zehnmarkſtücke. 1 großer Brillant von einem Ring. 1 rotledernes
Portemonnaie mit 2,20 Mk. Inhalt. 1 Zehnmarkſchein. 1 mattgoldenes Ketten= Arm=
band
. 1 mattgoldenes Ketten=Armband mit feinen Gliedern. 1 ſilberne Vorſtecknadel
mit Amethyſt. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit 100 Mk. Inhalt und 1 kleiner
Schlüſſel an einer goldenen Kette. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1,65 Mk. Inhalt.
1 Portemonnaie mit 250 Mk. in deutſchem Geld und 1 ruſſiſches Fünfrubelſtück in Gold.
1 goldenes Glieder=Armband mit weiß und roten Steinchen. 1 mattgoldenes Ketten=
Armband. 1 kleines braunes Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes Ketten=
Armband. 1 gelbes Damen=Portemonnaie mit etwa 70 Pfennigen Inhalt. 1 kleines
blaues Handtäſchchen mit Portemonnaie und 45 Mk. Inhalt, 1 Dreiaugenſchlüſſel
und 1 Taſchentuch, gez. K. V. oder K. W.
Zugelaufen bei Privaten: 1 deutſcher Schäferhund. 1 graue Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Brieftaube mit Ring und der Nr. 380 2 425 am
Fuß. 1 junger Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Dackel mit braunen Abzeichen.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(23851
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 23 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 3 Spitzhunde, 3 Pinſcher. 1 Spitzhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 11. Dezember, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends ſämtliche Apotheken geöffnet:

Bekanntmachung,
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen betreffend.
Als Ausnahmetage im Sinne der §§ 139d Ziffer 3 und 139e Abſ. 2 Ziffer 2
der Reichsgewerbeordnung werden hiermit beſtimmt:
I. für alle offenen Verkaufsſtellen die ſieben letzten Werktage vor dem
24. Dezember I. Js.;
II. für die offenen Verkaufsſtellen der Bäcker und Konditoren, außerdem die
zwei letzten Werktage vor Neujahr. Hiernach dürfen am Freitag, den
16. und Samstag, den 17. I. Mts., ſowie in der Zeit von Montag, den
19. bis Freitag, den 23. Dezember, ſämtliche offenen Verkaufsſtellen
in hieſiger Stadt für den geſchäftlichen Verkehr bis 10 Uhr abends und
außerdem die offenen Verkaufsſtellen der Bäcker und Konditoren am
Freitag, den 30., und Samstag, den 31. I. Mts., bis 10 Uhr abends
geöffnet bleiben.
An den vorgenannten Tagen finden die Beſtimmungen über die Mindeſtruhe=
zeit
und die Mittagspauſen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Ver=
kaufsſtellen
keine Anwendung.
Darmſtadt, den 7. Dezember 1910.
(23822soi
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Lauteſchläger.

Verkaufspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupl= und Keädenzäiadt Darmäapt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

per ½ kg 90 Pfg
84




:
220

90
90
60
88
82
92
110

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Die Anfuhr von etwa 750 Raummeter
Knüppelholz und 150 Raummeter fein und
grob geſpaltenes Stockholz aus den Stadt=
waldungen
in das Holzmagazin an der
Pallaswieſenſtraße und in die verſchiedenen
ſtädtiſchen Betriebe im Laufe des Winter=
halbjahres
ſoll verdungen werden.
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Dienstag, den 13. laufenden Monats,
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mit entſprechender Aufſchrift verſehen, bei
uns einzureichen.
(23856so
Die Bedingungen liegen während der
Dienſtſtunden in Zimmer 39 des Stadt=
hauſes
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erhältlich ſind, zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 5. Dezember 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
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½

110
130
86
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Mitgeteilt von dem Vertreter Herrn Adolf
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Dampfer Mecklenburg, von Philadelphia
kommend, 8. Dezember morgens auf der
Elbe.
Dampfer Preſident Grant, 7. Dezember
morgens in New=York.
Dampfer Vandalia, 6. Dezember mit=
tags
in Philadelphia.

Am 31. Dezember ds. Js. verjähren die Forderungen
lt. B. G. B. §§ 196 und ff. und wir erſuchen daher, die in
Frage kommenden Rechnungen Ungeſäumt
unſerem Büro, Abt. B Inkaſſo, aufzugeben, damit der Ver=
jährung
rechtzeitig vorgebeugt werden kann.
Hierunter fallen insbeſondere alle Lieferungen und
Leiſtungen aus dem Jahre 1908, wenn ſie nicht für den
Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgt ſind, in welchem Falle
die Poſten aus dem Jahre 1906 in Betracht kommen.
Wir machen ausdrücklich darauf aufmerkſam, daß das
Zuſenden einer Rechnung oder einer Mahnung, wie immer
noch vielfach angenommen wird, die Verjährung nicht unter=
bricht
.
(23819
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Allgemeines Handelsinstitut
Heinrich Moeller.
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Bekanmmmachung
Beehre mich anzuzeigen, dass ich mein Geschäft in
unveränderter Weise weiter betreibe.
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An allen Sonntagen vor Weihnachten
bleibt mein Geschäft geschlossen.

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er Malerei, in Tiefbrand, Flach=Kerbſchnitt, Samtbrand, Metallplaſtik anfertigen.
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[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

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Brennholz-Verſteigerung Nr. III.
(Stadtwald.)
Montag, den 19. Dezember I. J., morgens 9 Uhr,
werden in der Turnhalle, Woogsplatz Nr. 5 hier, aus den Diſtrikten: Holzſchlag 26
und Eichelacker 14 der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert:
Scheiter: 186 rm Buchen, 57 rm Eichen; Knüppel: 36 rm Buchen, 17 rm
Eichen; Reiſigwellen: 2525 Buchen, 625 Eichen; Stöcke: 70 rm Buchen (fein),
37 rm Eichen (fein), 16 rm Buchen=Stöcke (grob) zu Kummerholz geeignet).
Das Holz ſtammt aus Abtrieben alter Schläge, ſitzt an den verſteinten Wegen:
Teichſchneiſe und Neuſchneiſe und iſt nach allen Richtungen hin ſehr gut abzufahren.
23849sd
Darmſtadt, den 8. Dezember 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Holz-Verſteigerung.
Dienstag, den 13. Dezember ds. Js., vormittags 9 Uhr
anfangend, werden im Nieder=Ramſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Bonstal, nach=
bezeichnete
Holzſortimente verſteigert:
6 Eichenſtämme 1932 cm Durchmeſſer und 611 m Länge.

5 rm Eichen=Knüppel
48 Buchen=Stöcke
1600 Buchen=Wellen

186 rm Buchen=Scheiter
Kiefern=
67 Buchen=Knüppel
Die Zuſammenkunft iſt am Bonstal am Eingang des Waldes.
Nieder=Ramſtadt, den 6. Dezember 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Appel.

(23773f

Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 12. Dezember I. Js., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich aus einem Nachlaſſe im Hauſe Herdweg Nr. 93,
2. Stock, folgende Gegenſtände an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung:
1 Sofa mit 2 Seſſeln mit rotem Plüſch, 1 Herrenſchreibtiſch, 1 Damenſchreib=
tiſch
, 1 Ausziehtiſch, verſchiedene kleine Tiſche und Ziertiſche, 1 Blumentiſch
und 1 Rauchäiſch, 9 Rohrſtühle, 1 Nähtiſch, 1 Bücherregal, 1 Etagere, 1 Büfett,
nußb. poliert, 1 Kommode, 1 eintüriger Kleiderſchrank, 1 Brandkiſte, 1 Küchen=
ſchrank
, 1 kleiner Schrank, 1 Küchentiſch und ſonſtigen Hausrat, Bilder, Gar=
(23825
dinen, ſowie eine Partie lit. Bücher.
Darmſtadt, den 10. Dezember 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

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Darmſtadt, den 8. Dezember 1910.
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Nieder=Ramſtädterſtraße 13, 3. St.

Versteigerungs=Anzeige.
Montag, den 12. Dezember 1910, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im ſtädt. Pfandlokale Ludwigshöhſtraße Nr. 4 dahier öfſentlich zwangs=
weiſe
gegen Barzahlung nachſtehende Pfänder:
2 vollſtändige Betten, 2 Divans, 4 Kleiderſchränke, 3 Pianinos, 2 Kommoden,
1 Partie ſchwere Vilderleiſten, 1 Warenſchrank, 1 Nähmaſchine, 1 Regulator,
1 Partie Schreibwaren, 1 Büfett, 1 Bücherſchrank mit 2 Konv.=Lexikons,
1 Schreibtiſch, 1 Kommode, 1 Ausziehtiſch, 1 Bauerntiſch, 1 großer Spiegel,
1 Waſchkommode mit Marmorplatte, 1 Stehſchreibpult, 1 Serviertiſch, 1 Stand=
uhr
, 1 Garnitur Damaſtmöbel und 1 Eisſchrank.
Darmſtadt, 8. Dezember 1910.
(23783fs
Dörr, ſtädt. Pfandmeiſter.

Bekanntmachung.
Montag, den 2. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Otto Stier dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
88
II
72 1 Hofreite Große
II 89¾/10 166 Ochſengaſſe Nr. 14,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K87/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D23869,10

Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 333/100 285 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 25,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K143/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21947,9

Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 33¾/100 1389 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 9,

in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K149/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.

Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. J.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth in Zürich im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 2179/10 324 Hofreite Rhönring
Nr. 139,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K113/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 8. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21949,9

Der Dragoner Valentin Hoh der 5. Es=
kadron
Dragoner=Regiments Nr. 23,
geboren am 16. Januar 1887 zu Biebelried,
Bezirksamt Kitzingen (Bayern), hat ſich am
5. ds. Mts. abends aus der Garniſon
entfernt.
(23852
Derſelbe iſt bekleidet mit Reithoſe,
Waffenrock, Feldmütze, Reitſtiefeln und
Koppel mit Dienſtdegen Nr. 55.
Signalement:
Größe: 1,58,5,
Heſtalt: ſchlank,
Kinn: ſpitz,
Naſe: gewöhnlich,
Mund: gewöhnlich,
Haar: blond,
Bart: im Entſtehen.
Beſondere Kennzeichen: ſpricht ganz helle
Stimme.
Um Verhaftung wird erſucht.
Darmſtadt, den 8. Dezember 1910.
Dragoner=Regiment Nr. 23.
von der Schulenburg,
Oberſtleutnant und Regiments=
Kommandeur.

wegen Umzug
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I. Gut erhalt. Badewannt billig zu verk.
(*30052sg.
Püller. (D21948,9 1Liebfrauenſtraße 34, 1. St.

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1 Paar Tüll-Brises-bises m. Vol.
I Damen-Unterrock
1 Oxfordbluse
1 Miederschürze
I Paar reinw. Herren-Socken
I weißes Astrachan-Colliers
I vorzügl. Drell-Korsett m. Spiral
I Rodelmütze
I Rodelshawl
I Bettvorlage mit Franzen
I Normalhose od. I Normaljacke

I Normalhemd
1 gestrickte Herrenhose
1 Damen-Beinkleid
I weisse Damen-Nachtjacke mit
Umlegekragen
I Pelz in grau oder braun
I hübsche Kommodedecke
I eleg. Erbstüll-Läufer
I Kinder-Badetuch
I Tischdecke zum Waschen

I Astrachan-Garnitur, braun
oder weiß
I eleg. Ball-Shawl
I weißes Bettuch mit rot. Rand
I Anstandsrock
½ Dutzend weiße Servietten
1 Jacquard-Tischtuch, I 10/150cm
6 m grau Handtuchstoff
2½ m Blusenstoff
1 gemaltes Balltuch

I gemaltes Balltuch
I hübsche Kindergarnitur
(Muff und Pelz)
I Damen-Reformschürze
I eleg. Herrenkragenschoner
3 Herren-Selbstbinder
1 Umschlagtuch
1 Tuchtischdecke
3½ m Unterrockbiber
I seidenes Cachenez

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I farbiges Damenhemd
Ia. Qualität
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19, Dezember 1910.
Seite 14.

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3 Paar wollene Herren-Socken
I gestrickte Herrenweste
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2 weiße Bettücher mit Rand
2 weiße Damen-Beinkleider
I Fenstermantel
1 Tischdecke zum Waschen

7 m Handtuchstoff
I eleg. Bettvorlage
1 Tuch-Tischdecke mit moderner
Applikation
½ Dutz. leinene Taschentücher
2 gute farbige Damenhosen
6 Paar Herren-Socken
I Damen-Schulterkragen
1 Plüsch-Fenstermantel
1 Paar zweiteilige Rouleaux

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aus gewebten Stoffen, Gr. 3
I weißgestr. Kinderjäckchen, Gr. I
I Kinderhängerkleidchen, 60 cm
lang, blau Cheviot
5¼m wB. Croisé f. 2 Damenhemd.
I weißer Damastbezug
1 Koltertuch
I hübscher Stickerei-Rock
I Damen-Nachthemd
4 weisse Kissenbezüge

Nummer 290.

I Fellvorlage
1 abgepaßt eleg. Tüll-Stores
eleg. Ball-Shawl
1 feine Tüll-Bettdecke
I farbiger Kostümrock
I Teegedeck mit 6 Servietten
2 Damenhemden (Achselschluß)
2 Nachtjacken
3 Paar Damen-Beinkleider
mit Stickerei

I langes Kanin-Kolliers
1 Linoleum- Teppich
eleg. Tuchtischdecke
1 Tüllbettdecke
über 2 Betten
2 Tüllbettdecken
über je I Bett
2 Ia. Velour-Bettvorlagen
1 Kamelhaardecke, imit.
1 eleg. Tüll-Stor

2 weisse Waffelbettdecken mit
Franzen
I Damen-Paletot
1 Steppdecke
I Teegedeck mit 6 Servietten
I Moiré- oder Tuch- Unter-
rock

1 Pelz-Stola
6 Paar Damenstrümpfe
1 Herren-Schirm

Faltenrock mit u. ohne Mieder,
blau oder schwarz
I eleg. Moiré-Unterrock
1 eleg. Pelz
1 Holländer-Teppich
I hübsche Reisedecke
3 Herren-Normalhemden mit
farbigem Einsatz
3 schöne Damenhemden
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2 Damastbezüge

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2 Shawls, I Lambrequin

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2
1
1
1
2
3
1

[ ][  ][ ]

Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezmbere 1910

Seite 15.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290,

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezmbere 1910.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

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Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing als Referent
des Sonderausſchuſſes für die Städteordnung
in der Zweiten Kammer.
(Schluß.)
Die große, in dem Sonderausſchuß ge=
leiſtete
Arbeit gilt unſeren Gemeinden
und der Förderung der Selbſtverwaltung
in Stadt und Land. Als Vertreter der Selbſtver=
waltung
kann ich es mir nicht verſagen, am Schluſſe
meines Berichtes zur Einleitung der Beratung auch
einige Worte über die Selbſtverwaltung hier auszu=
ſprechen
. Ich bin hierzu umſomehr veranlaßt, als die
laienhafte Beurteilung die Tätigkeit einer Kommune
nach dem Steuerausſchlag bemißt und leider auch bei
Beratung des Geſetzentwurfs über die Gemeinde=
umlagen
in der Sitzung vom 24. Juni d. J. vom Re=
gierungstiſche
aus eine ernſte Mahnung in finanzieller
Hinſicht an die Vertreter der Selbſtverwaltung gerichtet
wurde. Es wurde geſagt, daß wir in 20 Jahren nicht
nach ſüdlichen Staaten zu gehen haben, um bankrotte
Städte und bankrotte Steuerzahler zu finden. Es
wäre mir leicht, auf die finanzielle Lage des Staates
hinzuweiſen. Ich unterlaſſe dies ſelbſtverſtändlich.
Wir ſind uns alle bewußt, daß die Erörterungen über
die finanzielle Lage unſeres Staates in der Preſſi nicht
dazu angetan waren, den Ruf unſeres Staates zu
fördern. Es kann daher als Vertreter der Selbſtver=
waltung
nicht meine Aufgabe ſein, gegenüber der
Finanzgebarung des Staates eine kritiſche Bemerkung
fallen zu laſſen. Wohl aber müſſen die Herren mir
geſtatten, auf die Bemerkungen von den ſüdlichen Stag=
ten
und den bankrotten Städte einzugehen, da hier die
Selbſtverwaltung in Frage ſteht. Bereits im Jahre
1908 hatten die deutſchen Städte einen Vergleich mit
dem Süden zu beſtehen, gelegentlich der Jahrhundert=
feier
ſtädtiſcher Verfaſſungsentwicklung in Preußen.
Die Erinnerungsfeier an Freiherrn vom Stein, den
Begründer der preußiſchen Städteordnung, gab hierzu
die Veranlaſſung. Die Deutſche Städtezeitung und die
preußiſche Regierung konnten feſtſtellen, daß wir
zwar der landſchaftlichen Reize des Südens entbehren,
daß es dagegen in den deutſchen Städten gut riecht im
Gegenſatz zu dem Süden. Der Ruf nach Straßen=
reinigung
und Sanitätspolizei erſchallt nicht fortgeſetzt
bei uns, wohl aber im Süden. Dabei ſind bei uns
weder in finanzieller noch geſundheitlicher Hinſicht die
Zuſtände feſtzuſtellen, welche Anlaß zu abfälligen Be=

merkungen geben können. Wir baben in Deutſchland
nicht die italieniſchen Wohnungszuſtände und ſind
trotzdem von der Ueberzeugung geleitet, daß die Ver=
waltungen
ihre Bürgerſchaft reich beſchenken und mit
produktiven Werten ausſtatten, wenn ſie finanziell die
größten Opfer bringen und mit Energie das Woh=
nungs
= und Bodenweſen anfaſſen. Aber es iſt nicht nur
das Wohnungs= und Bodenweſen, das die Steuerzahler
äußerlich belaſtet und doch große produktive Werte
ſchafft. Wer die moderne Städteentwicklung in den
letzten 50 Jahren überblickt und hierbei die induſtrielle
Entwicklung, die Eiſenbahnen, Straßenbahnen, die
Volkshygiene, die Durchführung ſtädtiſcher Betriebe,
die Entwicklung des ſtädtiſchen Krankenhausweſens mit
Sanitätswache und Desinfektionsanſtalten, die Unter=
ſtützung
aller ſozialen Wohlfahrtseinrichtungen, die
enormen Ausgaben im Gebiete der Volksbildung, und
die letzten 50 Jahre kommunaler Technik überſchaut,
der muß ſich ſagen, daß gegenüber der ſteuerlichen Be=
laſtung
große volkswirtſchaftliche Werte ſtehen und die
Kommunalverwaltung heute ein produktiver Faktor
geworden iſt. Inſofern hatte der weitblickende und tat=
kräftige
, leider zu früh verſtorbene Oberbürgermeiſter
Beck von Mannheim durchaus recht, wenn er in der
badiſchen Erſten Kammer betonte, daß der Anlehens=
bedarf
der deutſchen Städte aus volkswirtſchaftlichen
Geſichtspunkten durchaus gerechtfertigt ſei und ſo ge=
wiſſermaßen
in den Schulden bei normalen Verhält=
niſſen
die Entwicklung liege. Wenn der Herr Vertreter
der Regierung in äußerlicher Weiſe die Zahlen der
Steuerlaſten angeführt hat, ſo hat er ſich ſeine Aufgabe
ſehr leicht gemacht. Wenn er die Verhältniſſe von
Darmſtadt anführte ſo ſei es mir geſtattet, das Bild
durch nachſtehende Zahlen zu ergänzen:
1. Mit Zuſtimmung der Regierung wurde die
Aufhebung des Oktrois im Reiche beſchloſſen, die der
Stadt einen Ausfall von annähernd 400 000 Mark
brachte.
Die durch das Reich eingeführte Talonſteuer be=
dingt
für die zurzeit von der Stadt begebenen Anlehen
eine Ausgabe von 180 060 Mark. Die Belaſtung des
ſtädtiſchen Budgets infolge der neuen Reichsgeſetz=
gebung
war für das Jahr 1910 auf annähernd ½ Million
zu veranſchlagen.
3. Hierzu kommt, daß die kaum geſchaffene Wert=
zuwachsſteuer
nunmehr nur noch zu 40 Prozent den
Gemeinden belaſſen werden ſoll. Dabei verlangt der
Staat Heſſen von den Gemeinden von vornherein
weitere 10 Prozent als Vergütung für ſeine Tätigkeit
in der Feſtſetzung der Steuer.
4. Die Zuſchußleiſtungen der Stadt zur Kreiskaſſe
betrugen im Jahre 1900 200 000 Mark, für das Jahr
1911 werden annähernd 400 000 Mark verlangt werden.
Der Zuſchuß hat ſich alſo innerhalb 10 Jahren ver=
doppelt
. Dabei iſt klarzuſtellen daß infolge in Ausſicht
genommener Erhöhung der Pflegekoſtenſätze in den
Landesirrenanſtalten auf die Stadt Darmſtadt allein
zirka 22000 Mark Mehrforderung entfallen.
5. An Perſonalkoſten für alle von der Stadt zu
unterſtützenden Schulen hatte Darmſtadt im Jahre
1910 einen Jahresbeitrag von 1300 000 Mark aufzu=
bringen
. In dieſer Summe iſt die Verzinſung und
Tilgung der Schulbauten noch nicht einbegriffen. Die
1911 veranſchlagten Schulkoſten betragen nahezu 20
Prozent des Geſamtbudgets von über 7000 000 Mark
und 30,6 Prozent der an der Gemeindeſteuer auszu=

Keienente Suete. Dt Siat Samuen iu i.
Schulbauten und Bildungszwecke ſeit 1873 annähernd
10 Millionen verausgabt. Trotz dieſer enormen Be=
laſtung
beſteht keine Veranlaſſung, gerade bei den
Schulkoſten für heſſiſche Verhältniſſe trübe in die Zu=
kunft
zu blicken. Eine Stadt, die nicht mehr
vor die Aufgabe geſtellt iſt, Schulbauten
zu errichten, geht zurück. In Preußen liegen
die Verhältniſſe zum großen Teil noch ungünſtiger wie
in Heſſen. Oberbürgermeiſter Dr. Wilms hat im
Jahre 1910 durch Umfrage bei Städten mit mehr als
50 000 Einwohnern folgendes feſtgeſtellt:
I.
Der durchſchnittliche Zuſchlag der Staatseinkommen=
ſteuer
betrug in Prozent:
1908 1909 1910
a) in 29 Großſtädten (ohne Altona) 157,0, 166,9, 171,9,
b) in 30 Städten von 50000 bis
100 000 Einwohnern
,
. . . 176,3, 185,4, 189,7.
II.
Der durchſchnittliche Zuſchlag zur ſtaatlichen Grund=
Gebäudeſteuer betrug in Prozent: 1908 1909 1910
a) in 29 Großſtädten
.. . 203,9, 214,2, 212,9,
b) in 30 Städten von 50000 bis
100000 Einwohnern . .
. . . 213,2, 228,5, 225,2.
III.
Der durchſchnittliche Zuſchlag zur Staatsgewerbe=
ſteuer
betrug in Prozent:
1905 100 1910
a) in 29 (1908 nur 25) Großſtädten 184,7, 214,1, 215,3,
b) in 30 (1908 nur 28) Städten von
50 000 bis 100 000 Einwohnern . 233,7, 263,0, 283,8.
Berlin und ſeine Vororte, ferner Wiesbaden, ſind
bei der Einkommenſteuer auf 100 Prozent ſtehen ge=
blieben
. Dagegen wird der Durchſchnitt der 28 Groß=
ſtädte
(ohne Altona) überſchritten von 14 Städten:
Magdeburg 180 Proz., Krefeld 190 Proz., Poſen 200
Proz., Stettin 200 Proz., Duisburg 200 Proz., Eſſen
200 Proz., Dortmund 204 Proz., Bochum 212 Proz.,
Elberfeld 215 Proz., Danzig 220 Proz., Gelſenkirchen
225 Proz. Königsberg 225 Proz., Barmen 230 Proz.,
Kiel 230 Proz.
Bei den Gemeinden mit 50000 bis 100000 Ein=
wohnern
beträgt der durchſchnittliche Zuſchlag 189,7
Proz. (höchſte Belaſtung Hagen mit 280 Proz.!).
Die Schullaſten ſind auch in Preußen enorm ge=
ſtiegen
. Wir haben Städte, die mehr wie 75 Proz. Zu=
ſchlag
zur Staatseinkommenſteuer für Schulzwecke ver=
wenden
müſſen. Es kann ſogar ſein, ſagt Oberbürger=
meiſter
Wilms zu Poſen, daß jetzt ſchon die durchſchnitt=
liche
Belaſtung für Schulzwecke einen 100prozentigen
Zuſchlag in den meiſten oder in ſehr vielen Städten
erreicht, oder auch etwas mehr wie 75 Proz. ausmacht.
Oberbürgermeiſter Rive zu Halle ſtellt
feſt, daß in den meiſten preußiſchen Städten der Auf=
wand
für das Unterrichts= und Erziehungsweſen faſt
die Hälfte aller Einnahmen der Stadt verſchlingt.
Wer die Verhandlungen der preußiſchen Städtetage
kennt, wer den Bericht geleſen hat, den Stadtrat
Bödicker zu Kaſſel auf dem Na.=Heſſ. Städtetaa im
Juni 1909 über die Einnahmen der preußiſchen Städte
erſtattet hat, wer weiß, wie wenig im allgemeinen die
neueſten preußiſchen Steuerſätze von den heſſiſchen
differieren, iſt genau davon unterrichtet, daß die preu=
ßiſchen
Verhältniſſe keineswegs beſſer ſind, wie die
heſſiſchen.

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Kolzgraben 4

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Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Seite 23.

Drängen hier nicht die geſamten Verhältniſſe zu
dem Gedanken, daß die Städte gezwungen
ſind, auf der Suche nach neuen Einnahmen
nach kaufmänniſchen Geſichtspunkten ſich
an größeren Unternehmungen zu betei=
ligen
? Wie wären heute die Steuerzu=
ſchläge
in Heſſen, wenn nicht der Unter=
nehmungsgeiſt
der Selbſtverwaltung ſich
die Betriebe monopolartigen Charakters
geſichert hätte? Selbſtverſtändlich iſt bei der
Uebernahme neuer Laſten Vorſicht geboten. Die Städte
ſollen eigene neue Betriebe nur inſoweit über=
nehmen
, als die Stadtgemeinde dadurch nicht in eine
hohe ſteuerliche Belaſtung kommt und die geſetzlichen
Aufgaben der Städte nicht notleiden.
Was wird nun den heſſiſchen Städten bei dieſer
enormen Belaſtung auf der anderen Seite geboten? Hat
der Staat ſich bemüht, den Städten Einnahmen zu
ſchaffen? Bis jetzt haben wir eine Billettſteuer er=
halten
, deren Ertrag für Darmſtadt auf etwa 3000 bis
5000 Mark geſchätzt werden kann. Dieſer Summe ſteht
von 1910 ab eine Gebühr von 4000 Mark gegenüber, die
ſie für Reviſion der Stadtrechnung an die Ober= Rech=
nungskammer
zahlen ſoll. Dabei kann die ſtädtiſche
Verwaltung ohne weiteren Aufwand durch eigene
ſtädtiſche Beamte die Reviſionstätigkeit rechtzeitig und
vollſtändig bewirken. Wer ſich dieſes Bild in großen
Zügen vergegenwärtigt, muß ſich ſagen, daß für das
gegenwärtige Wachstum der Steuerlaſten in den
Städten Faktoren verantwortlich zu machen ſind, die
außerhalb der ſtädtiſchen Verwaltung ſtehen. Dabei
iſt die bedauerliche Tatſache nicht zu leug=
nen
, daß heute die Finanzen des Reiches
und des Landes verbeſſert werden, wäh=
rend
die Städte als Leidtragende an
dieſer Verbeſſerung teilnehmen. Die Be=
laſtung
der Städte tritt um ſo ſchärfer in Erſcheinung,
wenn man erwägt, in welcher Weiſe den Kommunen
in den letzten 40 Jahren Aufgaben zugewieſen wurden,
welche ſie im Auftrage des Staates zu erfüllen haben.
Die Kommunalverwaltungen werden damit einſeitig
belaſtet, ſie können an einen Erſatz ihrer Aufwendungen
zum Vorteil ihres eigenen Budgets nicht denken.

Es war mir ein dringendes Bedürfnis, dieſe Tat=
ſache
hier mit aller Klarheit auszuſprechen. Ich bin
von meinen Kollegen beauftragt, mit
aller Energie gegen die Ausdrucksweiſe
zu proteſtieren, wie ſie hier vom Regie=
rungstiſche
in bezug auf bankrotte Städte
und bankrotte Steuerzahler beliebt
wurde. Sowohl der Landtag wie die grö=
ßeren
ſtädtiſchen Verwaltungen mögen
ſich vergegenwärtigen, daß die Inter=
eſſen
des Landes und diejenigen unſerer
Städte gleich ſind und wir alles vermei=
den
ſollten, was geeignet iſt, eine nicht
begründete peſſimiſtiſche Auffaſſung auſ=
kommen
zu laſſen. In der Tat haben wir keine
Veranlaſſung, auch bezüglich unſerer kommunalen
Selbſtverwaltungen trübe in die Zukunft zu blicken.
Dieſe kommunalen Verwaltungen haben wir bei dem
vorliegenden Geſetzentwurf nach allen Richtungen zu
fördern verſucht. Geſetzgeberiſch iſt dieſe Forderung
nicht nach der Anzahl der Paragraphen zu beurteilen,
welche hier für die Vereinfachung der Verwaltung ge=
ſchaffen
werden mußten. Im Gegenteil, jeder Praktiker
weiß, daß eine Generaliſierung im Geſetze unter allen
Umſtänden zu verurteilen wäre. Je weniger Vor=
ſchriften
beſtehen, und je mehr die Anzahl der beſtehen=
den
Vorſchriften im Sinne einer liberalen Vollmacht
ausgebaut ſind, deſto freier kann die Verwaltung ar=
beiten
. Das heutige öffentliche Verkehrs=
leben
, und in dieſes gehören auch die
Aemter und Behörden, verlangt ſchnelles
Funktionieren, Einfachheit, Ueberſicht=
lichkeit
und telegraphiſche Kürze. Es gilt
daher, Ueberflüſſiges abzuſtreifen, Veraltetes umzuge=
ſtalten
und zielzeigend Neues hervorzubringen. Die
Schreibmaſchine, das Telephon und die Stenographie
ſind heute ſchon längſt Beſtandteile unſerer Verwal=
tungen
. Der Ausſchuß hat dieſe Geſichtspunkte an=
erkannt
und in hingebender Arbeit im Einvernehmen
mit der entgegenkommenden Regierung die Selbſtver=
waltung
auf vielen Gebieten gefördert und große
Fortſchritte erzielt.
Die Aufgabe der Vereinfachung iſt leichter ausge=
ſprochen
als ausgeführt. Man muß ſich vergegenwär=

tigen, daß auch außerhalb des Rahmens der Städte=
ordnung
eine Verſtändigung der Staats= und Kommu=
nalverwaltungen
möglich iſt, welche zu einer Verein=
fachung
im Intereſſe der Allgemeinheit führen kann.
So habe ich aus Anlaß der im Jahre 1910 dahier ſtatt=
gefundenen
kommunalen Steuererhöhungen die Her=
beiführung
gemeinſamer Erhebung der direkten Staats=
ſteuer
und der Gemeindeſteuer durch die Stadtkaſſe an=
geregt
. Die Intereſſen des Publikums, die beſſere
Handhabung der Beitreibung, die Erſparnis ſachlicher
und perſönlicher Koſten ſollte doch dieſen Gedanken
durchführbar erſcheinen laſſen, zumal die Stadt Darm=
ſtadt
vor der Errichtung eines Neubaues der Stadtkaſſe
ſteht. Noch vorgeſtern erhielt ich einen Brief aus
Frankreich, der beſtätigt, daß die Republik ſeit langer
Zeit die gleiche einfache Einrichtung des Steuerzahlens
beſitzt. Auch die Einrichtungen in Preußen können in
Heſſen als Vorbild dienen.
Ich bin daher der Ueberzeugung, daß die Aufgabe
in dem vorliegenden Geſetzentwurf, die kommunalen
Verwaltungen zu fördern, ſich richten mußte auf eine
liberale Ausgeſtaltung des Verhältniſſes der Kommu=
nalbehörden
zu den Aufſichtsbehörden. Dieſer Aufgabe
wird der durch die Arbeit des Sonderausſchuſſes ver=
beſſerte
Entwurf in vollem Maße gerecht. Im übrigen
dürfen die Herren überzeugt ſein, daß es Sache jeder
Kommunalverwaltung bleiben muß, in
ihrem eigenen Gebiet alle Maßnahmen zu
treffen, die zur Vereinfachung ihrer eigenen Verwal=
tung
zum Beſten der Allgemeinheit angeordnet werden
können.
Ich verfehle nicht, zum Schluſſe der Regierung im
Namen des Sonderausſchuſſes unſeren verbindlichſten
Dank für das bewieſene Entgegenkommen auszuſprechen.
Möge die Selbſtverwaltung als der ſtaatlich anerkannte
ſelbſtändige, ſelbſtbeſtimmende und ſelbſttätige Orga=
nismus
auch unter dem neuen Rechte ſich entfalten als
belebender Faktor unſeres Staatslebens und als ein
produktive Werte ſchaffender Organismus, in dem das
Ehrenamt und das Hauptamt in glücklicher Weiſe ver=
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Seite 24

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10, Dezember 1910.

Nummer 290.

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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

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Nummer 290

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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Die Volkszählung. Ueberraſchendes Ergebnis für
Berlin. Abnahme und Zuwachs. Frau Berolina
und ihre Töchter. Alt=Berlin. Ernſt von Wilden=
bruch
und die Reichshauptſtadt. Des Dichters lite=
rariſches
Vermächtnis. Ein Wildenbruch=Denkmal.
Ludwig Knaus. Die Weihnachtsmeſſe des Vereins
der Künſtlerinnen und Kunſtfreundinnen. Weih=
nachtlicher
Hokuspokus. Aus dem Theaterleben.
Zähler und Zahlen ſpielten in der letzten
Woche eine große Rolle bei uns, da man mit Spannung
das Ergebnis der dieſer Tage ſtattgefundenen Volks=
zählung
erwartete. Iſt dasſelbe auch noch nicht ge=
nau
bekannt geworden, ſo verlautet doch ſchon, daß die
Bevölkerung von Berlin ſelbſt, wohlverſtanden
der eigentlichen City, kleiner geworden iſt. Das wird
draußen vielfach Verwunderung erregen, wir drinnen
freilich wiſſen ja beſſer Beſcheid und haben für das
überraſchende Ergebnis die richtige Erklärung. Denn
von Monat zu Monat werden viele Häuſer jener den
Kern Berlins bildenden Quartiere nahe Schloß und
Rathaus von ihren Bewohnern verlaſſen, da, wo es
bisher noch nicht geſchehen, die unteren Geſchoſſe zu
Läden und die oberen zu Bureauzwecken eingerichtet
werden. Aber auch ſonſt findet aus dieſem Zentrum
eine freiwillige Auswanderung ſtatt, genügen doch die
wenigſten der Wohnungen kaum noch modernen An=
ſprüchen
, ſind die Mieten ſehr hohe und Lärm wie Staub
oft kaum zu ertragen. Da lebt ſich’s ja viel beſſer und
behaglicher vor den Toren Berlins! Natürlich, dieſe
Tore ſind nur noch bildlich zu verſtehen und werden
auch in dieſem Sinne Jahr um Jahr ſtets weiter
hinausgerückt in die ſogenannten Vororte, die ja ſeit
langem auf das engſte baulich mit Berlin verſchmolzen
ſind. Sie haben nach der jüngſten Volkszählung inner=
halb
der letzten fünf Jahre abermals eine ganz erheb=
liche
Zunahme ihrer Bevölkerung zu verzeichnen, von
25 Prozent an, wie bei Charlottenburg, bis zu 100 Pro=
zent
, wie bei Friedenau. Die Kinder ſind der Mutter
ſchon beträchtlich über den Kopf gewachſen, und letztere
hat keinerlei Einfluß mehr auf ihre Entwicklung, gewiß
lebhaft oft bedauend, daß ſie dieſelben nicht ſchon früh=
zeitig
mit mütterlicher Liebe und mit größerer Berück=
ſichtigung
ihrer Daſeinsbedingungen enger an ſich ge=
kettet
. Jetzt empfindet die ehemals ſo geſtrenge und ab=
weiſende
Frau Berolina alle ſogenannten Ungezogen=
heiten
und Rückſichtsloſigkeiten ihrer Kinder recht un=
angenehm
, wie wir es ja kürzlich bei dem Erwerb des
Tempelhofer Feldes durch Tempelhof zur Genüge er=
fahren
. Groß und kreiſchend war das Geſchrei über den

Undank jener Tochter, die ſich energiſch auf die eigenen
Füße geſtellt und der ſchläferigen Mama ein Schnipp=
chen
geſchlagen. Der Lärm darüber verhallt ja allmäh=
lich
, er war in vielen um das Wohl und Wehe unſerer
Kaiſerreſidenz recht bedachten Kreiſen überhaupt nicht
verſtanden worden, denn ſelbſt wenn Berlin das ge=
nannte
Feld bekommen hätte, ſo wäre bei der Schwer=
fälligkeit
der ſtädtiſchen Verwaltungsmaſchine gewit
eine ſehr geraume Friſt verſtrichen, ehe man ſich zunächſt
über das Wie der Bebauung ſchlüſſig gemacht. Jetz:
wirds damit erheblich ſchneller gehen, und man darf
annehmen, daß hierbei auch äſthetiſche Wünſche berück=
ſichtigt
werden. Denn recht töricht iſt es, wenn von be=
ſtimmter
Seite der Haberlandſche Mietshausſtil
man weiß, daß der Kommerzienrat Georg Haberland
die führende Kraft bei der Erwerbung des Feldes war
im voraus ſchon bemängelt wird; die Kritiker mögen
einmal die in Berlin W. W. auf Schöneberger Gebiet
liegende Haberlandſtraße beſuchen, die mit ihren alter=
tümlich
geformten, maleriſch geſtalteten Häuſern, mit
ihren verträumten Winkeln und brunnengeſchmückten,
grünumhegten Plätzen ein Stück reizvollen Alt= Nürn=
bers
aus dem märkiſchen Sandboden hervorgezaubert.
Wenn auch nur Aehnliches auf dem bisherigen Parade=
platz
geſchaffen wird, ſo dürfen wir ſehr zufrieden ſein!
Wie man auch ſehr zufrieden ſein darf mit der vom
Miniſterium des Innern angeregten Abſicht, unter ſtaat=
licher
und ſtädtiſcher Hilfe einen Groß=Berliner
Intereſſen=Verband zu ſchaffen, der die Auf=
gabe
haben ſoll, den Verkehr, den ferneren Bebauungs=
plan
ſowie die vielerörterte Wald= und Wieſenfrage
Groß=Berlins zu regeln.
In anderer Weiſe iſt man beſtrebt, von Alt=
Berlin zu retten, was, in geſchichtlicher und baulicher
Hinſicht wertvoll, überhaupt noch zu retten iſt. Ein
erinnerungsvolles Stück nach dem anderen ſinkt ja
dahin, wie jetzt auch das kleine Leſſing=Haus, die
nimmerraſtende Gegenwart mit ihren ſtets wachſenden
Anſprüchen an Handel und Wandel fordert auch in
dieſer Hinſicht ihre Opfer. Was rückſichtsloſe Spitzhacke,
Brechſtange und Schaufel zerſtören, ſuchen Künſtler
und Schriftſteller in ihrer Weiſe für die Nachwelt zu
bewahren. Eine herzliche Freube gewährt es, in
Ernſt von Wildenbruchs eben erſchienenem lite=
rariſchen
Vermächtnis Blätter vom Lebens=
baum
mehrere Aufſätze zu finden, die ſich in liebe=
vollſter
Weiſe mit Alt=Berlin beſchäftigen, perſönliche
Erinnerungen des Dichters an bedeutende Menſchen
und Erlebniſſe mit Straßen und Gebäuden verknüpfend.
Wie viele warm empfundene und trauliche Schilde=
rungen
erhalten wir da aus dem Leben und Weben
unſerer Kaiſerſtadt, für deren Vergangenheit Wilden=
bruch
ein ebenſo tiefes Verſtändnis hatte, wie für ihr
ſtolzes Emporblühen in der Gegenwart. Beim Leſen
dieſer Aufzeichnungen, die ja ein Stück Autobiographie
bergen, wie auch bei den anderen in dem ſtattlichen, im

Groteſchen Verlage erſchienenen Band enthaltenen viel=
fachen
Aufſätzen wird uns das Herz recht ſchwer, daß
uns dieſer wahrhaft deutſche Mann und Dichter, der
ſein Volk wie ſelten einer geliebt und verſtanden uno
der ein ſo kerniger Herold ſeiner Freuden und Schmer=
zen
geweſen, viel zu früh entriſſen worden. Und gerabe
wir Leute von der Feder haben allen Anlaß, Wilden=
bruch
über das Grab hinaus dankbar zu ſein; denn
ſtets hatte er ſich als braver, männlich und gerecht
empfindender Kamerad erwieſen, der warmblütig
immerdar für die literariſchen Intereſſen ſeiner Be=
rufsgenoſſen
eingetreten. Freudig muß man der Ab=
ſicht
zuſtimmen, dem Dichter hier in Berlin ein Denk=
mal
zu errichten, zu welchem Behufe gegenwärtig ein
Komitee in Bildung begriffen iſt. Auch den Platz für
das Monument hat man ſchon gefunden, jene lauſchige,
parkumfriedete Ecke am Kanal, nahe der langjährigen
Wohnung Wildenbruchs in der Hohenzollernſtraße, in
der er an der Seite ſeiner feinſinnigen, vom innigſten
Verſtändnis für ſein Weſen und Wirken erfüllt ge=
weſenen
Gemahlin Maria, einer Enkeltochter Karl
Maria von Webers, eine bedeutſame und ſchaffensfrohe
Zeit verlebte. Mit dieſem Denkmal wird unſeren
Künſtlern eine hehre Aufgabe geſtellt, welche die wür=
digſte
Löſung verdient.
Ein weit längeres Alter, wie unſerem nationalen
Dichter, war Ludwig Knaus beſchieden, der uns am
Mittwoch durch einen ſchnellen, ſanften Tod genommen
wurde. Der friedliche Abſchluß eines friedlichen, an
großen und dauernden Erfolgen reichen Lebens, das
ausgefüllt war durch treue Hingebung an die Kunſt,
durch Liebe zur eigenen Familie, durch Freude am gaſt=
lichen
, ſchönheitsvollen Heim. Letzteres lag in der
ſtillen, vom Tiergarten abzweigenden Hildebrandſtraße,
eine helle Villa, angefüllt mit Kunſtſchätzen aller Art,
unter ihnen die niederländiſchen obenan, mit ſchönem
Garten, auf den die hohen Fenſter des Ateliers hinaus=
gingen
. Mit vollem Behagen, wie ein Patriarch, ſchal=
tete
und waltete hier der 81jährige, bis zuletzt einen
Teil des Tages der Arbeit widmend, gern nahe Freunde
begrüßend, fürſorglich ſich den Seinen widmend, alles
in bedächtiger Ruhe, denn dem kleinen, gemeſſenen
Herrn merkte man im Weſen nicht den Rheinländer an.
Seit einem halben Jahrhundert lebte Knaus in Berlin,
mit einer gewiſſen, ſelbſtbewußten Beſcheidenheit alle
Ehren über ſich ergehen laſſend, die dem gefeierten
Meiſter zuteil wurden, der mit jedem neuen Jahre
neues Köſtliches ſchuf, an jedes ſeiner Werke die höch=
ſten
Anforderungen ſtellend und ſo das Höchſte leiſtend,
ein deutſcher Künſtler durch und durch, aus dem deut-
ſchen
Volksleben ſeine Kraft ſchöpfend und ihm Unver=
gängliches
ſpendend! Dem Künſtler wird ſtets ein
Ruhmesblatt in der Geſchichte der Kunſt gewahrt
bleiben wir, die wir den vornehm=liebenswürdigen
Menſchen gekannt, werden auch dieſem das treteſte Ge=
denken
widmen!

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290.

Eine Fülle der erfreulichſten künſtleriſchen Gaben
bringt auch diesmal wieder die in den ſchönen Räu=
men
von Kopp u. Joſeph veranſtaltete Kunſt=
gewerbliche
Weihnachtsmeſſe des Ver=
eins
der Künſtlerinnen und Kunſtfreun=
dinnen
zu Berlin. Es gewährt eine helle Ge=
nugtuung
, ſich hier erfreuen zu können an hunderten
und aberhunderten von Gegenſtänden, die kunſtgeübte
und fleißige weibliche Hände in regem Wettbewerb
um Schönes und Zweckdienliches gefertigt. Faſt alles,
was das Heim zu ſchmücken imſtande iſt, iſt hier auf
das mannigfachſte vertreten. Dabei ſind die Preiſe
außerordentlich niedrig angeſetzt, ſodaß auch die weni=
ger
Bemittelten ganz nach Wunſch wählen können.
Unter den kleineren Oelbildchen und Aquarellen voll
intimen landſchaftlichen Reizes finden wir die meiſter=
haften
Schöpfungen Marie von Keudells, neben
der in glänzender Weiſe Marie Kirſchner, die
ſonſt die herrlichſten Stickereien geſchickt, mit den
köſtlichſten Gläfern, Vaſen, Schalen in farbigſter und
formvollendetſter Weiſe vertreten iſt, eine Meiſterin
auch auf dieſem Gebiete. Von Fräulein S. L. Schlie=
der
ſtammen erleſene Möbel in zierlichſtem Entwurf
und vornehmſter Ausführung, ferner mehrere Am=
peln
, darunter eine aus ganz dünnen, gelblichweißen
Marmorſcheiben beſtehend, mit überraſchenden Be=
leuchtungseffekten
, ſchließlich eine beträchtliche Zahl
der anmutendſten Schmuckſtücke und gewinnendſten
Gebrauchsgegenſtände aus oſtpreußiſchem Bernſtein,
ſei es, daß letzterer nach den Entwürfen der Künſtle=
rin
allein verarbeitet wurde, ſei es in Verbindung
mit edlem Metall. Marie von Olfers, die trotz
ihrer 84 Jahre ſo jung und friſch Gebliebene, ſteuerte
ihre liebenswürdig=frohſinnigen Jugenſchriften mit
Illuſtrationen von ihrer Hand und allerhand duftige
Weihnachtsſpenden bei. Und daneben ſind zahlloſe
andere Gaben aufgeſtellt und ausgebreitet, jede ihre
künſtleriſche Herkunft verratend, jede das Auge er=

freuend: Ofen= und Wandſchirme, Porzellane, Lampen,
Kiſſen, Stickereien, Einbände, Bilder, Radierun=
gen
u. ſ. f.
Dieſe Weihnachtsmeſſe ſteht in rechtem Gegenſatz
zu mancher anderen gegenwärtig hier ſtattfindenden, die
nur zuſammengeſtoppelt ward, um allerhand alte
kunſtgewerbliche Ladenhüter an den Mann reſpektive
richtiger an die Frau zu bringen. Auch die in einem
verlaſſenen Gebäude in der Potsdamer Straße unter=
gebrachte
Ausſtellung von Werken meiſt jüngerer
Künſtler und Künſtlerinnen enthält neben einzelnem
Guten viel minderwertiges Zeug und dürfte kaum die
Hoffnung ihrer Veranſtalter erfüllen, ſelbſt bei den
billigſt angeſetzten Preiſen von 10 bis 300 Mack
Käufer anzulocken. Was da zum Teil für hundert
bare Taler ausgeboten wird, erweckt nur ein mit=
leidiges
oder humoriſtiſches Lächeln. Ehe man mit
derartigen Kleckſereien ſich die Wände verunziert,
greife man lieber zu einer guten Reproduktion, die
für den zehnten Teil des genannten Betrages und für
noch weniger Geld zu erhalten iſt. Die großen deut=
ſchen
Leiſtungen auf dem Gebiete der farbigen Kunſt=
blätter
, die auf das allergetreueſte die Originale
wiedergeben, fanden ja in der deutſchen Abteilung der
Brüſſeler Weltausſtellung die ungeteilteſte Anerken=
nung
des Auslandes. Hervorragende neue Erſchein=
ungen
auf dieſem Gebiete verdanken wir auch dies=
mal
wieder der Kunſtanſtalt Trowitzſch u. Sohn
in Frankfurt an der Oder, die u. a. Paul Meyerheims
entzückendes Paſtorale, eine Hirtenſzene darſtellend,
dann Claus Meyers charakteriſtiſche Würfler und
Fritz Thaulows in der Tonſtimmung außerordentlich
feinen Novembertag in der Normandie heraus=
brachte
. Die Blätter ſtellen das Beſte auf dem Felde
des modernen Farbendrucks dar und vertreten glän=
zend
dieſen Zweig unſerer deutſchen, von echter Kunſt
beeinflußten Induſtrie.

Seite 20.

In unſerem Theaterleben brachte es ein
ganz moderner und ein ganz alter Poer zu freund=
lichem
Beifall. Im Leſſingtheater wurden zum
erſten Male die unter dem Einheitstitel Anatol
zuſammengefügten fünf Einakter von Arthur
Schnitzler ſehr beifällig aufgenommen, weniger
ihres dramatiſchen Inhalts, als ihrer graziöſen, ſpie=
leriſchen
Eigenart wegen. Bisher lagen dieſe Dia=
loge
, von einem abgeſehen, nur in Buchform vor, da
man ihnen kein Bühnenleben zutraute; das dürfte
ihnen auch überall verſagt bleiben, wo nicht ſo gute
Kräfte vorhanden ſind, wie bei der genannten Bühne,
die in vornehm abgeſtimmter Darſtellung dieſe fünf
Wiener Lebensbilder wirkſam herausbrachte. Im
Neuen Schauſpielhauſe fand Johann
Neſtroys vieraktige Poſſe Der Zerriſſene‟
die verdiente heitere Aufnahme. Vereint ſich doch hier
eine wirklich geſunde Luſtigkeit, wenn ſie auch öfter
etwas derb iſt, mit einer guten Vertiefung der ver=
ſchiedenen
Charaktere. Auch hier war die Aufführung
eine ſorgſam vorbereitete und wurde man dem Werke
künſtleriſch und ſzeniſch durchaus gerecht. Nicht min=
der
lebhaft, aber weniger luſtig, wie in dieſem aus=
gelaſſenen
Stück, wird es in der gegenwärtig hier
tagenden Delegiertenverſammlung der
deutſchen Bühnengenoſſenſchaft zugehen,
in der allerhand wichtige und unwichtige Interna aus
dem Kuliſſenreiche zu ſehr erregter Erörterung ge=
langen
dürften. Im Mittelpunkt ſteht der Präſident
der Genoſſenſchaft, Hermann Niſſen, der ſich ſeit meh=
reren
Monaten in allerhand Bühnentratſch verwickelt
ſah und der ebenſo viele leidenſchaftliche Verteidiger
wie Ankläger hat. Hoffentlich weiß man das Perſön=
liche
vom Sachlichen zu trennen und erzielt in ernſten
Fragen, die den geſamten Schauſpielerſtand betreffen,
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910

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November/Dezember 1910: Kollektion des Malers P. Segesser zu Karlsruhe,
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K. Kempin zu Darmſtadt.
Mitte Dezember 1910/ Ende Januar 1911: Ausſtellung von Werken hessischer
Künstler.
Februar 1911: Entwürfe für Glasmalerei, Buchſchmuck, Plakate von M. Koll zu München,
Kollektion Orig.=Radierungen von Felix Hollenberg zu Stuttgart,
Kollektion des Malers A. Bohlin, Schweden.
März 1911: Wanderausſtellung des Verbands Stuttgarter Künstler,
Kollektion des Malers Hans Hoch zu München,
H. Heyenbrock, Holland.
April 1911: Kollektion des Malers L. v. Zumbusch zu München.
Mai 1911: Wanderausſtellung des Ausſteller=Verbands Münchener Künstler,
Wanderausſtellung des Verbands deutscher IIIustratoren, Berlin.
Neben den Kollektionen Ausſtellung der jeweils zur Verfügung ſtehenden
Einzelwerke.
Der Beitrag zum Kunſtverein beträgt jährlich 10 Mk. Die Mitglieder des
Vereins und ihre Familienangehörigen haben freien Eintritt zu den Ausſtellungen.
Die Mitglieder nehmen an der alljährlich ſtattfindenden Verloſung von Anrecht=
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ſcheinen und Kunſtwerken teil.

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am kommenden Sonntag hier eintreffen und im
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Zuſammenſein mit den hieſigen Klubmitgliedern ſtatt. Um
zahlreiche Beteiligung wird gebeten.
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Einladung zum Vortrag
(mit Lichtbildern)
des Herrn E. F. Kirschstein aus Berlin über:
Mit Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg ins innerste Afrika,
Erlebnisse und Forschungen auf den Vulkanhochgebirgen,
am Dienstag, den 13. Dezember 1910, abends 8 Uhr, im Saale
des Hotels zur Traube (Eingang von der Luisenstr.),
veranstaltet von der
Abt. Darmstadt der Deutschen Kolonialgesellschaft, den Ortsgruppen
Darmstadt des Deutschen Flottenvereins und des Altdeutschen Verbands.
Eintrittskarten zu 50 Pfg. (Studenten, Schüler und Schülerinnen zu 20 Pfg.)
sind in den Buchhandlungen von Bergsträsser und Waitz, sowie abends an
der Kasse zu haben. Die Mitglieder obiger Vereine haben gegen Vorzeigen ihrer
Einladungs- oder Mitgliedskarten freien Eintritt.
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Wiederholung der Märchenvorleſung
mit Kinderliedern zur Laute
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am Sonntag, den 11. Dezember, von 46 Uhr,
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Eintritt 30 Pfennig.

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(Finnland)
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von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtuttfindenden Konzert der Ka=
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des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
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2. Ouvertüre zur Op. Die Krondiamanten
von Auber. 3. Süße Stunden, Walzer
aus der Op. Eine tolle Nacht von Ein=
ödshöfer
. 4. Mazurka, op. 7 Nr. 1 von
Chopin. 5. Toréador et Andalouſe aus
Bal coſtumé von Rubinſtein. 6. Marſch
der Holländiſchen Meergeuſen aus dem
16. Jahrhundert von Leuſchner.
Sonntag, den 11. Dezember.
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pelle des Großh. Art.=Korps (Feld=Art.=
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Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezmbere 1910

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(Finnland)

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(Köln)
Hess
gegen
(Mannheim)

Sonntag abend ringen:
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ur Malsehteleng

Eberle gegen
(Deutschland)
Ferner
Tschestjakoff gegen
(Kaukasus)
Eggeberg gegen
(Finnland)

Terrikoff
(Russland)
Van der Born
(Holland)
Bilkan
(England)

Erklärung: Terrikoff ist am
Donnerstag gleich beim Zusam-
gehen
von Eberle mit Untergrikf
geworfen worden. Das Schieds-
gericht
hat den Sieg Eberles als
gültig erklärt. Infolge dessen
hat Terrikoff seinen Bes eger
nun zu einem Revanche-Kampf
herausgefordert.

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Seite 36.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10, Dezember 1910.

Nummer 290.

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Nummer 290

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Seite 39.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Eeöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 2. Dez.: dem Hausburſchen Wilhelm
Müller, Schulzengaſſe 1, e. S. Wilhelm. Am 3.: dem
Gaswerksbureauaſſiſtent Chriſtian Spengler e. S.
Otto Chriſtian. Am 4.: dem Zuſchneider Joſeph
Schropp,Gardiſtenſtr. 33, e. S. Hugo Karl. Am 7.:
dem Gärtner Adam Delp, Feldbergſtr. 50, e. S. Wil=
helm
. Fabrikarbeiter Franz Engeroff, Neue Irene=
ſtraße
11, e. T. Anna. Am 5.: dem Hüttenarbeiter
Michgel Baltes, e. S. Rudolph, wohnhaft in Aachen.
Am 7.: dem Schreiner Eduard Vietze, Rheinſtr. 47,
e. S. Georg Eduard. Am 3.: dem Möbeltransporteur
Philipp Hill, Große Kaplaneigaſſe 23, e. T. Maria
Katharina.
Aufgebotene. Am 5. Dez.: Dienſtknecht Karl Peter,
Laubach, mit Dienſtmagd Lina Keilholz, Sellnrod.
Kaufmann Julius Benedikt Burkard, Aliceſtr. 23,
mit Direktrice Eva Chriſtiana Wieſenecker, Kleine
Kaplaneigaſſe 1. Am 6.: Brauereiarbeiter Edmund
Müller, Frankfurt a. M., mit Babette Pauline Heil,
Sindlingen. Hilfsſchaffner Heinrich Hartmann,
Biſchofsheim, mit Anna Eva Keßler, Mainz. Heizer
und Maſchiniſt Georg Karl Judith, Arheilgen mit
Eliſabethe Werkmann, ebendaſelbſt. Am 7.: Tag=
löhner
Jakob Friedrich Hochſtätter, Dieburger Straße
11, mit Laufmädchen Sophie Stumpf, ebendaſelbſt.
Schloſſergehilfe Karl Trappel, Feldbergſtr. 32½, mit
Dienſtmagd Anna Maria Hotz, Lengfeld. Am 8.:
Maſchinenſchloſſer Johann Hermann Saupe, Chem=
nitz
, mit Margareta Thereſe Ingebrand, ebendaſelbſt.
Sergeant und Diviſionsſchreiber Ernſt Albert Berthold
Schaap (Inf.=Regt. Nr. 116), Soderſtr. 34, mit Wil=
helmine
Rügner, Pfungſtadt. Fabrikarbeiter Peter
Reitz VI., Nieder=Ramſtadt, mit Maria Margareta
Warmuth, Magdalenenſtr. 21.
Geſtorbene. Am 4. Dez.: Diakoniſſin Suſ. Wen=
ner
, 72 J., ev., Erbacher Straße 25. Scheidel, T. des
Lokomotivführers, 1 Stde., Blumenthalſtr. 109. Am 5.:
Student Rudolf Kiſſel, 23 J., ev., Aliceſtr. 2. Am 6.:
Maria Chriſtina Beuler geb. Vorndran, Ehefr. des
Briefträgers, 33 J., kath., Wenckſtr. 6. Am 5.: Eliſ.
Joſt, T. d. Magazinarb., 7 Mon., kath., Schloßgarten=
platz
2. Arthur Huhn, S. d. Hausvaters, 8 Mon., ev.,
Gr. Ochſengaſſe 8. Steinhauer Hch. Schmidt, 36 J.,
ev., Bensheim. Philippine Auguſte Müller geb.
Boos, Ehefr. d. Tagl., 77 J., ev., Gr. Kaplaneigaſſe 37.
Kutſcher Martin Lutz, 22 J., kath., Nieder=Ramſtädter
Straße 56. Am 7.: Irma Weichel, 3 Mon., ev., Sack=
gaſſe
10. Am 6.: Buchhalter Johannes Hartmann,
64 J., kath., Saalbauſtr. 13. Am 7.: Mathilde Kreſſel
geb. Hervey, Wwe. d. Chemikers, 58 J., ev., Hügel=
ſtraße
18. Privatin Helene König, 39 J., ev., Burg.
Gartenarbeiter Peter Kaffenberger, 68 J., ev., Jugen=
heim
a. d. B. Zögling Karl Simon, 15 J., ev.,
Gräfenhauſen. Anna Werthes geb. Acker, Wwe. d.
Zugführers, 74 J., kath., Blumenthalſtr. 56.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Gebffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Nov.: dem Hauptmann im Leib=
garde
=Inf.=Regt. Nr. 115 Wilhelm Wernher, Saal=
bauſtr
. 85, eine Tochter. Am 18.: dem Großh. Gerichts=
aſſeſſor
Dr. Franz Anton Johann Bittel, Ohlyſtr. 40,
eine Tochter. Am 21.: dem Schneider Georg Ludwig,
Wittmannſtr. 5, e. T. Sophie Dorothea Nelli. Am 25.:
dem Druckereibeſitzer Karl Emil Ludwig Alexander
Metz, Annaſtr. 3, e. T. Emma Karola. Am 29.: dem
Schreiner Philipp Meiſel, Beſſunger Straße 70, e. T.
Luiſe. Am 25.: dem Hilfsſchaffner bei der Staatsbahn
Adam Helm, Ludwigshöhſtr. 31, e. S. Heinrich Jakob.
Am 27.: dem Photographen Chriſtian Rudolf Roſt,
Karlſtr. 65½, e. T. Johanna Eliſabeth. Am 5. Dez.: dem
Former Wilhelm. Weißmantel, Frankenſtein=
Straße 9, e. T. Johanna Eliſabethe Margarete. Am 3.:
dem Glasmaler Winand Jukius Barth, Weinberg=
ſtraße
5, e. S. Julius Karl. Am 3.: dem Sergeanten im
Großh. Artilleriekorps Philipp Bleſſing, Tannen=
ſtraße
, 29, e. S. Philipp Bartholomäus.
Aufgebotene. Am 2. Dez.: Schloſſer Heinrich
Schüler, Witwer, Frankenſtein=Straße 11, mit Anna
Marie Emrich, Witwe, geb. Bletſch, daſelbſt.
Eheſchließungen. Am 29. Nov.: Kaminfeger Ludw.
Konrad Klenk in Lampertheim mit Margarete Eliſad.
König, Annaſtr. 2. Am 3. Dez.: Schneider Heinrich
Johann Wilhelm Neuber, Martinſtr. 95, mit Margar.
Kindinger, Heinrichſtr. 11.
Geſtorbene. Am 23. Nov.: Privatin Karoline
Bechſtatt, ledig, 82 J., ev., Annaſtr. 3. Am 24.? Amalie
Koeniger geb. Zartmann, Wwe. d. Forſtinſpektors,
71 J., kath., Wittmannſtr. 37. Dachdeckermeiſter Ludwig
Schwab, 75 J., kath., Schießhausſtr. 41. Am 30.:
Marie Auguſte Chriſtine Bellaire geb. Albert, Witwe
des Majors a. D., 76 J., ev., Karlſtr. 100. Dem Sattler
Wilhelm Wamßer, Tannenſtr. 24, ein totgeb. Mädchen.
Direktor des ſtädt. Krankenhauſes i. P. Geh. Medizinal=
rat
Dr. Wilhelm Jaeger. 71 J., ev., Hochſtr. 62. Am
1. Dez.: Chriſtine Lauber geb. Anthes, Wwe. d.
Schwadronsſchmiedes i. P., 74 J., ev., Heerdweg 19.
Am 4.: Privatin Eliſe Wirthwein, 73 J., ev., ledig,
Kiesſtr. 112. Am 3.: Privatdiener Aloys Adam Diete=
rich
, 66 J., kath., Sandbergſtr. 4. Am 5.: dem Kauf=
mann
Heinrich Johann Eigenbrodt, Heerdweg 18, ein

totgeb. Knabe. Am 6.: Berta Cretzſchmar geb. Schäfer,
Witwe des Bürgermeiſters, 79 J., ev., Martinſtr. 38.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
3. Advents=Sonntag, den 11. Dezember 1910
Hofkirche: Samstag, den 10. Dezember, abends 6 Uhr:
Beichte. Sonntag, den 11. Dezember, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des hl. Abendmahls. Abends um 6 Uhr: Miſ=
ſionspredigt
. Miſſionar Weißmann. Mittwoch, den
14. Dezember, abends 6 Uhr: Adventsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Weiß=
gerber
. Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrer Velte.
Nach der Predigt: Feier des hl. Abendmahls.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarraſſiſtent
Zimmermann aus Griesheim. Vorm. um 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag den
16. Dezember, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Ailitärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſions firrer Lie Schettler. Ausnahmsweiſe
nachmittags um 3 Uhr: Kindergottesdienſt in der Ober=
realſchule
, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Abends
5 Uhr: Pfarrer Kraus. Feier des heil. Abendmahls
mit Vorbereitung.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Vormittags um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann.
Nachmittags um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Deggau. Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Walz. Nachmittags um 6 Uhr:
Oberhofprediger Ehrhardt. Feier des hl. Abendmahls
mit Beichte.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert. Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſton (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 11. Dez.,
vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung.
Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſammlung.
Donnerstag, den 15. Dezember, abends 8½ Uhr: Bibel=
ſtunde
. Herr Birkholz.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.

Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 11. Dezember, vorm. 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Eintritt frei für jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Lndwigskirche: Samstag, den 10. Dezember, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
3. Advents=Sonntag, den 11. Dezember 1910
Mariä Empfängnis
Kollekte für die Miſſion in Japan
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: Rorate=Amt. Um 7. Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. Nachmittags um
3 Uhr: Bittandacht. An allen Werktagen, vormittags
um ½7 Uhr: Rorate=Amt. Freitag, abends um
6 Uhr: Kreuzwegsandacht. Der Erſtkommunikanten=
unterricht
beginnt am Mittwoch, den 14. Dezember, und
wird im Hintergebäude des Pfarrhauſes Mittwochs und
Samstags, um ½3 Uhr für die Mädchen, um ½4 Uhr
für die Knaben abgehalten.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr: Ver=
ſammlung
im Mädchenheim. Um 5 Uhr: In der
Kapelle Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation mit
Aufnahme neuer Mitglieder. Um 6 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Engliſchen Fräukein: Sonntag, vormit=
tags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. Montag, nachmittags um
Uhr: Sakramentaliſche Betſtunde.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 10. Dezember,
nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte. Ein fremder Beichtvater wird aus=
helfen

3. Advents=Sonntag, den 11. Dezember 1910
Feſt der unbefleckten Empfängnis Mariä
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: Rorate=Amt.
Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Feſtpredigt. Nachmit=
tags
um 2 Uhr: Feſtandacht darauf Aufnahme der neuen
Sodalinnen in der Sodalitätskapelle.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
10. Dezember, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.

3. Advents=Sonntag, den 11. Dezember 1910
Feſt der unbefleckten Empfängnis Mariä
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit Pre=
digt
. Nachmittags um ½3 Uhr: Feierliche Bittandacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags
von 67 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 10. Dezember,
abends um 5 Uhr: Beichte.
3. Advents=Sonntag, den 11. Dezember 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſten=
lehre
und Andacht. Während der Woche vormittags
um ¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 3. Advents=Sonntag, den
11. Dezember, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The Church of England Service
11th December 1910, 3th Sunday in Advent
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 12 O'clock
The Rev. Canon Me Lulich, Bad Homburg, will officiate
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 25. Nov.: Dem Taglöhner
Heinrich Georg Stork S. Rudolf, geb. 23. Febr. 30. Nov.:
Dem Maler Johann Adam Beſt S. Wilhelm, geb.
19. Okt. 7. Dez.: Dem Kellner Ludwig Koburger S.
Hugo, 23. Dez. 1909. 27. Nov.: Dem Bureaudiener
Jakob Brecht S. Willi Georg, geb. 10. Nov. 3. Dez.:
Dem Schneider Friedrich Melchior Möller S. Eugen
Walter Friedrich, geb. 30. Okt. 4. Dez.: Dem Schreiner
Peter Bauer T. Lina, geb. 26. Okt. 26. Nov.: Uneheliche
T. Johanna, geb. 5. Nov. 24. Nov.: Dekorateur Joſef
Kiefer T. Anna Elſa Margarete, geb. 22. Dez. 1907.
27. Nov.: Dem Schreiner Philipp Eduard Tüngethal
T. Erika Bertha, geb. 8. Nov. 30. Nov.: Dem Kellner
Georg Friedrich Benz S. Johann Karl, geb. 13. Mai.
Desgleichen S. Jean Georg, geb. 25. Juli 1908.
Johannesgemeinde: 2. Dez.: Dem Lokomotiv=
heizer
Wilhelm Biedenkapp S. Wilhelm, geb. 1. Nov.
4. Dez.: Dem Hilfsheizer Heinrich Mitſchdörfer T. Anna
Eliſabeth, geb. 28. Sept.
Martinsgemeinde: 4. Dez.: Dem Schaffner
bei der Elektr. Straßenbahn Johann Philipp Puder T.
Julie Margarethe Katharine, geb. 23. Nov. Dem Gerichts=
aſſeſſor
Dr. Rudolf Adolf Ewerling S. Rudolf Adolf
Emil Ernſt, geb. 8. Sept. 5. Dez.: Dem Hausburſchen
Johann Rohmann T. Auguſte Katharine Suſanna, geb.
14. Sept.
Petrusgemeinde: 1. Dez.: Dem Kellner Philipp
Werner T. Erna Wilhelmine, geb. 6. Nov. 4. Dez.: Dem
Schreiner Ludwig Dillmann S. Ernſt, geb. 16. Okt. Dem
Maurer Daniel Dillmann T. Erna, Margarete, geb.
23. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. Nov.: Fabrikbetriebsleiter
und Diplom=Ingenieur Eduard Adolf Stübiger und
Katharina Wilhelmine Jäger. 4. Dez.: Bautechniker
Haury zu Siegen und Marie Geriſch. 7. Dez.: Diplom=
Ingenieur Hans Toby Raab zu Oeſede bei Osnabrück
und Anna Luiſe Beate Bautenbuſch.
Johannesgemeinde: 3. Dez.: Taglöhner
Heinrich Trumpfheller und Katharine Abrig von hier.
Martinsgemeinde: 3. Dez.: Ofenſetzer Franz
Paul Dietze und Dorothea Eliſabeth Schmidt, beide hier.
Tapezierer Karl Arthur Schmidt und Karoline Auguſte
Kurze.
Paulusgemeinde: 4. Dez.: Schneider Heinrich
Johann Wilhelm Neuber und Margarete Kindinger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 1. Dez.: Friſeurlehrling Johann
Valentin Beſſinger, 15 J., ſtarb 29. Okt. 3. Dez.: Eliſabeth
Gebhard, geb. Sudheimer, Witwe, 72 J., ſtarb 30. Nov.
6. Dez.: Kaufmann Otto Laskowski, 50 J., ſtarb 4. Dez.
22. Nov.: Margarethe Klöß, Büglerin, 76 J., ſtarb 20. Nov.
25. Nov.: Glaſer Guſtav Rockenbauch, 21 J., ſtarb 23. Nov.
30. Nov.: Privatin Ferdinande Zöller, 79 J., ſtarb 28. Nov.
3. Dez.: Juſtine Bopp, geb. Koch, Witwe des Bäckers
Peter Bopp, 56 J., ſtarb 1. Dez. 8. Dez.: Arthur Huhn,
S. des Hausvaters Will Huhn, ¾ J., ſtarb 5. Dez.
Philippine Müller, geb. Boos, Ehefrau des Handar=
beiters
Georg Müller, 77 J., ſtarb 5. Dez. 5. Dez.:
Anna Albrecht, geb. Röder, Ehefrau des Kanzleiſekretärs
Franz Albrecht, 58 J., ſtarb 2. Dez.
Johannesgemeinde: 4. Dezember: Babette
Schmuttermeier, geb. Groß, Ehefrau des Schreiners
Philipp Schmuttermeier, 49 J., ſtarb 1. Dez.
Martinsgemeinde: 3. Dez.: Adam Arnold, S.
des Steinmetzen Peter Arnold, 1½, J.,ſtarb 1. Dez. 4. Dez.:
Marie Reeg, Witwe des Schreinermeiſters Georg Adam
Reeg, 59 J., ſtarb 2. Dez.
Paulusgemeinde: 2. Dez.: Auguſte Bellaire,
geb. Allert, Witwe des Majors Ferdinand Bellaire, 76 J.,
ſtarb 30. Nov. 4. Dez.: Chriſtine Lauber, geb. Anthes,
Witwe des Schwadronſchneiders Georg Lauber, 74 J.,
ſtarb 1. Dez. 6. Dez.: Privatin Eliſe Wirthwein, 73 J.,
ſtarb 4. Dez. 7. Dez.: Bertha Cretzſchmer, geb. Schäfer,
79 J., ſtarb 6. Dez.
Petrusgemeinde: 23. Nov.: Adam Berlieb,
1 Mt., ſtarb 20. Nov. 26. Nov.: Hofrat Friedrich Kofler,
80 J., ſtarb 23. Nov. 6. Dez.: Eliſabethe Hornung, geb.
Dehn, 51 J., ſtarb 3. Dez.

Herberge zur Heimat.
Wie alljährlich richtet der Vorſtand der Herberge zur Heimat auch in dieſem
Jahre, wo der Zudrang der Unterkommen und Verpflegung Suchenden wieder ſehr
ſtark iſt, die herzliche Bitte an die hieſigen Einwohner, ihm zur Bereitung der Weih-
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der durchreiſenden Handwerksburſchen mit gütigen Gaben an
Geld, warmer Kleidung und Wäſche, Zigarren und Tabak, behilflich ſein zu wollen;
gute Lektüre, event. auch Spiele, wären ſehr erwünſcht. Unſer Hausvater, Herr Huhn,
Große Ochſengaſſe 8, iſt gerne bereit, die Gaben in Empfang zu nehmen oder auf
Wunſch abholen zu laſſen. Bei dieſer Gelegenheit ſprechen wir auch Allen, die uns
kürzlich bei der Anſchaffung von Betten durch Geld= und andere Gaben unterſtützt haben,
unſern herzlichſten Dank aus.
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Für die Chriſtbeſcherungen der Frauenvereine der Petrus= und Paulusgemeinden,
insbeſondere die der Beſſunger Kleinkinderſchule, welche 255 Kindern den Weih=
nachtstiſch
decken ſoll, bitten wir freundlichſt um Gaben. Solche nehmen gerne entgegen:
Frau E. Becker, Beſſungerſtr. 108; Freifrau von Bellersheim, Hermannſtr. 8;
Frl. Cl. Bender, Wittmannſtr. 21; Frl. Cramer, Wilhelmſtr. 20: Frau Pfarrer
Engel, Clemensſtr. 13; Frau K. Heil, Wittmannſtr. 38; Frau A. Lautenſchläger,
Eichbergſtr. 2; Frl. Hel. Muffey, Martinſtr. 99; Frau Pfarrer Rückert, Niebergall=
weg
10; Frau Geh. Oberbergrat Tecklenburg, Hermannſtr. 12; Frau Pfarrer
Walz, Beſſungerſtr. 65, ſowie die Schweſtern der Kleinkinderſchule und die
Pfarrer Rückert und Walz.
Darmſtadt, den 23. November 1910.

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[ ][  ][ ]

Seite 42.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10, Dezember 1910.

Nummer 290.

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Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10, Dezember 1910.

Seite 45.

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Seite 44

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Nummer 290.

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Nummer 290.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Dezember 1910.

Seites45.

Zweite Kammer der Stände.
St. Darmſtadt, 9. Dezember.
73. Sitzung.
Am Regierungstiſch: Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Exz., Miniſterialrat Dr.
Beſt, Geh. Obermedizinalrat Dr. Lorenz.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
9½ Uhr. Zu dem zur vorläufigen Beratung ſtehen=
den
Antrag Korell und Genoſſen, betreffend
Abwehr und Unterdrückung von Vieh=
ſeuchen
,
erſtattet Abg. Brauer kurzen mündlichen Bericht
und beantragt Annahme des Antrags und Dringlich=
keitserklärung
. Abg. Orb führt einen neuen Son=
derfall
zur Illuſtrierung des Antrags an, der ſich in
Heidelberg zugetragen und in dem das Geſetz eben=
falls
leicht umgangen wurde. Nachdem noch. Abg.
Köhler den Anträg warm empfohlen, wird dieſer
einſtimmig angenommen. In dem Antrag wird die
Regierung erſucht, den Artikel 4 des Geſetzes, betref=
fend
Schutz der Grenzen gegen Seucheneinſchleppung,
energiſch zu handhaben.
Wahl zum Finanzausſchuß.
Es folgt die Mahl eines Mitgliedes in den Fi=
nanzausſchuß
. Auf Antrag des Abg. Brauer wird
Wahl durch Zuruf beſchloſſen und der Abg. Dr. Hei=
denreich
gewählt.
Das Haus ſetzt die Beratung des Geſetzentwurfes.
betreffend
die Städteordnung,
fort. Abg. Dr. Zuckmayer weiſt die Anſicht Ulrichs
zurück, daß das Geſetz reaktionär ſei. Durch eine
derartige, ganz unbegründete Behauptung könnte
einem allerdings die Freude an dem neuen Geſetz ge=
raubt
werden. Das Geſetz ſei aber keineswegs reak=
tionär
, es atme einen durchaus fortſchrittlichen Geiſt.
So z. B. inbezug auf das Immobilienrecht, auf die
Annahme von Schenkungen, Einführung der Magi=
ſtratsordnung
u. v. a. Das alles bedeute eine größere
Bewegungsfreiheit der Städte. Kein Wort der Aner=
kennung
habe Ulrich gehabt für die Aufhebung ver=
ſchiedener
Privilegien, die doch ſonſt immer von ſei=
ner
Partei als Fortſchritt gefordert und geprieſen
wird. So iſt z. B. das Recht des Höchſtbeſteuerten auf
Sitz und Stimme aufgehoben. Auch das Wahlrecht
iſt durchaus fortſchrittlich. Ebenſo, daß eine ganze
Reihe von Unterſtützungen in dem neuen Geſetz nicht
mehr als Armenunterſtützung angeſehen wird, wo=
durch
doch viele Perſonen ihr Wahlrecht uſw. behalten,
bezw. wieder erhalten. Redner polemiſiert im wei=
teren
gegen die geſtrigen allgemeinen Ausführungen
des Abg. Ulrich, die er in trefflicher Weiſe unter dem
Beifall des Hauſes zerpflückt, bezw. zurüchweiſt.
Abg. Reh kann den neuen Entwurf der Städteord=
nung
nicht als eine liberale Tat ſeiern, wenn er auch
einige Verbeſſerungen enthält. Er atme keineswegs
fortſchrittlichen Geiſt. Zwar heißt es in der erſten
Beſtimmung, die Städte ſollten Selbſtverwaltung
üben, dann aber kommt fortgeſetzt das Aufſichtsrecht
des Kreisrats, das ſo weitgehend ſei, daß dadurch der
Selbſtverwaltung geradezu ins Geſicht geſchlagen
werde. Vor allem hätte das Beſtätigungsrecht der
Krone bei Bürgermeiſterwahlen uſw. beſeitigt wer=
den
ſollen, wie es auch in Baden geſchehen iſt. Abg.
Orb polemiſiert gegen den Abg. Dr. Zuckmayer und
ſpricht ſehr eingehend über das Programm ſeiner
Partei, über das Beſtätigungsrecht und dergleichen
mehr. Abg. Raab ergänzt dieſe Ausführungen
und führt zum Beweiſe ſeiner Anſichten über die
Notwendigkeit der republikaniſchen Staatsform im
Intereſſe der Völker an, daß wir ja ſchon jetzt im
Deutſchen Reiche drei Republiken habe Hamburg,
Bremen, Lübeck und daß im Grunde genommen
alle Städte und Landgemeinden Republiken ſind. Um=
ſturz
wolle ſeine Partei nicht (Hört, hört!), nur glei=
ches
Recht für alle. Redner erhält zum Schluß einen
Ordnungsruf, weil er trotz vorangegangener Warn=
ung
von Rechtsbeugung und Rechtsbruch ſpricht.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach:
Auf die im einzelnen gegen das Geſetz gemachten An=
ſtände
werde ich Gelegenheit haben, bei der Spezial=
debatte
zurückzukommen. Nur auf die Beſtätig=
ungsfrage
möchte ich alsbald eingehen. Mit Recht
iſt mehrfach hervorgehoben worden, daß das Recht der
Beſtätigung von der Regierung nicht eingeführt

wurde mit Rückſicht auf die Sozialdemokratie, aus
dem einfachen Grunde, weil es damals noch garskeine
gab. (Zuruf des Abg. Ulrich: Oho!) Wenigſtens hat
ſie damals noch keine Rolle geſpielt. Das Beſtätig=
ungsrecht
iſt das natürliche Recht der Regierung, ſich
den Gewählten daraufhin anzuſehen, ob er die per=
ſönlichen
Eigenſchaften beſitzt, die ihn dazu befähigen,
hohe ſtaatliche Funktionen auszuführen. Es handelt
ſich in dem Entwurf nicht um die Einführung des Be=
ſtätigungsrechts
, ſondern um die Frage, ob die Re=
gierung
in der Lage iſt, das Beſtätigungsrecht aufzu=
heben
. Ich habe während meiner 8 Jahre langen
Tätigkeit in Offenbach Gelegenheit gehabt, die Ver=
hältniſſe
dort kennen zu lernen. Ich kann wohl ſagen,
daß es von allen, die noch auf dem Boden der beſtehen=
den
Staats= und Geſellſchaftsordnung ſtehen, ſchmerz=
lich
empfunden, ja daß man es gar nicht verſtehen
würde, wollte die Regierung auf ihre geſetzlichen
Machtbefugniſſe verzichten zugunſten derjenigen, die
beſtrebt ſind, durch Untergrabung aller ſtagtlichen Au=
torität
die beſtehende Geſellſchaftsordnung zu ſtürzen.
(Beifall.) Meine Herren! Es wird von der Linken
ſo oft behauptet, daß die Handhabung des Beſtätig=
ungsrechts
ein Rechtsbruch ſei. Das muß zurückgewie=
ſen
werden. In der Beſtimmung, daß alle Heſſen vor
dem Geſetze gleich ſind, kann doch nichts anderes ge=
ſehen
werden, als daß kein Heſſe im Rahmen der Ge=
ſetze
bevorzugt werden kann. Das geſchieht auch nicht
dadurch, daß die Regierung von einem ihr zuſtehen=
den
Geſetze Gebrauch macht. Darin kann um ſo weni=
ger
ein Rechtsbruch geſehen werden, als die Regier=
ung
doch auch die Pflicht hat, den Teil der Staats=
bürger
, der an der beſtehenden Rechtsordnung feſt=
hält
, zu ſchützen. (Erregter Zuruf des Abg. Ulrich.)
Jawohl, zu ſchützen! Und ich kann ſagen, daß ich, ſo
lange ich der Regierung angehöre, dieſen Standpunkt
beibehalten werde. (Lebh. Beifall. Zurufe von den
Soz.) Meine Herren! Der Abg. Ulrich hat gewünſcht,
daß die Regierung ſich einmal in den Orten umſehe,
wo beſtellte Bürgermeiſter ſind. Ich habe das getan
und kann nur ſagen, daß ich in Mühlheim nur Aner=
kennendes
über den Mann gehört habe, der unter den
ſchwierigſten Verhältniſſen mit größter Selbſtaufopfer=
ung
arbeitet. Die Regierung hofft auch in Zukunft
ſolche Männer zu finden. (Beifall. Unruhe bei den
Soz.) Die Regierung wird alſo unter allen Umſtän=
den
an dem Beſtätigungsrecht feſthalten. (Beifall.)
Abg. Ulrich polemiſiert gegen dieſe Miniſter=
rede
ſehr ausführlich und ſcharf. Er zieht ſich dabei,
als er den Miniſter einen Kommis der Parteien der
Beſitzenden nennt, einen Ordnungsruf zu.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
ſtellt demgegenüber beſonders feſt, daß er nicht geſagt
habe, die Regierung müſſe die beſitzenden Klaſſen
ſchützen, ſondern er habe von den Bürgern geſprochen,
die auf dem Boden der beſtehenden Rechtsordnung
ſtehen. Wenn die Regierung Sozialdemokraten nicht
beſtätige, ſo ſei doch damit nicht geſagt, daß ſie ſie von
der Geſetzgebung fernhalten werde. Sie ſcheide aber
davon die auszuführenden Funktionen.
Nach weiteren Ausführungen des Abg. Ulrich
ſchließt die Generaldebatte.
In der Spezialdebatte wird der Art. 1 angenom=
men
. Als Vizepräſident Dr. Schmitt fortfahren
will, bezweifelt Abg. Orb
die Beſchlußfähigkeit,
die nach längerer erregter Debatte als nicht vor=
handen
feſtgeſtellt wird.
Darauf wird die Sitzung auf Dienstag 10 Uhr
vertagt. Schluß 12¼ Uhr.
Literariſches.
Alt=Wien. Roman von Otto Hauſer.
Preis geheftet 5 Mk., gebunden 6 Mk. Stuttgart, Verlag
von Adolf Bonz u. Ko. Das neue Werk des geſchätzten
Autors zeigt ſeine vornehme unaufdringliche Kunſt von
allen ihren Seiten: in ihrer pſychologiſchen Vertiefung
der Charakterſchilderungen, den mit einem Malerauge er=
ſchauten
Naturbildern, dem Hochſinn der Lebensauffaſſung
und der Liebenswürdigkeit in der Darſtellung leicht humo=
riſtiſcher
Szenen und Konflikte. Zeit und Ort der Hand=
lung
kommen dem entgegen: das alte Wien zwiſchen
Mozarts letzten Schöpfungen und Grillparzers erſten. In
ſeiner Geſamtheit iſt Otto Hauſers Alt=Wien typiſch für
deutſche Art und deutſches Weſen, die hier in vollendeter
ſprachlicher Darſtellung einen ſo reinen Ausdruck finden
wie ſelten.

Gewinnanszug
der
223. Königlich Prenßiſchen Klaſſenlotterie.
6. Klaſſe. 26. Ziehungstag. 8. Dezember 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 30000 Mk. 42275
5 Gewinne zu 10000 Mk. 32618 152699 220187
277330 285904
43 Gewinne zu 3000 Mk. 7968 21123 23843 23979
24881. 30195 41657 44200 45403 64497 65686 68532
68843 89278 100131 101147 108823 109292 110986
128372 134245 136178 139661 144667 147085 155200
156177 160951 162393 190282 197747 199036 211014.
211196 240828y 250209 250315 260799 261501* 264011
277658 287605 290766
*84 Gewinne zu 1000 Mk. 9121 13924 24077 28179
30516 30908 32846 34379 40148 44601 46404 60572
62777 53824 61182 65365 70502 78700 73955 82111
87848 99702 106021 108482 112703 113642 116555
121307 128241 135641 149969 150500 151209 1152568
152578 157498 160774 163268 164451 168476 8173260
181237 181452 182354 184522 185632 186639 P186718
190609 198257 200823 203222 203736 à 205155 § 208463
209923 219252 228397 232439 235056 K236575§ 236967
238442 239047 239340 245600 249289 § 250851§ 256479
258147 . 259397 259842 265102 267975 273469 276449
277186 277799 277902 279843 ½283408 K 291976 z 297788
298469
111 Gewinne zu 500 Mk. 2523 122772 à 25115g 251s
25987 & 29082 31557 3169a 34383 36573 39488 43654
46519 à 47658 49546 52663 53926 54195 y 54411 z 61096
63347 71876 71597 73182 74681 74963 76518F78184
86598 467966 190231. 90687 91787 92266 1 93450 97191
1011294111065 113263117249 118822: 120187 à126378
128443 132070 132160 133080 133876 135846 136009
137815y138016 5138102 1144764 146693 148305 150707
1512884151683 4151871 . 153054 155356 157600 H158704
169875 z 172690 1173320 175483 176930 164093 19224a
194678 196742 K 203827 204094 204724 5205813 206517
2073275242805F 214168 215929 218057 220567 . 227258
22997942346734235938 236130 237514 237640: 238865
243478F 2458074245498 250911 256631. 258421: 259055
2604217 261426½264172 265436 266777 285213 289082
2944672295015F297120 300647 302697
In der Nach mittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. ggezogen:
1Gewinnzu ooo Mk. 173611 und Prämie 300 009=Mk.
1Gewinn, zu. 600000 Mk. 114406
AGewinn zus4d.000 Mk. u 252984
A=Gewinn zus16000 Mk. *132203
J Gewinne zu=6000 Mk. 95459 106779 166447
44.Gewinne zu 3000 Mk. 11901 18546 22608 25384f
27236 30837 à 43895 47807 61076 71754 75955 95193
107790 g10881I: 135949 140406 143783 144091: 161958
168998 §170124§ 172202 176017 192186 193373 199477
208687K.211245 214707 217531 227901 228003§240074
241364 244461 245534 252637 256707 267938 273683
277668 284824 291130 297598
77Gewinneszu=1000 Mk. 5230 5291 11710 12130
192525, 22699 s 23325K 26446 26956 29578 33884 32936.
39399 §64860f 62568 66951 68763 71318 77832 80143
854514.91768 93772 99488,113411 114678 116693 124458
129670¾131146m132081 132808*134244 135831 139622
147780F 150732 § 154454 z 164414 166512 à 1705721721ds
176924 182701 187626 193821 194403 206532 209098
210003 K 213725 215491 §217448 220727 227309 à 232083
237924 7 247072 248885§249223 251671 255668§ 256872.
255542 § 257769f 264472 264882 266314 2666727274305
275758 279763 284667 291684 296711 297147 299724
7 Gewinne zu 500 Mk. 2080 2136 2821 7231
7326 12235 15565 23675 24516 26793 27972 33238
37115 37585 39152 41973 42034 43436g. 49700 .63979.
65588 z. 65922 574601 76375 78014 84642f 87298- 91096
97609 3 97710 5 97756 98449 101393 101783 ½ 102109
104401 ? 107815F 110668 113150 116634: 116922118866
119410% 120367 12177a 121827 126369 137512*130160
136345 137508 *142591 147852§ 154920 158820f 158602
168858? 162620§ 163784 163835 163840 166018 (168204
168273 170772 173381 178112 178897 179412 179977
186028 188464 : 190733 199140 201688 201636 20197a
203348 203389 224359 225252 225881 227443 § 229037
239189 234687. 237351 237661 2394384241062 242909
244658 244634i 245180 247506§ 249216 249343 250673
256382 4 259826 261041 265593 § 267730 272725527807a
280099 F 280779 280864 281279 282262 286102 26889f

734
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[ ][  ][ ]

Seite 46

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, ven 10. Dezember 1910.

Nummer 290.


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der ſich allen Arbeiten unterzieht, ſucht, ge=
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