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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„ 287.
Mittwoch, den 7. Dezember.
1910.
Die heutige Nummer hat 30 Seiten.
Die Grenzen der Legislaturperiode.
*⁎* Ueberall im Reiche ſind Vorbereitungen für die
nächſten Reichstagswahlen im Gange, welchen ſich die
all=
gemeine Aufmerkſamkeit ſo intenſiv zuwendet, daß
dar=
unter das Intereſſe an den Verhandlungen der laufenden
Seſſion ſtark leidet und der Anſchein erweckt wird, als
könne man das Ende der gegenwärtigen Legislaturperiode
gar nicht erwarten. Dieſe Ungeduld iſt ja erklärlich, da
das Ergebnis der in den letzten paar Jahren vollzogenen
Erſatzwahlen zu dem Schluſſe berechtigte, in der
Stim=
mung der Wähler ſei ein bemerkenswerter Umſchwung
eingetreten, und man folgert daraus, daß der nächſte
Reichstag ein ganz anderes Ausſehen haben werde als
der jetzige. Immerhin liegen aber bis zum Schluſſe der
Legislaturperiode noch über dreizehn Monate vor uns,
die aber im vorliegenden Falle nicht voll zur Geltung
kommen werden.
Bezüglich der Grenzen der Legislaturperiode ſind die
Anſichten vielfach auseinandergegangen. Während die
herrſchende und auch von den meiſten Staatsrechtslehrern
verfochtene Meinung dahin geht, daß genau fünf Jahre
nach dem Tage der ſtattgehabten Allgemeinwahlen, alſo
hier am 25. Januar 1912, das Mandat des Reichstags
ab=
läuft, wurde von anderen Seiten behauptet, nicht der Tag
der Allgemeinwahlen, ſondern der Tag des erſten
Zufam=
mentretens des Reichstags, alſo der 19. Februar 1907,ſei
beſtimmend für Beginn und Schluß der fünfjährigen
Legislaturperiode. Dieſer Standpunkt iſt z. B. von der
preußiſchen Regierung hinſichtlich des Landtags
eingenom=
men worden, aber fürs Reich iſt das nicht maßgebend, und
es herrſcht jetzt ziemliche Uebereinſtimmung, daß für den
Reichstag allein der Tag der allgemeinen Wahlen
ent=
ſcheidet, trotzdem noch die Stichwahlen zu vollziehen ſind
und der Reichstag ſich noch nicht formell konſtituiert hat.
Die Reichsregierung hat dieſe Rechtsauffaſſung im
Gegen=
ſatz zu der preußiſchen ſchon bei der Begründung des
Wahlrechtsentwurfs für den Norddeutſchen Reichstag
ge=
teilt und ausgeſprochen, daß die Legislaturperiode —
da=
mals — drei Jahre nach den allgemeinen Wahlen ihr Ende
erreiche.
Bekanntlich geht die Meinung dahin, daß der jetzige
Reichstag ſchon im Herbſte nächſten Jahres aufgelöſt
wer=
den wird, damit die Neuwahlen ſo ſtattfinden können, daß
das Parlament zur gewohnten Zeit im November ſeine
Beratungen beginnen und den Etat rechtzeitig in Arbeit
nehmen kann. Eröffnungen der Legislaturperiode zu
einem anderen Termin, insbeſondere ſo kurz vor dem
An=
fang des Etatsjahres, wie es im Jahre 1907 geſchah,
müſſen die Ausnahme bilden und werden ja auch von der
Regierung möglichſt vermieden werden. Jedenfalls darf
man es als feſtſtehend betrachten, daß das Ende der
lau=
fenden Seſſion den Schluß der Verhandlungen in der
gegenwärtigen Legislaturperiode des Reichstags bringen
wird.
Reichskanzler und Konſervative.
C2) Man ſchreibt uns: Die Kreuzzeitung hat am
Sonn=
tag den Reichskanzler als „Schweiger” von „
philoſophi=
ſcher Ruhe” unverhohlen ironiſiert und in der Maske
eines „unbefangenen Zuſchauers” die Behauptung
aufge=
ſtellt, daß der Kanzler den außerparlamentariſchen
Ver=
kehr mit allen Abgeordneten ohne Ausnahme vermeide,
mithin der Abg. Dr. v. Heydebrand im Reichstage ſagen
mußte, welche Initiative die konſervative Partei vom
Reichskanzler gegenüber der Sozialdemokratie erwarte.
Herr von Bethmann Hollweg läßt in der Nordd. Allg. Ztg.
jene Behauptung des führenden konſervativen Organs
nicht ohne Nachdruck als unwahr bezeichnen und erinnert
an die „unbefangenen Zuſchauern” bekannte Tatſache, daß
er ſowohl im Sommer wie in der letzten Zeit Vertreter
der bürgerlichen Fraktionen zu Unterredungen empfangen
habe. Da nach der ausdrücklichen Angabe der Nordd.
Allg. Ztg. auch Abg. v. Heydebrand zu dieſen Vertretern
gehörte, darf angenommen werden, daß dem Reichskanzler
die ſozialpolitiſchen Wünſche der konſervativen Partei
ſchon vor der Reichstagsverhandlung vom 26. November
bekannt geweſen ſind. Das Schweigen des Kanzlers auf
Herrn v. Heydebrands Anregung iſt im Zuſammenhange
mit der Note der Nordd. Allg. Ztg. wohl als
Ableh=
nung der konſervativen Wünſche zu deuten.
Die immer dringlichere Form, in der die Rechte ihre
Wünſche öffentlich geltend machte, ſcheint dem
Reichs=
kanzler läſtig geworden zu ſein. Er iſt offenbar kein
Freund von Preſſionen, wie das Verhalten des Abg.
p. Heydebrand in der Reichstagsſitzung vom 26. November
ſie bedeutet. Der konſervative Verſuch, die Unpopularität
eines geſetzgeberiſchen Vorgehens gegen die
Sozialdemo=
kratie vor den Reichstagswahlen auf die Regierung
abzu=
wälzen, darf alſo als geſcheitert angeſehen werden. Ob
ſich daraus bedeutſame politiſche Folgen ergeben werden,
oder damit hauptſächlich bezweckt iſt, das
Zuſammen=
arbeiten der konſervativen Partei mit dem Zentrum im
Reichstage zu erleichtern, iſt eine offene Frage.
Wie übrigens gemeldet wird, wird bei der erſten
Leſung des Reichshaushaltsetats im Reichstag der
Reichs=
kanzler die Gelegenheit ergreifen, um auf die perſönliche
Apoſtrophe des konſervativen Führers Dr. von
Heyde=
brand und der Laſa wegen der Maßnahmen gegen die
Sozialdemokratie zu erwidern. Vermutlich werde die
Ant=
wort dahin lauten, daß es der Reichskanzler für eine
ſeiner erſten Pflichten hält, die Verfaſſung und die
Ord=
nung gegen die Sozialdemokratie zu ſchützen. Wo Lücken
in der Abwehr gegen den Umſturz beſtänden, wo
Straf=
taten mit den gegenwärtigen Handhaben der Geſetzgebung
der Verwaltung und Rechtſprechung nicht zu faſſen und
zu ahnden ſeien, müſſe Remedur geſchaffen werden. Solche
Lücken aber ſeien bisher nicht nachgewieſen worden oder
die empfohlenen Mittel ſeien untauglich für ihren Zweck.
Vom Mittelſtand.
F. K. Die mißliche Lage des Mittelſtandes und der
Niedergang des Handwerks, die im letzten Ende als
Folge=
erſcheinungen der veränderten Wirtſchafts= und
Produk=
tionsweiſe unſerer modernen Zeit zu betrachten ſind,
wa=
ren, wie ſchon ſo oft, wieder Gegenſtand einer gründlichen
Ausſprache im Reichstage.
Faßt man das Ergebnis der Debatte zuſammen,
ſo iſt zunächſt die Tatſache zu konſtatieren, daß das
In=
tereſſe und Verſtändnis für Mittelſtandsfragen in weiten
Kreiſen des deutſchen Volkes, in den einzelnen
Bundes=
ſtaaten wie im Reich, beſtändig im Wachſen begriffen
iſt. Dafür zeugt eine ganze Reihe von Landes= und
Reichsgeſetzen, wie die ſozialpolitiſchen Maßnahmen der
letzten Jahre. Es ſei nur erinnert an das Geſetz über
den kleinen Befähigungsnachweis, das Geſetz zur
Siche=
rung der Forderungen der Bauhandwerker, die Novelle
zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, die ganze
Handwerkergeſetzgebung, die neueſten Beſtimmungen und
Maßnahmen zur ſtärkeren Beſteuerung und ſchärferen
Kontrolle der Konſumvereine und Warenhäuſer, die
Be=
ſteuerung der Filialbetriebe, einzelne Forderungen der
Reichsverſicherungsordnung, wie die freiwillige
Selbſt=
verſicherung der Handwerker, die Ermäßigung der
Re=
ſervefonds für die Berufsgenoſſenſchaften uſw.
Die tatſächlichen Leiſtungen der Geſetzgebung
wer=
den auch von den Handwerkern und ihren Organiſationen
anerkannt, die keiner unfruchtbaren Nörgelei und keinem
verhängnisvollen Peſſimismus huldigen, ſondern
hoff=
nungsfreudig, tatkräftig und zielbewußt die Förderung
ihrer Intereſſen ſelbſt in die Hand genommen haben, und
deren Forderungen ſich im weſentlichen decken mit den
geſetzgeberiſchen Anregungen, die ſeitens der Reichspartei
in Form von Initiativanträgen, Reſolutionen und
Etats=
forderungen erhoben worden ſind. Es iſt u. a. zu
ver=
langen eine Abgrenzung zwiſchen den flüſſigen
Be=
griffen des Fabrikbetriebs und des Handwerks; eine
Heranziehung der Induſtrie zu den Zwecken der
Lehr=
lingsausbildung und den Koſten der amtlichen
Handwer=
kerorganiſationen, eine endgültige mittelſtandsfreundliche
Regelung des Submiſſionsweſens, eine zeitgemäße
Um=
geſtaltung bezw. die Beſeitigung des § 100g der
Gewerbe=
ordnung, die Einſchränkung der Wanderlager; ferner die
Beſchränkung der Gefängnisarbeit in der Konkurrenz mit
dem freien Gewerbebetrieb, die Ausbildung des
obliga=
toriſchen Fortbildungsweſens mit einer Spezialiſierung
des Unterrichtsbetriebes nach den Bedürfniſſen der
einzel=
nen Standesgruppen unter umfaſſender Heranziehung
tüchtiger Handwerksmeiſter, die Einrichtung von kleinen
neben den großen Meiſterkurſen, den eventuellen Schutz
des Geſellentitels, die Einfügung juriſtiſcher Perſonen
in die zuſtändigen Zwangsinnungen, die erhöhte
Berück=
ſichtigung der Handwerker mit Meiſtertitel und der
Handwerkerorganiſationen bei Reichs=, Staats= und
Kom=
munallieferungen. Wenn letzteres nicht immer in
gebüh=
rendem Maße geſchieht, ſo wird das ſeitens der Verwal=
tungen vielfach auf die Gleichgültigkeit, Unpünktlichkeit,
mangelnde Leiſtungsfähigkeit und unzureichende Leitung
der Handwerkerorganiſationen geſchoben. Aber hier muß
man bedenken, daß den Genoſſenſchaften die
Konkurrenz=
fähigkeit mit dem Großbetrieb erſchwert wird durch den
Umſtand, daß der Handwerkerſtand zu wenig mit größeren
Aufträgen und vor allen Dingen mit einer gewiſſen
Regel=
mäßigkeit der Aufträge rechnen kann.
Aber auch dem Handwerker muß das Gewiſſen
ge=
ſchärft werden. Hier heißt es: Weg mit aller
Eigen=
brödelei und kleinlichen Selbſtabſchließung, hinein in die
Organiſation, mehr genoſſenſchaftlicher Zuſammenſchluß
und kaufmänniſche Schulung. Der Handwerkerſtand wird
die Kinderkrankheiten ſeiner Entwickelung ſicherlich bald
überwinden, und wenn dann berufliche Hebung, ſtraffere
Organiſationen, ausgiebige Benutzung der vorhandenen
1 Kreditgelegenheiten uſw. mit der Staatshilfe Hand in
Hand arbeiten, darf der Stand in Zukunft noch einmal
erleben, was in der Vergangenheit ſein Stolz geweſen iſt:
Handwerk hat einen goldenen Boden — und es wird der
alte Handwerkergruß auch in der modernen Zeit einen
neuen lebenskräftigen Inhalt gewinnen: „Gott ſegne das
ehrbare Handwerk”.
Deutſches Reich.
Dem Reichstage iſt die allgemeine Rechnung
nebſt Nachweiſung von Etatsüberſchreitungen und
außer=
etatsmäßigen Ausgaben für das Rechnungsjahr 1909
zu=
gegangen. Nach dieſer Rechnung beträgt die
Geſamt=
ſumme der Etatsüberſchreitungen für das Rechnungsjahr
1909 37344049 Mark.
— Schiffahrtsabgaben. Das Dresdner
Jour=
nal ſchreibt: „Verſchiedene Blätter bringen die Mitteilung,
1897 ſei zwiſchen der öſterreichiſchen und der ſächſiſchen
Re=
gierung ein Staatsvertrag über die Einführung von
Schiffahrtsabgaben abgeſchloſſen worden. Dieſer Vertrag
ſei allerdings nicht zuſtande gekommen, weil Oeſterreich
zurückgetreten ſei. Die Abgabenfrage habe jedoch mit
die=
ſem Rücktritt nichts zu tun gehabt. Wir ſind zu der
Er=
klärung ermächtigt, daß die wiedergegebene Mitteilung
un=
zutreffend iſt. Zwiſchen der ſächſiſchen und der
öſterreichi=
ſchen Regierung fanden niemals Verhandlungen über die
Einführung von Schiffahrtsabgaben ſtatt.”
— Die Hauptverſammlung des
ſächſi=
ſchen konſervativen Landesvereins beſchloß,
als Parole für die Reichstagswahlen auszugeben: Kampf
gegen die Sozialdemokratie! Sie hofft, daß die andern
Parteien ſich wenigſtens bei den Stichwahlen in dieſer
ge=
meinſamen Front zuſammenfinden werden. Parteien, die
ſich dazu nicht bereit erklären, will der Landesverein wie
Sozialdemokraten behandeln. Bezugnehmend auf
Vor=
gänge in Lehrerkreiſen, aus denen er auf
ſozialdemokra=
tiſche Geſinnung ſchließt, fordert der Landesverein die
maßgebenden Inſtanzen auf, ungeſäumt die zur
Aufrecht=
erhaltung der Diſziplin in den Lehrerkreiſen notwendigen
Vorkehrungen anzuordnen. Weiter verlangt der
Landes=
verein geſetzliche Maßnahmen, um namentlich in der aus
der Volksſchule entlaſſenen Jugend Vaterlandsliebe,
Ver=
ſtändnis für ſtaatsbürgerliche Pflichten und Achtung vor
der Autorität beſſer zu pflegen; er empfiehlt, dies Ziel
durch geſetzlich geregelte Fortbildung anzuſtreben. Der
frühere Finanzminiſter v. Rüger wurde zum
Ehrenmit=
glied des Vereins ernannt.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die deutſch=tſchechiſchen
Verſtändi=
gungskonferenzen. Der für dieſe Woche in
Aus=
ſicht genommene Beginn der deutſch=tſchechiſchen
Verſtän=
digungskonferenz in Wien iſt um eine Woche
hinaus=
geſchoben worden, da der neugegründete parlamentariſche
tſchechiſche Verband, der „Einheitliche Tſchechenklub”, über
ſeine Beteiligung an den Beratungen nicht ſchlüſſig
wer=
den konnte. Auch auf deutſcher Seite iſt die Stimmung
den Wiener Ausgleichsverſuchen keineswegs günſtig.
Italien.
Vatikan und Quirinal. Der Vatikan wird
demnächſt eine Note veröffentlichen, worin er auf das
Ver=
bot hinweiſen wird, wonach den katholiſchen Monarchen
bei ihren Beſuchen in Rom unterſagt wird, dem Quirinal
einen Beſuch abzuſtatten, bevor ſie nicht dem Papſte einen
Beſuch gemacht haben. Dieſes Verbot wird hauptſächlich
in Erinnerung gebracht, weil die Feier der Erhebung
Roms zur Hauptſtadt bevorſteht.
Seite 2.
Nummer 287.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
England.
Die bisherigen Wahlergebniſſe zeichnen
ſich durch außerordentliche Uebereinſtimmung mit den
Er=
gebniſſen der Januarwahlen aus. Die liberalen Blätter
ſind beſonders befriedigt über London und führen mit
Genugtuung die Rede Winſton Churchills von Montag
abend an, in der er erklärte, die Londoner hätten ſeit dem
Bürgerkriege keine wichtigere Handlung vorgenommen als
die Antwort, die ſie jetzt für die Sache des Volkes gegeben
haben. Sie bezeichnen die Behauptung, daß die
Regie=
rung ihre Vorſchläge nicht weiterverfolgen könne, weil ſie
der Majorität nicht gewachſen ſei, als kindiſch. Die
konſer=
vativen Blätter ſind wegen der kleinen Anzahl der
Ge=
winne zwar enttäuſcht, finden aber Troſt in dem
allgemei=
nen Anwachſen der unioniſtiſchen Stimmen. Sie erklären,
der Radikalismus habe ſo ſchlecht wie möglich
abgeſchnit=
ten, die Regierung ſei infolge der Wahlreſultate machtlos;
ſie könne die Vetobill nicht durchbringen noch Garantien
vom König erhalten. Sie ſagen ferner, daß die
Konſer=
vativen nur ſechs Monate feſtzuſtehen brauchten, um die
Pläne der Koalition zunichte zu machen und mit einer
ſiegreichen Majorität die Macht wieder zu erlangen. Sie
nehmen an, daß die Regierung wahrſcheinlich gezwungen
ſei, einer anderen Konferenz die Beſprechung der
Ver=
faſſungsfrage vorzuſchlagen.
Bulgarien.
Der Proteſt gegen die der Defraudation
angeſchuldigten ſieben bulgariſchen
Mi=
niſter des ſtambuliſtiſchen Regimes hat die größte
Sen=
ſation gebracht. Aus den Berichten der parlamentariſchen
Unterſuchungskommiſſion geht hervor, wie ſich die
ehe=
maligen Miniſter, ſelbſt ſehr unvermögend, im Laufe der
Zeit auf Koſten des Staates bereichert haben. Der
Finanz=
miniſter Lacar Papakoff war völlig mittellos und beſaß
eine Schuldenlaſt von 200000 Francs. Jetzt iſt er reich
und vollkommen ſchuldenlos. Dasſelbe gilt vom General
Sawoff, der ſeiner Tochter eine Mitgift von 1 Million
Francs mitgeben konnte. Auch die früheren Miniſter
Gonadijeff und Hakatcheff, die ebenfalls früher ſtark
ver=
ſchuldet waren, ſind jetzt völlig ſchuldenfrei und beſitzen
viel Privatvermögen. Dem Kommiſſionsbericht war eine
Reihe Dokumente beigelegt, aus denen hervorgeht, daß
der ehemalige Miniſter des Aeußern Petkow einmal
60000 Fres. und General Sawoff bei der gleichen
Gelegen=
heit 40000 Francs Vermittlungsgebühr von einer
ungari=
ſchen Munitionsfabrik erhalten haben, die eine
Patronen=
lieferung für den bulgariſchen Staat ausgeführt hat.
Kreta.
Der Aufruf, der von dem Führer der Oppoſition
in der kretiſchen Kammer Michelidakis eingebracht
wor=
den iſt, wird allen Mächten zugeſtellt werden. In dieſem
Aufruf wird auf die großen Opfer hingewieſen, die ſich das
kretiſche Volk ſeit Jahrhunderten durch ſeine Freiheit
auf=
erlegt hat. Die kretiſche Kammer richtet den Aufruf an
alle ziviliſierten Völker und bittet darin, den jetzigen
Zu=
ſtand als offiziell anzuerkennen, damit endgültig die
Ver=
einigung der Inſel mit Griechenland proklamiert werden
könne.
Vereinigte Staaten
Die zweite Seſſion des Kongreſſes
be=
gann am Montag. Auf Grund der Wahlen vom 8.
No=
vember wird das Repräſentantenhaus des am 4. März
nächſten Jahres beginnenden neuen Kongreſſes 227
Demo=
kraten, 163 Republikaner und 1 Sozialiſten zählen. Es iſt
kaum anzunehmen, daß der Kongreß in der jetzigen
Seſ=
ſion ſich mit wichtigen Geſetzesvorſchlägen befaſſen wird.
Die durch den Wahlausfall in den Vordergrund gerückte
Tarifreviſionsfrage wird vielmehr wohl erſt im neuen
Kongreß angeſchnitten. Möglich iſt aber auch, daß
Prä=
ſident Taft eine Extra=Seſſion zur Beratung der
Tarif=
frage einberuft. Die Demokraten wollen, da nun ihnen
die Verantwortung für die Löſung des Tariſproblems
aufgebürdet worden iſt, in der Tariffrage ſehr vorſichtig
vorgehen. Sie werden, wie verlautet, die Reviſion
ab=
ſchnittweiſe vornehmen und zunächſt die Zölle der Klaſſe
„Wolle” revidieren.
Die Berliner Theater=Ausſtellung.
Von Hermann Kienzl=Berlin.
II.
Es iſt für den Geiſt bezeichnend, den der Theater=
Amerikanismus Berlins auch bei vielen ſogenannten
Kunſtfreunden erzeugte, daß einen beträchtlichen Teil
dieſer Kreiſe die hiſtoriſche Ausſtellung des deutſchen
Theaters enttäuſchte, weil man der Entwicklung weder
Wiſſen noch Neigung entgegenbrachte und die „
plaſti=
chen, monumentalen Wirkungen” und die „Hypnoſen
moderner Bühnenkunſt” (wie irgendwo zu leſen war)
erwartete. „Papierene Theaterausſtellung!” rief ein
Berichterſtatter, etwas einſeitig den zur Schau
geſtell=
ten Reichtum an Modellen, ſzeniſchen Plaſtiken,
Bil=
dern, Büſten, Koſtümen und gegenſtändlichen
Raritä=
ten verleugnend. Aber das Papier iſt eben ein
merk=
würdig Ding, wenn eine teure Feder es geweiht und
perſönlich gemacht hat. Wer etwa vor den
Hand=
zeichnungen Goethes ſteht oder einen Geldbrief
Schillers hier wirklich und wahrhaftig erblickt,
ſollte den nicht ſo ein Stückchen Papier wunderbar
be=
rühren — wie ein überlebender Teil von dem geliebten
Menſchen? Goethe ſelbſt iſt ein Zeuge für dieſe
Em=
pfindung; vor eine Handſchrift Friedrich des Großen
ſchrieb er die Verſe:
„Das Blatt, wo ſeine Hand geruht,
Die einſt der Welt geboten,
Iſt herzuſtellen fromm und gut
Heil ihm, dem großen Toten!”
Das Koſtbarſte der Ausſtellung bietet, wie
erwähnt, die. Abteilung Weimar, die unter
Otto Frankes werktätiger Hilfe das Goethe=N
nalmuſeum, die Großherzogliche Bibliothek, das
tbeater, das Schiller=Haus und das Schiller=G
Ein Flottenprogramm der Vereinigten
Staaten. Während bisher die Marineverwaltung der
Union ihre jährlichen Neuforderungen an Schiffen nur
nach dem jeweiligen Bedarf bemaß, ohne ihr
marine=
politiſches Ziel in einem Programm zahlenmäßig zum
Ausdruck zu bringen, hat ſich jetzt ein Wechſel der
An=
ſchauungen vollzogen. Wie aus New=York gemeldet
wird, ſchlägt der vom Marineſekretär der Vereinigten
Staaten v. Lengerke=Meyer herausgegebene Jahresbericht
nämlich vor, den Stand der Schlachtflotte im Laufe der
Jahre auf vierzig Dreadnoughts zu bringen. Die zwanzig
jeweilig neueſten ſollen der erſten Schlachtlinie angehören,
und nach zehnjährigem Frontdienſt in die zweite Klaſſe
übergeführt werden. Auf dieſen Beſtand von vierzig
Schiffen iſt die Verteilung der jährlichen Schiffsbauten
zugeſchnitten, wonach für 1911 zwei Linienſchiffe, vom
Jahre 1912 ab aber ſogar drei auf Stapel gelegt werden
ſollen, ſodaß die amerikaniſche Flotte im Jahre 1911 ſechs
Dreadnoughts und noch fünfzehn ältere Linienſchiffe
be=
ſitzt. Im Jahre 1916 würde die amerikaniſche Flotte,
wenn bis dahin das gegenwärtige Flottenprogramm keine
Verſtärkung erfährt, ſechzehn Dreadnoughts und ein
älte=
res Schiff im Lebensalter unter zehn Jahren, 1918
neun=
zehn Dreadnoughts ſtark ſein. Ferner heißt es in dem
Bericht, daß es infolge der Schwierigkeiten bei der
Ver=
ſorgung der Kriegsſchiffe mit Kohlen und infolge des
Mangels an Docks an der pazifiſchen Küſte notwendig
ſein werde, die geſamte amerikaniſche Flotte im
Atlan=
tiſchen Ozean zu halten.
* Ergebniſſe der Volkszählung.
Charlot=
tenburg 300000 (Zunahme 65500), Schöneberg 175000
(Zunahme 35900), Hannover 299753 (Zunahme 27418),
Magdeburg 279600 (Zunahme 16500), Dresden 546 882
(Zunahme 30000), Nürnberg 332 539 (Zunahme 38113),
Augsburg 101500 (Zunahme 6577). Augsburg iſt alſo
„Großſtadt” geworden. Chemnitz 286 455 (Zunahme
41 425), Braunſchweig 143 319 (Zunahme 7000).
* Paris, 5. Dez. Der Herzog von Chartres
iſt heute auf Schloß Saint Firmin bei Chantilly
geſtor=
ben. Robert Philipp, Prinz von Orleans, Herzog von
Chartres, war ein Enkel des Königs Ludwig Philipp und
am 9. November 1840 in Paris geboren. Sein älterer
Bruder war der Graf von Paris, das Haupt der Familie
Orleans. Robert Philipp war mit ſeiner Couſine
Fran=
ziska von Orleans, der Tochter des Prinzen Joinville,
ver=
heiratet. Außer drei Söhnen hatte er zwei Töchter. Am
4. September 1870, nach der Abſetzung Napoleons III.,
trat er in die franzöſiſche Armee ein, wurde aber infolge
des bekannten Dekrets vom 25. Februar 1883 in
Nicht=
aktivität verſetzt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. Dezember.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den nachſtehenden Perſonen die
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen
von Sr. Hoheit dem Herzog=Regenten von Braunſchweig
verliehenen Ordensauszeichnungen erteilt für: den
Orden Heinrichs des Löwen 1. Klaſſe: dem
Ober=
kammerherr Volprecht Riedeſel Frhrn. zu
Eiſen=
bach, Exzellenz; das Kommandeurkreuz 1. Klaſſe
des=
ſelben Ordens: dem Hofmarſchall Frhrn. v. Ungern=
Sternberg; das Kommandeurkreuz 2. Klaſſe
des=
ſelben Ordens: dem dienſttuenden Kammerherrn Dr.
Frhrn. v. Leonhardi, dem Kammerherrn Auguſt
Riedeſel Frhrn. zu Eiſenbach; den Orden
Hein=
richs des Löwen 4. Klaſſe: dem Hofkammerrat Heinrich
Meinhardt, dem Schloßinſpektor Georg Schön, dem
Obergarten=Inſpektor Ludwig Dittmann; das
Ver=
dienſtkreuz 1. Klaſſe: dem Hoffourier Johannes
Haberkorn, dem Hofküchenmeiſter Robert Edion,
dem Silberverwalter Friedrich Neiter; das
Ver=
ienſtkreuz 2. Klaſſe: dem Kammerdiener Ludwig
Lang; das Ehrenzeichen 1. Klaſſe: den Hoflakeien
Leonhard Knapp, Paul Kantzenbach, Ferdinand
Rotter, Karl Hupe und Erwin Hellmuth.
Außer den bereits gemeldeten Orden hat der
Herzog=Regent von Braunſchweig noch verliehen den
Orden Heinrichs des Löwen 2. Klaſſe dem Rittmeiſter
v. Schmelzing, 3. Klaſſe den Oberleutnants von
Ullrich und Graf von Königsmarck, 4. Klaſſe den
Leutnants Frhrn. von Heyl, von Werneburg und
Wachtmeiſter Schwöbel, ſämtlich im Garde=
Drago=
ner=Regiment Nr. 23.
Haus — nebſt einzelnen Sammlern — hergeſtellt haben.
Da ſind die dramatiſchen Entwürfe und
handſchrift=
lichen Briefe der Großen (unter anderem ein von
Goethes Regieſtift arg zugerichtetes Buch der „Braut
von Meſſina‟), die Theaterzettel ihrer Uraufführungen,
Erſtdrucke ihrer Werke. Von Goethe findet man 19
ſzeniſche Handzeichnungen auf fünf Kartons — und
auch den niedrigen, behäbigen Seſſel, auf dem er
wäh=
rend der langen Jahre ſeiner Weimarer
Theaterdirek=
tion den Bühnenproben beiwohnte. Auch die Geſtalten
des Goetheſchen Kreiſes ſtehen auf. Von der Corona
Schröter iſt neben einem Selbſtporträt das Koſtüm
zur Stelle, das ſie als Kotzebueſches „
Zigeunermäd=
chen” getragen hat. Von Iffland, deſſen hundertfache
Abbildungen und Reliquien auf der ganzen
Ausſtel=
lung vorherrſchen, ſieht man, in Wachs modelliert, die
feinen, beredten Hände. Da hängt auch, mit
Toten=
kopf und Hippe geziert, der Degen, den der erſte
Dar=
ſteller des „Mephiſto” in Weimar, La Roche, bei der
Aufführung im Jahre 1829 getragen — und der
Zet=
tel dieſer Vorſtellung. (In der Braunſchweiger
Ab=
teilung ſieht man den Zettel von der Klingemannſchen
Aufführung.) Unter den Briefen iſt beſonders
ergrei=
fend das ſchlecht gelohnte Schreiben des unglückſeligen
großen Kleiſt an Geheimrat Goethe — mit dem
Satze: „Möchte das Gefühl, das meine Hände ungewiß
macht, den Wert deſſen erhöhen, was ſie darbringen.”
Von dem Kronjuwel der Weimarer Geniezeit, dem
altehrwürdigen Theaterchen in Lauchſtädt, iſt ein
Bühnenproſpekt erhalten geblieben, und auch die
pri=
mitiven Theaterlampen ſtammen von dort .
Hier kann anſchließend der Mannheimer
De=
koration der hiſtoriſchen Uraufführung der „
Räu=
hen Appell
(und des Zettels ſamt dem mor
den. (
Schil=
des Dichters an das Publikum) gedacht
ler=Muſeum in Marbach.) Auch der Zettel von der
erſten Frankfurter Aufführung des „Clavigo” (11. Mai
* Militärdienſtnachricht. Frhr. v.
Knobels=
dorff, Lt. im 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr. 168, der
Abſchied mit der geſetzlichen Penſion aus dem aktiven
Heere bewilligt; zugleich iſt derſelbe bei den Offizieren
der Landw.=Inf. 1. Aufgebots angeſtellt.
s. Das Schwurgericht beſchäftigte ſich geſtern mit einem
durch den 23jährigen Handarbeiter Georg Delp von
Eberſtadt in der Nacht vom 15. auf 16. September d. J.
verübten, recht brutalen Straßenraub. Die
Ver=
handlung, in der Großh. Staatsanwalt Dr. Maurer die
Anklage vertrat und Juſtizrat Metz die Verteidigung
führte, verlief bei dem unumwundenen, die Vernehmung
weiterer Zeugen außer dem Verletzten entbehrlich
machen=
den Geſtändnis des Beſchuldigten raſch. Die Schuldfrage
war zweifellos und lediglich die Zubilligung mildernder
Umſtände fraglich, ohne welche die geſetzliche Mindeſtſtrafe
5 Jahre Zuchthaus beträgt. An jenem Abend hatte ſich
D. in einer Eberſtädter Wirtſchaft an einen dort
einge=
kehrten Herrn aus Darmſtadt herangemacht, dabei ſchon
den Plan der Beraubung gefaßt und deshalb ſich jenem
als Führer im Nachtdunkel angeboten. Ahnungslos
ſchenkte ihm jener Vertrauen, wurde aber, nachdem ihn D.
nach einer falſchen Richtung geleitet hatte, von ihm
über=
fallen, trotz einiger Schreckſchüſſe mit einem ſchweren
Leib=
riemen zu Boden geſchlagen und halb bewußtlos ſeiner
Barſchaft von etwa 100 Mark entledigt. Zwei Kameraden
des Räubers waren zwar in einiger Entfernung gefolgt,
hatten ſich aber an der Tat ſelbſt, die ihnen verborgen
blieb, nicht beteiligt. Der mit erheblichen Kopfverletzungen
vom Täter liegen gelaſſene Beraubte vermochte mühſam nach
Hauſe zu gelangen und hat jenes Geld mit Ausnahme
eines bei Verhaftung D.s noch vorgefundenen Reſtes von
21 Mark eingebüßt. Zugunſten des Angeklagten kam
gegenüber der Roheit und Gemeingefährlichkeit des
Ver=
brechens die Jugend, ſeine damalige Angetrunkenheit,
ſowie das ſofort abgelegte Geſtändnis in Betracht,
wes=
halb der Gerichtshof den unter Verſagung mildernder
Um=
ſtände ſchuldig Befundenen zu 5 Jahren Zuchthaus
abzüglich 2 Monate Unterſuchungshaft nebſt 5 Jahren
Ehrverluſt verurteilte. D. hatte ſich bei Verübung der Tat
in keinerlei Not befunden und den größten Teil der Beute
am nächſten Tage in Wirtshäuſern u. dgl. untergebracht.
— Die diesjährige Genoſſenſchaftsverſammlung der
land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für
das Großh. Heſſen wurde am 5. Dez. in Darmſtadt in
Anweſenheit des Vertreters des Großh.
Landesverſiche=
rungsamts, des Herrn Miniſterialrats Hölzinger, ſowie
der von Großh. Finanzminiſterium ernannten und den
außerdem von den Kreistagen gewählten Mitgliedern
unter dem Vorſitz des Großh. Geheimen Regierungsrats
Bichmann abgehalten. Aus dem vorgelegten
Geſchäfts=
bericht der Berufsgenoſſenſchaft ſei hevorgehoben, daß die
Zahl der im Jahre 1909 angemeldeten Unfälle 2863 betrug.
Aus dem Vorjahre wurden 1303 unerledigte Unfälle
über=
nommen, ſo daß 4166 Unfallſachen neu zur Bearbeitung
kamen. An Entſchädigungen für Renten an Verletzte,
Koſten des Heilverfahrens uſw. wurden 918 496 Mark
be=
zahlt und 4257 Rentenbeſcheide erlaſſen. Die Summe der
erſtmalig für neue Unfälle im Rechnungsjahre
aufgewen=
deten Entſchädigungen betrug 180226 Mark. In dem
Voranſchlag für 1911 iſt für Unfallentſchädigungen der
Betrag von 1079100 Mark vorgeſehen. Der geſetzlich
an=
zuſammelnde Reſervefonds der Berufsgenoſſenſchaft
be=
trägt zurzeit 1813083 Mark. Die Vorlage des
Genoſſen=
ſchaftsvorſtandes, betreffend eine Fürſorge für die
Bedien=
ſteten der Berufsgenoſſenſchaft, inſoweit dieſelben noch
nicht mit dem Anrecht auf Ruhegehalt und
Hinterbliebe=
nenverſorgung angeſtellt ſind, wurde in der Weiſe
ſtatt=
gegeben, daß die Aufnahme derſelben in die ſtaatliche
Für=
ſorgekaſſe beſchloſſen und damit den ſämtlichen
Angeſtell=
ten eine zeitgemäße. Verſorgung ihrer Zukunft
gewähr=
leiſtet wird.
Die nach der abgelaufenen Amtsperiode
vorgenom=
mene Neuwahl des Genoſſenſchaftsvorſtandes fiel auf die
ſeitherigen Mitglieder. Eine ganz beſonders günſtige
Entwicklung hat die der Berufsgenoſſenſchaft angegliederte
Haftpflichtverſicherungsanſtalt genommen. Die Zahl der
Mitglieder iſt auf 8035 geſtiegen. Die Bilanz der
Haft=
pflichtverſicherungsanſtalt ergab einen verfügbaren
Ueber=
ſchuß von 12761 Mark. Das derzeitige Vermögen dieſer
Anſtalt beziffert ſich auf rund 50000 Mark. Der
gering=
fügige Beitrag, der bereits mit 1 Mark für das Jahr bei
einem Betrieb von etwa 3 Hektar möglich iſt, wird auch
in den kommenden Jahren keine Steigerung erfahren ſo
daß das gemeinnützige Unternehmen den Landwirten
ggeen eine geringfügige Beitragszahlung einen
umfaſſen=
den Schutz gegen die Gefahren der geſetzlichen Haftpflicht
bietet. Die Genoſſenſchaftsverſammlung hat außerdem in
Abänderung der Satzung einen Antrag des
Genoſſen=
ſchaftsvorſtandes, in Zukunft auch kleine Haftpflichtſchäden
bis zum Betrage von 10 Mark in die Verſicherung
einzu=
ſchließen, einſtimmig angenommen.
* Der Berihht über die geſtrigen
Kammerverhand=
ungen befindet ſich auf Seite 30 der heutigen Nummer.
1784) iſt vorhanden. — Aus dem Schiller=Muſeum
lie=
gen zahlreiche bedeutungsvolle Briefe Schillers
auf: an Iffland (betreffend die „Tell”=Aufführung in
Berlin); an Körner (aus jenem ſchönſten Briefwechſel
der deutſchen Literatur!); an den Buchhändler Schwan
in Mannheim (enthält Dalbergs Urteil über „Don
Carlos”). Hier iſt auch der Brief, mit dem Auguſt
von Kotzebue als Leiter des Wiener Burgtheaters
am 1. Januar 1799 Schiller mitteilt, daß ſeine
An=
ſtrengungen, den „Wallenſtein” in Wien aufzuführen,
an den höheren Mächten der Zenſur ſcheiterten. Ein
geſchichtliches Dokument iſt der Brief des Herzogs
Friedrich Chriſtian von Schleswig=
Hol=
ſtein und des Grafen Schimmelmann (
Kopen=
hagen, 27. November 1781), der dem notleidenden
Schil=
ler das Jahresgeſchenk von 1000 Talern darbrachte.
Organiſch am vollſtändigſten geriet die hiſtoriſche
Ausſtellung Sttuttgarts. Sie greift in die älteſte
deutſche Theaterzeit zurück, bis vor das Jahr 1600, und
bietet aus dem 17. Jahrhundert zahlreiche dramatiſche
Handſchriften und Drucke. (Von Friſchlin, Janetzky
und anderen.) Die erſten Opern tauchen da auf — und
im 18. Jahrhundert die als Sänger hochgeſchätzten, aus
Frankreich importierten Kaſtraten. Die ſpätere Zeit
hat mit archivariſcher Genauigkeit alles Bedeutende
feſtgehalten, das die Hauptſtadt Schwabens je berührte.
Die Bilder aller Stuttgarter Schauſpieler und Sänger
finden ſich, und von Uhland, Gutzkow, Bauernfeld,
Lortzing, Lindpaintner, Meyerbeer, Weigl, Richard
Wagner Dichtungsmanuſkripte, Partituren und Briefe.
Für den devoten Stil vor 100 Jahren iſt ein
Theater=
zettel recht charakteriſtiſch, lautend: „Mit hoher,
gnä=
diger Bewilligung wird heute, den 19. Mai 1811, zum
wonnevollen Empfang Seiner Königlichen Majeſtät,
unſeres allergnädigſten Königs und geliebteſten
Lan=
desherrn Friedrich des Erſten aufgeführt: „Pachter
Feldkümmel von Tippelskirchen” von Kotzebue.”
Nummer 287.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Seite 3.
St. Luftflotten=Verein. Auf Veranlaſſung des
Landesverbandes Heſſen des Luftflotten=
Ver=
eins, Ortsgruppe Darmſtadt, hielt Herr
Privat=
dozent Dr. Gaſſer am Montag abend im Kaiſerſaal
einen Vortrag über: „Probleme der
Flug=
technik”. Dem Vortrag wohnte ein ſehr zahlreiches
Publikum, auch viele Offiziere uſw., bei. In
herz=
licher Weiſe begrüßte Herr General v. Eckenbrecher
die Erſchienenen. Er beſprach dann kurz den
Ent=
wickelungsgang des Luftflotten=Vereins, der auch in
Heſſen durch Ortsgruppen in Darmſtadt, Mainz,
Gie=
ßen, Worms uſw. vertreten ſei. Nicht nur
Motorluft=
ſchiffe, ſondern auch Freiballons und Flugmaſchinen
gehören in den Bereich der Aufgaben des Vereins.
Herrn Dr. Gaſſer müßte man Dank wiſſen, daß er in
liebenswürdiger Bereitwilligkeit ſich dem Verein mit
ſeinem reichen Wiſſen zur Verfügung geſtellt habe.
Zum Schluß teilte Redner mit, daß der Aviatiker
Auguſt Euler den Vereinsmitgliedern geſtattet
habe, ſeine Maſchinen zu beſichtigen. Eventuell werde
er auch vor den Mitgliedern einen Flug ausführen.
Darauf erteilte er Herrn Dr. Gaſſer das Wort
zu ſeinem Vortrage. Der geſchätzte Redner gab
ſo=
dann an Hand ganz vorzüglicher Projektionsbilder in
leicht verſtändlicher, auf gründlichem Studium
beru=
hender Weiſe einen Ueberblick über die Entwickelung
der Flugtechnik und damit ein Bild von dem, was
der Menſchengeiſt bisher in ſeinem Jahrtauſende
alten Sehnen, es den Wolken und Vögeln
gleich zu tun, erreicht hat. Beginnend mit
Leonardo da Vinci, ließ der Vortragende in
Wort und Bild alle die mehr oder
weni=
ger glücklichen und unglücklichen Pioniere der
Flugkunſt Revue paſſieren. Von den Drachen und
Gleitflüglern kam er bald auf den Vater der
deut=
ſchen Aeronautik, Lilienthal, zu ſprechen, der als
erſter in Deutſchland mit planmäßigen Erforſchungen
des Auftriebs uſw. vorging, die erſte Flugſchule
errichtete und wichtige Wege wies, wenn er auch in
der heute als unleugbar falſch erwieſenen
Ueberzeug=
ung befangen war, daß die Flugkunſt ſich mit
Muskel=
kraft, ohne motoriſche Hilfe, ermöglichen ließe. Auf
ähnlichem Gebiete arbeitete und verſuchte der
Ameri=
kaner Chanure, während Hiram Maxims
groß=
zügig gedachter Verſuch daran ſcheiterte, daß er ohne
genügende Vorbereitung, ohne Modelle uſw. eine
Ma=
ſchine baute, die wohl theoretiſch ſehr gut erdacht war,
aber, weil zu ſchwer, nie in die Lüfte emporkam. Der
franzöſiſche Kapitän Ferber, ein Schüler
Lilien=
thals, der auf deſſen Verſuchen weiterbaute, hatte
beſſere Erfolge zu verzeichnen. Er baute den erſten
Zweidecker nach Drachenſyſtem und konnte damit
einen Flug ausführen. Dann folgte Santos
Du=
mont, dem es bereits 1906 gelang, einen Flug von
220 Metern zurückzulegen. Auch den originellen
Drachenflieger Hoffmanns lernten wir kennen und
dann wurden auch alle ſchon mehr bekannten, weil
er=
folgreicheren, Flugmaſchinen vorgeführt. Erwähnt
ſeien davon noch die der Gebrüder Voiſin, der
ſchlanke Blériot=Apparat, mit dem zum erſten
Male der Kanal überflogen wurde, ferner die
Appa=
rate Kapferers, Pelteries, Delagranges, Henry
Far=
mans uſw. Längere Zeit verweilte Redner bei den
Flugkünſten und Apparaten der fliegenden Gebrüder
Orville und Wilbur Wright, deren Apparate ſehr
eingehend beſchrieben wurden, dann bei dem erſten
völlig deutſchen Apparat, dem ſchlanken Vogel Hans
Grades, und bei unſerem heimiſchen Flieger
Auguſt Euler, der durch verſchiedene
Verbeſſer=
ungen an ſeinem Apparat außerordentliche Erfolge
erreichte und von dem auch in Zukunft noch viel
er=
hofft werden darf. Im weiteren Verlauf ſeines
Vor=
trages verbreitete ſich der Vortragende noch über den
Bau von Flugmaſchinen, um ſchließlich ſehr
inter=
eſſante und lehrreiche Ausführungen darüber zu
machen, wie die Aeronauten ſich in der Luft
orien=
tieren, auch wenn Nebel oder zu große Höhe das
Er=
kennen von Gegenſtänden auf der Erde unmöglich
machen. Aehnlich wie zur See muß dieſe
Orientier=
ung organiſiert werden, aber mit den alten
Inſtru=
menten der Nautik komme der moderne Flieger nicht
aus. Die Beſtrebungen müßten alſo notgedrungen
zu neuen Inſtrumenten führen, und heute ſind wir
nicht weit von der Möglicheit entfernt, daß den
Luft=
ſchiffern die gleiche leichte Orientierung geſtattet iſt,
wie den Seefahrern. Auch dieſes Kapitel wurde durch
vorzügliche Lichtbilder illuſtriert.
Die Ausführungen des Redners gipfelten in der
ſtolzen Feſtſtellung, daß nach jahrtauſendelangem
Streben endlich das 20. Jahrhundert erhaben iſt über
Raum und Zeit. Er ſchloß mit dem Wunſche: Möge
der Flotten= mit dem Luftflotten=Verein Hand in
Hand arbeiten zum Heile unſeres deutſchen
Vater=
landes. Lebhafter, anhaltender Beifall dankte den
lehrreichen Ausführungen des Redners, dem auch der
Vorſitzende noch gebührenden Dank der Verſammlung
und des Vereins abſtattete.
— Die Heſſiſche Flugſtudiengeſellſchaft hält am
Freitag, den 9. Dezember, eine Verſammlung im Hotel
Heß ab mit Vortrag des Herrn Ingenieurs
Witter=
ſtädter über den heutigen Stand der Flugtechnik.
(Näheres ſiehe Anzeige).
C. Die Konſekration der St. Ludwigskirche durch
Herrn Biſchof Dr. Kirſtein begann geſtern morgen um
8½ Uhr und war gegen 1 Uhr beendet. Die rituellen
Ge=
ſänge wurden ausgeführt durch Alumnen des beſchöflichen
Seminars unter Leitung des Herrn Domkapellmeiſters
Vogt. Um 10¼ Uhr fand die Abholung der Reliquien
aus dem Pfarrhauſe in feierlicher Prozeſſion unter
Muſil=
begleitung ſtatt. Um 11½ Uhr begann das feierliche
Hochamt, das von Herrn Domkapitular Dr. Bendix=
Mainz unter Aſſiſtenz der Herren Pfarrkuraten
Hohen=
adel von Langen und Hillenbrand von Groß=
Gerau zelebriert wurde, während Herr Profeſſor Dr.
Schmidt=Mainz die Feſtpredigt hielt. Dabei trug der
Kirchengeſangverein St. Ludwig unter Leitung des Herrn
Muſikdirektors Klaſſert eine Meſſe vor. Um 1½ Uhr
fand im Konkordiaſaale ein Feſteſſen ſtatt, an dem gegen
100 Perſonen teilnahmen. Biſchof Dr. Kirſtein feierte
das Zuſammenhalten der geiſtlichen nud weltlichen
Ge=
walt und brachte ein Hoch auf den Papſt und den
Groß=
herzog aus. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing toaſtete
auf die katholiſchen Gemeinden Darmſtadts, die Worte des
Herrn Provinzialdirektors Fey galten dem
Kirchenvor=
ſtand St. Ludwig, Geheimerat Dr. Frhr. v.
Biege=
leben warf intereſſante Rückblicke auf die Geſchichte des
Gotteshauſes und brachte ein Hoch auf den Herrn Biſchof
aus. Domkapitular Dr. Elz feierte die Verdienſte des
Denkmalrates, unter deſſen Mitgliedern wir u. a. Herrn
Geh. Oberbaurat Klingelhöffer bemerkten, ſowie
die der mitwirkenden Regierungsbeamten. Herr
Rechts=
anwalt Sieger dankte dem Pfarrer der St.
Ludwieſs=
gemeinde, deſſen Name nebſt demjenigen Altmeiſter Mollers
auf immer mit der Geſchichte des Gotteshauſes verknüpft
war. Während des Mahles konzertierte die Kapelle des
115. Infanterie=Regiments.
— Renovierung der St. Ludwigskirche. Man ſchreibt
uns: Zu der neulichen Mitteilung über die an der
Renovie=
rung der St. Ludwigskirche hauptſächlich beteiligten
Fir=
men ſei ergänzend bemerkt, daß ſämtliche
Schreinerarbei=
ten, mit Ausnahme der Beichtſtühle, aber einſchließlich 23
neuer Kirchenbänke, von der Firma Gebr. Miſchler,
Dampfſchreinerei, hier, geliefert wurden.
— Ortsgewerbeverein. Den Bericht über den
Vortrag des Herrn Bauingenieur Braun über
Linoleum” haben wir noch dahin zu ergänzen, daß die
Schilderung der Fabrikation des Linoleums ſich auf
zwei Syſteme, das Woltonſche und Taylorſche, die ſich
durch die grundverſchiedene Herſtellungsweiſe des
oxy=
dierten Leinöls unterſcheiden, bezog. Außer der bereits
erwähnten Firma hatte auch die „Deutſche Linoleum=
und Wachstuch=Comp. Rirdorf” eine ſchöne
Roh=
materialienſammlung und reiche Muſterkollektion zur
Verfügung geſtellt.
— In dem Frauenverein der Petrusgemeinde
hielt der Vereinsgeiſtliche für Innere Miſſion, Herr
Pfarrer Glock von Nieder=Ramſtadt, einen ſehr intereſſanten
Vortrag über das gegenwärtig weite Kreiſe beſchäftigende
Thema: „Krüppelfürſorge‟ Seine Ausführungen über
die Frage, was man unter Krüppeln verſteht und wie
ihnen zu helfen ſei, gingen allen zu Herzen und eine
reiche Sammlung für das Krüppelheim zu Nieder=
Ramſtadt lahnte ſeinen warmen Worten.
— Katholiken=Verein. Freitag, den 9. Dezember,
be=
ginnt das Weihnachtspreiskegeln. (Näheres ſiehe
An=
zeige.)
— Vortrag. Die Freunde der Darmſtädter Geſchichte
werden darauf aufmerkſam gemacht, daß Freitag, den
9. Dezember, abends 8¼ Uhr, Herr Pfarrer D. Dr. Diehl
im Gemeindehaus (Kiesſtraße 17) einen Vortrag halten
wird über: „Johann Konrad Lichtenberg, der
Erbauer des Darmſtädter Waiſenhauſes”.
* Preſſefeſt 1911. Wie im Anzeigenteil bekannt
ge=
geben, iſt beabſichtigt, wie im Vorjahre, auch 1911 ein
Preſſefeſt in ſämtlichen Räumen des ſtädtiſchen
Saal=
baues zu veranſtalten. Als Tag iſt Samstag, der
14. Januar, in Ausſicht genommen. Die Ausſchüſſe
und Komitees ſind bereits in Bildung begriffen und
werden die Vorbereitungen alsbald in Angriff nehmen.
— Wohltätigkeitskonzert. Es ſei nochmals auf
das heute, Mittwoch, 7. Dezember, 8¼ Uhr abends im
Kaiſerſaal (Grafenſtraße) ſtattfindende
Wohltätigkeits=
konzert zum Beſten der Stiftung „Töchterhort” (für
ver=
waiſte Töchter von Poſt= und Telegraphenbeamten und
Unterbeamten) aufmerkſam gemacht, bei dem außer
mehreren geſchätzten Dilettanten auch die Herren
Kammer=
muſiker Mehmel und Konzertſänger Schuchardt mitwirken
werden.
— Darmſtädter Schloßfreiheit=Lotterie. Die Ziehung
der zweiten Reihe der Darmſtädter Schloßfreiheit=Lotterie
findet beſtimmt am Donnerstag, den 8. Dezember,
öffentlich und unter Leitung eines Notars im Gartenſaale
des ſtädtiſchen Saalbaues ſtatt. Die Ziehung beginnt
mor=
gens um 7 Uhr und dürfte gegen 2 Uhr beendet ſein. Die
Loſe waren diesmal ſchon einige Tage vor der Ziehung
vollſtändig ausverkauft. Die amtliche Ziehungsliſte
er=
ſcheint am Freitag gegen Abend.
Der Veloziped=Klub Darmſtadt hielt im
Kaiſer=
ſaal ſein alljährliches Winterfeſt ab, das ſich eines
außerordentlich guten Beſuches erfreute. Im
Vorder=
grund des Intereſſes ſtanden die ſportlichen
Darbiet=
ungen, die lebhaften Beifall fanden. Insbeſondere
der zum erſten Male von der Reigenmannſchaft
gefah=
rene Bogenſchmuckreigen ließ die ſportliche
Tüchtig=
keit des Klubs erkennen, denn die ziemlich ſchwiert
gen Uebungen gelangen vorzüglich, und die Wirkung
wurde noch erhöht durch den prächtigen Schmuck der
Räder und Bogen in violettem und weißem Flieder
Auch der von 6 Damen und 6 Herren des Klubs
ge=
fahrene Zwölfer=Reigen gab bei tadelloſer Ausführ
ung ein ſehr hübſches Bild. Die Radpolo= und Rad
ballſpiele, von denen beſonders letztere große Anfor
derungen an die Gewandtheit der Fahrer ſtellen, ver
liefen ungemein ſpannend und bewieſen aufs neue
daß der Veloziped==Klub Darmſtadt auch auf dieſem
Gebiete tüchtige Kräfte beſitzt. Der übrige Teil des
Programms war von Fräulein Eichner und Herrn
Gröſel durch vorzüglich zu Gehör gebrachte Geſangs
vorträge, ſowie von Herren Raible und Mitze durch
humoriſtiſche Darbietungen, die lebhaft applaudiert
wurden, in liebenswürdigſter Weiſe übernommen
worden. Den Schluß des Feſtes bildete ein flotter
Ball, der die Teilnehmer noch lange in beſter
Stim=
mung zuſammenhielt.
— Geflügelausſtellung. Auf der vom 3. bis 5.
De=
zember in Rüſſelsheim abgehaltenen allgemeinen Ge
flügelausſtellung erhielten nachſtehende Mitglieder des
Vereins „Ornis” auf ihre dort ausgeſtellten Tiere
folgende Preiſe: Gg. Geiger IV einen Ehrenprei=
C. W. Schäfer einen Ehrenpreis, einen 3. und zwei
Preiſe; Fr. Schömer einen Ehrenpreis und einen 1.
Preis, M. Schäfer einen 2. und einen 3. Preis.
— Lichtſpielhaus „Reſidenz=Theater” (am Weißen
Turm). Heute und folgende Tage bringt dieſes Theater
die letzte Neuheit, nämlich „Wilhelm Tell” (ein
Preis=
rätſel aus den Schweizer Bergen). Nach dem Muſter
der großen illuſtrierten Zeitſchriften wird hier dem
Publikum ein Bilderrätſel aufgegeben, nur mit dem
vorteilhaften Unterſchiede, daß hier das Preisrätſel zum
erſten Male Leben hat, es nicht, wie dort, durch einzelne
tote Gegenſtände, ſondern von vielen handelnden
Per=
ſonen lebendig geſpielt und kinematographiſch wieder
gegeben wird. Für richtige Löſungen ſichert die Direk
tion ſechs wertvolle Preiſe zu. Der übrige Spielplar
enthält noch: Der Herzog von Arles (großes hiſtoriſches
Drama), Der kleinſte Boxer der Welt (ein urkomiſcher
Schlager) uſw. uſw. (Siehe Anzeige.)
Karneval 1911. Wie uns der Große Rat mitteilt,
laufen noch fortgeſetzt Anmeldungen von Vereinen zur
Beteiligung an dem großen Jubiläums=
Kar=
nevalszuge ein, ſo daß die Zahl der aktiv
beteilig=
ten Vereine ſchon jetzt viel größer iſt, als je zuvor.
Auch auf das zur Erlangung von Entwürfen und Ideen
zum Jubiläumszuge erlaſſene Preisausſchreiben
ſind ſchon zahlreiche Bewerbungen eingelaufen, ſo daſ.
das Preisgericht, dem erſte hieſige Künſtler angehören,
keine leichte Arbeit haben wird. Die Friſt zur
Einſen=
dung von Preisbewerbungen läuft am 15. d. M. ab.
— Internationale Ringkampf=Konkurrenz. Die
Ringkämpfe im Orpheum erfreuen ſich unausgeſetzt
eines regen Beſuches, das beſte Zeichen, welches Intereſſe
man der Veranſtaltung entgegenbringt. Durch die
korrekte Durchführung der Kämpfe unterſcheidet ſich dieſe
Konkurrenz auf das vorteilhafteſte von den bisher hier
ſtattgefundenen. Der vornehme ſportliche Geiſt, welcher
die ganze Veranſtaltung durchweht, iſt ganz dazu
ange=
tan, das Vorurteil zu beſeitigen, welches ſonſt in beſſeren
Kreiſen gegen derartige Veranſtaltungen herrſcht. Montag
abend gab es wieder 4 intereſſante Kämpfe und zwar
rangen zuerſt: Heß und der bedeutend ſchwerere Piquard.
Schon nach 2 Minuten ſiegte Letzterer durch Untergriff
von hinten. Als 2. Paar rangen Debie und der
rieſen=
hafte Türke Haſſan Mehmed. Durch ſein koloſſales
Ge=
wicht iſt der Türke ſehr im Vorteil. Debie verteidigt ſich
doch ſo gut, daß der erſte Gang reſultatlos verläuft.
Gleich zu Beginn des 2. Ganges ſiegt der Türke durch
Untergriff in 10½ Minute. Dann ſiegte Terrikoff
Ruß=
land über Pitro Belgien in 7 Minuten. Beim
Ent=
ſcheidungskampf Tſcheſtiakoff gegen Schneider ſiegte
erſterer nach hochintereſſantem Kampfe in einer
Geſamt=
zeit von 44 Minuten. Wie aus dem Inſerat hervorgeht,
nimmt ab heute der deutſche Meiſterringer Heinrich
Eberle an der Konkurrenz teil. Er hat in der heutigen
Vorſtellung gegen P.quard zu ringen. Auch die andern
auf dem Programm ſtehenden Kämpfe verſprechen
in=
tereſſant zu werden. (S. Inſerat.)
— Nieder=Ramſtadt, 5. Dez. Aus dem Bericht
über die hier abgehaltene Hauptverſammlung
Neben Stuttgart ragt Braunſchweig hervor,
reich gefördert von der Wolfenbütteler Bibliothek. Die
Leſſingiana nehmen hier ſelbſtverſtändlich (auch
in Hamburg) den erſten Rang ein. Daneben ſehen
wir alte Schulkomödien von Nikodemus
Friſch=
lin (1588) und Erinnerungen an Herzog Heinrich
Julius von Braunſchweig, den dramatiſchen Dichter
und Begründer der erſten deutſchen
Bühne mit berufsmäßigen
Schauſpie=
lern, der auch die engliſchen Komödianten in ſeine
Dienſte genommen hat. Hier haben wir die
Anden=
ken an die Wanderbühnen der großen Karoline
Neuberin, die den Hanswurſt vertrieb, und des
Johann Friedrich Schönemann, der in der
Schweriner Ausſtellung wieder auftaucht; denn am
Abende ſeines Lebens war er Direktor der
Schweri=
ner Hofkomödie. Das Original des „Julius von
Ta=
rent” von Leifewitz iſt hier und beſonders
ver=
treten iſt die Braunſchweiger Blütezeit unter
Klinge=
mann, dem erſten Aufführer des Goetheſchen „Fauſt”.
Hamburg ſtellt rührende Bilder der alten
Rumpelkäſten, ſeiner von Schröder und Leſſing
ge=
weihten Schauſpielhäuſer aus. Aber da iſt des
Merk=
würdigen noch viel; ſind Zettel der Feſtſpiele „auf der
Hamburger Nationalbühne” (um 1700) und einer
Hans=Wurſt=Komödie (1760); ſind alte Drücke vom
„Glück der Comedia” (1753) und von „der
Abſchieds=
rede bezüglich der gänzlichen Aufgabe der
Schöne=
mannſchen Truppe” ferner Komödienzettel von 1725
und ſolche aus der Direktionszeit Schönemanns (1741
bis 1751), S. C. Schröders (1742), Ackermanns (1779
bis 1780) und des großen Friedr. Ludwig Schröder
(1785—1786).
Aus der Leipziger Abteilung ſei die
Abbild=
ung des Schauſpielhauſes im Quandthof
hervorgeho=
ben; ferner die Folio=Ausgabe des Seneca mit einer
eigenhändigen Widmung (Gedicht) der Karoline Neu=
ber und der „Empfehlungsbrief für Chriſtian Starke,
Joh. Wolff, Rieß, Joh. Velten und andere 13 zur
Bande der kurfürſtlich ſächſiſchen Komödianten
Ge=
hörige für die Leipziger Meſſe”, dat. 27.
Dezem=
ber 1685.
Das Germaniſche Muſeum in Nürnberg
ſteuerte u. a. Theaterdekorationen und Automaten
aus dem 17. Jahrhundert bei und die holzgeſchnitzten
Geſichtsmasken, die bei alten Volksſchauſpielen
ge=
tragen wurden.
Riga in Rußland hat ſeine ganze, für die
Aus=
breitung dentſcher Kultur wichtige Geſchichte
doku=
mentariſch belegt; ſie reicht zurück bis zur
Kotzebue=
ſchen Leitung des Theaters. — Reichhaltig ſind die
Sammlungen von Köln, Düſſeldorf,
Schwe=
rin, Zürich (viele Reliquien aus der
Direktions=
zeit der Charlotte Birch=Pfeiffer und wertvolle
Wag=
neriana), Meiningen, Dresden, München,
Frankfurt, Straßburg (elſäſſiiche Volksſpiele)
Koburg, Wien. Aus der öſterreichiſchen
Haupt=
ſtadt ſind die Nachläſſe Hebbels, Sonnenthals,
Lewinskys, die Autographen=Sammlung
Thi=
migs und die vielen Andenken an Raimund, Neſtroy
und die Thereſe Krones beſonders intereſſant.
Von den großen deutſchen Schauſpielern einer
faſt zweihundertjährigen Vergangenheit fehlt gewiß
das Bildnis keines einzigen auf der Ausſtellung. Von
den meiſten ſieht man zahlreiche Koſtüm= und
Rollen=
bilder (von Iffland an die 200), von anderen große
Oelgemälde und Büſten. Ein ganzes Zimmer nimmt
die Tänzerfamilie Taglioni ein. In weißem
Marmor ſchimmert der kleine, ſehnige Fuß der Fanny
Elßler.
Die friſche Trauer um Joſeph Kainz ließ des
teuren Künſtlers in den Sonderabteilungen der
mei=
ſten Städte gedenken — mit Bildern und Widmungen.
Auf dunklem Samt ruht ſeine Totenmaske. Ein
großer Glasſchrank vereinigt ſeine ſämtlichen
dichte=
riſchen Manuſkripte
Matkowsky als
Co=
riolan ſtellt ein lebensgroßes Oelgemälde dar.
Ein Bildertableau, in der Mitte das Stadttheater von
Graz, ringsum Matkowsky in ſeinen Meiſterrollen,
hat der Künſtler bei ſeinem Grazer Gaſtſpiel (1899)
einem Freunde geſchenkt.
Des Bedentſamen wäre noch ſo viel zu nennen! Da
ſind die Ibſen=Manuſkripte und =Briefe. Da die
eigenhändigen Schriſten Strindbergs. Da iſt die
Holberg=Ausſtellung aus Kopenhagen. Aber ich
muß mich ſchließlich hier mit einigen Kurioſen,
be=
gnügen: So erwähne ich das Teſtament und ein
Stammbuch der Sophie Schröder, ein
Reper=
toire=Verzeichnis der Eliſe Hahn (Bürgers
Schwa=
benmädchen), Briefe von Adolf Wüllner und Zacharias
Werner, die Handſchrift von Grabbes „
Herr=
mannsſchlacht”, ſeines in den Schmerzen des
nahen Todes hingeſchlenderten letzten Werkes.
Eine Harlekin=Pritſche und ein Kuliſſenſchwert an
dem 16. Jahrhundert wirken grotesk. Zu dem
Inter=
eſſanteſten gehören die älteſten Frankfurter
Theaterzettel; und beſondere Beachtung verdient
ein Archivſtück ans dem Mainzer Stadttheater:
„Verdienſtmäßige Abſolution eines bei Verſagung
öffentlicher Kommunion Gott beichtenden chriſtlichen
Komödianten, gegeben von Hilario Ernſt, einem
katholiſchen Prieſter, Mainz ſ. a.”
Die neuen Theater haben viele Bühnenmodelle
ausgeſtellt und plaſtiſche Szenenbilder. Beſonders
ſchön bieten ſich die ſzeniſchen Modelle des Düſſ
dorfer Schauſpielhauſes
Zweck dieſer Zeilen konnte nicht ſein, die Fill
der Erſcheinungen zu umfaſſen. Nur einen Hane
wollten ſie bringen von dem Anferſtehungsfeſte
begra=
bener Theaterzeiten.
Nummer 287.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
des Vereins „Gartenſtadt”, Nieder=
Ram=
ſtadt=Traiſa, entnehmen wir, daß der Vorſtand auch
in dieſem Jahre in ſtetiger, zielbewußter Weiſe an
ſeiner Aufgabe weiter gearbeitet hat, daß die
Garten=
ſtadt dank ihrer glücklichen Lage zwar langſam, aber
ſicher in der Entwicklung begriffen iſt. Die
Waſſer=
leitung wurde durch weitere Stränge ausgebaut. Die
elektriſche Lichtanlage im Nieder=Ramſtädter
Villen=
viertel iſt vollendet, für Traiſa ſteht ſie demnächſt in
Ausſicht. Mehrere Landhäuſer wurden vollendet und
einige ſind noch im Bau. Die Nachfrage nach ſolchen
mehrt ſich von Jahr zu Jahr. Die vorhandenen
Som=
merwohnungen waren die ganze Saiſon über beſetzt.
Der Verein wird demnächſt wegen Ausarbeitung eines
gemeinſamen großen Kanaliſationsplanes bei den
Ge=
meindevertretungen vorſtellig werden. Beſonders
be=
merkenswert iſt die Herſtellung eines kleinen
illuſtrier=
ten Führers, der auf Anfordern koſtenlos verſandt wird
und der auf die in verſchiedenen Tageszeitungen und
Zeitſchriften erſchienenen Inſerate vielfach aus allen
Gegenden Deutſchlands verlangt wurde; auch aus dem
Auslande liefen mehrere Anfragen ein. Der Ausbau
der elektriſchen Bahn nach dem Gartenſtadtgebiet iſt
leider auch in dieſem Jahre nicht zuſtande gekommen,
doch ſteht zu hoffen, daß nach Verwirklichung des neuen
ſtädtiſchen Projekts auch dieſe Wünſche ihrer Erfüllung
entgegen gehen, nicht zum geringſten Vorteil auch der
Darmſtädter Geſchäftswelt.
Groß=Gerau, 5. Dez. In den Oberförſtereien
Mit=
teldick und Mönchbruch haben die Holzhauer um
Erhöhung ihrer Arbeitslöhne und Akkorde nachgeſucht und
die Sache iſt dem Miniſterium der Finanzen zur
Entſchei=
dung vorgelegt worden. Die Holzhauer haben die
Ar=
beit im Walde eingeſtellt. Die Holzhauer in
den Gemeindewaldungen von Raunheim und
Biſchofs=
heim ſind ebenfalls um eine Erhöhung ihrer Arbeitslöhne
eingekommen und die Gemeinden haben die Forderung
genehmigt. Die Folge davon war die Wiederaufnahme
der Holzfällungsarbeiten.
— Gießen, 6. Dez. Vor dem hieſigen
Schwurge=
richt begann heute die Verhandlung wegen des
Friedberger Bombenattentats gegen den
etwa 20jähr. früheren Realſchüler und ſpäteren
Mecha=
niker Friedrich Karl Werner aus
Kaiſerslau=
tern. Er iſt angeklagt: 1. wegen eines ſchweren
Dieb=
ſtahls in der Pulverfabrik bei St. Ingbert, 2. wegen
eines Bombenattentats auf eine Villa in der
Ober=
lindau in Frankfurt a. M., 3. wegen eines ſchweren
Er=
preſſungsverſuchs gegen den Frankfurter Bankier
Mayer während deſſen Anweſenheit in Homburg v. d.
H., 4. wegen des Bombenattentats auf das Friedberger
Rathaus, wobei unter Umſtänden auch ein
Totſchlag=
verſuch in Frage kommt, und 5. wegen des
Raubmord=
verſuchs an dem Friedberger Bankdirektor Mayer. Das
ſchwerſte Verbrechen des Angeklagten iſt das Attentat
auf das Friedberger Rathaus, das ſeinerzeit weit über
die Grenzen des kleinen Städtchens hinaus ungeheures
Aufſehen erregte. Nach verſchiedenen Irrfahrten
wurde Werner in Barmen in einem
Automatenreſtau=
rant dingfeſt gemacht. Der Angeklagte iſt ſchon
wieder=
holt mit dem Geſetzbuch in Konflikt gekommen und hat
in der Schule eine auffallende Vorliebe für Phyſik und
Chemie gezeigt, wodurch er ſich Kenntniſſe aneignete,
die ihm bei der Bombenfabrikation zuſtatten kamen.
Werner, der bisher alle ſeine Straftaten zugab
und nur den Raubmord an dem Bankvorſteher Mayer
in Friedberg leugnete, hat dem Unterſuchungsrichter in
Gießen ein volles Geſtändnis abgelegt.
Da=
durch dürften ſich die Verhandlungen vor dem
Schwur=
gericht vereinfachen.
(*) Steinfurth, 5. Dez. In unſerem durch ſeine
Roſenkultur bekannten Orte iſt die Feldbereinigung
be=
endet. Bei dem geſtrigen Verkauf der Maſſengrundſtücke
wurden äußerſt hohe Preiſe erzielt, beſonders bei den
Aeckern, die als Baugelände in Betracht kommen. Hier
ſtellte ſich der Bauplatz auf 3000—7500 Mark. Für
Acker=
land wurden für den Quadratmeter 1—2 Mark geboten.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Dez. Der Vorſitzende
des Aufſichtsrats der Nationalbank für Deutſchland,
Regierungsrat a. D. Ernſt Magnus iſt geſtern
hier im Alter von 60 Jahren geſtorben. — Eine
Berlinerin hat in der Nacht zum Sonntag ein
Per=
len kollier im Werte von 20000 Mark verloren
Es beſteht aus einer einreihigen Kette, in deren Mitte
ſich eine größere Perle befindet. Für die
Herbeiſchaf=
fung der Perlen iſt eine Belohnung von 500 Mark
ausgeſetzt. Es handelt ſich um eine ſehr reiche Berliner
Dame, die das Kollier auf dem Wege vom Hotel
Kon=
tinental nach dem Deutſchen Theater und von der
Vorſtellung nach dem Hotel Aſtoria Unter den Linden
und von da auf einem Umwege nach dem Hotel
Kon=
tinental, wahrſcheinlich im Automobil, verloren hat.
— Eine 33 Jahre alte Gouvernante, die ſich auf
der Reiſe von Rußland nach der Schweiz befand, machte
unterwegs die Bekanntſchaft eines jungen Mannes,
der ſich ihr als Plantagenbeſitzer vorſtellte und ſie
überredete, ihm als ſeine Frau in die Heimat zu
fol=
gen. Die Trauung ſollte hier auf der Durchreiſe
ſtattfinden. Unter dem Vorwand, die nötigen
Vor=
bereitungen treffen zu wollen, entfernte ſich der junge
Mann aus dem Gaſthof, in dem das Paar abgeſtiegen
war, und zwar unter Mitnahme eines Koffers der
Dame, in dem ſich deren ganze Erſparniſſe in Höhe
von 18000 Mark in ruſſiſchem, deutſchem und
franzö=
ſiſchem Gelde und wertvolle Schmuckſachen befanden.
Bis jetzt iſt es der Polizei noch nicht gelungen, den
Schwindler feſtzunehmen. — Die Tragödie auf
dem Tempelhofer Felde iſt jetzt aufgeklärt.
Die Frau, die dort ihr zwei Jahre altes Kind und ſich
ſelbſt mit Lyſol vergiftete, iſt feſtgeſtellt als die 29
Jahre alte, aus Neuhoff gebürtige Kutſcherfrau Minna
Schmidt aus der Teltower Straße. Die Leute hatten
drei Kinder, zwei Knaben von 9 und 7 Jahren und
ein 2 Jahre altes Töchterchen Charlotte. Sie wohnten
ſeit einem Jahre in der Teltower Straße und lebten
nach den Bekundungen der Hausgenoſſen in beſter
Eintracht. Frau Schmidt zeigte aber ſchon länger
Spuren von Tiefſinn. Geſtern morgen ging ſie nun
mit ihrem Töchterchen nach dem Tempelhofer Felde,
um ſich und ihrem Kinde das Leben zu nehmen. Das
kleine Mädchen wird wohl mit dem Leben
davon=
kommen.
Wiesbaden, 5. Dez. Heute abend wurde in einem
hie=
ſigen Hotel ein Fremder namens Bremſer aus Koblenz,
der ſich tagsüber nicht aus ſeinem Zimmer begeben hatte,
mit einer Schußwunde in der Bruſt aufgefunden,
die ihm nach ſeiner Angabe in der vergangenen Nacht von
Unbekannten beigebracht worden ſein ſoll. Vermutlich
handelt es ſich um einen Selbſtmordverſuch eines
Hotel=
angeſtellten von auswärts, der eine Defraudation beging.
Bei dem Verletzten wurde ein größerer Geldbetrag
auf=
gefunden; er kam ins Krankenhaus.
München, 5. Dez. Der Deutſche Touringklub teilt
zu dem Ballonunglück auf der Nordſee mit:
In dem am Samstag nachmittag bei Gerſthofen
aufge=
ſtiegenen Ballon befanden ſich Direktor Diſtler,
Haupt=
mann a. D. Jördens, Kaufmann Ernſt Metzger, nicht,
wie gemeldet, Direktor Karl Metzger. Der verunglückte
Ballonfahrer Metzger wurde am Sonntag früh von
einer Welle aus dem Korbe geſpült.
Karlsruhe, 5. Dez. Der Herzog=Regent von
Braunſchweig mit Gemahlin und Gefolge iſt heute
zum Beſuche des Großherzoglichen Hofes hier
eingetrof=
fen. Zum Empfang hatten ſich am Bahnhof das
Groß=
herzogspaar und Prinz Max eingefunden.
Deſſau, 6. Dez. In Coswig erkrankten zahlreiche
Per=
ſonen nach dem Genuß von Margarine unter
Ver=
giftungserſcheinungen.
Elberfeld, 6. Dez. Auf dem Hauptbahnhofe waren
mehrere Oberbauarbeiter, darunter zwei Brüder, auf
dem Geleiſe beſchäftigt, als auf dieſem ein
Perſonen=
zug einlief. Einer der Brüder bemerkte die drohende
Gefahr nicht und arbeitete weiter, der andere, der ſich
in Sicherheit gebracht hatte, ſprang hinzu und riß ihn
kurz vor der Lokomotive von den Schienen weg. Er
ſelbſt bekam aber einen ſo heftigen Stoß, daß ihm die
Kinnbacken zerſchmettert wurden und die
Knochen=
ſplitter durch den Hals drangen. Der Tod trat
als=
bald ein.
Leipzig, 6. Dez. Vor dem Reichsgericht
be=
ginnt morgen, Mittwoch, der Prozeß der
türki=
ſchen Regierung gegen die Reichsbank wegen
Herausgabe des Depots des Exſultans Abdul Hamid.
In erſter Inſtanz vor dem Kammergericht wurde die
Reichsbank verurteilt.
Breslau, 5. Dez. In Bogutſchütz erkrankte nach
dem Genuß von Backa=Margarine die
Arbeiter=
familie Schmeiduch, die eine Poſtſendung davon aus
der Mohrſchen Fabrik in Ottenſen bezogen hatte.
Konzerte.
W. Das dritte Konzert der Großh.
Hof=
muſik am Montag machte uns zunächſt mit einer
ſinfoniſchen Dichtung „Gudrun” des Wiesbadener
Kammermuſikers Guſtav Cords, den wir auf dem
vorjährigen Preſſefeſt als Humoriſten kennen gelernt
haben, bekannt. Die Kompoſition iſt ein von
hervor=
ragendem kompoſitionstechniſchen Können Zeugnis
ab=
legendes, thematiſch geſchickt aufgebautes und
durchge=
führtes, wenn auch nach Art der Modernen im Stil
etwas regelloſes Werk, das, von dem Komponiſten ſelbſt
dirigiert, warmen Beifall erntete.
Der Soliſt des Abends, der Cellovirtuoſe Gérard
Hekking=Denancy, ſpielte als erſte Nummer
Konzert in D=dur mit Orcheſterbegleitung von E. Lalo,
ein effektvoll gearbeitetes und feſſelndes, zum Teil auch
originelles Werk, dem das meiſterhafte Spiel des
Künſt=
lers ein erhöhtes Intereſſe verlieh. Er gebietet über
eine unfehlbare, brillante Technik und einen edlen,
prachtvollen Ton, der in dem von ihm mit Virtuoſität
herausgearbeiteten ſeelenvollen Kantilenenſpiel und in
getragenen Stücken, wie dem zweiten zum Vortrag
ge=
langten ſchwermütigen „Kol Nidrei” von Max Bruch
einen idealen Ausdruck findet. Der Künſtler begeiſterte
durch ſeine Kunſt das Zuhörerpublikum zu lebhaften
Beifallskundgebungen und ſpielte als Zugabe
Sara=
bande von Bach.
Die Hauptnummer des Programms bildete die
grandioſe Fünfte Sinfonie (E-moll) von Tſchaikowsky,
die den lebhaften Wunſch erregte, auch die anderen
bedeutenden ſinfoniſchen Werke des genialen
Kompo=
niſten in dieſen Konzerten aufgeführt zu hören. Durch
die intereſſante motiviſche Behandlung, die
wunder=
vollen Klangmiſchungen, die prachtvollen tonlichen
Steigerungen und das hochdramatiſche Pathos, die ſich
zu einem durch ſeine Eigenart faszinierenden, aber
nicht bizarren und nicht, wie in den modernſten
ſinfoniſchen Werken, regelloſen, ſondern trotz der
Vielgeſtaltigkeit der Form doch harmoniſchen
Ganzen vereinigen, wird das muſikaliſche Intereſſe
bis zum Schluſſe wachgehalten und mehr und
mehr geſteigert. Ein großes Verdienſt an dieſem
lebhaften Intereſſe und der faszinierenden Wirkung
der Sinfonie hatte auch das Orcheſter, das ſie unter
der temperamentvollen und anfeuernden Leitung des
Herrn Hofrats de Haan mit ganzer künſtleriſcher
Hin=
gabe, ſouveräner Beherrſchung der techniſchen Aufgabe
und prachtvollem Schwunge ſpielte. Auch in der
Aus=
führung der übrigen Programmnummern bedeckte ſich
das Orcheſter wieder mit Ruhm.
Kleines Feuilleton.
— Der Gourmet auf dem. Piedeſtal.
Brillat=Savarin, der geiſtvolle. Verkünder der
fran=
zöſiſchen Kochkunſt, deſſen Name der Gourmet von
heute nur mit melancholiſcher Ehrfurcht über die
Lip=
pen gleiten läßt, wird nun auch äußerlich in die
Un=
ſterblichkeit eingehen, er hat erreicht, was bisher
kei=
nem Feinſchmecker vergönnt war: ein Denkmal
wird der Nachwelt von dem Schaffen, Trachten und
Genießen Brillat=Savarins erzählen; die Bürger
ſei=
ner Heimatſtadt Belley haben beſchloſſen, dem
be=
rühmteſten Sohne der Stadt ein Monument aus
Stein und Bronze zu errichten. Wie oft, wenn
ſchweigſame Genießer an lecker bereiteter Tafel
bei=
ſammen ſitzen, fällt der Name des berühmten
Gour=
mets, und zwiſchen den Gängen zitiert andächtig einer
ſeiner Jünger eine Stelle aus der geiſtvollen und
tief=
gründigen „Phyſiologie des Geſchmacks”! Nicht
um=
ſonſt konnte einmal der Zar Alexander zu Tayllerand
ſagen: „Etwas habt Ihr uns gelehrt, das wir nicht
kannten: Ihr habt uns eſſen gelehrt.‟ Er mochte
da=
bei an den würdigen Herrn Rat vom Kaſſationshof
denken, der in ſeinen Mußeſtunden das Evangelium
der Goumets verfaßte, als eine Erholung nach den
Stunden ermüdenden Aktenſtudiums.
Ein freundlicher, eleganter alter Herr, mit
ſtatt=
lichem Embonpoint, der Typus eines „Bonvivant”
das war der Mann, der den Feinſchmeckern ſpäterer
Jahrhunderte die Wege wies. Die Revolution hatte
ihn ſeines Beſitzes beraubt, er verlor ſeine Stelle als
Präſident des Ziviltribunals von Ain, wanderte nach
der Schweiz aus, dann nach Amerika, und er, der
ſpä=
ter das klaſſiſche Preislied auf die raffinierten
Ge=
nüſſe des Gaumens verfaſſen ſollte, mag in jenen
Jah=
ren manche Stunde bitterer Entbehrung durchkoſtet
haben, zwang ihn doch das launiſche Schickſal ſogar,
in einer New=Yorker Theaterpakelle die Geige zu
ſpielen, um ſein Leben zu friſten. Aber Brillat=
Sa=
varin war ein philoſophiſches Gemüt, und er
über=
wand dieſe Zwiſchenfälle des Zufalls. Er konnte wie=
London, 5. Dez. Bei dem Eiſenbahnunglück,
das ſich bei Willesden ereignete, ſind, wie jetzt
feſtge=
ſtellt iſt, 40 Perſonen verletzt worden. Der Zug, in
den der andere hineinfuhr, war dicht beſetzt mit
Arbei=
tern, welche nach London fuhren, von denen viele im
Wagen ſtanden. Der letzte Wagen wurde in die Luft
gehoben und halb auf den Bahnſteig geſtoßen, bis die
Decke des Wagens in das Dach der Station eindrang.
In dieſem Wagen wurden alle Inſaſſen mehr oder
weniger ſchwer verletzt.
Die Urſache der Kataſtrophe iſt noch nicht
feſtgeſtellt. Der Expreßzug war in den haltenden Zug
hineingefahren. Der Führer erklärte, daß die Signale
auf freie Fahrt geſtanden hätten, doch iſt dies noch nicht
aufgeklärt. Bei der Einfahrt in den Bahnhof befindet
ſich eine ſtarke Kurve, ſodaß der einfahrende Führer
den Bahnſteig nicht ſehen kann, bis er dicht davor iſt.
Der Lokalzug ſtand bereits 8 Minnten über die
Ab=
fahrtszeit in dem Bahnhof, weil die Inſpektoren die
Abonnementskarten prüften. Der Zug war überfüllt.
In den letzten beiden Abteilen ſtanden außer den
ſitzenden noch zahlreiche Fahrgäſte. Den Schluß des
Zuges bildete ein Bremswagen. Plötzlich erblickten die
auf dem Bahnſteig ſtehenden Perſonen den mit voller
Geſchwindigkeit in ungefähr 60 Meter Entfernung auf
demſelben Gleiſe daherbrauſenden Schnellzug. Einige
Perſonen ſprangen von dem ſtehenden Zuge nach dem
Warteſaal und ſtarrten wie hypnotiſiert auf den
heran=
brauſenden Zug. Der Führer des Schnellzuges gab=
Gegendampf, doch war es zu ſpät. Im nächſten Moment
krachte die Lokomotive gegen den Bremswagen und in
den überfüllten letzten Perſonenwagen hinein. Dieſer
wurde vollſtändig und der vorhergehende Wagen faſt
ebenſo zertrümmert. Aus dieſen Wagen ſah man Blut
in Bächen auf den Bahnſteig fließen. Viele Paſſaßiere
aus dem hinteren Teil des Zuges, die auf den
Bahn=
ſteig geſprungen waren, ſtanden wie betäubt und
ſtarr=
ten auf die Schreckensſzene. Von den Inſaſſen der
bei=
den letzten Wagen des haltenden Zuges blieb kaum
einer unverletzt.
Aſtrachan, 5. Dez. Von den vom Sturm im
Kaspiſchen Meer ereilten Schiffen ſind insgeſamt
23 geſunnken. 314 Menſchen ſind ertrunken,
dar=
unter 184 perſiſche Schiffsarbeiter. Acht Leichterſchiffe
ſind im Eiſe ſtecken geblieben. Die Lage iſt bedrohlich.
Der Moabiter Krawallprozeß.
— Berlin, 5. Dez. Die heutige Verhandlung
be=
gann mit der Vernehmung eines der Arbeitswilligen,
des Kutſchers Wellſchmidt. Er ſoll über die ihm
wider=
fahrenen ſchweren Mißhandlungen im Schanklokale von
Pilz Ausſage machen. Es iſt dies einer der ſchwerſten
Fälle, die während der Streikunruhen vorgekommen
ſind, und die Anklagebehörde legt auf dieſen Fall
an=
ſcheinend ſehr großes Gewicht, denn ſie behandelt ihn
recht ausführlich. Der Zeuge gibt an, er ſei zu Kupfer
u. Cie. als Arbeiter gekommen, als der Streik ſchon faſt
beendet war. Als er den Kohlenplatz betreten wollte,
redeten ihn auf der Sträße Streikende an und führten
ihn in das Lokal von Pilz, wo ihm der Vorſchlag
ge=
macht wurde, er ſolle nicht die Arbeit aufnehmen,
ſon=
dern Streikpoſten ſtehen, eventuell ſei die Streikleitung
in der Lage, ihm Arbeit in Plötzenſee zu verſchaffen.
Während der Unterhandlungen wurde ihm Eſſen und
Trinken verabreicht. Der Zeuge lehnte es ſchließlich
ab, ſich am Streik zu beteiligen, worauf 15 bis 20 Mann
über ihn herfielen, und ihn mit Gummiſchläuchen und
Fäuſten bearbeiteten. Der Zeuge flüchtete hinter den
Ladentiſch zu dem Gaſtwirt Pilz, der ihn aber
zurück=
ſtieß, ſo daß die Streikenden erneut über ihn herfallen
konnten. Zeuge Wellſchmidt bekundet, er glaube, etwa
acht= bis zehnmal von Pilz hinter dem Ladentiſche
her=
vorgeſtoßen zu ſein. Wer ihn alles geſchlagen hat, weiß
der Zeuge nicht, er glaubt aber einige der Angeklagten
wieder zu erkennen. Der Zeuge iſt ſchließlich von einem
Streikenden aus dem Lokal herausgebracht worden und
hat auf der Straße ſeine Mutter und ſeine Schweſter
getroffen, die am nächſten Tage bei der Polizei Anzeige
erſtatteten. Am nächſten Tage hat er mit einem
Krimi=
nalſchutzmann das Pilzſche Lokal nochmals aufgeſucht
und dort vier Streikende als Beteiligte an der
Schläge=
rei rekognosziert. Zeuge Arbeiter Gottſchalk gehörte
ebenfalls zu den Arbeitswilligen und iſt von den
Strei=
kenden in der Sickingerſtraße geſchlagen worden.
Nach=
dem ein Schuß gefallen war, den der Zeuge für einen
Gegk
der nach Frankreich zurückkehren, Politik war ihm
immer Hekuba geweſen, es war ihm gleich, ob er dem
Kaiſerreiche oder dem Königtum diente, ihn
beſchäf=
tigte nur eine große, zeitloſe Frage, „die Wiſſenſchaft
des Rachens” wie Montaigne einmal witzig die
Gaſtronomie apoſtrophierte. Das war ſeine einzige
Leidenſchaft, und er gab nur ſeiner Ueberzeugung
Ausdruck, als er formulierte, daß „die Entdeckung
eines neuen Gerichtes mehr zum Glücke der
Menſch=
heit beitrage als die Entdeckung eines Sterns”
Von ihm ſtammen auch viele Ausſprüche, die
popu=
lär und berühmt geworden ſind. „Koch kann man
werden, aber als Brätkoch wird man geboren.‟ Die
Pflichten des Gaſtgebers umſchreibt er mit den
knap=
pen Worten: „Jemand einladen, das heißt für deſſen
Glück ſorgen, ſo lange er unter unſerem Dache iſt.”
Aber er bleibt nicht bei den Fragen des perſönlichen
Genuſſes und der Freundſchaftspflichten ſtehen, er
entwickelt ſogar eine Art Geſchichtsphiloſophie, wenn
er behauptet: „Das Schickſal der Nationen hängt von
ihrer Ernährungsart ab.” Während er des Tags
über im Gerichtsgebäude in langweiligen Akten
blät=
terte, bewegten gaſtronomiſche Phantaſien ſein
Ge=
müt, ja manchmal konnte man den würdigen Herrn
Rat während der Verhandlung ein kleines
Manu=
ſkript aus der Bruſttaſche ziehen ſehen, in das er
haſtig eine Bemerkung, einen Aphorismus oder ein
Rezept eintrug, das der Augenblick ihm eingegeben
hatte. So entſtand langſam das Werk, das noch heute
die klaſſiſche Bibel der Gaſtronomie bildet, und das
der Verfaſſer damals gar anonym erſcheinen ließ, um
ſeine Amtswürde nicht zu beeinträhtigen. Er
ent=
ſchuldigt ſich mit ſchöner Beſcheidenheit und meint zu
Beginn der „Phyſiologie” ſchüchtern: „Durch meinen
Stand zu ernſten Studien erzogen, fürchte ich, daß alle,
die mein Buch nur dem Titel nach kennen werden,
glauben müſſen, daß ich mich nur mit Narreteien
be=
ſchäftige.‟ Er fand ſogar keinen Verleger, mußte
ſelbſt die Druckkoſten bezahlen. Die Nachwelt löſt
nun die Schuld ein. Auf einem Marmor= oder
Gra=
nitſockel mag ſein Standbild noch ſpäteren
Geſchlech=
tern von der raffinierten Kultur des Eſſens erzählen,
die ihr Symbol findet in dem Namen Brillat=Savarin.
C.K. Der Kampf gegen die Tuberkuloſe
im Kinemattographen. Aus New=York wird
berichtet: Der von den Verteidigern der „echten” Thea=
Nummer 287.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Seite 5.
Signalſchuß hielt, fielen etwa 10 bis 15 Perſonen über
ihn und ſeine Kollegen her und verprügelten ſie mit
Gummniknüppeln. Im Pilzſchen Lokal ſeien ihm
Vor=
würfe gemacht worden, daß er arbeiten wolle. Pilz
ſelbſt habe geſagt, er werde ihm die Knochen im Leibe
zerſchlagen, wenn er die Arbeit nicht niederlege. Auch
Frau Pilz habe ihm geſagt, er ſolle ſich doch ſchämen, zu
arbeiten, während andere ſtreikten. Der Zeuge hat
er=
widert, er müſſe doch für ſeine Familie ſorgen. Zeuge
Arbeitswilliger Liedtke iſt von den Streikenden
nieder=
geſchlagen, wie er annimmt, mit einem Schlagring, ſo
daß er acht Tage im Krankenhauſe liegen mußte. Die
Verteidigung hat zum Falle Pilz noch die Ladung von
31 weiteren Zeugen beantragt. Morgen werden die
Verhandlungen fortgeſetzt.
Luftſchiffahrt.
* Paſſagierflugwoche auf dem
Darm=
ſtädter Truppenübungsplatz. Der Aviatiker
Auguſt Euler hatte einer Anzahl von Offizieren der
Darmſtädter Garniſon eine Paſſagierflugwoche
ver=
ſprochen. An den Flügen nahmen als Paſſagiere teil:
am 22. November Hauptmann Kage zirka 14 Kilometer
in 12 Minuten, Leutnant Mehmed Ali (Türke) zirka
10 Kilometer in 8½ Minuten; am 23. November
Leut=
nant von Hammacher zirka 13 Kilometer in 11 Minuten,
Oberleutnant Real (Schweizer) zirka 10 Kilometer in
8½ Minuten, Leutnant Mudra zirka 9 Kilometer in
7 Minuten, Leutnant von Hiddeſſen zirka 12 Kilometer
in 10 Minuten; am 24. November Prinzeſſin von
Battenberg zirka 14 Kilometer in 12 Minuten, Prinz
von Battenberg zirka 4 Kilometer in 3½ Minuten,
Leutnant Heinr. von Scanzoni zirka 15 Kilometer in
12½ Minuten, Leutnant Otto von Scanzoni zirka 14
Kilometer in 11½ Minuten, Zivilingenieur Urſinus
zirka 6 Kilometer in 5 Minuten; am 26. November
Oberleutnant von Hannecken zirka 6 Kilometer in 5
Minuten, Leutnant Graf Vitzthum v. Eckſtädt zirka
10 Kilometer in 8 Minuten; am 29. November Major
von Neumann zirka 4 Kilometer in 3½ Minuten,
Ober=
leutnant Goerdtz zwei Flüge von je 4 Kilometer in
3½ Minuten; Am 1. Dezember Herr Dücker zirka 20
Kilometer in 16½ Minuten, Leutnant von Iſſendorff
zirka 8 Kilometer in 6 Minuten, Frau Euler zirka 16
Kilometer in 13 Minuten, Leutnant Chales de
Beau=
lien zirka 10 Kilometer in 8 Minuten.
Die Höhe der vorgenannten Flüge ſchwankte
zwi=
ſchen 30 und 150 Meter. Sämtliche Landungen erfolgten
glatt im Gleitfluge aus 20 bis 50 Meter Höhe mit
ab=
geſtelltem Motor. Es traten während der ganzen Zeit
keinerlei Störungen noch ein Fehlſtart ein.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 6. Dez. (
Frücht=
marktbericht.) Der Wochenmarkt blieb wieder
ſehr ſtill; es fehlte jede Kaufluſt, und nur der Konſum
trat mit kleiner Order auf. Landweizen ſchließt gegen
die Vorwoche kaum verändert. Landroggen wurde
etwas reichlicher offeriert, doch blieben die Preiſe gut
behauptet. Hafer, Gerſte und Mais ruhig und
unver=
ändert. Für Mehl und Futterartikel war eher
An=
gebot vorhanden.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt
aber nicht lebhaft.
An der Berliner Produktenbörſe lag
Getreide feſt auf das kalte Wetter und die geringen
Deckungen der dortigen Händler. Die Offerten des
Inlandes ſind etwas zurückhältender, ruſſiſche Offerten
waren knapp und 1 Mark teurer. Donauware und
Laplataweizen fehlten: Aus den Provinzen wurde
ſtellenweiſe ſchärfere Kälte gemeldet bei
Schneeman=
gel. Hafer war gut behauptet, doch ruhig; der Konſum
iſt noch reſerviert.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amer
i=
kaniſchen Getreidemärkten (Chicago und
New=York) zeigte Weizen bei Eröffnung eine
Ermat=
tung auf Meldungen von Schneefällen im Südweſten
der Vereinigten Staaten, ſowie der Schwäche an den
inländiſchen Produktenmärkten. Später beſſerte ſich
die Tendenz auf die ſtärkere Nachfrage für Lokoware,
und ſchließt ſtetig, trotz der günſtigen argentiniſchen
Ernteberichte, da die Baiſſiers große Deckungen
vor=
nahmen. Mais eröffnete matter und ſchließt willig
auf beträchtliches Farmerangebot und bedeutende
Realiſationen. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort
in dieſer Woche von 42,48 Millionen Buſhels auf 42,99
Millionen Buſhels und die Maisvorräte von 1,45
Mil=
lionen Buſhels auf 1,55 Millionen Buſhels geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 20.10—20.25,
Norddeutſcher 20.10—20.25, Kurheſſiſcher 20.15—20.25,
Rumäniſcher 21.50—22.50, Laplata 21.75—22.25,
Ruſſi=
ſcher 21.75—23.00, Redwinter 21.75—22.50, Donauweizen
21.75—22.25, Kanſas 22.00—22.50, Walla Walla 22.00 bis
22.50, Manitoba 22—23; Roggen, hieſiger, 15.15—15.30,
Bayeriſcher (Pfälzer) 15.20—15.30, Ruſſiſcher
Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher ——; Gerſte,
Pfäl=
zer, 17—18, hieſiger und Wetterauer 16.50—17.00,
Ried=
gerſte 17—18, Ungariſche 22—23, Fränkiſche 17—18
Ruſſiſche Futtergerſte 12.50—12,75; Hafer, hieſiger, 15.00
bis 15.75, Bayeriſcher 15—16, Ruſſiſcher ——,
Ameri=
kaniſcher ——, Rumäniſcher ——: Mais mixed 14.00
bis 14.20, Ruſſiſcher 14.25—14.75, Donaumais 14.00 bis
14.25, Rumäniſcher 14.15—14.35, Weißer Mais 14.00 bis
14.10, Laplata 14.00—14.20, Weizenſchalen 8.75—9.25,
Weizenkleie 8.50—8.75, Roggenkleie 9.50—9.75, Futter
mehl 12.50—12.75, Biertreber getröcknet 12.75—13.00:
Weizenmehl (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31.00—31.50,
feinere Marken 31.75—32.00, Nr. 1 29.00—29.50, feinere
Marken 29.75—30.00, Nr. 2 28.00—28.25, feinere Marken
28.50—28.75, Nr. 3 26.00—26.50, feinere Marken 26.75
bis 27.00, Nr. 4 22.00—22.50, feinere Marken 22.75 bis
23.00; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 23.50—23.75, Nr. 1
21.50—22.25, Nr. 2 19.00—19.50.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Die Abgeordneten Bähr und Wolf haben ſich
wieder einmal über die hohen Tagegelder der
Beam=
ten in der Kammer unterhalten. Es iſt zu verwundern,
daß dieſe Herren bei Beurteilung der Frage nicht ihre
eigenen Verhältniſſe in Betracht ziehen. Als
Land=
tagsabgeordnete und Herr Bähr auch noch als
Mit=
glied der Landwirtſchaftskammer beziehen ſie pro Tag
12 Mk. Tagegeld einſchließlich Uebernachtungsgebühr.
Wenn Herr Bähr aus eigener Praxis zu der
Ueber=
zeugung gelangt ſein ſollte, daß bei einem ſolchen
Diätenbezug Erſparniſſe zu erzielen ſind, ſo wäre es
doch ſeine Pflicht, in der Kammer entſprechende
An=
träge zu ſtellen. 12 Mark Tagegeld und
Uebernacht=
ungsgebühr beziehen aber nach der Verordnung von
1879 erſt die vortragenden Räte, doch immerhin auch
Leute, die ihrem Bildungsgrad und ſozialen Stellung
nach wohl nicht allzu weit hinter den genannten
Her=
ren ſtehen dürften. Ganz zu ſchweigen von dem Gros
der übrigen Beamten, die weit geringere Diäten
Einer vom Gros.
beziehen.
— Die Hälfte der Spielzeit des Großh. Hoftheaters
geht nun in etwa 3 Wochen ihrem Ende entgegen,
ob=
wohl der Abonnementsbuchſtabe A ſeit Beginn der
Spielzeit bis heute noch kein einziges Luſtſpiel zu
ver=
zeichnen hat. Die A=Abonnenten werden nur
ab=
wechſelnd mit Schau= und Trauerſpielen beglückt, nür
wurde ihnen bis jetzt die wenig Anklang findende
Komödie „Der Arzt am Scheidewege” zu teil. Einſender
dieſes iſt durchaus kein Gegner der Schau= und
Trauer=
ſpiele, er möchte jedoch nur die Großh.
Hoftheater=
direktion gefälligſt darauf aufmerkſam machen, eine
gleich=
mäßigere Verteilung bezüglich des Spielplanes obwalten
zu laſſen, damit bis Ende der Saiſon jeder Buchſtabe
eine verhältnismäßig gleiche Anzahl jeder Art Stücke
Ein mehrjähriger A=Abonnent:
erhalten hat.
terkunſt ſo viel geſchmähte Kinematograph wird von
Mitte Dezember ab in Amerika ſeine propagandiſtiſche
Macht in den Dienſt der Volksgeſundheit ſtellen: über
7000 amerikaniſche Kinematographentheater haben ſich
bereit erklärt, die Beſtrebungen der
Nationalgeſell=
ſchaft zur Bekämpfung der Tuberkuloſe tatkräftig zu
unterſtützen. Sie werden bei den Aufführungen in
lebenden Photographien dem Publikum
veranſchau=
lichen, wie die Tuberkuloſe ſich ausbreitet und durch
welche Methoden ſie bekämpft werden kann. Auf den
Bildern ſieht man zuerſt ungeſunde Wohnungen, die
Brutſtätten der Kranheitskeime, die im Schmutze und
im Dunkel gedeihen. Dann ſieht man
Kranken=
ſchweſtern, die dieſe Wohnſtätten ſäubern und
des=
infizieren, und ſchließlich wird das Leben und
Trei=
den in den großen Krankenhäuſern für Lungenkranke
vor Augen geführt. Schriftliche Erläuterungen ſind
auf die Platte gebannt und werden vor den Bildern
eingeſchoben. Die Aufnahmen ſollen eine Zeitlang
vorgeführt werden, dann aber iſt ein Wechſel
vor=
geſehen, durch den man das Intereſſe des Publikums
wach zu halten hofft. Nach der Anzahl der Theater
und ihrer bisherigen Beſucherzahl kann man
be=
rechnen, daß täglich 10 Millionen Menſchen dieſe
Pro=
paganda gegen die Tuberkuloſe im Bilde an ſich
vor=
überziehen ſehen werden.
* Ein Choriſtenſtreik. Die männlichen
Chor=
ſänger der Wiener Hofoper traten am Samstag wegen
verzögerter Befriedigung der von ihnen geforderten
Gehaltserhöhung bei einer Lohengrin=Aufführung in
paſſive Reſiſtenz, indem ſie nur leiſe ſangen. Die
Intendanz verhängte daher über ſie die Entlaſſung und
ſetzte lauter Opern ohne Chöre auf den Spielplan, bis
ein neuer Männerchor gebildet iſt. Unter den
Ent=
laſſenen befindet ſich auch, wie ſchon mitgeteilt, der
be=
kannte Liederkomponiſt Thomas Koſchat, der ſich aus
Standesgefühl dem Ausſtande angeſchloſſen und der
erſt kürzlich ſein 40jähriges Jubiläum als Mitglied der
Hofoper gefeiert hat. Der Chor veröffentlicht eine
Kundgebung, in der er das Wiener Publikum wegen
der paſſiven Reſiſtenz um Entſchuldigung bittet. Die
Zwangslage ſei geſchaffen worden nicht ſo ſehr durch die
Ablehnung der Gagenerhöhung als durch das brüske
Verhalten eines Beamten der Direktion gegenüber
einer Deputation der Chorherren. In der Vorſtellung
* Berlin, 6. Dez. Die zweite Leſung des
Arbeitskammergeſetzes
wird beim Paragraphen 2 fortgeſetzt.
Abg. Bömelburg (Soz.): Wir beantragen, in
dem § 2 die Worte „unter gleichmäßiger Berechtigung
der Arbeitgeberintereſſen” zu ſtreichen. — Abg. Manz
(Fortſchr. Vpt.): Ich bitte um Ablehnung dieſes
An=
trages. — Abg. Severing (Soz.): Eine einſeitige
Intereſſenvertretung iſt in dieſem Falle nötig, ſonſt
iſt der ganze Zweck des Geſetzes verfehlt. — Abg.
Fleiſcher (Zentr.): Ich bitte, den Wortlaut der
Re=
gierungsvorlage in der Kommiſſionsfaſſung aufrecht=
zuerhalten. — Abg. Bömelburg (Soz.): Die
Unter=
nehmer ſind gewohnt, auch berechtigte Forderungen zu
bekämpfen.
Nach weiterer unerheblicher Debatte wird § 2 in
der Kommiſſionsfaſſung angenommen; ebenſo werden
angenommen die §§ 3 und 4. § 5, der beſagt, daß
Angelegenheiten einzelner Betriebe nicht unter die
Tätigkeit der Kommiſſion fallen ſollen, wird, nachdem
ein Antrag des Abg. Severing, die Abſtimmung über
§ 5 auszuſetzen ſo lange, bis die Regierung ſich über
ihre Stellungnahme entſchieden habe und nachdem
Miniſterialdirektor Caspar erklärt hatte, die Sache ſei
auch in der Kommiſſion eingehend beſprochen worden,
und diene lediglich theoretiſchen Intereſſen, da
der=
artige Fälle von Fall zu Fall behandelt werden
müſ=
ſen, in der Kommiſſionsfaſſung angenommen. § 6
be=
trifft die Tätigkeit der Arbeitskammern als
Einig=
ungsamt für die von ihnen vertretenen gewerblichen
Zweige. Die Faſſung der Kommiſſion wird
angenom=
men. § 7 definiert den Begriff „gewerbliche Arbeiter”
im Sinne des Geſetzes. Die Kommiſſion beantragt,
auch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Fabriken
und Werkſtätten der Eiſenbahnen in die
Arbeitskam=
mer einzubeziehen. Ein ſozialdemokratiſcher Antrag
will auch die Handlungsgehilfen und
Rechtsanwalts=
gehilfen uſw., ſowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer der
Reichs=, Staats= und Kommunal=Betriebe einbezogen
wiſſen. Die Freiſinnigen wollen die Betriebsbeamten,
Werkmeiſter, Techniker, Handlungsgehilfen und
Hand=
lungslehrlinge vom Geſetz ausſchließen. — Abg. Irl
(Zentr.) befürwortet ſeinen Antrag, welcher es
ermög=
lichen ſoll, daß keine Handwerker, die vorübergehend
bei anderen Unternehmern tätig ſind, in das Geſetz
einbezogen werden. — Abg. Potthoff (Fortſchr.
Vpt.): Wenn Sie unſeren Antrag annehmen, dann
kann der Bundesrat nach Bedürfnis Arbeitskammern
im Handelsgewerbe errichten. — Staatsſekretär
Del=
brück: § 6 der Gewerbeorönung beſagt, daß von ihm
die Arbeiter in den gewerblichen Betrieben der
Eiſen=
bahnunternehmungen ausgeſchloſſen werden. Nun
war ſtrittig, ob die Beſtimmung dieſes Paragraphen
Anwendung finden ſoll auf die Werkſtätten der
Eiſen=
bahnen, wenn ſie nicht ſtaatliche, ſondern auch
kommu=
nale und private Betriebe darſtellen. Die gerichtliche
Praxis hat feſtgeſtellt, daß die Werkſtättenarbeiter der
Eiſenbahnen von dieſer Beſtimmung der
Gewerbeord=
nung ergriffen werden, ihr alſo nicht unterſtehen;
dabei ſteht auch feſt, daß ſie auch nicht der Gewerbefreiheit
unterliegen. Richtig und tatſächlich geſchieht dies aus
Zweckmäßigkeitsgründen. Auch die weiteren
Beſtim=
mungen der Gewerbeordnung können auf die Arbeiter
nicht angewendet werden. Deshalb kann auch dieſes
Geſetz auf ſie nicht erſtreckt werden. In der Praxis,
können auch die Legislative und die Exekutive bei den
Eiſenbahnwerkſtättenarbeitern tatſächlich nicht getrennt
gelaſſen werden, aber die der anderen Handlungsgehilfen
der Gewerbebetriebe in dieſes Geſetz kann wohl
zu=
gelaſſen werden, aber die anderen Handlungsgehilfen
nicht, weil das ihren Intereſſen nicht entſpricht und
auch die Tragweite der Maßnahmen ſich hier nicht
über=
ſehen ließe. Weiter könnten wir tatſächlich nicht gehen.
— Abg. v. Bolkow (konſ.): Die Faſſung der
Regier=
ungsvorlage iſt das Aeußerſte, was wir annehmen.
Wir haben das Recht, unſere Meinung, als im
Inter=
eſſe des deutſchen Volkes liegend, anzuſehen und
wer=
den gegebenenfalls den § 7 ablehnen. — Abg.
Schwa=
bach (natl.): Wir würden den Eiſenbahnarbeitern
keinen Dienſt erweiſen, wenn man ſie in dieſes Geſetz
einbeziehen wollte. Das gleiche trifft zu für die Poſt=,
Heeres= und Marine=Betriebe. Für die
Arbeiteraus=
ſchüſſe muß verlangt werden, daß ihre Mitglieder vor
Maßregelungen geſchützt ſind. Außerdem muß den
Ausſchüſſen das Recht auf Verhandlungen betr. Lohn
und Arbeitszeit eingeräumt werden. Ich empfehle
dieſe Forderung als Reſolution anzunehmen. — Abg
Hoch (Soz.): Nicht mit Reſolutionen, nur mit
poſiti=
ver Arbeit kann den Arbeitern gedient werden.
Wol=
len wir wirklich etwas für die Handlungsgehilfen
er=
reichen, ſo müſſen wir den Antrag der Freiſinnigen
annehmen. — Abg. Behrens (Wirtſchaftl. Vgg.): Der
freiſinnige Antrag iſt unannehmbar. Die angeblich
demokratiſche Partei ſtellt hier Anträge, mit denen die
große Mehrheit der Intereſſierten gar nichts zu tun
haben will. Die ſozialdemokratiſchen Anträge ſind
derart, daß ſie nicht einmal verhandelt werden können.
Abg. Trimborn (Zentr.): Meine Partei wird
die ſozialdemokratiſchen Anträge ablehnen. Die Stellung,
der „Boheme” am Sonntag wurden die
Männerchor=
ſtellen weggelaſſen und die Volksſzenen bloß von
Sta=
tiſten gegeben. Die unentbehrlichen Chorübergänge
wurden von Soliſten hinter den Kuliſſen geſungen.
Kunſtverein.
II.
Der Dritte im Bunde iſt der Maler
Segiſſer=Karlsruhe.
Auch vor ſeinen Bildern ſteht man im Banne eines
Aus=
drucks reifen künſtleriſchen Könnens. Doch wie anders
findet der Künſtler dieſen Ausdruck, als Kempin, als
Klein=Chevalier. Hier eine Weichheit der vollen, warmen
Farbtöne in den beſten dieſer Bilder, die vielfach
unge=
mein ruhige Stimmung auslöſt, dort ſcharfe, klare
Beto=
nung der Konturen, des Kolorits. Und hier wie dort in
der Farbengebung Stimmungen von unendlichem Reiz.
Der Karlsruher iſt ein ſehr vielſeitiger Künſtler . Seine
Motive findet er vornehmlich im behaglich erleuchteten
Innenraum, aber auch Landſchaften von ſtarkem Eindruck,
Blumen, Stilleben und Bildniſſe malt er. Und es iſt
ſchwer zu ſagen, auf welchem Gebiete ſeine Hauptſtärke
liegt. Neben ruhigem, wohlabgetöntem Kolorit legt er
auch Wert auf grelle Lichteffekte, wie in dem ſchön gemalten
Interieur und in dem Gemälde „Schloß Favorite” in dem
die Aufgabe ſehr gut gelöſt iſt. In den in dunkles
Däm=
merlicht getauchten Garten vor dem Schloß fällt ein letzter
Strahl der ſcheidenden Sonne, der auch ein Stück der
Schloßfaſſade trifft. Das wirkt außerordentlich
ſtim=
mungsvoll.
Als die beiden reifſten Bilder der Kollektion möchten
wir „Vor der Taufe” und „Der Mäher” anſprechen. Im
erſteren ſind die Bauerntypen — wohl Oberheſſen — in
ganz vorzüglicher Weiſe charakteriſiert und das Kolorit
von großem maleriſchen Reiz trotz der Ruhe; im zweiten
feſſelt die Kraft der Bewegung und die treffliche
Modellie=
rung des mähenden Mannes. Der eigenartige Lilaton in
der Fleiſchfarbe muß wohl, da er auch in dem Senſenſtiel
wiederkehrt, in der Beleuchtung begründet ſein, die Natur
malt manchmal in Farben, die dem unglaubhaft ſcheinen,
der die Lichtreflexe der ſcheidenden Sonne uſw. nicht
kennt. Das mutet vielleicht etwas fremd an, aber rein
maleriſch gereicht es dem Bilde ſehr zum Voxteil. der kolo=
riſtiſche Reiz wird dadurch ungemein erhöht. Auch unter
den übrigen Stücken, die die ganze Längswand des
Ehren=
ſaales bedecken, ſind noch Bilder von hohem künſteriſchen
Wert; es ſind mehrere trefflich beobachtete Studien
dar=
unter. Die Weichheit ſeines Kolorits kommt in den
Blu=
menſtücken des Künſtlers nicht immer in dem Maße zum
Ausdruck, wie es dem Blütencharakter wohl zu wünſchen
wäre. Jedenfalls darf konſtatiert werden, daß Segiſſer
der Beſten einer unter den Karlsruhern iſt.
Dann ſind noch ein paar Darmſtädter Künſtler
vertre=
ten: Profeſſor
Wilhelm Baders
Adam und Eva ſind im Treppenhaus hängen geblieben.
Es iſt hochintereſſant, zu ſehen, wie verſchieden zwei
Künſt=
ler eine Eva auffaſſen können. Man vergleiche Baders
licht=
umfloſſene, liebliche blonde Frauengeſtalt zu der
knien=
den, raſſigen, Schmerz, Verzweiflung oder Reue
ausdrücken=
den Eva, die Kempin in ſchwarzem Haar in myſtiſcher
Um=
gebung darſtellt. Doch ſind beides in ihrer Art
Meiſter=
werke.
Georg Altheim
hat wieder eine Anzahl ſympathiſcher, im zarten Schmelz
ihres Kolorits ſehr reizvoller Bilder ausgeſtellt, deren
Motive heimatlichen Fluren entnommen ſind: Anſichten
aus der Gegend von Arheilgen, Heiligenberg,
Brauns=
hardt uſw. Freilich, in der Nachbarſchaft der energiſch
kraftvollen Arbeiten Klein=Chevaliers und Kempins, in
ihrer flotten, ſcharf betonten Pinſelführung, nehmen dieſe
zarten Farbenmalereien ſich gar eigenartig aus. Aber
großes, gefeſtigtes Können und vor allem einen vornehmen
Farbenſinn, eine wohl eigenartige, aber durchaus treffende
Naturbeobachtung ſpricht auch aus dieſen Bildern, die
moderne Auffaſſung mit der ſubtilen Technik der alten
Schule in feſſelnder Weiſe verbinden. Altheim liebt keine
Düſternis, keinen Kampf der Elemente. Seine Bilder
at=
men Frieden, ſonnige Stimmung. Er liebt die Natur,
wenn ſie in ihres Daſeins Höhepunkt ſteht, wenn goldener
Sonnenſchein, grüne Matten und der Reife
entgegenwach=
ſende Fruchtfelder in helles, ſommeriſch flimmerndes Licht
taucht und wenn laue Winde die Gipfel der Bäume nur
gerade ſoweit bewegen, daß aus den tauſend Einzelheiten
ihres Blätterſchmuckes ein ſchimmerndes Grün wird, das
ſich ſo=ſchäw.kerbig reizvoll abſtimmen läßt zu dem großen
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Nummer 287.
wie ſie hier für die Angeſtellten vorgeſehen bleibt, iſt in
der Kammer unhaltbar. — Abg. Horn=Reuß (nl.):
Un=
ſere Haltung hat ſich nur inſofern geändert, als ſich auch
die Vorlage geändert hat. — Abg. Schirmer (Zentr.):
Die Sozialdemokratie vertritt hier völlig ausſichtsloſe
Anträge. Auch die Regierung kann meines Erachtens §
ſehr wohl zuſtimmen. Die Eiſenbahnarbeiter denken gar
nicht an einen Streik. — Abg Hué (Soz.): Wir wollen
die Arbeiter ſämtlicher Staatsbetriebe in das Geſetz
ein=
beziehen. Das heutige Vorgehen des Zentrums ähnelt
dem ſcharfmacheriſchen Handeln der Konſervativen.
Vizepräſident Schultz teilt mit, daß zu § 13,
Zu=
laſſung von Arbeiterſekretären, namentliche Abſtimmung.
beantragt iſt. Dieſe Abſtimmung erfolgt morgen.
Abg. Potthoff (Fortſchr. Vp.): Die Verbände der
Handlungsgehilfen ſind auf unſerer Seite. Wir haben
alles getan, was in unſeren Kräften ſtand. — Abg. Hoch
(Soz.): Die Handlungsgehilfen wollen eine
Standesver=
tretung, ganz gleich, ob ſie mit demſelben Geſetz auch für
die gewerblichen Arbeiter geſchaffen wird.
Nach weiterer unerheblicher Debatte wird abgeſtimmt
und zwar über den von der Kommiſſion hinzugefügten
Abſatz, daß Eiſenbahner ebenfalls unter das Geſetz geſtellt
werden. Der ſozialdemokratiſche Antrag wird abgelehnt,
ebenſo der Zentrumsantrag, derjenige von Behrens
(Wirtſch. Vgg.) und der der Fortſchrittlichen Volkspartei.
Die Kommiſſionsfaſſung zu Abſatz 1 und 2 wird
angenom=
men, ebenſo Abſatz 3 mit geringer Mehrheit. (Große
Un=
ruhe). Das Reſultat der Geſamtabſtimmung für § 7
bleibt zweifelhaft und es wird Hammelſprung
vorgenom=
men. Es ſtimmen mit Nein 115, mit Ja 132. § 7 iſt
ſo=
mit angenommen. Die Paragraphen 8 bis 10 werden
ohne Debatte angenommen.
Darauf vertagt ſich das Haus auf morgen 1 Uhr.
Tagesordnung: Fortſetzung der heutigen Beratung;
Rech=
nungsſachen. Schluß gegen 7 Uhr.
* Berlin, 6. Dez. Die Budgetkommiſſion
des Reichstags trat heute zur Beratung der
Fernſprechgebührenordnung zuſammen. Der
Referent befürwortete die Aenderungen des Entwurfs,
der Korreferent befürchtet, daß die Vorlage dem
Han=
del, der Induſtrie und dem Verkehr ſchaden werde.
Der Antrag des Referenten fordert eine Pauſchalſumme
nach der Zahl der Anſchlüſſe und zwar in Netzen von
ein bis vier Anſchlüſſen 65 Mark uſw., in progreſſiver
Steigerung bis zu Netzen von über 50000 Anſchlüſſen
(Pauſchalſumme 300 Mark). Nach Antrag des
Korrefe=
renten ſoll die Geſprächsgebühr wie in der Vorlage
vier Pfennig für jede Verbindung betragen. Die
Pauſchalgebühr ſoll nach der Zahl der Verbindungen
geſtaffelt ſein und zwar bei nicht mehr als 2000
Ver=
bindungen 75 Mark jährlich uſw., mit zehntauſend
Ge=
ſprächen (Gebühr 300 Mark) ſoll die Höchſtzahl der bei
einem Anſchluß zuläſſigen Verbindungen erreicht ſein.
Für den Fernverkehr beantragt der Referent die
Ge=
ſprächsgebühr für ein Dreiminuten=Geſpräch
feſtzu=
ſetzen auf: bis zu zwölf Kilometer 15 Pfennig uſw.,
wie im Entwurf. Der Korreferent beantragt bis zu
25 Pfennig, wie in der Vorlage, jedoch unter Fortfall
der 250 Kilometerzone. Die Taxe von 50 Pfennig ſoll
alſo gleich ſein bis zu der Entfernung von 500
Kilo=
meter. Staatsſekretär Krätke gibt dem Antrag des
Korreferenten den Vorzug, er empfiehlt aber die 15
Kilometerzone mit einer Gebühr von 10 Pfennig
ein=
zuführen, und für die Zone bis zu 25 Kilometer 20
Pfennig feſtzuſetzen. Die beſtehenden Bezirksnetze zu
beſeitigen, ſei nicht beabſichtigt; es ſollten aber keine
neuen geſchaffen werden. Nach Ausführungen des
Staatsſekretärs änderte ſodann der Referent in ſeinem
Antrage die 12 Kilometerzone in eine 15
Kilometer=
zone um.
Die engliſchen Wahlen.
* London, 5. Dez. 9,30 N. Gewählt ſind:
59 Liberale, 81 Konſervative, 8 Vertreter der
Arbeiter=
partei und 16 Redmondiſten.
* London, 5. Dez. 10,50 N. Gewählk ſind:
79 Liberale, 107 Konſervative, 11 Vertreter der
Ar=
beiterpartei und 16 Redmondiſten.
Miniſter Runciman iſt in Dewsbury mit 7061 gegen
1033 Stimmen, der Nationaliſt O’Connor in Liverpool
mit 2458 Stimmen gegen 689 wiedergewählt worden.
Gleichfalls in Liverpool wurde der bekannte
Konſerva=
tive Smith wiedergewählt, und zwar mit einer Mehr=
weiten blauen Himmel mit den lichten weißen
Wolken=
gebilden, die kaum merklich aus dem Blau ſich abheben.
Und dieſen Farbenſinfonien der Natur komponiert er in
gleicher Zartheit, ohne aufdringliche, ſcharfe Betonung die
Menſchenhandgebilde, die Schlöſſer und Häuſer ein. Die
Hauptſache bleibt ihm immer die ſonnenbeſchienene Natur,
die er in großen Ausſchnitten, perſpektiviſch brillant
durch=
geführt, auf die Leinwand bannt. Dabei muß anerkannt
werden, daß der Künſtler mit Erſolg beſtrebt iſt, die
Klippe zu umſchiffen, die eine ſo ſubtile Farbengebung
leicht den Eindruck derEintönigkeit preisgibt, eine Gefahr, vor
der wir erſt jüngſt den Künſtler warnen zu ſollen glaubten.
„Schloß Heiligenberg” u. a. zeigt hierin eine
bemerkens=
werte Friſche und Energie im Kolorit. Die
Pinſelfüh=
rung der modernen lockeren Technik freilich laſſen auch
dieſe Bilder noch vermiſſen, aber es gereicht ihnen nicht
zum Nachteil.
Hans Weyl
iſt in der Gruppe nur mit zwei Bildern, Schwarzweiß
blättern, vertreten. Das Damenbildnis „Frl. T.”, ein
Bleiſtiftzeichnung, zählt nach des Künſtlers eigener An
ſicht zu den beſten Zeichnungen, die ihm je gelangen. Jt
der Tat, das Bildnis verbindet flotte friſche Darſtellung
mit augenſcheinlicher Charakteriſierung und es erweckt auc
für den, der das Original nicht kennt, den Eindruck, als ol
es ſehr ähnlich ſein muß. Der Geſichtsausdruck iſt un
gemein lebendig. Das zweite Blatt iſt ein aus dem Beſitz
des Großherzogs ſtammendes „Myſterium” das durch In
halt und Ausführung wohl berechtigt iſt, großes Intereſſe
zu fordern. Das große Rätſel des Lebens und des Tode
hat der Künſtler wohl bildlich darſtellen wollen, ohne den
Verſuch einer Löſung dieſer Ewigkeitsfrage. Ein nackter
Jüngling, faſt noch ein Knabe, ſteht ſinnend vor einen
Totenſchädel. Der dunkel gehaltene Innenraum, von dem
der nackte Körper und der Schädel ſich lebhaft abheben
dazu zwei Leuchter uſw., geben dem Bilde das Myſtiſch
dem es den Titel verdankt. Die Zeichnung iſt kraftvol
betonend, die Kompoſition eindrucksvoll.
Damit iſt die Reihe der Maler erſchöpft. Im Treppen
hauſe iſt noch eine reizende kleine Plaſtik aufgeſtellt, ein
Tänzerin von L. Daſio, die in Stellung und Haltun
ſehr glücklich empfunden und in der Modellierung außer
ordentlich anmutig iſt. — Insgeſamt weckt dieſe
Ausſtel=
lung zweifellos ein bedeutend höheres künſtleriſches In
tereſſegals die voxangegangene.
M. St.
heit von rund 1300 Stimmen. In Blackburn, wo ſich
vier Kandidaten in zwei Wahlbezirken gegenüberſtehen,
wurde der Vertreter der Arbeiterpartei Snowden mit
der größten Stimmenzahl wiedergewählt.
* London, 11,45 N. Der ſtellvertretende Sprecher
des Unterhauſes, Emmott (liberal), wurde in Oldham
wiedergewählt. In Leiceſter wurde J. Ramſey Mac
Donald (Arbeiterpartei) wiedergewählt. Gewählt
ſind bisher: 87 Liberale, 115 Konſervative, 14 Vertreter
der Arbeiterpartei und 14 Redmondiſten.
* London, 6. Dez. Bis 1 Uhr 30 Minuten
nach=
mittags waren gewählt: 89 Liberale, 126 Unioniſten, 18
Redmondiſten und 16 Mitglieder der Arbeitspartei.
Vermiſchtes.
* Wie viel Deutſche gibt es auf der
Erde? Die Jahre 1910 und 1911, in denen nicht nur
in Deutſchland, ſondern auch in einer großen Zahl
anderer Staaten Volkszählungen ſtattfinden, machen
wiederum die Frage aktuell, wie viel Deutſche es zur
Zeit gibt. Selbſtverſtändlich kann es ſich nicht darum
handeln, wie viel Perſonen die deutſche
Reichsange=
hörigkeit beſitzen. Maßgebend iſt vielmehr das
Deutſche als Mutterſprache, wobei nahe
ver=
wandte Sprachen, wie zum Beiſpiel das Flämiſche,
das längſt die Bedeutung einer ſelbſtändigen Sprache
erreicht hat, ausgeſchieden werden und auch
diejeni=
gen nicht mitgerechnet ſind, die ſich neben einer
frem=
den Mutterſprache den fließenden Gebrauch des
Deut=
ſchen angeeignet haben. Unter dieſer Maßgabe kann
man nach den Fortſchreitungen und den
Wahrſchein=
lichkeitsberechnungen der verſchiedenen Länder
folgen=
des für Mitte 1910 als annähernd richtig
feſt=
ſtellen: Im Deutſchen Reiche bekennen ſich bei
einer Geſamtbevölkerung von 64½ Millionen rund 60
Millionen zur deutſchen Sprache. Auf Oeſterreich, wo
das Deutſchtum innerhalb der letzten zehn Jahre
prozentmäßig keineswegs weiter zurückgegangen,
ſon=
dern angeſichts der ſtarken ſlawiſchen Auswanderung
eher etwas gewachſen iſt, rechnet man etwas über 10
Millionen, auf Ungarn aber, wo tendenziöſe
Re=
gierungspolitik ihre Finger auch in die
Volkszähl=
ungen ſteckt, 2 200000 Deutſche. Es zählen ferner an
Deutſchen: die Schweiz 2½ Millionen, Luxemburg
230000, Rußland 1900000, Belgien 30000 und die
Niederlande 100000 Köpfe. Am ſchwierigſten iſt
die deutſchredende Bevölkerung der Vereinigten
Staaten zu erfaſſen. Wenn man hier von zehn
oder zwölf oder gar noch mehr Millionen
Deutſch=
ſprechender redet, ſo beruht dies auf gänzlich
will=
kürlichen Schätzungen, bei denen die Politik einen
bedeutenden Einfluß übt. Feſt ſteht nur, daß gegen
drei Millionen der dortigen Bevölkerung in
Deutſch=
land geboren ſind. Von ihnen iſt ein nicht
unbedeu=
tender Teil der ſlawiſchen (polniſchen) Nationalität
zuzurechnen, er wird aber ausgeglichen durch den
deutſchenſprachigen Anteil an der öſterreichiſchen
Ein=
wanderung. Was ſonſt nach an Deutſchen in
ande=
ren Ländern wohnt, beläuft ſich nur auf wenige
Hun=
derttauſende. Man kann alſo den Anteil der
Deut=
ſchen an der derzeitigen Geſamtbevölkerung der Erde
auf 80 bis 80½ Millionen Menſchen anſetzen.
Literariſches.
— Soeben erſchienen im Verlag Lampart u. Ko.,
Augsburg: Gottfried Scchwabs Dichtungen „
Wol=
kenſchatten und Höhenglanz” in dritter
ver=
mehrter Auflage und zwar als Volksausgabe. Ein
wirkliches Verdienſt der bekannten Verlagsfirma, daß
ſie die Neu=Ausgabe trotz ihrer vornehmen Ausſtattung
(Buchſchmuck von Hans Schroedter) zu einem Preiſe
anſetzte, der es weiteſten Kreiſen ermöglicht, das
gehalt=
volle Buch zu erwerben. Volkstümliche Kraft mit
Eigen=
art vereint durchſtrömen die Dichtungen Gottfried
Schwabs, den wir mit Stolz unſerer engeren Heimat
zuzählen dürfen. Immer mehr müſſen dieſe Lieder
eindringen in die breiten Schichten unſeres Volkes, in
die Herzen unſerer Jugend, die aus ihnen einen Born
edelſter Vaterlandsliebe ſchöpft. Liebte doch Gottfried
Schwab ſein deutſches Vaterland über alles. So ſchreibt
die Deutſche Rundſchau: Solche Gedichte wie „Das
Lied vom alten Kaiſer”, „Das Lied vom treuen
Kanz=
ler” und „Des Königs Feldherr” (Moltke) ſuchen, aber
finden nicht ihres gleichen. Und das Seelied: „Michel
horch, der Seewind pfeift” iſt das Mutigſte, Friſcheſte
und Schönſte, was „unſerer Zukunft auf dem Waſſer”
und unſerer jungen Flotte dargebracht worden iſt. Es
iſt daher auch bereits zum Gemeingut des deutſchen
Volkes geworden. Möchten ſich Gottfried Schwabs von
ſo edlem, echt deutſchem Geiſt beſeelte Dichtungen in der
neuen Volksausgabe neue Freunde erwerben und als
ſinnige ſchöne Gabe zum Weihnachtsfeſt nirgends fehlen.
— Max Nordau, Märchen. Illuſtriert von
Hans Neumann=München. Prachtband mit
Gold=
ſchnitt 4,50 Mk. Otto Hendel Verlag, Halle a. S. Auch
die neueſten Märchen, die von Max Nordau, zeichnen
ſich durch größtmögliche Einfachheit aus. Wer Nordau
als Philoſophen kennt, der freut ſich, welch’ exzellenter
Kinderkenner Nordau iſt. Nur ein Dichter, der das
Herz und den Sinn des Dichters ſtudiert hat und der
das Kind liebt, konnte dieſe zarten,
vorausſetzungs=
loſen Märchen dichten. Das treffliche Buch bildet ein
praktiſches Weihnachtsgeſchenk für unſere Kleinen.
Deham is deham. Neueſte Scherzgedichte
in naſſauiſcher Mundart von Rudolf Dietz. Viertes
Heft. Verlag des Verfaſſers in Wiesbaden,
Schützen=
hofſtraße 14. Preis 60 Pfg. Das neueſte und letzte
Heft der weitverbreiteten Sammlung „Deham is
deham” tritt den zahlreichen anderen Heften des in
ſeinem prächtigen Humor unerſchöpflichen Verfaſſers
ebenbürtig zur Seite.
— Das ſoeben im Verlage von W. Vobach u. Ko.,
Leipzig, erſchienene praktiſche Büchlein: „
Küchen=
kalender und Wirtſchaftsbuch für das
Jahr 1911” macht es der Hausfrau durch
überſicht=
liche Tabellen zum Eintragen aller ihrer Einnahmen
und Ausgaben leicht, Ordnung, die die Seele jedes
Haushalts iſt, in ihre Wirtſchaftskaſſe zu bringen. Es
iſt erſtaunlich, was dieſer gut und dauerhaft
ausge=
ſtattete Kalender für den billigen Preis von nur 50
Pfennig alles bietet. Vobachs „Küchenkalender und
Wirtſchaftsbuch” kann allen Hausfrauen zur
Anſchaff=
ung und fleißigen Benutzung warm empfohlen werden.
Darmſtadt, 7. Dezember.
St. Märchenvorleſung mit Kinderliedern zur Laute.
Es muß der Freien Literariſch=k ün
ſt=
leriſchen Geſellſchaft hoch
ange=
rechnet werden, daß ſie neben der Pflege der
„hohen Kunſt” auch der guten alten deutſchen Märchen
nicht vergißt, die noch immer eines der beſten
Erziehungs=
mittel ſind, da ihr Eindruck auf das dem Guten wie dem
Böſen gleich empfängliche Kindergemüt immer gleich ſtark
bleiben wird. Auch in unſerer haſtenden Zeit, die für das=
Gemütvolle ſo gar keinen Sinn mehr hat und ein der
elektriſche Eiſenbahnen, Flugapparate und Dampfmaſchinen
das Märchenbuch vielfach aus der Kinderſtube verdrängt
haben. Daß die Märchen, die alten wie die neuen, noch
immer von ſtarkem Eindruck ſind, bewies der geſtrige
Abend, da Hunderte kleiner, größerer und großer Kinder
den Erzählungen Frl. Anna Ethels und den herzigen,
ſüßen Kinderliedern Frl. Lina Poppes (Frankfurt a. M.)
während anderthalb Stunden lauſchten. Freilich, auf die
großen Kinder mag der Eindruck wohl noch ſtärker
gewe=
ſen ſein, wie auf die Kleinen, denen vielfach der tiefe=
Sinn der Kindergeſchichtchen und =liedchen noch fremd
und denen nun zu Hauſe die Mutter eine Mittlerin ſein
ſollte für das, was unverſtanden blieb. Die Großen aber
lauſchten mit größter Aufmerkſamkeit. Wem mögen wohl
nicht liebe oder wehmütige Erinnerungen gekommen ſein
an frohe Kinderjahre, als dieſe längſt vergeſſenen, guten
Kameraden ſo vieler Stunden der Kindheit nun wieder zu
uns ſprachen wie Zeugen vergangener Lebensabſchnitte,
Ausgelöſcht waren ſie ja wohl bei keinem, der je als Kind
ſie gehört, alle die Märchen vom Elfenkind, von den
Hein=
zelmännchen, vom ſtandhaften Zinnſoldaten und vom
Nikolaus, der die böſen Buben ſtraft und die guten
be=
lohnt. Aber vergeſſen waren ſie über des haſtenden
Le=
bens tötender Tätigkeit, über Sorge und Not, die das
Le=
ben brachte. Und im großen Saale mögen die herzigen
Kinderliedchen kein befreiendes, glückliches Mitſchwingen
ausgelöſt haben, als Frl. Poppe ſie ſo ungemein
eindrucks=
voll in der Schlichtheit kindlichen Vortrags, gepaart mit
hoher Geſangskunſt, vortrug. Die ſüßen Liedchen vom
Bienchen, vom Männlein im Walde, Alle Vögel ſind ſchon
da, Das bucklige Männlein, Wer will unter die Soldaten,
und wie ſie alle heißen, die lieben alten Bekannten,
tau=
ſendmal gehört und ebenſo oft vergeſſen.
So war der Märchenvorleſung ein voller Erfolg
be=
ſchieden, zu dem natürlich die geſchmackvolle
Zuſammen=
ſetzung des Programms und vor allem die beiden Damen,
die die Märchen und Lieder interpretierten, in erſter Linie
beitrugen. Frl. Anna Ethel verſtand es ganz
vorzüg=
lich, bei ihrer Vorleſung den richtigen, zu Herzen gehenden
Ton zu treffen, der den kindlichen Gemütern die
Schön=
heiten unſerer Märchen in vollendeter Weiſe nahe brachte
und zum Herzen und zum Verſtande in gleicher Weiſe den
Weg fand. Dabei hielt ſie ſich (nicht alle Vorleſerinnen
können das) jeglicher Uebertreibung fern, zu der Märchen
und Kinderpublikum leicht verleiten. Dieſe Art,
Mär=
chen vorzuleſen oder zu erzählen, iſt eine wahre Kunſt.
Uebrigens bewies das Programm, daß auch unſere, vom
Materialismus beherrſchte Zeit Märchen ganz modernen
Vorwurfs hervorzubringen vermag. Es enthielt ein
Mär=
chen vom Roſenwölkchen, in dem auch das Motorluftſchiff
eine Rolle ſpielt und das trotzdem ſehr gemütvoll iſt. Ein
Beweis für die Kunſt der Verfaſſerin Marie v. Olfers.
— Zu Frl. Ethels Vorleſekunſt geſellte ſich Frl. Lina
Poppes Geſangskunſt. Die Künſtlerin nennt eine
un=
gemein ſüß klingende, weiche Stimme ihr eigen, die ſie
gerade zum Geſang der reizenden Kinderliedchen
prädeſti=
niert erſcheinen läßt. Daß ſie auch im Vortrag den innigen
Ton und damit den Weg zum Herzen der kleinen und
großen Kinder fand, iſt ſchon erwähnt worden und das
bewies auch der rauſchende Beifall, mit dem die Zuhörer
dankten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Graudenz, 6. Dez. Der Geſellige meldet, der
Ar=
beiter Matzat aus Graudenz, ſeine Frau und ſeine drei
Söhne ſind infolge Vergiftung durch den Genuß von
Nahrungsmitteln, wahrſcheinlich Bonbons oder
Schmalz, geſtorben. Zwei andere Söhne liegen ohne=
Bewußtſein hoffnungslos im Krankenhaus danieder.
Die Erkrankung erfolgte geſtern abend, ohne daß man
ihr zunächſt große Bedeutung beilegte.
* London, 5. Dez. Der Reiſende, der am 27.
No=
vember Winſton Churchill im Zug tätlich angegriffen
hat, wurde vom Polizeigericht in Bowſtreet zu ſechs
Wochen Gefängnis verurteilt.
* New=York, 6. Dez. Die Kuratoren der
Colum=
bia=Univerſität teilen mit, daß der Univerſität
ein Geſchenk von 100000 Dollars gemacht worden ſei,
deſſen Zinſen dazu verwandt werden ſollen, die
deutſch=amerikaniſchen
Kulturbezieh=
ungen zu fördern. Eine weitere Gabe von 30000
Dollars wurde für die Erwerbung eines deutſchen
Hauſes für die Univerſität beſtimmt, das ein
germani=
ſtiſches Inſtitut zum Studium der deutſchen Geſchichte
und Kultur enthalten ſoll.
— Gießen, 6. Dez. In dem Prozeß wegen des
Friedberger Bombenattentats wurde
zu=
nächſt der Angeklagte vernommen und der Tatbeſtand
feſtgeſtellt. Hierauf ſollte er ſeine Höllenmaſchine
er=
klären. Der Staatsanwalt beantragte, die
Oeffentlich=
keit auszuſchließen und forderte, falls die Preſſever
treter anweſend bleiben dürften, dieſe auf, nicht zu
aus=
führlich darüber zu berichten, damit kein Anreiz für
Verbrecher aus dieſem Bericht entſtehen könnte. Der
Gerichtshof beſchloß darauf, die Oeffentlichkeit
ein=
ſchließlich der Preſſe auszuſchließen. Der Angeklagte
wird dann über die Konſtruktion der Maſchine
vernom=
men und außerdem hält während des Ausſchluſſes der
Oeffentlichkeit der Sachverſtändige Dr. Popp=Frankfurt
ein ausführliches Referat. Sodann begann die
Zeu=
genvernehmung.
H. B. Berlin, 6. Dez. Der Berliner
Polizei=
präſident hat gegen den Vorwärts Strafantrag
geſtellt wegen eines Leitartikels, der ſich mit dem
Moabiter Streik=Krawall beſchäftigte und in dem
Behauptung ausgeſprochen wird, die aufreizenden Rufe
aus der Menge ſeien von Polizeibeamten in Zivil
aus=
geſtoßen worden.
H.B. Berlin, 6. Dez. Die Meldung, daß das
Reichs=
gericht bereits die Zulaſſung eines Vertreters der
engliſchen Regierung zu dem am 26. Dezember
beginnenden Spionage=Prozeß abgelehnt hat.
beruht, wie das Depeſchen=Bureau Herold erfährt, auf
Erfindung. Es konnte dieſe Ablehnung ſchon aus
Grunde bisher nicht ausgeſprochen werden, weil ſich
das Reichsgericht bisher noch gar nicht darüber
ſchlüf=
ſig gemacht hat, ob die Oeffentlichkeit bei der
Verhand=
lung auszuſchließen iſt oder nicht.
— Belzig, 6. Dez. Juſtizrat Winkler, einer der
angeſehenſten Bürger der Stadt, wurde in ſeinem
Bureau erſchoſſen aufgefunden. Ueber die
Urſach=
der Tat iſt bisher nichts bekannt geworden.
— Innsbruck, 6. Dez. Hier iſt ein
Studenten=
ſtreik ausgebrochen, weil die Regierung nicht den
Bau eines neuen Univerſitätsgebäudes fördert.
Rektor ſtimmte den Studenten zu und ſiſtierte ſämtlich
Vorleſungen.
Nummer 287.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Seite 7.
Briefkaſten.
— Z. Z. Solange der Rentenempfänger eine die
Dauer von einem Monat überſteigende Freiheitsſtrafe
verbüßt, ruht das Recht auf den Bezug der Rente (ſ. § 48
Nr. 3 des Inv.=Verſ.=Geſ.), d. h. für dieſe Zeit ſteht ihm
keine Rente zu. Hat dieſer aber eine im Inlande
woh=
nende Familie, deren Unterhalt er bisher aus ſeinem
Ar=
beitsverdienſte beſtritten hat, ſo iſt dieſer die Rente zu
überweiſen. Dies geſchieht ohne beſonderen Antrag von
Amts wegen. (§ 48 Abſ. 2 Inv.=Verſ.=Geſ.)
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einwandfreies Raſieren ſtellen muß, und iſt es zunächſt
deſſen einzigartige Wirkung, „des vollſtändig
ſchmerz=
loſen Raſierens‟ Ein weiterer Vorteil des Pudras iſt
der, daß es Meſſer und Apparate lange ſcharf erhält.
Wenn man nun auch die antiſeptiſche Wirkung, die
Pudras ausübt, berückſichtigt, ſo darf man wohl ſagen,
daß es an der Spitze ſämt icher Raſierſeifenpulver
ſteht. Pudras iſt in allen einſchlägigen Geſchäften zu
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Osnabrück, 5. Dezember 1910
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u. Frau Anni, geb. Dietz.
Der Darlehensſchwindel nimmt von Jahr zu Jahr
größeren Umfang an, ſodaß ſich heute jeder ein
Verdienſt um ſeine Mitmenſchen erwirbt, der die
un=
reellen Geſchäftsmanipulationen auf dieſem Gebiete
er=
folgreich bekämpft. Um das geldſuchende Publikum vor
Ausbeutung zu ſchützen und gleichzeitig die richtigen
Wege anzugeben, wie unter den verſchiedenſten
Verhält=
niſſen Darlehen zu erlangen ſind, hat das Chriſtliche
Schriften=Verlagshaus in Hamburg ein Buch, betitelt:
„Darlehnsſchwindel und reelle Geldverleihung”
heraus=
gegeben. Dieſe Firma verſendet an ihre Kunden das
in ihrem Verlage ebenfalls erſcheinende „Adreßbuch für
reelle Hypotheken und Darlehen” gratis. Intereſſenten
wollen ſich vertrauensvoll an dieſes Haus wenden. (235.8HI
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute verſchied nach kurzem Krankenlager
im 80. Lebensjahre unſere liebe, gute Mutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante (B23582
Frau Karreretzschmal Seo.
Bertha, geb. Schäfer.
Um ſtille Teilnahme bitten
für die Hinterbliebenen:
Nanny Cretzschmar,
Herm. Schäfer, Senatspräsident i. P.
Darmſtadt, 6. Dezember 1910.
Die ſtille Einſegnung findet Mittwoch
Nach=
mittag 2½ Uhr ſtatt, die Beerdigung in
Rö=
delheim.
Blumenſpenden werden dankend verbeten.
Todes-Anzeige.
Sanft entſchlief am Montag Abend ½9 Uhr
nach ſchwerem Leiden meine treubeſorgte Gattin,
unſere inniggeliebte Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schwägerin und Tante (*29763
geb. Boos
im 78. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Gg. Müller,
Familie Jacob Lich,
Familie Lud. Kumpf.
Darmſtadt, den 7. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Dez.,
nachmittags ½3 Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
geſtern abend 11 Uhr unſer liebes Söhnchen
und Brüderchen
(23596
Arthur
im Alter von 8 Monaten zu ſich in die
Ewig=
keit zu nehmen.
Im Namen der trauernden Familie:
Wilh. Huhn.
Darmſtadt, den 6. Dezember 1910.
Gr. Ochſengaſſe 8.
Die Einſegnung findet Donnerstag
Nachmit=
tag 3 Uhr am Grabe ſtatt.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe warmer Teilnahme
bei dem ſo ſchmerzlichen Verluſte, der uns
be=
troffen hat, ſagt herzlichen Dank.
(23580
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ad. Reeg, Krankenhausſekretär.
Darmſtadt, den 5. Dezember 1910.
Großh. Porzellanſammlung im Prinz=Georgs=
Palais (Schloßgartenplatz). Geöffnet Dienstags und
Freitags von 3—4 Uhr, Sonntags von 11—1 Uhr.
Eintritt 50 Pfg.
Unentgeltliche ärztliche Beratungsſtelle
für Säuglingspflege, Heinheimerſtraße 21.
Sprechſtunden: Montags und Donnerstags 10—11 Uhr,
Dienstags und Freitags 4½—5½ Uhr.
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme bei dem
Heim=
gange meiner lieben Frau, unſerer guten Mutter
Frau Anna Albrocht
geb. Röder
(23562
ſagen wir unſeren wärmſten Dank.
Darmſtadt u. Gießen, Dezember 1910.
Kanzleisekretär Albrecht,
Oberlehrer Dr. Klein.
Dankſagung.
Für die uns beim Hinſcheiden meiner lieben
Frau und meiner lieben, guten Mutter (*29750
erwieſene Teilnahme, ſowie für die ſchönen Kranz=
und Blumenſpenden, ſagen wir herzlichen Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
Danksagung.
Für die vielen wohltuenden Beweise
herz-
licher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines
lieben Bruders, für die Blumenspenden,
ehren-
den Zuschriften, insbesondere auch für die
trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker
dabier, sage ich auf diesem Wege Allen meinen
(23631
aufrichtigsten Dank.
Kath. Lindenstruth.
Fürth, den 5. Dezember 1910.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Oſtwinde,
die aus dem erkalteten Rußland herauswehen — infolge
des dort lagernden Hochdruckgebietes — haben in ganz
Deutſchland bis an den Rhein Froſt gebracht. Die
weſt=
liche Zyklone beſteht immer noch, ohne aber, wegen ihrer
großen Entfernung, merklichen Einfluß auf unſere
Witterung zu gewinnen. Doch iſt über Bayern ein
flacher Randwirbel entwickelt, der nordwärts zieht und
vereinzelt etwas Schnee bringt.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 7. Dez.:
Wolkig, vereinzelt geringer Schnee, Froſt.
Tageskalender,
Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. A): „Romeo und Julia‟
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Lichtbilder=Vortrag von Oberingenieur Hoch um
6¼ Uhr im Saal 326 der Techniſchen Hochſchule.
Vortrag des Evangeliſten Veller um 4 und 8½ Uhr
Rheinſtraße 2.
Verſammlung des Heſſiſchen Landesvereins für
Toten=
einäſcherung um 6 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½ Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Ausſtellung von Bildern und Büchern Waldſtr. 33
(geöffnet von 10—1 und 3—7 Uhr).
Vorſtellung um 8 Uhr im Reſidenztheater.
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Grafenſtratze): Vorſtellungen von 3½ —11 Uhr.
Olympia=Kinema tograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
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Donnerstag, 8. Dezember.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
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(Zuſammenkunft auf der Kreuzung von Heuweg und
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von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereig
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Ininer Dr
u Hen EXpOrf DUET
Telnsve
Tafel-Biere.
Seite 8₰
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
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Bring mir Bonbons mit, eine ganze Menge.
Er ging vor die Tür, das Geſicht erhitzt vom Trinken,
aber im übrigen noch vollſtändig Herr ſeiner Sinne.
Wo gibt es hier Bonbons, fragte er den Stalljungen,
der ſchon ſeit zwei Stunden das Pferd am Zügel hielt,
Links herunter, beim Kaufmann an der Ecke; rechts
iſt auch noch ein kleiner Laden.
Rolf beſann ſich nicht lange. Rechts, links, es war
ja alles gleich. Er wandte ſich einen Augenblick nach
links, ging dann rechts herunter.
Die Luft war klar und kühl, ſie wirkte anf ſeine
er=
hitzten Sinne wie eine kühle Hand. Wie wohl das tat!
Jetzt ſtand er ſtill vor einem kleinen Laden. Ob es der
rechte war? Ja, es gab da rote und weiße Bonbons,
mehr als er brauchte, um die Hand ſeines Kindes zu
füllen.
Rolf trat herein in die niedrige Tür. Er bückte ſich
vorſichtig und richtete ſich dann wieder auf.
Aus der Stubentür in den Laden hinein trat flink
und geſchäftig ein junges Weib. Er ſah auf das
licht=
blonde Köpfchen; zwei braune Augen ſtarrten ihn an,
dann rief Antje in jubelndem Entzücken: Rolf, ach Rolf,
daß Du gekommen biſt! Sie zog den Mann in die kleine
Stube hinein, drückte ihn ins Sofa nieder und redete in
überſprudelnder Weiſe auf ihn ein; daß der alte
Drees=
ohm ſich leiſe in ſeinem Winkel erhob und ſich auf
Zehen=
ſpitzen davonſchlich, wurde ſie nicht gewahr. Ach Rolf,
ſagte ſie, wie habe ich auf dieſen Tag gewartet!
Er brauchte einige Zeit, um ſich zu faſſen. Er ſah ſie
an; wie hübſch und ſauber und freundlich ſie ausſah. Sie
Rasch u. völlig unschädlich wirkend.
Danarienhähne, St. Seifert, mit Roller,
Z. bill. abzugeben wöchentl. 12—2 u. abends
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Schäfer, Gervinusſtraße 42.
war nicht mehr das hüpfende, jungfrohe Ding, von
ehe=
mals, aber ſie war eine ſchmucke, junge, friſche Frau.
Ja, geſtand er ehrlich. Ich wäre wohl nicht zu Dir
gekommen, heute, wenn ich nicht eine Tüte holen wollte
für meine Kleine. Ich wußte gar nicht, daß Du hier
wohnſt.
Ach! Du warſt in Immſtedt und wollteſt mich nicht
beſuchen, Du dachteſt gar nicht an mich. Hatteſt Du mich
ganz vergeſſen?
Er ſah ein wenig finſter vor ſich nieder. Schwer
ge=
nug iſt es mir geworden, das kannſt Du mir glauben. Es
riß mich ſchier inwendig, als ich die Briefe las, die Iven
an Dich geſchrieben hatte und als ich es gewiß hatte, daß
Du ſeine Braut warſt, vorher und nachher, ehe wir
bei=
den — ach, es iſt ja alles egal!
Es iſt nicht egal, ſagte Antje mit zitternder Stimme.
Ich habe Iven nichts verſprochen gehabt. Was er ſchrieb,
das war alles Einbildung von ihm, das ſetzte er ſich in
den Kopf. Du mußteſt ihn doch kennen!
Ja, Du haſt wohl recht. Mutter ſagte aber, ſie hätte
es ſchon längſt bemerkt, daß ihr beiden einig wäret. Ich
konnte nicht anders, ich mußte ihr glauben.
Dann frage Deine Mutter mal auf Ehre und
Ge=
wiſſen, ob ſie ſelbſt glaubte, was ſie geſagt hat.
Mutter iſt tot!
Und haſt Du Iven nie gefragt?
Nein, er weinte ſchon, wenn er nur Deinen Namen
hörte.
zum Darmſtädter Tagblatt.
1. Beilage
3
Nr297.
Mittwoch, 7. Dezember.
1910.
Antje Möller.
Roman von K. v. d. Eider.
(Nachdruck verboten.)
Es kam gerade ſo wie Frau Karline geahnt hatte.
Rolf traf in Huſum den Pferdekommiſſar Joſt und dieſer
fuhr mit ihm nach Weinert, wo Rolf bei Hans Witt ein
paar gute däniſche Ackerpferde kaufte. — Nun hätte Rolf
Anderſen nach Hauſe fahren können, aber Hans Witt ließ
ſich nicht lumpen. Es kam ein Sauerbraten auf den Tiſch
und dazu gab er einen Weinkauf, wie er ſich gehörte.
Danach fuhren ſie, weil der Tag doch einmal gut
ange=
brochen war, nach Immſtedt, wo Joſt noch ein Geſchäft
alzuwickeln hatte und kehrten hier in dem Kirchſpielkruge
ein.
Hans Witt war mit von der Partie und Rolf nahm
die Gelegenheit wahr, ſich für Mittageſſen und Weinkauf
zu revanchieren. Nun gab auch Joſt eine Runde zum Beſten
und Hans Witt, der ſich nichts nehmen ließ, fing wieder
an zu ſpendieren. Der Krüger und die Krügerſche kamen
dazu; ſie tranken mit, und es wurde immer fideler.
Rolf ſtiegen die verſchiedenartigſten Getränke zu Kopf.
Er trank wohl gern ein Glas in luſtiger Geſellſchaft; aber
er war keiner von denen, die ein Gefäß bis zum Rande
füllen. Es war mittlerweile Veſperzeit geworden. Rolf
ſah nach der Uhr und ſprang auf. Ich muß nach Hauſe.
Es war nicht Karlinens grämliches Geſicht, das ihm
bei dem Gedanken an Zuhauſe vor Augen ſtand, und zur
Heimkehr trieb; es war das Lächeln ſeines Töchterchens
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Nummer 287.
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und der beſ ales den ir gestandt des Airſslecr
teſte, ohne daß ich mich davor verwahren konnte? rief ſie
weinend.
Antjes Tränen erſchütterten Rolf. Kind, was ſollte
ich machen! Die Mutter wußte alles ſo zu drehen; ich
las, was geſchrieben ſtand und mit Iven war nicht zu
reden. Ja, wenn Du man dageweſen wärſt, wenn ich
Dir man einmal hätte in die Augen ſehen können
Sie ſah ihn an mit ihren braunen, tränengefüllten
Augen.
Glaubſt Du es denn noch?
Nein, jetzt iſt mir alles klar, ſagte er, ich war bloß
zu dumm damals, ich habe mich leicht beſchnacken laſſen.
Jetzt, wo ich Dich wiedergeſehen habe, möchte ich lieber
mit Dir in dieſem Stübchen hauſen, als mit meiner
Frau auf Rethwiſchhof.
Aber Rolf, das wäre ja doppelter Treubruch. Nein,
Du gehörſt zu Deiner Frau, da will ich nicht zwiſchen
treten.
Biſt Du mir noch böſe, Antje?
Böſe, warum?
Daß ich mich all die Jahre nicht um Dich
geküm=
mert habe?
Ach, Rolf, deswegen bin ich Dir nie böſe geweſen,
ich dachte immer, einmal würdeſt Du ſchon kommen.
Sieh, jetzt biſt Du da.
Ach, Antje, wenn ich nimmer wieder fort brauchte.
Seine Augen blickten traurig. Sie ſah, es war ihm
lernſt mit ſeinen Worten. Seine Traurigkeit machte
ſie vergnügt.
Ach, Rolf, rede doch nicht ſo. Sieh, jetzt biſt Du
leinmal hier und es iſt alles wieder gut; nun wollen
wir die Stunde nützen. Ich werde Dir eine Taſſe
iaheun des Wuſer leßt ſchen und daut
ei=
zählſt Du mir von Rethwiſchhof und wie es Dir geht.
Bald durchzog ein feiner Kaffeeduft die Stube.
Antje holte ein paar hübſche bunte Porzellantaſſen
her=
vor. Sie rief auch noch Dreesohm; aber der war
un=
ſichtbar geworden.
Es war ſehr gemütlich in der einfachen,
verräucher=
ten Stube. Von der Wand herab ſtrahlte ihnen das
Wort „Liebe” entgegen.
Rück’ näher, Antje, bat er.
Antje rückte näher. Nun erzähle!
Was ſoll ich erzählen. Ich bin nicht glücklich,
Antje. Liegt es an dem alten Haus oder an der Frau?
Es herrſcht keine Fröhlichkeit auf Rethwiſchhof.
Aber das Kind, Du ſagteſt doch, Du hätteſt ein
Kind!
Ja, das Kind wird wohl auch früh genug das
Lachen verlernen.
Iſt es ein Junge?
Nein, ein Mädchen.
Es wurde ſtill in dem Stübchen. Antje ſtudierte
Rolfs Antlitz und fand Falten darin, die ſie früher
nicht gekannt hatte. Er ſah auch ſie an und fand ſie
weit ſchöner und begehrenswerter als früher. Als ſich ſo
beim gegenwärtigen Anſchauen einmal ihre Blicke
trafen, ſchlang er ſeinen Arm um ihren Nacken. Einen
Augenblick lang ließ ſie ſich’s gefallen, dann nahm ſie
ſeine Hand und hielt ſie in ihren Händen feſt mit
zärt=
lichem Druck. Die Dämmerung warf ihre erſten
Schatten; ſie ſprachen nicht mehr; ſie verſtanden ſich
ohne Worte.
Dreesohm kam noch immer nicht herein. Er war
ſchon ein paarmal an die Tür getrippelt und hatte ge=
horcht. Stillſchweigend hatte er die Kunden abgefertigt,
die ſich einſtellten; ſeinen Kaffee hatte er in der Küche
ſtehend am Herd getrunken. Dieſe beiden durften nicht
geſtört werden, das ahnte er inſtinktiv.
Ich muß gehen, ſagte Rolf Anderſen.
Sie nickte; ſie durfte ihn ja nicht zurückhalten.
Er reichte ihr die Hand und ſah ihr mit treuem
Blick in die Augen. Ihm kam nicht der Gedanke, das
eine, blonde Weib an ſich zu reißen und mit Küſſen zu
bedecken. Sie konnten einander nicht gehören, das
wußten ſie. Wozu ſich das Herz unnötig ſchwer machen.
Je mehr ſie ſich einander anſchmiegten, deſto weher tat
das Losreißen. Aber er preßte doch ihre kleine Hand,
die in der ſeinigen faſt verſchwand, recht feſt, und ihm
war’s in dem Augenblick, als ob ſich ſeine ganze heiße
Liebe auf dieſe kleine weiche Hand konzentrierte.
Als ſie in die Hausdiele traten, wurde plötzlich die
Tür von außen aufgeriſſen und Andrees ſtürmte
her=
ein. Nun ſtand er vor ſeinem Vater, ein friſcher Junge,
mit fröhlichen Augen und freier Stirn.
Er hatte ſeiner Mutter braune Augen und ihr
helles Haar, aber Stirn und Mund, ſeine Figur, ſeine
Art ſich zu geben, erinnerten an den Vater.
Dieſer ſah ihn betroffen an. In ſeinen Augen
blitzte es auf, Ahnen, Erkennen, Vaterſtolz.
(Fortſetzung kolat.)
Blsmarck
1180 aos 2 Jocke) C2P0.
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TLieferant der Französischen Tabak-Regie.
Nummer 287.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Seite 11.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Geldbörſe mit größerem Geldbetrag.
1 grünledernes Handtäſchchen mit Taſchentuch und 1 Paar weißwollenen Kinder=Hand= welche auf Antrag des Inhabers des ſtehenden Gewerbebetriebs (Antrag des
enthaltend gehäkelte Spitzen. 1 kleines ſchwarzes Cape. 1 graues großes Portemonnaie ausgeſtellt wird.
mit einigem Inhalt. 1 weißer Kragenſchoner. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit breitem
1 gelbledernes Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſilbernes Ketten=Arm=ſtändigen Polizeirevier zu ſtellen.
band. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einer Wochenkarte der Dampfſtraßenbahn
Ar=
heilgen-Darmſtadt. 1 Notizbuch, gez. S. Schick. 1 vierrädriger Handwagen. 1
Korallen=
kette mit Goldſchloß, auf demſelben das Monogramm A. E. 1 weißwollener Damen=
Handſchuh. 1 Haarpfeil. 1 Kinder=Gummiſchuh. 1 weißer Kinder=Pelz. 1
grau=
brauner Herren=Glacéhandſchuh. 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilbernes
Ketten=Armband (auf dem Schloß befinden ſich Zahlen).
Verloren: 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 braunledernes Portemonnaie mit einem
Uhrſchlüſſel und italieniſchen Münzen. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit über 2 Mk.
Inhalt, 1 Schwimmkarte und elektr. Bahnkarte. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit
über 70 Mk. Inhalt und einigen Freimarken. 1 goldenes Medaillon, enth. 2
Photo=
graphien. 1 goldenes Ketten=Armband mit kleinem Sicherheitskettchen. 1 noch neuer
Kinder=Gummiſchuh. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit weißen Steinchen beſetzt. 1 Broſche
(Kaiſer Friedrich, in Goldlorbeer gefaßt). 1 Schülerfahrkarte Rüſſelsheim-Darmſtadt.
1 Füllfederhalter. 2 zuſammengelötete Trauringe mit blauem Achatſtein und gezeichnet
K. R. W. M. 1884. 5,90 Mk. in Papier eingewickelt, mit dem Namen Marie Becker
verſehen. 1 blaue Deckelmütze. 2 Zehnmarkſtücke. 1 Damen=Schirm mit braunem
ge=
monnaie mit 2,90 Mk. Inhalt. 1 Damen=Doublekneifer. 1 Double=Uhrkette in einer zu einer Freiheitsſtrafe von mindeſtens einer Woche verurteilt iſt und ſeit
Ver=
kleinen Schachtel. 1 Brillant von einem Ring. 1 rotledernes Portemonnaie mit büßung der Strafe fünf Jahre noch nicht verfloſſen ſind.
2,20 Mk. Inhalt. 1 Zehnmarkſchein. 1 mattgoldenes Ketten=Armband. 1 mattgoldenes
Inhalt und 1 kleiner Schlüſſel an goldener Kette. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit verwirkt. (§ 148,6 Gewerbeordnung.)
1,65 Mk. Inhalt. 1 Portemonnaie mit 250 Mk. in deutſchem Geld und 1
Fünfrubel=
goldenes Ketten=Armband. 1 Grundbuchauszug der Liegenſchaft Rodenhäuſer=Ober=mationskarte iſt. (§ 148,5 Gewerbeordnung).
Ramſtadt. 1 Portemonnaie mit 7 Pfennigen Inhalt 1 Taſchenkalender und 2
Photo=
graphien. 1 Hundehalsband mit Marke und der Nr. 6307. 1 ſchwarzer Samtgürtel gleiche Strafe verwirkt. (§ 148,5 Gewerbeordnung).
mit bläulicher Schnalle. 1 Reiſedecke, auf der einen Seite ſchwarz, auf der anderen
mit 5,05 Mk. Inhalt. 1 rundes goldenes Medaillon, auf der einen Seite ſchwarz, innen Vorſtrafen angeſtellt werden müſſen (dies auch dann, wenn der betreffenden Perſon
ein Bild. 1 grauwollener Handſchuh mit Lederbeſatz, 1 Kuvert mit Pfandſcheinen, im verfloſſenen Jahre eine Legitimationskarte ausgeſtellt war), fordern wir gile
auf den Namen Mann lautend, und Luittungen vom Gaswerk Mainz. 1 blaues Beteiligten auf, ihre diesbezüglichen Anträge rechtzeitig auf dem zuſtändigen
Damen=Regenſchirm mit Naturſtock und Anhänger mit Monogramm. 1 Buch in dunklem die Ausſtellung der beantragten Legitimationskarten durch das Großh. Kreisamt
Saffianledereinband (Inhalt: Bilder und Zeichnungen). 1 goldenes Ketren=Armband nicht bis zu dem gewünſchten Zeitpunkte erfolgen kann.
mit Sicherheitskettchen. 1 ſchwarzes älteres Portemonnaie mit etwa 3 Mk. Inhalt.
1 lange graue Federbog. 1 älteres dunkles Portemonnaie mit lila Glasknopf und
einigen Pfennigen Inhalt. 1 lila Hutſchleier. 1 Buch aus der ſtädtiſchen Bücherhalle
(Gewitter im Mai). 1 ſilbernes Ketten=Armband mit 2 Anhängern. 1 brauner ſchmaler
Nerz=Pelz. 1 Markenbuch vom Deutſchen Möbeltransporteur=Verband. 1
Fünfzig=
markſchein.
Augelaufen bei Privaten: 1 graue Katze. 1 junger Boxer.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Dackel mit braunen Abzeichen. 1 brauner deutſcher
Schäferhund mit Marke und der Nr 1643 VII.
Entflogen: 1 Schwarzflügel=Taube.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(23564
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polzelich eingeſangene und zugelaufene Hunde.
In poltzeilicher Verwahrung, und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Bernhardiner, 1 Spitzhund, 3 Pinſcher. 1 Foxterrier, 1 Boxer (zugelauf.).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Nach § 60 der Gewerbeordnung für das Deutſche Reich ſind
Wandergewerbe=
ſcheine (Gewerbeſcheine zum Hauſierhandel ꝛc) nur für die Dauer des Kalenderjahres
gültig, für das ſie erteilt worden ſind. Unter Hinweis auf dieſe Beſtimmung fordern
wir daher alle dahier wohnhaften Intereſſenten, die den Gewerbebetrieb im nächſten
Erteilung eines Wandergewerbeſcheines für das Jahr 1911 alsbald bei dem zuſtän= Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
digen Revierpolizeikommiſſär zu ſtellen.
Bei verſpätetem Antrag haben die Säumigen es ſich ſelbſt zuzuſchreiben, wenn
die Scheine nicht rechtzeitig ausgefertigt werden können.d
Gründe, welche der Erteilung eines Wandergewerbeſcheines
entgegen=
ſtehen oder entgegenſtehen können, ſind folgende:
1. wenn der Nachſuchende mit einer abſchreckenden oder anſteckenden Krankheit
behaftet oder in einer abſchreckenden Weiſe entſtellt iſt:
2. wenn er unter Polizeiaufſicht ſteht;
3. wenn er wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen das
Eigen=
tum , gegen die Sittlichkeit, wegen vorſätzlicher Angriffe auf das Leben und
die Geſundheit der Menſchen, wegen Land= und Hausfriedensbruchs, wegen
Widerſtands gegen die Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen
Zuwiderhandlungen gegen Verbote oder Sicherungsmaßregeln, betreffend!
Einführung oder Verbreitung anſteckender Krankheiten oder Viehſeuchen, zu
einer Freiheitsſtrafe von mindeſtens drei Monaten — bezw. von mindeſtens
einer Woche — verurteilt iſt und ſeit Verbüßung der Strafe 3 Jahre — bezw. Freitag, den 9. Dezember, vormittags 10 Uhr,
5 Jahre — noch nicht verfloſſen ſind:
4. wenn er wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei, Landſtreicherei,
Trunkſucht übel berüchtigt iſt;
5. bei Geſuchen um Wandergewerbeſcheine für Muſikaufführungen,
Schau=
ſtellungen, theatraliſche Vorſtellungen oder ſonſtige Luſtbarkeiten, bei denen von überzähligen Betten, Waſchtiſchen, Nachttiſchen, Sofas, Teppichen,
kein höheres Intereſſe der Kunſt oder der Wiſſenſchaft obwaltet, ſobald einer Bildern, Spiegeln, Vaſen, Kriſtallgläſern, 1 Bowleterrine, 2
Kaffer=
den Verhältniſſen des Kreiſes entſprechenden Anzahl von Perſonen
Wander=
ſervice uſw.
gewerbeſcheine erteilt oder ausgedehnt ſind:
6. wenn der Nachſuchende das fünfundzwanzigſte Lebensjahr noch nicht vollendet
hat. In dieſem Falle iſt dem Nachſuchenden der Wandergewerbeſchein zu
Hoffmann-
erteilen, wenn er der Ernährer einer Familie iſt und bereits vier Jahre im
Wandergewerbe tätig geweſen iſt;
Strasse 5½
7. wenn er blind, taub oder ſtumm iſt, oder an Geiſtesſchwäche leidet;
8. wenn der Nachſuchende im Inlande einen feſten Wohnſitz nicht hat;
9. wenn er wegen Verletzung der auf dem Gewerbebetrieb im Umherziehen Unterrichtsfächer: Klavier, Violine, Theorie, Unterrichtspädagogik etc. .
bezüglichen Vorſchriften im Laufe der letzten drei Jahre wiederholt
be=
ſtraft iſt;
10, wenn er ein oder mehrere Kinder beſitzt, für deren Unterhalt und, ſofern
ſie im ſchulpflichtigen Alter ſtehen, für deren Unterricht nicht genügend
ge=
ſorgt iſt.
Wer zum Zwecke der Erlangung eines Wandergewerbeſcheines in Bezug
auf ſeine Perſon, oder die Perſonen, die er mit ſich zu führen beabſichtigt,
wiſſent=
lich unrichtige Angaben macht, iſt ſtrafbar.
Der Gewerbebetrieb im Umherziehen darf unter keinen Umſtänden eher
begonnen werden, als bis der Gewerbetreibende im Beſitze des
Wandergewerbe=
ſcheines iſt.
Zuwiderhandlungen werden nach § 148 der Gewerbeordnung beſtraft.
Weiter machen wir darauf aufmerkſam, daß nach dem Geſetze über den
Urkunden=
ſtempel vom 12. Auguſt 1809 (in der vom 1. April 1910 an geltenden Faſſung) Geöflnet: täglich, nachmittags von 4—7 Uhr, Sonntags, Dienstags und Freitags,
Wandergewerbeſcheine der Stempelpflicht unterliegen. Die Stempeltaxe beträgt
4 Mark. Außerdem müſſen alle Wandergewerbetreibende für die Ausübung ihres Für Kinder nur in Begleitung Erwachſener.
Gewerbebetriebes die Wandergewerbeſteuer nach Vorſchrift des Geſetzes, die
Be=
ſteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend, vom 22. Juli 1900,
entrichten.
(23557mdf
Darmſtadt, den 2. Dezember 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Lauteſchläger.
Bekanntmachung,
betr. die Ausſtellung von Gewerbelegitimationskarten.
I. Nach § 44 der Reichsgewerbeordnung iſt derjenige, welcher ein ſtehendes
Ge=
werbe betreibt, befugt, auch außerhalb des Gemeindebezirks ſeiner gewerblichen Nieder=iſt von Freitag, den 9. Dezember bis Montag, den 12. Dezember inkl geöffnet
vor=
laſſung perſönlich oder durch in ſeinem Dienſte ſtehende Reiſende für die Zwecke ſeines mittags von 10—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr im Saale Nieder=Ramſtädter=
Gewerbetriebs Waren aufzukaufen und Beſtellungen auf Waren zu ſuchen. Daslſtraße 30. (Schluß Montag um 1 Uhr). Paſſende Gewinngegenſtände werden dert
Gleiche gilt für Handlungsagenten, die ein ſtehendes Gewerbe betreiben, in Anſehung noch dankbar angenommen. Looſe à 50 Pfennig daſelbſt.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeſamts Darmſtadt. (der Beſugnts, als Vermitler oder Vertreter des Geſchäftehern den Ankauf von Waren
vorzunehmen oder Beſtellungen auf Waren zu ſuchen.
Hierzu iſt nach § 44a der Gewerbeordnung eine Legitimationskarte erforderlich,
ſchuhen. 1 Taſchentuch, 3 Taſchentücher, gez. L., und 1 graue Kinder=Schürze mit roter Reiſenden ſelbſt genügt nicht) von der für deſſen Niederlaſſungsort, zuſtändigen Ver=
Verzierung (bei Gebr. Rothſchild liegen geblieben). 1 brauner Damen=Pelz. 1 Paket,waltungsbehörde auf die Dauer eines Kalenderjahres und den Umfang des Reiches
II. Für Gewerbetreibende, welche in Darmſtadt eine gewerbliche Niederlaſſung
Bart. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 grauer Turnſchuh. haben, iſt das Großh. Kreisamt Darmſtadt zuſtändig. Der Antrag iſt bei dem zu=
III. Die Legitimationskarte iſt zu verſagen;
1. wenn derjenige, für den ſie beantragt wird, entweder mit einer abſchreckenden
oder anſteckenden Krankheit behaftet oder in abſchreckender Weiſe entſtellt iſt,
oder
2. unter Polizeiaufſicht ſteht, oder
3. wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen das Eigentum, gegen die
Sittlichkeit, wegen vorſätzlicher Angriffe auf das Leben und die Geſundheit der
Menſchen, wegen Land= oder Hausfriedensbruchs, wegen Widerſtands gegen
die Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen Zuwiderhandlungen
gegen Verbote oder Sicherungsmaßregeln, betr. Einführung oder Verbreitung
anſteckender Krankheiten oder Viehſeuchen, zu einer Freiheitsſtrafe von
min=
deſtens drei Monaten verurteilt iſt, und ſeit Verbüßung der Strafe drei
Jahre noch nicht verfloſſen ſind, oder wenn er
4. wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei, Landſtreicherei, Trunkſucht
übel berüchtigt iſt.
Die Legitimationskarte darf außerdem verſagt werden, wenn derjenige, für den ſie
bogenen Griff. 1 älteres Portemonnaie mit 80 Pfennigen Inhalt. 1 braunes Porte=beantragt wird, wegen einer der vorſtehend unter 3 bezeichneten ſtrafbaren Handlungen
IV. Wer zum Zweck der Erlangung einer Legitimationskarte wiſſentlich unrichtige
Ketten=Armband mit feinen Gliedern. 1 ſchwarzer Damen=Gürtel mit ſchwarzer Schnalle. Angaben über die für die Erteilung derſelben weſentlichen Tatſachen macht, hat
1 ſilberne Vorſtecknadel mit Amethyſt. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit 100 Mk. Geldſtrafe bis zu 150 Mark und im Unvermögensfalle Haftſtrafe bis zu 4 Wochen
Die oben bezeichnete Tätigkeit darf bei Meidung der gleichen Strafe nicht
ſtück in Gold. 1 goldenes Glieder=Armband mit weiß und roten Steinchen. 1 matt=früher begonnen werden, als bis der Gewerbetreibende im Beſitz der Legiti=
Wer ſeine Legitimationskarte einem Anderen zur Benutzung überläßt, hat die
V. Da vor Erteilung der Legitimationskarte Ermittelungen über die Perſönlichkeit
braun. 1 Herren=Gummiſchuh. 1 Rabattmarkenbuch mit Marken. 1 Portemonnaie desjenigen, für welchen ſie ausgeſtellt werden ſoll, insbeſondere über ſeine etwaigen
Kinder=Cape. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzer ſeidener Polizeirevier zu ſtellen, da ſie es ſich andernfalls ſelbſt zuzuſchreiben haben, wenn
Darmſtadt, 2. Dezember 1910.
(234490im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Lauteſchläger
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 9. Dezember 1910, vormittags 11 Uhr,
werden in Pfungſtadt durch den Unterzeichneten zwangsweiſe gegen Barzahlung
verſteigert:
8 Grabſteine, Granit.
Zuſammenkunft der Steigliebhaber am Rathauſe.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 6. Dezember 1910.
(23646
Rollenhagen, Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 8. d. Mts., nachmittags 4 Uhr,
Jahre fortzuſetzen oder zu beginnen beabſichtigen, hierdurch auf, ihre Anträge auf werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
1 Zinkbadewanne, 1 Badeofen, 1 Partie Zigarren, 1 Pferd, 2
Halb=
verdecke, 2 Büfetts, 2 Schreibtiſche, 1 Pkano, 1 Tafelklavier 1 Bett, 2 Diwans,
2 Sofas, 3 Seſſel, 1 Kredenzſchrank, 3 Kleiderſchränke, 1 Weißzeugſchränkchen,
1 Pfeilerſchrank, 3 Vertikos, 2 Kommoden, 2 Rezulateure, 1 Weckeruhr,
14 Flaſchen Wein, 23 Geſchäfts= und andere Bücher, 2 Nähmaſchinen,
2 Fahrräder, 3 große Helgemälde, 1 Rauchtiſch, ferner Tiſche, Stühle, Spiegel
Bilder u. a. m.
2363
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
Jngenheim a. B. „Hotel Krone‟.
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zum Beſuche der Ausſtellung empfehlenswerter
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im Rathaus, Markt 8.
auch vormittags von 11—12 Uhr.
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Der Darmstädter Jugendschriften-Ausschuss.
Sr. Elisaberten verenis Lerter
Die Ausſtellung der Gewinne
(23270fm
[ ← ][ ][ → ]Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von folgenden
Früch=
ten und Verbrauchsgegenſtänden in der Zeit
vom 15. bis 30. November 1910:
Weizen p. Sackà 100 Ko. v. Mk. 20.— bis 24.75
Korn , „ , „ „ „ „ 15.− „ 17.25
Gerſte „ „ „ „ „ „ „ 15.− „ 17.75
Hafer
16.− „ 17.—
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück Mk. 2.—
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 8.50
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 2.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.—
Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Darmſtadt, den 6. Dezember 1910.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Konkursverfahren.
Ueber den Nachlaß des am 25. Januar
1910 verſtorbenen Schreinermeiſters und
Bauunternehmers Philipp Bayer in
Nieder=Ramſtadt wird heute, am 5.
De=
zember 1910, nachmittags 6½ Uhr, das
Konkursverfahren eröffnet.
Der Gerichtsvollzieher i. P. Philipp
Reib=
ſtein in Darmſtadt, Bleichſtraße, wird zum
Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
24. Dezember 1910 bei dem Gerichte
an=
zumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über die
Beibehaltung des ernannten oder die Wahl
eines anderen Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 120 der
Konkursordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der angemeldeten
Forde=
rungen auf
Dienstag, den 3. Januar 1911,
vormittags 11 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte, neues
Gerichtsgebäude, Erdgeſchoß Zimmer Nr. 118,
Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Kon=
kursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben
oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig ſind,
wird aufgegeben, nichts an den
Gemein=
ſchuldner oder deſſen Erben zu verabfolgen
oder zu leiſten, auch die Verpflichtung
auf=
erlegt, von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus der
Sache abgeſonderte Befriedigung in
An=
ſpruch nehmen, dem Konkursverwalter
bis zum 24. Dezember 1910 Anzeige zu
(23629
machen.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt II.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 21. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die zur Konkursmaſſe des
Bierbrauerei=
beſitzers Georg Diehl dahier gehörige
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
II 550 901 Hofreite Große
Bach=
gaſſe Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K104/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 5. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D21749,9
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 4. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Metzger Peter Diehl
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 75 93 Hofreite Schloßgaſſe
Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K158/10
werden.
Darmſtadt, den 22. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D22542
Müller.
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Versammlung mit Vortrag des Herrn Dipl.-Ing. C. W.
Witterstädter über den heutigen Stand der Flugtechnik.
Ort: Hotel Hess, „Gesellschaftszimmer‟.
Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden.
Der Vorstand.
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Beginn: Freitag, den 9. Dezember, 6 Uhr.
Schluß: Sonntag, den 18. Dezember, 9 Uhr.
Preisverteilung: Freitag, den 23. Dezember, 8½ Uhr.
Der Kegelausschuss.
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Bekanntmachung.
Mittwoch, den 21. Dezember l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Hofchorſänger Friedrich
Ed=
mund Göllnitz dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
IV 594¾/100 295 Bauplatz
Liebfrauen=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K109/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 8. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
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Kurſe vom 6. Dezember 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere. Ir Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 99,75
3½ Deutſche Reichsanl. . *2,40
(420
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 9980
3½ do. Conſols . . . . 92,40
84,10
8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,40
93,90
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,25
91,30
do.
3½
82,00
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 100,80
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,10
3½
do.
91,40
do.
80,60
3 Sächſiſche Rente .
83,20
4 Württemberger v. 1907 102,00
3½
do.
83,20
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 49,40
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,20
4 do. Goldrente 98,90
4 do. einheitl. Rente 93,70
3 Portug. unif. Serie I 64,90
3 do. unif. Ser. III 66,60
3 do. Spezial. 11,00
5 Rumänier v. 1903 . .
do. v. 1890 . .
do. v. 1905 ₰ . 90,10
* Ruſſen v. 1880 ₰. . 2.9 93,00
InNrot.
3ſ.
4 Ruſſen v. 1902 . . . „ 93,50
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
91,60
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,90
4 Türk. Admin. v. 1903 86,80
do. unifiz. v. 1909 93,50
4 Ungar. Goldrente . . 93,60
do. Staatsrente . 92,10
5 Argentinier . . . . . . 101,50
90,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 93,80
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,00
99,00
4½
do.
. 97,75
„Japaner . . .
Innere Mexikaner . . 98,50
68,00
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 93,00
5 Gold=Mexikaner . . . 100,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
.. 144,25
4 Nordd. Lloyd
106,90
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 118,00
4 Baltimore & Ohio . . 107,70
4 Gotthardbahn . 24.8
In Pr)
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161½
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,30
4 Pennſylvania R. R. 127,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,10
72,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 504,00
Fabrik Griesheim
.275,50
Farbwerk Höchſt
539,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
341,50
Lahmeyer .
119,25
Schuckert.
156,40
Siemens & Halske . . . 244,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 428,50
Bochumer Bb. u. Guß . . 2233/
Gelſenkirchen .
.212,50
Harpener .
.185½
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . .
. . 244,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 90,00
4 Pfälzer Prt. .
. 100,30
do.
91,40
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
do. ſteuerfrei . 97,50
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
97,60
do. alte . 81,00
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,10
do.
4
80,50
do.
57,00
2 Raab=Oedenburger . . 76,75
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 90,60
4 Kronpr. Rudolfbahn . 98,50
In
Bf.
2¾/0 Livorneſer . . . . . . 73,70
78,30
4 Miſſouri=Pacific
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,00
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,10
. . 101,00
5 Tehuantepec
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ
1 Darmſtädter Bank
Deutſche Bank .
4 Deutſche Vereinsbanl
1 Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank .
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank
4 Wiener Bank=Verein
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bl.=Pl.
28g
3½
170,60
130,60
259,10
126,50
133,60
163,00
121,00
130,50
105,00
143,00
138,90
139,80
99,80
91,50
99,20
99,00
90,50
100,70
91,70
99,90
90,80
99,16
90,00
100,20
91.50
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt . .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München
3½ Nauheim
4 Nürnberg .
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden.
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886
In Proz.
91,40
101,00
95,30
99,90
90,70
91,00
100,10
91,50
100,00
90,90
100,00
90,80
à 100,30
99,80
91,80
100,10
92,00
99,90
. . 80,70
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,50
Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. ℳ 100 105.90
8f.
3 Madrider Fs. 100 76,60
4 Meining. Pr.=Pfand=
136.50
briefe. .
Oeſterr. 1860er Loſe 176,50
3 Oldenburger
.124,30
2½ Raab=Grazer fi. 150 114,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger
Freiburger
Mailänder
do.
Meininger
fl.
Tlr.
Fs.
Fs.
Fs.
fl.
20 219,0
15 60,90
45
10
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 555,(
do. v. 1858 „ 100 450,2
Ungar. Staats
„100 385,7
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 181,0
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,42
20 Franks=Stücke .
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,20
Engliſche Noten . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten .
169,20
Italieniſche Noten
80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,90
Ruſſiſche Noten . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zaf.
16,14
67.
Luftſchiffahrt.
sr. Statiſtiſches vom Flugplatz
Johan=
nisthal. Trotz der ungünſtigen Witterung wurde
im Monat November an nicht weniger wie 25 Tagen
auf dem Flugplatz Johannisthal geflogen, und die
Zahl der vollführten Flüge bedeutet einen Rekord. Am
fleißigſten war der Wrightpilot Kapitän Engelhardt
mit 81 Flügen mit einer Geſamtdauer von 12 Stunden
56 Minuten. 65mal ſtieg Oberleutnant v. Moßner auf
und blieb im ganzen 10:27:30 in der Luft. 47 Flüge
mit einer Geſamtdauer von 6:24:30 vollführte Dorner.
Sonſt ſtiegen noch Brunnhuber, Grulich, Eyring,
Ha=
nuſchke, Hoff, Illner, Poulain, Schendel, Simon,
The=
len und Werntgen auf. Ueberlandflüge abſolvierte
nur Dorner. Die Bedingunen für das Führerzeugnis
erfüllten Eyring, Grulich, Werntgen und Hoff.
Be=
ſchädigungen erlitten fünf Apparate, und zwar Wright
(Engelhardt und Oberleutnant Erler), Harlan (
Gru=
lich) Dorner (Schendel) und die, wie gemeldet, eines
Tages führerlos gegen die Barriere gerannte Maſchine
von Poulain.
Sport.
sr. U. C. J. und V. D. R. Eine Verſtändigung
zwi=
ſchen den beiden großen radſportlichen Korporationen, der
Union Cyeliſte Internationale und dem Verband
Deut=
ſcher Radrenſnbahnen, ſcheint neuerdings wieder
ange=
bahnt werden zu ſollen. Wie der Pariſer L’Auto meldet,
werden ſich die Herren Collignon und Roy als Delegierte
der U. C. J. nach Deutſchland begeben, um dort mit
Direktor Knorr und Böckling, den Vorſitzenden des
V. D. R. und des D. R. B., über eine Löſung des
Kon=
flikts zu beraten.
Literariſches.
— Von dem Deutſchen Wörterbuch von
Weigand wird der 2. (Schluß=Band, nach einer
Mit=
teilung des Verlags von A. Töpelmann in Gießen,
noch ſo zeitig erſcheinen, daß noch manch einer ſich oder
einem lieben Freunde das ganze Buch zur Weihnacht
wird auf den Gabentiſch legen können. Die beiden
ſtatrlichen, geſchmackvoll und dauerhaft zugleich in
Halb=
franz gebundenen Bände hat man nicht lange mehr ſo
wohlfeil; denn von Neujahr an wird der Verlag an
die Stelle dieſes Subſkriptionspreiſes einen erhöhten
Ladenpreis treten laſſen.
— Zur vierzigſten Jahresfeier der deutſchen Siege
hat ein hervorragender Offizier, der bekannte bayeriſche
Generalmajor Gottlieb von Thäter, ſeine
Kriegs=
erinnerungen herausgegeben; ſie erſchienen unter dem
Titel: „Meine Feldzugserinnerungen
1870/71 nach 40 Jahren aufgezeichnet” in
der C. H. Beckſchen Verlagsbuchhandlung Oskar Beck
in München (15 Bogen und 1 Karte, in Leinwand
ge=
bunden 3 Mk.), woſelbſt auch die beiden klaſſiſchen
Volksbücher über den großen Krieg erſchienen ſind, die
Fröſchweiler Chronik von Pfarrer Klein und
Haupt=
mann Taneras Erinnerungen eines
Ordonnanzoffi=
ziers. Das Buch wird ein nicht gewöhnliches ſachliches
und perſönliches Intereſſe erregen und verdient, da es
der Forderung einer geſunden volkstümlichen Literatur
trefflich entſpricht, gleich jenen oben genannten Werken
als Weihnachtsgeſchenk für die männliche Jugend
empfohlen zu werden.
— Alexander von Gleichen=Rußwurm:
Das galante Europa. Geſelligkeit der großen
Welt 1600—1789. Geheftet 8,50 Mk., in eleg. Leinwand
10 Mk., in Pergamentband 12 Mk. Verlag von Julius
Hoffmann in Stuttgart. Im Anſchluß an ſeine im
letzten Jahre erſchienene „Geſelligkeit 1789—1900” die
weit über die Grenzen Deutſchlands hinaus Aufſehen
erregte, bietet uns der Urenkel Schillers im „Galanten
Europa” eine Zuſammenfaſſung des Lebens der
gro=
ßen und vornehmen Welt im 17. und 18. Jahrhundert.
Wir gewinnen durch dieſes Buch eine eigenartige
Vogelſchau über den Jahrmarkt des Lebens in den
Zeiten des Barock und Rokoko, wie er ſich in den
Haupt=
ſtädten und geiſtigen Zentren Europas abſpielte. Der
Verfaſſer hat mit dem Galanten Europa ein Buch
ge=
ſchaffen, das ſeine Begabung für kulturgeſchichtliche
Darſtellungen in der glänzendſten Entfaltung zeigt.
Die wohlgerundeten und ſprachlich fein gefeilten
Auf=
ſätze, ohne Pathos oder lehrhaften Eifer, ſind mit einer
geiſtvollen Selbſtverſtändlichkeit abgefaßt, die nur einem
ſein Thema durch und durch beherrſchenden Weltmann
und Gelehrten eigen ſein kann. Das „Galante Europa”
bietet weit mehr als ſpannende Lektüre zur Füllung
müßiger Stunden, denn es vermittelt uns lebendige
Botſchaft vergangenen Lebens.
— Denken und Tun! Hundert Sprüche
deut=
ſcher Dichter und Denker. Verlag von Fritz Heyder,
Berlin SWV. 11. — Der Titel ſtammt von Goethe. Auf
der erſten Seite finden wir das Motto: Denken und
Tun, Tun und Denken, das iſt die Summe aller
Weis=
heit. Es iſt eine kleine, aber dem inneren Gehalt nach
äußerſt reiche Sammlung von Sprüchen, die dieſes Buch
bringt; es ſind durchweg Worte von ſolcher Kraft, daß
ſie in jedem einzelnen lebendig werden und ſein Denken
und Tun fruchtbringend beeinfluſſen. Das hübſch
ge=
bundene, freundlich in zwei Farben gedruckte Buch (nur
1,20 Mk.) wird als wirklich gehaltvolle Weihnachtsgabe
vielen willkommen ſein.
— Seeſtern, Unter der Kaiſerſtandarte.
Mit vielen eigenen Aufnahmen des Verfaſſers. Preis
2 Mark, eleg. geb. 2,60 Mark. Dieterichſche
Verlags=
buchhandlung Theodor Weicher in Leipzig. — Der
Ver=
faſſer ſchildert in ſeinem jüngſten Werke keine
Zu=
kunftsmöglichkeiten, ſondern gibt in ihm eine
ſarben=
ſatte Darſtellung der letzten Kaiſermanöver. Dieſer
„Seeſtern” der Gegenwart iſt, ſo ſeltſam das zunächſt
klingen mag, abgeſehen von rein militäriſchen
Schrif=
ten, das erſte und einzige Buch, das den Verlauf und
die Bedeutung der deutſchen Kaiſermanöver ſchildert.
Mit Kamera und Feder iſt der Verfaſſer alljährlich
hinausgezogen, und eine Ausleſe der photographiſchen
Ausbeute ſeiner Manöverfahrten bildet eine prachtvolle
Bereicherung des Textes.
— Das gefährliche Alter.
Tagebuchaufzeich=
nungen und Briefe von Karin Mihhaélis. Deutſch von
Mathilde Mann. (Konkordia, Deutſche Verlags=
An=
ſtalt, G. m. b. H., Berlin W. 30.) Geh. 2 Mark, geb.
3 Mark. — Karin Michaélis, der bekannten däniſchen
Schriftſtellerin neueſtes Werk hat in ihrer Heimat ein
enormes Aufſehen hervorgerufen. Das gefährliche Alter
iſt eines der pſychologiſch intereſſanteſten Bücher, die je
geſchrieben worden ſind. Selten hat eine Frau mit
gleicher Offenheit jene kritiſche=erotiſche Sturm=Periode
geſchildert, mit der ihrer Anſicht nach faſt alle Frauen
im gefährlichen Alter zu kämpfen haben.
— Kleine Ausgabe von Woerz' Billardbuch.
Biegſam kartoniert 2 Mark, Große Ausgabe in Leinen
geb. 6 Mark. Verlag von Albert Goldſchmidt, Berlin
W. 35. — Woerz’ Billardbuch hat ſich bereits ſeit
länge=
rer Zeit als guter und zuverläſſiger Inſtruktor der
Jünger des Sports auf dem grünen Tiſch erwieſen,
und auch der kleinen Ausgabe, die ſich trotz des
reich=
haltigen Stoffes, den ſie behandelt, durch ſehr bequemes
Taſchenformat auszeichnet, iſt eine gute Zukunft zu
prophezeien. Aus dem kleinen Büchlein kann jeder
Billardſpieler ſehr viel lernen.
„Deutſche und ausländiſche
Aus=
kunftſtellen” von Dr. Otto Kuntzemüller.
Unter dieſem Titel hat die Firma Meißler u. Co.,
Han=
delsauskunftei und Verlag, Berlin=Schöneberg,
Bahn=
ſtraße 33, deren alleiniger Inhaber laut
handelsgericht=
licher Eintragung vom 7. September 1910 jetzt Dr. Otto
Kuntzemüller iſt, das Verzeichnis ihrer Auskunftſtellen
für 1911 in völlig neuer Bearbeitung ſoeben
herausge=
geben. Die Bedingungen der Auskunfterteilung ſind
dem Verzeichnis vorgedruckt. Das Verzeichnis kann
vom Verlage zum Preiſe von 3 Mark bezogen werden.
Gewinnanszug
223. Röniſlich Prenßiſchen Klaſſenlotterie.
6. Klaſſe. 23. Ziehungstag. 6. Dezember 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 5000 Mk. 151145 245309
48 Gewinne zu 3000 Mk. 4664. 5707 15628 20200
26039 27221 27257 32500 33601 33717 41354 44161
46604 49066 52486 54429 82769 93368 103623 118092
124145 125970 138911 162296 161870 162597 166405
385282 186231. 190971. 214651. 216244 216679 217645
220866 223493 225841 226505 231369 234379 237765
245475 249472 263118 253848 258738 274086 299983
66 Gewin? zu 1000 Mk. 790 1917 2817 14066
14959 19046 23573 24773 29339 31113 34470 39124
46712 59918 61274 71897 74024 76303 86325 86812
90401. 92577 103421 114376 119062 129742 134236
161531 152418 154388 158808 162109 169194 171349
179012 165998 192784 210375 210412 212637 219473
223643 228635 236058 237824 241566 244171 249412
259276 269917 283322 263578 287987K 289051. 293002
287115
113 Gewinne zu 500 Mk. 272 4925 6842 1 14703
16892 18874 22946 24925 29708 31684 34686 36926
38734 41637 46265 46464 § 47165 ₰ 47546 47639 48652.
50549 52368 53136 69869 60309 64767 66196 68432
774892 75618 82284 85272 87188 87857 88203 89089
89756 90198 92074 94510 94864 97602 100160 101827
103388 104200 108985 110811 111975 112449 *113259
116013 118951 123730 132645 136286 139630 145854
149816 152901 153383 153728 155880 4156044 156419
168031. 169884 176140 176292 I 179042 180729 : 185968
487919 188300 189701 191237 191740 191845 198644
200446 202010 214683 217044 219574 223694 225390
230424 233444 235840 241056 243941. 245816 248168
254794 256503 261186 266847 272166 275169 275283
287796 288030 268751. 291295 292503 292749 293635
293876 296687 2967511 297186 302615 303377
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 131385 164015
4 Gewinne zu 6000 Mk. 11802 134727 139595
257954
44 Gewinne zu 3000 Mk. 9349 20702 38491 60386
61953 65334 70477 72074 73816 78833 88994 91783
92146 96569 99502 106386 107893 117693 119003
120343 § 136090 132804 142249 *142861 144778 145871
459046 160734 162119 173513 192543 194903 205212
236695 246719 252018 252367 253469 266270 270443
275552 278009 278263 100196
77
42086
67004
107896
119503
149511
376546
223077
253839
299693
12540
40296
59304
94870
123372
150481
170853
187857
211001
234463
254479
287015
Gewinne zu 1000 Mk. 249 6015 8512 9267
15436 16365 25685 27798 29897 49962 55985
69207 71445 75036 88791 91932 93879 101689
110607 111033 112123 114313 116781 118577
12328a 123912 135217 141367 144367 148314
150003 § 150601. 156907 157892 159457 166057
177245 177558 180569 1180757 188559 192207
194015 198651 198856 200489 212977 216202 218184
224516 226859 229227 236083 243556 245936
255478 258281. 262562 262580 264536 279060
280965 281096 288377 295091 295414 295471. 295999
89 Gewinne zu 500 Mk. 416 4051 11272 11810
13001 13031 14701 25924 27709 30899 35266
42263 43782 47273 48014 50683 54012 54240
61830 66864 69308 72207 72911 76903 91547,
97654 100695 104490 117087 121930 122168
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211858 214606 220097 223026 231632 231787i
237996 238524 238866 242320 243745 254134
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
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Die Kaninchenzucht.
* Die meiſten Menſchen, die von Kaninchenzucht
oder Kaninchenzüchtervereinen hören oder leſen,
kön=
nen ſich eines leiſen Lächelns nicht erwehren, denn ſie
halten alles, was mit Kaninchenzucht zuſammenhängt,
für Spielerei, die in der Hauptſache unſerer Jugend
vorbehalten iſt. Die wenigſten ahnen, daß das
Ka=
ninchen als ein Nutztier zu bezeichnen iſt und daß die
Kaninchenzucht ſehr zum Wohle der
minderbemittel=
ten Volksklaſſen dienen kann. Die Internationale
Hygiene=Ausſtellung Dresden 1911 wird, wie auf
vie=
len anderen Gebieten, auch mancherlei Belehrung
über den wirtſchaftlichen Wert der Kaninchenzucht
bringen und anregend auf weitere Kreiſe wirken.
In Zeiten der Fleiſchteuerung iſt das Kaninchen
wie kaum ein anderes Tier dazu geſchaffen, uns eine
billige, gute und zugleich kräftige Fleiſchnahrung zu
geben. Das Kaninchen liefert einen ſaftigen Braten,
der an Geſchmack und Ausſehen dem Hühnerfleiſch
ähnlich iſt und an Nährwert dem Rindfleiſch nicht
nachſteht. Auch das Fell iſt wertvoll. Man fertigt
hübſche, zum Teil koſtbare Pelze daraus und
verwen=
det die Haare in der Hutfabrikation. Außerdem läßt
ſich das Fell zu einem weichen und doch haltbaren
Leder verarbeiten, das ſich gut zur Anfertigung von
Schuhen eignet. Schuhe aus Kaninchenleder nähern
ſich in der Qualität dem feinen Kalblederſtiefel, ſind
beſonders geſchmeidig und daher angenehm zu tragen.
Gute Kaninchenfelle werden mit 1 Mark bis 4 Mark
und höher bezahlt. Bei alledem iſt die Ernährung
der Kaninchen ſehr einfach, denn das Futter des
ge=
nügſamen Tieres beſteht in Abfällen aus Küche und
Garten. Nur bei der Raſſenzüchtung iſt die
Fütter=
ung etwas teurer, da hier in erſter Linie das
Kraft=
futter, wie Hafer, Mehl und Milch in Betracht
kommen.
In Frankreich und anderen Ländern hat man den
Wert des Kaninchenfleiſches als Volksnahrung
frü=
her gewürdigt als bei uns. Jährlich werden in
Frankreich etwa 100 Millionen Kaninchen verzehrt,
faſt jeder Bauer und Arbeiter züchtet die Tiere für
ſeinen Bedarf und auf den vornehmſten Tafeln wie
auf den Speiſekarten aller Reſtaurants findet man
das Kaninchenfleiſch. Die Kaninchenzucht wird in
Frankreich und auch in Belgien derart rationell und
erfolgreich betrieben, daß alljährlich noch Millionen
dieſer Tiere nach England ausgeführt werden können.
In Deutſchland gibt es bis jetzt 40 000
Kaninchen=
züchter, die in Vereinen organiſiert ſind, während
Sachſen etwa 5000 Kaninchenzüchter zählt. Es iſt klar,
daß ein größerer Aufſchwung der Kaninchenzucht auch
bei uns aus volkswirtſchaftlichen Gründen
wünſchens=
pert wäre. Die Regierungen haben dies bereits er=
kannt und bringen der Kantnchengſucht jetzt viel
Iuter=
eſſe entgegen. Sie unterſtützen die
Kaninchenzüchter=
vereine in ihren Beſtrebungen und wirken auch auf
die ſtaatlichen und privaten Betriebe ein, daß dieſe
ihre Arbeiter bei der Kaninchenzucht nach Möglichkeit
fördern.
Unter einem Kaninchen ſtellt man ſich meiſtens
ein Tier vor, das den Haſen an Größe nicht erreicht,
was auch früher zugetroffen haben mag. Die jetzt
gezüchteten Schlachtkaninchen übertreffen den Haſen
an Größe und Gewicht bei weitem. Ein
ausgewach=
ſenes, gut genährtes Kaninchen iſt ein recht ſtattliches
Tier, das mitunter 12 bis 15 Pfund ſchwer iſt und 10
bis 12 Pfund Fleiſch liefert. Auf der Internationälen
Hygiene=Ausſtellung Dresden 1911 wird der „
Landes=
verband Sächſiſcher Kaninchenzüchter” eine ganze
Reihe von Kaninchen in ihren verſchiedenen Raſſen
ausſtellen. Es werden außer den großen
Fleiſch=
kaninchen auch kleinere Raſſen gezeigt, die wegen
ihres Fleiſches, hauptſächlich aber wegen ihres guten
Pelzes gezüchtet werden. Durch lebendiges
Anſchau=
ungsmaterial hofft die Internationale Hygiene=
Aus=
ſtellung das Verſtändnis für den Wert der
Kaninchen=
zucht, namentlich zugunſten des Budgets des kleinen
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* „Donne” Zu dem Schatze heiterer Anekdoten,
um die ſich unſere deutſchen Landsleute in
Ita=
lien ſo ſehr verdient gemacht haben, kann ich, ſo
wird der Schleſ. Ztg. aus Florenz geſchrieben, nun
aus eigener Erfahrung eine neue hinzufügen, die ich
auf der Fahrt von Bologna nach Florenz miterlebte.
Das Abteil barg einen Trupp deutſcher Italienfahrer,
die zum erſten Male die Apenninen kreuzten. Sie
wußten mit Ueberzeugung allerlei Tieſgründiges
über die Kultur und die Unkultur des meiſtgelobten
und meiſtgeſchmähten Italien zu erzählen, aber der
Landesſprache war, wie gewöhnlich, keiner dieſer
wackeren Reiſenden mächtig. „Ich habe gehört, daß
man unmittelbar hinter der Station Praechia zum
erſten Male die Ausſicht auf die Toskaniſche Ebene
hat, man ſoll Piſtoja ſehen können.‟ Die anderen
lauſchten wißgebierig, und alle waren ſich darüber
einig, daß man dieſen Augenblick nicht verpaſſen
dürfte. Der Zug hatte gehalten, fuhr gerade weiter,
und im Eifer von Italienſehnſucht fragte man den
jungen Landsmann, der gerade am Fenſter lehnte
und den die lange ſchwarze Soutane als künftigen
Geiſtlichen verriet: „War dies nicht Pracchia . . . wir
müſſen doch jetzt nach Pracchia kommen, hinter
Prae=
chia ſieht man Toskana . . . War dies nicht Pracchia?”
Der junge Reiſegefährte lehnte ſich noch einmal aus
dem Fenſter, um an dem entſchwindenden
Bahnhofs=
gebäude den Namen der Station zu erhaſchen. „Nein,”
meinte er dann kopfſchüttelnd, „dies hier war
Donne.” Im Abteil ſah man ſich ratlos an,
konſul=
tierte die Uhr, ſchüttelte den Kopf: es muß doch
Pracchia geweſen ſein. „Nein, es war Donne,”
be=
kräftigt der junge Romfahrer. „Donne? . . .
merk=
würdig,” meinte unſer vielwiſſender Landsmann und
verſank in zweifelndes Grübeln. Man war
allge=
mein überraſcht, als wir kurz darauf doch das erſehnte
Panorama von Piſtoja vor uns hatten. . . . Hätte der
junge Beobachter am Fenſter den Blick ſchon etwas
vorher auf den Stationsnamen gerichtet, ſo würde er
ſicher mit Erſtaunen Lemerkt haben, daß die Station
zwei Namen beſaß und daß das kleine Häuschen, dem
er ſeine geographiſche Wiſſnſchaſt perdankte, auf dert
anderen Seite die Inſchrift „uomini” trug. Und
wenn die wißbegierigen Italienfahrer ſich die Mühe
genommen hätten, ihr Taſchenwörterbuch zu Rate zu
ziehen, hätten ſie ihre ernſthafte Diskuſſion über die
Station „Donne” ein wenig verlegen und beſchämt
abgebrochen. . . .
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welcher die in babyloniſcher
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Eſther zu ſeiner Gemahlin machen
wollte. Doch dieſe verſchmähte die
Großmütigkeit dieſes Gewalthabers
und in ſeinem Zorn läßt er ſie den
Löwen vorwerfen. Doch das
Gottes=
wunder geſchieht, und die Beſtien
legen ſich liebkoſend zu den Füßen
der Eſther. Von dieſem ſeltenen
Schauſpiel hingeriſſen, verlangt das
Volk ihre Befreiung.
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Die drei Beile?
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Donnerstag, 8. Dez. 74. Ab.=Vorſtell.
B 18. „Der fliegende Holländer.”
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 9. Dez. 75. Ab.=Vorſtell. C 19.
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Sonntag, 11. Dez. 76. Ab.=Vorſt. D 20.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Dezember 1910.
Nummer 287a
Zweite Kammer der Stände.
70. Sitzung.
St. Darmſtadt, 6. Dezember.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Ewald
Exz., Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach Exz., Geheimerat Beſt, Miniſterialräte
Lor=
bacher und Hölzinger.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
10¼ Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung fragt
Abg. Molthan, ob die Regierung bereit iſt, ſeine
Interpellation über die Notlage des Winzerſtandes
zu beantworten. Miniſter des Innern v.
Hom=
bergk zu Vach ſagt dies zu, ſobald die Sache auf
die Tagesordnung geſetzt wird. Darauf wird in die
Tagesordnung eingetreten.
Auf die Anfragen der Abgg. Ulrich und Dr.
Winkler, betreffend
die Veruntreuungen des Notars Hubert,
hat die Regierung eingehende Antwort erteilt, in
der es u. a. heißt: Eine Haftbarkeit für die
feh=
lenden Gelder muß der Staat im Hinblick auf Artikel
79 des Geſetzes, die Ausführung des Bürgerlichen
Geſetzbuches betreffend, vom 17. Juli 1899, und
Ar=
tikel 14 des Geſetzes, das Notariat betreffend, vom
15. März 1899, ablehnen. Aber auch zu einer
frei=
willigen Schadloshaltung der Beteiligten in der
Form, in der es im Falle Link geſchehen iſt, kann ſich
die Großh. Regierung nicht bereit erklären. Wenn
die Regierung trotz ſchwerer Bedenken im Falle Link
unbemittelte oder minderbemittelte Leute, die von
Link in ſeiner Eigenſchaft als Notar benachteiligt
waren, durch Eröffnung des Staatskredits ſchadlos
gehalten hat, ſo war hierfür die Erwägung
ausſchlag=
gebend, daß die Einrichtung des Notariats in den
rechtsrheiniſchen Provinzen des Großherzogtums bis
zum 1. Januar 1900 unbekannt und die
rechtsrhei=
niſche Bevölkerung bisher mit den für dieſe
Einricht=
ung geltenden beſonderen Vorſchriften noch nicht
ge=
nügend vertraut war, um alle etwaigen Folgen ihres
Verkehrs mit dieſem Inſtitute bis zum äußerſten
überſehen zu können. Dieſe Vorausſetzungen treffen
im vorliegenden Falle nicht zu.
Gleichwohl hat es die Großh. Regierung für ihre
Aufgabe gehalten, auf Mittel und Wege zu ſinnen,
die es ermöglichen, denjenigen zu helfen, die durch
die Veruntreuungen des Notars Hubert derartig
ge=
ſchädigt worden ſind, daß ſie unterſtützungsbedürftig
erſcheinen. Sie iſt mit dem Heſſiſchen Notarverein
zum Zwecke der Schaffung eines Hilfsfonds
ins Benehmen getreten, der aus Beiträgen der
heſſi=
ſchen Notare gebildet werden ſollte. Der Vorſtand
des Notarvereins hat aber mitgeteilt, daß der Verein
als Organiſation der Notare aus prinzipiellen
Grün=
den die Einleitung einer Hilfsaktion ablehne.
Da=
bei iſt weiter mitgeteilt worden, daß, um die private
Hilfe aufzurufen, die Oppenheimer Notare die
Bild=
ung eines Komitees übernommen hätten, und die
Hoffnung beſtehe, daß auf dieſe Weiſe den
unver=
ſchuldet in Not Geratenen eine wirkſame Hilfe zuteil
werde. Die Großh. Regierung iſt bereit, wenn der
Hilfsfonds zuſtande kommt, einen Zuſchuß aus
dem Fonds für öffentliche und
gemein=
nützige Zwecke zu leiſten.
Was nun die Frage betrifft, welche Maßnahmen
die Großh. Regierung zu ergreifen gedenke, um die
Wiederholung derartiger Fälle nach
Mög=
lichkeit zu verhindern, ſo kann die Großh.
Regier=
ung ſich über etwaige Ergänzung der beſtehenden
Kon=
trollvorſchriften erſt ſchlüſſig machen, wenn die Art
und Weiſe, wie die Veruntreuungen bewerkſtelligt
und verdeckt worden ſind, im einzelnen völlig
aufge=
klärt iſt. Eine Verſchärfung der Kontrollmaßregeln
wird, wie die Erfahrung auf den verſchiedenen
Ge=
bieten des Geldverkehrs lehrt, Veruntreuungen
nie=
mals ganz verhindern können. Der Fall Hubert iſt
in dieſer Beziehung beſonders lehrreich; denn die von
Hubert angewandten Manipulationen wären geeignet
geweſen, die ſtrengſten Maßregeln
illuſo=
niſch zu machen. Am zweckmäßigſten erſcheint der
Großh. Regierung der Abſchluß einer
Ver=
ſicherung zugunſten der Hinterleger und ſonſtigen
Berechtigten gegen die Nachteile, die durch
Verun=
treuungen ihnen erwachſen können. Verhandlungen
zu dieſem Zwecke ſind in die Wege geleitet. Die
Koſten der Verſicherung müſſen von den Notaren
ge=
tragen werden. Zu dieſem Zwecke iſt beabſichtigt, die
den Notaren zufließende Stempelproviſion, ſoweit
er=
forderlich, zur Deckung heranzuziehen.
Abg. Winkler erörtert zunächſt den Fall in
aller Offenheit und kommt dabei zu dem Schluß, daß
Hubert ein ganz raffinierter Verbrecher war, der die
ſchärfſten Kontrollmaßregeln zu umgehen verſtand.
Eine Schuld an der Kataſtrophe iſt alſo niemandem
zu=
zuſprechen. Was die Verhinderung derartiger Fälle
für die Zukunft betrifft, ſo käme in erſter Linie die
Verſtaatlichung der Notariate in Betracht.
Dem ſtehen aber vielerlei Bedenken gegenüber.
Zu=
nächſt müßten viel mehr — auf 3 mindeſtens 5 —
Amts=
richter angeſtellt werden als Notare vorhanden ſind.
Dann müßten die Notgre penſioniert werden u. v. a.
Ein weiterer Vorſchlag wäre die Anlegung eines
amt=
lich gekennzeichneten Depoſitenregiſters, in dem
alsbald die erhaltenen Beträge quittiert und von dem
Einzahler beſcheinigt werden. Dazu müßte eine
unver=
mntete öftere Reviſion kommen. Anſtelle des
Depoſiten=
buches könnte auch ein doppelſeitiges Quittungsbuch
treten. In bezug auf die geforderte ſtaatliche
Hilfe=
leiſtung ſei die Regierungsantwort unbefriedigend.
Zweifellos erwachſe aus der Tatſache, daß die
Regie=
rung den Notar mit einer eigenartigen Würde
um=
kleidet und ihn zum Vertrauensmanne des Publikums
ſtempelt, eine Verpflichtung, für ſeine Verfehlungen
aufzukommen, um ſo mehr, als durch Geſetz das
Publi=
kum gezwungen wird, den Nötar als Vermittler
anzu=
rufen. — Abg. Ulrich iſt von der Regierungsantwort
abſolut unbefriedigt, weil ſie um den Kernpunkt der
Sache herumgehe. Er iſt der Meinung, daß es ſich um
einen Beamten handelt, für deſſen Verfehlungen der
Staat ohne weiteres aufzukommen hat. Er ſtelle daher
formell den Antrag, die Regierung zu erſuchen, wie
im Falle Link den Geſchädigten aus Staatsmitteln eine
entſprechende Entſchädigung zuteil werden zu laſſen.
Staatsminiſter Ewald Exz.: Die Regierung
be=
dauert außerordentlich die Folgen der Kataſtrophe, ſie
empfindet ebenſo ſchwer wie die Vorredner die Tatſache,
daß Hubert das allerſeits in ihn geſetzte Vertrauen ſo
ſchwer täuſchte. Wie das in Zukunft zu verhindern ſei,
das iſt ungemein ſchwer zu ſagen. So gut es einer
Bank unmöglich iſt, Unterſchlagungen oder
Veruntreu=
ungen zu verhindern, ſo wenig kann die Regierung
Garantien übernehmen, da ſie nicht mehr getäuſcht
wer=
den könne. Verbrecher gibt es nun einmal in allen
Kreiſen, und die Regierung kann nur die Gelegenheit
zum Verbrechen nach Möglichkeit erſchweren. Dazu iſt
ſie bereit. Der Fall Hubert iſt aber unter allen
Um=
ſtänden ein Ausnahmefall, und es wäre nicht
ange=
bracht, nun gleich das Kind mit dem Bade auszuſchütten
und das ganze Notariatsweſen zu ändern. Ueberdies
beſtehen Beſtrebungen, das Notariat zu einer
Reichs=
inſtitution zu machen. Redner legt dann die
finanziellen Folgen einer eventuellen Verſtaatlichung
der Notariate dar, die an Gehältern uſw. 427 240 Märk
erforderlich machen würde, ungerechnet die
Schreib=
utenſilien, Räumlichkeiten uſw. Dieſer Ausgabe ſtände
die Bruttoeinnahme der Notariate in Höhe von 449 439
Mark gegenüber, ſo daß alſo von einem Geſchäft für den
Staat keine Rede ſein kann. Was die
Schadenerſatz=
frage betrifft, ſo kann an der Richtigkeit der Rechtslage
in der Regierungsantwort nicht gezweifelt werden.
Mehr, als darin dargelegt, kann die Regierung nicht
tun. Eine dankenswerte Aufgabe namentlich für den
Abg. Winkler ſei es nun, am Zuſtandekommen des
Hilfskomitees mitzuhelfen.
Im weiteren Verlaufe der Beſprechung tritt Abg,
Wolf ebenfalls für Verſtaatlichung des Notariats ein.
Abg. von Brentano iſt dem Herrn Staatsminiſter
für die Antwort ſehr dankbar. Er iſt mit der
Regie=
rung der Meinung, daß es einfach unmöglich iſt,
der=
artige Veruntreuungen zu verhindern. Das Vertrauen
des Volkes in den Notariatsſtand ſei durch den Fall
gar nicht erſchüttert worden. Die Regierung könne
eben in dem Falle nichts tun. Abg. Dr. Zuckmayer
ſpricht ſich in gleichem Sinne aus. Doch hält er den
Vorſchlag der Verſicherung für eine Zumutung, gegen
die die Notare ſich wohl wehren ſollten. — Das weiſt
Staatsminiſter Ewald Exz. zurück. Es ſei
keines=
falls eine beleidigende Zumutung, wenn die
Regie=
rung ſich verſichere. Das geſchehe auch in anderen
In=
ſtitutionen durch Stellung von Kautionen uſw. Auch
bei den Reichsbankdirektoren behalte die Regierung die
Tantiemen gewiſſermaßen als Kaution ein. — Nachdem
noch die Abgg. Senßfelder, Dr. Winkler, von
Brentano und Staatsminiſter Ewald Exz. kurze
Ausführungen gemacht, ſchließt die Beſprechung.
Ehrung eines Tribünen=Journaliſten.
Präſident Haas möchte das Haus, bevor er die
Sitzung ſchließt, noch zu einem Akt der Pietät und
Dankbarkeit veranlaſſen. Es ſei erſt jetzt zu ſeiner
Kenntnis gelangt, daß ein Berichterſtatter, der ſeit
langen Jahren über die Kammerverhandlungen
berich=
tet, geſtorben ſei: der Amtsrichter a. D. Gg.
Linden=
ſtruth, der ſeit 1883 ſeines Amtes auf der
Journaliſten=
tribüne treu gewaltet und durch ſtete objektive
Bericht=
erſtattung auf ſeine Weiſe im Intereſſe des Hauſes
und des Volkes gearbeitet hat. (Die Abgeordneten und
die Journaliſten haben bei dieſen Worten ſich von den
Sitzen erhoben.) Er konſtatiert, daß die Abgeordneten
durch Erheben von den Sitzen ihre Zuſtimmung zu der
Ehrung des verſtorbenen Journaliſten ausgedrückt
haben und dankt dafür.
Darauf wird die Sitzung geſchloſſen. Nächſte
Sitzung Mittwoch 9 Uhr. Schluß 1½ Uhr.
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