Darmstädter Tagblatt 1910


30. November 1910

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173. Jahrgang.
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
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werden angenommen in Darmſtadt
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ſowie von unſeren Agenturen und
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

281.

Mittwoch, den 30. November.

1910.

Die heutige Nummer hat 28 Seiten.

Die Volkszählung.

** Der 1. Dezember hat bei uns im Deutſchen
Reiche alle fünf Jahre eine beſondere Bedeutung, auf die
ſchon Wochen vorher die geſamte Bevölkerung aufmerk=
ſam
gemacht worden iſt, und wenn der Termin nahe be=
vorſteht
, erhält jeder einzelne Haushaltungsvorſtand im
ganzen Reiche ſogar eine ſchriftliche Beſtätigung der Wich=
tigkeit
des Tages. An dieſem ſelbſt aber ſind viele, viele
Tauſende, denen für die Zeit ihrer Tätigkeit am 1. De=
zember
ein amtlicher Charakter beigelegt worden iſt, unter=
wegs
, gehen von Haus zu Haus, von Wohnung zu Woh=
nung
, laſſen weder Hütte noch Palaſt, weder das ärm=
lichſte
Heim noch die luxuriöſeſt ausgeſtattete Beletage
unbeſucht, und überall walten ſie ihres Amtes als:
Volkszähler. Ein ungeheueres ſtatiſtiſches Material
tragen ſie dann zuſammen, das zuerſt in den Gemeinden
geſichtet wird und weiter an die Zentralſtellen geht, um
ſchließlich im Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amt vereinigt zu
werden. Monate dauert es, ehe ein vorläufiges Reſultat
erzielt wird, und bevor die endgültigen Ergebniſſe feſtge=
ſtellt
werden können, darüber vergeht etwa ein volles
Jahr.
Seit dem Jahre 1875 finden im Reiche die Volkszäh=
lungen
alle fünf Jahre ſtatt, während ſie vorher im Zoll=
verein
alle drei Jahre vorgenommen wurden. Die Zäh=
lungen
ergaben ſeit der Gründung des Reiches:
am 1. Dezember 1871 41058 792 Einwohner

1875 42 727360
7 1.
1830 45 234 061
1885 46855 704
1.
1890 49 428 470
1
1895 52 279 901
2.
1900 56 367178
1.
1905 60 641 278
1.

Fort und fort iſt die Bevölkerungsziffer des Deutſchen
Reiches gewachſen, die Steigerung zeigt eine recht geſunde,
vielleicht zu geſunde Entwickelung, die ohne Zweifel auch
während der nun abgelaufenen fünfjährigen Periode an=
gedauert
hat. Die Zahlen werden das demnächſt be=
ſtätigen
!

Hetze gegen Deutſchland.
Noch aus früheren Zeiten, wo Deutſchland ohn=
mächtig
daniederlag, und in der Weltpolitik keinerlei
Rolle ſpielte, rührt wohl noch die Gepflogenheit her,
Deutſchland bei jeder paſſenden oder unpaſſenden Gelegen=
heit
zum Prügelknaben zu machen. Auch jetzt noch kann
man, wenn auch vereinzelt, noch immer nicht hiervon laſ=
ſen
, wenn man nichts beſſeres weiß, muß Deutſchland
herhalten, um den wahren Tatbeſtand zu verſchleiern.
Speziell wird dieſes Mittel von unſeren lieben Freunden
jenſeits der Vogeſen und jenſeits des Kanals benutzt,
wobei man nie verfehlt, Deutſchland etwas anzuhängen,
und wenn es auch noch zu dumm ſei.
So bringt es beiſpielsweiſe jetzt der famoſe Matin,
der in dieſer Beziehung Großes leiſtet, fertig, für die kleine
Revolution der braſilianiſchen Flotte
Deutſchland verantwortlich zu machen. Das franzöſiſche
Blatt läßt ſich von einem braſilianiſchen Patrioten, der
augenblicklich angeblich in Paris weilt und zweifelsohne
ſeinen Platz auf einem Redaktionsfeſſel im Matin hat,
einen Brief über die Gründe der Flottenmeuterei ſchrei=
ben
, der kühnlich behauptet, die Erhebung ſei auf die Ein=
führung
der brutalen deutſchen Diſziplin
in die braſilianiſche Armee und Marine zurückzuführen.
Der Einſender behauptet, daß ſeit drei Jahren ſich der
Geiſt des deutſchen Unteroffiziers durch die in Deutſchlandihre
Ausbildung genießenden braſilianiſchen Offiziere in Bra=
ſilien
eingeführt werde, daß die brutale Diſziplin der Prü=
gelſtrafe
in der Marine nur eine Folge dieſer Schule ſei.
Man könnte die Sache lächerlich finden, wenn ſie nicht
ſo ernſt wäre. Man weiß ja zur Genüge, daß in der
deutſchen Marine die Prügelſtrafe nie beſtanden hat, ſon=
dern
daß ſie beiſpielsweiſe gerade in der engliſchen Marine
beſteht, die als ſo großes Vorbild ſonſt hingeſtellt zu wer=
den
pflegt. Es liegt augenſcheinlich alſo der Verſuch
einer Verhetzung vor, der zum Teil wohl auch darin
ſeinen Grund hat, daß man an der Seine über die Ent=
laſſung
franzöſiſcher Armee=Inſtrukteure
und deren Erſetzung durch deutſche Offiziere, die
jetzt in der braſilianiſchen Armee fungieren ſollen, ſehr er=
bittert
iſt. Auf dieſe Weiſe kühlt man ſein Mütchen nach
der bekannten Methode, daß immer etwas hängen bleibt.

Ebenſo hat man bekanntlich auch im vorigen Jahre
bei den engliſchen Wahlen Deutſchland als Aushängeſchild
benutzt, um unter dem Deckmantel der deutſchen Gefahr
politiſche Geſchäfte zu machen. Es lag nahe, daß dieſes
Mittel, das vorzüglich wirkte, auch diesmal wieder heran=
geholt
werden würde, und in der Tat! Der Wahlkampf
hat eben eingeſetzt, und ſchon hört man, wie angeſehene
Führer, und noch dazu aus zwei verſchiedenen Partei=
lagern
, den Namen Deutſchlands für ihre Wahlagitation
mißbrauchen. So erklärte der konſervative Parteiführer
Smith in einer Wahlrede, der deutſche Handel dehne ſich
mit größerer Schnelligkeit aus als der engliſche. Deutſch=
land
habe ein Heer, mit dem ſich das engliſche nicht einen
Augenblick meſſen könne, und die deutſche Flotte konkur=
riere
offenbar an Stärke mit der engliſchen. Gleichzeitig
brachte es ein ſonſt ſehr realiſtiſch denkender Sozialiſt,
Keir Hardy, fertig, Deutſchland mit dem Streik in Süd=
wales
in Verbindung zu bringen, indem er erklärte, viele
Minenarbeiter gehörten zur Territorialarmee, und der
Umſtand, daß die Behörden ihnen Waffen und Munition
weggenommen hätten, bedeute eine Chance für Deutſch=
land
.
Leider kann nichts dagegen getan werden, daß mit
ſolchen Mitteln gearbeitet wird, und man wird ſich gedul=
den
müſſen, bis wieder unſere lieben Freunde zur Ver=
nunft
gekommen ſind.

Die Auflöſung des engliſchen Parlaments.
* König Georg hat in der Sitzung des Geheimen
Rats die Proklamation unterzeichnet, durch die das
Parlament aufgelöſt und das neue Parlament
auf den 31. Januar 1911 einberufen wird.
Die Rede des Königs, durch die er das Par=
lament
für prorogiert erklärt, begann: Ich ſpreche zu
Ihnen zum erſten Male unter dem Schatten des großen
Unglücks, welches das Dahinſcheiden meines geliebten
Vaters verurſacht hat. Ich erhielt aus allen Teilen mei=
ner
Beſitzungen überreiche Beweiſe dafür, daß der uner=
ſetzliche
Verluſt, der mich und meine Familie getroffen,
von meinen Untertanen tief beklagt wird. Ich habe mich
den Pflichten, zu denen ich berufen wurde, mit dem
ernſten Wunſche gewidmet, den Fußtapfen meines lieben
Vaters zu folgen. Die Beziehungen zu den fremden
Mächten waren andauernd freundliche.
Der König ſprach ſeine zuverſichtliche Hoffnung aus,
daß die Fiſchereifrage zwiſchen Kanada, Neufundland und
den Vereinigten Staaten durch das Schiedsgericht im
Haag endgültig beigelegt ſei, und gab hierauf ſeiner be=
ſonderen
Befriedigung darüber Ausdruck, daß es möglich
geweſen ſei, ſo verwickelte und ſchwierige Probleme durch
ſchiedsgerichtlichen Spruch zu erledigen, daß die Entſchei=
dung
von beiden Parteien in einem Geiſte angenommen
ſei, der dahin wirken müſſe, den guten Willen zu vermeh=
ren
. Der König berührte ſodann die Miſſion des Her=
zogs
von Connaught, das erſte Parlament der Union von
Südafrika zu eröffnen, und ſprach die zuverſichtliche Hoff=
nung
aus, daß Südafrikas Fortſchritt, Glück und Wohl=
fahrt
andauern mögen. Er nahm hierauf Bezug auf die
Verwaltungsreform Indiens und dankte dem Unter=
hauſe
, daß es für die Erforderniſſe des Jahres in frei=
gebiger
Weiſe Fürſorge getroffen habe, einſchließlich der
vermehrten Zuwendungen für die Flotte und der wei=
teren
Ausgaben für die Alterspenſionen.
Der König gab ſchließlich ſeinem Bedauern Ausdruck,
daß die Konferenz zur Beilegung der Meinungsver=
ſchiedenheiten
zwiſchen den beiden Häuſern des Parla=
ments
geſcheitert ſei.
Deutſches Reich.
Die reichsländiſche Verfaſſungs=
reform
im Bundesrat. Wie aus Bundesratskrei=
ſen
verlautet, beſteht die Abſicht, die Elſaß=Lothringiſche
Verfaſſungsvorlage und den Wahlgeſetzentwurf am Mon=
tag
, den 12. Dezember, im Ausſchuß des Bundesrats zu
beraten, ſodaß die Vorlagen ſchon in der nächſten darauf=
folgenden
Sitzung des Bundesrats, d. i. Donnerstag, den
15. Dezember, im Plenum zur Beratung und wohl auch
zur Entſcheidung gelangen könnten. Vorausſetzung da=
für
iſt natürlich, daß nicht in der Ausſchußberatung noch
neue Anträge geſtellt werden, welche die Einholung neuer
Inſtruktionen für einzelne Bundesratsbevollmächtigte er=
forderlich
machen. Doch iſt mit einer ſolchen unvorher=
geſehenen
Verzögerung kaum zu rechnen.
Neuwahlen zum Reichstag. In der
Preſſe iſt behauptet worden, daß man in Regierungskreiſen

die Abſicht hege, die Neuwahlen zum Reichstage erſt im
Januar 1912 vornehmen zu laſſen. Wie die Tägliche
Rundſchau von gut unterrichteter Bundesratsſeite erfährt,
hat ein ſolcher Plan an maßgebender Stelle niemals be=
ſtanden
. Es iſt beabſichtigt, die Neuwahlen in der zweiten
Oktoberhälfte und die Stichwahlen im November vorzu=
nehmen
. Den Etat für 1912 in einigen Wochen erledigen
zu laſſen, wie es in der Preſſe angeregt wurde, iſt voll=
ſtändig
unmöglich. Ein ſolcher Vorſchlag iſt in Regie=
rungskreiſen
auch niemals erwogen worden.
Der Etat für die Verwaltung des
1 Reichsheeres enthält unter den einmaligen Ein=
nahmen
die Summe von 5570799 Mark für Teile des
Tempelhofer Feldes und für einen Teil des Exerzierplatzes
vor dem Schönhauſer Tor in Berlin. Es wird dann auf
die anliegende Denkſchriſt verwieſen. Dieſe Denkſchrift
ſpricht von der Notwendigkeit, neue Truppen= Uebungs=
plätze
zu beſchaffen. Zur Gewinnung der hierfür erforder=
lichen
Mittel ſollen rund 181 Hektar vom Exerzierplatz=
gelände
der Garniſon Berlin veräußert werden, wovon
150 Hektar auf den weſtlichen kleineren Teil des Tempel=
hofer
Feldes entfallen. Die Denkſchrift erwartet mit
Sicherheit, daß der Erlös zur Beſchaffung und Herrich=
tung
eines zweiten Truppen=Uebungsplatzes für das
Gardekorps, eines Schießplatzes für die Infanterieſchieß=
ſchule
und die noch fehlenden Truppen=Uebungsplätze für
das 2., 3., 16. und 18. Armeekorps ausreichen wird.
Die Einnahmen der Reichspoſt und
Reichseiſenbahnen. Im Oktober ds. Js. haben
ſich die Einnahmen der Reichspoſtverwaltung nicht un=
erheblich
gegen die Vormonate gebeſſert. Während der
September noch mit einer Mindereinnahme von 17 Mil=
lionen
Mark gegen den halbjährigen Etatsdurchſchnitt ab=
ſchloß
, iſt dieſe Mindereinnahme im Oktober ds. Js. bis
auf etwas über 1 Millionen Mark zurückgegangen. Die
Oktober=Einnahme betrug 73,80 Millionen Mark und
brachte damit die Geſamteinnahmen der Reichspoſt in die=
ſem
Etatsjahr auf 403,36 Millionen Mark. Auch die Ein=
nahmen
der Eiſenbahnverwaltung waren recht günſtig.
Es kamen im Oktober 11,58 Millionen Mark ein, ſodaß
ſich die Geſamteinnahme jetzt auf 77,07 Millionen Mark
beläuft, während der ſiebenmonatige Durchſchnitt nach
dem Etatsanſatz 71,4 Millionen Mark betragen würde.
Im Wahlkreiſe Marburg=Kirchhain=
Frankenberg iſt eine Einigung der Konſervativen,
der Nationalliberalen, des Bundes der Landwirte und
des Bauernbundes auf den freikonſervativen Profeſſor
Dr. Bredt zuſtande gekommen. Der bisherige Abgeord=
nete
, Dr. Böhme, hat gebeten, von ſeiner Wiederaufſtellung
Abſtand zu nehmen, um Dr. Bredt durchzubringen. Die
Parole, welche dieſe verſchiedenen Parteien zuſammen=
hält
, iſt die Bekämpfung der Demokratie, für die in Mar=
burg
Herr v. Gerlach kandidiert. Er wird in der Stich=
wahl
natürlich auf die Sozialdemokratie, die aber ſchwach
iſt, zählen können.
Zur Fleiſchnot. Der ſächſiſche Landes=
Kulturrat beſchloß, die Regierung zu bitten, in Er=
wägungen
darüber einzutreten, ob nicht die Forderungen
genoſſenſchaftlicher Schlachtung durch die Landwirte die
Fleiſchteuerung mildern könne. Auch der Verband der
landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften Sachſens wird dieſe
Frage erörtern.
Das Ergebnis der römiſchen Reiſe
des Kardinals Fiſcher. Nach einer Meldung der
Wiener Neuen Freien Preſſe aus Köln beſteht das Er=
gebnis
der römiſchen Reiſe des Kardinals Fiſcher darin,
daß ſämtliche päpſtlichen Dekrete der letzten Zeit für
Deutſchland nicht oder nur in gemilderter Form in Kraft
treten. Hinſichtlich der Erſtkommunion werde vorläufig
alles beim alten bleiben. Die bisherige Gewohnheit, nach
der die Erſtkommunion gewöhnlich mit der Schulentlaſſung
zuſammenfällt, ſoll erſt allmählich geändert und die pri=
vate
Erſtkommunion bis in das zehnte Lebensjahr herab=
gerückt
werden. Die feierliche Erſtkommunion ſoll auch
künftig mit der Schulentlaſſung zuſammenfallen. Bezüg=
lich
des Antimoderniſten=Eides hätten die Vorſtellungen
des Kardinals Fiſcher und des Nuntius Frühwirth in
Rom erreicht, daß ihn die deutſchen latholiſchen Theologie=
profeſſoren
an den ſtaatlichen Univerſitäten nicht würden
zu leiſten brauchen. Der dritte Erfolg des Kardinals
Fiſcher ſei die Nichtanwendung des päpſtlichen Verbotes
für die Zöglinge der deutſchen Prieſterſeminare, Zeitun=
gen
und Zeitſchriften zu leſen.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281.

Ausland.
Frankreich.
Schutz der Arbeit. Unter dem Vorſitz des
Senators und ehemaligen Miniſters Poincaré hielten
in Paris an 2000 Vertreter von 27 landwirtſchaftlichen
und induſtriellen Vereinigungen eine Verſammlung ab,
in der ſie in einem Beſchlußantrag verlangten, daß die
Regelmäßigkeit der öffentlichen Betriebe, Freiheit der Ar=
beit
und die Achtung vor den Arbeitsverträgen gewähr=
leiſtet
, Geſetzentwürfe, die den Handel, die Induſtrie und
den Ackerbau ſchädigen, abgelehnt und die gegen die
Gleichheit der Staatsbürger verſtoßenden Steuervorlagen,
ſowie alle auf Enteignung der freien Unternehmungen
abzielenden Maßnahmen entſchieden bekämpft werden.
Rumänien.
Eröffnung des Parlaments. Die Tagung
des Parlaments wurde am Montag eröffnet.
Die vom König verleſene Thronrede beſagt, der König
sweifle nicht, daß das Parlament durch die Annahme der
von der Regierung eingebrachten Geſetzentwürfe ein reich=
haltiges
, für das Land wohltätiges Geſetzgebungswerk
geſchaffen habe. Die Regierung fand bei der Arbeit zur
Reorganiſation der Landwirtſchaft in dem Parlament
werktätige Unterſtützung. Die Geſetze betreffend die Ge=
meindeverwaltung
, die Gendarmerie, die Maßnahmen
gegen den Alkoholismus und die Förderung des Volks=
ſchulunterrichts
hätten den Landgemeinden eine gedeih=
liche
Entwicklung geſichert. Die Hebung des Eiſenbahn=
weſens
, die Ausgeſtaltung des Hafens Konſtanza, die Er=
richtung
eines eigenen Miniſteriums für Handel und In=
duſtrie
, die Förderung der Volksbanken und der ländlichen
Wirtſchaftsgenoſſenſchaften, der Handelsvertrag mit
Oeſterreich=Ungarn hätten zur Vergrößerung des natio=
nalen
Wohlſtandes beigetragen. Dieſer habe ſich in den
letzten Jahren derart gehoben, daß die finanzielle Lage
heute günſtiger ſei als je zuvor. Die Thronrede weiſt auf
eine Reihe von Geſetzen hin, welche im Intereſſe der
ſtädtiſchen Bevölkerung geſchaffen ſeien, und erwähnt die
Ausdehnung des konſtitutionellen Regimes auf die
Dobrudſcha, wodurch dieſe Landſtriche mit dem Mutter=
lande
endgültig verbunden worden ſeien. Die Thronrede
verweiſt darauf, daß Rumänien dank den getroffenen
Maßnahmen von der Cholera verſchont geblieben ſei. Die
Herbſtmanöver hätten Gelegenheit gegeben, feſtzuſtellen,
daß die rumäniſche Armee jederzeit in der Lage ſei, den
Erwartungen der Nation zu entſprechen. Mit der ruhigen
Entſchloſſenheit, die es ſich durch ſeine ſtets wachſenden
Kräfte geſichert habe, betone Rumänien ohne Zögern die
Wichtigkeit ſeiner Stellung inmitten der großen europäi=
ſchen
Intereſſen. So habe ſich Rumänien das Vertrauen
und die Freundſchaft aller Staaten geſichert, die ebenſo
wie Rumänien in dem Frieden eine feſte Bürgſchaft für
ihre Entwicklung fänden.
Türkei.
Die Antwort der Kretamächte auf die
Vorſtellungen der Pforte befriedigte die Pforte beſonders
deshalb, weil die Zuſage der Wahrung der Souveräni=
tätsrechte
wiederholt und das Vorgehen der Kreter als
kindiſch bezeichnet wurde. Auf das Verlangen der Pforte
nach der endgültigen Löſung der Kretafrage erwiderte
nur eine Schutzmacht, welche erklärte, daß die Zeit hierfür
nicht fern ſei.
Südafrika.
Das Budget der ſüdafrikaniſchen
Union wurde dem Parlament vorgelegt. Da die früher
von den Minen der Kapkolonie entrichtete Einkommen=
ſteuer
mit der Errichtung der Union fortgefallen iſt, iſt ein
Defizit von 1451000 Pfund vorhanden. Um das Defizit
zum Teil zu decken, wird vorgeſchlagen, die Steuer, welche
die Goldminen in Transvaal von den Gewinnen ent=
richten
, auf die Diamantminen in der Kapkolonie und
dem Oranje=Freiſtaat in der Weiſe auszudehnen, daß dieſe
10 Prozent von den Gewinnen als Steuer entrichten. Der
Ertrag der Steuer wird auf 240000 Pfund geſchätzt.
Amerika.
Die Unruhen in Mexiko ſind nunmehr von
der Regierung vollſtändig unterdrückt worden. Ueberall
herrſcht Ruhe. Der Unionskongreß hat dem Präſidenten
Porfirio Diaz ſein Vertrauen ausgeſprochen.
93 Millionen Nordamerikaner. Nach der
New=York=Tribüne hat die diesjährige Volkszählung in
den Vereinigten Staaten deren Geſamtbevölkerung mit
93 471648 Menſchen angegeben. Seit der letzten Volks=

Der Arheilger Krawall vom
22. Juni 1683.
Von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl.
Die Bewohner unſeres Nachbarortes Arheilgen ſind
heutzutage allgemein dafür bekannt, daß ſie groben Ex=
zeſſen
, ſo lange ſich ſolche vermeiden laſſen, abhold ſind.
Das war nicht immer ſo. Arheilgen hat in ſeiner Ver=
gangenheit
zwei Perioden, wo Ausſchreitungen verhältnis=
mäßig
recht oft vorkamen. Die eine iſt die Zeit des be=
ginnenden
30jährigen Krieges. In ihr trieb in Arheilgen
inſonderheit der trinkfeſte Kaplan und Schulmeiſter Jo=
hannes
Ellinger mit ſeinen Getreuen ſein Weſen,
der wie in meinem Gefangenen Pfarrers) dargeſtellt
iſt ſich gar übel bezeugete und unter deſſen Führer=
ſchaft
es zu mancher Ausſchreitung kam. Die andere
Periode iſt die Zeit nach dem großen Kriege. Aus ihr
ein typiſches Beiſpiel vorzuführen, iſt der Zweck dieſes
Aufſatzes.
Die Jahre 1682 und 1683 ſind in der Arheilger Ge=
ſchichte
dadurch ausgezeichnet, daß man in ihnen die alte
Kirche, die im Jahre 1636 ein Raub der Flammen gewor=
den
war und ſeitdem wie Pfarrer Johann Daniel
Stannarius ſchreibt zum Greuel mit Neſſeln,
Diſteln und Dornſtreuchen als Behauſung der Nachteulen
und Raaben, der Storck und Uhu dageſtanden, auf Be=
treiben
des erwähnten Pfarrherrn wieder aufbaute. Das
Werk koſtete viel Mühe und Opfer. Wer etwas entbehren
*) Vgl. W. Diehl, Der gefangene Pfarrer, S. 97ff.
Ich benutze die Gelegenheit, darauf hinzuweiſen, daß,
nachdem das erſte Tauſend dieſes Buches beinahe ver=
griffen
iſt, in 14 Tagen das zweite Tauſend erſcheinen
wird.

zahlung vom Jahre 190 iſt die Vevolerung ſomit um
17168 261 Perſonen gewachſen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 30. November.
* Vom Hofe. Prinz Heinrich von Preußen,
der ſich von hier zur Jagd nach Ungarn begeben hatte,
iſt geſtern mittag nach 1 Uhr zu kürzerem Beſuche am
Großh. Hofe hier wieder eingetroffen. Die Fürſt=
lich
Lichſchen Herrſchaften ſind am Montag
nach Lich zurückgereiſt.
Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Bauaſſeſſor Bauinſpektor Karl Krauß
zu Darmſtadt den Charakter als Baurat
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Reviſionskontrolleur bei dem Hauptſteuer=
amt
Mainz Johann Philipp Hellwig zu Mainz zum
Reviſionsinſpektor bei dem Hauvtſteueramt Darmſtadt.
Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben dem Pfarrverwalter Rudolf Goethe
zu Wörrſtadt die evangeliſche Pfarrſtelle daſelbſt über=
tragen
und den evangeliſchen Pfarrer Wilhelm Heyl zu
Reichelsheim, Dekanat Erbach, auf ſein Nachſuchen bis
zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit, mit Wirkung
vom 1. Dezember 1910, in den Ruheſtand verſetzt.
* Ordensverleihungen. Se. Maj. der König von
Preußen hat dem Reichsanzeiger zufolge den nach=
benannten
Offizieren die Erlaubnis zur Annahme der
ihnen verliehenen nichtpreußiſchen Orden erteilt, und
zwar: des Offizierkreuzes des Königlich Belgiſchen
Ordens Leopold II.: dem Rittmeiſter Reinhard Ludwig
Prinzen zu Solms=Hohenſolms=Lich im Regi=
ment
der Gardes du Corps; des Ritterkreuzes des
Königlich Belgiſchen Kronenordens: dem Oberleutnant
Ferdinand Maximilian Erbprinz zu Yſenburg und
Büdingen=Wächtersbach in demſelben Regiment.
n. Vor der Strafkammer ſtand geſtern eine Betrugs=
anklage
zur Verhandlung, die aus einer größeren, für die
Stadt Darmſtadt ausgeführten Bauarbeit erwachſen
iſt. Bei Errichtung des neuen Elektrizitätswerkes und Er=
weiterung
des Gaswerkes im Jahre 1908 war drei hie=
ſigen
Unternehmern die Maurerarbeit übertragen und u. a.
vertragsmäßig das Miſchungsverhältnis des Betons aus=
drücklich
vereinbart. Letzteres geſchah in Anbetracht der
weiten Gewölbeſpannungen, des dadurch bedingten Drucks
und ſehr großer Maſchinenlaſten, weshalb die ſtädtiſche worden. Halsband der Toten betitelt ſich das Bild,
Baubehörde auf eine beſonders gute Betonzuſammen=
ben
war für die Miſchung ein Teil Zement bei drei Teilen
Flußſand und fünf Teilen Baſaltſchotter bezw. Flußkieſel.
Dieſe Betonarbeit ließen die Unternehmer ihrerſeits durch
die damalige hieſige Filiale einer bedeutenden auswär=
tigen
Firma herſtellen und der Filialleiter hatte dieſe in
flüchtiger Kalkulation (angeblich noch nicht völlig erfah=
durch
ſeinem Geſchäft drohenden Nachteil ſoll er betrüge=
riſcher
Weiſe durch Anwendung einer anderen Beton=
miſchung
, geringeren Zementzuſatzes nach Möglichkeit aus=
zugleichen
verſucht haben, während dem Firmeninhaber
Kenntnis dieſes Verfahrens, ſchuldhafte Beteiligung daran
zur Laſt gelegt iſt. Durch den anonymen Brief eines ehe=
maligen
Vorarbeiters der Firma erfuhr die Stadtverwal=
tung
von dem Sachverhalt; ſie ſtellte daraufhin nähere
Ermittelungen an und fand durch Nachprüfung der Fracht=
ſcheine
, daß etwa 2600 Sack Zement weniger verbraucht
worden ſind, als ſich nach jenem vereinbarten Miſchungs= anzumelden, ſo daß der ſportliche Wert der diesjährigen
verhältnis ergeben haben würde. Den dadurch entſtandenen
Minderwert von 4000 Mark bringt die Stadt jenen drei
Unternehmern in Abrechnung; dieſe wären alſo durch die
fraglichen Manipulationen der Angeklagten um dieſe
Summe geſchädigt. Dieſe Schadenerſatzfrage muß dem
eventuellen Prozeßverfahren vorbehalten bleiben, wähl=
rend
es ſich bei der Anklage um die Entſcheidung des be=
trügeriſchen
Bewußtſeins und den durch Betätigung die=
ſes
Bewußtſeins verurſachten Vermögensnachteil han=
delt
. Die nachträglich von jenem Beton genommenen Pro=
ben
haben eine gute Beſchaffenheit der Arbeit ergeben, ſo=
daß
die Schädigung an ſich zweifelhaft iſt. Der ange=
klagte
Filialleiter ſchützt guten Glauben nach dieſer Rich=
Firmeninhaber hat nach ſeiner Angabe von nichts gewußt. auch was im Odenwald, und da wir erſt am Anfang des
Als Sachverſtändige ſind Chemiker Prof. Dr. Sonne,
Großh. Baurat Knapp und Ingenieur Hinkel zugezogen.
Nach teilweiſer Beweisaufnahme ſtellte ſich die Notwen=
digkeit
heraus, dem von den Verteidigern Dr. Strauß und ſelbe zieht ſich gegen Hetzbach dem Schlinggrund,
Sieger geſtellten Antrag zu entſprechen und die Verhand= bietet ſich ein ſehr geeigneter Platz. Dem Rodeln hul=
lung
zwecks Erhebung weiterer Betonproben ſowie ein= digen ja ſeit einigen Jahren auch hier viele Erwachſene,
gehender Begutachtung vorläufig zu vertagen.
kammer des Landgerichts gegen den ſtaatsanwaltlichen Geſtern waren mehrere Fremde hier und liefen im
widrigen Bewußtſeins und bezw. der Schädigung außer
Verfolgung zu ſetzen) eröffnet worden.
Zentrale für die Provinz Starkenburg bildete in ſeiner Garniſon Mainz eingetroffen und bei dem

konnte und durch Mittelsperſonen erreichbar war, wurde
zu einer ehrlichen Beiſteuer herangezogen. Nicht bloß
die Landesherrin, Landgräfin Eliſabethe Dorothea, der
man gleich beim Beginn des Baues 50 fl. abſtieß, ſon=
dern
auch z. B. der hochweiſe Magiſtrat der Stadt
Frankfurt, alle Gemeinden des geſamten Heſſenlandes, die
Umgegend von Wertheim, ja ſogar auf Anraten des im
Juli 1684 in Arheilgen zu Beſuch weilenden königlich
dänemarkiſchen Feld= und Reiſemedikus Meno Da=
niel
Matthias, eines Pfarrerſohnes aus Wallau in
der Herrſchaft Eppſtein die königlich däniſchen Herr=
ſchaften
. Als dann das Werk aus kleinen Anfängen her=
auswuchs
, hielten die Arheilger es für ihr gutes Recht,
die Vollendung jedes Stadiums in der Entwickelung des
Kirchbaues gebührend d. h. mit etzlichem, nicht unbe=
deutendem
Aufwand, bei dem die entſprechende Maſſe
Alkohol nicht fehlte, zu feiern. Gleich die Verdingung des
Baues wurde gefeiert. Die Baurechnung ſchreibt darüber:
3 fl. 11 Albus iſt zum Weinkauf aufgangen, den 10. Ja=
nuar
1683, als man den Maurern und Zimmerleuthen die
Kirchenarbeit verdinget‟ Dann folgte eine kleine Feier,
als unſere Collectores aus der Fremde kommen. Daran
ſchloß ſich am 9. Mai 1683 eine große Gemeinde=
feier
an. als das Choraufgeſchlagen ward‟
In der Baurechnung ſind verrechnet: 18 Albus für 12
Ellen Band, 4 Albus 4 Pfennig an dupplen Strasbur=
ger
Pfenning, 1 Gulden an harten halben Kopſtfücken
10 Albus vor 2 Maaß roten Wein alles dieſes wurde
bei dieſer Gelegenheit den ſechs hieſigen Haustöchtern
ſo den Krantz dazu (nämlich zum Aufſchlagen des Chors)
verehret zum Denkmahl geben. Gleichzeitig hielten
die Zimmerleute ein Gelag, bei dem die große Summe
von 3 fl. 18 Albus draufaing. Nach einigen kleineren
Feiern (z. B. als der Leyhdecker die Kirch gedinget als
der Leyhdecker das Chor=Kreuz aufgeſtecket, als die Zim=

einer Verſammung behöedlicher Vertreterimohpfilaliſchen
Saal des Realgymnaſiums den Gegenſtand eingehender
Erörterung. Der Verſammlung wohnten neben den
Kreisräten und techniſchen Beamten der Provinz Starken=
burg
auch Provinzialdirektor Fey und Oberbürger=
meiſter
Dr. Gläſſing, die Beigeordneten und die
Stadtverordneten von Darmſtadt, Profeſſoren der
techniſchen Hochſchule und zahlreiche ländliche Bürger=
meiſter
bei. Zunächſt hielt ein Vertreter der All=
gemeinen
Elektrizitälsgeſellſchaft einen längeren Vortrag
mit Lichtbildervorfuhrungen über die Vorteile einer
groß angelegten elektriſchen Zentrale, wie eine ſolche jetzt
auch für Rheinheſſen in Oſthofen geplant iſt. Dem
Vortrag folgte eine ſehr eingehende Ausſprache nament=
lich
mit Vertretern der Stadt Darmſtadt, doch wurden
irgeneweiche Beſchlüſſe noch nicht gefaßt.
Der evangeliſche Frauenverein für den Süd=
weſtbezirk
der Stadtgemeinde darf mit großer Befrie=
digung
auf ſeinen am vergangenen Sonntag abgehal=
tenen
Familienabend zurückblicken. Ernſte Advents=
gedanken
, die die Rede des Pfarrers Velte aus Ver=
gangenheit
und Gegenwart wachrief, bildeten den
Grundton der dem Abend ſein eigenartiges Gepräge
verlieh. Daß dabei auch die Freude an edler Unter=
haltung
zu ihrem Rechte kam, dafür ſorgten die muſi=
kaliſchen
und deklamatoriſchen Vorträge, denen die
große Verſammlung mit warmer Dankbarkeit lauſchte.
Die fein ausgewählten Lieder, die Fräulein Lippold=
und Herr Jung, begleitet von Frau Geheimerat
Heinemann, mit klangvoller Stimme und ſeelen=
vollem
Ausdruck vortrugen, wie die ſinnigen und
humoriſtiſchen Deklamationen des Herrn Jöckel
beſonders Die Muſik der armen Leute bei der zu=
gleich
Fräulein Müller am Klavier mitwirkte
wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der
Abend hatte einen reichen und erhebenden Inhalt und
hinterließ den Eindruck einer ernſt=fröhlichen Advents=
feier
in geſelliger Form.
Der Ortsgewerbeverlein wird am nächſten
Freitag, 2. Dezember, ſeine dritte Winterverſammlung
abhalten. Herr Ingenieur Braun wird über Lino=
leum
und Herr Ingenieur Willner über Entſtaub=
ungsanlagen
von Wohnräumen ſprechen. (Siehe An=
zeigenteil
.)
Erſter Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12. Der
überaus reichhaltige neue Spielplan iſt von heute ab=
durch
einen außergewöhnlichen Schlager erweitert
welches in ſeinem ſpannenden Inhalt ein ganz neu=
ſetzung
mit hohem Zementzuſatz Wert legte. Vorgeſchrie= artiges Gebiet ſtreift und ſicher den allergrößten Bei=
fall
finden wird. Das renovierte Theater bildet jetzt
eine Sehenswürdigkeit und zeigt die neneſten Bilder=
in
ſelten geſehener plaſtiſch ſcharfer Weiſe.
Lichtſpielhaus Reſidenz=Theater (Ernſt Lud=
wig
=Straße Nr. 1). Im neuen Spielplan befindet ſich
das Spionage=Drama aus dem ruſſiſch=japaniſchen
ren) zu einem ſehr niedrigen Preis abgeſchloſſen. Den hier= Kriege: Im roten Licht. Auch die übrigen Nummern
ſind erſtklaſſige Neuheiten. Von abends 8 Uhr ab
werden ſämtliche Bilder durch Militärkonzert der Ka=
pelle
Weber illuſtriert. (Siehe heutige Anzeige.)
Große internationale Ringkämpfe um den
Großen Preis von Darmſtadt, wozu 6000 Mark
Siegesprämien in bar zur Verfügung ſtehen, werden
morgen Donnerstag, den 1. Dezember, im Orpheum be=
ginnen
. Die zur Verteilung ausgeſchriebenen hohen
Preiſe haben bereits eine ſtattliche Anzahl berühmter Be=
rufsringer
veranlaßt, ihre Teilnahme zu dem Wettſtreit
Kämpfe ſchon jetzt bedeutend höher eingeſchätzt werden
muß, als bei früheren Konkurrenzen. Weitere Mel=
dungen
dürften noch einlaufen diesbezügliche Mit=
teilungen
folgen. Heute Mittwoch findet die Abſchieds=
vorſtellung
für das glänzende derzeitige Perſonal ſtatt.
(S. Anzeige.)
Arheilgen, 29. Nov. Ihre ſilberne Hoch=
zeit
feiern der Milchhändler Philipp Kaffitz und
ſeine Ehefrau am Freitag, den 2. Dezember.
A Beerfelden, 28. Nov. Daß unſere Höhe ein fehr
geeignetes Terrain für den Schneeſchuhſport iſt,
haben die letzte Woche und der geſtrige Tag bewieſen.
Fremde Skiläufer ſind zwar ſchon öfter hier durch und
tung bezw. Irrtum in dem Miſchungsverhältnis vor; der haben auch geeignete Plätze benützt, nun aber regt ſich
Winters ſtehen, dürfte ſchon dieſes Jahr ein ſehr reges
Skilaufen beginnen, ohne den nötigen Schnee natürlich
nicht. In einer Talſchlucht nach dem Krähberg zu die=
nunmehr
weiſen uns Früh= und Spätſchnee an, nach dieſer
Das jetzige Verfahren iſt ſeinerzeit durch die Beſchluß= Richtung hin zu genießen, was die Natur Schönes bietet.
Antrag (die Angeklagten mangels Beweiſes des rechts= Schlinggrund, bald wird zahlreicher Beſuch aus nah und
fern unſere Hänge beleben.
Mainz, 29. Nov. Der in England wegen Spionage
** Die Errichtung einer großen elektriſchen verhaftet geweſene Leutnant Helm iſt wieder in
Zäa
merleut das erſte Gebälck im Thurn gefährlich aufgeſchla=
gen
, als dieſe das zweite Gebälk gehoben als das
dritte Gebälk im Thurn am 29. Dezember aufgeſchlagen
ward), folgte die zweite große Gemeindefeier,
als der Turmbau geendiget war, am 22. Juni
1683. Wiederum traten die Haustöchter, diesmal 15 an
Zahl. auf den Plan. Sie überlieferten den Kranz und
erhielten für dieſe Liebenswürdigkeit Denkpfenninge in
neuer Frankfurter Müntz. Die dritte große Feier
fand ſtatt, als am 7. November 1683 die Kirche eingeweiht
wurde. Zwiſchen dieſem Tag und dem Turmfeſt vom
22. Juni lag noch eine große Zahl beſcheidenerer Feiern
und Zehrungen.
Bei den drei großen Feiern ging es allemahl hoch her.
Es wurde gut gegeſſen, viel vertrunken und zum Schluß
nach den Weiſen der Muſik (beim Turmfeſt z. B. ſpieleten
die fürſtlichen Feldpfeifer mit Geigen und Pfeifen auf)
bis in die Nacht hinein getanzt.
Bei dieſem Turmfeſt kam es zu einem blutigen Tu=
mult
ſo Johann Michel Schuh. Johannes
Windhaus und Johann Friedrich Greff erre=
geten
Von ihm ſollen Einzelheiten berichtet werden.
Pfarrer Stannarius war Bibliziſt. Darum ſah er
darauf, daß bei den erwähnten Feſten größeren Stiles
alles ſo vor ſich gehe, wie es zu weiland König Davids
und Salomonis Zeiten bei ähnlichen Feiern nach den Be=
richten
der Bibel gehalten worden war. Dieſe Vorbilder
begegnen in faſt allen Berichten, die von der Hand des
Pfarrers über den Kirchbau vorliegen. Als er z. B. die
Landesmutter im Anfang November 1683 einlud, die auf
Mittwoch, den 7. November 1683, feſtgeſetzte, durch Hofpre=
diger
Mettenius zu vollziehende Einweihung der Kirche,
durch Ihre. auch des Erbprinzen und all anderer Prinzen
und Prinzeſſinnen, ſodann des fürſtlichen Stabs Praeſenz
und Gegenwart zu beehren, gab er in dem Schreiben

[ ][  ][ ]

er Ka=
Be=
ttſtreit

hrigen
verden

Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 3.

21. Pionierbataillon in Mainz=Kaſtel in Dienſt getre=
ten
. Es wird eine dienſtliche Unterſuchung eingeleitet
werden, um feſtzuſtellen, ob Helm durch Vornahme
ſeiner Zeichnungsübungen in England ſich gegen
deutſche Geſetze vergangen hat.
Mainz, 29. Nov. Das Waſſer des Rheins
und des Neckars iſt in der verfloſſenen Nacht ſehr ſtark
in die Höhe gegangen. In Heilbronn ſtieg der Neckar um
1,75 Meter, in Mannheim um 38 Zentimeter. Der Rhein
ſtieg bei Mannheim um 36 Zentimeter. Bei Mainz iſt
der Rhein um nahezu einen halben Meter geſtiegen.
Vorausſichtlich iſt Hochwaſſer zu erwarten.
B. Bingen, 28. Nov. Ein großer Nachen mit einer
Guanoladung iſt heute in den Rhein geſtürzt. Der aus
Aßmannshauſen ſtammende Nachen ſollte mit einer
Guanoladung nach ſeinem Heimatsort fahren und die
Guanoladung mitnehmen. Dieſe wurde vom Ufer aus
mit einem Wagen in den Nachen befördert, wobei dieſer
umſchlug und unterging. Der Inſaſſe konnte
noch gerade rechtzeitig ans Ufer ſpringen. Der an
einem Seil befeſtigte Nachen wurde von etwa 20 Mann
herausgezogen.
Worms, 29. Nov. Der Großherzog traf heute
zur Faſanenjagd bei Generalmajor Frhrn. v. Heyl ein. Die
Jagd wird, wie alljährlich, im Nonnenbuſch abgehalten.
Gießen, 29. Nov. Zwiſchen der Brauerei Den=
ninghoff
und ihren organiſierten Arbeitern ſind
Lohnſtreitigkeiten ausgebrochen, die zur Nieder=
legung
der Arbeit durch die organiſierten Arbeiter bei
Denninghoff führten. Daraufhin wurde von der
organiſierten Arbeiterſchaft der Boykott über Den=
ninghoff
=Bier verhängt. Die Firma Denninghoff ver=
öffentlicht
nun eine Lohnliſte der betreffenden Arbeiter,
um den von ihr in der Lohnfrage eingenommenen
Standpunkt zu rechtfertigen.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. Nov. Auf der Pe=
troleumtankanlage
Nobelsdorf der Deutſchen
Petroleumverkaufsgeſellſchaft Boxhagen=Rummelsburg
explodierte heute nachmittag ein Benzinbehälter,
kurz nachdem die Arbeiter mit dem Einpumpen des
Benzins fertig geworden waren. In kurzen Pauſen
erfolgte die Exploſion eines zweiten und dritten Be=
hälters
. Jeder der drei Tanks faßt ungefähr 20000
Hektoliter. Die Feuerwehren der Umgegend, auch die
Berliner Wehr, waren auf der Brandſtätte tätig.
Durch das Feuer waren bis 11 Uhr nachts drei große
und vier kleine Benzintanks abgebrannt. Die Feuer=
wehren
konnten ihre Tätigkeit lediglich darauf be=
ſchränken
, die noch nicht brennenden Tanks unter Waſ=
ſer
zu halten. Da ſehr lange Schlauchleitungen nötig
waren, um zur Spree zu gelangen, trat Waſſermangel
ein. Die zerſtörten Werte ſind hedeutend. Man ſpricht
von drei Millionen Mark. Der Brandſchaden iſt durch
mehrere Verſicherungsgeſellſchaften gedeckt. Als die
urſprüngliche Exploſion der Tanks erfolgte, konnten
die zum Himmel ſchlagenden Flammen auf zirka 60
Meter geſchätzt werden. Nach einer amtlichen Meld=
ung
durchbrach am 27. dieſes Monats, abends 9 Uhr
50 Min., ein mit außergewähnlich großer Geſchwin=
digleit
ankommendes Automobil mit vier Inſaſ=
ſen
die geſchloſſene Schranke des öſtlich vom Bahnhof
Werneuchen belegenen Bahnüberganges der Chauſſce
Freienwalde-Berlin in dem Augenblick, als der vom
Bahnhof Werneuchen abgefahrene Perſonenzug den
Ueberweg befuhr. Das Auto wurde von der Loko=
motive
erfaßt und in den Bahngraben geſchleudert,
wobei von den vier Inſaſſen der Prokuriſt O. Stamer
aus Reinickendorf tödlich verunglückte, der Chauf=
feur
und ein Lithograph Kopfverletzungen davontru=
trugen
; unverletzt blieb der vierte Inſaſſe. Der Un=
fall
wird dem Chauffeur zur Laſt gelegt. Der Leut=
nant
v. Haugwitz vom erſten Garderegiment zu Fuß
hat in ſeiner Wohnung zu Potsdam in einem Anfall
geiſtiger Umnachtung, durch einen Sturz aus dem
Automobil hervorgerufen, Hand an ſich ge=
legt
. Der junge Offizier fuhr nachts von Berlin
nach Potsdam in einem Kraftwagen. In Potsdam
bemerkte der Chauffeur, daß ſein Fahrgaſt fehlte. Er
fuhr zurück und fand den Leutnant halb betäubt auf
der Chauſſee zwiſchen Glienicke und Wannſee liegen,
hob ihn auf und brachte ihn nach ſeiner Wohnung.
Herr v. H. machte vollſtändig verwirrte Angaben, be=
gab
ſich taumelnd in ſein Zimmer und ſchloß dieſes
ab. Als man im Laufe des Tages in die Wohnung
keinen Einlaß erhielt, wurde ſie gewaltſam geöffnet,
und man fand den jungen Offizier mit durchſchoſſener
Bruſt. Einen Einbruch durch die Decke ver=
übten
geſtern nacht mehrere Einbrecher in dem Seiden=
hauſe
von Julius Michaelis in der Leipziger Straße.

Die Spitzbuben und ihre Helfershelfer hatten ausge=
kundſchaftet
, daß über dem Michaelisſchen Geſchäft eine
Wohnung leer ſteht. Dieſen Umſtand machten ſie ſich
zunutze; ſie durchbohrten den Fußboden, kletterten
dann nach berühmten Muſtern in die Geſchäftsräume
hinab, wo ihnen große Poſten wertvoller Seidenſtoffe
in die Hände fielen. Der Einbruch wurde erſt heute
früh nach der Geſchäftseröffnung entdeckt. Die Höhe
des Schadens konnte noch nicht feſtgeſtellt werden.
Frankfurt, 29. Nov. Der aus Offenbach ſtammende
Kaplan Joſ. Kriegsheim, der zuletzt in Biblis
amtierte, wurde, wie das Diözeſan=Amtsblatt mel=
det
, durch Urteil des biſchöflichen Ordinariats für
immer ſuspenſiert und zur Erlangung und Ausübung
kirchlicher Würden für dauernd unfähig erklärt. Zu=
gleich
iſt Kriegsheim, da er ſelbſt ſeinen Abfall vom
Glauben erklärt hat, der Exkommunikation verfallen.
Mannheim, 29. Nov. Das Waſſer des Rheins und
des Neckars iſt in der verfloſſenen Nacht ſehr ſtark in
die Höhe gegangen. In Heilbronn ſtieg der Neckar um
1,75 Meter, in Mannheim um 38 Zentimeter. Der
Rhein ſtieg in Mannheim um 36 Zentimeter. Vor=
ausſichtlich
dürfte Hochwaſſer zu erwarten ſein.
Aachen, 28. Nov. In dem erſt vor kurzem eröff
neten Muſeum Aachener Altertümer im Ponttor iſt
heute nacht ein Einbruchsdiebſtahl verübt
worden, wobei altertümlicher Schmuck, Medaillen,
römiſche Kaiſermünzen und ſonſtiges in bedeutendem Ge=
ſamtwert
entwendet wurden. Der Diebſtahl iſt ver=
mutlich
durch zwei ſich geſtern lange im Muſeum auf=
haltende
Perſonen verübt worden. Das Muſeum
liegt ohne direkte Bewachung. Der auf der anderen
Seite des Ponttors wohnende Muſeumsdiener durch=
ſchritt
abends 11 Uhr die Muſeumsräume und fand
alles in Ordnung. Heute vormittag erſt wurden ver=
ſchiedene
Behälter ihres Inhalts an koſtbaren Gegen=
ſtänden
beraubt vorgefunden, unter dieſen zwei Ohr=
gehänge
mit Almandinen, ein Ohrgehänge mit
Rubinen, zwei antike Ringe mit Gemmen.
Ein antiker Goldſchmuck, eine ſehr feine Kette
mit Amorettenverſchluß, Münzen, meiſt goldene, Me=
daillen
, beſonders antike römiſche Kaiſermünzen,
moderne Preismedaillen und Goldmünzen, Diaman=
ten
, Dollars belgiſches, franzöſiſches und deutſches
Geld. Der Geſamtwert der geſtohlenen Gegen=
ſtände
iſt außerordentlich bedeutend.
Kleve, 29. Nov. Der Vorſteher der hieſigen Reichs=
bankſtelle
, Vogel, wurde wegen Unterſchlagungen in
Höhe von 36000. Mark verhaftet. Die Unterſchla=
gungen
reichen bis auf ſechs Jahre zurück.
Vilshofen, 29. Nov. Geſtern brachen auf der
Eisdecke des Altwaſſers der Donau drei Kinder ein.
Während eins gerettet werden konnte, ertranken
die beiden anderen, ſowie ein Mädchen, welches ihnen
helfen wollte.
Nagold, 28. Nov. Die furchtbare Einſturz=
kataſtrophe
, die am 5. April 1906 in dem württem=
bergiſchen
Städtchen Nagold 51 Menſchen das Leben
koſtete und für über 100 Perſonen ſchwere Verletzungen
im Gefolge hatte, wird noch einmal die Gerichte be=
ſchäftigen
, nachdem der Prozeß gegen den Urheber des
Unglücks bereits mit der Verurteilung des Bauunter=
nehmers
Rückgauer geendet hat. Ganz Deutſchland
war von dem Unglück damals auf das tiefſte ergriffen
und ſpendete in Verfolg einer eingeleiteten Hilfsaktion
etwa 140000 Mark, von welcher Summe nach Bezahlung
der Kurkoſten uſw. noch 108000 Mark übrig blieben,
aus deren Zinserträgnis die Verletzten und hinter=
bliebenen
Witwen und Waiſen Renten erhalten. Ende
vergangenen Jahres haben nun zwei der Verletzten
Entſchädigungsanſprüche an die Stadtver=
waltung
geſtellt, welche dieſelben auch mit Summen von
1200 und 600 Mark abfand, um Weiterungen aus dem
Wege zu gehen. Nach Bekanntwerden dieſer Auszah=
lungen
ſeitens der Stadt traten nunmehr auch die
übrigen Verletzten, insgeſamt 58, mit Erſatzanſprüchen
an die Stadt heran, die mit 100000 Mark in der Haft=
pflichtverſicherung
iſt. Die Stadt lehnte aber jede
Haftung ab. Die Antragſteller gingen dann klagend
gegen die Stadtgemeinde wegen fahrläſſiger Körperver=
letzung
vor, wurden jedoch im Mai d. J. von der Zivil=
kammer
des Landgerichts Stuttgart koſtenpflichtig ab=
gewieſen
, und zwar mit der Begründung, daß alle An=
ſprüche
verjährt ſeien. Die Abgewieſenen geben ſich
damit jedoch nicht zufrieden, ſodaß die Angelegenheit
demnächſt vor dem Oberlandesgericht Stuttgart erneut
zur Verhandlung kommt. Des weiteren ſtellten die
Verletzten in einer Bittſchrift an das Hilfskomitee den
Antrag, von den noch vorhandenen 108000 Mark zirka
50000 Mark den Waiſen ſicherzuſtellen und die übrigen
58000 Mark an die Verletzten und Witwen prozentual

zu verteilen mit der Motivierung, daß unter den Ver
letzten keiner wäre, der einer Pflegſchaft bedürfe und
die eingeſammelten Gelder für die Opfer der Kata=
ſtrophe
gefloſſen wären.
Paris, 29. Nov. Der allgemeine Arbeits=
verband
beſchloß, mittels Maueranſchlages gegen das
Urteil desRouener Schwurgerichts Einſpruch
zu erheben und am nächſten Montag in Paris, Reims,
Lyon, Marſeille und Havre Proteſtverſammlungen ab=
zuhalten
. In letzterer Stadt fanden ſchon geſtern
nachmittag mehrere Proteſtmeetings und Maſſenkund=
gebungen
ſtatt, an denen an 5000 Arbeiter teilnahmen.
Dabei kam es mehrfach zu Zuſammenſtößen zwiſchen
Manifeſtanten und Schutzleuten, die fünf Verhaftungen
vornahmen.
Toulon, 29. Nov. Im Marineſpital befinden ſich
gegenwärtig an 100 typhuskranke Soldaten.
Das Wärterperſonal mußte durch Krankenwärter aus
Breſt verſtärkt werden.
London, 28. Nov. Im engliſchen Parlament iſt
eine ganz ungewöhnlich harte Verurteil=
ung
wegen eines Diebſtahls von 2 Mark zur Sprache
gekommen, für den ein 65jähriger Mann 13 Jahre
Zuchthaus erhalten hat. Der Schatzkanzler hatte vor
einigen Tagen in einer Rede in Mile End mit folgen=
den
Worten auf dieſe Angelegenheit Bezug genom=
men
: Der Staatsſekretär des Innern und ich beſuch=
ten
eines Tages Dartmoor (ein engliſches Zuchthaus).
Auf dieſem kalten modrigen Oberlande ſah ich einen
Mann von 65 Jahren in Gefangenenkleidung. Er
war zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, weil
er unter dem Einfluß des Trunkes die Armenbüchſe
einer Kirche erbrochen hatte und zwei Mark
daraus entwendet hatte. Im Parlament wurde
der Miniſter des Innern von einem Abgeordneten
über dieſe harte Verurteilung befragt und gab fol=
gende
Antwort: Meine Aufmerkſamkeit wurde auf
dieſen Fall des alten Mannes, der, beeinflußt vom
Alkohol, 2 Mark der Armenkaſſe entwendete, gelenkt.
Dies war eine der härteſten Verurteilungen, die unter
dem neuen Geſetz zur Verhütung von Verbrechen aus=
geſprochen
wurden. Ich bin zu dem Schluß gekommen,
daß es gerechtfertigt iſt, die Entlaſſung des alten
Mannes, der jetzt länger als ein Jahr geſeſſen hat, im
Laufe der nächſten Monate zu empfehlen. Inzwiſchen
werden Schritte unternommen, um ihm eine Stellung
als Schäfer zu verſchaffen, in welchem Berufe er ſehr
geſchickt ſein ſoll.
London, 28. Nov. Das alte Landſchloß der ver=
witweten
Baronin Boughey bei New=Port iſt ein
Raub der Flammen geworden. Viele wertvolle Kunſt=
gegenſtände
konnten gerettet werden.
Athen, 28. Nov. Der Zug nach Volo, in dem
Venizelos mitfuhr, wäre beinahe durch eine große
Eiſenſtange, die auf die Schienen gelegt worden
war, zum Entgleiſen gebracht worden. Durch die Gei=
ſtesgegenwart
des Zugführers wurde eine Kataſtrophe
verhindert. Man nimmt an, daß es ſich um ein Atten=
tat
handelt. Die Täter ſind unbekannt. Venizelos ſetzte
ſeine Reiſe fort. Der König beglückwünſchte ihn tele=
graphiſch
.
Bukareſt, 28. Nov Maskierte Bauern drangen
in das Poſtgebäude in Poſchtenari ein und ermor=
deten
den Poſtamtsvorſteher. Dann raubten ſie
Barmittel im Betrage von 140000 Franken, ſowie eine
große Partie von Briefmarken. Die Frau des ermor=
deten
Beamten ſprang in ihrer Angſt aus dem Fenſter
und wurde am Morgen tödlich verletzt aufgefunden.
Den Räubern gelang es, zu entkommen.
New=York, 28. Nov. Die Staatsanwaltſchaft hat
ein gerichtliches Verfahren zum Zweck der
Auflöſung der American Sugar Refining
Company eingeleitet, der zur Laſt gelegt wird, daß
ſie eine ungeſetzliche Kombination zur Beſchränkung des
Handels darſtellt und gegen das Antitruſtgeſetz ver=
ſtößt
. Die American Sugar Refining beſteht
aus 30 Geſellſchaften mit einem Kapital von 230 Millio=
nen
Doll. Wenn es nötig iſt, ſoll eine gerichtliche Ver=
waltung
für ſie eingerichtet werden. Der Truſt wird
beſchuldigt, jahrelang die Konkurrenz mit Hilfe von
Tarifbegünſtigungen der Eiſenbahnen und mittels Zoll=
hinterziehungen
unterdrückt und exiſtenzunfähig ge=
macht
zu haben. Man nimmt an, daß der Prozeß zwei
Jahre dauern wird.

Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ßehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Darmſtädter Streichquartett. Der
2. Abend Mittwoch, den 30. November, abends 8 Uhr
in der Traube‟ bringt 2 örtliche Novitäten, das

eine bibliſche Begründung ſolcher Einweihungsfeſte und
fügte ein ſelbſtgemachtes Poem bei, das mit den Worten
beginnt:
Als der theure Held, der David, dem hochweiſen
Salomon
Seinem Sohn auch noch bey Leben eingeräumet
ſeinen Thron
Sampt der Königlichen Kron, war ſein ganzes Thun
und Tichten,
Auszuwehlen einen Platz, umb auf ſelbem anzu=
richten

Ein hochheilig Gotteshauße, das er auch von großem
Pracht
Endlich hat mit frembder Hülffe, dan auch aigner
ausgemacht.
Das bibliſche Vorbild war die Urſache, daß Stan=
narius
ſich veranlaßt ſah, bei der Kirchweihe auch
wie weiland David ein Tänzlein zu wagen. Daran
war nun vom Standpunkt der orthodoxen Theologie,
die Stannarius vertrat, nichts auszuſetzen, zumal der
Tanz ein ſogenannter Ehrentanz war und semotis
parochialibus, alſo in Abweſenheit der Gemeindeglie=
der
vor ſich ging. Der Gießener Tanzſtreit, der auf
eine Magiſterdiſſertation des Darmſtädter Kandidaten
(und ſpäteren Stadtpredigers) Johann Nikolaus
Frey hin ſpäter entſtand und zu einem erbitterten
wiſſenſchaftlichen Kampf über die Sündlichkeit des Tan=
zens
führte, war ja noch lange nicht in Ausſicht. Aber
Stannarius hatte mit den Arheilger Bauernburſchen
nicht gerechnet. Sie erregeten aus Zorn über den
Ehrentanz des Pfarrers einen wüſten Tumult, der=
gleichen
Arheilgen lange nicht erlebt hatte. Er wird
in einem von Pfarrer Stannarius, dem Centgrafen
Salomon Knauff und dem Bürgermeiſter Johann
Nikolaus Schnauber eingereichten Bericht folgender=
maßen
beſchrieben: Euer Gnaden, Exzellenz und Herrn
iſt bereits angebracht, als negſt verwichene Woche
der Kirchthurn zu Arheiligen aufgeſchlagen, und daber
Freytags den 22. Junius vor Aufſteckung des Krantzes
ſonderbare Solennitäten, Gott zu Ehren und Danck

mit Singen, Beten und Inſtrumenten ſonderlich von
mir, dem Pfarrer, eine Sermon vorm Altar, in
volckreicher Verſamlung gehalten, alſo daß eines hie=
ſigen
Judens Weib mit ihren Kindern biß vor die Kirch
nachgefolgt und mitzugehöret, wie den Text von Wie=
dererbauung
des Tempels zu Jeruſalem erkläret habe
und als letzlich die Jugend mit Denkpfennigen begabt
und die Gemeind aufs Rathhauß zu Empfahung eines
Trunck Wein und Biers verwieſen worden, wir in=
mittelſt
aber im Pfarrhauß nebenſt andern
abgeſpeiſet und nebenſt denen Muſicanten zur
Gemeinde uffs Rathhauß gangen, damit ſie
ſich deren zu Beluſtigung bedienen möchten,
was der böſe Feind durch ſeine Werkzeuge angerichtet,
indeme ein Tantz angefangen, und ich, der Pfarrer,
überredet worden, semotis parochialibus, einmahl
mit zu tantzen, dergleichen David 2. Samuelis 6,
Vers 14 und 15, und zwar wol offentlich gethan, daß
ſie einige des gemeinen Pöfels deswegen obmurmu=
rirt
und, als ich Johann Nicol Schnauber
Bürgermeiſter herausgangen und ſie zur
Beſcheidenheit und Gedullt bereden wollen, wie Johann
Michael Schuch, als antesignanus, ſambt hellen Hauf=
fen
mich nit allein mörderiſch angefallen, mir die
Gurgel zugetruckt, niedergeſchlagen und höchſt gefähr=
lich
unter ſich zur Erden gebracht, und die übrige ge=
ruffen
: Druff druff itzt habt ihr den
rechten. Sondern auch, als ich, der Centgraf,
deſſen berichtet und mit ernſten Worten, Anſetzung
Geldſtraffen und endlich mit meinem Stock abgeweh=
ret
, daß ſie mich gleichfalls mit Gewallt, Schlägen und
Fußtretten angefallen, mir die Peruque vom Kopff
geriſſen, den Stock aus Händen gezohen, ſich häuffig
in die Stub eingetrungen, und mich, den Pfarrer,
der ich doch nur Fried und Ruhe zu haben, ihnen
beweglich zugeſprochen, dermaßen grimmig angelauf=
fen
, daß Johann Michael Schuch und ſeine Adhaeren=
ten
mir von vornen und rückwärts in die Haar gefal=
len
und mich mit allen Kräfften under ſich zu ziehen
ſich underſtanden, were auch noch größer Leid und
Mord geſchehen, wo nicht mit einiger guter Leute

Hülfe gerettet und ſolcher Aufruhr geſtillt worden
wäre. Ja, wir haben auch erfahren müſſen, als der
Pfarrer von Wixhauſen, guter Nachbarſchafft
wegen, zu dieſem Kirchenbauaufſchlag kommen und zu
unſer Mahlzeit gebethen worden, er aber bey ſolchem
Tumult zu Frieden gerathen, daß Johann Storck
dieſen Geiſtlichen dermaßen gröblich beſchimpft hat,
ſagend, Ey Herr Pfarrer, ſcheret Ihr Euch gen Wix=
hauſen
, Ihr habt hier nichts zu thun, als daß Ihr
ſchmarotzet.
Die drei Beſchwerdeführer baten die Behörde
unter Berufung auf die einſchlägigen Stellen in den
bekannteſten juriſtiſchen Werken (Carpzow und
Brunnemann), um peinliche und härtigliche Beſtraf=
ung
der Miſſetäter, beſonders des Michel Schuch, der
ein grundböſer Bub ſei, ſchon einmal wegen Schlag=
händel
landflüchtig geweſen und nur durch dieſe
Flucht der Strafe durch die Geige?) entgangen, auch
aus einer übelen Raſſe ſtamme.
Die daraufhin eingeleitete Unterſuchung ergab die
völlige Richtigkeit der Anklage. Es ſtellte ſich aber
auch heraus, daß auch Pfarrer, Centgraf und Bürger=
meiſter
im Getümmel ganz barbariſch draufgeſchlagen
hatten. Gericht und ganze Gemein ſahen ſich des=
halb
veranlaßt, für die drei Miſſetäter Schuch, Wind=
haus
und Greff, die ſofort gefänglich eingezogen wor=
den
waren und ſeitdem mit ihren blutigen Köpfen
und ganz blutigem Habit im Gefängnis ſaßen, ein
gutes Wort einzulegen. Ob es etwas geholfen, wiſſen
wir nicht; die Akten über die Erledigung des Falles
liegen nicht vor. Eine Folge hatte übrigens der Kra=
wall
am 22. Juni. Bei der Einweihung am 7. Novem=
ber
ließ Pfarrer Stannarius die Bauernburſchen nicht
aus dem Tanzſaal entfernen. Er verzichtete auf Nach=
ahmung
des Ehrenſolos, den einſt David von
der Stiftshütte aufgeführt hatte. Er hatte gelernt, daß
es beſſer ſei, ſich zurück zu halten, wenn die
Bauern luſtig ſind.

*) Ein damals beliebtes Strafwerkzeug.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281.

Streichquartett von Suk in B-dur und die ſelten ge=
hörte
F-dur=Violoncell=Sonate von Brahms, die zu
dem überwiegend heiteren Stimmungsgehalt des Quar=
tetts
einen ſtarken Gegenſatz bildet. Trägt doch, wenigſtens
in den drei erſten Sätzen, die Sonate einen durchaus
leidenſchaftlichen Charakter. Dem Ausdruck der Klage
Jund tiefer Trauer im Adagio folgt ein ſtürmiſch auf=
und niederwogendes Scherzo. Und nur der letzte Satz
ringt ſich hier und da zu ſonniger Heiterkeit durch. Das
Werk ſtellt an die Ausführungen die höchſten künſt=
leriſchen
Anſorderungen. Beethovens C=dur= Streich=
quinteti
op, 29, eines der ſchönſten Werke dieſer Gattung,
bildet den Schluß des gehaltreichen Programms. Zwei
ſchon des öfteren an den Veranſtaltungen des Darm=
ſtädter
Streichquartetts beteiligt geweſene Kräfte, die
Herren Eckel aus Frankfurt (Klavier) und Kammer=
muſiker
Uhlmann (Violine) leihen auch dem bevor=
ſtehenden
Abend ihre wertvolle Unterſtützung.
Die Richard Wagner=Stipendien=
Stiftung. Unter Kämpfen und Opfern, wie ſie in.
der Kunſtgeſchichte nicht ihresgleichen haben, iſt Richard
Wagner die Gründung von Bayreuth gelungen. Nicht
auf bloße Muſikaufführungen, ſondern auf die Ausge=
ſtaltung
einer dem Alltags= und Gewinntreiben ent=
rückten
Pflegeſtätte höherer deutſcher Kunſt und Kultur
war ſein Streben gerichtet. Seinem Volke wollte er
die von den Beſten und Größten erſehnte nationale
Bühne ſchaffen. Des Meiſters Wunſch und Wille war
es von Anfang an, alle Volksgenoſſen an dieſem ſeinem
Werke teilnehmen zu laſſen. Wie ein Vermächtnis
lauten ſeine Worte: Sollte nur, wer zur Beſchaffung
der Koſten beigetragen hatte, an unſeren Bühnenfeſt=
ſpielen
ſich erfreuen und bilden können, ſo wäre unſer
Werk von vornherein zur Unfruchtbarkeit verurteilt.
Als die erſte und allerwichtigſte Aufgabe für ein neu
zu bildendes Patronat ſtellt ſich mir nun dar, die Mit=
tel
zu beſchaffen, um gänzlich freien Eintritt, ja nöti=
genfalls
die Koſten der Reiſe und des fremden Aufent=
halts
ſolchen zu gewähren, denen mit der Dürftigkeit
das Los der meiſten und oft tüchtigſten unter Ger=
maniens
Söhnen zugefallen iſt. Eine ſolche Organi=
ſation
müßte aber ganz ſelbſtändig in das Leben treten
als ein moraliſcher Akt des Publikums für das Pu=
blikum
. Friedrich Schoen in Worms, an den dieſe
Worte gerichtet waren, ergriff mit Begeiſterung den
Gedanken des Meiſters und begründete im Sommer
1882 die Richard Wagner=Stipendien=Stiftung die
zuerſt nur eine beſcheidene, dann aber immer eine
ſegensreichere Tätigkeit entwickeln konnte. In jedem
Feſtſpieljahr gelangen die vorhandenen Zinſen in
Form von Freikarten und Reiſeſtipendien zur Ver=
teilung
. Im letzten Feſtſpieljahr 1908 konnten Stipen=
dien
an 315 Perſonen (darunter aus Heſſen 12 Per=
ſonen
) im Betrage von 20547 Mark vergeben werden.
Unter den Glücklichen befanden ſich Angehörige aller
Stände, deren Sehnſucht nach dem Feſtſpiel=Erlebnis
groß war, deren Mittel aber zu einem Beſuche Bay=
reuths
nicht ausgereicht hätten, hauptſächlich jüngere
Leute, Studierende, Künſtler, Lehrer und Lehrerinnen,
Beamte und Geiſtliche, Mediziner und Schriftſteller,
Handwerker und Arbeiter. Auch für die nächſtjährigen
Feſtſpiele liegen bereits wieder Hunderte von Geſuchen
vor. Zur teilweiſen Beſchaffung der nötigen Mittel
veranſtaltet der Darmſtädter Ortsausſchuß
der Richard Wagner=Stipendien=Stiftung am morgigen
Donnerstag, 1. Dezember, im Kaiſerſaal einen popu=
lären
Vortragsabend mit Lichtbildern und muſi=
kaliſchen
Vorträgen, für den kein Geringerer als Geh.
Hofrat Profeſſor Henry Thode von Heidelberg, der
berühmte Redner, ſeine Mitwirkung in freundlicher
Weiſe zugeſagt hat.

Zweite Kammer der Stände.
67. Sitzung.
St. Darmſtadt, 29. November.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald
Exz., Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
Exz., Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Geheime=
räte
Frhr. v. Biegeleben und Dr. Becker.
Der Platz des Präſidenten Haas iſt aus Anlaß
ſeiner Geneſung nach langer Krankheit mit einem
Blumenſtrauß geſchmückt.

Präſident Haas eröffnet die Sitzung um 10½
Uhr und widmet vor Eintritt in die Tagesordnung
dem verſtorbenen Abgeordneten Reinhart einen
warmen
Nachruf.
Er führte ungefähr aus: Meine ſehr geehrten
Herren! Ehe wir in die Tagesordnung eintreten, ge=
ſtatten
Sie mir, daß ich des ſchweren Verluſtes gedenke,
den die Kammer wenige Tage vor unſerem Zuſam=
mentritt
erlitten hat: Unſer lieber Kollege Reinhart
hat nach kurzer Krankheit aus dieſer Zeitlichkeit ab=
gerufen
werden müſſen. In aufrichtige Trauer iſt das
Haus durch dieſen Verluſt verſetzt worden. Es verliert
in dem Verblichenen ein Mitglied, das ſich in mehr
als 33jähriger parlamentariſcher Arbeit nach jeder
Richtung hin ausgezeichnet und unvergängliche Ver=
dienſte
um Volk und Vaterland erworben hat. In dem
Heimgegangenen bewunderten wir einen Mann, der
es äußerſt ernſt nahm mit der Erledigung ſeiner hohen
Aufgaben. Wir ſchätzten in ihm einen aufrechtſtehen=
den
, ſtets geradeaus gehenden, arbeitsfreudigen und
pflichttreuen Parlamentarier, der in muſterhafter
Tätigkeit ſeine eigenen Anſchauungen ſtets in ehr=
licher
, offener Weiſe vertrat, der mit durchdringendem
Verſtande, umfaſſenden Kenntniſſen und großen Le=
benserfahrungen
auf allen Gebieten des öffentlichen
Lebens mit großem Erfolge für die Volksintereſſen
tätig war. Kollege Reinhart war nicht nur ein Mann
von äußerſt vornehmer Geſinnung, ſondern er zeich=
nete
ſich auch aus durch überaus wohltätiges Wirken.
Er war von einer Milde der Anſchauung in ſeinem
Urteil, daß er, trotzdem er an dem einmal für recht
Erkannten unentwegt feſthielt, auch den politiſchen
Gegner entgegenkommend und rückſichtsvoll behandelte.
Ein unvergängliches Denkmal hat der Verſtorbene ſich
geſetzt auf ſozialem Gebiete durch ſeine großzügige
Fürſorge für die wirtſchaftlich Schwachen, beſonders
für ſeine Arbeiterſchaft, deren Intereſſen er auch hier
im Hauſe auf das gründlichſte vertrat. Die Erinner=
ung
an ihn wird nie verblaſſen.
Meine ſehr geehrten Herren! Sie haben ſich zur
letzten Ehrung des Heimgegangenen von Ihren
Plätzen erhoben. Ich danke Ihnen dafür. Und ich
danke ferner meinem Kollegen Korell für die ſchöne
Würdigung Reinharts am Grabe. Er hat den Ent=
ſchlafenen
, der mir, wie wohl vielen von Ihnen, ein
perſönlicher, lieber Freund war, richtig geſchildert.
Gratulationen.
Der Präſident teilt weiter mit, daß der Kammer=
Vorſtand der Großherzogin und dem Großherzog zu
Allerhöchſtihrem Geburtstage die Glückwünſche der
Kammer ausgeſprochen hat. Es ſind darauf Danktele=
gramme
vom Großherzogspaar eingegangen.
Abg. Horn ſpricht als Senior des Hauſes dem
Präſidenten Haas die herzlichſten Glückwünſche zu
ſeiner Geneſung aus. Der Präſident dankt dafüt
und für die mancherlei Beweiſe der Liebe und Sym=
pathie
während ſeiner Krankheit. Darauf wird in die
Tagesordnung eingetreten.
Auf der Tagesordnung ſteht als erſter Punkt
die Eiſenbahnfreikarte des Abg. Bähr.
Abg. Bähr erzählt zunächſt ſehr eingehend die
Geſchichte dieſer Fahrkarte. Es handelt ſich bekannt=
lich
darum, daß Abg. Bähr auf ſeine Freikarte einen
Umweg benutzen wollte, der ihm auf ſeiner Fahrt vom
Heimatsort nach Darmſtadt nicht geeſtattet wurde.
Redner weiſt nun ſehr ausführlich nach, daß der von
ihm gewählte Umweg nicht länger ſei, als der ihm vor=
geſchriebene
. Dem Abg. Weber ſei auch der gleiche
Weg anſtandslos geſtattet worden. Der Redner er=
geht
ſich im Verlaufe ſeiner Ausführungen in ſchweren
Angriffen gegen einen Kammerjournaliſten. Er wird
darauf vom Präſidenten erſucht, gegen einen Herrn,
der ſich hier nicht verteidigen kann, mit Namensnenn=
ung
keine ſo ſchweren Angriffe zu richten. Geheimer
Staatsrat Krug von Nidda erörtert die Maß=
nahmen
des Miniſteriums in dieſer Angelegenheit.
Das Miniſterium hat, dem Wunſche des Abg. Bähr
entſprechend, zu vermiteln verſucht; doch hat der preu=
ßiſche
Miniſter der öffentlichen Arbeiten es abgelehnt,
den eine viel größere Reiſe bedeutenden Umweg zu
genehmigen.

Abg. Pennrich beantragt die Ueberweiſung der
Angelegenheit an den Kammervorſtand zur Berichte
erſtattung, da ſie von prinzipieller Bedeutung ſei.
Abg. Ulrich iſt dagegen der Meinung, daß die Sache
heute eingehend beſprochen werden muß, da die Ant=
wort
der Regierung nicht befriedigend ſei und die An=
gelegenheit
die Würde des ganzen Landtages, aller
Abgeordneten, betreffe. Abg. Pennrich zieht hier=
auf
ſeinen Antrag zurück.
Abg. Köhler iſt ebenfalls der Meinung, daß
durch die Angelegenheit ſämtliche Abgeordneten be=
rührt
werden, die der preußiſche Miniſter wie kleine
Kinder behandele. Abg. Bähr iſt mit der Re=
gierungsantwort
nicht zufrieden und begründet noch=
mals
ſeine Forderung, den Umweg über Gießen be=
nutzen
zu, können. Er fordert vor allem gleiche Be=
handlung
der Abgeordneten. Abg. Ulrich benutzt
die Gelegenheit zu ſcharfen Angriffen gegen den preu=
ßiſchen
Eiſenbahnminiſter.
Staatsminiſter Ewald Exz. führt aus: Der Abg.
Ulrich hat dem preußiſchen Miniſter für öffentliche
Arbeiten hier hausknechtmäßige und ſchikanöſe Behandu=
lung
der Abgeordneten vorgeworfen. Gegen eine der=
artige
Charakteriſierung des preußiſchen Miniſters
muß ich entſchieden Verwahrung einlegen. (Beifall.)
Sie iſt auch ſachlich durchaus unberechtigt. Wir können
doch nicht mehr verlangen, als den preußiſchen Abge=
ordneten
zugeſtanden wird. Es iſt uns nun mitge=
teilt
worden, daß der preußiſche Miniſter den preußi=
ſchen
Abgeordneten einen Umweg von 10 Prozent ge=
ſtattet
, während der Abg. Bähr einen ſolchen von
79 Prozent (!) verlangt. Wir können doch im Ernſt=
nicht
verlangen, daß der preußiſche Verkehrsminiſter
für uns andere Grundſätze aufſtellt, um ſo weniger,
als dieſe 10 Prozent Umweg ſchon von vielen unſerer
Abgeordneten überſchritten werden. (Sehr richtig!)
Die Regierung ſieht ſich daher außer Lage, zugunſten
der weitergehenden Anſprüche des Abg. Bähr noch
mehr zu kun.
Nach weiterer Debatte, die bis um 12 Uhr dauert,
wird der Antrag Pennrich angenommen,
der die Sache an den Kammervorſtand zur Bericht=
erſtattung
verweiſt.
Eine Anzahl Sachen, die zur vorläufigen Be=
ratung
im Plenum ſtehen, wird den zuſtändigen Aus=
ſchüſſen
überwieſen, darunter auch der bekannte An=
trag
des Abg. Köhler betr. den Automobilverkehr
uſw., in dem der Antragſteller eine eingehende, ſehr
temperamentvolle Begründung gibt.
Für die Hofmuſik.
Ueber die mehrfach erörterte Eingabe der Mitglies
der der Hofmuſik um Einſtellung einer Summe in das
Staatsbudget zur Verfügung Großh. Kabinettsdireh
tion zwecks Aufbeſſerung und Regulierung ihrer Be=
ſoldungen
referiert Abg. Noack. Er legt zunächſt den
hiſtoriſchen Gang der bisherigen Behandlung der wie=
derholten
Eingaben dar. Aus allen Verhandlungen
geht hervor, daß man ſich einig darüber iſt, daß eine
Beſſerung der Verhältniſſe der Hofmuſiker erfolgen
muß, und daß in erſter Linie die Stadt Darmſtadt ein
Intereſſe am Hoftheater habe, wenn auch eine recht=
liche
Verpflichtung der Stadt nicht vorliegt. Redner
beantragt, zu beſchließen: 1. Die Zweite Kammer
erkennt nach wie vor an, daß die Mitglieder der Hof=
muſik
ſich bei den derzeitigen Gehaltsverhältniſſen in
einer dauernden Notlage befinden. Sie iſt weiter
der Anſicht, daß die Stadt Darmſtadt im Hin=
blick
auf die Vorteile, die ſie aus dem Beſitz des Hof=
theaters
zieht, in erſter Linie die Pflicht hat, einen
erhöhten Zuſchuß zu bewilligen. Nach den bis=
her
ergebnislos verlaufenen Verhandlungen der Re=
gierung
mit der Stadt Darmſtadt muß die Kammer
es der Regierung überlaſſen, ob ſie in erneute dies=
bezügliche
Verhandlungen eintreten will. 2. Die
Zweite Kammer richtet an die Regierung das
Erſuchen bei Gelegenheit der Aenderung der Be= auch eine Erhöhung der
aus der Zivilliſte zu beſtreitenden Gehälter und Be=
züge
der Hofbeamten und=Bedienſteten, einſchließlich
der Mitglieder der Hofmuſik, in Ausſicht zu nehmen.
Abg. Molthan hält nach wie voredie Stadt
Darmſtadt für verpflichtet, den Zuſchuß’zu erhöhen,
und erhofft aus den weiteren Verhandlungen mit der

Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 28. November.
Ein Falliſſement.
Wl. Zur Gedächtnisfeier für den im April ds. Js.
verſtorbenen norwegiſchen Dichter Björnſtjerne
Björnſon ging heute deſſen beſtes Schauſpiel Ein
Falliſſement in Szene, deſſen Wiederaufführung
mit aufrichtiger Freude zu begrüßen iſt. Als Einleitung
zu der Vorſtellung wurde der Trauermarſch von Grieg
für Orgel geſpielt, worauf Herr Regiſſeur Hacker einen
von Herrn Karl Hepp hier gedichteten ſchönen Prolog
ſprach, der dem Genius des Dichters huldigte. In bilder=
reicher
, poetiſcher Sprache feierte er den Dichter als einen
Seher, einen Führer, einen Wahrer des Rechts und Lehrer
ſeines Volkes, als einen Menſchen, der, nie des hohen
Zieles vergeſſend, für die Kämpfer der nahenden Zeiten
ein mächtiges Vorbild iſt, und als einen Mann, der an
die ſieghafte Kraft der Wahrhaftigkeit geglaubt hat und
als Zeuge dafür beſteht, daß die Taten des Lebens den
Tod überwinden. Der Prolog wurde von Herrn Hacker
mit ſchöner Wärme und ſehr eindrucksvoll geſprochen.
Die ſchönſte Ehrung für den toten Dichter aber war
die Aufführung ſeines ergreifenden ſozialen Dramas
Ein Falliſſement das ſowohl hinſichtlich ſeiner
Technik, als auch der dramatiſchen Behandlung des
Stoffes als meiſterhaft zu bezeichnen iſt. Man hat es dem
Dichter wohl verübelt, daß er der erſchütternden Tragödie
des Falliſſements des Hauſes Tjälde ein heiteres Fami=
lien
=Idyll hat folgen laſſen, aber, ſteht der Schlußakt auch
nicht auf der Höhe des erſten Teiles des grandioſen Dra=
mas
, ſo liegen die Abſichten des Dichters, der die Fa=
milie
Tjälde einen ſittlichen Läuterungsprozeß durchleben
läßt, doch klar dabei zutage, und wir müſſen ſagen, daß
ein ſolcher Schluß, der dem künſtleriſchen Empfinden und
dem dramatiſchen Gewiſſen des Dichters Ehre macht, im=
mer
noch viel beſſer iſt, als gar keiner. Echt germaniſch
iſt das goldene Familiengefühl und die hohe Auffaſſung
der Ehe und der Frau, die für das Stück charakteriſtiſch
ſind. So herrliche Frauencharaktere wie die der Frau
Tjälde und der Walburg geſchaffen zu haben, ſichert der
Stirn des Dichters allein ſchon den unſterblichen Lorbeer.
Die Aufführung ſelbſt war vortrefflich und verhalf dem
Stück zu einem ſehr ſtarken und nachhaltigen Erfolg. Die
drei Hauptrollen wurden von den Herren Heinz und
Lehrmann und Frl. Oſter geſpielt, von denen die
beiden letztgenannten ſchon bei der letzten Aufführung
des Stückes mitgewirkt haben. Mit ausgeprägter

und erſchöpfender und den ſeeliſchen Stimmungen und
Wandlungen des einen furchtbaren inneren Kampf
kämpfenden Mannes vor und nach der Kataſtrophe völlig
gerecht werdender Charakteriſtik ſtellte Herr Heinz den
eine Schwindelexiſtenz führenden und als Ehrenmann
geltenden falliten Großhändler dar. Eine fein durchdachte
und ausgearbeitete ſchauſpieleriſche Leiſtung bot wieder
Herr Lehrmann als Advokat Berent, die ſtolze und
charakterfeſte Walburg verkörperte Frl. Oſter glaubwür=
dig
und ſehr ſympathiſch. Dem Charakter der Rolle des
in ſeinem Benehmen linkiſchen, aber in ſeiner Geſinnung
hochehrenhaften Prokuriſten Sannäs entſprach die Dar=
ſtellung
des Herrn Weſtermann in jedem Zuge. Die
milde und duldende Weiblichkeit der Frau Tjälde reprä=
ſentierte
Frau Scherbarth mit der rührenden Ein=
fachheit
, mit der ſie der Dichter gezeichnet hat. Den Ka=
vallerieleutnant
auf Urlaub ſpielte Herr Schneider,
die Signe Frl. Gothe natürlich und friſch. Von den
übrigen Perſonen des Stückes ſei noch der in Haß und
in der Liebe gleich aufrichtige Bräumeiſter Jacobſen er=
wähnt
, den Herr Wagner muſtergültig und mit einer
gelegentlichen Doſis von Humor darſtellte. Unter den
Gäſten des Demonſtrationseſſens bei dem falliten Groß=
kaufmann
ragten der ariſtokratiſche Konſul Lind des
Herrn Jürgas und der ehrwürdige Prediger des Herrn
Knispel hervor. Das Stück fand begeiſterte Auf=
nahme
.

Konzerte.
mm. Das erſte Mozartvereins=Konzert
ſeines 68. Vereinsjahres hatte die weiten Räume des
Saalbaues bis auf den letzten Platz gefüllt. Sowohl
mit der Aufſtellung des Programms, als insbeſondere
auch mit der glücklichen Wahl der mitwirkenden So=
liſten
hatte die Vereinsleitung einen ſehr guten Griff
getan, indem das Künſtlerehepaar Schmidt=Illing
gewonnen worden war, deſſen in jeder Beziehung
glanzvolle künſtleriſche Darbietungen, wie wir gleich
hier ſchon bemerken wollen, auch allſeitigſte begeiſterte
Anerkennung fanden.
Den erſten geſchichtlich=ernſt gehaltenen Teil der
Vorträge leitete der große, mit friſchen Männerſtim=
men
wohlbeſetzte Mozartchor mit einer in ihrer
ausgedehnten Klangpracht ergreifend wirkenden acht=
ſtimmigen
Motette von Eduard Grell würdig ein, dem
mit ſo ausgebildeter Hand im vielſtimmigen Satze
ſelbſtändig=ſangbar geführter Stimmen ſchreibenden
verſtorbenen Berliner Altmeiſter der Polyphonie, deſſen

a capella=Werke (16ſtimmige Meſſe) heute wieder von
großen leiſtungsfähigen Vereinen mit Eifer und Nutzen
ſtudiert werden. Dieſem ſtimmungsähnlich ſchloß ſich
der meiſterhafte Vortrag der La Folia‟Variationen
von Arcangelo Corelli an, dem Vater des Violinſpiels
(wie er im beginnenden 18. Jahrhundert genannt
wurde), deſſen klaſſiſche Kompoſitionen auf die Aus=
bildung
der Inſtrumentalmuſik von durchgreifendem
Einfluß geweſen ſind. Die ernſten, auf die gravitätiſche
Paſſepiedmelodie gearbeiteten reizvollen Variationen
wurden von Herrn Hofkonzertmeiſter Ernſt Schmidt
muſtergültig zu Gehör gebracht, beſonders dankbar ( ob=
gleich
in der Technik außerordentlich ſchwer) ſind die
mehrſtimmigen Solovariationen (ohne Klavier) gegen
den Schluß hin, die die ganze Klangfülle des Inſtru=
mentes
entfalteten. Möchte doch öfter den Alten ein
Plätzlein auf den Programmen eingeräumt werden,
dann wird man erſt erkennen, welche Bedeutung die
Kunſtübung vergangener Zeiten bereits erlangt hatte
und wie viel in ſchweren Zeiten der Not verloren und
verdorben wurde. Frau Sophie Schmidt= Il=
lings
vier Lieder von Schubert und Schumann, deſſen
Hauptmanns Weib mit Feuer und Lebhaftigkeit vor=
getragen
, zu der folgenden Nummer paſſend überleitete,
fanden ungemein warme Aufnahme. Fr. Hegars Bal=
lade
für Männerchor Totenvolk darf als eine Muſter=
leiſtung
von guter Chordisziplin bezeichnet werden, die
ſowohl den Sängern ſelbſt, wie der Leitung zu beſon=
derer
Ehre gereicht und deren Auffaſſung in der Neu=
einſtudierung
durch Herrn Großh. Kapellmeiſter Reh=
bock
vorbildlich genannt werden muß. Dasſelbe iſt
auch von Goldmarks Chor mit Begleitung von vier
Hörnern und Pianoforte nach Eichendorffs Dichtung
Frühlingsnetz zu ſagen, während die beiden am
Schluß einen heiter=gemütlichen Ton anſchlagenden
Chorlieder im Kärntner Volkston (Solo: Ver=
einsmitglied
Herr Roth) eine ſchöne Probe der Kennt=
nis
anderer Dialekte gaben.
Angenehme Abwechslung boten zwiſchen den Chor=
nummern
die virtuoſen Solonummern für Violine:
Regers Albumblatt und Wieniawskis Polonäſe am
Schiedmayer=Flügel von Frl. Lawaczek mit Zu=
verläſſigkeit
begleitet. Die ganze Lieblichkeit und An=
mut
der Stimme brachte Frau Schmidt Illing
noch einmal ganz zur Geltung bei dem Vortrag der
Lieder von Grieg, Brahms und Rich. Strauß, deſſen
Cäcilie ſie auf dringendes Verlangen wiederholen
mußte. Die Liederbegleitung lag in Herrn Kapellmeiſter
Rehbocks Meiſterhänden.

[ ][  ][ ]

Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 5.

Stadt, daß endlich etwas für die Hofmuſik heraus=
kommt
. Abg. Breidenbach ſchlägt vor, das Hof=
theater
auch in Bad Nauheim ſpielen zu laſſen; damit
würden zwei Fliegen mit einer Klappe geſchlagen.
Abg. Oſann hält ebenfalls die Stadt Darmſtadt
für verpflichtet, den ſehr geringen Zuſchuß zu erhöhen.
Daß der Zuſchuß bisher abgelehnt wurde, ſei kleinlich.
Er, Redner, werde auch in der Stadtverordnetenver=
ſammlung
für eine Erhöhung des Zuſchuſſes eintreten.
Demnächſt käme eine Erhöhung der Zivilliſte in Frage.
Er werde auch dafür eintreten, wenn auch die links=
ſtehenden
Parteien das, wie es in Preußen geſchehen
iſt, zu Angriffen benutzen werden. Dieſe Frage werde
diskutabel, wenn die Beamtenbeſoldungsordnung be=
raten
wird; denn dann muß man auch indirekt für die
Hofbeamten eintreten. Redner bittet das Miniſterium
dringend, nochmals an die Stadt Darmſtadt heranzu=
treten
.
Staatsminiſter Ewald Exz. begrüßt dieſes Er=
ſuchen
mit Dank. Er werde gerne noch einmal an die
Stadt herantreten, und hoffentlich dann mit Unter=
ſtützung
Oſanns mit beſſerem Erfolge. Der Weg, den
Abg. Breidenbach vorſchlage, ſei wegen der Schwierig=
keiten
, die dem entgegenſtehen, nicht gangbar. Even=
tuell
werde die Regierung im Sinne des Antrags des
Abg. Noack tätig ſein, wenngleich auch auf dieſem
Wege die Aufbeſſerung aller in Frage Kommenden
ſehr ſchwierig ſei.
Abg. Raab hält den ablehnenden Standpunkt der
Stadt Darmſtadt für wohl berechtigt, denn man müſſe
doch auch bedenken, daß die Stadt nicht den geringſten
Einfluß auf die Leitung des Hoftheaters, alſo keinerlei
Rechte für ihren Zuſchuß habe. Die Zivilliſte zu er=
höhen
, müſſe er ablehnen. Dagegen beantrage er,
die Kammer möge eine Summe in das Staatsbudget
einſtellen zur Verfügung der Kabinettsdirektion mit
der Beſtimmung, daß dieſe Summe zur Regelung der
Beſoldung der Hofmuſiker zu verwenden iſt. Nach
weiterer Debatte erfolgt Abſtimmung. Der Antrag
Noack wird im erſten Teil angenommen;
im zweiten Teil abgelehnt. Die Vorſtellung
wird für erledigt erklärt.
Schluß 1½ Uhr. Nächſte Sitzung Mittwoch
9 Uhr.

* Der vor etwa Jahresfriſt von der Großh. Regie=
rung
eingebrachte Geſetzentwurf über die Tilg=
ung
der Staatsſchuld iſt von den Ständen bis
jetzt nicht verabſchiedet worden. Den beiden Stände=
kammern
ſind, wie die Darmſt. Ztg. mitteilt, nunmehr
einige Abänderungen und Nachträge zu dieſem Geſetz=
entwurf
vorgelegt worden, die demnächſt veröffentlicht
werden.

Gründung einer Heſſiſchen Vereinigung
für Krüppelfürſorge.
St. Darmſtadt, 29. November.
Unter dem Vorſitz des Geh. Regierungsrats Dr.
Dietz=Darmſtadt fand heute nachmittag im Saale
des Muſikvereins eine Verſammlung ſtatt, deren End=
zweck
die Gründung eines Heſſiſchen Vereins lfür
Krüppelfürſorge war. Dem erlaſſenen Aufruf hatten
zahlreiche Damen und Herren aus allen Kreiſen von
hier und auswärts Folge geleiſtet. U. a. waren er=
ſchienen
Fürſt Erbach=Schönberg, Geheimerat=
Römheld, Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel,
Prälat D. Dr. Flöring, Geh. Obermedizinalräte
Dr. Neidhart und Hauſer, Provinzialdirektor
Fey, Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Ober=
ſtaatsanwalt
v. Heſſſert, Oberbürgermeiſter Me=
cum
=Gießen, Regierungsrat Frhr. v. Starck, Re=
gierungsrat
Piſtor, Beigeordneter Mueller, Frau
Lili Wolfskehl, mehrere Kreisräte, Aerzte, fer=
ner
der Vertreter der Deutſchen Vereinigung für
Krüppelfürſorge, Profeſſor Vulpius=Heidelberg,
und der Vorſitzende des Badiſchen Vereins für Krüp=
pelfürſorge
, Oberregierungsrat Dr. Becker= Mann=
heim
.
Der Vorſitzende, Geh. Regierungsrat Dr. Dietz,
begrüßte in herzlichen Worten die Erſchienenen und
erörterte kurz die Gründe, die den Gedanken der
Gründung des Vereins erſtehen ließen. Die Fürſorge
für Krüppel iſt heute zu einer großen, durch die ganze
Welt gehenden Bewegung geworden. In Deutſch=
land
ſeit längerer Zeit von einzelnen kundigen Aerz=

ten und hilfsbereiten Menſchenfreunden geübt, hat ſie
ſich ſeither mit mehr oder weniger unzureichenden
Einrichtungen und Mitteln beholfen. Erſt die im
Jahre 1906 durchgeführte Reichsſtatiſtik hat der
Oeffentlichkeit die ganze Größe des vorhandenen
Elends enthüllt und allenthalben Organiſationen zu
ſeiner Bekämpfung ins Leben gerufen. Eine mäch=
tige
Stütze haben dieſe Organiſationen in den groß=
artigen
Erfolgen gefunden, die die ärztliche Wiſſen=
ſchaft
gerade auf dieſem, bisher ſtiefmütterlich behan=
delten
Gebiete erzielt hat. Das beſondere Intereſſe
der Allgemeinheit wendet ſich den jugendlichen Krüp=
peln
zu. Ihre Geſamtzahl betrug nach der amtlichen
Statiſtik 75 183. Hierbei ſind Bayern, Baden und
Heſſen nicht berückſichtigt, die nur die ſchulpflichtigen
Krüppel gezählt haben. Im Großherzogtum Heſſen
wurden deren 1436 feſtgeſtellt. Die vorhandenen Ein=
richtungen
reichen aber nicht entfernt aus, auch nur
einem nennenswerten Bruchteil von ihnen nachhaltig
zu helfen. Dabei ſteht nach ärztlichem Urteil feſt, daß
93 Prozent aller jugendlichen Krüppel durch geeig=
nete
Behandlung ganz oder teilweiſe erwerbsfähig
gemacht und 70 Prozent vollkommen geheilt werden
können! In den meiſten preußiſchen Provinzen, in
Bayern, Sachſen, Braunſchweig und anderen Bundes=
ſtaaten
iſt man bereits vorangegangen. Beſonders
zweckmäßig organiſiert iſt die im vorigen Jahre im
benachbarten Baden begründete Vereinigung für
Krüppelfürſorge. Für das Großherzogtum Heſſen,
das auch auf dieſem Gebiete nicht zurückbleiben darf,
wird nun ein Gleiches angeſtrebt. Wir treten nicht
mit neuen Anforderungen an das Publikum heran.
Wir wollen nicht, daß etwa andere Zweige der Wohl=
tätigkeit
durch unſer Vorgehen beeinträchtigt und in
ihrer geſunden Fortentwickelung geſtört werden. Im
Gegenteil! Wir haben ein gewichtiges Intereſſe
daran, daß auch ſie eine nachhaltige Pflege finden, in
erſter Linie die Säuglingsfürſorge, die Erziehungs=
und Waiſenpflege, kurz alles, was die Volks= und
Jugendfürſorge fördern will. Denn die Krüppelfür=
ſorge
hängt aufs engſte mit der Jugendfürſorge zu=
ſammen
, die letztere iſt nur ein Stückwerk ohne die
erſtere. Es handelt ſich vor allem darum, daß die Be=
völkerung
aufgeklärt wird über die dringliche Not=
wendigkeit
, hier helfend einzugreifen
Redner ſprach im weiteren der Frau Lili Wolfs=
kehl
, die der Sache von Anfang an ihre ſchätzbaren
Kräfte gewidmet hat, herzlichſten Dank aus. Auch
dem jüngſt verſtorbenen Arzt Dr. Loſſen, der die
Früchte ſeines langjährigen Wirkens leider nicht mehr
erleben ſollte, deſſen Name aber mit der heſſiſchen
Krüppelfürſorge unauslöſchbar verbunden iſt.
Der Vorſitzende erteilte ſodann das Wort dem
Herrn Beigeordneten Mueller=Darmſtadt, der über
Die Bedeutung der Krüppelfürſorge und deren Or=
ganiſation
im Großherzogtum Heſſen referierte.
Redner verbreitete ſich zunächſt im allgemeinen über
das Weſen der Krüppel. Die Beſtrebungen, die Krüp=
pel
, die bisher nur als Bettler erzogen wurden und
als ſolche aus ihrem Unglück Kapital ſchlagen, ſetzten
ein in dem Moment, als man auch ärztlicherſeits ſich
auf den Standpunkt ſtellte, daß Krüppel Kranke
ſeien, deren Heilung oder doch wenigſtens Beſſerung
und damit ihre Erziehung zu nützlichen Gliedern der
menſchlichen Geſellſchaft möglich und nötig ſei. Das
Beſtreben müſſe ſich alſo darauf richten, die Krüppel
nicht nur zu heilen, ſondern ſie auch erwerbsfähig zu
machen. Dabei müßten Aerzte, Lehrer und Hand=
werksmeiſter
zuſammenarbeiten. Bei der Organiſa=
tion
der neuen Vereinigung müſſe naturgemäß auf
die Beſchaffung der Mittel Wert gelegt werden. Da=
bei
kämen in Frage die Landesverſicherungsanſtalt,
die auch bereits einen Jahresbeitrag gezeichnet hat,
die Krankenkaſſen und die Armenkaſſen und= Ver=
bände
, die ja auch durch die Krüppelfürſorge entlaſtet
werden. Gerade das von dieſen aufgewandte Kapi=
tal
iſt ſicher nicht ſchlecht angelegt. Weiter kommen
Stadt und Provinz und Staat in Frage, und endlich
die Allgemeinheit. Mit einem warmen Appell an die
Anweſenden, den neuen Fürſorgeverein zu unter=
ſtützen
, ſchloß Redner.
Zweiter Referent war Herr Univerſitätsprofeſſor
Dr. Vulpius=Heidelberg, der über Die ärztliche
Arbeit in der Krüppelfürſorge ſprach. Die Aerzte, be=
ſonders
die Orthopäden, haben ein großes Verdienſt an
dem heutigen Stande der Krüppelheilmöglichkeiten.

Redner weiſt das an Hand ſtatiſtiſcher Angaben und
Abbildungen nach. Er erörtert Heilungen durch Appa=
rate
, durch operative und unblutige Eingriffe, durch
Sehnen= und Muskel= und Nervenübertragung uſw.
Die Ausführungen des Redners gipfelten in der Feſt=
ſtellung
, daß die Krüppelfürſorge ohne ärztliche Für=
ſorge
Stückwerk bleiben muß, daß aber anderſeits die
ärztliche Tätigkeit nicht allein bleiben, auch nicht
dominieren darf, vielmehr müſſen die Aerzte Schulter
an Schulter mit den Lehrern und techniſchen Lehrkräften
arbeiten.
Herr Geh. Oberregierungsrat Dr. Becker= Mann=
heim
verbreitete ſich über die Ausdehnung der Krüppel=
fürſorge
in Baden, wo bereits ein Verein ſeit 1½
Jahren und auch ein Krüppelheim beſteht.
Danach ſchlägt Geh. Regierungsrat Dr. Dietz
folgende
Reſolution
vor: Die heutige Verſammlung erklärt das Zuſammen=
faſſen
der ſeither unvermittelt nebeneinander her=
gehenden
Beſtrebungen auf dem Gebiete der Krüppel=
fürſorge
für zweckmäßig und iſt mit der Gründung einer
heſſiſchen Vereinigung für Krüppelfürſorge einver=
ſtanden
. Die Verſammlung beauftragt einen Ausſchuß
von 30 Perſonen, die weiter erforderlichen Schritte zu
tun, insbeſondere auch die Satzungen der Vereinigung
auszuarbeiten.
In der Diskuſſion über die Reſolution verbreitet
ſich Provinzialdirektor Fey über die materielle Seite
der Sache, insbeſondere über even4 Zuſchüſſe der Pro=
vinz
, des Staates uſw. Kirchenrat D. Schloſſer=
Gießen ſpricht die Hoffnung aus, daß die Vorarbeiten
nicht zu lange Zeit in Anſpruch nehmen, damit recht
bald mit der Tätigkeit der Fürſorge eingeſetzt werden
kann. Erſtrebenswert wäre es, durch geſetzliche Maß=
nahmen
die Kreiſe und Provinzen zur Tragung der
Laſten für die Aufnahme der Krüppel in Heimen zu
zwingen. Herr Dr. Dillmann ſpricht ſich eben=
falls
dahin aus, daß der Staat die Tragung der Koſten
auf ſich nimmt. Man dürfe nicht immer auf private
Fürſorge derartige Beſtrebungen aufbauen. Herr
Regierungsrat Piſtor beſpricht die Organiſation der
neuen Gründung. Herr Direktor Rebentiſch=
Offenbach und Herr Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel
ſchlagen vor, der Reſolution zuzuſtimmen. Es ſprechen noch
die Herren Kreisrat Steeg=Bingen, Kreisſchulinſpektor
Dr. Frenzel=Worms, Pfarrer Weimar und Beig.
Mueller. Dann wird die Beſprechung geſchloſſen.
Die Reſolution wird einſtimmig ange=
nommen
.
Es folgt die Wahl des Ausſchuſſes. Es wer=
den
vorgeſchlagen: Frau Dr. Bender, Provinzialdirek=
tor
Dr. Breidert=Mainz, Dr. Dillmann=Mainz, Frau
Staatsminiſter Ewald, Provinzialdirektor Fey, Pfarrer
Fink, Frau Marie Freytag, Sanitätsrat Dr. Habicht,
Geh. Obermedizinalrat Dr. Hauſer, Dr. Heid, Miniſter
des Innern von Hombergk zu Vach, Kreisrat Dr.
Kayſer=Worms, Sanitätsrat Dr. Maurer, Oberbürger=
meiſter
Köhler=Worms, Profeſſor Dr. Koeppe=Gießen,
Kreiswohnungsinſpektorin Frl. Dr. Kröhne=Worms,
Hauptlehrer Löſch, Oberbürgermeiſter Mecum=Gießen,
Beigeordneter Mueller, Geh. Obermedizinalrat Dr.
Neidhart, Regierungsrat Piſtor, Direktor Dr. Reben=
tiſch
=Offenbach, Beigeordneter Schmidt=Mainz, Provin=
zialdirektor
Dr. Uſinger=Gießen, Pfarrer Weimar=
Nieder=Ramſtadt, Frau Lili Wolfskehl, Sanitätsrat Dr.
Zinßer, Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel.
Nach kurzer Debatte erklärt die Verſammlung ſich
mit dieſem Vorſchlage einverſtanden. Der Ausſchuß iſt
alſo als gewählt zu betrachten. Mit Dankesworten an
die Erſchienenen wird die Verſammlung ſodann ge=
ſchloſſen
.
Die Einweihung der Techniſchen Hochſchule
in Breslau.
* Breslau, 29. Nov. Der Kaiſer traf um 11 Uhr
25 Min. vormittags hier ein und fuhr in offenem Auto=
mobil
über die neue Kaiſerbrücke nach der Techniſchen
Hochſchule. Der ganze Weg war von Menſchenmaſſen
dicht umſäumt, die den Kaiſer lebhaft begrüßten.
Bei der Einweihung der Techniſchen Hochſchule hielt
der Kaiſer folgende Rede:
Die mir beſonders am Herzen liegenden Beſtre=
bungen
, das techniſche Bildungsweſen ſeiner hohen Be=

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* München, 28. Nov. Der Prinzregent ernannte
u. a. den Profeſſor Klinger=Leipzig und den
Generalmuſikdirektor Richard Strauß=Berlin zu
Rittern des Maximilians=Ordens.
König Alfons als Förderer der ſpa=
niſchen
Muſik. Aus Madrid wird berichtet: Auf
eine Anregung des Dirigenten des Madrider Or=
cheſters
, Ferdinand Arbos, hin hat König Alfons ver=
fügt
, daß künftig auch die Muſik in Spanien von der
Regierung gefördert und unterſtützt werden müſſe.
Zunächſt ſind 40000 Mark ausgeſetzt worden; die eine
Hälfte der Summe ſoll dem beſten Orcheſter zufallen
mit der Bedingung, daß im Laufe von 12 Monaten
10 Konzerte gegeben werden müßten, deren Programme
je das Werk eines ſpaniſchen Komponiſten einſchließen
ſollen. Die andere Hälfte der ſtaatlichen Subſidien
ſoll dazu dienen, heimiſche Komponiſten durch Preiſe zu
ermuntern und zu unterſtützen. Die Entſcheidung über
die diesjährige Verteilung der Summen iſt nun ge=
fallen
: den Orcheſterpreis hat das Madrider Orcheſter
errungen. Die übrigen 20000 Mark gehen zu gleichen
Teilen an die Komponiſten Arrezri, Lavinna und Man=
rique
de Lara; die beiden erſten erhielten den Preis
für ſymphoniſche Dichtungen, der letzte die Auszeich=
nung
für ſeine neugeſchaffene Symphonie.

Kleines Feuilleton.
* Im Kampf mit einer Löwin wurde, wie
ſchon kurz gemeldet, auf dem Berliner Rummelplatz
der 28jährige Tierbändiger Karl Meier lebensgefähr=
lich
verletzt. Meier, ein kräftiger Mann, der in Afrika
und Indien Raubtierjagden mitgemacht hat, war in
einer Menagerie angeſtellt, die dreſſierte Löwen, Bären,
Wölfe und Schlangen vorführte. Die achtjährige Ber=
berlöwin
hatte Meier mehrfach unnötig geneckt, ſo daß
ſie ihm ſchon am Samstag einen leichten Hieb ins Ge=
ſicht
verſetzt hatte. Das prächtige Tier, das in Deutſch=
land
geboren und mit der Flaſche großgezogen wurde,
zeigte ſeine gewöhnliche Ruhe. Als aber Meier abends
kaum in den Käfig getreten war, fauchte es ihn in größ=
ter
Erregung an, und der Ringkampf zwiſchen Menſch
und Beſtie geſtaltete ſich zu einem ſehr aufregenden
Schauſpiel. Meier blieb mit ſeinen herkuliſchen Kräf=

ten und ſeiner großen Gewandtheit Sieger, ließ ſich
aber durch den frenetiſchen Applaus des zahlreichen
Publikums verleiten, den Kampf über Gebühr auszu=
dehnen
. Endlich ließ er die Löwin im Hintergrunde
des Käfigs los, trat vor ſie hin und verneigte ſich
mehrfach vor den Zuſchauern. Die noch immer knur=
rende
Beſtie ſchien aber ſchon auf den Augenblick ge=
wartet
zu haben, in dem Meier ſie aus den Augen
ließ. Plötzlich ſah man, wie die Löwin ſich mit einem
Sprunge auf ihren Meiſter ſtürzte, ſo daß der Mann
rücklings zu Boden fiel. Im nächſten Augenblick ſchlug
die Beſtie mit lautem Gebrüll ihre Zähne in den Hals
des Unglücklichen und ſchüttelte den vollkommen Wehr=
loſen
wütend hin und her. Des zahlreichen Publikums
bemächtigte ſich eine wilde Panik. Unter lautem Ge=
ſchrei
verließen die Anweſenden, etwa 150 Perſonen,
das Zelt, mehrere Frauen fielen in Ohnmacht und
einige Kinder wurden bei dem Gedränge am Ausgang
niedergeriſſen und erlitten leichte Verletzungen. Unter=
deſſen
hatte die Beſitzerin der Menagerie eine ſchwere
Eiſenſtange ergriffen, ſtürzte in den Käfig und ver=
ſuchte
das Tier durch Schläge von ſeinem Opfer zu ent=
fernen
. Die heldenmütige Frau wäre jedoch gleichfalls
von der Löwin zerriſſen worden, wenn nicht im letzten
Augenblick einige beherzte Männer mit Piken und
langen Stangen von draußen das Tier zurückgedrängt
hätten. Erſt nach etwa zehn Minuten gelang es, die
Löwin aus dem Käfig heraus und in einen Nebenkäfig
zu drängen und den Verwundeten, dem die Löwin den
Hals furchtbar zerfleiſcht hatte, herauszuholen. Auf
der Unfallſtation in der Gaudyſtraße erhielt er einen
Notverband und wurde dann im Krankenautomobil
nach dem Krankenhaus übergeführt. Das Befinden des
M., dem die rechten Halsmuskeln bis auf den Wirbel=
knochen
zerriſſen ſind, erſcheint faſt hoffnungslos.
CK. Die Hinrichtung einer Gottheit.
Mit dem Eindringen europäiſcher Aufklärung in China
vermindert ſich, wenn auch nur langſam, der Schrecken
alten Aberglaubens, und für die chineſiſchen Götter
neigt die gute Zeit ſich ihrem Ende zu. Eine ſeltſame
Kunde kommt ſo aus der Stadt Tſchinzah, die ſüdöſtlich
von Sutſchow, in der Präfektur Sungkiang liegt. In
Tſchinzah erhebt ſich ein prächtiger alter Tempel, der
einem mächtigen Gotte und einer Göttin geweiht iſt.
Vor kurzem erkrankte die Tochter eines reichen Bür=
gers
, und man ſagte der Mutter, daß der Gott des

Tempels die Tochter zur Frau begehre und ſie daher
ſterben müſſe. In ihrer Herzensangſt flehte die Mutter
ihren Mann an, doch ſchleunigſt in den Tempel zu
gehen und dem Gotte ein großes Opfer zu bringen.
Aber der Vater der Kranken ging nicht zum Tempel,
ſondern zur Präfektur von Sungkiang und erſuchte die
Behörden, ſich einmal um die Geſchäfte des Gottes zu
bekümmern. Einige Tage ſpäter erſchien der Präfekt
mit einigen Kanonenbooten vor Tſchinzah und gab Be=
fehl
, ſofort die beiden Gottheiten aus dem Tempel her=
auszuſchleppen
. Die Arbeiter waren von den Prie=
ſtern
beſtochen und erklärten, die Götter wären zu groß
und zu ſchwer, um transportiert werden zu können.
Darauf ſchritt der Beamte in den Tempel und ſtürzte
mit eigener Hand den Gott und die Göttin vom Throne.
Der Gott wurde dann mit ſechs Klingen hingerichtet,
ſein Haupt mit zwei Klingen abgeſchlagen und ſein
Leib gevierteilt. Die Göttin aber wurde verbrannt
und ihre Aſche zuſammen mit den Ueberreſten des
Gottes in einen See geworfen.

* Die engliſchen Krondiamanten. Die
Juwelierfirma Garrad & Ko. hat ſoeben den ſchwierigen
Auftrag vollendet, die beiden ſogenannten Cullinan=
diamanten
dem Szepter des Königs von England einzu=
fügen
. Der große Stein, ein Geſchenk der ſüdafrikaniſchen
Union, wiegt 516 Karat und ſollte, König Eduards
Wunſche entſprechend, dem Szepter ſo eingefügt werden,
daß an dieſem nichts verändert zu werden brauchte. Die
Schwierigkeit beſtand alſo darin, für den großen Stein
Platz zu finden, eine Aufgabe, die indeſſen von den Juwe=
lieren
geſchickt gelöſt wurde. Der kleinere Cullinandia=
mant
, übrigens immer noch ein recht großer Stein in
ſeiner Art, iſt der Krone eingefügt worden. Sowohl
Krone als auch Szepter wurden für die Krönung
Karls II. angefertigt und ſind ſeit jener Zeit nicht wieder
verändert worden. Die beiden Cullinan ſollen von heute
an die Sterne Afrikas heißen. Sie laſſen ſich leicht aus
ihrer Faſſung nehmen und können dann dem Schmucke der
Königin eingefügt werden. Sie ſind die größten und
wertvollſten Diamanten, die je ein Monarch beſeſſen hat.
* Ein neuer Luſtſpieldichter. In den als
Beilage zum Berliner Lokalanzeiger erſcheinenden Bil=
dern
vom Tag iſt eine Szene abgehzldet, die nach der
Ueberſchrift darſtellt: Eine Szene aus Der Feldwebel=
hügel
von Hengſtler und Soda Soda.

[ ][  ][ ]

Nummer 281

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

deutung für die Zukunft des deutſchen Vaterlandes ent=
ſprechend
zu heben und auszugeſtalten, haben durch das
verſtändnisvolle und opferbereite Zuſammenwirken aller
dabei intereſſierten Kreiſe, Behörden und Körperſchaften
zu einem weiteren glücklichen Erfolge geführt. Lebhafte
Freude erfüllt mich, daß es mir vergönnt iſt, heute der
zweiten unter meiner Regierung gegründeten techniſchen
Hochſchule perſönlich die Weihe zu geben. In dieſem
Bau, der ſelbſt ein ſtattliches Denkmal techniſchen Kön=
nens
bildet, ſollen Wiſſenſchaft und Technik in harmoni=
ſcher
Vereinigung eine neue würdige Arbeitsſtätte finden.
Die innigen Beziehungen der techniſchen Wiſſenſchaf=
ten
zur Induſtrie ſind von Jahr zu Jahr deutlicher in die
Erſcheinung getreten. Nicht zufällig läuft der gewal=
tige
Aufſchwung unſeres induſtriellen
Lebens mit der fortſchreitenden Entwicklung des Hoch=
ſchulweſens
in Deutſchland parallel. Vorüber ſind die
Zeiten, in denen für den Ingenieur im weſentlichen die
Schule der Praxis genügte. Wer den hohen Anforde=
rungen
der Technik in unſeren Tagen gewachſen ſein will,
muß mit dem Rüſtzeug einer gediegenen wiſſenſchaftlichen
und techniſchen Bildung in den Kampf des Lebens treten.
Wie wenige Provinzen der Monarchie, zeichnet ſich
Schleſien mit ſeiner hochentwickelten Induſtrie und
ſeinem umfangreichen Berg= und Hüttenweſen durch ge=
werblichen
Fleiß und Unternehmungsgeiſt aus. Eiſen
und Kohle ſind ergiebige Quellen ſeines Wohlſtandes;
Spindel und Webſtuhl werden ſeit Jahrhunderten von
fleißigen Händen der ſchleſiſchen Bevölkerung bedient. In
Schleſiens Hauptſtadt ſind daher die Vorbedingungen für
ein erſprießliches Wirken der techniſchen Hochſchule in rei=
chem
Maße vorhanden, und folgerichtig war es der drin=
gende
Wunſch von Stadt und Land, neben der ehrwür=
digen
Leopoldina eine zweite Anſtalt gegründet zu ſehen.
Indem ich die Provinz und ihre Hauptſtadt zu der
Erfüllung dieſes Wunſches von Herzen beglückwünſche,
ſpreche ich zugleich allen, welche zu dem Gelingen des
Werkes beigetragen haben, meinen königlichen Dank aus.
Wenn die junge Anſtalt zurzeit noch nicht alle Abteilungen
umfaßt, ſo habe ich beſonders in ihren Rechten ſie den
älteren, voll ausgeſtalteten Schweſtern im Lande gleich=
geſtellt
. Ich vertraue aber, daß ſie ihrer großen provin=
ziellen
und nationalen Aufgabe mit derſelben Treue ge=
recht
werden wird, wie jenen nachgerühmt wird. Wer
hier forſcht und lehrt, tue es im Aufblick zu Gott dem
Herrn mit heiligem Ernſte. Wer hier lernt, ſei ſich ſtets
bewußt, daß er dazu berufen iſt, dem Volke einſt ein
Führer auf wirtſchaftlichem und ſozialem Gebiete und zu=
gleich
ein Vorbild in treuer Pflichterfüllung gegen König
und Vaterland zu ſein. Die Arbeit nur, die fürs
Ganze geſchieht, iſt ganze Arbeit. Dieſer Arbeit weihe
ich hiermit dieſes neue Haus.
Nach dem Kaiſer ergriff der Kultusminiſter von
Trott zu Solz das Wort. Nach Worten des Dankes
für das Erſcheinen des Kaiſers fagte er u. a.: Soll die
ſchleſiſche Induſtrie ſich im wirtſchaftlichen Wettſtreit auch
fernerhin kräftig behaupten, ſo kommt es nicht zuletzt auch
darauf an, den jungen Nachwuchs dieſer Provinz mehr
als bisher zur Mitarbeit heranzuziehen und in ernſter
wiſſenſchaftlicher Schulung für die großen Aufgaben aus=
zurüſten
, die ſich gerade in dieſem Lande, bedingt durch
die Eigenart ſeiner Naturkräfte und Bodenſchätze, der
Schaffenskraft des Ingenieurs darbieten. Den Söhnen
Schleſiens öffnet darum dieſe Hochſchule der Technik vor
allem ihre Pforten. Nicht minder ſoll die Hochſchule aber
auch der ſchaffenden Induſtrie des Landes eine ſtets be=
reite
Helferin und Beraterin ſein. Unaufhaltſam, mit
Rieſenſchritten ſchreitet in unſeren Tagen die techniſche
Wiſſenſchaft aller Zweige voran.
Der Rektor der Techniſchen Hochſchule, Prof. Dr.
Schenk, ſprach dem Kaiſer den Dank der jungen Hoch=
ſchule
, ihrer Lehrer und ihrer Studentenſchaft für ſeine
huldreichen Worte und Zukunftswünſche aus und ſagte:
Für Schleſiens Induſtrie iſt die Erzeugung hochwertiger
Produkte eine Lebensfrage und ſie bedarf führender Män=
ner
von weitem Blick und umfaſſender techniſcher Bildung.
Die Beherrſchung eines Spezialzweiges kann in Zeiten
ruhigen Beſtandes wohl von hohem Werte ſein. Die not=
wendige
Beweglichkeit des Geiſtes, die Fähigkeit, ſich
ſelbſtändig in neue Gebiete einzuarbeiten, wird nur er=
worben
durch wiſſenſchaftliche Schulung.
Es ſprachen ferner der Vorſitzende des Provin=
zialausſchuſſes
, Graf von Stoſch, für die Provinz
Schleſien, Oberbürgermeiſter Bender=Breslau für die
Stadt Breslau, der Rektor der Univerſität Breslau,
Geheimerat Hillebrandt, für die Univerſität, ferner
Vertreter der Techniſchen Hochſchulen Deutſchlands,
der wiſſenſchaftlichen Vereine Schleſiens und der Ver=
eine
deutſcher Ingenieure.
Hierauf dankte der Rektor namens der Hochſchule
und brachte ein dreifaches Hoch auf den Kaiſer aus.
Dann folgte der Geſang der Nationalhymne. Nach
einem kurzen Rundgang nahm der Kaiſer den Vor=
beimarſch
der Ehrenkompagnie ab. Der Kaiſer ver=
lieh
eine Reihe von Ordensauszeichnungen. Der
Kaiſer nahm dann das Frühſtück beim Offizierskorps
des Leibküraſſier=Regiments Großer Kurfürſt ( Schle=
ſiſches
Nr. 1). An dem Frühſtück nahmen teil: Das
aktive und das Reſerve=Offizierkorps, die alten Her=
ren
des Regiments, die direkten Vorgeſetzten bis zum
kommandierenden General, der Chef des General=
ſtabes
, Oberſt Graf von Pfeil, und der Kommandant
von Breslau, Generalleutnant Freiherr von Maltzan.
Oberſt von Schmettow brachte das Kaiſerhoch aus.

Der Moabiter Straßenkrawall=Prozeß.
Berlin, 28. Nov. Zu Beginn der heutigen
Verhandlung wird ein arbeitswilliger Kutſcher, Kar=
aus
, vernommen, der von der Menge beſchimpft worden
ſein will. Ob einige Angeklagte, die ihm gegenüber=
geſtellt
werden, darunter waren, weiß der Zeuge nicht.
Er wird in ein umfaſſendes Kreuzverhör genommen,
iſt aber nicht imſtande, beſtimmte Ausdrücke wiederzu=
geben
. Zeuge Kohlenarbeiter Friedrich Plaſter iſt der
Vater eines der Angeklagten. Der Zeuge, der bei
Kupfer mitgeſtreikt hat, bekundet, daß er mit den An=
geklagten
Mertens und Tiedemann einem Wagen der
Firma Kupfer gefolgt ſei; er ſei aber unterwegs abge=
bogen
. An der Apoſtel Pauluskirche hatte ſich eine
große Menſchenmenge angeſammelt; die ganze Straße
war voll. Aus der Menge wurde auf die Kutſcher des
Wagens geworfen, aber nicht von ihm oder den ge=
nannten
beiden Angeklagten. Der Zeuge iſt dann weg=
gegangen
, weil ihm die Sache gefährlich ſchien. Wo die
Steine plötzlich hergekommen ſind, weiß der Zeuge nicht.
Die weitere Zeugenvernehmung dreht ſich um die Be=
läſtigung
des Kohlenwagens und die Beteiligung der
Angeklagten Tiedemann und Mertens daran, ergibt
aber keine neuen Momente. In der Nachmittagsſitz=
ung
bekundet Zeuge Schutzmann Schumann, daß er in
der Schwäbiſchenſtraße einen Kohlenwagen der Firma
Karſtedt herankommen ſah, deſſen vordere Steuerketten

herunterhingen. 1012 Leute liefen hinter dem Wagen
her. Zeugen erzählten ihm, daß der Hauptſchuldige in
ein Haus in der Nähe gelaufen ſei. Er kam dann aus
dem Hauſe wieder heraus und verſuchte zu fliehen,
wurde aber von dem Zeugen eingeholt und feſtgenom=
men
. Es war der Angeklagte Tiedemann. Zeuge Kri=
minalbeamter
Engelmann hat den Angeklagten Plaſter
auf der Wache vernommen, der dabei zugab, daß er
Bluthunde gerufen habe. Plaſter behauptet auf Vor=
halt
, daß ſich dieſer Ausdruck auf die Arbeitswilligen
bezogen habe, das habe er auch ſofort auf dem Polizei=
präſidium
erklärt. Zeuge Schutzmann Viehbrecht hat
als Berittener zwei Kohlenwagen begleitet und hat
dabei aus der Menge heraus etwa 30 Steinwürfe be=
kommen
. Die Menſchen warfen fortwährend, bis ein
Herr kam und ſagte: Nicht mehr ſchmeißen! Da hörte
das Werfen auf. Zeuge Schutzmann Gutheil hat ge=
ſehen
, wie der jüngſte Angeklagte, der Laufburſche
Meier, dreimal mit Steinen warf. Darauf wurden die
weiteren Verhandlungen auf morgen vertagt.
29. November. Dem ſozialdemokratiſchen Partei=
ſekretär
Wels, der ſich im Zuſchauerraum aufhielt
und laut Bekundung des Polizeiwachtmeiſters wäh=
rend
der Vernehmung des Polizeileutnants Falke
liſpelnd geſagt haben ſoll: Es iſt eine Frechheit, wurde
durch Gerichtsbeſchluß das Aufenthaltsrecht
im Saale entzogen. Der Staatsanwalt hatte
wegen Ungebühr im Gerichtsſaale hundert Mark Geld=
ſtrafe
beantragt. Der Vorſitzende führt aus: Da die
Bemerkung nur liſpelnd geſchehen ſei, ſtand der Ge=
richtshof
von einer Ordnungsſtrafe ab. Wels lieferte
den Beweis, daß er ſich nicht beherrſchen kann und
ſtörte die Verhandlungen des Gerichts offenbar,

Handel und Verkehr.
H. Frankfurt 29. Nov. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Am Wochenmarkt war der Verkehr ſehr
ruhig, aber die Tendenz eine feſte. Landweizen konnte
gagen die Vorwoche im Preis profitieren und es wurde
ſchließlich zum Teil überbezahlt. Landroggen war gut
behauptet, bei kleinen Abſchlüſſen; hingegen zeigte ſich
für Hafer ſtärkere Konſum=Nachfrage, die zu unver=
änderten
Preiſen befriedigt wurde. Gerſte in guter
Ware knapper vorhanden und höher, auch Mais an=
ziehend
. Die Forderungen für Mehl und Futter=
artikel
blieben unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
flauer auf das niedrige Amerika.
An der Berliner Produktenbörſe lag Ge=
treide
ſchwach auf das etwas mildere Wetter und auf
Realiſationen. Außerdem waren die ausländiſchen,
darunter auch die ruſſiſchen Angebote billiger. Das
Angebot des Inlandes für Roggen war ebenfalls wil=
liger
, die Nachfrage hingegen geringfügig. Hafer leicht
abgeſchwächt, mittlere und geringe Sorten reichlich
offeriert. Aus den Provinzen kamen beſſere Berichte
über den Saatenſtand, da die Feuchtigkeit jetzt ausreicht.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und New=York) war Weizen anfangs befeſtigt auf Mel=
dungen
über trockenes Wetter im Südweſten der Ver=
einigten
Staaten und den hauſſelautenden Viſible=
Supply=Ausweis, dann wieder ermattend auf Abgaben
Armours, die günſtigeren argentiniſchen Ernteberichte,
ſowie die niedrigeren Lokomärkte im Südweſten. Die
ſchwache Tendenz hielt auch bis zum Schluſſe an. Mais
war ebenfalls billiger, wobei beſonders die Meldung
verſtimmte, daß Frankreich die Entſchädigung der Ein=
fuhrzölle
nicht aufzuheben geneigt ſei. Die ſichtbaren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 43,32 Mill.
Buſhels auf 42,48 Mill. Buſhels und die Maisvorräte
von 2,35 Mill. Buſhels auf 1,45 Mill. Buſhels zurück=
gegangen
. In Kanada erfuhren die Weizenvorräte in
dieſer Woche gleichfalls einen Rückgang von 12,38 Mill.
Buſhels auf 12,05 Mill. Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wetterauer 2020,15, Nordd. 20 bis
20,15, Kurheſſiſcher 2020,15, Rumäniſcher 21,5022,75,
Redwinter 21,5022, Ruſſiſcher 21,5022,75, Laplata
21,5022, Donauweizen 21,5022,25, Kanſas 21,50
Walla Walla 21,5022 Mk.; Roggen, hieſ. 15,2015,30,
Bayeriſcher (Pfälzer) 15,2515,30, Ruſſiſcher , Rumä=
niſcher
, Amerikaniſcher Mk.; Gerſte, Pfälzer
1718, hieſ. und Wetterauer 16,5017, Riedgerſte 1718,
Ungariſche 2223, Fränkiſche 1718, Ruſſiſche Futter=
gerſte
12,2512,50 Mk.; Hafer, hieſ. 1515,75, Bayeri=
ſcher
1515,75, Ruſſiſcher 14,2514,75, Rumäniſcher
14,5015, Amerikaniſcher Mk.; Mais, mixed 14 bis
14,20, Ruſſiſcher 14,2514,75, Donaumais 1414,25,
Weißer Mais 14,1014,30, Laplata 1414,20 Mk.;
Weizenſchalen 99,50 Mk.; Weizenkleie 8,759 Mk.;
Roggenkleie 99,50 Mk.; Futtermehl 1214 Mk.;
Biertreber, getrocknet 1212,50 Mk.; Weizenmehl (Baſis
ab Mannheim), Nr. 0 29,7530,25, feinere Marken
30,5030,75, Nr. 1 2929,50, feinere Marken 29,7530,
Nr. 2 2828,25, feinere Marken 28,5028,75, Nr. 3
2626,50, feinere Marken 26,7527, Nr. 4 22.5022,75,
feinere Marken 2323,25 Mk.; Roggenmehl, hieſ. Nr. 0
23,5023,75, Nr. 1 21,5021,75, Nr. 2 1919,50 Mk.

Vermiſchtes.
Eine Reichsgerichtsentſcheidung zu
§ 166 des St.=G.=B. Das Reichsgericht hat am 24.
Oktober ds. Js. zu § 166 des St.=G.=B. (betreffend Got=
tesläſterung
, Beſchimpfung von Religionsgeſellſchaften,
Verübung beſchimpfenden Unfugs in einer Kirche) eine
bemerkenswerte Entſcheidung gefällt, die nach der Zeit=
ſchrift
Das Recht (Hannover, Helwing) folgendes beſagt:
Der Begriff der Beſchimpfung im § 166 des St.=G.=B.
ſetzt allerdings voraus, daß die Mißachtung des Gegen=
ſtandes
, gegen den die Kundgebung ſich richtet, in beſon=
ders
verletzender, roher Form ausgedrückt wird. Es darf
aber (vgl. auch R.=G.=B. Bd. 31 S. 305) der Begriff der
Form nicht zu eng aufgefaßt und darunter nicht bloß
der ſprachliche Ausdruck, die für die Mißachtung gebrach=
ten
Worte, verſtanden werden. Es kann vielmehr auch
durch ihren Gedankeninhalt ſich eine Kundgebung
als eine beſchimpfende darſtellen, indem ſie in der Form
der Behauptung einer für den Angegriffenen ſchimpflichen
Tatſache auftritt. Es leuchtet ein, daß auf Grund dieſer
Reichsgerichstentſcheidung § 166 des St.=G.=B. eine
ſchärfere Anwendung als ſonſt finden kann.
K. C. Europäiſche Auswanderungs=
Statiſtik. Ueber die Auswanderung aus Europa in
den Jahren 18981908 wird in der Internationalen
Wochenſchrift nach Otto Hübners geographiſch=ſtatiſtiſchen
Tabellen eine intereſſante Zuſammenſtellung mitgeteilt.
Während in den Jahren 18911897 die Auswanderung
mit Ausnahme des Jahres 1895 zurückging, ſtieg ſie von
18981906 fortgeſetzt; 1907 verurſachte die nordamerika=
niſche
Wirtſchaftskriſe eine bedeutende Rückwanderung.

und in den letzten Monaten des Jahres auch einen be=
trächtlichen
Rückgang der Auswanderung. Die Zahl der
Auswanderer aus Belgien, Dänemark, Deutſchland, Finn=
land
, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande,
Norwegen, Oeſterreich=Ungarn, Portugal, Rußland,
Schweden, Schweiz und Spanien betrug in dem Jahre
1898 439 288, 1902 874 200, 1904 1061 942, 1906 war die
Zahl auf 1735304 geſtiegen, ging 1907 auf 1283994 zu=
rück
und ſank 1908 faſt um ein Drittel, nämlich auf 528 293.
* Die franzöſiſche Ehrenlegion zählt
jetzt nach einem Bericht des Abg. Marin 47515 Mit=
glieder
. Dieſe Ziffer verteilt ſich auf 16952 Zivilper=
ſonen
und 30563 Militärperſonen. Von den erſteren
beſitzen 14 das Großkreuz, 52 ſind Großoffiziere, 288
Komture, 2424 Offiziere und 14174 Ritter. Die Zahl
der Zivilmitglieder der Ehrenlegion betrug 1814: 863,
im Jahre 1830: 5942, im Jahre 1848: 12638, im Jahre
1870: 21600, um dann unter der dritten Republik ſtark
herabzuſinken bis auf 12441 im Jahre 1894. Seither
iſt aber wieder eine langſame, fortſchreitende Erhöhung
eingetreten.

Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 29. Nov. Eingegangen iſt eine Vorlage
betreffend die Präſenzſtärke des deutſchen Heeres. Die
erſte Beratung über das Schiffahrtsabgaben=
geſetz
wird fortgeſetzt. Abg. Dr. Zehnter (Ztr.):
Grundſätzliche Bedenken gegen Schiffahrtsabgaben haben
wird nicht, doch muß eine gründliche Korrektur des Ober=
rheines
erfolgen. Wenn dieſe durchgeführt wird, erſcheint
es recht und billig, die Intereſſenten zu den Koſten heran=
zuziehen
. Wir erkennen an, daß dieſer neue Entwurf
weſentlich beſſer iſt als der frühere. Die Verhältniſſe des
Oberrheins und ſeiner Nebenflüſſe erheiſchen dringend der
Fürſorge, damit ein gerechter Ausgleich durch die Schaf=
fung
eines Schiffahrtsweges von Speyer bis Baſel er=
reicht
wird. Hierbei könnte man mit Oeſterreich und der
Schweiz ein einheitliches Projekt zu erlangen ſuchen.
Aufgabe der Kommiſſion wird es ſein, die Intereſſen der
Kleinſchiffer mit Nachdruck zu ſchützen. Abg. Dr.
Wagner=Sachſen (Konſ.): Die ſächſiſchen Mitglieder
der konſervativen Partei, der Reichspartei, der Wirtſchaft=
lichen
Vereinigung und der Reformpartei haben mich be=
auftragt
, hier zu erklären, daß ſie gegen die Vorlage ſtim=
men
werden Bei uns ſind die wichtigſten Erwerbsſtände,
Landwirtſchaft, Induſtrie und Gewerbe, gegen Abgaben
auf dem Elbſchiffahrtsverkehr. Abg. Korfanty
(Pole) bleibt auf den Tribünen vollkommen unverſtänd=
lich
, ſpricht ſich aber im Intereſſe Oberſchleſiens gegen die
Vorlage aus. Abg. Stolle (Soz.): Unſere Schiffahrt
und damit Handel und Induſtrie, werden durch die Vor=
lage
ſchwer geſchädigt. Nur um Marinismus und Mili=
tarismus
zu füttern, müſſen neue Opfer gebracht werden.
Kein Land iſt ſo intereſſiert an der Abgabenfreiheit wie
Sachſen und Thüringen. Ihre Landwirtſchaft und Indu=
ſtrie
würden geradezu konkurrenzunfähig gemacht werden.
Die in Ausſicht geſtellte Vertiefung der Elbe hat auch
große Nachteile. Die Abgaben haben auf den aufblühen=
den
öſterreichiſchen Handel geradezu ruinös gewirkt.
Abg. Dr. Jungk (Natl.): Ein Teil meiner Freunde hat
lebhafte Bedenken gegen die Vorlage, aber auch wir ſtehen
mit unſerer Gegnerſchaft auf durchaus nationalem Boden.
Uebrigens hätte die Regierung eine ſo eminent nationale
Frage, wie die Eroberung Elſaß=Lothringens, nicht als
eine rein wirtſchaftliche behandeln müſſen, wie es der
Miniſter getan hat. Die Behandlung des Artikels 54 der
Reichsverfaſſung bedeutet doch wohl eine Verfaſſungs=
änderung
. Die Einſtimmigkeit, mit der im Bundesrat
der Verfaſſungsänderung zugeſtimmt worden iſt, rührt
uns nicht. Intereſſant wäre es nur für uns, zu erfahren,
ob die anfangs ſich ablehnend verhaltenden Staaten nicht
nur überſtimmt, ſondern auch überzeugt worden ſind.
Wenn das reichsgeſetzliche Verbot, Flußzölle zu erheben,
aufgehoben wird, dann werden auch Oder und Weichſel
frei und dann könnten beide Ströme mit Abgaben belie=
biger
Höhe belegt werden. Die zwiſchenſtaatlichen Strom=
bauverbände
halten wir nicht für entbehrlich. Es iſt zu
befürchten, daß alsbald eine Erhöhung der Abgaben ein=
tritt
, und das würde eine erhebliche Belaſtung der Schiff=
fahrt
bedeuten. Einer großen nationalen Waſſerſtraßen=
politik
würden wir gerne zuſtimmen; dieſe wird aber nicht
inauguriert. Sollte eine große Waſſerſtraßenpolitik durch=
geführt
werden, dann wären bedeutend höhere Abgaben
nötig, dann aber würde die Schiffahrt ſtark belaſtet wer=
den
. Weſentliche Bedenken haben wir vom Standpunkt
der Mittelſtandsfreundlichkeit. Der==Kleinſchiffer, der
ſchon heute notleidet, wird gegenüber dem Großbetrieb
weiter benachteiligt werden. (Beifall bei den National=
liberalen
.)
Abg. Haußmann=Württemberg (Fortſchr. Vpt.):
Die Vorlage iſt nicht ſpruchreif, aber ſie iſt immerhin
verbeſſerungsfähig. Jedenfalls iſt die Verbeſſerung der
Rheinſtromnetze eine Aufgabe, die ſchon längſt hätte
durchgeführt werden müſſen. Gegenüber der Moſel=
und Saarkanaliſation hat der preußiſche Eiſenbahn=
miniſter
doch fiskaliſche Geſichtspunkte angeführt, indem
er ihr die Intereſſen der Eiſenbahn und preußiſche
Geſichtspunkte, indem er ihr Oberſchleſien entgegen=
ſtellte
. So durfte ein Miniſter nicht ſprechen. Das iſt
nicht national. Es iſt doch merkwürdig, daß eine
nationale Vorlage von einem preußiſchen Miniſter ver=
treten
und deshalb von preußiſchen Geſichtspunkten aus
angeſehen wird. Die Begründung und die Vorgeſchichte
der Vorlage iſt recht widerſpruchsvoll. Immerhin hat
ſich eine Verſchiebung der öffentlichen Meinung voll=
zogen
und richtig iſt, daß Preußen in ſeiner Verkehrs=
politik
oft weitſchauender war als die anderen Staaten.
Deshalb iſt zu hoffen, daß auf Grund der Vorlage
fruchtbringende Arbeit geſchaffen werden kann. Nach
der heutigen Anſchauung wird die Verbeſſerung der
Schiffahrtswege den Warenbezug verbilligen trotz der
Abgaben. Das Oberrheingebiet mit ſeiner großen
Hafenſtadt Mannheim kann zweifellos große Vorteile
von einem geſteigerten Warenverkehr haben. Die zwi=
ſchenſtaatlichen
Verbände mit ihren verzwickten Stim=
menverhältniſſen
ſind geeignet, das Reich und die Ge=
ſamtintereſſen
beiſeite zu ſchieben. Es iſt ſicher, daß der
Geſetzentwurf wichtige Verkehrsänderungen bringen
wird. Deshalb ſollen wir vom nationalen und natio=
nalökonomiſchen
Standpunkte aus die Vorlage ein=
gehend
prüfen. (Beifall links.)
Preußiſcher Miniſter der öffentlichen Arbeiten von
Breitenbach: Die vom Abg. Dr. Zehnter aufge=
ſtellte
Bilanz für das badiſche Land iſt nicht ganz richtig.
Jedes Land am Oberrhein hat große Vorteile durch die
Kanaliſation, und gerade Baden wird große Vorteile
ziehen. Seine Annahme war auch irrig, daß erzielt
werden ſoll, daß der Rhein von St. Goar bis Mann=
heim
von tiefer gehenden Schiffen befahren werden
kann. Es ſoll vielmehr nur die Möglichkeit geſchaffen
werden, daß die jetzt dort verkehrende Flotte bei den
wechſelnden Waſſerſtande eine Fahrt abſolviert, ohne

[ ][  ][ ]

Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 7.

Leichtern zu müſſen. Herrn Dr. Wagner gegenüber
ſtelle ich feſt, daß eine Erhöhung der Frachten durch die
Schiffahrtsabgaben nicht zu erwarten ſteht. Die Frach=
ten
ſind auf abgabenfreien und abgabenpflichtigen
Waſſerſtraßen bei dem ſtarken Verkehr geſunken. Ein
wechſelnder Waſſerſtand ſchädigt mehr, als hohe Ab=
gaben
. Das Geſetz iſt kein Kampf gegen Handel und
Induſtrie, ſonſt hätten ſich nicht zahlreiche Handels=
kammern
dafür ausgeſprochen, und von einer Konkur=
renz
zwiſchen Eiſenbahn und Waſſerſtraßen kann nicht
die Rede ſein. Die Abgaben werden die Möglichkeit
geben, die auch von dem Abgeordneten Dr. Jungk ge=
wünſchten
Kanäle zu bauen. Unſere Ertragsberechnung
iſt ſehr vorſichtig aufgeſtellt auf Grund des in unge=
ahnter
Weiſe gewachſenen Stromverkehrs.
Abg. Gerſtenberger (Ztr.): Man will Privi=
legien
für einen einzelnen Staat ſchaffen. Wir ver=
treten
das ganze Land. Indem wir den Anſchluß des
Oberlandes Bayerns und Württembergs an den Welt=
verkehr
betreiben, müſſen wir die Intereſſenten heran=
ziehen
. Nur der Rhein ſollte ganz frei bleiben. Die
Annahme des Geſetzes kommt dem ganzen Reiche zugute
und damit unſerem Anſehen in der ganzen Welt. ( Bei=
fall
im Zentrum.)
Nach kurzer, unerheblicher Debatte wird ein Au=
trag
auf Schluß der Debatte angenommen. Es folgen
perſönliche Bemerkungen. Die Vorlage geht dann an
eine 28gliederige Kommiſſion. Darauf vertagt ſich das
Haus auf Mittwoch 1 Uhr: Kleinere Vorlagen und
Reſt der heutigen Tagesordnung. Schluß 7½ Uhr.

Literariſches.
Das erſte Heft des vierten Bandes der Zeit=
ſchrift
für Politik (Berlin, Karl Heymanns Ver=
lag
; Bandpreis 16 Mark) enthält wieder eine große Reihe
äußerſt intereſſanter Beiträge. Der Würzburger Univer=
ſitätsprofeſſor
Mendelsſohn=Bartholdy erörtert die wich=
tige
Frage des Zweikammer= und Zweiparteienſyſtems
in England und gibt damit zugleich für die deutſche Po=
litik
äußerſt wertvolle Hinweiſe. Der Reichstagsabgeord=
nete
Neumann=Hofer behandelt Die Wirkſamkeit der
Kommiſſionen in den Parlamenten, während der Reichs=
tagsabgeordnete
Dr. Pachnicke ſich mit der neuen Ent=
wickelung
des Seekriegsrechts befaßt. Ueber Oeſterreich=
Ungarns Verwaltung und Wirtſchaftspolitik in Bosnien
und der Herzegowina berichtet Dr. Karl Walther nach
eigenen Reiſe=Eindrücken. Der Bonner Privatdozent Dr.
Heinrich Pohl beſchäftigt ſich mit der für Deutſchland über=
aus
wichtigen Porter Konvention vom 18. Oktober 1907
über die Schuldeneintreibung bei Staaten, die ſich ihrer
finanziellen Verpflichtung entziehen. Ferner ſeien noch
erwähnt die Abhandlungen Politiſche Strömungen im
heutigen Judentum von Dr. Moritz Friedländer=Wien,
Grundprobleme des heutigen Rußlands von Profeſſor
Yaſtchenko in Dorpat und Ludwig Spiegel Zur Geſchichte
der politiſchen Literatur Oeſterreichs.
Prinzeßchen vom Lindenhof. Eine
Erzählung für junge Mädchen von Agnes Hoff=
mann
. Mit vier Vollbildern nach Aquarellen von
Fritz Bergen. Stuttgart, Verlag von Levy u. Müller.
Eleg. geb. 4 Mark. Prinzeßchen vom Lindenhof
wird ein elternloſes Mädchen von ſeinen Spielgefähr=
ten
genannt, denen es den Zutritt zu dem ſchönen Holz=
und Kohlenhofe, dem Lindenhof ihres Großvaters
erwirkt hat. Die Sehnſucht nach Liebe treibt das Kind
in die Arme einer warmherzigen Frau, die von nun
an Mutterſtelle an ihm vertritt und es das Leben nicht
nur von ſeiner Licht=, ſondern auch von ſeiner Schat=
tenſeite
kennen lehrt. Der wärmende Sonnenſchein,
der von ihrer Mutter ausgeht, hat in dem Herzen
des Prinzeßchens die ſchönſten Blüten wahrer Men=
ſchenliebe
entfaltet. Das Buch mit dem prächtigen, ge=
diegenen
Inhalt iſt in ein ausnehmend ſchmuckes Ge=
wand
gekleidet, wie es unſere höheren Töchtern gern
haben.
Kunſt und Geſchichte. Herausgeben von
H. Luckenbach, Direktor des Gymnaſiums in Hei=
delberg
. Kleine Ausgabe. Mit 8 farbigen
Tafeln und 349 Abbildungen. München und Berlin
1910. Verlag von R. Oldenbourg. Elegant gebun=
den
2,60 Mk. Die Kunſtbetrachtung in die Schule ein=
geführt
zu haben, kann ſich H. Luckenbach als Ver=
dienſt
anrechnen. Freilich wurde ſchon immer an
manchen Schulen Kunſtgeſchichte gelehrt, allein dabei
handelt es ſich mehr um gelehrtes Wiſſen über die
Künſtler als um Betrachtung der Werke ſelbſt. Daß
aber die Werke ſelbſt im Mittelpunkt ſtehen müſſen,
das iſt einer der ehernen Grundſätze der neueren =
dagogik
, und wie man Kunſtwerke vorführen muß,
dafür hat Luckenbach in ſeinen Büchern den prakti=
ſchen
Weg gewieſen, indem er vergleichende Kunſt=
anſchauung
fordert. Für das bevorſtehende Weih=
nachtsfeſt
bildet die Kleine Ausgabe des Luckenbach
ein ebenſo vornehmes als nützliches Feſtgeſchenk, zu=
mal
der außerordentlich geringe Preis von 2,60 Mk.
ihrer Verbreitung nur förderlich ſein wird.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 29. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Im Anſchluß an die Aeußerung des
Abgeordneten Ledebour beſchäftigt ſich der Vorwärts
neuerdings mit der Anſprache, die der Kaiſer
bei der Rekrutenvereidigung in Potsdam gehalten
hat. Die über den Wortlaut dieſer Anſprache ver=
breiteten
Angaben ſind falſch. Insbeſondere enthielt
ſie einen Satz des Inhalts, es könne für einen Sol=
daten
keinen Konflikt zwiſchen Pflicht und Gewiſſen
geben, nicht. Den kritiſchen Betrachtungen über dieſe
militäriſche Anſprache fehlt ſomit jeder Boden.
* Kaſſel, 29. Nov. Beim Rodeln auf der Wil=
helmshöhe
erlitt eine junge Dame Arm= und Bein=
brüche
. Ein junger Kaufmann ſchlitzte ſich beim
Nehmen einer Kurve den Bauch auf.

* Mülhauſen i. E., 29. Nov. Nach zweitägiger Ver=
handlung
über den Mordprozeß Beumlin in
Ruſenau ſprach heute nachmittag gegen 3 Uhr das
Schwurgericht beide Angeklagten frei. Die Koſten
des Prozeſſes fallen der Staatskaſſe zur Laſt.
* Breda (Holland), 29. Nov. Heute früh erfolgte
auf der hieſigen Station ein Zuſammenſtoß zweier
Güterzüge; drei Perſonen wurden getötet. Der
Materialſchaden iſt bedeutend. Die beiden Vliſſinger
Züge wurden umgeleitet; ſie hatten zwei Stunden Ver=
ſpätung
.
* Brüſſel, 29. Nov. Die Königin verbrachte die
Nacht ruhig. Der heute vormittag ausgegebene Krank=
heitsbericht
ſtellte eine weitere leichte Verminderung
des Fiebers, ſowie ein Abnehmen auch der anderen
Krankheitsſymptome feſt.
* Konſtantinopel, 29. Nov. Der Deputierte von
Bagdad und der Chefredakteur des Tanin wurden in
er Nähe der Stadt Nentefik von Araberſtämmen über=
fallen
und ausgeraubt.
* Stantza=Wosneſſenſkaja, 29. Nov. Etwa 100
Häuſer ſind hier niedergebrannt. 700 Menſchen
ſind obdachlos.
* Aſtrachan, 29. Nov. Auf der hieſigen Reede ſind
über zehn Barken geſunken, davon einige mit
Mannſchaft. Der Anlegeplatz mit 300 perſiſchen Schiffs=
arbeitern
wurde losgeriſſen und ins Meer getrieben.
Es beſteht keine Hoffnung, die Arbeiter zu retten. Auf
der Reede Gurjew wurden zwei Dampfer und vier
Barken vom Eis eingeſchloſſen. Sieben Küſtenortſchaf=
ten
ſind überſchwemmt. Die Lage der Einwohner, die
ſich auf Heuſchober gerettet haben, iſt troſtlos. Das
Vieh ſteht im Waſſer. Die Kälte verſchlimmert das
Elend. Von hier ſind Dampfer mit Lebensmitteln ab=
gegangen
. In einem Kirgiſendorf ſind 17 Perſonen an
Lungenpeſt geſtorben.

Berlin, 29. Nov. Der Strafſenat des Kam=
mergerichts
lehnte endgültig die Beſchwerde gegen
den Ablehnungsantrag auf Haftentlaſſung des Grafen
Ramée ab, weil der Beſchuldigte Ausländer iſt und
infolgedeſſen Fluchtverdacht vorliegt.
H. B. Berlin, 29. Nov. Der Brand auf dem
Gelände der Benzin= Lagerungsgeſell=
ſchaft
an der Köpenicker Chauſſee dauerte heute mit=
tag
noch fort. Bis mittags war der Verſuch, den Brand
mit Kohlenſäure zu erſticken, nicht gelungen; im
Gegenteil, die Flammen werden immer ſtärker und
lebhafter. Der Wind treibt das Feuer vom Tank 6
zum benachbarten Tank 5 hinüber. Die Feuerwehr
arbeitete mit vier Schlauchlinien, um das Uebergrei=
fen
des Feuers zu verhindern. Der bedrohte Tank
wird fortwährend unter Waſſer gehalten. Trotzdem
beſteht die drohende Gefahr, daß alle Anſtrengungen
vergeblich ſind und das Feuer auch den Tank 5 mit
30000 Kilogramm Benzin zur Exploſion bringt.

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Vermählung
beehren sich anzuzeigen
Apotheker Johannes Westerkamp
und Frau Minna, geb. Beck.
Hannover, den 26. November 1910.

(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes-Anzeige.
Heute nachmittag 2 Uhr verſchied ſanft
nach langem, in Geduld ertragenem Leiden,
unſere liebe Tante
(23098
Ferdinande Zöller.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Luiſe Schnittſpahn.
Darmſtadt,
den 28. November 1910.
Texas,
Die Beerdigung findet Mittwoch, 30. Nov.,
nachm. 3½ Uhr, vom Sterbehaus, Heinrichſtr.
Nr. 2 aus, auf dem Darmſtädter Friedhof ſtatt.
Einſegnung ¼ Stunde vorher.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die
weſtliche Depreſſion iſt nordwörts gezogen und hat in
ganz Deutſchland ſüdliche Winde und damit Erwärmung
gebracht. Gleichzeitig ſind noch geringe Regen gefallen.
Wegen eines über Rußland lagernden kräftigen Hoch=
druckgebietes
gleitet das Tief langſam nordwärts ab.
Mit ſeiner Entfernung hören die Niederſchläge ganz auf.
In Oſteuropa hat das Hoch ſtrengen Froſt gebracht.
Auch für unſer Gebiet iſt Sinken der Temperatur in
Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 30. Nov.:
Zeitweiſe heiter, kälter, leichter Froſt.

Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. B): Prima=Ballerina.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Aufführung von Der Tor und der Tod um 8 Uhr
im Mathildenhöhſaal (Freie lit.=künſtl. Geſellſchaft).
Kammermuſikabend des Darmſtädter Streichquartetts
um 8 Uhr im Hotel Zur Traube‟
Konzert zum Beſten des Chriſtl. Vereins junger Männer
Wartburg um 8¼ Uhr im Kaiſerſaal.
Apologetiſcher Vortrag um 8½ Uhr in der St.
Eliſabethenkirche.
Vortrag des Evangeliſten Veller um 4 und 8½ Uhr
Rheinſtraße 2.
Generalverſammlung des Heſſiſchen Fröbelvereins
um 6 Uhr Saalbauſtraße 8.
Zimmerſtutzenſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft
um 8½ Uhr in der Krone‟.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im Kölniſchen Hof.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert in Schuls Keller=Reſtaurant.
Vorſtellung um 8 Uhr im Reſidenztheater.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Graſenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 1. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Faller ( Ober=
gaſſe
6) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 2 Uhr in der
Ludwigshalle‟
Chriſtbaum=Verſteigerung um 9½ Uhr ( Zu=
ſammenkunft
am Forſthaus Harras).

Großh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonn= und
Feiertags von 101 Uhr und 24 Uhr, Freitags
von 101 Uhr, ſowie Mittwochs von 24 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle, Louiſenſtr. 20.
Die Leſehalle iſt geöffnet an Wochentagen von
102 und von 69½ Uhr, Sonntags von 111 und
von 59 Uhr. Büche rausgabe findet ſtatt an jedem
Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und abends von
6 bis 9½ Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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60 cm breit 67cmbr. 90cm br. 110em br.
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Antie Möller.
Roman von K. v. d. Eider.
Nachdru? verboten.)
21)
Es kamen noch dunkle Tage genug für Antje, und der
Alte hatte oft nötig zu rufen: Geradeauf als ich! Aber
wenn ſie auch dazu lächelte, blieben doch ihre Augen
traurig.
Gern ſaß ſie am Fenſter, verſteckt von der Gardine,
und ſpähte die Straße entlang. Wenn dann ein Mann
daher kam, groß und ſchlank gewachſen, mit feſtem, lautem
Tritt, dann bebte ihr Herz und fing an zu hämmern,
und war er vorbeigegangen, ſchwamm alles vor ihren
Augen und ſie mußte erſt ein Taſchentuch nehmen und
ſie abwiſchen, ehe ſie weiter nähen konnte. Dann blickte
ſie ſich wohl mal verzweifelt um, aber ihr Blick blieb
immer wieder auf dem Wandſegen haften. Von ihrem
Fenſterplatz aus las ſie: Glaube‟. Das war für ſie auch
ein ſchönes Wort und ein wirklicher Segen.
Währenddeſſen kam über Dreesohm eine fieberhafte
Tätigkeit. Es war ein Arbeiten, das ihn erfriſchte und
verjüngte und ihn nicht anſtrengte. Er ſägte, hämmerte
in einem fort und kam nur ab und zu mal herein, um
Antje Bericht zu erſtatten.
Haſt Du denn das Tiſchlern gelernt, Ohm? fragte
Antje.
Jawohl, ganze vier Wochen, war die Antwort. J.
hatte Luſt zu dem Handwerk und pfiff beim Hämmern

ie eteh e ete ete en
ſchlug ich mich im Takt recht derbe auf die Finger. Ich
bekam eine ſchlimme Hand und mußte nach Hauſe. Als
ich wieder geſund war, hatte mein Meiſter ſchon einen
neuen Lehrling. Er war ein Mann von raſchem Ent=
ſchluß
. Na, da ließ ich mir meine Stiefel neu beſohlen
und ging weiter.
Als das Geſtell zu der Ladeneinrichtung fertig war,
fing er an zu ſtreichen.
Ich wäre ein ganz geläufiger Maler geworden, ge=
ſtand
er Antje, aber mein Meiſter verſtand nichts von der
Kunſt. Iſt das etwa ſchlimm, wenn man auf einer alten
Bauerndiele in dem Geſprenkel ein paar kleine Fratzen
mit hineinmalt? Einmal waren ſie etwas gar zu ähn=
lich
ausgefallen. Da ſagte mein Meiſter mir adjö; ich
ließ meine Stiefel neu beſohlen und ging.
Als die Farbe trocken war, ging es an ein Kleben.
Dreesohm kochte eigenhändig dicken Kleiſter und klebte
alte Zigarrenkiſten und Kaſten von innen und außen fein
aus. In manche kamen kleine Fächer hinein für Nadeln,
Zwirn und dergleichen. Es wurde allerliebſt.
Tapezieren haſt Du wohl auch gelernt? fragte Antje.
Ja, das lernte ich in vierzehn Tagen. Ich war ein
elendes Bürſchchen, als ich bei meinem Meiſter in die
Lehre kam, und er war ein Goliath. Als ich vierzehn
Tage da war, ging Meiſter Goliath über die Straße
zum Krüger, umgein altes Sofa neu aufzupolſtern; ich
mußte mit einem Sack Hede nachkommmen. Nun war der
Sack aber größer als ich. Er zog mich hinüber; als ich

er e e e er eie e enen
um und legte ſich quer über mich, daß ich mich nicht
rühren konnte. Das gab ein großes Hallo. Als ein paar
mitleidige Menſchen mich endlich hervorgezogen hatten,
kam auch Meiſter Goliath herbei. Er wollte meine Ohren
lang ziehen, aber dann gingen einige auf ihn los und
ſagten, es wäre eine Schande, daß er dem kleinen David
eine Laſt aufbürde, die größer ſei als er. Da nahm
Meiſter Goliath ſelbſt ſeinen Sack und ging, und ich
konnte draußen bleiben. Das Ende vom Liede war
Daß Du Dir Deine Stiefel neu beſohlen ließeſt. Ach,
Dreesohm, Du haſt viele Sohlen gebraucht!
Hab’ ich, mein Deern, hab’ aber dafür auch die Welt
kennen gelernt.
Einmal ſprachen ſie von Antjes Mutter. Antje über=
wand
ihre Scheu und fragte, wer ihr Vater wäre.
Ich weiß es nicht, ſagte Dreesohm, und Antje ſah,
daß er nicht log.
Sie diente dazumal in Tönning bei einer feinen Herr=
ſchaft
. Ein feiner Herr muß es geweſen ſein, denn für
einen gewöhnlichen war Mieken nicht zu haben. Aber ein
armer Schlucker war es ſicherlich, denn ſie hat nicht einen
roten Pfennig von ihm bekommen. Was ich ihm aber
am meiſten verdenke, iſt, daß er ſich nicht einmal nach ihr
oder ſeinem Kinde umgeſehen hat.
Still war es in Antjes Stübchen, der Alte ging auf
einen Augenblick in die Küche.
Als er wieder zurückkam, ſuchten ſeine Augen das
Dunkel; aus ſeiner Rocktaſche hing ein Zipfel ſeines rot=

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

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baundolinet Laſhenluches as ed er dis dor einem
Augenblick gebraucht hätte.
Antjes ſchwere Stunde kam und ging vorüber. Sie
lag matt und bleich in ihren Kiſſen, geheiligt und ent=
fühnt
durch die Mutterſchmerzen. Neben ihr, in einem
Körbchen, lag ihr Sohn; ihr Sohn, der, wie ſie mit
banger, vorahnender Freude fühlte, einſt über dies kleine
Haus hinauswachſen würde. Dreesohm lief hin und
her; er war nicht mehr Herr in ſeiner Wohnung. Lokel=
meierſche
, die weiſe Frau, und Naſche Janſen, Krüſchan
Nahwers Frau, wirtſchafteten in Stube und Küche um=
her
. Sie klapperten mit Töpfen und Kellen, holten ihm
ſeine Sachen unter den Händen fort und ſtellten alles auf
den Kopf.
Da blieb dem Meiſter Tauſendkünſtler nichts weiter
übrig, als ſich in ſeine Künſtlerecke zu verkriechen und über
ſeine Arbeit ſich ſtillen Betrachtungen hinzugeben. Naſche
Janſen blieb Antje eine mütterliche Freundin, die mit
ihren guten Ratſchlägen nicht geizte. Auch Benedikta
Janſen, Dicke genannt, kam öfter zu der alten Schul=
freundin
; ſie diente auf einem Hof in der Nähe Imm=
ſtedts
und hatte einen tüchtigen Knecht zum Schatz.
Zum Frühjahr wurde die Hökerei von Antje Möller
eröffnet. Dreesohm hatte ſich unendliche Mühe gegeben,
den Laden nach dem Muſter des Kaufmannsladens an der
Ecke auszuſtaffieren. Er hatte ſich Bauer Gribbohms
Pferde und Wagen geborgt und war nach Huſum gefah=
ren
, um die Waren en gros einzukaufen. Als er am
Abend wieder zu Hauſe anlangte, hatten er und Antje
genug zu tun, alle Säcke, Beutel und Tüten ins Haus zu
ſchaffen. Jetzt galt es, die Schaufenſter herzurichten.
An jeder Seite des Hausflurs war ein ſchmales, kleines
Fenſter; eines davon kam Krüſchan Nahwers zu, aber ſie
traten es bereitwilligſt ab. Dreesohm hatte ſelbſt Regale

gemacht und ſtellte hierauf nun zur verlockenden Anſicht:
einen großen Glashafen mit roſenroten und ſchneeweißen
Bonbons, rechts einen kleineren mit buntgeſtreiften
Pfefferminzſtangen, links einen mit dünnen Lakritzen. Auf
dem zweiten Brett lehnte ſeitwärts eine noch unbeſchrie=
bene
Tafel; daneben ſtand eine geöffnete Schachtel mit
Griffeln, die mit Gold= und Silberpapier umwickelt
waren. Dann kam ein Federkaſten mit buntbemaltem
Deckel, ein Grogglas, in welchem Bleiſtifte und Feder=
halter
ſteckten, und an jeder Seite ein kleines Tintenfläſch=
chen
. Ueber dem Ganzen ſchwebte ein Neu=Ruppiner
Bilderbogen, der in Wort und Bild die Geſchichte von der
ſchönen Griſeldis darſtellte.
Das zweite Schaufenſter machte einen etwas würdi=
geren
Eindruck. Da ſtanden nebeneinander Häfen mit
Kanehl, Pfeffer, Muskat und dergleichen, dazwiſchen
Gläſer, gefüllt mit Kaffee, Reismehl, weißen Bohnen und
Erbſen. Auf jedes Glas war ein Zettel mit dem Preis
geklebt. Auf dem unterſten Brett ſtand noch eine Kumme
mit Sirup und eine mit Zucker, und dazwiſchen lag ein
Stück roſenroter Toilettenſeife. So waren die Fenſter
nett eingerichtet und die Jungens ſtanden auf den Zehen=
ſpitzen
davor, drückten ſich die Naſen am Fenſter platt
und nahmen ſich vor, den erſten Pfennig, den ſie zwiſchen
die Finger bekommen würden, bei Dreesohm umzuſetzen.
So zierlich, wie die Fenſter dekoriert waren, ſah es
auch im Innern des Ladens aus. Es war alles wohl=
weislich
und zweckentſprechend eingerichtet. Die Tonbank
hatte Klas Zimmermann geliefert; ſie war den Verhält=
niſſen
entſprechend klein und zierlich und enthielt dabei
eine Menge Schubladen. Auf der Tonbank ſtanden eine
Wagſchale und daneben allerhand Gewichte; ſeitwärts
hingen die ſelbſtgeklebten Tüten.
Dreesohm erklärte Antje nun das Wiegen; er wog

hr ein Rind äaſeund ein helbes Piend Iuter ver
es funktionierte alles großartig.
Biſt Du denn auch Kaufmann geweſen, daß Du alles
weißt? fragte Antje.
Der Alte ſandte einen wehmütigen Blick zur niedrigen
Decke empor.
Ja, ein Kaufmann zu werden, war mein Leben lang
mein Ideal. Ich habe es aber nur bis zum Laufburſchen
gebracht; doch ich habe dabei immer ein bißchen um die
Ecke geguckt, bis ich es weg hatte.
Du biſt wirklich und wahrhaftig ein Künſtler, ſagte
Antje bewundernd.
Dreesohm reckte ſich. So, nun kann das Geſchäft
losgehen. Er machte die kleine Haustür weit auf und
ſtellte ſich hinter die Tonbank.
Krüſchan Nahwer und Naſche waren unterdeſſen nicht
untätig geweſen. Wie eine lebendige Zeitung hatten ſie
es unter die Leute gebracht, daß heute vormittag die Ge=
ſchäftseröffnung
vor ſich ginge.
Die erſte Kundin, die ſchüchtern zur Tür hereintrat,
war ein kleines Mädchen aus der Nachbarſchaft; es kaufte
eine Docke Zwirn für acht Pfennige und erhielt drei große
Bonbons gratis. Einige neugierige Frauen kamen; ja,
die Jungens aus der reichen Reihe opferten ihr Taſchen=
geld
. Nach und nach ſtellte ſich noch dieſer und jener ein.
Es wurde Ernſt; Antje mußte mit eingreiſen, weil Drees=
ohm
ſich nicht mehr in ſeinem eigenen Laden zurechtfinden
konnte.
In ſeinem Korb lag der Junge und ſchrie; es war
ein kräftiger Junge.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Geldbörſe
mit Inhalt. 1 Herrſchaftskutſcher=Peitſche. 1 Lederdecke für einen Handwagen.
1 Zwicker mit ſehr ſcharfen Gläſern. 2 verſchiedene Kinder=Gummiſchuhe. 1 alte runde
Broſche mit 4 Achaten beſetzt. 1 blau und rote Quaſte mit einer Schelle. 1 größerer
und 1 kleiner Schlüſſel. 1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel. 1 Hutnadel mit rundem farbigen
Knopf. 1 kleines gelbes Handtäſchchen mit Taſchentuch und 1 Spazierſtock (bei Faix &
Söhne liegen geblieben). 1 kleiner Schlüſſel. 1 Hundemarke mit der Nr. 6706. 1 weißer
wollener Kinder=Handſchuh. 1 blau und rotes ſeidenes Tuch. 1 Stahlbrille. 1 farbiger
Arbeitsbeutel mit Strickzeug. 1 ſchwarzer Ridikül mit 1 Paar weißen Handſchuhen.
1 Taſchenmeſſer mit braunem gefleckten Stiel und 2 Klingen. 1 weißes Deckchen und
1 Strang rote Stickſeide. 1 grauer Kinder=Handſchuh mit weißen Ringen. 1 Sektkork=
zieher
mit weißem Stiel. 1 ſilberne Haarnadel mit durchbrochenem runden Knopf.
1 gelber Damen=Handſchuh mit 2 blauen Rändchen. 1 gelbe Broſche mit weißem
Frauenknopf. 1 Pfandſchein mit der Nr. 827. 1 ſilberne Damen=Uhr.
Verloren: 1 Viſitenkartentäſchchen mit Karten, auf den Namen Sander lautend.
1 ſchwarzes Schwänzchen von einem Damen=Pelz. 1 weißes Taſchentuch, gez. M. H.
1 ſchwarzer Kinder=Krimmerkragen. 1 kleiner neuer Kinder=Gummiſchuh. 1 Sprachrohr
für Schwerhörige. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit einem Anhänger (1 Herz mit kleinen
Blättchen und 2 roten Steinchen). 1 braunledernes Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt.
1 goldene Broſche (drei Stäbchen nebeneinander, in der Mitte 1 Brillant). 1 ſchwarze
Straußfeder. 1 goldenes Ketten=Armband. 1 viereckige goldene Broſche. 1 ſchwarzes
Portemonnaie mit über 5 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 ſchwarzes ge=
ſtricktes
Damen=Jäckchen ohne Aermel. 1 Schildpatt=Haarſpange. 1 dunkelbraunes
Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 1 Ordensſtern. 1 dunkles Portemonnaie mit etwa
20 Pfennigen Inhalt. 1 ſilbernes Ketten=Täſchchen. 1 kleines braunledernes Porte=
monnaie
mit einem Zweimarkſtück. 1 doppelreihige Korallen=Kette. 1 ſchwarzes Porte=
monnaie
mit 2,26 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit etwa 4 Mk. Inhalt,
2 Taſchentücher und 1 Paar Handſchuhe. 1 graues Stahl=Handtäſchchen mit Perlen
beſetzt und etwa 3 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzſeidener Ridikül. 1 Häkelzeug mit weißer
Nadel. 1 goldene Damen=Uhr. 1 kleine Sicherheitsnadel mit hellen Steinchen.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit 3,76 Mk. Inhalt. 1 Paar graue Damen= Glacéhand=
ſchuhe
. 1 mattgoldene Broſche in Herzform mit 2 roten Steinchen, innen eine Mädchen=
Photographie. 1 Ridikül mit 2 roten Bändern und 2 Taſchentüchern. 1 Mitgliedskarte
vom Richard Wagner=Verein. 1 Granat=Broſche in Sternform. 1 weißer Damen=
Pelzkragen. 1 kleines braunes Portemonnaie mit Druckknopf. 2 Trauringe, gez C. B.
und C. W. 18. 9. 93.
Zugelaufen bei Privaten: 1 grauer Pinſcher. 1 kleiner ſchwarzer Spitz.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel. 1 zahmer Rabe.
Entlaufen: 1 junge graue Katze.
Entflogen: 1 weiße Lockentaube.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(23103
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 3 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Weihnachtsmeſſe 1910.
Die diesjährige Weihnachtsmeſſe wird, wie ſeither, auf dem Marktplatz und
der Chriſtbaummarkt auf dem Parade= und Schillerplatz, ſowie am Schloßgraben
abgehalten.
Diejenigen hieſigen Einwohner, die Waren und Chriſtbäume feilhalten wollen,
werden aufgefordert, ſich am Freitag, den 2. Dezember, nachmittags zwiſchen 2½
und 5 Uhr, bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (im Rathaus auf dem Marktplatz) per=
ſönlich
zu melden. Nachträglich eingehende, ſowie ſchriftliche Geſuche können keine
Berück ſichtigung finden.
De Plätze zum Verkauf von Chriſtbäumen auf dem Schillerplatz, Paradeplatz
und am Schloßgraben werden zuſammen unter den ſämtlichen Bewerbern verloſt.
Der Chriſtbaumverkaufsplatz an der Kreuzung der Karls= und Wilhelminenſtraße
wird am Freitag, den 2. Dezember, vormittags 12 Uhr, auf dem Stadthaus,
Rheinſtraße 18 (Zimmer Nr. 56) öffentlich verſteigert.
Die Plätze für die einzelnen Buden und Stände werden, wenn möglich, in der=
ſelben
Größe wie ſeither zugeteilt. Größere, oder mehr Plätze wie ſeither können mit
Rückſicht auf den auf dem Marktplatz verbleibenden Wochenmarkt nicht abgegeben werden.
Mit dem Aufſchlagen der Verkaufsbuden kann am Freitag, den 9. Dezember,
vormittags 8½ Uhr, mit Herrichtung der Stände für Chriſtbäume am gleichen Tage,
vormittags 10½ Uhr, nach erfolgter Ausloſung der Plätze, begonnen werden.
Die Verkäufer müſſen den erhaltenen Platz ſelbſt benutzen. Eine Vergebung des
Platzes an einen anderen Händler pp. darf ohne Genehmigung des Marktmeiſters nicht
erfolgen. Der Eigentümer der Waren oder ſein Vertreter müſſen während der Verkaufs=
zeit
ſtets am Platze anweſend ſein. Wer ſich den Anordnungen des Marktmeiſters nicht
fügt, wird von uns für die Zukunft als Verkäufer nicht mehr zugelaſſen.
Darmſtadt, den 22. November 1910.
(22776fm
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Entleerung von Abortgruben.
Der geſamte Betrieb der ſtädtiſchen Abfuhranſtalt iſt mit Wirkung vom
1. Dezember 1910 ab dem Fuhrunternehmer Karl Bauer, Nieder=Ramſtädter
Straße 100, vertraglich übertragen worden.
Anträge auf Entleerung von Gruben und Geſuche um Ueberlaſſung von Fäkalien
ſind für die Folge direkt an den Unternehmer zu richten. Derſelbe iſt berechtigt, die
ſeither von der Stadt erhobenen Gebühren für eigene Rechnung zu erheben, und zwar:
a) für Abholen eines Faſſes (1500 1) gewäſſerte Jauche 10 Mk.
ungewäſſerte Jauche 1 Mk. 80 Pf.,
b) für abgegebene Jauche für 1hl
30 Pf.
Darmſtadt, den 24. November 1910.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
23059imd)
I. V.: Jäger.

Bekanntmachung.
Ein Nachtrag zum Voranſchlag der israelitiſchen Religionsgemeinde Darm=
ſtadt
für die Zeit vom 1. April 1911 bis Ende März 1912 liegt vom 30. ds. Mts. ab
acht Tage lang in dem Gemeindebüreau, Friedrichſtraße Nr. 2, während der Amts=
ſtunden
, vormittags von 912 Uhr, zur Einſicht offen.
Etwaige Einwendungen ſind innerhalb der angegebenen Friſt ſchriftlich bei dem
unterzeichneten Vorſtande einzureichen.
(23097
Darmſtadt, den 28. November 1910.
Der Vorſtand
der israelitiſchen Religionsgemeinde.

Verſteigerungs=Anzeige.
Donnerstag, den 1. Dezember 1910, nachmittags 2 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokale Zur Ludwigshalle (Obergaſſe) öffentlich,
zwangsweiſe, gegen Barzahlung:
1 Schlafzimmer (Satin, Nußbaum), beſtehend in 2 vollſtändigen Betten,
2 Nachttiſchen mit Marmor, 1 großen zweitür. Spiegelſchrank, 1 Waſch=
tiſch
mit hohem Marmor und Spiegel, 2 Bettvorlagen, ferner 1 poliert.
Ausziehtiſch und 1 poliert. Trumeau.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 29. November 1910.
(23154
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.

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Großherzogliches Hoftheater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über Leiſtungen und
Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater und die Hofmuſik wird bis zum
10. Dezember 1910 erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzureichenden Koſten=
rechnungen
getrennt aufzuſtellen.
Die bezüglichen Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können erſt bei der
nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
Darmſtadt, den 21. November 1910.
(22840sm
Großherzogliche Hoftheater= und Hofmuſik=Direktion.

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Zeichnungen, Entwürfe, Weihnachtsbeſtellungen werden von der einfachſten
bis zur künſtleriſchſten Ausführung ſorgfältigſt angefertigt.
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Offenlage von Stenerhebregiſtern.
Die Gemeinde= und Kirchenſteuer= Nach=
trags
=Hebregiſter Nr. IX-IIII der Ge=
meinde
Darmſtadt, ſowie Nr. X-KIV der
Gemeinde Darmſtadt (Beſſunger Stadtteil)
für 1910 liegen zur Einſicht eines jeden
Iintereſſenten vom 1. Dezember I. Js. an
acht Tage lang auf dem Bureau der Stadt=
kaſſe
, Grafenſtraße 28, auf.
Beſchwerden gegen die Beitragspflicht
oder gegen das angenommene Beitrags=
verhältnis
müſſen binnen der erſten vier
Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt
(ſchriftlich oder mündlich) bei Großherzog=
lichem
Kreisamt vorgebracht werden. Später
vorgebrachte Beſchwerden finden keine Be=
rückſichtigung
.
Darmſtadt, den 26. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt. (23091

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 14. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Karoline Diehm dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 1578/100 360 Hofreite Innere
Ringſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K151/10
Darmſtadt, den 28. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D21263,9
Müller.

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 7. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Stukkateur Georg Gerlach
Eheleuten dahier zugeſchriebenen Immo=
bilien
:
Flur Nr.
qm
251
V 5951½/1000 339 Hofreite Viktoria=
ſtraße
50,
V 59215/1000 252 Hofreite Viktoria=
ſtraße
52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K114/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 12. November 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(D22210,10
Müller.

Pferde=Verkauf.
Donnerstag, den 1. Dezember 1910,
um 112 vormittags,
wird im Hofe der Artillerie=Kaſerne am
Beſſunger Weg ein zum Militärdienſt nicht
mehr geeignetes Remontenpferd öffent=
lich
und meiſtbietend gegen Barzahlung
(23104
verſteigert.
Darmſtadt, im November 1910.
I. Abteilung Feldartillerie=Regts. Nr. 61.

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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281,

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Seite 13.

Nummer 281,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Kurzer Hinweis

auf unsere morgige Annonce in allen hiesigen Blättern. Wir bitten, die Anzeige aufzubewahren und als Führer durch die
Massenauslagen zu benutzen.
Die Vorräte sind äusserst reichlich am Lager, dennoch empfehlen wir des Andranges wegen baldigen Einkauf, da die
annoncierten Waren wohl bald vergriffen sein werden.
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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

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83,60
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3½ do. Conſols
8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,50
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,00
91,00
do.
3½
do.
81,40
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,80
8½
do.
91,30
do.
80,10
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4 Württemberger v. 1907 102,00
3½
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93,00
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1¾ Griechen v. 1887 . . 48,60
3¾ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 96,75

K do. Goldrente.
4 do. einheitl. Rente
3 Portug. unif. Serie
3 do. unif. Ser. III
3 do. Spezial.
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890 . .
do. v. 1905 . .
Ruſſen v. 1880 . ;

98,50
93,10
64,40
66,80
11,40
94,50
92,50

InProz.
3ſ.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,70
100,10
4½ do. v. 1905.
91,70
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,50
Türk. Admin. v. 1903 86,60
do. uniſiz. v. 1903 92,80
4 Ungar. Goldrente . . 93,60
do. Staatsrente . 91,80
5 Argentinier . . . . . . 101,40
90,60
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,90
do.
4½
98,50
4½ Japaner . . . . . . .
5 Innere Mexikaner . . 98,50
do.
3
68,10
4 Gold=Mexikan. v. 1904 93,10
5 Gold=Mexikaner . . . 100,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . . 143,80
4 Nordd. Lloyd . . . . 106,75
4 Südd. Eiſenb.=Geſ..
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
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4 Baltimore & Ohio . . 107,40
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. . 544,25
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. .341,25
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. 116,25
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betrieb
.
. . 244,75
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Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,90
4 Pfälzer Prt.
. . 100,60
do.
91,30
3½

4
5

Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
do. ſteuerfrei .
Oeſterr. Staatsbahn. 105,30

do.
do. alte
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do.
do.

97,70
80,90
99,20

56,30

Raab=Oedenburger . . 75,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,60
4 Kronpr. Rudolfbayn . 98,00

In Bey
St.
2%0 Livorneſer . . . . . . 73,80
78,30
4 Miſſouri=Pacific
4 Bagdadbahn Mk. 408 85,75
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,00
. . . 100,40
5 Tehuantepec
Bank=Aktien.
1 Berliner Handelsgeſ. 169,20
Darmſtädter Bank . 130,75
259½
Deutſche Bank
Deutſche Vereinsbank 127,00
Diskonto=Geſellſchaft 192,20
162,75
Dresdner Bank .
Mitteldeut. Kreditbk. 121,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 130, 40
105,00
Pfälzer Bank
.143,20
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank . 138,80
Wiener Bank=Verein 139,60
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,00
do. S. 19. . . . . 91,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,20
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 99,00
do.
90,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 100,70
do.
3½
91,70
4 Meining. Hyp.=Bank 99,10
do.
3½
90,80
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99,60
3½ do. (unk. 1914) 90,20
4 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,25
3½
do,
91,30

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Städte=
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95,30
3½ do.
4 Gießen
91,80
3½ do.
4 Heidelberg
99,90
3½ do.
90,50
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3½ do.
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3½ do.
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3½ do.
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100,00
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91,00
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100,40
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101,10
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91,40
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3½ do.
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Bf.
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.
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Seite 20.

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Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwuch, den 36. November 1910.

Nummer 281.

schallt laut und frei und sie war
am Tage vorher so überanstrengt
worden, dass am Abend kein Ton
Imehr heraus kam. Ein paar
Wybert-Tabletten haben die
Stimme wieder rein, den Hals frei
gemacht. Sie sind für niemanden zu entbehren, der
viel und laut zu sprechen hat. Eine Schachtel mit
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Erlebniſſe eines Volkszählers.
Humoriſtiſche Plauderei zum 1. Dezember 1910.
Von Ernſt Tobolski.
(Nachdruck vorboten.)
Ein paar Tage Volkszähler ſpielen iſt durchaus keine
unangenehme und unebene Beſchäftigung. Man lernt da=
bei
vielerlei Leute und Lebensverhältniſſe kennen.
Ich kann wohl ſagen, daß keine Reiſe in fremde Län=
der
unter Umſtänden ſo viel des Intereſſanten offenbaren
kann, als dieſe Fahrt in die Wohnungen der Leute, mit
denen ich ſeit Jahren benachbart war, denn man glaubt
nicht, wie wenig man oftmals Leute kennt, die man täglich
ſieht. Und es iſt natürlich immerhin intereſſanter, derar=
tige
Leute kennen zu lernen, als Perſonen, mit denen man
ſonſt nie zuſammen zu kommen Gelegenheit hat.
Da war zum Beiſpiel eine Frau B., die im Hinter=
hauſe
desſelben Hauſes wohnte, in dem ich ein paar
Jahre ſchon hauſe, die mir viel Scherereien machte. Unter
allen möglichen und den unmöglichſten Entgegnungen

wehrie ſie mir den Einrit in hr Alerheiligſtes. Sie
hatte ihre Zählkarte in ganz ungenügender Weiſe ausge=
füllt
, und es war nötig, daß ich ſie ſelbſt über Verſchie=
denes
befragte, um das ſofort einzutragen. Das ließ ſich
natürlich nicht durch Fragen hinter der verſchloſſenen Türe
machen.
Aber ſie war ſchwer zu bewegen, die Tür zu öffnen.
Aber lieber Herr Dr., was wollen Sie denn noch von
mir wiſſen. Ich zahle doch ſchon Steuern genug!
Aber es handelt ſich bei der Volkszählung nicht um
Steuern, liebe Frau, ſondern um wiſſenſchaftliche Zwecke!
Ach, gehen Sie mir mit der Wiſſenſchaft! Es gibt
auch Leute, die der Wiſſenſchaft halber Tiere töten und
quälen! Ich gebe dazu mein Hündchen nicht her! Ich
habe nur eines!
Ihr Hündchen iſt mir ganz gleichgültig! Aber Sie
müſſen mir Verſchiedenes über Ihren verſtorbenen Mann
und Ihre verheirateten Kinder angeben, was Sie auszu=
füllen
vergeſſen haben!
Aber Frau B. war ſo leicht nicht zu bewegen. Bei
ihr ſei noch nicht aufgeräumt, ſie ſei nicht ganz wohl und
könne ſich ſo nicht ſehen laſſen, und ſchließlich war nichts
anderes zu erreichen, als daß ſie mir zuſagte, mich zu be=
ſuchen
, um die fehlenden Daten bei mir auszufüllen. Da
trat ſie denn auch pünktlich an. Ich redete ihr ein wenig
ins Gewiſſen, ob ſie etwa irgend einen Menſchen bei ſich
wohnen habe, zum Beſuch oder ſonſtwie. Sie könne es
mir dann dreiſt mitteilen, die Polizei erfahre es nicht,
auch nicht der Hauswirt. Nein, nein, ich ſtehe ganz
allein dal verſicherte ſie wiederholt. Ich erklärte ihr
eingehend den Zweck der Volkszählung, ſprach immer wie=
der
davon, daß ihr durchaus keine Ungelegenheiten ent=
ſtehen
könnten, wenn ſie 25 Perſonen bei ſich beherberge,
aber gezählt müßten ſie werden.
Schließlich hat ſie mir dann doch ihre ſeltſame Abnei=
gung
gegen das Oeffnen der Tür offenbart. Nach und
nach bekam ich es von ihr heraus: Sie war eine enra=
gierte
Tierſchützerin, und wo ſie einen Hund auf der
Straße umherirren ſah, fing ſie ihn, um ihn vor dem

Schinder zu bewahren, auf. So halte ſie nimn, wie ſefagte,
ein paar Hündchen in ihrer Wohnung. Wie ich ſpäter
erſuhr, ſoll ſie inmitten von Hunden leben, in ihrem klei=
nen
Logis mindeſtens ein Dutzend Hunde beherbergen,
aber nur einen polizeilich zur Hundeſteuer angemeldet ha=
ben
, die Steuermarke legt ſie dann abwechſelnd den Hun=
den
an, wenn ſie ſie einzeln ausführt.
Ein anderer Bewohner des Hinterhauſes wollte durch=
aus
und durchum Einſicht in den Zählbogen einer anderen
Partei haben. Es war ein Witwer und penſionierter
Beamter. Ich erklärte ihm, daß ich über alles, was in
den Zählkarten ſteht, Amtsverſchwiegenheit zu bewahren
habe, und ebenſowenig den Inhalt ſeiner Zählkarte Je=
mandem
zeigen dürfe, wie ihm den anderer Parteien.
Sie ſind doch aber kein Beamter! ſagte er mir.
In meiner Eigenſchaft als Volkszähler doch für die
wenigen Tage dieſer Tätigkeit!
Na, dann können Sir mir ja in acht Tagen ſagen,
was da in der Zählkarte ſteht!
J, Sie ſchlauer Herr, da müßte ich mir das doch erſt
heute aufnotieren, alſo heute die Amtsverſchwiegenheit
brechen!
Na, wenn Sie keinem damit ſchaden! ſagte er.
Erſtens vermag ich das nicht zu beurteilen, ob das
der Fall iſt. Dann aber darf ein Beamter, dem Amts=
verſchwiegenheit
auferlegt worden, weder durch den Bruch
dieſer Amtsverſchwiegenheit Jemandem nützen noch ſcha=
den
. Ich wundere mich, daß ich Ihnen, einem penſionier=
ten
Beamten, das ſagen muß.
Ach, bei uns wurde das ſo genau nicht mit Dingen
genommen, wo es ſich nicht um Wichtiges handelte!
Das iſt freilich ſchlimm! Ich aber nehme es genau!
wies ich ihn kurz zurück.
Er aber ſchien immer noch Hoffnung zu haben. Er=
erzählte
mir, daß er ſich mit einer Witwe im Nebenhauſe
verheiraten wolle. Aber er möchte gern wiſſen, ob ſie
etwa ſchon älter ſei wie er, und ob ſie ſehr vielen Anhang=
habe
. Bisher habe er die Frage nach ihrem Alter nicht
zu ſtellen gewagt und die Beantwortung der zweiten Frage

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Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 23.

habe ſie immer umgangen mit der Erwiderung, ſie ſtände
ſo ganz allein da und fühle ſich ſehr einſam.
Sehen Sie, meinte der beharrliche Menſch ganz
naiv, wenn Sie mir nun auch nicht die Einſicht in Ihre
Zählkarten geben wollen, ſo können Sie mir doch ſagen,
ob ich mich weiter um die Frau bewerben ſoll oder
nicht!
Ich bat ihn energiſch, mich in Ruhe zu laſſen und mir
Auskunft über ſeine Perſonalien zu geben, was der einzige
Zweck meines Beſuches geweſen ſei. Das wirkte denn.
Einige Zeit ſpäter ſah ich ihn am Arme der Witwe,
über die ich ihm Auskunft geben ſillte. Er ſchien alſo
den Sprung gewagt zu haben. Ob er es vor oder nach
der Verlobung erfahren, daß ſeine Auserkorene mindeſtens
ein Dezennium älter als er geweſen und daß ſie nicht
nur mehrere verheiratete Kinder, ſondern auch zahlreiche
Enkel beſaß, vermag ich nicht zu ſagen.
Die größte Schwierigkeit beſteht übrigens für den
Volkszähler nicht darin, wie er die Richtigkeit der Aus=
füllung
der Zählkarten herbeiführt, ſondern die Zählkar=
ten
in die Wohnungen zu befördern und ſo, daß ſie auch
wirklich beachtet werden.
Man glaubt nicht, wie wenig die Leute über die
Volkszählung, die nun doch ſchon zum achten Male im
neuen Deutſchen Reiche ſtattfindet, im allgemeinen orien=
tiert
ſind. Immer wieder tönt einem aus der geöffneten
Tür, wenn man die Zählkarten überreicht, die Antwort
entgegen: Wir abonnieren nicht! oder Wir geben
nichts; wir haben ſelbſt nichts! Als Abonnentenliſten,
als Bettelbriefe und wer weiß was ſonſt noch werden die
Zählkarten angeſehen, nur nicht als Volkszählungskarten,
obwohl doch genug von der Volkszählung in den Zeitun=
gen
und in der Schule die Rede iſt.
Aber nicht etwa die einfachen Volkskreiſe bieten
in dieſer Beziehung die größten Schwierigkeiten, nein,
viel größere die beſſer ſituierten, wo ſich in der Regel
die Dienſtboten gegen die Annahme irgend welcher Pa=
piere
ſträuben. Nein, ich darf nichts hier behalten;
der Herr hat’s ſtreng verboten! heißt’s da.

In den Volkskreiſen dagegen liegt die Schwierig=
keit
vor, daß der Volkszähler zumeiſt nicht die Eltern
daheim antrifft, die Kinder nicht öffnen dürfen, und
wenn ſie ſchon öffnen, doch immer die Gefahr vorliegt,
daß die Kinder die empfangenen Zählkarten als gute
Beute zum Spielen anſehen und ſich Papierhelme dar=
aus
machen oder ſie in Form von Schiffen in der Bade=
wanne
ſchwimmen laſſen. Auch als Stullenpapier und
wer weiß als was noch werden die ſauberen Bogen
der Zählkarten gern benutzt, und ebenſo groß, wie die
Freude war, daß er ſeine Zählpapiere los geworden,
iſt ſie gewiß, wenn er ſie alle wieder heil und ganz
und ohne gar zu viel Fettflecken und Malverſuche der
Kleinen wiederſieht.
Ganz ohne Einfluß auf die Privatangelegenheiten
der durch das Zählgeſchäft von ihm aufgenommenen
Perſonen iſt der Volkszähler nicht immer. Das hatte
ich in einem Falle erlebt, der meiner Zählertätigkeit
einen freundlichen Abſchluß verſchaffte.
In meinem Hauſe wohnte eine Familie, mit der
ich auf dem Grüßfuße ſtand, ohne irgendviel mehr als
den Namen der Leute zu kennen. Man geht in Groß=
ſtädten
aneinander vorüber, oft Jahre lang und lernt
ſich, wie geſagt, nicht kennen.
Ich ſah einen älteren, anſcheinend kränklichen
Herrn, ſeine Frau und dann ein junges Mädchen und
einen jungen Mann, die ich, da ich ſie oft mit dem
älteren Ehepaar zuſammen ausgehen ſah, für die Kin=
der
jenes Ehepaares anſah.
Da geſchah es nun, daß ich im Salon dieſer Leut=
chen
die Zählkarten aus der Hand des Familienvaters
ſelbſt in Empfang nahm, während alle drei anderen
Perſonen ebenfalls gegenwärtig waren.
Pflichtgemäß ſah ich in die Karten hinein, ob alles
richtig ausgefüllt ſei. Und da mußte ich denn unwill=
kürlich
ausrufen: Ach, der junge Herr heißt anders?
Ich glaubte, das ſei Ihr Herr Sohn!
Nein, Herr Kandidat R. wohnt bei uns! ſagte die
Frau des Hauſes.

Pardon, ſagte ich, ich habe die Herrſchaften ſo
oft ſo einträchtig mit einander geſehen, daß ich annahm,
Herr R. gehöre zur Familie!
Hierauf ſagte der Kandidat R. ganz treuherzig:
Ja, ich werde auch hier ſo gut wie zur Familie gehal=
ten
! Ihr Irrtum iſt ſehr erklärlich, mein Herr!
Man lachte freundlich, ich kontrollierte weiter die
Inſchriften, fand wenig oder gar nichts zu erinnern
und empfahl mich und ward freundlich und höflich von
allen Vieren entlaſſen.
Ich hatte die ganze Volkszählungsarbeit längſt
hinter mir, da erhielt ich zugleich mit der Verlobungs=
anzeige
der Tochter jener Hausmietbewohner mit dem
Kandidaten R. vom Vater der Braut einen Brief fol=
genden
Inhalts:
Sehr geehrter Herr! Es iſt vielleicht aufdringlich,
wenn wir auch Ihnen die beiliegende Verlobungs=
anzeige
ſchicken, aber wir ſehen es als eine Pflicht der
Dankbarkeit gegen Sie an, wenn wir dies tun, und
bitten Sie höflichſt um freundliche Aufnahme der An=
zeige
und dieſer Erklärungszeilen. Als Sie kürzlich in
Ihrer Eigenſchaft als Volkszähler äußerten, daß Sie
unſeren lieben, langjährigen Einwohner für unſeren
Sohn gehalten und dieſer dann ausrief, er werde auch
von uns als zur Familie gehörig angeſehen, knüpfte
ſich nach Ihrem Fortgange an Ihre und ſeine Worte
eine herzliche Ausſprache mit unſerem lieben Kandi=
daten
, in der es dann klar wurde, daß nicht nur wir
ihn, ſondern auch er ſich ſelbſt längſt als an uns mit
innigeren Banden gefeſſelt anſah, als es die eines Ein=
wohners
ſind. Herr R. bat uns um die Hand unſerer
Tochter, und wir willigten gern ein, wie auch unſere
Tochter beglückt durch die Werbung war. So danken
wir Ihnen das freudige Greignis, denn Sie haben
ausſprechen laſſen, was die Herzen freilich ſchon längſt
empfanden. Genehmigen Sie, ſehr geehrter Herr, die
Empfehlungen uſw.
Ich ließ eine Torte herſtellen mit der Aufſchrift:
Hoch die Volkszählung! Die ſandte ich den vier
Glücklichen mit meiner Glückwunſchkarte.

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Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281.

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II. Winter=Versammlung
am Freitag, den 2. Dezember, abends 8½ Uhr,

im Gelben Saal des Restaurants Sitte, Karlstrasse.
I. Vortrag des Herrn Ingenieur Braunüber: Fabrikation,
Verwendung und Vorteile des Linoleums und deſſen
Bedeutung auf dem Weltmarkte unter Vorführung einer
Rohmaterialienſammlung pp.
II. Vortrag des Herrn Ingenieur Willner über: Ent=
ſtaubungsanlagen
von Wohnungsräumen unter Vor=
führung
von Apparaten.
Unſere Mitglieder und ſonſtige Intereſſenten laden wir hiermit zu zahlreichem
Beſuche freundlich ein.
(23144mf
Der Vorstand.

Deutscher Luftflottenverein
Landesverband Hessen, Ortsgruppe Darmstadt.
Montag, den 5. Dezember 1910, abends 8¼ Uhr,
(23131ms
Kaisersaal, Grafenstrasse:
Vortrag mit Lichtbilder-Vorführungen
des Herrn Privatdozenten Dr. Gasser über
Problem der Flugtechnik
Die Mitglieder nebst Familien, sowie alle Damen und Herren, welche sich
hierfür interessieren, werden zu dem Vortrag hierdurch freundlichst eingeladen.

Eintritt frei.

Der Vorstand.

Heſſiſcher Goethebund.
Sonntag, den 4. Dezember, vormittags 11¼ Uhr
im Kaiſerſaal:
Gedächtnisfeier für Robert Schumann.
Vortrag des Herrn Prof. Dr. Nagel.
Mitwirkende: Frau Hönel=Tallardt, Fräulein Wilhelmine Heiß,
Herr Konzertmeiſter Bornemann.
Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 30 Pfg., beſondere Sperrſitz=
karten
Mk. 1.. Studenten und Schüler zahlen 20 Pfg.
(23112ms
Eintrittskarten ſind zu haben in der Buchhandlung von Saeng, Kirchſtraße.
Hessisch. Landesverein für Toteneinäscherung
Mittwoch, den 7. Dezember, abends 6 Uhr
Hufglieder=Versammiung
im Fürstensaal, Grünes Zimmer, Grafenstrasse 20.

1. Erledigung der satzungsgemässen Geschäfte.
Tagesordnung: 2. Eingabe an die Grossh. Bürgermeisterei.

23123)

Der Vorsitzende: Dr. K. Heil.

Verein für Verbreitung von Volksbildung, Darmſtadt.
Der Vortrag von Geh. Schulrat Münch iſt verſchoben. Karten zum Licht=
bildervortrag
über Hans Thoma und ſeine Kunſt am 1. Dezember im Verkehrsbüro
zu den bekannten ermäßigten Preiſen.
Karten mit 25 % Preisermäßigung für das Konzert des Hoftheaterchors am
3. Dezember bei Zigarrenhandlung Pfeil Nachf., Eliſabethenſtraße.
(23100

Darmstädter Streichquartett (III. Jahr.
F. Mehmel, A. Diedrich, F. Brückmann, A. Weyns.
II. Kammermusik-Abend
Mittwoch, 30. November, 8 Uhr, im Hotel Traube‟.
Mitwirkende: Die Herren Chr. G. Eckel (Klavier) aus Frankfurt und
Kammermusiker P. Ullmann (Violine).
Programm: J. Suk: Streichquartett, op. 11, B-dur; Brahms: Sonate für
Vcl. und Klavier, op. 99, F-dur; Beethoven: Streichquintett, op. 29, C-dur.
Karten zu Mk. 3. und Mk. 2. (Studenten und Schüler Mk. 2., Mk. 1.50
und Galerie Mk. 1.) bei G. Thies Nachfl. (L. Schutter), Hofmusikalienhandlung
und an der Abendkasse.
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2

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Kiſſen, Theatertaſchen ꝛc., Von einfachster bis zur elegantesten Aus-
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praktischen Weihnachtsgeschenken eignen. Eine Anzahl eleganter Spitzen=
decken
und Läufer gebe ich, weil trüb geworden, zu aussererdentlich
billigen preisen ab.
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Weihnachtsbitte.
Damen-Verein der Kleinkinder-Schule,
Mauerſtraße.
Die Kleinkinder=Schule in der Mauerſtraße bittet für ihre Chriſtbeſcherung ihre
Freunde herzlich um Gaben an Geld und Kleidungsſtücken, wie ſie für Kinder von
(22534a
2 bis 6 Jahren paſſen.
Zur Entgegennahme ſind bereit: Frau Oberſtleutnant Cramolini, Annaſtraße 36
Frl. v. Gandenberger, Wienersſtraße 63, Frau Major v. Kietzell, Ohlyſtraße 38, Frl
v. Knorr, Wilhelminenplatz 14, Frau Landgerichtsdirektor Meiſel, Mathildenſtraße 25
Freifrau Schäffer v. Bernſtein, Schießhausſtraße 67 und die Verwalterin der Schule,
Mauerſtraße 5.

Frauenverein der Südoſtpfarrei der ev. Stadtgemeinde Darmſtadt, E. V.
Wie in früheren Jahren bitten wir auch diesmal wieder um gütige Zuwendung
von Weihnachtsgaben für die Beſcherung in unſerer Kleinkinderſchule (Kiesſtr. 50),
die nunmehr, nach der im Sommer erfolgten Errichtung einer zweiten Klaſſe, von der
doppelten Anzahl von Kindern beſucht wird. Auch für unſere Beſcherung bedürftiger
Gemeindeglieder des Südoſtbezirks nehmen wir Gaben (abgelegte Kleidungsſtücke für
Erwachſene und Kinder, nicht mehr benutzte Spielſachen, Bücher u. dgl.) gerne und mit
Dank entgegen.
Der Vorstand: Frau Finanzrat Balſer, Karlſtr. 73½; Frau Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing, Steinſtr. 28; Fräulein G. Kayſer, Steinſtr. 36; Fräulein J. Marloff,
Nieder=Ramſtädterſtr. 63; Frau Major Schaefer, Heinrichſtr. 146: Frau Profeſſor
Dr. Schäffer, Hochſtr. 37; Oberleutnant Sturt, Grünerweg 30; Pfarrer Kleberger,
Kiesſtr. 60.
(23089

Herzbewegend
iſt der Anblick unſerer 380 Krüppelchen! Kinder jeden Alters, ſelbſt Säuglinge, gelähmte,
gekrümmte, verwachſene, mit Buckeln, rutſchende, hinkende, an Krücken, füßeloſe, händeloſe,
tuberkuloſe mit eiternden Wunden, idiotiſche, einige blöd, blind, taubſtumm und gelähmt zu=
gleich
. Von überall, ohne Rückſicht auf Heimat und Religionaufgenommen und unentgelt=
lich
liebreich verpflegt, in Handwerken ausgebildet, finden ſie hier Heimat, Troſt, Lin=
derung
reſp. Heilung ihrer Leiden. Sehnlichſt warten ſie auf Weihnachtsfreude. Wer
iſt ſo gütig und milde und hilft unſere Elendeſten fröhlich machen? Der geringſten
Liebesgabe folgt von hier freudigſter Dank und Segensgruß.
Angerburg Oſtpreußen Krüppelheim.
Braun, Superintendent.
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[ ][  ][ ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281.

Vermiſchtes.
C. K. Wie man Nahrungsmittelfälſcher beſtraft. Die
Klagen über Nahrungsmittelfälſchung nehmen immer mehr
zu, die Errungenſchaften der Chemie werden von gewiſſen=
loſen
Geſchäftsleuten mißbraucht, und verhältnismäßig
ſelten kommt es dazu, daß ein ſolcher Fälſcher angeklagt
und angemeſſen beſtraft wird. Wie ſchade, daß der ſelige
Jacques de Tourzel, Herr von Allègre, von Viverols, von
Riols und zahlreichen anderen Gemarkſchaften, nicht mehr
lebt, denn er wußte es, wie man ſolche Sünder an der
Volksgeſundheit exemplariſch züchtigte! Im Journal des
Débats wird eine ſeiner Verordnungen aus dem Jahre
1481 mitgeteilt. Darin heißt es u. a.: Jeder Mann und
jede Frau, die verwäſſerte Milch verkauft haben, erhalten
einen Trichter in den Hals geſchoben, und ſo viel Waſſer=
milch
wird in ſie hineingegoſſen, als nach dem Urteil der
Aerzte und des Baders ohne Lebensgefahr möglich iſt.
Jeder Mann oder jede Frau, die Butter verkauft, in der
Rüben, Steine oder andere Gegenſtände eingemengt ſind,
um das Gewicht zu erhöhen, wird feſtgenommen und an
unſeren Pranger geſtellt. Dann wird ihr die Butter feſt
auf den Kopf gepreßt und ſo bleibt ſie auf dem Platze
ſtehen, bis die ganze Butter von der Sonne aufgetaut iſt.
Die Hunde mögen ſie belecken und das Volk mag ſie mit
allen Schimpfwörtern belegen, die ihm einfallen, voraus=
geſetzt
, daß dabei Gott, der König und andere nicht be=
leidigt
werden. Iſt die Witterung kalt, dann wird vor
den Schuldigen ein Feuer angezündet, und jeder mag ſie
anſehen. Jede Frau und jeder Mann, der faule Eier
verkauft hat, wird an den Schandpfahl gebunden. Die
Eier aber erhält die Straßenjugend, die ſie dann auf den
Miſſetäter ſchleudern möge, um das Volk zu beluſtigen.
Doch iſt es verboten, mit anderen Gegenſtänden zu werfen,
als mit den faulen Eiern.
Literariſches.
Das Novemberheft von Buttericks Moden=
Revue bringt wiederum eine reiche Auswahl in Moden
für die kältere Jahreszeit. Zahlreiche Abbildungen, meiſt
nur Vollbilder, und zwei Farbentafeln veranſchaulichen
Modelle für Straßenkoſtüme, Mäntel, Paletots und
Abendmäntel. Außerdem findet man Geſellſchaftskleider
in eleganter und modernſter Ausführung, Röcke, reizende
Bluſen, ſowie verſchiedene Vorlagen für Wäſche. Die
Jugendabteilung bietet eine ebenſo reiche Auswahl in ge=
ſchmackvollen
Kleidern, Koſtümen, Bluſen, Röcken uſw.
Der reichhaltige literariſche Teil enthält den Schluß der
Novelle Daß du ewig denkſt an mich von Marie Stahl,
ferner den Anfang der Erzählung Nach Sturm und Not
von Emma Kettner, ſowie einige andere reizende Erzäh=
lungen
und Märchen für die Jugend. Buttericks Moden=
Revue erſcheint monatlich mit je einem Gutſchein für ein
Butterick=Schnittmuſter nach eigener Wahl.
Im Haſenwunderland. Ein fröhliches
Kinderbuch von Joſephine Siebe. Mit Buch=
ſchmuck
von Joſ. Mauder. Stuttgart, Verlag von
Levy u. Müller. Elegant geb. 4 Mk. Unter den vier=
beinigen
Lieblingen der Kleinen ſpielt der Haſe ohne
Zweifel die größte Rolle. Kein anderes Tier ſtattet
die erfindungsreiche kindliche Phantaſie mit ſo viel
Vorzügen und wunderbaren Eigenſchaften aus. Wie
kommt denn nun der Haſe zu dieſer mit ſeinen ſon=
ſtigen
Eigenſchaften in ſo grellem Widerſpruch ſtehen=
den
Gepflogenheit? Davon erzählt Joſephine Siebe
eine ganz reizende, mit viel Humor gewürzte Ge=
ſchichte
, die ſo viele ſpannende Momente enthält, daß
ſich die kleinen Leſer von dem Leben und Treiben im
Haſenwunderland nur ſchwer trennen werden. Rei=
cher
, feingewählter, moderner Bildſchmuck erhöht noch
den Reiz des ſchönen Buches.
Der Jahrgang 1911 des Garten=
laube
=Kalenders (Preis 1 Mk.) iſt ſoeben er=
ſchienen
. Das geſchmackvolle Handbuch umfaßt 256
Seiten illuſtrierten Text und zwanzig Vierfarben=
drucke
, darunter ein Porträt der Königin Luiſe und
drei weitere ſelbſtändige Kunſtblätter. Schon ein

flüchtiger Blick in das prächtige Buch wird genügen,
um ihm wiederum den gewohnten Platz auf dem
Bücherbrett einzuräumen! Reizende Zeichnungen,
die Moden aus dem letzten Jahrhundert von Jahr=
zehnt
zu Jahrzehnt ſchildernd, ſchmücken das Kalen=
darium
; es bildet zugleich ein Tagebuch für Notizen
und Eintragungen aller Art. Der Bezug des Gar=
tenlaube
=Kalenders kann durch alle Buchhandlungen
erfolgen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Nov.: dem Kaufmann Heinrich
Kircher, Kiesſtr. 71, eine Tochter. Am 20.: dem
Weichenſteller Valentin Geyer, Eliſabethenſtr. 62, e.
T. Charlotte. Am 23.: dem Kaufmann Johann Neu=
rohr
, Wenckſtr. 2, e. T. Frieda Martha. Dem Haus=
burſchen
Emil Hoffmann, Schloßgaſſe 33, e. T. Vik=
toria
Mathilde. Am 24.: dem Former Wilhelm Fels=
mann
, Landwehrſtr. 62, e. S. Ernſt. Am 25.: dem
Schuhmacher Daniel Mayer, Viktoriaſtr. 100, e. T.
Luiſe. Am 26.: dem Tapezier Ludwig Treum, Bleich=
ſtraße
51, e. T. Maria Mathilde. Am 25.: dem Buch=
drucker
Leonhard Schmitt, Schwanenſtr. 67, e. S. Ernſt
Ludwig. Am 23.: dem Metzgermeiſter Hermann Volz,
Schloßgartenſtr. 1, e. T. Anna Maria. Am 22.: dem
Cafétier Joſeph Kaufmann, Schloßgartenſtr. 9½, e.
S. Willi Joſeph. Am 25.: dem Lehrer Wilhelm
Schäfer, Kranichſteiner Straße 56, e. T. Maria Mar=
garete
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Aufgebotene. Am 28. Nov.: Tapezier Adolf Jakob
Alexander Lewerenz in Frankfurt a. M. mit Margar.
Eliſabetha Keil, hier. Hofopernſänger Louis Karl
Jahn, dahier, mit Frida Margar. Elsbeth Winzer
in Deutſch=Wilmendorf. Weichenſteller Heinrich
Schmidt in Zell i. O. mit Frida Wilhelmine Frey,
Lauteſchlägerſtr. 32. Schloſſer Chriſtian Becker, Ar=
heilger
Straße 82, mit Dienſtmädchen Sophie Stein,
Lindenhofſtr. 4. Mechaniker Felix Julius Hahnel,
Wienersſtr. 46, mit Stütze Anna Eliſabeth Dietſch,
Alexandraweg 28. Möbelbeizer Karl Ludwig Schmidt
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hier. Am 26.: Regierungsbaumeiſter a. D., Aſſiſtent
für Ingenieurweſen an der Techn. Hochſchule in Karls=
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mit Franziska Stützel, hier. Obermaſchiniſt Ernſt
Heinrich Oſterndorff mit Stütze Anna Margarete
Maria Eliſabeth Wittneven, beide in Grube Meſſel.
Landwirt Karl Seibel mit Johannette Simon, beide
hier. Schloſſer Georg Neff mit Fabrikarbeiterin
Wilhelmine Müller, beide hier.
Geſtorbene. Am 24. Nov.: Balthaſar Kurze, S. d.
Formers, 8 Mon., ev., Lauteſchlägerſtr. 14. Am 25.:
Eliſabeth Wegerich geb. Arras, Ehefr. d. Lademeiſters
i. P., 64 J., ev., Blumenthalſtr. 58. Recha Wetterhahn
geb. Hamburger, Ehefr. d. Kaufmanns, 43. J., isr., von
Rimbach (Kreis Heppenheim). Wilhelmine Heinbuch
geb. van der Emde, Witwe des Wirts, 67 J., ev., Laute=
ſchlägerſtr
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nerhauſes
, Jakob Schaffner, 73 J., ev., Frankfurter
Straße 35. Suſanna Lorenz, ohne Beruf, 39 J., ev.,
Gr. Kaplaneigaſſe 5. Am 26.: Frida Hofferberth, T.
d. Tagl., 4 J., ev., Fuhrmannſtr. 1. Jakob Schnitzer,
S. d. Handelsmannes, 11 Mon., isr., Schloßgaſſe 11.
Am 27.: Philipp Borger, S. d. Schloſſers, 4 Mon., ev.,
Rundeturmſtr. 4. Chriſtine Kalbfleiſch geb. Zubrod,
Witwe des Stemplers, 77 J., ev., Pankratiusſtr. 53.
Margar. Horſt, T. d. Handelsgärtners, 3 J., ev.,
Weinbergſtr. 5. Chriſtine Lorenz, 12 Tage, ev., Gr.
Kaplaneigaſſe 5. Chriſtian Miltenberger, S. d. Poſt=
boten
, 1 J., ev., Arheilger Straße 68.

Gewinnauszug
der
223. Königlich Prenßiſchen Klaſſenlotterie:
6. Klaſſe. 17. Ziehungstag. 28. November 1910.
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 40 000 Mk. 14824 44834 138865 259871
2 Gewinne zu 5000 Mk. 71126 293778
41 Gewinne zu 3000 Mk. 942 18123 24070 26099
39593 45466 49329 54837 65728 59271 60244 63829
75377 76763 80757 81534 91425 106609 107299 114683
126622 128033 130044 153520 168371 171533 198384
220952 221651 223353 233976 237643 237805 249944
252223 253297 255844 272100 287241 267499 299384
67 Gewinne zu 1000 Mk. 105 1542 10603 13903
14650 22718 24853 25314 27177 28539 36000 36246
40872 44992 51201 51472 54348 56034 61966 66768
76297 80594 86445 86661 86788 87342 91300 95218
100633 106377 113226 128134 133315 145389 152328
156156 156522 167042 169362 183062 184902 185822
186725 187289 193011 193390 196861 200679 210248
213434 219350 220282 223154 226627 229952 231549
236074 238946 242995 246557 253043 268073 277593
283683 299047 299710 301360
102 Gewinne zu 500 Mk. 3373 6538 7944 16805
19564 23463 27965 31459 35871 38248 39418 43681
44854 45644 54330 54369 56292 59223 69276 69995
73951 76838 77016 82285 85156 93247 93754 97057.
99696 100579 101098 109415 109592 109851 110514
112594 114289 118130 118726 120445 123746 125662a
126688 129968 132303 132752 133383 134063 136455
138273 146442 152548 155264 155685 156774 164484
167212 172185 174468 176961 179179 193586 193835
193980 194576 196654 197098 198241 203243 203436
203699 206047 209724 209865 211017 213617 216487
226152 226354 227409 228454 228849 235928 239495
240760 245574 248263 248934 253693 256126 258553
264020 265382 276017 279504 279738 280451 297878
298669 300537 301593 303293
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewime
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30 600 Mk. 211096 295596
6 Gewinne zu 5000 Mk. 74560 110457 128895
181449 219659 253435
46 Gewinne zu 3000 Mk. 683 8516 25263 28353
32814 37366 57532 60647 62474 64876 87479 100136
113076 122571 125426 132450 135485 139738 149218
153341 154798 157801 161253 163241 165992 166005
166231 168099 173840 189225 196908 216643 216800
225314 226298 235145 235359 244424 247986 266075
270004 275596 281233 286837 294975 296100
75 Gewinne zu 1000 Mk. 3764 8310 8510 12426
12449 13446 14847 28663 30298 41457 48917
51592 51706 60711 63100 64429 64804 66670 68745
69728 73448 80692 88803 93679 100884 102637 102892
109555 111145 115700 116641 1121990 124836 126398
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204512 209153 210984 211646 217318 217482 219678
221717 224076 224314 224698 230034 231323 232807
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Nummer 281.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Seite 27.

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Andersen, Meisterringer von Dänemark
Theo Lemmertz, bester Ringer von Köln
Pierre le Boucher, Champion von Frankreich
Karl Grunwald, Meisterringer von Westfalen
Hassan Mehmed, Champion der Türkei
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[ ][  ]

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. November 1910.

Nummer 281.

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Darmsfadt - Groß=Gerau.
Am Freitag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, sprechen
der Reichstagskandidat der Fortschrittlichen Volkspartei
Dr. Strecker, Bad-Nauheim
und Pfarrer Korell, Königstädten
in der Turnhalle am Woogsplatz.

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