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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an vorges
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt,
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
R 278.
Samstag, den 26. November.
1910.
Die heutige Nummer hat 44 Seiten.
Stellungnahme des deutſchen Handelstages
zu den Schiffahrtsabgaben.
* Die Kommiſſion des Deutſchen Handelstages betr.
Verkehr verhandelte über den vom Bundesrat beſchloſſenen
und am 21. Oktober dem Reichstag vorgelegten Entwurf
eines Geſetzes betreffend den Ausbau der deutſchen
Waſ=
ſerſtraßen und die Erhebung von Schiffahrtsabgaben und
gab folgende Erklärung ab:
„Unbeſchadet der grundſätzlichen Stellungnahme des
Deutſchen Handelstages zur Frage der Berechtigung und
Zweckmäßigkeit der Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf
natürlichen Waſſerſtraßen erklärt die Kommiſſion des
Deutſchen Handelstages betr. Verkehr den vom
Bundes=
rat beſchloſſenen und dem Reichstag am 21. Oktober 1910
vorgelegten Entwurf eines Geſetzes betreffend den
Aus=
bau der deutſchen Waſſerſtraßen und die Erhebung von
Schiffahrtsabgaben in der vorliegenden Form für völlig
ungenügend für eine geſetzgeberiſche
Be=
handlung. Sie vermißt insbeſondere eingehende
ver=
kehrsſtatiſtiſche Angaben und Material über die techniſche
Durchführung und Durchführbarkeit der vorgeſehenen
Bau=
ten, über die Höhe der Herſtellungskoſten für dieſe
Bau=
ten, der Unterhaltungskoſten für ſie und für ältere
An=
lagen und der Verwaltungskoſten, über die Begrenzung
der Geſamtkoſten, über die Belaſtung der verſchiedenen
Warenklaſſen durch Abgaben und die übrigen
Beſtimmun=
gen der Tarife, über die Regelung der Beziehungen zu
Holland bezüglich des Rheins und zu Oeſterreich bezüglich
der Elbe. Bevor nicht hierüber und über die ſonſtigen
aus dem Geſetzentwurf ſich ergebenden Fragen volle
Klar=
heit gegeben iſt, erſcheint der Kommiſſion eine
Stellung=
nahme zu dem Geſetzentwurf nicht möglich. Die
Kom=
miſſion ſpricht daher das Verlangen aus, daß zunächſt
alles erforderliche Material der
Oeffent=
lichkeit übergeben werde, bevor der Reichstag in eine
Beratung des Geſetzentwurfes eintritt. Ferner ſpricht
die Kommiſſion das Verlangen aus, daß mit Rückſicht
auf die große wirtſchaftliche Tragweite des
Geſetzent=
wurfes zu den Beratungen der vom Reichstag
einzu=
ſetzenden Kommiſſion Sachverſtändige aus den
Kreiſen der Schiffahrt, des Gewerbes und
des Handels in genügendem Umſang zugezogen
werden.”
Die acht württembergiſchen
Handels=
kammern haben zu dem Entwurfe des Geſetzes betr.
den Ausbau der deutſchen Waſſerſtraßen und die
Erhe=
bung von Schiffahrtsabgaben eine gemeinſame Erklärung
beſchloſſen, in der ſie dem Entwurfe in ſeinen
Grund=
zügen ihre Zuſtimmung =geben, um die vielumſtrittene
Frage der Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf
natür=
lichen Waſſerſtraßen in befriedigender Weiſe zu löſen.
Ueber die Menterei auf den braſtlianiſchen
Kriegsſchiffen
veröffentlicht die Agence Havas folgenden ausführlichen
Bericht:
Die Meuterei auf den Kriegsſchiffen brach in dem
Augenblick aus, als der Kommandant des „Minas
Ge=
roes” von einem Diner auf dem franzöſiſchen Kreuzer
„Rugnay Tronin” an Bord ſeines Schiffes zurückkehrte.
Der Kommandant, zwei Offiziere und einige Matroſen,
die Widerſtand leiſteten, wurden unter dem Rufe „Hoch
die Freiheit”, ermordet. Andere Offiziere wurden
ſchwer verwundet. Die Revolte brach gleichzeitig auch
auf den Schiffen „Sao Paulo” und „Bahia” aus. Alle
Offiziere wurden an Land geſetzt. Der Matroſe Jaoa
vom „Candido” übernahm das Kommando über das
Geſchwader, das reichlich mit Lebensmitteln und
Muni=
tion verſehen war. Kohlen wurden aus
Privatnieder=
lagen und den für die franzöſiſchen Poſtdampfer
beſtimm=
ten Niederlagen requiriert.
Die Meuterer teilten ſofort dem
Präſiden=
ten Hermes da Fonſeca durch Funkſpruch ihre
Forderungen mit: Abſchaffung der körperlichen Zück)
tigungen, Erhöhung des Soldes, Verminderung der
Ar=
beit, womit die Matroſen überlaſtet ſeien, weil die Be
ſatzungen der Schiffe unvollſtändig ſind. Sollten die
For=
dernugen abgewieſen werden, würden ſie Rio de Janeiro
und die übrigen Schiffe beſchießen. Die Regierung
antwor=
tete hierauf nicht und bald begann ein ziemlich mäßiges,
zuweilen ausſetzendes Geſchützfeuer, das die ganze Nacht
andauerte und die Bevölkerung in Schrecken verſetzte. Am
Morgen ſah man die Schiffe mit roten Flaggen in der
Bucht liegen. Die treugebliebenen Torpedobootszerſtörer
gingen in der Bucht vor Anker für den Fall, daß ſie den
Befehl erhielten, auf die Meuterer zu ſchießen. Um 7 Uhr
früh paſſierten die „Minas Geroes”, „Sao Paulo”
„Bahia” und Floriano” die Barre und gaben Feuer auf
die Feſtung, die aber nicht antwortete. Die meuternden
Schiffe manövrierten außerhalb der Bucht in
vollſtän=
diger Ordnung, wendeten dann und kehrten zur Bucht
zurück; ſie nahmen gegenüber der Stadt Stellung und
ga=
ben nach verſchiedenen Richtungen Geſchützfeuer ab; ein
kleines Geſchoß traf ein Haus in der Mitte der Stadt;
eine Frau und zwei Kinder wurden getötet. Während
des Tages war das Feuer insbeſondere auf das Marine=
Arſenal gerichtet.
Um 1 Uhr nachmittags begab ſich der Deputierte
Carvalho an Bord des „Sao Paulo”, um mit den
Meuterern zu verhandeln. Sobald der
Depu=
tierte wieder an Land zurückgekehrt war, begab er ſich in
die Deputiertenkammer, die zu einer Sitzung
verſammelt war und erſtattete Bericht über ſeine
Verhand=
lungen. Die geſamte Kammer ſagte der Regierung ihre
Unterſtützung zu. Im Senat gab Ruy Barbonſa im
Namen der Oppoſition ebenfalls Erklärungen zugunſten
der Regierung ab. Carvalho begab ſich wieder an Bord
des „Sao Paulo” und überbrachte den Meuterern die
Aufforderung, ſich zu ergeben. Die Meuterer
gaben darauf ihre Abſicht kund, ſich nicht eher zu
er=
geben, als bis der Kongreß die allgemeine Amneſtie
be=
ſchloſſen habe und zogen ſich aus dem Feuerbereich der
Torpedobootszerſtörer zurück.
Die Meuterei ſteht in keiner Beziehung zur
Politik. Der engliſche Geſandte hat gegen die Abſicht
der Panzerſchiffe, mit Torpedos zu ſchießen, Widerſpruch
erhoben, weil ſich engliſche Staatsangehörige an Bord
befänden. Ein augenblicklich in Montevideo liegendes
engliſches Geſchwader erhielt den Befehl, ſich nach Rio
de Janeiro zu begeben. Der hier liegende portugieſiſche
Kreuzer „Adamaſtor” verſchob ſeine Abreiſe. — Wie die
Blätter melden, iſt Präſident Hermes da Fonſeca geneigt,
einen Amneſtie=Erlaß zu unterzeichnen, ſobald er
vom Kongreß angenommen ſein wird. Von dem Schiffe
„Minas Geroes” wurde dem Präſidenten durch
Funken=
ſpruch mitgeteilt, die Meuterer erwarteten mit Vertrauen
die Entſcheidung der Regierung.
Nach einem dem Pariſer Courier=au=Bréſil
zugegan=
genen Telegramm erhielten alle Truppen der Armee,
ſowie die geſamte Polizeimannſchaft den Befehl, ſich in
den Kaſernen marſchbereit zu halten. Den Artillerie=
Regimentern wurde befohlen, die die Stadt umgebenden
Anhöhen mit ihren Geſchützen auf das erſte Signal zu
beſetzen. Die Bevölkerung hat volles Vertrauen in das
Verhalten der Regierung. Matroſen des Panzerſchiffes
„Minas Geroes” haben die von zahlreichen Kugeln
durch=
bohrten Leichen ihres Schiffskommandanten und dreier
Offiziere an Land gebracht, ohne die Aufmerkſamkeit der
Truppen auf ſich zu lenken, ſie konnten unbehelligt an
Bord ihres Schiffes zurückkehren.
Deutſches Reich.
Zu der Kaiſerrede in Beuron ſchreibt
die Köln. Zeitung: Verſchiedene Blätter haben in den
letzten Tagen die Vermutung ausgeſprochen, die Beuroner
Rede hätte einen vertraulichen Charakter getragen, und
ſei aus dieſem Grunde von der offiziöſen Preſſe nicht
verbreitet worden. Dieſe Vermutungen ſind unrichtig.
Von einem vertraulichen Charakter der Rede konnte ſchon
aus dem Grunde keine Rede ſein, weil der Kaiſer ſeine
Rede nicht im Refektorium oder im Kapitelſaal, ſondern
im Freien unmittelbar an der Kloſterpforte vor dem von
ihm geſtifteten Kreuze gehalten hat. Die Rede iſt von
einwandfreier Seite ſtenographiſch aufgenommen und im
Schloſſe des Fürſten von Fürſtenberg vor der
Veröffent=
lichung durchgeſehen worden. Das badiſche
Zentrums=
organ, der Badiſche Beobachter, iſt in der Lage, zu
beſtä=
tigen, daß der Kabinettsſekretär des Fürſten von
Fürſten=
berg den Wortlaut der kaiſerlichen Rede den beiden in
Donaueſchingen erſcheinenden Blättern gleichzeitig mit der
Ermächtigung zur Veröffentlichung mitgeteilt hat. Es iſt
Grund vorhanden, anzunehmen, daß dies nicht geſchehen
iſt ohne ausdrückliche Ermächtigung des Kaiſers. Auch
die andere, in einzelnen Tagesblättern enthaltene
Vermu=
tung, der Beſuch des Kaiſers ſei unvorhergeſehen gewe=
ſen, iſt unrichtig. Wiederholt ſchon hat der Kaiſer
gegen=
über mehreren Herren der Beuroner Kongregation, ſo dem
Erzabt Schober, dem Prior Kornelius Kniel aus
Jeruſa=
lem, dem Abt von Maria Laach u. a. ſeinen Beſuch in
Beuron, für das er ſich lebhaft intereſſiert, in Ausſicht
geſtellt. Für unterrichtete Kreiſe war daher der
Kaiſer=
beſuch in Beuron und auch die kaiſerliche Rede ſelbſt keine
Ueberraſchung.
— Die Interpellation über die
Königs=
berger Rede. Nach der Poſt beabſichtigen die
bürger=
lichen Parteien zu der ſozialdemokratiſchen Anfrage
we=
gen der Königsberger Kaiſerrede ihrerſeits nur kurze
Er=
klärungen abzugeben. Es ſchweben noch
Verhandlun=
gen, ob nicht namens ſämtlicher bürgerlicher Parteien
der Abg. Baſſermann eine Erklärung abgeben ſoll.
— Die Reichsverſicherungskommiſſion
erledigte die See=Unfallverſicherung und zog dabei,
abge=
ſehen von redaktionellen Aenderungen, nur die
Folgerun=
gen aus den Beſchlüſſen der gewerblichen
Unfallverſiche=
rung. Alle Beſchlüſſe, die finanzielle Belaſtungen
bedeu=
ten, wurden in der ganzen zweiten Leſung der
Reichs=
verſicherungsordnung für eine dritte Leſung zurückgeſtellt.
Freitag begann die Beratung des Buches Invaliden=
Verſicherung.
— Die Privatbeamten=
Verſicherungs=
vorlage. Es wird beſtätigt, daß die Vorlage dem
gegenwärtigen Reichstage zur Beratung nicht mehr
zu=
geht, vielmehr wird erſt der neue Reichstag damit
be=
ſchäftigt werden. Ueber dieſe Angelegenheit hat
bekannt=
lich die Fortſchrittliche Volkspartei eine Interpellation
im Reichstage eingebracht.
— Beteiligung des Deutſchen Reiches
an der Internationalen Induſtrie= und
Gewerbe=Ausſtellung in Turin. Die
Reichs=
regierung hat auf die Einladung der italieniſchen
Regie=
rung die Beteiligung Deutſchlands mit der Maßgabe
zugeſagt, daß von einer amtlichen Organiſation der
deut=
ſchen Abteilung abgeſehen wird, dieſe vielmehr durch
ein von der ſtändigen Ausſtellungskommiſſion für die
deutſche Induſtrie im Einvernehmen mit der
Reichsregie=
rung gebildetes deutſches Komitee erfolgt. Dieſes
Ko=
mitee hat ſich bereits gebildet und ſeine Arbeiten
be=
gonnen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Wiedereröffnung des
öſterreichi=
ſchen Reichsrats erfolgte ohne Zwiſchenfall. Der
Finanzminiſter brachte das Budget und das
Budgetpro=
viſorium ein und hielt dann ſeine Budgetrede. Der
Fi=
nanzminiſter hob in ſeinem Expoſé hervor, es ſei nur
mit Anſpannung der Einnahmen und der entſprechenden
Einſchränkung der Ausgaben gelungen ein halbwegs
gün=
ſtiges Budget für 1911 herzuſtellen, weil man ſich vor
einer beſſeren Konjunktur befinde und die bisherigen
Steuereingänge des laufenden Jahres ein bedeutendes
Plus gegenüber dem Vorjahre aufweiſen. Eine
Ord=
nung im Staatshaushalt trete aber erſt ein, wenn das
Staatsbudget auf eine ſichere Einnahmeſumme geſtellt
werde, was ohne Durchführung des vorgelegten
Steuer=
programms, von dem die Regierung keineswegs
zurück=
trete, nicht möglich ſei. Hinſichtlich der in das
Budget=
proviſorium eingeſtellten Anleihe=Ermächtigung, weil mit
der Emiſſion bis zum nächſten Juni nicht gewartet
wer=
den könne, verwies der Miniſter auf die Schwierigkeit
in der Begebung neuer Emiſſionen und betonte, daß die
weſtlichen Märkte, wie das letzte Beiſpiel Ungarns lehre,
Oeſterreich verſchloſſen ſeien und man lediglich den
In=
nenmarkt mit ein wenig Nachhilfe aus Deutſchland zur
Verfügung habe, da Deutſchland kein ausreichend
kräf=
tiges Kapital beſitze. Man müſſe daher glücklich ſein,
daß die Poſtſparkaſſe es ermögliche, mit der Renten=
Emiſſion einigermaßen vorwärts zu kommen.
England.
Annahme der Finanzbill und der
Reſo=
lutionen Lord Lansdownes durch das
Oberhaus. Das Oberhaus nahm am Donnerstag
die Finanzbill in allen Leſungen an, nachdem Lord
Middleton gegen das Verfahren der Regierung bezüglich
des Budgets Proteſt erhoben hatte. Bei Fortſetzung der
Debatte über die Reſolutionen Lord Lansdownes wies
der Lordkanzler die Behauptung zurück, daß die
Auf=
löſung zum Vorteil von Home Rule erfolge. Es ſei nach
der Anſicht der Regierung notwendig, die unvereinbaren
Verſchiedenheiten der Prinzipien über die Abſtellung der
aus den Beziehungen der beiden Häuſer ſich ergebenden
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
Nummer 278.
Uebelſtände unverzüglich zum Austrag zu bringen. Die
Regierung habe die Erfahrung gemacht, daß es für ein
liberales Miniſterium unmöglich ſei, unter Bewahrung
der Selbſtachtung und mit Nutzen im Amte zu bleiben,
wenn für die Uebelſtände keine Abhilfe geſchaffen werde.
Nach dem Scheitern der Veto=Konferenz ſei die
Auf=
löſung des Parlaments der einzige Weg, den die
Re=
gierung beſchreiten könne. Der Kanzler kritiſierte ſodann
die Reſolutionen Lansdownes. Lord Curzon erklärte,
die Reſolutionen ſeien ein ehrlicher, ernſter Verſuch zur
Reform, die die Zweite Kammer als echtes ſicheres
Cha=
rakteriſtikum des politiſchen Syſtems bewahren werde.
In der weiteren Debatte, die ſich noch bis zu ſpäter
Stunde hinzog, traten noch die Lords Numburnholms
und Braſſey für die Regierung ein. Von Seiten der
Regierung ſprach als letzter Viscount Morley. Er gab
der Vermutung Ausdruck, daß die Bereitwilligkeit, die
die Lords gezeigt hätten, ihre Privilegien aufzugeben,
auf eine Täuſchung hinauslaufe. Die Form der
Reſo=
lutionen gebe dem Verdacht Raum, daß die Lords unter
dem Vorwande, das Oberhaus zu reſormieren, das
Un=
terhaus ſchachmatt ſetzen wollten. Dann wurde dem
An=
trage Lansdownes, das Oberhaus möge ſich als
Kom=
miſſion konſtituieren, um die von ihm eingebrachten
Re=
ſolutionen zu beraten, zugeſtimmt. Die Reſolutionen
ſelbſt wurden darauf angenommen. Earl of Crewe
er=
klärte hierauf, die Regierung billige zwar die
Reſolutio=
nen nicht, wolle ihnen aber nicht widerſprechen, da es
offenbar ſei, daß das ganze Haus wünſche, daß ſie
durch=
gehen. Das Haus beſchloß dann ferner, daß die
Reſo=
lutionen Lansdowne und Roſebery dem Unterhauſe
mit=
geteilt werden.
Türkei.
Die Kretafrage. Der Miniſterrat beſchäftigte
ſich mit der Kretafrage und beſchloß, bei den Kreta=
Schutzmächten gegen die Eidesleiſtung auf den Namen
des Königs der Hellenen ſowie gegen den Beſchluß der
kretiſchen Kammer zu proteſtieren und ferner eine
defi=
nitive Löſung der Kretafrage zu verlangen. In der
Pforte naheſtehenden Kreiſen hofft man, daß die Kreta=
Schutzmächte eine Erklärung abgeben werden
dahin=
gehend, daß der Beſchluß betreffend den Anſchluß an
Griechenland als nichtig angeſehen wird.
Amerika.
Die Unruhen in Mexiko. Nach einem
Tele=
gramm aus Ciudad hat die Regierung Porfirio Diaz’ die
Einziehung des geſamten Eigentums Maderos
angeord=
net, dem ausgedehnte Beſitztümer im Norden Mexikos
gehören. Die Regierungstruppen haben große Mengen
Sprengſtoff beſchlagnahmt, der als Minenmaterial aus
den Vereinigten Staaten eingeführt ſein ſoll.
* Brüſſel, 24. Nov. Der
Geſundheitszu=
ſtand der Königin iſt ſtetig, das Allgemeinbefinden
aber eher günſtig. Die Miniſter des Aeußern, des Innern
und der Kriegsminiſter ſagten die anläßlich des
Namens=
feſtes des Königs am Samstag beabſichtigten offiziellen
Banketts ab.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. November.
— Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Privatdozenten für Eiſenkonſtruktionen des
Hochbaues an der Techniſchen Hochſchule Baurat Walther
Knapp zu Darmſtadt zum außerordentlichen Profeſſor.
— In der Johanneskirche werden am 1.
Advent=
ſonntage im Hauptgottesdienſt um 10 Uhr u. a. folgende
Chöre geſungen: „Herr, unſer Herrſcher, wie herrlich iſt
dein Name‟ (Pſalm 8) von Mühling und „Wie ſehnlich
ſeufzt die Schar der Frommen” (Aus Doſt, Alte
Weih=
nachtslieder).
— Verein für Verbreitung von Volksbilduug.
Die Mitglieder werden davon in Kenntnis geſetzt, daß
der für den 2. Dezember vorgeſehene Vortrag des Herrn
Geh. Schulrat Münch bis auf weiteres verſchoben
werden mußte. Als Erſatz beteiligt ſich der Verein an
dem für den 1. Dezember angeſetzten Lichtbilder=
Vortrag von Geh. Hofrat Profeſſor Henry Thode
Ingenieur Armſtrong.
Zum hundertjährigen Geburtstage des engliſchen
Kanonen=Erfinders (geb. 26. November 1810).
Von E. Elsholtz.
(Nachdruck verboten.)
Die engliſchen Armſtrong=Kanonen bildeten vor
etwa fünfzig Jahren im europäiſchen Blätterwalde
einen vielbeſprochenen Gegenſtand des
internationa=
len Intereſſes. Man erwartete von ihnen ganz
Fürch=
terliches; ſie galten als die höchſte Leiſtung der
Ge=
ſchütztechnik und die Engländer durch ſie
unüber=
windlich.
Das war nun freilich eine große Täuſchung; ſie
hielten nicht, was ſie verſprachen und was man
allge=
mein erwartet hatte. Daß nichts deſtoweniger
Wil=
liam George Armſtrong, der am 26. November 1810
in Newcaſtle upon Tyne das Licht der Welt erblickt
hatte, ein genialer Ingenieur war, iſt zweifellos.
Er hatte ſich urſprünglich der Rechtswiſſenſchaft
gewidmet, ging aber dann bald zu den
Naturwiſſen=
ſchaften über und konſtruierte im Jahre 1840 die
Dampfelektriſiermaſchine und 1846 einen
hydrauli=
ſchen Kran, zu dem er dann ſpäter einen Akkumulator
erfand, deſſen 1857 erfolgte Einführung für die
Tech=
nik epochal wirkte.
Schon vorher aber hatte er in ſeiner Maſchine
fabrik zu Elswick an der Verbeſſerung der Geſchü
gearbeitet und im Jahre 1854 war er mit dem erſt
Syſtem, das er der Regierung vorlegen konnte, ferti
Aber die Regierung ſtand anfänglich ſeiner Erfit
ung völlig intereſſelos gegenüber, vier Jahre la
mußte er auf eigene Koſten ſeine Verſuche fortſetze
Erſt im Herbſt 1858 wurde er dann mit ſeinem Geſch
ganz fertig. Nun hatte er es ſo vollkommen he
geſtellt, wie er es ſich von Anfang an gedacht.
Seine Schießproben erregten das ungeteilte E
ſtaunen der Sachkenuer=ine hohem Grade. Diee
aus Heidelberg über „Hans Thoma und ſeine
Kunſt”.
— Die kirchenmuſikaliſche Abendfeier am Mittwoch
hatte wieder eine große Anzahl von Zuhörern in die
Stadtkirche geführt, ſodaß der weite Raum in allen
ſei=
nen Teilen dicht beſetzt war. Mit Andacht lauſchte dieſe
große Gemeinde den herrlichen Klängen, die in ihrer
Ge=
ſamtheit einen ſtimmungsvollen Ausklang des Totenfeſtes
bildeten. Frau Geheimerat Römheld ſang mit bekannt
feinem Verſtändnis und größter Innigkeit Lieder von
Bach, Schubert, Gounod und Liſzt. Von demſelben
tie=
fen Eindruck auf die Zuhörer waren die warmherzigen,
dabei ſchlichten Violinvorträge von Frl. Hildegard Merck.
Dieſe Nummern einleitend, bindend und abſchließend,
fügten ſich die Orgelvorträge des Herrn Borngäſſer
dem Programm vortrefflich ein. Im Ganzen war auch
dieſe Abendfeier für die Zuhörer wieder eine Stunde
geiſtiger Sammlung und religiöſer Andacht, wofür den
Mirtwirkenden und Veranſtaltern aufrichtiger Dank geſagt
werden muß.
— Milchkränzchen. Man ſchreibt uns: Aus der
Hochflut der Wohltätigkeitsveranſtaltungen heraus klingt
das Wort „Milchkränzchen” als ein altbekanntes, und
in unſerer Vaterſtadt zählt das Konzert zur Verabreichung
eines warmen Frühſtücks an arme und kränkliche
Schul=
kinder ſchon ſeit über 20 Jahren zu den beſten der Saiſon.
Schon lange bevor die ſtädtiſchen Verwaltungen in dem
Maße wie jetzt einſetzten, der Not unſerer Kleinen durch
Verabreichung eines warmen Frühſtücks in der Schule
entgegenzuarbeiten, verſtanden es Männer aller
Berufs=
ſchichten, alljährig durch Veranſtaltung eines Konzertes
namhafte Beträge dem humanen Zwecke zuzuführen,
wo=
durch manche Träne getrocknet und mancher Hunger geſtillt
wurde, und mit der Zeit nicht nur den ärmeren, ſondern
auch allen, beſonders kränklichen Schulkindern, eine
Wohl=
tat erwieſen werden konnte. Für dieſes Jahr gelang es
dem rührigen Komitee wiederum, namhafte
Künſtlerin=
nen und Künſtler neben der, wie ſchon ſeit einer langen
Reihe von Jahren, jederzeit hilfsbereiten Kapelle des
Artillerie=Regiments Nr. 61, unter Leitung ihres
Muſik=
meiſters, Herrn M. Weber, dem auch das Arrangement
des Abends übertragen wurde, zu gewinnen. Es iſt zu
hoffen, daß durch die jetzt in Umlauf geſetzten
Einzeich=
nungsliſten eine hübſche Summe dem Unternehmen
zuge=
führt werden kann. Das Konzert, dem ein Tanz folgt,
findet Samstag, den 3. Dezember, abends ½9 Uhr, in den
Räumen des „Chauſſeehauſes” ſtatt.
— Wohltätigkeitskonzert. Dem Vernehmen nach
wird der Bezirksausſchuß Darmſtadt für die Stiftung
„Töchterhort” zur Unterſtützung verwaiſter Töchter
von Poſt= und Telegraphenbeamten und Unterbeamten
unter dem Ehrenvorſitz des Herrn Ober=Poſtdirektors
Milkau am Mittwoch, den 7. Dezember, 8½ Uhr abends,
im Kaiſerſaal (Grafenſtraße) ein Wohltätigkeitskonzeri
veranſtalten, zu dem auch die Herren Kammermuſiker
Mehmel und Konzertſänger Schuchardt ihre Mitwirkung
zugeſagt haben. Ebenſo wird die Geſangsabteilung des
Poſt= und Telegraphenunterbeamten=Vereins mitwirken.
Das Programm iſt ein ſehr anregendes, ſodaß der
Be=
ſuch auch für den Laien lohnend ſein wird. Im Intereſſe
des guten Zwecks iſt zu wünſchen, daß nicht allein die
Poſt= und Telegraphen=Beamten und Unterbeamten
möglichſt zahlreich, ſondern auch alle Freunde und
Gönner der Stiftung dem Konzert beiwohnen. Die
Stiftung hat ſich ſeit 1890 von Jahr zu Jahr erfreulich
entwickelt, ſodaß im letzten Jahre allein im Bezirk
Darmſtadt an Unterſtützungen 1140 Mk. an 21 verwaiſte
Beamtentöchter und 2010 Mk. an 51
Unterbeamten=
töchter verteilt werden konnten.
* Hoffriſeur. Der König von Montenegro hat
dem Friſeur Franz Hummer, Grafenſtraße, den Titel
Kgl. Hoffriſeur verliehen.
— Der Darmſtädter Bieyele=Klub feierte in ſeinem
Klubheim Perkeo den Geburtstag ſeines hohen Protektors
Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs in würdiger Weiſe.
Anſchließend an die Feier folgte ein Vortrag über die
hiſtoriſche Entwickelung der
Unfallverſicherungsgeſetz=
gebung bis zum heutigen Stand von dem Mitglied des
Klubs, Herrn Stadtverordneten H. Sames. Vor 25
Jahren, am 1. Oktober 1885, nahmen die
Berufsgenoſſen=
ſchaften auf Grund des Geſetzes vom 6. Juli 1884 ihre
Tätigkeit auf. Im Ganzen beſtehen zurzeit 66 gewerbliche
und 48 landwirtſchaftliche Berufsgenoſſenſchaften. Von
den gewerblichen Berufsgenoſſenſchaften erſtrecken ſich 30
auf das ganze Reichsgebiet, während 36
Berufsgenoſſen=
ſchaften örtlich begrenzt ſind. Baugewerks=
Berufsgenoſſen=
ſchaften gibt es deren 12, die alle größere Landesgebiete
umfaſſen und deren Verwaltungstätigkeit ſo groß iſt, daß
10 Berufsgenoſſenſchaften nochmals in Sektionen
einge=
teilt ſind, während 2 nur Zentralverwaltung haben. In
der ſozialen Verſicherung des Arbeitnehmers iſt
Deutſch=
land allen Kulturſtaaten voraus, trotzdem bei uns doch
liſche Regierung belohnte den Erfinder und zeichnete
ihn in jeder Weiſe aus, denn allgemein war man der
Meinung, er habe eine Schießwaffe erfunden, die man
im Gegenſatz zu allen früheren unvergleichlich nennen
konnte.
Die Armſtrong=Kanpne beſtand im Innern aus
Stahl, welcher den Lauf bildete und äußerlich mit
ſpiralförmig geſchweißtem Schmiedeeiſen bekleidet
war. Durch dieſe ſinnreiche Vereinigung wurde die
Kanone ungemein feſt und dauerhaft. Sie hatte einen
Durchmeſſer wie ein gewöhnlicher Fünfpfünder, wog
nur zwölf Zentner, alſo nicht mehr als ein
gewöhn=
licher eiſerner Achtzehnpfünder von Erz. Der Lauf
hatte zwiſchen dreißig und vierzig ſchmale Züge, die
von oben bis unten eine vollſtändige Drehung
be=
ſchrieben. Die bolzenförmige Kugel war von
Guß=
eiſen, hatte einen abgerundeten Kopf und wurde auf
dem größeren Teil der Oberfläche mit Blei umhüllt;
ſie ſchmiegte ſich deshalb genau in die Züge ein, folgte
denſelben und erhielt dadurch eine drehende und
ſichere Bewegung, durch welche, wie bei den
gezoge=
nen Büchſen, die Fähigkeit, das Ziel zu treffen, in
hohem Maße erhöht ward. Die Armſtrong=Kanone
war das erſte Hinterladergeſchütz. Die Kugeln waren
hohl und im Innern mit einem Schlagzünder, alſo
mit Perkuſſion, verſehen. Sie konnten aber auch als
Vollkugeln gebraucht werden, wenn man ſie mit Sand
und Sägeſpänen im richtigen Verhältnis füllte und
den Zünder mit einem eiſernen Zapfen verſchloß.
Die Treffſicherheit und Durchſchlagskraft der
Armſtrong=Kanone wurde von den Fachleuten
bewun=
dert, und in einem Berichte vom Jahre 1859 heißt es:
„Dieſe Armſtrong=Kanonen, welche bis jetzt nur
Eng=
land beſitzt, ſind im Kriege noch nicht verwandt
wor=
den, aber ſo viel unterliegt bereits keinem Zweifel,
daß mit ihnen eine Waffe von ungeheurer
Furchtbar=
keit gewonnen worden iſt, welche, im Falle ſie ſich
be=
währt (woran kaum zu zweifeln iſt), alle bisherigen
Kombinationen im Artillerieweſen über den Haufen
wirft.”
noch manches verbeſſerungsbedürftig iſt. Als vor 25
Jah=
ren die Berufsgenoſſenſchaften ihre Tätigkeit begannen,
war dies ein Sprung ins Dunkle. Das Geſetz bildete
nur den Rahmen, alles andere mußte erſt neu geſchaffen
und das Geſetz durch Statut ergänzt werden. Die
Be=
rufsgenoſſenſchaften werden von ehrenamtlichen Organen
verwaltet und ſind zurzeit 6447 Arbeitgeber ehrenamtlich
rätig. Für die Umlage mußten Gefahrentarife aufgeſtellt
und zur Sicherung der Arbeitnehmer
Unfallverſicherungs=
vorſchriften erlaſſen werden, deren Handhabung von
tech=
niſchen Aufſichtsbeamten überwacht wird. Bei den 12
Baugewerks=Berufsgenoſſenſchaften ſind 110 techniſche
Aufſichtsbeamte angeſtellt. Der Redner verbreitete ſich
dann noch über die allgemeinen Grundlagen, die jeder
verſicherungspflichtige Betriebsinhaber wiſſen ſollte, über
die Rentenfeſtſetzung, Rekurſe vor dem Schiedsgericht für
Arbeiterverſicherung, Zuſammenſetzung dieſes
Schieds=
gerichtes, Spruchpraxis, Rekurſe vor dem
Reichsverſiche=
rungsamt uſw. Beim Reichsverſicherungsamt ſind 762
Perſonen tätig.
Der Vortrag fand großen Beifall und der
Ver=
ſammlungsleiter, Herr Ph. Bernhardt, dankte dem
Vortragenden im Namen des Klubs.
— Adreßbuch. Der Druckbogen des 1911er
Adreß=
buches, enthaltend Hausregiſter — Rhönring 33 bis
Sandbergſtraße 54 — liegt im Hauptmeldebureau,
Hügelſtraße Nr. 31/33, Zimmer Nr. 13, während der
Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis
6 Uhr nachmittags) bis zum 28. November vormittags
zur Einſichtnahme offen.
— Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 19. November I. J.
männ=
lich 9235, weiblich 6129, zuſ. 15 364, in Prozenten 60,11,
39,89; am 12. November I. J. männlich 9253, weiblich 6096,
zuſ. 15349, in Prozenten 60,29, 39,71. Der
Kranken=
ſtand betrug am 19. November l. J. männlich 397, weiblich
247, in Prozenten 4,30, 4,03; am 12. Nov. I. J.
männ=
lich 363, weiblich 249, in Prozenten 3,92, 4,08. An
Krankengeld wurde ausgezahlt in der Woche vom
14. Nov. bis 19. Nov. I. J. 5256,87 Mk., in der Woche
vom 7. November bis 12. November I. J. 4838,55 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 19. November
I. J. — 31, am 12. November I. J. — 26; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 14. Novemberbis 19. November
I. J. — 4; vom 7. November bis 12. November I. J. — 3.
— Ludwigshöhe. In dem morgigen Konzert bringt
Herr Muſikmeiſter Weber außer einem gehaltvollen
Programm zum erſtenmale eine neue Kompoſition des
hier nicht unbekannten Komponiſten Herrn H. Fiſcher
zur Aufführung, betitelt „Die Berliner Range‟ Herr
Müller wird auf der Flöte Variationen über das Lied
„Gute Nacht, du mein herziges Kind” vortragen. (Siehe
Anzeige).
— Schützenhof. Morgen abend konzertiert die
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn
Webers Leitung. Das Programm enthält anläßlich des
Allerhöchſten Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des
Großherzogs eine patriotiſche Feſtabteilung. (S. Anzeige).
— Kaiſerſaal. Nächſten Sonntag konzertiert das
Muſikkorps des Leibgarde=Regiments unter Leitung des
Herrn H. Hauske. Es ſei auf das beſonders ſchöne
Programm auch an dieſer Stelle aufmerkſam gemacht.
Beſitzer von Dutzendkarten uſw. zu den Donnerstags=
Konzerten der Kapelle im Saalbau aus der Sommers
ſpielzeit 1910 ſeien auch hierdurch benachrichtigt, daß dieſe
zum Eintritt berechtigen. (Siehe Anzeige).
— Orpheum. Heute Samstag findet, wie üblich,
bei beſonders ausgewähltem Programm Familien=
Abend ſtatt. Morgen, Sonntag, den 27. November,
zwei Vorſtellungen: nachmittags 4 Uhr Volks= und
Kin=
dervorſtellung bei kleinen Preiſen, in der das ungekürzte
neue Abendprogramm zur Darſtellung gelangt, das nach
allſeitigem Urteil zu den beſten zählt, die jemals hier
ge=
boten wurden. Es wird noch ganz beſonders darauf
hin=
gewieſen, daß auch in Der Sonntags=
Nachmittagsvon=
ſtellung Miſter Quill ſeine Aufſehen erregenden
Experi=
mente unverkürzt zeigen wird. Der Spielplan ſteht nur
noch vier Tage.
— Der Erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße, iſt jetzt
vollkommen neu umgebaut worden und iſt durch ſeine
Neueinrichtungen als vollendet vornehmes Lichtbild=
Theater zu bezeichnen, umſomehr, als die Direktion
ganz beſondere Anſtrengungen macht und nur das Beſte
bietet. Ganz außergewöhnliche Nummern aus dem neuen
reichhaltigen Programm ſind „Die kühne Löwenjagd” eine
Glanzleiſtung, die große Bewunderung hervorrufen wird,
ſowie die vor kurzem erfolgte
Monarchenbegeg=
nung in Schloß Wolfsgarten. (Näh. ſ. Anz.)
§ Feſtgenommen. Ein 31 Jahre alter Werkführer
iſt geſtern wegen Sittlichkeitsverbrechen hier
feſtge=
nommen worden.
Die Engländer behaupteten übrigens mit großer
Zuverſicht, daß man die Armſtrong=Kanonen
über=
haupt anderswo nicht ſo gut herſtellen könnte, weil die
engliſche Eiſenfabrikation allen anderen überlegen
ſei. Nur zu bald aber erwies ſich, daß die Güte des
deutſchen Gußſtahles, wie Krupp in Eſſen ihn lieferte,
die engliſchen Fabriken kaum zu erreichen vermochten.
Armſtrong wurde inſolge ſeiner Erfindung zum
Hauptingenieur für das gezogene Geſchütz ernannt,
in den Adelsſtand erhoben und zum Direktor der
königlichen Gießerei befördert, welche lediglich
Ge=
ſchütze nach ſeinem Syſtem herſtellen ſollte.
Aber nur ein paar Jahre dauerte ſein
Erfinder=
ruhm, dann kam man dahinter, daß die praktiſchen
Er=
folge der Armſtrong=Kanone keineswegs den
Erwart=
ungen entſprachen, und ſchon im Jahre 1863 nahm
Armſtrong ſeine Entlaſſung.
Doch war er natürlich in ſeiner Fabrik nach wie
vor an der Verbeſſerung ſeines Syſtems Ftig. Da
man zeitweilig der Hinterlader=Konſtruktion im
all=
gemeinen abgeneigt war, wandte er ſich dem
Vorder=
lader wieder zu, kehrte aber, als das
Hinterlader=
ſyſtem ſich größerer Gunſt wieder erfreute, dazu
zurück.
Seine Fabrik — unter der Firma Armſtrong,
Mitchall u. Ko. — beſchäftigte fortdauernd viele
tau=
ſend Arbeiter, und auch in Pozzuoli unterhielt er
eine Filialfabrik, die die italieniſche Marine mit
Ge=
ſchützen verſorgte.
Bei dem engliſchen Volke ſtand Armſtrong bis in
ſein hohes Alter hinein in großen Ehren, er ward
im Jahre 1887 zum Peer ernannt und die Königin
Viktoria zeichnete ihn mehrfach perſönlich aus. Dazu
hatten ihm ſeine Erfindungen ein Rieſenvermögen
eingebracht. Er beſaß ein herrliches Schloß Cragſide,
nach welchem er ſeinen Baronet=Titel bezeichnete.
Am 27. Dezember 1900 ſtarb Sir William George
Armſtrong, Baron von Cragſide in v.
Seite 3
Nummer 278.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
§ Selbſtmord. Ein 21 Jahre alter Glaſer aus
Ditzingen bei Bamberg hat ſich am 15. d. Mts. in
ſelbſt=
mörderiſcher Abſicht einen Schuß in den Leib beigebracht
und wurde in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht. Der
Schwerverletzte iſt am Mittwoch nachmittag geſtorben.
Seligenſtadt, 25. Nov. Zu dem Totſchlag des
Chri=
ſtian Kunkel in Seligenſtadt wird mitgeteilt, daß der
Vater des Getöteten, Landwirt Kunkel, aus der
Unter=
ſuchungshaft entlaſſen wurde. Das Verfahren gegen
ihn wegen Totſchlags wurde eingeſtellt, da es ſich
herausgeſtellt hat, daß er in Notwehr gehandelt hat.
Worms, 24. Nov. Vor dem hieſigen Amtsgericht
fand heute eine Gläubigerverſammlung ſtatt,
an der die hieſigen und auswärtigen Gläubiger der
Firma Molz u. Forbach, letztere größtenteils
vertreten durch hieſige Rechtsanwälte, teilnahmen.
Der Konkursverwalter, Herr Dr. Boxheimer, erſtattete
Bericht über die ſeitherige Tätigkeit des
Gläubigeraus=
ſchuſſes, wonach die Ausſichten für die Verteilung der
Maſſe günſtiger ſind, als anfangs erwartet wurde,
in=
dem etwa 20 bis 25 Prozent zur Verteilung kämen.
Die Paſſiven belaufen ſich auf zirka 300000 Mark, die
Aktiven einſchließlich Erlös aus bis jetzt verkauften
Konkurswaren und mutmaßlichem Erlös aus dem
Ver=
kauf bis Ende Dezember, ſowie des Wertes der
Grund=
ſtücke und eines vorhandenen Bauplatzes, auf etwa
93000 Mark. Die Beibehaltung des Herrn Dr.
Box=
heimer als Konkursverwalter wurde beſchloſſen. Dem
Gläubigerausſchuß, beſtehend aus den Herren
Rechts=
anwälten Dr. Goldſchmidt und Dr. Krämer, ſowie Herrn
Labes=Stuttgart, wurde ein Erſatzmitglied, Herr
Sig=
mund Mayer II.=Worms, hinzugewählt, um bei
Ver=
hinderung des auswärtigen Herrn Labes in Herrn
Mayer einen kaufmänniſchen Sachverſtändigen zu
haben. Die Gläubigerausſchußverſammlungen finden
von jetzt ab wöchentlich ſtatt. Eine weitere
Gläubiger=
verſammlung iſt für den 12. Januar, vormittags 9 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgerichte Worms, Sitzungsſaal
Nr. 16, zur Prüfung der angemeldeten Forderungen.
Guntersblum, 24. Nov. Daß eine Kutſche ſamt
den dazu gehörigen Pferden verloren wird,
dürfte wohl nicht zu den alltäglichen Vorkommniſſen
zählen. Der Kutſcher Bittong aus Eimsheim hatte
Gäſte hier zur Bahn gebracht. Zum Heimwege wollte
er ſich noch mit einem Trunke ſtärken. Aus dem
Wirts=
haus herauskommend, gewahrte er mit Schrecken, daß
Pferde und Wagen nicht mehr da waren. Lange ſuchte
B. vergeblich. Endlich fand man in ziemlicher
Ent=
fernung vom Orte Pferde und Wagen auf der
Rhein=
ſtraße. Es iſt wahrſcheinlich, daß einige
Handwerks=
burſchen die günſtige Gelegenheit zu einer billigen
Spazierfahrt benutzt hatten.
Bntzbach, 24. Nov. Aus dem Landeszuchthaus
Marienſchloß ſind heute nacht zwei
Strafge=
fangene entſprungen. Die Nachforſchungen
nach ihnen blieben bis jetzt erfolglos.
Lich, 24. Nov. Seine erſte Probe gut beſtanden hat
der Polizeihund des Gendarmerie=Wachtmeiſters
Daum von hier. Vorgeſtern verſchwand plötzlich eine
geiſteskranke Perſon von hier aus ihrer Wohnung.
Etwa zwei Stunden ſpäter wurde D. mit ſeinem Hund
herbeigerufen. Der Hund nahm Witterung in der
Wohnung und raſte in großen Sprüngen durch alle
möglichen Gäßchen und zwiſchen Zäunen nach der
Wet=
ter, wo er ſtehen blieb. Man ſuchte das Waſſer in der
Nacht ab, fand aber wegen der großen Dunkelpeit
nichts. Heute morgen wurde dann die Leiche in
un=
mittelbarer Nähe gefunden, nachdem das Waſſer
abge=
laſſen worden war.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 24. Nov. Zum
Ver=
kauf des Tempelhoferfeldes und zur Frage
der Bebauung des Geländes nahm heute der Berliner
Zentralausſchuß für Waldfragen Stellung. Beſonders
ſcharf kritiſierte Paſtor Mithak=Stahn von der
Kaiſer Wilhelm=Gedächtniskirche das Geſchäft, das der
Fiskus mit Tempelhof gemacht hat. — 81
Studie=
rende ſind aus dem Album der Berliner Univerſität
gelöſcht worden, da ſie der Hochſchule ohne
Abgangs=
zeugnis den Rücken kehrten. Es ſind 61 „Philoſophen”
11 Mediziner, 8 Juriſten und 1 Theologe. Das
Aus=
land iſt unter den Ungetreuen mit 18 Kommilitonen
vertreten, darunter einem Chinamann. Beſonders
ſtark iſt unter den geſtrichenen Studierenden der
Pro=
zentſatz der Frauen. — Das Auftreten der ſibi=
riſchen Sänger in Gefängnistracht iſt unter
ge=
wiſſen Einſchränkungen von dem Polizeipräſidium
frei=
gegeben worden. Die erſte Vorſtellung findet am
Sonntag ſtatt. — Durch ein donnerähnliches Getöſe
wurden heute die Bewohner der Ringſtraße
aufge=
ſchreckt. Die Urſache war eine Exploſion im
Schornſtein eines Vordergebäudes. Ein Mieter im
Erdgeſchoß hatte einen Kanonenofen mit Petroleum
angeheizt. Das Petroleum war aber nicht verbrannt,
ſondern als Gaſe in den Schornſtein gelangt, wo es
durch einen Funken zum Entzünden gebracht wurde.
Der Luftdruck war ſo gewaltig, daß im erſten Stock
der Schornſtein aufgeriſſen und im dritten Stock Steine
in die Küche geſchleudert wurden. — Vor einem
Waren=
hauſe am Alexanderplatz wurde geſtern ein Mann mit
weißem Bart bei einem Taſchendiebſtahl
feſtge=
nommen. Auf dem Polizeipräſidium erkannte man in
ihm den 70jährigen Buchbinder Georg Schulze, der erſt
kürzlich aus dem Gefängnis entlaſſen war. Der
Ver=
haftete, der dem Unterſuchungsrichter vorgeführt wurde,
fügte ſich willig in ſein Schickſal und meinte, er ſei ganz
froh, daß er wieder nach der Strafanſtalt zurückkomme,
denn ein „Geſchäft” ſei doch nicht mehr zu machen.
Frankfurt a. M., 25. Nov. Es ſtellt ſich heraus, daß
der Kellner Ludwig Waldſchmidt nicht nur die
Filialleiterin Frau Eliſe Meyer ermordet,
ſon=
dern an demſelben Vormittag auch mehrere
An=
ſchläge auf Frauen und Mädchen in
demſel=
ben Stadtteil unternommen hat. So hat er auf offener
Straße auf ein Dienſtmädchen eingeſtochen, ohne es
in=
des ſchwer zu verletzen. Kurz darauf, gegen 9 Uhr, hat
er die Inhaberin einer Wirtſchaft gewürgt und zu
Boden geworfen, dann in einer Eierhandlung die
Ver=
käuferin bedroht. Erſt danach übte er in dem
gegen=
überliegenden Schuhgeſchäft den Mord aus, worauf er
ſich in eine benachbarte Wirtſchaft begab. Als dann
die Meldungen der übrigen Anſchläge mit
Beſchreib=
ungen des Täters bei der Polizei einliefen, gelang
alsbald die Verhaftung. Der Unbekannte, der vor
drei Tagen ein Dienſtmädchen in den Rücken
ge=
ſtochen hat, das jetzt im Krankenhaus liegt, ſcheint
eben=
falls Waldſchmidt zu ſein.
Frankfurt a. M., 25. Nov. Heute früh geriet der
bei der Firma Chemiſche Fabrik Silicium in der
Mainzerlandſtraße beſchäftigte Arbeiter Leo Bohn aus
Alfingen bei Würzburg zwiſchen die Puffer zweier
Eiſenbahwagen und wurde zu Tode gedrückt.
Von der Lahn, 24. Nov. Die Frage der
Lahn=
kanaliſation iſt inſofern in ein neues Stadium
getreten, als Direktor Banſa in Limburg ein Projekt
ausgearbeitet hat, das ſtatt der 300 Tonnen=Schiffe ſolche
von 210 Tonnen vorſieht. Dadurch wird der
Bau bedeutend verbilligt und ſeine Rentabilität
ge=
ſichert. Der Baukanalverein wird die königl.
Regier=
ung bitten, das Projekt auf ſeine Koſten nachprüfen
zu laſſen.
Eiſenach, 24. Nov. Der Gemeinderat wählte
den Regierungsaſſeſſor Dr. Falk aus Darmſtadt
zum Stadtkämmerer.
— Eiſenach, 24. Nov. Vor einiger Zeit hatte der
Reichstagsabgeordnete Dr. Arendt lebhafte Klage
dar=
über geführt, daß die Fremden=Induſtrie auf
der Wartburg zu verſchiedenen ſkandalöſen
Aus=
wüchſen geführt habe. Insbeſondere hatte er das
Trinkgeldunweſen gegeißelt und die geiſtloſe
Führung durch ungebildete Angeſtellte, deren
Erläuter=
ungen wider den Sinn und Geiſt der Wartburggeſchichte
verſtoßen ſollten. Daraufhin hat jetzt ein Beteiligter,
offenbar der Wartburgwirt ſelbſt, der Dorfzeitung in
Hildburghauſen eine Erwiderung zugehen laſſen, in
der es heißt: Immer und immer wieder die Wartburg,
und ſtets handelt es ſich faſt ausſchließlich um die
Trink=
gelderfrage. Auf welcher deutſchen Burg, bezw. Schloß
werden wohl keine Trinkgelder gegeben und
angenom=
men! Schreiber dieſes kennt die Verhältniſſe auf der
Wartburg ſehr genau, es möge daher zur Aufklärung
über die angeblichen Mißſtände folgendes dienen: Die
Räume der Wartburg ſelbſt ſind, was wohl die meiſten
der Beſucher nicht wiſſen, verpachtet, und zwar an einen
Wirt, der jährlich die enorme Summe von etwa 60000
Mark zahlen muß. Die Führer ſind Angeſtellte des
Wirtes. Die Beſichtigung der Burg geſchieht in
Zwi=
ſchenräumen von etwa einer halben Stunde, es kann
eine ſchnellere Folge nicht ſtattfinden, weil ſich ſonſt die
Führer überholen würden und eine ausführliche
Er=
klärung, die die Beſucher zufrieden ſtellen würde, nicht
zu erzielen wäre. Die Beſichtigung ſelbſt dauert etwa
eine halbe Stunde und es ſind in der Hauptſaiſon fünf
bis ſechs Führer angeſtellt, die in Führungen von nicht
mehr als 40 Perſonen die Beſucher mit den
Sehens=
würdigkeiten der Burg vertraut machen. Die
Be=
ſucherzahl ſchwankt jährlich zwiſchen 80000 bis 100000
Perſonen und jeder Laie kann ſich denken, daß hier
un=
möglich in kleineren Gruppen geführt werden darf, da
hierzu die gewöhnliche Tageszeit von früh 7 Uhr bis
abends 7 Uhr auf keinen Fall ausreichen würde. Von
dem Führer ſelbſt wird viel verlangt, indem er
tagtäg=
lich etwa 15 Führungen zu abſolvieren hat und an ihn
außerdem noch Hunderte von Fragen geſtellt werden,
die er willig zu beantworten hat, auch wenn von ein=
und demſelben Beſucher zwei=, dreimal ein= und
die=
ſelbe Frage geſtellt wird. Nach dieſer anſtrengenden
Tagesarbeit freut ſich ſicherlich der Führer, wenn ihm
von den Fremden eine kleine Entſchädigung in Form
eines ſogenannten Trinkgeldes verabfolgt wird. Einen
Anteil am Eintrittsgeld haben die Führer nicht. Im
Verhältnis zu anderen Burgen und Schlöſſern iſt das
Eintrittsgeld im allgemeinen ſehr gering, und es ſteht
doch jedem Beſucher frei, Trinkgeld zu geben oder nicht.
Es kann demnach keineswegs von Mißſtänden auf der
Wartburg die Rede ſein, ſondern es handelt ſich tas
ſächlich nur um ganz natürliche Sachen.
Halle a. S., 25. Nov. Geſtern abend gegen 9 Uhr
wurde eine Droſchke von einem Zuge der Hafenbahn
überfahren. Der Inſaſſe, Dr. Neſſe, wurde ſchwer
und der Droſchkenbeſitzer Gründler leicht verletzt. Die
beiden Pferde wurden verſtümmelt und die Droſchke
arg beſchädigt.
Hamburg, 25. Nov. Die Erdgasflamme in
Neuengamme iſt heute morgen von der Hamburger
Feuer=
wehr unter Leitung des Branddirektors Weſtphal durch
den Brandmeiſter Dickmann endgültig gelöſcht worden,
um das Gas der Induſtrie dienſtbar zu machen.
Radzionkan, 24. Nov. Der Kaiſer iſt kurz vor
6 Uhr hier eingetroffen. Zum Empfang waren am
Bahnhof anweſend: Graf Henckel Fürſt von
Donners=
marck und der Landrat des Kreiſes Tarnowitz, Graf
Limburg=Stirum. Als Jagdgäſte ſind u. a. noch
an=
weſend: Oberpräſident v. Günther, Regierungspräſident
v. Schwerin=Oppeln, Regierungspräſident v. Meiſter=
Wiesbaden, Fürſt Hatzfeld und Fürſt Lichnowsky.
Allenſtein, 24. Nov. Bei dem Eiſenbahnübergange
nach Lykuſen wurde, wie die Allenſteiner Zeitung
mel=
det, heute nachmittag ein Wagen mit zwei Inſaſſen
aus Groß=Buchwalde von einem Triebwagenzuge
überfahren und zertrümmert. Die beiden
Inſaſſen wurden getötet.
Brüſſel, 24. Nov. Den Bemühungen der
Poli=
zei und dem energiſchen Verhör des
Unterſuchungs=
richters iſt es gelungen, den Zuſammenhang des
Dieb=
ſtahls aufzudecken, durch den kürzlich eine nach Boom
bei Antwerpen beſtimmte Wertſendung der
bel=
giſchen Nationalbank von 100000
Fran=
ken auf dem Transport entwendet wurde. Vor etwa
vierzehn Tagen waren zwei Graveure, die ſich durch
auffällige Ausgaben verdächtig gemacht hatten,
ver=
haftet worden. Sie geſtanden, für einen in der
Vor=
ſtadt Schaerbeck wohnenden Goldſchmied eine Plombe
der Nationalbank verfertigt zu haben, worauf dann
auch der letztere feſtgenommen wurde. Nach langem
Leugnen bequemte er ſich zu dem Geſtändnis, daß er die
Plombe einem Oberſchaffner geliefert habe. Er ſelbſt
habe um den geplanten Diebſtahl nichts gewußt und ſei
erſt durch die Zeitungen ſowie durch die Forderungen
der beiden Graveure, die ihren Lohn als Helfershelfer
beanſpruchten, aufmerkſam geworden und habe dann
von dem Oberſchaffner mehrmals Geld gefordert, um
deren Schweigen zu erkaufen. Der ungetreue Beamte
handelte im Einverſtändnis mit zwei anderen
Schaff=
nern. Sie gingen bei der Verübung des Diebſtahls
ſehr geſchickt zu Werke. Ein vierter Spießgeſelle hatte
mit demſelben Zug ein Paket befördern laſſen und fuhr
als Reiſender mit. Während der Fahrt ſchoben die
Schaffner einen Sack, der Papier enthielt, unter,
brach=
ten an dieſem die gefälſchte Blombe an und übergaben
dem Reiſenden an der Beſtimmungsſtation auf ſein
Verlangen den Poſtbeutel, der die Wertſendung der
Nationalbank enthielt. Die drei Schaffner wurden
verhaftet, die Spur des vierten Schuldigen weiſt nach
Paris. Die Nachforſchungen der Polizei haben noch
zutage gefördert, daß die beiden Graveure ſich auch mit
Falſchmünzerei befaßten. Der Sohn des einen hatte
verſchiedene Stempel und Formen, die offenbar zu
die=
em ſauberen Handwerk dienten, beiſeite geſchafft. Die
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 24. November.
„Der Regiſtrator auf Reiſen”.
W-l. Die lebenskräftige und nicht umzubringende
Poſſe „Der Regiſtrator auf Reiſen” ging heute mit
dem gewohnten ſtarken Erfolge wieder in Szene. Sie
gab Herrn Holler, deſſen individuelle Komik ſich in
dem „Biberpelz” ſo erfolgreich betätigt hat,
Gelegen=
heit, in einer größeren Rolle vor das Publikum zu
treten. Daß dies in einer Rolle geſchah, die zuletzt
von Herrn Conradi in vorbildlicher Weiſe dargeſtellt
wurde, war ihm in der Erinnerung des Publikums
zwar nicht günſtig, muß aber bei der Beurteilung ſeiner
eigenen Leiſtung außer acht bleiben. Herr Holler
be=
wies auch in dieſer Rolle des famoſen, mehr Glück als
Verſtand habenden Bureaukraten, daß er das
Rüſt=
zeug eines echten Komikers beſitzt, ſowohl was die
repräſentative als auch die darſtelleriſche Seite betrifft.
Auch ein abwechſelungsreiches, aller komiſchen
Nuan=
cen fähiges Mienenſpiel ſteht Herrn Holler zu
Ge=
bote. In der Darſtellung des aus ſeinem inneren
Gleichgewicht geratenen Miniſterialbeamten trat mehr
das Beſtreben einer poſſenhaften, als einer
realiſti=
ſchen Charakteriſtik hervor. Jedenfalls hatte Herr
Holler Erfolg und erntete ſehr lebhaften Beifall. Zur
Erheiterung des Publikums trug auch der Reporter
Zander des Herrn Jürgas ſehr viel bei, deſſen
Maske die „Spürnaſe” auch äußerlich dokumentierte.
Namentlich bewährte ſich Herr Jürgas im letzten Akte
als Coupletſänger, als welcher er einen wahren
Beifallsſturm entfeſſelte.
Neben dieſen beiden Haupt=Repräſentanten der
Komik war es Frau Rudolph, die durch ihre köſtliche
Darſtellung der Frau Wichtig den Heiterkeitserfolg
des Stückes ſicherte. Weiter zu erwähnen ſind noch
der ſächſiſche Partikulariſt des Herrn Schwarze,
Ger recht gemiedlich, wenn auch nicht immer
dialekt=
feſt war, der Poſtmeiſter Striegel des Herrn
Sem=
ler und der friſche Ingenieur des Herrn Speiſer,
der, gleichwie Frl. Grünberg als feſche Marie
ſein Couplet recht hübſch ſang. Mit feinem Takt
ſpielte Herr Knispel die Rolle des Baurats Hiller
und mit wohltuender Natüxlichkeit Frl. Gothe die
der Emma. Die Raufſzene im Roten Ochſen wurde
beſonders draſtiſch herausgearbeitet und war von
er=
friſchender Realiſtik.
Konzerte.
mm. Der Klavierabend von Willy
Hut=
ter hatte am Donnerstag abend ein ſehr gewähltes
Publikum aus den erſten kunſtfreundlichen Kreiſen
unſerer Stadt im Saale des Hotels Traube
zuſammen=
geführt. Liſzt und Chopin waren auf dem mit
erleſe=
nem Geſchmack zuſammengeſtellten Programm unſeres
hier mit ſo großem Erfolg als Lehrer wirkenden noch
jugendlichen Meiſters mit ſehr intereſſanten Werken,
die zum eiſernen Beſtande im Rüſtzeug eines modernen
Pianiſten gehören, vertreten. Sind doch beide
Ton=
ſchöpfer, jeder den anderen in beſtimmter Richtung
er=
gänzend und erweiternd, zuſammen für die techniſche
und noch mehr für die geiſtige Behandlung des
Piano=
forteſpiels von einer ſolchen grundlegenden Bedeutung
geworden, daß mit dem Studium ihrer Werke und dem
Eindringen in die Abſichten des Dichters in Tönen erſt
die Hochſchule des Klavierſpielers beginnt. Erſt mit
der geiſtigen, ſicheren Bewältigung auch des poetiſchen
Vorwurfs einer Kompoſition, die alles Mechaniſche zur
Nebenſache werden läßt, beginnt die Ausübung des
künſtleriſchen Klavierſpiels zur allgemeinen und in
allen Nationen gut verſtandenen lebendigen Sprache zu
werden. Hatte nun Chopin, der weniger durch die für
die Zeit, in welcher er lebte, kühnen und großen
Neuer=
ungen den Leuten, die nun einmal am Hergebrachten
nicht gerüttelt haben wollen, Veranlaſſung Anſtoß
zu nehmen gegeben und infolgedeſſen, wie auch wegen
der ungemein eleganten Form ſeiner Tonſtücke einem
raſcheren und leichteren Erfolg als Franz Liſzt, ſo hatte
dieſer, der die Fülle ſeiner Ideen nicht ſo ſehr in
be=
kannte, liebgewordene Formen einzwängen mochte,
ſondern ſeinem unbeugſamen Charakter entſprechend
auch vom Zuhörer geiſtige Mitarbeit verlangte, vielfach
mit Anfeindungen aller Art zu kämpfen Am erſten
noch fand er Bewunderung (nicht gerade Anerkennung)
infolge ſeiner glänzenden Virtuoſenleiſtungen, ein
Um=
ſtand, der den Meiſter zu einer ziemlich ſtarken
Ver=
achtung der damaligen Konzertbeſucher führte. Denn
wenn er auch ſein Beſtes an gedankenreichem neuer.
Inhalt in ſeinen Werken gab: man beklatſchte doch nur
den fingerfertigen Virtuoſen, aber ſeine Gedanken
ver=
ſtehen zu wollen, gab man ſich keine Mühe. Und ſo iſt
es (abgeſehen von den Klavierwerken) auch heute leider
noch in vielen, ſelbſt größeren Städten, die ſonſt dem
guten Modernen in der Kunſtpflege gar nicht abgeneigt
ſind. In der angeführten Richtung wäre auch hier
noch manches zu wünſchen.
Das ſehr hübſch verlaufene Konzert begann mit
den vor mehreren Jahren von dem Leipziger Profeſſor
Straube hier zum erſtenmale im Richard Wagner=
Ver=
ein geſpielten Variationen über ein Motiv von Bach
(Basso continuo) aus der Kantate: „Weinen, Klagen,
Sorgen, Zagen iſt des Chriſten Tränenbrot” und des
Crucifixus der A=moll=Meſſe. Das Werk, wie viele
ernſte oder religiöſe Schöpfungen des Meiſters „mehr
gebetet als komponiert”, wurde von Herrn Hutter mit
der zarteſten Empfindung interpretiert und ließ den
größeren Farbenreichtum und die gewaltige Klangkraft
des königlichen Inſtrumentes, für welches es eigentlich
gedacht iſt, kaum vermiſſen, ſo klar und fein zugleich
war die Ausführung unter den Meiſterhänden des
Vor=
tragenden. Mit dem Choral: „Was Gott tut, das iſt
wohlgetan” ausklingend, verbreitete es eine der
Jah=
reszeit entſprechende, ruhig ergebene Andachtsſtimmung
unter den Zuhörern, die denn auch durch keine laute
Bewegung verwiſcht wurde. Im Vortrag ebenſo
vol=
lendet fanden die anderen Liſztſchen Stücke: Konzert=
Etude und beſonders Spoſalizio begeiſterte Aufnahme.
Der zum Schluß mit Bravour geſpielten beliebten und
bekannten „Legende vom heiligen Franz von Paula, auf
den Wogen ſchreitend” mußte er nach öfterem
Hervor=
ruf noch eine Zugabe folgen laſſen.
Ganz beſonders aber begründete Herr Hutter ſeinen
mit Recht bedeutenden Ruf als ausgezeichneter,
fein=
ſinniger Chopinſpieler mit dem ungemein zarten,
poeſie=
vollen Vortrag der Nocturne und Barcarole, ſowie der
umfangreichen H-moll=Sonate (Werk 58), die ihm auch
einige wertvolle Lorbeerkränze neben großem Beifall
zuteil werden ließen. Mit Stolz darf Herr Hutter an
dieſen großen künſtleriſchen Erfolg des ſehr
anregen=
den Abends zurückdenken.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
Nummer 278.
Werkzenge konnten ſehoch an hrem Verſteck
aufgefun=
den werden.
London, 24. Nov. Wie erſt jetzt bekannt wird, hat
Dr. Crippen in der letzten Nacht vor ſeiner
Hin=
richtung noch einen Selbſtmordverſuch gemacht, indem
er verſuchte, ſich mit ſeinen Augengläſern, die er
zer=
brach, die Pulsadern durchzuſchneiden. Die Wärter
hielten ihn jedoch unter ſcharfer Beobachtung und
ver=
eitelten rechtzeitig den Selbſtmordverſuch. Eine
Lon=
doner Abendzeitung veröffentlichte ein ausführliches
Geſtändnis des Mörders, aber es handelt ſich um eine
Fälſchung, denn offiziell wird jetzt erklärt, daß Crippen
keinerlei Geſtändnis abgelegt hat.
Colombo, 24. Nov. Der Kronprinz und die
Kronprinzeſſin ſind heute vormittag von Kandy
abgereiſt und nachmittags in Nuwara Elya eingetroffen.
Parlamentariſches.
* Der Zweiten Kammer iſt folgender
Geſetzent=
wurf über die Abänderung des Geſetzes,
die Einrichtung und die Befugniſſe der
Oberrechnungskammer betreffend, vom 14. Juni
1879, zugegangen.
Hinter Artikel 8 des Geſetzes vom 14. Juni 1879 wer=
Die Oberrechnungskammer darf davon abſehen, die
Ein=
ziehung zu wenig vereinnahmter oder zu viel
veraus=
gabter Beträge, wie auch die Auszahlung zu viel
vereinnahmter oder zu wenig verausgabter Beträge zu
verlangen, wenn es ſich um geringfügige Summen
han=
delt, oder wenn die Einziehung oder Auszahlung mit
Weiterungen oder Koſten verbunden wäre, die nicht im
richtigen Verhältnis zu der Höhe des Betrages ſtünden.
— Artikel 8b. Die Oberrechnungskammer iſt befugt,
ſowohl auf die Vorlage von Belegen minderer
Bedeu=
tung zu verzichten, deren Prüfung bereits von einer
an=
deren Behörde veranlaßt und beſcheinigt iſt, als auch in
geeigneten Fällen die Prüfung von Belegen auf
Stich=
proben zu beſchränken.
In der Begründung heißt es: Der Erlaß des
wägung veranlaßt, ob es ſich empfehle, auch für Heſſen
ſchäftsgang der Oberrechnungskammer ermöglichen. Bei der Behörden waren ebenfalls meiſt geſchloſſen.
der Verſchiedenartigkeit der Verhältniſſe kommen die mei=
Betracht. Dagegen empfiehlt es ſich, zur Verminderung
des Schreibwerks und zur Vereinfachung der
Rechnungs=
prüfung die Vorſchriften des § 8 Abſatz 1 und des § 5
genannten Reichsgeſetzes durch entſprechende Ergänzung
Oberrechnungskammer betreffend, vom 14. Juni 1879 zu
übernehmen.
Aktiengeſellſchaft, S. Wronker u. Co., Geſchwiſter Knopf,
S. Wronker u. Co. Nachf. in Offenbach, L. Halbreich in
Worms, M. Knopf in Worms und Louis Landauer in! 8,15 Uhr durch die Rhein=, Neckar=, Hügelſtraße nach
zur Einführung gelangen ſoll, eine längere
Vorſtel=
lung an die Erſte Kammer gerichtet. Die Petenten
wenden ſich namentlich gegen die Höhe der von der
Zweiten Kammer angenommenen Warenhaus= und Turm der Stadtkirche ſpielte. Zur gleichen Zeit be=
Filialſteuer und führen aus, es habe ſich „in der
hausſteuer ihren urſprünglichen Zweck, dem
Klein=
handel einen Schutz gegen die Warenhäuſer zu
gewäh=
geführt hat.” In Erkenntnis dieſer tatſächlichen
Ver=
hältniſſe hätten auch die Staaten mit Warenhausſteuer
Warenhäuſer herbeiführen würde, gehe daraus hervor,
Ferner werde in Preußen nur eine Gewerbe
dagegen neben der jetzt ganz bedeutend erhöhten
Ge=
werbeſteuer in kumulativer Weiſe noch die
Waren=
hausſteuer erhoben. Und weiter würde neben der
regulären Gewerbeſteuer und der Warenhausſteuer
eine Warenhausfiliale eventuell noch eine Filialſteuer
zu zahlen haben. Das ſei eine ganz exorbitante
Be=
ſteuerung, gegen welche die Intereſſenten Widerſpruch
erheben müßten. Man könnte von einem ſteuerlichen
Ausgleich zwiſchen Warenhäuſern und
Kleinhandels=
betrieben allenfalls noch ſprechen, wenn die
Waren=
haus= und Filialſteuer zuſammen auf 10 Prozent des
Ertrages begrenzt würde. Das würde ſchon eine ganz
erhebliche Mehrbelaſtung gegenüber der Konkurrenz
bedeuten, die nur eine Steuer von 2 bis 2½ Prozent
des Ertrages habe. Die Petenten beantragen, für die
Geſtaltung dieſer Steuer, die ſie grundſätzlich
verwer=
fen, das folgende: 1. Eine Kumulierung der 3 Steuern,
Gewerbeſteuer, Warenhausſteuer und Filialſteuer,
wird geſetzlich ausgeſchloſſen. Der mit ſolchen Steuern
belaſtete Betrieb hat, wie in Preußen, immer nur die
höchſte Steuer zu zahlen. 2. Die Warenhaus= und
Fi=
lialſteuer werden, falls ſie als Umſatzſteuer vom
De=
tailumſatz erhoben werden, je auf 10 Prozent des
Er=
trages begrenzt. 3. Falls die Warenhaus= oder
Filial=
ſteuer als Zuſchläge zur Gewerbeſteuer erhoben
wer=
den, ſo werden dieſe, wie in Württemberg, auf 20 bis
den folgende neue Vorſchriften eingeſtellt: Artikel Sa. 150 Prozent feſtgeſetzt. 4. Erreicht der nachgewieſene
Ertrag nicht 5 Prozent des Umſatzes, ſo ſind der
Ver=
anlagung 5 Prozent des Umſatzes als Reinertrag
zu=
grunde zu legen.
Großherzogs Geburtstag.
* Der Geburtstag unſeres Landesfürſten wurde
in der Reſidenz in gewohnter Weiſe gefeiert.
Ein klarer, heller Wintertag gab den Feiern auch nach
außen hin einen freundlichen Rahmen, der durch die
luſtig im leichten Winde wehenden Fahnen und
Flag=
gen, die alle öffentlichen und viele Privatgebäude
ſchmückten, auch zum feſtlichen wurde. In den
Schu=
len fiel der Unterricht aus, dafür fanden morgens,
zum Teil auch ſchon tags vorher, beſondere Feiern
Reichskontrollgeſetzes vom 21. März 1910 hat zu der Er= ſtatt, in denen durch patriotiſche Anſprachen und
dekla=
matoriſche Darbietungen die Schüler auf die Bedeut=
Beſtimmungen zu treffen, die eine Vereinfachung im Ge= ung des Tages hingewieſen wurden. Die Bureaus
Im übrigen trug die Feier vorwiegend
mili=
ſten Beſtimmungen dieſes Geſetzes für Heſſen nicht in täriſches Gepräge. Die Kaſernen und
ſonſti=
gen militäriſchen Gebäude waren mit Fahnen und
Girlanden feſtlich geſchmückt. Der Zapfenſtreich am
Donnerstag abend hatte bei dem ſchönen Wetter viele
Hunderte auf die Beine gebracht, die dem Zug das
Ge=
des Geſetzes, die Einrichtung und die Befugniſſe der! leite gaben. Das militäriſche Programm wurde mit
gewohnter Exaktheit innegehalten. Der Zapfenſtreich,
an dem die Kapellen ſämtlicher hieſiger Regimenter,
ſowie die Spielleute des Leibgarde=Regiments 115
*X* Sieben große Warenhäuſer in teilnahmen, wurde auf dem Paradeplatz formiert.
Heſſen, und zwar die Firmen Leonhard Tietz, Unter Führung des Adjutanten des Leibgarde=
Regi=
ments marſchierte der Zug, den Obermuſikmeiſter
Mickley als älteſter Kapellmeiſter leitete, pünktlich um
Worms, haben gegen die Warenhaus= und Fi= dem Neuen Palais. Hier wurde eingeſchwenkt und
lialſteuer, die in der neuen Gemeindeſteuerreform die Muſik ſpielte zwei Stücke, danach Zapfenſtreich
und Gebet. Geſtern früh wurden die Feierlichkeiten
um 7,30 Uhr eingeleitet durch einen Choral, den das
Trompeterkorps des Großh. Artilleriekorps vom
gann das übliche große Wecken durch die Kapelle des
Praxis unzweifelhaft herausgeſtellt, daß die Waren= Leibgarde=Regiments Nr. 115 und die Spielleute
des=
ſelben Regiments unter Obermuſikmeiſter Hauske.
Die Kapelle marſchierte von der Kaſerne des
Regi=
ren, völlig verfehlt, ja vielmehr das Gegenteil herbei= ments in der Alexanderſtraße um 7,30 Uhr unter
Führung eines Adjutanten ab und zog über den
Pa=
radeplatz durch die Rhein=, Neckar= und Hügelſtraße
dieſe „immer milder geſtaltet‟ Daß die vorgeſchla= wiederum zum Neuen Palais. Hier wurden drei
gene heſſiſche Steuer eine ſehr ſtarke Belaſtung der Stücke geſpielt. Danach marſchierte die Kapelle zur
Kaſerne zurück. Um 10 Uhr begann in der St.
Eliſa=
daß die Warenhausſteuer in Preußen nur bis 2 Proz. bethenkirche der Gottesdienſt für die katholiſchen,
des Umſatzes, in Heſſen dagegen bis 5 Proz. betragen um 10,30 Uhr in der Stadtkirche für die evangeliſchen
ſolle, alſo das 2½fache der höchſten preußiſchen Steuer. Mannſchaften. Am Gottesdienſt nahmen ſämtliche
Offiziere der Garniſon teil, die Truppenteile hatten
ſteuer, und zwar die höhere, in dieſem Falle alſo Abordnungen entſandt; die Gotteshäuſer waren
über=
nur die Warenhausſteuer, erhoben, von der die regu= füllt. — Um 12 Uhr fand auf dem Marienplatz
Pa=
läre Gewerbeſteuer abgeſetzt wird. In Heſſen werde role=Ausgabe in der üblichen Weiſe ſtatt, an der
die Offizierkorps und Abordnungen der Regimenter,
ſowie die Garde=Unteroffizier=Kompagnie teilnahmen.
Mit dem Hoch auf den Großherzog, das
Generalleut=
nant Freiherr v. Strantz ausbrachte, begann eine
auf dem kleinen Exerzierplatz aufgeſtellte Batterie des
Feldartillerie=Regiments Nr. 61 mit dem Abfeuern des
Ehrenſaluts von 101 Schüſſen. Nach der Parole=
Ausgabe ſpielte die Kapelle des Garde=Dragoner=
Re=
giments Nr. 23 auf dem Marienplatz mehrere Stücke.,
Nachmittags fanden in den Offizierkaſinos Feſteſſen
und abends in verſchiedenen Lokalen
Mannſchafts=
feiern ſtatt. Die Wachen und Poſten erſchienen
wäh=
rend des ganzen Tages im Paxadeanzug. Die
Mann=
ſchaften hatten natürlich dienſtfrei.
Die Techniſche Hochſchule feierte den Ge=‟
burtstag ihres hohen Schutzherrn und Rektor
Magni=
fizentiſſimus um 11¾ Uhr durch einen Feſtakt im
der Aula. Die Chargierten ſämtlicher Verbindungen
hatten in Wichs mit ihren Fahnen rings im Saale
Aufſtellung genommen und verliehen ſo dn Feſtart
das gewohnte, buntfarbene ſtudentiſche Bild. Unter
den Ehrengäſten, die zum Feſtakt erſchienen waren,
bemerkte man u. a. die Herren Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach Exz. Geheimeräte Dr.
Weber, Frhr. v. Biegeleben,
Oberkonſiſtorial=
präſident D. Nebel, Provinzialdixrektor Geheimerat
Fey, Geh. Oberforſtrat Dr. Walther,
Oberpoſt=
direktor Melkau uſw. Die Feier wurde eingeleitet
durch den Vortrag des Adagio cantabile (As-dur) aus
dem Trio Nr. 1 von L. v. Beethoven, vorgetragen von
Mitgliedern des „Akademiſchen Chors” i. S. V.
Dar=
auf hielt Herr Profeſſor Kayſer die Feſtrede, der
nach altem Brauch ein wiſſenſchaftliches Thema
zu=
grunde gelegt war. Er ſprach über „Die
Entwickel=
ung und die Fortſchritte des Eiſenbetonbaues”. In
der Einleitung feierte der Redner den Großherzog
als Schützer und Schirmer der Hochſchule und der
techniſchen Wiſſenſchaften. Zum Schluß der Feſtrede
brachte er ein dreifaches Hoch auf den Großherzog
aus, in das die Anweſenden begeiſtert einſtimmten.
„Kreuzritters Heimkehr” für Chor und
Klavierbegleit=
ung von Simon Breu, vorgetragen vom „
Akademi=
ſchen Chor” i. S. V. (Dirigent: Profeſſor Dr. W.
NNagel), bildete den Schluß des Feſtaktes, an
den=
ſich eine feierliche Auffahrt der Studierenden an=!
ſchloß.
An dem Feſteſſen, das nachmittags 2 Uhr im
feſtlich geſchmückten großen Saale des Saalbaues
ſtattfand, nahmen die Spitzen der Behörden, Staats=
und ſtädtiſche Behörden, im ganzen etwa 200 Gäſte
ſteil. Das Hoch auf den Großherzog brachte Herr
Staatsminiſter Ewald aus. Er knüpfte an die
Worte des Fürſten Bismarck in ſeinen „Gedanken
und Erinnerungen” an: „Deutſcher Patriotismus
be=
darf in der Regel, um tätig und wirkſam zu werden,
der Vermittelung dynaſtiſcher Anhänglichkeit. Die
deutſche Vaterlandsliebe bedarf eines Fürſten, auf
den ſich ihre Anhänglichkeit konzentriert. Die anderen
europäiſchen Völker bedürfen einer ſolchen
Vermittel=
ung für ihren Patriotismus und ihr Nationalgefühlz
nicht. Ein reichstreuer Herzog iſt deshalb dem Ganzen
unter Umſtänden nützlicher, als direkte Beziehungen!
des Kaiſers zu den herzoglichen Hinterſaſſen‟.
Einen=
ſolchen Herzog haben wir in unſerem Großherzog
Ernſt Ludwig. In, treuer Liebe hängt das Volk an
ihm und ſteht mit ihm treu zu Kaiſer und Reich. In
Gemeinſchaft mit den anderen Bundesfürſten bietet er
die Gewähr für die Sicherheit des Reiches und deſſen
Inſtitutionen. Gleich ſeinen Vorfahren iſt unſer
Großherzog darauf bedacht, allen Kreiſen des Volkes
und allen Beſtrebungen und Intereſſen gleichmäßig
ge=
recht zu werden und im Verein mit ſeiner hohen
Ge=
mahlin Elend und Not zu lindern. In warmer Liebe
und Dankbarkeit ſchlagen ihm alle Herzen entgegen?
und mit inniger Freude erfüllt uns das Familienglück,
das er gefunden hat. Den Gefühlen der Liebe und
Ehrfurcht und den Wünſchen, die uns heute beſeelen,
geben wir Ausdruck in dem Rufe: „Se. Königl. Hoheit
der Großherzog Ernſt Ludwig lebe hoch!”
Die Speiſefolge des vorzüglich zubereiteten
Mahles lautete: Königinſuppe — Heilbutte, s.
hol-
landaise, ausgeſtochene Kartoffeln — Hamburger
Kalbskeule nach Godart — Helgoländer Hummer,
Kleines Feuilleton.
* Ein Polizeipräſident gegen die
Hut=
nadeln. Der Berliner Polizeipräſident erläßt
fol=
gende Bekanntmachung: „Seit längerer Zeit iſt die
Beobachtung gemacht worden, daß bei vielen Damen,
die ihre Hüte auf dem Kopfe durch lange Nadeln
be=
feſtigen, deren Spitzen über den Hutrand hinausragen.
Dieſe Hutnadeln bilden im Straßenverkehr, beſonders
innerhalb der Straßenbahnwagen, für Perſonen, die
in die Nähe der Trägerinnen ſolcher Nadeln kommen,
eine ſchwere Gefahr, und es ſind tatſächlich mehrfach
Anzeigen über Verletzungen, die durch Hutnadeln
in=
folge plötzlicher Kopfbewegungen verurſacht worden
ſind, bei mir eingegangen. Ich ſehe mich daher im
In=
tereſſe der öffentlichen Sicherheit veranlaßt, die
Da=
men zu erſuchen, derartig lang herausſtehende
Hut=
nadeln entweder ganz zu vermeiden, oder wenigſtens
deren Spitze durch ſchützende Hülſen, wie ſie in den
Geſchäften hier feilgeboten werden, zu bekleiden und
ſo unſchädlich zu machen. Ich darf wohl erwarten, daß
es nur dieſes Hinweiſes bedarf, um der Unſitte zu
ſteuern und mir erſpart bleiben wird, anderweitige
polizeiliche Maßnahmen zu ergreifen.” — Spät kommt
dieſe Bekanntmachung, doch ſie kommt!
* Walfiſchfleiſch für Deutſchland. Die
nordiſchen Länder machen den Verſuch, Walfiſchfleiſch
nach Deutſchland einzuführen. Die Fleiſchteuerung
hat offenbar die erſten greifbaren Erfolge vermittelt.
Die Hauptabnehmer wohnen in der Provinz und im
Königreich Sachſen. Der norwegiſche Vizekonſul in
Leipzig berichtete, daß dort 13000 Kilogramm
Walfiſch=
fleiſch verkauft oder beſtellt worden ſind. In
Magde=
burg ſetzt ein Geſchäft allein täglich 300 bis 400 Pfund
im Kleinverkauf ab. Das Walfiſchfleiſch wird aus
Norwegen, Dänemark und Island bezogen. Es
han=
delt ſich um das Fleiſch junger Wale, das
wohl=
ſchmeckend und nahrhaft ſein ſoll. Alte Tiere ſind
un=
genießbar.
** Was ein engliſcher Parlamentsſitz
koſtet. Mit begreiflicher Beklommenheit mag das
Gros der engliſchen Volksvertreter der bevorſtehenden
Parlamentsauflöſung entgegenſehen, denn die
Neu=
wahlen türmen nicht nur das böſe Fragezeichen auf,
ob man wieder den innegehabten Sitz einnehmen wird,
ſie bedeuten auch, bei aller Unbeſtimmtheit des
Erfol=
ges, einen ſchmerzlich tiefen Griff in den Geldbeutel.
Aber die Parlamentskandidaten von heute haben es
immer nach beſer, wie ihre Voxgänger vor 100 Jah=
ren, denn damals waren die Summen, die ein Kandidat
für ſeine Wahl opfern mußte, noch ungleich höher als
heute. Eine engliſche Wochenſchrift erinnert daran,
daß Lord Milton und Lascelles, die beide in York
kandidierten, im Jahre 1807 für ihre Wahl zuſammen
nicht weniger als 4 Millionen Mark ausgeben mußten,
jeder von ihnen zwei Millionen. Dieſe Ziffern ſind
freilich ein Rekord geblieben; aber in jener Zeit
waren die Wahllokale oft fünf, bisweilen ſogar ſechs
Wochen lang geöffnet, und die Anwärter des
Parla=
ments mußten ihre Wähler auf ihre eigenen Koſten
aus den fernſten Winkeln des Landes zum Wahllokal
befördern. Dabei wurde in jener Zeit in großem
Maßſtabe mit Stimmenkauf und Beſtechungen
ge=
arbeitet. In einem ſo kleinen Wahlbezirk wie
Nort=
hampton haben 1768 zwei Kandidaten je 600000 Mark
aufwenden müſſen, um anſtändige Wahlen zu erzielen.
Die gleiche Summe bezahlte ein Volksvertreter von
Kent für ſeinen Parlamentsſitz. 400000 Mark war ein
normaler Preis für eine Wahlkampagne. Unter den
reichen Leuten war der parlamentariſche Ehrgeiz ſo
groß, daß ſchließlich die Väter in ihre Teſtamente
Klau=
ſeln einſetzten, um die Söhne daran zu verhindern,
einen großen Teil ihres Vermögens für die eigene
Wahl auszugeben. Merkwürdig genug iſt es, daß der
Erfolg im Wahlkampfe oft viel billiger iſt als der
Mißerfolg. Bei den Wahlen im Jahre 1900 hat Louis
Sinclair im ganzen nur 38 480 Mark geopfert, um in
Sonth Eſſex einen Parlamentsſitz zu erringen,
wäh=
rend der Gegner, der 3000 Stimmen weniger erhielt,
nahezu 45000 Mark aufwandte. Freilich können nicht
alle Kandidaten ſolche Summen aufbringen, und
manche ſind auch durch ihre Geſchicklichkeit, billige
Wahlerfolge zu erzielen, berühmt geworden. So hat
es W. Abraham im Jahre 1786 fertig gebracht, mit nur
140 Mark Koſten einen Parlamentsſitz zu erobern. Doch
dieſe Leiſtung verſchwindet vor dem Erfolg des
ſtein=
reichen, aber beiſpiellos geizigen John Elwes, der
vor Jahrzehnten eine Kandidatur in Berks nur unter
der Bedingung annahm, daß ſeine Wahl ihn nichts
koſten würde. Sie koſtete ihn ſchließlich doch etwas:
nämlich 1,50 Mark für ein Frühſtück. Aber den Rekord
der Billigkeit hält zweifellos Michael Davict, der im
Jahre 1892 aus dem nordöſtlichen Wahlkreiſe von Cork
ins engliſche Unterhaus entſandt wurde: ihn hat ſeine
ganze Wahlkampagne rund 85 Pfg. gekoſtet.
— Die Radiumhochzeit. Das neueſte
Er=
eignis in Paris iſt die Feier der Radiumhochzeit, die,
wie ſchon ihr Name ſagt, ziemlich ſelten iſt. Denn
die „Radiumhochzeit” iſt die Feier der 70. Wiederkehr
des Tages, da zwei heute noch lebende Ehegatten vor
dem Altar die Ringe wechſelten. Die Jubilare ſind
Ferdinand Dugué und ſeine Gattin, die zuſammen die
ſtattliche Summe von 187 Jahren repräſentieren. Aber
Ferdinand Dugué iſt nicht nur Radiumgatte, er iſt
zu=
gleich auch der älteſte lebende Dramatiker der Welt.
Er zählt 95 Jahre und trat am 22. November 1840 vor
den Altar. In ſeinem reich geſegneten Leben hat er
nicht weniger als 42 Theaterſtücke geſchaffen; gute
Freunde wollen ſogar wiſſen, daß es 43 waren. Die
bekannteſten unter dieſen Werken ſind: „Die Piraten
der Savannah” und „Cartouche‟. Die „Piraten” ſind
über 1000mal in Szene gegangen. Sein letztes Werk,
ein Drama, das auf dem Meeresgrund ſpielt,
wurde 1877 zuerſt gegeben, und erſt vor
weni=
gen Wochen in Paris wieder neu einſtudiert. Mme.
Dugué hat in den letzten zwei Jahren das Bett
hüten=
müſſen, weil ſie ſich das Bein gebrochen hatte, aber ſie
iſt im übrigen noch ebenſo lebhaft und guten Mutes,
wie ihr rüſtiger Gatte. „Meine Knochen ſind zu alt,
um noch zu heilen”, erklärte ſie lächelnd den Feſtgäſten,
„aber ſchließlich war es auch meine eigene Schuld. Ich
fiel auf der Treppe des Bahnhofes hin, als ich unſinnig
lief, um einen abfahrenden Zug noch zu erreichen.”
CK. Die Irrtümer des Inſtinktes. In
der franzöſiſchen Akademie der Wiſſenſchaften hat
Bon=
nier über die Forſchungen Roubauds einen
intereſſan=
ten Bericht erſtattet. Roubaud beobachtete bei Weſpen
von der Belonogaſter=Art einen merkwürdigen
Irr=
tum des Inſtinktes. Dieſe Weſpen beſitzen einen
Pa=
raſiten, eine kleine Mücke, die ihre Larven oft in den
Zellen der Weſpen niederlegt; die Verpuppung
voll=
zieht ſich dann in den Weſpenzellen. Aus Sparſamkeit
verzehren die ausgewachſenen Weſpen jene Larven
ihrer eigenen Gattung, die durch das Eindringen der
Paraſiten entwicklungsfähig geworden ſind; aber
da=
bei befreien ſie auch ihre Feinde, die Fliegen, die ohne
dieſen Eingriff untergegangen wären. Dieſem Fehler
folgt ein zweiter Irrtum: die paraſitären Mücken
haben ihrerſeits einen Feind in winziges= Inſekten,
die ihre Eier in die Mückenlarven legen. Zisweilex
werden dieſe Eier an der Seite der Larve depontert;
ſie entwickeln ſich aber trotzdem. Die Weſpe jedoch
ver=
tilgt auch dieſe Eier; ſie weiß Freund und Feind nicht
zu trennen, und indem ſie den Feind begünſtigt,
ver=
nichtet ſie den Bundesgenoſſen im Kampfe=ums=
Da=
ſein.
Seite 5.
Nummer 278.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November=1910.
s. mayonnaise.. — Rehbraten, Salat, Kompott —
Ge=
miſchte Eisbombe — Käſeſtangen — Deſſert — Kaffee.
Die Tafelmuſik wurde von der Kapelle des
Großh. Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23
ausge=
führt.
W—1. Im Hoftheaterfand Feſtvorſtellung bei
feſtlich erleuchtetem Hauſe ſtatt. Der Vorſtellung wohnten
hei: Der Großherzog und die Großherzogin
und die Prinzeſſin Heinrich von Preußen,
Fürſt und Fürſtin zu Solms=Lich, Prinz und
Prinzeſſin Franz Joſef von Battenberg
und die Prinzen Victor und Karl zu
Iſen=
burg=Birſtein. Als die höchſten Herrſchaften die
Hofloge betraten, brachte Herr Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing ein dreimaliges Hoch auf den Großherzog aus,
das freudigen Widerhall fand, worauf die Fürſtenhymne
geſpielt wurde, die das Publikum ſtehend anhörte.
Als erſtes Stück gelangte zum erſten Male „
Suſan=
nens Geheimnis” Intermezzo in 1 Akt nach dem
Franzöſiſchen von Enrico Golisciani, Deutſch von Max
Kalbeck, Muſik von Erm. Wolf=Ferrari, zur
Auffüh=
rung. Die Handlung des Einakters iſt recht harmlos, aber
ſehr geſchickt zu einem Libretto verarbeitet. Die Gattin
Suſanne des Grafen Gill raucht in Abweſenheit ihres
Mannes heimlich Zigaretten. Als er nach Hauſe kommt
und den Zigarettenduft im Zimmer riecht, ſchöpft er
Ver=
dacht, da er weiß, daß weder ſeine Frau noch ſein Diener
rauchen. Ihr unbeſtimmtes Geſtändnis, daß ſie ein
Ge=
heimnis vor ihm habe, ſtachelt ſeine Eiferſucht noch mehr
auf und es kommt zu einer ſtürmiſchen Eheſzene, worauf
er das Haus verläßt mit der Abſicht, ſeine Frau mit dem
vermeintlichen Zigarettenraucher zu ertappen. Er ſteigt
durchs Fenſter ins Zimmer, als ſie mit der brennenden
Zigarette in der Hand im Schaukelſtuhl ſitzt. Sie
ver=
ſteckt das eorpus delicti, er aber verbrennt ſich, als er
zu=
greift, an der Zigarette und — der Konflikt iſt gelöſt.
Bei einer Taſſe Tee rauchen dann beide zuſammen eine
Verſöhnungszigarette — und „Suſannens Geheimnis”
hat aufgehört zu ſein.
Die Muſik der reizenden muſikaliſchen Bluette
verei=
nigt dramatiſches Pathos mit lyriſcher Grazie. Sehr
an=
ſprechend iſt ſchon die in prickelndem Luſtſpielſtil
geſchrie=
bene Ouverture; trotz der Einfachheit der Handlung und
der äußeren Form des Werkchens — es iſt nur ein
ein=
ziges großes, von Monologen Suſannens unterbrochenes
Duett, da die dritte Perſon eine ſtumme Rolle hat — kommt
doch dank der lebendigen und leicht fließenden
Inſtrumen=
tation und dem durch das Ganze hindurchgehenden friſchen
Zug ein Gefühl von Monotonie nicht auf. Obgleich dem
Komponiſten das Rüſtzeug moderner Inſtrumentation zu
Gebote ſteht, nähert ſich die Muſik doch mehr der
Mozart=
ſchen Einfachheit, als dem überladenen Stil der
Moder=
nen und hält ſich auch von dem Fehler der letzteren, dem
Mißverhältnis zwiſchen Inhalt und Form, durchaus fern.
Auch die leitmotiviſche Behandlung — man könnte von
einem Eiferſuchtsmotiv, einem Zigarettenmotiv ꝛc. ſprechen
— iſt geſchickt und macht nicht den Eindruck des
Beabſich=
tigten und Aufdringlichen. Sehr hübſch und von echter
Tonpoeſie erfüllt iſt der Monolog der verlaſſenen Suſanne
Die muſikaliſche Leitung der Aufführung lag in den
Händen des Herrn Hofkapellmeiſters de Haan, die
ſze=
niſche Leitung in denen des Herrn Oberregiſſeurs
Val=
dek. Den Grafen Gill, den Fluth von Piemont, ſang und
ſpielte Herr Weber mit ſtimmlicher Friſche, Verve und
Nobleſſe und ließ es in der Eiferſuchtsſzene an feurigem
Temperament nicht fehlen. Die Gräfin, die im Gegenſatz
zu Frau Fluth die Eiferſucht ihres Mannes von der
ernſten und nicht von der humoriſtiſchen Seite auffaßt und
etwas philiſtrös angehaucht iſt, hatte in Frau Speiſer=
Suchanek eine repräſentativ, darſtelleriſch und
geſang=
lich berufene Vertreterin gefunden. Die vantomimiſche
Rolle des Dieners Sante geſtaltete Herr Riechmann
höchſt komiſch aus.
Der beſcheidene, als ein Intermezzo bezeichnete
muſi=
kaliſche Einakter, der eine ſchätzenswerte Bereicherung
un=
ſeres Repertoirs bildet, erzielte einen vollen Erfolg.
Als zweites Stück gelangte das Singſpiel „
Brü=
derlein fein” wieder zur Aufführung.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die Höflichkeit der Straße.
— Du meinſt, lieber Neffe, Du habeſt in Deiner
Tanzſtunde im vergangenen Winter alles gelernt,
was an höflicher Sitte von einem jungen Manne
ver=
langt werden kann. Dies gerne zugeſtehend, möchte
Dein Oheim Dich noch auf etliches aufmerkſam machen,
was zu unſerer Zeit geübt wurde und was
aller=
dings in der jagenden Eile des heutigen Lebens nicht
mehr ſo ſtreng beobachtet werden und nicht ſo korrekt
ausgeführt werden kann: Ich meine, die
Höflich=
keit der Straße. Z. B.: Du überholſt beim
Spaziergang oder auf dem Trottoir eine Gruppe
oder einen Einzelnen, und, kaum vorüber, nimmſt
Du Deinen Kurs, dicht vor ihnen, gewährſt ihnen
den Anblick Deines ſchlanken Wuchſes, ſchlenkerſt
Dein Stöckchen und biſt ſehr zufrieden mit Dir. Allein,
— höflich iſt, beim Paſſieren erſt eine Strecke lang
den Ueberholten den Blick frei zu laſſen und erſt in
einiger Entfernung einzulenken. Bei Begegnen mit
älteren Leuten iſt auch nicht fein, das Ausweichen ſo
knapp zu bemeſſen, daß zum Schluß noch ſchnell der
Arm zurückgelegt wird, um ein Anſtoßen zu
ver=
meiden: Iſt Raum vorhanden, ſo zeige früh, daß Du
höflich aus dem Wege gehen willſt. Biſt Du auf den
„deutſchen Gruß” eingeſchworen, ſo markiere ihn
deut=
lich mit einer Verneigung, wenn Du ihn anerkannt
ſehen willſt. Dränge Dich nicht in Haſt zwiſchen
meh=
reren Perſonen durch, wenn auf der Seite Raum iſt,
— Deine Eile iſt auch oft nicht ſo groß, denn das
nächſte Schaufenſter feſſelt Dich bereits zu längerem
Stehen. Dies der erwachſenen Jugend! — Die
Schul=
jugend, die in Ketten von je dreien die Trottoirs
ſperrt und im Vorbeiraſen die Schulranzen oder
=Taſchen ſchleudert, daß es gefährlich ausſieht, die
kann der alte Oheim nicht erziehen zur Höflichkeit
der Straße, obwohl er an der Jugend ſeine Freude
hat. Vielleicht nützen da Eltern=Worte. Oder
Er=
mahnungen der Lehrer und Lehrerinnen!
Es ſcheint wichtig, die Aufmerkſamkeit der
be=
treffenden Stelle nach den Vorgärten der
freiliegen=
den Häufer zu lenken, wo der eilig Vorübergehende
ſehr oft unliebſame Ueberraſchungen erlebt. Die
Sträucher, Bäume und Schlingpflanzen müßten
ſämt=
lich in größerer Höhe gekürzt ſein, ſodaß nicht nur
der Kopf, ſondern auch der Hut eines hochgewachſenen
Mannes ungefährdet bleibt beim Paſſieren der
Fuß=
ſteige. So lange noch der Blätterſchmuck überall das
Auge erfreute, konnte man ſich vorſehen, da von
wei=
em ſchon die Entfernungen abzumeſen war: nun
aber, wo die kahlen Zweige und Ranken
nieder=
hangen, gehört große Vorſicht dazu, nicht von einer
ſolch dünnen Gerte einen Schlag ins Auge zu
bekom=
men oder von ſtärkeren Zweigen den Hut beſchädigt
zu ſehen! Noch dürfte auf die Höhe der Regenſchirme
Rückſicht zu nehmen ſein, die bei raſchem Ausweichen
den ganzen Segen von Schnee oder Regen der
Vor=
gärtenbäume zu genießen haben. Alſo tüchtig
kürzen!
— Im Soderviertel macht ſich ſeit einiger Zeit,
namentlich in den Mittagsſtunden, eine Bettlerplage
ſehr läſtig fühlbar. Wenn man ſich auch vor den
häu=
figen unangenehmen Störungen durch Hauſierer nicht
ſchützen kann, ſo dürfte hier doch in obiger Sache ein
energiſches Einſchreiten des zuſtändigen Polizei=
Re=
viers am Platze ſein.
Ein Notſchrei.
„Und wär es von Aſbeſt, es iſt nicht reinlich.”
— Aber einmal muß doch davon geredet werden! Schon
vor mehr als dreißig Jahren hat einmal die geſamte
Wiener Aerzteſchaft einen ſchweren Kampf ſiegreich
durchgeführt gegen die dortige Stadtverwaltung wegen
hygieniſcher Mißſtände, welche ſich in dem Mangel
öffentlicher Bedürfnisanſtalten fühlbar machten und
deren ſchädliche Wirkung ſogar ſtatiſtiſch aus der
Zu=
nahme gewiſſer Krankheitsformen in den Zugängen
der öffentlichen Krankenanſtalten nachgewieſen wurde.
Einſender hatte ſchon vor geraumer Zeit ſich
ver=
anlaßt gehalten, in einer Eingabe beim hieſigen
Stadt=
vorſtand auf ähnliche Mißſtände aufmerkſam zu
machen, welche ſich bei der Zunahme der Stadt an
Ausdehnung wie an Bevölkerung immer fühlbarer
machen. Ich habe auch beſonders auf dieſen
Man=
gel bei öffentlichen Gebäuden, z. B. unſeren beiden
großen Stadtkirchen, der Landeshypothekenbank uſw.
hingewieſen, die ja gar oft das Ziel nicht nur für
Ge=
ſunde, ſondern auch für Kranke und Schwache bilden.
Neben den geſundheitlichen hatten mich aber auch
gewiſſe volkserzieheriſche Gedanken geleitet: In den
alten Muſeumsräumen im hieſigen Schloß hing in
einem der ſchmalen, nach der Rheinſtraße zu gelegenen
Durchgänge ein abſonderliches Gemälde, welches wohl
die Ausſicht aus dem gegenüberliegenden Fenſter in
etwas phantaſievoller Weiſe darſtellen ſollte. Es
bil=
dete aber das beſondere Gaudium der ſoeben
muſeums=
mündig gewordenen Jugend, welche ſich kichernd
gegenſeitig auf die reichlich naturaliſtiſche Staffage
äufmerkſam machte, wodurch der Künſtler wohl die
Uebereinſtimmung ſeiner Darſtellung mit der
Wirk=
lichkeit beweiſen wollte. Wenn ich nun zu oft
wehr=
los dulden muß, daß mein Eigentum, der Eingang
meines Hauſes, in unflätiger Weiſe zur Ergänzung
des öffentlichen Geſundheitsdienſtes herangezogen
wird, ſo muß ich eben glauben, daß üble
Volksgewöhn=
ungen nur ſchwer auszurotten ſind. Auf meine
Ein=
gabe wurde mir unter Anerkennung von deren
Be=
rechtigung der Beſcheid, daß der gute Wille zur
Ab=
hilfe nur allzu oft an dem Widerſpruch der jeweiligen
Nachbarſchaft ſcheitere. (!) — O heiliger Florian, ſchütz?
unſer Haus, zünd andere an!
Ich hatte aber auch auf die Notwendigkeit
hin=
gewieſen, wenigſtens vor Eröffnung neuer
Bauquar=
tiere dieſe unabweisbare Bedürfnisfrage gegen jeden
Einwand ſicher zu ſtellen. Aber auch dieſer Mahnruf
ſcheint ungehört verhallt zu ſein. Es geſchah doch
wohl=
nicht leichten Herzens, als unſere Stadtväter die
be=
trächtlichen Mittel für Herſtellung der
Terraſſen=
mauer an der Nordſeite des Paulusplatzes lediglich
zu Verſchönerungszwecken bewilligten. Wie leicht
hätte doch da, etwa gegen das weſtliche Ende
die=
ſer Mauer hin, durch Ausſparung einer überwölbten
Niſche aus dem anliegenden Körper der Ohlyſtraße
dem „uns bleibenden Erdenreſt, zu tragen — peinlich”,
Rechnung getragen werden können! Ein paar davor
gepflanzte, raſch wachſende Gebüſche hätten wohl jedem
äſthetiſchen Bedenken wegen der im Sommer dort
Luſtwandelnden Rechnung getragen. (Vielleicht hätte
ſich da der Baukunſt Gelegenheit geboten, durch
Schaffung eines ſtilvollen Ventilationsrohrs auf der
Mauerbrüſtung weitere Orgien plaſtiſcher
Aus=
ſchmückung dieſes ſchönen Platzes zu feiern?)
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 25. Nov. Präſident Graf v. Schwerin=
Löwitz eröffnet die Sitzung um 1,20 Uhr. Auf der
Ta=
gesordnung ſteht die Fortſetzung der Beratung der
Fleiſchnot=Interpellation.
Abg. Hildenbrand (Soz.): Das Bedauern der
Arbeiterſchaft über die beſtehende Nahrungsmittelteuerung
wird verſchärft dadurch, daß die Regierungen nicht die
Abſicht haben, geeignete Maßregeln zu ergreifen, dem
von ihnen anerkannten Notſtand abzuhelfen. Dies iſt
eine beſtehende, bedauerliche Tatſache, die nicht ſcharf
ge=
nug in der Oeffentlichkeit gerügt werden kann. (Sehr
richtig!) Der Arbeiter hat Anſpruch auf die Möglichkeit
des Fleiſchgenuſſes und verlangt von der Regierung, daß
ihm dieſer Genuß ermöglicht werde. Die Arbeiter im
Lande werden ſich die Abgeordneten und Parteien
an=
ſehen, die ihre Intereſſen mit Füßen treten. Wir brauchen
nicht nach Wahlſchlachtwörtern zu ſuchen, dafür ſorgen
Sie (nach rechts) und das Inſtrument des Himmels.
(Sehr gut! bei den Soz.) Daß die veterinärpolizeilichen
Gründe gegen die Grenzſperre maßgebend geworden ſind,
glaubt kein Menſch. Der Reichskanzler verſagt — ein
In=
ſtrument des Volkes! Deshalb muß das Volk ſelber die
Teuerung beſeitigen durch Aufhebung der verteuernden
Politik, der indirekten Steuern und der Zölle. Der
ge=
ſundheitliche Zuſtand des däniſchen und holländiſchen
Viehs iſt nicht ſchlechter als derjenige des unſerigen, was
z. B. aus Argentinien als verſeucht zurückgewieſen wurde.
Weshalb verteuert man denn ſonſt den billigen
Margarine=
transport, da dem Arbeiter der Genuß von Butter ſchon
längſt unmöglich gemacht worden iſt? Daß die
Reichs=
regierung Abhilfe ablehnt, iſt eine Vernachläſſigung ihrer
Pflicht, die ihr nicht ſcharf genug zum Vorwurf gemacht
werden kann. (Beifall bei den Soz.)
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Die Mehrheit des
Hauſes teilt nach dem Ergebnis der Debchtte in der
Hauptfache den Standpunkt des Reichskanzlers. Nur in
einigen Nebenpunkten, wie in der Beurteilung des
hollän=
diſchen Viehs und der etwaigen Aufhebung der Maiszölle
beſtehen Meinungsverſchiedenheiten. Wenn der Abg. Dr.
Wiemer ſpricht, daß ich anders geſprochen hätte als früher
als Oberbürgermeiſter von Danzig, ſo beweiſt das nur,
daß ein Miniſter, auf dem die Sorgen der wirtſchaftlichen
Intereſſen eines ganzen Reiches liegen, ganz andere
An=
ſichten hat, als ein Bürgermeiſter, der nur beſchränkte
In=
tereſſen mit allem Nachdruck zu vertreten hat. Mein
Grundgedanke war damals, eine ausgiebige Fleiſchvar=
ſorgung der Minderbegüterten zu ermöglichen; ſo denken
wir auch heute noch. Die Schutzmaßnahmen müſſen
auf=
recht erhalten werden. Auf den § 12 des
Fleiſchbeſchau=
geſetzes kann nicht verzichtet werden und zwar nicht aus
Gefälligkeit oder Freundſchaft zu einer einzelnen Partei.
Eine weſentliche Erleichterung des Marktes iſt durch die
Grenzöffnung nicht zu erwarten. Wenn wir an einzelnen
Stellen im Süden Mangel haben, ſo liegt das daran, daß
man ſich dort auf die Einfuhr aus dem Ausland verlaſſen
hat. Eine Sicherſtellung der Fleiſchverſorgung für alle
Zeiten iſt nur zu erwarten, wenn wir der Landwirtſchaft
eine gewiſſe Sicherheit und mäßigen Gewinn verbürgen,
ihr auch den nötigen Schutz gegen Seuchen zuſichern. Der
Einfuhr aus Südamerika ſtehen geſundheitliche Bedenken
entgegen. Während die Lebenshaltung ſonſt geſtiegen
iſt, iſt auf dem Gebiete der Brotpreiſe dieſe Tendenz
nicht ſo zu verzeichnen. Daß allein unſere
Wirtſchafts=
politik die Fleiſchverſorgung erſchwert, iſt mit guten
Gründen zurückgewieſen worden. Die ſteigenden Löhne
und Qualitäten, höhere hygieniſche und äſthetiſche
An=
forderungen und dergleichen, die mit agrariſcher Politik
nichts zu tun haben, ſprechen mit. Die Fleiſchpreiſe
ſtei=
gen ſtärker als die Viehpreiſe. Denn der
Ausgassspunkt=
unſerer Schutzzollpolitik iſt nicht die Lndwirtſchaft,
ſon=
dern die Induſtrie geweſen; ſchützt man letztere, dann muß
es auch für die Landwirtſchaft geſchehen. Ich kann nur
wünſchen, daß das deutſche Volk die Einſicht beſitzen
werde, uns auch durch den künftigen Reichstag die
Mög=
lichkeit zu geben, unſere bisherige Wirtſchaftspolitik
bei=
zu behalten. (Lebh. and. Beif. rechts; Zuruf bei den Soz.:
Schneiden Sie ſich nur nicht!)
Abg. Wachhorſt de Wente (nl.): Ich gebe zu,
daß eine Preisſteigerung für Rind= und Schaffleiſch
ein=
getreten iſt, nicht aber für Schweinefleiſch. An der
Stei=
gerung iſt die Landwirtſchaft nicht ſchuld; ſie beklagt die
ſchwankenden Preiſe. Durch Oeffnung der Grenzen läßt
ſich dieſes Uebel nicht beſeitigen, ſondern nur durch
mög=
lichſte Hebung der Produktion. Die Grenzſperre brauchen
wir und auch den ſonſtigen Schutz unſerer Landwirtſchaft.
Bei einer vernünftigen Politik müſſen bei dem großen
Bevölkerungszuwachs neue Bauernſtellen geſchaffen werden
durch innere Koloniſation. Die Konſervativen follten
der inneren Koloniſation nicht direkt und indirekt
Hinder=
niſſe in den Weg ſtellen. (Unwahrheit! rechts, Ein ſolcher
Zuruf iſt eine Gemeinheit. Lärm links.) —
Vizeprä=
ſident Schultz: Es iſt nicht Brauch, einen Zuruf mit
dem Ausdruck Gemeinheit zu erwidern und ich rufe Sie
deshalb zur Ordnung. (Bravo rechts, Unruhe links).
Der Ausdruck Unwahrheit iſt eine objektive Feſtſtellung.
(Zuruf: Sehr angenehm!) Das iſt ſehr angenehm, daß
ich das erfahre. (Schallende Heiterkeit). Die
National=
liberalen ſind ſtets für den Schutz der nationalen Arbeit
eingetreten. Der Bund der Landwirte aber trägt
Zwie=
ſpalt in die Reihen der deutſchen Landwirtſchaft. (Lärm
rechts.) Der Freihandel muß einem Syſtem des
gerech=
ten Ausgleichs weichen. Das merken ſelbſt die
Sozial=
demokraten. (Zurufe. Heiterkeit).
Vizepräſident Schultz: Ich bitte, Zurufe zu
unter=
laſſen, da die Ausführungen des Redners doch in einem
gewiſſen Zuſammenhang mit dem Thema ſteyen. (
Heiter=
keit).
Abg. Wachhorſt de Wente (fortfahrend):
Jeden=
falls muß die nationale Arbeit geſchützt werden. (Beifall
bei den Nl.)
Abg. Kobelt (wildlib.): Daß bei dieſer ganzen
Diskuſſion nicht viel herauskommen würde, wußte ich
ſchon im voraus. (Sehr gut! Heiterkeit). Daß eine
Fleiſchteuerung beſteht, verſpüren wir auch in der
Reichs=
tags=Reſtauration. (Große Heiterkeit). Ich ſtelle dem
Miniſter gern meine Bücher zur Verfügung, und er wird
daraus ſehen, mit welch außerordentlichen Verluſten ich
dem Vorjahre gegenüber gearbeitet habe. Würden alle
Fleiſcher Buch führen, ſo würden ſie erheblich weniger
Steuern zu zahlen haben. Alljährlich im November geht
durch den Wildpret= und Geflügelkonſum, ſowie durch die
Arbeitsloſigkeit im Baugewerbe der Fleiſchkonſum und
damit der Preis zurück. In dieſem Jahre aber nicht!
Eine Aenderung würde eintreten, wenn die
Domänen=
pächter verpflichtet würden, ein beſtimmtes Quantum an
Vieh ſelbſt zu züchten. Es wird höchſte Zeit, daß die
Regierung ſelbſt etwas tut. Sie kann allerdings dreiſt
erklären, daß ſie nichts tun wird. Denn an der
Volks=
geſinnung iſt nichts mehr zu verderben und bei den
näch=
ſten Wahlen wird die Regierung ihr ſchwarz=blaues
Wun=
der erleben. Die Regierung ſollte ſo raſch wie möglich
handeln, damit der angerichtete Schaden nicht ſo groß
und unheilbar wird. (Lebhafter Beifall links).
Abg. Linz (Rp.): Es beſteht unzweifelhaft eine
große Fleiſchkalamität, unter der auch der Mittelſtand
ſchwer leidet. — Abg. Dr. Hahn (Bd. d. Ldw.)
pole=
miſiert zu Beginn ſeiner Ausführungen gegen die
Auf=
faſſung des Abg. de Wente, daß ein Gegenſatz zwiſchen
dem Bund der Landwirte und dem Bauernbund beſtehe.
Meine Partei ſteht auf dem Boden des Zolltarifs von
1902. Die innere Koloniſatſon muß anders ſein in
Poſen als in Hannover. Das Verdienſt, die neue
Wirt=
ſchaftspolitik Bismarcks durchgeſetzt zu haben, gebührt
zum großen Teil dem Zentrum.
Nachdem noch eine Anzahl Redner geſprochen, ſchließt
die Beſprechung. Es folgen eine Reihe perſönlicher
Be=
merkungen, dann wird Vertagung beſchloſſen. Nächſte
Sitzung Samstag, 11 Uhr: Interpellation über die
Kaiſerrede; Rebkrankheiten. — Schluß 347 Uhr,
* Berlin 25. Nov. Die dritte
Kommiſſionsberat=
ung des Reichs=Wertzuwachsſteuergeſetzes
wurde vom Staatsſekretär des Reichsſchatzamtes,
Wer=
muth, mit einer längeren Rede eingeleitet, in der der
Staatsſekretär unter Hinweis auf den Widerſtand, des
weite Kreiſe ergriffen, auch die Kommiſſionsberatungef
im Sinne einer Abſchwächung beeinflußt habe, empfahk
ſich gegenwärtig zu halten, daß bei aller Anerkennung
des weitergehenden Einfluſſes von Einzelſtaaten und
Gemeinden das Reich die Grundlage für die
außer=
ordentliche Entwicklung des Erwerbs= und
Wirtſchafts=
lebens und damit für den Wertzuwachs an Grund und
Boden bilde. Vor allem biete aber die Zuwachsſteuer
als Belaſtung des Beſitzes den von allen Parteien als
wünſchenswert und notwendig erkannten weiteren
Ausgleich für die in der Finanzreform erfolgte
Mehr=
belaſtung des Verbrauches und könne umſoweniger
dauernd zurückgeſtellt werden, als dem Reiche nur
wenige Beſitzſteuerarten zugänglich ſeien und gerade
die Zuwachsſteuer im Volksbewußtſein beſonders tief
Wurzel gefaßt habe. Durch die Zuwachsſteuer ſei
Ge=
legenheit gegeben, an der Entwickelung underer
Heeres=
einrichtungen und an der Verbeſſerung des Loſes
un=
ſerer Veteranen mitzuarbeiten. Die Kommiſſion
be=
ſchlöß, die Rede des Staatsſekretärs im Wortlaute allen
Mitgliedern zugänglich zu machen und wertsgte ſah
danz ag.
Nummer 278.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
Die Meuterei auf brafilianiſchen Kriegsſchiffen.
* Rio de Janeiro, 24. Nov. Die aufrühreriſchen
Schiffe, die die Nacht über ſich auf dem freien Meer
auf=
hielten, ſind in den Hafen zurückgekehrt. Ein
Funken=
telegramm des Matroſen des Schiffes „Minas Geraes”,
Joao Candido, des Führers der Bewegung, wurde von
der Funkenſtation der Stadt aufgefangen. Darin wird
ihnen empfohlen, ſich ruhig zu verhalten und nicht ohne
Befehl des „Minas Geraes” mit den Geſchützen zu
feuern. Der Verſehr in der Stadt iſt normal. Der
geſtern verurſachte Schaden iſt unbedeutend.
* New=York, 24. Nov. Nach Kabelnachrichten
aus Rio de Janeiro haben die Meuterer der
Regie=
rung ihre Uebergabe angeboten. Der Senat hat
einſtimmig den Amneſtie=Vorſchlag angenommen. Die
Kammer hat ihre Beratung noch nicht beendet.
* Rio de Janeiro, 25. Nov. In der
Depu=
tiertenkammer machte ſich bei der noch immer nicht
beendeten Debatte gegen den Amneſtie=Entwurf ſtarke
Oppoſition geltend. — Gegen abend ſchien ſich das
Ge=
ſchwader von neuem in Bewegung ſetzen zu wollen. Um
7,30 Uhr beſchoß der „Minas Geraes” ein
treugeblie=
benes Kanonenboot.
* Rio de Janeiro, 25. Nov. Die Kammer
vertagte geſtern die Beratung über den
Amneſtie=
antrag der Meuterer auf heute. Man glaubt, daß
die Amneſtie mit ſchwacher Majorität bewilligt werden
wird. Die Panzerſchiffe „Sao Paulo” und „Bahia‟
befinden ſich außerhalb der Barre. Die „Minas
Geraes” nahm in der Bucht gegenüber dem
Präſident=
ſchaftsgebäude Stellung.
* Rio de Janeiro, 25. Nov. Die Kammer
beſchloß die Amneſtie der Meuterer. Die
Forderungen, die körperliche Züchtigung abzuſchaffen
und den Mannſchaftsbeſtand der Schiffe zu erhöhen,
wurden bewilligt. Die Meuterer
unter=
warfen ſich. Die Ordnung iſt wiederhergeſtellt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 25. Nov. Der Magiſtrat bewilligte die
Baukoſten für eine Untergrundbahn Nord-
Süd von 53,8 Millionen Mark. Die Koſten ſollen aus
Anleihemitteln gedeckt werden.
* Berlin, 25. Nov. Wie wir erfahren, hat Kapitän
Wahſel der Hamburg-Amerika=Linie das Kommando
des Schiffes der Deutſchen Antarktiſchen
Ex=
pedition übernommen. Wahſel hat die erſte deutſche
Südpolar=Expedition als zweiter Offizier mitgemacht. Es
liſt ſomit auch die Führung dieſes großen deutſchen
Unter=
jnehmens in deutſchen Händen.
* Berlin, 25. Nov. Die Blättermeldung, daß in
Allenſtein und in Guben neue
Eiſenbahndirek=
ſtionen eingerichtet werden ſollen, iſt, wie wir von
zuſtändiger Seite erfahren, völlig unrichtig.
* Berlin, 25. Nov. Die mexikaniſche Geſandtſchaft
ſteilt mit, daß in Mexiko in allen Orten, in denen
Ruheſtörungen vorgekommen ſind, wieder Ruhe iſt.
* Dresden, 25. Nov. Die Korreſpondenz Sächſiſcher
Landesdienſt meldet aus Wildenfels: Heute früh 7 Uhr
verſtarb Friedrich Magnus, Graf und Standesherr
zu Solms=Wildenfels, erbliches Mitglied der
Erſten Kammer des Königreichs Sachſen, nach längerer
Krankheit an einem Krebsleiden.
* Hamburg, 25. Nov. Wegen Nebels ſtockt die
Schiffahrt auf der Elbe vollſtändig. Seit abends 9¾
Uhr ſind weder Schiffe in die Stadt gekommen noch
abgegangen.
* Hamburg, 25. Nov. Nach 2 Uhr nachmittags nahm
infolge Nebels die bereits undurchſichtige Luft ſo
an Dichtigkeit zu, daß eine nachtähnliche
Dun=
ſkelheit herrſcht. Allenthalben war Beleuchtung
nötig.
* Neuengamme, 25. Nov. Heute morgen wurden
die Vorarbeiten zur Ableitung der Gasſtraße
der Erdgasquelle von der Hamburger Stadtwaſſerkunſt
begonnen, und zwar unter Mithilfe der Feuerwehr.
Es gelang verhältnismäßig leicht, die Flammen
völ-
lig abzulöſchen. Um die Ableitungsrohre
anzu=
bringen, muß das aus dem Erdboden herausragende
Rohr durch Zementblöcke ſtark verankert werden, was
auch den morgigen Tag beanſpruchen wird. Während
der Mittags= und der Nachtpauſe wird das Gas
wie=
der entzündet und erſt wieder vor Beginn der Arbeit
ſabgelöſcht.
* Greifenberg i. Pom., 25. Nov. Geſtern abend
brach bei einem Neubau ein Gerüſt zuſammen;
zwei Maurer ſtürzten in die Tiefe; einer iſt tot, der
andere liegt hoffnungslos darnieder. Der
Unterneh=
mer, Maurermeiſter Klages, beging aus Verzweiflung
Selbſtmord.
* Brüſſel, 25. Nov. Nach dem heute morgen 9 Uhr
ausgegebenen Krankheitsbericht ruhte die
Kö=
nigin nachts einige Stunden. Die Symptome der
Bruſtfellentzündung zeigen eine Beſſerung. Die
Krank=
heit verläuft befriedigend.
* Madrid, 25. Nov. In Villa Carcia, Coruna
und Vigo wurden heute früh Erdſtöße verſpürt.
* Liſſabon, 25. Nov. Die Arbeiter der
elek=
triſchen Werke ſind in den Ausſtand getreten.
Die Akkumulatoren liefern ſeit Mitternacht die
Be=
leuchtung. Der Direktor der Gasgeſellſchaft und der
Zivilgouverneur hielten wegen des Ausſtandes eine
Beſprechung ab.
* London, 25. Nov. Die deutſche Bark „Vidette‟
von Hamburg nach Barrow unterwegs, entdeckte heute
vormittag am Ufer, zwei Meilen ſüdlich von
Winſer=
ton (Norfolk) Rettungsboote an der Seite eines
Fahrzeugs, das wrack zu werden drohte. Die
Küſten=
wachen retteten mittels des Raketenapparates einen
Mann. Die übrigen 14 Mann der Beſatzung befinden
ſich noch an Bord des Schiffes.
* London, 25. Nov. Nachdem das Unterhaus
die Arbeiten beendete, hielt es heute eine formelle Sitz=
ung ab und vertagte ſich dann bis zum 28. November,
an welchem Tage der Abſchluß der Sitzungsperiode
er=
folgt. Die Auflöſung folgt bald darauf.
* London, 25. Nov. Lord Rothſchild tritt in
einem Brief für die Kandidatur des Konſervativen Bonar
Low im nordweſtlichen Mancheſter ein und fordert
be=
ſonders alle Wähler jüdiſcher Konfeſſion auf, für die
Unioniſten zu ſtimmen. Lord Rotſchild ſpricht ſich ferner
zugunſten der Tarifreform aus.
* London, 25. Nov. In der Provinz Ulſter in
Ir=
land erließen die Unioniſten ein Manifeſt, in dem ſie
erklären, wenn das iriſche Parlament zuſtande kommen
werde, ſo würden ſie es nicht anerkennen, die Beſchlüſſe
nicht befolgen und die von ihm beſchloſſenen Steuern
nicht bezahlen.
* Petersburg, 25. Nov. Auf einer am 21. November
in Moskau abgehaltenen Konferenz der
Großinduſtriel=
len des Moskauer Bezirkes, die ſich mit der Frage der
ruſſiſchen Handelsintereſſen in Perſien beſchäftigte, wies
der Vertreter des Miniſteriums des Aeußern, Klemm,
darauf hin, wie kompliziert die Frage der Wahrung des
ruſſiſchen Handels mit Perſien vor der ausländiſchen
Kon=
kurrenz ſei. Da in dieſem Jahre Perſiens Verpflichtung,
keinen Bahnbau zuzulaſſen, abgelaufen ſei, ſo müſſe man
gewärtig ſein, daß der Bau von Bahnlinien, auf denen
den perſiſchen Märkten ausländiſche Waren zugeführt
wür=
den, früher oder ſpäter verwirklicht werde.
Deutſch=
land ſuche infolge ſeiner ungeheueren Produktivität
ſelbſtverſtändlich nach Abſatzgebieten und nähere ſich
na=
turgemäß dem Oſten. Andererſeits habe der
ruſſiſch=
engliſche Vertrag von 1907 das Prinzip der offenen Tür
in Perſien klargeſtellt. Demzufolge ſei die ausländiſche
Konkurrenz unvermeidlich. Es ſei daher notwendig,
Maßregeln zu treffen, um zu der Zeit, wo die Konkurrenz
einziehe, auf den perſiſchen Märkten feſten Fuß gefaßt
zu haben. Zum Schluſſe erſucht die Konferenz Herrn
Klemm, dem Miniſter den Wunſch der Moskauer
Indu=
ſtriekreiſe zu unterbreiten, daß im Falle des Abſchluſſes
eines beſtimmten Abkommens mit Deutſchland den
In=
tereſſen des ruſſiſchen Handels mit Perſien die nötige
Aufmerkſamkeit geſchenkt werde.
* Petersburg, 25. Nov. Die Familie Tolſtois
telegraphierte an den Kadettenführer Mjiljukow, er
möge den Antrag, das Begräbnis Tolſtois auf
Staats=
koſten zu übernehmen, nicht in der Duma einbringen.
* Konſtantinopel, 25. Nov. Die Regierung
brachte in der Kammer eine Vorlage ein, durch die
der Kriegsminiſter ermächtigt wird, die für irgend
einen Titel des Kriegsetats bewilligten Kredite
für andere Zwecke zu verwenden. Dieſe Maßregel
wird mit der Neueinteilung der Armeekorps
be=
gründet.
* Konſtantinopel, 25. Nov. Gegenüber den
Blät=
termeldungen, daß die Pforte eine weitgehende
Be=
ſitznahme dies perſiſchen Territoriums
anſtrebe und den türkiſchen Truppen Befehl zur
Be=
ſetzung des Südufers des Urmiaſees gegeben habe,
er=
klärt man im Miniſterium des Aeußern, daß die
türki=
ſchen Truppen, ebenſo wie die perſiſchen, die in der
ſtreitigen Grenzzone ſeit Jahren eingenommenen
Stel=
lungen beſetzt hielten. Die türkiſchen Truppen hätten
den Befehl, nicht weiter vorzurücken und keine
heraus=
fordernde Haltung einzunehmen, ſich aber gegen jeden
Angriff zu verteidigen. Die Pforte hätte wegen der
unſicheren Lage der angrenzenden perſiſchen Provinzen
zur Sicherung der türkiſchen Konſulate
Truppenab=
teilungen heranziehen müſſen, doch hege ſie keine
Ab=
ſichten auf perſiſches Territorium, zumal ſie Wert
darauf lege, daß Perſien der Grenznachbar der Türkei
bleibe, während die Türkei bei gewagten
Unternehm=
ungen Großmächte wie England und Rußland zu
Nach=
barn bekommen könnte. Dieſen Standpunkt habe die
Pforte bereits wiederholt den Mächten erläutert.
* Cornna, 25. Nov. In der Stadt Noya
be=
warfen 3000 Bauern die Amtsräume und die
Woh=
nung des Steuerpächters mit Steinen. Die
herbei=
gerufene Gendarmerie wurde mit Steinwürfen
empfan=
gen und gab daraufhin mehrere Salven ab. Sechs
Bauern und drei Gendarmen wurden getötet. Ein
Leutnant und mehrere Gendarmen wurden verletzt.
* Mexiko, 25. Nov. Der Botſchafter der
Ver=
einigten Staaten erklärte, ſeines Erachtens ſei die
Ordnung in der ganzen Republik
wiederher=
geſtellt und kein Grund zu Befürchtungen
vor=
handen.
Traiſa, 25. Nov. Auf dem Gute Dippelshof
bei Traiſa brach heute nachmittag Feuer aus, das einen
größeren Umfang annahm. Eine Stroh= und eine
Kartof=
felhalle wurden vernichtet, während es den energiſchen
Bemühungen der Feuerwehren von Ober=Ramſtadt,
Nie=
der=Ramſtadt, Roßdorf und Traiſa gelang, das
Wohn=
gebäude und die übrigen Wirtſchaftsgebäude zu retten.
— Oranienburg, 25. Nov. Das vierjährige
Töchter=
chen des Brauereiarbeiters Germendorfer hatte
ſich in Abweſenheit der Mutter an den brennenden
Ofen geſetzt, wobei die Kleider anbrannten. Das
Kind eilte auf den Flur, wo die Mutter erſchien, die
ei dem Anblick des brennenden Kindes ohnmächtig
zu=
ſammenbrach. Die Nachbarn erſtickten die Flammen,
doch gelang es nicht, das Kind am Leben zu erhalten.
— Ober=Schöneweide, 25. Nov. In Gegenwart der
Kaiſerin erfolgte heute vormittag die
Einweih=
ung des Königin Eliſabeth=Hoſpitals.
Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
den Namen Dr. Hommel.
1494a)
Ein Rezept fürs Haar.
Eines Spezialiſten Rat.
In einem jüngſt veröffentlichten Artikel über die
Pflege des Haares wurde ein Rezept erwähnt, das wegen
ſeiner bemerkenswerten, den Haarwuchs fördernden
Eigen=
ſchaften beſtens empfohlen wurde, da es den
Haaraus=
fall verhindere, die Haarwurzeln neu belebe und die
Bil=
dung von Kopfſchuppen vollſtändig beſeitige. Dieſer
Artikel erregte mein beſonderes Intereſſe, denn das
an=
gegebene Rezept war eines, von deſſen vorzüglicher
Wir=
kung ich mich in zahlloſen Fällen ſchon ſelbſt überzeugen
konnte; für mich wieder ein Beweis, daß derartige
Haus=
mittel noch immer die beſten ſind. Für jene, welche das
Rezept noch nicht kennen, möge es hier angeführt werden.
In jeder Apotheke kann man es ſich zuſammenſtellen
laſſen 85 gr. Bay-Rum, 30 gr. Livola de Composée, 1 gr.
krist. Menthol. Das Menthol wird zunächſt im Bay=
Rum aufgelöſt, dann wird das Livola de Compoſée
hin=
zugefügt; das Ganze tüchtig durcheinandergeſchüttelt, reibe
man morgens und abends mit den Fingerſpitzen leicht,
aber gründlich in die Kopfhaut ein. Dies Haarwaſſer
ent=
hält kein Färbemittel, ſoll aber die Wurzeln frühzeitig
er=
grauten Haares ſehr günſtig beeinfluſſen. Wenn
par=
fümiert gewünſcht, füge man noch ½ Teelöffel beſſeren
Parfüms hinzu.
Vorſicht! Man hüte ſich, die Miſchung dahin zu
bringen, wo Haare nicht erwünſcht ſind.
(22852
Herren-Hemden
nach Maass
guter Sitz!
beste Stoffe!
Eichbergs Nachfolger
Inhab. H. Eck, Grossherzogl. Hoflieferant
obere Wilhelminenstrasse 29.
22
(22098mfis
Die Vorfreude auf Weihnachten kehrt jetzt in vielen
Herzen ein. Sie kommt auch zu denen, deren Leben
ſonſt arm iſt an Freude, den Kranken und Elenden.
In=
unſerer heſſiſchen Epileptiſchenanſtalt in Nieder=Ramſtadt
und dem mit ihr verbundenen Krüppelheim ſind die
nahezu 200 Pfleglinge ſchon mit Eifer daran, ihre
Weihnachtswünſche ſich auszudenken und aufzuſchreiben.
Weihnachten mit ſeinen Gaben beherrſcht ſchon ganz die
kleine Welt ihrer Gedanken und gibt täglich Stoff für
ihre Geſpräche. Wenn ſie aber nicht umſonſt auf das
Feſt ſich freuen ſollen, dann müſſen auch in dieſem Jahre
wieder viel liebewarme Herzen und opferwillige Hände
ſich für ſie auftun. Es wird freilich vor Weihnachten
von allen Seiten um Gaben gebeten. Aber wer die
Sache ſo vieler Kranken und Elenden vertritt, darf doch
immer noch hoffen, mit ſeiner Bitte Gehör zu finden.
Wie ſollten die Vielen, die mit geſunden Kindern
am Glanz des Weihnachtsbaumes ſich freuen dürfen,
nicht gern dazu helfen, daß auch armen kranken
Kindern Weihnachtslicht hineingetragen wird in das
Dunkel ihres Leidens! Armen und Elenden die
Weihnachtsfeier verſchönern, das gehört auch zu der
rechten Vorfreude auf Weihnachten. Weihnachtsgaben
aller Art werden mit herzlichſtem Dank
entgegen=
genommen von der Leitung der Anſtalt für
Epileptiſche in Nieder=Ramſtadt bei
Darmſtadt.
(22843
Geſchäftliches.
Ganz in aller Stille iſt im Laufe dieſes Jahres an
dem Geſchäftshaus der Firma Karl Arnold,
Pianofortefabrik, Ecke Erbacherſtraße, ein moderner
Anbau entſtanden, der neben ausgedehnten neuen
Fa=
brikationsräumen im Mittelgeſchoß einen 80
Quadrat=
meter großen Klavierſaal enthält. Herr Architekt Karl
Schembs hat es verſtanden, hier einen ganz reizenden
Saal zu ſchaffen, der ſowohl als Klaviermagazin ſowie
als Vorführungsſaal äußerſt vornehm wirkt und durch
ſeine ruhigen Formen zum Genuſſe guter Hausmuſik
wie geſchaffen iſt. Die Firma Karl Arnold, noch
rühm=
lichſt bekannt durch ihre Phonolavorführungen in dem
Muſikſaal Alter auf der Landesausſtellung 1908, wird
in dieſem neuen Saal regelmäßige
Phonolavorführ=
ungen veranſtalten, ſowie alle neuen Errungenſchaften
des modernen Klavierbaus dem kunſt= und
muſiklieben=
den Publikum zugänglich machen.
(22955
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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geb. Zartmann,
Witwe des Grossherzoglichen Forstinspektors
Wilhelm Koeniger.
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Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Forstmeister Koeniger.
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weſtbezirk um 8 Uhr im Gemeindehaus.
Vortrag des Evangeliſten Veller um 4 und 8¼ Uhr
Rheinſtraße 2.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 5 =Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um 8 Uhr im „Kaiſerſaal”
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Grafenſtraße). Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
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Montag, 28. November.
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der Kleinen Ochſengaſſe.
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Großh. Hofbibliothek, geöfnet Montag bis Fretag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Tageskalender.
Samstag, 26. November.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Geburtstagsfeier S. K. H. des Großherzogs:
Krieger=
verein Darmſtadt um 8 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz. — Kriegerkameradſchaft „Germania” um
8½ Uhr in der „Ludwigshalle‟
Herrenabend des deutſchen und öſterr. Alpenvereins
um 8 Uhr im Reſtaurant Sitte.
Familienabend des Haynſchen Muſikſchulchors um
8 Uhr im „Fürſtenſaal”
Verſammlung der Freien Tapezierer=Vereinigung um
8½ Uhr im Vereinsſokal.
Handelskammerwahl (Erwerbsgruppe Großhandel)
von 10—12 Uhr Rheinſtraße 9.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Sonntag, 27. November.
Großh, Hoftheater, Anfang ½ 7 Uhr (Ab. C): Die
Zauberfläte‟.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Nonemher 1910.
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sichern ihm bei uns allezeit ein ehrenvolles Andenken.
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Darmstadt, Berlin u. Frankfurt a. M., den 25. November 1910.
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der Bank für Handel und Industrie.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
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46)
Nicht lange nachdem Rolf fortgegangen war, rief
Frau Anderſen Antje zu ſich herein. Jetzt wollte ſie
richten, und ſie hatte ſich alles klar zurechtgelegt:
An=
klage und Verurteilung; die Verteidigung fehlte.
Frau Anderſen ſaß auf dem Sofa in der
gewohn=
ten, etwas vornüber gebeugten, leidenden Stellung. Sie
ließ das Mädchen vor ſich ſtehen, obgleich es nahe vor
dem Umfallen war.
Harte, böſe Worte bekam Antje zu hören, Worte,
die nicht vom Herzen kamen, und doch tief ins Herz
hineindrangen. Es waren Worte, die ſie nie vergeſſen
würde.
Sie war, als Frau Martjen ſchloß, ganz betäubt
und vollkommen überzeugt, daß es kein ſchlechteres und
leichtfertigeres Mädchen gäbe als ſie.
Sieh ſo, ſchloß die Frau, nun geh’ und packe Deinen
Kram, und am Nachmittag kannſt Du gehen, zur
rech=
ten Zeit, damit Du bei Tag zu Hauſe ankommſt.
Antje wankte zur Tür; dann kehrte ſie noch
ein=
mal um.
Ich möchte unſ’ Frau bloß um eins bitten!
Frau Martjen ſah unwillig auf. Was wollte ſie
rtoch?
Unſ’ Frau möchte doch Herrn Iven ſeine kleinen
Stachelblumen begießen und den Vogel verſorgen
Trina hat keinen Sinn für ſo was.
Ses acht dich neinen Scht ſeie Baene and
Herr Iven hat mir’s ans Herz gelegt, und er hat
geſchrieben, ich ſollte —
So, ſo, er hat an Dich geſchrieben. Das iſt ja
merk=
würdig! Dann haſt Du wohl auch mit ihm zu tun
ge=
habt? Hatteſt wohl nicht genug an einem?
Antje weinte. Ich kann nichts dafür.
Zeige die Briefel befahl die Alte herriſch.
Antje weinte heftiger, aber ſie rührte ſich nicht von
der Stelle.
Gib die Briefe her! wiederholte die Frau. Du haſt
kein Recht, von meinem Sohne Briefe anzunehmen.
Antje fuhr fort zu weinen. Es ſtieß ſie ordentlich.
Wenn Du nicht augenblicklich die Briefe holſt,
drohte die Herrin jetzt, indem ſie aufſtand und dicht vor
das Mädchen hintrat, ſo denke ich das allerſchlechteſte
von Dir und ſage es auch Rolf.
Antje erſchrak ſo ſehr, daß ihr die Tränen in den
Augen ſtehen blieben. Mit geſenktem Kopf ging ſie
hinaus und brachte die beiden Briefe.
Frau Martjen las die Briefe nicht ohne
Befriedig=
ung. War ſie einesteils darüber entrüſtet, daß auch
Iven ernſte Abſichten auf das Mädchen hatte, ſo dünkte
es ſie doch ein gutes Mittel, um Rolf von ſeiner Liebe
zu heilen.
Sie ließ die Briefe in ihre weite Rocktaſche
glei=
ten. Nun geh!
Antje blieb wie angewurzelt ſtehen und wand in
peinlichſter Verlegenheit die Hände.
Es ſind doch meine Briefe!
Sie ſind von meinem Sohn, entgegnete die Frau;
ich habe wohl ein größeres Recht daran als Du. Nun
geh aber, ich habe Schmerzen; mir iſt die Sache auf
den Magen gefallen.
Mit einer unwilligen Kopfbewegung wies ſie nach
der Tür, und Antie ging.
Unter heißen Tränen packte Antje ihre kleine Lade.
Sie legte alles fein geglättet und gefältet hinein, und
dabei fielen die Tränen mit hinein. Ihre Tränen und
ihren Jammer ſollte ſie mitnehmen.
Der Mittag kam; es war für Antje das letzte Eſſen,
das ſie am Leutetiſch zu Rethwiſchhof aß. Es war ein
ſchweigſames Mahl und keiner hatte rechten Appetit.
Alle wußten, daß heute eines von ihnen „ging, das
ihnen ans Herz gewachſen war.
Aurge half in der Küche noch erſt reinmachen; dann
zog ſie ſich an. Sie wuſch und kämmte ſich ſorgfältig
und bürſtete Kleid und Jacke ſauber. Dann ſagte ſie
allen der Reihe nach Adieu.
Heie Rehm ſuchte ſie im Pferdeſtall auf. Er ſah
ſie ſo traurig an, als ſie ihm die Hand gab, daß ſie
wie=
der weinen mußte. Friech dagegen ſetzte ein recht.
luſtiges Geſicht auf, um ſie auf andere Gedanken zu
bringen. Hinterher mußte der Junge ſelber weinen.
Zuletzt klopfte Antje bei der Frau an; es war dies
der gefürchtetſte Augenblick.
Die Herrin ſaß am Tiſche, hatte ihre Brille
auf=
geſetzt und ſah ernſt und ſtrenge aus.
Vor ihr auf dem Tiſche lag das Dienſtbuch des
Mädchens, daneben ihr Lohn, außerdem ſechs blaue
Hundertmarkſcheine. Das Geld gehört Dir, ſagte die
Fran, nun mußt Du noch dieſen Zettel hier
unter=
ſchreiben, daß Du nichts mehr von Rolf zu fordern haſt.
Brauchſt bloß Deinen Namen unten in die Ecke hinzu=
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
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Mit zitternder Hand kritzekte Antje ihren Namen.
Was ſie unterſchrieben hatte, wußte ſie nicht.
Frau Martjen nickte befriedigt und ſchob ihr die
Hundertmarkſcheine hin. Hier ſind die zweihundert
Taler.
Antje erblaßte. Das Geld habe ich doch nicht
ver=
dient.
Es iſt für Dein Kind, fagte die Frau. Wir ſind
doch keine Unmenſchen! Hebe es man gut auf; Du
wirſt es gebrauchen können.
Ich bedank’ mich auch ſchön. Adjö unſ Frau.
Noch einmal wandte ſich Antje um. Ach, unſ Frau,
ich bitte von Himmel zu Erde, geben unſ Frau mir
die Briefe wieder zurück.
Das Antlitz der Frau wurde ſtarr, wie von Stein.
Nein, ſagte ſie in einem Tone, der jede Hoffnung nahm.
Adjö, murmelte das Mädchen, dann ging es.
Trina wartete draußen. Sie gab ihr das Geleit
die Trift entlang. Sie ſprach ihr Troſt zu und gab ihr
allerlei gute Ratſchläge und fragte auch, ob ſie Rolf
etwas beſtellen ſolle.
Antje ſchüttelte den Kopf. Nein, Trina ſollte ihn
nicht grüßen. Sein letztes Erinnern an ſie ſollte nicht
mit anderen Perſonen verknüpft ſein. Am Hecktor
nahmen die Mädchen unter Tränen Abſchied und Trina
eilte zurück, ſo ſchnell es ihre plumpe Figur und ihre
Holzpantoffeln geſtatteten.
Antje blickte zurück auf Rethwiſchhof. Vor ihr
lagen die Rethwieſen und ſummten mit Tauſenden
feinen Stimmchen. Es war gerade ſo wie an dem
Tage, da ſie einzog. Wie damals glänzten die Fenſter
des Hauſes im Widerſchein des rötlichen
Sonnengol=
des. Aber jetzt wußte ſie, daß da drinnen keine Wärme,
kein Sonnenſchein war, daß hinter den ſchimmernden
Fenſtern Strenge und Herzeuskälte wohnten. Sie
ging ein kleines Ende weiter bis zu dem
gegenüber=
liegenden Deich. Hier ſetzte ſie ſich in dem Schutze eines
großen Ellhornbuſches nieder, legte ihr Bündel neben
ſich ins Gras und wartete auf den Geliebten.
Die Zweige des Ellhorns ſenkten ſich, von vielen
ſchwarzen Beerenbüſcheln, beſchwert, faſt bis zur Erde
nieder. Es ſaß ſich gut darunter, faſt wie unter einem
Dache, und der Buſch duftete in reicher, reifer
Frucht=
barkeit.
Mit ſcharfen Augen ſpähte Antjes aus. Von der
ſüdöſtlichen Seite her mußte er kommen; er war ja in
Dithmarſchen, ſoviel ſie wußte. Ach, wenn er wüßte,
daß ſein Liebchen hier am Wegesrand ſäße und auf ihn
wartete, er würde ſich gewiß ſputen.
Es war ein troſtloſes Warten. Sie ſaß da mit
brennenden Augen, die Finger zu Knoten verſchlungen
und betete: Komm, ach komm! Lieber Gott, laß ihn doch
kommen!
Ab und zu ging jemand vorbei, und ein
gleichgül=
tiger oder neugieriger Blick ſtreifte ſie.
Da kam eine Frauensperſon. Groß und ſchlank
war ſie; frei und ſtolz ſchritt ſie dahin. Antje ſeufzte:
Ach, wer doch auch ſo gehen könnte, ohne Laſt und
Kummer!
Die Perſon kam näher. Ihre Blicke trafen ſich wie
zwei Klingen, von denen die eine ſtumpf, die andere
ſcharf geſchliffen war.
Es war Ingeborg Jeſſen, in deren Augen ein
wil=
der Triumph aufblitzte. Sie trat im Vorbeigehen ſo
nahe heran, daß das Gebüſch ſie ſtreifte. Ein
Schimpf=
wort fiel von ihren Lippen wie hingeſchleudert, ein
häßliches, gemeines Schimpfwort, das die Lippen
der=
jenigen, die es ausſprach, befleckte. Es war der
ſchreck=
lichſte Schimpfname, der einem gefallenen Mädchen
ge=
geben werden konnte, und Antje zuckte zuſammen, ihre
Wangen brannten, als hätten ſie eine Ohrfeige
erhal=
ten. Sie erhob ſich; hier konnte ſie nicht länger ſitzen.
Sie wollte ihm entgegengehen bis an die
Wegkreuz=
ung und wollte die Chauſſee entlang ſpähen.
Mit einem Seufzer nahm ſie ihr Bündel auf und
ſchritt vorwärts. An der Ecke, wo die Chauſſee den
Landweg durchſchnitt, blieb ſie ſtehen. Lange ſtand ſie
hier an einem Telegraphenpfahl gelehnt und ſtarrte die
endlos erſcheinende Linie entlang, bis ihre. Augen
ſchmerzten und alles wie ein Nebel vor ihren Blicken
ſchwamm.
Es wurde kühl; die Sonne war in ihrem
fenrig=
roten Wolkenſchleier verſunken, und der Abendwind
machte ſich auf. Antje ließ den Telegraphenpfahl los
und ſchritt langſam weiter. Wenn ſie ein Stück des
Weges gegangen war, ſah ſie ſich um. An der
Weg=
biegung blieb ſie noch einmal ſtehen; noch einmal flogen
ihre Blicke über den Weg, über den Hof, deſſen Umriſſe
im aufſteigenden Nebel verſchwammen. Dann ſah ſie
ſich nicht mehr um. Mechaniſch einen Fuß vor den
anderen ſetzend, wanderte ſie weiter. — —
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§6 115.
Samstag, 26, Novenber.
1910.
Bekanntmachung.
Die Abhaltung der Viehmärkte zu Darmſtadt wird, da die Gefahr der
Ver=
breitung der Maul= und Klauenſeuche, wie ſich durch ihren Ausbruch in Erfelden
(Kreis Groß=Gerau) ergibt, eine bedrohliche iſt, auf Grund des § 28 des
Reichsvieh=
ſeuchengeſetzes und der Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern vom 8. Oktober
ds. Js. zu Nr. M. d. J. II. 4995 bis auf weiteres verboten.
(22581ids
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
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Darmſtadt, den 13. Novenber 1910.
An die Großh. Bügermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie, vorſtehende Bekanntmachung wiederholt ortsüblich zu
veröffentlichen und etwa in Ihren Gemeinden anſäſſige Viehhändler beſonders zu
benachrichtigen.
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im Innern eine Mädchen=Photographie, 1 Pompadour mit roten Bändern und zwei
Taſchentüchern. 1 Mitgliedskarte vom Richard Wagner=Verein. 1 Granat=Broſche in
Sternform. 1 weißer Damen=Pelzkragen. 1 kleines braunes Portemonnaie mit
Druck=
knopf und 10 Mk. Inhalt. 72 Pfennige (in Papier eingewickelt). 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit 180 Mk. 1 ſchwarze Kapuze von einem Knaben=Cape. 1 noch neuer
Damen=Nadelſchirm mit grünlich=braunem gebogenen Naturgriff. 1 Damen=Regenſchirm
mit ſilbernem geraden Griffchen. 1 rundes goldenes Bröſchchen, in der Mitte eine
matte Perle. 1 kleines braunledernes Portemonnaie mit Zweimarkſtück. 1 goldener
Ohrring mit ſchwarzer Einlage. 1 Damen=Schirm mit einem kleinen ſchwarzen
ge=
häkelten Portemonnaie und Naturgriff. 1 Opernglas mit Futteral. 1 ſchwarzes Damen=
Portemonnaie mit etwas Silbergeld.
Zugelaufen bei Privaten: 1 grauer Pinſcher.
Zugeflogen bei Privaten: 1 zahmer Rabe.
Entflogen; 1 weiße Lockentaube. 2 ſtahlblaue Elſtertauben.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts,
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 3 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 27. November, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verloſung von Schuldverſchreibungen
der Stadt Darmſtadt.
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt Darmſtadt ſind heute
nachſtehende 3½ prozentige Schuldverſchreibungen auf den Inhaber durch Verloſung
zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:
1. Rückzahlbar am 1. Februar 1911.
Buchſt. H Abt. I Nr. 275, 289, 328, 401, 524, 554, 590, 851, 892 à 2000 Mk.
II „ 8, 66, 187, 229, 410, 474, 567 à 1000 Mk.
18, 296, 330, 340, 365, 423, 510, 808 3 500 Mk.
M
„ „ IV „ 11, 119, 270 442, 691, 841, 855 à 200 Mk.
2. Rückzahlbar am 1. Juni 1911.
Buchſt. U Abt. I Nr. 43, 210, 262, 290, 358, 413, 414, 516, 561, 569, 616, 661, 705, 789,
964, 995 à 1000 Mk.
II „ 127, 145, 148, 160, 326, 338, 347, 409, 449, 506, 544, 640, 700,
918, 975 à 500 Mk.
„ „ III. „ 6, 22, 124, 193, 253, 327, 356, 358, 479, 657, 719, 749, 759, 797,
846, 995 à 200 Mk.
3. Rückzahlung am 1. Juli 1911.
Buchſt. K Abt. I Nr. 49, 134, 174, 180, 397, 475, 581, 603, 640, 759, 875, 887 à 2000 Mk.
„ „ II „ 88, 234, 309, 337, 398, 404, 441, 648, 669, 736, 788, 921, 930, 1085,
1111, 1284, 1396, 1450, 1464, 1633, 1671, 1805, 1884, 1886, 1930,
1938, 1965, 1977 à 1000 Mk.
III „ 59, 92, 202, 223, 354, 357, 358, 483, 529, 634, 697, 739, 762, 830,
1055, 1152, 1153, 1260, 1372, 1458, 1477, 1587, 1599, 1677, 1763,
1796, 1873, 1962 à 500 Mk.
„ IV „ 13, 101, 142, 337, 538, 541, 556, 688, 809, 854, 916 à 200 Mk.
4. Rückzahlbar am 1. Oktober 1911.
Die Gaswerksſchuldverſchreibungen
Buchſt. A Nr. 246, 291, 361, 435, 491, 527, 578, 850. 884, 946, 972, 1009, 1031, 1044, 1092,
1109, 1123, 1152, 1162, 1243 à 200 Mk.8
Die Rückzahlung erfolgt bei unſerer Stadtkaſſe und unſerer Gaswerkskaſſe,
außer=
dem erfolgt die Rückzahlung der Schuldverſchreibungen:
des Anlehens Lit. H bei der Dresdener Bank in Berlin und deren Niederlaſſung
zu Frankfurt a. M., bei der oldenburgiſchen Spar= und Leihbank zu Oldenburg
und bei dem Bankhauſe Ephraim Mener & Sohn zu Hannover;
des Anlehens Lit. U bei den Niederlaſſungen der Bank für Handel und Induſtrie
zu Darmſtadt, Berlin und Frankfurt a. M.;
des Anlehens Lit K bei den Niederlaſſungen der Bank für Handel und Induſtrie
zu Darmſtadt, Verlin und Frankfurt a. M., bei den Bankhäuſern Delbrück,
Leo & Co. zu Berlin, Ferdinand Sander zu Darmſtadt und Frankfurt a. M.
und bei der Deutſchen Vereinsbank, Filiale Darmſtadt, als Nachfolgerin der
Firma Ed. G. Gerſt zu Darmſtadt:
des Gaswerksanlehens Lit. A bei dem Bankhauſe Ferdinand Sander zu
Darm=
ſtadt und Frankfurt a. M.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört mit den oben genannten
Verfall=
terminen auf.
Darmſtadt, den 18. November 1910.
(22797fs
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Chriſtbaum=Verſteigerung.
(Harras.)
Donnerstag, den 1. Dezember I. J., morgens 9½ Uhr, werden an Ort und
Stelle ca. 560 St. Chriſtbäume auf dem Stand in 4 Loſen verſteigert, nämlich:
Los 1 in Abt. 25 — 120 St.
„ 2 „ „ 25 = 120 „
„ 3 „ „ 29 — 120 „
: 4 „ „ 3 = 200 „
Zuſammenkunft am Forſthaus Harras.
Die einzelnen Loſe wird Herr Förſter Decher am 29. d. M., morgens 9 Uhr,
auf Wunſch vorzeigen.
Darmſtadt, den 22. November 1910.
(22839
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſdenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammeifleiſch .
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½½ kg 90 Pfg.
„ 84
90
90
60
92
86
96
110
per ½ kg 100 Pfg.
„110 „
(a „ 130 „
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein
Rolſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
90
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „ ½ „ 72
Abbruchs=Materialien=Verſteigerung.
Montag, den 28. November 1910, vormittags 9 Uhr,
werden in der Kleinen Ochſengaſſe, gegenüber des Herrn Lippmann May, von
einem Abbruch herrührend: Fenſter, Fenſterläden, Türen, Haustüren, mit oder ohne
Gewände, Bauholz nach allen Dimenſionen, von 4—16 m Länge, Dachſparren, eine
große Partie Fußbodenbord, Verſchalbord, Schwediſche Remen, eine große Partie
eichene und Tannen=Pfoſten, alles faſt neu, einen Blaßbalg für Schmiede oder
Schloſſer geeignet, große Sandſteinplatten für Hofreitenbelag, Schornſteinplatten,
ſowie ſonſtiges Baumaterial, gegen gleiche bare Zahlung verſteigert.
(*28874
Geore Hansel.
Ich habe meine Praxis von Zwingenberg a. d. Bergstr. nach
Darmstadt
verlegt (unter Zulassung am Großherzogl. Landgericht
daselbst)
Mein Büro befindet sich
Grafenstraße 4., Telefon 816.
L. Landzettel
Rechtsanwalt.
(22628ms
Fleiſchverdingung.
Am 2. Dezember 1910, vormittags
9 Uhr, wird im Geſchäftszimmer des
Pro=
piantamts, Eſchollbrückerſtraße 25, der
Be=
darf an Fleiſch= und Wurſtwaren für die
Garniſon und den Truppenübungsplatz
Darmſtadt für die Zeit vom 1. Januar
bis 30. Juni 1911 verdungen.
Lieferungsbedingungen liegen im
Ge=
ſchäftszimmer aus, können auch gegen
Be=
zahlung der Selbſtkoſten bezogen werden. —
Auf die Aenderungen in Ziffer 7, 12
u. 13 der Bedingungen wird beſonders
aufmerkſam gemacht.
Schriftliche und verſiegelte Angebote
ſind im Geſchäftszimmer vor Beginn des
Termins mit der Aufſchrift „Angebot auf
die Lieferung von Fleiſch= und Wurſtwaren”
verſehen, abzugeben.
(22200a
Proviantamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. J.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth in Zürich im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt
zu=
geſchriebene Liegenſchaft=
Flur Nr. am
35 2173/10 324 Hofreite Rhönring
Nr. 130,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K113/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt den 8. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D21949
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 339/100 1389 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K149/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D21948,9
Städtiſche Schulzahnkliniſt
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Steuer=Erhebung.
Das 3. und 4. Ziel der
Gemeinde=
ſteuern für das Rechnungsjahr 1910 iſt,
bei Vermeidung der Mahnung, bis Ende
dieſes Monats an den Werktagen,
vor=
mittags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter Abfertigung
an den Zahlſchaltern wird gebeten, die
Gelder abgezählt bereit zu halten.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(22133a
Schulgeld-Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Real=
gymnaſium und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere
Töch=
terſchule (vormals Reinech und die
Mittel=
ſchulen für das IV. Kalender=Vierteljahr
1910 iſt, bei Vermeidung der Mahnung,
bis Ende ds. Mts. an den Werktagen,
vormittags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
(22135a
zu entrichten.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
III 339/100 285 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 25,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K143/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D21947,9
Bekanntmachung.
Freitag, den 30. Dezember I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Fabrikanten Chriſtian Lampe
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
VI 14721/100 2633 Grab=
Feld=
garten
VI 1472/100 152 Gras= ( berg=
garten! ſtraße
VI
14727/100 916 Hofreite) Nr. 58,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K162/10
Darmſtadt, den 24. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D*2854,10
ne neue Singer=Nähmaſchine und gebr.
EKinderwag. bill. Stiftſtr. 41, Hth. (*28954oi
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Stück von 3.20 a
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Kinder-Pelze
Kanin-Pelze
schwars . von 2.75 an
Kanin-Pelze
farbig . Stück 3.50 an
Mufflon-Pelze
Tibet-Pelz, weiss
schwars . von 12.50 a
Scal-Pelze
von
en
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und Blusen . Meter von 1.40 an
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in versch. Farb., Meter von 1.90 ₰
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Wolle, letzte Neuh., Mtr. v. 2.20 an
Damen-Tuch, reine Wolle,
110 cm breit, Meter von 3.50 an
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klein karriert . . Meter 1.40 ℳ
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ge-
diegene Ware . . Meter 1.60 ℳ
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Blusen, Wolle
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Blusen, weiss
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weiss, lila, blau
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engl. Art .
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19.50 ₰
30.00 ₰
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13.75an
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in Tuch, in Moiré, inr. Seide
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Kinderkleider
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Kinderkleider
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Kinderkleider
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ganz mod. Fass. von 6.75 an
Knaben-Kittel aus blau
cheviot . . . von 3.25am
oder Manchester von
N
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Kinderjäckchen aus Stoff.
engl. Art . . . von 3.75 an
Golf-Jäckchen in weiss
und rot in grosssr
Sammet-Mäntelchen
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Astrachan-Mäntelchen
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Kinder-Capes
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Lammfell-Capes
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Knaben-Oxford-Blusen
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Knaben-Hosen mit Leib
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Knaben-Hosen ohne Leib
— aus blau Cheviot, von
7.25a
1.75a
Auswahl
A ℳ
7.50an
3
an
2.00 ₰
ℳ
1.25aa
1Gi ℳ
1.95an
ℳ
3.60aa
Weisse abgep. Batist-Roben
Weisse abgep. Tüll-Roben
von 9a
von 22an
70.
Trikotagen
Normal-Hemden
von 1.35 am
Normal-Hosen . . . . . von 1.00₰
Normal-Jacken . .
von 95 an
Herren-Hosen mit angewebtem
von 1.70 am
Futter . .
Gestrickte Herren-Hosen . . von 1.30%
Leib- und Seel-Hosen . . . von 90 ₰
Normal-Untertaillen . . . . von 95 ₰
Fatter-Untertaillen
von 1.00 aa
Handschuhe
Damen-Trikot-Handschuhe Paar v. 58 ₰
Damen-Trikot-Handschuhe, imit.
Wildleder, schöne Qual. Paar 1.25 ₰
Damen-Handschuhe
gestrickt . . . . . . Paar von 00an
Post. Damen-Handschuhe P. 38 ₰
Herren-Handschuhe
. . Paar von 58 an
Trikot
Herren-Handschuhe
. . Paar von 1.25 an
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Krimmer-Handschuhe . Paar von 95₰
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Paar von 48 an
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Kinder-Strümpfe, schw. Winter-Qual.
Paar von 48 am
lederfarb., Gr. I
Frauen-Strümpfe
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Damen-Strümpfe
gewebt, schw. . . . Paar von 1.50
Damen-Strümpfe, gewebt
. Paar 1.75 ₰
Modefarbe
Herren-Socken
Paar von
32
3
Gamaschen.
[ ← ][ ][ → ]Angebot!
400
400
490
2
400
45
400
400
6.
200
20
Mützen
Hüte
Teppiche
::
Decken
Tischdecken
ℳ
Tuch, von 1.75 an
Bettdecken
von 2.30 am
Steppdecken
ℳ
von 5.50 an
Reisedecken
ℳ
von 6.50 an
0 ℳ
Bettkoltern
B'wolle, v. 2.50 an
Jacquarddeck, 7 MP ℳ
Hwolle, v. 0.75 an
Divandecken
ℳ
von 9.50 an
Fenster-
ℳ
Mäntel, von 2.50 an Teppiche, v. 6.75 an
Bettvorlagen
von 80 an
Axminster-
Teppiche, v. 3.95 ₰
Pers. Teppiche‟
mit. von 7.00 an
Linoleum-
Auto-Mützen
Kieler Mützen
von
Jockey-
Mützen, von
Knaben-
Schild-
mätzen . von 65 an
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Tellermützen
Kaputzen
von 48 an
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Zipfelmützen
von 95 an
Käppis a. marine
Stoffen von 65 a
Tischwäsche
Tischtücher in Drell
Stück von 1.30
5 9
Tischtücher in Damast
Stück von 2.20
in Damast, 130X150, Ia. Qualität 1,65 ₰
Tafeltücher 125/200
Servietten, Drell
Stück von 4.25 an
Stück von 25 ₰
Servietten, Damast, 65/65
Stück von 55 an
Teegedecke mit6 Servietten
Stück von 3.75 ₰
Weiss Tischzeug, 130 cm breit
Meter 1.10 ₰
Taschentücher
LINON, weiss
-½ Dutzend 65, 85 ₰, 1.10 ℳ
in halbleinen und leinen Damen- und
Herrengrössen, in grosser Auswahl
Batist-Taschentücher
½ Dutzend 75 ₰, und bessere Sachen
Buchstaben-Taschentücher
Madeira-Taschentücher
Kinder-Taschentücher
Bettwäsche
Stück von
Kissenbezüge, gebogt
Kissenbezüge mit Einsatz
Stück von
Kissenbezüge mit Stickerei-Einsatz
Stück von
Bettücher, Biber
Bettücher, Haustuch
Bettücher, halbleinen
Koltertücher, gebogt
Stück von
Stück von
Stück von
Stück von
1.10am
1.30a
1.15an
2.60 an
ℳ
3.20an
3.95 an
DAMEN-WAScH-
Damenhemden, Achselschluss,
aus gutem Cretonne m. Spitze
Damenhemden, Vorderschluss,
mit Feston . .
Damenhemden, Achselschluss,
,
mit gestickter Passe
Damenhemden, Achselschluss,
aus gutem Cretonne m. Feston
Untertaillen, gebogt
Stickerei-Untertaillen
1.15 ℳ
1.25 ₰
1.45 ₰
1.65 ₰
80 a
1.25₰
mit Volant 5 1.65₰ Anstandsröcke, gute Qualität 2.30₰
Damen-Nachtjacken aus Croisé
mit Spitze
Damen-Nachtjacken aus Croisé
mit Feston . .
Damen-Nachtjacken mit
Umleg-
kragen und Feston
Damen-Nachtjacken aus
unge-
rauht Piqué .
Stickerei-Unterröcke
Stickerei-Unterröcke mit Einsatz
95 ₰
1.30 ₰
1.65 ₰
1.70 ₰
1.70₰
2.40 ₰
Schürzen
Tapisserie
Kinderschürzen . . Stück von 25a Tisch-Läufer . . . . . . von 75 in Druckschürzen . Stück von 42aa Milieux . . . . . . . von 58 an Hausschürzen . . Stück von 65 an Zimmer-Ueberhandtücher . . von 58 an Reformschürzen . . Stück von 1.35 am Küchen-Ueberhandtücher von 65 an Miederschürzen Stück von 95 a Wäschebeutel von 95 zn Zierschürzen . Stück von 25aa Klammerbeutel von 95 2n Kimonoschürzen . Stück von 2.20 an Klammerschürzen . . von 65 i Knabenschürzen Stück von 60 aa Kissenplatten von 95 aenMARKT 2.
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
400
40
Herren-Artikel
Oberhemden, weiss oder farbig
Pon 3.50 an
4
Vorhemden, weiss
von 38 am 40
„₰
von 32 an 4
Kragen .
40
50 aa
Manschetten . . . . Paar von
4
Kravatten, Diplomat, für Stehkragen
von 35 an 40
Kravatten, Diplomat, für
Stehumleg-
von 40 zn 70
kragen . . .
Kravatten, Regattes, für
Stehumleg-
von 45 ₰ 40
kragen
2
Kravatten, Regattes, für Stehkragen
von 45 an
von 65 ₰ 4
Kravatten, Selbstbinder
Kragenschoner
von 38 an
(22837
(22838
ESL
MARKT 2.
11
[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910,
Holzgeld.
Die Jahlung der rückſtändigen Beträge
für im Holzerntejahr 1909/10 erſteigertes
Holz aus den Waldungen der Stadt
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Seire 22.
Nummer 278.
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Zur Koſtümfrage der
Bühnen=
künſtlerinnen.
Planderei von Anna Ethel, ehem. Großh.
Hof=
ſchauſpielerin.
Zu den Vorarbeiten des Reichstheatergeſetzes wird
in der allernächſten Zeit eine Beratungskommiſſion
zuſammentreten, welche aus Mitgliedern des
Bühnen=
vereins — zu dem ſich die Direktoren der beſſeren
Theater Deutſchlands ſeiner Zeit verbunden haben
ſowie aus Künſtlern beſtehen wird, welche, der
Deut=
ſchen Bühnengenoſſenſchaft angehörend, die Intereſſen
ihrer Kollegenſchaft vertreten werden. Einer der
wich=
tigſten Punkte für die Bühnenkünſtlerinnen in dem
zu ſchaffenden Theatergeſetz iſt die Koſtümfrage.
Bei der Generalverſammlung des Bundes Deutſcher
Frauenvereine in Heidelberg, Anfangs Oktober d. J.,
wurde die Angelegenheit eingehend beſprochen und der
Antrag, eine diesbezügliche Petition an den Reichstag
zu richten, einſtimmig angenommen. In den
ver=
ſchiedenen Frauenvereinen bringt man nicht nur dem
zu erlaſſenden Reichstheatergeſetz, beſonders was die
Verbeſſerung der Stellung der Künſtlerinnen betrifft,
ein großes, tätiges Intereſſe entgegen, ſondern man
ſinnt auch auf Mittel und Wege, wie man den an
kleinen und kleinſten Theatern beſchäftigten weiblichen
Mitgliedern Erleichterungen verſchaffen kann, bis
ihnen hoffentlich dereinſt die Wohltat des Geſetzes zu
teil wird. Infolgedeſſen dürfte unſere Leſer der
nach=
folgende Artikel intereſſieren, welcher bereits im
Ja=
nuar 1904 in der Frauen=Rundſchau erſchienen iſt und
den die Verfaſſerin uns zum Abdruck überlaſſen hat.
„Was ziehe ich an?‟ Wie harmlos
klingt doch dieſe Frage, wie leicht iſt ſie zu
beantworten, wenn ſie von dem jungen
Töchter=
chen geſtellt wird, welches den dritten Ball in der
Sai=
ſon beſuchen ſoll. Mütterchen, welches über genügende
Mittel verfügt, hat ja ſchon vorgeſorgt, und da das liebe
Kind einmal weiß und einmal roſa gekleidet war,
wird es nun himmelblau erſcheinen und entzückend
ausſehen! Etwas ſchwieriger vielleicht iſt die Frage
ſchon für die Mutter ſelbſt, denn außer der Aelteſten,
die nun den erſten Winter ausgeht, ſind noch die
bei=
den Gmnaſiaſten und die Kleinen da, welche auch
ge=
hörige Anſprüche an das Toilettekonto ſtellen. Faſt
wäre ſie geneigt, dem Gatten mit dem fürchterlichen
Ausſpruch: „Ich habe nichts anzuziehen”, zu kommen,
wenn ihr nicht rechtzeitig einfiele, daß das Töchterchen
auf keinen Fall auf dem Heiratsmarkt fehlen darf. Sie
wird ſich alſo beſcheiden und in dem öfter getragenen
Seidenkleid doch noch recht ſtattlich ausſehen.
Weniger leicht zu beantworten iſt ſchon die
harm=
los klingende Frage bei dem jungen Mädchen, welches
auf eigenen Füßen ſteht, genötigt, für ſich ſelbſt zu
ſorgen und zu verdienen, ſobald es eine Stellung
be=
kleidet, welche es in Berührung mit dem Publikum
bringt. Jeder Geſchäftsleiter wird und muß darauf
ſehen, daß ſein Perſonal gut gekleidet iſt und mit
ſchwerem Seufzer wird ſich manchmal die junge
Ver=
käuferin ſagen: „Was ziehe ich an?”
Am ſorgenvollſten aber tönt dieſe Frage von den
Lippen der jungen Schauſpielerin, welche, ohne
pri=
vates Vermögen, nur auf ihre Gehaltsbezüge
ange=
wieſen iſt, ohne Zuſchüſſe von daheim, denn für ſie
bildet dieſe Angelegenheit eine Exiſtenzfrage im
wei=
teſten Sinne des Wortes.
Wir wiſſen, daß der Luxus in der Lebensführung
in allen Geſellſchaftskreiſen während der letzten
Jahr=
zehnte enorm geſtiegen iſt, nirgends aber hat ſich dieſe
Steigerung bezüglich des Kleiderluxus ſo fühlbar
ge=
macht, wie auf der Bühne. Ein neues
Geſellſchafts=
ſtück, ſei es nun aus dem Franzöſiſchen
herübergenom=
men, oder von einem deutſchen Autor, wird häufig zu
einem Ereignis auf dem Gebiete der Mode. Schlägt
nun ein derartiges Stück ein und wird an einem
Theater in Berlin, Dresden, München oder Hamburg=
50= bis 100mal oder mehr gegeben, ſo ſind die
häufig=
ſehr ſchweren Opfer der Darſtellerinnen nicht
umſonſt=
gebracht, das angelegte Kapital verzinſt ſich durch
öfte=
res Tragen der Kleider und die Schauſpielerin iſt für
einige Zeit der ſchweren Toilettenſorge ledig.
Dieſes ſelbe Stück, für welches zu jedem der fünf
Akte die Darſtellerinnen der Hauptrollen ein anderes
Kleid abſolut nötig haben, da Straßen=, Beſuchs=, Ball=u.
Geſellſchaftstoilette, für ein oder die andere der
Rol=
len auch noch ein Negligee oder ein Trauerkleid
vor=
geſchrieben ſind —, dieſes ſelbe Stück macht nun die
Runde über die deutſchen Bühnen. Es enthält
meh=
rere gute Rollen, über welche ſich die Künſtlerinnen
herzlich freuen würden, wenn nicht, nachdem ſie die
Rolle durchgeleſen, zunächſt die bang beklommene
Frage geſtellt würde: „Was ziehe ich an?” Was das
erſte ſein ſollte: „Wird mir dieſe Rolle liegen, werde
ich imſtande ſein, mich in den Geiſt derſelben ganz
ein=
zuleben, werde ich ſie ſo verkörpern können, wie ſie ſich
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Seite 28.
der Dichter gedacht hat?”, dieſe Fragen werden, müſſen,
wie die Verhältniſſe leider einmal liegen,
zurückge=
drängt werden. Die Kleiderfrage ſteht obenan.
In einer mittleren Stadt von 75000 bis 100000
Einwohnern etwa, welche über ein verhältnismäßig
gutes Theater verfügt, iſt die Direktion darauf
ange=
wieſen, möglichſt viele Novitäten zu geben, denn das
Publikum iſt faſt jeden Abend dasſelbe, daher muß ſie
ihren Spielplan abwechſelungsreich geſtalten. Kaum
hat in einer der Großſtädte ein Stück die Feuerprobe
beſtanden, muß ſie trachten, dasſelbe bei ſich
einzufüh=
ren. Aber das Stück, welches in Berlin wenigſtens
100mal nacheinander gegeben werden kann, kann in
unſerer mittelgroßen Stadt im Laufe der Saiſon
höch=
ſtens drei bis vier Wiederholungen erleben. Die
Summe, welche hier die Schauſpielerin für die
Toilet=
ten anlegen muß, kann ſich alſo unmöglich verzinſen.
Sie wird ja nun allerdings die Kleider bei der
Dar=
ſtellung anderer Rollen verwenden können, obwohl
dies auch ſeine Schwierigkeiten hat, denn namentlich
für eine Novität ſieht der Herr Direktor doch ſehr gern,
daß bei einer dekorativen Neuausſtattung auch neue
Kleider vorgeführt werden. Wenn nun im Laufe der
Saiſon neben den den Grundſtock des Spielplans
bildenden Stücken durchſchnittlich ſechs neue Werke
ge=
geben, mehrere ältere einſtudiert werden, ſo kann die
harmloſe Frage: „Was ziehe ich an?”, ſich bis zum
Verzweiflungsſchrei ſteigern, denn die
Schau=
ſpielerin weiß ſehr genau, daß das meiſt aus Damen
beſtehende Publikum den Inhalt ihrer Kleiderſchränke
nur zu gut kennt. Die Bemerkungen, die ſo häufig
fallen: „Das Kleid habe ich ſchon einmal an ihr
ge=
ſehen” „Ach, das hat ſie neulich erſt angehabt!”, oder:
=mmer hat ſie aber auch das rote Kleid an!”, kennt
jnd fürchtet ſie, muß ſie fürchten, denn auch hierin
will die Direktion den Wünſchen ihres Publikums
Rechnung tragen — die Kleiderfrage wird für die
Schauſpielerin zur Exiſtenz=, zur Lebensfrage.
Und dies nicht nur für die Vertreterinnen der erſten
Fächer, denn die ſogenannten Mitläuferinnen und
Salonſchlangen im modernen Stück, welche von den
geringer bezahlten Mitgliedern geſpielt werden und
der Darſtellerin nicht einmal, oder doch nur ſelten,
eine künſtleriſche Befriedigung gewähren, erfordern
faſt immer einen großen Toilettenaufwand.
Vor zwanzig bis dreißig Jahren, als die
Luſt=
ſpiele von Benedix, Bauernfeld, Roſen, Schweitzer die
Bühne beherrſchten, konnte eine jugendliche
Liebhabe=
rin bequem mit ein paar weißen Mull=, ein paar
Jaconetkleidern und ein paar einfachen Kattunröckchen
für das Fach auskommen. Auch für die älteren
Fächer war es nicht ſo ſchwer wie jetzt, ſich zu
klei=
den, weil erſtens der Luxus überhaupt geringer war,
die Anſprüche des Publikums viel beſcheidenere, und
weil zweitens die Stücke faſt alle in bürgerlichen oder
gar in kleinbürgerlichen Kreiſen ſpielten, während
jetzt die meiſten Geſellſchaftsſtücke ſich auf dem
Par=
kett der großen Welt bewegen. Der Aufwand iſt
da=
durch ein weit größerer, koſtſpieligerer geworden
und die Gehaltsbezüge ſind ſeit damals nicht
geſtie=
gen, im Gegenteil, ſie ſind in den letzten Jahren ſogar
an vielen Theatern herabgedrückt worden.
Merkwürdigerweiſe nun werden bei der Bühne
in faſt allen Fächern aber die Männer bedeutend
beſſer bezahlt, wie die Frauen, wofür ich eigentlich
keinen rechten Grund auszufinden vermag. Der
Dich=
ter verlangt von den Darſtellerinnen ſeiner
Frauen=
geſtalten ebenſo viel künſtleriſche Begabung und
In=
tellekt, als von den Vertretern der Männerrollen, und
bei der ausführenden Tätigkeit wird die Frauenkraft
der des Mannes durchaus gleich geſchätzt, denn für
die eine wie für den anderen dauern die Proben,
ſo=
wie, die Vorſtellungen gleich lange. Während nun
aber dem Manne an allen deutſchen Bühnen
ſämt=
liche hiſtoriſchen Koſtüme von der Direktion geſtellt
werden, hat das weibliche Mitglied auch dieſe
Bekleid=
ung aus eigenen Mitteln zu beſtreiten,
ausgenom=
men bei den ganz großen Hoftheatern und zwei oder
drei Privatbühnen. Seit den epochemachenden
Gaſt=
ſpielen der Meininger iſt es auch nicht mehr möglich,
wie früher, ein hiſtoriſches Koſtüm gleichſam nur
an=
deutungsweiſe herzuſtellen. Jetzt muß alles zeit= und
ſtilgerecht und womöglich echt ſein, denn das
elek=
triſche Licht deckt rückſichtslos die kleinſten Schäden
auf, ſetzt ohne Erbarmen den geringwertigen Stoff
oder Beſatz ins rechte, aber oft ſehr unerfreuliche
Licht.
Im Kapitel der Kleiderfrage tat Wandel
drin=
gend not! Auf Anregung der Genoſſenſchaft deutſcher
Bühnen=Angehöriger hat der deutſche Bühnenverein,
welchem die Direktionen von 114 deutſchen Theatern
angehören, in ſeiner letzten Verſammlung beſchloſſen,
vom Jahre 1907 ab auch den weiblichen Mitgliedern
das hiſtoriſche Koſtüm zu liefern, falls dieſelben nicht
mehr als 300 Mark monatliches Einkommen beziehen.
(Die ſeinerzeit hieran geknüpften Hoffnungen haben
ſich leider nicht erfüllt. Anm. der Verfaſſerin.) Aben
die weiblichen Mitglieder der kleinen und kleinſten
Theater, welche nicht dem Bühnenverein angehören,
werden weiter unter der ungerechten Einteilung
lei=
den und gezwungen ſein, bei den niedrigſten
Gehalts=
bezügen ſich nicht nur die Kleider und Koſtüme für
ihre Rollen, ſondern auch die Kleidung für die
Sta=
tiſterie zu ſtellen, zu welcher faſt ausnahmslos alle
Mitglieder an kleinen Bühnen verpflichtet ſind.
Die Schauſpieler ſind den Schauſpielerinnen
gegenüber daher in doppeltem Vorteil, denn einmal
beziehen ſie durchſchnittlich ein höheres Gehalt, haben
geringeren pekuniären Aufwand für ihre
Bühnen=
kleidung, denn all das drum und dran, was eine
Damentoilette ſo koſtſpielig macht, um ſie fertig und
elegant erſcheinen zu laſſen, fällt bei den Herren fort.
Doch der zweite und größere Vorteil in meinen Augen
iſt es, daß ſie wohl ſchwerlich ſo leicht in die Lage
kom=
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denken zu müſſen: „Was ziehe ich an?e
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die ſich in kurzer Zeit mit meiner Methode ſelbſt geheilt haben. Dieſe Briefe liegen
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Nummer 278.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Novemher 1910.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Rußland in Berlin. — Das Hinſcheiden Leo Tolſtois.
— Sibiriſche Sänger. — Ein Verbot. — Veränderungen
in der auswärtigen Diplomatie. — Fremde
Diploma=
ten. — Der Feſtabend des Vereins Berliner Preſſe.
— Im Eduard Schulteſchen Kunſt=Salon. —
Farben=
drucke der Vereinigung der Kunſtfreunde. — Böcklins
Tritonenfamilie und deren Schickſale.
Rußland in Berlin — das iſt auch ein ganz
beſonderer Abſchnitt in dem ſo bunt und mannigfaltig
zuſammengeſetzten Bilde der Reichshauptſtadt. Die
hier dauernd lebenden oder nur zu kürzerem reſp.
längerem Beſuche weilenden Ruſſen verkörpern faſt
alle Stände und Bildungsſchichten des benachbarten
Zarenreiches. Vom Fürſten an, der ſelbſt beim
luxu=
riöſeſten Leben die Zinſen ſeines gewaltigen
Vermö=
gens nicht verbrauchen kann, bis zu dem armen Tag=
Uöhner, den irgend ein Schickſal über die Grenzen
ſei=
ner Heimat geworfen. Und wie viele Mitglieder
an=
derer Kreiſe und Stände ſchieben ſich dazwiſchen: der
Großkaufmann, der binnen wenigen Tagen Geſchäfte
von Millionen macht, und der Hauſierer, der in den
Straßen der Arbeiterquartiere von Haus zu Haus
pendelt und in mitleiderweckender Weiſe ſeinen
Krims=
krams anbietet. Zahlreich iſt das Studententum
vertreten, auch das weibliche, wenngleich in jüngſter
Zeit ein Rückgang erfolgte durch die ſchärferen
Auf=
nahmebedingungen unſerer Hochſchulen für
Auslän=
der, und nicht minder zahlreich das gewerbsmäßige
Schnorrertum, das bereits die Brücke bildet zu dem
Betrüger= und Verbrechertum, das unſerer Polizei viel
zu ſchaffen macht. Es war natürlich, daß auch hier
das Hinſcheiden Leo Tolſtois eine tiefe
Be=
wegung hervorrief, die ſich noch viel unmittelbarer
ge=
ſäußert hätte, wenn man nicht bereits auf das Ereignis
vorbereitet geweſen. Von irgend welchen
Veranſtalt=
ungen zum ehrenden Gedenken Tolſtois hört man
allerdings noch nichts, aber es iſt zu erwarten, daß
dies bald geſchehen wird. Für die deutſche Vorurteils=
loſigkeit bei der Würdigung des Lebenswerkes des
großen Dichters und Philoſophen ſpricht es, daß ihm
ſeine Deutſchfeindlichkeit in keiner Weiſe nachgetragen
ward; iſt es doch bekannt, daß Tolſtoi, zumal wenn er
ſich unter ſeinen Vertrauten befand, aus ſeiner
Ab=
neigung gegen uns kein Hehl machte und wiederholt
öffentlich vor der „germaniſchen Gefahr” warnte.
Als eine „ruſſiſche Gefahr” ſcheint unſere Polizei
das Auftreten der ſibiriſchen Sänger zu
betrachten, da ſie dasſelbe verbot. Ob ſich letzteres
irgendwie rechtfertigen läßt, ſoll nicht zur Erörterung
geſtellt werden, ein Grund, den freilich unſere Behörde
am wenigſten in Betracht gezogen haben dürfte, ſpricht
für das Verbot: jener des guten Geſchmacks. Handelt
es ſich doch hier keineswegs um abgeſchloſſene
künſt=
leriſche Darbietungen; man darf vielmehr annehmen,
daß ſie mehr den Vorwand bieten, um durch ein
gro=
ßes Perſonal im Zirkus das Leben und Treiben der
ruſſiſchen Verbannten und Verbrecher auf ſibiriſchem
Boden möglichſt naturgetreu darzuſtellen, wobei auch
die Lieder jener Ausgeſtoßenen, die ſie teilweiſe mit
ihrem Kettengeraſſel begleiten, vorgetragen werden
ſollten. Dieſe Geſänge und ihre wehmütigen Melodien
ſind erſt vor kurzem geſammelt worden und
ermög=
lichen einen feſſelnden Einblick in die ruſſiſche
Volks=
ſeele. Will man ihnen die künſtleriſche Geltung
ver=
ſchaffen, die ſie vielleicht verdienen, ſo gibt es doch
ge=
nug. andere Räume dazu, als gerade den Zirkus, und
dürften weder Koſtüme noch Dekorationen ſowie
„naturgetreue” kraſſe ſzeniſche Darſtellungen
erforder=
lich ſein.
In der hieſigen Vertretung der ruſſiſchen
Diplo=
matie, ſowie in jenen einiger anderer Staaten ſtehen
wichtige Veränderungen bevor, die auch auf unſer nun
beginnendes Geſellſchaftsleben von Einfluß ſein
wer=
den. In kurzem wird der ruſſiſche Botſchafter, Graf
von der Oſten=Sacken, ſeinen Berliner Poſten
verlaſſen, und ſcheidet mit ihm der Senior der bei
unſerem Hofe beglaubigten Vertreter fremder Mächte.
Fünfzehn Jahre hindurch war der Graf hier tätig und
hat immer, häufig mit beſonderem Erfolg, auf ein
gutes Einvernehmen der beiden Kaiſermächte
hinge=
wirkt. Der kleine, ſchmächtige Herr mit dem grauen
Kotelettenbart und den klugblickenden Augen war im
„Herzen von Berlin” eine wohlbekannte Erſcheinung,
da er ein Freund häufiger und langer Spaziergänge
war, aufmerkſam alles betrachtend und beobachtend.
Sehr beliebt war der Botſchafter auch bei Hofe und in
unſeren erſten Salons; ſeine ruhige
Liebenswürdig=
keit und ſeine gelaſſen=abgeklärte Beurteilung aller
Tagesfragen hatten ihm lebhafte Sympathien
ver=
ſchafft, die bei ſeinem baldigen Fortgehen noch ihren
beſonderen Ausdruck finden werden. Ebenſo bei dem
bisherigen ruſſiſchen General=Konſul v.
Art=
ſinovitſch, der gleichfalls demnächſt Berlin
ver=
läßt, da ihm die verantwortliche Stellung des
Direk=
tors der Perſonalabteilung des Miniſteriums des
Aeußern in Petersburg übertragen worden. Herr von
Artſinovitſch war hier gleich dem Botſchafter eine
ge=
raume Spanne Zeit tätig, und zwar mit regſter
Um=
ſicht wie mit außerordentlichem Geſchick, was auch von
deutſcher Seite oft warm anerkannt wurde. Denn
gerade dem ruſſiſchen General=Konſulat ſind
mancher=
lei Aufgaben übertragen, deren Erledigung großen
perſönlichen Takt und ein eventuelles direktes und
vorſichtiges Eingreifen erfordern. Wie Graf von der
Oſten=Sacken war der General=Konſul ſehr beliebt in
unſerer vornehmen Geſellſchaft, nicht minder ſeine
ſchöne und elegante Frau, eine junge Amerikanerin,
deren Wiege im ſonnigen San Franzisko geſtanden.
— Auch der bulgariſche Geſandte, General N. P.
Ni=
kyphoroff, hat Berlin endgültig verlaſſen, um
wieder in die Armee einzutreten, der er bis zur
Ueber=
nahme ſeiner diplomatiſchen Miſſion angehört hatte.
Obwohl nur Soldat geweſen, war es ihm doch
gelun=
gen, ſich auch auf diplomatiſchem Gebiet durchaus zu
bewähren und nicht nur die politiſchen, ſondern auch
die wirtſchaftlichen Beziehungen Deutſchlands und
Bulgariens feſter zu knüpfen. Man recht umſtändliche
Angelegenheiten wußte er vorſichtig zu regeln und
per=
ſönlichen Stimmungen Rechnung zu tragen, wobei
ſeine gerade und friſche Soldatennatur ſich ſehr hohe
und vielvermögende Freundſchaften erwarb. Erſetzt
wurde der Geſandte durch den bisherigen bulgariſchen
Geſandten in Wien, Herrn J. St. Geſchoff, einen
um ſein Land ſehr verdienten Diplomaten, der
oft=
genug ſeine Befähigung in der wohlgelungenen
Löſ=
ung ernſter, politiſcher Fragen bewieſen. Mit voller
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Nummer 278.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
Seite 31.
Energie trat er im Herbſt 1908 in Konſtantinopel den
verletzenden Anmaßungen der Hohen Pforte entgegen,
die dann bekanntlich das große Werk der völligen
Un=
abhängigkit Bulgariens und ſeiner Erhebung zum
Königreich zeitigten.
Mancherlei Diplomaten fanden ſich mit hohen
Offizieren und Beamten in der ſchönheitsvollen,
weiß=
ſchimmernden Wandelhalle des Reichstages am
Feſt=
abend des Vereins Berliner Preſſe ein,
deſſen beträchtlicher Ertrag den Wohlfahrtskaſſen
zu=
gute kommt. Dieſe aus einem Künſtler= und
anſchlie=
ßendem Promenaden=Konzert beſtehenden
geſellſchaft=
lichen Veranſtaltungen erfreuen ſich mit vollem Recht
großer Beliebtheit, da innerhalb des denkbar
prächtig=
ſten Rahmens und in zwangloſer Weiſe Perſonen und
Toiletten weit mehr zur Geltung kommen, wie im
dichtgedrängten Ballgewühl. Auch diesmal wieder
fehlte es nicht an einer Fülle ſchöner Frauen und
gra=
ziöſer Mädchen, die auch in ihrem Aeußeren Berlins
Charakter als Weltſtadt verkörperten. Natürlich auf
Schritt und Tritt Berühmtheiten aus unſerer
Künſt=
ler=, Schriftſteller=, Gelehrtenwelt, neben allerhand
parlamentariſchen Größen und einflußreichen
Finanz=
genies, neben vielgenannten Männern des Handels
und Wandels, der Induſtrie und Technik. Sehen und
geſehen zu werden iſt ja eigentlich der Hauptzweck eines
ſolchen Abends; aber trotzdem wußte das geſchickt
zu=
ſammengeſtellte einleitende Konzert das Intereſſe der
Beſucher und Beſucherinnen vollauf zu feſſeln. Den
Haupterfolg und rauſchenden Beifall fanden Frau
Suſanne Deſſoir mit dem meiſterhaften Vortrag
von Volksliedern verſchiedenſter nationaler Herkunft,
und Francesco d’Andrade der mit
hinreißen=
dem Temperament und glänzendſtem Stimmaterial
den Bajazzo=Prolog ſang, eine außerordentliche
künſt=
leriſche Leiſtung, durchpulſt von ſchauſſpieleriſch=
dra=
matiſcher Kraft und Hingebung.
Die Kunſt ſelbſt finden wir in der neueſten
Aus=
ſtellung der Eduard Schulteſchen Galerig,
die wieder viel Mannigfaltiges bringt, darunter
Ga=
ben von recht verſchiedenem Wert. Das große und
vielſeitige Talent des zu Anfang dieſes Jahres in
München verſtorbenen Paul Höcker tritt uns in
einer ganzen Reihe ſeiner Bilder und Studien ſcharf
vor Augen. Sein Schüler, Joſeph
Oppenhei=
mer, eifert allerdings dem Meiſter wenig nach und
ſucht in ſeinen Porträts mehr durch grelle Gegenſätze
zu wirken, wir durch ruhige, das Charakteriſtiſche
er=
faſſende Geſtaltung. Der in München lebende
Schwei=
zer Haus Beatus Wieland iſt uns ja kein
Fremder, aber ſeine ’ſich in den hier abermals
ausge=
ſtellten „Fahnenſchwingern” zeigende friſche Kraft hat
in vielen ſeiner Gebirgslandſchaften einer
merkwür=
digen Schußlichkeit Platz gemacht, die der
Gleichgültig=
keit des Malers entſtammt und auch uns gleichgültig
läßt. Als bewährte Landſchafter begegnen uns von
neuem K. Müller=Kurzwelly und Otto
Günther=Naumburg, neben denen M. Fritz
mit einer Kollektion vertreten iſt, die von neuem in
gewinnendſter Weiſe das liebenswürdig=feine Talent
und unermüdliche, ernſte Streben dieſes ganz
hervor=
ragenden Künſtlers zeigt. Seine zarten Landſchaften
aus deutſchen Gauen, ſeine Strandſtücke von Helgoland,
ſeine träumeriſchen Winkel aus alten, kleinen Städten
ſind Kabinettſtücke reizvollſter maleriſcher Stimmung.
Neben einem ſehr guten Bildniſſe des alten
Kai=
ſers von Lenbach hat Schulte auch Böcklins „Nacht”
ausgeſtellt; jene ſchwebende Frauengeſtalt, von der ſo
viel Dämoniſches auszugehen ſcheint. Um Böcklins
Werke zu billigen Preiſen den weiteſten Kreiſen
zu=
gängig zu machen, gab die bekannte, um Förderung
der Kunſt ſehr verdiente „Vereinigung der
Kunſtfreunde” auch diesmal rechtzeitig vor dem
Feſt eine Reihe farbiger Vervielfältigungen der be=
deutſamſten Gemälde des Reiſters heraus. Was der
Farben=Lichtdruck heutzutage vermag, und wie getreu
er den Originalen gerecht wird, im Geſamteindruck
wie in den unbedeutendſten Einzelheiten, zeigen uns
dieſe neuen Publikationen der genannten
Vereinig=
ung, die auf vollendeter Höhe ſtehen. Seit geraumer
Friſt beſchränkt ſich die Herausgabe nicht mehr auf die
Werke unſerer National=Galerie, ſondern umfaßt in
vorſichtiger Wahl die beſten Gemälde unſerer erſten
zeitgenöſſiſchen Künſtler, wie es die neuen Blätter
von Oswald und Andreas Achenbach, Fr.
von Uhde, Fr. Aug. von Kaulbach, Klaus
Meyer, Ernſt Dücker, C. F. Deikers, Georg
Schöbel uſw. beweiſen. Unter den Farbendrucken
nach Böcklin befindet ſich ſeine „Villa am Meer”
das „Schweigen im Walde”, der „Zentaur in der
Schmiede” ſeine ergreifende „Pietä” und die köſtliche,
phantaſtiſche „Tritonenfamilie” Von letzterer mag
er=
zählt werden, daß ſie auf Veranlaſſung des einſtigen
Leiters der Nationalgalerie entſtand, der, als
Böck=
lins Name in engen Kreiſen rühmend genannt wurde,
ein Werk des Künſtlers wünſchte, für das ein Honorar
von 5000 Talern beſtimmt wurde. Böcklin brachte jene
für die Galerie gemalte „Tritonenfamilie” ſelbſt
nach Berlin, konnte ſich aber mit ihr nicht die
Zuſtim=
mung des Beſtellers erwerben und verpfändete, da er
nötig Geld brauchte, das Gemälde einem Freund, der
ihm die genannte Summe vorſtreckte. Da der Malex.
dieſen Betrag nicht zurückerſtatten konnte, verzichtete
er auf die Rückgabe des Bildes, das vor zehn Jahren
der Nationalgalerie für 75000 Mark angeboten, von
ihr jedoch wegen des zu hohen Preiſes abgelehnt ward.
Jetzt aber ſpart man ſeitens der Galerie, um den
heutigen Preis, der ſich auf 225000 Mark beläuft,
auf=
zubringen, damit man ſich des köſtlichen Werkes
ver=
ſichert! Man ſieht, nicht nur Bücher, auch Bilder haben
ihre Schickſale, und zwar echt wandelbare.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. November 1910.
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Sroßherzogliches Hoſtkteater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über Leiſtungen und
Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater und die Hofmuſik wird bis zum
10. Dezember 1910 erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzureichenden
Koſten=
rechnungen getrennt aufzuſtellen.
Die bezüglichen Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können erſt bei der
nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
Darmſtadt, den 21. November 1910.
(22840sm
Großherzogliche Hoftheater= und Hofmuſik=Direktion.
Kgl. Sächsische Hofopernsängerin aus Dresden.
Am Klavier: Herr Othmar Schoeck aus Zürich.
Programm: Liederzyklen von Othmar Schoeck, Volkmar Andreae und
Max Schillings. (Zum erstenmale.)
Der Konzertflügel von Grotrian-Steinweg Nachfolger ist aus dem Lager der
Firma Hoflieferant A. W. Zimmermann (Ludwig Schweisgut).
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 M., Saal zu 3 M.,
Vor-
saal zu 1.50 M. und Galerie zu 1.50 M.; Studentenkarten zu 1 M. und Schülerkarten
zu 56 Pfg. bei Georg Thies Nachfolger, im Verkehrsbüro und abends an der Kasse. —
Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr, welche noch vor dem
obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zum freien Besuche desselben. Der
Bei-
trag für den Rest des Jahres (3 Konzerte) beträgt 5 M. — Jedes Mitglied hat das
Recht, an der im Januar stattfindenden Verlosung der von dem Verein
ange-
kauften Eintrittskarten (zu 20 M.) zu den Bayreuther Bühnenfestspielen
des Sommers 1911 teilzunehmen.
Der Vorstand.
Chriſtliche Gemeinſchaft „Immannel‟ (E.
Rheinſtraße 2.
Freundliche Einladung
zu den Vorträgen des Evangeliſten der deutſchen Zeltmiſſion
Herrn W. Veller aus Barmen.
:: Vom 27. November bis 9. Dezember 1910
Jeden nachmittag 4 Uhr (außer Samstag): Bibelſtunde.
Jeden abend 8½ Uhr, Sonntags 8¼ Uhr, Evangeliſation.
Eintritt frei für jedermann!
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Montag, den 28. November 1910, abends 8 Uhr
I-Winterkonzert im Saalbau
Mitwirkende: Frau Sophie Schmidt-Illing (Konzert-
Sängerin), Herr Hotkonzertmeister E. Schmidt von hier.
Leitung: Herr Großh. Kapellmeister Fr. Rehbock.
Vortragsordnung:
1. Motette für 8stimmigen Chor von A. E. Grell; 2. „La Folla‟,
N Variationen für die Violine von A. Corelli; 3. Lieder für Sopran: „Gany-
M med” von Fr. Schubert. „Du bist wie eine Blume‟, „Die Stille‟, und „
Haupt-
manns Weib” von R. Schumann; 4. Chorballade: „Todtenvolk” von Friedr.
K
Hegar: 5. Zwei Stücke für Violine: „Albumblatt” von M. Reger, „
Polo-
naise von Wieniawckiz S. chor:, Frühlingenetzt mit Begletung von Glarier
und 4 Hörnern von K. Goldmark; 7. Lieder für Sopran: „Auf dem Monte
Pincio” von Grieg: „An ein Veilchen” und „Der Gang zum Liebchen” von
J. Brahms, „Cäcilie” von R. Strauß: 8. Chor: „Kärntner Gmüath” und
M „D Hamkehr” mit Baritonsolo von Th. Koschat.
N
Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der
Mitgliedskarten gestattet.
K
Für Nichtmitglieder sind reservierte Plätze für Mk. 3.—. für
Mit-
glieder ebensolche, unter Vorlegung ihrer Jahreskarten und gegen eine
Auf-
zahlung von 50 Pfg. für jede Karte in der Hofbuch- und Kunsthandlung von
**0
Müller & Rühle, Elisabethenstrasse 5, zu haben.
22
N
Auskunftstelie für Vereinsangelegenheiten ebendaselbst.
(22916
X
Hierzu ladet freundlichſt ein
M. Klump.
S
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Novemher 1910.
Nummer 278.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Beöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 18. Nov.: Dem Tapezier Adam
Marquard, Liebfrauenſtraße 74, eine T. Margaretha.
Am 22.: dem Eiſendreher Georg Peth,
Wendelſtadt=
ſtraße 44, eine T. Chriſtina. Am 17.: dem Kaufmann
Julius Hergt, Ludwigsplatz 1, eine T. Lina
Mari=
anne Luiſe Käthe. Am 20.: dem Schloſſer Maximilian
Sior, Neue Ireneſtraße 21, eine T. Elſa. Am 18.:
dem Kaufmann Arthur Haas, Pallaswieſenſtraße 41,
eine T. Ruth. Am 17.: dem Kaufmann Paul Buß,
Große Ochſengaſſe 12, ein S. Paul Hermann. Am 22.:
dem Hausburſchen Heinrich Jakob, Große
Ochſen=
gaſſe 30, ein S. Wilhelm. Am 24.: dem Spengler und
Inſtallateur Philipp Brunner, Wienersſtraße 48,
ein S. Nikolaus Philipp. Am 23.: dem Bildhauer Ph.
Klein, Landgraf Philipp=Anlage 60, eine T. Dem
Schaffner und Wagenführer bei der elektriſchen
Stra=
ßenbahn Johann Puder, eine T. Julie Marg. Kath.
Aufgebote. Am 21. Nov.: Fabrikarbeiter Wilhelm
Hermann Raunacher in Zeitz und Marg. Müller,
ebendaſelbſt. Schankwirt Karl Wilhelm Hanſtein in
Roßdorf und Dienſtmagd Maria Lautenſchläger in
Darmſtadt. Am 22.: Schreinergehilfe Ludw.
Acker=
mann in Ober=Ramſtadt und Dienſtmagd Katharina
Würtemberger, ebendaſelbſt. Magazinarbeiter
Leon=
hard Friedrich Weber, Lauteſchlägerſtraße 26, und
Eliſab. Späth in Lützelbach. Kaufmann Bernhard
Keil, Ruthsſtraße 3, und Eva Kathar. Krämer in
Weiskirchen. Am 23.: Landwirt Jakob Dörlam in
Groß=Hauſen und Maria Meiſter, ebendaſelbſt.
Dach=
decker Ad. Aßmus, Erbacher Straße 9, und Chriſtina
Katharina Margareta Bund, Kleine Bachgaſſe 8.
Trausportarbeiter Peter Ruhmann, Gr.
Kaplanei=
gaſſe 37, und Eliſab. Maria (gerufen Greta) Witzler,
ebendaſelbſt. Am 24.: Steinrichter Peter Krug in
Rainrod und Dienſtmagd Anna Hild in
Hummes=
roth. Schreiner Leonhard Seip in Nieder=Ramſtadt
und Dienſtmädchen Maria Eva Blum, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 21. Nov.: Bertha Köhler geb.
Maul, 77 J., ev., Witwe des Landgerichtsdirektors i. P.
Am 23.: Privatin Auguſtes Kleber, 88 J., ev.,
Frank=
furter Straße 11. Poſtgehilfe Ludwig Beuſch, 18 J.,
év., von Kleeſtädt, Ktreis Dieburg. Marg. Merkel
geb. Hartmann, Witwe des Steinhauers, 37 J., ev., von
Sandbach, Kreis Erbach. Privatin Luiſe Müller,
43 J., ev., Kiesſtraße 49. Glaſer Guſtav Rockenbauch,
21 J., ev., Waldſtraße 32. Am 24.: Steinhauer Peter
Krämer, 29 J., ev., von Affolterbach.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 8. Nov.: dem Maſchinenarbeiter Guſtav
* Dominiak, Sandbergſtr. 27, e. S. Friedrich Walter.
Am 9.: dem Sprachlehrer Jules Marie Clöment Berryer,
Herderſtr. 3, e. T. Luiſe Klementine Ferdinande. Am 10.:
dem Leutnant im Train=Bat. Nr. 18, Karl Hermann
Gerheim, Heerdweg 67, e. S. Hans Karl. Am 9.: dem
Bäcker Ludwig Heiſt, Karlſtr. 64, e. T. Chriſtine.
Am 14.: dem Rittmeiſter im Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23 Wilhelm Eduard von Harnier, Heinrichſtr. 49,
e. T. Am 11.: dem Vizewachtmeiſter und
Zahlmeiſter=
aſpirant Karl Mörſchel, Weinbergſtr. 52, e. S. Karl Jakob
Emil. Am 16.: dem Direktor der Süddeutſchen
Eiſenbahn=
geſellſchaft Friedrich Karl Johann Hedderich,
Heidel=
bergerſtr. 64, e. T. Am 11.: dem Wachtmeiſter im Feld=
Art.=Regt. Nr. 61, Guſtav Bauſch, Beſſunger Weg 125,
ein Sohn Ernſt. Am 14.: dem Trompeter=Sergeant im
Feld=Art.=Regt. Nr. 61 P. E. Block, Beſſunger Weg 127,
e. S. Erich Guſtav Wilhelm. Am 18.: dem Großh.
Ober=
rechnungsreviſor Ferdinand Joſeph Hoock.
Herrngarten=
ſtraße 31, e. S. Auguſt Jakob. Am 19.: dem Taglöhner
Karl Hermann Kees, Forſtmeiſterſtr. 5, e. S. Franz
Andreas. Am 22.: dem ſtändigen Hilfsarbeiter im
Mini=
ſterium der Finanzen, Oberfinanzaſſeſſor Dr. Franz Julius
Michel. Roquetteweg 35, e. T.
Aufgebotene. Am 15. Nov.: Beizer Georg Sproß,
Weinbergſtraße 18 und Barbara Preiß, Weinbergſtr. 13.
Am 16.: Großh. Oberlehrer Profeſſor Bruno Franz
Wilhelm Friedrich Philipp Schmid, Kiesſtraße 114 und
Martha Dora Maria Seeger, Lehrerin, Kiesſtraße 127.
Am 19.: Sergeant im Großh. Artillerie=Korps Heinrich
Kaul, Heidelberger Straße 47 und Margareta
Ries=
ling zu Monsheim, Kreis Worms.
Eheſchließungen. Am 12. Nov.: Metzger Georg Heyer,
Ludwigshöhſtraße 9 und Anna Eva Fey, Heidelberger
Straße 68.
Sterbefälle. Am 11. Nov.: Kaufmann Ludwig
Chri=
ſtian Müller, 58 Jahre, ev., Orangerieſtraße 6. Am 18.:
Maior a. D. Arthur v. Weſtrell. 73 Jahre ev.,
Hermann=
ſtraße 25. Am 20.: Adam Berlieb, Sohn von
Tag=
löhner, 1 Monat, ev., Sandbergſtraße 15. Am 23:
Rent=
ner Hofrat Friedrich Kofler, 80 Jahre, luth.,
Wilhelm=
ſtraße 32.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Advent
1. Advents=Sonntag, den 27. November 1910
Hoſkirche: Samstag, den 26. November, abends
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 27. November,
vormit=
tags ½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil.
Kom=
munion in der Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt mit Feier des hl. Abendmahls. Kollekte für
den Kirchenbau in Helpersheim. — Nachmittags um
3 Uhr: Vesper. — Mittwoch, den 30. November, abends
6 Uhr: Adventsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber. Nach der Predigt: Feier des heil. Abendmahls
mit unmittelbar vorausgehender Vorbereitung. Kollekte
für den Kirchenfonds. — Vormittags 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Velte. — Nachmittags um 6 Uhr:
Pfarrer Vogel. Kollekte für den Kirchenfonds.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. Kollekte für den Kirchenfonds. — Vormittags
um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Ge
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
2. Dezember, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. — Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für die Kleinkinderſchule.
Vormittags 10 Uhr: Prälat D. Flöring. — Vormittags
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Pfarrer
Kraus. In beiden Gottesdienſten Feier des hl.
Abend=
mahls mit Vorbereitung.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung ron ½10 Uhr an in der Sakriſtei. —
Nach=
mittags um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=
bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um 6 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Samstag, den 26. November,
nach=
mittags 3 Uhr: Beichte. Pfarrer Deggau. — Sonntag,
den 27. November, vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit hl. Abendmahl. Pfarrer Deggau. — Vormittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für die
Kirche. — Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Walz.
Mit=
wirkung des Kirchengeſangvereins. Feier des hl.
Abend=
mahls mit Beichte. — Vormittags 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Walz. — Nachmittags 5½ Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Abends
7½ Uhr: Gemeindeabend.
Paulnskirche: Kollekte für den Kirchenfonds. —
Vor=
mittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heil.
Abendmahls. — Vormittags 11½ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends 6 Uhr: Pfarrer
Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 1. Advent=Sonntag, den 27. Nov.,
nachmit=
tags um 5 Uhr, im „Feierabend‟, Stiftſtraße 47: Pfarrer
Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 27. Nov.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 1. Dezember, abends 8¼ Uhr,
in der „Stadt Pfungſtadt”: 5. Vortrag von Herrn
Pfarrer Veller über: „Was dünkt Euch um
Chriſtus? Weß Sohn iſt er?‟ Jedermann, iſt
herzlich eingeladen. Eintritt frei.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 27. November, vorm. 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. — Montag, den 28. November, abends
8¼ Uhr: Miſſionsvortrag von Herrn Miſſionar
Hof=
meiſter aus Kamerun über Land und Leute in
Kamerun mit verſchiedenen Erläuterungen. Alle
Freunde der Heidenmiſſion in unſerer Kolonie ſind
herz=
lich eingeladen. Eintritt frei für jedermann!
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
26. November, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
1. Advents=Sonntag, den 27. November 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: Rorate=Amt. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um
½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte
heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr: Adventsandacht.
— Um 4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim.
Ebenfalls um 4 Uhr: Vortrag für die Jugend=Abteilung
der Jungfrauen=Kongregation. — Um ½5 Uhr:
Ver=
ſamm ung der Jungfrauen=Kongregation. — Um 6 Uhr:
Herz=Mariä=Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — An
allen Werktagen, vorm. um ½7 Uhr: Rorate=Amt. —
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Kapelle der Engliſchen Fränkein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
— Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 26. November,
nachmittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
1. Advents=Sonntag, den 27. November 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: Rorate= Amt.
— Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachmit=
tags um 2 Uhr: Andacht. — Mittwoch, den 3. Nov.,
abends um ½9 Uhr: Apologetiſcher Vortrag für die
Männer. — Donnerstag, nachm. ½5 Uhr:
Beichtgelegen=
heit. — Freitag, um ½6 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
26. November, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
1. Advents=Sonntag, den 27. November 1910
Großes Gebet
Vormittags um 6 Uhr: Eröffnung des Großen
Gebetes und heil. Meſſe. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Um 9 Uhr: hl. Meſſe. — Die letzte Betſtunde und
feier=
licher Schluß abends von 5—6 Uhr. — Bib iothek (
Heerd=
weg 28): Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr. —
Donners=
tag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 26. November,
abends um 5 Uhr: Beichte.
1. Advents=Sonntaa, den 27. Novemher 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr:
Chriſten=
lehre und Andacht. — Während der Woche vormittags
um ¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 1. Advents=Sonntag, den
27. November, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
Church of England Service
Advent Sunday, 27th November 1910
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 12 o’clock
Tie Rev. Canon Me Lulich, Bad Homburg, will officiate.
Cetaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Nov.: Dem Bäckereibeſitzer
Heinrich Spangenberger S. Heinrich, geb. 13. Okt. Dem
Küfermeiſter Jakob Scherer T. Eliſabeh, geb. 18. Oft.
17. Nov.: Dem Kaſſierer Johann Viktor Sparr T.
Eliſabethe Katharina, geb. 22. Aug. Dem Wächter bei
der Wach= und Schließgeſellſchaft Chriſtian Karl Kogel
S. Otto Ernſt, geb. 3. Nov. 20. Nov.: Dem Handarbeiter
Wilhelm Engelhardt S. Wilhelm, geb. 27. Juli. Dem
Mechaniker Johannes Scheuermann S. Philipp Robert,
geb. 16. Okt. Dem Taglöhner Bernhard Landzettel S.
Otto Karl, geb. 1. Sept. Dem Tapezier Friedrich Theodor
Georg S. Guſtav Adolf, geb. 13. Okt. 23. Nov.: Eine
unehel. T. Suſanna, geb. 21. Juli. Dem
Möbeltrans=
porteur Adam Volz S. Georg, geb. 22. Jan. 2). Nov.:
Dem Herrſchaftsdiener Peter Guſtav Schade T. Anna
Marie Katharine Ingeborg, geb. 21. Okt. 24. Nov.:
Dem Kellner Fritz Kurt Schulze S. Hermann Kurt, geb.
22. Okt. 20. Nov.: Dem Kaufmann Ernſt Schepp S.
1Ernſt Philipp, geb 4. Nov.
Johannesgemeinde: 20. Nov.: Dem
Sanitäts=
obmann Wilhelm Schmidt T. Katharine Marie, geb.
3. Nov. Ein unehel. S. Ferdinand Adam, geb. 21. Okt.
Martinsgemeinde: 20. Nov.: Dem Bahnarbeiter
Heinrich Saal T. Anna Veronika Erneſtine Franziska,
geb. 14. Okt. Dem Poſtboten Georg Lehr S. Gorz, geb.
29. Okt. 17. Nov.: Dem Handelsmann Max Albert Opitz
T. Margarete Charlotte, geb. 8. Juli.
Cetraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 19. Okt.: Kellner Heinrich
Friedrich Wilhelm Lorenz und Anna Keller. Schreiner
Ludwig Heinrich Götz und Margarete Breitwieſer.
Johannesgemeinde: 18. Nov.: Kaufmann.
Oskar Flues in Rio de Janeiro u. Paula Selma Kepper
von hier. 19. Nov.: Schloſſer Guſtav Reinhard und
Gertrude Bohländer von hier. Regierungsbaumeiſter
Auguſt Dogny in Erbach i. O. und Elſe Kredel von hier.
Martinsgemeinde: 19. Nov.: Kaufmann Albert
Fuchs und Antonie Eliſabeth Wilhe mine Roſine Fuchs,
beide hier. 17. Nov.: Oberpfleger Wilhelm Luft in Heina
und Marie Leitner.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Nov.: Hermann Petitjean,
5 J., ſtarb 4. Nov. 8. Nov.: E iſabeth Stay, geb. Spechtz
Ehefrau des Poſtboten Franz Georg Stay, 23 J, ſtarbl
6. Nov. 17. Nov.: Schuhmacher Johann Jatob Horn,
29 J., ſtarb 15. Nov 23. Nov.: Henriette Sophie
Karoline Freitag, geb. Degen, Ehefrau des
Oktroiauf=
ſehers i. P. Ernſt Freitaa, 57 J., ſtarb 21. Nov. 22. Nov.:
Katharine Amend, Privatin 74 J., ſtarb 19. Nov.
20. Nov.: Dachdecker Johann Valentin Winter, 72 J. 4 M.
ſtarb 18. Nov. 23. Nov.: Fabrikbeſitzer Vernhard Max
Schäffer, 50 J., 8 M., ſtarb 20. Nov.
Johannesgemeinde: 1 . Nov.: Rechnungsrat
i. P. Gottlieb Schmierer, 70 J., ſtarb 17. Nov. 24. Nov.:
Bertha Köhler geb. Maul, Witwe des Landgerichtdireitors
i. P. Wilhelm Köhler, 77 J., ſtarb 21. Nov. 25. Nov.:
Auguſte Kleber, 83 J., ſtarb 23. Nov.
Martinsgemeinde: 22. Nov.: Wilhelm Grieſes=
S. des Fabrikarbeiters Johann Philipp Grieſes, 1 J.,
ſtarb 20. Nov. 21. Nov.: Katharine Haſſe, Witwe des
Hoftheaterſonffleurs Hugo Haſſe, 75 J., ſtarb 13. Nov.
Kanalarbeiter Adam Egly, 42 J, ſtarb 18. November in
Heppenheim.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Martinskapelle: 14. Aug.: Dem ſtädt
Materialverwalter Chriſtian Wilhelm Fraas T. Ada
Emmy, geb. 29. Juli. Dem Gärtner Otto Hermann
Karl Fehlberg Zwillinge Johannes Karl und Otto
Hermann, geb. 30. Juli. 16. Aug.: Dem Sattler Heinrich=
Zirkel T. Maria Joſephine, geb. 28. Juni. 28. Aug.: D em
Schreinermeiſter Geora Willenbücher T. Maria Klara,
geb. 9. Aug. Dem Schuhmacher Eduard Schmith T.
Maria Katharina Eliſabeth, geb. 15. Aug. 11. Sept.:
Dem Apotheker Joſef Petermann T. Barbara Katharina
Johanna Hildegard, geb. 5. Sept. 2. Okt.: Dem
Hilfs=
ſchaffner Wi helm Bremmer T. Mathilde, geb. 11. Sept.
Dem Former Leonhard Jung S. Leonhird, geb. 21. Ang.
16. Okt.: Dem Fuhrmann Friedrich Philipp Schäfer S
Wilhelm Georg, geb. 14. Sept. Dem Koch Joſef Müller
T. Klara Maria, geb. 4. Okt. 5. Nov.: Dem Fuhrmann
Ludwig Ganßmann T. Johanna, geb. 12. Okt. 6. Nov.:
Dem Kaufmann Hermann Knoll T. Anna Margareia,
geb. 12. Okt. Dem Schneider Heinrich Willwohl S.
Heinrich, geb. 28. Okt. 20. Nov.: Dem Sprachlehrer
Jules Marie Clement Berryer T. Luiſe Cementine
Ferdinande, geb. 9. Nov. 23 Nov.: Dem Lademeiſter
Johann Lenhart T. Anna Marie Regina, geb. 7. Nov.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Martinskapelle: 14. Aug.: Bäckermeiſter
Adalbert Franz Kippes und Eliſabetha Weiler, beide hier.
—. Aug.: Dachdecker Wilhelm Widerſchein u. Katbarina
Müller, Krankenpflegerin, beide hier. 3. Sept.: Taglöhner
Karl Herrmann Kees und Katharina Schimpf, beide hier.
9. Okt.: Schneider Adam Keil und Eliſabethe Philippine
Gries, Büglerin, beide hier.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Martinskapelle: 27. Sept: Erika Lucia
Arminia Finger T. des Kaufmann Chriſtian Finger, 7 M.,
ſtarb 26. Sept. 23. Okt.: Suſanna Katharina Heiene
Meyer T. des Monteurs Hermann Meyer, 3 M., ſtard
2. Okt. 10. Nov.: Berta Katharine Sophie Külp, geb.
Reinwald, Witwe des Großh. Prof. Dr. Ludwig Küp,
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Sonntag, den 27. November 1910, abends 8 Uhr
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von der Kapelle des Leibgarde=Regiments (größerer Teil derſelben
Leitung: Obermuſikmeiſter Hugo Hauske.
Aus dem Programm: J. Brüll: Ouvertüre zu „Das goldene Kreuz”;
W. A. Mozart: Fantaſie aus „Die Zauberflöte‟: Demerſſeman: Italieniſches
Konzert für Flöte, vorgetragen von Herrn F. Anders; Chopin: Präludium;
Offen=
bach: Fantaſie aus „Hoffmanns Erzählungen”; Joh. Strauß: „Wo die Zitronen
blühn” Walzer, und Anderes mehr.
Eintritt 40 Pfg. Im Preiſe ermäßigte Familien= und Studentenkarten bei
Herrn G. Christ.
Dutzendkarten zu den Donnerstagskonzerten obiger Kapelle im Saalbau
(Sommer 1910) haben Gültigkeit.
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Sonntag, den 27. November, nachmittags 4 Uhr:
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.-Regts. Nr. 61
(Leitung: M. Weber).
J. P. Ouverturen z. „Die luſtigen Weiber” und Jubel=Ouverture v. C. M. von Weber.
Divertiſſements aus „Die Meiſterſinger von Nürnberg” und „Fidelio” Variationen
über „Gute Nacht du mein herziges Kind (Flöte=Solo Herr Müller). Im Uhrenladen uſw.
Zum erſten Male „Die Berliner Range” v. H. Fiſcher.
Eintritt 25 Pfg.
Eintritt 25 Pfg.
Die oberen Räume ſind für die Nichtkonzertbeſucher reſerviert.
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Sonntag, den 27. November, abends 8 Uhr
Kapelle des Artillerie-Regiments Nr. 61. (22931
Leitung: M. Weber.
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Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
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Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Fische, Wild, Braten, Ragout,
Eis und ganz besonders reichhaltige, abwechselnde Speisekarte. Eis
Die meisten Speisen werden sofort serviert. Nach Theater und Konzerten stets warme Küche.
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im weißen Saal.
4 Uhr ab: Großes Konzert Eintritt frei.
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Sonntag, den 27. November 1910, vormittags 11 Uhr
im Vortragsaal der Pianofortefabrik
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(Direktion: Willy Roemheld.)
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3. und 4. Dezember, 8 Uhr
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Sonntag, den 27. November 1910.
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Zweite der Königin der Fr. Rudolph=
Nacht
Dritte
Fr. Ritter
Erſter
Knabe
Zweiter
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Papageno.
Papagena.
Monoſtatos, ein Mohr . . Hr. de Leeuwe
Erſter Wächter a. d. Feuer= Hr. Lang
Zweiterſ und Waſſerpforte Hr. Ungibauer
Erſter
. Hr. Jachtmann
Zweiter 1 Sklave . . . Hr. Geibel
Dritter
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Pauſe ſtatt.
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(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk. Parterre (1. S
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.;
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverkauf von 11—1 Uhr und von
5½ Uhr an.
Anfang 6½ Uhr. — Ende gegen 10 Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 28. Nov. 66. Ab.=Vorſtell. A 17.
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Dienstag, 29. Nov. 67. Ab.=Vorſt. B16.
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Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, den 30. November 1910.
Außer Abonnement.
Volks=Vorſtellung
bei ermäßigten Preiſen.
Anfang 7 Uhr.
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Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2 Mk., 2. Rang 1 Mk.‟), Sperrſitz 1.50 Mk.,
Parterre 1 Mk.‟)
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findet Montag, den 28. November,
nachmittags von 3½ bis 5 Uhr,
ſowie an den darauffolgenden Tagen,
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mittags von 11 bis 1 Uhr, für die noch
vorhandenen Plätze an der Tageskaſſe ſtatt.
Ueber die Plätze in der erſten und
zweiten Galerie, ſowie über den größten;
Teil der Plätze im zweiten Rang und
Par=
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im Saale der Turnhalle, Woogsplatz
unter gütiger Mitwirkung eines Teiles der Kapelle des 61er
Artillerie-Regiments, Herrn Musikmeister Weber und
Fräulein Louise Kümmel, Klavier.
Es werden singen:
Enrieo Caruso, Leo Slezak, Erik Schmedes,
Geraldine Farrar, Selma Kurz, Tetrazzini
ferner wird Frieda Hempel,
(die jüngste Patti), die Prima-Dona der Berliner Oper,
auf der Platte zu hören sein.
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genuss bilden die Gesangs-Nummern mit Orchester-Begleitung
(Streichmusik der Kapelle Weber):
Cavatine aus „Margarethe‟ (Faust) von Ch. Gounod,
gesungen von Karl Jörn
Gralserzählung aus „Lohengrin” von Rich. Wagner,
gesungen von Karl Jörn
Gebet des Königs aus „Lohengrin” von Rich. Wagner,
gesungen von Paul Knüpfer (Bass).
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Jäger, Georgenstrasse 11 und Uhrengeschäft Rheinstrasse 33, sowie
abends an der Kasse.
Reservierter Platz (Galerie) I. Reihe Mk. 1.00, II. Reihe unnumeriert Mk. 0.50,
I. Platz (Saal) Mk. 0.75, II. Platz Mk. 0.50, III. Platz Mk. 0.20.
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Programm
zu dem am Samstag, den 26. November
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
Ka=
pelle des Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
1. „Unſere Marine‟, Marſch von Thiele.
2. „Am Meer” Lied von Schubert. 3.
Fan=
taſie aus „Der Freiſchütz” von Weber.
4. =Aubade printanieres von Lacombe.
5. =Lion du bale Intermezzo von Gillet.
6. Königgrätzer Siegesmarſch von Piefke.
Sonntag, den 27. November.
Von 11½—12¼ Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
1. „Mit Eichenlaub und Schwertern”
Marſch von Blon. 2. Intermezzo aus
sCavalleria rusticanas von Mascagni.
3. Potpourri über Strauß’ſche Melodien
von Hermann. 4. Intermezzo ruſſe von
Franke. 5. Bällſirenen=Walzer aus „Die
luſtige Witwe” von Lehar. 6.
Parade=
marſch von Fiſcher.
Häuwigshole.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
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Nummer 278,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Nobember 1910
Seite 39.
Vermiſchtes.
— Der Modeſchöpfer bei der Arbeit. Das
viel=
geſtaltige Getriebe einer Welt für ſich tut ſich vor dem
auf, der in die Geheimniſſe und Wunder einer
gro=
ßen Pariſer Modefirma einen Blick tut. Die
Ate=
liers, in denen die geſchickten und ſchnellfingerigen
Gehilfinnen des Modeſchöpfers am Werke ſind,
ſchlie=
ßen ſich zu einem höchſt komplizierten Organismus
zuſammen, bei dem, wie an einer modernen Maſchine,
unzählige Teile ineinandergreifen und die
Geſamt=
heit der Arbeit verrichten müſſen. In einem
viel=
ſtöckigen Hauſe ſitzen hier die Arbeiterinnen
zuſam=
men, die Aermelmacherinnen, die
Rockverfertigerin=
nen, die Korſagearbeiterinnen, und all die anderen,
die ſtets nur beſtimmte Einzelheiten der Toilette in
ihre Hände bekommen. Und in einer mannigfachen
Stufenleiter ſteigt man empor von den einfachen
Tage=
löhnerinnen zu den vornehmen Probierdamen, den
eleganten Verkäuferinnen, bis zu den wahren
Schöpfern dieſer kleinen Welt, den Zeichnern, den
Ausgeſtaltern der Modelle. Innerhalb jedes Kreiſes
beſteht wieder eine Hierarchie von Vorarbeiterinnen,
ihren Untergebenen bis herab zu den Lehrmädchen.
Als Führer durch dieſen Mikrokosmus der Mode
bietet ſich nun ein prächtiges Werk dar, das unter dem
Titel „Schöpfer der Mode” in Paris erſchienen iſt.
Der Verfaſſer des Textes, Roger Miles, entwirft
ans eine eindringliche Schilderung von den Herren
dieſes Reiches, erzählt, wie ein großer Pariſer
Schnei=
der die Toilettenkunſtwerke in ſeinem Geiſte entſtehen
läßt. So ein großer Modeſchöpfer arbeitet bald wie
ein Architekt, bald wie ein feinſinniger
Blumen=
arrangeur. Die einen, die ſich in der reichen Sphäre
des genialen Gedankens bewegen und die Materie
als verwirrend von ſich fern halten, ſitzen mit
Pin=
ſel oder Bleiſtift über dem Papier, nicht anders als
ein Maler oder Dichter, und komponieren nun die
Form, die Stimmung, die Details der Toilette. Nach
langen Korrekturen und Verbeſſerungen ſteht das
Kunſtwerk endlich auf der weißen Fläche, ſo wie es der
Phantaſie des Meiſters entſprungen, und nun beginnt
die Arbeit der Handlanger, die auf Grund dieſer
ge=
nauen Skizze die ideale Form in Wirklichkeit
über=
tragen und mit dem ſchillernden Körper der Farben,
Spitzen und anderen Koſtbarkeiten umkleiden. Andere
Modeſchöpfer wieder bedürfen zur Anregung ihrer
Ein=
bildungskraft der Berührung mit dem Stoff und der
Wirklichkeit. Sie arbeiten ähnlich wie ein Bildhauer,
in dem der Block Geſtaltungen des Lebens entſtehen
läßt und der mit wilder Leidenſchaftlichkeit aus Ton
Verſuche zur Verkörperung ſeiner Viſion unternimmt.
Solch ein Toilettenkünſtler arbeitet am Mannequin;
Stoffe in den reichſten Farbentönungen, Spitzen,
Stickereien, Schnallen, Knöpfe liegen um ihn herum,
und aus dieſem bunten Bric=ä=brac ſteigt ihm nun eine
erregende Atmoſphäre entgegen, die in ihm das Fieber
des Schaffens weckt. Haſtig drapiert er Stoffe auf dem
Körper, ſteckt ſie mit Nadeln feſt, ſänftigt die Harmonie
der Farben, rafft hier ein Stück Stoff in die Höhe, ſchließt
dort durch eine Spitze oder ein Band ab, und arbeitet,
wenn er die großen Linien der Toilette gefunden, an
den Einzelheiten des Schmuckes. Er glättet, fältelt,
verlängert, verkürzt die Stoffe, unterbricht die Flächen
durch Knöpfe und Beſätze, rundet den Eindruck durch
eine Vorte ab — bis ſchließlich das Werk vollendet vor
ihm ſteht. Dann erſt tritt der Zeichner in Aktion, der
das alſo geſchaffene Modell kopiert. Dann erfolgt die
Taufe der neuen Robe; das Modell und die Skizzen
wandern in die Ateliers, wo die neueſte Schöpfung des
Meiſters mit Spannung und Aufregung erwartet wird.
Eine dramatiſch=nervöſe Stimmung herrſcht in dieſen
kleinen Zimmern, in denen die Nähmaſchinen rattern,
die flinken Hände in den mannigfachſten
Beſchäftigun=
gen hin und her fahren, ein beſtändiges Flüſtern und
Kleiderrauſchen den Raum durchhuſcht. Da iſt eine
Neuerung des beweglichen Modegeiſtes, die eiſrig be=
ſprochen wird, dort eine Aenderung, die raſch gemacht
werden muß; ſtets etwas Neues, ſtets etwas
Aufregen=
des. Weht hier der heiße Atem der Arbeit, ſo breitet
ſich im Gegenſatze dazu in den Empfangsſalons und den
Anprobier=Boudoirs eine gedämpfte, ruhige Stimmung
vornehmer Kultur aus. Hier darf nur die Kundin
Nerven haben; die Verkäuferin ſpricht in Flüſtertönen,
und mit engelhafter Geduld präſentiert ſich die
Probier=
dame immer von neuem in der koſtbaren Robe. Feine
Parfüms durchfluten den Raum, mildes Licht wogt in
zarten Reflexen von den Spiegeln zurück, Luxus und
Eleganz atmet die ganze Ausſtattung. Es iſt ja der
große Moment der Aufführung auf dieſem Theater der
Mode, dem die heißen, aufgeregten Stunden der
Schöpfung und Arbeit mit all ihren Mühen und
Sorgen voraufgingen.
Literariſches.
— C. G. Schillings: Mit Blitzlicht und Büchſe
im Zauber des Eleléſcho. Kleine Ausgabe der
beiden Werke „Mit Blitzlicht und Büchſe” und „Der
Zauber des Eleléſcho”. Mit dem Fakſimile eines
Brie=
fes von Theodore Rooſevelt an Profeſſor C. G.
Schil=
lings. 512 Seiten Groß=8 mit 83 der beſten,
urkund=
treu wiedergegebenen photographiſchen Original=Tag=
und =Nachtaufnahmen des Verfaſſers. Preis 5 Mk.,
in prächtigem Künſtler=Ganzleinwandband 6,50 Mk.
R. Voigtländers Verlag in Leipzig. — Das Buch iſt
in vieler Hinſicht das bemerkenswerteſte unter allen
ähnlichen Werken, es iſt das hervorſtechendſte unter
den vielen guten Büchern, die von wiſſenſchaftlich
be=
obachtenden Jägern geſchrieben worden ſind. Profeſſor
Schillings iſt ein großer Nimrod und Forſcher, ein
er=
fahrener zoologiſcher Sammler, ein äußerſt
intereſ=
ſanter Schriftſteller und der hervorragendſte
Lichtbild=
ner der wilden Tierwelt. Er ſchlug neue Wege ein in
der ſchwierigen Kunſt, die in voller Freiheit lebende
Tierwelt im Lichtbilde feſtzuhalten; und was einige
ſeiner bemerkenswerteſten Bilder betrifft, ſo iſt
Eben=
bürtiges bis heute noch nicht geleiſtet worden. Sein
Buch ſollte in alle Sprachen überſetzt und überall
ge=
leſen werden, wo es Menſchen gibt, die Liebe für die
Schönheiten der Wildnis und deren Tierwelt haben,
und Sinn und Verſtändnis für das entbehrungsreiche,
ſtählende Leben eines guten Großwildjägers.”
— Vom Marszur Erde. Eine Erzählung für
die reifere Jugend von Dr. Albert Daiber. Mit
ſechs Vollbildern von Fritz Bergen. Stuttgart
Ver=
lag von Levy u. Müller. Eleg. geb. 3 Mark. — In der
ſo viel Aufſehen erregenden Erzählung „Die
Welten=
ſegler” hatte der Verfaſſer einen der ſieben Gelehrten
auf dem Mars zurückbleiben laſſen. Im Anſchluß
daran berichtet er nun von den Schickſalen und
Erleb=
niſſen dieſes Erdenſohnes auf dem fernen Planeten.
Er hat den Wunſch, in eine innigere Verbindung mit
den Marſiten zu treten. Als ihm dies nicht gelingt,
erfaßt ihn nach der Teilnahme an dem Bau der
Dop=
pelkanäle auf dem Mars die Sehnſucht nach der
Mut=
ter Erde, und er kehrt auf einem von den Ingenieuren
des Mars erbauten Luftſchiffe zu den heimatlichen
Gefilden wieder zurück. Dieſe Fahrt durch den
Wel=
tenraum bildet den Glanzpunkt des hochintereſſanten
Buchs. Das Buch iſt der wohlwollendſten Aufnahme
ſeitens der leſeluſtigen Jugend ſicher.
— Das Organ des Deutſchen Verbandes für
Ver=
beſſerung der Frauenkleidung, die Zeitſchrift „Neue
Frauenkleidung und Frauenkultur” (
Ver=
lag der G. Braunſchen Hofbuchdruckerei in Karlsruhe,
erſcheint jährlich 10mal und boſtet 6 Mk.), veröffentlicht
ſoeben das Oktober=Heft, mit welchem ein
beachtens=
werter Schritt zur weiteren Ausgeſtaltung dieſer
Zeit=
ſchrift getan iſt. Jeder, der ſich für die
Reformbeſtreb=
ungen in der Frauenmode intereſſiert, wird in der
„Neuen Frauenkleidung und Frauenkultur” die beſte
Gelegenheit finden, ſich hierüber zu unterrichten und
auf dem laufenden zu erhalten.
Gewinnausing
der
222. Töniglich Brenßiſchen Klaſſenlotterie.
6. Klaſſe. 14. Ziehungstag. 24. November 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
3 Gewinne zu 10000 Mk. 33623 82630 276058
8 Gewinne zu 6000 Mk. 43051 179733 210249
32 Gewinne zu 3000 Mk. 982 5007 8013 13779
25297 30306 30772 45751 62926 84172 88025 97165
97511 114045 125263 127525 147391 147944 185315
187918 199211 209a80 217018 223299 235681 238771
240953 252188 265899 291431 292859 293157
84 Gewinne zu 1000 Mk. 4442 7877 9204 11114
13228 13878 15118 20019 21263 24242 24347 28715
39647 42290 44446 47534 49575 50463 51074 53010
69594 66464 90101 95673 95858 96226 99368 107618
109949 117417 117675 122870 129166 129995 132571
134263 135115 144046 155118 159597 160145 162210
164313 177021 178331 178766 181515 183474 192452
196809 201698 202542 208439 208451 212628 217752
217787 220236 221235 223374 229412 232559 237038
238680 239034 243592 251072 252320 254877 255820
261514 261680 270064 281854 281881 281979 282935
287737 287816 288238 296178 299664 301098 301964
110 Gewinne zu 500 Mk. 590 4307 5560 8049
8760 9018 12737 24587 32369 33269 33979 35482
40089 42465 46224 46498 49172 49587 50758 52150
52366 52582 60062 62519 63127 64372 64445 65513
69529 75127 76369 76247 76337 77967 78935 80041
84767 89872 92960 94112 96500 96978 100310 100888
101531 101840 102245 108146 109792 111514 132747
135397 138446 138786 138924 139388 144211 144484
146335 149054 150757 162473 153740 158253 163093
166075 176264 177312 179112 181611 182682 185402
189347 189824 191803 195030 195104 196460 197328
197618 198962 2002a9 207278 219838 220269 235281
244937 247239 247435 247701 250228 263657 254441
265055 256437 256772 256847 260329 266210 267279
269251 270703 270928 271179 272046 274111 284981
285096 288801 301165
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
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