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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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werden angenommen in Darmſtadt,
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ſowie von unſeren Agenturen und
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
jſt 2r2.
Samstag, den 19. November.
1910.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Die Volkszählung am 1. Dezember.
O In übernächſter Woche, am 1. Dezember, wird
im Deutſchen Reiche wieder eine
Volkszäh=
lung vorgenommen werden. Die Vorbereitungen dazu
ſind getroffen und ſo wird es nur noch an der breiten
Maſſe der Bevölkerung und an den freiwilligen Zählern
liegen, ob dieſe Volkszählung die gleiche oder womöglich
noch eine höhere Vollkommenheit zeigen wird als die
bis=
herigen. Unſere Volkszählungen ſind nicht einfache
Zäh=
lungen der ortsanweſenden Bevölkerung, ſondern ſie
dehnen ihr Beobachtungsfeld viel weiter aus und
beant=
worten uns die verſchiedenſten Fragen, die mit dem
Stand und mit der Bewegung der Bevölkerung
zuſam=
menhängen. Die Ermittlung der Bevölkerungszahl ergibt
zunächſt, um wieviel die Bevölkerung im geſamten Reich
zugenommen hat, dann aber, wie ſtark die Bevölkerung
in den einzelnen Bundesſtaaten, in den einzelnen
Pro=
vinzen, Bezirken und Kreiſen gewachſen iſt; es ergibt ſich,
in welchem Umfange die großen Städte zugenommen
haben und in welchem Verhältnis ſich die ſtädtiſche zu
der ländlichen Bevölkerung ſtellt. Durch die Volkszählung
wird auch die Alterszuſammenſetzung der Bevölkerung
er=
mittelt. Von neuem wird u. a. weiter feſtgeſtellt, wie ſich die
Zahl der Männer zu der Zahl der Frauen verhält. Seit
langer Zeit haben wir in Deutſchland einen bedeutenden
Frauenüberſchuß, nach der Volkszählung werden wir
er=
fahren, ob dieſer von neuem gewachſen iſt. Auch die
Ver=
ſchiebungen, die durch Binnenwanderungen entſtanden
ſind, werden wir erkennen. Weiter wird die Volkszählung
Auskunft geben über die Geburtsgemeinden der gezählten
Perſonen, über den Hauptberuf, über das
Religions=
bekenntnis, über die Mutterſprache, die
Staatsangehörig=
keit uſw.
Viele dieſer Fragen ſind für Staat und Geſetzgebung,
für Verwaltung, Wiſſenſchaft und Geſellſchaftsleben von
höchſter Wichtigkeit, denn aus den Ergebniſſen der
Volks=
zählung werden mannigfache Folgerungen gezogen. Zu
den vom Reich geſtellten Fragen kommen noch verſchiedene
andere, die von den Gemeinden geſtellt werden. Den
Ge=
meinden iſt nämlich, wie bei den früheren Volkszählungen,
ſo auch wieder bei der kommenden Zählung zugeſtanden
worden, daß ſie Fragen ſtellen dürfen, die nur für den
eigenen Bezirk Intereſſe haben.
Von vielen Städten, namentlich von Großſtädten,
wird die diesjährige Volkszählung mit einer Umfrage
über die Wohnungsverhältniſſe verbunden. Die Fragen
über die Wohnungsverhältniſſe ſollen ſo geſtellt werden,
daß alle Seiten der Wohnangelegenheiten beleuchtet
wer=
den. Die Zahl der Wohngebäude, ihr Wert, ihr Ertrag
und ihre Stockhöhe, der Mietpreis der einzelnen
Woh=
nungen, die Zahl der Gelaſſe in den einzelnen Wohnungen,
die Größe der Wohnzimmer und ihre Verteilung auf die
Stockwerke, die Wohndichtigkeit und das
Aſtermieter=
weſen: alles wird in dieſen Umfragen berückſichtigt. Da
namentlich in eng aneinander grenzenden Orten Wohnort
und Arbeitsort häufig verſchieden ſind, wird ſicher auch
von manchen Gemeinden die Frage nach dem Arbeitsort
erhoben werden.
Da die Zählpapiere überall reichlich vorhanden ſein
müſſen, ſo müſſen auch mehr Papiere gedruckt und
ver=
ſandt werden, als wirklich gebraucht werden. Bei der
Zuteilung der Zählpapiere an die Gemeinden wird die
letzte Volkszählung als Maßſtab angenommen,
wobei dann je nach dem geſchätzten Bevölkerungszuwachs
eine Mehrlieferung von vielleicht 15 bis 20 Prozent
ange=
ordnet wird. Allein die Zählkarten, die bei der
Volks=
zählung gebraucht werden, füllen 32—35
Eiſenbahndoppel=
waggons. Freiwillige Helfer müſſen im geſamten Reich
mehrere Hunderttauſend in Anſpruch genommen werden.
Damit niemand Grund hat, unrichtige Angaben zu
machen, iſt ausdrücklich feſtgeſetzt, daß die Ermittlungen
bei der Volkszählung nur zu ſtatiſtiſchen Zwecken
ver=
wendet werden dürfen, auf keinen Fall aber für
Steuer=
oder Polizeizwecke. Iſt ſo den Bürgern die Gewähr
gege=
ben, daß mit den bei der Volkszählung gemachten
An=
gaben kein Mißbrauch getrieben wird, ſo verlangt dafür
aber auch der Staat richtige und vollſtändige Angaben.
Wer dieſe Angaben verweigert oder wiſſentlich unrichtig
macht, wird in Strafe genommen.
Der Verfaſſungskampf in England.
— Mit großer Spannung ſieht man augenblicklich
der Entwickelung der Dinge in England entgegen. Nach
einem Waffenſtillſtand von mehreren Monaten war man
an die Löſung der Oberhausfrage herangetreten, und eine
Reihe von Konferenzen fand in der Frage der
ſogenann=
ten Vetobill ſtatt; mit großer Zuverſicht war man an die
Beſprechungen überhaupt nicht herangegangen, und es hat
nicht lange gedauert, bis die Konferenzen ſcheiterten.
Dieſer Ausgang kann nicht Wunder nehmen, denn es
war vorauszuſehen, daß die Lords und die konſervative
Oppoſition nicht nachgeben würden, in der Hoffnung, durch
ihren Widerſtand das liberale Kabinett Asquith zu ſtürzen.
Man iſt alſo heute genau ſo weit wie bei dem Tode König
Eduards VII., ja, die Situation iſt vielleicht noch eine
ſchlechtere, weil die Gemüter ſich in der Zwiſchenzeit noch
mehr erhitzt haben und eine Beruhigung keineswegs
ein=
getreten iſt. Unter dieſen Umſtänden bleibt kaum etwas
anderes übrig, als das Parlament aufzulöſen und
Neu=
wahlen auszuſchreiben, in der Hoffnung, eine noch
grö=
ßere Regierungsmehrheit zu erlangen und mit deren Hilfe
und mittels eines liberalen Pairsſchub ein Geſetz
durch=
zubringen, welches das Vetorecht des Oberhauſes zum
mindeſten erheblich beſchränkt, wenn nicht ganz beſeitigt.
Der Wahlkampf wird daher recht lebhaft werden, und
an und für ſich wäre die Situation der Regierung drrchaus
günſtig, wenn nicht einige Momente hinzuträten, die
ge=
eignet ſind, Herrn Asquith ein Bein zu ſtellen: In erſter
Linie iſt dies die iriſche Frage, die jetzt wieder auftaucht
und nicht ſo leicht von der Bildfläche verſchwinden wird.
Die Irländer wollen endlich Erfüllung ihrer Forderungen,
und dieſe als Belohnung für ihre bisherige Unterſtützung
des Kabinetts. Nun hat es lebhafteſtes Befremden erregt,
daß die Irländer zur Unterſtützung ihrer Agitation Geld
von ihren Landsleuten in Kanada und den Vereinigten
Staaten von Nordamerika bekommen haben, wohin zwei
ihrer bedeutendſten Führer hingereiſt waren, um dort für
die Bewegung das Intereſſe zu wecken. Sie haben großen
Anklang gefunden, man hat ſie wie Fürſten gefeiert, und
bei ihrer Rückkehr wurden ihnen in der Heimat begeiſterte
Ovationen dargebracht. Daraus erhellt, daß ſeitens der
Iren eine lebhafte Bewegung einſetzen wird, die ſich kaum
beſchwichtigen laſſen wird. Unter dem Zeichen der
iri=
ſchen Frage wird daher vorausſichtlich die innere Politik
Englands für die nächſte Zeit ſtehen, und der Regierung
wird es nicht leicht ſein, hierin einen Ausweg zu finden.
In irgend einer Weiſe muß ſich Herr Asquith aber mit
den Iren auseinanderſetzen, denn ſie bilden ſchon jetzt
das Zünglein an der Wage; ohne ihre Zuſtimmung kann
nichts unternommen werden, andernfalls es mit der
Re=
gierungsmehrheit vorbei iſt, und dieſer Zuſtand dürfte
vorausſichtlich auch im nächſten Parlament der Fall ſein,
vielleicht in noch erhöhtem Maße Die Regierung darf es
daher mit den Iren nicht verderben.
Dieſe Momente ſuchen natürlich die Gegner nach
Kräften auszunützen, und man kann ſchon heute ſehen,
unter welcher Flagge die Konſervativen den Wahlkampf
führen werden. In ihrer Preſſe wird das Auftreten der
Iren, die ſich das Geld für ihre Agitation vom Auslande
geholt haben, auf das ſchärfſte getadelt und der Regierung
der Vorwurf gemacht, daß ſie ſich auf eine ſolche Partei
ſtütze. Bei der Skrupelloſigkeit, mit der die Oppoſition
in England vorgeht, wird man dies weidlich auszunützen
verſtehen, indem man die eigentliche Frage, die Reform
des Oberhauſes, völlig beiſeite ſchiebt, genau ſo, wie bei
den letzten Wahlen, wo es ſich um die gleiche
Angelegen=
heit handelte und man die deutſche Gefahr in den
ſchreck=
lichſten Farben an die Wand malte. England geht daher
einer Periode ſchwerer Kämpfe entgegen, deren Ausgang
noch recht ungewiß iſt.
Die innere Lage kann leicht dazu führen, daß England
ſich in ſeiner Betätigung nach außen hin etwas
Beſchrän=
kung auferlegt, und auf dieſes Moment iſt vielleicht auch
die offenſichtige Neigung zurückzuführen, ſich mit
Deutſch=
land möglichſt auf guten Fuß zu ſtellen.
Im engliſchen Unterhauſe eröffnete Lord
Roſebery am Donnerstag die Diskuſſion über ſeine
Reſolutionen zur Reform des Oberhauſes.
Die jetzt von Roſebery beantragten Reſolutionen
erklär=
ten, das Oberhaus ſolle aus folgenden Lords des
Par=
laments beſtehen: 1. aus den von allen erblichen Lords
aus ihrer Mitte Gewählten und durch Ernennung ſeitens
der Krone Beſtimmten; 2. aus denen, die Kraft ihres
Amtes im Oberhaus ſitzen und 3. aus denen, die von
außerhalb des Hauſes ſtehenden Perſönlichkeiten gewählt
ſeien.
Lord Roſebery befürwortete dringend die
An=
nahme der Reſolutionen. Die zur Verfügung ſtehende
Zeit ſei kurz und das Oberhaus werde vielleicht keine
an=
dere Gelegenheit erhalten, dieſe oder andere Reſolutionen
zu diskutieren, die die Zukunft des Oberhauſes betreffen.
Die Reſolutionen bringen die Bereitwilligkeit des
Ober=
hauſes zum Ausdruck, an der Löſung der Aufgabe ſeiner
eigenen Reform mitzuarbeiten und jene Regierung zu
un=
terſtützen, die einen Reformplan auf dieſer Grundlage
vor=
bringen ſollte. Auf ſolchen Prinzipien könne das
Ober=
haus reformiert, das große konſtitutionelle Problem gelöſt
und die alte Konſtitution erhalten werden, ohne die
Er=
ſchütterungen, die mit einer Reform verbunden ſeien, die
durch die feſtgeſetzten allgemeinen Wahlen durchgeführt
werde.
Lord Curzon und Lord Selborne unterſtützten
angelegentlich die Reſolution Roſeberys. Selborne legte
Nachdruck auf den bona kides=Charakter der Reformen,
die von der Oppoſition ins Auge geſaßt würden. Wenn
die Regierung bei den allgemeinen Wahlen ſiegen und
dann den Veto=Vorſchlägen durch die Geſetzgebung
Wirk=
ſamkeit verleihen ſollte, würden die Unioniſten die
Ent=
ſcheidung nicht als eine endgültige anſehen, und es würde
das nicht das Ende, ſondern den Anfang eines langen,
erbitterten Kampfes bedeuten. Lord Lansdowne er=
Kärte ſich im allgemeinen mit den Ausführungen Lord
Gurzons einverſtanden. Lord Garl of Erewe erklärte
für die Regierung, wenn es zu einer Abſtimmung über
den vorliegenden Gegenſtand kommen ſolle werde die
Regierung ſich an ihr nicht beteiligen. Die
Reſoz=
lution des Lord Roſebery wurde darauf
angenom=
men und die Sitzung vertagt.
Die offiziöſe Weſtminſter Gazette erfährt, daß die
Abſicht der Regierung, das Parlament möglichſt bald
aufzulöſen, nach wie vor feſtſtehe. Es wird
beab=
ſichtigt, das Budget vor der Auflöſung zur Annahme
ge=
langen und die Budgetdebatte im Unterhauſe verhandeln
zu laſſen, während die Lords über die Vetobill beraten.
Man kann daher annehmen, daß das Parlament nicht
ſpä=
ter als am 28. November aufgelöſt wird.
Deutſches Reich.
— Zur Wahl eines zweiten
Vizepräſi=
denten des Reichstags verlautet in der Preſſe,
daß in der Kandidaturfrage Schwierigkeiten beſtänden
und man bereits mit einer Nichtbeſetzung des Poſtens
rechne. Hierzu wird jetzt mitgeteilt, daß irgendwelche
ver=
bindliche Verhandlungen mit einzelnen Abgeordneten
ſei=
tens der Fraktionen bisher nicht ſtattgefunden haben und
die Beſetzung erhebliche Schwierigkeiten kaum bieten wird,
wenn erſt Beratungen der Fraktionen ſtattgefunden hätten,
und von einem Rumpfpräſidium keine Rede ſein könne,
weil der Poſten geſchäftsordnungsmäßig beſetzt ſein
müßte. Die Wahl dürfte allerdings erſt etwa acht Tage
nach dem Wiederzuſammentritt ſtattfinden.
— Die Reichszuwachsſteuer. Im
Reichs=
ſchatzamt iſt man gegenwärtig mit der Zuſammenſtellung
der Ergebniſſe beſchäftigt, welche die jüngſten
Beſpre=
chungen mit den verſchiedenſten Intereſſentenkreiſen über
die Reichszuwachsſteuer gezeitigt haben. Sie werden bei
den nächſtens beginnenden Verhandlungen zwiſchen dem
Reichsſchatzſekretär und den Reichstagsparteien wegen der
anderweitigen Geſtaltung der Kommiſſionsbeſchlüſſe über
den Entwurf eines Zuwachsſteuergeſetzes zu Rate gezogen
werden.
— Die Privatbeamtenverſicherung
aber=
mals zurückgeſtellt? Meldungen aus Berlin
be=
ſagen, das Reichsamt des Innern habe ſich nunmehr mit
Rückſicht auf die innerpolitiſche Lage entſchloſſen, die zuerſt
in Ausſicht genommene Vorlage über die PPrivatbeamten=
Verſicherung bis auf den neuen Reichstag zurückzuſtellen.
„Mit Rückſicht auf die innerpolitiſche Lage” — das klingt
ſehr orakelhaft. Im übrigen kommt die Meldung nicht
überraſchend und wird auch wohl richtig ſein.
— Sparſamkeit im Reichstage. Der
Druck=
ſachenflut, die ſich alljährlich über den Reichstag ergießt,
wird endlich ein Damm errichtet werden, und zwar aus
Sparſamkeitsgründen. Eine Reihe von Denkſchriften,
Ueberſichten und Nachweiſungen, die des allgemeinen
Intereſſes entbehren, werden fortfallen, andere nur noch
auf Verlangen geliefert, wieder andere nur noch alle drei
bis fünf Jahre vorgelegt werden. Die wichtigeren werden
dem Etat als Beilagen in ſtark verkürzter Form
bei=
gegeben ſein, ſo die Ueberſicht der Geſchäfte des
Reichs=
militärgerichts, die Denkſchriften über die Entwickelung der
Kolonien, deren allgemeiner Teil im Kolonialetat
er=
ſcheint, während die Spezialteile nur noch alle fünf Jahre
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Nummer 272.
unter Ausſcheidung alles überflüſſigen Illuſtrations= und
Kartenmaterials vorgelegt werden.
— Eine Unterredung mit Kardinal
Fiſcher. Kardinal Fiſcher gewährte einem
Korreſpon=
denten des klerikalen Momento eine Unterredung, in der
er zugab, daß im deutſchen Epiſkopat
Meinungsverſchie=
denheiten beſtanden hätten, die von der Preſſe übertrieben
worden ſeien. Das Epiſkopat ſei jetzt einig und die
Ge=
fahr von Mißverſtändniſſen ſei deswegen ausgeſchloſſen.
Ueber das Zentrum ſagte der Kardinal, daß alle ſeine
Ab=
geordneten bei den nächſten Wahlen ſicher triumphieren
würden. Das Zentrum ſei in Deutſchland beliebt und
geachtet. Sogar der Kaiſer wiſſe, daß er ohne
Unter=
ſtützung desſelben nicht regieren könne. Das Zentrum ſei
eine ſehr wichtige Partei, worüber Fürſt Bülow etwas
er=
zählen könne. Kardinal Fiſcher ſei zufrieden mit dem
Er=
folg ſeiner Reiſe.
— Einfuhr franzöſiſchen Fleiſches in
Bayern. Nach amtlicher Mitteilung wird die Einfuhr
von Schlachtrindern und Schlachtſchweinen aus Frankreich
nach Bayern in einigen Tagen mit der Maßgabe geſtattet
werden, daß wöchentlich eingebracht werden dürfen: in den
Schlachthof Augsburg 100 Rinder und 100 Schweine;
Hof: 50 Rinder und 200 Schweine; Kaiſerslautern: 100
Rinder und 200 Schweine; Ludwigshafen: 150 Rinder
und 200 Schweine; München: 500 Rinder und 400
Schweine; Nürnberg: 300 Rinder und 400 Schweine und
Regensburg: 70 Rinder und 100 Schweine. Der
Einfüh=
rende hat ſpäteſtens fünf Tage vorher bei der
Schlachthof=
direktion des Beſtimmungsortes unter Angabe der
Stück=
zahl anzufragen, ob die Zulaſſung nach Maßgabe des
Wochenanteils geſtattet werden kann.
— Deroberelſäſſiſche Bezirkstag hat einen
ſozialdemokratiſchen Antrag auf Einführung der
Repu=
blik in Elſaß=Lothringen mit 6 Stimmen Mehrheit
an=
genommen. 16 Mitglieder enthielten ſich der Abſtimmung.
Der unterelſäſſiſche Bezirkstag hat den gleichen Antrag
abgelehnt. Der Beſchluß des oberelſäſſiſchen Bezirkstages
hat, obwohl ihm keine praktiſche Bedeutung beizumeſſen
iſt, großes Aufſehen erregt, beſonders, da man die
Befug=
niſſe der Bezirkstage zu ſolchen Beſchlüſſen anzweifelt.
— Die Nationalliberale und die
Volks=
partei in Württemberg haben für ganz
Württem=
berg ein Abkommen für die Reichstagswahlen getroffen.
Sämtliche Wahlkreiſe werden zwiſchen beiden Parteien
verteilt und zwar ſtellen die Nationalliberalen
Kandi=
daten in ſieben, die Volkspartei in zehn Wahlkreiſen auf.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Der deutſch=tſchechiſche Ausgleich. Die
deutſchen Parteien veröffentlichen eine Kundgebung, in der
feſtgeſtellt wird, daß die Ausgleichsverhandlungen
erfolg=
los geblieben ſind. Es wird jedoch die Hoffnung
aus=
geſprochen, daß die Ausgleichskommiſſion ſpäter die Arbeit
fortſetzen werde. Die Vertagung des böhmiſchen Landtags
ſteht unmittelbar bevor.
Die öſterreichiſche Delegation nahm das
Marinebudget ſowie die außerordentlichen Marinekredite
an. In der Debatte verlangte Graf Lafour die
Aufſtel=
lung eines Flottenprogramms mittels eines
Flottenge=
ſetzes nach deutſchem Muſter. Er verhehlte dabei nicht,
daß die Durchführung eines derartigen Flottenprogramms
ohne Anleihe unmöglich ſein werde. Kriegsminiſter
Schönaich kam im weiteren Verlaufe ſeiner Rede auf
ver=
ſchiedene Bemerkungen zurück und erklärte: Wir dürfen
uns nicht auf die Kräfte unſerer Freunde allein verlaſſen,
die beim Eintritt von Komplikationen leicht durch den
Schutz des eigenen Herdes voll in Anſpruch genommen
werden können. Auch das muß nicht vergeſſen werden,
daß als Bundesgenoſſe nur der begehrt wird, der uns
begehrenswert erſcheint. Der Miniſter betonte dann, daß
ſeit Jahren auf die Rückſtändigkeit des Heeres und der
Kriegsmarine, deren Forderungen von allen Seiten als
unerläßlich anerkannt werden, hingewieſen werde. Die
Kriegsverwaltung habe gewiß bei der Anforderung
pflicht=
gemäß auf die Leiſtungsfähigkeit der Monarchie Rückſicht
nehmen müſſen. Iſt aber deshalb die Berechtigung
die=
ſer Forderung unbeſtreitbar, dann muß der Wille, ihnen
zu entſprechen, vorhanden ſein, und der Weg dazu gefunden
werden. Die Sicherheit desstaates nach innen und außen
iſt ſein erſter Zweck; iſt dieſer erreicht, dann iſt die Baſis
für eine ungeſtörte kulturelle Entwickelung geſchaffen.
Der Miniſter erklärte, er vermöge vorläufig keine Ziffern
anzugeben; er hoffe, bereits in der nächſten Delegation mit
einem ausgearbeiteten Programm der Heeres= und
Ma=
rineforderungen hervorzutreten.
Frankreich.
Der Senat hat die Beſprechung der
Interpella=
tionen über die Ueberſchwemmungen zu Ende geführt und
nahm einſtimmig eine Tagesordnung an, in der der
Re=
gierung das Vertrauen des Hauſes ausgeſprochen wird.
England.
Das ruſſiſche Projekt eines
Bahn=
baues durch Perſien beſpricht die Times
in einem Leitartikel und ſagt, daß das Projekt
in England ſorgſame und nicht unfreundliche
Er=
wägung finden würde; die Bahn könnte viel zur
wirt=
ſchaftlichen Entwickelung Perſiens beitragen. Früher oder
ſpäter müßte ſie durch den Weſten Perſiens mit der
Bag=
dadbahn verbunden werden. Hierbei könnte ſich
Gelegen=
heit und Grundlage für eine freundſchaftliche
Verſtän=
digung mit Deutſchland finden. Der Artikel ſchließt: Alle
Erwägungen, die den Plan der Bagdadbahn der
eng=
liſchen Regierung empfohlen hätten, als zuerſt vor
meh=
reren Jahren der Gedanke auftauchte, würden jetzt noch
in höherem Maße für das ruſſiſche Projekt ſprechen.
Marokko.
Dasneue Berggeſetz. Der Matin will erfahren
haben, daß das neue marokkaniſche Berggeſetz von den
Regierungen Englands, Frankreichs, Deutſchlands und
Schwedens unterzeichnet worden ſei und nunmehr den
an=
deren Signatarmächten der Algecirasakte unterbreitet
wer=
den ſoll.
* Eine Rede des Kaiſers. Der Kaiſer hielt
bei dem Beſuche des Kloſters Beuron eine Anſprache an
den Erzabt, die in verſchiedener Faſſung
wiedergege=
wurde. Jetzt wird in der Nordd. Allg. Ztg. nach der
Germania der Wortlaut der Anſprache bekannt gegeben.
Sie lautete: Verehrter Herr Erzabt! Ich ſpreche Ihnen
meinen herzlichſten Dank aus für die freundlichen Worte,
mit denen Sie mich empfangen haben, und freue mich über
die Gelegenheit, der Kongregation einmal einen Beſuch
machen und Ihnen mein aufrichtigſtes Wohlwollen
aus=
ſprechen zu können. Von Anfang meiner Regierung an
war es mir eine beſondere Freude, die Benediktiner in
ihren Beſtrebungen zu unterſtützen, da ich beobachtet habe,
daß ſie überall, wo ſie gewirkt, nicht nur die Religion
auf=
recht zu erhalten und zu ſtärken beſtrebt waren, ſondern auch
als Kulturträger auf dem Gebiete des Kirchengeſanges,
von Kunſt und Wiſſenſchaft und in anderem ſich
hervorge=
tan haben, eine nicht zu unterſchätzende Arbeit. Was ich
von Ihnen erwarte, iſt, daß Sie in den Bahnen Ihrer
Vorfahren weiterarbeiten und mich unterſtützen in meinen
Beſtrebungen, dem Volk die Religion zu erhalten. Dies iſt
um ſo wichtiger, als das 20. Jahrhundert Gedanken
aus=
gelöſt hat, deren Bekämpfung nur mit Hilfe der Religion
und mit Unterſtützung des Himmels ſiegreich durchgeführt
werden kann, das iſt meine feſte Ueberzeugung! Die
Krone, die ich trage, kann hier nur dann einen Erfolg
verbürgen, wenn ſie ſich gründet auf das Wort und die
Perſönlichkeit des Herrn. Als Symbol dafür habe ich
das Kreuz in dieſe Kirche geſtiftet, um damit, wie ich es
in meinem Handſchreiben geſagt habe, zu beweiſen, daß
die Regierungen der chriſtlichen Fürſten nur im Sinne des
Herrn geführt werden können, und daß ſie helfen ſollen,
den religiöſen Sinn, der den Germanen angeboren iſt, zu
ſtärken und die Ehrfurcht vor Altar und Thron zu
ver=
mehren. Beide gehören zuſammen und dürfen nicht
ge=
trennt werden; darum fördere ich von ganzem Herzen
die Beſtrebungen, die Sie verfolgen, wie bisher werde
ich Ihnen auch in Zukunft meine Huld und meinen Schutz
bewahren.”
* Der Papſt und der ſächſiſche Hof. Die
Sächſiſche Volkszeitung ſchreibt: Wie bekannt, führte
wegen der durch die Schrift des Mſgr. de Mathies dem
König zugefügten Verunglimpfung der Biſchof Dr. Alois
Schäfer unmittelbar bei dem Heiligen Vater in einem
Brief, den der Königlich ſächſiſche Kammerherr, päpſtliche
Geh. Oberkämmerer Exzellenz von Schönberg überreichte,
Klage. In einem eigenhändig abgefaßten Schreiben
ant=
wortete darauf der Heilige Vater, der erſt durch den Brief
des Biſchofs Kenntnis von der Angelegenheit erhielt, daß
er mit dem Biſchof über die ſchwere Ungerechtigkeit, die
dem König zugefügt worden iſt, tief betrübt ſei, und daß
er ſobald als möglich einen öffentlichen Widerruf und eine
Entſchuldigung ſeitens des Mſgr. de Mathies herbeiführen
werde. Mſgr. Baron de Mathies, alias Ansgar Albing,
hatte in ſeiner Verteidigung der Borromäus=Enzyklika
den König von Sachſen wegen ſeines Briefes an den
Papſt als „Duodezfürſten” bezeichnet und ſich in der
ver=
letzendſten (Weiſe über ihn ausgelaſſen.
* Ungültigkeit von Wahlen wegen
Wahlterrorismus. Die Stadtverordnetenwahlen
in Mülheim (Rhein) vom Jahre 1903 ſind vom
Oberver=
waltungsgericht für ungültig erklärt worden, weil die
freie Entſchließung der Wähler beeinträchtigt worden ſei.
Es war ein Flugblatt verbreitet worden, das mit der
Unterſchrift „Das Wahlkomitee der ſozialdemokratiſchen
Partei” verſehen war und folgenden Paſſus enthielt: „Bei
der leidigen öffentlichen Stimmabgabe werden Sie,
gleich=
gültig für welche Partei Sie ſtimmen werden, immer einen
Teil Ihrer Kundſchaft abſtoßen. Die öffentliche
Stimm=
abgabe . . . zum Zwecke des Terrors, der Beeinfluſſung
gebraucht, kehrt ſich jetzt gegen ihre Väter und Befürworter.
Man mag es bedauern, daß der politiſche Kampf in dieſer
Weiſe vergiftet wird, ſchuld daran ſind jedoch nur die,
welche dieſes Mittel ſo oft angewendet haben und noch
anwenden. . . . Sie werden es deshalb aber auch den
Ar=
beitern nicht verdenken können, wenn dieſelben rückſichtslos
von der ihnen durch öffentliche Stimmabgabe an die Hand
gegebenen Macht Gebrauch machen.‟ Eine Wahl, bei
wel=
cher ein derartiger Terrorismus geübt werde, daß Wähler,
welche ſich nicht dem Parteiwillen beugen, mit dem
Ver=
luſte ihrer Exiſtenz bedroht werden, ſei keine Wahl, wie
ſie das Geſetz vorausſetzt. — Dieſe Entſcheidung iſt
bedeut=
ſam, ſie gibt ein wirkſames Mittel zur Einſchränkung des
ſozialdemokratiſchen Terrors an die Hand.
* Die Streikenden in Südwales. Die
aus=
ſtändigen Grubenarbeiter von Wales verübten mehrere
Ausſchreitungen. In Aberdare Tale wurde ein
Paſſagier=
zug angegriffen. Samtliche Fenſter des Zuges wurden
zertrümmert, ſowie mehrere Paſſagiere durch Steinwürfe
verletzt. Die Aufregung der Bevölkerung iſt groß, da man
weitere ernſte Zwiſchenfälle befürchtet. In Tonypandy
fand eine Verſammlung der Streikführer ſtatt, in der
be=
ſchloſſen wurde, ſämtliche 160000 Kohlengrubenarbeiter in
Südwales aufzufordern, ſofort die Arbeit niederzulegen,
um der gemeinſchaftlichen Sache in Rhondda und
Aber=
dare Tale zum Siege zu verhelfen. Die Organiſation der
Bergleute wird dieſe Aufforderung in einer auf Montag
nach Cardiff einberufenen Verſammlung in Erwägung
ziehen.
* Belgrad, 17. Nov. Der Kronprinz
ver=
brachte die Nacht bis Mitternacht unruhig. Die
Tem=
peratur ſtieg bis 387 Grad; erſt als ſich hierauf
Schweiß=
abſonderung einſtellte, verfiel er in ruhigen Schlaf. Die
Morgentemperatur war 37,1.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. November.
* Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die
Großherzogin ſind geſtern abend mit dem
fahrplan=
mäßigen Zuge 8,12 Uhr nach Paris abgereiſt. Im
Ge=
folge befinden ſich Flügeladjutant Frhr. v.
Maſſen=
bach und zwei Hofdamen. Die hohen Herrſchaften reiſen
inkognito.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzoa haben dem Bürgermeiſter,
Ortsgerichts=
vorſteher und Standesbeamten Jakob Marquardt I.
zu Gronau das Silberne Kreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen.
— Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den proviſoriſchen Lehrer an dem
Lehrer=
ſeminar zu Friedberg Johannes Kuhn zum Lehrer an
dieſer Anſtalt und den Finanzaſpiranten Heinrich
Lautz aus Groß=Umſtadt zum Hauptſteueramtsaſſiſtenten
ernannt.
— Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Philipp Schmidt aus Worms eine Lehrerſtelle an der
evangeliſchen Schule zu Eich, Kreis Worms; dem
Schul=
amtsaſpiranten Heinrich Roth aus Langsdorf, Kreis
Deutſche Friedhofsbäume.
Von Franz Pflugk.
Kürzer und immer kürzer werden die Tage, matter
und immer matter die bleichen Sonnenſtrahlen; ein
goldenes Entfärben zog durch den Hain, und langſam
fielen Blatt um Blatt, Blüte um Blüte von Baum
und Strauch. Allmutter Natur predigt uns ihr
gewal=
tiges Memento mori! In dieſer ernſten Zeit gedenken
wir der Toten. Noch einmal wandern wir hinaus auf
die Friedhöfe, um ſtille Zwieſprache mit den
Abgeſchie=
denen zu halten, noch einmal ſchmücken wir ihre Hügel.
Die ſchöne Sitte, die Gräber der Verſtorbenen am
Totenfeſte mit Blumen zu ſchmücken, iſt ural
ebenſo alt iſt aber auch der ſinnige Brauch, ſchattende
Bäume an die ſtillen Stätten zu pflanzen, und da war
es von jeher ein Baum, den unſer Volk vor allen
anderen bevorzugte, die Linde. Sie, die in des Dorfes
Mitte die Alten zu ernſter Veratung und die Jugend
zu fröhlichem Spiel und Tanz vereinte, die der Liebe
Luſt und Leid ſah und ſchirmend ihre Zweige über Hütte
und Schloß breitete, ſie rauſchte den Toten einen letzten
Liebesgruß zu. So wurde ſie zu einem Zeichen treuer
Liebe und ſtillen Gedenkens auch über das Grab hinaus,
und ihr Anblick an den ſtillen Stätten des Todes
ſtimmt uns unwillkürlich weich und wehmütig.
„Die du ſo bang den Abendgruß
Auf mich herunterweheſt,
Zur Wolke ſchwebſt und mit dem Fuß
Auf Totenhügeln ſteheſt:
O Linde! manche Träne hat
Den Boden hier benetzet,
Und Menſchenjammer, blaß und matt,
Auf ihn ſein Kreuz geſetzet.”
Wilhelm von Humboldt ſchreibt einmal: „Ich habe
eine eigene Neigung zu Kirchhöfen und gehe nicht leicht
an einem vorüber, ohne ihn zu beſuchen. Vor allem
liebe ich ſie, wenn ſie mit großen und alten Bäumen
bepflanzt ſind, wenn auch nur einer oder der andere
ſolcher Bäume darauf ſteht. Das gründende Leben
verbindet ſich ſo ſchön mit den ſchlummernden Toten.
Die ſchönſten Kirchhöfe ſah ich in dieſer Art in
Königs=
berg in Preußen. Sie haben ganze Reihen der
ſchön=
ſten, größten und kräftigſten Linden.”
In Wolfram von Eſchenbachs „Parzifal” wählt die
treue Sigune eine Linde zum Ort ihrer ſtillen Trauer
um den toten Gatten; über des ruheloſen Till
Eulen=
ſpiegels Ruheſtätte in Mölln breitet der Baum ſeine
Aeſte, und mehr denn ein deutſcher Dichter wünſchte,
unter dem deutſcheſten aller Bäume zu ruhen.
„Drum, wenn ich einſt geſtorben bin,
Pflanzt eine Linde mir aufs Grab;
Die Blüte duftet, es flüſtert das Laub,
Das wehen die Winde nicht ab.”
Auch aus dem Volkslied klingt oft die Vorliebe für
dieſen Grabesbaum heraus, und der Reitersmann
bettet ſogar ſein treues Roß unter der Linde:
Da ſitzen die kleinen Vögel
Und halten das Totenamt.
Ihr braucht nicht erſt zu leſen.
Wie treu mein Roß geweſen,
Sie ſingen’s insgeſamt.”
Manche dieſer alten Friedhofslinden hat auch die
Sage mit ihrem Zauber umſponnen. Bekannt dürfte
die Sage von der Annaberger Friedhofslinde ſein, die
der Beichtvater des einſt an der Auferſtehung
zweifeln=
den Rechenmeiſters Adam Ries verkehrt in die Erde
pflanzte; eine ähnliche Sage erzählt man ſich von den
drei Linden auf dem Kirchhofe des Hoſpitals zum
heili=
gen Geiſt in Berlin. Zur Zeit des Kurfürſten
Joachim II. wurde einmal der eine von drei ſich herzlich
liebenden Brüdern des Mordes verdächtigt und trotz
der Beteuerung ſeiner Unſchuld zum Tode verurteilt.
Da bekannten ſich die zwei anderen Brüder des Mordes
ſchuldig, der Beklagte nun aber ebenſo, um ſeine
Brüder zu retten. Die Richter waren ratlos. Da
be=
fahl der Kurfürſt, jeder der drei Brüder ſollte eine
Linde umgekehrt in die Erde ſetzen; weſſen Baum ein=
ginge, ſollte die Strafe erleiden. Der Platz wurde
be=
wacht, und nach Ablauf einer beſtimmten Friſt begaben
ſich die Richter an Ort und Stelle, und ſiehe da — alle
drei Linden grünten munter weiter. Da erkannten die
Herren die Unſchuld der Brüder und entließen ſie aus
ihrer Haft.
Linden wuchſen aber auch ungepflanzt an den
Gräbern, namentlich an den Gräbern unglücklich
Liebender. Sie galten dann als heilig und
un=
verletzlich, denn in ihnen ſah man die
Verkörpe=
rung der fortlebenden Seele. So berichtet das
Volkslied, daß ein Bruder aus den Aeſten einer Linde,
die von ſelbſt aus dem Grabe ſeiner ertrunkenen
Schweſter entſproſſen war, ſich eine Harfe ſchnitzt. Als
er den wunderbaren Klang der Harfe preiſt, ſpricht die
Mutter weinend:
„Das iſt keine Lindenharfe,
Das iſt deiner Schweſter Seele.”
Und was das Leben den Liebenden verſagte, das
fanden ſie im Tode, die ſüße Vereinigung zu innigem
Bunde:
„Da wächſt eine Lind’ auf beider Grab,
Die ſtehet allda zum jüngſten Tag.
Die Linde, ſie wächſt übers Kirchendach,
Das eine Blatt nimmt das andre in Arm.”
Gleich hoher Beliebtheit wie die Linde erfreute ſich
in früheren Zeiten auch der Holunder, ja, er galt ſogar
als ein heiliger Baum und war keiner geringeren
ge=
weiht als Holda, der deutſchen Hauptgöttin. Bei keinem
Hauſe fehlte er, in ihm wohnte Holda als Schutzgeiſt
und bewahrte Haus und Hof vor Blitz= und
Feuers=
gefahr, vor Behexung, Seuchen und anſteckenden
Krank=
heiten. Wer unter einem Holunder ſchlief, den ſchützte
Frau Holle vor allem giftigen Gewürm, vor ſtechenden
Inſekten und jeder heimtückiſchen Verzauberung. Als
Schutz= und Segensſtrauch breitete er ſeine Zweige aber
auch über die letzte Ruheſtätte des Menſchen, und kein
Buſch fand ſich ſo häufig auf den Friedhöfen unſerer
Vorfahren als der Hollerbuſch.
Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 3.
Gießen, eine Lehrerſtelle; an der Gemeindeſchule zu
Landenhauſen, Kreis Lauterbach.
L. Die Straſkammer verhandelte geſtern gegen den
34 Jahre alten Arbeiter Johann Otto Franz Friebel
von Berlin, der in der Nacht vom 16. zum 17. Juli ds. Js.
in Klein=Auheim mit einem Genoſſen bei dem Bäckermeiſter
Kämmerer einen Einbruchsdiebſtahl beging, bei dem 40
bis 50 Mark in ihre Hände fielen. Friebel ſtand Wache,
während der andere im Hauſe den ungebetenen Beſuch
ab=
ſtattete. Das Geld teilten ſie und brachten es ſofort durch.
Sie wurden zu je 9 Monaten Gefängnis
verur=
teilt. — Im Februar und März ds. Js. machten der
28 Jahre alte Portefeuiller Ernſt Laupus von
Biſchofs=
heim, der 23 Jahre alte Bäcker Johann Eſſenfelder
und der 19jährige Schuhmacher Eugen Natuvol von
Metz in Offenbach und Umgegend förmliche Raubzüge, bei
denen es beſonders auf Spezereihändler, Metzger und
Wirte abgeſehen war. Zuerſt ſtiegen, während einer Wache
ſtand, die anderen durch ein Fenſter oder ein Oberlicht ins
Haus, manchmal ſchafften ſie ſich auch dadurch Eingang,
daß ſie einen Rolladen mit Gewalt in die Höhe ſchoben.
Zum Glück waren die Geldbeträge, die ſie dabei fort
nah=
men, nicht von beſonderer Höhe. Dagegen ſchleppten ſie
erhebliche Quantitäten Lebens= und Stärkungsmittel fort.
Als die Polizei mit glücklichem Griff den Natuvol verhaftet
hatte, machten ſich die beiden anderen aus dem Staube,
indem ſie nach Bayern gingen, wo ſie weiter ſtahlen.
Laupus wurde dort zu 5, Eſſenfelder zu 4 Jahren
Zucht=
haus verurteilt. Dieſe Strafen verbüßen ſie zur Zeit.
Durch das Geſtändnis des Natuvol blieb ihnen nichts
an=
deres übrig, als ebenfalls klein beizugeben. Laupus bezog
eine Zuſatzſtrafe von 3 Jahren, Eſſenfelder eine ſolche von
2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus. Natuvol wurde zu
1 Jahr 9 Monaten Gefängnis verurteilt, von denen
8 Monate durch die Unterſuchungshaft verbüßt ſind. Der
bürgerlichen Ehrenrechte geht Laupus auf 10, Eſſenfelder
auf 5 Jahre verluſtig. Die Verurteilten traten die
Strafe an.
* Großh. Hoſtheater. Frl. Prevoſt hat ihr
Engagement an der hieſigen Hofbühne gelöſt und iſt
von Darmſtadt abgereiſt. Aus dieſem Grunde ſpielte
ſchon Frl. Gothe am Donnerstag die Rolle der Thereſe
in „Taifun‟ Es iſt ſehr zu beklagen, daß der
Spiel=
plan durch das abermalige Ausſcheiden eines
Mit=
gliedes mitten in der Saiſon empfindlich geſtört und
nun die Direktion wieder gezwungen iſt, ſich mit
Aus=
hilfskräften zu behelfen.
* Zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit
des Großherzogs findet am 25. November, vormittags
11¾ Uhr, ein Feſtakt in der Aula der Techniſchen
Hochſchule ſtatt. Die Feſtrede hält Profeſſor Kayſer
über das Thema: „Die Entwicklung und die
Fort=
ſchritte des Eiſenvetonbaues‟. Die daran anſchließende
Auffahrt wird ſich durch die Rheinſtraße zum Bahnbof
und durch die Wilhelminenſtraße zum Palais bewegen.
— Luftflottenverein (Ortsgruppe Darmſtadt). Man
ſchreibt uns: Mit Freuden iſt es zu begrüßen, daß der
Luſtflottenverein, Ortsgruppe Darmſtadt, nach
eini=
gen Monaten reger innerer Tätigkeit nunmehr auch
an die Oeffentlichkeit tritt, um auf geſchaffenen
Grundlage weiter zu bauen, durch Unterſtützung und
Förderung des Luftſchiffweſens der Allgemeinheit
und dem Vaterlande nützlich zu werden. Schon längſt
iſt die Luftſchiffahrt nicht mehr richtig bezeichnet, wenn
man ſie Luftſport nennt. Ihr Ziel iſt nicht der
Sport, ſondern ein ganz ernſtes Ziel:
Verkehrs=
mittel und Kriegswerkzeug. Es iſt je.
natürlich, daß die erſten Anfänge ſportmäßig
betrie=
ben werden; denn wer betreibt dieſe erſten Anfänge?
Waghälſe und reiche Leute, die nebenbei geſcheit und
ſachverſtändig ſind. Viel weiter ſind wir ja noch
nicht, aber wir ſtehen auf dem Punkte, an welchem
der Sport in den Hintergrund tritt und die ſeither
erzielten Sportleiſtungen in die Praxis des Verkehrs
und der kriegsmäßigen Verwendung übergehen. Das
iſt der Augenblick, in welchem die Allgemeinheit auch
die Mittel aufbringen muß zur Förderung. Wer
kommt in Frage? Einmal der Staat. Er betätigt
ſeine Hilfe in Bewilligungen von Mitteln durch den
Reichstag. Dieſe Mittel werden zunächſt beſcheiden
zu nennen ſein. Die Militärverwaltung; ſie muß in
den Grenzen der ihr vom Reichstag bewilligten
Mit=
tel bleiben. Schritt für Schritt würde ja ſchließlich
der Luftverkehr mit dieſen Mitteln vorſchreiten,
ge=
wiß. Aber das genügt nicht; auch das Eintreten
ein=
zelner reicher Perſonen mit namhaften Gaben genügt
nicht, hier muß die Allgemeinheit ſich der Sache
be=
mächtigen und durch Beiträge Fonds ſchaffen
die, in der Verwaltung zuverläſſiger ſachverſtändiger
Leitung richtig verwendet, ſchnell und ſicher zum Ziel
führen. Allem Anſchein nach iſt dieſes Beſtreben beim
deutſchen Volke vorhanden, es erübrigt, an die Zep=
pelinſpende zu erinnern; aber dabei darf es
nicht bleiben. Die Allgemeinheit, die damals ſo
herrlich für den Grafen eintrat, eben dieſe
Allge=
meinheit muß dauernd mit kleinen Beiträgen ihr
Intereſſe kund tun, nur dann wird der Luftvexkehr
der noch lebenden Generation zugute kommen. Die
zuverläſſige und ſachverſtändige Leitung iſt gegeben
in den Landesverbänden und Ortsgruppen. Die
All=
gemeinheit aber muß ihr Intereſſe an den Zielen des
Luftflottenvereins dartun durch Beitritt und Zahlung
des gewiß kleinen Jahresbeitrages von 3
Mark.
Die Ortsgruppe Darmſtadt beginnt nunmehr ihre
öffentliche Tätigkeit mit einem am 5. Dezember d. J.
im Kaiſerſaal ſtattfindenden Vortrage des Herrn
Privatdozenten Dr. Gaſſer. Inhalt und
gename Zeit wird noch durch Anzeigen und Plakate an
den Anſchlagſäulen bekannt gegeben werden. Die
Vor=
träge mit Lichtbildern finden bei Reſtauration ſtatt,
ſind völlig koſtenfrei und es liegen dort Liſten auf
zur Beitrittserklärung. Es wird ſchon jetzt darauf
aufmerkſam gemacht, daß den Mitgliedern die
hoch=
intereſſanten Vorführungen des in Darmſtadt ſo
ſchnell beliebt gewordenen Luftſchiffers Herrn Euler
demnächſt bevorſtehen. Mitgliedskarten ſind
gelegent=
lich des Vortrags erhältlich. Damen ſind ganz
be=
ſonders willkommen.
— Der Darmſtädter Journaliſten= und
Schrift=
ſteller=Verein hielt am Donnerstag im Grünen
Zim=
mer des „Kaiſerſaals” eine gut beſuchte
Mitgliederver=
ſammlung ab, in der u. a. beſchloſſen wurde, zu der
am 20. November im Reichstagsgebäude in Berlin
ſtattfindenden Delegiertenverſammlung des Verbandes
Deutſcher Journaliſten= und Schriftſteller=Vereine
ſei=
tens des Vereins einen Delegierten zu entſenden.
Herr Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II. erſtattete ein
ausgezeichnetes Referat über die neueſte
Gerichts=
praxis, betr. die Gerichtsberichterſtattung
der Zeitungen, dem eine lange und ſehr
inter=
eſſante Diskuſſion folgte. Folgende Reſolution
gelangte zur einſtimmigen Annahme: „Die
Verſamm=
lung hat von dem Urteil der Stuttgarter
Strafkam=
mer vom 28. Oktober, die einen wahrheitsgetreuen
Be=
richt über eine öffentliche Gerichtsverhandlung wegen
Beleidigung unter Strafe ſtellte, mit Vefremden
Kennt=
nis genommen. Die Verſammlung erblickt in der durch
dieſes Urteil inaugurierten Gerichtspraxis eine ſchwere
Gefahr für die Gerichtsberichterſtattung und die
Be=
richterſtattung überhaupt. Falls das Reichsgericht ſich
wider Erwarten der rechtlichen Auffaſſung der
Stutt=
garter Strafkammer anſchließen ſollte, iſt es zur
Er=
möglichung einer wahrheitsgemäßen, objektiven
Be=
richterſtattung erforderlich, daß bei der bevorſtehenden
Reform des Strafrechts die Strafloſigkeit ſachlicher und
wahrheitsgetreuer Gerichtsberichte unter die in § 193
des Strafgeſetzbuches aufgeführten Fälle ausdrücklich
eingereiht wird.‟ Dieſe Reſolution wird dem Vorort
des Verbandes Deutſcher Journaliſten= und
Schrift=
ſteller=Vereine, ſowie der Redaktion der Deutſchen
Schriftſteller=Zeitung zur Veröffentlichung mitgeteilt
werden.
— Colberg=Aufführung. Als der Leiter der
Ju=
gend=Vereinigung der Petrusgemeinde dem greiſen
Verfaſſer von „Colberg” Paul Heyſe, von der
ge=
planten Aufführung Mitteilung machte, erhielt er
ſo=
fort eine Karte, auf welcher der Dichter „gutes
Ge=
lingen” wünſchte. Dieſer Wunſch des Autors hat ſich
in vollem Maße erfüllt. Schon die Aufführung am
Samstag vor etwa 400 Schulkindern wog all die
Mühe und Arbeit, die an die Einſtudierung des
Wer=
kes geſetzt worden war, reichlich auf. Mit der
größ=
ten Spannung folgten die Kinder 2¾ Stunden lang
den Vorgängen auf der Bühne, und der alte
Feuer=
kopf Nettelbeck hat ſich wohl einen ſicheren Platz in
ihren Herzen erworben. Noch beſſer gelungen waren
die Aufführungen am Sonntag und beſonders die am
Montag. Die vom Orcheſter geſpielte
Jubelouver=
türe bereitete die Stimmung wirkungsvoll vor, und,
als der Vorhang aufging, wurde mancher wohl zu
ſeiner eigenen Ueberraſchung gewahr, daß das Spiel
der jugendlichen Darſteller ihn in einer Weiſe packte,
wie er es nicht für möglich gehalten. Einzelne
Sze=
nen, beſonders im zweiten und vierten Akt, löſten
eine Spannung aus, wie ſie auch im Theater nicht
größer hätte ſein können. Auf jeden Fall hat die
Aufführung wieder bewieſen, wie wertvoll ſolche
Auf=
führungen gerade für die Jugend ſind. Die
jugend=
lichen Darſteller, die in ihrer Rolle mit Begeiſterung
aufgehen, nahmen von dem Ganzen nicht nur eine
ſchöne Erinnerung, ſondern einen bleibenden inneren
Gewinn mit, und die Kunſt erweiſt ſich an ihnen ſo
als ein Erziehungsmittel erſten Ranges.
A Die Bernfszählung vom 12. Juni 1897 hat für
unſer Großherzogtum eine Bevölkerung von 1235823
Perſonen ergeben. Davon ſind 1049696 im
Groß=
herzogtum ſelbſt geboren, 170392 in anderen Staaten
des Deutſchen Reiches, und 15735 in außerdeutſchen
Staaten. Von der Geſamtbevölkerung ſind 559314 in
einem Hauptberufe tätig, 22636 ſind Dienende für
häusliche Dienſte im Hauſe der Herrſchaft, und 653873
ſind Haushaltungsangehörige.
* Muſikgeſchichtliche Vorträge. „Der junge
Beethoven” betitelt ſich der erſte der drei
muſik=
geſchichtlichen Vorträge, die die Prof. Ph.
Schmitt=
ſche Akademie für Tonkunſt in dieſem Winter in dem
Muſikvereins=Saal veranſtaltet. Herr
Univerſitäts=
muſikdirektor Profeſſor Dr. Volbach wird in dieſem
Vortrag über die Bonner Jahre des Meiſters
ſpre=
chen. Es iſt die Zeit der Entwicklung eines Genies,
deſſen Spuren ſich ſchon ahnend in den Werken der
Jugend zeigen. Den wenigſten ſind ſie bekannt und
doch verdienen ſie unſer Intereſſe in höchſtem Maße.
Aus der Reihe der Werke werden einige der ſchönſten
den Vortrag ſchmücken, ſo die Variationen eines
Jugendtrios; von reizenden Liedern das humorvolle
„Mit Mädeln ſich vertragen”, Sätze aus dem „
Ritter=
ballett”, das den Abſchluß der Bonner Zeit bedeutet,
uſw. Dieſe muſikaliſchen Darbietungen werden wohl
alle zum erſten Male hier zu Gehör gebracht und man
darf wohl mit Sicherheit annehmen, daß ſie bei allen
Muſikfreunden ganz beſonderes Intereſſe erwecken,
zu=
mal der verbindende Vortrag, wie ſchon erwähnt, in
leicht faßlicher Form gehalten iſt. — Der Vortrag
fin=
det Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, im
Muſikvereinsſaal ſtatt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
— Auxetophon=Konzert. Am Donnerstag, den
1. Dezember, findet im Saal der Turnhalle am
Woogs=
plactz ein Caruſo=Abend unter Mitwirkung der Kapelle
der 61er (Muſikmeiſter Weber) ſtatt. (Näheres ſ. Anz.)
* Dienſtjubilänm. Herr Heinrich Karl Auguſt
Rettberg, Rechnungsrat bei der Großh.
Oberrech=
nungskammer, feiert am Dienstag, den 22. d. Mts., ſein
40jähriges Diesſtjubiläum. Der Jubilar begann am
22. November 1870 als Hilfsarbeiter bei dieſer Behörde
ſeine Tätigkeit und zeichnete ſich während vier Dezennien
in ſeinem Beruſe durch treue Pflichterfüllung aus.
Mögen dem allſeits beliebten, liebenswürdigen Herrn
noch recht viele Jahre geiſtiger und körperlicher Friſche
beſchieden ſein.
* Handelskammerwahlen. Die Ergänzungswahlen
zur Handelskammer finden am Mittwoch, Donnerstag
und Samstag, den 23., 24. und 26. d. Mts. ſtatt.
(Näheres ſiehe Bekanntmachung in heutiger Nummer.)
* Kunſt=Verein. Die Kollektiv=Ausſtellung der
jünge=
ren Baſeler in der Kunſthalle am Rheintor erreicht mit
Sonntag, den 20. ds. Mts., ihr Ende. Von der nächſten
Woche ab iſt die Kunſthalle wegen Vorbereitung einer
neuen Ausſtellung auf einige Tage geſchloſſen.
Anmelde=
formulare für die von Mitte Dezember 1910 ab in der
Kunſthalle ſtattfindende Ausſtellung von Werken
heſſiſcher Künſtler ſind durch die Geſchäftsführung
des Kunſtvereins zu beziehen.
— Der Vorſtand des Feſthaus=Vereins Darmſtadt,
über den Se. Königl. Hoheit der Großherzog am
26. Oktober das Protektorat übernommen hat,
ver=
öffentlicht im Inſeratenteil der heutigen Nummer
einen Aufruf zum Beitritt.
— Die nächſte kirchenmuſikaliſche Abendfeier in der
Stadtkirche wird in der kommenden Woche, und zwar
Mittwoch, den 23. November, abends, ſtattfinden.
Es wirken diesmal mit Frau Geheimerat Römheld
und Frl. Hildegard Merck.
— Mozart=Verein. Das erſte Winterkonzert des
Mozart=Vereins findet am Montag, 28. November, im
Saalbau unter Mitwirkung der Konzertſängerin Frau
Schmidt=Illing und des Herrn Hofkonzertmeiſters
Schmidt von hier ſtatt. Nähere Mitteilungen über das
Programm folgen.
— In der Johanneskirche werden bei der
litur=
giſchen Feier morgen Sonntag, 20. November, um
½ 6 Uhr unter anderen folgende Chöre durch den
Kirchengeſangverein zum Vortrag kommen: „Himmels
Ruh’ und Frieden” von Hellwig, „Selig ſind die Toten”
von L. Spohr, „Gehe hin in Deine Kammer” von M.
Reger. Die Chorſchule wird: „Das Leben welkt wie
Gras” ſingen.
— Das Doppelquartett „Rheingold” veranſtaltet
Sonntag, den 20. November, im „Kaiſerſaal” ſeine
Abendunterhaltung. Nebſt verſchiedenen neu
ein=
ſtudierten Chören, Solovorträgen und einem
Theater=
ſtück wird der Abend noch von Deklamationen durch
Herrn R. Schneider, Zithervorträge des Zitherklubs
„Edelweiß” und einen Jongleurreigen des
Athleten=
vereins Darmſtadt verſchönt. (Näheres ſiehe Anz.)
Schon Tacitus erwähnt, daß die Germanen das
Holz des der Holda heiligen Baumes bei der
Beſtat=
tung ihrer Leichen verwandten. In ſpäterer Zeit
ſchnitt man im Hildesheimſchen vom Holunder einen
Zweig als Maßſtab für Sarg und Gruft, und der
Fuhrmann, der die Leiche nach dem Friedhofe führte,
trug ſtatt der Peitſche einen Zweig des heiligen
Bau=
mes. Am Niederrhein legten die leidtragenden
Freunde und Verwandten Holunderſtäbe in
Kreuz=
form in den Sarg und pflanzten einen
Holunder=
ſtrauch auf das Grab. Vielfach ward auch dem
Leichen=
zuge ein Kreuzlein aus Holunderholz vorangetragen
und dann aufs Grab gepflanzt; ſchlug es aus, ſo war
der Verſtorbene ſelig. Heute trifft man ja den
Ho=
lunder, namentlich auf den Friedhöfen der Städte,
nicht mehr ſo häufig an, aber auf den Dorffriedhöfen,
da behauptet er noch immer ſeine Stellung.
Neben Linde und Holunder finden wir auf
un=
ſeren Friedhöfen oft auch ſolche Bäume, die ſchon
durch ihr ganzes Aeußere ein Sinnbild des
Schmer=
zes ſind oder durch ihr dunkles Grün den Friedhof
als einen Ort tiefer Trauer und ſchweigenden Ernſtes
kennzeichnen. Die lang herabhängenden Zweige der
Trauerweiden, Trauereſchen und Birken reden eine
gar verſtändliche Sprache, drum ſpricht der Dichter:
„Ihr Freunde, ruft der Tod mich ab.
Pflanzt auf den Kirchhof eine Weide!
So lieb, ſo traulich hängt herab
Ihr bleiches Laub in ſtillem Leide;
Süß werd’ ich ruh’n, wenn ich einſt ſcheide,
Fällt ſanft ihr Schatten auf mein Grab.”
Ein Sinnbild von Tod und Sterben, von Schmerz
und Trauer war die Weide ſchon unſeren heidniſchen
Vorfahren, und der germaniſche Todesgott Vidharr
wohnte in der Unterwelt im Weidengebüſch. In alten
Weiden ſollten nach abergläubiſcher Meinung des
Volkes die Geſpenſter und Hexen ihren Sitz haben,
ja dieſe ſollten ſich bei Verfolgungen in ſolche
ver=
wandeln. Die Königin der Hexen führte eine
Weiden=
rute als Szepter, und wenn ihre Untertanen, die
Zauberweiber, den Morgentau mit roten
Weiden=
ruten abſtreiften, entſtanden Nachtfröſte zum
Verder=
ben der Blüten. Shakeſpeare verwendet die Weide
in ſeinen Dramen oft als Sinnbild des Schmerzes
und der Trauer, Witwen und verlaſſene Bräute
tra=
gen einen Weidenkranz, und in den „Stimmen der
Völker” heißt es von Desdemona:
„An einem Baum, am Weidenbaum ſaß ſie,
Gedrückt die Hand zum Herzen ſchwer von Leide,
Geſenkt das Haupt, auf ewig fern der Freude,
So weinte ſie, ſo ſang ſie ſpät und früh:
Singt alle Weide!
Singt meine liebe, ſüße, grüne Weide,
Liebe, grüne Weide!”
Auch in der heiligen Schrift gilt ſie als
Unglücks=
baum, heißt es doch von den in die babyloniſche
Ge=
fangenſchaft geführten Juden im 137. Pſalm: „An
dem Waſſer von Babel ſaßen wir und weinten, wenn
wir an Zion gedachten. Unſere Harfen hingen wir
an die Weiden, die drinnen ſind.” Mit Weidenruten
war auch, wie die Legende erzählt, der Herr von den
Kriegsknechten gegeißelt worden; ſeit dieſer Zeit läßt
die Weide ihre Zweige „zur Erde hangen wie vor
gro=
ßem Leide”, und
„Wie ſein Leben gab der eine
Allen hin,
So auf allen Gräbern weine
Ich um ihn.”
Gern pflanzt man auf die Friedhöfe auch den
immergrünen, aus der Fremde zu uns gekommenen
Lebensbaum und die deutſche Tanne, und während
die Weiden und Eſchen mit ihren tief
herabhängen=
den Zweigen ein Sinnbild des tränenüberſtrömten,
faſſungsloſen Schmerzes ſind, tragen dieſe Bäume,
deren ernſtes, dunkles Grün ſo gut zu dem Orte der
Klage und Trauer paßt, doch auch ein Zeichen der
Hoffnung in ſich. Wenn in der ungaſtlichen
Jahres=
zeit draußen auch der letzte Schimmer eines
lebens=
vollen Grüns erſtorben iſt, dann prangt die Tanne
inmitten der toten Natur im Hoffnungskleide.
„Tanne mit den dunklen Zweigen,
Freu dich über dein Gewand,
Kannſt du doch den Menſchen zeigen,
Von der Ewigkeit ein Pfand.”
Ja, ihr immergrünes Kleid iſt ein Ewigkeitstroſt
des gütigen Schöpfers, ein Sinnbild unvergänglichen
Lebens an den Stätten des Todes.
Konzerte.
* Der junge Schweizer Pianiſt Herr Edwin
Fiſcher veranſtaltete am Donnerstag abend im
Saal „Zur Traube” einen Klavieraben d. Solche
von hier noch ganz unbekannten Künſtlern veranſtaltete
Soliſten=Konzerte pflegen, wie begreiflich, nicht
beſon=
ders zahlreich beſucht zu werden; trotzdem hatte ſich an
dieſem Abend ein recht anſehnliches Zuhörerpublikum
eingefunden. Herr Fiſcher hatte ſeinem Klavierabend
ein umfangreiches und anſpruchsvolles Programm
zu=
grunde gelegt und ſich ſeine Aufgabe nicht leicht
ge=
macht. Es enthielt folgende Nummern: 1. J. S. Bachs
Fantaſie und Fuge A-moll und Mozarts Fantaſie
C-moll. 2. Beethovens Sonate Op. 10 Nr. 3, D-dur.
3. F. Draeſekes Sonate Op. 6, E-dur. 4. Chopins
Nocturne Op. 48 Nr. 1, C-moll und Ballade Op. 23,
G-moll. 5. Fr. Liſzts Au bord d’une source und
Men=
delsſohn=Liſzts Hochzeitsmarſch und Elfenreigen. Der
junge Künſtler legte in der Interpretation dieſer
ver=
ſchieden gearteten Kompoſitionen eine erſtaunliche
pianiſtiſche Fertigkeit und ſichere Stilbeherrſchung an
den Tag, mit der eine temperamentvolle Auffaſſung
und echtes künſtleriſches Empfinden Hand in Hand
gehen. Iſt in ſeinem Spiel auch noch nicht alles
abge=
klärt und ausgereift, ſo läßt ſein bedeutendes Talent,
das ſich am überzeugendſten in dem Vortrag der
ſchwie=
rigen Sonate von Draeſeke offenbarte, doch erwarten,
daß er bald ſich den erſten Repräſentanten ſeiner Kunſt
anreihen wird. Der Künſtler erntete lebhaften Beifall
lei ſeiner Zuhörerſchaft.
Seite 4.
Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
— Adreßbuch. Der Druckbogen des Adreßbuches
für 1911, enthalteno Hausregiſter — Heinrichsſtraße 125
bis Neue Ireneſtraße 1 — liegt im Hauptmeldebureau,
Hügelſtraße Nr. 31/33, Zimmer Nr. 13, während der
Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis
6 Uhr nachmittags) bis zum 21. November vormittags
zur Einſichtnahme offen.
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 12. November 1. J.
männ=
lich 9253, weiblich 6096, zuſ. 15349, in Prozenten 60,29,
39,71; am 5. November l. J. männlich 9316, weiblich 6085,
zuſ. 15 401, in Prozenten 60,49, 39,51. Der
Kranken=
ſtand betrug am 12. November I. J. männlich 363, weiblich
249, in Prozenten 3,92, 4,08; am 5. Nov. I. J.
männ=
lich 372, weiblich 253, in Prozenten 3,99, 4,10. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
7. Nov. bis 12. Nov. I. J. 4831,55 Mk., in der Woche
vom 31. Oktober bis 5. November l. J. 4849,05 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 12. November
I. J. — 26, am 5. November 1. J. — 30; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 7. November bis 12. November
I. J. — 3; vom 31. Oktober bis 5. November I. J. — 2.
— Dem treuen Mieter Herrn Karl Störger
wurde von ſeiten des Darmſtädter Hausbeſitzervereins
zur Anerkennung eine Blumenſpende überreicht.
St. Orpheum. Die Direktion Fink wartet auch
diesmal wieder mit einem außerordentlich
intereſſan=
ten und vielſeitigen Programm auf, das für jeden
Ge=
ſchmack etwas bringt. Im Mittelpunkt des Programms
ſtehen die ans Unglaubliche grenzenden Darbietungen
eines elektriſchen Phänomens, eines Menſchen, der
immun ſcheint gegen die hochgeſpannten elektriſchen
Ströme bis zu 50000 Volt ſtark, der dieſe furchtbaren
Ströme, die ſchon in einem Bruchteil an Stärke jedem
den Tod bringen würden, anſcheinend ohne Schaden
zu nehmen durch ſeinen Körper leitet. Es iſt faſt
un=
heimlich zu ſehen, wie das Phänomen die ſtarken,
ratternden Strahlenbüſchel mit den Händen berührt,
und große Glasröhren, die er in den Händen hält, zum
Glühen bringt, oder gar in dem unheimlichen
ameri=
kaniſchen Hinrichtungsſtuhl Platz nimmt, um
ſich, gleich den amerikaniſchen Todeskandidaten, den
Starkſtrömen auszuſetzen. Nach dem Programm läßt
Kerry Quill, ſo heißt das Phänomen, einen tödlich
wirkenden Strom von 1800 bis 50000 Volt zu
verſchie=
denen Experimenten durch ſeinen Körper leiten. Aus
der Reihenfolge der Experimente ſeien hervorgehoben:
1. Quill, die menſchliche Bogenlampe; 2. Entladungen
am Induktor; 3. Durchfahren mit der Hand durch dieſe
Entladungen; 4. Der elektriſche Strom durchſchlägt ein
Waſſerglas: 5. Leuchten einer 1 Meter langen
Glas=
röhre durch Berühren der Hand Quills; 6.
Heraus=
ſchlagen von ca. 30 Zentimeter langen elektriſchen
Fun=
ken aus dem Munde Quills; 7. Quill entzündet eine
Zigarette mit dem aus ſeinen Fingerſpitzen
austreten=
den Strom; 8. Der elektriſche Strom tritt in langen
Funkenbündeln aus den Stiefelfohlen Quills hervor;
9. Anzünden einer Petroleumlampe an den
Stiefel=
ſohlen; 10. Der Original= amerikaniſche
Hinrichtungs=
ſtuhl in vollem Betrieb; 11. Anzünden von Papier an
der Wange; 12. Quill als lebender Leuchter.
Im übrigen dürften in dem Enſemble die
Ge=
ſchwiſter Elrado Ott an der Spitze ſtehen, die mit
vollem Recht als „die phänomenalen Springer” im
Programm verzeichnet ſind. Die Leiſtungen dieſer drei
Künſtler, beſonders der Dame, ſind in der Tat
frappie=
rend, zumal ſie ihre phänomenalen Sprünge und
Salto=
mortales direkt aus dem Stand, ohne Sprungbrett oder
ſonſtige Hilfsmittel und faſt ohne Anlauf ausführen.
— In ähnlicher Weiſe durch erſtaunliche Kraftleiſtungen
brillieren Les Sandoros, zwei Athleten, die ſobald
keine Konkurrenz in ihren Leiſtungen finden dürften.
Beſonders was die Herren an Kraftleiſtungen mit den
Zähnen zeigen, iſt hervorragend. Auch Ellen Ella
bringt in ihrem gymnaſtiſchen Akt auf der Säule, in
dem ſie erſtaunliche Sicherheit und Gelenkigkeit an den
Tag legt, ſehr beachtenswerte Leiſtungen. — Die
ge=
heimnisvollen Manipulationen mit Karten und
Bäl=
len, die Bi=Ber=Ti vorführt, ſind zwar nicht
durch=
weg neu, aber ſie werden mit ſo großer Geſchicklichkeit
und Eleganz ausgeführt, daß ſie eine hochintereſſante
Unterhaltung bilden, zumal ſie auch des Humors nicht
entbehren. Für dieſen ſorgen außerdem in beſter und
erfolgreicher Weiſe auch Drawée=Frisco und
Hambo in ihrem wirklich urkomiſchen und ſehr
unter=
haltenden Jongleur=Akt, ferner Bachus und Miß
Meallan in ihrem anglo=amerikaniſchen Burleske=
Tanz=Akt, in dem namentlich der baumlange Neger
eine ungewöhnliche „Grazie” beim Tanz entwickelt,
und deren Schlittſchuhlauf=Imitation mit Recht
rau=
ſchenden Beifall erntet, und ſchließlich der erfolgreiche
Zumoriſt Willy Meibryck, dem wir jedoch raten
möchten, die ſtark ans Unſittliche ſtreifenden Zoten aus
ſeinem Repertoire zu ſtreichen. Er darf das ohne
Nachteil für ſeinen Erfolg tun, denn ſeine Sachen ſind
auch ohne dieſe Zoten ſehr wirkſam. — Bleibt noch
zu nennen die Tanz=Sängerin Lilly Tiſo, die wir
zu ſehen keine Gelegenheit hatten, deren Darbietungen
aber, wie wir hören, ebenfalls ſehr beifällig
aufge=
nommen werden. — Der Biograph bringt eine
um=
fangreiche farbige Bilderſerie.
Heute Samstag abend findet, wie üblich, bei
beſonders ausgewähltem Programm Familien=
Abend ſtatt. Morgen Sonntag, 20. November, zwei
Vorſtellungen: nachmittags 4 Uhr Volks= und Kinder=
Vorſtellung bei kleinen Preiſen, in der das ungekürzte
neue Abendprogramm zur Darſtellung gelangt, welches
nach allſeitigem Urteil zu den beſten zählt, die jemals
hier geboten wurden. Es wird ganz beſonders darauf
hingewieſen, daß auch in der Sonntag=
Nachmittagvor=
ſtellung Miſter Quill ſeine Aufſehen erregenden
Ex=
perimente unverkürzt zeigen wird. (Siehe Anz.)
— Saalbau. Herr Muſikmeiſter M. Weber bittet
uns, hiermit bekannt zu geben, daß das für Sonntag,
den 20. November, angekündigte Konzert ausfallen muß.
— Ludwigshöhe. Das morgige Sonntagskonzert,
von der Kapelle des Leibgarde=Regiments unter Herrn
H. Hauskes Leitung ausgeführt, bringt im Programme
eine ganze Reihe auserieſene Werke erſter Tonmeiſter
ſodaß einige genußreiche Stunden gewährleiſtet ſind.
(Siehe Anzeige.)
* Schützenhof. Auf das am Sonntag abend von
der Kapelle des Garde=Drag.=Regts. unter Leitung ihres
Muſikmeiſters Herrn Alb. Mittelſtädt ſtattfindende
Streichkonzert ſei nochmals hingewieſen.
— Rummelbräu. Morgen Sonntag findet von
nachmittags 4½ bis abends 10 Uhr Konzert ſtatt. Das
Programm iſt dem Tage entſprechend angepaßt. (Siehe
Anzeige.)
— Der erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtaße 12,
bringt wieder ein Programm erſtklaſſiger Sujets, das ſich
würdig den vorhergehenden anreiht. Von den Dramen
ſei beſonders „Der Wucherer” hervorgehoben. Das
Pathé=Journal zeigt die letzten We tereigniſſe. Auch für
guten Humor iſt geſorgt, ein intereſſanter Varietéakt
ver=
vollſtändigt das Programm. (Näh. ſ. Anzeige.)
— Gothaer Geldlotterie. Die Ziehung der letzten
diesjährigen Geidlotterie des Rennvereins für
Mittel=
deutſchland, die am 8. und 9. November angeſetzt war,
findet unwiderruflich am 28. und 29. d. Mts. in
Gegen=
wart ſtädtiſcher Beamten und des Herzoglichen Notars
Herrn Juſtizrat Dr. Kirſten ſtatt.
Offenbach, 18. Nov. In der letzten
Stadtver=
ordneten=Verſammlung bildeten die von
der ſozialdemokratiſchen Partei anläßlich der
Moabi=
ter Proteſtverſammlung am vergangenen Freitag
ver=
anſtalteten Demonſtrationsumzüge den
Gegenſtand einer ausgedehnten, teilweiſe recht
erreg=
ten Debatte. Bei der Bürgermeiſterei war eine
Be=
ſchwerdeſchrift eingegangen, in der in entſchiedener
Weiſe Abhilfe derartiger Straßentumulte gefordert
wird. Bürgermeiſter Dr. Dullo bemerkte zu dieſem
Schreiben, daß die Polizei den Demonſtrationszug
unter Beobachtung gehalten habe. Stadtv. Ulrich
ſtellte feſt, daß die in Frage kommenden Führer nicht
das geringſte mit den Straßenvorgängen zu tun
hätten. Man werde abwarten, was die Unterſuchung
bringt. Stadtv. Feiſtmann erklärte, die Behauptung
Ulrichs ſei falſch.
Mainz, 19. Nov. Heute früh wurde auf der Strecke
Mainz-Alzey, in der Nähe von Marienborn, die
ver=
ſtümmelte Leiche eines Arbeiters aus Finthen
auf=
gehoben. Es iſt noch nicht feſtgeſtellt, ob ein
Unglücks=
fall oder Selbſtmord vorliegt. — Drei
Handwerks=
burſchen trafen in der vorletzten Nacht einen
frem=
den Fuhrmann, der ſich hier einen vergnügten Tag
ge=
macht hatte. Sie führten ihn in verſchiedene
Wirt=
ſchaften und verſchwanden, nachdem ſie ihm ſein
gutge=
fülltes Portemonnaie geſtohlen hatten. Er machte
ſo=
fort der Polizei Anzeige, worauf der Schutzmann
Schmitt II. ſeinem Hund „Tell” Witterung
neh=
men ließ und dann ging’s hinaus durch verſchiedene
Straßen. Nach ungefähr 20 Minuten drang der Hund
in einen entfernt liegenden Hof in der Weintorſtraße
ein, dort holte er einen der Handwerksburſchen, der
ſich unter einem Wagen verſteckt hatte, hervor. Man
fand bei ihm das geſtohlene Portemonngie mit
In=
halt vor.
Worms, 18. Nov. Heute früh etwa gegen 7 Uhr
hat ſich ein 35 Jahre alter, verheirateter Buchhalter
im Geſchäft der Firma Karl Lucht im Liebenauerfeld
erſchoſſen. Die Tat verübte er in dem
Augen=
blick, als auf Veranlaſſung des Firmeninhabers eine
Reviſion der Geſchäftsbücher, bei der ein erheblicher
Fehlbetrag entdeckt worden ſein ſoll, ſtattfand.
Guntersblum, 18. Nov. In der Nähe der hieſigen
Station wurde heute nacht gegen 12 Uhr ein junger
Mann tot aufgefunden, der wahrſcheinlich von
dem um 11.30 Uhr nach Mainz gehenden Zug über=
fahren worden iſt. Es handelt ſich um den 24jährigen,
in Worms beſchäftigten Bahnarbeiter Wilh. Hübner von
hier. Da er auf der Strecke und nicht auf dem
Ueber=
gang lag, wird Selbſtmord vermutet.
Gießen, 18. Nov. Ein landwirtſchaftlicher
Lehrgang für Soldaten begann hier in der
alten Kaſerne. Die Zahl der Teilnehmer iſt gegen die
beiden erſten Jahre 1908 und 1909 bedeutend
geſtie=
gen und beträgt 72. Der Unterricht umfaßt in 16
Vorträgen oft die wichtigſten Gebiete der
Landwirt=
ſchaft. Nach der Eröffnung durch den Kurſusleiter,
Oekonomierat Weitzel=Lich, hielt der Aſſiſtent der
Landwirtſchaftlichen Verſuchsſtation Darmſtadt,
Kun=
kel=Darmſtadt, einen Vortrag über „Die natürlichen
Düngemittel‟. Die Vorträge haben den Zweck, die
Soldaten nach ihrer Entlaſſung der Landwirtſchaft zu
erhalten.
A Birklar (Kreis Gießen), 18. Nov. Die Arbeiten
unſerer Feldbereinigung ſind jetzt im
weſent=
lichen beendet, ſo daß bereits die Einweiſung der
Grundſtückseigentümer in ihr neues Beſitztum
erfol=
gen konnte. Beſchloſſen wurde die Durchführung des
Feldbereinigungsverfahrens im Jahre 1905, die
Arbei=
ten hierzu wurden im Jahre 1906 in Angriff
genom=
men und ſo gefördert, daß im Jahre 1908 die Prüfung
des allgemeinen Meliorationsplans durch die
Landes=
kommiſſion für Feldbereinigungen erfolgen konnte.
Von unſerer 457 Hektar großen Gemarkung wurden
etwa 420 Hektar in den Bereinigungsbezirk einbezogen.
Mit den Nachbargemarkungen Lich, Arnsburg und
Muſchenheim waren Gemarkungsgrenzregulierungen
erforderlich. Gelegentlich der Feldbereinigung kam
eine Reihe von Meliorationsarbeiten zur
Durchführ=
ung, ſo mehrere Hohlverſchleifungen, umfangreiche
Drainagen zur Trockenlegung naſſer Ackerflächen und
Wieſenmeliorationen. Im Laufe dieſes Sommers hat
nun der hieſige Ortsvorſtand den Beſchluß gefaßt, auch
einen an Näſſe leidenden Ortsteil durch eine
Kanali=
ſation zu entwäſſern. Dieſe Arbeiten, die zu 4000 Mk.
veranſchlagt waren, werden gegenwärtig ausgeführt.
C Volkartshain (Kreis Schotten), 18. Nov. Die
Arbeiten an unſerem neuen einklaſſigen Schulhaus
haben recht gute Fortſchritte gemacht, ſo daß es jetzt im
Rohbau vollendet iſt und demnächſt mit dem inneren
Ausbau begonnen werden kann. Der
Schulhausneu=
bau, der als Fachwerksbau zur Ausführung gekommen
iſt, enthält außer den Unterrichtsräumen noch eine
Lehrerwohnung. Die Pläne hierzu ſind von dem
Großh. Kreisbauinſpektor Witzler in Schotten
ent=
worfen worden, unter deſſen Leitung der Neubau zur
Ausführung gekommen iſt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Nov. Der
Belei=
digungsprozeß Dr. med. Kremer gegen den Geh.
Regierungsrat, vorjährigen Rektor der Berliner
Univer=
ſität Prof. Dr. Erich Schmidt und den Archivar Dr.
Minde=Pouet anläßlich der Herausgabe der Heinrich von
Kleiſt=Briefe endete heute nach mehrſtündiger Verhandlung
vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Berlin=Mitte mit
einem Vergleich, in dem die Parteien die gegenſeitig
er=
hobenen Vorwürfe mit dem Ausdruck des Bedauerns
zu=
rücknahmen und ſich bereit erklärten, die gerichtlichen
Ko=
ſten je zur Hälfte zu tragen. — Während im Vorjahre
22 172000 Mark auf den ſechs Berliner
Rennbah=
nen an der Wettmaſchine umgeſetzt wurden, hat der
To=
taliſator im Laufe der ſoeben beendeten Saiſon eine
Stei=
gerung auf 28 405000 Mark erfahren. — In einer
Gas=
arbeiter=Verſammlung wurde heute Stellung
genommen zu der Ablehnung der Gasarbeiterforderungen
ſeitens der ſtädtiſchen Gaswerksdeputation. In einigen
Tagen ſoll eine neue Verſammlung das Referat einer
Kommiſſion entgegennehmen, die mit den in Frage
kom=
menden Inſtanzen verhandeln wird. Unter Umſtänden
ſoll die Arbeitsniederlegung beſchloſſen werden. — Seine
Frau nach der Eheſcheidung erſchoſſen hat heute
mit=
tag ein Mann am Bahnhof Jungfernheide. Dort geriet
das geſchiedene Paar, von der Gerichtsverhandlung
kom=
mend, in Streit, in deſſen Verlauf der Mann die Frau
niederſchoß. Er gab dann mehrere Schüſſe auf ſich ſelbſt
ab, die aber fehl gingen, worauf er die Flucht ergriff. Er
wurde aber eingeholt und nach dem Polizeirevier gebracht.
Die Frau iſt ſchwer verletzt.
Wiesbaden, 17. Nov. Die Haushälterin Cäcilie
Simon, der eine Erbſchaft von ihrer kürzlich
ver=
ſtorbenen Herrſchaft zugefallen war, erhängte ſich in
ihrer Wohnung in der Albrechtsſtraße aus Kummer
über die Verdrießlichkeiten, die ſie infolge dieſer
Erb=
ſchaft, die von den Verwandten angefochten wurde, zu
erleiden hatte.
München, 17. Nov. Univerſitätsprofeſſor
Faul=
haber in Straßburg wurde zum Biſchof von
Speyer ernannt.
Vorträge.
— Ueberaus zahlreich beſucht war der Vortrag.
den Herr Profeſſor Brockmann aus Offenbach am
Donnerstag abend im Ortsgewerbeverein
über das Thema: „Streifzüge durch die
Brüſ=
ſeler Weltausſtellung” hielt.
An Hand einer großen Anzahl Lichtbilder, meiſt
eigene Aufnahmen, gab der Vortragende zunächſt eine
allgemeine Ueberſicht über die geſamte Ausſtellung,
führte die Zuhörer nach dem Hauptgebäude und ſeinen
Abteilungen, zeigte die Straße der Nationen uſw., das
Deutſche Haus und noch andere Bauten; würdigte die
Schätze und Induſtrieerzeugniſſe, von denen die
be=
deutenden Kunſtſchätze der engliſchen Handelskammer
von Bradford beſonders gefielen. Die Hallen von
Frankreich, Italien, Dänemark, Belgien und Holland,
ſowie die internationale Maſchinenhalle boten ebenſo
viel Intereſſantes. Nachdem noch das herrliche Haus
der Stadt Antwerpen mit dem Atelier Rubens gezeigt
war, behandelte Herr Profeſſor Brockmann den großen
Ausſtellungsbrand, der all die koſtbaren Schätze, die
vielen Herrlichkeiten vernichtet hatte. Eingehend
be=
ſprochen wurde die deutſche Abteilung. Die
Eiſen=
bahnhalle, die Kraftmaſchinenhalle, die 10000pferdige
Bergmann=Turbine, die Hauptmaſchinenhalle, eine
Reihe neuzeitlicher Arbeitsmaſchinen, eine große
Loch=
preſſe, die große Blockſchere, die Induſtriehalle und
vieles andere erregten in weitem Maße das Intereſſe
aller Anweſenden, die die heutige deutſche
Ingenieur=
kunſt mit Recht bewundern mußten. Auch die
Spiel=
warenabteilung, die Unterrichtsabteilung und die
Ab=
teilung für Raumkunſt wurden bedacht. Von den
Clous der Ausſtellung erzählte Herr Profeſſor
Brock=
mann ausführlich; mit Staunen vernahmen die
Zu=
hörer von der Einrichtung der „ſelbſtſpielenden
Vio=
line” mit ſelbſtſpielendem Klavier, ſowie von der
neueſten Erfindung des „Fernſehens”, wodurch ſich
die Uebertragung einer ſich in einer Stadt
abſpielen=
den Handlung nach einem anderen Orte ermöglichen
laſſen ſoll.
Noch weitere recht intereſſante Ausführungen
wur=
den gemacht, die leider des Platzmangels wegen nicht
gebracht werden können. Zum Schluſſe erwähnte der
Redner noch die ſchönen Erfolge, die ſich die deut=
Induſtrie, das deutſche Handwerk und Kunſtgewerbe
im friedlichen Wettkampfe bei dieſer Ausſtellung
er=
rungen hatte. Mit rauſchendem Beifall beendete Herr
Profeſſor Brockmann ſeine nahezu zweiſtündigen
Aus=
führungen. Herr Stadtverordneter Rockel dankte ihm
im Namen des Vorſtandes hierfür auf das herzlichſte.
— Wiſſenſchaftliche Vorträge über
religiöſe Fragen. Vor einer überaus zahlreich
erſchienenen Zuhörerſchaft hielt am Donnerstag
Pro=
feſſor D. Eck aus Gießen den angekündigten Vortrag
über „Idee und Perſönlichkeit im
Chri=
ſtentum‟ Der von ſeiner Wirkſamkeit als Pfarrer
her noch hochgeſchätzte Redner gab zuerſt eine
Begriffs=
beſtimmung der Idee, die er als „wirkſamen
Gedan=
ken” bezeichnete, ohne den menſchliches Leben ſeine
Eigentümlichkeit verliert, und zeigte dann, wie der
allgemeine Idealismus menſchlichen Weſens ſich in
den großen Religionen zur Erhebung der Seele in
eine von natürlich=ſinnlichen Grundlagen freie
Ideenwelt ſteigert. Hierauf ging der Redner auf
das Verhältnis ein, das die Idee in den großen
Re=
ligionen zum Begriff „Perſönlichkeit” einnimmt, und
legte dar, wie erſt im Chriſtentum eine Beziehung
beider Größen vorliegt, die voll befriedigen kann.
Im Unterſchied vom Buddhismus, in dem die
Idee der Erlöſung vom Weltleid alles ſtarke
Selbſt=
bewußtſein verdrängt, und vom Platonismus,
der der Seele eine unſichere Zwitterſtellung zuweiſt,
hat die chriſtliche Idee der Liebe ihre bewußt einzige
Aufgabe daran, Seelen mit ihrem Gehalt zu füllen
und eben damit ſie zu Perſönlichkeiten umzubilden.
Die klaren und tiefen Ausführungen wurden mit
ſtarkem Beifall aufgenommen.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Im Kunſtverein zu Frankfurt a. M.
findet am 7. Dezember die Verſteigerung der
Sammlung von Aquarellen und Handzeichnungen
älterer und neuerer Meiſter aus dem Beſitz des
ehe=
maligen Mitgliedes der Adminiſtration des
Staedel=
ſchen Kunſtinſtituts Jakob Klein ſtatt. Der Katalog
weiſt von älteren Meiſtern Werke von Bakhuizen
(u. a. Stadt=Interieur aus Amſterdam), Francois
Boucher, Breughel (Blick auf Heidelberg), Cats,
Rie=
dinger, Cobell, Wille, von neueren Meiſtern Braith,
Calame, F. A. von Kaulbach, Max, Schönleber,
Schwind, Voltz, von Frankfurtern Burger, Dielmann,
Fellner, Hendſchel, Pforr, Reiffenſtein auf.
— Die elektriſche Zählmaſchine. Die
württembergiſche Regierung hat ſich entſchloſſen, bei
der Verarbeitung der Ergebniſſe der diesjährigen
Volkszählung die von dem Amerikaner Hollerith
er=
fundene elektriſche Zählmaſchine in Gebrauch zu
neh=
men. Die Maſchine hat ſich in Amerika, in Oeſterreich
und anderen Ländern gut bewährt und bietet den
gro=
ßen Vorzug einer überaus raſchen und zuverläſſigen
Aufarbeitung des Erhebungsmaterials. Dem
Ver=
nehmen nach ſollen auch Elſaß=Lothringen und Sachſen
entſchloſſen ſein, in dieſem Jahre zum erſten Male die
Zählmaſchine zu erproben. Ob auch Baden folgen
wird, iſt noch unbeſtimmt. Preußen und Bayern haben
die Benutzung der Zählmaſchine abgelehnt, da für ſie
die Verwendung menſchlicher Arbeitskräfte billiger zu
ſtehen kommt, als die Zählmaſchine. Vom nächſten
Jahre ab will das Kaiſerlich Statiſtiſche Amt in
Ber=
lin die Handelsſtatiſtik mit der Hollerithſchen
Zähl=
maſchine bearbeiten.
Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 5.
Donaueſchingen, 17. Nov. Der Kaiſer beſuchte
an=
läßlich ſeines Jagdaufenthaltes bei dem Fürſten zu
Für=
ſtenberg in Donaueſchingen heute eingehend die
Fürſt=
lich Fürſtenbergiſche Brauerei, in der das
be=
kannte Fürſtenberg=Bräu gebraut wird, um die neuen
maſchinellen Anlagen, die neuen Gär= und Lagerkeller
uſw. zu beſichtigen. Dieſe Neubauten wurden in den
letz=
ten Jahren aufgeführt. Der Käiſer ſprach ſich ſehr
aner=
kennend über den Brauerei=Neubau und insbeſondere auch
über die zu Gunſten der Arbeiterſchaft getroffenen
Wohl=
fahrtseinrichtungen aus. Es war dies das zweite Mal,
daß der Kaiſer die Fürſtliche Brauerei beſuchte. Im Mai
1904 beſichtigte er mit der Kaiſerin und der Prinzeſſin
Vik=
toria Luiſe das damals neuerrichtete Sudhaus.
Leipzig, 18. Nov. Der Raubmörder und Erpreſſer
Karl Koppius wurde heute früh 7 Uhr auf dem Hofe
des Landgerichts mit der Guillotine hingerichtet.
Magdeburg, 17. Nov. Auf der großen Verbands=
Geflügel=Ausſtellung, die vom 19. bis 21. d. Mts. in
Magdeburg ſtattfindet, wird die Kronprinzeſſin Cäcilie
zum erſten Male ſich als Ausſtellerin betätigen. Die
Kronprinzeſſin iſt eine eifrige Förderin der
Geflügelzucht auf ihren Gütern. Sie wird auf
der Ausſtellung ein außer Konkurrenz ſtehendes
Sonderarrangement von Geflügel aller Art vorführen.
Für die beſten Leiſtungen auf der Ausſtellung hat die
Kronprinzeſſin einen Preis geſtiftet.
Hamburg, 17. Nov. Der Andrang zu dem
Gas=
brand in Neuengamme war geſtern ungeheuer.
92 Sonderzüge waren eingelegt worden. Die durch eine
Rohrverſtopfung erloſchen geweſene öſtliche
Seiten=
flamme brennt wieder mit verſtärkter Kraft. Eine
heute hier abgehaltene Verſammlung von Behörden
und Sachverſtändigen beriet über den Erdgasbrand.
Die Sachverſtändigen waren, allerdings nicht mit
gro=
ßer Beſtimmtheit, der Meinung, daß die Flamme über
kurz oder lang von ſelbſt erlöſchen würde und eine
Dämpfung des Brandes zur Zeit zu gefährlich und in
dem Endergebnis fraglich ſei. Man beſchloß daher,
vorläufig von Löſchverſuchen abzuſehen und alle
der=
artigen Anträge von Unternehmern abzulehnen.
Breslau, 17. Nov. Ein veritabler Hochſtapler,
der frühere Kellner Bruno Matzkowski aus Lyck,
wurde hier wegen Betruges vor Gericht geſtellt. Der
Herr hat ſchon vielerlei auf dem Kerbholze. Er zählt
zu jener Sorte von Schwindlern, die vermöge einer
gewiſſen Bildung, einer reſpektablen äußeren
Erſchei=
nung und ihres gewandten und ſicheren Auftretens
ſchnell das Vertrauen der anderen gewinnen und es
dann verſtehen, argloſe Gemüter durch die
Erzählun=
gen von ihren angeblich reichen und hochgeſtellten
An=
gehörigen und von ſonſtigen angeſehenen Verbindungen
leicht zu täuſchen. In Dresden fand er in die beſte
Geſellſchaft Aufnahme, weil man ihn für einen
Ge=
ſandtſchafts=Attachee hielt, deſſen Uniform er ſich irgend
wo her verſchafft hatte. In Frankfurt a. M. trat er
zunächſt ſehr beſcheiden auf. Er meldete ſich bei einem
Kunſthändler als Stadtreiſender und gab an, ein
ruſſi=
ſcher Offizier zu ſein, der wegen mangelnder Mittel
ſich einem Berufe widmen müſſe. Bald,aber rückte er
damit heraus, daß er der Sohn eines ruſſiſchen Fürſten
ſei, den japaniſchen Krieg mitgemacht habe, die höchſten
Orden beſitze und ein Duzfreund des Zaren ſei. Sein
Vater ſei ruſſiſcher Generalſeldmarſchall und beſitze
Millionen. Einer ſeiner Brüder ſei nun bei Port
Arthur in den Tod getrieben worden, und deshalb habe
er den General, der dies veranlaßte, niedergeſchoſſen.
Das ſei der Grund, weshalb er aus Rußland habe
flüchten müſſen und jetzt in Deutſchland weile. In
Frankfurt ſei er mit einer ſchwerreichen Dame bekannt
geworden, die er auch heiraten werde. Nach ſeiner
Verheiratung würde er ſich gern mit 100000 bis 200000
Mark an dem Geſchäft ſeines Chefs beteiligen. Das
Reſultat dieſer wunderſamen Geſchichte war ein
Dar=
lehen von 200 Mark, und von Stund an war der
Duz=
freund des Zaren verſchwunden. Man erwiſchte ihn
aber ſpäter irgendwo und ſteckte ihn vier Monate in
das Frankfurter Gefängnis. In ähnlicher Weiſe machte
der Hochſtabler noch verſchiedene andere Städte
un=
ſicher. In Breslau ſtellte er ſich einem Mechaniker, der
für einen von ihm erfundenen Luftſchiffpropeller einen
Geldgeher ſuchte, als Großgrundbeſitzer vor, der, ſobald
er ſeine Güter in Rußland verkauft habe, Luftſchiffe
bauen werde. — Das Gericht verurteilte den
Hoch=
ſtapler zu drei Monaten Gefängnis.
Paris, 17. Nov. In einem Hotel in der Rue de
Rome wurde heute nachmittag die Baronin Olivier
d’Ambricourt, die Geliebte des inaktiven Hauptmanns
Meinier, tot aufgefunden. Nach einem an die
Polizeibehörde gerichteten Schreiben Meiniers iſt die
Dame von dem Hauptmann aus Eiferſucht vergiftet
worden. Meinier dürfte nach Verübung des Verbrechens
Selbſtmord begangen haben.
London, 18. Nov. Geſtern abend iſt in der Nähe von
Dover der franzöſiſche Dampfer „St. Louis”
von Boulogne lommend, vollſtändig verbrannt. Das
Meer war ſehr bewegt. Ein Logger aus Folkeſtone
konnte nur mit großer Mühe 5 Stunden in der Nähe
des brennenden Schiffes bleiben. Es gelang ihm
ſchließ=
lich, die aus 5 Perſonen beſtehende Beſatzung des „St.
Louis” zu retten.
London, 18. Nov. Die Bergungsarbeiten
an dem Fünfmaſter „Preußen” mußten wegen
des geſtern im Kanal herrſchenden Schneeſturmes
unterbrochen werden. Die ganze Beſatzung und die
Bergungsmannſchaften gingen an Land.
Petersburg, 18. Nov. Bei einer Zugkolliſion
der Warſchauer Bahn in der Nähe von Petersburg
wur=
den 13 Perſonen verletzt.
Witebsk, 17. Nov. In der letzten Nacht iſt im
Jefroſſimowſchen Frauenkloſter in Polozk ein
Holz=
gebäude, in dem 60 Nonnen wohnten,
niederge=
brannt; drei Nonnen werden vermißt.
New=York, 18. Nov. Ueber den Zuſammenſtoß
zwiſchen dem deutſchen Dampfer „Prinz
Friedrich Wilhelm” und dem franzöſiſchen
Dampfer „Lorraine” wird noch folgendes gemeldet:
Um 10 Uhr morgens wollte der franzöſiſche Dampfer, wie
gewöhnlich, den Kai der transatlantiſchen Dampfer
ver=
laſſen. Er ſteuerte rückwärts und kam in die Mitte des
Hudſonſtromes hinein, als plötzlich der Lloyddampfer
„Prinz Friedrich Wilhelm” von den Docks heran kam und
die Route des „Lorraine” kreuzte. Man nahm ſofort die
entſprechenden Manöver vor, aber es war ſchon zu ſpät.
Ein heftiger Wind trieb das franzöſiſche Schiff vorwärts
und da es nur mit einer Maſchine arbeitete, war ein
Zu=
ſammenſtoß unvermeidlich. Dieſer wurde beſonders ſtark
auf dem deutſchen Schiffe verſpürt. Die Mehrzahl der
Paſſagiere, die ſich auf Deck befanden, wurden
umgewor=
fen und es entſtand einen Augenblick lang eine Panik.
Mehrere Frauen wurden ohnmächtig. Dagegen wurde
auf dem franzöſiſchen Dampfer der Stoß weniger verſpürt
und es herrſchte dort auch keinerlei Beunruhigung. Man
bemerkte ſofort, daß die Beſchädigungen beider Schiffe
ziemlich ſchwer waren und daß ſie nicht fahrplanmäßig
den Hafen verlaſſen konnten. Die beiden Kapitäne klagen
ſich gegenſeitig der Ungeſchicklichkeit an. In letzter Stunde
wird gemeldet, daß der franzöſiſche Dampfer in den
Abend=
ſtunden New=York verlaſſen hat. Er hat die Poſt des
deutſchen Dampfers übernommen. Der „Prinz Friedrich
Wilhelm” muß für einige Tag in Dock gehen.
Sport.
sr. Kehraus in Strausberg.
Programm=
mäßig hat die deutſche Rennſaiſon 1910 am Donnerstag
in Strausberg ihr Ende gefunden. Die durchweg
an=
ſehnlichen Felder ließen nichts von Rennmüdigkeit
merken. Der Schlußtag ſtand im Zeichen von
Ueber=
raſchungen, die beſonders durch die Rieſenquote von
269:10 auf den Sieg des Lt. G. Wiedesheim=Paul
ge=
hörenden Maharaja im Preis von Ahrensfelde zum
Ausdruck gebracht wurden. Die auf deutſchen
Renn=
bahnen ziemlich bekannten Farben des ſchwediſchen
Offiziers kamen ſo vor Toresſchluß noch zu einem
ſchönen Erfolge. Bröſen und Flaneur, deſſen Reiter
V. Roſak ſich eine ſchmerzhafte Quetſchung des ſchon
einmal gebrochenen linken Armes zuzog, ſtürzten im
Verlauf des Rennens. Im November=Preis trug
Partitur das allgemeine Vertrauen, hauptſächlich wohl
deshalb, weil die Stute von Dr. Rieſe geſteuert wurde,
der noch am letzten Renntag gern den einen Sieg
er=
ringen wollte, der ihn von dem durch Lt. v. Raven mit
63 Siegen aufgeſtellten deutſchen Rekord noch trennt.
Partitur mußte ſich jedoch vor der durchweg führenden
Midhurſt beugen. Das zweite Herrenreiten des Tages
landete Lt. v. Lütcken mit Melton Pet gegen den im
Endkampf von ſeinem Beſitzer und Reiter wenig
unter=
ſtützten Paſſe=partout. Durch den Sieg des heißen
Favoriten Manteuffel in der letzten Konkurrenz, dem
Troſt=Handicap, konnte das wettende Publikum
wenig=
ſtens ſagen: „Ende gut, alles gut.”
sr. Die beiden Hamburger 100000 Mark=
Rennen 1912, der Große Preis von Hamburg und
der neu geſchaffene Hammonia=Preis, haben die
ver=
langte Mindeſtzahl von 100 Unterſchriften
bedauer=
licherweiſe wiederum nicht erreicht. Im Großen Preis
blieb die Zahl der Nennungen mit 94 allerdings nicht
allzu weit zurück und es iſt wohl ohne weiteres
anzu=
nehmen, daß der Hamburger Sport=Klub das Rennen
aufrecht erhält. Großes Intereſſe für das 2200 Meter=
Rennen zeigten die nachbarlichen Ställe, da in Wien
21 Unterſchriften eingingen, darunter 4 des ruſſiſchen
Fürſten G. Lubomirski. Für den Hammonia=Preis
gingen dagegen nur 83 Unterſchriften ein, alſo 14
weniger wie im Gründungsjahr. Auf die
öſterreichiſch=
ungariſchen Rennſtälle, Fürſt G. Lubomirski mit
ein=
gerechnet, entfallen 18 Engagements. — Beſſer
abge=
ſchnitten hat der Kölner Renn=Verein, da für den auf
50000 Mark erhöhten Preis des Winterfavoriten 1911,
die letzte große Zweijährigen=Prüfung der Saiſon, ſtatt
der verlangten 60 Unterſchriften ſogar 67 eingingen.
sch. Der Schachwettkampf Dr. Lasker=
Jannowski. Das vierte Spiel in dem Kampf um
die Weltmeiſterſchaft wurde am Donnerstag nachmittag
im Café Kerkau zu Berlin begonnen und mit den
Damenbauern eingeleitet. Das Mittelſpiel geſtaltete
ſich ſehr kompliziert. Jannowski opferte die Qualität
und ſpäter den Springer. Sein Angriff drang aber
nicht durch. Die wahrſcheinlich für Jannowski
ver=
lorene Partie wurde bei dem 32. Zuge abgebrochen
und auf Samstag nachmittag vertagt.
Luftſchiffahrt.
* Denver, 17. Nov. Der Aviatiker Ralph
John=
ſtone, der den Welthöhenrekord aufgeſtellt hat,
ſtürzte heute aus 800 Fuß Höhe zur Erde und war
ſofort tot.
Vermiſchtes.
— Die Weinernte in Frankreich. Im
franzöſiſchen Ackerbauminiſterium ſind nun die
amt=
lichen Berichte über die Ergebniſſe der Weinleſe in
Frankreich und Algier eingelaufen; ſie geben ein
trau=
riges Bild von den Enttäuſchungen, die die
franzöſi=
ſchen Weinbauer im Jahre 1910 erleben mußten. Die
Geſamtproduktion in Frankreich beträgt nur 28
Mil=
lionen Hektoliter und in Algier ſieben Millionen. Im
Vergleich mit dem Vorjahr bedeutet das für den
fran=
zöſiſchen Weinbau einen Rückgang um 27 Millionen
Hektoliter für Frankreich und um 1200000 Hektoliter
für Algier. Dieſer Ausfall geht zum Teil auf die
un=
günſtigen Witterungsverhältniſſe des Frühjahrs
zu=
rück, die mit Ausnahme einzelner Bezirke in
Süd=
frankreich überall die Rebenblüte beeinträchtigten; vor
allem aber haben die Rebenkrankheiten in dieſem Jahr
beſorgniserregende Fortſchritte gemacht und
verhee=
rende Verwüſtungen angerichtet. Faſt in ganz
Frank=
reich hauſt in den Weinbergen der Meltaupilz; und
im Süden, wo dieſer Feind des Weinbauers noch
ver=
hältnismäßig am wenigſten Unglück anrichtete,
zer=
ſtörten die ununterbrochene lange Trockenheit und die
dann folgende, anhaltende, lange Regenzeit einen
gro=
ßen Teil der Ernte.
Perſiſche Kundgebungen gegen Rußland
und England.
* Die Kölniſche Zeitung meldet aus Teheran,
18. Nov.: Auf dem Kanonenplatz im Mittelpunkte der
Stadt hatten ſich viele Tauſende verſammelt, um in
einer zweiſtündigen Kundgebung gegen die ruſſiſche,
jeglichem Fortſchritt Perſiens feindlich geſinnte Politik,
die dauernde Anweſenheit ruſſiſcher Truppen und die
neuerdings zutage getretene engliſche Haltung
Ein=
ſpruch zu erheben. Fünf Redner begeiſterten die
Menge gegen Rußland und England,
empfah=
len die Anlehnung an die Türkei und als letzte
Zu=
flucht den Schutz des deu tſchen Kaiſers, des
Schutzherrn aller Moslems. Ein
entſprechen=
der Beſchlußantrag wurde gefaßt und unter lautem
Beifall verleſen. Er ſoll allen europäiſchen
Parlamen=
ten und Kabinetten mitgeteilt werden. Die
Verſamm=
lung verlief ungeſtört und machte einen tiefen
Ein=
druck. Aehnliche Kundgebungen werden in den
Pro=
vinzen beabſichtigt. Ein Boykott gegen engliſche Waren
wurde von verſchiedenen Seiten ins Auge gefaßt. Die
Verhandlungen mit der Seligmann=Gruppe über die
Anleihe ſtocken infolge der Haltung der engliſchen
Re=
gierung, die der perſiſchen mitteilte, ſie unterſtütze
nun=
mehr die Vorſchläge der Imperialbank.
Literariſches.
— Kamerad=Bibliothek. Jeder Band mit
einem Vollbild und zahlreichen Text=Illuſtrationen.
Ele=
gant gebunden je 3 Mark. Union, Deutſche
Verlagsgeſell=
ſchaft in Stuttgart. Dieſe Sammlung ſpannender,
effekt=
reicher Erzählungen kommt der Nachfrage der jungen
Kleines Feuilleton.
* Ein neuer Sport=Palaſt. In der kurzen
Zeit von kaum einem Jahre iſt auf dem Grundſtücke
Potsdamer Straße 72 in Berlin ein Prachtbau
ge=
ſchaffen worden, der beſtimmt iſt, den Sportfreunden,
vor allem den Eisläufern, ein elegantes
Betätigungs=
feld zu bieten. Wie ein Märchen aus 1001 Nacht mutet
das Ganze an und die geladenen Gäſte, die am
Diens=
tag die Einrichtungen des Palaſtes beſichtigten, und
der Generalprobe der „Feerie am Nordpol” beiwohnen
durften, waren einmütig der Anſicht, daß die
Reichs=
hauptſtadt um eine in jeder Hinſicht erſtklaſſige
Sehens=
würdigkeit reicher iſt. Der Sportpalaſt, der als die
größte feſte Halle der Welt augenblicklich die
umfang=
reichſte gedeckte Eisbahn birgt, iſt mit einem Aufwand
von vielen Millionen nach den Entwürfen des
Regie=
rungs=Baumeiſters Dernburg ausgeführt. Durch
Spie=
geltüren betritt man die Arena, die ſich in einer Länge
von 100 Metern und einer Breite von 54 Metern
ge=
waltig dehnt und das Auge des bewundernden
Be=
ſchauers feſſelt. Um die etwas vertieft liegende
Eis=
lauffläche von etwa 2400 Quadratmetern erhebt ſich
amphitheatraliſch das weite Parterre, das ebenſo wie
die erſte Galerie drei Abſtufungen aufweiſt, wodurch
von allen Plätzen ein möglichſt freier Rundblick erreicht
iſt, umſomehr, da keine einzige Säule dieſen behindert.
Eine zweite Galerie, die die Muſikorcheſter aufnimmt,
iſt in üppigſter Weiſe mit Pflanzen geſchmückt und gibt
dem Ganzen einen reizvollen Abſchluß. Ueber dem
weiten Raum wölbt ſich in 33 Meter Höhe die
außer=
ordentlich vornehm wirkende rieſenhafte Decke, die eine
Fläche von 2¼ Morgen bedeckt und eine
Sehenswür=
digkeit erſten Ranges darſtellt. 84
Flammenbogenlam=
pen werfen von ihr ſtrahlenden Glanz auf die
Eis=
fläche. Damit jedoch noch nicht genug, dienen noch
weitere 40 Bogenlampen, ſowie 30000
Illuminations=
lampen und 6000 Metallfadenlampen, die an den
Em=
porendecken und Brüſtungen angebracht ſind, zur
Er=
leuchtung des Etabliſſements, ſo daß eine
Geſamtker=
zenſtärke von über dreiviertel Millionen vorhanden iſt,
eine Lichtfülle, die einen feenhaften Anblick hervorruft.
Für etwa 8000 Perſonen bietet dieſes Rieſen=
Etabliſſe=
ment bequeme Sitzplätze. Während als Grundton für
die ruhig und vornehm wirkende Architektur ein
pompejaniſches Rot gewählt wurde, iſt der als Foyer
beſtimmte 43 Meter lange Saal im erſten Stock mit
blauem Kunſtmarmor und Bronzeverzierungen
ge=
ſchmückt. Die zweite Etage enthält in der ganzen
Frontbreite von 54 Metern Klubräume, während in
der dritten Etage die aufs modernſte eingerichteten
Wirtſchaftsräume untergebracht ſind. Die für die
Eis=
erzeugung notwendigen techniſchen Anlagen befinden
ſich in einem geſonderten Maſchinenhauſe. Abgeſehen
vom Eisſport eignet ſich die Arena auch für vielerlei
andere ſportliche und geſellſchaftliche Veranſtaltungen,
ſo beſonders für die Errichtung einer
Winterfahrrad=
bahn von über 200 Meter Bahnlänge.
* Die „Sperlingsgaſſe‟ Des verſtorbenen
Wilhelm Raabes „Sperlingsgaſſe” die Spreeſtraße in
Berlin, hat, wie wenig andere Berliner Straßen, ihr
früheres Ausſehen getreulich bewahrt. Mit Ausnahme
der beiden Eckbauten an der Brüderſtraße, die ein
etwas moderneres Gepräge zeigen, ſteht hier noch alles
ſo da, wie es der Dichter in ſeiner „Chronik der
Sper=
lingsgaſſe” beſchrieben hat. Es ſind noch immer
die=
ſelben alten zwei= und dreiſtöckigen Häuſer mit einer
ſchmalen Front, die ſich in der kurzen Straße erheben.
Immer noch muß man die alten winkeligen Treppen,
wahre Hühnerſtiegen, zu den oberen Stockwerken
emporklettern, durch die noch immer, wie zu der Zeit,
als Raabe hier wohnte, der Wind ſauſt. Höfe ſind in
der Spreeſtraße faſt gar nicht vorhanden oder auf dem,
was man ſo nennt, hat höchſtens der Müllkaſten Platz.
An der Ecke der Friedrichsgracht ſteht noch das alte
Bäckerhaus mit dem hölzernen Windehäuschen auf
dem Dache, und daran grenzt der „Franzöſiſche Hof”
den die franzöſiſchen Refugiés in ſeiner heutigen
Ge=
ſtalt ausgebaut haben und der auch einen Ausgang
nach der Spreeſtraße hat. Könnte der Dichter heute
durch die Straße gehen, ſo würde er faſt alles ſo
wie=
derfinden, wie er es in den fünfziger Jahren verlaſſen
hat. Nur das Pflaſter iſt anders geworden, denn zu
beiden Seiten des ſchmalen asphaltierten
Fahrdam=
mes ziehen ſich moderne Bürgerſteige hin, auf denen
allerdings nur ein Menſch gehen kann. Die Straße
entſtand im 16. Jahrhundert als Gang zur Spree, um
bei Feuersgefahr ſchnell zum Waſſer gelangen zu
können. Sie hieß urſprünglich „Spree=Gäßlein” und
ſpäter „Spree=Gaſſe” und wurde im Jahre 1862 zur
Straße erhoben.
CK. Die Bank auf Rädern. Ein neues
Verfahren, um in abgelegenen Landdiſtrikten
Bank=
geſchäfte abzuwickeln, wird nun von einer großen New=
Yorker Automobilgeſellſchaft ins Werk geſetzt. Ein
mächtiges Vehikel iſt zu dieſem Zweck bereits
fertig=
geſtellt, ein großes Automobil, das eine ganze Bank
mit Treſor umſchließt. Um Ueberfälle zu verhindern,
iſt ein kompliziertes Syſtem von Schutzmaßregeln und
Alarmvorrichtungen erſonnen worden; ſobald ein
Zwi=
ſchenfall eintritt, erfolgen automatiſch elektriſche
Not=
ſignale, die in einem Umkreis von einer engliſchen
Meile gehört werden können. Die Bank auf Rädern
iſt ein Koloß, der völlig aus doppeltgehärteten beſten
Stahlplatten hergeſtellt iſt. Das Innere dieſer
fal=
renden Schatzkammer iſt in zwei Abteilungen
geglie=
dert, vorn der Raum für den Wagenlenker, hinten das
Bankbureau mit den Geldſchränken. Ohne ſeinen Sitz
zu verlaſſen, vermag der Chauffeur durch eine einfache
Hebelbewegung den Wagen in eine Feſtung
umzuwan=
deln, automatiſch ſchließen ſich alle Oeffnungen,
Pan=
zerplatten ſchieben ſich vor, und da zußleich die
heulen=
den Sirenenklänge einſetzen, werden verwegene Räuber
oder Wegelagerer, die vielleicht einen Angriff auf
dieſe rollende Bank wagen, kein leichtes Spiel haben;
denn ehe es ihnen gelungen ſein wird, die dicken
Pan=
zerwände zu ſprengen, werden die Alarmſignale Hilfe
herbeigerufen haben. Die Bank auf Rädern wird
be=
reits in den nächſten Wochen ihre Tätigkeit aufnehmen,
und von dem Erfolge wird es abhängen, ob noch
wei=
tere ſolcher Fahrzeuge zur Bequemlichkeit der
Land=
bevölkerung in Dienſt geſtellt werden.
Seite=6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19.=November 1910.
Nummer 272.
Welt nach billigen Buchausgaben der im „Guten
Kame=
raden” erſchienenen Jugendſchriften entgegen. Die
hand=
lichen, hübſch ausgeſtatteten und reich illuſtrierten Bände
finden überall großen Anklang. Soeben erſchienen:
Band 17: In Tropenglut und Urwaldnacht. Von
P. Grabein.
— Ludwig Speidel. Eine literariſch=
biogra=
phiſche Würdigung von Ludwig Heveſi. Verlag
von Meyer u. Jeſſen in Berlin. (Preis 1 Mark.)
Speidel, der der „Clou” der Wiener Oeffentlichkeit war
und doch ſelbſt die Oeffentlichkeit und ihren Ruhm haßte
und verachtete, wird in dieſer zu einem Kunſtwerk
ab=
gerundeten Monographie von Heveſi mit behutſamer
Liebe aus allen ſeinen borſtigen Schutzfellen
heraus=
gewickelt, und nun erſt ſehen wir, wie weich der
Un=
erbittliche, wie lyriſch und empfindſam der geharniſchte
Feuilletonkämpe war.
ür das Baukleid ſchreibt dies Jahr die Mode
die größte Enge vor. Aber ſelbſt in den engſten Röcken,
die knapp anderthalb Meter weit ſind, läßt es ſich
trotz=
dem noch recht bequem und graziös tanzen. Es hat ſich
ſogar ergeben, daß der enge, faltenloſe Rock viel weniger
hindert, als der vorjährige lange und ungefütterte, in
dem man ſich ſo leicht verwickeln konnte. Mit einer
Reihe von entzückenden Modellen derartiger Ball= und
Geſellſchaftskleider wartet die „Modenwelt” (F.
Bruck=
mann A.=G., Berlin W 35), in ihrer neueſten Nummer
auf. Bemerkenswert darin ſind auch die hübſchen
Straßenkoſtüme und Mäntel, für welche Pelze als
Verbrämungen und Beſätze in allen Variationen
bevor=
zugt werden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Nov. Der Kaiſelr traf heute früh
8 Uhr aus Donaueſchingen auf dem Potsdamer
Bahn=
hof ein.
— Leipzig, 18. Nov. In der Nikolaikirche
fand man in einem Heizraum eine
viertellebens=
große, weißgetünchte Heilandsfigur. Nach der
genaueren Unterſuchung handelt es ſich um einen
frühgotiſchen, bemalten ſogenannten „
Schmerzens=
mann” von hohem künſtleriſchen Wert.
* Donaneſchingen, 18. Nov. Der Kaiſer hat, dem
Donaueſchinger Tageblatt zufolge, vor ſeiner Abreiſe
die Summe von 20000 Mark als Beihilfe zum Neubau
einer proteſtantiſchen Kirche in Donaueſchingen
geſtif=
tet; der Fürſt zu Fürſtenberg hat für den gleichen Zweck
10000 Mark geſpendet.
* An Bord des Reichspoſtdampfers „Prinz Lubwig”
(durch Funkſpruch über Bombay), 17. Nov.: Die
Fahrt durch den Indiſchen Ozean iſt von herrlichem
Wetter begünſtigt. Die See iſt ruhig. An Bord
fan=
den große ſportliche Veranſtaltungen ſtatt, bei denen
der Kronprinz und die Kronprinzeſſin bisher je einen
1. Preis gewannen. Die Ankunft in Colombo erfolgt
vorausſichtlich am 20. d. M. 6 Uhr früh.
* Wien, 18. Nov. (Oeſterreichiſche
Delega=
tion.) In Beantwortung der Interpellation betr. die
Abgabenfreiheit der Elbeſchiffahrt verwies
der Miniſter des Aeußern darauf, daß die Abgabenfreiheit
durch internationale Verträge garantiert ſei. Die
öſter=
reichiſche Regierung verlieh an anderer Stelle der
An=
ſchauung über die Aufrechterhaltung der Abgabenfreiheit
Ausdruck. — In Beantwortung der Interpellation Dr.
Renner und Genoſſen wegen angeblicher Einmiſchung
von Organen der ruſſiſchen Regierung in
die Amtshandlungen öſterreichiſcher Gerichts= und
Polizei=
behörden erklärte der Miniſterpräſident, daß zwiſchen der
öſterreichiſchen und der ruſſiſchen Regierung irgendwelche
geheime Abmachungen wegen der Erteilung von
Infor=
mationen über politiſche Prozeſſe an die ruſſiſche Polizei
nicht beſtehen. Die Annahme, als ob eine Einflußnahme
der ausländiſchen Organe auf die von den Interpellanten
erwähnten Amtshandlungen der öſterreichiſchen Behörden
ſtattgefunden habe, müſſe als vollkommen unbegründet
bezeichnet werden.
*. Paris, 18. Nov. Die Seine ſtieg in den
letz=
ten 24 Stunden um 50 Zentimeter; ſie überſchwemmte
einen Kai in Jory und eine Straße in Paſſy. Man
erwartet morgen ein weiteres Steigen um 30
Zenti=
meter.
* London, 18. Nov. (Unterhaus.) Premierminiſter
Asquith gab die Erklärung ab, daß das Kabinett dem
König angeraten habe, das Parlament
aufzu=
löſen, nachdem gewiſſe notwendige Maßnahmen
ge=
troffen und das Budget in der Hauptſache erledigt ſei.
Premierminiſter Asquith teilte mit, die Auflöſung erfolge
wahrſcheinlich am 28. November.
* San Antonio (Texas), 18. Nov. Die
Geheim=
agenten der Vereinigten Staaten entdeckten eine
Ver=
ſchwörung gegen den Präſidenten und die
Regierung von Mexiko. Die Erhebung war für
über=
morgen geplant. Die Verſchwörer verfügen über reiche
Mittel und kauften in den Vereinigten Staaten
Waffen. Die Waffendepots in San Antonio und in
anderen Orten ſtehen unter Ueberwachung und werden
mit Beſchlag gelegt, wenn man verſuchen ſollte, Waffen
über die Grenze zu ſchaffen.
— Thorn, 18. Nov. In ſeiner Wohnung wurde
heute morgen Major von Carnap=
Quern=
heimb vom Infanterie=Regiment Nr. 21 tot
auf=
gefunden; anſcheinend liegt Selbſtmord vor. Das
Motiv iſt unbekannt.
H.B. Wien, 18. Nov. An der ganzen Küſte
Iſtriens richteten Sturm und Sturmflut große
Verwüſtungen an. Nicht eine einzige Küſtenſtadt blieb
verſchont. Ueberall ſtand das Meerwaſſer bis in die
Straßen. Die Salinen von Caporiſtria haben den
größten Schaden gelitten. Der untere Teil von
Pi=
rano ſtand vollſtändig unter Waſſer. In Monfalcone
wurde eine Anzahl Fiſcherhütten weggeriſſen. Die
Bewohner konnten nur ſchwer gerettet werden. In
den Küſtenſtädten ſtand das Waſſer 24 Stunden lang
anderthalb Meter hoch.
Briefkaſten.
H. W., hier. Die Erwerbung eines Gewerbspatents
erſcheint nach Artikel 2 Ziffer 5 des Geſetzes, die
gleich=
mäßige Beſteuerung der Gewerbe betr. (vom 8. Juli
1884), bei ſinngemäßer Auslegung nicht erforderlich.
Die Behandlung dieſer Frage gehört zur
Zuſtändig=
keit der Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Autlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das
nörd=
liche Depreſſionsgebiet iſt oſtwärts gerückt, während
gleich=
zeitig ein über Frankreich lagernder Teilwirbel oſtwärts
nach Deutſchland zog. Nach vorübergehendem Nachlaſſen
der Schneefälle traten über Nacht wieder ſolche ein. Die
Temperaturen lagen nahe dem Gefrierpunkt. Zahlreiche
über Mitteleuropa lagernde Teilwirbel ziehen nur
lang=
ſam oſtwärts, ſo daß immer noch Schneefälle zu erwarten
ſind.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, 19. November:
Schnee, Temperatur nahe 0% windig.
Nehmen Sie
(1030a
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wird reger Ihr
Ner-
vensystem erstarkt, die Mattigkeit
ver-
schwindet und körperliches Wohlbefinden
steilt sich raschest ein. Warnung Man
ver-
lange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
In
(22388a
Taschentücher
das Neueste u. Preiswerteste!
Eichbergs Nachfolger
Inhab. H. Eck, Grossherzogl. Hoflieferant
obere Wilhelminenstrasse 29
geut ein Fröstein durch die Hatur,
das Wetter iſt unfreundlich und kalt und für
alle, die zu Erkältungen neigen, beginnt eine böſe
Zeit. Die Anwendung der Sodener Mineral=
Paſtillen (Fayd ächte) wird jedoch alle Gefahren
von vornherein ausſchalten, und iſt doch eine
Erkältung vorhanden, ſo ſind es wieder Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen, die ſicher, ſchnell
und angenehm damit aufräumen. Man kauft
Fays Sodener in Apotheken, Drogerien ꝛc. für
85 Pfg. pro Schachtel.
(21345M
für Spezial-Austeünfte, Pr.
Detektiv-in-tltot mittelungen, Beobachtungen
- u. Vertrauenz-Angelegenheiten.
Uebernahme nür einwandfreier Aufträge. Garaatie fär
gewissenhafte Trlediging. Kiesstr. 33 I. Tel. 1668. (C1023, 10
r Qualitätd. Arbeit, Zwec-mässigkeitu. Ged egen-
Vheit bei Einrichtungsgegenständen schätzt, sollte
nicht versäumen, sich unsere Fabrikate anzusehen. —
Eine interessante Abwéchselung bietet auch die
gleich-
zeitige Besichtigung unserer bei dem Ausstellungshaus
— Feidbergstrasse No. 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen modernen
Fabrikanlage mit allen dazu gehörigen Nebenbetrieben,
wozu wir alle Interessenten ergebenst einladen.
Möbel=
Gg. Ehrhardt & Söhne Fabrik
Darmstädter Werkstätten für Handwerkskunst.
Feldbergstrasse 36 (nächst cemBahnübergang Rheinstr.)
(21 9a)
Geſchäftliches.
Bekämpfung der Rauch= und Rußplage.
Durch die Erfindung des Stadtbaumeiſters Sichert in
Karlsbad in Böhmen iſt es ermöglicht, bei
Feuerungs=
anlagen eine vollkommen rauch= und rußfreie Verhrennung
zu erzielen. Die ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden des
Weltkurortes Karlsbad haben daher verordnet, daß alle
Neu=Anlagen mit Patent=Sichert=Feuerung ausgeſtattet
ſein müſſen. Die Patent=Sichert=Feuerung eignet ſich u. a.
auch beſonders für Kochherde, Kochkeſſel und
Konditorei=
backöfen und für dieſe Anwendung hat die Erſte
Darm=
ſtädter Herdfabrik und Eiſengießerei, Gebrüder Roeder,
Darmſtadt, das alleinige Herſtellungsrecht für Süd= und
Mitteldeutſchland erworben.
(22369
Familiennachrichten.
S
Die Geburt eines Töchterchens
beehren sich anzuzeigen.
Arthur Haas und Frau ida
geb. Hahn.
Darmstadt,
Pallaswiesenstrasse 41.
(*28475
Me
Am 6. November iſt mein lieber Mann,
unſer guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Konsul a. D.
Fermain Mlaner
im 61. Lebensjahre nach langem, ſchweren
Leiden ſanft entſchlafen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Henriette Müller,
geb. Weber.
Braunſchweig, Löwenwall 15. (22490
Todes-Anzeige.
Es hat dem Herrn gefallen, meinen lieben
Gatten und unſeren Vater, Bruder und
Groß=
vater
(*28508
Valentin Winter
Dachdecker
geſtern nacht 2 Uhr nach langem, ſchwerem
Leiden im 72. Lebensjahre zu ſich zu rufen.
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Berta Winter, geb. Schmidt,
und Kinder.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 20 d. Mts.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen
Friedhofs aus, ſtatt.
Tageskalender.
Samstag, 19. November.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Volksunterhaltungsabend um 8¾ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Konzert des Initrumentalvereins um 8¼ Uhr im
„Kaiſerſaal”
Lichtbilder=Vortrag von Ludw. Fiſcher um 9 Uhr
im Hotel „Zur Traube” (Kaufmänniſcher Verein).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Geflügel=Ausſtellung im „Mathildenhöbſaal”.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Sonntag, 20. November.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
„Fidelio”.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Abendunterhaltung der Doppelquartett „
Rhein=
gold” um 8 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Vortrag von Dr. Dönges um 8 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 Uhr im „Rummelbräu”
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
Geflügel=Ausſtellung im „Mathildenhöhſaal”
1. Tarmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Craſenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 21. November.
Arbeits=Verſteigerung (Fahren und Schlagen von
Steinen) um 3 Uhr im „Chauſſeehaus”.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den polttiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
SFafe
eras
nach Pilsner Art 2
nach Münchner Art
Hell Export u9SG
1ePC.
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 7.
in ersten Fabriken sind wir in der
Lage, abermals einige Hundert
englische Damen-Paletots
teilweise zur Hälfte des sonstigen Verkaufspreises, abgeben zu können.
Nur solange Vorrat!
Nur solange Vorrat!
O Serie IV
Serie II
Serie I
Serie III
50
Wert bis 9.50
Wert bis 15.—
Wert bis 20.-
Wert bis 34.—
Ausserdem kauften wir einen grossen Posten
reinwollene blaue Cheviot-Rostüme
50
mit langer Jacke, Falten- und Sattel-
röcke, in eleganter Ausführung
in olen Gehen ond Meien.
Telefon 1177.
Gebrüder Weu
Wir bitten unsere Schaufenster zu beachten.
Ludwigsplatz 9.
Fisch=Konserven
in reichster Auswahl
Hochfeine Delikatessen
für den Abendtisch!
Delikatess-Bismarckheringe
Dosen zu
Delikatess-Senfheringe ohne Gräten.
„
Bratheringe in Champignon-Sauce
75
Delikatess-Ostsecheringe ohne Gräten
in diversen Sausen:
„
Filetheringe in Remouladen-Sauce
Filetheringe in Cumberland-Sauce
n
Heringe in Gelee . . . . . . . 2 Pfd.-Dose
Appetit-Sild . . . . . . . . . . . Dosen zu
. Glas
Echte Kräuter-Anchoyys
Russische Kronsardinen . . . .. .
Echte Maties-Gabelbissen
. . . . . . Dose
Nordsee-Krabben .
-,„
2
Lachs in Scheiben
Aal in Gelee . .
, ,,,
Lachs in Gelee .
Feinster Cavinr. mittelkorn . . . ℳ Pfd.-Dose
. Dose
Sprotten in Tomaten .
85 Pfg. u. 1.25 Mk.
85 Pfg.
85 Pfg.
85 Pfg.
1.00 und 1.50 Mk.
1.00 Mk.
90 Pfg.
50 Pfg. und 85 Pfg.
50 Pf., Dose 85 Pfg.
50 Pfg.
85 Pfg.
60 Pfg. und 90 Pfg.
85 Pfg. u. 1.20 Mk.
1.20 Mk.
1.20 Mk.
2.80 Mk.
85 Pfg.
Feinster Kronen-Hummer Encore-Salm
Feinste Monnikendamer Sardellen
offen, sowie in Gläsern.
Türk
& Pabst Frankfurter Würstel . . Paar 35 Pfg.
Braunschw. Mettwurst — Cervelatwurst
Anchovy-Paste
Sardellen-Butter) ½ Tube 65 Pfg., ½ Tube 35 Pfg.
Neu!
: Roquefort-Käse rube 65 Pfg. Neu!
Alter Gouda-Käse: Vollsaftiger Emmenthaler
Edamer-Käse : Camembert
30 Pfg.
Allgäuer Dessert-Rahmkäse
20 Pfg.
Feinster Schlosskäse
. . . zu 10 und 30 Pfg. Nen! Waffeln hochlein mit Käsefüllung
. . . Paket
als Beigabe zur Bonillon . . . 6l , . . per Stück 9 Pfg.
Frische Süss-Bückinge
Grosse holländische Spock-Bückinge 6 Riesen-Dauer-Maronen
garantiert gesunde, grösste Frrcht . . . per Pfund66 Pfg.
Prompter Versand nach allen Stadtteilen
und auswärts
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Mathildenplatz 1.
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Telefon 116.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§ 15.
Samslag, l9. Navember.
1910.
Großh. Miniſterium des Innern hat der Hrtsgrudpe Eaſſet des Deutſchnationalen
Handlungsgehilfen=Verbandes Hamburg die Erlaubnis erteilt, 350 Loſe einer am
9. Dezember d. Js. zum Beſten der Unterſtützungskaſſe notleidender Handlungsgehilfen
zu veranſtaltenden Verloſung von Gegenſtänden innerhalb der Gemeinden Alzey,
Als=
feld, Auerbach, Bensheim. Bingen, Butzbach, Darmſtadt, Eberſtadt, Hainſtadt,
Heppen=
heim, Hirzenhain, Klein=Steinheim, Lampertheim, Langen, Lauterbach, Mainz,
Michel=
ſtadt, Nauheim, Neu=Iſenburg, Nidda und Worms an Mitglieder des Verbandes zu
vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
100) Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem
heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
(22372
Heinrich Windhaus III. zu Arheilgen wurde als Wiegmeiſter der Gemeinde
Arheilgen eidlich verpflichtet.
(22378
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchon (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1911 ſtatt; Ausreiſe nach Tſinatau: Januar 1912 bezw. 1913, Heimreiſe:
Früh=
jahr 1914 bezw. 1915. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne
vor dem 1. Oktober 1892 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwicklung)
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
bezw. vier Jahren zu richten an: Kommando der Stammabteilung der
Matroſen=
artillerie Klautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung. Die Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das
III. Seebataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China), findet Oktober 1917
Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1892 geboren
(üngere Leute nur bet beſonders guter körperlcher Entwiclung.
(21456sss
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
Jahre zu richten an: Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſenartillerie=
Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derienigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglanbigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt, die
Beſcheinig=
ung zu 2 und 3 in der Regel durch die Bürgermeiſterei des Wohnſitzes koſtenfrei
er=
teilt. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute wird die Beſcheinigung zu 3
durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt ausgefertigt.
Darmſtadt, den 31. Ottober 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilberne Broſche (ein Gulden). 1 ſchwarzledernes Portemonnaie
mit Inhalt. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 Geldbetrag (loſe). 1 ſchwarzer Damen=
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ſchuh. 10 Stück verſchiedene Hutnadeln und 1 Kamm. 1 kleiner Hohlſchlüſſel. 2
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marken mit den Nrn. 9891 und 689. 1 ſchwarze Wachstuch=Mappe. 1 dunkelrotes
neues Portemonnaie. 1 vergoldeter Anhänger in Herzform mit einer Haarlocke. (Im;
Saalbau liegen geblieben: 5 Taſchentücher, gez. W. D., R., M. S., K. K., E. B.)
(Im Orpheum liegen geblieben: 3 Spazierſtöcke.) 1 weiße und 1 gelbe fremde
Hunde=
marke an einem Ring. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 ſilbernes Kollier mit modernem
Anhänger. 1 Kinder=Schirm mit gebogenem Griff. 1 brauner Damen=Gummigürtel.
1 Sturmiaterne. 1 ſchwarzes Tuch mit eingepreßten Blumen (anſcheinend ein Kinder=
Leichentuch. 1 Photographie (Vereins=Gruppenbild). 1 blau= und gelbkariertes
Um=
hängetuch. 1 kleines braunes Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 1 gelbes Handtäſchchen
mit forbigem Taſchentuch. 1 dreireihige gelbe Perien Uhrketke. 1 gelbe Vorſtecknadel
mit Frauenbild. 1 kleiner Roſenkranz mit weinen Perlen und ſilbernem Kreuzchen.
1 verſchiedenfarbenes Theatertuch. 1 Brille mit Futteral. 1 großer Schlüſſel.
Verloren: 1. ſilberne Teemgſchine und 2 Teegläſer, gez. E. S. und H. S.
1 Hundertmarkſchein. 1 ſilberne Broſche mit Frauenbild und kleinem Anhänger. 1gold.
Broſche in Schleifeform mit Gravierung. 1 Damen=Regenſchirm mit grünlichem Griff.
1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit Stahlſchnalle 1 Damen=Regenſchirm mit farbig.
Rand und dunklem Naturgriff. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit über 3 Mk. Inh.
1 Damen=Goldgürtel mit gelber Schnalle und 2 dunklen Steinen. 1 halbſeid. Damen
Schirm mit brauner Krücke. 1 goldenes Kollier mit Medaillon, einem Bild und kleinen
Steinchen. 1 Notiz=Kalender mit gelbem Umſchlag. 1 goldene Vorſtecknadel mit roten
Steinchen und Brillanten beſetzt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa 13 Mk. Inhalt.
1 kleines ſchwarzes Heft mit Schulnotizen. 1 Päckchen mit Stickſelde in verſchiedenen
Farben. 1 Hutnadel mit grünem geſchliffenen Stein und Silberfaſſung. 1 filhernes
Ketten=Armband. 1 ſchwarzer Samt=Gürtel mit runder Stahlſchnalle. 1 braunes
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monnaie mit über 4 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand, 1
Zehnmark=
ſtück. 1 goldenes Halskettichen (gute Belohnung dem Finder). 1 rotes Portemonnaie
mit etwa 11,50 Mk. Inhalt. 1 Damen=Schirm mit braunem gebogenen Griff. 1älteres
Portemonnaie mit 80 Pfennigen Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit 2,90 Mk. Inh.
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Hand=
täſchchen mit kleinem ſilbernen Ketten=Portemonnaie und 2—3 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes
Handtäſchchen mit Taſchentuch. 1 braunes Portemonnaie mit 4,72 Mk. Inhalt und
6 Freimarken. 1 noch neuer Kinder=Gummiſchuh. 1 dunkelgrünes Portemonnaie mit
1,20 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit rotem Portemonnaie und etwa 14 Mk.
Inhalt, 1 Schlüſſel und 1 Quittungskarte. 1 ſchwarzer gerippter Gummigürtel mit
glattem Schloß. 1 ſilberne Herren=Zylinderuhr mit Kette. 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit 50 Pfennigen Inhalt. 1 goldene Damen=Uhr. 1 dunkelgrünes Portemonnaie mit
8—10 oder 18—20 Mk. Inhalt. 1 Theater=Abonnementskarte (2. Rang, Nr. 62).
Zugelaufen bei Privaten: 1 graue junge Katze. 1 weiß und graue Katze.
1 weißer ſunger Seidenſpitz.
Entlaufen: 1 ſchottiſcher Schäferhund. 1 ſchwarzer Dachshund.
Entflogen: 2 ſtahlblaue Elſtertauben.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(22402
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—3 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Spitzhunde, 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 20. November, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizgebäude, Bismarckſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung,
die Dauer des Geſindedienſtverhältniſſes betreffend.
Nach den Beſtimmungen der Artikel 6 und 7 des Geſetzes, die Geſindeordnung
betreffend, vom 28. April 1877, in der Faſſung vom 3. Auguſt 1899 und des Ortsſtatuts
für die Stadt Darmſtadt vom 12. Februar 1900 gelten ſämtliche Dienſtbotenverträge,
für welche nicht ausdrücklich eine beſtimmte Dienſtdauer vereinbart oder aus den
Um=
ſtänden zweifellos zu entnehmen iſt, als auf die Dauer eines Kalendervierteljahres
abgeſchloſſen.
Wird ein ſolcher Dienſtvertrag nicht vier Wochen vor dem Ablauf des
Kalendervierteljahres aufgekündigt, ſo iſt er ſtillſchweigend auf ein weiteres
Kalendervierteljahr als erneut anzuſehen.
Es ergibt ſich hieraus, daz in der Stadt Darmſtadt Dienſtbotenverträge nur
auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober aufgekündigt werden können,
und daß die Kündigung ſpäteſtens vier Wochen vor dem jeweiligen Termin
er=
folgt ſein muſt, es ſei denn, daß ausdrücklich etwas anderes zwiſchen den Parteien
vereinbart oder mit Sicherheit aus den obwaltenden Umſtänden zu entnehmen iſt.
Das gilt auch dann, wenn der Lohn nach Monaten bemeſſen iſt, da der
von monatlicher Lohnzahlung handelnde Abſatz 4 des Art. 6 der Geſindeordnung mit
den übrigen Beſtimmungen des Art. 6 durch das erwähnte Ortsſtatut außer Kraft
geſetzt iſt.
Ebenſo macht es keinen Unterſchied, ob ein Dienſtverhältnis am Anfang
oder erſt im Laufe eines Kalendervierteljahrs eingegangen worden iſt, da ein
im Laufe des Kalendervierteljahres eingegangenes Dienſtverhältnis zunächſt bis zum
Ende des Kalendervierteljahres und dann in der oben bezeichneten Weiſe von
Viertel=
jahr zu Vierteljahr weiterläuft.
Das Kalendervierteljahr beginnt mit dem erſten Werktag eines Vierteljahres und
endigt mit dem Beginn des folgenden Kalendervierteljahres (Ortsſtatut vom 12. Februar
1900, Abſatz 2).
Darmſtadt, den 16. November 1910.
(22379so
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
. V.: Lanteſchläger.
Bekanntmachung.
Die Beſtimmungen des Margarinegeſetzes (Reichsgeſetz, betr. den Verkehr mit
Butter, Käſe, Schmalz und deren Erſatzmittel, vom 15. Juni 1897) werden von den
Verkäufern häufig noch nicht in der Weiſe beachtet, wie es nötig iſt, um Strafanzeigen
zu vermeiden. Wir bringen darum nachſtehend wiederholt die Vorſchriften des
ge=
nannten Geſetzes, gegen die am meiſten verſtoßen wird, erneut zur Kenntnis der
Be=
teiligten mit dem Anfügen daß wir jede Uebertretung zur Anzeige bringen werden.
Darmſtadt, den 14. November 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Lauteſchläger.
Auszug aus dem Margarinegeſetz.
§1 Abſatz 1: Die Geſchäftsräume und ſonſtigen Verkaufsſtellen einſchließlich
der Marktſtände, in denen Margarine, Margarinekäſe oder Kunſtſpeiſefett. gewerbsmäßig
verkauft oder feilgehalten wird müſſen an in die Augen fallender Stelle die deutliche,
nicht verwiſchbare Inſchrift Verkauf von Margarine”, „Verkauf von Margarinekäſe‟,
„Verkauf von Kunſtſpeiſefett! tragen.,
§ 2: Die Gefäße und äußeren Umhüllungen, in welchen Margarine,
Margarine=
käſe oder Kunſtſpeiſefett gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten wird, müſſen an in
die Augen fallenden Stellen die deutliche nicht verwiſchbare Inſchrift „Margarine‟,
„Margarinekäſe‟ „Kunſtſpeiſefett” tragen. Die Gefäße müſſen außerdem mit einem
ſtets ſichtbaren, bandförmigen Streifen von roter Farbe verſehen ſein, welcher bei
Ge=
fäßen bis 35 cm Höhe mindeſtens 2 cm, bei höheren Gefäßen mindeſtens 5 cm breit
ſein muß.
Wird Margarine, Margarinekäſe oder Kunſtſpeiſefett in ganzen Gebinden oder
Kiſten gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten, ſo hat die Inſchrift außerdem den
Namen oder die Firma des Fabrikanten, ſowie die von dem Fabrikanten zur
Kenn=
zeichnung der Beſchaffenheit ſeiner Erzeugniſſe angewendeten Zeichen (Fabrikmarke)
zu enthalten.
Im gewerbsmäßigen Einzelverkaufe müſſen Margarine, Margarinekäſe und
Kunſtſpeiſefett an den Käufer in einer Umhüllung abgegeben werden, auf welcher die
Inſchrift „Margarine‟, „Margarinekäſe”, „Kunſtſpeiſefett” mit dem Namen oder der
Firma des Verkäufers angebracht iſt.
Wird Margarine oder Margarinekäſe in regelmäßig geformten Stücken
gewerbs=
mäßig verkauft oder feilgehalten, ſo müſſen dieſe ben von Würfelform ſein, auch muß
denſelben die Inſchrift „Morgarine”, „Margarinekäſe” eingepreßt ſein.
§ 3 Abſatz 1: Die Vermiſchung von Butter oder Butterſchmalz mit Margarine
oder anderen Speiſefetten zum Zwecke des Handels mit dieſen Miſchungen iſt verboten.
§ 4 Abſatz 1: In Räumen, woſelbſt Butter oder Butterſchmalz gewerbsmäßig
hergeſtellt, aufbewahrt, verpackt oder feilgehalten wird, iſt die Herſtellung, Aufbewahrung,
Verpackung oder das Feilhalten von Margarine oder Kunſtſpeiſefett verboten. Ebenſo
iſt in Räumen, woſelbſt Käſe gewerbsmäßig hergeſtellt, aufbewahrt, verpackt oder
feil=
gehalten wird, die Herſtelung, Aufbewahrung, Verpackung oder das Feilhalten von
Maraarinekäſe unterſagt.
(2339fs
Bekanntmachung.
Betreffend: Den Verkehr mit Kraftfahrzeugen.
Nach bei uns eingelaufenen Beſchwerden wird häufig in den Straßen der Stadt
mit Kraftfahrzeugen zu ſchnell gefahren. Wir ſehen uns daher veranlaßt, auf die
nachſtehenden Vorſchriften über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen erneut hinweiſen:
Die Fahrgeſchwindigkeit iſt jederzeit ſo einzurichten, daß Unfälle und
Verkehrs=
ſtörungen vermieden werden, und daß der Führer in der Lage bleibt, unter allen
Um=
ſtänden ſeinen Verpflichtungen Genüge zu leiſten.
Innerhalb geſchloſſener Ortsteile darf die Fahrgeſchwindigkeit
von 15 Kilometer in der Stunde nicht überſchritten werden.
Auf unüberſichtlichen Wegen, insbeſondere nach Eintritt der Dunkelheit oder bei
ſtarkem Nebel, beim Einbiegen aus einer Straße in die andere, bei Straßenkreuzungen,
bei Straßeneinmündungen, bei ſcharfen Straßenkrümmungen, bei der Ausfahrt aus
Grundſtücken, die an öffentlichen Wegen liegen, und bei der Einfahrt in ſolche
Grund=
ſtücke, bei der Annäherung an Eiſenbahnübergänge in Schienenhöhe, ferner beim Paſſieren
enger Brücken und Tore, ſowie ſchmaler oder abſchüſſiger Wege, ſowie da, wo die
Wirkſamkeit der Bremſen durch die Schlüpfrigkeit des Weges in Frage geſtellt iſt,
endlich überall da, wo ein lebhafter Verkehr herrſcht, muß langſam und ſo vorſichtig
gefahren werden, daß das Fahrzeug ſofort zum Halten gebracht werden kann. (§ 18
der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. II. 10).
Wer den zur Erhaltung der Ordnung und Sicherheit auf den öffentlichen Wegen
oder Plätzen erlaſſenen polizeilichen Anordnungen über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen
zuwiderhandelt, wird mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft beſtraft. (§ 21 des
Geſetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. V. 1909.)
Darmſtadt, den 17. November 1916.
Großherzogliches Polizeiamt.
I. V.: Lauteſchläger.
(22408
Verkaufspreiſe der Tlriſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reädenzladt Darmtast.
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
Seiten
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
kg 100 Pfg.
„110
„ 130 „
90 „
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910
Nummer 272.
Steuer=Erhebung.
Das 3. und 4. Ziel der
Gemeinde=
ſteuern für das Rechnungsjahr 1910 iſt,
bei Vermeidung der Mahnung, bis Ende
dieſes Monats an den Werktagen,
vor=
mittags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter Abfertigung
an den Zahlſchaltern wird gebeten, die
Gelder abgezählt bereit zu halten.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(22133a
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Real=
ghmnaſium und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere
Töch=
terſchule (vormals Reineck und die
Mittel=
ſchulen für das IV. Kalender=Vierteljahr
1910 iſt, bei Vermeidung der Mahnung,
bis Ende ds. Mts. an den Werktagen,
vormittags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
zu entrichten.
(22135a
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Die Stadtkaſſe.
Holzgeld.
Die Zahlung der rückſtändigen Beträge
für im Holzerntejahr 1909/10 erſteigertes
Holz aus den Waldungen der Stadt
Darm=
ſtadt hat bei Vermeidung des Mahn= und
Pfändungsverfahrens bis längſtens Ende
November 1910 an den Werktagen,
vor=
mittags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
(22134a
erfolgen.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 28. Dezember I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Fabrikanten Chriſtian Lampe
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
VI 1472/100 2633 Grabgarten) Feld=
4724/100 152 Grasgarten bergſtr.
VI 1472½100
16 Hofreite Nr. 58,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K111/10
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D22392,10
Bekanntmachung.
Montag, den 19. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
ſtraße Nr. 13, III 206 458 Grabgarten daſelbſt, in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K154 10
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Muller.
(D22384,10
Bekanntmachung.
Montag, den 19. Dezember I. J.,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die dem Ingenieur Friedrich Borchert
zu Frankfurt a. M., im Grundbuch der
Ge=
markung Darmſtadt zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
qm
Flur Nr.
322/10 Hofreite Viktoria
22 61½1000
ſtraße Nr. 75, t
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteiger‟
werden.
(K157/10
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D22386,10
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 28. Dezember I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Eiſendreher Michael Koch
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
28 33654/100 146 Hofreite Ireneſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K156/10
werden.
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D22385,10
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 29. Dezember 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Eliſabeth Mehlbrech dahier
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 152/10 322 Hofreite Karlſtr. 50,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 12. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen). (K153/10)
Frantz.
(D22387,10
Aufforderung.
Forderungen an den Nachlaß der Anna
Müller, geb. Hudec, zu Darmſtadt,
Lud=
wigshöhſtraße 31, wolle man bis zum
23. November cr. bei dem unterzeichneten
Nachlaßpfleger ſchriftlich anmelden. (22424
Darmſtadt, den 16. November 1910.
Ph. Reibs ein, Bleichſtraße 45.
Herren=Schreibtiſch
(Diplomat) in eichen, ſehr gut erhalt. à Mk. 42
abzugeben. Zu erfragen in der Exn. (*28496
Vornehme
Blusen-
Jacken-
Norfolk-
1
Kieler-
6
Mozart-
alle Grössen und Farben
Mk. 5, 6, 8, 10, 12, 15, 18 bis 36.
Paletots — Ulster = Pyjacks — Pelerinen
Einzelne Blusen — Sweater — Einzelne Hosen
in allen Preislagen.
(22398
Speziamaus
retnk. 3s Henry
Ludwigstrasse
17
Telephon 342.
Auswahlsendungen bereitwilligst.
Besichtigung ohne Kaufzwang
Schwarz-weisse Rabattmarken,
Verſteigerungs-Anzeige.
Dienstag, den 22. November I. Js., nachmittags 3 Uhr,
erſteigere ich auf freiwilligen Antrag im Verſteigerungslokal, „Zur Ludwigshalle‟
(Obergaſſe), an den Meiſtbietenden gegen ſofortige bare Zahlung:
2 Büfetts, nußb. pol., 1 3teil. Spiegelſchrank. 2
Bett=
ſtellen mit Sprungfeder= und 3teil. Roßhaarmatratzen, dazu
paſſende Nacht iſche, 2 Waſchkommoden, 2 Kommoden, 1
vier=
eckiger Ausziehtiſch und 1 ovaler Ausziehtiſch, nußb. pol.
mit Einlagen, 1 Sprungrahmen, 2 eintür. Kleiderſchränke
1 Klappſtuhl und verſchiedene andere Stühle, 1 Nähtiſch,
1 Etagere, 1 Küchentiſch und verſchiedene kleine Möbelſtücke.
Ferner: 1 Diwan mit Plüſchbezug, noch ſehr gut,
1 Sofa mit rotem Ripsbezug, 1 antike große Truhe,
1 Gasherd und 1 Nähmaſchine, 1 Diplomat=
Herren=
ſchreibtiſch, nußb. pol.
(22467
Darmſtadt, den 19. November 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Verſteigerungs-Anzeige.
Dienstag, den 22. d. Mts., nachmittags 2 Uhr,
werden in Eberſtadt an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend gegen Baarzahlung
folgende Pfänder verſteigert.
K Kühe und 1 Rind.
Zuſammenkunft der Steigerer am Rathaus zu Eberſtadt.
(22489
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
Enkauf
von guten getragenen Herren= u.
Damen=
kleidern, Stiefeln, Wäſche uſw. Offert.
unt. L. 32 an die Exped. d. Bl. (22473so
Dür Weihnachtsgeſchenke! Weiße und
2 farbige ſeid. B uſen, ein grüner
Tuch=
mantel, Größen 42—44, billig zu verkauſen
Saalbauſtraße 26 I.
(* 8479som
neue Hobelbänke zu verkaufen.
*28453) Näheres in der Expedition.
Ankauf
B
alter Flaſchen, altes Eiſen, Lumpen
und Papier
(*28177so
Ch. Zwickler, Schloßgaſſe 3, II.
Ein amerikan. Füllofen,
verſchiedene Türen, Werkſtattfenſter,
Sand=
ſteine und ungefähr 2000 gebrauchte
Back=
ſteine zu verk. Pankratiusſtr. 1. (22474si
uterhalt. Ueberzieher (mittlere Figur)
billig zu verk. Kiesſtr. 89. (22497a
Bekanntmachung.
Freitag, den 2. Dezember 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Chriſtian Lampe dahier
zu=
ſtehenden Immobilien:
qm
Nr.
Flur
6 14721/100 2633 Grabgarten
Feld=
bergſtraße,
152 Grasgarten daſ.,
1472½100
6 14727100
916 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
verden.
(K118/10)
Darmſtadt, den 16. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D 0478,8
Betanntmachung.
Donnerstag, den 24. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kindern des Bäckermeiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
qm
Flur Nr.
I 974 384 Hofreite
Louiſen=
ſtraße Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K105/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
rreicht.
Darmſtadt, den 3. November 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21474,9
Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
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Marktplatz 12, I. (22447a.
Stadtbureau Paul Wolf & Co.
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung.
Frimaßuchen=
Tannen=, Eichen= und Birkenſcheitholz,
Meterweiſe und per Zentner zu verkaufen
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Nieder=Ramſtädterſtraße 100
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Hochfeines, gediegenes
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ver=
kaufen, wird auf Wunſch bis Weihnachten
aufgehoben. Näh. Expedition. (22439t
Kleider=, Waſch=, Nacht=,Weißzeng=,
Küchenſchränke, Kommoden, Tiſche,
Beſenſchrank, Betten, ſowie einzelne Teile
illig zu verk. Wendelſtadtſtr. 2. (*28473so
Hanarienhähne, Dompfaffe, Diſtelfinke,
Zeiſig, Hän ling, Buchfinke,
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kelchen, Lachtauben, Mehlwürmer billig
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Magdalenenſtr. 5, Hintb. (*28471
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Figur, ſtatt 35 zu 15 Mark abzugeben.
(*28427
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Geschäften und durch
Erwin Schimanski
Frankfurt a. M.
Veitstr. 1. T I. 13559.
Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 13.
Me
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ſtehen, werden 10000 Mark als II. Hypothek
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290 Mk. Zeit zu leihen geſucht. Off.
(*28435
u. L 37 a. d. Expedition.
Die Erbauung eines Fest- und Konzerthauses in Darmstadt soll zur Tat werden! Der lange gehegte
Gedanke soll endlich greifbare Gestalt annehmen.
Sämtliche hiesigen Säle haben, besonders wenn es sich um grösere Veranstaltungen handelte, Mängel und
Unzulänglichkeiten gezeigt, denen durch Umbauten nicht oder nur ungenügend abgeholfen werden könnte. Bei
einem erneuten Umbau des Saalbaus oder anderer vorhandener Baulichkeiten entstünden nüchterne Gebäude,
ohne Park, fern vom Verkehr, umgeben von engen Strassen, ohne Wirkung, ohne Ausbreitungsraum.
Eine wirkliche Beserung kann nur ein Neubau bringen, und zwar gilt es, eine in der mannigfaltigsten
Weise verwendbare Anlage zu schaffen. Nicht nur ein Konzerthaus soll entstehen, sondern zugleich ein
Versamm-
lungs-, Volks- und Festhaus, das den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aeusserungen und Bestrebungen
aller Schichten eine Stätte bietet.
Wir brauchen deshalb ein grosses Gelände und ein vielgestaltiges Gebäude. Doch soll kein
Luxus-
bau, sondern ein einfacher, würdig ausgestatteter, den praktischen Bedürfnissen entsprechender Zweckbau unser
Ziel sein.
Bisher hatte sich keine Möglichkeit gezeigt, für einen solchen Plan ein passendes Gelände zu erträglichen
Bedingungen zu finden. Denn im Inneren der Stadt sind die Bodenpreise unerschwinglich, an der Peripherie,
ent-
legen und ohne vorhandenen Park, würde selbst mit Millionen Unzureichendes und Unbefriedigendes geschaffen.
Nun aber bietet sich infolge des Bahnhofsneubaues eine neue Möglichkeit, den Plan in einer alle
geschilderten Nachteile vermeidenden Weise zu verwirklichen.
Durch den Wegfall der Geleise und Zusammenziehung der Anlagen zwischen Landgraf Philipp-Anlage
und Infanterie-Exerzierplatz entsteht ein herrlicher städtischer Park. Dort, unmittelbar an der Hauptverkehrsader
zwischen Bahnhof und Schloss, dem Strassenlärm dennoch entrückt, umgeben von alten Bäumen, mit dem Blick
auf die Bergstrasse, jedem Fremden sofort in die Augen springend, mit vorzüglichen Zugängen,
Verkehrseinrich-
tungen und Wagenhalteplätzen leicht zu versehen, bietet sich ein Gelände, wie geschaffen für unseren Zweck.
Niemals wird sich zum zweiten Male ein Platz finden, so geeignet für ein Konzert- und Festhaus, ein Platz, um
den uns alle Nachbarstädte beneiden können! Der Entschluss, hier zuzugreifen, hat die Festhausbewegung in Fluss
gebracht.
Die Verwirklichung dieses Planes muss schon jetzt angebahnt werden; denn es ist Eile geboten, um
sich des teils dem Staat, teils der Stadt gehörenden Geländes zu versichern, ehe es anderen Zwecken anheimfällt.
Hierfür wollen wir Mittel sammeln, Stiftungen anregen und das Interesse aller Kreise zu gewinnen suchen. Wollten
wir jetzt zögern, so würden wir voraussichtlich überhaupt das Nachsehen haben. Denn obgleich die finanzielle
Situation sich auf Jahre hinaus wohl kaum wesentlich bessern wird, drängen sich fortgesetzt neue Projekte und
Aufgaben in den Vordergrund, welche die Kräfte in Anspruch nehmen, die wir nicht jetzt für unsere Aufgabe
ge-
winnen.
Ein die Allgemeinheit so interessierendes Unternehmen bedarf selbstverständlich des Einverständnisses
der Stadtverwaltung. Andrerseits geht es nicht an, eine so umfangreiche Aufgabe allein der Stadt aufzubürden.
Nur wenn der Gemeinsinn und die Opferwilligkeit Aller mithilft, kann diese ideale Aufgabe gelöst
werden!
Wir wenden uns daher an alle Kunstfreunde, an alle gemeinnützig denkenden Einwohner unserer Stadt in
der Hoffnung, dass sie unserem Unternehmen ihre Hilfe nicht versagen werden. Wollen wir gegen andere Städte
nicht zurückstehen, wollen wir weitsichtig das Wohl der Stadt für alle Zukunft fördern, so muss dieses herrliche
gemeinnützige Unternehmen seine Verwirklichung finden!
Unser Plan, der in einer Versammlung von Männern aller Berufsarten und Gesellschaftskreise einstimmige
Zustimmung gefunden hat, wird zunächst gefördert durch den am 5o. Mai dieses Jahres gegründeten Festhaus-
Verein, der als „Eingetragener Verein” und rechtsfähiges Subjekt — einem Kirchbauverein vergleichbar — für alle
weiteren Schritte die beste Grundlage bildet.
Und nun ertöne laut und schalle weithin der Ruf: „Tretet ein in den Festhaus-Verein!‟ Unser
kunst-
sinniger Landesherr, Seine Königliche Hoheit der Grossherzog ist vorangegangen, indem er am 26. Oktober
das Protektorat über den Verein huldvollst übernommen hat.
Die Satzung des Vereins liegt in allen Buchhandlungen zur Einsicht auf. Anmeldungen (Mindestbetrag
2 Mark) erfolgen am besten durch Postkarte an den Schriftführer, Herrn Bankprokuristen Seipp,
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Einen Augenblick war es ſtill im Zimmer; dann
ſprach Iven mit veränderter, leiſer Stimme, aus der
das Zittern eines weichen Herzens herausklang: Antje,
würden Sie wohl einen Mann heiraten, der nicht reich
und auch nicht ſtark und mächtig iſt, der ganz allein in.
einem einſamen Hauſe wohnt, in einem Hauſe, das in
öder Gegend liegt, wo alte Sagen ſpuken?
Antje hielt ſich die Ohren zu. Huh, ich habe ſolche
Angſt. Ich träume gewiß davon.
Wieder zogen die Geiſter ſtiller Gedanken durchs
(Zimmer.
Soll ich Ihnen von Heiſterneſt erzählen? fragte
Iven, oder fürchten Sie ſich?
Ach ja, erzählen der Herr man.
Iven lehnte ſich zurück, ſtarrte in die dunkelſte Ecke
hinein und begann: Heiſterneſt liegt in einer von Gott
und Menſchen verlaſſenen Gegend. Auf der einen Seite
liegt ein Sumpf, aus dem des Abends weiße Nebel
ſteigen, und auf der anderen verwüſtete Sandbrüche, an
deren Rändern ſich ſchwarze Tannen erheben. Gerade
an diefer Stelle iſt ein Stückchen Geeſt angeſchwemmt,
das ſich bis in die Niederung ausbreitet. Hier wächſt
ſſpärliches Korn und Heidekraut. Weit von jeder
menſch=
lichen Wohnung iſt hier ein ziemlich großes, aber arm=
ſeliges Haus gebaut. Es iſt mit Reth gedeckt und das
Dach iſt viel höher als die Mauer. Es ſchiebt ſich ein
ganzes Ende vor und guckt in die niedrigen,
kleinſchei=
bigen Fenſter hinein.
Um das Haus herum ſtehen hohe Pappeln, Eſchen
und Birnbäume. In den höchſten dieſer Bäume bauen
die ſchwarzweißen Elſtern ihre Neſter. Es ſind ihrer
viele, und ſie haben Heiſterneſt den Namen gegeben.
Vor alten Zeiten hauſte hier der Räuber Wolber
Krak; der war weit und breit gefürchtet, und doch war
er nicht eigentlich ſchlecht. Er beraubte nur die Reichen;
den Armen gab er ſogar von ſeinem Ueberfluß.
Da=
durch hatte er manchen geheimen Unterſchlupf, und bald
war niemand in der Gegend, der Geld und Gut ſein
eigen nannte, vor ihm ſicher. Er ſtahl das Vieh von
der Weide und den Schmuck aus der verſchloſſenen
Truhe. Er überfiel die Kaufleute, die von den Märkten
heimkehrten, und die vornehmen Reiſenden, die in der
Kutſche dahergefahren kamen. Manchen Mord hatte er
auf dem Gewiſſen, und doch wagte man nicht, offen gegen
ihn vorzugehen. In der Nähe von Heiſterneſt getraute
ſich keiner anzuſiedeln.
Ganz allein hauſte der Räuber in ſeinem
unheim=
lichen Hauſe, er hielt ſich weder Knecht noch Magd,
weder Hund noch Katze, weil er, mißtrauiſchen Sinnes,
fürchtete, Menſchen oder Tiere könnten ihn verraten.
Der einzige Genoſſe ſeiner Einſamkeit war eine Elſter,
die er einſt gefangen und ſelbſt abgerichtet hatte. Er
liebte das Tier mehr, als er jemals einen Menſchen ge=
liebt hatte, vielleicht weil es, wie er, das gleißende
Gold liebte. Vor der Elſter kramte er ſeine Schätze
aus, er ſprach mit ihr und lehrte ſie, ſeinen Namen zu
ſprechen. Er bot ihr Leckerbiſſen und ſie hing an ihm
und folgte ihm auf Schritt und Tritt.
Immer ruchloſer trieb der Verwegene ſein
fürchter=
liches Handwerk. Der Bauer auf ſeinem Gehöft und
der Bürger in ſeinem Hauſe waren nicht mehr ſicher
vor ihm.
Einſt fuhr auf der Landſtraße ein adeliges Fräulein
daher, das nach dem Däniſchen reiſte. Es war eine
feine Kutſche mit Glasfenſtern. Die Pferde waren
blank und hatten ſilbernes Geſchirr, Kutſcher und
Diener trugen feine Tuchmäntel und Federhüte. Das
Fräulein — es ſoll hübſch und blond und blutjung
ge=
weſen ſein — war in ſchwarze Gewänder gehüllt. Es
kam vom Sterbelager des Vaters und fuhr zu
Ver=
nandten. Das arme Kind hatte niemand bei ſich als
eine Kammerfrau.
Dieſe unglücklichen Reiſenden fielen in Wolber
Kraks Hände. Er erſchoß Diener und Kutſcher aus dem
Hinterhalt, dann ſprang er vor und entführte das
Fräulein mit ihrer Kammerfau und ihren Schätzen
nach Heiſterneſt.
Das Fräulein, Elline war ihr Name, ſoll keinen
Lant von ſich gegeben und keine Träne geweint haben.
Sie hat nur immer den furchtbaren Räuber angeſtarrt,
als wäre er ein herrlicher Ritter. Er war auch ein
ſchöner Mann, aber ſein Haar und Bart waren ſchwär=
Nummer 272.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 19. November 1910.
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Kenner=
frau Uſche ſchrie, als ob ſie am Spieße ſteckte, bis der
Räuber ſie anfuhr: da war ſie mäuschenſtill.
Im Heiſterneſt umgab Wolber Krak die ſchöne
Elline mit all der geſtohlenen Pracht, die ihm zur
Ver=
fügung ſtand. Er putzte ihr Gemach mit koſtbaren
Decken aus. Er ſchenkte ihr Brokatgewänder und echte
Steine in Gold gefaßt, und Elline ſchmückte ſich und ſah
ihn an, als wäre er ihr Herr und Gott. Die alte Uſche
aber ſchlug die Hände über dem Kopf zuſammen über
all die Pracht und ſchwatzte, fragte und forſchte, bis der
Räuber ihr mit einem Fluch den Mund ſchloß.
Monatelang hielt Wolber Krak das ſchöne
Edel=
fräulein auf Heiſterneſt verborgen, und Elline vergoß
während der Gefangenſchaft nicht eine Träne und floh
auch nicht aus dem unheimlichen Hauſe, obgleich ſich
hierzu mancherlei Gelegenheit bot, da der Räuber oft
ſtur denlang fort war.
Der Kammerfrau aber wurde es bald zu
lang=
weilig. Sie ergriff die Gelegenheit, als der Räuber
eines Tages mit dem Morgengrauen fortging, eilte ins
Dorf und erzählte den Leuten von ihrer jungen
Herrin und dem Raubanfall auf der Landſtraße.
Die Bauern zuckten die Achſeln und warfen
furcht=
ſame Blicke. Da riß die Alte ihren Mund weiter auf
und ſprach von den Schätzen, die in dem Heiſterneſt
auſbewahrt lägen, von Wein= und Silberpokalen und
klingendem Golde. Nun weiteten ſich die ſchläferigen
Angen auf und fingen an zu funkeln, und auch die
Franen traten herzu und horchten und ſtaunten, die
Hände in den Hüftſeiten. Uſche erzählte weiter von
Seide und Brokat und Edelſteinen. Da ſtießen die
Frauen ihre Männer an, und die Bauern kratzten ſich
hinter die Ohren und hielten lange Rat. Dann eilten
ſie etwas ſchneller als gewöhnlich nach Hauſe, ſuchten
ihre Beile und Dreſchflegel hervor, und wer einen
verroſteten Spieß beſaß, ſchliff ihn ſcharf.
Die alte Uſche kehrte in das Heiſterneſt zurück und
ſchwatzte ihrer Herrin von lauter ſchönen Dingen vor
und nickte dazu liſtig mit dem Kopfe.
Drei Tage ſpäter, in der Nacht, kam ein Haufe
Bauern durch den Wald, mit lodernden Pechfackeln, mit
Keulen und Spießen. Sie ſchlugen das Tor ein und kamen
in das Schlafgemach, um den Räuber zu überraſchen.
Sie fanden aber nur die junge Elline im weißen
Nacht=
gewande, und das junge Weib bat flehentlich, ſie möchten
wieder gehen, ſie würden den Räuber nimmer finden.
Es ſchien faſt, als wollten ſie ihren Bitten folgen,
aber da ſielen die Blicke auf das Silbergeſchirr an den
Wänden. Die Augen der Männer bohrten und ſuchten
weiter.
Er ging hinauf zum Boden, hinunter zum Keller,
durch Stall und Scheune. Jeder nahm, was ihm in die
Augen fiel, was ſeine Habgier reizte, und über das
Plündern vergaß man faſt des Räubers.
Der Morgen graute. Er iſt nicht hier, ſagte der
eine, und der andere: Laß uns nach Hauſe gehen, es
nützt nichts.
Da vernahm man einen Ruf: Krak, Krak. Wer rief
den Räuber? Woher ertönte der Ruf?
Wieder hörte man: Krak, Krak. Man ging der
Stimme nach und fand den Eingang zu einem
unter=
irdiſchen Gange. Hier traf man den Räuber mit ſeiner
Elſter, die ihm gefolgt war und durch ihren Schrei
ver=
raten hatte.
Wolber Krak wehrte ſich verzweifelt, bis ihn ein
Keulenſchlag zu Boden ſtreckte.
Die Daten ſraſeh uin Anſelten, der Doin
henn=
ſchleppen, aber in der Hausdiele trat ihnen Elline
ent=
gegen und bat unter Tränen, ihr doch den Toten zu laſſen,
ſie ſollten dafür nehmen, was ſie an Schätzen forttragen
könnten.
Man tat ihr den Willen. Wolber Kraks Hand war
erkaltet, auf ſeinem Antlitz lag die Bläſſe des Todes; er
konnte niemandem mehr ein Leid antun. Reich mit
Schätzen beladen, kehrten die Leute in ihr Dorf zurück.
Die ganze Gegend atmete nach dem Tode des
Räu=
bers auf, und man hörte nie mehr von einem Raubanfall.
Aber die Sage ſpann ihre feinen, ſpinnwebgrauen
Fäden weiter. Wolber Krak war geſtorben. Elline hielt
ihn in ihren warmen Armen und jammerte und betete,
daß es einen Stein hätte erweichen können. Ihr
Jam=
mer erweckte den toten Mann zum Leben. Er erhob ſich,
ging umher und gab auf Ellinens Fragen Antwort. Aber
er blieb bleich, ſein Geſicht war ſtarr und ſcharf wie das
eines Toten, ſeine Hände eiskalt. Seine Stimme klang,
als ob ſie aus dem Grabe käme. Er konnte nicht mehr
lachen, nicht weinen, nicht über die Schwelle des Hauſes
hinausgehen, die Luft war zu ſcharf, die Sonne zu grell
für ihn. Jahrelang ſoll er als lebendiger Toter mit Elline
auf Heiſterneſt gehauſt haben. Von Uſche fand man keine
Spur mehr. Es wird behauptet, daß ſie ſich in eine
Elſter verwandelte und oben in einem großen Birnbaum
hockte.
Antje ſeufzte tief auf. Und wann ſind ſie geſtorben?
Ich weiß es nicht. Niemand hat an ihrem
Sterbe=
lager geſtanden, niemand an ihrem Sarge. Alte Weiber
behaupten, ſie wären allmählich zu Geiſtern geworden
und gingen noch in Heiſterneſt umher.
(Fortſetzung folat.)
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
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Gott ſei’s gedrummelt und gepiffe,
Daß endlich mal die Wahl vabei!
Was mich die Sach’ hott agegriffe
Ich bin Eich net mehr in de Reih’.
Mei Maul is vun dem viele Schwäzze
Wie aus de Angele, uff Ehr,
Un zwiſche zwaa Stiehl mich zu ſetze,
Deß fellt mer werklich net mehr ſchwer!
Ich kann Eich faſt kaan Ton mer lalle;
Deß kimmt — ich hatt zu viel geredd,
Un daß ich drotzdem dorchgefalle,
Ach Gott bewahr —, deß ärjert mich net!
Ich hab ja uff des Amt geſpickelt,
Un kann’s net leigne, ohne Kohl,
Un hab drum „mei Programm” entwickelt
Doch ſicherlich dreidutzendmol.
Un was ich in de letzte Woche,
In de Vereincher kreiz un kwehr,
Net meine Wähler all verſproche,
Wann — ich nor erſt mol Stadtrat wär!
Wann ich nor erſt enei geritſcht bin,
Do macht ich alles widder wett;
Un daß ich drotzdem abgeklitſcht bin
Ach Gott bewahr —, deß ärjert mich net!
Ich hett, wie kaaner, mich geeigent
For ſo e Scherſchje, deß is klar;
Ich hett mit Glanz mich ausgezeichent
Bereits im erſte Verteljahr.
Ich hett die Winſche meiner Freinde,
Ich hett ſe ſicher dorchgedrickt,
Ich hett, zum Wohl vun der Gemeinde,
Net uff em Rathaus bloß — genickt!
Ich hett net bloß ſchläächt Zeig gequaſſelt,
Ich hett, verloßt Eich druff, Ich hett!!!
Un daß ich drotzdem dorchgeraſſelt
Ach Gott bewahr —, deß ärjert mich net!
Ich wollt die Sach’ in Ordnung bringe,
Ich wollt mich opfern, Dag un Nacht,
Wann’s aam, — ſo mißt es mir gelinge,
So hatt ich mir’s ſchun ausgedacht.
Ich wollt mich in die Kummiſſione
Net wähle loſſe bloß zum Schei‟
Ich wollt —, Ihr wißt’s, ich bin net ohne,
Ich wollt net nor „bloß” Stadtrat ſei!
Ich wollt, hett mir die Wahl gegolte,
Ich wollt, — wann „mer” gewollt nor hett,
Un daß ſe mich net wollte — wollte
Verloßt Eich druff —, deß ärjert mich net!
Odder loß ich’s wenigſtens net merke! Im
Geje=
daal, ich dhu ſo, „als Gotterſprich, was krawwelt do‟,
un — word uff’s nechſte mal. — Mit ſo ere
Stadtrats=
wahl geht’s grad wie mit eme Exame: De „Dorchfall”
is ſchmerzlos; bloß deß, wos vorher war, un noochher
kimmt, deß is deß, was aam die Milch der frommen
Denkungsart in gärend Drachengift verwanneln dhut.
Ich hett aach ſage kenne, „was die Weiwer zu
Hiejehne macht”, dann die Sticheleie meiner Freunde
(in Genſefießcher!) kennt mer jo noch ertrage, awwer
wann aam fimf lewendige Weibsleit den „abgeklitſchte
Stadtrat” morjends in de Kaffee dunke, mitdags in
die Subb riehrn, und awends unnern Kaddoffelſalaad
miſche, dann ſoll ſich e annerer als kommunales
Ver=
ſuchskaninche hergewe!
Meim alte Schrauwedamfer hett ich iwwrigens
den Graggel gor net zugedraut, ſchun deshalb, weil ſe
mer abſelut net ihr Eiwilligung gewe wollt, wie ich
mich als Stadtratskandidat uffſtelle hab loſſe. Mei
ganz Iwwerredungskunſt mußt ich damals uffwende,
bis ſe emol: „Meintweje” geſagt hott. Un nor die
verlockend Ausſicht uff den ehrenpolle Titel „Fraa
Stadtrat” hott ſe dazu bewoge. Im Vorgefiehl vun
dere hoche Wirde hott ſe ſchün die ganz Zeit de Bart
erausgedrickt, wiee welſcher Gickel, un ſe hott ſchun
des Weckmädche, die Zeitungsfraa, de Milchmann, de
Briefdreger, de Schornſtaanfeger, die Gemieslies, de
Metzjerborſch, de Gasreviſer, un Gott waaß, wen noch,
hinnerum ins Verdraue gezoge, un hott en geſagt, daß
ſe demnechſt „Gu’ Morje, Fraa Stadtrat”, ſage derfte.
Un mei Döchder hawe ſich ſchun „Frailein Stadtrat”
tideliern loſſe — die dumme Gens!
No jetzt hawe ſe’s, un kenne ſich ihr’n ſchläächte
Hochmutsdinkel uff de „Weckmaſchin” eikoche, daß er
net ſauer werd, un mei alt Staarösche kann ſich ihr’n
„Krobſch” mit Worſchtfett eireiwe, damit mer ihr die
„Fraa Stadtrat” net mer aſieht. —
In de Stadt ſelbſt hawwe ſich die Gemieder
wid=
der beruhigt, un in unſerm Stadtratspooſch kann
weiter geworſchtelt wern nach der ſcheenen Melodie:
„Wer nur den lieben Gott läßt walten”.
An de Stammdiſch kann mer widder mit Ruh ſei
„Spielche” mache, ohne daß aam alle Ritt aaner „ſei”
Programm ins Ohr kreiſcht, um aam ewe ſo
umſtend=
lich wie weitſchweifig klar zu mache, wie mer den
Stadtſchubbkarrn widder aus em Dreck ziehe kann —
ohne Muſik.
Wann aach die Zeite net dazu agedha ſin, daß mer
ſich mehr wie nedig uffregt, ſo hott’s bei dene
ver=
ſchiedene Verſammlunge und ſogenannte „Ausſprache‟
doch ſtark erhitzte Kebb gewe. Es is gebohrt,
ge=
buchert, gebockſert un gebelzt worrn, was de Zeig
ge=
halte hatt. Alle Parteie, Vereine un ſunſtige
Kör=
perſchafte hatte ihr geeignete Menner in Petto un
hawe ſe aach mit alle megliche Mittel dorchgedrickt.
Dodorch hott unſer Stadtparlament e Ausſehe krickt,
deß an Bundigkeit nix zu winſche iwwrig loſſe dhut.
Wann’s nor jetzt net zu bundig werd!
Un was mer an ſo eme Stadtratskandidat net
alles auszuſetze hott. Is er zum Beiſpiel in die
Volks=
ſchul gange, dann haaßt’s: wo ſoll der ſei kumenal=
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Seite 23.
politiſche Kenntniſſe her hawe! Hott er ſtudiert, dann
haaßt’s: wos dhun mer mit dem, mir brauche
Men=
ner aus em Volk! Hott er e groß Verwandtſchaft,
dann haaßt’s: Der dreibt „Sonderindreſſe‟! Is er
Junggeſell, dann haaßt’s: Der hott kaa Verſtändnis
for kumenale Fortflanzung! Is er e Beamter, dann
haaßt’s: Der hott kaa Indreſſe for die Schmerze des
Klaahannels! Is es e Geſchäftsmann, dann haaßt’s:
Der ſorgt bloß for die „Schubladiſte‟! — Eme allzu
eifrige Stadtratskandidat hatt mer ſogar geſagt: Die
Rathausmauern ſin dick, da kann mer ſich ſein Kobb
wedderrenne! Währendem mer eme annern
vorge=
ſchmiſſe hott, er dhet ſich höchſtens als „Beiſchlefer”
eigene. Is aaner dreißig Jahr alt, dann haaßt’s:
Er wär’ noch net hinner de Ohrn drucke, un is er
ſechzig alt, dann haaßt’s: Wos dhun mer mit dem alte
Knobb! Korzum: wann mer an de Hund will, hott er
Ledder gefreſſe!
No, Gottſeidank, ſin jo in unſerem Stadtparlament
ſo ziemlich alle Waffegattunge beiſamme, un dorch die
mit Erfolg bedriewe Zerſplitterung hott jeder Stand zur
Vertretung ſeiner Wunſche e geeigent Perſönlichkeit uff
die Stimmzettel langſiert. Nor aan Stand hott ſich
be=
ſcheide im Hinnergrund gehalte un zwar is deß grad der
Stand, der zur geſunden Fortentwickelung unſerer
Vadder=
ſtadt net des wenigſte beidregt, weshalb mer’n dorchaus
net iwwergeh hett derfe. Ich maan den Hebammeſtand.
Des is waaß Gott kaa Uhtz, dann es es mer gornet ſo
uhtzeriſch zu Mut. Un in ere Verſammlung wollt ich dieſe
meine A’ſicht aach zur Geltung bringe, hab awwer, wie
ich mich ums Wort gemelt hab, in de Uffregung meim
Wieſawie e Glas Bier iwwer die Weſt geſchitt un — un
da hatt ſich die Sach widder ſo verlaafe.
Awwer ich bleib debei, der Hebammeſtand is (außer
mir!) iwwergange worrn, un wann mer aach genug Aerzt
zur Verfiegung hawwe, die uns lange Rezebte ſchreiwe
kenne, nebſt dem Chemiker, der ſe in die Reih difftelt, ſo
fehlts uns doch an kundige Hend, die in ſchwerer Zeit
unſerm projekteſchwangere Stadtparlament während der
Mutterſchaft mit Rat un Tat zur Seit ſtehn, damit’s
noochher kaa Fehlgeburte gibt. — Wann mer awwer erſt
emol die „Saiglingsberatungsſtell” in A’ſpruch nemme
muß, dann is es zu ſpet.
E Glick is es doherngeje, daß mer geniegend
Adve=
kade uffweiſe kenne. Jetzt kenne mer uffdrumbe un braiche
uns vor kaam Deiwel mer zu färchte!
Aach ſunſt ſin mer, wie geſagt, ſehr gut fundiert,
we=
nigſtens in „geiſtiger” Beziehung — ich hett bloß noch
gefehlt! Awwer do is jetzt nir mehr dro zu ennern un
wann mer’s aach net gelangt hott zum Stadtrat, ſo
langt mer’s vielleicht zum — Elferrat. Dann: Rat
is Rat, un mei fimf Drache dehaam wern dann doch
eini=
germaße entſchädigt. Ich ſeh im Geiſt ſchun mei
zwaa=
zentnerig Ehehälft als „Dußnelda” uff em Maskeball
erumſchwimme! Hoffentlich hott ſich bis dohin ihr
„Krobſch” widder verzoge, — annernfalls müßt ſe
mo=
dern kumme, vielleicht als „Bruthenn” aus em Roſtand
ſeim „Schandekler”
Awwer mei Fandaſie geht ſchun widder mit mer
dorch! Vor de Hand mißt ich mich iwwer deß
karneva=
liſtiſche Arrangſchemang erſt emol pflichtſchuldigſt
ent=
riſte (— dann kann mer immer noch uff de Maskeball
geh!), weil mer’s bei ſo driebſeelige Zeite net for
meglich halte ſoll, daß die Leit nor des nedige Geld,
ge=
ſchweije erſt die narriſche Gedanke dezu offdreiwe kennte.
Awwer ich entriſt mich net — jetzt erſt recht net, dann
ich ſag mer: Humor verlorn — alles verlorn! Iwwrigens:
wer ſich jemals mit de karnewaliſtiſche Beſtrewunge
be=
faßt hott, der waaß vielleicht aach — wieviel
Exſiſtenze devo leewe, der waaß vielleicht aach,
was erſt en Karnewalszug for in Maſſe Geld ins Rolle
bringt. Köln un Meen” wiſſe, warum ſe ſtädtiſcherſeits
die Beſtrewung unnerſtilte un allem A’ſchein nooch is des
gach vun de hieſige Behörde zu erwarte. Zudem kenne
mer’s ruhig ſage: Zum Vergniege is immer Geld da!
Liewer krickt de Bäcker un de Metzjer kaans! Un wollt
mer deshalb die Sach unnerdricke, ſo — dhet ewe deß
Geld aach noch nooch auswärts fließe! ?)
Naa, en Karnewal, der in richtige Bahne gelenkt werd,
bringt Geld in die Stadt un net ſo knabb. Un die Meenzer
wiſſe, warum ſe mit ſcheele Aage uff unſern
Jubiläums=
zug gucke. Loſſe mer ſe gucke un ſorje mer devor, daß ſichs
lohnt!
Nu mecht ich Ihne noch druff uffmerkſam mache, daß
die Druckboge vum neie Adreßbuch zur Einſicht ausgelegt
ſin. Scheie Se den klaane Gang net, un dhun Se ſich
devo iwwerzeige, ob Se iwwerhaubt, un ach richtig
drinn ſtehn, ſunſt kenne Se Ihne Ihr Adreß im — „
Klad=
deradadſch” ſuche.
Iwwrigens hawwe mer aach am 1. Dezember
Volkszehlung (die hott awwer mit em Adreßbuch
nix zu duh) un do mecht ich Ihne, wann mer uns net
mer ſehe ſollte, nor noch uff die Seel binne, daß Se mer
die Zettel ſchee ausfille, damit mer emol endlich wiſſe,
wieviel Dutzend uns noch zu de „Großſtadt” fehle. Dhun
Se mer awwer ja net mogele, un ſollt ſich an dem Dag
grad en Gerichtsvollzieher „voriwwergehend” bei Ihne
auffhalte, dann brauche Se den net als Beſuch
auffzu=
fiehrn.
R. Sch.
*) De deitlichſte Beweis is der preißiſche Buß= und
Betdag: — Damit mer ſich im Preißiſche „innerlich
ſam=
mele” kann, müſſe „außerhalb” die Städtcher un Städt
Danzmuſike, Konzerte un ſunſtige Rummel arrangſchiern,
ja die Bahn muß ſogor Extrazieg eilege! — Deß haßt
mer dann: Fuß= und Betdag! —
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 29
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Handelskammerwahlen.
Für den Kreis Darmſtadt finden die Ergänzungswahlen zur Handelskammer
im Sitzungszimmer der Großh. Handelskammer, Rheinſtraße 9, an folgenden Tagen ſtatt
Für die Erwerbsgruppe Induſtrie
am Mittwoch, den 23. November, vormittags 10—12 Uhr.
Für die Erwerbsgruppe Kleinhandel
am Donnerstag, den 24. November, vormittags 10—12 Uhr.
Für die Erwerbsgruppe Großhandel
am Samstag, den 26. November, vormittags 10—12 Uhr.
Die Vertretung des Wahlberechtigten kann nur durch einen für ihn im
Handels=
regiſter eingetragenen Prokuriſten, oder wenn ein ſolcher nicht vorhanden iſt, durch
einen volljährigen kaufmänniſchen oder techniſchen Angeſtellten ſeines Geſchäfts erfolgen;
der Angeſtellte bedarf dazu ſchriftlicher Vollmacht.
Darmſtadt, den 17. November 1910.
Die Großherzogl. Handelskammer.
Der Vorſitzende:
C. Pareus.
Der Syndikus:
Dr. Human.
(22374
Duchwald Klah
Ortsgruppe Darmstadt, C. V.
Dienstag, den 22. November 1910, abends
8½ Uhr (pünktlich) im (22373si
Gartensaal des Städtischen Saalbaues
Vortrag mit Lichtbilder-Vorführungen
des Herrn Sanitätsrat Dr. Maurer über
„Ein Ausflug in die Gegend unserer Westgrenze‟.
Die Mitglieder und Freunde unſeres Klubs, nebſt Damen, ſind hierzu freundlichſt
Der Vorstand.
eingeladen.
abatt Spar Fieh Darmblaut
(Rechtsfähiger Verein).
Da wir z. 2. mit der Fertigstellung eines neuen
Mitglieder- u. Branchenverzeichnisses
beschäftigt sind, ersuchen wir diejenigen hiesigen
Firmen, die beabsichtigen, jetzt noch dem Verein
beizutreten, sich baldigst anzumelden. Sie werden
dann noch in das neue Verzeichnis mit auf-
„: . . genommen werden. „, „
Der Vorstand.
22309ds)
Unter hohem Protektorat Ihrer Durehlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg,
Prinzessin von Battenberg.
Prof. Ph. Schmittsche Akademie für Tonkunst.
I. musikgeschichtlicher Vortrag.
Musikvereinssaal, Steinstr. 24, Montag, den 21. Nov., abends 8 Uhr
„Der junge Beethoven
Vortragender: Herr Universitätsmusikdirektor Professor Dr. Volbach
(Tübingen).
Musikalische Erläuterungen: Fräulein M. Schwan, Fräulein L. Mock,
Fräulein I. Hoffmann, Herr Kammermusiker Pfeil, Herr stud. Schuchardt,
sowie Streichorchester.
(22423
Karten: Im Abonnement 8, 5 und 3 Mk. Einzelkarten 3, 2 und 1 Mk. bei Thies,
Elisabethenstr. 12. Saal- u. Studentenkarten auch im Verkehrsbüro, Ernst-Ludwigsplatz.
Verein für Bogel= und Geſtügelzucht (ält. Verein)
Protektor Se. Königl. Koheit der Grossherzog Von Ressen und bei Rhein.
Samstag, den 19., Sonntag, den 20. und
Montag, den 21. November,
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verbunden mit Geflügelſchießen und
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rad mit zahlreichen Gewinnen.
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Eintritt 25 Pfg., Kinder 10 Pfg.
Der Vorstand.
Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Volks=Unterhaltungsabend.
(Freiligrath-Feier. Ferd. Freiligrath, 17. Juni 1610 bis 18. März 1676)
Samstag, den 19. November 1910, abend 8¼ Uhr,
im Festsaal der Turngemeinde, Woogsplatz
unter Mitwirkung von Frau Kammerſänger Weber (Sologeſang), Herrn Profeſſor
Kißner (Gedächtnisrede), Herrn Konzertmeiſter O. Soldan=Frankfurt (Violine), Herrn
Gg. Jöckel (Deklamation) und dem Sängerchor der „Liedertafel”, unter Leitung
ſeines Dirigenten, Herrn Kammermuſiker Ad. Kugler.
(22186ms
Karten zu 30 Pfg., für Mitglieder zu 20 Pfg. und Programm zu 10 Pfg. ſind
im Vorverkauf zu haben im Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 1, ſowie
abends an der Kaſſe. Schülerkarten zu 20 Pfg. in der Buchhandlung Schlapp und
im Verkehrsbüro.
Frankfurter Liederkranz
(E. V.)
Gegründet 1828.
Eigentümer der Mozartstiftung
Inhaber der Gold. Medaille Sr. Majestät des Kaisers und Königs.
Dirigent: Herr Dr. Frank L. Limbert.
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Montag, 28. November 1910, abends 7 Uhr,
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Nummer 272,
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kräftigt, wirkt nachhaltig sättigend und lässt
während des Unterrichts kein nervöses
Hunger-
gefühl aufkommen. Er wird deshalb als
tausendfach ärztlich empfohlen. — Nur echt in
blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
„Und der Lebende hat Recht?!” — Die lebenden und die
toten Künſtler. — Große Summen. — Auktionspreiſe.
Die richtige Naſe! — Vom lieben Geld. — Ein „Bild
menſchlichen Elends”. — Kritikloſe Wohltätigkeit. —
„Wohltätige Frauen.” — Vom Bund für Höflichkeit.
Die höflichen Ehemänner. — Eröffnung des Sport=
Palaſtes. — Berlins neueſter Clou.
Mit den geflügelten Worten unſerer großen und
wei=
ſen Männer, die als verbürgte Wahrheit Jahr für Jahr
von Mund zu Mund gehen, iſt’s oft eine eigentümliche
Sache! Ob unſere ſich noch des goldenen Sonnenlichtes
erfreuenden Künſtler von der Richtigkeit des
Schiller=
ſchen Ausrufes: „Und der Lebende hat Recht!”
gar ſo ſehr überzeugt ſind, möchten wir baß bezweifeln.
Denn was die Kunſt anbelangt und den auch ihr trotz aller
Ideale anhaftenden materiellen Beigeſchmack, haben die
Toten ſicherlich mehr Recht, wie die Lebenden. Da iſt
jetzt eine neue „Vereinigung bildender
Künſt=
ler Berlins” begründet worden, die in energiſcher
Weiſe die wirtſchaftlichen Intereſſen der Künſtler
wahr=
nehmen will, derart, daß man dem Publikum gute
Kunſt=
werke darzubieten gedenkt für billiges Geld, wobei als
höchſter Betrag 300 Mark feſtgeſetzt ward. Gewiß, ein ſehr
löbliches Unternehmen, dem viele Leute, die gern ihre
Wände mit einem von Künſtlerhand ſtammenden Bilde
ſchmücken möchten, ließen ſich bisher durch gefürchtete
Phantaſiepreiſe abſchrecken, ſchienen auch nicht zu wiſſen,
daß unter Umſtänden die Künſtler mit ſich ſprechen, d. h.
auf gut deutſch, handeln laſſen.
Mit welchen Gefühlen aber mögen unſere Künſtler
mit den Höchſtbeträgen von 300 Mark von jenen Summen
geleſen haben, die kürzlich auf hieſigen Auktionen für
Werke ihrer toten Kollegen bezahlt wurden! Und dabei
kamen zum Teil nicht einmal weltberühmte Namen in
Be=
tracht, ſondern völlig unbekannte Meiſter. So wurden
für eine holzgeſchnitzte Heiligenfigur — Herkunft
unbe=
kannt — 64000 Mark, für zwei kleine Holzfigürchen 23000
Mark, für drei Reliefs mit Darſtellungen aus dem Leben
Johannes des Täufers 35000 Mark, für eine
Madonnen=
ſtatue 17000 Mark bezahlt, und zwar erſtanden dieſe
Sachen nicht ſtaatliche Galerien, ſondern private Sammler.
Uebrigens lohnt ſich’s ſehr, ſein Geld in derlei Werken
anzulegen, es kann ſich unter Umſtänden brillant
ver=
zinſen. Wurde doch beiſpielsweiſe jene mit 64000 Mark
bar beglichene Heiligenfigur vor wenigen Jahren für
5000 Mark und die Reliefs, die 35000 Mark gebracht, vor
nicht langer Zeit hier für 1500 Mark verſteigert!
Auch wer eine richtige Naſe für die Werke beſtimmter
neuerer Künſtler hat und deren Atelierſchätze rechtzeitig
erwirbt, um ſie ſpäter einzeln oder geſchloſſen an den
Mann zu bringen, vermag ein recht nettes Profitchen
ein=
zuſtreichen. Da lebten in Mailand zwei Brüder, deren
einer ein Kritiker, der andere ein Kunſthändler war, was
in treuer Familien= und Handelsgemeinſchaft ganz
ren=
tabel ſein kann. Dieſe Gebrüder waren auf Giovanni
Segantini, den einſamen Meiſter von Maloja,
los=
gelaſſen. Sie kauften von ihm, was zu kaufen war, und
man weiß, daß der große Künſtler ſich wenig um den
Mammon ſcherte. So brachten die findigen Gebrüder
all=
mählich eine ganze Segantini=Sammlung von 36
Gemäl=
den, Skizzen und Studien zuſammen, die dieſer Tage hier
unter den Hammer gelangte und eine gewaltige
Total=
ſumme ergab. Erzielte doch unter anderem das als
„Liebesgöttin” bezeichnete Bild einer ſchwebenden
weib=
lichen Geſtalt in roter Gewandung 23500 Mark, ein wenig
umfangreiches Gemälde mit Kürbiſſe ſammelnden Frauen
10000 Mark, kleinere Studien 3000 bis 5000 Mark.
Kenn=
zeichnend für die wachſende Bedeutung Berlins als inter=
nationaler Kunſtmarkt iſt es, daß dieſe Sammlung nicht
in Italien ſelbſt oder in Paris oder London zum
Aus=
gebot kam, ſondern in der jüngſten der europäiſchen
Welt=
ſtädte, die ſich überraſchend ſchnell auch in jener Beziehung
eine führende Stellung erworben. Dafür ſpricht ſchon,
daß jetzt für das Lepkeſche Kunſtauktionshaus, in welchem
die genannten Verſteigerungen ſtattfanden, ein neues,
allen modernſten Forderungen entſprechendes Heim in
der Potsdamer Straße, unweit der Brücke, errichtet wird.
Geht ſchon aus dem obigen hervor, daß das Geld
noch heute auf der Straße liegt für den, der es aufzuheben
verſteht, ſo iſt’s auch in der Heide zu finden, wie ein Bei= der jüngſten Zeit lehrte. =Kam da kürzlich ein
win=
ziges Stückchen Terrain des Grunewalds zur öffentlichen
Auktion und brachte im Nu 50000 Mark, die höchſt
ver=
gnügt der Fiskus einſteckte. Denn es war ein glatter
Ge=
winn, von dem ſich keiner hatte etwas träumen laſſen, am
wenigſten der ehemalige Beſitzer jenes Stückchens Land,
das er vor Jahrzehnten aufgegeben, da es ihm zu nichts
dienlich ſchien. Natürlich nahm’s der Fiskus, der ja
be=
kanntlich für alles Verwendung hat, und ließ ſich jetzt die
ſo leicht erworbenen 50 braunen Lappen gut munden.
Wie ſich viele die in Berlin in umfangreichſter Weiſe
aus=
geübte Wohltätigkeit ſchmecken laſſen, dabei eine
recht ſorgloſe Exiſtenz führend. War da neulich in eine
zelnen Blättern anläßlich einer Gerichtsverhandlung eine
Notiz erſchienen mit dem packenden Stichwort: „Ein
Bild menſchlichen Eleinds” die in gar
erbärm=
lichen Tönen von einem als Zeugen vorgeladenen,
ver=
lumpten Krüppel, dem es gottsjämmerlich ſchlecht erging
in dieſer beſten aller Welten, erzählte. Natürlich puperten
ſofort die Herzen vieler mitleidiger Leſer und Leſerinnen
und regten ſich eifrig gabenſpendende Hände, dabei fehlte
es aber auch nicht an öffentlichen wie an privaten
Vor=
würfen, die ſich gegen unſere Armendirektion wendeten.
Dieſe ſah ſich darob zu Nächforſchungen veranlaßt und
ſtellte feſt, daß ſich die Eltern jenes Krüppels in recht guten
Verhältniſſen befinden, daß ſeine Schweſtern
Klavierunter=
richt erhalten und in der behaglich ausgeſtatteten
Woh=
nung den muſikaliſchen Klimperkaſten täglich gehörig
be=
arbeiten: Das hinderte ſie aber nicht, wenn die
Dämme=
rung auf die Weltſtadt herniederſank, ihren verkrüppelten
Bruder auf irgend einen Bettelſtand zu fahren, auf
wel=
chem er das Erbarmen der Vorübergehenden, denen er
kläglich Streichhölzer anbietet, erweckt und von ihnen
reichliche Almoſen erhält.
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Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 31.
Dieſer eine Vorfall, dem hunderte an die Seite
ge=
ſtellt werden könnten, wirft ein grelles Licht auf die
kritikloſe Wohltätigkeit, die ſich leider noch in
ganz anderer Weiſe zeigt, und gerade in dieſen Wochen
zu vielſeitigſtem Ausdruck gelangt. Wir wollen hier
gar nicht von neuem das Klagelied anſtimmen über
ge=
wiſſe Wohltätigkeits=Tees, =Konzerte und =
Vorſtellun=
gen, die in ſtets zunehmendem Maße unſere Zeit und
unſer Geld in Anſpruch nehmen, es hilft ja doch nichts!
Aber recht ratſam wäre es und würde am beſten zur
allgemeinen Aufklärung beitragen, wenn gelegentlich
einmal beſtimmte kraſſe Fälle der gewerbsmäßigen
Ausnützung des Mitleids vor Gericht zur Sprache
kämen. Iſt es doch allmählich für eine ganze Reihe von
Frauen und Mädchen ein gewinnbringender Beruf
ge=
worden, auf die Gutmütigkeit und Nächſtenliebe, und
damit in engſter Verbindung auf die gefüllten Taſchen
ihrer Mitmenſchen zu ſpekulieren. So bringt die
Zentrale für private Fürſorge”, die eine Lücke im
Großſtadtleben ausfüllt, zur öffentlichen Kenntnis, daß
im Laufe des vergangenen Sommers mehrfach
ange=
fragt wurde nach einem neubegründeten „Säuglings=
und Kinderheim” in Zehlendorf, ſowie nach einer
Be=
gründerin und Vorſteherin Fräulein M., und den für
das Heim ſammelnden Damen. Da die eine der
letz=
teren, eine ſich Frau v. P. nennende Dame, die
übri=
gens, wie feſtgeſtellt worden iſt, kein Recht auf Führung
des Adels hat, der Zentrale für private Fürſorge ſeit
vielen Jahren als gewerbsmäßige
Bettelbriefſchreibe=
rin bekannt iſt, nahm man Gelegenheit, die Vorſteherin
des Heims über dieſe Frau v. P. aufzuklären.
Be=
merkenswert iſt, daß die Vorſteherin die angebliche
Frau v. P. mit den Sammlungen betraut hat, ohne
ſich irgendwie nach ihr zu erkundigen. Aber nicht
genug damit, ſie ließ auch nach dieſer Aufklärung die
Sammelliſten in ihren Händen, und die Sammlungen
gingen fort, nur mit dem Unterſchied, daß nunmehr die
Tochter dieſer Frau P. aus erſter Ehe, Frl. Ilſe S.,
in Aktion trat. Wird ſo etwas mal aufgedeckt, ſo
dürften recht unerquickliche Dinge zum Vorſchein
kom=
men, iſt doch nicht einmal über Ein= und Ausgang der
zahlreichen Gaben Buch geführt worden! — Indem die
Zentrale für private Fürſorge dieſe ihr authentiſch
be=
kannt gewordenen Tatſachen dem Publikum
unter=
breitet, möchte ſie allen Leſern die Mahnung dringend
ans Herz legen, doch nicht kritik= und
prü=
fungslos zu geben! Und es paßt nicht nur auf
Berlin, indem zur „dringenden Beachtung”
hinzuge=
fügt wird: Wenn Geld vorhanden iſt, um es ſo
prüfungslos zu geben, warum muß dann ſo häufig zu
ſo anfechtbaren Vorſchlägen zur Geldbeſchaffung für
ſoziale Zwecke gegriffen werden, wie ſie faſt täglich durch
die Preſſe gehen? Den Eingeweihten, der alle die
Vor=
gänge auf dieſem Gebiete verfolgt, erfüllt es mit den
ſchmerzlichſten Zweifeln an dem ſozialen Empfinden
unſerer Zeit, wenn er hören muß, wie man auf der
einen Seite nicht an die Möglichkeit glaubt, für edle
und wichtige Zwecke auch nur einige tauſend Mark
auf=
zubringen, während er ſieht, wie auf der anderen Seite
die gleichen Tauſende ohne Mühe Stellen zufließen,
deren Wert und Bedeutung gar nicht geprüft ſind! —
Hört und lieſt man derartiges, ſo kann man nicht ein
leichtes Lächeln unterdrücken, daß hier ſoeben ein
„Bund für Höflichkeit” ins Leben gerufen ward,
um den Weltſtädtern dieſe Tugend anzugewöhnen. Ach
ja, wie Obiges ergibt, kann die Weltſtadt einem die
Höflichkeit abgewöhnen! Natürlich hat der Bund in
erſter Linie die armen Männer im Auge, die höflich
bleiben ſollen in allen Lebenslagen, am höflichſten
gerade in den ſchwierigſten. Etwa wenn das teure
Ehegeſpons von dem liebenden Gatten eine
Poiret=
toilette fordert, die jetzt das ehrgeizige Verlangen
jeder „tipptoppen” Berlinerin bildet! Denn nur die
von dem Pariſer Maler=Schneider oder Schneider=
Maler Poiret, der kürzlich hier geweilt und die
Re=
klame gehörig verſtanden, „inſpirierten” Toiletten
haben bei unſeren Modeköniginnen Geltung. Tu Geld
in deinen Beutel, recht viel Geld, verehrter Ehe= und
Wehemann, wenn du zu Poiret bekehrt werden ſollſt!
Und ehe du zur Schau und Prüfung gehſt, falls du
deſſen überhaupt für würdig befunden wirſt, erinnere
dich des hübſchen Zwiegeſprächs zweier Mondänen aus
den Luſtigen Blättern: „Stell dir bloß vor, in Paris
ſind gleichzeitig zehn Konfektionäre wahnſinnig
gewor=
den!“ — „Ach, das gibt gewiß wieder reizende Moden!”
— du wirſt dann nicht gar ſo ſehr überraſcht werden!
Eine beträchtliche Zahl dieſer „reizenden Moden”
konnte man bei der Eröffnung des neuen Sport=
Palaſtes beſtaunen, der, in der oberen Potsdamer
Straße gelegen, ſoeben ſeine Pforten weit aufgetan. Es
ward hier in der Tat etwas wirklich Weltſtädtiſches
ge=
leiſtet, dank der Energie und Umſicht des
General=
direktors Jacques Roſtin, der bereits den Eispalaſt
begründet, ſich aber mit ſeiner neuen Schöpfung ſelbſt
übertroffen hat. Wer zum erſten Male die ungeheure,
von tauſenden weißen und farbigen Lichtchen beſtrahlte
Halle betritt, der kann einen bewundernden Ausruf
kaum unterdrücken. Das Großartige der ganzen
An=
lage läßt nirgends die künſtleriſche Geſtaltung
ver=
miſſen, und auch vom techniſchen Standpunkt aus ward
hier etwas Erſtklaſſiges geſchaffen. Um die ſchimmernde
Eislauffläche, die mit ihrem Umfange von 2400
Qua=
dratmetern gegenwärtig die größte der Erde iſt, erhebt
ſich amphitheatraliſch das weite Parterre, das ebenſo
wie die erſte Galerie drei Abſtufungen aufweiſt.
Hier=
durch wird ein von allen Plätzen möglichſt freier
Rund=
blick erreicht, da keine einzige Säule dieſen behindert.
Eine zweite Galerie, die die Muſikorcheſter aufnimmt,
iſt im übrigen ganz mit Pflanzen dekoriert und gibt
einen reizvollen Abſchluß. Ueber dem weiten Raum
wölbt ſich in 33 Meter Höhe die außerordentlich
vor=
nehm wirkende rieſenhafte Decke, die eine Fläche von
nicht weniger als 2¼ Morgen bedeckt und hinſichtlich
ihrer Konſtruktion eine meiſterhafte Leiſtung darſtellt.
84 Flammenbogenlampen werfen von ihr ſtrahlenden
Glanz auf die Eisfläche, damit jedoch noch nicht genug,
dienen noch weitere 40 Bogenlampen, ſowie 30000
Illuminationslampen und 6000 Metallfadenlampen, die
an den Emporendecken und Brüſtungen angebracht
ſind, zur Erleuchtung, ſo daß eine Geſamtkerzenſtärke
von über ¾ Millionen vorhanden iſt. Während als
Grundton für die ſehr geſchmackvolle Architektur ein
pompejaniſches Rot gewählt wurde, iſt der als Foyer
beſtimmte 43 Meter lange Saal im erſten Stock mit
blauem Kunſtmarmor und Bronzeverzierungen
deko=
riert. Von ihm führen große Spiegeltüren zur erſten
Galerie, die ebenſo wie die Parterre=Galerie keine
Säulen aufweiſt, welche den Ueberblick irgendwie
be=
einträchtigen könnten. Die zweite Etage enthält in der
ganzen Frontbreite Klubräume, während in der dritten
die umfaſſenden Wirtſchaftsräume untergebracht ſind.
Außer der dort gelegenen Hauptküche ſind noch über das
ganze Gebäude Nebenküchen, ſowie Bier= und
Wein=
büfetts verteilt, kann doch der Saal in all ſeinen Teilen
an 8000 Perſonen faſſen! Buntfarbige und feſſelnde
Bilder weltſtädtiſcher Eleganz und Mannigfaltigkeit
entrollten ſich am Eröffnungsabend auf der Arena, um
und über derſelben; die Meinung war eine
einſtim=
mige, daß Berlin um einen „Clou” reicher ſei und mit
dieſem die übrigen Weltſtädte glänzend geſchlagen
habe!
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Seite 34
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Nummer 272.
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im „Fürſtenſaal”. Grafenſtraße 20, Sonntag, den 20. November,
abends 8 Uhr
von Dr. E. Dönges.
Thema: Die Predigt des Kreuzes Chriſti, Gottes Kraft u. Gottes Weisheit.
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Jedermann iſt herzlichſt eingeladen.
Die für Herrn Freiherrn von der Recke anberaumten Verſammlungen
müſſen wegen Erkrankung desſelben bis auf weiteres verſchoben werden.
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Sonntag, den 20. November 1910:
Gemeinſchaftlicher Beſuch der 6. Starkenb. Geflügel=
Ausſtellung in Pfungſtadt. Abfahrt 1‟ Hauptbahnhof.
Montag, den 21. November 1910, abends 8½ Uhr:
Monatsverſammlung
im Vereinslokal „Stadt Pfungstadt‟.
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Schutzenhol!
Sonntag, den 20. November, abends 8 Uhr
grosses Milltar-Streichkonzert
der Kapelle des Garde=Dragoner=Regiments Nr. 22
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Leitung: Herr Musikmeister Mittelstädt.
Großes Extra=Programm.
Großes Extra=Programm.
Im
grossen Saale zur Stadt Pfungstadt.
Eröffnung
Samstag, den 19. Nov. u. folgende Tage
— Sichler Hippodrom
Hippodrom-Reithalle für Damen, Herren und Kinder.
Das Reiten findet mit Musikbegleitung statt u. kann sich Jedermann daran
beteiligen, auch Nicht-Reiter.
(*28442
Zu zahlreichem Besuch ladet ein die
Direktion.
Entree: Erwachsene 10 Pfg., Kinder 5 Pfg.
Doppelquartett „Rheingoldt
(Dirigent: Fr. Damm.)
Sonntag, den 20. November
1910,
abends 8 Uhr
Abend-Unterhaltung
im Kaisersaal (Grafenstrasse)
unter gütiger Mitwirkung des Herrn Robert Schneider (Deklamationen),
Zither=
klub „Edelweiss” und Athletenverein (Kunſtionalieren)
(22470
Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins ladet höflich ein
Der Vorstand.
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Bürger-Keller
täglich Konzert
Salon- (9842a
Damen-Orchester.
Ludwigshone.
Sonntag, den 20. November 1910:
KO M Z ERT
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
(grösserer Teil derselben)
Leitung: Obermusikmeister Augo Hauske.
Aus dem Programm: J. Cl. Vogel: Ouvertüre zu „Demophon”;
G. Puceini: Fantaſie aus „La Bohéme‟; Joh. Strauß: Myrthenblüten”,
Malzer: G. Roſſini: Ouvertüre zu „Tancred‟; Fr. Chopin: Präludium;
R. Planguette: Melodien aus „Die Glocken von Corneville‟; S. May:
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Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
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Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
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Donnerstag, den 1. Dezember 1910, abends 8 Uhr,
im Saale der Turnhalle (Woogsplatz)
unter gütiger Mitwirkung eines Teiles der Kapelle des 6ier Artill.-
Regts., Herrn Musikmstr. Weber.
Es werden singen:
Enrico Caruso, Leo Slezak, Erik Schmedes,
Geraldine Farrar, Seima Kurx, Tetrazzin!
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bilden die Gesangs-Nummern mit Orchester-Begleitung
(Streichmusik der Kapelle Weber):
Cavatine aus Margarethe (Faust) von Ch. Gounod,
gesungen von Kari Jörn.
Gralserzählung aus „Lohengrin” von Rich. Wagner,
gesungen von Karl Jörn.
Gebet des Königs aus „Lohengrin” von Rich.
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Unterwelt” von Binder. 3. Fantaſie aus
„La Traviata” von Verdi. 4. Adagio aus
der „Sonate pathetique” von Beethoven.
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Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
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Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Seite 39.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
9—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Nov.: dem Schreiner Joh. Götz,
Große Kaplaneigaſſe 36, eine T. Eliſabeth. Am 10.:
dem Schaffner bei der Staatsbahn Michael Bickel,
Landwehrſtraße 62, eine T. Barbara. Dem Sergeant
und Bataillonstambour im Leibgarde=
Infanterieregi=
ment Nr. 115 Karl Seitz, Wilhelminenſtr. 15, eine T.
Anna Marie Ella Auguſte. Am 9.: dem Lehrer Joh.
Raiß, Kranichſteinerſtraße 50, eine T. Theodora
Ottilie. Am 13.: dem Schloſſer Jakob Getroſt,
Rhön=
ring 77, ein S. Rudolf. Am 10.: dem Architekt Karl
Heim, Inſelſtraße 29, eine T. Anneliſe Elſe. Am 13.:
dem Milchhändler Peter Schüler,
Pfründnerhaus=
ſtraße 8, ein S. Friedrich Ludwig. Am 16.:
Magazin=
arbeiter Heinrich Kiefer, Schützenſtraße 5, ein S.
Heinrich Franz Ludwig. Am 11.: dem Fabrikarbeiter
Heinrich Ranft, Frankfurter Straße 131, eine T. Eva.
Am 13.: dem Eiſendreher Max Hertha, Waldſtr. 22,
eine T. Auguſte Martha. Am 11.: dem Bureaudiener
Emil Müller, Rheinſtraße 41, ein S. Auguſt Emil.
Dem Fuhrmann Wilhelm Schwinn, Fuhrmannſtraße
Nr. 2, ein S. Willi.
Aufgebote. Am 15. Nov.: Artiſt Wilhelm Mauer
in Mainz mit Dienſtmagd Lina Lauer, ebendaſelbſt.
Fabrikarbeiter Joſeph Zirkel in Offenbach a. M. mit
Henriette Meiſter, ebendaſelbſt. Taglöhner Chriſt.
Egly, Langegaſſe 17, mit Lauffrau Emma Carthaſer,
ebendaſelbſt. Taglöhner Heinrich. Trumpfheller,
Brandgaſſe 12, mit Kathar. Uhrig, Liebfrauenſtr. 67.
Am 16.: Schreiner Fritz Karl Eiſelt, Neue
Irene=
ſtraße 3, mit Strohhutnäherin Franziska Theodora
Johanna Kuntz, ebendaſelbſt. Kutſcher Phil.
Ger=
hardt, Fuhrmannſtr. 8, mit Kochfrau Barbarg
Gün=
ther, ebendaſelbſt. Am 17.: Straßenbahn=Wagenführer
Johann Edelmann in Frankfurt a. M. mit
Dienſt=
magd Marg. Hieronymus in Falken=Geſäß. Tiſchler
Simon Wilhelm in Eiſenach mit Fabrikarbeiterin
Anna Marie Kathar. Hoffmann, ebendaſelbſt.
Weiß=
binder Friedrich Valentin Schott in Eberſtadt mit
Dienſtmädchen Johanna Steinhäuſer, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 14. Nov.: Taglöhner Friedrich
Weiher, 59 J., kath., von Eberſtadt, Kr. Darmſtadt.
Am 15.: Maſchinenmeiſter Georg Bender, 44 J., kath.,
von Pfungſtadt. Am 16.: Friedricho Blümler, 5 Mon.,
evangeliſch, S. des Taglöhners, Langegaſſe Nr. 8.
Am 15.: Eliſabeth Mahr, 1 J., ev., T. des Spenglers,
Dieburger Straße 32. Am 15.: Schuhmacher Johann
Horn, 29 J., ev., Magdalenenſtraße 7. Dr. med.
Wil=
helm Lackmann, 47 J., kath., von Urberach.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
26. Sonntag nach Trinitatis, den 20. November 1910
Totenfeſt.
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Nachmittags 3 Uhr: Vesper. — Mittwoch, den 23.
No=
vember, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber. Kollekte für die Krankenpflege der Gemeinde.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Diehl. — Nachm. um 6 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Kollekte für die Krankenpflege der Gemeinde. —
Mitt=
woch, den 23. November, abends 8 Uhr:
Kirchen=
muſikaliſche Abendfeier. Eintritt frei.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Velte.
Nach der Predigt: Feier des heil. Abendmahls mit
un=
mittelbar vorausgehender Vorbereitung. Kollekte für die
Krankenpflege der Gemeinde. — Vormittags um 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Friedhofsfeier: Nachmittags 3 Uhr, Pfarrer
Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
25. November, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Samstag, den 19.
No=
vember, namittags 5 Uhr: Abendmahlsfeier für die
Familien. — Sonntag, den 20. Nov., vorm. 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. — Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für arme Kranke. — Vorm.
10 Uhr: Pfarrer Kraus. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Abends 5½ Uhr: Liturgiſcher
Gottesdienſt unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins
und der Chorſchule. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz. — Abends um
6 Uhr: Pfarrer Widmann.
Montag, den 21. November, abends 8¼ Uhr,
im Gemeindehaus, Mollerſtraße 23: Vortrag des Herrn
Chefredakteurs K. Weidt=Frankfurt a. M.: „Der
evangeliſche Chriſt und ſeine Zeitung”.
Alle evangeliſchen Männer ſind freundlich eingeladen.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Knöpp. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Bibelſtunde.
Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. Kollekte für Unterhaltung des
Ge=
meindehauſes. — Vormittags 11 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Walz. — Nachmittags 3½ Uhr: Feier
auf dem Beſſunger Friedhof. Pfarraſſiſtent
Flöel. — Abends um 6 Uhr: Aufführung des
Ora=
toriums von Dr. Loewe „Die Auferweckung des
Lazarus durch den Kirchengeſangverein und mehrere
Soliſten. Eintritt frei. Kollekte für den
Kirchengeſang=
verein.
Panluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Abends 6 Uhr:
Liturgiſcher Gottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 20. Nov.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer Veller
Abende 8 Uhr: Blaukreuzverſammlung.
Donnerstag, den 24. November, abends 8½ Uhr, in der
„Stadt Pfungſtadt”: 4. Vortrag von Herrn Pfarrer
Veller über: „Was dünkt Euch um Chriſtus?
Weß Sohn iſt er?‟ Jedermann iſt herzlich
einge=
laden. Eintritt frei.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 20. November, vorm. 10 Uhr: Predigt. —
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt und heil. Abendmahl. Herr Prediger
Weinhold=Worms a. Rh. — Im Anſchluß. Teepauſe
und Jugendfeſt. Zu allen Verſammlungen iſt jedermann
herzlich eingeladen. Eintritt frei!
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Hchweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
19. November, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Letzter Sonntag nach Pfingſten, den 20. November 1910
Kollekte für die Armen des St. Eliſabethen=Vereins
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr:
Sakramen=
taliſche Bruderſchaftsandacht. — Um 4 Uhr: Vortrag
und Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des 3. Ordens. — Um 6 Uhr:
Roſenkranz=
andacht.
Kapelle der Engliſchen Jräulein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Auf
dem Uebungsplatz bei Griesheim Sing=Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkircke: Samstag, den 19. November,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 20. November 1910
Feſt der hl. Eliſabeth
Vorm. von 6 Uhr an‟ Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Vesper und Segen; darauf
Verſammlung der Jungfrauen=Sodalität.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
19. November, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
27. Sonntag nach Pfingſten, den 13. November 1910
Feſt der hl. Eliſabeth.
Kollekte für den St. Eliſabethen=Verein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Katechetiſche
Pre=
digt und ſakramentaliſche Bruderſchaftsandacht. —
Biblio=
thek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 19. November,
abends um 5 Uhr: Beichte.
27. Sonntag nach Pfingſten, den 20. November 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 27. Sonntag nach Pfingſten,
den 20. November, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
Church of England Service
27th Sunday after Trinity
20th November 1910
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 4,00 p. m.
The Rev. Canon Me Lulich, Bad Homburg, will offieiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 27. Okt.: Dem Leutnant a. D.
Wilhelm Graf von Schlitz, genannt von Görtz T. Alexandra
Anna Sophie Katharina Emilie Adrienne, geb. 24. Sept.
30. Okt.: Dem Verkäufer Auguſt Roman Rohrer S.
Joſeph, geb. 9. Okt. 13. Nov.: Dem Architekt Robert
Franz Hammes T. Madeleine, geb. 16. Sept. Dem
Streckenarbeiter Heinrich Ohl S. Heinrich Peter, geb.
11. Okt.
Johannesgemeinde: 13. Nov.: Dem
Schuh=
machermeiſter Jakob Weber T. Eliſe, geb. 13. Okt. Dem
Mechaniker Karl Heep T. Hedwig, geb. 22. Okt. Dem
Stationsſchaffner Wilhelm Schupp S. Kurt, geb. 30. Okt.
Dem Kaufmann Joh. Chriſtian Karl Kiſſel S. Emil
Konrad Anton Gerd, geb. 7. Okt. Dem Sattler Heinrich
Schwarz S. Erich Walter, geb. 22. Sept. Dem
Likör=
fabrikant Peter Bertſch S. Philipp Wilhelm, geb. 15. Okt.
Martinsgemeinde: 10. Nov.: Dem Schaffner der
elektr. Straßenbahn Ludwig Metz T. Anna Margarethe
Katharina Henriette Philippine, geb. 3. Okt. Dem
Tag=
löhner Philipp Hörr T. Anna Margarethe Eliſabeth,
geb. 28. Okt. 13. Nov.: Dem Magazinarbeiter Karl
Friedrich Müller S. Karl Friedrich, geb. 17. Febr. Dem
Kaſſierer Karl Philipp Wagenführ T. Irmgard, geb.
6. Sept. 9. Nov.: Dem Glaſer Karl Adolf Bachofer T.
Wilhelmine Friedericke, geb. 9. Juni. 13. Nov.: Dem
Polizeiwachtmeiſter Johann Georg Breitbarth T. Marie,
geb. 28. Okt.
Petrusgemeinde: 13. Nov.: Dem Schneider
Heinrich Auguſt Steinmetz T. Franziska Eliſaheth, geb.
17. Okt. Dem Forſtaufſeher Wilhelm Aßmus S. Walter
Willi, geb. 23. Okt.
Paulusgemeinder 19. Nov: Dem Schreiner
Auguſt Karl Emil Eduard Hunnemann T. Eliſe Emma,
geb. 20. Sept. Dem Tapezier Georg Pacholski T.
Mar=
garete Helene, geb. 7. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 29. Okt.: Kaufmann Richard
Ferdinand Rammel und Ottilie Eliſabeth Zeh.
Martinsgemeinde: 12. Nov.: Geometer Conrad
Anton Schrohe und Eliſabeth Margarethe, geb. Ripper.
Hilfsbahnſchaffner Georg Pfeiffer und Eliſe Krämer.
Petrusgemeinde: 12. Nov.: Metzger Georg
Heger und Anna Eva, geb. Fey.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Nov.: Pfarrer i. P. Theodor
Heuß, 60 J., ſtarb 11. Nov. zu Traiſa. Fabrikarbeiter
Friedrich Engel, 61 J., ſtarb 12. Nov. 15. Nov.: Georg
Friedrich Wilhelm Schwinn, S. des Kaufmanns Georg
Friedrich Wilhelm Schwinn, 2 M., ſtarb 13. Nov. 17. Nov.:
Philipp Friedrich Blümler, S. des Hausburſchen Wilhelm
Blümler, ½ J., ſtarb 16. Nov. 11. Nov.: Ehefrau
Gertrude Schneider, geb. Lang, 39 J. 5 M., ſtarb 8. Nov.
15. Nov.: Rechnungsrat i. P. Konrad Reh, 76 J. 6 M.,
ſtarb 12. Nov.
Johannesgemeinde: 12. Nov.: Poſtſchaffner
Bernhard Held, 75 J., ſtarb 10. Nov.
Martinsgemeinde: 15. Nov.: Ehefrau des
Oberpoſtſchaffners Adalbert Wenzel, 49 J., ſtarb 12. Nov.
Eliſabeth Grab, Ehefrau des Gardeunteroffiziers i. P.
Konrad Grab, 69 J., ſtarb 13. Nov. 16. Nov.: Eliſe
Mahr, T. des Spenglers Valentin Mahr, 1 J., ſtarb
15. Nov.
Paulusgemeinde: 14. Nov.: Fuhrmann Chriſtian
Müller, 59 J., ſtarb 11. Nov.
Geuigengzug
der
223. Königlich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
5. Klaſſe. 8. Ziehungstag. 17. November 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 145485 200938
2 Gewinne zu 5000 Mk. 136126 146424
43 Gewinne zu 3000 Mk. 19396 41828 48191 50896
52320 74468 76424 86878 92950 98167 99821 116479
116530 119487 123517 130222 131306 132224 139152
153396 170528 171207 177743 178510 189331 169481.
208962 211474 222711 222869 226237 229500 232673
232898 251005 251996 253889 260660 274561 277047
277976 290615 294590
66 Gewinne zu 1000 Mk. 6265 8630 27029 34758
35452 37346 38370 42432 42433 46313 47767 51967
56429 58132 58838 59639 62855 64635 68091 75935
80358 87034 91290 93443 102846 117266 117334
118188 128067 129499 132797 134345 146745 147255
147477 150568 158213 159954 166865 167348 177355
186359. 201567 205092 210845 216688 228148 246890
254574 260093 261806 261318 284815 290406 294037,
294778
133 Gewinne zu 500 Mk. 858 1099 2402 3201 4812
11239 20398 22499 22983 80393 30931 33724 34751
34841 37249 43658 49718 51876 52409 52872 54797
65256 56542 57770 61394 61635 61858 68354
70155 71967 71978 72028 72973 86372 87688 88466
88870 90458 93749 93790 96400 99147 103710 103963
107171 109923 112487 115343 117135 117856 119153
119502 120265 120644 122315 125804 139311 142683
143277 143683 146574 146911 148915 149977 150063
154703 154886 158365 159871 160663 161381 163047
165303 171171 174985 177915 181234 181838 184344.
184365 166165 189008 190539 191287 191420 194376
197119 198916 199314 202097. 207337 207370 208598
208602 209120 209786 210432 211076 212632 212969
216756 224164 224561 224569 230443 234219 234667
236459 239639 242062 244955 247421 247946 251186
254389 255618 257398 259245 263972 266966 269402
272325 278117 276582 278667 279636 279866 269307
291024 297302 299219 301267 303862
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 200000 Mk. 28611
1 Gewinn zu 15000 Mk. 139728
3 Gewinn zu 10000 Mk. 18808 122455 207386
3 Gewinne zu 5000 Mk. 102365 120352 246537
41 Gewinne zu 3000 Mk. 10240 14028 35902 60911
69144 90851 91459 92365 96965 103858 108912 124574
125222 138400 139148 139344 162029 168647 170371
174520 177646 182402 182742 185955 189151 205963
215008 232086 237657 247209 250179 257315 267599
276095 280818 282602 283164 283646 285403 285926
290726
72 Gewinne zu 1000 Mk. 1634 6321 6304 12379
18975 33965 35157 36697 41082 44897 46737 47764
49304 53602 63663 58568 61262 66810 71125 71575
77418 79220 80128 82619 84097 86042 87849 93025
93780 94467 99632 103267 104479 109107 113994
119026 120217 122518 127127 128430 132075 146414
146862 153385 179148 182336 188171 191161 193915
205413 210824 211414 217479 221606 224298 229075
230057 236861 241461 245094 259124 261972 267465
269186 269963 272968 276998 279911 285672 266969
289852 291035
109 Gewinne zu 600 Mk. 8885 10511 12291 15875
17861 19937 24083 25896 27364 27808 33222 36101
36290 37612 38128 39230 40548 41276 42517
45928 49525 49589 60596 60866 65812 68327 71518
72224 72366 76813 76888 77439 78679 83820 84762
87803 87888 88087 88158 90650 92531 92865 94832
96934 98244 98888 100938 102213 104153 110267
116962 117542 117908 118210 133420 136120 143621
145825 164673 159360 160279 163266 164250 164453
169130 169472 169498 169973 176931 180543 180648
183823 187903 192248 192592 194940 199818 207073
208196 211411 211426 218224 219638 220429 222496
222552 228723 232521 233082 236194 237194 243483
249503 252385 253636 259422 260886 264377 267490
269961 288620 288670 290636 291664 293840 294294
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Seite 40.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 19. November 1910.
Nummer 272.
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