Abonnemenkspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
furen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 266.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Moabit und Südwales.
C) Der Beginn des Moabiter Krawallprozeſſes fällt
zeitlich mit dem Streikaufruhr in Südwales zuſammen. Das
iſt inſofern von Bedeutung, als die Moabiter
Gerichts=
verhandlung von neuem die Aufmerkſamkeit des
Auslan=
des auf Vorgänge lenkt, die in der ausländiſchen Preſſe
nach verſchiedenen Richtungen eine Deutſchland
unfreund=
liche Beurteilung erfahren haben. Bis in die
halbamt=
liche Preſſe Englands und Rußlands hinein iſt vor
eini=
gen Wochen die Auffaſſung gedrungen, daß die Moabiter
Vorgänge gezeigt hätten, auf wie ſchwachen Füßen die
Autorität in Deutſchland ſtehe, wie ſchwer der ſoziale
Frieden Deutſchlands bedroht ſei. Legte man dieſes
Ur=
teil der Würdigung deſſen zugrunde, was jetzt im
Haupt=
kohlenbecken von Südwales ſich abſpielt, dann müßte man
die innere Lage Großbritanniens noch weit peſſimiſtiſcher
anſehen. Denn der Streikaufruhr im Rhondatal geht
über die Moabiter Tumulte erheblich hinaus. Angriffe,
wie ſie dort auf Fabrikanlagen, Kraftſtationen uſw.
ge=
macht wurden, Verwüſtung und Plünderung von Läden,
wie ſie dort im größten Maßſtabe vorkamen, laſſen die
Ausſchreitungen in Moabit recht weit hinter ſich.
Der Schwere des Aufruhrs entſprechen die
Ab=
wehrmaßregeln der engliſchen Behörden. Man hat ſich
nicht getraut, nach dem Brennpunkte des Aufruhrs
Poli=
zeimannſchaften aus der nächſten Umgebung zu berufen,
ſondern zog aus London Hunderte von Konſtablern heran
und hält außerdem Soldaten in Bereitſchaftſtellung. Ob
ſich das Eingreifen des Militärs vermeiden laſſen wird,
müſſen die nächſten Tage erweiſen. Das bisherige
Vor=
gehen der engliſchen Polizei geſtattet aber ſchon jetzt das
Urteil, daß das angeblich übermäßig ſchroffe Vorgehen der
Berliner Polizei den Vergleich mit dem Verhalten der
eng=
liſchen Polizei nicht im geringſten zu ſcheuen braucht.
Es ſei nur daran erinnert, daß die engliſche Polizei viele
fliehende Frauen in das Waſſer des Aberdarekanals
ge=
trieben hat. Die engliſchen Berichterſtatter, die in Berlin
von der Polizei verkannt wurden und infolgedeſſen
teil=
weiſe zu Schaden kamen, werden hoffentlich den
Vorgän=
gen in Südwales die Mahnung entnehmen, etwas
we=
niger vorlaut von Uebergriffen der Berliner Polizei zu
reden. Unſere ſozialdemokratiſche Preſſe aber, die nicht
müde geworden iſt, Deutſchland wegen des Verhaltens
der Polizei in Moabit der Verachtung des Auslandes zu
überantworten, kann aus den Erfahrungen von
Süd=
wales wieder einmal lernen, wie einſeitig ſie deutſche
Zuſtände zugunſten des Auslandes herabſetzt.
Die amerikaniſchen Wahlen in engliſcher
Beurteilung.
* Der Sturz der republikaniſchen Partei
in den Vereinigten Staaten wird von den
eng=
liſchen liberalen Blättern mit großer Genugtuung
beſpro=
chen. Sehen ſie darin doch in erſter Linie eine Auflehnung
des amerikaniſchen Volkes gegen den hohen Schutzzoll,
der das Leben ſo unendlich verteuert hat. Der
demokra=
tiſche Sieg wird als ein Sieg der Gegner des
Hochſchutz=
zolls gefeiert und bietet den engliſchen Regierungsparteien
natürlich ein vortreffliches Argument gegen alle
Tarif=
reformbeſtrebungen der konſervativen Partei.
Die konſervativen Blätter ſuchen freilich nach einem
anderen Grunde für die überwältigende Niederlage der
republikaniſchen Partei in Amerika, die vieles mit der
engliſchen konſervativen Partei gemein hat, und dieſen
Grund finden ſie in der Perſönlichkeit
Rooſe=
velts, der ſich zum Mittelpunkt der Wahlkampagne
ge=
macht hatte. „Er hat zu viel geredet, zu viel von ſich
reden gemacht”, ſagt ein republikaniſches Blatt in New=
York, und dieſe Erklärung findet in der konſervativen
Preſſe Englands ein lebhaftes Echo. In
vorliegen=
den amerikaniſchen Berichten wird beſonders betont, daß
in allen Diſtrikten, wo Rooſevelt während der
Wahlkam=
pagne geredet hat, der demokratiſche Kandidat gewählt
wurde. Es unterliegt keinem Zweifel, daß im Staate
New=York wenigſtens zahlreiche republikaniſche Politiker
und ihr Anhang für die demokratiſchen Kandidaten
ſtimm=
ten. In einem republikaniſchen Klub in New=York, dem
meiſt „Eiſenbahnmagnaten” und „Truſttyrannen”
ange=
hören, wurden die Nachrichten von den demokratiſchen
Siegen mit frenetiſchem Jubel aufgenommen. Unter dem
Samstag, den 12. November.
Bilde Rooſevelts, das in dieſem Klub hing, hatte man
eine Karte befeſtigt, auf der in großer Schrift zu leſen
war: „I did it.‟ (Ich tat es.) In dieſen Kreiſen der
amerikaniſchen Finanz= und Induſtriewelt gibt man ſich
dem Glauben hin, daß Rooſevelt, der ärgſte Feind der
Korruption und plutokratiſcher Herrſchſucht, nun ein für
allemal abgetan iſt und als republikaniſcher
Präſident=
ſchaftskandidat für 1912 nicht mehr in Frage kommen kann.
Perſten, England und Rußland.
* Wie das Reuterſche Bureau erfährt, ſtellt ſich die
gegenwärtige Lage in Betreff der perſiſchen
An=
leihefrage folgendermaßen dar: England und
Rußland ſind keineswegs, wie von verſchiedenen
Sei=
ten wiederholt mitgeteilt wurde, bemüht geweſen, Perſien
zu hindern, für Reformen die erforderlichen Geldmittel
zu erlangen. Nachdem Perſien die engliſch=ruſſiſchen
Be=
dingungen für einen Vorſchuß im letzten Frühjahr
zurück=
gewieſen hatte, wurde ihm, um ſeine Lage zu beſſern, zu
verſtehen gegeben, daß es von England und Rußland
400000 Pfund ohne politiſche Bedingung erhalten könnte.
Das Anerbieten iſt noch offen. Perſien machte aber von
der Gelegenheit bisher keinen Gebrauch, ſondern trat mit
führenden Londoner Inſtituten in Verhandlungen, denen
England wohlwollend gegenüberſteht. Wie berichtet wird,
ſind die Verhandlungen zur Regulierung der
Kon=
ſolidierung der bei Rußland gemachten Anleihe
eröffnet und nehmen auf der Grundlage des vor kurzem
zwiſchen der Kaiſerlich Perſiſchen Bank und der
per=
ſiſchen Regierung geſchloſſenen Abkommens einen
be=
friedigenden Fortgang.
Was die politiſche Lage betrifft, ſo hat England
die perſiſche Note, worin die wegen der Lage in
Südperſien erhobenen Vorſtellungen behandelt werden,
noch nicht erwidert und wird ſie wahrſcheinlich nicht
er=
widern, bevor nicht der Text in London eingeht. Mit
Bezug auf die Konzeſſionen, die Rußland dem
Vernehmen nach als Vorbedingungen für die Abberufung
ſeiner Truppen aus Perſien verlangt hat, wird die
An=
ſicht aufrecht erhalten, daß es ſich nicht um Konzeſſionen
handele. Bezüglich des Motorwagendienſtes wird nichts
weiteres verlangt, als daß die von Pferden gezogenen
Fuhrwerke, die gegenwärtig den Poſt= und Frachtdienſt
auf der ruſſiſchen Straße verſehen, durch Automobile
er=
ſetzt werden, und es hat ſich nun eine Frage über die für
Automobile zu entrichtenden Zölle erhoben. Eine andere
von Rußland nachgeſuchte ſogenannte Konzeſſion beſteht
nur in der Forderung auf Erneuerung des Rechtes, auf
Mineralien zu ſchürfen, das Rußland bereits früher
ein=
mal zuſtand, aber in Verfall geraten war.
Der Chef der mittelaſiatiſchen Abteilung des
Mini=
ſteriums des Aeußern v. Klemm erklärte einem
Bericht=
erſtatter der Nowoje Wremja, daß die ruſſiſche
Re=
gierung zwar durch den Vertrag vom September 1909
verpflichtet ſei, keine gegen Perſien gerichtete
Agi=
tation des früheren Schahs in Rußland
zu=
zulaſſen, ſie könne aber andererſeits deſſen Abreiſe nicht
hindern und ſeine Tätigkeit außerhalb Rußlands nicht
be=
aufſichtigen.
Deuſches Reich.
* Das Geſetz zur Regelung der
Haus=
arbeit geht im Reichstage ſeiner Verabſchiedung
ent=
gegen. Faſt über alle Beſtimmungen iſt im Ausſchuß
zwiſchen Regierung und Parteien ein Einverſtändnis
er=
zielt worden; ein ſolches fehlt aber in der wichtigen Frage,
ob in Hausinduſtrien mit beſonders ſchlechten Löhnen
ein ſtaatlicher Eingriff unter Feſtlegung einer unteren
Lohngrenze mit rechtsverbindlicher Wirkung geboten ſei.
Die Gegner dieſer Maßregel ſtellen ſich auf den
grund=
ſätzlichen Standpunkt, daß der Staat in die Lohnregelung
nicht eingreifen dürfe. Die Freunde jener Maßregel
be=
zeichnen alle ſonſtigen Vorkehrungen zugunſten der
Haus=
induſtrie als eine Laſt für die Arleiter, wenn man nicht
an die Wurzel des Uebels, die ſchlechten Löhne, herantrete.
Wer ſo urteilt, kann ſich auf das Beiſpiel Englands
berufen: England hat Gewerkämter (trade boards) zur
Regelung von Lohnfragen in keſonders bedrückten
In=
duſtrien eingeführt. Hierbei haben alle engliſchen
Par=
teien einmütig zuſammengewirkt.
— Der deutſche Geſandte in Portugal
hat dem portugieſiſchen Miniſter des Auswärtigen eine
Note mit der Mitteilung überreicht, daß ſeine Regierung
ihn ermächtige, offiziöſe Beziehungen aufzunehmen,
1910.
— Die Lehrer und das Schöffenamt. Der
Deutſche Lehrerverein bereitet eine Maſſenpetition an den
Reichstag in der Frage der Zulaſſung der Volksſchullehrer
zum Schöffenamt vor. Es ſoll darin unterſucht werden,
ob das dienſtliche Intereſſe bei dieſer Frage tatſächlich
ausſchlaggebend ſein kann. Die Landlehrer, namentlich
die an einklaſſigen Schulen, werden aufgefordert, Material
über die einſchlägigen Fragen zu ſammeln.
— Der Provinzialvorſtand der
natio=
nalliberalen Partei des Rheinlandes
be=
abſichtigt, nach dem Vorgehen der anderen Parteien in
einzelnen Wahlkreiſen in die Agitation für die
kommen=
den Wahlen einzutreten und dort, wo es noch nicht
ge=
ſchehen iſt, nationalliberale Vereine zu gründen. Bei
voller Wahrung ihrer Selbſtändigkeit will die
national=
liberale Partei, wenn irgend möglich, mit den nicht dem
Agrariertum angehörenden Konſervativen und der
Fort=
ſchrittlichen Volkspartei zuſammengehen. Ueber die
ge=
ſchloſſene Abmachung der Nationalliberalen und der
Fort=
ſchrittlichen Partei im Rheinlande werden die
Verhand=
lungen, die am 16. November zwiſchen den Beauftragten
dieſer beiden Parteien ſtattfinden, entſcheiden.
— Die preußiſche Regierung gegen den
Moderniſteneid. Nachdem Bayern bereits den
Pro=
feſſoreneid gegen den Modernismus, den der letzte
päpſt=
liche Erlaß verlangte, zurückgewieſen hat, wird, wie aus
diplomatiſchen Kreiſen verlautet, auch Preußen im
glei=
chen Sinne den Vatikan benachrichtigen. Preußen will
ſogar, wie man mitteilt, noch weiter gehen, indem es den
Nachlaß des Eides nicht nur für die Profeſſoren, ſondern
für alle Geiſtlichen fordern wird. Es ſei nicht
ausge=
ſchloſſen, daß der Münchener Nuntius entſprechende
Wei=
ſungen bereits hatte, als er vor einigen Tagen nach Rom
abreiſte.
— Die chriſtlichen Gewerkſchaften zählten
Ende 1909 280061 Mitglieder, gegen 260767 beim Schluß
des Jahres 1908. Sie hatten alſo eine Zunahme von 7,3
Prozent zu verzeichnen, was in Anbetracht des
wirtſchaft=
lichen Niederganges in der genannten Zeit als ein ſehr
günſtiger Fortſchritt zu bezeichnen iſt. Die Einnahmen
ſtiegen von 4394754 Mark im Jahre 1908 im folgenden
Jahre 1909 auf 4612920 Mark.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die deutſch=tſchechiſchen
Ausgleichs=
verhandlungen. Der böhmiſche Statthalter ſetzte
im Namen der Regierung ſeine Bemühungen fort, die ins
Stocken geratenen Ausgleichsverhandlungen wieder flott
zu machen, indem er mit den Parteiführern unterhandelte.
Die Beratung fand nicht im Landtag, ſondern in der
Privatwohnung des Oberſtlandmarſchall=Stellvertreters
Urban ſtatt. Die Teilnehmer wurden ehrenwörtlich zum
Stillſchweigen verpflichtet.
In der öſterreichiſchen Delegation
er=
widerte auf die Angriffe des ſozialiſtiſchen Delegierten
Renner gegen den deutſchen Kaiſer der Miniſter des
Aeu=
ßern Graf Aehrenthal in energiſcher Weiſe. Er hob die
Verdienſte Kaiſer Wilhelms hervor und brandmarkte die
Ungehörigkeit, den treuen Verbündeten und Freund der
Monarchie zu beleidigen und zu beſchimpfen. Er rühmte
die außerordentlichen Verdienſte des Kaiſers um den
Frieden, ſeine hohe Begabung und ſeine guten
Bezieh=
ungen zu allen Höfen, die es ili ermöglichten, in
ſchwie=
rigen Lagen helfend einzugreifen. Zu den Sozialiſten
gewandt, erklärte Graf Aehrenthal: Wenn Sie von der
Erhaltung des Friedens reden, müſſen Sie wiſſen, daß
es Kaiſer Wilhelm und die engen und andauernden
Be=
ziehungen der Höfe untereinander in erſter Linie waren,
denen das größte Verdienſt daran beizumeſſen iſt, daß
es vor zwei Jahren nicht zum Kriege gekommen iſt.
Be=
züglich der Ausweiſungen aus Preußen erklärte Graf
Aehrenthal, daß in allen Fällen bei der deutſchen
Regie=
rung interveniert wurde. In mehr als der Hälfte der
Fälle ſei ein Erfolg erzielt worden.
In der ungariſchen Delegation erklärte
Graf Tisza, ſoweit die Gemeinſamkeit der
Heeresorgani=
ſation es geſtatte, müſſe die Armee die Souveränität des
ungariſchen Staates reſpektieren; außerdem müßten die
Mannſchaften und Offiziere ſich wirklich verſtändigen
kön=
nen. Die Oppoſition möge jedoch die militäriſche Frage
von der Tagesordnung abſetzen, damit endlich die ganze
Nation in denjenigen Fragen gemeinſam auftreten könne,
hinſichtlich deren zwiſchen Ungarn und Oeſterreich kein
Unterſchied beſtehe. Graf Apponyi erklärte, dem Appell
Nummer 266.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
des Grafen Tisza könne er nicht folgen. Die Oppoſition
könne ihre Forderungen nicht weiter herabſetzen. Koſſuth
erklärte, ſeine Partei habe im Intereſſe der Harmonie
zwiſchen König und Nation ihre Forderung ermäßigt,
von dem Minimum aber könne ſie nichts mehr nachlaſſen.
Die ungariſche Delegation nahm das Ordinarium und
Extra=Ordinarium des Heeresbudgets, ſowie einen
au=
ßerordentlichen Kredit von 180 Millionen an.
England.
Der Verfaſſungskampf. Nach einer am
Donnerstag abend veröffentlichen amtlichen Mitteilung
ſind die Konferenzen zwiſchen den Führern der
Regie=
rungspartei und der Oppoſition, die mehrere Monate
hindurch fortgeſetzt worden ſind, um eine Löſung der
kon=
ſtitutionellen Frage herbeizuführen, ergebnislos
verlau=
fen. Premierminiſter Asquith teilte mit, daß im
Hin=
blick auf die Umſtände, unter denen die Konferenz zur
Löſung der konſtitutionellen Frage abgehalten worden iſt,
eine Erklärung über die Urſachen des ergebnisloſen
Ver=
laufes der Konferenz nicht abgegeben wird. Nach einer
Meldung der Preß Aſſociation ſollen mehrere Miniſter
für die ſofortige Auflöſung des Parlaments eintreten; ſie
glauben, daß ein dringlicher Appell an das Land
Begei=
ſterung erwecken werde. Im Falle der Auflöſung iſt es
möglich, daß die Neuwahlen vor Weihnachten beendet
ſein werden.
Türkei.
Die Anleihe. Jeni Gazetta hebt in der
Beſpre=
chung des Anleihevertrages hervor, daß zwar der türkiſche
Schatz einige materielle Opfer erlitten habe, daß er aber
von einer Verpflichtung freigeblieben ſei, die mit der
nationalen Würde und Unabhängigkeit unvereinbar
gewe=
ſen wäre, was ein großer Erfolg ſei. Dieſe Unterſtützung
der Türkei durch Deutſchland werde nicht verfehlen, auf
die Ottomanen einen günſtigen Eindruck zu machen.
Vereinigte Staaten.
Der Stand der Arbeiten am
Panama=
kanal. Präſident Taft iſt an Bord des Kreuzers „
Ten=
neſſee”, begleitet von dem Kreuzer „Montana” nach dem
Panamakalnal abgereiſt; er wird dort die Verhältniſſe
prüfen, da er die Abſicht hat, in der nächſten kurzen Sitzung
des Kongreſſes Vorſchläge bezüglich des Kanals zu
machen. Der amerikaniſche Korreſpondent der Times hat
den Panamakanal vom Atlantiſchen bis zum Stillen
Ozean bereiſt und meldet ſeinem Blatte über das Reſultat
dieſer Reiſe folgendes: Zwei Drittel der Erdarbeiten,
40 v. H. der Schleuſenarbeiten am Atlantiſchen und
20 v. H. derſelben am Stillen Ozean ſind vollendet.
Colonel Goethars erklärte, daß das Werk
höchſtwahr=
ſcheinlich Anfang des Jahres 1914 beendet ſein werde,
daß aber die offizielle Eröffnung des Kanals nicht vor
Ja=
nuar 1915 werde ſtattfinden können. Auf dem Iſthmus
arbeitet alles mit Genauigkeit und Methode; Beamte und
Arbeiter haben nur die eine Idee, ſolange in Panama
zu bleiben, bis alles erledigt iſt. Präſident Aroſemena
er=
mächtigte den Korreſpondenten zu der Erklärung, daß
Präſident Taft amtlich und entſchieden in Abrede ſtellte,
daß die Vereinigten Staaten die Abſicht hätten, die
Repu=
blik Panama zu annektieren. Die Pläne für die von
der=
öffentlichen Meinung in Panama gewünſchte Befeſtigung
des Kanals ſind bereits vollendet und die Arbeiten ſollen
demnächſt beginnen. Präſident Taft hat nach ſeiner
Kon=
ferenz mit dem Colonel Goethars einen ſchriftlichen
Be=
richt an den Kongreß geſandt.
Die Konferenz zur Verbeſſerung der
Handelsbeziehungen zwiſchen Kanada und
den Vereinigten Staaten wurde geſchloſſen, ohne
daß es zu einem Beſchluß gekommen wäre. Im Januar
findet eine zweite Konferenz in Waſhington ſtatt, von der
man hofft, daß ſie ein günſtiges Ergebnis hat.
Des deutſchen Kronprinzen Weltreiſe.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
III.
Leſſeps! — Der Suez=Kanal und ſein Entſtehen.
Was er einbringt. — Deutſchlands Beteiligung. —
Eine teure Fahrt. — Im Kangl. — An Bord. — Das
Rote Meer. — Aden. — Unter Englands Herrſchaft. —
Hafenlehen. — Auf feſtem Boden.
Mit Recht hat die Suezkanal=Geſellſchaft in Port
Said an hervorragender Stelle dem Grafen Richard
Leſſeps ein weit überlebensgroßes Bronzedenkmal
ge=
ſetzt, das ſich auf hohem Steinſockel nahe dem
Leucht=
turm erhebt. Schon Ende der 30er Jahre des letzten
Jahrhunderts hatte während der langſam
verrinnen=
den Stunden und Tage einer Quarantänezeit der in
franzöſiſchen diplomatiſchen Dienſten ſtehende Leſſeps,
durch einige dieſe Frage behandelnde Aufſätze angeregt,
den Entſchluß gefaßt, durch einen Kanal das
Mittel=
ländiſche mit dem Roten Meer zu verbinden, dadurch
eine direkte Verkehrsſtraße von Europa nach dem Oſten
zu ſchaffen und den langwierigen und gefährlichen
Um=
weg um das Kap der guten Hoffnung zu vermeiden.
Nicht nur der Plan dieſes Waſſerweges war uralt, auch
ſeine Ausführung; ſchon vor ein paar tauſend Jahren
war hier ein Kanal angelegt worden, der aber ſpäter
völlig verſandete. Leſſeps war es vorbehalten, die
immer wieder auftauchende Idee, welche infolge
fal=
ſcher Berechnung der Spiegel beider Meere — der des
Roten Meeres ſollte den des Mittelländiſchen um neun
Meter überragen — von vielen als unausführbar
ge=
halten wurde, ſiegreich in die Wirklichkeit zu
über=
tragen, trotz hundertfacher Schwierigkeiten, die ſich
dem gewaltigen Werk entgegenſetzten. So konnten im
Herbſt 1869 die glänzenden Feſte der Eröffnung des
Kanals, der trotz ſeiner verhältnismäßig kurzen Länge
von 160 Kilometer faſt 400 Millionen Mark gekoſtet,
gefeiert werden. Hauptſächlich fanden ſie in Ismailiya
ſtatt, welcher Ort während des Kanalbaues entſtanden
und ſeinen Namen nach dem hochherzigen Vizekönig
* Die Umſätze der deutſchen Abteilung
auf der Brüſſeler Weltausſtellung. Der
Präſident des deutſchen Komitees der Brüſſeler
Weltaus=
ſtellung, Geheimrat Ravené, teilt einige Zahlen für die
Umſätze in den einzelnen Induſtriehallen der deutſchen
Abteilung mit. Hierzu wird jedoch bemerkt, daß es
ſelbſt=
verſtändlich außerordentlich ſchwer ſei, genaue Zahlen zu
erhalten. Es ſind in den Zahlen lediglich die bei der
Aus=
ſtellung vollzogenen Verkäufe genannt. Es wurden
ver=
kauft: in der allgemeinen Induſtriehalle für 2035000 Mk.,
davon allein für Muſikinſtrumente 1370000 Mk.; in der
Maſchinenhalle für 4300000 Mk.; in der
Kraftmaſchinen=
halle für 1387000 Mk.; landwirtſchaftliche Maſchinen für
620000 Mk.; in der Eiſenbahnhalle für 200000 Mk.;
Kunſt=
gewerbe und Raumkunſt nach Angabe des
Verkaufs=
bureaus des Reichskommiſſariats für 400000 Mk.;
zuſam=
men 8 942000 Mk.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. November.
* Ernannt wurde der Schreibgehilfe Wilhelm
Barth in Darmſtadt zum Schreibgehilfen bei dem
Amtsgericht Darmſtadt II.
* Der Königlich Preußiſche Geſandte Freiherr von
Jeniſch wird ſich auf den bevorſtehenden Reiſen Seiner
Majeſtät des deutſchen Kaiſers nach Baden und
Schleſien dem Allerhöchſten Gefolge als Vertreter des
Auswärtigen Amtes anſchließen. Während der
Ab=
weſenheit des Geſandten werden die Geſchäfte der
Königlichen Geſandtſchaft zunächſt durch
Legations=
ſekretär von Stumm als interimiſtiſchem Geſchäftsträger
geführt werden.
L. Der Provinzialausſchuß verhandelte geſtern unter
dem Vorſitz des Provinzialdirektors Fey öffentlich
fol=
gende Sachen: 1. Zu dem Geſuch des Fleiſchbeſchauers
Genazino, des Rechners Schäfer und der beiden Hebammen
in Eberſtadt um Aufnahme in die Hilfsfürſorgekaſſe, von
welcher die Gemeinde nichts wiſſen will, wurde zuerſt
Ent=
ſcheidung dahin verkündigt, daß der eingelegte Rekurs
teilweiſe begründet ſei. Die Gemeinde hat die Koſten
und eine Gebühr von 10 Mark zu zahlen. — 2. Bei der
Wahl der Verſicherten zu den unteren
Verwaltungsbehör=
den der Invalidenverſicherung wurde gerügt, daß
Mit=
glieder der freien Hilfskaſſen gewählt hätten, die auch
Zwangskaſſen angehören. Um feſtzuſtellen, ob die
Bean=
ſtandung begründet ſei, ſandte die Bürgermeiſterei
Darm=
ſtadt dem Vorſitzenden der Vereinigten Ortskrankenkaſſe
Wilhelm Knoblauch ein Verzeichnis von Mitgliedern der
freien Hilfskaſſen unter der Auflage, dieienigen zu
be=
zeichnen, welche auch der Zwangskaſſe angehören.
Knoblauch kam der Weiſung nicht nach und wurde in eine
Ordnungsſtrafe von 25 Mark genommen. Gegen dieſe
Beſtrafung verfolgte Knoblauch Beſchwerde; der
Kreisausſchuß wies ihn jedoch ab, weil der
Aufſichts=
bekörde jederzeit das Recht zuſtehe, ſich davon zu
über=
zeugen, daß die Geſchäftsführung eine ordnungsmäßige
ſei. Knoblauch legte Rekurs ein, weil die geſetzliche
Unterlage für die ihm gemachte Auflage fehle. Die
Ent=
ſcheidung des Kreisausſchuſſes wurde wegen
Unzuſtändig=
keit aufgehoben, weil der Provinzialausſchuß in erſter
Inſtanz zu erkennen hat; der von Knoblauch verfolgte
Rekurs wurde als unbegründet verworfen.
Knob=
lauch hat die Koſten, ſowie eine Gebühr von 5 Mark zu
zahlen. — 3. Die Klage des Ortsarmenverbandes
Kim=
bach gegen den Landarmenverband Erbach iſt erledigt,
weil letzterer bezahlt hat. — 4. Zur Herſtellung eines
Fuß=
weges in der Waldſtraße in Offenbach muß die Stadt
einen Geländeſtreifen erwerben. Wegen des Preiſes war
eine Einigung nicht zu erzielen, der Grundbeſitzer verlangt
als jetzigen Wert 20 Mark für den Quadratmeter, während
die Stadt 55 Pfennige für entſprechend anſieht. Die
Orts=
abſchätzungskommiſſion kam zu etwas höheren Sätzen.
Eine Beweiserhebung iſt nicht zu umgehen, daher wurde
die Verhandlung vertagt. — 5. Johannes Seemann
von Seligenſtadt iſt für das Jahr 1910 zur Gewerbeſtener
herangezogen worden ſeine dagegen verfolgte Beſchwerde
wurde vom Kreisausſchuß verworfen. Er beſchäftigt ſich
als Gärtner, beſitzt etwa 30 Morgen Gelände, ſowie ein
kleines Treibhaus. Gerade letzteres gibt ſeinem Betrieb
nach Anſicht der Behörde den Charakter eines
gärtneri=
ſchen Betriebs. Seemann behauptet, er verkaufe nur in
ſeinem landwirtſchaftlichen Betriebe gewonnene
Erzeug=
niſſe; ſeine Arbeiter ſeien keine Gärtner, ſondern
Tag=
löhner, auch arbeite er mit Verluſt. Sein Rekurs
wurde als unbegründet verworfen, Seemann hat die
Koſten, ſowie eine Gebühr von 10 Mark zu zahlen.
n. Die Strafkammer hatte ſich geſtern mit einem
eigenartigen Knecht, dem 46jährigen Ambroſius Röder
von Offenbach, zu beſchäftigen, dem angeblich allzu
großer Eifer verhängnisvoll geworden war.
Wenig=
ſtens verſichert er, er habe lediglich als beſonders fleißig
vor ſeinem Arbeitgeber, dem dortigen
Fuhrunter=
nehmer Breitung, erſcheinen wollen, doch ſcheinen die
von letzterem verabreichten Trinkgelder auch
beſtim=
mend gewirkt zu haben. Er führte für Br. die von dieſem
übernommenen ſtädtiſchen Fuhren im Hafen aus,
worüber ſeitens des ſtädtiſchen Vorarbeiters
Fuhrbe=
ſcheinigungen ausgehändigt wurden. Um die Zahl des
von ihm Geleiſteten größer erſcheinen zu laſſen,
ent=
wendete R. aus der Arbeitshütte ſolche Formulare,
füllte ſie unbefugt mit der Unterſchrift des Vorarbeiters
aus und brachte ſie nebſt den richtigen Zetteln ſeinem
Herrn. Er ſoll auf dieſe Weiſe manchmal 6 bis 10
Fuhren mehr täglich vorgetäuſcht haben. Br. wußte
davon nichts; durch frühzeitige Entdeckung wurde auch
eine Schädigung der Stadt verhütet. Der vielfach
vor=
beſtrafte Angeklagte wurde wegen Urkundenfälſchung
und Betruges zu 2 Monaten Gefängnis abzüglich
1 Monat Unterſuchungshaft verurteilt. — Weiter
ge=
langten nicht weniger als fünf Anklagen wegen
Ver=
brechens nach § 176 Poſ. 3 St.=G.=B. aus verſchiedenen
Orten unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit zur
Ab=
urteilung und endigten mit Strafen von 3 Jahren
Zuchthaus bis zu 6 Monaten Gefängnis. — Der
Friſeurgehilfe Ferdinand Heider von Offenbach hatte
ſich gegenüber einem Proviſionsreiſenden als der
Ge=
ſchäftsinhaber geriert und dadurch eine Uhr auf Kredit
erhalten, worüber er den Kaufvertrag mit falſchem
Naiten unterſchrieb. Die Uhr verſetzte er dann
ſchleu=
nigſt. Dieſe Urkundenfälſchung nebſt Betrug trägt ihm
2 Monate Gefänanis ein.
— Kammermuſik=Vereinigung. Wie aus dem
An=
zeigenteil erſichtlich, kommen in der morgen, Sonntag,
ſtattfindenden zweiten Matinee nur Werke Mozarts zur
Aufführung. Eröffnet wird dieſelbe mit einem weniger
geſpielten Opus, dem 1788 komponierten Divertimento,
Trio für Violine, Viola und Violoncell. Darauf folgt ein
Klaviertrio, in dem Herr Bornemann den Violinpart
übernimmt. Beſchloſſen wird die Matinee mit dem
D-dur=Streichquartett. Karten in der
Hofmuſikalienhand=
lung Schutter und an der Kaſſe.
— Die Vereinigung der Freunde deutſcher Schrift,
die nach einem von Lehrer Claß, Pfarrer D. Dr. Diehl,
Landgerichtsrat v. Pfiſter, Oberlehrer Prof. Dr. Schnell
und Baurat Schöberl unterzeichneten Aufrufe vor einigen
Wochen hier entſtand und ſchon eine ſtattliche Zahl
Män=
ner und Frauen umfaßt, verhandelt, wie aus dem
An=
zeigenteile in heutiger Nummer dieſes Blattes erſichtlich,
in öffentlicher Verſammlung nächſten Montag im „
Für=
ſtenſaale”, abends 8¼ Uhr, die ſtrittige Frage: Deutſche
oder lateiniſche Buchſtaben? Stadtverordneter
Pickert wird den Nachweis führen, daß die
viel=
geſchmähte deutſche Schrift an Deutlichkeit über der
latei=
niſchen ſteht, daß von einem Nachteil für Auge oder Hand
nicht die Rede ſein kann, daß ſie kein Hindernis für die
Verbreitung deutſcher Gedanken im Auslande iſt, und
daß man in ihr nicht eine von „unwiſſenden,
unkünſtleri=
ſchen Mönchen” verſchuldete Entartung der alten Schrift
ſehen darf, ſondern ſie als eine zur Eigenart unſerer
Sprache trefflich ſtimmende höhere Entwicklungsſtufe
be=
grüßen muß. — An den Vortrag wird ſich eine Ausſprache
knüpfen. Der Beſuch der Verſammlung iſt für
jeder=
mann frei.
— Der Verband evang=kirchl. Frauenvereine im
Großh. Heſſen hält am Dienstag, 15. November, ſeine
9. Frauenkonferenz im Wartburglokal, Karlſtr. 21, ah.
Herr Geh. Regierungsrat Dr. Dietz wird in derſelben
das Referat über „Tuberkuloſenfürſorge” halten. Die
Mitglieder der hieſigen evangeliſchen Frauenvereine
werden auf dieſes ſo überaus wichtige und zeitgemäße
Thema ganz beſonders aufmerkſam gemacht und zu
zahlreichem Beſuche eingeladen.
— Hofchorkonzert. Man ſchreibt uns: Der
Herren=
chor des Großh. Hoftheaters gibt nach mehrjähriger Pauſe
am 3. Dezember im großen Saale der Turngemeinde am
Woogsplatz wieder ein Konzert, das ein Ereignis der
diesjährigen Konzertſaiſon zu werden verſpricht. Außer
den Hofopernſängern wirken Frau Speiſer=Suchanek, Frl.
Geyersbach, die Herren Kammerſänger Weber und
Hofſchau=
ſpieler Lehrmann, Konzertmeiſter Bornemann mit. Auch
die Großh. Hofmuſik hat ihre gütige Mitwirkung
zuge=
ſagt.
— Vortragsabend in der Johannesgemeinde. Am
erſten der in dieſem Winter von unſerem Frauenverein
veranſtalteten Vortragsabend, kommenden Dienstag, den
15. November, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus in der
Kahlertſtraße, wird Herr Profeſſor Klumker von der
Zentrale für private Fürſorge in Frankfurt a. M. ſprechen
über „Moderne Probleme der Kinderfürſorge‟ Der durch
Ismail erhielt, der auf das tatkräftigſte das große
Unternehmen geſtützt.
Ismailiyas Blüte war nur eine vorübergehende.
Erſt in letzter Zeit erhält der Ort wieder mehr
Gelt=
ung durch die direkte Verbindung Kairos mit den
gro=
ßen internationalen Dampferlinien, wodurch
Alexan=
drien etwas in das Hintertreffen gelangt. Denn von
Jahr zu Jahr nimmt der Verkehr durch den
Suez=
kanal, der einer zum überwiegenden Teil aus
Eng=
ländern beſtehenden Aktiengeſellſchaft gehört, zu, und
in erfreulicher Weiſe iſt daran der deutſche Handel
be=
teiligt, da die deutſche Flagge an zweiter Stelle, ſofort
hinter der engliſchen, kommt. Deutſchland trägt ſo
er=
heblich zu dem hübſchen Profit, den Jahr um Jahr die
Aktionäre der Kanalgeſellſchaft — einer Einnahme
von über 130 Millionen Francs ſteht eine Ausgabe
von nur 45 Millionen Francs gegenüber —
ein=
ſtreichen, bei. Denn die Fahrt durch den Kanal iſt ein
recht teurer Spaß, der dem „Prinzen Ludwig” auf über
70000 Francs zu ſtehen kam, da für jede Netto=Tonne
an 8 Francs, für jeden erwachſenen Fahrgaſt 10 Francs
und für jedes Kind von 3 bis 12 Jahren 5 Francs
be=
zahlt werden müſſen.
Um die Kanalböſchungen zu ſchonen, die durch den
ſtarken Wellenſchlag der großen Dampfer erheblich
lei=
den würden, iſt den Schiffen nur eine Geſchwindigkeit
von 10 Kilometern in der Stunde erlaubt und ihnen
bloß in den Bitterſeen die übliche Schnelligkeit
ge=
ſtattet. So hat man genügend Zeit, den Kanal und
ſeine nächſte Umgebung während der etwa 20
Stun=
den dauernden Fahrt zu betrachten. Zunächſt gehts
durch den Menzale=See, den unzählige Waſſervögel
bevölkern, unter ihnen viele Pelikane, Flamingos
und Reiher, die auf den kleinen Inſeln niſten und ſich
bei dem ſchrillen Klang der Sirenen in die Lüfte
er=
heben. Sonſt rechts und links, namentlich wenn man
ſich in dem eigentlichen Kanalfahrwaſſer befindet, Wüſte
und wieder Wüſte, und hinten gelbe, von greller Sonne
beſchienene Bergzüge, vorn gelegentlich kleine
Signal=
ſtationen mit rotgedeckten Häuschen, mit einigen
küm=
merlichen Palmen und dieſem und jenem
Ruheplätz=
chen darunter. Auf den neben dem Kanal entlong
laufenden Wegen ſieht man, im Gegenſatz zu der
fau=
chenden Lokomotive, ſchwerfällig einhertrottende
Kamelkarawanen, die hier und da und dort Raſt
ge=
macht haben, ihre in weiße Burnuſſe gekleideten Hüter
an ſchwälendem Feuer das kärgliche Mahl bereitend
oder auch ſich in der Richtung nach Mekka verneigend,
ihre Gebete verrichtend. Nur ſelten kleine
Anſiedelun=
gen mit armſeligen Häuschen aus Schilf und Lehm,
aus denen rufend und winkend Fellachenkinder
her=
vorſtürzen, von kläffenden Hunden gefolgt, und neben
dem Dampfer einhertrottend arabiſch rufend, daß man
ihre Taucherkünſte auf die Probe ſtellen möchte. Und
ſobald eine Münze über Bord fliegt, plumpſt auch
ſchon ſo ein geſchmeidiges, kleines, durch Kleidung
wenig behindertes, braunes Kerlchen in das Waſſer
und holt ſofort das Geldſtück heraus, es lachend
empor=
haltend. Und dann wieder die Eintönigkeit und
Leb=
loſigkeit der Wüſte ſtunden= und ſtundenlang, die
meiſt eins zur Entſchädigung bietet: einen
Sonnen=
untergang, wie er ſo unbeſchreiblich herrlich vielleicht
nur hier zu betrachten iſt.
Nur in Suez wird kurzer Halt gemacht, um
Paſſa=
giere und Poſt in Empfang zu nehmen. Es bleibt
keine Zeit, ſich an Land umzuſchauen, man würde auch
wenig Intereſſantes dort finden. Von Suez aus
durchſchneidet der Dampfer mit voller Kraft die
Flu=
ten des Roten Meeres, aus dem am nächſten Morgen
zur linken Seite die Sinai=Halbküſte mit ihren
rot=
gelben Bergen auftaucht. Während der viertägigen
Fahrt macht ſich die Hitze empfindlich bemerkbar, die
ſelbſt in den Abendſtunden nur eine geringe
Abkühl=
ung aufweiſt. Aber die für den Tropendienſt
einge=
richteten neuen Lloyddampfer haben die einſt ſo
ge=
fürchteten Schrecken der auf dem Roten Meere zu
verbringenden Tage und Nächte erheblich gemildert.
Nie fehlt es an erfriſchenden Bädern und eisgekühlten
Getränken, die Ventilatoren ſurren in den Kabinen,
während der Mahlzeiten werden die elektriſch
betriebe=
nen, oberhalb der Tiſche befindlichen, die dunſtige Luft
zerteilenden Punkas in Bewegung geſetzt. Die
oft=
mals beſpritzten Sonnendächer ſchützen die
Prome=
nadendecks vor den gar zu ſcharf prallenden Strahlen.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 3.
ſeine Organiſation der Privatwohltätigkeit in Frankfurt
weithin bekannt gewordene Redner, ſowie ſein
Vortrags=
gegenſtand, der mit der Sachkenntnis des Fachmannes auf
die gerade von unſerer Zeit empfundenen Nöte der
Kin=
verwelt eingeht, werden gewiß über die Grenzen unſerer
Johannesgemeinde hinaus Anziehungskraft ausüben.
Für Nichtmitglieder iſt der Eintritt auf 30 Pfg.
herab=
geſetzt. Eine nochmalige beſondere Einladung an die
Mitglieder wird nicht erfolgen.
V. V. Der Verkehrs=Verein hatte ſich bemüht, daß die
Zuſammenkunft zwiſchen dem Kaiſer und dem Zaren in
Darmſtadt ſtattfinden ſollte, was aber leider nicht
mög=
lich war.
— Der Frauenverein der Südoſtpfarrei der
evange=
liſchen Stadtgemeinde Darmſtadt E. V. hat im Frühjahr
d. J. für ſeine zweiklaſſige Kleinkinderſchule ein eigenes
Haus (Kiesſtraße 50) erworben, deſſen bauliche
Verände=
rung ihm größere Ausgaben auferlegt hat. Zum Zwecke
der Tilgung dieſer Ausgaben veranſtaltet der Verein am
Montag, den 14. ds. Mts., nachmittags 4½—6½ Uhr, im
Gemeindehaus Kiesſtr. 17 einen „Tee mit muſikaliſcher
Unterhaltung‟. Dieſe Veranſtaltung erfreut ſich bei den
Mitgliedern ſeit Jahren großer Beliebtheit. Diesmal
dürfte die Zuſammenkunft um ſo intereſſanter und
an=
ziehender werden, als es dem Vorſtand gelungen iſt,
Herrn Hofrat Hugo Edward in dankenswerter Weiſe
zur Mitwirkung zu gewinnen. Herr Edward wird unter
Begleitung der geſchätzten Muſiklehrerin, Fräulein
Wil=
helmine Weinmann, das herrliche Wildenbruchſche
„Hexenlied” in der Kompoſition von Max Schillings
zum Vortrag bringen. Für die vielen Freunde und
Ver=
ehrer Edwards wird es eine Freude ſein, wieder einmal
den bewährten Meiſter in der Vortragskunſt am hieſigen
Platze auftreten zu ſehen und ſeiner Muſe lauſchen zu
kön=
nen. Außerdem wird man Gelegenheit haben, einen
jun=
gen, aufſtrebenden Künſtler auf der Geige, Herrn Bruno
Stumpf, der zurzeit im Hochſchen Konſervatorium zu
Frankfurt ſeinen Studien obliegt, zu hören. — An die
Mitglieder des Frauenvereins ergeht perſönliche
Ein=
ladung durch Karten, doch ſind auch Gäſte willkommen,
wenn ſie durch Vereinsmitglieder eingeführt werden.
* Männergeſangverein. Das diesjährige
Herbſt=
feſt des Darmſtädter Männergeſangvereins
findet morgen, Sonntag, im Kaiſerſaal ſtatt. Ein
ſchönes Programm, beſtehend in Konzert, Geſangs= und
humoriſtiſchen Vorträgen, Tanz, bietet Garantie für
einige genußreiche Stunden. (Näh. ſ. Anz.)
* Katholiſcher Geſellen=Verein. Es wird auf den
morgen abend im Geſellenhauſe ſtattfindenden Ball
noch=
mals hingewieſen.
— Allgemeiner Verein für deultſchen Gruß. Eine
neue Ortsgruppe bildete ſich in Halle a. d. S. unter
dem Vorſitz des kaiſerl. Rechnungsrats Zinner.
A Hohes Alter. Das ſeit zehn Jahren im
ſtädti=
ſchen Pfründnerhaus an der Frankfurter Straße
auf=
genommene Fräulein Margarete Klein vollendet
heute ihr 94. Lebensjahr. Sie iſt zurzeit wohl die
älteſte Einwohnerin unſerer Stadt.
Herſtellung öffentlicher Gebäude. Das Innere
der katholiſchen Kirche am
Wilhelminen=
platz wird zurzeit einer völligen Neuherſtellung
unter=
zogen. Auch die Stallgebäude der Kaſerne der
2 3er Dragoner am Marienplatz nach der Anlage
zu werden ſeit einiger Zeit umgebaut und erweitert.
— Orpheum. Das gegenwärtige Programm erfreut
ſich fortgeſetzt bei gutem Beſuche der Vorſtellungen
leb=
haften Beifalls. — Der heutige Samstag bringt, wie
üblich, einen allgemeinen Familienabend, der morgige
Sonntag zwei große Vorſtellungen; es wird beſonders
hervorgehoben, daß auch in der Sonntag=
Nachmittagsvor=
ſtellung trotz der ſehr billigen Eintrittspreiſe das
kom=
plette Abendprogramm zur ungekürzten Darſtellung
ge=
langt. — Der jetzige Spielplan, welcher, wie bereits
er=
wähnt, viel Amüſantes und Sehenswertes enthält, ſteht
nur noch 3 Tage. (Siehe heutige Anzeige.)
* Milchreviſionen. Während des verfloſſenen Monats
Oktober ſind durch die hieſige Polizei 2482 Milchreviſionen
vorgenommen worden. Hierbei wurden drei Proben
teils wegen Waſſerzuſatzes und teils wegen zu geringen
Fettgehaltes beanſtandet und dem Chemiſchen
Unter=
ſuchungsamt zur Unterſuchung überwieſen. Die
beanſtan=
deten Proben machten die Erhebung von vier Liefer= und
zwei Stallproben erforderlich. Außerdem wurden zehn
Liter gewäſſerter Milch konfisziert.
* Feſtgenommen wurde hier ein 18 Jahre alter
Kell=
ner aus Gerſthofen bei Augsburg wegen Diebſtahls.
Gießen, 10. Nov. In der heutigen
Stadtver=
ordnetenverſammlung wurde mit allen gegen
zwei Stimmen eine Eingabe an das heſſiſche
Staats=
miniſterium beſchloſſen, in der dieſes erſucht wird, im
Bundesrat auf eine Milderung der Fleiſchnot
durch Geſtattung der Einfuhr von lebendem Vieh aus
Holland, Frankreich und Dänemark nach Heſſen durch
Ermäßigung der Futtermittelzölle uſw. hinzuwirken.
Gießen, 10. Nov. Die
Stadtverordneten=
verſammlung bewilligte in ihrer heutigen Sitzung
400000 Mark für den Bau einer neuen
Oberreal=
ſchule.
A Aus dem Kreiſe Lanterbach, 10. Nov. Die Zahl
der Gemeinden unſeres Kreiſes, die in den Beſitz einer
neuzeitlichen Waſſerverſorgungsanlage
kommen, iſt dank der Tätigkeit der Behörden ſeit
Jah=
ren im Wachſen begriffen. Im vergangenen Jahre
waren es vier Gemeinden, die ſich eine Waſſerleitung
erbaut haben, nämlich die Orte Bermuthshain,
Radmühl und Heiſters eine
Gravitationsleit=
ung und die Gemeinde Freienſteinau für die
Niederdruckzone eine Gravitationsleitung und für die
Hochdruckzone ein Pumpwerk. Im Frühjahr dieſes
Jahres wurden die Waſſerleitungsarbeiten in der
Ge=
meinde Zahmen in Angriff genommen und der
Bau im Laufe des Sommers fertig geſtellt, ſodaß in
der letzten Woche die Abnahme der Arbeiten erfolgen
konnte. Die Geſamtbaukoſten werden etwa 21000
Mark betragen, immerhin eine beträchtliche Ausgabe
für die etwa 200 Seelen zählende Gemeinde. Das
Projekt wurde von der Großh. Kulturinſpektion
Gie=
ßen aufgeſtellt, in deren Händen auch die
Bauausführ=
ung lag.
A Hirzenhain (Kreis Büdingen), 11. Nov. Ein
lang gehegter Wunſch unſerer Einwohnerſchaft wird
gegenwärtig zur Ausführung gebracht, nämlich die
Unterführung des Bahnhofs für den
Fußgängerverkehr. Auf dieſe Weiſe wird
künftighin der Betrieb auf dem Bahnhof nicht mehr
hinderlich für die Zugänglichkeit des rechts des
Bahn=
hofs und der Nidder gelegenen Ortsteiles ſein.
C Heimertshauſen (Kreis Alsfeld), 11. Nov. Schon
vor längerer Zeit hat unſer Ortsvorſtand beſchloſſen,
eine Waſſerleitung zu erbauen, wenn die in der
Gemarkung gelegene Quelle „am Waſchteich” ausreichend
Waſſer liefert und in der Höhenlage ausreicht, um den
Ort mit Waſſer durch natürliches Gefälle zu verſorgen.
Im Herbſte wurden darauf die Schürfungsarbeiten in
An=
griff genommen, die ein ſo günſtiges Ergebnis hatten,
daß nunmehr im Frühjahr zu dem Bau der
Waſſer=
leitung geſchritten werden kann. Die Vorarbeiten
wurden durch die Großh. Kulturinſpektion Gießen
auf=
geſtellt, die auch das Projekt für die Waſſerleitung
auf=
ſtellen wird.
Reich und Ausland.
Ans der Reichshauptſtadt, 10. Nov. Die zweite
Tochter Eliſabeth des Staatsſekretärs a. D.
Dernburg, der ſich bekanntlich zurzeit auf einer
Oſtaſienreiſe befindet, iſt, wie gemeldet, im faſt
voll=
endeten 16. Lebensjahre einem Herzleiden erlegen.
Eliſabeth Dernburg, ein liebenswürdiges, anmutiges
Mädchen, war vor einigen Monaten von einer
Herz=
krankheit befallen worden. Ihr Vater wollte ſchon
damals ſeine Reiſe nach Oſtaſien aufgeben, trat ſeine
Fahrt aber an, da das Befinden ſich gebeſſert zu haben
ſchien. Als dann, während ſeiner Abweſenheit, eine
Verſchlimmerung eintrat, wollte er zurückkehren, doch
konnten ihm damals bald wieder günſtigere
Nachrich=
ten geſandt werden. — Bei der Berliner
Staats=
anwaltſchaft iſt gegen den Reichsgrafen
Bern=
hard v. Schmettow, wohnhaft zu Schloß
Rothen=
burg a. O., ein Verfahren wegen Betrugs anhängig
gemacht worden. Graf von Schmettow wird
beſchul=
digt, einen hieſigen Juwelier beim Ankauf von
Ju=
welen im Werte von 28000 Mark dadurch betrogen zu
haben, daß er ihm Akzepte mit ſeiner Unterſchrift
und der Unterſchrift ſeiner Braut, der Prinzeſſin Ida
zu Sulkowski, gab, obwohl er gewußt habe, daß die
Prinzeſſin Sulkowski wegen Schwachſinnes
entmün=
digt worden war. Die Wechſel ſind nicht eingelöſt
worden und der Juwelier hat für die Juwelen keine
Deckung erhalten. Außerdem wird dem Grafen zur
Laſt gelegt, daß er beim Ankauf von Grundſtücken in
Glogau zwei Berliner Geſchäftsleute zu betrügen
verſucht habe. — Die auf Antrag des Vormundes der
Frau v. Schönebeck=Weber gegen ihren Gatten
erlaſſene einſtweilige Verfügung auf Entziehung der
Verwaltung des Vermögens ſeiner jetzt entmündigten
Frau wurde heute vom 2. Zivilſenat des
Kammer=
gerichts beſtätigt mit der Maßgabe, daß ihm die von
ſeiner Frau eingezahlten 50000 Mark Anteile auf das
Weberhaus und das von ſeiner Frau dem Geſchäf
gegebene Darlehen von 20000 Mark einſtweilen
be=
laſſen werden ſollen. — Ein tödlicher
Antomo=
bilunfall ereignete ſich heute morgen gegen 9 Uhr
in der Lindenſtraße. Dort verſuchte eine etwa 43
jäh=
rige, gutgekleidete, unbekannte Frau, aus der
Markt=
halle kommend, den Straßendamm zu überſchreiten,
als eine Autodroſchke herannahte. Der Lenker des
Kraftwagens mäßigte ſofort die Geſchwindigkeit und
gab fortgeſetzt Warnungsſignale. Hierdurch wohl in
Verwirrung gebracht, lief die Frau blindlings gegen
das Auto, wurde umgeriſſen und geriet unter das
Ge=
fährt, deſſen Räder über den Körper der
Verunglück=
ten hinweggingen. Die Unbekannte hatte ſo ſchwere
innere und äußere Verletzungen erlitten, daß ſie auf
der Unfallſtation am Tempelhofer Ufer, wohin ſie
ge=
bracht worden war, unter den Händen des Arztes
verſtarb. Die Leiche wurde nach dem Schauhauſe
übergeführt.
Metz, 11. Nov. Die ganze Familie Villa aus der
Zeughausſtraße, Mann, Frau und fünf Kinder, iſt in die
Iſolierbaracke eingeliefert worden, da nach ärztlichem
Gut=
achten Erkrankung an ſchwarzen Pocken vorliegt.
München, 10. Nov. Die bayeriſche Regierung hat, wie
die Münchener Neueſten Nachrichten melden, zugunſten der
deutſchen antarktiſchen Expedition unter
Lei=
tung des Oberleutnants Filchner eine Geldlotterie
genehmigt, die auch in den übrigen deutſchen
Bundes=
ſtaaten zugelaſſen ſein ſoll. Es ſollen 600000 Loſe zu
3 Mark ausgeſpielt werden.
— Dresden, 10. Nov. Vier junge Arbeiter im
Alter von 17 Jahren kamen eines Tages im Sommer
dieſes Jahres aus Berlin in der Sächſiſchen Schweiz
an, zu dem Zwecke, eine reguläre Räuberbande
zu bilden. Sie waren, wie ſie es in den Geſchichten
ge=
leſen hatten, mit Gewehren, Revolvern und Dolchen
verſehen, und es iſt nur zu verwundern, daß ſie in
dieſem Aufzuge nicht ſchon unterwegs angehalten und
nach Hauſe geſchickt wurden. Die jungen Burſchen
richteten ſich in einer ſchwer zugänglichen Höhle am
Königsſtein häuslich ein und wählten vor allem einen
Räuberhauptmann, dem ſie Treue, Gehorſam und
unverbrüchliche Verſchwiegenheit gelobten. Dann
gaben ſie ſich nommes de guerre. So nannte ſich einer
Bill, ein anderer der flinke Taubentöter. Die erſte
Heldentat wurde in der Nacht zum 4. Juli ausgeführt,
und der Erfolg war die Erbeutung mehrerer Zentner
Kartoffeln, die gebraten und mit großem Appetit
ver=
zehrt wurden. In der nächſten Nacht wurden aus
einem Gaſthofe, deſſen Türe mit einem Dietrich geöffnet
worden war, ein paar Automaten ihres Kaſſenbeſtandes
beraubt und die vorgefundene Schokolade
mitgenom=
men. Am dritten Tage hatte das Räuberleben ſchon ein
Ende. Denn zwei Gendarmen überraſchten die
Herr=
ſchaften vor ihrer Höhle beim Putzen ihrer Gewehre.
Das nächſte war: ſchleunige Flucht unter Zurücklaſſung
der Waffen. Mit Ausnahme des Räuberhauptmannes,
der bis heute verſchwunden geblieben iſt, wurden ſie
jedoch feſtgenommen und geſtern vom Gericht zu 10
bis 18 Monaten Gefängnis verurteilt.
Magdeburg, 10. Nov. Die Stadtverordneten=
Verſammlung bewilligte in ihrer heutigen Sitzung
für die Veteranen eine weitere Ehrengabe von
40000 Mark. Einſchließlich des früher bereits bewilligten
Betrages erhöht ſich die Ehrengabe auf 60000 Mark.
Oberhanſen (Rheinland), 10. Nov. Heute nacht
mußten mehrere übel beleumundete Perſonen wegen
Ruheſtörungen aus einer Wirtſchaft verwieſen
wer=
den. Als ſie erneut in das Lokal drangen, trat ihnen
ein Kriminalbeamter entgegen. Dieſer wurde von
den Rowdies angegriffen und auf die Straße gezogen.
Hier ging der Bergmann Fritz Büſch mit geöffnetem
Meſſer auf ihn los. Der Beamte gab darauf drei
Re=
volverſchüſſe ab, von denen einer den völlig
unbetei=
ligten Anſtreichermeiſter Overmann, der dem
Beam=
ten Hilfe leiſten wollte, in den Kopf traf. Der
Ver=
letzte ſtarb alsbald an den erlittenen Verwundungen.
Büſch wurde durch einen Schuß in den Kopf
lebens=
gefährlich verletzt.
Wien, 11. Nov. Wie gemeldet wird, wurde das
Scebad Abbazia am Adriatiſchen Meer von einer
deutſch=öſterreichiſchen Aktiengeſellſchaft
in Pacht genommen. Der Kurort war bisher in
des feurigen Geſtirns. Freilich, der Turnſaal des
„Prinzen Ludwig” dürfte in dieſer Zeit, in der auch
noch am Abend der Thermometer an 30 Grad R.
auf=
weiſt, kaum benutzt werden!
Seitdem Deutſchland in Afrika Kolonien beſitzt
und ſich mit ſchneller und glücklicher Hand einen feſten
Stützpunkt für unſere Flotte in China erworben hat,
iſt auch der Suezkanal und das Rote Meer für uns
von wachſender Wichtigkeit. Nicht mehr, wie früher,
iſt in dieſen Gewäſſern Englands Flagge
ausſchlag=
gebend, Frankreich und Italien erwarben hier
recht=
zeitig wichtige Hafenplätze, wer weiß, wann Rußland
dieſem Beiſpiel folgt. Seit langem wird ja angeſtrebt,
wie’s bei dem Suezkanal der Fall, das Rote Meer als
neutrales Gebiet zu erklären; noch ſträubt ſich
Eng=
land heftig dagegen, denn es kann jetzt infolge ſeiner
Befeſtigungen in Aden und auf der Inſel Perim den
Zu= und Ausgang an der Straße von Bab=el=Mandeb
ſperren, aber das Uebergewicht der anderen Mächte
dürfte allmählich zu ſtark ſein, als daß England
ſei=
nen Widerſtand dauernd aufrecht erhalten kann.
Aden gehört ſeit 1839 zu England, nachdem
vor=
her eine engliſche Handelsgeſellſchaft den Platz
ge=
kauft und ihn im genannten Jahre der britiſchen
Re=
gierung abgetreten hatte, die hier ſtarke Befeſtigungen
anlegte. Später beſetzten die Engländer die zur
völli=
gen Sperrung des Roten Meeres wichtige kleine
Fel=
ſeninſel Perim, wobei ſie den Franzoſen ein
Schnipp=
chen ſchlugen. Man erzählt ſich, daß, von Süden
kom=
mend, ein franzöſiſches Kriegsſchiff 1857 in Aden
ein=
lief, und der Befehlshaber desſelben dem engliſchen
Gouverneur ſeinen Beſuch abſtattete. Der Engländer
ſchöpfte Verdacht, er lud den franzöſiſchen
Komman=
danten zum Frühſtück ein und ſparte nicht des
ſchäu=
menden Weines. In der immer angeregter
werden=
den Unterhaltung ließ der Franzoſe das Wörtchen
„Perim” fallen, und nun wußte ſein engliſcher
Gaſt=
geber Beſcheid; er ſchrieb auf ein Zettelchen ein paar
Worte, mit dem Bemerken, daß ſie für ſeinen
Keller=
meiſter beſtimmt wären, der einen alten und ſchönen
Burgunder heraufſchicken ſollte — der Burgunder kam
denn auch, und die Sitzung dehnte ſich aus. Als dann
das franzöſiſche Kriegsſchiff vor Perim anlangte, um
die vermeintlich herrenloſe Inſel für Frankreich zu
beſetzen, wehte den Franzoſen die engliſche Kriegs=
flagge entgegen, zwei Stunden vorher war hier das
engliſche Kriegsſchiff „Mahi” eingelaufen und hatte
die Flagge Ihrer Majeſtät gehißt!
Die Lloyddampfer laſſen die Anker innerhalb des
weiten Hafenbeckens niederraſſeln. Letzteres iſt im
Halbkreiſe von hohen, kahlen Bergen eingeſchloſſen;
auf ihnen liegen, wie in Gibraltar, die engliſchen
Fel=
ſenbatterien, hoch oben befindet ſich die kleine
Signal=
ſtation der Feſtung, von der aus der
Artilleriebefehls=
haber durch einen Spiegel die ganze Gegend überblicken
kann; ein Druck auf einen Knopf genügt, und in den
Felsterraſſen erheben ſich die Geſchütze, geben den
Schuß ab, um ſofort wieder zu verſchwinden.
Kaum hat das gewaltige Schiff feſtgelegt, ſo iſt es
auch ſchon von winzigen, aus ausgehöhlten
Baum=
ſtämmen beſtehenden Booten umringt, in denen
be=
turbante Araber und faſt kleidungsloſe Somalis
ſitzen, die unzählige Dinge: Straußenfedern und
Straußeneier, Waffen, Korallen, Muſcheln,
Korb=
waren, Antilopenhörner, Sägefiſche, Löwen= und
Ja=
quarfelle uſw., ſchreiend darbieten, während ſchwarze
Schlingels wieder ihre Taucherkunſtſtücke nach
klei=
nen Münzen ausführen und nach wenigen Sekunden,
die Geldſtücke zwiſchen den blitzenden Zähnen,
grü=
ßend und lachend zum Vorſchein kommen, fortwährend
in lärmender Bewegung, um die Haie abzuhalten.
Ein Teil der Fahrgäſte benutzt den nur wenige
Stunden währenden Aufenthalt, um einen kurzen
Be=
ſuch dem Hafen — Steamer Point, denn die Stadt, die
mit der nächſten Umgebung an 50000 Einwohner zählt.,
liegt fünf engliſche Meilen weiter landeinwärts —
abzuſtatten, in hin= und hertanzenden Kähnen Platz
nehmend. Die als Ruderer dienenden Somalis ſind,
wie ihre Stammesgenoſſen überhaupt, kräftige,
groß=
gewachſene Leute von tiefſchwarzer Hautfarbe,
Kühn=
heit und Entſchloſſenheit liegen in ihren Mienen, ihre
zotteligen, langen, in die Höhe ſtehenden Haare haben
ſie mit Okker rötlichgelb gefärbt, um, wie man ſagte,
allerhand kribbelndes Getier fernzuhalten, aber — es
ſoll nicht gar ſo viel nutzen! — Mehrere arabiſche
Dhaus ſegeln flink vorüber, ſie vermitteln den
Ver=
kehr an der Küſte, geben ſich auch wohl bei „guter
Ge=
legenheit” mit dem Sklavenhandel ab, der in
einzel=
nen Ortſchaften am Roten Meer noch ſchwunghaft
be=
trieben werden ſoll.
In weitem Halbkreiſe ſchließen ſich die flachen und
niedrigen, mit Veranden verſehenen und von den
kah=
len, einſt vulkaniſchen Gebirgszügen machtvoll
über=
ragten weißen Häuſer des auf einer Halbinſel
liegen=
den Hafenortes zuſammen; vor ihnen, nach dem Meere
zu, dehnt ſich ein ſogenannter Gartenplatz aus mit von
der Sonne verbrannten Raſenflächen und
kümmer=
lichen, ſorgfältig eingeſetzten Palmen, die wohl nur
im „Winter” — 30 Grad Réaumur! — hier verbleiben,
denn im Sommer bringen die heißen Winde vom
Feſtlande her vernichtende Glutwellen herüber.
Der arabiſche Stadtteil des Hafens, in welchem
bezüglich des Handels Deutſchland den Platz hinter
England einnimmt, beſteht aus einigen ſchmalen und
kurzen Straßen, von niedrigen Häuschen und Hütten
eingeſäumt; in den nahen Felslöchern hauſen Araber
und Neger, in einigen Läden betreiben Inder ihre
Tauſchgeſchäfte, ſtarkgebaute Schwarze ſchleppen die
Laſten zu und von den Schiffen. Nahe dem
erwähn=
ten „Gartenplatz” hat ſich eine Kamelherde gelagert,
oft ſind hier mehrere Hundert der Höckertiere
verſam=
melt, um Waren in das Innere Arabiens zu
brin=
gen; mit Reiſig, dem wertvollen Brennmaterial,
be=
laden, naht langſam ein langer Zug, Eſel bringen
Waſſer heran, das hier koſtbar und hoch im Werte iſt
und den nahen Ziſternen entſtammt. Dieſe zum
Auf=
fangen des Regenwaſſers beſtimmten Ziſternen liegen
nach der eigentlichen Stadt Aden zu; viele von ihnen
ſollen noch aus dem 6. Jahrhundert ſtammen und ſoll
einſt ihre Zahl über fünfzig betragen haben. Lange
Zeit waren ſie verfallen, bis 1856 die Engländer
be=
gannen, einen Teil der ausgemauerten Baſſins
wie=
der herzuſtellen, die ſeitdem gute Dienſte leiſten und
vor allem die Garniſon mit friſchem Trinkwaſſer
ver=
ſorgen. Die vom Hafen nach den Ziſternen und dann
weiter zur Stadt führende, in den Engpäſſen von
Be=
feſtigungswerken eingefaßte Straße iſt in trefflichem
Zuſtande, wie überhaupt die Engländer aus dem
troſt=
loſen Platze alles gemacht haben, was nur aus
dem=
ſelben zu machen war. Daß Aden auch Freihafen iſt
und die hier Landenden keinerlei Zollplackereien
unter=
worfen werden, verſtärkt die Achtung, die man
be=
reits hier vor engliſcher Tatkraft und Energie
be=
kommk!
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
belaiſchefranpiſchen Händen und gehbrte zum gröſten
Teil der Internationalen Schlafwagengeſellſchaft. Die
neue „Hotelbetriebsgeſellſchaft, m. b. H.” iſt mit einem
Geſellſchaftskapital von acht Millionen begründet
wor=
den. Gleichzeitig wurde beſchloſſen, 4½prozentige,
hypothekariſch ſichergeſtellte Schuldverſchreibungen in
Höhe von acht Millionen auszugeben. Die Obligationen
ſind in 65 Jahren rückzahlbar und wurden durch eine
Wiener und Peſter Finanzgruppe feſt übernommen.
Die Geſellſchaft will das Seebad gegen eine
Kauf=
ſumme von 13 Millionen Kronen erwerben.
Es gehören dazu das Badeetabliſſement, fünf Hotels,
ſieben Villen, eine hydrotherapeutiſche Kuranſtalt, ein
Kurſalon für 2000 Perſonen, Weingärten uſw. Das
Bad wurde im vorigen Jahre von 40000 Perſonen
beſucht.
Meran, 10. Nov. Der Prozeß gegen die Beſitzer
des Karerſeehotels, der von 26 beim Hotelbrand
Zzu Schaden gekommenen Perſonen angeſtrengt wurde,
iſt vorläufig beendet; die Parteien ſind auf den
Pri=
vatklageweg verwieſen worden. Man glaubt, daß die
Anſprüche der Kläger alle abgewieſen werden, weil
nicht nachgewieſen werden konnte, daß es im Hotel
an der nötigen Vorſoge gegen Feuersgefahr gefehlt
habe.
Rom, 10. Nov. Ein heftiger Sturm wütete
heute in Genua und Civitavecchia. Häuſer wurden
mehr=
fach beſchädigt. In Civitavecchia wurde ein Segelſchiff
vom Sturm heftig gegen das Ufer geſchleudert und
ſchei=
terte. Der Kapitän und drei Mann ſind ertrunken.
Amſterdam, 10. Nov. Abdul Aziz iſt heute hier
angekommen. Einem Vertreter des Handelsblad ſagte der
frühere Sultan von Marokko, ſeine Reiſe habe keinen
poli=
tiſchen Zweck. Er werde einige europäiſche Hauptſtädte
be=
ſuchen, nach Paris gehe er aber nicht.
Paris, 11. Nov. Die Damen der
Bonapar=
tiſtiſchen Partei beſchloſſen, eine Subſkription zu
veranſtalten, um der Prinzeſſin Klementine
anläßlich ihrer Verheiratung mit dem Prinzen Viktor
Napoleon ein Hochzeitsgeſchenk zu überreichen, das in
einem künſtleriſch und reich ausgeſtatteten
Toiletten=
tiſch beſtehen koll.
Stockholm, 10. Nov. In Kallmora iſt in einer
Silbermine, deren Betrieb ſeit 1902 geruht hat, eine
ergiebige, faſt einen Meter ſtarke Ader reinen
Silbers und Bleierzes gefunden worden. Der
Betrieb der Mine wird nunmehr wieder eröffnet. Das
Erz dieſer Mine wird, wie früher, nach Deutſchland
ausgeführt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Ueber den Pianiſten Edwin Fiſcher,
der am 17. dieſes Monats im „Hotel zur Traube‟
ein Kon zert gibt, ſchrieb der bekannte
Kom=
poniſt und Kritiker Dr. Paul Ertel=Berlin ſchon
vor vier Jahren: „Es iſt nicht zu viel geſagt,
daß er ohne weiteres all die vielen Durchſchnittspianiſten,
die hier im Winter konzertieren, bereits um ein
bedeuten=
des trotz ſeiner Jugend überragt.”
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 11. Nov. Als Termin für den
Zuſammentritt der Zweiten Kammer
iſtnun=
mehr Dienstag, 29. November, in Ausſicht
genom=
men worden, auch der Geſetzgebungsausſchuß wird
demge=
mäß noch zu einigen Sitzungen zuſammenberufen werden,
um die noch rückſtändigen kleineren Beratungsgegenſtände
für die Erledigung im Plenum fertig zu ſtellen. Die
Kam=
merſitzungen dürften ſich bis in die zweite Hälfte des
De=
zembers ausdehnen.
Die Verwaltungsgeſetzreviſions=
Kom=
miſſion ſetzte heute vormittag in Gegenwart der
Re=
gierungsvertreter die Beratung über die
Verwaltungs=
rechtsfragen fort. Es fand zunächſt eine längere Debatte
über die Frage der Konzeſſionserteilung ſtatt, deren
ein=
heitliche Regelung vom Ausſchuß erſtrebt wird, dann
er=
folgte in der Einzelberatung über die Geſetzesvorlage die
vorläufige Annahme der Artikel 1 bis 72. Fortſetzung
der Beratung erfolgt am Dienstag.
Luftſchiffahrt.
* Paris, 11. Nov. Dem „New=York Herald”
wird aus Baltimore gemeldet, daß die Flieger
Latham und Drexel von ihren Aeroplanen je
ſechs Scheinbomben auf das Kriegsſchiff „Delaware‟
Nummer 260.
geſchleudert und daß ſämtliche Geſchoſſe das Ziel
ge=
troffen hätten. Latham habe außerdem von ſeinem
Aeroplan aus auf auf dem Boden befindliche
Schei=
ben ſieben Revolverſchüſſe abgegeben, von denen zwei
getroffen hätten.
Kaiſer Wilhelm in Wolfsgarten.
St. Egelsbach, 11. Nov.
Der kleine unbedeutende und unſcheinbare
Bahn=
hof der Station Egelsbach trägt keinerlei Feſtesſchmuck.
Keine Girlanden, keine wehenden Wimpel, keine
Blu=
men, und auch das ſonſt bei Kaiſerbeſuchen übliche
glän=
zend=militäriſche Bild fehlt. Keine Ehrenkompagnie
und keine Muſik. Der Gegenbeſuch, den der deutſche
Kaiſer dem Beherrſcher aller Reußen auf Jagdſchloß
Wolfsgarten abſtattet, ſoll auch nach außen hin den
Charakter eines privaten Familienbeſuches tragen.
Ein ſcharfer, kalter Wind, der zeitweilig zum Sturm
anwächſt, fegt über die abgeernteten Felder, zauſt die
herbſtlich=gelben, dürren Kronen der Bäume und
nie=
deren Hecken und Sträucher am Bahndamm. Auf der
Kreisſtraße nach Wolfsgarten taucht hin und wieder ein
patrouillierender Leibdragoner auf, hoch zu Roß, die
Lanze mit dem wehenden Fähnlein zur Seite.
Der Bahnhof ſelbſt trägt das gewohnte Bild. Kaum
daß der Verkehr etwas reger zu ſein ſcheint. Außer
den Polizei= und Wachmannſchaften in Zivil, einer
An=
zahl Photographen und Preſſevertretern nur wenig
Publikum. Eine halbe Stunde vor der feſtgeſetzten
Ankunftszeit wird der Bahnſteig abgeſperrt. In
loyal=
ſter Weiſe wird die Abſperrung nur auf den Bahnhof
ſelbſt beſchränkt. Kurz vor 10 Uhr erſcheinen auf der
Straße, nach Wolfsgarten eine Anzahl Automobile.
Die blauen mit reicher Goldzier und den
braunliv=
rierten Chauffeuren des Zaren, der weißlackierte offene
Wagen des Prinzen Heinrich und der Opelwagen des
Großherzogs. Jetzt geht auch langſam die Flagge des
Großherzogs an dem ſeitlich, ziemlich deplaziert
ſtehen=
den Maſt in die Höhe. Sie bildete den einzigen
„Schmuck”. Nur vor dem Eingang zum kleinen,
be=
ſcheidenen, mit roten Plüſchmöbeln einfach aber
behag=
lich ausgeſtatteten Fürſtenempfangszimmer ſtehen ein
paar grüne Lorbeerbäume. Links läßt der
Stations=
vorſteher auer über den Bahnkörper einen Strich in
den Kies ziehen, das Haltzeichen für den Lokomotivführer.
Der Verſuch, einen Läufer vom Fürſtenzimmer zum
Bahnkörper zu legen, mußte wieder aufgegeben
wer=
den, da der Sturm trotz beſchwerender Gewichte den
roten Läufer immer wieder zu entführen drohte.
Kurz nach 10 Uhr, mit gewohnter Pünktlichkeit,
wurde das Herannahen des Hofzuges gemeldet und
bald darauf fuhr der mit 2 Lokomotiven beſpannte
weißblaue Zug langſam in den Bahnhof ein. Kaiſer
Wilhelm ſtand an der Tür ſeines Salonwagens und
als nun der Zar, der Großherzog eund Prinz
Heinrich auf den Bahnkörper hinaustraten, grüßte
der Kaiſer mehrfach und lebhaft, ſchon als der Zug
noch in Bewegung war. Nach Verlaſſen des Zuges
wurde Kaiſer Wilhelm, der die bei aller Schlichtheit
ungemein kleidſame Hofjagduniform trug, während die
übrigen Fürſtlichkeiten in Zivil waren, zuerſt vom
Großherzög, dann vom Zaren und ſchließlich von ſeinem
prinzlichen Bruder mit einem lauten „Guten Tag,
Wilhelm!” das der Kaiſer mit dem gleich berzlichen
„Guten Tag, Heinrich!” erwiderte, begrüßt. In
herz=
lichſter Weiſe umarmten und küßten ſich die Herrſcher.
Inzwiſchen waren auch die Herren des Gefolges
dem Hofzuge entſtiegen, und Kaiſer und Zar ſtellten
das gegenſeitige Gefolge vor. Mehrere der Herren,
die dem Kaifer vom Potsdamer Zarenbeſuch oder von
früher her bekannt waren, begrüßte der Herrſcher
be=
ſonders lebhaft und herzlich und zog ſie in Geſpräche,
ſo den preußiſchen Geſandten Frhrn. Rücker von
Jeniſch, Oberſtallmeiſter Frhrn. von Riedeſel zu
Eiſenbach u. a. Zum Empfange anweſend und im
Gefolge befanden ſich ferner der ruſſiſche Geſandte
Baron von Knorring Exz., Kreisrat Lochmann=
Offenbach, Generaladjutant Hahn. Hofmarſchall Frhr.
von Ungern=Sternberg, Flügeladjutant Frhr. lauf des Rheines fallender Waſſerſtand gemeldet
Baron Fredericksz, Generaladiutant,
Flügeladju=
tanten, ſowie der Leibarzt Kaiſer Wilhelms und der zur auf 652 Zentimeter. Der Waſſerſtand des Neckars iſt in
Perſon Seiner Majeſtät kommandierte ruſſiſche General= der vergangenen Nacht in Heilbronn von 285 auf 378
major Tatiſchſcheff.
Nach kurzem Aufenthalt im Fürſtenzimmer beſtie= 1 weiter geſtiegen.
gen die hohen Herrſchaften und die Herren des
Gefol=
ges die Automobile: Kaiſer, Zar, Prinz Heinrich und Ufer getreten und überſchwemmt weite Strecken
der Großherzog zuſammen das Auto des Großherzogs,
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
A. K. Die Leoniden. In den Nächten vom
13. bis 15. November erſcheinen alljährlich die
Sternſchnuppen in weit größerer Zahl als an anderen
Tagen, ſie ſtrahlen vorwiegend bei dem Stern Gamma
des „Löwen” aus, von welchem Sternbilde (lat. leg) ſie
den Namen Leoniden tragen. Sie haben einſt mit dem
Kometen 1866 I zuſammengehangen, der in rückläufiger
Bewegung in je 33.176 Jahren einen Umlauf um die
Sonne vollführt. Zu außerordentlich reichen
Stern=
ſchnuppenfällen der Leoniden kam es in den Jahren
1799, 1833 und 1866, während der im Jahre 1899
er=
wartete große Meteorregen infolge von Störungen der
Körperchen durch große Planeten ausblieb. Der
Leo=
nidenſchwarm hat bereits eine weit zurückreichende
Geſchichte, er wird in den Chroniken ſchon im Jahre 902
erwähnt. Da das Sternbild des „Löwen” erſt ſpät
abends im Oſten aufgeht, tritt die größte Häufigkeit
dieſer Meteore in der zweiten Nachthälfte ein. Ein
auf=
merkſamer Beobachter wird bei klarem Wetter,
beſon=
ders am 14. und 15. November, ſtets eine größere
An=
zahl von dieſen Körperchen aufleuchten ſehen. Ueber
die ungeheure Zahl und Verbreitung der Meteore des
Leonidenſchwarmes bei großen Fällen hat uns A. v.
Humboldt, der ein ſolches Schauſpiel mit Bonpland am
12. November 1799 in Cumana beobachtete, einen
vor=
trefflichen Bericht hinterlaſſen. Damals war zeitweilig
der ganze Himmel voll Feuerkugeln und
Stern=
ſchruppen, die zu Hunderttauſenden von Norden nach
Süden zogen. Der Geſamtbereich der Sichtbarkeit
dieſer Erſcheinung auf der Erde umfaßte etwa eine
Million Quadratmeilen. Eine ähnliche Entwicklung
und Ausdehnung zeigten die Leonidenſchwärme von
1833 und 1866; vom 12. zum 13. November 1833 zählte
man in Boſton auf dem zehnten Teile des Himmels in
einer Viertelſtunde 650 Meteore. Da das
Himmels=
feuerwerk neun Stunden währte, fielen für den
Hori=
zont von Boſton allein weit mehr als eine
Viertel=
million dieſer kosmiſchen Raketen.
P. Johann Sperl. Im Kunſtverein in
Mün=
chen findet zurzeit eine Ausſtellung von zirka 70
Wer=
ken Johann Sperls ſtatt. Sperl, der intime Freund
Wilhelm Leibls, feiert in dieſen Tagen ſeinen
ſiebzig=
ſten Geburtstag. In der Kunſtgeſchichte werden die
Namen Leibl und Sperl ſtets miteinander genannt
werden, ſtehen doch auf einigen Meiſterwerken neuerer
deutſcher Kunſt ihre beiden Namen, z. B. auf dem
un=
vergleichlichen „Bauernjäger‟ Leibl hat den Jäger
und Hund, Sperl die Landſchaft gemalt. Erſt ſeit Leibl
dahingeſchieden, bemerkt man ſo recht den Eigenglanz
dieſes kleineren Geſtirns. Sperl zählt zu unſeren
aller=
erſten Landſchaftsmalern. Seine Kunſt gehört in die
nächſte Nähe zu Leibl, Schuch, dem jungen Trübner,
dem jungen Thoma, nicht was das Stoffgebiet anlangt,
ſondern hinſichtlich ihres Geiſtes, ihrer Wahrhaftigkeit,
ileer Bodenſtändigkeit. Man begreift, daß dieſer Mann
ſich mit Leibl auf ein oberbayeriſches Dorf zurückzog,
daß er der Natur nicht zu Studienzwecken nur kurze
Beſuche abſtattete, ſondern daß er ſo in ihr lebte und
atmete, daß er auf alles, was die ſtädtiſche Kultur und
Geſellſchaft ihm zu bieten vermochte, leichten Herzens
Verzicht leiſten konnte. Dieſe unbedingte Liebe hat ſie
ihm gelohnt, ſie ſelbſt blickt uns aus ſeinen Landſchaften
an. Wie mit ihr, wird man mit den beſten Landſchaften
Sperls nie fertig. Immer wieder zieht uns ein
ge=
heimnisvoller, nie zu erſchöpfender Reiz zu ihnen. Es
gibt auch Figürliches von Sperl. Man merkt daran,
daß er Krelings und Rambergs Schüler war. Aber der
eigentliche Sperl iſt das nicht. Der ſteckt in jenen
blumenüberſäten Wieſen mit dem weiten, in blauem
Duſt verſchwimmenden Hintergrund. In den Wieſen
mit den Reihen grüner Obſtbäume. In ſeinen Bäumen
iſt ein faſt myſtiſches Leben man könnte an Th.
Ronſſeau denken. Einen Strahl Winterſonne, der durch
kahles Geäſt fällt, hat er beiſpielsweiſe aufgefangen, der
das Gemüt ſeltſam bewegt. Sperl iſt ein Poet, weil
er nur Maler iſt. Jede Abſichtlichkeit liegt ihm fern.
Ein ſolches Auge gewinnt man allerdings auch nur,
wenn man die Natur wie ein Jäger auf einſamen
Gängen beſchleicht.
Da Sperl alles unterlaſſen hat, ſeine Kunſt auch
nach Außen zur Geltung zu bringen, iſt es an uns,
dafür zu ſorgen, daß ſein Name den Zeitgenoſſen nicht
entſchwindet. Nicht ſeinetwegen, er iſt ein König in
ſeiner ſelbſtgewählten Einſamkeit und hat bewieſen, daß
er den lauten Anerkennungsrummel nicht braucht, aber
und fuhren nach Wolfsgarten. Der Hofzug des Kaiſers
fuhr nach Darmſtadt weiter, wo er bis zur Weiterfahrt
perblieb. In Jagdſchloß Wolfsgarten wurden die
Monarchen von den fürſtlichen Damen empfangen.
An der Hoftafel nahmen im ganzen 35
Per=
ſonen, darunter 13 Fürſtlichkeiten, teil. Letztere
ſaßen an der einen Längsſeite der Tafel. In der Mitte
ſaß die Zarin. Rechts von der Zarin ſaßen der deutſche
Kaiſer, Großfürſtin Olga, Prinz Heinrich, Prinzeſſin
Friedrich Karl von Heſſen, der ruſſiſche Miniſter des
Kaiſerlichen Hauſes Baron Fredericksz und
Groß=
fürſtin Marie; links von der Zarin die Großherzogin,
der Zar, Prinzeſſin Heinrich, der Großherzog,
Groß=
fürſtin Tatjana, Prinz Friedrich Karl von Heſſen und
die Oberhofmeiſterin Freiin von Grancy; an der
an=
deren Längsſeite der Tafel ſaßen der preußiſche
und der ruſſiſche Geſandte, Frhr. v. Jeniſch
und Baron von Knorring mit Gemahlinnen und
die Oberhofchargen und das Gefolge der
höch=
ſten Herrſchaften: Hofmarſchall Freiherr von Ungern=
Sternberg, der Flügeladjutant des Zaren: Kapitän
Drentelen, der Hofmarſchall des deutſchen Kaiſers:
Graf Henckel von Donnersmarck, Hofdame Freiin von
Rotsmann, der Flügeladjutant des deutſchen Kaiſers:
Oberſt von Chelius, Hofdame Tutcheff, der
General=
adjutant des deutſchen Kaiſers: Generaloberſt v.
Pleſ=
ſen, Oberſtallmeiſter Freiherr von Riedeſel, Hofdame
von Bützow, Hofdame v. Oertzen, der Generaladjutant
des Zaren: General Dedjulin und Generalmajor
à la suite Tatiſchcheff. Zwiſchen dieſen beiden ſaß die
jüngſte Tochter des Zarenpaares Großfürſtin Anaſtaſia.
An den beiden Schmalſeiten der Tafel ſaßen:
Ober=
kammerherr Freiherr von Riedeſel, Generaladjutant
Generalmajor Hahn, der Leibarzt des Zaren: Dr.
Bot=
kin und Flügeladjutant Freiherr von Maſſenbach.
Da die Abfahrt des deutſchen Kaiſers auf 2.57 Uhr
feſtgeſetzt worden war, mußte alsbald nach beendetem
Mahle zum Aufbruch gerüſtet werden. Das Wetter
war inzwiſchen miſerabel geworden. Zur Kälte und
Sturm geſellten ſich Regenböen, vermiſcht mit Schnee und
Hagelſchauern, und als der Hofzug von Darmſtadt ſich
der Station Egelsbach wieder näherte, regnete es in
Strömen.
Nach herzlicher Verabſchiedung von den fürſtlichen
Damen wurde der Kaiſer vom Zaren, dem Großherzog
von Heſſen und dem Prinzen Heinrich zur Bahn
ge=
leitet. Um 2 Uhr 57 Minuten erfolgte die Weiterfahrt
nach Baden=Baden. Trotz des ſtrömenden Regens
ver=
harrten der Zar, der Großherzoa und Prinz Heinrich
bis zur Abfahrt des Zuges auf dem Bahnſteige,
fort=
geſetzt dem Kaiſer Abſchiedsgrüße zuwinkend. Das
trotz des Regens zahlreich erſchienene Publikum brachte
den Fürſtlichkeiten lebhafte Ovationen dar.
Kaiſer Wilhelm, der inzwiſchen ſchon ſeinen Salon
betreten hatte, ließ das Fenſter herunter und
unter=
hielt ſich noch mit Zar und Großherzog, bis der Zug ſich
in Bewegung ſetzte, und auch dann noch dankte der
Kaiſer lebhaft durch Grüßen und Winken für die
Hurra= und Hochrufe, die erſt aufhörten, als der Hoßzug
den Bahnhof verlaſſen. Der Zar, der Großherzog und
Prinz Heinrich fuhren nach Wolfsgarten zurück.
In Baden=Baden, woſelbſt der Hofzug Kaiſer
Wil=
helms um 5 Uhr 36 Minuten nachmittags eintraf, blieb
der Kaiſer über Nacht. Die Weiterfahrt nach
Donau=
eſchingen erfolgt Samstag früh 9 Uhr 15 Minuten, die
Ankunft in Donaueſchingen iſt gegen mittag zu
er=
warten.
Sport.
— Fußball. Sonntag, den 13. November, ſtehen
ſich auf dem Olympia=Sportplatz an der Heidelberger
Straße die erſten Mannſchaften des Vereins für
Be=
wegungsſpiele „Union”=Mannheim und des
Fußball=
klubs „Olympia‟=Darmſtadt im achten
Meiſterſchafts=
ſpiel gegenüber.
Hochwaſſer.
* Mannheim, 11. Nov. Während vom
Ober=
von Maſſenbach, der Hofmarſchall des Zaren, wird, ſtieg der Rhein in der vergangenen Nacht in Maxau
von 590 auf 653 Zentimeter und in Mannheim von 554
Zentimeter und in Mannheim von 608 auf 674 Zentimeter
* Metz, 11. Nov. Die Moſel iſt über die
des Geländes. Die Synchorieninſel gleicht einem
M
unſeretwegen. Sie ſind zu zählen, die paar Leute in
der Kunſt, für die das Schaffen, das freie, göttliche,
Selbſtzweck, und die Wirkung auf die
Kunſtkonſu=
menten Nebenſache iſt. Sperl ſtammt aus
kümmer=
lichen, ländlichen Verhältniſſen. Er wurde am 3.
No=
rember 1840 zu Buch bei Nürnberg geboren. Wie
be=
reits erwähnt, war er Schüler von Kreling und
Ram=
berg. Doch machte er ſich bald vom Genre frei, um die
ſelbſtgewählte Einſamkeit mit Leibl zu teilen. Sie
lebten zuſammen von 1881 bis 1892 in Aibling, dann,
als dieſer Ort zu ſehr Badeort wurde, zogen ſie nach
Kutterling. Leibls Tod hat den überlebenden Freund
wohl ſehr vereinſamt, aber ihn andernteils auch ganz
auf ſich ſelbſt geſtellt, erſt die Werke der letzten Jahre
bringen die Krönung ſeines Schaffens.
— Frankfurter Kunſtauktionen unter
Münchener Leitung. Am 22., 23. und 24.
No=
vember finden in Frankfurt a. M. zwei ſehr
bemer=
kenswerte Verſteigerungen unter der Leitung des
Münchener Kunſthändlers und Experten Hugo
Hel=
bing ſtatt. Die eine bringt die Privatſammlung des
verſtorbenen Kunſthändlers Ferdinand Günther, des
langjährigen Inhabers der altrenommierten Firma
F. u. C. Preſtel, die andere eine bedeutende Kollektion
von Bildern moderner Meiſter aus Frankfurter
Pri=
vatbeſitz zur Auflöſung. Die Güntherſche Sammlung
enthält Antiquitäten des 16. bis 18. Jahrhunderts
(Zinn und Möbel beſonders bemerkenswert), viel
Francofurtenſia und gute Bilder Frankfurter
Künſt=
ler. Da Günther in der Frankfurter Geſellſchaft und
namentlich in Kunſtkreiſen eine ſehr geſchätzte
Perſön=
lichkeit war, dürfte die Verſteigerung ſeiner
Privat=
ſammlung auf rege Teilnahme rechnen können. Die
andere Auktion bringt eine vorzügliche Sammlung
moderner Meiſter aus bekanntem Frankfurter
Privat=
beſitz unter den Hammer. Es ſind beſte Namen der
modernen Malerei mit vorzüglichen Werken vertreten,
ſo A. Calame, F. von Defregger, W. von Diez, Herm.
Kaulbach, Hugo Kauffmann, E. Grützner, E.
Zimmer=
mann, namentlich aber dominieren die Frankfurter
Künſtler. Von Ad. Schreyer, Anton Burger, Joh. Jak.
Maurer, J. F. Dielmann, Peter Becker, W. A. Beer
ſind wirkliche Kabinettſtücke vorhanden.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 5.
See, aus dem nur einzelne Bäume und Baulichkeiten
hervorragen. Der Zeughausſtadel ſteht unter Waſſer.
Zwiſchen Moulerns und Longeville iſt der Verkehr
durch die Ueberſchwemmung unterbunden. Das
Hoch=
waſſer, das höher iſt als im Januar dieſes Jahres,
dürfte raſch vorübergehen. Millery meldet von geſtern
Fallen um faſt einen Meter und auch hier iſt während
der Nacht das Waſſer geſunken und heute früh gält
das Sinken bei dem trockenen Wetter an.
* Metz, 11. Nov. Das Hochwaſſer der
Moſel hat in der vergangenen Nacht 11 Uhr den
Höchſtſtand von 6 Meter 92 Zentimeter erreicht; 27
Zentimeter niedriger, als bei dem bisherigen
Höchſt=
ſtand von 7 Meter 21 Zentimeter im Jahre 1844. Bis
heute vormittag 8 Uhr war die Moſel auf 6 Meter 56
gefallen. Frankreich meldet dauerndes Fallen. Hier
iſt heute früh 9 Uhr Regenfall eingetreten. In Trier
ſteigt die Moſel noch immer. Der Vorort St. Barbara
iſt zum Teil überſchwemmt. Wie das Luxemburger
Wort meldet, ſind in Luxemburg Remiſch und Ehen
auch zum Teil überſchwemmt. Auch dort ſteigt die
Moſel noch weiter.
* Köln, 11. Nov. Der Waſſerſtand des
Rheins iſt ſeit geſtern von 4 Meter 66 auf 5 Meter
35 Zentimeter geſtiegen.
* Paris, 10. Nov. Infolge des ſtrömenden
Regens ſind die Moſel und die Meurthe
ſtark angeſchwollen und an vielen Stellen aus
ihren Ufern getreten. In Nancy iſt der untere Teil
der Stadt überſchwemmt, ſodaß 1500 Perſonen ihre
Wohnungen räumen mußten. In Pont à Mouſſon
hat das Hochwaſſer mehrere Fabriken zum Stillſtand
gebracht. Auch von der Marne und ihren Zuflüſſen
wird ſtarkes Anwachſen gemeldet.
Unwetter.
H. B. Berlin, 11. Nov. Ueber die durch den
heu=
tigen ſtarken Schneeſturm verurſachten
Tele=
graphen= und Telephon=Störungen wird
ei=
nem Mitarbeiter des Berliner Tageblatt im Haupt=
Tele=
graphenamt folgendes mitgeteilt: Von den Störungen
iſt hauptſächlich der Weſten und Nordweſten Deutſchlands
betroffen. Mit dem Auslande iſt faſt aller Verkehr
ab=
geſchnitten. Die Leitungen nach dem Süden ſind vorläufig
noch im Gebrauch, doch ſind auch hier bereits
empfind=
liche Störungen eingetreten. Nach Norddeutſchland zu
ſind ſämtliche Leitungen unterbrochen, nur die
Verbin=
dung nach Hamburg iſt noch offen. Am meiſten in
Mit=
leidenſchaft gezogen ſind die Provinzen Sachſen,
Han=
nover, Weſtfalen und Rheinland. Der Telephonverkehr
nach dem Weſten, beſonders mit dem Rheinland, iſt ſehr
beeinträchtigt.
* Berlin, 11. Nov. Hier iſt ebenfalls Schneefall
eingetreten.
* Berlin, 11. Nov. In Sachſen, Hannover,
Weſt=
falen, dem Rheinland und in Belgien herrſchen
hef=
tige Schneetreiben. Bereits hinter.
Magde=
burg ſind die Telegraphen= und Telephonleitungen
geſtört.
Literariſches.
— Carla Eden, Die goldene Brücke.
Ro=
man aus den Reichslanden. Broſch. 3 Mk., geb. 4 Mk.
(Verlag E. Ungleich, Leipzig.) Jeder Leſer wird ſeine
Freude haben an der Friſche der Darſtellung, dem
glatten Lauf der Entwickelung, an den lieben
Men=
ſchen, die dort an der Weſtgrenze des Reiches ihr beſtes
hergeben, um langſam Boden für den völkiſchen
Ge=
danken zu ſchaffen. Ein wohltuender, warmer Hauch
vaterländiſcher Begeiſterung liegt über dem Ganzen.
Stadtverordnetenwahl.
Im Stadtverordneten=Sitzungsſaale fand geſtern
nachmittag nach 5 Uhr die Verkündigung des amtlichen
Reſultates der Erſatzwahl zur
Stadtverordnetenver=
ſammlung ſtatt. Die Verkündigung erfolgte durch Herrn
Beigeordneten Mueller in Gegenwart der
Wahlkom=
miſſare, Vorſteher und Beiſitzer. Nach dem amtlichen
Re=
ſultat erhielten Stimmen:
1. Dr. Kolb, Karl, Sanitätsrat und Stadtv., 7769,
2. Dr.=Ing. Heyd, Theod., Ing. und Stadtv. 7259,
3. Aßmuth, Peter, Bureaugehilfe, 7100,
4. Baſtian, Emil, Direktor der
Hypotheken=
bank, 4569,
5. Bormet, Ferd., Rechnungsrat und Stadtv., 4506,
6. Ramdohr, Paul, Apotheker, 4494,
7. Hüfner, Adam, Werkm. und Stadtv., 4438,
8. Nodnagel, Ludwig, Geh. Oberſchulrat und
Stadtv., 4438,
9. Schäfer, Leonhard, Architekt, 4373,
10. Dr. Bender, Hugo, Rechtsanw. u. Stadtv., 4364,
11. Lautz, Ludwig, Fabrikant und Stadtv., 4259,
12. Gretzſchel, Guſtav, Landeswohnungsinſp., 4075,
13. Dr. Oſann, Artur, Rechtsanwalt, 4074,
14. Wagner, Ludwig, Architekt, 4042,
15. Friedrich, Otto, Ortskrankenkaſſe=Erheber, 4004,
16. Dr. Vaubel, Wilh., Chemiker, 3989,
17. Werner, Ludwig, Glaſermeiſter, 3905,
18. Dr. Fulda, Heinr., Rechtsanwalt, 3903.
Dieſe 18 Herren ſind demnach, wie ſchon
geſtern gemeldet, gewählt. Die gleiche
Stim=
menzahl wie Dr. Fulda erhielt auch (19) Val.
Her=
bert, Obertelegraphenſekretär, ſodaß zwiſchen dieſen
bei=
den Kandidaten das Los entſcheiden mußte, das zugunſten
Dr. Fuldas fiel.
Im übrigen entfielen noch auf folgende Namen die
dabei verzeichneten Stimmen:
20. Staudinger 3813,
21. Müller, Karl, 3746,
22. Wagner, Val., 3726,
23. Münch, Fr., 3716,
24. Knoblauch, W., 3678,
25. Berthold, Hch., 3645,
26. Grooß, Aug., 3634,
27. Delp, Hch., 3592.
28. Kaindl, Joſ., 3580,
29. Sparr, Ant., 3564,
30. Barth, Fr., 3561,
31. Siemenſen, M., 3561,
32. Storck, Aug., 3543,
33. Feix, W., 3408,
34. Heppenheimer, Gg., 926,
35. Rockel, Gg., 665,
36. Ritzert, K., 619,
37. Kugel, Gg., 297,
38. Roßler, A., 98,
39. Bruchhäuſer 57,
40. Röhrich 37.
Insgeſamt wurden 143 454 gültige Stimmen
abge=
geben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 11. Nov. Die geſtern und heute hier
ſtattgefundenen Verhandlungen des
Zinkhütten=
verbandes führten zu einer Verſtändigung wegen
der Verlängerung des Zuſammenſchluſſes der
Inter=
nationalen Zinkhütten und des Zinkhüttenverbandes.
Die Gieſcheſche Verwaltung ſchloß ſich, wie bisher, der
Vereinigung unter einigen unweſentlichen
Vorbehal=
ten an.
* Baden=Baden, 11. Nov. Der Kaiſer iſt mittelſt
Sonderzuges um 5½ Uhr hier eingetroffen. Der Kaiſer
wurde am Bahnhof vom Großherzog von Baden begrüßt.
Zum Empfange waren ferner erſchienen der preußiſche
Geſandte von Eiſendecher, der ruſſiſche Miniſterreſident
von Eichler, der Amtsvorſtand Geheimer
Oberregierungs=
rat Lang und der Oberbürgermeiſter Fieſer. Trotz des
ſtarken Regens hatte ſich ein zahlreiches Publikum am
Bahnhofe eingefunden. Die hohen Herrſchaften fuhren
im geſchloſſenen Wagen durch die feſtlich geſchmückten
Straßen ins neue Schloß, wo der Kaiſer Wohnung
nimmt. Der Großherzog und die Großherzogin von
Ba=
den waren nachmittags ½4 Uhr hier eingetroffen.
* Stuttgart, 11. Nov. Der König empfing heute
mittag in Gegenwart des Miniſterpräſidenten im
König=
lichen Reſidenzſchloß die engliſche Sondergeſandtſchaft
un=
ter Führung von Sir Arthur Paget zur Notifizierung
der Thronbeſteigung des Königs Georg V. Heute
nach=
mittag findet zu Ehren der engliſchen Gäſte Galatafel im
Schloſſe ſtatt, zu der eine größere Anzahl von Einladungen
an Mitglieder des Hofſtaates, des Staatsminiſteriums
und des militäriſchen Gefolges ergangen iſt.
* Stuttgart, 11. Nov. Der Staatsanzeiger
ver=
öffentlicht folgende Bekanntmachung des Kgl.
Kabinettschefs v. Soden. Nachdem von
verſchie=
denen Seiten die Abſicht kundgegeben iſt, Ihren
Maje=
ſtäten dem König und der Königin zu der im
kommenden Frühjahr ſtattfindenden Feier der
ſil=
bernen Hochzeit Geſchenke zu überreichen und an
einzelne Hofſtellen bereits hierauf bezügliche Anfragen
Kleines Feuilleton.
C.K. König Manuels Gepäck. Als König
Mannel ſein Reich verließ, geſchah das bekanntlich ſo
haſtig, daß er nicht Zeit fand, das nötige Gepäck
mit=
zunehmen. Man hat es dem König nun nachgeſchickt, es
iſt jetzt in England eingetroffen: insgeſamt 58 Koffer
und Kiſten. Ein Vertreter des Königs war eigens
nach Liſſabon gereiſt, um gemeinſam mit einem von der
republikaniſchen Regierung ernannten Komitee das
perſönliche Eigentum des Exkönigs zu verpacken und
abzuſenden. „Die große Schwierigkeit” ſo erzählte
dieſer Abgeſandte einem engliſchen Journaliſten, „
be=
ſtand darin, daß die neue Regierung zu unterſcheiden
hatte, was perſönlicher Beſitz des Königs und was
Staatseigentum war. Ich ging mit ſechs Herren in
das Schloß, um mit ihnen zu verabreden, was dem
König nach England nachgeſchickt werden ſollte. Die
neue Regierung war außerordentlich gewiſſenhaft, und
nichts im Palaſt war auch nur berührt worden. Im
Schlafzimmer des Königs herrſchte auch jetzt noch die
Unordnung der Abreiſe, und auf dem Stuhle lag noch
der Säbel des Königs, der in der Eile vergeſſen worden
war. Das einzige Wertobjekt im Schlafzimmer bildete
übrigens die goldene Kaſſette, die die Stadt London
ge=
ſtiftet hatte und die auf dem Schreibtiſch des Monarchen
ſtand, neben drei oder vier in Silber gerahmten
Photo=
graz hien König Eduards und der Königin Alexandra.
Das republikaniſche Komitee war ſehr
entgegen=
kommend, und in zweifelhaften Fällen beſtand es
immer darauf, daß die Gegenſtände dem König
zuge=
ſandt werden ſollten. Ich war erſtaunt, wie beſcheiden
und klein die Garderobe des Königs iſt. Sie beſtand
aus kaum zwölf einfachen Stoffanzügen, eine
Beſchei=
denheit, die manchen reichen Dandy beſchämen könnte,
der viermal ſo viel Anzüge hat, als der junge König
von Portugal beſaß.”
* Die engliſchen Kronjuwelen. Die
eng=
liſchen Kronjuwelen ſind wieder im Tower von London
ausgeſtellt worden, nachdem ſie mehrere Monate lang
den Blicken des Publikums entzogen waren. Während
dieſer Zeit ſind eine Reihe von Arbeiten ausgeführt
worden, die den unermeßlichen Schatz mit noch größerer
Sorgfalt als bisher beſchützen ſollen. Boden, Decke und
Wände des ſogenannten Juwelenhauſes, eines Raumes
im Wakefield=Turm, ſind derart verſtärkt worden, daß
das ganze Zimmer zu einem Rieſengeldſchrank
ge=
worden iſt, den ſelbſt der geſchickteſte Einbrecher nicht
zu erbrechen vermag. Sollte irgendwer dennoch
ver=
ſuchen, die berüchtigte Heldentat des Colonel Blood
noch einmal zu unternehmen, ſo wird ihm manche
Ueber=
raſchung zuteil werden. Um den Glaskaſten, der die
Juwelen enthält, iſt ein handgearbeitetes Stahlgitter
geſponnen worden, und ſowie dies berührt wird, läuten
Klingeln an verſchiedenen Teilen des Towers, und
durch Druck auf einen Knopf kann der Wächter ſofort
die großen eiſernen Türen des Zimmers verſchließen.
Ein Druck auf einen zweiten Knopf läßt große
Stahl=
platten emporſteigen, die den Glaskaſten vollkommen
umfaſſen. Mit Rückſicht auf die nächſtjährige Krönung
des engliſchen Königs werden die Juwelen gerade
jetzt täglich von vielen Tauſenden von Perſonen
be=
ſichtigt.
* Ueber die Goldfunde in der Eifel,
worüber wir berichteten, wird weiter gemeldet: Man
hat in der Nähe von Jveldingen unter dem Raſen Gold
von ſehr guter Qualität, es ſoll 160gradig ſein,
gefun=
den. Die Konzeſſion, die dem Sohne eines früheren
Steigers namens Jung erteilt worden iſt, erſtreckt ſich
auf eine Fläche von über zwei Millionen
Quadrat=
metern. Neue Mutungen ſind inzwiſchen von einer
weiteren Firma angelegt worden, ſo daß ſich binnen
kurzem ein bedeutender Verkehr in dieſem entlegenen
Winkel entwickeln dürfte. Zu der Entdeckung des
Goldgehaltes des Bodens kam man durch eine lange
Kette von aufgeworfenen Hügeln, die ſich von dem Orte
Iveldingen bis faſt nach der belgiſchen Grenze
hin=
ziehen. Die Bevölkerung behauptete, daß es ſich um
Hünengräber handelt. Die angeſtellten Unterſuchungen
ergaben jedoch, daß es Ueberreſte von früheren
Gold=
wäſchereien waren. Daraufhin hat nunmehr das
Ober=
bergamt in Bonn die Konzeſſion erteilt.
* Ein Nepomuk= ſtatt eines
Bismarck=
denkmals. In der Bürgerſchaft von Horſtmar (
Weſt=
falen) war eine ſtarke Strömung für die Errichtung
eines Bismarckdenkmals vorhanden. Die
Stadtverord=
neten aber haben in ihrer letzten Sitzung beſchloſſen,
auf dem dafür vorgeſehenen Platz ein Denkmal des
hl. Nevomuk zu errichten.
gerichtet worden ſind, haben Ihre Majeſtäten, hiervon
unterrichtet, den Wunſch ausgeſprochen, es möchte bei
dieſem Anlaß nicht nur von Darbringung perſönlicher
Geſchenke, ſondern überhaupt von allen feſtlichen
Ver=
anſtaltungen und Huldigungen abgeſehen werden, was
hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird.
* Metz, 11. Nov. Von der an Schwarzen
Pocken erkrankten und iſoliert gehaltenen Familie
iſt heute vormittag ein vier Jahre alter Knabe
ge=
ſtorben. Alle Vorſichtsmaßregeln ſind getroffen.
* Dresden, 11. Nov. Das ſächſiſche Miniſterium des
Innern teilt der Leitung der Internationalen
Hygiene=Ausſtellung in Dresden 1911 mit,
daß die öſterreichiſche Regierung die ihr vom deutſchen
Botſchafter übermittelte Einladung an der Ausſtellung
teilzunehmen, angenommen hat. Sie wird einen
beſon=
deren Ausſtellungspavillon errichten. Die erforderlichen
Schritte um eine möglichſt intenſive Beteiligung aller in
Betracht kommender Faktoren ſicher zu ſtellen, ſind bereits
eingeleitet. Die Beſchlußfaſſung der ungariſchen
Regie=
rung ſteht noch aus.
H. B. Berlin, 11. Nov. Nach der Deutſchen
Tages=
zeitung hat der Kaiſer dem Direktor der Deutſchen
Bank v. Gwinner in einem Telegramm durch den Chef
des Zivilkabinetts v. Valentini „hocherfreut” ſeine
Glück=
wünſche zum Abſchluß der türkiſchen Anleihe=
Verhandlungen ausſprechen laſſen.
H. B. Berlin, 11. Nov. Nachdem in Baden und
El=
ſaß=Lothringen die kontingentierte Einfuhr von
Schlachtvieh aus Frankreich geſtattet wurde,
wollen auch die bayeriſchen Städte zur Steuerung der
Viehknappheit das franzöſiſche Vieh auf ihre Märkte
bringen. Der Deutſchen Fleiſcherzeitung wird aus
Nürn=
berg telegraphiert: Der Magiſtrat beſchloß, bei der
Staatsregierung den Antrag zu ſtellen, zur Erwirkung
der Erlaubnis der Einfuhr von wöchentlich 400 Stück
Schlachtochſen und Schlachtſchweinen aus Frankreich nach
Nürnberg.
H. B. Berlin, 11. Nov. In der Affäre
Margu=
lin=Ramé iſt wiederum eine neue Wendung zu
verzeichnen. Es hat ſich herausgeſtellt, daß die
Kaba=
rett=Diva Erna Fröhlich mit Margulin verheiratet
iſt, ſomit alſo die ruſſiſche Staatsangehörigkeit
erwor=
ben hat. Infolgedeſſen hat die ruſſiſche Regierung
vorläufig bis zur Klärung der Sache auch die
Aus=
lieferung der Fröhlich verweigert.
H. B. Salzburg, 11. Nov. Das Wahrzeichen der
Stadt Salzburg, die Feſtung Hohen=Salzburg,
ſtand heute nacht in Gefahr, ein Raub der Flammen zu
werden. In der Stock=Kaſerne entſtand nachts in dem
Arbeitszimmer der Garniſons=Sträflinge ein Brand,
der jedoch rechtzeitig von der Wache bemerkt wurde und
gelöſcht werden konnte. Somit wurden von der ganzen
Stadt die unberechenbarer Folgen einer Feuersbrunſt
ab=
gewendet. Die Urſache des Brandes iſt darin zu ſuchen,
daß ein Sträfling ſich Feuerzeug zu verſchaffen gewußt
hatte und damit unvorſichtig umgegangen war.
Kinder- Hervorragend bewähris
mehl Nahrung.
Die Kinder gedeihen
vorzüglich dabei
u. leiden nicht an
Kranken-
Verdauungsstörung.
kost
Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich
entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm
Dr. Hommel’s Haematogen.
WARNUNG! Man verlange
ausdrück-
lich den Namen Dr. Hommel. (1969a
r Qualität d. Arbeit, Zweckmässigkeit u. Gediegen-
VVheit bei Einrichtungsgegenständen schätzt, sollte
nichtversäumen,sich unsere Fabrikanlage anzusehen.—
Eine interessante Abwechselung bietet auch die
gleich-
zeitige Besichtigung unserer bei dem Ausstellungshaus
— Feldbergstrasse No. 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen modernen
Fabrikanlage mit allen dazu gehörigen Nebenbetrieben,
wozu wir alle Interessenten ergebenst einladen.
Möbel=
Gg. Ehrhardt & Söhne Fabrik
Darmstädter Werkstätten für Handwerkskunst.
Feldbergstrasse 36 (nächst demBahnübergang Rheinstr.).
(22013a)
Verwahren Sie
die bekannten gelben „Maizena‟-Pakete, denn Sie
er-
halten bei Einsendung der Vorderseiten der Pakete, die
zusammen 3 Pfund enthielten, an die Corn Produets
Co. m. b. G., Hamburg I, eine Serie künstlerisch
ausgeführter Reproduktionen berühmter Gemälde der
Dresdner Galerie
ist das beste Speisemehl zur Bereitung von Puddings,
Kuchen, Saucen etc. Ueberall erhältlich.
(21996D
20418M
Geſchäftliches.
Auf der Weltausſtellung in Buenos Aires hat die
Chemiſche Fabrik Düſſeldorf, Akt.=Geſellſchaft, für ihre
Fabrikate: „Geolin”, flüſſiges Putzmittel, „Fixin”,
Schuhcreme in Doſen, Schuhereme in Schraubengläſern,
„Jura”, Metallputzextrakt in Doſen, die goldene
(21386
Medaille erhalten.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
(19864Mf
Z Zme
Hervorragendes Erzeugniss der Tognacbrennerei.
LANDAUER & MAchOll., HEiLBRONN.
Nur echt mit der Hammer-Schutzmarke. Überall erhältlich.
Irauer
Glusen--öcke
Jlüfe
Schleier-Crepe-
Gut u. rmflore
Grosse Auswehl
Alle Preislagen
WilhelminenStr
89 6
Hans Gehlhaar
Wilhelminenstr. 9
gegenüber dem
alten Palais.
21890
fs
für Fperal=Auekrünte, Pr.
Detektiv-institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Vebernahime nur einwandtreier Aufträch. Gakants für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,10
Watentbericht. Mitgeteilt vom Patent= und techn.
Bureau Conrad Köchling, Ing., Mitglied des
„Deutſchen Schutzverbandes für geiſtiges Eigentum”.
Broſchüre „Patentwiſſenſchaft” koſtenlos. Frankfurt a. M.,
Zeil 68 III. Telef. 9936. A. Patentanmeldungen:
2 Verfahren zur Herſtellung von Stoffen für dickwollige
Gebrauchs= oder Bekleidungsgegenſtände z. B. von Woll. mit pelzartiger Oberfläche. Lina Preuß geb.
Dornberg=Darmſtadt.-Verfahren zur Regulierung von
Dampfmaſchinen, insbeſondere Schiffsmaſchinen, bei
Be=
laſtungsänderungen. Robert Schuhmacher=Traiſa bei
Darmſtadt. Verfahren zur Aufſchließung pflanzlicher
Faſern zur Herſtellung von Zellſtoff. Dr. Carl G.
Schwalbe=Darmſtadt. Verfahren zur Herſtellung von
Waſſerſtoff durch Zerſetzung von Kohlenſtoff beliebiger
Herkunft mit Waſſerdampf. Dr. O. Dieffenbach und
Dr. W. Moldenhauer=Darmſtadt. — B.
Patent=
erteilungen: Stehroſt für Oefen. Gebr. Trier
G. m. b. H.=Darmſtadt.— — Zuſammenlegbare
Feld=
krankentrage mit trennbaren Hochkantſcharnieren. Philipp
Scherer=Darmſtadt.— Verfahren zur Darſtellung von
Perſäuren und Peroxyden. Dr.=Ing. J. D’Ans=
Darm=
ſtadt.— Verfahren und Ofen zur Durchführung von
Gasreaktionen im beſonderen zur Herſtellung von
Cyan=
waſſerſtoffſäure. Dr. O. Dieffenbach und Dr. W.
Molden=
hauer:Darmſtadt.— Verfahren zur Herſtellung
ge=
ſchmolzener Oxyde von Metallen mit hoher
Ver=
brennungswärme. Fa. E. Merck=Darmſtadt. ——
Projek=
tionslampe. Nicolaas A. Halbertsma=Darmſtadt.
Vorrichtung zum Aufwickeln von Papier= und anderen
Stoffbahnen. Jean Goebel=Darmſtadt.——
Kontrollvor=
richtung für Druck=, Numerier=, Stempel= und
Zähl=
maſchinen. Jean Goebel=Darmſtadt. — C.
Gebrauchs=
muſter: Menſtruationsbinde ohne Längsnaht. Phil.
Ullrich=Darmſtadt.-Federkaſten mit Schwammbehälter.
Peter Hörr=Darmſtadt. Schieberverſchluß mit
Feder=
kaſten uſw. Peter Hörr=Darmſtadt.:—Stegerſatz für
Herrenbeinkleider. R. Kießler=Darmſtadt.
Zuſammen=
legbarer Taſchenſchirm mit abnehmbarem Schirmbezug.
Wilhelm Schnell=Darmſtadt.
Fenſterfeſtſtellvorrich=
tung. Joſef Eduard Vietze=Darmſtadt.
(21942
Familiennachrichten.
Egeegggggg
Statt besonderen Anzeigen.
Die Geburt eines Mädchens
beehren sich anzuzeigen
Oberlehrer K. Mangold und
Frau Käthe Mangold, geb. Staeps.
DARMSTADT, 11. November 1910.
(21980
225
SeGGeceuu
Tür die uns anläßlich unſerer Silbernen
6 Hochzeit in ſo reichem Maße zuteil
gewor=
denen Glückwünſche und Ehrungen ſagen
herz=
lichſten Dank.
(*27916
Aug. Meyer u. Frau.
Monsieur le Professeur J. Berryer
et Madame font part de Theureuse
naissance dlune fille.
Herderstrasse 3.
B22026)
Todes-Anzeige.
Heute morgen um ½8 Uhr verſtarb nach
kurzem, aber ſehr ſchwerem Leiden im 59.
Le=
bensjahre mein innigſtgeliebter Gatte, unſer
Vater, Schwiegervater, Schwager, Bruder und
Onkel
(B22041
was wir ſchmerzerfüllt allen Verwandten,
Freunden und Bekannten unſeres teueren
Ver=
ſtorbenen mitteilen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Charlotte Müller, geb. Vinſon,
Heinrich Müller,
Marie Müller, geb. Schaaf.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Orangerieſtr 6
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag, den
14. November, vormittags 11 Uhr, vom
Por=
tale des Darmſtädter Friedhofes aus.
Statt jeder beſonderen Mitteilung.
Heute nacht 2 Uhr iſt mein lieber Mann,
unſer lieber Vater, Schwiegervater, Großvater,
Schwager und Onkel
(*27878
Theodor Heuß
evang. Pfarrer in Pension
nach langem, ſchwerem Leiden im 61.
Lebens=
jahre ſanft entſchlafen.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Marie Heuß, geb. Ritter.
Traiſa bei Darmſtadt, den 11. Nov. 1910.
Die Einſegnung findet Montag, den 14. Nov.,
um 2 Uhr, im Trauerhauſe in Traiſa ſtatt,
die Beerdigung um 4 Uhr vom Portale des
Darmſtädter Friedhofes aus.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte, ſowie
für die überaus reichlichen Blumenſpenden aus
nah und fern, ſage allen hierdurch Dank.
Beſon=
ders danken wir den Barmherzigen Schweſtern
für die unermüdliche ſorgfältige Pflege, der Firma
Gandenberg’ſche Maſchinenfabrik, deren Beamten
und Arbeitern, ſowie dem Militärverein
Darm=
ſtadt für die reichen Kranzſpenden und der ehren=
(21998
den Nachrufe am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſe Schmitt, geb. Wenzel.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe wohltuender
Teil=
nahme, welche uns anläßlich des Heimgangs
Junſerer unvergeßlichen
(B22028
Frau Bertha Külo
geworden ſind, ſagen wir herzlichen Dank.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Familie Schneider.
eile eerehte
Oeſfentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 12.
No=
vember: Niederſchläge, im Gebirge Schnee, windig.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Eine
ſtarke Depreſſion iſt von Weſten her vorgedrungen
und liegt über dem Kanal. Unter ihrem Einfluß
reg=
net es im Nordweſten, während im Gebirge, teilweiſe
auch in der Ebene, Schnee gefallen iſt. Bei weiterem
Vorrücken des Tiefs ſind wieder Niederſchläge zu
er=
warten. Die Temperaturen werden ſich wenig ändern.
Tageskalender.
Samstag, 12. November.
Vorſtell ung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Generalverſammlung des Vereins „Heſſiſches
Lehrerinnenheim” um 4 Uhr im Rathausſaal.
Lieder=Abend des Sängerchors des Darmſtädter
Lehrervereins um 8 Uhr im Saalbau.
Schüler=Vortragsabend der Klavierſchule E.
Hoch=
ſtätter um 6½ Uhr Steinſtraße 24.
Stifkungsfeſt des Vereins ſtädtiſcher Arbeiter und
Bedienſteter um 8½ Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um 4 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Kochkunſt=Ausſtellung im Hotel „Zur Traube‟.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Sonntag, 13. November.
Hoftheater, Anfang ½6 Uhr (Ab. B): „Die
Meiſter=
ſinger von Nürnberg”.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11 Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Familienabend des ev. Frauenvereins des
Schloß=
bezirks um 7½ Uhr im Gemeindehaus (Kiesſtraße).
Familienabend der evang. Paulusgemeinde um 8 Uhr
im Gemeindeſaal.
Vortrag von Friedr. Jaskowski um 8½ Uhr
Schul=
ſtraße 8 (Südweſtdeutſcher Vortragsverband).
Vortrag über Spiritismus um 8 Uhr Grafenſtr. 18.
Aufführung des hiſtoriſchen Schauſpiels „Kolberg”
um 7½ Uhr Hofgartenſtraße 8.
Erbauung der Freireligiöſen Gemeinde um 10 Uhr im
Saele der Loge (Sandſtraße).
Konzert des Orthſchen Männerquartetts um 8 Uhr
in der Turnhalle (Heidelbergerſtraße).
Abendunterhaltung der Geſellſchaft „Reichsadler”
um 7 Uhr im „Mathildenhöhſaal”
Abendunterhaltung des Vereins „Konſtantia” um
8 Uhr im „Konkordiaſgal”.
Herbſtfeſt des Darmſtädter Männergeſangvereins um
4 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Herbſtball des Kath. Geſellenvereins um 8 Uhr im
Ceſellenhaus.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”=
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins nach
Auerbach (Abmarſch um 8 Uhr am Böllenfalltor).
Ausflug des Vogelsberger Höhenklubs nach Groß=
Gerau (Abfahrt um 1 Uhr).
Spazierganß des Naturheilvereins nach Traiſa (
Ab=
marſch um 2½ Uhr am Böllenfalltor).
Tanzkränzchen um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”,
Preisſchießen des Schützenklub „Immergrün”
Schwa=
nenſtraße 49.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 14. November.
Hofreite=Verſteigerung des Fr. Schweitzer (
Kaup=
ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 10 Uhr
Martin=
ſtraße 30.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 11 Uhr
Lichten=
bergſtraße 75.
Schwellen=Verſteigerung um 9 Uhr am
Bahn=
übergang der Pallaswieſenſtraße.
Stroh=Verſteigerung um 9 Uhr auf dem Truppen=
Uebungsplatz (Zuſammenkunft an der Stallbaracke 48).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Je Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
2
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Innner Druu Nen ExpUNTDDG
reinste Tafel-Biere.
er
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 7.
Sereison
dass es unseren ersten Ateliers für
fertige Herrengarderobe gelungen
ist, sowohl in Schnitt und Arbeit,
als in geschmackvollster Wahl der
Stoffe, Herrengarderobe zu liefern,
die der allerbesten Mass-Arbeit
gleich kommt, ja sie vielfach
über-
trifft. Sie finden bei mir nur
das Vollkommenste, was auf
diesem Gebiete in
Deutsch-
land geliefert wird.
Hoflieferant
1 Ernst-Ludwigsplatz 1.
Einziges Spezialgeschäft erstklassiger Herrengarderobe am Platze.
(21972
Fache Labdewann, Bägeliſch gr. Buppen=
2 küche, Wagen, Kaufladen u. Pferd zu
verkaufen Tannusſtr. 47, I. St. (*27857
wird eingeſchnitten Land=
Kraut wehrſtr. 45, G. Schub-
Legel.
(*27847
Poſtkarte genügt!
A. Fornoll.
Kraut schneldel Soderſtraße 33.
(*27840
Karte genügt!
2 Werto. Damenringe
abhanden gek. Damentoil. Saalbau, deutſches
Feſt. Wiederbr. erh. hohe Belohnung Villa
„Valerie‟, Auerbach a. d. Bergſtr. (21950
mit Kette ver=
S.lb. Damenuhr loren (Kapellpl.).
(*27734fs
Abzugeben gegen Belohnung
Große Kaplaneigaſſe 64, 1. St.
Spezial-Geschäft für Herren-Wäsche
M. Willy, Grafenstrasse 19
Anfertigung nach Mass in kürzester Frist
Garantie für tadellosen Sitz ::
Eigene Zuschneiderei im Hause
Terren-Moden
Täglicher Eingang von Neuheiten in
(22064a
Krawatten etc.
2 ₰
Ing., für die Gerichte des Königl.
Landgerichtsbezirks Hagen i. W.,
be=
eideter Sachverständiger (in gewerbl.
Schutzrechtangelegenheiten), prüft
Erüindungen kostenfrei, reell und
sach-
gemäß. Ia. Empfehlungen, bzg.
An-
meldung u. Verwertung im In- und
Auslande, Ueber 30 eigene Geschäfte
u. Vertretung. u. a. Berlin. Broschüre
„Patentwissenschaft gratis. (11930a)
Frankkurk a. M4.,
Zeil 68, III. Fernruf 9939.
Wir zahlen
1000n
u. 20% vom Reingewinn für eine
ge=
winnbringende Erfindung oder Idee.
Patentzentrale Seng, Caſſel W54. (219599
Bäckerei mit
Weinwirtschäft
unweit Darmſtadt, wegen Sterbfall zu
verkaufen. Rentiert. Bäckerei u. Wohnung
ganz frei. Ernſtliche Käuſer erfahren näheres
unter J 67 in der Exped. ds. Bl. (*27821
Grossbrauerei
mietet Wirtſchaften und ſtellt
auch Hypotheken. Offert. unt.
370 an die Expedition. (*27854
Schönes Landaut
50—150 Morgen, mit beſſ. Gebäuden,
Wohn=
haus, mind. 8—10 Zimm., mögl. iſol. u.
geſchloſſ. Lage, Nähe folg. Städte entweder
Frankfurt a. M., Darmſtadt, Mainz,
Wies=
baden, Hanau uſw. mit Vorkaufsrecht zu
pachten, event, aber auch ſofort zu kaufen.
Ausf. Angebote erb. a. d. Exped. Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M., unter
F. G. U. 488.
(21994Mf
Darlehnsschwindel
jeder Geldſuchende wende ſich an
Kreditgeschäft Reform, Plauen
Nur eig. Kapital. Keine Vermittlung.
Gute Kundenwechsel
diskontiert Bank zu koulanten Bedingungen.
Anfragen unter G 1 an die Expedition
dieſes Blattes erbeten.
(21248a
Hohen Gewinn
gewähre ich demjenigen Selbſtgeber durch
Gewinnanteil einer ausſichtsreichen
Erfin=
dung, der einem unbemittelten Erfinder
550 Mark zur Beſtreitung der
Patent=
koſten vorſtreckt. Offerten unter J 42 an
die Exp. ds. Bl. erbeten.
(*27725fs
Schnelle Hilfe bei Zahlungsſtockung und
Konkursdrohung; eventl. mit
Kapital=
beſchaffung; Raterteilung in ſchwierigſten
Fällen durch tücht. Kaufmann: auswärts
perſönlich. Gefl. Anfragen u. I75 Exp. (*27864
Auf Ia Objekt
(Wohn= und Geſchäftshaus) werden von
pünktlichem Zinszahler 5 bis 6000 Mk. ſof.
geſ. Ortsgerichtl. Taxe d. Objektes 196000 Mk.
Belaſt. 135000 Mk. Off. u. J 84 Exp. (*27908
Kurſe vom 11. November 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach,
81. Staatspapiere. Ir Pro.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 99,8.)
3½ Deutſche Reichsanl. . 12,50
43,70
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100 00
3½ do. Conſols . . . . 92,60
83,50
B do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,25
do.
93,50
3½
84,50
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,50
91,25
do.
3½
do.
82,00
4 Hamburger Staatsanl. 101,50
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,10
do.
91,30
do
80,20
3 Sächſiſche Rente . . . 83,00
4 Württemberger v. 1907 101,70
do.
92,60
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 100,60
1¾ Griechen v. 1887
3¾ Italiener Rente . ..
4½ Oeſterr. Silberrente . 96,90
do. Goldrente . . 98,40
do. einheitl. Rente 93,10
Portug. unif Serie I 64,10
do. unif. Ser. III 66,50
do.
Spezial . 12,40
Rumänier v. 1903 . . 101,95
do. v. 1890 . . 94,90
do. v. 1905 . . 91,00
Ruſien v. 1880 a . . . 92.00
InProt.
4 Ruſſen v. 1902 . F₰ ₰ 92,60
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
3½ Schweden . . . . . . . 92,10
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903. 86,60
do. unifiz. p. 1903 92,00
4 Ungar. Goldrente . . 93,20
do. Staatsrente . 91,50
5 Argentinier . . . . . . 101,60
do.
91,10
4½ Chile Gold=Anleihe 93,80
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,65
do.
98,60
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,50
5 Innere Mexikaner . . 99,80
do.
68,00
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,20
5 Gold=Mexikaner . . . 100,20
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 144,25
4 Nordd. Lloyd . . . . 107,25
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,60
Aktien ausländiſcher
Transvortanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
Baltimore & Ohio . . 109,10
4 Gotthardbahn .
In Proz.
8).
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21½
4 Pennſylvania R. R. 131,00
Induſtrie=Aktien,
Mainzer Aktienbrauerei . 201,00
Werger=Brauerei
73,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 497,00
Fabrik Griesheim . . . . 279,90
Farbwerk Höchſt . . . . . 531,50
Verein chem. Fabriken
Mannheine . . . . . . . 340,00
Lahmeyer . . .
.117,00
Schuckert
,
Siemens & Halske . . . 244,50
Adlerfahrradwerke Kleyer 434,80
Bochumer Bp. u. Guß . .
Gelſenkirchen .
. . „
Harpener .
187,50
Phönix, Dergb. u.
Hütten=
betrieb .
. . . . 241,10
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,50
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,30
do.
92,30
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
do. ſteuerfrei . 98,00
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
98,10
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,00
do.
do.
56,40
3. Raab=Oedenburger . . 75,25
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 90,00
Kronpr. Rudolfbahn . 98,00
In Pry=
S).
2¼0 Livorneſer . . . . . . 73,10
4 Miſſouri=Paciſic . . . 79,00
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,00
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,00
5 Tehuantepec . . . . . 101,50
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ.
4 Darmſtädter Bank . . 130,75
4 Deutſche Bank . . . . 257,00
4 Deutſche Vereinsbank 126,50
Diskonto=Geſellſchaft . 191,30
162,00
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk. 121,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 129,00
Pfälzer Bank . . . . . 105,10
.143,80
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank 138,75
4 Wiener Bank=Verein 139,40
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
3½ do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
1 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
3½
2
100,00
91,80
99,40
100,00
90,50
101,40
91,90
100,60
90,80
100,00
90,30
100,3)
91,90
In Proz.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
2.
91,50
3½ do.
4 Frankfurt . . . S ge . 101,00
96,00
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
.. 99,60
4 Heidelberg
90,50
3½ do.
* 100,20
4 Karlsruhe
90,60
3½ do.
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
90,80
4 Mannheim
„ 99,90
3½ do.
4 München .
65 ₰ 100,90
3½ Nauheim
90,80
4 Nürnberg . . . .. . . 100,10
3½ do.
91,20
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden . . . . . . 101,10
3½ do.
4 Worms . . .
„ 99,60
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 160,50
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,75
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. „ 100 105.40
In §ey
Zf.
3 Madrider Fs. 100 76,00
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
.. 136,60
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,90
3 Oldenburger
. . 124,30
2½ Raab=Grazer fi. 150 114,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl.
Braunſchweiger Tlr.
Freiburger
Fs.
Mailänder
Fs.
do.
Fs.
Meininger
ft.
Oeſterreicher v. 1864 „
do. v. 1858 „1
Ungar. Staats „
Venediger
Frs.
Türkiſche
,
20 218,50
15
45
10 32,00
100 547,00
100 442,00
100 387,00
30 43,10
400 179,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,16
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,9)
Amerikaniſche Noten . . . 4,19¾
Engliſche Noten . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten . . . . 81,15
Holländiſche Noten . . . . 169,45
Italieniſche Noten . . . . 80,80
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,90
Reichsbank=Diskonto .
Reichäbank=Lombard Zsf. 6%
G e e ee e e eeee
Nummer
Neu eingetroffen!
Hiermit offeriere ich letzte Neuheiten
Neu eingetroffen!
welche ich in großen Quantitäten preiswert in Berlin kaufte, zu besonders billigen
5 vorteilhafte Preislagen blaue und englische Paletots
in vielen aparten Fassons, tadellos verarbeitet, in engl. und blauen Stoffen,
Die große Mode!
5 vorteilhafte Preislagen Samt- und Plüschpaletots
in aparten neuen Ausführungen, reich garniert und glatt,
5 vorteilhafte Preislagen Jacken-Kostüme
in durchaus eleg. vornehmen Genre und tadelloser Arbeit, in engl. Stoffen, sowie blaue und schwarze
Kammgarn-Cheviots, mit Samt-, Seide- oder Soutache-Garnierung,
5 vorteilhafte Preislagen schwarzer Paletots
sowie auch Paletots für starke Damen, in ganz anliegenden, geschweiften und losen Formen, bis zu den größten Weiten,
.
In meiner
Abteilung
sind ebenfalls große Posten Jäckchen
u. Kleidchen besond. preisw. ausgelegt.
2
Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstr.
[ ← ][ ][ → ] M 266.
Samstag, 12. November.
1910.
„
C
Weiknacktsgeschenke
veranstalten wir
Montag, den 14.
Dienstag, den 15.
Mittwoch, den 16. November
G50oeoteetebast
Es gelangen die während der Sommer- und Herbst-Saison angesammelten Reste
für Blusen, Kleider, Röcke, Kinderkleidchen, sowie Baumwollreste jeder Art
zu ganz aussergewöhnlich billigen Preisen zum Verkauf
Trotz dieser billigen
Preise geben wir
nochschwarzweiße
Rabattmarken.
Wir bitten um Beachtung unserer Schaufenster!
Wir bitten um Beachtung unserer Schaufenster!
Jelepfion 1177
Gebräder Ner
(21954
Ludwigsplatz 9
Tannenklötzchen
zum Anfeuern, ca. 15 cm lang,
per Ztr. Mk. 1,40 frei Keller.
Karl Schimmer,
Heinheimerſtr. 76. (17096a) Telephon 212.
verſch. Größe, preisw.
Oelgemälde, abzug. Näh. Exv. (B20530
Verſchiedene neue Diwaus
billig zu verkaufen
Wenckſtraße 20, 2. St. (*27615ms
Alle Sorten
Obstbäume
ſowie ſehr ſchöne (21133a
Zwergbäumchen
zu haben bei
Peter Klein, Wixhauſen bei Darmſtadt.
e
1. Sendung Nürnberger
N
heute eingetroffen
NN Probepakete v. 10 u. 20 Pfg. an
MK
Karlstr. 47
Nx Feing Telefon 641
M
N Eebkuchen
Interessante Beschäftigung.
: auch für Ungeübtel:
jedem Paket Schneesternwolle liegen 2 Strickanleitungen
nebst Zeichnungen gratis bei, um ganze Kostüme, Jjackets,
Rock, Sweaters, Muff und Mützen etc. Selbst zu Stricken.
Billig, modern u. elegant!
Gesündeste Kleidung. im ganzen Jahre gleich praktisch
für Strasse und Sport.
Wo nicht erhältlich weist dle Fabrik Grossisten und
Handlungan nach.
Herdautscftellämnmere anngerneghnerst lan Sainenteld
(K22954,28
Weltgusstellung
B RussEL 1910:
GEAND PRIX
3666000
CD. DDafes
H
Oronaufe
Oen.
Wmen Flaenuhtt
Gaancabeer
Preis:
1. 85 u. 3. 7, 96geeeeeé
Wirkung upübertroffen!
Georg Dralle, Hemburg.
(C21040,36)
gebrauchte Kokskörbe Z
Neue u. gebrauchte Möbel25 billig zu verkaufen
(21731ms
ſtets bill. zu verk. Karlſtraße 30. (21046a
Waldſtraße 35.
Verhütet
den Haarausfall,
fördert
den Haarwuchs,
verhindert
Schuppenbildung,
belebt
die Nerven.
Brennholz
Klötzchen, geſpalten oder klein gemacht
empfiehlt billigſt frei Haus (17287a
Brennholzdampfschneiderei
Martin Jahn,
Pallaswieſenſtr. 30. — Telephon 305
Prima Speisekartoffel
per 2 Zentner . . . Mk. 7.25
abgeholt . .
Mk. 7.00
20913a) J. Kunz, Wendelſtadtſtraße 51.
Guter, warm gefütterter
Hdbelock
für große ſtarke Figur, auch für Kutſcher
geeignet, preiswert abzugeben.
Näheres in der Expedition. (21935soim
Oefen, Herde und Kessel
werden geſetzt und ausgemauert, auch
Ueber=
nahme der Bedienung von Zentralheizungen
bei billigſter Berechnung und reellſter
Be=
dienung durch Heinrich Schaub,
Pallas=
wieſenſtraße 43.
(20012s
Stühle.
Das Flechten und Aufpolieren von
Stroh= und Rohrſtühlen, ſowie alle
Reparaturen prompt und billigſt
J. Gerhard, Stuhlſchreiner.
20474a)
Darmſtraße 23.
Schirmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen und Ueberziehen per ſo=
6922
ſort, billig und gut.
Antie Möller.
Roman von K. v. d. Eider.
Nachdruck verboten.)
6)
Man war jetzt im Hochſommer. Der Garten auf
Rethwiſchhof ſtand in leuchtender Blüte, und in den
Bäumen und Büſchen rauſchte und ſang es. In der
Luft lag ein Summen und Schwirren, und über die
Fennen klang Gebrüll und Meckern. Die Rethwieſen
waren zum größten Teile abgemäht; was noch ſtehen
geblieben war, blühte in ſchwankenden, braunvioletten
Wedeln. Ein kräftiges Leben umwogte den alten,
frie=
ſiſchen Marſchhof.
Frau Anderſens Nichte, Ingeborg Jeſſen, kam jetzt
oft am Sonntag nachmittag herüber. Sie war ein
hübſches Mädchen, roſig, blühend und ſtattlich wie der
Sommer, mit dunklen, grauen Augen und
rötlich=
blondem Haar. Sie trug hübſche, friſchfarbige Kleider
und ſah ſehr ſchmuck aus. Antje bewunderte ſie ſtets
mit heimlichem Seufzer, obgleich Ingeborg ſie recht
ge=
ringſchätzig behandelte.
Trotzdem war Antje immer freundlich und gefällig.
Sie wußte ja, daß das hübſche Mädchen Herrin auf
Rethwiſchhof werden ſollte. Wie konnte man es ihr
verdenken, daß ſie ſchon jetzt ſtolz und herriſch war. Eine
großmächtige Bauernfrau mußte ſo ſein; die hatte es
nicht nötig, ſich zu ducken wie eine arme Dienſtdeern.
Wie ſtattlich ſie war und wie ſtark! Ja, ſie paßte
gut hierher. Weshalb Rolf ſich nur immer ſo viel Zeit
ließ, hereinzukommen, wenn ſie in der Stube ſaß. Er
blieb ruhig im Stall beim Füttern, und wenn er damit
fertig war, ging er ebenſo ruhig und langſam über die
Diele wie ſonſt. Er nickte ſeiner Couſine ebenſo gelaſſen
zu, als ſäße irgend ein alter Nachbar auf dem Sofa; ja,
er war eine ruhige Natur. Und ſie iſt doch ſo
wunder=
ſchön, wie ein Bild, dachte Klein=Antje ohne Neid; aber
ein wenig ſeufzte doch ihr Herz dabei. Sie ſah in einen
Spiegelſcherben hinein und dachte: Wäre iſt doch auch
ſo groß und ſchön wie Ingeborg.
Das Heu wurde eingefahren. Alle Hausgenoſſen,
außer der Frau und Iven, waren draußen auf der
Fenne. Antje war eine der fleißigſten Arbeiterinnen.
Sie wirbelte umher, war bald hier, bald dort. Ihr
blaues Röckchen tauchte bald an dieſer, bald an jener
Stelle auf.
Iven beobachtete das Treiben von ferne, mit
ſinnendem Blick, wie man dem Fluge eines
Schmetter=
lings zuſieht. Als am Abend das letzte Fuder unter
Dach kam, und oben auf dem duftenden Heu die Leute
ſaßen, mitten dazwiſchen Antje mit dem wirren Haar
und dem erhitzten Geſichtchen, da kam ſie ihm vor wie
eine Roſe. Aber dann ſchüttelte er den Kopf über den
Vergleich. Roſe und Heu? Nein, das paßte nicht
zu=
ſammen.
Iven hatte ſich wieder ein neues Buch ſchicken
laſſen; irgend ein Zeitungsartikel hatte ihn dazu ver=
anlaßt. Er zeigte es Antje; er gewöhnte ſich immer
mehr daran, dem jungen Mädchen ſein Inneres zu
offenbaren. Die Pflege des Säuglings im erſten
Lebensjahre. Es ſcheint ein vorzügliches Buch zu ſein.
Was wird nicht gerade im erſten Lebensjahre an
Kin=
dern geſündigt! Verſtehen Sie mit Säuglingen
umzu=
gehen?
Nein, ſagte Antje lächelnd.
Sie müſſen das Buch unbedingt leſen. Es iſt ſehr
nützlich, falls Sie mal Kinder bekommen —
Quack, entfuhr es Antje. Raſch, unter Erröten
fügte ſie hinzu: Ich bekomme ſicher keine Kinder. Dann
müßte ich doch erſt einen Mann haben.
Ach ſo, ja, Sie mögen recht haben.
Aber Sie, Herr, Sie könnten ſich verheiraten, dann
kann Ihre Frau es leſen.
Meinen Sie? Iven war nachdenklich geworden,
noch nachdenklicher als ſonſt.
Im Nachſommer gab es in Bredwort ein großes Feſt:
das Ringreiten. Hoch zu Roß wurde mit einem Spieße
nach einem ſchwebenden Ringe geſtochen. Es waren Preiſe
ausgeſetzt für diejenigen, die den Ring herunterholten.
Sobald der Ring gewonnen war, wurde er gegen einen
kleineren ausgewechſelt. Je kleiner der Ring, je größen
der Preis, und der allerkleinſte und letzte war der
Königs=
ring.
Die Ringreitergilde beſtand zumeiſt aus jungen
Bauern und Knechten. Bei derlei Gelegenheiten mußte
man über die Standesunterſchiede hinwegſehen, denn die
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Seidenstoffe für Kleider und Blusen
Wie alljährlich Anfang November biete ich meiner geehrten Kundschaft kurze Zeit
besonders billige Gelegenheitskäufe
in Seidenstoffen für Kleider und Blusen. Ich habe zu diesem Zwecke grössere F
ich jetzt das Meter mit Mark 2.75, 2.00, 1.50, 1.00 abgebe, ohne Rücksicht auf
auf alle Neuheiten
auf alle schwarzen Blusenseiden
auf alle schwarzen Kleiderseiden
Nachlass!
auf alle farbigen Blusenseiden
auf alle farbigen Kleiderseiden
bei Abnahme von über 4 Meter, bei Preislagen von über Mark 2.00 das Meter.
Für Weihnachtsgeschenke vorzügliche Gelegenheit
I1! Backfisch-Seide !!!
führe ich nach wie vor nur in der besten Qualität. Da billigere Fabrikate zu Mark 1.35 und 1,25 angeboten werden, welche jedoch in
Qualität und Glanz nur Laien täuschen können, setze ich um jeder Konkurrenz zu begegnen, das Meter
und biete damit dem Publikum etwas ganz besonders Vorteilhaftes, Schönes und vor allem Gutes.
Ich bemerke dabei, dass ich trotz dieses billigen Preises nicht von meiner seitherigen besten
Meine Einkäufe sind derartig billig, meine Unkosten absolut niedrige, dass ich ohne Schwierigkeit
grösste Reellität bürgt das Renommé der Firma.
Seidenhaus LSCARDVULz, Ludwigstr. 15. mitüber 250 Geschäften.
Einkaufsgenossenschaft
macht feinen Kaffee!
Erspart die Hälfte Kaffeel
Fabrikant: Werner Breuer, Artuswerk, Rodenkirchen-CöIn.
das moderne
Waschmittel
wäscht in halber Zeit .
Billigst im Gebrauch.
Unschädlichkeit garantiert.
Henkel & Co., Dösseldorf,
auch der weitbekannten
Grossherzl. Hess. Hoflieferane
PlANOst
in nslaine Heige Verterdluag
Bechstein. Blüthner, Berdur.
Grstrian-Steinwag Nacht.
Steinway s Sonz-Thürmer
Mannborg-Harmoniums.
Preise von N. 495.- bis N. 3000 . bar u. Raten. Kaelle Garantie.
Überalf Anerkennung.
vermietunn Fintsusch Stimmen u Reparieren
ae Pratlasen Hastenlon ond Gre. 2
A.W. ZIMMERMAN
Heagesr. OMKhS Ta0 f. Hartenslatz. gew nds
Menle g eh., e
„ Fechenheim „
„ Gießen
Dillenburg „
Darmstadt.
un) G. Müller, Gardiſtenſtr. 11.
Ein Geſchäftswagen bilig zu verkaufen.
EWo? ſagt die Expedition. (*27587ms
Eine gllerhaltene Patent- Federrolle zu
Everkaufen Teichbausſtr. 2 Laden. (2171a
Kavuti
allerbeſtes Kopflausmittel
Fl. zu 30 und 50 Pfg. zu haben
in Darmſtadt bei (18484M
A. Fischer, Adler=Drogerie.
Einochnetzaſt wer zu gering, aidih mm ſie uch det
Volsſeſten Kaſiſizieren komte.
Schon längere Zeit vor dem Feſte übte ſich die
männ=
liche Jugend im Reiten und Stechen. Heie Rehm
unter=
ließ es nie, wenn er zum Pflügen ausritt, jedesmal am
Landwege mit einem Weidenſtock nach einer beſtimmten
Stelle in einem alten Eſchenbaum zu ſtoßen, und wenn
Rolf Anderſen zum Schmied ritt, probierte er auch mal,
im Trab den Spieß zu rühren.
Ein paar Tage vor dem Feſte begann auf
Rethwiſch=
hof ein rühriges Leben. Rolf war im vorigen Jahre
König geworden und mußte das Frühſtück, das ſogenannte
Ringreiterbier vor dem Ausritt geben, und dies ſollte,
ſeinem Stande gemäß, nicht lumpig ausfallen.
Es wurde ein Schinken gekocht, eine ganze Kalbskeule
gebraten und ein Fäßchen Bier angeſtochen. Der Tiſch
war mit ſchneeweißem Linnen bedeckt; goldgelb war die
Butter, das Brot ſchlohweiß und dunkelbraun die Rinde.
Ingeborg Jeſſen war ſchon ſeit mehreren Tagen auf
dem Hof und ſchlief in einer der eingemauerten Bettſtellen
in der Wohnſtube neben Frau Anderſen. Sie ging der
Tante zur Hand in Küche und Keller und beim
Tiſch=
decken.
Frau Anderſen unterließ es nicht, Rolf darauf
auf=
merkſam zu machen, wie gut Ingeborg die Arbeit anſtehe.
Den Schinken hat Ingeborg mal fein mit Zwieback
beſtreut und mit Nelken beſteckt, und den Stuten hat ſie
auch angerührt. Sie iſt ne Staatsdern; wer die mal
kriegt, iſt nicht betrogen. — Ach, mein Magen! — Ja, ich
habe die längſte Zeit gewirtſchaftet.
Rolf antwortete gar nichts. Seine Augen waren
ge=
rade auf Antje gerichtet, die mit den Gläſern und Tellern
ſo flink und geſchickt umging, als wäre es Spielzeug.
Ich meine Ingeborg! Frau Anderſen ſtieß ihren Sohn
an. In dieſem Augenblick fiel Ingeborg ein Teller mit
Wurſt aus der Hand; er zerſprang auf der Zementdiele
und die Wurſtſcheiben lagen zerſtreut daneben.
Antje, die in nächſter Nähe ſtand, bückte ſich ſofort,
um die Scherben aufzuleſen, aber Ingeborg ſtieß ſie
bei=
ſeite und behauptete mit hochrotem Geſicht, Antje habe ſie
angerannt und ihr den Teller aus der Hand geſtoßen.
Frau Anderſen beſchwichtigte ſie. Antje weinte ſtill
vor ſich hin und Rolf trat mit zuſammengezogenen
Brauen vor die Haustür. Er hatte wohl geſehen, wie es
gekommen war; aber es erſchien ihm nicht der Mühe wert,
ſich hineinzumiſchen. Hinterher tat es ihm leid, daß er
Antje nicht gegen Ingeborgs unwahre Behauptung in
Schutz genommen hatte; aber da erſchien es ihm wieder
zu ſpät.
In der Ferne erklang jetzt Muſik. Die Gäſte kamen.
Der Potie weicf in ſchlige Pöſe. hienen
ſah die leichte Wolke auf Rolfs Stirn. Man war gewöhnt,
ihn ruhig und wortkarg zu ſehen.
Nach dem Eſſen ging es hoch zu Roß hinaus auf die
Dorfwieſe. Jetzt kam gleich hinter den Muſikanten Rolf
Anderſen auf ſeinem braunen Wallach. Rolf Anderſen,
im Königshut mit dem wehenden Federbuſch, mit der
rot=
ſeidenen Schärpe um die Hüften und der goldenen
Hals=
kette, an der die Denkmünzen herabhingen und im
Son=
nenſchein flimmerten.
Antje klopfte das Herz vor freudigem Stolz. Am
meiſten aber freute ſie ſich über das bunte Sträußchen an
ſeinem Degen.
Es wäre wohl Ingeborg zugekommen, dies zu
win=
den, aber dieſe hatte es verſäumt. Als Trina und Antje
geſtern abend den Degen des Großknechts ſchmückten, hatte
ſie ſpöttiſch die Lippen verzogen und heute morgen lag
Rolfs Stab noch ungeſchmückt in der Stube. Da war
Antje raſch in den Garten gelaufen und hatte mit flinken
Händen das Sträußchen gepflückt von Reſeda und
Roſen=
knoſpen und kleinen, weißen Sternblumen. Ingeborg
hatte vorhin etwas verblüfft auf den Degen geſchaut; ſie
mochte wohl denken, daß die Mutter es veranlaßt hatte,
und dieſe war vielleicht der Meinung, Ingeborg hätte es
gepflückt.
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
18.
Samstng, 12. Nabenber.
1010.
Bekanntmachung.
Nach dem Beſchluſſe des Bundesrats vom 10. Februar 1910 iſt am 1. Dezember
1910 eine Volkszählung im deutſchen Reiche vorzunehmen.
Die erforderlichen Erhebungen ſollen im Großherzogtum Heſſen unter Leitung
der Großh. Kreisämter durch beſondere Zählkommiſſionen unter Heranziehung
frei=
williger Zähler erfolgen. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis,
daß im Kreiſe Darmſtadt für die nachſtehend verzeichneten Gemeinden und beſonderen
Wohnplätze zu Mitgliedern der Zählkommiſſionen ernannt worden ſind:
1. Arheilgen mit: a) Arheilger Stationshaus, b) Arheilger Ziegelhütte, c) Aumühle,
d) Bahnwärterhäuſer Main=Neckar=Bahn Nr. 22, 23, Main=Rheinbahn Nr. 36, 37,
39, 41, 42, 44, 46, e) Kalkofen (Forſthaus), t) Kranichſtein (Station), g) Leibches
Mühle, h) Meſſeler Forſt= und Falltorhaus, 5 Schleifmühle, k) Schneiders Mühle
(Mühle und Wirtſchaftshaus), 1) Steinacker (Forſthaus).
Großh. Bürgermeiſter Benz, Vorſitzender, Bürgermeiſtereigehilfe Hirſch,
Bürger=
meiſtereigehilfe Hammann, Polizeidiener Caſtritius.
2. Braunshardt mit: Bahnwärterhaus Main=Rhein=Bahn Nr. 62.
Großh. Bürgermeiſter Schmidt, Vorſitzender, Lehrer Spamer,
Gemeinderats=
mitglied Philipp Schmidt, Gemeinderatsmitglied Jakob Helfmann,
Gemeinde=
ratsmitglied Friedrich Nickel.
3. Darmſtadt mit: a) Bahnwärterhäuſern Main=Neckar=Bahn Nr. 24, Main=Rhein=
Bahn 48, 49, 53, 54, 55, Ried=Bahn Nr. 1, b) Botaniſcher Gärten früher
Wäld=
mühle), c) Darmſtädter Forſthaus, d) Forſthaus Einſiedel, e) Forſthaus Faſanerie,
) Halteſtelle an der Hammelstrift, g) Heiliger Kreuzberg, h) Karlshof, i)
Kranich=
ſtein, k) Martinsmühle, I) Pallaswieſenhaus, m) Roſenhöhe (Schloß und
Stations=
haus), n) Steinbrückerteich, o) Wagen=Reparatur=Werkſtätte der Heſſiſchen Ludwigs=
Bahn, p) Windmühle, a) Ziegelbuſch, r) Aliceſtift (Idioten=Anſtalt), s) Böllen=
Falltor (Forſthaus), t) Beſſunger Forſthaus und Leimenhaus, u) Darmſtädter
Leichenhaus, v) Darmſtädter Schießhaus, w) Hopfengarten, 2) Ludwigshöhe,
7) Militär=Schießſtand, ſowie Pulverhaus und Pulverlaboratorium.
a) als Vorſitzenden: Großh. Polizeirat Krämer, b) als Mitglieder: Kaufmann
Chriſtian Achtelſtätter, Profeſſor Ensgraber, Profeſſor Dr Graul, Oberlehrer
Hanſtein, Reallehrer Heiß. Rentner Georg Hornung, Schloſſermeiſter J. Jacobi,
Hauptlehrer Heinrich Kaßlick. Polizeiſekretär Wilh. Kaiſer, Kreisſchulinſpektor
Profeſſor Kiſſinger, Rentner Heinrich Koch, Stabsquatiermeiſter Ph. Landzettel,
Hauptiehrer Löſch, Oberleutnant a. D. Reinh. Lotheißen, Kreisſchulinſpektor
Dr. Lucius, Ingenieur Markwort, Hauptlehrer Ritz, Stadtverordneter H. Sames,
Kaufmann Ferdinand Schmidt, Stadtverordneter Georg Schupp,
Stadt=
verordneter Ludwig Säng, Bankbeamter J. B. Silz, Kaufmann Adolf Simon,
Weinhändler Karl Wolff.
4. Eberſtadt mit: a) Bahnwärterhäuschen Main=Neckar=Bahn Nr. 30, 31, 32, b)
Dör=
ners Mühle e) Eberſtädter Bahnhof, d) Fabrik= und Wirtſchaftsgebäude daſelbſt,
e) Engels=Mühle, k) Koppen=Mühle, g) Mahrs=Mühle (Mordach), h) Neu=Mühle,
1) Ober=Wieſen=Mühle, k) Unter=Wieſen=Mühle. I) Walk=Mühle.
Großh. Beigeordneter Müller, Vorſitzender, Kaufmann Wilhelm Duchardt,
Bürgermeiſtereiſekretär K. Schäfer.
5. Eich:
Großh. Bürgermeiſter Gilbert, Vorſitzender, Gemeinderatsmitglied Heinrich
Koch I., Lehrer Dieter.
6. Erzhauſen mit: a) Bahnwärterhaus Main=Neckar=Bahn Nr. 17, b) Forſthaus
Bayerseich.
Großh. Bürgermeiſter Wannemacher, Vorſitzender, Großh. Beigeordneter Lotz,
Valt. Pohl II., Adam Deußer I.
7. Eſchollbrücken:
Großh. Beigeordneter Krämer, Vorſitzender, Adam Leichtweiß V., Heinrich
Roth VII.
8. Gräfenhauſen mit Fleiſchmühle.
Großh. Bürgermeiſter Petri, Vorſitzender, Lehrer Klein, Lehrer Pröbſtel.
9. Griesheim mit a) Uebungsplatz, b) Bahnwärterhäuſern Riedbahn Nr. 5, 7, 8, 11
und 14.
Großh. Bürgermeiſter Kunz, Vorſitzender, Heinrich Ph. Feldmann II., Georg!
Becker III., Valentin Nothnagel II.
10. Hahn:
Großh. Bürgermeiſter Geibel, Vorſitzender, Gemeinderatsmitglied Georg
Pfeiſer II., Gemeinderatsmitglied Philipp Jockel I., Lehrer K. Lackmann,
Schul=
verwalter K. Bechthold, Schulverwalter F. Eidenmüller, Schulverwalter H.
Schweißgut.
11. Malchen:
Groß. Bürgermeiſter Walther, Vorſitzender, Lehrer Berck,
Gemeinderatsmit=
glied Jakob Wiemer.
12. Meſſel mit a) Bahnwärterhäuſern Main=Rhein=Bahn Nr. 34 und 35, b) Meſſeler
Bahnhof.
Großh. Bürgermeiſter Hickler, Vorſitzender, Gemeinderatsmitglied Wilhelm!
Hickler I., Gemeinderatsmitglied Johannes Laumann X.
13. Nieder=Beerbach mit: a) Ziegelei=Breiteloh, b) Forſthaus Frankenſtein, e) Del=
Mühle, d) Schneidmühle, e) Walk=Mühle, k) Ziegelei Wingertsberg.
Groß. Bürgermeiſter Geibel, Vorſitzender, Gaſtwirt Georg Simmermacher II.,
Rendant Hermann Scheerer, Kaufmann Ludwig Frank.
14. Nieder=Ramſtadt mit: a) Bohlen=Mühle (alte und neue), b) Bruch=Mühlen,
c) Emelinenhüte, d) Nieder=Ramſtädter Stationshaus und die Bahnwärterhäuſer,
e) Mordach=Mühlen, k) Papier=Mühle, g) Pinkſche Mühle, h) Pulver=Mühle,
1) Schachen=Mühle, k) Schleif=Mühle.
Großh. Beigeordneter Bender, Vorſitzender, Lehrer Schultheiß, Lehrer Lortz,
Lehrer Kaiſer, Lehrer Lantelme, Lehrer Thöt, Schulverwalter Härtlein,
Ge=
meinderatsmitglied Heinrich Bender I., Polizeidiener L. Bender.
15. Waſchenbach mit: a) Waiſenhaus (Waſchenbacher Mühle).
Großh. Beigeordneter Wembacher, Vorſitzender, Lehrer Knecht,
Gemeinderats=
mitglied Ludwig Harniſchfeger.
16. Ober=Ranſtadt mit a) 2., Dlshof (Kleinſchmidiſcher Hoh. d) Farſtkaus
Eſern=
hand, e) Hilgerts=Mühle. d) Hoherain=Mühle, e) Rau=Mühle, k) Schachen=Mühle,
e) Schloß=Mühle, 1) Waldmühle, 1) Stationshaus und Bahnwärterhäuſer der
Odenwaldbahn.
Großh. Bürgermeiſter Fritſch, Vorſitzender, Beigeordneter Heim, Hauptlehrer
Würtenberger, Kaufmann Fr. Wilh. Göbel.
17. Pfungſtadt mit: a) Appels=(Clöſches=)Mühle, b) Bahnwärterhäuſer Main=Neckar=
Bahn Nr. 34. 35, 36, c) Born=Mühle, d) Fleiſch=Mühle, e) Hahn=(Hildebrands=)
Mühle k) Neu=Mühle, g) Ober=Brücken=(Galgen=Mühle, h) Schmeih=Mühle,
1) Ströh=Mühle, k) Ultramarin=Fabrik.
Großh. Bürgermeiſter Lang, Vorſitzender, Gemeinderatsmitglied Vetter,
Ge=
meinderatsmitglied Weigel, Gemeinderatsmitglied Sinner.
18. Roßdorf mit: a) Fuchſenhütte, b) Goldkaute, e) Krugs=Mühle, d) Neu=Mühle,
e) Weiß=(Heiligen=)Mühle.
Großh. Bürgermeiſter Müller, Vorſitzender, Lehrer Emmrich, Lehrer Hangen,
Hauptlehrer Heß, Lehrer Koch, Lehrer Schaab, Lehrer Wagner, Johs. Karl
Grünewald.
19. Schneppenhauſen:
Großh. Bürgermeiſter Kunz, Vorſitzender, Lehrer Müller, Lehrer Seib,
Kauf=
mann O. Kaltſchmidt.
20. Traiſa mit a) Dippelshof, b) Bahnwärterhaus der Odenwaldbahn.
Großh. Bürgermeiſter Walter, Vorſitzender, Gemeinderatsmitglied J. W.
Leißler I., Gemeinderatsmitglied Friedrich Scheerer IV.
21. Weiterſtadt mit: a) Bahnwärterhäuſer Main=Rheinbahn Nr. 57, Ried=Bahn
Nr. 2 und 3, b) Hof Gehaborn, e) Weiterſtädter Stationshaus.
Großh. Bürgermeiſter Becker, Vorſitzender, Lehrer Reinheimer, Lehrer Schmidt,
Lehrer Baltz, Lehrer Schenk.
22. Wixhauſen mit: a) Bahnwärterhäuſer Main=Neckar=Bahn Nr. 18, 19. 20, b) Küchen=
(Gärtners=Mühle, c) Ottilien=Mühle, d) Sensfelder Hof (Hof und Mühle).
Großh. Bürgermeiſter Pfaff, Vorſitzender, Lehrer J. Krausmüller, Lehrer
W. Schuckmann, Lehrer Kern.
Darmſtadt, den 10. November 1910.
(22049si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchon (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1911 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1912 bezw. 1913, Heimreiſe:
Früh=
jahr 1914 bezw. 1915. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne
vor dem 1. Oktober 1892 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwicklung).
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
bezw. vier Jahren zu richten an: Kommando der Stammabteilung der
Matrofen=
artillerie Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung. Die Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das
III. Seebataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China), findet Oktober 1911
ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1912, Heimreiſe: Frühjahr 1914. Bedingungen:
Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1892 geboren
(jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung).
(21456sss
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
Jahre zu richten an: Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſenartillerie=
Abteilung. Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt.
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt, die
Beſcheinig=
ung zu 2 und 3 in der Regel durch die Bürgermeiſterei des Wohnſitzes koſtenfrei
er=
teilt. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute wird die Beſcheinigung zu3
durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt ausgefertigt.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Geldbetrag. 1 älteres Portemonnaie mit Inhalt. 1 rotledernes
Handtäſchchen mit Portemonnaie und Inhalt nebſt einem Taſchentuch. 1 neuer Kehricht=
Eimer. 1 Brennſchere=Apparat. 1 Herren=Zwicker mit Nickelgeſtell und ſchwarzer Schnur.
1 brauner Spazierſtock. 1 Zirkel. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1 Dreipfennigmarke.
1 braunes Kinder=Handtäſchchen mit Rete, 1 Taſchentuch und 1 Halskettchen mit
An=
hänger (Bär). 1 Damen=Zwicker. 1 Tabakspfeife mit Porzellankopf. 1 Bruchband.
1 Zigarren=Abſchneider mit gelber Kette. 1 Schirm 1 großer Schlüſſel. 1 kl. Schlüſſel
an einer weißen Schnur. 1 Hundemarke mit der Nr. 111. 1 ſchwarzes Handtäſchchen
mit 1 Paar langen weißen Halbhandſchuhen. 1 graue Sportmütze, 1 weißes
Taſchen=
tuch, gez. W. 1 altes braunes Portemonnaie. 1 goldenes Medaillon in Form einer
Damen=Uhr mit Photographie. 1 Bund Schlüſſel. 2 Drücker, 2 kleine und 1 großer
Hohlſchlüſſel und 1 kleiner Schlüſſel mit viereckigem Kopf. 1 braunledernes Schirm=
Futteral. 1 weißer Damen=Gürtel. 1 Damen=Zwicker. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit
Meſſingſchild und der Aufſchrift „Montreux 323 Palaga”. 1 Portemonnaie mit einigem
Inhalt und der Aufſchrift „Gruß aus Butzbach=
Im Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der dortigen Verwaltung in
Verwahr: 2 einzelne Handſchuhe. 1 Lederbeutel mit Opernglas und Taſchentuch, gez.
M. v. N. 1 ſilbernes Armband. 1 Opernglas=Futteral. 1 Kamm. 1 Paar
Gummi=
ſchuhe. 4 Taſchentücher, gez. H., E. und 2 ohne Zeichen. 2 Paar Handſchuhe.
Verloren: 1 Dienſtbuch, auf den Namen Minna Schneider lautend. 1 Damen=
Schirm mit Silbergriff (beim Muſikverein vertauſcht worden). 1 ſchwarzledernes
Porte=
monnaie mit etwa 2,30 Mk. Inhalt. 1 Tüllſpitze mit Einſatz (Handarbeit). 1 goldenes
Kollier (Halskettchen mit mehreren kleinen Kettchen vorn). 1 ſchwarzes Handtäſchchen
mit Portemonnaie und 10 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes geripptes Portemonnaie mit 2 Mk.
Inhalt. 1 grünſeidenes Tuch. 1 Bund Schlüſſel (4—5 Stück), 1 viereckige goldene
Broſche mit weißen Steinchen in Form eines Kleeblatts. 2 weißſeidene Tücher.
1 ſchwarzer Damen=Schirm mit Silbergriff. 1 Paket, enhaltend 1 Schere, 1
Taſchen=
tuch, gez. J. K. und Stickereien. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und langer
filberner Kette, einzelne Gleiche ſind in Hufeiſenform. 1 Blechkapfel mit Fahrſcheinen
der elektr. Straßenbahn. 1 gelbe Brieſtaſche. 1½ Meter Taillenfutter. 1 dunkle
Reiſe=
decke. 1 ſchwarzes geripptes Damen=Portemonnaie mit 2,30 Mk. Inhalt. 1
golddurch=
wirkter Damen=Gürtel. 1 goldene Broſche in Balkenform, in der Mitte 1 blauer Stein,
auf beiden Seiten 1 kleines Perlchen. 1 goldener Damen=Ring mit Wappen, 1 Lilie
mit 3 Perlen. 1 Damen=Zwicker mit Nickelbügel ohne Faſſung. 1 ſchwarzledernes Klapp=
Portemonnaie mit 12,65 Mk. Inhalt. 1 weißer langer Schal. 1 rote Damen=
Bade=
kappe. 1 graues Portemonnaie mit 1,40—1,50 Mk. Inhalt. 1 großer ſchwarzer Stoff=
Schal. 1 bräunliches Damen=Portemonnaie mit 15 Pfennigen Inhalt. 1 ſilberne Hut=
nadel (Filigranarbeit). 1 Paket, enthaltend 4 Kinder=Schlapper. 1 Peitſche mit grünem
Stiel. 1 braunes Portemonnaie mit 30 Pfennigen Inhalt, 2 Kaſſettenſchlüſſel und
1 Trauring, gez. M. Gommer 12. 7. 08. 1 blaue Broſche mit Goldfaſſung, in der Mitte
ein Bild (Burg). 1 ſchwarze Wachstuch=Mappe mit Zirkel und= Bleiſtiften. 1 goldener
Zwicker mit kleinem Kettchen. 1 Brille mit Futteral. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit
gebogenem dunklen Griff und Stahlſtange. 1 hellbrauner Ehiffon=Schal.
Zugelaufen bei Privaten: 1 ſchwarzer Jagdhund mit weißer Bruſt. 1 Ratze
von grauer und weißer Farbe mit kleinem Lederhalsband.
Entlaufen: 1 deutſcher Boxer, ſchwarz=grau und goldgeſtreift. 1 ſchwarzer Dackel
mit braunen Abzeichen. 1 Hühnerhund, braungetigert. 2 Dobermannpinſcher. 1 Gans.
(21975
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 3 Pinſcher. 1 Jagdhund (zugelaufen)
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 13. November, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindkleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen . .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
.. . per ½ kg 90 Pfg.
4
7
½
½
„ 84
„ 90
„ 90
,60
„ 92
„ 86
96
„ 110
Dörrfleiſch
. per
Schinken m. Bein .
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurit. .
½ 1
5
2
kg 100 Pfg.
,,
I
110
130
„ 90
22
„
[ ← ][ ][ → ]Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 200.
Bekanntmachung.
Indem wir die nachſtehende Polizeiverordnung erneut veröffentlichen, empfehlen
wir allen Grundſtücksbeſitzern, die mit der Erfüllung der in den §§ 1 und 3 dieſer
Polzeiverordnung feſtgeſetzten Verpflichtungen eine andere Perſon beauſtragt haben oder
dies zu tun beabſichtigen, die beauſtragte Perſon, Geſelſchaft oder Anſtalt alsbald
ge=
mäß § 8 namhaſt zu machen. Zur Entgegennahme ſolcher — mändlicher oder
ſchrift=
licher — Erklärungen iſt außer uns auch das zuſtändige Polizeirevier beſugt. Im
Intereſſe der Grundbeſitzer lient es, ſelbſt dafür zu ſorgen, daß möglichſt gleichzeitig mit
dieſen Erklärungen auch die Vereiterklärungen der verantwortlichen Vertreter eingehen.
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Polizeiverordnung,
die Reinigung der Straßen betreffend.
Auf Grund des Artikel 56 Abſ. 2 Ziffer 1 des Geſetzes, die Städteordnung für
das Großherzogtum Heſſen betreffend, vom 13. Juni 1874, wird nach Anhörung der
Stadtverordnetenverſammlung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt mit
Geneh=
migung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 9. Dezember 1.08 zu
Nr. M. d. J. 20529 die nachſtehende Polizeiverordnung erlaſſen:
§ 1.
Die allgemeine Reinigung der Straßen liegt den Beſitzern (unmittelbaren und
mittelbaren — §§ 854 f. B. G. B. —) der angrenzenden Grundſtücke ob, ſoweit nicht
die ſtädtiſche Reinigungsanſtalt gemäß den Beſtimmungen des Statuts vom 14.
Sep=
tember 1886 betreffend: „Die Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze in der
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt” die Reinigung übernommen hat. Die Pflicht
zur Reinigung erſtreckt ſich nur auf den Teil der Straße der an dem Grundſtücke des
Verpflichteten herzieht, und nicht über die Mitte der Straße hinaus. Sind mehrere
Beſitzer vorhanden, ſo trift jeden die volle Verantwortlichkeit; ein Mieter oder Pächter
iſt jedoch nur dann als Beſitzer im Sinne dieler Vorordnung anzuſehen, wenn er allein
das betreffende Grundſtück benutzt.
Iſt eine Geſellſchaft, Gewerkſchaft, Genoſſenſchaft, Stiftung, ein Verein oder eine
Anſtalt oder eine ſonſtige juriſtiſche Perſon Beſitzer des Grundſtücks, ſo liegt die
Ver=
pflichtung zur Reinigung den Mitgliedern des Vorſtands ob; bei Grundſtücken, die ſich
im Beſitze oder in der Verwaltung einer ſtaatlichen oder kommunalen Behörde befinden,
trifft die Verpflichtung den Vorſtand dieſer Behörde. Der Inhaber einer
Dienſt=
wohnung ſteht einem Mieter gleich.
Auf die Abfuhr des Hauskehrichts finden die Beſtimmungen der Abſ. 1 und 2
entſprechende Anwendung. Die Kehrichtgefäße ſind von den Grundſtücksbeſitzern zur
Abholung des Kehrichts durch die Straßenreinigungsanſtalt bereit zu halten, ſie dürfen
aber nicht auf der Straße aufgeſtellt werden.
§ 2.
Jede Verunreinigung der Straßen, insbeſondere auch durch Fuhrleute beim
Fahren von Bauſchutt, Dung, Sand, Lehm, Erde und anderem loſen Material iſt
verboten.
Jede Zuwiderhandlung bedingt, abgeſehen von der verwirkten Strafe, die
Ver=
pflichtung zur ſofortigen Reinigung der Straße.
§ 3.
Den Grundſtücksbeſitzern liegen außerdem bezüglich der Reinigung der Fußſteige
von Eis und Schnee folgende Verpflichtungen ob:
1. Die Fußſteige, gleichviel ob befeſtigt oder nicht, ſind in ihrer ganzen Breite bis
zum Rande der Fahrbahn, und Fußſteige von größerer Breite auf mindeſtens
3 Meter in der meiſtbegangenen Fläche ſtets von Schnee und Eis freizuhalten.
Der über Nacht gefallene Schnee iſt bis ſpäteſtens 8 Uhr morgens abzuräumen.
Iſt wegen andauernden ſtarken Schneefalls die völlige Freihaltung nicht
möglich, ſo muß die Abräumung in der Zeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr
abends mindeſtens alle drei Stunden erfolgen. Der von den Fußſteigen
ab=
geräumte Schnee iſt auf der Fahrbahn tunlichſt nahe dem Rande derſelben zu
lagern, wobei Straßenrinnen, Straßenbahngleiſe, ſowie Hydranten und, falls
anderweit Platz vorhanden iſt, Straßenecken, Straßenausgänge und
Haus=
eingänge freizuhalten ſind.
Das Lagern von Schnee, welcher von Hofreiten abgeräumt wurde, iſt auf
den Straßen und Plätzen unterſagt.
2. Sofern auf den Fußſteigen Glatteis oder infolge andauernden Schneefalls,
Froſteinwirkung oder aus anderen Urſachen eine geſährlich zu hegehende
Schnee=
decke oder Schnee= und Eisbuckel ſich gebildet haben, oder die Fußſteige ſonſtwie
ſchwer zu begehen ſind, müſſen dieſe in einer Breite von 1,50 Meter mit Sand,
Kies, Sägeſpänen oder ſonſt geeignetem Streumaterial ausgiebig beſtreut werden.
Das Aufſtreuen iſt zu wiederholen, ſobald auf den Fußſteigen wieder glatte Stellen
entſtanden ſind. Dieſe Verpflichtung erſtreckt ſich auf die Zeit von morgens
7½ Uhr bis abends 8 Uhr.
Das Aufſtreuen von Abfällen oder ſonſt ungeeignetem Streumaterial iſt
verboten.
§ 4.
Beſchädigungen der Straße bei der Reinigung ſind ſorgfältig zu vermeiden
ins=
beſondere iſt es verboten, bei Reinigung der Fußſteige ſcharfe Geräte, wie Beile, Pickel,
Stoßeiſen und dergleichen zur Entfernung des Schnees oder Eiſes zu verwenden
§ 5.
Bei Froſtwetter iſt das Ausſchütten von Flüſſigkeiten in die Straßenrinnen
unterſagt.
§ 6.
Bei Froſtwetter iſt das Schleifenziehen auf den Fußſteigen verboten.
§ 7.
Das Schneeballwerfen mit naſſem oder verunreinigtem Schnee iſt verboten.
§ 8.
Der Beſitzer eines Grundſtücks kann mit der Erfüllung der in den §§ 1 und 3
feſtgeſehzten Verpflichtungen eine andere Perſon, wie z. B. einen Hausverwalter oder
eine Geſellſchaft oder Anſtalt, die ſich die Reinigung von Straßen zur Aufgabe geſtellt im Oberlichtsaale, Katharinenpforte 6, I.
hat, beauſtragen. Die Beauftragten, bei Geſellſchaften oder Anſtalten deren
Vorſtands=
mitglieder, ſind für die Einhaltung der Vorſchriften ausſchließlich verantwortlich, wenn
die beauftragte Perſon, Geſellſchaft oder Anſtalt dem Polizeiamte als verantwortliche
Vertreter durch den Grundſtücksbeſitzer ausdrücklich namhaft gemacht worden ſind, dieſe!
zur Uebernahme der Verpflichtung ſich bereit erklärt haben und das Polizeiamt binnen
einer Friſt von 14 Tagen nach erfolgter Namhaftmachung Einſpruch gegen die
Ver=
tretung nicht erhoben hat.
Mehrere Beſitzer eines Grundſtücks können nach Maßgabe der Vorſchriften des
Abſatz 1 die Erfüllung der Verpflichtungen auf einen von ihnen übertragen.
§ 9.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden auf Grund des § 366 Poſ. 10
des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu
14 Tagen beſtraft.
§ 10.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag der Veröffentlichung in Kraft.
Mit dem gleichen Tage wird das Polizeireglement vom 8. November 1856
auf=
gehoben.
Darmſtadt, den 9. Januar 1909.
e
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
(21666is
Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Hahn für 1911 liegt vom 16. November
1910 an acht Tage lang zur Einſicht der Intereſſenten und Entgegennahme etwaiger
Einwendungen während der Büroſtunden auf dem Bürgermeiſterei=Büro offen.
Hahn, den 12. November 1910.
(21945
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.
Holz=Verſteigerung.
Am Mittwoch, den 16. November 1910, vormittags 10 Uhr,
ſollen am hieſigen Bahnhofsneubau an der Pallaswieſenſtraße
größere Poſten alte Schwellen, ſowie Kant= und Rundholz
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung verſteigert werden.
Ferner gelangt an demſelben Tage zum Verkauf: eine an der Weiterſtädter
Straße ſtehende Arbeiterwohnbaracke von etwa 190 qm Bodenfläche und
(*27798so
3,60 m Höhe.
Tiefbaugeschäft L. Schneider, G. m. b. II.
zur Stadtverordnetenwahl.
Der Ortsgewerbeverein Darmſtadt beklagt es mit weiten Kreiſen des Handwerker=
und Gewerbeſtandes auf das tiefſte, daß ſich Herr Rockel durch die Macht der
Ver=
hältniſſe veranlaßt ſah, ſeine Kandidatur zur Stadtverordnetenwahl zurückzuziehen.
Richt nur die Geſchäftswelt, ſondern die ganze Einwohnerſchaft Darmſtadts
verliert mit dem Ausſcheiden des Herrn Rockel aus der Stadtverordnetenverſammlung
einen Mann, der in unparteitſcher Wahrung aller Intereſſen ſein ganzes Streben und
ſeine ganze Kraft daran ſetzte, an der Förderung und der gedeihlichen Entwicklung
unſeres Gemeinweſens zu ſeinem Teile mitzuarbeiten.
Der Handwerkerſtand iſt Herrn Rockel zu beſonderem Dank deshalb verpflichtet,
weil er in allen ihn berührenden Angelegenheiten die Intereſſen des Handwerks mit
vollem Nachdruck vertreten hat und es dieſem ſeinem Eintreten zu verdanten iſt, daß
viele wichtige Fragen in günſtigem Sinne Erledigung fanden. — Wenn Herr Rockei
im Intereſſe des Friedens zurückgetreten iſt, darf er ſich verſichert halten, daß weite
Kreiſe der Bevölkerung ſeiner ſeitherigen langjährigen Tätigkeit volle Anerkennung
bewahren werden.
Darmſtadt, den 12. November 1910.
(21969
Der Vorſtand des Ortsgewerbevereins Darmſtadt.
J. Jacobt, 2. Vorſitzender.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Nieder=Beerbach und des Waſſerwerks
für 1911 liegt vom 12. ds. Mts. bis einſchließlich Samstag, den 19. ds. Mts., zur
Einſicht der Intereſſenten auf dem Büro der Bürgermeiſterei dahier offen. (22053
Nieder=Beerbach, den 11. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder=Beerbach.
Geibel.
Faſelochs=Verſteigerung.
Mittwoch, den 16. November d. J., vormittags 11 Uhr, werden im
Faſel=
ſtall zu Roßdorf zwei gutgehaltene ſchwere Faſelochſen öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Roßdorf, den 10. November 1910.
(21982
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
Müller.
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 14. November I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich Martinstrasse 30, II. auf freiwilligen Antrag der Erben die zum
Nachlaß des Frl. H. Brumhard gehörigen Möbel und Haushaltungsgegenſtände, als:
1 Sofa mit rotem Ripsbezug nebſt 6 Stühlen, 1 Diwan, 1 Damenſchreibtiſch,
2 Hocker, 1 Seſſel mit rotem Bezug, 1 kleiner Seſſel mit Damaſtbezug, 1
Pfeiler=
ſchränkchen, mahag. poliert, 2 Kommoden, 2 U Tiſche, 3 Nachttiſche 1 eintür.
Kleiderſchrank, 1 Eckſchrank, 1 Serviertiſch, verſchied. Ziertiſchchen, 1
Auszieh=
tiſch, 1 Säule mit Büſte, verſchied. Etageren, 1 Hausapotheke, 1 Notengeſtell,
1 Barometer, 1 großer Spiegel, 1 Toilettenſpiegel, 2 geſchnitzte Wanduhren
(Kuckucksuhr) 1 faſt neuer ſtarker lackierter Ofenſchirm, 1 Gasherd, 1
Wring=
maſchine, 1 Küchenſchrank, ſonſtiges Küchen=Möbel und=Geräte u. a. m.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 12. November 1910.
(21974
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 14. November 1910, vormittags 11 Uhr,
verſteigere ich an Ort und Stelle, in dem Hauſe Lichtenbergſtraße Nr. 75, freiwillig
auf Grund Vermieterpfandrechts:
1 vollſtändiges Bett, 1 Kinderbett, 1 Kanapee, 1 Waſchkommode, 1
Küchen=
ſchrank mit verſchiedenem Küchengeſchirr, 4 Bilder, 1 Spiegel, 1
Nähmaſchinen=
geſtell, 3 Stühle, 1 Küchenwage, 1 Gaslampe, 1 Gasherd 1 Trockengeſtell,
1 kleines Tiſchchen, 1 Garderobehalter, 1 Schaukelpferd, ſowie verſchiedenes
Porzellan u. a. m.
(22046
Verſteigerung beſtimmt.
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.
Bededtellde Kanst- Auktiolen
in Frankfurt a. M.,
vom 22.—24. November 1910, vormittags 10 Uhr u. nachm. 3 Uhr
(Elizabeth Duncan-Schule)
unter Leitung des Kunsthändlers und gerichtlich vereidigten Sachverständigen
Hugo Helbing, München.
Privatsammlung F. Günther-Prestel
(f Frankfurt a. M.)
Antiquitäten, Oelgemälde und Handzeichnungen meist
Frankfurter Künstler, Kupferstiche und Bücher,
dabei viel Francofurtensia.
Der Katalog erschien in zwei Ausgaben: Ausgabe A mit 16
Lichtdruck-
tafeln und 6 Abbildungen im Text, Preis Mk. 3.—; Ausgabe B nur mit
Test-
abbildungen, gratis gegen Portoersatz.
Weeeeseeee.
Sammlunqvon Oelgemälden u. Aquarellen
hervorragender neuerer Meister
aus Frankfurter Privatbesitz.
Der Katalog erschien in drei Ausgaben: Ausgabe A mit 26 Tafeln auf
Kunstdruckkarton, Preis Mk. 4.—; Ausgabe B mit 26 Tafeln auf
Kunstdruck-
papier, Preis Mk. 3.—; Ausgabe C ohne die Tafeln, gratis gegen Portoersatz.
Besichtigung beider Sammlungen: Im Oberlichtsaale,
Katharinen-
pforte 6, I., Donnerstag den 17. bis Samstag den 19. November, vormittags von
10—1 Uhr, hachm. von 2—5 Uhr, sowie Sonntag den 20. und Montag den 21. Nov.,
vormittags von 10—1 Uhr.
Kataloge sowie jede nähere Auskunft durch
Hugo Helbing
Liebigstrasse 21 München Wagmüllerstrasse 15.
21976)
Junge dentſche 6
Schaferhunde
(*2776
ſehr billig abzugeben
(e
Schilder
in Emaille u. Porzellan liefert ſchnell und
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910
Seite 13.
Städtiſcher Saalbau Darmſtadt.
Die Reſtauration iſt vom 1. April 1911
ab neu zu verpachten.
Die Pachtbedingungen können im
hie=
ſigen Stadthauſe, Rheinſtraße, eingeſehen
oder gegen Einſendung von 50 Pfg.
be=
zogen werden.
Der jetzige Pachtpreis beträgt 3500 Mk.
Der Verkauf der Flaſchen= und
Schaum=
weine ſteht unter ſtädtiſcher Regie.
Kautions=
fähige Bewerber (die zu ſtellende Kaution
beträgt 6000 Mk.) wollen unter Darlegung
ihres Lebenslaufs, ſowie unter Beifügung
von Zeugnisabſchriften ihre Angebote bis
längſtens 10. Dezember ds. Js. bei uns
einreichen.
(22016so
Darmſtadt, den 10. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
Stadtiſche Schulzahnnumk
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 24. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kindern des Bäckermeiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
974 384 Hofreite
Louiſen=
ſtraße Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K105/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 3. November 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(D21474,9
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. J.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth in Zürich im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 2173/10 324 Hofreite Rhönring
Nr. 139,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K113/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 8. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21949,9
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
qm
Flur
r
III 333/100 1339 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 9,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K149/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21948,9
Bekanntmachung.
Montag, den 12. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
III 339/100 285 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 25,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K143/10
Darmſtadt, den 11. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D21947,9
Schwellen=Verkauf.
Am Samstag, den 19. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
werden 620 alte Holzſchwellen und 93 lfd. m
Weichenſchwellen auf Bahnhof
Kranich=
ſtein meiſtbietend verſteigert. Die
Beding=
ungen liegen bei der Bm. 56 in Darmſtadt
zur Einſicht offen und werden im Termin
bekannt gegeben.
(21978
Großh. Betriebs=Inſpektion I.
Schilling.
Am Montag, den 14. November,
vormittags 9 Uhr,
wird das ausgelagerte Stroh aus den
Strohſäcken ꝛc. des Lagers auf dem Trup
penübungsplatz Darmſtadt öffentlich gegen
Barzahlung verſteigert.
Sammelpunkt an Stallbaracke Nr. 48.
21753ds)
Garniſonverwaltung.
Taschen-Uhren, reparieren und
Mk. 1.50
reinigen .
Neue Feder einsetzen Mk. 1.00
Gläser 25, Zeiger 10—25, Schlüssel 5 Pfg.
Alle Reparaturen mit 1 Jahr Garantie.
Im Uhrengeschäft
(*27927
11
1 2
11
2 2
Ulsters und Raglans
für Strasse und Reise
aus besten deutschen u. feinen englischen Qualitäten,
in feschen Facons und sorgfältigster Ausführung
ange-
fertigt und in 25 Herren-Grössen fertig am Lager.
Preise: 38.− 48.− 58.− 65.− 70.- 75. Qualitäten: 82.− 95.− 105.- 15.−
Man verlange Katalog.
Bamberder & Hert!
Zeil 54
Frankfurt a. M. (neben der Hauptpost
erste und zweite Etage (Fahrstuhl).
(L21957,27
ründ. Kladieruntericht b. näß Pr. w.
ert. Off. u. J. 61 an die Expd. (*27806smf
Berlitz School
Größtes Sprachinstitut
Wilhelminenstr. 19, II.
Englisch-Französisch
von 8 Uhr vorm. bis
10 Uhr abends.
Nur bewährte National-
Lehrkräfte. Im November
neue Anfänger-Klassen.
Privatstunden jederzeit.
Probestunde gratis und
ohne Verbindlichkeit.
Prospekt frei. (21562a
Gründliche Vorbereitung auf
Maturum,
Primareife,
Einjähr.-Examen.
Nachweislich ausgezeichnete Er-
(22051a
folge.
Georg L. Mayer,
akad. gebildeter Privatlehrer,
Alexanderstr. 2, II. (Ecke Theaterplatz).
Sprach-Lehr-Institut
für moderne Sprachen
Französisch, ltalienisch, Spanisch,
etc. Kurse f. Anfäng. u. Vorgeschritt.
Direktion: Professeur J. Berryer
Herderstrasse 3.
B20268)
hnstunden nördl-Berlin
echikum
Streli6R
Hoch-liefba Kaschinenbau
Au-Elehtrotech
ELenGbetonkon
struktion undnikIngenieure
TüchlereinnsAenlechniker
CehrnerkstatlMlaberaterien)
Men elen mmm mu um
KURZETENTUDEnDAUED
in allen Fächern er=
Nachhilfeſtunden teile für Schüler und
Schülerinnen jüngerer Jahrgänge. Offert.
unt. F 39 an die Expedition. (21047a
wird von geb. Eng=
Engl. Unterricht länderin erteilt. Zu
ſprechen 12—2 Uhr. Gefl. Off. an Miß
Mackimm, Hochſtr. 41.
(B20022
urch aladem. gebild. Lehrer,
Mathema
orgfält. ſchnelle Förderung
Mäß. Honorar. Wittmannſtr. 30, I. (B901
donne legons de
Jeune Gtudiand frangais. Offres
à Weinberg, Neckarstr. 26, I. (*27770fs
Spanier oder Spanierin geſucht zu ſpan.
Konverſationsſtunde
(*27765fs
Wilhelmſtraße 40, II.
Gründlicher Zeichen=
und Malunterricht
für Anfänger und Fortgeſchr. wird erteilt.
Gefällige Anfragen unter G 93 an die
(21500a
Expedition dieſes Blattes.
Franzöſinſ erteilt Unterricht
Junge Damk in d. franzöſiſchen Sprache.
Offerten unter B 49 an die Exp. (*27544ss
erteilt Unterricht im Maſchinen=
Wer ſchreiben. Offerten mit Preis
unter J 77 an die Exped. ds. Bl. (*27897
Schreibstunden
erteilt gut und billig.
(*27321sms
Off. unt. H. 1234 hpstlgd. Darmstadt.
wüniſcht englſchen
Eine Engländerin Uinterricht z. erteilen
Wilhelminenplatz 10, 1. Stock.
20660a)
an erteilt gründl. italion. Unterricht.
Itallenel Mässige Preise. Offerten unter
E 58 an die Expedition ds. Bl. (20664a
Zur Ueberwachung
der häuslichen Arbeiten u. Erteilung
von Nachhilfeſtunden wird für einen
Schüler der Ober=Realſchule (Sexta)
eine geeignete Perſönlichkeit geſucht.
Gefl. Offert. nebſt Angabe von Preis
per Monat unter 374 an die
Ex=
pedition ds. Bl. erbeten. (*27865
Mkolfshunde billig abzugeben
*27935)
Pallaswieſenſtraße
90.
Hieſiger älterer Geſangverein ſucht
tüchtigen Dirigenten.
Gefl. Off. u. H 96 a. d. Exp. d. Bl. (*27577ms
Achtung!!
spottbillig abzugeben
2 faſt neue Militärröcke für Unteroffizier der
25. Artillerie, Rückenweite 47, Bruſtweite 45,
4 guterhalt. Anzüge, Hoſen, Weſte, 3 warme
Winterüberzieher, Herren= u. Damenſtiefel,
einige Kinderſtiefel, Damenkleider,
Jackett=
kleider, warme Jacketts (Stück 70 Pf.), einige
Herren= u. Damenhüte, 1 faſt neues, blaues
Reformkleid, einige faſt neue, weiße
Reform=
ſchürzen für Dienſtmädchen paſſend, einige
Kinderſachen Arheilgerſtr. 27, I. (*27858
Ankauf
alter Flaſchen, Eiſen, Metalle, Lumpen
und Papier
(*27932si
H. Zwickler, Schloßgaſſe 3.
Ein faſt neuer Sackanzug (mittl. Statur),
1 pol. Bettſtelle und 1 Kleiderſchrank
zu verk. Frankfurterſtraße 76.
(*27930
(*27907
Billig abzugeben
Schlafzimmereinrichtung (1 Bett) hell eich.,
Marmor für 290 Mk. Wendelſtadtſtr. 8, p.
22.
Warme
Falldserdre
für Damen
Trikot gefüttert Paar 58 Pf.
Trikot meliert, Paar 55 Pf.
Gelegenheits-
gewebt kauf Paar 35 Pf.
ausserdem die Preislagen
75, 95 Pf., 110 125 bis 185
gestrickt . . . Paar 58 Pf.
65, 85pf., 110 bis 150
imitiert Wildleder
bester Ersatz für Leder
„Grönland‟ Paar 125
für Herren
Krimmer-Handschuhe C
Trikot Paar von 95 Pf. an
gestrickt Paar von 122 an imit. Wildleder, weiß
Militär-Handschuhe Paar 1.15M.
von 95 Pf. an
für Kinder
gestrickte
Fäustel
mit Finger . . von 58 Pf. an
gestrickt . . . . von 18 Pf. an
Gebr.
Fernserid
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins.
Markt 2
(22037s
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266,
Hohenſohe
Hafermehl
ist die einzlg richtige
Kindernahrung, wo
Muttermilch fehlt. Es verhütet Erbrechen
und Durchfall und hat sich bei engischer
Krankheit vorzüglich bewährt.
5
Sport.
sr. Das Sechstage=Rennen in Bremen.
In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag um 11
Uhr hat das erſte Sechstage=Rennen der Winterſaiſon
bei gutem Beſuch ſeinen Anfang genommen. Bis zur
12. Stunde, in der 348,900 Kilometer gefahren
wurden, ereignete ſich nichts weſentliches. In der 13.
Stunde erfolgte ein Maſſenſturz. Techmer ſtoppte
beim Ablöſen unvorſichtig ab wodurch außer ihm und
Rudel das ganze Feld zu Fall kam. Infolgedeſſen
mußte das Rennen auf 12 Minuten unterbrochen
wer=
den. In der 14. Stunde ſchien Kiehne ein
Ausreiß=
verſuch zu glücken; der Magdeburger hatte bereits den
in letzter Poſition liegenden Reul erreicht, als Pawke
Sattelbruch erlitt und das Rennen infolgedeſſen
ab=
geläutet wurde. Bei der 15. Stunde (eigentlich der
19. Stunde, das Rennen wird täglich morgens
auf 4 Stunden unterbrochen) hatte die Spitzengruppe
429,600 Kilometer zurückgelegt. Die Teilnehmer
befin=
den ſich noch ſämtlich in einem ausgezeichneten
Zu=
ſtande.
sr. Intereſſante Boxkämpfe, die
die=
ſem in Deutſchland bisher wenig geübten Sport immer
weitere Verbreitung verſchaffen werden, ſcheinen in
nächſter Zeit in Berlin in Ausſicht zu ſtehen. Die
Herausforderung des ſchwarzen Weltmeiſters Bobby
Dobbs dürfte außer von dem däniſchen Mittelgewichts=
Meiſter Holger Hanſen auch von dem zurzeit in
Pa=
ris befindlichen Dick Green Champion von Chicago,
angenommen werden. In Jack Barret wird ein
wei=
terer amerikaniſcher Meiſterſchaftsborer nach der
Reichshauptſtadt kommen, um dort Boxkämpfe
auszu=
führen.
sr. Amerikaniſche Vollblutpferde in
Deutſchland. Die guten Erfolge, die mit den vor
zwei Jahren durch Mr. Hagins eingeführten
ameri=
kaniſchen Vollblütern in Deutſchland erzielt wurden,
haben den bekannten großen amerikaniſchen Züchtern
und Rennſtallbeſitzern Veranlaſſung gegeben, einen
weiteren Transport amerikaniſchen Zuchtmaterials
nach Deutſchland zu ſenden. Der Transport umfaßt
25 Mutterſtuten mit Fohlen. Da die einheimiſche
Vollblutzucht in den letzten Jahren trotz der
Aus=
dehnung des Rennſports quantitativ zurückgegangen
iſt, ſo wird die ſich bietende Gelegenheit, für
verhält=
mismäßig billiges Geld nützliches Material zu kaufen,
unſeren Züchtern ſicherlich ſehr willkommen ſein.
Vermiſchtes.
CK. Pariſer Mutterküchen. Ueber eine
ſegens=
reiche Einrichtung ſozialer Fürſorge, die ſich in Paris
ausgezeichnet bewährt und unabſehbaren Nutzen
ge=
ſtiftet hat, macht die Semaine Littörairg, einige
Mit=
teilungen, die in unſeren Tagen der Säuglingsfürforge
beſonderes Intereſſe verdienen. Es ſind die „
Mutter=
küchen”, die ſogenannten „Cantines maternes” die ſeit
einiger Zeit beſtehen und zweimal täglich zu
beſtimm=
ten Zeiten geöffnet werden. Hier finden alle armen
jungen Mütter von Paris, die ihre Kinder ſelbſt ſtillen
und den Tag über arbeiten müſſen, umſonſt eine
reich=
liche, ausgiebige Mittagskoſt. Es beſtehen bereits fünf
ſolcher Mutterküchen in Paris, und ſie haben gegen
12 000 Mahlzeiten verabfolgt. Dabei ſind die Koſten
verhältnismäßig gering, die Mutterküche iſt in irgend
einem beſcheidenen kleinen Raum untergebracht, in dem
ein paar Tiſche und Bänke ſtehen, und das ganze Per=
Fenteiter ner ehne erer eteene
die in beſtimmten Zeiträumen kontrolliert werden. Die
Frauen, die hier eine warme Mahlzeit ſuchen, werden
mit keinen Fragen beläſtigt; nur ihren Namen
brau=
chen ſie anzugeben, Erkundigungen über die
Zivilver=
hältniſſe der jungen Mütter, über ihre Nationalität
und ihre Religion ſind ſtreng verboten. Die einzige
Bedingung iſt, daß die junge Mutter nachweiſt, daß ſie
im Stande iſt, ihr Kind ſelbſt zu nähren; dann erhält
ſie zum Frühſtück eine kräftige Suppe, zum
Mittag=
eſſen Suppe, Fleiſch, Gemüſe, Brot und ein Glas Bier,
und abends wieder Suppe und Gemüſe, Brot und
Bier. Bisweilen gibt es auch einen kleinen Nachtiſch,
und wer nicht gern Bier trinkt, findet auf dem Tiſche
große Karaffen mit Fruchtſaft, aus denen man ſich
ein=
ſchenken kann, ohne daß prüfende Blicke „
kontrollie=
ren”, ob nicht jemand zu viel nimmt.
Literariſches.
— Univerſal=Bibliothek für die
Ju=
gend. Eine Auswahl der beſten und bekannteſten
Jugendſchriften in neuen Ausgaben zu ſehr billigen
Preiſen von 25 Pfg. an bis höchſtens 1,50 Mk.
Erzähl=
ungen. Reiſebeſchreibungen, Märchen, Fabeln uſw. zu
beliebiger Auswahl für Knaben und Mädchen aller
Altersſtufen. Es ſind 453 Nummern erſchienen. Neu
erſchienen ſind: Bd. 450/453: Blüthgen, V.,
Lebens=
frühling. 4 Erzählungen für die Jugend. Mit 4
Ab=
bildungen. Preis broſch. 1 Mk., geb. 1,50 Mk. Union,
Deutſche Verlagsgeſellſchaft, Stuttgart.
— Franz Adam Beyerlein: „Stirb und
Werde‟. Roman, 355 Seiten. Vita, Deutſches
Ver=
lagshaus, Berlin=Ch. Preis geh. 4 Mark, geb. 5 Mark.
— Der Verfaſſer von „Jena oder Sedan” hat lange
ge=
ſchwiegen. Daß er aber nicht auf ſeinen Lorbeeren
müßig geruht, beweiſt ſein neues Werk. Aus dem
gärenden Moſt ſeiner Kampfjahre hat ſich ein voller,
edler Wein abgeklärt, und ein wirklicher Dichter bietet
hier die reifen Früchte ſeines tiefen Erlebens. Des
größten Deutſchen größte Weisheit, Goethes
katego=
riſchen Imperativ „Stirb und werde” hat Beyerlein
ſich nun ganz zu eigen gemacht, und verkündet als des
Alters ſchönſtes Recht, als ſeine höchſte Pflicht, in
ein=
ſichtsvoller Reſignation der vorwärtsdrängenden
Jugend die Pfade freizugeben, die Wege zu ebnen.
— Grete Auer: „Marrakſch”. („
Haus=
bücherei‟”, Band 36.) Mit Bild Grete Auers und
Ein=
leitung von Dr. H. Bloeſch. 192 Seiten. Preis geb.
1 Mark. Verlag der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=
Stiftung in Hamburg=Großborſtel. — Der buntfarbige
Rahmen eines Reiſerittes von der Küſte ins Innere
und das Herz des Landes, die Hauptſtadt Marrakſch,
umſchließt ein großgeſehenes Bild von jenem dunklen
Lande, auf deſſen Menſchen und ruinenhaften Stätten
indes noch der Abglanz einer alten Kuktur und
ver=
gangener Macht und Herrlichkeit ruht. Die
Schilde=
rung reiht ſich an einer Liebesgeſchichte auf, die, von
einer intereſſanten Frauengeſtalt gekrägen, ebenſo
ungewöhnlich iſt, wie das Land, in dem ſie ſpielt, und,
wie deſſen Gewäſſer, ſchließlich im Sande verläuft.
— Das Eigenheim des Mittelſtandes.
Ratgeber für Bau oder Kauf eines eigenen Hauſes mit
Garten. Mit über 350 Anſichten und Grundriſſen von
Einfamilien= und Doppelhäuſern nebſt Angabe der
Baukoſten. Preis 3 Mark, geb. 4 Mark (Porto 30 Pfg.).
Weſtdeutſche Verlagsgeſellſchaft m. b. H. in
Wies=
baden 35. — Der Text iſt lehrreich und praktiſch, die
Hausbeiſpiele gut gewählt. Alle erforderlichen
Rat=
ſchläge und Anweiſungen für den Entwurf,
Ausfüh=
rung uſw. ſind der heutigen Preislage entſprechend
ge=
geben. Für die intereſſierten Kreiſe ein wirklich
zu=
verläſſiges und brauchbares und angeſichts ſeiner
Reichhaltigkeit wohlfeiles Buch, ein Ratgeber, der ſicher
Hiel Freunde finden wird. Im gleichen Verlage
er=
ſcheint auch jetzt ein neues grundlegendes Werk für die
Heimatſchutzbewegung „Heimatliche Bauweiſel
2 Teile à 6 Mark, geb. 7,50 Mark, Subſkriptionspreis
12 Mark für das ganze Werk. Der erſte Teil enthält
eine „Preisgekrönte Anleitung zur Ausführung
länd=
licher Bauten” von Architekt Ph. Kahm (Eltville) mit
zirka 500 Abbildungen. Wir kommen auf dieſes von
allen Regierungsſtellen empfohlene Werk nach
Er=
ſcheinen beſonders zurück.
Gewinnauszug
der
223. Königlich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
6. Klaſſe. 3. Ziehungstag. 10. November 1910.
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 15000 Mk. 182972
4 Gewinne zu 10000 Mk. 58172 106517 155205
223604‟
1 Gewinn zu 6000 Mk. 241619
45 Gewinne zu 3000 Mk. 6410 7599 14111 17939
19199 21016 21225 31457 39703 57411 61190 63148
61497 84616 93435 96142 100765 121991 12762a
128191 130863 142889: 146008 162452 159250 168730
178803 206277 208603 209275 225761 228597 2397as
241941 252019 253631 255619 266564 271987 277476
281762 283649 284842 289405 298903
73 Gewinne zu 1000 Mk. 2828 7498 6336 13022
13950 20020 21283 26292 31711 35176 39239 50559
61514 81804 82410 85165 102449 104418 109173
109270 114775 117383 119100 119874 124079 126611
132623 134923 135310 136139 142628 143857 146788
162611 167928 169120 172233 184402 177320 160138
188522 193245 199504 203919 210123 213742 216414
217498 217891 219093 219876 223928 232879 235710
236611 244889 245371 246692 246707. 247067 250576
258036 259089 259807 260168 266735 271690 275576
279266 283960 285337 289066 289265 300866
*110 Gewinne zu 500 Mk. 1401 2790 8643 9418
10086 18238 15703 18519 20213 29062 33611 33748
44988 46321 47053. 48418 49620 49898 52035 57449
57571 62925 67840 68568 69612 69975 70896 76765
76979 69ga9 9273 94380 9a769 96425 100761 101006
101710 107647 109147 109523 109636 115486 117449
118074 118994 119107 126414 126987 127880 130162
132411 141053 143753 146851 157185 159650 160992
1614861 161859 163032 166276 166919 169816 170d2s
171104 175616 175896 176975 177559 183430 183715
186712 187309 187783 187950 198379 203451 204660
214597 215810 216964 216554 217624 221504 227102
227134 228220 230085 230722 231252 231784 231900
244798 251422 259411 260622 262360 264387 270914
272116 272383 273586 278666 283125 283855 290901
292513 294872 298177 301422
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 513 189564
3 Gewinne zu 5000 Mk. 179626 187520 206564
52 Gewinne zu 3000 Mk. 5497 7409 7971 15075
22668 23191 43099 66062 67116 76650 82653 98205
99421 103663 110059 112512 114399 116008 126343
128678 136371 139457 142690 147754 155698 164655
172062 165000 186915 196942 206155 200d62 200703
210350 214063 217158 218060 221013 222543 228500
234760 239625 251329 256344 257611 259809 277364
281504 294224 294385 297727 299742
75 Gewinne zu 1000 Mk. 1897 5592 9356 18856
19012 19171 19767 22986 25266 28938 35816 45312
47937 48056 51158 51758 54158 69386 63755 65476
72059 75067 76809 84471 98948 99480 100108 105631
112744 199835 122846 123104 126664 126761 131200
132229 153569 154342 154567 155563 161367 163480
163523 173064 180512 192970 193791 195390 201934
202880 211642 216425 216893 220467 220538 228894
232367 242254 243010 247741 254009 255296 257081
257399 263433 272470 274354 278432 278907 287381
292680 294642 294753 296334 299401.
108 Gewinne zu 500 Mk. 1381 15008 19512 19592
19843 20040 2153a 29192 32544 33193 35397 43310
61086 52015 59964 63519 69837 70124 72642 73339
75032 81232 81635 85579 86454 90120 91834 92316
93563 93571 95260 99651 103753 104230 104391 11809s
120049 129527 129597 130346 134768 135385 135638
137357 137660 136131 140545 146796 150106 15263a
156459 157786 161055 161304 163214 163694 163917
164142 164170 164707 164667 165704 167236 168564
166568 169505 173035 174969 178035 181546 188897
189872 207661 210830 212146 215314 228503 230714
233404 234020 235352 236818 248459 252423 252976
256133 256400 256656 257276 256731 260702 264014
264166 264623 28630 266508 27a306 26020 20007s
281556 283084 283875 289834 290911 290973 292436
295101 302459
Ausserordentlich wichtig für Herren!
Die grosse Verbreitung, deren sich Pudras in ganz kurzer Zeit bei der Herrenwelt erfreut, ist wohl der beste Beweis für dessen
un-
erreichte Vorzüge. Solchen Herren, die speziell nach dem Rasieren unter Hautausschlag litten, ist Pudras ein lang ersehntes Bedürfnis,
weil es frei von allen, den meisten Rasierseifen und Pulvern anhaftenden alkalischen Bestandteilen ist und infolgedessen die Epidermis der
Haut nicht angreift. Der milde, langhaltende Schaum, wie er von keinem Rasierseifenpräparat auch nur annähernd erreicht wird, verleiht
der Haut nach dem Rasieren eine köstliche Weichheit und Frische. Selbst der sprödeste Bart, schräg eingewachsene Barthaare etc.,
werden mit Pudras schmerzlos entfernt. Die gleichzeitig antiseptische Wirkung, welche dem Pudras eigen ist, lässt es vom hygienischen
Standpunkt als das vollkommenste Rasierpräparat erscheinen. — Pudras ist in allen besseren einschlägigen Geschäften erhältlich
und kostet die kleine Originalflasche, für ca. 60maliges Rasieren ausreichend, Mk. 1.—, die grosse Originalflasche, für ca. 150maliges Rasieren
ausreichend, Mk. 2.—. Man beachte bei den Friseuren, dass Pudras nur der Originalflasche oder dem gesetzlich geschützten hygienischen
Seifenspender entnommen wird. Die Wirkung des Pudras ist wissenschaftlich nachgewiesen und steht die Fabrikation
desselben unter Kontrolle eines Chemikers.
Zu haben in den einschlägigen Geschäften.
Vertriebsgesellschaft chem. techn. Neuheiten Dr. Schnell & Co., G. m. b. H., München.
(21999
Für den Wintebedarf lieſereſ
p. Zentn.
Ia Industrie-Kartoſtel, 3,90 M.,
*27893so) (Büttelborner) frei Keller,
ſowie gemiſchte,
10 Pfd.
ausgeleſen: Eß= u. Rochäpfel 65 Pf.,
ſehr praktiſch für die Schulkinder, 5 Pfd.
35 Pfg. bei L. Stilling, Wtw., Obſt= u.
Gemüſehandlung, Hochſtr. 3
(*27893so
g abzugeben: 1 eiſerne
Wegen Umzug Bettſtelle m.
Stroh=
matratze und Federbett, neu, zu 10 Mark.
eine faſt neue Singer=Handmaſchine 35 Mk
eine Treppenleiter 3 Mk. Gartenſtr. 24. (*27895
ein rechtsſ., ſehr guterh. Herd, 82X056,
Ewegen Anſchaffung eines größeren, für
25 Mk.zz. verkauf. Eckhardtſtr. 7, p. (*27896sms
faſt neu (Nußbaum),
Pianino, von edler Tonfülle, mit
10 jähr. Garantie, ſofort billig abzug.
Neue Niederſtraße 19, I.
22031a) Bilig abzng. wegen Platzmangel:
eleg. Sofa, Paneel mit Roßhaareinlage
Mk. 50, 1 Soennecke verſtelbarer Kinder=
ſchreibpult Mk. 12, 1 großer Spiegel mit
(22035a
Trumeau Mk. 15.
Mühlſtraße 76, I. 2 gebrauchte
Gasheizöfen
(22024si
billig zu verkaufen
Näheres in der Exvedition ds. Blattes. i. Violine e
feiner Ton, komplett, für Mk. 30,— zu ver=
(*27887
kaufen, Viktoriaſtraße 65, II. Ein großer Küchenſchrank, ein polierter
runder Tiſch, eine Waſchmangel, zwei
Glaslüſter und a. m., ſpottbillig zu ver=
kaufen. Adolf Klar, Holzſtr. 26, p., I. (*27888 ues Beit wegen Plaßzmangel preisw.
zu verk. Weinbergſtraße 41. (B22027
Prina Speisekartoltein
Waggons fortwährend eintreffend,
per Zeniner 3.50 Mk. frei Keller.
Prompte Bedienung. Vorausbestellg. erwünscht
bei
Karlſtraße 63½
Ph. Germann,
Telephon 1299
(B22059
und bei
Brandgaſſe 5,
Döderlein, Pallaswieſenſtr. 41.
Gespül kann abgeholt werden
Rheinstrasse 50. (*27892
Wlau u. rot geherzte, engliſche Kröpfer
2 billig zu verk. Kiesſtraße 3. (*27877
Ulster - Paletots-Anzuge
Gehrok-, Frack-, Smoking-Anzüge
Ballwesten :: Gehrockhosen
Jede Figur fiedet genau Passendes.
Pelerinen Gummi-Mäntel Sport-Anzüge
Spezialhaus
Tel. 342.
Henry
Besichtigung ohne Kaufzmang.
Ludwigstr.
e
. 17.
Schwarz-weisse Rabattmarken.
(21967)
Auswahlsendung bereitwilligst.
20 Jahre (Beamtentochter),
Fräulein, im Haushalt bewandert u.
kinderlieb, ſucht tagsüber Beſchäftigung, auch
zur Erledigung von ſchriftl. Arbeiten.
Off. unt. J 57 a. d. Expedition (*27776fsm
weiche Steno=
Junge Anfangerin, graphie (
Gabels=
berger) und Schreibmaſchine erlernt hat,
ſucht Stellung. Offerten unter H 91 an
die Expedition ds. Bl.
(*27548ms
*27527ms) Buchhalterin in langj. Stellg.,
geſetzten Alters, ſchöne Schrift, im Rechnen
durchaus bewand. u. m. d. Kaſſe vertraut,
ſucht ſich zu verändern. Selbſtändiges
Arbeiten Beding. Detailgeſchäft ausgeſchl.
Offert. u. H70 an die Expedition ds. Bl
Verkäuferin
der Damen=Konfektions=Branche gewandt
u. ſelbſtändig, ſucht Stellung. Offerten u.
F 81 an die Expedition ds. Bl. (*27891
Aerztl. geprüſte
Erstwärterin
mit langjähr. Zeugniſſen, 1. Ref. ſucht Stelle
Düſſeldorf, Karolingerſtr. 51, 3. St. (*27818
Friseuse
nimmt noch einige Damen zum monatl.
Friſieren an. Zivile Preiſe. Näh. Große
Ochſengaſſe 6.
(*27638ms
Perf. Schneiderin nimmt u. Kunden
an Wienersſtraße 58, 2. St.
(21938a
zum Ausbeſſern und Neuanfer=
Näherin tigen iſt zu erfragen
*27790fs)
Woogsplatz 6, II.
*27697ds) Perf. Weißzeugnäherin Wg
nimmt noch Kunden an, übernimmt auch
ganze Ausſtattungen Martinſtraße 28.
empfiehlt ſich zur An
Schneiderin fertigung von Kleidern
u. Koſtümen Herderſtraße 20, III. (*27726sm
empfieht ſty im Bugein
Fräu
und Ausbeſſern.
Näheres in der Expedition. (*27873sm
*27900, Fräulein, im ſchneidern ſehr geilbt,
ſucht Beſchäftigung. Offerten unter J 85
an die Expedition dieſes Blattes.
*27341) Frau empfiehlt ſich im Weiß
zeugnähen und Flicken Heinheimerſtr. 77,
Manſarde.
*27355, Nachgew. werd. jung. Schneiderin,
24=, 21=, 17=jähr. Mädch., d. k. können, gut
empf. Waſchfrau P. Scheid,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittl., Dieburgerſtr. 32.
*277871s) Einf. Fraulein ſucht Stellung,
am liebſten zu Kindern, per 15. Nov. od.
1. Dezember. Zu erfragen in der Exped.
25 Jahre, mit prima Zeugn.,
Frl., Stelle als Stütze.
Taſchengeld erwünſcht. Offerten poſtl
A 100 Pfungſtadt.
(67fs
weiches kochen kann,
Mädchen Hausmädch., welches
nähen und bügeln kann, 4 Jahre bei einer
Herrſchaft war, Landmädch., welche gedien
haben, ſuchen Stellen. Frau Neßling, Ludwig
stra se 8. gewerbsm. Vermittlung. (*27728fs
weiches alle Hausarb.
Mädchen, verſteht, ſucht Stellung
von ½9 bis 3 Uhr mittags.
(*27921
Zu erfr. Lindenhofſtraße 4.
20250a) Frau ſucht ganze Tage Waſchen
und Freitags Putzen
Frau Stork, Georgenhauſen.
hat noch Tage im Wa=
Waschfrau ſchen
Kaupſtraße 9, Manſarde
(*27835
üchtige Frau ſucht Waſchen und Putzen
Näh. Mauerſtraße 8, 2. St. (*27834
*27925) Mädchen, weiches kochen kann
ſucht für ſofort Stellung
Schuchardſtraße 4, I. r.
*2703 Eimn Vülerfri., gew. Zimmermädch.,
Kaffeeköchin od. Kalt=Mamſell, Hotelköchin,
Stütze od. Haushält., ſow. 18=j., kräf. Mädch.,
geht auch in Geſchäftshaus, ſuchen Stellen
Katharina Jöckel, gewerbsm. Stellenverm.
ſucht Beſchäftigung auf
Junger Mannl einem Bau-Büro.
Näheres Wittmannſtraße 3, I. (B21955
Tüchtige Verkäuferin
zur Aushilfe per ſofort geſucht.
A. Anton, Küchen-Magazin,
Eliſabethenſtr. 1 (21885a) Eliſabethenſtr. 1.
bürgerl. Köchin in tl.
Stelle suchen. Haush., 116-jähriges
Mädchen u. 1 Alleinmädchen. Frau Sidonie
Frank, Schulſtr. 9, gew. Stellenverm. (*27900
*27301) Ein Mädchen ſucht Beſchäftigung
in Tapaziergeſchäft Magdalenenſtr. 1, II.
*27933) Alleinmädchen, welch. koch. kann,
war in letzter Stelle 3 Jahre, ſucht zu
kinder=
loſer Herrſchaft Stelle für 15. November
Frau Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Schützenſtr. 10½. Teleph. 531.
*27920) Aelteres unabh. Mädchen ſucht
Beſchäftig. Kranichſteinerſtr. 8. Stb., 1. St.
*27917) Frau geht mittags ſpüllen, auch
Büro putzen Pankratiusſtr. 69, part. links.
Ing.-Chemiker
Dr. phil. Techniker, kaufm. nicht ganz
unerfahren, ſucht leitende Stellung.
Würde ſich auch mit 25000 Mark
beteiligen an wirklich gutem
Unter=
nehmen. Gefl. Offerten unter J 45
an die Expedition ds. Bl. (21886fs
Kautionsfähnger intellig. Mann
mit prima Empf., verh., 35 Jahre alt, ſucht
Stellg. irgend welch. Art. Off. erb. Hrcke.
Eberſtadt b. Darmſt., Schloßſtr. 31. (*27489ids
welch, ſeinen Veruf
Halbmvallde nicht mehr verſehen
kann, übernimmt Kaſſiererpoſten, iſt auch
mit Büroarbeiten vertraut. Offerten unter
H 86 an die Expedition ds. Bl. (*27547ms
*2786) Kaufmann, verhrtratet, ſucht
Nebenbeſchäftigung in u. außer dem Hauſe,
gleich welcher Art. Kaution kann geſtellt
werden. Gefl. Off. an die Exped. unt. J 76.
guter Zeichner,
Junger Bautechniker ſucht Beſchäftig.,
g. a. als Volontär g. kl. Vergütung. Off.
unter J 63 an die Expedition. (21946sm
Tüchtiger Gärtner
übernimmt Gartenarbeit jeder Art bei
prompter und billigſter Berechnung
Frankfurterſtraße 32, II. (*27695ds
ſucht über
Junger Handlungsgehliſe Weihnacht.
Beſchäftigung in Comptoir, eventl. auch
Ladenbedienung. Offerten unter 5 71 an
die Expedition ds. Bl.
(*27852so
Lehrlingsstelle gesucht
für jungen Mann in einem Bankgeſchäft,
der Oſtern ſein einjähr.=freiwillig. Zeugnis
erhält. Off. u. J 65 a. d. Exp. *27832
*2786330) Junger Mann mit gut.
Schul=
bildung (Oberprimaner) ſucht
Lehrlings=
ſtelle im Bankgeſchäft. Offerten an die
Expedition d. Bl. erb. unter J 73.
Beinahſerinnen
für Manufaktur- und Kurzwaren
zur Aushilfe für den Monat Dezember
geſucht (21339a
Gebr. Rothschild, Markt 2.
Fräulein
für die (21920fs
Speiseausgabe
geſucht
Hotel „Hess‟
2
Dirichans berſerie
Arbeiterin
ſofort geſucht. Nur wirklich erſte
Kräft=
wollen ſich melden.
Anna Stern-Lang
Erſtklaſſ. Atelier für Damengarderobe,
Saalbauſtraße 26, I. (*27530ms
Lehrmädchen
mit nur guter Schulbildung für
Verviel=
fältigung und Schreibmaſchine in eine
Maſchinenſchreibſtube geg. monatliche Ver=
(*27694dfs
gütung ſofort geſucht.
Selbſtgeſchr. Off. mit Schulzeugnis=
Abſchrift unter J 34 a. d. Exped. ds. Bl.
Geſucht
tüchtige Schneiderin für Damen= und
Kinderkleider im Haus.
Angebote mit Referenzen unter J 87
(*27922so
an die Expedition d. Bl.
*27842s0 Tüchtige Arbeiterin per ſofort.
geſucht. B. Amendt, Damenkonfektion,
Hügelſtraße 5, 1. Stock.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſofortige
Ver=
gütung geſucht
(18746a
A. Anton, Küchenmagazin, Glas und
Porzellan, Eliſabethenſtraße 1.
Lehrmädchen
aus beſſerer Familie gegen ſofortige
Ver=
gütung geſucht
(21477a
J. Hachenburger jr.,
7 Rheinſtraße 7.
*27618mdls) Fleißiges Dienſtmadchen
egen guten Lohn geſucht. Eintritt 1. Dez.
oder früher. Zu erfr. Mühlſtr. 68, part.
Tüchtiges Mädchen
das kochen kann und Hausarbeit verſteht,
geſucht. Näheres Expedition. (21783ms
zum 1. Dezemb. braves Mäd=
Suche chen für Hausarbeit von
mor=
gens 8abis nachmittags. Angebote unter
J 64 an die Exp. d. Bl.
(*27830
shalterin
geſ. (Dez., Jan.) v. höh., led. Beamten hier;
bevorzugt feineres Dienſtmädch., geſund,
ehrlich, mit nur gut. Zeugn., nicht über
36 J., ohne Anh.; f. gröb. Arb. Aushilfe;
zut bürgerl. Küche. Selbſtgeſchr.
Zeugnis=
abſchr. u. Off. an die Exped. unt. J 79. (22022
Küchenmädchen a. Zeug. 28 Mk.
nach ausw. m.
u. a. fr. i. ſ. g. Stell. a. ſof. geſ., Beck, gewerbsm.
Stellenverm., Eliſabethenſtr. 22, 2. St. (*27905
*27859) Mädchen, das koch. k., zu einer
Dame geſucht. Susanna Röse, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Karlſraße 53.
*27345) Ein Schulkind wird von einem
älteren Herrn zu öfteren Beſorgungen u.
dergl. geſucht. Näheres in Gegenwart der
Eltern. Off. u. J 69 an die Expd.
Trockenfach.
Konstrukteur, durchaus ſelbſtändig im Bau
von Kartoffelflockenanlagen und=Apparaten modernſter Art, mit
mindeſtens 3jähriger Praxis, zu ſofort oder 1. 1. 11. geſucht.
Angabe, ob Erfahrungen in Aequiſition von Trockenanlagen und in
Konſtruktion von Mulden= bezw. Röhrentrocknern, Lebenslauf,
Zeugnisabſchriften und Gehaltsanſprüchen unter U. R. 4339 an
Rudolf Mosse, Berlin SW. 19.
(21896MI
3—5 Mark täglichen ſtändigen Verdienſt!
Geſucht ſofort
an allen Orten arbeitſame Perſonen zur Uebernahme einer
Trikotagen= und Strumpfſtrickerei
auf unſerer neukonſtruierten Strickmaſchine. Vorkenntniſſe nicht erforderlich.
Anlernung leicht und koſtenlos. Arbeitslieferung nach allen Orten
Deutſch=
lands franko. Proſpekte koſtenfrei.
(22012a
Trikotagen= u. Strumpffabrik Neher & Fohle
rücken N. 65.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266a
HHHhHehh
Cé)e1
HEEh
Iritorkatd
mit bedeutender Preisermässisung
Strauss &!
Vel
(22044)
SsnsesetteehheehHHEEEHEESnShShE85
für Laden ed
Putzfrau ſofort. geſucht
*27850) Eliſabethenſtraße 53, Kontor=
Zum alsbaldigen Eintritt
tüchtige ſaubere
geſucht.
Offerte an Baronin
von Starck, Kreisamt
Erbach i. Odenwald. (22054sid
Adressenschreiber.
Ca. 6000 Adreſſen per Monat zu
vergeben. Angebote unter J52 an die
Expedition ds. Blattes.
21919fs
Tacht. Dachbatter
und Korreſp., mögl. Stenogr. und Maſch.=
Schr., per ſofort von Fabrikgeſchäft geſucht.
Offerten mit Gehalts=Anſpr. unter I 19
an die Expedition ds. Blattes.
(21818a
Stadtreisender
zum Beſuch hieſiger Familien ſofort geſucht.
Derſelbe darf nicht zu jung ſein, muß ein
angenehmes Aeußere haben und beſte
Be=
ſcheinigungen über ſeine bisherige Tätigkeit
und Erfolge aufweiſen können. Es handelt
ſich um ein leichtes Geſchäft bei hohem
Verdienſt. Näheres zu erfahren in der
Expedition ds. Bl.
(21979
Selbständige Existenz
findet ſtrebſamer Herr durch Uebernahme
einer
(219950
Filiale und Versandstelle
für größ. Bezirk. Streng reelle Sache, paſſ.
f. jedermann, ganz gleich, ob in Stadt od.
Land wohnhaft. Keinerlei Kenntniſſe
nötig! Sämtl. Reklame auf unſere Koſten!
Viel Geldeingang! Sofort großer Umſatz
und guter Verdienſt von Anfang an.
Riſiko ausgeſchloſſen. Auch ohne Aufgabe
des Berufs zu betreiben. Laden u. Kapital
nicht nötig. Angebote u. L. 831 D. an
Daube & Co., Cöln a. Rh. erb.
100 Mark wöchentlicher
Verdienſt für Herren aller Stände reell,
ohne Laden, mit 2 neuen ſchönen
Volks=
artikeln. Jeder iſt Käufer: Für jeden
Ort Alleinverkäufer. H. F. A. Stehr,
Hamburg 23,8.
(*27820
Hant. Frivat!
Vertreter für unſere (21347f
Saxonia-Dauerwäsche
beſtes Fabrikat = geſucht. Garantiert höchſte
Proviſion. Möglichſt mit dem Artikel
vertraute Herren wollen ſich a melden.
Emil Mellinghaus,
Saxonia-Dauerwäsche-Industrie,
München, Schwantalerſtr. 73.
ſucht für Kontor
Kohlenhandlung und zum Beſuche
der Privat=Kundſchaft einen jüng. Kommis
p. 1. Dez. evtl. 1. Januar 1911. Offerten unt.
J.78 an die Expedition.
(*27876
Sofort hohen Verdienſt
durch Vertrieb von unentb. Genußmittel.
Ermel, Frankfurt a. M.,
Haſengaſſe 3.
27819
Beservisten
und andere iunge Leute, 15—34 Jahre,
welche in fürſtl., gräfl. u. herrſchaftlichen
Häuſern Diener werden wollen, geſucht.
Proſpekt frei. Kölner Dienerfachſchule,
(21172M
Köln, Chriſtophſtraße 7,
00 Ponorte?.
Ein inſeressanſes
wachstum !
Umſah-Steigerung von PHLMIN (Phanzenfett)
und PHLMONH (Phanzen-Butter-Margarine) in
Dieſes Bild zeigt — in genauen Maßen — die enorme
Deutſchland innerbalb der letzten 7 Jahre. — Ein
ſtärkerer Beweis für das Bedürfnis nach PHLMIN
und PHLMONA und für die Beliebtheit unſerer
Produkte iſt kaum denkbar.
H. ScHEINCK&CIE., H.-G.
(17051Mf
M ee Zce
ger Stellung sucht die
„Deutſche Vakanzenpoſt=
Eßlingen 143.
(144M
*278307s0) Ein Schreiner geſucht
Ph. Wollk. Luiſenſtraße 38.
Jünger. Hausburſche
mit guten Zeugniſſen, ſofort geſucht
Ludwig Müller, Möbel=Dekoration,
(22015
Karlſtraße 47—49.
Junger Arbeiter
von 17—18 Jahren, ſofort geſucht, gelernter
Bäcker bevorzugt Schokoladen=HausWeicker,
(*27380
Hoffmannſtraße.
1junger kraftiger Mann
als Fahr= u. Hausburſche geſucht. (22043
Anton Fischer. Frankfurterstr. 12/14.
Einige brave Jungen
von 14 Jahren finden Beſchäftigung
Anton Fischer
Frankfurterſtr. 12/14. (22042
Hieſiges Engros= u. Import=Geſchäft ſucht
juh
Lehrling
mit ſchöner Handſchrift aus guter Familie.
Gefällige Offerten unter I 29 an die
(21842dfs
Expedition dieſes Blattes.
eeen
Ein eisernes Schlld billig zu verkaufen
Rheinſtr. 5, 2. St.
(*27904
Mod. Esszimmereinrichtung
in dunkelbraun Eiche, garantiert gute Arbeit,
faſt neu, veränderungshalber preiswert zu
verkaufen. Näheres Kiesſtr. 90, I. (22055
Blutfinken, Diſtel=
Kanarienhähne, finken, Zeißige,
Henftinge, Buchfinken, Rotkehlchen und
Droſſeln. Mehlwürmer. Vogelhandlung
Traum, Magdalenenſtr. 5, Hinterb. (*27914
Damen
(21236t
erhalten vorzüglichen
Mittagstisch von 60 Pfg. an
(Separates Zimmer)
Reform-Restaurant Thalysia
Alexanderstrasse 4, I.
Vo
Se e e e e e . en
B=Abendiſch erhalten
(*27918
Näh. Ludwigſtraße 16, 3. Etg.
rünſeidenes Kleid auf ſeid. Futer,
hell=
graues Koſtüm, ſtarke Figur, billig zu
verkaufen Grafenſtraße 4, I. St. (*27867
Laden
mit anſchließender Wohnung für Metzgerei,
auch als Filiale geeignet, in ſtark bewohnter
Lage ſofort billig zu vermieten. Offerten
unter J 88 an die Expedition. (22058a
22057a) Arheilgerſtraße 23½, Laden
nebſt Wohnung p. 1. Januar zu vermieten.
Näheres daſelbſt 1. Stock.
e e
geräumige 2 Zimmerwohg. nebſt Zubehör,
ſofort zu vermieten. Näheres daſelbſt.
*27894) Arheilgerſtraße 14, eine Zwei=
Zimmerwohnung nebſt Zubehör
*27912) Steinſtraße 14, ſchöne
Manſarden=
wohnung ſofort.
Oere Zimmer
*27929so) Nieder=Ramſtädterſtr. 38, III,
ſchön möbl. Zimmer ſofort zu vermieten.
22056a) Riegerplatz 13, I., gut möbl.
Wohn= und Schlafzimmer, ſowie einzelne
Zimmer mit vollſt. Penſion ſofort zu verm.
*27923) Ernſt=Ludwigſtraße 1, III., 2
ſchön möblierte Zimmer billig zu vermieten.
Mäuschen-Salatkartoffel
Überrh. Industrie ſtets vorrätig
Dieburgerſtr. 10, Tel. 864. (*27860soi
Verſchiedene chile Hüte, 2 Foulardbluſen,
B engl. Mantel, 2 Svortmützen, 1 roſa
Geſellſchaftskleid, feine Damenwäſche billig
zu verkaufen Stiftsſtr. 9, II. St. (*27861
Prauner Herren=Anzug, geſtr. Herren=
Bhoſe, Mittelfigur, Knaben=
Faltenſioppen=
anzug für 12 jähr. Jungen, blaues
Damen=
tuch, Bolero=Kleid, grauer Damen=
Winter=
paletot, bill. zu verk Ludwigspl. 2, II. (*27890
neuer Diwan (Hogneite)
1 Chaiſelongue, verſtellbar, 1 ſchwarzer Tiſch
billig zu verkaufen Kiesſtr. 55. (22045som
Lumpen, Alt=Eiſen, Papier, verſchied.
Flaſchen. Ich zahle die höchſten Preiſe.
S. Krawelski, Große Bachgaſſe 6.
Poſt=
karte genügt.
(*27928so
Dame, Ende vierziger Jahre
Witwe, von angenehmem Aeußern, mit
Ver=
mögen, wünſcht ſich mit beſſerem
allein=
ſtehenden Herrn anfangs fünfiger Jahre zu
verheiraten. Off. mit näh. Angaben unter
F 50 hauptpoſtl. Darmſtadt.
(*27812
Fräulein
29 Ihr., a. angeſ Fam., ſympat. Erſch. (blond),
ged. häusl. Erzieh., v. liebenswürd. Weſen,
ſchöne Ausſt., ſp. Vermög., wünſcht. m. ehrenh.,
evang. Herrn in angeſ., geſich. Poſition,
zw. Neigungsheirat in Briefw. z. tr.
Gefl. Off. u. F. K. U. 491 an Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M. zur Weiter=
(21993M
beförd. Diskr. Ehrenſ
Junger kaufmann
mit gutgehendem Geſchäft, wünſcht mit
einer Dame im Alter v. 20—22 J., m. etw.
Vermögen, bekannt zu werden, zwecks ſpät.
Heirat. Off. unt. J 82 a. d. Exped. (*27839
In guter Geſchäftslage wird ein
ianden mit lagerinnen
event. Wohnung im Hause per
1. April 1911 auf mehrere Jahre zu
mieten gesucht.
Offerten mit Preisangabe unter H 88
an die Expedition ds. Blattes. (21732ms
Eine einseine Dans
ſucht auf 1. April 1911 in beſſerem Hauſe,
(ſüdöſtlichem Stadteil eine neuzeitlich
ein=
gerichtete Wohnung von 4 Zimmern mit
all. Zubehör, II. Stock, Manſarde ausgeſchl.
Off. mit Preisang. unt. J 72 Exp. (*27856
Junge Familie
ſucht auf 1. Januar 1911 ſchön
ge=
legene 3=bis 4=Zimmerwohnung mit
Gas, bezw. elektriſcher Beleuchtung,
in der Nähe der Rheinſtraße. Ang.
unt. J 20 an die Exped. (21796dfs
ſucht ſofort
Kinderl. Fam. geräumige
3=Zimmerwohn. m. Manſardenzimmer,
Gas ꝛc., am liebſten part. Bevorzugt
Roßdörfer= oder Beſſungerviertel.
Gefällige Offerten unter J 24 an die
Expedition ds. Bl.
(*27678ds
ſucht net möbliertes Zimmer
per 1. Dezember, wo ein im
Dale Februar zu erwartendes Kind
mit in Pflege genommen wird. Offert. nur
mit Preis unt. J 86 an die Exped. (*27911
Für jüngeren Herrn
volle Penſion in beſſerem Hauſe
§ geſucht. Offerten mit Angabe des
5 Preiſes unter I 66 an die Expedition
* ds. Blattes erbeten.
(21987sol
Samsing, 12., Rabender.
In anerkannt erstklassiger
Ausfüh-
rung empfehle
für Ierren:
Strassen-Anzüge
Gesellschafts-Anzüge
Herbst-Ulster
Herbst-Paletots
Winter-Ulster
Winter-Paletots
Sport-Ulster
Geh-Pelze
Auto-Kleidung
Loden-Kleidung
Ludwigsplatz. Grösstes Spezialhaus vornehmer Herren- u. Kinder-Moden. Ecke Schulstr.
(*2791
2 Sote.
1s
1 Sofatiſch u. gepolſterte Stühle, 1 Sofa
(groß), 1 vollſt. faſt neues Bett, 1
Waſch=
tiſch, 4 ältere Betten (volſt), billig zu
verkaufen Eberhardt, Möbeltransp.,
Sandbergſtr. 49, Ecke Heidelbergerſtraße.
Die beſten Landwurſtwaren
erhalten Sie bei dem Oberheſſ. Jacobi
Oberhessische Wursthalle, Schusterg. 10
Wurst-, Hargarine-Spezialgeschäft. (209
J. Glückert, Darmstadt
Hof-Möbel- und Parkettboden-Fabrik
empfiehlt
Schöne Fichtendeckreiser
(B27as
billig zu verkaufen
Klappacherſtraße 64.
Sadell. erh. ſeid. Kleid, ſowie
Scheiben=
büchſe mit Patronenkaſten zu verkaufen
Nieder=Ramſtädterſtr. 14, 1. St.
*27745fso)
Parkettböden
vom einfachsten Stabfussboden bis zu (21003a
den reichsten mehrfarbigen Böden,
bei Verwendung von nur erstklassigem Material.
— Sauberste Verlegung.
Zeichnungen und Voranschläge bereitwilligst und kostenlos.
wegen vorgeschrittener Saison
(21914fs
zu
bedeutend reduzierten
Preisen
Ball-Chals:: Auto-Chals:: Beduinen-Chals
Theater-Beutel und-Taschen
zu empfehlenswert vorteilhaften Preisen.
Für alle Stromarten.
20-260 U0lf.
Imsailen gebräuchlichen-Lichtstärken.
Hohe Stromerspalllicse
HansGehlhaar
en Seitete Zungent .
Verkauf Knabenanzugen, Paletots,
Hoſen, Damen=u. Mädchenkonfektion, Kleider=
Offerten ſtoffe, Leib=u. Bettw. Nurgute Ware, Kl. Anz.
(*27647ms! Leichte Abz. Näh. Gutenbergstr.15, I. (*27546ms
i, geht. n teit. r hte
Wilhelminenst. 9 gegenüber dem alten Palais Wilhelminenst. 9.
[ ← ][ ][ → ] Seite
18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Ernte 1910, direkt bezogen.
Beste, gutkochende, große Linsen
per Pfund 155 Pfg. 5 Pfund 70 Pf.
Beste, gutkochende mittel Linsen
per Pfund 12 Pfg. 5 Pfund 56 Pfg.
Ungar. Bohnen, Grüne gesp. Erbsen
Grüne u. gelbe Erhsen, ungeschält,
Trikotagen:
Normalhemden
Hautjacken
Unterhoſen
Rheumatismushemden
Hoſen, Jacken u.
Hemdhoſen
Kinderleibhoſen
Lungenſchützer
Leibbinden.
Strickwaren:
Jagdweſten (Kamiſöler)
Strümpfe, Socken
Handſchuhe, Fäuſtel
Pulswärmer
Schneekappen
Sport=Shawls und
Mützen
Kragenſchoner
Kutſcherſhawls
Sweater, Brustſchützer
Flanellartikel:
Damen= u. Kinderhemden
Damens u. Kinderhoſen
für Damen
Nachtjacken für Kinder
Nachtkittel
Arbeiterhemden (21596sss
Neue Mandeln, Sultaninen, Rosinen
Orangeat, Zitronat, Anis etc.
friſch eingetroffen.
Kirchstrasse 1.
Telephon 137.
in enenten
der St. Lorenzkirche in Nürnberg.
Ziehung
ams 7. und 3. Dezember 1910.
6310 Geldgewinne Marte
Hauptgewinne bar ohne Abzugs
veren eite e5 Peg eatre.
Zu beziehen durch die Generalagentur
Eberhard Fetzer, Stuttgart
kanslelstrasse 20.
(219082f
Wenn Sie
ein gutes, billiges, wohlſchmeckendes und bekömmliches Brot genießen wollen,
dann machen Sie bitte einen Verſuch mit
Bohr’s Kraftbrot
Wirkt beſonders gegen Stuhlverſtopfung. Verkaufspreis 40 Pfg. p. Stück.
Zu haben bei:
Ludwig A. Fertig, Karlstrasse 47 M. Pfannkuch, Karlstrasse 63
Nordd. Wursthalle, Elisabethenstr. 4 1 Pfannstiel & Schefer, Soderstr. 2
Oberhess, Wursthalle, Schusterg. 10 1 Jean Völker, Riedlingerstrasse 20
Intereſſenten wollen ſich gefl. an Herrn Otto Bay, Mainz, Frauen=
(20973a
lobſtraße 53 wenden.
Luisenstr. 34.
Kein Laden
Telephon 1916
Grosse Ochsengasse 28
P
Grosse Auswahl Beste Ausführung Billige Preise.
Uebernahme sämtlicher Tapezier-, Polster- u. Dekorationsarbeiten.
Lieferung von Matratzen u. Federbetten.
(21253a
Mayers gr. Konverſations=Lexikon28 1 grüner Tuchpaletot, Größe 42—44,
(*27755fso1 grauer Mautel billig zu verkaufen
(neu), billig zu verkaufen
Kiesſtraße 88. (*27567ms0) Saalbauſtraße 26, 1. St. 21737a)
für Herren, Burschen und Knaben
— in großer Auswahl
Reiße und farbige ſeidene Bluſen, verkaufe ich ganz beſonders billig, weil meine Speſen ſehr gering ſind
Peter
Daum.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 19.
Um vor Schluss dieses Jahres in meinen Verkaufsräumen Platz zu gewinnen,
habe ich eine Anzahl komplette Zimmereinrichtungen und Einzelmöbel
im Preise bedeutend reduziert und bringe diese wie folgt zum Verkauf:
Speisezimmer, eichen geräuchert;
bestehend aus: Büfett, Anrichte bezw. geschlossener Kredenz, Ausziehtisch und
6 Lederstühle
kompl. Mk. 255.-, 299.-, 478.-, 565.-, 580.-, 613.-
640.-, 708.-, 755.-, 775.-, 794.-
Herrenzimmer, eichen gerduchert;
bestehend aus: Bücherschrank, Diplomatenschreibtisch, Schreibstuhl mit Leder,
2 Lederstühlen und Tisch
kompl. Mk. 409.-, 454.-, 549.-
Salons, eichen, mahagoni etc.;
bestehend aus: Salonschrank, Tisch, Umbau, Sopha, 2 Sesseln-und 2 Stühlen
kompl. Mk. 480.-, 880.-, 890.-, 950.−
Schlafzimmer, hellnussh., eichen, rüstern etc.,
bestehend aus: 2 Bettstellen 2 Nachtschränke, Waschtoilette, Spiegelschrank, 2
Rohr-
stühlen, Handtuchständer
kompl. Mk. 420.-, 590.-, 650.-, 725.-
Küchen, modern lacktert und pitch-pine naturlackfert:
bestehend aus: Küchenbüfett, Anrichte mit Aufsatz, Tisch und 2 Stühlen
kompl. Mk. 130.-, 150.-, 200.-.
Es handelt sich durchweg um gefällige moderne Modelle in tadelfreier,
erstklassiger Ausführung, die den höchsten Anforderungen inbezug auf
Ge-
schmack und Qualität entsprechen, und bietet sich speziell für Verlobte
gün-
stigste Gelegenheit, wirklich gute, aparte Möbel preiswert zu erwerben.
Gekaufte Möbel können für spätere Lieferung nach Wunsch zurückgestellt werden.
(21469a
nur 21/23 Grosse Ochsengasse nur 21/23.
Bitte genau auf meine Firma bezw. Hausnummer zu achten!
weiße per Paket 30 Pfg., rote imprägn.
per Paket 35 Pfg., bei Mehrabnahm. billiger.
per Sch. 10, 25, gr. Doſen Mk. 2,—, 2,25, 2,50.
Fünf Minutenbrenner, Jupiter= und
Weſtentaſchenfenerzeuge, Straßburger
Prima Stearinkerzen 5, 6, 8 Pfg. und
Kutſcherlichter.
20103a)
Rheinstr. 17.
Fernspr. 779.
erhielten-auf der
Weltausstellung Brüssel 1910
die höchste Auszeichnung
den
(21463ss
Stets friſch:
Odenwälder u. schweizer Landbutter,
äußerſt fettreich,
per Pfund Mk. 1.30,
Schweizer Tafelbutter
per Pfund Mk. 1.40,
Tafelbutter heſſiſcher Molkereien,
frische Koch- u. Siedeier,
ausgeſucht große Italiener
billigſt.
Alle Sorten
deutſche u. franzöſiſche Käſe
nur erſte Marken.
Friſch eingetroffen:
Teewurſt,
Gothaer u. Braunſchweiger
Cervelat — Kalbsleberwurſt
Mettwurſt — Trüffelleberwurſt
empfiehlt, wie bekannt, in nur beſter
Ware
(21864a
M. W. Prassel,
Grafenstr. 25/27. Telefon 71.
Probieren Sie bitte die
Unerreicht in Qualität und
Ausführung.
Billige Preiſe.
Günſtige Zahlungsbedingungen.
L. Beudt Nachf.
Hölgesſtr. 1.
(20053a
wolle man nicht verkaufen,
bevor man mir geschrieben
Gaur Kleil,
Lieferant vieler fürstl. Häuser,
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 66.
gut erhalten, für mittlere Figur billig zu
verkaufen: 1Winterüberzieher, 1
Herbſt=
überzieher, 1 Frackanzug, 1 ſchwarzer
Gehrock. Näh. in der Exp. d. Bl. (B21849
Eine größere Anzahl
Konfektionsbüſten,
Kleiderbügel, ſowie ein drehbarer
Jupon=
ſtänder aus Metall und ein Kaſſenſchrank
billig abzugeben
(21811dfs
Joseph Stade in Liqu., Ludwigstr. 15.
Näh. Gervinusſtraße 36, 1. St. (*27646ds
Singer Co. Nähmaschinen Aet. Ges.
Darmstadt, Ernst-Ludwigstrasse 18.
ein ſehr beliebter Haushaltungstee,
kräftig und hocharomatiſch, dreimal
ausgiebiger, daher dreimal ſo billig
als chineſiſcher Tee
(21478a
per Pfund Mk. 2.20.
Schustergasse
Telephon 200.
S bi. 15 em beit
Firmenschild 5 bis 6 m lang,
ge=
braucht, zu kaufen geſucht. Offert. unter
(*27739fs
J 47 an die Exp. ds. Bl.
Ia Schweine-Kleinfleisch
(ecr
e Billigst — auch Spratt’s Geflügel-und Kücken-Futter zu haben bei:
Emanuel Fuld.
garantiert inländiſche, tierärztlich unterſuchte, ſaubere Ware in Kübel von 30 Pfd.
an per Pfund 30 Pfennig; Poſtkolli enth. 9 Pfund Mk. 3.20.
Abteilung Konserven, tafelfertig in Doſen von ca. 10 Pfund brutto:
la Schweine=Kleinfleiſch pro Doſe 3,20 Mk. la Eisbein (Dickbein) pro Doſe
5,50 Mk. la knochenloſes Schweinefleiſch pro Doſe 6,00 Mk. Bahnſendung
von 3 Doſen an 20 Pfg. pro Doſe Ermäßigung. Alles ab hier per Nachnahme.
Aib. Carstens, Altona 116, Adlerſtraße 71.
Nichtgefallendes retour.
Natron-Lithion-Quelle.
Gewährregegen Gicht u. Rheumatiamus!
erdauieh, daher
ch fer Magenleidende.
AVornehmstes
lafelwasser.
Generalvertreter: Martin Jahn,
(19976a
elle.
r. 30. Telephen 305.
sicher wirkend
empfiehlt
Anton Fischer
Frankfurterſtraße 12/14 (18297a
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Unser Weinnachts-verkau
pielwaren
hat begonnen, fortwährend treffen noch Neuheiten ein. Unsere
ausgedehnten Verkaufs- und Lagerräume enthalten schon mehrere
Eisenbannwaggons Spleisachen dlter Art
Gekaufte Gegenstände werden bis zu Weihnachten gerne in unserm
Lager aufbewahrt. Wir bitten alle Puppen-Reparaturen recht- (21966sm
zeitig zu bringen.
Gesellschaft mit
be-
arktplatz 1.
Zeizsche G Co.g schränkter Haftung
Hervorragende Neunelten
C. Glückert Barmstadt
eleganter chiker
Herren-
Fald
Bister
Küglan
deutsche und englische
Geschmacksrichtung
kleidsame Formen
finden Sie in enormer
Auswahl zu unerreicht
billigen Preisen
Hofmöbel- und Parkettbodenfabrik.
in
erstklassiger, künstlerischer Ausführung
und allen Preislagen.
Nur eigenes Fabrikat.
Feinste Referenzen,
00ooooooo
Nach Aufnahme der diesjährigen
neuen Modelle
empfehle einen Besuch meiner reichhaltigen Lager.
6000000oo
im
von
Stets Eingang von Neuheiten in
Teppichen: Dekorationen
Vorhängen etc.
(21005a
IIneim Deuster
(21250a
2 Marktstrasse 2.
Schöne helle Verkaufsräume im ersten Stock.
Rabattmarken.
Aenderungen kostenlos. Telephon 1829.
apetenhause
Carl Hochstaetter
Hoflieferant.
(17593a
Waschleder- (B21775
Wildleder- und
Mocha-Handschuhe
grau, braun, gelb und weiss — bestes Tragen für den Herbst
per Paar Mk. 1.60, 1.80, 2.00 und Zwischenlagen bis 5.50.
Wollene Handschuhe in Trikot und gestrickt
in grosser Auswahl zu billigsten Preisen.
Wittmannstr. 26, part.
Eänanil Daum, Handschuh-Spezialgeschäft, — Rabattmarken.
Oooeoge
68996909o
Pelzwaren
Künstler-Tapeten
in einfacher wie hochfeinster Ausführung.
RESTTEzuhalben Preisen.
Man beachte meine Auslagen moderner billiger Tapeten.
M. Schorlemmer
Marktpassage.
Taschentücher
Schürzen
Wäsche-Anfertigung.
(21351a
Pianos zu vermieten.
A. W. Zimmermann, Marienplatz
Fernspreeher 881.
jeder Art und Preislage
Neuanfertigung Umarbeitung
Reparaturen
Gottlieb Lorz
Eschollbrückerstr. 3 Hoflieferant Elisabethenstr. 14
Eigene Kürschnerei im Hause (21559a
Silberne Tafel-ud Zier-Bestecke
massiv 0,800 gestempelt. Moderne Muster :: Glatt- u. Fadenmuster.
Grosse Auswahl, billigste Preise. Gravierungen in sauberster Ausführung.
in grosser Auswahl sowie
Patenlöffel Anfertigung nach Muster.
L. Borné, Ernst-Ludwigstrasse 25.
Uhren, Juwelen, Gold- und Hilberwaren.
(18467a)
Herren- und Knaben-
Garderoben
Manufakturwaren
Möbel aller Art
alles auf
(21285a
bequeme Teilzahlung!
D. Teicher
Möbelwaren=Kredithaus
Kranichsteinerstrasse 35
Wegen Umzug
billig zu verkaufen:
zwei Gas=Speiſezimmerkronen, 4flamm., ein
Has=Salonlüſter, 3flamm., eine Gas=
Vor=
platzampel, zwei Frack=Anzüge, alles faſt
neu. Anzuſehen von 2 bis 4 Uhr (21821a
Mühlſtraße 11, 1. St.
5 Lände Weitall und Menſchheit
faſt neu, 1 Lueger=Lexikon, mehrere
Pharmazeutiſche Werke, 1 gut erhaltenes
Gobelinſofa mit 6 Seſſelchen, 1 Diwan
mit Decke, 1 großer Tiſch für Schneider,
1 Badewanne mit Ofen, wegen Platzmangel
zu verkaufen
(B21907
Klappacherſtraße 40, Werkſtatt.
Ankauf
von nur beſſeren getragenen Herren= u.
Damenkleidern u. dergl. bei reeller
Be=
zahlung. Jetzt Donnerstag hier.
Schriftliche Offerten unter H 100 an
die Expedition ds. Bl.
(21887fsi
Wegen Platzmangel
billig zu verkaufen: (*27730fs
1 pol. Vertiko, 1 Küchenſchr., 1 Kinderbettſt.
m. Matr. u. Strohſ., 1 Tiſch m. drehb. Platte
z. Auseinanderklappen, 1 kl. rundes Tiſchch.,
1 Tiſch, geeignet f. Veranda oder Gartenh.,
1 vierarm. Petroleumlüſter, 1 Schaukelpferd,
1 Badewanne Lauteſchlägerſtraße 23, part.
Karten od. paſſ. Stück Feld zu pachten geſ.
Offert. unt. J 50 an die Exp. (*27756fs
Sehr gute geſpielte
2 Geige
(Ses
mit Kaſten und Bogen für 30 Mark zu
verlaufen. Näheres Expedition. (21725dfso
Zu verkaufen
zerlegbarer Kleiderſchrank
(B21823
Martinſtraße 14, parterre.
Eine Partie
Hirſchgeweihe, Rehſtangen
auf Schilder und Feuerſteingewehre,
darunter gute Sachen, ſehr preiswert zu
verkaufen.
Näh. Expedition. (21937t
Wer zahlt den höchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe, Stiefel,
Uniformen, Möbel, Bettwerk ꝛc.?
905a)
C. Strudel. Langegaſſe.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 21.
Hammelleisch
prima, per Pfund 60 Pfg. (Kochfleiſch)
per Pfund
prima Braten
70 Pfennig
Spezialität geh. Kalbskoteletts
à Stück 20 Pfg. bei
(21127a
Louis Hein
Hofmetzger
Schuſtergaſſe 19
Telephon 278.
rima
Hammeileisch
Pfund 60 Pfennig (21211a
Gg. Appfel, Erste Darmstädter
Hammel-Saison-Schlachterei,
Ecke Ober- u. Schlossgasse. Telephon 929.
Jakobi’sche
Lebkuchen
empfiehlt
Heinrich Koch
(C19575,13
Bäckermeister
Hochſtraße 14.
Dachpappe
ſchwerſte Qualität, ſowie Iſolierplatten,
billigſt bei
(21468a
Mayer &sender, Waldſtr. 35.
Heyi&John, Manufakturwaren. (273a
Achtung. Woh.
zu Jakob Friedel, Schloßgaſſe 29.
mit beſſ. getrag. Herren=, Damenkleidern,
weil er die höchſt. Preiſe zahlt für Schuhe,
Stiefel, Wäſche, alte Federbetten,
Zahn=
gebiſſe ꝛc. Gebrauche viele beſſere getragene
Kleider wegen großem Maſſen=Verſand nach
Rußland. Bitte ſich nur an mich zu wend. (21906a
Wir zahlen
die höchſten Preiſe
für altes Eiſen u. Metalle,
Papier=
abfälle, Geſchäftsbücher und Akten,
unter Garantie des Einſtampfens.
Alle Aufträge werden nur im Hauſe
abgeholt und finden prompteſte Erledigung.
M. Löb & Co.,
Liebigſtr. 30. (19883a) Teleph. 479.
aszuglampen mit Sparbrenner
u. Perlreifen 15 Mk., Hängelicht=
Zimmerlampen mit Perlreifen 13 Mk.,
beſſere Gaszuglampen für hängendes
Licht zu billigen Preiſen. Glühkörper von
35 Pfg. an, Gaszylinder 15 Pfg.
Christian Landzettel, Kaupstr. 7, 1. St.
— Kein Laden. (21004a
Nummer 266.
Zum Abonnement empfohlet
Eus Bauhftar Alle.
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
46. Jahrgang
erſcheinende illuſtrierte Familienzeitſchrift!
Beſondere Vorzüge:
Große Reichhaltigkeit, ſorgfältig gewählter intereſſanter Inhalt
viele prachtvolle Illustrationen —
außerordentliche Billigkeit.
Jährlich 28 Hefte.
Preis für das Heft nur 30 Pfennig.
Das über die ganze Welt verbreitete Buch für Alle” iſt, getreu ſeinem Namen
und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern u. Künſtlern, jederzeit beſtrebt, ein
echtes deutsches Familienbuch
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden gern
inter=
eſſanter Lektüre widmet und Freude hat an echt künſtleriſchen Illuſtrationen.
Beſtellungen nehmen Buch= und
Kolportage=
handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
(C19943,51
Apeditton Monnard, Teldbergstrass.
und Abholung von
Au
Gütern und Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung.
Telephon 556. (913a
Die Hufer Schreibmaschie
ist von allen erstklassigen
Maschinen die beste und
billigste im Gebrauch
Preis Mk. 350.-
Fast keine Reparaturen.
Miller & Ober,
Inh.: A. Ober, Hoflieferant,
Karlstrasse 30.
Telephon 651.
(20472a
6—7 Zir. gebroch. Aepfel
feines Taſel-Obst, zu verkaufen
21881a)
Landwehrſtraße 19.
Deutſcher Schäferhund (Rüde)
5 Monate alt (Stammbaum) zu verkaufen
20861a)
Eliſabethenſtraße 49, part.
SchUffs
ECrESOdENEREASNEER-
seit 20 Jahren ein
sehr bewährtes Mittel.
(20045E
Besichtigung
ohne
Kaufzwang.
AehGareh
Kanin
Pelz-Kragen 8.95, 7.35, 6.00, 4.75, 2.65, 200
Seal-Kanin, 24.60, 23.50,
Pelz-Kragen 18.00, 13.45, 12.45, 11.15, O—
Nerz-Murmel, 27.85, 19.40, 480
Pelz-Kragen 18.20, 12.45, 11.15, 6.10, 4—
Zobel-Murmel, 42.45, 30.90,
Pelz-Kragen
27.75, 23.40, 23.90, 1820
Pelz-Kragen Matria . . 20.75, 17.20, 1345
Skunks, Opossum, Wallaby,
Pelz-Kragen Aue, 2a45, 325, 25.0, 2035, 17₰
Pelz-Kragen Marder, Opossum
3880
Pelz-Kragen-Amerikan. Opossum . . 1945
Pelz-Kragen whitecoat . . . . . . 1745
Tibet, weiss
Pelz-Kragen 14.10, 12.75, 10.45, 6.60, 3.95, 280
Mitglied des
Rabatt-
Sparvereins
GebrüderC.
Ausserordent
lich billige
Preise.
Ludwig
21971
veiss, schwarz
Kinder-Pelzkragen u. farbig ron 75 an
n Kinder-Pelz-Kragen und
Garnituren. Maft
ron 95 an
Knaben-
Garnituren: Pelz- Kragen 155
Mütze
210
Knat
Garnituren: Pelz-Kragen 2— Mütze
925
Muffs Kania
von Zan
60
Muffs Seal.
ſon Gan
Muffs Nutria
an
Muffs Herz
vol
20
Muffis ribet, weis .
Muffs ribet, schwarz
Weitgehendste Coulanz
Noch nie dagewesene
Vorteile
bietet das am hiesigen Platze seit
mehr als 15 Jahren bestehende
Bleichstraße 30.
GerrfeveesCsTfff!!
Ueberraschend große Auswahl in
Herren-Konfektion
Damen-Konfektion
Kinder-Konfektion
Manufaktur
u. Pelzwaren
Moebel, Betten und
Polsterwaren
Komplette
Wohnungs-Einrichtungen.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Moderne Schatzhüter.
— In den lang verklungenen Zeiten, da die
Hel=
den mit Schwert und Schild noch auszogen, kühne
Abenteuer zu beſtehen, da waren es Drachen und
phan=
taſtiſche Fabeltiere, ungeſchlachte Rieſen oder tückiſche,
zaubergewaltige Zwerge, die Gold und Schätze vor
Eindringlingen beſchützten. Den modernen Einbrecher,
der mit allen Mitteln fortgeſchrittener Technik ſeine
Raubzüge um das Gold beginnt, würden ſolche
Wäch=
ter kaum noch ſchrecken; heute hüten Stahl, Stein und
Elektrizität das gleißende Metall, an dem alles hängt,
und die großen Banken türmen in ihren
Kellergewöl=
ben wahre Feſtungsbauten auf, um ihre Schätze zu
ſichern und zu beſchützen. Ganze Vermögen werden
geopfert, um dieſe Forts des Goldes zu errichten. Der
Ingenieur, der Techniker und der Chemiker bieten
ihren ganzen Scharfſinn auf, und Hunderte von
Hän=
den müſſen Wochen und Monate lang am Werke ſein,
ehe eine ſolche moderne Hochburg des Goldes daſteht,
dem Feinde zum Trutz.
Einer der gewaltigſten Treſors iſt wohl die
Gold=
kammer im Hauptſchatzamte zu Waſhington, von deren
Entſtehen A. Oskar Klaußmann in Ueber Land und
Meer eine feſſelnde Schilderung gibt. Zunächſt gilt es,
das Fundament gegen die Angriffe moderner
Einbre=
cher zu ſichern, die mehr als einmal in jahrelanger
Ar=
beit ganze unterirdiſche Gänge gebaut haben, um zu
den großen Treſors zu kommen und ſie von unten mit
Dynamit oder Nytroglyzerin zu ſprengen. Auf
maſ=
ſiven Felſen trotzt in Waſhington die Feſtung, die
Mil=
liarden umſchließt. Viele Meter tief muß der Spaten
den Boden aushöhlen; mannshohe Betonſchichten
wer=
den eingebaut, rieſige Eiſenträger dazwiſchen gelegt,
dann wieder Betonſchichten, mächtige Blöcke von Granit
und Marmor, deren Fugen ſorgſam mit Zement
aus=
gefüllt werden. Aber auch dies genügt noch nicht, wie=
der kommt eine Schicht gewaltiger Eiſenkonſtruktionen,
dann eine Decke von maſſiven Steinen; nun endlich
iſt die Sicherung „nach unten” ausreichend, und man
kann an die Errichtung des eigentlichen Treſors
den=
ken. Die vier Wände, die den Schatzraum umſchließen,
ſind gewaltige Feſtungswälle von mehr als 3½ Meter
Dicke. Außen liegt eine dicke Panzerplatte, dann
fol=
gen mächtige Steinblöcke, die ſorgſam vermauert
wer=
den, an dies Granitmaſſiv ſchließt ſich ein zweiter
Stahlpanzer, und dann folgt ein Hohlraum. Doch dies
iſt erſt die Hälfte der Mauer, wieder türmen ſich
Stahl=
platten, ſchwere Granitblöcke werden geſchichtet, und
eine beſonders ſtarke Stahlpanzerung beſchließt dann
die Mauer. Der Hohlraum in der Mitte dieſes Walles
aber wird mit kunſtvoll abgedrehten Stahlkugeln
ge=
füllt, die frei beweglich bleiben. Dem Werkzeug des
Einbrechers bieten ſie dadurch keinen Widerſtandspunkt,
ſie drehen ſich, und jeder Angriff prallt von ihnen ab.
Die Deckenwölbung des Treſors beſteht wieder aus
zyklopiſchen Stahlpfeilern, die nicht nur der Kunſt des
Einbrechers trotzen, ſondern auch bei dem Einſturz des
ganzen Gebäudes nicht erſchüttert werden und die
größ=
ten Laſten tragen können. Doch mit dieſen
Verteidig=
ungsmitteln der Technik läßt man es nicht genügen,
Tag und Nacht patrouillieren Wächter und Beamte
durch einen Gang, der die Schatzkammer umſchließt.
Da der moderne „Treſorknacker” vorzügsweiſe mit
flüſſigen Exploſivmitteln arbeitet, kommt alles darauf
an, die geringſten Oeffnungen zu vermeiden, durch die
die flüſſigen Sprengmittel eingegoſſen werden
könn=
ten. Darum befindet ſich im Schatzraum auch kein
elektriſches Licht, weil die Drahtleitungen kleine
Oeff=
nungen bedingung würden, durch die Nitroglyzerin
zuge=
führt werden könnte. Nur Oellampen erhellen den
Raum. In den meiſten Fällen würde der Einbrecher
ſeine Arbeit auf die Tür konzentrieren, und daher iſt
die Herſtellung eines Treſortores eine Hauptaufgabe
der Techniker. Die Schatzkammer in Waſhington hat
nur einen Eingang, aber der iſt durch fünf Türen
ge=
ſchützt. Die erſte von ihnen wiegt allein 120 Zentner.
Durch ein ſinnreiches Uhrenſyſtem, das auch in der
deutſchen Geldſchrankinduſtrie ſeine Rolle ſpielt,
ſchließt ſich das Schlüſſelloch zu einer beſtimmten Zeit
automatiſch. Drei elektriſche Uhren regulieren dieſe
Arbeit, drei, weil immer die Gefahr bleibt, daß
ein=
mal eine der Uhren verſagt, und dann wäre der Zutritt
zu dem Treſor rettungslos verſchloſſen. Die drei
Uhren werden auf eine beſtimmte Zeit eingeſtellt, in
der Regel auf die Vormittagsſtunde, in der die Bank
geöffnet wird, und iſt der Schlüſſel einmal abgezogen,
ſo kann er vor der beſtimmten Stunde nicht mehr
ein=
gefügt werden, auch nicht von dem Beſitzer des
Schlüſſels. Ein kompliziertes Syſtem von Alarmglocken
würde zudem jede Berührung des Riegels durch laute
Signale bei allen Polizeiſtationen Waſhingtons und in
allen Räumen des Schatzamtes geräuſchvoll
ankün=
digen.
Bei vielen großen enropäiſchen und amerikaniſchen
Banken iſt man noch weiter gegangen, hat die
Treſor=
türen mit giftigen Gaſen gefüllt, die bei jedem
Spreng=
verſuch ausſtrömen und den Einbrecher betäuben, ja in
einem großen amerikaniſchen Treſor beſteht eine
Vor=
richtung, durch die der Gang um die Schatzkammer ſich
automatiſch mit Waſſer füllt, ſo daß ein nächtlicher
Ein=
dringling einfach ertränkt wird. Und eine deutſche
Geldſchrankfabrik hat Treſortüren könſtruiert, bei
denen jeder Unbefugte automatiſch durch ein Fangnetz
feſtgehalten wird, dem er ſich nicht mehr entwinden
kann.
Unentgeltliche ärztliche Beratungsſtelle
für Säuglingspflege, Heinheimerſtraße 21.
Sprechſtunden: Montags und Donnerstags 10—11 Uhr,
Dienstags und Freitags 4½—5½ Uhr.
R) schädlichen
Bestandtellen
Garantlert
frei von
das beste Waschmittel
½ 2 Paket 15 Pfg.
Moderne
ohne Löthfug e
nallen Grössen u. Preislagen
Uhren und
K. Sager, Goldwaren
Rheinstr. 33 — Telefon 675.
mit gutem Ton, für
Ein Tafelklavier, Wirtſch. ſehrgeeignet,
ſowie 1 Krautſtänder billig zu verkaufen
Lichtenbergſtraße 20.
*27585ms)
(21968
So musste es kommen!
Warum pflegen Sie nicht Ihre Hähne!
Sie werden nie ſchlechte Hähne haben,
wenn Sie die Fäulnis erregenden
Bak=
terien, ſowie die Speiſereſte und
Her=
ſetzungsprodukte, durch die Ihre Hähne
zer=
ſtört und kariös werden, durch Sauerſtoff
beſeitigen. Sauerſtoff iſt ein abſolut
un=
ſchädliches, dagegen unerreicht wirkſames
Desinfektionsmittel, wenn es in der
rich=
tigen Form gebraucht wird. Es iſt
tat=
ſächlich wirkſam enthalten einzig in Prof.
Dr. med. Jul. Witzels Kosmodont=
Hahn=
creme (60 Pf.) u. Kosmodont=Mundwaſſer
(1,50 M.). Da durch Gebrauch dieſer Mittel
außerdem ſchlechter Geruch des Mundes
beſeitigt wird, Hahnſtein verſchwindet,
und die Hähne blendend weiß werden,
können ſie als die beſten Hahnpflege=
Mittel gelten. Außerordentlich angenehm
im Gebrauch und ſehr erfriſchend. Ueberall
zu haben. Achten Sie auf die
Bezeich=
nung Bosmodant. Kolberger Anſtalten
für Exterikultur, Oſtſeebad Kolberg.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 23,
Empfehle von jetzt ab stets frisch
in bekannt vorzüglicher Qualität:
Selbstgebackene
Honigkuchen
Zitronatkuchen
Basler Lebkuchen
Chocolade-Lebkuchen
Anisgebackenes
Buttergebackenes
Pfeffernüsse
Brenden
Div. Marzipan
Kartöffelchen
(21984si
sowie alle anderen
Konditorei-
waren in bester Ausführung bei
billigsten Preisen
::
:;
Otto Schür
Konditorei und Café
4 Schulstrasse 4.
Tafel-Aepfel
Goldparmänen, Grau=Reinetten,
Bau=
manns=Reinetten und andere Sorten
10 Pfund 90 Pfg. (21846a
Koch-Aepfel
10 Pfund 70 Pfg. empfiehlt frei Haus
Wilh. Hofmann,
Karlſtraße, Ecke Kiesſtraße.
Empfehle I. Qualität
Hammelfleiſch
(20084a
zu 70 Pfg.
Keule mit Beilage
70 Pfg.
90
Hammelbraten ohne Knochen .
60
Hammelbraten gerollt .
60
Hammelragout
Kalb- und Hammelmetzgerei
Ge Egner, Inh. Falter,
Kirchstrasse.
Auf Abzahlung
an jedermann verſende eleg Herren=Maß=
Anzüge u. Palet. von 20 Mark an. Muſter
und Maßanleitg. a. Wunſch.
(21098ss
J. Willamowski, Thorn-Altst.
Schheidertiſch mit Böcken billig zu verk.
*27749fs) Kaſinoſtraße 16, Manſ.
Französisches Billard
ſehr gut erhalten, mit ſämtlichem Zubehör
billig wegen Platzmangel zu verkaufen.
Restauration Rehberger,
(17932a
Kiesſtraße 69.
Bitte mein Schaufenster zu beachten!
Ausstellung u. Verkauf echter Schildpattwaren jeglicber Art
passend als Geschenke zum bevorstehenden Weihnachtsfeste
zu bekannt billigen Preisen.
Erzeugnisse der Schildpattwarenfabrik von G. F. Heim Söhne in Ober-Ramstadt bei Darmstadt.
Keine Rabattmarken, 5 pCt. Barabzug, mit Ausnahme der Netto-Artikel.
(21637a
S
Parfür
Wilhelminenstrasse 33
erie Carl Bley
DARMSTADT Wilhelminenstrasse 33
Scbrinn Muhrkallen 38
Fettschrot 50% Stücke, per Ctr. M. 1.15
Nusskohlen, rußfrei
Union Briketts ſowie alle and. Sorten
Kohlen u. Holz billigſt Man verlange
erſt Probezentner. Gegen Kaſſa. (B15926
Karlstrasse 54.
Gg. Schött, geleſon 1503.
Steppdecken werden angefertigt
Daſelbſt wird auch Wolle geſchlumpt.
Schützenſtr. 9.
Babette Amendt
(18935a
jetzt
(19430a
Gartenstr. 12, I.
Reell und billigste Preise.
Empfehle mich im Lieſern von (207a
E
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle Bedienunz
Peter Karn,
Friedhof=Allee.
Telephon 1396.
Wohnung: Friedrichſtraße 11.
und andere erstklassige, deutsche
Nähmaschinen
in grösster Auswahl.
(21965a
* Neueste Systeme in hochmodernen Ausstattungen.
— 5jährige Garantie —.
Generalvertreter der Opel-Nähmaschinen, Fahrräder und Motorwagen.
Haas & Bernhard, Rheinstrasse 19.
In Ihrem eigenen Interesse
wollen Sie die jetzige Ausstellung in meinen
sieben Schaufenstern besichtigen; Sie werden
staunen über das was ich Ihnen biete.
Darmstädter Möbel-Einrichtungshaus
Ludwig Stritzinger
Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattung
Heinrichstrasse 67 DARMSTADT Ecke der Martinstr.
(21878a
MMEN
ONFECTIO
A. Stern-Lang
Hochaparteste
bis einfachste
Ausführungen!
- Billigste Berechnung!
26 Saalbaustrasse 26, I.
H
GEBRÜDER ROEDER-DARMSTADT
Silberne Staatsmedaille
35 erste Preise
Patent-Sichert-Feuerung
Rauchfrei
Russfrei
geeignet für jeden Kochherd für Haushaltungen und Grossküchen, für
Kochkessel und Backöfen. — Wissenschaftliche Gutachten und vorzügliche
Referenzen aus der Praxis.
— Man verlange Broschüre Nr. 63. —
(15437a
Schluss dieser Ausstellung am Freitag, 25. cr.
Albert Vogt
Möbelſpedition
Gutenbergſtr. 1, Ecke Heinheimerſtraße.
Fünktliche und gewissenhafte Bedienung.
Nur erſtklaſſige neue Patent=
Möbel=
wagen
(14254a
Konkurrenzlos billige Preiſe.
Fleisch u. veget. Kost zu
85,70 u. 60 Pf. im Abonn.
bendtisch
rleisch und veget. Kos:
zu 65 u. 50 Pf. im Abonn.
Aueschant des berin nter
Wormser Weinmost2!
Kein Trinkzwang.
REFORM-RESTAURANT
THALVSIA
ee
Wir sortierten aus unserem Lager
einen großen Posten
aus und stellen diese zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen zum Verkauf
Serie I
jedes Stück
25.-
Serie II
jedes Stück
35.-
Serie III
jedes Stück
45.-
Serie IV
jedes Stück
55.-
Serie V
jedes Stück
65.-
Serie VI
jedes Stück
75.-
Serie VII
jedes Stück
85.-
darunter Stücke darunter Stücke darunter Stücke darunter Stücke darunter Stücke darunter Stücke darunter Stück
bis zu 48.−
bis zu 58.−
bis zu 115.−
bis zu 190.− bis zu 129.— bis zu 118.− bis zu 185.−
Aenderungen dieser Kostüme werden zum Selbstkostenpreis berechnet.
Ecke Elisabethen- und Wilhelminenstraße.
(22011
[ ← ][ ][ → ]zum Darmſtädter Tagblatt.
N§ 266.
Samstag, 12. November.
1910.
öbnung.
nzeiger.
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten.
Für denſelben beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen.
Später uns zugehende Inſerate können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
3
Herrſchafts=Wohnungen:
Wilhelmſtraße 16
ſind 3 Wohnungen mit je
8 Zimmer auf der Etage und
1 Fremdenzimmer i. d. Manſarde,
Gas, elektr. Licht, Zentralheizung,
Entſtaubungsanlage, groß.
Garten=
anteil, ſowie reichlichem Zubehör,
per 1. April, ev. ſchon 1. Jan.
1911 zu vermieten. Stallung
für 2X3 Pferde. Näheres durch
Herrn Arch. Klee,
Heinrich=
ſtraße 82, od. d. Exped. (20025ms
Behrenshaus
Mathildenhöhe, Alexandraweg 17, mit
ſchönem Garten, ſofort zu günſtigem Preis
zu vermieten. Beſichtigung unter Führung
des Verwalters des Ernſt=Ludwig=Hauſes,
Alexandraweg 26.
(3862ms
Auskunft erteilt Kabinetts=Direktion
(Altes Palais).
Grüner Wec
(Tintenviertel)
Nen erbautes Einfamilienhaus
10 Zimmer mit reichlichem Zubehör,
großem Garten, der Reuzeit entſprech.
eingerichtet, per ſofort beziehbar,
zu verkaufen, ev. zu vermieten. Näh.
Ohlyſtraße 69, part. (B2935ms
Das Haus
Ecke Wilhelminenſtraße und Heinrichſtr.
iſt per ſofort volſtändig neu hergerichtet,
mit Zentralheizung verſehen, zu vermieten.
Das Haus enthält 14 ſchöne Wohnräume
nebſt allem Zubehör und Garten. Näheres
nur durch die Firma Joſeph Trier,
Darmſtadt, Wilhelminenſtr. 25. (9462os
Waldstrasse 49 Haus zum
neu hergerichtet,
Alleinbewohnen 10 Zimmer,
Zu=
behör, Stallung für 3 Pferde, Remiſe und
Zentralwaſſerheizung per ſofort zu
ver=
mieten. Auskunft erteilt Goebel,
Martins=
pfad 72, Telephon 386.
(B10756s
Steinackerſtraße 1
9 große Zimmer im 2. u. 3. Stock, zuſammen
neuzeitlich ausgeſtattet.
(B13970s
626)
Neckarſtraße 22, I.
8—9=Zimmerwohnung, neu hergerichtet,
Gas, Bad, elektr. L., 2 Kloſetts, event. 3—4
Fremdenzimm., alle Bequemlichkeiten,
Gar=
ten per ſofort oder ſpäter. Näheres Laden,
Seitenbau.
(16682s
a Rheinſtraße 29,
Herrſchaftswohnung r. Stage, beſtehend
aus zehn Zimmern, zwei Badezimmern
mit reichlichem Zubehör u. großer Veranda,
neu hergerichtet, ſofort beziehbar. Näheres
Rheinſtraße 25, Kontor A. (16862ms
Eichbergstrasse 28
iſt in dem Freiherrl. von Günderrode’ſchen
Herrſchaftshauſe die 1. Etage m. 7 Zimmern
u. Fremdenzimmer, ſowie reichlichem
Zu=
behör der Neuzeit entſprechend eingerichtet,
per ſofort od. ſpäter zu vermieten. Näh.
bei dem Bevollmächtigten G. Bernbeck,
Roßdörferſtraße 89, I.
(9274s
Karlſtraße 90
Erdgeſchoß, 7 Zimmer n Zubehör zu
ver=
mieten. Intereſſenten woll. ſ. z. Beſichtigung
d. Wohn. an Gärtner Seybold,
Heerd=
weg 26. vorm. zwiſch. 10—12, w. (18716ms
Ohlystrasse 71, II.
ſchöne 7=Zimmerwohnung mit
Fremden=
zimmer, Kammern u. a. Z. auf 1. Juli 1911
zu vermieten. Einzuſehen zwiſchen 10 und
4 Uhr. Näh. Heidenreichſtr. 37, III. (19292ms
Rheinstrasse 12
hochfeine Wohnung 7 Zimmer, Zentralheiz.
und allem Zubehör per ſofort zu v. Näh.
daſelbſt bei M. Nösinger. (6598ms
ſchöne Wohnung
Rheinstr. 29, II., von 7 Zimmern,
Bad, großer Veranda und Zubehör, neu
hergerichtet, ſofort beziehbar. (16863ms
Näheres Rheinſtr. 25, Kontor A.
Herrschaftswohnung
Wilhelmstraße 6, part.
7 Zimmer mit Veranda und Vorgarten,
Küche im Souterrain, Dienerſchaftstreppe
und Zentralheizung (Etagenheizung). Die
durch Umbau vergrößerte, vollſtändig
neuhergerichtete Wohnung iſt ſofort, auf
Wunſch auch erſt Frühjahr 1911
bezieh=
bar. Näheres Möbelhandlung Trier=
Wilhelminenſtraße 25.
(B18721s
Friedrichstr. 12, part.
vollſtändig neuhergerichtete Sechs=
Zimmerwohnung mit reichlichem
Zu=
behör per ſof. Näh. 1. St. (13209ms
Mieder-Hanslädterstr. 51
ſchöne 6=Zimmerwohnung mit allem
Zube=
hör per ſofort. Näh. 1. St. (12517ms
12350ms) Bismarckſtraße 42, parterre,
6=Zimmerwohnung per ſofort zu verm.
ee e e ee
Beckſtraße (Neubau) ſind ſein
ausge=
ſtattete herrſchaftl. 6=Zimmerwohnungen
mit groß. Diele und reichlichem
Zube=
hör per ſofort zu vermieten Näheres
Kiesſtraße 81, part. oder Baubureau,
Nieder=Ramſtädterſtraße 65.
(ce
Martinstrasse 72
iſt eine elegante Wohnung, enthaltend ſechs
Zimmer, Küche, Bad, Veranda, Gas und
elektriſches Licht, Fremdenzimmer,
Mädchen=
zimmer, Mitbenutzung der Waſchküche,
Bügelzimmer, Bleichplatz und Trockenboden,
per ſofort zu vermieten. Näheres
Martinſtr. 74 bei C. W. Braun. (B12908ms
12987s) Schloßaartenſtraße 73 (am
Herrngarten) im 1. Stock ſchöne 6—7 Zimm.=
Wohnung mit Bad und Veranda nebſt
allem Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näh. Frankfurterſtraße 11, 3. Stock.
Roquetteweg 4, part.,
große 6=Zimmerwohnung, neuzeitlich
ein=
gerichtet, wegen Wegzug des derzeitigen
Mieters per alsbald zu vermieten. Näh.
Roquetteweg 2, part.
(B16491ms
Heinrichſtraße 143, I.
6=Zimmerwohnung, dazu
Fremdenzim=
mer, Badezimmer, Veranda uſw. per
ſofort. Beſ. von 9—6 Uhr. (14527ms
Heidelbergerstrasse 130
1. Stock, 6 Zimmer u. vollſt. eingerichtetes
Badezimmer nebſt reichlichem neuzeitlichem
Zubehör ſofort zu vermieten. Näh.
Moos=
bergſtraße 94, part.
(B18034ms
Beckstrasse 64,
elegante 6=Zimmerwohnung, 3. St., Balkon,
Loggia, Bad, 2 Manſardenzim., Vor= und
Hausgarten, Bleichplatz, per 1. Januar
zu vermieten.
(19524ms
21774ms) Seitersweg 14, II., Höhenlage,
Herrſchaftsw. mit 6 gr. Zimmern, III. 2 gr.
Fremdenz. u. Kammer. Näheres Ecke Beck=
und Dreibrunnenſtr. 1, 1. Stock.
Nächſt dem Südbahnhof,
Beſſungerſtraße
hübſche 5=Zimmer=Wohnung, 1. St.,
mit ſämtlichem Zubehör, wie Bad,
Veranda, Gartenanteil,
Manſarden=
zimmer per ſofort zu verm.
Näh. Beſſungerſtr. 2, Laden. (B1485s
Hügelſtraße 30
1. Stock, 5 große Zimmer nebſt
Fremden=
zimmer, Bad, Veranda und allem Zubehör
zu vermieten. Näh. daſelbſt 2. Stock. (11222ms
Steinackerſtraße 1
5 Zimmer im 2. Stock mit Bad, Gas und
elektr. Licht per ſofort. Zu erfragen
daſelbſt Seitenb. Kontor.
(B11413ms
Alicestrasse 3, 2. Stock,
5 Zimmer mit Speiſekammer und 2 Keller
wegzugshalber abzugeben. Näh. Mathilden=
(12005s
platz 9, 1. Stock.
Mathildenstrasse 47
2. Etage, elegante 5=Zimmerwohnung mit
kompl. Bad, Veranda, Fremdenzim. u. reichl.
Zubehör, per ſofort zu verm. Einzuſehen
von 10—12 und von 4—6 Uhr. (13016ms
3 Moſerſtraße 3
1. Stock, elegante 5=Zimmerwohnung
neu=
zeitlich, Balkon, Gas, elektr. Licht, Badez.,
per ſofort anderw. zu verm. Näh. parterre
und Kirchſtr. 21, im Laden.
Rioßbnferſtraße 836, partert,
5=Zimmerwohnung mit Bad u. 2 Verand.
u. ſonſt. Zubehör zu vermieten. Näheres
Heidenreichſtraße 29 und 31.
(13287s
Saalbaustrasse 40, 2. St.
5=Zimmerwohnung mit Bad, Gas u. elektr.
zu vermieten.
(13652ms
Näheres daſelbſt im Bürſtenladen.
Farenstr. 1, Belslage,
5=Zimmerwohnung mit allem Zubehör per
ſofort zu vermieten. Zu erfragen bei
Bodenheimer, Rheinſtr. 26, Bur. (13285t
15472ms) Pallaswieſenſtraße 39, I., 13574ms) Moosbergſtr. 26, ſchöne4=Zim. 5=Zimmerwohnung mit Küche nebſt
Zubehör. Näheres daſelbſt im Hinterhaus
2. Stock, oder Rheinſtr. 25, Kontor A.
15888s) Blumenthalſtraße 41 iſt die
Parterrewohnung, vollſtändig neu
herge=
richtet, 5 Zimmer nebſt allem Zubehör
ſofort zu verm. Preis 550 Mk.
19349ms) Schloßgartenſtr. 11, 1. und
2. Stock, 5=Zimmerwohnung zu verm.
19348ms) Dieburgerſtraße 72, 2. Stock,
5=Zimmerwohnung zu vermieten.
Bessungerstr. 94, I. St.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung per ſofort zuſ Klrchkruße 1
vermieten. Näheres daſelbſt II. Stock und
Viktoriaſtraße 30, II. St.
Mathidenſtr. 36, Hochpartere
freundl. 5=Zimmerwohng. m. Badezimmer,
Gas, Balk. u. Zubeh., auf Wunſch Fremdenz.1. Stock 4=Zimmerwohnung neu hergerichtet,
Anmastrasse 59, 2. Stock
wegen Wegzug 5=Zimmerwohnung, freie,
u. allem Zubehör per ſofort (13757ms
Finſtlanerwohnmng
1. Stoc, evenl. mit Beigabe von
großem Manſardenzimmer,
Guten=
bergſtr. 12 mit allem Zubehör per
ſofort zu vermieten.
(14110ms
Näheres daſelbſt II. Stock.
19350ms) Heidelbergerſtr. 46, 2. Stock,
5=Zimmerwohnung zu verm.
Rossdörferstrasse 16
5 Zimmer, neu herger., mit all. Bequeml.,
(19025ms
ſofort beziehbar.
Rundeturmstrasse 14
Vorderh. II., geräum. 5=Zimmerwohnung m.
reichl. Zubeh. ſofort od. ſpäter. Preis 550 Mk.
Nöh. Rurd=turmſtr. 12 Kontor. (B18698ms
3 Maserstrasse 3
eleg. 5=Zimmerwohnung mit reichl.
Zu=
behör, vollſtändig neuzeitl., auf Wunſch
Gartenanteil, ſof. zu verm. Näh. part.
u. Kirchſtr. 21, im Laden. (19582ms
Heerdweg 93
5=Zimmerwohnung mit Badezimmer,
ge=
ſchloſſener Veranda, 2 Balkons, elektr. Licht
und Gas, alsbald zu vermieten. Näheres
1. Stock.
(B21367ms
Ecke Moser-u. Mathildenstr. 11,
part., große, eleg. 5=Zimm.=Wohnung
mit reichlichem Zubehör p. 1. April 1911.
Mietpreis 1100 Mk. Anzuſehen von
11—1 Uhr.
(20754ms
Malh) Ballnwpiat 10, part. 3
Zimmr=
wohnung zu vermieten.
Hochstrasse 58
Ecke Mathildenſtraße, iſt der 1. Stock,
beſtehend aus 5 Zimmer, 1 Fremdenz.
nebſt all. Zubeh. inkl. Zentralheizung,
ſowie die Manſardenwohng., beſtehend
aus 4 Zimmer nebſt Zubehör mit
Zentralheizung per 1. Januar 1911,
zuſammen oder getrennt, zu vermiet.
Näh. Karlſtr. 61, Baubüro. (B2054ms
heidelbergerstrasse 13
vom 1. April 1911 ab 5=Zimmerwohnung,
parterre, mit allem Zubehör und geräum.
Vorgarten zu vermieten.
(B21956s
20756ms) Heidelbergerſtraße 127, I.,
5 Zimmer.
(13015ms 986s) Kahlertſtraße 30, 2. Stock,
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör per
ſofort zu vermieten. Näheres parterre.
Luisenstrasse 34, Hinierh.
4=Zimmerw. mit großer zement. heller
Werk=
ſtatt. Zu erfr. Luiſenſtraße 36. (4421ms
Eckhardtſtraße 21, I.,
Licht, Balkon und Veranda, per ſofortl 4—5=Zimmerwohnung ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(4560ms
Neis krenetrasne 70
bei der Mollerſtraße, 4=Zimmerwohnung im
1. Stock mit Bad, 2 Manſardenz. u.
Garten=
anteil in ruhigem Hauſe per ſofort z. vm.
Näh. Rheinſtraße 28, 1. St. (7039ms
Wohng. od. 3=Zimwhng., neuherg., p. ſof. od. ſp.
Elisabethenstrasse 1
am Ludwigsplatz im Hofbau, eine 4=
Zim=
merwohnung mit Zubehör im 1. Stock,
ev. m. Werkſtätte, ſofort beziehbar. (9062ms
Eckhardtstrasse 17, 1. St.
4 Zimmer, Bad, Veranda und Zubehör p.
ſofort zu verm. Näh. daſ. part. (11476ms
13346ms) Karlſtraße 27 eine 4=
Zimmer=
wohnung zu vermieten.
(12779ms ſchöne 4=Zimmerwohnung, neuhergerichtet,
3. St., Vdh., billig. Näh. Laden. (10196ms
Schwanenstrasse 41,
im 2. St., p. ſofort. Näh. daſ. 1. St. (B1327ms mit allem Zubehör, 450 Mark, ſofort
zu vermieten. Näheres part. (11839s
etete encheinelange 1
geſunde, ruhige Lage, Gas, elektr. Licht, Bad! 2. Stock, ſchöne 4=Zimmerwohnung zu ver=
(12351s
mieten. Näh. 1. Stock.
neuzeitl.
Schöne 4=Zimmerwohnung, Manſ.
Gas, Badezim., Speiſekam. u. all. Zubeh. Pr.
350 M., p. ſofort. Zu erfr. N.=Ramſtäderſtr. 54,
Stb., 1 Treppe, wenn möglich vorm. (12627ms
B1324ims) Karlſtr. 73 ſch. 4=
Zimmer=
wohnung, ſehr ſchön hergerichtet, Badezim.,
Veranda und Zubehör per ſo fort zu vm.
Näheres part.
Lichtenbergstrasse 67, III. Stock
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem
Zube=
hör per ſofort zu vermieten. Preis
600 Mk. Näheres daſelbſt und Fr. Delp,
Frankfurterſtr. 80.
(13395s
große 4=Zimmer=
Artilleriestr. 4 wohn. an kleine
Familie zu vermieten.
(B20016ms
20279ms) Lichtenbersſtraße 26, part.
4 Zimmer ꝛe. Näheres Bleichſtraße 40.
13568ms) 4=Zimmerwohnung per ſofort.
Näheres Gutenbergſtraße 8, I.
B13649ms) Frankenſteinſtr. 59, 1. Stock,
ſchöne 4= Zimmerwohnung mit zwei
Bal=
konen zu vermieten.
Pallaswiesenstrasse 35
2. St., ſchöne 4=Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten.
(13321ms
Ludwigsplatz 3
4 Zimmer mit Zubehör, neuhergerichtet, per
ſofort zu verm.
(13616ms
4 Zimmer mit
Friedrichstr. 9, part. ſämtl. Zubeh.
Preis 450 Mk. jährlich.
(13583ms
19347ms) Alexanderſtraße 5, Seitenbau
2. Stock, 4=Zimmerwohnung zu verm.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266,
Wilkelminenstrasse 19, I. Darmsradfer Hauspesirzerverein Wühelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Kasinostrasse 22, II.,
ſchöne helle 8=Zimmerwohnung und allem
Zubehör, per ſofort. Näh. Part. daſ. (19006ms
Hügelstrasse 4, I. Etage,
7=Zimmerwohnung mit allem Zubehör,
neu herger., per Oktober. Näh. beim
Haus=
verwalter, Manſ.
(1105msr bacherstr. 59, hochpart.
—gegenüb. d. Künſtlerkolonie, 5 große Zimmw.,
ſgroßes Entreſol und allm Zubehör verſ=
Wilhelmstrasse 40 ſofort. Einzuſehen von 8 Uhr vorm. bis
(13627ms
nebenan bei M. Junghans. (20059ms 18254ms) Mühlſtraße 17½, 1. Stock,
Hlicestrasse 25, Loupre
1. oder 2. Etage, 6=Zimmerwohn., Bad,
Mogsbergſtraße 84, 3. Stock,
Küche, reichl. Zubehör u. Gartenbenutzung,
per ſofort. Näheres parterre. (2969msſſchöne 4=Zimmerwohnung zu verm. Preis
elegante Wohnung im Erdgeſchoß, 6 Zimm., 5 Uhr. Näh. Hinterh. part.
Vorplatz, Bad, Anrichte, i. Souterrain Küche,
Speiſekammer und ein Zimmer, mit reichl. Riedeselstrasse 53, part
Zubehör, großen Vorgarten, Zentralheizung, 5=Zimmerwohn., Badezimmer Veranda,
elektr. Licht, Gas, Aufzug, Warmwaſſerleit.,Gas, elektr. Licht, allem Zubehör,
Waſch=
v. m. Stall. Näh. Wilhelmſtraße 38. (2970msküche, Bleichplatz, Trockenboden. Näheres
Elisabethenstr. 52, part.
Wohnung, neu hergerichtet, beſtehend in
6 Zimmern, 1 Kabinett, ſofort oder ſpäter,
Küche, Gas u. reichliches Zubehör. (20060ms
Karlstrasse 75, I. St.
Wegen Verſetzung 5=Zimmerwoh. u. Zubeh.
Garten u. desgl. Manſardenwohn., 2 Zim., a.
getrennt, an ruhige Fam., per ſof. (19003ms
Ohlystrasse 38
ſchöne 5=Zimmerwohn. mit allem Zubehör
für 1. Januar oder früher.
(19271ms
20538ms) Kiesſtr. 65 ſchöne 5=
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör.
Grafenſtraße 23
1. Etage, neuzeitliche 5=Zimmerwohnung,
Balkon, elektr. Licht, Kochgas, Baderaum,
reichl. Zubehör, per ſofort.
(2958s
350 Mk. Näh. im 1. Stock. (13902ms
17327ms) Liebfrauenſtraße 84, 1. Stock,
ſchöne geräumige 4= Zinmerwohn. mit all.
Zubehör, 2 Kellerabteil., 1 Manſardenzim.,
Badevorrichtung per 1. Okt. Näheres part.
b. Decher, Preis 460 Mk.
Karlstrasse 117. 2. Stock,
große 4=Zimmerwohn Badezim, Balkon,
lneuzeitl. Preis 600 Mk. per ſofort. Näh.
Hermannſtraße 7, 1. Stock.
(20772ms
Bismarckstrasse 78
ſſchöne große Manſardenwohnung 4 Zimmer,
Gas per ſofort.
(19269msic
20539s) Kahlertſtraße 15
Vierzimmer=
wohnung per ſofort.
Mreiſertärt. 70 . I.
hübſche 3=Zimmerwohnung, Badez., Gas,
Trockenboden, Bleichplatz mit all. Zubehör,
ſan ruhige Leute per 1. Dez. Preis 420 Mk.
Näheres part.
(22021ms
13303ms) Ecke der Viktoriaſtr.,
Blumen=
thalſtraße 103, ſchöne 3=Zimmerwohnung
ſper ſofort zu vermieten.
Liebigstraße 44
ſchöne Drei=Zimmerwohnung, 2. Stock in
ruhigem Haufe.
(14319ms
18040ms) Soderſtraße 40, 2. St., Man=t
lſarde, 3=Zimmerwohn. und allem Zubehör,
22 Mk. per Monat, am 1. Oktober.
91
ſchöne 3 Zimmerwohnung m. allem Zubehör.
20063ms) Mathildenplatz 2 3=Zimmer=
Wohnung nebſt Werkſtätte, auch als
Lager=
raum oder Büro, per 1. Januar. Näheres
Mathildenplatz 2 im Laden.
17568ms) Schuknechtſtraße 58, 3. Stock,
3=Zimmerwohnung, Veranda, Gas u.
Zu=
behör. Näh. Schuknechtſtr. 60, 3. Stock.
20771ms) Grafenſtraße 31, Seitenbau=
2. Stock, 3= Zimmerwohnung.
2
14805ms) Große Bachgaſſe 6 iſt einei
kleine 2=Zimmerwohnung, Küche und
Zu=
behör zu verm. Näheres Schuſtergaſſe 19.
19270ms) Kiesſtraße 15 Zwei=Zimmer=
Wohnung und Zubehör per 1. November,4
per Monat 18 Mk.
19268ms) Zwei ſchöne, große, unmöblierteſc
Zimmer, ſehr ſonnige, ſchöne Ausſicht, ev.
lauch mit Küche. Näh. Martinſtr. 60, I.9—12 u. 2—6 Uhr.
20061ms) Schuknechtſtraße 59 Zwei=
Zimmerwohnung per ſofort. Näh. daſelbſt
oder Mathildenplatz 2.
21058ms) Beſſungerſtraße 41 freundl.
eleine 2= Zimmerwohn. f. ſofort.
20062ms) Karlſtraße 26, 1. St., 2=Zim.=
Wohnung, p. Monat 22 Mk. Näh. i. Laden.
21557ms) Grafenſtr. 31, Stb., 1 Zim.,
Küche Zubehör per Monat 15 Mk
19207ms) Schießthausſtraße 26 ein ſchön
möbl. Zimmer, ſep. Eingang, elektr. Licht
per ſofort.
mitang. 3 Zimmer=
Kleiner Laden wohnung mit
Zen=
ſtralheizung verſehen per 1. April. Zu
er=
fragen Wilhelminenſtraße 10 bei Jacob
Nohl.
(19004s
Eliſabethenſtraße 17 per
Laden ſofort.
(15932ms
20537ms) Beſſungerſtr. 41 Laden mit
2 Schaufenſtern ver ſofort oder ſpäter.
1725ms) Rheinſtraſe 6 Vureau und
Lagerräume. Näh. im Laden oder
Wil=
helminenſtraße 19, 1. Stock.
Hansahaus, Rheinstr. 47
an ruhige Mieter ſehr billig: (22020ms
Vorderhaus, part., 2 große Bureauräume
mit ſep. Eingang und Zubehör per 1. Jan.
loder ſpäter.
Vorderhaus, 3. St., ſchöne große 4=
Zim=
merwohnung mit Zubehör, desgleichen
Seitenbau abgeſchl. 2= und 3=
Zimmer=
wohnung mit Manſarde und Zubehör ſof.,
ſca. 50 am Manſardenräume als Lager oder
Werkſtatt ſofort. Näh. Vorderh. part. von
Von obigen Wohnungen iſt nähere Auskunft und der Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstrasse 19, 1. Stock, zu erfragen.
14315ms) Gutenbergſtraße 60, 3. Stock,
ſchöne 4=Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näheres durch Bauführer Albin Hohmann,
Rhönring 113.
Gartenstrasse 26, 2. St.,
hübſche 4=Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör zum Preiſe von Mk. 450 per ſofort
zu verm. Näh. daſelbſt od. auf dem Kontor
der Brauerei Rummel, Allee 25/27. (15289ms
Wienersstrasse 65, I. St.,
eine 4=Zimmerwohnung zu verm. (15135ods
Liebigstrasse 15
ſchöne 4=Zimmerwohnung per ſofort zu
verm. Preis 360 Mk. p. Jahr. Zu beſich.
tigen zwiſchen 12—2 Uhr. Näh. bei Herrn
Pabst, Liebigſtraße 15, II. (14272ms
15185ms) Roßdörferſtraße 3, 1. Stock,
4 Zimmer=Wohnung per ſofort. Zu
erfragen parterre.
Bäkin
15231ms Kaupſtraße 32 große
Vier=
zimmerwohnung mit Gas, Veranda und
allem Zubehör ſofort zu vermieten. Näh.
daſelbſt bei Frau Schad.
Kraudehsteinerstrase 6, I
4=Zimmerwohnung zu vermieten. Näheres
daſelbſt Seitenbau 1. Stock und
Pallas=
wieſenſtraße 26, Baubureau.
(14645ms
Neue Irenestrasse 71
neu hergerichtete 4=Zimmerwohnung im
1. u. 3. Stock, an nur ruh. Familie zu verm.
Näh. daſ. bei Schneicker, II. r. (17734ms
Karlſtraße 25
2. Stock, ſchöne 4=Zimmerwohnung
zu verm.
(B16546ms
e e ee ee
ſchöne geräumige 4= Zimmerwohnung per
ſofort zu verm. Näheres im 1. Stock.
Schwanenstr. 38, 1. St.
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Zubeh. u.
Gaseinrichtung p. ſofort z. v. (17155s
neenenenene Bier
Zimmerwohnung, nebenan Donnersberg=
Ring 34 eine große Drei= Zimmerwohnung
ſofort zu vermieten.
17749ms) Kranichſteinerſtraße 8½ eine
kleine 4=Zimmerwohnung mit Zub. zu vm.
Preis Mk. 26.— monatlich.
Wendelstadtstrasse 52, II.,
4=Zimmerwohnung, Küche ꝛc. per ſofort zu
vermieten. Näheres Eliſabethenſtraße 68,
Kontor.
(17352ms
Rhönring 25 (16284ms
eine 4=Zimmerwohnung mit Badekab. und
Zubehör per ſofort. Eine 3= Zimmerwohn.
mit Badekab. und Zubehör per ſofort.
Zu erfr. b. Architekt Möser, Viktoriaſtr. 24, pt.
17989ms) Ecke Lichtenberg= u.
Guten=
bergſtraße 27, I., eine moderne, neu
her=
gerichtete 4=Zimmerwohnung mit allem
Zubehör per ſofort oder ſpäter zu vm.
Martinstrasse 48
1. Stock mit Manſarde an älteren Herrn
oder ruh. Familie zu vermieten. Auskunft
(B18415s
erteilt L. Alter.
19355ms) Ludwigshöhſtr. 25, 2. Stock,
4=Zimmerwohnung zu vermieten.
18737ms) Rhönring 71, 2. St., ſchöne
4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör per
1. Jan. 1911 zu verm. Näh. daſelbſt 1. St.
Liebigſtraße 15
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör per ſof ort zu verm. Anzuſ.
zwiſchen 12—2 Uhr. Näh. bei Hrn. Pabſt,
Viebialtsaße 15. 2. Stock.
(17737ms
nlhmg Gutenderngſtr. 2, 1. St.
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung per
ſofort oder ſpäter zu vermieten.
Zu erfragen Bleichſtr. 22, 2. St., mrgs.
ee ee
4 Zimmerwohnung mit Gas,
Manſarden=
zimmer, 2 Keller, Trockenboden u. Bleichpl.
per ſofort od. ſpäter zu verm. Näh. part.
19254ms) Mauerſtraße 18, 2. Stock,
4 Zimmer nebſt allem Zubehör zu verm.
u. ſofort oder ſpäter zu beziehen. Näheres
Parterre oder im 1. Stock daſelbſt.
Mollerstraße 40
1. Stock, 4 Zimmer mit Bad, 2
Manſarden=
zimmer, Küche, Speiſekammer u. ſonſtigem
Zubehör, alsbald zu vermieten. Näheres
im Seitenbau, 2. Stock.
(17316ms
Gutenbergstrasse 19
ſchöne 4=Zimmer=Wohnung per ſofort
zu vermieten.
(19207ims
Näheres daſelbſt oder Gervinusſtraße 55.
B1940ms) Karlſtr., 71 ſchöne 4=
Zimmer=
wohnung, 1. Stock, mit allem Zubehör
Näheres im 1. Stock.
Pallaswiesenstrasse 1
eine ſchöne 4=Zimmer=Wohnung ſofort zu
vermieten. Näheres parterre.
(20534s
Wilhelmſtr. 16, Manſarde,
4=Zimmerwohnung, Bad, Gas, elektr. Licht,
ſowie reichl. Zubehör, p. 1. April 1911 zu
vermieten. Näh. d. Herrn Arch. Klee,
Heinrichſtr. 82 od. die Expedition. (20540ms
Irenestrasse 11
zwiſchen Frankfurter= u. Viktoriaſtraße,
freundliche große 4=Zimmerwohnung mit
Zubehör, per ſofort zu vermieten. Näheres
(20525ms
parterre.
21015s) Kanpſtraße 23 2 vollſtändig neu
hergerichtete 4=Zimmerwohnungen, ſofort
beziehbar u. zwar: 2. Stock zu 470 Mk.
3. Stock zu 400 Mk. Näh. Kaupſtr. 35, I.
neu herger. Vier=
Alexanderſtraße 15 zimmerwohn. mit
Zubehör alsbald zu verm. (21518ms
21515ms) Liebfrauenſtr. 108, II., hbſch.
4= Zim.=Wohn. m. Balk., Gas ꝛc., neu gem.,
preisw. zu verm. Näh. bei 8ior, III., daſ.
Ernst-Ludwigstrasse 3
geräumige 4=Zimmerwohnung im 3. Stock
zu vermieten. Näheres 2. Stock. (21535ms
Neue Ireneſtr. 10
eine 3=Zimmerwohnung mit Zubehör zu
vermieten. Näheres Grafenſtr. 17. (14112ms
11864ms) Kirchſtraße 10 2 ſchöne 3=
Zim=
merwohn, ſofort oder ſpäter zu vm. Näh.
daſelbſt 1. Stock rechts.
Taunusstrasse 45, 3. Stock
eine ſchöne 3=Zim.=Wohnung z. v. (14069ms
15525ms) Mollerſtraße 7, =Manſarde,
hübſche 3=Zimmerwohnung per ſofort.
Kleine Dreizimmerwohnung
an ruhige Leute Hinterhaus (Front
Garten=
ſtraße) per ſofort zu vermieten
Mathildenplatz 4.
(14868ms
Zimmerwohnung per ſofort zu verm.
Näheres im Laden.
ſchöne mod. 3=Zimmer=
Karlſtraße 30, wohnung m. Gas u.
reich. Zubehör p. ſofort. Näh. 1. St. (13224ms
Karlstr. 58, Vorderh., III. Stock
ſchöne, geräumige 3=Zimmerwohnung per
ſofort zu vermieten ebenſo 3=Zimmer=
Wohn. im Hinterh. ſofort oder ſpäter zu
vermieten. — Näheres Weinreſtaurant
Hilgers u. durch Bauführer Albin Hohmann,
Rhönring 13.
(i4om;
13299ms) Schuchardſtraße 4, ſchöne
3=Zimmerwohnung, 1. u. 2. Stock, mit
Las u. Zubehör, per ſofort an rühige
Familie zu verm. Näheres parterre.
Landwehrstrasse 64
ſchöne 3=Zimmerwohnung zu verm. (14863ms
tenene e tene erere
zimmerwohnung im 1. Stock mit Veranda,
Gas uſw. zu vermieten. Näheres daſelbſt
bei Frau Schad.
M
leine ſchöne große 3 Zimmerwohnung mit
allem Zubehör, per ſofort zu vermieten.
15730ms) Schuknechtſtraße, 2 ſch. 3=Z.=
Wohn., 1. u. 2. St., neu h., mit ſämtl.
Zubeh. bill. Näh. Nr. 50, 1. St.
B15832ms) Rhönring 55, ſchöne 3=Zim.=
Wohnung zu verm. Näheres daf. parterre.
15282ms) Pallaswieſenſtraße 39 im
Hinterhaus 1. Stock eine 3=Zimmerwohn.
mit Küche nebſt Zubehör. Näheres daſelbſt
im 2. Stock oder Rheinſtr. 25, Kontor A.
16289ms) Ireneſtraße große 3=
Zimmer=
wohnung zu verm. Näh. Dieburgerſtr. 48.
B17085ms) Karlſtraße 54, im
Seiten=
bau 1. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnung ſof.
17070ms) Luiſenſtraße 34, part., ſchöne
3=Zimmerwohnung per ſofort.
Rossdörferstrasse 44, I.
3 Zimmer, Küche, 1 Bodenkammer m. Gas
iſt wegen Aufaabe des Haushaltes per
ſofort zu vermieten, ev. ſpäter. Näheres
(19002ms
1. Stock links.
Ruthsstrasse 9, parterre
neuzeitlich eingerichtete 3=Zimmerwohnung
per ſofort zu verm. Näheres Hch. Delp,
(17532ms
Kaupſtraße 22, II.
17525ms) Blumenthalſtraße 109,
Drei=
zimmerwohnung, Manſarde, per ſofort
zu vermieten. Preis 23 Mk. per Monat.
Näheres Wolf, Soderſtraße 101.
16292ms) Parkusſtr. 19 n. d.
Johannes=
kirche, 3= od. 4=Zimmerwohnung, ſofort.
Näheres I. St. rechts.
Frankensteinstrasse 40
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Koch=
und Leuchtgas, Balkon, Bodenkammer und
ſonſtige Bequemlichkeit. p. ſofort. (B17299s
Kaupstrasse 49
im 3. Stock ſchöne 3=Zimmerwohnung mit
Gas, Veranda ſofort zu verm. 1757ms
19343ms) Ahaſtraße 12, Vorder= und
Hinterh., 3=Zimmerwohnungen zu verm.
Neue Frenestrasse 71
3 neu hergerichtete 3=Zimmerwohnungen an
nur ruhige Familien zu vermieten. Näh.
daſelbſt bei Schneicker, II. r. (17733ms
14271ms) Eliſabethenſtraße 58 Drei= 18468s) Ruthsſtraße 5, 1. Stock, ſchöne
3= Zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
Näheres Ruthsſtraße 7, parterre.
Ballonplatz 4, 2. Stock,
iſt eine 3=Zimmerwohnung m. allem Zubehör
zu vermieten.
(18960s
Martinstrasse 25
eine 3=Zimmerwohnung i. 1. Stock mit allem
Zubeh. an ältere Leute ſof. z. verm. (B18990s
Heinheimerstrasse 76
ſchöne 3=Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten.
(19257ms
19255ms) Schöne 3=Zimmerwohnung
nebſt allem Zubehör an ruhige Familie per
ſofort. Näh. Gardiſtenſtr. 34, part.
19344ms) Neue Ireneſtr. 57, 1. u. 2. St.,
3 Zimmerwohnungen zu vermieten.
19345ms) Landwehrſtraße 26 3=
Zimmer=
wohnung zu vermieten.
19346ms) Liebfranenſtr. 129, Erdgeſch.,
3=Zimmerwohnung zu vermieten.
19354ms) Riegerplatz 7, 1. Stock, Drei=
Zimmerwohnung zu vermieten.
19351ms) Wendelſtadtſtraße 56, 1. St.,
3= Zimmerwohnung zu vermieten.
Soderstrasse34,1. Stock,
3=Zimmerwohnung ſof.z. vermieten. (19711ids
20519ms) Schwanenſtraße 6 eine ſchöne
3=Zimmerwohnung m. allem Zubeh. p. ſof.
Gervinusſtr. 49
3=Zimmerwohnung, III. St., mit
Boden=
kammer und Benutzung der Waſchküche,
Trockenboden und Bleichplatz per 1. Januar!
zu vermieten. Preis 400 Mk. (19510ms
B20349) 11 Neue Niederſtraße 11,
neuzeitliche, ger. 3=Zimmerwohnung, 1. Stock,
per ſofort oder ſpäter. Jakob Weber.
Waldstr. 15, Mansarde
3 Zimmer mit abgeſchl. Vorplatz, Gas und
Zubehör, wegen Verſetzung per 1. Januar
an ruhige Familie. Näh. part. (19774ms
Medehaneſectreit 31
1 ſchöne 3=Zimmerwohnung im Hinterbau
ſofort zu vermieten. Näheres bei Bäcker
Wenner.
(17853t
Kranichsteinerstr. 22
3=Zimmer=Wohnung wegzugshalber per
(19258t
ſofort zu vermieten.
19639t) Mathildenplatz 11, Hinterbau,
3=Zimmerwohnung zu vermieten. Zu erfr.
daſelbſt, Vorderhaus 1. Stock.
21249a) Rhönring 123, I., ſch. 3=Zim.=
Wohn. m. Koch= und Leuchtgas u. ſämtl.
Zubeh. verſetzungsh. ſof. zu v. Näh. part.
21045a) Mühlſtraße 5 ſehr ſchöne 3= Z.=
Wohnung, ſofort oder ſpäter, billigſt.
(20055
Mathildenplatz 4 ms
Front Gartenſtraße, ſchöne 3=
Zimmer=
wohnung mit Manſardezimmer und Gas
an ruhige Familie ſofort zu vermieten.
Deue Liederstrasse 15
ſchöne große 3=Zimmerwohnung zu vermieten,
Preis 300 Mk. Näh. Vdhs., 1. St. r. (B20299
Lichtenbergstrasse 28
Ecke Kranichſteinerſtr., 3. Stock, ſchöne Drei=
Zimmerwohnung mit Veranda ſof. (B20298
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 27.
Rhönring 53
3= oder 4=Zimmerwohnung, neu hergerichtet,
per ſofort. Näheres 2. Stock oder Land
wehrſtraße 4, parterre.
(20278ms
65 Deue Irenestrasse 65
3 Z m. Küche, Veranda, alles neuz., 1. St.
ſof. z. verm. Näh. 67, Feil, pt. (20522ms
21272ms) Lauteſchlägerſtraße 7 Drei=
Zimmerwohnung zu verm. Näheres part
21506a) Erbacherſtraße 69, Manſarde,
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung mit allem
Zubehör ſofort zu vermieten.
20753ms) Pankratiusſtraße 69, 2. Stock,
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Zubehör per
ſofort zu vermieten. Zu erfragen dortſelbſt
bei Dauth oder Landwehrſtraße 33.
Weinbergstrasse 46
eine kleine 3=Zimmerwohnung mit Zubehör
zu vermieten. Näheres parterre. (21275ms
*26998msms) Heidelbergerſtraße 108½
ſchöne 3=Zimmerwohnung, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten.
(21534
Rhönring 7 (ms
ſchöne, neu hergerichtete zwei
Dreizimmer=
wohnungen, ſehr preiswert, per ſofort zu
verm. Zu erfr. Rhönring 79, I., Windisch.
21583ms) Soderſtraße 82, Hinterhaus,
3=Zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
Lindenhofstrasse 35, III.
moderne Wohnung 3 große Zimmer,
Bade=
zimmer mit Einrichtung, große Veranda,
Balk. ꝛc. Pr. 570 M. p. J. Näh. I. (C21746,14
ſchöne 3=Zimmer=
Pankratiusstr. 4 Wohnung zum
Preiſe von 300 Mk. per 1. Dez. zu verm. Daſ.
eine Wohn., beſt. aus 1 2 u. Küche. (21769ms
21770ms) Ahastr. 22, Vorderh. I.
große 3=Zimmerwohnung, 410 M. per
Jahr. Näheres im 2. Soack links, bei
Eisemann.
*21767ms) Obere Taunusſtr. 3
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung mit
Zube=
hör zu vermieten.
21765ms) Soderſtr. 38, 1. Stock,
Drei=
zimmerwohnung zu verm. Preis 320 Mk.
B21782ms) Martinſtraße 89, hochpart.,
große Drei=Zimmerwohnung, kompl. Bad,
Gas, Veranda, Balkon ꝛc., ſofort oder per
1. Januar zu vermieten.
Neue Niederstr. 15, 1. Stock
ſchöne neuhergerichtete Drei=
Zimmer=
wohnung per 1. Dezember od. 1. Januar
zu vermieten.
(B21781ms
Pankratiusſtr. 14
3 Zimmer nebſt Manſarde, neuzeitl., ſowie
mehrere Räume für Werkſt. od. Lagerung für
Gegenſt. Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*27868
parterre, drei Zimmer,
Rhönring 41, neuzeitl., per ſofort. —
Näheres Wendelſtadſtr. 8, I.
(*27869
Pfründnerhausstrasse 8,
iſt die Parterrewohnung links, enthaltend
3 Zimmer nebſt dem nötigen Zubehör per
Anfang nächſten Jahres, eventl. auch für
ſpäter, zu vermieten. Näh. L. Wagner,
(22004s
Schloßgartenſtraße 69.
22001ms) Blumenthalſtraße 37, III.,
3=Zimmer=Wohnung ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt, parterre.
22005ms) Heinrichſtraße 80, ſchöne
Man=
ſardenwohnung, 3 Räume mit Zubehör an
ruhige Leute zu vermieten.
*27883) Heidelbergerſtr. 40
Dreizimmer=
wohnung zu verm. Näheres bei Schmoll
*27872ms) Landwehrſtr. 10, 3 Treppen,
ſchöne große 3=Zimmerwohn. mit Zubehör,
die anfangs Dezember frei wird, zu verm.
15884ms) Karlſtraße 46, 2 unmöblierte
Zimmer zu vermieten.
15891s) Schuſtergaſſe 6, kl. Manſarde
2 Zimmer mit Zubehör, an ruhige Leute.
17009ms) Luiſenſtraße 38, Seitenbau,
Manſarde, 2=Zimmerwohnung zu verm.
17995s) Waldſtraße 34, Seitenb., zwei
Zimmer an 2 alte Leute oder einzelne Frau
zu vermieten. Monatlich 10 Mk.
18251ms) 2 Zimmer mit Küche an ruh.
Leute zu vm. Näh. Kiesſtraße 81.
Bessungerstrasse 88½
Zwei= und Drei=Zimmerwohnungen z. mäß.
Preiſe zu vermieten. Näh. bei Hammer,
vorderes Hinterhaus rechts.
(17747ms
Kiesſtraße 16
zwei 2=Zimmer=Wohnungen à Mk. 18 u.
Mk. 11 per Monat zu vermieten. (17732ms
19250oms) Gardiſtenſtraße 20 eine Zwei=
Zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
19251ms) Schöne 2=Zimmerwohnung
mit Küche u. Zubehör per ſofort zu
verm. Näh. Pallaswieſenſtr. 23, i. Laden.
19779ms) Schloßgartenſtr. 19, 2=Zim.=
Wohnung zu vermieten im Seitenbau.
19792ms) Magdalenenſtraße 7, Stb.
2 Zimmer an ruhige Mieter für 8 Mk. mtl.
Erbacherſtraße 13
2=Zimmerwohnung, Seitenbau, ſofort zu
vermieten.
(19828ms
Schwanenstrasse 8
eine Zwei= und eine Dreizimmerwohnung
mit Zubehör.
(20030s
20132ms) Roßdörferſtraße 30, Hinterb.,
2 Zimmer, Küche, Keller an nur ruhige Leute
für 15 Mk. Näh. Vorderhaus, parterre.
Schwanenstr. 38,
Manſarde, 2 Zimmer, Küche, monatlich
16 Mark, an ruhige Leute ſofort zu ver=
(20520s
mieten. Näheres im Laden.
Bleichſtraße 40
2 Zimmer und Küche an kinderloſes
Ehe=
paar zu vermieten.
(20280ms
20755ms) Heidelbergerſtr. 46, Manſ.
von 2 Zimmern und Küche.
20757omds) Lauteſchlägerſtraße 11
eine ſchöne 2=Zimmerwohnung im
Vorder=
haus zu verm. Einzuſ. von 1 bis 3 Uhr.
21021ms) Grafenſtr. 2 Zwei=
Zimmer=
wohnung mit Zubehör per 15. Nov. z. vm.
E
21009ms) Eine 2=Zimmerwohnung
per 1. Dezember, eventl. auch früher,
zu verm. Näheres bei W. Deuſter,
Marktſtraße, Laden.
Tiölchms) Hofgartenſtraße 3,
Zimmerwohnung per ſofort. Näh.
Schuh=
macher Bayer, daſelbſt.
21018ms) Neue Ireneſtraße 63 Zwei=
Zimmerwohnung, parterre, per 15. Novbr.
oder 1. Dezember zu verm. Anzuſeh. nur
abends 7 Uhr. Näheres
Lauteſchläger=
ſtraße 8, Laden.
C21276,14) Kiesſtraße 25 Zwei=Zimmer=
Wohnung zu vermieten. Näheres
Kies=
ſtraße 20, Seitenbau.
21511ms) Eliſabethenſtr. 21, Seitenb.,
ſchöne 2=Zimmerwohn. mit Zubehör ſofort
zu verm. Näheres im Bureau.
221508ms) Wendelſtadtſtr. 22, Manſ.,
2 Zim., Küche u. Kam. an ruh. kleine Fam.
zu verm. Einzuſehen von 2—5 Uhr.
21513ms) Wendelſtadtſtr. 23, 3. Stock,
ſind 2 große unmöbl. Zimmer zu verm.
Näh. im 2. und 3. Stock.
21582ms) Heinheimerſtraße 16 ſchöne
2 Zimmer (Manſarde), nur an kleine ruh.
Familie per 1. Dezember zu verm.
B21569) Frankenſteinſtr. 11 eine ſchöne
2=Zimmerwohnung zu verm.
21592ms) Pankratiusſtraße 30½ zwei
kleinere 2=Zimmerwohnungen im
Hinter=
hauſe billig zu vermieten.
*27569ms) Dieburgerſtr. 11 eine kleine
Zweizimmerwohnung für einzelne Perſon
im Seitenbau ſof. zu vermieten.
2 unmöblierte Zimmer
ſofort zu vermieten.
Auskunft Wendelſtadtſtr. 40, I. (21853ids
20211t) Mathildenplatz 5, Hinterhaus
eine 2=Zimmerwohnung zu vermieten.
21430t) 2=Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres Heinheimerſtraße 15, parterre.
*27593dfso) Müllerſtraße 5 eine Zwei=
Zimmer=Wohnung ſofort zu vermieten.
*27824) Ballonplatz 9 ſchöne 2=
Zimmer=
wohnung, Küche mit Waſſerleitung ſofort.
*27719sm) 2=Zimmerwohnung zu verm.
Näheres Eckhardtſtraße 2, Manſarde links.
*27838sss) Mühlſtraße 5, zwei unmöbl.
Zimmer, mit Gasleitung verſehen.
Erbacherſtraße
2=Zimmerwohnung, Preis 15 Mk. monatl.
Näheres Stiftſtraße 19.
(22002ms
Stiftſtraße 54,
2=Zimmerwohnung mit Zubehör, Preis
17 Mk., ſofort zu vermieten. (22003ms
hell. Zimmer
Karlſtraße 45 auch f. Büro
od. Atelier u. zum Aufbewahren von Möbeln
geeignet, anderw. zu verm.
(453s
15674ms) 1 unmöbl. Zimmer zu vermiet.
Zu erfr. Neue Ireneſtr. 15, part.
443ms) Liebfrauenſtr. 93 ein leeres
Zimmer für Möbel ꝛc. aufzubewahren. Näh.
Hausverw. Keller.
15277ms) Waldſtraße 24 ein leeres
Zim=
mer mit Keller per ſofort für 13 Mk. zu
vermieten. Näheres Vorderh. part.
7 Rundeturmstrasse 7
1 kleines Zimmer per ſofort zu vermieten.
Näh. Vorderhaus, part. rechts. (14870ms
17730ms) Luiſenſtraße 4 1 Zimmer mit
Küche im parterre, eventl. auch zu anderen
Zwecken geeignet, zu vermieten.
17994s) Waldſtr. 34, Seitenb., 1 Zimmer,
Küche und Keller an einzelne Frau zu
ver=
mieten. Monatlich 8 Mk.
B18016s) Seeſtraße 3, 1 Zimmer, Küche
und Zubehör, 10 Mk. monatlich.
18443ms) Soderſtr. 18, in gutem Hauſe,
Manſardenzimmer mit Kabinett und Keller
an ruh., einz. Perſon, monatlich 12 Mark.
Näheres 2. Stock.
19353ms) Woogsplatz 6, Erdgeſchoß,
1 Zimmer mit Nebenr. zu vermieten.
20057ms) Roßdörferſtr. 62
Manſarden=
zimmer mit Küche zu verm. Näh. 1. Stock.
20275ms) Alexanderſtraße 11 eine,
1=Zimmerwohnung mit Vorplatz, Küche,
Keller, Boden u. allem Zubehör zu verm.
20517ms) Leeres Parterrezimmer zu
ver=
mieten. Näheres W. Castan, Kirchſtr. 5.
6262
Kaupstrasse 22
in Zimmer mit Küche, daſelbſt ein helles,
ſeparates Zimmer (unmöbl.), ſof. (20606oms
20768ms) Erbacherſtraße 46, kleine
Wohnung, 1 Zimmer nebſt Küche mit
ab=
geſchl. Vorplatz, part. ſofort zu vermieten.
Näheres parterre.
21289ms) Wendelſtadtſtraße 34 1
Zim=
mer und 1 Kammer für eine einzelne
Per=
ſon zu vermieten.
21051ms) Ein ſchönes Zimmer und
Küche p. ſof. zu verm., obere
Heinrich=
ſtraße. Näh. bei W. Deuster, Marktſtr. 2.
21763t) Bleichſtr. 19, I., unmöbliertes
Zimmer an nur anſt. Perſon zu vermieten.
*27721sm) Tannenſtraße 8 unmöbl. ſep.
fr. Zimmer zu vermieten.
*27848sm) Hinkelgaſſe 18 Manſarde,
1 Zimmer, kleine Kammer, Küche, Keller
und Boden zu vermieten.
*27884) Mühlſtr. 23, Hintb. 1. Stock I.,
ein großes, ſeparates, unmöbl. Zimmer
ſofort billig zu vermieten.
13288s) Bleichſtraße 11, kleine Wohnung
im Seitenb. an 1 od. 2 Perſonen zu verm.
17067s) Langgaſſe 31 eine kleine Wohn.,
gleich beziehbar. Zu erfragen Gr. Ochſen
gaſſe 13, bei Karl Frank.
19985s) Mühlſtraße 19, kleine Wohnung
zu vermieten.
19791ms) Kranichſteinerſtraße 11, Vdh.,
eine Manſarde zu vermieten.
Karlſtraße 11
ſchöne Manſarde zu vermieten. (20524ms
B21050ms) Beſſungerſtraße 79 freundl.
Manſardenwohnung mit allem Zubehör
ſofort zu vermieten.
B21266ms) Heerdweg 17, 1. Stock und
Manſarde, je 22 und 18 Mk. monatl., an
ruhige Leute.
21764ms) Liebfrauenſtraße 36 kleine
Wohnung zu vermieten.
*27624ms) Schloßgaſſe 21 ſchöne Manſ.=
Wohng. Zu erfragen im 2. Stock.
*27794) Schloßgaſſe 23 eine kleine
Woh=
nung zu v., p. Woche 2.50 Mk. Näh. 1. St.
Zu vermieten:
ſchöne große 4=Zimmerwohnung m. Veranda
desgl. eine Manſardenwohnung in ſchönſter
Lage Eberſtadts per ſofort zu vermieten.
Näheres bei Bauunternehmer
Hch. Dächert II.
(1928s
19979a) Garten=Vorſtadt Traiſa, eine
illige 3=Zimmerwohnung zu vermieten,
m. Manſz. ſofort oder ſpäter. — Näheres
daſelbſt Villa Secura, Traiſa.
11860ms) Großer heller Parterre=Raum,
155 Um, per ſofort zu vermieten. Näh.
Luiſenſtraße 36 bei Korbus.
Die Duroraume d. Hankhauſes
J. Sander, Elisabethenstr. 54
ſind wegen Geſchäftsaufgabe anderweitig
zu vermieten. Die Räume ſind elegant
u. praktiſch eingerichtet, mit Kaſſengewölbe
verſehen, u. eignen ſich für
Rechtsanwalts=
oder Architekturbüro und dergl. Nähere
Auskunft erteilt nur das Immobilienbürt
v. Julius Kahn, Schulſtr. 15, Tel. 135. (19877a
Mühlſtraße 26, part.,
großes, ſeparat gebautes Bureau, 2 Räume
auch für andere Geſchäfte geeignet, ſofort zu
vermieten.
(18441s
21520s) Frankenſteinſtraße 33 2 große
helle Fabrikräume, 350 190 qm groß, mit
elektr. Licht und Dampfheizung zu verm.
In beſter Geſchäftslage eine größere
Etagen=Wohnung
für Engros=Geſchäft geeignet (
Weiß=
waren, Manufaktur=oder Kurzwaren)
per alsbald oder ſpäter preiswert
zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt
das Immobilienbureau von Julius
Kahn, Schulſtr. 15, Tel. 135. (20767a
21013ms) Moosbergſtraße 26 ſchönes
Parterrelokal mit oder ohne Wohnung,
paſſend als Vereinslokal, Paukſaal,
Werk=
ſtätte, Laden, Betſaal uſw. per ſofort oder
ſpäter. Näheres Aug. Koch, Grafenſtr. 22.
Liebigstrasse 24, Seitenb.,
Atelier mit Nordlicht zu vermieten.
21510ms)
C. Jochheim.
21733ms) Zwei große ſchöne
Parterre=
räume als
Bureau oder
Ausstellungs-
eventl. mit trockenem Lager
Jokal etC. u. ſchöner 3= oder 4=
Zimmer=
wohnung (auch getrennt) zu vermieten. Näh.
Rheinſtraße 47, Vorderh., Mittelb. part.
Kleiner Laden
Fuhrmannſtraße 2, mit genügend
Nebenräumen, für Friſeure Metzger
uſw. geeignet per ſofort oder ſpäter.
Näheres daſelbſt.
(10053ms
Koch- u. Kiesstr. 34gr. ſchön.
RckhAbhl Laden m. Wohn. ſofort.
Kiesſtr. 34, I. (8034,13
Markt, Ecke Marktstrasse,
großer Laden mit Lagerraum, mit oder
ohne Wohnung, bis 1. April n. J., oder
früher zu verm. Valentin Schropp. (21516s
Läden
beſte Geſchäftslage, großer Laden
mit mehreren Schaufenſtern, eventl.
mit Magazinräumen und Wohnung,
preiswert zu vermieten. Nähere
Auskunft erteilt nur das
Immobilien=
büro von Julius Kahn, Schulſtraße,
Telephon 135.
(20558ms
Ecke Soder= u. Wienersſtr. 51
Laden mit Wohnung zu vermieten. Näh.
Frankfurterſtraße 6.
(16699ms
Schöner, großer Laden
mit zwei großen Schaufenſtern und
anſtoßendem Nebenraum, in
frequen=
teſter Lage Darmſtadt, per1. April 1911,
evtl. auch früher, zu verm. (21355ms
Gefl. Offerten sub 6 60 an die
Expedition dieſes Blattes erbeten.
Landwehrstrusse 10
heller, 2fenſtriger Laden mit großem
Ma=
gazin, mit und ohne Wohnung, beſonders
für Kolonialwaren= oder
Haushaltungs=
gegenſtände geeignet, alsbald billig zu
ver=
mieten. Näheres durch
(21963a
B. Baer, Landwehrstr. 18.
Gresser Heier Zauen
mit 2 Schaufenſtern, in beſter Lage hier,
für jedes Geſchäft paſſend, mit kleiner
Woh=
nung per 1. Januar 1911, ev. auch früher,
zu vermieten. Offerten unter J 23 an
die Expedition ds. Blattes.
(*27711
Luisenstrasse 10
Eliſabethenſtraße 36
mit Kontor, 1 großes Schaufenſter, ca. 76 am.
Bodenfläche, ſeither von Herrn G. Rackur
bewohnt, fofort zu vermieten. Gas, elektr.
Licht und Zentralheizung. Heizbarer
Lager=
keller mit elektr. Licht, Hofraum und
Tor=
einfahrt. Auf Wunſch anſtoßend eine drei=
Zimmerwohnung, auch als Lagerraum
ge=
eignet. Gefl. Offerten an Direktor Wilhelm
Schmitt, Eliſabethenſtr. 36, erbeten. (6141s
14553s) In allererſter,
verkehrs=
reichſter Lage großer moderner
Laden
per 1. Oktober 1911, ev. früher oder
ſpäter zu vermieten. Reflektanten wollen
Offerten unter K 496 an die Annoncen=
Expedition von Chriſtian Kullmann,
Wilhelminenſtraße 9, einreichen.
21020ms) Soderſtraße 16, Ecke
Woogs=
platz, Laden mit 2=Zimmerwohn. zu vm.
Schöner Laden
per ſofort preiswert zu vermieten nebſt
Zimmer und Küche.
(18321ms
MaxRenn, Ecke Karl- u. Hügelstr.
B18720ms) Karlſtraße 71 Laden mit
Dreizimmerwohnung billig zu vermieten.
Näheres im 1. Stock.
grosser Laden
mit großen Keller= und Magazinräumen
und Hofbenutzung, ev. auch Stallung, für
jedes Geſchäft geeignet, ſofort billigſt zu
vermieten. Näheres durch
(21953a
B. Baer, Landwehrstr. 18. Tel. 1145.
21992a) Nieder=Ramſtädterſtraße 22,
Laden mit zwei Schaufenſter, anſtoßender
4=Zimmerwohnung, Küche, 2 gr. Keller u.
Zubehör p. 15. Januar zu verm. Näh. 1. St.
Gegenüber der Stadtkirche,
in erſter Geſchäftslage, Laden mit
Wohnung und großen Nebenräumen
per ſofort. Näheres Holzſtraße 26, I.,
bei A. Elwert.
(22008ms
Ernst-Ludwigstrasse 3
Hinterhaus, Lagerräume zu verm. Näh.
Ernſt=Ludwigplatz 2, im Handschuh-Geschäft
Schmidt.
(20281ms
Lagerraum
im 4. Stock der Südhälfte des ſtädtiſchen
Lagerhauſes, etwa 150 qm groß, zum
Lagern von Frucht, Mehl uſw. geeignet,
isbald zu vermieten. Nähere Auskunft
wird von dem ſtädt. Lagerhausverwalter u.
im Stadthaus, Zimmer Nr. 56, ert. (14945ms
478ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 51,
große Werkſtätte per ſof. zu verm. Näheres
Vorderhaus 1. Stock.
Waldſtraße 30
Werkſtätte, auch als Lagerraum
mit Boden und Souterrain, event. mit
Wohnung p. baldigſt zu vm. (987s
Marienplatz 10
Werkſtatt, 40—50 OMtr. groß, in welcher
ſeither ein Inſtallationsgeſchäft betrieben
wurde, per 1. Januar zu verm. (19252ms
92 große Werkſtatt
Frankenſteinſtraße 33 oder Lagerraum
(180 qm groß) zu vermieten.
(21519s
*27804) Ballonplatz 10 große helle
Werk=
ſtätte mit Toreinfahrt, für jedes Geſchäft
geeignet, ſofort zu vermieten.
12770ms) Karlſtr. 41, großer Weinkeller
per ſof. Näh. Karlſtraße 30, 1. Stock.
19981s) Mühlſtraße 19 Stallung und
Zubehör zu vermieten.
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Sandstrasse 42
nächſt der Dragoner=Kaſerne, 2 Stallungen,
je 2 Pferde, Heuboden, Sattelkammer, zu
vermieten. M. Junghans. (14683ms
Stallgebände
für 5—6 Pferde (Boxe), nebſt Burſchenz.,
Heu=
boden u. Remiſe. Wilhelmſtr. 25. (B21471s
*27870) Annaſtraße 6 Stallung für drei
Pferde, Heuboden, Remiſe uſw. per ſofort.
Näheres Wendelſtadtſtraße 8, I.
Penſion Weidig, Moſerſtr. 5,
gut möblierte Zimmer mit Penſion für
In= und Ausländer, auch Familien, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
(B489ms
B8772s) Martinſtr. 25, part., zwei kl.
gut möbl. Zim., Wohn= u. Schlafzimmer
mit Schreibtiſch, f. mäßig. Preis zu verm.
10322s) Grafenſtraße 22, part. (Laden)
möbl. Zimmer für 1 oder 2 Herren.
11830ms) Kiesſtr. 69, II., möbl. Wohn=
und Schlafzimmer mit ſeparatem Eingang
per ſofort oder ſpäter zu vermieten. Näh.
parterre.
10581ms) Aliceſtr. 23, II. (Loupre), 2 gr.
g. möbl. Zim., auch Wohn= u. Schlafz., mit
Schreibtiſch zu verm. Auf Wunſch Penſion.
14468ms) Zwei ſchön möbl. Zimmer,
Wohn= u. Schlafzimmer, per ſofort zu
verm. — Zu erfragen in der Expedition.
15264ms) Waldſtr. 33, III., r., möbl. Z.
Nieder-Ramstädterstr. 54
2. Stock, ſchön möbl. Wohn= u.
Schlaf=
zimmer zu vermieten.
(15352ms
Schützenſtr. 18, mer zu verm. (16422ids
usse 10, 1. St.
Ele
je 2 elegant möbl. Wohn= u. Schlafzim.
in ruhigem Hauſe zu verm. (17071ms
17738ms) Kirchſtraße 21 möbl. Zimmer
ſofort zu vermieten. Näheres im Laden. möbl. Zimmer zu vermieten, monatl. 12 Mk.
17758ms) Marienplatz 5, II., groß., frdl.
Herrn zu vermieten.
17838ids) Marienplatz 5, part., gut möbl.
18228ms) Wienersſtr. 78 ein kl. aber gut kabinett per ſofort zu vermieten.
möbl. Zimmer an beſſ. Herrn. Preis 15 Mk.
Ein möbl. Zimmer
mit oder ohne Penſion zu vermieten Zimmer zu vermieten.
17991ms)
Kahlertſtraße 11.
Hügelſtraße 71,
1. Stock, 2X2 möbl. Zimmer, ſeparat, per
Monat 20 und 25 Mark.
(18445ms
18446ms) Roßdörferſtr. 29, I., I., ein
gut möbliertes Zimmer ſofort zu vermieten.
18488ms) Landgraf Philipp=Anlage 62
2 ſchön möbl. Zimmer, 1. Etage, per ſofort
zu vermieten.
18717ms) Beckſtraße 83, I., gut möbl.
Wohn= und Schlafzimmer zu vermieten.
16314ms)Moosbergſtr. 26, II., ſch. Z. m. Ndl.
B19049ms) Karlſtr. 54, 1. Stock, möbl.
Zimmer mit ſep. Eingang und Kaffee per
Monat 15 Mk. zu vermieten.
B19788s) Martinſtraße 70, II., großes,
gut möbl. Zimmer mit ſchöner Ausſicht
ſofort zu vermieten.
19866a) Hoffmannſtr. 5½, 2 Treppen.
freundl möbl Zimmer mit Fruhſt., Pr. 18 M
Nummer 250.
Annastrasse 30, part.,
möbliertes, großes ruhiges Zimmer an
nur ſoliden Herrn ab 1. November zu
verm. Näh. im 1. Stock. (B20020ms
20Wng) Kahlertſtraße 32, I., möblet.
Zimmer mit guter Penſion ſofort zu verm.
Waldstrasse 18, I.,
2 möblierte Zimmer, Wohn= u. Schlafz.,
m. Gasbeleuchtung, per ſofort z. vm. (20272ms
20133ms) Grüner Weg 17, 2. St., möbl.
Eckzimmer od. kleineres Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu vermieten.
18639ms) Waldſtr. 50, I., gut mbl. Zimmer
mit Penſion an beſſ. Herrn zu verm.
20516ms) Heinrichſtraße 108, 1. Stock,
möbl. Zimmer zu vermieten.
19516oms) Roßdörferſtraße 47, 2. St.
freundlich möbliert. Zimmer in ruhigem
Hauſe zu vermieten.
20632a) Kaſinoſtraße 21, 3. Stock, möbl.
Zimmer zu vermieten.
20758oms) Hoffmannſtraße 4, parterre,
ſchön möbl. Wohn= und Schlafzimmer mit
oder ohne Penſion ſofort.
21581ms) Wendelſtadtſtraße 45½, I. r.
möbliertes Zimmer zu vermieten.
Soderſtraße 17, 1. St.,
möbliertes Zimmer an anſtändigen Arbeiter
zu vermieten. Woche 3,60 Mark (20518ms
20760ms) Landwehrſtraße 6, III., frdl.
möbl. Zimmer zu vermieten.
21008ms) Hochſtraße 12, parterre, ſchön
möbliertes Zimmer.
21019ms) Soderſtraße 65, I., ſehr gut
möbl. Wohnz. mit Schreibtiſch und Gas
und kl. freundl. Schlafzimmer.
Heidelbergerstr. 1, 1. St.,
am Marienplatz, fein möbliertes
Wohn= u. Schlafzimmer mit Balk.
ſofort zu vermieten.
(21010ms
Badih Mopsbergſtr. 73, 3. St, möbl.
immer mit ſep. Eingang zu verm.
21509s) Stiftſtraße 53, (Ecke Soder= u.
tiftſtraße) 1. Stock, freundl. möbliertes
mmer, 16 Mark.
Jeder Versuch ein beispielloser Erfolg
ohne einseifen, ohne reiben, ohne bürsten, überhaupt ohne waschen, wäscht „Profitta‟
(die Waschfrau in der Dose) D. R.-G.-M., die schmutzigste Wäsche in ½ Stunde
Schneerein, blendend weiss. Garantiert frei von Chlor, Soda oder anderen
schäd-
lichen Substanzen. Verkauf in Dosen à 30, 50, 75 und 100 Pfg. ei Logel,
Zen-
traldrogerie, Elisabethenstr., Fr. Schäfer, Geb. Vierheller, E. Seim,
Viktoriastr. Wo nicht erhältlich, wende man sich an Profittawerke
Crum-
stadt bei Darmstadt.
(21476a
B21292ms) Sandbergſtraße 9 möbl.
Zimmer zu vermieten.
21075a) Aliceſtr. 5, II., n. d. Frkf. Str.,
frdl. möbl. Zim. m. 2 Fenſt. ſofort z. verm.
21512ms) Mühlſtraße 10, parterre, zwei
möblierte Zimmer 14 und 18 Mark.
21517ms) Neckarſtraße 26, 2. Stock, gut
möbl. Wohn= und Schlafzimmer.
21119oms) Eliſabethenſtraße 26 ein
möbl. Zimmer ſofort zu verm. (Alb. Roussel.)
19523ms) Eliſabethenſtraße 4, II.,
gut möbliertes Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu vermieten.
Gas=
beleuchtung, Badeeinrichtung.
*27566ms) Luiſenſtr. 38, II. St. möbliertes
Seitenbau, ein möbl. Zim=Wohn= und Schlafz. mit 2, auch 3 Betten.
21762ms) Darmſtraße 14, II., ſchön
möbl. Zimmer monatl. 16 Mk. mit Kaffee.
21766ms) Schuchardſtr. 16, 2. St., gut
möbliertes Zimmer zu vermieten.
*27600ms) Eliſabethenſtr. 35, Htb., II.,
ein möbl. Zimmer zu vermieten.
20557a) Aliceſtraße 33, Manſ., ſchön
19189ids) Waldſtraße 24, gut möbl.
möbl. Wohn= und Schlafzimmer an ſol.Wohn= und Schlafzimmer, ſep., zu verm.
Näheres part.
B19658ids) Rückertſtr. 13 ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer ſofort zu beziehen. Wohnzimmer mit angrenzendem Schlaf=
20026ids) Hügelſtraße 4, II., hübſch möbl.
Zimmer an ſoliden Herrn zu vermieten.
19578ids) Ecke Grafen= und
Hofſtall=
ſtraße, 1. Stock, ein großes ſchön möbl.
21337a) Waldſtraße 55 gut möblierte
Wohn= und Schlafzimmer ſofort zu verm.
21514ids) Wenckſtraße 6, 2, Stock, zwei
gut möbl. Z., zuſammen od. getrennt.
*27448ids) Roßdörferſtr. 11, 1. St. I.,
ſchön möbl. Zimmer mit ſep. Eing. an nur
beſſ. Fräul., event. mit Abendbrot, zu verm.
21287a) Bleichſtraße 45, I., ſchön möbl.
Zim. m. od. ohne Penſ. an 1 auch 2 Herren.
Hoffmannſtraße 12
1 freundlich möbliertes Zimmer, parterre,
m. ſeparatem Eingang ſofort zu vm. (20361ds
21865ms) Möbliertes Zimmer mit
Penſion für beſſeres Fräulein ſofort
ab=
zugeben. Näheres Gervinusſtraße 62, I.
*27655dsm) Karlſtr. 41, I., frdl. hell möbl.
Z., 3 Fenſter, ſep. Eing., ſof. zu verm.
*27649dso) Soderſtr. 79, II., möbl. Zim.
21830ids) Steinſtraße 8, 1. St., mehrere
möbl. Zimmer, zuſ. od. getrennt, m. od. ohne
Küche (Gas vorh.), zum 1. Dez. zu verm.
Näheres parterre.
*27690ds) Ireneſtraße 13, III., an der
Frankfurterſtr., möbl. Z. (ſep.) mit Kaffee
3.50 Mk. per Woche an jungen Mann.
20210t) Friedrichſtr. 16, II., gr. eleg.
behagl. Zimmer in ruh. akkurat. Haush.
20031t) Wienersſtraße 57, ein gut
möbl. Zimmer, mit oder ohne Penſion.
ſchön möbliertes
Moosbergstr. 32 Zimmer m. Kaffee
per Woche 4 Mark.
(B20267t
20947t) Wienersſtr. 40, II., 2m. Z., 15 u. 18 M.
21190t) Waldſtr. 32 einf. möbl. Zimmer.
21619a) Viktoriaplatz 6, III., möbl. Z.
21416a) Schloßgartenſtraße 21, Phil.
Kreh, ſchön möbliertes Zimmer im 1. Stock,
gegenüber vom Herrngarten, ſepar. Eingang,
ſofort zu vermieten.
21638t) Zeughausſtr. 7 ein möbl.
Zim=
mer mit Penſ. ſof. zu vermieten. Zu
er=
fragen im Metzgerladen.
21691a) Wilhelminenſtr. 27, 3. Stock,
freundlich möbl. Zimmer zu vermieten.
*27467mdks) Luiſenſtr. 32, 2. St., bei Gg.
Wedel, einfach möbl. Zimmer mit Koſt.
*27607mdfs) Große Kaplaneigaſſe 16
Wohnung ſofort zu vermieten.
*27687dfs) Grafenſtraße 27, III. I.,
groß. möbl. Zimmer, event. mit Klavier.
21854t) Luiſenſtraße 6, III., ſchön möbl.
Zimmer ſofort zu vermieten.
*27720fs) Taunusſtr. 44, II., I., möbl.
Zimmer für anſt. Herrn od. Frl. zu verm.
*27717ks) Pfründnerhausſtr. 8, III., ein
gut möbliertes Zimmer ſofort zu vermieten.
*27743fs) Roßdörferſtr. 46, pt., möbl.
Zimmer an anſt. Herrn od Frl zu vermieten.
Frankfurterstr. 32, part.,
(21880a
gut möbl. Zimmer.
*27769) Ahaſtraße 22, parterre, 2 gut
möblierte Schlaf= u. Wohnzimmer mit Gas,
Schreibtiſch u. Porzellanofen, auch getrennt=
*27831) Aliceſtraße 32, I., möbl. Zimm.
Mk. 15, ein größeres mit Klavier Mk. 20.
*27828) Bleichſtraße 17, Hinterh., 1. St.,
ſchön möbl. Zimmer zu vermieten.
*27803so) Gartenſtraße 18, part., 2 gut
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten.
*27815) Aliceſtraße 8, 1. St., freundl.
möbl. Zimmer mit oder ohne Penſion v.
*27881) Gartenſtraße 12, II., möbl.
Zimmer zu vermieten.
ſchönes, ge
Seitersweg 12, 1. St. dieg. möbl.
Zimmer ſofort zu vermieten.
(*27808sm
*27813) Eliſabethenſtraße 37, 2. Stock,
2 gut möbl. Zimmer, eins ev. mit zwei
Betten. Zu ſprechen zwiſchen 3 und 5 Uhr.
21951a) Dieburgerſtraße 50 großes, gut
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten, auf
Wunſch mit Penſion.
21952a) Kranichſteinerſtraße 6 bei
Schmith gut möbl. Zimmer an Herrn o.
Fräulein mit Penſion zu vermieten.
22017a) Bismarckſtraße 82, gegenüber
den Bahnhöfen, 2 gut möblierte Zimmer,
eventl. mit Penſion, zu vermieten.
*27862som) Bleichſtr. 38 fein möbliert.
Wohn= u. Schlafzimmer, Nähe Bahnhöfe.
*27849) Eliſabethenſtr. 53, I., gr., fein
möbl. Z. m. Kaffee 25 Mk. ſof.
an ruh. Dame
Wilhelmſtr. 40, II., oder Herrn
möbl., großes, ſchönes Zimmer mit Balkon u.
Zentralheizung p. 1. Dez. zu verm. (22006ms
22007ms) Karlſtraße 31, I., großes, gut
möbliertes Zimmer ſofort zu vermieten.
*27839so) Karlſtraße 32, II., möbliertes
Zimmer zu vermieten.
*27846si) Bleichſtr. 26, Gartenh., I., kl.,
möbliertes Zimmer billig zu vermieten.
*27885so) Lagerhausſtr. 4, II., gute möbl.
Zimmer, auch Wohn= u. Schlafzim., ſofort.
für zirka 70 Perſonen
Brauerei Fay-Ausschank
Alexanderſtraße 23.
19342ms) Schloßgartenſtr. 11, Erdgeſch.,
als Vereinslokal zu vermieten.
(Rest. Kratsch) ſchönes
Lagerhausſtr. 4
Vereinszimmer mit
(*27886
Klavier zu vergeben.
21735ms) Ein Schaufenſter (80X 125
em) im Oktroiaufſichtshäuschen am
Rhein=
tor alsbald anderweit zu vermieten. Näh.
Auskunft Stadthaus, Zimmer Nr. 56.
Reiſekörbe
Waſchkörbe
Marktkörbe
Flaſchenkörbe
Markttaſchen
ſowie (C4882,52
Korbwaren
jeder Art
in größter Auswahl
billigſt.
Karl Knaub,
Obere
Schützenſtraße.
Nähmaſchine
zurückgeſetzt, mit kl. Schönheitsfehler, neu,
mit Garantie, bedeutend unter Preis
ab=
zugeben. Wird event. auf Weihnachten
(21855a
zurückgeſtellt
Müller & Ober, Karlstraße 30.
19497a)
e
FRANKFURTEMain
Battonstr. H-8. Preislisie gratis
(19983M
Fracke und Smokinganzüge
ßl, in allen Größen zu verleihen
Rheinſtraße 5, II.
Briefmarken
18000 verſch. garantiert echt. Prachtvolle
Auswahlen verſ. auf Wunſch an Sammler
mit 50——70% Rabatt unter allen Katalogen.
A. Weisz, Wien I., Adlergaſſe 8. (19085M
Frack, Gehröcke u. Smoking=Anzüge
(21465a
zu verleihen und zu verkaufen
Soderſtraße 14, 1. Stock.
Anfertigungaller Strichwaren
20197is) Landgraf=Georgſtr. 12 einfach
freundl. möbl. Zimmer zu vermieten.
Saer
zu Verſammlungen uſw.
(21254a
Sänse
junge, fette, bratfertig mit Fett. u. Innern,
4½ u. 5½ kg ſchwer, inkl. Verp. à Pfd.
80 Pfg. liefert frk. unt. Nachn. mit Garantie
(19980D
für friſche gute Ware.
Frau Therese Miedl,
Passau.
Schnelle u. gute
Arten von —
Walentin Schmidt
Maschinen-Strickerei, Wienersstr. 61, I.
Spezialität: Anstrickenv. Strümpfen. (20440a
Noch
voll=
ſtändig neue Schreibmaſchine
für kleinere Betriebe geeignet, zum Preiſe
von Mk. 30.— zu verkaufen
Karl=
ſtraße 94, im Bureau, Seitenbau. (*27797
Plauer Liege= und Sitzwagen, faſt neu,
und gebr. Kinderwagen billig zu
ver=
kaufen Emilſtraße 42, 1. Stock. (*27816
(15
Geſchäftshaus=Verkauf.
Wegen vorgerücktem Alter der Beſitzer
biete deren Haus mit Kolonialwaren=,
Delikateſſen= und Drogengeſchäft zum
Ver=
kauf an. Geſchäft beſteht ſeit 40 Jahren faſt
ohne Konkurrenz, ausgezeichnete
Nachbar=
ſchaft. Zur Erwerbung 10—12 Mille
er=
forderlich, ſonſt gute Zahlungsbedingungen.
Für fleißigen jungen Kaufmann großartige
Exiſtenz. Geſchäft wird übergeben wie es
zurzeit beſteht, infolgedeſſen keinerlei
Neben=
unkoſten für Neuanſchaffung. Uebernahme
nach Vereinbarung. Nähere Auskunft wird
im Immobiliengeſchäft Hch. Castritius,
Kahlertſtraße 38, 1. Stock, koſtenlos erteilt.
Sprechſtunde von ½2—3 Uhr.
Telephon 1382. (19632a
Herrſchaftliches
Anweſen=
Boxerhündin
7 Mte. a., r. Raſſe, äußerſt billig zu verk
(21705ims
Schwanenſtraße 37, part.
in ruhiger, geſunder und feiner
Wohnlage, 2½ Stock, à 6 Zimmer,
Badezimmer, Küche, Veranda,
großer Garten, iſt ſehr preiswert
zu verkaufen.
(B20732
Reflektanten erhalten genaue
Auskunft durch das
Immobilien=
geſchäft von
C. W. Braun, Martinſtr. 74.
Ztnlammenbaus!
In geſunder und feiner Lage iſt ein
modern erbautes Anweſen, enthaltend
10 Zimmer, Küche, Bad und mehrere
Neben=
räume, Gas, elektriſches Licht und
Zentral=
heizung, ſehr preiswert zu verkaufen. (B20731
Reflektanten wollen zwecks Einſichtnahme
ſich an das Immobiliengeſchäft von
C. W. Braun, Martinſtraße 74 wenden.
Wittmannſtraße
2½ ſtöckiges 4=Zimmerhaus, auch als
Einfamilienhaus geeignet, mit Vor=u.
Hinter=
garten, wegzugshalber zum 1. April 1911
preiswert zu verk. Näh. i. d. Exped. (20849a
Schönes 2=Familienhaus
mit je 5 Zimmer ꝛc. in Bensheim, Bergſtr.,
mit Stallung, gr. Obſtgarten billig zu
ver=
kaufen. Näheres bei Architekt Schmidt,
Frankfurt a. M., Liebigſtr. 21.
(17040a
Geschäftshaus-Verkauf.
Sterbefallshalber und wegen
Geſchäftsauf=
gabe iſt ein für Bauhandwerker ſehr
ge=
eignetes 4X5 Zimmer=Haus mit offener
Torfahrt, ca. 400 qm großem Hof,
feſtge=
bauten großem Lagerſchuppen unter günſt.
Bedingungen zu verkaufen. Offert. unter
Chiff. H 4 an die Exp. ds. Bl. (*27289sss
Schönes Haus in Eberstadt
billig zu verk. od. verm., 7 gr. Z. u. Zubeh.,
Gas, Waſſer u. Garten. Schlüſſel
Pfung=
ſtädterſtraße 54. Offerten unter K 29 an
die Expedition dieſes Blattes. (15878a
6 Zimmer, 2 Kloſets,
Landhaus Bad, großerGarten, am
Wald gelegen, billig zu verkaufen. Off. u.
F 83 an die Exp.
(*26691sdis
Baugelände.
In entgültig feſtgelegtem Bauquartier,
woſelbſt in nächſter Zeit eine lebhafte
Bau=
tätigkeit ſich entwickeln wird, ſind 8000 qm
Baugelände zum Preis von 4 Mk. pro qm
zu verkaufen.
(B21863
Kaufluſtige werden gebeten, unter J 37
bei der Expedition ds. Bl. ihre gefälligen
Offerten niederzulegen.
Nummer 266₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 29.
und nachgeahmte Salem
: Aleikum-Cigaretten sind
annähernd gleich wertlos.
Der Kenner hat nur Genuss
von den echten mit
Firma auf jeder Cigarette:
See Gggre
b nidzezinuge Zietz Dresdente
e
eeree
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Zwei Bluttaten. — Schnelle Entdeckung. — Aus dem
unheimlichen Berlin. — Das Verbrechertum der
Welt=
ſtadt. — Große Prozeſſe. — Alles ins Große! — Auch
beim Vergnügen. — Neue Frauenberufe. — Profeſſor
Delbrück und die Studentinnen. — Zuſtimmung und
Gegnerſchaft. — Oedipus im Zirkus. — Aus dem
Theaterleben.
„Berlin wird Weltſtadt — was ſagt Ihr nun?‟
ſeitdem dies Couplet im Wallnertheater geſungen
worden, iſt ſchon eine tüchtige Spanne Zeit verſtrichen,
während welcher Berlin zur Weltſtadt geworden. Und
zwar ganz gehörig! In jeder Beziehung! Auch was
das Blutige und Widerwärtige anbelangt. Die letzte
Woche hat’s zur Genüge bewieſen. Zwei
Blut=
taten erweckten innerhalb der Millionenbevölkerung
eine tiefgehende Erregung, die ſich erſt legte, als man
von der Verhaftung der Täter vernahm. Das alte
Witzwort, daß, ſobald ein Mord hier geſchehen iſt, unſere
Polizei die oder den Ermordeten ſofort hat, fand
dies=
mal ſeine ſehr erwünſchte Ergänzung dadurch, daß man
auch die Verüber des Verbrechens faßte. Einesteils
infolge merkwürdiger Zufälle, wie bei dem
Nieder=
knallen eines Ehepaares in der Potsdamerſtraße,
an=
derenteils durch die außerordentliche Findigkeit und
Raſtloſigkeit beſtimmter unſerer Kriminalbeamten bei
den Aufdeckung des Frauenmordes. Beſonders die
erſtere Tat hatte allgemeinen Schrecken hervorgerufen,
denn zahlloſe unſerer Bewohner ſagten ſich, daß ihnen
unter Umſtänden Gleiches paſſieren könnte, und es
regnete geradezu in jenen Tagen von genaueſten
Vor=
ſchriften an die Dienſtboten wie an die eigenen
Fa=
milienmitglieder, die höchſte Vorſicht obwalten zu laſſen.
Unſere Polizei war ſich vom erſten Augenblick an
klar, daß ſie es in beiden Fällen bei dem Fehlen
jeg=
licher Anhaltspunkte mit ſehr ſchwierigen Aufgaben zu
tun hatte, aber auch, daß hier ſogenannte „gelernte‟
Verbrecher nicht in Frage kamen, wodurch die
Nach=
forſchungen noch umſtändlicher und mühſeliger
wur=
den. „Es gibt in Berlin keine gewerbsmäßigen
Räu=
ber und Mörder” — ſo erklärte vor einiger Zeit
an=
läßlich eines Aufſehen erregenden Mordprozeſſes ein
ebenſo gewiegter wie mit den Nachtſeiten der Reſidenz
vertrauter Kriminaliſt, und ſeine Worte kennzeichnen
das Berliner Verbrechertum vollkommen
zu=
treffend. Den eigentlichen „Kern” des letzteren bilden
die Diebe, die ſich in die verſchiedenſten Klaſſen und
Gruppen teilen, vom kühnen Einbrecher an, der
plan=
mäßig, nach wochenlangen Vorarbeiten, mit mehreren
Gefährten den nächtlichen Angriff auf die
eiſengepan=
zerten Geldſchränke eines Bankhauſes unternimmt, bis
zu dem gewohnheitsmäßigen Gelegenheitsdieb, der von
früh bis ſpät durch die Straßen ſtreift und
aufmerk=
ſam ſeine Augen umherwandern läßt, ob er nicht durch
einen geſchickten und ſchnellen Griff irgend einen Ge=
genſtand in ſeine Taſchen oder Mantelfalten
verſchwin=
den laſſen kann. Ein zu Raubzwecken vorher
ausge=
klügelter und entſchloſſen durchgeführter Mord kommt
äußerſt ſelten in Berlin vor; die Mordtaten werden
zumeiſt von Einbrechern begangen, die bei ihrem
dunk=
len Werk überraſcht werden und keinen anderen
Aus=
weg mehr finden können, als über die Körper der
Entdecker hinweg. Auch dies geſchieht nur im
aller=
äußerſten Falle und bloß von den tollkühnſten Ver=, die bei Ertappung wegen ihrer Vorſtrafeni
eine laugjährige Zuchthausſtrafe zu gewärtigen haben
und aus dieſem Grunde vor dem Furchtbarſten nicht
ſchenen; aber ſelbſt da kann man immer noch
anneh=
men, daß ſie es mehr auf eine Unſchädlichkeitsmachung
wie auf einen Totſchlag abgeſehen. Die Mehrzahl der
Berliner Verbrecher ſchreckt vor Blut zurück. Ein
großer Teil der jährlich in Berlin vorkommenden
Mordtaten hat mit der, wie man ſagen könnte, „
be=
rufsmäßigen” Verbrecherwelt nichts zu tun. Haß, Neid,
Eiferſucht, Rache, Jähzorn, Verzweiflung ſind in den
weitaus meiſten Fällen die Beweggründe, wobei
her=
vorzuheben iſt, daß, was Mord und Totſchlag
anbe=
langt, nach der deutſchen Kriminalſtatiſtik der
Prozent=
ſatz für Berlin ein günſtigerer iſt, wie für andere
Pro=
vinzen und Länder.
Die allgemeine Statiſtik über kriminelle Vergehen
dürfte freilich für Berlin ein anderes Ergebnis
zei=
tigen, auch darin nehmen wir’s mit den anderen
Haupt=
ſtädten auf. Bei uns geht ja alles gleich ins Große,
das freut die Berliner und verſtärkt ihren Stolz auf
ihre Stadt! Welch’ gewaltigen Umfang hatte der
Pro=
zeß gegen die „Wahrheit” angenommen, der mit der
Freiſprechung des wegen Erpreſſung angeklagten
Zeit=
ungsherausgebers endete, und von nicht minderer
Ausdehnung dürften die am Mittwoch in Moabit
be=
gonnenen, die kürzlichen Straßenunruhen
betreffen=
den Gerichtsverhandlungen werden. Rechnet man doch,
bei 40 Angeklagten mit etwa 400 Zeugen, unter denen
ſich auch die ausländiſchen Journaliſten befinden, die
eine ſo unangenehme Erfahrung mit unſerer Polizei
gelegentlich ihrer Moabiter Erlebniſſe gemacht.
Kammn-Zug-Regler
Gebrauchsmuster 384091. Patent angemeldet.
Kein Rauch, keine Gase mehr in Zimmer,
Küche etc. Keine Reparaturen. Billiger denn
jeder Kaminaufsatz. (B22029
Auskunft bereitwilligst durch
Gg. Kugel
Architekt
Wittmannstrasse 4.
Telephon 763.
ſuches Rechenereinel
über die Rentabilltät von Schmldt’s Waschmaschine.
In einem Monat Koster die Wäsche in einem mitteren Maushatt
bel Handwäsche:
1 Waschfrau 2 Tage 5. Mark 3.60. . Mark 6.00 1 pro Jahr
,20 Stunden Feuerung à. 10 Pfennig: 200
0.25 7 also M. 89
2 Tage Beleuchtung.
Mit Orininal Sahmidt’s Waschmaschine
ohne Waschfrau, nur mis dem Mädchen:
Nur 5Stunden Feuerung à 10 Pf. . . Mark 0.50 N pro Jahr
also N. 6.-
Beleuchtung nicht nötig : 10 Pf.;
Sle eparen also in einem Jahr mit SChMTDTs Waschmaschine
Ml. 93.06. Die Maschine macht sich also fast im ersten
halb. Jahr bezahlt, u. die Wäsche kostet dann nur das bisschen
Selre, die bei der Randwäsche natürl. auch nötig ist.
Auser-
dementreh. Sio den masslosen Ansprüchen der Waschfrauen u.
Verhalt. füreWäsche viel: tadellbs. Mehraie 250 ooo St. imée-H (219620f
M brauch. —Verknufestellen-Nachweis dureh 6. Koch, Berleburg.
Waufe alte Zahngebisse, 1 Zahn 30 Pf. G. Best
Rolles5 Pfg. Rhön=
MA Ludwigshöhstrasse 60, 1. St. (21199a (Tapezteren ring 97, I. (*27801so
C)
E
U m zu
in der Stadt, ſowie nach auswärts erledigt gewiſſenhaft und
pünktlich bei billigſter Berechnung.
(22032a
Albert Vogt, Möbelspedition,
Gutenbergstrasse 1.
Ecke Heinheimerstrasse.
IADE
Canin-Colliers 6.50, 5.50, 4.75, 3.50, 3.25 und 2.95
Farbige Colliers . 3.50, 6.75, 5.25, 4.75 und 4.25
18.00, 15.00, 12.50,
Seal-Canin-Colliers 9.50 . .
. und 8.75
Tibet-Colliers weiß u. schwarz 18.50, 16.50, 14.50, 12.75
35.00, 28.00, 25.00,
22.00, 18.50, 15.50
Nerz-Murmel-Colliers
Skunks-Colliers imit. 40.00, 35.00, 28,00, 25.00
Kinder-Pelze weiß u. grau
von 1.15 an
Kinder-Garnituren
weiß und farbig von 1.65 an
Knaben-Pelze
von 95 Pfg. an
Knaben-Garnituren
Pelz und Mütze von 2.40 an
Krimmer-Garnituren
für Kinder von 5.80 an
Mufflon-Garnituren
für Kinder von 9.75 an
Wße. Tibet-Garnituren
von 10.50 an
Einz. Kinder-Muffe
in grosser Auswahl.
Beachten Sie unsere Ausstellung
von Pelzwaren am Eingang!
Gebr. Meuhiserkid
22009)
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins.
Markt 2.
[ ← ][ ][ → ]Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12, November 1910.
Nummer 268₰
Auch auf anderen Gebieten des öffentlichen Lebens
ſoll bei uns eins das andere übertrumpfen. Iſt unſere
Stadt um irgend etwas Großes und Schönes bereichert
worden, ſo dauert es gar nicht lange, und es entſteht
etwas noch Größeres und möglichſt Schöneres. An
Konzerthallen fehlte es uns nicht, trotzdem wurde die
Markthalle in der Mauerſtraße zu einem rieſigen,
„Clon” betitelten Konzertſaal umgewandelt, in
wel=
chem nachmittags ſogar unentgeltlich Promenaden=
Konzerte ſtattfinden. Daß dieſe nicht allzu reichlich
be=
ſucht ſind, ſpricht für die Tätigkeit unſerer
Bevölke=
rung; ſie hebt ſich Luſt und Zeit zum Bummeln für den
Abend und die Nacht auf. Na, und daß es da nicht an
ſtets ſich ergänzender Abwechſelung fehlt, dazu wird auch
zur Genüge geſorgt durch den ſchon erwähnten
Wett=
kampf des ſtets ſich Ueberbietens. Bald werden wir ja,
da der erſte Eispalaſt glänzend eingeſchlagen und
brillante Geſchäfte macht, einen zweiten derartigen
Sport=Palaſt in der oberen Potsdamer Straße
er=
halten, der natürlich noch viel umfangreicher und
be=
quemer ausgeſtattet ſein wird, wie der erſtere, und auch
der großen Rollſchuhbahn am Kurfürſtendamm
ſoll demnächſt eine noch größere im Innern der Stadl
folgen. Durch dieſe ſportlichen Vergnügungen iſt
übrigens unſerem weiblichen Element ein ganz neuer
Berufszweig erſchloſſen worden, denn täglich kann man
in den Zeitungen Ankündigungen finden, daß gewandte
Eis= und Rollſchuhläuferinnen „von ſtattlicher Figur”
gegen gutes Gehalt geſucht werden!
Uebrigens ein ganz unterhaltender und nicht allzu
anſtrengender Beruf, von dem ſich unſere Großmütter
und Mütter wahrlich nichts hatten träumen laſſen! Wie
auch von manch anderem nicht, was die moderne
Frauenbewiegung anbelangt, u. a. nicht von
jenen gegenwärtigen Auseinanderſetzungen zwiſchen
Profeſſor Dr. Hans Delbrück und einem Teil der
weib=
lichen Hörerinnen unſerer Univerſität. In einem im
letzten Heft der Preußiſchen Jahrbücher
veröffentlich=
ten Aufſatz rügt in ganz ſachlicher Weiſe der
hervor=
ragende Gelehrte, welcher der Zulaſſung der Frauen
in unſeren Univerſitäten ſtets lebhaft das Wort geredet,
das Benehmen jener Studentinnen, die ſich
Kff
an der kürzlichen Univerſitätsfeier, d. h. an dem
Fackel=
zug und dem großen Kommers, beteiligt. Das
Wan=
dern der in ſchlechte Kleidung gehüllten,
fackelſchwin=
genden Studentinnen durch die Berliner Straßen,
wo=
bei ihnen ſeitens des Janhagels wenig liebenswürdige
Zurufe zuteil wurden, und ihr Umherſitzen an den
Biertiſchen im rauchgefüllten Saal, ſowie ihr Mitſingen
von Burſchenliedern, die nur für die männliche Jugend
gedichtet wurden, nennt Delbrück eine Parodie auf das
Studententum. Und er ſchließt ſeine Mahnung: „Iſt
ſchon für den Mann Takt und Geſchmack ebenſo wichtig
wie gelehrtes Wiſſen, ſo iſt bei der Frau ein Verſtoß
gegen Takt und Geſchmack durch noch ſo viel gelehrtes
Wiſſen nicht aufzuwiegen; jedes Symptom, das darauf
hindeutet, daß das Univerſitätsſtudium die Frauen in
ihrer Weiblichkeit ſchädige, iſt daher vor die
Oeffentlich=
keit zu bringen und zu bekämpfen.‟ Dieſe Delbrückſchen
Auslaſſungen haben im Kreiſe unſerer Studentinnen
eine recht geteilte Aufnahme gefunden. Viele der
jungen Damen ſtimmen durchaus mit dem Profeſſor
überein, andere nehmen gegen ihn eine ſtreitbare
Stellung ein. Die letzteren ſind natürlich „diejenigen,
welche” man weiß, was darunter gemeint iſt. Sie, die
im Fackelzuge mitmarſchiert und beim Kommers
mit=
getrunken und mitgeſungen, drücken in allerhand
Er=
klärungen die Hoffnung aus, daß gerade dieſe ihre
„Mitwirkung” allmählich die Kommerſe von manchen
„Schlacken” reinigen würde, ſo daß dann alle
Kommili=
toninnen ohne Zagen ſich beteiligen können. Das
frei=
lich iſt eine Hoffnungsfreudigkeit der jungen Damen,
die keinerlei Verwirklichung finden wird, ſagen wir
ehrlich, glücklicherweiſe!
Und eine ähnliche Hoffnung möchten wir
aus=
drücken betreffs des Unternehmens, das Theater in den
Zirkus zu verlegen. Das konnte natürlich nur Max
Reinhardt, dem Direktor des „Deutſchen Theaters”
vorbehalten ſein, der als theatraliſcher Uebermenſch
noch die Meininger übermeiningern wollte! Da er
hierzu keine Bühne fand und finden konnte, wählte er
die Manege des Zirkus Schumann und nahm ſie
wie den ungeheuren Zuſchauerraum zum Rahmen einer
Oedipus=Aufführung mit Maſſenwirkungen.
E
e
Ohne Zweifel an ſich ein intereſſantes Experiment, aber
auch nichts mehr. Einen außerordentlich feſſelnden
Anblick gewährte der bis zum letzten Plätzchen gefüllte,
gewaltige Raum; unten geſpannte Erwartung ſeitens
der aus den beſten Kreiſen ſich zuſammenſetzenden
Be=
ſucher und Beſucherinnen, oben ſo etwas wie
Ulkſtim=
mung, die aber ſchnell verſchwand. Denn ungemein
eindrucksvoll und farbenreich waren viele der Szenen
mit ihrer ſuggeſtiven Gewalt der fortreißenden
Maſſen=
haftigkeit, ſie zündeten und fanden rauſchenden Beifall,
den ſie auch in jeder Hinſicht verdienten. Sophokles
ſelbſt freilich kam am wenigſten zur Geltung, zumal
die Hugo von Hoffmannsthalſche Ueberſetzung, richtiger
Ummodelung, der Griechentragödie gewählt worden
war. Keine gute Wahl, denn der Wiener Poet ſetzt
dem echten Fremden zuviel unechtes Eigenes hinzu.
Auch die Darſtellung war nicht auf der Höhe, ſie ließ
manches in der ausgereiften Geſtaltung vermiſſen,
gerade das, was tiefaufwühlend uns erſchüttert und
ergreift.
Einen echten Dichter und feinfühligen Schilderer
ernſter ſozialer Fragen der Gegenwart lernten wir in
dem Holländer Frederik van Eeden kennen,
deſſen Tragikomödie „Ysbrand” die „Neue Freie
Volksbühne” zum erſten Male zur Aufführung
ge=
bracht. Es iſt das Schickſal eines Sonderlings, das
hier dramatiſch bearbeitet wurde, in ſtiller,
träums=
riſcher Weiſe ohne grelle Effekte, aber gerade deshalb
uns umſo menſchlicher berührend. Mehr eine Tragödie
iſt’s, wie Komödie, erſtere mit manch tiefem Einſchnitt
in unſere geſellſchaftlichen Verhältniſſe, letztere mit
wehmütigem Lächeln über die Irrungen und
Wirrun=
gen derſelben. — Von dem im „Neuen
Schauſpiel=
hauſe” als Neuheit gegebenen dreiaktigen Luſtſpiel
„Sternen=Hochzeit” von Biſſon und
Thur=
ner iſt wenig zu ſagen und leider gar nichts
Rühmen=
des. Das Stück läßt jenen Uebermut vermiſſen, an den
uns die Franzoſen gewöhnt, und nicht nur das allein,
auch ihren Geiſt, der uns ſonſt für manche
Fragwürdig=
heit entſchädigt. Zudem war die Ueberſetzung nicht
ſonderlich gut und das Tempo der Darſtellung ein viel
zu ſchleppendes.
§.0 N5 162.
Natürliche Minenlwaser
ACHINGE
von vorbeugendem
Ein-
fluß bei Gicht,
narnsaurer Diathese,
Diabetes mellitus
(Zuckerkrankheit).
3.0 NI64
Natürlichs Minenluaser
Tchtnd
von vorbeugendem
Einfluß
bei Erkrankungen
der Verdauungsorgane
(Sodbrennen).
AON0IC
Mineralunsser
Natürliches
ICAinG
von
vorbeugendem Einfluss
bei
Nieren- u.
Blasen-
krankheiten.
45NIC4
F Mineralwasser
Nafürliches
EACEMGE
(K16275,46
Trotz der großen Steigerungen der Rohkaffeepreiſe
offerieren wir:
fein u. aromatiſch
Spezial-Mischung
Pfund 150P=
21961
Selelakete
M
Eleganter Salon=Kronleuchter
für Petroleum mit 6 Kerzen u. hochf. Glocke,
faſt neu, Liege= u. Sitz=,
Kinderwagen z. ver.,
(*27715
ein Zimmertiſch mittelgroß, 10 Mk.
Riedlingerſtraße 41, 1. Stock.
(pol.), Petroleumlüster (Ma=
Vertilb jolika) mit 6 Kerzen, gelütt.
Türvorhang mit Zubehör billig zu ver=
2. Stock.
kaufen.
Näheres Lagerhausſtr. 23, (*27802
Pianino
kreuzſaitig, mit vollem edlem Ton, ſchönes
Aeußere, billig zu verkaufen Eberstadt,
alte Darmstädterstraße 4. (21964a
Gebrauchte
Patent=Gehrungſäge
gut erhalten, zu kaufen geſucht. Offerten
unter J 68 an die Exped. ds. Bl. (21981
Kinderſchlitten,
Zu verkaufen: Zinkbadewanne für
Kinder, Puppenwagen, Aquarium, gut
erhalt. Ueberzieher und verſch. Kinderkleider
von 6—8 Jahren Mathildenſtr. 7, pt. (*27836
Ein neuer Herrenüberzieher
w. z. eng. Riedlingerſtraße 41, I. (*27716
ſchöne 3=Zimmer=
Wegen Wegzug wohnung ſofort
zu vermieten Schuknechtſtr. 58, pt. (*27822
ut erhaltener Knabenüberzieher billig
zu verkaufen. Für das Alter von
10—12 Jahren. Blumenthalſtr. 53. (*27827
prachtv. Oekgemälde, 88: 66 groß,
(*27826
preiswert zu verkaufen
Magdalenenſtraße 9, Manſarde.
gut erhalten, billig zu
(*27825
Fahrrad, verkaufen
Ph. Fieberling, Landwehrſtraße 25.
Ein ſchöner Herren-Havelock für 5 M
zu verkfn. Eliſabethenſtraße 60. (*27795
Schade & Füllgrabe’s Malz-Kaffee
garantiert echtes Malz, Pfund 20 und 25 Pfg.
S. 63 E
Konſum=Qualität,
garant. rein, loſe Pfd. 6 Pfg.
feine Sorten in Pak. à ¼ Pfd. 35, 40, 45, 50, 65 Pfg.
Schokolade garantiert rein, Pfund 58 Pfg.
feine Qualitäten in Taf. à 10, 15, 20, 25 Pfg. u. höher
Schade &. Füllrabes
fein in Qualität, billig im Preis.
Cevion-Mischung, hräftig, aromatiſch, ſehr ausgiebig
¼4 Pfund=Paket 50, 70 Pfg.
China-Mischung, ſein aromatiſch
8 Pfund=
¼4 Pfund=
Paket 30, 30, 100 Pfg. Paket 29, 40, 50 Pfg.
Telephon 1363,
Kirchstrasse 10
Bessungerstrasse 86, Magdalenenstrasse 23,
Elisabethenstrasse 36, Rossdörferstrasse 12,
Darmstadr.
Wenckstrasse 32.
Liebigstrasse 4.
(21983
öintertackett 5 Mk.,
Zu verkaufen Pelzbolero 5 Mk.,
Herrenpaletot 8 Mk., blaues Koſtüm 10 Mk.
Näheres Expedition ds. Blattes. (*27798
guter ſchwarzer Pa=
Zu verkaufen letot f. ſt. Figur,
ſchöne braune Winterjacke, Gr. 44. Zu
erfragen in der Expedition d. Bl. (*27810sid
Shatar
ist ein echter, alter
Weinbrand-Cognac
erzeugt aus reinen Naturweinen.
Brennereien: Rüdesheim a. Rh.
und Cognac (Frankreich).
Zu haben in den einschläg. Geschäften.
Preisaufgabe Asbach „Vralt‟
Mk. 10 600 Preise. (21991a
Schlafzimmer
in allen Holz= und Stilarten von
250 bis 650 Mark (*27871
Diwans
Nur eigenes Fabrikat von 65 bis 120 Mark
mit 15 jähr. Garantie.
Pallas-
Mäbelgesch. Eriedr. Steinel,wiesenstr. 27
E
Mochste
Preiſe zahle ich für getragene Herren=
und Damenkleider, Stiefel und Wäſche.
Jeden Mittwoch hier. Off. unt. F 44 an
(21812dsi
die Expd. ds. Bl.
2 m8, 10 m.,
Ein &radriger Handwagen ſowies
Rähm=
linge, 2,40 m l. 10 cm br. u. 1 neues Sopha
bill. abzug. Kaupſtr. 25, 1. St. (*27874
Faß (350 Liter), 2 kleine Fäſſer,
&4 Einmachſtänder, Topfbrett zu
ver=
kaufen. Schäfer, Karlſtraße 28. (*27811
guterhalten, zu
Damen=Fahrrad käufen geſucht.
Offerten unter J 62 an die Expd. (*27809
Ein Paar lange Schaftenſtiefel zu
ver=
kaufen (43) Hochſtraße 2, III, r. (*27823
faſt neues Sofa für 20 Mk. zu verkaufen
— Kiesſtraße 135, part.?2
127659ds)
Speisekartoffein!
in altbekannter, gutkochender Qualität liefert
billigſt
frei Haus Georg Schickel
Friedrichſtraße 36, Telefon 1911. (22030a
Dette junge Hafer=Maſtgänſe, 8—12 Pfd.
ſchw., à Pfd. 55 Pfg., fette Enten à Pfd.
60 Pfg., junge Maſthähuchen à Pfd. 55 Pfg.
friſch geſchlacht. u. ſauber gerupft verſ. geg.
(22023
Nachnahme
H. Kropat, Pokraken, Oſtpr.,
Geflügelgroßmäſterei, gegr. 1884.
Nummer 266₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Seite 31.
von
Mk. 450 an
mit
hohem Rabatt
Sach
auf
Teilzahlung
Mand, Römhildt, Seiler
etc. etc-
(nur Weltfabrikate).
Leopold Schutter
Telephon 815 Elisabethenstr. 12
Größtes Pianolager am Platze.
Gebrauchte Instrumente von Mk. 200.− an.
Mietinstrumente von Mk. 3.— an. :: (17614a
Deutſcher und Oeſterreichiſcher Alpenverein
Sektion Darmstadt (E. 0.)
— Gegründet 1870.
Sonntag, den 13. November 1910,
Ausflug nach Auerbach
(Darmstadt-Lützelbach-Auerbach).
(21970
Abmarſch vom Böllenfalltor 8 Uhr vormittags.
Der Vorstand.
Kammermusik-Vereinigung.
Hofrat de Haan, Hofkonzertmeister Schmidt, Konzertmeister
Borne-
mann, Hofmusiker Schwerley und Andrä.
Sonntag, den 13. November, vormittags 11 Uhr,
Musikvereinssaal, Steinstrasse 24:
Seen
2
2. Matinee.
Mozart
Divertimento Es-dur. Trio für Violine, Viola und Violoncello.
Klaviertrio B-dur.
Streichquartett D-dur.
(21990
Karten in der Hofmusikalienhandlung L. Schutter, Elisabethenstrasse.
K
Schutzennlun „immergrun Darmstadt.
Vom 12. bis zum 27. November hält der Klub
Grosses Preisschlessen
im Lokale des Herrn August Rädge, Schwanenstrasse 49
(*27837
ab, wozu Gönner und Freunde dieſes Sports freundlichſt einladet
Der Vorstand.
Geſellſchaft Reichsadler.
Sonntag, den 13. November, abends 7 Uhr
Abendunterhaltung mit Tanz
im Mathildenhöhsaale, Dieburgerstrasse.
Freunde und Gönner ladet freundlichſt ein.
Der Vorstand.
(*27829
Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfennig.
Darmstädter Männer-Gesang-Verein
Grosses Herbstfest
am Sonntag, den 13. Nov., nachm. 4 Uhr
im KAlSERSAAL.
Konzert, Gesangs- und humoristische Vorträge.
Eintritt frei!
Eintritt frei!
Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein
Der Vergnügungs-Ausschuss.
21845ds)
H
N
SN2EN
von Professor
Armester
Mitwirkung Hofpianist E. v. Stefaniai
Montag, den 1. November, abends 8 Uhr
in der Turnhalle, Woogsplatz.
PROGRAMM:
Brahms: Sonate A-dur, Goldmark-Konzert A-moll, Klaviersolis, Stücke von Bach,
Beethoven, Haydn, Hummel, Mendelssohn, Schumann,
Caprice B-dur u. A-moll: Paganini.
Billettverkauf in der Hofmusikalienhandlung G. Thies, Elisabethenstrasse
Mark 5.— 4.— 3.— 2.— und 1.—
(21843ds
Freireliglöse Gemeinde Darmstadt.
Erbauung
Sonntag, den 13. Nov., vorm. 10 Uhr, im Saale der Loge, Sandſtr. 18
geleitet durch Herrn Prediger Bloch aus Offenbach, unter freundlicher Mitwirkung
eines Männerchors.
(21904fs
Thema: „Freireligiöse Jugenderziehung.‟
Unmittelbar nach der Erbauung Gemeindeverſammlung.
Tagesordnung: Vorſtandserſatzwahl, Mitteilungen.
Mitglieder und Intereſſenten ſind gebeten, recht zahlreich zu erſcheinen.
Zur Martinskirchweihe.
Sonntag, den 13. November, nachmittags 4 Uhr ab
KONZERT
ff. Bier, ſelbſtgekelterter Apfelwein, gutgepflegte Weine, Martinsgans.
Georg Gunder, Wirt,
Es ladet freundlichſt ein
*27843)
Gardiſtenſtr. 13.
Biners und Soupers à M. 1.20, im Abonnement 10 Karten M. 10
Fürstenhalle-Weinrestaurant
mit Bier im Glas
Fürstenbergbräu — Spatenbräu
Elisabethenstrasse 6. I. Stock. Telefon 700.
(20796a
Auf zur Martins-Kerb!
Sonntag, den 13. November
Grosse Tanz-Musik
zur Feier der 25 jährigen Wiederkehr der
Martins-Keiks
wozu freundlichſt einladet
(*27844
Peter Barth, Pankratiusstrasse 29.
Anfang 5 Uhr. Für vorzügliche Speiſen und Getränke iſt beſtens Sorge getragen.
Ernst-Lüdwigstr.
am weissen Turm
Gemät. Familien-Gafe
Cate Unlten Tag u. Nacht geöffnet.
Berliner Weisse, Grätzer, Billard, Vereins- u. Fremdenzimmer. (18081a
Warme
Interzeug
C
für Kinder
Lg. 60 70 80 90 100 110 cm
Normal-Leibhosen!
gute Qualität 75Pf., 90Pf., 105 120135 150
Leibhosen mit angewebtem Futter . . . von 80 Pf. an
Normal-Hemden Achselschluss . . . von 1.30 an
Normal-Hemden Vorderschluss . . . von 1.40 an
Normal-Hosen ohne Leib . . . . . von 1.20 an
. von 1.15 an
Normal-Jacken. . .
für Herren
Normal-Hemden Vorderschluss . . . von 1.15 an
von 95 Pf.an
Normal-Hosen . . . . .
.. von 95 Pf. an
Normal-Jacken . . . . .
Herren-Hosen mit angewebtem Futter, von 1.35 an
Gestrickte Herren-Hosen . . . von 1.25 an
Sweater
Knaben-Sweater . .
. von 80 Pf.an
Knaben-Höschen gewebt . . . . . von 2.30 an
Knaben-Anzüge Sweater und Höschen von 4.95 an
Gebr. 1. TOchschild
Mitglied des
Markt 2
Markt 2
Rabatt-Sparvereins.
(22010
Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Livréen
für Lift-Boys, Diener und Kutscher
s: Lakai- und Portier-Livréen n
in fertig und nach Mass
Muster zu Diensten
Muster zu Diensten
N
5D
ege
Darmstadt
Schillerplatz 5 Spezial-Haus für elegante Herren- u. Knaben-Kleidung Schillerplatz 5
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins
(21973)
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins
Frauenverein der Südostpfarrei
der evang. Stadtgemeinde Darmstadt E. V.
Montag, den 14. November, nachmittags 4½ bis 6½ Uhr im Gemeindehaus
Kiesſtraße 17
Tee mit muſikaliſcher Unterhaltung
zum Beſten der Kleinkinderſchule des Vereins.
Mitwirkende: Herr Hofrat Edward (Hexenlied von Wildenbruch=Schillings), Fräulein
Wilhelmine Weinmann (Klavier), Herr Bruno Stumpf (Violine).
Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden.
Der Vorstand:
Frau Finanzrat Balſer, Frau Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Fräulein G. Kayſer,
Fräulein J. Marloff, Frau Major Schaefer, Frau Profeſſor Dr. Schäffer,
Ober=
leutnant Sturt, Pfarrer Kleberger.
(21917
Vereinigung der Freunde deutſcher Schrift.
Montag, den 14. November 1910, abends 8¼ Uhr
im Fürſtenſaale (Grafenſtraße)
Erörterung der Frage:
iſche Buchſtaben?
Deutſche oder lat
Vortragender: Stadtverordneter Seminarlehrer Pickert.
Nach dem Vortrage freie Ausſprache.
Jedermann willkommen. — Eintritt frei.
(21985
Südwestdeutscher Vortragsverband (Stz Frankfart u. 1.)
Oeffentlicher Vortrag von Friedr. Jaskowski
Leipzig
Sonntag, den 13. November, abends 8½ Uhr
im Mozartsaale, Schulstrasse 8
Der sinnbildliche Gehalt von Richard Wagners
Parsival.
Eintrittskarten zu 1 Mk. (reservierter Platz) und zu 50 Pfg.
Vor-
verkauf in der Bergsträsser’schen Hofbuchhandlung, daselbst ist auch
die zur Einführung der Zuhörer vom Redner verkasste Broschüre
erhält-
hältlch (Preis 20 Pfg.)
(*27556ms
Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Morgen Sonntag von 4 Uhr ab
Tanzkränzchen.
Eintritt frei.
(*27913
„Konstantia‟ Darmstadt
Verein für kath. Kaufleute und Beamte.
Sonntag, den 13. November I. J.:
2
Feier des r. Stiftungsfestes.
Vormittags 9½ Uhr in der St. Eliſabethenkirche
Festgottesdienst.
Abends präzis 8 Uhr im Konkordiaſaal, Waldſtraße 33,
it Tanz.
Musikalisch-thedtralische Abendunterhaltung
Gäſte ſind willkommen, und bittet man, Eintrittskarten ſchriftlich bei dem
Vor=
ſtande einzuſordem.
Der Vorstand.
22040)
Maturheilverein Darmſtadt
eingetragener Verein
Sonntag, den 13. November 1910
SpaziergangmCraiſa
(Sinn)
Abmarsch 2½ Uhr am Böllenfallentor.
(22038
Heitarmt Tarmhalle ſoespfat.
Empfehle hiermit meinen bekannt
guten Mittagstisch zu 70 Pfg. — 1.20 Mk.
Abonnenten erhalten Vorzugspreiſe.
Auswahl in Abendplatten für 60 Pfg.
ſowie preiswerte und reichhaltige Speiſenkarte.
Im Ausschank: Rhein- und Moselweine, hiesiges Bier
4/10 Liter 12 Pfg. und Münchner Bier.
Michael Schnellbacher, Restaurateur.
Turnhalle — Woogsplatz.
*27796)
An einem geschlossenen feinen
Tanz kur
können noch drei bessere Herren unter sehr coulanten
Beding=
ungen teilnehmen. Näheres
(*27851so
Pensionat Wagner, Neckarstrasse 10.
4. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
ze 250.
Sanstag, 12. Robenber.,
1910.
Oeffenticher Vortras
über Spiritismus
Kaufm. Vereinssaal, Grafenstr. 18
Sonntag, den 13. Nov., 8 Uhr abends
Ist die Qual des Sünders ewig ?.
Eintritt frei für jedermann! (*27910
Samstag, den 12. November:
e ler
(21980
Aug. Englert,
Ballonplatz 4.
Neu eröffnet! (27924
„Zum Schwan‟
Georgenstraße 1½ Ecke Rheinstraße
Modernes, solides Speise-Restaurant
Diner — Souper
Vorzügliche Weine
Reichhaltige Abendkarte.
Restaur. Weisses Ross
Sandſtraße 38.
Heute Samstag, 12. Novbr.
Metzelsuppe.
Morgens
Wellſteiſch mit Kraut.
*27853)
H. Steinhaus.
Restaur. zum Schleferstein
Heute, Samstag 12. Novbr.
*27898)
wozu freundlichſt einladet
Peter Stolz.
Trotz ihrer Größe
brillante Qualität.
Jedem Raucher zu empfehlen.
an. Nähmaſchinen werden
Reparaturen billig u. gut ausgeführt von
Theod. Gunkel. Alexanderſtr. 11, II. r. (*27751saim
Hintergründe
chaufenster fertigt I.
Dekorations=
ler. Offerten u. J 80 Exped. (*27882
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſowie Veinlängen auf der
Maſchine billig und prompt.
Heinheimer=
ſtraße 20, 3. Stock.
(2827a
Neuſtricken und Anſtricken von
trümpfen, Socken, Unterhoſen auf
rſchine billig und prompt (B21470
rau Sahm, Orangerie=Allee 9
chgelegenheit täglich, Hauptſchachtag
en Donnerstag, von 2 Uhr an
Café Hecker, Liebigſtr. 7.
Grosse Sendung eingetroffen
Echte 1horh. 1 letterkuchen
von Gustav Weese, K. K. Hoflieferant
Nürnberger Lebkuchen
von Hch. Haeberlein, Hoflieferant
(22052
Echte Basler Leckerli
Feinst. Braunschweiger Honigkuchen.
Georg Ludwig Kriegk, 17 Ecke Rhein- u. Grafenstr. 17.
Samstag 12. November
(*27833
wozu freundlichſt einladet
Friedrich Stroh
Ecke Fuhrmann= u. Pankratiusſtr.
Restauraion Hawerkaste
Eliſabethenſtraße 39.
Heute Samstag:
SMletzeisuppe
Von 8 Uhr ab Wellfleiſch mit
Kraut. Hierzu ladet freundlichſt ein
Em. Friebis.
21988)
Restauration „Zum alten Fritz‟
Gardistenstrasse 33.
Samstag, den 12. November 1910
(*2732
hierzu ladet ein
Joser Eyberger.
Samstag, den 12. Nov. 1910:
mit Konzert.
Es ladet freundlichſt ein Jakob Reitz, Rest.
z. Fürstenauer Bof, Roßdörferſtr. 1. (*27710fs
Samstag, den 12. November 1910
6
Zuh
wozu freundlichſt einladet
(*27779fs
Familie Geiss
Gasthaus „Zur Stadt Darmstadt‟.
(22034
finden Sie bei jedem meiner Kleidungsstücke.
Ulster . . . . . . . . 25 27 36 g. 56
aus schönen modernen Stoffen, ein- und zweireihig, schick verarbeitet
Mk.
Paletots . . . . . . . 22 29 34 p. 59 a.
in dunklen, farbigen Dessins, in eleganter Ausführung
Anzüge . . . . . . . 21 27 32 u. 63 m.
in sehr soliden Stoffen, in vorzüglicher Verarbeitung
Gehrockanzüge . . . 48 56 63 bi. 75 m.
tiefschwarz, aus Satin, Kammgarn und Tuchkammgarn
Burschen- u. Knaben-
Ulster, Paletots, Cäpes
in allen Preislagen
Lodenjoppen, Cäpes,
Bozner- und Gummi-Mäntel
Knaben-Sweater-Anzüge:: Knaben-Mützen
Nach wie vor bleibe ich bemüht, in allen Artikeln nur das Neueste und
Solideste zu den denkbar billigsten Preisen in den Verkauf zu bringen.
Bitte Schaufenster zu beachten
3 Ludwigstr. 3
Darmstaut
3 Ludwigstr. 3
Schwarz-weisse Rabattmarken.
Telephon 806.
Telephon 806.
Spezialhaus für moderne Herren- und Knabenkleidung.
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nahrchten des Suwderaut Daruſahtl.
Beöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 2. Nov.: Dem Kellner Georg
Schneider, Große Kaplaneigaſſe 29, e. S. Robert. Am 8.:
dem Techniſchen Eiſenbahn=Oberſekretär Ludwig
Tho=
mas, Friedrichſtr. 28, e. S. Georg Ludwig Heinz. Dem
Fabrikarbeiter Johannes Schlander, Heinheimerſtr. 96,
e. S. Adam. Am 6.: dem Elektromonteur Joſeph
Petry, Erbacherſtr. 121, e. T. Erna Anna Eliſa. Am 7.:
dem Bureaudiener Konrad Hellmund, Neckarſtr. 4, e. S.
Georg Heinrich Johann Konrad Peter. Am 8.: dem
Fabrik=
arbeiter Konrad Wembacher, Liebfrauenſtr. 53, e. T.
Margareta. Am 6.: dem Gaſtwirt Karl Blome,
Schloß=
gaſſe 27, e. S. Philipp Karl. Am 3.: dem Fahrburſchen
Jakob Rettig, Arheilgerſtr. 68, e. T. Hildegard. Am 9.:
dem Reſtaurateur Karl Teuſchler, Aliceſtr. 27, e. T. Anna
Johanna. Am 3.: dem Sanitätsobmann Wilhelm
Schmidt, Bismarckſtr. 28, e. T. Katharina Marie. Am 8.:
dem Schreinermeiſter Ludwig Debus, Pankratiusſtr. 4,
e. S. Edwin Ludwig.
Aufgebotene. Am 7. Nov.: Konditor Leo Marzelin
Reinfurt, Wilhelminenſtr. 6, mit Verkäuferin Elſa
Ger=
trud Noack, Ahaſtr. 22. Am 8.: Pferdehändler Ferdinand
Wartensleben dahier mit Auguſte Klein in Hohen=
Sülzen. Am 9.: Steinhauer Valentin Metzler in
Rein=
heim mit Maria Ziergöbel in Zeilhard. Oberlehrer Dr.
Ludwig Diehl, Hochſtr. 112, mit Anna Johanna
Eliſa=
beth Schlatter, Kiesſtr. 89. Handarbeiter Wilhelm
Moldan in Ebersberg mit Karoline Häußner
ebenda=
ſelbſt. Bauingenieur Friedrich Heinrich Julius Ziegler
in Bensheim mit Anna Martha Möbius in Wittenberg.
Bierfahrer Friedrich Karl Auguſt Wiedewilt, Kaupſtr. 5,
mit Dienſtbote Sophia Katharina Weber in Erbach i. O.
Am 10.: Dragoner im Großh. Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23 Valentin Mag dahier mit Wilhelmine Rühl in
Frankfurt a. M. Taglöhner Heinrich Ahl, Holzſtr. 5,
mit Dienſtmädchen Katharina Jährling, Geiſtberg 4.
Schloſſer Lorenz Jakob Herget, Feldbergſtr. 47, mit
Maria Zimmer, Dornheimerweg 2.
Geſtorbene. Am 8. Nov.: Schreiner Karl Müller,
35 J., ev., König. Kaufmann Johann Schübbe, 21 J.,
kath., Alexanderſtr. 22. Gertrude Schneider, geb. Lang,
Ehefrau des Metzgermeiſters, 39 J., ev., Inſelſtr. 28.
Am 10.: Poſtſchaffner i. P. Bernhard Held, 75 J., ev.,
Wieſenſtr. 9.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Okt.: dem Trompeter im Feld=
Art.=Regt. Nr. 61, Guſtav Otto Stoeckner,
Franken=
ſteinſtr. 47, eine T. Katharina Maria Wilhelmine. Ein
unehel. S. Theodor Karl. Am 28.: dem Schneider
Heinrich Willwohl, Beſſungerſtr. 66, ein S. Heinrich.
Dem Schneider Johannes Blitz, Weinbergſtr. 45,
ein S. Johann Georg Friedrich. Am 2. Nov.: dem
Hausburſchen Franz Keil, Ahaſtr. 20, eine T.
Mar=
garete. Dem Lederzuſchneider Friedrich Stein,
Sand=
bergſtr. 19, eine T. Katharina. Am 5.: dem
Rechts=
anwalt Dr. Karl Wilhelm Georg Walz, Heinrichſtr.
156, eine T. Annalieſe Luiſe Eliſabeth. Ein unehel. S.
Johann Georg Friedrich. Am 7.: dem Lademeiſter
Johann Lenhart, Ahaſtr. 12, eine T. Anna Märia
Regina.
Aufgebotene. Am 31. Okt.: Schuhmacher Michael
Leski, Sandbergſtr. 49, und Eliſabethe Dechert,
Wingertsgäßchen 9. Am 7. Nov.: Schneider Heinrich
Johann Wilhelm Neuber, Martinſtr. 95 und
Mar=
gareta Kindinger, Heinrichſtr. 11. Am 10. Nov.:
Kaminfeger Ludwig Konrad Klenk zu Lampertheim
und Margarete Eliſabethe König, Annaſtr. 2.
Eheſchließungen. Am 29. Okt.: Pfläſterer Georg
Roth, Witwer, mit Anna Luiſe Schmiedel,
Roß=
dörfer Straße 121. Lehrer Jakob Jung, Am
Erlen=
berg 16, mit Henriette Sophia Hedwig Müller,
Kies=
ſtraße 110.‟ Am 5. Nov.: Finanzaſpirant Heinrich Georg
Hein, Nieder=Ramſtädter Straße 183, mit Anna
Wil=
helmine Kiefer, Klappacherſtr. 88. Schreinermeiſter
Friedrich Hühnergarth, Schießhausſtr. 49, mit
Eliſa=
bethe Egly zu Hetzbach i. O.
Sterbefälle. Am 30. Okt.: Depotarbeiter Karl
Wil=
helm Ihm, 58 J., ev., Wilhelmſtr. 55. Am 1. Nov.:
Rentner Karl Beer, 69 J., isr., Wilhelmſtr. 10. Am
5.: Konradiue Schmunk, T. des Bäckers, 15 Tage,
Beſſunger Straße 66. Am 6.: Taglöhner Ludwig
Chri=
ſtian Wilhelm Albrecht Müller, 56 J., ev.,
Ludwigs=
höhſtr. 9. Am 7.: Katharina Winter, geb. Appel,
Witwe des Taglöhners, 72 J., ev., Heidelberger Straße
40. Berta Katharina Sophia Külp, geb. Reinwald,
Witwe des Großh. Profeſſors, 74 J., kath.,
Mathilden=
ſtraße 34. Am 9.: Katharina Schmunk, T. d. Bäckers,
20 Tage, Beſſungerſtr. 66.
Nummer 266.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
25. Sonntag nach Trinitatis, den 13. November 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Mittwoch, den 16. November abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
— Nachm. um 6 Uhr: Pfarrer Vogel.
D. Diehl. — Vormittags um 11 Uhr: Kindergottes= — Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
dienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag den
18. November, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer abends um 5 Uhr: Beichte.
D. Diehl.
Ailitärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. 8½ Uhr: Div.=
Pfarrer Lic. Schettler. — Vorm. 10½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Feier zum 25=jährigen Ge= ¼7 Uhr: hl. Meſſe.
dächtnis der Einweihung der
Martins=
kirche. — Vorm. um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. den 13. November, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Prälat D. Flöring. Kollekte für die Jubiläumsgabe. Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um 8 Uhr:
Gemeindefeier im großen Saal der Turngemeinde
am Woogsplatz mit Anſprache und Geſängen. Kinder
unter 14 Jahren ſind nicht zugelaſſen.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Profeſſor Pfannmüller. — Vormittags 11 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends um 6 Uhr:
Oberhofprediger Ehrhardt.
aſſiſtent Zimmermann. — Abends um 8 Uhr: Familien= Katharina, geb. 14. Okt. Dem Taglöhner Anton Daniel
abend (Lutherfeier) im Gemeindeſaal.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 13. Nov.,
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Herr Birkholz. 1 30. Sept.
— Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſammlung. —
der „Stadt Pfungſtadt”: 3. Vortrag von Herrn Dem Landbriefträger Johann Georg Büttner S. Georg
freundlich eingeladen. Eintritt frei.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Katholiſche Gemeinden
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
Gelegenheit zur heil. Beichte.
26. Sonntag nach Pfingſten, den 13. November 1910
Kollekte für die Wallfahrtskirche in Pfaffen=Schwabenheim 1 mann Friedrich Emil Fiſcher T. Luiſe, geb. 12. Okt.
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
ſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Um 6 Uhr: Winkel und Dorothea Rindfrey.
Roſenkranzandacht. — Freitag, abends um 5 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Montag, nachmittags um 4 Uhr: Sakramentaliſche
Betſtunde. — Freitag, abends um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. — Samstag, vormittags um ½ 8 Uhr:
Generalkommunion der Mitglieder des St. Eliſabethen=
Vereins.
Predigt.
legenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 13. November 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. 1 des Gaſtwirts Jakob Petri, 1 J.. ſtarb 3. Nov. Ober=
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe bahnaſſiſtent i. P. Ernſt Ludwig Stier, 68 J., ſtarb 2. Nov.
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Feſt=
predigt des hochw. Herrn Prof. Lenhart=Bensheim. — Wilhelm Albrecht Müller, 55 J., ſtarb 6. Nov. Katharine
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martimolapelkezn Peſungem Samslag, den 12.
No=
vember, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
26. Sonntag nach Pfingſten, den 13. November 1910
Kirchweihfeſt
Kollekte für Pfaffen=Schwabenheim
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Feierliche Vesper.
6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 12. November,
26. Sonntag nach Pfingſten, den 13. November 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Ober ehrer Lie. Gaul. mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
Kapelle zu Pfungſtadt: 26. Sonntag nach Pfingſten,
Church of Engiand Service
13th November 1910
25th Sunday after Trinity
Divine Service and Holy Communion will be held in
the Hofkirche at 11,30 a. m.
dienſt. Pfarrer Knöpp. — Vormittags 11½ Uhr: The Rev. Canon Me Lulich, Bad Homburg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 3. Nov.: Dem Dachdecker
Jakob Menges T. Marie, geb. 26. Okt. 5. Nov.: Dem
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Weißbinder Philipp Daab T. Walda Theolinde, geb.
Pfarrer Jules Rambaud aus Lüttich. (Kollekte für die 1 25. Febr. 9. Nov.: Dem Fabrikarbeiter Bernhard Hofem
belgiſche Miſſion.) — Vormittags 11½ Uhr: Kinder= S. Adam Paul, geb. 19. Aug. 6. Nov.: Dem
Milch=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Abends 6 Uhr: Pfarr= händler Georg Leonhard Schellhaas T. Anna Margareta
Bernhard Renneis 2 S. Joſef u. Emil, geb. 25. Sept. 1910.
Johannesgemeinde: 6. Nov.: Dem
Regierungs=
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags1 baumeiſter Otto Sander S. Walter Otto Adolf, geb.
Martinsgemeinde: 3. Nov.: Dem Gärtner
Donnerstag, den 17. November, abends 8¼ Uhr, in Wilhelm Ruths T. Anna Marie, geb. 11. Okt. 6. Nov.:
Pfarrer Veller über: „Was dünkt Euch um Michael, geb. 22. Okt. 7. Nov.: Dem Weißbinder Ludwig
Chriſtus? Weß Sohn iſt er?‟ Jedermann iſt Rühl S. Wilhelm Auguſt, geb. 8. Aug. 9. Nov.: Dem
Poſamentier Leonh. Franz Beyer T. Anna Eliſabeth, geb.
21. Aug. 5. Nov.: Dem Kaufmann Ernſt Otto Hecht T.
Luiſe Anita, geb. 27. Mai. 6. Nov.: Dem Müller
Wilhelm Dörner S. Heinrich, geb. 7. Aug. Dem
Kauf=
mann Friedrich Lang S. Friedrich Hans, geb. 3. Okt.
Petrusgemeinde: 6. Nov.: Dem Poſtſchaffner
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Hchweſtern 1 Emil Kunſt T. Maria Anna Lina, geb. 30. Sept. Dem
Poſtaſſiſtent Johann Ludwig Arras T. Johanna Maria,
12. November, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: geb. 4. Okt. Dem Schuhmacher Emil Heinrich Kemptzar
S. Emil Franz, geb. 20. Okt. Dem Techniker Adam
Peter Bär T. Marie, geb. 30. Sept.
Paulusgemeinde: 6. Nov.: Dem Kaufmann Nor=
Cetraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 5. Nov.: Schreiner Kaſimir
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: 1 Müller und Barbara Hofmann. 8. Nov.: Bautechniker
letzte heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr: Andacht zu Heinrich Hofmann und Katharina Metzger, beide von
Ehren der hochheiligen Dreifaltigkeit. — Um 4 Uhr: 1 Dornheim. 5. Nov.: Lackierer Karl Schäfer u. Chriſtina
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr: Ver= Monhof. 6. Nov.: Magazinarbeiter Simon Friedrich
Johannesgemeinde: 6. Nov.: Zimmermann
Heinrich Schwärzel und Eliſabeth Simmrack von hier.
8. Nov.: Kellner Anton Steidl u. Auguſte Bähr von hier.
Paulusgemeinde: 29. Okt.: Pläſterer Georg
Roth, Witwer u. Anna Luiſe Schmiedel. Lehrer Jakob
Jung und Henriette Sophie Hedwig Müller. 5. Nov.:
Schreinermeiſter Friedrich Hühnergarth und Eliſabethe
Egly. Finanzaſpirant Heinrich Georg Hein und Anna
Wilhelmine Kiefer.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Nov.: Marie Margareta
Herling, geb. Germann, Witwe des Schneidermeiſters
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In 1 Heinrich Herling, 60 J., ſtarb 4. Nov. 8. Nov.: Antonie
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit 1 Becker, ledige T. des Geh. Baurats i. P. Ferdinand
Becker, 44 J., ſtarb 5. Nov. 4. Nov.: Sophie Scheid geb.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 12. November, Lang, Witwe des Muſikers Wilhelm Scheid, 73 J. 3 M.,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Ge= ſtarb 1. Nov. zu Eberſtadt. 7. Nov.: Karoline Sänger,
geb. Stoll, Witwe des Uhrmachers Adolf Sänger, 78 J.
9 Mt., ſtarb 4. Nov.
Martinsgemeinde: 4. Nov.: Peter Petri S.
Petrusgemeinde: 9. Nov.: Ludwig Chriſtian
Winter, Witwe, 72 J., ſtarb 7. Nov.
Vorzügliche
Oirſckwont
Altbekannte Qualitäten
in
verschiedenen Stärken u. Farben
die nicht filzen.
Englische Qualltäten.
Das Stricken von Längen und
Anstricken von Füssen
wird sofort besorgt.
Carl Arnheiter
Ludwigsplatz 2.
Partie Tunesische, Smyrna,
Per-
sische Wolle weit unter Preis.
(22047)
Partie mittelgroßer
Holzkisten
abzugeben
Laden Lur wigsplatz 2.
48
(1 Trut) zu
ver=
eine Bodenleiter kaufen
Eck-
ardtstrasse 2. Manſarde links. (*27718
Ein Nähmaschinengestell, ein ſchwar=
Ezes Ledersofa billig zu verkaufen
Pankratiusſtraße 1½ part. I.
(*27800
Küchen
modern, vollſt., von 110—180 Mk.
Mäfetts
nußb. u. eichen, von 160—350 Mk.
empfiehlt bei ſauberer Ausführ. u. Garantie
Möbelgeschäft Fried. Steinel
Pallaswieſenſtraße 27.
*27875)
Wachſamer Hofhund, 2 junge Pinſcher
24 Stück 5 Mark, zu verkaufen
*27879)
Hügelſtraße 73, 3. Türe links.
werden von geübtem Kunſt=
Porträts maler in Auftrag geſucht.
Kleider=, Waſch=, Aechtſchräuke, Kommode
Diwan, Betten, auch einzelne Teile, bill gſt
zu verkaufen Wendelſtadtſtr. 2. (*27919so
graut wird eingeſchnitten Kiesſtraße 12,
Hinterbau, Frau Fink.
(20737a
rau Schafer empfieht ſich im
Kraut=
einſchneiden Ahaſtraße 20. (B2.269
Alle Einzelteile für
Puppen.
Spezialität:
Anferti=
gung von Puppen=
Perücken
B2055a
O. Dörsam
Beſſungerſtraße 37.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Hotel Hess .. Samstag, den 12. November in den Parterre-Lokalitäten „Kaffee-Konzert Anfang 3 Uhr.(22061 . W. W. N
Seite 35.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 13. November 1910.
54. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement B 13.
Die Meiſterſinger von Nürnberg.
Oper in 3 Aufzugen von Richard Wagner.
Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Hans Sachs, Schuſter . . Hr. Weber
Veit Pogner, Goldſchmied Hr. Stephani
Kunz Vogelgeſang,
Kürſchner
. Hr. H. Hacker
Konrad Nachtigall,
Spengler
Hr. Klotz
Sixtus Beckmeſſer,
Hr. Hoff
Schreiber
Fritz Kothner, Bäcker . . Hr. Hönel
Balthaſar Zorn, Zinngießer Hr. Lang
Ulrich Eißlinger, Würz=
. Hr. Fleiſchmann
krämer
Auguſtin Moſer, Schneideg Hr. Waigandt
Hermann Ortel,
Seifen=
ſieder .
. Hr. Geibel
Hans Schwarz, Strumpf=
. Hr. Ungibauer
wirker
Hans Foltz, Kupferſchmied Hr. Göllnitz
Walther von Stolzing . . Hr. Becker
David, Sachſens Lehrbube Hr. de Leeuwe
Eva, Pogner’s Tochter . Frl. Geyersbach
Magdalene, Eva’s Amme Frl. Howard
Ein Nachtwächter . .
Nach dem 1. und 2. Aufzuge findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang,
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfz.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
4½ Uhr an.
Anfang 5½ Uhr. — Ende 10½ Uhr.
Anfang des zweiten Aufzuges 7¼ Uhr.
Anfang des dritten Aufzuges 8½ Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 14. Nov. 55. Ab.=Vorſt. C 14.
Zum erſten Male: „Amphitryon”
Ein Luſtſpiel in 3 Akten nach Moliére von
Heinrich von Kleiſt. Kleine Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Dienstag, 15. Nov. 56. Ab.=Vorſt. A 15.
„Der Freiſchütz.‟ Große Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Mittwoch, 16. Nov. 57. Ab.=Vorſt. D 15.
„Der Graf von Luxemburg.” Gr.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 17. Nov. 58. Ab.=Vorſtell.
B 14. „Taifun.” Große Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Zuerne er ete Zhe e
DArnzon
s Mleute! Samstag. 12.
Sramiien-Abendt
MORGEN
Sonntag, 13. Nov. 1910
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
u
mit d. ungekürzten
vornehm. I. Nov.-Programm
Einer sagt es dem Andern:
Man muss das vornehme neue
Variété-Programm gesehen haben.
Nur noch 3 Tage B
Barfuss-Tanz-Iäyllen
der 3 Nordischen Grazien
Otto
Röhr = Hero
Die musikalischen Wunderkinder
Gesch
C
Colberg
Jacksterzell:
der Urkomische,
Les Pandos — Tedy Woodson
etc. etc.
(22060
Glänzende
9Debuts (9
1 Vorverkauf wie bekannt!
Vereinskart. Sonntags gültig
Nur nocſ 3 I u=
Conditorei u. Café
Georg Schwarz
V. Thiermann’s Nachf.
Ludwigsplatz 4
Tel. 859
empfiehlt als Spezialität:
ff. Brenden
von neuen Mandeln
Ananastorten u. Törtchen
nach Wiesbadner Art
ff. Pralinés
eigene Fabrikation
¼ Pfund von 30 Pfg. bis 1 Mk.
Mandelbompen, Engl. Kachen
von 1 Mk. an.
(21000a
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samsteg Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
(B1023)
M
Darmstadt
Ernst-Ludwigstrasse 12,
Rheinstrasse 23.
Reilnigungvon Damen,
Herren-
u. Kinder-Garderobe, Spitzen,
Handschuhen, Decken,
Vor-
hängen, Teppichen etc.
(15496a
an Nähmaſchinen werd. billig
Reparaturel u. gut ausgeführt v. Fr. Beſt,
Lauteſchlägerſtr. 22, Seitenb. 1, I. (*27906so
Darm- städter
nur Ecke
Rhein- u. Grafenstrasse 12
Haus Lautz
Das neue
Pracht-Programm
vom 12. bis mit 14. November.
Das Geheimnisdes Koffers
Spannender
Detektiv=
roman, welcher ſich
zum Teil in London,
zum Teil auf einem
Ozeandampfer abſpielt
Pathé-Journal
Der neueste Wochenbericht im
lehenden Bild.
Reutier Müllers Erlebnisse
im Apachenviertel in Paris
Urkomiſch
Historisch?
Die Erstürmung derMühle
Eine ungemein feſſelnde Epiſode
aus dem deutſch=franzöſiſchen
Kriege. — Nach der Erzählung
von Emile Zola
Edison-Kunstfilm?
Das Negerkind,
der Hund u. das Hemd
hutmoriſtiſch.
Alt-Hamburg
herrliche Aufnahme
Auf allgemeinen Wunsch
proiongiert
Dieſer Weltſchlager, welcher
auch beim hieſigen titl.
Publi=
kum allgemeines Lob gefunden,
wird unwiderruflich morgen
zum letzten Male gezeigt.
Zur gefl. Beachtung!
Dieſer an Reichhaltigkeit und Länge
einzig daſtehende Spielplan wird
nur 3 Tage geführt, u. iſt ein Beſuch
ſehr zu empfehlen.
(*27934
Die Direktion.
Ebendaſelbſt ein
gewandter Portier gesucht.
Nur beſtempfohlene Leute, welche
ſchon einen derartigen Poſten
be=
kleidet haben, wollen ſich melden.
D. O.
Beſſeres Wirtslokal
zu mieten geſucht von tüchtigen
Wirts=
euten. Offerten unter J 36 an die
Expedition ds. Blattes.
(21858dfs
Ziegen, 1½ Ih. alt, zu verkaufen
*27926)
Pallaswieſenſtraße 90.
Guterhalt. alte Militärpistole
und
Perkuſſion)
eine Scheibenbüchse zuſammen
für 10 Mk. zu verk. Näh. Exped. (22050oimd
Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Herrn Adolf
Rady, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Bosnia” nach Boſton und
Baltimore, 10. November morgens von
Hamburg.
Dampfer „Prinz Oskar” nach
Phila=
delphia, 9. November nachts Cuxhaven
paſſiert.
Programm
zu dem am Samstag, den 12. November
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
Ka=
pelle des Heſſ. Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Preobraſchenski=Marſch. 2. Ouvertüre
zu „Die weiße Dame” von E. Boieldieu.
z. Fantaſie aus „Samſon und Dalila” von
C. Saint=Saéns. 4. „An der ſchönen
blauen Donau” Walzer von Joh. Strauß.
5. Menuett von Paderowski. 6. Luxemburg=
Marſch von Lehär.
Sonntag, den 13. November.
Von 11¼—12½ Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. „Unter dem Reichsbanner”, Marſch
von G. Bock. 2. Ouvertüre zu Op. „Lodoiska”
von Ch. Kreußer. 3. „Sei gegrüßt, du mein
ſchönes Sorrent” Lied von L. Waldmann.
. Divertiſſement aus „Das Rheingold”
von R. Wagner. 5. „Wiener Praterleben”,
Walzer von S. Translateur. 6. Landjäger=
Marſch von J. Rixner.
22.
Warme Strümpfe
Gr.
Strümpfe, schwarz . . . .
lederfarbig . .
„Range‟, schwarz
„Herkules” lederfarb.
Gr,
Strümpfe, schwarz . . . .
„ lederfarbig . . .
„Range‟, schwarz .
„Herkules‟, lederfärb.
und noch bessere Qualitäten.
Frauensteümpfe, dtsch.-
Pfg.
lang . . Paar von 65 an
Damen-Strümpfe
Beinlängen
Paar von 1.10hg
Füsslinge . Paar von 75 Pfg
Gelegenheitskauf für Heren!
Wolle gew. 100
Socken Modet. P. -M.
3 Paar 2.85 M.
gewebt ..
grosse Auswahl
Herren-Socken
Paar von 32 Pfg.
bis 1.85 Mark
Gebr. Rechsennid
22036)
Markt 2
Mitglied des
Rabatt-Sparvereins.
Markt 2.
[ ← ][ ]Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. November 1910.
Nummer 266.
Die Eröffnung meiner Aussteilung
in
durchlochten leichten Kinder-Arbeiten
sowie
Kreuz- u. Spannstich-Läufer, Decken u. Kissen
zeigt ergebenst an
(2203
Rud. Nick Nchflg.
Ernst-Ludwigstrasse 16.
W. Nagel
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
Spezial-Wollen
für Jacketts, Sweater, Mützen u. Decken
in allen modernen Farben.
Anleitungen gratis.
2
Bürger-Reller
täglich Konzert
Salon-Damen-Grchester
Anfang 4 Uhr
Stets freier Eintritt.
(22062)
4
thenstr. 2.
stauration zur „Stadt Pfungstadt‟, Ellse
Mittagstiſch a 70 Pfg. u. 1 Mk., im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
(*27814
Morgen Sonntag verschiedenes Geffügel, Fische, Braten, Ragonts, Wild
und sonst noch reichhaltige Speisekarte.
Die meisten Speisen werden sofort serviert. Nach Taeater und Konzerten stets warme Küche.
im weissen Saale.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen
Dienſtbach.
Neu eröffnet!
Neu eröffnet!
Wein-Restaurant Falstaff
(früher Friedrichs Weinstube), Schützenstrasse 7. (20972a
Vorzügliche Küche. Prima Weine.
Diners von 12—2 Uhr zu 1.—, 1.50 und 2.— Mark.
Soupers von Mk. 1.50 an. Reichhaltige Abendkarte.
Feuer jnhaber Adolf Mech,
seither langjähriger Küchenchef im Wein-Restaurant Wolf in Frankfurt.
Hotel-Restaurant Merz, Rheinstr. 50
empfiehlt ſeine neuzeitlich hergerichteten Lokalitäten zur gefl. Benutzung.
Separate Zimmer für kl. Gesellschaften und Hochzeiten
ff. Wiener Küche
Diner von 12—2 Uhr zu Mk. —.90 u. Mk. 1.30, im Abonnement Preisermässigung
Reichhaltige Frühſtücks= und Abendkarte.
Philipp Zeh.
19030ss)
n im ms m ein in a bs Es u M En H
E M E M E Mn M E an ee in e an esaate an mie
Restadrum-enristian Werres
Karlstraße 25. L
Karistraße 25.
Prima hell u. dunkel Bier
aus der Brauerei Wilh. Rummel.
Vorzügliche Ausschankweine.
Anerkannt gute bürgerliche Küche.
Billard.
Gesellschaftszimmer.
(20051a)
IENIEAIIIIIIIEEHIIIIETIIISGHETHNETTLLK
12
Kariann 2r eren un enſteſtrunten
von Dr. Richard Fischer
Neckargemünd bei Heidelberg.
Komfortabel eingerichtete Heilanstalt in schönster Lage des Neckartales in
unmittelbarer Nähe des Waldes und ausgestattet nach allen Anforderungen
der modernen Psychiatrie.
(6157)I
Pension inklus. ärztl. Behandl. u. Bädern v. Mk. 10.— an pro Tag.
Prospekte frei durch die Direktion.
Saal „Zur Traube‟.
Donnerstag, den 17. November 1910, abends 8 Uhr
KLAVTER-ABEND
von
Edwin Fischer.
PROGRAMM: Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Draeseke, Chopin,
Liszt, Mendelssohn-Liszt.
Konzertflügel: C. Bechstein-Berlin aus dem Magazin A. W. Zimmermann.
Karten: Mk. 3.—, 2.—, 1.—. Vorverkauf: Mk. 2.50, 1.50, 0.80 bei Georg
Thies Nachf. (Leopold Schutter), Elisabethenstrasse 12.
(21958sid
aasssnmmannmennaaee
ansnannnaanhassaannnunananmn
Spanische Weinhalle u. Weinhandlung
Mathildenplatz 8. Zur Stadt Barcelona Mathildenplatz 8.
Telephon 1936.
(20249a
Da wir dieſes Jahr eine große Weinernte hatten und einen
großen Vorrat in alten Weinen haben, geben wir über die Straße
prima Tiſchweine, rot u. weiß, ſchon von 52 Pfg. per Liter an.
Wiederverkäufer u. bei größerem Quantum entſprechend billiger
Gebinde ſind leihweiſe zu haben u. wird innerhalb der Stadt frei ins Haus geliefert.
J. Foix & Söhne
Besitzer der bekannten Weinberge Mina Vinvet in Vendrell (Spanien)
NB. Der Verkauf über die Straße befindet ſich neben den Reſtaurations=Lokalitäten.
IIf
IEHu
Konditorei
Liebigstrasse 7
F. HECKER Café
Telefon 1080
Diverse Törtchen
Rahm-
Butterereme
etc.
n
Frankfurter Brenden billigst.
Honigkuchen, selbst
an-
gefertigt, per Pfd. 60 Pf.
10 Pf. Praliné, ¼ Pfd. von 25 Pf.
an bis 1 Mk.
(21336a
Marzipan-Würste per ¼ Pfd. 40 Pf.
Auswahl in Kuchen u. Torten. Spez.: Baumkuchen.
Kuranstalt Michelstadt i. O.
warme geschützte Lage in grossem Park
Winterkuren für Nervenkranke
(21960M
Sorgfältige Behandlung, gute Verpflegung.
San.-Rat Dr. Gigglberger.
SAUER GRÜRWAtD
GRAlDO HCfEl OITALIF
eien
(21419f
M. F. Büscher, Klaviertechniker und-Stimmer,
tätig in Darmſtadt, Worms, Frankfurt, Wiesbaden.
Beſtellungen bitte abzugeben in der Buchhandlung des Herrn Karl Höfer,
(*27937
Wilhelminenſtraße 31.
Läpeln, selwere Zuugen
heilt und erzielt deutlich
Sprache bei Hasenscharte
und Wolfsrachen
Dir. F. Baum,
Bismarckstrasse 48.
18216a)
Anerkennungen von Schulbehörden, Professoren und Aerzten.
Kinder der städtischen Schulen werden in meinem Institut geheilt.
Empfohlen durch die höchste Schulbehörde. Leite Kurse der Kreisämter und Schulbehörden.
nerreicht hilig Kaufen Sie gerahmte Bilder.
Kunstblätter, Steinzeichnungen, Oelgemälde,
Ein-
rahmungen jeder Art in grosser Auswahl bei (*27931
En
Ju
ergü
se 8.
Lu