Inſerafe
werden angenommen in Darmſtadt.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Oe
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 260.
Samstag, den 5. November.
1910.
Die heutige Nummer hat 42 Seiten.
Die Geffentlichkeit des Gerichts.
* In Stuttgart iſt dieſer Tage von der
Strafkam=
mer des Landgerichts ein Urteil gefällt worden,
das eine der Grundlagen unſerer Gerichtsverfaſſung in
Frage ſtellt.
Eine vielgeleſene Zeitung hatte in ihrem Bericht über
eine Gerichtsverhandlung Teile von Beweisanträgen des
Verteidigers, die in öffentlicher Gerichtsverhandlung
ge=
ſtellt worden waren, wahrheitsgetreu und objektiv
abge=
druckt. Dieſe Anträge enthalten Behauptungen, durch die
ſich eine darin genannte Perſon beleidigt fühlte. Auf
An=
trag der letzteren erhob der Staatsanwalt Anklage gegen
den Redakteur jener Zeitung wegen Beleidigung, und das
Gericht verurteilte ihn nach § 816 des Strafgeſetzbuches
wegen Verbreitung einer „nicht erweislich wahren, einen
anderen in der öffentlichen Meinung herabwürdigenden
Tatſache” zu einer hohen Geldſtrafe, obwohl es
anerken=
nen mußte, daß der Redakteur das Bewußtſein, den
an=
deren zu beleidigen, nicht hatte.
Hierzu ſchreiben die Münch. N. Nachrichten: Nach
dem Geſetz hat jeder das Recht, an Gerichtsverhandlungen
als Zuhörer teilzunehmen, ſofern nicht in beſonderen
Fällen, die das Geſetz ſelbſt genau umſchrieben hat, die
Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen iſt. Praktiſch aber kann nur
eine engbegrenzte Zahl von Zuhörern zugegen ſein. Die
Gerichte tagen heute nicht mehr unter freiem Himmel wie
im alten Rom. In den Gerichtsſälen findet meiſt nur
eine Handvoll Zuhörer Platz. Dazu kommt, daß in
un=
ſerem Jahrhundert der Arbeit nur wenige Menſchen Zeit
und Neigung haben, im Gerichtsſaal zu ſitzen, wenn ſie
nicht dazu gezwungen ſind.
Daher iſt das „Volk”, vor deſſen Augen ſich die
Recht=
ſprechung vollziehen ſoll, heute etwas ganz anderes als
im alten Rom und bei unſeren Urahnen. Neben einigen
mehr oder weniger guten Freunden der Prozeßparteien
ſieht man bei bürgerlichen Rechtsſtreitigkeiten überhaupt
niemand und in Strafſachen meiſt nur eine Gruppe von
Müßiggängern im Zuhörerraum ſitzen, die man ſcherzweiſe
als „Kriminalſtudenten” bezeichnet, Leute, die in der
Re=
gel ſchon mit dem Gefängnis enge Bekanntſchaft geſchloſſen
haben und nun vor Gericht lernen wollen, wie ſie ſich bei
künftigen Straftaten benehmen müſſen, um nicht gefaßt
werden zu können.
Iſt das heute die Oeffentlichkeit des Gerichts?
Nein. Wir finden im Gerichtsſaal eine dritte, meiſt
recht kleine Gruppe von Zuhörern, die nicht nur hören,
ſondern auch fleißig ſchreiben: die Berichterſtatter der
Zeitungen. Was dieſe ſchreiben, das geht gedruckt in
Tauſenden, Zehntauſenden, Hunderttauſenden von
Zei=
tungsblättern hinaus ins Land und bringt in alle
Schich=
ten des Volkes Kunde von dem, was vor Gericht
vorge=
gangen iſt. Was in alten Zeiten die Volksmenge war,
das ſind heute die Zeitungsberichterſtatter; ſie ſind es,
die in Wahrheit für die Oeffentlichkeit des
Gerichtsver=
fahrens ſorgen.
Darum: Verwehrt man ihnen, wahrheitsgetreu über
die Vorgänge im Gerichtsſaal zu berichten, verwehrt man
der Preſſe, dieſe Berichte abzudrucken, zu „
veröffent=
liken” dann beſeitigt man in der Wirkung die
Oef=
fentlichkeit des Gerichtsverfahrens, das unſere Väter und
Großväter in harten Kämpfen errungen haben und das zu
hüten und zu bewahren unſere heilige Pflicht iſt.
Was in öffentlicher Gerichtsverhandlung vorgebracht
wird, kann nun — dieſe Seite der Frage darf nicht
un=
terſchätzt werden — für die Beteiligten ſehr unangenehm
ſein; kann ſie ſchwer bloßſtellen, kann unter Umſtänden
ihre bürgerliche Exiſtenz vernichten. Es vergeht kein Tag,
an dem nicht vor Gericht öffentlich Dinge behauptet
wer=
den, die geeignet ſind, andere verächtlich zu machen, und
deren Richtigkeit nicht bewieſen werden kann. Dagegen
gib es zur Zeit kein Mittel. Das Strafgeſetzbuch
erklärt ſolche Behauptungen ausdrücklich für ſtraffrei,
ſo=
fern ſie aufgeſtellt worden ſind „zur Ausführung oder
Ver=
teidigung von Rechten oder zur Wahrnehmung
berechtig=
ter Intereſſen”. Das kann für den Betroffenen ſehr hart
ſein, doppelt hart, wenn jene Behauptungen durch die
Zei=
ungen verbreitet werden. Aber für dieſe Härte iſt das
Geſetz verantwortlich, das die Oeffentlichkeit vorſchreibt,
nicht die Preſſe, nicht der Redakteur, der, dem Willen des
Geſetzes gemäß, die Oeffentlichkeit des Verfahrens
ver=
wirklichen hilft.
Mit vollem Recht fordert man mehr Schutz der
Ehrefür die Prozeßparteien und vor allem
für die Zeugen vor Gericht. Auch bei den
Ver=
handlungen der Reichstagskommiſſion für die neue
Straf=
prozeßordnung iſt davon die Rede geweſen. Der
Vor=
ſchlag der Regierung, bei Beleidigungsprozeſſen den
Wahrheitsbeweis einzuſchränken, hat nicht die Billigung
der Kommiſſion gefunden. Vielleicht könnte man dadurch
Abhilfe ſchaffen, daß das Geſetz für das Vorbringen von
Behauptungen, die die Ehre einer Prozeßpartei oder eines
Zeugen zu verletzen geeignet ſind, den Ausſchluß der
Oeffentlichkeit zuließe oder vorſchriebe. Vielleicht wählt
man auch einen anderen Weg. Nur nicht den, die
Oeffent=
lichkeit formell beſtehen zu laſſen und ſie durch Beſtrafung
wahrheitsgetreuer Berichte tatſächlich auszuſchließen. Das
wäre eine Halbheit und eine Unehrlichkeit.
Nach dem Urteil des Stuttgarter Gerichts hat jeder
Redakteur bei jedem einzelnen Gerichtsſaalbericht zu
prü=
fen, ob die darin behaupteten Tatſachen, die für irgend
je=
mand beleidigend ſein könnten, erweislich wahr ſind. Es
liegt auf der Hand, daß das unmöglich iſt. Der
Redakteur muß deshalb alle in dieſer Richtung irgendwie
bedenklichen Stellen der Berichte unterdrücken. Das iſt
das Ende jeder objektiven,
wahrheitsge=
mäßen Gerichts=Berichterſtattung. Die
Be=
richte — ſie ſind leider ohnehin ſchon zuweilen teils
we=
gen ihrer Kürze, teils wegen mangelhafter Fähigkeit
mancher Berichterſtatter von zweifehaftem Werte — müſſen
dann notwendig ein ſchiefes Bild von den Verhandlungen
geben. Der Kontrolle der Rechtſprechung durch die
Oef=
fentlichkeit wird damit der Boden entzogen, die
Oeffent=
lichkeit des Gerichtsverfahrens iſt illuſoriſch geworden.
Sollte das Reichsgericht die Entſcheidung der
Stutt=
garter Strafkammer beſtätigen, ſo müßte der Geſetzgeber
— wenn nicht eher, ſo bei Gelegenheit der allgemeinen
Reform unſeres Strafrechts — eingreifen, um die
Straf=
freiheit wahrheitsgetreuer Berichte über
öffentliche Gerichtsverhandlungen
feſtzu=
legen. Nicht um der Preſſe willen; ſie kann auf die
Ge=
richtsberichte verzichten. Aber um des Staates ſelbſt und
ſeiner Rechtspflege willen, die der Oeffentlichkeit des
Ge=
richsverfahrens nicht entraten kann.
Eine ofſiziöſe ruſſiſche Kundgebung zur Potsdamer
Kaiſerbegegnung.
* Zu der Kaiſerbegegnung in Potsdam ſchreibt die
offiziöſe Roſſija:
Die in früheren Zeiten äußerſt ſeltenen
Mon=
archenbegegnungen ſind infolge der engeren
An=
näherung der einzelnen Staaten gewöhnliche Ereigniſſe
geworden. Trotzdem die Zuſammenkünfte der
Oberhäup=
ter der europäiſchen Staaten faſt periodiſch wiederkehren,
bewahrten ſie in den Augen der Geſellſchaft dennoch ihre
hervorragende politiſche Bedeutung, die
ihnen in vergangenen Zeiten beigemeſſen wurde. Dieſer
Umſtand erklärt die angeſpannte Aufmerkſamkeit und das
hervorragende Intereſſe der europäiſchen Preſſe für die
Begegnung der Monarchen Rußlands und Deutſchlands
in Potsdam, der ſie die größte politiſche Wichtigkeit
bei=
mißt. Indem wir uns der Meinung der leitenden Organe
der weſteuropäiſchen Preſſe anſchließen, halten wir es doch
für nötig, zu bemerken, daß die Begegnung nicht als
ein aus dem allgemeinen Rahmen der
ruſſiſch=deutſchen Beziehungen
heraus=
tretendes vereinzeltes politiſches
Ereig=
nis betrachtet werden darf. Die gegenwärtige
Monarchenbegegnung erſcheint vor allem als ein neuer
greifbarer Beweis der Feſtigkeit der hiſtoriſchen
Ueberlieferungen, welche nicht nur die
regieren=
den Dynaſtien Rußlands und Deutſchlands, ſondern auch
Rußland mit Deutſchland verknüpfen. Beide Mächte
ver=
ſtanden ſeit alter Zeit nicht nur, Widerſprüche zu beſeitigen,
die zuweilen in ihren politiſchen und wirtſchaftlichen
Intereſſen zutage traten, ſondern, was noch wichtiger iſt,
ſie waren auch ſtets bemüht, die
Meinungsverſchieden=
heiten zu mindern, die in den Beziehungen zwiſchen den
einzelnen europäiſchen Staaten entſtehen konnten. Im
Laufe der langen Periode als Damm für den europäiſchen
Frieden und die konſervative Weltanſchauung dienend,
faßten die freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen
Ruß=
land und Deutſchland tief in der ruſſiſchen und deutſchen
Volksſeele Wurzel. Dieſer Umſtand ſichert vielleicht beſſer
als ſchriftliche Verträge und Abkommen auch für die
Zu=
kunft auf dem Gebiet der internationalen
Politik ein ſolidariſches
Zuſammenwir=
ken beider Regierungen, das auf die Erhaltung des
euro=
päiſchen Friedens gerichtet iſt, den nicht Rußland und
Deutſchland allein, ſondern die ganze ziviliſierte
Menſch=
heit braucht.
Rußland und Deutſchland, die in Wirklichkeit
auf dem Gebiete des politiſchen und wirtſchaftlichen
Lebens wegen ihrer geographiſchen Lage und wegen ihrer
hiſtoriſchen und kulturellen Miſſion keine unverſöhnlichen
Intereſſen haben, müſſen freundnachbarliche Beziehungen
unterhalten, die den Wünſchen beider Völker voll
entſpre=
chen. Was die zwiſchen ihnen möglichen
Mißverſtänd=
niſſe und Meinungsverſchiedenheiten betrifft, können ſie
durch die gemeinſamen Bemühungen der Leiter der
äuße=
ren Politik der beiden Reiche leicht beſeitigt werden.
Nochmals begrüßen wir die Begegnung und drücken
die Hoffnung aus, daß das bedeutungsvolle Ereignis die
traditionellen freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen
Rußland und Deutſchland noch mehr feſtige.
Die Nowoje Wremja ſchreibt: Die Begegnung der
Schickſalsleiter zweier Großmächte iſt immer ein
hiſtori=
ſches Ereignis; ſie gewinnt beſondere Bedeutung durch die
Teilnahme der verantwortlichen Leiter der Politik und der
Gedankenaustauſch der Monarchen erhält unmittelbafre
Verwirklichung. Es iſt im Augenblick zwecklos, zu
unter=
ſuchen, wem von den beiden Nachbarn die
traditio=
nelle Freundſchaft nützlicher iſt; zweifellos iſt, daß
ihre Feindſchaft Wahnſinn wäre. Es iſt Sache der
ver=
antwortlichen Staatsmänner, die glückliche Gelegenheit der
Begegnung zum Wohle beider Länder und des
Geſamtfrie=
dens auszunutzen. Es iſt unzeitgemäß, die Politik des
Nachbars in jüngſter Zeit zu kritiſieren; vielleicht ſchafft
die Begegnung eine Mittellinie, auf der die Intereſſen
beider Länder ihre Befriedigung finden. Jedenfalls
wer=
den wir nicht verſuchen, dieſe Linie zu durchbrechen. Den
Willkommenswunſch beantworten wir mit:
Deutſch=
land hoch!
Die Südafrikaniſche Union.
* Auf dem großen Feſtbankett, das im
Parlaments=
gebäude in Kapſtadt zur Feier der Begründung
der Südafrikaniſchen Union ſtattfand, hob der
den Vorſitz führende Miniſter der öffentlichen Arbeiten,
Sauer, die liberalen Anſchauungen der Reichsregierung
hervor, die ſich in der Gewährung der Selbſtverwaltung
zeigten. Dr. Jameſon erklärte, die Bevölkerung
Süd=
afrikas ſei entſchloſſen, die Union zu einem Erfolge zu
machen. Der Union lege er aber auch nahe, eine Löſung
der konſtitutionellen Kriſis in Großbritannien dadurch
anzuſtreben, daß man Irland, Schottland, Wales die
Ho=
merule verleihe. Wenn dies zu einem Erfolge führen
ſollte, ſo könnte es den erſten Schritt zu einer Union der
fünf Staaten Großbritannien, Kanada, Auſtralien,
Neu=
ſeeland und Südafrika bedeuten. Der Premierminiſter
von Auſtralien ſagte, es fand in der neueſten Geſchichte kein
Ereignis von einer größeren Tragweite als die Gründung
der Südafrikaniſchen Union ſtatt. Sie hätten nun fünf
Nationen, die gewillt ſeien, in gemeinſamen
Angelegen=
heiten zuſammenzuarbeiten. Der kanadiſche Miniſter
Lemieux hob die Loyalität der franzöſiſchen Kanadier
hervor, die als eine Folge der liberalen Inſtitutionen in
Kanada anzuſehen ſei. Er nehme an, daß die Engländer
und Holländer Südafrikas mit gleichem Erfolge
zuſam=
menarbeiten würden. Der Oberrichter des höchſten
Ge=
richtshofes Südafrikas, Lord de Villiers, betonte, daß
es in Südafrika keinen wirklichen Raſſenkonflikt gebe.
Südafrika werde die Zugeſtehung der Selbſtverwaltung
niemals mißbrauchen.
Deutſches Reich.
— Fürdas Erbrecht des Reiches tritt
Juſtiz=
rat Bamberger auch in den neueſten Grenzboten mit
Wärme ein. Er weiſt nach, welche weitgehende
Unier=
ſtützung der Plan des Reichserbrechts bei Angehörigen
eder Parteien gefunden hat. Wenn das Reichserbrecht
trotzdem mit 190 Stimmen der Konſervativen, der
Frei=
konſervativen, des Zentrums und der Wirtſchaftlichen
Ver=
einigung gegen 136 Stimmen abgelehnt worden iſt, ſo
er=
blickt Bamberger den Grund hierfür in der
Unzufrieden=
heit der Mehrheitsparteien mit Fürſt Bülows Politik, einer
Unzufriedenheit, der als erſte Pflicht erſchien, auf eine
Aen=
derung in der Leitung der Reichsgeſchäfte hinzuwirken.
Nachdem das angeſtrebte Ziel erreicht, ſei kein Anlaß
mehr vorhanden, mit der Erledigung der zurückgeſtellten
Aufgabe zu zögern. „Alle die gewichtigen inneren und
Seite 2.
äußeren Gründe für die Reform” führt Bamberger des
weiteren aus, „beſtehen in vollem Umfange fort, nur daß
die Schuldenlaſt des Reiches inzwiſchen noch geſtiegen iſt;
die Tilgung der Reichsſchuld durch das Erbrecht des
Rei=
ches iſt eine Aufgabe, an deren Wichtigkeit, Dringlichkeit
und Volkstümlichkeit keine andere heranreicht; damit erſt
wird der Abſchluß der begonnenen Finanzreform erzielt,
ohne daß ein Rückgriff auf die Erbſchaftsſteuer erforderlich
wird.” — Bamberger ſchließt mit einem Appell an die
Reichsgewalt, in geſundem Egoismus ihr Recht zu
for=
dern und die Reichsintereſſen ſo unerſchrocken zu
verfech=
ten, wie die Privatintereſſen dies ſtets verſtanden hätten.
Die Penſionsverſicherung der
Pri=
vat angeſtellten. Am Freitag haben im Reichsamt
des Innern die kommiſſariſchen Beratungen mit den
Ver=
tretern der Reichsämter und der preußiſchen Miniſterien
über den Geſetzentwurf betreffend die ſtaatliche
Penſions=
verſicherung der Privatangeſtellten begonnen. Da an
die=
ſen Beratungen ſämtliche preußiſchen Reſſorts beteiligt
ſind, wird die ſpätere Beſchlußfaſſung des preußiſchen
Staatsminiſteriums über die Vorlage weſentlich
erleich=
tert. Unter dieſen Umſtänden rechnet man damit, daß die
Vorlage noch im Laufe dieſes Monats an den Bundesrat
und wenn irgend möglich auch noch vor den
Weih=
nachtsferien an den Reichstag gelangen wird.
Die Befürchtungen, die noch vor wenigen Tagen laut
wur=
den, ob die Verabſchiedung des Entwurfs der
Privat=
beamtenverſicherung in der nächſten Reichstagsſeſſion
über=
haupt noch möglich ſein wird, erweiſen ſich als
gegen=
ſtandslos. Die erſte Leſung der Vorlage kann jedenfalls
unmittelbar nach den Weihnachtsferien im Reichstag
ſtatt=
finden. Und da der Entwurf in allen weſentlichen Teilen
auf der zweiten Denkſchrift des Reichsamts des Innern
über die Penſions= und Hinterbliebenenverſicherung der
Privatangeſtellten beruht, deren Grundſätze von faſt allen
Parteien des Reichstages gebilligt ſind, ſo dürften die
Kommiſſionsberatungen und auch die Leſungen im
Ple=
num keinen allzu großen Zeitaufwand in Anſpruch
neh=
men. Man kann alſo mit Sicherheit auf die
Verabſchie=
dung der Vorlage in der bevorſtehenden Reichstagstagung
rechnen.
— Ein gemeinſchaftliches
thüringi=
ſches Oberverwaltungsgericht. Der Plan zur
Errichtung eines gemeinſchaftlichen
Oberverwaltungs=
gerichtes für die thüringiſchen Staaten ſcheint nun endlich
greifbare Geſtalt anzunehmen. Wie offiziös angekündigt
wird, will jetzt die Regierung des Fürſtentums
Schwarz=
burg=Rudolſtadt bei dem Landtag das Einverſtändnis
nachſuchen, daß es ſich bei dieſer Einrichtung beteiligt.
Nach früheren Mitteilungen iſt geplant, die Einrichtung
dem gemeinſchaftlichen thüringiſchen Oberlandesgericht in
Jena anzugliedern.
— Der Prinzregent von Bayern ſprach in
einem Handſchreiben an den Miniſter des Innern v.
Brett=
reich den dringenden Wunſch aus, daß ſich die in Ausſicht
genommene Landesfeier zu ſeinem 90. Geburtstag in
ſchlichter Weiſe ohne prunkvolle Feſte vollziehe; daß
ins=
beſondere von Darbietungen von Geſchenken und
Hul=
digungsgaben abgeſehen werde und daß eine geſonderte
Feier ſeines 25jährigen Regentſchaftsjubiläums nicht
ſtattfinde. Dem jüngſt zuſammengetretenen
Landesaus=
ſchuß, der ein feſtliches Begehen des 90. Geburtstages
vorbereiten wollte, erteilte der Regent die erbetene
Geneh=
migung zur Veranſtalltung einer Landesſammlung für
wohltätig gemeinnützige Zwecke.
„Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Nummer 260.
Ausland.
Frankreich.
Das neue Kabinett ſetzt ſich folgendermaßer
zuſammen: Präſidium und Inneres ſowie
Kultusmini=
ſterium: Briand; Juſtiz: Girard; Aeußeres: Pichon;
Krieg: General Brun; Marine: Admiral Boué de
Lapey=
rere; öffentlicher Unterricht und Künſte: Faure; Finanzen:
Klotz; Handel: Dupuy; Ackerbau: Raynaud; Kolonien:
Morel; Arbeit und ſoziale Fürſorge: Lafferre; öffentliche
Arbeiten: Puech. Bei den Beſprechungen, die der
Bil=
dung des neuen Kabinetts vorangingen, beriet Briand ſich
mit allen Politikern, deren Mitarbeit er ſich zu ſichern
gedachte, über alle Fragen, welche durch die letzten
Ereig=
niſſe entſtanden ſind. Die Beſprechungen ergaben, daß
alle Mitglieder des Kabinetts ſich über die Grundzüge des
den Kammern vorzulegenden politiſchen Programms
voll=
ſtändig einig ſind. Vor der Ausarbeitung des Textes der
Erklärung des Miniſteriums ſind nur noch die Fragen
über untergeordnete Einzelheiten zu klären. Der bisherige
Miniſter der öffentlichen Arbeiten Millerand erklärte einem
Berichterſtatter, er habe Briand geſagt, er ſei bereit, in
das neue Kabinett einzutreten, falls keiner Kategorie von
Arbeitern das Streikrecht entzogen würde. Er hoffe, daß
dieſe Möglichkeit niemals eintreten werde, aber es ſcheine,
daß Briand an die Möglichkeit denke. Von den
Deputier=
ten, die dem neuen Kabinett angehören, ſind vier
Sozia=
liſtiſch=Radikale, drei Links=Radikale, einer Mitglied der
Demokratiſchen Linken und einer republikaniſcher
Sozia=
liſt. Von den Senatoren gehören zwei der Demokratiſchen
Linken und zwei der Republikaniſchen Vereinigung an.
Das neue Kabinett wird von den dem Miniſterium
zugetanen radikalen Blättern mit großer Befriedigung
begrüßt. Die gemäßigte Preſſe ſpricht ſich über das neue
Miniſterium ziemlich freundlich aus, erhebt aber wegen
der Ernennung Lafferres Vorbehalt. Der royaliſtiſche
Gaulois ſchreibt ſpöttiſch: Briand hat Gambetta
wahr=
lich keine Konkurrenz machen wollen. Er hat kein „großes
Miniſterium” gebildet. Jaurés kennzeichnet in der
Hu=
manité das Kabinett mit den Worten: Aeußerſter
Rück=
ſchritt, äußerſte Mittelmäßigkeit! Der combiſtiſche
Rap=
pel ſchreibt: Briand hat durch die Zuſammenſetzung
ſei=
nes Miniſteriums gezeigt, daß er um jeden Preis die
Freiheit der Arbeiter zerbrechen will.
Kammer und Senat traten am Donnerstag
nachmittag zu einer Sitzung zuſammen und vertagten ſich
wegen der Miniſterkriſe auf Dienstag, den 8. November.
Spanien.
Im Senat erklärte auf mehrere Anfragen wegen
des Cadenageſetzes Miniſterpräſident Canalejas, das
Ge=
ſetz ſolle nur zwei Jahre nach ſeinem Inkrafttreten zur
Anwendung kommen. In dieſer Zeit werde er die
Ver=
handlungen zwiſchen Madrid und Rom weiter verfolgen,
um die Frage der Ordensniederlaſſungen zu regeln.
Vereinigte Staaken.
In Honduras iſt infolge der Revolte des
Gene=
rals Valadares das Kriegsrecht erklärt worden. Nach
amtlichen Mitteilungen, die im Staatsdepartement
einge=
troffen ſind, iſt der Hafen Amapala auf der Inſel Tigre
geſchloſſen und auf der Inſel der Belagerungszuſtand
er=
kläst worden.
China.
Anleihe. Der Regent unterzeichnete einen Erlaß,
der eine amerikaniſche fünfprozentige Anleihe im Betrage
von 50 Millionen Taels (150 Millionen Mark) genehmigt,
die zu 93 Prozent auf 45 Jahre unter dem Vorbehalt der
früheren Rückzahlung zur Ausgabe gelangt. Die Urkunde
der Anleihe, die für die Durchführung der Münz= und
Finanzreform aufgenommen iſt, wurde auch von dem
ame=
rikaniſchen Geſandten in Peking und dem Finanzminiſter
Herzog Tſaitſe unterzeichnet.
C) Der deutſche Kronprinz in engliſchem
Lichte. Mit lebhaftem Intereſſe verfolgt die engliſche
Preſſe die beginnende Weltreiſe des Kronprinzen, der ein
Drittel ſeiner Reiſezeit nur in engliſchen Kolonien und
engliſchen Beſitzungen verbringen wird. „Dieſer lange
Aufenthalt auf britiſchem Boden,” ſo ſchreibt ein großes
Londoner Blatt in einer intereſſanten Würdigung der
Perſönlichkeit des deutſchen Thronfolgers, „dieſe enge
Be=
rührung mit einer britiſchen Umgebung wird dem
Ge=
ſchmack und der Neigung des Kronprinzen
entgegen=
kommen. Denn er iſt wohl der engliſchſte Deutſche,
der gegenwärtig lebt. (!) Alle ſeine Neigungen und
Paſ=
ſionen, vor allem ſeine Leidenſchaft für den Sport, ſind
engliſch bis ins Mark. Er war es, der die wachſende
Vor=
liebe der jüngeren deutſchen Generation für körperliche
Stählung und für ein Leben in freier Luft erweckt und
gefördert hat. Er hat das Tennis, das Rudern, Polo,
Hockey, Fußball und Boxen populär gemacht. Lange Zeit
war er das Muſterbeiſpiel eines Reiters und Seglers.
Erſt kürzlich hat er einen beſcheidenen Rennſtall eingerichtet,
gemeinſam mit ſeinem Freunde, dem Leutnant von
Zobel=
titz, der ihn auch nach Aſien begleitet. Wenn man in
Deutſchland das Wort „Sport” ausſpricht, ſo wird
unwill=
kürlich der Kronprinz erwähnt. Während der Kaiſer emſig
am Ausbau der Flotte arbeitete, hat der Kronprinz ſeinem
Lande keinen geringeren Dienſt erwieſen durch die
Er=
weckung der Leidenſchaft für geſundheitsfördernde
Uebun=
gen. Vor ſechs oder ſieben Jahren, ehe die
Verantwort=
lichkeit der Vaterſchaft in ſeinem Leben eine Rolle zu
ſpie=
len begann, war der Kronprinz einer der verwegenſten
Hürdenreiter der Armee. Eines ſeiner bekannteſten
Rei=
terſtücke vollbrachte er, als er mit ſeiner
Küraſſierſchwa=
dron die Terraſſentreppe am Schloſſe von Sansſouci
em=
porritt. Damals beſtrafte der Kaiſer den ungeſtümen
Rei=
terführer für dieſes Bravourſtück mit Zimmerarreſt, und
noch einmal mußte der Vater beſänftigend eingreifen, als
er eines Tages erfuhr, daß der Kronprinz in Karlshorſt
ein gefährliches Hindernisrennen glänzend gewonnen
hatte. Gefahr und Abenteuer finden ihr Echo in dieſem
herzhaften Hohenzollern. Er fragte ſeine Eltern nicht, als
er im Vorjahre mit Orville Wright in Potsdam aufſtieg.
Als er wieder landete, heil und geſund, beſaß Deutſchland
in ihm den begeiſtertſten Freund der Flugkunſt.”
* Wien, 4. Nov. Geſtern fand im 2. Wiener
Ge=
meindebezirk die Stichwahl für das durch den
Tod Luegers freigewordene Landtagsmandat für den
nie=
deröſterreichiſchen Landtag zwiſchen dem Sozialdemokraten
Schuhmeier und dem Chriſtlich=Sozialen Preyer ſtatt.
Schuhmeier ſiegte mit einer Mehrheit von über 1100
Stim=
men. Im Wahlbezirk herrſchte geſtern eine ſehr erregte
Stimmung. Ein großes Wachaufgebot hielt jedoch die
Ordnung aufrecht und es kam bis ſpät abends zu keinerlei
Zwiſchenfällen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. November.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Bechtheim Adam Bardo Como
auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom 1. November
1910 an.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Sanitätsrat Dr. Maurer
das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen verliehen.
— Prüfungskommiſſion für das Juſtiz= und
Ver=
waltungsfach. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
haben den Miniſterialrat im Miniſterium der Juſtiz
Geheimerat Dr. Georg Beſt zum Vorſitzenden der
Prüfungskommiſſion für das Juſtiz= und
Verwaltungs=
fach ernannt.
Berliner Plauderef.
nge. Vor einigen Jahren tauchte in Berlin ein
Gentleman aus Ungarn auf, der den ihm nach Recht
und Gerechtigkeit zuſtehenden Titel „Kammerrat” trug
wie einen Heiligenſchein. Er war in jeder Beziehung,
in der Herrichtung ſeines äußeren Menſchen, in der
Regelung ſeiner Gewohnheiten, deren auffallendſte im
Grunde war, nichts zu tun, „tip=top” vom
buntſeide=
nen Bändchen im Knopfloch bis zum Lackſchuh, den er
nie mehr als dreißigmal trug. Man ſah ſein ſcharf
geſchnittenes Vogelgeſicht unter dem ſchief geſtellten
Zylinderhut überall, wo ſich die Lebensluſt ſittſam
regte oder ſtürmiſch übers Ziel hinausſchoß. Er war
ohne weiteres zu jenen Leuten zu zählen, für die das
Bibelwort: „Sie ſäen nicht, ſie ernten nicht, ſie ſammeln
nicht in die Scheuern, und unſer himmliſcher Vater
er=
nähret ſie doch” geſchrieben ſcheint. So durchſchritt er
als wohlhabender Arbeitsloſer die Berliner Salons
und Foyers, die Ballſäle und die Speiſeräume der
vor=
nehmen Hotels: ſolange, bis ihm plötzlich nachgewieſen
wurde, daß er ſich doch mit einer Beſchäftigung
abzu=
geben pflegte: nämlich mit der, Urkunden zu fälſchen.
So gab denn die Behörde dem Kammerrat den Rat,
ſeinen Aufenthalt für einige Jahre in eine ganz
be=
ſondere Kammer zu verlegen. Es ſtellte ſich heraus,
daß die Hoheit und die Würde, mit welcher er die
Ver=
traulichkeit jeder Annäherung zu entfernen liebte, nicht
echter war als die ſchwarze Farbe ſeines bleinen,
ſpitz=
gedrehten Magyarenbärtchens und der Scheitelfriſur,
deren Strähnen er geſchickt über die blanke
Schädel=
wölbung zu verteilen pflegte. Und wenn er nicht
ge=
ſtorben iſt, ſo klebt er heute noch Tüten. .
Man muß dieſe „Talmikavaliere”, die zum
Großſtadtleben gehören wie der Aſphalt, den ſie treten,
in zwei Schichten teilen, die Gefährlichen und die
Harmloſen. Die Gefährlichen — gefährlich, weil ſie,
gleich dem Schauſpieler von Klaſſe, glänzend Maske
zu machen wiſſen — zählen zu der Sorte des
Kammer=
rats. Sie ſind „beinahe echt” nur der mit dem
ſchärf=
ſten Erkennungstalente begabte Beobachter könnte ihnen
anmerken, daß ihre Vornehmheit bloß angelernt iſt,
oder daß ſie in gewiſſen Einzelheiten ihrer Aufmachung
über die Grenzen, die der gute Geſchmack zieht,
hinaus=
gehen. Wie der Kellner, der in Felix Saltens
Ein=
akter „Der Graf” auch von ſeinen Standesgenoſſen
unerkannt den Ariſtokraten ſpielt, ſo haben dieſe
Ein=
dringlinge es den wahren Kavalieren abgeguckt, wie
ſie ſich räuſpern und wie ſie ſpucken. Ihre Kühnheit iſt
ihr Erfolg. So quartiert ſich der Talmikavalier mit
Gewalt in der unmittelbaren Nähe derjenigen ein, zu
denen er für zugehörig gelten will. Er erſcheint, er
kommt wieder: er haftet feſt wie eine Klette. Er hat
es leichter, wenn er die Treppe des ſozialen Lebens
hinaufgefallen iſt, weil dann peinliche
Wiederbegeg=
nungen nicht allzu ſehr im Bereiche der Möglichkeit
liegen; er hat es ſchwerer, wenn ihm von früher her
ein dunkler Fleck auf der Kondnitenliſte ſitzt und ein
Wiedererkennen gleichbedeutend mit dem
geſellſchaft=
lichen Abſturze wäre. Derartige Kataſtrophen, an deren
Ende Bilder zu Zerrbildern werden, tadelloſe
Gentle=
men ſozuſagen in Unterhoſen daſtehen, ſind in keiner
Großſtadt etwas Seltenes, werden aber nicht allzu
häufig, offenbar, weil Diskretion für die
Hereinge=
fallenen Ehrenſache iſt. Man braucht wahrhaftig ſein
Gedächtnis nicht allzu ſehr anzuſtrengen, um des
Skandals eingedenk zu werden, der zwei Klubleute
deutſchamerikaniſcher Abſtammung über Nacht aus der
Und auch jener junge Belgier, den ſchließlich die
Lon=
doner Polizei dingfeſt machte, hatte an der Seite ſeines
Feeundes — der ein gewerbsmäßiger Höchſtapler war
— monatelang die gute Geſellſchaft von Berlin,
Offi=
ziere, Attachees, Induſtrielle, nasführen können, bevor
er die Unvorſichtigkeit beging, eine reiche Ruſſin um ein
paar tauſend Rubel zu prellen. Es fällt einem dabei
das Wort ein, das vor ein paar Jahren ein biederer
Schuſter — mit trübem Blicke hinter einem größeren
unbezahlten Warenpoſten her im Rahmen eines
Hochſtaplerprozeſſes prägte. Der brave Mann ſagte in
ſeiner derbgeſunden Heimatſprache: „Ja, wenn nu ſo’n
Herr vorfährt mit blanke Lackſtiefeln und weiße
Hand=
ſchuhe und ’n Zylinderhut, und wenn er mir denn fier
n paar hundert Märker Ware abpumpt, dann kann ick
doch nich „Nee” ſagen.” Man iſt nun einmal daran
gewöhnt bei uns, echte Steine und tadelloſen Anzug
für Kennzeichen des Kavaliers zu halten, und die
Talmikavaliere kennen dieſes=Vorurteil und handeln
danach. . .
Aber es gibt, wie geſagt, auch die Klaſſe der
harm=
loſen „Talmikavaliere” die ihre Selbſterhöhung nur
vornehmen, um ein paar vergnügte Stunden zu ſuchen
und, wenn ſie dieſe durchlebt haben, getroſt zur
Unter=
ſchicht des ihnen freundlichen Lebenselementes
zurück=
kehren. Sie wollen nur einen leichten roſigen Schein
im grauen Sein, etwas Sonne im nüchternen Alltag.
Darum ſchlingt der Kommis die ſchwarze, genähte
Kra=
watte um den rieſenhohen Stehkragen, der ihm das
Kinn zuſchnürt, ſtürzt ſich in den Smoking mit den
Ripsaufſchlägen, fährt mit ſeiner Herzallerliebſten —
die auf Meterweite nach Eau=de=Cologne duftet — bei
einem Hotel vor und trinkt deutſchen Sekt, der ihm
am nächſten Morgen noch mehr Kopfſchmerzen macht
als die ungebührliche Ausgabe. Darum ſetzt der
Kon=
fektionär vom Hausvoigteiplatz im Fremdenbuche von
Helgoland nur zwei Buchſtaben vor ſeinen Namen: die
Zauberkonſonanten „Dr.”, die den armen kleinen
Som=
merfriſchler in einer Stunde vom Unterland ins
Ober=
land des Lebens emportragen. Hierher gehören denn
auch alle die Naiven aus dem Lande der Sehnſucht, die
ſich wochenlang mit Entbehrungen kaſteien, nur, um
für vierzehn Tage im weißen Sommerdreß in einem
Modebade den „großen Unbekannten” ſpielen zu
kön=
nen, auf dem Rennplatz einmal zwiſchen die „
Dazu=
gehörigen” treten zu dürfen oder im Premierenparkett
einmal den Intellektuellen nahe zu ſein. Es iſt
wahr=
haftig keine ſchwierige Aufgabe, dieſe Talmikavaliere
herauszufinden. Sie geben ihr Inkognito ſchon preis,
wenn ſie beim Ablegen des Ueberrocks die „Röllchen”
fallen laſſen, wenn ſie — abends nach ſechſe — in
feier=
lichem Gehrock und hellem Beinkleid ins Theater oder
ins Reſtaurant gehen, wenn ſie bei der Wahl der
Ge=
richte und der Weine unruhig werden oder ſich gar
be=
ſonders verzwickte Speiſentitel vom Kellner ins Deutſche
überſetzen laſſen. Sie fühlen ſich auch im Grunde in
der Umgebung, die alle dieſe Koſtbarkeiten mit
gleich=
gültiger Gewandtheit in ſich aufnimmt, mehr bedrückt
als erhoben. Aber es ſchmeichelt ihnen doch, einmal
mitgemacht zu haben, ſich einmal an dem Tranke
be=
rauſcht zu haben, den ſie bisher nur in weiter Ferne
dampfen und glühen ſahen. Kurz: ihr
Tälmikavalier=
tum iſt keine Gewohnheit, ſondern ein Verſuch!
Allerdings iſt auch hier die Brücke zwiſchen hüben
und drüben leicht abgebrochen; und die modernen
Ro=
manſchriftſteller ſchildern nur nach dem Leben, wenn
ſie immer und immer wieder erzählen, wie ſo ein
armer Sehnſüchtiger von der erſten Koſtprobe am
Büfett des Daſeinsgenuſſes für immer verwirrt, wie
er vom Talmikavalier der harmloſen zum
Talmikava=
lier der gefährlichen Klaſſe wurde. Aber das läßt ſich
nicht ändern. Die Großſtadt iſt ein Schachbrett, gefüllt
vom Durcheinander der Exiſtenzen, wahllos beſetzt von
Echt und Unecht. Hier bleibt alſo nur übrig, ſcharf
hinzuſehen: zu lächeln wenn man die Similimenſchen
erkannte, und es auch nicht tragiſch zu nehmen, wenn
man einmal ſelbſt Talmi für Edelmetall gehalten hat...
Walter Turszinsky.
Nummer 260₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Seite 3.
* Aus der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtverord=
neten=Verſammlung. Zu Beginn der nichtöffentlichen
Sitzung der Stadtverordneten=Verſammlung erſtattete der
Vorſitzende, Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, zur
Information der Herren Stadtverordneten einen Vortrag
über die Wirkungen der neuen Städteordnung auf die
ſtädti=
ſchen Finanzen. Im Verlaufe der Sitzung wurde die
An=
ſtellung des Gerichtsſchreiber=Aſpiranten Theodor Strauch
als Sekretär und des Karl Eichholz als Schutzmann
ge=
nehmigt. Hinſichtlich der vorliegenden Geſuche um
Ertei=
lung der Erlaubnis zum Betriebe von Schankwirtſchaften
wurde die Bedürfnisfrage bejaht für: Neue Ireneſtraße
Nr. 57, Schwanenſtraße Nr. 79, Grafenſtraße Nr. 27,
Beſſunger Straße 70 und Wendelſtadtſtraße 56. In den
Verwaltungsbeirat des Feſthausvereins Darmſtadt, in den
die Stadt ſatzungsgemäß zwei Mitglieder entſenden kann,
wurden auf Vorſchlag des Wahlvorſchlags=Ausſchuſſes die
Herren Stadtverordneten Markwort und Dr. Nöllner
ge=
wählt.
* Geſchworenenausloſung. Als Geſchworene für
die im Dezember beginnende diesjährige 4.
Schwur=
gerichtsperiode wurden ausgeloſt: Heinrich
Keimann, Kaufmann, Bürſtadt; Franz Peter Etzel,
In=
genieur, Offenbach; Adam Schwöbel, Müller, Kreidach;
Ludwig Schlapp, Schreiner, Offenbach: Emanuel
Strauß, Viehhändler, Hergershauſen; Karl
Dinkel=
mann, Landwirt, Spachbrücken; Nikolaus Selzer II.,
Beigeordneter, Kleeſtadt; Engelbert Seelmann,
Kauf=
mann, Offenbach; Heinrich Klepper III.,
Land=
wirt, Götzenhain; Karl Barth II., Architekt,
Langen; Chriſtoph Jäger II., Landwirt,
Jüges=
heim; Friedrich Müller II., Maurermeiſter, Offenbach;
v. Voß, Ingenieur, Darmſtadt; Daniel Schneider,
Kauf=
mann, Offenbach; Georg Kopp II., Beigeordneter,
Rein=
heim; Karl Sänger, Fabrikant, Offenbach: Nikolaus
Schaab II., Landwirt, Mitlechtern; Valentin
Hof=
mann XIV., Bauunternehmer, Griesheim; Hans
Kor=
wan, Generalleutnant, Darmſtadt; Richard Mertens,
Oberſtleutnant, Darmſtadt; Karl Rudorf, Konditor,
Offenbach; Ludwig Marxſohn, Brauereibeſitzer, Groß=
Gerau; Lazarus Speyer, Fruchthändler, Michelſtadt;
Joſeph Laſchert, Metzger, Groß=Zimmern: Wilhelm
Denninghoff, Rentner, Bensheim a. d. B.; Wilhelm
Neff, Gerbereibeſitzer, Heppenheim a. d. B.; Joſeph
Marx, Viehhändler, König i. O.; Hartmann Tobias
Witzel I., Weinhändler, Lampertheim; Wilhelm Euler
jun., Fabrikant, Bensheim a. d. B.; Aaron Roſenthal,
Zigarrenfabrikant, Seligenſtadt.
n. Städtiſcher Rechtsſtreit. Eine an der
Zivil=
kammer I des hieſigen Landgerichts anhängige Klage
gegen die Stadt auf Uebernahme des Anweſens
Dieburger Straße Nr. 44 wurde in dem geſtrigen
Ver=
handlungstermin vergleichsweiſe erledigt. Dieſer
Vergleich bedarf nur noch der darin vorbehaltenen
Ge=
nehmigung der Stadtverordnetenverſammlung. Es
handelt ſich um das Beſitztum des Wirtes Frank, das
nach dem früheren Bebauungsplan teilweiſe in die dort
vorgeſehene Einmündung der verlängerten
Lichten=
bergſtraße gefallen wäre. Als der Beſitzer ſeinerzeit
ein Baugeſuch einreichte, wurde dasſelbe mit Rückſicht
auf jene ſpätere Straßenführung abgeſchlagen, und er
verlangt demgemäß auf Grund des Art. 17 der
Bau=
ordnung, daß die Stadt das Anweſen zum Preiſe von
75000 Mark erwerbe. Seitens der letzteren hielt man
einen ſolchen Erwerb bezw. die Straßenführung für
allzu koſtſpielig, änderte deshalb mit miniſterieller
Ge=
nehmigung den Bebauungsplan unter Wegfall des
Durchbruchs und erteilte nachträglich Herrn Frank die
Bauerlaubnis. Dieſer hielt jedoch die Stadt durch den
früheren Abſchlag des Geſuchs für gebunden und zum
Erwerb für verpflichtet, was letztere beſtritt. Durch
die Prozeßbevollmächtigten Juſtizrat Dr. Löb und
Rechtsanwalt Dr. Bender wurde der erwähnte Vergleich
dahin abgeſchloſſen, daß die Stadt das Anweſen für
58000 Mark erwirbt, lediglich einen Verbindungsweg
zur Dieburger Straße ſchafft und im übrigen das etwa
600 Quadratmeter große Grundſtück zur ſpäteren
Be=
bauung für ſtädtiſche Zwecke verwendet.
n. Dr. Hermann Loſſen . Der Begründer der
hie=
ſigen Ernſt Ludwig=Heilanſtalt Herr Dr.
Her=
mann Loſſen iſt Donnerstag abendin Mittelheim (Rheingau),
wo er ſich ſeit etwa acht Wochen zur Erholung und Wie=
derherſtellung aufhielt, infolge plötzlich eingetretener
Herzſchwäche verſchieden. Er war zwar ſchon einige Zeit
leidend, doch dachte niemand an ein ſo frühes Ableben des
erſt Sechsundvierzigjährigen. Sein Tod bedeutet nicht
nur für ſeine Familie und ſeinen Freundeskreis, ſondern
auch für unſere Stadt einen ſchweren Verluſt. Hatte ſich
doch Dr. Loſſen durch Schaffung des erwähnten Inſtituts
und ſeine übrigen Leiſtungen auf ärztlichem Gebiet eine
hervorragende Stellung erworben und die Stadt um eine
mit den neueſten Errungenſchaften verſehene Heilanſtalt
bereichert. Seit Ende der 90er Jahre beſtehend, wurde ſie
ſtetig vergrößert und ſie kann jetzt als ein Muſterinſtitut
bezeichnet werden, wie denn auch der vor einigen Monaten
zur Beſichtigung hier anweſende Präſident des
Reichsver=
ſicherungsamts Dr. Kaufmann ſich in jeder Beziehung
anerkennend und lobend ausſprach. Dr. Loſſen, Sohn
eines hieſigen Fabrikanten, beſuchte das Gymnaſium hier,
erledigte ſeine Studien an der Univerſität Heidelberg uſw.,
war dann mehrere Jahre Arzt am Deutſchen Krankenhaus
in Alexandria, hierauf Badearzt in Wiesbaden und ließ
ſich zuletzt hier nieder, nachdem er ſich in Schweden
per=
ſönlich mit dem Zanderſchen Syſtem der mechaniſchen
Be=
handlung genau bekannt gemacht hatte. Als
Zander=
inſtitut vornehmlich rief er ſeine Anſtalt ins Leben, ſie
wurde bald in ſtets ſteigendem Maße durch die
Unfall=
berufsgenoſſenſchaften, ſowie durch die
Landesverſiche=
rungsanſtalt für ihre Patienten in Anſpruch genommen
und erzielte große Leiſtungen in der Beſeitigung der
Fol=
gen von Unfällen u. dgl., ſo daß bald ein beſonderes
Ge=
bäude für die Aufnahme ſolcher Pfleglinge errichtet werden
mußte, das etwa 60 Betten enthält. Die Ausſtattung des
Inſtituts mit den modernſten Apparaten,
Badevorrich=
tungen uſw. verſchaffte ihm eine ſtarke Benutzung aus
allen Kreiſen der Bevölkerung und ſein Ruf iſt nach
aus=
wärts weit verbreitet. Mit großer Selbſtloſigkeit und
Un=
ermüdlichkeit unterzog ſich Herr Dr. Loſſen ſtets ſeiner
Aufgabe und hat ſich durch dieſes ſein jahrelanges Wirken
ſegensreich betätigt. Der ſeit 1900 ihm zur Seite
ſtehende Herr Dr. Krahn wird die Anſtalt in der
ſeit=
herigen Weiſe weiterleiten und ſie bleibt hoffentlich unſerer
Stadt dauernd erhalten. Herr Dr. Loſſen hinterläßt eine
Witwe (Tochter des verſtorbenen Fabrikanten Roſenbaum)
und vier Kinder; ſeine Leiche wird zur Beiſetzung
hierher=
gebracht. Viele werden dem pflichttreuen Arzt und Helfer
ein treues Andenken bewahren.
— Städtiſche Straßenbahn. Im Oktober d. J.
be=
trug die Fahrgeldeinnahme 34 496,50 Mark (Vorjahr
34590,60 Mark), die Einnahme für den Wagenkilometer
34,54 Pfg. (Vorjahr 32,87 Pfg.).
* Gewerbeſchule. Die dem Gewerbeſtande
ange=
hörigen Abonnenten unſeres Blattes ſeien hier auf
die in unſerer heutigen Nummer enthaltene Anzeige
der Gewerbeſchule Darmſtadt, betr. die Eröffnung der
verſchiedenen praktiſchen Fachkurſe, beſonders
auf=
merkſam gemacht.
— Deutſcher Abend. Es ſei nochmals darauf
auf=
merkſam gemacht, daß das „Heſſiſche Volksfeſt” heute
abend pünktlich um 8 Uhr im Saalbau beginnt. Eine
zweite Aufführung des Volksſtückes iſt, wie ſchon
mit=
geteilt, zu ermäßigten Preiſen Sontag nachmittag um
5 Uhr im Saalbau. Gegeben wird das Stück „§'
Mil=
ler’ſch Lisl vunn Michl’boch” von Lehrer Schwalbach
in Heppenheim. (Näheres in der heutigen Anzeige.)
— Evangeliſcher Bund. Man ſchreibt uns: In
Herrn Reichstagsabgeordneten Liz. Everling aus
Halle, der morgen abend auf der Lutherfeier des
Evangeliſchen Bundes im Feſtſaale der Turngemeinde
ſprechen wird, hat, das Darmſtädter Publikum
Gelegen=
heit, einen der glänzendſten und zündendſten Redner
kennen zu lernen, den wir in Deutſchland zur Zeit
beſitzen. Sein Thema: „Luther im Urteil des Papſtes
und in der Seele des deutſch=proteſtantiſchen Volkes”
iſt zudem in dieſem Jahre der Borromäus=Enzyklika
das zeitgemäßeſte, das man ſich denken kann. Da der
Zudrang zu der Feier, die durch Chorvorträge der
Kirchengeſangvereine für die Stadtkirche und der
Petrusgemeinde verſchönt werden ſoll, auch heuer
wie=
der ein außerordentlich großer werden wird, ſo
em=
pfiehlt es ſich dringend, rechtzeitig zu erſcheinen. Der
Eintritt iſt auch für Nichtmitglieder des Evangeliſchen
Bundes frei. Es wird an dem Abend zur
Beitritts=
erklärung zum Bunde Gelegenheit gegeben ſein.
— Der Heſſiſche Goethe=Bund wird auch im
kommenden Winter wiederum eine Reihe von
Veran=
ſtaltungen bringen, die allgemeiner Teilnahme begegnen
werden. Eine für September geplante Freiligrath=Feier
mußte verſchoben werden. Als erſter Abend des Bundes
erſcheint der in Verbindung mit dem Vortrags=Verbande
veranſtaltete Heinr. von Stein=Vortrag, dem ſich eine
Schumann=Gedenkfeier und ein Vortrag über Begriff
und Abwehr der Schund=Literatur anſchließen werden.
Das Programm für die 2. Hälfte des Winters wird
ſpäter bekannt gemacht werden.
— Konzert in der Johanneskirche. Der
Frauen=
verein der Johannesgemeinde veranſtaltet am Freitag,
den 11. November, abends 7 Uhr, ein Kirchenkonzert
zum Beſten ſeiner Kinderbewahranſtalten unter gefälliger
Mitwirkung von Frau Kammerſänger Marie Weber
(Sopran), Frl. Lilli Hickler (Violine), des Herrn
Kammer=
ſänger Weber (Bariton), des Herrn Organiſten
Born=
gäſſer und des Kirchenchors. Frau Weber wird die
Arie (Der Engel) aus „Elias” von F. Mendelsſohn und
Rezitativ und Arie aus „Rinaldo” von Händel zum
Vortrag bringen. Herr Kammerſänger Weber: Das
„Troſtlied” von Ad. Kugler und „Gebet” von Hiller.
Herr und Frau Weber das Duett „Abendlied” von
Kulenkampf. — Der Kirchenchor wird ſingen: „
Himmels=
ruh und Frieden” von L. Hellwig, den 8. Pſalm von
A. Mühling und den 43. Pſalm von F. Mendelsſohn.
— Kaufmänniſcher Verein, Darmſtadt (
einge=
tragener Verein). Man ſchreibt uns: Das diesjährige
Stiftungsfeſt findet heute Samstag im Kaiſerſaal ſtatt.
Neben der Kapelle Mickley ſind zu dieſer Veranſtaltung
zur Mitwirkung die Hofopernſängerin Fräulein Hela
Zeiller, ſowie Herr Konzertſänger Franz Müller
gewonnen worden. Nachdem ſchon im Winterprogramm
1910/11 des Kaufmänniſchen Vereins Vorträge von
Ganghofer, Bahr, Björnſon ſowie eine Reihe Lichtbilder
und Fachvorträge verzeichnet ſind, iſt es gewiß zu
be=
grüßen, daß es dem Vorſtand noch möglich iſt, zu ſeinen
Veranſtaltungen ſolche Künſtler heranzuziehen. Das
Programm für Samstag bietet in jeder Hinſicht einige
künſtleriſche genußreiche Stunden, ſodaß ein zahlreicher
Beſuch zu erwarten iſt. (Siehe Anzeige.)
* Kath. Geſellenverein. Wie in früheren Jahren, ſo
veranſtaltet auch dieſes Jahr der kath. Geſellenverein einen
Ball. Dieſer findet Sonntag, den 13. November im
Vereinshauſe Friedrichſtraße 30 ſtatt. Ein Teil der
Ka=
pelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115 ſtellt die
Ball=
muſik.
— Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 29. Oktober I. J.
männ=
lich 9345, weiblich 6083, zuſ. 15 428, in Prozenten 60,58,
39,42; am 22. Oktober l. J. männlich 9416, weiblich 6072,
zuſ. 15 488, in Prozenten 60,80, 39,20. Der
Kranken=
ſtand betrug am 29. Oktober I. J. männlich 360, weiblich
268, in Prozenten 3,80, 4,40; am 22. Oktober I. J.
männ=
lich 351, weiblich 266, in Prozenten 3,90, 4,38. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
24. Okt. bis 29. Oktr. l. J. 4808,15 Mk., in der Woche
vom 17. Oktober bis 22. Oktober I. J. 4719,15 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 29. Oktober
I. J. — 23, am 22. Oktober I. J. — 23; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 24. Oktober bis 29. Okt.
1. J. — 3; vom 17. Oktober bis 22. Oktober I. J. — 1.
— Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 10 und 11 des
1911er Adreßbuches, enthaltend Einwohnerregiſter —
Lotz, Theodor bis Poth, Adam — liegen im
Haupt=
meldebureau, Hügelſtraße Nr. 31/33, Zimmer Nr. 13,
während der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags
und 2 bis 6 Uhr nachmittags) bis zum 9. November
vormittags zur Einſichtnahme offen.
C „Brieffallen”. Druckſachen werden häufig zu
Brief=
fallen, wenn zur Verpackung nur ein loſes Streifband oder
ein ungeeigneter Umſchlag verwendet wird. In die weit
geöffneten taſchenförmigen Falten derartiger mangelhafter
Streifbandſendungen und in die auseinanderklaffenden
Umſchläge mit nach innen eingeſteckter Verſchlußklappe
verſchieben ſich unbemerkt Briefe, beſonders ſolche
klei=
neren Formats, Poſtkarten und andere kleine Gegenſtände
und gelangen ſo an eine falſche Adreſſe. Günſtigen Falles
werden ſie von einem PPoſtbeamten oder dem Empfänger
Konzerte.
* Am Dienstag abend veranſtaltete der Loewe=
Interpret Karl Götz aus Berlin im Hotel „Zur
Traube” einen Lieder= und Balladenaben d.
Der Sänger, der die Interpretation Loeweſcher
Bal=
laden zu ſeinem Spezialſtudium gemacht hat, ſingt dieſe
im Original, das heißt nicht transponiert. Er beſitzt
alle ſtimmlichen und muſikaliſchen Eigenſchaften, die
ihn zu einem Interpreten der Loeweſchen Balladen
berufen erſcheinen laſſen: ein klangvolles und
modu=
lationsreiches Organ und eine intelligente, von echtem
künſtleriſchen Empfinden getragene und von
hervor=
ragendem geſangstechniſchen Können zeugende
Vor=
tragsweiſe. Wie aus dem Programm zu ſchließen, iſt
der Sänger auch beſtrebt, die weniger bekannten und
populären Balladen Loewes dem Publikum
vorzufüh=
ren. Von den zum Vortrag gelangten dürfte den
prachtvoll geſungenen Balladen „Der Woywode” und
„Ahasverus” die Palme zuzuerkennen ſein.
Abwech=
ſelnd mit Herrn Götz, der ſehr lebhaften
Bei=
fall erntete, trug Fräulein Léonie Born
aus Philadelphia Lieder von Schumann, Brahms,
Hugo Wolf und Felix Weingartner vor. Auch ſie
be=
ſitzt ſehr gute ſtimmliche Mittel, Tonbildung und
Vortrag ſind aber noch der künſtleriſchen Veredlung
bedürftig. Die Klavierbegleitung lag in den Händen
von Fräulein Paula Renner aus Heidelberg.
Vorträge.
* Wiſſenſchaftliche Vorträge über
reli=
giöſe Fragen. Wie die beiden erſten Vorträge war
auch der dritte, den Herr Geh. Kirchenrat D. Krüger
aus Gießen über das Thema: „Dogma und
Ge=
ſchichtsforſchung” hielt, vorzüglich beſucht. Der
Redner ging davon aus, daß der Streit um das Dogma,
worunter er die kirchliche Lehre von der Dreieinigkeit und
Gottmenſchheit verſtanden wiſſen will, die Gemüter heute
noch ſo lebhaft bewege wie je. Gerade der
Dogmenhiſto=
riker habe hierbei eine Miſſion zu erfüllen, indem er an
der Hand der Geſchichte aufklärend wirke. Hierauf entwarf
der Redner zuerſt ein Bild der antidogmatiſchen Bewegung
früherer Jahrhunderte und ging dann auf die Entſtehung
der kirchlichen Lehre ein. Er verweilte länger bei der
apoſtoliſchen Glaubensbekenntnis,
insbeſon=
dere bei der Lehre von der übernatürlichen Geburt des
Er=
löſers und kam zu dem Schluß, daß mit den Mitteln der
geſchichtlichen Unterſuchung und ohne Heranziehung unbe=
rechtigter rationaliſtiſcher Vorausſetzungen auf Grund
der älteſten Ueberlieferung jene Lehre als nicht unbedingt
glaubensverbindlich erwieſen werden könne. Weil ihre
Ausſagen in Form von geſchichtlichen Tatſachen gekleidet
ſind, unterliegen ſie der geſchichtlichen Kritik und können
ſchon deshalb nicht als Fundament des Glaubens dienen.
Der Glaube iſt eine vom Wiſſen der Art, nicht nur dem
Grade nach verſchiedene Funktion des menſchlichen
Seelen=
vermögens. Es gilt deshalb, die Ueberzeugung lebendig
werden zu laſſen, daß Religion und Theologie. Glaube
und Lehre verſchiedene Dinge ſind, daß Form und Inhalt
nicht verwechſelt werden dürfen, daß nur, was von Gott
ſtammt, ewig iſt. Die Chriſtenheit hat allen Grund, ſich
auf dies Gemeinſame zu beſinnen, den Ewigkeitswert der
Offenbarung Gottes in Jeſus. — Die Verſammlung dankte
dem Redner mit lautem Beifall.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Darmſtädter Künſtler auswärts. Wie
aus Mainz geſchrieben wird, führte ſich im erſten
Kon=
zert des dortigen „Philharmoniſchen Vereins” Frau
Irma Hermanns=Schaffner aus Köln (eine
geborene Darmſtädterin) mit Liedern von Schubert,
Brahms, Cornelius, Hohfeld u. a. unter Herrn
Wein=
ſchenks Klavierbegleitung vortrefflich ein. Der M. A.
ſchreibt u. a. über das Auftreten der Künſtlerin: In
der Konzertſängerin Frau Irma Hermanns=Schaffner
lernten wir eine ſtimmbegabte Künſtlerin kennen. Ihr
Vortrag litt anfangs unter der Befangenheit, erſt beim
zweiten Auftreten ging ſie mehr aus ſich heraus, und
zum Schluſſe ſteigerte ſich ihr Können in dem Liedchen:
„Er iſt’s” von Hohfeld und in der Arie aus „Samſon
und Dalila” von Saint=Saéns, daß man ſeine Freude
daran haben konnte. Die bewegteren Geſänge liegen
der Künſtlerin viel beſſer als die ernſten, getragenen.
Sie erntete ſtarken Beifall und wurde durch Blumen
geehrt. Sie ſpendete als Zugabe „Komm, wir wandeln
zuſammen” von Cornelius.
K. Von der Edertalſperre. Die
Edertal=
ſperre wird nach ihrer vorausſichtlichen Vollendung
im Jahre 1914 eine Waſſermenge von 220 Millionen
Kubikmeter faſſen, und damit das größte Staubecken
Europas ſein. Die Waſſerfläche wird ſich zwiſchen
Herzhauſen im ehemaligen Heſſen=Darmſtädtiſchen
Kreis Vöhl bis nach Hemfurth im Waldeckiſchen Kreis
Eder erſtrecken. Die Orte, welche vollſtändig
ver=
ſchwinden, ſind: Aſel, Bringhauſen und Berich, ferner
die Gehöfte Vornhagen, Stollmühle, Bericher Hütte
und einige Mühlen an der Werbe und dem Aſelbach.
Von den Dörfern Herzhauſen und Niederwerbe
blei=
ben nur einige hochliegende Häuſer ſtehen. Vielfach
ſieht man in den Dörfern ſchon verlaſſene Hofreiten,
ja ſogar abgebrochene Anweſen. Die Bewohner
wer=
den ſich meiſt in der preußiſchen und waldeckſchen
Um=
gebung anſiedeln; nur wenige gehen nach Poſen. Die
große Maner wird kurz oberhalb Hemfurth, da, wo
ſteile Höhen dicht an die Eder herantreten, errichtet.
In den letzten Wochen ſind die Arbeiten dank des
günſtigen Wetters gut fortgeſchritten. Etwa 500
Ar=
beiter waren beſchäftigt, darunter über 300 Erdarbeiter,
etwa 75 Maurer und etwa 100 Perſonen bei den
Ma=
ſchinen, in den Steinbrüchen, Bureaus uſw. Alle
Sprachen hört man unter den Arbeitern, welche aus
Deutſchen, Italienern, Bosniaken, Kroaten und Polen
beſtehen. Die Mauer erhält eine Länge von etwa 400
Meter und eine Höhe von 50 Meter; die Mauerſtärke
beträgt an der Sohle 35 Meter, auf der oberen
Platt=
form fünf Meter. Sie wird ein Mauerwerk von 280 300000 Kubikmeter umfaſſen. Während in der
Mitte und am Weſtrande des Tales Baggermaſchinen
die Erdarbeiten beſorgen, wird am Oſtrande ſchon an
der Mauer gearbeitet. Eine Betonſchicht iſt hier
trep=
penförmig und metertief in die Felſen eingelaſſen; die
Felſen an der Seitenwand werden zuerſt mit
Zement=
milch verdichte. Die untere Mauer iſt drainiert. In
der 35 Meter ſtarken Grundmauer bleiben etwa 2—3
Meter breite Durchläſſe, die vorläufig mit Pfropfen
ausgemauert werden, ſpäter aber Turbinen für
Kraft=
zwecke aufnehmen können. 40pferdige Motoren ſind
fortgeſetzt in Tätigkeit, um das Grundwaſſer
aufzu=
ſaugen. Als Baumaterial zur Sperrmauer dienen
Grauwacke und Traſſekalkmörtel. Ein neues Flußbett
iſt bereits vor der Mauer entlang gegraben, um
näch=
ſtes Jahr die Eder nach der Oſtſeite zu leiten.
Als=
dann wird die Mauer an der Weſtſeite begonnen. Zur
Herbeiſchaffung des Baumaterials dienen Feldbahnen,
auch hat man extra eine Eiſenbetonbrücke über die
Eder gelegt. Eine Drahtſeilbahn führt in einer Höhe
von etwa 80 Fuß über die Mauer von einem Ufer zum
anderen; dieſe ſoll ebenfalls zur Beförderung von
Baumaterial dienen. Man hat berechnet, daß die Eder
bei Hochwaſſer in der Sekunde 500 Kubikmeter Waſſer
gibt und daß damit die Talſperre in acht Tagen gefüllt
wäre, das heißt, wenn gar nichts abfließen würde. Das
Gelände der Edertalſperre und das Baugelände der
Sperrmauer ſind im Herbſt fortgeſetzt von Wanderern
ſtark beſucht worden.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Nummer 260.
der Druckſache entdeckt und dann mit erheblicher
Verſpä=
tung den Adreſſaten ausgehändigt. Oft genug aber
wan=
dern ſie mit den uneröffneten und unbeſehenen
Druckſachen=
ſendungen in den Papierkorb oder ins Feuer. Zur
Ver=
packung von Druckſachen eignen ſich am beſten
Kreuz=
bänder, einfache Streifbänder, die noch mit Bindfaden
kreuzweiſe feſt umſchnürt ſind, und Umſchläge mit
ſeit=
lichen Verſchlußklappen, die einen zungenartigen, zum
Einſchieben in einen Schlitz des Umſchlages beſtimmten
Anſatz haben.
Der große Jubiläums=Karnevalszug 1911 iſt
ge=
ſichert. Das iſt das Ergebnis der am Donnerstag abend
abgehaltenen Verſammlung des Elferrats der
Karne=
valgeſellſchaft Narrhalla gemeinſam mit
den Vorſtänden zahlreicher hieſiger Vereine. In
dem=
ſelben Lokal und an der gleichen Stelle, wo vor
nun=
mehr 24 Jahren Herr Max Anſpach den Karneval
für Darmſtadt aus der Taufe hob und dem zarten
Kinde, das ſich aber bald ſtark und kräftig entwickelte,
den Namen „Zugverein” gab, konnte der nunmehrige
Jubelpräſident die zahlreich Erſchienenen begrüßen, die
helfen wollen, den Jubiläumszug in möglichſt
glanz=
voller, prunkhafter Weiſe, wie es die Bedeutung des
Jubiläums erheiſcht, auszuſtatten. In ſeinen
Begrüß=
ungsworten gab Herr Anſpach ſeiner beſonderen
Freude darüber und über das über Erwarken große
Intereſſe an dem Jubiläum Ausdruck. Ton den zirka
30 vertretenen Vereinen hat ſofort über
die Hälfte ihre aktive Beteiligung am
Zuge zugeſagt, und von den noch fehlenden ſind
zahlreiche bindende Zuſagen in Bälde zu erwarten.
Alſo kann man ſchon jetzt ſagen, daß zirka 20 bis 25
Gruppen geſichert ſind. Das iſt ein Ergebnis, wie es
früher in gleichem Umfange bei der erſten
Verſamm=
lung nie der Fall war und das Beſte für den
Jubi=
länmszug erwarten läßt, zumal von den bis jetzt feſt
zugeſagten Vereinen erfahrungsgemäß ganz
Hervor=
ragendes geleiſtet wird. Angeſichts dieſes erfreulichen
Ergebniſſes wurde alsbald beſchloſſen, ein Ausſchreiben
zur Erlangung künſtleriſcher und origineller Entwürfe
zu erlaſſen. Künſtler und Laien — es werden auch
Ideen gewertet — ſeien ſchon jetzt darauf aufmerkſam
gemacht. Nun bleibt allerdings noch die ſchwierige
Arbeit der Finanzierung des Unternehmens. Und
in dieſer Hinſicht iſt der Elferrat natürlich auf die
weitgehende Hilfe der Bürgerſchaft angewieſen, da ihm
reiche Stiftungen oder Zuſchüſſe der Behörden wie in
anderen Städten ja nicht zur Verfügung ſtehen.
Aller=
dings ſind mehrere Preiſe für beſonders ſchöne und
originelle Wagen und Gruppen in Ausſicht geſtellt, aber
das reicht bei weitem nicht aus. Wie in früheren
Jahren werden alſo wieder Steuerzettel
hinaus=
gehen, die jedem Gelegenheit zur
Selbſtein=
ſchätzung geben werden. Die kleinſte Gabe iſt
will=
kommen. Doch ſind die Einzeichnungen nach oben
unbegrenzt, und je mehr Nullen dem Einer angehängt
ſind, je angenehmer für das Zugkomitee und je ſchöner
kann der Zug ausgnſtattet werden. — Mit einer
Ein=
ladung zur Generalverſammlung am 11.
No=
vember, auf der bei freiem Eintritt viel Schönes
ge=
boten werden wird, ſchloß Präſident Anſpach die
Ver=
ſammlung.
— Der Verein für Sammlung von
Zigarrenab=
ſchnitten erſucht die verehrten Mitglieder und Freunde,
die im Laufe des Jahres geſammelten Spenden
bald=
gefälligſt zur Ablieferung gelangen zu laſſen, damit
deren rechtzeitige Verwertung erfolgen kann. Auf
ge=
fällige Benachrichtigung der Herren Hermann Balſer,
Stiftſtraße 48, Heinrich Kichler, Waldſtraße, A.
Kalb=
fleiſch, Soderſtraße 9, und Oberpoſtſekretär Mühlpforth,
Müllerſtraße 32, erfolgt die alsbaldige Abholung.
— Ludwigshöhe. Im morgigen Sonntagskonzert
der Kapelle des Leibgarde=Regiments kommt u. a. A.
Grétys Ouvertüre zu „Lépreuve villageoise” zum
erſtenmale zur Aufführung. Das geiſtreich=ſonnige
Werk dieſes belgiſch=franzöſiſchen Meiſters atmet ganz
den Geiſt unſerer Altklaſſiker Haydn und Mozart und
verdient es, der Vergeſſenheit entriſſen zu werden. Der
Muſikfreund wird ſeine Freude daran haben. Im
übrigen bietet das Programm mancherlei Intereſſantes
und ſeltener Gehörtes.
— Orpheum. Es finden morgen Sonntag, wie üblich,
zwei Vorſtellungen ſtatt; nachmittags 4 Uhr bei kleinen
Preiſen Volksvorſtellung, wobei das geſamte neue
Pro=
gramm ungekürzt zur Darſtellung gelangt. Das
Varieté=
programm hat ſich auf das allervorteilhafteſte eingeführt.
Es enthält eine Reihe Glanzummern und iſt ſehr
ab=
wechslungsreich. Auf die einzelnen Darbietungen kommen
wir noch zurück.
— Der erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt wieder ein neues Programm. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
§ Naturalverpflegungsſtation. Während des
Monats Oktober wurde die Hilfe der hieſigen
Natural=
verpflegungsſtation von 257 mittelloſen Durchreiſenden
in Anſpruch genommen. Im vorhergehenden Monat
September ſind 210 (oder weniger 47) Perſonen
unter=
ſtützt worden.
§ Selbſtmord. Eine Frau machte am Donnerstag
vormittag zwiſchen 8 und 10 Uhr in ihrer Wohnung
ihrem Leben durch Erhängen ein Ende.
§ Hundefang. Während des Monats Oktober ſind
durch den hieſigen Polizei=Hundeaufſeher 39 Hunde
ein=
gefangen worden. Hiervon wurden 19 Hunde von ihren
Eigentümern wieder ausgelöſt, 8 Hunde ſind verkauft
worden und 12 Hunde mußten getötet werden.
Ober=Ramſtadt, 3. Nov. Das 5jährige Kind einek
hieſigen Bürgerfamilie ſtürzte in einem
unbewach=
ten Augenblick, während die Mutter mit Beſorgung
der Wäſche beſchäftigt war, in einen mit kochendem
Waſſer gefüllten Behälter und erlitt derart ſchwere
Verbrühungen, daß es nach einigen Stunden unter
entſetzlichen Qualen verſchied.
*: Offenbach, 4. Nov. Wie uns mitgeteilt wird, ſoll
der Ertrag des am Samstag, den 12. November,
nach=
mittags von 3 bis 9 Uhr in den Ecke Obermain= und
Au=
ſtraße belegenen Mayerſchen Fabrikräumen ſtattfindenden
Verkaufstages der Großherzogin dazu dienen,
ſolchen unterſtützungsbedürftigen Lungenleidenden, für
die von Seiten der Krankenkaſſen, Wohltätigkeitsvereine,
Verſicherungsanſtalten uſw. zurzeit nicht geſorgt iſt, die
Möglichkeit zu geben, hauptſächlich in den Wintermonaten
Aufnahme in Heilſtätten oder Krankenhäuſern zu finden.
Hier eröffnet ſich für ſoziales Empfinden und erbarmende
Liebe ein weites Feld der Betätigung und man kann es nur
mit freudigem Dank begrüßen, daß unſere Großherzogin
ſelbſt mit gutem Beiſpiel vorangeht, indem ſie durch einen
Verkaufstag den weiteſten Kreiſen Gelegenheit ſchafft, zur
Linderung der Not jener armen Kranken ein Scherflein
beizutragen. Da es der Wunſch der Großherzogin iſt, daß
ein jeder ſich an dieſem Liebeswerk beteiligen kann,
wer=
den die verſchiedenſten Gegenſtände auf dem Verkaufstag
zu haben ſein und zwar zum Preiſe von 20 Pfg. aufwärts.
Ein großer Teil der Gegenſtände iſt von den mitwirkenden
Damen ſelbſt angefertigt. Auch hierin gab die
Großher=
zogin ein aneiferndes Beiſpiel.
Worms, 3. Nov. Wie die Wormſer Zeitung
mit=
teilt, hat die Bürgermeiſterei die Baukoſten für eine
Fortführung der elektriſchen Straßenbahn bis
Lampertheim auf etwa 525000 Mark berechnet.
Die Betriebskoſten ſind derartig, daß eine Rentabilität
nicht zu erreichen iſt. — Die Meldung, daß der
In=
haber der in Konkurs geratenen Fa. Molz u.
For=
bach vor ſeinem Verſchwinden noch einen größeren
Betrag, den er zum Einlöſen eines Wechſels erhalten
hatte, mit ſich genommen habe, entſpricht nicht den
Tat=
ſachen. Aus den Büchern geht hervor, daß dieſer
Be=
trag zur Begleichung verſchiedener Schulden verwendet
worden iſt. — Bei der
Ortskrankenkaſſen=
wahl wurden insgeſamt 1659 Stimmzettel abgegeben,
wovon 11 ungültig waren; die 1648 gültigen Zettel
entfielen ſämtlich auf die Liſte der
Sozialdemo=
kraten. Eine Gegenliſte war nicht aufgeſtellt. Im
ganzen ſind 6454 Mitglieder ſtimmberechtigt. Die Wahi
ſoll angefochten werden, weil die Fortſetzung der Wahl
nicht den geſetzlichen Vorſchriften entſprechend
er=
folgt Lei.
Eich, 3. Nov. Heute nachmittag wollte der 26jährige
Sohn Jakob des Landwirtes Michael Muth über den
Dreſchwagen hinwegſteigen. Hierbei trat Muth fehl
und ſtürzte in die Trommel der Dreſchmaſchine.
Trotzdem die Maſchine ſofort abgeſtellt und die
Treib=
riemen durchſchnitten wurden, war M. bereits
ſchreck=
lich zugerichtet. Neben ſonſtigen Verwundungen hat
der junge Mann lebensgefährliche innere Verletzungen
erlitten. Er wurde in das Krankenhaus nach Worms
gebracht.
C) Borsdorf bei Nidda, 4. Nov. Unſer
Ortsvor=
ſtand geht nunmehr ernſtlich mit dem Gedanken an den
Bau einer Hochdruckwaſſerleitung um. Zwei
Möglichkeiten bieten ſich zur Waſſerverſorgung unſerer
Einwohnerſchaft; einmal der Anſchluß an das
Grup=
penwaſſerwerk der Provinz Oberheſſen bei Inheiden,
und zweitens die Errichtung eines eigenen
Pump=
werkes unter Benutzung der vorhandenen
Gemeinde=
brunnen. Letztere liefern gutes Waſſer in
ausreichen=
der Menge, wie in der letzten Woche durch einen
Pump=
verſuch feſtgeſtellt wurde. Ueber beide
Verſorgungs=
möglichkeiten werden durch die Großh.
Kulturinſpek=
tion Friedberg Projekte aufgeſtellt. Die für die
Ge=
meinde günſtigſte Löſung wird dann vom Ortsvorſtand
gewählt und zur Ausführung gebracht werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Nov. Die Geſellſchaft
für drahtloſe Telegraphie m. b. H. teilt mit: Für die
Zeit der Mittelmeerfahrt des
Kronprin=
zen iſt von Berlin aus durch die Telefunken=
Geſell=
ſchaft Berlin SW 61 ein Sonderdienſt für die
fun=
kentelegraphiſche Uebermittelung von
Preſſenachrichten eingerichtet worden.
Es=
werden täglich abends die wichtigſten Meldungen der
Berliner und der Provinz=Preſſe, ſowie des Auslands
zunächſt drahtlich nach der öſterreichiſchen Küſtenſtation
Sebenico (an der Adria) und von dort drahtlos nach
dem Kronprinzen=Schiff „Prinz Ludwig” abgeſandt,
das mit einer Telefunken=Bordſtation von erheblicher
Stärke und großer Reichweite ausgerüſtet iſt; ein
glei=
cher Dienſt iſt für die Rückreiſe der Frau
Kronprin=
zeſſin vorgeſehen, die mit dem Reichspoſtdampfer
„Lützow” in der zweiten Dezemberhälſte erfolgt. —
Ein origineller Zwiſchenfall ereignete ſich
in der Verhandlung der vierten Strafkammer
des hieſigen Landgerichts I, vor der ſich ſeit Wochen ein
ſogenannter „Schieberprozeß” unter dem Rubrum
„Glaſer und Genoſſen” abſpielt. Den Vorſitz dieſer
Kammer führt Landgerichtsrat Lieber. Der Prozeß,
den er leitet, war bis zu den Plaidoyers
gediehen. Einer der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr.
Alsberg, hatte nun in ſeinem geſtrigen Plaidoyer
her=
vorgehoben, daß in ähnlich gelagerten Prozeſſen, zum
Beiſpiel im großen Terlinden=Prozeß in Duisburg,
weit niedrigere Strafen vom Staatsanwalt beantragt
worden ſeien; die beantragte Strafe von neun Jahren
Zuchthaus ſei eine ganz beſondere Leiſtung, und wenn
der Gerichtshof auf ſie erkennen würde, ſo würde er
damit „einen Rekord ſchlagen‟. Darauf
er=
klärte heute zu Beginn der Sitzung der Vorſitzende,
daß die Wendung, in der das Wort „Rekord” enthalten
ſei, die Deutung zulaſſe, daß das Gericht, das in dem
Namen des Königs Recht ſpreche, „ſportliche
Leiſtun=
gen” vollbringe. Der Gerichtshof erblicke darin eine
Ungebühr. Sofort erhob ſich der Verteidiger Dr.
Als=
berg und erklärte, daß er den Ausdruck unter dieſen
Umſtänden ſelbſtverſtändlich zurücknehme. Trotzdem
zog ſich der Gerichtshof zurück und verhängte über den
ſportfreundlichen Anwalt eine Ordnungsſtrafe von 50
Mark. Darauf gab der Verteidiger die Erklärung ab,
daß das Gericht mit dieſer Ordnungsſtrafe nach ſeiner
Meinung ausgeſprochen habe, daß es zu ſeinen
Erklär=
ungen kein Vertrauen habe. Unter dieſen Umſtänden
könne er aber auch nicht mehr weiterhin als
Verteidi=
ger des Angeklagten tätig ſein und lege daher ſein
Amt nieder. Die Sache mußte daher nach
wochenlan=
ger Verhandlung von der Hauptverhandlung
abge=
trennt werden und die Angeklagte Glaſer konnte den
Gerichtsſaal verlaſſen. Es muß aber der ganze Prozeß
erneut verhandelt werden. — Beim Abbruch
eines Hauſes an der Ecke Leipziger= und
Charlotten=
ſtraße löſte ſich heute früh ein Balken und ſtürzte
auf drei darunter ſtehende Arbeiter. Zwei erlitten
ſchwere, einer leichte Verletzungen.
* Haarkrankheiten in Schulen. Im
Ver=
liner Rathauſe hielt der Berliner Dermatologe Dr.
Dreuer vor Schulärzten und den berufenen Vertretern
der Schulbehörde einen zweiſtündigen
Lichtbildervor=
trag „Ueber die in den Schulen Berlins
vorkommen=
den anſteckenden Haarerkrankungen”. Wenn
Deutſch=
land von größeren derartigen Epidemien bisher
ver=
ſchont geblieben ſei, ſo müſſe dies ein Anſporn ſein, die
Weiterverbreitung und die Uebertragung namentlich
aus dem Auslande — England, Frankreich, Belgien,
Italien — wo die anſteckenden Haarerkrankungen
ent=
ſprechend häufig wären — zu verhüten. Welch große
ſozialökonomiſche Bedeutung der Kampf gegen die
an=
ſteckenden Haarerkrankungen habe, erhelle allein aus
der Tatſache, daß die Stadt Paris jährlich
450000 Francs zur Bekämpfung dieſer
Erkrankungen ausgebe. Die Stadt Paris habe
ſich gezwungen geſehen, beſondere Schulen an
Kranken=
häuſer anzugliedern, in denen die erkrankten Kinder
behandelt und unterrichtet würden. Bei der von dem
Vortragenden entdeckten Epidemie im Juli dieſes
Jah=
res ſeien über 150 Schüler erkrankt, die zum
größten Teil wieder geheilt ſeien. Zur Bekämpfung
empfahl Dr. Dreuer: Schulärztliche Ueberwachung und
unentgeltliche Behandlung durch Schulärzte, da meiſt
ärmere Bevölkerungsklaſſen von der Krankheit befallen
würden, und da bei dem geringen Verſtändnis für die
Bedeutung der Erkrankungen und bei dem Fehlen der
nötigen Mittel die Behandlung meiſtens unterbleibe
oder ſchlecht durchgeführt werde. Aerztliche
Aufklär=
ung der Eltern, der Lehrer und namentlich der
Fri=
ſeure durch Vorträge, unentgeltliche mikroſkopiſche und
bakteriologiſche Unterſuchung oder beſondere
Einricht=
ung von Laboratorien ſei ebenſo nötig, wie
Anzeige=
pflicht. Namentlich aber ſollten die Lehrer über die
wichtigſten Haarerkrankungen aufgeklärt werden.
Kleines Feuilleton.
— Abdul Aſis im Glück. Abdul Aſis, der
entthronte Sultan von Marokko, zählt zu den wenigen
Fürſten, die der verlorenen Macht und dem
verlore=
nen Glanze des Herrſchertums nicht nachtrauern. Ja,
er iſt glücklich und froh wie nie, will von marokkaniſcher
Politik nichts mehr wiſſen, und hat nun eine
Ver=
gnügungsreiſe nach Europa angetreten. In ſeinem
fleckenloſen, weißen Gewande, ein frohes Lächeln auf
den Lippen, iſt er in Gibraltar gelandet und macht
kein Hehl daraus, daß das Leben eines Exſultans von
Marokko ſchöner iſt als das eines Sultans. Er geht
nach Liſſabon, dann nach Brüſſel, und was weiter
ge=
ſchehen ſoll, mögen Luſt und Laune gebieten.
Ver=
gnügen ſucht er, ſechs Wochen lang nur Vergnügen. Die
Engländer haben den einſtigen Beherrſcher von
Ma=
rokko voll Entgegenkommen aufgenommen, und er
be=
ſichtigte am zweiten Tage gleich die Militärſtrafanſtalt.
Doch es wollte ihm nicht in den Kopf hinein, warum
man die Sträflinge nicht in Käfige ſteckt, und als er
die Gefangenenkoſt ſah, ſchüttelte er verſtändnislos das
Haupt. „Wenn wir in Marokko ſolche Gefängniſſe
hätten, wären die Straßen immer menſchenleer und
die Gefängniſſe überfüllt.” Später beſuchte er das
Militärhoſpital, und man führte ihn auch in den Saal,
wo die K=Strahlen angewandt werden. Aber als er
ſeine Hand gegen die Scheibe legte und ſeine eigenen
Knochen ſich bewegen ſah, packte ihn Furcht und
Grau=
ſen; er wandte ſich ſchkeunigſt zur Tür. Als er wieder
im Tageslicht ſtand, blickte er mit liebevoller Sorge
auf die durchleuchtete Hand, als wolle er ſich
überzeu=
gen, daß ſie wirklich noch da ſei. Der Vizeadmiral
Prinz Louis von Battenberg führte Abdul Aſis dann
auf ſein Flaggſchiff, den „Prinzen von Wales” und
nun war des Erſtaunens kein Ende. „Ja,” meinte der
unſchuldige Exſultan, „nun verſtehe ich, was man mir
von Englands Größe erzählt hat. Ich habe Franzoſen
geſprochen und Spanier, aber es gibt niemand, der den
Engländern gleichkommt.” Als er dann in den
Werf=
ten die Dampfſägen am Werke ſah, die wie ſpielend
Metall und Eiſen durchſchneiden, ſchüttelte Abdul Aſis
ratlos den Kopf. „Nein!” rief er ein über das andere
Mal, „hier ſchneidet man ja das Metall ſo leicht, wie
bei uns daheim die Butter .
* Das Telephon auf der Straße. Die
Stadtverwaltung in Detroit (Vereinigte Staaten) hat,
wie die Deutſche Verkehrs=Zeitung berichtet, eine
prak=
tiſche Einrichtung getroffen, um ihre Sicherheitsbeamten
zu kontrollieren: dieſe ſind angewieſen, ſich in
beſtimm=
ten Zwiſchenräumen bei der Hauptſtation telephoniſch
zu melden. Dies geſchieht nun in der Weiſe, daß die
Beamten einen leichten Fernſprechapparat in
Taſchen=
format und eine Stöpſelſchnur bei ſich führen, mit der
ſie ſich an Steckkontakten anſchließen können, die von
einer Telephongeſellſchaft daſelbſt an Straßenecken,
öffentlichen Plätzen uſw. angebracht und mit der
Fernſprechzentrale verbunden ſind. Die einzelnen
Steckkontkate, ſogenannte „Wayſide‟=Stationen (
insge=
ſamt über 500) ſind über die ganze Stadt verteilt und
liegen höchſtens eine engliſche Viertelmeile
voneinan=
der entfernt. Auch die Teilnehmer der genannten
Ge=
ſellſchaft erhalten gegen die geringe monatliche
Zu=
ſchlagsgebühr von-50 Cents dieſen Fernſprechapparat,
mittels deſſen ſie ſich bei den Steckkontakten einſchalten
und mit dem Amt und anderen Teilnehmern in
Ver=
kehr treten können.
** Die Frau mit der größten Familie
der Welt. Mrs. Jane Morris aus Jackſon County
in Kentucky wird bald ihren 87. Geburtstag feiern.
„Tante Jane”, wie der Volksmund ſie getauft hat, iſt
die ſtolzeſte Mutter der Welt, kann ſie ſich doch rühmen,
nicht weniger als 518 direkte Abkommen zu
haben. Sie ſelbſt hat 5 Söhnen und 10 Töchtern das
Leben gegeben, und die Kinder haben der Mutter Ehre
gemacht, denn der älteſte Sohn hat 10 Kinder, die
älteſte Tochter 15, der zweite Sohn 14, der dritte 13,
die zweite Tochter 16 Kinder uſw. Und dazu treten
nun die Urenkelkinder. Durch die Familie ihres
älteſten Sohnes zählt Tante Jane heute 50
Urenkel=
kinder, durch die Familie ihrer Tochter Hannah gar 76.
Insgeſamt zählt Tante Jane heute 128 Enkel, 326
Ur=
enkel und bereits 49 Ururenkel. Mit ihren 15 Kindern
erreicht die Familie die ſtattliche Zahl 518.
* Eine unſinnige Wette. Ein tragiſcher
Fall, der ein junges, blühendes Menſchenleben
for=
derte, ereignete ſich vor einigen Tagen. Ein junger;
27jähriger Mann, der glückliche Bräutigam eines
rei=
zenden Mädchens, wettete mit einem Bekannten, daß
er imſtande ſei, ein Stück Seife zu verzehren. Der
Freund nahm die Wette an, galt es doch, einen Korb
Sekt zu verdienen. Der Wettende nahm ein Stück
Seife, aß es auf und verſchied nach kaum einer Stunde.
Die entſetzten Eltern des Bräutigams ſowie die Braut
veranlaßten ſofort eine Unterſuchung der Seife.
Gif=
tige Subſtanzen konnten in der Seife ſelbſt nicht
nach=
gewieſen werden; die Wirkung beſtand alſo in einer
Verätzung der mit der Seife in Berührung
gekomme=
nen Schleimhäute, ſchweren Allgemeinerſcheinungen
und Herzſchwäche. Daß der Gewinn dieſer Wette ein
ſo grauenvolles Reſultat haben könnte, nahm der
Wetter gewiß nicht an. Jedenfalls ſollte man
derarti=
gen törichten Wetten auf das energiſchſte
entgegen=
arbeiten, denn noch ein zweites Opfer hat dieſe
unſin=
nige Wette gefordert; als der Gewinner der Wette
hörte, daß die Braut des Verſchiedenen ſchwer erkrankt
ſei, griff er in der Verzweiflung, ſo viel Unheil
ver=
ſchuldet zu haben, zum Revolver und erſchoß ſich.
* Was alles geſtohlen werden kann.
Neulich hat, wie der Voſſ. Ztg. aus Warſchau
geſchrie=
ben wird, der dortige Magiſtrat feſtgeſtellt, daß von
zwei Straßen, der Minska und Owſiana, in der
Vor=
ſtadt Praga, das Straßenpflaſter „verſchwunden” iſt.
Seite 5.
Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Heidelberg, 3. Nov. Danny Gürtler, der vor
einigen Tagen aus der Irrenanſtalt Eichberg entlaſſen
und in die Heidelberger pſychiatriſche Klinik gebracht
worden war, iſt von dort entwichen. Er ſuchte u. a.
die Heidelberger Kliniken auf und ſtellte ſich als
Ober=
arzt vor. Dann gab er auf dem Poſtamt eine Depeſche
mit ſeinem Namen auf, worauf ihn der Beamte durch
zwei Schutzleute verhaften ließ, was einen großen
Menſchenauflauf verurſachte.
— München, 3. Nov. Die gemeldete
Entführ=
ung der jugendlichen Tochter des
verſtorbe=
nen Reichsrats Grafen Karl Ernſt Fugger=Glött
ſcheint ſich weniger als eine Liebes= als vielmehr als
eine Erpreſſeraffäre darzuſtellen. Nach den
letzten Meldungen ſollte ſich die junge Gräfin mit
ihrem Liebhaber in ein Münchener Hotel geflüchtet
und von dort aus ihre Familie um Verzeihung für
den übereilten Schritt gebeten haben. Tatſächlich iſt
ſie aber in dem Münchener Hotel nicht zu finden
ge=
weſen, ſondern es iſt vielmehr feſtgeſtellt worden, daß
es ſich um eine ganz raffinierte Entführung
handelt, die offenbar dazu dienen ſoll, die im
Schwa=
binger Stadtviertel wohnende Familie den
Geld=
forderungen einer Erpreſſerbande gefügig zu machen.
Die Familie gehört der ſogenannten Antoniuslinie
des Hauſes Fugger in Augsburg an, die ſich im Jahre
1493 vom Hauptſtamm abzweigte. Die Mutter der
jungen Gräfin beſitzt drei Kinder. Entführt iſt die
jüngſte Tochter, und zwar durch einen 21jährigen
jungen Mann, der am vergangenen Freitag gegen
½8 Uhr abends in einem Privatautomobil vor dem
Hauſe der Gräfin vorfuhr. Er ließ zunächſt die Sachen
der jungen Gräfin herunterholen und beſtellte dieſe
dann zu einer Unterredung, die angeblich
Unterrichts=
fragen betraf. Wie das junge Mädchen dann in das
Automobil gekommen iſt, weiß man zur Zeit noch
nicht. Dagegen iſt beobachtet worden, daß das
Auto=
mobil kreuz und quer durch das Stadtviertel fuhr, in
verſchiedenen Geſchäften Waren auf den Namen der
Gräfin entnahm und in der Kaulbachſtraße mit einem
Mietautomobil vertauſcht wurde. Danach iſt das
junge Mädchen dann zum Bahnhof gebracht worden
und mit ſeinem Entführer in den Schweizer Zug
ge=
ſtiegen. Demgemäß iſt auch zunächſt das ſchweizeriſche
Konſulat und die öſterreichiſch=ungariſche Botſchaft
be=
nachrichtigt worden. Auch die Münchener Polizei und
zahlreiche Privatdetektivs ſind auf der Spur der
Flüchtigen.
München, 3. Nov. Bei der geſtrigen Auktion
des Nachlaſſes des Hofkunſthändlers Alb. Riegner
wurden unter anderem folgende Preiſe erzielt: Franz
von Defregger „Der abgewieſene Freier” 11510 Mark,
derſelbe „Plauderei” 9710 Mark, Fritz von Kaulbach
„Bruſtbild eines ſchwarzgelockten Mädchens” 6220 Mk.,
Franz von Lenbach „Fürſt Bismarck” 15 450 Mark,
der=
ſelbe „Fürſt Bismarck” (Zivilbruſtbild) 13 180 Mark,
Friedrich Voltz „Kühe im Waſſer” 8750 Mark, derſelbe
„Ein kühles Plätzchen” 6000 Mark, derſelbe „Viehmarkt
in Weilheim 9100 Mark.
Stuttgart, 4. Nov. In dem
Schadenerſatz=
prozeß des bei der Echterdinger
Kataſtro=
phe verunglückten Mechanikers Boehler gegen den
Grafen Zeppelin wurde heute von dem
Oberlandes=
gericht das Urteil verkündet. Die Berufung des
Klä=
gers wird zurückgewieſen. Der Kläger hat die Koſten
zu tragen.
Leipzig, 3. Nov. Das Reichsgericht hob das
Urteil des Landgerichts München auf, durch das der
Löwenbräupächter und ſechs Schankkellner in
Mün=
chen von der Anklage wegen Betruges beim
Einſchänken freigeſprochen worden waren, und
verwies die Sache an das Landgericht zurück.
London, 3. Nov. Der Vorſitzende der Kommiſſion
für das Geſundheitsweſen im Hafen teilte in der
Sitz=
ung des Staatsrates mit, daß auf verſchiedenen, aus
dem Auslande heimkehrenden Schiffen peſtkranke
Ratten gefunden wurden; alle Maßregeln zur
Ver=
nichtung der Ratten ſeien getroffen worden.
Konſtantinopel, 3. Nov. Nach Meldungen, die von
der Villa Allatini hier eintreffen, häufen ſich die
Nervenkriſen beim Ex=Sultan Abdul Hamid
in bedenklicher Weiſe und drohen eine baldige
Kata=
ſtrophe herbeizuführen. Die Aerzte und Wächter
haben unter der maßloſen Furcht des Exſultans vor
Komplotten ſehr viel auszuſtehen. Bei der geſtrigen
Konſultation wollte ein Arzt den ſchwerhörig
gewor=
denen Exſultan ein Hörrohr ans Ohr legen, um ſich
mit ihm leichter zu verſtändigen. Abdul Hamid
ge=
berdete ſich dabei wie wahnſinnig, ſtieß wilde Flüche
aus und ſchrie die Aerzte an, ſie ſeien beſtochen und
wollten ihn aus dem Leben ſchaffen. Man glaubt, daß
die Tage des Exſultans gezählt ſind.
New=York, 4. Nov. In Brooklyn gerieten durch
ein Großfeuer das in dem fünfſtöckigen Gebäude
einer Korkſtopfenfabrik ausbrach, 300 Mädchen in
Lebensgefahr. Sie entflohen in wilder Panik. Viele
ſanken ohnmächtig nieder und wurden von den anderen
mit Füßen getreten. Zahlreiche Mädchen erlitten
ſchwere Verletzungen.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Das zweite Hofmuſik=Konzert am
nächſten Montag vermittelt die Bekanntſchaft zweier
hier noch unbekannter jugendlicher Künſtler, die ſich in
der großen Oeffentlichkeit bereits einen glänzenden
Namen gemacht haben. Auf dem Gebiete der
Kom=
poſition begegnen wir in Walter Braunfels
einer vielverſprechenden Perſönlichkeit. Seine Oper
„Prinzeſſin Brambilla” wurde in München
und Stuttgart aufgeführt und wird im Laufe dieſes
Winters in der Vaterſtadt des Komponiſten, in
Frank=
furt, im Opernhaus in Szene gehen. Nächſten
Mon=
tag iſt es ein von Geiſt und Witz ſprühendes
Variatio=
nenwerk über ein franzöſiſches Volkslied, das der
junge Meiſter ſelbſt dirigieren wird. — Ein mindeſtens
gleich hohes Intereſſe kann der kaum 18jährige Geiger
Adolf Buſch aus Köln in Anſpruch nehmen, der hier
das „Konzert” von Brahms ſpielen wird und der nach
uns vorliegenden Berichten über ein Berliner Konzert
berufen ſcheint, einer der Allererſten ſeines Faches zu
werden. Es mögen hier einige Zeilen aus dem
Re=
ferat der „Freiſinnigen Zeitung” Platz finden: „Ein
jugendlicher Geiger, Herr Adolf Buſch der in der
Singakademie mit dem Philharmoniſchen Orcheſter
konzertierte, erwies ſich bei aller Jugend als ein
Künſtler erſten Ranges. Er ſpielte das D-dur=Konzert
von Brahms und das A-dur=Konzert von Reger und
entfaltete ein eminentes techniſches Können neben
einer Reife der Auffaſſung, die helles Entzücken und
freudiges Staunen in der zahlreich erſchienenen
Hörer=
ſchaft erweckte. Bei ſeinem getroſt genial zu nennenden
Spiel entzündete ſich in uns die Hoffnung, daß hier
eine junge Kraft dem höchſten Künſtlertum
entgegen=
reife.‟ — Das Programm enthält noch die hier erſt
einmal geſpielte „Tragiſche Ouverture” von Brahms,
die „Chaconne” von Bach für Solo=Violine und
Mo=
arts prächtige „Jupiter”=Sinfonie (in C-dur). Auf
Grund verſchiedener Anfragen teilen wir mit, daß noch
eine größere Anzahl der billigeren Plätze: Parterre,
zweiter Rang, erſte und zweite Galerie, für jedes
Konzert zu haben ſind.
Zur Stadtverordnetenwahl.
— Von dem Verein der Fortſchrittlichen
Volkspartei wird uns geſchrieben: Die
Einſend=
ung in der Donnerstagsnummer Ihres Blattes iſt
ge=
eignet, ein unrichtiges Bild von den Verſammlungen
zu den Stadtverordnetenwahlen zu geben. Es wird
dort der Anſchein erweckt, als ob die „Freiſinnige
Volkspartei” in Verbindung mit den Bezirksvereinen
die Schuld daran trüge, daß eine Verſtändigung
zwi=
ſchen dieſen beiden Gruppen und der nationalliberalen
Partei nicht zuſtande gekommen ſei. Die Leitung der
Fortſchrittlichen Volkspartei hat von allem Anfang an
die Abſicht kundgegeben, nicht ſelbſtändig in die
Wahl=
bewegung einzutreten, die Wahlvorbereitungen
viel=
mehr den Bezirksvereinen zu überlaſſen, natürlich
unter der Vorausſetzung, daß die Nationalliberalen
das gleiche tun würden. Die in erſter Linie nach dem
Geſichtspunkt des praktiſchen Bedürfniſſes für die
Stadtverwaltung, im übrigen aber unter Wahrung
voller Parität gegenüber den beiden genannten
Par=
teien aufgeſtellte Kandidatenliſte fand zwar nicht den
vollen Beifall der freiſinnigen Mitgliederverſammlung,
trotzdem aber ſtimmte ſie ihr zu, in der Hoffnung, daß
damit die „bürgerliche Einigung” geſchaffen ſei. So
feſt war dieſe Erwartung, daß die Partei bis zum
heu=
tigen Tage nicht die geringſte Vorbereitung zu einem
eigenen Wahlvorgehen getroffen hatte. Von neuen
Kandidaten waren für jede der beiden Parteien zwei
angenommen; außerdem ergaben ſich aus den
Vor=
ſchlägen der Bezirksvereine und anderer
Korporatio=
nen ganz zufällig ebenfalls je zwei Angehörige der
beiden Parteien, ſodaß je vier Nationalliberale und
Freiſinnige als neue Kandidaten auf den Zettel kamen.
Dazu traten von den zur Wiederwahl
angenomme=
nen Stadtverordneten vier zu nationaler Richtung
zählende und ein — wenn man einen im übrigen
par=
teiloſen Herrn noch zuzählen will — zwei mehr
Links=
ſtehende. Hiernach ergab der Geſamtzettel acht
Rechts=
liberale und ſechs Linksliberale. Allerdings verloren
die Nationalliberalen gegen bisher vier Mandate.
Daß ſie das mit allen Kräften zu halten ſuchten, war
ihr gutes Recht. Ebenſo iſt es ihr Recht, an dieſem
einen Mandat trotz der zugeſicherten acht Sitze die
Einigung mit den übrigen Gruppen ſcheitern zu laſſen.
Unrichtig aber iſt es, auf Grund dieſer Tatſache
be=
haupten zu wollen, daß die anderen Gruppen an dem
Scheitern der Einigung ſchuld ſeien. Die
Bezirksver=
eine hatten nicht nur gegen die Parteien, ſondern auch
gegen andere Korporationen und vor allem gegen ihre
eigenen Vereine Rückſicht zu nehmen. Sie hatten ſicher
ihr möglichſtes zu einem annehmbaren Vorſchlag
ge=
tan und konnten wohl nicht anders. Die Freiſinnigen
aber hatten ein Verfügungsrecht nur über ihre beiden
Kandidaten Grooß und Vaubel. Sollten ſie einen
der=
ſelben opfern, weil die Nationalliberalen behaupteten,
ſie müßten neun Kandidaten haben anſtatt acht, wenn
der Frieden unter den „bürgerlichen Parteien”
erhal=
ten bleiben ſoll? Wir überlaſſen hiernach der
Bürger=
ſchaft das Urteil darüber, wer dieſen Frieden geſtört
oder nicht gewollt hat.
— (Eingeſandt.) Aus dem „
Martins=
viertel‟. Die Wogen der Erregung wegen
der Stadtverordnetenwahl, die in den letzten
Tagen und Wochen bei uns ſehr hoch gingen,
beginnen ſich wieder zu glätten. Man ſieht mehr
und mehr ein, daß Perſonenfragen nicht den
Vor=
rang vor der Hauptſache, dem Zuſammenwirken aller
Bürgerkreiſe, beſonders aber der Vereinigten
Bezirks=
vereine, haben dürfen. Die Mittwoch abend ſtattgehabte
Vorſtandsſitzung des Bezirksvereins konnte ſich dem
nicht verſchließen; wenn auch bei einzelnen der
Ver=
ſtimmung nochmals Ausdruck gegeben wurde, ſo kam
man ſchließlich doch zu dem Beſchluſſe, nächſten Montag
eine nochmalige Verſammlung der Mitglieder des
Vereins anzuberaumen, in welcher, aller Vorausſicht
nach, auch im Hinblick auf die wirklichen Intereſſen der
Allgemeinheit ein Beſchluß gefaßt werden wird, der
dem Verbleiben bei den Geſamtvereinen gerecht wird.
Die Hoffnungen der Sonderbündler, die auf ein
Aus=
einanderfallen der geſamten Bezirksvereine
ſpekulier=
ten, werden ſich aller Wahrſcheinlichkeit nach nicht
er=
füllen, denn über Perſonen ſteht in unſerem Viertel
doch das Wohl und das Intereſſe der Geſamtheit und
unſerer lieben Vaterſtadt
Viele Wähler.
Schülerwanderungen des Odenwaldklubs.
* Man ſchreibt uns: Es iſt mit Freuden zu
be=
grüßen, daß der Odenwaldklub, der das ſich geſteckte
Ziel, den Odenwald aufzuſchließen und allen
Wander=
freunden neue Wege und Verbindungen zu bringen,
mit ſolchem Ernſte verfolgt, auch an die Löſung der
wichtigen ſozialen Frage herangetreten iſt, die Hygiene
der Kinder aus unbemittelten Ständen zu heben und
den Sinn für die Schönheit der Natur zu wecken und
zu pflegen. Iſt doch die Arbeit für die Führer des
Klubs bezüglich des ganzen Arrangements keine kleine,
abgeſehen von den oft nicht unbedeutenden freiwilligen
Geldopfern im Intereſſe der guten Sache. Beſonders
für Jünglinge und Mädchen bedeutet das Wandern
Abhaltung von Müßiggang, eine Verwendung der
überſchüſſigen Kraft zur Kräftigung des Körpers und
Geiſtes. „Mens sana in corpore sano.‟
Iſt erſt einmal durch dieſe Schülerwanderungen
der in den Kindern ſchlummernde Keim der Liebe zur
Natur geweckt, werden ſie auch bei ihren Eltern darauf
drängen, Sonntags einen Spaziergang machen zu
dürfen. In der jetzigen Zeit, wo die jüngere
Gene=
ration offenkundig danach trachtet ohne viel
Anſtren=
gung mühelos genießen zu können, wird den Touriſten
klar, daß „vor das Vergnügen die Götter den Schweiß
geſetzt haben”, und daß nur der herrliche Fernblicke
genießen kann, der Höhen erklommen hat. Dadurch
wirken die Wanderungen erzieheriſch.
Vor uns liegt ein Bericht der Ortsgruppe
Maun=
heim des Odenwaldklubs, der zeigt, daß man dort den
Schülerwanderungen reges Intereſſe entgegenbringt.
Im laufenden Jahre wurden, dem Bericht zufolge,
m ganzen vier Doppelwanderungen ausgeführt, mit
je 300 Knaben und 300 Mädchen; insgeſamt haben alſo
2400 Kinder der oberſten Schulklaſſen teilgenommen.
500 Kinder hatten freie Fahrt auf Koſten des
Oden=
waldklubs. Bei zwei Wanderungen wurden ſämtlichen
Kindern je eine Taſſe Fleiſchbrühe oder eine Taſſe Tee
unentgeltlich verabreicht, nachdem dieſe Erfriſchung in
Feldkeſſeln unter Zuhilfenahme der Waſchküchen in den
Schulhäuſern zu Rittenweiher und Buchklingen durch
eine beſondere Verpflegungskolonne zubereitet war.
Als Preiſe für die Sieger in den Wettſpielen wurden
12 Aluminiumbecher mit Widmung und 75 ausgewählte
Jugendſchriften verliehen. Bei der erſten
Mädchen=
wanderung war der Schularzt, bei der zweiten
Knaben=
wanderung ein Schulaſſiſtenzarzt zugegen; außerdem
machten ſtets Mitglieder der Sanitätskolonne die
Wan=
derungen mit.
Luftſchiffahrt.
* Von der Deutſchen Fluggeſellſchaft
wird uns geſchrieben: Schultze=Herford, der
Erfinder des nach ihm benannten Apparates, und der
Flieger Hintz, als Nachfolger von Behrend, ſind zur
Deutſchen Fluggeſellſchaft in Frankfurt a. M.
über=
getreten. Auf Veranlaſſung einer bedeutenden
ſüd=
amerikaniſchen Finanzgruppe, die unter der Leitung
des Hauſes E. Klein & Co. in Sao Paulo (Braſilien)
ſteht, veranſtaltet die Deutſche Fluggeſellſchaft eine
große Tournee, die ſich von Braſilien aus über ganz
Südamerika erſtreckt. Die Tournee wird unter der
techniſchen Leitung des Ingenieurs Schultze=Herford
ſtehen.
* Berlin, 3. Nov. Das
Parſevalluft=
ſchiff „P L VIl”, das infolge der ungünſtigen
Wit=
terung zweimal die geplante Fahrt nach Braunſchweig
verſchieben mußte, wird nun nicht mehr nach
Braun=
ſchweig fahren, da es bereits in den nächſten Tagen
demontiert und nach Petersburg geſandt wird. Um
die Braunſchweiger zu entſchädigen, wird das kleine
Luftſchiff „P L V” nach Braunſchweig geſchafft und ſoll
dort mehrere Tage lang Paſſagierfahrten unternehmen.
* Kiel, 4. Nov. Das Luftſchiff „P 6" iſt heute
vormittag 10 Uhr 22 Min. zu einer Fahrt nach Flensburg
aufgeſtiegen, wo eine Landung vorgeſehen iſt. Die Fahrt
geht über Eckernförde und Süderbrarup, der Rückweg ſoll
über Schleswig erfolgen. In der Gondel befinden ſich
außer der Beſatzung ſechs Paſſagiere.
* Flensburg, 4. Nov. Das Luftſchiff
„P VI” erſchien um 11 Uhr 40 Minuten bei prächtigem
Wetter über der Stadt. Um 12 Uhr erfolgte die
Land=
ung unter dem Jubel der Bevölkerung. Der
Ober=
bürgermeiſter überreichte dem Führer, Oberleutnant
Stelling, ein Ehrengeſchenk von der Stadt.
Nach=
dem das Luftſchiff ſieben neue Paſſagiere
aufgenom=
men hatte, erfolgte um 12 Uhr 20 Minuten die Abfahrt
nach Schleswig.
* Schleswig, 4. Nov. Das Luftſchiff
„P VI” iſt um 1 Uhr ruhig und ſicher auf dem
Renn=
platz gelandet, wo die Beſatzung von einer Abordnung
begrüßt wurde. Um 2 Uhr erfolgte die Weiterfahrt
nach Rendsburg.
* Neumarkt (Oberpfalz), 4. Nov. Der Ballon der
Zeitung Daily Graphic, der vorgeſtern gegen 4 Uhr
nach=
mittags in London unter Führung ſeines Fabrikanten
Caudron aufgeſtiegen war, um den Entfernungsrekord
zu ſchlagen, landete geſtern früh 8 Uhr 27 Min. an
dem Walde bei Kerkhofen unter großen
Schwierig=
keiten. Es mußten vier Bäume gefällt werden, um den
Ballon niederzubringen. Dieſer hatte Höhen bis zu 2300
Metern erreicht. Die Hülle des Ballons, der 160000
Kubikfuß faßt, wurde arg beſchädigt. Den Kanal hatte der
Ballon bei lebhaftem Winde in einer Stunde paſſiert.
Die fünf Inſaſſen blieben bei der Landung ſämtlich
un=
verletzt. Die Inſaſſen hatten die Abſicht, nach Rußland
zu gelangen, und glaubten wegen des Schneegeſtöbers,
das vorgeſtern in der hieſigen Gegend herrſchte, bereits ihr
Ziel erreicht zu haben.
Sport.
* Fußball. Morgen Sonntag, den 6. Nov.,
ſpielt der „Darmſtädter Sportklub 1905” mit drei
Mannſchaften auswärts. Die erſte Mannſchaft fährt
nach Mainz, um der gleichen Mannſchaft des dortigen
Fußballklubs „Haſſia” im ſechſten Meiſterſchaftsſpiele
gegenüberzutreten. Die zweite und die dritte
Mann=
ſchaft ſpielen gegen Fußballklub „Union”= bezw.
Sport=
klub „Wormatia‟=Worms.
Landwirtſchaftliches.
* Landwirtſchaftliche
Haushaltungs=
ſchulen zu Langen und Lindheim. Die
Landwirtſchaftskammer Darmſtadt eröffnet am 3.
Ja=
nuar 1911 den erſten fünfmonatigen
Haushal=
tungskurſus für das Jahr 1911 an ihren
Haus=
haltungsſchulen zu Langen und Lindheim. Der
praktiſche und theoretiſche Haushaltungsunterricht erſtreckt
ſich auf die Anleitung im ſelbſtändigen Kochen mit
Rück=
ſicht auf die Bedürfniſſe des ländlichen und bürgerlichen
Tiſches, Zubereitung und Aufbewahrung der Speiſen, in
der Käſebereitung, Federviehpflege, Gartenwirtſchaft, im
Waſchen und Bügeln, Reinhalten des Hauſes,
Buch=
führung. Da in dieſem Kurſe auch ein ſehr gründlicher
Handarbeitsunterricht, in welchem das Stricken, Wäſche=
Schnittzeichnen, Wäſchezuſchneiden, Hand= und
Maſchinen=
nähen, Ausbeſſern erlernt wird, da ferner auch allgemein
bildende Fächer, wie Aufſatz, Rechnen, Singen,
Geſund=
heitslehre und Krankenpflege, gelehrt werden, iſt die
Teil=
nahme an dem Unterricht nicht nur Töchtern von
Land=
wirten, ſondern auch denen des Mittelſtandes ſehr zu
empfehlen. Hinzuweiſen iſt noch auf die gründliche
Aus=
bildung in den laufenden Arbeiten im Obſt= und
Gemüſe=
bau, ſpeziell auf die Konſervierung, das Einmachen des!
Obſtes und der Gemüſe. Ebenſo werden der Ernte und
Winteraufbewahrung des Obſtes und der Gemüſe große
Beachtung geſchenkt Daß zur Erlernung eines ſo großen
Lehrplanes wie des oben angeführten ein mehrmonatiger
Lehrkurſus notwendig iſt, iſt als ſelbſtverſtändlich zu
be=
trachten. Wenn auch in letzter Zeit vielfach kurze Wander=
Haushaltungskurſe errichtet wurden, auf denen in wenigen
Wochen die Einführung in einige Obliegenheiten des
Haushaltes bezweckt werden ſoll, ſo muß doch jeder Vater,
der ſeiner Tochter die gründliche Ausbildung in den
haus=
mütterlichen Pflichten geben laſſen will, ſeinem Kinde
einen längeren Unterricht zukommen laſſen. Die
Land=
wirtſchaftskammer kommt den Eltern ſehr entgegen, indem
ſie den Unterrichts= und Penſionspreis denkbar niedrigſt
feſtgeſetzt hat.
Vermiſchtes.
* Der Kampf gegen die Mücken. Zur
Be=
ſeitigung der Mückenplage hat Herr Profeſſor Dr.
Schilling im königlichen Inſtitut für
Infektionskrank=
heiten in Berlin eingehende Verſuche angeſtellt. Es
hat ſich herausgeſtellt, daß Schwimmkäfer (Dyticus=,
Nepa= und Notenecta=Arten) und Stichlinge
Seite 6.
Nummer 260,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
(Gastrosteon) die beſten Veriger der Mückenlarven
ſind. Auch die kleinen Waſſerſalamander
(Triton tacniatus) und die Larven der Libellen
freſſen viele Mückenlarven. Es iſt alſo zu empfehlen,
dieſe Mückenfeinde zu ſchonen und ſie in Tümpeln, wo
ſie nicht vorkommen, einzuſetzen. Gerade während
des Winters ſollte dieſe Maßregel am energiſchſten
betrieben werden, denn der Winter, der in der
nord=
deutſchen Tiefbene nur vorübergehend die
Waſſer=
flächen mit Eis bedeckt, tötet die darin enthaltenen
Mückenlarven nicht ab: im März 1910 ſind bei
Finken=
krug maſſenhaſt Larven von Culex zu finden geweſen.
Die wirkſamſte Art, die Mücken zu bekämpfen, beſteht
indeſſen bekanntlich darin, die überwinternden
Mücken zu vernichten. Mit Winteranfang flüchten
die: Mücken in Keller, Gewächshäuſer, Schuppen,
Ställe, Remiſen uſw. und ſitzen dort in einer Art
Winterſchlaf an Wänden und Decken. Dieſe Mücken
(meiſt Weibchen) können durch den Rauch von gutem,
reinem Inſektenpulver bei richtiger Anwendung nicht
nür betäubt, ſondern auch getötet werden.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktkon
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Die Behörde wird gebeten, die Schaffner der
elek=
triſchen Straßenbahn anzuweiſen, daß ſie alle Halteſtellen
in den Wagen auszurufen haben, namentlich, wenn die
Wagen vollbeſetzt ſind, und des Abends. Jedenfalls aber und
unter allen Umſtänden muß an der hetr. Halteſtelle
ange=
halten werden, wenn der Fahrgaſt ſie beim Löſen des
Billetts als ſein Endziel genannt hat. Bei den infolge
des Unwetters am Donnerstag abend überfüllten Wagen
iſt es mehrfach vorgekommen, daß Fahrgäſte über das
Ziel hinausgefahren ſind.
Publicus.
In dem Prozeß des Gaſtwirts Frank gegen die
Stadt Darmſtadt ſollte bei Großh. Landgericht hier am
28. September I. J. Termin ſtattfinden; dieſer Termin
wurde jedoch auf Wunſch der Großh. Bürgermeiſterei
ausgeſetzt. Die Stadtverordnetenverſammlung hat
dann am 29. desſelben Monats — alſo einen Tag
ſpäter — die Aufhebung der Lichtenbergſtraße zwiſchen
Kranichſteiner Straße und Wenckſtraße beſchloſſen. In
dem geſtern ſtattgefundenen Schlußtermin bei Großh.
Landgericht hat nun die Stadt mit dem Kläger einen
Vergleich dahin abgeſchloſſen, daß die Stadt vorbehaltlich
der Genehmigung der Stadtverordnetenverſammlung
die Hofreite des Klägers ankauft. Die Uebergabe ſoll
am 2. Januar 1911 ſtattfinden. Hierdurch iſt dann die
Möglichkeit geboten, die Lichtenbergſtraße von der
Dieburger Straße bis zur Kranichſteiner Straße zu
öffnen, während nach dem oben erwähnten Beſchluß der
Stadtverordnetenverſammlung der mittlere Teil der
Lichtenbergſtraße kaſſiert wird. Die Fortſetzung dieſer
Straße beginnt dann an der Wenckſtraße und endigt an
der inneren Ringſtraße. Hierdurch dürfte der Zweck
einer Verkehrserleichterung, den man bei der
Projek=
tierung der Lichtenbergſtraße im Auge hatte, nicht
er=
reicht werden. Dies kann nur geſchehen, wenn dieſe
Straße auch zwiſchen der Kranichſteiner Straße und der
Wenckſtraße zur Ausführung kommt. Da die
Rekla=
mationsfriſt gegen die Aufhebung dieſes Straßenteils
am 19. d. M. abläuft, ſo wäre es an der Zeit, daß die
Bewohner ſowohl des Mathildenhöhviertels als auch des
Martinsviertels Stellung zu dem Beſchluß der
Stadt=
verordnetenverſammlung vom 29. September I. J.
nehmen würden. In dem Martinsviertelverein ſoll
über dieſe Angelegenheit noch kein Wort gefallen ſein.
Der Zar in Potsdam.
* Wildpark bei Potsdam, 4. Nov. Zu der
be=
vorſtehenden. Ankunſt des Kaiſers von
Ruß=
land hatten ſich bald nach 9 Uhr auf dem Bahnſteig
des in ruſſiſchen und deutſchen Farben geſchmückten
kaiſerlichen Sonderbahnhofes eingefunden: Die
Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert.
Auguſt Wilhelm, Oskar und Joachim und
die anderen in Potsdam anweſenden Prinzen des
Königlichen Hauſes und regierender deutſcher
Häu=
ſer, ferner das Hauptquartier, die Generalität und
Admiralität von Berlin und Potsdam. Eine
Ehren=
kompagnie vom Kaiſer Alexander=Garde=Grenadier=
Regiment Nr. 1 nahm ebenfalls mit Fahne und Muſik
auf dem Bahnſteig Aufſtellung, an ihrem rechten
Flü=
gel die direkten Vorgeſetzten mit dem
Korpskomman=
deur, General von Loewenfeld. Auf dem Wege vom
Bahnhof nach dem Neuen Palais bildeten Truppen
der Garniſon Potsdam Spalier. Das Wetter iſt
bedeckt.
Am Bahnſteig fanden ſich ferner ein: Der ruſſiſche
Botſchafter Graf von der Oſten=Sacken, die Herren
der Botſchaft mit dem Botſchaftsrat Schebeko und dem
Propſt Malzew, Botſchafter Graf von Pourtales,
Po=
lizeipräſident Stark, der Reichskanzler, der
Staats=
ſekretär des auswärtigen Amtes, der Kriegsminiſter,
Staatsſekretär von Tirpitz. Die Herren des
Ehren=
dienſtes waren dem Kaiſer von Rußland
entgegen=
gefahren. Um 9½ Uhr erſchien der Kaiſer in der
Uni=
form des Leibgarde=Regiments Friedrich Wilhelm III.,
deſſen Chef er iſt, und begrüßte die Anweſenden. Um
10 Uhr lief der ruſſiſche Sonderzug ein. Beim
Einlaufen des Zuges ſpielte die Muſik die ruſſiſche
Hymne. Der Zar, in der Uniform des Alexander=
Regiments mit der Blechmütze und dem Bande des
Schwarzen Adlerordens entſtieg dem Salonwagen.
Die Monarchen umarmten und küßten ſich wiederholt.
Der Kaiſer ſtellte dem Zaren die Prinzen, den
Reichskanzler und das Gefolge, Kaiſer Nikolaus die
Herren ſeiner Umgebung vor. Der Zar unterhielt
ſich mit jedem Herrn eingehend auf das freundlichſte.
Nach dem Abſchreiten der Front der Ehrenkompagnie
und einem Vorbeimarſch in Sektionen begaben ſich
die Monarchen durch das Fürſtenzimmer zu dem
Vor=
hof des Bahnhofes.
Die Fahrt nach dem Neuen Palais
er=
folgte mit einer Eskorte des Regiments der Gardes du
Corps; neben dem Wagenſchlag des vierſpännigen,
à la Daumont gefahrenen Wagens, in dem beide
Kai=
ſer Platz genommen hatten, ritten der Oberſtallmeiſter
und der Vize=Oberſtallmeiſter. Die Muſikkapellen des
Spalieres ſpielten die ruſſiſchen Hymne. Das
ver=
ſammelte Publikum begrüßte die Monarchen, beide
Kaiſer dankten auf das freundlichſte. Bei der
Ein=
fahrt vor der Gartenſeite des Neuen Palais erwies
eine Ehrenkompagnie des 1. Garde=Regiments zu Fuß
die Honneurs. Der Eiſenbahnbetrieb wurde
fahrplan=
mäßig aufrecht erhalten.
*Neues Palais, 4. Nov. Die Kaiſerin,
ſfowie die Prinzeſſinnen des Könialichen Hauſes er=
warteten den Zaren im Muſchelſaale des Neuen
Palais. Die beiden Kaiſer nahmen vor dem Neuen
Palais den Vorbeimarſch der Ehrenkompagnie des 1.
Garde=Regiments zu Fuß und hierauf derjenigen
Truppen, die Spalier gebildet hatten, entgegen. Im
Muſchelſaale hatte eine Galawache des Regiments der
Garde du Corps und die Leibgarde der Kaiſerin
Auf=
ſtellung genommen. Der Kaiſer und die Kaiſerin
ge=
leiteten Kaiſer Nikolaus nach den im erſten Stock
ge=
legenen Appartements, den Roten Kammern. Der
Kaiſer und die Kaiſerin verweilten einige Zeit in den
Gemächern des ruſſiſchen Kaiſers, ebenſo die Prinzen
und Prinzeſſinnen und die drei kronprinzlichen
Kin=
der. Um 1 Uhr mittags fand Familientafel im
Apolloſaal ſtatt, an der die beim Empfang anweſend
geweſenen Prinzen und Prinzeſſinnen teilnahmen.
H.B. Potsdam, 4. Nov. Der Zar machte bald
nach der Frühſtückstafel Beſuche bei den hier anſäſſigen
Fürſtlichkeiten. Vorher hatte Kaiſer Wilhelm
längere Zeit mit dem Zaren konferiert. Am
Nachmit=
tag werden der Reichskanzler und der Staatsſekretär
des Aeußern vom Zaren empfangen.
* Berlin, 4. Nov. Der Kaiſer verlieh, der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung zufolge, dem
Ver=
weſer des ruſſiſchen Miniſteriums des Aeußern,
Saſonow, das Großkreuz des Roten Adlerordens,
dem ruſſiſchen Botſchafter in Berlin, Grafen von der
Oſten=Sacken, und dem Generaladjutanten, dem
Gene=
ral der Kavallerie und Miniſter des Kaiſerlichen Hauſes
Baron Frédericksz die Brillanten zum Schwarzen
Adlerorden.
* Neues Palais, 4. Nov. Der Kaiſer von
Rußland verlieh dem Reichskanzler den St.
Andreas=
orden und dem Staatsſekretär von Kiderlen=Wächter den
Alexander Newski=Orden.
H. B. Paris, 4. Nov. Der Figaro nimmt die
heu=
tige Potsdamer Entrevue zum Anlaß eines
hiſtoriſchen Rückblicks über die Beziehungen Rußlands
zu Deutſchland ſeit Bismarck und meint, daß
Frank=
reich keinen Anlaß habe, ſich durch die heutige
Begeg=
nung des Zaren mit dem Kaiſer irgendwie beunruhigt
zu fühlen. Im Gegenteil werde hier alles, was dem
Frieden förderlich ſei — und dazu gehöre gewiß auch
die Begegnung der beiden Monarchen mit Freuden
begrüßt. Der Figaro bedauert nur, daß die franzöſiſche
Regierung nicht einen General als ſtändigen Vertreter
am Hoflager des Zaren habe und in dieſer Hinſicht
hinter Deutſchland zurückſtehe. — Die übrigen. Blätter
verhalten ſich reſerviert. Man will die erſten deutſchen
und ruſſiſchen Stimmen über etwaige poſitive
Ergeb=
niſſe der Monarchenbegegnung abwarten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 4. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung meldet: Dem Vernehmen nach wird kurz vor dem
Zuſammentritt des Reichstages der Ausſchuß des
Bundesrates für die auswärtigen Angelegenheiten
bei dem Reichskanzler verſammelt ſein.
* Berlin, 4. Nov. Die Juſtizkommiſſion
des Reichstages beſchloß in der zweiten Leſung
der Strafprozeßnovelle die Faſſung des § 232, nach
welchem die von einem Prozeßbeteiligten beantragte
Beweiserhebung nur abgelehnt werden kann, weil ſich
wegen der Offenkundigkeit jede Beweiserhebung
er=
übrigt und weil die Tatſache, die der Antragſteller
be=
weiſen will, für die Entſcheidung ohne Bedeutung
oder ſchon erwieſen iſt oder weil die Beweismittel
un=
erreichbar ſind. In dem Beſchluß iſt anzugeben,
wes=
halb einer dieſer Gründe zutrifft. Nur in den
Ver=
handlungen vor Amts= und Landgerichten, die eine
Uebertretung betreffen oder auf eine erhobene
Privat=
klage erfolgen, ſoll das Gericht den Umfang der
Be=
weisaufnahme beſtimmen. Ferner wurde folgender
neue § 249a beſchloſſen: Bei der Erörterung von
per=
ſönlichen, häuslichen und Familienverhältniſſen kann
das Gericht die Oeffentlichkeit ganz oder teilweiſe
ausſchließen, wenn dieſe außerhalb des Strafzwecks
liegende Härten mit ſich bringen würde und ein
öffent=
liches Intereſſe nicht entgegenſteht.
* Berlin, 4. Nov. In dem Schieberprozeß
Glaſer und Genoſſen wurde der Angeklagte
Guſtav Glaſer zu ſechs Jahren Zuchthaus
ver=
urteilt, der Angeklagte Küchling zu einem Jahr und
ſechs Monaten Gefängnis; die Strafe wurde als
ver=
büßt erachtet. Der Angeklagte Voß wurde zu einem
Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt, acht
Monate werden auf die Unterſuchungshaft angerechnet.
Der Angeklagte Philipp Glaſer wurde freigeſprochen,
der Angeklagte Jakobi zu einem Jahr Gefängnis
ver=
urteilt.
* Charlottenburg, 4. Nov. Geſtern nacht wurde
hier die 21jährige Ehefrau des Kellners Schmauch
wegen verſuchten Totſchlags verhaftet. Sie
gab auf ihren Ehemann, nachdem ſie mit einem Kellner
vom Café Kerkau, in welch letzterem ſie als
Kaſſiere=
rin tätig war, ausgegangen und dieſer von ihrem
Ehe=
mann verprügelt worden war, zwei Revolverſchüſſe
ab, wodurch indeſſen niemand verletzt wurde.
* Beuthen (Oberſchleſien), 4. Nov. Amtlich. Geſtern
nachmittag 2 Uhr 45 Min. wurde auf der Strecke
Borſig=
werk=Beuthen bei Wärterbude 97 durch einen
Perſo=
nenzug der penſionierte Weichenſteller Schulz
über=
fahren und getötet.
* Königsberg (Preußen), 4. Nov. Heute vormittag
verſuchte ein junger Mann auf der „Oſtbank für
Han=
del und Gewerbe” einen Scheck einer hieſigen
Export=
firma über 7040 Mark einzulöſen. Der Kaſſenbeamte
ſchöpfte Verdacht. Die vorgenommene Unterſuchung
ergab, daß der Scheck gefälſcht war. Der junge
Mann, ein vor kurzem wegen Unredlichkeit
entlaſſe=
ner Lehrling der betreffenden Firma, entfloh, wurde
aber nebſt zwei Komplizen verhaftet.
* Paris, 4. Nov. Das Programm des
Mini=
ſteriums enthält dieſelben Reformen wie dasjenige
Briands vor den letzten Kammerwahlen. Es unterſcheidet
ſich von dieſem nur bezüglich der Maßnahmen, die nach
dem letzten Eiſenbahnerſtreik als notwendig erkannt
wurden.
* Genua, 4. Nov. Nach der Abfahrt des
Kron=
prinzenpaares von Genua herrſchte bis 10 Uhr
abends ſtürmiſcher Wind und grobe See, dann ſchönes,
ruhiges Wetter. Der Kronprinz und die Kronprinzeſſin
äußerten große Zufriedenheit über den Empfang in den
Wohnräumen an Bord des Dampfers „Prinz Ludwig”
des Norddeutſchen Lloyd und waren trotz des ſchlechten
Wetters in vorzüglicher Stimmung. „Prinz Ludwig”
wird heute nachmittag gegen 5 Uhr Capri und morgen
vormittag die Straße von Mefſina paſſieren.
* Belgrad, 4. Nov. Heute vormittag wurde folgendes
Bulletin veröffentlicht: Der Kronprinz hatte nachts
inen ruhigen Schlaf. Das ſubjektive Befinden war
mor=
gens gut.
* Kopenhagen, 4. Nov. Der König, die Königin
und der Kronprinz Olaf von Norwegen trafen
heute vormittag auf der Station Klampenborg ein und
reiſten bald darauf weiter. Die Königin Maud und der
Kronprinz Olaf reiſten mit der Königin Alexandra, der
Prinzeſſin Viktoria von England und dem Prinzen
Chri=
ſtoph von Griechenland nach England, während der König
Haakon nach Schloß Fredensborg fuhr, um den König und
die Königin zu beſuchen.
H. B. Chriſtiania, 4. Nov. Im Süden Norwegens
trat geſtern bereits äußerſt heftiger Schneefall
auf, der im Eiſenbahnverkehr mehrfach Störungen
hervorrief. Die Züge auf der Linie Chriſtiania=
Drontheim erlitten mehrſtündige Verſpäkungen. Die
Telephon= und Telegraphenlinien, namentlich in der
Richtung nach Norden, ſind unterbrochen. Der Schnee
iſt noch feucht und ſo ſchwer, daß viele Bäume zu Boden
gedrückt oder umgeworfen werden. Eine Anzahl Bäume
wurde auf dieſe Weiſe über die Bahngeleiſe gedrückt,
wo ſie eine Gefahr für die Züge bilden.
H. B. Liſſabon, 4. Nov. Etwa 50 portugieſiſche
Jeſuiten, die letzten, die ausgewieſen worden ſind,
haben ſich geſtern nach Holland eingeſchifft.
Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
1494a)
den Namen Dr. Hommel.
asseler
Hafer-Kakao
wird als
Kinder-Frühstück
tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in
blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose.
Aufdenf af
gehen ist oft gleichbedeutend
mitsich erkälten. Darumpflegen
vorsorgliche Frauen besonders
bei rauhem Wetter in der
Hand-
tasche neben Portemonnaie und
Schlüssel eine Schachtel Wybert-Tabletten
mitzu-
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(21490
Wie man die Schuppenbildung beſeitigt.
Von einem Spezialiſten.
Es iſt eine altbekannte Tatſache, daß die Bildung von
Kopfſchuppen für faſt alle Krankheiten des Haarbodens
verantwortlich zu machen iſt, insbeſondere auch für das
Kahlwerden und das frühzeitige Ergrauen der Haare.
Manchem dürfte daher das nachſtehende Rezept zur
Be=
reitung eines bewährten Hausmittels willkommen ſein,
von welchem ein hervorragender Spezialiſt nach genauen
und weitgehenden Verſuchen erklärt hat, es beſeitige die
Schuppenbildung meiſt ſchon bei ein= bis dreimaliger
Anwendung vollſtändig. Man kann ſich dies Rezept leicht
von irgend einem Apotheker zuſammenſtellen laſſen: 85gr.
Bay-Rum. 30 gr. Livola de Composée, 1 Gr. krist.
Mentol. Dies wird ordentlich durcheinandergeſchüttelt und
iſt dann nach halbſtündigem Stehen gebrauchsfertig. Die
fertige Flüſſigkeit, welche man ſich übrigens auch durch
Zufügung von ½ Teelöffel beſſeren Parfüms
parfü=
mieren laſſen kann, reibe man morgens und abends mit
den Fingerſpitzen leicht in die Kopfhaut ein.
Dieſes Rezept iſt kein Haarfärbemittel, es iſt aber
un=
übertrefflich zur Stärkung des Haarwuchſes und erweiſt
ſich bei frühzeitig ergrautem Haar als ſehr dienlich zur
Wiedererlangung ſeiner natürlichen Farbe.
Vorſicht! Man hüte ſich, die Miſchung da
hinzu=
bringen, wo Haare unerwünſcht wären.
(21533
für Sperial=Auekeünte, Fr.=
Detektlv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Vebernahme nur einwandtreier. Auftrügs. Garaaſt Aar
gewissenhafte Lriedigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,10
Gotha. Die Ziehung der leizten diesjährigen
Geld=
lotterie des Rennvereins für Mitteldeutſchland in Gotha
findet planmäßig am 8. und 9. November ſtatt. Der
Hauptgewinn iſt 10000 Mk., die Prämie 15000 Mk.,
ſodaß 25000 Mk. der mögliche Höchſtgewinn iſt. (21406
Weiter.
Ausſichten in Heſſen am Samstag, 5. November:
Wolkig, Niederſchläge, im Gebirge Schnee und leichter
Froſt, in der Ebene kälter, nördliche Winde.
Familiennachrichten.
Todes-Anzeige.
Freunden, Verwandten und Bekannten
hierdurch die traurige Nachricht, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, unſere liebe
Mutter, Großmurter, Schwiegermutter, Schweſter
und Tante
(21558
Frau
geb. Germann
heute vormittag 8½ Uhr, im Alter von
61 Jahren zu ſich zu nehmen.
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Herling u. Familie,
Karl Ph. Herling u. Familie.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Nov.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Friedhofs
aus, ſtatt.
Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse
gefallen, meinen inniggeliebten Gatten, unseren guten Vater, Bruder,
Schwieger-
sohn und Neffen
(21598
Dr. meu. Kermann Lossch
gestern abend ½10 Uhr, wohlvorbereitet durch den Empfang der heiligen
Sakramente, im Alter von 46 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.
Seine liebe Seele wird dem Gebete der Gläubigen und den Priestern
am Altare empfohlen.
Darmstadt, den 4. November 1910.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Maria Lossen, geb. Rosenbaum.
Die Beerdigung findet statt: Montag, 7. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause aus,
Steinstrasse 23. Der Trauergottesdienst findet statt: Mittwoch, vormittags 9 Uhr, in der
Elisabethenkirche.
Todes-Anzeige.
Hierdurch die traurige Mitteilung, daß
unſere liebe Mutter, Schwiegermutter,
Groß=
mutter und Tante
(21576
Frau Caroline Sänger
heute im 78. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Sänger.
Familie Becker.
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag, den
7. ds. Mts., vormittags 10½ Uhr, vom
Fried=
hofsportal aus.
Bankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme und die überaus reichen Blumenſpenden
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Vetters und
Onkels
(21603
Herrn Gustav Decius
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Weißgerber für ſeine troſtreichen Worte, ſowie
der Stammtiſchgeſellſchaft „Krone”, nochmals
herz=
lichen Dank.
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Wilheimine Heinz.
Familie H. Seibel.
Bereteren
Samstag, 5. November.
Vorſtell ung um 8½ Uhr im Orpheum.
Heſſiſches Volksfeſt des Deutſchen Schulvereins um
8 Uhr im Saalbau.
Lichtbilder=Vorführung von L. Geiſt um 8¼ Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz (Kriegerverein).
Vortrag von Parlamentsſtenograph Dahms um 9 Uhr
im „Fürſtenſaal”
Abendunterhaltung der Stammtiſch=Geſellſchaft
„Prinz Emil” um 8 Uhr im „Perkeo”
Stiftungsfeſt des Kaufmänniſchen Vereins um 9 Uhr
im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Verluſte unſerer lieben Schweſter und Tante
Frau
Sophie Scheid Wwe.
ſagt innigſten Dank
(21577
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Chr. Spangenberg.
Kreis=Kaſſerechner i. P.
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Preisſchießen des Schützenklub „Frohſinn‟ Bleichſtr. 17.
Sonntag, 6. November.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Samſon und
Dalila”.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Aufführung des Volksſtückes „'s Millerſch Liß’l vunn
Mich’lboch” um 5 Uhr im Saalbau.
Lutherfeier des Evangeliſchen Bundes um 8 Uhr in
der Turnhalle am Woogsplatz.
Vortrag von Peter Gäde um 8½ Uhr Grafenſtr. 18.
Herbſtfeſt des Vereins der Württemberger um 4 Uhr
im „Perkeo‟.
Schauturnen der Turngeſellſchaft um 4 Uhr im
„Mathildenhöhſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Seeheim (
Ab=
marſch um 8 Uhr am Böllenfalltor).
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Montag, 7. November.
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Beſt (Lichtenberg= u. Gutenbergſtraße) um 9½ Uhr auf
dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung der Karoline Diehm (
Rhön=
ring 129) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung der Fr. Val. Brehm Wwe.
(Moosbergſtr. 93) um 9½ Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr
Ludwigs=
höhſtraße 4.
Geftügel= u. Bogel=Ausſtellung in der „Stadt
Pfungſtadt”
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: St. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht=
zurückgeſandt.
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Seite 8
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Nummer 260.
[ ← ][ ][ → ]1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
265.
Samstag, 5. November.
1910.
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(Nachdruck verboten.)
49)
Sie hatten es mir angetan mit Ihrer Schilderung!
erklärte Lena von Rieding ihren Entſchluß. Es wehte
Heimatsluft aus jedem Ihrer Worte, die Luft, die ich
in der Villa in Wannſee vermiſſe — aber ich weiß nicht,
ich bin wohl ein Zugvogel oder ſchlimmeres —
Mens=
dorf hat mir ſehr gefallen, es iſt ſo altväteriſch
gemüt=
lich und ſo vornehm einfach — aber es hat mich doch
nicht halten können —
Wiſſen Sie, daß ich in Dresden Leutnant Keßler
wiedergeſehen habe? Er war wieder ſehr drollig. Er
hatte noch per distance eine Auseinanderſetzung mit
der Exzellenz. Die kleine Erika hatte ihm zum
Ab=
ſchied ihr Bild geſchenkt, und eines Tages forderte die
Mutter, die davon erfahren, es kategoriſch zurück,
drohte ein zweites Mal ſogar mit dem Sohn, dem
Fahnenjunker, nun wollte der Kleine das Bild weder
hergeben, noch konnte er es einer Widmung wegen. Er
alſo beim Photographen eine Kopie anfertigen laſſen
und ſie zerknirſcht der Schlettau zurückſenden und ſich
ins Fäuſtchen lachen, war eins. Und wie drollig er
das vorbrachte, da hat man doch wieder mal herzlich
lachen können.
Es klang, als habe der rote Frauenmund ſonſt
micht viel gelacht ſeit den Wiesbadener Karnevalstagen.
Tuns ſe und inmer ſoſchwer an aiten Leih)
Oder? Ihm ſchwindelte bei der Vorſtellung, ſie
könne es um ihn gelitten haben. Wenn er nur hätte
ungeſtört mit ihr ſein, das Wort hätte ſprechen können,
das ihm als erlöſendes vom Herzen zu den Lippen
drängte.
Wir wollen einen Atemzug friſche Luft ſchöpfen!
ſchlug ſie vor. Es regnete ſchon vorhin nicht mehr, als
ich kam, und auf der Terraſſe draußen iſt es überdies
geſchützt. Ich hole mir nur eine Hülle.
Hans Haſſingen jubelte innerlich auf, er würde ſie
allein haben, ſo allein wie einſt in Wiesbaden vor der
vornehmen kleinen Villa, aber diesmal wollte er ſie
feſthalten, der Wagemut des Glückshoffenden ließ alſo
Pulſe in ihm höher ſchlagen und ſtrahlte zuverſichtlich
aus ſeinem geröteten, hübſchen Geſicht.
Lena von Rieding hatte einen weißflockigen
Pelz=
kragen um die Schultern, als ſie wieder auf den
War=
tenden zutrat, etwas merkwürdig Starres und
Ent=
ſchloſſenes lag als neues Rätſel in ihren Zügen.
Es dämpfte ein wenig ſeine Freude.
Werden Sie ſich auch nicht erkälten, gnädige Frau?
Nein, ich bin ſehr abgehärtet! ſagte ſie ſchon im
Hinausgehen. Ich habe einen ganz geſunden Körper.
es ſind nur die Nerven bei mir, beſonders das nervöſe
Herz.
Sie waren bei dieſen Worten auf der Terraſſe
an=
gekommen, die ſich faſt die ganze Breite des Hotels
ent=
lang zog. Sie war nur durch den Lichtſchein, der aus
den zum Teil unverhüllten Fenſtern brach, erhellt, und
erſt allmählich gewöhnte das Auge ſich an das
Dämmerlicht.
Vor ihnen lag Schierke mit freundlich blinkenden
Lichtern unter einem ſternenbeſäten Nachthimmel, von
dunklen Bergen umſchloſſen.
Haſſingen wies mit der Hand über das friedliche
Bild, in deſſen Stille nur die Töne der Tanzmuſik
drangen, und meinte, die kühle, würzige Bergluft tief
einatmend:
Hier muß ja Ihr Herz geſunden, gnädige Frau,
und wenn nicht hier, dann verſuchen Sie’s noch einmal.
ob Sie nicht doch in Mensdorf Geneſung und eine
Heimat finden können.
Eine Weile herrſchte Schweigen.
Lena von Rieding lehnte an einer der
grün=
umſponnenen Säulen, die rechte Hand auf die ſteinerne
Brüſtung der Terraſſe geſtützt und unter ihren raſchen
Atemzügen bewegte ſich das flockige Pelzwerk an ihrer
Bruſt.
Ihrem Anblick gegenüber fand der Mann kein
heißes, werbendes Liebeswort, er wartete, bis ſie
ſprach.
Als ſie endlich die Lippen öffnete, irrten ihre
dunklen Augen von ihm ab in eine unbeſtimmte Ferne.
Ich werde nie mehr nach Mensdorf gehen! Es
klang traurig und müde. Ich werde immer ruhelos
wandern — ich habe wohl kein Glück mit dem
Heimat=
ſuchen — ich habe nur ein Glück, ihre Stimme wurde
meiner Bauchgrössen beruht auf einer lang-
Der Schnitt jährigen Erfahrung und ist in Sitz und
Bequemlichkeit unübertroffen. Klagen über Kneifen der
Hose, sowie Drücken unter den Armen (hervorgerufen
durch Arm- und Westenausschnitt) fallen vollständig fort.
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nun feſter, ihre Augen belebten ſich, ich bin reich, und
wenn ich ſelbſt nicht glücklich ſein ſoll, will ich
wenig=
ſtens mal andere durch mein Geld glücklich ſehen und
mich daran freuen — eine kleine atemloſe Pauſe,
dann — nehmen Sie Mensdorf von mir an, Hans,
heiraten Sie das Mädchen Ihrer Liebe und werden
Sie glücklich.
Einen Augenblick ſtand Hans von Haſſingen wie
er=
ſtarrt. Helene Falks rührende Kindergeſtalt huſchte an
ihm vorüber, aber ſie weckte kein Begehren mehr in ihm,
ſie war eine Tote, der man noch mit Wehmut gedenkt, die
man ſich aber nicht mehr zurückwünſcht, wenn ihr Platz
von einer anderen eingenommen iſt.
Und wieviel Seelengröße, wieviel weiblichen
Opfer=
mut verriet dieſe andere ihm in dem Moment, in dem ſie
zugleich ihre Liebe zu ihm verriet. Trug Lena von
Rie=
ding nicht eine Märtyrerkrone, drückender und größer als
die der kleinen Helene?
Was war ein begrabener erſter Liebestraum gegen all
das bittere Leid, das dieſe Frau in einer
entbehrungs=
reichen Jugend, einer glückloſen Ehe und dem Verrat einer
reifen, großen Weibesliebe aus dem Born des Lebens
geſchöpft?
Ein Schauer tiefer Rührung überrieſelte ihn, daneben
atemraubend, beſeligend das Bewußtſein ihrer Liebe.
Näher an die regungslos mit geſenkten Liedern
Da=
ſtehende herantretend, ſagte er leiſe und bewegt:
Ich kann Ihr großmütiges Geſchenk nicht annehmen,
jetzt nicht mehr, Lena!
Sie fuhr auf.
Warum nicht? fragte ſie herriſch, mit gerunzelten
Brauen. Können Sie für das Mädchen nicht das Opfer
Ihres Stolzes bringens
Er nahm ihre Hand.
Doch, ich hätte es gekonnt, aber das Mädchen iſt mir
nur noch eine Erinnerung, eine ſehr liebe Erinnerung, das
geſtehe ich ehrlich zu. Ich muß auch geſtehen, daß ich es
einmal leidenſchaftlich geliebt habe und daß es mir ſelber
rätſelhaft iſt, wie ich nun eine andere noch viel ſtärker und
heißer lieber kann, denn das tue ich, es wird mir von
Minute zu Minute klarer — Lena
Die ſchlanke Frauengeſtalt zitterte ſo, daß die
Klema=
tisranken, gegen die ſie lehnte, kniſterten und raſchelten.
Aber es war charakteriſtiſch für ihr Weſen, daß ſie ihn
nicht weiterreden ließ, ſondern, ſeine Hand umkrampfend,
die wunderſchönen leuchtenden Augen voll auf ihn gerichtet,
flüſterte:
Bin ich’s, Hans?
Seine ehrlichen, warmen Augen ſenkten ſich tief in die
ihren.
Ja, Du biſt es, Lena! Ich ſehe meine Glück jetzt nur
in Dir und ich werde der ſeligſte Mann ſein, wenn Du
glaubſt, an meinem Herzen endlich eine Heimat finden zu
können, wenn Du Dich mir anvertrauen willſt?
Da entzog ſie ihm ihre Hand, aber nur, damit die
Arme ſich um ſeinen Nacken legen konnten. Und ihr
Ge=
ſicht zu ihm emporhebend, lächelte ſie ihn an, nicht mehr
mit dem müden Lächeln, ſondern mit dem bezaubernden
gewährender Liebe.
Ich hab’s ja ſchon in Wiesbaden gewollt, und es tat
ſo weh, als ich’s nicht durfte. Ruheloſer noch als früher
haſt Du mich gemacht, aber nie hätteſt Du mich
wieder=
geſehen, wenn’s der Zufall nicht gegeben, ich wollte Dein
ganzes Herz, mein Geliebter —
Es gehört Dir, Lena! ſagte er und ſuchte die Lippen
von deren Kuß er noch oft geträumt, die einſt die erſten
noch unbewußten Feſſeln um ihn gelegt hatten.
Dann ſtanden ſie eng umſchlungen noch lange und
ſprachen auch von Helene Falk, deren Schickſal der
glück=
lichen Frau nahe ging.
Es bewegte ihr gutes Herz, daß eine andere leiden
mußte, damit ſie den ſonnigen Pfad des Glückes fand. Aber
Hans Haſſingen beruhigte ſie darüber.
Sie wird vergeſſen und ein neues Glück inden, gleich
mir, ein dauerndes, das auf feſten Grund gebaut iſt. Ein
anderes kann immer nur ein ſchöner Traum bleiben, dem
man nicht lange nachtrauern darf, den man vergeſſen muß,
auch wenn er einen häßlichen Abſchluß fand. Nicht wahr,
meine Lena?
Sie wußte, worauf er hinzielte. Feſter drückte ſie ſich
in ſeine Arme.
Die Vergangenheit iſt tot für mich! ſagte ſie ernſt,
aber ohne den tragiſchen Ton von einſt; bald ſoll auch
der letzte Klang daraus, mein Name entſchwinden. Als
Lena von Haſſingen hab’ ich und halt’ ich dann das Glück.
Als gute Fee das der ganzen Familie Haſſingen! ſetzte
der Mann bewegt hinzu.
Und ſah im Geiſte alle Sorgen verſinken und lichte,
freundliche Geiſter an ihre Stelle treten mit
ſegenſpenden=
den Händen und Verheißung im Blick.
In leidenſchaftlich überquellender Bewegung zog er
die geliebte Frau von neuem an ſich.
Die Sterne über ihnen leuchteten klar und freudig,
heitere Muſikweiſen jubelten vom Tanzſaal herüber,
fried=
lich und ruhevoll ſchlief ringsum die Natur einem neuen
Tage entgegen.
Ende.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
39 18.
Samslag, 5. Nobenber.
1910.
Bekanntmachung.
Dem Ortsvorſtand zu Waſchenbach wurde die Erlaubnis erteilt, in der
Ge=
markung Waſchenbach zur Vertilgung von Feldmäuſen Gift zu legen. Das Gift
(Phosphorſyrup) muß gut verdeckt gelegt werden und zwar ſo, daß andere Tiere,
be=
ſonders Vögel, nicht an dasſelbe gelangen können.
Darmſtadt, am 31. Oktober 1910.
(21462
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchon (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1911 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1912 bezw. 1913, Heimreiſe:
Früh=
jahr 1914 bezw. 1915. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne,
vor dem 1. Oktober 1892 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwiglung).
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
bezw. vier Jahren zu richten an: Kommando der Stammabteilung der
Matroſen=
artillerie Klautſchou, Euxhaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung. Die Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das
III. Seebataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China), findet Oktober 1911
ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1912, Heimreiſe: Frühjahr 1914. Bedingungen:
Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1892 geboren
(jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung).
(21456sss
In Ainglau wird außer Löhnung und Verpſiegung laglich 630 Mart
Teuerunge=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom unterzeichneten
Zivilvorſitzenden, ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei
Jahre zu richten an: Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſenartillerie=
Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt, die
Beſcheinig=
ung zu 2 und 3 in der Regel durch die Bürgermeiſterei des Wohnſitzes koſtenfrei
er=
teilt. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute wird die Beſcheinigung zu3
durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt ausgefertigt.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Amtiche Racheichten des Groſherzogichen Polzeinte Darnſind=
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Brennſchere=Apparat. 1 neue blauſeidene Frauen=Bluſe. 1 kleiner
Sack Karroffeln. 1 Guitarre mit grünem Sack. 1 Hunde=Halsband mit Marke und
der Nr. 8121. 1 ovales goldenes Medaillon, auf beiden Seiten dunkle Steine, innen
2 Photographien. 1 alter Regenſchirm mit gebogenem Griff. 1 Mütze mit glänzendem
ſchwarzen Deckel und trägt den Namen „Lumina” vorn über dem Schild. 1
Schüler=
karte für die elektr. Straßenbahn mit der Nr. 2798. 1 Pack Leder in Leinwand
einge=
ſchlagen, 1 goldener Zwicker. 1 altes filbernes Uhrwerk. 1 Wechſel auf den Namen!
H. Zickler III. ausgeſtellt. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 großer Schlüſſel. 1 braune
Schildpatt=Haarnadel. 1 dunkelgrauer Damen=Handſchuh. 1 ſchwarzer Damen=
Glacé=
handſchuh. 1 ſchwarzer Samt=Gürtel mit gelber Schnalle. 1 golddurchwirkter Damen=
Gürtel. 1 längliche vergoldete Broſche. 1 kleiner Hohlſchlüſſel. 1 grauer Damen=
Gürtel mit dunkelgrünem Band durchzogen. 1 Roſenkranz. 2 kleine Schlüſſel an einer
Kordel. 1 weißer alter Frauen=Unterrock. 1 Anzahl Quittungen mit der Adreſſe
Wein=
handlung Wallot Nachf., Oppenheim. 3 Quittungen vom Zweigverein Darmſtadt.
Verloren: 1 kleines rotes Portemonnaie mit 1 Schüler= und 1 Schwimmkarte.
1 Trauring, gez. E. B. 14. 12. 09. 1 goldene längliche Broſche, in der Mitte 1 runder
bräunlicher Stein mit kleinen Brillanten beſetzt, an den Seiten Perlenfaſſung. 1 Korb
mit Inhalt und der Adreſſe L. Lehbach. 1 längliche japaniſche ſilberne Broſche mit
japaniſcher Schrift. 1 gelbliches Schildkröt=Portemonnaie mit Monogramm K. F. und
70—60 Pfennigen Inhalt. 1 Offiziers=Degen. 1 neues gelbes Portemonnaie mit
3,4 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und goldener Kette. 1
braun=
ledernes Handtäſchchen mit neuem grünen Portemonnaie und 20 Mk. Inhalt. 1 ſilb.
glattes Zigaretten=Etui und 1 Damen=Photographie. 1 ſtahlblaue Marine=Kappe mit
Aufſchrift „Prinz Eitel”. 1 ſeidener Damen=Regenſchirm mit grünem runden Griff,
2 Metallringen mit den Buchſtaben S. G. und einer Krone. 1 Goldgürtel mit gelber
Schnalle. 1 Spazierſtock, eichen mit Hirſchhorngriff. 1 blauer gelbgeſtreifter
Pferde=
teppich. 1 ſilbernes Armband, Reif, in der Mitte 1 Topas. 1 goldenes Glieder=
Arm=
band. 1 vergoldetes Schlangen=Armband mit roten Steinen auf dem Kopf und Augen
und Sicherheitskettchen. 1 grau= und blaugeſtreifter Damen=Gummigürtel mit heller
runder Schnalle. 1 goldener Damen=Zwicker. 1 graues Herren=Cape. 1 langer weißer
Chiffon=Schal. 1 goldene Nadel in Form einer Reitpeitſche mit Platin. 1 ſchwarzes
Damen=Portemonnaie mit 176 Mk. Inhalt. 2 weiße Tablett=Deckchen mit Zeichnungen.
1 Lorgnette mit Schildpattſtiel. 1 Damen=Zwicker mit Nickelgeſtell in Etui. 1 goldener
Herren=Ring mit Brillanten. 1 Aluminium=Drücker und 1 Schlüſſel. 1 kleines Paket,
enthaltend 2 Herren=Schlipfe und 1 Paar braune Handſchuhe. 1 Paket mit 5 Kinder=
Hemdchen. 1 ſchwarzer Samt=Gürtel. 1 Damen=Schirm mit Naturgriff. 1 Hunde=
Halsband mit Marke. 1 ſilbernes Ketten=Armband. 1 gelbſeidener Theater=Beutel mit
1 Portemonnaie mit 50 Mk., Inhalt, 2 kleinen Kofferſchlüſſeln, 1 Schlüſſel u. 1
Taſchen=
tuch. 1 dunkelrotes Handtäſchchen mit Portemonnaie, 10 Mk. Inhalt, 1 Taſchentuch
und 1 Gutſchein über 3 Mk. 1 langer friſch angeſtrickter Herren=Strumpf. 1.
Gold=
gürtel, 1 hölzerne Hand von einem künſtlichen Arm. 1 goldene Broſche in Form eines
Kleeblatts. 1 graue Kapuze für ein Knaben=Cape. 1 Seehundleder=Portemonnaie mit
etwa 6 Mk. Inhalt. 1 Lorgnette mit Schildpattſtiel und einer Kette. 1 braunes
rind=
ledernes Damen=Portemonnaie mit etwa 1,10 Mk. Inhalt. 1 Paar braune Turnſchuhe.
1 goldenes Glieder=Armband mit heller Verle in der Mitte. 1 grünes Damen=
Porte=
monnaie mit 45 Mk. Inhalt. 1 Mitgliedskarte vom Richard Wagner=Verein. 1 ſchwarz.
Zigarren=Etut mit Inhalt und Monogramm R. Z. 1 grünes Damen=Portemonnaie
mit 1,04 Mk. Inhalt. 1 goldener Herren=Zwicker. 1 ſchwarze Onix=Broſche mit einem
Stern in Silberfaſſung und weißen Perlchen in der Mitte. 1 gelbes Kinder=
Porte=
monnaie mit 1 Eifer= und 1 Schülerkarte. 1 länglicher mattgoldener Anhänger mit
roten und grünen Steinchen. 1 braunledernes Hunde=Halsband mit Marke und der
Nr. 503. 1 Maurer=Handwagen. 1 leinene geſtreifte Schürze. 1 goldene längliche
Broſche, in der Mitte verſchlungen und 1 heller Opal.
Kugelaufen bei Privaten; 1 ſchwarzer junger Schäferhund.
Enklaufen: 1 rauhaariger deutſcher Pinſcher. 1 weißer Forterrier.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(21483
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Somtagsruhe Apotheken.
Am Sonntag, den 6. November, ſind nachmittags in der Zeit von 1. bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung,
betreffend Gefährdung der Verkehrsſicherheit auf der Straße durch Radfahrer.
Es ſind in letzter Zeit mehrfach Klagen darüber geführt worden, daß die
Ver=
kehrsſicherheit in den Straßen durch das Verhalten der Radfahrer beeinträchtigt
werde. Abgeſehen von dem zu ſchnellen Fahren und dem Fahren ohne Laterne nach
Einbruch der Dunkelheit, ſowie unrichtigem Ausweichen und Ueberholen wurde
oft=
mals bemerkt, daß auf den Fahrrädern größere Gegenſtände mitgeführt werden,
welche entweder dem Fahrer den freien Ausblick benehmen oder ihn nötigen, die eine
Hand ſtändig zum Feſthalten des Gegenſtandes zu verwenden. Wenn auch geübte
Fahrer im allgemeinen ihr Rad mit einer Hand zu lenken vermögen, ſo kann an
ver=
kehrsreichen Punkten im Innern der Stadt auch der geübteſte Fahrer in Lagen kommen,
in welchen er zur Lenkung des Fahrrades beider Hände bedarf Iſt ihm in ſolchen
Fällen der Gebrauch der einen Hand durch Feſthalten des Gegenſtandes benommen,
ſo iſt ein Unglücksfall oft unvermeidlich, was infolge der oſt erheblichen Größe und
Schwere des mitgeführten Gegenſtandes ſowohl für den Radfahrer, als auch für das
Publikum um ſo gefährlicher werden und für den Radfahrer ſtrafrechtliche Verfolgung
wegen fahrläſſiger Körperverletzung oder Tötung, ſowie bedeutende zivilrechtliche
Schadenserſatzpflichten zur Folge haben kann.
Wir ſehen uns demgemäß veranlaßt, erneut auf genaues Einhalten der für den
Radfahrverkehr beſtehenden Vorſchriften, insbeſondere auch in der Hinſicht
hinzu=
weiſen, daß jeder Radfahrer die gehörige Vorſicht bei Leitung ſeines Fahrrades
betrachtet. Dieſe würde derjenige außer Acht laſſen, der in verkehrsreichen Straßen
größere Gegenſtände, die den freien Ausblick oder den Gebrauch beider Hände zum
Lenken des Fahrrad verhindern, auf dem Rade mit ſich führt.
Unſere Beamten ſind zu ſcharfer Beaufſichtigung des Radfahrverkehrs und
energiſchem Einſchreiten bei Zuwiderhandlungen angewieſen.
*Darmſtadt, den 2. November 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
(2148rso
Die Ergänzungswahl zur Stadtverordneten=Verſammlung.
Am Donnerstag, den 10. November ds. Js., von vormittags 9 Uhr bis
nachmittags 6 Uhr, ohne Unterbrechung, wird die Wahl von 18 Stadtverordneten
der Stadt Darmſtadt vorgenommen. Die Ermittelung des Wahlergebniſſes erfolgt
ſofort nach Schluß der Abſtimmung und wird, wenn nötig, am folgenden Tage
fort=
geſetzt und bendigt.
Nach § 2 des Wahlſtatuts vom 1. Juni 1883 und Beſchluß der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 20. Oktober ds. Js. werden 20 Wahlbureaus errichtet. Denſelben
ſind die Wahlberechtigten in alphabetiſcher Ordnung ihrer Familiennamen, wie
folgt, zugeteilt:
I. Wahlbureau:
von Abel bis Bender.
XI. Wahlbureau:
von Kuniſch bis Lyß.
II. Wahlbureau:
von Bendheim bis Bruſt.
XII. Wahlbureau:
von Maar bis Müller, Guſtav.
III. Wahlbureaus
von Bub bis Dotzert.
IV. Wahlbureau:
von Drach bis Fiſch.
XIII. Wahlbureau:
von Müller, Heinrich bis Pfarr.
TIV. Wahlbureau:
von Pfeffer bis Rößler.
V. Wahlbureau:
von Fiſcher bis Geuter.
VI. Wahlbureau:
von Geyer bis Hammer.
VII. Wahlbureau:
von Hanau bis Hehn.
VIII. Wahlbureau:
von Hickler bis Intrau.
IX. Wahlbureau:
von Joachim bis Klotz.
X. Wahlbureau:
von Klucken bis Kumpf.
XV. Wahlbureau:
von Rötelmann bis Schießlinger.
KVI. Wahlbureau:
von Schiffel bis Schuchmann, Johannes.
XVII. Wahlbureau:
von Schuchmann, Karl bis Steffan.
XVIII. Wahlbureau:
von Steger bis Viel.
XIx. Wahlbureau:
von Vierheller bis Welcker.
Xx. Wahlbureau:
von Weller bis Zwingler.
Die ſämtlichen Wahlbureaus befinden ſich im Erdgeſchoß des Städtiſchen
Saalbaus und zwar:
Wahlbureau I-X im großen Saal,
Wahlburenu Xl-XVI im Gartenſaal und
Wahlbureau XVII-KA in den Garderoberäumen.
Die einzeinen Wahlbureaus ſind durch Aufſchriften erkennbar gemacht.
Nach § 1 des erwähnten Statuts bildet die ganze Stadt einen Wahlbezirk.
Es findet Erſatzwahl ſtatt:
a) für folgende 14 im regelmäßigen Wechſel ausſcheidenden Herren auf
die Dauer von 9 Jahren:
1. Bangel, Robert, Finanzamtmann,
7. Lautz, Ludwig, Fabrikant.
2. Bender, Dr. Hugo, Rechtsanwalt,
8. Müller, Karl, Ortsgerichtsvorſteher,
3. Bormet, Ferdinand, Rechnungsrat,
9. Nodnagel, Ludwig, Geh. Oberſchulrat,
4. Heyd, Theodor, Dr. ing. Diplom=Ingenieur 10. Rockel, Karl, Privatier.
5. Hüfner, Adam Werkführer.
11. Schneider, Heinrich, Landwirt.
6. Kolb, Dr. Karl, Sanitätsrat,
b) für folgende, vor beendigter Dienſtzeit ausgeſchiedene Herren:
I.
auf die Daner von 9 Jahren:
1. Egenolf Konrad, Kaufmann (durch ſeine Wahl zum Bürgermeiſterei=
Beigeordneten),
2. Müller, Karl Philipp. Keltereibeſitzer) durch Tod
ausgeſchieden
3. Reinemer, Karl, Direktor,
II. auf die Dauer von 6 Jahren:
1. Götz, Ludwig, Rechnungsrat (durch Amtsniederlegung ausgeſchieden),
2. Merck, Dr. Karl Emanuel, Fabrikant, 1 durch Tod
ausgeſchieden
3. Vogt, Ludwig, Architekt,
III. Auf die Dauer von 3 Jahren:
Oſann, Dr., Arthur, Geh. Juſtizrat (durch Tod ausgeſchieden).
Die Amtszeit der zu Wählenden beginnt im Januar 1911.
Die Liſte des höchſtbeſteuerten Dritteils der Wählbaren liegt während der Wahl
auf einem beſonderen Tiſche im Wahllokale offen. Gemäß Art. 11, Abſ. 2 des Geſetzes
vom 13. Juni 1874, betr. die Städteordnung für das Großherzogtum Heſſen, muß die
Hälfte der Stadtverordneten dem höchſtbeſteuerten Dritteil der Wählbaren angehören.
Da von den im Amte verbleibenden 24 Stadtverordneten 23 dem höchſtbeſteuerten
Dritteile der Wählbaren angehören, muß von den neu zu Wählenden keiner dem
höchſt=
beſteuerten Dritteile angehören.
Die Wahlberechtigten werden eingeladen an dem bezeichneten Tage innerhalb
der angegebenen Zeit ſich in den betreffenden Wahlbureaus perſönlich zur Abſtimmung
einzufinden.
Wer mit Entrichtung der im Juli d. Js. fällig geweſenen beiden erſten
Ge=
meindeſteuer=Ziele im Rückſtand iſt, kann zur Abſtimmung nicht zugelaſſen werden.
Zahlung des Steuerrückſtandes nach Freitag, dem 5. November, iſt der
Wahl=
kommiſſion durch Vorzeigen des quittierten Steuerzettels nachzuweiſen
Darmſtadt, den 3. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
(21325dso
Seite 12
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
per ½ kg 90 Pfg. Dörrfleiſch
½ kg 100 Pfg.
Nummer 260.
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
½
½
84
90
90
60
92
86
96
110
. . per
Schinken m. Bein .
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „
½
1
2
110
130
90
22
Bekanntmachung.
Betreffend: Schutz der Waſſer=Zu= und=Ableitungen im Winter.
Vor Beginn des Winters machen wir die hieſige Einwohnerſchaft auf die Schäden
und Nachteile aufmerkſam, die durch Froſt an den Waſſer=Zu= und=Ableitungen in den
Häuſern entſtehen können, und empfehlen, nachſtehendes zu beachten:
Wenn Türen und Fenſter der Keller nicht gehörig geſchloſſen gehalten werden,
ſo iſt das Einfrieren der Waſſermeſſer zu erwarten. Dabei zerſpringt die Glasplatte
der Meſſer; außerdem wird das Gehäuſe des Meſſers zerſprengt und das Räderwerk
zerſtört. Türen und Fenſter der Keller ſind deshalb gut geſchloſſen zu halten.
Bei anhaltendem ſtrengen Froſt (—50 C.) wird es außerdem notwendig, die
Waſſermeſſer und die anderen Teile der Waſſerleitung durch Umhüllen mit lockerem
Stroh oder mit dicken Tüchern zu ſchützen und die Glasfenſter zu verhängen.
Wenn Waſſerleitungsröhren mindeſtens 1,30 Meter tief in die Erde verlegt ſind
oder wenn ſolche im Hauſe ausſchließlich durch geheizte Räume (Küchen) oder durch
Räume, die mit geheizten Räumen durch häufige Benutzung in Verbindung ſtehen
(abgeſchloſſene Flure, Kloſetträume), geleitet ſind, ſo iſt das Einfrieren der
Waſſer=
leitungen nicht zu erwarten; vorausgeſetzt wird, daß dieſe Räume nicht durch
dauerndes Oeffnen der Türen und Fenſter ſtark abgekühlt werden (Kloſetträume).
Sind alle oder einzelne Räume, in denen die Waſſerleitung liegt, längere Zeit ungeheizt,
ſo iſt es empfehlenswert, die Waſſerleitung für gewöhnlich abgeſperrt zu halten und täglich
ein= oder mehreremal die erforderlichen Waſſerquantitäten an die Hausbewohner abzugeben.
Das Abſperren der Leitungen ohne gleichzeitiges Entleeren der Röhren
iſt zwecklos. Beides ſoll gleichzeitig erfolgen, indem man den vor dem Waſſermeſſer
angebrachten Hauptabſperrhahn ſchließt und ſofort die im Hauſe befindlichen
Zapf=
hahnen und Kloſettventile für einen Augenblick öffnet. Geſchieht das, dann läuft das
in den Röhren befindliche Waſſer durch eine im Hauptabſperrhahn angebrachte
Oeffnung aus. Dieſes Waſſer, welches ſelbſt bei ſehr langen Leitungen nur wenige
Liter beträgt, fängt man in untergeſtellten Gefäßen auf, oder man läßt es, wenn die
Kellerſohle waſſerdurchläſſig iſt, ohne Nachteil in den Keller laufen.
Das Maß von Sorgfalt, welches man auf den Schutz der Waſſerleitungen gegen
Froſtſchäden aufwenden muß, hängt von der Strenge und von der Dauer der Kälte
ab. Hält die ſtrenge Kälte wochenlang an, dann durchfrieren die äußeren Mauern
derart, daß ſelbſt nach bereits eingetretener milderer Witterung die auf den
durch=
frorenen Mauern befeſtigten Waſſerleitungen noch nachträglich einfrieren können.
Sind alſo Waſſerleitungen auf Außenmauern befeſtigt, ſo iſt beſondere Vorſicht
und ſtarke Erwärmung der betreffenden Räume zu empfehlen. Beſondere
Auf=
merkſamkeit iſt auch auf Gartenleitungen zu richten. Man ſchließe und entleere
dieſelben vor Eintritt des Winters ſorgfältig.
Sind Waſſerleitungen eingefroren, ſo ſchaffe man ſofort Abhilfe, weil dann
das Auftauen noch raſch bewirkt werden kann und weil die Leitungen alsdann noch
keinen Schaden erlitten haben.
Läßt man das Auftauen anſtehen, ſo friert gewöhnlich die Leitung auf lange
Strecken zu. Das Auftauen wird dann ſehr ſchwierig und koſtſpielig, meiſtens leidet
auch die Leitung Not.
Behufs des Auftauens eingefrorener Leitungen wende man ſich ſofort an einen
zuverläſſigen Inſtallateur.
Iſt ein Waſſermeſſer eingefroren, ſo erſtatte man alsbald Meldung bei der ſtädt.
Waſſerwerksverwaltung. Iſt eine Waſſerleitung eingefroren, ſo iſt das der Beweis, daß
inbezug auf Schutz der Leitung etwas verſäumt worden iſt. Man beſeitige die Urſache
des Einfrierens, weil ſonſt die Störung immer wieder eintritt.
Sind Keller oder andere Räume durch ein Verſehen durchaus vereiſt, ſo nützt es
nichts, nachträglich nur die Fenſter zu ſchließen. Man ſtelle vielmehr Holzkohlenöfen
oder andere paſſende Heizvorrichtungen auf um die Mauern wieder zu durchwärmen.
Bei den Waſſerableitungen iſt die Aufmerkſamkeit beſonders den Kloſetts
zuzu=
wenden, da hier die unter den Sitzen befindlichen, mit Waſſer gefüllten Syphonrohre
und die Spülkaſten durch das Einfrieren häufig beſchädigt werden.
Bei Froſtwetter ſind daher die Aborträume gegen außen möglichſt geſchloſſen zu
halten, beſonders während der Nacht; auch kann die Beheizung der Aborte mittels
kleiner Petroleum= oder Gasöfen beſtens empfohlen werden.
Die Spülkaſten ſollen nach jedesmaliger Benützung der Kloſetts, unter
Abſtel=
lung des Waſſerzulaufes, vollſtändig entleert werden.
Bei Kloſetträumen, die der Einwirkung der Kälte beſonders ausgeſetzt ſind,
empfiehlt es ſich, zur Verhütung der Eisbildung die Kaſten unter den Sitzen mit Stroh
locker auszuſtopfen, die Spülkaſten mit Tüchern zu umhüllen und deren Anfüllung bei
ſtrenger Kälte ganz zu unterlaſſen. Häufiges Eingießen warmer Abwaſſer aus den
Haushaltungen in die Kloſetts trägt weſentlich zur Verhinderung der Eisbildung in
den Syphonrohren bei.
An den Außenſeiten der Gebäude angebrachte Küchenrohre ſind dem Einfrieren
und dadurch der Zerſtörung beſonders ausgeſetzt; es ſollte daher das Einſchütten von
Waſſer in ſolche Rohre bei ſtrenger Kälte ganz unterlaſſen, mindeſtens aber auf die
Tageszeit beſchränkt werden.
Auch die Hofſinkkaſten ſind bei anhaltend ſtrenger Kälte gegen das Einfrieren zu
ſchützen, am beſten durch Ueberdeckung mit einer mindeſtens 20 Zentimeter hohen
Erd=
ſchicht, da andernfalls durch die Eisbuldung in den Sinkkaſten der Abfluß des Waſſers
unmöglich gemacht wird, ſodaß bei Eintritt von Tauwetter Ueberſchwemmungen der
Grundſtücke die Folge ſind.
Die in den Waſchküchen vorhandenen eiſernen Ablaufkaſten können bei ihrer
ge=
ringen Tiefe nur durch rechtzeitige Entleerung des Waſſers vor dem Einfrieren geſchützt
werden; die Kaſten ſind dann zur Verhütung der Entweichung von Kanalgaſen
mäa=
lichſt luftdicht abzudecken.
Darmſtadt, den 26. Oktober 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
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Rudolph.
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Laubſtreu=Verſteigerung
und Fuhrlohnarbeit=Verdingung.
Dienstag 8. November I. J.
wird im Saale des Forſthauſes Frankenſtein:
1. vormittags 9¼ Uhr die Anfuhr von 100 bis 120 cbm Steinſchotter auf die
Mittelſchneiſe und die Wege im Domanialwald Frankenſtein öffentlich in
Akkord vergeben;
2. vormittags 10 Uhr die Laubſtreu von den Wegen des Domanialwaldes
Frankenſtein in 70 Loſen öffentlich verſteigert. Die Steigliebhaber wollen ſich
die Streuloſe vorher anſehen.
Eberſtadt, 2. November 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
(21479
Joſeph.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in den
unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 7. zu Dienstag, den 8. November I. Js.
Spülbezirk V.
werden geſpült:
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurter=Straße (Herrngartenſeite),
Odenwald=
bahn, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält Theaterplatz und Muſeum.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile: Kranichſteiner=Straße,
Hohlerweg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere), zwiſchen Dieburger=Straße und
Spülbezirk VIII.
Seiterswieſenweg.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=, Karls= u. Beſſunger=
Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhö!
2. In der Nacht von Mittwoch, den 9. zu Donnerstag, den 10. November
Spülbezirk Ix.
I. Js. wird geſpült:
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße, Beſſunger=, Karls= u.
Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs= und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
Außerdem findet in der Nacht von Donnerstag, den 10. zu Freitag, den
11. November 1. Js., eine Druckrohrſpülung ſtatt.
Darmſtadt. den 25. Oktober 1910.
Städtiſche Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.
(21461so
Versteigerungs=Anzeige.
Montag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Pfandlokal Ludwigshöhſtraße 4 meiſtbietend gegen gleich bare
Zahlung:
Einen Geſchäftsſchrank, einen Schreibtiſch und ein Aquarium.
(21043smso
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 27. Oktober 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 9. November, vorm. 9 Uhr u. nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokale Ludwigshalle, Obergaſſe, auf freiwilligen
Antrag folgende Gegenſtände:
wie neu, 1 Wellenbadſchaukel ꝛc.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
(21565si
Darmſtadt, den 5. November 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Bekanntmachung.
Fünf Hebregiſter über nachträglich ausgeſchlagene israelitiſche Gemeindeſteuer
ro 1910 liegen vom 7. I. Mts. ab acht Tage lang zur Einſicht der Intereſſenten bei
dem Gemeinderechner, Herrn Flehinger, Alexanderſtraße 4, während der
Dienſt=
ſtunden von 8—12 Uhr vormittags offen.
Beſchwerden gegen die in den Regiſtern enthaltenen Anſätze ſind binnen der erſten
4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt entweder ſchriftlich oder mündlich zu
Pro=
tokoll bei Großh. Kreisamt Darmſtadt vorzubringen. Später vorgebrachte Beſchwerden
können keine Berückſichtigung finden.
(21485
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Der Vorſtand der israelitiſchen Religionsgemeinde.
ſpottbillig
zu verkaufen
Nähmaschine abzugeben
1 Frack, fast neul Eſchollbrückerſtr.
(*27268fs
(Laden).
Alexanderſtr. 4, Hts., 2. St. (*27353
[ ← ][ ][ → ]Nummer 260₰
Durmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Seite 13.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von folgenden
Früch=
ten und Verbrauchsgegenſtänden in der Zeit
vom 15. bis 31. Oktober 1910:
Weizen p. Sackà 100 Ko. v. Mk. 20.— bis 25.25
„17.—
Korn , „ , , „ „ „ 15.—
17.50
Gerſte , „ „ „ „ „ „ 14.50
Hafer
16.− „ 17.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück Mk. 2.—
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 8.50
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 2.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.—
Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Darmſtadt, den 4. November 1910.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Die Erhebung der Holzgelder
und Zeitpächte.
Auf Erſuchen der Großh. Bezirkskaſſe
Darmſtadt II bringen wir hiermit zur
öffent=
lichen Kenntnis, daß die Entrichtung der
fälligen Holzgelder und Zeitpächte bis zum
25. November ds. Js. an die genannte
Kaſſe geſchehen muß. Sofern die
Entrich=
tung der Schuld bis zu dieſem Tage nicht
erfolgt, wird nach den geſetzlichen
Beſtim=
mungen das Zwangsverfahren eingeleitet.
Darmſtadt, den 2. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing. (21528si
Kanalbauarbeiten.
Die Erd= und Maurerarbeiten für die
Erbauung eines Hauptſammelkanals im
Nordgebiet, zuſammen etwa 680 m Kanal
im Profil von 2,30/1,96, 1,50/1,95 und
1,40/1,85 m i. L. ſollen verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem Tiefbauamte, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur Einſicht
offen. Auch werden dort die Angebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 17. November I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 3. November 1910.
Tiefbauamt.
Keller.
(21495so
Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 24. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kindern des Bäckermeiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
974 384 Hofreite
Louiſen=
ſtraße Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K105/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 3. November 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D21474,9
Bekanntmachung.
Freitag, den 2. Dezember 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Chriſtian Lampe dahier
zu=
ſtehenden Immobilien:
Flur
Nr.
qm
6
1472½/100 2633 Grabgarten
Feld=
bergſtraße,
1472
152 Grasgarten daſ.,
6 14727/100 916 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K118/10
Darmſtadt, den 16. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D0478,8
Bekanntmachung.
Montag, den 7. November 1910,
vormittags 9½ Uhr,
ſollen die den Erben der Ernſt Beſt
Ehe=
leute dahier zuſtehenden Immobilien:
Flur Nr. qm
3 147//10 511 Hofreite
Lichtenberg=
ſtraße,
3 1569¼/1000 256 Bauplatz
Gutenberg=
ſtraße,
in unſerem Bureau wiederholt zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K70/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung erfolgen, wenn der
Schätzungs=
preis auch nicht erreicht wird.
Darmſtadt, den 15. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D20477,8
Bekanntmachung.
Samstag, den 19. November I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Chriſtian Waibel Eheleuten
da=
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 139 65 Hofreite Holzſtraße,
5 ½ Seitenbäuchen Kl.
II 148
Bachgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K141/10
werden.
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(D19472,8
Müller.
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aus besten deutschen u. feinen englischen Qualitäten,
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erste und zweite Etage (Fahrstuhl). —
11!
2
(L21496,27
0
10
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß wird
hier=
durch zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
Ueber das Vermögen des am 7. Mai
1910 in Darmſtadt, verſtorbenen Studenten
Erwin Hilgendorf wird heute, am 2.
No=
vember 1910, mittags 12 Uhr, das
Kon=
kursverfahren eröffnet, da der Nachlaß
über=
ſchuldet iſt und der Nachlaßverwalter die
Eröffnung des Konkurſes beantragt hat.
Der Kaufmann Karl Dechert in
Darmſtadt wird zum Konkursverwalter
er=
nannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
20. November 1910 bei dem Gerichte
an=
zumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über die
Beibehaltung des ernannten oder die Wahl
eines anderen Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132 der
Konkursordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der angemeldeten
Forde=
rungen auf
Mittwoch, den 23. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
or dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer
Nr. 201, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Kon=
kursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben
oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig ſind,
wird aufgegeben, nichts an den
Gemein=
ſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten,
luch die Verpflichtung auferlegt, von dem
Beſitze der Sache und von den Forderungen,
für welche ſie aus der Sache abgeſonderte
Befriedigung in Anſpruch nehmen, dem
Konkursverwalter bis zum 20. November
1910 Anzeige zu machen.
(21482
Darmſtadt, den 2. November 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Montag, den 14. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Zimmermeiſter Peter Franz
Schweitzer Eheleuten dahier zuſtehende
Lie=
genſchaft:
qm
Flur Nr.
*4 315¼10 899 Hofreite
Kaup=
ſtraße,
n unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K135/10
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D19173,8
Gewerbeſchule Darmſtadt.
Die praktischen Fachkurse für:
Kunſtſchloſſer, Schuhmacher, Schneider, Tapezierer, Friſeure und
Perückenmacher, Gas= Waſſer und elektriſche Inſtallation, Holz=
und Marmormalen, Modellieren und Galvanotechnik
beginnen dieſe Woche.
(215277
Nähere Auskunft erteilt die Direktion.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates:
Der Großh. Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meisel.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Erzhauſen für 1911/Ri liegt in der Zeit vom 9. bis
16. November l. Js. einſchließlich auf dem Bürgermeiſterei=Bureau zur Einſicht der
Intereſſenten offen.
(21457
Erzhauſen, den 3. November 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Erzhauſen.
Wannemacher.
Im Johannesviertel
eine geräumige 4=Zimmerwohnung, event.
5=Zimmerwohnung per 1. April 1911
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richten an die Exped. d. Bl. (*27022msm
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ruhigem Hauſe und ſtiller Lage, möglichft
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Soder=
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Von Brautpaar 1. Jan.
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Zimmer=
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nauer Preisangabe unter H 19 an die
Erpedition ds. Blattes.
(21554soi
1
Bekanntmachung.
Montag, den 7. November 1910,
vormittags 9½ Uhr,
ſoll die der Friedrich Vulentin Brehm
Witwe zu Darmſtadt und deren Kindern
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 35499/100 412 Hofreite
Moosberg=
ſtraße Nr. 93,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 4 Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
(D19474
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Habe einige Fuhren gutes
und
Wiesenhen langes Kornstroh
wegen Räumung abzugeben Griesheim,
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Anfr. erb. unt. H 24 an die Expedition d. Bl.
(21575
Seite 14
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
*27363) Fräul. ſucht Kundſchaft im Flicken
und Kleiderausbeſſern in und außer dem
Hauſe Magdalenenſtraße 1, 2. Stock.
zum Friſieren werden an=
Damen genommen (*27360som
Näheres Ruthsſtraße 3, 1. Stock r.
Schneiderin
empfiehlt ſich in u. außer dem Hauſe. Näh.
bei Schmidt, Gr. Kaplaneigaſſe 66. (*27212fs
20750a) Perfekte Schneiderin nimmt
noch Kunden an Wienersſtraße 58, II.
292
*27170fs) Schneiderin empfiehlt ſich in u.
außer dem Hauſe Schützenſtr. 1, 3. Stock.
20736a) Tüchtige Schneiderin nimmt
noch Kunden an in und außer dem Hauſe
Wenckſtraße 5, 3. Stock.
ſucht bei Büglern
Anfängerin Beſchäftigung.
Zu erfragen in der Expedition. (*27335
durchaus perſ. in
Büglering feiner Herren= u.
Damenwäſche, ſucht für nachmittags
Be=
ſchäftigung in und außer dem Hauſe
La
*27279soi) Lichtenbergſtr. 25, III. rechts.
20250a) Frau ſucht ganze Tage Waſchen
und Freitags Putzen
Frau Stork, Georgenhauſen.
*27347) Gut empf. junge Frau nimmt
Aushilfe oder Laufſtelle an, geht auch
waſchen und putzen Geiſtberg 8, part.
*27284) Reinl. Frau geht palbe Tage waſch.
und putzen Arheilgerſtr. 39, Vorderh., 1. Stck.
*27290) Junge Frau ſucht Beſchäftigung
Große Ochſengaſſe 29, 2 Stock.
Verkäuferin ſucht ſofort Stelle.
Off. u. H 9 a. d. Exped. ds. Bl. (*27299soi
*27368) Junge Frau empfiehlt ſich im
Waſchen. Näheres Ruthsſtraße 5, part.
*27369) Empfehle mich bei vorkommenden
Feſtlichkeiten zum Kochen
Kranichſteinerſtraße 11, Seitenbau.
*27332) Jung. Mädchen ſucht tagsüber
Beſchäftigung
Arheilgerſtraße 35.
*27305) Unabh. Frau ſucht Laufd. vor=
und nachmittags Arheilgerſtr. 35, 2. St.
Jung., sol. Kaufmann
mit flotter Handſchrift, bew. in
Steno=
graphie und Schreibmaſchine, ſowie dopp.
Buchführung, ſucht per ſofort paſnde
Stellung, event. Aushilfe. Offerten unter
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ehem. Eini.=Freiw., mit guten Zeugn., ſucht
paſſende Beſchäftigung in Darmſtadt.
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Expedition dieſes Blattes erb. (*26775oms
in allen
Junger Gärtnergehilie, Zweigen
be=
wandert (beſ. in Landſch. u. Binderei), ſucht
Stellung. Off. unt. H. 30 a. d. Exped. d.
Blattes erbeten.
(*27377.
Beinäcſerinnen
für Manufaktur- und Kurzwaren
zur Aushilfe für den Monat Dezember
geſucht (21339a
Gebr. Rothschild, Markt 2.
21196ids) Branchekundige tüchtige
Verkäuferin
zur Aushilfe bis Januar per ſofort geſucht
Heyl & John, Manufakturwaren.
Ein Mädchen
als Ladnerin in eine Schweinemetzgerei
wird geſucht. Offerten mit
Gehaltsan=
ſprüchen und Zeugnisabſchriften unt. H 10
an die Expedition ds. Bl.
21523
für den intenſiven
Ver=
kauf eines
leichtverkäuf=
lichen Artikels (für jede
Dame unentbehrlich) für
Darmſtadt u. Umgegend
ſowie an anderen größ.
Orten Heſſens bei
hohem Gewinn
so-
fort geſucht. Gefl. Off.
unter G 99 an die
Ex=
pedition. (21450fs
Hieſ. altrenommiert. Betailgeſchäft
ſucht Damen, die gegen hohe Proviſion den
Verkauf von Bekleidungsartikel in
Bekannten=
kreiſen übernehmen. Gefl. Offerten unter
*27251so) Auf ſofort ein Mädchen
ge=
ſucht Waldſtraße 55.
*273.7) Zung. ſolid. Mann ſu t
Beſchäf=
tigung für morgens. Näh. in der Exp.
260.,1md ) Sauv. träft. Junge v. 16 J.
ſucht Beſchäftig. Off. unt. F8 an d. Exped
*27359) Aelteres Mädchen, welches gut
bürgerl. kochen kann und alle Hausarbeit
verſteht, mit ſehr guten Zeugn. ſucht Stelle
in ruhigen Haushalt durch Frau Croner,
gewerbsm. Stelſenvermittlerin, Mühlſtr. 23.
*27010 Frankein ſucht Stelle zur
ſelbſt=
ſtändigen Führung d. Haush. b. einz. Herrn.
Offerten u. H 2 an die Expedition d. Bl
Diplomingenieuf, empfiehlt ſich
ſich Statiker,
i. Aufſtellen v. ſtat. Unterſ. u. Ausarb.
v. Projekten u. Koſtenberechn. d. Tief=
und Hochbaues, insbeſ. d.
Eiſenbeton=
konſtruktion. Auch w. z. mäß. Preiſ.
Privatſtunden auf dieſ. Gebieten erteilt.
Gefl. Anfr. Saalbaustr. 25, III. (*27002ms
elterer erfahrener Kaufmann
anzſicher, ſucht noch einige Stunden am
ge Beſchäftigung. Offerten unt. H 29
(*27357sid
die Expedition ds. Bl.
Konditorlehrſtelle
geſucht. Offerten unter H 26 an die
Ex=
pedition ds. Blattes.
(*27350
O Zentenete
ſofort in dauernde Stellung geſucht. Off.
mit Zeugn., Photographie, Gehaltsanſpr.
unter G 74 an die Expedition ds. Bl. erb.
Zur Aushilfe
ſuchen mehrere (21397fs
Verkäuferinnen
D. Faix & Söhne.
Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Seite 15.
eeehtee
Seee eehen eedehee re eeteecet
Zedwäwemstäredwesmetedg
Seidenstoffe tur Kleider und Blusen.
(21489
Wie alljährlich Anfang November biete ich meiner geehrten Kundschaft kurze Zeit
besonders billige Gelegenheitskäufe
in Seidenstoffen für Kleider und Blusen. Ich habe zu diesem Zwecke grössere Partien reinseidene hübsche Stotte aut Tischen ausgelegt, die
ich jetzt das Meter mit Mark 2.75, 2.00, 1.50, 1.00 abgebe, ohne Rücksicht auf den seitherigen Wert. Ich gebe ferner während dieser Zeit
auf alle Neuheiten
auf alle schwarzen Blusenseiden
auf alle schwarzen Kleiderseiden
auf alle farbigen Blusenseiden
auf alle farbigen Kleiderseiden
0 Nachlass!
bei Abnahme von über 4 Meter, bei Preislagen von über Mark 2.00 das Meter.
Für Weihnachtsgeschenke vorzügliche Gelegenheit
2?! Backfisch-Seide !?!
führe ich nach wie vor nur in der besten Qualität. Da billigere Fabrikate zu Mark 1.35 und 1.25 angeboten werden, welche jedoch in
Qualität und Glanz nur Laien täuschen können, setze ich um jeder Konkurrenz zu begegnen, das Meter
auf Mark 1.15 herab
und biete damit dem Publikum etwas ganz besonders Vorteilhaftes, Schönes und vor allem Gutes.
Ich bemerke dabei, dass ich trotz dieses billigen Preises nicht von meiner seitherigen besten Qualität Backfisch-Seide abgehen werde.
Meine Einkäufe sind derartig billig, meine Unkosten absolut niedrige, dass ich ohne Schwierigkeit jedes Unterangebot halten kann. Für
grösste Reellität bürgt das Renommé der Firma.
Einkaufsgenossenschaft
Seidenhaus EDUARDVUL2, Ludwigstr. 15. mitüber 250 Geschäften.
Gee ee r ee eteeeetrecrhect
Reinliche junge Mädchen
für leichte Arbeit per ſofort geſucht
Wehner & Fahr
Schokoladenfabrik. (21552so
*26939s0) Jüng. Arbeiterin für
Damen=
ſchneiderei geſucht.
Zu erfragen in der Expedition d. Bl.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſofortige
Ver=
gütung geſucht
(18746a
A. Anton, Küchenmagazin, Glas und
Porzellan, Eliſabethenſtraße 1.
Lehrmädchen
aus beſſerer Familie gegen ſofortige
Ver=
gütung geſucht
(21477a
J. Hachenburger jr.,
7 Rheinſtraße 7.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie, geg. Vergütung geſ.
Lina Roth, Korſettgeſchäft,
*27325)
Ernſt=Ludwigſtr. 11.
*27248soim) Mädchen können das
Weiß=
zeugnähen erlernen; daſelbſt wird auch
Weißzeug und Flickarbeit angenommen.
Näheres Ruthsſtraße 9, 1. St.
*27120dfs) Ein in der Kinderpflege
er=
fahrenes beſſeres Mädchen alsbald geſucht.
Zu melden nachmittags von 2—5 Uhr
Frau Mayer, Heinrichſtraße 42.
Tüchtiges Mädchen
für ſofort oder ſpäter geſucht (*27183fs
Georgenſtraße 10, II.
B21184) Gut empfohlenes
Dienſtmäd=
chen in einfachen Haushalt von 2 Damen
geſucht Martinſtraße 48.
nicht zu junges Madchen,
Tüchtiges,
das ſelbſtändig kochen kann und alle
Haus=
arbeit verſteht, zu 2 älteren Leute für
1. Dezember oder ſpäter geſucht (21303a
Dingeldey Beckſtraße. 79 I.
20797a) Köchnnen, feine Haus= u.
Allein=
mädchen für bald u. ſpäter geſucht. Emma
Frank, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin,
Karlſtraße 31.
Eine einzelne Dame
ſucht ein Mädchen, welches Küche und
Hausarb. verſteht. Vorzuſtellen nachm. zw.
3 u. 5 Uhr Saalbauſtraße 63, I. (*27349
n Kochin u. Diener in
Herrſchafts=
haus, Mädchen in
Herrſchafts=
u. Geſchäftshäuſern, Servierfräulein
ge=
ſucht. Frau Pingeldein, gewerbsm.
Stellenvermittlerin, Schützenſtr. 10½ (*27375
Ein älteres Mädchen
welches bürgerlich kochen kann, und gute
Zeugniſſe beſitzt ſofort geſucht (2150=a
B5th Eliſabethenſtraße 2.
zuMärs mäbenun
(18—20 Ih.) vom Lande in kl. Haushalt
zum 15. Nov. od. Dez. geſucht
21453) Erbacherſtraße 13, Vdh. part.
725) Zunge ſaubere Putfrau vormit
geſucht Inſelſtraße 28, 1. Stock, rechts.
*27362) Mädchen, die kochen können, andere
Mädchen erhalten ſehr gute Stellen, boher
Lohn Fr. Susanna Röse, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Karlſtraße 53, parterre.
Ein Sorung ins
Ungewisse
iſt jeder Verſuch, die bewährten Marken PHLMIN (Pfanzenfett)
und PHLMONH (Pfanzen-Butter-Margarine) durch unbekannte.
billige Fette zu erſetzen. Palmin und Palmona werden ſeit vielen
Jahren täglich in Millionen Hausbaltungen verwendet; ſie ſind
alſo erprobt und bewährt, ſonſt würden ſie nicht den
ausgezeich-
neten Ruf genießen, den ſie von der feinſten bis zur einfachſten
Küche beſitzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten
Marken nicht geboten wird.
(M16944
C21585,14) Sofort geſucht tüchtiges, ſaub.
ehrliches Mädchen oder Frau die etwas
kochen kann, tagsüber in kleinen, einfachen
Haushalt. Näheres Kiesſtr. 95, 1. Stock
nachmittags zwiſchen 5—6 Uhr.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
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Die zur Verteilung wir gestellt
An alle die, die uns beizeiten
Den Sinn der 16 Zeichen deuten.
Die hier von Mailand über Wien
Die Tauben tragen nach Berlin.
Die Zeichen, die die Tierchen tragen,
Ein Sprichwort in drei Worten sagen,
Das jedem einzigen, groß und klein
Wohl zweiſellos bekannt dürft sein.
Wem nun gelingen sollt’ die Kunst,
Dem bringt Fortuna ihre Gunst,
Denn ganze 87 Preise
Sind ausgeworfen beispielsweise,
Um dieser Anzahl von Personen
Die Lösungsmühen zu belohnen.
Wir wollen nunmehr definieren,
Wie wir die Lösungen prämieren:
An die, die richt'ge Lösung finden
Und schnellstens uns dieselbe künden,
Verteilen wir — und zwar in Bälde —
4000 Mark in barem Gelde.
Eintausend Mark ist, wie man weiß,
Bestimmt davon als erster Preis,
Gemäß der nebenstehnden Zeilen
Wir weitre 1000 Mark verteilen
Sechs Leuten aus dem Leserkreise
Für originellste Lösungsweise.
Auch hier winkt stolz dem Leserkreis
500 Mark als erster Preis.
Zu diesem Geld woll’n ohh Bedenken
Wir newergrößfrung jedem schenken,
Der mit dem Lösungsnummerschein
Uns eine Photographie schickt ein,
Von sich, den Eftern, den Verwandten,
Den Kindern, Freunden und
Be-
kannten
Und denen, die zur ew’gen Ruh
Schon deckt die kühle Erde zu.
Das größte Wertstück für ein Zimmer
Ist sicherlich und bleibt wohl immer
— Hoch über andem Bilderserien —
Das Bild von einem Angehörigen,
Weil’s uns erzählt zu jeder Zeit
Von familiärem Glück und Leid.
Besonders zu der Weihnachtsſeier,
Wo jeder Gegenstandtso teuer,
Den seinen Lieben nah und fern
Man auf den Gabentisch läg’ gern,
Sind sehr begehrt unsre Porträts,
Sie leeren nſcht die Portemonnaies,
Sind vielmehr völlig kostenlos
Und noch dazu fast lebensgroß.
Nun fragt sich mancher wohl fürbaß:
Warum verschenkt die Firma das?
Wir tun es, um auf diese Weise
Uns’re Porträts in alle Kreise,
Die sich für Bilder interessieren,
Mit einem Schlage einzuführen.‟
Mark
Preis à M. 1000— 1000
Imajeden Zweiſel zu beheben
Woll’n wir hier noch zur Kenntnis
geben,
Daß wir erwähnte Summe Geld
Unserm Notar schon zugestellt,
Wenn nun an dieser Rätselschlachtsich
Beteiligen mehr als 87,
Bestimmt naturgemäß das Los,
Wem ein Gewinn fällt in den Schoß. Wenn dem Beweise wir beflissen
Wer die Bedingungenverfüllt,
Und uns geschickt ein Probebild
Mit ausgefülltem Lösungsschein
Kommt in der Preisbewerber Reih’n.
Wir woll’n den kompetenten Kreisen,
Nur lediglieh dadurch beweisen,
Daß keine Konkurrenz im Lande,
Zu überffügeln uns imstande
Daß das gewissenhaft geschieht,
Auch große Summen opfern müssen,
Man aus dem Faktum ja ersieht,
Daß die Verteilung ohne Zagen
Einem Notar wir übertragen.
Für originelle Lösungsarren
Wir eine Juri um uns scharten,
Die jede Lösung, die voll Geist,
Und sich als originell erweist,
Gewissenhaft und unbeirrt
Behufs Prämierung prüfen wird.
Nicht wer die Arbeit hat gemacht,
Nur, wie dieselbe ist vollbracht.
Dies soll alleine führ’n zum Lohne:
Es werde dem Verdienst die Krone.
Am 20. Dezemher wird
Definitiv — (ganz unbeirrt
Ob die Beteiligung schwach, ob stark)
Verteilt das Geld: 4000 Mark,
Damit die 87 Leute
Weiledie Vergrößfrung nebenbei
Wir jedem zustellen portofrei,
So hoffen wir die Geldauslagen
Durch Nachorders herauszuschlagen.
Wer uns in Einsicht nun, in milder
Für Zustellung der Gratisbilder,
(Die, wie erwähnt, ganz kostenlos
Und noch dazu fast lebensgroß,)
Vergüten will die baren Spesen,
Den bitten ohne Federlesen
Wir 60 Pfennig frank und frei
Dem Probebild zu fügen bei
in Marken — und wo solche rar —
Genügt auch der Betrag in bar.
Doch machen die Vergütigung hier
Mlemandeiszur Bedingungewir;
Auch ohne die Vergütigung kann
Von uns erhalten jedermann
Der uns die Lösung zugestellt
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Genießen soll’n die große Freude.
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Tentweder nach beiliegender Photographie dieTMicht Ge-
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wonach die Vergrößerung angefertigt werden soll (sowie 60 Pfg. für
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oder Einzel-, Familien- oder Vereinsbild, angefertigt werden. Bei
Gruppenbilder muß jedoch die betreffende Person, welche
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größert resp. verkleinert werden soll, mit einem Xversehen werden.
Der Name des Bestellers ist auf der Rückseite des Kuverts sowie der,
Photographie zu vermerken. Größere Bildervals Visitphotographien!
sind mit 20 Pfennig zu frankieren. (Ausland doppelt). Briefe welche
ungenügend frankiert und mit Strafporto belastet sind werden nicht
Angenammen. Wir bitten daner uchtg, zu frankieren! Phofbgraphen
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Nummer 260.
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Verſicherungsſchwindel.
Aus der Gannerpraxis von Albert Frick.
E: Die meiſten Fälle des Verſicherungsſchwindels
haben mit der Gaunerpraxis inſofern nichts zu tun,
als es ſich nicht um gewerbsmäßige Gauner handelt,
die dieſe Art Schwindel ausführen.
Es ſind vielmehr Leute, die in einer unglücklichen
Stunde auf den unheilvollen Gedanken kommen, ſich
aus einer geſchäftlichen Notlage zu retten. Da ſind
Kaufleute, die vor dem Konkurſe ſtehen und ihr Lager
in Brand ſtecken, um ſich durch die
Feuerverſicherungs=
ſumme über Waſſer zu halten, oder andere, die einen
Einbruch fingieren, nachdem ſie in der Verſicherung
gegen Einbruchsdiebſtahl ſich eingekauft haben.
Gewerbsmäßig kann ſolch ein Schwindel ſchon
des=
halb nicht ausgeführt werden, weil er gewöhnlich ſchon
beim erſten Male entdeckt wird. Nichts iſt nämlich
ſchwerer, als ein Schadenfeuer ſo zu inſzenieren, daß
die ſchnell herbeigeeilte Feuerwehr nicht merkt, daß
der Brand gelegt iſt. Iſt aber nachgewieſen, daß der
Brand gelegt wurde, ſo iſt von vornherein der
Ver=
ſicherte, als derjenige, der den Nutzen davon hat,
ver=
dächtig. Und es müßte dann ſchon ein recht
durchtrie=
bener Spitzbube ſein, wenn er ſich bei der
Unterſuch=
ung der Angelegenheit nicht ſin Widerſprüche
ver=
wickelt und ſein Alibi zweifellos nachweiſen kann.
Freilich iſt es auf dem Lande und in kleineren
Orten, wo die Löſchung des Brandes nicht ſo ſchnell
vor ſich geht, wie in der Großſtadt, ſchon ſchwerer, die
Brandlegung feſtzuſtellen. Indeſſen zeigt ein kürzlich
in Harzburg ſtattgehäbter Fall, wo ein Hotelbeſitzer
ſein Hotel in Brand ſteckte, wie auch dort die
Feuer=
wehren ſchneller zur Stelle ſind, als es den
Verſicher=
ungsſchwindlern lieb iſt.
Andererſeits zeigte jener freilich völlig vereinzelte
Fall, der vor ein paar Jahren die ganze Welt in
Hei=
terkeit verſetzte, wo in einem kleinen ſächſiſchen
Städt=
chen Brand auf Brand gelegt wurde und beinahe die
ganze Stadt, vom Bürgermeiſter aan, an dieſem
Schwindel ſich beteiligte, weil man gern die Stadt auf
Koſten der Verſicherungsgeſellſchaft neu aufbauen
laſſen wollte, wie umfangreich doch ſolch ein Schwindel
werden kann.
Indeſſen kommen wohl die meiſten
Feuerverſicher=
ungsſchwindel ſofort heraus, und mehr noch iſt dies
bei dem Diebſtahlsverſicherungsſchwindel der Fall.
Bekanntlich nehmen die Geſellſchaften nur
Ver=
ſicherungen gegen Einbruchsdiebſtahl an. Nichts aber
iſt ſchwerer, als einen Einbruch zu fingieren. Man
kann getroſt ſagen: ein fingierter Einbruch iſt ebenſo
ſchwer ausgeführt, wie ein wirklicher Einbruch. Denn
auch er muß ja ganz im Geheimen, womöglich im
Dun=
kel der Nacht ausgeführt werden, wenn man nicht
Mit=
wiſſer haben oder entdeckt werden will.
Der Einbruchsſchwindler muß alſo ein geübter und
gelernter Einbrecher ſein. Das überlegen die meiſten
nicht, die, um die Verſicherungsſumme einzuheimſen,
einen Einbruch fingieren. Jedes Erbrechen eines
Fen=
ſters, einer Tür muß von draußen geſchehen, ſonſt
ſind ſie von vornherein verraten. Auf dieſe Weiſe ſind
viele fingierte Einbrüche ſofort entdeckt worden.
Ein Kaufmann in einer deutſchen Großſtadt, der in
einer ziemlich angeſehenen Lebensſtellung ſich befand,
war in Vermögensverfall geraten und wollte ſich durch
einen fingierten Einbruch in ſeinen Schreibtiſch retten,
wo er nach ſeiner Angabe eine ziemlich beträchtliche
Summe eingeſchloſſen haben wollte. Daß er dieſe in
ſeiner Privatwohnung und nicht im Geldſchrank ſeines
Bureaus aufbewahrte, hatte er durch beſondere
Um=
ſtände glaubhaft zu machen gewußt, wie er überhaupt
die ganze Geſchichte ziemlich klug angelegt hatte. Daß
aber die Fenſterſcheibe, durch die der Dieb angeblich
eingeſtiegen war, wie ſofort ein Fachmannfnachweiſen
konnte, von innen herausgeſchnitten war, brach dem
Schwindler ſozuſagen das Genick.
Aehnlich” aber iſt’s beim Erbrechen einer Tür,
eines Schloſſes uſw.
Schwindel mit Unfallverſicherungen kommen nicht
ſelten vor. Sie erfordern freilich große Uebung im
Simulieren von Gebrechen und ſind ungemein ſchwer
nachzuweiſen. Vor einem Jahrzehnt etwa verunglückte
angeblich ein Arzt beim Herabſpringen von einer
Stra=
ßenbahn. Nach Angabe aller Augenzeugen war der
Unfall ſo leicht, daß man kaum an eine Schädigung des
Verunglückten glauben konnte. Um ſo merkwürdiger
war es, daß der Verunglückte dauernd lahm blieb und
die Unfallverſicherung, die ſich gegen die Auszahlung
der ziemlich beträchtlichen Tagesquote wehrte, doch zur
Zahlung verurteilt werden mußte, da dem angeblich ſo
ſchwer Verunglückten die offenbare Simulation nicht
nachgewieſen werden konnte. Wie ſtets in ſolchen
Fäl=
len kam es dann zu einer Einigung zwiſchen der
Ge=
ſellſchaft und dem Verunglückten, jene löſte ſich durch
eine einmalige Zahlung ab. Da aber geſchah das
Wun=
derbare, daß der Verunglückte nunmehr nach einiger
Zeit ſein Leiden verlor. Der Verſicherungsgeſellſchaft
kam das durch Zufall zur Kenntnis, und ſie ſtellte
Strafantrag gegen den Arzt, der aber auch jetzt nicht
verurteilt werden konnte, da man nicht nachzuweiſen
vermochte, daß er nicht wirklich das Leiden verlor.
Natürlich ſoll damit nicht geſagt ſein, daß in
die=
ſem Fall der Arzt unbedingt ein Schwindler geweſen
ſein muß, ſondern der Fall zeigt nur, wie ſchwer eine,
geſchickte Simulierung von Gebrechen nachzuweiſen iſt.
Freilich, was dem Arzt gelingt, wird von einem Laien
nicht ſo leicht auszuführen ſein.
Der Schiffsverſicherungsſchwindel hat in früheren
Zeiten geblüht, iſt aber heute ein ziemlich
überwun=
dener Standpunkt. Er beſtand darin, daß man eine
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Seite 23.
Schiffsladung recht hoch verſicherte und dann das Schiff
zum Stranden brachte.
Berühmt war in dieſer Beziehung der Fall
Tho=
mas, der ſich im Jahre 1875 abſpielte. Thomas hatte
eine Höllenmaſchine erfunden mit Uhrwerk, das ſo
kon=
ſtruiert war, daß das Schiff, auf dem dieſe Maſchine
ver=
laden war, auf hoher See durch=Exploſion der Maſchine
zu Grunde gehen mußte. Die Maſchine beſtand aus
einem Faß, in deſſen einer Abteilung ſich das unhörbar
gehende Uhrwerk von acht Tagen Gangzeit befand,
welches bei ſeinem Ablauf durch den Schlag einer Feder
ein Zündhütchen entzünden ſollte, um eine bedeutende
Menge Dynamit in der anderen Abteilung des Faſſes
zur Exploſion zu bringen. Durch die Bewegung beim
Verladen dieſer Maſchine explodierte ſie aber vorzeitig
und tötete über hundert Perſonen. Natürlich war das
etwas ganz Ungewöhnliches und Einzigartiges, indeſſen
gab es genug Fälle, in denen derartige
Schiffsver=
ſicherungsſchwindler über Leichen gingen und die
Mannſchaft der verſicherten Schiffe nicht verſchonten.
Am intereſſanteſten für den Kriminaliſten iſt der
Lebensverſicherungsſchwindel, der wohl keineswegs ſo
ſelten ausgeführt wird, als man annehmen mag.
In der Regel iſt der Vorgang ſo, daß der Schwindler
ſich mit einem Schwerkranken in Verbindung ſetzt und
mit dieſem Todeskandidaten, der, da er weiß, daß er
bald ſterben muß, nichts zu verlieren hat, gemeinſame
Sache macht.
Der Todeskandidat, der ein armer Teufel iſt,
iſt froh, ſich für die ihm noch kurz bemeſſene
Lebenszeit das Daſein etwas behaglicher geſtalten
zu können. Auf Grund ſeiner, des Todeskandidaten,
Papiere läßt ſich der völlig geſunde Schwindler
recht hoch verſichern und zwar zu ſeinen eigenen
Gunſten. Alſo der Schwindler, der eigentlich Schulze
heißt, gibt ſich für Müller aus und nimmt auf den
Na=
men Müller eine Lebensverſicherung zu Gunſten von
Schulze. Iſt das geſchehen, verwandelt ſich Schulze
wie=
der in Schulze und Müller in Müller, und wenn dieſer
ſtirbt, erhält Schulze die Verſicherungsſumme. Da Schulze
ganz geſund war, konnte er ſich als angeblicher Müller
unbedenklich vom Arzt unterſuchen laſſen, und dieſer
konnte die ſchwere Krankheit nicht entdecken, an der dann
der Verſicherte ſehr bald ſtirbt.
Natürlich muß ein Wechſel des Wohnortes den
Schwindel unterſtützen, damit er nicht leicht entdeckt wird.
In Ländern, wo das Anmeldungsweſen nicht ſo exakt iſt
wie in Deutſchland, wird ſolchem Schwindel natürlich noch
mehr Vorſchub geleiſtet als bei uns. Doch kommen auch
in Deutſchland ſolche Fälle vor.
Ein eigenartigerer Fall von
Lebensverſicherungs=
ſchwindel ereignete ſich vor Jahren in Oeſterreich. Zwei
Brüder in angeſehener Lebensſtellung ſahen ſich plötzlich
vor dem finanziellen Ruin. Sie ſahen ein, daß es ihnen
ſo unmöglich ſei, weiter zu leben und wollten gemeinſam
ihrem Leben ein Ende machen. Schon waren ſie dabei,
die Kugel ſich in den Kopf zu ſchießen, da ſagte der Eine:
„Eigentlich iſt es doch nicht nötig, daß wir Beide ſterben.
Loſen wir, wer von uns ſterben ſoll, und wer das
Todes=
los zieht, der nimmt zugunſten des anderen eine
Lebens=
verſicherung. So lange, bis dieſe auch bei Selbſtmord
fällig werden kann, müſſen wir uns ggemeinſam über
Waſſer halten!”
Und wie geſprochen, ſo geſchah es. Einer der
Brü=
der verübte Selbſtmord. Da aber dieſer pünktlich auf
den Tag geſchah, an dem die Verſicherungsſummen auch
bei Selbſtmord zur Auszahlung kommen mußten, ſchöpfte
die Geſellſchaft Verdacht, ſie machte Anzeige, und die
Un=
terſuchung ergab, daß zur Eingehung der Verſicherung für
den Selbſtmörder eigentlich kein anderer Grund
vorge=
legen haben konnte, als nur die Abſicht, den Bruder aus
der Miſere zu retten. Durch die Unterſuchung in die
Enge getrieben, räumte der Ueberlebende den eigenartigen
Vertrag der Brüder ein. Immerhin entbehrt dieſer Fall
Verſicherungsſchwindel nicht eines gewiſſen idealen
Hinter=
grundes.
Weniger ſchön iſt ein anderer Fall, der vor Jahren
ſich in Italien ereignete. Eine Mutter hatte ihre Söhne, —
wohl fünf an der Zahl, — verſichert, und zwei von ihnen
nahmen ſich angeblch nacheinander das Beben. Man ſand
ihre Kleidung am Ufer des Tiber. Ihre Körper waren
zwar unauffindbar. Aber in beiden Fällen bezeugte ein
Mann, daß er die Selbſtmörder in den Wellen habe mit
dem Leben ringen ſehen. Als dann zum dritten Male
die Komödie aufgeführt werden ſollte, wurde der
Schwin=
del aufgedeckt. Die Söhne waren nach Amerika geſchickt,
wohin auch die Mutter und ihr Helfershelfer gehen wollten,
ſobald die fünfte Verſicherung ausgezahlt war.
Ein berühmt gewordener Fall von
Lebensverſiche=
rungsſchwindel ereignete ſich vor etwa 60 Jahren in
Ber=
lin. Da war Unter den Linden der Bruder eines dort
etablierten Schneiders namens Anton Tomaſchek, Franz
Tomaſchek, der ſich beſuchsweiſe in Berlin aufhielt,
plötz=
lich am Bluthuſten geſtorben und auf dem Hedwigs=
Friedhof beerdigt worden. Das war im November 1848
geſchehen. Ein Dr. Meyer hatte den Totenſchein
unter=
zeichnet und den Krankheitsbericht verfaßt, auf Grund
deſſen zwei Lebensverſicherungen, eine in London und
eine in Kopenhagen, die ziemlich hohen
Verſicherungsſum=
men an Anton Tomaſchek auszahlten.
Im Anfang des Jahres 1851 kam dann aus
Sabi=
tuſch bei Königgrätz die Kunde, daß dort der angeblich
ver=
ſtorbene Franz Tomaſchek vergnügt und munter lebe. Man
ging der Sache auf den Grund, grub die Leiche des
Ver=
ſtorbenen aus und fand anſtatt eines Skeletts ein —
Bügelbrett.
Der angebliche Dr. Meyer war ein am Berliner
Ar=
beitshaus angeſtellter Wundarzt namens Kunze, der für
22 Dukaten erkauft war, den Totenſchein und den
Krank=
heitsbericht zu ſchreiben. Das Komiſche aber an der Sache
war, daß der angeblich Geſtorbene nachweislich ſeiner
eigenen Beerdigung beigewohnt hatte. Am 4. September
1852 wurden beide Brüder und der Wundarzt zu ſchweren
Strafen verurteilt.
Der Fall iſt übrigens typiſch. In ähnlicher Weiſe iſt
in Amerika und England, vielleicht auch wohl bei uns,
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Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Seite 29.
Merkwürdige Nahrungsmittel.
Eine gaſtronomiſche Plauderei.
Von Richard Gollmer.
nge. Wenn wir heute ohne Rückſicht auf Zeit und
Raum, nur auf unſer Portemonnaie bedacht,
Delika=
teſſen von allen Enden der Welt auf unſerem Tiſch
er=
ſcheinen laſſen können, ſo wird es ſchwer, uns in
Zeiten zurückzudenken, in denen der Menſch ſich nur
mit den Eßbarkeiten abzufinden hatte, die ihm ſein
Breitengrad bot. Daß in manchen Gegenden ſolche
eigentlichen oder „Ur‟=Nationalgerichte nicht in Hülle
und Fülle vorhanden waren, iſt klar. Wähleriſch
durf=
ten alſo die Bewohner armer oder kalter Regionen
nicht ſein! Den Reiz, die Eßmöglichkeiten zu
ver=
mehren, erzeugten zwei große Faktoren: die Not und
der Ueberfluß. In der ganzen Natur gibt es kaum ein
Tier oder eine Pflanze, die dem Menſchen nicht in
irgend einer Form oder zu irgend einer Zeit von der
Not als Nahrung zugewieſen worden wäre, und auf
dem Gebiet der Gaſtronomie, ſeit alſo die Zubereitung
verfeinert wurde, gibt es wohl keinen Rohſtoff, den
die Gourmets verſchmäht hätten.
Gucken wir einmal unſeren lieben Nächſten in die
Töpfe! Je weniger Kultur, um ſo primitiver die
Er=
nährung. In Inner=Afrika gilt faulendes Fleiſch,
möglichſt mit Maden bedeckt, als größter Leckerbiſſen.
Neger und nordafrikaniſche Wüſtenaraber verarbeiten
Heuſchrecken und eine Fliegenart zu einer Art Brot,
in Südamerika verzehrt der Eingeborene Termiten
ge=
röſtet, nachdem er ihren Bau angezündet hat. Auf
Samoa iſt ein wurmähnliches Meeresprodukt „Palolo”
eine hervorragende Delikateſſe. In Patagonien und
an den Küſten des Roten Meeres werden Fiſche
einge=
graben und verzehrt, ſobald ſie den nötigen Hautgoüt
haben. Schlangen werden in Amerika, Afrika und
Süd=Aſien gegeſſen. Papageien in Auſtralien und
Ozeanien, und auch Eidechſen finden ihre Liebhaber,
z. B. in Meriko das Axolotl, in Peru der Leguan, und
überall, wo ſie vorkommen, Krokodil und Alligator.
Affen erfreuen ſich ebenfalls großer Beliebtheit. China,
das übervölkerte Land, greift zu Hunden, Katzen,
Ratten, Mäuſen, beſitzt aber anderſeits wieder eine
höchſt raffinierte Kochkunſt. Haifiſchfloſſen. Trepang, in
Kalk konſervierte Eier, Salanganenneſter,
Bambus=
ſproſſen, Lilienzwiebeln und ein feſter, weißer, in der
Bambusſtaude lebender Wurm ſind Delikateſſen, zum
Teil auch für europäiſche Zungen. Die Japaner, das
viel ärmere Volk, halten ſich mit der Kochkunſt nicht
viel auf, ſie haben einfache Gerichte, von denen uns nur
der angebratene, aber noch lebend aufgetragene Fiſch
abſtößt, der ſich noch bewegen muß, wenn man von ihm
ſchneidet! Genau ſo verfuhr man übrigens um 1500
in Europa mit der Gans.
Die Grönländer ſchätzen rohe und gefrorene
Speiſen ſehr, z. B. Fiſche. Die Jakuten erlaben ſich
zum Nachtiſch an gefrorenen Beeren und dem
gefrore=
nen Inhalt der Renntiermägen, auch das gefrorene
Renntierblut iſt ihnen eine Delikateſſe. Bei den
Vege=
tabilien ſtoßen wir weniger auf Abſurditäten, wenn
wir auch nicht die Leidenſchaft der Loangoleute
be=
greifen, ſpaniſchen Pfeffer in ſolchen Quantitäten zu
eſſen, daß ſich ihnen die Haut von Zunge und Gaumen
loslöſt. Höchſt eigentümlich iſt allerdings eine Frucht
Indiens, der Durio. Sie iſt groß wie ein Kindskopf
und birgt im Innern einen zitronengroßen Kern, der
aber nicht hart iſt, ſondern ſchmelzend weich und von
köſtlich erfriſchendem und aromatiſchem Geſchmack. Doch
dies Fruchtfleiſch verbreitet den ausgeſprochenen
Ge=
ruch menſchlicher Exkremente! Ein Scherz der
Schöpfung! Es iſt durchaus verboten, die Duriofrucht
in indiſche Europäerhotels hineinzubringen oder gar
dort zu öffnen.
Der Menſch iſt wirklich das größte Raubtier, das
die Erde trägt. Er frißt alles, was er bezwingen kann,
und fängt dabei mit ſeinesgleichen an. Aſtor, der New=
Yorker Milliardär, gab unlängſt ein afrikaniſches Mahl,
bei dem das Fleiſch von Löwen, Nashorn, Nilpferd,
Alligatoren, Elefant und Zebra vorkam; die Kaiſerin
Joſephine ruinierte einſt Bonapartes Tiergarten, um
„altrömiſch” zu ſpeiſen. Dr. Hermes, der Direktor des
Berliner Aquariums, gab vor Jahren ein Frühſtück,
bei dem Schlangenrührei gereicht wurde! Stanley
be=
geiſterte ſich für Jaguar, Elefantenrüſſel und
Rieſen=
ſchlange, welch letztere er weit über Kalbfleiſch ſtellte.
Lindley lobt die Elefantenfüße, Dr. Speck delektiert ſich an
Affen, Howſon rühmt ſogar die Hyäne, Nanſen hat an
Walfiſchhaut Wohlgefallen gefunden, und es finden ſich
unter weiteren Berichten auch Belege dafür, daß
Biſamratte und Stinktiere genießbar gefunden werden.
Ja, der Pariſer Journaliſt Lenoir bekennt offen, er
beſitze ſeit der Belagerung von 1870 ſolche Vorliebe für
Ratten, daß er ſie nicht mehr miſſen mag. Ueber den
Geſchmack iſt eben nicht zu ſtreiten. Ganz verfehlt aber
wäre es, wollten wir phariſäiſch an unſere Bruſt
ſchla=
gen und rufen: „Wir ſind doch beſſer als jene da!”.
Känguruhſchwänze, Renntierzungen und Bärenſchinken
ſind durchaus moderne Delikateſſen. Das Schleimneſt
der indiſch=chineſiſchen Seeſchwalbe und getrocknete
Holothurien wiegen wir faſt mit Gold auf, Auſtern
eſſen wir roh und ebenſo manchmal die Seemuſcheln
und ſogar Flußmuſcheln. Was iſt Kaviar anderes als
geſalzener Stör=Rogen, Weichkäſe anderes als Milch
oder Sahne im Beginn des Zerſetzungszuſtandes?
Fröſche und Schnecken ſind auch bei uns Leckerbiſſen,
und wir wiſſen, daß Arme nicht Hunde und Katzen bei
uns verſchmähen, ſogar Schlangen werden in
Deutſch=
land gegeſſen. Schildkrötenfleiſch zählt zu den
teuer=
ſten Biſſen, Tintenfiſche, Polypen und Seeſpinnen,
Seeigel und Fiſchlaich oder ganz junge Fiſche (Nonnat)
findet man auf jedem Markt an den Küſten
Süd=
frankreichs und Norditaliens. In Paris kommen ſogar
Eidechſen, Salamander und junge Krokodile jetzt als
Eßwaren vor, nachdem eben erſt die Kamelkoteletts und
Zeububuckel Fiasko gemacht haben. Haifiſch eſſen wir
Nordländer — aber unter anderem Namen. Aus
Kürbis backt man in Siena ein ſüßes Brot und
Kür=
bis ſowie Taubenmiſt dienen in Frankreich zum
Locker=
machen des Brotes, wie in Holland Schafmiſt zum
Grünfärben des Käſes. Und ſind die von uns mit
Appetit gegeſſenen Eingeweide (Königsberger Fleck)
etwas äſthetiſch Schönes? Ganz modern ſind auf den
Tafeln unſerer Reichen wieder Schwan und Pfau, und
blättern wir nur 100 Jahre in unſeren Kochbüchern
zurück, ſo ſtoßen wir auf die Verwendung von
Murmel=
tier, Igel, Eichhorn, Dachs, Siebenſchläfer, Biber, Otter,
Seehund, Delphin, Bär, Eſel, Elentier, Trappe, Reiher,
Kranich, Pelikan, Flamingo, Storch, Specht, Rabe,
Krähe, Häher, Schwalbe, Sperling, Kuckuck, Kiebitz,
Wiedehopf, Rohrdommel uſw. Auch wir würzten mit
Teufelsdreck (Asa koetida), dem Laſerpitium des
Apicius, kochten Neſſeln und aßen die Schoten roh.
und trocken, ja ſogar aus Hirſchgeweih und Rehfell
wußten unſere Voreltern ſchmackhafte Suppen und aus
Blumen ſüße Speiſen zu bereiten. Den Hautgoüt, die
„Mortifikation” alſo die beginnende Verweſung
lieb=
ten unſere Großeltern noch in dem Maße, daß der Haſe
Maden haben, der Faſan von den Schwanzfedern
abfallen und der Auerhahn acht Tage vergraben ſein
mußte. Und wie die Rohſtoffe, ſo ſind auch noch
heu=
tigen Tages bei uns manche Zubereitungen barbariſch,
ich will nur hervorheben: den Salat aus rohem Zander
mit Eſſig und Oel angemacht, den man in Holland
trifft, den eingepökelten rohen Lachs (Graflax)
Schwe=
dens, die neuen Fruchtſalate Amerikas aus Orangen,
Pfirſichen und Bananen mit Mayonnaiſe vermiſcht, und
die „derniers Cris” der letzten drei Jahre:
Gänſe=
ſchmalzſchnitten mit Veilchen beſtreut (Kopenhagen),
Stangenſpargel, roh ſerviert wie Sellerie (Paris) und
Roaſtbeef mit Matjeshering (Hamburg). Als Gipfel
der Unnatur dürfte aber das Erdeſſen zu betrachten
ſein, das in allen Kontinenten auftritt.
Ja, ja, der Menſch weiß nicht, wovon er fett wird,
ſagt ein pommerſches Sprichwort mit Recht!
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Schülerkarten zu 30 Pfg. bei Georg Thies Nachfolger, Elisabethenstr. 12, im Büro des
Verkehrsverelns, sowie abends an der Kasse.
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Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr, welche noch vor dem
obigen Vortrage erfolgen, berechtigen zum freien Besuche desselben. Der
Bei-
trag für den Rest des Jahres (5 Konzerte und Vorträge) beträgt 7 M. — Jedes
Mit-
glied hat das Recht, an der im Januar stattfindenden Verlosung der von dem
Verein angekauften Eintrittskarten (zu 20 M.) zu den Bayreuther Bühnen-
Der Vorstand.
festspielen des Sommers 1911 teilzunehmen.
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Verfaßt und geleitet von Herrn Franz Schwalbach.
II. Teil.
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III. Teil. Canz.
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NB. Das diesjährige Zöglingswetturnen findet von vormittags 9 Uhr
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der Kapelle des Leibgarde-Regiments
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Im Programm: Gretry=Ouverture zu L’épreuse villagoise Mozart: Phantaſie
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wahlberechtigten Kollegen dem D. H.=V. und ſeiner hieſigen
Ortsgruppe unerſchütterliches Vertrauen entgegenbringen.
Mit beſonderem Stolze hat uns die Tatſache erfüllt, daß die
wahlberechtigten Mitglieder der Ortsgruppe, Mann für
Mann an die Wahlurne traten und damit ein glänzendes
Zeugnis von Zuverläſſigkeit und Treue ablegten.
Herzlichſten Dank allen Wählern der Liſte 1, mit dem
Gelöbnis, daß die unterzeichnete Ortsgruppe nach wie vor
die Arbeit für die Intereſſen der hieſigen Kollegen als vor=
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übernommen habe, und die Räume neu hergerichtet ſind.
Ich werde mich bemühen, meinen Gäſten in Bezug auf Speiſe
und Getränke alles mögliche aufzubieten und bitte, meine
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Unternehmen zu unterſtützen.
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63,75
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4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 100,80
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do.
4 Hamburger Staatsanl. 101,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,10
do.
3½
91,10
de.
80,30
3 Sächſiſche Rente . . . 82,90
4 Württemberger v. 1907 101,50
do.
3½
92,70
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,00
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente . 96,90
do. Goldrente . . 98,20
do. einheitl. Rente 93,10
Portug. unif. Serie I 63,75
do. unif. Ser. III 66,10
do. Spezial.
Rumänier v. 1903 . . 102,40
do. v. 1890. .
do. v. 1905 . . 90,70
luſſen v. 1880 . . . . 91,90
In Proſ=
Sf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,70
do. v. 1905 . . . . 100,20
91,60
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 82,50
4 Türk. Admin. v. 1903 85,25
4 do. unifiz. v. 1903 92,30
4 Ungar. Goldrente . . 93,50
4 do. Staatsrente . 91,60
5 Argentinier . . . . . . 100,50
91,00
do.
4½ Ehile Gold=Anleihe . 94,20
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,60
98,90
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,20
5 Innere Mexikaner . . 99,75
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67,40
3
Gold=Mexikan. v. 1904 95,00
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4 Baltimore & Ohio . . 110,20
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4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,80
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 225
4 Pennſylvania R. R. 132,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei , 201,00
Werger=Brauerei
. 73,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrif 498,50
Fabrik Griesheim . . . . 281,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 539,00
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Mannheim . . . . . . .
Lahmeyer . .
117,00
Schuckert
154,55
Siemens & Halske . . . 242,50
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Bochumer Bb. u. Guß . . 226,80
Gelſenkirchen .
Harpener .
187,70
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . .
. 243,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,30
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
3½ do.
92,50
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
do. ſteuerfrei . 98,10
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,50
do.
98,00
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . .
do.
79,80
do.
57,50
Raab=Oedenburger . . 75,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,70
4 Kronpr. Rudolfbahn . 98,40
In Prot.
Sſ.
2‟ Livorneſer . . . . . . 73,10
4 Miſſouri=Pacific . . . 79,60
4 Bagdadbahn Mk. 408
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 101,50
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 167,50
4 Darmſtädter Bank 131,20
257,60
Deutſche Bank .
4 Deutſche Vereinsbank 126,80
4 Diskonto=Geſellſchaft . 192,00
4 Dresdner Bank. 162,10
4 Mitteldeut. Kreditbk. 121,00
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 129,80
105,00
Pfälzer Bank .
.143,50
4 Reichsbank
4 Rhein. Kredit=Bank 138,90
4 Wiener Bank=Verein 139,90
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
3½ do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bani
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)1
do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
3½
90,
100,00
92,00
99,40
100,00
90,50
101,40
91,30
100,60
90,80
100,00
90,70
100,30
91,90
InProz.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt . .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg .
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
99,90
3½ do.
90,70
4 München
* 100,60
3½ Nauheim
90,80
4 Nürnberg
90,80
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden .
* 101,50
3½ do.
92,20
4 Worms.
. 100,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1858
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,40
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm, „ 100
101,00
96,00
92,60
90,70
99,90
91,00
In Pro;
Bt.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand=
. 136,50
briefe.
4 Oeſterr. 1860er Loſe 175,00
3 Oldenburger
.. 125,20
2½ Raab=Grazer fl. 150 480,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl.
Braunſchweiger Tlr. 20 219,00
Freiburger
Fs. 15 59,00
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10 —
Meininger
.
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 —
do. v. 1858 „ 100
Ungar. Staats „ 100 386,50
Venediger
Irs. 30 44,20
Türkiſche
„ 400 179,80
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Banknoten.
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Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . .
Engliſche Noten . .
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Franzöſiſche Noten . . . . 81,00
Holländiſche Noten . . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,80
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,85
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
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auf=
geſtellt: Aſtronom. Abhandlungen als Erg.=Hefte z.
d. Aſtronom. Nachrichten, hs. v. H. Kreutz 1—16; Die
Feldbereinigung i. Heſſen, Geſchäftsbericht d. Gr.
Min. d. Innern, 1898—1907; Grillparzer, Werke, hs.
v. Aug. Sauer, 1: Ahnfrau, Sappho; Grünſtein,
Leo, Aus J. H. Mercks Frühzeit; Höler, G. J., Das
gold’ne Mainz u. ſ. Geſch.; Hunt, W. & Poole, R.
L., The Polit Histor, of Engl. 6: Edward VI. to the
death of Elizabeth 1547—1603 by A. F. Pollard;
Mayer, A. L., Toledo; Jſaac, H., Choralis
Con-
stantinus 2., bearb. v. Ant. v. Webern,
Alhrechts=
berger, J. G., Inſtrumentalwerke, bearb. v. Oskar
Kapp, Fux, Joh. Joſ., Costanza e. Fortezza, bearb.
9. E. Welleß; Goldſchmidt, Konr.,
Bäckerei=
gewerbe u. Konſumvereine, Abel, Ferd., d.
Mühlen=
gewerbe i. Naſſau=Hadamar u. Diez.; Tomassetti,
G., La Campagna romana, 1: in Genere, 2: Via Appia,
Ardeatina, Aurelia: Die landwirtſch.
Unfallver=
ſicher. i. D. R. 1888—1908: Weule, K., d. Kultur d.
Kulturloſen; Wolters, P., Adolf Furtwängler,
Ge=
dächtnisrede.
Außerdem die neueſten gebundenen Bände
wiſſenſchaftlicher Zeitſchriften.
Sämtlich vom 14. November an
ver=
eihbar.
Wegen Vormerkung für das erſtmalige
Entleihen wende man ſich an den Beamten des
Ausleihezimmers.
In die Handbibliothek des Leſeſaales
ſind aufgenommen worden: Jahresberichte d.
Geſchichtswiſſ. 31, 1. 2.: 1908; Kalender d. techn.
Hoch=
ſchul.; Die Rechtſprech. d. Oberlandesger. a. d. Geb.
d. Zivilrechts; Deutſch. Univ.=Kalender.
Sport.
— Fechtſport. Das heute Samstag und
Sonntag in Mainz (Kaſino Hof zum Gutenberg)
ſtatt=
findende 31. Fechtturnier des Verbandes mittelrheiniſcher
Fechtklubs wird bei ſcharfem Wettbewerb ein
ſehens=
wertes ſportliches Ereignis werden Die bis jetzt
vor=
liegenden Meldungen ergeben eine ſtarke Teilnahme der
Fechter des Mittelrheines und die Kämpfe dürften um ſo
ſpannender werden, da ſich nur die Beſten melden, ſeit der
Verband ein beträchtliches Einſatzgeld erhebt, um mehr
durch die Güte des Gebotenen als durch hohe Zahl zu
glänzen und um die zeitliche Ausdehnung zu beſchränken.
Die meiſten Meldungen (17) ſind dieſes Jahr von
Darm=
ſtadt abgegeben, dem Frankfurt, Mainz und Wiesbaden
(Klub und Vereinigung) mit faſt gleicher Ziffer folgen.
Bemerkenswert iſt, daß nur die ſpezifiſchen Sportwaffen
(Florett und leichter Säbel) mehr Anhänger finden,
wäh=
rend die Beteiligung im deutſchen Säbel langſam
nach=
läßt. Am lebhafteſten und intereſſanteſten werden die
Kämpfe am Sonntag mittag ſein, bei denen nur die
beſten Fechter des Verbandes, die Senioren”, die ſchon
erſte Preiſe errungen haben, zugelaſſen ſind.
sr. Red Girl II Siegerin im
Karlshor=
ſter Parforce=Jagdrennen. Die „große
Waſ=
ſerpantomime” wie der Volksmund das Karlshorſter
Parforee=Jagdrennen getauft hat, übte am Mittwoch
wieder ihre gewohnte Anziehungskraft aus. Aber
wer von den vielen Zuſchauern auf erheiternde
Zwi=
ſchenfälle bei dem Durchqueren des Sees gerechnet
hatte, kam nicht auf ſeine Koſten. Zwar gab es einige
kritiſche Momente, da verſchiedenen Pferden das hoch
aufſpritzende kalte Waſſer erſichtlich nicht behagte,
ſchließlich kam das ganze Feld aber doch glatt durch
das ungewohnte Hindernis. Die genaueren Reſultate
waren: Spree=Hürdenrennen; 2800 Mark, Diſtanz
3200 Meter: 1. Herrn F. v. Schmidt=Paulis Mathilde
(Weißhaupt), 2. Klara (Martin), 3. Aſſalaide (
Prin=
ten). Leicht 2 Lg.-Hals. — Preis von Paulsborn;
Ehrenpreis und 2800 Mark. Diſtanz 4000 Meter:
1 Lt. von Tresckows Hatto II (Lt. Graf Holck), 2.
Münſterländer (Dr. Voigt), 3. Le Golde (Lt. Frhr. von
Berchem). Verhalten 7—1½ Lg. — Diana=Preis; 4000
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn H. Weſtens
Sternſchnuppe (Martin), 2.— Falſchmünzer (G.
Wink=
ler), 2.— Moſes (Brown). Leicht 2½ Lg. Totes
Ren=
nen. Parforce=Jagd=Rennen:
Ehren=
preis und 10000 Mark, Diſtanz 7500 Meter:
1. Major Schmidts Red Girl II (Lt. Graf Holck), 2.
Fair King (Lt. Graf Schmettow), 3. Lootſe (Lt. von
Mitzlaff). Ein gegen den Sieger eingelegter Proteſt
wegen Drängens wurde zurückgewieſen. Kampf ½ bis
6 bis 3 Lg. — Vorwerk=Hürden=Rennen; 2600 Mark,
Diſtanz 2700 Meter: 1. Herrn H. Weſtens Herold
(Dittmar), 2. Orſini (Naſh), 3. Sea Sick (Keppler).
Leicht 1—3 Lg. — Stamina=Rennen; 6800 Mark,
Di=
ſtanz 3000 Meter: 1. Herrn W. Thiedes Germania I
(Jentzſch), 2. Maßlieb (Mac Dermott), 3. Cape
Com=
mon (Shurgold). Leicht 2 Lg. bis Kopf. — Jungfern=
Rennen; 3300 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Graf
Frankenbergs Geraldine (Shurgold), 2. Graphit
(Warne), 3. Fox (Liſter). Sicher 1—4 Lg.
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§6 260.
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Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. —6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
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6 Uhr an.
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Mittwoch, 9. Nov. 52. Ab.=Vorſt. D 14.
„Taifun.‟ Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Montag, den 7. November 1910:
Zweites Konzert der Hofmuſik.
Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, den 10. November 1910.
Außer Abonnement.
Schüler= und Volks=Vorſtellung
bei ermäßigten Preiſen.
Anfang 7 Uhr.
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Schauſpiel in 5 Akten von Friedr. Schiller.
Preiſe der Plätze:
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2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
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1.50 Mk., Parterre 1.— Mk., 1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 30 Pfg.
Der Kartenverkauf zu dieſer Vorſtellung
findet Dienstag, den 8. November
a) für die Galerien von 1 bis 1¼ Uhr,
b) für die anderen Plätze von 3½ bis 5 Uhr,
ſowie an den darauffolgenden Tagen,
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mittags von 11 bis 1 Uhr, für die noch
vorhandenen Plätze an der Tageskaſſe ſtatt.
Am linken Schalter werden nur
Sperrſitz=
karten abgegeben, am rechten Schalter alle
übrigen Karten.
Programm
zu dem am Samstag, den 5. November
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattſindenden Konzert der
Ka=
pelle des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. „Hohenzollern=Ruhm”, Marſch von
Unrath. 2. Ouvertüre zur k. Op. „Berlin,
wie es weint und lacht” von Conradi.
3. Menuett aus dem Septett op. 20 von
L. v. Beethoven. 4. „Hupf! mein Mäderl”
Walzer aus der Operette „Miß Gibbs”
von Flym. 5. Fantaſie Internationale von
Necke. 6. Raoetzky=Marſch von Strauß.
Seite 42.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. November 1910.
Nummer 260.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Okt.: dem Vizefeldwebel Friedr.
Bauer, Kaupſtr. 48, e. T. Anna. Dem Ingenieur
Eberhard Langen, Soderſtr. 115, e. S. Ernſt Ludwig
Peter. Am 2. Nov.: dem Taglöhner Otto Strauch,
Landwehrſtr. 68, e. S. Ludwig. Am 1.: dem
Lokomotiv=
heizer Wilhelm Biedenkopp, Feldbergſtr. 27, e. S.
Wilhelm.
Aufgebotene. Am 31. Okt.: Schloſſer Georg Jakob
Neff, Landwehrſtr. 43, mit Fabrikarbeiterin
Wilhel=
mine Müller, ebendaſelbſt. Salinenſchloſſer Johann
Karl Mäurer in Salzungen mit Dienſtmädchen Eliſe
Katharina Ziermann, ebendaſelbſt. Sergeant Karl
Auguſt Gruhn, dahier, mit Wilhelmine Chriſtine
Schmidt in Biebrich. Militärpfarrer Liz. Otto Auguſt
Wilhelm Lang, dahier, mit. Elſe Auguſte Luiſe
Jaſter in Braunſchweig. Am 1. Nov.: Maurergeſelle
Johann Adam Kraus in Groß=Gerau mit
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Sally Naſſauer, Gr. Bachgaſſe 1, mit Klara Oeſtreich
in Seligenſtadt. Tapezier Karl Arthur Schmidt,
Kranichſteiner Straße 7 mit Karoline Auguſte Kurze,
Wenckſtraße 8. Am 2.: Zimmermann Konrad Franz
Martin Brod in Vilbel mit Lina Maria Eliſab.
Porth, ebendaſelbſt. Schloſſer Guſtav Reinhard,
Lichtenbergſtr. 72, mit Verkäuferin Gertrude
Boh=
länder, Blumenthalſtr. 51. Am 3.: Landwirt Friedrich
Karl Seibel, Pankratiusſtr. 24, mit Johannette
Simon, Kranichſteiner Straße 41.
Geſtorbene. Am 30. Okt.: Johanna Lakowsky
geb. Guthmann, Wwe. d. Kaufmanns, 65 J., isr.,
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nusſtr. 9. Am 31.: Käthchen Winkel, T. d.
Tag=
löhners, 5 Mon., ev., Obergaſſe 44. Kaufmann Guſtav
Decius, 52 J., ev., Holzſtr. 26. Am 1. Nov.: Eliſ.
Bolbach geb. Beil, Ehefr. d. Meſſerſchmieds, 53 J.,
ev., Ballonplatz 7. Wilh. Gunkel, S. d. Taglöhners,
25 Tage, Erbacher Straße 6. Bahnarbeiter Gg.
Metzger, 37 J., ev., Leeheim. Am 2.: Oberbahnaſſiſtent
i. P. Ldg. Stier, 67 J., ev., Pfründnerhausſtr. 8. Am
3.: Anna Daniel, T. d. Eiſendrehers, 2 Mon., ev.,
Schwanenſtr. 1a. Am 2.: Buchbinder Ldg. Adam Ignaz
Langlotz, 60 J., kath. Luiſe Daub geb.
Helcken=
häuſer, Ehefr. d. Landwirts, 54 J., ev., Traiſa.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
24. Sonntag nach Trinitatis, den 6. November 1910
Reformationsfeſt
Kollekte für den Guſtav=Adolf=Verein
Hofkirche: Samstag, den 5. November, abends
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 6. November,
vormit=
tags ½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil.
Kom=
munion in der Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt mit Feier des hl. Abendmahls. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Vesper. — Mittwoch, den 9. November,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. Nach
der Predigt: Feier des heil. Abendmahls mit
unmittel=
bar vorausgehender Vorbereitung. — Vorm. 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Diehl. — Nachmittags
um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
D. Diehl. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
11. November, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lie. Schettler.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends
6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. In beiden Gottesdienſten
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmel=
dung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Vormittags
½12 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt bezirk.
Pfarrer D. Waitz. — Um 6 Uhr: Liturgiſcher
Gottes=
dienſt unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins mit
Anſprache. Pfarrer Widmann. Vorfeier zum
25=jährigen Gedächtnis der Einweihung
der Martinskirche. Kollekte für die Chorſchule.
Eliſabethenſtift: Samstag, den 5. November,
nachmit=
tags 3 Uhr: Beichte. Pfarrer Deggau. — Sonntag,
den 6. November, vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit hl. Abendmahl. Pfarrer Deggau. — Vormittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer Degau.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. Mitwirkung des Kirchengeſangvereins.
Feier des heil. Abendmahls mit Beichte. — Vormittags
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Walz. — Abends
um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Flöel.
Panluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. Feier des heil.
Abend=
mahls. — Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends 6 Uhr: Profeſſor
Trümpert. Feier des heil. Abendmahls.
Montag, den 7. November, nachmittags 3½ Uhr:
Monatsverſammlung des Frauenvereins.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 24. Sonntag nach Trinitatis, den 6. Nov.,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 47:
Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 6. Nov.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Reiſeprediger
Schmid=Mannheim. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuz=
verſammlung. — Donnerstag, den 10. November,
abends 8¼ Uhr, in der „Stadt Pfungſtadt”:
2. Vortrag von Herrn Pfarrer Veller über: „Was
dünkt Euch um Chriſtus? Weſſen Sohn iſt
er?‟ Jedermann iſt herzlich eingeladen. Eintritt frei.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Waptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 6. November, vormittags 10 Uhr: Predigt.
— Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Predigt. Eintritt frei für jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Hchweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
6. November, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Abends um ½7 Uhr:
Armenſeelenandacht.
25. Sonntag nach Pfingſten, den 6. November 1910
Feſt des heil. Martinus
Kollekte für den St. Martinus=Verein
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr: Roſenkranz=
Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — Um 4 Uhr:
Vor=
trag und Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Armenſeelenandacht. — Montag, Dienstag und
Mitt=
woch, abends um ½7 Uhr: Armenſeelenandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion, — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 5. November,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 6. November 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nach=
mittags um 2 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
5. November, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
25. Sonntag nach Pfingſten, den 6. November 1910
Feſt des hl. Kirchenpatrons Martinus
Kollekte für den St. Martinus=Verein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Pre=
digt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Armenſeelenandacht.
Von Montag bis Mittwoch, abends 6 Uhr:
Armen=
ſeelenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 5. November,
abends um 5 Uhr: Beichte.
25. Sonntag nach Pfingſten, den 6. November 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 25. Sonntag nach Pfingſten,
den 6. November, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
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Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 2. Nov.: Dem Dachdecker
Adalbert Reich T., geb. 7. Okt. 26. Okt.: Dem Taglöhner
Heinrich Wienold T. Bertha, geb. 20. März. Dem
Tag=
löhner Peter Egly T. Anna, geb. 14. Okt. 30. Okt.:
Dem Bäckermeiſter Philipp Hartmann S. Alexander,
geb. 25. Sept. 2. Nov.: Dem Schleifer Guſtav Hugo
Hofrichter T. Marie Gertrude, geb. 24. Juli. 30. Okt.:
Dem Privatdozent an der techn. Hochſchule und beeidigter
Handelschemiker Dr. Johann Wilh. Karl Vaubel S. Philipp
Jakob Chriſtoph Heinrich Reinhard, geb. 6. Sept. 25. Okt.:
Dem Streckenwärter Johannes Müller T Margarete,
geb. 23. Sept. 30. Okt.: Dem Architekt Karl Rudolf
Voellmy T. Friedel Marianne, geb. 27. Aug. 31. Okt.:
Dem Kaufmann Reinhold Theodor Adolf Sprengel S.
Friedrich Heinrich Adolf, geb. 20. Okt.
Martinsgemeinde: 23. Okt.: Dem Heizer Joſeph
Kögel T. Johanna Margarethe Karoline, geb. 2. Sept.
Dem Bäcker Franz Johann Mieth T. Ottilie Karoline,
geb. 16. Okt. 1. Nov.: Dem Fabrikarbeiter Jakob Klinger
T. Margarethe Helene, geb. 6. Ok.
Petrusgemeinde: 16. Okt.: Dem Buchbinder
Michael Schmitt T. Martha Suſanna, geb. 9. Okt. Dem
Frieſeur Julius Baas T. Roſa, geb. 11. Okt. Dem
Schneider Peter Geiß S. Heinrich, geb. 30. Sept. Dem
Chemiker Dr. Karl Richard Kurt Matton S. Ulerich
Michael Richard. 2. Nov.: Dem prakt. Arzt Hans Rudolf
Dietz T. Anna Charlotte Hilda, geb. 21. Juni.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 23. Okt.: Kaufmann Friedrich
Duchhardt und Johanna Gims. 24. Okt.: Ingenieur
1Friedrich Reinhard Kratz in Würzburg und Anna Lina
Hein. 25. Okt.: Theater=Direktor Karl Guſtav Ferdinand
Ludwig Wilhelm Römheld und Emilie Germann. 29. Okt.:
Bäckereibeſitzer Valentin Hennemann in Bickenbach und
Elſe Helene Katharina Ollweiler in Worms. 30. Okt.:
Kaufmann Heinrich Baum in Frankfurt und Marie
Lücker.
Johannesgemeinde: 29. Okt.: Schreiner
Wil=
helm Hermann und Margarete Wieſenburg von hier.
Martinsgemeinde: 29. Okt.: Buchhalter Georg
Friedrich Rühl und Eliſabeth Hohmeier.
Petrusgemeinde: 22. Okt.: Kutſcher Peter
Heinrich Scheuer und Margarethe Baumnack.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 31. Okt.: Eliſabeth Reich, 2½ J.,
ſtarb 30. Okt. (eingeſegnet). 2. Nov.: Kaufmann Guſtav
Decius, 52 J., ſtarb 31. Okt. Kätchen Winkel, 5 M.,
ſtarb 31. Okt. (eingeſegnet). 3. Nov.: Eliſabeth Bolbach,
geb. Beil, Ehefrau des Meſſerſchmieds Heinrich Bolbach,
53 J., ſtarb 1. Nov. 28. Okt.: Gendarm i. P. Peter
Schaffnit, 60 J., ſtarb 26. Okt. 31. Okt.: Trompeter i. P.
Chriſtian Straßburger, 84 J., ſtarb 29. Okt. 28. Okt.:
Zigarrenmacher Georg Schmidt, 58 J., ſtarb 26. Okt.
2. Nov.: Wilhelm Gunkel, 4 W., ſtarb 1. Nov.
Johannesgemeinde: 29. Okt.: Privatier Karl
Brand, 54 J., ſtarb 26. Okt.
Martinsgemeinde: 30. Okt.: Kanzliſt i. P.
Heinrich Dieter, 67 J., ſtarb 27. Okt.
Petrusgemeinde: 1. Nov.: Privatdiener Karl
Wilhelm Ihm, 58 J., ſtarb 30. Okt.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 23. Oktober: Dem
Schutzmann Theodor Koch T. Klara Eliſabeth, geb.
11. Okt. 29. Okt.: Dem Schneider Johannes Scherf S.
Wilhelm Jakob Bernhard, geb. 7. Okt. 1. Nov.: Dem
Steinbrecher Joſef Mares in Traiſa T. Margareta, geb.
16. Juli. 2. Nov.: Dem Taglöhner Peter Chriſt S.
Ludwig, geb. 1. Jan. 3. Nov.: Dem Ludwig
Haſel=
wagen S. Otto. 4. Nov.: Dem Vizefeldwebel der
Halb=
invaliden=Abteilung Friedrich Bauer T. Anna, geb.
29. Oktober.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 31. Okt.: Schloſſer
Heinrich Weiler dahier und Hildegard Hofmann zu
Thalheim.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 29. Okt: Kaufmann
Friedrich Horn, ledig, 60 J., ſtarb 27. Okt.
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