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173. Jahrgang
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
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werden angenommen in Darmſtadt.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
N 257.
Mittwoch, den 2. November.
1910.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Die Reiſe des deutſchen Kronprinzen nach Aſien.
** Morgen tritt der Kronprinz des Deutſchen Reichs
von Genua aus die Fahrt nach Aſien an, auf der ihn
ſeine Gemahlin bis Ceylon begleiten wird. Wenn es in
unſeren Tagen auch nichts Ungewöhnliches iſt, daß die
Thronfolger großer Reiche ſog. Weltreiſen unternehmen,
ſo rief die am 6. Auguſt publizierte offiziöſe Mitteilung,
der Kronprinz werde eine Studien= und
Informations=
reiſe bis Oſtaſien unter Berührung von Indien antreten,
eine gewiſſe Ueberraſchung hervor. Im Laufe der Zeit
erſchienen dann weitere kurze Nachrichten, die ſich auf dieſe
Reiſe und auf die Vorbereitungen dazu bezogen. In
regelmäßigen wiſſenſchaftlichen Vorträgen hat ſich der
Kronprinz an der Hand von Karten und Lichtbildern über
die Grundzüge der Geographie der einzelnen zu
beſuchen=
den Länder, über ihre Pflanzen= und Tierwelt, ihre
ethnographiſchen Verhältniſſe, die hiſtoriſche Entwickelung
und über die wirtſchaftlichen und politiſchen Fragen,
welche den fernen Oſten betreffen, unterrichten laſſen. Man
wird ſich erinnern, daß die Zuſammenſetzung der
kron=
prinzlichen Reiſegeſellſchaft einiges Befremden erregte, da
die öffentliche Meinung der Anſicht war, für dieſe
Infor=
mations= und Studienfahrt hätten ſich als Begleiter weit
eher Männer der Wiſſenſchaft, der Technik, des Handels,
der Induſtrie uſw. geeignet als nur Militärs, die für die
großen wirtſchaftlichen Fragen, die bei unſeren
Bezieh=
ungen zu Aſien im Vordergrunde ſtehen, doch nur
gerin=
geres Verſtändnis haben. Dieſe Bedenken haben keine
Be=
rückſichtigung gefunden, ſo daß gehofft werden muß, der
Kronprinz werde an Ort und Stelle, bei den deutſchen
Ge=
ſandtſchaften und Konſulaten, die paſſenden Männer
an=
treffen, welche ihn über alle einſchlägigen Fragen zu
unter=
richten vermögen.
Noch größeres Aufſehen als bei uns im Deutſchen
Reiche hatte das Projekt der Aſienreiſe des Kronprinzen
im Auslande, namentlich bei unſeren engliſchen Vettern,
erregt. Natürlich witterte man jenſeits des Kanals
aller=
hand ſchwarze Pläne, konſtruierte die ungeheuerlichſten
Ge=
rüchte und verſtieg ſich ſogar zu der Behauptung, der
Be=
ſuch des Kronprinzen in Tokio ſolle die künftige Aufteilung
der Inſeln im Chineſiſchen Meere zwiſchen Japan und
Deutſchland vorbereiten. Daß der Kronprinz Indien
be=
ſuchen werde, nahm man in England freundlich auf, und
es iſt nicht daran zu zweifeln, daß er in dem gewaltigen
indiſchen Reiche eine großartige Aufnahme finden wird.
Eine Reihe höherer Beamten ſind ihm dort als Begleiter
beſtimmt worden. In China ſieht man dem Eintreffen
des deutſchen Thronfolgers mit beſonderen Erwartungen
entgegen, ebenſo darf er ſich einer herzlichen Aufnahme in
Japan und den ſonſtigen Staaten, die er berührt, verſichert
halten, denn der deutſche Name hat einen guten Klang
und der künftige deutſche Kaiſer iſt überall ein
willkomme=
ner Gaſt.
Bekanntlich geht die Fahrt von Genua aus über
Ceylon nach Indien, Siam, Peking, Tokio und zurück auf
dem Landwege über Sibirien. Daß das perſönliche
Er=
ſcheinen des Kronprinzen an den aſiatiſchen Häfen der
Stärkung des deutſchen Einfluſſes gute Dienſte leiſten
kann, iſt nicht in Abrede zu ſtellen. Ob ſich ſonſt die an
dieſe Reiſe geknüpften Hoffnungen erfüllen werden, läßt
ſich nicht vorherſagen, man darf nicht zu hochgeſchraubte
Erwartungen in ſolche Fahrten und deren Einwirkung
auf fürſtliche Reiſende ſetzen. Jedenfalls iſt der
Kron=
prinz von dem redlichen Willen beſeelt, in fernen Ländern
Augen und Ohren offen zu halten und die Eindrücke, die
er dort empfängt, die Erfahrungen und Kenntniſſe, die er
ſammelt, in geeigneter Weiſe zum Nutzen der deutſchen
Heimat zu verwerten. Daß ſein freundliches Weſen ihm
allenthalben die Herzen öffnen wird, davon ſind wir
über=
zeugt. Möge ein gütiges Geſchick den Kaiſerſohn auch in
der Ferne geleiten und ihn wohlbehalten demnächſt der
Heimat wieder zuführen!
Deutſche und engliſche Flottenrüſtungen.
* In Erwiderung einer Anfrage über die angeblich
infolge der Einführung des neuen engliſchen 13,5zölligen
Schiffsgeſchützes zu erwartende Bauverzögerung der
dies=
jährigen vier neuen deutſchen Dreadnoughts hat die
deutſche Admiralität dem Berliner Berichterſtatter
der Daily Mail ein höfliches Schreiben geſandt, worin es
heißt, die Nachricht über das neue britiſche Geſchütz werde
in Deutſchland viel gleichmütiger und weniger dramatiſch
aufgenommen, als gewiſſe Londoner Blätter anzeigten.
Weite Kreiſe in Deutſchland würden übrigens dieſen
neuen Schritt auf der mit der Einführung der
Dread=
noughts eingeſchlagenen Bahn um ſo mehr bedauern, als
Deutſchland und andere Seemächte notgedrungen nach
dem Grundſatz der Gleichheit in den Einheiten bei den
Neubauten in derſelben Richtung folgen
müß=
ten. Die neuen für 1910 bewilligten Schiffe ſeien wie
üblich im Anfang des Budgetjahres vergeben worden und
die Fertigſtellung werde im Einklange mit dem
Flotten=
geſetz mit möglichſter Schnelligkeit erfolgen. Die Daily
Mail glaubt mit ihrem Berichterſtatter aus dieſer
Mittei=
lung folgern zu dürfen, daß die allenfallſige Verzögerung
bei den neuen Fahrzeugen im weiteren Verlaufe durch eine
erhöhte Baubeſchleunigung wieder eingebracht werden
ſolle.
Das Blatt veröffentlicht gleichzeitig einen drei Spalten
langen Artikel des amerikaniſchen Admirals Mahan,
worin nach einem langen Ueberblick über die
politiſch=
militäriſche Lage Europas am Schluß entwickelt wird, es
ſei im Intereſſe des europäiſchen Friedens feſtzuhalten,
daß kein Machtfaktor in Europa eine ſo große Wirkung
als Abſchreckungsmittel gegen den Krieg äußern könne
wie die britiſche Flotte. Die Scheidelinie zwiſchen dem
Dreibund und der Drei=Entente ſei zu deutlich, als daß
man ſie überſehen könne. Sie ſei in Algeciras, in Kreta,
in Bosnien und bei anderen weniger auffälligen, aber
ebenſo bekannten Gelegenheiten, vertieft worden, und
un=
ter ſolchen Umſtänden ſei die Kriegsbereitsſchaft auf Grund
der klaren Erkenntnis deſſen, was am beſten zu tun und am
meiſten zu fürchten ſei, die einzige Rettung.
Auch ein Geſtändnis!
Man ſchreibt uns: Das Organ der
anarcho=
ſozialiſtiſchen Gewerkſchaftler erhält aus
Paris von einem „Genoſſen” Riebke einen ausführlichen
Bericht über den Streik der Eiſenbahner.
Natür=
lich iſt „Genoſſe” Riebke darauf bedacht, dem geſcheiterten
Unternehmen nach Möglichkeit eine gute Seite
abzugewin=
nen. Trotzdem geſteht er, daß die Eiſenbahner jetzt auf
Jahre hinaus mit Ausſicht auf Erfolg nichts unternehmen
können, und leitet aus den franzöſiſchen Erfahrungen
fol=
gende „Lehre” ab:
„Wir haben wieder einmal geſehen, daß die
bürger=
liche Geſellſchaft feſter ſitzt, als wir
ge=
wöhnlichglauben. . . . Nein, ſie fällt nicht um, wie
die Mauern von Jericho, wenn wir ſie anſchreien. Nein,
wir belügen uns ſelbſt, wenn wir glauben, ſie ſei durch
einen kühnen Anlauf aus dem Sattel zu heben. . . . Hier
beim Eiſenbahnerſtreik hat ſie gezeigt, weſſen ſie noch fähig
iſt. Und dies, trotzdem das ganze ſtaatliche Getriebe
Frankreichs in Unordnung, verroſtet, verbeult und
ver=
bogen iſt. Trotzdem die Sabotage des Syndikalismus
tatſächlich verſchiedene Teile des Getriebes unbrauchbar
gemacht hat. . . . Die herrſchende Klaſſe in
Deutſch=
land iſt ſtärker, innerlich gefeſtigter, viel
widerſtandsfähiger, als die in einem
Auflöſungs=
prozeß befindliche franzöſiſche Bourgeoiſie. Unſer Kampf
wird viel härter ſein. Hüten wir uns deshalb vor
Selbſt=
täuſchung.”
Dieſer reſignierten Erkenntnis entſpricht die Mahnung,
mit der „Genoſſe‟ Riebke ſeinen Bericht ſchließt. Er
ver=
langt nämlich, daß die anarcho ſozialiſtiſche „
Organi=
ſation” nicht bloß auf das Zerſtören, ſondern auch auf das
Aufbauen ihr Augenmerk richte; und zwar müſſe ſie
Beſſeres aufbauen können als das, was ſie zerſtörte, „wenn
ſie nicht endgültig überwunden werden will.‟ — Mit
die=
ſer Forderung verlangt „Genoſſe” Riebke vom Anarcho=
Sozialismus etwas Unmögliches. Letzterer tut deshalb
gut, ſich beizeiten daran zu gewöhnen, daß er endgültig
überwunden werden wiro!
Deutſches Reich.
— Der Kaiſer über die Möglichkeit einer
Weltausſtellung in Berlin. Ueber die
Ausſich=
ten einer Weltausſtellung in Berlin hat ſich der Kaiſer,
wie ſchon kurz gemeldet, bei ſeinem Abſchied von Brüſſel
mit dem deutſchen Reichskommiſſar, Geheimrat Albert, der
ihn durch die Ausſtellung führte, eingehend unterhalten.
Der Kaiſer hat, wie dem L.=A, des näheren gemeldet
wird, betont, daß für eine Weltausſtellung in Berlin die
Lage ſchwieriger ſei als in Brüſſel. Es ſtänden ihr
we=
ſentliche Bedenken im Wege, darunter auch die Platz=
frage. Die Deutſche Armee=, Marine= und Kolonial=
Aus=
ſtellung in Berlin ſei doch lehrreich geweſen. Berlin habe
kein geeignetes, nahe genug belegenes Terrain. Die
Schwie=
rigkeiten ſeien zwar durch Schnellbahnen zu löſen, die
aber eben in Berlin noch nicht genügend entwickelt ſeien.
Es ſei auch nötig, daß Berlin, was den Beſuch anlange,
eine Weltausſtellung genügend alimentieren könne, um
auch nach dieſer Richtung hin den Erfolg zu ſichern. „Wir
arbeiten in Berlin, Gott ſei Dank, ſo viel und fleißig”,
ſagte der Kaiſer, „daß nur an Sonntagen die Ausſtellung
auf Maſſenbeſuch rechnen kann.‟ Es ſei außerdem recht
zweifelhaft, ob Berlin die nötige Anziehungskraft auf die
Fremden ausübe, denn es liege nicht ſo zentral wie
Brüſ=
ſel und Paris. Daher könne Berlin nicht auf den
Frem=
denbeſuch wie jene rechnen. Man dürfe auch nicht
über=
ſehen, daß in den letzten Jahren die Weltausſtellungen ſich
ſtark gedrängt hätten. Die Induſtrie habe daher keine
Neigung, ſich an einer Weltausſtellung zu beteiligen, ihren
Zwecken würde mehr gedient durch bedeutende
Spezialaus=
ſtellungen. Alles in allem hat alſo der Kaiſer ſeinen
be=
kannten zurückhaltenden Standpunkt in dieſer Frage nicht
geändert; er würdigt aber, wie er hervorhob, voll die
Bedeutung unſeres Erfolges in Brüſſel für die deutſche
Kultur.
— Die Militärvorlage iſt, wie entgegen
an=
derslautenden Meldungen von maßgebender Stelle
mitge=
teilt wird, noch nicht an den Bundesrat gelangt. Auch iſt
es unrichtig, daß einigen Bundesratsmitgliedern bereits
Einzelheiten über die militäriſchen Forderungen
zugegan=
gen ſein ſollen.
— Die Privatbeamtenverſicherung. Auf
der in Berlin abgehaltenen Tagung der Verbände der
ſelbſtändigen Kaufmannſchaft, welche über 200000
Mit=
glieder umfaſſen, iſt die Forderung aufgeſtellt, die
Pen=
ſionsverſicherung der Privatangeſtellten auf dem Wege des
organiſchen Ausbaues der beſtehenden Invalidenverſicherung
durchzuführen. Dieſe Forderung dürfte Ausſicht auf
Ver=
wirklichung durch die kommende Vorlage nicht haben, da
ſowohl die Reichsregierung wie auch die überwiegende
Mehrheit des Reichstages auf dem Standpunkt ſtehen, daß
die Frage nur durch Errichtung einer beſonderen
Pen=
ſions= und Hinterbliebenen=Verſicherungsanſtalt zu
löſen iſt.
— Staatliche Hilfe für die rheiniſchen
Winzer. In einer am Oberrhein ſtattgehabten
Ver=
ſammlung der Bürgermeiſter der weinbautreibenden
Rheinſtädte wurde die Notlage der Winzer beraten und
beſchloſſen, in den einzelnen Gemeinden die Erträgniſſe
der diesjährigen Mißernte feſtzuſtellen und durch Landrat
Wagner=Rüdesheim die Hilfe der Staatsregierung
anzu=
rufen. In den Weingemarkungen des Mittel= und
Ober=
rheins beſchloſſen die Winzer, Obſtanlagen einzurichten und
den Weinbau einzuſtellen.
Ausland.
Frankreich.
Umgeſtaltung des Kabinetts? Das Echo
de Paris verzeichnet neuerdings das Gerücht, daß Briand,
geſtützt auf die ihm durch das Vertrauensvotum der
Kam=
mer verliehene lutorität, die Abſicht habe, eine
Umgeſtal=
tung des Miniſte iums vorzunehmen. Außer Ruau und
Viviani würde auch der Juſtizminiſter Barthou aus dem
Kabinett ausſcheiden und durch den radikalen Deputierten
Raynaud erſetzt werden, der in der Sonntagsſitzung der
Kammer in einer wirkungsvollen Rede für die Regierung
eingetreten iſt. Ferner werde von der Möglichkeit
geſpro=
chen, daß auch der Finanzminiſter Cochery und der
Unter=
richtsminiſter Doumergue ihre Entlaſſung geben.
England und Perſien.
Wie das Reuterſche Bureau von zuſtändiger Seite
erfährt, iſt die Ausſchiffung des engliſchen Detachements
vom Kreuzer „Fox” in Lingeh auf Erſuchen des perſiſchen
Vizegouverneurs und des engliſchen Konſuls erfolgt, um
die Bürger der Stadt zu ſchützen; außer den Mannſchaften
wurden vier Landungsgeſchütze ausgeſchifft. Die
per=
ſiſche Regierung iſt darauf hingewieſen worden, daß ſie
für jede den engliſchen Untertanen zugefügte Beleidigung
und für jede Schädigung ihres Eigentums bei Gelegenheit
der Unruhen in Schiras verantwortlich gemacht werde.
Türkei.
Die Anleihe. Sämtliche in der Preſſe
verbrei=
teten Nachrichten über die Bedingungen des
Finanz=
geſchäftes, das die türkiſche Regierung mit einer Gruppe
deutſcher Banken abzuſchließen beabſichtigt, ſind als
ver=
früht zu bezeichnen. Weder über die Form des Geſchäfts,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Nummer 257.
noch über die Höhe des Kapitals, noch über die Höhe der
Verzinſung wurden endgültige Abmachungen bisher
ge=
troffen, da die offiziellen Unterhandlungen noch nicht
be=
gonnen haben. Dieſe werden namens der deutſchen
Bank=
gruppe von dem Direktor der Deutſchen Bank, Dr.
Helffe=
rich, geführt, der in Konſtantinopel erwartet wird. Die
in der ausländiſchen Preſſe verbreiteten Meldungen, die
von einem Stocken der Beratungen wiſſen wollen, ſind
daher ebenfalls durchaus unbegründer.
Perſien.
Die Penſion des früheren Schahs. Die
perſiſche Regierung zahlte am Montag im voraus die
vier=
teljährliche Rate der Penſion des früheren Schahs aus.
Infolge der Verzögerung in der Auszahlung hatten der
engliſche und der ruſſiſche Geſandte am Samstag eine
ge=
meinſame Note an die Regierung gerichtet und darin
er=
klärt, es würden zwei Geſandtſchaftsdiener auf den
Mini=
ſter des Auswärtigen warten, bis die Zahlung der
Pen=
ſion erfolgt ſei. Der Miniſter des Aeußern beklagt ſich
bitter darüber, daß trotz der am Samstag gegebenen
Verſicherungen, daß das Geld ohne unnötigen Aufſchub
bezahlt werden würde, doch die in der gemeinſamen Note
enthaltene Drohung ausgeführt worden und er der
öffent=
lichen Beleidigung ausgeſetzt ſei, da ihm überallhin zwei
Geſandtſchaftsdiener folgten, die ſogar letzte Nacht in
ſei=
nem Privathauſe verblieben. Der Miniſter des
Aus=
wärtigen erhob durch die perſiſchen Vertreter in London
und Petersburg energiſchen Einſpruch dagegen.
Südamerika.
Revolution in Uruguay. In Uruguay iſt die
Revolution jetzt vollſtändig. Alle Telegraphen= und
Tele=
phonverbindungen, ſowie der Eiſenbahnverkehr iſt
unter=
brochen. Die Inſurgenten ſind auf dem Wege nach der
Hauptſtadt. Der Handel iſt vollſtändig lahmgelegt.
Ge=
rüchtweiſe verkautet, daß die Revolutionäre in
verſchie=
denen kleinet Gefechten von den Regierungstruppen
ge=
ſchlagen worden ſeien. Eine offizielle Beſtätigung der
Meldung ſteht jedoch noch aus.
China.
Die Einberufung des Parlaments. In
der Sitzung des Reichsausſchuſſes erklärte Prinz Su, die
geſamte Nation ſtimme darin überein, daß die baldige
Einberufung des Parlaments notwendig ſei. Dieſe
Erklä=
rung wurde mit lange andauerndem Beifall begrüßt, da
man ſie als den Ausdruck der Zuſtimmung ſeitens der
Re=
gierung anſah.
* Kapſtadt, 31. Okt. Der Herzog und die
Herzogin von Connaught mit ihrer Tochter
wurden an Bord des „Balmoral Caſtle” von Lord und
Lady Gladſtone, General und Frau Botha, den Miniſtern
und den höchſten Offizieren der Truppen wie der
Flotten=
ſtation begrüßt. Die Fürſtlichkeiten gingen um 11 Uhr
vormittags unter dem Salut der Geſchütze an Land und
begaben ſich ſodann in feierlichem Zuge unter dem Jubel
der Menge durch die feſtlich geſchmückten Straßen nach der
Stadthalle, wo ihnen Ergebenheitsadreſſen überreicht
wurden.
* Was die jüngſten Unruhen China
koſten. Ein Tokioter Blatt veröffentlicht eine
ge=
naue Aufſtellung der Schadenerſatzanſprüche, die von
den einzelnen Mächten im Zuſammenhang mit den
jüngſten Unruhen an China geſtellt worden ſind. Die
einzigen Forderungen, die ſofort und ohne Debatte
er=
ledigt wurden, waren die Japans und Norwegens:
Japan hat 250000 Mark beanſprucht und erhalten, und
Norwegen 115000. Die Vereinigten Staaten haben
keine Schadenerſatzanſprüche erhoben, obgleich eine
amerikaniſche Kirche bei den Unruhen in Flammen
aufging. Frankreich verlangte 162500 Mark, begnügte
ſich aber ſchließlich mit einer Abfindung von 105000.
Am größten war die Rechnung, die die engliſche
Re=
gierung präſentierte. Sie belief ſich auf 2 Millionen;
China hat angeblich 1200000 Mark geboten. Zu dieſen
Forderungen, die von den fremden Regierungen
offi=
ziell eingereicht wurden, geſellen ſich noch die
Schaden=
erſatzanſprüche, die von den geſchädigten ausländiſchen
Privatperſonen und Kaufleuten geſtellt werden und
insgeſamt 175000 Mark erreichen. Ein deutſches Haus
hat 37500 Mark verlangt, die China auch bewilligen
Die Berliner Theater=Ausſtellung.
Von Hermann Kienzl, Berlin.
Zu Wien wurde im Jahre 1892 die erſte
Theater=
ausſtellung eröffnet. Dieſe große „Internationale
Ausſtellung für Muſik und Theaterweſen” zog, nicht
nur aus deutſchen Landen, helle Scharen nach dem
Prater und der mächtigen Rotunde. Glänzende
Feſt=
wochen umrahmten den ernſten künſtleriſchen und
wiſſenſchaftlichen Zweck. Jene Ausſtellung überragte
die Fachausſtellungen aller Art. Denn ihr gehörte die
große, oft zur Leidenſchaft geſteigerte Liebe der
Millionen Menſchen, die das Theater zur Sache des
Volkes macht; und da zum erſten Male der Verſuch
unternommen worden war, die weite hiſtoriſche
Ver=
gangenheit des Theaters in überlieferten Dokumenten
und Monumenten aufzurollen, wurde die Wiener
Aus=
ſtellung ſelbſt zu einem wichtigen Ereignis; ſie wurde
die Mutter einer jungen Wiſſenſchaft: der
Theater=
geſchichte.
Die nun 18 Jahre ſpäter in den Ausſtellungshallen
des Zoplogiſchen Gartens am 1. November 1910
er=
öffnete Berliner Theaterausſtellung iſt
das erſte Kind der Wiener Ausſtellung — und ein
reiferes Entwicklungsglied. Veranſtaltet iſt ſie von
der „Geſellſchaft für Theatergeſchichte” die ſeit dem
Jahre 1902 eine an gediegenen Früchten reiche
Tätig=
keit entfaltet. Die Seele des Unternehmens war der
bekannte Theaterhiſtoriker Dr. Heinrich Stümcke, dem
die Urheberſchaft, der Plan und die überaus mühſame
Durchführung des Werkes hauptſächlich zuzuſchreiben
ſind. Von den Schwierigkeiten der Vorarbeiten macht
ſich der Laie gewiß eine ſehr unvollkommene
Vorſtel=
lung. Die ſyſtematiſche Einteilung des Mäterials
er=
fordert ein lückenloſes Fachwiſſen. Das Schwerſte
je=
doch war die Beſchaffung des Materials. Denn eben
weil die Theatergeſchichte eine ſo junge Wiſſenſchaft iſt,
will; dagegen werden die übrigen deutſchen
Forder=
ungen in der Höhe von 75000 Mark von der Pekinger
Regierung beſtritten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. November.
* Vom Hofe. Die Großherzogin und Großfürſtin
Sergius beſuchten Montag das Eliſabethenſtift. An der
Mittagstafel nahmen teil die Erbprinzeſſin=Witwe von
Anhalt und Oberhofprediger Ehrhardt. Zum Tee kamen
die Landgräfin=Witwe von Heſſen mit ihrer Tochter, der
Freifrau von Vincke, zu Beſuch. (Darmſt. Ztg.)
* Charaktererteilung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben zum 1. November d. J. dem
Oberlehrer an der Realſchule zu Wimpfen Georg
Luley den Charakter als Profeſſor erteilt.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Oberbahnaſſiſtenten in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Franz
Roskopf zu Darmſtadt wegen geſchwächter
Geſund=
heit und ihm aus dieſem Anlaß das Silberne Kreuz
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Ferner wurden der Weichenſteller 1. Klaſſe Jakob
Herz=
bach zu Mainz und der Zugführer Jakob Koch in
Bingerbrück auf ihr Nachſuchen wegen geſchwächter
Ge=
ſundheit vom 1. November d. Js. an in den
Ruhe=
ſtand verſetzt.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Zugführer Jakob Koch zu
Bingerbrück, dem Weichenſteller Ludwig Rothermel
zu Darmſtadt, dem Weichenſteller 1. Klaſſe Jakob
Pröbſtel zu Bingen, dem Magazinaufſeher Johann
Frey zu Mainz, ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemeinſchaft, aus Anlaß ihrer am 1. November
d. Js. erfolgten Verſetzung in den Ruheſtand das
Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für treue
Dienſte” verliehen.
* Militärdienſtnachricht. Der bisherige
Militär=
hilfsgeiſtliche Lic. Lang der 25. Diviſion in Darmſtadt
iſt nach Hagenau verſetzt, um daſelbſt die Stelle des
Diviſionspfarrers bei der 31. Diviſion zu verſehen.
* Zur Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit beabſichtigt die
Stadt Darmſtadt bekanntlich eine Zentralſtelle für
Arbeitsloſenfürſorge mit privatem Charakter
einzurichten, die alle nach den Verhältniſſen zur
Mitwir=
kung Berufenen und freiwillige Helfer in ſich vereinigen
und ſo ein erfolgreiches Arbeiten nach einheitlichen
Ge=
ſichtspunkten ermöglichen ſoll. Zur Begründung dieſer
Einrichtung wird angeführt, daß die bisherigen
Maßnah=
men der Notſtandsarbeiten und des Arbeitsnachweiſes
nur einer vorübergehenden nicht ſehr umfangreichen
Ar=
beitsloſigkeit und ihren Folgen annähernd ſteuern können,
in Zeiten großer Arbeitsloſigkeit dagegen verſagen. Es
ſoll daher eine Stelle geſchaffen werden, die ſich die
Be=
kämpfung der Arbeitsloſigkeit und ihrer Folgen zur
be=
ſonderen Aufgabe ſtellt, die neue Arbeitsgelegenheiten
be=
ſchafft, zur Selbſthilfe aneifert und als freiwillige Helferin
ordentliche Arbeiter vor der Notwendigkeit bewahrt,
öffent=
liche Armenunterſtützungsmittel anſprechen zu müſſen.
Die Erkichtung einer ſolchen Stelle wird nicht als
allei=
nige Aufgabe des Staates oder der öffentlichen
Selbſtver=
waltungsverbände, der Selbſthilfeorganiſationen oder
pri=
vater Wohlfahrtseinrichtungen angeſehen, ſie iſt vielmehr
aus der Natur der Dinge heraus eine gemeinſame Aufgabe
aller. Handel, Induſtrie und Gewerbe, aus deren
Werk=
ſtätten die Arbeitsloſen hervorgehen, müſſen ſich mit den
zuerſt Genannten im Kampfe gegen die Arbeitsloſigkeit
und ihre Folgen verbinden. Die ſchon am Werke
befind=
lichen Kräfte müſſen zuſammengefaßt, noch ſchlummernde
Kräfte zur Mithilfe ausgelöſt werden. Auf dieſer breiten
Grundlage eine Zentralſtelle ins Leben zu rufen, iſt ein
neuer, vielleicht ausſichtsvollerer Verſuch zur Löſung
die=
ſer ſchwierigen Frage als die Verfolgung des
Gedankens einer allgemeinen Arbeitsloſen=
Ver=
ſicherung. (Köln. Ztg.)
* Rekruten=Vereidigung. Am 8. d. Mts. findet die
Vereidigung der neu eingeſtellten Rekruten der ſämtlichen
Truppenteile der Garniſon ſtatt.
— Guyot=Stiftung für die Zwecke der evangeliſchen
Gemeindepflege im Großherzogtum Heſſen. Um das
Andenken des um unſere heſſiſche Landeskirche
hochver=
dienten Pfarrers D. Joh. Guyot, weiland in
Hep=
penheim, in einem dauernden Ehrenmale feſtzuhalten,
haben ſich die ſieben heſſiſchen Gemeinden und die ſechs
kirchlichen Vereinigungen, die zu ihm in beſonders
nahen Beziehungen ſtanden, vereinigt zur Errichtung
einer Guyot=Stiftung, deren jährliche Zinſen zur
Unterſtützung evangeliſcher Gemeindepflegeſtationen,
zu Stipendien für den Beſuch des
Gemeindepflegeſemi=
nars des Heſſiſchen Diakonievereins und dergleichen
verwendet werden ſollen. Wer einen jährlichen
Bei=
trag von mindeſtens 1 Mark oder einen einmaligen
ſtehen ihr die wohlgeordneten archivariſchen
Vorrats=
kammern nur in ſehr unvollkommenem Maße zur
Ver=
fügung. Ein überwiegender Teil der unentbehrlichſten
Wertgegenſtände — Bilder, Handſchriften, Reliquien —
befindet ſich in Privatbeſitz, von den Dichtern und
Künſtlern vererbt an ihre weitverzweigte
Nachkom=
menſchaft — oder Freunden und Kollegen zu geheimer
Hut gewidmet. Wie viele forſchende Briefe mochten
da nicht den Spuren manches einzelnen Schatzes
nach=
gegangen ſein, bis es endlich gelang, den jeweiligen
Beſitzer ausfindig zu machen! Außerdem wäre faſt
jedes der zahlloſen deutſchen Stadt= und Privattheater
berufen geweſen, nicht bloß ortsgeſchichtliche Beiträge
zum großen Panorama zu liefern. Aber, abgeſehen
davon, daß die häufig wechſelnden Direktoren ſolcher
Theater gar oft bei ihrem Scheiden vorgefundene „
An=
denken” ihrem Privateigentum einverleibten, fehlt es
heute noch vielen Bühnen an richtigen Archiven und
vielen Städten an Lokalmuſeen. Wie es mitunter
be=
ſtellt iſt, ſchildert der Direktor eines größeren
Stadt=
theaters, der in einem Briefe mitteilt, däß „das T=
Theater, das mit einem Ausgabenetat von über 200000
Mark zu rechnen hat, weder ein Direktionsbureau, noch
eine Bibliothek, noch auch brauchbare
Aufbewahrungs=
räume beſitzt”, ſo daß es unmöglich ſei, Anhaltspunkte
für die Vergangenheit zu finden Allerdings haben die
meiſten Hofintendanten und auch, ſoweit ſie in
Be=
tracht kamen, die großen Muſeen und Bibliotheken
opferwillig ihre hiſtoriſchen Kleinodien zur Verfügung
geſtellt.
Viele koſtbare Zeugen der Vergangenheit ſind da
und dort den Theaterbränden zum Opfer gefallen. Die
Furcht vor der Feuersgefahr, die die eiſerne Halle in
Berlin doch eigentlich ausſchließt, hielt auch, zumal der
Brand in der Brüſſeler Weltausſtellung die Gemüter
verängſtigt hat, gar manchen zurück, einen
unerſetz=
lichen Liebhaberwert aus der eigenen Hut zu entlaſſen.
Von der Höhe der Verſicherungsſummen gewinnt man
aus Beiſpielen eine Vorſtellung: eine handſchriftliche
Beitrag von mindeſtens 30 Mark leiſtet, erwirbt damit
die Mitgliedſchaft der Stiftung und Stimmrecht in der
Mitgliederverſammlung. Näheres iſt dem in dieſen
Tagen ausgegebenen Werbeblatt der Guyot=Stiftung
zu entnehmen. Hauptſammelſtelle iſt die Bank für
Handel und Induſtrie in Darmſtadt. Vertrauensmann
der Guyot=Stiftung für die Stadt Darmſtadt iſt Herr
Profeſſor Dr. A. E. Berger in Darmſtadt,
Mathil=
denſtraße 55; für den Darmſtädter Landkreis Herr
Pfarrer Zimmermann in Wixhauſen. Dieſe
neh=
men auch Beitrittserklärungen und Einzahlungen
ent=
gegen, über die in der Preſſe von Zeit zu Zeit
öffent=
liche Rechenſchaft gegeben werden wird. Möchte das
ſchöne Liebeswerk vielen offenen Herzen und Händen
begegnen!
— Verkehrs=Verein. Man ſchreibt uns: Der
Vor=
ſtand hielt ſeine letzte, gut beſuchte Sitzung im
Bahn=
hofshotel ab. Als Mitglieder wurden aufgenommen
die Herren Karl Allgöwer, Architekt Drott, Fräulein
Gloeckler, Sanitätsrat Dr. Hoffmann, Schloſſermeiſter
A. Koch, ſowie die Firma E. Merck und der
Darm=
ſtädter Sportklub. Herr Veterinärrat Dr. Garth hat
ſein Amt als Vorſtandsmitglied und Kaſſier
nieder=
gelegt und wird Herr Apotheker Ramdohr das Amt
des Kaſſiers bis zur nächſten Hauptverſammlung
ver=
tretungsweiſe übernehmen. — Mit Bedauern wurde
davon Kenntnis genommen, daß alle unſere nur zu
berechtigten Eiſenbahnverkehrswünſche wiederum
ab=
ſchlägig beſchieden wurden und bemerkt der Vorſitzende
hierzu, daß man alle Hoffnung auf Erfüllung dieſer
Wünſche auf die Fertigſtellung des neuen
Hauptbahn=
hofes ſetzen müſſe. Auch würden mit der Eröffnung
des neuen Bahnhofes die ſchon ſo viel und mit Recht
verlangten Triebwagen kommen. Dem Erſuchen um
Auflegung von direkten Fahrkarten Darmſtadt-
Ems über Koblenz wurde ſtattgegeben, während
unſere Bitte um Auflegung von direkten
Sonntags=
fahrkarten nach den oberheſſiſchen Städten und
den Taunusorten abſchlägig beſchieden wurde. Die
Generaldirektion der Württembergiſchen
Staatseiſen=
bahnen hat durch Vermittlung der Süddeutſchen
Eiſen=
bahngeſellſchaft eine Anzahl Reiſehefte, enthaltend
die über die Württembergiſchen Staatseiſenbahnen
be=
ſtehenden ſchnellſten und bequemſten Zugverbindungen
mit dem Erſuchen, ſie zur Auskunftserteilung uſw. zu
benutzen, überſandt. Da jedoch nur in einem dieſer
Hefte die Anſchlüſſe nach Darmſtadt angeführt waren,
während Wiesbaden, Frankfurt uſw. in allen Heften
berückſichtigt ſind, wurden dieſelben unter Ausdruck des
Bedauerns zurückgegeben. — Infolge der
Zugehörig=
keit des Vereins zum Bunde Deutſcher
Verkehrsver=
eine konnte unſer Reklamematerial auch auf der
Welt=
ausſtellung in Brüſſel in dem von dem Bund
errichteten deutſchen Verkehrsbureau verteilt werden.
Des weiteren beſitzt der Bund Deutſcher
Verkehrsver=
eine in Amſterdam, Lüttich, Riga, Mailand, Peſt,
Joſef=
ſtadt, Agram, Großwardein, Schmecks, Stockholm,
Göte=
borg, Malmö, Karlsbad, Marienbad, Prag, Reichenberg,
Tokio und Yokohama öffentliche Auskunftsſtellen, die
verpflichtet ſind, über deutſche Orte, Landſchaften und
Verkehrsverhältniſſe Auskunft zu erteilen und die
Führer und Proſpekte der Bundesmitglieder zur
Ver=
teilung zu bringen.
Die Großh. Bürgermeiſterei hatte den
Winterfahr=
plan der Städtiſchen Straßenbahn zur Begutachtung
überſandt, und wurden einige geäußerte Wünſche
be=
rückſichtigt. — Das Geſuch um Aufſtellung einer
Fern=
ſprechzelle in dem Warteraum des Main=Neckar=
Bahnhofes wurde leider abgelehnt. — Zur „
Berg=
ſtraßenbahn” bemerkt der Vorſitzende, die
Verhand=
lungen ſcheinen ſich günſtig für das Projekt zu
geſtal=
ten. — Der Verkehrsverein iſt nunmehr in das
fünf=
undzwanzigſte Jahr ſeiner Tätigkeit
eingetre=
ten, und ſoll dieſes Ereignis bei der nächſten
Haupt=
verſammlung in würdiger Weiſe begangen werden. Es
werden hierzu verſchiedene Vorſchläge gemacht, und
wird in der nächſten Vorſtandsſitzung ein
end=
gültiger Beſchluß hierüber gefaßt werden. — Für den
von der Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla‟
anläßlich des 25jährigen Jubiläums dieſer Geſellſchaft
geplanten großen Jubiläumszug wurde, in
An=
betracht des großen Verkehrs, den ein ſolcher Zug in
die Stadt bringt, ein Preis von 100 Mark für
den ſchönſten und originellſten Wagen
ge=
ſtiftet. Die näheren Bedingungen zur Erlangung
die=
ſes Preiſes werden demnächſt bekannt gegeben werden.
— Die Großh. Bürgermeiſterei hat für die Aufſtellung
der Blumenvaſen vor dem Alicedenkmal und der
Bronzevaſen vor dem Ludwigsdenkmal auf dem
Pa=
radeplatz ihren Dank ausgeſprochen. — Der
Verkehrs=
ausſchuß der Bergſtraße plant die Anfertigung eines
Panoramas der Bergſtraße, und wird auch Darmſtadt
darin aufgenommen ſein. — Die Vorbereitungen zur
Beteiligung an der Internationalen Ausſtellung für
Partitur wurde mit 40000, ein Oelgemälde mit 20000
Mark verſichert.
Es iſt daher ſelbſtverſtändlich, daß der hiſtoriſche
Teil der Ausſtellung, ſo reich und umfaſſend er auch iſt,
dem Kenner manche Lücke zeigt, — Lücken, die zum
Teil, weil der geſuchte Gegenſtand längſt Staub und
Aſche geworden, nie werden ausgefüllt werden. Aber
das, was zu Tage gefördert wurde, iſt überwältigend
mannigfaltig und bedeutend. Das Vorwort zum
Aus=
ſtellungs=Führer beruft ſich beſcheiden auf Goetbes
Worte:
„Aelteſtes bewahrt mit Treue,
Freundlich aufgefaßtes Neue,
Nun, man kommt wohl eine Strecke.”
Welches große Stück Weges hier neu erobert wurde,
wird die Zukunft beweiſen, die von der Berliner
Theaterausſtellung eine kunſtwiſſenſchaftliche
Befruch=
tung zu erwarten hat, ähnlich dem Nutzen, den die
Theatergeſchichte nun ſeit faſt zwei Jahrzehnten der
Wiener Ausſtellung verdankt. Die dem Theater
ge=
wogenen Kreiſe werden von November bis Januar
nach der Berliner Ausſtellung pilgern und hier nicht
nur fachmänniſche Intereſſen, ſondern auch in
Ueber=
fülle Freuden der Schönheit und auferweckte liebe
Er=
innerungen finden.
Die Ausſtellung hat zwei Hauptteile. Die eine
Abteilung iſt dem praktiſchen Theaterbetriebe gewidmet
und umfaßt die geſamte Architektur, Inneneinrichtung
und Maſchinerie moderner Theater. Alle Probleme
der Bühnentechnik und der Dekorationskunſt ſind hier
ausgebreitet und manche bisher unbekannte neue
Er=
findung wird zum erſten Male der Oeffentlichkeit
vor=
geführt. Die drehbaren und verſchiebbaren Bühnen,
die neuen praktiſchen Vorſchläge zu den Fragen des
Lufthorizonts und der Soffitten ſind aufgeſtapelt, und
wetteifernd haben die Theaterbaumeiſter und
Theater=
maler ihre Modelle und Entwürke ausgeſtellt.
Der zweite, der hiſtoriſche Teil der Ausſtellung
hatte die Aufgabe, die Entwicklungsgeſchichte des deut=
Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Seite 3.
Reiſe= und Fremden=Verkehr Berlin 1911 ſind im
Gange. Der Verband Heſſiſcher Verkehrsvereine wird
gemeinſam mit der Kurverwaltung Bad Nauheim eine
Ausſtellung ſchaffen, die ein Hauptanziehungspunkt
werden wird. Zu den Koſten, die zirka 15000 Mark
betragen, tragen die Verkehrsvereine 5000 Mk.,
wäh=
rend der Reſt von dem Großh. Miniſterium bezw. von
der Kurverwaltung Bad Nauheim getragen wird.
Außerdem hat das Miniſterium einen Staatszuſchuß
bewilligt. — Die ſehr anregend verlaufene Sitzung
wurde mit dem Wunſche, öfters zuſammenzukommen,
kurz vor 11¾ Uhr geſchloſſen.
* Geſangsaufführung. Die Montag abend im
Saale der Loge abgehaltene große Geſangsaufführung
der Joachimſchen Geſangſchule nahm einen
ſehr günſtigen Verlauf. Der geräumige Saal konnte
das außerordentlich zahlreich erſchienene Publikum
nicht faſſen und mußten Nebenräume in Anſpruch
ge=
nommen werden. Ueber die Leiſtungen der Schüler
herrſchte nur eine Stimme der Zufriedenheit, und war
wohl der von Nummer zu Nummer ſich ſteigernde
Bei=
fall der beſte Beweis von der Leiſtungsfähigkeit der
Geſangſchule. Um nun ſelbſt von den Schülern zu
ſprechen, ſo verfügt Fräulein Landzettel über eine
gut gebildete, prächtige Altſtimme, welche zu den
ſchön=
ſten Hoffnungen berechtigt. Fräulein Becker errang
ſowohl mit dem „Gebet der Eliſabeth” aus Tannhäuſer,
als auch mit ihren Liedern einen vollen Erfolg. Herr
Landzettel, wohl nicht aufs beſte disponiert,
ent=
ledigte ſich immerhin mit Geſchmack ſeiner heiklen
Auf=
gabe. Am beſten gelang ihm die Arie aus Elias: „
Zer=
reißet eure Herzen”. Der Koloraturgeſang war durch
Frau Joachim vertreten, und verfügt die Dame
be=
reits jetzt über eine ſehr achtungswerte Technik. Die
Triller, Staccatis, chromatiſchen Läufe uſw. kamen ſehr
ſauber und korrekt zum Vortrag. In den Terzetten
trat die führende Sopranſtimme des Frl. Eichner
ſehr vorteilhaft hervor; auch ſang genannte Dame die
beiden reizenden Lieder unſeres heimiſchen
Komponi=
ſten, Herrn S. May: „Du liebſt mich nicht” und „
Tanz=
lied”, ganz allerliebſt, unterſtützt am Flügel von dem
Komponiſten. Eine prächtige, klangvolle Stimme beſitzt
Fräulein Müller, und ſang ſie ihre Lieder ſehr ſchön.
Herrn Wundenbergs ſchöner, weicher Bariton
hinterließ den günſtigſten Eindruck, und hätte man gern
einen Solovortrag des allgemein beliebten Sängers
gehört. Zum Schluß wollen wir noch Herrn Roth
ein volles Lob ſpenden, der wohl den größten Beifall
des Publikums für ſeinen prächtigen Geſang auf ſich
vereinigte; ein richtiger Heldenbariton, deſſen
mäch=
tige Stimme faſt zu groß für den Saal war. Der ſehr
ſchön geſungene Prolog aus „Bajazzo” unterſtützt von
Herrn Mays tadelloſer Begleitung, erweckte wahre
Beifallsſtürme. Herr Hofmuſiker Delp hatte die
Kla=
vierbegleitung der Vorträge übernommen. Der
Künſt=
ler iſt als feinſinniger, geſchmackvoller, ſich dem
Vor=
tragenden aufs liebevollſte anpaſſender Begleiter
all=
ſeitig bekannt. Herrn Joachim wurde am Schluß ein
prachtvoller Lorbeerkranz überreicht.
* Arbeitsjubiläum. (Verſpätet eingegangen.) Am
28. Oktober beging der Buchbinder Herr Aloys Hippauf
im Hauſe Frommann & Morian, Spielkartenfabrlk, hier,
das Feſt ſeines 25jährigen Arbeitsjubiläums. Mit einer
Anſprache wurde ihm ſeitens der Firma ein Diplom,
ſowie ein namhaftes Geldgeſchenk überreicht, während
ihn ſeine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch ſinnige
Geſchenke ehrten. Am Samstag abend verſammelte ſich
auf Einladung der Firma das geſamte Perſonal zu
einem gemütlichen Zuſammenſein im Palaisgarten=
Reſtaurant.
— Der Evangeliſche Arbeiter= und Handwerkerverein
hat am Sonntag ſein 20. Stiftungsfeſt gefeiert. Am
Vor=
mittag fand der übliche Feſtgottesdienſt, und zwar
dies=
mal in der Petrusliiche, ſtatt. Da der Verein ſich über
die ganze Stadt erſtreckt, ſo wird nämlich die kirchliche
Feier des Jahresfeſtes abwechſelnd in den hieſigen
evan=
geliſchen Gotteshäuſern begangen. Die Vereinsmitglieder
nahmen mit ihrer Fahne zahlreich am Gottesdienſt teil,
und wurde ſo durch die kraftvolle Feſtpredigt des Herrn
Pfarrers Walz und die erhebenden Geſänge des
gemiſch=
ten Chors des Evang. Arbeiter= und Handwerkervereins
dem Feſttag der richtige Grundton verliehen. — Am Abend
verſammelten ſich dann mit den Vereinsmitgliedern und
deren Familien viele Freunde zu einem Familienabend
im Heim des Vereins, im Feierabend. Die weiten Räume
waren bis zum letzten Platz beſetzt. Der Evang. Bund,
die Chriſtlichen Gewerkſchaften und der
Volksbildungsver=
ein ließen durch ihre Vertreter den Arbeiterverein zum
Geburtstag beglückwünſchen, desgleichen der Geſangverein
„Sängerluſt‟=Traiſa und der Zitherklub „Edelweiß‟ Die
letztgenannten Vereine waren an der Ausführung des
Pro=
gramms beteiligt und trugen durch ihre gut vorgetragenen
Chöre und ſchönen Zithervorträge recht viel zum Gelingen
des Abends bei. Die Stadtverwaltung und einige
aus=
wärtige Vereinsfreunde hatten ebenfalls herzliche Glück=
wünſche geſandt. Der 1. Vorſitzende des Vereins, Herr
Profeſſor Axt, gedachte in der Feſtrede vor allem der
Gründer und früheren Vorſitzenden des Vereins und
dankte allen denen, die bisher ihre Kraft der
Arbeiter=
vereinsſache gewidmet haben. Die Frauen und
Jung=
frauen des Vereins ſtifteten eine prächtige Fahnenſchleife.
Geſangliche Darbietungen des gemiſchten Chors und der
„Sängerluſt”=Traiſa, Klavier= und Zithervorträge und ein
hübſches Luſtſpiel hielten die Teilnehmer in fröhlicher
Feſtſtimmung bis zu ſpäter Stunde beiſammen. Es war
ein ſchöner Feſttag, den alle gewiß in angenehmer
Erinne=
rung behalten.
* Geflügel= und Vogel=Ausſtellung. Am Samstag,
5. dieſes Monats, wird der Verein für Geflügel=
und Vogelzucht „Ornis” in den Räumen der
„Stadt Pfungſtadt” ſeine 12. Geflügel= und
Vogelausſtellung eröffnen. Der Katalog weiſt
354 Nummern auf. Die Ausſtellung übertrifft ſonach
an Nummernzahl alle vorausgegangenen. Wenn man
bedenkt, daß ſie nur von Vereinsmitgliedern beſchickt
werden darf, ſo muß man zugeben, daß die Mitglieder
um die Hebung der Geflügelzucht ſehr bemüht ſind. Es
werden Hühner und Tauben in großer Anzahl und
vielen Raſſen, ſowie Waſſergeflügel, Puten, Vögel und
Futterartikel vertreten ſein, ſo daß die Ausſtellung ſich
ſehr abwechſelungsreich geſtaltet. Auch das
Glücks=
rad wird wieder viele erfreuen, hat doch der Vorſtand
die Zahl der Gewinne, die ſofort ausgehändigt
wer=
den, bedeutend erhöht. So wurden allein 195 lebende
Enten, Hähne, Hühner, Tauben, Vögel, ſowie eine
große Anzahl Käfige, Eier und Futterartikel angekauft.
Es iſt den Beſuchern ſonach die günſtigſte Gelegenheit
geboten, einen hübſchen Gewinn mit nach Hauſe zu
nehmen. Die Ausſtellung iſt von Samstag, den 5. Nov.,
mittags 12 Uhr bis Montag, den 7. Nov., nachm. 6 Uhr,
für das Publikum geöffnet. Näheres beſagen die
An=
zeigen und Plakate.
* Stadtmiſſion. Wie uns mitgeteilt wird, hält die
Stadtmiſſion dieſen Winter mehrere Evangeliſations=
Vorträge ab, die heute Mittwoch, 2. November, ihren
Anfang nehmen. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Bierverbrauch. Seit 1900 geht der Bierverbrauch
in allen Bundesſtaaten von Jahr zu Jahr zurück.
Beſon=
ders groß iſt dieſer Rückgang im letzten Jahre geweſen.
Nach den Mitteilungen der Großh. Heſſ. Zentralſtelle für
die Landesſtatiſtik wurden 1909 in Heſſen nicht weniger
als 228081 Hektoliter verkaufsfertiges Bier weniger
her=
geſtellt als im Jahre vorher, d. h. es ging der Konſum pro
Kopf der Bevölkerung von 113 Liter auf etwa 94 Liter
zurück. Urſachen dieſes Rückganges ſind Erhöhung der
Bierſteuer und die ſich daran anſchließende
Proteſtbewe=
gung, die naßkalte Witterung im Jahre 1909 und ſchlechte
Geſchäftslage, nicht zum wenigſten aber auch die immer
ſtärker werdende Alkoholenthaltungsbewegung, die
neuer=
dings auch merkbarer in weiten Kreiſen der Arbeiterſchaft
propagiert wird.
— Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 4 und 5 des
1911er Adreßbuches, enthaltend Einwohnerregiſter —
Elbner, Paul bis Hahl, Jakob — liegen im
Haupt=
meldebureau, Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während
der Bureauſtunden (8 bls 12 Uhr vormittags und 2 bis
6 Uhr nachmittags) bis zum 5. November vormittags
zur Einſichtnahme offen.
— Zur Warnung. Man ſchreibt uns: Die oft
ge=
rügte Unſitte, Blumentöpfe ohne die notwendige
Sicherung vor die Fenſter zu ſtellen, führte bei dem
geſtrigen Sturm zu einem Unfall. In der
Liebfrauen=
ſtraße ſtürzte einer Frau in dem Möment, als ſie ſich
nach der Waſchküche begeben wollte, ein Blumentopf
auf den Kopf. Die Frau mußte mittelſt Krankenautos
nach dem ſtädtiſchen Krankenhaus gebracht werden,
wo=
ſelbſt die erſte Hilfe geleiſtet wurde.
§ Fahrraddiebſtahl. In der Nacht von Sonntag
auf Montag iſt ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit in
dem Hofraum einer Wirtſchaft in der Frankfurterſtraße
aufgeſtellt war, entwendet worden.
Tödlicher Unglücksfall. Der Handarbeiter
Phil. Ad. Kraft aus Griesheim, 52 Jahre alt, iſt am
Montag abend 7 Uhr in Griesheim dadurch tödlich
verunglückt, daß er aus dem fahrenden Zug der
Dampfſtraßenbahn kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof
Griesheim abgeſprungen und hierbei unter die Räder
gekommen iſt. Der Verunglückte iſt vollſtändig
zer=
malmt worden. Er war mit dem vorhergehenden 2ug
von Darmſtadt nach Griesheim in fröhlichſter
Geſell=
ſchaft gefahren und hat in Griesheim offenbar das
Ausſteigen verſäumt. Als der Zug wieder rückwärts
nach Darmſtadt ſich in Bewegung geſetzt hatte, bemerkte
er ſeinen Irrtum, wollte lausſteigen und hierbei ereilte
ihn das Unglück. Er hinterläßt Frau und Kinder.
Worms, 31. Okt. Im Konkurs der Firma Molz
und Forbach hat ſich herausgeſtellt, daß deren Inhaber,
der ſeit acht Tagen vermißte Kaufmann Molz, ſich für einen
am Tage vor ſeinem Verſchwinden fällig gewordenen
Wechſel den Betrag von deſſen Inhaber, einem rheiniſchen
Fabrikanten, erbat, da er augenblicklich die Summe, ihn
einzulöſen, nicht verfügbar habe. Dieſer Betrag, eine
grö=
ßere Summe, ging auch zu dem genannten Zweck ihm zu;
jedoch iſt der Wechſel nicht eingelöſt worden und der
Be=
trag findet ſich nicht in den Geſchäftsbüchern. Man nimmt
deshalb allgemein an, daß M. durch Niederlegung ſeines
Rockes und Hutes am Rhein und ſein an die Polizei
ge=
richtetes Schreiben Selbſtmord vorgetäuſcht habe
und ins Ausland geflohen ſei. (Darmſt. Ztg.)
Gießen, 31. Okt. Vom Generalkommando des
18. Armeekorps iſt an das heſſiſche Miniſterium
nach=
ſtehendes Dankſchreiben ergangen: „Dem Großh.
Miniſterium beehre ich mich ſehr ergebenſt mitzuteilen, daß
die mir unterſtellten Truppen in der Provinz Oberheſſen
bis auf unliebſame Vorkommniſſe in drei Gemeinden
aus=
gezeichnet aufgenommen worden ſind. Seitens der
Be=
hörden iſt den Manöverleitungen und Truppenteilen
dan=
kenswerte Unterſtützung zuteil geworden. Die ſorgfältig
vorbereiteten Maßnahmen der Gemeindevorſtände haben
das Einquartierungsgeſchäft weſentlich erleichtert. Die
Bevölkerung begrüßte die einquartierten Truppenteile mit
Freude und zeigte Offizieren und Mannſchaften gegenüber
das größte Entgegenkommen. Infolge des ſchlechten
Wet=
ters mußte an einzelnen Tagen eine ſehr ſtarke
Einquar=
tierung, beſonders in den Ortſchaften des Vogelsberges,
ſtattfinden. Mit hoher Genugtuung haben die Beteiligten
auch an dieſen Tagen die freudige Aufnahme unſerer
Trup=
pen durch die Bewohner wahrgenommen. Das Großh.
Miniſterium bitte ich daher ſehr ergebenſt, den beteiligten
Staats= und Gemeindebehörden, ſowie der Bevölkerung
meinen und der mir unterſtellten Truppen verbindlichſten
Dank zum Ausdruck bringen zu wollen.”
Fauerbach v. d. H., 31. Okt. Einen
intereſſan=
ten Fund machten am Samstag hieſige Arbeiter beim
Ebnen eines Ackers. Sie ſtießen auf zwei menſchliche
Skelette. Beide waren ſehr gut erhalten, zerfielen
aber an der Luft. Das eine war ſehr groß, rührt nach der
Schädelbildung von einem ſtarken Mann her, während
das zweite bedeutend kleiner war. Letzteres lag quer über
dem erſtgenannten mit einem noch vollſtändig erhaltenen
Arm mit ſämtlichen Fingerknochen. An den
Fingerkno=
chen des größeren Skeletts fand ſich ein noch gut
erhalte=
ner, ſchmaler, mit Grünſpan überzogener Ring ohne
In=
ſchrift.
Münſter bei Lich, 31. Okt. Bedauernswerte
Folgen der Mäuſevergiftung zeigen ſich im
Hegwald. Hier liegen unter mehreren Bäumen am
Rande des Waldes wohl 200 tote Raben. Sie ſind
in=
folge des Verzehrens vergifteter Mäuſe verendet. Da
der Rabe gerade dieſes Jahr als Mäuſevertilger ſehr
wertvoll iſt, ſo iſt dieſes Reſultat recht bedauernswert.
Aus der Reichshauptſtadt, 31. Okt. Der
Ober=
hofmarſchall des Kronprinzen, Herr v.
Bis=
marck=Bohlen, wird ſich erſt Anfang Dezember nach
Ceylon begeben, um die Kronprinzeſſin nach
Deutſch=
land zurück zu begleiten, während der Kronprinz ſeine
Fahrt nach Bombay fortſetzt. — Der heutige Abend iſt
am Wedding erheblich ruhiger verlaufen, als an
den Vortagen. Um 8 Uhr abends ſammelten ſich in der
Schererſtraße etwa 500 Menſchen, die ſich vor dem
Ge=
ſchäftslokal von Morgenſtern ſtauten. Der
Aufforder=
ung, auseinander zu gehen, wurde ſofort entſprochen.
In der 10. Abendſtunde verlief ſich die Menge aus den
Straßen; etwa 100 Perſonen gingen noch auf und ab.
— In der Depoſitenkaſſe der Deutſchen Bank in der
Ritterſtraße verſuchte geſtern ein beſſer gekleideter
Mann einen Scheck in Höhe von 9000 Mark
einzu=
löſen, der auf den Namen einer Exportfirma aus der
Alten Jakobſtraße lautete. Die Unterſchrift erregte
wegen ihrer Unleſerlichkeit Verdacht, und es ſtellte ſich
heraus, daß der Inhaber des Papiers dieſes
unrecht=
mäßig an ſich gebracht und die Unterſchrift gefälſcht
hatte. Der Betrüger wurde verhaftet. — In der
Mordaffäre hat ſich ein Dienſtmädchen aus
Kon=
radshöhe bei Tegel gemeldet, das an dem Ring und an
der Photographie der Ermordeten ein 17jähriges
Mäd=
chen wiedererkennen will, das in Konradshöhe bei
einem Produktenhändler in Stellung war und ſeit 14
Tagen vermißt wird. Den Ring hat die Ermordete
von ihr gegen einen Hut eingetauſcht. Er ſei früher ihr
Eigentum geweſen. — Der Konſum von
Pferde=
fleiſch hat in Berlin und in den Vororten
zuge=
nommen. Im Monat September wurden in Berlin
und Rixdorf 931 und im Oktober 983 Pferde und Eſel
geſchlachtet.
Metz, 1. Nov. In der frühen Morgenſtunde kam hier
heute ein heftiger Wind auf, der alsbald zu einem
orkan=
artigen Sturm anwuchs und erheblichen Schaden
an=
richtete. Auch der Telephonverkehr iſt vielfach geſtört.
ſchen Theaters und Dramas von der älteſten Zeit bis
auf die Gegenwart aufzuweiſen. Von der Wiener
Ausſtellung unterſcheidet ſich die Berliner
grundſätz=
lich darin, daß ſie nicht international iſt und ſich auf
das deutſche Theater beſchränkt. Mit dieſer
Beſchränk=
ung war die Möglichkeit einer weit größeren
Vollſtän=
digkeit gegeben. Von den Dramatikern fremder
Na=
tionen werden nur jene berückſichtigt, die wie
Shake=
ſpeare und Ibſen ganz in das Blut unſerer nationalen
Kultur übergegangen ſind. Für die meiſten Beſchauer
neu iſt die große Fakſimile=Ausgabe der Shakeſpeare=
Folios. Von Ibſen ſehen wir u. a. zahlzeiche
Por=
träts aus verſchiedenen Jahren, darunter das noch
nie=
mals veröffentlichte Bild aus dem Jahre 1906, das den
ſchwerkranken Meiſter kurz vor ſeinem Ende zeigt.
Von höchſtem Intereſſe ſind Ibſens Zettel, auf die der
Dichter die erſten Entwürfe und Einfälle zu ſeinen
Dramen hinwarf, ſowie die mit mathematiſch reinlicher
Handſchrift geſchriebenen Schauſpiel=Manuſkripte.
Ausländiſche Schauſpieler, die als Gäſte in
Deutſch=
land ſpielten, fehlen nicht. Der große Talma iſt mit
ſeinem berühmten Spazierſtock und mit einer
Bild=
widmung vertreten. Das Porträt der Rachel kam aus
dem Pariſer Louvre.
Die deutſchen Bühnen Oeſterreichs und der
Schweiz haben hier ſelbſtverſtändlich volles
Bürger=
recht. Aber die Wiener offiziellen Stellen (die
Hof=
theater, die Hofbibliothek und der Magiſtrat)
verhiel=
ten ſich ſeltſamer Weiſe ablehnend. Trotzdem kamen
aus Wien reiche Schätze: u. a. die niemals noch
gezeig=
ten Andenken der Sophie Schröder (Koſtüme, Albums,
Handſchriften), und das Hebbel=Zimmer mit dem
ge=
ſamten intimen Nachlaß der vor kurzem verſtorbenen
Gattin des Dichters (Hebbels Schreibtiſch, Briefe,
Ent=
würfe, Oelgemälde); ſerner die reichhaltigen Nachläſſe
Sonnenthals und Lewinskys. Auch aus Graz, Prag
i(Ehrengalerie des deutſchen Landestheaters,
Erinner=
ungen an Angelo Neumanns bahnbrechende Wagner=
Tournee), und Salzburg (das alte Jeſuiten=Theater)
ſind Beiträge geſammelt. Beſonders intereſſant iſt die
Züricher „Tell”=Ausſtellung, die alles, was auf
Schil=
lers Volksdichtung Bezug hat, bietet. Ich erwähne die
Buch=Ausgaben der Dichtung in allen lebenden
Spra=
chen, die Koloſſalfiguren des Altdorfer Tell=Denkmals,
die Bilder von den großen Tell=Volksſpielen.
Aus Hertenſtein bei Luzern und aus Badenweiler
ſind die Miniatur=Modelle der Freilicht= und Natur=
Theater ſamt reichem Material ausgeſtellt.
Es muß einem ſpäteren zweiten Beſuch
vorbehal=
ten bleiben, das Weſentlichſte, was die Ausſtellung
bietet, im Berichte zu nennen. Hier ſollen einige wenige
Stichproben genügen. Unter den Sonderausſtellungen
der Städte ſtehen Berlin, Weimar, München,
Stutt=
gart, Braunſchweig, Hamburg und Meiningen obenan.
Die Berliner Generalintendantur hat die noch nie
dem Publikum gezeigten Ballett= und Figurinnen=
Zeichnungen Friedrichs des Großen und die geſamte
Korreſpondenz Goethes und Schillers mit Iffland
aus=
geſtellt; ferner in Skizzen die ganze Bau= und
Ent=
wicklungsgeſchichte der beiden Hofbühnen. Zahlreich
ſind die Bilder und Reliquien Ifflands, Ludwig
Dev=
rients, Theodor Dörings, der Henriette Sonntag und
der Bethmann=Unzelmann. Auch die Schätze der
Tän=
zer=Dynaſtie Taglioni ſind zur Stelle.
Viele hundert Theaterzettel aus Frankfurt a. M.,
ergänzt durch andere Urkunden, ſtellen die Geſchichte
eines großen deutſchen Stadttheaters dar — von der
Grundſteinlegung bis zur Gegenwart.
Aus Weimar haben der Großherzog und alle
kunſt=
hiſtoriſchen Inſtitute die größten Koſtbarkeiten
beige=
ſteuert: Goethes eigenhändige Zeichnungen zum
„Fauſt”, das diktierte Originalmanuſkript zum
zwei=
ten Teil des „Fauſt” mit eigenhändigen Korrekturen
des Dichters, die Handſchrift von Schillers „Tell” und u. a.
alle beſtehenden Porträts der Korona Schröter.
Das Liſzt=Muſeum in Weimar und das Richard
Wagner=Muſeum in Eiſenach ſind für die Dauer der
Ausſtellung nach Berlin übergeſiedelt. Mit der
Samm=
lung der Sängerin Thereſe Malten iſt Wagners
Stammſeſſel in der Angermann=Kneipe (Bayreuth)
her=
beigeſchafft.
Mit Ehrfurcht betrachten wir die Original=
Parti=
turen (Manuſkripte) von Wagners „Ring des
Nibel=
ungen” und Mozarts „Don Giovanni”. Das Wagner=
Werk enthält die eigenhändige Widmung des Meiſters
an König Ludwig II.
Stuttgart bietet eine beſonders vollſtändige
hiſto=
riſche Ausſtellung, Glanzſtücke ſind die Zeichnungen
und Reliquien aus der Zeit des Herzogs Karl Eugen.
Aus Biberach kam das kleine mittelalterliche
Bürger=
theater. München ſandte u. a. die Aufzeichnungen zu
den Separatvorſtellungen Ludwigs II., ſowie zahlreiche
Gemälde und Koſtüme; Meiningen die Trophäen vom
Siegeszuge der „Meininger” und 50 Handzeichnungen
(Dekorationen und Figurinnen) des Herzogs;
Dres=
den prachtvolle Gemälde berühmter Künſtler, die Zettel
der Wagnerſchen Uraufführungen und Erinnerungen
an Wagners und Webers Dresdener Tätigkeit;
Braun=
ſchweig (Hand in Hand mit der Wolfenbüttler
Biblio=
thek) Darſtellungen und Manuſkripte der Leſſingzeit
und die Rollen der erſten „Fauſt”=Aufführung (unter
Klingemann): Leipzig zahlreiche Andenken aus dem
alten literariſchen Leipzig — bis zu den Tagen der
Neuberin zurück; Hamburg die Dokumente der älteſten
deutſchen Oper, der Schröderſchen Glanzzeit und des
Leſſingſchen „Paſtorenſtreites” Königsberg die
ein=
zigen in Deutſchland erhaltenen Reliquien von den
Wanderzügen der engliſchen Komödianten; Roſtock den
älteſten deutſchen Theaterzettel aus dem Jahre 1512.
Das iſt nur eine flüchtige Ausleſe der erſten durch
die Ausſtellung irrenden Blicke. Wer verweilt, ſchürft
tiefer. Schätze liegen hier zu Hauf, die des Deutſchen
Herz mit Stolz und Freude füllen.
Seite 4.
Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910,
Dresden, 1. Nov. Der 19jährige Prinz Karl
Ale=
xander zu Waldeck und Pyrmont iſt am Freitag
plötzlich geſtorben. Wir erfahren dazu folgendes: Der
Prinz ging Freitag mittag mit einem Schulfreund im
Park des Witwenſitzes ſeiner Mutter in Gruna ſpazieren.
Plötzlich ſank der junge Prinz zu Boden und war ſofort
tot. Die Sektion der Leiche ergab, daß der Tod infolge
Gehirnſchlags eingetreten iſt. Der Prinz litt ſchon ſeit
mehreren Jahren an einem Kopfleiden, das ſich jedoch in
der letzten Zeit gebeſſert hatte. Der plötzliche Tod iſt auf
einen Rückſchlag dieſes Leidens zurückzuführen. Der
junge Prinz beſuchte in Dresden das Vitzthum=
Gymna=
ſium. Der Beiſetzung, die geſtern mittag erfolgte, wohnte
der regierende Fürſt zu Waldeck und Pyrmont bei. Die
Todesnachricht war auf Wunſch der Mutter des
verſtor=
benen Prinzen erſt geſtern bekannt geworden.
Appenzell, 31. Okt. Geſtern iſt der 22jährige Maler
Otto Lamm aus Berlin, der in St. Gallen in Stellung
war, bei Beſteigung des Kreuzberges abgeſtürzt.
Lamm, der den Aufſtieg mit vier Berufsgenoſſen
unter=
nommen hatte, wollte an einer ſchwierigen Kletterſtelle ſich
nicht anſeilen laſſen und ſtürzte über eine etwa 90 Meter
hohe Wand in die Tiefe. Seine Leiche wurde nach Sax
im Rheintal gebracht.
Trieſt, 31. Okt. Wie der Piccolo meldet, ſind die
in dem Landgerichtsgefängnis wegen
Straßendemon=
ſtrationen untergebrachten Verhafteten in
Hunger=
ſtreik getreten, der bereits ſeit vier Tagen dauert.
Die Verhafteten haben ſich zu dieſem Schritt
entſchloſ=
ſen, weil ſie bereits ſeit zwei Monaten inhaftiert ſind,
ohne daß ſie bisher auch nur einmal vom
Unterſuch=
ungsrichter verhört worden ſind.
Rom, 1. Nov. Ein Tiertransport von
Hagenbeck war geſtern abend hier angekommen.
Nachdem nachts die Ausladung erfolgt war, wurde der
Transport unter der Bedeckung von hundert
Kara=
binieri nach dem Zoologiſchen Garten gebracht. Eine
große Menſchenmenge wohnte der Ankunft und der
Ueberführung bei.
Palermo, 31. Okt. Eine aufregende
Schieß=
affäre, die ſich, wie gemeldet, während einer
Opern=
aufführung im Orcheſter des Teatro Biondo abſpielte,
bildet zur Zeit das Tagesgeſpräch in der ſiziliſchen
Hauptſtadt. Im Teatro Biondo ohrfeigten ſich der erſte
Violiniſt Profeta und der zweite Celliſt Oliveri in der
Pauſe nach dem zweiten Akt der Oper „Die Gräfin von
Amalfi”. Zuſchauer mußten die Streitenden zur Ruhe
bringen. Der Zwiſchenfall ſchien damit beendet. Als
aber der Vorhang wieder aufging und das Publikum
geſpannt die Arie: „Schmetterling, der um die Blumen
ſchwebt” anhörte, erhob ſich plötzlich Profeta,
zerſchmet=
terte mit einem Schlage ſeine Violine, zog einen
Re=
volver und ſchoß ihn auf Oliveriab. Dieſer floh entſetzt
in die Reihen des Publikums über Sitze und Bänke
hinweg, Profeta mit erhobenem Revolver hinter ihm
her. Man hörte noch in der allgemeinen Panik, die
das Publikum ergriff, drei Schüſſe. Endlich packte
ein beherzter Mann den wütenden Violiniſten und
ent=
waffnete ihn. Die Schüſſe hatten nicht nur Oliveri
ſchwer im Rücken verletzt, ſondern auch den am Streit
gänzlich unbeteiligten erſten Celliſten Deuff an der
rechten Schulter. Die Vorſtellung mußte natürlich
ſo=
fort aufgehoben werden. Als Profeta abgeführt ward,
brach er in einen Weinkrampf aus und ſchrie
fortwäh=
rend: „O, meine Familie, meine arme, arme Familie!”
Brüſſel, 1. Nov. Auf der Station Luttre fuhr
heute vormittag nach 9 Uhr ein von Braine les Comte
lommender Zug dem Zug Charleroi=Brüſſel in die
Flanke. Drei Wagen wurden beſchädigt. Mehrere
Perſonen ſollen tot und etwa dreißig verletzt ſein.
Einzelheiten fehlen noch.
Paris, 1. Nov. Im Theater zu Bayonne
ereignete ſich geſtern abend während der Vorſtellung
der Oper „Carmen” ein aufregender Zwiſchenfall.
Die Sängerin der Carmen, Fräulein Lueie Sternel,
wurde plötzlich irrſinnig und begann auf das
Publikum zu ſchimpfen. Es entſtand ein großer
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 31. Oktober.
Zum erſten Male:
„Taifun”,
Schauſpiel in 4 Akten von Melchior Lengyek.
W—l. „Japan” wäre wohl der richtigere Titel für
dieſes Aufſehen erregende Stück, in dem der in Paris
lebende Ungar Melchior Lengyel ein Spiegelbild
japani=
ſcher Kultur und Lebensanſchauung und des hohen
Be=
griffes der japaniſchen Nation von ihrer Miſſion entwirft:
Alles für das Vaterland, dem nicht nur das Gut und das
Leben, ſondern auch die Ehre des Einzelnen geopfert
wer=
den muß, und nichts für den Einzelnen; der Einzelne
ge=
winnt nur Bedeutung und Wert als Glied eines Ganzen,
dem er dienen und in deſſen Dienſt er ſich aufreiben muß,
über allem ſteht die Pflicht. Es iſt beachtenswert, daß
immer nur die alles ſich unterordnende und alle
beu=
gende Pflicht, nicht die Liebe zu Nippon als oberſtes Geſetz
für alle Motive und Handlungen der Japaner hingeſtellt
wird. Sie iſt etwas anderes als Begeiſterung. So könnte
man nicht eigentlich von einer Vaterlandsliebe, als
viel=
mehr von einer Vaterlandstreue der Japaner ſprechen. Von
dieſer ſtrengen, bis in den Tod unwandelbaren Pflichttreue
und Opferfreudigkeit der Söhne Nippons gibt das in der
japaniſchen Kolonie in Paris ſpielende Schauſpiel Lengyels
eine ergreifende Schilderung.
Der Inhalt des Stückes iſt kurz folgender: Der von
ſeinem Vaterland mit einer wichtigen Miſſion — einer
grundlegenden wiſſenſchaftlichen Arbeit — betraute Dr.
Tokeramo gerät in eine Leidenſchaft — einen Taifun des
Her=
zens — zu einer „Europäer=Geiſha‟, Helene Laroche. Er
liebt ſie aus dem Grunde ſeines Herzens, ſie aber verlacht
und verhöhnt den Repräſentanten der gelben Raſſe und
reizt ihn bis aufs äußerſte, ſodaß er ſich auf ſie ſtürzt und
ſie erwürgt. Sofort nach der Tat tritt die ganze Kolonie
zuſammen und beſchließt: Der Mörder Tokeramo, ein
hochbegabter Mann, muß dem Vaterlande erhalten bleiben,
damit er ſeine wichtige Miſſion erfüllen kann, ein anderer,
der dem Vaterlande weniger nützlich iſt, muß für ihn
ein=
treten und den Mord auf ſich nehmen; unter den
Mitglie=
dern der Kolonie entſteht ſofort ein edler Wettſtreit, wer
dieſes Opfer bringen ſoll, und ſie wollen darum loſen, bis
ſchließlich ein neunzehnjähriger Jüngling dazu auserſehen
wird. Er zeigt ſich ſelbſt der Polizei als Mörder an und
wird vom Gericht zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das
furchtbare Opfer, das der Jüngling freudigſten Herzeus
darbringt, iſt nicht vergeblich geweſen. Tokeramo beendet
ſeine Arbeit, aber ſein Leben iſt gebrochen. Nachdem er
ſeine Miſſion erfüllt hat, ſtirbt er an Entkräftung. „Die
Luſt Europas hat ihn getötet”, ſagen die Japaner. An
ihm ſelbſt iſt nichts mehr verloren, denn er hat ja ſeine
Pflicht gegen das Vaterland erfüllt.
Skandal, weil man im Publikum die Situation nicht
erfaßte und die Beſchimpfungen erwiderte. Erſt
nach=
dem das Publikum über den Sachverhalt aufgeklärt
war, trat Ruhe ein. Eine andere Künſtlerin ſprang
für die Erkrankte ein. Dieſe wurde ins Irrenhaus
gebracht.
Paris, 1. Nov. In Süd= und Mittel=Frankreich
gin=
gen geſtern heftige Gewitter nieder, die von einem
zyklonartigen Sturm begleitet waren. Für Lyon ſoll
Hoch=
waſſergefahr beſtehen.
Paris, 1. Nov. Nach Meldungen aus Privas ſind
die Waſſerläufe im Departement Ardèche infolge des
hef=
tigen Gewitters ſtark angeſchwollen und machen in
zahlreichen Orten Landſtraßen und Eiſenbahnen
unpaſſier=
bar. Der Schaden iſt beträchtlich. Wie aus Nimes
berich=
tet wird, ſind die Rhone und die Gard an vielen Stellen
über ihre Ufer getreten.
Lorient, 1. Nov. Geſtern ereignete ſich im hieſigen
Hafen eine furchtbare Exploſion. Von dem
Magazin der Marine=Geſchoſſe wurde das Dach
voll=
ſtändig abgehoben und ſämtliche Fenſter zertrümmert.
Als man in das Magazin eindrang, fand man einen
Arbeiter mit ſchweren Verletzungen am Boden liegen,
der auf dem Transport nach dem Marine=Hoſpital
ſtarb. Die Urſache der Exploſion iſt unbekannt, man
glaubt jedoch, daß ein durch Unvorſichtigkeit des
Ar=
beiters herbeigeführter Kurzſchluß die dort lagernden
Pulvervorräte entzündete. Der Materialſchaden iſt
bedeutend.
New=York, 1. Nov. In New=York allein ſind 12000
Gepäckträger ausſtändig, gegen die 7000
Schutz=
leute aufgeboten ſind. Geſtern wurden Arbeitswillige von
Streikenden angegriffen. Es wurde geſchoſſen. Berittene
Polizei ging gegen die Menge vor. Mehrere Bureau=
Angeſtellte ſchloſſen ſich den Ausſtändigen an.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Löwe=Balladen=Abend. Für den
Balladen=Abend des berühmten Löwe=Interpreten
Karl Götz am Donnerstag, den 3. d. M., 8¼ Uhr, im
Saale des Hotel zur Traube, macht ſich in den muſik=
und geſangliebenden Kreiſen der Reſidenz ein
unge=
wöhnlich lebhaftes Intereſſe bemerkbar. Herr Karl
Götz iſt in der modernen muſikaliſchen Welt als der
beſte Interpret Löweſcher Balladengeſänge
hervor=
ragend bekannt. Die bedeutendſten Blätter rühmen
ſeine Geſangskunſt und ſeinen trefflichen Vortrag. Der
Künſtler gilt als der Erwecker der Löweſchen
Balladen=
kunſt größeren Stils theoretiſch und praktiſch, ſo daß
ein außergewöhnlicher künſtleriſcher Genuß in
Aus=
ſicht ſteht. Um ſo mehr, als auch die in dem Konzert
mitwirkende Künſtlerin Frl. L. Born aus
Philadel=
phia als glänzende, feinſinnige Sängerin geſchildert
wird. Das intereſſant zuſammengeſtellte Programm
wird in erſter Linie neue Löwe=Balladen
berückſich=
tigen. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Parlamentariſches.
* Der Abgeordnete Breidenbach und 32 Genoſſen
haben folgende Anfrage betr.: die Abgabe von
Waſſer aus den Heilquellen an ein zu
gründendes Aktien=Hotel zu Bad
Nau=
heim, an die Großh. Regierung gerichtet. Die
unter=
zeichneten Abgeordneten erſuchen die Großh.
Regier=
ung um Auskunft und Mitteilung darüber, 1. ob die
immer wieder in der Oeffentlichkeit umlaufenden
Gerüchte, die Großh. Regierung wolle Waſſer von den
Bad Nauheimer Heilquellen direkt einem zu
gründen=
den Aktien=Hotel verkaufen und abgeben, auf Wahrheit
beruhen?: 2. ob der Großh. Regierung bekannt iſt,
welche bedeutenden Vermögensverluſte einem großen
Teil der Bad Nauheimer Bevölkerung und den dort
mit Kapital Intereſſierten durch dieſe „Gründung”
zu=
gefügt werden.
Das Stück iſt eines der intereſſanteſten der in den
letzten Jahren hier zur Aufführung gelangten, und das
Intereſſe an den Vorgängen, das bei der hieſigen
Auf=
führung durch die meiſterhafte Darſtellung noch gehoben
wurde, läßt die Zuſchauer den ganzen Abend nicht wieder
los. Im erſten Akt feſſelt das eigenartige japaniſche
Mi=
lieu, das von dem Verfaſſer des Stückes offenbar aus
eigener Anſchauung und Erfahrung heraus geſchildert iſt,
der zweite Akt bezeichnet den dramatiſchen Höhepunkt und
bildet die Quinteſſenz des Japanismus, des
völker=
pſychologiſchen Problems des Stückes. Der auf dieſen
brillant gearbeiteten Akt folgende dritte Akt iſt mehr
ſen=
ſationell, wenn auch ſehr ſpannend; er ſtellt die große
Ge=
richtsſzene dar, in der der Jüngling Hironari verurteilt
wird. Ein meiſterhafter Bluff iſt die Auslegung des
plötz=
lichen Geſtändniſſes des reuigen Tokeramo ſeitens des
Gerichts als Beweis für das Gegenteil. Der letzte Akt
will dem das Ich und die Freiheit des Individuums
er=
tötenden Japanismus die Forderungen europäiſcher
Kul=
tur, den Anſpruch auf das Menſchliche im Menſchen und
das ſittliche Recht des Einzelnen gegenüberſtellen. Das
letzte Wort aber behält Japan. Kobayaſhi ſagt: „Ein
Taifun iſt über Nippon dahergebrauſt und hat viele
Men=
ſchenwohnungen und viele Menſchenleben vernichtet. Aber
die Häuſer werden wieder aufgebaut werden und andere
Menſchen werden in die Breſche treten. So viele Söhne
Nippons ſterben, werden neu geboren; ſtets tritt für jeden
einzelnen ein anderer ein. Der Tod iſt nicht
wich=
tig, nur das Leben iſt wichtig und die
Pflicht.”
Es iſt eine andere Welt, in die wir uns hier
ver=
ſetzt ſehen, aber iſt ſie uns auch fremd, ſo können wir ihr
unſere Bewunderung doch nicht vorenthalten. Die
japa=
niſche Lebensanſchauung, wie ſie in dieſem Stücke zum
Ausdruck gelangt, iſt für unſere Begriffe kulturfeindlich
und troſtlos, aber geeignet, einem Volke, das ſich einmütig
zu ihr bekennt, im Kampfe gegen andere Mächte ein
un=
geheueres Uebergewicht zu verleihen. Mit Recht und einem
gewiſſen Stolze ſagt deshalb Tokeramo: Wir 50 Millionen
Japaner ſind einig, aber zwiſchen zwei Europäern ſcheint
eine Meinungsverſchiedenheit zu beſtehen.
Die Technik des Dramas und Charakterzeichnung
be=
lunden ein bedeutendes bühnendramatiſches Talent. Ein
wahres Kunſtſtück hat der Verfaſſer zuwege gebracht, indem
er es verſtanden hat, für den Mörder tiefſtes Mitleid zu
erwecken, wobei er allerdings von dem Darſteller der Rokle
Tokeramos bei der hieſigen Aufführung in denkbar beſter
Weiſe unterſtützt wurde.
Die Aufführung des Stückes war eine hervorragende
Leiſtung unſeres Hoftheaters. Die Einſtudierung der
ein=
zelnen Rollen mit ihrer künſtlich angenommenen Sprache
und Haltung mag ſehr viel Mühe, Fleiß und Geduld
er=
fordert haben, und der Erfolg der Aufführung iſt zu einem
großen Teil dem die Regie führenden Herrn Oberregiſſeur
Paldek zu verdanken, nicht mindere Anerkennung aber
Zur Stadtverordnetenwahl.
nn. Im Mathildenhöhſaal fand Montag abend eine
ſtark beſuchte Verſammlung der Bewohner des
Mar=
tinsviertels ſtatt, um zu den
Stadtverordneten=
wahlen Stellung zu nehmen. Der Vorſitzende,
Stadt=
verordneter Möſer und Herr Reviſor
Bruchhäu=
ſer gaben intereſſante Berichte über die im
Bezirks=
vereinsausſchuß vorgenommene Auswahl der
vorge=
ſchlagenen Kandidaten. Dem Parteiſtandpunkte ſeien
auch die Kandidaten des Martinsviertels zum Opfer
gefallen. Einige Redner fordern eine ſtärkere
Vertret=
ung der Arbeiter auf dem Rathaus. Die Parteipolitik
auf dem Rathaus müſſe verſchwinden. Architekt Münch
und andere Redner traten ebenfalls für eine beſſere
Intereſſen=Vertretung der Arbeiterbevölkerung ein,
während Herr Regierungsrat Baſtian eine
vernünf=
tige Kommunalpolitik und eine ſparſame Steuerpolitik
im ſtädtiſchen Haushalt forderte. Dem am Schluß der
Verſammlung geſtellten Antrag, zwei
Arbeiterkandi=
daten für das Martinsviertel zu nominieren, wurde
zugeſtimmt und auch Herr Architekt Münch als
Stadt=
verordnetenkandidat empfohlen.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt, 1. Nov. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Infolge der weichenden Produktenpreiſe in
Amerika war der Wochenmarkt recht flau geſtimmt und
Landweizen nur zu ſtark ermäßigten Bedingungen
an=
zubringen. Auch Landroggen zeigte ſich etwas
nach=
giebiger, während Hafer, Gerſte und Mais faſt
unver=
ändert blieben. Futterartikel wurden ſtärker angeboten
und waren billiger. Die Forderungen für Mehl
hiel=
ten ſich noch in vorwöchiger Höhe, doch war hierzu
keine Kaufluſt vorhanden.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt flau auf den
fortgeſetzten Rückgang der nordamerikaniſchen
Ter=
minmärkte.
An der Berliner Produktenbörſe herrſchte ebenfalls
Mattigkeit auf die niedrigeren, wenn auch nicht
reich=
lichen ruſſiſchen Offerten und gleichzeitigen
Meldun=
gen, daß der ruſſiſche Saatenſtand im allgemeinen
günſtig iſt. Das Angebot des Inlands war gering,
auch die Zufuhren nicht groß, aber auch die Kaufluſt
ſchwach. Hafer lag matt auf das reichlichere Angebot
des Inlands und billige ruſſiſche Offerten.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (Chicago und New=York)
war Weizen anfangs recht matt auf die günſtigen
argentiniſchen Ernteberichte, dann befeſtigt auf
Deck=
ungen der Baiſſiers. Später erfolgte ein weiterer
Rückgang auf den Ausweis der ſchwimmenden
Vor=
räte und den à la baisse lautenden Ausweis der
Vor=
räte in Minneapolis. Der Schluß war jedoch wieder
befeſtigt auf Käufe der Kommiſſionshäuſer. Mais
ebenſo ſchwankend und ſchließlich erholt auf die beſſere
Nachfrage für Lokoware. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 37,98 Mill. Buſh. auf
40,12 Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 3,00 Mill.
Buſh. auf 3,51 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 19,75, Norddeutſcher
19,75, Kurheſſiſcher 19,75, Rumäniſcher 21,75—22,50,
Red=
winter 22—22,75, Ruſſiſcher 21,75—22,50, La Plata 22,25
bis 22,75, Donauweizen 21,75—22,50, Kanſas 22,25 bis
22,75, Walla Walla 22,50—22,75; Roggen, hieſiger 15
bis 15,25, Bayeriſcher (Pfälzer) 15—15,25, Ruſſiſcher
——, Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher ——; Gerſte,
Pfälzer 16,50—17,50, hieſige und Wetterauer 16—16,50,
Riedgerſte 16,50—17,50, Ungariſche 22—22,75, Fränkiſche
16,50—17,50, Ruſſiſche Futtergerſte 12,25—12,50; Hafer,
hieſiger 15—16, Bayeriſcher 15—16, Ruſſiſcher 14,25 bis
14,75, Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher ——; Mais,
mixed 14—14,10, Ruſſiſcher (4—14,50, Donaumais 14
bis 14,10, Rumäniſcher 14—14,25, Weißer Mais 14—14,10,
La Plata 13,75—14, Weizenſchalen 8,50—9,00,
Weizen=
kleie 8,00—8,50, Roggenkleie 9,00—9,50, Futtermehl
verdienen auch die Darſteller, in erſter Linie der des
To=
keramo, Herr Weſtermann, der die Rolle des
unglück=
lichen, ſeinem ehernen Pflichtgefühl zum Opfer fallenden
Japaners mit bewundernswerter Konſequenz der
Charak=
teriſtik durchführte und auch in den Momenten höchſter
Ekſtaſe nicht aus der Rolle fiel. Den Höhepunkt ſeiner
Darſtellung erreichte er in der erſchütternden Szene nach
dem Morde, die geradezu meiſterhaft geſpielt wurde.
Unter den übrigen Mitgliedern der Kolonie mit den
un=
ausſprechlichen Namen ſind noch beſonders zu nennen
Herr Heinz, der ſich wie Herr Weſtermann durch
Einheit=
lichkeit und Schärfe der Charakteriſtik auszeichnete, ferner
Herr Jürgas und Herr Schneider, der Märtyrer
japaniſcher Moral, und Herr Wagner, der Senior
Kolonie. Die Rolle des ſchwachſinnigen Yotomo, die
Herr Speiſer ſpielte, iſt nicht genügend begründet und
könnte ganz fortbleiben. Die japaniſchen Masken hatten
die Geſichter der Darſteller zum Teil ſo charakteriſtiſch
ver=
ändert, daß man ſie nicht wiedererkannte.
Die leichtlebige und perverſe Dame der Demimonde
Helene zeichnete Frl. Oſter mit ſo ſtarken Strichen, wie es
die Rolle und die bewußte, der dramatiſchen Spannung
dienende Gegenſätzlichkeit der Charaktere erfordern, und
die Darſtellung der Rolle war in dieſem Sinne durchaus
richtig. Mehr ſtilgerecht und modern als ſchön waren die
Humpelrockkoſtüme, die größte Geſchmacksverirrung der
heutigen Mode, für die man aber die Trägerin nicht
ver=
antwortlich machen kann. In erwünſchtem Gegenſatz zu
dieſer Liebeshyäne ſtand die milde Weiblichkeit der durch
Frl. Prevoſt ſympathiſch verkörperten Thereſe. Den
eitlen Profeſſor Dr. Dupont ſpielte Herr Jordan mit
einem ihm wohlanſtehenden Gemiſch von Ernſt und
Jovia=
lität. Nicht ganz klar zutage liegt der Charakter des von
Herrn Lehrmann dargeſtellten Schriftſtellers Bninsky,
der anfänglich als Alkoholiker, Zyniker und
Lebens=
verächter, zum Schluſſe als Retter europäiſcher Moral und
einziger, wahrer Freund des von ihm ſonſt verachteten
Japaners hingeſtellt wird. Es iſt deshalb nicht leicht, ein
einheitliches Charakterbild aus ihm zu ſchaffen.
In der Gerichtsſzene ging alles natürlich und
ganz wie bei uns zu. Die Damen werden nicht
höf=
licher behandelt als die Herren, und Zeugen, die
im Gerichtsgebäude bei ihrem Verhör nicht anweſend
ſind, werden von dem Vorſitzenden des Gerichts
ange=
fahren. Die Herren Riechmann, Hacker und
Semler waren die amtierenden Gerichtsherren in
roten Talaren.
Die Inſzenierung des Herrn Oberregiſſeurs
Val=
dek verdient höchſte Anerkennung. Das Haus war
gut beſucht. Das Stück erzielte, wie ſchon bemerkt,
einen durchſchlagenden Erfolg. Nach dem 2. und
letz=
ten Akte mußte der Vorhang drei= bis viermal wieder
aufgehen. Es iſt anzunehmen, daß das Stück bei dieſer
muſtergültigen Aufführung noch längere Zeit ſeine
Zugkraft behalten wirda.
Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Seite 5.
120—1975, Viertreber, getrocnet 1200—-175 Mark.
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0
29,75—30,50, feinere Marken 30,75—31,00, Nr. 1 28,75
bis 29,75, feinere Marken 29,50—29,75, Nr. 2 27,50 bis
27,75, feinere Marken 28,09—28,25, Nr. 3 26,50—27,00,
feinere Marken 27,25—27,50, Nr. 4 22,50—23,00, feinere
Marken 23,25—23,50 Mark. Roggenmehl, hieſiges Nr. 0
24,00—24,50, Nr. 1 22,25—22,75, Nr. 2 20,00—20,25 Mark.
Sport.
* Frankfurt a. M., 1. Nov. Die Ski=
Ab=
teilung des Taunusklubs hält vom 16. bis
einſchließlich 21. Januar 1911 im Hochtaunusgebiet
einen Skikurs unter der Leitung eines erſtklaſſigen
Skiläufers ab. Für Verpflegung auf dem Feldberg
iſt Sorge getragen. Bei ungünſtiger Witterung findet
die Veranſtaltung acht Tage ſpäter ſtatt.
Anmeldun=
gen ſind baldigſt an Herrn Karl Elſner, Taunusſtraße
(Edelweiß), zu richten. Außerdem wird jeden Sonntag
der Winterſaiſon gratis ein Skikurs für die Mitglieder
der Ski=Abteilung ſtattfinden, wofür ebenfalls eine
tüchtige Kraft gewonnen iſt.
Luftſchiffahrt.
* New=York, 1. Nov. Der Aviatiker
Moi=
ſant nahm die Herausforderung für einen Flug nach
der Freiheitsſtatue, um ſie herum und wieder zurück,
an. Der Einſatz beträgt für jeden 10000 Dollars.
Moiſant ſtellt die Bedingung, daß jeder Aeroplan 50
Pferdekräfte beſitze.
Vermiſchtes.
B. „Beamtenbeleidigung” Auf Grund der
§§ 196 und 200 des Strafgeſetzbuches iſt ein Angeklagter
verurteilt worden, weil er in einem Zeitungsaufſatz
einen Beamten inbezug auf ſeinen Beruf beleidigt
hatte; in der Urteilsformel wurde die Straftat als
„öffentliche Beamtenbeleidigung” bezeichnet. Das
Reichs=
gericht hat hierzu am 22 v. M. eine Entſcheidung
ge=
fällt, über die die Zeitſchrift „Das Recht” (Hannover,
Helwing) in ihrer neueſten Nummer folgendes
berich=
tet: „Die Bezeichnung dieſer Tat als „öffentliche
Be=
amtenbeleidigung” in der Urteilsformel iſt zu
bean=
ſtanden. § 200 St.=G.=B. unterſcheidet zwiſchen
öffent=
lichen und durch Verbreitung von Schriften
begange=
nen Beleidigungen, und ein beſonderes, von der
Be=
leidigung im allgemeinen unterſchiedenes oder mit
be=
ſonderer Strafe bedrohtes Vergehen der
Beamtenbelei=
digung kennt das Strafgeſetzbuch nicht.” Auch der
Tü=
binger Rechtslehrer, Profeſſor Dr. Reinhard Frank,
ſchreibt in ſeinem „Strafgeſetzbuch für das Deutſche
Reich” (Tübingen, Paul Siebeck): „Der Begriff der
„Beamtenbeleidigung” hat keine Berechtigung mehr,
der der „Amtsehrenbeleidigung” nur noch in dem
Sinne, daß eine Behörde als ſolche beleidigt werden
kann.”
Literariſches.
— Die Münchener Dulten ſind die eigenartigſten
Jahr=
märkte Deutſchlands, die auch vom künſtleriſchen
Stand=
punkt aus ein lebhaftes Intereſſe erwecken. Das bunte,
lebhafte Treiben auf ihnen hat das neueſte (4.) Heft der
illuſtrierten Zeitſchrift Moderne Kunſt (Verlag Rich.
Bong, Berlin W. 57; Preis des Vierzehntagsheftes
60 Pfg.) in einer geiſtvollen Plauderei des Müncheners
Hermann Roth feſtgehalten, deren künſtleriſch vornehme
und feſſelnde Handzeichnungen aus der Hand Paul
Ben=
ders ſtammen. Der übrige Inhalt des reich ausgeſtatteten
Heftes enthält unter anderem die Fortſetzung des
präch=
tigen, von Humor überſprudelnden Militärromans „Der
Gardegraf”, der aus der Feder des Freiherrn von Schlicht
ſtammt. Ferner heben wir den mit vortrefflichen
Abbil=
dungen verſehenen Aufſatz Julius Babs über das
Künſt=
lerehepaar Friedrich Kayßler und Helene Fehdmer hervor,
die zu den eigenartigſten, bedeutendſten Berliner
Schau=
ſpielern gehören. Meiſterholzſchnitte und Schwarz=Weiß=
Reproduktionen feſſeln durch ihre Motive wie durch ihre
vollendete techniſche Wiedergabe in gleicher Weiſe. Eine
Fülle anregender Motive aus dem Kunſt=, Sports= und
Geſellſchaftsleben breitet der Zick=Zack in ſeinen
kurz=
gefaßten, illuſtrierten Aufſätzen vor dem Leſer aus.
In neuer wohlfeiler Ausgabe (zum dritten Teil
des bisherigen Preiſes) erſchien Walter Bloem „Der
kraſſe Fuchs”. Wenn dieſes Buch auch an und für
ſich keine Neuerſcheinung iſt und ſeinerzeit wohl ſchon von
der geſamten Preſſe eingehend gewürdigt worden iſt,
dürfte gerade das Erſcheinen dieſer billigen Ausgabe
viel=
leicht Anlaß ſein, ſich ſicherlich mit dem Roman
nochmals zu beſchäftigen. Dem Buche, das das Leben
und Treiben unſerer akademiſchen Jugend mit markanten
Strichen zeichnet, wohnt ſicherlich ein erziehlicher Wert
inne. Vita, Deutſches Verlagshaus, Berlin=
Charlotten=
burg.
Die Reiſe des Kronprinzenpaares.
* Potsdam, 1. Nov. Aus Anlaß der morgigen
Ab=
reiſe des Kronprinzen und der
Kron=
prinzeſſin fand geſtern abend bei den Majeſtäten
im Neuen Palais ein Abſchiedsdiner ſtatt, an dem
ſämtliche in Potsdam anweſenden Prinzen und
Prin=
zeſſinnen teilnahmen. Abends begeben ſich der
Kron=
prinz und die Kronprinzeſſin nach Berlin, um im
Kronprinzenpalais in Berlin Wohnung zu nehmen
und morgen früh 8 Uhr vom Anhalter Bahnhof die
Reiſe nach Oſtaſien anzutreten.
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt:
Der Kronprinz und die Kronprinzeſſin
wer=
den ſich am 3. November in Genua an Bord des
Dampfers „Prinz Ludwig” begeben; Port Said wird
am 8. November paſſiert und Colombo am 20. November
erreicht. In Ceylon gedenken die hohen Reiſenden
unter dem Inkognito Graf und Gräfin von
Ravens=
berg drei Wochen zu verbringen. Von dort tritt die
Kronprinzeſſin die Heimreiſe an, während
der Kronprinz an Bord des Kreuzers „Gneiſenau”
am 11. Dezember ſeine Fahrt nach Bombay fortſetzen
wird. In Indien wird der Kronprinz während
eines Aufenthaltes von zwei Monaten alle
ſehens=
würdigen Stätten kennen lernen. Von Kalkutta wird
Mitte Februar die Fahrt nach Singapore fortgeſetzt.
Von dort begibt ſich der Kronprinz nach drei Tagen
weiter nach Bangkok. Für den Beſuch in Siam ſind
5 bis 6 Tage vorgeſehen. Von Bangkok geht die Reiſe
in den erſten Tagen des März weiter nach
Nieder=
ländiſch=Indien. Batavia wird vorausſichtlich am 2.
März erreicht. Die Abfahrt nach Hongkong ſoll
Mitte März erfolgen. Für Hongkong unter Einſchluß
eines Ausflugs nach Canton ſind fünf Tage angeſetzt.
Es folgt ein dreitägiger Aufenthalt in Schanghai und
ein fünftägiger Beſuch in Kiautſchou. In Peking wird
der Kronprinz gegen den 10. April eintreffen und zehn
Tage verweilen. Für den Aufenthalt in
Ja=
pan ſind etwa vom 25. April an vierzehn Tage in
Ausſicht genommen. Die Rückreiſe erfolgt über
Sibirien Mitte Mai.
Das Gefolge des Kronprinzen beſteht aus
folgen=
den Herren: Generalleutnant Burggraf und Graf von
Dohna, Kommandeur der Gärde=Kavallerie=Diviſion,
Geſandter Wirklicher Geheimer Rat von Treutler,
Major Graf zu Solms, perſönlicher Adjutant des
Kronprinzen, Leutnant von Zobeltitz,
Ordonnanz=
offizier beim Kronprinzen, Graf von Finckenſtein,
Oberſtabsarzt Dr. Wiedenmann und Hofſtaatsſekretär
Sommer. Die Kronprinzeſſin wird begleitet ſein von
der Oberhofmeiſterin Freifrau von Thiele=Winkler
Exzellenz und Hofdame Gräfin Grote. Während der
indiſchen Reiſe ſind von der großbritanniſchen
Re=
gierung folgende Herren zum Dienſt beim
Kron=
prinzen beſtimmt: Sir Harold Arthur Stuart,
Colo=
nel Arthur Robert Dick, Mr. Arthur Royglauſe Jelf
und Rittmeiſter Richard Alexander Steel.
Darmſtadt, 2. November.
* Großh. Hoftheater. Da Frl. Geyersbach noch
krank iſt, ſang in der geſtrigen Aufführung von „
Tief=
land” Frl. Margarete Brandes vom Hof= und
Nationaltheater in Mannheim die Partie der Martha.
Von den höchſten Herrſchaften war niemand anweſend.
* Wahlen zum Kaufmannsgericht. Bei der geſtrigen
Wahl der Gehilfenbeiſitzer zum
Kaufmanns=
gericht entfielen auf folgende Liſten die dabei
verzeich=
neten Stimmen: Nr. I. Ortsgruppe Darmſtadt des
Deutſchnationalen
Handlungsgehilfen=
verbandes: 239 Stimmen; Nr. II. Verein für
Handlungskommis von 1858, Bezirk
Darm=
ſtadt: 186 Stimmen; Nr. III. Kaufmänniſcher
Verein Darmſtadt (eingetr. Verein): 120
Stim=
men; Nr. IV. Kaufmänniſcher Verein
Frank=
furt a. M.: 21 Stimmen; Nr. V. Kreisverein
Darmſtadt im Verband deutſcher
Hand=
lungsgehilfen: 21 Stimmen. Geſtrichene, d. h.
abgeänderte Zettel wurden 52 abgegeben. Insgeſamt
wurden 639 Zettel abgegeben von etwa 915
Wahlbe=
rechtigten, ſo daß zirka zwei Drittel Wahlberechtigte
ihr Wahlrecht ausübten. Auf je 64 Stimmen dürfte
demnach ein Beiſitzer entfallen. Das endgültige
Reſultat wurde geſtern abend nicht mehr feſtgeſtellt.
Vorausſichtlich entfallen auf Liſte I vier, auf Liſte II
drei und auf Liſte III zwei Beiſitzer, jedoch kann das
Ergebnis wegen der abgeänderten 52 Zettel ſich noch
verſchieben. Die Wahlbeteiligung war reger wie im
Vorjahre.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 1. Nov. Zu Ehren des heute früh aus
Petersburg eingetroffenen Verweſers des ruſſiſchen
Miniſteriums des Aeußern, Saſonow, gab der
ruſſi=
ſche Botſchafter in den Räumen der Botſchaft ein
Frühſtück, zu dem der Reichskanzler und
Staats=
ſekretär von Kiderlen=Wächter erſchienen waren. Um
1 Uhr 45 Minuten fährt Saſonow nach Darmſtadt ab.
* Brüſſel, 1. Nov. Nach einer amtlichen Meldung
wur=
den bei dem Eiſenbahnunglück auf der Station
Luttre eine Perſon getötet, eine ſchwer und mehrere leicht
verletzt.
* London, 1. Nov. Der Morning Poſt wird aus
Waſhington gemeldet: Der Kontrakt, welcher
zwi=
ſchen einer amerikaniſchen Bankgruppe=
und der chineſiſchen Regierung bezüglich
einer Anleihe von 10 Millionen Pfund geſchloſſen
worden iſt, enthält zwar die Beſtimmung, daß dieſer
Betrag von amerikaniſchen Banken beſchafft werden
ſoll, die Regierung der Unionſtaaten werde jedoch eine
Kooporation ſeitens europäiſcher Banken willkommen
heißen. Die New=Yorker Bankiers ſind der Anſicht,
daß nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der
An=
leihe von amerikaniſchen Kapitaliſten und der
über=
wiegende Teil der Gelder von Europa geliefert wird.
* Konſtantinopel, 1. Nov. Die perſiſche
Geiſt=
lichkeit von Nedſchef, dem religiöſen ſchiitiſchen
Zen=
trum des Wilajets Bagdad, überſandte den Vertretern der
Großmächte in Teheran eine Proteſtdepeſche
ge=
gen das Ultimatum Englands und forderte alle
Konzerte.
Mm. Der erſte Kammermuſikabend des
Darmſtädter Streichquartetts der Herren
Mehmel, Diedrich, Brückmann und Weyns
brachte am Montag im Saal des Hotels „Zur Traube‟
an erſter Stelle ein Streichquartett in D-moll von Hugo
Wolf; eine reifere Jugendarbeit des geſchätzten
Lieder=
komponiſten, welche bereits viele eigenartige Züge
auf=
weiſt. Die Stimmung iſt entſprechend dem Motto:
„Entbehren ſollſt du, ſollſt entbehren” eine ernſte und
düſtere, von leidenſchaftlichen Epiſoden durchſetzte, die
mit ihrem öfteren Wechſel im Tempo und vielen, faſt
unmotiviert anmutenden Halten ein ſehr eingehendes
Miterleben für die Ausführung vorausſetzt, ohne
wel=
ches der Vortrag des Werkes kein dankbarer iſt. Dies
mag im Verein mit der längeren Sommerpauſe die
Urſache geweſen ſein, daß namentlich der Anfangsſatz
nicht recht erwärmen konnte, und auch das
ausge=
glichene Zuſammenſpiel, das man von den früheren
Quartett=Abenden her gewohnt war, wurde durch
auf=
dringliches Heraustreten einzelner Inſtrumente etwas
beeinträchtigt. Doch hatte ſich bereits bei dem
reiz=
vollen Schlußſatz die anfängliche herbe Sprödigkeit der
Bogenführung faſt gänzlich verloren und der
zielbe=
wußten Führung des Primgeigers ſoll bei der
Aus=
führung des intereſſanten Werkes die verdiente
Aner=
kennung nicht verſagt ſein.
Einen größeren Genuß bot daher das Schubertſche
Oktett Op. 166 in F-dur, welches, durch die Herren
Oskar Müller, Rohde, Wendorf von hier
(Kontrabaß, Horn und Fagott), im Verein mit dem
erſten Soloklarinettiſten des Frankfurter Opernhaus=
Orcheſters, Herrn A. Riechers, gleichſam zu einem
kleinen Soliſtenorcheſter erweitert, mit ſeinem auf eine
heitere, frohe Grundſtimmung anklingenden Charakter
ſich der beſten Aufnahme erfreute. Hier waren denn
auch alle mitwirkenden Herren ſo recht und vollkommen
in ihrem Element, und die echt volkstümlichen Weiſen,
die dem ausgedehnten Variationsſatz zu Grunde
lie=
gen, kamen unter den üppigen Tönen des Horns und
der Klarinette ſehr ſchön zur Geltung.
Kleines Feuilleton.
CK. Das Allerſeelenbrot. Das
Aller=
ſeelenfeſt am 2. November, das dem Andenken der
Toten geweiht iſt, bringt auch allerlei Sitten und
Ge=
bräuche aus der Geſchichte des Gräberkults in die
Er=
uralter Brauch, der auch heute noch hier und da geübt
wird, iſt die Darbringung des Allerſeelenbrotes, die
aus den in allen Religionen vorhandenen Totenopfern
herzuleiten iſt. Die Keimkraft des Getreidekorns, die
als etwas nahezu Unvergängliches erſcheint, iſt ſchon
früh zum Sinnbild einer über das Grab hinaus
reichenden Fortdauer des Lebens exhoben worden;
Ackerbau treibende Völker, die Aegypter und andere
Völker des Orients, wie auch die alten Germanen,
gaben daher Korn oder Brot den ewigen Schläfern zur
immerwährenden Speiſe mit in die Gräber. Dieſes
von den alten Deutſchen den Toten geſpendete
Brot=
opfer hat ſich in unſerem Volksglauben durch die
Jahr=
hunderte erhalten, und zwar ſind es ſtets die
Armen=
ſeelen, die ihren Hunger an den vom Eßtiſch ihnen
aufgehobenen Broſamen, an dem beim Kuchenbacken für
ſie beſtimmten Stückchen Teig ſättigen ſollen.
Allmäh=
lich aber hat ſich die treue Sorgfalt für die
Abgeſchie=
denen auf die Zeit des Allerſeelenfeſtes konzentriert.
In Tirol und Altbayern brennt in den ekſten Tagen
des November die Nächte hindurch ein Licht im Hauſe,
die Wohnſtube wird vor dem Schlafengehen gekehrt, die
innere Tür des Hauſes bleibt den Seelen geöffnet, und
auf den Tiſch werden allerlei Speiſen aufgetragen,
damit die lieben Englein ungeſtört einkehren können.
Ebenſo heizt der Eſthe am Allerſeelentage ſeine
Bade=
ſtube, richtet darin eine Mahlzeit an und ruft ſeine
Verſtorbenen alle dazu mit Namen herbei. Der Böhme
ſchenkt zu Allerſeelen Kindern und Bettlern Brot,
damit ſie für die Verſtorbenen beten. Ebenſo iſt auch
in Oberdeutſchland vielfach der Allerſeelentag ein
all=
gemeiner Tag des Spendens. Der Bauer beſchenkt
ſeine Dienſtboten, der Pate ſeine Patenkinder, die
Ge=
meinde ihren Pfarrer. Arm und reich, alt und jung
ſchenken einander das Allerſeelenbrot. Dieſe Wecken
heißen in der Oberpfalz „Spitzeln”. Scharenweiſe
kommen aus weitentfernten Gegenden die Armen
her=
beigezegen, um unter dem Spruche „Gelobt ſei Jeſus
Chriſtus um e Spitz’l” das friſche Weizenbrot in
Empfang zu nehmen. In Tirol verteilt man am
Aller=
ſeelentag die „Seelſtück’l” Süßbrote, die für Knaben in
Form eines Rößleins oder Haſen, für Mädchen in der
einer Henne gebacken werden. „Seelenbräzen” gibt es
in Augsburg, „Seelenzöpfe” in anderen Teilen
Bayerns, in Oeſterreich „heilige Striezel”. Im
ſchwäbiſchen Unterland wurden früher die
Allerſeelen=
brote auf die Gräber gelegt, ſo daß die Kinder, wenn
ſie morgens den Friedhof beſuchten, durch reiche
Spen=
den überraſcht wurden. Die Totenbrote haben häufig
die Form eines Röhrknochens, woran auch noch ihr im
Engadin gebräuchlicher Name „Totenbeindli” erinnert.
Vielfach ſehen ſie aus wie ſpitz zulaufende Haarflechten
und erhalten daher die Bezeichnung „Seelenzöpfe‟. Im
16. Jahrhundert wurde noch, wie wir aus einem
Be=
richt des Freiburger Profeſſors Lorichius erfahren, zu
Allerſeelen Wein nebſt Brot und anderen Speiſen auf
die Gräber geſtellt, zur Labe für die Toten. Seitdem
iſt aber der Gedanke an den uralten Brauch des
Totenopfers immer mehr und mehr verloren gegangen:
innerung, die mit dieſem Tage verknüpft ſind. Ein auch hier behält ſchließlich der Lebende recht, der ſich
im frommen Gedenken an die Dahingeſchiedenen am
„Allerſeelenbrot” gütlich tut.
— Der Haarſammler. Falſche Haare und
Haarunterlagen gehören nun einmal zur modernen
Toilette. Die Mode ordnet ſie an, die Damen gehorchen,
und noch niemals ſind ſo viel künſtliche Locken unter
den Rieſenhüten verborgen geweſen, wie dies Jahr.
Aber dieſe kokett angeſteckten Locken, dieſe geſchickt, doch
loſe aufs eigene Haar gelegten künſtlichen Flechten
haften natürlich nicht feſt, da gerade in ihrem lockeren
Umſpielen des Kopfes der höchſte Reiz liegt. Es iſt
daher nicht erſtaunlich, daß viele Damen ihre Locken
verlieren, wie die Vögel ihre Federn. Wenigſtens
be=
hauptet eine franzöſiſche Zeitſchrift, daß in Paris auf
dieſe freundliche Eigenſchaft der modernen
Haarträge=
rinnen hin ſich ein ganz neuer, einträglicher Beruf
ent=
wickelt hat, der der Haarſammler. Während die
Zigarrenſtummelſammler über den Niedergang ihres
Geſchäftes klagen, blüht das der aufmerkſamen und
eifrigen Jäger, die ſich die ſeltenen und teueren
Schätze vom Kopf der Dame zur Beute auserſehen
haben. Der Haarſammler iſt überall; er heftet den
Blick auf das Pflaſter der Boulevards, das ſo vieles
verrät, ſtreicht in den großen Magazinen umher,
be=
ſonders in der Abteilung für Damenhüte, ſteht mit den
Zimmerkellnern der großen Hotels in Verbindung,
denn dort laſſen die Frauen am häufigſten ihre
Chig=
nons zurück. Glaubt man ihren Berichten und
Er=
folgen, dann iſt die Pariſer Luft direkt von falſchen
Haaren erfüllt. Eine Dame wird niemals ihre
ver=
lorenen falſchen Haare wieder zu erlangen ſuchen, weil
ſie ſich ſchämt. So blüht das Geſchäft der
Haarſamm=
ler und trägt goldene Früchte.
C.K. Mark Twains Nachlaß. Aus New=
York wird berichtet: Nachdem nun die Papiere des
kürzlich verſtorbenen großen amerikaniſchen
Humori=
ſten geordnet worden ſind, läßt ſich ermeſſen, wie groß
das Vermögen iſt, das Mark Twain durch ſeine
ſchrift=
ſtelleriſchen Arbeiten ſammeln konnte. Seine geſamte
Hinterlaſſenſchaft wird nun auf 2 440000 Mk. bewertet.
Der größte Teil des Vermögens iſt in Aktien und
Papieren angelegt, darunter befinden ſich auch 50
An=
teilſcheine der Mark Twain Publiſhing Company, die
Eigentümerin des Verlagsrechts für ſämtliche Werke
des verſtorbenen Dichters iſt. Von Sachverſtändigen
wird der Wert dieſer Rechte auf rund 800000 Mark
geſchätzt. Das Landgut des Verſtorbenen iſt mit 280000
Mark eingeſchätzt, und die Bibliothek mit 8000 Mark.
Die einzige Erbin iſt Mark Twains Tochter, die Gattin
des ruſſiſchen Pianiſten Oſſpi Gabrilowitſch.
* Der größte Apfel der Welt. Der größte
Apfel, der vermutlich je geerntet wurde, gelangte
un=
längſt im Covent Garden zu London zum Verkauf.
Der Apfel gehörte der „Gloria mundi”=Art an, war
wundervoll proportioniert und prächtig gefärbt; ſein
Gewicht betrug nicht weniger als 27 Unzen (über
ein=
einhalb Pfund), ſein Umfang 40 Zentimeter und ſeine
Höhe 12½ Zentimeter. Der erſtaunliche Apfel wurde
öffentlich verſteigert und erzielte den noch
erſtaunliche=
ren Preis von 14 Guineas oder faſt 300 Mark, die
einem Londoner Hoſpital überwieſen wurden.
* Wie man billig das Dichten erlernt,
verrät einer im Inſeratenteil der „Voſſiſchen Zeitung”.
Da ſteht zu leſen: „Dichterinnen u. Dichter, angehende,
erhalten 150 intereſſ. Doppel=Reime (alphab. geordnet)
peſtfrei gegen Einſendung von Mk. 1,50 in
Brief=
marken. Offerten unter” uſw.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Nummer 257.
iſer
berk
Perſer auf ſich den gegen die Einheit und Unabhüngigreit
Perſiens gerichteten Angriffen zu widerſetzen.
— Berlin, 1. Nov. Heute morgen ſtarb der
Schrift=
ſteller und Wagnerforſcher Erich Kloß, der am Freitag auf
dem Potsdamerplatz von einem Automobil überfahren
worden war, an den Folgen der erlittenen Verletzungen.
— Weißenſee bei Berlin, 1. Nov. Als der 35jährige
Brauereiinſpektor Pluequett nach Krähen ſchießen wollte,
kippte der Stuhl um, auf dem der Inſpektor ſtand; die
Waffe entlud ſich, Pluequett verletzte ſich ſchwer und
ſtarb.
— Rotterdam, 1. Nov. Bei Ymuiden iſt das nach
Holland verkaufte frühere deutſche Kanonenboot „
Sala=
mander” bei heftigem Sturm geſunken. Drei Mann
ſind vermutlich ertrunken.
H. B. Athen, 1. Nov. Venizelos hat den
Athener Stadt=Kommandanten mit 25 Tagen
Arreſt beſtraft, weil er trotz eines genügenden Militär=
Aufgebotes am Abend der letzten Sitzung der
Na=
tional=Verſammlung die Lärmſzenen nicht verhinderte
und zuließ, daß einige Parteiführer von der Menge
ausgepfiffen und inſultiert wurden.
Ueralleu haben,
Lchfe
Ne32‟
2Pf.
Ein Hochgentiss!
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Familiennachrichten.
Todes-Anzeige.
Heute vormittag 9½ Uhr verſchied ſanft
nach langem, ſchwerem Leiden unſere liebe
gute Mutter, Großmutter, Schwägerin u. Tante
Frau
Katharina Dintelmann Wwe.
geb. Stork
im 69. Lebensjahre.
(21300
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Dintelmann,
Marie Thomas, geb. Dintelmann,
Adam Dintelmann.
Wixhauſen,
Arheilgen,
1. November 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Nov.,
nachmittags 3½ Uhr, in Wixhauſen ſtatt.
Hohenlohe
Tapioen
feinschmeckend,
leicht verdaulich.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
die uns anläßlich des Hinſcheidens unſeres
un=
vergeßlichen Bruders, Schwagers und Onkels, des
Herrn Justizrat
Dr. Max Mayer
entgegengebracht wurden, ſprechen wir hierdurch
unſeren innigſten Dank aus.
(21288
Die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Moritz Mayer,
Frankfurt a. M.
Todes-Anzeige.
Heute verſchied ſanft nach ſchwerem Leiden
zu Bethel=Bielefeld meine liebe Schweſter
Frau Superintendent
Antoinette Simon.
Um ſtille Teilnahme bittet
Marie Kleinschmidt.
Darmſtadt, den 1.
November 1910.
(*27049
e e
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die
Zyklone, die geſtern bei Island lagerte, iſt unter ganz
erheblicher Verſtärkung nach der norwegiſchen Südküſte
gezogen. In weitem Umkreis, beſonders in England
und der Nordſee, fallen bei ſtürmiſcher ſüdweſtlicher
Luftbewegung heftige Regen. Die Zyklone wandert
oſtwärts, und böige weſtliche Winde ſind auf ihrer
Rück=
ſeite zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 2. Nov.:
Stürmiſche weſtliche bis nordweſtliche Winde,
Regen=
ſchauer, kälter.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. C): „Taifun”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Pfarrer Veller um 8¼ Uhr in der
„Stadt Pfungſtadt”.
Vortrag (Mazdaznan) um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 3. November.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 9 Uhr Rheinſtr. 23.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 9 und 3 Uhr
Frankfurterſtraße 36.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Schwellen= und Rundholz=Verſteigerung um
10 Uhr vom neuen Bahnbau an der Pallaswieſe.
Laubſtreu=Verſteigerung um 10 Uhr bei Wirt
Heberer zu Meſſel.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Ji. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Hell Export uuSG
Feidsterdenbrere
Me
Kurſe vom 1. November 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere. Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 82,50
83,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
3½ do. Conſols . . . . 92,50
83,90
8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,60
94,00
do.
3½
do.
84,00
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,00
do.
91,40
3½
do.
82,10
4 Hamburger Staatsanl.
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,50
do.
91,00
B½
do.
80,80
3 Sächſiſche Rente . . . 83,10
4 Württemberger v. 1907 101,50
do.
92,60
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,00
3¾/ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente .
do. Goldrente . . 98,20
do. einheitl. Rente 93,10
3 Portug. unif. Serie I
3 do. unif. Ser. III 66,50
3 do. Spezial. 12,00
5 Rumänier v. 1903 . .
do. v. 1890 . . 94,40
do. v. 1905 . . 90,50
* Ruſſen v. 1880. ₰. u. 8., 91,90
In Proz.
8f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,20
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
3½ Schweden . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 82,40
4 Türk. Admin. v. 1903 86,25
do. unifiz. v. 1903 92,50
4 Ungar. Goldrente . . 93,50
4 do. Staatsrente . 91,70
5 Argentinier . . . . . .
90,90
do.
4½ Chile Gold=Anleihe .
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,60
98,90
do.
4½ Japaner . . . . . . . 97,50
5 Innere Mexikaner . . 99,75
do.
67,90
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,20
5 Gold=Mexikaner
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 145,25
4 Nordd. Lloyd . . . 108,20
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . .
4 Gotthardbahn .
InProz.
Bt.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb.
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.)
4 Pennſylvania R. R. 95,80
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 201,00
Werger=Brauerei
73,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 499,00
Fabrik Griesheim .
. . 278,00
Farbwerk Höchſt .
.. 538,75
Verein chem. Fabriken
Mannhein . . . . .
Lahmeyer .
117,00
Schuckert .
160,00
Siemens & Halske . . . 246,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 431,00
Bochumer Bb. u. Guß . .
Gelſenkirchen .
„ „
Harpener . .
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb .
. . 244,40
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,80
4 Pfälzer Prt. . . . . .
3½ do.
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
4 do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . .
do.
do.
3 Raab=Oedenburger . .
Ruſſ. Südweſt. . . ..
Kronpr. Rudolfbahn .
In Ary
Sf.
241 Livorneſer . . . . . . 73,70
4 Miſſouri=Pacific . .
4 Bagdadbahn Mk. 408
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . .
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ 166,50
4 Darmſtädter Bank 130,50
257,00
4 Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 126,80
4 Diskonto=Geſellſchaft 189,60
161,40
Dresdner Bank .
Mitteldeut. Kreditbk. 121,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 127,25
Pfälzer Bank . . . . . 104,90
143,00
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 138,75
4 Wiener Bank=Verein 139,70
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,00
do. S. 19. . . . . 92,00
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,40
4 Hamd.=Hypoth.=Bank 99,00
90,50
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½.
4 Meining. Hyp.=Bank 99,10
90,80
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,00
do. (unk. 1914) 90,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
92,10
3½.
InProz.
3f.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
.
3½ do.
-
4 Frankfurt .
3½ do.
.. —
4 Gießen
3½ do.
-
4 Heidelberg
„ 4
90,70
3½ do.
99,90
4 Karlsruhe
-
3½ do.
4 Magdeburg. . . .. —
-
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg .
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden . . . . . . 100,00
3½ do.
4 Worms . . . . . . . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 161,00
3½ Cöln=Mindner 100 134,40
5 Donau=Reg. fl. 100 150,00
3 Holl. Komm. „. 100 105,00
₰ —
100,30
90,80
In 3:
St.
3 Madrider Fs. 100 77,10
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
Oeſterr. 1860er Loſe 175,05)
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,80
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Fs. 15 —
37,25
37,20
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Freiburger
Mailänder
Fs. 45 —
do,
Fs. 10
fl.
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 „ 100
do. v. 1858 „ 100
Ungar. Staats „ 100 384,00
Venediger
Frs. 30 41,80
Türkiſche
„ 400 179,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
*20,437
20 Franks=Stücke
16,16
Oeſterr. 20=Kronen .
„ 16,9)
Amerikaniſche Noten
4,19½
Engliſche Noten
. 20,48
Franzöſiſche Noten.
81,10
Holländiſche Noten .
. 169,20
Italieniſche Noten .
. 80,87
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbank=Lomhord Zsf. 6%
Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Seite 7.
den 7. November 1910, abends 7 Uhr
Zweites Konzert
im Großh. Hoftheater zum Besten des Witwen- und
Waisenfonds der Großh. Hofmusik und unter
Mit-
wirkung des Herrn Walter Braunfels aus München
und des Herrn Adolf Busch aus Köln a. Rh. (Violine)
1. Tragische Ouvertüre . J. Brahms3. Variationen über ein alt-
2. Konzert für Violine mit
Orchester . . . . . . . . J. Brahms! chester (unter persönlicher
21283ms)
französisches Lied für Or-
Leitung des Komponisten) W. Braunfels
4. Claconne für Violine
allein
I. S. Bach
5. Sinfonie (C-dur) . . . . W. A. Mozart
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr. Karten zur Hauptprobe à 1.50 Mk. An der
Hoftheater-Tageskasse 9½—10½ Uhr, sowie im Vorverkauf in der
Musi-
kalienhandlung von L. Schutter, Elisabethenstrasse 12, erhältlich.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu Gehör gebracht.
Gartenbau-Verein in Darmſtadt.
Monatsversammlung
Donnerstag, den 3. November, abends 8 Uhr,
im Fürstensaal (Grafenſtraße).
Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Vortrag des Herrn Obſtbau=Inſpektors Pfeiffer über das
Thema: „Die Bedeutung der Blätter für die Pflanze.”
Der Vorstand.
21240)
„Was dünkt euch um Chriſtus ?
Weß Sohn iſt er?
in bibelgläubigem Sinne von Pfarrer Veller
Varlrug im Saale der „Stadt Pfungſtadt
am Mittwoch, den 2. Nov., abends 8¼ Uhr
Zutritt frei für Jedermann.
(21280
3 Oeffentliche Vortrage G
über Weltende, Gott und die Bibel
Kaufmännischer Vereinssaal, Grafenstraße 18
von Miſſionar Peter Gäde von Amerika.
(*26999
2. Vortrag Donnerstag, den 3. November: Gibt es eine göttliche Offenbarung
in der Bibel und Schöpfung der Welt.
Beginn 8½ Uhr abends.
Jedermann freundlich eingeladen.
Eintritt frei.
Wiſſenſchaftliche Vorträge über religtöſe Fragen,
gehalten von Profeſſoren der Theologie an der Univerſität Gießen.
Dritter Vortrag
Donnerstag, den 3. November, abends 8 Uhr, im Kaiſerſaal.
Geh. Kirchenrat Prof. D. Krüger:
Dus Begina und ule Geschentsterschunge
Karten in der Hofbuchhandlung Waitz, im Verkehrsburean und an der Kaſſe
zu 30 Pfg., für reſervierten Platz zu 1 Mk.
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Mittwoch, den 2. November 1910:
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Samstag Nachmittag
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Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
(B1023)
Meute
Mittwoch, 2. Nov.:
und folgende Tage das
NEU.
exquisite Variété-Programm:
Gastspiel
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Donnerstag, den 3. November
mit Konzert.
Morgens Wellfleiſch.
Mittwoch abend frische Bratwurst.
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Gute Heilerfolge.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 2. November
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
Ka=
pelle des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. Feſtmarſch aus Beethovens, Es-dur=
Konzert von Wieprecht. 2. Ouvertüre zur
Op. „Die Muſikanten” von F. v. Flotow.
3. Walzer aus der Operette „Förſter=Chriſtel”
von Jarnow. 4. „Prinz Eugen der edle
Ritter” Ballade von Loewe. 5. „La Lola”
„La Chilena‟ Danza Habaneara von
Granado. 6. Marſch des ehemaligen
Han=
noverſchen Garde=Huſaren=Regiments von
Heuer.
Großherzogliches Hoftheater.
Mittwoch, den 2. November 1910.
47. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement C 12.
Zum erſten Male wiederholt:
Taifnn.
Schauſpiel in 4 Akten von Melchior Lengyel.
Spielleitung:
In Vertretung: Regiſſeur Hacker.
Perſonen:
Dr. Nitobe Tokeramo . . Hr. Weſtermann
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Toyu Yoshikawa
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Jyeyaſu Kobayashi
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Inoſe Hironari
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Yoshi Yotomo
Dr. Kigin Kitamaru . Hr. Schwarze
Nankwaku Hatori
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Anzai Yamoshi . .
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Naokata Miyake
. Hr. Jungmann
Dr. Theodore Dupont,
. Hr. Jordan
Profeſſor .
Frau Dupont .
. Frl. Wisthaler
Charles Renard=Bninsky,
Schriftſteller .
Hr. Lehrmann
Frl. Oſter
Héléne Laroche
Thereſe Meunier .
Frl. Prevoſt
Georges Pontac, Diener
Hr. Kroczak
bei Tokeramo .
. Hr. Riechmann
Gerichtspräſident.
. Hr. Hacker
Staatsanwalt .
. Hr. Semler
Verteidiger .
. Hr. Knispel
Dolmetſch
. . . Hr. Klotz
Schriftführer
Ein Geſchworener . . . Hr. Ungibauer
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Gerichtsdiener .
Nach dem 2. Akte findet eine länger
Pauſe ſtatt.
Beurlaubt: Oberregiſſeur Valdek.
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Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1.—6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 3. Nov. 48. Ab.=Vorſt. D 13.
„Der Bajazzo”, hierauf: „Brüderlein
fein‟ Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 4. Nov. 49. Ab.=Vorſt. A 12.
„Der Arzt am Scheideweg.” Große
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Sonntag, 6. Nov. 50. Ab.=Vorſt. A 13.
Neu einſtudiert: „Samſon und
Da=
lila‟. Große Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Die Erhebung der 2. Rate des
Abonnements=
geldes für die Spielzeit 1910/11 findet
Dienstag, den 1. bis Donnerstag, den
3. Nov. 1910, nachmittags von 3—5 Uhr, ſtatt.
— Zahlſtelle: Veſtibüle im Hof=Theater. —
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten,
die erhaltenen Zettel bei der Zahlung zur
Quittierung vorlegen zu wollen.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
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Nummer 257.
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Auf Liebespfaden.
Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
46)
In ſchüchterner Frage blickte ſie zur Seite in das
unbewegte Geſicht ihres Begleiters. Er fühlte den
fragenden Blick und begann, nicht ganz frei von
Be=
fangenheit:
Ich möchte einmal von Haſſingen mit Ihnen
ſprechen, Fräulein Helene.
Die Mädchenaugen lächelten bang und doch
glück=
lich. Alſo doch!
Was iſt mit ihm? fragte ſie unbeholfen.
Er malträtierte ſeinen dicken, dunklen
Schnurr=
bart. Wie fing er die Sache nur am beſten an, es war
doch nicht ſo leicht dieſen glückſchimmernden, hoffenden
Augen gegenüber. Aber nun mußte es ſein. Er gab
ſich innerlich einen Ruck.
Er leidet ſehr unter der —, er wollte ſagen „
Tren=
nung”, beſann ſich aber und vollendete: unter den
Ver=
hältniſſen.
Wie meinen Sie das, Herr Leutnant?
Ueber Helenes feine Züge glitt ein aufdämmerndes
Mißtrauen. Wie ſeltſam Leutnant Eſpach heute war!
Verlegen und unſicher. Er fühlte es ſelbſt, und eine
Art Zorn faßte ihn gegen das Mädchen, das in acht
Monaten die Ausſichtsloſigkeit ihrer Liebe nicht
be=
rreifen gelernt hatte.
Fräulein Helene, ſagte er entſchloſſen, den Blick
geradeaus richtend, um das blaſſe Geſichtchen nicht zu
ſehen, zeigen Sie mal, daß Sie ein tapferes Mädchen
ſind und ein ſtolzes dazu — Sie wiſſen, die Liebe
zwi=
ſchen Ihnen und Hans war von Anfang an ausſichtslos
— als ehrlicher Kerl hat er es Ihnen nicht verhehlt,
und wenn er ſpäter auch unüberlegt davon geſprochen
hat, Sie heiraten zu wollen, ſo war das damals wohl
ebenſo ehrlich gemeint, aber es war unausführbar, und
er hat Ihnen das in letzter Zeit auch, wie ich weiß,
wiederholt angedeutet, ohne daß Sie es anſcheinend
verſtehen wollen. Er leidet, wie geſagt, ſchwer darunter
— wir Männer ſind nun einmal ſo, wir wollen für
unſere Liebe ein Ziel ſehen, wir können nicht geduldig
auf etwas noch dazu ganz Unſicheres warten — geben
Sie Haſſingen frei, Fräulein Helene!
Sie hatte ihm ganz ruhig zugehört, aber ihr war,
als ob das eine Fremde ſei, die die Füße mechaniſch
auf den Boden ſetzte, und an deren Ohren Worte
klangen, die ſie, Helene, gar nichts angingen.
Es war auch nicht ihre eigene Stimme, die jetzt
ſprach, ſie klang ganz rauh und heiſer:
Nein, nein, Hans iſt nicht wie andere, Hans liebt
mich und wird mir treu bleiben — ich laſſe nicht
von ihm.
Eine lange Pauſe. Ihr blaſſes Geſicht ſah ſeltſam
ſtarr aus. Ein ganz fremder Zug von verbiſſenem Trotz
lag um den weichen, jungen Mund.
Ich laſſe nicht von ihm.
Sieſtane es uch einmn ait derheſter, boiglein
Stimme.
Da erwachte die Brutalität des Mannes in dem
brü=
netten Offizier. Alſo feſthalten wollte ſie Haſſingen um
jeden Preis. Das hieß, dem Freunde die ganze Zukunft
verderben. Nun rettete nur der raſche, erbarmungsloſe
Schnitt.
Und da ſagte Eſpach, langſam und deutlich, jedes
Wort einem Hammerſchlage gleich:
Haſſingen liebt Sie nicht mehr, Fräulein Helene!
Sie blieb ſtehen, weil die gelähmten Füße ſie nicht
weiter trugen.
Ihre weit offenen Augen ſtarrten ihn an, die
erblaß=
ten Lippen flüſterten:
Er liebt mich nicht mehr!
Nun tat ſeine Schroffheit ihm doch leid. Er faßte
beruhigend ihre herabhängende kalte Hand.
Verzeihen Sie mir, Helene, daß ich Ihnen die Sache
nicht ſchonender beibrachte, ich hab’s gut mit Ihnen
ge=
meint und mit meinem Freunde, der den Mut nicht findet,
Ihnen die volle Wahrheit zu ſchreiben. Leicht iſt meine
Miſſion, von der Hans aber nichts weiß, mir nicht
ge=
worden, aber ich hoffe, ſie iſt nicht umſonſt geweſen
aber nun ſetzen Sie ſich hier auf dieſe hübſche, ſchattige
Bank — ich ſchicke Ihnen Lisbeth.
Sie tat mechaniſch, wie er ihr geheißen, aber ehe er
ſie verließ, hielt ſie ihn wie in plötzlichem Erwachen am
Arme feſt.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Nummer 257.
Gorsgeoasosgobsoovpt
Gsee
S.gesossssobesgessceee
atürliches
in
Kepauiswpenkk
OberEisass
2gemeimützig erklaff-
Dr. N. . . . .,
Dr. N. . . . .
Meinen höflichsten Dank für Uebersendung der Proben, die
(1. Zuschrift.) ich zwei Nierenkolikkranken zukommen less. Bei einem
M. . . . . ., 16.6.08. Patienten kam plötzlich ein Steinchen zum Vorschein — ob
Wirkung oder Zufall
Dr. N. . . . .
Diesmal kann ich Ihnen einen unzweifelhaften Erfolg Ihrer
(2. Zuschrift.) Carolaquelle zu meiner und der betreffenden Patientin grossen
M. . . . . . 31. 7. 06. Freude mitteilen. Beweis liegt bei; wie Patientin sagt, einer
der grössten Steine von zahlreichen kleineren. Es handelte
sich um eine Nierensteinkolik; ich liess Ihre Carolaquelle
trinken, 10 Flaschen und mit diesem guten Resultat . . .
Kann mir nicht versagen, Ihnen wieder einen prompten Er-
(3. Zuschrikt.) folg (Steinchen liegen bei; bitte zurück) zu melden. — Gestern
M. .....15. 11.os. früh 5 Uhr zu einem Patienten gerufen. Heftigste Schmerzen
in der rechten Nierengegend. Diagnose: Nierensteinkolik.
Lasse gestern 2 Flaschen Carola trinken, heute nachmittag
zeigt mir Patient sehr vergnügt 2 Steinchen. „So rasch ist’s noch
nie gegangen!tt sagte er und geht morgen wieder in den Beruf.
NB. Die prompte Wirkung unserer Carola-Heilquelle wird wohl durch
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Sagen Sie mir noch eins, Herr Eſpach, liebt er eine
andere?
Auf die Frage war der Mann nicht vorbereitet. Er
geriet in Verwirrung und wich dem angſtvollen Forſchen
ihrer Augen aus.
Da ließ ſie die Hand von ſeinem Arm herabſinken.
Seit Wiesbaden! murmelte ſie. O, ganz ſicher, jetzt
wird mir alles klar — alles.
Und ſie ſah ſich auf dem kleinen Bahnhof ſtehen, ſah
den Zug herangleiten und fühlte wieder die Leere — die
entſetzliche Leere — er war nicht gekommen — er kam
überhaupt nicht mehr.
Sie hörte gar nicht, was Eſpach ihr noch Tröſtendes
ſagte, ſie dachte nur daran, daß ihr Hans eine andere
liebte. Sie war ihm nur noch eine drückende Laſt geweſen
und würde ihm beſtenfalls eine ſchöne Erinnerung
wer=
den — nicht mehr.
Aber auch das nur, wenn ſie ihn freiwillig aufgab.
Zu dieſem Heroismus war ſie in dieſer Stunde noch
nicht fähig, dazu war alles zu wund und zerriſſen in ihr,
der arme Kopf zu dumm und verworren.
Der ſüße, betäubende Fliederduft beklemmte ſie, die
Stille ringsum erweckte das Gefühl einer grenzenloſen
Verlaſſenheit in ihr, und ſie hatte auf einmal eine
ver=
zweifelte Sehnſucht nach der warmen, tiefen Stimme des
Jugendfreundes, die ſie einſt in Schwelm ihrem ſtarren
Schmerz entriſſen hatte.
Wie war er im Recht geweſen, als auch er gleich
Eſpach gemahnt, ſie ſelber ſolle den erſten Schritt tun,
dieſes=ausſichtsloſe Verhältnis zu löſen. Hätte ſie wie in
Kindertagen ſeinem gutgemeinten Rat gefolgt, dieſe bittere
Stunde der Einmiſchung eines Fremden, wie Eſpach es
doch immerhin für ſie war, wäre ihr erſpart geblieben.
Sie warf die Hände vors Geſicht vor Scham und Schmerz
und wimmerte leiſe und tränenlos wie eine Sterbende
in Todesqualen. Erſt als Lisbeth kam und ſie ſtumm,
aber vor Bewegung zitternd, umſchlang und dicht an ſich
zog, kamen ihr die erlöſenden Tränen.
Zwei Tage lang kämpfte die kleine Helene, von
Lis=
beth und ihrer Mutter wie ein krankes Kind geſchont und
behütet, den ſchwerſten Kampf, den ein liebendes
Mädchen=
herz wohl beſtehen kann, den Kampf um das freiwillige
Entſagen.
Am dritten Tage ſchrieb ſie unter ſtrömenden Tränen
zwei Briefe. Den kürzeren adreſſierte ſie an den Leutnant
Hans von Haſſingen, den längeren an den Prokuriſten
Paul Heinecke.
XVI.
Hans von Haſſingen las Helenens Abſchiedsworte mit
einem ſeltſamen Gemiſch von Wehmut und Befreiung.
Sein männliches Gefühl verriet ihm nicht im entfernteſten
die Größe des Schmerzes und der heroiſchen
Selbſtüber=
windung, die der ſcheuen, kleinen Helene dieſe Zeilen
dik=
tiert hatte.
Ihr Lohn beſtand einzig in dem, was ſie vermutet,
daß ihr Bild ihm ewig im Licht einer ſchönen Erinnerung
bleiben würde, wie er ihr in ſeinen warmen
Abſchieds=
zeilen verſprach.
Die erſten Tage flogen ſeine Gedanken noch in leichter
Sorge zu dem Mädchen, das ſo oft leidenſchaftlich
behaup=
tet batte, ohne ihn nicht leben zu können=
Von Eſpachs Einmiſchung ahnte er nichts, ſie hatten
ſich ſeit dem Sonntag nur flüchtig allein geſprochen, es
gab viel Dienſt, anſtrengende Exerzierübungen. Zu
An=
fang der nächſten Woche war die alljährliche große
zwei=
tägige Felddienſtübung angeſetzt, die diesmal das
Brocken=
revier zum Schauplatz haben ſollte. Bei gutem Wetter
würde das Bataillon biwakieren, bei ſchlechtem in Schierke
einquartiert werden.
Am Abend vorher bekam Leutnant von Haſſingen
einen Brief, den er wiederholt durchlas. .Der Brief, der
ſeine letzten Bedenken Helene Falks wegen beſchwichtigte,
lautete wörtlich:
Sehr geehrter Herr Leutnant! Vor einigen Tagen
teilte mir Helene mit, daß ſie, ſchweren Herzens
aller=
dings, aber in der zuverſichtlichen Hoffnung, zu
überwin=
den, die zarten Beziehungen zu Ihnen gelöſt habe.
Ver=
geſſen wird ſie nie, aber das wäre ja auch zu ſchade, denn
was wäre ihre Liebe dann mehr geweſen als
Schwär=
merei. Ich wünſche und hoffe, daß Helene den ſchönen
Gewinn habe, durch dieſe Liebe geläutert zu werden und
innerlich auszuwachſen zu jener Größe, die aus dem klaren
Quell reiner Erinnerung ihre Lebenskraft ſchöpft. Was
ich ihr auf dieſem Wege helfen kann, das ſoll geſchehen,
das verſpreche ich Ihnen, der Sie ſich gewiß um Helene
ſorgen werden. Ich hoffe, daß es mir gelingen wird,
unſere Kleine wieder ins rechte Gleis und dann weiter
auf lichte, glatte Bahnen zu bringen.
Mit den beſten Wünſchen auch für Ihre Zukunft Ihr
ſehr ergebener Paul Heinecke.”
(Fortſetzung folgt.!
Nummer 257
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Seite 11.
Herſtellung von elektriſchen
Licht= und Kraftanlagen.
Wir bringen in Erinnerung, daß die
Einrichtung von elektriſchen Licht=und
Kraft=
anlagen, die an das Kabelnetz des
ſtädti=
ſchen Elektrizitätswerks angeſchloſſen
wer=
den ſollen, ſowie alle Erweiterungen,
Ver=
änderungen und Reparaturen ſolcher
An=
lagen nur von Elektrotechnikern ausgeführt
werden dürfen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis
hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter
Zugrunde=
legung und gewiſſenhafter Beachtung der
hierfür erlaſſenen beſonderen Vorſchriften
auszuführen.
(11188a
Zur Zeit iſt folgenden Firmen dieſe
Er=
laubnis erteilt:
1. H. Ackermann, Arheilger Straße 82.
2. W. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6.
3. Georg Keil, Kirchſtraße 17.
4. Theodor Korfmann, Taunusſtraße 1.
5. Louis Lange, Hoflieferant, Schulſtr. 6.
6. Ernſt Lorey, Karlſtraße 56.
7. Jakob Nohl, Hoflieferant,
Wilhelminen=
ſtraße 10.
8. Willy Schoeller, Rheinſtraße 9.
9. Auguſt Wilk, Hoflieferant,
Schuchard=
ſtraße 12.
Städt. Elektrizitätswerksverwaltung Darmſtadt.
Meyer.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß wird
hier=
durch zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
Ueber das Vermögen des Kaufmanns
Friedrich Pfeffer, Alleininhaber der
Eiſen=
handlung Friedrich Pfeffer in Darmſtadt,
wird heute, am 31. Oktober 1910,
vormit=
tags 10½ Uhr, das Konkursverfahren
eröff=
net, da der Gemeinſchuldner ſeine Zahlungen
eingeſtellt hat und Antrag auf
Konkurs=
eröffnung ſeitens eines Gläubigers geſtellt
worden iſt.
Der Rechtsanwalt Wilhelm Sartorius
in Darmſtadt wird zum Konkursverwalter
ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
20. November 1910 bei dem Gerichte
an=
zumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über die
Beibehaltung des ernannten oder die Wahl
eines anderen Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132 der
Konkursordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der angemeldeten
Forde=
rungen auf
Donnerstag, den 24. November 1910,
nachmittags 4½ Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer
Nr. 219, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Kon=
kursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben
oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig ſind,
wird aufgegeben, nichts an den
Gemein=
ſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt, von dem
Beſitze der Sache und von den Forderungen,
für welche ſie aus der Sache abgeſonderte
Befriedigung in Anſpruch nehmen, dem
Konkursverwalter bis zum 15. November
1910 Anzeige zu machen.
(21231
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß wird
hier=
durch zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
Ueber das Vermögen des Kaufmanns
Wilhelm Nungeſſer hier, Dieburgerſtraße
Nr. 10, wird heute, am 31. Oktober 1910,
vormittags 11½ Uhr, das Konkursverfahren
eröffnet, da die Firma M. Eiſemann Sohn
in Frankfurt a. M. den Antrag auf
Kon=
kurseröffnung geſtellt und glaubhaft
ge=
macht hat, daß ihr Forderungen an
Nun=
geſſer zuſtehen und dieſer
zahlungs=
unfähig iſt.
Der Rechtsanwalt Schmeel III. hier
wird zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
3. Dezember 1910 bei dem Gerichte
an=
zumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über die
Beibehaltung des ernannten oder die Wahl
eines anderen Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132 der
Konkursordnung bezeichneten Gegenſtände!
auf
Freitag, den 2. Dezember 1910,
vormittags 11¾ Uhr,
Zimmer Nr. 219,
und zur Prüfung der angemeldeten
Forde=
rungen auf
Mittwoch, den 14. Dezember 1910,
vormittags 9 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer
Nr. 104, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Kon=
kursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben
oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig ſind,
wird aufgegeben, nichts an den
Gemein=
ſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt, von dem
Beſitze der Sache und von den Forderungen,
für welche ſie aus der Sache abgeſonderte
Befriedigung in Anſpruch nehmen, dem
Konkursverwalter bis zum 15. November
1910 Anzeige zu machen.
(21232
Darmſtadt, den 31. Oktober 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Schweren Mantel f. Fuhrmann billig
zu verkaufen
(*26959
Neue Niederſtraße 13, Hinterh., I. lks.
eichen, geſchnitt.
Brennholz und geſpalten,
(*26932
trocken, à Zentner 1.50 Mk.
J. Lorenz, Große Ochſengaſſe 14.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 kleiner Sack Kartoffeln. 1 Guitarre mit grünem Sack. 1 ſilberne
Remontoiruhr mit Goldrand. 1 goldenes Glieder=Armband. 1 Portemonnaie mit
Inhalt. 1 Blech=Eimer. 1 goldener Siegelring. 1 Damen=Gürtel, golddurchwirkt, mit
gelber Schnalle. 1 längliche vergoldete Broſche. 1 noch neuer graugeſtreifter Sackrock.
1 kleiner Hohlſchlüſſel. 1 grauer Damen=Gürtel mit dunkelgrünem Band durchzogen.
1 Roſenkranz. 1 großer Schlüſſel. 2 kleine Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 alter
weißer Unterrock. 1 große Anzahl Geſchäftsquittungen (Weinhandlung Wallot Nachf.,
Oppenheim). 3 Quittungen vom Zweigverein Darmſtadt. 1 Hutnadel mit grauem
viereckigen Knopf und roten Steinen beſetzt. 1 gelber Rohrſtock. 1 weiße Manſchette
mit vergoldetem Knopf. 1 Teil von einem Manſchettenknopf, viereckig, mit lila Stein.
1 ſchwarzer wollener Damen=Handſchuh. 1 ſchwarzer Samt=Gürtel mit gelber Schnalle.
1 Lampenbrenner mit Docht.
Verloren: 1 Schutzmanns=Legitimationskarte, auf den Namen Hermann
aus=
geſtellt. 1 ſilbernes Ketten=Armband. 1 dunkelrotes Handtäſchchen mit Portemonnaie,
10 Mk. Inhalt, 1 Gutſchein auf 3 Mk. und 1 weißes Taſchentuch. 1 langer grauer,
friſch angeſtrickter Herren=Strumpf. 1 Goldgürtel. 1 Hand von einem künſtlichen Arm.
1 goldene Broſche in Form eines Kleeblatts. 1 graue Kapuze von einem Kinder=Capes.
1 Hunde=Halsband mit Marke. 1 Seehundleder=Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt.
1 Lorgnette aus Schildpatt mit 1 Kette. 1 braunes rindledernes Portemonnaie mit
1,10 Mk. Inhalt. 1 Paar braune Turnſchuhe. 1 goldenes Glieder=Armband mit heller
Perle. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit 45 Mk. Inhalt. 1 Mitgliedskarte vom
Richard Wagner=Verein. 1 ſchwarzes Zigarren=Etui mit Inhalt und Monogramm
R. J. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit 1,04 Mk. Inhalt. 1 goldener Herren=
Zwicker. 1 ſchwarzer Ledergürtel mit heller Schnalle. 1 ſchwarze Onia=Broſche mit
Stern in der Mitte in Silberfaſſung und weißer Perle. 1 dunkelgrauer geſtreifter
Sack=
rock. 1 gelbes Kinder=Portemonnaie mit 1 Elfer= und 1 Schülerkarte. 1 mattgoldener
Anhänger, länglich, mit rot und grünem Steinchen. 1 braunledernes Hunde=Halsband
mit Marke und der Nr. 503. 1 zweirädiger Maurer=Handwagen, gez. Wilhelm Schimpf 2.
1 leinene geſtreifte Schürze. 1 dunkelrotes Portemonnaie mit 2,05 Mk. Inhalt. 1 braunes
altes Portemonnaie mit Druckknopf, 40 Mk. Inhalt in Gold und 1 Badeſchein. 1 weißer
Chiffon=Schal. 15 ſchmutzige Taſchentücher (eingebunden). 1 rotledernes Portemonnaie
mit 3 Mk. Inhalt. 1 rotbraunes Portemonnaie mit 1 kleinen Koffer= und 1 Uhrſchlüſſel,
ſowie 50 Pfg. Inhalt. 1 großes Stück Tüll mit Stickereien. 1 Damen=Zwicker mit
Goldbügel ohne Faſſung. 1 halbrundes gelbes Klapp=Portemonnaie mit etwa 18 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzer Regenſchirm mit Stahlſtock und braunem Naturgriff. 1 goldenes
Glieder=Armband, mattgold, mit 1 blauen Stein. 1 Säbeltaſche. 1 Portemonnaie mit
2,12 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes älteres Portemonnaie mit Bügel und etwa 4 Mk. Inhalt.
1 großes ſchwarzes Portemonnaie mit 2 kleinen Schlüſſeln. 1 Theater=
Abonnements=
karte, 2. Rang, mit der Nr. 50. 1 Vorſtecknadel mit Salamander. 1 ſchwarzes Damen=
Portemonnaie mit 1,05 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes Kinder=Portemonnaie mit
2,11 Mk. Inhalt. 1 rotes Portemonnaie mit 3,50 Mk. Inhalt. 1 graugrüner
Stoff=
gürtel ohne Schnalle. 1 Granat=Broſche in Sternform (gute Belohnung dem Finder).
1 goldene Broſche mit 5 Korallen in der Mitte. 1 ſilberne Remontoiruhr mit
Bier=
zipfel (ſchwarz=weiß=blau und ſchwarz=rot=gold). 1 Portemonnaie mit 43 Mk. Inhalt.
1 Portemonnaie mit 22 Mk. Inhalt. 1 einzelne weiße Manſchette. 1 ſchwarzer Samt=
Gürtel. 1 ſeidener Damen=Regenſchirm mit ſilbernem geraden Griff (Binzinkolben mit
2 Blättern darſtellend). 1 braune neue Segeltuch=Pferdedecke. 1 kleines Paket, enth.
2 Herren=Schlipſe und 1 Paar braune Handſchuhe. 1 Paket, enth. 5 kleine Kinder=
Hemdchen (mit Spitzen und Knöpfchen loſe).
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel, grau=grün. 1 Kanarienvogel,
grün=grau.
Entflogen: 1 grau=grüner Kanarienvogel mit hellem Ring am Hals.
Entlaufen: 1 Foxterrier. 1 rauhaariger deutſcher Pinſcher.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(21228.
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—3 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird die Aeußere Ringſträße zwiſchen
dem Hohlen Weg und der Kranichſteinerſtraße vom 3. bis zum 5. November ds. Js.
für den Fuhrwerksverkehr geſperrt.
(21278
Bekanntmachung.
Dem Chriſtian Biermann dahier wurde heute die Erlaubnis zur Ausübung des=
Gewerbes als Dienſtmann mit der Nummer 7 erteilt.
Darmſtadt, den 29. Oktober 1910.
(21246
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Lauplan für die Lichtenbergſtraße und Müllerſtraße.
Zufolge Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 29. September d. Js.
ſoll die projektierte Lichtenbergſtraße zwiſchen Wenckſtraße und Kranichſteiner Straße
aufgehoben und die Müllerſtraße bis zur Wenckſtraße fortgeführt werden. Der
hier=
über aufgeſtellte Plan liegt in der Zeit vom 2. bis einſchließlich 17. November d. Js.
auf dem Stadtbauamte, Grafenſtraße Nr. 30, in den Dienſtſtunden zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen dieſen Plan ſind während obiger Friſt ſchriftlich oder
münd=
lich zu Protokoll bei Meidung des Ausſchluſſes bei dem Stadtbauamte vorzübringen.
Darmſtadt, den 28. Oktober 1910.
(21160im
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jaeger.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. November, vorm. 9 Uhr u. nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich Frankfurter Strasse 36, I. Etage, aus dem Nachlaß der Frau
Landgerichts=Aſſeſſor Götz Witwe im Auftrag des Nachlaßverwalters, Herrn
Rechts=
anwalt Dr. Bopp folgende Gegenſtände:
1 Sofa mit rotem Plüſchbezug, dazu 2 Seſſel und 2 Stühle, 1 Sofa mit
dunkelgrünem Plüſchbezug, dazu 2 Seſſel und 2 Stühle, 1 kleines Sofa mit
buntem Bezug und 2 Stühle, 2 Seſſel, mehrere Stühle, 1 Spiegelſchrank,
1 Vertiko, nußb. poliert, 2 Kommoden, 2 Pfeilerſchränkchen, 1 großer
Gold=
ſpiegel mit Trumeau, 2 große Spiegel mit nußb. Rahmen, 1 ovaler
Gold=
ſpiegel, 1 Ausziehtiſch, nußb., 1 Salontiſch und 1 Spieltiſch, 1 Pianino,
zugleich Harmonium, verſchiedene Ziertiſche und Säulen, 3
Oel=
gemälde und verſchiedene andere Bilder, 1 Regulator, 1 Weckeruhr mit
Spiel=
werk, 2 Damenuhren und ſonſtige Gold= und Silberſachen, Weißzeug und
Damenkleider, Küchenmöbel, Küchengeſchirr und ſonſtiger Hausrat, Vorhänge,
Teppiche und Linoleum, 2 vollſt. Betten, nußb. pol. Bettſtellen mit
Sprung=
feder= und 3teil. Roßharmatratze, 2 Waſchkommoden und Nachttiſch mit
Mar=
morplatte, 1 Gaslüſter aus Glasprismen, ſehr hübſch, 1 Hängelampe,
verſchie=
dene Nippſachen, darunter mehrere Stücke alte Porzellan=Figuren,
beſonders wertvoll für Liebhaber.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen ſofortige Barzahlung ſtatt.
(21007sm
Darmſtadt, den 29. Oktober 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Versteigerungs=Anzeige.
Montag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Pfandlokal Ludwigshöhſtraße 4 meiſtbietend gegen gleich bare
Zahlung:
Einen Geſchäftsſchrank, einen Schreibtiſch und ein Aquarium.
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
(21043smso
Darmſtadt, den 27. Oktober 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.
dwei einf. Bücherſchränke (od. Kleider=
(*26957
ſchränke) zu kaufen geſucht.
Offerten mit Preis und Größe unter
G 34 an die Expedition ds. Bl.
(Geleg., ſeid. Kleid, Winterjacke u. S
w. Koſtumrock, g. erh., woll. V
hänge billig zu verkaufen. Näheres
der Expedition ds. Bl.
(*26955
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 14. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Karoline Diehm dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 15784/100 360 Hofreite Innere
Ringſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K151/10
Darmſtadt, den 28. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D21263,9
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 30. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Philipp Delp Eheleuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
VIII 547/10 252 Hofreite
Tannen=
ſtraße 35,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz.
(D20254,8
Bekanntmachung.
Die heute abgehaltene
Streulaubver=
ſteigerung iſt genehmigt. Die
Abfuhr=
ſcheine können vom 4. November an in
Empfang genommen werden. (21238
Ober=Ramſtadt, 31. Oktober 1910.
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.
Unentgeltl. ärztl.
Beratungs=
ſtelle für Säuglingspflege.
(Allgemeiner deutſcher Frauenverein).
Von Dienstag, den 1. November
ab befindet ſich die Beratungsſtelle
im Hauſe der Großherzogl. Zentrale
Heinheimerſtr. 21.
Sprechſtunden:
Montag u. Donnerstag 10—11.
Dienstag und Freitag 4½—5½
(20880soim
Kasierheber
per Stück nur 1 Mk.
Garantie für tadelloſes Raſieren.
Alleinverkauf:
Gg. Frz. Frank
Eliſabethenſtraße 9. (21255a
Zu kaufen geſucht:
1 gebr., feuerſicherer
Bücherſchrauk.
Gefällige Offerten unter 6 40 an die
(21258ms
Expedition dieſes Blattes.
Ein faſt n. ſchw. Frauentuchpaletot,
ein gut erh. dunkler Ueberzieher zu
verkaufen Karlſtraße 95, 1. St. (*26982ms
2 mittelgr. Sauerkrautſtänder zu 1 Mk.
u. 1½ Mk., ein kl. Säulenofen m. Rohr
zu 7 Mk. zu verk. Karlſtr. 95, I. (*26983ms
Saſt noch neuer Pelzmantel, 1 neu
Nähmaſchine, 1 Blumenſtänder bill
zu verkaufen Liebigſtraße 47, I. (*2695
Großer Kleiderſchrank zu verkauf.
Näheres in der Expedition.
(*26913
Jut erh. Herren=Paletot, ſowie Winter
kleider f. Knaben i. Alter v. 11—12 Jahr
bill. abzug. Gutenbergſtr. 29, 2 Tr. (*2696
Neue, gutgemalte
Gelgemälde
(Goldrahmen), in verſchiedenen Größen,
werden äußerſt preiswert verkauft
*26966)
Kranichſteinerſtraße 57, pt.
Raſt neuer Bilderrahmen, Brandmalerei
68,90, für 5 Mk. zu verkaufen
*26941)
Riegerplatz 7, 2. Stock.
Fin Dauerbrandofen billigſt abzugeben,
daſelbſt verſchiedene Kleidungsſtücke
26928)
Grafenſtraße 23½, 3. Stock.
Wettſtelle mit Sprungrahmen f. 10 Mk.
zu verkaufen
(*26931
Grafenſtraße 45, II., links.
Deuer Ueberzieher billig zu verkaufen,
*26971)
Gutenbergſtr. 5, II. r.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
Nummer 257.
Hestaffe
aus modernen Stoffen engl. Geschmacks
elegante Fassons, tadellos verarbeitet
0
aus marine Cheviot, chike Fassons
hübsch garniert . . .
2u4
aus marine Cheviot, moderne Fassons
zweireihig, solid verarbeitet .
2
aus marine Kammgarn-Cheviot, 120 cm
lange Jacke, mit Seidenrevers . .
60
Felbst Fajstste
aus hübschen Stoffen englischer Art
moderne Fassons . . .
aus guten Stoffen engl. Geschmacks
mit Samtkragen und Knopfgarnierung
aus dunkelblauen Stoffen, chike
Fas-
sons, mit Samtkragen . . . .
aus Stoffen englischer Art — für
be-
sonders starke Damen .
75
50
12
radenaletote
aus Tuchstoffen, reich bestickt mit
Seidengarnitur, lose Form
geschweifte Form, mit Herrenrevers
schwarz gefüttert . .
Blusen
aus guten Tuchqualitäten, mit
Seiden-
revers, anliegend u. geschweifte Fassons
aus Ia Tuchqualitäten, auf
Seiden-
serge gefüttert, moderne Fassons .
0
20
60
10
aus weiss Wollbatist, reich garniert
moderne Ausführung . . .
aus weissen Tüllstoffen, auf Japon-
Seide gefüttert . .
aus weiss Wollbatist, elegante
Aus-
führung . . .
aus Seide, moderne Fassons, in
ver-
schiedenen Farben
1
11
Hostam Mocke
aus Stoffen englischen Geschmacks
Falten-Fassons . .
Gebr.
aus guten Stoffen engl. Geschmacks
moderne Fassons, solid gearbeitet . .
aus blau Cheviot, solide Qualität
(Falten-Röcke)
aus karierten Stoffen, gute Qualitäten
moderne Fassons .
Mocheennd
Markt
*,
2
(21277)
Handelskammerwahl.
Auf Grund des Handelskammergeſetzes haben für den
Wahl=
bezirk Darmſtadt Ergänzungswahlen ſtattzufinden. Vor Vornahme
dieſer Wahlen werden die Liſten der Wahlberechtigten in den
Er=
werbsgruppen Induſtrie, Großhandel und Kleinhandel in der Zeit
von Donnerſtag, den 3. November, bis Montag, den 14. November, auf dem
Burean der Großh. Handelskammer, während der Geſchäftsſtunden, vorm.
von 9—1 Uhr und nachm. von 4—6 Uhr, offen liegen.
Einwendungen gegen den Inhalt der Liſten ſind innerhalb der
erwähnten 10tägigen Friſt bei der Handelskammer ſchriftlich
vor=
zubringen.
Darmſtadt, den 1. November 1910.
(21308
Die Großherzogliche Handelskammer.
Der Vorſitzende: C. Parcus. Der Syndikus: Dr. Human.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle” (Obergaſſe) dahier, öffentlich meiſtbietend
gegen Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
1 Badeofen, 1 Badewanne, 1 Regulator, 1 Standwecker, 1
Brillant=
nadel, 1 goldner Ring mit Brillanten, eine Partie Likör, Kognak und
Kinder=
mehl, 1 Warenſchrank, 110 Geſchäftsbücher, 1 Jagdwagen, 3 Schreibtiſche,
2 Pianinos, 2 Betten, 3 Diwans, 2 Sofas, 1 Kredenzſchrank, 4
Kleider=
ſchränke, 1 Küchenſchrank, 1 Vertiko, 1 Kommode, 2 Nähmaſchinen, 2
Waſch=
kommoden, 2 Seſſel, 15 Leiſten für Bilderrahmen, 1 Fiſchaquarium, 2 Spiegel,
1 Tiſch, mehrere Bilder u. a. m.
(21310
Darmſtadt, den 1. November 1910.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Zum Abonnement empfehlen:
Bibliothek der Unterhaltung
35. Jahrgang
35. Jahrgang
1911
und des Wiſſens
1911
Unſere „Bibliothek” hat ſich während ihres 34jährigen Beſtehens durch
den intereſſanten Inhalt ihrer ſtattlichen Bände, ſowie durch deren trotz der
Billigkeit glänzenden Ausſtattung eine von Jahr zu Jahr ſich mehrende Zahl
von treuen Freunden erworben und iſt daher in
vielen Millionen von Bänden verbreitet.
Ihre Hauptaufgabe beſteht darin:
jedem Bücherliebhaber Gelegenheit zu geben zur Anlegung einer wirklich
gediegenen, ſpannendſte Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube
des Wiſſens zugleich bietenden
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Die Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” erſcheint in 13
vier=
wöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in echte Leinwand gebundenen
Bänden mit Goldrücken= und Deckelpreſſung. Jeder Band iſt mit einem
hübſchen farbigen Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger
Bemittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnementspreis
nur 75 Pfg. für den Band,
ein Preis zu welchem der Buchbinder im einzelnen noch nicht einmal den
bloßen Einband zu liefern imſtande wäre.
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handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
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Kinder der städtischen Schulen werden in meinem Institut geheilt.
Empfohlen durch die höchste Schulbehörde. Leite Kurse der Kreisämter und Schulbehörden.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. November 1910
Nummer 257.
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nicht leicht ein Getränk
finden, dasdem kindlichen
Organismus zuträglicher
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Kathreiners Malzkaffee.
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Luftſchiffahrt.
sr. Das Bennett=Rennen für
Flug=
maſchinen, die zur Zeit bedeutendſte Prüfung
die=
ſer Art, wurde, wie ſchon gemeldet, von Graham
White auf einem 100 P.S=Blériot=Apparat gewonnen.
Graham White legte die vorgeſchriebenen 100
Kilo=
meter, gleich 20 Bahnrunden, in 1 Stunde 1 Minute
4¾ Sekunden zurück. Dieſe Zeit bedeutet einen
Re=
kord, da die beſte Zeit für dieſe Strecke bisher 1.06:39
betrug. Von den übrigen Bewerbern um den
Ben=
nett=Preis legte außerdem nur noch der Engländer
Ogilvie (Wright) die Geſamtdiſtanz mit einer
Zwi=
ſchenlandung in 2:06:36½ zurück. Außerdem ſtartete
noch Leblanc (Blériot), der als zweiter nach Graham
Whhite aufgeſtiegen war. Er verbeſſerte die Zeit von
Graham White ſtändig und hatte 95 Kilometer in 52
Minuten 49¾ Sekunden zurückgelegt und damit eine
durchſchnittliche Stundengeſchwindigkeit von 107,150
Kilometer erreicht, als ſeine Maſchine plötzlich in
einem ſchrägen Winkel zu Boden ſauſte und gegen
eine Telegraphenſtange ſo unglücklich ſtieß, daß ſie
total zertrümmerte. Man holte Leblanc aus
den Trümmern hervor, konnte jedoch konſtatieren, daß
er nur leichte Verletzungen erlitten hatte. Nicht viel
beſſer erging es dem Amerikaner W. Brookins
(Wright), der mit ſeiner neuen Maſchine konkurrierte.
Er überſchlug ſich gerade vor den Tribünen, wobei
der Apparat gleichfalls total zertrümmert wurde.
Brookins ſelbſt blieb ohne ernſte Verletzungen,
er=
litt jedoch einen Nervenſchock und mußte bewußtlos
davongetragen werden. Latham (Antoinette)
ſtar=
tete erſt gegen 11 Uhr, nachdem ſich bereits ein etwas
ſtärkerer Wind erhoben hatte. Er konnte die Zeit von
Graham White nicht erreichen und gab nach 15
Run=
den auf, indem er die 75 Kilometer in 50:30:45
zurück=
legte. Etwas ſpäter ſtartete auch noch Drexel (
Blé=
riot) und als Erſatz für Brookins Moiſant (
Blé=
riot). Drexel konnte nicht lange ſtandhalten und auch
Moiſant entſchloß ſich nach 7 Runden zur Landung.
Nach dem offiziellen Schluß ſtieg Moiſant nochmals
auf und legte die Bennett=Strecke in 1.57144 zurück.
Durch den Sieg von Graham White fällt der Bennett=
Pokal an England.
Flugmeeting von Belmont Park. Für
den ſenſationellen Flug zur Freiheitsſtatue hatte der
amerikaniſche Bankier Ryan 10000 Dollar ausgeſetzt.
Es bewarben ſich Leſſep, Graham White und
Moi=
ſant, der kurz=vorher bei einem Flug ſo unglücklich mit
Graham White kollidierte, daß beide Maſchinen in
Trümmer gingen. Moiſant verlor dadurch nicht den
Mut, ſondern bot Leblanc 10000 Dollar für deſſen
Blériot=Maſchine, die ihm auch überlaſſen wurde.
Moiſant erzielte dann auch die beſte Leiſtung mit
34:38 für die 40 Kilometer lange Strecke und gewann
ſo 10000 Dollar, die ihm die Erſatzmaſchine gekoſtet
hatte. Graham White erzielte die zweitbeſte Leiſtung mit
35:21½, während Leſſep 41:56½ benötigte. Im
übri=
gen gewann den Stundenflug des Tages Latham (
An=
toinette), der 33 Runden zurücklegte, der Höhenpreis
wurde von Simon (Blériot) mit 320 Metern
ge=
wonnen. Ein weiterer Ueberlandflug über 30
Kilo=
meter wurde von Radley (Blériot) ſiegreich in 20:25
abſolviert. Graham White gewann ſchließlich noch den
Geſchwindigkeitspreis, indem er 25 Kilometer in 14:56
zurücklegte.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
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Brüggert, Marienplatz 5, e. T. Margar. Kathinka
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Gerhold, Pareusſtr. 2, e. S. Adam Philipp. Am 26.:
dem Dachdecker Jakob Menges, Döngesborngaſſe 3,
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Magdalenenſtr. 6, e. T. Liſette. Am 28.: dem Wirt
Gregor Lohfink, Lichtenbergſtr. 75, e. T. Anna. Dem
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dem Fabrikarbeiter Georg Denger, Liebfrauenſtr. 95,
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Heinrich Baum in Frankfurt a. M. mit Maria
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beth Hohmeier, beide hier. Bäckereibeſitzer Valentin
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